Einthelſung des Beſäng⸗Buches.— Von dem Stande der er Ernidnigung 5 Erhoͤhung JEſu 33 d) Von den Aemtern unſers Erloͤſers Von dem Mitler⸗Amte JEſu uͤberhaupt 334 1) Von dem hohenprieſterlichen Amte Chriſti 337 Von der Gnugthuung Chriſti 4 337 49 Von den Thraͤnen gEſu 338 22 Von der Fuͤrbitte JEſu 340 2.) Von dem prophetiſchen Amte Pſu 341* 3.) Von dem koͤniglichen Amte JFEſu 344 e) Von dem Gnaden⸗Bunde 346 V. Von dem Werke der Heiligung nach dem dritten Articul, und zwar a) Von der Heils⸗Ordnung uͤberhaupt 348 b) Von dem Gnaden⸗Berufe GOttes 353 c) Von der Erleuchtug 33689 ) Von der Wiedergebuhrt 362 e) Von der Rechtfertigung Von denen aus der Rechtfertigung fbeſſenden Sr ich⸗ ten, als 5 1 7.) Von dem Frieden des Gewiſſens 9 2.) Von der Gnaden⸗Rindſchaft GOttes 33 1 3.) Von der Vereinigung mit GOtt und JEſu 38 4.) Von der Ruhe und Freude in GOtt 39 f) Von der Erneurung und Erhaltung 1 der Gnade 4 n der Gnaden⸗ Verſtegeiung des ebeügen S ſteo . 92 dem Gnaden⸗ Stande PF der Herrlichkeit der Gerechen 8 “ “ — Geſang⸗Buches. I. Von den Gnaden⸗Mitteln, as 4 1. Von dem Worte GOttes 429 Vor der Betrachtung des goͤttlichen Wortes 439 Nach der Betrachtung des goͤttlichen Wortes 440 2) Ven den fuͤnf Hauptſtuͤcken des Cate⸗ 1 m 440 b') P en, den zehen Gebohten als dem Ge⸗ . 9— etze 442 Von der Strenge des Geſetzes 449 Von der Erfuͤllung des Geſetzes 1450 Von dem Unterſchiede des Geſetzes und Evan⸗ geelii 451 o) Von dem Evangelio 453 Vndn 1 Von dem Gebehte. 1 da h Aufmunterung zum Gebehte 474 us t Erkante Jehler des Gebehtes 456 ¹ Um die Gabe des Gebehts Dan 2 Die rechte Art des Gebehts von IEſu erlernet Kurr Die im beten gefundene Erquickung 467 9 Um n Von dem Gebehte des HErrn oder Vater Lör). Unſer 468 5 Allgemeines Gebeht um geiſtliche und leiblichehes Wolthaten 8 474 1 Nn Allgemeine Huͤrbitte fuͤr andere Menſchen 476 12 u. Von den Sacramente 477 Unch 0 Von dem Sacramente der heiligen Taufe 479 Von der Erneuerung des Tauſ Bundes 488 4. B) Vvon 414 446 448 net 4656 457 r Vater 468 leibliche 4 ½ n üfe 479 88 0) Bey dem Genuſſe des heiligen Abend l ₰9) Nach dem Genuſſe des heiligen Abend IV. Von der chriſtlichen Kirche, und war 4 2) Von der Stiftung derſeben 5332 0) Un Schutz und Erhaltung der Kirche d um Ausbreitung der Chriſtlichen Lchre B) Von Tintheilung des Geſang⸗Büchee..— — — — Won dem Sacramente des heiligen Abend mahls, und zwar 1 a) Von der Stiftung deſſellben 4092 b) Vorbereitung zum heiligen Abendmahle Morgen⸗Lied eines Communicanten 498 Von der nichtigen Entſchuldigung derer, die ſich des Abendmahls enthalteen 5097 Vor der Communion eines Kranken 506 mahls mahls 522 Nach der Communion eines Rranken 530 1 Abend⸗Lied eines Communicanten 531 1 Von der Gluͤckſeligkeit, deren man in der Gemetn⸗ — ſchaft der Kirche genieſet 36 b) Von der Reformation der Kirche durch Autherm 22 co) Um die Erhaltung der Kirche bey reiner Lehre und heiligem Leben 330 Klagen Zions uͤber den Verfall der Rirche 544 Klagen Zions uͤber die Sicherheit und Bosheit der wider die Macht der Feinde 547 und Vermehrung der Kirche Sel 23 Oer Hl e Eintheilung des Geſang„Buches. Von dem heiligen Lehr⸗ und V. Von den Pflichten des Men⸗ 1 ſchhen und zwar a) Erweckungen zur Buße 1. Von der wahren Buße und Bekehrung, 1.) Durch die gegenwaͤrtige Gnaden⸗Feit 762 2.) Durch die Gefahr der ſpaͤten Buße 64 3.) Durch die zu befuͤrchtende Verſtockung ſ61 4.) Durch das Aufwschende Gewiſſen 567 e S.) Durch die zur Buß eitende Guͤte GOttes 76 8 .) Durch die erbarmen 3 57²⁷ b) Um goͤttliche Gnade zur Bekehrung 574 ) Von der Erkentniß und Bekentniß der Suͤnden ) Von der Reu und Leid uͤber die Suͤnde Traurigkeit uͤber die Suͤnde 788 Angſt und Schrecken des Gewiſſens 591 Scham vor GOtt 596 Haß gegen die Suͤnde 597 Verlangen nach der Gnade 599 unnd Vergebung An einem oͤffentlichen Buß⸗Tage e) Von der im Glauben geſuchten Gnade 692 626 Geſuchte Gnade wegen oöͤſteren Ruͤckfalles in vo⸗ Suͤnden rige 627 Buß⸗Gedanken uͤber die Suͤnden der Jugend 6286 4) Von PredigAmte rre ſd Bey Einweihung einer neuen Rirche 556 de Liebe JEſu 7569 7.) Durch die gute Bewegungen des heiligen Gei⸗ ſtes )Von ai 1Don dt „) Prine 1. Vnd ze un, pon d ) ven 2 ſ 3 Men⸗ kehrung, Feit 764 76½ kung 6 767 Ottes 76⅜ 769 eiligen Gei⸗ 571 ung 574 ttniß der 626 alles in ve⸗ 62⁷ ugend 624 †) Don unn V. Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Eintheilung des Geſang⸗ Buches. S Von den Fruͤchten der Buße: als, dem guten Vorſatze und der Beſſerung des LTLebens 629 g) Beicht⸗Lieder n Vor der Beichte Morgen⸗Lied an dem Tage da man beichten wil 634 2) Nach der Beichte 638 Abend⸗ Lied an dem Tage da man gebeichtet hat 641 1 Dankſagung fuͤr die Gnade der Bekeh rung 642 1 1¹) Von der taͤglichen Buße der Ftommen 44 I. Von dem wahren Glauben, und zwar 2) Von den Lehren die wir glaͤuben 646 Um ein freudiges Bekentniß der erkanten Wahr⸗ heit 649 9 Von der Treu und Beſtuͤndigkeit in der erkanntenuuuu Wahrheit Sse ſuul b) Von der glaͤubigen Zuverſicht, mit wel⸗ äll cher wir glaͤuben 6522 III. Von dem heiligen Leben und Wandel und zwar 2) Von dem wahren Chriſtenthume 668 b) Von der goͤttlichen Gnaden⸗ Regie— rung 0 Von dem Gewinn der Gottſeligkeit 693 Tugenden, und zwar *) Von der wahren Weisheit und Erkent⸗ll niß GOttes„ 08 5 on Eintheilung des Geiens Buches. Von der natuͤrlichen Erkentniß Göttes oß Von der uͤbernatuͤrlichen Erkentniß GOttes 700 b) Von der Erhebung des Herzens zu GOtt durch Andacht und gute Betrachtun⸗ gen b 716 c) Von der Furcht GOttes 720 d) Von der Liebe beides gegen GOtt und dden Naechſten 724 Von der Liebe zu GOtt und Imſu 727 e) Von der Hoffnung auf GOtt 736 ) Von dem Vertrauen auf GᷣOtt 740 g) Von der Demuht b 752 hb) Von der Geduiud 759 1i) Von der Gelaſſenheit und Zufriedenheit in GOtt 763 k) Von der Uebergebung an GOTT und deſſen Willen durch heiligen Gehor⸗ 1 p Von der Verleunnung ſein cbſt, der welt, und der Eitelkeit 782 Wider den Eigenſinn 2384 Von der guten und boͤſen Kigenliebe b 786 m) Von der Nachfolge JEſu 792 ) Von der geiſtlichen Wachſamkeit 801 o) Von dem geiſtlichen Kampf und Streite 802 y von der Treu und Beſtaͤndigkeit im gu⸗ ten 14 ) Von der Liebe und Barmherzi keit gegen den Nechſten geeirg 6 r) Von y Done t 2) D 5 a un n b) ot! c) Vorg m di) Pod n el) VoG gg Eintheilung des Geſang⸗Buches. t) Von der Gexechtigkeit und Biligkeit ge 3 1 Von dem Falle des Menſchen 852 I. In gemeiner Noht 871 1) Von der Eintraͤchtigkeit—22 luu 8) Von der Sauftmuht, Friedfertigkeit und Verſoͤhnlichkeit 823 gen den Nechſten u) Von der Wahrheit und Aufrichtigkeit 827 Um einen treuen Freund 830 mun x) Um Keuſchheit und Kemigteit des Ber. zens 831 n Von der Maͤßigkeit 836 Von der Begnuͤgſamkeit 837 H aa) Von guten Gedanken 843 bb) Von der Unſtraͤflichkeit im Keden 845 ſ 9 Von guten Werken 846 Von dem rechten Gebrauche der Zeit 84 Nllll den dem guten Gewiſſen 849 on dem menſchlichen Elende. Von dem aus dem Falle entſtandenem Verderben des Menſchen, und zwar 1. Von d dem geiſtlichen Elende und Verder. 853 2. Von dem leiblichen Erende 361 1 a) Um Abwendung der Krie 1 beſtändigen ider 5 ieges Noht, un BSe „ Eintheilung des Geſang⸗Buches, Bey berannahender Krieges⸗Gefahr Bey gegenwaͤrtiger Krieges⸗Noht 892 Dank⸗LTied nach wiedererlangtem Frieden 895 b) Um Abwendung der Peſt und anderer— 8 anſteckenden Seuchhen Jab Wenn die Peſt ſich zu unſern Grenzen nahet 896 2 ſun Bey gegenwaͤrtiger Peſt⸗Seuche 7998 1 21 Dankſagung nach uͤberſtandener Peſt⸗Seuche 900 125,3 0) Um Abwendung der Theurung und Hun- umirs UIm die taͤgliche Nohtdurft 902 wh 3 Bey gegenwaͤrtiger Hungers⸗Noht 902 g d) In Feuers⸗ und Waſſers⸗Uoht 3)„ 10 In Leners Gefahr 905 Lan Kuͤr Abgebrante 906 bee . In Waſſers Moht 908 233 d o) Bey großem Sturm und Ungewitter S DBoey heſtigen Vonner⸗Gewittern 909 t Bey heftigen Sturmwinden 912 andiug Dank⸗Lied nach uͤberſtandenem Ungewitter 913 9 3 . wm er ) Fuͤr die Fruͤchte des Feldes. lin fruchtbares Gewitter 91 Jr Air Um Regen bey großer Doͤrre 314— 4 4* Dank⸗Lied flux den Regen br b d 26 Um Sonnenſchein bey anhaltendem Regen 918 ea Dankſagung nach wiedererlangtem Sonnen⸗ d2 ſchein b b b 920 Ton n, Jur Saat⸗Seit 921 bentt) Vor der Ernte 922 dmt Bey der Ernte b 923 A dah Bey er 912 913 914 917 917 918 zonnen⸗ 920 921 92² 923 925 Bey Eintheilung des Geſang⸗Buches. II. Kreuz⸗ und Troſt⸗Lieder, und war I.) In allerley Truͤbſalen uͤberhaupt 2.) In beſondern geiſtlichen Noͤhten und Am Irn h à * Bey reicher Ernte Bey ſparſamer Ernte fechtungen Klage uͤber die Unempfindlichkeit bey den goͤttli⸗ chen Troͤſtungen 278 Vlag⸗ uͤber die Schwachheit des Glaubens 979 Bey zweifelhaften Gedanken wegen der Erwaͤh⸗ lung 984 Klage uͤber gottesloͤſterliche Gedanken 990 In beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden, als . In Verfol gungen Bey Meid und Verfolgung 994 Bey Sorgen und Bekuͤmmerniſſen um das zeit⸗ liche In Duͤrftigkeit und Armuht Wenn ſemand durch Ungluͤck das ſeine verlo⸗ ven 1002 In Krankheiten 1003 Bey anhaltender Rranthait— 1011 Bey zunehmender Krankheit und henepnahem der Todes⸗Gefahr 1014 Worgen⸗Lied eines Kranken 1018 Abend⸗Lieder eines Rranken 1019 Dank⸗Lied nach uͤberſtandener Krankheit 1021 Bey dem Verzuge goͤttlicher Huͤlfe 102² Dank⸗Lieder nach erlangter Zuͤlfe 926 927 928 4 4 998 1901 —. 6 1024 1 8 1* „1 . Eintheilung de Ses uns Buchen. VII Von den vier lezten Dingen des Menſchen. 1 Von dem Tode und Sterben, und zwar a) Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode Bezeugtes Verlangen nach einem ſeligen Tode 1051 1030 b) In Todes⸗Noͤhten 1055 Aufmunterung an einen Sterbenden 3 0) Bey Begraͤbniſſen 107⸗ II. Von der Auferſtehung der Todten 1075 III. Von dem juͤngſten Gerichte 1079 IV. Von der Ewigkelt 1092 Von der Hoͤlle 1097 B) Von dem Himmel 1104 VIII. Morgen⸗ Tiſch⸗ und Abend⸗ Geſaͤnge. 1075 1 Morgen⸗„Lieder 1119 II Tiſch⸗Geſaͤnge 135 8 Vor dem Eſſen 1138 3 Aaach dem Eſſen 1133 4 m. Abend⸗ Lieder 1140 Abend⸗Lied am Sonnabend 8 1157 IX. 1 1 d Sn d (Lins in 9 Attn VXcié-2 nn Nach pan r. Eintheilung des Geſang⸗ Burhes Dingen ¹ N. Berufs⸗ ieder. war I. Für jeden Stand insgemein n Il. Fuͤr die drey Haupt⸗Staͤnde ſ“ Tode m a) Fuͤr die Obrigkeit 1 b) Der Zuhoͤrer fuͤr Lehrer c) Von dem Eheſtande Der Eltern fuͤr ihre Kinder Der KRinder fuͤr ihre Eltern 107 Eines Waͤiſen 10 d) Eines Kaufmannes eoe) Eines Handwerksmannes ) Eines Ackermannes 1g) Aiter Leute h) KReiſe⸗Geſaͤnge üb end⸗ Nach geendigter Reiſe tandes⸗ und Neiſ⸗ 1159 1162 1163 1166 1167 1168 1171 1173 1174 7s 1175 1176 1179 * b 8 Die langen Geſaͤnge ſind mit*, abgetheilet worden, damit man nach Belieben die eine Helfte davon vor der Predigt, die andere nach derſelben ſingen koͤnne. ** Die bisher unbekante Melodeyen verſchiedener Geſänge 7 dieſes Buchs ſind in Noten geſetzt bey dem Verleger beſonders c zu haben, und iſt uͤben ſolche Geſaͤnge jederzeit die Zahl der Melo⸗ deye geſetzet worden, nach welcher ſie zu ſingen ſind. —. ö . 1.* -— r——˖——— eilet nu der das 1 ener 86 4 ger beſond hl der M — —— 3“ S,— 27 W= E A Lob⸗ und Wochen⸗ 8 Vhng. I. Lob⸗Geſaͤnge. 41., 4 und zwar Aufmunterungs Licder zum Lobe G Ottes. Mel. Helft mir GOtts guͤte ꝛc. ( Do obt GOTT mit X△] Preiſt ſeine ma⸗ jeſtaͤt Ihr krea⸗ ſonne geht: Verehrt ſein — und meer durchſtreichet, Erhebe ſeinen ruhm. vollem ſchalle, turen alle! So weit die immel reichet. Was erd 2. Ihr reine himmels⸗ geiſter Erwecket euren Errn eiß! Gebt eurem und meiſter Dank, ehre, lob und preis. Stimt drey⸗ mal: heilig! an n, Ihr ſne le ſeraphinen! obt ihn ihr cherubinen; Lobt ihn, was loben kan. 3. Was odem hat und um, So weit der ſieht. lebet, Was ſich bewe tund regt, Was in den! mel traͤgt, Sey uͤberall be⸗ muͤht Den h zu loben, Der aus den wol⸗ praͤchtig In nuchin el gehn, Und it rt das rei gewalti laumitas In ſeiner auf⸗ ſicht ſtehn. ſehen!! Drum lobt den HErrn der welt. deſſen ruhm erzaͤhlen, Der 8 3 4₰—— 1 “ 3 4 8 ͤdͤͤͤͤͤͤͤͤͤſ “—8ö—ö—oöo—ooo— — 8————————, ͦy. —————.— uͤften ſchwebet Und was der h him⸗ chſten GOtt en oben Auf ſein geſchoͤpfe 4. Der Herr iſt groſßl und maͤchtig, Voll heiugrent und ruhm. Es ſtehet alles ſeinem heilig laͤßt es Bulih r laͤßt uns 1 Drum lobt, erloͤſte in V —— —— —— 1* 3 — 7 euch erſe Chriſto 4 3 durch ſein blut erkaufet, Aufſeinen tod getaufet/ Und meeinſt den himmel giebt. ee Geſinge und war uf, erhaͤlt, In 9 liebt, Euch 6. Lobt euren GOtt, be⸗ rahter, Und beſten herzens⸗ freund, Ders auch, als treuer vater, Im kreuze rreedlich meint, Das er euch aauferlegt: Laßt uns in ſol⸗ cchen proben 45 dennoch 3 kindlich loben, liebe ſchlaͤgt. eil er aus 7. Er iſt getreu den ſei⸗ nern, Zernicht't der feinde 3ſpott. Wenn ſeine kinder wweinen, So bleibt er doch ihr GOtt. Wenn der ver⸗ olger ſchlaͤgt, Wenn ſatan tobt und wuͤtet; So wird ſin volk behuͤtet Durch en, der alles traͤgt. 8. Lob, ehre, macht und ſtaͤrke Sey dir, o GOtt! bereit. Denn deine weg uund werke Sind voll von herrlichkeit. Dein zion lo⸗ uns gnaͤdiglich! et dich, Merk auf ſein 5 ſchwaches lallen, Und laß dirs wol ge. fallen: Erhoͤr L 5 2 9. Dort ſol es beſſer ungen, Dort hoͤrt die ſchwachheit auf: Dorthaälr 6 G erſt unſer ſingen Und loben fleten lauf. Dort, wo vor einem thron Dich zungen, ſtimmen, weiſen Der aus⸗ erwaͤhlten preiſen, Preiſt dich auch unſer ton. 10. Wir bringen hier nun alle Dank, weisheit, ſtaͤrke, kraft Und preis mit vollem ſchalle Dir HErr! der alles ſchafft Esmache feld und wald, Luft, erde, meer und himmel Ein freu⸗ diges getuͤmmel, Das bis zu GOtt erſchallt. b Ma. Nan jauchz dem HErren. Somt menſchen kin⸗ 2. M der, ruͤhmt und preiſt GOtt vater, ſohn und heilgen geiſt, Die aller⸗ hoͤchſte majeſtaͤt, Vor deren augen ihr izt ſtehtt. 2. Macht mit vereinter zung und mund Des theu⸗ ren vaters groͤſſe kund; Stimt mit verſtand und willen ein, Und laſſt das herz voll andacht ſeyn. 3. Der HErr, den erd und himmel ehrt, Der iſt eagie der iſt s wehrt, Daß nich icht ein tag voruͤber geht, Da dem HErr enſchen wühmt ater, ſoh ſch 1 Duun Aufmnkerungs ieder Lobe( B. Da man nicht dankend vor ihm ſteht. 4. Dis iſt der engel edles amt, Die GOttes fuer ufane Wolt ihr einſt So ſchic et euch darein. 5. Die welt, die ganz im argen liegt, Und uns durch tauſend d t betruͤgt, Haͤlt n jezt zwar von GOttes lob nicht viel; Weil eigen⸗ lob ihr eits z el. zir ſelbſt⸗ da wir im geiehe ſind, Wenn uns nicht GOttes geiſt ent⸗ zuͤndt, Vergeſſen GOttes ruhm gar eheſer Der klage⸗ lieder hoͤrt man mehr. 7. Denn unſer unver⸗ gnugtes herz Macht ohne noht ſich manchen ſchmerz, Und denkt indeß gar wenig dran, Wie viel der HErr an Sui gethan. 8. Doch jezt, o HErr! macht herz und mund Dein lob, weil: du uns ruͤhreſt, kund. des Im ſchmus laubens opfern wir Die arren unſrer lippen dir. 9. Hor an den ſchwachen prüis und ruhm an ei⸗ ugein aͤhnlich ſeyn, 2 nem volk und genchum:. Nim unſer lied in gnaden auf, O treuer vater! merte drauf. en Du giebſt das leben, veheſt uns wol, Und machſt uns deines ſegens voll. II. SErr JEſu heiland aller welt! Vor dir man billig niederfaͤllt: Demm was dein blut an uns ge⸗ than, Iſt mehr, als man verdanken kan. 12. O geiſt! du tehert bey uns ein; Drum ſol dein ruhm unendlich ſeyn, Drum iſt dein lob, wie dei⸗ ne treu Und gnade, tigich bey uns neu. 13. Nim an das lob in dieſer zeit, Ol de dreyeimgkeit! Verſch hmaͤhe nicht das arme lied, Und ſchenk uns ſegen, hei und rned 14. Wennkoͤmt der tag? wenn koͤmt die zeit? Da man, von aller noht be⸗ freyt, Dir ewig hallelujſa bringt/ Und heilig/ heug, haih, ſingt⸗ 9 S * 17 Als HErr und chop. fer ſey gepreiſt ,Se, lange man uns men heißt:— 6 1 — 3 1 4 4 7 ehr Aus freudigem gemuͤh⸗ te: Ein jeder 1 ruhm vermehr, Und preiſe ſeine guͤte. frey vonaller noht; 3lobet ihn, GLOtt, Und danket ſeinem . Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. — ob Geſange und zwar Jringt her dem HErren lob und * ‿ Er macht uns rum drum lobet namen. 2. Lobt GOtt, und rih mmet allezeit Die große 3 wounder werke, Die ma⸗ jeſtaͤt und herrlichkeit, Die 3 wgeeisheit, kraft und ſtaͤrke, 2 Die er beweiſt in aller welt, Dadurch er alle ding erhaͤlt; Drum danket ſei⸗ mnem namen. 3. Lobt GOtt! der uns erſchaffen at, Der ſeele, leib und leben Aus lauter vaterlicher gnad Uns allen heat gegeben; Der uns m 2 durch ſeinen engel ſchuͤtzt, Dcer taͤglich giebet was uns nutzt: Drum danket ſeinem nnamen. b a4. Lobt GOtt ler ſchenkt uns ſeinen ohn⸗ Der ſelbſt fur uns eſtorben, Der uns die ſel ge lebens kron * 8 3 Durch ſeinen tod erwor⸗ Ottes m fruͤh und den; Der worden iſt der hoͤllen gift, Der frieden hat mit GOtt geſtift: un rum danket ſeinem na⸗ en. b 5. Lobt GOtt! der in uns durch den geiſt Den glauben angezuͤndet, Und alles gute noch verheißt, Uns ss ſtaͤrket, kraͤftigt, gruͤndet; Der uns erleuch⸗ tet durch ſein wort, Re⸗ iert und treibt zum guten bort: Drum danket ſeinem namen. 6. Lobt GOtt! er hat dis gute werk Selbſt in uns angefangen, Voll⸗ fuͤhrt es auch, giebt kraft und ſtaͤrk, Das kleinod zu erlangen, Das er uns al⸗ len dargeſtellt, Und blos den glaͤubgen vorbehaͤlt: en. ke ſeraphim, Nebſt fuͤrſten⸗ thum und thronen! Es lo⸗ ben GOtt mit heller ſtim, Die hier auf erden wohnen. Lobt GOtt, und ſat; Ja alles, was nur o danke ſeinem namen. 4. Nun Drum danket ſeinem na⸗ preiſt ihn 1 em hat, Das Ott! h — — —. — —— —QO(f— ————* — S—— —.—= ————— ——-=—* —————— ———,—- —— mniet ſein / giebt im S kleinod t ebſt furn nen! Gb helleriw en 8 d preiti Jn „ CThun jauchz dem 4 HErren alle welt! Komt jer, zu ſeinem dienſt euch ſtellt! Komt mit frolocken, ſaͤumet nicht, Komt vor ſein heilig angeſich. 2. Erkennet, daß GOtt unſer HErr, Der uns er⸗ ſchaffen ſich zur ehr, Und nicht wir ſelbſt: durch GOttes gnad Ein jeder menſch ſein leben hat. 3. Er hat uns ferner wol bedacht, Und uns 34 ſeinem volk gemacht, Zu lhafen, die er iſt bereit Zu fuͤhren ſtets auf gute weid. 4. Die ihr nun wollet bey ihm ſeyn, Komt, geht ju ſeinen thoren ein Mit oben durch der pſalmen klang, Zu ſeinem vorhof mit geſang. 5. Dankt unſerm GOtt, lobſinget ihm, Ruͤhmt ſeinen namn mit lauter ſtim: Lobſingt und danket alleſamt: GOtt loben iſt ja unſer amt. 6. Er iſt voll guͤt und freundlichkeit, Voll lieb und treu zu jeder zeit, Aufmunterungs⸗Lieder zum Lobe GOttes. 5 ——— 9 Sein gnade waͤhrer dort und hier, Und heit fuͤr und fuͤr. 7. GOtt vater in dem hüchſten thron, Und JE⸗ us Chriſt ſein einger ſohn, Samt GOtt dem wehrten heilgen geiſt, Sey nun und immerda gepreiſt. Mel. GOtt des himmels und ꝛc. 5 4 lle welt, was lebt und webet, Was ſeine wahr⸗ 5 4 in feld und haͤuſern iſt, Was nur ſtimm und zung erhebet, Jauchze GOtt zu jeder friſt. Dienet ihm, wer dienen kan, Komt mit luſt Err iſt unſer meiſter, Er hat zu ihm heran. 2. Sprecht: der uns aus nichts gemacht⸗ Er ¹ hat uns ſo lei * und eigenhumn. 3. ehet ein zu ſeinen pforten, Geht durch ſei nes vorhofs gang. Lobet ihn leib als geiſter An das licht hervor ge⸗ bracht. Wir ſind ſeiner all macht ruhm, Seine ſchaaf hn mit ſchönen worten, Saget ihm lob, preis und — 1 — Lob Geſinge u und zwar 5 6* dan; Denn der HErr iſt/ e Voller gnad und gütig keit. b 4 GOtt des himmels und der erde, Vater, ſo und heilger geiſt! Daß 3 dein ruhm bey uns groß mwerde, Beyſtand ſelbſt und huͤlf uns leiſt. Gib uns kraͤfte und begier Dich zu 1 V preit ſen fuͤr und fuͤr. Sobet den HEr⸗ ren:; Denn er ſehr freundlich. Es iſt 9 fftlche um unſern GOtt G Wen Sein lob . ſha und leblich anzuho⸗ ren. Lobet den HErren:/ .2. Singt gegen einan⸗ Dem HErren mit danken. Lobt ihn mit har⸗ fen, unſern GOtt den G 3wwehrten: Denn er iſt machtig und von großen Warten. Lobet den HEr⸗ 3. Er kanden himmel: 5 Mit wolken bedecken, Und 2 giebt den regen wenn er wwil auf erden:“ Er laͤßt gras wachſen hoch auf Denen bergen. Lobet den ni ge. 4. Der allem ſeiſche dn* Giebet ſeine ſpeiſe, Dem vieh ſein futter vaͤterlicher weiſe:“: Den jungen ra⸗ ben, wenn ſie ihn anrufen. Lobet den HErren:;: 5. Er 5 nicht buſtf. An der ar des roſſes, Noch wolgefallen an je⸗ 4£ 4 mandes beinen,: Allein gefallen ihm, die auf ihn trauen. Lobet den HEr⸗ ren:, 5. Danket dem HEr⸗ ren:: Schoͤpfer aller din⸗ Der brun des lebens thut aus ihm entſprin⸗ gen:/ĩ Gar hoch vom him⸗ mel her aus ſeinem herzen. Lobet der Herren: 2,: 7. JEſu Chriſte: 9 Sbon des allerhoͤchſten! Gib du die gnade allen frommen chriſten:,: Daß ſie dein'n namen ewig prei⸗ ſen, amen. Lobet den HErren:„. Fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. Lob⸗Geſang der Marizͤ. 7. SHheine ſeele Lerrn 4 3 —— 2“ 8—— 5 1. 8 — e— 5 3 — 2— 3— 3 —.. 1— — 2. 1 ——— 3— — 2——— — 2 1 8 ͤ ö ¹“ 1“.““ 1 1 24—* 1 8— 1 = — —= —== === — — — — 8 8 E 2 fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 2 J Annd mein geiſt freuet ſich ſohne, Und dem heiligenn GOttes meines heilan⸗ geſte. des. II. Wie es war im a 2. Denn er hat ſeine fang jezt und immerdar, elende magd angeſehen. lind von ewigkeit zu ewig Siehe, von nun anwerden keit, amen. is preſen allnn n Hen ue Sne at große 8. CSein herz und ſeel . den HErren 3. Denn er t, und deß hoch erhebet, Den großen n* dinge an mir char Der die a da maͤchtig i den 1 ſſt. GOtt, der ewig herrſcht name heilig i — 5 4.. Und ſeine barmher⸗ und lebet. Mein geiſt in dem 3zigkeit waͤhret immer fuͤr mir ſich meines heilands und fuͤr Bey denen, die ihn freut; Und ſeinen ruhm nds li fuͤrchten. vermehrt er allezeit. n entſp 5. Er uͤbet gewalt mit 2. Denner hat mich elen ch vomm ſeinem arm, Und erſtreuet⸗ den angeſehen, Und mein nem ha die hoffartig ſind in ihres rbehe erhoͤret und mein rren; h herzens ſinn. ehen. Es hat der HErr 1 Chrſ; 6. Er ſtoͤßet die gewalti⸗ mich armen nicht verachtt, lerhuat zen vom ſtuhle, Und erhe⸗ Er hat mit zund und ret⸗ narun bet die niedrigen. ſtung mich bedach. ſien W 7. Die hungrigen fuͤllet 3. GOtt, deſſen macht enewiggce er mit guͤtern, Und laͤſſet nicht kanergruͤndet werdenn, L die reichen leer. Und deſſen nam im him 8. Er denket der barm mel und auf erden Hoch heerzigkeit, Und hilft ſeinem heilig iſt, hat große ding — diener Iſfrael auf., gethan An mir die ichnicht nnigflcg 9. Wie er geredt hat un⸗alle zaͤhlen kan. GOm ſern vatern, Abraham und 4. In keiner noht hat er der ma ſeinem ſamen ewiglich. mich je verlaſſen; Barm⸗ ſeet„10. Lob und preis ſey herzigkeit iſt bey ihm ohne 1 Hen GOtt dem vater und dem maaſſen, Und wahret von 8I A 4a4 8 u d—-——3—ͤ. — — ————— iederman muß ſpuͤhren ſei⸗ tg ſeyn vor allen, Von ih⸗ 3rem ſtuhl, daß ſie erſchreck⸗ 3 lich fallen. Die niedrigen ſtellet ſie 3 mit gaben. Die reichen laßt er leer beym uͤberfluß, Daß noht und angſt darauf erfolgen muß. b er fortan uns vaͤterlich be⸗ 1 hute, Und ſeine kirch im Banzen erden⸗kreis Erhalt haſſe 9 neuen bund und alten Ge⸗ eerrrrheere 8 geſchlechte zu geſchlecht, Wo man ihn fuͤrchtt, und 3 hoch haͤlt ſeine recht. 5. Er uͤbt gewalt mit 2 ſeines armes ſtarke, Daß vpoch in ihrem herzen ſeynd, Serſtreuet er, und i ſelben feind. 6. Er ſtoͤßet, die gewal⸗ une werke. Die 8 und t den⸗ erhebet er davor, Und ganz unverhofft empor. S 7. Die hungrigen, die fuͤllet er mit guͤtern und 8. Er denket der barm⸗ herzigkei und guͤte, Daß ſchuͤtz zu ſeines na⸗ mens preis. b 9. Die treu, die er im Und gedaͤchte an ſeinen hei⸗ ewig halten. Der HErr verlaͤßt uns, ſeine kinder, nicht, Denn zu ihm ſteht all unſre zuverſicht. 10. GOtt vater dir ſey dank geſagt und ehre. HErr JEſu Chriſt! den glauben in uns mehre. O heilger geiſt! erneu uns herz und mund, Daß wir dein lob ausbreiten jede ſtund. b Lob⸗Geſang Fachariaͤ. 2 ¶ Welobet ſey der 9. HErr, der GOtt Iſrael, Denn er hat beſu⸗ chet und erloͤſet ſein volk; 2. Und hat uns aufge⸗ richtet ein horn des heils, In dem hauſe ſeines dieners Javids. 3. Als er vor zeiten ge⸗ redt hat Durch den mund ſeiner heiligen propheten: 4. Daß er uns errettete von unſern feinden, Und von der hand aller, die uns haſſen, 5 5. Und die barmherzig⸗ keit erzeigte unſern vaͤtern, ligen bund; redet hat, wird er auch 6. Und an den eid, er — den 8 8 1 4 8 Z. = = 2 = E 1— L 1. Dach haumherz GOn m. Fachar t ſey r, der G er hath ſein vol rechtigkeit, Die ihm ge⸗ uns a n des ſeines ir vor zi rch mmud prohhm. uns enn. einden,l aller,ae barmi todes, Und richte unſere ſuße auf den weg des frie⸗ en ſern w un ſeinet den eioh vater Abraham, uns zu geben. 7. Daß wir, Eelbſet aus der hand unſerer feinde, Ihm dieneten ohne furcht unſer lebelang; 8. In heiligkeit und ge⸗ faͤllig iſt. f9. Und du kindlein wirſt ein prophet des hoͤchſten heiſſen; Du wirſt vor dem HErrn hergehen, daß du ſeinen weg bereiteſt: 10. Und erkentniß des heils gebeſt ſeinem volke, Die da iſt in vergebung ih⸗ rer ſunden: II. Durch die herzliche barmherzigkeit unſers GOttes, Durch welche uns beſuchet hat der aufgang aus der hohe. 12. Aufdaß er erſcheine denen, die da ſitzen im fn es ſterniß und ſchatten *13. Lob und preis ſey GOtt dem vater und dem ſohne, Und dem heiligen keit, amen. 10. àn der 14. Wie es war im an⸗ fange jezt und immerdar, Und von ewigkeit zu ewig ollein Gon 66 öh ſey ehr, Und dank fuͤr ſeine S 8 b fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 92 3— er geſchworen hat Unſerm gnade, Darum, weil nun und nimmermehr Uns ruͤh ren kan kein ſchade. Ein uu wolgefalln GOtt an uns hat; Nun iſt groß fried ohn unterlaß, Der ſtreit ha. nun ein ende. 2. Wir loben, preiſn, anbeten dich, Fuͤr deine uuu nad wir danken; Weil u, GOtt vater! ewiglich Regiereſt ohne wanken. Ganz ungemeſſ'n iſt dei⸗uu ne macht; Wol uns des ren. ht; Fort gſchieht, was dein will hat bedacht. einen HEr⸗ 3. O JEſu Chriſt, ſohnuu eingebohrn Deines himm: liſchen vaters! Verſoͤhner der’r, die warn verlohrn, u Du ſt iller Be haders, Lam GOttes, heilger HErr und GOtt! bitt von unſrer noht: Er⸗ arm dich unſer aller. im an die — A 4. 90 3 6 ewigkeit wantene Ganz ungemeſſen macht. So fort geſchieht, wmas nur Dein wille hat be 3 4 1 10 Lob⸗Geſänge und zwar 3 1 a. O heilger geiſt, du 3 doͤchſtes gut, Du allerheil⸗ ſamſter troͤſter! Fuͤrs teu⸗ fels gwalt fortan behuͤt Die IEſus Chriſtus erlo⸗ fe Durch große mart r und bittern tod: Abwend all nmunſern jammr und noht, Darzu wir uns verlaſſen. 4 Mel. O SOtt du frommer ꝛc. 2 II ‚huſndttinde 3ſeine gnade, Daß nun und nimmermehr Uns ruͤhren mkan kein ſchade: Mit wol⸗ gefallen ſich Der hoͤchſte zu muns wendt, Ohn unterlaß iſt fried, Der ſtreit hat nun ein end. 2. SGOtt vater! deinem 3nam Mitt lob und preis 3 wir danken, Der du von eegiereſt ohne— ar Reg eſt h Das Ie Deum laudamus. HErr! deine wunder⸗ dacht. 3. O JEſu Chriſte, ſohn Des vaters eingeboren Verſohner derer, die In 3ſunden warn verloren, hoh Und dank fuͤr ſey O wahrer menſch und GOtt! Erbarme dich, binna Die bitt in unſrer 4. O wehrter heilger geiſt! Du troͤſter frommer chriſten! Behuͤt uns kraͤf⸗ tiglich Fuͤr ſatans tuͤck und liſten: Errette uns auch ſonſt Aus truͤbſal, noht und pein, Die wir durch Chri⸗ ſti tod So theur erloͤſet n. *5. GOtt vater! dir ſey preis Hier und im himmel oben: GOtt ſohn, HErr JEſu Chriſt! Wir wollen dich ſtets loben: GOtt heil⸗ ger geiſt! dein ruhm Er⸗ ſchalle mehr und mehr. O HErr dreyeinger GOtt! di ſey lob, preis und ehr. 8 12. Demaennn, 4 HSur O, wir danttn rr. Dich, GOtt vata inewigg Ehret die welt weit und breit.. Allle LamOttes, einger HErr! ſ † ingeen 1. menſch uh arme i — — ᷣ — — —— un laubns r Ge lkoben. dtt/ wiin dr. di feit! wettnt rct. 1 ——2·= fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 8& 8 N 4 1 II R engel und himmels⸗ heer, Und was dienet deiner Auch erure und ſera⸗ phim, Sin8gen immer mit ho⸗ her ſtim: Heilig iſt unſer GOtt! Heilig iſt unſer GOtt! Heilig iſt unſer Gahtt⸗ der — ebaoth! Deine görrliche macht und herrlichkeit Geht uͤber himmel und er⸗ den weit. Der heiligen zwoͤlf boten zahl/ Und die liebe propheten all, Die theure martyrer allzu⸗ b ma Loben dich, HErr! mit großem ſchall. Die ganze wehrte chriſten⸗ h Nuͤhmt dich auf erden al⸗ lezeit, Dich, Gott. vater im hoͤch⸗ ſten thron, Deinen rechten und ein⸗ gen ſohn, Den heilgen geiſt und troͤ⸗ ſter wehrt & Mit leichem dienſt ſie lobt und ehrt. Du koͤnig der ehren, IEſu „ 65 m Chriſtt GOttes Patere ewger ſohn du biſt; Der Funafraen leib nicht haſt verſchmäht, Zu erloͤſen das menſchli⸗ che geſchlechtt8 Du haſt dem tod zerſtoͤhrt ſeine macht, Und alle chriſten zum himmel gebrac„klkhh. Du ſitzeſt zur eichien GOt⸗ es glei Mit aller ehr ins va⸗ ters reich. Ein richter dn zukuͤnftig Alles deß, was todt und lebend iſt. Nun hilf uns, HErr! den dienern dein, Die mit deinem theuren blut erloͤſet ſeyn. Laß uns im 8 haben Mit den heil genim ewi gen heilx.- Hilf deinem volk, HErr JEſu LennHer Und ſegne, was dein ert⸗ theil iſt. —— —— Bat — 12 3 6 pob⸗ Geſänge und zwar 8 Wart und pfieg ſie zu al⸗ ler zeit, Und heb ſehoch in ewig⸗ Taͤglich, Sir Gott! wir loben dich, uUnd ehren deinen namen ſtetiglich. Behüt uns heut, o treuer GOtt! Fuͤr aller vfundund miſſe⸗ Sey uns emädig, 0 Hrre Sey uns andig: in aller noht; eis uns denneanmherzis 89 3 ei Wie unſte hoffnung zu * dir ſteht. auf dich hoffen rir) lieber In chand laß uns nim mermehr, amen. 1 3 KH lobes ſoln man dir, o vater! b 13 ingen? Keins menſchen un kans wuͤrdiglich voll⸗ 3bringen. 2. 48. haſt aus nichts den himmelnebſt der erden, Und alles was darinn iſt/ laſſen werden: 4 3. Die menſchen drauf nach deinem bild formiret, Und mit verſtand und ga⸗ ben augzefieret. 4. Du nem wort auch lehren, Wie wir dir dienen ſollen, und dich ehren. 5. Von kindheit an haſt du uns ſtets ernehret, Was wir bedorft, uns vaͤterlich be ſcheret Du ſpeiſeſt alles geiſch mit wolgefallen, Und ſchuͤtzeſt uns, ſo lange wir hie wallen. 7. Wenn kreuz und truͤb⸗ ſal uns noch mit beruͤhret; So werden wir doch gnaͤdig draus gefuͤhret. *8. Sehr groß iſt deine weisheit, guͤt und ſtaͤrke, Und wunderbar ſind alle deine werke. 9. HErr! wir bekennen es dnn unſerm munde, Und danken dir dafuͤr vom her⸗ zen⸗ grunde. *10. Lob ſey dir, vater! der du mit dem ſohne Und heilgen geiſt regierſt in ei⸗ nem throne. II. Dein großer name ſey allzeit gepreiſet d all aͤſſeſt uns in dei — 2 5 u —— — 4— . 4 — —— .—. 3 4 ö“ 1 ——“* 41 =B = E . — =2— — = AX — —, 4 — —— ruzundn it beri rdochmſ . 4 groß jin t und h dar ſi wir ung mun b fuͤr ut y dihe .S as iſt fuͤrwahr 14. 3 ein koͤſtlich ding, uns van thaten froͤlich preiſ: Dein Die werke groß und offen⸗ bar. rg e ches alles nicht, Meint, für die mannggfaltige Wolthaten GOttes. 13 alles gute, daß du uns er⸗ weiſet. MH12. Hilf, daß wir dir im glauben feſt anhangen, Und denn die ſeligkeit dar⸗ auf erlangen. Daß man dem HErren dank und ſing, Und lobe froͤlich ſeinen namen, Der errlich iſt und wunder⸗ am: 2. Daß man des mor⸗ hens ſeine guͤt Erzaͤhl mit ankbarem gemuͤht, Auch ſeine wahrheit bey der nacht Erkenn und preiſe, wenn man wacht: 3. Daß man des lobens mache viel, Mit ſingen und mit ſaͤiten⸗ſpiel: Damit ja unſers GOttes ehr Auf al⸗ le weiſe ſich vermehr. 4. Darum ich auch auf dein geheiß, HErr! deine raht iſt uns verborgen gar, 5 Ein narr glaͤubt ſol⸗ daß es ohngefehr geſchicht: uuu Gleichwie er elbſt lebt im⸗ul merhin Nach ſeines herzens eitlem ſinn. 6. Die ſpoͤtter gruͤnen wie das gras, Die uͤbelthaͤ ter gleicher maaſ: Bis dasu ihr name hie auf erd Undu ewig dort vertilget wertr. 7. Du aber biſt, oHErr mein hort! Der aller⸗uuu hoͤchſte, und bleibeſt fort. uu Umkommen muͤſſen deine feind, Und die dir, GOtt! zuwider ſeynd. 8. Hergegen ſo empfan e ich Stets neue kraft, die arket mich: Durch deineuu gnad iſt mir bereit Sehr uuu froßer troſt und wahre reud. Du machſt mir deine recht bewuſt, Drum ſeh ich an dir meine luſt: Mit luſt ſeh ich die gnade an, Diedu bisher an mir gethan. 10. Der fromme iſt dem palm⸗baum gleich, Aun ſegen und an fruͤchten reich; Er bluhet ein und alle jahr, lnd waͤchſet dabey immer: arr. 1I. Er gruͤnet, wenn leich muns alle gnade loben dich, wir danken dir ö 1 4 Lob⸗Geſange und zwar b lei wird alt, Und brin et frucht gar mannigfalt: Er 1 ruhmt, daß duſo gutig biſt Und daß kein unrecht an dir iſt.— . GOtt vater, ſohn und heilger geiſt, Von dem fleußt, Wir ſur deine wolthat fuͤr und 15 3 GOtt Mit her⸗ zen, mund und haͤnden, 1ze Hes große dinge thut Hier 3 und an allen enden; Der mlebend uns erhaͤlt Von mut⸗ terrleibe an, Und thut uns aahes guts, Mehr als man zaͤhlen kan. b 2. Eswolle unſer GOtt Ein froͤlich herz uns geben; Err laſſe uns, ſein volk, Im ſriede immer leben Forthin zu unſrer zeit; Daß ſeine gnunad und treu Bey uns und munnſerm land Allweg be⸗ ſtaͤndig ſy. . Der große ſtarke GS8Ott Woll uns von allem bboͤſen, Und was uns ſcha⸗ den kan: Gewaltiglich 3 rette 3 bſſen: Er ſchütz und uns, Er helf uns allezeit, So lang er uns allhie Das leben noch verleiltt. 4. GOtt vater! dir ſey preis Hier und im himmel oben. GOtt ſohn, HErr IEſu Chriſt! Wir wollen dich ſtets loben. GOtt henger geiſt! dein ruhm Er⸗ challe mehr und mehr. O V Derr deeyeinger d — Dir ſey lob, preis und ehr. Kä danket alle— r; un laſſt uns 16. 4 Gluſt dem HErren Dankſagen und ihn ehren Von wegen ſeiner gaben, Die wir empfan⸗ gen haben. 2. Den leib, die ſeel, das leben Hat er allein gegeben: Dieſelben zu bewahren Wil er an uns nichts ſpa⸗ ren. 3. Nahrung giebt er dem leibe: Die ſeele muß uns bleiben, Wiewol toͤdtliche wunden Sind kommen von der ſunden. erworben. e. de groie 4. Ein arzt iſt uns gege: ben, Der ſber iſt das le⸗ hi har ben, Chriſtus fuͤr uns ge⸗ ſtorben, Hat uns das heil iu 5 Sein und liebe recht erwegen. rz 3 azet, Hat er uns hoch geſchaͤt⸗ u 1 krieben Ins lebens⸗buch ge⸗ fir die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 15 5. Sein wort, ſein tauf, ſein nachtmahl Dient wi⸗ er allen unfall; Der heilge geiſt im glauben Lehrt uns darauf vertrauen. 6. Die ſund iſt uns ver⸗ geben⸗ Durch ihn geſchenkt das leben: Im himmel ſolln wir haben, OGOtt! wie große gaben! b 72. Wir bitten deine guͤ⸗ te, Daß ſie uns fort behuͤte, Die große nebſt den klei⸗ nen; Du kanſts nicht boͤſe menen. 8. Erhalt uns in der wahrheit; Gib ewigliche freyheit Zu preiſen deinen namen, Durch JEſum Chriſtum, amen. Mel. Nun laſſt uns GOtt dem. b Hun laſſt uns 17. GOttes guͤte Uns fuͤhren zu gemuͤl te; Laſſt uns des vaters ſegen 2. Eh wir ans licht geſet⸗ zet, Und ſchon aus liebes⸗ ewig ſterben. ben Sein eigen kind gege⸗ ben; Er ließ es gar, als buͤr. gen, Fuͤr uns am krenz er 3. Als wir noch ohn be⸗ N wegen Und ohne kraft gele gen, Ohn menſchen ſelbſt verborgen: 4. Hat er uns glieder, leben, Und Interßah weiſe Verſorgt mit trant und ſpeiſe. 5. Sein' hand, die uns bereitet, Hat uns ans licht geleitet, Und er hat uns er quicket, Da wir die welt eerblicket. 5. Er hat uns aufgenom men Hier in die zahl der frommen, Gemacht zu ſeinen erben/ „ Daß wir nicht 7. Er giebt uns zu erken⸗ nen Sein wort, daß wir ihn nennen D ernehrer, Und freundliche beſcherer. en guͤtigen 2 8. Er hat fuͤr unſer le⸗ 9. Dis laſſet uns heden ſchrieben. ſken, Wenn uns ſüf und ſorgen, Der mutter t gege⸗ ben, Und wunderbarer ,,˖——. 4 8 — Z—Z—ö—Zö—ö— ſſſſſſſ“ 1. 3. 8 ſ — ————yÿ— — öe-— ſſſ ſohn hergiebet. — ¾ 112. Solt der 2heget Und ihrer f die gaben, ſem leben 16 abſchlagen, Wenn wir ihm hachſte liebet, Der ſeinen 10. Er kan uns ni⸗ ts Was wir werden: Eh du GOtt! die kanſt laſſen, Die dich im glauben faſſen. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. glaͤubig klagen, vonnoͤhten haben An ſeel⸗ und leibes⸗gaben. 11. Wie voͤgel in den luͤf⸗ ten, Und thiere in den kluͤf⸗ mten, Ja blumen an den we⸗ gen Uns dis vor augen legen. ſo dieſe eißig pfle⸗ 3get, Uns, ſeine himmels⸗ merben Verlaſſen und verder⸗ en? 13. O vater! dieſe liebe Laß uns, aus heilgem trie⸗ 3be, Doch allezeit betrach⸗ meen, und nicht geringe achten ſchehre Uns, vater! dir zur Wehre, Daß wir dir recht ver⸗ Verleih uns und be⸗ trauen, Und gaͤnzlich auf ddich bauen. 1§. Wenn wir nur die⸗ So werden uns Der wir zu die⸗ Bedoͤrfen, wol gegeben. 106. Der himmel ſamt GL glaͤubig herze! 18. enden Und lo⸗ be deinen HErren: Ge⸗ denk, daß er der vater ſey, Den du allzeit ſolt ehren; Dieweil du keine ſtund ohn lihn, Mit aller ſorg in dei⸗ nem ſinn, Dein leben kanſt ernehren.. 1 1 2. Er iſts, der dich vom herzen liebt, Viel gutes dir mittheilet, Dir deine miſſe⸗ that vergiebt, Und deine wunden heilet: Dich wap⸗ net zum geiſtlichen krieg, Daß dir dein feind nan oben lieg, Noch deine hoff⸗ nung raube. 3. Er iſt barmherzig und ſehr gut Den armen und elenden, Die ſich von allem uͤbermuht Zu ſeiner wahrheit wenden: Er nimt ſie als ein vater auf, Und giebt, daß ſie den rechten lauf Zur ſeligkeit vollenden. 4. Wie ſich ein vater⸗ herz — 8——** —— v— 1—————— 8 a“ “ —— — — — — —⸗ —=— -—*— 1 fränken, Daß der aufs der erden Muß eh zunichte MVaan, — eut euch lä 6 eit ſolt in muͤhte, Daß wir vollbrin⸗ gefangen hat, Das woll er uns blut⸗armen ſuͤndern: Er ſchenkt uns gnade, lieb und huld, Vergiebt uns gnaͤdig alle ſchuld, Und hilft uns uͤberwinden. 5. Er giebt uns ſeinen gu⸗ ten geiſt, Verneuert das ge⸗ gen, was er heißt, Und trauen ſeiner guͤte. Er hilft uns hie mit gnad und heil, Verheißt uns auch ein herrlich theil Von ſeinen ewgen ſchaͤtzen. 6. Nach unſrer, unge⸗ rechtigkeit Hat er uns nicht vergolten, Sondern erzeigt barmherzigkeit, Da wir verderben ſolten. Er iſt — fir die mannigfaſtige Walthaten GOttes. herz bezeigt, Und guts thut ſeinen kindern; Alſo hat ſich auch GOtt geneigt Zu *8. O vater! ſeinem preis All unſeru wandel wenden. 8.„ſteh uns gnaͤdig bey, Weil wir ſind im elende, Daß unſer thun aufrichtig ſey, Und nehm ein ſelig ende. Leucht uns mit deinem helen wert, ul Daß uns an dieſem dunkeln uu ort Kein falſcher d chein ver⸗ V lende. 9. O GOtt! nim an de preis und dank, Den wir voll andacht ſingen: Und laß dein wort mit freyem klang Durch unſre herzen dringen. O hilf! daß wir mit deiner kraft Durcheine gute ritterſchaft Die lebens⸗ kron erringen. Mel. Mein herz und ſeel den ꝛc. 4 mit gnad und freundlichkeit Denſelben immerfort be⸗ reit, Die ihn vom herzen lieben. 7. Was GOtt nun an⸗ auch vollenden. Wir ge⸗ ben uns ganz ſeiner gnad, Opfern uns ſeinen haͤnden, ſch Und thun darneben unſern d fleiß⸗ Hoffend, er werd zu 19 20 herren! IErr unſer GOtt, ul beherrſcher aller Wie herrlich iſt dein name weit und ferren Wie ſcheinet er der ganzen welt herfuͤr! Wie ſtrecket ſich im himmel deine zier! 2. Der kinder mund, die an den bruͤſten liegen, Redt on von dir, ohn reden, in en wiegen, Der ſchwache mund du lehrſt ihn deine * 8 reis 9 3 7 5 2 3* 8 8 ⁸ 1— 8 8—.— 5 “ 8 „ preis, Daß er den feind zu ob⸗ Geſange un zwar widerlegen weißs. 3. Wennich bey mir den himmels⸗bau betrachte, Dein meiſter⸗ werk, das ſchoͤne licht bey nachte Den monden-ſchein, die ſternen auch dabey, Die deine khand geſetzet nach der reih; 1 ban daß 1Daß deine treu beſucht des nmmenſchen ſohn? 3 mitt herrlichkeit bedacht, Miit mafeſtaͤt gekroͤnt und ggroß gemacht; Soßfang ich an: wie du ſo bedenkeſt Den ſterblichen! wer iſt es, dem du ſchenkeſt So reiches gut? ch doch davon, 5. Zwar haſt du ihn ein wenig hier auf erden, Als mengel ſind, geringer laſſen werden: Jedennoch auch 6. Weil alle ding ihm unterthan ſeyn muͤſſen: Du kegeſt ihm dahin zu ſei⸗ men fuͤßen Was deine hand Merſchaffen und gethan, Was odem hat, und ſich 8 regt um undan: 7. Der rinder ſchaar, der ſchafe große herden, Und alles vieh, das nimmer ahm wil werden, Der voͤ⸗ „ heer, ſo in den uuffen chwebt, Der fiſche zahl die in dem waſſer lebt. 7 8. HErr unſer GOtt, beherrſcher aller herren! Wie herrlich iſt dein name weit und ferren! Wie wird ſein glanz ſo praͤchtig vor⸗ geſtellt„ Und ſtrecket ſich urch dieſe ganze welt! Mel. Von G Ott wil ich nicht ꝛc. GEdch wil zu aller 20. G ſtunde Erheben GOttes preis Mit herzen und mit munde, Auf ſein wort und geheiß. Ich wil des HErren lob Ausbrei⸗ ten und vermehren, Daß es die armen hoͤren, Und ſich erfreuen drob. 2. Laßt uns beyſammen ſtehen Jetzund und nach der zeit, Des HErren namn erhoͤhen In lieb und einig⸗ keit. Als ich den HErren bat, Antwortet er in gna⸗ den, Und wandte furcht und ſchaden; Er ſchickte huͤlf und raht. ſchauen Und ſeine wunder⸗ hand, Derſelben ihr ver⸗ ade ikm 4 3. Die auf den HErren trauen d V SEruum liebdemig, h denzorren rtet ein gig⸗ wandt iidt 6 hyihte 4 fden hewin eine nnder⸗ iben r vr⸗ ranen nie mangel leidet, Der Und allzeit fuͤrchtet GOtt. fur die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 19 trauen Wird nimmermehr zu ſchand. Wenn der elende ſchreit, Wil ihm GOtt ſein begehren Ganz willig⸗ lich gewaͤhren; Er hilft zur rechten zeit. 4. GOtt hat befehl gege⸗ ben, Daß ſeiner engel macht In dieſem ganzen leben Sich lagre tag und nacht Um ſolche leut allhier, Die im geſetz ſich uͤben, Ihn fuͤrchten und ihn lieben Aufrichtig fuͤr und für. 5. Komt her, komt, ſeht mer klagt, Darzu ein boͤsuu gewiſſen Inwendig frißt und nagt. Wer GOttes willen thut, Wird alle uuuu huͤlf empfinden, Und keinen mangel ſinden An irgendu einem gut. * ** 8. Ihr kinder! laßt euch lehren Die furcht des HEr⸗ ren rein. Komt her, ihr ſolt ſie hoͤren, Komt alle insge⸗uuulu mein. Wer gute tag be⸗uu gehrt, Der mag mich dar⸗ um fragen, Ich wil ihm und ſchmecket Wie GOtt ſo freundlich ſey. In noht der nicht lang ſtecket, Der glaͤubt und hofft dabey Auf dieſen ſtarken ſchutz. Wol dem, der darauf bauet, Und ſeinem worte trauet, Der hat es großen nutz. 6. Ihr ſeine heilge! hoͤ⸗ ret Des allerhoͤchſten raht: Woihr ihn alſo ehret, Wie er befohlen hat; So habt ihr keine noht: Weil der ſuͤnd und ſchande meidet, 7. Die reiche darben muͤſſen, Der geiz auch im⸗ treulich ſagen, Was GOt⸗ tes wort bewaͤhrt; 9. Fuͤr falſchheit dich ſtets huͤte, Bewahre mund und zung. Beſchmitz nicht dein gemuͤhte Mit trugundu laͤſterung. Von niemand uuuuuuu uͤbels ſag. Was bos iſtuu muſt du haſſen, Was gut ſu thun nicht laſſen. Such ried, und jag ihm nac. 10. Des HErren augen ſehen Auf die gerechten ſehr. Sein ohr erhoͤrt ihr flehen, Daß er ſie huͤlf ge⸗ waͤhr. Sein anthtz ſteht dahin, Daß derer name werde Vertilget von der B 2 erde 7 1 4 8verleihet In noht, ſo man⸗ mnah, Die ſonſten ganz ver⸗ 5 auch die gebeine Bewahren 8ggroß und kleine; Keins mmuß zerbrochen ſeyn. 1dein ehre Ja all mein lebe⸗ lang Vom herzen⸗grunde mmehre, Dir ſage lob und dank. O vater, ſohn und —11öö e Geſange und zwar. merde, Die gottlos ſind vom II. Wenn der gerechte ſchreiet; So hoͤrt es GOtt alsbald, Und rettung ihm Er iſt denſelben zagen, Vom herzen ſindzer⸗ ſchlagen: Bald iſt ſein huͤlfe da: 12. Viel muß der from⸗ mee leiden, Das iſt des HErren will'; Doch wirds voerkehrt in freuden: Drum 3 halte dich nur ſtill, Und traue GOtt allein, Der kan H mund Ausbreiten ſtets vom 133. Den wird das ungluͤck gnaden Abwendeſt noht dar gepreiſt. 21 8 meine ſeel! des 21. HErren preis Vermehre ſtets mit allem fleiß. Durch pſalmen und durch lob⸗geſang Erhebe GOtt dein lebelang. Hal⸗ leluja. 2. Ich wil, ſo lang ich odem hab, Und bis ich ſcheid von hinnen ab, Des Erren lob mit meinem herzen grund. Halleluja. 3. Verlaßt euch doch auf fuͤrſten nicht, Setzt nicht faͤllen, Der den gerechten 4 preßt, Das iſt der weg zur hollen; Die ſein gen GOtt nicht laͤßt. Er nimt in ſei⸗ ne huld, Die halten ſeine rechte, Und ſind ihm treue Fnechre„So ſind ſie ohne uld. *14. HErr! gib, daß ich auf ſie eur zuverſicht: Weil ſie nichts mehr als men⸗ ſchen ſind, Bey welchen man nicht huͤlfe findt. Hal⸗ leluja.. 4. Der menſch iſt ja nur erd und thon, Hier muß und ſchaden, Sey immer: Mel. Erſchienen iſt der herrl. c. n geiſt! Der du aus fauter zum nanrigſat, jenum nn Haläm. er auch gar bald davon: dan Da liegen denn zu einem mal Im ſtaube ſeine ana ſchlaͤg all. Halleluja. 5. Wol dem hingegen der ſich feſt Auf. ne HErrn dr ann n wendeſ r. Sey inm. — n iſtder ein. eine ſee eſang ei ebelang 34 E il, ſo lug Und bi nnen ch,A mit nang ritenſietnm d. Hallha st euchdatan t, Scht uch erſichWe nehr qb nmn Ben vulhen iffeſm b nenſhütm. r badd din. denn zu iihetl aube ſik a allelhl dnam Aui ſeine hern HErrn und GOtt verlaͤßt; Des huͤlfe der GOtt Ja— cob iſt, Den er anruft zu aller friſt. Halleluiu. 6. Er hat ja himmel, erd und meer Gemacht mit al⸗ lem ihren heer. Wer nur auf ihn verlaͤſſet ſich, Dem haͤlt er glauben ewiglich. Halleluja. 7. Er hilfet denen, ſo ge⸗ walt Und unrecht leiden mannigfalt. Er ſpeiſt die hungrigen mit brod, Und wendet der gefangnen noht. Halleluja. 8. Der HErr macht ſe⸗ hend blinde leut, Er liebt und ſchuͤtzt gerechtigkeit. Was niedrig iſt und bey der erd, Das richtt er auf, und macht es wehrt. Hallel. 9. Die fremdlinge durch ſeine uͤt, Die waͤiſen gleich⸗ fals er behuͤtt, Die wit⸗ wen er im trauer⸗ſtand Errettet von gottloſer hand. Halleluja. 10. So fuͤhrt der HErr ſein reich allhier, Und blei⸗ bet koͤnig fuͤr und fuͤr: Drum jederman ſein lob erkling', Und froͤlich halle⸗ b luja ſing'. Halleluja. fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. al Nun freut euch liebeꝛc. 22§ ein GOtt und 2. könig! deine guͤt Wil ich mit lob erhe: ben; Ich wil aus freudi⸗ gem gemuͤht In meinem ganzen leben, GOtt! alle Mel. nen namen ewiglich Vor jederman erhoͤen.ʒ 12. Sehr groß und loͤb⸗ lich, HErr! du biſt; In noͤhten kanſt du rahten. Dein groͤſſe unausſprech⸗ lich iſt. Es werden deine thaten Gepreiſet noch von kindes⸗kind: Weil man ſie allenthalben findt Voll ſtaͤrke, guͤt und weisheit. 3. Ich wil dein lob mit meinem mund Nun, und zu allen zeiten, Auch innig lich vom herzen grund Ver mehren und ausbreiten. Ich wil von deiner ehr und pracht, Von deiner großen lebe, reden. 2 4. Du biſt voll gnade, lieb und treu, Der from⸗ men zu verſchonen: Und gleichwol auch gerecht da⸗ ey, Die boͤſen abzulohnen. 8 Der. HErr iſt voll barm tage preiſen dich, Und dei⸗uu wunder⸗macht/ So lang ich ee ob Geſinge und zwar herzigfeit, Geduldig, guͤtig daß insgemein Man dich, 1 recht vertrauet. 5. Er iſt auch gnaͤdig je⸗ derman Und hilfet gern den armen; Nimt aller ſeiner werk ſich an Durch vaͤter⸗ lich erbarmen. Durch ſei ne allmacht er erhaͤlt, Was hier in dieſer ganzen welt Gich regt, bewegt und ebet. b 6. HErr! deine werke 3uns auf erden Den men ſchen⸗kindern mannigfalt Bekant gemachet werden. Deein reich, GOtt! iſt ein neewig reich, Und deiner herr⸗ ſbaftiſt nichts gieich; Sie bleibet izt und ewig. 7. Der HErr verſtoͤßt 1die ſuͤnder nicht, Wenn ſie den fallbeklagen. Es wer⸗ den von ihm aufgerichtt, Die nieder ſeyn geſchlagen. 4 woarten dein; Du giebeſt Wynen ſpeiſe Zu rechter zeit, In keiner noht er die ver⸗ fromme laͤßt, Die ſich an ihn erge⸗ ben feſi, Und huͤlfe bey ihm ſuchen. *8. HErr! aller augen b allezeit, Wenn man ihm o vater! preiſe. Du thu auf deine milde hand, Und ſattigſt alles in dem land Mit luſt und wolgefallen. 9. Groß iſt der HErr und ganz gerecht In allen ſeinen wegen; Drum ſe⸗ gnet er auch das geſchlecht, Das geht auf ſeinen ſtegen. Und wie er heilig iſt und rein; So liebet er auch die allein, Die heilig vor ihm wandeln. 10. Der HErr iſt allen denen nah, Die flehend vor ihn treten. Er iſt bey allen denen da, Die ihn mit ernſt anbeten. Der from⸗ men ſchreien GOtt erhoͤrt, Und ihrer bitte ſie gewaͤhrt; Er laͤßt ſie huͤlfe finden. 1I. Der HErr in gna⸗ den die bewahrt, Die ihn vom herzen lieben; Undtil⸗ get aus die boͤſe art, Die leut betruͤben. Mein mund ſol ſtets, nach ſeinem wort, Auch alles fleiſch wird immerfort Des HErren namen loben. =ê== — — *I2. GOtt vater, ſohn b und heilger geiſt, Ohn an⸗ fang .— 4 2 1 if ſeinenſte hellig iſ ebet er uoi heilig ver V böſe m.N. ——————— fang und ohn ende! Der du viel gutes mir erweiſt Durch allmacht deiner haͤn⸗ de: Sey von mir izt und allezeit, Von nun an bis in ewigkeit, Gelobet und ge⸗ preiſet. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. 22 reut euch des 3. D HErren allzu⸗ mal, Ihr frommen! ihn zu preiſen. Ruͤhmt,ihr ge⸗ rechten! ihn mit ſchall Und auserleſnen weiſen. Laßt kingen pſalter, ſaͤiten⸗ſpiel; Auf harfen macht der freu⸗ den viel, Dem großen GOtt zu ehren. 2. Wahrhaftig iſt des HErren wort, Er hat es nie gebrochen: Es bleibet izt und immerfort, Was er einmal verſprochen. Ge⸗ richte und gerechtigkeit Be⸗ ſchutzt und liebt er jeder⸗ zeit, Und alle, die drob halten. 3. Des HErrn wort hnr das ſirmament Des Er merkt auf alle ihre ven für die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 23 waſſer in dem meer, Als obs im ſchlauch beyſam⸗ men waͤr: verborgen. b 4. In aller welt muß je⸗ derman Vor unſerm GOtt ſich ſcheuen: Was auf der erde wohnen kan Er⸗ ſchrickt vor ſeinem draͤuen; Weil, was er redt, ſo fort ergeht, Was er gebeut, alsbald da ſteht, Durch all⸗ macht ſeiner haͤnde. 5. Der heiden raht macht GOtt zunicht, Und wendet ihr' gedanken: Des HErren raht wird ausge⸗ richtt, Und bleibet ohne wanken. Die ſind wol ſe⸗ lig, die GOtt liebt, Und de⸗ nen er die gnade giebt, Sein erb' und volk zu werden. menſchen⸗kind Vornehmen Die tiofe liegt 6. Vom himmel er der 9 1 4 6 4 3 — ———— 1 2 3 2“ 1 ———— ſchaut auf erden: Er kennt ſie all, ſo vielihr'r ſind, Unduul ſieht, ob ſie klug werden.. immels ſelbſt erbauet: Und kan durch ſeine gna Der geiſt ſeins mundes hat und ſtaͤrk Ihrr aller herzken vollendt All heer, ſo man lenken. dran ſchauet. Er faßt das 7. Des koͤnig B4 24 Lob Geſaͤnge und zwar 3 nichts ſchafft; Sie muß raht der frommen: Ich gar bald vergehen. Dem preiſe ſeines namens ruhm Sie kan auch nicht beſte thum Erfreut zuſammen hen. Bringt gleich der kommen. feind viel roß zu feld; So 2. Des HErren werke iſt doch GOtt der rechte ſind voll pracht, Ein jeder held, Der fuͤr die ſeinen kan, der ihrer acht't, Die ſtreitet. zeit mit luſt vertreiben. 8. Des HErren aug'’ Denn was er ordnet, ſagt nimt die in acht, Die ſich und thut, Iſt loͤblich, herr⸗ 1 ihm feſt ergeben, Und lich, recht und gut. Sein 3 frreyes willens tag und recht muß ewig bleiben. 3nacht Ihn fuͤrchten, weil 3. GOtt ſtiftet, der voll 1ſie leben: Er peiſet ſie in gnad un raht, Ein denk⸗ 3 hungers noht, Und r ttet mal ſeiner wunderthat, ihre ſeel vom tod, Dieweil Die er an uns beweiſet. ſit ihm vertrauen. Sein bund ſteht feſt und 9. GOtt, unſer ſchutz! unverſehrt, Es wird, wer u dir allein Steht unſer ſeine macht verehrt, Mit ganz gemuͤhte: Gedenk, himmels⸗brod geſpeiſet. 3daß wir dein erbe eyn Und 4. Er laͤſſet ſeiner finger uns hinfort behute, Durch werk, Und ſeiner thaten deeine große guͤtigkeit, Fuͤr kraft und ſtaͤrk Bey ſeinem peſt krieg theurung, noht volk erzaͤhlen; Daß er der und leid, Wie wir, HErr! heiden erb und recht Auf auf dich hoffen. ſeine treue diener braͤcht, — Sich ihnen zu vermaͤh⸗ en. Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc. 5. Das alles, was der . Son ganzem her. HErr verrichtt, Iſt recht 2 4. G zen und mit und wahr und wanket ſeiß Sag ich dem HErren nicht, Und ſein geboht bleibt Keeb und preis Und dank, im ſtehen; Denn ers hezt in 3 rieſen hilft nicht ſeine kraft, Da, wo ſein volk und eigen: —— —x= * 5 ———— —— — —= —·— — — — — — — — — — — — ömmen S namensn volt undtn eut zuſanmg OErren tes cht, En 1 er achtt iſt verntie Iſt loblih,ſ nd gut. eij wig bleita ſtiftet, drn aht, Ein de :e wunde 1 uns benui verehrt, fd geſbeſte ſet ſeinerhr ſeiner giin aͤrk Baftan 1; Da ¹ diener ditn zu umn guͤt und ſtaͤrke. der ganzen welt, Hinfort auch ewiglich, erhaͤlt. Sein wille muß geſchehen. „6. Dem volke das nach ihm genannt, Hat er erloͤ⸗ ſung zugeſandt, Sein bund wird nie gebrochen. Sein nam iſt heilig, hoch und wehrt, Und alles das wird uns beſchehrt, Was er uns füͤr diemannigfaltige Wolthaten GOttes. 25 nicht, o herze mein Hat dir dein' ſuͤnd vergeben, Und heilt dein ſchwachheit groß: Errett't dein armes leben, Nimt dich in ſeinen ſchooß: Mit reichem troſt beſchuͤttet, Verjuͤngt dem adler gleich. Der koͤnig ſchafft recht, behuͤtet Die leiden in ſeinem reich. hat verſprochen. 7. Der hat, der GOtt recht fuͤrchtt und liebt, Und ſich in ſeinem willen uͤbt, Der weisheit grund geſetzet, Wer ſich derſel⸗ ben nimmet an, Hat kluͤglich und ſehr wol ge⸗ than; Sein lob wird hoch geſchatzet. 8. GOtt vater, ſohn und geiſt! verleih, Daß dieſe weisheit bey mir ſey; Daß ich all deine werke Mit fleiß in gottesfurcht ſi betracht, Dir ſtets vertrau und habe acht Auf deine ſeel! den HEr⸗ k ren, Was in mir iſt den namen ſein: Sein wolthat thut er mehren, Vergiß es ſt 2. Er hat uns wiſſen laſſen Sein heilig recht Darzu und ſein gericht, ſein guͤt ohn maaſſen; Es mangelt an ſeinr erbar⸗ mung nicht. Seine zorn laͤßt er bald fahren, Straft nicht nach unſrer ſchuld. ul Die gnad thut er nicht uuu ſparen, Den bloͤden iſt er hold. Sein guͤt iſt hoch erhaben Bey denen, die fuͤrchten ihn: So fern der ſt vom abend, Iſt unſre und dahin. Er weiß, wir ſind nut aub, Gleich wie das gras zu rechnen, Ein blum und 4— ———=————ö “ 4 ——— 3— barmet Ueb'r ſeine liebe kin derlein: So thut der HErr G— uns armen, Wenn wirihn 25 Keun lob, mein ſkindlich furchten rein. Erul 6 ‿ ennt das arm geſchlechte, —jjjjj 4 — 1 Lob⸗Geſaͤnge und zwar —— 2 3 fallend laub; Der wind 3nur druͤber wehet, So iſt menſch vergehet, Sein ende iſt ihm nah. 4. Nur GOttes gnad alleine Steht feſt, und bleibt in ewigkeit Bey ſei⸗ ner liebn gemeine, Die ſtets in ſeiner furcht bereit, Die ſeinen bund behalten. * meine ſeel, du ſolt den HEr⸗ 26. G es nimmer da! Alſo der ren preiſen; Was in mir iſt, das muß ihm ehr erwei⸗ ſen. Auf, auf, mein herz! und mache dich bereit. Ver⸗ giß ja nicht, vergiß mein gemuͤhte! nicht, Was dir der HErr fuͤr wunderbare guͤte Erwieſen hat die gan⸗ herrſcht im himmelreich. Ihr ſtarken engel wartet Seins lobs, und dient zu⸗ Er ze lebens⸗zeit. 12. Denn er hat dich von ſuͤnden los geſprochen, Und denkt nicht mehr, was du 3gleich Dem großen HErrn bisher verbrochen. Er ma⸗ 2 3zu ehren, Und treibt ſein chet dich von Mein ſeel ſol heil und rein. Es hat der ſheilig wort: mauch verinehren Sein lob H an allem ort. . Sey lob und preis mmit ehren GOtt vater, ſohn und heilgem geiſt. Der woll in uns vermehren, Was er aus gnaden uns verheißt: Daß wir ihm feſt vertrauen, Und ganz ver⸗ laſſn auf ihn, Vom herzen auf ihn bauen, Daß unſr herz, muht und ſinn Ihm allezeit anhangen; Drau ſingen wir zur ſtund: Amen, wir werdens erlan⸗ gen, Glaͤubn wirs vom herzen⸗grund.. 1 . 1 4 ſchwachheit HErr dein leben vom ver⸗ derben Erloͤſt, daß du nicht ewig muͤſſeſt ſterben: Dein GOST wil dir forthin barmherzig ſeyn. 3. Er kroͤnet dich mit gnad und milden ſegen, Wil deinen mund mit reicher Kule pflegen; Er machet ich von inen guͤtern ſatt, Daß du mit luſt daruͤber dich erfreueſt, Und deine fikraft, gleich adlern, gar ver⸗ neueſt: Weil er mit heil dich uͤberſchuͤttet hat. 4. Der HErr laͤßt recht denſelben wiederfahren, Die = 4 — — — —— —— = — — ** — — — — =— —— — 4— — — — =— —— —— 2 —— —— * Z = 3 — — = — = == B — E E ½ — Ae FarAeS an 8½ 1—. eine ſeh it den z Sin mi hmehrenx ff, meinſe h bereit. Ie vergiß ni te! Wa ſt r wundett n hatdig - hat dicht ſprochen, 1 — leben vom ſt, daß d n ſterben: Re ſeyn. et dichwinn ſegen A nd mit ih n; Er u ütenſ d aun dr ſt, Wm adiem an eil 4 ſ uttet h. den 1 derichen, midmihge Die vor bedraͤngt und un⸗ terdruͤcket waren. Er hat ſein thun dem Moſes kund gethan, Und ſeine recht' Iſrael wiſſen laſſen: Er iſt voll guͤt, und wil nicht immer haſſen, Noch ewig⸗ lich mit grimm uns ſe⸗ ſt hen an. 5. Der HErriſt fromm, barmherzig und ſanftmuͤh⸗ tig, Voll gnad und gunſt, geduldig, treu und guͤtig; Er handelt nicht mit uns nach unſrer ſchuld, Ver⸗ ſe gilt auch nicht nach un⸗ ſern ſchweren ſuͤnden. So weit die hoͤh des himmels erd; ſo weit reicht ſeine huld „5. So weit der grund iſt ſich ſcheidet von der feſten, W So weit der oſt ablieget von dem weſten; So weit laͤßt er die ſuͤnden von uns ſeyn. Sein gnaden ⸗blick muß uͤber die ſtets walten, ihren GOtt von ganzem Die ihn mit furcht fuͤr ih⸗ h ren helfer halten, Daß er ſie rett aus ihrer noht und pein.. 7. Wie unter uns ein vater⸗herz erbarmen Mit fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 2, kindern hat; ſo thut der 4 Err uns armen, Es ſte⸗nl et GOtt den frommen kraftig bey. Er kennet ja uns doͤrftge erden⸗toͤpfe: Ihm iſt bewuſt, daß dieſes ſein geſchoͤpfe Ein leichter zeug ſey. 8. Ein menſch muß ſtets des lebens end erwarten: Er iſt wie gras, wie eine blum im garten, Die ſich uuull ſehr ſchoͤn und lieblich laͤ⸗ et an; Wenn aber nur der wind daruͤber faͤhret, Iſt ihre zierd hinweg, und ſo faͤtt auch nicht mehr fin: den kan. 9. Des HErren gnad iſt aber uͤberſchwenglich, aͤhrt fuͤr und fuͤr, und bleſher unvergaͤnglich. Auf in gebracht Bey denen, dieimn ſeinem bund ſich uͤben: Die erzen lieben, Und ſein ge 10. Es iſt ſein ſtuhl 1im himmel zubereitet Sein herrſchaft iſtun V gebraitet: Sein reich und t r aub ein ſchwaches werk. els verzehret, Daß man die ul iſt zu finden Hier von der ſi es⸗kind wird ſeine gůt boht zu halten ſind bedacht. 1 iſt um dieſe welt mWeau, ——— 2ʃ8 28 b⸗ d zeſaͤnge und zwar 8 thron umſchließt den erden⸗ 8kreis. Ihr engel lobt, lobt ihn, ihr ſtarke helden, Die ihr ſein thun und willen muͤßt anmelden: Lobt un⸗ ſern GOtt, und ſagt ihm ruhm und preis. „II. Lobt unſern GOtt, ihr alle ſeine ſcharen! Die ihr ihm dient, und hin und her muͤßt fahren Auf ſein geheiß; lobt ihn an jedem ort, An dem er herrſcht: lobt ihn ihr ſeine werke; Nuͤhmt ſeine kraft, ruͤhmt ſeiner allmacht ſtaͤrke. Lob ihn mein herz! o lob ihn fort und fort. *12. GOtt vater, ſohn und geiſt! ſey ſtets geprie⸗ ſen Fuͤr alle huld, die du an mir erwieſen Von kind⸗ teit an bis ſezt auf dieſe ze it. HErr! ſteh mir bey, laß deine gnad ſich meh⸗ ren, So wil ich dir drum nen ruhm. Stimmet an die ſuͤße weiſen, Die ihr ſeyd ſein eigenthum! Ewig waͤhret ſein erbarmen, Ewig wil er uns umar⸗ men Mit der ſuͤßen liebes⸗ huld, Nicht gedenken un⸗ ſrer ſchuld. Preiſet ewig ſeinen namen, Die ihr ſeyd von Abrams ſamen: Ruͤhmet ewig ſeine werke, Geber ihm lob, ehr und aͤrke. 2. Ehe noch ein menſch geboren, Hat er uns zu⸗ vor gekant, Und in Chriſto auserkoren, Seine huld uns zugewandt. Selbſt der himmel nebſt der erden Muͤſſen uns zu dienſte wer⸗ den; Weil wir durch ſein liebſtes kind Seine kinder worden ſind. Ewig ſolche gnade waͤhret, Die er uns in ihm beſchehret: Ewig wollen wir uns uͤben, Ueber danken und dich ehren Auf alles ihn zu lieben. erden hier, und dort in ewigkeit. Melodey 1⸗ Auf! 5 . 1 S 1 ö 3 2 3 aſſet uns den die vor ihm ſtehn, HErren prei⸗ vermehrzt ſei⸗ 3. Ja wir wollen nun mit freuden Zu dem lieben vater gehn, Uns in ſeiner liebe weiden, Wie die thun, Heilig, heilig heilig! ſingen. leluja ſol erklingen Unſerm GOtt Hal⸗ a erbarme— er uns ung er ſuͤßen lit t gedenkm Preiſet u en, Die 4 drams ſanne ig ſeimem och ein uin at er us ins übenlie ir wolln m Zu dnete durch ſein gnad iſt da zu finden, Er Unſerm holden braͤutigam. Laſſet ſeinen ruhm erſchal⸗ len, Und erzaͤhlt ſein werk vor allen, Daß er ewig uns erwaͤhlet, Und zu ſeinem volk gezaͤhlet. 4. Lernet euren JEſum kennen, Der euch theur er⸗ kaufet hat. Lernet ihn recht glaͤubig nennen Eu⸗ ren bruder, freund und raht, Euren ſtarken held im ſtreiten, Eure luſt in froͤlichkeiten, Euren troſt und euer heil, Euer aller⸗ beſtes theil. Ewig ſolche — waͤhret, Die euch zurch ihn wiederfaͤhret: Ewig ſol das lob erklin⸗ gen, Das wir ihm zu ehren ſingen. 5. Tretet nur getroſt zum throne, Wo der gna⸗ den⸗ſtuhl zu ſehn; Es kan euch von GOttes ſohne Nichts als lieb und huld geſchehn. Er erwartet mit verlangen, Uns voll gnade zu umfangen, Und das al⸗ lerhoͤchſte gut Zu ertheilen ein blut. Große faͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. a9 f GOtt und auch dem lam, wil ſich mit uns verbinden, Und niemals ſol etwas koͤnnen Uns von be trennen. 6. Er hat nunmehr ſelbſt die fuͤlle Seiner gottheit aufgethan; Und es iſt ſein ehren leben. ernſter wille, Daß nun komme jederman. Keineru ſol ſich hiebey ſchaͤmen, Sondern gnad um gnade nehmen; Wer ein hungrig herze hat, Wird aus ſeiner fuͤlle ſatt. fuͤlle waͤhret viel guts beſch luſt, die uns ewig traͤnket, Wird uns daraus einge⸗ ſchencket.. .7. Nun o liebſter! un ſer lallen, Damit wir dir dankbar ſeyn. Laß dir gnaͤ dig wolgefallen, Bis wir alle insgemein Ewig deine Die uns ſo guͤtigkeiten Mit geſamtemu lob' ausbreiten, Da wiruu Singen und halleluja! Preis, dank, 1 werden gloria! ehre, macht und ſtaͤrke, Und was ſeine große werle Ruͤhmet, werde GOtt ge⸗ geben. Laßt uns ihm zu F. .. 8 3 el. — e — W, u —* p ſeiner lie⸗ Ewig ſolche uuull ehret; Wol⸗ 30 Lob⸗Geſäͤnge und zwar Mel. Werde munter mein ꝛc. Sollen, HErr! dein lob be⸗ ginnen. 2. Du haſt, was genennt mag werden, Anfangs blos aus nichts gemacht; Auch den menſchen aus der erden Durch dein wort her⸗ vor gebracht. Dieſe deine 1wunderthat Muß ich prei⸗ ſeen fruͤh und ſpat: Denn woo wird die macht gefun⸗ den, Die ſich deſſen unter⸗ wunden? 3. Daß ich mit vernunft geboren, Daß ich leb in ieſer welt, Bin zum chri⸗ ſten auserkoren/ Weiß, was dir, mein GOtt! ge⸗ faͤllt, Oder mag zuwider ſeyn: Das hab ich von dir allein; Drum, o GOtt! ſey voch geprieſen, Daß du mir dis haſt erwieſen. 4. Du haſt alle ſtraf und nen ſohn ſelbſt laſſen tra⸗ gen Und biſt nun da⸗ durch verſuͤhnt, Weil er an dem kreuzes⸗ ſtam Mei⸗ Une ſuͤnden auf ſich nahm: ad Ach! ſey auch dafuͤr geprie⸗ ſen, Was du disfalls mir erwieſen. 5. Dazu werden deine wege Mir noch taͤglich kund gethan: Denn zum rechten himmels⸗ ſtege Fuͤhrt dein guter geiſt mich an: Daß ich ſchon in meinem ſinn Durch die hoffnung ſelig bin: Da⸗ fuͤr muß ich dich hie prei⸗ ſen, Und dort ewig dank er⸗ weiſen.; 5 6. Bin ich ſchon mit kreuz beladen, Setzt mir gleich der ſatan zu; Muß mir ſolches doch nicht ſcha⸗ den: Denn du ſchaffſt mir huͤlf und ruh. Ja, es muß die kreuzes pein Mir mehr preiſen, Und dir ewig lob 7. Gnaden voll erweiſen? haſt du a gegeben Mir hiebey mein uun taͤglich plagen ᷑. Die mein ſuͤnd⸗ f b lich thun verdient, Dei⸗ nutz als ſchaͤdlich ſeyn: G Solt ich dich dafuͤr nicht 9 fuͤr die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 31 lui men ie faglich brod, Laͤſſeſt mich So viel moglich iſt, allhierl fien de des friede leben, Frey von GOtt zu ehren und gefal⸗ 5 5 lſnn, peſt und hungers⸗ noht. len Schon ein lob⸗geſangu 9 ſi A Meine ehre, meinen ſtand erſchalen. nt, Wie Hab ich blos von deiner II. Heilig! heilig! heitig s id hand: Fur ſoviele gutigkei⸗ werde, GOlt! dein name di inm ten Muß ich, HErr! dein ſtets genant: Denn der c daiden bob ausbreiten. ſhimmel und die erdeu du disſuän. Kurz: HErr! deine Machen deinen ruhm be⸗ 1 uͤt und treue Iſt wahr⸗ kant. Deine guͤte, deine werden i hafing ohne zahl, Sie iſt alle macht, Weisheit, majeſtaͤt noch uh morgen neue; Drum, ihr und pracht Hat doch nir⸗ ¹: Damſu menſchen allzumal! Brin⸗ gend ihres gleichen: GOtt! immel, get doch mit hoͤchſtem fleiß wer kan dein lob erreichen 1 aute. Unſerm ſchoͤpfer lob und— preis, Ruͤhmet ſeine große guͤte, Lobt ſein vaͤterlich gemuͤhte. „9. Auch ihr engel, und ihr ſeelen, Die ihr ſteht Mel. JEſu meines lebens ꝛc. &Cdomit ſol ich 29. G dich wol lo⸗ ben? Maͤchtiger HErr ze.u baoth! Sende mir darzu vor GOttes thron! Helft von oben Deines geiſtes ih ſtun des Herren lob erzaͤhlen, kraft, mein GOtt! Denn en, Som Preiſt den großen GOttes ich kan mit nichts errei tan at ſohn, Nuͤhmet ſeine herr⸗ chen Deine huld und liebes⸗ doch mti lichkeit Jezt und kunftig zeichen. Tauſend tauſendeull du ſtrim ohne zeit: Laſſet euch zu ſei⸗ malſey dir, Großer koͤnig . Jr am nen ehren Mit viel lob⸗ge⸗ dank dafuͤr. vin Wr ſäͤngen hoͤren. 2. HErr lentzuͤnde mein chaͤdlic ſh. 10. Ich wil auch, zu ſei⸗ gemuhte, Daß ich deine c daitnt nen zeiten, Wenn ich wer⸗ wunder macht, Deine gna⸗ ddiraalh de bey euch ſeyn GOtt ſein de, treu und guͤte Stets 7 Ggrecs ſu bfreen, Mit erhehe iag und nacht: 9 frolich ſtimmen ein. Weil von deinen anaden⸗ e, in Unterbeſſen ſol„auſſen Aar enen neden — —— fuͤhrt die lebens zeit; So weeiß ich kein ziel zu finden, Ncoch den grund hie zu er⸗ rinden. ſeele Stets geſucht zu dir gen muͤſſen. T ſendmal ſey dir, Großer koͤnig! dank dafur. 3. Vater! wenn mein herz bedenket, Wie dich meine ſuͤnden⸗ſchuld Oft betruͤbet, oft gekraͤnket, Und wie deine lieb und huld Mich aus langmuht doch etragen! O! ſo muß i freudig ſagen: Tauſend⸗ tauſendmal ꝛc. 4. Ach ja! wenn ich Tauſend⸗tau⸗ uͤberlege, Mit was lieb und guͤtigkeit Du durch ſo viel wunder⸗ wege, Mich ge⸗ Tauſend tau⸗ endmal ꝛc. 5. Du, HErr! biſt mir nachgelaufen, Mich zu reiſ⸗ ſen aus der glut: Denn da mit der ſuͤnder haufen Ich nur ſuchte irdiſch aut; Hieſſeſt du mich dis verach⸗ ten, Und nur nach dem him⸗ mel trachten. Tauſend tau⸗ ſendmal ꝛc. 6. O! wie haſt du meine ziehn; Daß ich aus der — 7 1 ½ 5* 4 . T 5 5 * . * .— “ — nden⸗hoͤle Moͤgte zu den ausgeſoͤhnet haben, U Tauſend⸗tauſendmal ꝛc. 7. Ja, HErr! lauter gnad und wahrheit Sind vor deinem angeſicht: Du, du tritſt hervor in klarheit, In gerechtigkeit, gericht; ch Daß man ſoll aus deinen werken Deine guͤt und all⸗ macht merken. Tauſend⸗ tauſendmal ꝛc.. 8. HErr! du ſetzeſt je⸗ dem dinge Zeit, ziel, maaße und gewicht; Damit kei⸗ nem zu geringe, Keinem auch zu viel geſchicht: Und ich hab auf tauſend wei⸗ ſen Deine weisheit auch zu preiſen. Tauſend⸗tauſend⸗ mal ꝛc. 9. Bald kamſt du mit frohen zeiten, Bald mit kummer, angſt und laſt, Nur mein herz dahin zu leiten, Daß es dich allein umfaßt, Daß mein gaͤnzli⸗ ches verlangen Moͤgt an deinem willen hangen. Tauſend tauſendmal ꝛc. 10. Wie ein vater nimt und giebet, Nachdems kin⸗ mit kraft zum leben laben. ſan 4 wunden ſteßn, De mih d ſ dern nuͤtzlich iſt; So Haſß b u vor in klanm Sent ſoll aus w ine güt un ken. Taui Pnn *. du ſtt Jeit, zje,mn 7; Dami veisheit ahn rauſendeue ich, o vater! dir Freudig b ſer dee manngfaltige Wolchaten GOttes. 33 du mich auch geliebet, So haſt du zu jeder friſt Dich auch meiner angenommen, Wenns auch gleich zufs hoͤchſte kommen. Tauſend⸗ tauſendmal ſey dir, Großer koͤnig! dank dafuͤr. II. Trugſt du nicht auf adlers⸗ fluͤgeln Mich oft treu und vaͤterlich? Haſt du nicht in thal und huͤgeln Wunderbar errettet mich? Wolte alle huͤlf zerrinnen Ward ich deinen beyſtan innen. Tauſend⸗tauſend⸗ *12. Vater! du haſt mir erzeiget Lauter gnad und guͤtigkeit; Und du haſt zu mir geneiget, JEſu! deine reundlichkeit. Und durch dich, o geiſt der gnaden! Werd ich ſtets noch einge⸗ laden. Tauſend tauſend⸗ mal ꝛc. 13. Tauſendmal ſey dir geſungen, HERR mein GOtt! preis, lob und dank, Daß es mir bisher gelun⸗d gen: Ach laß ferner mei⸗ nen gang Sicher gehn durch Chriſti leiten, In die frohe ewigkeiten; Da wil 8. Mel. Es iſt das hei bns aanen 280 DMoy lob und ehr uuuu 30.&2 dem hoͤchſtenu gut, Dem vater aller guͤte, u Dem GOtt, der große wunder thut, Dem GOtt, der mein gemuͤhte Mit ſei⸗ nem reichen troſt erfuͤllt, Dem GOtt, der allen jam⸗ mer ſtillt: Gebt unſem GOtt die ehr 2. Es danken dir die uu himmels⸗heer, O herrſcherul aller thronen! Und die auf erden, luft und meer In deinem ſchatten wohnen, Die preiſen deine ſchoͤn⸗ fersmacht, Die alles alſo wol bedacht: Gebt unſerm GOtt die ehre! 3. Was unſer G6O 3 3 ſchaffen hat, Das wil er danken fuͤr und fuͤr. man v“ man woort und khit 1ſicch deſſen gnaͤdig an, Der 3verehre dich: OSoOtt die ehre! ——f 5 5 B Lob⸗Geſänge und zwar 3deyen. Drum, vater, ach! drum dank ich dir. mir: Gebt unſerm GOtt die ehre! 5. Der HErr iſt noch und nimmer nicht Von ſei⸗ nem volk geſchieden; Er bleibet ihre zuverſicht, Giebt ihnen heil und frie⸗ den: Mit mutter⸗haͤnden leitet er Die ſeinen ſtetig in und her: Gebt unſerm Ott die ehre! 1 6. Wenntroſt und huͤlfe geln wil„ Wenn nie⸗ b mehr kan rahten; Seo ſetzer GOtt der noht ein ziel und hilft durch ten. Er nimt keine huͤlfe finden kan: Gebt unſerm GOtt die ehre! 7. Drum wil ich dich mein lebenlang, O GOtt! von nun an ehren; Man ol, HErr! deinen lob⸗ge⸗ ſang An allen orten hoͤren. Mein ganzes herz ermun⸗ tre ſich, Mein 39 und leib ebt unſerm . Ihr, die ihr Chriſti namen nennt, Ge die ihr GOttes macht er⸗ kennt, Gebt unſerm GOtt die ehre! Die falſche goͤtzen macht zu ſpott: Der HErr iſt GOtt, der HErr iſt 1 die ehre! 9. So kommet vor ſein angeſicht Mit jauchzen und mit ſingen. Bezahlet die gelobte pflicht, Laßt lob und preis erklingen: GOtt hat es alles wol bedacht, Und alles recht und gut ge⸗ macht: Gebt unſerm GOtt die ehre! Mel. JEſu meines lebens leben. Schwing dich auf, 1. 8a. mein ganz ge⸗ muͤhte! Und geh in den himmel ein: Denn es muß des hoͤchſten guͤte Hier und dort geprieſen ſyn. Mit viel tauſend tauſend malen Kan ich ihm das nicht be⸗ zahlen, Was er mir durch raht und that Lebenslang erwieſen hat. 2. HErr GOtt vater! lauter ſegen Trieft von deiner milden hand, Den d du mmt Ach ſerm GOtt die eh 3 Ihr, 6 y ſerm G⸗ ie ehre! Ihr 8danket, danket GOtt mit Per⸗ Ott Gebt unſerm SOtt 0t fär die mannigfaltige Wolthaten GOttee. 3 du mir auf meinen wegen Ueberall haſt zugewandt; Aus wie viel bekuͤmmer⸗ ed niſſen Haſt du mich, mein . un GOtt! geriſſen? Tauſend⸗ tauſendmal ſey dir, Treuer vater! dank dafuͤr. O HErr JEſu! heil leben Iſt in deinem blute mein. Alle ſunden ſind vergeben, Und ich bin ge⸗ recht und rein. Ja, du wilt 39 in meiner ſeelen Dir ſo f gar die wohnung waͤhlen: 9h ½ Tauſend tauſendmal ſey dir, Liebſter heiland! dank dafur. eineslände wing dhu nein gu 4. Heilger geiſt! an dei⸗ nen gaben Spuͤhr ich kei⸗ nen mangel nicht: Und was wolt ich groͤſſers ha⸗ ben, Als dis gnaden ⸗volle licht, Daß ich weiß, an in wen ich glaͤube, Und ein Gottes kind verbleibe. In Tauſend⸗ tauſendmal ſey n dr Wehrter troͤſter! dank glieder Lauter zungen moͤg ur. V 5. Ach! daß alle meine ten ſeyn! Daß ich mi recht in GOtt erfreun Und daß lauter preis und ch raht, Sch durch lobe⸗lieder Konte fruh! ehre Mein beſtaͤndig opfer ware, Das ihm wuͤrde tag und nacht Tauſend⸗tau⸗ ſendmal gebracht. 6. Doch du wirſt ein ſchwaches lallen, O Gott vater, ſohn und geiſt! Dir auch laſſen wolgeſellen„ Das dich hier auf erden preiſt; Bis ich dich im him⸗ werde loben; Jal da lob undpreiſ ich dich Ohn auf⸗ LE hoͤren ewiglich. Melodey 2. 2 Iolles, was mir 3 GOtt gegeben, Was mir leib und ſe — und ſeel er⸗ freut Hier und dort in ewigkeit, All mein thun, mein ganzes leben Zeigt mir meines GOttes treu Alle morgen wieder neu. 2. Nichts von was ich habe, Nichts von ehre, gut und pracht Hab ich auf die welt hebracht. ttes g be Schafft glleine hulf und utzt 1.* legnet fruͤh und ſpat.— 8 3 85 3 Nun, mein GOtt! ich wil dich preiſen, Uind .n mel oben Mit den engeln 4 all em, „ 1 GOttes guͤte, GOttes ga. Lob⸗Geſänge und zwar in deinem heiligthum Of⸗ fenbaren deinen ruhm. wil, vater! dir erweiſen, Jetzo und zu aller zeit, Eh⸗ re, ruhm und dankbarkeit. 4. Eh mich deine hand bereitet, Haſt du ſchon an mich gedacht. Eh mich dei⸗ ne gnaden⸗macht Aus der mutter ſchooß geleitet; Hat mir deine liebes⸗hand Alle wolthat zugewandt. 5. Meine ſeele, leib und Ich der gnaden ..——— 5 g Dir 8. In dem lebens⸗wort m ind ich mei⸗ nes herzens theil, Meiner ſeelen troſt und heil. Nichts kan alle welt mir ſchaden Weil mein GOtt mi ſelbſt bewacht: Er ſtuͤrzt aller feinde macht.. 9. Alle dieſe lieb und guͤ⸗ te, Die mein IEſus mir bereit, Preiſ ich nun und allezeit. Hilf, GOtt: daß ſich mein gemuͤhte Ueber ſolche leben, Augen, ohren, fleiſch und blut, Was ich habe, iſt dein gut: Alles haſt du mir gegeben, Wi, ver⸗ nunft, verſtand und ſinn; Deein iſt alles, was ich bin. 6. Alle meine freud und wonne, Alles gluͤck in die⸗ er zeit, Alle himmels⸗ errlichkeit Hat mein JE⸗ us, meine ſonne, Meiner ſeelen hoͤchſtes gut, Mir er⸗ worben durch ſein blut. 7. Rein bin ich von mei⸗ nen ſunden, Los von ſeelen⸗ angſt und noht, Frey von teufel, hoͤll und tod. In der heilgen taufe finden l Scich die ſchaͤtze: GOtt iſt mein, Ich werd 1 ihm ſeyn. ewig bey he gürigkeit Nun und ewiglich erfreut. Lob⸗Lied im geſegneten Wolſtande. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. du bringſt uͤber mich Auf allen meinen wegen. ſegens⸗thuͤr aufgemacht. fur Mit dank verbunden „&Kein GOtt! ich 8 3. K preiſe dich Fuͤr deine huld und ſegen, Den ebt vegen. Du haſt bishero mir Viel gna⸗ de zugedacht, Und deine Fuͤr mich ganz 2. Mein herz ſol dir da⸗ u glda 4 1 due 12 lemorger e 4.— 1 tn, I4 ts git, vin, 1n V min 9 nuj5 düt 16 Mn 7 libene alnd alles, was im mact. dieſe liehung Hilf/ Gon gemuhte gkeit Nmy) freut. — — im geſigun unede demuhte. Was andern olſtand vort und hier An ehr und danket aleot gluͤcke fehlt; Hat GOttes zein Got guͤte mir Gar reichlich zu⸗ preſeit gezaͤhlt. und eg„ L. Ach ja, du biſt, mein v über w GOtt! Der mich ſo ho en wein d. beglucket, Der mich befreyt omir ag von noht, Und mich mit ht, Uhiut wolſeyn ſchmuͤcket: Dir 4 rmia ſchreib ich alles zu; Weil Für me ich ſonſt nichts inehr kan verziul Als daß ich gluͤck und ruh henzian Mit danken nehme an. maulsas 1i Zach wil imch dir al nd lhri lein Zum eigenthum ver⸗ dein 1 ſchreiben; Du ſolt mein va⸗ 4 fur die mannigfaltige Wolthaten GOttes. 37 geſang Dir ſtets entgegen Hehn. Und all mein lebe⸗ lan Zu deinem dienſte dehn. 3. Auf demnach, her und ſinn! Auf ſeele, gei und glieder! Werft alles von euch hin, Spielt dank⸗ und lobes⸗lieder Dem GOtt, der ſeine treu So reich an mir beweiſt, Mich alle morgen neu Mit reicher gnade ſpeiſit. 4. Denn alles, was ich bin, Bin ich durch GOt⸗ tes guͤte, Die ſegnet mit gewinn, Die troͤſtet mein gluͤck Mich kuͤhn und frech ch liebe zier. ter ſeyn, Ich wil dein kind verbleiben: Bleib du nur ferner mir Mit liebe zuge than, Aufdaß ich fuͤr und fur Mein gluͤcke ruͤhmen an. 7. Laß deinen guten geiſt 8 Mich lehren, leiten, füh⸗ ren, Daß ich, was dein wort preiſt, An mir guch moͤge ſpuͤhren. Entzuͤnde mich durch dich, Daß ich in dir allein Vor allen kraͤftiglich Vergnuͤget moͤ ge ſeyn. 8. Hilf, daß ich nicht im erhebe, Und meinen liebes blick Nicht blos dem reich thum gebe. Ach! hilf mir, daß ich auch Die armen uuul neben mir Nach deinemuuu vater⸗brauch Durch meine 9. So wird ſich all mein gluͤck Durch deine gunſt vermehren: So wird denuu gnaden blick Mein herzuul und haus verehren. Denn wer in demuht dir Herz, ſeel und ſinnen ſchenkt, er wird auch fur und fuͤr Mit demer gunſt ge. C3 8 1 — e 3 — *£ * 5 9 .— 3 8 Lob⸗Geſange und zwar Mel. Wernun den lieben GOtt. b§ Sein treuer 34. GOtt! was 8 ich ſagen? Daß du mir oviel guts gethan In al⸗ len meinen lebens⸗tagen, Daß ichs nicht gnug er⸗ zaͤhlen kan. Ja, eh ich noch die welt geſehn, Iſt mir viel guts von dir ge⸗ ſchehn. 2. Und da ich kaum die welt erblicket, Hat deine guͤte mich umarmt: Die kaufe hat mich hoch be⸗ glucket, So haſt du meiner dich erbarmt: Da nah⸗ meſt du mich an als kind, Und wuſcheſt mich von meiner fuͤnd. du auch im himmel ein Da ich einmal ſol ewig froͤlich ſeyn, Da ich, im Can der ſonnen gleich, Sol herrſchen in des va⸗ ters reich. 4. Indeſſen haſt du alle nen ſchutz empfunden, Daß 3. Mein name ward mir da gegeben, Den ſchriebſt leben, Da ich bey dir ſol⸗ Und fehlt mirs kreuze nicht; Ha GOtt zum helfers⸗-mann, Der aller noht abhelfen ſtunden Mit deiner guͤte mich ergetzt: Ich habe dei⸗ mmich kein harter fall ver⸗ letzt. Mein GOtt! bis hieher haſt du mir Gehol⸗ ſen immer fuͤr und fuͤr. 5. Zwar ohne kreuz bin ich nicht blieben, Es koſt mir manche thraͤnen⸗fluht: Doch machet denen, die ch GOtt lieben, Der liebſte vater alles gut. Belegt er uns mit laſt, die druͤckt; So hilft er tragen, und erquickt. 6. Und alſo ruͤhm ich deine gaben, Mein GOtt! es ſey freud oder leid. Was du uns giebeſt, muß uns laben, Du meinſt es gut zu aller zeit; Mir iſt auch deine vater⸗treu Noc alle morgen friſch und neu. leeben dein gnaden⸗licht. Ich bin befreyt von harter plage: aleich am ich doch Ja heut an dieſem kan. 8. Daher bin ich auch wol zufrieden, Und danke tage Erfreuet mich 1 = = = = K —-ꝛ: 8— — 22 — — — ——=— GOtt herzinniglich Fuͤr das, was er mir ha be⸗ k ſchieden: ns giebeſm „Du ni er zeit; M vater⸗tn gen friſ u mirs ſ ; Habu innigl’ mir. an: hi V ꝛrdie mannigfaltige Wolthaten GOttes. 39 ſchieden: Ich nehm es an, und freue mich, Und ſetze meine hoffnung feſt Auf GOtt, der mich niemals verlist. b hennsn 9. Noch eins wil ich von GOtt verlangen: Laß mei⸗ nen namen allzeit ſtehn Im himmel, wo die from⸗ me prangen, Wo ſie in weiſſen kleidern gehn: Und bringe mich auch einſt da⸗ hin, Wo ich ohn ende froͤ⸗ lich bin. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. 35 Ba, ieher hat 22⸗☛ᷣ mich GOtt ge⸗ bracht, Durch ſeine große guͤte: Bis hieher hat er tag und nacht Bewahrt herz und gemuͤhte. Bis hieher hat er mich geleitt, Bis hieher hat er mich er⸗ freut, Bis hieher mir ge⸗ holfen. 2. Hab lob und ehre, preis und dank Fuͤr die bis⸗ her'ge treue, Die du, oß GOtt! mir lebenslang Be⸗ wieſen taͤglich neue: In mein gedechtniß ſchreib ich u an: Der HErr hat große ding' gethan An mir, und mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, treuer hort! Hilf mir zu allen ſtunden. Hilf mir an all⸗ und jedem ort, Hilf mir durch IEſu wunden; Hilf mir im leben, tod und noht, Durch Chriſti ſchmerzen, blut und tod Hilf mir, wie du gehol⸗ fen.“ Lob⸗Geſaͤnge fuͤr beſon⸗ dere Wolchaten, alsuu fuͤr die Schöͤpfung, Er⸗ loͤſung, Heiligung ꝛc. ſuche unter dieſen Ti⸗ tuln. 36. M ſonne geht herfuͤr, Sey du die ſonne II. Sonntags⸗Geſange.““ Vorbereitungs⸗Lieder zur Sonntags⸗ Feier. Mel. HErr IEſuChriſt wahr ꝛc. b Qein GOtt! die ſunden dunkelhet. — ſelbſt in mir: Du ſonne der gerechtigkeit! Vertreib der * ** 4 . 4 4 ein . 4. 8 4 3 8 3 4 F — Sonntags⸗Geſänge und zwar pel weihn. s bewahr, Eh ich mit iner kirchen⸗ſchaar Hin⸗ f zum hauſe GOttes eh, Daß ich da heilig vor ir ſteh 4. Bereite mir herz mund und hand, Und gi6 mir weisheit und verſtand, Daß ich dein wort mit an⸗ dacht hor, Zu deines gro⸗ ßen namens ehr. 5. Schreib alles feſt in meinen ſinn, Daß ich nicht nur ein hoͤrer bin; Ver⸗ leih mir deine kraft dabey, Daß ich ter ſey. 6. Hilf, daß ich dieſen anzen tag Mit leib und ſeele feiren mag. Bewahr mich fuͤr der argen welt, ie lich halt. u hauſe Mein iſt willig und bereit, Mel. Nun danket alle GOtt c. 18⸗ Teyd ſtille, ſinn 37. ſt⸗ 82 und geiſt! Und euch in GOtt ergetzet, Heut der ruhe⸗tag, Den er ſelbſt eingeſetzet. Er wil 3. Gib e ich meinen zugleich ein thaͤ⸗ deinen ſabbaht ſund⸗ — 7. So geh ich denn mit freuden hin, Wo ich bey di zu hauſe bin. herz iſt ind be O heilige dreyeinigkeit! in ſtiller lieb Und furcht geehret ſeyn, Wofern er ſoll bey uns In gnaden kehren ein. 2. Heut iſt der tag des heils, Des HErren wort zu hoͤren: Heut iſt es rech⸗ te zeit, Ihn oͤffentlich zu ehren. Der dieſes unter⸗ laͤßt, Muhtwillig bleibt davon; Verdient nicht, daß er ſey Des großen GOt⸗ tes ſon. 3. Ich wil in GOttes haus Mit ſeinen kindern gehen. I wil im reinen lhmnu or ſeinem altar ſ en: Mein herz ſol oͤchſt vergnuͤgt In ſeinem willen ruhn, Der leib ſol nichts als noht⸗ Und liebes⸗ werke thung. 4. Kom heute in mein herz, Du koͤnig aller Fom. men! Laß mit dir ſegen, heil Und ſeelen⸗frieden kom⸗ men. Die ſonne deiner lhuld Kehr heute bey mir ein; großen 0 eil in oi ſeinen ſum wil im ni mein verlangen, Schenk mir der ſeelen aut. 4 Hilf, daß ich freudig b —. Borbereitungs⸗Lieder zur Sonntags Feier. 41 ein; So wird mir dieſer tag Ein rechter ſonntag 84 ſeyn. Mel. Von GOtt wil ich nicht. (Sdolauf, herzund 9 8 herz und 38. G gemühte Des Srren tag bricht an: Der zeugt von GOttes guͤte, Die er an uns gethan. Weg„ weg was irdiſch eißt! Weich, fieiſchliches eginnen, Weich, welt und ſuͤndlich ſinnen! Es ruͤhrt uns GOttes geiſt. 2. Mein GOtt! hilf mir bedenken, Wie heilig die⸗ jer tag: Was ſuͤndlich hilf verſenken, Damit ich ruhen mag. Erwecke luſt in mir, Ihn chriſtlich zu begehen, Laß mich dein ant⸗ b litz ſehen, Und zeuch mein herz zu dir. 5 Mein GOtt! hilfmir an eben Der ſeelen ruhe⸗ chich. 7. Hilf mir den tag voll⸗uuu gſt bringen Zu deines namens ehr: Mein beten, leſen, ſin⸗ ul tag. Laß mich dir ſeyn er⸗ geben, Wend ab all ang und plag. Erfriſch herz, ſinn und muht Dir treu⸗ lich anzuhangen. Ach! ſtille hoͤre Der kirchen ton unduu klang, Mein herz ganz zuu Khre: Fuͤhr du elbſt huan meinen gang Zu deiner wohnung hin, Wo ſchoͤn und lieblich weſen, Wo leibuu und ſeel geneſen, Wo ich ſchon ſelig bin. 5. Hilf/ GOtt! daß ich die lehre Des geiſtes freudig hoͤr, Vom herzen mich be⸗ uullu kehre/ Und ſich mein glaube mehr. Mach mich im hof fen treu, Laß ſich mein thun und dichten Nach dir alleine richten, Daß ich recht heilig ſey..„ 6. Gib, daß mein herz b die liebe Dem nechſten wil⸗ lig zeigt, Sich ſo im wol thun uͤbe, Daß es ſein herze eugt. nicht Ohn wolthun ſtehen laſſe, Und wol zu herzen faſ 3 Daß es dir ſelbſt ge ſchicht. 2 EiwI ge den Zur ſeligkeit erhoͤr. uul aß dieſes tages ruh Mich führen zu den tagen, Die ohne weh und klagen Man 5 ringt im himmel zzʒ.ʒ Gib, daß ich keinen uu Bey der oͤffentlichen 3 Sonntagd Feier Mel. Wer nur denlieben GOtt. Sein GOtt! du 39. haſt mich ein⸗ geladen, Ich komme vor dein angeſicht: Ach! wohn in mir mit heil und gnaden, uUnd gib mir deines geiſtes licht. Zeuch herz und mund allein zu dir, Und ſey der lehrer ſelbſt in mir. 2. Hier iſt der ort, du erwaͤhlet, Hie triſft man dein gedechtniß an: Die wunder werden hier erzaͤhlet, Die dein geheim⸗ 8 aufgethan. ſt * 8 — A del „ & Dier iſt dein feuer und dein heerd, Und alles, was mein herz begehrt. 3. Ach! gib mir himm⸗ liſche gedanken, Weil ich hier ſchon im himmel bin. in meinen ſinn. Nin die vernunft gefangen hier, Laß mich nicht in der an⸗ dacht wanken, Und lege dich 4 den guten ort. Gib, daß mein herz, durch dich be⸗ darauf faͤllt. begieſſen; Und gib den 75 rern deine kraft, Daß ſie das wort zu theilen wiſſen, Wie es am beſten nutzen ſchafft. Gib uns das rechte himmel brod, Zumtroſt in leibs⸗ und ſeelen⸗noht. 6. Wolan, ſo rede, HErr! wir hoͤren, Und laß uns keine hinderniß In der gefaßten andacht ſtoͤhren; Denn dieſes bleibt einmal gewiß: Wer dein wort hoͤrt und glaͤubt an dich, Der ſchmeckt den ted nicht . ewiglich. Und oͤffne mir die glau⸗ 4. Mein IEſu laß es wol gelingen, Du wort des 4 8 vaters! laß dein wort In mir die rechte fruͤchte bringen, Und ſtreu es auf ſtellt, Den ſamen faßt, der 5. Geſegne pflanzen und Mel. Wer nur denlieben GOtt. &Die ſelig iſt der †. BD ort zu nen⸗ nen, Wo GOttes wort im ſchwange geht, Wo licht und recht ganz helle brennen, Und zion nie⸗ mals wuͤſte ſteht! Da man im ſchmuck der heil. 1 Dtſeuet —=— —— — — — — weff t fuuxr n. eine trchen w 1 2 Eemußſie me 1 w od, Zummi ſeelen⸗noſt lan, ſot. rhoͤren l inderniß g ndacht ſii es bleibtime Wer da glaͤubt i ckt den ihn —— ur den 1 d. Dic ſbti GOttes wort uns lehren 5. Ach HErr! gib ſel⸗ ber das Den 946 d freuen, Laß unſer herz er⸗ 1 bey der offentlichen Sonntags⸗Feier ſelbſt. keit Dem allezeit! 2. Weh aber! wo die lebens⸗worte So rar und theuer worden ſind, Daß man an ſolchem wuͤſten or⸗ te Von GOtt mur dunkle ſpuhren findt; Wie billig HErren opfert wird der ort beweint, Wo GOttes wort entfernet ſcheint. 3. Wir dorfen keinen zweifel tragen, Als waͤr allhie nicht GOttes haus? Wo wir nach GOttes wor⸗ te fragen, Da macht er eine kirche draus: Sie ſey nun zahlreich oder klein; So muß ſie ihm doch heilig ſeyn. c So treten wir im geiſt zuſammen, So ſingen wir des HErren lied. So bringen wir die opfer⸗flam⸗ men, Auf welche GOtt in gnaden ſieht. So leſen wir, und hoͤren an, Wo 23 an. kein wort voruͤber gehn: Laß uns die ſeelen⸗ſpeiſ er⸗ einfalt deutlich ein Das, gDaß man dich nicht nur mit quicket ſtehn. Gib un ſrer was uns kan erbaulichu ſen. 6. Erhalt uns bey dem glaubens⸗grunde, Den d den eckſtein haſt genennt: dem munde, Auch mit dem herzen ſelbſt bekennt. Wenn uns die welt verfol⸗ gung draͤut, So gib, o HErr! beſtaͤndigkeit. 27. Ja, bau du ſelbſt in unſrer ſeele Dir einlebendig GOttes-haus: So wird in dieſer jammer⸗ hoͤle Ein angenehmer ſabbahtu draus; Bis wir in jenen tempel gehn, Und vor des lammes ſtuhle ſtenn. — Melodey. 41 Kein GOtt! ich uu . bin izt erſchie⸗u nen An dem orte deiner ehr, Deiner majeſtaͤt zu dienen, l Und zu hoͤren deine lehr: Doch mein dienſt iſt viel ju wenig Für dich, großer himmels⸗konig!! 2. Drum entzeuch mir b deine gnade Bey der jezgen anda 4 3 5 — * 4 3 Sonntags⸗Geſaͤnge und zwar andacht nicht; Daß mir ſatans liſt nicht ſchade, Wenn mein geiſt das abba! ſpricht. und herz nicht lenken, So gutes den⸗ an ich nichts en. b 3. Wirf hinweg nach dener guͤte, Was di HoErr! an mir misfaͤllt, Und befreye mein gemuͤhte Von den ſorgendieſer welt. Laß die ſchluͤpfrige gedan⸗ ken Nicht von dir aufs eitle 4. Hilf, daß, da ich vor dich trete, Ichs nicht thu aus heucheley, Daß ich icht ohn andacht bete, Noch auch unbußfertig ſey. Laß mich ohne geiſt 169 ſingen, Ohne dank nicht gaben bringen. 5. Vater! ſchleuß die gnaden⸗pforte Nicht vor meinen ſeufzern zu: Was du mir in deinem worte Zu⸗ geſagt zur ſeelen⸗ruh, Was du mir auch ſchon verlie⸗ hen; Wollſt d ruͤcke ziehen. 6. Hilf mir au nicht zu⸗ mich (elver ſtrafen, Laß mich mnicht mit argermß Plau⸗ Wirſt du ſinn dir, —— dern, gaffen oder ſchlafen. Laß mir auch nicht uͤber dis Wort, gedanken und ge⸗ berden Unvermerkt zur ſuͤn⸗ de werden. 1 7. Laß mich kein geſpoͤt⸗ te machen, Wenn ich dein wort hoͤren ſoll. Laß den ge die glaubens ſachen, Welche von geheimniß voll, Ohne zweifeln, ohne kluͤgeln, Mir im herzen feſt verſiegeln. 8. Hilf, daß wir uns warnen laſſen Ohne wi⸗ derſpenſtigkeit; Daß wir die vermahnung faſſen, Achten auf die gnaden⸗zeit, Daß uns auch des troſtes gaben Stets in allen noͤh⸗ ten laben. 9. Laß die lehrer nicht verdroſſen, Noch die hoͤrer eckel ſeyn. Fuͤhr auch noch zu chriſt⸗ genoſſen Unſre widerſprecher ein, Daß wir alle dich dort oben Ohne trennung ewig loben. Mel. Erſchienen iſt der herrlich. b Aeut iſt der chri⸗ ſten ruhe tag, 42. 8— Vergeſſet ſorge, muͤh un plag, Treibt eure wochen arbeit ——. ——;— ——=————= 1— *.———2— =—“ “ ==B — — — — — — — — ſoll. 29 aubens⸗ſih on dir im hetzan „ daß wien ſſen Ohne eit; Dahn chnung ſi die gnadan nuch des ni ts in allat vig loln leluja. 2., Dankt auch, daß heut bey der oͤffentlichen Sonntags Feier ſelbſt. 43 arbeit nicht, Komt vor des oͤchſten angeſicht. Hal⸗ 2. Komt her, und fallt auf eure mnie Vor GOttes majeſtaͤt allhie: Es iſt ſein heligrhum und haus, Wer ſunde liebt, gehoͤrt hinaus. Halleluuaj. 3. Ganz unertraͤglich iſt ſein grim, Doch hoͤrt er gern der armen ſtim: Deß⸗ wegen lobt ihn alleſamt, Das iſt der chriſten rechtes amt. Halleluja. b 4. Nuͤhmt unſers GOt⸗ tes meiſterthat, Da er aus nichts erſchaffen hat Den himmel und die ganze welt, Und was dieſelbe in ſich halt. Halleluja. z. Und als er ſie genug eziert, Hat er den men⸗ chen drauf formirt, Und ihn nach ſeinem ebenbild tit weisheit und verſtand erfuͤllt. Halleluja. 6. Erkent mit dankba⸗ rem gemuͤht, Wie er al⸗ lein durch ſeine guͤt Uns taglich ſchuͤtzet und ernehrt, Und manches ungluͤck von uns kehrt. Halleluja. nen freudig unſern mund, geſchehen iſt Die auferſte⸗ hung Fen Chriſt: Da⸗ durch iſ wahre freudigkeit uu In aller noht fuͤr uns be⸗ reit. Hallelugj. 8. Der von den juden ward veracht, Mit moͤr⸗ dern ſhandüchumgebracht, Daß ſeine lehr haͤtt kurzenu lauf, Und mit ihm muͤßte hoͤren auf; Hallelula. ul 9. Der iſt erſtanden of⸗Mu fenbar, Und hat erfreut fein, kleine ſchaar, Die ihn bis in den tod geliebt, Und ſeinethalben war betruͤbt. Dalene, ſch 10. Leibhaftig er ſich ih⸗ nen wies, Sich ſehen, ü9 ren, fuͤhlen lies; Damit verſichert waͤr ihr ſinn, Des todes macht ſey nun dahin. Halleluja. 4 II. Darum begehen wir mit fleis Den tag nach rech⸗ ter chriſten weis: Wir oͤff⸗u Und danken GOtt vom her⸗ 1 zen⸗grund. Hallelujia. *12. O GOtt„der du den erden⸗kreis Erſchaffen haſt zu deinem preis, Uns auch bewahrt ſo manches 8 ahts⸗ruh Nim zur verſoͤhnung Chri⸗ m hriſtumit eiſt, Dem er buß Herfraun „ Dins e Fort ann ffechtun l dife ethan uch ₰ ä 1 ben. Wend ab noht, angſt und herzeleid, Du va⸗ . Verleihe, daß in die⸗ bbey der oͤffentlichen Sonntags„Feier ſelbſt.— ſti blut: Er hat gelitten uns zu gut, Und voͤllig abge⸗ tragen, Was ſich Taͤg lich Noch fuͤr ſuͤnden In uns finden: Drum wir wachen Uns zum gna⸗ en⸗throne machen. 4. Mein leib und ſeel, und was nur mein, Laß dir, o HErr! befohlen ſyn, Ich wil dir alls erge⸗ ter der barmherzigkeit! In meinem ganzen leben, Daß ich Froͤlich Deinen willen Moͤg erfuͤllen, Dich ſtets lieben, Auch die lieb am nechſten uͤben. 5. Gib, daß mir dieſer ruhe⸗tag Mein innre ru befoͤrdern mag, Durch dei⸗ nes wortes ſtaͤrke: Daß mir es durch das herze dringt, Und hundertfaͤltig fruͤchte bringt, Als rechte glaubens⸗ werke. Von dir Laß mir Bruͤnlein flieſſen, Sich er⸗ gieſſen, Daß ich bleibe Oets ein glied an deinem ſer welt Mein hoffnung ſ auf dich geſtellt, Und ich dir lange dort ohn einig leid, Wenn ich GOtt immer namen wil ich loben. Mel. Von GOtt wilich nicht ꝛc. 1. Geelft mir GOtts 44 9 guͤte preiſen Ihr chriſten insgemein! Wir wollen all erweiſen, Daß wir GOtt dankbar ſeyn, Vornemlich zu der zeit(Da ſich die woch ge⸗ endet, Der ſonntag herge wendet: Da Der ſonntag zu uns wen nicht weit¼. ganz vertraue; Daß ich die g⸗ wahre ruh und freud Er⸗ ſchaue. Durch dich Werdu b ich Große gaben Ewig ha⸗ ben Bey dir oben: Deinenu Des HErren tag ull hiſt heut.⸗) 5 5 s Sonntags⸗Geſange und zwar — —— — ⅛ leid behuͤtt; gegeben⸗ Nohtdurft dieſem leben, Und uns fuͤr .Lehr⸗amt, ſchul, kirch erhaten In gutem fried und ruh, Nahrung den jung und alten Beſchehret aus darzu: Und gar mit milder hand Sein ausgeſpendet, Verwuͤ⸗ ſtung abgewendet Von un⸗ ſerm vaterland. 4. GOtt hat unſer ver⸗ ſchonet Aus vaͤterlicher gunad: Wenn er ſonſt haͤtt 5 3 3 6. Drum belohnet All unſre miſſe⸗ that Mit gleicher ſtraf und pein; So waͤrn wir laͤngſt geſtorben, In mancher noht verdorben, Da wir voll fuͤnden ſeyn. 5. Nach vaters art und treuen Er uns ſo gnaͤdig iſt: Wenn wir die ſuͤnd bereu⸗ en, Glaͤuben an JEſum Chriſt Herzlich ohn heuche⸗ ley: Wil er die ſchuld ver⸗ geben, Lindert die ſtraf dar⸗ neben, Macht uns von pla⸗ gen freey. deine guͤt wir preiſen, Vater im him mels thron! Die du uns guͤter za ſſtum deinen ſohn. Wir en bitten ferner dich,(Hilf m M. alln bedraänaten leuten, Beſchehr friedſame zeiten Und nehr uns mildiglich.) Am neuen jahre, darauf die⸗ ſer geſang erſtlich gemacht worden, andert man, was zwiſchen zween* ſtehet, ſo, wie folget: Im 1. Geſetz, in den 3. letzten b. Verſen: Da ſich das jahr geendet, Die ſonne zu uns wendet: Das neue jahr iſt heut. Im. Geſetz, im 6. Vers: Wie er dis jahr gegeben. Im letzten Geſetz, in den drey 1 letzten Verſen: Gib uns friedſame jahre, Fuͤr allem leid bewahre. Und nehr uns mildiglich. Klage uͤber Mangel der An⸗ dacht bey dem Gottesdienſte. Mel. JEſu deine heilge wunden. 4 X 2 roßer GOtt! 15. G. gen Meines herzens ſch res leid; Und mit thraͤnen dir vortragen, thuſt beweiſen Durch Chri⸗ 8 8 8 D ich muß dir klaa herzens ſchwe⸗ en ſchnoͤde eitelkeit So viel un⸗ ruh ſtift in mir, Wenn ich u t ſeufzen uns middige n jahre, daran en zween ſte get: V etz, in denz ln Verſen: 1s jahr gen zu uns wan jahr iſthan ſet, im 6. 1 s jahr geon Geſetz indi en Verſin riedſame leid bewen uns miͤdii WMangllelh em Gonnzſt deine heiltenn roßer oh ich nußfit s herzer i ind militt O, feufzen wil zu dir; Wie ſie den der ofentlichen Sonntags Feier ſeibſt. a9 mir die andacht ſtoͤhre, Wenn ich, HErr! dein wort anhoͤre. 4 2. Da ich irdiſcher gedan⸗ ken Gaͤnzlich ſolte muͤſſig gehn; Mein gemuͤht ohn alles wanken Laſſen bey mir ſtille ſtehn, Und betrachten ſorgen⸗frey, Was der ſeele nutzlich ſey, Was uns muß zum himmel bringen: Schlepp ich mich mit eitlen ingen. 3. Da ich ſolte ganz ent⸗ zundet, Und im geiſte bruͤn⸗ ſtig ſeyn; Schlechte luſt ſich bey mir findet: Ach! wie ſchlafrig nehm ich ein, Was mich zu dem hiaunel fuhrt, Und das hoͤchſte gut gebiert. Ach! wie lau ſind meine thraͤnen, Ach! wie kalt mein himmels⸗ſeh⸗ nen. 4. Nun, was ſol ich armer machen! HErr! es ſteht ja nicht bey mir: Schaffe raht in dieſen ſa⸗ b chen; Denn es ſteht allein bey dir. Du, du ka ruh frey, Ihm allem erge ben ſey, Daß ich, in mir wecken das verlangen, Dir uu mit eifer anzuhangen. 5. Zuͤnde deiner liebe flammen Selbſt in meinemu herzen an: Die gedanken uu alt zuſammen, Daß ſie uuul nichts verwirren kan. Laß im beten mich allein, HErr auf dich gerichtet ſeyn, Daß ſich gluht und andacht meh⸗ re, Wenn ich deine lehren hoͤre. 6. Vater! lenke mein ge⸗ muͤhte, Daß ich ſeh deinuu licht und recht; Daß ich ſchmecke deine guͤte, Dieuu dein wort mir ſchnoͤdem knecht Dargebracht; und oͤffne mir Selbſt, mei GOtt! die herzens⸗thuͤr, Mit decht ſehnlichem ver⸗ langen Solche gnade zu em⸗ pfangen. b 7. Weg ihr eitle welt.u gedanken! Weg du ſchnoͤde nichtigkeit! Weicht aus meines herzens ſchranfenz Hit zum dienſt uu Daß ich G 1 ereit, Und, von aller un 1 Ihm allein erge ſt H 7 den erzens⸗ſtein, Hoͤ ſfer heben; du allein Kanſt er⸗ 9 tverbor borgen, Koͤnn für ie ſeele ſorgen. Sonntags⸗Geſänge und zwar Vor der Predigt. 2. aihid auf Den nund 1 ſw (Oiebſter JIEſu! zum lobe dein, Bereit das 46. ‚ ebſt fundi, herz zur andacht fein; Den Dich und dein wort anzu⸗ glauben mehr, ſtaͤrk den Sren: Lenke ſinnen undbe verſtand, Daß uns dein gier Auf die ſußen him⸗ natn werd wol bekant. mels⸗lehren, Daß die her⸗ SStt 5 wir ſingen mit zen von der erden Ganz zu es heer: Heilig, hei⸗ dir gezogen werden. llig iſt GOtt der HErr! eunſer wiſſen und ver⸗ Und ſchauen dich vomange⸗ ſtand Iſt mit finſterniß ver⸗ ſicht In ewger freud und hullet; Wo nicht deine ſel gemn licht naden hand Thns mit hel unſ dEhr ſer dn vter ffuͤllet: em ſohn, D il⸗ am licht erfüllet; Gutes gen geiſt in einem thron, denken, thun und dichten Muſt du ſelbſt in uns ver⸗ Der heiligen dreyeinigkeit un wn richten. Sey lob und preis in ewig⸗ mmmunnan 3. O du glanz der herr, keit. ufän lichkeit, Licht vom licht— aus GOtt geboren! Mach NKach der Predigt. un aleſannt urreit, of. Mel. Liebſter JEſu wir ſind ꝛc. ren: Uinfer bitten, flehn 4 Keelig ſind, die und ſingen Laß, HErr JE⸗ d 2 GOttes wort Eudſind Laß, HErr JE Hoͤren und zugleich bewah⸗ gelingen. b ren. Men GOn. laß — dieſem ort Mir daſſelbe 4 ERR. IEſu wiederfahren: Laß ſſlbe„ 47. 29 Chriſt! dich wort im herzen bleiben, zu uns wend, Den heilgen Mich zu allem guten trei⸗ geiſt du zu uns ſend: Mit ben. hulf und gnader unsregier, 2. Druͤck es mir ſo feſte Und uns denweg ꝛzurwahr⸗ ein, Daß kein teufel es kan 85 lmheit für. lrauben; So werd ich h n einem t den dreyenn nd preis in — der Predn. er IEſu wiſhe Lelig ſih ) Gom zugleich e ein Gon, herzen u llem umm n FGonſelig vor der hoͤllen fliehe, Um dey der oͤffentlichen Sonntags Feier ſelbſt. 51 1 ſeyn In der hoff⸗ nung und im glauben. Meine ſeele wird ſich laben, Und des himmels vor⸗ ſchmack haben. 3. Fluch und ſegen iſt mir nun Zu erwaͤhlen vor⸗ gegeben: Laß die beſte wahl mich thun, Und nach dei⸗ nem willen leben, Daß ich den himmel mich bemuͤhe. 4. Laß, HErr! keinen irrthum mir Deine bruͤn⸗ lein truͤbe machen: Laß bey deinem donner hier Mein Pwiſſen recht erwachen; Daß dein wort durchs her⸗ d gehe, Und ein rechter rand entſtehe. 5. Iſt mein ganzes chri⸗ ſtenthum Voller jammer und beſchwerden: Laß dis evangelium Mir zu einem balſam werden, Der in meine wunden flieſſe, Und mir alles kreuz verſuͤße. „65. Nun ich gehe froͤlich heim: Denn ich trage, wie die bienen, Lauter ſuͤßen honigſeim, Der mir muß junn labſal dienen, Und ich Sprich dazu, HErr, ja— und amen! b Bank ſagen wiru 49. SG alle GOtt un⸗i ſerm HErrn Chriſto, Der uull uns mit ſeinem worte hat uun erleuchtet, Und uns erloͤſet b mit ſeinem blute Von desu teufels gewalt.. Den ſollen wir alle Mit uuul ſeinen engeln loben mit ſchalle, Singen: preis ſey GOtt in der hohe. Bey dem Schluſſe des offent⸗ b I lichen Gottesdienſtes. Mel. Liebſter JEſu wir ſind ꝛc. , Hun GOtt lob! 50. K es iſt voll⸗ bracht Singen, beten, le⸗ ſen, hoͤren: GOtt hat al⸗ les wol gemacht, Laſſet uns ſein lob vermehren. Unſeeruu GOtt ſey hoch gepreiſet, ſuuu Daß er uns ſo wol geſpeiſet. 2. Nun, der gottes⸗uu dienſt iſt aus, Uns iſt mit⸗uu getheilt der ſegen: Drumm gehn wir im fried nach haus, Wandein frey außu GOttes wegen. GOttes ul geiſt uns ferner leite, Und ſchließ in IEſu namen; uns alle wol bereite d Sonntags „BGeſange. Uünd mach uns zu him⸗ mels⸗erben. Abend⸗Lied am Sonntage. en vrich Pun bricht die fin⸗ 51. Dch ſtre nacht her⸗ ein, Des tages glanz iſt todt: Jedoch, mein herz! ſchlaf noch nicht ein, Kom rede erſt mit GOtt. 2. O GOtt, du großer HErr der welt! Den nie⸗ mand ſehen kan: Du ſiehſt auf mich vom himmelszzelt, Hoͤr auch mein ſeufzen an. 3. Der tag, den ich nun⸗ mehr vollbracht, War ins⸗ beſondre dein: Darum hat er bis in die nacht Mir ſol⸗ len heilig ſenn. 4. Vielleicht iſt dieſes nicht geſchehn, Denn ich bin fleiſch und blut, Und pfleg es ofters zu verſehn, Wienn gleich der wille gut. . Nun ſuch ich deinen mich genug gethan. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, In unſre herzen ein, Und laſſe die, ſo es gehoͤrt, Diwauch gehor⸗ ſam ſen. 7. Erhalt uns fernerhin dein wort, Und thu uns immer wol; Damit man ſtets an dieſem ort GOtt diene, 8 nanis 8 8. Indeſſen ſuch ich mei⸗ ne ruh: O vater! ſteh mir bey, Und gib mir deinen engel zu, Daß er mein waͤchter ſey. 9. Gib allen eine gute nacht, Die chriſtlich heut gelebt, Und beßre den, der derſtrebt. 10. Wofern dir auch mein thun gefaͤllt; So hilf mir morgen auf, Daß ich Vollbringe meinen lauf. II. Und endlich fuͤhre, wenn es zeit, Mich in den deiner herrlichkeit Mein gnaden thron: Sieh mei ſabbaht ewig ſeyn. III himmel ein: Da wird in neſchuld nicht an, Uind den.l ke, daß dein lieber ſohn Fuͤr unbedacht Der gnade wi noch ferner in der welt r —— —— — — — — 1 na b tar uf w) ———— —=— S— zz. —=— A — — — a 3.—— berahn UIIlI. Bey dem Anfange der Woche. gethan. MNel. Was GOtt thut das iſtꝛc. nicht aufgehaͤufet ſeyn? feib alles,—; ie neue woche Und doch, was ich ver⸗ ſlehrr Aun 52. geht nun an, brochen, Hat er dabey Auf „Und laſen ſnd zſ naetr 3 eiſto uuutt wnnatt Und iſt ſchon eingetreten. buß und reu In Chriſto uuu 6 3 11 Lnd iſinſchnnen herz! und mir verziehen, Und gnad 1 denke dran, Daß du zu und huld verliehen. alt unsſenn GOtt ſolt beten, Und ihm 5. Nun treuer GOtt:! 7 Und iun dabey Fuͤr ſeine treu Mit ich danke dir, Ich danke dir 1; Dann danken und mit ſingen vom herzen, Zwar mein eeſem oneh Ein morgen⸗opfer brin⸗ſchwachheit machet mir manſd; gen. Bekummerniß und ſchmer⸗ eſſen ſuhinſ 2. Wie viele wochen zen, Daß meine pflicht u angefangen? Und doch iſt als ich ſolte, Lind denno 1an. 43 als ich ſolte, Und dennoch d s kseldescilhe wenewa en hlen an nicht Em gmaden luht 6; Jedoch in Chriſo dcerſt Von GOtt mich angebli⸗ wirſt du dir Es wol ge⸗ deſ ter, Der mir vel guts ge⸗ fallen laſſen. In Chriſto dbeßre ſchiket. wil ich ferner mir Die gu Der u 3. Das kreuz und lei⸗ te hoffnung faſſen, Daß un den dieſer zeit, So mir du mich wirſt, Mein le⸗ ofen d auch nut begegnet, Hat bens ⸗fuͤrſt! Bey allen er durch viel zufriehenheit meinen werken In dieſer 3 dtbhet n.5 t. woche ſtaͤrken. b Gemildert und geſegnet: So, daß er nie In angſt 7. Nun aus⸗ und ein meinn und muh Mich troſtios gang ſey begluͦckt An ſeetl laſſen ſtehen, Noch drin⸗ und leibes ſegen. Bring nen untergehen. mir, was meinen geiſt er 1 uct Ach fallen mir die quickt, In deinem wort ſunden ein, Was wird in enigegen: Denn dis allein ſo viel wochen Fuͤr ſchuld S5 einzig ſeyn, Was ich — d3ññ Bey dem Schluſſe der Wocht. mir zum ergetzen Zeit le⸗ bens werde ſetza. 8. Doch aber ſol ſich meine zeit Mit dieſer woche Phlieſfen⸗ Ey nun, ſo wird ie ewigkeit Mir auch den tod verſuͤßen. Denn di uund mich, Ja mich un dich, Kan weder freud noch leiden, Noch tod und leben (9. Wolan, ſo mag gleich wunderlich In die ſer woche gehen; Es kan doch anders nicht um mich, Als gut und heilſam, ſte⸗ hen Denn was GOtt ugt, Wird mich ver⸗ gnuͤgt Bey allen meinen ſachen, Und endlich ſelig machen. 1 ſcheiden. Mel. Wer nur denlieben GOt. Go iſt die woche 5 3.. nun geſchloſſen, Doch, treuer GOtt! dein herze nicht. Wie ſich dein ſegens⸗quell ergoſſen; So bin ich noch der zuverſicht, Daß er ſich weiterhin er⸗ gießt, Und unerſchoͤpflich auf mich flie. 2. Ich preiſe dich mit hand und munde: Ich lobe dch ſo hoch ich kan; Ich ruͤhme dich vom herzen⸗ ggrrunde Fuͤr alles, was du dir durch JEſum Shriſ Mein dank ein ſuͤßer weih⸗ IV. Bey dem Schluſſe der Woche. wochen⸗ tagen Das liebe kreuz auch mit beſucht; So gabſt du auch die kraft voll heil und frucht In dei⸗ ner liebe gegen mir; Und darum dank ich auch da⸗ ur. b 4. Nur etwas bitt ich uͤber alles, Ach! du ver ſagſt mir ſolches nicht: Ge⸗ denke keines ſuͤnden⸗falles, Weil mich mein JEſus aufgericht, Mein IEſus, ſchon gebuͤßet hat. 5. Dein ſchwur iſt ja noch brichſt ihn nicht in ewig⸗ l rauch iſſſt. 3. Hat mich bey meinen keit, Da du dem ſuͤnder feſt „ſHp 8 4 1 gri der die miſſethat Auf ewi ſte mir Pechan, Und weiß, daß ſch fe 1 nicht gebrochen, Du anhenornnen, auchr mg. zu tragen: Zu dem, es iſt u 5 7 ver.. 4 * 55 — — — Zu di 1 öfruch gegen mi 3 nk ich an — kn 4 ) mein gnaden wort Vom anſang Vey dem Anfange des Kirchen⸗ kahres. 33 verſprochen Daß er, wenn ihm die fünde leid, Nicht ſterben, ſondern gnaden⸗ 3 Ass ein gerechter,/ leben 0 6. Mein glaube haͤlt an dieſem ſegen, Und wil alſo den wochen⸗ fuluf Ver⸗ gnuͤgt und froh zuruͤcke le⸗ gen, Da mich der troſt er⸗ getzen muß, Ich ſolle hier in Chriſto dein, Und ſchon in hoffnung ſelig ſeyn. 7. Doch, da mein leben 2 zugenommen, So bin ich auch der ewigkeit Um eine und immer liebſt, Und lei⸗ woche naͤher ommen, Und warte nun der lezten zeit, Da du die ſtunde haſt be⸗ ſtimt, Die m zu dir in himmel nimt. 8. Und wenn ich morgen fruͤh aufs neue Den ſonn⸗ tag wieder ſehen kan; So blick die ſonne deiner treue Mich auch mit neuen gna⸗ den an. Ach ja, da t Litt dein wort und haus erſt⸗ und beſten ſegen aude 9. So wil ich das im vodun preiſen, Was du mir kuͤnftge woche giebſt. Du wirſt es in der that erweiſen, Daß du mich je teſt mich nach deinem raht, Bis leid und zeit ein ende hat. b II. Seſt⸗Geſänge. 4 J. Bey dem Anfange des Kirchen⸗Jahres. Mel. Erſchienen iſt der herrlich ꝛe. Sun koͤmt das ** neue kirchen⸗ jahr, Des freut ſich alle chriſten ſchaar. Dein koͤnig ſwieder immerfort, Das uns den weg zum leben weiſt: GOtt ſey fuͤr dieſe huld gepreiſt. Halleluuug. 3. GOtt! was uns deineu koͤmt, drum freue dich, 1 Du wahreszion! heiliglich. Halleluja. 2. Wir hoͤren noch das wahrheit lehrt, Die unſernuu lauben ſtets vermehrt, Das laß bekleiben, daß wiru dir Voll freuden danken fuͤr und fuͤr. Hallelnna. Dd4 4 Ehr 4. Ehr ſey dem vater und dem ſohn, Dem heil⸗ gen geiſt in einem thron, Der heiligen dreyeinigkeit Sey ewig preis und lob be⸗ reit. Hallelulä. Mel. 3. Mein GOtt ich bin ꝛc. 9 5 6 8 lehrer und die hoͤrer Reich h man ſegen und gedeyn. Laß ai gluck und ungluͤcks zei⸗ ten Uns dein haus in ruh leiden druͤcken, Laß dein evangelium Staͤrken, troͤ⸗ n kroßer ſchoͤpfer! . Dô heute treten Wir ein neues kirch⸗jahr an: Drum wir dankbar dich anbeten, Daß du uns ſo wol gethan; Weil, was leib und ſeel begluͤckte, Ran von deiner hand er⸗ blickke. 2. Gib forthin ſolch wol⸗ ergehen, Laß dein theures wehrtes wort Ferner bey uns feſte ſtehen, Aller⸗ treuſter ſeelen⸗hort! Denn 2 an dieſem himmels ſegen Iſt vor allem viel gelegen. 3. Sacramente, lehren, lehrer Goͤnn uns unver⸗ faͤlſcht und rein. Mach die beſchreiten. 4. Die da GOttes kin⸗ der worden Durch das bad der heilgen tauf, Die er⸗ſt halt in dieſem orden: An⸗ ſ dre nim in Paden auf, Daß wir alle dir gefallen, Und gewiß zum himmel wallen. Wenn wir hie mit ehen, beten, Und in chriſt⸗ licher gemein Vor dein hei⸗ lig antlitz treten; Laß dein ahe zugegen ſeyn, Daß auch däs geringſte flehen Nicht vergebens mag ge⸗ ſchehen.; 6. Laß dein gnaden⸗ant⸗ litz leuchten, Wenn wir hie voll leid und reu Unſte miſe ſethaten beichten. Spricht uns hie dein diener frey, Und vergiebt in deinem na⸗ men; HErr! ſo ſprich auch du das amen. 7. Die den tiſch des heis genieſſen, Denen laß zu jederzeit Dieſe ſeelen⸗ ſpeiſ erſprieſſen Zu gewiſ⸗ ſer ſeligkeit: Laß ſie ihnen den vorſchmack werden. 8. Die, ſo kreuz und ſten und erquicken, Mehre aller chriſtenthum, Da ddie ier auf erden Jener freu⸗ f en ſeyn, 1 beingſe 1 gebens ma⸗ ein gnadehg ͤt in deinm r ſo ſprihan n. Laß ſie en Jendff ack wern ſo kranl en, Oh Stärten. dicen,Jät nthum/ 1 1 die hoͤrer hier auf erden 2 Saͤmtlich wahre thaͤter a werden. I d aede Laß einſt froͤ⸗ h der himmels⸗freude gehn: blut noch vom fleiſch, Al⸗ manch tugend ſchoͤn; GOtt Von der Zukunft Chriſti ins Fleiſch. 6 9. Die dis jahr bey uns lich auferſtehn, Und mit deinen frommen ſchafen Zu Hiernach laß uns alle rin⸗ gen, Durch die enge pforte ringen. 10. Nun, o großer GOtt! erhalte Deine kirche weit „II. Von der Zukunft Chriſti ins Fleiſc. Zur Adpents Zeit. b 6 L Fun kom, der 5.SD heiden heiland! Der jungfrauen kind er⸗ kant, Deß ſich wundre alle welt, GOtt ſolch gebuhrt ihm beſtellt. b 2. Nicht von manns⸗ lein von dem heilgen geiſt Iſt GOttes wort word'n ein menſch, Und bluͤht ein frucht weibes⸗fleiſch. 3. Der jungfraum leib ſchwanger ward, Doch blieb keuſchheit rein be⸗ wahrt. Leucht't hervor und breit. Friede, ſchutz uuu und ſegen walte Uleber dei⸗uu ne chriſtenheit. Laß, wwo moͤglich, all auf erden Einſt bekehrt und ſelig werden. ull 11. So wird der gerech⸗ te ſamen, Als dein theures eigenthum, Hoͤchſter! dei⸗ nem großen namen Dank uuuuu und ehre, preis und rum Ewig hier und dorten brin⸗ gen, Heilig, heilig, heilig! Pn 4. Er gieng aus der uuuu kammer ſein, Dem koͤnigli⸗ chen ſaal ſo rein: GOtt von art und menſch ein uuuuu held, Sein'n weg er zu lau⸗ fen eilt. b s. Sein lauf kam vom vater her, Und kehrt wieder zum vater, Fuhr hinunter uuu zu der hoͤll, Und wieder zu uuuu GOttes ſtuhl. 6. Der du biſt dem va⸗ ter gleich! Fuͤhr hinaus den ſieg im fleiſch, Daß dein ewge GOtts gewaſt In uns das krank fleiſch erhalt. b da war in ſeinem thron. 7. Dein krippe glaͤnzt u D 5, b 5 7 1 — 6 4. —— Von der Zueunft Chriſei ins Fleiſeh mll und klar, Die nacht iebt ein neu licht dar, Dunkel muß nicht kommen drein: Der glaub bleib immer im ſchein. 8. Lob ſey GOtt im hoͤchſten thron; Lob ſey GOtt ſeinm eingen ſohn: Lob ſey GOtt dem heil⸗ gen geiſt, Immer und in ewigkeit. Mel. liedſte JIEſu wir ſind ꝛc. —,(Pdam hat im pa⸗ 579 M radies Seinen und mit GOtt gebro⸗ chen: GOtt, der ihn doch nicht verſtieß, Hat erls⸗ ſung uns verſprochen, Und nun koͤmt in ſeinem na⸗ men Der verſprochne wei⸗ bes⸗ſamen. 2. Kom, mein helfer in der noht! Kom, o heiland aller ſuͤnder! Du wirſt menſch, und biſt auch GOtt, Fuͤr uns arme men⸗ ſchen⸗kinder; Denn wer roͤnte ſonſt erretten, Wenn wir keinen Chriſtum haͤt⸗ ten? b bin ich doch, Daß du deinen won nr giebeſt? Reicht 3. Aber, GOtt! was die gnade ſchon ſo hoch, 7 1 Wenn du deine feinde lie⸗ beſt; Was wird ſie den kuͤnftig geben Denen, die in Chriſto leben? 4. Daß du menſchen haſt deinacht. Hat dich ja vor em gereuet. Wer hat denn zuwege bracht, Daß ſich nun dein herz erfreuet, Wenn man deinen ſohn auf erden Siehet einen menſchen werden? . Auf, mein herz! hier iſt dein GOtt, Heiß ihn tauſendmal willkommen. Deine ſuͤnde, deinen tod Hat er ſchon auf ſich ge⸗ nommen; Durch ſein lei⸗ den, blut und ſterben Solt du einſt den himmel erben. 6. Darum danke, wer nur kan, GOtt dem vater aller gnaden. Betet euren heland an Er heilt euren eelen⸗ſchaden. Ehre ſey GᷣOtt in der hoͤhe/ Und des ſatans reich vergehe! . —— Mel. Von GOtt wil ich nichtc. 9 Chun jauchzet all, 88. K ihr frommen! In dieſer gnaden zeit: dn zem an deina u Siehet a werden? de, deinm Hon auf 6 Durch ſi nd ſterbenet n himmelt um dante »Ott deme n. Betain — Ott wil ihu Denn unſer heil iſt kom⸗ reich und macht. mel fuͤhrt; Weil, wo ihr Zur Ad ven ts⸗Zeit. 59 men, Der H§Err der herr⸗ lichkeit; Zwar ohne ſtolz und pracht, Doch zu verheeren, Un zu zerſtoͤhren Des teufels 2. Er koͤmt zu uns ge⸗ Und ſtellt ſich in die mitten Fuͤr uns zum opfer ein. Er bringt kein zeitlich gut; Durch ſeinen tod und ſter⸗ ben, Was ewig waͤhren thut. 3. Kein ſcepter, keine krone Sucht er auf dieſer welt; Im hohen himmels⸗ throne Iſt ihm ſein reich beſtellt. Er wil! ie ſeine macht Und ma eſtat ver⸗ huͤllen, Bis er des vaters willen Gehorſamlich voll⸗ naähr mächigen auf 4. Ihr maͤchtigen au erden! Nehmt deſen koͤnig an; Sol euch gerahten werden, So geht die rechte bahn, Die nach dem him⸗ E 3 ihn verachtet Und nur nach poheit trachtet, Des hoͤch⸗ en zorn euch ruͤhrt. b den In dieſer boͤſen zeit, huul ſtolz Die ihr an allen enden uuuu maͤchtig V gaͤnzlich ge⸗ ſingen, Der euer hoͤchſtes ritten Auf einem eſelein, gut ſcheinen In ſeiner herr⸗ lichkeit, Und eure klag und Er will allein erwerben weinen Verwandeln ganz in freud. Er iſt, der hel⸗ fen kan: Halt t eure lam⸗ b pen fertig, Und ſeyd ſein uuuu ſtets gewäͤrtig, Er iſt ſcoeuu 5. Ihr armen und elen⸗ Voll angſt und jammer uu eyd: Seyd dennoch wol⸗ emuht, Laßt eure lieder uuuul lingen, Dem koͤnig zu lob 56. Er wird nun bald er⸗ auf der bahn. Mel. Von GOtt wil ich nichtꝛc. & it ernſt, o men 59. 9 G ſchen⸗kinder! Das herz in euch beſtellt, Damit das heil der ſunder, Der große wunder⸗held, Den GOtt aus gnad al⸗ lein Der welt zum lichtuu und leben Geſendet und ge⸗u geben, Bey euch auch kehre ein. .2. Bereitet doch fein tuͤchtig Den weg dem ged en gaſt: Macht ſeine ſteige richtig, Laßt ales, . o Von der Zukunft Chriſti ins Fleiſch— was er haßt: Macht alle bahnen recht, Die thal laßt ſeyn erhoͤhet, Macht nie⸗ krum iſt, gleich und ſchlecht. .3. Ein herz, das demuht uͤbet, Bey GOtt am hoͤch⸗ ſten ſteht; Ein herz, das hochmuht liebet, Mit angſt ſ grunde geht. Ein herz, das richtig iſt, Und folget GOttes leiten, Das kan ſich recht bereiten, Zu dem koͤmt IEſus Chriſt. 4. Ach mache du mich armen Zu dieſer heilgen zeit Aus guͤte und erbar⸗ men, HErr JEſu! ſelbſt bereit. hinein Vom ſtall und von der krippen; So werden herz und lippen Dir ewig dankbar ſeyn. Mel. Herzlich thut mich verlang. ,(Cdie ſol ich dich 60. G empfangen, Und wie begegn ich dir? O aller welt verlangen! O meiner ſeelen zier! O. JIEſu! mich regiere, Und deinen geiſt verleih; Da⸗ mit, was dir gebuhre, Mir kund und wiſſend ſey 2. Dein ion ſtreut dir palmen Und gruͤne zweige drig was hoch ſtehet, Was euch in mein herz hin: Und ich wil dir in pſal⸗ men Ermuntern geiſt und ſinn. Mein herze ſol dir gruͤnen In ſtetem lob und preis, Und deinem namen dienen, So gut es kan und weiß. 3. Was haſt du unter⸗ laſſen, Zu meinem troſt und freud? Als leib und ſeele ſaßen In ihrem groͤſten nommen, Wo fried und freude lacht: Biſt du, mein heill gekommen, Und haſt mich froh gemacht. 4. Ich lag in ſchweren banden; Du koͤmſt, und machſt mich los. Ich ſtund in ſpott und ſchanden; Du koͤmſt und machſt mi groß, Und hebſt mich hoc zu ehren, Und ſheuiſt mir droßes gut, Das ſich nicht laͤßt verzehren, Wie irgend reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom himmels⸗zelt, Als dein treues lieben, Damit alle welt In ihren großen leid, Als mir das reich ge⸗ 3—— du uU. plagen Und centner⸗ſchwe⸗ iſr — — — — — = — == ES .== F — —— Z— 5 — = —=— == = —„ — zur Moents⸗Zeik. ſtreuſ ren laſt, Die kein mund rune zu kan ausſagen, So feſt um⸗ wil dir nn fangen hgſtt intern geitt Das ſchreib dir in dein in herze ſal herze/ Du hoch⸗betruͤbtes ſetem lhn heer! Bey welchem gram deinemnm und ſchmerze Sich haͤuft gut es ima je mehr und mehr. Seyd unnverzagt! ihr habet Die haſt dum huͤlfe vor der thuͤr; Der jememmſ fur⸗ herzen labet Und troͤ⸗ eib un ſtet, ſteht alllier. ihrem 16 7. Ihr doͤrft euch nich nr das rai bemuͤhen, Noch ſorgen tag und nacht, Wie ihr ihn Biſtoym wollet ziehen Mit aͤuſerli⸗ men, uh cher macht. Er koͤmt, er emacht. koͤmt mit willen, Er iſt voll ag in ſcen lieb und luſt, All angſt und los. Ihi euch bewuſt. ſchanden„. Auch doͤrft ihr nicht macſtn erſchrecken Fuͤr eurer ſuͤn⸗ ebſt din den⸗ ſchuſd 3 Mein JEſus üe wil ſie decken Mit ſeiner 4 ſ r lieb und huld. Er koͤmt, Da nh er koͤmt den ſuͤndern Zum en, Wen troſt und wahrem heil; du. Schafft, daß bey GOttes 8, rich m kindern Verbleib ihr erb n Zumm, und theil. t, Asne 9. Was fragt ihr na dem Wartef keih nach unnd ihrer tuͤck? Der HErr wird ſie zerſtreuen 3 ei⸗ nem augenblick. Er koͤmt, uuuu er koͤmt ein koͤnig, Dimuu warlich alle feind Auf er⸗ den viel zu wenig Zum wi⸗ derſtande ſeynd. 10. Er kömt zum welt⸗ gerichte, Zum fluch dem, hu der ihm flucht; Mit gnad und ſußenn lichte Dem, der ihn liebt und ſucht. Ach kom, ach kom, o ſon⸗ ne! Und hohl uns allzu⸗ mal Zum ewgen licht und wonne In deinen freuden⸗ ſaal. Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc. Cpßun hoſianna, 0I. Davids ſohn! Du koͤmmeſt aus dem him mels⸗thron, Zu allen ar men ſuͤndern: ſench ein! zeuch ein! dir ſtehet hier uuulu Ganz aufgeſchloſſen thoruu und thuͤr Bey deinen ar⸗ men kindern. f2. Mein herz bereitet ſich auch ſchon; Kehr bey mir ein, o GOttes ſohn, Du wahrer weibes⸗ ſa⸗ land, hirt und heil, Mein ul bruder, gnaden ⸗thron und theil! ¹ V Von der Zukunft Chriſti ins Fleſch theil! Kom in des HErren 7. Du wilt es aber namen.*I. B. M. 49, 10. du friedens⸗ſtifter. ,3. Kom, koͤnig, friede⸗ fuͤrſt und held, Erloͤſer, mittler, loͤſe⸗geld, Raht, licht und troſt der heiden, Schutz, ſeligmacher, todes⸗ tod, Prophet, verſoͤhner, huülf in noht! Zeuch in mein herz mit freuden. 4. Ach ſey gelobt Im⸗ manuel! Du Aberwindent tod und ho⸗ Du tilgeſt meine ſunden. Kom, kehr in meinem herzen ein, Ob du es gleich wirſt arm und kain Fur dich zur wohnung finden. b b 5. Denn du biſt aller herren HErr, Ich aſch und ſtaub: ja, was noch mehr, Da wir in ſuͤnden liegen, So ſind wir deiner huld nicht wehrt. Ich armer menſch, ich arme erd! Wie wil ich dich vergnugen? 6. Ich dorfte nicht mehr bitten dich, Wenn du nicht ſelbſt verlangteſt mich, Und ſpraͤchſt: gib mir dein her⸗ ze. Wilt du es denn, ſo ſey 3 dein, Dem herzen kan nuicht beſſer ſeyn, Als bey dir, lebens kerze! allein, Ach! waͤr es aller fremden liebe! Du bringſt mir mit gerechtig keit, Im heilgen gei te frie und freud, Dis ſind die reinſten tritbrctee. 8. Ach nim von meiner armuht an Lieb', ehre, de⸗ muht, und was kan Mein armes herze haben. Mein glaube haͤngt ſich feſt an dich, Und nimt aus deinen ſchaͤtzen ſich Die GOtt⸗ge⸗ fall ge gaben. 9. Mit dieſen bin ich wol geſchmuckt; Zeuch ein, ſo werd ich hoͤchſt begluͤckt, Mein herz iſt dir ergeben. Kom, waͤhl es doch zu dei⸗ ner ruh, Ich rufe dir mit freuden zu: Wilkommen, o mein leben! Melodey g. Goſianna, Da⸗ 62. vids ſohn! Der in ſeines vaters namen Sich erhebet auf den thron, Ueber Jacobs haus und ſamen: Welchem End⸗ es doch ganz frey und rein Von 1 ————— GOtt ein reich beſtimt, i Dem die reiche dieſer erden 2 = — ==Z —. = zur Advents⸗Zeit. 63 Endlich muͤſſen dienſtbar werden, Und das ſelbſt kein a N ende nimt. 2. Sey Keſegner, theu⸗ res reich!? e auf erden gleich, Der das recht mit nachdruck ſchuͤt⸗ zet. Schwinge dich in ſte⸗ tem flor, Und in unver⸗ ruͤcktem frieden, Unter hei⸗ den, unter juͤden, Mit ver⸗ mehrtem glanz empor. 3. Deines koͤnigs maje⸗ ſtaͤt Muͤſſe jedes volk ver⸗ ehren: Und ſo weit die ſon⸗ ne geht, Muͤſſe ſich ſein ruhm vermehren. Selbſt der kleinen kinder mund Mache, zum verdruß der feinde, Und zur freude ſei⸗ ner freunde, Seinen gro⸗ ßen namen kund. 4. Schreibe mich, HErr! auch mit an Unter deinen unterthanen: Ich wil dir, ſo gut ich kan, In mein herz die wege bahnen. Ich geſelle mich im geiſt Zu derſelben großen reihen, Die das hoſianna ſchreien, motman dich wilkommen ißt. c ue 5. Jauchzt ihr kraͤfte, erehe 8! Das ein ſolcher herr beſitzet, Dem kein herr Mel. OGOtt du frommer ꝛc. unſer heiland iſt, Und aller dieſem Davids⸗ſohn Dein bringen kan. freuet euch, Seyd ermun⸗u tert meine ſinnen! JE⸗ ſus und ſein gnaden⸗reich Wird bey duch nun raum Pwinnen Komt und hhwoͤrt den huld gungsd⸗ eid, Komt und kuͤßt denu ſohn der liebe. Ach! daaß niemand außen bliebe! 33 ach hier iſt ſelig⸗ eit! 1 om, tochter 23Mzion kom,Den koͤnig zu empfangen, Der welt verlangen. Stim hieſenu an; Bring, was zu ſeinem dienſt Die liebe 2. An ſtatt des grunen laubs Der reiſer und der u palmen, Streut unſre an dacht dir Aniezt dank und lob⸗pſalmen; Sie ſpricht: gepriefen ſey Der heiland JEſus Chriſt, Der aus des vaters ſchooß Auf er⸗ den kommen iſt. 3. Wir danken dir dafuͤr, Daß du haſt an genommen, Wie kinder, Von der Zukunft Chrſ ins Fleiſch fleiſch und blut, Und biſt zu uns gekommen Sanft⸗ muͤhtig, arm, gering, Ein koͤnig ohne pracht, Und doch ein GOtt und HErr Von hoͤchſter kraft und macht. 4. Sol nicht ein glaͤu⸗ big herz Getroſt und freu⸗ dig werden, Wenn deine maankunft iſt Demuͤhtig in geberden, Wenn alles die⸗ es blos Zu unſerm troſt ge⸗ ſchicht, Jas deine niedrig⸗ keire Fuͤr unſre ſuͤnd aus⸗ richtt. 5. Zu dieſer zukunft hat Dich ja ſonſt nichts getrie⸗ ben, Als dein erbarmend herz Und unverdientes lie⸗ ben. O was fuͤr gnad und huſd„Die ſich hierin erweiſt! Dein name ſey darum Geruͤhmet und ge⸗ preiſt Laß uns hinfuͤhro du Bereit und herii ſte⸗ hen, Wenn wir dir ſollen einſt Geſchickt entgegen ge⸗ hen. Halt uns in heilger furcht Und deiner wahr⸗ hri licht, Wenn du er⸗ ſcheinen wirſt Zum großen welt⸗ gericht. 1 7. Das hoſianna ſol Wh. Alsdenn vom neuen klin. gen, Wenn ſelbſt der en⸗ gel chor Nebſt uns wird froͤlich ſingen Ihr heilges Dem„der da u 1 lob und lie war und iſt: Gelobet ſe der Aariſt Der heilan JEſus Chriſt! Mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. 6 Hdiebſter JEſu! 4. ſey waͤkom⸗ men Hier in dieſer boͤſen welt, Da du kaum wir ſ auſgenonunen„Da man dich veraͤchtlich haͤlt. Ich, ich wil dich nicht verſcher⸗ zen, Wohne nur in mei⸗ nem herzen. Du d mein und ich bin dein, Al⸗ lerliebſtes IJEſulein! 2. ich bin Ich wei und maͤchtig g, Daß in dir verborgen liegt, Was mich ſuͤnder, was mich chen Kan gerecht un machen. Dubiſt mein, und ſwa⸗ ich bin dein, Allerliebſtes JEſulein. 3. Dein ſo armes kum⸗ mer⸗ ſelig Zwar du koͤnmeſt gar nicht praͤchtig, Aber ſchon vergnuͤgt: ſi daß du reich == mi 35 du mine Weihnachts Geſange. b 5 vom neue Mer⸗ leben Sol mein nſt hoͤchſter reichthum ſeyn. Mein herz iſt dir ganz er⸗ 4 geben, Und ich trau au dich allein. Du, du kanf mir alles geben, Was ver⸗ guügt in dieſem leben. Du biſt mein, und ich bin dein, Allerliebſtes JEſulein! 4. Wil dich alle welt leich meiden; Dennoch nd ich mich zu dir. Dich und mich ſol nie was ſchei⸗ den; Sondern ich wil fuͤr und fuͤr Unverruͤckt an dir bekleiben, Todt und lebend dein verbleiben. Du biſt mein, und ich bin dein, Al⸗ tum lerliebſtes JEſulein! Sh. Deine ſchmach und dein Allerliebſtes IEſu⸗ deine ſchande, So dir dieſe welt anthut, Dienet mir zum hoͤchſten pfande, Und verſichert meinen muht, Daß du mir in jenem le⸗ ben Wirſt die ehren⸗krone u geben. Du biſt mein, unndu ich bin dein, Allerliebſtes u JEſulein! 6. Nun, mein herze ſteht dir offen, Zeuch, mein heiland! bey mir ein; Laß mich nicht vergeblich hoffen, Laß mich nur dein eigen ſeyn. Tilge du all mein derbrechen, Se kan ich ſtets froͤlich ſprechen: Du biſt mein und ich bin lein m ar du lhm praͤchtn, Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc. hon vaup ud. FApk teh 2 b H Ott lob! die 6 4 65. hoͤchſt ge⸗ zan wuͤnſchte zeit, Der anfang ü 34, unſrer ſeligkeit Und unſrer huͤlf iſt kommen. Des ewgen vaters einig kind Hat, daß es ſich mit uns verbindt, Fleiſch und blut angenommen. III. Weihnachts⸗ Geſaͤnge.“ Von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. (laͤngſt verkuͤnd — 2. Zu Bethlehem iuu Davids⸗ſtadt, Wie Micha Iſt er ein menſch geboren. O großes heil! waͤr die des nicht, Wuͤrd rd alles, wasuu und ſieht, verloren.. b* Micha,„... 3. Sein armer ſtand, 5 1 * 1 4 3 ſein duͤrftig ſeyn Bringt uns den groͤſten reichthum ein; Wir haben nun die fuͤlle. Hat Adam uns gleich ſehr verletzt, Und uns in tiefe ſchuld geſetzt; Er köͤmt/ daß er ſie ſtille. 4. Seht nicht die ſchlech⸗ te windeln an, Und was vernunft hie tadeln kan; Der große GOtt, das heil der welt, Der wunderbare tarke held, Der erd und himmel fuͤllet. 5. Der ew'ge GOtt, des vaters wort Wird unſer bruder, huif und hort, Auf den wir ſicher trauen. Kom, ganze welt! ach kom herbey, DHier kanſt du, daß GOtt znädig ſey, Ohn dein ver⸗ hienſt, anſe auen. 6. Willkommen, theu⸗ rer wehrter gaſt, Willkom⸗ men, traͤger meiner laſt, Mein licht, mein troſt, mein ſegen! Mein einzig gut! was ſol ich dir, Zum zeugniß meiner dank⸗be⸗ gier Zu deinen fuͤßen le⸗ gen? 7. Mich ſelbſt: nim die⸗ = Seht, wer darein gehuͤllet: der du alles hegeſt. Der himmel traͤgeſt. 8. Zeuch, HErr! in es dein ſanftes bette ſeyn: Verſchmaͤh nicht me le, Laß ſte mit dir ſeyn ſelbſt geſchmuͤckt, Und alles eitle weggeruͤckt, Weil ich dich einzig waͤhle. Melodey 6. Und menſchlich weſen an vermaͤhlen. IEſu GOttes-lam! Ich ſe aabe an, Denk, daß ich ſonſt nichts llefern an Dir, du den welt⸗kreis zugericht, ut Veracht mein ſchlechtes uſt opfer nicht, Der du denz dis mein herz hinein, Laß nicht meine ſee⸗ ——— — — — — 66 Ormuntre dich, . Do mein ſchwa cher geiſt! Und trage groß verlangen, Ein kleines kind, das vater heißt, Mit freu⸗ den zu empfangen. Dis paa iſt die zeit, darin es kam, ſich nahm, Mit uns und unſern ſeelen Sich ewig zu b de 2. Willkommen, theu⸗ iun rer braͤutigam, Du koͤnig aller ehren! Willkommen —====Z — ——n — — ——— — 7 3 vil dein lob vermehren. n Ich wil dir all mein lebe⸗ in an. e lang ven himmelreich zu laſſen, Zu a kommen in die welt hin⸗ ein, Wo nichts als neid n der Menſchwerdung u 4 8 2 fl. 2. 8 ſ lang Vom herzen ſagen —— menſch geboren. 3. O großer 13 Gott! wie kont es ſeyn Dein und haſſen. Wie konteſt du die große macht, Dein koͤnigreich, die freuden⸗ pracht, Ja dein erwuͤnſch⸗ tes leben, Fuͤr ſolche feind hingeben? 4. Iſt doch, HErr JE⸗ ſu! deine braut Ganz arm, und voller ſchanden; Noch haſt du ſie dir ſelbſt ver⸗ traut Am kreuz, in todes⸗ banden: Iſt ſie doch ganz und gar befleckt, Mit dem verderben angeſteckt; Doch wilt du ihrentwegen Die knechts⸗geſtalt anlegen. 5. Du fuͤrſt und herr⸗ cher dieſer welt, Du frie⸗ ens wiederbringer, Du roßer 1 kuger raht und gro n. held, Du ſtarker hoͤllen⸗ ſwinger⸗ Wie iſt es moͤg⸗ lich, daß du dich Ernie⸗ drigeſt ſo jaͤmmerlich, Daß menſchen, menſch gewor⸗ unn lob und dank, Daß du, da d ſan wir verloren, Fuͤr uns biſt 6. O großes werk/ owun⸗ der⸗ macht, Desgleichen nie gefunden! Du haſt den heiland hergebracht, Der alles uͤberwunden; Du haſt gebracht den ſtarken mann, Der feur und wol⸗ ken zwingen kan, Fuͤr dem die himmel zittern, Und al⸗ le berg erſchuttern. b 7. O liebes kind, o wehrter ſohn! Haldſelig von geberden, Mein bru⸗ der und mein gnaden⸗ thron, Mein hoͤchſter ſchatz auf erden! Kom, ſchoͤn ſter! in mein herz hmein⸗; Kom eilend, laß die krippe ſeyn: Kom bey zeiten 8 bereiten. 8. Sag an, mein her⸗ zens⸗braͤutigamn, Mein hoffnung, freud und leben, Mein edler zweig aus Da⸗ vids ſtam! Was ſol ich ein lager die Und glles, was menſe und heißt: 8 wil mich aanz verſchraben⸗dirrwmg du im aͤrmſten orden Der E 9. Lob, kom, ich wil dir doch geben; Ach nm von mir leib, ſeel und geiſ Ich wil mich Weihnacht 5⸗Geſaͤnge — .Lob, preis und dank, Her dehu ghentl Sen dir von mir geſungen, Da du mein bruder worden biſt, Und haſt die welt be⸗ wungen: Hilf, daß ic deine guͤtigkeit Stets preiſ⸗ in dieſer gnaden⸗zeit, Und dich hernach dort oben In ewigkeit mag loben. 6 Vom himmel 4 7. cyef da kom ich her, Ich bring euch gute neue maͤhr, Der gu⸗ ten maͤhr bring ich ſo viel, Davon ich ſing'n und ſa⸗ gen wilil. 2. Euch iſt ein kindlein heut gebohrn, Von einer lungfrau auserkohrn: Ein kindelein ſo zart und fein Sol eure freud und wonne ſeyn. 3. Es iſt der HERR Chriſt unſer GOtt, Der wil euch helfn aus aller noht, Wil euer heiland ſelber ſeyn, Von allen ſuͤn⸗ den machen rein. 4. Er bringt euch alln die ſeligkeit, Die GOtt der vater hat bereit, Daß ihr mit uns im himmel⸗ reich Sollt leben nun und iitn ewiglich. 5. So merket nun das fen zeichen recht, Die kripp und windelein ſo ſchlecht, u. Da findet ihr das kind ge⸗ iite legt, Das alle welt erhaͤlt(an und traͤgt. 6. Deß laßt uns alle froͤlich ſyn, Und mit den i hirten gehn hinein, Zu n ſehn, was GOtt uns hat üit beſchehrt, Mit ſeinem lie ben ſohn verehrt. *7. Merk auf, mein herz! und ſieh dort hin, Was ſitruct liegt dort in dem krippe⸗ 3 3 n kan lein? Weß iſt das ſchoͤne kindelein? Es iſt das liebe JEſulein. 8. Sey willkommen du ſt, funder nicht verſchmaͤhet haſt, nd ins elend her zu fül etenaeiſtt tdu int edler gaſt, Den koͤmſt ins elend mir, Wie ſol ich danken dir? fer aller ding, Wie bi worden ſo gering? Daß du da liegſt auf doͤrrem gras, Davon ein rind und eſel £„ 3 d up wir die wet on ng edei vielmal ſo weit, * wüleans l heu und windelein, Drauf du koͤnig ſo groß und reich n len dir, Die wahrheit an⸗ zuzeigen mir, Wie aller an. Vor dir ni F hilft noch thut. h bes 1 ſchaar, on neues jahr. wiegelein. II. Der ſammet und die ſeide dein Iſt nur grob Herprangf als waͤrs dein immelreich. 12. Das hat alſo gefal⸗ welt pracht, ehr und gut cts gilt, nichts 13. Ach mein herzlie⸗ Iſuleim Mach dir ein rein ſanft bettelein, Zu ruhn in meines herzens ſchrein: Daß ich nimmer vergeſſe dein.; 1 14. Davon ich allzeit froͤlich ſey, Zu ſpringen, ſingen immer frey, Die rechte freuden-lieder ſchoͤn, Mit herzens luſt den ſuͤ⸗ ßen ton:— 15. Lob, ehr ſey GOtt imhoͤchſten thron, Der uns ſchenkt ſeinen eingen ſohn: Des freuet ſich der engel von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 60 edelſtein und gold bereit; So war ſie dir doch vield anit zu klein, Zu ſeyn ein enges m himmel 68. S gel ſchaar, Erſchien den hirten offenbar, Sie ſag ten ihn'n: ein kindlein zart Das liegt dort in der kriv pen hart. 2. Zu Bethlehem in Davids ſtadt, Wie Micha das verkuͤndigt hat’: Es iſt der HErre JEſus Chriſt, Der euer aller hei- land iſt.*Micha ſ, 1 3. Deß ſollt ihr billig froͤlich ſeyn, Daß GOtt uuu mit euch iſt worden eind:u Er iſt gebohrn eur fleiſch und blut, Eur bruder iſit das ewge gut. 4. Was kan euch thun die ſuͤnd und tod? Ihr habt mit euch den wahren HOtt. L. fel und die hoͤll, GOtts ſohn iſt worden eur geſell. 5. Er kan und wil euch ihn eur zuverſicht: laſſen k nu. 6. Zulezt muͤßt ihr doch Und ſingen uns ſolch haben recht, Ihr ſeyd nun kam der en⸗ l Laßt zoͤrnen, te. laſſen nicht, Se tunr aef moͤgen euch viel fechten an, Dem ſey trotz, ders nicht 8 wor 4 4 5, —— 63 Weihnachts⸗Geſänge worden GOtts geſchlecht: Deß danket GOtt in ewig⸗ keit, Geduldig, froͤlich al⸗ lezeit. Mel. Nun ſinget und ſeyd froh. 6 Muf die ihr IE⸗ 4 9. ſum liebt, In einem lob euch uͤbt: Setzt erz und mund zuſammen, Stimt freuden⸗pfalmen an: Schickt heilge an⸗ dachts⸗flammen Zum him⸗ mels⸗thron hinan! JEſus koͤmt zu uns:; 2. O theures gnaden⸗ pfand! Ein neues in dem land: Das kind iſt uns geboren, Das held und vater iſt, Zum gnaden⸗ Ruhl erkohren: Sey tau⸗ ſendmal gegruͤßt, Mein Immanuel;:*Jer. 31,22. 3. Das heil der ganzen welt Iſt nunmehr feſt ge⸗ ſtellt. Der koͤnig iſt er⸗ ſchienen, Der lauter ſegen weiſt, Und alle, die ihm dienen, Mit himmels⸗guͤ⸗ meiner ſeele fort: Dein leib orr und blut mich ſtaͤrke, Es eile mich dein wort, O Immanuel:: n 5. Immanuel mein licht! Ich laß, ich laß dich nicht, Bis mich dein ſegen ſchmuͤcket, Und deine gnade kroͤnt, Mein Kiſt dich an ſich druͤcket, Ob mich die welt gleich hoͤhnt. Mein Immanuel:: 6. Drum himmel, erd und meer, Du reines engel heth! Seyd zeugen, daß ein leiden, Kein kummer, keine noht Mich ſol von IEſu ſcheiden; Ich furchte ücht den tod, JEſus iſt ey mir:;: h m— kenaſh. 7 Gn dasſaſeg⸗ Rtnut E — —— Mel. 4. Nun ſich der tag ꝛc. , Semmanunel! der 70. 9 HErr iſt hier, bund Und nimt mein fleiſch an iide ſich. Immanuel liſt GOtt Awchgteſu mit mir, Wer iſt denn.u wider mich? or tern ſpeiſt: GOtt iſt nun mit uns:; 74 Sokehre hey mir ein, Holdſelges IEſulein! Se tz bohrnen ſohn uns gie 2. Alſo hat GOtt die welt gelzebt, Daß er durch ieutes freyen trieb Den einge. dagt deine gnaden werke In — t. Wie hat er uns ſo lieb? nn 32 Und 1 amanuel 1 1 nuch de Und deire aun geiſt na t, 4 8 1:. m himm Du reintza laß, ich l un ſich derigt mmanna Hr fi mein fl anuelliſcht ————— ———— 4— —3. Und was ſein wun⸗ derbarer raht Schon in der von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 21 röu ewigkeit Von JEſufeſt be⸗ ſchloſſen hat, Das that er in der zeit. 4. Denn als die zeit erfuͤllet war, Die er vor⸗ her benant; So ward der GOtt⸗menſch offenbar, Den GOtt ins fleiſch ge⸗ ſandt. 5. Was GOtt vom weibes⸗ ſaamen ſoricht Das bringt durch GOt⸗ tes kraft Maria an das tages⸗licht, In reiner jung⸗ frauſchaft. 6. So hat auch GOtt juvor den ort Und das ge⸗ chlecht beſtimt, Worin des großen vaters wort Das leben an ſich nimt. .Es nahm demnach das hoͤchſte gut, Der große wunder⸗mann, Wie andre kinder, feiſc und blut, Doch ohne ſuͤnde, an. 8. Im fleiſche wird GOtt offenbar. Geheim⸗ niß, du biſt groß! Der in des vaters bbeuße war, Den traͤgt der mutter ſtillt mein leid. kreatur, Der ewige wird jung; Jedoch nach ſeiner menſchheit nur In der er⸗ niedrigung 10. HErr IEſu! der du alſo biſt, In dem mich GOtt geliebt; Du kind! das uns geboren iſt, Du ſohn! den GOtt uns diedt b 11I. Du, wunderbarer GOtt⸗menſch! wirſt Mein raht, und kraft und held, Mein vater und mein frie⸗ de⸗fuͤrſt, Und heiland al ler welt.. ſeiſc 12. Ich war im fleiſch ein ſuͤnden knecht, Auch ſo zur welt gebracht: Duaber bringſt das kindſchafts recht, Und haſt mich los gemacht. 13. Dein man gel iſt uu mein reiches theil, De windeln ſind mein kleid. Die knechts Feſtalt vrmat mir mein heil, Dein leiden 14. So ſy GOtt ehohr und lob gebracht, Und friede dieſer welt. Weil GOtt das fleiſch gerecht gemacht, Daß es ihm wol gefalt. ſchooß. 4 9. Der ſchoͤpfer wird die 2 Immannet! der 4 Seer * S 5— 3 ¹ Weihnachts Geſänge HErr iſt da, So lob ihn, meine ſeel! Immanuel! halleluja! GOtt lob! Im⸗ manuel! b Mel. Ein kindeiein ſo loͤbelich zc. „ „ D rheb, o wehrte 71I. H chriſtenheit Dein herz und mund mit freuden, Und opfre dank in ewigkeit GOtt, fur das licht der heiden: Des wei⸗ bes ſaam iſt nunmehr dar, Meßias, der verheiſſen war, Iſt von dem him⸗ mel kommen. GOttes ohn, das hoͤchſte gut, Hat er menſchen fleiſch und blut Allhier an ſich genom⸗ men. 2. Mit nichten man fuͤr klein dich haͤlt, O Bethle⸗ hem! auf erden; Weil du b Hebuhee ſadenuſen wer⸗ en: Weil die holdſelge mutter hat Den tilger un⸗ eer miſſethat In dieſe welt ſeboren, Deſſen ausgang aallbereit Vor der welt von ewigkeit Geweſen und er⸗ koren. 3. Was trieb dich, JE⸗ es heilands aller welt ſch herab zu ſteigen, Und dich ſ ſu, hochſtes gut! So tief u unſerm fleiſch und blut(u uf ſolche art zu neigen? wen Aus liehe thatſt du das d allein, Daß du moͤgtſt un⸗ ſtan 1 ſer mittler ſeyn, Und wir, ain ni als deine bruder, Miit tt dem vater hier verſoͤhnt, ug, Dort mit ehr und ſchmuck änn 9 gekroͤnt, Als deines reiches mai gad glieder. ood ton 4. Lob, ehr und preis K er ſey GOtt gebracht Zu ſei⸗ uſfe wuldi nem heilgen throne, Der hahniti mit uns frieden hat ge⸗ d macht, In ſeinem lieben 86 dau ſohne. Dadurch fließt uns uiie ſein ſegen zu, Und waͤchſt z Wahet in uns die wahre ruh, Mit uten ſ vollem ſtrom der gnaden: Panen. Daß des ſatans haß und Nſna grim, Waͤr er noch ſo un⸗ in, ia geſtum, Uns nimmer koͤnne af di ſchaden. Ethan fir, ————— Hanbge 72.& Lin kindelein ſo 2 72.5 loͤbelich Iſt uns nzennd, geboren heute, Von einer 6 rigm jungfrau ſaͤuberlich, Zu üdſieu. troß uns armen leuten.. 4dan Waͤr uns dis kindlein nicht einet. gebohrn, So waͤrn wir all ſaur 1 zumal verlohrn: Das heil u iſt unſer aller. Ey du ſußer n — JEſu 1 throme, rieden ſu⸗ ſeinem! durch füta 1, Undyii 4 —— kindet— uberlihn skindle 4 wärnl ern: A -. Erii 4 1 JEſu Chriſt! uns fort von der Menſchwerdung und Gebuhrt C hriſti. 3 Der du menſch geboren biſt, Be⸗ huͤt uns fuͤr der hoͤlle. 2. Die zeit iſt nun ganz freudenreich, Zu loben GOttes namen: Daß Chriſtus von dem himmel⸗ reich Auf erden zu uns kommen. Groß i muht, huld und gnad, Die GOtt vom himmel uns that: Ein knecht 1 er hie worden, In allen, doch ohn ſuͤnd, uns gleich, Dadurch wir ewig werden reich: Trug unſre ſuͤnden⸗ buͤrde. 3. Wol dem, der dieſes glaubens iſt, Mit ganzem herzen trauet; Dem wird die ſeligkeit gewiß. Wol dem, der darauf bauet, Daß Chriſtus hat genug gethan Fuͤr uns, darum er ausgegangn Von GOtt dem ewgen vater. O welche heüße wunder⸗that! Chri⸗ us tragt unſre miſſethat, lnd ſtilet unſern hader. Deß unn ih ihm alle uhr ſtenheit Für ſolche ro⸗ ße guͤte, Und bitte ſein une ſhe gehte Daß er ehuͤte Fuͤr fal⸗ die de⸗ ie bundlich 1 b 73. Wrn ſind doch huu ſcher leyr und boſem pahn, Der unſern ſeelen ſchaden u kan: Er woll all ſchuld ver⸗ geben. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Wir bit ten von dir allermeiſt, Laß uns im friede leben. Melodey 7. die werke, Die GOttes hand und wunder macht An uns, uns ſuͤndern hat vollbracht? Wer gruͤndet ſeiner allmacht⸗ ſtarke? Wer iſt, der ſolch Eheug findt, Wie GOtt ſelbſt wird ein menſchen kind? Wer faßt, wie ſich der gott⸗ heit fuͤlle In unſ ſer ſter lich weſen huͤlle? 2. Otheures werk, von GOtt erleſen! Owunder, das kein gleiches kennt! 9 liebe, die ohn ende brennt!uu GOtt kleidet ſichin menſch. lichweſen: Der HErr, der dieſes rund gebaut, Nuntu an des menſchen bein und haut, Laͤßt, uns von ſatans joch zu ſcheiden, Der gott⸗ heit glanz mit feich be⸗ leiden. E 5 3. Vr Weeinhnachts⸗Geſaͤnge gewichen: Das bild, das Ott in uns gepraͤgt, Ward, als uns edens gar⸗ ten hegt, Mit ſatans bos⸗ heit uͤberſtrichen: GOtt, er uns erſt den vorzug gab, Waſſcht unſern unflat wie⸗ der ab; Wil, uns im HEr⸗ ren zu erfreuen, Sein erſtes bild in uns erneuen. reichthums groͤſſe, Durch eine fall und uͤberfluß, In hoͤchf eer armuht und ver⸗ druß, Der abgefallnen ſee⸗ len bloͤße: Dem ſchoͤpfer, der die ganze welt In magß, gewicht und ſchranken haͤlt, Kan kaum in dieſer weiten erden Ein raum zur ruh verſtattet werden. 5. Der, den nicht welt nicht himmel faſſen, Schließt ſich in ſtall und krippen ein; Sein glanz und unerforſchter ſchein Wil ſich im finſtern bergen laſſen. Der ſonſt voll glanz und gottheit⸗pracht, Liegt dort im heu blos und ver⸗ acht! Er legt ſich, uns zu 3. Wir frevler waren ab⸗ GOttes erbe! Laß win deln, ſtall und krippe ſeyn: 4. Er deckt durch ſeines 5. Ach ſußes Find, doch Kom, kehr bey mir zur her⸗ berg ein! Ich bin zwar nur dein thon, ein ſcherbe, Ein wuͤſtes neſt; doch deine kraft, Die alles traͤgt, er⸗ halt und ſchafft, Kan mich, der arm an allen ſachen, Zur wuͤrdgen wohnung Ottes machen. 7. Kom, heil ge meines geiſtes gaben, Laß du durch deinen uͤberfluß⸗ Im groͤß⸗ ten mangel und verdruß, Mich reichthum und die fuͤlle haben. Hilf, daß ich eitler dinge pracht Als ſchnoͤden koht, als wuſt ver⸗ acht, Und nur in dir und deinem willen Moͤg alle mein verlangen ſtillen. 8. Herodis pracht und eitles prangen Sey mir ein greuel, ſpott und ſcheu: Laß deine demuht, deine treu Mich, dein erworbnes gut, umfangen. Ich bleibe, wehrtes kind! dein kind; Die wolluſt, ſo die welt ent⸗ zuͤndt, Laß nie an meinem geiſte kleben, Dein arm⸗ GOtt zu fuhren, Hin in die krippe, bey de thieren. ir ſeyn kan mich hoch erheben. 9. Fal o. I wanvergn. te V 1 Nan ſhhh nan gnae nr mn dſenen zi h ans —ãTI ——— 2 — — S. — — — — — — —,——— — — —— ——— —— — —— — — — — — „ prach t, als wit nur in i en Myt gen ſtilln s pracht 7 und ſcheur noht, mein fleiſch und 74.(Htrezund Ma⸗ perſon Unſre menſchheit von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 25 — o. Fall ich aus ſchwach⸗ heit, d mir wieder. Tilg alles, auserwaͤhltes kind! Was ſich nur fuͤndlichs in mir findt. Du theures haupt der frommen glie⸗ der! Prag deinen geiſt, das theure gut, Das du er⸗ wirbſt, in meinen muht, Daß ſatan, und die macht der hoͤllen Mein erbtheil nun und nimmer fallen. 10. Indeß mein heil und mein vergnuͤgen, Du GOt⸗ tes⸗kind, du menſchen ſohn, Mein ſchild ,mein hort, mein gnaden⸗thron! Hilf mir mein fuͤndlich fleiſch beſiegen. Mein teüſ in lut, Mein eigenthum, mein höchſtes gur! Durch dein blut, welches du vergoſſen, Mach mich zu deinem reichs⸗genoſſen. 1 Mel. 8. JEſus meine zuverſicht Lebſ Jeſrien ſohn, iebſter IEſu, ſey will⸗ kommen! Der du ſelber in was du biſt, werden. Nim boͤſer laſt, Hif Herr. daß aus aller noht, O mein bruder, und mein GOtt! 2. Wir empfinden alleuuu noch, Was durch Adams fall verloren. Und mich druͤckt das ſuͤnden⸗joch, Un⸗u au ter welchem ich geboren: Aber nun hoff ich auf dich Andrer Adam, andre mich... 3. Du biſt worden, was ich bin: Laß mich auch, das elend von uns hin, Das die menſchen plagt auf er⸗ den: Und gib mir von dei⸗ nem heil, Mein erloͤſer! auch ein theix. 4. Aus dem himmel koͤmſt du her, Hilf mir ar⸗ men aus der hoͤlle! Nur ein ſtall iſt dir noch leer; Aber gib mir eine ſtelle Unter de nen, die bey dir Wohnen werden fuͤr und fur. 5. Steckt mein herz in es nicht ſo bleibe: Wohne ſelbſt in deſſen bruſt, Der ein glied von deinem leibe; Daß ich, ganz von dir er⸗ ſhu⸗ Trage GOttes eben⸗ E wen 26. Jezt biſt du einmen t angenommen: Rette mich 76 Weihnachts⸗ Geſange ſtets vor ſeinem thron Ei⸗ nen vater an ihm finde, Welcher mir nun nicht mehr feind, Weil ich nun ein wahrer freund. 7. Deine windeln waren klein, Und zu ſchlecht fuͤr ſolche glieder: Huͤlle meine ür ſelbſt zuwider; Und dein geiſt, der alles kan, Zieh uns JEſum Chri⸗ um an. b 8. Ach! dein elend iſt hr groß, Denn du liegeſt n der krippe: Trage du in Ottes ſchooß Meinen ſt, wenn mein gerippe Zeinen ſarg und bahre ullt, Es geſchehe, wenn du ilt. 9. Iſt der teufel gleich rboſt Auf den armen men⸗ chen⸗orden; Bleibt doch is mein feſter troſt, Daß Ott ſelbſt ein menſch ge⸗ worden: Ich bin dein mit leib und ſeel, Hilf mir, mein mmanuel!— 10. Nun ich weiß, es ird geſchehn: Gib nur, daß wirs alie glauben, Und (GOttes finde, Daß ich unden drein, Denn ſie ſind V Dieſer wolthat uns berauW- ben: Hilf auch, daß ich le⸗ benszläng Deinem namen ſage dank. Mel. Alle welt was lebt und ꝛc. 3 Was ihr irdiſche 75. gedanken! Dis geheimuiß iſt zu groß; Die vernunft hat ihre ſchran⸗ ken. Nur der g chen verſtand Dunkel, ſchwer und unbekant. 2. Der von ewigkeit ge⸗ hinfort durch kein verſehn zeuget, Wird geboren in der zeit: Vor dem ſich der himmel beuget, Wird ein kind der niedrigkeit. Dem, den nichts umfaſſen kan, Legt man ſchlechte win⸗ deln an. 3. Selbſt der reichthum ſcheint zu ſchmachten, GOtt, der herrſcher, wird ein knecht. Der, vor dem die berge krachten, Liegt hie ſchwach, gering und ſchlecht: Der den ganzen welt⸗bau traͤgt, Wird im engen ſchooß gehegt. 4. Der, als brunquell aller gute, Was da lebt und webet, traͤnkt, un ſein b aube faſſet blos, Was dem menſchli⸗ twaslebtuh, eg ihr ide gedanken ⸗ zu groß, 7 e glaubefin dem manie nd Dun unbekan n ewigttt rd geborn er dem 9 1 get, Wihm igkeit. in zmfaſſen i ſchlechte m der reichth chmadhten errſcher,w Der, vor 1 ichten, M gerin u r den galn gt, Wum geheg, lls branne Was W träutt,l f men tauſendmal In dis tes zorn ganz abgeſtellt, Daß, weil GOtt ein men⸗ von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 2. f aßi t ſein vaterlich gemuͤhte, Als mit ſtroͤmen, auf uns lenkt; Muß die tropfen ſeiner luſt Suchen an der mutter⸗ bruſt. s. Großeskind, das va⸗ ter heiſſet, GOtt am we⸗ ſen, ehr und pracht, Das der knechtſchaſt uns ent⸗ reiſſet, Und zu GOttes kin⸗ dern macht! Sey wilkom⸗ elend⸗volle thal. 6. Unſer eiſc iſt nun dem throne Hoͤchſter gott⸗ hot zugeſellt, UInd, nebſt un⸗ erm ſuͤnden⸗lohne, GOt⸗ ſchen⸗kind, Wir nun GOt⸗ tes kinder ſind. 7. Suͤßes kind! wie hat die liebe Dich ſo tief herab gebracht? Ach! was zo⸗ gen dich fuͤr triebe In die ſchwarze ſuͤnden⸗ nacht? Ach! was lenkte deinen inn zu uns, deinen fein⸗ en, hine:: 8. Nun, weil mein mund deine treue Nicht genug ausbreiten kan; So laß mich dich ſtets aufs neue Und mit andacht⸗vollemuuuu flehn Stets bey deiner uuu krippe ſtehn. 9. Mache mich auch neuuuu geboren, Nim mein herz und meinen geiſt; Laß ihn dir ſen auserkoren, Das er ſtets dein tempel heißt. Ich verſpreche: dir al⸗ lein Ewig, ewig treu zuu ſeyn. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. Em finſtern ſtall, 76.(Wowunder groß! Des vaters licht liegt nackt und blos, Der ewge fuͤrſt des lebens. O goͤttlich wort! O himmels pfort! Das thuſt du nicht verge bens.„ 2. Weil du ſo duͤrftig koͤmſt herein; Raͤumſt du das himmelreich uns ein, Wo wir die fuͤlle haben. Dein armuht macht, Das uns wird bracht Der reich⸗ thum edler gaben. 3. O menſchen kinder! freuet euch, Dis arme kind lein macht euch reich: Es bringt euch von der erden —— ———.ͤ.ͤ.ͤ. Mit bewundrung ſehen an, Zur himmels freud, Die ‚uch — 2 euch bereit, Und ewiglich ſol werden. 4. Drum laßt die herzen wacker ſeyn, Und mit den lieben engelein Die ſtimm lſo erſchallen: GOtt! dir ey ehr, Bey uns ſich mehr len! 5. Du aber zartes JE⸗ ulein! Kehr auch 5 uns zur herberg ein: Erleucht uns das gemuͤhte, Daß glaub und lieb Sich taͤglich uͤb HErr gibs durch deine guͤte. Kun ſinget und 77. 9 ſeyd froh, Jauchzt all und ſaget ſo: Unſers herzens wonne Liegt in der krippe blos, Und leuchtet als die ſonne In ſeiner mutter ſchoos. A und O: 2. Sohn GOttes in der hoͤh! Nach dir iſt mir ſo weh, Troͤſt mir mein ge⸗ ruͤhte, O kindlein zart und in! Durch deine große Dein fried und wolgefal⸗ ſchuld. Wir waren all verdorben Durch ſuͤnd und eitelkeit; So hat er uns erworben Die ewge him⸗ mels⸗freud: Eya waͤrn wir da:;: 4. Wo iſt der freuden⸗ ort? Nirgend ſonſt als dort, Da die engel ſingen Mit den heilgen all, Und die pſalmen klingen Im hohen himmels⸗ſaal: Eya waͤrn wir da! Eya waͤrn wir da! —O elobeſt ſeyſt du, 7/ 8. G JEſu Chriſt! Daß du menſch geboren biſt Von einer jungfrau, das iſt wahr, Deß freuet ſich der engelſchaar. Hal⸗ leluja. 2. Des ewgen vaters ei⸗ u biſt A und O, Du biſt nig kind Jezt man in der krippe findt. In unſer ar⸗ mes fleiſch und blut Ver⸗ kleidet ſich das ewge gut. Halleluja. f15 3. Den aller welt kreis nie beſchloß, Der liegt in Marien ſchooß; Der 5 ein 3 guͤte, O liebſtes JEſulein, euch mich hin nach dir;,: 3. Groß iſt des vaters kindlein worden klein, Der alle ding erhaͤlt allein. Hall. 4. Das huld Der ſohn tilgt unſte 4 b 3 eami wen aem, DWwfnn lahn: Halll Dauhn Fim, Sei⸗ enſch gun ner junf, ſchaar. h ogen vattii zt manun In unſer nd blut s ewge er weltis Der lit 3; Derſ en klein d di allein 4 4. Das ewge licht geht nun neuen ſchein, Es leuch⸗ tet mitten in der nacht, Und macht. Hallel. fina GOtt von art, Ein gaſt in 1— mache reich, Und ſeinen lieben engeln gleich. da herein, Giebt der welt uns zu lichtes kindern 5. Der ſohn des vaters, der welt hie ward: Er fuͤhrt uns aus dem jammerthal, Und macht uns erbnin ſei⸗ nem ſaal. Hallel. 6. Er iſt auf erden kom⸗ men arm, Daß er unſer ſich erbarm, Und in dem Hallel. 7. Das hat er alles uns gethan, Sein groß lieb zu zeigen an: Deß freu ſich alle chriſtenheit, Und dant ihm deß in ewigkeit. Hal⸗ leluja. Mel. Wacht auf ihr chriſten ꝛc. Sohr chriſten aus⸗ 79. G erkoren! Hoͤrt zute neue maͤhr: Der hei⸗ and 33 geboren, Er koͤmt auf erden her Deß freuet ſich dort o zen Der heilgen immerdar. ſchalle: Ihr chriſten ins⸗ derzen alle Ob dieſem kin⸗ delein. Euch, euch iſt esuu gegeben, Euch keit. 3. Kein menſch ſich jabee es kinde⸗ engel ſchaar, Die GOtt den vater loben Deswegen 2. So ſingen ſie mit uull gemein: Freut euch vom iſt das heil ul bereit, Daß ihr bey GOtttuu ſollt leben In ſteter ſelig⸗uu Wehnachts Geſänge. Kom auch in m auch in unſre herzen Und bleib drinn fuͤr und mag von dir. Mel. Nun danket alle GOtt. CSein herzens⸗ 80. M freund, ach kom! Und mache dir vom platz; Daß ich in dir mi freuen, Und ſehn und ſchmecken kan, Wie ſuß, o IEſu Chriſt! Du großer GOttes⸗ſohn In deiner menſchheit biſt. 2. Befreye doch mein herz Von ſorgen defer er⸗ den, Daß du in ſelbigem Magſt aufgenommen wer⸗ den. Laß ſehn, daß du in mir Geſtalt gewonnen ſt, Wenn du mit dei⸗ nem ſinn Und geiſte mich ihm Zum kinde auserko⸗ ren Schon vor der zeit der welt: So biſt du mir ge⸗ boren Zum heil, du gna⸗ den kind! Daß GOttes für⸗ Daß weder freud noch ſchmerzen Uns trennen neuen In meiner ſeele 4 teufels neid, Beſtehn und II bleiben muß. ſtecket, Vom anbegin der welt Mit ſchatten⸗werk be⸗ decket! Bis GOttes wah⸗ von ewigkeit, Im fleiſe ſich offenbart Zu der deich lungs⸗zeit. 5. O freuden volle poſt! Du machſt dem feinde grauen! Den engeln luͤſtet ſelbſt, Dis wunder anzu⸗ ſchauen. Geheimniß⸗vol⸗ ler raht! GOtt ſenkt von ſeinem thron Sich in der jungfrau leib; B GOtt, und wird ihr ſohn. 6. Du großes wunder⸗ kind, Der du dich uns ge geben! Ach laß mich doch vor dir Im ſolchem glauben leben, Der voller zuver⸗ ßſ ſicht, Voll milder thaͤtig⸗ keit, Stets deiner liebe ſich 1 Zu ruͤhmen iſt bereit. 81. IP Chriſtus ge. „Heh boren war, nt rer ſohn, Selbſt GOtt Bleibt 4. Doch blieb der weiſe in, dn raht Geheim und tief ver⸗ deen, verndt, Ä ſe ts 1hh ſt mit 1n Freute ſich der engel chaar, Und ſungen liebes ſchluß, Zu trotz des hhaufen ſchoͤn: Ehr ſey GOtt . — sſt dem ſ den engennit Z wundera Geheinne GOtt ſautg on Sihu leib; gi dwird hi 1 großes m du dich e h laß mi ſolchemgutt iſt bent . 7 74 1 n 8 tt 5* TI . GSottes ſohn iſt mer bohrn, Hat verſoͤhnt des vaters zorn: Freu ſich, dem tes ſohn iſt ꝛc. goͤttliche kraft Allem vieh ſein futter ſchafft. GOttes ſohn iſtee er voni 6. Solch große barm⸗ uns hernieder ſt herzigkeit Laßt uns prei⸗ ſchw ſen allezeit/ In gottsfurcht von der Menſchw⸗⸗oung und Gebuhrt Chriſti. — SOtt im huchſten thron! t menſch ge⸗ ſein ſuͤnd iſt leid. 2. Die hirten erſchracken anz Vor der engel hel⸗ em glanz, Hoͤrten froͤlich neue maͤhr, Daß Chri⸗ 2 ſtus geboren war. GOt⸗ tes ſohn iſt menſch ge⸗ bohrn, ꝛc. 3. Sie ſuchten das kin⸗ delein, Eingehuͤllt in win⸗ delein, Wie der engel hat vermeldt, Welches traͤgt h die ganze welt. GOt⸗ tes ſohn iſt menſch ge⸗ bohrn, ꝛc. b 4. Sie funden das kind⸗ lein zart Liegen in der krip⸗ pen hart Bey dem vieh im finſtern ſtall, Das die ſtern erſchaffen all. GOt⸗ 5. Aus der mutter bruſt p rein Nehret ſich das indelein, Das durch ſein 3 1 1 1* H 3 4 3. 4 2 5 und glauben rein, Mit ge.uu duld gehorſam ſeyn. GOt. tes ſohn iſt menſch ge⸗ bohrn, Hat verſoͤhnt des vaters zorn: Freu ſich, dem ſein ſuͤnd iſt eid.. Weihnachts Geſänge. ddie goͤttlich art Moͤg ange⸗ richtet werden. 44. Der menſchen ſuͤnd⸗ lich herze war Zum guten ſes erben Drum ſtel⸗ et ſich das leben dar, Daß ie, ſo ganz verdorben, Im ſchoͤnen rock des heils ver⸗ huͤllt, Mit neuer lebens⸗ rraft erfuͤllt, Den tod be⸗ ſiegen koͤnnen.. 5. Es lag die welt in finſtrer nacht, In furcht und todes ſchrecken: Ihr ſelber fehlte kraft und macht Das licht ſich zu er⸗ wecken. Drum koͤmt das unumſchraͤnkte licht, Und wil mit hellem angeſicht In aller herzen leuchten. 6. Drum ſey, o menſch! nicht ferner blind, Bleib nicht in ſuͤnden liegen: Koom, und umfaſſe dieſes kind; Sonſt wirſt du dich betriegen. Ey folge dei⸗ ner traͤgheit nicht, Es wil dir leben, kraft und licht Aus ſeiner fuͤlle ſchenken. 7. Hier iſt mein herz, o IEſu Chriſt! Mein hei⸗ land, licht und leben! Ach! mach es, wie dein herze iſt, Ach heil der alten ſchlangen biß V finſte menſch worden. Mel. 7. Wie kundlich groß ſind. 8 Sommanuel mein 3. G freund! wil⸗ kommen: 1 aſt auf dieſer welt! Der i zu die erde dargeſtellt Wirſt als ihr buͤrger au Du ſchoͤpfer himmels und der erden, Wilt der ge⸗ ſchoͤpfe bruder werden. ſ 2. Du hülleß deiner gottheit groͤſſe, des himmels raum zu klein, n fleiſch von unſerm flei⸗ R ſche ein. Gieb. und fuͤhlſt ſelber bloͤße: Machſt reich, und wirſt ein armes kind, Das kaum im ſtall einoͤrtgen ſindt. Wirſt einer mutter ſohn genen⸗ um net, Die dich als GOtt und vater kennetc. 3. Owunder kind! durch in dieſen ſtand ge Treib aus des todes rniß, So biſt du mie Wilkommen, genommen. Du koͤnig in des vaters reich Wirſt an⸗ e⸗ dern unterthanen gleich? er ſelbſt fda kleider, was fuͤr triebe Wirſt u bracht? u Wie koͤmſt du, licht in unſrt n Dazu wil ich dirs gehen. on der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 83 ſhuun unſre nacht? Es zieht dich mmannel nin des⸗urtheil ſchallen. wmard des ſchoͤpfers zorn er⸗ 1 9 4 unt nichts, als holde liebe, Die macht dich, allmacht! . ſawach und nein, Die kündlich gn 1 Togt dir dieſe regung ein, Daß du von deinem throne ſteigeſt, Und dich zu ſtall und krippen neigeſt. 4. Mein erſter vater war gefallen, Und hatte Pflicht und bund verſehrt: Darum ließ GOtt, den er u entehrt, Ein ſtrenges to⸗ Es regt, Und deſſen fluch ihm aufgelegt: Er ward mit ſeinen ſpaͤten erben Ver⸗ in damt, an ſeel und leib zu ſterben. 5. O ſchwerer fluch fuͤr 4. Adams kinder, Der allen jammer in ſich haͤlt! Was wurde nun die ganze welt? rch. Der hoͤllen vor⸗platz fuͤr die ſuͤnder, Ein kerker ohne licht und tag, Der voll ver⸗ dammter menſchen lag, Die, weil ſie ſelbſt nicht leben wolten, In ewgen flammen ſterben ſolten. 6. Hier war nun raht ? und huͤlfe theuer. Es ward 3 4 4 mich kein engel gut, brante feuer. Du aber konteſt meinen tod, Und Nicht ohne ſchmerz und jammer ſehen. Prigter wonne, Es ſchallte wareſt deines himmels ſon⸗ ne, Der engel luſt und freuden⸗ ſpiel, Und ihrer ſuͤßen lieder zil. Doch kont dis alles dir nicht weh⸗ ren, Bey mir auf erden einzukeheen. 8. Du laͤſſeſt deinenhim: mel ſtehen, Und zieheſt ruhe gehen. Du mimmeſt zu vergieſen. o. Dr koͤmſt und tritſt in meinen orden, Und legſt mir erd⸗wurm deinen bey: Daß ich ein kind des hoͤch F ſen Und kein vergennes bru⸗ der⸗blut Beſiegte das ent⸗ die damit verknuͤpfte noht, Darin ich ſolte untergehen,u 7. Du lebteſt in ver⸗ ſtets um deinen thron Deru ſeraphinen hoher on. Du ihm die krippe vor. laͤßt die ruh, zeigſt mir das thor, Dadurch ich ſoll zur einen koͤrper an, Damit man dich verwunden kanz Laͤßt blut in deine ader flieſſen, Fuͤrmiches wieder 3 — Weihnachts Geſaͤnge ſten ſey, Biſt du ein men⸗ ſchen⸗kind geworden. Du auſerſt dich der herrlich⸗ keit, Giebſt mir dadure das ehren⸗kleid. Und dein gebuprte tag hat das leben Niicht wenger mir, als dir gegeben. 1 110. In deiner engen krippe lieget Ein ſchatz, fuͤr den mein herz zu klein. Achkindlein! kom und nim dis ein, Sey mit der durf⸗ tigkeit vergnuͤget. Haſt du doch ſelbſt dich klein pemacht„Entaͤuſerſt dich der hohen pracht, Daß dich mein enges herze faſſe, Und ſich von dir erfullen laſſe. II. So komme denn, mein herz ſteht offen: Be⸗ dich es, auserwaͤhlter ſohn! Verlaͤſſt du deinen ehren⸗ thron; So kan ich auch die gnade hoffen, Daß du den ſtall, o lebens⸗fuͤrſt! Mit meiner bruſt vertau⸗ ſchen 3 ſchen der windeln chäman, huld? ſuͤnd u men dienen. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. Du weſentliches 4. wort, Vom anfang her geweſen, Du GOtt von GOtt gezeugt, Von ewigkeit erleſen Zum um heil der ganzen welt, O mein HErr IEſu Chriſt! Wilkommen, der du mir Zum heil geboren biſt. 2. Kom, o ſelbſtaͤndig wort! Und ſprich in mei⸗ 1 ner ſeelen, Daß mirs in ewigkeit An troſt nicht ſolle fehlen. Im glauben wohn in mir, Und weiche nimmer nicht, Laß mich auch nicht von dir Abwei⸗ chſſchen, ſchoͤnſtes lichh!BM 3. Du weſentliches wort Warſt bey GOtt, eh gele⸗ get Der grund der großen welt, Da ſich dein herz [beweget Zur liebe gegen mich; liebe an, Die mir auf die⸗ ſer rauhen bahn Den weg zum himmel wil bereiten. ch Was geb ich dir fuͤr deine Ich habe nichts als uͤnd und ſchuld; Doch du haſt blut, ſie zu verſuͤhnen: Wir werden wol zuſam⸗ lben GOtt, Damit machſt du preis Auf dieſer erden — von der Menſchwerdung und Gebuhrt Chriſti. 88 . da mich; Ja, du warſt ſelber ergebe, Auch dir ellein junn dir fir im fleiſch Suͤnd, hoͤll und Ja, JEſu! laß mein herz be nictz tod zu ſpott. anz neu geſchaffen ſeyn, ebe. 1 .Was hat, 0 IEſu, Laß mich bis in den tod Es ſun dich Vom anfang doch be⸗ dir alleine weihnlny. wogen? Was hat vom 7. Ach! laß nichts in mir himmels⸗thron Dich in die ſeyn, Was du nicht ſelbſt welt gezogen? Ach! deine geſchaffen. Reut alles un⸗ große lieb, Und meine große kraut aus, Zerbrich desu noht Hat deine glut ent⸗ feindes waffen. Was boͤs, ammt, Die ſtaͤrker, als iſt nicht von dir, Dis hat der tod. der feind gethan; Du aber, 5. Du biſt das wort, wo⸗ fuͤhre du Mein herz zumm durch Die ganze welt for⸗ himmel an. ͤ miret: Denn alle dinge 8. Das leben iſt in dir, ſind Durch dich ans licht Und alles licht des lebens: gefuͤhret. Ach! ſo bin ich, Laß deinen glanz in mir, mein heil! Auch dein ge⸗ Mein GOtt! nicht ſeyn ſchoͤpf und gab, Der ich vergebens. Weil du das un das, was ich bin, Von dir licht der welt, So ſey mein M empfangen hab. lebens licht O ZEſu! bis 5. Gib, daß ich dir zum mir dort Dein ſonnen licht dienſt Mein ganzes herz anbricht.. IV. Auf das Neue Jahr. Mel. HErr JEſu Chriſtmeins. Bewahret ſo viel zeit und 8 Bas alte jahr ver⸗ jahr. gangen iſt: 2. Wir bitten dich, den Wir danken dir, HCrr ewgen ohn Des vatersin IEſu Chriſt! Daß du dem hoͤchſten thron: Du zen, uns in ſo großr gefahr wollſt dein arme ehriſten 1 b F 3 hheit Auf das Neue Jahr. 86 hei Bewahren ferner al⸗ ezeit.. .. Darneben gib uns fried und ruh, Und was uns noͤhtig iſt darzu: Durch deine ſtarke gnaden⸗ hand Beſchuͤtze uns und unſer land. a. All ſund und ſchwach⸗ heit uns verzeih, Ein gut geewiſſen ſtets verleih. Gib, Ddasß wir deines namens eyr Ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o HErr! gefallt, Uns ab⸗ zufordern aus der welt; Sosgib ein ſeligs ende hier, Daß wir dort ewig ſeyn bey dir. 66. O. Tia Ehriſt er⸗ barme dich, Hoͤr unſre bit⸗ re mäͤd lich: Durch dein ver denſt, durch deinen tod Erloͤſe uns aller noht. Ott der dumit Mel. 2. Alles was mir GOtt. ſeufzend vor dir ſtehn. regieret, Und bleibſt doch unwandelbar; Unſre mon⸗ den, tag und jahr Wer⸗ den blos durch dich gefuͤh⸗ ret. Du beſtimmeſt un⸗ ewigkeit. ſaft. Dieſes jahr an mir erneuen Alles, was der ſeelen gut, Und dem leibe noͤhtig thut. Taͤglich, wenn die ſonn er⸗ wacht Und den ffuben morgen macht, Dich erzei⸗ geſt auf das neue: Hoͤre deiner treue und leib De wohnung bleib. 4 *— deiner kinder flehn, Welch 112. Du biſt, der die zeit ſrerzeit Maaß undzielvon 3. Du beherrſcheſt wind und wetter; Deiner han⸗ſ de wunder⸗macht Setzt der walder zier und pracht Jahr fuͤr jahr in blut und blaͤtter, Giebſt den trock⸗ nen zweigen kraft, Schenkſt den aͤſten neuen 4. Darum bitt ich dich, getreuen Schoͤpfer, troſt und lebens⸗hort: Laß ſich Ma auf dein gnaden⸗wort:t 5. Gib mir erſt, nach deinem willen, Einen neuen n ſinn und geiſt, Der mich, was dein wort uns heißt, Unverruͤcket lehrt erfullen. Daß mein Zeiſt ſamt ſeel Deines geiſtes = — — — — = =Z== g — — — = B — ½ =S rſtehn. fuͤnden Lehre mich mit rei⸗ de nem ſinn, Weil ich neu ge⸗ ſtü boren Daß der trieb zur miſſe — Ruf bas Neue Jahr. — 6 8 — 1=5. Meines alten Adams bin, Durch den ſieg des glaubens binden; that Nie die herrſchaft in mur hat. 7. Gib mir neue kraft zu ſiegen, Daß mein herz H ur durch deinen geiſt Sich dem irdiſchen entreißt. Laf mich niemals unterliegen, Gib daß ich in dieſem ſtreit Kaͤmpfe ohne muͤdigkeit. .8. Wenn dereinſt die himmel krachen Und der erden⸗bau zerfaͤllt, Nach dem ende dieſer welt; Wenn du alles neu wirſt machen: Ach! ſo theile nach der ruh Mir ein neues leben zu. 9. Bringe mich zur neu⸗ en erden, Zu der neuen ſa⸗ lems⸗ſtadt, Welche keinen tempel hak; Wo GOtt ſelbſt wil tempel werden, Und mit ſeiner klarheit h ſchein Der gerechten ſonne ſeyn. 10. Da wil ich mit freu⸗ den ſingen Dir, o GOtt! treu und guͤt Dir ein lobe. opfer bringen; Laß mich nur die ſchnelle zeit Wech⸗ ſeln mit der ſeligkeit. Mel. JSſu deineheilge wunden. G ions Err, kom in dein heiig thum! Mund und herz ſind gſchon vereinet Zu vermeh Darum ren deinen ruhm: ſchleuß den himmel auf/ Un⸗ ſre andacht cſig hinauf: in J 3 3. Srr wir legen aan dein herze Unſern komig almen tag er cheinet„ ſelbſt dazuuu Auf das Neue Jahr. hat, Da 5. Laß dein wort in zion und ein: Und wenn wir mit haufen wallen, Wo die gottesdienſte ſeyn, Ach ſo ſegne du uns, HErr! Gib auch treue prediger, Die dein wort mit nutzen leh⸗ ren, Und die welt zu dir be⸗ kehren.... 6. Leben wir in ſolchen us zur ſeiten, Und mac eib und ſeele ſatt. Gi er ganzen bürgerſchaft Ind dem landmann ſtaͤrk ſamen⸗ſtreuen Sich auch auter ernte freuen. ſchallen, Geh mit jedem aus reich, Und laß ihn den ce⸗ 7 3 ch⸗ regierer! Kroͤn das jahr ſey Weishe, lughen naht eiten, Wo man muͤh und orge hat; Steh in arbeit und kraft, Daß ſie bey dem d mit deinem gut. Ach! aller menſchen fuͤhrer, Und alt uns in deiner hut. Aber olte dieſes jahr Jemand le⸗ gen auf die bahr; So laß des himmels freuden erben. Mel. HErr GOtt der du erforſch. 88 D großer GOtt! v. D wir danken dir, Dein name ſey ge Daß du uns 1 viel wol⸗ that hier Das vorge jahr (Die vorge woch) erwie⸗ ſen: Gegeben haſt du uns hat unſern ort In friede noch regieret. Du haſt geſegnet jeden ſtand, Uns e hand Verſorgt fuühret. 8 2. Du haſt viel noht und herzeleid Von uns ganz ab⸗ gewendet: In andern noch zu rechter zeit Raht, huͤlf und troſt geſendet: Uns, da u, wie ein vater thut, und wol ge⸗ Bald weggeleget deine ruht, Zu dir mehr wollen ziehen; 7. Nun, du großer welt⸗ uns nur ſelig ſterben, Und geprieſen, dein wort, Die obrigkeit y den werken unſrer i —.„ S ——. 2 Auf das Reue Jahr. 82 Kron Pin ziehen; Daß wir dich lieb⸗ lieb und einigkeit Auch got⸗ ahr Jeman. ahr; Ee Sfreudenat ——— Ott derdueft großer ghf vir danken 4 ſey geun 1s ſo veh Das vorni )n en haſt ort Inß rt. DAſ en ſtand verken wn rgt pu h ſtvülnind on unsgut ten gleicher weis, Beinah⸗ Lu freuen. und breit Gib fort die rei⸗ n. ne lehre, Daß wahrheit, 89 ten uns mit hoͤchſtem fleiß/ Die ſuͤnde ſtets zu fliehen. 3. Da iſ nun leider! wenn wirs blos Und frey bekennen wollen, In alle dem der mangel groß, Das wir dir leiſten ſollen. Wir aben, o du frommer Ott! Dein recht verlaſ⸗ ſen und geboht, Sind dir abfaͤllig worden; Den nechſten haben wir betruͤbt, Nicht alſo, wie uns ſelbſt, geliebt In keinem ſtand und orden. 4. Verſchohn uns, va⸗ ter! gnaͤdiglich, Straf nicht ſelch boͤſes leben! Gedenk, daß dein ſohn ſel⸗ ber ſich Fuͤr uns zur ſtraf gegeben: Um deſſen willen alls verzeih, Gib deines geiſtes kraft dabey, Uns taͤglich zu erneuen; Des nechſten nutz und deine ehr Zu ſuchen, und uns deſſen mehr, Als aller ſchaͤtz, zu *5. In deiner kirche weit tesfurcht ſich mehre. Dem landes herrn(Der obrig⸗ regiment und kraft darzu, Zu ſchuͤtzen reich und arme: Huldeien die reuz, drang⸗ a l, nohr Anfichtet, oder gar der tod: Ihr'r aller ich erbarmtre. 6. Das jahr(Die woch) laß uns geſegnet ſeyn Vom anfang bis zum ende. Wo wir ausgehen oder ein, All uͤbel von uns wende. Laß alles, was wir greifen an, In unſerm amt ſeyn wol gethan, Wenn wir den fleiß nicht ſparen. Gib endlich, wenn es dir gefaͤllt, Uns Daß wir in fried hinfah⸗ ren. ,7. GOtt vater in dem hoͤchſten thron! Ehodeu 1 ſer flehen: Verlei einen eingen ſohn, Daß alles mag geſe ehen. Den vater bitt, JEſu Chriſt! Weil du fur uns geſtor ben biſt, Daß ers ihm las gefallen. Durch deinekraft, o hellger geiſt! Uns bis §5 heim zu holen aus der welt, durch ans 90 — Auf das Jahr. ans ende beyſtand leiſt. HErr, hilf uns Oilf uns, allen! —— ſind verdorben, Da ſch nicht der welt geſtorben! Und auf buße Mel. JEſu deine heilge wunden. 8 S ſch wie laufen 89. Leh doch die jahre! Wie verſchwindet doch die zeit! Und ich bleibe von der bahre Noch bis dieſen cag befreyt. Ich weiß wol, o lebens ⸗licht! Daß ein 23 zum andern ſpricht: Alles was von Adams er⸗ ben, Groß und kleine muſ⸗ ſen ſterben. 2. Doch du haſt durch deine guͤte, Wee ein wach⸗ ter, mich bewacht; Daß der tod die leibes⸗huͤtte Noch mnicht in das grab gebracht. Ach: wie ſol ich das ver⸗ ſtehn? Da doch andre ſchla⸗ fen gehn, Und gar viele ſchon begraben, Die noch nicht mein alter haben? 3. HErr! ich bin ja zu geringe Dieſer großen gu⸗ tigkeit. Wenn ich mein verzeichniß bringe Der bisher genoßnen zeit; So entfaͤllt mir aller muht: Weil die rechnung gar ſeyn bedacht: IEſus mag die ſchuld verſenken/ D ich bis hieher gemacht. Lie⸗i ber vater! ſteh mir bey, Daß uur keine heuchelen Sich in meinem herzen fin⸗ de, Wenn ich mich deß un. N terwinde. 5. Wilt du mich noch ferner laſſen Hier in dieſer boͤſen welt; Ach! ſo hilf mir alles haſſen, Was dem geiſte nicht gefaͤllt. Staͤr⸗ ke mich von deiner hoͤh, So wird auch das groͤſte weh, Das mir oft zu ſchwer ge⸗ ſchienen, Mir zu meinem beſten dienen.. 6. Steh mir allezeit zur mu rechten: Denn du biſt ja m ſonn und ſchild. Hilf uns, ᷣ wilt. Wenn die tage boͤ ſeyn, Ach! ſo ruf ius herz un hinein: Lernt euch in die zeiten ſchicken, So wird alles heilſam gluͤcken. nicht gut. Wie viel jahre 7. Endlich wenn der lauf i zum ende; So befehl ich u mei M 4. Doch ich wil auf mit⸗ uune (tel denken dd bh deinen armen knechten, Wiezund wo, und wenn du or und vater biſt, Der huft, 6 Ach! wilt du auf die ſuͤnden ſehen, Womit ich en, Auf bas Neue Jahr. dt gefutdn meinen geiſt Dir in deine ul ic wilafn treue haͤnde, Der du GOtt und der geholfen hat, Undd Und auf a und vater heißt. Ach! ich helfen wird durch raht und : Jeſuzn freu mich ſchon darauf, that. erſenken,) Daß ich nach vollbrachtem gemack. lauf Dort der freude ſoll ſteh mih teine heute nem herz ch wich ir gefällt. 6 einer ſh das gröin ung bin nicht des geringſten wehrt. p g ien, Daß du mein genieſſen, Wo wir keine zeit mehr wiſſen. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ⁴. OTd lob! ſo 90. S geht mit gu⸗ tem gluͤcke, Und beſſer als ich ſelbſt gedacht, Der reſt des alten jahrs zuruͤcke. Der HErr hat alles wol ge⸗ macht, Und macht es wol noch fernerhin, Daß ich bey ihm in gnaden bin. 2. Ich trete nun durch ſeine guͤte Ein neues jahr mit freuden an! Ach! daß mein mund und mein ge⸗ muͤhte Ihn nicht nach wuͤr⸗ den preiſen kan! GOtt 38 ja mehr als ich begehrt, Ich 3. Wie kan ich ſolche wol⸗ that zaͤhlen, Die ſchlechter⸗ dings unzaͤhlig iſt? Ich ſage dis vom grund der ſee⸗ dis jahr hingebracht; So kan mir anders nichts ge⸗ ſchehen, Als was mir angſt und ſchrecken macht. Doch du gedenkeſt keiner ſchuld, Und ſchenkſt in Chriſtognad und hu. ſ naß mich 5. In Chriſto laß mich deinen ſegen Auch in dem neuen jahre ſehn, Und es geſund zuruͤcke legen; Je⸗ doch dein wille mag ge⸗ ſchehn: Denn was derſelbeuuuu ſchickt und fuͤgt, Damit bi ich auch wol vergnugt. 6. Ich wuͤnſche mir kein Ott bend dein, Und ſtelle mir zum wahlſpruch fuͤr: Err! wie du wilt, ſo chicks mit mir. Mel. 3. Mein GOtt ich bin ꝛc. (Eilf, HErr JCſu! 2 I. K 2 laß aensf 41 Hilf! das neue jahr geht an: Laßes neue kraͤfte brin⸗ gen, Daß aufs neu ich wan⸗ deln kan: Neues heil und neues leben Wollſt du mir aus gnaden geben. 2. Alles, was ich zu be⸗ ginnen, Und zu reden bin bedacht, All mein trachten und mein ſinnen Werde nur durch dich vollbracht: Daß auch das, was ich er⸗ denke, Dich zu preiſen ſtets ſicch lenke. 3. Meiner haͤnde werk und thaten, Meiner zunge red und wort Muͤſſe nur durch dich gerahten, Und ganz gluͤcklich gehen fort. en Zu verrichten deinen willen. 4 45 4 4 * 4* 8*½ 6 4. Was ich dichte, was leſt du, HErr! bey mir ſeyn. Geh ich aus: laß mich nicht gleiten, Komich heim, ſſteh mir zur ſeiten. 3. Laß mich beugen mei⸗ mens ehr. Hilf! daß ich mich ſtets bemuͤhe, Dich zu preiſen mehr und mehr. Laß mein bitten und mein flehen Zu dir durch die wol⸗ ken gehen.. 6. Laß mich, HErr! wie alle frommen, Froͤlich neh⸗ men ſpeis und trank: Guͤ⸗ ter, die von dir herkommen, Fodern ja von mir den dank. Deine weisheit laß mich ſtaͤrken In der lieb und gu⸗ ten werken. 7. Mein gebeht das muͤſ⸗ iſe ſteigen, HErr! zu dei⸗ nem gnaden⸗thron: Dann wirſt du dich zu mir nei⸗ gen, Wie zu deinem lieben din HErr! ich weiß, es wird vor allen Dis mein Laß mich neue kraft erful⸗ opfer dir gefallen. 8. Laß dis ſeyn ein jahr der gnaden, Laß mich buͤ⸗ ßen meine ſuͤnd: Hilf, daß ſie mir nimmer ſchaden, ich mache, Das geſcheh' in dir allein. Wendi ich ſchla⸗ fe, wenn ich wache, Wol⸗ ne knie Nur zu deines na⸗ Und ich bald verzeihung W find, 1 t it Ne m ehe nnruit Geoße 94 2 Auf das Jahr. Mel. Wer nur den lieben GOtt⸗ o iſt das jahr 92. H nun auch ver⸗ floſſen In dieſer ſuͤßen gnaden⸗zeit. Mein GOtt! Fur große lieb und guͤtig⸗ dein herz verpflegt Mit al⸗ lem was es gutes hegt. 2. ,Gelobt ſey deine wun⸗ der⸗treue, Die meiner ſo gewartet hat, Und uͤber mir war taͤglich neue, Wie ichs erfahren fiiß und ſpat. Du nahmſt dich meiner herzlich an, Daß ich dich nicht gnug preiſen kan. war aus Adams 4 4 3. J boſeni ſtamme Ein un⸗ ſtruchtbarer feigen baum: Du fuͤhrteſt mich zu dei⸗ nem lamme, Gabſt mir in deinem weinberg raum; Dein gnaden⸗wort, das voller kraft, Gab mir ſtets neuen lebens⸗ſaft. gteit erſparen, Und mich als deinen baum erziehn. jahr zu jahren, Als ein was hab ich nicht genoſſen eit! Wie hat mich nicht wa Du wolteſt keinen Du gabſt mir kraft von fruchtbarer zweigzu bluͤhn. Dein lebens⸗thau floß mil⸗i diglich, Dein gnadenſchein erwaͤrmte mich. nicht fleiß, den du an aic ge⸗ hab gnug geſehen Die pfle⸗ e hente nenen han 3 och, HErr! ich, ich von boͤſer art Erweiſe mich art. W nri noc ieu haſt nun ſchon ſo nele jahxt Gewartet, ob ich fruͤchte braͤcht: Ich laͤge laͤngſtens auf der bahre, Giengs nicht nach gnade ſndern recht. Doch traͤgſt u mich noch immerdar, Und ſchenkſt mir immer noch ein jahr: 7. Ja wol ein jahr, a mich zu bekehren; Ach 4 1 HErr! ſchenk mir no dis jahr: Ich wil di mehr, als ehmals, ehren, Fah mich nicht zur ver⸗ ockten ſchaar. Hau mich nicht ab, hoͤr deinen ſohn Der fuͤr mich bitt, un meiner ſchohn. 8. Grab um, was noch mein herz umgeben, Der Mein GOtt! ich kan gnug erhoͤhen Den t. Ich ſchlechter aub === S* — Sö — == = — Auf das Neue Jahr. weſ und aller ſuͤnden wuſt Laß mi me kleben: In dem zu ſeyn, ſey meine luſt, Und aus demſelben gt fin ziehn, Sey ſtets mein ei ges bemuͤhn. 9. Laß mich nicht bloße blätter tragen, Wenn dein 7 ſohn fruͤchte an mir ſucht/ Daß ich nicht ewig doͤrfe klagen; Weil dein ſohn ewig die verfiucht. Laß fruͤchte der gerechtigkeit Sich an mir finden alle⸗ zeit. 10. HErr JEſu! baue deinen garten, Laß mich ein baum darinnen ſeyn, Von dem dukoͤnneſt frucht erwarten; Du koͤmſt dar⸗ um ins fleiſch herein Als andrer Adam, daß die erd Ein neuer garten GOttes werd. II. Ich wil dir frucht und zweige bringen, Wenn du mich fruchtbar machen wirſt. Ich wil dir halle⸗ Auja ſingen Fuͤr dieſe! aft, du lebens⸗ fuͤrſt! Dort mit der ohen engel⸗ſchaar Ngroſa em hall und üubet aö. 9 ün b ich am lebens⸗ bau⸗ Von der— ITſu. Mel Von Sn nntheia. ünd als ein 44 d chriſt Des fleiſches toͤdtung lei⸗u det, Die ſo hochnoͤhtig iſt; uuu Der wird dem heiland gleich, Der auch beſchnitt ten worden: Er tritt imu kreuzes⸗orden In ſeinem 4 gnaden reich. 4 2. Wer ſo dis jahr an hebet,„Der folget Chriſtiuu lehr; Weil er im geiſte lebet, Und nicht im fleiſche mehr: Er iſt ein GOttes⸗ b kind Von oben her gebo⸗ ren, Das alles, was ver⸗ loren, In ſeinem IEſu findt. Doch, wie muß dis beſchneden Im eiſt, oſ men ſc geſchehn⸗⸗ du rauſt die ſuͤnde meiden, Wwen du wilt IEſum ſehn. Das nuirfet 83 die duf, Wodurg ein ſteinern herze, In wah rer reu und ſchmerze, Zer..uu knirſchet werdenmuG. 4. Ach! gib zu ſolchem werke, In dieſem neuen 8 ah⸗ uet Jiae der jahr, HErr IEſu! kraft und Peer Damit ſich offenbar Dein bild der hei⸗ üigkeit An vielen tauſend ſeelen, Die ſich mit dir ver⸗ mahlen In herzens⸗einig⸗ keit. 8 gen, dan mir, Dich herzlich zu um⸗ fangen, Mein allerſchoͤn⸗ ſte zier! Denn hab ich dich allein, Was wil ich mehr auf erden? Es muß mir alles werden, Und alles nuͤtzlich ſeyn. ſeufze mit verlan⸗ tauſend noch mit der! Bedenket jahr und eit: Ihr abgewichne kin⸗ der, Die ihr in eitelkeit Und wolluſt zugebracht! Ach! fuͤhrt euch GOttes guͤte Doch einmal zu ge⸗ muͤhte, Und nehmt die zeit in acht. 2. Beſchneidet eure her⸗ 4 zen Und fallet GOtt zu ſuß In wahrer reu und ſchmerzen: So wird die zerzens buß, Die glau⸗ bens voll geſchehn, Des va⸗ ters herz bewegen; Daß man wird lauter ſegen In deſem jahre ſhh. ch ſus 6. Ach ihr verſtockte ſuͤn⸗ 8. ebe, Daß ſeine ſte lebe dieſer jahr, Daß ſie in keiner noht Sich moͤge von ihm ſe de, mein HErr JE. tt ſun Thacr Mit iſer im gei 8 dieſem neuen ꝗ d ei ſt den; Er ſtaͤrke ſie im leiden Durch ſeinen bittern tod: 9. So wollen wir ihn preiſen Die ganze lebens⸗ e 74 tth beſtei zeit, Und unſre pflicht er⸗ weiſen In alle ewigkeit; Da er wird offenbar, Und wir mit allen frommen, Nach dieſem leben kom⸗ men Ins große neue jahr. Mel. 3. Mein GOtt ich bin xc⸗ 94.§Wüſſen, albe, wunden, Heilig⸗zartes JE⸗ ſchmerz empfunden, Und dein blut vergoſſen ſeyn? Tropfen ſieht man jetzo flieſſen, Die ſich bald wie ſtroͤhm ergieſſen. 2. Ohne blut konts nicht geſchehen, Daß die blut⸗ ſchuld abgethan, Wir mit —„. 1 ſulein! Mit dem herbſten GOtt im friede ſtehen, i Und die welt ſich freuen kan: Darum biſt du, uns 1 dn neuen ewr wun Sant ved — V Aft a. 1 ollen wie GOt tüir Auf das Feſt der Erſcheinung Chriſti.— 9,. aufgetreten. 3. Blutge wunden in dem leben, Blutge wunden in dem tod Sollen mir ver⸗ einden renen, Selber bluti re er blutig daß ſn zu retten, Seiber blutig — zimſ ſichrung geben, Daß nun aller angſt und noht Mein ſo ſehr verletzt gewiſſen Durch des mittlers blut entriſſen.; 4 4. Laß dein blut mein herz beſtreichen, JFſu! in dem neuen jahr: So muß jener wuͤrger weichen, i Samt verdammender ge⸗ herzens ſchwellen, So wird mich kein unfall faͤlen. 5. Laß mein blut fuͤr liebe wallen, Da dein blut fuͤr liebe fließt. Laß einuul halleluja ſchallen, Weil ulu ein odem in mir iſt. Blu⸗uuu tigs lam, ach! laß mei leben Dir zu ehren ſeyn er geben. ſuche unten auf der 31. ſeite. V. Auf das Feſt der Mel. 8. JEſus meine zuver ſicht e Eſu, großer 95. G wunder⸗ſtern, Der aus Jacob iſt erſchie⸗ nen! Meine ſeele wil ſo dern Dir an deinem feſte ienen: Nim doch, nim i doch gnaͤdig an, Was ich eſſen. armer ſchenken kan. 2. Nim das gold des glaubens hin: Wie ichs Wm von dir ſelber habe, Und damit beſchenket bin, So Erſcheinung Lhriſti. rein In dem kreuzes ofen ſeyn.. 3. Nim den wei des gebehts, Laß ben vor dir tugen. Herz und lippen ſollen ſtets, Ihn zu opfern, vor dir liegen bete, nim ez ſprich ja und Wenn i auf, Und amen drauf. 4. Nim die myrrhen bittrer reu, Ach! mich ſchmerzet meine ſuͤnde: h iſt dirs die liebſte gabe. Laß es auch bewaͤhrt und Aber bu biſt from und treu, Daß ich troſt undu fahr. Farbt dis blut des Von dem namen IEſu enſel⸗ enade finde, Und nun froͤ⸗ lich ſprechen kan! JEſus nimt mein opfer an. Mel. Liebſter IEſu wir ſind a. I 98 Auf das Feſt der Erſcheinung Chriſti. Da dich die geſamte fen, Theurer heiland! hei⸗ lig gruͤßen, Und mit glau⸗ bens lippen 5. Ich bin auch dein un⸗ zuf! du frem⸗ 96. 4 an! Finſtres erdreich wer⸗ de lichte! Mache dich doch auf die bahn Dein licht koͤmt dir zu geſichte. Sieh, wie wol es GOtt gemei⸗ net: Seine herrlichkeit er⸗ ſcheinet. 2. Alles, was ſich auf dem rund Dieſer welt be⸗ wegt und reget, Macht des heilands ankunft kund, Erd und himmel wird bewe⸗ get; Bey den heiden wird vernommen, Daß ihr licht mund troſt gekommen. 3. Drum bewegt ſich auch mein herz, Weil du, IEſu! meinem orden Durch die neue himmels⸗ kerz Oeffentlich bekant ge⸗ worden. deinem wort, Unſerm leit⸗ ſtern, richtig laufen, Das Mich erfreuet deine flamme, Heller ſtern aus Jacobs ſtamme! a. Laß uns doch nach uns zeigt den rechten ort, legeses hau⸗ kuͤſſen. terthan, HErr! hie bring des volk, her⸗ ich meine gaben; Nim ſie if doch in gnaden an, Beſ⸗ i ſers kan ich ſonſt nichts haben. Mein gebeht und glaͤubig girren Iſt mein weihrauch, gold und myrrhen. 44 6. Sey auf unſer heil bedacht Und beſchuͤtze dei⸗ ne ſcharen; Laß uns dei⸗ nen raht und macht Wi⸗ der unſern feind erfahren. Fuͤhr uns aus ſo vielem lei⸗ den In das land der ewgen freuden. Mel. Nun freut euch liebe x. 0 Ge ſchoͤn leuchtt 97. uns der mor⸗ gen-ſtern Mit ſeinen gna⸗ den⸗gaben, Den wir, als i Chriſtum unſern HErrn, Zur rechten GOttes ha⸗ ben! Am kirchen⸗himmel leuchtet er, Und wirft den ſchoͤnen glanz daher Im wort und ſacramenten. ſa 1n 2. Wir Amſen! Perrsbeſer na Dhw unihxrju ken warn. öin ſad Nrimm ſedar, ni Neſt fn. Dem uheftan 9 Prdn reut euc 4 ſchrat uns den Rit ſein Den u inſern han n G0 firchen 4 n nz dahe aermn — 7 3 — —— —— / ——— — „ vaͤter ſchaar Ja blinde hei⸗ den nennen; Weil kein licht im verſtande war, Den 6. Der wahren GOtt zu kennen: hilft ja nichts Sie giengen hin in finſter. verderben. das lebens⸗licht, Und ma⸗ chet uns zu chriſten. HOriſten ſind, Steht uns jeder hat, als GOttes Feſ derErlczenumgChrittt. 99 2. Wir muͤſſen unſrer niß, Und ſtuͤrzten ſich da⸗ durch gewiß Ins ewige 3. GOtt lob! uns ſcheint zuccriſten. Acht wenn wir dieſen ſegen nicht Zu unſerm troſte wuͤſten; Waͤrs beſſer fuͤr uns allzu⸗ mal, Daß wir nicht in der menſchen zahl, Und nie ge⸗ boren waͤren. 4. Nun aber, da wir der himmel offen. Ein kind, Die ſeligkeit zu hof⸗ fen: Denn wer an JE⸗ ſum Chriſtum glaͤubt, Und ihm getreu im glauben bleibt, Wird nimmermehr verloren.. 5. Doch deren ruhm iſt gar nicht fein, Die ſich der welt ergeben, Die bauch⸗ und mammons diener ſtehts um die! HErr JEſu Chriſt! bekehre ſie, 2 85 ſie zu wahren chriſten. 6. Der 9 W Wenn man nicht chriſtlich handelt, u Und heilig 4. wie ein kind des lichts, Auf Chriſti we⸗ull gen wandelt. Man muß as wahre chriſtenthum Zu Chriſti IEſu preis und ruhm Im werke ſelbſt er⸗ waiſen. Err aEiu e 7. HErr JEſu, ach! erleuchte mac W 9 gnaden lichte, Damit ich wandle wuͤrbiglich Vor deinem angeſichte: Bis ich vor dir nach dieſer zeit Im reiche deiner herrlichkeit, Als wie die ſonne, leuchte. Mel. Mein GOtt ich bin jezt. 8 eerde licht, du 98. 28 ſtadt der hei den! Und du ſalem werde licht! Schaue, welch ein glanz mit freuden Ueber deinem haupt anbricht. GOtt hat derer nicht ver geſſen, Die in finſterniß geſeſſen. 2. Ach! wie waren wir jeyn, Und alſo heidniſch le⸗ ben. Ach, wie Leſolnh verblendet, Ehe noch dis u G:2 uht chriſten⸗ name l einem 7100 Auf das Feſt der Erſcheimma Shriſ.— licht brach an! Ach! da hat⸗ te ſich gewendet Von dem himmel jederman. Unſre augen und geberden Kleb⸗ ten gaͤnzlich an der erden. 3. GOttes raht war uns verborgen, Seine gnade ſchien uns nicht. Eitel war der menſchen ſorgen Zu entdecken jenes licht, Das zum rechten himmels⸗leben Uins kont licht und kraͤfte geben. 4. Aber da hervor ge⸗ gangen Iſt der aufgang aus der hoͤh; Haben wir das licht empfangen, Wel⸗ ches uns von angſt und weh, Und von ſeelen noht entbunden, Weil wir wah res leben funden. licht der 5. IEſu reines licht de ſeelen! Du vertreibſt die nſterniß, Die in dieſer fſden hen Unſern tritt macht ungewiß: JEſu! deine lieb und ſegen Leuch⸗ ten uns auf unſern wegen. 6. Nun, du wolleſt hier verbleiben, Liehſter oſue tag und nacht, Alles finſtre zu vertreiben, Das uns ſo viel ſchrecken macht. Laß uns nicht im dunkeln irren, Noch ins hoͤllen⸗netz ver⸗ ſ wirren. das licht der gnaden Das ein licht des lebens iſ 7. Schenk uns, HErr! t bens iſt, Dh⸗ 09 ne welches leicht in ſchaden i Fallen kan ein frommer hriſt. Laß uns dieſes licht in„ erfreuen, Wenn wir aus der tiefe ſchregen HErr JEſu! kraft und ſtaͤrke, Daß wir dir zu eder eit, Durch be⸗ u o liebte glau hernach im freuden⸗leben Heller als die ſonne ſchwe⸗ en. 9. Dein erſcheinung muͤſſ' erfuͤllen Mein ge⸗ muͤht in aller noht. Dein erſcheinung muͤſſe ſtillen Meine ſeel auch gar im tod. HErr! in freuden und im weinen Muͤſſe mir dein licht erſcheinen. 10. IEſu! laß mich end lich gehen Freudig aus der boſen welt, Dein ſ hellez licht zu ſehen, Das du mir i dort ſchon beſtellt, Wo i wir ſollen unter kronen enswerke Fol mn gen in gerechtigkeit, Und fetruu zu 3 nit i ee mns hei üih. Nube kat Na ſinderecn In der ſchoͤntten klarheit ani wohnen. VI. Auf nc Jenn w eyen. Hrr dei arke, Di chtigket, freuder⸗ die ſonheſh ens weriſ 9 reudun Deiniſt Auf das Feſt der Reinigung Mariä. 101 Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. Ipfer fuͤr die . ganze welt! Du koͤmſt heut in deinen amt tempel; Daß du wuͤrdeſt vorgeſtellt Uns zum loͤbli⸗ chen exempel, Wie man ſich von jugend an Deinem va⸗ g ter opfern kan. 2. Deiner mutter reini⸗ gung, Im geſetze vorge⸗ ſchrieben, Geebt uns die erinnerung, Dein geboht getreu zu lieben; Und den weg mit luſt zu gehn, Der uns heißt im tempel ſtehn. 3. O du brun der reinig⸗ keit! Nim von mir die lunden ſeuen⸗ Und laß dei⸗ ner unſchuld kleid Meine bloͤße ganz bedecken. Dei⸗ nes opfers wolgeruch Tilge des geſetzes fluch. 4. Haſt du dieſes ſchwe⸗ re joch Willig uͤber dich ge⸗ nommen, Da du ohne ſuͤn⸗ de doch Wareſt in die welt bonumen, Ach ſo ſtelle, JEſu! dich Sur erfuͤllung auch fuͤr mich. VI. Auf das Feſt der Reinigung Mariäͤä. 5. Laß mein opfer tau⸗ ben art, liebe ſey gepaart: Nim aus huld die ſchlechte ga⸗ ben Von der armen ſeele an, Die nichts beſſers brin. 0 als mein gnaden⸗thron Mich mit raht und tro erquicken: Du biſt der troſt Iſrael, Suͤßeſter Im⸗ manuelll 7. Sey der muͤden au⸗ gen licht, Wenn der tod ſie wil verſchlieſſen. O mein heiland! laß mich nicht, Wenn ich werde ſterben muͤſſen. Du biſt deines volkes preis Und der wag ins paradeisz. 8. Dieſes ſey mein ſchiua sserwäͤhlten ſchar Wo man dort in ie 8 88 4 sr NaAnnoAr welt Erſt das vechte licht 6 3 Reine unſchuld an ſich haben, Glaub und meon, An mein treues her ze druͤcken; Du wirſt, 1 2 Auf das Feſt der Reinigung Mariaͤ.. her zu mir ſpricht e. och! daß ein Ejeder naͤhm heut Maria in acht, Was heut wol bedacht; Die in den tempel brachte, Da ſie rein erſchien, Sel IEſum, daß er ſie verſuͤhn GOtt gefaͤllig machte. 2. Wenn man das herz gereinigt hat Nach GOt⸗ tes willen in der that: Als d denn wil JEſus kommen, Unnd ſich im tempel ſtellen dar: Dieweiler nicht wird offenbar, Als bey den wah⸗ ren frommen. 1 13, Gedenke nicht, daß JEſus Chriſt Im herzen genwartig iſt, Wo fleiſch und blut regieret. Nein: wo der geiſt nicht trium⸗ phirt, Und fleiſch und blut gefangen fuͤhrt; Wird Fſus nicht geſpuͤret. 4 Sein tempel iſt ein Und wo ſein blut die ſchwellen Gezeichnet, ach! da wohnt er gern, Und da Bcern In glau 5. Dann kan man vor des vaters thron, Als GOttes und Marien ſohn, Ihn als ein opfer bringen, Das fuͤr die ſchuld der gan⸗ zen welt Sich willig ſelber ſt dargeſtellt; Und GOttes herz bezwingen. b 6. Ach ſtell mein herz! dich ganz und gar Dem großen himmels⸗HErren dar, Und laß zuruͤck die fuͤn⸗ den: Verlaß die welt und all ihr thun, Und ſuch in GOtt allein zu ruhn, So wirſt du gnade finden.; 7. Bring tauben⸗ein⸗ falt, reine lieb Zum opfer, nach des geiſtes trieb: GOtt wird dich nicht ver⸗ ſchmaͤhen. Bring laͤm⸗ = 4 1 — 8 5 — — — S — — —. —.— —— —— — — * leins⸗art und froͤmmigkeit, Das wird der HErr zu je⸗ derzeit Mit gnad und huld anſehen. b 8. Laß opfern die ver: kehrte welt Dem ſatan wolluſt, gold und geld, Und was das fleiſch erdenket; Es wird ihr dienſt nach die⸗ ii kan man ihn GOtt dem ſer zeit Belohnt mit quahl bens kraft in ewigkeit, Die GOttes zorn einſchenket. p 9. Her⸗ ell meine unels⸗Her d froͤnni der HEn tgnad u b opfert rechte Auf das Feſt der Verkuͤndigung Mariaͤ. 103 b —. Hergegen wer mit Simeon, GOtt fuͤrchtet, und des hoͤchſten ſohn Zum heil verlangt zu haben; Wer voll des heilgen gei⸗ ſtes iſt, Und wartet auf en HErren Chriſt; Der 9 en. 10. Wer ſeinen heiland hie geſehn Im glauben; kan in fried hingehn d ſchauen ſeine ſonne. Er kan mit Simeon zulezt Hinfahren/ wo er ſich er⸗l getzt In ewger freud und wonne. 11. HErr! laß mich ſtets voll geiſtes ſeyn, Und ma⸗ grfaͤlt Aus dieſer welt um zimmels zelt In friede wirſt erheben. VII. Auf das Feſt der Mel. 3. 2 GOtt ich bin ꝛc. „ Jeut iſt uns der 10I. H tag erſchie⸗ nen, Auf den Adam ſchon ſo oft, Auf den Jacob, und ſamt ihnen Alle vaͤter laͤngſt gehofft; Dran ſich Abraham erquicket, Als er ihn im geiſt erblicket. 2. O! des tages voller v. Welchem ſonſt kein tag nicht gleicht Sint den zeiten, da die ſonne Hat um dieſe welt geleucht: O der viel gewuͤnſchten ſtunden, Die ſich nunmehr eingefunden b V 3. O du anfang unſrer freuden! O du auserwaͤhl⸗ wonne! Verkuͤndigung Mariaͤ. tes licht! Das uns ſonſt verworfnen heiden, Und den juden, heil verſpricht! ſchatten, Die uns geben hatten. 4. Jetzo treufelt uns von oben Leben, heil, gerech⸗ tigkeit“; Und GOtt zeigt ſonſt um⸗ uns dort fuͤr heil bereit. 9eke ef Seir hit, ein menſch zu werden. b . Jeſ. 45, 8. 5. GOtt wird menſch und traͤgt die ſuͤnde; All⸗ heit ein. Selbſt der ſchoͤpfer che mich gerecht und rein,I Laß mich im glauben leben: Bis du mich, wenn es die Du vertreibſt die finſtre durch dieſe proben/ Was f b„ Hérr komt ſelbſt auf erden Uns zu gutl macht kehrt bey ſchwach⸗ wird zum kinde, Sein ge⸗ ſchoͤf ſol mutter ſeyn. Herrlichkeit komt zu uns armen, Aus der rache wird erbarmen. 6. Gnaden⸗volles wun⸗ der⸗zeichen, Das der HErr kein verſtand erreichen, Keine klugheit faſſen kan, Daß in dieſ und jenem le⸗ ben Wir bewundrungs⸗ voll erheben. darneben, Unſer bruder, fleiſch und blut! Ach! wir preiſen und erheben Dich r dieſes große gut. Laß die herzen voll verlangen Dich im glauben feſt um⸗ fangen. Mel. Sedſter IEſn wir ſind ꝛc. I02. Nnſ du, ard⸗ 1. l ßer koͤnigs ſohn! Von dem himmel zu der erden, Und verlaſſeſt deinen thron, Um ein ar⸗ mer knecht zu werden? Ach! wie ſolman dich gnug reiſen, Dir gebuͤhrend dank erweiſen: 2. Nazareth, die kleine ſtadt, Muß dir zur em⸗ 7. Vater, und doch ſohn pfangniß dienen. Was die welt verachtet hat, Kan in beinen augen gruͤnen. Laß mich allen ſtolz verfluchen, So wirſt du mich auch be⸗ ſucen. 3. Gabriel wird ausge⸗ an uns gethan, Welches ſandt, Eine reine braut zu gruͤßen. Engel werden hin⸗ gewandt, Wo ſie keuſche ſeelen wiſſen. Laß mich rei⸗ ne tugend uͤben, Daß mich reine geiſter lieben. 4. Nur ein leibder keuſch und rein, Kan dich unterm herzen tragen. Laß auch mich dein wohnhaus ſeyn, Und zuvor der luſt entſa⸗ gen, Die mit deiner liebe ſtreitet, Und zur ſuͤnde mich verleitet. 5. O! ein angenehmer gruß, Den die fromme jungfrau hoͤret! Der des ſegens uͤberfluß Auf ihr glaͤubig herze kehret Solt du mich holdſelig nennen, Muß ich dich im glauben kennen. 6. Ihr erſchrocknes herze muß Dauter gnade vor dir finden. Laß auch, HErr! auf deinen gruß Alle furcht bey mir verſchwinden. Bi i Auf das Feſt der Verkuͤndigung Mariͤ. 105 ateait ich nur bey dir in gnaden, Ach! ſo kan mir gar nichts ſchaden. 7. JEſus ſol dein name ſeyn, JEſus heißt ein ſelig⸗ mmacher: Darum fuͤrcht ich keine pein Und auch keinen widerſacher. liegt in dem namen, Er in wirkt lauter ja und amen. .8. Dir, des allerhoͤchſten ſohn, Wil GOtt Davids ſtuhl bereiten. Deines koͤ⸗ nigreiches thron Ueberſtei⸗ get alle zeiten; Du ſolt Ja⸗ hu cobs haus regieren Und, die Jacobs glauben fuͤhren: 9. Wir ſind dir auch un terthan, Weil wir deinen ſcepter kuͤſſen; Sieh uns ſtets in gnaden an, Laß uns deine huld genieſſen. Herrſch in uns mit lauter ſegen, So darf ſich kein feind mehr regen. 10. Dorten muß der heil⸗ ge geiſt Ueber die Mariam kommen: Wie viel heil und kraft beweiſt Der in glaͤubigen und frommen! Dieſen laß mich ſtets regie⸗ ren, Dieſen laß mich nie verlieren. 11. Mir geſchehe wie du erochen. fleiſch u wilt, Ich bin dir als knecht (magd) verbunden: Du bleibſt nun mein freuden ſchild, Wenn der engel gleich verſchwunden: Denn du HErr der engel⸗ſcha⸗u ien ren Biſt zu mir herab ge. Lauter heil f ahren. 12. Unterdeſſen troͤſt ichu mich, Daß du mein fleiſch angenommen. Meine ſeele freuet ſich, Und ſpricht: Goel“ ſey willkommen! Kom und wohn in meiner ſeele, Die ich nun mit dir vermaͤhle. * Erloͤſer. Hiob 19, 25. Mel. Durch Adams fall iſt ꝛc. 102 Czun iſt der tag angebrochen. Nun iſt des teufels mord und neid Gedaͤmpfet und Denn GOttes ohn Der gnaden⸗ thron Iſt ſelbſt ins mittel kom men: Das hoͤchſte gut Hatl nd blut Von men ſchen angenommen. 2. Nun iſt des vaters Den ſuͤndern wort erfuͤllt, Der glaͤubi: erzens⸗ wun G 5 gen verlangen mnun nach geſtillt„ b 106 Von dem Leiden und Sterben JEſu. Denn JEſus iſt empfan⸗ en. Deruns erhaͤlt, Hat ich geſellt Zu den verlohr⸗ nen ſuͤndern. War er ſchon reich, Wird er doch gleich Den armen menſchen kin⸗ derr. 3. O ſuͤßer troſt! ogro⸗ ßes gluck, Das aller welt entſtehet! GOtt giebt uns einen gnaden blick, Und hat uns hoch erhohet; Denn unſer ſtand Iſt nah ver⸗ wiandt Mit GOtt und ſei⸗ nem worte. Nun haben wir Durch JEſum hier Zum himmel eine pforte. 5 GOtt hat ſich unſer fleiſch vermaͤhlt, Und un⸗ ter uns auf erden Sich ſei⸗ nen himmel auserwaͤhlt, Aufdaß wir himmliſch werden: Zu ſeiner braut Hat er vertraut Das menſchliche geſchlechte, Und uns bedacht, Aus liebes⸗ macht, Mit ſeinem kindes⸗ rechte. 53. Trotz ſey nun dir, du ſeelen⸗feind! Trotz allen deinen pfeilen; Denn unter uns wohnt unſer freund, Der heiland kan uns hei⸗ len. Der helfen kan, Und dei⸗ nen kopf zertreten: Hier iſt ein kind, Das ſich ver⸗ b vindt Allzeit fuͤr uns zu be⸗ en. b 6. O. JEſu theurer GOttes ſohn Der duzwar menſch geboren, Und doch von deinem ehren⸗thron Und gottheit nichts verlo⸗ ren: Hilf, daß wir dich Nun ſtetiglich In unſern herzen tragen; So kan uns GOtt Einſt nach de 1 tod Den himmel nicht ver⸗ tſagen. VIII. Von dem Leide Mel. Chriſtus der uns ſelig ꝛe. — Weele!mach dich 104. 8 heilig auf, JEſum JFeruſalem hinauf, 2 iyman die ſeiten: Folg ihm zu begleiten Gen Tru n und Sterben IEſu. ſtets in andacht nach Zu i dem bittern leiden, Bisdu aus dem ungemach zu IEſu ſcheiden. ſces lam Gehet zu dem le⸗ Hier iſt der mann, n Wirſt 2. Seele ſiehe! GOt⸗ n 6 2 4 4 1 3ſ 8 s Vondem Leiden und Sterben JIEſt geſchrieben iſt, Und war⸗ um dis thal der erden Hat betreten IEſus Chriſt. Schauet nun des hoͤchſten ſohn In dem leiden, ſchmach den, in den ſchmerzen; Un nehmt alles wol zu herzen. 3. Es wird in der ſunder haͤnde Ueberliefert GOt⸗ tes lam, Daß ſich dein ver⸗ derben wende: Jud und heiden ſind ihm gram, Und verwerfen dieſen ſtein Der ihr eckſtein ſolte ſeyn. Ach! dis leidet der gerechte Fuͤr die boͤſe ſuͤnden⸗knechte. 4. IEſus ſteht in ſtrick und banden, Deſſen hand die welt gemacht, In ver⸗ achtung, ſpott und ſchan⸗ den, Und wird hoͤniſch aus⸗ gelacht. Backen⸗ reich und faͤuſten⸗ ſchlag, Jud und heiden grim und rach Duldet er fuͤr deine ſun⸗ den: Wer kan ſolche lieb ergruͤnden 5 Laß es dir zu herzen gehen, Beſſre und bekeh⸗ re dich. Wer kan dieſe that anſehen, Daß er nicht und hohn, In den wun rucken G d peitſchen dar: Wer kan dis menſch verdienet hat, Buͤ⸗ ßet JEſus; er erduldet Was der ſuͤnder hat ver⸗ ſchuldet. 3 6. Er haͤlt ſeinen heilgen ruͤcken Geiſſein, ruht und ohn reu erblicken? Wenn die rohe juden ſchaar Hand anlegt an GOttes vild, Das ſo freundlich, fromm und mild, Und doch nackend wird gehauen: Wer kan ſolchen greul an⸗ ſchauen!. 7. Strenge ſolt man dir begegnen, Du verruchtes menſchen- herz! Aber nun koͤmt, dich zu ſegnen, Und zu tragen deinen ſchmerz IEſus: er ſtellt ſich fuͤr dich, Und wird dort ſo jaͤmmerlich Abgeſtraft, ge⸗ peitſcht, zerſchlagen, Daß kein maaß noch ziel der plagen.. 8. Endlich wird der ſchluß geſprochen: JEſus muß zum tode gehn, Und es wird der ſtab gebrochen. Merke, wasallhie geſchehn: Barrabas wird los gezaͤhlt/ t bewege ſich? IEſus ſteht an unſrer ſtatt: Was der IEſus wird zum kreuz er⸗ waͤhlt; Weg mit Deien, ddeem den r rn. 1 A LEfu. er erduſ nder hat 1 *72 ſeien heis 4 Sd mild d- ge ſoltmun du vernge rz! Abrem ſegnen einen ſtellt hit wird d himmel erben. Von dem Leiden und Sterben JEſu. dem verfluchten! Ruft der haufe der verruchten. 9. Folge denn zur ſchaͤ⸗ del⸗ ſhen Deinem Ion traurig nac: Aber auf dem wege bete, Bet im geiſt mit weh und ach: Daß der vater auf ſein kind, Als den buͤrgen fuͤr die ſuͤnd, Sehen woll und ſich erbar⸗ men Ueber dich, den ſchwach⸗ und armen. dich denn ſehen Am ver⸗ fluchten kreuzes⸗ pfahl? Ach! ſo laß ich uͤbergehen Meine thraͤnen ohne zahl. Ach erbarm dich, GOttes⸗ lam! Das da haͤngt am kreuzes⸗ſtam; Ach! er⸗ barm dich, weil dein lei⸗ den Mir gedeyen ſol zur freuden. II. Ich wildir ein opfer geben, Seel und leib iſ meine gab: JEſu! nim dis arme leben, Weil ich ja nichts beſſers hab. Toͤdt in mir, was dir misfaͤllt, Leb in mir auf dieſer welt, Laß mich mit dir leben, Kr ggeſungen g Liebſter JEſu! r06 eſu! deine 10. Muß ich, IEſu! I06.(Nf o ſchoͤnſte ſonn! Bald in erſchein in dieſem bild, JE⸗ lerben, Und dein reich im KLaß die urſach deiner peinu 12. Tauſendmal ſey dir preis und ruhm, Daß duu holl und tod bezwungen. un bin ich dein eigen⸗u thum, Und du meine freudu und wonn: Moͤgt ich dich, deiner krone ſehen: Kom, dein leiden iſt geſchehen. Mel. Chriſtus der uns ſelig ꝛc. ) paſſion Herz⸗ lich zu bedenken, Wirſt duul mir von deinem thron Geiſt und andacht ſchenken. Ach ſu!meinem herzen, Wie du GOttes zorn geſtillt Durch die groͤſten ſchmer⸗ 2. Gib, daß ich recht ſe⸗ hen mag Deine angſt und bande, Deine ſpeichel, ſi ſchlaͤg und ſchmach, Deineiilill ereahe ſchande, Deine ſe geiß el/dornen⸗kron, Sprer.u und naͤgel⸗wunden, Da⸗u durch du, o GOttes ſohn 1 Dir mich haſt verbunden. 3. Laß mich aber nicht allein Deine marter ſehen; 10 Von dem Leiden und Sterben ZEſt. Mich zugleich verſtehen. Ach! die urſach war auch ich, Ich, und meine ſuͤn⸗ de; Dieſe ſchlug und qual⸗ te dich, Daß ich gnade fuͤnde. 1 nuß „Hilf, daß ich in bu und 85 Dieſes recht be⸗ denke, Und dich kuͤnftig nicht aufs neu Durch die ſuͤnde kraͤnke. Daͤmpf in mir die ſunden⸗luſt, Laß mich alles meiden, Was du jetzo buͤßen muſt Mit ſo ſchwerem leiden. 5. Drohet mir die hoͤl⸗ len pein Um der ſuͤnde wil⸗ len; Ach! ſo trit ins mit⸗ tel ein, Hilf die ſchrecken ſtillen. Laß mich deine haſſien Denn im glauben faſſen. Liebſt du mich, o GOttes ſohn! Kan mich GOtt nicht haſſen. 6. Gib auch, JEſu! daß ich gern Dir das kreuz nach⸗ trage, Daß ich demuht von dir lern, Und geduld in plage; Daß ich dir geb lib' um lieb'. Laß indeß dis lallen, Bis es koͤmt aus 107. oeg/ welt!mit 80₰ deinen freu⸗ den, Und was dir wolge⸗ fäut⸗ Dein IEſus muß izt eiden, Der ſich zum opfer ſtellt. Entfernet euch, ihr luͤſte! Der HErr tragt bun und pein; Wie kan ein knecht, ein chriſte, Da⸗ ey wol froͤlich ſeyn? .2. Ach! ſchrecken, ſeht ſein ſeelen⸗ Er wird in tod betruͤbt, Und muß den zorn⸗ kelch ſchmecken, Den ihm ſein vater giebt. S wie er, uns zu gute, Selbſt mit dem tode ringt, Und Seht! wie ſein ſchweis mit blute Durch haut und adern dringt. * Er ☛ ſel an. — klagen; wird verkauft, ver⸗ Ach! unſre miſſe⸗ thaten Die haben dis ge⸗ than, Die faͤlſchlich ihn ver⸗ Es wird verhoͤhnt, verſpeyt, Verſpottet und —7 geſchlag eit. 4. Man ſetzt dir GOt⸗ tes ſohne Mit geiſſeln grauſamzu: Du traͤgſt die reinerm trieb, JEſu! dir 3 8 3 dornen⸗ him⸗ krone, Du mels⸗ mi fine Ei hud uxt an, lr⸗ t 14 dnd ſöll, ennthel. Foruf behmieſeh 1 rahten, Man legt ihm feſe uun tede 2 Piſt lehes⸗ ſchlagen Der HErr der herrlichk 1 1 nefir n deoff f tan g 4. Oder war aus Abams⸗ kindern Unter der ſo gro⸗ ßen zahl Keiner tuchtig, dis zu lindern; Daß nicht raͤfe dieſe wahl Den, der als der eingeborne Koͤmt zu ſuchen das verlorne? 5. Nein, ach nein! es muß ſo gehen. Selbſt der allerliebſte ſohn Muſt an unſrer ſtelle ſtehen, Wenn du, HErr! von deinem thron Gnaͤdig ſolteſt auf uns ſchauen, Dich unswie⸗ derum vertrauen. 6. Wie die worte feſte ſtehen, Daß du gut und gnaͤdig ſeyſt; Alſo mag auch nicht vergehen, Was du allen ſuͤndern drauſt: Keiner kan in ſeinen ſuͤn⸗ denUnverſoͤhnt erbarmung finden. 3 7. Keiner von den ſera⸗ phinen, Von der cherubi⸗ nen chor, Konte mir den ſchmuck verdienen, Wel⸗ GOtt, ja GOtt muß mich verſohnen Und mit heil und ſegen kroͤnen. 8. Alle menſchen wa⸗ ren ſuͤnder; Keiner auf chen Adams fall verlohr: 109. 8 macht, Kein boͤs hat be⸗ Dich binden. 9. Aber nun, da der ge⸗ vergießt, Der nie uͤberſchritten, Der voll⸗ alles das erſetzet, Was dich, treuer GOtt! verletzet. 10. Gib, daß ich dis wunder ehre; Mit gebeht und dankbarkeit Meines ich die vollkommenheit Deiner liebe ſo beſchaue⸗ Daß ich freudig darauf ue. dem, der mich befreyt, Und deswegen ſich ergeben In des todes bitterkeit. mich, wenn ich ſol erblaß⸗ ſen, Seinen tod im glau⸗ ben faſſen. uns der weiten welt Zahlet fuͤr gangen, Der ward fuͤr uns litten, Und ſein theures blut ein wort kommen heilig iſt: So iſt die menſchen⸗kinder Solch ein theures loͤſe⸗geld, Das zu tilgung unſrer ſuͤnden „o vater! kan ver⸗ geiſtes kraͤfte mehre, Das z‚II. Laß mich nicht den ſuͤnden leben, Sondern Laß u ſelig in Ton dem Leiden und Sterben JEſu. 113 3 mn der nacht A 2 dee o gefangen, Gefuhrt vor Zokeloße leut, Und faͤlſchlich verklaget, Verlacht, ver⸗ doͤhnt und verſpeyt!, Wie denn die ſchrift ſaget. 2. In der erſten tages⸗ ſtund Ward er unbeſchei⸗ den Als ein moͤrder darge⸗ Der ihn unſchuldig befand, Ohn urſach des todes: Ihn deshalben von ſich ſand Zum koͤnig Herodes. keit Mo 3. Um drey ward der mehr, I GOttes ſohn Mit geiſſeln llkommt geſchmiſſen, Und ſein ſo hun haupt mit einer kron Von udig un dornen zerriſſen; Gekleidet zu hohn und ſpott; Ward auch ſehr geſchlagen, Und das kreuz zu ſeinem tod Mußt er ſelber tragen. nackt zeſchlagen An dem er ſein blut vergoß, Betet mit wehklagen. Die zuſeher ſpotten ſein, Auch die bey ihm hiengen, Daß die ſonn guch ihren ſchein Entzog ſolchen digen. 5. JEſus ſchrie zur neunten ſtund, Klaget ſich und blos An das kreuz ich ſett 4 Png —— ſtellt Pilato, dem heiden, b ein grab geleget, Allda mit uUm ſechs ward er hutken verwwahrt, Awit verlaſſen: Bald ward gall in ſeinen mund Mit eſſig gelaſſen. Da gab er au ſeinen geiſt, Und die erd uuul erbebet. Des tempels vor⸗u hang zerreißt: Und manch fels zerkloͤbet. 6. Da man hat zum veſper⸗zeit Dir ſchicher zer⸗ rochen; Ward JEſus inuu ſeine ſeit Mit dem ſpeer ge⸗uuuuu ſtochen, Daraus blut unnd waſſer rann, Die ſchrift zu erfuͤllen, Wie Johan⸗ul nes zeiget an, Nur um unſert willen.* Joh.n 9,34. 7. Da der kag ſein en⸗uu de nahm, Und der abend kommen; Ward JEſus vom kreuzes⸗ſtamm Durch Ioſeyh genommen: Herr⸗ lich nach juͤdiſcher art In 8 hutern verwahrt, Wie Matthaͤus zeuget. 8ig, A. as GOttes ſohn! Harcäbe bitter leiden, Daß wir dir ſtets unterthan, All untu gend meiden: Deinen tod und ſein urſach Frucht. barlich bedenken! Da⸗ 2 V fuͤr, wiewol arm undu 4 Vondem Leiden und Sterben Will. enken. (¶X Chriſte JE⸗ —* ſu, GOttes ſohn 1 Du biſt vom hohen himmels⸗thron Zu uns herunter kommen: Daß GSOtt zu ſich hunnuf uns naͤhm, Und unſer fleiſch in himmelkaͤm, Haſt du fleiſch angenommen.. Daß uns dort ewig reich⸗ thum werd, Biſt du ge⸗ weſen arm auf erd, So lang du drauf gewandelt. Du haſt gedienet jeder⸗ man; Doch that man dir viel boͤſes an, Als haͤtteſt du mishandelt. Du haſt daſelbſt, ohöch. tod gerungen: * 3„ a. en. „ 1*— — 2 4 2 4 1 dem verlier, Weil du den tod f ſwach„Dir dank opfer Bey uns die todes⸗angſt ſi ſch— ezwungen. den geiz verfuͤhren ſchnell, ten: Daß du uns mach⸗ teſt GOtt zum freund, An thaten. wir von ſatans ſtrick be⸗ freyt, Die wahre frey⸗ und erlangen. dir all, Auch Petrus leug⸗ der hahn noch kraͤhet: Daß lehr, Woher der wind glei hewehet. ee Nahmſt du ihn auf zu gna⸗ ß den: Daß keine ſuͤnde je⸗ 8 et blut, Und nut dein 109. g. Daß ſich am lezten end allhier mand ſoll, Sie ſey bſchwe 15- Judas, dein freund un Dich ſchaͤndlich iu berra dem wir treulos worden ſeynd Durch viele miſſe⸗ Du wurdeſt hernach ganz und gar Umringet von der feinde ſchaar, Ge⸗ bunden und gefangen: Das ſicherheit Durch deine kraft 4. Die juͤnger flohen von 1 net dich dreymal, Eh als wir uns huͤten deſto mehr/ Und frey bekennen deine „Doch als du Petrun drauf allda, Und er mit i thraͤnen dich anſah; ——=—— — einer — — — — —— — — — füͤhren ih 8 ru s e mftend gefangen.9. ttans ſut vahrefi urchdune ngerſäae h Pereh. wymal, hkrättr en dſor ekenue h er deh 4 mt tze folget, ſ mn gar mit beſchwer, Zu vie⸗ dern. nn wir ſind ausgeſoͤhnet. enn Skerden FEir Rie immer woll, Wenn bu⸗ chaden. len richtern hin und her Mit deinen feinden wan⸗ dern: Daß wir nicht durch des ſatans macht Dort wuͤrden in der hoͤlle bracht Von einer pein zur an⸗ ßer GOtt! Mit vielem ſchimpf, mit ſchmach und ſpott Verſpeyet und ver⸗ hoͤnet: Daß unſre ſchande ich verloͤhr, Und wir bey GOtt erlangten ehr, Nun 6. Und dennoch hat man kaum ein wort Aus dei⸗ nem mund, o HErr! ge⸗ hoͤrt, Bey allen ſolchen plagen: Damit wir dorten vor gericht, Und ferner ewig, muͤſten nicht Ver⸗ ſtummen noch verzagen. Zuerſt war dir Pila⸗ tus hold, Bekante, daß er keine ſchuld Vermoͤgt an dir zu finden: Daß wir erkennen alleſamt, Man damt, Von wegen unſrer fünden. 7. Es war ſo groß der e juͤden haß, Daß auch der moͤrder Barrabas Dir gar wir, HERR! in deinem ward vorgeſehet: Damit reich Den heilgen engeln GOttes gleich Dort koͤn⸗ ten ſeyn geſchaͤtzet. Sie geiſſelten, HErr l Du wurdeſt, o du gro JEſu dich, Da auch dein dut iſt mildiglich Von dei⸗ nem leib gefloſſen: Damit wir alle moͤgten ſeyn Von ſtriemen heil, von ſuͤnden rein, Haſt du dein blut vergoſen. 8. Pilatus gieng heraus mit dir Und ſtellte dich dem volke fuͤr: Seht, weich ein menſch hie ſtehet! Sonſt hatt der fuͤrſte dieſer welt Uns dort zum ſchau⸗ſpiel vorgeſtellt, Da keine quahl vergehet⸗ ind Der feinde grim nicht abließ; d dir gleich Ward doch - gar ; Und ob man nichts erwies; 1 der ſtab gebro chen: Daß wir an jenem l großen tgg Von ſunden habe dich fur uns ver und von ſatans klag Ganz △‿ wuͤrden los geſprochen. Von dem Leiden und Sterben JEſt.. 116 8. 4 „9. Eh man zum tod dich uͤhrt hinaus, Zog man dir deine kleider aus, Du muſteſt alles leiden: Da du uns mit dem rechten kleid Des heils und der gerechtigkeit Dargegen moͤgteſt kleiden. Du muſteſt auch, o GOttes ſohn! Von dor⸗ nen tragen eine kron; Und dadurch uns erweiſen, Wie du die kron der herrlichkeit Durch deinen tod uns habſt bereit, Dich ewig dort zu preiſen. 10. Wiewol du wareſt hwach und matt; Solt ſt u doch an die ſchaͤdelſtatt Dein kreuz noch ſelber tra⸗ gen: Daß wir frey aus und ledig gehn, Und nicht fuͤr unſre ſuͤnd ausſtehn, Was wir verdient fuͤr pla⸗ gen. Du mußt nach ihrem boͤſen ſinn, Mit zweyen moͤrdern mitten inn, Ans kreuz dich laſſen henken: Daß du uns in der heilgen zahl, Und mit den auser⸗ koͤntſt ſchenken. reich erlangen: Daß man ß im glauben zu dir tret, Und rechten ſeit Verſicherſt du ea zur ſelben zeit, Er ſoll dein u niemand denk, es ſey zu ſpaͤt, Die buße anzufan. gen. Den andern ſchaͤcher lieſſeſt du, Daß er nicht kam zu deiner ruh, Er ſtarh in ſeinen ſuͤnden: Daß u man mit furcht zur buße i eil, Nicht denk, man hab noch gute weil Zur gnad ſich einzufinden. 12. O. HErr, du gro⸗ ßer lebens⸗fuͤrſt! Man hat dir eſſig, als dich duͤrſt, Durch einen ſchwam ge⸗ geben: Damit des lebens wmm quell und ſpring Uns ewi⸗ m ge erquickung bring Bey dir in jenem leben. l Du gabſt zulezt, o wah⸗ unbgh rer GOtt! Hier zeitlich un deine ſeel in tod: Uns ewig i zu erwerben Das leben in dem freuden ſaal, Und f daß wir in der hoͤllen. Vid tülig hinge goler 8 Am wim waͤhlten all Die ſeligkeit b 13. Du lieſſeſt auch nicht ohngefehr Nach deinem od i mit zugh Nicht muͤßten ewig terben. 1 Von dem Leiden und Sterben IEſu. 117 mit einem ſpeer Eroͤffnen oh deine ſeiten: Du wolte en: Daſn deine lieb und treu, Dein ognadenreiches herz hiebey Eroͤffnen allen leuten. b Es kam zum lezten noch darauf, Daß ſich die graͤ⸗ ber thaͤten auf; Man ſa die heigen ehen 85 er ruh, z unſre hoffnung feſte bleib, 4 Und dis die todes⸗furcht vertreib, Daß wir auch auferſtehen. 8 ar 14. Wir wollen dir „ nun dankbar ſeyn, Daß du fuͤr uns in ſolche pein Die Daß e willig hingegeben: Wir waß wollen ſeyn der ſuͤnde feind, Nun wir mit GOtt ver⸗ n ſohnet ſeynd, Nach ſeinem n nz willen leben; ung. Die lieb erzeigen jeder⸗ man, Die du, o HErr! an uns gethan Mit deinem n bittern leiden. O men⸗ u ſchen⸗kind betrachte recht, Wie GOttes zorn die ſuͤn⸗ Ran de ſchlaͤgt: Bemuͤh dich, ſie den⸗ſn zu meiden. Mel. O Chriſte JEſu GOttes ꝛ. fTI(aßt uns doch A III. Chriſto dank⸗ bar ſehn, Daß er fuͤr uns ſt hingegeben: Auch laßt uns in große pein Sich willig ſeyn der ſuͤnde feind; Weil wir mit GOtt verſoͤhnet ſeynd Nach ſeinem willen e en; Die lieb erzeigen uu ſederman, Wie Chriſtus hſelbſt an uns gethan Mit ß ſeinem bittern leiden. O menſchen⸗kind! betracht es recht, Wie GOttes zorn die ſuͤnde ſchlaͤgt, Bemuͤh dich, ſie zu meiden. Mel. O wir arme ſuͤnder ꝛc. ieh an uns ar⸗ c II2. HG me ſuͤnder, GOtt unſre zuverſicht Wir ſind ja deine kinder; Darum verſtoß uns nicht, Ob wir gleich ſind empfan⸗ gen In ſchuld und miſſe⸗ that, Viel boͤſes auch be⸗ gangen, Das dich erzoͤr⸗ net hat. Kyrie eleiſon, Ehriſte eleiſon, Kyrie elei⸗ on! 2. Gedenk, o gnaden, Daß e 6 fels liſt, Dann Adams fall und ſchaden Des elends urſprung iſt; Daß wir drum alle muͤſſen Erdul⸗ den hier den tod, Und ſol⸗ HErr! in rſt des teu⸗ 118 Von dem Leiden und Sterben JEſu. ten dort noch buͤßen Die eewwge hoͤllen⸗noht. Kyr. 3. Kein raht war da vor⸗ handen Fuͤr dieſe hoͤllen⸗ quahl; Weilwir vor GOtt mit ſche allzumal; Und hatten eigne werke, Wie gut die immer ſeyn, Ganz keine kraft und ſtarke, Zu retten uns von pein. Klr. 4. Du, HErr! haſt uns gerahten Auf unerforſch⸗ ich art Durch ſolche wun⸗ derthaten, Als nie erhoͤret ward: Es hat fleiſch ange⸗ tes ſohn, Und iſt herunter kommen Zu uns vom him⸗ mels⸗thron. Kyr. 5. Damit nicht wuͤrd verloren Der menſch durch ſeine ſuͤnd; Iſt GOt⸗ ſchwaches menſchen⸗kind: Ja er iſt gar auf erden Gleich einem knecht geacht, Daß wir hingegen wer⸗ den Sein freyes volk ge⸗ macht. Kyr. b .6. Weil wir GOtt wi⸗ derſtrebet Und deſſen kla⸗ gelebet Gehorſam immer⸗ chanden Beſtunden nommen Der ewge GOt⸗ tes ſohn geboren Ein fort. Weil wir all ans gelitten, Und voͤllig gnug gethan. Kyr. ſchlagen Auf ſeinen heil⸗ gen uns bleib. Es iſt von ihm gefloſſen Sein roſinfarben blut, Das er darum ver⸗ goſſen, Daß es uns komm zu gut. Kyr. 8. Sein haupt hat auch erduldet Die ſcharfe dor⸗ ſchmach und hohn. Er hat gar nicht geſcheuet Am kreuz die todes pein, Daß wir dadurch befreyet Vom andern tode ſeyn. Kyr. 9. Durch ſolche wun⸗ der⸗guͤte Hat GOtt der ganzen welt Sein vaͤter⸗ vorgeſtellt: Wie er ſonſ nichts begehre, Als daß der ſunder ſich Durch IEſum rem wort; Hat er dafur ewiglich. Kyr. 1O. GOtt nnun treten / Und geſchritten, Mehr als man zaͤhlen kan; Hat er dafuͤr 7. Sehr hart iſt er ge⸗ eib; Aufdaß mit ſei nen plagen Der ſatan vo nen⸗kron Fuͤr uns, die wir verſchuldet Viel marter ich genuhte Beweglh Chriſt bekehre, Und lebe Wenn wir vor en 3 fallen —, — — — — — emnd ur lüſe felfrrſeder inlid ihſ na Nri dad ir ale fallen ihm zu fuß, olg iſt die ſund vergeben, Die —— —— Von dem Leiden und Sterben IEſu. 119 In RMit Chriſti namen beten So wahrer reu und buß; Adam auf uns bracht Von unſerm boͤſen leben Wird auch nichts mehr ge⸗ dacht. Kyr. I. Dis ſollen wir wol faſſen Zum troſt in aller noht, Aind uns nicht ſchrek⸗ ken laſſen Suͤnd, teufel, hoͤll und tod: Denn Chri⸗ ſtus iſt geſtorben Fuͤr aller mmenſchen ſchuld, Dadurch er uns erworben Des va⸗ ters lieb und huld. Kyr. 12. Drum wollen wir dich loben, GOtt vater, ſohn und geiſt! Daß du vom himmel oben Uns ſol⸗ che gnad erweiſt: Gib daß wir boͤſes meiden, Gern helfen jederman, Geduldig ſeyn im leiden, Wie Chri⸗ ſtus ſelbſt gethan. Kyrie eleiſon, Chriſte eleiſon, ggyrie eleiſon. 2 II3. 8 miſſethat, —— J wir arme ſuͤn⸗ 3 der! Unſre eth Darinn wir empfangen Und geboren ſind, Hat gebracht uns alle In ſo große noht, Das wir unterworfen Sind eleiſon, Chriſte eleiſon, dem ewgen tod. Kyrie eleiſon. 2. Aus dem rettet; Die ſuͤnde war ſtark. tre pein. Kyr. 3. So nicht waͤre kom men Chriſtus in die welt, Und an ſich fuͤr unſre ſuͤ williglich; b muͤſſen werden Verdam⸗ met ewiglich. Kyr. 4. Solche große gnade und gar umſonſt, In keit. Kyr. tod, Und ja Aücht veringe 54 Lärz konten Durch unſre eigne werk Nimmer werdn er⸗ u Daß wir wurdn erloͤſet, So konts nicht an ders ſeyn, GOttes ſonnnuuu muſt leiden Des todes bit⸗ ſch genommen Unſre arm ge kalt, Und nde Geſtorben So haͤtten wir Und vaͤterliche gunſt Hat uns GOtt erzeiget Gan ri⸗ ¹ ſto ſeinem ſohne, Der ſich gegeben hat In den tod des kreuzes, Zu unſrer ſelig troͤſten Gegen ſund und 120 Bon dem Leiden und Sterben JEſu. gefaͤhrlichkeit Durch Chri⸗ ſtum unſern HErren, Ge⸗ lobt in ewigkeit. Kyrie eleiſon, Chriſte eleiſon, Ky⸗ rie eleiſon. —— loben Und danken allezeit Dem vater und dem ſohne, Und dem heilgen geiſt; Und bitten, daß ſie wollen Uns retten in gefahr, Und aſſen uns ſtets bleiben Bey ſeinem heilgen wort. Kyrie eleiſon, Chriſte elei⸗ ſon, Kyrie eleiſon. du traͤgſt die ſuͤnde derwelt, Erbarm dich unſer! 4 2. Chri tes, ꝛc. Erbarm dich unſer! 3. Chriſte, du lam GOt⸗ tes, ꝛc. Gib uns deinen frieden: Amen. — unſchuldig Am ſtam des kreuzes ge⸗ ſchlachtet, Allzeit gefunden Fuͤr der hoͤllen⸗glut; Denn wir ſind errettet Aus allr h 6. Darum wolln wir 14(Ehriſte, du lam 114. Oitt de am e, du lam GOt⸗ b aſt du getragen, Sonſt muͤſten wir verzagen; Er⸗ barm dich unſer, o JEſu! 2. O lam GOttes! un⸗ ſchuldig ꝛc. unſer, o JEſu! ſchuldig ꝛc. Gib uns dei⸗ nen frieden, o IEſu! Mel. O traurigkeit ꝛc. 2* KFN fealſche treu! 116. 82 O heucheley! ſchande? JEſum wil man dulden nicht In dem le⸗ bens⸗lande. 2. Suͤnd, Ja ſeelen noht Mit dem erloͤſer kaͤmpfen, Wollen, ihrer meinung nach, Seine gottheit daͤmpfen. entkleiden, Speyen ihm ins angeſicht, Doppeln pein und leiden. 4. Zu ſpott und hohn, Sie eine kron Aus ſchar⸗ geduldig, Wiewol du wur⸗ 5. Ja, was noch mehe des gerechten. deſt verachtet: Alle ſuͤnde 3. O lam GOttes! un⸗ 3. Die freche ſchaar Ganz offenbar Den zarten leib fen dornen flechten, Setzen olche auf das haupt IEſu A. Erbarm dich Iſt das nicht ſund und iu höll und tod, b ana. 1 Nan 9d na n —— raurigkeſt falſche n O heuges ht ſünd ſum vin In dm. 4. Von dem Leiden und Sterben IEſu. 121 Sie eiſſeln ſehr, Durch⸗ t. und durchpfriemen Meinen JEſum, daß ſein Ni leib Voller wunden ſtrie⸗ men. 66. Es wird auch nicht Vor dem gericht Ihr haß 1 und neid geſchlichtet, Bis ſie durch des kreuzes pein Iſum hingerichtet. 7. Laß, JEſu! mich, Zeitlebens dich Mit mei⸗ nem herzen faſſen, Und mich auf dein theures blut Feſtiglich verlaſſen. 8. Mein ſuͤnden⸗leid Mein' uͤppigkeit Hat dich ſo hart geplaget: JEſu! meine miſſethat Hat dich in angeklaget. 9. Hilf, GOttes-lam! cjer Mein braͤutigam, Durch deine gnad und guͤte, Daß ich forthin beſſre mich, Und fuͤr ſuͤnden huͤte: 10. Und denn allein Auf deine pein, Auf dein ſo ſchweres leiden Mag ge⸗ hinnen ſcheiden. Mel. 5 meines lebens ꝛc. Eſu! der du 1I7. G wollen buͤßen e, ſegnen dieſe welt, Und von Lür die ſunden aller welt, Durch dein theures blut⸗ vergieſſen; Der du dichu haſt dargeſtellt Als ein opfer fuͤr die ſuͤnder, Die verdamten Adams⸗kinder: uuu Ach! laß deine todes⸗peinu Nicht an mir verlorenuu 2. Rette mich durch dei⸗ ne plagen, Wenn mich mei⸗ ne ſuͤnde plagt. Laß, ach! uuu laß mich nicht verzagen, uuu Weil du ſelbſt fuͤr mich ge⸗ zagt. Hilf, daß mich dein angſt⸗ſchweis kuͤhle, Wenn ich drangſals hitze fuͤhle. Ach! laß deine todes⸗pein Nicht an mir verloren ſeyn. 3. Mache mich durch deine bande Von des ſa⸗ tans banden frey. Hilf, daß dein erlittne ſchande Mei⸗u nekron und ehre ſey. Troſt uuuuuul der ſeelen! heil der erden!lulllt Laß mich nicht zu ſchandenuu werden. Ach! laß deine ꝛc. 4. Rede durch dein ſtille. iebſter IEſu! 1 V mir das wort, Wenn michu ſuͤnden uͤberzengen lind ſchweigen, Liel verklagen fort und fort: Wenn mein boͤs gewiſſen 122 Von dem Leiden und Sterben IEſu. mir verloren ſeyn. “ —-⁴ꝛ — JEſu! nahe dich zu mir Kroͤne mich mit huld und ſtriemen, Nim von mir der deine ꝛc. mit deinem blute Meine 5. Laß mich freuden⸗ro⸗ ſen brechen, Liebſter JE⸗ u, meine zier! Von den ornen, die dich ſtechen, hnade„Daß kein ſuͤnden⸗ dorn mir ſchade. Ach! laß deine ꝛc. 1 6. Heile des gewiſſens ſchmerzen laſt, Durch die geiſſeln, durch die riemen, Welche du gefuͤhlet haſt; Daß ich boͤſer knecht der ſuͤnde, Satans ſtricke nicht empfinde. Ach! laß deine ꝛc. 7. Ach! laß deine tiefe wunden Friſche lebens⸗ brunnen ſeyn, Wenn mir alle kraft verſchwunden, Wem ich ſchmacht' in ſee⸗ en⸗pein. Senk in abgrund deiner gnaden Alle ſchuld, die mich beladen: Achl laß 8. Ach! zerbrich des ei⸗ fers ruhte, Ach! erzeige gnad und huld. Tilge doch * mich in der angſt der ſuͤnden Ach! laß deineꝛc. 9. Hilf, daß mir dein duͤrſten nuͤtze kreuze dich geplagt. Wenn ich lechze, wenn ich ſchwitze Wenn gewiſſens⸗angſt mich nagt; Laß mich deines durſts genieſſen lebens⸗ſtroͤme flieſſen. Ach! laß deine ꝛc. zu befreyen, Durch dein lautes angſt⸗geſchrey. Wenn viel tauſend ſuͤnden ſchreien, Ach! ſo ſteh mir armen bey.* wort und ſprach entfallen, wallen. L des⸗pein Leben, heil und himmel ſeyn. b Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. rro GEſu, wahrer II8. 9 GOttes ſohn! Der den tod fur uns erlit⸗ tten, Und durch marter, deine angſt und pein An mir nicht verloren ſeyn. 2. Mei⸗ ii Wenn mir Laß mich ſanft von hinnen Laß mir deine to⸗ ſchwere ſunden ſchuld, Laß 10 Ruh in deiner ſeite ſinden. 4 Das am u enieſſen, Laß mir 10. JEſu! kom mich ſpott und hohn Mir die ſe⸗ ligkeit erſtritten: Ach! laß Von dem Leiden und Sterben JEſu. — wol bedenken, Wie du ge⸗ — des heilgen kreuzes Auf dich genommen haßf. maaßen, Wenn mans be⸗ rachtet recht! Es hat ſich martern laſſen Der HErr fur ſeine knecht: Es hat ſich ſelbſt der wahre GOtt ur mich verlohrnen men⸗ chen Gegeben in den tod. 3. Was kan mir denn un ſchaden Der ſuͤnden roße zahl? Ich bin bey Ott in gnaden, Die urch Chriſti theures blut; Daß ich nicht mehr darf fuͤrchten Der hoͤllen quahl und glut. 4. Drum ſag ich dir vom herzen Jezt und mein lebelang Fuͤr deine pein nd ſchmerzen, O JEſu! ob und dank: Fur deine oht und angſtgeſchrey/ Fuͤr dein unſchuldig ſter⸗ 2. O wunder ohne ſchuld iſt allzumal Vezahit yſteꝛ ‚lieben, Gern dienen jeder man Ohn eigennutz und l ben, Fuͤr deine lieb und treu. 5. HErr llaß dein bitter leiden Mich reizen fuͤr und fuͤr, Mit allem ernſt zu meiden Die ſuͤndliche be⸗ gier: Daß mir nicht kom⸗ me aus dem ſinn, Wie viel es dich gekoſtet, Daß ich er⸗ loͤſet bin. 6. Mein kreuz und mei⸗ ne plagen, Solts auch ſeyn ſchmach und ſpott, Hilf mir geduldig tragen: Gib, o mein HErr und GOtt! Daß ich verleugne dieſe welt, Und folge dem exempel, Das du mir vor⸗ geſtellt. b 7. Laß mich an andern uͤben, Was du an mir ge⸗ than, Und meinen nechſten heuchler⸗ſchein„ Und, wie du mir erwieſen, Aus rei⸗ ner lieb allein. 8. Laß endlich deine wunden Mich troͤſten kraͤf⸗ tiglich In meinen lezten— ſtunden, Und deß verſt. iſ chern mich: Weil ich auf dein verdienſt nur trau/ Du wer⸗ — Von dem Liden und Sterben IEſu. 125 werdeſt mich annehmen, Daß ich dich ewig ſchau. Mel. Chriſtus der uns ſeligꝛc. SEſu, meiner 120. Nluenniner Urſprung meiner freuden, Meines herzens zuver⸗ ſicht! Nim doch fuͤr dein b leiden Dieſes ſchlechte dank⸗ lied an, So viel meine ſeele Immermehr dir brin⸗ gen kan, In der ſchwach⸗ heits⸗hle 2. Ich erweg es hin und her, Was dich doch bewo⸗ gen„Daß du ſo viel herz⸗ eſchwer Ueber dich gezo⸗ gen: Da du angſt, gewalt und not Schlaͤg und hohn in banden, Laͤſterun⸗ gen, kreuz und tod Willig ausgeſtanden. 3. GOttes wolgewogen⸗ heit, Vater⸗lieb und guͤte, Deines herzens deunduig. keit, Und dein treu gemuͤh⸗ te, Hat dich darum dahin bracht, Daß kein menſch ch verzagte, Wenn der ſun⸗ den meng und macht Die gewiſſen nagte. b ho⁰. 4. O du wunderbarer raht, Den man nie ergruͤn⸗ Wasder menſch, der erden⸗ gerochen. det! O der unerhoͤrten that, Die man nirgends findet! 4 3 1 5 knecht, Trotziglich verbro⸗ chen, Wird an GOtt, der doch gerecht, Grauſamlich 5. Meine ſchnoͤde luſtæ egier Hat dich ſo zuſchla gen, Dieſe krankheit hab ich dir, JEſu aufgetragen..u Meine ſchuld und miſſe⸗ut that Hat dich ſo verbuͤr⸗ get, Bis ſie dich auch end⸗ lich hat Jaͤmmerlich er⸗ wuͤrget. 6. Alle ſtrafe, die mich hat Bis zum tod gebun⸗ den, Liegt auf dir an mei⸗ ner ſtatt: Und durch deine wunden Wird uns fried und heil gebracht; Drum wil mir geziemen, Deine ſtarke liebes⸗macht Ewig⸗ lich zu ruͤhmwen. „*. Laß doch dieſe freu. digkeit Gleichfals mein ge wiſſen Gegen angſt und noht und ſtreit Kraͤftiglich genieſſen: IEſu, meiner feeſen hort! Treib durch eine ſchmerzen Meine ſee len⸗angſt hinfort Fern aus * meinem herzen. 126—DVon dem Ledden und Sterben eſſr 8. Laß mich, wenn ich de finden, Als mein herze ſchnell erſchrickt Ueber ſtraf und ſuͤnden. JEſu! ſiheichfall dir Mit wahr⸗ hafter buße, Und mit beſſe⸗ rungs begier Glaubens⸗ voll zu fußße. 9. Nun ich weiß, wor⸗ uf ich bau, Und bey wem ch bleibe, Weſſen fuͤr⸗ ſprach ich vertrau, Und an wen ich glaͤube. JEſu du biſt es allein, Der mich haͤlt und ſchuͤtzet; Wenn gleich alle hoͤllen⸗pein Auf mich ſchießt und blitzet. 10. Ich wil, weil ich mit ſdir frey Werd im himmel merben, HEr! in deinen — — 6 — erben; Bis man froͤlich agen wird Nach den todes⸗ anden: Sieh, dein braͤu⸗ igam und hirt, JEſus, iſt erſtanden. 121 GSEſu meines le⸗ 41. O bens leben, JIEſu, meines todes tod! Der du dich fuͤr mich gege⸗ ben In die tiefſte ſeelen⸗ dich erblikt, So bald gna⸗ armen treu eben und auch derben, Nur daß ich nicht moͤgte ſterben; Tauſend⸗ tauſendimal ſey dir, Liebſter IEſu! dank dafuͤr. 2. Du, ach! du haſt aus⸗ ſchlaͤge, ſtrick und banden, Du gerechter GOttes ſohn! Mich elenden zu er⸗ retten Von des teufels ſuͤn⸗ den⸗ketten. Tauſend tau⸗ ſendmalꝛc. 3. Du haſt laſſen wun⸗ den ſchlagen, Dich erbaͤrm⸗ lich richten zu, Um zu hei⸗ len meine plagen, Und zu ſetzen mich in ruh: Ach! du haſt, zu meinem ſegen, Laſſen dich mit fluch bele⸗ gen. Tauſend tauſend ꝛc. 4. Man hat dich ſehr hart verhoͤhnet, Dich mit groſſem ſchimpf belegt, Und mit dornen gar gekroͤ⸗ net: Was hat dich darzu bewegt? Daß du moͤgteſt mich ergetzen, Mir die eh⸗ ren⸗kron aufſetzen. Tau⸗ ſend tauſendmal ꝛc. 7 Du haſt wollen ſeyn geſchlagen Zu beechung meiner pein; Falſchli noht, In das auſerſte ver⸗ geſtanden Laͤſter reden, ſpott und hohn, Speichel, — —— — llaſſen dich anklagen, Ds 1 laſſe 35 älernuhr rntoͤge DTon dem Leiden und Sterben JEſi. 127 ich koͤnte ſicher ſeyn. Daß ich moͤgte troſtreich pran⸗ gen, Haſt du ohne troſt ge⸗ henen Tauſend tauſend⸗ ,. M mt malſey dir, Liebſter JEſu! .„A dank dafuͤr. b . Du haſt dich in noht geſtecket Haf gelitten mit geduld, Gar den herben tod geſchmecket, Um zu uͤßen meine ſchuld: Daß iich wurde los gezaͤhlet, Haſt du wollen ſeyn ge⸗ quaͤlet. Tauſend tauſend⸗ mal ꝛc. 7. Deine demuht hat ge⸗ buͤßet Meinen ſtolz und uͤbermuht. Dein todmei⸗ nen tod verſuͤßet: Es koͤmt alles mir zu gut. Dein verſpotten, dein verſpeyen Muß zu ehren mir gedeyen. Tauſend tauſendmal zꝛc. 8. Nun ich danke dir vom herzen, JEſul fuͤr ge⸗ ſamte noht, Fuͤr die wun⸗ den, füͤr die ſchmerzen, Fur den herben bittern tod, Fur dein zittern, fuͤr dein zagen, Fur dein tauſend⸗ faches plagen: Fur dein ach und ſchwere pein Wil roo GERR JEſu! 122. Hdn JIEſu! und pein Und ich ewig dankbar ſeyn. Mei. Aus tiefer nodt ſchrey Wc. dein betruͤb⸗ tes leiden Laß mir allzeit vor augen ſeyn, Die ſun den zu vermeiden. Laß mich an deine große noht, Und deinen herben bittern tod, Dieweil 4 denken. b 2. Laß deiner ſeelen hoͤl len⸗quahl, Dein angſt unnn blutig ſchwitzen, Und uͤbrig elend allzumal, Darin nu muſteſt ſitzen, Mir ofter⸗ malen fallen ein; Und eine ſtarke warnung ſeyn Fuͤr ſund und miſſethaten. 3. Die wunden alle, die du haſt, Hab ich dir hel⸗ fen ſchlggen, Auch meine große ſunden⸗laſt Dir auf⸗ gelegt zu tragen. Ach lieb⸗uuz ſter heiland! ſchone meinn,uuu Laß dieſe ſchuld vergeſſenuu ſeyn, Laß gnade fuͤr rectctht 4. Du haſt verlaſſen deinen thron, Biſt in das elend gangen; Ertrugeſt ſchlage, ſpott und hohn, Mußt an dem kreutze han gen; Aufdaß du fur uns 6 —— —— 1. 1 3 1 6 —— 8 dir lobſingen: Und, wenn du mich zur ſeligkeit Der⸗ einſten wirſt hinbringen Wil ich daſelbſt dich noch vielmehr, Zuſamt dem gan⸗ zen himmels⸗ heer, Dort ewig dafuͤr loben.. 6. HErr JEſu! deine angſt und pein, Und dein betruͤbtes leiden Laß meine 54 zuflucht ſeyn, Wenn ich von hier ſoll ſcheiden; Und hilf, daß ich, durch deinen tod, Fein ſanft be⸗ ſchlieſſe meine noht, Und ſelig ſterbe, amen. 9 1 — 8 5 4 3 2. Das laͤmlein iſt der große freund, Der heiland unſrer ſeelen, Den GOtt, der uns als ſuͤndern feind, um mittler wollen waͤh⸗ en: Mein kind, ſprach er, geh, nim dich an Der kinder, die ich ausgethan Zur ſtraf und zornes⸗ruh⸗ ten: Die ſtraf iſt ſchwer, der zorn iſt groß; Du kanſt und ſolt ſie machen los Durch ſterben, pein und bluten. 3. Leg auf, ſprachſt du vom herzen⸗grund, Mein vater! Mel. Hrr GOtt der du c. (88 /1 5(QDin lamlein geht 2. 2 I und traͤgt die ſhuſd Doer welt und ihrer kinder: Es geht und bußet in gedrild Die ſunden aller ſuͤnder: Es geht dahin, wird niatt und krank; Es iebt ſich auf die wuͤrge⸗ nem mund, Mein wirken iſt dein ſagen. O wun⸗ der⸗lieb, o liebes⸗macht! 1 4 ——— d 8— r! ich wils tragen: un Mein wollen haͤngt an dei. unn —— — — — Du kanſt, was nie ei menſch gedacht, GOtt ſei⸗ d nen ſohn abzwingen. liebe, liebe du biſt ſtark, Du ſtreckeſt den in gra ank, Entzieht ſich allen und ſarg, Vor dem die fel⸗ ſen ſpringen. b kreux m freuden. Es nimmet an 4. Du marterſt ihn am litn — — —— — —2— —— — — X — — — — —— Dnn S— — — Don dem Leiden und Sterben JEſu. 129 —— 8 kreuzes⸗ ſtam Mit naͤgeln um und mit ſpieſſen: Du win ſchlachteſt ihn als wie ein lam, Machſt herz und n n, adern flieſſen, Das herze fan von der ſeufzer kraft, Die madern von dem edlen ſaft Des purpur rohten blu⸗ tes. O ſuͤßes lam! was „n ſe ich dir Dafuͤr erweiſen, daß du mir Erzeigeſt ſo viel . Mein lebetage wil ich b 86 Aus meinem ſinn g. un nicht laſſen. Dich wil ich ſtets, gleich wie du mich, u Mit liebes⸗armen faſſen. Du ſolt ſeyn meines her⸗ ſs licht; Und wenn mein herz in ſtuͤcken bricht, Solt du mein herze bleiben. Ich wil mich dir, mein hochſter ruhm! Hiemit zu deinem eigenthum Auf ewiglich verſchreiben. 6. Ich wil von deiner lieblichkeit Bey nacht und tage ſingen, Mich ſelbſt auch dir zu aller zeit Zum ii, freuden⸗opfer bringen; Mein bach des lebens ſol if ſich dir, Und deinem na⸗ mich dis manna „. Was ſchadet pir de men, fuͤr und fuͤr In dank⸗ pin barkeit ergieſſen: Undwas du an mir haſt gethan, Das wil ich ſtets, ſo tief ich kan, In mein gedechtniß d ſchlieſen.. 7. Erweitre dich meinnuuu herzens ſchrein Du ſolt einuu ſcatz⸗haus werden Der 1 ſ 38e, di viel groͤſſer ſeouu Als himmel, meer und erden. Weg ehr undiſtand der eitlen welt. Weg reich⸗ b thum, gold und alles geld! Ich hab ein beſſers fundentu Mein großer ſchatz, HEre JEſu Chriſt! Iſt dieſes, was gefloſſen iſt Aus deines leibes wunden. 8. Das ſol und wil ich mir zu nutz Zu allen zei⸗ ten machen: Im ſtreite ſol es ſeyn mein ſchuß, In traurigkeit mein la mehr ſchmecken wil 9 Im durſt iſts meine waſſer⸗ quell, In einſamkeit iſts mein ee, Und mein ge fehrt auf reiſen. la mein leben: Wenn mich des kreuzes hitze trifft: J SKHan 2E D achen: In froͤlichkeit mein ſaiten ſpiel. Und wenn mir nichts — „ 4 5 8 4 öD 3 1 5 * A 3— 130 Von dem Leiden und Sterben JEſu⸗ Kan mir es ſchatten geben. Setzt mir der ſchmerz der ſchwermuht zu; So find ich bey dir meine ruh, Als auf dem bett ein kranker: Und wenn des kreuzes un⸗ b heſtü Mein ſchiflein trei⸗ bet um und uͤm; So biſt du, HErr! mein anker. 10. Wenn endlich ich ſol treten ein In deines rei⸗ thes freuden: So laß dein blut mein purpur ſeyn, Ich wil mich darein klei⸗ den. Es ſol ſeyn meines hauptes kron, In welcher ich wil vor den thron Des hochſten vaters gehen, Und dir, dem er mich an⸗ vertraut, Als eine wolge⸗ ſchmuͤckte braut, An deiner ſeite ſtehen. b —— iebſter land! du 132 W ei⸗ dein leiden. Ich muß mit geſtorben ſeyn, Und dein tod gehoͤrt uns beyden: Darum rechne mir es an, Was du ſelber haſt gethan. Roͤm. 6,. 4 Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. mein, Ach! ſo ſchenke mir rachen ſtopfen; deinem todes⸗ ſch mal Lindern meine todes⸗ auahl. i Nim die ketten und af Wenn mich uum 3. das band, 35 meine feinde binden: Un ſchaft ſey. Was mein herz verbrochen hat, Wil ich ungezwungen ſagen. Hilf mir nur zu deinem thron, O du großer GOttes⸗ ſohn! 5. Petri mund verleug. net dich; Aber uns wirſ du bekennen. Gib, daß ich mit wahrheit mich Mag nach deinem namen nen nen: Und daß ich mag gan; 9 allein Dein und keines an.. dern ſeyn. 6. O du wunder der„ eduld! Wende von mir düe macht GOttes rache. Du, b. er 4. Caiphas und deſſen raht Suchen lauter falſche ui klagen: b mich heiß: Hilf doch ihren lghe Und von mam b inen weis Gib unt n mir die blut⸗rohte tropfen, g Daß ſie kuͤnftig auch ein⸗ aſpeiht. zerreiß mit ſtarker hand und Das gefaͤngniß meiner ſuͤn⸗ un den: Daß ich ewig los und u mh frey Von der ſuͤnden knecht⸗ en Eſu. Von dem Leiden und Sterben Jeſu. — difd a1 ü Ki leideſt ehns Hud Hifdoc 1n meiner boͤſen ſache, lind nit 8v vertrit mich im gericht, ftig 3 Wenn mir GOtt das ur⸗ meine theil ſpricht. die kett Zuͤchtige mein ſeiſch un eii, hhei ſie dic mi eiſſeln ſchlagen. Kr m m 1 1 mit deinem gut, Hilf ſint im mi auch mein kreuze tra⸗ 4 mnn gen, Ünd ſo oft ich denr in an dich, Laß mich weinen uber mich. ewig rſünng 8. Stille allen meinen ſchmerz, Weil du ihn be⸗ 4s un icj reits empfunden. Labe alauniſ mein verſchmachtet herz, as mß Heile nuch durch deine z hat, N wunden. Waſche michmit n ſaga N deinem blut: Kreuzige den deinnt boſen muht. 9. Mein GOtt! mein ber uun gewiſſer zuverſicht, Mei⸗ Ghlih nen geiſt in deine haͤnde. it mch Hilf mir ſagen: gute nacht,/ 1 nana Hut ſey lob! es ſt voll bracht. Mel. Nun lehe alle waſder. Hu⸗ brunaueud a aller liebe! Bau dich aus liebes⸗trie⸗ 1 ichmeg Gce und tinn GOtt! laß mich nicht, Ich ſe N befehl am lezten ende, Mit ſe be Du wolteſt blut und leben Fuͤr uns zum opfer geben, lhas zu erretten von dem tod. 2. Du liebteſt die gemei⸗ ne, Und machteſt ſie gan reine Von ſuͤnden, durch dein blut. Du heiligteſt die ſeelen, Die dich zum ſchatz erwaͤhlen, Durch dieſe theu⸗ re lebens⸗fluht. 5. dch Ach laß dein heibg leiden Auch unſre ſeelen kleiden Den ſchmuck der hei⸗ ligkeit. Laß deinen geiſt und gaben Auch unſre her⸗ en laben, In wahrer glau⸗ dens⸗freudigkeit. 4. Die alte luſt der ſuͤn⸗ den Hilf uns nun uͤber⸗ winden, Als dein erloͤſte chaar: Da deine gnad er⸗ chienen; So ſtell uns, dir und leben i bar. 3 655 ſtr B1 Fuͤr uns in tiefe noht: ſert weg d 4 unſer gen. Er opfert 2⸗ ſich zu dienen, Voll neue kraft 332 Von dem Leiden und Sterben JEſi. ſich GOtt auf Zum liebli⸗ chen geruch, An dem ver⸗ dein IEſus fluchten holz: wird ein fluch. 2. Sein ſegen iſt nun mein, Er hat ihn mir er⸗ worben, Da er am kreuzes⸗ ſtam Fuͤr meine ſchuld ge⸗ ſtorben. Es kan nun das geſet Mich nicht vermale⸗ eyn, Weil ich in Chriſto bin: Sein ſegen iſt nun mein. 3 3. Gerechtigkeit und heil, Sein geiſt und deſſen ga⸗ ben Sind ſeines leidens frucht, Damit er uns wil laben. Im glauben neh⸗ men wir An dieſem ſegen theil, In Chriſto finden wir Gerechtigkeit und heil. 4. HErr! mache mich erecht. Errette meine ſee⸗ e, Daß fuͤr den ſegen ich Ja nicht den fluch erwaͤhle. Weil du mich haſt erloͤſt, Laß mich der ſuͤnden knecht blut, HErr! mache mich gerecht. 5. Dein ſegen kroͤne mich, O JEſu meine won⸗ ne! Dein geiſt helebe mich, 5 ſegen kroͤne mich. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ff 127. G ZSu 9 wenn memn herz erweget, Was uns das zeugniß deiner ſchrift O meine lebens⸗ſonne! Ge⸗ hi Dun ſegneter des HErrn! Geuß iitten auf mich mildiglich Dein 4ℳ blut und deſſen kraft; Dein uite — — Von deiner pein vor au mn ſh en leget, Daß es den zweck um lahe es leidens trifft: Laß uume mich nur nicht die juden ſchmaͤhn, Noch blos auf 17 ihren frevel ſehn. 2. Laß mich vielmehr äuil mit wehmuht faſſen, Was dich in ihre wuht gebracht. die ſchnode ſuͤn⸗ m Laß mich die ſch de haſſen, Die dir, HErr! alle noht gemacht, Und deren ſchweren fluch und laſt Du ſo voll angſt getra. i gen haſt. alle ſe en auf de e 3. Fuͤrwahr du eugfſ* merzen, Und nah⸗ iu meſt unſre krankheit weg: ag Doch gehts den meiſten ſhiecht 1 herzen, Sie hlei em feden ſteg, i Und kreuzigen dich umn lha inn in Vom neuen, mit ver⸗ ehrtem ſinn. 4. Laß mir dein bittres marter leiden, HErr JE⸗ ſul recht zu herzen gehn, Und mir ſo tiefe wunden ſchneiden, Die immer blu⸗ tend offen ſtehn; Bis von mir alle liſt und macht Des ſatans gaͤnzlich weg⸗ gebrac„thh. 5. Was wuͤrd es helfen/ ¹ wenn ich ſuͤnge Von dei⸗ nem leiden noch ſo viel; uUnd mirs doch nicht zu her⸗ ge? Rechtſchaffne 5 P de ner zen druͤn buß iſt hier das ziel: Be⸗ kehre mich, o ſtarker held, Du heil und arzt der gan⸗ zen welt! 4 6. Ich lege mich zu dei⸗ nen fuͤßen, Laß meiner augen thraͤnen bach Sich haͤufig und alſo ergieſſen, Daß ein herz⸗triefend we und ach Um meine miſſe⸗ that entſpringt, Und mir durch mark und ſeele dringt. 7. Laß mich mit allem ernſte meiden, Was dir, — ——— ——— —. ——— — — — 4 cht nicht rauben, Noch meines mein heiland! nicht ge⸗ ich den ſunden auf der welt Abſterbe/ und in feſter treu Ein glied an deinem leibe 8. Ach ſtaͤrke ſtuͤndlich meinen glauben! Achſtaͤrke mich im kampf und ſtreit! Laß mir die feinde dich glaubens heiligkeit. Ich weiß, ohn glauben kan man nicht Dich ſchauen, HErr! in deinem lichht.. 9. Wer deine ſtriemeen, ſchmach und wunden Mit reifer andacht uͤberlegt, Der wird nicht uͤbermannt efunden, Wenn ſich des Futans heer erregt: Die⸗ weil ein ſoölches herz ver lacht, Woraus die welt ihr alles macht.... 10. Ruhm, ſchoͤnheit, wolluſt, ehr und guͤter, Auch alle ſchaͤtze dieſer zeit, Sind ganz allein fuͤr die gemuͤhter, Die Chriſti kreuz und niedrigkeit Ver⸗ achten, und dem zugethan, Was ihrem fieiſche ſchmei. cheln kanu. 1I. Brich, IEſu! mei. nen boͤſen willen Dunch das faͤllt. Ach! ſchaff durch b. tod und leiden, Daß y— — — — ſgedachtnis deiner auahl. 3 L 4 1 4 3 r 3 Sß 3e ſiolz, geſg und wol ſchweis, angſt und kreuzes⸗ pfahl Ertoͤdt in mir, durch falſcch und fündlich heit. Von Ickſu innerlichem Seelen⸗Leiden. 2 7102 o gehſt du nun 128. o JEſu! bun, Dein leiden zu vollbrin⸗ gen. Du wilſt, erſchricket leich dein ſinn, Selbſt 6 m dm tode ringen. Du ge So du auf men haſt, Uns menſchen zu eutladen. Der angſt am Wölberg gehſt du 8„Denn ſdadurch, heiland! trach⸗ eteſt du Zu heilen unſern ſchaben. hen it 6 4 drons⸗bach Mit ſchwer⸗ muhts vollen tritten, Den David auch mit weh und ach Bey ſchwerer zeit be⸗ Gritten Die juͤnger wan⸗ dich genom⸗ — mit furcht an jenen ort, deinen geiſt, Was irdiſch, Mel. HErrGOtt der duerforſch. bald Fuͤr jammer leblos werden. Du zitterteſt fuͤr Dein hlut⸗ſchweis floß zur ngen. Du erden. eſt hin, der ſunden laſt, V angeſicht Voll angſt, die dich betroffen, Und riefſt: mein vater! kan ich nicht Noch izt erleichtrung hoß fen? Mein vater, ach! c fleh zu dir, Kans ſeyn, ſo nim den kelch von mir: Und ſol ich ihn ja trinken, Wolan, ſo ſol dein wink ge⸗ ſ ſchehn; Doch laß mich nicht i fuͤr angſt vergehn, Roch in ſ der noht verſt nmit dir fort, Und gehn (Du wilt dahin, dochnat i allein, Die juͤnger ſollen zeugen ſeyn, Was du fuͤr h angſt hie traͤgeſt. ſach und weh, Als waͤrſt deſt fuͤr entſetzen kalt, Fielſt auf die kn und wolteſ roßer noht, Und warſt etrubt bis in den tod: 4. Du lagſt auf deinem ——— uken. troſt fuͤr dich, Er war nicht abzuſehen. Die juͤnger Wo du zu beten pflegeſt: zwar vermaſſen ſich Mit 3. Im garten zu Geth⸗ 1 ſemane War die betruͤbte ng d ſtelle, Da traf dich ſolches u deſt —yö— 5. Du ſuchteſt huͤlf und du in der hoͤlle. Du wur⸗ d mahnteſt ſie 48 Doch kaum raf dchn verlaͤſſet dich; AE 6. Den henihe jammert den älh deine pein: 7 und i ten noͤhten Stellt ſi ſich und zwar von deſſen innerlichem Seelen⸗ Leden. 3s m in den tod zu gehen: Du zum beten an; trat deine noht I . heran, So liegen ſie im un zSg chlafe. Die ſchaar der fein⸗ J 3 nhe ſich, Und alle welt d Du traͤg n allein die ſärae. In deinen groͤß b ein mnr engel bey dir ein, aß dir zun gfente treten. Den gro⸗ Fen ſchoͤpfer, der anizt ſeelen⸗ an gff bluts⸗tropfen Phlenoe Muß ein geſchoͤpfe ſtaͤrken. O GOtt! hie ſieht man hell und klar, Wie du ſo groß und wunderbar In hen deinen werken. 7. Und ach, mein heil! wie hat dir dis Doch wie⸗ derfahren koͤnnen? Weiß auch der fuͤrſt der finſterniß Wol eine ſchuld zu nen⸗ nen, Die er dir vorzuwer⸗ fen hat? Du kanſt ja kei⸗ ner miſſethat Von ihm be⸗ ſchuldigt werden; Dein reines herz ruft jederman 8 zeugen deiner un⸗ ſchuld an, Du heiligſter er erden! ſt verloren ſeyn: Und uͤr der ſuͤnden⸗knecht: Ich ſol te blut⸗ ſchideis. olt' in ewger qual and pein Ohn alle hulf dein erbarmen Zieht dich, du großer GOttes ſohn! . Herab vom hohen him⸗ mich armen. chwwacher geiſt len Herz, zunge, mund und ton erküngt, Und dir ucezug lob⸗lied ſingt, (So laͤſſet ſich doch ſo ſche laſt, Die du fuͤr mich ge tragen haſt, Dadurch ni cht ſatſam preiſen. 10. Doch, JE n weilich ſonſt nichts weiß; Tracht iich nur auf der erde, Daf deines namens ruhm und werde. res lob erhoͤhn, S 4 H* 5 zu dein heilig vorbild 8. Ich, ich, HErr! bin ſolte mit dem dchſtenu öt In einem pfule ſitzen, mels⸗thron, Zu bußen furu 9. Wie kan dir nun mein Die große uuuu treu bezahlen? Die mir dein treues herz beweiſt, Wenn auch zu tauſend ma dankbar zu rweuſen preis Recht ausg ebreitet Ich wil dein theu ſeh 1 4 ihn 8 rge aͤllig leben. Ber b 136 Veon dem Leiden und Sterben Eſu welt und ſuͤnde ſterb ich ab; Ach! laß mich doch bis in nmein grab Beſtaͤndig dar⸗ nach ſtreben. Mel. Chriſtus der uns ſelig ze.. 120 SCKer iſt der, der 129. K 2 ſeine noht Hier e betruͤbniß bis zum tod Ganz erbarmlich zaget? Ach biſt du es, JEſu nicht, Mei⸗ ner ſeelen wonne, Meines herzens zuverſicht, Meines lebens Famne lich biß 2. Ja, ach fretlich bi du der, Den ich ſehe ſtehen, Wo man geht von ſalem her An des ol⸗bergs hoͤhen⸗ BVoller ugſt und hangig⸗ keit, Voller quahl und ſchmerzen, Die mit hoͤch⸗ k bde ſo ſehnlich klaget? Fur nes⸗-laſt, So nicht zu er⸗ nen treuen ſinn; Daß du voller zagen Traurig geheſt her un hin, Und fuͤhrſt he olche klagen. 1 5. So betruͤbt gehts auch daher, Wenn der tod berucket Den, dem ſein ge⸗ wiſſen ſchwer, Das ühn qualt und druͤcket. Ach! die ſunde, die man weiß, Daß ſie GOtt wil raͤchen, Macht ſo aͤngſtig und heiß, Wenn das herz ſoll brechen. 6. Zwar leidt IEſu ſolche quahl Nicht fuͤr ſeine ſunden: Denn er kont im himmels⸗ſaal Ewge frend empfinden: Sondern durch X ſtem weh und leid Sich ge⸗ e zauft im herzen. 3. Aber warum kraͤnkſt du dich, O du troſt der jammerlich Deine ſeele guaͤlen? Aengſtet dich des todes pein? Scheu ſt du dich zu ſterben 2 Wilt du nicht mehr nerwerbend: ſein heilig blut Wil er nur verwehren, Daß des hoͤch⸗ ſoll verzehren. nagt am herzen, Und in lezter ſterbens⸗noht Haͤuft viel tauſend ſchmerzen: So lhat Chriſti traurigkeit ſur Fina, dn 4 Acht dee ſchwere or. gruͤnden, Die du auf dem ftn alſe haſt, Nebſt der men⸗ ſ unden, Martern dei⸗ fndeſ 4 O du troſt der ſten eifer glut Uns nicht ui ſtelen? Was mag doch ſo ſoll verz 7. Hinfort nun, wen uns der tod Druͤckt und und zwar von deſſen innerlichem Seelen⸗Leiden. 137 ſolches ſchwere leid Reichen troſt gefunden. 8. Doch weil wegen fremder ſchuld IEſus vol⸗ ler zagen An dem oͤl⸗berg blagen, Ey, ſo laßt uns in der zeit Uns fuͤr ſuͤnden huͤ⸗ ten, Daß ſie nicht in ewig⸗ keit Im gewiſſen wuͤten. 9. Kraͤnkt die ſuͤnde den r. M ſo ſehr, Der ſie nicht be⸗ ruͤcet gangen, O wie wird ſie mir vielmehr, Den ſie haͤlt efangen⸗ Fuͤrchterlich und ſchrecklich ſe ich ſeyn, Ke und zaghaft machen! Wenn ſie zur gewiſſens⸗pein Wird in mir erwachen. 10. Darum weich, o ſfuͤn⸗ - den⸗nacht! Die ich ganz an verlaſſe: Meines JEſu trauren macht, Daß dich nun haſſe. JEſu! hilf, wenn ich forthin Deiner angſt gedenke, Daß ich mei⸗ n. naes herzens ſinn Stets zum uun en guten lenke. Melodey 9. rwuͤnſchter brunguell al⸗ hat erduldt Dieſe ſeelen⸗ſergieſſe uns uͤberwunden, Und fuͤr traurigkeit erfuͤlt? MNusz deine zarte menſchheit lei⸗ nes vaters ſanftem ſchooß. Von ſchmerzen, die dich jezt gebunden, War deine gottheit frey und los. Es war dein ſelig freuden⸗leben Mit lauter licht und glanz umgeben. 5. Wie koͤmt es denn, daß deine ſeele Jezt lauter angſt und trauren ſpuͤrt, Die doch mit troſt⸗ und freuden⸗ oͤle So uͤber Wie darf das zittern und ſchwenglich balſamirt? das zagen Sich an die freu⸗ den⸗quelle wagen: 4. So viele theure wahr heits⸗zeugen Sieht manm mit unerſchrocknem muht Auf ihre ſcheiter⸗ hauſen ſteigen; Sie ſingen in der i6 ler freuden„Wirſt du mit 3J5 eiſſen gluht. Man ſieht ſieuu kaſh, ohn entfaͤrben, Inu unerhoͤrter marter ſterben. 5. Wie koͤmts, daß deine — Von dem Leiden und Sterben en JEſu angf mußt du empfinden In der lezten trauer⸗nacht! och du wolteſt aus den ketten Aller angſt mich ganz erretten: Dein blut war Fuͤr die ſuͤnde b das loſe⸗geld aller welt. b 51 Gib, mein heiland! da blutſchweis mich abziehe Won der breiten ſuͤnden⸗ hah Laß mich wider mich flt ſſt kaͤmpfen Bis aufs lut: und hilf mir dampfen Alle luſt, die dich verhoͤhnt: Wer recht kaͤmpfet, wird gerromt Laß mich deinen Eiteis bedenken, Den es dir gekoſtet hat„Mir die Daß ich, auf dem tugend⸗ pfad Stets zu wandeln, ia ergebe, Und dir, Scer. zu ehren lebe, Ja fuͤr deine liebes⸗treu Ewi glich dir dankbar ſey .. Fiel dein blut⸗ ſchweis auf die erde; So bin ich fauch erd und thon. Gib, aß er ein thau mir wer⸗ e In der hitz, o gnaden⸗ hron! Wenn mich ſun⸗ die muͤhe, Welche du an mir gethan, Und dein den⸗ angſt wil druͤcken; So laß ihn mein herz erquik⸗ ken, Auch in herber todes⸗ pein Meinen lebens⸗ bal⸗ ſam ſeyn. Von dem uſerlichen Leiden IE Eſu. Mel. IEſu meines lebens leben. 133. S eune un lam! wunden inſer heil deſße feſt geſetzt: d wie hart wirſt du gebunden Und dein heilger leib verletzt! Dei⸗ ner henker ſtrenge haͤnde Wiſſen in der wuht kein ende: Und du giebſt mit ſtil⸗ 54 ſinn Dich in ihre fef 1 ſe himmels ruh zu ſchenken; hin. 2. Mehr, als zehen le⸗ gionen Derer, die um je⸗ nen thron Deines großen vaters wohnen Stehn bereit, o men chen⸗ ſohn! Deine ketten zu zerſchla⸗ gen, Deine feinde zu veria⸗ gen: Aber du verlangſt es nicht, Daß man deine ban⸗ de bricht. 3. Du biſt ſelber reich an 3arde, Kraft und all⸗ macht wohnt bey dir; Abgr ier 4 V hes lebenst , di w) 1 eines h gemuͤhte Ganz von und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 141 hier in dieſem werke Geht geduld der allmacht fuͤr: Denn ſonſt muͤſten band und ſchlingen, Wie des Simſons ſtricke, ſpringen, Und demn heller GOttes⸗ rahl Stuͤrzen deiner fein⸗ ezahl. 4. Frommes lam um meinet willen Streckſt du deine haͤnde dar; Um die hriften zu erfuͤllen, Laͤßt du von der frechen ſchaar Allen frevel an dir uͤben: Und dein unvergleichlich lieben Nimt die feſſel wil⸗ lig an, Die es doch vermei⸗ den kan. 4 6 Alles, was du aus⸗ geſtanden, Iſt zu meinem troſt geſchehn: Und die ſſch ſchmach von deinen banden Macht, daß ich kan ledig gehn. Da man dich ge⸗ fangen fuͤhret, Bleib ich fre und unberuͤhret; Weil u deiner ketten laſt Mir zu gut getragen haſt. .„6. Habe dank fuͤr dieſe guͤte: Gib nun deinen ban⸗ den kraft/ Und beſrehemenn . der ſuͤnden⸗ haft: Daß ich mich von ihren ſtricken Laſ⸗ Daß ich, von der ſuͤnde erloͤſten geiſt Keine andre deiner furcht und liebe Le⸗ 1344. Deee 3e ſterniß, Die IEſum hart freund. ſe nimmermehr beruͤcken; frey, Dir zum dienſt ver⸗ bunden ſeeey. 7. Laß in meinen le bens⸗tagen Den durch dich bande tragen, Als die du mich tragen heißt: Bande gen meinem fleiſches⸗triebe Deine liebes⸗ſeile an, Daß iich dir nachwandeln kan.. 8. Sol ich einſt die ehr erlangen, Daß ich, deines geiſtes voll, Auch in an-æ dern feſſeln prangen Und fuͤr dich hie leiden ſoll; Ach! ſo laß mich in den banden, In gefaͤngniß, ſchmach und ſchanden, Ja in aller to⸗ des⸗pein Ein dir gleiches laͤmlein ſeyn. 1 * * Mel. Ich ruf zu dir Hrrꝛc. gedruͤcket: Er ward, da er ſich kuͤſ en ließ„ Verrahten und beſtricket. Die falſch⸗ heit grüßt den kreuſten Mit ſchwertern 142 Von dem Leiden und Sterben JEſut und mit ſtangen, Voll ver⸗ ngen Kam der ergrimte feind, Den HErren Chriſt zu fangen. .2. Oſanftmuht! die den ſunder trug, Und nicht mit onner⸗keilen Den falſchen mund zu boden ſchlug; Leit mich in deinen ſeilen. Du nimſt von Juda jenen kuß; Drum kanſt du den nicht haſſen N verlaſſen, Der dich in wahrer buß Und glauben wil umfaſſen. Err! ich bekenn es, oft In thoͤrichtem gelt, Das auf genuß itlen hofft, Die welt mit lieb unangen. Doch gonſt du Juda dein geſicht, Der liſt und trug veruͤbet, Dich betruͤbet; Ach! ſo ver⸗ ſtoß den nicht, Der dich auf⸗ richtig libet. 4. Ich nahe mich, mein heil! zu dir, Du heiſſeſt mich ja kommen; Ach! nim den treuen kuß von der frommen, Mein herz wil dich, der ſuͤnder hen, Umarmen, doch mit ſchaͤ⸗ men, Buß, und graͤmen: mir, Du troſt und heil ch Dich, niemand von mir nehmen. b meinen ſchluß, Dich nim⸗ ſmermehr zu laſſen, Bis mich einſt wird dein gna⸗ umfaſſen: Wo ſich ſtets treu und wahrheit kuͤßt/ Wo nie die reinſte freuden Von mir ſcheiden: Wo mir dein troſt verſuͤßt, Was bitter war zu leiden. 6. Mein freund! fragſt du den falſchen feind: Owar⸗ um biſt du kommen? Du zeigſt ihm, als ein ſeelen⸗ freund, Wie leicht er aufge⸗ nommen, In lieb umarmet werden ſolt; Im fall er nur Im glauben kuſſen wolt: O welche huld und treue! 7. Nun dieſer treu erinn⸗ re mich, Wenn mir die ſuͤn⸗ den ſchmeicheln, Empfind ich falſcher zungen ſtich, Und boͤſer menſchen heu⸗ heln: So goͤnn mir deinen treuen raht, Wenn troſt in leidens⸗ſtunden Ganz verſchwunden: Kom, hilf mir in der that, So ſol den beſten theil, ich treu erfunden. 8. Man ——— — — 5. Ich halte dich: ſtaͤrk den⸗kuß In jenem reich —— — — — — — — — 1— ———— mit reue Dich aufs neue — — — — — — — Dich hab V —————— —— 1 — — — — — — — — —— —.= —— — —— —— ——— —— — —= —— —— —y =—- ——— —— 5 6 8. Man ſucht mit fackeln in der nacht Dich, helle lebens⸗ ſonne! Mein herz durch deinen glanz erwacht, Verlangt mit deiner won⸗ ne Und freundlichkeit er⸗ eng ne U Keit enem gp fuͤllt zu ſeyn; Bis deine s einfi d eant jeb unum mfalan h anfm iſſ b undnn. 1 umrd u, En rnaet t p — — — hand mit freuden Mich wird kleiden In ſteten glanz und ſchein, Den nichts von mir ſol ſcheiden. Von dem Leiden IEſu vor dem geiſtlichen Gerichte. Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. Das fuͤr ſchan⸗ 135. G muß ertragen GOttes ſohn, der wahre GOtt! Ach wie wird ſein haupt zu⸗ ſchlagen! Der verbundnen augen licht Schont kein fre⸗ vels⸗diener nicht. 2. Meine ſinnen koͤnnen nicht Allen ſchimpf und hohn bedenken, Welche dich, o lebens lich der betruͤbten! kraͤnken: Ach! in dieſer trauer⸗nacht Stuͤrmt auf dich der hoͤllen macht. b 3. Dieſes alles haſt du und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 143⁵]g hingerahten? Was habi doch ſo treu geliebt de, was fuͤr ſpott, Was fuͤr laͤſtrung „(CGalſche zeugen 136. Baineeugm t! Sonne verleumdte dich, zwar, Liebſter heiland aus⸗ geſtanden Von der kriegesd⸗ knechte ſchaar, Die dich hieltu in harten banden: Aber bey der tywranney War ich armer mit dabey. ſ 4. Strafe nicht in deine grim Meine ſchwere miſſe⸗ thaten, Hoͤre meines wei⸗ nens ſtim. Ach! wo bin 8 an dem veruͤbt Der mich 5. Hab ich zu der boͤſenuuult rott Und zu ſpottern mich geſellet: Ach ſo gib nun mehr, oGOtt! Daß dis ganz ſey abgeſtellet. Hin.. fort halt ich mich zu dir, Treuer JEſu! hilf du mir. Von den falſchen Zeugen wi⸗ der Iöſum Mel. JEſu deine heilge wunden. Klagen dich, mein JEſu! an, Die man nur dazu ge dungen, Die dem ſatan zugethan. Satan ſelbſtul leumdte Bis erut ſchimpflich von dir wich: Und ſo hilfſt du nochin gna⸗ 144 Bon dem Leiden und Sterden JEſut den Dem der ſatan ſucht zu ſchaden. HErr! leiden, Wenn die boſe zunge ſticht. Laß mich alles das vermeiden, Was ein luͤgner von mir ſpricht. Laß mich ohne heu⸗ cheley, Voll gerechtigkeit —* und treu, Wahrheit ſtets im munde fuͤhren, Und die zunge wol regieren. 3. Laß mich alle falſch⸗ heit haſſen, Laß mich, al⸗ len lugen feind, Das ver⸗ leumden unterlaſſen; Daß mmein mund der wahrheit reund Iſt, und bleibt/ mund im gericht Nie ein fal⸗ ſhes zeugniß ſpricht: Weil die falſchheit unterlieget, unnd die wahrheit endlich 4. JEſu! wenn ich auch her leide Falſcher leute ſchand⸗gedicht; Sey dein leiden meine freude. Muß ich dort vor dein gericht, Dem man nicht entgehen kan; Ach ſo ſieh mich gnaͤ⸗ dig an, Was mich dort koͤnt bberdegen,dagdeng dein verdienſt, HERR! f 5 8 6 5 — —= „* Von Petri und Judaͤ Suͤnden h bey dem Leiden JEſu. 137. 99 dir zu ſinne, Da dein Petrus, welcher dich Sehr geliebt vom an⸗ beginne, So gar hart ver fluchte ſich, Daß er nicht dein juͤnger ſey, Nur daß er ſich machte frey Von dem ſpott⸗ und hohn⸗gelaͤchter Jener rohen knecht und waͤchter? 2. Zwar man legte ſtrick und bande Dir mit groͤß⸗ tem frevel an: Zwar man hat dir ſchmach und ſchan⸗ de Ohne maaßen ange⸗ than: Backenſtreiche, ſpott und hohn, JEſu! marterte dich ſchon; Doch dich hat auch dis gequaͤlet, ſii Daß dein juͤnger ſo ge⸗ fehlet. 3 6 Doch dir giengen die ſe ſchmerzen, Die dir Pe⸗ u gebracht/ Nicht ſo a tri fall ſehr und tief zu herzen; Als die angſt, ſo dir ge⸗ macht Judas, das verlohr⸗ ne kind, Dem die unerlaß⸗ — ſchweigen. Ine ſund Hier den tod, und nach Mel. IEſu deine heilge wunden. Eſu! wie war —*— —— == — — hern ſſcimg —— — — — —— — — y— — — — — — —— — — —— — ——ÿ— ———— — — — — — ——— — —— dirbet. und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 145 nach dem leben Hoͤllen⸗ quahl zum lohn gegeben. 4. Zwar hats Petrus grob verſehen, Daß er ſei⸗ a nen HErrn verneint, Nur dem ſchimpfe zu entgehen: Doch er gehet und beweint Dieſe ſuͤnde bitterlich, Und haͤlt ſich allein an dich, Als durch den die ſunder leben; vergeben. 5. Judas aber ner bosheit hin, Hat der wahren buß vergeſſen, Und geraͤht auf ſolchen ſinn, Daß er, als ver⸗ hock verrucht, Deine gna⸗ e Und an leib und ſeel ver⸗ 6. JEſu! hilf mir durch dein leiden, Deine bande, hohn und ſpott, Allle ſuͤnd und laſter meiden Von jezt an, bis in den tod. Solt ich aber mich verſehn; Laß mit Petro mich aufſtehn, Thraͤnen, ſo wie er, ver⸗ gieſſen, Nicht mit Juda ewig buͤßen. Mel. Wer nur den lieben G Ott. Daß ich nun von der ſela⸗ Drum wird ihm die ſchuld aber war vermeſſen, Gieng in ſei⸗ bin blos von gerechtigkeit, e nicht mehr ſucht, End⸗ lich in ver weiſtung ſtirbet, der ſchweren hoͤllen⸗pein unch frey aus reinem trie Von JEſu Leiden vor dem weltlichen Gerichte.. Sebundner JE⸗ ſu jene ſtricke, ſuu Womit man dir die hande band, Verſprechen mir einu ewig glucke, Und ſind mir ein verſichrungs⸗ pfand, ner glieder Beiammerns⸗ wehrte pein und ſchmach Giebt mir die ehre reich⸗ lich wieder, Die mir von uul Adam her gebrach. Ich Drum wird dein ſpott mein hreufleſd. ter de 3. Geſtaͤupter JEſu! jene ſchlaͤge, Die dein ſe ſtaͤupter ruͤcken fuͤhlt, Be⸗ zeugen, wenn ich ſie er⸗ wege, Was ſchon auf mich war abgezielt. Ich ſolt Auf ewig unterworfenut ſeyn.„„ 88ſſſ 4. Ach blutger IJEſu! deine liebe Iſtwarlich groß ja wunder⸗groß! Dumachf 4 ¹ 3 be 146 Von dem Leiden und Sterben ZEſu be, Du deckſt mich lieb⸗ reich, da ich blos. Ja du vergieſſeſt nur dein blut, Mein heiland! mir, ja mir ». Geduldger JEſu! wenn ich leide, So gib mir auch durch deine huld, Daß meinen geiſt dein beiſpiel weide, Und leit ihn liebreich zur geduld; Daßer dir auf der ſchmerzens⸗bahn Mit kan. 6. Getreuer IEſu! wenn ich ſterbe: So gib, daß ich den matten geiſt Mit deinem blute lab und faͤrbe, Das dir die geiſſel jezt entreißt. So geh ich ein zur ewigkeit, Womir kein leiden ferner draͤtt. Mel. 9. Erwuͤnſchter brunquell. 120 Som ſeelel mit 3 9„betruͤbten blik⸗ ken, Und ſchaue deinen braͤutgam an. Betrachte ſeinen blutgen ruͤcken, Den man fuͤr blut nicht kennen kan. Kom her, die dornen ſeine ſchlafe legen. 2. Hier ſtehet, wie ein ſtiller ſanftmuht folgen armer ſclave, Der HErr, den erd und himmel ehrt: zugehoͤrt: Hie läͤßt er mit dem fluch der erden net werden. 3. Erzittre, ſeele! wenn gruͤnen holz geſchieht. Be⸗ heſt/ Wenn dich der him⸗ der ruͤcke dem verſehret, Der GOtt den rucken nie gekehret. 4. Dein eitles haupt traͤgt manche krone, Die es doch billig demuht voll Vor deines ſchoͤpfers hohem * throne Zu ſeinen fuͤßen le⸗ gen ſoll. Hie laͤßt ſich deß alle kronen zugehoren. 5. Erſchrick, o ſeele! vor deine ſunden raͤcht. Koͤmt GOttes ſohn in ſolch ge⸗ drange; Was wartet au . n den boͤſen knecht? Muß zu erwegen, Die ſich um ſſelbſt die unſchuld ſtreiche fuhlen: Wie wird man mit dem ſuͤnder ſpielen? . — Hier duldet er dieſelbe ſtra⸗ fe, Die ſonſt den knechten Sein ſegens⸗haupt gekro⸗ du ſieheſt, Was an dem denke, wie du heimlich flie⸗ i mel zu fichzieht. Hie wird ——— ſen haupt entehren, Dem der ſtrenge, Damit GOtt — ——— — 3 — — — — — 4 — — — — — — 1 —— — ——— — ͦ— — B — ſtrice Grna —= und zwar von deſſen aͤu ſerlichem Leiden. Der 5. Achmittler! laß dein dun blut mich ſchuͤtzen, Wenn 1 a wacht. Laß du mir deine fchlage nuͤtzen, Wenn ich, soſchläge wehrt, voll⸗ bracht. aß deine dornen mich umzaͤunen, Wenn tod un hoͤlle mir erſcheinen. 7. Ich flieh al lhier Jaze deſbrn Dwunden, Ich Re b ich de uc haupt ut 5 welchen man dich angebun⸗ den Lenn auf mich blitzt des fluches ſtrahl. Wil w Moſis fab mich blutig ſchlagen; Wirſt du fuͤr mich in die ſtreiche tragen. 8. Geraht ich oft auf hoͤ⸗ ſewege, Fuͤhrt mich mein ufr fleiſch in ſuͤnden ein: So wird et wegen deiner ſc cht laͤge, Dein vater nun ge⸗ 4 linder ſeyn. Denn da auf da zuxxir dich die geiſſeln zielen, So ih aih verd ich nur die ruhte füh⸗ zn den es 9. Ich danke dir mit ract frohem herzen, Gerechtes zn retiu lam! fuͤr ſolche pein: Ich d an danke dir fuͤr deine ſchmer⸗ Iftch zen„ Die meiner ſchmer⸗ 8 Vr en pflaſter ſeyn. Ich 1, daß dich ornen be — — — —4 — —= — GOttes ſtrenger zorn er⸗ deinen kreuzes⸗pfahl, faſ b chen„Von welchen ich tan 3 roſen brechen. deiner erſten boten ſchaar, Die ſelbſt in trubſal vol⸗ ler Aehnnen In n ſchlägen voller jauchzen war: Die froͤlich und in vollem ſprin⸗ gen Geſtaͤupet von dem e rahte giengen. II. Erloͤſer! lege deinen dornen 2 Den ſegen⸗reichſten nachdruck bey. Gib ihnen kraft, mich anzuſpornen b Zu einer unverfaͤlſchten treu. Bis ich dir kan va⸗ ſelbſten dienen, Wo roſen iu dornen grunen. Mel. OGHe du frommer c. Keht, welch ein 23 menſch iſt Ihr menſchen, vomt znemnRene Ihr ungerech ten! ſeht Die unſchuld hir uenzehma Ihr ſuͤnder! merket auf, Hier bebt die J. r hoͤllen⸗kin. heiligkeit. der! weint, Der ſohn des dee ſh Seht, welch ein menſe ch iſt das! O blicke voller enich inen O antlitz voller K 2 10. Mach mich ſo treu durch deine ſtriemen, Wie ſchmach! — 48 Von dem Leiden und Sterben JEn— ſchmach— O lippen voller und tod! iſt das! gebunden? Sind eure luͤſte ſchlaͤgt? iſt das! Ach opfert thraͤ⸗ blut⸗ſchuld macht Das herze JEſu bluten. Geht ſchmerzen uͤber ſchmerz; In eures JEſu herz. iſt geſchehen. ſey. b 6. Seht,/ welch ein menſch dhnen, O haupt voll to⸗ des⸗ſchweis! O backen vol⸗ ler koht! O herze voller blut! O leib voll noht 3 Seht welch ein menſch Ach ſeht in ſeine wunden! Habt ihr, ihr ſuͤn⸗ der! nicht Den heiligſten nicht Die dornen, die er traͤgt? Iſts eure bosheit nicht, Die ihn ans kreuze 4. Seht, welch ein menſch nen⸗fluhten; Denn eure cht voruͤber hier, Wo Seht durch die offne bruſt ſder! Erſchreckt ihr nicht davor, Ihr undancks⸗volle ſuͤnder? Denn alles, was ihr ſeht, Hat eure ſchuld gethan. Die uuſchuld JE⸗ ſu giebt Euch ſelbſt zu tha 3. Seht, welch ein menſch iſt das! Ach ja, wir wollen ſehen, Was dir, omenſchen⸗ freund! Durch menſchen Solang ein auge blickt, So lange ſo! die pein, Die du fur uns ertraͤgſt, Auch unvergeſſen iſt das! Ach ſieh uns auch b in gnaden: Wenn wir uns voller buß In jammerthra⸗ Huuni nen baden; So laß den blich vom kreuz In unſre ſeele ehn, Und dein vergoßnes blut Fuͤr uns im mittel ſtehn. 7. Seht, welch ein menſch 8 iſt das! So werden wir dich ſchauen, Und unſern ganzen troſt In deine wun⸗ den bauen. Wenn ſich dein haupi nun neigt, So ſter⸗ en wir mit dir; unſer auge bricht, So leben wir dafuͤr. Mel. O G Ott du frommer ꝛc. 1 Teht, welch ein I 41. menſch iſt das! Ihr freche menſchen kin⸗ tern an. 1. 2. Seht, welch ein menſch iſt das! Ach ſeht! der iſt ge⸗ bunden, An dem derrichter ſelbſt Noch keine ſchuld ge⸗h funden. Wenn ſi 8 rſcmmag ne dani denemm dna V Darum iſt IEſus auch So 1. 3Seht welch ein menſch m ein baum, Von dem ein n balſam quillt, Der unſern mnm ſchaden wanam ſchmerzen de hh iſt das! Den dornen ſpit⸗ — verhoͤhnen! Mich jammert um ſeine ſchmach. aa zwar zur ſchmach In ſeine — und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 149] b funden. Ach ja, das oſter⸗ lam Muß ohne fehler ſeyn: unſchuld⸗voll und rein. 4 as! Seht, wie die ſtroͤ⸗ me flieſſen, Die ſich zu un⸗ denn hei So purpur⸗roht ergieſſen! Mein IEſus iſt heit Und alle zen ſtillt. 4. Seht, welch ein menſch zen kroͤnen. Hoͤrt, wie die laͤſtrer ihn Verſpotten und V h. Doch, wol mir! denn ich weiß, Dis alles diene mir Zum ewgen ruhm und preis. 5. Seht, welch ein menſch iſt das! Den rohr⸗ſtab, den er traͤget, Hat man ihm hand geleget: Doch meines heilands noht Wird mir inaller pein Die ſtuͤtze mei⸗ nes heils Und meines tro⸗ k ſtes dn 1 6. Seht, welch ein menſch iſt das! Seht, wie man ihn lam beſpruͤtzt, Dieſchmach zur reinigung Der ſeelen flecken nuͤtzt. 7. Ach JEſu! der du dich Der welt durſchan ge⸗ ſtellet: Gib, daß mir nie dein bild Aus meiner bruſt entfaͤllet. Verleih, mein treuſter freund! Daß deine [leidens⸗treu In mir, zu meinem troſt, dem Stets un⸗ ausloͤſchlich ſey. Von der Verurtheilung Jerzliebſter IE⸗ 142. ſu! was haſt du verbrochen, Daß man ein ſolch ſcharf urtheil hat — geſprochen? Was iſt die 6 thaten Biſt du gerahten? 2. Du wirſt gegeiſſelt und mit dorn gekro angeſicht geſchlagen und 3. Was iſt doch wol die beſpyen! Mein IEſu laß urſach ſolcher plagen? Ach 4 meme auchmir Hieraus eintroſt. wort bluͤhen, Daß, da desu ſpeichels wuſt Dich, reines ſchuld? in was fuͤr miſſe. Perdnet, dns verhoͤhnet: Du wirſt mit eſſig und mit gall getraͤ: ket; Ans kreuz gehenker].. 4. ₰ 6 wir 1 A — . Von dem Leiden und Sterben JEſu meine ſunden haben dich geſchlagen! Ich, ach HErr JEſul! ich haͤb es verſchul⸗ det, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich iſt doch dieſe ſtrafe; Der gute hirte leidet fur die ſchafe. Die ſchuld bezahlt der HErre, der gerechte Fuͤr ſeine knechte. 5. Der fromme ſtirbt, der recht und richtig wan⸗ delt: Der boͤſe lebt, der wider GOtt mishandelt. Der menſch verwirkt den tod, und iſtentgangen: Du gefangen. 1 Ich war von fuß auf voller ſchand und ſuͤnden: Bis zu der ſcheitel war nichts guts zu finden: Da⸗ fur haͤtt ich dort in der hoͤl⸗ le muͤſſen Ewiglich buͤßen. 7. O große lieb! o lieb ohn alle maaße! Die dich gebracht auf dieſe marter⸗ traße. Ich lebte mit der welt in luſt und freuden, Und du muſt leiden. 8. Ach großer koͤnig! groß zu allen zeiten: Wie an ich gnugſam alle treu ausbreiten! Keins men⸗ 8 zudenken, Was dir zu rfſ ſchenken. Jy. Ich kans mit meinen ſinnen nicht erreichen, Wo⸗ mit doch dein erbarmen zu vergleichen. Wie kan ich dir denn deine liebes⸗tha⸗ ten Im werk erſtatten? das dir angenehme, Wenn ich des fleiſches luͤſte daͤmpf und zaͤhme, Daß ſie aufs neu mein herze nicht ent⸗ zuͤnden Mit alten ſuͤnden. 11. Weils aber nicht be⸗ ſteht in eignen kraͤften, Feſt die begierden an das kreuz zu heften; So gib mir der nen geiſt, der mich regie⸗ re, Zum guten fuͤhre. 12. Alsdenn ſo werd ich deine huld betrachten, Aus lieb zu dir die welt fuͤr nich tes achten: Bemuͤhen werd ich mich, HErr! deinen willen Stets zuerfuͤllen. 13. Ich werde dir zu ſchmach noch gen Nichts von verfolgung, nichts von todes⸗ ſchmer⸗ ſchen herz vermag es aus⸗ zen Nehmen zu herzen. ehren alles wagen: Kein kreuz nicht achten, keine plagen: 10. Dochiſt noch etwas, eine fagen. — War von deſſen amerlichem Leiden. r 14. Dis alles, ob es zwar fur ſiblech zu ſchat⸗ zen, Wirſt du es doch nicht gar bey ſeite ſetzen; Zu gnaden wirſt du dis von —— ——— — — ——— beſchaͤmen. 15. Wenn, o HErr JE⸗ ſul dort vor deinem thro⸗ it. ne Auf meinem haupte ſteht die ehren⸗ krone: Da wil ich dir, wenn alles wird wol klingen, Lob und dank ſingen. b Melodey 10. ohn des hoͤch⸗ b 143. G ſten! ſolt du ſterben? Fuͤrſt, von dem das leben ſtamt: Wird der toͤpfer von den ſcherben, GOtt von menſchen hie verdamt? Sol das lebens⸗ licht erblafen„ Das uns ben giebt? Kan Bemunn licht b Sen a licht und le szuaſt ſen, Der auch ſeine feinde 3 lebtz b 2. Wareſt du doch kaum egeboren, Da Herodis grim und wuht, Zartes lam dir ſchan geſchworen, Dei⸗ un ne hand voll reines blut 3 fänad v mir annehmen, Mich nicht de Nach des vaters rahteu un man den ſo toͤdtlich haſ⸗ deinen heilgen (Lag ſchon he ſtecktes netz fuͤßen Ein ver bereit.—— V 3. Aber ehe deine ſtun kam, Stundeſt du auf fe⸗ ſtem grunde, Was der feind auch unternahm. Nun⸗ mehr, da die zeit gekom⸗ men, Die ſein weiſer ſchlus benant, Wirſt du vor ge: richt genommen, Wird der ftod dir zuerkant. 4. Es beflecken jud und heiden Ihre hand mit dei⸗ nem blut. Weil du wilt fuͤr beide leiden, Fuͤhleſt du auch beider wuht. Das dein tod an ſchoͤnen fruͤch ten Deſto reicher werden kan; Hoͤreſt du vor zwe gerichten Ein ſo hartes ur⸗ theil an. s. Mir war ſchon in edens garten, Du muſt ſter⸗ ben! angeſagt. Lam! ich ſolte das erwarten, Was dich martert, wuͤrgt und plagt. Ach wie groß iſt bes⸗ſchluß ſo feſt! Daß K 4 f du, In der wiege zu vergieſſen. In der ganzen lebens⸗zeit deine treue, Und dein lie 152 Von dem Leiden und Skerben IEſuͤ du, was ich furcht und ſcheue, Selbſt an dir voll⸗ ſtrecken läaßt. 6. Sey geprieſen, ſey verehret, Datz du deiner richter ſchluß So gelaſſen angehoͤret, Daß ich mich verwundern muß. Weil du ſtehſt an meiner ſtelle, Geht das urtheil mich vor⸗ bey. Weiſt mich das geſetz mr höͤlle⸗ Dein verdamt⸗ ſeyn macht mich frey. 7. Laß den alten men⸗ ſchen ſterben, Der zu herr⸗ ſchen ſich bemuͤht, Wel⸗ cher mich in mein verder⸗ ben, Dich in tod und leiden, zieht. Gib mir auf dem terbe⸗bette Durch dein todes⸗ urtheil troſt. Hilf, mein heiland! und errette, Wenn der tod das herz zerſtohſt. Von dem Hingange JIEſu nach Golgatha. Maelodey 10. 44 C˖dam, du mu⸗ 144. G ſter wahrer liebe! Ich verehre dein⸗ huld, Und die ungemeinen triebe, Welche dich fuͤr meine ſchuld Zu der ſchlacht⸗ daß ich in wahrer reu, Weil ſich eine ader ruͤh⸗ ret, Deiner guͤte dankbar ſey. a 2. Lam, das meine ſchul⸗ den buͤßet, Das den fluch der ſunde traͤgt, Das ſich zu der laſt entſchlieſſet, Die mein fall dir auferlegt: Laß auch meinen rucken tragen Die von dir ver⸗ ſußte laſt, Die in deinen leidens⸗tagen Du zuerſt ge⸗ tragen haſt. 3. Lam, das ſeinen to⸗ des⸗ſchmerzen Ganz getroſt entgegen kam, Und mit unverzagten herzen Alle marter auf ſich nahm: Gib, daß ich auch meinem leiden Friſch und frey ent⸗ gegen geh, Ja in jauchzen und in freuden Unter dei⸗ nem kreuze ſteh 4. Lam, das alle läͤſte⸗ ehoͤrt, Das den hohn er frechen zungen Durch 9 4 kein widrig wort geſtoͤhrt: Laß mich auch in ſolchen faͤllen Meines zornes mei⸗ iſter ſeyn. Wil das herz rungen Hoͤchſt gelaſſen an⸗ — = ———.— ——. —— — — — — — 3 —— z —ι 8— — —— — — 2 —— — —y x — — smune Das daſe igt, da neinen n von d xls —* — — 3 — — 8 — — — — — — — — — — — — ——— — — — — — — — — — — —— ———--—— ————— — — —— — u gegen hielt, Das den biß ch krone traͤgt: Das den helfen weiß: Kroͤne, wenn dund zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 153 ſ ich uͤbel ſtellen; Floͤß ihm deine ſanftmuht em. 5. Lam, das ſich mit harten ketten Ganz gedul⸗ dig binden ließ, Mich von ſatans joch zu retten, Das mir nichts, als tod, ver⸗ hieß: Reiß die allerduͤnn⸗ e ſchlingen, Das ſubtilſte and inzwey, Daß ich, ohne knechtiſch zwingen, Dein befreyter diener 8 6. Lam, das ſeine zarte wangen Jedem ſchlag ent⸗ erzoͤrnter ſchlangen Durch den ganzen leib gefuͤhlt, Das den blut⸗beſchwemm⸗ holz getragen, Das zum opfer noͤhtig war, Und nach uͤberhaͤuften plagen, Auf den traurigen altar Wil lig ſich erhoͤhen laſſen: Gib, daß in der lezten noht dich mag im glauben und tod. guͤte, Deinem 9. Lam, erzeige mir die ſerben gleich zu ſeyn. Fuͤhre mein ver fuͤhrt gemuͤhte Doch in deine wunden ein, Da ich fuͤr des zornes blitzen, Fuͤr 1 5 en, Meines todes gift dem ſturm der boͤſen welt Kan in ſtillem friede ſitzen,— ten ruͤcken An die ſaͤule hin⸗ eſtellt; Laß mich dieſe luht erquicken, Wenn ich ſcheide von der welt. 7. Lam, das ſtatt der ehren⸗binde Eine dornen⸗ 8 fuuch, den unſre ſuͤnde In em paradies erregt, An dem heilgen haupt em⸗ pfunden, Und uns nun zu ich uͤberwunden, Dort mein haupt mit ehr und preis. zerfaͤllt. Mel. Wer nur den lieben GOtt. m uf, ſeele! nim 145 4 M die glaubens fluͤgel, Und eile mit nach Golgatha: Dein JEſus Wenn auch ſelbſt die welt geht zum ſchaͤdel⸗huͤgel, Und pflanzet deine wol⸗ fahrt da. Er trit den we ich ewig leben kan. 2,%G er kreuz⸗ pfahll beuget ihm den rucken, Er 8. Lam, das ſelbſt das ſchmachtet unter K ſolcher laſt: u 154 Von dem Leiden und Sterben JEſu laſt: Doch mehr wil ihn ihr eitle gange, Darauf die ſuͤnde druͤcken, Die er voll huld auf ſich gefaßt. Ach ſeele! ſchlag einmal in dich, Denn JEſus leidet ja fur mich. 3. Betruͤbte bahn, mit blut beſpritzet, Das aus den vielen wunden floß Laſt, unter welcher JEſus ſchwitzet, Laſt, die da groß/ und uͤbergroß! O du ge⸗ duldges laͤmmelein! Ach koͤnt ich dir doch dankbar ſeyn!. 4. Fuͤrwahr du traͤgeſt unſer wehe, Du ladeſt * 3 unſern ſchmerz auf dich. Dein heugen bringt uns in die hoͤhe, Und unſre krank⸗ heit mindert ſich. Du hiſt es, der uns raht ertheilt, Und uns durch ſeine wun⸗ den heit. 5. Laß deinen weg zur ſchaͤdel ſtaͤtte Mir noch ſo⸗ dann recht troͤſtlich ſeyn/ Wenn ich den todes weg betrete; Und floͤſſe mir dis wort noch ein: Daß ich durch deine ſterbens bahn Den weg zum keben fin⸗ den lan. ihrt denn hin, die welt ſich luſtig macht, Ich folge IEſu durchs ge⸗n draͤnge Der kreuzes⸗bahn um und todes nacht; GOtt lob! daß mich die hoffnung kuͤßt/ Daß ſie ein weg zum leben iſt. b Mel. Herzliebſter IEſu was ꝛc. 1:am GOttes! ni 146. S das zur Welch eine ſchmach haſt du dabey verſpuͤret! Man fuͤhrt dich hin zum kreuz voll ſchmach und ſpottes, O du lam GOttes! tod, verſcherzt das teben: Drum wilt du dich fuͤr uns ans kreuz hingeben. Denn daß wir nun zum leben ſind verſuͤhnet, Haſt du verdienet. 3. Erſchrecket doch, ihr u ſuͤnder! da ihr ſehet, Welch einen ſauren weg das lam ua izt gehet. Ach! ſolt euch ug dieſes nicht zur buß er⸗ Und Höcht er. a frommen, auf! uit wecken, ſchrecken! 4 * &△ tihr andh mit IEſu eilen e Aus ſchlacht bank iſt gefuͤhret: 2. Verdienet war der —.— — ter ICſan 147. G und zwar von deſſen änſerlichem Leiden. I55 Aus ſodom, und in ſunden nicht verweilen. Sucht voon der laſter⸗ſtraße weg zu kommen; Auf auf! ihr frommen. 5. Daß ich mit dir das leben moͤg ererben Kom ich, mein leben! und wil mit dir ſterben, Mit dir mein fleiſch zur kreuzigung hingeben: Sey nur mein leben. n. 6. Gib kraͤfte, wenn ich auch mein kreuz ſol tra⸗ n: da auff der leidens⸗ ahn nich nicht verzagen. Durch deinen ſchweis und blut, als lebens ſaͤfte, O HErr!l gib kraͤfte. 7. Zum himmel wolſt du mich auch endlich fuͤh⸗ ren, Mich kraft im tode ſelber laſſen ſpuren. HErr, fuͤhr mich einſt aus dieſem welt⸗getuͤmmel Hinauf zum himmel. Von der Kreuszigung IJEſu. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Sdenn ich jezt 3 ohne thri nen bliebe; So waͤr ich haͤrter als ein ſtein, Nun ſa du, o JEſu, meine liebe! Ans kreuze muft genagelt ſeyn, Und da die laſt der ganzen welt Auf dich unnd deine ſchultern faltt(. 2. Dein haupt, an dem man ſonſt gefunden Denu angenehmſten ſternen⸗ glanz, Iſt jezt gekronet und umwunden Mit ei⸗ nem ſpitzgen dornen⸗kranz. Dein wunder ſchoͤnes an geſicht Iſt durchaus uͤbel zugericht. 3. Die haͤnde, die vor wenig tagen Sehr große wunder noch gethan; Sind izt mit naͤgeln angeſchla⸗ gen, Daß ſich nun keine ruh⸗ ren kan: Die fuͤße leiden gleiche pein, Als die auch angeheftet ſern. 4. Und wer iſt denn um dich zu finden? Mein hei⸗ land! ach! ein moͤrder paar, Das wegen miſſethat und ſuͤnden Durchs ganze land beſchrien war: Da ſtellet man dich mitten ein, Um dadurch recht be⸗ ſchimpft zu ſen. 5. Nun habe dank fuͤr alle ſchmerzen, Die du am kreuz erduldet haſt. Dein ſtod ertheile meinem her⸗ 56 Von dem Leiden und Sterben JEſu 4 zen In allen noͤhten rul und raſt. Und wenn ich ſterbe, komme mir Zum tnoft dein blutig bildniß Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc. I 40 ſpoch HErr! wie 148. M chrecklich iſt dein grim! Jezt hoͤr ich deine donner⸗ſtim: All huͤlf wil mir zerrinnen. Doch, mein GOtt! vergoͤnne mir, Daß ich erſt reden mag vor dir, Eh denn ich muß von hinnen. 2. Schau doch, o from⸗ mer vater! an Den, der fur uns hat gnug gethan, Und was er hat erduldet: Iſts nicht dein allerliebſter ſöhn? Der ausgeſtanden ſpott und hohn Fuͤr mich, der ichs verſchuldet? 3. Er iſt der ſohn, ich bin der knecht: Dennoch, aufdaß ich leben moͤgt, Haſt du ihn laſſen toͤdten: Wie er denn auch gehor⸗ ſamlich Zum kreuz⸗tod ein⸗ geſtellet ſich, Geholfen mir aus noͤhten. 4. Er iſt, der mit dir al⸗ les ſchafft, Den du gezeugt aus deiner kraft, Den haſt du mir geſchenket, Daß er ſich macht zu rechter zeit un Theilhaftig meiner duͤrf⸗ Vll tigkeit, In todes⸗pein ge ſenket. §. Drum ſchaue doch, o GOtt! und merk Auf dieſes große gnaden werk, Dem keines zu verglei⸗ chen: Deins ſohnes leib haͤngt ausgeſpant, Gleich⸗ wie ein rohtes blut⸗ge⸗ wand: Dis laß dein herz erweichen.. 6. Schau doch, wie blu⸗ ten ſeine haͤnd, Daß man fur blut ſie kaum mehr kent: Vergib, was ich fuͤr ſuͤnden Mit meinen haͤnden hab gethan; Ob ich ſie ſchon nicht zaͤhlen 1 kan, Dein augen ſie doch finden. b 7. Schau an, mit was fuͤr grauſamkeit Hat man ſein allerheiligſt heit Mit einem ſpeer durchdrungen! Erneure wic aus großer gnad, Durch dieſes waſſer⸗bad, Das hieraus iſt entſprungen. wie deinem kind Durch⸗ graben — 2——— dieſes edle fi 8. Schau, vater! ſchau hu maaden n augen Drum wollſt du ſelbſt mich zeigt, Daß er den tod nicht Gh ſcheue. Von wegen ſeiner w. eundlichkeit Sey zur er⸗ a gar verwundt, An ſeinem und zwar vondeſſen auſerlichem Leiden. 57 graben ſeine fuͤße ſind! Laß meinen fuß nicht gleiten. Die welt ſehr ſchluͤpfri macht die bahn, Ohn di ich leichtlich ſtraucheln kan 1 leiten.;. 59. Schau doch, wie er ſein haupt geneigt Am kreuz, und jederman ge⸗ armung mir bereit: Dein arm geſchoͤpf erfreue. 10. Schau, HErr! wie iſt ſein herz entbloͤßt! Weil man ihm ſeine ſeit durch⸗ ſtoͤßt: Wie blaß ſind ſeine wangen! Der leib ver⸗ ſchmachtt, der mund er⸗ bleicht, Den armen alle kraft entweicht, Die bein geſtrecket hangen. II. Die augen brechen, die geſehn, Was in der ganzen welt geſchehn; Das blut die fuͤße netzet, Das blut, ſo aus den wunden fließt, Und ſich wie eine fluht ergieſſt, Das uns in gnade ſetzet. 12. Die glieder ſind ihm ſchmerz hat ja kein ende. grim dich wende. treuer GOtt! Von wegen deines ſohnes tod All ſchulden mir erlaſſe: Weil b 149. 8 Setz dich unter Chriſti kreuze, Und bedenke, was buße reize. du mehr als ſtein! 2. Schaue doch das jam⸗ blut mit ſtroͤmen quillt, Daß ihm alle kraft entgan gen. Ach, mein JEſus, welche noßt 1 Haͤngt er⸗ blaſſet, und iſt todt. ſchuld! Alles das Alles das hatt ich verſchuldet; Und 5 leib iſt nichts geſund, Dder Gedenk an dieſe ſchwere ſtraf, So deinen ſohn um kreuz betraff; Von deine *13. Ich bitte dich,koo er ja meine miſſethat Uam kreuz fuͤr mich getilget hat, Der ichs mit glauben faſſe. Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. h Weele! geh auff dich da Fuͤr ein trieb zur uße reize. Wilt du un empfindlich ſeyn, O ſo biſt mer⸗bild Zwiſchen erd und himmel hangen, Wie das 3. H zun GOttes ohne 0 haſt 1 enden eedenun eene e aus großer huld Pein und ſchmerz fuͤr mich erduldet: Daß ich nicht verloren bin, Giebſt du dich ans kreuze hin. b 4. Unbeſl lam! Ich verehre deine liebe: Schaue von des kreuzes ſtam, Wie ich mich mich in tauſend ſchmerz. 5. Nun was ſchenk ich ir dafur? Ich wil dir mein herze geben, Dieſes ſol beſtandig hier Unter deinem kreuze leben. Wie du mein, ſo wil ich dein Lebend, leidend, ſterbend ſeyn.— 4 6. Laß dein herz mir of⸗ fen ſtehn, Oeffne deiner wunden thure: Dahin wil ich noht und kreuz verſpuͤ⸗ re, Wie ein hirſch nach waſſer duͤrſtt, Bis du mich erquicken wirſt. 7. Kreuzige mein fleiſch und blut, Lehre mich die welt verſchmaͤhen. Laß mich dich, du hoͤchſtes gut! Immer vor den augen ſe⸗ kktes GOttes⸗ um dich betruͤbe! Dein im lut erſtarrtes herz Setzet ich freudig gehn, Wenn wunderlich, Doch nur all⸗ zeit ſeligich. 8. Endlich laß mich mei⸗ ne noht Auch geduldig uͤberwinden: Nirgend wird in deinen wunden, finden; Wer darinn ſein bette macht, Spricht getroſt: es iſt vollbracht. Melodey It. Weladner geiſt⸗ 1 50. Dden zorn und ſuͤnde druͤcket, Den Moſis fluch in furcht und zittern ſetzt, Der keinen weg zu ſeinem heil erblicket, Der in der angſt ſich fuͤr ver⸗ loren ſchaͤtzt: Laß Sinai — und Herob ſtehn, Kom mit — 2. hen. Fuhr mich, ob gleich 1 8 4 —— — — 5—. mich ſonſt der tod, Als 3. Was de auf Golgatha, ein wunder. anzuſenn. dein u 2. Hier ſteht ein kreuz, h daran ein laͤmlein haͤnget, Das ohne ſchuld, und doch mmt die ſchulden tragt, Das in die ſchaar der ſuͤnder ſich ian gemenget; Und gleichwol min nichts von eigner bosheit ii h hegt. Ein laͤmlein ohne Ä trug und liſt, Das heilig, und doch auch der groͤßte ſuͤnder iſt. A burge gut, Als haͤtt er ſol⸗ e nem kreuz bef inch ſeinen ſchultern liegt; So iget ſchenkt, Und ſeine lebens⸗ kate kraft in unſern tod geſenkt. und zwar von deſſen auſerlichem Leiden. 159 3. Was Adam dort im „ paradies verbrochen, Was eine welt voll menſchen boͤ⸗ ſes thut; Iſt diefem lam gerichtlich zugeſprochen: Fur ihre ſchuld ſagt diefe che ſelbſt gethan, Nimt wiilllig die perſon der uͤbel⸗ thaͤter an. l. 4. Da er demnach die fuͤnd' auf ſich genommen, Die auf dem haupt der kin⸗ der Adams lag; Iſt das i geſetz mit ſeinem ſluche kommen: Dis ruͤhret ihn mit ſeinem donnerſchlag. Tod, hoͤll und abgrund ſtuͤrmt auf ihn, Er fuühlt des himmels zorn in mark und adern gluͤhn. 5. Doch, weil er ſelbſt der ſegen und das leben; Wird fluch und tod an ſei⸗ tem kreuz beſtegt: Weil er fuͤr uns ſich in den kod ge⸗ geben, Und unſer fluch auf ☛ wird ſein egen uns ge⸗ 6. Beladner geiſt! kanſt du dis wunder glauben: die erhoͤhte ſchlange, Wenn dich der biß der alten offnen und ſunde los. Kein Mo⸗ ſes wird dir deinen frie⸗M den rauben, Dein mittleru ſchließt dich feſt in ſeinen ſchooß. Der himmel blickt dich freundlich an, Wei GOttes unſchuld dein, der fuͤr dich gnug getlaun.. 7. So ſchaue denn auf ᷣ — ſchlange quaͤlt. Macht zorn und tod dir heimlich angſt und bange; Gedenk an den, den zorn und tod ent⸗ ſeelt, Der dich vom fluche frey gemacht, Und allen ſegens⸗ ſchatz dir heilſam zugebracht. 8. Auf! greif mur zumit nen glaubens haͤnden, Nim dieſen ſhaß mit tief⸗ ſter demuht hin: Laß ſich von ihm dein auge nicht wegwenden, Sprich: hen res lam! hier iſt mein herz und ſinn; Dein ſteg und ſegen bleibet mein, Mein herz ſol nun dafur dir ewig eigen ſeyn. Mel. Mein herz und ſeel den ꝛc. So biſt du ganz von fluch I 81 r augen weint 5.* 2 beym kreuz„ 160 Von dem Leiden und Sterben JEſu wo JEſus haͤnget, Wo thraͤnenbach. 2. Es haben dich die ſuͤn⸗ den, die mich nagen, O JEſu Ehriſt! an dieſes ddeuz geſch lagen. Ich habe mich den moͤrdern gleich emacht, Die dich, mein heil! aus feindſchaft um⸗ gebracht. 3. O gutigkeit! o liebe ſonder ende! Der dich ver⸗ folgt, dem reichſt du dei⸗ ne haͤnde. Der dein ver⸗ noch, Du traͤgſt mein kreuz, giebſt mir dein ſanf⸗ tes joch! 3. Wie? ſolt ich denn noch an der erde kleben? Mein IEſu! nein: dir wil ich nunmehr leben: Dein heilig blut ſol meine labung ſeyn; Was mich erquickt, find ich in dir allin. 5. Mein braͤutigam! ſchau von des kreuzes hoͤhe, Wie ich betruͤbt zu deinen ch kußt, Und ſehnlich fle du mir gnaͤdig biſt! heiland! nimmer laſſen, hat dir die ſeite aufgethan, gaß, an den gedenkſt du welt nicht mehr betrieget. fuͤßen ſtehe, Wie dich mein mund mit freuden thränen 1 6. Du kanſt es ja, mein Ein glaͤubig kind mit liebe zu umfaſſen. Ein ſpeer Daß ſich mein herz darein t verbergen kan. 1 7. Dein rother ſchweis iſt auch fuͤr mich gefloſſen, Dein theures blut haſt du fuͤr mich vergoſſen: Ach! dieſes waͤſcht mich von den ſuͤnden rein, Wie ſol 1 ich denn bey dir nicht ſelig ſeyn? 4 8. Nun ſuͤßer ſchatz! ich nele wil dein kreuz umarmen: Erblicke mich, mein JEſu! mit erbarmen. Wenn ſa⸗ tan ſpricht: du mußt zur hoͤllen⸗pein; So ſenk ich mich in deine wunden ein. an 9. Du haſt der hoͤllen i macht nunmehr beſieget: Gib, daß mich hoͤll und Gib, daß ich nun dein kind ih und erbe bin: Nim mich t mir ſelbſt, gib mich dir ſ eigen hiuinä. 10. Dein —— ahtaa 10. Dein leiden laß mein Gfeitie leiden ſtets verſuͤßen: Im toode wil ich deinen tod nur ßerſcha uz unam. ) mein. en. Ur nun di 1:8 gib l e in deine armen ein, Und laß den leib auch dein im truͤbet, meiden. 152.§ Wun thi„Da au dein freund ſo bruͤnſtig zu 3 be und zwar von deſſen aͤuſerlichen Leiden. 161 wiſſen. Die ſeele ſchleuß grabe ſeyn.. II. Gedenke mein im pa⸗ radies der freuden, Und laß mich das, was dich be⸗ So leb und ſterb ich dir, mein braͤu⸗ tigam! Ich bleibe dein, du mein, o GOttes lam! Melodey 12. Jo iſt der ort, 3= da meine ſeele weidet? Wo iſt die au, darauf mein matter geiſt Das manna ſchmeckt, 2. Dring dich hinein, mein herz, mit allen kraͤf⸗ ten: Geh nur, weil ſich die thuͤr geoͤffnet hat, Da ſich dir naht, Und, dir zu gut, ſich an das kreuz laͤßt hef ten. Schau, wie ſein herz fuͤr treu zerſchmolzen iſt, Gleich und ſinn Dir ganz und ga voll dank zum opfer hin. 4. Und dieſes iſt, wor⸗ nach mein geiſt izt aͤchzet: Nachdem, olam! ihn deine lieb erweckt: So hat mein herz ſich nach dir ausge⸗ 3 ſtreckt, Daß es nach dir, gleich einem hirſche laͤchzet. Es ſuchet dich, mein freund! und wuͤnſchet nun Allein in dir und deiner huld zu ruhn. b 5. Drum weg mit dem was mich bisher gehalten! Weg fleiſches ſinn! mein herz faßt dieſen ſchluß: at ſich mein freund die eite, hand und fuß, Ja gar das herz aus liebe laſſen ſpalten; So bin ich auch, leich wie das wachs fuͤr d heiſſer gluht zerfliet.ʒ 3. Ein jeder muß dein treues herz erkennen, Der dich erblickt, fuͤr uns er⸗ wuͤrgtes lam! Ein glaͤubig herz, das dich am kreuzes⸗u ſtam Betrachtet, muß i heiſſer liebe brennen, Und giebet ſich mit leben, ſeel uuu aus lieb undredlichkeit, Die hibſte luſt zu kreuzigen be⸗ reit. 6. Doch ſchenke mir auch deines geiſtes kraͤfte: Ja flͤseh mich, was auf des ſpeeres ſtoß So mildiglich ausdeiner ſeite floß. Wenn dieſer ſtrom der beiden le⸗ bens⸗ſaͤfte, Des theuren bluts und waſſers in mich fließt; So iſt mein geiſt zum groͤſten kampf geruͤſtt. 7. Ich ſeh, o lam! in dir, als einem ſpiegel, Wie GOttes grim auf ſuͤnd und unrecht blitzt: Da du dein blut um meine ſchuld verſpruͤtzt; Hab ich da⸗ gel. Drum werdich theils mit ſchmerz und ach ge⸗ groͤßter kraft geneigt. 8. Gebeugt werd ich, wenn ich die ſchuld beden ke, Womit ich eine ſolche luht erweckt, Die dich, o lam! an leib und ſeel er⸗ ſchreckt: Dis macht, daß ich mich bis zum tode kraͤn⸗ ke: Dis qualet, dis zer⸗ malmet meinen ſinn; Weil bin. 9. Doch wird mein herz auch ſuͤßiglich geneiget Wenn es bedenkt, wie di⸗ r ſes theure lam Aus hoͤch⸗iſimn. ſtem trieb, in heiſſer lis⸗ inn bes⸗flamm, Fuͤr mich hin⸗ auf an pfahl des kreuzes ul ſteiget, Und durch den tod des todes macht bezwingt, Heil, leben, gnad und frie⸗ de wiederbringt. 10. Wenn ich die kraft des blutes glaͤubig merke; Wird des gewiſſens angſt und noht geſtillt, Das herz mit troſt, daß GOtt ver⸗ ſuͤhnt, erfuͤllt. Dis waſſer durch ein feſtes liebes⸗ſie, ſi net Anit ſeiner lebens aͤrke In mein verwunde⸗ tes gewiſſen ein, Erquicket beugt, Und heils zu dir mit mmich, und macht mich vol⸗ ig rein. II. Nun faͤngt das herz erſt wieder an zu leben, Nachdem es nun des lebens urſprung hat: Immanuel und deſſen liebes⸗that Iſti meine luſt; ihm bleib ich feſt ergeben. Er iſt das ziel, wornach ſo tag als nacht uuen Mein reinſter trieb der zar⸗ enn ten liebe tracht. j 12. O 162 Von dem Leiden Und Sterren ZEſt— ic die urſach deiner mar. er 8 ſam de Däit hel dr wße iitwvilg hnn un in —— = — — — — h dene. ar dondeſſen auſerlichem Leiden. 163 b un ja ſelbſt mein ewig haab ei und gut, So hat mein herz, Ih worin es ewig ruht. 4 Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. KX welt, ſieh hier 83₰ dein leben Am 1 7* ſtam des kreuzes ſchweben! D dern quillt. w gericht? Du eein ſuͤnder, 12. O herzens⸗ſchatz, o leben meiner ſeelen! Nach⸗ dem ich dis, als wahrheit, wol erkant; So ſey mein unſre kinder, Von miſſe⸗ thaten weißt du nichh. Ich, ich und meine ul ſuͤnden, Der ſich ſo viele n herz allein zu dir gewandt: d ber kan bey dir kein heil kein gutes fehlen: Du biſt 2. Trit her und ſchau mit fleiſſe: Sein leib iſt ganz mit ſchweiſſe Des blu⸗ tes uͤberfuͤllt: Da aus dem matten herzen, Fuͤr an unerſchoͤpften ſchmerzen, ma Ein ſeufzer nach dem an⸗ em 3. Wer hat dich ſo ge⸗ iehd ſchlagen, Mein heil! und uch dich mit plagen So uͤbel zu⸗ biſt ja nicht finden, Als ſandes an dem meer; Die haben dir erre get Das elend, das dich ſchläͤget, Und das betrubte marterheer. .5. Ich bins, ich ſolte uuuu buͤßen, An haͤnden und an fuͤßen Gebunden in deruuu hoͤll: Die geiſſeln und die banden, Und was du aus⸗ geſtanden, Das hat verdie net meine ſeel. „6. Du nimſt auf deinen ruͤcken Die laſten, die mich druͤcken Viel ſchwerer als ein ſtein: Du biſt ein fluch: dagegen Verehrſt du mie den ſegen, Dein ſchmerzu muß mir ein labſal ſehn. „7. Du ſetzeſt dich zum wuͤrgen Fuͤr mich und mei⸗ ne ſchuld: Fuͤr mich laͤßt du dich kronen Mit dornen, die dich hoͤhnen, Und leideſtu alles mit geduld. 8. Du ſpringſt ins odes rachen, Mich frey und los zu machen Von ſolchem un Wie wir und geheur. Du ſtirbſt, daß ich 22 nicht Von dem Leiden und Skerben ZEſuͦ nicht ſterbe, Noch ewiglich verderbe; O unerhoͤrtes liebes feur! 9. Dir leb ich hoͤchſt ver⸗ bunden, Mein heil! zu al⸗ len ſtunden; Ich bin dein eigenthum: Was leib und ſeel vermoͤgen, Wil ich mit fleiß anlegen Zu deiner ehr, zu deinem ruum. .10. Kan ich gleich nicht viel geben In dieſem ar⸗ men leben; Wil ich doch dieſes thun: Es ſol dein tod und leiden, Bis leib und ſeele ſcheiden, Mir ſtets in meinem herzen ruhn. II. Ich wil mirs taͤglich ſetzen Zur freud und zum ergetzen, Ich ſey auch, wo ich ſey. Es ſol mir ſeyn ein ſpiegel Der unſchuld, und ein ſiegel Der lieb und unverfaͤlſchtentreu. 12. Wie heftig unſre ſuͤn⸗ den Den frommen GOtt entzuͤnden, Wie rach und eifer gehn, Wie grauſam ſeine ruhten, Wie zornig ſeine fluhten; Wil ich aus dieſem leiden ſehn. 13. Dein bild ſol mich anfuhren, Wie ich mein ſanftem muht, Und wie ich die ſoll lieben, Die mich ſo une ſehr betruͤben Mit werken, ſo die bosheit thut. nem ſinn geluͤſtt; deine augen haſſen, Das wil ich fliehn und laſſen, So viel mir immer moͤg⸗ lich iſ. 16. Dein ſeufzen und dein ſtoͤhnen, Und die viel tauſend thraͤnen, Die dir ſind ausgedruͤckt, Die lei⸗ ten mich am ende In dei⸗ nen ſchooß und haͤnde, Wenn mich nunmehr der tod hinruͤckt. Mel. Herzlich thut mich verlang. haupt voll blut und 154. S herz ſoll zieren Mit ſtillen einer 14. Wenn boͤſe zungen ſtechen, Mir glimpf und W namen brechen, So wil ich zaͤhmen mich: Das un⸗ recht wil ich dulden, Dem nechſten ſeine ſchulden Ver⸗ m zeihen gern und williglich. 15. Ich wil ans kreuze ſchlagen Mein fleiſch, und dem abſagen, Was 64 die ni 49 wunden, Voll ſchmerzen, ſchmach und hohn! Ohaupt zum ſpott gebunden Mit gel, A. duct Rf degnngen. h mach lt. 4 biüſe 9 kc: 5 l in fleid 1, W 1 nununſ — — — — 2 — — — — — ——— — — — — — — —— — —— —— ˖hn.Ohw h — 1 — 3 1 vergangen: todes macht Hat alles hin⸗ genommen, Hat alles hin⸗ gerafft; Und daher biſt du kommen Von deines leibes kraft. 4. Nun was du, HErr! erduldet, Iſt alles meine laſt: Ich hab es ſelbſt ver⸗ . ſchuldet, Was du getragen haſt. Schau her! hie ſteh „* l ich armer, Der zorn ver⸗ dienet hat! Gib mir, o mein erbarmer! Den an⸗ blick deiner gnad. F. Erkenne mich, mein huͤter! Mein hirte nim △ ₰ nicht gehen, Wenn dir das herz ſchon bricht. Wenn dein herz wird erblaſſen Im lezten todes⸗ſtoß, Als⸗ denn wil ich dich faſſen In meinen arm und ſchooß. 7. Es dient zu meinen freuden, Bekoͤmt der ſeele wol, Wenn ich in deinem leiden, Mein heil! dich fin⸗ den ſoll. Ach! moͤgt ich, o mein leben! An deinem mir geben, Wie wol ge⸗ ſchaͤhe mir! *8. Ich danke dir vom herzen O JEſu, liebſter freund! Fuͤr deine todes⸗ ſchmerzen, Da du's ſo gut gemeint. Ach! gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner treu. Und wenn ich nun erkalte, In dir mein ende ſey. 8 3 A kreuze hier Mein leben von 166 BVon dem Lei 9. Wen 9 n ich einmal ſoll ſcheiden; So ſcheide nicht von mir. Wenn ich den tod ſoll leiden, So trit du dann herfuͤr. Wenn mir am allerbaͤngſten Wird um das herze ſeyn; So reiß mich aus den aͤngſten Kraft deiner angſt und pein. 10. Erſcheine mir zum ſchilde, Zum troſt in mei⸗ nem tod, Und laß mich ſehn dein bilde In meiner lezten noht: Da wil ich nach dir blicken, Da wil ich glau⸗ bens voll Dich feſt an mein herz druͤcken: Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wol. Von den Wunden JIEſu. Mel. JEſu meines lebens leben. 55. O) deine wunden, Deine ſtreich' und naͤgel⸗ mahl Sind in allen trauer⸗ mich verſenke; Ach! ſo kan in aller pein Ich recht gutes muhtes ſeyn. 2. Dieſe ſind die liebes⸗ den und Sterben JEſu an ſich trägt, Daß er ſeyn. 3. Meine handſchrift iſt entrichtet, Ich bin von nie von mir wil weichen, Wenn ſich kreuz und truͤb⸗ u ſ ſal regt; Daß er mich nie in glnt laſſen koͤnne, Mir troſt, i heil und leben goͤnne, Sol N mir ſeiner wunden pein f Ein beſtaͤndig zeugniß der ſchuld befreyt: Meint ui nicht, dieſes ſey erdichtet; Meines liebſten IEſu ſeit Kan mir uͤberſchwenglich geben Die verſicherung zum leben, Seiner wunden⸗ mahle ſchein Muß mir deſ ſen quittung ſeyn. 4. O ihr heil⸗ und lebens⸗ brunnen! Da des heilgen heilands blut Stroͤmen gleich hervorgeronnen, Auch gewißlich mir zu gut. ſtunden Mir ein labſal mei⸗ ner quahl. Wenn ich nur an dich gedenke, Und in ſelbe Lebens⸗ quellen ſich er⸗ gieſſen, Da hie blut und waſſer flieſſen; Ihr, ihr ſollt in aller pein Meiner ſeelen labſal ſeyn. 5. Macht der ſatan mir 33 viel grauen, Macht er mei⸗ ne ſunde groß, Laͤßt ſich zeichen, Die mein heiland GOtt erzoͤrnet ſchauen? ha Die. ſenit, legenn, ſäunſc 160 mn pr r wa b/ b Ih inn ſan 1 rrbend 8 dE — rher 6 fen dan ſeyn. und zwar von deſſen auſerlichem Leiden. 167 11 Deeſes ſchreckens werd ich g los Wenn ich deine haͤnd und fuͤße, JEſu! nur ni im glauben kuͤſſe: GOt⸗ tes huld und gnaden ſchein Muß durch dich mein eigen 6. Wil mein traurig herz verzagen, Ringts mit mancher angſt und noht: Ach! was hab ich doch zu a klagen, Duldeſt du nicht pein und tod? Wirſt zu⸗ lezt ins grab geſenket, Daß mir GOTT erbarmung ſchenket, Und daß du in al⸗ ler pein, Kanſt mein treuer heiland ſy. 7. Seh ich nicht in dei⸗ nem herzen Meinen na⸗ men eingeritzt? Ach! das iſt, was meinen ſchmer⸗ zen Als ein wahrer bal⸗ ſam nuͤtzt. Darum ließt du dich durchſtechen, Daß dein herz dir koͤnte brechen/ Und du koͤntſt in unſrer pein Ein barmherzger hei⸗ land ſeyn. 8. Mein' verwundte matte ſeele Gehet durch el die gnaden thuͤr, In die d ſchutzes volle hoͤle, Wenn — ichſatans⸗pfeile ſpur: Dar⸗ Daß, wenn ſuͤnde mich durchſtochen, Mir dein blut in aller pein Koͤnt ein heilungs⸗balſam ſeyn. *9. Laß, HErr JEſu! deine wunden Einig blei⸗ ben mein gewinn. Laß mit dir mich ſtets verbunden Aufwaͤrts ſchicken meinen ſinn. Laß in dir, als Noäͤ kaſten, Mich, dein armes taͤublein, raſten, Und in al⸗ ler meiner pein Sicher, ſtill i und ruhig ſeyn. den: cher ſeyn. II. Ach ja, hieher wil ich fliehen, Als zu meiner mutter ſchooß, Wil durch ſie zum himmel ziehen. ¹ V Der ſein blut fuͤr mich ver⸗ goß, JEſus, wil mich wol bewahren, E in friede fahren, Und, nach 94 um iſt dein herz gebrochen, 10. Koͤmnt es endlich auch zum ſterben, Mehrt ſich meiner ſeelen noht; Laß mich, heiland! nicht verderben, Zeig mir dei⸗ nes kreuzes tod, Deine ſtriemen, deine wundenz Sag in meiner lezten ſtun: en: Flieh in meine ſeit hinein, Hie, hie ſolt du ſi⸗ So kan ich r68 Vonddem Leiden und Sterben JEſu aller angſt und pein, Ewig netzen, Wird ſich all mein ui bey ihm ſelig ſyn. jjammer ſetzen. Mel. JEſudeineheilge wunden. 4 Schreibe deine heilge 2 eeneheneunden wunden Mir, HErr, i I5 6. 82 ſendmal ge⸗ das herz hinein, Daß ſie i gruͤßet, Der mich je und je mmogen alle ftunden Bey eliebt, JEſu! der du mir unvergeſſen ſeyn. Du Innn ſeibſt gebußet Das, wo⸗ biſt doch mein liebſtes gut, 1n mtt ich dich betruͤbt: Ach! Wo mein ganzes herze wie iſt mir doch ſo wol, ruht: Laß mich hier zu dei⸗ 8 Wenn im geiſt ich liegen nen fuͤßen Deiner lieb und it ſoll Bey dem kreuze, da du huld genieſen. ſtirbeſt/ Und um meine ſeele 5. Dieſe fuͤße wil ich wirbeſt. halden, So 413 ich nur im⸗ 2. Glaͤubig i afaß mer kan: Schaue meiner und kuͤſſe Der ch unfaß haͤnde falten, Und mich wunden zahl, Und die pur⸗ ſelbſt, in gnaden an Von pur rohten fluͤſſe Deiner dem theuren kreuzes⸗ fuß und naͤgel'mahl. Wer baum, Und gib meiner kan doch, 9 leben buder büüte. reun⸗ Sprich: laß Den ſo ſehr nach uns ge⸗ all dein trauren ſchwin⸗ därſtt, Deinen durſt und den Ich tilg alle deine liebsverlangen Voͤllig faſ⸗ ſunden. ter und Pnfangen,. 3. Heile mich, o heil der ESll! dei ſeelen! Wenn ich krank 157. G heilge rne und traurig bin. Nim die den, Deine quahl und bit⸗ ſchmerzen, die mich guaͤ⸗ tern tod Laß mir geben alle len, Und den ganzen ſcha⸗ ſiunden Troſt in leibs⸗ den hin, Den mir Adams und ſeelen⸗ noht. Wenn fall gebracht, Den ich ſel; mir faͤllt was arges ein, ber mir gemacht. Wird, Laß mich denken deiner o arzt! dein blut mich pein, Daß ich deine angſt b b und 8 5 einer liha und ſchmerzen Wol erweg luſt weiden Mein verderb⸗ hi b mit verfuͤhren Auf die brei⸗ und zeichen, Daß er von und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 169 H in meinem herzen. 2. Wil ſich denn in wol⸗ tes fleiſch und blut; Laß mich denken, daß dein lei⸗ den Hat geloͤſcht der hoͤllen glut, Nicht, daß ich nach meinem ſinn Soll in wol⸗ luſt leben hin: Sondern leiden mit auf erden, Dei⸗ nem bilde aͤhnlich werden. 3. Wil die welt nicch te ſunden⸗bahn; Wollſt du mich alſo regieren, Daß H ich alsdenn ſchaue an Dei⸗ ner marter centner⸗laſt, Die du ausgeſtanden haſt: Daß ich ja in andacht blei⸗ be, Mit der welt nicht bos⸗ heit treibe. .4. Wil mir ſatan meine fuͤnden Mit viel ſchrecken zeigen an: Laß mich die⸗ ſen troſt empfinden, Daß du gnug dafuͤr gethan. Dringt er bruͤllend ein zu mir, Dilf daß ich ihm halte fuͤr Deiner wunden mahl mir muͤſſe weichen. Gib fuͤr alles, was nen wunden kraft: Wenn mein herz hinein ſich ſen⸗ ket; So gib neuen lebens⸗u ſaft: Daß mich ſtaͤrk in al⸗uuu lem leid Deines troſtes ſu⸗R ßigkeit; Weil du mir deimuuuu heil erworben, Da du biſt ö fuͤr mich geſtorben. 76. Laß auf deinen todlu mich trauen, Omein GOtt und zuverſicht! Laß mich feſte darauf bauen, Daß den tod ich ſchmecke nicht. Deine todes⸗angſt laß michu Stets erquicken kraͤftiglich: u Err! laß deinen tod mir ul geben Auferſtehung, heil und leben. 3 7. JEſu! deine heilgeu wunden, Deine quahl und uuu bittern tod, Laß mir ge ben alle ſtunden Troſt in u leibs⸗ und ſeelen⸗ noht: Sonderlich am lezten end Hilf, daß ich mich zu dir wend, Troſt in deinen wun⸗iillllllluuuul den finde, Und denn froͤlich uuul uͤberwinde. b Mel. Herzlich lieb habich dichꝛc. 1 58. G edle wunden! was ſol ich, mich kraͤnket, Mir aus dei⸗ Du großer richter! gegen dich Verdienenund erwar 770 Von dem Leiden und Sterben JEſu ————— tten? Dieweil du hier die hoͤllen ſchmerz Erwuͤnſch⸗ ii ſunden⸗laſt So eifrig ab⸗ te ruh gefunden. Sind geſtrafet haſt? Der blut⸗ meine ſünden ohne zahl? ge ſchweis im garten, Der Iſt dein verdienſt doch all. Non dornen ſchmerz; der geiſſel zumal Auch unermaͤßlich: Vm ſchlag, Der rohten ſtriemen denn mein GOtt Giebt ungemach, Die kreuzes laſt, ſich dafur ſelbſt in den tod. der ſchnoͤde tod, Erinnert mich, o ſtarker GOtt! Was ſunde ſey, und dann dabey Der ſtrengen ſtrafen mancherley. 2. AOch! liebſter vater! geh doch nicht Mit deinem knechte ins gericht: Sieh, wie ich mich jezt wende In wahrem glauben, reu und leid, Von deiner richters ſtrengigkeit, Und faß die gnaden haͤnde. Ja dein getreues vater⸗herz, Das in dem kreuz⸗ und todes⸗ ſchmerz Fuͤr meine ſchwere miſſethat Auch ſeinen ſohn gegeben hat. HErr JEſu Chriſt! Ich halte mich ge⸗ troſt an dich, Und an dein lieben ewiglich. 3. Du biſt das theure loͤſe geld, Der wehrte ſchatz der ganzen welt: In dei⸗ nen tiefen wunden Hat mein zerknirſchtes ſuͤnden⸗ herz Von ſeiner angſt und HErr IEſu Chriſt! Weil ich in dir, und du in mir, So bin ich ſelig fuͤr und fuͤr.. 4. Duſchenkeſt mir dein ehren⸗kleid Der himmli⸗ ſchen gerechtigteit„Dein ganz hochheilig leiden: Drum tret ich nun voll zu⸗ verſicht Vor deines vaters angeſicht, Mit dir, du brun der freuden! Des bruder⸗ Ich weiß, er raͤumt mirs gmaͤdig ein, Nebſt allen chaͤtzen; weil er ſchon Dich ſohn. HErr IEſu Chriſt! Dein Ader„ pein, und mir nichts verſaget ſeyn. Von dem Blute JEſu. Mel. O G Ott du frommer ꝛc. 159. ) ſchatz, Ach 8 draͤut rechts theilhaft zu ſeyn: mir geſchenkt als ſeinen i kreuz iſt mein„Drum kan. Dch allerliebſter au nermiß 5Ott zlure N dufruman Halkut ſt ſch und zwar von deſſen aͤuſerlichem Leiden. 2 171” braͤutgam meiner ſeelen! Biſt du es, JEſu! denn, Aus deſſen wunden⸗hoͤlen Das roſinfarbne blut Mit vollen fluhten dringt, Und gleichſam, als ein quell, Aus deiner ſeit entſpringt! 12. Herzliebſter JEſu, ja, Ach freilich biſt du's ſelber, Von dem das blut ſo ſtroͤmt: Es iſt kein blut der kaͤlber, Es iſt dein ei⸗ gen blut, Das hohe loͤſe⸗ geld, Wodurch du dir er⸗ wuft Die menſchen in der welt. .3. Dein blut hat uns von h ſuͤnd' Und hoͤll und tod be⸗ freyet: Durch dein blut ſind wir nun Ganz wieder⸗ um verneuet. Dein auch fuͤr mich, oHErr! So mild vergoßnes blut Sey mei⸗ ner ſeelen ſchatz, Und aller⸗ hoͤchſtes gut. 4. Feind! packe dich nun fort, Du haſt hier nichts b zu ſchaffen; Mein JEſus laͤſſet mich In ſeiner ſeit entſchlafen. Geh hin, ver⸗ damter geiſt! Geh hin, in deine quahl, Ich b, in IEſu ſchooß Und in der ſe frommen zahl. 5. Ruhſt du, o ſuͤnde! nicht? Wilt du mich auch verdammen? Als haͤtt ichuu laͤngſt verdient Der hoͤllen feuerflammen; So ſpricht doch Chriſti blut Von dir mich quit und los 4 Waͤr racht. 1 Nel. HErr JEſi Chriſt mein. ERR JEſu 160. H Chriſt! dein uuu theures blut b Iſt meiner eelen hoͤchſtes gut, Das ſtaͤrkt, das labt, das macht Von dem Leiden und Sterben JEſu llein Mein herz von allen ſunden rein. 2. Dein blut, mein ſchmuck, mein ehren⸗kleid, Dein' unſchuld und gerech⸗ tigkeit Macht; daß ich kan vor GOtt beſtehn, Und zu der himmels freude gehn. 3. O JIEſu Chriſte, GOttes ſohn! Mein troſt, mein heil, mein gnaden⸗ thron, Dein theures blut, dein lebens⸗ſaft Schenk mir ſtets neue lebens kraft. 4. HErr JEſu! in der lezten noht, Wenn mich ſchreckt teufel, hoͤll und tod, So laß ja dis mein labſal ſeyn: Dein blut macht mich von ſunden rein. Mel. Chriſtus der uns ſelig ꝛc. blut, Das ſo mild gefloſ⸗ ſen, Und zum heilgen opfer⸗ gut Taͤglich ward vergoſ⸗ ſen, In der alten ſalems⸗ ſtadt, Zu der juden zei⸗ tes raht, Sollen vorbe⸗ deutenn b Das hat doch b 61. b G* vidoch ten, Nach des großen GOt⸗ ſi 2. Das beſtimte GOt⸗ tes⸗lam, Chriſtus, ward gemeinet: Der vom him⸗ mel zu uns kam, Und vor GOtt erſcheinet Auf dem hohen kreuz⸗altar, Als ein' opfer⸗gabe: Daß die gan⸗ ze menſchen ſchaar Ihr er⸗ loͤſung habe. 3. Denn was man da⸗ ſelbſt vergoß, Macht an ſich von ſuͤnden Uns nicht voͤllig quit und los, Daß kein ſchuld zu finden. Ach! wie kont an ſich das blut Von den ſchaaf und rin⸗ dern Suͤnden tilgen, und die gluht GOttes zornes mindern? 4. Chriſtus aber, da er kam, Iſt das lam gewe⸗ ſen, Das die ſuͤnde von uns nahm, Und uns half geneſen. d machet rein Von der ſun⸗ den ſchaden Alle menſchen groß und klein, Die damit beladen.. 5. Ey ſo komt zu dieſer fluht, Komt ihr menſchen⸗ kinder! Unſers theuden Ie. u blut Reiniget die ſuͤn⸗ der. Drum, die ihr beflek⸗ ket ſeyd, Laßt euch hier enet⸗ Chriſti blut das und zwar vondeſſen äuſerlichem Leiden. 1.0 benetzen, Eurer ſuͤnden heß⸗ Ehr und gut Sol den muht lichkeit Kan dis blut erſet⸗ Nimmer wieder fangen. zen. 4. Dein blut ſol mich 6. Ja, mein JEſu waſch ſtets vergnuͤgen, Ich willu uen auch mich Rein aus deinen nun In dir ruhn, Undu un wunden, Daß ich nun und ganz ſicher liegen. Ichuuul ec, ewiglich Unbefleckt erfun⸗ wil zu den wunden eiſen⸗«lll den, Und mit ſolcher hei Denn da kan Jederman ligkeit Mag erfuͤllet wer. Seine krankheit heiten. ull den, Die mich zieht zu ſe, s. Krankbin ich von ſuͤn⸗ derzeit Von der ſünd be⸗ den⸗wunden: Krank un ſhiwee. Swach Schrey ich nach Dir, bis ich dich funden. Melodey 13. Io wihude Jaſu Mlie Eſu hen, Doch du mußt Ausu 162. Menenreni dem wuſt Mich ſebſt zu Du ließt dich Williglich dir zihene:e: Meinetwegen quaͤlen. Ach!. 6. Wie du an dem kreu wie kan ich nun verzagen, ze thateſt, Als du dort, Da du haſt Alle laſt Mei⸗ Liebſter hort! Fuͤr die fein⸗ ner ſchuld getragen. de bateſt. Ob mich ſpaͤt 2. Dein bluk rann mit die ſuͤnden reuen: Hoff ich reichen fluͤſſen, Als ein ſaft, doch, Mich wird noch Dei⸗ Deſſen kraft Wir zumne gnad erfra„etn.⁵. troſt genieſſen. Laß mich 7. Ich wil mich mit uuu dieſe fluht erquicken, Mei⸗ thraͤnen netzen, Und mein nen geiſt, Der dich preiſt, herz Sol im ſchmerz Sichl Zu dir hin zu ruͤkken. ſzum kreuze ſetzen. Hier uu 3. Dieſer ſtrom fuͤhrt in wil ich dich ganz umfaſ den himmel: Dort, ach ſen, GOttes- lam! Braͤu⸗ „ dort Iſt der ort, Wo kein tigam! Du wirſt michu get de welt⸗getummel. Dahin nicht laſſen. 29 ſteht nun mein verlangen: 8. Laß micch nicht am b b lezten Von dem Leiden und Sterbei IEſtt — ſten zorn durch dich, Wie ein rauch, verſchwinden. lezten ende, Da hilf mir, Wennzu dir Ich mich glaͤu⸗ big wende; Da laß mich dein blut erquicken; So kan ich Seliglich Mich zum ſterben ſchicken. Chriſtus der uns ſelig ꝛc. Ottes ſohn! „ dein reines Von den ſieben Worten IEſu am Creuze. d 74 Sa JEſus an 164 8 em kreu⸗ ſeaſtamm Der ganzen welt und auf ſich nahm, Sprach ——— — — lut Reinigt mich von ſuͤn⸗ fers glut, Laͤßt uns gnade finden, Nimt weg allen ſuͤnden⸗koht, Reinigt das gewiſſen, Hilft der ſeel in aller noht, Laͤßt ihr kraft zuflieſſen. 2. Dein blut ſey mein lebens⸗born, Der mich taͤglich labe; Weil ich ſonſt fuͤr GOttes zorn Keinen ſe ſabſal habe. Laß es mir ein balſam ſeyn, Der die wunden heile, Und mir auch in todes⸗pein Lebens⸗ kraft ertheile. 3. Loͤſche dadurch aus in Und was von der luſt⸗be⸗ gier Pfleget her zu ſtam⸗ men. Theures blut! ſchrei V du fuͤr mich, Waſche mich von ſünden, Laß des hoͤch⸗ſi eben wort: die laſſet uns Erwegen wol im herzen. 2. Zum erſten: vater! ſtrafe nicht An ihnen, was mir jezt geſchicht; Weil ſie es nicht verſtehen. Ver⸗ gib uns GOtt! wenn wir auch noch Aus irrthum ſuͤnd begehen. 3. Zum andern er des chaͤchers dacht: Fuͤrwahr, du wirſt noch vor der nacht In meinem reich heut le⸗ ben. O HErr! nim uns auch bald zu dir, Die wir im elend ſchweben. 3. Loͤſche d 4. Zum dritten: deinen mir Böoͤſer luͤſte flammen, ſohn ſieh, weib! Johan⸗ nes! ihr zu dienſte bleib, iha Und ſie als mutter liebe. ſe betruͤbe. er in ſeinen ſchmerzen Noch den, Loſcht des hoͤchſten ei⸗ ſi 5 4 erſorg, HErr! die wir a laſſen hier, Daß niemand gla⸗ 5. Zum ——— —— „. 5. Zum vierten ſagte MELI er: mich duͤrſt! O JEſu, großer lebens⸗fuͤrſt! Du aſt durſt und verlangen Nach unſrer ſeligkeit: drum hilf, Daß wir ſie auch em⸗ pfangen. 6. Zum fuͤnften: omein Goètt, mein GOtt! Wie laͤßt du mich ſo in der noht! Hier wirſt du, HErr! ver⸗ aſſen, Daß uns GOtt wie⸗ der dort aufnaͤhm; Den troſt laß uns wol faſſen. 7. Zum ſechſten: hie⸗ mit iſt vollbracht, Und al⸗ les nunmehr gut gemacht. Gib, daß wir auch durch⸗ dringen: Und was du, HErr! uns auferlegſt, Hilf ſeliglich vollbringen. 8. Zum lezten: ich nun meine ſeel, O GOtt, mein vater! dir befehl Zu deinen treuen haͤnden. Dis wort ſey unſer lezter wunſch, Wenn wir das leben enden. *9. Wer oft an dieſe worte denkt, Wenn ſeine miſſethat ihn kraͤnkt, Der 6. wird es wol gemieſſen: Weil er durch GOttes rm gnad erlangt Ein ruhiges geewiſſen. 10. Verleih uns dis HErr IEſu Chriſt! Der du fuͤr uns geſtorben biſt: Gib, daß wir deine wun den, Dein leiden, marter, kreuz und tod Betra alle ſtunden. 165. G nen kan Und ſeufzer an: heiſſen t tod noch batſt feind: Laß de Melodey 14, enn meine ſeel den tag be⸗ denket, Da meine ſonn zur nacht geeilt, Da mein eliebter arzt gekraͤnket kine wunden mich Da er ſein leztes geſprochen, Da JE⸗ das herz gebrochen: ein ich, weil ich wei⸗uul ſtimme dieſeu 2. HErr Chriſt! der du hraͤnen I3 fuͤr deine ine thraͤnen b mich verſohnen, Du haſtuu ch fuͤr mich geweir. ch die rach dir üͤber⸗ Gib daß ich liebe, ch haſſen. Vergib feinden ihre ſchuld„ b ihnen reue, mir ge⸗u 3. Schaff, daß ich nicht die buß aufſchiebe, Bis aß ſchon koͤmt der todes⸗ ſchweis: Gedenk an mich mit deiner liebe: Nim mich vom kreuzins paradeis, Da mir der baum des wiſſens dienet, Da mir das holz des lebens gruͤnet, Da der kryſtallen⸗ſtrom mich ſtillt, Der aus dem ſtuhl des lam⸗ mes quillt. 4. Laß mich, wenn alles fluͤchtig gehet, Bey deinem faͤhnlein halten ſtand. Wer unter deinem kreuz hie ſte⸗ et, Steht dort zu deiner echten hand. Laß mich die witwen und die waͤiſen, Als dein' und meine bruͤ⸗ er/ ſpeiſen, Und wenn ich mir nicht helfen kan, So nim dich meiner nohtdurft an. .5. Wie ſolt ich nicht die ſunde haſſen, Um welche dich GOtt ſelbſt verlaͤßt? Ich halte dich, du kanſt nicht laſſen, Den, der dich haͤlt, wie Jacob, feſt. Wenn dich die zorn⸗deck mir ver⸗ ſtecket, Wenn mich des todes ſchatten ſchrecket; 176 Von dem Leiden und Sterben In 1— ſpricht: Mein GOTT! R mein GOtt! verlaß mich b nicht. k 6. O auell! von der viel Dein durſt muß Atd biſſen buͤßen, Mich duͤrſtet mich dort, o lebens fuͤrſt! Wit wolluſt ewig traͤnken wirſt. 5. Es iſt vollbracht, ich hab gekaͤmpfet: Rufſt du; der vater iſt vergnuͤgt, Die ſchrift erfuͤllt, die ſuͤnd ge⸗ daͤmpfet, Tod, teufel, hoͤlle Gib, daß ich, wenn ich geb der erden An meinem frey⸗ tag gute nacht, Auch froͤ⸗ lich ruͤhm': bracht! mels⸗Noah! deine taub. Mein geiſt ſey deiner hand blat iſt der glaub': Neig So hoͤre was mein herze gegen mich dein haupt im leiden, auch nach dir, nach dir! ſtroͤme flieſſen, Es duͤrſtet ncſ dich nach mir, nach mir. muß Adams ſind beſiegt, Daß ſie mir nicht mehr ſchaden werden. es iſt voll⸗ 8. Alsdenn kom, deine braut zu holen, Nim, him⸗ befohlen; Mein friſches oͤl⸗ Gib, daß auch mir die b. eſſig⸗guͤſſe Dein ſcharfer eß a ſing trank verſuͤße, Bis du 4 i li Välibe a, N ein G und war von den ſſeben Worten JEſu am Kreuze. 127 R ieiden, Scheid nicht von deuuh mir, wenn ich ſol ſcheiden. vond 1 1 „ — — ̃ ½ — — — — — — —— 1 — — vergnin t, die ſ d, teun Daß haden we wenni 1 meinen 1 —- — —— —— ——— 19 ken, Das paradies dir ſchen⸗ Fuͤhr aus der marter⸗wo⸗ chen pein Mich zu den him⸗ mels ⸗oſtern ein. n Mel. Ich glaͤub an einen GOtt. 166. Bede, 0 menſch! die angſt und noht, Die GOtt der HErr bis in den tod Am kreuze mußte leiden, Damit du kaͤmſt zun freu⸗ den. Sieh, wie ſein gan⸗ zer leib verwundt, Und den⸗ noch laͤßt der ſuͤße mund Viel liebes⸗ſtroͤmlein flieſ⸗ ſen, Die reichlich ſich er⸗ gieſſen. Ach vater! ſpricht er, laß ja nicht Die blinden leu⸗ te im gericht Entgelten die⸗ ſe miſſethat; Weil ſie nicht wiſſen deinen raht, Wor⸗ nach ich ſo muß buͤßen. 2. Auch dir, du ſchaͤcher! un koͤmt zu gut Des glaubens mum kraft, mein tod und blut: Heut wil ich dein geden⸗ ken. Du weibl! biſt hier verſorget ſchon; Sieh, den ſolt du, wie deinen ſohn, Mit mutter lieb umfaſſen, Der ſohn wird dich nicht laſſen... Nur ich allein muß in dem ſpott Verlaſſen ſen von dir, mein GOtt! Mein GOtt! dein antlitz zu mir kehr, Du kanſt ja, waͤr auch noch ſo ſchwer Die marter, mich nicht haſſen. 3. Weil deine ſchwere hand mich druͤckt; Ver⸗ dorrt mein ſaft, mein herz erſtickt, Von durſt die ſeel uulun verſchmachtet, Und mus noch ſeyn verachtet. Doch wird nun alles ſeyn voll⸗ bracht, Wodurch zuvor dein raht gedacht Demu menſchen zu erwerben Das heil, bis auf mein ſterben.. Darauf mein haupt nun neiget ſich, Ich weiß, mein geiſt wird ſicherlich In dei⸗ ner hand verwahret ſeyn, Der leib befreyt von alleru pein Im grabe nicht ver⸗ derben. *4. HErr Chriſte, hei⸗ land aller welt! Der duu dich ſelbſt haſt eingeſtellt, Fuͤr ſuͤnd und ſtraf zu buͤ⸗ u M ßen 178 Von dem Leiden und Sterben JEſu Fen, Laß mich deß auch ge⸗ nieſſen. Hilf, daß ich ſtets in freud und pein Hinfort mich dir ergeb allein; Ge⸗ duldig alles leide, Die ſuͤn⸗ de herzlich meide. Den vater bitt fuͤr mei⸗ ne ſuͤnd: Denk mein, ver⸗ ſorg mich als dein kind: Verlaß mich nicht, gib kraͤf⸗ te mir: Hilf alls vollbrin⸗ gen: nim zu dir Den geiſt, wenn ich abſcheide. Mel. Chriſtus der uns ſelig ꝛc. daß mir alle 167. Ges m ſeyn, JEſu! ſtille wochen; Daß ich oft denk deiner pein, Und was du geſprochen An dem kreuze: laß mich es Fruchtbarlich erwegen: Daß ich deſſen nie vergeß Hrr! gib gnad und ſegen. 2. Dein anfaͤnglich wort war das: VBater! vergib ihnen; Weil ſie ſelbſt nicht wiſſen, was Sie an mir verdienen. Spu GOttes ſohn zu GOtt Fuͤr ſein aͤrgſte feinde; Was wird er nicht in der noht Thun fuͤr ſeine freunde. Spricht hier ☛— 73. Drauf der ſchäͤcher FFan hoͤrt, der dir Seinen glau⸗ ie u ben wieſe: Warlich, du wirſt heut mit mir Seyn im paradieſe. Gib, wenn ich nun nicht mehr kan, In des todes⸗ſchmerzen; Daß ich dieſe wort alsdann Hoͤr in i meinem herzen. 4. Weib, ſagſt du zur mutter, ſieh Deinen ſohn hie ſtehen: Zu Johanne: du kanſt hie Deine mutter ſehen. Auch dis dritte wort macht froh, Und laͤßt troſt beah erſcheinen, Wenn ich denk: du wirſt auch ſo Sorgen fuͤr die meinen. 5. Viertens mußt bey al⸗ ler noht Auch der durſt dich plagen, Da man dich, o menſch und GOtt! Hort mich duͤrſtet, klagen. Laß mich, JEſu! doch in mir, Gleich der matten hinden, iſin Lebens⸗quelle! ſtets nach dir Heilgen durſt em⸗ wie pfinden. 6. Fuͤnftens riefſt du, m als die laſt Zunahm oh⸗ A ne maaßen: Mein GOtt, 64 mein GOtt! warum haß Du mich ſo verlaſſen! Daß ich nie verlaſſen blieb, Wurdeſt an, gebrochen, Haſt du au„ und zwar von denſieben Worten IEſuam Kreuze. 79 Wurdeſt du verlaſſen: O ſchallen Durch meines JE⸗ der unerhoͤrten lieb! Wer ſu blaſſen mund. Ach! drin kan dieſes faſſen? e doch, du mattes lallen, 7. Sechſtens als du nun In meeiner felen deiſten grund. Jakoͤmt die ſinſte todes⸗nacht, Sey dis mein deine haͤnd: Damitt ſchied vollbra„chh0. die ſeele. Wenn mir auch 3. Was uns des geiſtes der tod zuſetzt, Und mein lehren ſagen, Durch heili⸗ herz wil brechen; So laß ger propheten mund: Im mich dis wort zulezt Den⸗ unſre ſchuld iſt er zerſchlaa ken oder ſprechen. gen, Um unſre miſſethat 9. JEſu, tilger aller verwundt, Eriſt verfolgt, noht! Bitt fuͤr mich den betruͤbt, veracht: Davon z deinen: Gib des ſchaͤchers erſchallt: es iſt vollbracht.. troſt im tod: Sorg auch fuͤr* Eſa. 53,5. die meinen: Laß mich nie 4. Vollbracht des herben un aus deiner acht, O durſt kelches trinken, Den bit: meiner ſeele! Daß ich, tre leiden angefullt. Voll⸗ wenn mein lauf vollbracht, bracht der muͤden knie ſinuu Dir den geiſt befehle. ken, Wenn blut⸗ſchweis We Weeerdasr. Wen ar aannad bäun.. 168 Gaiſtvollbracht: nach Spricht IEſumund: uu *DB muß noch er⸗ es iſt vollbracht. M 2 8. Geht 2 0 Von dem Leiden und Sterben JEſu 6. Geht nun das licht der heiden unter; So hemt ſein licht der ſonnen lauf. Die todten ſelber werden mun⸗ ter, Es ſchlieſſen ſich die prober auf; Der fels er⸗ bebet, ſprigat und kracht, Dis alles rift: es iſt voll⸗ bracht. angen, Die wider meine ſeele war. Wer iſt, der nicht voll wonne lacht? Da ſo er⸗ ſchallt: es iſt vollbracht. 8. Es fuͤhre mich, von allen orten, Wo dieſer er⸗ den wolluſt bluͤht, Den mund von allen boͤſen wor⸗ ten, Von argem dichten das gemuͤht, Das herz von aller eitlen pracht, Dis wort am kreuz: es iſt vollbracht. 9. Doch ſteigt die fam⸗ me deiner liebe Zu groͤßrer gluht in meiner bruſt: u Wenn rege ſehnſucht rei⸗ Hinit ner triebe Des alten Adams fleiſches luſt Zu kreuzgen M 1 und zu toͤdten trachtt, So i hi heiß es auch: es iſt voll⸗ ülte bracht. 7 fr brach Von dem Tode IEſu. inanu Mel. Wer nur den lieben GOtt. (Sein&Eſus 169 4 K en Seſu ſol neiner ti ſehniue ten 1 in. es ſ 1 uchmeine . a die augen brechen. nim den lezten blick von mir. ſchmachtt, was ſol ich ſpre⸗ chen? Mein leztes wort iſt, und zwar von dem Tode JEſu. A4——. digdeßt Fich leben? Mein haupt erblaßt, wo bleibt ſein glied? Ach ſol ich ihm den eiſt nicht geben, Da jezt Ach ja, ich ſterbe nun mit dir; Mein JEſul ſtirb du auch mit mir. 2. Mein IEſus ſtirbt! drum ſol ich leben; Sein tod befreyt mich von dem †tod. Nun kan icherſt mein haupt aufheben; Die ſuͤn⸗ de ſtirbt, ich lebe GOtt. Ach ja, ich lebe nun in dir, Mein JEſu! leb auch du l in mir. 3. Mein IEſus ſtirbt, Ach! Sein mund ver⸗ JEſus! hier. Ach JE⸗ ſu, JEſul laß mich nicht, Wenn mir der tod das her⸗ ee bricht. 4. Mein IEſus ſtirbt, und ſeine ſeele Befiehlt er in des vaters haͤnd. Ach vater! ach, auch ich befeh⸗ * le Dir meinen geiſt an mei⸗ en nem end. Wo deines ſoh⸗ ſſein eigen leben Iſt meiner ſeele gut. 5. Mein JEſus neigt ſein haupt zur erden: Welt den, Was ſcheu denn ich den lezten tritt? Ich ſter⸗ be, IEſu! mit begier, Ich ſterbe er iſt verſchieden. mir, und lebe dir. leben ſey. b 7. Mein JEſus ſtirbt, auch nicht fuͤr mich gegeben: Ic geb mein alles, alles 170. G * traurigkeit, Wird ins grab getragen. nes ſeele ruht, Da iſts auch ein geiſt von dannen zieht? gute nacht! ich ſcheide mit. Sol JEſus eine leiche wer Mein JEſus ſtirbt, . Wie ſanfte neiget er ſein haupt? So ſchlaf ich ein im ſuͤßen 2 frieden, Der ſtirbt nicht, uu der an JEſum glaubt.ü u Drum ſetz ich meinem tode bey, Daß JEſu tod mein ihm theur. Nun hat er alles hin egel O unausſprech⸗ lich liebes⸗feur! Mein heil, was forderſt du von mir? 83 O herzeleid! u Iſt das nicht zu beklagen? GOttes vaters einig kind 182 Von dem Leiden und Sterben JEſut 12. O große noht! Des todes tod Iſt ſelbſt am rreuz geſtorben: Doch hat er das himmelreich Mir dadurch erworben. 3. O menſchen⸗kind! Nur deine ſuͤnd Hat dieſes angerichtet, Als du durch die miſſethat Wareſt ganz vernichtet. 4. Dein braͤutigam, Das GOttes⸗lam Liegt hie mit blut befloſſen, Welches er ganz mildiglich Hat fuͤr dich vergoſſen. 5. O ſüßer mund! O glaubens⸗grund, Wie biſt du doch zerſchlagen! Alles, was auf erden lebt, Muß dich ja beklagen. 6. Olieblich bild Schoͤn, haet und mild! Du ſoͤhn⸗ ſein der jungfrauen! Nie⸗ mand kan dein heiſſes blut Ohne reu anſchauen. 7. O ſelig iſt Zu jeder friſt, Der dieſes recht be⸗ denket, Wie der HErr der herrlichkeit Wird ins grab geſenket.. 8. O JEſu, du Mein mit thraͤnen, Hilf, daß ih mich bis ins grab Nach dir n moͤge ſehnen. M Mel. Wer nur den lieben GOtt. al LCein beſteri 17I. S freund iſt b mir geſtorben, Solt man mich nicht voll trauren ſehn? Der mir den him⸗ mel hat erworben, Den ſeh ich in die erde gehn. Der mir das leben hat gebracht, Berſintt in ſchwarze todes⸗ nacht. 2. Iſts moͤglich? ſeh ich IEſum ſterben? Ach ja, ich ſeh, es allzuklar, Wie ſich die blaſſe lippen faͤrben: Sein antlitz ſtellt die ſonne dar, Wenn ſolche ganz ver⸗ finſtert iſt, Und allen ihren ſ glanz verſchließt... 3. Die augen ſind nicht nur gebrochen, Das herz iſt ſelber, was ihm bricht. iit. Kaum iſt das lezte wort eſprochen, Da man von einem tode ſpricht: Das haupt, das ſo viel ſtrahlen zeigt, Hat ſich zur erde hin geneigt. huͤlf und ruh! Ich bitte dich 4. Oſchwert, das meine hblruſt ————y—— on dem Leiden und Sterben JEſi 3. Die ſonn verlieret ih⸗ ren ſchein, Des tempels vorhang reiſſet ein, Der heilgen graͤber oͤffnen ſich Ganz wunderlich, Man ſlehe ſie aufſtehn ſichtbar⸗ li 4. Weil denn die krea⸗ tur ſich regt, So werd, o menſch! hiedurch bevegt. Ein fels zerreißt: und du wirſt nicht Durch dis ge⸗ richt Bewogen, daß dein herze bricht? 5. Du biſt ja ſchuld, dis nim in acht, Daß IEſus iſt ans kreuz gebracht, Ja gar um tod und in das grab, Da er ſchied ab, Und mit eſchrey den geiſt aufgab. 6. Drum folge JEſu nach ins grab, Und ſtirb dem ſuͤnden greuel ab. Gehſt du nicht mit ihm in — 3 — — — —— — den tod, Lebſt ihm zum wott; So mußt du fuͤhlen hoͤllennoht. 7. Ach vater! ach dein einger ſohn Erbleicht am kreuz mit ſchmach und hohn: Nun, dis geſchieht — geduld, Und zeig in JEſu fuͤr meine ſchuld, Drum hab fu unſchuld bleibet, ſehn: Ich wil mit ihm begraben ſeyn, Dein tod allein ich ſelig ſchlafe ein.. 9. ddt, Zſu ſebſtn meiner bruſt, Was ſich noch findt von boͤſer luſt Und alten menſchen; daß ich ſtreb, Wie ich erheb HErr! leb. 10. Solt ich den den⸗ unflaht doch Noch he⸗ gen? nein! dis ſchwere joch Sey abgelegt; es hat fuͤn⸗ Nun weiß ich, daß ich gnad empfang. II. Ich wil nun abge⸗ ſtorben ſeyn Der ſuͤnd, und leben dir allein. Es hat dein tod das leben mir Ge⸗ than die himmels⸗thuͤr. vorſatz kraͤftiglich. mich den kampf ſo fuͤhren ort, Nach deinem wort, Daß ich d gnad und huld. dort. 8. Ich wil mit ihm u grabe gehn, Und, wo dunſner⸗ Macht, das n Mein herz zu dir, und dir, mir lang Gemachet bang: u bracht herfuͤr, Und aufge⸗ 12. O JEſu Chriſte! ſtaͤrke mich In meinem Laß ie kron erlange 13. So — — 2- ——= — —=— —— — — ſn it ihn 1 bet ſehn. und zwar von dem Tode JEſit. 185 rs 13. So wil ich dich, HErr JEſu Chriſt! Daß Sir B geſtorben biſt, Vom herzen preiſen in der zeit, Und, nach dem ſtreit, Mitt freud und wonn in ewigkeit. Mel. Alle menſchen muͤſſen d. Peißt ihr felſen! 73. N erde bebel Sonne gib nur dunkles licht! Alle welt in trauren ſchwebe, Weil mein fels des heils zerbricht. Auf ſo viele marter⸗ſtreiche Wird der ſchoͤnſte leib zur leiche Und erblaßt, vom blute roht: JEſus meine lieb'iſt todt. 2. Alte ſchlange! nun du kuͤhleſt Durch den ſchnoͤ⸗ den ferſen⸗ ſtich Deinen muht: jedoch du fuͤhleſt Das zertreten, denn auf dich Faüt der frevel; und mir armen Koͤmt, durch goͤttliches erbarmen, IEſu theur vergoßnes blut Als ein loͤſe⸗geld zu gut. 3. Aber ach! was ſol ich ſagen, Meines freunds veerſchloßner mund, Und mein eigen herz muß kla⸗ gen, Daß ich ihn ſo ſehruuu verwundt, Und mein lebenuuuuuuu hab erwuͤrget, Das ſich bis ans kreuz verbuͤrget. Suͤnde macht, daß Gottes ſohn Fuͤr mich traͤgt deruuuu ſuͤnde lohn. 4. Doch ihr ſchnelle glauu bens⸗ fluͤgel! Eilt dem myrrhen⸗berge zu, Flieheruuuu auf den weihrauch huͤgel Wo die matte ſeele ruh, Wo ſie ſtaͤrke fuͤr mich ſchwachen, Fuͤr mein trauu ren freud und lachen, Fuͤru die galle, ſuͤßigkeit Findt im leiden dieſer zeit. * Hohel. Sal. 4,6. 5. Dort wil ich mich nie⸗ul derlaſſen, Dort iſt mei erquickungs ort. Wens ich muß den tod umfaſſen, Sol ſich meine ſeele dort In die wunden⸗hoͤlen uuu ſchmiegen, Dort wil ich vor anker liegen, Wo mich nichts beruͤhren kan; Stuͤr⸗ men gleich die wetteran. 6. JEſu! auch im fre den grabe Biſt und bleibeſt du doch mein. Alles, was ich bin und habe, Sol zuu — Von dem Leiden und Sterben JEſu deinen dienſten ſeyn. Ich wil dir herz, gut und le⸗ ben Statt der ſpezereyen geben, Und mit dir zu grabe gehn, Einſt durch dich auch auferſtehn. 7. Freudig ſterb’ ich; denn das leben Wird an mir auch offenbar, Das ſich ſelbſt fuͤr mich gegeben: Leid ich gleich, nimt die ge⸗ fahr Doch ein ende mit dem leiden: Uns wird auch der tod nicht ſcheiden. Unter Chriſti leichen⸗ſtein Wil ich mit begraben ſeyn. 8. Fels und erde! ſtill dein beben, Wecket meine liebe nicht. Sonn erblaſſe! bis mein leben Siegreich holl und grab durchbricht. Ich wil auch die ſeufzer zwingen, Doch nach dreyen tagen ſingen: Meine liebe lebet noch, Und zerbricht des todes joch. eä1 — ͤͤͤ“ von dem Begraͤbniß I Eſu. Mel. O traurigkeit ꝛc. 174. He Tubeſt ei 1 4 ruh! In deiner grabes⸗ meines lebens leben! Di hoͤle, Und erweckſt durch gl deinen tod Meine todte e ſeele. N3 2. Man ſenkt dich ein, itg Nach vieler pein, Dich, ſun hat jezt ein felſen⸗grab, Fels des heils! umgeben. 3. Ach! biſt du kalt, Mein aufenthalt? Das macht i die heiſſe liebe, Die dich in in das kalte grab Durch ihr hnl feuer triebe. rcha 4. O lebens fuͤrſt! Ich weiß, du wirſt Mich wie⸗ der auferwecken: Solte denn mein glaͤubig herz Fuͦt der gruft erſchrecken? 5. Sie wird mir ſeyn Ein kaͤmmerlein, Dai auf roſen liege: Weilit nun, durch deinen tod, To und grab beſſecee. 6. Gar nichts verdirbt, Der leib nur ſtirbt: Doch wird er auferſtehen, Und in ganz verklaͤrter zier Aus dem grabe gehen. 7. Indeß wil ich, Mein u IEſu dich In meine ſeele ſenken, Und an deinen bittern tod Lebenslang ge denken. An 4 el. und zwar von dem Begraͤbniß JIEſu. 187 iſth Mel. Mein herz und ſeel den ꝛc. §lam das mei⸗ laſt getragen, Und als ein fluch iſt an das kreuz ge⸗ ſchlagen, Nun nimt man noch vor abends dich herab⸗ Und traͤgt dich hin in Jo⸗ ſephs neues grab. 2. Otroͤſtlich bild! o gna⸗ 6 175. G ne ſchulden⸗ ¹ den⸗volles zeichen! Das aber nur der glaube kan er⸗ reichen: Der fluch iſt weg, die erde iſt nun rein“: Zum zeugniß deß muſt du degraben ſeyn.* z. B. Moſ. 22, 22. 23. Gal. 3,13. 3. Nun weiß, und glaͤub ich, daß du biſt geſtorben, Daß du den tod geſchmeckt; und mir erworben Gerech⸗ tigkeit, daß ich beſtehen kan Vor GOtt, und daß die ſuͤnde abgethan. 4. Die ſchrift kont nicht an dir gebrochen werden; Drum muß dein leib auc ruhen in der erden. Was Daniel und* Jonas he vorgebild't, Seh ich nun⸗ mehr, mein heil! an dir erfuͤllt. b b Pſ 16,10. Jeſ. 73, 9. ** Dan. 5,17. ſtſſ. *** Jon. 2,1. ſeq. Matth, 12,40. 5. Du biſt das weizen⸗ korn, ſo man verſcharret; Doch wenn man nur drey tage lang geharret, Wird man dich aus dem grabe auferſtehn, Und tauſend⸗ fache fruͤchte bringen ſehn. Joh. 12,24. 6. Indeß iſt dein beu graͤbniß ſelbſt ein ſiegelu Der unſchuld, und der gan- zen welt ein ſpiegel, Wor⸗ innen mit verwundrung jederman Ein vorſpiel der erhoͤhung ſpuͤren ken.. 7. Ich darf nun nicht fuͤr meinem grab erſchrek⸗ ken, Da du, mein heil! dich in das grab laͤßt ſtecken; Dein grab macht meins zur ſuͤßen lager⸗ſtaͤtt, Zum ſchlaf⸗gemach, zum ſtillen ruhe⸗bett. 8. Mein heiland! ich bin mit dir ſchon begraben, Als ſeel und leib die tauf em⸗ pfangen haben, Die taufe, die auf deinen tod geſchehn: Nun laß mich auch mit dir ſtets auferſtehn. * Rom. 6,3. 4. Col. 2, 12. I IX. Auf 1188 Auf das Oſter ⸗Feſt 6 4 3 1 1 3 b 38.Eii 3 „ CTorſchienen iſt — 176. H der herrlich tag, Dran niemand ſich gnug freuen mag: Chri unſer HErr heut trium⸗ phirt, Die feinde er gefan⸗ gen fuͤhrt. Halleluja. 2. Die alte ſchlange, ſuͤnd und tod, Die hoͤll, auch alle angſt und noht Hat uͤberwunden JEſus Chriſt, Der heut vom tod erſtan⸗ den iſt. Hallel. 3. Am ſabbaht fruͤh mit pezerey Kamen zum grab Marien drey, 89 ſalben a des menſchen ſohn, Der von dem tod erſtanden ſchon. Hallel. 4. Wen ſucht ihr da? er engel ſprach: Chriſt ſt erſtanden, der hie lag, Hie ſeht ihr die ſchweis⸗ tuchelein: Geht hin, ſagts bald den juͤngern ſein. Halleluja. 5. Der juͤnger furcht und erzeleid Wird heut ver⸗ kehrt in lauter freud: So bald ſie nur den HErren — ꝗ— ſtſein ſchoͤn geſpraͤ IX. Auf das Oſter⸗Feſt Von der Auferſtehung JEſu Chriſti. ſehn, Muß alles trauren bald vergehn. Hallel. 6. Drauf haͤlt der HErr ch Mit zween juͤngern auf dem weg: Fuͤr freud das herz im leib ihn'n brennt, Im brod⸗brechen wird er er⸗ kennt. Hallel. 7. Der rechte Simſon unſer held, Chriſtus, den ſtarken loͤwen faͤllt. Der höllen pforten er hintraͤgt, Dem teufel ſein gewalt er⸗ legt. Hallel. grab auch Chriſtus lag; Der tod ihn laͤnger keine ſtund In ſeinem rachen hal⸗ ten kont. Hallel. 9. Der tod da ſeinen raub verlohr, Das leben ſiegt und kam empor: Zer⸗ nun des todes macht, Chriſt hat das leben ſtoͤrt iſt wiederbracht. Hallel. 10. Heut gehn wir aus Egyptenland, Aus Pha⸗ ¹ raonis dienſt und band: Wir eſſen heut, im brod und ͤ — Jonas im wallfiſch war drey tag: So lang im N brenn, wird e ecte Ei Chriſte 1 Ifäll. 9 ner hyn ſein gente laͤnge em race llel. od dah ₰ — . —— — — von der Auferſtehung JEſit Chriſti. 189- und wein, Das rechte oſter⸗ laͤmmelein. Hallel. II. Auch eſſen wir die ſußen brod, Die Moſes GOttes volk gebot: Kein ſauerteig ſol bey uns ſeyn/ Daß wir von ſuͤnden leben rein. Hallel. 12. Der wuͤrg⸗engel vor⸗ uͤber geht, Kein erſtgeburt er bey uns ſchlaͤgt: Des herzens thuͤr hat Chriſti blut Beſtrichen, das haͤlt uns in hut. Hall. 1 Die ſonn, die erd, all kreatur, Und was betruͤ⸗ bet war zuvor, Freut ſich deß heut an dieſem tag; Weil ſatanas darnieder lag. Hall. 14. Drum wir auch billig froͤlich ſeyn, Das halleluja ſingen fein, Und loben dich, HErr JEſu Chriſt! Zu troſt du uns er⸗ p ſtanden biſt. Halleluja. MNll. Erſchienen iſt der herrlich. (ruͤh morgens, 177. da die ſonn aufgeht, Mein heiland Chriſtus auferſteht. Ver⸗ trieben iſt der ſuͤnden nacht, Licht, heil und leben wie⸗ derbracht. Halleluja. 2. Wenn ich des nachts oft lieg in noht Verſchloſ⸗ ſen, gleich als waͤr ich todt; Laß du mir fruͤh die gna den ſonn Aufgehn, nachu trauren, freud und wvon. Hallel. 3. Nicht mehr, als nur drey tage lang, Mein heis land bleibt im todes⸗ zwang: Am dritten tagu durchs grab er dringt, Mit ehren ſein ſiegs⸗faͤhnlein ſchwingt. Hallel. 4. Jezt iſt der tag, dau mich die welt Mit ſchmach am kreuz gefangen haͤlt: Drauf folgt der ſabbaht in dem grab, Darin ich ruh und friede hab. Hallel... 5. In kurzem wach ich fralic auf: Mein aſte. ag iſt ſchon im lauf; Ich wach auf durch des HEr ren ſtim, Veracht den to mit ſeinem grim. Hallel. 6. Am kreuz laͤßt Chri ſtus oͤffentlich Vor allem volke toͤdten ſich: Da er durchs todes kerker bric 1090 Auf das Oſter⸗Feſt 4 Läßt ers die menſchen ſehen nicht. Halleietl. 7. Sein reich iſt nicht von dieſer welt, Kein groß gepraͤng ihm hier gefaͤllt: Was ſchlecht und niedrig allerbeſte ſeyn. 8. Hier iſt noch nicht ganz kund gemacht, Was er uns aus dem grab ge⸗ bracht, Den großen ſchatz, die reiche beut, Drauf ſich ein chriſt ſo herzlich freut. Hallel. 1 9. Der juͤngſte tag wirds zeigen an, Was er fuͤr tha⸗ ten hat gethan: Wie er den ſchlangen⸗kopf zerknickt, Die holl zerſtoͤhrt, den tod erdruͤckt. Hallel. 10. Da werd ich Chri⸗ ſti herrlichkeit Anſchauen ewig voller freud: Ich wer⸗ de ſehn wie alle feind Zur ſtarker held! Wo iſt ein allel. ne noht ſi durch ſeine hand; mich wil halten, wird zu ſchand. Hallel. 14. Und daß der erſtanden ſey, Das iſt von allem zweifel frey; Der engel ſelbſt bezeugt es klar, fenbar. Hallel. 15. Lebt Chriſtus, was bin ich betruͤbt? Ich weiß, daß er mich herſüch hab. Hallel. 15. Er nehrt, er ſchuͤtzt, 12. O wunder groß o feind, den er nicht faͤllt? Kein angſt⸗ſtein liegt ſo ſchwer auf mir, Er waͤlzt u ihn von des herzens thuͤt. geht herein, Sol ihm das H 13. Kein kreuz und kei⸗ nol ch findt, Die Chriſti ſieg nicht uͤber. windt: Er fuͤhrt mich hau rWmbe Err Das leere grab machts of⸗ er troͤſtet mich, Sterb ich, ſo nimt er mich zu ſich. Woer jezt lebt, da m ich in,/ 1 liebt: Wenn mir gleich 1 alle welt ſtirbt ab, Gnug, Alan daß ich Chriſtum bey mir inn e 8 Alehht ſ. ſtein 1 re u ) fidt, „Dan fel friy; bezeugt rab man llel. 8 6 großer von der Auferſtehung 3Eſu Chriſti ror hin, Weil ich ein rhlid ſeins leibes bin. Hallel. 17. Durch ſeiner aufer⸗ ſtehung kraft Komm ich zur engel bruͤderſchaft: Durch ihn bin ich mit GOtt ver⸗ ſöhnt, Die feindſchaft iſt ganz abgelehnt. Hallel. 18. Mein herz darf nicht entſetzen ſich, GOtt und an die engel lieben mich: Die freude, die mir iſt bereit, Vertreibet furcht und trau⸗ rigkeit. Hallel. 19. ſun dieſen troſt, o held HErr JEſu! ankt dir alle welt. Dort wollen wir auf beßre weiſ Erheben deinen ruhm und preis. Halleluja. Mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. vomt wieder 178. F aus der fin⸗ ſtern gruft, Ihr GOtt⸗ ergebne ſinnen! Schoͤpft neuen muht und friſche luft, Blickt hin nach zions zinnen: Denn JEſus, der im grabe lag, Hat als ein held am dritten tag Des todes reich beſieget. herz und mund Am tage ſeiner freuden; Er hat den ewgen gnaden bund Ge⸗ gruͤndet durch ſein leiden, Er hat dem tod entwandt die macht, Das leben aber wieder bracht Und unver gaͤnglich weſen. 3. Nun tritt, was Chri⸗ ſto aͤhnlich iſt, In glau⸗uuu bens⸗ kraft zuſammen:uu Weil Chriſtus auferſtan den iſt, Wer wil ſein vol verdammen? Hier iſt der mann, der uͤberwand, Und nach zerriſſnem todes⸗band Zur rechten GOttes ſitzet. u 4. Du wolgeplagtes chriſten⸗heer! Vergiß was druͤckt und naget. Haͤuft ſich die noht gleich noch ſo ſehr; Nur friſch mit dem gewaget, Der durch des grabes ſiegel brach, Und zu dem tode maͤchtig ſprach: Wo iſt nunnehee dein ſtacele 5. Nur Chriſti ſieg iſt aut dafuͤr, Der hilft uns uͤberwinden, Und oͤffnet! riegel, ſchloß und th Trotz teufel, welt und ſun⸗ 2. Auf! danket ihm mit den! Er iſt der großß ſie⸗ ges⸗mann, Mit ihnn iſt at Auf das Dſer Feſt 192 dein ſieg/ ohoͤlle? 6. Zum ſiegel dieſer gro⸗ ßen beut, Giebt uns der HErr zu eſſen Die ſpeiſe der unſterblichkeit, Sein nimmer zu vergeſſen. Des lebens⸗ſaft uns heilſam rraͤnkt, Den das erwuͤrgte lam uns ſchenkt. O edler oſter⸗ſegen! b 7. GOtt, unſern GOtt ſey lob und dank, Der uns den ſieg gegeben; Der dem,, ſo ſterbend nieder ſank/ Hat wieder bracht das le⸗ pen. Der ſieg iſt unſer, FEſus lebt, Der uns zur errlichkeit erheht, GOtt ſey dafuͤr gelobet. Ohriſt iſt er⸗ 179. Ohriteiſten der marter alle: Deß ſol⸗ len wir alle froh ſeyn, Chriſtus wil unſer troſt ſeyn, Halleluja. 2. Waͤr er nicht erſtan⸗ den, So waͤr die welt ver⸗ gangen; Weil er nun er⸗ ſtanden iſt, So lohen wir den vater IEſu Chriſt, — — 8 — =— Hallelujla.. 3. Halleluja, Halleluja, ſes wol gethan: Wo bleibt Halleluja! Deß ſollen wir alle froh ſeyn, Chriſtus wil unſer troſt ſeyn, Hal⸗ leluja. e Ohriſt lag in i 180. todes⸗ ban⸗ b den, Fuͤr unſre ſuͤnd gege ben; Der iſt wieder erſtan⸗ mit den, Und hat uns bracht das leben; Deß wir ſol⸗ ſtt len froͤlich ſeyn, GOtt lo⸗ ben und ihm dankbar ſeyn, u Und ſingen halleluja! Hal⸗ hſſ leluja.. 2. Den tod niemand be⸗ zwingen kont Bey allen menſchen⸗ kindern: machte alles unſre ſuͤnd; Kein unſchuld war zu fin⸗ den. Davon kam der tod ſo bald, Und nahm uͤber uns gewalt, Hielt uns i in ſeinem reich gefangen. iſf Halleluja. Uurgh ſi 3. JEſus Chriſt wahrer el GOttes ſohn An unſre en. ſtatt iſt kommen, Und hat die ſuͤnde abgethan, Damit dem tod genommen All ſein lan recht und ſein gewalt: Da un bleibet nichts denn tods⸗ m geſtalt, Den ſtachel hat er d verloren. Halleluja. Ch 4 Das mur . n don der Auferſtehung IEſu Chriſtt. 193 —— 3 1 r b wu, Cſß licher krieg, Da tod un — ſen, lihe umegen: Das leben 1 da behielt den ſieg, Es hat heſ den tod verſchlungen. Die — 1 1 ſchrift hat verkuͤndigt das, tdes Wie ein tod den andern 4. Es war ein wunder⸗ w 3 tod iſt worden. Halleluja. M a an dem kreuzes⸗ſtamm In halelneng heiſſer lieb gebraten; Deß bblut zeichnet unſre thuͤr, od niena Das haͤlt der glaub dem nt Wh tode fuͤr: Der wuͤrger indern: kan uns nicht ruͤhren. Hal⸗ 3 unſte — —, — — — — — — leluia. Id wr 6. So feyren wir das on kann hohe feſt Mit herzens nd nat freud und wonne, Das uns t, Hu der HErr erſcheinen laͤßt; reich gin Er iſt ſelber die ſonne, Der durch ſeinen gnaden glanz Chritun Erleuchtet unſre herzen zn A ganz. Der ſunden nacht iſt men, lint vergangen. Halleluja. tthan 7. Wir eſſen hier und leben wol In rechten oſter⸗ gews fladen: Der alte ſauer te teig nicht ſol Seyn beß ſaadelee dem wort der gnaden. Und ſeiſen unſte ſeel al. u lein: Der glaub wil keins andern leben. Halleluja. Fer Sen unſer heiland, Der den tod uͤberwand, J auferſtanden, Die ſund haatu er gefangen. Halleluja. luja. retten Alle, die zu ihm tre ten. Halleluja. olin, Chriſtus wil die ſpeiſe ſeyn, 2. Der ohne ſunde we 8 geboren, Trug fuͤr uns GOttes zorn: Hat uns verſoͤhnet, Daß uns GOtt ſeine huld goͤnnet. Halle⸗uul 3. Tod, ſuͤnd, teufel, b leben und gnad, Alles im haͤnden er hat. Er kan er⸗ Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 190 Chun triumphi⸗ 182. K ret IEſusuu Chriſt, Der von dem teod u erſtanden iſt Mit großer macht und herrlichkeit: Deß dankn wir ihm iiumm ewigkeit. Halleluugj. 2. Dem teufel hat er al ſein macht Zerſtoͤhrt, und ihn zu boden bracht: Wie pflegt zu thun ein ſtarker eht zum end, GOtt helf —— Auf das O er⸗Jef 2 held, Der ſeinen feind ge⸗ waltig faͤllt. Hallel. 3. Oauferſtandner JE⸗ ſu Chriſt! Der du der ſuͤn⸗ der heiland biſt, Fuhr uns durch dein barmherzigkeit Zu dir in deine herrlich⸗ keit. Hallenja. mich 4. Hie iſt doch nichts als angſt und noht Von kindheit an bis in den tod: Dort aber in des him⸗ mels⸗thron Folgt auf den kampf die ehren⸗kron. Hal⸗ leluaä. 5. Nun kan uns kein feind ſchaden mehr, Ob er gleich tobet noch ſo ſehr: Verworfen iſt der arge feind, Da wir nun GOt⸗ tes kinder ſeynd. Halle⸗ luja. 6. Des danken wir dir allzugleich, Und ſehnen uns ins himmelreich. Es uns alln; So ſingen wir mit großem ſchall: Hal⸗ leluja. b b 8 GOtt vater in dem doͤchſten thron, Und Chri⸗ ſtt ſeinem eingen ſohn, Dem heilgen geiſt in glei⸗ cher weif In ewi lob und preis. Ha⸗ lUeluja. —— Mel. Allein GOtt in der hoͤh x. 05 Ntod! wo iſt 183. SN dein aa nun? Wo iſt dein fieg, hoͤlle? Was kan uns jezt der teufel thun? Wie grau⸗ ſam er ſich ſtelle. GOtt ſey gedankt, der uns den ſieg So herrlich hat nach dieſem krieg Durch JE ſum Ehriſt gegeben. 2. Wie ſtreubte ſich di alte ſchlang, Als Chriſtus mit ihr kaͤmpfte? Mi liſt und macht ſie auf ihn drang, Jedennoch er ſie daͤmpfte. Ob ſie ihn in de ferſen ſticht; So ſieget ſie darum doch nicht, Der kopf iſt ihr zertreten. 3. Lebendig Chriſtus koͤmt herfuͤr 3 Die feind nimt er gfangen„ Zer⸗ bricht der hoͤllen ſchloß und thuͤr, Traͤgt weg den raub mit prangen. Nicchts iſt, das in dem ſieges⸗lauf Den ſtarken held kan halten auf, Alls liegt da uͤber⸗ wunden. gkeit ſen 4. Des 4 ddbo — — — von der Aufer ehung J 26 riſti. 195 1 as. Halgi hoͤllen peſt — Iſt unſer hei⸗ tan auch noch ungern laͤßt wuͤten und von mor⸗ 9* 1 4. 9d MifeS iſt er doch ver V„ und iſt erhoͤhet. Des HErren gegelet, Fene en egetn, zhr entgegen ſtehet. Tod, 4 teufel, hoͤll und alle feind 9, Aeh Durch Chriſti ſieg ge⸗ daͤmpfet ſeynd; Ihr zorn iſt kraftlos worden. u. Es ward getoͤdtet ohſen JEſus Chriſt, Und ſieh, ; Soſt erlebet wieder. Weil nun Hnicht N das haupt erſtanden iſt, reten. Stehn wir auch auf, die endig glieder. So jemand Chri⸗ ur, Nh ſti worten glaͤubt, Im tod und grabe der nicht bleibt; Er lebt, ob er gleich ſtirbet. 7. Wer taͤglich hier durch wahre reu Mit Chriſto 4 — Des todes gift, der ihn mi 4 nommen iſt dem tod die — land worden: Wenn ſa⸗ macht, st wiederbracht, Und unverdda oſter beut, Der wir rheila cht angehet. Ge⸗uuulu Unſchuld und leben gaͤnglich weſen. 3 8. Das iſt die rechte haftig werden, Fried, freuu de, heil, gerechtigkeit 2 himmel und auf erden. Hieu ſind wir ſtill, und warten aͤhnlich dort Chriſti ver klaͤrtem leitierr. 9. Der alte drach mit ſeiner rott Hingegen wirdd zu ſchanden: Erlegt iſt e mit ſchimpf und ſpott, da Chriſtus auferſtanden. Des hauptes ſieg der glie der iſt, Drum kan mit aller macht und liſt Uns ſatag nicht mehr ſchaden. ſtachel nun? Wo iſt dein ſieg, o hoͤlle? Was ka uns jezt der teufel thunu Wie grauſam er ſich ſtelle. GOtt ſey gedankt, der uns den ſieg So herr⸗ lich hat nach dieſem krieg — auferſtehet; Iſt dort vom andern tode frey, Als der geben fort, Bis unſer leib wirdil 10. Otod! wo iſt dein uuuu 196 Mel. Was ehuedas 1. KX auferſtand⸗ 184. ner ſieges⸗ fuͤrſt. Du leben aller leben! Heut bringſt du friede, da du wirſt Zur freude uns gegeben⸗ Erſt ſtuͤrzt die noht Dich in den tod; Jezt biſt du auferſtanden, Und frey von todes⸗banden. 2. Der ſuͤnder laſt und ſchwere ſchuld Hieß dich in feſſel fallen: Du gabeſt ddich aus großer huld Ans krreuz, an ſtatt uns allen: Nun ſind wir frey Von ſelaverey, Und von der hoͤl⸗ len banden, Nachdem du . ſind neu geboren. 5. O! daß wir dieſen theuren ſieg Lebendig moͤg ten kennen, Und unſer herz bey dieſem krieg Im glau⸗ ben moͤgte brennen: Denn Chriſti licht Uns ſonſten nicht Zum himmels lichte fuͤhret, Wo man niche glauben ſpuͤhret. 6. So brich durch unſer herz, O JEſu fuͤrſt der ehren! Und laß in uns, nach reu und ſchmen b Des glaubens kraft ſi mehren, Daß wir in dir auferſtanden.* 3. GOtt lob! du geheſt, wieder auf, Du rechte gna⸗ den ſonne! Und giebſt mach unterbrochnem lauf, Uns ſtrahlen neuer wonne. Nun iſt die ſeel Mit freu⸗ den dl, Von dir gſalbet worden, Zur auserwaͤhl⸗ ten orden. 4. Die kraft von dei⸗ ner majeſtaͤt Bricht ſelbſt durch grab und ſteine. Dein ſieg iſts, der uns mit erhoͤht Zum vollen gnaden⸗ kaufen. ruhe finden, Und aufer⸗ ſtehn von ſuͤnden. 7. Ach hilf! daß wirzur rechten zeit Zu dir, o JE⸗ V ſu! kommen Mit ſpezerey der reu und leid, Aus her⸗um zens⸗ grund genommen: Daß wir in eil Zu deinem heil In wahrem glauben w Und lebens ſalbe 8. Vertreib den ſchlaf ni der ſicherheit, Datz wir bey laufen, ſcheine. Des todes wuht, i Der hoͤllen glut Hat alle u macht verloren, Und wit denn ſelbſt ann Die offne thuͤr Zur ewgn fruͤhem morgen Zu ſuche d lch — ven der Arferſſehung JEſi Chriti. 192 es teden dich ſtets ſeyn bereit, Wenn ſu! ganz allein: Die tuͤcher gun e du dich gleich verborgen. alles boͤſen, In welche wit 4 dein, Nim uns das grab de ſen an ſeyn, Kanſt du boren. funden ab; Weil du her⸗ allein aufloͤſen. Zerbri aß ur vor gebrochen, Und uns am das joch, Und fuͤhr uns do Aben feind gervchen. Zum reiche deiner gnade, Undm 9. Laß uns doch mit dir Daß uns kein feind nicht Md h 3 och mi krieg d auferſtehn; Wir liegen ſchaoddd. drenm lo im grabe, Und koͤnnen 13. Verſag uns deiine ht Unz noch das licht nicht ſehn, zir nicht, Wenn wir im — — himm Die kraft von deiner gabe, buße weinen: Und laß uns Bo ma Die deine macht Uns wie⸗ deines friedens licht In ühret derbracht. Fuͤhr uns zum trauer⸗ naͤchten ſcheinen; brich dmt neuen leben, Daß wir feſt So koͤnnen wir, O held! her, an dir kleben. mit dir, Die rechte oſtern ren n 10. O wie viel huter lie⸗feyren, Und uns in dir err reumi gen hier, Die unſer herz neuren. hens de berennen, Daß wir aus 14. Laß uns dein wah⸗ daß u dieſer grabes thuͤr Nicht zu res auferſtehn Auch ſelbſt hur Jan dir kommen koͤnnen! Der in uns erfahren; Und aus n, Un ſuͤnden nacht Hält ſelbſt die den ſunden⸗graͤbern gehn. ünden. wacht: Die welt mit ihren Laß uns den ſchatz bewah⸗ ilfl dain ſhäßen Sucht ſolches zuſren, Des geiſtes pfand, 4 mda wolluſt, ſorge B dei hand Zurſiege n II. Die wolluſt, ſorge, uns gegeben; So gehn wir led, 3 neid und geld Sucht ſolches ein zum leben. aum zu verriegeln: Der phari⸗— V Bam 52 dier ween Gedentt Mel. 15. Soltich hanence 165. zu verſtegein. er Haſſet uns den ühnne oͤffnet hier Des grabes 185. 8 Krren preix thur? Wer hebt den ſtein ſen, O ihr chriſten uͤberall! hi der ſunden, Den wir in uns Kommet, laßt uns danl er⸗ befinden? ſweiſen Unſerm GOtt mit 12. Das thuſt du JE⸗ uem ſchall. Er iſt fre 3 3 von 198 Auf das Oſter⸗Feſt von todes banden, Sim⸗ ſon, der vom himmel kam, unnd der loͤw aus Juda ſtam, Chriſtus IEſus iſt erſtanden. Nun iſt hin der lange ſtreit; Freue dich, o chriſtenheit! 2. Chriſtus ſelbſt hat uͤberwunden Des ergrim⸗ ten todes macht: Der in tuͤchern lag gebunden, Hat die ſchlange umgebracht, Hat des ſatans reich ver⸗ heeret, Hat es nach der kur⸗ zen ruh Ausgetilget, und dazu Seine wuht und macht zerſtoͤhret. Nun ſind wir in ſicherheit. Freue dich, o chriſtenheit! 3. Ob mein heiland gleich geſtorben, Und ins grab geleget iſt, Blieb er Aleichwol unverdorben: Denn nach dreyer tage friſt Biſt du held zuruͤckgekom⸗ mmen, Haſt das leben und die macht Aus der ſchwar⸗ en gruft gebracht, Und des todes raub genommen, Schenkſt uns nun die ſe⸗ ligkeit. Freue dich, o chri⸗ — iſt dein triumph? Satan kan nun nichts mehr ſchaf⸗ fen, Seine pfeile wurden ſtumpf. Chriſtus iſt ſein gift geweſen, Chriſtus iſt ih der hoͤllen peſt: Welt und ſuͤnde liegen feſt, Und wir 1 menſchen ſind geneſen, Singen nun durch Chriſti ſtreit: Freue dich, o chii⸗ ſtenheit! n 5. IEſus heilet unſte un plagen, Wenn wir nit⸗ gend huͤlfe ſehn, Laͤſſet und nach dreyen tagen Freu⸗ dig mit ihm auferſtehn. Die verweſung dieſer er de den Sieht mein treuer ha fer nicht, Der durch grab Kfeſn und kerker bricht: Da um wil ich dankbar wer⸗ A ſey bereit! chriſtenheit! 6. Er iſt aus der angſt geriſſen, Und mit ehren an⸗oi gethan: Wer iſt, der ſein Wm ſeben wiſſen, Deſſen laͤng V ausreden kan? Chriſtus iſt der eckſtein worden: W GOtt! das iſt von dir ge Wi Freue dich, o ſtenheit! 4. Tod! wo ſind nun deine waffen? Höolle! wo ſchehn, Wie wir hoͤchſt er freuet ſehn. Aus der ſuͤn⸗ A der jammer orden Ne Vännt un den. Harf und pfalter de 7e 48 gent ſchlaͤg n durc us heitn g Wenn m n ſehn, diſ — en tage ihm auf — — mein ttn h dance arf wn zſt aus da —— n. Al den ſtrafen krank. Doch — —:—— 4 eſung d — — — — — — —— — muns G Deines ſieges herrlichkeit. Freue dich, ochriſtenheit! Daß wir ſtets ch deine gnade ſehn, Was uns nun iſt mit reue ſehn, dDaß wir mit dir aufer⸗ ſtehn. Brich hervor in un⸗ ſern herzen, Ueberwinde ſuͤnde, tod/ Teufel, welt und hoͤllen⸗noht: Daͤmpf i uns angſt, pein und ſchmer⸗ zen, Seelen kummer, trau⸗ rigkeit. Freue dich, o chri⸗ ſtenheit!.. 11. Meinen leib wird dich ewig loben. preis in ewigkeit. dich, o chriſtenheiitit! 8. HErr! dis ſind die edle fruͤchte, Die dein auf⸗ erſtehung giebt: Daß wir gehn vor dein gerichte, Um das urtheil unbetruͤbt: HErr! dis ſind die ſchoͤ⸗ ne gaben, Gnad und le⸗ ben, freud und ſieg, Troſt und friede nach dem krieg: O die ſollen kraͤftig laben Leib und ſeel in allem leid. Freue dich, o chriſtenheit! 9. Achl ich ſeufze, ach! Freue — 4 — ken V mei Denn 4 b 3 uns, und zeig uns heute 10. Gib, HErr IEſu! armen ſündern ſchade,Y Auf das Oſter eſt ———— b 8 * Mel. Wer nur den lieben GOtt. 97 CCgHein JEſus ſ 187. K lebrs was ſol ich ſterben? Hier ſteht a mein haupt und trium⸗ iim phirt: — ſol ich ihm mein leben ge⸗ b phirt: So muß ich ja das drum liegt zu fuͤßen, Was mir das leben rauben kan. in mir. hebt, So wahr als JEſus von der Auferſtehung IEſu Chriſſi. 201 leben erben, Weil noht und tod die macht verliert. Kein trauer⸗bild erſchreckt mich mehr, Mein IEſus lebt! das grab iſt leer. 2. Mein JEſus ſiegt, Der tod wird voͤllig wei⸗ chen muͤſſen, Mir wird der ſatan unterthan. Der hoͤl⸗ len abgrund ſelber bebt, Denn uͤberall ſchallt: JE⸗ ſus lebt. 3. Mein IEſus lebt; das grab iſt offen, So gehi freudig in die gruft. Hier kan ich auch im tode hoffen, Daß mich ſein wort ins leben ruft. Wie ſuͤße ſchallt die ſtimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch 4. Mein JEſus bleibt alſo mein leben, Er lebt in meinem herzen hier: Und ben, Koͤmt mir der tod nicht ſchrecklich für; Weil er mich in den himmel Mel. In dich hab ich gehoffet c. 2 tt ſey ge⸗u 4 188. G dankt zu je⸗ derzeit, Die ſonne der ge⸗ rechtigkeit Der menſchen herz erfreuet: Sie geht herfuͤr Aus grabes thuͤr ,uu All kreatur erneuet. 2. Es iſt der ſiegs⸗fuͤrſt JIEſus Chriſt, Der heutuuu vom tod erſtanden iſt, Unnduuuul hat dem feind genommpen All ſein gewalt; Drauf iſt uu l er bald Mit freuden wieder 1 3. Auch hat der ſiegs⸗ 1 ch fuͤrſt hochgeacht Viel aus⸗ beut aus dem grabe bracht,uuluu Die wil er uns gern ge⸗luulllluz ben: Das edle kleid Ge⸗ * 4 8 1 4 4 8 ch 6 1 42 8— 1 iſt und lebt. ts zu ſteuren: Daß 202 Auf das Oſter⸗Feſt nach der zeit In hoͤchſter Ich dort mag oſtern freud feiren. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. Sach auf, mein nacht iſt hin, Die ſonn iſt aufgegangen. Ermun⸗ tre dich mein geiſt und ſinn! Den heiland zu empfan⸗ gen. Er bricht nun durch die todes⸗thuͤr, Und geht aus ſeinem grab herfuͤr, Der ganzen welt zur wonne. 2. Steh aus dem grab der ſuͤnden auf, Und ſuch ein neues leben. Vollfuͤhre deinen glaubensauf, Laß ſich dein herz erheben Zum himmel, wo dein JEſus iſt: Such das, was droben, als ein chriſt Der geiſtlich auferſtanden. 3. Vergiß nur, was da⸗ hinden iſt, Und tracht nach dem, was droben: Damit dein herz zu jeder friſt Zu JEſu ſey erhoben. Trit un⸗ ter dich die boͤſe welt, Und ſtrebe nach dem himmels⸗ zelt, Wo Chriſtus iſt un 4. Quaͤlt dich ein ſche⸗ rer ſorgen⸗ ſtein? Dein Eſus wird ihn heben. Es an ein chriſt bey kreuzes⸗ pein In freud und wonne leben. Wirf dein anlie⸗ gen auf den HErrn, Und ſorge nicht; er iſt nicht fern, Nachdem er auferſtanden. s. Geh mit Maria Magdalen Und Salome zum grabe: Die liebe zwingt ſte fruͤh zu gehn Mit ihrer ſalbungs gabe. Da ſie⸗ heſt du daß IEſus Chriſt Von todten auferſtanden iſt, Und nicht im grabe blieben. 6. Es hat der loͤw aus Juda ſtam Nun ſtegreich uͤberwunden, Und das er⸗ wuͤrgte GOttes⸗lam Das leben wieder funden. Es bringt heil und gerechtig⸗ keit, Und hat, nach hartem kampf und ſtreit, Die fein⸗ de ſchau getragen. 7. Drum auf/ mein herz! deh an den ſtreit, Weil IE⸗ ſus uͤberwunden: Er wird auch uͤberwinden weit In dir, weil er gebunden Der feinde macht; daß du auf ſtehſt, Und in ein neuss i en von der Auferſtehung IEſu Chriſti. 203 ichengh hen glauben dieneſt. gehſt„und SOtt im ggel Der verdamniß aufge. 8. Scheu weder teufel, und ſiegel Haſt ſo viel als 19 dundn wa Khn, Noch gar der nichts geachtt: Mache docth hoͤllen rachen: Dein JE⸗ mein herze frey, Daß dirs dein 1—., SErrn, es hat nicht noht; nicht verſchloſſen ſey. er b fbte cs 6 den ſchwa⸗ 2. Hebe weg die ſch 49 chen, Und bey elenden auf ren ſteine, Die kein menſch elitbeg der welt: Als ein gekroͤnter nicht heben kan: Daß mir mt M Kars hed; Drum wirſt nicht unmoglich ſcheine, ed et du uͤberwinden. Was du ſelbſt fuͤr uns ge 9. Ach mein HErr than; Daß ich alles recht n Mi IgEſu! der du biſt Von und wol Glaͤube, was ich Eug kodten auferſtanden, Rett’ glaͤuben ſol. eſlsſ uns von ſatans macht und 3. Thoma swil im zwei⸗u uferia liſt, Und von des todes fel ſtehen; Cleophas wil tin a banden. Fuͤhr uns zuſam⸗ traurig ſeyn. Mir ſol alle neuen le lang dieſer zeit Von allen GOt⸗ — — — — men insgemein Zu einem furcht vergehen, Reiß du ver hen in Za du ſelbſt den zweifel ein, Und un ſin uns haſt erworben. iin einer jeden noht Bleibe b 10. Sey hochgelobt in du mein HErr und GOtt. 4. Tod und teufel ſind uden tes⸗kindern, Und ewig in bezwungen, Theile nunden der herrlichkeit, Von allen ſieg mit mir; Und wie du achhn uͤberwindern, Die uͤber⸗ biſt durchgedrungen, Alſo t, wunden durch dein blut: nim mich auch zu dir, Das SErr JEſu! gib uns kraft ich aus des ſatans macht 1 4 meng uͤnd muht, Daß wir auch Werde ganz zu GOtt ge⸗ Wel uͤberwinden. brach .„ 9 Mel. GOtt des himmels und ꝛc. thuͤr und rie⸗ ben, Fuͤhre taͤglich meien 100. fu! der du dein geiſt, den du erwor⸗ 90. G 1— Auf das Oſter Feſt lauf, Daß ich auf der gu⸗ ten bahn Fang ein neues leben an. 6. Kuͤnftig wird die zeit erſcheinen, Da wir ſelber anferſtehn, Und zu dir mit leiſch und beinen Werden aus dem grabe gehn: Ach! verleih, daß dieſer tag Ewig mich erfreuen mal; 7. Bringe dann die ar⸗ me glieder, Die jezt krank und elend ſind, Aus dem ſchooß der erden wieder: und verklaͤre mich, dein kind; Daß ich in des vaters reich Werde deinem leibe gleich. 8. Zeige mir dann haͤnd und fuͤße, Welche Thomas at geſehn, Daß ich ſie im chauen kuͤſſe, Wie's im glauben hier geſchehn; Und rnach von ſuͤnden frey Ewig dein gefaͤhrte ſey. del. Wo GOtt der HErr nicht. 01 8 chriſten! 19I. G ſeht, daß ihr ausfegt, Was ſich in euch on ſuͤnden Und altem ſau⸗ erteig noch regt: Nichts muß ſich deß mehr finden; — [Daß ihr ein neuer teig moͤgt ſeyn, Der ungeſaͤuert ſey und rein, Ein teig, der GOtt gefalle. b 2. Habt doch darauf ge⸗ naue acht, Daß ihr euch wol probiret, Wie ihrs vor GOtt in allem macht, Und euren wandel fuͤhret. Ein wenig ſauerteig gar leicht Den ganzen teig ſo⸗ fort durchkreucht, Daß er wird ganz durchſaͤuert. 3. Alſo es mit der ſuͤn⸗ den iſt: Woeine herrſchend bleibet, Da bleibt auch, was zu jeder friſt Zum boͤ⸗ ſen ferner treibet. Das oſter⸗lam im neuen bund Erfordert, daß des herzen grund Ganz reimin allem werde.—. 4. Wer oſtern halten wil, der muß Dabey nicht un⸗ terlaſſen Das bittre ſalſen wahrer buß, Das boͤſe muß er haſſen; Daß Chriſtus unſer oſter lam, Fuͤr uns geſchlachtt am kreuzes⸗ ſtam, Ihn durch ſein blut rein mache.. 5. Drum laßt uns nicht im ſauerteig Der bosheit oſtern eſſen, Daß uns nicht ſchalk⸗ Auf das Oſter⸗Feſt. auch nun, als ein chriſt, Nicht in dem grabe blei⸗ ben. Nichts wird mich o mein oſter⸗ lam, Und meiner ſeelen braͤutigam! Auf erden von dir treiben. Lieblich Wil ich Mich im ſchauen Auf den auen Dei⸗ ner freuden Ewig mit und an dir weiden. Mel. Du friede⸗fuͤrſt HErr ꝛc. Oie lieblich ſind 6 193.§ doch deine fuͤß, Wie freundlich iſt dein mund! Wie troͤſtet mich dein wort ſo ſuͤß, O meines glaubens grund! Du guter bot, Du todes tod, Du friedens⸗wieder⸗ ger. Niun iſt des hoͤchſten wort erfuͤllt, Nun freut ſich herz und ſinn. Nun iſtt des HErren zorn geſtillt, Nun iſt das zagen hin. Mein JEſus hat An mei⸗ ner ſtatt Die ſuͤnden⸗ſchuld gebuͤßet. 3. Der friede GOttes herrſcht in mir, Der uͤber die vernunft; Mir oͤffnet ſich die himmels⸗thür, Drum fleuch du hoͤllen zunft! Du ſchreckſt mich nicht, Mein heiland ſpricht: Ich bringe dir den frieden. 4. Wenn des geſetzes donner knallt, Wenn mir im herz und ohr Der fluch aus Moſis buͤchern ſchallt; So ſchuͤtz ich IEſum vor: Dis ſchreckt mich nicht; Mein heiland ſpricht: Ich bringe dir den frieden. 5. Wenn mich die welt erbaͤrmlich plagt, Und ſetzt mir heftig zu, Von einem ort zum andern jagt, So ſchafft mir IEſus ruh. Die welt ſchreckt nicht, Mein heiland ſpricht: Ich brin⸗ ge dir den frieden. 6. Wenn mich die noht und truͤbſal druͤkkt, Wenn mich ein freund verſtoßt; † Werd ich doch kraͤftiglich erguickt, Mir bleibt des HErren troſt. Die noht ſchreckt nicht, Mein heiland ſpricht: Ich bringe dir den frieden.— 7. Wenn mich mein fleiſch unruhig macht, Und reizt zur ſuͤnden⸗ bahn; Wird doch ſein wille nicht vollbracht, Ruf ich nur JEſum — 1 Lalll jn ſagt ſuen nict, d ſchrec 6 ₰ zulezt der tod Mit krant⸗ wil auch in der todes⸗noht Bonder Bimmelfahrt Thriſtit 207 JEſum an. Das fleiſch ſchrockt nicht; Mein heiland pricht: Ich bringe dir den frieden. 8. Und droht mir gleich heit, angſt und pein; So Mein heiland bey mir ſeyn. Der todt ſchreckt nicht/ Mein heiland ſpricht: Ich bringe dir den frieden/.⁶⁴..ü 9. Dank ſey dir, onn friede⸗fuͤrſt! Fuͤr das er⸗ worbne gut, Das du mie wol erhalten wirſt. Meinn per⸗ das in dir ruht, Er⸗ chricket nicht, Auch wen es bricht: Ich fahre hin 4 in friede. b „o , Shriſt fuhr 194. ‚zriß fuhr Was ſandt er uns hernie⸗ der? Den troͤſter den heil⸗ gen geiſt, Zu troſt der ar⸗ ſnen chriſtenheit. Halle⸗ uig. Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des ſolln wir alle froh ſeyn: Chriſtus wil unſer troſt ſeyn. Hall. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. 9S„ A uit dor⸗ 7 195. Mägzaufe ges⸗held! Du ſuͤnden ⸗til⸗ ger aller welt! Heut haſt du dich geſetzet Zur rechten deines vaters kraft, Der X. Von der Himmelfahrt Chriſti. 8 * haft Bis auf den tod verr letzet; Maͤchtig, Praͤchtig Triumphiret, Jubiliret: Tod und leben Iſt, HErr Chriſt! dir untergeben. 2. Dir dienen alle che rubim, Die dich, nebſt al⸗ len ſeraphim, Als ſieges fuͤrſten loben: Weil du den ſegen wiederbracht, Und dich mit majeſtaͤt und b macht Zur herrlichkeit er⸗ D hoben. Singet, Bringet Freuden lieder, Fallet ie der, Ruͤhmt und ehret Den, der izt gen himmel faͤhrert. 3. Du biſt das haupt von uns, und wir Smd ſeinde ſchaar nun ganz ſieg⸗ deine glcher; denn dan freude, ſtaͤrke, guickung„labſal, c eben. Nuͤhre, daß wir dir Koͤmt uns licht, troſt und leben. Heil, friede, kraft, Er⸗ lebens⸗ ſaft Wird uns von dir — Fuͤhre, Hoͤchſte guͤte! Mein ge⸗ muͤhte, Dich zu preiſen, Dir ſich dankbar zu er⸗ weſſene uch IEſu! uns zeuch uns nach dir. Hilf, kuͤnftig fuͤr und fuͤr Nach deinem reiche rachten. Laß unſer thun ohn wandel ſeyn: Leucht uns durch deinen gnaden⸗ ſchein, Das eitle zu ver⸗ Unart, Hoffart Laß uns meiden, Chriſtli leiden, Dich umfaſſen, Suͤnd' und bosheit eifrig haſſen. *5. Sey, JEſul! unſer ſchatz und ſchutz, Der chri ſten ruhm, der feinde trutz, Worauf wir uns verlaſſen. Lenk uns nach dem, was droben iſt: Auf erden woh⸗ net trug undliſt, Es iſt auf 6 Hrr JEſu kom da gnaden thron, Du ſieges⸗ i fürſt, held, Davids ſohn! Kom, ſtille das verlangen! (Du, du biſt allen uns zu gut, OJEſu! durch dein theures blut Ins heilig⸗ thum gegangen. Eile, Thei⸗ — le Mit uns armen, Aus erbarmen, Deine gaben, Bis wir ſie dort voͤllig haben. Mel. 6. Ermuntre dich mein. Zu lebens⸗fuͤrſt 196. D lbene Chriſt! Der du biſt auf⸗ genommen Gen himme, 3 ch da dein vater iſt, Und die iie gemein der frommen: Wit ſol ich deinen großen ſieg Den du durch deinen ſchwe⸗ ren krieg Erworben, wuͤr⸗ dig preiſen, Und dir guug ehr erweiſen? 2. Du haſt die hoͤll und ia ſuͤnden⸗ noht Ganz rit⸗ terlich bezwungen. Es iſt dem teußel, welt und tod in Nicht wider dich gelungen. Du ſiegeſt voͤllig nach dem ſtreit. Wie werd ich ſol⸗ == iche herrlichkeit, O pen 4 in NA TDon der Himmelfahrt Thriſt. 209 SEe Von der Hin — dieſem leben Nach wuͤr⸗ digkeit erheben? ds ven . u gemacht, Und ihn auf dei⸗ ſchau getragen. — 4. Nun lieget alles un⸗ ureda ter dir, Dich ſelber ausge⸗ nommen: Die engel muͤſ⸗ Her ſen füͤr und fuͤr Zu deinem dienſte kommen, Die fuͤr⸗ ſ ſtenthuͤmer ſtehn bereit (Zu dem, was deine macht gebeut: Luft, waſſer, feuer, erde Sucht, wie es folgſam gefangen, Die ſonſt zu un.O ſerm ach und weh, Ergrim auf uns gegangen: rum l preiſen wir mit ſuͤßem ſchall, O ſtarker GOtti du dich überall, Wir, die wrru ſo viel gaben Hiedurch em pfangen haben. 77. Du biſt das hauovt in der gemein, Und wir ſind deine glieder: Du wirſt ein ſchutz der glieder ſeyn, Wir fallen vor dir nieder, Und bitten: gib uns tro ſund licht, Wenn uns fuͤr Fzerbricht nſt kraft und leben Und fried' und freude angſt das herz Denn du kanſt geb eben. 8. Du ſalbeſt uns mit 8 deinem geiſt, Giebſt lehrer, gemgt werde. 2 5. Du herrſcher! fährſt mit jauchzen auf, Mit mehr denn tauſend wagen „Dcer ſtarken engel, die zu hauf Dir preis und ehre ſagen. Du fäͤhreſt auf mit . lob⸗ geſang, Es ſchallet der poſaunen klang: Mein Gott! vor allen dingen treue hirten, Die uns mit dem, was ſeelen ſpeiſt, Er⸗ quicken und bewirthen. Du, hoherprieſter! zeigeſt an, Daß uns dein opfer retten kan, Ja gar von ſa⸗ tans rachen Frey, los und ledig machen. 9. Nun himmelfahrt Die ſtraße uah Wil ich dir auch lobſingen. 6. Du faͤhreſt freudig ſchon bereitet: Du haſt den 6. Du faͤhreſt gg weg nun offenbart, Der 3 in die hoͤh Und fuͤhreſt de uns. zum vater leitet. 85 hat uns deine weil du denn, HErr JEſu Chriſt! Nun ſtets in dei⸗ ner wonne biſt; Sowerden ja die frommen Dereinſt auch zu dir kommen. 10. Iſt unſer haupt im himmelreich„ Wie deine juͤnger ſchreiben; So ſind auch wir einſt engeln gleich, Und koͤnnen hier nicht blei⸗ ben: Die glieder muͤſſen insgemein Dereinſt bey ih⸗ rem haupte ſeyn. Wir hoffen mit vertrauen, Dein herrlich reich zu ſchauen. 11. HErr JEſu! zieh uns fuͤr und fuͤr/ Lenk unſere gemuͤhter, Herz und ge⸗ danken ſtets zu dir, Und deine himmels⸗guͤter: Daß da ſchon unſer wandel iſt, Wo ſich fried, freud und wahrheit kuͤßt, Und wir nur ſolches weſen, Das himm⸗ liſch iſt, erlſen. 12. Hilf, daß wir un⸗ ſern ſchatz allein In jener welt erleſen, Wo GOttes kinder ewig ſeyn, Nicht in dem eiteln weſen; Und dorthin ſehn, was kuͤnftig iſt, Da du uns ſchatz und frieden geben? Ich begehre alles biſt: Well doch dieſen gruͤnden Kein blei⸗ bend gut zu finden. b 13. Zieh uns dir nach, ſo laufen wir, Gib 19 des glaubens fluͤgel: Reiß uns durch deine kraft von hier, Auf zions freuden⸗ huͤgel. Mein GOtt! wem fahr ich doch dahin, Wo⸗ ſelbſt ich ewig froͤlich bin? Wenn werd ich vor dir ſte⸗ hen, Dein angeficht zu ſehen! Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. (Aeute faͤhti 197. H u a mein heiland Ag auf, Und verlaͤßt den kreis iſ der erden. O mein JE. u ſu! muß dein lauf Schon von dir beſchloſſen wer⸗ den: Ach! ſo bind mir flu⸗ mt gel an, Daß ich dir nach⸗ h fahren kan. b 2. Auf der welt iſt ohne dich Leider! doch kein rech⸗ tes leben; Und darum, wie au ſolt ich mich Ohne dich zu⸗ nur allein Da, wo JEſus iſt, zu ſeyn. 3. Wo 1 ” zions Mangh hich „ men kan. Von der Zimmelfahrt Chriſti. 211 iſt mein herz. Suche, welt! in eiteln gruͤnden; Ich ge⸗ denke himmel⸗werts, Wo tag. 5. Liebſter heiland! blei⸗ be mir, Deinem diener, auch zur ſeiten. Stelle dich mir ſiegend fuͤr, Wenn ich werde muͤſſen ſtreiten. hier zurucke: So machin dem herzen platz, Daß es uns, als liebes⸗ſtricke, Durch dein eifriges be muͤhn Mag zu dir zum him⸗ mel ziehn. b 8. Wenn die ſchlangen dieſer welt Gift auf unſre ſeelen ſpeyen: Ach ſo laß, o ſtarker held! Ihren end zweck nicht gedeyen; Son⸗ dern treibe durch dein wort, Was uns ſchaͤdlich, v uns fort. b on 9. Haͤtten wir auch, lei⸗ der! ſchon Etwas toͤdli⸗ ches getrunken, Daß wir faſt von deinem thron Bis in abgrund hin geſunken; Ach! ſo rett uns, weil es Bind mir glaubens⸗fluͤgel an, Daß ich dir nachkom⸗ 6. Keine herzens⸗haͤr⸗ tigkeit Laß in meinem her⸗ zen bleiben: Deine huid, der ich geweiht, Laß die zweifel von mir treiben. Daß du auferſtanden biſt, Glaͤub' ich, liebſter JEſu Chriſt! zeit, Vor dem nu der ewig keit. 5 10. Koͤmt es endlich auch dahin, Daß ich krank und deiner diener wandt. 1I. Sol ich aber auch 7. Laͤſſeſt du den theu⸗ ren ſchatz Deines wortes von hier, Und die boͤſe welt verla O 2 darnieder liege; Oſo wollſttu du dich vemuhn, Daß ich wieder kraͤfte kriege, Deir andd Hat ſchon vieles abge⸗ ſen; Si whkmm 12 Von der Himmelfahrt Chriſti. heiland! mir Dich in wah⸗ rem glauben faſſen! Denn ſo haͤlt, auf ſolche art, Mei⸗ ne ſeele himmelfahrt. Mel. JEſu deine heilge wunden. b IErr! auf er⸗ 198. 20 den muß ich leiden, Und bin voller angſt und weh. Warum wilt du von mir ſcheiden? War⸗ um faͤhrſt du in die hoͤh? Nim mich armen auch mit dir: Oder bleibe doch in mir; Daß ich dich und dei⸗ ne gaben Moͤge taͤglich bey mir haben. 2. Laß mir doch dein herz zuruͤcke, Und nim mei⸗ nes mit hinauf. Wenn beten kan, Rede du den va⸗ ter an; Denn du ſitzſt zu ſeiner rechten: Darum hilf uns, deinen knechten. 3. Zeuch die ſinnen von der erde Ueber alles eitle hin; Daß ich mit dir himm⸗ d liſch werde, Ob ich glei noch ſterblich bin, 9d 4 nach au der ewigkeit; Bis wir— du biſt voran gegangen. 4. Dir iſt alles uͤberge ben; Nim dich auch der t deinen an. Hilf mir, das hf ich chriſtlich leben, Unddir uil heilig dienen kan. Koͤnt ui der ſatan wider mich; Ach! ſo wirf ihn unter dich Zu U dem ſchemel deiner fuͤße, Daß er ewig ſchweigen muͤſſe. 5. Meine wohnung ma⸗ che fertig Droben in desva⸗ ters haus; Da ich werde gegenwaͤrtig Bey dir ge⸗ hen ein und aus. Denn der weg dahin biſt du; Darum bringe mich zur Fau ruh, Und nim an dem le ten ende Meinen geiſt in deine haͤnde. 6. Komme, wenn es zeit iſt, wieder: Denn du haſt es zugeſagt; Und erloͤſe meine glieder, Die der tod im grabe nagt. Richte denn die boͤſe welt, Die ein wort fuͤr luͤgen haͤlt; Und nach ausgeſtandnen glauben meine zeit Richte leiden Fuͤhr uns ein zu dei⸗ zu dir gelangen, Wie 6 N — geit,)) — ale derwni r. ldein vig ſg —— = — — — — —— —— —— — — — — — 1 iinen ſi elanan ruum; 8 4 Von der Himmelfahrt Chriſti. 213 de Wo GOtt der HErr nicht. (Tuf Chriſti 199. Pifatuſtt Chriſt Zur rechten zeit ab⸗ holen. 2. Weil er gezogen him⸗ un mei an, Und große gab empfangen; Mein herz auch nur im himmel kan, Sonſt nirgends ruh, er⸗ langen. Denn wo mein ſchatz gekommen hin, Da iſt auch ſtets mein herz und ſinn; Nach ihm mich ſtets verlanget. 3. Ach HErr! laß dieſe gnade mich Von deiner auffahrt ſpuͤren; Daß mit dem wahren glauben ich Mag meine nachfahrt zie⸗reich ren, Und denn einmal, net fuͤr und fuͤr. Von Chriſti ſitzen zu der rech. ten Hand GOttes. Mel. Nun lob mein ſeel den c. S ein heiland 200. M ſitzet dro⸗ ben Zu GOttes vaters Urechter hand, Allwo ihn herrlich loben Die ſera phim; in ſolchem ſtand Iſt b⸗ unſer fleiſch zu finden; Ouuu welch ein ruhm und ehr! Es muͤſſe nun verſchwin den, Was uns betruͤbet ſehr: Denn unſer heil re⸗ gieret In großer herrlich⸗ keit, Wohin er uns auch fuͤhret Nach unſrer wall⸗ fahrts⸗zeit. himmel aufgeſchwungen, Und den triumph davon gebracht; Daß du haſtauf⸗ wenn dirs gefaͤllt, Mit es uns gelingen, Den lie⸗ freuden ſcheiden aus der ben engeln gleich Ein lob. welt: HERR! hoͤre dis lied dir zu ſingen In deines mein flehen. vaters reich. O 3 Xl. Auf 2. Lob ſey dir, HErr! geſungen, Daß du dich aus ſelbſt eigner macht Gen geſchloſſeen Des himmeris freuden⸗thuͤr, Und uns z reichs⸗genoſſen Verordd Ach! laßs Auf das Pfingſt Feſt XI. Auf das Wom 20I. F ſchöpfer, heil⸗ ger geiſt! Beſuch das herz er menſchen dein: Mit gnaden ſie fuͤll, wie du ſoll vor dir ſehnn. 2. Denn du der troͤſter biſt genant, Des allerhoͤch⸗ ſten gabe theur: Ein geiſt⸗ lich ſalb an uns gewandt, Des lebens brunnen, lieb und feur. 3. Du biſt mit gaben mannigfalt, Der finger GOttes rechter hand: Des vaters zuſag mit gewalt Durch zungen geht in alle an b 1 4. Zuͤnd uns ein licht an im verſtand, Gib uns ins herz der liebe brunſt: Des fleiſches ſchwachheit dir be⸗ kant Staͤrk allzeit durch dein kraft und gunſt. 5. Des feindes liſt treib von uns fern, Den frieden gib durch deine gnad; Daß, wie du füͤhrſt, wir folgen gern, Und meiden, was der ſeelen ſchadt. Don dem heiligen Geiſte. o GOtt weißt, Daß dein geſchoͤpf th Pfingſt⸗Feſt. 6. Den vater uns wot kennen lehr, Und JEſum Chriſtum ſeinen ſohn, Daß wir auch geben gleiche eht Dir, beider geiſt in einem thron! .7. GOtt, unſer vater! ſey allzeit Aus herzen⸗ grund von uns gepreiſt. Loh ſey, HErr IEſu! dir be⸗ reit Mit GOtt dem wehr⸗ ten heilgen geiſt. — (Tom heilige 202. N geiſt, HErte GOtt! Erfuͤll mit deinet gnade gut Deiner glaͤub⸗ gen herz, muht und ſinn, Dein bruͤnſtge lieb entzuͤnd in ihnn. O HErr! durch deines lichtes glanz Zu W. dem glauben verſamlethaſt Das volk aus aller welt an zungen: Das ſey dir, HErr! zu lob geſungen. Hallel. Halleluja. 2. Du heiliges licht, ed⸗ ler hort! Laß uns leuch⸗ ten des lebens wort, Und lehr uns GOtt recht erken⸗ nen, h ſeinen ſeben geiſ t. diſe h Deun h w ellehein Her w — 1 1 ki ben, * 3. Du d ſuͤßer tro von dem heiligen Geiſte. — — nen, Vom herzen Halleluja. durch Und digkeit, Daß wir terlich ringen, Durch tod und leben zu dir dringen. HErr heilige brunſt, † Nun hilf uns dein kraft uns bereit/ ſtaäͤrk des fleiſches bloͤ⸗ Von der Gottheit des hei⸗ ligen Geiſtes. Mel. HErr JEſu Chriſt dich ꝛc. 20 4. I heiliger und Ireiner geiſt! Der ſich als wahrer GOtt erweiſt: Dein edler nam und eigenſchaft Bezeugen deiner gottheit kraft. b 2. Jehova wirſt du, HErr! genent, Vom ſohn und vatker nicht getrent: b Dein weſen iſt mit beiden gleich/ Du lebſt und herrſcſſt in gleichem reich. 3. Die allmacht und all wiſſenheit, Allgegenvart und ewigkeit, Und was der eigenſchaften mehr, Erweiſen deiner gottheit vater 4 — * hie rit⸗ Hallel. Halleluja. Melodey 16. Gom 203. M. geiſt die h erzen deiner gen, Und entzuͤnd in ihnen das feuer deiner goͤttlichen liebe; Der du durch man⸗ nigfaltigkeit der zungen Die voͤlker der ganzen welt g verſamlet haſt, In einig⸗ keit des glaubens. Aach luija, Halleluja. ehr.. 4. Du wirkeſt ſtets durch heiliger berful glaͤubi⸗ erhaͤlt und ſchafft. Dein erſte ſchoͤpfung iſt vorbey, Die andre m neu. 2. laͤube ich. ſchnoͤder laͤſtrer ſeyn; Denn ſolche trifft die hoͤllen⸗pein. 6. Ei O 4 Halle⸗ perſon,/ b deine kraft, Die alles traägt, achet ales Die taufe gruͤndet ſich An deinen namen Ich wil kein n. unterſchiedene Auf das Pe aſt⸗Seſt. erſon, Von GOtt dem vater und dem ſohn, Biſt du, die ewig iſt und bleibt, Wie uns dein heilig wort beſchreibt. 7. Du koͤmſt in wirkli⸗ cher geſtalt, Du hoͤreſt, re⸗ deſt, zeugeſt bald, Daß du in frommen ſeelen wohnſt, Und, die dich lieben, reich⸗ lich lohnſt. 8. Du geheſt ewig von dem ſohn Und vater aus: on Chriſti thron Wirſt du als ein gewiſſes pfand In aller glaͤubgen herz ge⸗ ſandt. b 9. Du ſtellſt die feuer⸗ aufe dar, Koͤmſt auf die uͤnger offenbar, Und ma⸗ cheſt, daß durch deine kraft Ihr lehr⸗amt reichen nut⸗ en ſchafft. 10. Unſichtbar aber koͤm⸗ meſt du, Und ſetzeſt eine ſeel in ruh, Die dich urch wort und ſacrament Annimt und haͤlt bis an das end. II. Nun ſieh! ich oͤffne ir mein herz, Ach! lindre neinen ſuͤnden⸗ſchmerz. Ich bin dein tempel, wohn in mir: Denn aufdich hoff ſiſ ich fuͤr und fuͤr. Mel. OGOtt du frommer g. Somt, ſeelen! 205. M dieſer tag Muß heilig ſeyn beſungen Sprecht GOttes thaten aus Mit neu erweckten zungen. Heut hat der wehrte geiſt Viel helden ausgerüſtt; So betet, daß er auch Die herzen hier he⸗ gruͤßt. 2. Ach ja! du ewger geiſt, Du troͤſter aller from⸗ men! Wir warten, daß du moͤgſt Zu uns mit ſegen kommen. Dein ſind wir durch die tauf, Durchs zNl wort und predig⸗amt; Des geiſtes fruͤchte ſchenk Uns 4 reichlich alleſamt. 3. Du edler liebes⸗geiſt, ll Laß deine liebes⸗flammen Durch aller herzen gehn, Und fuge ſie zuſammen. Bey Chriſti liebes⸗mahl Ach! praͤge Chriſti ſinn Uns allen kraͤftig ein. 7 Wir ſind an Chriſti ei ren, Durch deine gnaden⸗ kraft Wilt du geſchaͤftig ſeyn, lh Zu gliedern auserko⸗ erzn. 8 zuſin an Chi d fraft In Chriſto neu ge⸗ ſchaft haben, Und dazu die⸗ u nen die Von dir empfangne d gaben: nun ar alte feind Uns liſtig tren⸗ nen wil, So wehre ihm, glaͤubig ſtehn. boren. Gib(deine gaben ſind Ja HErr! ſo man⸗ cherley) Daß jeder ſeines orts Ein lebend gliedmaß ſey. von dem heiligen Geiſte. 217 s. Uns lehret Chriſti tiſch Fried und gemein⸗ Wenn nun der und mach Uns friedſam, fromm und ſtill. 6. Was unſerm wiſſen fehlt, Das hie nur ſtuͤck⸗ werk bleibet: Was unſern willen lockt, Und zum ver⸗ derben treibet; Das laſſe, großes licht! Durch deinen glanz vergehn, Und uns in GOttes kraft Getroſt und Mel. Wie ſhon leucht uns ꝛc. ((Com, GOttes 206. M geiſt, kom, hoͤchſter gaſt! HErr! den der himmel nicht umfaßt, Noch dieſer kreis der erde. M. Kom, offenbare dich auh mir, GOtt heilger geiſt!uul daß ich in dir, Ein geiſt mit Chriſto werde. Leite Heute Geiſt und ſinnenrn, Mein beginnen Und mein leben, Deiner liebe nachzu⸗ ſtreben.*1. Cor. 6,1 7. 2. Kom, theures gut, kom, hoͤchſter ſchatz! Kom in mein herz, und mache platz, Dich glaͤubig ein⸗ zunehmen. Ich glaͤube feſt, mein heil und licht, Du theurer troͤſter! wirſt dich nicht Der armen huͤtte ſchaͤmen. Eile, Heile Herz und ſeele Mit demoͤle Dei⸗ 7. Wen Gottes geiſt beſeelt, Wen GOttes wort erreget, Und wer die erſt⸗ linge Von ſeiner gnade traͤget, Der ſtimme mit uns ein, Und preiſe GOt⸗ tes treu; Sie iſt an die⸗ en feſt, Und alle morgen ltodes pein Ich ſteten glau O 5 ner gnaden; Mache gut. en ſuͤnden ſchaden. 3. Entzuͤnd in mir die liebes gluht, Und mache bruͤnſtig geiſt und muht, Du flamme reiner liebe! Laß mich mit dir verſiegelt ſeyn, Damit in noht und ben Auf das Pfingſt⸗ Feſt. ben uͤbe. Ruͤhre, Fuͤhre Mein gemuͤhte, GOttes guͤte Zu erkennen, Chri⸗ um meinen HErrn zu nennen. 4. Erquicke mich, du ſanfter wind, Du brun, wo lebens⸗waſſer rinnt, Du ſuͤße freuden quelle, Die allen durſt der ſeelen ſtillt, Und aus der gottheit tiefe quillt Ganz rein und wig helle. Flieſſe, Gieſſe Deine gaben, Mich zu la⸗ ben, Wenn ich ſitze In der angſt⸗ und ſeelen hitze. 5. Sey meiner ohnmacht raft und macht, Mein helles licht in dunkler nacht, Mein weg, wenn ich ver⸗ uͤhret; Mein lehrer in nwiſſenheit, Mein ſtar⸗ er beyſtand in dem ſtreit, Bis mich die wonne zieret. Schuͤtze, Stuͤtze, HErr! mich ſchwachen, Stark zu nachen Meinen glauben: Laß mir nichts die krone rauben. 6. Hilf mir in meiner ezten noht; Verſuͤße mir en bittern tod. Wenn herz und augen brechen: licht. Laß, wenn die zun⸗ ge nicht mehr ſpricht, Dein ſeufzen fuͤr mich ſprechen. Laß mich Endlich Selig ſcheiden Zu den freuden Aller frommen. Ach! wenn werd ich dahin kommen. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns c. heilger geiſt! 207. 8 kehr bey uns ein, Und laß uns deine wohnung ſeyn, O kom, himmels licht, laß deinen uns kraͤftig ſeyn, Zu ſteter freud und wonne; 2 wir In dir Recht zu leben Uns ergeben, Und mit be⸗ treten. druck deinem wort, Laß es wie feuer immerfort In unſern herzen brennen; Daß wir GOtt vater, ſei⸗ nen ſohn, Dich beider geit in einem thron Fuͤr wah⸗ ren GOtt bekennen. Blei⸗ be, Treibe, Und behuͤte Das gemuͤhte, Daß wir glaͤuben, Und im glauben So ſey du meines lebens ſtandhaft bleiben. du herzens⸗ſonne! Du ſchein Bey uns und in Daß ten Oft deshalben vor dich 2. Gib kraft und nach 3. Du 2 —— E — —— — — — 8 — — — — — — — — — — — uns n,9 — 3. Du guell, draus alle und zur ritterſchaft Da⸗ von dem heiligen Geiſte. 219 weisheit fließt, Die ſich in fromme ſeelen gießt, Laß deinen troſt uns hoͤren, Daß wir in glaubens ei⸗ nigkeit Auch andre in der chriſtenheit Dein wahres zeugniß lehren. Hoͤre, Leh⸗ re, Herz und ſinnen Zu gewinnen, Dich zu prei⸗ ſen, Guts dem nechſten zu erweiſen. 4. Steh uns ſtets bey mit deinem raht, Und fuͤhr uns ſelbſt den rechten pfad, Weil wir den weg nicht wiſſen. Gib uns beſtaͤn⸗ digkeit, daß wir Getreu dir bleiben fuͤr und fuͤr Wenn wir uns leiden rnuͦt ſen. Schaue, Baue Was zerriſſen, Und gefliſſen Dir zu trauen, Und auf dich al⸗ nen Und beginnen Von der lein zu bauen. b 5. Laß uns dein edle balſams⸗kraft Empfinden, durch geſtaͤrket werden: Aufdaß wir unter deinem ſchutz Begegnen aller fein⸗ de trutz, So lang wir ſeyn auferden. Laß dich Reich⸗ lich Auf uns nieder, Daß cht heiligkeit Wir fuͤhren unſre den, Alles ungluͤck uͤber⸗ winden. *6. Du ſuͤßer himmels⸗ thau! laß dich In unſre herzen kraͤftiglich, Und ſchenk uns deine liebe Das unſer ſinn verbunden ſen Dem nechſten ſtets mit lie bes⸗treu, Und ſich darin⸗ nen uͤbe: Kein neid, Keinu ſtreit Dich betruͤbe; Rei⸗ ne liebe Wollſt du geben Sanft⸗ und demuht auch darneben. 7. Hilf, daß in wahrer lebens⸗zeit. Sey unſres geiſtes ſtaͤrke, Daß uns fort hin ſey wol bewuſt, Wie eitel iſt des fleiſches luſt,tt Und ſeine ſuͤnden werke. Ruͤhre, Fuͤhre Unſre ſin⸗ erden, Bis wir himmels⸗ erben werden. (ddler geiſt im 208. G himmels⸗ und dem ſohne, Schwacher wir wieder Troſt empfin⸗ Nel. JSſu deineheilgewunden. throne! Eines weſens, ei⸗ ner kraft Mit GOtt vater ſeelen lebens ſaft! Ach er 4 Auf das Pfingſt⸗Feſt erz, und mach es neu; Daß GOtt ſelbſt mit ſeiner gabe Luſt in mir zu woh⸗ nen habe. 2. Ach! ich bin mit ſchmach und ſchanden Gar erbaͤrmlich zugerichtt. Sa⸗ tan hat mit ſeinen banden Meine ſchoͤnheit ganz zer⸗ nichtt. GOttes bild iſt ganz verderbt, Suͤnden ſind mir angeerbt: Und wie kan GOtt ſolche ſeelen Sich zur wohnung auser⸗ waͤhlen? 3. Du biſt GOttes ſtar⸗ ker finger, Der der ſuͤnden acht zerbricht, Satans maͤchtiger bezwinger, Mei⸗ ner ſeelen helles licht: Keh⸗ reſt du nur bey mir ein, ch! ſo wird mein herze ein, Und auch ſchon auf dieſer erden Eine wohnung GOttes weren. 4. Geiſt der weisheit! om und leite Mich zur rechten weisheits⸗ quell. Geh' und ſtehe mir zur ſei⸗ e, Mach mein finſtres her⸗ e hell Und durch deinen glanz erleuchtt; Daß es GOttes ſinn erreicht, Bis gieſſe deine treu In mein ich nach den trauer ſtunden Jene ſeligkeit gefunden. 5. Geiſt des troſtes! in dem leiden Steh mir all zeit kraͤftig bey. Wenn die beſten freunde ſcheiden, Bleib du mir beſtaͤndig treu. Gib mir ein gelaſſen herz, Daß ich in dem gro ſten ſchmerz Troſt der ſee⸗ len bey dir finde, Und mich ſtets mit dir verbinde. 6. Geiſt des rahts! wie 20 oft verſchwindet Raht und that in angſt und noht! Wenn mein herz nicht huͤl⸗ fe findet, Wenn ich leide, wenn der tod Herz und augen niederdruͤckt, Wenn ich traurig und gebuͤckt, Und fuͤr jammer muß ver⸗ gehen; Ach! ſo bleib du bey mir ſtehen. 7. Geiſt der freuden! mein gemuͤhte Suchet an dir ſeine luſt. Schmeckt mein herz nur deine guͤte; So verlachet meine bruſt, Was die welt fuͤr luſt er⸗ denkt. Welt ⸗luſt nur die ſeele kraͤnkt: Rechte freude muß den frommen Einig von GOtt ſelber kommen. 8. Geiſt des beteue! nn lehr S==V=== ———————— — — —— kommen, Zeuch in unſre herzen ein, Da a wieder. Lenl zuruͤck, was un irrig heißt, O du ſanfter a ſie dem verſaget werden, e ſchwert. in heilt der ſeelen ſchaden, Der von dem heiligen Geiſte. 221 —— i iehr mich beten: Abba va⸗ b 45 in der hoͤh! Treibe mich, vor GOtt zu treten, Und gib, wenn ich vor ihm ſteh, Daß mein bitten kraͤf⸗ tig ſey, Steh mir ſtets mit ſeufzen bey: Spri in mir in GOttes namen Nach dem flehn ein kraͤftig: amen!. Mel. IEſu meines lebens leben. Dnaden geiſt, 209. H ach! ſey wil⸗ — du wol wirſt aufgenommen, Weil a wir troſt beduͤrfig ſeyn: Ann Troͤſte dieſe ſchwache glie⸗ der, Was gebunden, loͤſe gnaden geiſt! 2. Zwar kein menſch lebt auf der erden, Der des geiſtes gaben wehrt; Weil an Der mit ſuͤnden ſich be⸗ 4 ert. Alles liegt an Chriſti gnaden: Denn der in hat uns das theure pfand, 3. Ach! wir waren wilde reben, Gaͤnzlich aus der ul art gebracht. Tod und fluch traf unſer leben Nun iſt alles gut gemacht. uu Was uns ſuͤnder, was ch uns ſchwachen Kan gerechtuuuul und ſelig machen, Giebtu uns in der tauf der geiſt, Der ein geiſt der gnaden heißt. den⸗licht. kraft, Die uns todten leben ſchafft. 5. Treuer beyſtand un⸗ ſrer ſeelen, Stifter wahrer einigkeit! Wenn uns unſre ſchein! Da lig K n. ß wir in dir ſe⸗ d Gottes geiſt, auch zuge⸗ wandtdt. ſchreie, Wie ein hirſchu b nach 4. Nun du brunquell aluu ler guͤter, Geiſt! der fretuudu und troſt verſpricht, Ach! 1 beſtrahle die gemuͤhter Durch dein goͤttlich gna⸗ Beſſere ver ſtand und willen; Hilf uns GOttes wink erfuͤllen, Gib uns beyſtand, heil undut ſuͤnden quaͤlen: So gib duu zufriedenheit, Daß wir ililͤ dir ruhe finden: Steure du den ungluͤcks⸗winden; u Brich hervor, du gnaden⸗ ic ich rufe 1 ach ich bens⸗quelle! kom, erfreue Mich in meiner bangig⸗ keit. Gnadengeiſt! a laß dich finden, Kom, di mit mir zu verbinden, Daß ch jezt und allezeit Deinen ruhm und lob ausbreit. Mel. Von GOtt wilich nicht ꝛc Deuch ein zu dei⸗ 210. S nen thoren, Sey meines herzens gaſt, Der du, da ich geboren, Mich neu geboren haſt, O hochgeliebter geiſt Des aters und des ſohnes, Mit beiden gleiches thro⸗ nes, Mit beiden gleich ge⸗ preiſt 2. Zeuch ein, laß mich mpfinden Und ſchmecken eine kraft, Die kraft, die uns von ſuͤnden Huͤlf und errettung ſchafft: Entzuͤn⸗ e de meinen ſinn, Daß is mit reinem geiſte Dir ehr und dienſte leiſte, Die ich dir ſchuldig bunn. 3. Ich war ein wilder reben, Du haſt mich gut gemacht. Der tod durch⸗ drang mein leben, Du haſt uach waſſer ſchreit Le⸗ ihn umgeb ihn umgebracht, Und in der tauf erſtickt, Als wie in einer fluhte, Mit JEſu tod und blute, Das uns im ſt das heilge tod erquickt. 4. Du biſt das oͤle, Dadurch geſalbet iſt Mein leib und meine ſeele Dem HErren IJEſu Chriſt Zum wahren eigenthum, Zum prieſter und prophe⸗ ten, Zum koͤnig, den in noͤhten GOtt ſchuͤtzt vom heiligthum. 5. Du biſt ein geiſt, der lehret, Wie man recht be⸗ ten ſoll: Dein beten wird erhoͤret, Und macht uns ſegens⸗ voll; himmel an, Es ſteigt und laͤßt nicht abe, Bis der ge⸗ holfen habe, Der allen hel⸗ fen kan. 6. Du biſt ein geiſt der freuden, Der unſer herz aufrichtt, Erleuchteſt uns ch im leiden Mit deines tro⸗ ſtes licht. Achja! wie man⸗ ches mal Haſt du mein herz erquicket, Und mir troſt zu⸗ geſchicket In truͤbſal, noht und quahl! 7. Du biſt ein geiſt der m liebe, Ein freund der b freund⸗ Es ſteiget —j—— ——. —— = — — — J Il. biſte in fran freundlichkeit: Wilt nicht, thun zuſammen, Die voller ait zwietracht ſeynd. umn in haͤnden Die ganze wei⸗ te welt, Kanſt menſchen⸗ an herzen wenden, Wo dir es an wol gefaͤllt: So gib doch guter Mit ſegen fuͤr und fuͤr: Vertreib den boͤſen geiſt, Der ſich dir wider⸗ reißt. un und werke Uns taͤglich an⸗ erbeut. Hilf kaͤmpfen rit⸗ von dem heiligen Geiſte. 223 daß uns betruͤbe Zorn, zank, haß, neid und ſtreit. Der feindſchaft biſt du feind, Wilt, daß durch lie⸗ bes⸗flammen Sich wieder 8. Du HErr! haſt ſelbſt deine gnad Zu fried und liebes banden: Verknuͤpf in allen landen, Was ſich getrennet hat. 9. Erfuͤlle die gemuͤh⸗ ter Mit reiner glaubens⸗ zier, Die haͤuſer und die ſetzet, Und, was dein herz ergetzet, Aus unſern herzen 10. Gib freudigkeit und ſtaͤrke, Zu ſtehen in dem ſtreit, Den ſatans reich der ſuͤnden Kein chriſt er⸗ gebe ſich. II. Richt unſer ganzes leben Allzeit nach deinem ſinn; Und wenn wirs ſol⸗ len geben In deine haͤdnde hin, Und ſcheiden aus der welt: So hilf uns froͤlich ſterben, Und nach dem tod ererben Das ſchoͤne him⸗u mels⸗zelt. (Zun bitten wir 2II. 8 4 den heilgen geiſt Um den rechten glaus ben allermeiſt: Daß er uns behuͤte an unſerm ende, Wenn wir heimfah⸗ ren aus dieſem elende. Ky⸗ rieleis. 2. Du wehrtes licht! gib uns deinen ſchein, Lehr uns JEſum Chriſt erken⸗ nen allein: Daß wir an ihm bleiben, dem trenen u heiland, Der uns bracht hat zu dem rechten vater land. Kyrieleis 1 3. Du ſuͤße lieb! ſchen terlich, Damit wir uͤber⸗ winden, Und ja zum dienſt einander lieben, 1 uns deine gunſt, Laß uns empfinden der liebe brunſt, Daß wir uns vom herzden Und in friede 5 Auf das Pfingſt⸗Feſt— friede auf einem ſinne blei⸗ huld! Aus vorſatz nicht be. ben. Kyrieleis. truͤben Durch eigne ſuͤnden⸗ li 4. Du hoͤchſter troͤſter in ſchuld. Leit uns auf ebner aller noht! Hilf, daß wir bahn. Hilf, daß wir dein nicht fuͤrchten ſchand noch wort hoͤren, Und thun nach uiſ tod: Daß in uns die ſinne deinen lehren; So iſt es u nicht verzagen, Wenn der wol gethan. b feind wird das leben ver⸗ 4. Von oben her uns 4 klagen. Kyrieleis. ſende Den geiſt, den edlen gaſt⸗ Deß etaft ſic u u 5 Mel. Helft mir GOtts guͤte ꝛc. kreuzeclaſt. ene ſ 8⁸ t todes pein, Mach auf die himmels thuͤre, Uns mit einander fuͤhre Zur him mels⸗freude ein. mnit challe 6 Daß 5 vom— himmels thron Uns ſendt b den heilgen geiſt, Der uns Mel. Mein herz und ſeel den r. durchs wort recht lehret, 212. u geiſt des Des glaubens licht vermeh⸗=I).&, HErrn! der ret, Und uns auf Chriſtum du von GOtt ausgeheſt/ weiſt. Und doch mit ihm in glei⸗ 2. Es laͤſſet offenbaren chem weſen ſieheſt: Kraſt Gdtt unſer hoͤchſter hort aus der hoͤh! ſteh mir in Uns, die wir unweis wa⸗ gnaden bey, Damit mein ren, Sein himmliſch gna⸗ lob dir wolgefaͤllig ſey. den wort. Wie groß iſt 2. Erquick das herz, ent⸗ Ral ſeine guüt? Nun koͤnnen zuͤnde mein gemuͤhte; Er. iug wir ihn kennen, Und unſern fuͤll es ſelbſt mit neuer lieb u vater nennen, Der uns all⸗ und guͤte, Du heilge kraft! n. zeit behut. aach kom, ich wart auf dich, erleih, daß wir dich Kom, ſanfter wind, kom 46 Kl leeben, OGOtt von großer und belebe mich. 6 a ven Kem heiligen Geiſte. 225 und daß n 1;6 dich verblendet. C u verſtand, erkentniß, raht raſtſ demne HErrn geſchrieben, In dem ſich GOtt uns men⸗ leuchte meinen geiſt, Da irrig heißt. efähd gigef 4 ſt win 43 dir. r uns al⸗ ein neues leben. daß mein geiſt in buße, leid und reu Durch deie kraft zerknirſcht, zerſchlas 6. Entdecke mir der wahrheit heitern morgen, Und ſchleuß mir auf, was Verklaͤre doch des vaters wort in mir, Und fuͤhre eu mich durch deinen glanz zu dir glaͤubig uͤbergeben: Vergeſſen Entſuͤndge mich, ſchaff mir Sbriſi ſinn, Und gen ſe 8. 4 ſam ſey. Du freuden oͤl! verleih mir deine kraft, Die friede, 10. Laß, reiner geiſt! kraͤftig ruͤhren. ſich den, Daß y... Ach! reinge mich von allen eitlen trieben, u Laß mich nur dich, und nicht was ſuͤndlich, lieben. Ja mache mich von dem, was irdiſch, frey, Daß dei⸗ nem wink ich ſtets gehor⸗ꝛ o9. Verſiegle mich, und ſtaͤrke mich im glauben, Laß mir den feind die ſie⸗u ges⸗kron nicht rauben.. troſt, und freude in mire in„ Daß ſchafft. er verlaͤßt was falſch und 2aß, mich deine wirkung ſpuͤrenuu Laß ſie mir leib und ſeeleuuuuuu Du goͤtt lich licht! entzuͤnde mein noch vor mir verborgen, gebeht, Daß deſſen gluht ich ſtets zu GOtt erhoͤht. rI. Gib mir ſchon hier den vorſchmack jener freuu ich dabey der erden ſchmach und leiden Vergeſſen kan; ja gib mir ziehe uu mich — mich ſtets nach dem him⸗ mel hin. 12. Kom, heilge mich, a ſchmuͤcke geiſt und ſin⸗ nen Zum tempel aus, und wwoohne ſelbſt darinnen, Er⸗ neure mich, ſo wird dure dich allein Mir jeder tag ein frohes pfingſt⸗feſt ſeyn. Mel. Liebſter IEſu wir ſind ꝛc. or/ Ott! du haſt 214. G in deinem ſohn Mich von ewigkeit erwaͤhlet: Sende nun von deinem thron, Was noch meinem heile fehlet: Und gib mir des geiſtes gaben, So dann werd ich alles haben. 2. Achl ich bin lebendig todt, Und zum guten ganz verloren. Heilger geiſt, maein HErr und GOtt! Mache du mich neu gebo⸗ mein verderben, Und kan nicht den himmel erben. 3. Treibe weg die finſtre nacht Meiner irrigen ge⸗ danken. Daͤmpfe das, was S9ètt verachtt, Halte die veernunft in ſchranken, Daß ich anders nicht als gerne Selbſt von dir die weighet lerne. 4. Was mein herze dichtt und trachtt, Iſt von jugend auf nur boͤſe; Aber hilf, daß deine macht Mich ch auch von mir ſelbſt erloͤſe: Und zu allen guten dingen Gib mir wollen und volh bringen. 5. Schaff in mir ein rei nes herz, Daß ich ſtets an GOtt gedenke, Und mich oft mit reu und ſchinerz, Ueber meine ſuͤnden krän⸗ ke: Doch nach den betruͤh⸗ ten ſtunden, Fuͤhre mich in JEſu wunden.. 6. Pflanze mich daſelbſt in ihn, Als ein glied an ſeinem leibe: Und wem ich ſein eigen bin, Hif mir, daß ich es auch bleibe. ſeinem leibe: Wie am weinſtock ſeine re⸗ eben. 7. Hierzu bitt' ich dieſe drey, Glauben, hoffnun nebſt der liebe: Steh' au ſonſt mir alſo bey, Daß kein teufel mich betruͤbe. Gih mir demuht, fried und freude, Und auch ſanſte muht, wenn ich leide. 4 ben, So laß mich an JEu ren: Denn das fleiſch iſt kl 4 5 3 5 8. Hif en dem Meheingen BBr ‚ich durch wahre buß und reu Vergebung habe fun⸗ den. Du haſt mich aus der ſuͤnden nacht Hinwieder⸗ um zu GOtt gebracht, Und voöoͤllig ausgeſohnet. 8. Ich wuͤrd in dieſer fuͤnden welt Mein erbtheil bald verlieren: Drum ha du dich zu mir geſellt, Mich ſeliglich zu fuͤhren. Du nimſt in meinem herzen platz, Damit ja meinen himmels ſchatz Mir nie⸗ mand rauben moͤge. 9. Dein iſt und bleibt allein der ruhm, Wenn du mir kraft gegeben, Daß ich im wahren chriſtenthum Dir, meinem GOtt, kan leben. Ach! nim doch fer⸗ ner in mir raum, Aufdaß ich als ein guter baum Zum vparadies gedeey. 10. Hab ich in meiner rkreuzes⸗laſt Nach huͤlf und h troſt geſchrien; S du, ſuͤßer ſeelen⸗gaſt! Mir oͤfters auch verliehen, Daß ich in hoffnung und geduld, uͤberlaſen. II. Ach! koͤnt ich mun 9 ſt auch, wie ich wolt, Dich, ſen! Ach koͤnt ich, wiei billig ſolt, Mich gegen di erweiſen! O heilger geiſt laß meinen ſinn, So lan ewig, dis betrachten. 12. Kan ich in dieſer ſterblichkeit Den wunſch nicht ganz erlangen; Eo wil ich doch, wenn nach dem ſtreit Die ruh dort an⸗ gegangen, Dir, ſamt den vater und dem ſohn, Mi herzens⸗luſt vor deinem thron Eins nach dem au⸗ dern ſingen. XII. Von 6 Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. GOTT du 216. 8 hoͤchſter geiſt! dem Dreyeinigen GOtt und deſſen 1 Weſen und Eigenſchaften. chen; Wie wil mein ſchwa⸗ cher ſinn Denn deine hoͤh⸗ erreichen? Ach vater! ItW nichts dir zu verglei⸗ ſchaue doch Des kindes ein⸗ b falt 0 h Verſichert deiner lieb und uld, Mich GOtt gam liebſter GOtt! recht prei So lang ich noch auf erden bin, Und en fa tda deuü ſtm nte 1 9. chaßt run tͤh ſeſein erü — — 1” Gu ſchauen denet. 2. Ich kan ſchon von na⸗ Kihſt mach N ſchon die vernunft Die ee im 3. Doch da 9 — — — —— —— 5 — 4 — — n iti was von dir Die offenba⸗ t An rung ſchreibet: Ja dieſe ʒ eclhne wahrheit macht Mir dein cc, mi geheimniß kund, Da die Da. vernunft erſtaunt: O di e welcheintiefer grund! dm 4., Du haſt von ewig⸗ keit Und in dir ſelbſt dein 7 uſt nt leben: Was lebet, muß uaf von dir, In dir, lebendig n. weben. HErr'i du biſt/ — wieie du biſt, Du bleibeſt Ottuſ wie du biſt, Alſo, daß au⸗ ten. ſer d Kein GOtt ſelbſtaͤn⸗ „wiltit dig iſt. — 5. Du, einig⸗hoͤchſter geiſt! Biſt in dir ſelber ſe⸗ Dem V V nt g. 8* 3 Vsrlig, Und deine kraͤfte ſind 1 Unendlich und unzaͤhlig. or Dem Err GOtt zebao Iſt nur ein einiger Und ewigwahrer GOtt. 6. Ja hoͤr es Was hoͤrſt du dreymal nennen? Dreyeinig ſolt du den, Der einig iſt, erken⸗ nen. GOtt, der im lichte cht wohnt Des weſentlichen ſcheins, Iſt vater, ſohn und geiſt; Und dieſe drey ſind eins. gen Und innerlichen wer⸗ ken? Da ſich ein unter⸗ ſcheid Perſoͤnlich⸗wirklich findt, Weil der perſo⸗ den drey In einem weſen ind. b 8. Der vater zeugt al⸗ lein Den ſohn vor allen zeiten, Der in ihm ſelber lebt In gleichen herrlich⸗ keiten. Der ſohn wird nur gezeugt, Der geiſt geht nur allein Von allen beiden aus, Und hier iſt nichts gemeiemn. 9. Doch wirken alle drey 88 aͤuſerlichen werken arin wir GOttes kraft ꝓ 3 Keeidd Iſrael! uu 7. Ach GOtt! wie hoch 3 iſt das? Was muß ich hie bemerken In deinem ewi⸗ An An den geſchoͤpfen merken: Die ſchrift zeigt aber auch, Wie vater, ſohn und geiſt In jedem ſonderlich Sich vor den andern weiſt. 10. Der vater ſchuf die welt, Er hat ſie auch ge⸗ liebet, Daß er den ſohn fuͤr uns Und ſeinen geiſt uuns giebet. Und das erloͤ⸗ ſungs⸗werk Hat GOtt der ſohn vollbracht; Das werk des geiſtes iſt, Daß er uns heilig macht. r Dit Zandacht, darf nicht mehr Zu gruͤbeln ſich getrauen, Da ſelbſt die zo Von dem Dreyeinigen GOtt ſdieſes lallen an, Das lob ſey GOtt Dem vater, ſohn und geiſte! Wie ihn der engel chor Schon bey der ſchoͤpfung preiſte. Nim und ehre bringt, Bis mein verklaͤrter mund Auch dreymal heilig! ſingtt. — Mel. Nun freut euch liebe n⸗ ůI heiligſte den /. Sà einigkeit, Pol majeſtaͤt und ehren: Wie kan doch deine chriſten⸗ heit Dein lob genug ver⸗ mehren? Du biſt ſehr hoch und wunderſam, engel nur Geluͤſtet dich zu ſchauen, Geheimniß⸗vol⸗ ler GOtt! Der uns ver⸗ borgen iſt, Ach! wie ge⸗ luͤſtet mich Zu ſchauen wie du biiſt. 12. Indeſſen, HErr, HErr, HErr! Ach ſegne und behuͤte, Erhebe dein geſicht Mit gnade, fried und guͤte. Die gnad er⸗ leuchte mich, Die liebe ſtaͤr⸗ ke mich, Und der gemein⸗ ſchaft band In mir ver⸗ mehreſc. 13, Lob, ehr und preis Ganz unbegreiflich iſt den nam, Dein weſen uner forſchlith. 2. Wir danken dir, daß deine gnad, Auch weil wir hie noch leben, In dei⸗ nem worte ſo viel hat Uns offenbart gegeben: Daß du biſt wahrer GOtt, un heißt GOtt vater, ſohn und heilger geiſt, Dreyfal tig und doch einig. 3. O vater aller ding quell Und urſprung, ſ geprieſen Fuͤr alle wunde klar und hell, Durch dein ——— 5— —9== V ——— — — — — —— ——.— —— Dein ie = SB —— — —— —O˖ —— —— ——— — — — —— — qꝗ-f— — — — — — — — — —y — — — — — Kferuatg Ie J ferner bey armen kindern, ar unſre ſchuld verzei begni bußfertigen ſuͤndern: Au 85 9n macht erwieſen. We ter, haſt vor aller zeit den Den eingen ſohn von ewig⸗ keit Dein erden⸗kreis Nach den wolgefallen, Uns menſchen erkoren; b ſchicht, was nur geſchicht, O wahrer GOtt! owahres licht Vom wahren GOtt Du, va⸗ ebenbild gezeu⸗ get. 4 4. Du haſt gemacht den ch deinem drauf zu deinem preis Daß wir dein lob erſchal⸗ len. Auch wird durch dei⸗ nes mundes wort Dis al⸗ les immer fort und fort Er⸗ halten und regieret. 5. Drum ſteh, o va⸗ Uns, deinen Und alle h Uns unſern noͤhten mannigfalt Errette uns und hilf uns bald, Wie du uns feſt ver⸗ ſprochen. 6. O JEſu Chriſte, GOttes ſohn, Von ewig⸗ keit geboren! Uns men⸗ ſchen auch im himmels⸗ thron Zum mittler aus⸗ Durch dich ge⸗ und lichte! unddeſſen Weſen und Eigenſchaften. ebenbild, Und doch vom himmel kommen: war die zeit erfuͤllt, du fleiſch angenommen; daͤmpfſt der Hilf uns, o wahre ovater! ſund GOtt! Wir wollen dir fuͤr deinen tod Und alleu wolthat danken. 9. O heilger gei s wehrte kron, Erleuchter lt unſrer ſinnen! Der du vom vater und dem ſohn Aus⸗ geheſt ohn beginnen: Du biſt allmaͤchtig und b end, Der vater und der ſohn dich ſendt, Im glau⸗uu ben uns zu leiten. D *10. HErr, 1 7. Du biſt des vaters + 4 231 Als eben r, du gebie⸗ reſt durch die tauf Uns wiederum aufs neue: Her⸗ nach auch nimmeſt du uns auf, Wenn du giebſt wah⸗ re reue. Durch dich wird unſre hoffnung feſt: Und wenn uns alle welt ver⸗ Haſt ohn — laͤßt/ d * Don dem Dreyeingen GDkt laͤßt, Bleibſt du bey uns im heren. 1I. Wir bitten dich de⸗ muͤhtiglich, Daß es ja mag durchdringen, Was wir fur ſeufzen oft vor dich In unſern noͤhten bringen: Und wenn die lezte ſtund da iſt, So hilf daß wir auf IEſum Chriſt Getroſt und ſlig ſterben. 12. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Fuͤr alle gnad und guͤte Sey im merdar von uns gepreiſt Mit freudigem gemuͤhte. Des himmels⸗heer dein lob erklingt, Und heilig, heilig, heilig! ſingt: Das thun auch wir auf erden. Mel. Chriſt unſer HErr zum ꝛc. 18 K as alle weis— 4 heit in der welt Bey uns kaum weiß zu lallen; Das laͤßt GOtt aus dem himmels zelt In alle welt erſchallen, Daß er alleine koͤnig ſey, Hoch uber alle goͤtter, Groß, maͤchtig, freundlich, fromm und treu, Der frommen ſchutz und retter, Ein we⸗ ſen, drey perſonen. b und preiſt 4 te ſame: GOtt Abraham, GOtt Iſaac, GOtt Ja⸗ Uns alle wunder thut alleine. get worden. Ins fleiſch aus ohn zeit Vom vater den gleicher herrlichkeit, Gleich ewig, gleicher krone, Und ungetheilter ſtaͤrke. herz! das iſt dein gut, Dein ſchatz, dem keiner gleichet: Das iſt chet: Der dich gebaut nach ſeinem bild, Fuͤr deine ſchuld gebuͤßet: Der dich mit wahrem glauben fuͤllt, Und all dein kreuz ver⸗ 2. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt Heißt ſein hochheilger name: So kent, ſo nent, ſo ruͤhmt Ihn der gerech⸗ cob, den er liebet, HEr zebaoth, der nacht und tag hathen giebet, Und 3. Vom vater iſt von ewigkeit Der ſohn gezeu⸗ Der ſohn kam nach beſtimter zeit in unſern or⸗ den. Der heilge geiſt geht und vom ſohne, Mit hei 4. Sieh hier, mein dein freund, der alles thut, Was dir zum heil gerei — — ——— — — —— 2 1— = ſüßet und deſſen Weſen und Eigenſchaften. 233 re gi ſüßet Mit ſeinem heilgen = . ———— — — d ſtoßen n 7. Ey nun, ſo gib, du caß großer held GOtt him⸗ 'dr wi mels und der erden! Daß dir um nalle menſchen in der welt der dhe Zu dir bekehret werden. bidd/ d gebißer iverirret: Reiß aus, was aheim in uns im wege ſteht, Was 1 freventlich verwirret Die ſchwachen in dem glauben. 8. Laß deine kraft uns allzugleich Zur himmels⸗ pforte bringen, Daß wir geſamt in deinem reich uuuu Ohn alles ende ſingen: Das du alleine koͤnig ſeyſt, Hoch uͤber alle goͤtter, GOtt va⸗ ter, ſohn und heilger geiſt, Der frommen ſchutz unduuu retter, Ein weſen, drey uu perſonen. b Mel. Chriſt unſer HErr zum ꝛc. §X heiliger ge⸗ 219. tecc Oe Ich klage dir mit ſchmer⸗ zen Die angebohrne ſun⸗ den⸗noht Und finſternißu im herzen: Denn ich kan dich nicht von natur Er⸗ kennen, noch dich lieben; Ach! zeige mir dazu die ſpur, Wie ich mag beides 4 uͤben Nach deinem wol⸗uuulu gefallen. 2. Gib, vater! daß ich uu deine macht, Und liebes⸗ treu anbete, Auch deine weisheit wol betracht, Und u kindlich vor dich trete. Gib deine allmacht mir zumm 1 4 3 3 1 Von dem Dreyeinigen GOtt 4 ſchutz, Zum labſal dein er⸗ barmen: Dein recht und wahrheit ſey mein trutz: Dein licht erfreu mich ar⸗ 3 Zum lobe deiner gnade.. 3. Laß mich auch deinen lieben ſohn In deinem licht erkennen, Wie er ſey un⸗ ſer gnaden⸗thron Und ei⸗ nig heil zu nennen: Ein wahrer menſch, und do mit dir Auch GOtt von gleichem weſen: Das licht vom licht, durch welches hier Nun alle wol gene⸗ ſen, Die durch die ſuͤnd er⸗ ſtorben. 4. Denn drum iſt er, das hoͤchſte gut, Vom him⸗ mels⸗throne kommen. Das dog wort hat unſer blut und fleiſch an ſich genom⸗ men, Daß es von unſerem geſchlecht Den zorn und So gehn, wie ſichs gebuͤh⸗ herzen glaube: das leben, auf daß mich O meines lebens leben! 6. Laß mich 6 e majeſtaͤt! Den heilgen geiſt auch ehren, Der von dir Mit troͤſtung ſtehn zur ſei⸗ heit ſtaͤrken. tempel weihen, Und mit fluch abkehrte, Den ſegen aber wiederbraͤcht, Der Durch thun und au leiden. 5. Ja ch durch IEſu! du, du biſt der weg, Der uns zum himmel fuͤhret: Laß mich dich eingen glaubens ſteg langen. 8. S ret. Sey meine wahrheit, welcher ich Von ganzem Sey mir Nicht tod noch hoͤlle raube; o hoͤchſt und dem ſohn ausgeht, Und ch uns durchs wort wil leh⸗ ren: Ach! laß denſelben ſeyn mein licht, Mich ir⸗ renden zu leiten, Und wenn es mir an muht gebricht, ten, Und mich in ſchwach⸗ 7. Laß ihn, o HErt mich allezeit Zu ſeinem rechtſchaffner heiligleit Mein herze benedeyen: Laß ihn die ſuͤndliche natur Stets beſſern, daß auf er⸗ br Der den Zu einer neuen kreg⸗ in uns ſonſt nicht gehoͤrte, tur Ich mag bereitet wer⸗ den, Und ſo dein erb er §. So gib uns, der du heilig heißt, Dich den wiu vater nennen, Samt der nem ſohn und heilgn b geiſte ban begreiflich l GSödtt iſt ein unerſchaff⸗ ner geiſt, Der aller geiſter vater heißt, Der urſprung 1 aller guten gaben, Die alle Em kreaturen haben. und deſſen Weſen und Eigenſchaften. 235 eiſt, Im glauben zu er⸗ biſ Weil dich erken⸗ nen, wie du biſt, Und dei⸗ ne liebe ſchmecken, Des ewgen lebens vorſchmack iſt; Bis du uns wirſt ent⸗ decken Das volle licht im ſchauen. V Mel. Kom heiliger geiſt HErre. „0 KPnendlicher 220. D Gotn, hoͤch⸗ ſtes gut! Das in ſich ſelbſt beſteht und ruht, Das un⸗ begreiflich iſt zu nennen, Wer kan dich vollkommen kennen? Du biſt ein un⸗ umſchraͤnktes licht, Von ziel und graͤnzen weißt du nicht. Dich kan kein ſterb⸗ à lich auge ſehen, Es muß der. di verhüle ſtehen. dalleluja, Hallelujſa. 2. E ſchaffener geiſt, bloͤder ſinn! Kom, ſetze dich d 1 voll demuht hin, Mit ſtum⸗ mer einfalt anzuhoͤren Un⸗ hohe lehren. kre Halle⸗ luja, Hallelujla. V 3. Dis ewige licht iſt befreyt Von aller unvoll⸗ kommenheit. Sein geiſt⸗ lich und nohtwendig we⸗ ſen Laͤßt nichts ſchwaches an ſich leſen. forſchlicher verſtand Iſt keinem, als ihm ſelbſt, be⸗ kant. Sein freyer und ge⸗ rechter wille Iſt eine ewge liebes⸗-fuͤlle. Halleluja, Halleluja. 4. Sein herrlicher glanz, 4 Sein uner⸗ ÿy“ H ii der hoͤchſt rein, Hat mit dem ſchatten nichts gemein. Die hoͤchſte einfalt“ iſt zu ſpuͤren, Daſich aug und Legt ſchon ſinn verlieren. die ſchrift ihm glieder bey; So macht ſie deren ſchil⸗ derey, In unſre ſchwach⸗ heit ſich zu ſchicken, Und es egreiflich Halleluja, Halleluja. ſchraͤnkt ihn ein, Ein geiſt hat weder fleiſch noch bein: Die hand bezeichnet ſeine ſtaͤrke, Und beſchirmung ſeiner werke. Sein offnes e auszudruͤcken. ¹ 1 aug und hoͤrend ohr Stellt ſein unendlich wiſſen vor, Das alles kennt, nichts ſausgenommen. Kurz, al⸗ ¹ 4 . 5. Kein menſchlicher leibſt 7 36 les iſt bey ihm vollkom⸗ men. Halleluja, Halle lujia. 5. Vor ſchoͤpfungs ⸗zeit war er allein, Es wird auch kein Gott nach ihm ſeyn: Ob gleich der ſatan viele goͤtzen Ihm wil an die ſeite ſetzen; So iſt doch ihre goͤttlichkeit Nur eine misgebuhrt der zeit. Der lezte brand wird ſie ver⸗ zehren; Ihn aber wird man ewig ehren. Halle⸗ luja, Halleluja. 7. Der hoͤchſte GOtt iſt nun zugleich In ſeinem wgen weſen reich, In wel⸗ chem ewig drey perſonen Wunderbar vereinigt wohnen: Der vater hat vor zeit und welt Den ſohn gezeugt und dargeſtellt: Der heilge geiſt geht aus von beiden. O wunder⸗ drey, voll glanz und freu⸗ den Halleluja, Halle⸗ nija. 8. Ich bete dich an, gro⸗ ßes licht! Mit ehrfurcht⸗ voller liebes⸗pflicht: Ach! laß mich arme hand voll 4. rden Deiner liebe faͤhig Von dem Dreyeinigen GOtt gehret nur allein Mit dir vertraut⸗bekant zu ſeyn; Laß mich vor deinem thron bald ſtehen, Und unverruͤkt dein antlitz ſehen! Hale⸗ luja! Halleluja! b * Das iſt: GOtt iſt ein einfaches weſen, das aus keinen theilen zuſammen geſetzet iſt. —— 2. 221. yrie, GOtt va Groß iſt deine barmherzig⸗ keit, Aller dinge ſchoͤpfet und regierer! Eleiſon. 2. Chriſte aller welt troſt! Uns ſuͤnder, allein du haſt erloͤſt: O JEſu GOttes ſohn! Unſer mitt⸗ ler biſt du im hoͤchſten thron: Zu dir ſchreien wir aus hoͤchſter begier. Eleiſon. 1 3. Kyrie GOtt heiliger glauben allermeiſt, Daß wir am lezten end Froͤlich abſcheiden aus dieſem elend. Eleiſon. werden. Mein herz be⸗ 222. 8 maͤchtiger M ter in ewigkeit! geiſt! Troͤſt, ſtaͤrk uns im —̃ Rvater! all Oit, ten e n a i be eſſen Weſen und Eigenſchaften. 237 Soött, 3u dir ſchreien wir in der noht: Durch deine roße barmherzigkeit Er⸗ huem dich uͤber uns. 2. Chriſte, wollſt uns erhoͤren, Fuͤr uns biſt du menſch geboren Von Ma⸗ ria. Erbarm dich uͤber uns. 4 3. Vergib uns all unſre ſuͤnde, Hilf uns in der lez⸗ ten ſtunde: Fuͤr uns biſt du geſtorbenn Erbarm dich uͤber uns. 4. Oheilger geiſt! wollſt uns geben, Dich allzeit herzlich zu lieben, Und nach deinem willen zu leben. Erbarm dich uͤber uns. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. Jvater! GOtt 223. 8 von ewigkeit, Der gottheit wahre quelle, „Du tiefe der vollkommen⸗ heit, Du licht, das ewig helle. Du HErr voll pracht und majeſtaͤt! Dein un⸗ ausſprechlich lob erhoͤht Der himmel ſamt der erden.. 2. Als vater haſt du dei⸗ nen ſohn Von ewigkeit ge⸗ b zeuget, Daß ſich vor ſeiner gottheit thron Das chor der engel beuget. Als va⸗ ter haſt du dieſe weit Und alles an das licht geſtellt Auch vaͤterlich erhalten.. 3. Drum bleib uns fer⸗ ner zugethan, Als vater deinen kindern, Und nm dich unſrer wolfahrt an: Hilf allen armen ſuͤndern, Daß wir von deiner mil⸗ digkeit Zur guten und zur boͤſen zeit Troſt, ſchutz und nahrung haben. 4. GOtt ſohn, des va⸗ ters ebenbild Von ewig⸗ keit geboren! Wir ſehn„ da nun die zeit erfuͤllt, Das du biſt auserkoren Zumm mittler, GOtt und menſch zugleich. Du haſt der welt dein himmelreich Durch deinen tod erworben. 5. Als GOtt⸗ menſch ſitzſt du auf dem thron Zu deines vaters rechten, Uns wider allen neid und hohn Des teufels zu verfechten. Ach! hilf uns durch dein theures blut, Daß uns dein vater bleibe gut Und ewig⸗ 4 4 4 4 1 1 1 lich gewogeen.. 6. GOtt VJon dem Breyeiigen Sd 6. GOtt heilger geiſt, du himmels⸗gaſt, Der frommen ſchatz und won⸗ ne, Der du den ausgang ewig haſt Vom vater und dem ſohne! Du ſuͤßer troͤ⸗ ſter, freund und hort, Der du die deinen immerfort In alle wahrheit leiteſd. dugertvähiten: Bleib unſer ſchutz und zu⸗ verſicht, Der ſeelen ſchatz und freuden⸗licht, Und un⸗ ſers geiſtes leben.. 8. O heilige dreyeinig⸗ keit, Beherrſcher aller ſchaa⸗ ren, Der du dich deiner chriſtenheit Haſt wollen of⸗ vater, ſohn und heilger geiſt; Wir danken dir mit freuden. b recht weiß und kent, Der hat das rechte leben. Und wer von deiner liebe brent, ben, Daß er nach dieſer fenbaren, Daß du mit dei⸗ z nem namen heißt GOtt h 9. Denn wer dich, GOtt! Den kanſt du bald erhe⸗ ſichte ſchauet. Mel. Es wolle GOtt uns gnaͤdig. 224. 8 ehren deint macht Und gnade zu uns gnad, Wir todt, du biſt das leben, Und haſt nach dei⸗ zu eigen geben. O abgrund aller liebe! 3 2. Wir beten dich als vater an, Du liebeſt uns der armen ſuͤnder. orn weicht deiner lieb und muͤhte Iſt voll erbarmen, liebreich vater⸗herze! truͤben zeit Dich in der fro⸗ zunichte. grund hen ewigkeit, Vom ange⸗ GOtt! wir armen, Nach welcher du uns wehrt geacht, Dich unſer zu erbarmen. Wir ſ ſind voll ſuͤnde, du voll nem gnaden⸗raht Dichuns als kinder: So haſt du dih ja kund gethan, Zum troſt Dein in uld. Dein vaͤterlich ge⸗ voll geduld, Voll lang muht, treu und guͤte. O fint 3. IEſu, theurer GOttes- ſohn, Du licht vom wahrem lichte! Vok dir, dem rechten gnaden⸗ thron, Wird ſuͤnd und tod Du biſt der Aneſſen Weſen und Eigenſchafte. 230 auf wir arme hoffen. Dein anaden⸗brun ſieht alleßeie Du Otuaa Fuͤr unſre ſeelen offen. n ausfluß alles ſegens 4. O geiſt der gnaden, 4 wahrer GOtt! Kom, ſteu⸗ 4 re dem verderben. Laß uns ¹durch Chriſti kreuzes⸗tod Der welt und uns abfier ben: Ja ſchlag das ganze hoͤllen⸗reich In unſern ſee⸗ (len nieder, Damit wir JEſu Chriſto gleich, Und ſeines leibes glieder Durch deine gnade bleiben. 5. So ehren wir in ei⸗ nem thron„Dich, unſern GOtt und vater, Samt Cghriſto deinem lieben ſohn, Als unſern heils⸗erſtat⸗ da ter, Und GOtt den wehr⸗ dei ten heilgen geiſt Von glei⸗ her macht und weſen. Hilf, der du dreymal heilig heißt, Daß wir in dir geneſen, Und dich dort ewig loben. Mel. Chriſt unſer HErr zum ꝛc. meine ſeel er⸗ A de 225. Dmei dich, Mit u andacht zu betrachten, Wie GOtt hat offenbaret ſich, 1 grund der ſeligkeit, Wor⸗ Und wie man ihn ſoll ach⸗ ten: Daß er der allerhoͤch⸗ ſte iſt Im himmel und auf . rn zu jeder ſriſt, Auch angerufen urſprung al erden, Und ſoll gepreiſt werden, Als ler dinge. 2. GOtt! du biſt einig fuͤr und fuͤr, Nichts ſind rheiden goͤtter: Kein heil noch troſt iſt auſer dir, Kein helfer noch erretter. der Laß mich, o HErr! auf dich anders bauen, Dir, GOtt! allein anhangen. 3. O HErr mein GOtt! du biſt ein geiſt, Und thei⸗ leſt bey uns allen An ga ben aus, was geiſtlich heißt, u Nach deinem wolgefallen: Laß mich ſtets geiſtlich ſen geſinnt, Daß, wenn ich vor dich trete, Ich deine krafſft in mir empfind, Und da durch dich anbete Im geiſt und in der wahrheit. 4. Du biſt, o GOtt! von ewigkeit, Ohn anfang und ohn ende. Gib, daß mein herz von aller freud b Des allein Von ganzem herzen trauen, Dir lediglich erge ben ſeyn, Auf niemand Des zeitlichen ſich wende: Aufdaß ich moͤge immer⸗ dar Drumbitten und drauf denken, Weil alles hier nur wandelbar, Daß du mir dort wollſt ſchenken Ein unvergänglich erbe. allem ort, Und gar nicht zu ermeſſen: Ob einer hier iſt oder dort, Iſt er dir nicht entſeſſen. Laß mich nicht zweifeln, wo ich ſoy, Du koͤnſt dich mein an⸗ nehmen: Auch was ich thu, laß mich dabey Des boͤſen vor dir ſchaͤmen, Und uͤber⸗ all dich fuͤrchten. 6. Unendlich iſt, HErr! deine macht, Zu retten, die dich lieben, Und, wenn der gottlos dich veracht, Die rache auch zu uͤben. Gib, daß ſic deiyer Ahwacht chutz Fort uͤber mich er⸗ ſtrecke, Mich auch nicht menſchen grim und trutz, Nur deine ſtraf erſchrecke: Du toͤdteſt leib und ſeele. 7. Voll hoͤchſter weis⸗ heit biſt du, GOtt! Nie⸗ mand kan ſie ergruͤnden; Ott! du biſt an ſraht zu finden. Gid daß ichs dir ſtets traue zu, Auf dich werf meine ſorgen: Auch uͤbels weder denk noch zeit Der heiligkeit befleſ ſe, Nachiage der gerechtig keit: Auch dein gericht gut begreife. 9. Du biſt ſehr gnaͤdig from und gut, Wenn ſi barmſt dich, wie ein vater thut, Vom herzen deiner kinder. HErr! laß von deiner lieb und gnad Mich iſt vom abend. Wie wunder ſchwer auch ſt die noht, Weißt du doch thu, Weil du ſiehſt ins verborgen, Und pruͤfeſt herz und nieren. 8. GOtt! du biſt hei lig und gerecht, Du kanſt die ſuͤnd nicht leiden; Wer ſagen wil, er ſey dein knecht, Der muß das boͤſe meiden. Gib, daß ich mich zu jeder⸗ heiſſe, Ob ichs ſchon nicht bekehrt der ſuͤnder; Er allweg troſt bekommen; Von mir auch meine miß ſethat So fern ſeyn hin⸗ genommen, Als morgen 10. GOtt! deine wahr⸗ heit ſtets beſteht, ünd em, 1 * 4 — — — — — == — —— —— 5—— — — — — — — ndeſſen Weſen und Eigenſchaften. 241 himmel und die erd ver⸗ a geht, Dein wort, HErr! ewig bleibet. Gib, daß ich fuͤrchte dein gericht, Und alles was du draͤueſt: Auch hoffe, was dein wort ver⸗ ſpricht, Daß du mirs gern z verleiheſt; Hoffnung wird nicht zu ſchanden. 1 dem, der dir glaͤubet: Der 11. Allmaͤchtig biſt du, ſeyda GOtt! und frey, Du thuſt, as bien was dir beliehet. Du biſt hmcn ein milder HErr dabey, eilgin Der reichlich gutes giebet. gedag Laß mich mit dem zufrie⸗ dein iit den ſeyn, Was iſt dein ihs ie heilger wille: Gib auch, mdaß ich von dir allein Und iſt en alls in allen. deiner guͤte fuͤlle Erwarte zut 12. GOtt! wenn ich dich ſinn ſo kenn und ehr, Dein wort zum grunde ſetze; Kani n mich drob erfreuen mehr, Als uͤber alle ſchaͤtze: Bis h ich dort, o mein heil und — 7 Err. und gun ich ſt bäun licht! Ohn lallen dich werd 1 nennen, Vom angeſicht zu Awan erkennen, Und ohn aufhoͤ⸗ ren loben. wuh*13. GOtt vater, ſohn t. mg uUnd zeilger geiſt! Der du . auch wilt auf erden Von mir und allen ſeyn gepreiſt, uu Laß deinenußm groß wer⸗ den: Verlei de, kraft und ſtaͤrk, Daß ich zu allen zeiten, HErr! dei⸗ nen namn und deine wer Koͤnn mehr und mehr aus: breiten, So lang ich hau das leben. —— Von der Majeſtaͤt GOttes. Melodey 17. „Jerklaͤrte ma⸗ 226. L jeſtaͤt! An⸗ betens⸗wuͤrdig weſen, Un⸗ endlich groͤßrer GOtt, Als wir geſchrieben leſen: Ach foͤſſe meiner ganzen ſeele Ein ehrfurcht ⸗volles ſchau⸗ dern ein: Laß, wenn ich deinen ruhm erzaͤhle, Mich chſtief vor dir gebeuget ſeyn. 2. Du biſt ein ſelig gut, Du weißt von keinem lei⸗ de: Dein tiefer abgrund iſt Ein meer vollkomner freude. ſu⸗ ßer ſtille ſchweben, Eh dich der engel ſchaar geehrt. Es war dein hoͤchſt vergnuͤg⸗ tes leben Von keiner ein⸗ ſamkeit geſtoͤhrt. 3. Dein mir gnade, Du kontſt in ſuͤ- . 4 4* — 3 x ͤͤͤͤͤſͤͤſ 8— ———————*—— ſ—*—.— 3.. ——————— 4—— —————————— 8————— 4 ———————;%;—— ——=—— 4 242 recht Allein gewaltig heiſ⸗ deiner ſtaͤrke, Dein wort kanſt ſo leib als ſeele toͤd⸗ tod und gruft beſchuͤtzet, Von dem Be 3. Dein ſelig⸗ſeyn wuchs nicht Durch ſchoͤpfung die⸗ ſer erden, Du kontſt durch meinen fall Nicht ungluͤck⸗ ſelig werden: Doch laͤßt dein ſohn in ſolche muͤhe Sich fuͤr mich ſchnoͤden ſuͤnder ein; Daß er mich wieder u dir ziehe, Als koͤntſt du onſt nicht ſelig ſeyn. 4. Du kanſt mit groͤſtem ſen, Dein donner kan die welt Aus ihren achſen reiſſen. Es iſt kein ziel in traͤgt dieſe ſchwere welt. Das iſt das kleinſte deiner werke, Was jeder fuͤr un⸗ moͤglich haͤlt. 5. Du biſt der herren HErr, Den erd und him⸗ mel ſcheuet, Der allen koͤn⸗ gen ſelbſt Die theure kro⸗ ne leihet. Dich furchten alle majeſtaͤten, Dich betet ſede herrſchaft an. Du haben, Das tragen ſie von Bleibſt aber ſelber ewig ſtehn. Muß dir zur wohnung die⸗ zu klar Den lichten ſera⸗ ſchaam verhuͤllet haͤlt. hat Dein weſen je geſchau⸗ nacht und abgrund in ſich du wol verborgen, Du un⸗ ſichtbarer großer geiſt! ten, Das kein zerbrechlich ſcepter kan. 6. Du biſt es, der allein Unſterblichkeit beſitzet, Und andre, wenn er wil, Fuͤr Was die erſchaffne geiſer dir zu lehn: Du kanſt ſie in ihr nichts begraben, 7. Ein unzugaͤnglich licht = —— —— — õ—— —³—— = — nen, Ein glanz, der noch phinen: Ein blitz, der ſelbſt die engelblendet, Wennet auf ihre ſtirnen faͤllt, Von welchem ſich ihr antlitz wendet, Und ſich vor 8. Welch ſterblich auge et? Wer lebet, der es ſich Im fleiſch zu ſehn getrau et? Du ſiehſt zwar als am hellen morgen, Was ſchleußt: Uns aber blabſt 9. Was wir von deiner macht Und deinem weſen wiſſen, Das haſt du ſelhſt zuvor Uns offenbaren muͦüß ſen. Der ſohn, den deine ſeele liebet, Und den dein vater⸗ ſchooß umſchließ — — — — — — — ————— —— — — — — — — und deſſen Weſen und Eigenſchaften. Deer iſts, der uns die nach⸗ richt giebet, Die unſerm glauben noͤhtig iſt. 10. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvoll⸗ kommen. Wird aber der⸗ maleins Der vorhang weg⸗ genommen; So werden wir erſt unſre bloͤße Mit nbühn vieler ſchaam und demu ht a ſehn, Und, ſchoͤnſter geiſt! vor deiner groͤſſe In ewig⸗ keit entzuͤcket ſtehn. V Ud II. Indeſſen ſey dein ruhm Mit ſchwachheits⸗ kraft beſungen, Nim hin mein kindiſch lob Von einer; ploͤden zungen. Wirſt du dereinſt den mund verklaͤ⸗ ren, So wird er deiner majeſtaͤt Ein lied im hoͤ⸗ hern chor gewaͤhren, Das deines namens ruhm er⸗ glaͤubig vor dich treten: Darum laß, was wir jezt ſingen, Zu dir durch die wolken dringen. 2. Deine gottheit iſt ein meer, Deſſen tiefe den ver⸗ — ſchlinget, Der mit vorwitzu gar zu ſehr Gruͤbelnd inu daſſelbe dringet; Drumu wil ich in demuht hoͤren, Was du ſelbſt uns wollen lehren. ſpricht: Ewig iſt dein hei⸗ lig weſen; Wie wir die⸗ ſen unterricht Deutlich in der bibel leſen. O!l ſo laß mit im glauben ſtaͤrken. 4. Dis dein wort zeigt weiter an: Ewig ſey auch deine treue; Ja wir den⸗ ken wol daran, Sie wird 3. Unſer herz und zunge uns dieſes merken, Uns da⸗ alle morgen neue: Laß nur deinen geiſt uns treiben, Dir beſtaͤndig treu zu bleiben. ». Macht uns nicht deinu licht bekant, Ewig ſey auch, GOtt! dein wille? Du wilt, daß ein jeder ſtand Solchen in der that erfuͤl⸗ le: Ach koͤnt ich in mei⸗ 9 2 nem Von der Ewigkeit GOttes. nnt Mel. Liebſter IEſu wir ſind ꝛc. , roßer Gott, AM oth! Dich ſol man allein anbeten. Du hilfſt uns aus aller noht, Wenn wir ——— 2 — L—— ————— ſſſ“— K—— . 2 ⸗ 5 — ———— 244 Von der nem leben Doch demſelben recht nachſtreben! 6. Es iſt kund und offen⸗ bar: Ewig ſey dein hohes Du erkenneſt ſon⸗ deine liebe. nun gleich Fhmach und ſpott, Ja wenn ich wie ſtaub zerſtiebe; Werd ich doch zu dir gelangen, Und mit liebe dich umfangen. 8. Frecher ſuͤnder! mer⸗ ke dis, Ewig iſt auch GOt⸗ tes ſtrafe: Dieſe trifft einſt ganz gewiß Die verlohrnen boͤſen ſchafe: Drum laß ab von deinen ſuͤnden, Hier kanſt du noch gnade finden. 9. Dieſe deine ewigkeit, Du HErr himmels und der erden! Laß mir doch zu jederzeit Tief ins herz gepraͤget werden; So werd ich, mein GOtt! dort oben Dich auch ewig, ewig loben. Von dem Dreyeinigen GOtt Von der Allgegenwart und Allwiſſenheit GOttes. — err God! 228. H der du erfor⸗ ſcheſt mich, Und kennſt mich aus und innen: Mein lthun und laſſen koͤmt vor dich, Gehn, ſtehen und be b s ich im bet⸗ te denk und dicht, Siehſt g ch du von fern, und fehlet ginnen. Was ich nicht; Du pruͤfeſt herzund nieren: Du kanſt auch, wenn ich bin allein Und gerne wolt verborgen ſeyn, All meine weg ausſpuͤren. 2. Es iſt kein wort in meinem mund, Das ich dir koͤnt verhehlen: Du HErr! ſiehſt recht des her zens⸗grund, Was ſtecktin meiner ſeelen: Du ſchaß⸗ feſt, was ich guts vollbring: Wie groß es iſt, und wie gering, Ich kans ohn dich nicht richten. Wenn aher du durch deine gnad Ver⸗ ſtand mir giebſt, auch huͤf und raht; So kan ich al⸗ les ſchlichten. 3. Wie wunderlich, O GOtt hier pflegſt zu fuͤhren, Verſi du die deinen 4 4 — 2 ————— ——— —=—— ber lhhn —— — ———̃ỹõẽ ———= — — —— n 5 cch nicht; und laſſe mich Blos deine gnad regieren. gedanken weißt: Es hilft th un vor n, w prüfeſte du kwit bin ala verten 1 4 dein ge 9 unnd bein Und alle glieder 1 4. De hat mich erwaͤhlet. führen en. W h los rott fern von mir ſey ſchaden. *7. Den vorſatz gib mir,f HErr dabey/ Daß ich/ was boͤs iſt, meide. Die gott⸗ Von frommen mich nicht ſcheide: Daß ich nur lieb, was dir gefaͤllt, Und haſſe, was iſt von der welt, Auch ihren trotz nicht achte, Halt dein geboht, hoͤr gern dein wort: Im glauben undinuu hoffnung fort Das ewige betrachte. 8. Erforſch mich, GOtt! ergruͤnd mein herz, Durch⸗ ſuch all mein gedanken, Und ſiehe, ob ich hinterwaͤrts Haſt du ſchon ſtunden, tag Und auf die ſeit wolt wan⸗ ken: Bin ich vielleicht auf 9 3 boſem *☛△‿ Von dem Dreyeinigen GOtt 3— f 1 9 3 boͤſem weg, So führ du mich den rechten ſteg, Der nach dem himmel weiſe; Daß ich vom ſuͤnden⸗dien⸗ ſte frey, Und dir, oHErr! gefaͤllig ſey, Bis ich von hinnen reiſe. Von der Allwiſſenheit b Ottes. Mel. Es wolle GOtt uns gnaͤdig FPllwiſſender 9 4 5 1 22* 8 vollkomner geiſt, Deß auge alles ſie⸗ het, Was nacht und ab⸗ grund in ſich ſchleußt, Und dem ſich nichts entziehet! Es kan vor deinem hellen licht Sich kein geſchoͤpf ver⸗ ſtecken. Was in der fin⸗ ſterniß geſchicht, Das weißt du aufzudecken, Und an den tag zu bringen. 2. Selbſt die gedanken ſind dir kund, Die unſre ſeele heget, Eh ſie noch der verſchloßne mund Durch worte dargeleget. Die her⸗ zen ſind dir offenbar, Du kanſt ihr dichten ſpuͤren, Den raht derſelben ſiehſt du klar, Du pruͤfeſt herz und nieren, Und dir bleibt nichts verborgen. 3. Was deiner freunde herz begehrt, Das weißt du, eh ſie beten, Ihr ſeuf⸗ zen wird von dir erhoͤrt, Eh ſie noch vor dich treten. Was deiner feinde herz be⸗ ſchließt, Das iſt dir unver⸗ borgen, Dieweil du ihren anſchlag ſiehſt, Als wie den lichten morgen, Den kein ſchatten decken. 4. Was nach verflieſſung vieler zeit Noch kuͤnftig wird geſchehen; Das ſieht dein auge allbereit Als ge⸗ Du genwaͤrtig ſtehen. machſt es deinen knechten kund, Es weiter auszu⸗ breiten; Und laͤßt durch ih⸗ ren ſchwachen mund Diee groͤſten heimlichkeiten Der ganzen welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor men ſchen manches noch In die⸗ ſer zeit verſchwiegen; So wird dein auge kuͤnftig doch i Die finſterniß beſiegen. Dein unpartheyiſches ge richt Wird alles offenba⸗ ren: Was noch ſo heim lich jezt geſchicht, Wird man alsdenn erfahren, Un oͤffentlich erzaͤhlen. 6. Laß 2 ſeweil d ſt,Aer. gen, R. ken. chen mi imlichtn elt eute 4 ichhesm erſhnine deinen anſchlag fort Bey allen hinderniſſen. unnmoͤglich waͤr. ibtglah Und deinen thaten gleichet. welt⸗gebaͤu Allmaͤchtig und deſſen Weſen und Eigenſchaften. 242 5. Laß mich, o hoͤchſte majeſtaͤt! Dein helles auge ſcheuen, Das nie ein heuchler hintergeht Mit falſchen ſchmeicheleyen. Durchdringe kraͤftig ſeel und geiſt Mit deſſen hei⸗ tern blicken. Laß was ge⸗ heime ſchande heißt, Samt allen boͤſen tuͤcken, Mich lebenslang vermeiden. Pon der Allmacht GOttes Melodey 18. ERR! deine 230. K allmacht reicht ſo weit, Als ſelbſt dein weſen reichet. Nichts iſt, das deiner herrlichkeit Es iſt kein ding ſo groß und ſchwer, Das dir zu thun 2. Es faͤllt auf dein all⸗ maͤchtig wort Dir alles zu den fuͤßen. Du fuͤhreſt b niſſen. Du winkſt, ſo ſtehet eilend da, Was man mit keinem au⸗ ge ſah. z. Du haſt dis große dein arm regieret. wort, das ſie geſchaffen hat, Iſt ihnen an der pfeiler ſtatt. guten neiget, W eiteln welt vergißt, unter dich ſich beuget: So loͤſeſt du des ſatans band, Und machſt ihn frey mit aufgefuͤhret, Es zeuget erd und himmel frey, Daß ſie Dein 4. Wenn jemand ſo ver⸗ ſtaͤndig iſt, Und ſich zum Wenn er derl Und ſtarker hand. Die groͤſſe deiner uuu wunder⸗macht, Die Chri⸗ ſtum auferwecket, Den man erblaßt ins grab gebracht; Wird auch alsdenn entdek⸗ ket, Wenn unſers glau⸗ bens bloͤdes licht Durch alle nacht der ſuͤnden bricht. 6. Die menge vieler wun⸗ der zeugt, Daß, ſchoͤpfer! dein vermoͤgen Weit uͤber die geſetze ſteigt, So die natur bewegen. Du haſt gemacht das ordnungs⸗ band, Und hebſt es auff durch deine hand. 7. Was fuͤr ein wunder deiner macht Wird unſer aug einſt ſehen, Wenn nach der langen todes⸗ nacht Die koͤrper auferſte 94 hen? Von dem Dreyeinigen SOtt 248 glanz bekleiden laͤßt. 8. Oallmacht! mein er⸗ vor dir darnieder: ohnmacht, wie du ſelber weißt, Umgiebet meine glieder. Mach mich zum zeugen deiner kraft, Die aus dem tod ein leben ſchafft. 9. Achl zuͤnd in mir den glauben an, Der deiner macht anhange. Daß mein herz muhtig werden kan, Indem ich dich umfange, Und traue deiner GOttes⸗ 1 kraft, Die alles kan, die alles ſchafft. Von der Weisheit GOttes. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 51 Mu weiſer ſchoͤp⸗ 4 5 I. 1E fer aller dinge, Der alles ganz genau ver⸗ ſteht! Nichts iſt ſo groß, nach deiner ordnung geht. Du ſchreibeſt der geſchoͤpfe chor Ziel, maaß, gewicht und regeln vor. 2. Die wunder⸗ hen? Wenn du der doͤrren ſchoͤne werke, Die unſern knochen reſt Mit fleiſch und ſtaunter geiſt Wirft Iih de weisheit da. Es zeigt Die nichts ſo geringe, Das nicht augen fern und nah, Die ſtehn ſo wol durch deine ſtaͤrke, Als auch durch dei das ganze welt⸗gebaͤu, Daß dein verſtand unend⸗ lich ſey. 3. Mit eben den geſchik. ten haͤnden, Mit welchen du die welt gemacht, Re gierſt du auch an allen en⸗ den, Was dein verſtand hervor gebracht. Du brauchſt, o unerſchaffnes licht! Der menſchen raht und beyſtand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenommen, Das geht ohnfehlbar in die that Wenn tauſend hinderniſſe kommen, So triumphirt dein hoher raht. Die mit tel ſtehn in deiner hand, Die du zum endzweck gut erkant. 5. Die menge ſo vet⸗ ſchiedner willen, Die bald auf dis bald jenes faͤllt, Muß doch denſelben ſchluß erfuͤllen, Den ſich dein wille vorgeſtellt, Der aller fein⸗ volle nunft beſchaͤmen lan. de ſtolzen wahn Als unver⸗ 4 „menit nd nich. men,¹ ar ii uſend ſi Som eraht. 1 in dem zum ente meng. bald e Deuſſt lt, A wahn ſchann 1 derib — und deſſen Weſen und Eigenſchaften. —5. O weisheit! decke meiner ſeele Die angebohr⸗ dich zum leitſtern waͤhle In ihrem ſonſt verwirrten Kuf. Ich weiß den weg des friedens nicht: Ach! goͤnne mir dein hohes licht. 7. Du haſt mich durch mein ganzes leben Nach deinem klugen raht ge⸗ fuͤhrt. Meing 2 das zeugniß geben, Daß du vollkommen wol regiert: Leit ferner mich durch welt Mein geiſt muß dir und zeit Bis an das thor der ewigkeit. Von der Heiligkeit GOttes Mel. Komt laſſt euch den ꝛc. H Ott, vor deſ⸗ 232. G ſen angeſich⸗ te Nur ein reiner wandel ilt: Eigges licht, aus deſ⸗ en lichte Nichts als rein⸗ ſte klarheit quillt! Laß uns doch zu jeder zeit Deinen ſtrahl der heiligkeit So durch herz und ſeele drin⸗ egen, Daß wir ſtets nach olcher ringen. 2. Du biſt rein in werk und weſen: Und das un⸗ befleckte kleid, Das du dir, o GOtt! erleſen, Iſt die Du biſt reinſte heiligkeit. 249 ne thorheit auf, Damit ſie heilig: aber wir, Großer de wenee ſind vor dir Als ein kleid, das ſuͤnden⸗flek⸗ ken Ganz beſudeln und be⸗ decken. 3. Nichts wird ſonſt von dir geliebet, Vater! als was ſich allein Deiner hei⸗ ligkeit ergiebet, Und, wie du, vollkommen rein. Dar⸗ um nim dich unſer an, Deren herz nichts lieben kan, Als was dich zur ſtrafe treibet, Und von dir ver⸗ worfen bleibet. 4. Was dein herz ge⸗ denkt und dichtet, Was dein heilger wille thut, uu Was dein ſtarker arm ver⸗ richtet; Iſt ſtets heilig, rein und gut, Und ſo bleibſt du ewiglich: Da wir ſchwa⸗ che menſchen dich Durch das boͤſe, das wir uͤben, Thun und dichten, ſtets be truͤben. bleibet dir verhaſſt. 5. Wo unreinigkeit zuu finden, Was nur fieckenin ſich faßt, Was unheilig, was voll ſuͤnden, Iſt und he Du biſt nur der reinen freund, ſu 85 Und b 250 Und den uͤbelthaͤtern feind: Ach! dis muß uns ſuͤnder ſchrecken, Und ſo furcht als ſchmerz erwecken. 6. Lindre ſolche furcht und ſchmerzen: Du bi rein, und macheſt rein: Darum ſchaff uns ſolche herzen, Die auch rein und heilig ſeyn. Waſche ſie, o hoͤchſtes gut! Waſch uns rein mit Chriſti blut, Laß in uns verſtand und wil⸗ len Deinen heilgen geiſt er⸗ fuͤllen. 7. Gib, o vater! unſren ſeelen, Glaubens⸗voll auf dich zu ſehn, Deine heilig⸗ meeit zu waͤhlen, Und dar⸗ nach einher zu gehn; Bis wir dort mit jener ſchaar Der erloͤſ'ten immerdar Heilig, heilig, heilig! ſin⸗ gen, Und die reinſten opfer ringen. b Melodey 19. §Jgroßer geiſt, ler dinge, O majeſtaͤt voll pracht und licht! Wer iſt, der dir ein wuͤrdig lob⸗lied ſinge? Weich ſterblich herz 8 Von dem Drtyeinigen GOtt ſt werden? SSo urſprung al⸗ der ſeraphinen ſchaar Vor deinem thron verhuͤllet dar*: Wie ſolte nicht ich hand voll erden Vor dir voll furcht und ſchauder * Eſa. 6, 2. 2. Ach! ruͤhre mir die ganz befleckte lippen Mit deines altars kohlen an“; Sonſt fahr ich hin in un. geheure klippen, Wo ſeel und leib zerſcheitern kan. Bring eine demuht⸗vole ſcheu Den kraͤften meiner ſeele bey: Laß mich auf fnie und antlitz fallen, Wenn heilig! heilig! heilig! ſchal len.*Eſa. 6,. 3. Dein wohnhaus iſt ein licht, das keine ſchatten, Ein glanz, der keinen wech⸗ ſel weiß. Eh ſonn und mond das amt zu leuchten hatten, War ſchon dein lichter freuden⸗kreis. Wer wiß zu deinem glanz die ſpur! leine kregtur? ſtrahl erſchaft ner augen Dein weſen zu Faßt dich wo Und kan der durchforſchen taugen? „4. Die ſonne ſelbſt hat ihre dunkle flecken: Du aber biſt ein reines licht; erzittert nicht? Stellt ſich Es kan in dir nichts ſinſi 1 und deſſen Wefen und Eigenſchaften. 251 mſich verſtecken, Dein heller glanz verdunkelt nicht: Du biſt in dir vollkommen rein, Dein unbeffeckter gottheit⸗ ſchein Hat nichts, das ſuͤnd unnd nacht zu nennen, Niichts, das die kluͤgſte ta⸗ deln koͤnnen. o 5. Wasdeine handpflegt an das licht zu ſtellen, Das glaͤnzt von heiligkeit und zier. Es flieſſet nichts aus deinen lautern quellen, Als ein kryſtallner bach herfuͤr. Du haſſeſt, was nach bos⸗ heit ſchmeckt, Und was mit ſatans gift befleckt. Es koͤnnen nichts als gute ga⸗ ben Von dir den erſten ur⸗ a ſprung haben. 6. Es zeigt ſich zwar in des gewiſſens ſpruͤchen Ein blick von deiner heiligkeit: Doch haſt du ſie mit noch weit klaͤrern ſtrichen In deinem theuren wort er⸗ neut. Allein das aller⸗ groͤſte licht Hat ſie in deſſen man angeſicht, Der, um die ſuͤn⸗ „der auszuſuͤhnen, Auf erden an ohne fuͤnd erſchienen. 7. Dis war der ſohn, ſdas bild von deinem weſen, Dem dein geſetz ins herz ſonwe ke ſt ein — d 1 1 gepraͤgt, An deſſen ſtirn war in der that zu leſen, der ſuͤnden abgethan; Und, da er als ein fluch geſtor⸗ 8. Nun kan in uns dein bild vom neuen gruͤnen In Nun kan dein vol lig wuͤrden. uns ein herz, das heilig iſt; Weil du, der vater, heilig biſt, Bis du uns an den ort wirſt bringen, Da wir ein ewig heilig! ſingen. 1 8 Was Arons ſtirn im ſchat⸗ ten traͤgt. Der hat aufſei⸗ ner todes⸗bahn Die ſchuld ben, Die kraft zur heili⸗ gung erworben. b unſchuld und gerechtigkeit; u im heilgen ſchmuck dir dienen, u Da ihm dein ſohn die kraͤf⸗ te beut: Es kan in deſſenu blute rein, Ja ohne fehl und tadel ſeyn, Der auf ſich nahm der ſuͤnden buͤr⸗ den, Aufdaß die ſuͤnder hei⸗ 9. So gib denn kraft, daß wir dich heilig ſcheuen, Mit deines kindes blut be⸗ ſprengt: Gib fleiß und ernſt, wenn ſich der koht vom neuen An die gewaſch⸗ ne glieder haͤngt. Schenk ul 4 38 Von dem Dreyeinigen GOtt 2. 5— 4 . 6 4 1 1 3 1 Von der Gerechtigkeit GOttes. Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. „ erechter 234. GOtt! vor dein gericht Muß alle welt ſich ſtellen, Und ſich vor deinem angeſicht Ihr ur⸗ theil laſſen faͤllen. Du ſchauſt von deinem hohen thron, Ohn alles anſehn der perſon, Auf alle men⸗ ſchen⸗kinder. b 2. Du biſt des ſatans werken feind, Und haſſeſt gottlos weſen. Der iſt ge⸗ wißlich nicht dein freund, Der ſich zum zwech erleſen/ Was dein gerecht geſetz vervbeut, Und der ſich wah⸗ rer heiligkeit Vom herzen nicht befleiſſet. 3. Du liebeſt das, was recht und gut, Und biſt ein freund der frommen: Wer glaͤubt und deinen willen thut, Wird von dir aufge⸗ nommen. Sein werk und dienſt gefaͤllt dir wol, Iſt er gleich nicht ſo, wie er kommen. ſlohnen, Und giebeſt, als ein ſol, Nach dem geſetz voll⸗ 4. Du oͤffneſt deine mil⸗ liebes⸗pfand, Den from men ſchoͤne kronen: Sozei⸗ geſt du vor aller welt, Daß es dir herzlich wol gefaͤll, Wenn man das gute liebet. 5. Hingegen bleibt die ungerochen. Ein abgrund voller quahl und rauch Wird denen zugeſprochen, Die ſich mit ſuͤnden luſt he fleckt; Ja deine hand iſt ausgeſtreckt, Sie hier he⸗ reits zu ſtrafen. 6. Der untergang der erſten welt, Die aus der art geſchlagen, Das feuet das auf ſodom faͤllt, Egyp⸗ tens lange plagen, Undan dre wunder deiner macht, Bezeugen, wenn dein zorn erwacht, Wie du nachwer ken lohneſe 7. Bleibt hier vielboſts ungeſtraft, Viel gutes woe keines fuͤnders ſchonet: Da wird ſich die gerechtigkeit Die jedem die vergeltund beut, Am herrlichſten be de hand, Das gute zu be⸗ 8. Gerechter GOtt 1 bosheit auch Von dir nicht belohnet; So koͤmt ein dtag der rechenſchaft, Det weiſen. b— i afen. unten t, D ggen, A domfit eplage er deimn ſta H diegu em n im hende 11A we rb zerecht meinen ſinn, Wie du, d herz, das lauter gutes hegt, Sey meines herzens ntht vorbilͤd. 9. Und weil vor dir, ge⸗ rechter GOtt! Kein ſuͤn⸗ der kan beſtehen, Der nicht des mittlers blut und tod Zum ſchild ſich auserſehen: So gib mir die gerechtig⸗ keit, Die mich von deinem zorn befreyt, Durch ſein verdienſt zu eigen. Von der treu und Wahrheit GOttes. Mel. GOtt des himmels und ꝛc. 1 Heicht, i Ccdeicht, ihr ber⸗ b 235. G ge! fallt ihr huͤgel! Berg und felſen brechet ein: GOttes treu hat dieſes ſiegel, Sie wil unveraͤndert ſeyn. Laßt die welt zu truͤmmern gehn, Gottes gnade wird beſtehn. 2. GOtt hat mir ein wort verſprochen, GOtt hat einen bund gemacht, Der wird nimmermehr ge⸗ — und deſſen Weſen und Eigenſchaften. 253 W as brochen, Bis er alles hat dan gute lieben. Nimalle luſt vollbracht. Er, die wahr⸗ zur ſuͤnde hin: Wirk in⸗ heit, truͤget nicht: Was er niges betruͤben, Wenn ſich ſaget, das geſchicht. dis uͤbel in mir regt. Dein b dern ihren zweck erreichen, weichen, Wenn gleich al⸗ les bricht und faͤllt; Son⸗ ſ 1 Bis ſie mich zufrieden ſtellt. GOtt iſt from unnd uuuu gut und treu, Ob die weltu voll heucheley. 4. Wil die welt den frie⸗ den brechen, Hat ſie lauter krieg im ſinn: GOtt haͤlt immer ſein verſprechen, So faͤllt aller zweifel hin: Denn er bleibet immerdas Was er iſt und was er war. Laßt ſei tli ſich 5. Laßt ſein antlitz ſich verſtellen; Iſt ſein herz doch treu geſinnt, Und be⸗ zeugt in allen faͤlen, Das ich ſein geliebtes kind, dem er beide haͤnde reicht, Wenn auch grund und bo⸗ den weicht. 6. Er wil friede mit mir u halten, Wenn die welt gleich lrmen macht: Ihre liebe mag erkalten, Ichbin bey ihm wehrt geacht; Und wenn hoͤll und abgrund bruͤllt, 254 Von dem Dreyeinigen GOtt bruͤllt, Bleibt er mir doch onn und ſchildl. 7. Er, der HErr iſt mein erbarmer: So hat er ſich ſelbſt genent; Das iſt troſt! ſo werd ich armer Nimmermehr von ihm ge⸗ trent. Sein erbarmen laͤßt nicht zu, Daß er mir was leides thu. ganz vertrauen Auf ihn anker⸗feſt gerichtt: Auf ihn wil ich felſen bauen, Denn ich weiß, daß es ge⸗ ſchicht. Erd und himmel kan vergehn, Sein bund bleibet feſte ſtehn. Mel. Wer nur den lieben GOtt. gebrochen, Noch ſeinen gnaden bund verletzt. Was ſeine wahrheit hat ver⸗ ſprochen, Das wird auch in die that geſetzt. Er iſt entfernt von trug und liſt, * eine brut des ſatans 2. Was er aus lieb und huld verheiſſen, Das laͤßt zer in erfullung gehn. Er pflegt den grund nicht um⸗ 8. Nun es bleibt mein Der Herr hat S nie ſein wort ureiſſen, Darauf des glau ens pfeiler ſtehn. Scheint L die erfuͤllung gleich noch weit, So koͤmt ſie doch zur rechten zeit. 3. Doch wie er das ohn⸗ fehlbar giebet, Was ſeine ₰ lieb uns zugedacht; So wird auch, wenn er rache uͤbet, Sein droh⸗wort ganz Wenn er den ſchluß zu ſtrafen faßt, So fuͤhlt man deſſen gewiß vollbracht. centner ⸗laſt. 4. Drum ſcheue dich mit frommen herzen Vor dem, was er den ſuͤndern draͤnt Es iſt, o ſeele! nicht zu ſcherzen Mit ſeiner ſtraß gerechtigkeit. Fleuch, fleuch was er zu ſtrafen droht, Sonſt ſinkeſt du in noht b und tod. 5. Doch halt dich auch mit feſtem glauben Anſen verheißnes gnaden⸗wott; Es ſtehet nicht auf ſand undſchrauben: Drumfah⸗ re nur im hoffen fort: So wirſt du ſehn, daß ſeine zu halten treu Ihr wort maͤchtig ſey. 6. Wir haben ja zwey ſtarke gruͤnde, Auf nc 3 4 — — —. — — —= = — — — — —— — d deye Ween und Eigenſchaffen. 255 Weil er, damit er beyfall finde, Zu ſeinen worten eyde thut. O wunder! wenn ein ſuͤnder hoͤrt, Daß ſelbſt die ewge wahrheit ſchwoͤrt. 2 7. Achſeele! laß dich dis beſchaͤmen, Da es dein GOtt ſo treulich meint. Siehſt du ihn ſich nach dir beauemen, So ſey du auch den luͤgen feind: Beweiſe dich als GOttes kind, Bey dem man treu und wahr⸗ heit find. Von der Langmuht und Ge⸗ duld GOttes. b Mel. HErr GOtt der du erf. „ Wetreuer GOtt! 1 237. G wie viel ge⸗ um duld Bezeigeſt du uns ar⸗ maen! Wirr haͤufen taͤglich ſeele!u ni N 4 h hal d unſre ſchuld, Du haͤufeſt glauea dein erbarmen. Des men⸗ u ſchen ganzer lebens⸗lauf Iſt immerdar, von jugend auf, Verderbt und ir ent⸗ nhoffnit gegen: Und gleichwol, va⸗ ter! ſuchſt du ihn Durch chen unſer glaube ruht; menſchen elend 4 jammert dich: Wenn ſie ziehn, Durch langmuht zu ir habe bewegen. 11 2. Der menſchen elend ſich ſchon verſtocken, Wilt du ſie gleichwol vaͤterlich Durch guͤte zu dir locken. Wie lange ſiehſt und ru⸗ feſt du Den juden in der wuͤſte zu, Bis ſich ihr herz bekehret! Wie traͤgeſt du ſo lange zeit Die erſte welt mit guͤtigkeit, Eh ſie die fluht verheeret! b 3. So giebſt du ſündern zeit und raum, Der ſtrafe u zu entgehen. So laͤſſeſt du den argen baum Nicht 1 ohne pflegung ſtehen, Du warteſt ſein, du ſucheſt frucht: Und wenn du gleich umfonſt geſucht, Hoͤrſt du nicht auf zu bauen. Du ſchoneſt ſein von jahr ſn jahr, Dein vater⸗herz hofft immerdar Noch frucht von ihm zu ſchaaeen. 4. Gerechter GOtt! ſo große huld Bezeigſt du frechen ſuͤndern: Und haſt nicht weniger geduld Mitu deinen ſchwachen kindern. Sie werden ja, wenn fleiſchu und welt Und ſatan haͤufig netze ſtellt, Oft ſicher, matt i und trage. Sie ſtraucheln, 256 ſie vergehen ſich, Sie fallen oft, verlaſſen dich Und dei⸗ ne heilgen wege. 5. Nun haäͤtteſt du, o vater! recht, Sie wieder zu verlaſſen, Und einen un⸗ getreufn knecht In ewig⸗ feeit zuhaſſen. Doch nein: das kan dein herze nicht, Dein herz, das aus erbar⸗ men bricht, Wenn deine kinder fehlen: Es hat ge⸗ duld ſo lang es kan, Es nimt ſich ihrer ſchwach⸗ heit an, Und wacht fuͤr ihre ſeelen. 6. Drum rufſt du ihnen in gefahr, So oft ſie irre gehen; Reichſt ihnen hand und ſtaͤrke dar, Von ſuͤn⸗ den aufzuſtehen. Du lok⸗ keſt ſie mit vater⸗ huld, Verſprichſt, durch Chri⸗ ſtum ihre ſchuld Und fehler zu vergeben, Giebſt ſelber glauben, geiſt und kraft, Und, nach vollbrachter rit⸗ terſchaft, Ein ewig freu⸗ den-leben. 7. O langmuht, der nichts gleichen kan! Ach va⸗ ter! ſieh uns armen Auch kuͤnftig ſo geduldig an, Und trag uns mit erbarmen. Von dem Dreyeinigen GOtt 8 Was hulf es, daß den herz bisher Voll guͤt und 3 huld geweſen waͤr; Wenn ſie aufhoͤren ſolte, Wenn deine hand, die ſtraf und ſchwert Bisher in gnaden abgekehrt, Uns nun verder 5 ben wolte? 5 8. Drum, brun der gi⸗ te! duld uns noch Um Chrie ſti tod und ſchmerzen: Er⸗ wecke bald und ruͤhre doch Die traͤg' und ſichre her⸗ zen; Daß deine huld und vater⸗treu Uns ja fein ſuͤnden⸗deckel ſey: Daß wir das boͤſe haſſen, Und uns noch in der gnaden⸗ zeit Den reichthum deine ff guͤtigkeit Zur buße leiten laſſen. Melodey 20. 238. 8 — 1 1 8d liebe! Ginne blͤden augen, Die ſonſt t kaum auf erden taugen Daß ſie in die ſtrahlen Deiner langmuht blicken Die den erd⸗kreis huldreichh ſchmuͤken, Und ugli d Freudenreich, Boͤſen und den deinen, Wie die ſonne ſcheinen.„n —— elodeyu Kenumi Wird durch neue proben Immer herrlicher erhoben. O wie weit, O wie breit d leiden, Tag vor tag zu dulden So viel millionen ſchulden, Und dazu Ohne ruh Lieben fuͤr das haſe neſt. Deiner hand ſey u z ſen? HErr! wer kan das t faſſen? Horſt der fuͤnder und deſſen Weſen und Eigenſchaften. 257 2. Waſſer, luft und erde, Ja dein ganz gebiete J ein ſchau⸗platz deiner guͤte. Deiner langmuht ehre Streckt ſie ihre Kügei Uehe berg und hugel. 3. Was wir davon den⸗ ken, Was wir ſagen koͤn⸗ nen, Iſt ein ſchatten nur zu nennen. Tag vor tag zu uͤnde, der ſt ehen, enn ſie weinend vor dir 4. Du vergiebeſt Iſt ſie kaum geleget. Neue ſchuld erreget, Wenn 5. HErr! es hat noch keiner, Der zu dir gegan gen, Statt der gnade recht empfangen: Wer zu dei nen fanen Sich mit thraͤ nen ſenket, Demwirdſtref uu und ſchulbgeſchenket. Un.u ſer ſchmerz Ruͤhrt deiuu herz, Und du wilt der ar⸗ men Guaͤdig dich erbar: men. König! ef „Koͤnig! ſey geprieſen Daß du ſo ver Mage 2 Und uns nicht nach werken loh⸗ ehre, Die ſo wol regieret, Und mit ruhm den ſcepter uͤhret. Fahre fort, Zions ort, Langmuht auszuu⸗ en, Und die welt zu lieben. ſtehen. Deine rechte draͤuet/ Und erbarmt ſich wieder, Legt die pfeile gerne nieder Welche doch Immer noch Geſaͤnge von der Liebe V GOttes ſuche unten auf V der 266. Seite. XIII. Am Tage Johannis des Taͤufers. Mel. Was G Ott thut das ꝛe. GO TT, dem 25 9. D kein ding un⸗ moͤglich iſt Im himmel * — 4 und auf erden, Der bald der mutter leib verſchließt, Bald fruchtbar laͤſſet wer⸗u den: Der aller welt Vor Rℛ augen Am Tage Johannis des Taufers. 2 augen ſtellt, Es ſey in dei⸗ nem namen Nur lauter ja und amen! 2. Du haſt einmal ein wort geredt In Zacharia tagen; Darum muß auch Eliſabeth Ein kind im al⸗ ter tragen. O laß mich nicht, Was dein mund ſpricht, Fur Weifechaftn ſaazen Ja, ſelſen darauf ſetzen. 3. Auch mich zog vor⸗ mals deine hand Aus mei⸗ ner mutter leibe. Du haſt mich, eh ich war, gekant: Ach! dieſe wolthat ſchreibe In meine bruſt, Daß ich mit luſt Allzeit daran ge⸗ denke, Und mich dir gaͤnz⸗ lich ſchene. 4. Mein name, welchen man mir gab, Iſt auf dein buch geſchrieben, O! laſſe bis in mein grab Deaen chriſten⸗namen uͤben. Wer Chriſti glied, Der lebt bemuͤht Auch Chriſto nachzuahmen, Sonſt hilft kein ſchoͤner namen. 5. Ein Jacharias prei⸗ ſet dich; Ich folge dem exempel. Dein guter geiſt bereite mich Bu ehren⸗ tempel. ich an, So Dein lob auf mein gen Wird hier, wie dort, eſungen. GSOtes 6. Gelobet — —— So ſtim gut ich kan: meiner zun — — ey GOtt Iſrael! Du taf dem volk erhoͤret. Das horn des troͤft. Was du vorin verſprochen, Das haſt du nicht gebrochen. 7. Der feinde macht iſt nun gebeugt; Weil derer retter kommen. Du haſ barmherzigkeit erzeigt, men. Dein bund und ed Iſt nun verneut: Nicht den ſind auch deine. heils, Immanuel, Hat Davids haus geehret. Wir ſind erloͤſt, Und auch ge⸗ Und uns in ſchutz genon Abrgham alleine, Die heir „8. Die finſterniß, ie uns betruͤbt, Weicht nun⸗ mehr ganz zuruͤcke. unſern fuß Aus allen todes hatten. Der aufgang aus der hoͤhe giebt Uns lauter ſonnen⸗blicke. Der friedens⸗ſchluß Setzt ſchatten, Die uns umgeben — —— —— —— & Au Tage der Heimſuchung MNarit. 250 66 9. Iſt uns auch ſo viel 3 rini eit Durch deinen af ſohn erſchienen; So mach iee, an auch unſer herz bereit, Ihm lebenslang zu dienen. Kein ander heil Wird uns utheil; Vergebung unſrer ſunden Iſt nur bey ihm zu ch nen ſchritten, Un 10. Johannes gieng vor IEſu her: Wir 4 en dei⸗uu ls anch durch die wuſte waͤr; Laß uns doch, wie wir bitten, Dir bleiden treu Ohn heu⸗ ſe finden. ſchauen. b „Und u. das dum. n, Da ſchen. feindem Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. (LAochgeyrieſne 240. 89 leibes⸗ frucht, Liebſter IEſu! ſey 4 wilkommen. Heute bin gt; Wa ich heimgeſucht, Du hin⸗ men. gegen aufgenommen, Daß glit a ich frendig ſingen muß: u t HErr! du giebſt mir gruß ein buun und ktku. 2 Du gebenedeytes kind! Deſſen huld nicht zu be⸗ ſchreiben: Kom/ bereite dir geſchwind, Wo du immer mogeſt bleiben; Deine luſt ſſt die allein, Bey und unter unszuſen. 2 3. O wie eüig ſind doch des HErren worten glauben. Liebſter 1 die„ Die 76 XV. Am Tage der Heimſuch ung Mariͤ.) ben. Wort und glaube zieht den fuß Hin in edens uͤberfluß... 4. Meine ſeel! erhebe du, Lob und preiſe GOttes ſguͤte: Seine liebe ſchaffe ß ruh, Und befriedigt mei gemuͤhte. Wol, ja wol iſt ehn, Du biſt gnaͤdiguu dir geſch angeſen. 5. Große dinge ſind a dir Durch die allmachts⸗ brieſen unſer GOtt, Der a heißt HErr zebaoth. zigkeit! Denke keit! Denke ferner an ie deinen. Iſrael muß hort! zu dem ich flieh Laß mir dieſen ſchatz nicht raur deemamg ß manche zeit In dem welt⸗ Egypten weinen: Hebt es Na an, cheley; Bis wir aus zions auen Der ſonnen aufgang handerwieſen: Seine huld waͤhrt fuͤr und fuͤr, Darun ſey er auch geprieſen, Jage⸗ 6. Vater der barmher⸗ 260 Am Michaelis⸗Feſte von den heiligen Engeln. an, ſo merke drauf, Kom, 9. Laß die reichen immer und hilf ihm wieder auf. ſleer, Die zwar geld, doch 7. Halte, was du zuge⸗GOtt nicht haben. Wer ſagt Abraham und ſeinem hingegen hungrig waͤr, ſamen: Dir ſey unſre noht Den er lle du mit gaben; eklagt, Kom, und ſchuͤtze So erſcheint mehr als zu tr einen namen: Denn durch ſehr, Du ſeyſt GOtt und in nichts, als deine hand, Wird keiner mehr. das uͤbel abgewandt. 10. Endlich koͤmt die mm 8. Sucht die hoffarts⸗ jeit heran, Da man den. ſit volle welt Uns den unter ket heim zu kehren: Ach!. gang zu draͤuen; Wolleſt ſo zeige mir die bahn, De zu, o ſtarker held! Sie mir alles kan gewaͤhren. u durch deinen arm zer⸗ Fuͤhre mich zum hin ne ſtreuen: Stoße ſie von ih⸗mel an, Wo ich ewig biee m rem ſtuhl In den tiefen ben kan. 4 hoͤllen⸗ pfuhl. b XV. Am Michaelis⸗Feſte von den heilign “ Engeln. Mel. Herzlich thut mich verlang. ſind: Bis daß heut ohn 241 OTT meines morgen Ich, dein geliebtes b 1. O lebens mei⸗ kind, Mit allen ſeraphunen i ſter! Du HErr der ganzen In jenem hellen licht Die welt, Der ſo viel tauſend ewig werde dienen, und t geiſter Um ſeinen thron ſehn dein angeſicht. i eſtellt! Wie herrlich mußt 5 Sie ſind ohn 9 n du wohnen, Wie ſchoͤne und beine, Nur lauterkrat muß es ſeyn, Wo cherubim und geiſt, Von dem 71 8 und thronen Bey dir gehn frey und reine, Was ſun ſund ſterblich heißt. I u 1 aus und ein wnoch 1 2. Mir iſt es noch ver⸗ wiſſen uͤberſteiget Da a borgen, Was dieſe geiſter menſchlichen verſtan h —.— den ſ s daß ſ Ich, dne kallen ie rhellat rde de angeſtt e ſind „ Nurlaut „Wan reine, lich 3 üͤberſten hen un — — * nimmer ruhn: Göottes thun. Chriſti boten, Da er ge⸗ erwieſen, Und engel uns beſtellt, Die jezt auf mei⸗ Am Michaelis⸗Feſte von den heiligen Engeln. 261 V 1 Weil ihnen ſchon gezeiget, Was uns noch unbekant. 4. Sie leben ohne ſun⸗ de, Und werden niemals alt, Sind maͤchtig und ge⸗ winde, Voll himmli⸗ her geſtalt, Voll wunder⸗ barer ſtaͤrke, Bey der ſie Und das ſind ihre werke, Den willen 5. Sie ſind die hoch⸗ver⸗ trauten Des HErren ze⸗ baoth; Vortreflich muß es lauten, Wenn ſie vor die⸗ ſem GOtt Das heilig, heilig, heilig! Mit engel⸗ zungen ſchreyn, Und alle — und eilig In ſeinen ienſten ſehn.. 6. Ach wie viel ſchoͤne poſten Hat uns ihr mund gebracht! Da GOtt mit großen koſten Auf unſer heil gedacht; Sie waren boren ward, Und aufſtund von den todten, Und bey der himmelfahrt. 7. Mein GOtt! ſey hoch geprieſen, Daß du der ar⸗ men welt Die wolthat haſt nen wegen, Wo ſich ein anſtoß ſindt, Die hand mir unterlegen, Undtreue waͤch ter ſind. 1 8. Die zeit wird auch noch kommen, Da ich ver⸗ klaͤrt und rein, Und aller uuu u angſt entnommen, Bey uuuu engeln werde ſeyn; Dau wil ich denn recht ehren Dich, vater, ſohn und geiſt! Und deinenruhm ver nuhren„So lang es ewig ei 1 Mel. Nun ruhen alle waͤlder. 1 242. ſeraphinen! Dem tauſend engel dienen, Und zu gebohte ſtehn! Du uͤbergroßer meiſter Der wunder ſchoͤnen geiſter! Mein mund ſol deinen ruhm erhoͤͤn. 2. Die engeliſchen thro⸗u nen, Die in dem himmelu wohnen, Giebſt du hi unt ner wacht: Sie ſehn dein angeſichte In hoͤchſt voll. uu konmem lichte; Doch neh men ſie mich auch nacht.g 3. Das ſind die ſtarke helden, Die deinen raht uu vermelden, Du groß fuͤrſtu 262 Am Michaelis⸗Feſte von den heiligen Engeln. Michael! Das ſind die feuer flammen, Die ſchla⸗ gen ſtets zuſammen Um ſeonnmer chriſten leib und ſeel. 4. Ich preiſe deine guͤte Mit dankbarem gemuͤhte Fur dieſe wunder⸗ſchaar: Ich ruͤhme deine rechte Fuͤr dieſe maden kechte⸗ Die mich behuͤten fuͤr ge⸗ fah 4 4 5. Laß ferner mich be⸗ huͤten Fur aller feinde wu⸗ ten Durch dieſe himmel⸗ wach: Laß ſie auf meinen wegen Die hand mir un⸗ terlegen; So bleib ich frey vom ungemach. 6. Den feind laß ſie er⸗ ſchrecken, Und mich beſtaͤn⸗ dig decken, Wie dort den gnaden⸗thron. Es ſeymein ganzes leben Mit ihnen ets umgeben, Als wie das ette Salomon. 7. Doch ſollen ſie nicht weichen So kaß mich ih⸗ nen gleichen In wahrer heiligreit: Wie ſie die kin⸗ willen, Den laß mich auch ſde erfuͤllen. Sie leben keuſch und rein: Olaß mich nichts lümn beflecken, Und mich an al⸗ us. n len ecken Vor dieſen reinen du geiſtern ſcheun. fn, 9. Herz, aug und hand ſuwe ſo zähme, Daß ich an nich⸗ icchve tes nehme Ein ſundlich it, z4 gerniß: Laß mich in mei lſ⸗ nem leben Auch niemand pba anſtoß geben; Denn da inſbt bringt hoͤllen⸗quahl gewiß. n ih 110. Und endlich, wemn Feſt ich ſcheide; So fuͤhre mich diſg zur freude Auf ihren armen unbs tkein: Da werd ich dich ert fhute loben, Und in dem himml 44 droben Dir und den engen laen aͤhnlich ſeyn. btund —— imne Mel. Wo GOtt der HErrr. 0 243. S8A du aus her⸗ ieg den aarund Die menſchen kinder liebeſt, Und unst aller zeit und ſtund Vil Ges reichlich giebeſt. ir danken dir, denn de mich dazu bereit. der lieben, Und ſich in de⸗ tw muht uͤben, So mach auch uns neu In unſerm ganzen una ne treu Iſt alle morgenbey in leben. . 1 63 1 3 2 verd ih din den⸗ —— G Ottda 4h 2. Wir preiſen dich in⸗ ai engel⸗ſcharen Zu deinem fal zur ſeiten: Durch ſie haſt Saeles Teſſe von den helſlgen Engen 2ſ ſonderheit, Daß du die lob und preis bereitt, Auch uns mit zu bewahren; Daß unſer fuß an keinen ſtein, Wenn wir auf un⸗ ſern wegen ſeyn, Sich ſtoße noch verletze. 3. Was iſt der menſch allhie auf erd, Den du ſo wol bedenkeſt, Und achteſt ihn ſo hoch und wehrt, Daß du ihm darzu ſchenkeſt Rebſt andern auch noch dieſe gnad, Daß er die him⸗ mels geiſter hat Zu ſeinem ſchutze ſtehen. 4. HErr! dieſe ſonder⸗ bare prob Der freundlich⸗ keit und gute Erheiſcht ein immerwaͤhrend lob, Aus dankbarem gemuͤhte. Dar⸗ um, o vater! ruͤhmen wir Die große lieb, und danken dir Fuͤr ſolche hohe wolthat. 5. Es ſtund der ſtarken helden kraft Uns bis anher u uns ruh verſchafft Zu dieſen boͤſen zeiten, Die kir⸗ u che und die policey, Und u jeden auch fuͤr ſich dabey In —. Verleih, o HErr! b durch deine gnad, Daßs wir feſt an dir bleiben, Und ja nicht ſelbſt durch ubel⸗ uuu that Die engel von uns treiben. Gib, daß wir rein und heilig ſeyn, De⸗uuuu muͤhtig, ohne heuchler⸗un ſchein, Hem nechſten gerne dienen. b 7. Gib auch, daß wir der engel amt Verrichten, u dir zu ehren; Und deine wunder alleſamt Ausbrei⸗ ten und vermehren, Die du uns in der ganzen welt Und deinem worte vorge ſtellt, Voll weisheit/ macht und gute. 8. Und wie du durch die engel haſt Uns oft aus noht gefuͤhret; Ja auch bewahrt, daß manche laſt Und plag uns nicht beruh: ret; So thue ſolches auch hinfort, Beftehl, daß ſiea an jedem ort Sich ſtets um uns herlageererrn.. 9. Laß deine kirch und unſer land Der engel ſchutz empfinden, Daß fried und heil in allem ſtand Sich ſeinem ſtand erhalten. bey uns moͤge ſinden. Laß fie des reufels mord und 264 Am Michaelis Feſte von den heiligen Engeln. i liſt, Und was ſein reich und anhang iſt, Durch deine kraft zerſtoͤhren. 10. Zulezt laß ſie an un⸗ ſerm end Den boͤswicht bewegen, Laß deiner geiſter von uns jagen, Und unſre ſeel in deine haͤnd Und Abrahams ſchooß tragen: Wo alles heer dein lob er⸗ klingt, Und heilig, heilig, 3 heilig! ſingt Ohn einiges aufhoͤren. b Mel. Herzlich thut mich verlang. G Ott! dir ſey 244. G dank gege⸗ ben, Daß deiner engel ſchaar Mich ſchuͤtzt in mei⸗ nem leben Fuͤr anſtoß und gefahr; Daß jener alte drache, Der arge menſchen⸗ feind, Mich nicht zu ſchan⸗ den mache, Wie er zu thun vermeint. 2. Ach du herzliebſter vater!) dein kind. Du treuer men⸗ ſchen⸗rahter, Wie gut biſt du geſint! Dein heer iſt mir zur ſeiten, Und wehret ritterlich, Wenn ſatans en⸗ gel ſtreiten, Und kaͤmpfen — 18 —m⁰ 1 Wie ſiehſt du auf El 3. 0 SOtt! laß dih in ſchaar, Wie ſie bishero pflegen, Mich ſchuͤtzen im⸗ merdar; Daß ich auf loͤ⸗ wen gehe, Und auf der ot⸗ tern brut, Auf jungen lo⸗ wen ſtehe, Ohn da mirs ſchaden thut. 4. Du, HErr! wolſt mich behuͤten Durch deinen ahrt ſtarken arm, Fuͤr meiner 0o feinde wuͤten, Fuͤr boͤſer anen geiſter ſchwarm, Fuͤr eus eet mord und luͤgen, Fuͤr ihrem ſteuen zorn und grim. Fuͤr iſt dae und fuͤr betruͤgen Beſchit dich mich uͤm und uͤm. madar S Die ſtarken himmels⸗ annch helden, Die allzeit vor dir ggal⸗ſ ſtehn Und deinen ruhm 9 4 vermelden, Laß immer mit uume mir gehn. Laß ſie mich wol begleiten, Wie Jacoh, fort und fort; Laß ſan(cooß. ur mich ſtreiten, Wie fur anne Eliſa dortrt. „6. Laß fie bey mir in ßſie noͤhten, Als bey Elia, ſtehn, Whang Und als bey dem propheten— Dem Daniel geſchehn. Laß i ſie mich maͤchti rettn 3 Wie Loth, aus flam und wider mich. laut, Weeperrum aue i d CaEm aels Feſte von den heiligen Engeln. 265 8 Rt — — Auf; nern en Duute m, Fun ten, k ſtarken Die alten dd deimn Laßiie 1. Las ketten, Wie Paulum aus du den dreyen der fluht. ni herz ch heer Sie r freuen, Wenn ich von ſuͤn⸗ iten, R ort; d ſhoos Wirſt du zu richten ſtreiten, — ſe boi ſend frommen, Mach mich lobeye den engeln gleich. adas Mel. 8. JEſus meine zuverſicht nielgen Err! du haſt uin 245.: in deinem iePetnm Als n drer maͤnnern Gabſt einen engel zu, Da wurde den beken⸗ Das feuer kuͤhle ruh: Wenn uͤber mich zuſam⸗ men Des kreuzes feuer faͤhrt; So halte mich in flammen Durch engel un⸗ verſehrt. W 8. Laß mich mein thun bereuen, Auf daß der engel uͤber mich kan den leer. Laß mich mit lob⸗ gedichten Dich preiſen im⸗ merdar, Und ſo ſchon hier verrichten Das amt der engel⸗ſchaar. 9. Wenn ich nach mei⸗ nen tagen Werd aller buͤr⸗ den los; Laß mich die engel tragen Zur ruh in Abrams kommen; So nim mich in dein reich Mit vielen tau⸗ die reine geiſter t engel: Dieſen bin ich noch icht gleich, Denn mein it noch voll maͤngel.. ! wenn werd ich auch ſo rein, Als die guten en⸗ gel, ſeyn! . Nach beſchweret fleiſch 2 und blut: Hilf du, daß ichuu geiſtüch werde. Gib mir einen engel⸗-muht, Der ſich trenne von der erde; Daß ich, als dein liebes kind, Allzeit himmliſch ſey geſuut. .Mache mir dein wer bekant Durch des heilgen geiſtes gabe, Daß ich weis⸗ heit und verſtand, Wie ein engel GOttes, habe: Bis wir einſt in jenemn lcch⸗ Wulüg ſehn dein an⸗ geſt 1.. 4. Ach dein wille ſol ge⸗ ſchehn In dem himmel und auf erden; Darum laß uns dahin ſehn, Daß wir dir gehorſam werden, So in deinem willen ruhn„ Wie un. 5. Unſre welt iſt voll geꝛuu fahr, Alles ſcheint uns nachzuſtellen: Sende dei⸗ riich Große ſcharen vieler ja wiche moͤge faͤllen; n ner engel ſchaar, Daß ums 266 Von GOttes Werkenund Wolthatenund wir im da, wo wir ſchlafen ein, Laß ſie unſre waͤchter ſeyn. 6. Mach es wie mit La⸗ zaro, Wenn ich kuͤnftig werde ſterben: Und damit ich eben ſo Moͤge troſt und ſegen erben; Laß die engel miich zur ruh Tragen na dem himmel zu. ch gleich. b deinem ſtuhl Bey den aus Und hernach in jenem reich 7. Laß uns dann vot terwaͤhlten ſtehen; Wenn die boͤſen in den pful Mit dem ſatan werden gehen. Mache mich den engeln 6 · 6 III 4 * 6 3 1 1. Von der Liebe deine heilge wunden. Mel. IEſu deine 246. M flieſſen. ch! was hat †. ᷣfuͤr wunder⸗ liebe Dich, von dem die welt herſtamt, GOtt! mit un⸗ erhoͤrtem triebe Gegen mmenſchen angeflamt? Wo ich ſitze, wo ich ſteh, Wo ſſt ich voll betrachtung geh; Laͤßt der tritt von deinen fuͤßen Lauter liebes⸗ſtroͤme und zwar GOttes als der Quell der ſelben. 4 die todten glieder goß. Ehen dieſe liebes⸗frucht Hat un 2. Liebe wars im ſchoͤp⸗ fungswerke, Die dem ar⸗ men erden⸗klos Geiſt und leben, kraft und ſtaͤrke In Son GOttes Werken und Wolthaten, alles ausgeſucht, Was wit unter deinen ga und dorten noßtig haben. ben Hier 3. Die geſamte kmatn ren, Deiner haͤnde uſin ſtuͤkk, Zeigen uns in heen Nuren Eben dieſen liebet⸗ lick: Denn aus bloßerle Ki taf den ar durft unterſtuͤtzen. be blüht Alles, alles wnt e man ſieht, Voller ſachen, die uns nutzen, Unddienoht i 4 Liebe macht es, dinſ u der orden Deiner enge f ach inſe nich 3 und armuht ſchreckt, Iſt der A gliederg efruch geſüc, jnen gi en nohri e geſann ner hande igen un der dich preiſt, Unſer ſchutz und ch p worden: Der vermerkt zur hoͤlle ſch mer unſrer hoffnung frey⸗ fuͤr die liebe, So mir dei⸗ wm ne gnad erzeigt, Meinen dank niemals aufſchiebe: 9 Und wenn gleich die zunge h ſchweigt, So entzuͤnde dei⸗ wonder Liebe GOttes als der Ouell derſelben. 262 G% den feind zuruͤcke weiſt, Der uns in der argen welt Al⸗ hthalben netze ſtellt, Der, die ſeine liſt beruͤcket 4 un. icket. .. Liebe ſchließt die vor⸗ rahts kammer Unerſchoͤpf⸗ ter nahrung auf, Und ver⸗ ſchafft in angſt und jam⸗ en lauf: Denn wo noht die tafel ſchon gedeckt, Die den armen, der ſich kraͤn⸗ ket, Beides reichlich ſpeiſt und traͤnket. 6. Doch wenn ich mich weiter uͤbe, Zeiget uns das heil der welt, Chriſtus, noch viel groͤßre liebe; Weil er ſich zum loͤſe⸗geld Sel⸗ ber in das mittel ſchlaͤgt, Und die ſchuld fuͤr uns er⸗ legt, Die des vaters zorn verdienet, Dener durch ſein blut verſühnet. 7. Drum hilf, daß ich ne hand Mir im herzen ei: liebes yfe gehe. 8. La pein, Dar draͤuen wolle ſtoͤhren ſolle. 9. Nun ich liebe; gib zwecke ſetzet. Melodey 15. herz ergetzet, Sich zu ſeinem b 247. G nicht dankbar ich ſeh in allen ſo gut ers mit mir mein; Pyn⸗ Denn ſlieben, Das ſein treuesuul b herze nen brand, Der wie weih⸗ rauch, in die hoͤhe Dir zum 4 mich dir alleine leben: Laß mich alles, was ich hab, Dir zum liebes pfande geben: Laß mich, bis ins finſtre grab, Im⸗ mer der gedanken ſeyn, Daß kein kreuz und keine Damit man mir „Meine liebeu gedeyen, Daß die flamme nicht erſtickt, Sondern al lemal vom neuen Liebes⸗ proben auf uns ſchickt; Ja, daß auch mein lebens: ziel Nichts, als was dein wille wil, Und dein vater⸗uz Jolt ich meil 23 nem GOtt uict ſingen? Solt ich im uu ingen, Wie Iſt doch nichts, als lauter 268 Von GOttes Werken und Wolthaten, undzwer her regt, Das ohn ende hebt und traͤgt Die in ſei⸗ neem dienſt ſich uͤben. Alles ding waͤhrt ſeine zeit, GOt⸗ tes lieb in ewigkeit. 2. Wie ein adler ſein ge⸗ ſieder Ueber ſeine jungen ſtreckt: Alſo hat auch hin unnd wieder Mich des hoͤch⸗ ſten arm bedeckt, Alſobald im mutter ⸗leibe, Da er mir mein weſen gab, Und das leben, das ich hab' uUnd noch bieſe ſtunde trei⸗ be. Alles ding waͤhrt ſei⸗ ewigkeit. 8 3 Sein ſohn iſt ihm micht zu theuer, Nein er ggiebt 8 fuͤr mich hin, Daß er mich vom ewgen feuer Durch ſein theures blut ge⸗ winn: Unbegreiflich iſt die befleißt, Nicht kan faſſen im gemuͤhte. Alles ding ꝛc. 4. Seinen geiſt, den ed⸗ len fuhrer, Giebt er mir in ſeinem wort, Daß er wer⸗ de mein regierer Durch die welt zur himmels⸗pfort: Daß er nur mein herz er⸗ guͤte, Deren tiefe ja mein geiſt, Ob er ſich gleich ſehr ne zeit, GOttes leb in bens⸗licht, Das des todes macht zerbricht, Und die hölle elbtmacht ſtille. A⸗ es ding ꝛc. 5. Meiner ſeelen woler⸗ gehen Hat er ja recht wol edacht, Wil dem lee noht uſtehen Nimt ers gleichfals wol in acht. enn mein koͤnnen, min vermoͤgen Nichts vermag nichts helfen kan; Koͤmt mein GOtt und hebet an Seine kraft mir beyzulegen. Alles ding ꝛc. 6. Himmel, erd und ih re heere Hat er mir zum dienſt beſtellt, Wo ich uu mein aug' hinkehre, Find ich, was mich naͤhrt und haͤlt: Thier, und kraͤute und getreide, In den grin⸗ den, in der hoͤh', In den buͤſchen, in der ſee, Ueber all iſt meine weide. Alee ding ꝛc. b 7. Wenn ich ſchlafe, wacht ſein ſorgen, Und er muntert mein gemuͤht Daß ich alle liebe morgen Schaue neue lieb und git Waͤre mein GOtt nicht fuͤlle Mit dem hellen glau⸗ Pnurſe Haͤtte mich ſen angeſicht Nicht gelein k ött und ftwirba gn. nmal, ch Hat ern gellt, W gleich aus — Alſ haͤlt auch mein ver⸗ brechen Mir mein frommer F hinate wich i un von der Liebe SOttes als der Buell derſelben. 269 war ich nicht Aus ſo man⸗ cher angſt geneſen. Alles ing ꝛc. 8 Wieſ manche ſchwe⸗ e Wird vom ſatan hergefuhrt, Die mich doch mein lebetage Niemals noch bisher geruͤhrt. GOt⸗ tes engel, den er ſendet, Hat das boͤſe, das der feind An⸗ richten war gemeint, In die ferne weggewendet. Al⸗ les ding c. 44 9. Wie ein vater ſeinem kinde Sein herz niemals ganz entzeucht, Thut es gleich bisweilen fuͤnde; Obs ch aus der bahne weicht: GOtt zu gut; Wil mein fehlen mit der ruht, Und nicht mit dem ſchwerte raͤ⸗ chen. Alles ding z. 10. Seine ſtrafen, ichs recht erwege, denke, Und mich hart gefangen haͤlt, Dur das kreuze zu ihm lenke. Al⸗ es ding ꝛc. .16 n, ſeine b hläg Ob ſie mir gleich bitter ſeynd: Dennoch, wenn Sind es zeichen, daß mein freund, Der mich liebet, mein ge⸗ von der ſchnoͤden welt, Die uns les ding ꝛe. noch ende Sich in G ewigkeit. 24 8. 6 wie ſol i ren? In deinen tiefen muß 3 tes liebe findt; Ey! ſo heb ich meine haͤnde Zu dir, va⸗ ter! als dein kind, Bitte: wollſt mir gnade geben, Dich aus aller meiner macht Zu erheben tag und nacht, Hier in meinem gan⸗u zen leben; Bis ich dich nach dieſer zeit Lob' und lieb in Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛꝛce. &X liebes glut, 1I. Das weiß ich fuͤr⸗ wahr, undlaſſe Mirs nicht aus dem ſinne gehn, Chri⸗ ſten⸗kreuz hat ſeine maaße, Und muß endlich ſtille ſtehn.ſ Wenn der winter ausgeæ ls ſchneyet, Trit der ſchoͤne ſommer ein; Alſo wird auch nach der pein, Wers erwarten kan, erfreuet. Al⸗ 12. Weil denn weder ö 4 t⸗ dich Mit preis und lobe zie⸗ ich mich, O volles meer! verlieren. GOtt ſelber„uu die vollkommenheit, Brent ganz fuͤr lieb und guͤtigkeit, 2. Der in ſich ſelbſt ver⸗ gnuuͤgte GOtt, Das aller⸗ reinſte weſen, Hat ſich die Fhndde fuͤnder⸗rott Zu lie⸗ ben auserleſen. Hier GOtt die ehr: GOtt wolt unendlich lieben mehr, Als du begreifen ſolteſt. 3. O liebe! die GOtt ſeinen ſohn Aus ſeinem ſchooß genommen! Er iſt voon ſeines vaters thron uns herab gekommen. Sein mangel, knechtſchaft, kreuz und grab Die mah⸗ len uns als bilder ab, Wie ſtark GOtt lieben koͤnne. 4. Ich gruͤble nicht und glaub allein: Kan ich dis 4⁴ ring ich ihm mein herze dar, Als herz fuͤr herz zum opfer. 8 5 O liebſter vater! nim es hin; Gib kraft, dich recht zu lieben; Verſtand und wwille, herz und ſinn Seyn dir hiemit verſchrieben. Ach ſchweig, vernunft! gib 2 10.(K. ſein liebſtes war, Drum liſt In unſer herz Laß ewig nichts bruſt, Als deine liebe bren⸗ nen. b 4 Mel. Nun danket alle GOt n Ott iſt de *½ quell, Den erſten urſprung haben. Der bleibet feſt in GOtt, Wer in der liebe bleibt, Und welchen keine macht Aus IEſu wunden treibt. welt: Sein vaͤterlich er⸗ barmen Schickt den gelieb⸗ ten ſohn Zu uns verlaßnen armen: Und dieſer liebet uns, Drum ſcheut er fei ne noht; Er traͤget willg lich So gar den kreuzes tod.“ floſſen! Die liebe GOties . B liebe ſelbſt, 1 Von dem die liebes⸗gaben, Als aus der ſchoͤnſten egoſſen: Der wehrte So daß wir nun ſein haus Und tempel worden ſeyn. 4. Nun wer den heiland daͤmpf das feuer boͤſer luſt, haae geiſt Nimt ſelbſt die ſeelen ein, liebt, Der haͤlt ſein wo 270 Von GOttes Werken und Wolthaken und zuwar i ts in dieer = ——— =—= 3. Wie reiche ſtröͤme uleg ſind Von dieſer huld ge⸗ — — 2. Der vater liebt de— er iebe GSktes als der Suellderſelben. 271 deine 9 mehren; Und ſo verſpricht a der Herr Bey ihm ſelbſt — einzukehren aad 8 freud und luſt, Die goͤttlich iſt, entſtehn, Wenn 8 He vater, ſohn und geiſt In deeltt eine ſeele gehn? 6 Eſu 5. GOtt heilger 41 lehr uns Die liebe J Derbin kennen; Laß unſre herzen Bedeh ſtets In reiner liebe bren⸗ un nen; Und endlich fuͤhr uns dort In jenes leben ein, Wo unſre liebe wird In dir vollkommen ſeyn. Mel. JIEſu Deh freude ꝛc. 8 Deſentliche lie⸗ 250. be! Vater! deſſen triebe Gnad und lie⸗ be ſind: Uns durch ſuͤn⸗ n den armen Schenket dein erbarmen Dein gerechtes kind. Solte nicht, Was uns gebricht, Uns dein herz in JEſu ſchenken, Und an uns gedenken: 2. Der den ſohn uns — — — = Schickde —— G= —— Die len Hat uns menſchen al⸗ 3 len Dieſen raht geſtellt, ung Als den grund Und liebes Was muß bund: JEſum Chriſtu lbſt uns zu geben, Daß wir alle 3. Dis hat er geprieſen, Und die lieb erwieſen Ge⸗ gen alle welt: Da der HErr, zu ſterben Und uns zu er: werben, Selbſt ſich darge: ſtellt. IEſus kam, Der heiland nahm Von den en, von den ſchafen Als ein hirt, die ſtrafjen].. N welch eine treue Die ſich taͤglich neue Aun den frommen preiſt, Wenn ſie das vertrauen Auf die liebe bauen, Die uns GOtt beweiſt. Vaͤterlich Erzei⸗ feinden 4. O welch gen ſich An den glaͤubigen die triebe Von des vaters liebe. 5. Li ben, Das dich mir verſchrie ben, Und mich dir vertraut, bewegen, Meinen geiſ Meine lieb erregen: Weil ich IEſu braut Heiß unnd bin, So ſol mein ſinn Ale kraft, gemuͤht und dichten 5. Ja, mein ganzes leben Sol ſich dir ergeben, der du lebreich biſt. Mich ſol auch kein leiden Von der liebe ebe! laß dein lie iſt. Keine zeit, Noch ewig⸗ keit Aendert deine gnaden⸗ triebe, Weſentliche liebe! Mel. 3. IEſus meine zuverſicht. b och! wer giebt 251. M liebe iſt. ) H mir worte her/ GOOttes liebe recht iu prei⸗ ſen? Dieſes unerſchoͤpfte mmeer Wil mir einen ab⸗ ggrund weiſen, Den ich nicht erforſchen kan: Ich ſeh ihn erſtaunend an. 2. Alſo, alſo: ſpricht der mund Dem die weisheit zeugniß giebet, Und macht urch dis macht⸗wort kund, Daß GOtt uͤber alles lie⸗ bet; Und daß ſeine liebes⸗ ber, ſ b treu So groß, als er ſel⸗ ſi triebe. Hier iſt aller lied quell, Die ſtro 3 und hell. dabe 1 Denn er hat die welt geliebet, Die ihn, ler der! ohne ſcheu Tauſend. faͤltig hat betruͤbet. Iſt wo ſeine feindin wehrt, Daßer ihre gunſt begehrt? 6. Und was hoͤr icht ſeinen ſohn, Den geliebten eingebohrnen, Sendet er vom himmels⸗thron, Zur erloͤſung den verlohrnen Und macht dieſen ff ſchluß, Daß er fuͤr ſit ſtry he en muß. 7. Ach! mein herze kan ſich nicht In ſo große liebe Wenn mein ſes alſo ſpricht, Muß ſich ie vernunft hie binden Pauns ſchreit mir gleich a ſind fir GOttlich wohn winu ſchwach, Daßicde. nden; als fuͤr: O! was tiefen hier! 8. Nun, mein ne huld ergruͤnde. enn ich auch gleich tauſendfachh 4“ 4 4 1¹ ber 1 3 R Dich zu lieben mich verbin⸗ de; Prds ochvettum nig ſeyn, Gegen deinen gnadenſchein. X 8 mtewig rein Aber wunder gang 272 Von GOttes Werken und Wolthaten und zwar 1 9. Ich bin auch in dir⸗ ſer welt, Dein ſohn iſt auch twun mir gegeben: Wenn ihn d it ngätateſsitsen i 1 43 ei. und Kben; 1 d Ich bin ſein und er iſt mein/ à Wiekanich verloren ſeyn? annin 10. Hat der glaube ſol⸗ bexin che kraft, Ach! ſo gib mir dwe wahren glauben, Der an deinem ſohne haft, Und enn, ſich hn nicht laͤſſet rauben. meunn Slaͤubt jemand an hri dn u ſtum nicht, Der iſt warlich en un ſchon gerichtt. ſcht din 11. Sol es wahrer glau⸗ fn be ſeyn, So muß er das licht nicht haſſen: Drum h meni laß tugend mich erfreun, ſog Bosheit laß mich ganz ver⸗ emm laſſen; Alles ſey in GOtt ſprcht N gethan, Was ich thun und unſt h wirkenkan. ſchrett 12. Nun ich hab ein Olm wort gehoͤrt: Alſo hat mich r GSoOttgeliebet/ Und mir ſei⸗ a,wens nen ſohn verehrt, Der mir ac, d heil und himmel giebet, rarund. Und ich glaͤub an ihn al⸗ gi un lein: Alſo mußichſelig ſeyn. tine he. WenurdenebenSn dre 252 Galt aus, mein 4tA,. IeLt 9,8 herz! in dei⸗ on der iebe GOtes als der Quellderſelben. 273 nem glauben, Und ſuche GOttes abendmahl. Was kan dir tod und ſunde rau ben? Gedenk was GOt⸗ tes gnaden⸗wahl Fuͤr rei⸗ chen troſt und freude giebt; Alſo hat GOtt die welt ein ſchnoͤder fall iſtu zwar geſchehen; Doch wil uu GOtt dein verderben nicht.. Er hat dein elend angeſe lgeliebt! hen, Daß ihm ſein vater⸗ herze derben laſſen, Eh giebet er auch ſeinen ſohn: Der muß die noht zuſammen faſſen, Der traͤget deinen ſunden⸗ lohn, Und wird bis auf den tod betruͤbt: Alſo hat GOtt die welt gelibbt!! 4. Hier iſt doch keiner kunſt vonnoͤhten, Daß man fuͤr ſich viellauft und rennt: Er ſendet lehrer und pro⸗ pheten, Er ſetzet wort und ſacrament. Je mehr uns fehlt, Je mehr er giebt: Alſo hat GOtt die welt 3. Er hat dir ſeinen S geiſt bricht. Drum fuͤhlteru ſelbſt was dich betruͤbt. Alſo hat GOtt die welt geliebt! geiſt gegeden, Der dich in chen kraft regiert: Ie⸗ der im uaben und im le⸗ ben Dich ſtets auf rechter V raßeführt, Weil er durch ich das zeugniß giebt: Alſo hat GOtt die welt geliebt! 6. Er hat den eyd bey 105 geſchworen, Er, als ein Gen der glauben haͤlt: Deshalben biſt du nicht verloren, Wenn teufel, ſunde, tod und welt ade gleich verfolget und be⸗ truͤbt: Alſo hat GOtt die wet geliebt! Du ſtehſt in ſeiner a55 ge eſchrieben, Die chrift loͤſcht auch kein teu⸗ 6 nicht. Nur in dem datterieh geblieben; So leibet JEſus ſtets dein licht, Wenn dich die lezte noht betruͤbt: MAlſo hat ne GOtt die welt geliebt! 8 Wie bald iſt unſre zeit verfloſſen! So wird der immel aufg ethan, Und HOtt hat uder uns be⸗ ſchloſſen Mehr, als ein ſhuoſß ch begreifen kan, Weil a er ſich ſelbſt und alles giebt: 224 Vonc Bkeenn Kerlenund Wolthaken ind 5. Das iſt der— der hat Sauſiſcer el, geen un GOtt ſein eat in n kennt. Wir eilen unter JE ſu fluͤgel, Wenn him de oluft und erde brennt: de b uns vergnugt was JEſus giebt: Alſo hat GSn die welt geliebt! Mel. 21. Schmuͤcke dicho iibe 253. G H eiland! dem menſchen liehe Pa War die quelle de dehe trie, n be, Die dein treues hen ſ bewogen, Dich in unſt lebrac fleiſch gezogen, Dich mi, ſchwachheit uͤberdeckez, ſen di Seh vom kreuz ins ah iij 4 geſtrecket. O der unge⸗ meinen triebe Deiner treu en menſchen⸗liebe. 1I 12. Ueber ſeine feinde wi n, Jederman mit hulf u icſefnen„ Sich der blin⸗ un⸗ dei lahmen, armen Mehr n als vaͤterlich erbarmen, a Der betruͤbten klagen ho e ren, Sich in andrer di M wenſehren Sterben fuͤr d 9 uͤnder: Naſ le ſ 8 3enehen kinder! 3. O du zuflucht det Alſo hat GOtt die welt gelleht:. zenden! Wer lerntee 2 4 einn Von der Schoͤpfung. 2„ V 4 —— deinen haͤnden Segen, huͤlf vol g und heil genommen, Der a gebeuget zu dir kommen? O wie iſt dein herz gebro⸗ chen, Wenn dich kranke an⸗ geſprochen! O wie pfleg⸗ lo hate teſt du zu eilen, Das ge⸗ öt! behtne mitzutheilen! 4. Die betruͤbten zu er⸗ quicken, Zu den kleinen ſich zu buͤcken, Die unwiſſende zu lehren, Die verfuhrte zu bekehren, Suͤnder, die ſich verſtocken, Taͤglich liebreich zu ſich locken; War, mit ſchwaͤchung dei⸗ kraͤfte, Dein gewoͤhn⸗ ch ſtieg dein dein un ſelb⸗ 5. O wie ho ei erbarmen, Da du fuͤr die ſchwach und armen Dein unſchaͤtzbar theures leben In den argſten tod gege⸗ haſt wollen ſterben. mann 6. Deine lieb hat dich 1I1I.I. Von der el. Alle menſchen muͤſſen c. Schwinget euch, I mein herz und C 94 254. 8 getrieben, Sanftmuht und geduld zu uͤben. Ohne ſchel⸗ ten, drohen, ſchlagen, An⸗ drer ſchmach und laſt zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Fur die laͤſterung zu ſegnen, Fuͤr der feinde ſchaar zu beten, Und die moͤrder zu vertreten. 7. Demuht war bey ſpott und hohne Deiner lie⸗ be ſchmuck und krone, Dieſe machte dich zum knechte Ei⸗ nem ſundlichen geſchlechte: Dieſe war, als wie die au. ben, Ohne falſch, voll treu und glauben, Mit gerech⸗ tigkeit geparet, Durch vor⸗ ſichtigkeit bewahret. 8. Kom: laß deine liebe decken Meiner ſuͤnden meng und flecken. Du he dasgeſetzerfuͤllet, Und eſſelben fluch geſtillet: Laß mich wider deſſen ſturmen Deiner liebe ſchild beſchir⸗ men. Heilge meines her⸗ zens triebe, Salbe ſie mit deiner liebe. 3 8 Schoͤpfung.. ſinnen, Von der erden him⸗ 4.————y—õ—— * 3— 3„———————— 6 3 E 8—————— 1 1 8ſͤſſſſſſſſ“————=——— —— ͦ-ůy—ÿõää 3—— 4 5 —ÿ — — mel an! Singet von deru & welt beginnen, Was des —e Ben GOres WenenundWalcarm ſhopfers macht gethau. Lo⸗ zet mit den ſeraphinen Und mit allen cherubinen GOtt, der alles kraͤftig traͤgt, Der den grund der welt gelegt. 2. Ewig warſt du, gro⸗ ßer ſchoͤpfer! In vollkomner majeſtat. Wir ſind thon, du biſt der toͤpfer, In dem alles iſt und ſteht. Eh der berge gruͤnde lagen, Ch Orion mit dem wagen An dem ſirmamente war; Warſt du ohne zeit und jahr. 3. Doch im anfang, da dein wille Stimmte mit der allmacht ein, Nach der ewig langen ſtille, Mußte nichts bald etwas ſeyn. GOOttes wort ergieng es werde! Da ward himmel große kraft, Die ſo viel auf einmal ſchafft 1 4. Zwar der ſchoͤpfer wolte lehren, Wie 3 vfe vollkommen ehren; Dar⸗ um ſchuf er mancherley. Erſt war dieſes welt⸗ge⸗ ruͤſte Gaͤnzlich oͤde leer und und die erde. Ounendlich und guͤtig ſey, Daß wir ihn GOttes geiſt Auf dem waſſer ſchwebend weiſt. 5. Drauf ergieng das wort von oben, GOtt be⸗ fahl: es werde licht! Ar⸗ Hierauf GOttes angeſichte Da der erſte tag vergan⸗ gen, Und der zweyte ange⸗ fangen; ſternen⸗himmel nent. durch das wort. GOtt an ihren eignen or kraut wuchs hervor, Man⸗ che blume ſtieg empor. 7. An dem vierten tage le morgen⸗ſterne loben fangen; Machte Gon das firmament, Das man 6. An dem dritten ward u geſchieden Erd und waſſt rt. Ma und wellen wies hieniede Und befahl ſofort der e⸗ den, Daß ſie muſte fruht bar werden. Baͤume lauh blickte Sonn und mondam himmels⸗zelt: Und derſter nen menge ſchickte Strahl Und der fuͤnfte lie Tauſend arten hen⸗ Das geflug che gruft. 8. Was ſich und glanz auf unfm nin ſen ſche as gefluͤgel fuͤllt iit Neah auf vin u wuͤſte; Nur daß ſich da fuüͤßen reget, Koͤmt di und zwar von der Schoͤpfung. ben, oh ohr. Endlich muß aus roh⸗ 6 ter erden Adam ſelbſt ge⸗ bildet werden. GOtt blies za ihm den odem ein, Deſſen ild er ſolte ſeyn. der ua 9. So hat Gott erſt alles ſchoͤne, Herrlich und hr gut gemacht. eht, wie den ſchoͤpfer kro⸗ Jedes werk in ſeiner ht. Da man ſie bey tage zaͤhlte, Und GOtt ſelbſt die ruh erwaͤhlte, Rief a er gleichſam: GOtt allein Sol, menſch! deine ruhe 10. Wir ſind dein, HErr! laß uns immer Unter dei⸗ nen fluͤgeln ruhn. Strahl mit deinem gnaden⸗ſchim⸗ mer Ueber uns und unſer —— Du haſt, GoOtt! Sp in der ganzen hoͤchſte weisheit h welt Die vorgeſteut, Die wunder⸗ guͤt und ſtaͤrke, Durch choͤpfung deiner werke. Uns iſt bewuſt die ahl der u jahr, Da du gerufen, das nicht war, Daß alls her⸗ vor gekommen, Und anfang hat genommen. Von ewigkeit biſt du allein, Und mußt in ewigkeit fort ſeyn:: Was anfang hat, nimt auch ein end, Durch deie macht wird alls verhrennt, Wenn du es heiſſt ver⸗ gehen.“ 2. Den himmel haſt du, GOtt! gemacht Zum ſitz und pallaſt deiner pracht, ſ Der nirgend woran haͤn⸗ get, Die erd und alls um⸗ denci Du haſt, HErr! unterlaſſen nicht Zu ſchaf fen bald das edle licht; Das alles nun erquicket, Hat da hervor geblickee7. zib, daß, wenn ich gen himmel ſchau, Ich deiner zuſaa denk und trau, Für 3n e halte und gewiß:— Auch haß die werk der fin⸗ ſterniß, In deinem licht ſtets wande. 3. Die waſſer in der wei⸗ ten hoͤh, Thau, regen, 278 Von GOttes Werken und Wolthaten hagel, wind und ſchnee, Lietzt du geſondert wer⸗ den Von dem, was auf der erden: Doch muͤſſen ſie uns insgemein Hier unten noch zu dienſte ſeyn: Was lebt und ſich muß nehren, Kan nicht der luft entbeh⸗ ren. Laß ſie mir nutzen immerdar, Nie ſeyn zu ſcha⸗ den und gefahr: Gib auch, daßich mich, wenn du heißt Daßz ſich der regen⸗bogen weiſt, Des gnaden⸗bundes freue 4. Das meer ward von dem trocknen auch Geſon⸗ dert als in einem ſchlauch, Da ſeine ſtolze wellen Zufried ſich muſten ſtei⸗ len. Drauf bracht die erde ſtracks herfuͤr Viel fruͤcht zur nohtdurft und zur zier, Daß wir all ſolche gaben, Auch wohnung dabey ha⸗ ben. HErr! mache auch mein herz bereit, Daß es ſey fruchtbar jederzeit: Der baum wird doͤrre und ver⸗ -lucht, An dem du findeſt keine frucht; Dis laß mich wol bedenken. 5. Die lichter, die am auf⸗ und untergehn, du geſetzt zu zeichen, kommen oder weichen. Di ſonne giebt dem tage ſchei, Der mond bey nacht: die ſterne ſeyn Zu ihres ſchop⸗ fers ehren Und dienſte ohn aufhoͤren. Gib, daß ich auch in meinem lauf Der gottesfmeoht nie hoͤre auf, Nicht ſtille ſteh, noch muͤde werd; Daß vor den men⸗ ſchen hie auf erd Mein lict auch immer leuchte. ſchufeſt du, Die voͤgel i der luft dazu, Wo ſie durh deinen ſegen Sich nehren Wenn alles wieder kom⸗ men ſoll; Du giebeſt ihnen allen Die ſpeis mit wohe⸗ die raben nehrſt, Und ſper⸗ lieb und g und preiſen. „ le thier, Daß himmel ſtehn, Und taͤglich b unter 8 2 6. Die ſiſch im waſſt und bewegen. Der ſtorch die ſchwalbe wiſſen wol, fallen. GOtt! der du aich ſe allem fleiſch beſchehtſt, Gib, daß mit dankbatem gemuͤht Ich deine vorſotg. guͤt Erkennen nng 7. Du haſt erſchaffena ſe hernaz dem menſchen hier Zumf =— — —y— — — — 1 und zwar von der e ☛ 7 Merhaid auf erden, Und an dienſtbar muͤſſen werden: Dem menſchen haſt du, GOtt allein Den odem ſelbſt geblaſen ein, Im einen leib, darneben Seel und vernunft, gegeben. Daß er auch nicht alleine dd n Zui ihm her Du gabeſt ihnen:m drau ewad e thier un u mannigfalt Und alles zu beherrſchen. 8. Der menſch empfieng dein ebenbild, Du haſt ihn mit verſtand erfuͤllt, Er kan dich ſchoͤpfer nennen, Durchs wort dich recht er⸗ kennen. Du haſt, o GOtt! ſein angeſicht Gen himm von der erd geri cht, Daß er dich, e09 begehre, Ans irdſe e ſich nicht keh⸗ re. Drum gib mir gnad ſo lang ich leb, Daß i mein herz gen himmel heb egen 8 egen. N albe 9 alles wit „Du gi hen 30tt d erneu, Und nicht dem tum⸗ en men vieh glei unr die erd anſchauet. ſi end tag, Da ich von ar⸗ beit, muͤ'und plag Sol war, Kam die gehuͤlfin von Hi d diau Dir meinem ſchuͤp Durch deine kraft dein s ſey, Daß 9. Dis wehrs uns alls der unter uns vermehre: 2 Du 1 wilt, daß ich ihn heilig acht, Die große wunderwerk be tracht, Bis ich im himmel oben Dich werd vollkom⸗ men loben. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Nun und in ewigkeit gepreiſt, lf du mir, und regiere uut „Damit ich moͤ ge wuͤr⸗u fer dienen. Mel. Der Jeſ Chrſſ meins. ¶ J heilige drey⸗ 2 56. 88 einigkeit! O 250 Du th ihe ſelbſtaͤndigkeit! fuͤr uns viel wun⸗ derwerk, Beweißt da damit dein kraft und ſar. 1 2. Denn himmel, erde, luft und meer Verkuͤndgen deine kraft und hr; Auch G eugen alle berg' und thal⸗ du ein ſt 3. Die ſonne geht uns taͤglich auf, Der mond h h4 t gkeichfals ſenen lauf; S ruhen, daß dein ehre Sich Err ey I uͤberall. 8 auch jeder ſtern beret 5 preiſen deine herr lich⸗ ei 4. Die thier und whe S 4 aller 4 1 1 3 280 Von GOttes und Wolthaten. aller welt, Und was ſich in dem meer aufhaͤlt, Zeigt uns frey von ſich ſelber an, Was deine kraft und weis⸗ heit kan. 1 5. Du haſt den himmel ausgeſtreckt, Mit waſſer oben zugedeckt, Gen daß er ums erdreich geht,/ 8 ſeinen lauf nicht ſtille eht. . Du biſt, der alle ding regiert, Den himmel und das erdreich ziert So wun derlich, daß es kein mann Krreich hen noch ergr ruͤnden an 7. Wie moͤgt doch unſre blödigkänt Ergruͤnden dei⸗ doch koͤnnen nicht verſtehn Die ding, damit wir ſtets umgehn. 8. Wir ſehn, was du ge⸗ ſchaffen haſt, Und wie viel guts dis in ſich faßt. O! wie viel lieblicher mußt du, Mein GOtt! nicht ſeyn in deiner ruh! und Du ſchleuſt dis große rund in dich, Regiere theen wunderlich, Du ein Herr in ewigkeit, nacht, ne herrlichkeit? So wir dnenalch iſt dein hem⸗ h. 5 lichkeit. heiger geiſt! Dein name, der allmaͤ⸗ htig heißt, Se hochgelobehn aller zeit,Bon ewigkeit zu ewigkeit. * GOTT des 257. o⸗ mels und der erden! Der du alle⸗ genwaͤrtig biſt, Und mm⸗ mer kanſt begriffen wer⸗ den, Vor dem kein ding ver borgen iſt: Ach! ziehe ma⸗ nen ſinn zu dir, Und offen⸗ bare dich! in mir. 2. Wohin ich herz und augen lenke, Da find ich deiner gottheit ſpur. Wem ich voll aenthe uͤberdenke Die wunder ſchoͤne kra, tur; So ruft mir gleich ſam alles zu: Wie grohit GOtt, wie klein biſt dul 3. Es zeugen alle elee mente, Wie weiſ uind gut der ſchöpfer ſey. O. wenn geſchrey: ehrt des hochſten pracht 4 4 A 33ͤͤ . Mel. Wer nur den leben Sr. H das ſtumme keden koͤnte, ſt Wie groß waͤr immer dis Ihr men 15 4 10. O vater, ſohn und 3 3 wi werde nugene dlent Menſ lemn. 6‧ 3 ſe bin j dI nn unn l⸗br ſem itin in d Dem vater, ſt! 5 ti 1 — „MAdllerg u ewigig — nur denleg begrif dem u Ach 1 u dir, umr. hin ih i ke, Nf heit ſour dacht i der⸗ ſchan ruft un u: Pr ebleinbi 1 Denn euch zu gut ſind wir gemacht. mich in deinem gnaden⸗ bund, Und gib mir reine geiſtes⸗triebe: Dein lob teſt mich ſelbſt In dieſes ſey ſtets in meinem mund. zu dem hoͤchſten gut, Daß 12 h Von der Schoͤpfung des ¹ 0 4 11 6 und zwar von der Schopfung. 281 4. HErr GOtt! nach deiner menſchen⸗liebe Halt 3 Nim, was ich kan und hab und bin, Zu deinem dienſt auf ewig ßunnunu. 5. Hilf, daß die guͤter dieſer erden Mich locken ſie mir nicht zum fallſtrick werden, Der ſtatt des nutzens ſchaden thun. Laß allen misbrauch ferne ſeyn: Mein ſchatz und ziel ſey du allein. 4 6. Es iſt mein leben eine reiſe, Kaum leb ich recht, ſo bin ich todt: Drum maase du mich fromm und weiſe, Verſorge mich mir him mel⸗brod, Und wenn ich ende meinen lauf, So nim mich in die ruhe auf. WMenſchen. MNel. OGOtt du frommerꝛc. Du biſt, all⸗ Im ſchaffen auch mei choͤpfer: Ich nichts ſolt etwas ſeyn, Drum warſt du ſelbſt mein toͤpfer. Denn alles, was ich bin, Hat dei⸗ ne hand gebaut, Du kleide⸗ fleiſch und haauu. 2. Des leibes glieder ſind Ja deine meiſterſtuͤcke,u Du brachteſt mein gebein Und adern ins eſchicke Das leben gabſt du mir, Mir haft du wol gethan, Und deine aufſicht nimt Sich meines odems a. 3. Gedenke, HErr! am mich, Das werk von dei nen haͤnden. Was iſt mein leib? ein haus Von murben leimen waͤnden: Darin. nen wohnt mein geiſt, Bis t, o lebeys⸗fuͤrſt! Den leib, der erde war, Zur erde machen wirrſeet. 4. Du haſt mig in ge walt, Du laͤuterſt mene nieren, Bewegſt und pruͤfſt mein herz, Und kanſt meinuu thun regieren. Eh ich noch licht und welt, Und mut: ter⸗bruſt genoß, War ob mir armen ſchon Dein lieæu Smaͤchtiger! 5 ben allzu groß. S5 5. Es 282 Von GOttes Werken und Wolthaten 5. Es war dir mein ge⸗ Als ich verbor⸗ ch ſtund in dei⸗ nen ſorgen, Als ich gebil⸗ det ward, Als mich die Und noch An ihrem verborgen, gen lag; J ich mit deinen Mein ganzes weſen koͤmt von dir. Du haſt mich wun⸗ derlich erbaut, Und mir viel gaben anvertraut. 2. Dir, wunder⸗GOtt! hab ichs zu danken, Daß du mich zubereitet haſt, Als mich des mutter leibes ten noch umfaßt bein Auch damals nicht ſe * ſe deine wunder macht, Die mich ans tages⸗licht gebracht. nuͤnftge ſeele, Das theure pfand, das ewig lebt, Das noch in meiner leibes hoͤle, So lang es dir gefaͤllg, und leben zugewandt. 4. Du liebſter vaterin der hoͤhe! Mein geiſt wird in mir gan entzückt, Ran ich des leibes bau anſehe, Den du mit deiner hand geſchmuͤckt. Mein geiſthe⸗ wundert jederzeit Desſchi⸗ nen bau's vortreflichkeit. .5. Du aſt durch deit hoͤchſt⸗gnaͤdig walten, 9 HErr der groß und kleien de wol erhalten, So daß der tod mich ni Ich ſtehe noch und dich, Denn deine ſchuͤtzet mich. 6. Ich bin der großen gute/ mein GOtt! an 1 Die duf mir ge ſchranken Und dunkle ſchat⸗ und mein gemuhte, A Ich prei 3. Du gabſt mir die ver⸗ ſchwebt: Du haſt mir ſi nen und verſtand Und leib welt! Mich, dein gehäu t gefallt; n dr fh rechte 1 bin nicht wehlt than. Dich preiſt mein hetſ uale ſ 7* 3 fanwe 1 1 in g und zwar von der Schöpfung. 3 4 283 — 5 3 mim mein dankbar opfer an. Bewahre mich auch kernerhin„Mein ſchoͤpfer! b eſſen w werk ich bin. 7. Vor dir fall ich in de⸗ 9 muht nieder: Vergib die vollbracht. meine ſchuld, die i ch h abe leider! Aleder Zu ſuͤnden⸗ gliedern oft gemacht: Ich wich von dir mit ſe chnellein lauf, Und 1 da af nahmſt mich doch wie⸗ er a 8. 45 habe ja mit boͤſem weſen Mein herze, leider! ſehr entweiht, Mein dars as du dir auserleſen Zum tempel deiner heil lgkeit: Doch ſtrafteſt du mich nicht im grim, Und heiligteſt dic wiederuͤm. Hilf, großer GOtt, dur daß ich thu, was dich er⸗ freut; Und geiſt und leib und glieder gebe Zu waf⸗ 1 fen der gere Kbe Daß M getreu, o. Und ſtets ein kind der tu⸗ anitt gend ſey. 0,Ahe, IO. Fällt dieſes leibes huͤtte nieder, Wenn ich ſc ich dir bis in kod n vollende meinen lauf; O Gott! ſo richte ſie hinwie⸗ 9½ den ich lebe! Hilf, Laß mi hinmels gehn, ein heilig ant⸗ b klaͤrer auf. haus des lnd ſſots litz ſeh n. Von den weſentlichen Then, len des Menſchen, Leib und Seele. Mel. Wer nur den lieben SOr. 260. See 4 arme made? Daß du, o GOtt! an ihn gedenkſt, Und aus dem uͤberfluß der gnade Ihm taͤglich neue proben ſchenkſt. Was iſt der menſch? ein erden⸗klos Valli jammer, waͤr er noch O groß 4 2. Du ſaheſt an den men⸗ ſchen⸗kindern Den ſchwe⸗ Und dennoch haſt du die b ſen ſuͤndern Aus goͤttli⸗ cher harmherygkel nzaͤh⸗ lig viel zu gut gethan, J mehr, als jemand glauben an. 3. Du haſt den leib, eb en aus erde, Doch wun⸗ O derbar und ſchoͤn S. Und, daß 5 recht es der, Und ühr ſie ſchon ver ich ins ren fall vor langer zeit; 284 Von GOttes Werken und Wolthaken ch werde, Ihm ſprach und ſinnen anvertraut. Du haſt die herrſchaft dieſer welt Des menſchen willen heimgeſtellt. 4. Du haſt viel mehr erwieſen, Indem du ihm den beſten theil, Der unverweslich wird ge⸗ prieſen, Seel und vernunft und ewigs heil Theils ſchon geſchenkt, theils zu⸗ geſagt, Bevor er noch nach b wie ſchlecht oft beide theile Des men⸗ ſchen dir zu dienſte ſtehn, Als die vielmehr im ſatans ſeile, Als, HErr! nach deiner leitung gehn; Wird alle ſtunden offenbar, Und hider mehr als ſonnen⸗ ihm noch dir gefragt. 5. Allein laß mich dieſes wol bedenken, Was du, o GOtt! an mir gethan, Dir leib und ſeele wieder ſchenken: Sieh beide doch in gnaden an, Damit ſie der zeit Dich 6. Drum 3 beide na 2 preiſen in der ewigkeit. 2. Und nim indeß ſie alle beide In obacht und in deinen ſchutz: So bieten wir in allem leide Mit dir, auch welt und teufel trutz, m Als die wie loͤwen um uns gehn, Und uns nach leih und ſeele ſtehn. 8. Dort aber, wenn in zions auen, In der vol⸗⸗ △ komnen himmels⸗ſtadt Dich leib und ſeele wer⸗ den ſchauen, Und was d ſchauen in ſich hat; So ſollen ſie auch beide dich Mit jauchzen ruͤhmen ewiglich. Von dem Ebenbilde GOttts und dem Stande der lin⸗ ſchuld. Mel. Kom heiliger geiſt HEn. 4 ₰ 8 „r S hoͤchſtes lihel 261. S vollkomnes ut! Das ſich ſo freud⸗ Bn 19 zu uns thut, Und das ſich denen, die es liebet, So willig zu genieſſen giebe: Was hat die guͤte denet hand An menſchliche natur aa gewandt! Wie herrlichhaſt du ſie geſchmuͤcket, Wie uit reichlich haſß du ſie beglut⸗ ket! Halleluja, Halleluſa. 2. Der leib, den du aus ſtaub erbaut, An dem man 8 lauter wunder ſchaut/ d M witt. Ebenbilde IStandei ſchuld. heiliger ei I hücſt 23 voll s ſich ſot 1 ¹ wird durch deinen mund keit vermaͤhlet. Du blie⸗ /,u Der ſolte ſein regierer ſeyn, Den deine gottheit lieben 66 5. Der und zwar von der Schoͤffung. 2858 Hu beſeelet, Und mit der ewig⸗ ſeſt einen geiſt ihm ein, wolte, Und der dich wie⸗ der lieben ſolte. Halleluja, Halleluau. 3. Sein faͤhiger verſtand war ganz Mit deines rei⸗ nen lichtes glanz, Und mit der weisheit angefullet, Die ſelbſt aus deinem her⸗ zen quillet. Er kant dich faſt von angeſicht, Er wuß⸗ te ſeines ſtandes pflicht, Er ſah an allen kreaturen Der hoͤchſten macht und weisheit ſpuren. Halleluja, Halleluja. 4. Sein wille war dir gheich geſinnt, Er liebte dich als wie ein kind. Die heiligkeit war ſeine zierde; Und eine jegliche begierde War deinem willen unter⸗ than, Und gieng allzeit auf rechter bahn; Drum war ſein herz auch voller freu⸗ e, Und wußte nichts von furcht und leide. Halleluja, Halleluja.“ & an dieſer luſt, Ihm war * 4 kein ſchmerz, kein tod be⸗ wuſt; Er kont durch kein geſchoͤpf auf erden Ver⸗ letzet und zerſtoͤhret wer den. Sein antlitz war voll. kommen ſchoͤn/ Als GOttes meiſterſtuck, zu ſehn, Sein auge war zu allen zeiten (Ein ſitz der holdſten lieblich keiten. Hallel. Hallel.. 6. Sein wohnplatz war ein paradies, Der kein ver gnuͤgen mangein ließ. Was ſeine ſeele nur begehret, Ward ihm im uͤberfluß ge⸗ waͤhret. Die erde war ſein koͤnigreich. Was er befahl, geſchah ſogleich, Nichts wi⸗ derſtrebte ſeinem willen Ein jedes thier mußt ihn erfuͤllen. Hallel. Hallel. 7. Er war des ſchoͤpfers lieber ſohn, Ein erbe von dem ehren⸗thron, Ein tem⸗ pel von dem hoͤchſten we ſen, Das ſeine bruſt zm ſitz erleſen. Der gottheit ſchoͤnſtes ebenbild, Im ſchmuck der unſchulb einge⸗ huͤllt, Ohn allen fehl, ohn alle maͤngel, Die freud 1* leib nahm theil und luſt der heilgen engel. Hallel. Hallel. 8 6 A 286 Von GOttes Werken und Wolthaken 8. O ſchoͤpfer! dir ſey lob und preis Fuͤr den an die uns anerſchaffge ga⸗ ben, Die wir laͤngſt, ach! verloren haben. HErr! fn aufs neue deine hand, ib wieder, was der feind entwandt. Laß uns durch Chriſtum hier auf erden Nach deinem bild erneuret werden. Hallel. Hall. Von der Beſchaffenheit der Seele vor und nach dem Falle. Mel. 9. Erwuͤnſchter brunquell. Daß ſie was goͤttliches er⸗ Daß fer auserkoren lach ſi eichni 6 ein bild und g Wer kandie ehre gnugſam wolt erweiſen. 2. Kein adel glich der ſeelen adel, Kein pracht kam ihrer ſchoͤnheit bey; Man fand ſie ohne fehl und tadel, Ihr ſchmuck war viel und mancherley. Es uns gewandten fleiß, Fuͤr . ee ſeele iſt da⸗ 262. 8 zu geboren, freu: Sie war vonnſchop preiſen, Die GOtt der ſeele 5 ſelbſt das licht der ſeelen, 3. Sie ſch 1 weisheit war ihr ſpiel⸗ge⸗ ſelle, Die treflichkeit uh wunderbar, Sie hatte eht und reichthum funden, Weil GOtt ſich ihr verbunden. 4. Ihr leben war, Gott ſtets zu lieben, Ihr alles, ſelbſt mit daß ſie ſein ſolt ſyn. War ſie in ſeiner liebe blieben, So waͤr ſie frey von quahl und pein: Allein der feind hat ſie verderbet, Die ſuͤnde iſt uns angeerbet. . Sie iſt nunmehr ganz irdiſch worden, Sie hebr die eitelkeit der welt. Sie lebt nun in der ſuͤnder or⸗ den. Der arge hat ſieganz verſtellt. Sie kan ſich nicht mehr aufwaͤrts ſchwingen, Sie ſuchet ruh in ſchnoͤben dingen. b 6. Sie iſt in thorheit ganz verfallen, Sie ſpielt mit eitlem ſand und koht. Hoͤrt ſie gleich GOttes donner knallen, So denkt kont ihr ewiglich nichts ehlen, Denn GOtt war ſchoͤpfte ſtets aus ihrer quelle, Aus welcher ſie entſprungen war. Die ſie doch an keine noht. 5 enn —— — ——, —— —— G. —-— — —— — — —— — ben,) ſolt ſeyn. er liebe t je frey ten Allein u derbet, N. geerbet. iſt nunn rden, C t der w in der ſin rarge ſetſ Sie kanſt varts ſch ruh inſt — — — — — — ehh übt ſich nur in ſchatten⸗ werken, Laͤßt große einfalt U. 4 ihm Der ſcht leſen Zu ſeinem eigen⸗ thum, Und herrlich ausge⸗ ſchmuͤckt, Daß er an ſeel 9h und leib Vollkommen war begluͤckt. und zwar von! an ſich merken. 7. OGOtt! der du ein heil gegeben, Und hilfſt der eele wieder auf: Erwecke ſie zum neuen leben, Und fördre zu dir ihren lauf. Laß mich die weisheit wie⸗ der finden, Und mich mit neuer lieb entzuͤnden. 8. Sey du mein himmel, meine ſonne, Mein reich⸗ thum, meine herrlichkei! Mein ſchatz und theil, und meine wonne, Mein ewig leben in der zeit. dich mein herz, o lebens⸗ quelle! So find ich meine rechte ſtelle. Von der Uinſterblichkeit der menſchlichen ſeele. Mel. OG Ott du frommer ꝛe. — Ber menſch iſt 263. G Drns bi Vom anfang gleich gewe⸗ ſen, Das bey der ſchoͤpfung - oͤpfer auser⸗ indt 2. Hat er nun dieſen b ſchmuck Gleich durch den . fall verloren, Und wird von mutterleib In ſunden⸗ wuſt geboren: So ſtirbt doc nur der leib Allhierim dieſer zeit: Allein die ſeele lebt Und bleibt in ewigkeſt 3. Denn wie derh chſteu ſelbſt Den edlen geiſt gege⸗uuuuu ben, Und ihn erſchaffen hatu Zu jenem freuden⸗leben; So bleibet er hierin Vuc ſeinem ſchoͤpfer gleich, Und fällt nicht mit dem leii Ins blaſſe todten⸗reich. uu 4. Wird ſie vom leibe nun Hier durch den tod ge⸗ trennet, So iſt ihr allbe⸗ reit Ein ort von GOtt er⸗ nennet, Allwo ſie ewig bleibt: Denn, wie der menſch hie fällt, So iſt imuuuuuuul ewigkeit Ihm platz beſteilt. 8 Die fromme ſeelen laͤßt GOtt auf Elias wa gen Durch ſeiner enget chaar Hinauf gen himmel tragen. Wer hier durch bosheit ſich Von ſeinem iull GOtt gekehrt, Der wiſſe, dort ein daß ſein geiſt Hinab zur b 6. Int 7288 Von GOttes Werken und Wolthaten 6. Im himmel wird die Weil ihre ſeligkeit Vor GOtt ſich ſtets verneuet. Allein im hoͤllen⸗pfuhl Iſt unerhoͤrte pein, Da wer⸗ den ebenfals Die ſeelen ewig ſeyn. 2. Drum ſorge doch b eit, O menſch! fur deine peie„Daß nicht der hol⸗ en pein In ewigkeit ſie hede Thu buße, wa⸗ ſorge doch bey lut, So faͤhret, wenn du ſtirbſt, Gewiß die ſeele 8. GOtt! laß durch dei⸗ nen geiſt Mich dieſes wol bedenken, Und ſtetig mei⸗ nen ſinn Zur ſeelen⸗ſorge lenken. Erwecke mich hie⸗ *. 1 4 ba ich dei lob erhoͤh' In jener ewigkeit. 4 Mel. Herlich hhut michverlang. te Jezt dein unſterblich⸗ keit. Kom eilend, und verachte, Was dieſe welt erfreut. Wenn alles ſonſt ſeel In ewigkeit erfreuet, ſche dich In deines JEſu In dieſer gnaden zeit, 264. NAron ſtet verdirbet; So weißt di daß dein geiſt Sich, wenn ſterblichkeit entreißt. weſen Wie unſre ſeel ſind, Iſt ſchon darzu erle⸗ ſeyn: Was einfach, muß beſtehen: Zuſammenhang faͤllt ein. 3. Verweſung wird ge wieder trennet, Was ſich vereinigt weiſt: Wem Nun auseinander fieht, men An einem holze ſieht. ☛ er nicht zergehn, Er muß merfort beſtehn. he Aus unſerm leibe der leib gleich ſtirbet, Der 2. Ein geiſt, ein einfach ſeelen ſen, Daß er kein ende findt Ein geiſt ſeyn, und verge hen, Kan nicht beyſäammen nennet, Wenn die verbit dung reißt, Und das ſih das, was vor beyſammen, Wie man in feuer flan 4. Dergleichen trennung findet Nur bey den kör⸗ pern ſtatt, Wenn die der⸗ bindung ſchwindet, Dieſte verknuͤpfet hat. Ein geiſt hat keine theile; Drumkan nicht eine weile, Nein/ im 5. So bald demnach de ringt, Und ſich aus diſt 6 1, Wo ſie ohn ende heil bedacht. in geiſt d ah 6. Dis zeigt uns GOt ſundern Nur boͤſes aus it † te ſrte; Deß ſtrenges geübt!: Sie leiden in der ngeen richter⸗amt Hier gut und flamme Des feuers ewree Las un boͤſe werke Richt ſtets be⸗ pein, Und werden vondem Das enm ſohnt, verdammt. Drum lamme Und GOtt verſto⸗ : Zuim uin ein ander leben Der ben ſy. erwein böſen ſeele,pein, Der fram⸗ 10. Da wird ihr wurm weumt men, freude geben, Undſie nicht ſterben. Ihr feuer i eni muß ewig ſeyn. ſſoſcht nicht aus, Ein ewi⸗ n, Un 7. Drum, wer in dieſem iges verderben Bedeckt ihr trennet, d eben Recht glaͤubt und jammer⸗haus. Da dauret t weſt: rugend ehrt; Dem wirdſſchmerz und klagen, da dor iet das reich gegeben, Wo ihn weiß man keine zeit: Da aseinnt zem elend ſtöhrt. GOtt ſteigt der rauch von plagen min fin nimt von ſeinen knechten Durch lauter ewigkeit.. einem Dis unſchätzbare pfand; 11. Auf! auf demnach, rgleihenn Die ſeelen der gexechten o ſeele! Denk an die ewig dur heht Sind ſtets in ſeiner hand. keit. Verlaß die ſuͤnden⸗ 9 Wen 3. Sie leben ohn auf⸗ höle, Damit du nach der ſcwinde, hoͤren In freud und herr zeit Zu jenem freuden⸗ tthat 5 lichkeit, Kein jammer kan leben In ſalems huͤtten theit; N da ſtoͤhren, Was ihre bruſt dringſt: GOtt wird dir ergehn, erfreut. Das ſuße holz dieſes geben, Wenn duhier weit, des lebens Wird ihnen dar⸗glaͤubig ringſt. —— T III. Von Regierung Mel. Ane henn ki 3 oͤchſtes weſen! 265. H ſ verehre Deinen glan und majeſtaͤt. Ach! erwecke und bekehre Den, der dich noch nicht veerſteht; Damit deines na⸗ mens ehre Sich auf erden ſtets vermehre. HErr! dein ruhm erfuͤll die welt So, wie ſalems freuden zelt. 2. HErr! vor dem die cherubnen, Und die auser⸗ wehlte ſchaar, Nebſt den hohen eraphinen,„Legen ihre kronen dar: Laß jezt das frohe lallen Meiner lippen wolgefallen, Und vernim in deiner hoͤh/ MWas ich bruͤnſtig zu dir fleh. 3. Laß mich ſtets getroſt be ennen, Daß du, HErr, der wahre GOtt. Laß mich dich im lauben nen⸗ nen Meinen ſchutz in noht und tod. Thoren moͤgen es verge en, Und ddie wahr⸗ heit nicht ermeſſen: Ich verbleibe ſtets dabey, Daß 290 Von Ottr Werk en und Wolthaten, und Se II Von der Vorſorge, Erhaltung und ho GOttes. . Dieſer GOtt, denich ſtecken die beweiſe In dem, was erſchaffen iſt. Dem wer nur die ui betrac⸗ tet Und auf ihren bau wot achtet, Merket alſ bfort e macht, Die das dau ſtge 1 baͤn voll bracht. preiſe, Iſt mit ale emacht ausgeruſtt; Daven 5 5 —— =—=— —— di ,—. ——— —— — — 84 s. Welche kunſt und wit weisheit zeiget Gotti in der kreatur! Wer das auf ſolche neiget, Finde bald des hoͤchſten ſpur, Un ir wird willig zugeſtehen, Daß man deutlich könn ſehen, Wie die weisheitſe formirt, Und recht kun di llich ausgeziert. 6. Doch ummoͤg th groß, ſo ſolcher d und buͤrde, Se die jahr und zeit be ehu: Wenn ſie nicht die haͤnde ſtuͤtzten, Und an allen 5 ſchuͤtzten, Welche ſie feru gebracht, Und B aun ein GOtt und Wooſer y. nichts gemacht. 4 und wuͤrde Eine welt 9 1 o ſchoͤn, lind von 6 defr Nach nen; fer! 1 44 ms that tene M von der Vorſorge, Erhaltungu. a Regterung GOttes. 291— 8 haltana 8 eſer G 6 iſe, du . O mein GOtt! wer kan es faſſen, Wer ver⸗ teht dis regiment? Wurde 1 eine hand ablaſſen, Wo blieb wol ein element? Al⸗ 8 les, was du aufgerichtet, 6 Wurde alſobald zernichtet/ Und die welt fiel ploͤzlic mn 6n geenn ſie ohne di ſolt ſeyn 8 8. Ueberall biſt du zuge⸗ gen, HErr! vor dem die Lel erbebt; Du vermagſt des 5 mit fluch und ſigen„Den, tzeigete der from und boshaft lebt, tur 85 Nach gerechtigkeit zu lof⸗ enns den dufſtcfnan Hhochſtenſe ron. 5 wi 91 1 ſden* ſt, Werke, wort und nan dem that bewuſt. Wieden 9. Das der menſch doch t, Udͤn dis bedaͤchte, Und verehrte geziett. deine macht! Daß er doch dochuund auf deine rechte Haͤtte u en betre ſorg und acht! Hoch⸗ ſthn ſter, laß es mir gelingen, aundit Nicht nur blos davon zu kune un ſingen, 4* eneie. 43 gemuͦ aß es ſich fuͤr 4 1 ſunden hutt. „Unoan 0. 61 4 prächtig, Lebſt und biſt von ewigkeit, Und be⸗ miiſ dich herrlich/ maͤchtig Du biſt uner ruͤnd⸗ In der welt und gnaden⸗ zeit. Moͤgten wir von deinem weſen Mehres wiſe ſen, mehres eh denn, ſeele! auf, durchſuch Das natur⸗ und gnaden⸗ II. Aber merke auch vor allen, Daß GOtt der geæ rechtſte ſey, Damit du ihm magſt gefallen; Weil es ihm nicht einerley, Was man glaubt, und wie man lebet: Denn wo ſich dem herz erhebet, Und verletzer ſein geboht, Straft er dich mit hoͤll und tod. 12. Laß dich ſeinen geiſt ſtets leiten⸗ Suchr von der rechten bahn, Die er zaai⸗ nie auszuſchreiten: ihn ſtets um deyſtantd d Lerne ja ſein wort bemer⸗ ken, Er wird dich im guten ſtaͤrken. So vermehrt dein chriſtenthum dSottes eh⸗ re, preis 1 und ruhm. Mel. Wer m nur den lieben GOtt. N tiefe, wer 266. 83 kan dich er⸗ ruͤnden! O unerforſchter Ortes⸗raht! Der kaum ull mit dem, was menſchen T 2 1 f Auf 3 202 Von GOttes Werken und Wolthaten, und zwar T nden, Die kleinſte ſpuhr er gleichheit hat. Durch mittel ſucht ein menſch ſein diet„Nur GOtt thut oft as widerſpiel. 2. O tiefe, wer kan dich ergruͤnden! Der ſonnen, mond und ſternen pracht, Die ſich um dieſen erd⸗ball winden: Und alles iſt aus nichts gemacht, Die erd in freye luft geſtellt, Die nihts als GOttes finger aͤlt. 3. Befreyt das lam die welt von ſunden, So wird es mit dem fluch belegt. Erſt muß ſich GOttes zorn entzuͤnden, Worauf ſein fluch den ſegentraͤgt. GOtt leben nahm. hebt die laſt; das leben kam, Als man dem lam das Whrfen, wer fan denn ergruͤnden! We GOtt dis ganze reich re⸗ giert? O daß wir 1— weg verſtuͤnden, Wodurch er alles haͤlt und fuͤhrt Der gar das meer vertroct nen hieß, Und waſſer aus dem felſen ließ. fer us 6. Mein GOttW! erleuch⸗ te doch die blinden, De dir nicht trauen in der noht. Eh giebſt du waſſer aus den rinden, Eh ſchat feſt du aus ſteinen brod, Eh du dein volk verderben laͤßt! Drum trau ich di und glaͤube feſt. b () GOtt fuͤhret durchdiee kenntniß der ſuͤnden unddes goͤttlichen zorns in deß uße erſtlich an die pfor⸗ b ten der hoͤllen, und dar auf zur gnade und zum leben. b der wird ein GOttes⸗kind: GOtt ſelbſt erleucht die geiſtlich⸗ blinden, Die menſchlich klugen werden blind. GOtt macht die großen erſtlich klein, Hührt hoͤllen⸗werts(), doch him⸗ * mel eiim. ergruͤnden! Ein ſuͤn⸗ (ech erkennet 267. M liebſte ſer len! Unſers GOttes gutig keit. Helfet deſſen kuhn erzaͤhlen, Die ihr ſein gei ſchoͤpfe ſeyd. Euch ge buͤhret dank zu geben Dem 65. O tieſey wer wird der euch viel guts gethau dii Ss a7 Melodey 2. 4 1 att. nr ti bſg ben— 45 ind. ſebe gen nu d erhar 3 1 4 ing d9 we V 3 ann 8 de Vorſorge,Erhaltung.Negkerung Gokkes. 293 Und der noch in eurem le⸗ ben Eurer ſich nimt treu⸗ tünden, Mlich an. b 2. Denket, da wir gar düt. nichts waren, Hat er uns aomeg zu was gemacht. uns von jahr zu jahren Wunderbarlich nOOnt bracht. t trauen Ch giebſi rinden, C aus ſteim, ein voltin Drum tmn. be feſt Or fühettw tniß derſänd ichen zern erſtlih m der hölen, 8 zur gnadei . Nelodey a 4 Er hat lich fort ge⸗ Nichts iſt, was wir an uns haben, Das nicht alles von ihm fließt. Es ſind lauter GOttes ga⸗ ben, Die der arme menſch genießt. 3. O, wer iſt, der ihn verbunden Dich zu ſchaf⸗ fen, menſchen⸗-kind! Wer? daß wir zu dieſen ſtunden Frſch geſund und froͤlich ind? Wer giebt uns die leibes⸗kraͤfte, Das vermoͤ⸗ 4. Ferner wil er no erhalten, Was er uns ge⸗ ſt Seine gnadeg eben hat. laßt er walten leber alle fruͤh und ſpat. Er wil uns fuͤr allem ſchrecken, ſatans trug und liſt Unter ſeinem ſchutze decken, Wo anur gleich geſchaͤtzet, man voͤllig ſicher iſt. ſeelen! Laßt uns alle, groß und klein, Ihm den beſtemuuuu dank erwwaͤhlen„Welcher heißt: gehorſam ſeyn. Lo⸗ bet ſein allweiſes fugen, Ruͤhmet alles, was er ſchickt. Wer ſich daran laͤßt ——⁴— — en, den verſtand, Zu ver⸗ richten die geſchaͤfte? Blos g.. des hochſten gnaden⸗hand. GOtt! vollfuͤhret, Durch b ch deine weisheit, guͤt und Fuͤr des begnuͤgen, Bleibet immer⸗ fort begluͤckt. Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. V Z0 Gllf GOTT! 268. D ezer dr teufel izt Die leut in ſei⸗ nen ſtricken? Daß er in ih⸗ rem ſinn und wi Sie alſo kan beruͤcken, Als waren wir ohn hut und ſchirm, Wie fiſch im waſſer, wie gewuͤrm, Das ganz hat kei⸗ nen herren. 2. Da doch die viel und große werk, Die du, o ark Auch werden fort re ieret. Du ſorgeſt noch furu alle ding; Keins iſt ſo groß, keins ſo gering, Auf wel ches du nicht achteſt. 3. Sonſt waͤreſt du vouu ſchlechter kraft, Und dem 4 5. Laſſet darum, liebſte zum gebaͤu zwar alles T ſchafft⸗ b e 23 Den SSeies Werten und Wolezaten undire ſchafft, Und es in ordnung ſetzet; Drauf aber von dem⸗ ſelben geht, Nicht mehr zu⸗ ſiehet, obs noch ſteht, Und wie man es gebrauchet. 4. Viel anders biſt du, GOtt! geſinnt Bey men⸗ ſchen und bey thieren: Wo eine kreatur ſich findt, Iſt deine ſorg zu ſpuͤren. Zu⸗ foͤrderſt ſind die fromme leut Verſichert, daß du al⸗ kezeit In gnaden an ſie denkeſt. 5. Du haſt uns bracht aus mutter⸗-leib, Den odem eingegoſſen. Daß man beyſtaͤrk und kraͤften bleib, Koͤmt von dir hergefloſſen. HErr laller augen warten auf, Du laͤßt, ob ſchon ſehr groß der hauf, Sie ſpeiſe von dir ſamlen. 6. Den feld⸗ und wal⸗ des⸗vogelein, Die keine ſcheuren haben, Schafft deine vorſorg alles ein; Du ſaͤttigſt auch die raben. Kein ſperling auf die erde faͤllt; Was lebt und ſhwe⸗ bet in der welt, Von dir al⸗ lein ſich nehret. Am meiſten aber ſchen anzunehmen: Waß uerſchaffen haſt, muß ſic Zu ihrem nutz bequemen. Du fuͤhrſt die deinen wun. derbar, Daß deine ehr ſich immerdar Und uͤberal ausbreite. 8. Dieweil du die ge⸗ danken weißt; So gilt vor dir kein dichten: Wam falſchheit iſt in jemands geiſt, So kanſt du in wol richten. Du ſtuufſt 4 und lohneſt jedermanz; Was er gelaſſen und g l than, Wird einſt von di vergolten. b 97. Durch dein wortz ae ſt du kraft und gnad n Daß man kan uͤberwinden, it Wenn boͤſe luſt zur miſt ht that Uns reizet und zu ſuin dad den. Ein frommes ſerz inwendig merkt, Daß s von oben wird geſtalkt, de Wenn du dem boͤſen weh⸗ mm reſt. 5 10. Durch ſitten, durch de geſetz und recht Lehrſt du i uns deinen willen, Wie A von geſchlecht man zu ge i ſchlecht Denſelben muß K erfüllen. Du noͤhtiget m 7. meit pflegſt du dich Der men⸗ 1 -uns fort und fort Durch draͤuung von der Vorſ orge, Erhaltung u. Regier ung Gortes. 295— draͤnung und durch gute wort, Wir ſollen zu dir kommen. 11. Und we Und wenns zulezt noͤhtig thut, Strafft nen: D terlich mich nehrſt Und ne⸗ ben mir die meinen, Mir eine gute ſtund beſchehrſt/ Mir deine gnad laͤßt ſchei⸗ d hwol erkenn, Recht brauche, ie du gedraͤuet: Doch fſt du wieder weg die Wenn man die ſuͤnd Da giebſt du denn durch deine guͤt und williges gemuͤh lauf hie zu vollenden. 5 aut hit zu e weiß, Sonſt rach * 8 12. Nun GOtt mein vater! ſteh mir bey/ Daß ich dis alles glaͤube: A deiner vorſorg, lieb und treu Mit ſtillem herzen bleibe: Ob ſichs oft wun⸗ derlich anlaͤßt; Daß ich dir doch vertraue feſt, Und al⸗ les dir heimſtelle. „Was du wilt haben, geſchicht, Und nie jiſ mand kan es wehren: Ver⸗ ſtatteſt du es aber nicht; So muß ſichs anders keh⸗ ren. Dein wille iſts, der alles fuͤgt: Drum hilf, daß ich, was mir anliegt, Auf dich, o HErr! ſtets f Gib, wenn du vaͤ⸗ und allein dich nnn Den geber alles guten. 15. Hilf, daß ich mich aß ichs in demuht alsdenn befleiß Zu thun, was dir aug, das alles beliebet: Dein ſieht und ean mir uͤbet. Gib, daß ich ſolch ericht erw 24 ey mir uͤberleg, Und nie mals ſicher werde. *16. Wenn mir auch widerwaͤrtigkeit Wil ſorg und ſchwermuht machen: So hilf, daß ich dir jeder⸗ zeit Befehle alle ſachen: uUnd gar nicht zweifle, daß mirs noch, Wie ſchwer auch iſt des kreuzes joch, Zum beſten dienen muſſe. 17. Denn du wilt mich auf ſolche maaß Nur ſtar⸗ ker zu dir ziehen, Da le, ich forthin von ſuͤnden laß, Sie lern mit ſorg ſchwachheit alle d0 Be⸗ kenne, und mit ſeufzen X4 klag, falt fliehen: Dir meine ufzen 2 4 ¹Von GOttes Werken und Wolthaten, und ſoa ſſ klag, Und dich um beyſtand bitte. 18. Die rechte zeit weißt du auch wol, Wenn mir — gluck ſoll Mir werden ab⸗ genommen: Gewiß muß all s, naͤchſt deiner ehr, Des glaubens end mir mehr und mehr, Die ſeligkeit, befoͤrderx. b 102. Zu ſchanden mach, o großer GOtt! Die dei⸗ ne ehr dir rauben. Hilf JIEſu! hilf in aller noht, Und ſtaͤrke meinen glauben! O heilger geiſt! erleuchte mich, Daß muiß durch dich berwinden. 4(¶Puf! auf mein 69. P auf men muͤhte! Und preiſe GOttes guͤte, Die je und ewig waͤhrt: Die alles hat zu geben, Was man im gan⸗ en leben Zum ſegen wuͤn⸗ chet und begehrt. 2. GOtt hat ſie laſſen walten, Und mich dadurch erhalten Vom mutter leibe 4 die huͤlf wird kommen, Und wie mein kreuz und un⸗ z ich all arger⸗ Getroſt mag Mel. Nun ruhen alle waͤlder. an: Ich ſpure ſie nach taͤglich, Daß alſo mir un⸗ ſaͤglich Viel gutes wird. durch ſie gethan. 3. GOtt macht ſie alle morgen Durch vaͤterlic verſorgen An leib und ſece neu. Er laͤſſet ſie desgler⸗ chen Bey nacht nicht 9 mir weichen, Daß ſie mr ſchild und ſonne ſey. 4. Sie foͤrdert meine werke, Daß ich mit freuden merke, Wie GOtt mir freundlich iſt. Kein kum⸗ mer darf mich ſtechen, Noch mein vergnugen brechen, in Weil ſie mich in die arme ſchließt. 5. Wenn durch betruͤbte tage Manch kreuz und a manche plage Mir an die ih ſeele trit; So iſt ſie auh m zugegen, Und bringet toſt lugh ſegen Aus meines ung un ge GOttes liebe mit. 6. Ja, wenn die uoht ſa am groͤſten; So folgt/ das man am beſten Die gute GOttes ſpuͤhrt. Zulet muß doch erſcheinen, Das GOttes hand 53 Zwar wunderlich, dochſe 1 2. drum lig fuͤhrt. Zulezt die ſeinen man haten nſ 1 de Lehm undg 35 16 ami 4 mich ind ent inhs ranch ke Nage R M. So ſſt ſti 1 Und bre en 24 liebe mit. von der Vorſorge, Erhaltungu. Negterung Gottes. 297] 7. Drum preiſe mein gemuhte! Die wunderbare gute, Die dir von GOtt eſchicht. Im leben undim Se Laͤßt ſie dich nicht emnede Denn GOtt verlätt die ſeinen nicht. —— V Mel. Wer nur den lieben GOtt. 270. G was wil ich ſorgen? Er iſt ja vater, ich ſein kind. Er ſorgt fuͤr a er ſorgt fur a morgen; Weil allenthal⸗ OTT ſorgt fuͤr mich, ben ſpuren ſind, Wie GOtt die ſeinen vaͤterlich Ver⸗ ſorgt und ſchuͤtzt. GOtt ſorgt fuͤr mich. 2. GOtt ſorgt fuͤr mich, ich wil ihm trauen: Ich weiß, was mir allhie ge⸗ bricht, Koͤmt leicht von ſei⸗ nen himmels⸗auen, Wenn er ein einzig woͤrtlein "ſpricht. n und ewiglich Gar wol ver⸗ ſorgt. GOtt ſorst fur mich. Drum bin ich jezt 3. GOtt fuͤr mich — ſor an leib und eise ele, Sein n manna iſt die ſeelen⸗ſpeis Den leib ſpei er mit korn rem arbeits⸗ſchweis: Wol dem, der ihm nur feſtiglich Vertraut, und glaͤubt: GOtt ſorgt fuͤr mich. 4. G ſorgt fuͤr 1 beh theuren ram. Au der groͤſten h hungers⸗ noht Verſchafft der Nrr den raerdh leuten, Zum unterhalt ihr taͤglich V Iſts gleich nicht viel, do Iiaube ich, Er giebt genug und ſorgt fuͤr mich. 5. GOtt ſorgt fuͤr mich und fuͤr die meinen, Dieuuuuu mein an blut und glauben ſeyn. Er laͤßt uns ſeinen troſt erſcheinen, liad traͤn⸗ ket uns mit freuden⸗wein. Geht es den meinen kum⸗ merlich, Und mir auch ſelbſt? GOtt ſorgt fuͤru mich 6. GoOtt ſor t fuͤr mich in meinem leiden: Dasuu kreuz, das er mir auferlegtt. Verwechſelt ſich gar bald ililuu freuden. Und wenn GOtt gleich die ſeinen ſchlaͤgt; vaͤterlich Zu unſerm wol, und ſorgt fuͤr mich. 4 So er doch nur 7. GOtt ſorgt fuͤr mich b und oͤle, Doch nur bey ſau⸗ in meinem alter: Da hebt T 5 und meine nohtdurft giebt Aus ſeinem vorraht mildiglich. Furmch. 8. GOtt ſorgt fuͤr mich auch in dem ſterben; Der Er macht mich da zum him⸗ mels erben, Und ſtellet mich, als Chriſti ſchaaf, Das ihm hier folgt, dort ſe⸗ liglich Zur rechten hand: GOtt ſorgt fur mic. 9. GOtt ſorgt fuͤr mich im kuͤhlen grabe, Dem lei⸗ be goͤnnt er da die ruh: Und wenn ich ausgeſchla⸗ en habe, So fuͤhrt er mich dem himmel zu, Wo ſeel und leib auf ewig ſich Ver⸗ L gen: GOtt ſorgt fuͤr Melodey 22. „(Aab acht auf 271.§ mich in aller Wenn ſie den rachen ſchon mein erhalter, Der mir all g Wol alſo mir: GOtt ſorgt tod iſt mir ein ſuͤßer ſchlaf. H gluͤcks⸗rad dreht und wen⸗ deinen treuen vater⸗han⸗ den. Bleib du mir ſtetsin den gedanken, Laß michvon deinem wort nicht wanken. Wenn ſuͤnden in mir regn ſich, Mein vater! ſo hah acht auf mich. 1 3. Hab acht auf mich wenns gluͤcklich gehe⸗ Wenn mir die freuden ſor ne ſcheinet. Gib, wenn mein herz in wonne ſteſt⸗ Daß es picht 4* 13 ſchmerzlich weinet. Lt mich dem gluͤcke ſa nicht trauen, Vielmehr auf der ine guͤte ſchauen. b V Das det ſich, Mein vater! deun hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich und ſteh mir bey, Wen 1 3 auffperren, Wenn ſie mich! entgegen; Daß ich i 4 mir das ungluͤck „ Co h als dena treuen w Bleib dum anken, Lf wort rit ſundenim Nein vanne fwich. dab acht a — gluͤcklt wir dieſme inet. Gi erz in ven z nicht b lich wei em glütt bitt id chen mag von deinen we⸗ gen, Die du zu wandeln an anbefohlen. Und brennen auch des kreuzes kohlen, wenn ich geſund, Und wenn hab acht auf mich. —— zu verzaget ſey, Noch wei⸗ Sitz ich, und weine 8 lich, Mein vater! ſo hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, ich ohne leid und ſchmerzen, Wenn keine klag in mei⸗ nem mund, Kein trauren in dem bangen herzen: Da⸗ mit ich bey geſundem leibe, Dir dankbar und gehorſam bleibe; Dein nicht vergeſſe freventlich, Mein vater! ſo 6. Hab acht auf mich, auch wenn ich krank, Und meine kraͤfte mir verſchwin⸗ den; Daß ich annehm den bittern trank, Als eine ar⸗ zeney der ſuͤnden; Daß ich nicht ungeduldig werde Und denke, daß ich ſtauf und erde. Ja wenn die ſchmerzen mehren ſich, 4 Mem vater! ſo hab acht auf mic. 7. Hab endlich, vater! acht auf mich, Wenn ich A 1— 1 auf mich! Sopreiſ ich dich dort ewiglich. Nel. Von GOtt wil ich nicht ꝛc. uu (oOtt! der an 272. G allen enden Viel große wunder thut, In deſſen treuen haͤnden Mein ganzes leben ruht, Der meiner monden zahlu Und meine lebens⸗tage Mitu ihrem gluͤck und plage Ver⸗uu ordnet allꝛumal: 2. Da ich noch tief ver⸗uu 3 der welt muß abſchied ge⸗ borgen Im mutter leibe 300 Von GOttes Werken und Wolthaten und zwar ſand lag; Da wachte ſchon dein ſorgen Fuͤr mich: und wie vermag Mein menſchlicher zubreiten, Mit der du zu bereiten lns pflegſt durch deine hand. lieben, Noch e as ſind; Und haſt ſchon auf⸗ geſchrieben, Was ſich von Plagen findt. Dein herz, das liebens⸗ voll, Denrt ſchon, wie du wilt lindern Die buͤrde deinen kindern, Die ſie erſt treffen ſoll. 4. Laͤßt du mich angſt empfinden; Wolan ſo troſß ich mich, Daß du weißt uns an zu ja auf dich, Mein GOtt! geworfen bin; Drum werf h, was zu tragen Mir Noch taͤglich auf dich hin. ben Mir dieſe zuverſicht Wenn ich bekuͤmmert war; So ſeußzt ich, und war ſtille f. Bis mich dein gu⸗ ter wille Entriß aus der verſtand Die weisheit aus⸗ Her dir, Du retter aus gefahr! wir etwas raht zu finden: Und daß ich 1 ſchwer deucht, ohne zagen 5. Es hat in meinem le⸗ Stets neue kraft gegeben, Unnd fehlt noch jetzo nicht. gefahr. muſt du ſchauen, +— 6. Dein name ſey gepre ſen, Der jederzeit an mi Sich herrlich hat erwieſen. Herz, zung und mund ſol —— — —— —= Mein ſchuldig opfer bri⸗ gen, Von deiner guͤte ſinge Jetzund und immerdar. 7. Du haſt mir wol ge⸗ rahten, Und lauter gutsze⸗ than. Daß deine lebes thaten Ich nicht gnug rih⸗ men kan. Hilf, daß ich ewig dort, Verklaͤrt und anz vollkommen, Dir dan e mit den frommen I deinem freuden⸗ort. —— ——— ——— — —ꝙ — — —. —— — ergehn. K rüch het dulddig 1 aß dem. u haſtm Undlaun 4 ——;—— rzlich hut mit Peit Drem in herz nm 8 lken, l V bt 60 2 deinet g erleſen, Vollfuͤhrſt du, ſtar⸗ ker heid! Und bringſt zum ſtand und weſen, Was dei⸗ nem raht gef naenkindern Erſprieslich iſt, So wird doch ohne zweifel Gott nicht zuruͤcke gehn: Was er ihm vorgenom⸗ men, Und was er haben wil, Das Muu doc a lich kommen 1 zweck und ziel. Mander Vorſorge,ErhaltunguRegierung GOttes. 301 g — ein werk ſol beſtehn, Mit Laͤßt GOtt ihm gar nichts ehmen; Es wil erbeten ſeyn. 2 3. Dein ewge treu und nade, O vater! weiß und gieht Was gut ſey⸗ oder ſchade Dem ſterblichen ge⸗ blut. Und was du denn Und mit ſelbſt⸗eigner pein n aͤllt. b 4 An mitteln und an wegen Fehlt dir es, hoͤch⸗ ſter! nicht. Dein thun iſt lauter ſegen, Dein gang iſt lauter licht. Dein werk kan niemand hindern, Dein arbeit kan nicht ruhn, Wenn du, was dei⸗ wilt tuun. 6. Und ob gleich alle teu⸗ fel Hier wolten widerſtehn; end⸗ ſorgen und mit gramen, H doch nicht regente, Der wunderbarem raht Das 6. Hoff, o du arme ſeele! uun off und ſey unverzagt: GOtt wird dich aus der hoͤle, Da dich der kummer plagt, Mit großen gnaden ruͤcken; Erwarte nur der zeit; So wirſt du ſchonu erblicken Die ſonn deeru ſchoͤnſten fruau. 7. Auf, auf! gib deinem ſchmerze Und ſorgen gute nacht. Laß fahren, was das herze Betrubt und traurig macht: Biſt du alles fuͤhren ſoll; GOtt uuuu ſitzt im regimente, Und fuͤhret alles wol. 8. Laß ihn nur thun und walten, Er iſt ein wei ſer furſ Und wird ſich ſo verhalten, Daß du dich wundern wirſt; Wenn er wie ihm gebuͤhret, Mit werk hinausgefuͤhret, dus dich bekuͤmmert ht. o. Er wird zwar eine weile Mit ſeinem troſt ver⸗ ziehn, Und thun an ſeinem theile, Als haͤtt in ſeinem ſinn Er deiner ſich bege⸗ ben, Als ſoltſt du fur und uu Zu ſeinem und noͤhten ſchwe⸗ 302 Von GOttes Werken und W olthaten, undzwa ſchweben, Als fragt er nicht nach dir. 10. Wirds aber ſich be⸗ finden, Daß du ihm treu verbleibſt; So wird er dich entbinden, Da dus am mindſten glaͤubſt: Er wird dein herze loͤſen Von der ſo ſchweren laſt, Die du zu keinem boͤſen Bisher getragen haſt. 11. Wol dir, du kind der treue! Du haſt und traͤgſt davon Mit ruhm undt geſchreye Den ſieg, die eh⸗ ren⸗kron: GOtt giebt dir ſelbſt die valmen In deine rechte hand; Und du ſingſt reuden⸗pſalmen Dem, der ein leid gewandt. 12. Mach end, o HErr! mach ende Von aller un⸗ ſrer noht: Staͤrk unſer herz und haͤnde, Und laß, bis in den tod, Uns allzeit deiner pflege Und treu em⸗ b 27 4 ſo verb m und dank⸗ Mein GOtt und vater z. C ewiß zum raht ſo wunderbar Wan helfen alle meine ſorin Du haſt geſorget, eh ich.. war. Mein GOtt und vater! fuͤhre mich Nur ſe lig, ob gleich wunderlich. 2. Man kan dich nicht von vorne ſehen, Wir bli⸗ ken dir nur hinten nach. Was du beſtimmt, das muß geſchehen Bey unſerm gluͤck und ungemach. Mein GOtt und vater ꝛ. 3. HErr! wer kan der nen raht ergruͤnden? Dit bleibt allein der weishet preis: Du kanſt viel taw ſend wege finden, Wo die vernunft nicht einen weiß. — eee— 4. Dein allerheiigſte gedanken Sind himmel⸗ weit vom menſchen⸗wahn; Drum leite mich in deinen ſchranken, Und fuͤhre mih fauf rechter bahn! Min GOtt und vater ec. . Dir wil ich michganz uͤberlaſſen, Mit allem/ vas ich hab und bin. Ichwer e, was ich nicht kan faſſen Auf deine macht und wei heit hin. Mein GOttund 6. Hiß b 5 es peerrtce vater ꝛc. er VerſergeErhalkungü. Neglerung GOttes. 303 6 und was er heißt, So mußuuu es auch geſchehen, Was eruu d. von dir bey ſich beſchleußt,uun Das muß alſo ergehen. Um⸗ 1 brget Rein Ge ürem w le me 1 Du kanſt e finden, vicht ein Ott undi ein' allett Sind ſt rmenſchen ite michi er bahn! dvatery rwilichm „Mitala dbin.. nichtn macht ut Meubi 1 von dir kehre In gluck und Aungluͤck, freud und o. Hilf, daß ich nmmer leid. Schick alles, HErr! zu dei⸗ ner ehre Und meiner ſee⸗ len ſeligkeit. Mein GOtt und vater! fuͤhre mich Nur i ſelig, ob gleich wunderlich. Mel. Hilf mir mein GOtt hilf. 275. Cpein liebes 5. 39h herz, was zageſt du, Und krankeſt dei⸗ à ne ſinnen? Du wirſt, ſorgſt du gleich immer zu, Doch nichts dadurch gewinnen. Gehts nicht ſo her, Wie dein begehr; Was wilt du dich drum graͤmen? GOtt lebet noch, Den bitte doch, Er wird es auf ſich nehmen. 2. Dort oben herrſcht der HErr der welt, Der alles wol regieret, Der al⸗ les ſchuͤtzet, traͤgt, erhaͤlt, Und wol und weislich fuͤh⸗ ret. Er ſchuͤtzt und wacht Mit vorbedacht Fur aller h meuſchen ſachen. GOtt herrſchet noch, Das glaͤube doch, Und laß ihn alles machen. 3. Wie, wenn, und wo, ſonſt jſt gunſt, Naht, witz und kunſ, Läßt GOtt es thaten. 4. D gefallen, Und mit gewiſ⸗ deinem leben. s. Dem hat er großes gut beſchehrt; Der kan ſich der witz; der iſt gelehrt; Der niedrig, der in ehren. So iſts beße So r die welt Durch ordnun f. 6. Doch dein GOtt wil terlaſſen haben; Er fordert nicht gerahten. Ach! glaͤu⸗ b be doch, GOtt füuͤhrt dich noch In allen deinen 4. Die gaben ſeiner guͦͤ tigkeit Vertheilt er nach ſem unterſcheid: Er ſchenkt nicht alles allen, Dort giebt er viel: Hier ſetzt er ziel Und maaß in ſeinem geben. Drum glaͤube doch, GOtt ſchenket noch Die nohtdurftu kaumernehren: Dem fehlt lit, So wirduu feſt erhalten. GOtt ſelbſt haͤlt haus; O! ſchlies dar⸗ aus: Du mußt ihn laſſen die arbeit auch Nicht u⸗ auch den rechten brauch Der anvertrauten gaben: Drum deine gab Ja nicht vergrab: All deine kraft anwende, Und glaͤube do GOTT nehrt dich noch Durch arbeit deiner haͤnde. 7. Wornach ein jeder ſtrebt und ringt, Und dem er nachgegangin„Sieht man, daß es ihm oft ge⸗ lingt Mit GOtt es zu er⸗ langen: Auf ſauren ſchweis Und ſteten fleiß Laͤßt GOtt edeyen kommen. GOtt egnet doch, Das glaͤub ich noch, Er hilft ja allen rommen. 68. Es koͤmt allein von GOttes kraft, Was mich gllhier erfreuet. GOtt iſt der, was mir nutzen ſchafft, Aus bloßer huld verleihet. Weg blind geſchiſ Weg 6 ſalſches gluͤck! Ihr koͤnnet hier nichts machen. GOtt goͤnnt mirs doch, Das glaͤub ich noch, Stell ihm heim meine ſachen. 9. Auf deine vorſicht, GSott! ich ſchau, Und laſ⸗ ſe dich nur rahten, Auf dei⸗ ne guͤt ich feſte trau In 1 hoff und bet, Und fort tret' In meines am tes ſchranken; GOtt ſor.l. 2* get doch, Das glaub ich noch, Und trau ihm ohn wanken. 10. Ich ſey in armußt oder reich, Stehunten oder oben: Mir gilt es, vater alles gleich, Ich wil dich 3304 Von GOttes Werken und Wolthaten, und ſwa ſ dennoch loben. Ich nehm es an, So gern ich 9 Was deine vorſicht ſchie ket: Sie ſchickt es doc, Das glaͤub' ich noch, Wir mir es nutzt und glucket. II. Gehts gleich den frommen oftmals ſchlecht Und wol den ſchlimſten len ten; Gilt unrecht ſchon t mehr als recht: Laß mch es chriſtlich deuten. Duß ordneſt ſchon Den gnaden⸗ lohn, Mich einſt dannt zu zieren. GOtt liebt mic doch, Das glaub noch, Und werd es kuftg ſpuren. 1 12. Nun, i und mich darneben: It laſſe angſt und ſorgen allen meinen thaten. Ich ruhn, Dir ſey es hem V geben. Ich bleibe ſtull gek Ich m chbefehlmein ganzes thun Dir, HEr ri thatene traute — — — — — —— 5 h, Stehu Nir gite eich, Jt So gen ane dot de ſchiht dub ich wn Gehts g en oftmal (denſchine ilt unrecte srecht: lich deun — — — — — x△½ — — —= — — Das gl nd waddt run,ichet hun Du h darnit naſt, un dr e Jc M ber, uo. ſchande fallen. e rhatrungi Regierung GOttes. 305 Nur wie es wil Mag kuͤnf⸗ 3 nen 5 een⸗ an. tig alles gehen: GOtt hilft nin nar doch, Das glaͤub ich d noch, Sein wille muß ge⸗ ſchehen. Mel. O GOtt du frommer xc. NI24 ech GOTT 1 276. M verlaß mich nicht; Gib mir die gnaden⸗ haͤnde. fut dein kind, Daß ich den lauf vollende Zu meiner ſelig⸗ keit: Sey du mein lebens⸗ ß licht, Mein ſtab, mein hort, mein ſchutz. Ach GOtt! verlaß mich nicht. 2. Ach GOtt! verlaß mich nicht; Regiere dumein wallen. Ach! laß mich nimmermehr In ſuͤnd und fallen. Gib mir den guten geiſt, Gib glau⸗ bens⸗zuverſicht. Sey mei⸗ ne ſtaͤrk und kraft: Ach GOtt! verlaß mich nicht. 3. Ach GOtt! verlaß mich nicht; Ich ruf aus erzen⸗grunde: Ach hoͤch⸗ er! ſtaͤrke mich In jeder boͤſen ſtunde. Wennmich verſuchung plagt, Und mei⸗ ne ſeel anſicht: So weiche Ach fuͤhre mich, cfaſſen, Was zu thun und nicht vonmir: Ach GOtt! verlaß mich nicht. 4. Ach GOtt! verlaß mich nicht; Ach! laß dich doch bewegen. Ach va⸗ ter! kroͤne doch Mit rei⸗ chem himmels ſegen Die werke meines amts, Die werke meiner pflicht, Zu thun, was dir gefallt: Ach GOtt! verlaß mich nicht. 5. Ach GOtt! verlaß mich nicht; Ich bleibe die ergehen. Hilf mir, vo⸗ er GOtt! Recht glaͤuben, chriſtlich leben Und ſelig ſcheiden ab, Zu ſehn dein angeſicht. Hilf mir inuuu noht und tod: Ach GOtt! verlaß mich nich. Mel. JEſu deine heilge wunden. 1 „&Cater! welchem 2/ 7.— nichts verbor⸗ gen, Was ich denke, redund thu; Deſſen liebe meine ſorgen Mich, zu meiner ſee⸗ len⸗ruh, Auf dich ſelber werfen heißt, Wenn mein blind und ſchwacher geiſt Keinen raht und ſchluß kan was zu laſſen. b 2. Wie ich meinen gang U ſol 306 Von GOttes Werken und Wolthaten, und EIII ſoll richten, Steht ja nicht 3 meiner macht: Auch in dem iſt unſer dichten, Was man reiflich wo Dennoch eitel immerdar/ Mislich, finſter, voll ge⸗ fahr: Und wankt in den ſchweren her, wie meeres⸗wellen. 3. Drum entdeck mir dei⸗ nen willen Hier in dieſer iinſterniß: HErr! ich wi ihn gern erfullen, Mache nuvmein herz gewiß, Was dein eigner rahtſchluß iſt, DOder menſchen wil erkieſt. Laß mich dich recht deut⸗ lich ſp HErr! 4. Du, mein G dem ich lebe, P herz, und weißt, ſolt mich fuͤhren. ſtrebe; ſieht au mmicch eignen witz nur treffen. l bedacht, h faͤllen Hin und lſich lenkt; Folg ich willg ſt. Weißt du herrlich autze uͤren, Du allein, zOtt! in ruͤfſt mein z ißt, daß ich Nicht nach eitlen dingen Err! mein auge ſieht auf dich. Zeige mir, mein vater! nur Deines willens rechte ſpur: Laß nicht aͤf⸗ fen, Sondern deinen ſinn 5. Forſch und laͤutre die gedanken, Die du auf ſo dunkler bahn Siehſt voll ungewißheit wanken: Zei⸗ ge mir nur deutlich an Dei un nes willens weiſen raht, u Der noch nichts verdorben at. Wohin dieſer mich wil lenken, Irrt mich wer⸗ ter kein bedenken. 6. Kan ich bey den ſchwa⸗ chen werken, Und bey al lem, was mich kraͤnkt, Der nen hohen wink nur mer⸗ ken, Und wohin dein raßt 1 und mit luſt, Weil mir mehr als wol bewuſt, Kin man dich nur laͤßt regieren, fuͤhren. b 7. Darum ſchließ mu, HErr! mich ſchwachen Ganz in dein regieren ein Und nim ſelber meine ſt chen, Die fuͤr mich zu wich tig ſeyn Auszumachen, voͤllig hin; Denn inein zweifelhafter ſinn Kanſic niemals recht entſchluſen: dir HErr! leg ich ſieua ußen. 8. Ich wil ſtilee ſen und ſchweigen, Bis 3 3 hoͤchſter! deine hand Wihf die rechten wege zeigen Auf dich ſeh ich unvert wandt, Und erwar — tesm euf 1— 6— lns n u verzagt. ce zugeſagt 1 18 wachet. 6 4. Noch giebſt du des verf iandes licht, Das mir a ein thuele urthen von der Vor orge, Erhaltung u.) Regierung Dttes. 2 5 aſt du mir doch „Daß du mich zu 1 Hallen zeiten Wilt mit dei⸗ nen augen leiten. n e wegen unerkanter rSolchat der gottlichen Vorſehung. h ch we 6, mein ſan 12 GOtt! daß deine huld Mir manchen fehler, manche ſchuld Bis⸗ here 0 nachgeſe chen; Und daß 5 nie nach ſtreugem recht Mit mir pflegſt umzuge⸗ g gehen. 2. Du biſt der meiſter meiner zeit: Du hatre ſt ja von ewigte eit Mein weſen (den beſchloſſen; Drum, was ich bin„ das iſt von 4 nd deiner huld ent⸗ proſſen. 3. Von dir empſieng ich den verſtand, Als deiner liebe unterpfand, Das mich zum menſchen machet. Dein iſt der ſchutz, der mich er⸗ aͤlt, Und für mein wol⸗ — 4 Ei beiſſendes gewiſſen: Dis nagt mich gleich, ſo oft ein fall Von dir mich abgeriſſen. 5. Und, daß ich ja recht e ich waͤr, So nahmſt u mich von eltern her, ſu Die ſelber chriſten waren, Durch deren auferziehung ich„HErr! deine weg er⸗ fahren.” 6. Wer bat dich doch um dieſe huld? J Verdience ſtraf und plage: Doch warſt du guͤtig und getreu Vom anfang mei⸗uuu ner tage. 7. Geſetztlich waͤre blindu und taub, Ich waͤr ein ein⸗u getheilter raub Von krank⸗ heit und gebrechen; So ſchluß Dennoch nicht wi⸗ der prechen. noch iſt mein traͤger geiſt So langſam, dich zu loben: Wie nten hat mein ſtei⸗ nern herz Noch deine huld erhoben. b il ſpricht 9. Wie ſtraͤflich iſt der lundand hier! Wi ſchw 4 2 ch war, W ſo bald ich war, voll ſchuld⸗ koͤnt ich dieſem deinem 8. Jezt fehlt mir nichts, was guͤtes heißt; Und den⸗ 308 Von GOttes Werkenund Wolthaten, und zmar verjindgr an dir, Der ieſes nicht erkennet, Der raht Groß, herrlich, gnaͤ⸗ nicht in demuht deinen dig nennet. 10. Wie billig iſt es/ daß ein kind Den treuen vater lieb gewinnt, Der es be⸗ chuͤtzt und pfleget; Und er mit ſeiner ſchwachheit ſelbſt So viel erbarmung traͤget. b 11. O vater! lenke mei⸗ nen ſinn, Das lob, das ich dir ſchulbig bin, Mit freu⸗ den abzutragen. Ich weiß du wirſt mir deine kraft Hiezu ja nicht verſagen. HErr! dort in der vollkommenheit Wil ich, fuͤr ſolche guͤtigkeit, Dir rechten dant entrichten. Da kan das fleiſch den vorſatz nicht, Wie jezt allhier, ver⸗ nichten. 13. Nim mich nur ſelbſt zum opfer an, Weil ich nichts beſſers geben kan, Ach lhne mich ach d mir 8 bſt, Dich ſattſam zu erheben. 4 8. Als was du mir gegeben. he mich, ach hilf Um goͤttlichen Beyſtand und Segen zu unſern Beruſs⸗ ſ Werken.& 1 Mel. Vor deinen throntretc. n GOtt! deſſen h 279. G an 8 te welt ernehrt, Und jeder man ſein theil beſchehrt: mn Regiere mich doch tag für i tag, Daß ich mich tagich ſ nehren mag. 2. Du ſorgſt füͤr mic) n doch ſo, daß ich Auchſor. gen ſol, zu thun, was mih re Dein offenbarter wile i heißt; Darzu verleih mr ie deinen geiſt. 3. Hilf, daß ich in da hſ boͤſen welt So lebe, wie gh dir gefallt, Laß meine aſt ii ſorge ſeyn, Wie ich geh in m den himmel ein.ä 4. Iſt meiner armen ſer⸗ ¹ le wol; So lehre mich an, n wie ich ſoll Dem leibettunu wie ihm gebuͤhrt, Dantet keinen mangel ſpuͤhrt. 3 5. Und weil du froͤmmg keit ſo liebſt, Daß du den frommen guͤter giebſt; Soſ gib, daß ich in heilger ſchalt Recht from und recht geſe gnet ſey. 6. Dhh aten,m an der Vorſorge, Erhaltung u. Regierung Gottes. 309 chen Defſe— H zumſen 6. Dich ruf ich an, ver⸗ Warn. laß mich nicht; Du weitzt eden g⸗-ja wol, was mir gebricht: 8 dr Doch ſchreib ich, vater! dir 1 nicht füur: Was du mir zehrt, geben wilt/ ib mir. N thel a„4. Mit beten geh ih an nic de mein werk, Gih du dem ch unt leibe kraft und ſtaͤrk. Ich na ui ſtreck die hand mit kedin g. aus, Kom du mit ſegen in u ſorſtn mein haus. daßch 8. Verſüuße mir den ſau⸗ zuthun ren ſchweiß; Und hilf, daß offenbet ich mit allem fleiß Das thu, Darzu di was meines amtes iſt; Ich geiſt. weiß, daß du mein helfer llf, daß c biſt.. et Soth 9. Ich trau auf dich vom ut, Lazm herzen grund, Du werdeſt —n, Wu mir zu deiner ſtund Auf melun. meine arbeit und bemuͤhn man Den nahrungs ſegen nicht tmemem, entziehn. b Lettrn 10. Du machſt die doͤr⸗ al denn ren berge naß, Du kleideſt gebühtt lilzen, laub und gras, Du nunget ſai ſpeiſeſt alle voͤgelein: Solt dweildut ich denn ohne ſegen ſeyn? tbſt, A I. Ach! daß wir unſer ngiteru lebelang Nurwuͤßten recht ichmba zu deinem danf Mit deinen om undh gabenumzugehn; S owuͤrd . es wol im hauſe ſtehn. 3 12. Nun treuer GOtt! W erhoͤre mich, Mein auge ſiehet nur auf dich, Hilf, daß ich ſorge, wie ich ſoll; Ja ſorge du, ſo geht mirs wol. Mel. Wo GOtt der HErr ꝛ. — Srn GOttes na 280. IMmen fang ich an, Was mir zu thun ge buͤhret. Mit GOtt wird alles wol gethan Und gluͤck⸗ lich ausgefuhret. Was man in GOttes namen thut,u Mit glaubens⸗vollem ſinn und muht, Das muß uns wol gedeyen. 2. GOtt iſt, der das ver⸗ moͤgen ſchafft, Was gutes zu vollbringen: Er giebt uns ſegen, muht und kraft, huntlut Und läßt das werk gelin⸗W gen. Iſt er mit uns unduu ſein gedeyn, So muß der zug geſegnet ſeyn Zum rei⸗ chen uͤberſluſſe. 3. Wer erſt nach GOt⸗ tes reiche tracht/ Und bleibt auf ſeinen wegen; Deru wird von GOtt auch wolz bedacht Mit die er erden 3 3 ſegen. Dem frommen giebti Daß er er frah und ſpat fruͤh pat, Auch von ſeiner arbeit hat/ armen mitzutheilen. 4. GOtt iſt der from⸗ men ſchild und lohn, Er kroͤnet ſie mit gnaden: Der boͤſen welt ihr neid und hohn Kan ihnen gar nicht chaden. GOtt decket ſie mit ſeiner hand, Er ſegnet ihnen ſtadt und land, Und fullet ſie mit freuden. 5 Drum kom, H§KErr JEſu! ſtaͤrke mich, Hilf mir in meinen werken. Laß du mit deiner gnade dich Ben meiner arbeit merken. Gib dein gedeyen ſelbſt darzu, Daß ich in allem, ——— IV. Von der Erloͤſun ſchle urch Adams 21. 8 fall iſt ganz verderbt Menſählich natur und weſen: Daſſelb gift iſt auf uns geerbt, Daß wir nicht kontn geneſen Ohn GOttes troſt, Der uns erloͤſt Von dem ſo gro⸗ en ſchaden, Darein die ſchlang Evam bezwang, 3,0 Ven GOttes Werken und Wolthaten/ und wat was ich thu, Exerbe deinen d ſegen.; to 6. Regiere mich durch“inl deinen geiſt, Den muͤſſig z gang zu meiden; Daß das, un was du mich ſchaffen heißt, uii Geſcheh' mit lauter freu⸗ fff den: Hilf, daß ich dir mit h aller tren Auf dein geboht mer gehorſam ſey, Und meinn f nechſten liebe. et 7. Nun IEſu kom und ha bleib bey mir. Die wer⸗ n ke meiner haͤnde Befehlich liebſter heiland! dir, Hif,ggh daß ich ſie vollende Zu de ſi nes namens herruchten; an Und gib, daß ich zur abend ge zeit Erwuͤnſchten lohn em un pfange. 8 g des menſchlichen G⸗ 6 chts. A. GOtt's zorn auf ſich iu au laden. 2 eel dem de 8 Evam gebracht, Daß ſieſt ſa fabgefallen Von GOttes m wort, das ſie veracht, Da d durch ſie in uns allen Ge bracht den tod; So war i ſes noht, Daß uns GOtt lauch ſolt geben Seinä 312 Von GOttes Werken und Wolthaten, und ziwax i laßt, Der wird den tod nicht ſchauun. 9. Mein n fuͤßen iſt dein heilig wort Ein brennende lucerne, Ein licht, das uns den weg weiſt fort: So die⸗ ſer morgenſterne In uns aufgeht, So bald verſteht Der menſch die hohe gaben, Die GOttes geiſt Den n ge⸗ wiß verheißt, Die hoffnung darauf haben. 282 G un freut euch 2. Doch liebe chriſt'n gemein! Und laſſt uns froͤ⸗ lich ſpringen: Daß wir ge⸗ troſt und all in ein Mit uuſt und liebe ſingen, Was 68Ott an uns gewendet bat, Und ſeine große wun derthat; Gar theur hat ers erworben. 2. Dem teufel ich gefan 1 gen lag/ Im tod war ich ver⸗ loren: Mein ſund mich gualte nacht und tag, Dar⸗ n ich war geboren. Ich ſiel auch immer tiefer drein, Es war nichts guts am le⸗ ben mein, Die ſund hatt mich beſeſſen. 3. Mein gute werke gol⸗ ten nicht, Eswar mit ihnn . 7„ 4. 4 4. 4 . 5 —,— 5 1 — 2 3——— 9— 8* 8 ——————ſſͤſͤͤſſͤſſſſſſſſſſſ“ſ“ſſſ8“—“ö“ſͤͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſſſ11aaaa——— — ſ1— M—2ʒ——̃ᷓ˙˙ 8 ————— — 8 —— —— 4— *————- ————“ ——— haßte GOtts gericht, Er, armin geſtalt, Des teufels verdorben: Der frey will war zum gut erſtorben. Die angſt mich zu verzwei⸗ feln trieb, Daß nichte de M ſterben bey mir blieb; Zur hoͤlle muſt ich ſinken. 4. Da jammert GOttin ewigkeit Mein elenduͤbrde maaſſen: Er dacht an ſein barmherzigkeit, Und woſt mir helfen laſſen: Er wandt zu mir ſein vater⸗herz; Und daß er heilte meinen ſchmer i Ließ ers ſein beſtes koſten. 5. Er ſprach zu ſeinemſie ben ſohn: Die zeit iſt zuer⸗ barmen; Fahr hin meins herzens wehrte kron, Und ſey das heil der armen, Und ſm hüf ihnn aus der ſunden da noht, Erwuͤrg fuͤr ſie dan wi bittern tod, Und laß ſiemi dir leben. b 6. Der ſohn dem vatt gehorſam ward, Er kanzu mir auf erden, Von eint jungfrau rein und zart; E wolt mein bruder werden, Gar heimlich fuͤhrt er ſen gewalt, Er gieng in einer ir reich zu ſtoͤhren. 7. Er ſprach zu mir: dn T üeiam in: Deß ſtwichn ,Da 3 enſaſenich in vatera⸗ ilte meita ſein beſten ſprachzuſi : Diezeti ; Fahr fa wehrte de ſeil der arme n aus da rwürg fir d, Und 1 er ſohn de ward, C erden, Ih rein mͤ n bruder jezt gelingen. Ich geb mich 3 Denn ich bin dein, und du ae biſt mein, Und wo ich bleib/ da ſolt du ſeyn; Uns ſol der ich Und in die wahrheit leiten. Bder Erddſung des menſchichen Geſchlechts. 313 dich an mich, Es ſol dir fuͤr dich, Da ſelber gan ſaber ga dich ringen. wil ich fuͤr tod nicht ſcheiden. 8. Verbieſſen wird man mir mein blut, Darzu mein leben rauben, Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit feſtem glauben. Den tod verſchlingt das leben mein, Mein unſchuld traͤgt die ſuͤnde dein, Da biſt du ſelig worden. 9. Gen hinmen zu dem vater mein Fahr ich aus die⸗ * ſem leben: Da wil ich ſeyn der meiſter dein, Den geiſt wil ich dir geben, Der dich in truͤbſal troͤſten ſoll, Und lehren, mich erkennen wol, 10. Was ich gethan hab und gelehrt, Das ſolt du thun und lehren; Damit das reich GOtts werd ge⸗ mehrt Zu ſeinem lob und ehren. Und huͤt dich fuͤr der menſch'n geſatz, Davon verdirbt der edle ſchatz, Das Mel. Ein feſte burg iſt unſer ꝛc. 283. R fels und ſtarker hort, Darauf ich mich verlaſſe, Iſt dieſes theuer⸗wehrte wort, Das ich im glauben faſſe: JE⸗ ſus GOttes ſohn Iſt getauft, Und er bleibt mein erloͤſer. 2. Ich war zuvor des todes mecht„Da mich der zorn gebunden. Der teu⸗ fel hatt an mir ein recht, voll ſuͤnden⸗wunnuu Des geſetzes buch Ich war den. 2 Des gerichtes fluch, Und der hoͤllen tod Verdamten mich zur noht. Wo war, der mich erloͤſte? 1 . 35 Kein bruder, welcher ſelbſt lbſt ein knecht, Kan mir die hoffnung geben, Und das geſetz durchs fleiſch geſchwaͤcht“, Hilft mir auch nicht zum leben. GOtt mein HERR allein Kan mein helfer ſeyn, Der die ſchuld vergiebt. Er ha die welt geliebt, Die claven zu erloͤſen. laß ich dir zulezte. .. U 5 4. Das Sein feſter ul us GSk mein ſchild und lohn, Er hat mich erkauft, Ich bin auf ih 6314 Von GOttes Werken und Wolthaten/ und zwa. 4. Das iſt gewiß und thener wehrt; Mein JE⸗ ſus iſt gekommen, Die große laſt, die mich be⸗ ſchwert, Hat er auf ſich penomen. Der gerechte necht Machet uns gerecht: Fuͤr die ſchuld der welt Gab er das loͤſe⸗geld, Durch blut uns zu erloͤſen. 5. Denn weil er unſer buͤrge war, So trug er unſre ketten. Er ſtellte ſich zur knechtſchaft dar, Die knechte zu erretten. Unſer Goel’ ſtarb, GOtt der HErr erwarb Uns durch meinen muht. Ein Gott⸗ menſch hat erloͤſet. * erloͤſer. . Daher iſt fuͤr die gan⸗ ze welt Die zahlung auch vollkommen. Der in dem iege ſtarke held Iſt aus der angſt genommen: Und ſein thatde blut Wird mein theures gut, Dieſes macht mich los; Der ſchatz iſt aber groß, Dazu es mich erloͤſet. der alſo mir In IEſu ſieg eignes blut: Das ſtaͤrket niemand ſonſt mein hei⸗ 7. Nun GOtt ſey dank! wil ich dir, Mein HErri it zu ehren leben. Finſire n todes⸗nacht! Teufel! dei ne macht, Hoͤlle! dein ge richt Erſchrecken mich nin cht. Ich bin von euch nicht. erloͤſet. b 8. Ich weiß, daß men erloͤſer lebt, Er lebet mir zum leben. Ihm wil ich, wenn er mich erhebt, Lob preis und ehre geben Senn aus aller noht, Wird er durch den tod, und aus dieſer zeit, Zu ſenr ewigkeit Mich ganz gewß erloͤſen. 284. el kenn vom herzen⸗grund, Auch mit dem mund, Niichtts ſol nich davon wenden, Daß ½— — — — — — ——O — — land iſt, Als JEſus Ghriſ⸗ Der wahre GOtt ohn en⸗ de; Der mir zu gut Min fleiſch und blut Genon. men an: Drum er mit kan Mich armen ſündeſ haſſen. — 2 — y—= —— 2. Gebohrn iſt er en kleines kind, Fuͤr mein gegeben. Als ein erlöſter ſuͤnd In windein eingeit lh n(öa weiß, g Ge grund, M und, R. von wende ſonſt m A JEn hre Gon mir zuge nd dir 3 : Drum ch arma thet u — 1 dr, N— dle Er hat gewacht, matt gemacht, Er ward ge⸗ ſtaupt, ſeligkeit, enn⸗ nler Fſt worden gan ich Wi gaat, Sich Wie du begehrt, von der Erloſung des menſchlichen Geſchlechts. 315- ſet. Die jugend mit muͤh⸗ Sic Sein heilig haͤupt Mit dornen ſcharf gekroͤ⸗ net. 3. Er ward ans kreuzes⸗ holz gehenkt, Mit gall ge⸗ traͤnkt, Und lag in todes⸗ banden. Doch wiederum am dritten tag Nach ſeiner plag, Iſt er vom tod er⸗ ſtanden; Mit herelichee Zur himmels⸗freud Ge⸗ gangen ein Frey aller pein, Geſetzt zu deiner rechten. 4. So ſchaue deinen ſohn doch an, Was er ge⸗ than: Laß mich in ihm gnad finden. Du haſt mich 8 armen nicht veracht, Ganz frey gemacht Von meinen ſchweren ſuͤnden, Durchs ſohnes tod, Den knecht aus noht Haſt du erloͤſt; Wer ſich des troͤſt, Den kanſt du nicht verdammen. 5. Der treue hirt izt koͤmt vor dich, Und traͤget mich Das ſchaaf, auf ſeinem Ft rucken: Das ſchaaf, das mit gefahr, Es war in ſa⸗ tans ſtricken: Das hat er bracht Aus eigner auac u dei ner herd, Zur herde der ge rechten. öäääm 6. Mich, den die welt gand liſtiglich Von dir zu ich Mit ihrer luſt gezogen, Bringt jezt dein ſohn im deinen ſchooß Von ſuͤnden los, Aus lieb hierzu bewo⸗ gen. Ich war ſehr weit Durch eitelkeit In vollem trab Gewichen ab: Jezt bin ich dir nachkommen. 3 4 7. Was ſatanas aus bo⸗ ſem ſinn Geraubet hin, Und von dir weggetrieben; Das bringt dein ſohn zu kehrt Zu denen, die dich lie ben. Er ſtellet dir Jezt wieder fuͤr Dein kind, das dir verlaufen hatte. 8. Alſo hab ich nun mich erduldet. Und ob ich meine ſuͤnd Die hoͤllen pein We ganz verirret war, Gieng doch Die hoffnun b Durch deiner herd Aufs neu be ſich Muhtwilliglich Vo gnad, o GOtt! Durch Chriſti tod, Den er fuͤr u wol bey mir beſind, Das verſchuldet; So hab ich g noch, Durch deinen ſohn Den gnaden⸗thron, Ich werd nicht ſeyn verloren. 9. Die thuͤr zum ſchoͤnen paradies Hat er gewiß Durch ſein blut aufge⸗ ſchloſſen, Das aus den wunden mildiglich Am kreuze ſich Mit ſtroͤmen hat ergoſſen. Ich glaͤube feſt, Daß du nicht laßt, O from⸗ mer GOtt! In angſt und noht, Der dis mit glauben faſſet. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. Tellt de 2α GOttes ſohn 285 8 HErr JEſu Chriſt, Du leben, licht und wahrheit! Du ebenbild des vaters, biſt Sein glanz und ewge klarheit, Doch nicht geſchaffen, nicht ge⸗ macht; Aus GOttes we⸗ ſen vorgebracht, Von ewig⸗ keit gezeuget. lobe dich Aus dankbarem gemuhte, Ich preiſe dich recht inniglich Fuͤr alle dei⸗ ne gute. Ich ruͤhme dich, ich danke dir Fuͤr alle gna⸗ de, die du mir Bis dieſen ſtraf und tod, Ja von der 2. Ich ehre, lieb' und d 3. Voraus iſt dieſe gug kommen Zur fuͤll der zit vom vaters ſchooß, Umd haſt an dich genommen Die wahre menſchliche natur Von einer arm kreatur, Von der jungfran Maria. 4. Du haſt mich armen erden⸗klos, Der ewig war verdorben, Von rettung, troſt und huͤlfe blos, Ge⸗ wonnen und erworhe. Von ſuͤnden⸗fluch, ven ſchweren hoͤllen⸗noht Umd teufels ſtrick erloͤee. 5. Und ſolches nicht mi geld und gut, Und wu ſonſt hoch zu ſchaͤtzen; Vit mehr mit deinem theurem blut, Dem gar uihts gleich zu ſetzen. Du haſß in dieſer gnaden⸗zeit, Ohn mein verdienſt und wit⸗ digkeit, Mir ein erloſng funden. 6. Wie herrlich g und herzlich iſt Doch ſolche gnad' und liebe! Die dich, Zu ſolchem ſchluſſe mmett tag erwieſen. 1 Daß du gerechter Gon W ne de groß, Daß du zu uns— —— o mein HErr JEſu Chriſt 316 Von GOttes Werken und Wolthaten, undmmn — —— — — — —— — —von der Erloͤſung des menſchliche n Geſchlechts. 317 t1 So gern fuͤr die, t Und ſuͤnder e liebe groͤſſer aͤrtlich lie⸗ e ſich gar in n Fur ihre freun⸗ giebet? Doch Chriſti liebe thut vielmehr, Sie liebt uns auch als feinde ſehr, Und laͤßt fuͤr uns das 8. Sie wolte fuͤr uns all⸗ zumal, Die wir verlor waren, Die groͤſte pein, die groͤſte quahl Und ſeelen⸗ angſt erfahren: Sie gieng fuͤr uns in grab und tod, Und hat dadurch mit un⸗ ſerm GOtt Uns voͤllig aus⸗ die ungere ſnd, geſtor i n ſeyn, Als die ſo —— — — — — — — — — — — —— — 2— —— — — — ——ꝛ —— — — — — — — —— 9. Denn, weil du aufer⸗ ſtanden biſt Und nicht im rabe blieben, Haſt du da⸗ urch, o IEſu Chriſt! Auch unſern tod vertrie⸗ ben; Hingegen die gerech⸗ tigkeit, Unſchuld und wahre „ himmels⸗ freud Hervor⸗ racht aus dem grabe. * 10. O treuer heiland 4 IEſu Chriſt! Der du auch mir geboren, Ja auch fuͤr mich geſtorben biſt: Laß doch nicht ſeyn verloren An mir das groß erlo⸗ Fnde Raſt und ſtaͤrk, In⸗ bruͤnſtig dir zu danken. II. Gib gnade, daß ich dich hinfort Als meinen heiland liebe, Dir lebe, und in deinem wort Mich treu und fleißig uͤbe. Und wie du, HErr! geſtorben ſungs⸗werk; Vielmehr gib biſt, So hilf mir auch, zu zuſterben.. 12. Du ſtundeſt von den todten auf, Brachſt durch des grabes thuͤren; Drum laß mich einen neuen lauf jeder friſt Den ſuͤnden ab: Voll geiſt und tugend fuͤh⸗ ren. Laß mich von ſunden gen wegen gehn, Und dir zu ehren leben. 83 Laß hier in deinem reiche auferſtehn, In deinen heil reiche mich Dir treu⸗be⸗ ſtaͤndig dienen, In gutenu werken fruchtbarlich Stets wachſen, bluͤhn und gruͤ nen; Bis du, nach mei⸗ nem pigrims⸗lauf, Mich nimſt in deinen himmel auf, Wo du zur rechten ſitzeſt. 318 Von der Erlsſung des menſchlichen Geſchlechs Mel. 3. Mein GOtt ich (Diebſter JEſu! 286. D deine guͤte Hat doch weder maaß no ziel. Wenn fuͤr angſt o mein gemuͤhte Ganz und gar verzagen wil; Koͤmt ein ſüßer troſt von oben, Daß ich dich muß hoͤchſtens loben. 2. Siehe, HErr! ich bin 4 beladen Mit der ſchweren ſuͤnden⸗laſt. Der ſchmerz⸗ hafte ſeelen⸗ſchaden Laͤßt mir weder ruh noch raſt: Durch das blut aus deinen wunden Wird derſelbe nur verbunden. 1 3. Deine ſtriemen, dei⸗ ne beulen, Die man dir geſchlagen hat, Koͤnnen arme ſunder heilen, Und verſchaffen mir auch raht. Deine ſcharfe dornen⸗kro⸗ 9 ſohne. 4. Wute, teufel! wuͤte hoͤlle! Stuͤrme ſunde, welt und tod! Wenn ich mir vor augen ſtelle Meines heilands große noht, Als er mußt am kreuz erblaſ⸗ 3 ne Machet mich zu GOttes 5. Dein leib, den ma 5 dir zerriſſen, JEſul das theure blut, 2 reichlich li du und ſturbeſt mir zu git, ter freude. 6. Wie ein hirt eh ligt ſein leben, Eh er ſeine heerde laͤßt; So 1 d dich hingegeben, Als mich ſatan hielte feſt. Daß e mich nicht moͤgt eumer⸗ den, Biſt du ſelbſt ein opfen worden. 7. Nun ich wil men ſchlieſſet ſarg und gruff Ich wil deine ſtimme he⸗ ren, Die mich aus demgg⸗ be ruft: Deiner lieb it nichts zu gleichen, Allewell⸗ gunſt muß ihr weichen. 8. Fuͤhre mich auf gri⸗ nen auen, Als ein ſton⸗ mes ſchaͤfelein: Laß wich deine gnade ſchauen, Und ſtets bey dem haufen ſeyn, Der die eitelkeit verachtet, Und nach deiner freund ſchaft trachtet. 9. Gibt mir denn na ſen; Muͤßt ihr mich in ruhe laſſen. vielem leiden Einſt de Bringt, als eine ſeelen weide, Meinem herzen lau heil! dichehren, Bismch n Das du r Iſ flieſſen, A F we F. hſ anferd hene heudet 65 ne dein riſſen, eure de „ als d Meinem ade. Vie ein ben, G. läßt; 60 3 * . dun ic n ſchehra t ſarg m Jdeine ſin emichauct : Dein gleicen ⸗ ußihr wei tyre miht n, A 1 felein: 9 ade ſcar den haute eitelkeitwm h diiner ſchtet. ſchend N ed, rn mich froͤlich ſch ſleſtfi Kehen, auf erden · ielte ffi himmels kommen iſt, Dein cht min bruder da zu werden. Ver⸗ ſtduſeh nenmerserſere. 319 heiden Aus welt in deinen ſchooß/ Dan werd ich recht ſanfte liegen, Und mich ewiglich vergnuͤgen. den ge ſtoß; Ach ſo laß der 4 —ee ——C———— Mel. Es iſt das heil uns kommen. „9=(Aalt im gedecht⸗ Chriſt, Den and, i auf erden Vom thron des giß nicht, daß er dir zu gut Hat angenommen fleiſch und blut. Dank ihm fuͤr dieſe liebe.. 2. Halt im gedechtniß JEſum Chriſt, Der fuͤr dich hat gelitten, Ja gar am kreuz geſtorben iſt, Und dadurch hat beſtritten Welt, ſuͤnde, teufel, hoͤll und tod, Und dich erloͤſt aus aller noht. Dank ihmfur dieſe liebe. 3. Halt im gedechtniß JEſum Chriſt, Der auch am dritten tage Siegreich vom tod erſtanden iſt, Be⸗ freyt von noht und plage; Den frieden zwiſchen GOtt ihm fuͤr dieſe liebe. 4. Halt im gedechtniß JEſum Chriſt, Der nach den leidens⸗ zeiten Gen himmel aufgefahren iſt, du ſolt bleiben alle zeit, Und ſehen ſeine herrlichkeit. I etande Dank ihm fuͤr dieſe liebe. eiland, der 5. Halt im gedechtniß IEſum Chriſt, Der einſt wird wieder kommen: Und ſich, was todt und lebend iſt, Zu richten vorgenom⸗ men: O denke, daß du da b ſein reich eingehſt, Ihm ewiglich zu danken. glauben faſſen, Und nie; was du an mir gethan, Mag aus dem herzen laſ⸗ ſen. Daß ich mich deſſenin ins leben dringen. von den Namen un⸗ ſers Erloͤſers. Mel. Es iſt das heiluns kommen. Sir menſchen gemacht, Unſchuld und le⸗ 20 N lillch 88. 23 ſind in Adam ſchon den wiederbracht. Danſ Die ſtaͤtte zu bereiten, da beſtehſt, Und mit ihm in 6. Gid, JEſu! gib, da u ich dich kan Mit wahrem der noht Getroͤſten mag,u und durch den tod Zu dir 225 Don der Erloſung des menſchlichen Geſchlechſsrntte ſchon Gefallen und verdor⸗ ben, Dadurch wir den ge⸗ rechten lohn Des todes uns erworben: Das macht, daß man uns ſuͤnder nennt 6 Die ſich aus eigner ſchul getrennt Von GOtt, dem wahren leben. b 2. Dis iſt der name der uns macht Vor GOtt zu ſpott und ſchande, Der bracht, Gelegt in ſtrick und bande, Mit fluch und fin⸗ ſterniß bedeckt, Und uns mit tod und hoͤlle ſchreckt: O jammer⸗voller name! 3. Niemand war in der ganzen welt, Der uns durch ſeinen namen Be⸗ freyen koͤnt, als nur der hen Der, als des weibes ſamen, Sich bey uns in der fuͤll der zeit Aus der ver⸗ borgnen ewigkeit Im flei⸗ ſche eingeſtellet. b 4. Sein name heiſſet Aeſus Chriſt Von GOtt ſib ſo genennet, Der mir und dir, und wer es iſt, Dis große heil gegonnet. Ach! nim es ungeſaͤumet anan; Es freue ſich, wer im⸗ aufs neu zu ehren ſingt, Uns freude kan ſchehren: Der uns in frich und freyheit ſetzt, Mit gna und gaben uns ergetzt, Un uns um unſern ſchmuck ge⸗ — mer kan, Des len namens. 5. Dis iſt der name der uns bringt Vor Geſt 4 wie das chor der e in den himmel hebet. 6. Denn IcEſusiſts, der unſre ſchuld Samt aller ſtraf und plagen, O mer⸗ willig wollen tragen. G ſich Zur ſuͤnde machen, daß koͤntſt nennen. N JEſus nur; Er iſt aug was er heiſſet: Indem a Er heißt und wil auch he⸗ ſua, Der uns zur ruhebrin get. iſt frieden ⸗vol „Der, hoͤrte lieb und huld! Har war gerecht, und ließ dot du dich In ihm geret 2. So heißt er denn nict unſere natur Aus alen jammer reiſſet. Dietzat ſtimt mit dem nama en: land ſeyn, Er heißt undit auch JEſus. 8. Er iſt der rechte Jor Er, als der prieſtet, nun da, Dem es ſo w gelinget, Daß erdes de um I r De— — — — — SS — — — — — — ——— ——— G2= Kwar vonden e esrlöſers. 321 ren tempel baut, An wel⸗ chem man ihn ſelber ſchaut Als grund, und eckſtein Drum iſt in keinem ern heil, Iſt auch kein S nam gegeben, Darin wir koͤnten nehmen theil An ſeli keit und leben; Nur IEſus iſt derſelbe mann, Der uns das leben ſchenken kan. Gelobet ſey ſein name. 10. Onamel werde doch inmir Durch GOttes geiſt iu verklaͤret; Weil, was ver⸗ borgen liegt in dir, Kein menſchlich herz erfähret. ma Denn die vernunft begreift es nicht, Ohn Gottes glanz und gnadenlicht Bleibt es unaufgeſchloſſen. 11. Laß mich empfinden deine kraft Und innre ſuͤ⸗ ßigkeiten, Und was dein name gutes ſchafft, Laß ſich inmir ausbreiten. So wird der ſuͤnden⸗noht ge⸗ wehrt, So wird die laſt in luſt verkehrt, So bin ich ſelig, amen. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. ch kan, mein 289. S nen, Und daraus raht unnd gebracht. 2. Du biſt Immanuel, gottheit lehren. Du biſt des vaters wort Und kraft ebenbild, Der glanz der herrlichkeit. biſ⸗ bes⸗ ſamen, ſind die bruder namen, Die du als Davids zweig Ganz willig an dich nahmſt, Als du dem fleiſche kamſt. 1 4. Die namen, welche raht, kraft u 4 4 geben, Als zeugen, daß, in dem Du, JEſu! dich Goel*“ mich befreyſt, duu 5³ö wirk Bey deinem namen nen⸗u that, Und deinen ruhm er⸗ kennen. Mein IEſus heiſ⸗ ſeſt du, Der ſelig uns ge⸗ macht, Mein Chriſtus, der geſalbt, Die ſalbung uns Als GOtt⸗menſch zu ver⸗ ehren: Dein name: HErr und GOtt, Kan mich die vor aller zeit, Des weſens Du heiſſeſt auch und Als menſch, des wei⸗ Lin menſch, ein menſchen⸗ ſohn: Dis nach Aus deinen vatern dir Dein mittler amt ge⸗ friede fuͤrſt, Held, wahru heit, weg und leben, Be⸗uu 322 Von der Erloſung des menſchlichen Geſchlechts wirklich zwiſche Und menſchen mittler erloͤſer Hiob 19,257. ». Du, hoͤchſter koͤnig! fuͤhrſt Den namen nicht vergebens, Du biſt der friede fuͤrſt. Du biſt der fuͤrſt des lebens. Du prie⸗ ſter! GOttes-lam, Das ſich geopfert hat! Du bi mein gnaden⸗ſtuhl Und treuer advocat. 6. Du heiſſeſt ein pro⸗ phet, Der zu uns kommen ſolte: Ein hirt, der mei⸗ ſterlich Mit lehren weiden wwolte. Erniedrigt wurdeſt du, Und als ein knecht er⸗ ant; Erhoͤhet wurdeſt du ſchen GOtt in mein herz Auch deinen ſeyſt. namen ein, Drauf ſol mein leztes wort Dein nam aune JEſus! ſeyn. Mel. O GOtt du frommerxn. 290. M deſſen treu Im himmel und auferden ſt Durch keines menſchen mund Kan gnug geprieſen werden: Ich danke du, daß du Ein wahrer menſch gebohrn, Den fluch von mir gewandt, Daß ich nicht bin verlohrn. 2. Vornemlich wirdin mir All herzens⸗angſt ge ſtillet, Wenn mich den *24 3 3 .— 2*. —— 1— 8 8.— öſ“——.———„„ 4 a2 ö—————*— 3— —————— 2 8— ö“—y—— — 4 4— 4.— — 8—.— ſ“——————— 4—— 4 ö“— S 3— —— 3— —— 8 Der herren HErr genant. 7. Mein hort, mein? und O! Mein fels, mein ja und amen! Ach nenne du mich auch Nach deinem neuen namen. GOtt! wie dein name iſt, So iſt fuͤr⸗ wMahr dein ruhm: So nenn aauch ſich und ſey Nach dir mmein chriſtenthum. 8. Dein name bleibt ————— —————————,—— A ttroſt erfuͤllet. Keintroſt ſuͤßer nam Mitt ſeinen d ch JEſu! leblich iſt, Als den mir giebt dein nam, Der ſiſe IEſus⸗nam, Der fuͤrſtaus Davids ſta. 3. O. JEſu, 1 ſchaß 1 Nur du kanſt ſei ee bringen: Es kan nich lieblicher, Als IEſuname, klingen. Ich kan nich 4 eil IEſis traurig ſeyn, heißt 8 —— L ——— e e a at.«x. 8 — wil. “ ſo viel Als heiland oder held, Der ſeligmachen * 4. W 34 un 4. Wil ſatan ſich bey mir Mit anfechtungen re⸗ wn bin, Das macht die ſchnoͤde ſuͤnde: Dein JEſus nam macht mich Zu einem gna⸗ —den⸗kinde: Er nimt von miſſethat, Bringt mir die Mich, der ich ganz befl ket, Der heilge heit endt. 5 3 war vonden Ramen unſers Erldſers. 223% gen: So iſt mir JEſus nam Zumtroſt/ ſchuß fried und ſegen, Zur weisheit und arzney In aller angſt und noht, Daß ich nicht g fuͤrchten darf Den teufel und den ftodd. 5. Daß ich ein zorn kind 4 mir hinweg Die ſchuld und ſelabeit Und deines vaters 4 6. Ey nun ſo heile mich, ek⸗ JEſus⸗ nam, Der alle 7 decket. Er kehre ab den fluch, Den ſegen zu mir wend: Sey meine ſtaͤrk, dadurch Sich alle ſchwach⸗ 7. Er ſey mein licht, das mich In nſterniß te: Er ſey des himmels thau, Der mich in hitz an⸗ ſt feuchte: Er ſey mein ſchirm und ſchild, Mein ſchatten, unden ſt nſterniß erleuch thum, ehr und ruhm, E ſey mein Hochſtr⸗ gut. 8. Er ſey mein himmels⸗ weg, Die wahrheit und das leben: Er wolle mir zulezt Aus gnaden dieſes geben, Daß ich alsdenn in ihm Dis leben ſchlieſſe wol, Wenn meine ſterbens⸗ zeit Und ſtunde kommen ſol. 9. Annuttelſt helf er mir, So lang ich hie noch wandle, Daß ich in mei⸗ nem thun Treu und auf⸗ richtig handle. Er ſteh mir allzeit bey Mit ſeines geiſtes gab, Wenn ich in meinem amt Was zu ver⸗ SF ſchloßund hut, Mein reich⸗ Dir denen fur 15 = — — — 1— 8α Mel 8. Feſen meine ezuverſt 5 S — » 8 nicht verlaſſen. Was ſein ame mir verſpricht, Das wil ich im glauben faſſen. Eſu name iſt ſein ruhm, b nd zugleich mein eigen⸗ hum 6 2. ZEſus, GOttes wah⸗ rer ſohn, Ward ein menſch, b wie andre kinder. Eſus 9 mein gnaden⸗ thron Denn er rufet alle ſunder. 36 ſus heißt und iſt mein ſeil, Meines herzens troſt ni te NEſus, des verſtan⸗ 5 1i t, orgen⸗ ſtern und helle ſonne; Meines villens zuverſicht, Mei⸗ freude, meine wonne. enn deß troͤſtet ſich mein iſt, Daß mein JEſus Eſus heißt. 4. Was von dieſem Aſi 5 O GOtt verſpricht in Sſu namen, Das erfuͤllt r auch alſo: Sſus iſt — 8 ſungt Ren nicht, T Dar er 8 buch ſ en Geſchlech. das ſa Wiar amen. Nazarenus iſt GOtt verheißne Chriſt. „Denn es dres heil Und kein name ſonſt gegeben, Darin ſuͤn⸗ 8 nehmen theil An der eligkeit zum leben. Gott „Jonn uns dieſen heiland gieht: So hater die welt geliebt. IEſus zfaͤngt den glau⸗ 85 an, AE ſus kan ihn auch vollenden. JEſiziſt ſein wunder⸗mann, Jeſus kan mein elend wenden. JEſus iſt mein gnaden dund. Ioſusi ſt der hoff nung grund. Jen iſt des vater wot 338 us iſt mein we und leben. JIEſus iſtm mein fes und hord. JEſus iſt er ſtock der rehen. Jſi iſt mein loͤſe geld. IEſus iſt der ſtarke held. 8. IEſus iſt das Got⸗ tes⸗lam. JEſus iſt min arzt und ſtaͤrke. IEſus ü b ninn bräutigan. Eſus heiligt meine werke. JEun ke weiſer raht. E di. aamt s iſt mein advocat. hes nn 19 3u Pht Der von † iſt den am kehe am mnſtof.— du— nicht verlaßt. 6. Du biſt mein feſtes Rein fels, auf den lehe: 6 Ach mein HErr ch bau. Eſu! ziehe Suchf aich zu dir. i kreuz und leid Doch ein nur mein troſt, Und gibſ mir freudigkeit, 0 5 Du muſt, wenn ſich zusſchuͤttet, ur mich bittet. ig und prophet, Der lehrt atan, hoͤll und tod Er⸗ chrickt fuͤr deiner kraft. 8. Ich kan Krechti keit ind heil in r mir groͤßre gaben Be⸗ ſein glied, bereit. 9. So oft ich nur In meinem munde : Denn ſelbſt im fin⸗ helles licht, Auch dort mein chloß, Dahin ich allzeitt liebe iſt im ig del Zſ⸗ meines glau⸗ JEſu, meinet bens Achr! ſeelen weide! JEſu, ma. ne zuverſicht! O wie koͤnt herz Vor ſeinem GOtt Mein hoher⸗ rieſter ſeyn, Der immer Mein koͤ⸗ nd huͤlfe ſchafft? Welt/ JEſu haben; nd dort in ſener welt Hat abe, Erfreu ich mich in tern grabe Wird er mein — ales(eun arn 5 dur ſeine kraft Geh inden mnel ein. 1 8 — Mel. JEſu deine heilge wunden. Eſu, urſprung I meiner fra dein name mir So g⸗ wuͤnſcht und li eblich für. dein gede tniß, Jſul machet, Daß mein toanng herze lachet. b r2. Ach! ich liebe dich r wom, herzen, Meine liee wird nicht ſatt: Und men geiſt iſt frey von ſchmerzen hat. Kehr in meinenzer zen ein: Dir mag nicht⸗ limt und beygelegt: Selbſt eine herrlichteit Und freu⸗ den ⸗krone ſteht Fur mich/ JEſum verborgen ſeyn; Darum kenſt du meine triebe/ daß ich dich fuͤr alles liebe. 19). 1 Af meime lebens⸗ ſohhae. JEſu meiner ſeeln luſt! Auſer dem mir keine Lenn er dich, mein JEſu wonne, Kein vergnuͤgen mehr bewuſt. Ach mem heil! ich bitte dich, Kom, funfang und halte di — —— — deneheln ezen, Ma ht ſatt: h freyvonſt dich men teufel rauben. laßnen ſchid Aeſu„hel⸗ nk des vaters ebenbild! J taſſ erd und himmel ſeyn, Bleibet nur mein IEſus mein: Erd und himmel g wuͤrden hoͤlle, Waͤr nicht 6IEſus mein geſelle. b 5. JEſus kan im kreuze g aben, IEſus iſt, der mi erhaͤlt. Kan ich ſeinen bey⸗ L keuſchheit. Den tod fuͤr 4. JEſu, ſchutz herr der bedraͤngten! IEſu, der ver⸗ er der gekraͤnkten! Du ſtand haben, Trag ich al⸗ len ſpott der welt. Wenn der tod die augen bricht, Laß ich dennoch JEſum nicht. Muß ich meinen geiſt aufgeben, Bleibt er meines lebens leben. b 6. Wil mir gut und blut verſchwinden, Geht auch leib und leben hin, Un ich kan nur JEſum fin⸗ den; Iſt auch ſeerben mein gewinn. Nun ich halte, FEſu! dich, IEſu! kom, und halte mich, Sey mein erben, troſt im tod und ch herzi entſproſſen eht ch der zeit, Der mutter un⸗ 294. G GOttes ſohn in ewigkeit! Aus einem eich⸗ wie geſchrieben ſteht: Er iſttuu der morgenſterne, Seinn lanz ſtreckt er ſo ferne Vor andern ſternen klar: 2. Fuͤr uns ein menſch eboren Im lezten theil verloren Ihr jungfraͤulich uns zerbrochen, Den him⸗ mel aufgeſc oſßn⸗ Das le⸗ ben wiederbrach 3. Laß uns in deiner liebe Und erkentniß neh⸗ men zu, Daß wir im glau⸗ ben bleiben, Dir dienen iim geiſt ſ, Daß wir hie moͤgen ſhmecken Dein ſuͤßigkeit im herzen, Und durſten ſtets nach dir. 1 4. Du ſchoͤpfer aller dinge, Du vaͤterliche kraft/ Regierſt von end zu en de Kraͤftig aus eignerz Und laß maich dein erben. reich er⸗ macht, Das herz uns zuß X 4 unſre enſre ſinne, Daß ſie nicht urn von dir. „. Ertoͤdt uns durch dein gute⸗ Erweck uns durch dein gnad: Den alten men⸗ ſchen kraͤnke, Daß der neu⸗ leben mag, Allhie auf die⸗ ſer erden Den ſinn und all begierden Und gedanken habn zu dir. 6. Dank, lob, preis, ruhm und ehre Sey GOtt in ewigkeit, Fuͤr ſeine fuͤße lehre, Die er uns hat be⸗ reit Aus ſein'm goͤttlichen — — — — 1 munde: Der helf uns alle faunde; Er helf zur ſelg⸗ 8 29 5. HG leuchtt uns der morgenſtern Voll gnad und waͤhrheit von dem Jeſſe! Du ſohn Davids aus Jacobs ſtamm, Mein koͤnig und mein braͤuti⸗ 328 Von der Crloſung des menſchlichen Geſchlechts Hrrn, Die ſuͤße wurzel 1 2. O meines herzenz neun wehrte kron, Wahr G9 tes und Marien ſohn, Ein gaade hochebohener ün Mit reuden ruhm ich deine ehr, Deins heilgen wortes ſuße lehr Geht uͤber milch und honig. Herzlich Wil 4 ſohnä Dich drum preiſen, Un erweiſen, Daß man met ke In mir deines geiſtes ſtaͤrke. 3. Geuß ſehr tief inmein herz hinein, O du mein Herr und GOtt allein! h Die flamme deiner liebe: Daß ich in dir nun imme bleib, Und mich kein zufallguae 38 ſen von dir treib, Nichts irän ke noch betrube. In di Laß mir Ohn aufhärmn Sich vermehren Lieh und freude, Daß der tod umn ſelbſt nicht ſcheide. 4. Von GOtt koͤnnt mit hein freuden⸗licht, Wem du mit deinem angeſict Mich gnaͤdig wirſt anbll. ken; O JEſu, du mein hoͤchſtes gut! Dein nar, dein geiſs„ dein leih und blut Mich innerlich eraut⸗ ken. Troͤſt mich Freund⸗ n gaben, praͤchtig erh lich: Hilf mir armen Aus Uuch: Hiſ erbar⸗ —— 7 1 4— mund zwar von der Perſon un ers Erloͤſers. 329 aerbarmen, Hilf in gnaden, INenne. ana geladen mu 4 5. Gott vater, o mein zeigen an ſtarker held! Du haſt mich aht ür ewig vor der welt In dei⸗ Henü nem ſohn geliebet: Dein tum u ſohn hat mich ihm ſelbſt 1, D 1 vertraut, Er iſt mein ſchatz, Knr dem ich ſeine braut: Drum -t hn bich auch nichts betrübtt. n Eya, Eya, Himmliſch le⸗ ußſſt ben Wird er geben Mir nu 9 dort oben. Ewig ſol mein lund Got her ihn loben. b mmme da 6. Singt unſerm GOtt, ain dr mm ſingt oft und viel, Und laßt ind mon andaͤchtig ſatten⸗ſiel Ganz treib, freudenreich erſchallen, betrue. Dem allerliebſten JEſu⸗ ir Oi g lein, Dem wunder⸗ſchoͤnen dmuſn braͤutgam mein Zu ehren Daz e und gefallen: Singet, it ſched Springet, Jubiliret, onGott Triumphiret, Dankt dem uden⸗lict Auf dein wort kom ich HErren. Groß iſt der ko⸗ nig der Thren. n ich doch ſ ⁵7. Wie bin ich doch ſo herzlich froh, Daß mein ſchatz iſt das A und O, Der anfang und das ende. Er wird mich auch zu ſeinem preis Aufnehmen in das paradeis, Deß klopf ich in n 7 1 4 die hande. Amen, Amen, ch Kom, du ſchoͤne Freuden⸗ krone, Bleib nicht lange Deiner wart ich langen. — Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. 296. deſſen ruhm und ehren Gar lieblich ſingt des himmels chor; Drum hebt auch eure ſtimm empor, Dis lob⸗lied zu vermehren 2. Er iſt 4 keit gezeuget; Vor deſſen ſcep erd und h erweiſt Dem vater und dem heilgen geiſt, Vor ihm ſich gleichfals neiget. 3. Er iſt hernach auch iln der zeit Ein menſchen⸗kind geboren; Das zweiglein Jeſſe, das verneut, Was vormals war verloren. Er iſt der holde menſchen⸗ ſohn, Den GOtt zu Sehr toͤchteru 14 9 zions! komt herbey, Laßt uns ein braut: lied hoͤren: Vernehmt wer euer braͤutgam ſey, Von GOttes ſohn, Von ewig⸗ ter, reich und kron Sich b d himmel beuget. Was ehre, lob und ruhm Da⸗ 8 don der Erloſung des menſchlichen Geſchlechte vids reich und thron Schon langſtens auserkoren. 4 Iir uns hat ſich dis Ottes⸗lam Selbſt in den tod gegeben; Und ſchafft dadurch, als brautigam, uns, ſeiner braut/ das le⸗ ben. Er fuͤhrte ſeinelcbend zeit In großer ſchmach und niedrigkeit/ Zu GOtt uns zu erheben. Darum hat ihn auch GOtt erhoͤht, Und aus der ſchmach erhoben: Er ſitzet nun mit majeſtaͤt Zur rech⸗ ten GOttes droben. Er ſt das haupt der chriſten⸗ 4 hen; Er iſt der HErr der herrlichkeit, Den alle engel loben.. 6. Er iſt vor GOtt mit ſeinem blut Ins heiligſte zegangen„Und hat allda, der braut zu gut, Ein ewig heeilempfangen. Die braut kan nun 3 jeder friſt, Weil er ihr hoherprieſter iſt, Den gnaden⸗blick erlangen. 7. Er iſt der groͤſſeſte prophet, Den alle welt ſoll hoͤren; Der meiſter, deſſen ſtimmergeht Mit himmels⸗ fußen lehren: Der ſeiner der herrlichkeit, Rebſt vie es ſein weiſer raht bellebt, Sein reich durch ſie A un mehren. 1 8. Die brauiverereßh beuxt. auch zugleich In ſeiner ie nigs⸗krone. Sie ſpuͤhen ſein macht⸗ und guaden reich, Buͤckt ſich vor ſeinen throne. Sie hoffet in ge⸗ laſſenheit Das kuͤnftge racc lüt 8 4 lem gnaden lohne. 9. Ihr toͤchter zions! freuet euch, Laßt mit de himmels⸗choͤren Aus eu⸗ ren herzen auch zugleih Viel halleluja hoͤren, Dm allerſchoͤnſten braͤutigan Dem auserwaͤhlten 60 b tes⸗lam Zu ewgem lch und ehren. Von der Gottheit Chriſti Mel. HErrGOtt derduerfitſch. ugg a⸗ Dn ſen,E ſu 297. ſu! dant be reit, Beherrſcher allerttro nen! Du biſt in der dre einigkeit Die andre der per ſonen: GOtt ſohn, den GOtt der vater heut/ Da iſt, von aller ewigkeit Selbſt aus ſich ſelbſt geel ud deiner 4 4 kirche hirten giebt; Weil get. OGOtt, von 6Ot olicht 1 nz und angeſicht loren war, Und uns zu — 4— de Es iſt, was löͤſers. 331 t, vom lich ummels h “ chen was ver⸗ tid Aus deines vaters we. und blut⸗ Du wurdſt, mir macht iſt, machteſt du wund arzu Die GOtt beſtimt: da hat er dich In dieſe welt ge⸗ che armen wurm zu gut, Ein zartſten liebe proben?) Dich in gerechtigkeit, ge⸗ öt Und Maube mir ver⸗ ganz 7. Du hoͤreſt ſeufzen und gebeht, Dich jammert unſre klage; Und biſt, bis zeit und welt vergeht, Bey uns noch alle tage. Dir ſey lob, ehre, dank undruhm Fuͤr deinen tod und mar⸗ terthum, Fuͤr deine heiſſe triebe, Fuͤr das, daß du, mein JEſu Thrſ! Er⸗ weckt und aufgefahren biſt, Fuͤr alle deine liebe. Von der Menſchheit Chriſti. Mel. Vor deinen thvon tret ꝛc. 29 Gaß GOttes 29 8. SP ſohn der wah⸗ re Chriſt Mein bruder und erloſer iſt, Das faſſet die vernunft zwar nicht; Doch laͤub ichs, weils die wahr⸗ heit ſpricht. 2. Ein wahres, ein jung⸗ fraͤulich weib Hat, da den unberuͤhrten leib Die kraft des hoͤchſten fruchtbar macht, Ihn an das licht der welt gebracht. 3. Die ſchrift legt un⸗ ſerm aug und ohr Sein eeſchlecht⸗ begiſter vor, Und lehrt uns, daß von Abraham Er den verheiß⸗ nen urſprung nahm. I und menſchen⸗kind, Wi n andre menſchen ⸗linder ſind nid Des weibes ſame, Davide ſohn, Der erbe von deſſeld ven thron. Ge. 15. Man findt an dem 4 Immanuel, Gleich andern menſchen, leib und ſeel/ Ver⸗ ſtand und willen, fleiſh =—= und bein: Wie ſolt er nicht enit 2.* mein bruder ſeyn! V 66. Iſt gleich von ſun⸗ ne g den keine ſpur In ſeine menſchlichen natur: Kan 000 dieſe doch wahrhaftig ſeyn,„ Ob ſie gleich ganz von flel⸗ ken rein. 2. Die ſchwachheit, die uns nun umgieht, Hat die ung ſer GOtt⸗menſch mit he⸗ m liebt: Durſt, hunger, trau. ren, muͤdigkeit Ertrug er mit gelaſſenheiit. 8. Sein koͤrper ſchwitzte blutgen ſchweis, Er gabihn allen martern preis, Und nach vollbrachtem lebens⸗ lauf Gab er den geiſt in uſg ſterben auf. 9. Ich freue mich, o menſchen ſohn! Daß man nun auf dem hoͤchſten„ thron Die menſchheit, de —.— —— —,„ 4 8 eehn äſ ubeigem vater bahn. erlebeſt ja dein S zaͤnder der G rnied de f 2. U. Erhöhung JE.333 braut, Im ſchmuck ne liebe 8 ſchaut. Mein bruder! ſieh h auf erden gieng; empfieng;„Als er, wie die kinder, renſch ward und Alser fuͤr uns ſuͤnder Litte, ſtarb b, und mahg anaͤdig an, Mach mir Du fleiſch und bein; Ach! laß mich ganz dein eigen ſeyn.. — — von dem Stande Der Erniedrigung und Er⸗ hoͤhung IEſu. 3 Chriſtust der uns ſeligꝛc. 2,Sen„der uns — keugft verloren. 6Ott erniedrigte ſich tief, Men⸗ „ ſchen zu erheben. uns das leben. 2. In der leiblichen ge⸗ 6n Wohnt in ihm die fulle Aller goͤttlichen gewalt“: Doch ſein freher nille Aeu⸗ ſerte ſi „» Col. 2, 9. 3. Als die mutter ihn Da er Eü dnt rief, Starb fuͤr wunderlich Des gebrau s der rechte(a); Und es nahm der HErr an fi Die geſtalt der knechte. da er todt In dem grabe ruh'te: Da erwarb uns GOtr aus noht Mit dem ſeignen blute: Da enthielt er ſich dert macht Und der hoͤch⸗ ſten ſreuden 4 Der allge⸗ genwart und pracht; Schmug und ſpott zu ler den. Er war GOtt, in ihm war auch Aller gott⸗ ig heit ſtaͤrke; Aber nur nicht r uhr gebrauch Bey jedwe⸗ dem werke. 5. Dis iſt die ent ͤuſe⸗ rung, Die bis dah in waͤhr⸗ te, Da ae nach der erniedri⸗ gung, Ihn ſein GOtt ver⸗ klaͤrte; Und zu brauchen alle macht Mit dem neuen leben, Samt der gottheit hoͤch en pracht,„ Ihm er⸗ hoͤht gegeben. 8 Und das that das willen; Durch ſe in leiden, tod und blut Gdttes zofn zu ſtillen. Unſe rn raub 5 GOtt zu ſern, Muß dder HErr dezah len; Und böͤchſte gut Nur um unſert nun 2 K ————ͤͤͤͤͤͤ ben: Der empfieng er⸗ veertrit, Wird er mich er⸗ 334 Von der Erlofumg des menſchlichen Geſchlechte— 4 Seines bildes ſtrahlen. .B. Moſ. 3,7. du dich So entaͤuſern wol⸗ teſt, Als du, theurer hei⸗ land! mich Goͤttlich machen ſolteſt: Ich bin hier, wie du, geſinnt, Ich wil nie⸗ drig leben. Nach der zeit dir erheben. 8. Du wirſt arm, ich werde reich, Du wirſt ſleich den knechten: Knechte wer⸗ den IEſu gleich, Suͤnder dem gerechten. So kan deine ſeelen⸗noht Seelen⸗ ruhe geben. HErr! dein leiden und dein tod Bringt mir freud und leben. 9. Auf, mein geiſt⸗ er⸗ öhe dich! JEſus iſt erha⸗ oht fuͤr mich Alle gute ga⸗ ben. Da, wo er mich ſchon eben. Nun hie duld und erb ich mit ihm zu leben. (a) das iſt: Chriſtus entaͤuſer⸗ te ſich des gebrauchs der goͤtt⸗ lichen maſeſtaͤt, gewalt und nun ſol in uns der ſchein 7. Ach mein JEſu! der wirſt du dein kind Auch zu ſich alſo beſtaͤndig zu gebrau⸗ chen voͤlliges recht hatte. — Von den Aemtern un⸗ ſers Erloͤſers. ſu uͤberhaupt. Mel. 3. JEſus meine zuverſiche & J der ungemei⸗ 300. 89 nen huld, (Die mein heitand mir er⸗ zeiget! Meine große ſuͤn⸗ den ⸗ſchuld Hat ſein liebreich herzgeheuget⸗ Daß er, als ich ward verklagt, Fur nuch armen gut geſagt. 2. Mir ward ſolch ein ſchatz vertraut, Deſſen wehrt nicht auszuſagen. Nie hat eines koͤnigs braut Einen ſolchen ſchmuck ge⸗ tragen. GOttes bild und herrlichkeit War mein ſcho⸗ nes ehren kleid. ¹ 3. Licht erfuͤllte den ver⸗ ſtand, Fried und freude das gewiſſen. Die luſt war mir unbekant, Die wir nun herrlichkeit, die ſeiner menſch⸗ mehr toͤdten muſſen U b lichen natur, vermoͤge der per⸗ uhh ſoͤnlichen vereinigung, mitge⸗— theilet worden, und deren eh —. Shßnj Von dem Mittler⸗Amte Je⸗ ed abguund mact. Detn chnut ewgeg frerſte 6 n ad ſaͤm) dlma in ſ mr d und zwar von den? lemtern unſers eders. 335 !, 5* nin an ankraft gebrach mirs ni cht, he derej Zu voll lbringung meiner dt dda 12 diſtan pflicht. 7 loen 4. Dieſer gaben meng dn und zier Hab ich, leider! n ganz verloren. Alles gu⸗ ke mangelt mir, Und ich bin hoͤchſt⸗arm geboren, vnge„Ohne licht und lebens⸗ ſu ubethen keaft Die der fall hinweg . ICſußntu gera t. d 5. Daherruͤhrt die ſchul⸗ F den. laſt, Die mich in den abgrund druͤcket. Dieſe macht mich dem verhaßt, Der mich erſt ſo ſchoͤn ge⸗ ſchmuͤcket: Wehenur! die ewge pein Wird mein fin⸗ udver 8 h ſtrer ſchuld⸗thurm ſeyn. ut ge 6. Doch ein buͤrge giebt Mir wa ſich an, Der des urtheils vertrat, ſch luß vernichtet, Der/ was uih g ich nicht zahlen kan, Zu at einns r bezahlen ſich verpflichtet: ſol 4 t Meines ſchoͤpfers reicher 1 Gom ſohn Koͤmt herab von ſei⸗ hiet Vm nem thron. ren kled⸗ 7. Er nimt auf ſich mei⸗ tris eſchuld Er bezahlt mit e e ich lebe 5 dr tiarr uun 9 1 vn 1 Pud Hatſe ebenget 9 aus großer huld 8 mi in den tod gegeben, Bich 1 mir k den zum freunde l 1 n, Welches erd macht, Deſſen ſcha ich b mahebrac 8 8. Das geſetz, das ich „verletzt, Ehret ſein gehor⸗ ſam wieder. Was geraubt iſt, wird erſetzt, Meine ſtraf, trift ſeine glieder. Meine ſchuld wird ausgeſuͤhnt, verdient. 9. Dank ſey dir, mein es ſo treu gemeint, Und nun hoͤll und tod verſchlun gen. mich gethan, Nim mich als dein eigen an. 5 1. Von dem hohenprieſterli⸗ chen Amte Chriſti. Mel. Herzlich lieb hab ich dich dc. wahrer GOtt 301. a menſchen⸗ ſohn! HErr JEſu, du mein b gnaden⸗thron! Den ich in demuht preiſe: Zumm lam und opfer giebſt n dich, Und wirſt ein prieſter ewiglich Nach Melchiſe⸗ echs weiſe. as A ſtet IEſus in der that; Weid dort nur bunr der Thais 1 Mir wird gnad und hei ſeelen freund, Buͤrge! dir ſey lobgeſungen, Daß du Du haſt gnug fuͤr aron vorgebildet hat,„Das lei⸗ 12e Dandee. Eriduma des menſPlichen Beſ en JEſus I Perr mitt⸗ de ann Adam Leboſ 2. Am holze wurdeſt du ein fluch, Und GOtt der fuͤßeſte geruch In deines vof ee4 gabe. Du waref unbe ckt und rein, Fuͤr weßſan duemoofer ſeyn Daß 5 ich ver⸗amt Vertrit, daß G uns nicht rte,dG On albung weihn, m du uns alle; Da blutes z fal ſchmuͤcke zerſchl agne der in angſt ſt geiſt, Der dir ein liebes⸗ opfer heißt, In dir Gott ſo herz als mund, Und hal te des gewiſſens bund⸗ ich erloͤſung habe. Du fur uns darge⸗ deir Als welt. die verſoͤhnung aller Und dein al⸗ tar, Jda GOttes⸗-lam! War deines kreuzes ſchwerer m. HErr JEſu hriſt:/: 4 mittler⸗ amt Ver⸗ 6 ſynt mit GOtt uns alle⸗ ſam 3 Als du auf erden dis voübracht, Erſchieneſt du mit großer pracht Vor GOttes angeſichte; Wo du durch dein verdienſt ver⸗ 4 go du fuͤr uns na der zorn nich cirichte dmand hier So biſt du do uns daben,„D aß dein ena vittſt, Daß uns Fi Ob eſen fuͤndigt hat, der advo⸗ cat. ip du geiſt verſichert und gebehts. Hen Je Chriſt:,: Dein mittler⸗ an de dieſes feuer aug⸗ amt. — enſch⸗ 302. Kn h dohrnt GOttes ſohn, Mittker fir die hoͤllen⸗ kinder War⸗ ch⸗um laͤßt du deinen thron uͤr das heil ſo armer ſun der? Darum, ſu ler biſt. 2. Darum, RLerbynen, Unſer elend a JEu Chriſt:/ Dennn 4. Laß uns au wi prieſter ſeyn! Aauhden N wolgefalle. Ich opfre di Mein ganzes leben ypfert ſtets Den rauch des dantes 3 Mel. 8. ISdus meinenefte ſuͤßzter JEn Chriſt Weil du unſermi liebſter in die e⸗ geſchehn, Uns dem vane V zuign 13 9 ſel öſt geopfert di an mir fuͤnde: und zwar von den Aemtern unrs Erlöſers. 337 S zuſehn, Uns zu troͤſten in e nthraͤnen. Du, GOtt! a wirſt ein menſchen⸗ kind, n Daß ſich GOtt mit uns verbindi⸗ 3. Ewae liebe! nur durch dich Liebt die weſentliche liebe Uns verlohrne ewig⸗ lich Mit erbarmungs⸗rei⸗ em triebe. e dich nicht unſer waͤr. 4. Ewger hoherprieſter! du Bitteſ fundie arme ſee⸗ ehts. Jn len; Sprieyn 1 tes ſegen zu, Laͤßt dich 1 vpfern, ſchlachten, quaͤlen; Tragſt, wie ein geduldig lam, Uins ſre laſt am kreu⸗ + des ſtam. 5. Schulden⸗opfer! das b verſoͤhnt, Friedens⸗ opfer⸗ das erfre uet- Alle ſchuld iſt 4 abgelet önt, Ob gleich das a 4 ſetze draͤuet. Denn du zah⸗ leſt ſie fuͤr mich 9. Da du 6. Wenn ich gleich die t ganze welt Vülle funden ſt doch ge dieſes loͤſe⸗geld G 1 fuͤr nug t Line welt voll ſuͤnde. G uem ja ganz vollguͤltig iſt Dein GOtt hat dem gnade mehr, Die uns GOt⸗ 3 ſverdienſt, HERR Ieüu Chriſt! 7. Friede troſt und ſi⸗ cherheit Komt aus dieſem zarten triebe: Ruhe, luſt und ſeligkeit Fließt aus meines ge e Liebt mich nun mein HErr und GOtt, Acht ich weder hoͤll u noch tod. Von der Sernarhuung Chritt. Mel. Ich hab mein ſach GOtt ſeli macher 8 JE uChriſt. b Der du fuͤr uns geſtorben biſt: Du trugſt nach dei⸗ der großen huld, Was ich ſprech cüacher geduld. as GOttes zorn verſöhnen kan, Paſt duge⸗ litten und gethan: Die ſchulden⸗ laſts ede fle welt uu Und mich b Jahlt dein unendluc fält, geld. uns ls in aten zu. ber nimt dich ſelbſt zum zahler an, Da ichs 8 Als haͤtt i ſelber gnuggethan. 4.3i iusdu diſ et 6 perſchuldt, Mit unaus⸗uuu 3. Der richter de9 ſich nun zur ruh, Und ſpricht uu — ☛ ————— ——— —. — 338 Von der Erloſung des menſchlichen Geſchlechts ber mein, Du wilt mein ei⸗ blut macht unſer arm ge⸗ gen erb⸗gut ſeyn. Dein 3 chlecht Vor GOtt gerecht: Ich bin nicht mehr ein hoͤl⸗ nanecht. 5. Ich ſprach zu dieſem loͤſe⸗geld: Du biſt mein troſt ſtatt aller welt. Ich ſagte: ſeele! du kanſt ruhn, Du kanſt dir nun Aus JE⸗ ſu reichthum gutes thun. 6. Der reichthum bringt zufriedenheit, Der reich⸗ thum daurt in ewigkeit. Sein heilig leben und ſein tod, Sein ſchmerz und ſpott Erwirbt mir alle huld bey GOtt. 7. Du biſt die himmels⸗ thuͤr allein, Durch dich geh ich zum vater ein. Ach! gib durch deiner wunden ſaft Mir troſt und kraft, ie mir ein neues leben ſchatt. 8. So kriegt mein glau⸗ b he uverſich Er kaͤmpft, er t, er laͤßt dichnicht. Es haͤ halnee dein ſterben in der zeit Mir allbereit Die ewi⸗ ge gerechtigkeit.. 9. Laß mich durch deine leidens pein Ein mit⸗erb deiner freuden ſeyn: Go 7 1 ℳ h. 0 A get ſchau ich dich, wenn allez unn bricht, In deinem licht Von ſit angeſicht zu angeſicht. Von den Thraͤnen IEſu. Mel. O traurigkeit c. wunder⸗ 3 1 304. G fluht! Das Nd hoͤchſte gut Beweint die ſtt aͤrgſten ſunder. GOttes biei ſiebſtes kind beklagt Adang a boͤſe kinder. 2. Immanuel, Derfreu⸗ den⸗quell Wird hier ein quell der thraͤnen, Die ſich nach barmherzigkeit Fir die ſuͤnder ſehnen. 3. Das zartſte herz ga⸗ Rhl bricht fuͤr ſchmerz, Und Fom⸗ ſchmelzt in heiſſen ſlam⸗ cj men; Unſers herzens har⸗ tigkeit Weinend zu ver⸗ dammen. weint der menſchen ſuͤnden: Weil ſich keine wahre reuſ u Laͤßt bey ihnen finden. ¼%h 5. Er ſtellt ſich dar, Ddi freche paar Mit thraͤnn Rei zu weſ ynen, Und des hit⸗ Mii mels ſchweren zorn Von ihr abzulehnhn. hr abzuleh 6. Senn 4. GOtt ſelber weint! duß (Der menſchen⸗freund Be⸗ den 8— d 4*8 ſte gt hen t ten ſända g deskaddthe9 kinder „Immenat „auell W lderttnt fruͤch 6 e bam 1 du den Nemtern unſers Trlöſers. 339 Kom Deines Tomn. 8. Laß dieſen thau Die doͤrre au Des herzens wol durchdringen: So wir *durch deſſen kraft Gute te bunngen Biſt du erſtarrKalt, ei⸗ os, hart, Kanſt ne thraͤnen weinen: Stell Goit dieſe thraͤnes vor, 1 Weiche hier erſcheinen. 10. O heilge 34 Kom mir zu gut. und im ſterben: einſt durch dein verdienſt Eivge freud ererben. harter„ſum een wirf dich hin Zu die⸗ an ſer liebe fuͤßen, ſthraͤnen, die ſie weint, Neichlich auf dich flieſſen. 7. Ach! ſchmerzet d dich Dã⸗ ſchlangen udarfſt du deinen aad 5 Jndem blut⸗ und thraͤnen⸗ Laß die ſtich; mittlers ſt du nnde netzt, fluht! Imleben da ß mich wein; So waͤſchſt du ab that, So mich bisher gequa⸗ let hat. 2. Wenn deines vaters zorn entbrent Von wegen meiner ſuͤnde; Zu deinen thraͤnen ich mich wend Da ich erquickung finde. Vor GOtt ſind ſie gar hoch geſchaͤtzt/ Wer damit ſeine Den blickt GOtt an mit guͤtigkeit Zu jederzeit, Und macht ein traurig herz er reut. 3. Hier muß ich auch im khränen haus Fuͤr großer angſt oft weinen, Der welt aushalten anten ſtraus; 1 Sie martert ſtets die dei⸗ nen. Auf allen ſeiten, wo ſie kan, Fangt ſie mit mir ſr hadern an. Dis troͤ⸗ Jeruſalem, Eſu! heiſſe ren: Sezeugſt/ es angenehm, ſich bekehren. 3 Allei 1.22 Nel. n zu de HErr Jéfir. 3 gewen iſt bi gu weineſt de*4. 3n hle dem E Wenn ich oft v vor dr èr ſſr regen ſich, aͤh⸗ ſind ge 1 Sen dir find zäh ee Wenn ſuͤnder alle thraͤ⸗ hweiß, ſie Und ob ſie nen mein, nich noch ihr keiner fehlet. So So vor dir mit buß erſchein, Und uͤber meine ſuͤnden aus lauter gnad Die miſſe⸗ Sualkrſrit däer In noht duuu t zu zaͤhlen ſeyn, Den⸗ So oft ſie auch bewegen dich, Daß du dich mein er⸗ barmen muſt, Wie dir be⸗ zuſt; Weil du mir allzeit hulfe thuſt. . Wer jetzo ſaͤet thraͤ⸗ nen aus, Haͤlt in geduld GOtt ſtille; Wird froͤlich ſeyn in deinem haus, Wo freude iſt die fuͤlle, Ja ſol⸗ che freude, die kein mann Mit ſeiner zung ausſpre⸗ chen kan, Und die da bleibt in ewigkeit: Mein kreuz und leid Wird werden dort zu lauter fraud. 6. Juͤr dieſe thranen dank ich dir, Der du die freuden⸗krone, HErr JE⸗ ſu Chriſt! erworben mir, Bey dir im himmels⸗thro⸗ ne. Wenn du mich hoͤlen wwirſt hinauf Zu deinem auserwaͤhlten hauf, Dann wwil ich recht lobſingen dir, O hochſte zier! Fuͤr deine thraͤnen fuͤr und füur. * 8 ———— 8 8 * Von der Fuͤrbitte JEſu. Mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. 30 6. Großer mitt⸗ ler! der zur throne In der koͤniglichen erwo gewandt. 4. Deines volkes wehr⸗ 340 Von der Erlöſung des menſchlichen Geſchlechkte. ters ſitzt, Und die ſchaar von ſeinen knechten Indem reich der gna Dem auf dem erhabnen krone Aller ewigkeiten heet Bringt in demuht preis und ehr 2. Dein geſchaͤft auf die ſer erden, Und dein opfer iſt vollbracht. Was vol⸗ lendet ſollen werden, Iſt nun gaͤnzlich ausgemacht. Da du biſt fuͤr uns geſtor⸗ ben, Iſt uns gnad und heil worben, Und dein ſieg reich auferſtehn Laͤßt uns in die freyheit gehn. geſchaͤfte, In dem phern helliarhum: Die erworb⸗ nen ſegens kraͤfte Durch dein evangelium Allen de⸗ nen mitzutheilen, Die zum thron der gnaden eilen. Nun wird uns durch dei⸗ ne hand Heil und ſegen zu⸗ te namen Traͤgeſt du auf deiner bruſt: Und an den gerechten ſamen Denkeſt du mit vieler luſt. den ſchuͤtzt: 3. Nun iſt dieſes dein Du —— —— — — — — — — — —x — —— — — —— — — — — — 69 chen 3 den alle nen ſcun dh dich Balhmi nwanen tſchanen niedrii ſebe A rechten Seines großen va⸗ vertritſt, die an dich glaͤu ben,/ 4 1 icen 1 — —— — — —— ——+ ——-—— — 2— —— —— i ken, Daß ſie dir vereinigt en bleiben; wohnung aus. ſer der armen, Die der welt e dein herz dir aus erbarmen ſches 4 aller welt Dir auf dei⸗ u del nen ſchultern lagen, Haſt ſter beten. Sprich fuͤr uns in lezter noht, Wenn den a du dich vor b t, mund verſchließt der tod. Bald mit ſeufzen, bald mit weinen Fuͤr die ſunder, zu erſcheinen. Omit wie viel niedrigkeit Bateſt du zur— ſelben zeit! kanſt du des ſatans klagen Maeſtaͤtiſch nieder ſchla⸗ gen: Und nun macht dein redend blut Unſre boͤſe ſa⸗ un zwar vonden Aemtern unſers Erloͤſers. 341 Und bittſt in des haus Ihnen eine 5 Doch vergißt du auch GOtt geſtellt, 9 Aber jetzo wird dein flehen Von der allmacht unterſtuͤtzt; Da in jenen V hunmels⸗ hohen Die ver⸗ laͤrte menſchheit ſitzt. Nun leiden Stellſt du vater dar, nunmehr mit freuden Dei⸗ ne theur erloͤßte lt Bitteſt, daß leben Woll dem volk auf erden geben, Und die alle zu dir ziehn, Die noch freundſchaft fliehn. 8. Die verdienſte deiner deinem Und vertritſt ſchaar: er kraft und deine 9. Großer mittler! ſey geprieſen, Daß du in dem heiligthum So an uns bewieſen: iehre, dank undruhm. Laß uns dein verdienſt vertre⸗ ten, viel treu Dir ſey Wenn wir zu dem va⸗ 2. Von dem prophetiſchen Amte Eſu. Mel. Es iſt das heil uns ꝛc. Irophete JE⸗ 307. P ſul du biſt groß Von worten und von thaten. Dein ſitz iſt dei⸗ In deſneinmäxler ammts 3 nes vaters ſchooß: Jedoc der welt zu rahten, Haſt du dich ſelber dieſer welt Als einen lehrer dargeſtellt 2. Wir 342 Von der Erloͤſung des menſchlichen Geſchlechts 2. Wie die propheten alleſamt Von Chriſto zeug⸗ niß gaben; So zeiget dein propheten⸗amt, Daß wir an dir nun haben, Was uns von dir verſprochen wird. Du heißt ein lehrer, meiſter, hirt Und biſchof unſrer ſeelen. 3. Du wurdſt es durch des vaters raht In dieſen lezten tagen: Da dich dein GOtt erwecket hat, Den trrenden zu ſagen, Wie man zum himmel wandeln ſoll. Duwareſt kraft und eiſtes voll, Geſalbt mit freuden⸗oͤle. 4. Vornemlich warſt du hirt geſandt Zu den ver⸗ lohrnen ſchafen Des hau⸗ ſes, Iſrael genant, Zu leh⸗ ren vnd zu eua Wo ſich dein herz auch treu er⸗ wwieß, Nachdem es bey der taufe hieß: Dis iſt mein ſohn, den hoͤret! 5. Wer elend und zer⸗ brochen iſt, Gebunden und gefangen, Ein trauriger etruͤbter chriſt, Der ſol in dir erlangen Erquickung, nung und erledigung, Emn gnäͤdigs jahr und freude. b Das gnad' und wahrheit brachte, Machtſt du die mat⸗ te herzen froh, Die Moſes traurig machte. Doch haſt du auch zugleich erklaͤrt, du buß und glauben. 7. Da auch zu deines wortes macht Der zeichen kraͤfte kamen; So ruͤhmte man, was du vollbracht An blinden, tauben, lah⸗ men, An menſchen, die der ausſatz fraß: Und die der teufel gar beſaß, Ja ſelber an den todten. 8. Du ſetzteſt dieſes amt auch fort In dem erhe⸗ hungs⸗ſtande, Durch dei⸗ ner boten reines uere Die du in alle lande Rach deiner himmelfahrt ge⸗ ſandt: Da alle welt in dir erkant Das licht und heil der heiden. prophet, Der uns prophe⸗ ten ſendet. GOtt lobl der feſte grund beſteht, Bü heilung, kinderung, Eroͤff⸗ In deinem evangelio, un Was GOtt durch das ge⸗ un ſetz begehrt: Drum lehriſt 9. Du biſt noch jetzo der zeit u t ſich endet. in zeit und welt ſich de und we II. fatre nen w imner zeno tr. twemn d tan und erlah iiirr deinen, gCnad y de Dat rzen fr rgmadh auch zan 5 GOt 4 5 1 1 d 1 — fel gar beſt den tode nünad ad ben lehrer kund, Der G tes weg rech 1 Von dem mein geiſt gewei⸗ det wird Mit ſtaͤben ſanft und wehe. gleich, An ar don den M 1 2 A ——— Der treuen le mund Macht uns dich e hrer reiner öt lehret. 10. Mein JEſu! ja du biſt allein Das heil, das kommen ſolte; Durch den GOtt ſeinen gnaden ſchein Uns offenbaren wolte. Der mittler und der ſeelen hirt, 1I. So leite denn und fuͤhre mich Auf einer gru⸗ nen weide! Dein wort ſey im ner kraͤftiglich Des her⸗ zens troſt und freude. Und wenn die welt einmal ver⸗ vaters ſchooß Und machteſt alle ſiegel los, Womit ſein 2. Du kamſt aus deines raht verſiegelt war. Dur dich ward alles offenbar, Und an das helle licht ge⸗ ſtellt, Was dunkelheit um⸗ 3. Du weiſeſt uns die wahre ſpur Zu GOtt,dem ſchoͤpfer der natur. Duhaſt den weg uns recht gezeigt, ſ Auf welchem man zum b himmel ſteigt. Was du vom vater ſelbſt gehoͤrt, Das haſt du unverfaͤlſcht gelehrt— b 4. Du ſaheſt in der gott⸗ heit licht Mit aufgeklärtem geht; Ach! ſo erfuͤlle mein propher! Was du hier pro⸗ phezeyet. — &J lehrer! dem S3 kein andrer ) klugheit, lieb und eifer reich, Des ewgen vaters hoͤchſter raht, Pro⸗ 308. phet, beruͤhmt durch wort und that, Den GOtt zu un⸗ ſerm heil geſandt, Und ihn geſalbt mit eigner hand! Mel. Vater unſer im himmelr. angeſicht, Was nach des himmels weiſen raht Man kunftig zu erwarten hat. Du machteſt alles klärer Kund, Als jemals der pro⸗ pheten mund. b 5 1 Die le re⸗ welche du gefuͤhrt, Haſt du mit heilig⸗ keit geziert. Und mit viel wundern oft beſtaͤrkt, Dar⸗ aus man deine allmacht merkt: Ja endlich, als es ſtegel drauf gedruͤckt. 5. Nachdem du hinge⸗ D24 b — Lin blutig gangenu mn Von der Erloſung des menſchlichen Geſchlechts angen biſt, Woaller weis⸗ heit urſprung iſt: So ſet⸗ ſ ſt du an jedem ort Dein ehr⸗amt durch die knechte fort, Die dein beruf herbey gefuͤhrt, Und ſie mit gaben ausgeziert. 7. Du aber ſendeſt dei⸗ nen geiſt, Den du den Knbigen verheißt, Der Knen ſeelen, die er liebt, Erkentniß, licht und weis⸗ heit giebt, Und der, wo man ihn nicht vertreibt, Dein wort in herz und ſin⸗ nen ſchreibt. * * ,„ — gleichet! Deſſen mund erreichet, Dem, als Soͤnig, dem kein koͤnig ruhm kein ſcepter fuhret, Dem das i recht gehoͤrt zum throne, Als des vaters eingem ſoh⸗ 9 ne, Den ſo viel vollkom menheiten Kroͤnen, zieren und begleiten. b 2. Himmel, waſſer, luſt und erde, Rebſt der in gezaͤhlten herde Der g⸗ ſchoͤpfe in den feldern, in den ſeen, in den wälden Sind, HErr uͤber tod und leben! Dir zum eigenthun gegeben. Phiere, men ſchen, geiſter ſcheuen, Ma⸗ ſchen⸗ſohn! dein machtg draͤuen. 3. In des gnaden reiche grenzen, Sieht man di am ſchoͤnſten glaͤnzen, Wo viel tauſend treue ſeutn Dich zu ihrem haupt u ſwaͤhlen: Die durchs ſeeg er deines mundes, Nach dem recht des gnaden⸗hun. des, Sich von dir waieren laſſen, Und, wie du, das unrecht haſeen. 4. In dem reiche deine ehren Kan man dich ſtets loben hoͤren Von den himmliſchen geſchlechte Von der menge deine ⁵ 4. ₰ 6 3 8— 8 3 „ . 9.* ——jjjjjjü— 1.————“——* —————yyyy———— ᷓ— ſſſ——— ——— ſſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤn— ſſſ 4 — 5“— 1—ſͤſſſͤſſſſ———— 2 ———* ——————— 8 ———— — ret, Der, als menſch, den enechte, Die dort, ohn nechte,. eart — und zwar von den Aemternunſers Erloſers. 345 d furcht und grauen, Dein Svatetzn verklaͤrtes antlitz ſchauen: en ſo u Die dich unermuͤdet prei⸗ Ken ſen, Und dir ehr und dienſt a erweiſen.— 5. HErr in allen dieſen reichen! Dir iſt niemand zu vergleichen An dem uberfluß der ſchaͤtze, An der ordnung der geſetze, An vortreflichkeit der gaben, Welche deine buͤrger haben. agt Du beſchuͤtzeſt deine freun⸗ b 4 de, Du bezwingeſt deine irüin feinde. 6. Herrſche auch in mei⸗ nem herzen Ueber zorn, furcht, luſt und ſchmerzen. 1/ H Laß mich deinen ſchutz ge⸗ thoͤnſengn nieſſen, Laß mich dich im tauſend n glauben kuͤſſen, Ehren, zu iimn fuͤrchten, loben, lieben, Und ken: Rn mich im gehorſam uͤben, veines mmd recht dog Shan 1, Und, w. b ken, „Drr unt. 1 ttreiten, Dort mit herr⸗ ſchen, dir zur ſeiten. Mel. Hrr Chriſt der einge ꝛc. Hur mit leiden, kaͤmpfen, aſſet. Kah 1 310 Lobt GOtt, ihr n Kam ma.— eine knechte Verehret JEſureich. Be⸗ wundert ſeine rechte: Denn allmacht throne Auch unfer gnaden⸗thron. 2. Du glanz der herr⸗ lichkeiten! Du weſentliches wort! Beſtimſt den lauff der zeiten, Und ſetzeſt ihn noch fort. iſt ewig maͤchtig, Und bleibet ewig praͤchtig Dein reich iſt wig p Nach deiner gottheit kraft. 1 3. Und da du, knechts⸗geſtalt Auf erden angenommen; So haſt du die gewalt Uns in dein reich zu ſetzen, Samt allen gott⸗ heits⸗ haͤtzen, Der menſch⸗ heit mitgetheiilt. 4. Doch haſt du fuͤr die knechte Dich, in der lei⸗ dens zeit, Entaͤuſert dei⸗ ner rechte; Bis du in herr⸗ tes ſczef„ Und nun dein reich beſchuͤtzeſt In voͤlliger gewalt.. 5. Die hat dir GOtt gegeben Im reiche deiner macht. ein regieren An menſchen und an thieren, An aller w JEſus iſt zugleich In ſei⸗ ite/ dX 9 er ehren⸗krone, Auf ſeiner kr kreatur. 2 5 6. Du I lichkeit Zur rechten GOt⸗ das leben Auf dieſe welt Wir preiſen 1345 Ven der Erigſung des 6. Du haſt, als du geſtor⸗ ben, Dir auch durch eignes blut Dein gnaden reich er⸗ worben, Da du, mein theil und gut! Uns vormals ab⸗ getrente, Durchs wort und ſlacramente ſamlen wiit. 7. Ja, koͤnig! du regie⸗ reſt Das reich der herrlich⸗ keit! Woſelbſt du trium⸗ phireſt; Wo nach vollbrach⸗ tem ſtreit Der engel ſtim⸗ men klingen, Wo auser⸗ waͤhlte ſingen: Lob, ehre, preis und macht! 8. Du koͤnig aller ehren! So mach ich in der zeit, Dein gnaden ⸗reich zu meh⸗ ren, Die thore hoch und weit. Dein reich laß zu mir kommen, Daß ich mit allen frommen Dein reich ererben mag. 9. Gerechtigkeit und frie⸗ den Und freude giebt das reich, Das dir und mir be⸗ b ſchieben. Beſitz ich alſo gleich Von erden⸗guͤtern wenig; So macht mich doch mein koͤnig In ſeinem reiche reich. 10. Da hab ich uͤber Zum erbtheil ſchafts recht Hat JEſus ſelbſt gebunden. Mem herr⸗ ſcher wird mein knecht, Und ich ſol herrſcher werden: Vor GOtt bin ich auf er! den Zum koͤnige gemacht. 11. HErr! lege mir die krone Des lebens ewig bey, Daß ich vor deinem thro⸗ ne Ein knecht und koͤnig ſey. Hilf du mir mich re⸗ gieren; Hilf du mir trium⸗ phiren. HErr,hilf! ſo komt dein reic Von dem Gnaden Bunde. Mel. Wer nur den lieben GOtt. „Ir& Chein G0TT! 3II. K wie gxoß iſt dein erbarmen, Das mir dein gnaden⸗bund beweiſt! Du nimſt mich auf mit gnaden⸗armen Und giebſt mir deines ſohnes geiſt, Baß ich von ſuͤnden rein und frey Dein neuer bunds⸗ genoſſe ſey b 2. Ich war zuvor von dir gewichen, Da ich in meinem blute lag: Doch da dein ſohn die ſchuld durch⸗ wunden, Der ſunden herr⸗ ſtrichen; Erſchien mir ii Von dem Werke der Heiligung, und zwar ſchenkt, Der mich ver⸗ſich das erwuͤnſchte looß, pftichtet feſt zu glauben; Und ruhe ſanft in deinem er meinen geiſt ſchon da ſchoooyt. nlenkt, Wo ich in vollem 12. Laß mich bis an m aden⸗ſchein Sol ohn auf⸗ mem leztes ende Getren in ſ ren ſelig ſyn. ddeinem bunde ſiehn, Und m II. Erhalte mir, HErr!leite mich durch deine haͤn m mein gewiſſen In deinem de, Daß meine tritte rich⸗ naden⸗bundniß rein; Und tig gehn; So kom ich as m laß durch deinen geiſt mich dein bunds⸗genoß Zu dir, N wiſſen, Wie ich dir kan mein GOtt! ins himmels. m gefaͤllig ſeyn; So hab ſſchloß. b vV. Von dem Werke der Heiligung nach dem dritten Articul, ſ mmdd zwar f von der Heils⸗Ordnung uͤberhaupt. 4 ¹ el. IEſu deine heilge wunden. jewiges. erbarmen Einn ſt 212 nfang, mittler reichen lebens raht. Co mu 6. 9 ¹ und vollender hat GOtt die welt geliebt, de llles heils und ſeligkeit! Daß er ſeinen ſohn unn ch! wir waren hoͤllen⸗ giebt; Diefer urſprungg. raͤnder: Doch du bran⸗ler gnaden Heilet unſen e keſt vor der zeit In ent⸗ ſeelen ſchaden. ſa kamter liebes glut, Uns 3. Dis erbarmen, in ia au dir, o hoͤchſtes gut! die triebe Vor der zeüm p Durch der gnaden⸗mittel GOtt bewegt, 34 uce ehren, In der ordnung zu der zeit, der lie e Und des bekehren. heiles grund gelsgt/ da i 2. Uns in ſänden geiſt⸗ das heil, mein JEſus kan, f ich armen, Die der fall Und die ſunden auf ſich getoͤd nahm. Sein verdienſ, von der Heils Ordnunguͤberhaupt. 342% er geſtorben, Hat uns alles heil erworben. 4. Da nun uns in ſuͤn⸗ den todten Dieſes leben, leben ſchafft, So wird dis uns angeboten Durch der gnaden mittel kraft. Treuer ſehrer hand und mund Legt in uns dazu den grund GOtt Iſrael! Der uns ſei⸗M nen weg gewieſen, Deſſennu gnade wie ein quell Durch die wunden IEſu floß⸗ Und den geiſt auf uns er⸗ goß, Der uns zu dem leben leitet, Das ſein lieben uns bereitet. 8. Dieſe liebe wit ich Durch das wort und ſacra⸗ mente, Die zu mitteln GOtt ernente. 5 tes mittel weiſen, Nehm preiſen, Bisich ſie dort ruͤh⸗ men kan. Was mir GOt⸗ . Dieſe nimt anunſrer ſeiten Nur der glaube freu⸗ dig an, Und zugleich die ſeligkeiten, Die er darin finden kan. Doch durch g übete dieſes glaubens kraft, Die erbam ſchafft, Wil die weisheit nur das leben In der gna⸗ den ordnung geben. . GOtt beruft durch ſeine lehren, Uns erleuchtet GOttes ſchein. GOtt ge biert, uns zu bekehren: Und denn wil er gnaͤdig ſeyn, Wenn er uns gerecht er⸗ zur tugend geben, Und dis RW erwe 15 gelobet und ge⸗ Neug priſen Sey der HC GOtt auch durch mittel klaͤrt, Und im kreuze wol be⸗ waͤhrt. GOtt wil kraft zum leben. ich alles gaͤubig an. Die⸗ ſen folg ich ordentlich GOttes ordnung fuͤhret mich Auf dem wege zu de frieden, Den er ewig mir dir, du GOtt beſchieden. der gnaden! Der du mich berufen haſt. JEſu, den die ſchuld beladen! Nim von mir der ſuͤnden laſt. u Geiſt der gnaden! fuͤhre mich, Ich verirr mich ohne dich. Fang es an, mein GOttund ſtaͤrke, Ja, vollende deine werre.. 1ee an Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. Irich, heller herein, Und laß uns deinen b u 350 Von dem Werkeder Heiligung, und zwar rahlen ſe mich/ mir zeigt die ſchwarze Die mir ſo 9 len ſchmerz ne liebe, Dich, mem 4. Denn reuden ſhen In hellen n ſehen. Ermuntre ch, du gnadenlicht! Und laß die arme ſeele nicht In ſatans ſtricken gehen. Ruf mich, Daß ich In dem herzen Rechte ſch Um die ſuͤnde, empfinde. ſch! gieſſe deinened⸗ len ſchein In mein verfin⸗ ſtert herz hinein, mir reine triebe. angſt und ban⸗ g macht; Zeig mir, wie h du aus liebe, Was mich Ewig Solte plagen, Schon G Zeig die wege, ch zu dir ſchwere ſuͤnden. Zerſchlag, zerknirſche geiſt und herz, Und laß mich du Glaubens⸗triebe, Rei⸗ Und verlangen, mals glanz und ſchein ge⸗ gen richter⸗ſchluß Vor ſe⸗ nem richt⸗ſtuhl hoͤren 5 Kan ich mit dir beſeha na ſchmerzen 1 Weilich Durch dich, Die ſich an gerechter prange. Und gib 3 de. Vertreib ſuͤnden⸗nacht, at zwar deines blute⸗ kraft, Die alles rein und heilig ſchafft, Dem ſuͤnden kommen noch Glaubens ſerzen Re leuten zeigen. 6. Dring in mein ſer mein licht, mein heil Ich find an dir mein heſtes theit„Drum wil ich anf fe ſt mit mir vereint; 1 Im innerſten Hierzu Gib heil, recht zu getroffen. Herrlich c ddich, Bleib du meine, c du biſt igmein bin deine, Und uns bei den⸗ſonne! Lauter wonne gnaden licht, Dem me bricht. Wenn ich zum da ter gehen, Und ſeinen ſe Dort erlange, Und als en wuſt entriſſen; Jedoch 2t dem herzen Auch aufft en, Und mein licht d hoffen. Du haſt dich aß mein herz es redlich meint, Da nun der bund 5. So kleide meine ſet⸗ le ganz In deinen reinen ſchmuck und glanz, ud reinge mein gewiſſen. Moh 6 ¹ .Wema freude. 1 iben, Daß ich dro⸗ in n f 7. Befeſtige mein wan ben Dich koͤnn ewig ſehn ihrer ſha kend herz, Damit es ſich und loben. mhei durch keinen ſchmerz BVonn). ich uan dir abwenden laſſe. In 10. Erfreue mich, mein lih dut dir, mein vater! gruͤnde ſeelen⸗ſchatz! Du haſt in * a Wwat de t, Di in iſe ti nirſſn a) Glaubent ——— — — ana — woffen. S 3 dan/ — — — — — —— — 1 von dir wende. ² von der Heils⸗Otdnunguͤberhauvt. 351 Scheidet weder leid noch mich; Gib, daß mein feſter laube dich Als ſeinen chutz umfaſſe. Halt mich, Daß ich Ja nicht weiche; Kom und rei dreiche Mir die haͤnde, Daß kein fall mich 8. Den glaubens ſchmuck trag ich an mir; Vermehr nun auch die tugend zier, Die man zum ſhmuck zählet. Du haſt mich, HErr! zu deinem ruhm, Zum koͤnige, zum prieſter⸗ 5 rhum, Ja gar zur braut er⸗ ich Mich verſchreiben, u bleiben, Daß ich dro⸗ Dein meinem herzen platz, Er⸗ fuͤlles mit vergnugen. Gib ihm des himmels lebens⸗ ſaft, Laß mich durch dei⸗ ne liebes⸗kraft Hier alles leid beſiegen. Eil, mich Bruͤnſtig Voll verlangen Zu umfangen, Mich zu kuͤſſen, Alle noht mir zuu verſuͤßen. 4 11. Erhalte mich in dei⸗g nem licht, Und laß mich, weil ich lebe, nicht Von dei⸗ ner gnade trennen. Voll⸗g rzur waͤhlet. Schmuck mich, Daß ich Dieſe ehre, Ziere, mehre, Nie verliere, Bis ich ſte dort ewig fuͤhre. 9. Verklaͤr dich taͤglich mehr in mir, Ein reich er⸗ kentniß gib von dir; Laß mich gewiſſer werden, Daß ich in deiner gnade ſteh, Und auf den himmels⸗we⸗ gen geh, So lang ich wall fuͤhr in mir dein gnaden⸗ werk, Gib geiſtes⸗kraft und glaubens ſtaͤrk. Laß mich dich ewig kennen, Und mich Stetig In dir leben, An dir kleben, Bis ich ſter⸗ derebrrbrbre.“ 12. Umgib mich endlichu uͤberall Mit gnaden⸗pro⸗ ben ohne zahl: Dein auge & auf erden. Gaͤnzlich, Wil mich behute/ Daß ich in Dandem Were der Deſenng, unseee Piade„ Daß kein in3 Eſu bleibe. 3 14 C&LChein vater! 314. Fnnzants Dein kind, nach deinem bilde, Und ſchaffe ſelbſt in mir Die neue kreatur. Laß mich auch guͤtig ſeyn, Auch he ut gnade zeig' an mir Siicch deines ſinnes ſpur. 2. Mein licht! erleuch⸗ te mich, Laß deiner gnade ſtrahlen Mir dringen in mein herz: Vertreib die finſterniß. Ich fall und irre ſonſt Zu allzu vielen malen; Ja werd ich micht erleucht, Verderb ich ganz gewizß. 3. Mein weg zum vater⸗ land! Ach oͤffne m pforte, Die mich, HErr! in dein reich Im glauben uberbringt. Du weißt ja, daß dein knecht An einem deiner gnade ſteh, Undſtets darinnen weiter geh. Gib mir, o wunder gute! Taͤglich, Stuͤndlich Neue ſchade Sic ilig, weiſ' und milde, jne mir die gnug gewohnt, Un nach freyheit ringt. 4. O wahrheit! heilge mich In aller deiner wahr⸗ 8 4 1 ſinn Zur rechten lauter⸗ keit: Vertreib den luͤgen⸗ tlarheit, Und mache mich recht feſt In und ſtrik. 5. Mein leben! leb' in leben. Ich bin ja ohne dich Du kanſt, o lebens brod Mir einzig nahrung geben Fuͤr meinen matten geiſt In aller hungers⸗noht. 6. Mein laͤmlein, ſtil unſchuldig! Ach wirke doch leins⸗ſinn; So werd ich auch, wie du, Im leiden recht geduldig, Und laſe fuͤhren hin. 7. Mein meiſter! lehrr kennen, Weil ohne dich, o licht! Ich GOtt, das licht nicht ſeh. wuͤſten orte Schon lange mich Ihn abba recht zu d nun heit, Und bringe meinen ar ſt allem kampf mir, Und laß mich in dir o me Zum guten gaͤnzlich todt. und from, Rein, heilig und in mir Den ſanften lam mich zum kreuz Gar willg mich Den vater recht er⸗ Ach unterweiſe nen- 1 de, J der von der Heils⸗ Dednung Terhanpe. fatbetn nennen,„ Daß mein hebeh algeir, In rechter brunſt nn 5 2 Mein hoherprieſter! 3 hoͤr Nicht auf fuͤr mich zu beten, Ach! rufe do mit mir Den vater taͤgli Wan. Laß deinen heilgen d geiſt Mit ſeufzen mich ver⸗ ai treten demn ich im har⸗ ten kampf Selbſt nicht mehr beten kan. 9. Mein koͤnig! ſchuͤtze li mich, Wenn ſatan, welt und ſuͤnde, Die ſich noch in (kauſt, 1n mir regt, Auf meine ſeele einzes u ſtuͤrmt. Hilf, daß in deinem menen u ſchooß Ich allzeit ruhe fin⸗ aller huug de; We Alder nur ſicher iſt, 2 8 Dendeine macht beſchirmt. rfrom,J 10. Mein dirte weide ahuddig. N. 3 mich Auf einer gruͤnen rür Da e auen, Und lagre mich im a ſinn. 6 derſtAne friſche waſſer hin. 9, wiede 5 alt mich vom irrweg ab: . atdud Wolt ich aufs eitle ſchau⸗ mſen, So bringe bald zurecht Den ausgeſchweiften ſinn. V 6 1I. Mein arzt! bin ich 9 u perwundt Sind ausge⸗ ehrt die trafte; So laß dien liebes⸗fluß, Dein Velaß wergoßnes blut Mich hei⸗ 1 t 5 laß des geiſts Erneu⸗ ungs⸗ lebens⸗ lſte Wich „ wn. 3 guten laben und erfreun, Mir ſtaͤrken herz und muht. traue dich Noch naͤher mei⸗ nem herzen, Und laß mich deiner treu Noch mehr ver ſichert ſeyn: Aufdaß zu aller zeit Ich meiner ſar len ſchmerzen Getroſt ver⸗ ſenken darf In deines her⸗ zens ſchrein. 13. Mein braͤutgam! liebe mich, Und ſetze mir das ſiegel Der unverfaͤlſch⸗ ten treu, Den geiſt, auf meine bruſt. Laß d gruß und kuß Mich ſchmek⸗ ken; ſey mein ſpiegel„ Darin ie mich beſchau Mit wahrer ſeelen⸗ zuſt. 14. Mein ein und alles! laß Mit dir mich eins hie werden: So wird mir alles nichts, Du aber alles ſeyn. Und nimt denn deine huld Mich endlich von der er⸗ den: So geh ich voll Zu deinen freuden ein. Von dem Gnaden⸗Be⸗ rufe GOttes. Mel. Wer nur den lieben GOtt. s hat zwar 5 GOttes große 335. L 353 12. Mein freund! ver⸗ 1 einen freuden 4 4 5 4 1 1 3 * —— ——— — 4.—— 354 Vendem Werieder Heillgunng liebe, Die unausſprechlich heiß und zart, Sich durch gar viele ſtarke triebe In manchem werke offenbart: Doch es gebuͤhrt auf viele weiſ Dem gnaden⸗ruf be⸗ ſondrer preis. 2. Man denke doch, was ſind wir armen? Wir alle ſind verlohrne ſchaaf: GOtt gieng uns nach mit viel erbarmen, Ka uns des falles jammer traf. Da wir aus bosheit uns verirrt, So rufet uns der waren ein verdamter hauf. So aher macht uns GOit Nn die thuͤren Zu ſeiner gnade ſelber auf; Doch viele blei⸗ ben taub und blind, Weil ſſedverſtock und boshaft ind. 6. Ach HErr! laß uns dein wort nicht rauben, Laß es erſchallen fort und fort. Ruf ferner uns zur buß und glauben; Bis wir an jenem freuden⸗ort Im himmel mit der engel ſchaar Dich preiſen werden treue hirt. b 3. Er rufet uns durch ſeine knechte: Er warnet uns fuͤr der gefahr. Durch ſein wort lehrt er ſeine 4 te, Er ruft uns ſchon ſo e eneer, Wrde A 4 auf, er rufet fort, Wir hoͤ⸗ ren ſtets ſein heilig wort. 4. Er rufet uns zu ſeinen hutten⸗ Er rufe uns zu einem mahl, Zur wahr⸗ heit und zu guten ſitten, n ſeines ſohnes hochzeit⸗ Ral. O gnad und huld!o wunderthat! GOtt rufet uns noch fruͤh und ſpat. 5. Wir konten nichts, 316. r. immerdar. Mel. JEſu deine heilge wundn. OTT! dei ſcepter, ſtuhl und krone Herſchet uͤber alle welt. Du haſt deinem arh liebſten ſohne Laͤngſt en hochteit mahl beſtellt. Di ey dank ohn end und zahl⸗ Daß in dieſem liebes⸗mahl Du mich auch, aus lauter gnaden, Von der ſtraße laſſen laden. 2. HErr! wer biſt due groß und maͤchtig; Ich nur erde, ſtaub und koht. Duſd biſt ewig reich und praͤch als uns verlieren, Wir ie, Ich voll dürftat ‿ — —— 2— B₰ — — Ach hen mwolt na 4 ait duffen. an m a lam! O mein HErr und hinme m ar Dichm. nerdar. Jeſiudeinzee 6 krone Se pelt. Dai ten ſohwe zeit maßlii ankohn e jin diſemn 5. O 3 mich auh und koͤnig! Du rufſt ſel⸗ mladen. Her⸗ undm ſiand un ewig 5 Jc ul — — — — —— 2—= — n biſt heilig, ich verdorben: n gn Meine ſchwachheit danket riic und zwar von dem Gnaden Berufe GOttes. 355E h und noht: Du voll licht und herrlichkeit, Ich voll nacht und dunkelheit: Du Du das leben, ich erſtorben. 3. Dennoch, o der gro⸗ ßen gnaden! Werd ich zu dem hochzeit⸗mahl Als ein aſt von dir geladen: Ich 5 in des himmels ſaal brautigam! Mit der engel chor und reihen Ewig mich, ach! ewig freuen. 4. Wen nun duͤrſtet, kan fich laben; Weil hier le⸗ bens⸗waſſer quillt. Hier iſt ſeelen⸗brod zu haben, Welches allen hunger ſtillt. Sußes mahl, o freuden⸗ ort! Hier laͤßt GOttes herz und wort Fuͤr die ſuͤnd und ſeelen⸗plagen Sich zur ar⸗ zeney auftragen. 5. O du großer HErr ber: komt herbey! Ich, ich bin ja viel zu wenig Al⸗ ler deiner lieb und treu! dir G dafür; Ruͤhr und lehr mich jelt Niemals Vndt gnug ſt, die proben Solcher nen gaben: Nuͤhre die durch deine macht, Die das eitle ſo lieb haben, Daß ir labe, nd die volle gnuͤ⸗ ge haee. 7. Zeuch du mich, dein mahl zu ſchmecken, Aus der wecken, Welche mich ſo ſehnlich ruft: Kom, o menſch! und eile ſchnell! Kom, und iß dis brod der ſeelen, Dich mit IEſu zu vermaͤhlen. 1 8. Heffne, vater! herz und ohren, Daß dein wort zu herzen dringt, Und mich zu den freuden tho⸗ ren Jener auserwaͤhlten bringt. Laß mich, den du theur erkauft, Der auf Chriſti tod getauft, Bey den traͤbern nicht verwei⸗ len, Zu dem gnaden⸗mahle 9. Gib, daß mich dis gnabe recht zu loben. 2 ihr herz dein mahl verachtt. Laß die lebens⸗quelle miruuuu Reichlich flieſſen fuͤr undu fur, Daß mein geiſt ſichim Kom zu dieſer lebens⸗ quell! 6. Ruͤſte mich mit det. ſchwarzen ſuͤnden⸗ gruft. Laß mich finde ſtimme welt⸗getuͤmmel, Das als 4 8 4 8 8 6 3 — —— — — 8ö—ö—ooöoW——ſſſͤſſſ ———— —— ,· ————* 3568 Ven dem Werke der Heiligung rauch und ſchatten flieht, Nicht von jenem mahl im himmel Von der lammes⸗ ochzeit, zieht. Zieh mir an das hochzeit kleid, Chri⸗ „ Daß de, Steh auf, dieweil es ſti haisgereche keit, Da ich mit dem Eern der eh⸗ E horen. Mel. Nun danket alle GOtt ꝛc. ren Hochzeit feyre ohn auf⸗ 217 ſuͤßes gnaden⸗ 31/8 wort, Das ſt IEſu mund laͤßt ſiie ſſen! Das ſich durch jeden ort Der erden ſoll ergieſſen: Geht hin in alle welt, Und predigt GOtt zum ruhm, Weils ihm alſo gefaͤllt, Das evangelium. 2. Dis iſt die friedens⸗ ſtimm Und botſchaft vieler freuden, Die ohn geſetzes grim An juden und an hei⸗ den Ergehet in der zeit, Und noch im herzen ſchallt: Ach waͤr es doch bereit Dem ruf zu folgen bald. 3. GOtt iſt noch jezt ge⸗ treu, Er ruft und macht ienieden Das herz von unden frey, Und ſchenkt ihm ſeinen frieden: Allein der menſch verſtoßt Den raht der ſeligkeit, Und ſun diget getroſt Auf gnad in ſſeu ſicherheitt. eſanda⸗ 4. Mein herz! ach denke pad nach, Erweg die große gna⸗ tag, Daß dir die nacht nicht ſchade⸗ Die etwa bald ein. weh richt. Esiſt der boͤſen welt farc Ein ſchreckliches gericht dem Auf ihren trotz beſtellt. 5. GOtt laͤßt die gnaden imm Vom neuen heut herz! vernim, Was Got⸗ tes wolgefallen; Das evan⸗ gelium Gebieret dih daßn ganz neu; Drum komme alei wiederum Zu GOtt in geſſe wahrer rau. 6. Wer glaͤubet, werge⸗ tauft, Undfeſt im glauben pra⸗ bleibet, Dem hilfts, daßer— erkauft. Doch, wer nur Ne blendwerk treibet Mit ſei⸗ nem chriſtenthum, Derz kan nicht ſelig ſeyn: Erſ ewger hoͤllen⸗xpein. iu h 7. Ach! moͤcht die boͤſe nat welt Doch dieſes einmal luſn faſſen, Und das, was GOtanni misfaͤllt, Von ganzem her⸗ zen haſſen, Als: wolluſt/ enn erſchallen: Darum, mein wird verdamt, koͤmt um In den i jſchretlit Fihten it — — .GOttlä um Dnn „ Gallen: Im. e vernim wwolgefalle dum Geti 2z neu; A dderum R dyxer du . Wergit aft, Undfit bet, Dent ruuft. De Luͤwere und zwar von dem Gnaden Berufe GOttes. 352 1 augen luſt„Und dieſen fal⸗ ſchen wahn, Daß man bey ſuͤnden wuſt Doch ſelig werden kan. b 8. Hinweg verdamter ſchein, Der du das herz ver⸗ fuͤhreſt, Und nichts, als weh und pein, Und hoͤllen⸗ furcht gebiereſt: Bey dem, der ſuͤnde thut, Kan glaube nicht beſtehn: Wo GOs im herzen ruht, Muß ſuͤnd und nacht ver⸗ gehn. 1 9. O JEſu! leite mich In meinem ganzen leben: Laß meine ſeele ſich Zu dir allein erheben: Daß ſie im geiſte ſchon Zu dir gen him⸗ mel faͤhrt; Bis ſie vor deinem thron Dich ewig preiſt und ehrt. Mel. Bon GOtt wil ich nicht d. 218§ein hirte! wie 3 9. ch ſo treulich Gehſt du dem fuͤnder nach, Dem ſuͤnder, welcher frei⸗ lich Gax bald und allge⸗ mach In ſein verderben „laͤuft; Wo deine hand den armen Nicht ſelber, aus er⸗ nicht an; So gehſt du viel 2. Wie troͤſtlich iſt dieuuul ſtimme, Die alle ſuͤnder uuuuu lockt! Ach ſpraͤcheſt du im grimme: Weicht, die ihr euch verſtockt! Weicht, ſun der, weicht von mir, Ich wil euch nicht erkennen! Wer wolt es unrecht nen nen? Wer biſt du! wer ſind wirirrl 3. Doch nein, du heißt uns kommen, Und ſuchſt uns ſelber auf; Du laͤſſt u indeß die frommen: Dein herze ſinnt darauf, Das recht fuͤr liebe brennt, Daß doch das ſchaaf zur herde, Zuruͤck gefuͤhret werde, Davon es ſich getrennt. * Luc. 15, 4. Nimt nun der freche under Den gnaden⸗ruf gelinder, Als man geden⸗ ken kan. Du ſetzſt ihm lan⸗ ges ziel, Er kan noch gnade hoffen, Der zugang ſteht ihm offen, Wenn er nur kommen wi. 5. Ach hirte meiner ſee len, Ach wahrer herzens⸗ freund! Was ſol ich es verhehlen? Du haſt es wol —ö— barmen Und gnade, noch ergreift. gemeint. Ich war verirrt, 3 3 ver Von dem Werke der Heiligung 8* herflucht; Du haſt mich in der wuͤſte Der ungezaͤum⸗ ten luͤſte In gnaden heim⸗ geſucht. 6. Dein wort ſchallt noch im herzen, Das mich zur buße rief, Als ich, zu dei⸗ nen ſchmerzen, Den weg zur hoͤllen lief. Wie gnadig ſogſt du mich Von dieſem breiten ſtege Durch kreuz und andre wege! Mein hirt! ich preiſe ſdch. 7. Ach daß ich deinem 8* triebe Nur auch gehorſam 2 waͤr, Und deine hirten⸗ ſtoß den ſuͤnder nicht! Es wandle deine gnade Nicht in ein zorn⸗gericht. 9. Du kameſt ja, zu ſu⸗ chen Was ganz verloren fluchen, Und machteſt of war, Du lieſſeſt dich ver⸗ meweiſt: Daß duanſedem orte, Ach theuer wehrte worte! Der ſuͤnder heiland ſeyſt. laͤuben; Doch gib mir ſe ber kraft, Wie ich, auch treu zu bleiben, Den rech⸗ glaubens⸗voll Aus deinem 319. S. Err dan⸗ feſt mir: Du zieheſt ui ich folge dir. Du fedet . von mi 6 nim es hin. 2. Ich hab oft deinen n 6 wi 10. Das laß mich feſte ten lebens⸗ſaft Getroſt und unr herz und ſin Mein ſchoͤpfer, nim, achl k verſchmaͤht, Es fenbar, Was uns dein na⸗mir leid, ich komme A mat fett md 1 fn fog 60 dat, Avergeh, 6 t treue, Me T entſtehn. Iſuche 8 * in deineſt. rich ſendere⸗ ſtets und 2 Wenn win olge dir.1 GOtt! Durck glut, durch noht und tod. und zwar von der Erleuchtung. Doch iſt mir lieb, daß deine gut Noch auf mich armen fͤnder ſieht. 3. Ich wag es aber laͤn⸗ ger nicht 5 unterlaſſen meine pflicht. Ich komme, HErr! voll reu und buß; Ach aber, ach! wie wankt mein fus 4. Es geht mir, wie es Petro gieng; Dort koͤmt ein ſturm, ach HErr! ich ſin?: Ach reiche mir die ſtar⸗ ke hand, So wird das ſinken abgewandt. 5. Du rufeſt mich: nun ruf ich dir, Mein heiland! kom zu huͤlfe mir! Mein matter fuß kan nirgend fort; Ach trage mich an ſtell und ort.. 6. Floͤßt du mir matten krafte ein, So werd it kuͤnftig ſtaͤrker ſeyn; So folg ich dir, mein HErr und fluht und a vir. un Von der Erleuchtung. a ſchöuiee hin. 3 d dnd — Mel. Liebſter JEſu wir ſind ꝛc 220. Owig weſent⸗ 320. K liches licht, 1 GOtt! der du im lichte le⸗ tung zu beſingen. 2. Deines ebenbildes licht Iſt in Adam bald ver⸗ loren: Deinen geiſt ver: ch nicht, Ich bin fleiſch vom fleiſch geboren, nehm i Ich weiß nichts von mei⸗ ——. 359 beſt, Aber auch dein angeu ſicht Ueber uns im licht er⸗ hebeſt: Laß mirs durch dein licht gelingen, Die erleuch⸗ nem heile, Oder habe vorꝛ urtheile. 3. Der natur verderbtes b licht Kent in ſeinen ſelber nicht: Was wil i von GOtt denn wiſſen? Deſſen weisheit i kenne, Und die thorheit weisheit nenne. b 4. Huner iſt die nacht ch ſchier hin! Ja, der tag ſoolu ſie vertreiben. Werde licht, mein finſtrer ſinn! Was wilt du im dunkeln blei⸗ ben? GOttes gnad iſt diere erſchienen, Die ſol dir zum leit ſtern dienen. ſterniſſen Seine baeſ⸗ nicht . Ja, der glanz der herr⸗ b lichkeit IEſus, die gerechte nne, Muß in ſeiner lei⸗ ens zeit Uns zur ewig⸗ hellen wonne Eine nacht 3 4 des Von dem Werke der Heiligung ten alle heiden. 6. Was nun JEſus, durch ſein wort Als des lichtes glanz, verſprochen; Scheinet in dem dunkeln ort, Und das licht iſt ange⸗ brochen. Dis ſolt unſerm ſuß auf erden Wie ein licht zum himmel werden. 7. GOtt gab einen hel⸗ len ſchein In die herzen ſeiner lehrer: Dieſer ſtrah⸗ let noch hinein Durch die ſchrift ins herz der hoͤrer: leuchtet nennen. mein nichts, Und zugleich in GOtt mein alles, Mei⸗ nen mangel alles lichts, Und wie aus den finſter⸗ niſſen IEſus mich heraus geriſſen. ein licht, GOttes gnade, JEſu liebe, Meines glau⸗ bens zuverſicht, Und des guten geiſtes triebe; Daß mir nun im finſtern thale Stets ein licht des troſtes ſtrahle. b des todes leiden, Zu erleuch⸗ Da kan man das licht er⸗ kennen, Und ſich ſelbſt er⸗ 8. Ich erkenn in mir Meine finſterniß e 9. Da heißt alles mir mein licht; Dein wort ſe mein glanz auf erden. Der⸗ in 10. GOtt mein ſichti erleuchte mich, Daß ich mich und dich erkenne Daß ich duuch d HErren nenne. Toͤdte meiner thorheit dichten, Dehredu mich geiſtlich rich⸗ en. 1I. Aber laß nicht den verſtand Nur allein dein wort verſtehen. Leite mich mit deiner hand, Auch im licht einher zu gehen. Denn ſonſt wuͤrd ich bey dem wiſſen Nur mehr ſtreiche leiden muͤſſen. I2. HErr! erhalt uns ſtets dein wort, Das ins immer weiter lehret. Fuͤhr uns in dem lichte fort, Bu das ſtuͤck⸗werk aufgehoͤret, Und wir zu dem lhte nahen, Das wir hier in ſpiegel ſahen. 13. IEſul ſey demnach ne huld verdunkle nicht, Laß mich auch zum lichte werden; Bis vor deinem mnaeſiche Ich dort leucht heinem lichte. —.— =— —— ich durch den geiſt nur dich IEſum meinen M weiner hen. 2 dir m — tief verderben, Und meiner ſeelen jammer⸗ſtand; Es 1. HLeli dein wott teer weitert rin dem ütt atück went a wir zu En, Das Mel. Wer nur den lieben G Ott. b 6 b 221. ſchrey gus meinen ſuͤn⸗ den⸗banden, O lebens⸗ guell und licht! zu dir: Mach mein vertrauen nicht zu ſchanden, Ach neige dc dein herz zu mir! Nim die des armen erd⸗wurms an, Der ſich nicht ſelber helfen kan. 2. Ich klage dir mein drohet ihr ein ewig ſter⸗ ben, Wenn ſie nicht deine vater⸗hand Und deiner lie⸗ be ſanfter geiſt Aus ihrem einſtern kerker reißßt. 3. Du hatteſt mir dein bild gegeben, Ich ſolte ſeyn ein licht in dir. Jezt kan ich nichts als widerſtreben: Jezt fehlt die anerſchaffne elſahn zier. Ach weh! nun iſt Jeu mein unſchulds⸗kleid Voll 4 dr. d ſn en⸗koht und heßlich⸗ 1 4 Jch bin mir die u H auh nacht umhuͤllet; Licht, kraft 2nsg und ſchonheit iſt geraubt: 2ei vr Das herz, mit boͤſer luſt a ſlchl einem erfuͤllet, Haͤlt ſeine tuͤcke und zwar von der Erleuchtung. 361 und alles zugericht: Drum HErren ſeyn. vor dir wandeln, Und ſtets fuͤr erlaubt, Und, da es licht 4 und wahrheit ſcheut, Liebt es der fuͤnden dunkelheit. . Ich hab des ſatans falſchen ſtricken In ſicher⸗ heit zu viel getraut, In un: erkanten eignen tucken Auf meine macht zu viel gebaut; Bis daß er meinen fuß be⸗ ruͤckt, Und in das ſuͤnden garn verſtrikkt.. 16. Nun weiß ich, ich vollu inſterniſſen, Nicht, was es geiſtes GOttes iſt: Mir ſind die augen ausgetiſſen Durch ſatans falſche ſchlan⸗ gen⸗liſt; So daß es elend um mich ſteht, Wenn mir nicht bald dein licht auf 7. Ein wort aus deinemuuuut allmachtsmunde Hat welt ſprich zu mir in dieſer ſtun de: Es werde licht! ſo werd ich licht, Und bald uuu durch deinen gnaden⸗ſchein uuuuu Ein licht in GOtt dem uluuluulu 8. Laß mich im lichte lllt In meinem thun behut⸗ ſam handeln. Laß deiner durch deines lichtes kraft Von dem Werke der Heiligung 1 ftrahlen feigenſchaft Voll Von der Wiederge⸗ buhrt. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. 2 Ien GOttes 3.(¶A reich geht nie⸗ mand ein, Er ſey denn neu geboren⸗ Sonſt iſt er bey em beſten ſchein Mit ſeel nd leib verloren. Was lriſthlüche zeb uhrt ver⸗ derbt, In der man nichts als ſunden erbt, Das muß GOtt ſelbſt verbeſſern. 2. Sol man mit dieſem hchſten ut In der gemein⸗ ſchaft leben; Muß er ein ander herz und muht Und neue kraͤfte geben. Denn nur ſein goͤttlich ebenbild FIſt, was alleine vor ihm gailt; Dis muß er in uns Waffen. b 3. Ach vater der harm⸗ herzigkeit! Was JIEſus uns erworben, Da er zu unſrer ſeligkeit Am kreuz fuͤr uns geſtorben, Und wie⸗ „ ————jjyy—— —— 1— baͤhr uns neu, Er aͤndre die mal erneuren: Wir wol⸗ len dir, o treuer hort! Mit daß du nun verſohnet biſt Das laß auch uns genieſſen. 4. Dein guter geiſt ge⸗ gemuͤhter, Mach uns vom ſuͤnden⸗dienſte frey, Schenk uns die himmels guͤter. Zwar in der tauf iſt es ge⸗ ſchehn; Doch haben wirs nachher verſehn, Und ſeol⸗ chen bund gebrochen. 5. Drum wirſt du durch dein kraͤftig wort Uns aber⸗ weͤt zorn i Mah ga ge dinſde he din — A n 8 herz und mund betheuren/ Von nun an nicht in ſicher⸗ heit, Vielmehr mit fleis, beſtaͤndigkeit Und treu vor dir zu wandeln. 6. Nim uns, o vater. wieder an: Ob wir, alb ſchnoͤde ſuͤnder Gleich nie, was du befiehlſt, gethan: So werden wir doch kinder/ Wenn uns dein geiſt vom neuen zeugt, Und unſer herz zum guten neigt Im glauben und in liebe. 7. Wir wollen denn, was du uns giebſt, Hin fuͤhro feſter faſſen: Wir wollen dich, weil du uns der auferſtanden iſt: So, liebſt, Nicht aus dem her 0 r, otren aund mud onun art — Vielmeh Indigket —) Sto fitte Aleh 5„RR 4 d ſbade Ward durch Chriſt ſt/ 1 du feſe ü D den prant. Dich zu fuͤrchten, eraft und zwar von der Wiedergebuhrt. 363 zen laſſen, Daß deine goͤtt⸗ liche natur In uns, der neuen kreatur, Beſtaͤndig ſey und bleiile. 8. Nun, HErr! laß dei⸗ ne vater⸗huld Uns jeder⸗ zeit bedecken, Damit uns weder ſuͤnden⸗ſchuld, Noch zorn und ſtrafen ſchrecken. Mach unsz der kindſchaft ganz gewiß, Und ſchenk uns einſt das paradies, Das er⸗ be deiner kinder. Mel. 15. Solt ich meinem GOtt. Err! du haſt 323. Mm wa bade Mir viel gnade mitge⸗ theilt: Meiner ſeelen tiefer lut geheilt, Und dein gei 2s der auf der tiefe, Als er n alles ſchuf, geſchwebt, Hat mein todtes herz belebt: Aber wenn ich mich recht pruͤfe, Ach! ſo iſt die todes⸗ nacht Wieder bey mir auf⸗ gewacht. 2. Ach! durch die ver⸗ gfluchte ſuͤnde Riß ich mich von deiner hand: Nun iſt, weh mir armen kinde! Dein zorn gegen mich ent⸗ dich zu lieben, Zu vollbrin⸗ gen meine pflicht, Find ich uun ke ſes auszuuͤben, Dazu reißt waſſer⸗ ſt ſtorbnen herzen. dem lebens⸗heiland hin. mich in die freyheit gehn. ine kraͤfte nicht: Aber bo⸗ den matten ſinn Ein ſehr ſtarker trieb dahnn.[£. 3. Weil ich nun in die⸗ ſem ſtande Nicht geſchickt, dein reich zu ſehn; So zer⸗ reiß die todes⸗bande, Laß Zeuge, vater! mich aufs neue Durch dein wort, u durch deinen geiſt, Der des lebens urſprung heißt, Das ſich meine ſeele eue, Wenn ie, munter und geheilt, u dius dem tod ins leben eilt. b 4. Nim mich arme hand voll erden, Lebens geiſt! in deine cur, Und laß mich theilhaftig werden Deiner goͤttlichen natur'. Wirke unter reu und ſchmerzden Eine neue glaubens⸗kraft, u Die allein dein odem ſchafft, In dem ganz er⸗ Neige meinen geiſt und ſinn Zu uuu *† 2. Petr. 1, 4. 5. Laß durch ihn mich erlangen; Floͤß mix geiſt 6364 Von dem Werke der Heiligung geiſt und leben ein, Ihn im glauben zu umfangen: Laß den glauben thatig ÿõÿ— t meiden, Laß mich lieben meinen GOtt, Laß mich halten ſein geboht, Heilig leben, muhtig leiden. Ma⸗ cche mich, als GOttes kind, Meinem vater gleich ge⸗ 6. Laß den geiſt mir zeug⸗ niß geben, Daß mich GOtt als vater liebt. Gib mir kraft, dich zu erheben, Wenn dein blick mir freude iebt. Gib mir kraft, ge⸗ troſt zu ſterben, Weil ich, nach verfloßner zeit, In der frohen ewigkeit Sol ein ewig leben erben, Da werd ch den vater ſehn geiſt, laß es geſchehn! Mel. Mein Herz und ſeel den ꝛc. ECgpein heiland, 32 †. 6 du mußt die n uns verklaͤren, Und uns durch geiſt und waſſer neu gebaͤren: Wir muſſen ja aus GOtt geboren ſeyn, Sonſt gehen wir nicht ins reich GOttes ein. 2. Denn was allhier als 4 1. 7 —-„——, ————————— —— d a ——ℳ———— — 4— 9— eyn, Laß mich todte wer⸗ aber n: Guter Iſt ſchnoͤdes fleiſch und geht dereinſt verloren. Was ber geiſt vom geiſt geboren heißt, Vergehet nicht, es iſt und bleibet geiſt. 3. Zerbrich in uns, GOtt! das ſünden wein Auf daß wir bald durch dei⸗ ne hand geneſen. Vol⸗ fuͤhr in uns dein werk, du hoͤchſtes licht! Du mußt es thun, wir ſelber koͤnnens 17 nicht. 4. Ertoͤdt in uns des kleiſches boͤſe triebe, Ent⸗ zuͤnd in uns das feuer dei ner liebe. Erwecke uns durch deinen anaden ſchen So dringen wir vom to zum leben eiin. 5. Vom himmel laß die lebens⸗waſſer flieſſen, Den ſtrom des geiſtes ſich in uns ergieſſen; Durch dieſen wird der alte menſch ver⸗ ſenkt, Durch dieſen wirdder neue menſch getraͤnkt. 56. So wird der alte menſch zur gruft gebeuget, Und durch das wort em neuer menſch ezenget An welchem ſich das bild der ochſten weiſt: Und dis ge⸗ hchſtr ſ ſchieht — te hi neng tran mre fe G tnahm uu heweßn 4.‧ dntenſc Uaͤſe ner we deinen nſt verier äiunn bede gi Fanri tt. das ſine daß wieze Hand gaui in un nen 4 lcch ae 3 wir ſ t 1: Erh 1 ehes botg win uns d liebe. E 1 deinen ge dringen e ilte 9 b —— — — 9 t und zwar von der Rechtfertigung. ſaichi„o GOtt! durch einen geiſt. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Igroßer GOtt/ SA du reines we⸗ ſen! Der du die reine her⸗ zen dir Zur ſteten wohnung auserleſen! Ach ſchaff ein reines herz in mir, Ein herz/ das von der argen welt Sich rein und unbefleckt behaͤlt. 2. Vor allen mache mein gemuͤhte, Durch ungefaͤrb⸗ te buße, rein, Und laß es, HErr; durch deine guͤte n Chriſti blut gewaſchen 3 eyn. Denn mache much 3 d erinigkeit Des lebens ertig und bereit. 3. Reg beremerhnenn ar uem geiſte, Der mein ge⸗ treuer beyſtand ſey, Und mir erwün ſchte hüͤlfe lei⸗ ſte: GOtt! ſtehe mir aus gnaden bey, Und gib mir enen olchen geiſ Der neu, baße her mich in der gnade ehn, Und dort in deinen himmel gehn. b 5. Nim deinen ge 19 den geiſt der liebe, Do triebe Und ſeinen be der reinen ewigkeit. — Von der Kechtfer⸗ tigung. 2 A lle menſchen muͤſſen ꝛc. armer ſuͤnder Vor ſtreng gericht geſtellt, Der mit laſtern ſich be⸗ ſlect, den mich quaͤlet, Deine ſtraf⸗ in gerechtigkeit, Dein geſe das nichts verhehier, ebſt dem ſatan Meine ſeele zu (Ich weiß ni 26. Boyfer aller menſchen⸗kin⸗ der, r, Großer richter aller welt! Sich hie wird ein dein Der in ſunden iſt geboren/ Der dein ebenbild verloren Her in tiefen ſchul⸗ . Wein gewiſſen, das ehn bereit 4 verklagen, ts darzuf zu nun und nimmermehr von mir. Ach! leite mich durch ſeine and 1 fuͤr und fuͤr; Ja fuͤhre duuu mich durch die zeit Hin zu Von dem Werke der Heili gun g ſagen: Denn ein zeuge furcht verſchwindet, Weil ein ». Richter! ſiehe mei⸗ nen buͤrgen, Siehe die be⸗ zahlung an: Dieſer ließ ſich 8 mich wuͤrgen, Dieſer hat genug gethan. Der hat dein geſetz erfuͤllet, Der hat deinen zorn geſtillet. HErr! ſch glaͤube, ſteh mir bey Sprich von ſtraf und ſchuld mich frey. 6. Ach! was hoör ih gnade! gnade! Gnade ſchallt in meinem ohr, Ach mich ſuͤnden⸗wurm, m made, Hebtein ſanfterun empor. GOtt ſpricht: ſun⸗ der, du ſolt leben! Dein ſchuld iſt dir vergeben, En getroſt, mein lieber ſoßn Kom zu meinem gnaden thron. 2. Seht, wie ſich deral⸗ ſund ſchlieſſet! Seht ue ich der himmel freut, aa das blut des lammes ſie⸗ ſet, Da mich die gerechit keit Des vollkomnen mit lers decket. Wer iſt, e mich ferner ſchrecket? Wa iſt, der ſich an mich wag Und ein himmels ⸗-lind ber klagt? Meinem richter dargeſtellt. 8. Richter, der michbe⸗ geſprochen, Vater, dernic zaͤrtlich liebt! Mittlende was ich verbrochen Undge raubt, GOtt wieder gunt Geiſt, der mir den glaͤuben ſchenket: Mich wunden ſukent gnaden! in Jeſll GOtt der ir ſey ruhm, Und mein herz dein eigenthum.⸗ 9. Laß mich nundieſtn d nit lut des la Na mich des vollkom ecket. W terner ſchtt rſich um Lin himme 3 Rchterw achen, Vau Ihliebt. M 3 aus der geiſt, Vom g ſetz er⸗ der mine t: Mih 4* 1 19 — —2ᷣ —* — — — nl dirſom herz dnan ſeyn befliſſen, Mit verleug⸗ 1 4 227 3 7⸗ 6 3/ mit uns verloren. wahn dabey: GOtt haͤtt ſeinſetz drum geben, Als ob wir moͤgten ſelber frey 1 und zwar von der Rechtfertigung. 367 de haſſen, Die das herz mit angſt beſchwert. Laß mich alles unterlaſſen, Was den theuren frieden ſtoͤhrt. Reinge taͤglich mein gewiſſen, Laß mich eifrig nung dieſer welt Das zu thun was dir gefaͤllt. Hs iſt das heil /. Dés uns kommen her Von guͤt und lauter gnaden. Die werk ver⸗ moͤgen nimmermehr Zu Darnach vollkoͤmlich leben. l So iſt es nur ein ſpiegel zart, Der uns zeigt an die ſuͤndig art, In unſem fleiſch verborgen. 4. Nicht moͤglich war,f dieſelb unart Aus eignen kraͤften laſſen: Wiewol es oft verſuchet ward, Doch mehrt ſich ſuͤnd ohn maa⸗ Sie nahm urſache am geboht, Das draͤute mir ßen. den ewgen tod, Weil ich der ſuͤnde diente. erfuͤllet ſeyn, Sonſt waͤrnu heilen unſern ſchaden. Der wir all verdorben: Drum glaub ſieht IEſum Chri⸗ ſtum an, Der hat gnug fuͤr uns all gethan, Er iſt der mittler worden. 2. Da man, was GOtt geboten hat Im gſetz, nicht konte halten; Erhub ſich zorn und große noht Vor GOtt ſo mannigfalten: Vom fleiſch wolt nicht her⸗ fodert allermeiſt: Es war 3. Es war ein falſcher ſchickt GOtt ſeinen dhn herein, Der ſelber menſch iſt worden. Das ganz ge⸗ ſetz hat er erfuͤllt, Damit des vaters zorn geſtillt, Der uͤber uns gieng alle. 6. Und wenn es nun er⸗ fullet iſt Durch den, der es kont holten⸗ So lerne jezt ein frommer chriſt Des laubens recht geſtalte; Nicht mehr als: lieber HErre mein! Dein tod l wird mir das leben ſeyn, Du haſt fuͤr mich bezahlet; 7. Daran ich keinen zweifel trag, Dein wort kan erer “ e 92 m Von dem Werke der Heiligung V kan nicht betriegen: Nun ſagſt du, daß kein menſch verzag, Das wirſt du nim⸗ mer lugen: Wer glaͤubt an mich, und wird getauft, Demſelben iſt der himm! erkauft, Daß er nicht werd verloren. 8. Der iſt gerecht vor GOtt allein, Der dieſen glauben faſſet, Der glaub giebt aus von ihm den ſchein, Soer die werk nicht laſſet. Mit GOtt der glaub iſt wol daran, Dem nech⸗ ſten muß die lieb duts thun, Wenn du aus GOtt ge⸗ boren. 9. Es wird die ſuͤnd durchs g ſetz erkant, Und ſchlaͤgt das g wiſſen nieder. Das evangelium koͤmt zu hand, Und ſtaͤrkt den ſuͤn⸗ der wieder: Es ſpricht: nur kreuch zum kreuz her⸗ zu, Im gſetz iſt weder raſt noch ruh Mit allen ſeinen werken. 10. Die werk kommen gewißlich her Aus einem kichten glauben: Denn das nicht rechter glaube waͤr, der glaub gerecht ke ſind des nech Dabey wirn glauben Den man derr wolt be⸗ Die wer⸗ merken. II. Der glaub ergreifet JEſum Chriſt, Seinkreuz, verdienſt und ſterben, d b durch die ſuͤnd gebuͤßet iſt: Wir koͤnnens nicht erwer⸗ ben. Die eigene gerechtg⸗ keit Thut nichts dabey, iſt wie ein kleid, So durch und durch beflecket. 12. Doch wenn man durch den glauben mn Gerechtigkeit empfangen; Muß man auch rechte wer ke thun, Dem guten ſtets anhangen. elb im glauben gar nicht bleibt, Mit that er ihn ver leugnet. W 13. Wer gnad bey Gott erlanget hat, Muß ihnvor augen haben: Daß er bey ihm ſuch huͤlf und raht/ Dank ihm fuͤr alle gaben In ſeiner furcht freywil⸗ lig leb, Des fleiſches leben widerſtreb: Das iſt der weg zum leben. rauben: Dochmacht alein a. Wer aber ſicet i Denn wer gottloſes weſen treibt, Der en knecht, —* — 8 — ſſͤ — d de recht glaͤubt,? ewahrt W was ihm gegeben, V acht die welt, das fleiſch betaͤubt, Sehnt ſich nach je⸗ lauben ſein n im himmels⸗throne: Das taͤglich brod ja heut uns werd: Wollſt unſrer ſchuld verſchonen, Als wir auch ſchuld gern thun. Laß uns nicht in verſu⸗ chung ſtehn, Loͤs uns vo uͤbel!l amen. ² den gi Ahtigkeit m rman auc Een, Demg Aingen 8 ſesweſende cn glauba, ,Mit ther 5: 1 aeſe 1 — het hin, Thut/ was ihmnur beliebet, Lebt fort nach ſei⸗ nes herjens ſinn, Der flei⸗ 9 uft Gett mc an, daß er i 1 2 nemgeiſt regier: Der laͤuft den weg zur hollen. wol, wenns am beſten iſt, Und braucht an uns kein 3 arge liſt: Des ſolln wir 32 en ihm vertrauen. zr fute wolt er nicht, Laß dich es / Dei 1 dung ct ken. Sein wort laß dir und zwar von der Rechtfertigung. 369 ſches⸗luſt raum giebet, on fuͤhr, Und ja mit ſei⸗ 15. Dafuͤr ſich huͤtet, wer 5. Ver⸗ nem leben, Den ſtets im werkerweiſt, Dem nechſten dient, GOtt ehrt und preiſt, Es geh ihm, wie es wolle. 156. Die hoffnung wartt der rechten zeit, Was GOttes wort zuſaget: Wenn das geſchehen ſol zur freud, Setzt GOtt kein gewiſſe tage. Er weiß 17. Ob ſichs anließ, als nicht eſhreden; Denn wo er iſt am beſten mit Da wil ers nicht entder⸗ ewiſſer ſeyn: Und ob dein hes ſpraͤch lauter nein, So aß dir doch nicht grauen. * 18. Sey lob und ehr mit hohem preis, Um die⸗ ſer gutthat willen, Gott vater, ſohn und heilgem geiſt! Der woll mit gnad Exfülen Was er in uns an fangen hat, Zu ehren ſelner majeſtaͤt, Daß hei⸗ lig werd ſein name. 119. Sein reich zukom, ein wil auf erd G'ſcheh wie unſern Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛc. § HErr mein 4 1 1 ——⸗—Z8Z8Z8Iſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤͤͤ —————* 370 DVon dem Merke der Neieguns tes findt, Iſt mein erloͤſer worden. 2. Vom himmel iſt er williglich Auf erden zu mir kommen, Und hat mein fleiſch und blut an ſich Aus Mroßer lieb genommen: Daß er mich ſchwachen heilen moͤgt, Dir wieder⸗ um zum opfer braͤcht, Was dich zum zorn gereizet. 3. Dich hat ein meuſch zum zorn bewegt; Di muſt ein menſch verſoͤhnen, Durchs kreuz, daß er ſo willig traͤgt, Dein'n grim und zorn ablehnen. Zu deiner rechten zeigt er dir Jezt immerdar, wie er ſich mir Mit freundſchaft hat verbunden, dis iſt mei 4. Sieh, dis iſt meine zuverſicht, Dis iſt mein ganz vertrauen: Wilt du, gerechter GOtt! michnicht Der ſuͤnden halb'r anſchau⸗ en; So ſieh mich doch in gnaden an: Weil gnug fuͤr mich dein ſohn gethan, Und meine ſuͤnd gebußet. 5. Nim wahr, o vater! deinen ſohn, Sey gnaͤdig deinem knechte: Kraft ſei⸗ ner menſchwerdung ver⸗ das blut ſo roht, Das von ihm iſt gefloſſen; Waſch der worden. du 9. Wer iſt ſo ſehr in alh ü ſchohn, Straf nicht nach ſtrengem rechte. Wenn du ſiehſt ſeine naͤgelmahl; Laß meine ſuͤnden ohne jahn Darinn verborgen leiben. 6. Wenn du beſchauſt ab von mir den ſunden⸗ koht, Weil ers fuͤr mich vergoſſen. Weil dich das fleiſch erzoͤrnet hat, Solaß des ſohnes fleiſc zur gnad Dich wiederum bewegen. 7. Sehr groß iſt, was ich oft und viel Mit ſün den hab verſchuldet: J. === doch ich nicht verzagen wi: ud Weil haße hat erdut mat det Gehorſamlich den bit tern tod, Und mir dadurch, keit erworben. 8. Groß iſt mein unge⸗ o treuer GOtt! Die ſelig⸗ Faß rechtigkeit, Die deinen zorn ſe erwecket; Sein unſchuld aber iſt das kleid, Damit ſie wire bedecete d enſch ſo große ſunde findt Die nicht in Chriſti tod — E —.„ —-———ͤͤͤ — — — — — — — — x — — — — ——— — — — — — verſchwindt, Der unſer bru⸗ in und zwar von der Nechtfertigung. 371 An. — — geſchwellet, Den Chriſti Des todes macht ſo groß lut ſout tod ſie zerbri b tes ſohn erlitten. don nur d roſſen. N ler menſchen ſuͤnden Auf widderm ges⸗zeit, Als zwiſchen hoͤll d hab verſc reicher GOtt! Deß gnad 3 Heherſan rrworben. Menen, en ungeyn z Gaͤnzlich getilget bleiben. c; En zlich getilget bleiben ii fuͤr ſtolz behuͤte. 8 lich wuͤte. Er r all' uan ch Er ſey mir all', Sein ich moͤgte. 2 Mel. Ach GOtt vom h 3 29. G liebſter ſohn, do GOtt! Nicht waͤr auf da ich in ſunden todt, Mein fleiſch nicht angenommen: So muͤſt ich armes wuͤr⸗ that willen. 2. Jezt aber! und raſt, Darf mehr verza nimmer⸗ Er hat mit dir verſoͤhnet mich, Da er am kreuz ließ toͤdten ſich, Aufdaß ich ſe⸗ lig wurde. 3. Drum iſt getroſt mein herz und muht, Mit kind⸗ ſein roſinfarbnes blut Wil Das er fuͤr mich vergoſſen welt Durch hoffart auf⸗ meis niedrigung nicht fällt, Darim un. Wenn er ſie ſich vorſtellet? Wem un iſt nicht, Der bittre kreuz⸗ ut ſoun tod ſie zerbricht, Den GOt⸗ 0. Ja wenn man Chri⸗ 1, Wal ai ſti gnad und huld Und al⸗ n. dn. 9. „h erzorne gleiche wage legen ſolt; So Löhats ſif wurde ſich befinden Ein ſol⸗ widdemn cher großer unterſcheid, Säg Als zwiſchen nacht und ta⸗ eh unn und himmel. b eich nihttk II. Darum, o du lieb⸗ dl Chuim reicher GOtt! bo nicht auszugruͤnden, Durch Atod, ir deines ſohnes blut und tod Aun Gor Verzeih mir meme funden. Laß durch ſein unſchuld Grcß ii meine ſchuld, Durch ſein ni eduld mein ungeduld i das Mh 12. Gib ſeine demuht 8 1 d mir zum ſchutz, Die mich iſo grwie 4— ſanftmuht ſteure meinem w eadr trutz, Daß ich nicht feind Perin was ich bedarf. So wird b in worden. Aa 2 kein urtheil ſeyn ſo ſcharf, Das mich verdammen immel ꝛc.Q enn dein herz⸗ erden kommen, Und haͤtt, melein Zur hoͤlen fahr3m in die pein, Um meiner un⸗ ab ich ruh uul gen; Weil er die ſchwere ſuͤnden⸗laſt Fuür mich ſelbſt hat getragen. lichem vertrauen. Auf dis mein hoffnung bauen, hat, Gewaſchen ab die miſ⸗* ſethat, Daß ich ſchnee⸗weiß 4 2 1 * . 5 3 8 54 Don dem Werkeder Heimng n ſeinem blut er⸗ dir mit freuden. che gnad demuͤh Von dir ſol mi ſcheiden. Was mir erwor⸗ ben hat dein ſohn, Durch ſeine marter, ſpott und hohn, Kan mir der feind nicht rauben. 5. Nichts hilft mir die erechtigkeit, Die vom ge⸗ ſetz herruͤhret. 7 n ſolchem werk erfreut, Wird jaͤmmerlich verfuͤh⸗ Des HErren JEſu werk allein Das macht, elig ſeyn; Weil n glaͤube. 6. GOtt vater! der du alle ſchuld Auf deinen ſohn eleget: HErr IEſu! deſ⸗ en lieb und huld All mei⸗ ne ſuͤnden traͤget: O heil⸗ er geiſt! de aft Allein kre as gute inh mir ſchafft; Laß mich ans end beharren. Mel. OGOtt du from Das darfſt du, D bloͤdes herz! en und ſo zagen,! Daß deine ſuͤnden dich Ohn unterlaß verklagen, Und gehn dir uͤbers haupt, — leich centner⸗ſchwerer n laſt, So daß du keine ru aſt/ee menge haſt? 2. Zwar billig muſt du fut dir Das ſuͤnden⸗ urtheil ſprechen: Du haſts mit GOtt verderbt: Vor dem iſt dein verbrechen Und boͤ⸗ ſer herzens⸗grund Entdeckt ich und offenbar: Du haſtden tod verdient, Das 1 ge⸗ wißlich wahr. 3. Verdamt dich nun dein herz: So hat GOtt gleicher maaßen Ein theu⸗ er⸗wehrtes wort Dir fenbaren laſſen, Daß, ſo gewiß und wahr Als du ein ſuͤnder biſt, Auch e. ſus dir zu gut Auf erden kommen iſt. 4. In dem ſteht unſe eil: Denn darum hat GOtt eben Den eingebohr⸗ nen ſohn Der welt aus lieh gegeben, Der alle ſuͤnden traͤgt; Daß der, ſo an ihn iglaͤubt, Nun nicht gerich 34 wid, Und ewig ſelig leibt. 5. Der hot ſich ſelber dar, 2 2 ———— — In verbete — Ich wahr. = Verdane Kherz: Eh ader maaza Sehrtes aren laſe e und w under biß 1ir zu m Inen iſt. dden 2 d Sbt,/ Nu — vid/ h 1 1 rzens gru fruin. d erdient, d und zwar von der Rechtfertigung. 373 dar, Vollkommen zu erfuͤl⸗ len, Was uns unmoͤgli war Bey dem verderbten willen, Der etwas guts zu thun Nicht luſt noch kraͤf⸗ te hat. Er trug geſetz und fluch Anunſer aller ſtatt. 6. Wir ſind durch ſein verdienſt Nunmehr aus lauter gnaden Ohn unſer werk gerecht: So daß nun Adams ſchaden, Der ganz ver;weifelt boͤs, Uns nicht mehr toͤdlich iſt; Weil JE⸗ ſus unſre ſchuld Durch ſei⸗ nen tod gebußt. 7. Wolan, ich trotze nun Der hoͤll und ihren flam⸗ men. Wilgleich mein herz ſich ſelbſt Voll zweifelmuht verdammen; So iſt GOtt, deſſen wort Mir ſolchen troſt verſpricht, Viel groͤſ⸗ ſer als mein herz: Er taͤuſcht und laͤßt mich nicht. 8. Laß mich nur deinen eiſt, O mein erloͤſer! ſtaͤr⸗ en, Daß ich dir dankbar ſey, Daß von den todten a werken Du mein gewiſſen ut haft Gereinigt durch dein lut: Und mach noch im⸗ merfort Mein herze rein und gut. 1 9. Laß die erloſungs⸗ul chſkraft Stets ſtegreich inuuu mir kaͤmpfen, Den ſatan, welt und fleiſch Und alles das zu daͤmpfen, Was mei⸗ ne ſeel anlaͤuft, Daß nim⸗ mermehr forthin Die ſunde herſch in mir, Der ich geſtor⸗ ben bin. 1 — b. 4 Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. r SEſus nimt die I. C uͤnder an. Sagt doch dieſes troſt⸗wort allen, Welche von der rech ten b weg verfallen: was ſie retten kan: nimt die ſuͤnder u. 2. Keiner gnade ſind wir wehrt; Dennoch hat in ſeinem worte Er ſich gna⸗ den reich erklaͤrt, Und d theure gnaden⸗pforte Durch ſem blut ſelbſt auf⸗ Hier iſt, gethan: IEſus nimt die ſunder an. 3. Wenn ein ſchaaf ver lohren iſt, Suchet es ein treuer hirte. IEſus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Zei⸗ ahn Auf verkehrten JEſus Und die Von dem Werke der Heiligung 74. get ihm die rechte bahn. JEus nimt die ſuͤnder an. 4. Kommet alle, kom⸗ mer her, Kommet, ihr be⸗ truͤbte ſuͤnder! IEſus ru⸗ fet euch, und er Macht aus ſundern GOttes⸗kinder: b 3 an: JEſus nimt die ſuͤn⸗ der an. . Ich betruͤbter komme hier, Und bekenne meine ſuͤnden; Laß, mein heiland! mich bey dir Gnade zur vergebung finden, Daß dis wWort michtroͤſten kan: ſus nimt die ſuͤnder an. 1 6. Ich bin ganz getro⸗ ſten muhts: Ob bi ſuͤn den blutroht waͤren, Muͤſ⸗ ſen ſie, kraft deines bluts, Dennoch ſich in ſchneeweiß kehren, Daß ich glaubig ſprechen kan: JEſus nimt mich ſunder an. v. Mein gewiſſen beißt mich nicht: e mich das — ——— . geſetz verklagen? Dermich ten und ledig ſpricht, Hat die ſchulden abgetragen, Daß mich nichts verdam⸗ 8—8I8ſ—13ſhhͤhdhhdhhͤhſͤſhdhdhͤͤdhdͤͤͤͤͤͤͤ ——.*—— Glaͤubet es, und denkt dar⸗ 8. JEſus nimt die ſuͤn⸗ b der an, Mich hat er auch angenommen, Und den himmelaufgethan, Daßich ſelig zu ihm kommen, Und auf den troſt ſterben kan: IEſus nimt die ſunder an. Mel. JEſu deine heilge wunden. 2 2. Hroßer Gon 332. wirf aus er⸗ barmen Von mir weg die ſunden⸗laſt. Siehl ich hab in meinen armen Das lam GOttes aufgefaßt, Welches meine ſuͤnde traͤgt/ Und dir deinen zorn gelegt: — ne, Und mir nicht nach ſun⸗ den lohne. 2. Dis lam hat mit ſei⸗ erkauft, Iſt erwuͤrget mur zu gute; Auf ſein blut bin ich getauft. Meine kle⸗ der ſind nun hell, Und mein nam hat eine ſtell In dem lebens⸗buch: drum ſchone, herz erweichen, Hoͤr nur, men kan: JEſus nimt die füunderanau. wie es fuͤr mich ſchreit 9 Ach! um deſſen willen ſcho nem blute Meine ſeeletheur Und mir micht nach ſunden lohne. 3. Dis blut kan dein Sieh/ q * Iſdeini - r 8“ w uen Pan wen⸗laſt. e Anmeinee a dir deine k undeſen Ind mirut 8. 1 1 Eblute Mau te; Aifft ſetauft. a nir —. 8d 3 —* * 4 — 8 iit 1 3 333. N 1 und zwar von der Rechtfertigung. 375 Sieh, ich trag die gnaden⸗ zeichen, Daß ich dir, mein GOtt! Kerdeihi⸗ Und fre voon der ſuͤnden⸗macht, O in ſie mich gleich noch ve⸗ n klagt; Ach! um deſſen wil⸗ len ſchone, Und mir nicht F ver⸗ 0 nach ſunden lohne. 4. Weil das lam hat uͤberwunden; So hilf/ daß auch ich, dein kind Durch des lammes blut und wun⸗ den Suͤnd und hoͤlle uͤber⸗ wind. Dis lam laß ich nimmermehr, Ihm gebuͤh⸗ ret preis und ehr: Ach! um deſſen willen ſchone, Und mir nicht nach ſunden lohne. 5. Wenn das lam mich dort wird weiden In der himmels⸗herrlichkeit, Lei⸗ ten zu dem brun der freu⸗ den; Wil ich in GOtt hoͤchſt erfreut, Danken dir zur ſelben friſt, Daß allei⸗ ne meiner iſt Um des lam⸗ mes blut verſchonet, Und an mir nicht nach ſuͤnd ge⸗ a lohnet. Mel. JEſu deine heilge wunden. chts verdam⸗ lichs iſt an de⸗ nen, Die in C riſts Jeſ ſind: Darum ſtill die fuht der thraͤnen, Die aus dei nen augen rinnt. Wei⸗ neſt du gleich tauſend jahr, Ey ſo wuͤrdeſt du furwahr Fuͤr die kleinſte demer ſun⸗ den Dadurch doch kein mit⸗ tel finden. 2. Schaue nur nach Chriſti blute; Dieſes, die⸗ ſes macht dich rein: Das ſol bey zerknirſchtem muh⸗ te Dein erquickend labſal ſeyn, Er ruft ſelber: kom herzu- ium ich zur ruh Hier in mei⸗ ne wunden lege, Und dich nichts verdammen moͤge. 3. Was ſol dich verdam⸗ men koͤnnen? GOtt iſt hie und macht gerecht. Iſt wol eine ſchuld zu nen⸗ nen, Welche der gerechte knecht, JEſus Chriſtus, nicht gebuͤßt? Wie er aller heiland iſt; Alſo bleibet er alleine Auch inſonderheit der deine. 4. Sein verdienſt iſt dir zegeben In dem evange io; Seine gnade, heil und leben Machen hier die ſee⸗ le froh: Hier ſchließt IE⸗ Aa 4 ſu Daß dein glaube uu zu finden.. 5, Schon im heilgen waſſer⸗bade Hat dich ſein verdienſt geſchmuckt, Und das zeichen ſeiner gna⸗ de, GOttes bild, dir ein⸗ gedruͤckt. Nunmehr biſt du GOttes kind, Darum ſey getroſt geſinnt; Denn Ott wird, haſt du gleich .6. Sein verdienſt wird dir geſchenket, Da ſein wahrer leib dich ſpeiſt, Und ſein wahres blut dich traͤn⸗ ket. Was ſich hie fuͤr liebe weiſt, Spricht ſo gar kein mengel aus. Darum folgt gewiß daraus, Daß an dir und deinen ſi verdamliches zu finden. 7. Nun getroſt, auf ſol⸗ chen glauben Leb und ſterb ich als ein Chriſt. Ihn ſol mir kein teufel rauben, Ober noch ſo grauſam iſt. Nichts verdamlichs iſt an ß Die des den, Nichts verdamliches ſuͤnden Nichts frey von dammen. deiner treu, D wandel nach dem geſt Und nicht nach dem fleiſche ſey. Alſo ſteh ich allemal Sicher in der gnaden⸗wahl, Und ich faß den troſt zuſam⸗ men: Nichts kan mich in dir verdammen. Mel. Wer nur den lieben GOk. Plſo hat Gott 334. M ſdh welt ge⸗ liebet, Daß er ſein einge⸗ bohrnes kind Fuͤr alle zur verſoͤhnung giebet, Die der verdamniß ſchuldig ſind. Wer glaͤubt, der ſol von ſuͤnden rein, Und jenes le⸗ bens erbe ſeyn. 2. Alſo hat GOtt auch mich geliebet, Und leebt michdieſeſtunbe noch Ob mein gewiſſen mich betru⸗ bet, Ach! ſo erfreut mich dieſes doch: Ich habe Chri⸗ ſti theures blut, Das macht mein boͤs gewiſſen gut. 3. Ich weiß, der ſün. i mir; Denn mein heiland mein panier, Spricht mich den meiner jugend Gedenkt mein 8. O mein liebſter JE. ſu! leiſte, Leiſte kraft nach aß mein und zwar von der Rechtfertigung. nhe den weg der tugend, Und nn alle laſter liebt ich ſehr; Doch iſt mir alles herzlic V G leid, Und ſuch ich nur barm⸗ ———— Ger nurda N, Lle 2.9 —, Dah t Cles in hnunggat Famni ſte * glaͤudt dan rein, b merbeſenn — Afc ha gelibet a dieſeſtunt — ewiſce. — Ach! og — — bos gemſ doch- resblll. f e anate meiner ſuͤnd und miſſe⸗ allen ſchu u th 15 onn herzigkeit. 4. Zwar, wil GOtt ins ſehd gerichte gehen; So bin ich anih ein verlohrner knecht. Wie un koͤnt ich doch vor ihm be⸗ ſtehen? An mir i alles ungerecht; Doch das iſt meine zuverſicht: Wer glaͤubet, der wird nicht gerichtt. 5. GOtt zoͤrnet wider alle ſunden, Die man die lebens⸗zeit gethan; Doch kan man auch vergebung finden, GOtt ſiehet reu und glauben an. Stuͤrmt ſuͤnde, tod und ſtrafe ſehr, Iſt doch die gnade maͤch⸗ biger. 6. Wirft mein gewiſſen, hoͤll und teufel Mir immer meine greuel fur; Mein erziſt frey von allem zwei⸗ fel, Und ſpricht: GOtt handelt nicht mit mir Nach hat; Weil Chriſtus ſie ge⸗ ußet hat. 4 mein frommer GOtt nicht mehr. Ach! ich verließ Mein JEſus wird mir al⸗ Eerdahet ns nehe ſchwachheit noch gebricht. Ich habe nichts: doch er allein Sol mir alles ſeyn. 8. So ruhet mein er⸗ ſchreckt gewiſſen, So hat licht! öt! Ich la IEſum nicht. K b 322 in allem * mein geiſt getroſten muht: (So wil ich GOttes liebe kuͤſſen, So wird mein end und alles gut: Das iſt mein troſt⸗ und freuden ſe meinen 7. Auf dieſen glauben wil ich leben, So ſterb ichuu auch, und anders nicht. uuu „ C——— Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. Wol dem, dem 35. GOTT alluu eine ſund Allhier in dieſem leben, Gleichwie ein vater ſeinem kind, Ausgnad und huld vergeben, Und ihm ſie nicht mehr rechnet zu!uuu Wol ihm, er wird gewiſſe ruh In ſeiner ſeele haben. 2. Der iſt nun frey von miſſethat 6 heit er im h Und rein von en. Kein falſch⸗ a herzen hat, nn Steht felt in GOttes hul. 37 Ven dem Werke der Heilgung den. Ein heuchler aber geht zu grund, Weil er des HErren gnaden⸗bund In JIEſu Chriſt verachtet. .3. Denn da ich meine ſuͤnde wolt Verſchweigen und bedecken, Wußt ich nicht, wo ich bleiben ſolt Fuͤr ſeelen⸗angſt und ſchrek⸗ en. Ja mir verſchmach⸗ konte nicht zufrieden ſeyn, Mein herze wolt mir bre⸗ 4. Denn dein gerechter ernſter zorn, Weil ich mich Und wie ein feur mich brante; Daß ich zulezt be⸗ kennen muſt, Und ſprach: ich habe keine luſt Zum gu⸗ ten allenthalben. b 5. Und da ich ſolches frey bekant, Und dich anrief um gnaden; Haſt du den ſchweren grim gewandt, Mit dem du mich beladen. Du mein gewiſſen wieder labſt, Und mir all meine fund vergabſt, Um deines namens willen. maallzumal Im neuen bund la 1 ſchmach⸗ fel wuten: Du wirſt mich tet mark und bein, Ich nicht errkante, Stach mich gewaltig, wie ein dorn, HErr! du Zu deinem dienſt bere⸗ ten, Und weil ich leb, mich ob der wahrheit gut und ſetze. 6. Hierum die heilgen g bitten uͤberall, Und darinn — Denn ihr gerechtigkeit die b heißt Vergebung aller ſuͤn⸗ en. 7. Darum ſo trau ichdir allein, Wenn tod und teu⸗ fuͤr der hoͤllen⸗pein, Das glaͤub ich feſt, behuͤten. Denn dein ſohn Jſus Chriſtus hat Fuͤr alle mei⸗ ne miſſethat Am holz ge⸗ nug bezahlet. 8. Mein herz wollſt da HErr! durch dein wort — immerfort Mit deinen augen leiten; Daß ich auf deinem wege bleib, Und leib, Wenns noͤhtig iſt, zu⸗ 9. Seyd nicht, und maͤuler ſind, Die ohn verſtand hinleben, Und wenn man ſie nicht zaͤumt und bindt, Halsſtarris widerſtreben. Vielmehr gehorchet GOttes ſtim, und alten Dich werden recht behalten, Im glau⸗ ben durch den heilgen geiſt. auf wieroſſ Auf daß euch nicht ſein un 6 6 wiute P der höln⸗ b ich ft Aſtus hat anſſſethat h lob a bezahlet Miin hw Ker! durh t. deinem w tn Und welt Werfort N men leiten;! dem wet er waht 8 Wan 2 Sendit maulr — iand p8 b nmmfe A adet 3 dicn Des HErrn gnad anzu⸗ ſchauen. un bint ſchlafe ſicherlich In ſeinem iſt der ort, allwo mich nicht und zwar von der Rechtfertigung. 339 ſter grim An leib und ſeel verderbe. 10. Der gottlof hat viel angſt und plag, Das macht ſein falſch vertrauen: Denn er vermag an keinem tag Wer aber ſich auf GOtt verlaͤßt, Den wird die gut umfahen feſt; Deß freut euch, ihr ge⸗ rechten! *II. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Dir ſey ob, preis und ehre Fuͤr alles, was du uns erweiſt: Dein ſegen ſich vermehre, Daß wir fort ſpuͤhren deine guͤt, Und ſtets mit willi⸗ gem gemuͤht Dir und dem nechſten dienen. Von denen aus der RKechtfer⸗ tigung klieſſenden Fruͤchten, als 1. von dem Frieden des Gewiſſens. Mel. Durch Adams fall iſt ꝛc. 336. 9 bin getroſt, G und freue mich, Dieweil ich IEſum funden. Ich lieg und ſchooß und wunden. Dis Suͤnd, tod und hoͤlle ſchrek⸗ ket; Weil mir in Chriſto nichts gebricht, Und ſeine macht mich decket. bin ich dein, Und du biſt mein hinwieder; Dich mach' ich frey von aller pein, Drum ſinge friedens⸗ lieder. Ich fuͤlle dich mit troſt und freud, Und kroͤne als die ſonne. Dis ſtellet mich in ſicher⸗ und ſanften kuͤßen. GOttes-ſohn! Der du den frieden bringeſt, Der du thron Verläſſeſt, und be⸗ zwingeſt Was uns den theuren frieden ſtoͤhrt. Laß mich zum tempel werden, Wo Uichts als fried und 2. Er ruft mir zu: nun dich mit wonne, Dich ſchmuͤckt mein ſchoͤnes un ſchulds⸗kleid Viel ſchoͤner, 3. Was wil mich nun von Chriſti huld Und ſeiner liebe ſcheiden? Verklagt mich meine fuͤnden⸗ſchuld, So faß ich Chriſti leiden: heit, Und ſtillet mein ge⸗ wiſſen, So krieg ich fried und freudigkeit Zum ſchild 4. Hab dank, o Jeſu den hoͤchſten allmachts⸗ ————— ——CQC—O“ ☚ᷣᷓ 2 nicht fuͤr ſiuch zer V herz, Und warf mich in 380 Von der Heilig Rechtfertig undihren Frichen freud einkehrt. Sey ſelbſt mein fried auf erden. — „⸗ G Ott lob! ich 33/. O habe frieden funden; Das taͤublein i in ſeiner ruh. Ich liege nun in IEſu wunden, Mich deckt des vaters liebe zu. Sein geiſt bezeuget mei⸗ nem ſinn ſen ich mit GOtt verſoͤhnet bin. 2. Wie hart ſchlug des geſetzes hammer, Da er an mein gewiſſen ſchlug! Was fuͤhlt ich da fuͤr angſt und jammer; Was merkt ich ſeidhi helrugt Der nirſchte mir das Mel. Wer nur den lieben GOtt. den groͤſten ſchmerz. 3. So umfangen, Der auch mein friedens⸗ſtifter iſt; Kani nun troſt und gnad erlan⸗ gen, Weil er den fluch fuͤr mich gebuͤßt, Und dieſen krieg ſchon beygelegt, Den ſatan gegen mich erregt. 4. Nun iſt die hand⸗ ſchrift ausgeloͤſchet, Die mir ſo hart entgegen ſtund. 1 ſt rech bald ich aber den ch mein geiſt ſtets ruhig ſey. Da Chriſti blut mich reine waͤſchet, Tret ich mit GOtt aufs neu in bund: Er lie ſ bet mich und ſurne nicht, Weil JEſus felber fuͤr mi ſpricht. .Wer wil mich izt mit recht verdammen? Die ſchuld verliehret ihre kraft. Durch JEſu heiſſe liebes⸗ flammen Thui 0. ter rechenſchaft; So kan We mein herz nach erſter pein 1. (In ruh und ſtillem fride ne d- eyn. 6. So ſchenke mir nun dieſen frieden, Den dieſt welt nicht geben kan. War ha ich zuvor von dir geſchie den, So nim mich nun vom neuen an: Und wenn der feind aufs neue droht, So tilge du auch ſolche noht. 7. Dein friede muüͤſſ mich bewahren, Dannit Steh mir in manchete ung gefahren Mit deiner kraſt und gnade bey, Bis niih die himmels⸗ruh erquickt Wo mich die ſunde nicht mehr druͤkktt. bmir/ deinen k 8. Ac gie armen ſchafe, Mein ſii da dem va⸗ 3 4 Wer nia = werdanm 4 ein 1 àw. 1 3 2 de herz erz un S 4 m ſ traͤgſt! 5 So ſchet —n frieden/ S nicht geben euvor von 2. So nimm an an: w *) aufs neu * duaachit Dein ſt d benni 2u geit t 2) mi i Sun Nr N ₰ gud 3 mi 1 Seae 1 m na als von dem Frieden des Gewiſſens. dens⸗ dens fuͤrſt dis wolergehn, Ens ich in friede ſicher ſchlafe: Laß mich nach je⸗ nen ſtunden ſehn, Worin⸗ nen aller friede liegt, Derg ſuͤnde, hoͤll und tod beſiegt. Mel. Nun danket alle GOtt. 338. We ues 33 groß iſt deine liebe, Die du zum menſchen genn ich mich oft betruͤbe In meinem kreuz, und denk An dieſe guͤtig⸗ keit; So wird dadurch mein ber Von aller angſt be⸗ reyt. 2. Du giebſt uns deinen ſohn, Uns, die wir ſuͤnder waren, Die wir zur hoͤl⸗ len⸗pein Mit ſchmerzen ſolten fahren Und brennen ewiglich: Uns giebſt du deinen ſohn⸗ Du giebſt ihn, uns zu gut, In noht, tod, bott und pn⸗; Aufdaß ein jeder manſch ch, Der ihn mit glau⸗ ben aſſet, Und als ein kind des lichts Die finſtre wer⸗ ke haſſet, Dein ſel ges him melreich Beſitz in ewig⸗ In lauter fried und freud. 4. Haſt du mir deinen ſohn, O frommer GOtt! eſchenket, Den man fuͤr In hoͤch⸗ ſter ſchmach geheuket, Der aeich ans kreuz ausgeſtandeuhat Fü rmich ſo ſchwere pein: noch koͤnnen ſeyn. 5. Nachdem ich bin mit ſeinen tod ver⸗ G aleich trib. b Hdochnicht dir Durch tragen, Binich ſal voll; Daſi verzagen. dend e bald laͤube fe du 6 33 d be mir zu gute Mich zuͤchtigſt vatec Mit deiner vater⸗ru 4 Und werdeſt endlich no Abwenden alles leid: J Gtt. zu rechter zeit. Wenn ih die ſun⸗ as gewiſ de arde Und ſen uageor. Wenn ma ſaran ſchreckt; Bleib unverzaget. der den herzliebſter ſohn meine große deſuhn De 381 ie ſol teſt du mir gram und feind bey mir 2 düm lieb und huld, Und trage, was du ii Auflegeſt mit das aß weiß du wirſt es thun,. O keit/ Und lebe ſtets bey dir —— 88 Pevreee ———————— 4* Demn Der 4 ſünden, V 3e Vonder Hellig Nechtſertigemndihren einſfn — ſuͤnden, an dem kreuz Be⸗ zahlet mit geduld. 8. Er hat fuͤr alle welt Den bittern tod gelitten, Und aller menſchen ſchaar Die ſeligkeit erſtritten. Hierauf verlaß ich mich, Und ſchlieſſe, daß ich ſey Ein kind der ſeligkeit, Und von der ſuͤnde frey 9. Durch ſein verdienſt kan ich Vor dir, mein GOtt! —õõʒꝛʒꝛʒõ getroſt In deinen himmel gehen. Erhalte nur in mir Des wahren glaubens kraft, Die mich mit dir verbindt, Und neues leben ſchaft. 10. Wenn einſt die ſtun⸗ de koͤmt, Da ich die welt ſol laſſen; So wollſt du meinen geiſt In deine ar⸗ me faſſen; Und fuͤhre ihn hinauf Zu jenem freuden⸗ icht, Wo lieblich weſen iſt Vor deinem angeſicht. II. Da wil ich, treuer — rÿ —————— —— —uuö . 2* ——.— thaten, Wodurch du mir ſo wol An ſeel und leib ge⸗ rahten: Wenmn ich in ſtol⸗ zer ruh Leb ohne end und zeit, Und weiß nicht mehr — ſſſ ———— beſtehen, Und aus der welt GOtt! Hochpreiſen deine von furcht, Von krieg und ſtreit. Mel. JEſu meines lebens leben. 35 8 er wil, was 339 G GOtt aus⸗ erwaͤhlet, Waser ſelbſt ge⸗ recht gemacht, Und zu ſei⸗ nen kindern zaͤhlet, Zu ver⸗ klagen ſeyn bedacht? Weil GOtt, die erſt ſuͤnden⸗ knechte, Selbſt erklaͤret fuͤr gerechte. GOtt ihr freund und heil iſt hie, Weſſen macht verdammet ſie? 2. Hier iſt Chriſtus, der geſtorben Ja auch aufer⸗ wecket iſt, Welcher durch ſein blut erworben, Was geraubt des ſatans liſt: Dieſer ſitzet GOtt zur rech⸗ ten, Seine ſchafe zu ver⸗ fechten; Er vertrit uns ſtets bey GOtt, Und erloſt aus aller noht. 8 mehr nichts ſcheiden Von des hoͤchſten liebes⸗treu, Keine freude, keine leiden; Seine huld bleibt ewig neu. Kreuz, verfolgung, truͤbſal, ſchmerzen Trennen nicht mehr unſre herzen: ſchrecken, ni 3. So wird uns nun⸗ Wir beſiegen kreuz un V weltg — — —.— — ½ —½ — ==— —] — — noht/ als von dem Frie den des Fewiſſens. 883 ß noht, Hunger, ſchwert, ge⸗ fahr und to. 4. Werden wir auch, wie geſchrieben, Durch den ganzen tag gekrankt, Zu der ſchlachtbank hin getrie⸗ ben, Und mit ach und weh etraͤnkt: O dis iſt uns ja kein ſchade, Denn wir ha⸗ a ben GOttes gnade; Ja wir uͤberwinden weit. Sehte Denn GOtt liebt uns je⸗ Ate. Gon derzeit. Sheil iſth 5. Ja ich weiß gewiß, d verdam und glaube, Daß kein leben, = Heerſten daß kein tod Mir die liebe S den a GOttes raube, Ob gleich et it, M welt und hoͤlle droht: We⸗ lut erwa der macht noch wunder⸗ nabt ds werke, Furſtenthuͤmer, en⸗ Krſizten gel, ſtärke, Noch was izt Sene i und kunftig iſt, Scheidet n: Er mich von IEſu Chriſt. eGot 6. Weder wasman hoch auer ud und prachtig, Oder tief =n und niedrig nennt, Noch — Sa m ſonſt ein geſchoͤpf iſt maͤch⸗ ½ nich i g höcſin t ſu trennt, Daß es mich von e freude 1 GOttes liebe Und von ſei⸗ ae hu ner gnade triebe, Die al⸗ = deui lein in IEſu Chriſt Mei⸗ — dnes — .M — —— tig, Daß es mich von IE⸗ ſchaft GOttes. laben, Ich ſol dereinſt im himmel platz Bey meinem liebſtes kind und erbe ſeyn, Daß mich zu GOttes ſoh⸗ ne Mein theurer heiland ſelbſt gemacht, Als er am kreuze ward geſchlacht Um meiner ſuͤnde willen 3. Was kan mir teufel thun? Was ſunde, tod und hoͤlle? Ich kan fuͤr ihnen ſicher ruhn, Weil FEſus mein geſelle Und liebſter bruder worden iſt, Der alle bitterkeit verſuͤßt Im leben und im ſterben. 4. Nun wol! ſo wil ich auf der welt Mit GOtt a ſal ſen uem HErrn und heiland = mär iſt. m m i =e bſen. uag in mais ſena, 2 Von der Gnaden⸗Kind⸗ Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛe. &Jwelch ein 8 ungemeiner ſchatz! Dis kan mein herze b JEſu haben. Ich ſol i aller angſt und pein Sein b Bis ich zur ruhe komme. 2. Was acht ich doch ein fuͤrſtenthum? Was eines konigs krone? Dis iſt mi viel ein groͤßrer ruhm, jezt der b 1 4 4. 1 1 4 G l Als, wie es ſeinem raht ſche ja vom herzen⸗grund gefaͤllt, Beſtaͤndig from zu Aus gnaden mit dir einen leben, Sonſt kaͤm ich um bund. mein kindes recht, Und 3. Du biſt ja meiner wuͤrde wieder ſatans⸗ haͤnde werk; So bleib ich knecht, Wenn ich nicht IE⸗ deiner ſchwachheit ſtaͤrk, ſu folgte.. unnd ſtehe bey dir in der 5. So lang ich aber die⸗ noht; Ich laſſe dich auch ſes thu, Was er gethan nicht im tod. Ich helfedir wil wiſſen; So kan die eder zeit, Wenn deine innre ſeelen⸗ruh Mir alles ſeele zu mir ſchreit. leid verſußen. Was acht 4. Dein vater heiß ich ich hoheit, gut und geld? ewiglich: Darum gedent Was frag ich nach der gan⸗ich ſtets an dich, Und merf zen welt, Wenn GOttſauf dein geſchrey, ſo oſt mein vater heiſſet? Dein glaub auf meine gi⸗ —— ſte hofft; Da geb ich, was Mel. Vater unſer im himmelr. dir noͤhtig thut, Was dit ſne an leib und ſeele gut.æ M I. L tell, liebe ſeele! 3 O herlichkeit! o ehr n 3. 8=2 dich in ruh, und pracht! Die uns zu nen UÜnnd trit mit zuverſicht GOttes kindern macht. O herzu, Wir wollen hin zum liebe! daß der ſtarke Gott vater 4 hn, Den wir ſo Der herzog und HErr ze⸗ liebreich vor uns ſehn; baoth, Der alle ding er⸗ Zum vater, der uns nacht haͤlt allein, Wil unſer al⸗ und tag Mehr locket, als ler vater ſrn. man glauben mag. 6. Wie tief hat ſich man wt .2. Dein vater ruft ja GOtt geneigt! Weil er fuͤr und fuͤr: Kom, meine uns alles dis erzeigt, Was eele! kom zu mir, Daß ich dieſer ſchnoͤden weit ge⸗ ir geb, o liebſtes kind! bricht, Die blind verbleibt mante Was dir mein raht er⸗bey ſeinem licht. Ich bun nintt ſprieslich findt; Ich ma⸗ nun an der ſeele Pih A 8— 3=„ 4— —— —— 3 2= als von der Vereinigung mit GOtt und 3Eſu. 388 einſt den engeln GLOttes gleich. 6 7. Drum ruf ich: vater! 188 du biſt mein, Ich ſol dein 1I. So grauſam ſchent mir keine noht, So bitteruuu Ich fuͤhle troſt, ich ſpuͤre raht, V nicht der herbe tod: kind und erbe ſeyn: Dis Wenn mich mein GOtt lehret mich dein guter geiſt, erhoͤret hat. Drum ſchnoͤ⸗ luüuluu . ſeit in Der mich im g lauben be⸗de welt! fahr immer hin, uuu 4 a ten heißt; B der verſt. Weil ich ein kind des he c an 4 han herz uu linn, Daß ſten bin. ich von dir erhoͤret bin. bu nr 8. Dir, welt! dir habich 3⸗ gheva ch mit — Den i abgef ſagt, Weil deine luſt und Tſ„u. n doch endlich plagt; Die⸗ el. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. ets andhl weil ſie leib und ſeel be⸗ Fdein 1 truͤbt/ Und ewge quahlzum a glaubu lohne giebt. Ich ſuche je⸗ 1 dag ne ſeligkeit, Die GOtt den 2 Fig t Vhnen hat bexeit. ii undſt V 9. Indeſſen hab ich mei⸗ * O herlt he aff dn Hefrh den mein thun bewuſt, rut mir in noͤhten helfen kan: E. daide Drum ruf ich ihn, als va⸗ a heroptu ter an, Und glaͤube, daß er * dert mich erquickt, Wenn mich 1 Jdie laſt des kreuzes druͤckt. 12 S 10. In ſchwachheit klag un ung ich tag und nacht: Mein Wii 49 vater! mm dein kind in gun act. In armuht fleh ich n voll begier: Mein vater! . wende di ns zu mir. Ich 3 ruf in ho ſter traurig 38 t Hilf, vater es tioheri. 8 Letreuer hirt ſ und GOt⸗ 3 2. tes lam! Mein freund und ſchoͤnſter braͤutigam! Duuu itteſt, uns zum frieden: Du muſteſt, da du dir zur braut Die ſeele wiederum vertraut, Die ſich geſchieden, Schande, Ban⸗ de, Strick und ketten, Sie zu retten, Schwer empfin⸗ den/ Uns getrente zu ver⸗ binden. 2. Dein gnaden⸗wort, dein ſacrament Vereinig das, was ſich getrent, Mit dir und GOtt aufs neue: gWenn mich dein geiſt zur 4 evweckt, Wenn des ge⸗ etzes fiuch mich ſchreckt; u mu mein geiſti dan 4 Perz. von dir 386 Von der Heilig. Rechtfertig undihren Friger ſe Herzlich, Schmerzlich Und Ferſchlagen Dis beklagen Voller ſorgen, Daß dein licht vor mir verborgen. gerechtes kind Mit ihrem ſt t hoͤchſten weſen. Leben Ge⸗ th ben Ihrer liebe Reinetrit⸗ ſbe Uns auf erden, Daß wir u 3. Wenn aber dein ge⸗ treuer geiſt Mich loß von dieſen banden reißt Im ſa⸗ crament und worte; So hoͤr ich dich: komt her zu mir! Drum nah ich mich getroſt zu dir, Zu dir, der gnaden⸗pforte: Lehre, Mehre, Gnaden⸗pforte! In dem worte Meinen gglauben, Daß ihn niemand donne rauben. 4. Der glaube machet mich gerecht: Im glauben find ich boͤſer knecht Den himmel hier auf erden. Im glauben werd ich JE⸗ ſu braut, Und GOtt zum tempel aufgebaut: Denn durch den glauben werden Sunder Kinder; Ungerech⸗ te Todes⸗knechte Sollen leben: Doͤrre reiſer wer⸗ den reben. 1.. . Alſo hat ſich das hachſte gut Der menſchen erz, durch IEſu blut, Zur wohnung auserleſen; eins in ihnen werden. 6. So kan die ſeele fro⸗ ſelb lich ſeyn⸗ Bey i kehrt ge⸗ GOtt und IEſus ein, Sie bleiben unzertrennet Und meinen gliedern bleibt der ruhm, Daß GOtt ſie ſelbſt ſein eigenthum Und Chriſti glieder nennet. Gu⸗ tes Muthes Kan mein le⸗ ben GOtt erheben, Und mit ſingen, Ihn zu loben, opfer bringen. 1 7. Ich erd und aſche wer bin ich? Und wer biſ du, HErr! daß du mich Zum tempel dir erbauet: Geheimniß! du biſt wal⸗ lich groß, Vom teufelmacht mich IEſus los, Und hat ſich mir vertrauet. Za⸗ gen, Plagen Und die ſtraft Aller ſchafe Druͤckt den hirten, Zur erloͤſung der verirrten. 8. Ja weil er meine ſur⸗ den trug, Dieweil 1 Drey, die ein einger GOtt nur ſind„Verbinden ein ſchwert den — —— 1———— — d dhehr ä== hirten ſchlug; 3 j 3; — chtes im ſ —eander Veren gungm kt ud JEſ 3827 ſten win So utt er meine ſtrafe. —₰ Jhrer 6 Sein leben aber nun Suns aufce mein, Mein Fenndi mein, 2 niünenna und ich bin ſein; Er iſt es/ .Sola der die ſchafe Kennet, Nen⸗ 1 ſern nh net. JEſus kriegte, JEſus =d ſiegte, JEſus kämpfte. Daß = ud er meine feinde daͤmpfte. 5 deehnd*9. Mein braͤutigam! Dmena du lebſt in mir, Mein HErr e ruhm, d und GOtt! ich leb in dir: —t ſein an Dis band laß ewig bleiben. iſtigliͤea Ach lebe du in mir, daß ich * Mulhe Die todten ſuͤnden, welche Gott u dich Aus meinem herzen welt! Die freundſchaft im⸗ mer auf die gleichen, Und ſellt Mit denen, die ihn nicht erreichen. Iſt GOtt Ich ſchatten, er die quell des lichts, Er noch ſo ſtark, Er noch ſo groß, ich no ſo klein: Mein freund iſt mein, und ich bin ſein. 2. Mein Goel, mein Immanuel, Mein mittler ut ſingm, treiben, Haſſe, Laſſe, Und deer brinn die bruͤder, Deine glieder, Herzlich liebe Nach des „ai'c reinen geiſtes triebe. 90l 10. Du wohnſt bey mir —un In dieſer zeit, Bey dir wohn 1 Pen ich in ewigkeit: Hier heißt n temmt es nur vertrauen: Doch hemmnel hab ich gnug verſicherung, 8 groß V Die voͤllige vereinigung 729 JLis! Und hochzeit dort zu ſchau⸗ 8 mir un en. Wende, Ende Alles „Plonl teiden, Laß mich ſcheiden, Za ſcoe Nach dem ſterben Unge⸗ ten, Zut trent mit dir zu erben. irrten.. konte mittel finden, Sich meiner hochbedrangtentuu ſeel, Die ihn herab zo 9/ zu Salo⸗ verbinden. Mein ſchon alles, und ich nichts, ich noch ſo bloͤde. Er nochu ſo rein, ich noch ſo ſhuode, 1 3 mon, mein Jonathan, Mein braͤutigam, mein GOtt und mann Kam von dem himmel auf die erden, Mein muht⸗ und blutes⸗ freund zu werden, Ein leib und geiſt, mein leiſch und bein: Mein freundiſtmein,. und ich bin ſein. *erloͤſer. Hiob. 19, 27. Gewaͤhrt im ſohne; ſohn mir gab mrralles mit dem ſohne Nicht nur ſein kreuz, nicht arttil We 24. ür .Jt„ eſchraͤnkt, ihr 1tr, 9 343. B weiſen deſer =an nur ſein Bb 2 8 grab, Auch ſeinen 38s8 Von der Heilig. Rechtfertig. undihren Fruchtet — thron, auch ſeine krone: len feſt zueignen: Welt Ja, was er redet, hat und zank dich um das mein und u thut, Sein wort und Keiſt dein: Mein freund iſtmein, ſein ſleiſch und blut, Was und ich bin ſin. 6. Mein freund iſt mei u er gewonnen und erſtrit⸗ ten, Was er geleiſtet und gelitten, Das raumet er mir alles ein. Mein freund iſt mein, undich bin ſein. a. Ich ſinde nutzen, luſt und ehr Bey unſe 2* bund im hoͤchſten grade. Er hei⸗ ſchet von mir ſonſt nichts mehr Als glauben; und icht nichts, als gnade. O wol der wahl, die uns gefuͤgt! Weg reu und tauſch! ich bin vergnuͤgt In ihm, und er mit mir zufrieden: Drum bleibt bey beyden unngeſchieden Ein herz und mund ein ja und nein. Meein freund iſt mein, und ich bin ſen. 5. Zwar kan er aller chriſten muht Mit ſeiner liebe ſatſam weiden; Wir doͤrfen um dis hoͤchſte gut Nicht eifern, noch einander neiden. Durch unſern groͤſ⸗ ſeſten genuß Erſchoͤpft ſich nicht ſein uberfluß; Drum wil ich ihn zwar keinem ner ſeelen geiſt, Mein freund iſt meines lebens leben. Nach einem, der mi ſeine heißt, Und ſonſt nn⸗ u keinem, ſol ich ſtreben; ma Dem ichmich, der ſich mi g ergiebt, Den ich, und dar mich wieder liebt, Vondem ich nichts mehr kan begeſ. an ren: Der mir nichts be u ſers kan gewaͤhren. Des licht verblendet allen ſchein; Mein freund iſt mein, und ich bin ſein. himmel truͤb, Die erden i offner hoͤllenrachen: Am chen. Ohn ihn iſt mir, trotz aller meng! Die ziit u lang, die welt zu eng. Ich bin, wenn feind und freunde fliehen, Wenn ſich die engel ſelbſt entziehen, Zwar einſam, aber nich allein. Mein freund iſ mein, und ich bin ſein. leugnen, Doch mir vor al⸗ 8. Man nehme alles wa 7. Ohn ihn iſt mir der an gegen kan mir ſeine lieb De ie ſinod ſelbſt zu eden ma⸗ un em, ſlli nichmih & hwiederu Kuchts mer. —.* re kan gei 2 verblane Tin freudi Kin ſein. »Ohm i aa mel trit, Ver hölern Snkan mi dd ſett . Ohi glauben, So bleibt das be⸗ wm undank rein: Mein freund ſuchte mich, eh' ich ihn fan⸗ meigenthum Sonſt leider! als von der Vereinigung mit GOtt und JEſu. 389. was ich hab, Man gebe mir nichts, was ich heiſche, Man ſchimpfe mich, man in ſtreif mich ab, Man zieh⸗ n mir un fleiſche, Nehm ſpeiſ und trank, und was man wil: Miein freund bleibt meine kleid und haut vom huͤll und fuͤll: Die welt mag mir nur alles rauben; ſein. Sie laſſe mir nur meinen ſte dennoch mein. Mein freund iſt mein, und ich bin ſein. 9. Sein iſt mein leib und meine ſeel 1 Die er erſchuf und auch erloͤſte, Hier naͤhrt und ſalbt mit freuden⸗dl, Bis er dort beide ewig troͤſte. Sein iſt mein muht, ſein iſt mein ſinn, Sein iſt, mit kurzem, was ich bin; Ja, was ich um und an mir habe, Iſt alles ſeine gnaden⸗gabe, Die macht mich auch vom iſt mein, und ich bin ſein. 10. Sein iſt mein werk, ſein iſt mein ruhm. Er de. Ich habe fuͤr mein er ihm zaͤrtlich zieht zu her daß ich viel erſtaune. Der nichts, als ſund und ſchande;u Doch hat mein freund auch dieſe laſt/ Zuſamt dem kreuz,u auf ſich gefaſſt; Und, mei⸗ aefenndfchan abzuſchaffen, Die ſcharf⸗gebuͤßte ſchuld und ſtrafen Verſcharrt inu ſeines grabes ſchrein. Meiin freund iſt mein, und ich bin II. Sein iſt mein gluck und meine zeit, Sein iſt mein ſterben, und mein le⸗ ben Zu ſeinem ehren dienſt geweiht, Von ihm beſtimt, und ihm ergeben. Es koͤm⸗ met, was ich laß und thu⸗ Von ihm her, und ihh wieder zu. Sein ſind auch alle meine ſchmerzen, Die zen. Er fuͤhlt und ahndet meine pein: Mein freund iſt mein, und ich bin ſſin. 12. Es zoͤrn und ſtuüͤrme jeder feind, Er macht nicht, richter iſt mein beſter freund; Drum ſchreckt mich nicht die welt⸗poſaune. Ob erd und himmel bricht u und kracht, Ob leib und ſee⸗ u le mir verſchmachtt, Ob meine beine gleich verwe⸗ 320 Von der Heilig Rechtf ertig. und ihren Fruchten ſen; So wird mein wahl⸗ ſrruch doch geleſen An mei⸗ ues finſtern grabes ſtein: Mein freund iſt mein, und * 2 8 ich bin ein. Mel. M ein herz und ſeel denꝛc. 3 4 JEſu! kom 39*8 zu mir, maem rechtes leben, Und mache mich an dir zum ed⸗ len reben. Ich kan und wil nich ferner meine ſeyn; Verleibe mich nur dir, mein heiland! eim.6 2. Was bin und kan ich ohne dich doch machen? Ich ſteckte ja der hoͤllen in dem rachen, Und konte nicht vor meinem GOtt beſtehn: Hatt ich nicht theil an dir, muſt ich vergehn.. 3. Drum ſol die glau⸗ bens⸗hand dich feſt um⸗ faſſen Ou wirſt, mein heil! dis treue band nicht haſſen. Ich liebe dich; drum nim maein herze hin, Und lieb auch mich, weil ich ue bin. 4. Ja, nim mich ganz nach deinem heilgen willen, ſt is rechte pforte Zu der ſifn uind eile, mein verlangen der dei⸗ zu erfullen. Ich bin ſchon ſakni ſelig hier in dieſer zeit, Weil i IEſus ſich mir ſelbſt zu eigen wehih. mM 6 Was kanſt du doch,„ o ſeele! mehr verlangen? ſeͤ Auf! ſchame dich, dem ei⸗ teln anzuhangen. Achnim mich bald, mein JEſu von der welt, Mein vaterland iſt dort das himmels zelt. 5. So komme denn zu mir, mein licht und leben. Und mache mich an dir zam edlen reben. Gib, daß mein herz durch dich viel fruͤchte bringt, Und hier und dort dir freuden⸗he⸗ der ſingt. Mel. 3. Mein GOtt ich bink. 3, 3 45 GrdEſu! kom mit — Cdeinem vater/ Kom zu mir, ich liebe dic. Kom, otreuer ſeelen⸗rahter Heilger geiſt! erfuͤlle mich Laß 1uc„o dreyeinig we ſen! Dir zur wohnung ſeyn erleſen. 2. Laß mich, JIEſu der nem worte Vollen glauben ſtellen zu: Denn dis iſt die 2— u A ⁸ als von der 2 Zereimgung mit G⸗ It und ſüu. 301 ſeelen⸗ruh. Niemand kan Sena 4 den troſt ergruͤnden, Der 2u ſc we — de ia den uen 3. Sende nun, o vater! ſende Deinen geiſt von dei⸗ . nem thron, Der mein her⸗ ze richt und wende du de em wasdein liebſter ſohn, Deſ⸗ an ſen wort wir oft gehoͤret, Sae im dins on. deinem willen lehret. emn 4. Von mir ſelbſt kan 1 ten ich nichts faſſen, Mein herz utn. iſt verfinſtert ganz 3 an hetz daf geh auf den irrthums⸗ ſtraſ 41 bung ſen, Wo nicht deines gei⸗ in dort di ſtes glanz Den verblendten 2 ningr ſinn regieret, Und zur hel⸗ — en wahrheit fuhvet. 86 5. Zuͤnde an die liebes⸗ 23 Nend kerzen, Mache bruͤnſtig geiſt c und muht, Wehrter geiſt! — 5. G laß unſre herzen Brennen a zu ni a um⸗ 4 in der reinen glut. Schaff, daß deine heilge flammen S chlagen uͤber uns zuſam⸗— men 6. Fuͤhre mir ſtets zu gemuhte/ Was mir JEſus 1 fugeſag, Daß 5 traue ſeiner guͤte, Wenn viel⸗i leicht der zweifel fragt: Ob ff wei. dm in denan wort zu fin⸗ b Wenn ich ihn beſtaͤndig Jch nach ſchnoͤ bet, Der muß ewig ſeyn Huͤlf und rettung werd er⸗ gehen? . Es kan keine noht nicht haben, Denn mein IEſus wohnt mmnir. Ich Faſs einer gaben, Die hen ſe geiſt mir ſtellet fuͤr:u liebe, Und in ſeinem wort mich uͤbe. 1 8. Wer nach ſeinem wort nicht lebet, Und ihn nicht vom hetzen liebt, Nur er wolluſt ſtre⸗ betrubt. GOtt wird nicht in ihm mehr wohnen, Sondern ihn mit zorn be⸗ lohnen. 9. Mein herz! d du darff niche erſchrecken, Jus ſ dein anfenthalt: Denn ſein friede wird dich decken Wi⸗ der alle feinds⸗gewalt. Alle wuht vergeb ich ſtuͤr⸗ met, JIEſu fried e die be⸗ ſchirmet. 10. Fahre hin mit dei 1 nem friede, Mehr als feind welt! Deiner werd itlich muͤde, de, Wend in 6 auf meine bitt und flehen feied 8 band eneds tes ide erſreut die e 1 3 * 8 1 4 1 1 222 Von der Heilig. Rechtfertig. und ihren Frihten Welt! dein friede bringet ſchmerzen. II1. Nun ſol weder ang noch leiden, JEſu! weder macht noch Mich von deiner liehe ſcheiden, Weil dein friede bey mir iſt. Ja, es ſollen meine ſinnen Nichts als JEſum lieb ge⸗ Wie du mir gnaͤdig haſt un winnen. 12. JEſu! der voraus⸗ gegangen Hurch den tod zum vater hin: Hohl mich, der ich mit verlangen Dir u folgen willig bin. Wilt u? ich wil gern aufſte⸗ hen, Und mit dir von hin⸗ nur den lieben GOtt. „“ G habe dich gefunden In deinem wort, lebens⸗fuͤrſt! Und glaͤu⸗ be, daß durch deine wun⸗ den Du meine ſchwachheit heilen wirſt. Du biſt mein roſt und glaubens licht: 0. ſegne mich, ich laß dich nicht. 2. Ich halte dich: das elt⸗getummel Mag to⸗ ben, wie es immer wil: Ich ſehne mich nur nach dem himmel, Da ſind ich das gewunſchte ziel. Sezt n ſt ſich gleich alles wider mich, Bleibt doch mein wort: ich halte dcha. 3. Haͤltſt du mich auch, wer kan mich reiſſen Aus deiner treuen vater⸗hand? verheiſſen; Dein wart dient mir zum unterpfand: Wenn mich die ganze welt verlaͤßt, Sol deine hand Pa mich halten feſ. u 4. Wer aber JEſum ſeue wil behalten, Der munß g auch eifrig ſeyn bemuͤht, Daß welt luſt moͤg in ihm erkalten, Und was vom bo⸗ liebt die luſte dieſer welt, Thut nicht, was ſeinem r 5. Wenn du auch deine gnaden blicke, Mein JEut mir entziehen wilt, Weil ſich geaͤuſert boͤſe tuͤcke, Die nur auf ſunden abgezielt; So blicke mich bald wieder an, Daß mich gereut, was ich gethan. man dich beſtegen, Und ſwahre buße feſſelt dich: Drum ſeh ſen in ihm bluht. Wer una 60. Durch glauben kan d Drum wil ich dir zu fuͤßen liegen, Mein GOtt! mein Bfe crhore milhe Mein offen ſteht zu dir allein; Wie kan ich denn verlaſſen ſeyn? er treu 7. Ich laß dich nicht, 5 mich mag verlaſſen Was immer wil in dieſer welt. n Was odem hat, das mag hi michhaſſen: Nurdir, mein ttt, e GOtt! ſey's heimgeſtellt; nen Was mir begegnen ſol und Ver kan, Rehm ich von dir mit a behatn freuden ann. a, 8. Wil neid und ſpott 2 we mein kleid beflecken, Wil Ate n,Undm an ihm lü A die luſte Gt nict o S At gefalle * Wem d Sen blick, xentziehen Mel. Nun danket alle GOtt. * Keäuſertt’i. ch laſſe JE mauf inn. 4. ſum nicht: lie wot Mit JEſu iſt gut leben. Er da moe iſt, der anfangs mir Das — leben ſelbſt gegeben, Er iſt — dan der mirs vermehrt, Er iſt — dc. der mirs erhaͤlt„Wenn dich 9¹ gleich der erden ⸗ball Zerge⸗ het, bricht und faͤllt. Amn 1 als von der Vereinigung mit GOtt und IEſu. 393 ſßß Drun 2. Ich laſſe JEſum den. Er lindert mir mein bey mir iſt, Wird mir die ſtreiten: Wil teufel, welt und tod Sich ruͤſten und bereiten, Zu ſtreiten wider mich, Macht mich von fein⸗ nur habe; So hab ich hier winn. Bl kreuz, Er fuͤhret mich zun freuden Durch kreuz und traurigkeit. Wenn JEſus bitterkeit Des kreuzes ganz Ich laſſe JEſum nicht: Mit IEſu iſt gut mich; So ſteht mir JEſus u bey Er kaͤmpfet ſelbſt furu den ſe laſe ZEf 4. Ich laſſe JEſumm nicht: Mit IEſu iſt gut ſterben. Wenn er nur bey mir iſt, So kan ich nichtu verderben. Er fuͤhrt michu durch den tod In jenes uuuu freuden⸗zelt. Drum haltuu ich IEſum feſt, Der mir aal lein gefäht. laſſe ZEfun nicht Denn wenn ich ihn und dort Die allerbeſie gabe. Ohn dieſes hochſte uuu gut Acht ich nichts fuͤr ge⸗ Er iſt mein lebens⸗ b 5 licht, 304 Von der Heilig. Rechtfertig. und ihren Fruͤchten ſ licht, Nach ihm nur ſteht chen, Was zur eitelkeit ge. fh mein ſinn. holt⸗ Und in allen meinen na 6. Ich laſſe JEſum ſachen Werde JEſus nur nußß nicht, Ich hang als eine ſehit Solt ich JEſum ſuſ klette 1 ihm, und er an denn nicht lieben, Der mich i mir: Dis iſt die liebes⸗ket⸗ vor der welt erwaͤhlt? te; Mit der ſind wir ver⸗ Solt ich JEſum noch be knuͤpft, Da chts truͤben, Der mich zu den ſeinen zaͤhlt? 3. Nein, die ganze welt ſad ſol wiſſen, Daß ihr thun mn 72. Drum laß ich IEſum mir nicht gefaͤllt. Ich wil m nicht, Ich mag vom ſchlafmeinen IEſum kuͤſſe, erwachen, Ich mag zur Welcher mich umarmet ruhe gehn; So bleibt in halt: Seine lieb hat mich allen ſachen Doch JEſus umfangen, Dieſe bande la meine luſt. Auf ihn nur iſt ich nicht; Denn mein ſehn⸗ gericht Mein dichten und liches verlangen Iſt allein mein thun: Ich laſſe JE⸗ auf ihn gerichht. ſum nicht. 4. O wie lang hab ih —— verzogen Und dich, ſeelen⸗ Melodey 25. ffreund, veracht! O wie oft 48 wil mich ward ich betrogen, Und .* Imit dir ver⸗ von dir hinweg gebra ſoben, Suͤtzer JEſu du Aber nun ſol uns nichts allein Wirſt von mir aus ſcheiden, Nicht das leben lieb erhoben: Nunmehr nicht der tod, Nicht das bin ich gaͤnzlich dein. Zwar kreuz„nücht ſchmach und die weit wird mich ſtets leiden, Weder ungluc, haſſen, Denn ſie haſſet dich ſchmerz noch nht. zugleich. Kan ich aber dich s. Staͤrke du mir mer u b umfaffon, So bin ich ver nen willen Wider meinet — — 5 1. 4 tundreich. eceeinde liſt; Denn du muſ ⸗ e 4 1 1. 4 4 8. ol mir eckel ma⸗ in mir erfuͤllen- Pen u 134 —nürling — der wt ich den V en, 4 t an zäßt“ Nu Ra viſſen, di anicht gfüt nen K ccher win 8: Seineit rrangen, R Dicht; Dm das verlaun Mihn gerih „Oue 3 rogen ld. nd, verat „ dd ich de — dir hune Ir nun ſ den, Au en, a Rrznn „Sund) nn — de lſt, an — dir trüle mer nicht, Weil ich ſol auf erden leben. Ihm hab ich voll zuverſicht, Was ich bin und hab⸗ ergeben: Alles als von der Vereinigung mit GOtt und JEſu. 30 d hnndaa d, d F wmanken; Ach! wo ſol 2 nicht mehr von dir ſonſt auch hin? Weil ich nicht nur in gedanken, Son⸗ dern wirklich bey dir bin. 6. Nun ſey tauſendmal gegruͤßet, JEſu, meine ſuße luſt! Sey mir tau⸗ ſendmal gekuͤſſet, Sey du mir allein bewuſt. Sey mein wunſch und mein be⸗ ſtreben, Sey mein braͤuti⸗ gam und hort; Sey du meiner ſeelen leben, Sey mein alles hier und dort. Mel. 8. JEſus meine zuverſicht 349. Jen ſum las ch nicht; Weil er ſich fuͤr mich gegeben, So erfodert mei⸗f ne pflicht, Kletten⸗weiſ an ihm zu kleben. Er iſt mei⸗ nes lebens licht. Meinen IEſum laß ich nicht. 2. JEſum laß ich nim⸗ iſt auf ihn gericht. Meinen JIEſum laß ich nicht. 3. Laß vergehn geruch, 40 SICgeinen JE⸗ 49.§ geſicht, Horen, ſchmecken, fuͤhlen weichen; Laß das lezte tages⸗licht Mich auf dieſer welt erreichen: uu Wenn der lebens faden bricht, Laß ich meinen JE⸗ 4. Ich werd' ihn auch laſſen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor ſeinem angeſicht Frommer chriſten glaube pranget. Mich erfreut ſein ange⸗ ſicht, Meinen JEſum laßu ich nicht. 5. Nicht nach welt, nachu himmel nicht Meine ſeeleuu wunſcht und ſehnet; JE⸗ ſum wuͤnſcht ſie, und ſein licht, Welcher mich mit GOtt verſoͤhnet, Und be⸗ frevet vom gericht: Meinen IEſum laß ich nicht. 6. JEſum laß ich nicht von mir, Geh’ ihm ewiguuu an der ſeiten: Chriſtus laͤßt mich fuͤr und fuͤr Zu den leuu bens baͤchlein leiten. Selig! wer mit mir ſo ſpricht: Mei⸗ nen IEſum laß ich nicht/.. Mel. 18. HErr deine allmacht. 8 Sein herz ach! X. 350. MWnbenagt nicht nicht drein, Ich muß von innen eilen: Ich muß 1 eilen: Ich n bald bey dem laͤmlein ſeyn. Was ſol ich hier verweilen, Wo eitelkeit, wo keine ruh? Mein geiſt eilt nach dem himmel zu. 2. Mein he dich laß i9 nicht, Ich kan nichts beſſers haben: In dir iſt freude, troſt und licht, Du kanſt vollkom⸗ men laben. Nichts iſt, das mir vergnuͤgung giebt, Als 1 ſwenn mich JEſus herzlich nebt. 4. HErr JEſu! ohne dich muß mir Die welt zur hoͤlle werden: Ich habe, hang ich nur an dir, Den himmel ſchon auf erden. Es quillt mein lebens tran von dir, Das lebens⸗manna giebſt du mir. 5. O helge ſtunde! d mman dich K herzens⸗freund! herze ſchlieſſen! Wie laͤſſt du da ſt und friede flieſſen! das herze nach dir Wird es mit himmels luſ So oft erquickt. 65. Das ſchwerſte kreuz wird leicht und klein, Denn du ſelbſt hilfſt es tragen: Du richteſt es zum behn ein, Kanſt nicht vom her⸗ zen plagen. Dein ruh⸗ ten⸗ſtreich iſt voller huld, Du foderſt nur von uns gedul IU.. 7. Fuͤhrſt fuͤhret mich dein wunder⸗ fernt vom unbeſtand In deinem liebes⸗triebe. Dein herz iſt immer einerley, treu. 9. Nun blinde welt! ſu⸗ an recht ins immerhin Nur koht un immerh dunſ dir blickt, 8. Ich uͤbergeb mich deiner hand„ Und dener treuen liebe: Du biſt ent⸗ Gerecht und from und ewg mein „ Mei freu ganz ewwig wil dor Liel als von der Vereinigung mit GOtt und IEſu. 397 — —/— —— dunſt der erden; Nur JE⸗ ſus iſt, in dem mein ſinn Kan recht ergetzet werden, Drum rede mir nur nie⸗ mand drein, Ich wil und muß bey IEſu ſeyn. —— — genommen, Wenn mein her nur zu dir kommen: Liebſter JEſuꝛc. 4. Auf der kindheit wil⸗ den wegen Folgte mir ſtets ddeine gut; Deines geiſtesu trieb und re Mel. JEſu meines kebens leben. 8981 rrEſu, meiner 35. ſeelen leben, Meines herzens hoͤchſte ſn freud! Dir wil ich mich „ganz ergeben Jetzo und in rwigkeit: Meinen GOtt d wil ich dich nennen, Und vor aller welt bekennen: Liebſter JEſu! du biſt mein, Und ich bin und blei⸗ be dein. 2. Deine hand hat mich bereitet, Dein mund blies mir odem ein; Deine gnad ward ausgebreitet Als zur decke, ob dem ſchrein Der mich hatte erſt verſchloſ ſen: Darum ſag ich unver⸗ droſſen: Liebſter IEſu ꝛc. mm 3. Deine 4 de umfangen, de alles mi r alieb 2 Haet mich * Zu dir, uͤt hat mich ls mich erf in die welt empfieng. Dir bin iiſt ſe di ich ſchon angehangen, Als 1 mich e an den bruͤſten hieng. Z lieb und regen Regte mir oft das gemuͤht, So ich et⸗ wa ausgetreten, Daß ich wieder kaͤm mit beten. Liebſter IEſu ꝛc. 5. Ach! wie oft hat mei⸗ ne jugend Deine gnaden⸗ hand gefaßt, Wenn die froͤmmigkeit und tugend War in meinem ſinn ver⸗ haßt! Ohn dich waͤr ich uuu längſt verdorben Und in ſunden hingeſtorben. Lieb⸗ ſier Wſu 65 ſucht ich .Irr ich, ſucht mich deine liebe; Fall ich, hil- fet ſie mir auf. Koͤmt es daß ich mich betruͤbe, Stillet ſie den thraͤnen lauf. Bin ich arm, giebt ſie mir guͤter: Haßt man lich, iſt ſie mein huͤter. Liebſter JEſu ꝛc. 2. Schmaͤht man mich, 1 2½ iſt ſie mein ehre; Trotzt man mich, iſt ſie mein trutz. Zweifl ich, iſt ſie meine uuut aat Dein ſchooß hat mich auf⸗ asnurhu 7 4 lehre; Jagt man mich, iſt ee Bender Heins Rechefere undihren Seucen ſie mein ſchutz. Niemals mich ganz ergebe Du biſt 8 hab ichwas begehret, War meiner nkn ruhm, nbiſ es gut, ich bins gewaͤhret. ne zuverſicht und freude, Liehſter IEſu! du biſt Meine ſuͤßigkeit im leide. mein, Und ich bin und blei⸗ Liebſter JEſuc. bebein.. 112. Hor noch, IEſu! 8. Deine ſuͤße lieb und dieſes flehen, Und verwirf gute Daſt du in mein herz die bitte nicht: Wenn gefloͤgt: Drum wird mein mein' augen nicht mehr ſe⸗ verzagt gemuͤhte Aufge⸗hen, Wenn dem munde richtet undgetroͤſt. Durch ſtraft gebricht Sonſt noch den verſchmac jener freu ſetwas vorzutragen; Laß den Linderſt du mir kreuz mich noch im ſterben ſa⸗ und leiden. Liebſter IEſu gen: Liebſter JEſu! du du biſt meinc. ſiſt mein, Und ich bin und 9. Dein geiſt zeiget mir bleibe dein. das erbe, Das du mir dort— beyg elegt. Ich weiß, wenn 4. Von der Ruhe und Irende ich heute ſterbe, Wo man in Gahtt. meine ſeel hintraͤgt, Zu dir Mel. 8. Js ſus meine zuverſicht IFEſulin die freude: Trotz! 2. Gabe deine luſt deß mich was von dir ſchei⸗ 3 8e am HErrn, i de. Liebſter JEſuꝛc. Denn er ſchenket luſt und iſſ 10. Dieſes alles iſt ge⸗ leben; So wird dir ſein gruͤndet Nicht auf meiner mnaden ſtern Tauſend hol⸗ werke grund. Dieſes, was de ſtrahlen geben: Denner mein herz empfindet, Thu ſbeut dir treulich an, Bas ich allen menſchen kund, dein herz nur wuͤnſchen an. Daß es koͤmt aus deinem 2. Laß der welt die eitle blute, Dasallein koͤmt mir luſt, Die in weinen ſich ſt zu gute. Liebſter JEſu ꝛc. verkehret: Wer nur ſeell, ui 11. Drum ichſterbe oder geiſt und bruſt GOtt zum an lebe, Bleib ich doch dein eigenthum gewaͤhret; h eigenthum: An dich ich Trifft in allen ſtüͤckena, u — 1 2 ℳ☛ 1 5 4 4 I 1 1 ——— —— Ihöh—— ————=—— als von der Ruhe und Freude in SOtt. 309 Was das herz nur wun⸗ ſchenkanu. 3. Luſt an GOtt ſteigt uͤber ſich, Wenn man GOtt im worte kennet. Luſt an GOtt iſt innerlich, Wenn man in der liebe brennet. Solche luſt zeigt alles an, Was das herz nur wuuͤnſchen kan. einem willen, Suchet ihn durch wort und that Un⸗ verdroſſen zu erfuͤllen: Und ſo trißt er alles an, Was as herz nur wuͤnſchen kan. 5. Iſt die luſt nicht ohne laſt? Trag geduldig die be⸗ ſchwerden: Wenn du wol gelitten haſt, Wirſt du erſt recht freudig werden, Und a dort im himmel an, .Som Was dein u ſchen kan. ebſter A nein, Un 2 e dein. an der Fuhh in G0 * 48. Joſusma herz nur wuͤn⸗ ru Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛ. 4— 35 HENR IEſu ehe an 302 3. 8l Chriſt, mein d, hoͤchſtes gut; Mein ſerlen⸗ 12 Di chatz, mein herz und muht, — ehret: Und aller ſinnen freude! ud mi de bleibe dennoch ſtets an —thun fu ir, So iſt auch nichts, ft u Wn 4. Wer die luſt am HEr⸗ ich ren hat, Hat auch luſt an frechtigkeit. HErr J das dich von mir Und un⸗ ſrer liebe ſcheide. Du machſt mir deinen weg be⸗ kant, Haͤltſt mich bey dei⸗ ner rechten hand, Regierſt und fuͤhrſt den lebens⸗lauf, Und hilfeſt meiner ſchwach⸗ heit auf. HErr JEſu Chriſt du biſt mem licht; Ich folge dir, ſo irr ich nicht.. 2. Du leiteſt mich nach deinem raht„Der anders nichts beſchloſſen hat, Als was mir ſegen bringet. Gehts gleich zu zeiten wun⸗ derlich; So weiß ich den⸗ noch, daß durch dich Deru ausgang wol gelinget.uu Nach hartem tritt auf rau⸗ her bahn Nimſt du mich dort mit ehren an, Wo mich vor deinem thron er⸗Mu freut Die krone der e 3 ri 5 achi mit begier Wuͤnſch ich zu ſeyn, mein GOtt! bey ditr.ʒ 3. Mein alles iſt auf dic gerichtt, Hab ich nur dich, ſo frag ich nicht Nachuuu himmel und nach erden. Denn waͤr der himmel oh⸗ ne dich; So koͤnte keins 1 1 1400 Von der Hellig. Re hrfertig. und ihren Fruͤchten luſt fuͤr mich In tauſend himmeln werden. Waͤrſ⸗ du nicht ſchon auf erden mein, Moͤgt ich auch nicht auf erden ſeyn: Denn auch die ganze weite welt DHat nichts, das mir, wie 1 gefaͤllt. HErr JEſu Chriſt:/: wo du nicht biſt, 8 Pibts, das mir erfreu⸗ 4. Und ſolte mir durch kreuz und noht, Durch marter, durch gewalt un tod Auch ſeel und leib ver⸗ ſchmachten: Dis alles wird, wenns auch noch mehr, Ja gar wie eine hoͤl⸗ ewaͤr, Mein Llaube doch nicht achten. Du biſt und bleibeſt doch mein heil, Und meines herzens troſt und theil; So wird und muß durch dich allein Auch leib und ſeele ſelig ſeyn. Herr IEſu Chriſt v: ich hoffe feſt, Daß deine kraft mich nicht verlaͤzt. 5 8 Wer von dir weicht, und auf der welt Dir nicht beſtaͤndig glauben haͤlt; Muß freylich wol verder⸗ ben, Und kan, weil er die 6 nicht erben. Wer teufeln folgt, und aͤrgerlich Inſuͤn⸗ en lebet wider dich, Und denkt an keine buße nicht; Den brin 9 d dm dur ein gericht, HErr JEſu Chriſt:;: und biſt Te Dem, der dir treu iſt, ewig treu.“ 6. Drum halt ich mich getroſt zu dir, Du aber halltſt dich auch zu mir, Und das iſt meine freude. 3ch ſetze meine zuverſicht Auf dich, mein fels! der nicht zerbricht, In freud' und ſol alles und allein In meinem herz und munde ſeyn, Bis ich dich kan mit Ach! moͤgte augen ſehn. ſolches bald geſchehn HErr JEſu Chriſt: ich warte drauf, Kom, kom auf.— b Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. 1 in&ſu, 354. en Jen luſt! Mir iſt nichts auſer i luſt und pracht Des flei⸗ at endumem dir bewuſt, Wen 3* ſches hier zum himmel ſ macht, Den himmel dort i auch im leide. Dein thun mein ſchatz! und nim mich h als von der Ruhe und Freuden in GOtt. herz erqunickeſt; Weil mir ab kuß ſo lieblich 4 1,nn dryit Daß man auch ſeiner ſel ſt allb anen vergißt, Wenn du den 81 tan kn geiſt entzuͤckeſt; Daß ich ⸗ brigta Durch dich, Aus dem trie⸗ be Deiner liebe Von der a fnü d erde Ueber mich gezogen a 1r2. Was hatk ich doch run fur troſt und licht, Als aa 4 ich dein holdes angeſicht, 2 in 1 Mein JEſu! noch nicht Undas 1 kante? Wie blind und thoͤ⸗ Se in rigt gieng ich hin, Da mein u verkehrter fleiſches⸗ſinn 6 Von welt cgerde bran⸗ rict 8 te? Bismir Von dir Licht ra in kr und leben Ward gegeben Zulles und Dich zu kennen, eaew Sum hen! gegen dich zu brennen. C, Bö 4 3. Die arme welt hat an ſehn zwar den ſchein, Als waͤr es bad ihr ſchlechtes froͤlich: ſeyn „er Jeue Ein Herrliches vergnuͤgen; Allein wie elend gehts vor⸗ Sa bey! Da 9, man, daß es blendwerk ſey, Wodurch — wir uns betrugen: Drum AI Weſ muß JEſus Mit den ſchaͤt⸗ . en Mich ergetzen, Die be⸗ ehen, Wern die welt⸗luſt mmus vergehen. 4. Wer JEſum feſt im — glauben haͤlt, Der hat dieuuu aft der andern welt Hier allbereit zu ſchmecken. Pflegt JEſus gleich zu mancher zeit Bey großer herzens⸗ traurigkeit Sein G antlitz zu verſtecken; Iſt doch Sein joch Sanft, bele⸗ get Den, ders traget, Nicht druͤcken würden. 5. So weiß ich auch aus deinem wort, Daß du dich, liebſter ſeelen⸗ Hort Nicht iglich ver⸗ verſteckeſt. Du thuſt vor mir die augen zu, dluſdas du deſto groͤßre 5 Hernach in mir erwek⸗ ; Wenn ich Ais⸗ ein rebe An dir klebe, Auch im leide, Rich nut in der ſuͤßen freude. 6. Deshalben ſol mich keine noht, Mein JEſu! waͤr es auch der tod⸗ Von deinem dienſt abſchrecken. Ich weiß, daß mich dein herze liebt; Darum ſo geh ich unbetruͤbt Mit dir durch dorn und heiken. la⸗ ge, chlage: Ich bin ſtille: Iſts dein wille Mich zu danken; Du wirſt meiner doch gedenken. b Ce mit burden, Welche ihn eru Treulich, 402 Von der Heilig. Rechtfertig. undihren Fruͤcht 7. Und ſolt ich auch, mein ſeelen⸗licht! Dein ſuͤ⸗ heelabens manmaich In ieſer zeit empfinden 5 So wil ich doch zufrieden ſeyn, In hoffnung, deinen gna⸗ den ⸗ſchein In jener welt zu finden, Wo ich Ewig Mich zu laben Dich werd dig Und beſtandig bleiben, Und rech dich zu glaͤuben. 10. Der glaub' iſt eine ſtarke hand, Und haͤlt dich, als ein feſtes band; Ach ſtaͤrke meinen glauben. Im glauben kan mich me⸗ Treu zu mand dir, Im glauben kan haben, Dich erblicken, Mich in deiner huld erquik⸗ ken. 8. Deswegen, holder menſchen ſohn! Erkenn ich deine liebe ſchon, Wenn mich gleich dornen ſtechen. Dein herz, das mich in trauren ſetzt, Und ſich ver⸗ ſchleuſt, muß doch zulezt Ja du Giebſt ruh Nach 85 ſchmerzen, Fuͤllſt die Die mich ſchon auf weiden. A 9. Du ſalbeſt mich mit erden 4 3* —————— 8—„ 4 poefters leib und ſeel Recht innerlich erfreuen. Ich weiß wol, daß du mich be⸗ truͤbſt, Ich weiß auch, was du denen giebſt, Die ſich b davor nicht ſcheuen. Drum gib Den trieb, Unabwen⸗ Von lauter liebe brechen. herzen Ganz mit freuden, freuden⸗dl, So daß ſich dich niemand mir, O ſtar⸗ ker IEſu! rauben. Durch dich Kan ich Welt und a⸗ chen Ganz verlachen, Und die ſuͤnden Durch den glau⸗ ben uͤberwinden. 355. n„meine freude, Mei⸗ nes herzens weide, JEſu mein begier! Ach wie lang ach lange Iſt dem herzen bange, Und verlangt nach dir! GOttes lam, Men braͤutigam! Auſer dir ſol mir auf erden Sonſt nichts liebers werden. men Aller feinde frey. Laß die felſen zittern, Laß die welt erſchuͤttern: Mir JIEſus bey. Ob es iſt Gleich kracht und ⁸½ 1 t feſt an 2. Unter deinen ſchir⸗ men Bin ich fuͤr den ſtür. ſteht blitzt/ 1 ll und hen leiden 8 da 6 Ob gleich ſund und holl Ob gleich ſuͤnd hu 6 . Da h 2 edh Aeimfä fe weine Au = JEju rnt * Kanic n Sn Ganz mm n unden R de überwine =e Gn 8.G u herzens w min begier 2 lange J nange, Uyr 12 GOtts Autigam aMrauferden as ers wee :. Undr an Bnihſ an Alerfu felſen iin tterſtum — fus do Sich dun —) 1 gl — ——— —— In gar ſichrer ruh. GOt⸗ A kes macht Haͤlt mich in acht, Und wird fuͤr des ſa⸗ ſchrecken: JEſus decken. 3. Trotz dem alten dra⸗ chen! Trotz des todes ra⸗ chen! Trotz der furcht dar⸗ zu! Tobe welt und ſprin⸗ wil mich als von der Rnhe und Freude in GOtt. 403 l herein. Denen, die GOtt lieben, Muß auch ihr be⸗ truͤben Lauter freude ſeyn. Duld ich ſchon Hie ſpott und hohn, Bleibſt du den⸗ noch auch im leide, JEſu! 8 1 A ge! Ich bin hier und ſinge tans wuͤten, Mich, dein kind, behuten. 4. Weg mit allen ſchaͤt⸗ zen, Du biſt mein ergetzen, JIEſu meine luſt! Weg ihr eitein ehren, Ich mag euch nicht hoͤren, Bleibt mir unbewuſt. Elend, noht, Kreuz, ſchmach und tod Sol mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von JEſu ſcheiden. 5. Gute nacht, oweſen! Das die welt erleſen; Mir gefaͤllſt du nicht. Gute nacht, ihr ſuͤnden! Bleibet weit dahinden, Komt nicht mehr ans licht. Gute nacht, Duſtolz und pracht! Dir ſey ganz, du laſter⸗le⸗ ben! Gute nacht gegeben. 5. Weicht ihr trauer⸗ geiſter! Denn mein HErr meine freude. 2§56. FEſu, meiner 35(ſeelen ruh, Und mein beſter ſchatz da⸗ zu! Alles biſt du mir al⸗ lein, Solt mir auch fort al⸗ es ſeyn. 2. Liebet Ijetnand in der welt Edle ſchaͤtze, gold und geld; IEſus und ſein theu⸗ res blut Iſt mir mehr den alles gutu. 6 Stellen meine feinde ſich Oeffentlich gleich wi⸗ der mich; IEſus reißt aus aller noht, Tilget teufel, hoͤll und tod. 4. Bin ich krank, und iſt kein mann, Der die ſchwachheit lindern kan: IEſus wil mein arzt in pein, Und mein treuer hel⸗ fer ſeyn. 5. Bin ich nacket, am und blos: Iſt mein vorraht — und meiſter JEſus, trit ſchon nicht groß: JEſus Ce 2 di een Von der Heilig. Nechtfertig undihren Frichtn hilft zu aller bent Mir aus aller duͤrftigkeit b 6. Muß ich in das elend fort Hin an einen fremden ort; JEſus ſorget ſelbſt fuͤr mich Sehlee mich da wunderlich. unſ. Muß ich dulden hohn pott Wider GOtt und ein geboht Rcſus giebt mir kraft und macht, aß ich allen ſpott nicht acht. bed 8. Hat der bienen honig⸗ u ſaft Und der zucker ſuse kraft; Mein herzliebſter JEſus Chri Tauſendmal ni wel ſuͤßer iſt. 9. ZEſus, was durch 1 ohren bri 1 IEſus, was dis auge ſi Zeſus, was die zunge ſe chme ckt, Und potnach die hand ſch Ef ſus ſey mein pei und trank, 9Efus ey mein lob⸗geſang, JE⸗ us ſey mein freuden⸗ ſchall, IEſus ſey mein gan⸗ zeagndlic laß, d hoöch 1I. Endlich laß, o hoͤ 93 eſu! dein ver⸗ ſtr ect. dig machen. Deine wun⸗ den, deine pein Meine raff aſ im tode ſeyn. Mel. Auf meinen lieden SOn GOtt, 357. SShen den ſt getreu, In noht ſteht er mir bey: Auf ihn iſt gut verraun Drum wil ich auf ih bauen. Ihm! bleibt mnn herz ergeben Im tod und auch im leben. 2. Der welt ihr beſter whn Iſt ſchaden, ſchimpf nd hohn: Wer den nicht wn ererben, Der muß der welt abſterben, Muß ihren nicht t begehren⸗ Und ſich zu IEſu kehren. 3. Wenn mich derfeinde chaar Wil ſtuͤrzen u hr, Und mich mit hohn d b 34.; Iſt IEſus mir zugegen. Tein ſchutz ſich 8 mir wendet, Und all einde blendet. 4. Inaller meinernoht/ Und waͤr es auch NWſus fuͤr mich rh noht und tod bde jwinger: Ja aus der 4 b Mein get U en rachen Kan er mich! 3 5. Wenn der tod/ — 1 ſuͤnden⸗ ſchul mich feinen n mein fuß auf, muß ichde jen p ret. Du biſt meine freud allein, Durch lich ſn. e0. Droht der tod und reißt mich hin: O ſo ſtillet GOtt ſein wuͤten. Ster⸗ ben iſt ja mein gewinn; Darum wird mich GOtt behuͤten; Er, des todes gift, iſt mein; In ihm kan ich froͤlich ſun. 10. Herz und geiſt er⸗ freut ſich nun, Es erfreut ſich muht und ſeele. JE⸗ ſu gib, daß alles thun Dich zum zweck und ziel erwaͤhle. Laß mich, o mein ſonnen⸗ ſchein! Ohne dich nicht froͤ⸗ II. Gib, daß ich da trau⸗ rig bin, Wo das trauren hingehoͤret; Sonſt gib, Ddaß mit frohem ſinn Mein herz nichts als dich begeh⸗ 8 froͤlich ſeyn. jeden tag Froͤlich lebe, ro⸗ lich leide, Und dir froͤlich ſterben mag. Gib mir dort die himmels freude. Wenn du denn da ewg mein, Werd ich ewig fro⸗ ſt lich ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gon. eunm Cdas ſorg ich 359. K doch in die nur ein raub der zeit? Ver ſpricht mir doch m An GOtt und ſeinem 3E. ſuhat. 2. Verſagt mir GOtt der erden gaben, Gluüc, ehre, reichthum, gut und geld: Mit meinem JE kan ich haben Mehr, als vergnuͤget ruht. 3. Das weſen dieſer welt dich kan ich 12. Gib, daß ich hier ſem leben Um das, was z doch mein mel und die ſeligkeit. Dr iſt zu geizig, der nicht ſat den himmel und die welt. Er iſt allein mein hoͤchſtes gut, Worinn mein herz vergehet, Weil zeit un V — 1 — S——— 4 —— ———— — — A. Weenn Au geiyi/ otti erden 5 1 ſterben alles frißt. Mein ſtehet, So lang ein GOtt mnichts der erden, fieiſch und blut ſein alles dooch mein herze ſchwer? uu vergnuͤgen vor. b als von der Ruhe und Freude in GOtt. 1 — beſtes theil bleibt und be⸗ im himmel iſt: Und wenn der himmel ſelber bricht; Vergehet doch mein him⸗ mel nicht. 4. Fahr hin, du ſtolzes Da nennt! In GOtt kan ich vergnuget werden, Von dem mich auch der tod nicht trennt. Was macht mir Ich habe GOTT: wuͤnſch ich mehr! —————— was —— Mel. Von GOtt wil ich nicht ꝛc. 3 60 r GOtt vil . 3 ½ Wich gedenten, Denn er gedenkt an mich. Wenn nicch die ſorgen kraͤn⸗ ken; So hebt mein herze ſich Zu meinem GOtt em⸗ por: Bald weichen alle ſchmerzen, Denn er ſtellt meinem herzen Nichts als 2. Denk ich an ſeine lie⸗ be, Wie werd ich doch ent⸗ uckt! Daß, wenn es noch o truͤbe, Mir doch die ſon⸗ s Die laſt werf ich auf ihn, mer ein: Er hat ſich hoch vermeſſen, Erwil mein nie vergeſſen; Wie koͤnt ich traurig ſeyn! 3. Denk ich an ſeine gu te, Die alle morgen neu; So freut ſich mein gemuh⸗ te Bey ſolcher vater⸗treu. , 4 1 4 So wird die arbeit ſuͤße; Ob ich gleich ſchweiß ver⸗ gieſſe: Denn GOtt iſt mein gewim. 4. Denk ich an ſein er⸗ barmen, Er ſchenket mir ſein kind; O gnade fuͤr mich armen! Heißt das nicht treu geſinnt? GOtt iſt in Chriſto mein: GOtt muͤſte IEſum haſſen: Wenn er mich wolte laſſen; Das kan unmoͤglich ſenn. 1 5. Drum wil ich an GOtt denken; Die welt mag immerhin Den ſinn aufs eitle lenken; Hier iſt ein andrer ſinn. Ich tra ge GOtt allein Im herzen 6 und im munde, So kan mir keine ſtunde Allhier zu lange ſynyny. 6. An GOtt wil ich ge⸗u denken, So lang ich den⸗ ——.— ne blickt. Da koͤmt mir im⸗ ken kan. Wird man ins Cec 4 grab 6 408 Von der Heilig. Rechtfertig. und ihren Fricim grab mich ſenken, So geh ich zwar die bahn, Da mein die welt vergißt; Doch Nlaub ich dieſes feſte, GOit ſein gedechtniß iit. anket alle GOtt. worte haben: So bin ich ganz vergnugt; So iſt kein trauer⸗geiſt, Der dich, mein lieber GOtt! Aus meiner “ ſeele reißt. 4 2. Gib mir ein froͤlich herz, Im wuͤnſchen und ver⸗ langen Laß meine zuverſicht An dir beſtaͤndig hangen, Und blicke mich mit troſt In meiner hoffnung an, Daß ſie in deiner huld Vor anker liegen k ulnu. 3. Gib mir ein froͤlich herz, So oft 4 vor dich trete, Und durch des geiſtes trieb Mein vater unſer bete. Doch deinem wil⸗ len bleibt Mein wille heim⸗ geſtellt. Gib nur, was dir eliebt, Und was mir ſelig 4. Gib mir ein fral herz Bey kuͤmmern 4 ſorgen. Du ſorgeſt ſa ſi mich; Und dir iſt under borgen, Was meiner ſeit gut, Was meinem leit dient. Du weißt die mitne auch, Wodurch mein glüte gruͤnt. 5. Gib mir ein fräſht herz, Wenn ich in unſchun leide. Krankt mich itſal ſche welt Mit undanen. a tem neide; So bletch doch getroſt. Du biſtmn 9e beſter freund, Ders ennx) treu und gut Mit wenn N wolfahrt meint. 29 6. Gib mir ein ſtit e herz Bey naſſen traut ie tagen, Und laß michmt a geduld Die laſt derſeben tragen. Auf ungeniit 92 folgt Doch wieder ſumg„ ſchein; So wird miud in das kreuz Voll fruth und 6 ſegen ſeyn. 7. Gib mir ein ftilch d⸗ herz, Wenn ich auch ud m lich ſterbe. Der tod iſtmen in gewinn, Weil ich das ehn li eerbe. Im himmel gelen —— —— — ſerſt Die rechte freuen ten 7 als von der Ruhe und Freude in GOtt. 409 Fſdaß ch heute nicht Von ſehr erfreu ich mich, Daß 1 V nuhen ſcheiden kan! ddu aus reichen gnaden Ver⸗ ſaſt 8. Gib mir ein froͤlich ſorgeſt den ſo vaͤterlich, mwer herz, Das wirſt du mir Der doch ſo ſchwer bela⸗ ſect auch geben. Ich wil an den! Du gan mir deine lite dir, mein GOtt! Wie eine lieb und huld, Und laͤſ⸗ mind klette kleben. Sowerf ich ſeſt mir die ſuͤnden⸗ſchuld, güce ganz getroſt Das trauren So groß ſie iſt, nicht 44 4 interwerts, Und ſage noch froih einmal: Gib mir ein froͤ⸗ iſchut ich herz. diefite—.— dhe Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. nen G Ott ſey gelo⸗ fu 362. G bet, der allein meine Die wahre freude giebet: 5 Der unſer herz laͤßt froͤlich froh ſeyn, Der uns unendlich rraus liebet. Der uns in dieſer m ſterblichkeit Durch man⸗ im ches gluͤck und heil erfreut, virer Wenn er uns hat betruͤbet. une. 2. Ja GOtt! vom her⸗ auc zen dank ich dir, Daß du tund mir haſt geſchenket Ein 8— gemuͤht, das meiſtens „hier An keinen kummer fräih denket. Du biſt, der Gen mic ſo froͤlich macht, Daß ſtmein mund und geiſt voll freude leba lacht, Wenn ſich ein andrer gehen kraͤnet. ſchwere noht, Und fuͤlleſt michmit ſegen. Mit freu⸗ den eſſ ich hier mein brod, ſchaden. 4. Du wendeſt manche Und kan mich ruhig legen. Du ſchenkeſt mir manch zeitlich gut, Du biſt, der oft erfuͤllt und thut, Woran mir hie gelegen. s. Mit freuden trink ich meinen trank: Drum ſol mein glaͤubig ſingen Dir, treuer vater! lob und dank ur ſolche gnade bringen. Ich greif die arbeit frolich an, Vollfuͤhre durch dich, was ich kan; Du laͤſſeſt es gelingen. 6. Dis alles muß ich dei- ne gab Und milde wolthaat nennen: Dein iſt und blei⸗ bet was ich hab, Ich kan es wol erkennen. Ach lieber vater! nehre mich Durch en u 3. Mein GOtt! wie deinen ſegen müdgic; 410 Von dem Werke der Heiligung, und zwat noch rennen. 7. Nim deine freude nicht von mir, Laß meinen ſinn nicht wanken: Mein herze klebe ſtets an dir, Gib froͤli⸗ che gedanken. Behuͤte mich fur uppigkeit, Halt meinen lauf zu jederzeit In wahrer tugend ſchranken. 8. Bewahre mich fuͤr kummerniß Und ſchwer⸗ muhts⸗vollen plagen; Du kanſt den trauer geiſt ge⸗ wiß Aus meinem herzen jagen. Er darf ſich, wenn nur JEſus Chriſt Und niemals an mich wagen. 9. Laß mich, HErr! vor den allzeit kommen, Damit Mir niemals werd ent⸗ ſtets voll trauren ſeyn? Da doch die felbſigemchie pein Dem menſchen nicht kan frommen. b freud und luſt; Laß meine ſeel empfinden, Daß den, Sonſt hilft kein ſchweis dem Chriſti tod bewußt, tes⸗freund, der glauben ſtreben? Mein hoͤchſtes gut deine guͤte bey mir iſt, Ja ff dieſer 9— 6,3 welt anſchauen, Was du fuͤr ſchoͤne ſeltenheit An hiumeh, meer und auen, 9. S Auf erden, an der ſonnen dein angeſicht Mit freu⸗ f 4 eng nit deine macht So herrlich der hoffnung theures licht wollen nacher orh b b d ent⸗ 13. Hilf, daß ich frel⸗ nommen. Was hilft es, dig, wedd ich ſol, Aus de. ſem leben ſcheide. Verleih Be 10. Erfuͤlle mich mit Nicht angſt noch trubſal binden; Daß ſatanas ihn ſelbſt nicht fallt. Ein GOt häl„Kan alles uͤberwin en. b b II. Was acht ich eitle luſt der welt? Was hilft mir ſolch ein leben, Wo geiz und liſt nach gut und geld Und großen ſchatzen in dieſer zeit Iſt, ſich der tugend, froͤmmigkeit Und ſi ehrbarkeit ergeben. 12. Doch laß mich auch mit freudigkeit Auf dieſer pracht, Und uͤberall, durch mir 1 daß ich freuden⸗voll freuden geh' ich aus der noht, Mit freuden drin ich durch den tod Zu dirin reich der freude. eh in allem leide. Mi Vo Onm * Und g †dhen⸗ Man nieſer zet teend, from Jarketet 2. Ooch Ir freudiai Pt anär ee ſchone ſ d amel, un 8f erden, 1 Tict, lundi e madt Rlen bau n wenn u (cben ſ r, Wbitt Rfehi 99 iden gef. ₰ M 6 2 Vr äun — th de ftu b von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 41 Von der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc⸗ ch HErr! be⸗ H kehre zu dir, Und ſchaff ein rei⸗ un nes herz in mir, Zu einem ann neuen leben. Denn du muſt zur erneuerung, Zur an⸗ derung und heiligung Den neuen geiſt mir geben. 2. Ich war ein finſtrer ſuͤnden knecht: Du aber machteſt mich gerecht/ Dein licht iſt mir erſchienen. Da treibt mich nun des glau⸗ bens kraft, Im lichte from und tugendhaft Dir, als ein knecht, zu dienen. 3. HErr! ſtaͤrke dieſe kraft in mir, Du wirkeſt elbſt, und ich mit dir Durch eines geiſtes triebe. Er wirkteſt du, ich wirkte nicht: Jezt wird des glaubens zu⸗ verſicht Auch thaͤtig durch die liebe... 4. Denn IEſu ſacra⸗ ment und wort Erhaͤlt und ſtaͤrket immerfort Des glaubens kraft und leben: Die mittel muͤſſen zu der frucht, Die IEſus an den reben ſucht, Auch ſaft und nahrung geben. 5. Da nimt denn die er⸗ leuchtung zu, Den willen vollbereiteſt du, Mein GOtt! zu neuen trieben, Von ganzer ſeel und herzen dich, Und meinen nechſten,u gleich als mich, In wahreru that zu lieben. 6. Mein glaubens licht wird offenbar: Im glau⸗ ben reich ich tugend dar. Ich wil von Jen lernen Dem folg ich nach: ihm nah ich mich, Und von der uu ſuͤnden⸗bahn wil ich Michuuu immer mehr entfernen.. 7. So wirkt, ſo kaͤmpft, ſo ringt und ſtrebt Der neue menſch, der heilig lebt Durch kreuzigung des al ten. Ich jage nach der hei⸗ ligung, GOtt wil zu mei⸗ ner beſſerung Des glau⸗ bens kraft erhalten.. 8. Zwar fehlet die voll kommenheit: Ich ſinde uuuuu ſelbſt, daß allezeit Mein thun nur ſtuͤckwerk bleibe: Doch darum beſſert GOtt Ar auch mich, Sein ebenbild erneu. 4re Von dem Werke der Heiligung, und zwa ——— erneuert ſich ſeel und leibe. 9. GOtt vater! du wilt deine treu An mir noch alle morgen neu Erhalten und vermehren: Du ſchen⸗ keſt mir das kindſchaft⸗ recht, Ach ſo erneure dei⸗ Bey mir an verehren. 10. HErr JEſu! groß von raht und that: Dein raht, der angefangen hat, Muß auch die that vollen⸗ den: Ach hilf du mir, die neue kraft, Die mir dein blut und tod verſchafft, Zum leben anzuwenden. I1. Gewiſſer geiſt! laß mich dein wort Gewiß, und immer weiter fort Auf ebnen wegen leiten: Laß meinen geiſt unſtraͤflich ſeyn, Verklaͤr in mir den hellen ſchein Zu jenen herr⸗ ichkeiten. — 6 4. 5 —— hhooͤhoho 2 —————— 1—— ——— —— Mel. Aus tiefer noht ſchrey zc. 364. chaff in mir, 304. 82 GOtt! ein reines herz, Mein herz iſt ganz verderbet: Es fuhlt von ſunden groſſen ſchmerz/ nen knecht Dich kindlich zu Die ihm ſind angeerbet, Und die es noch thut ohne ſchen: Ach mache, daß es wieder ſey, Wie du es erſt erſchaffen. 2. Gib mir aufs neut deinen geiſt, Der immer bey mir bleibe, Der mir zum guten beyſtand leiſtt, Und dazu mich ſtets treide, Der ſteure meinem ſleiſch und blut, Und gebe, daß ich ſanften muht, Zucht, de⸗ muht, keuſchheit liebe. 3. Verwirf von deinem angeſicht, Ob ich es gleich verdienet, Mich, allerlieh⸗ ſter vater! nicht, Weil ſus dich verſuhnet. Laß mich, dein kind, doch nin⸗ mermehr Hier fallen ſogar tief und ſchwer, Daß du mich gar verwuͤrfeſt. 4. Den heilgen gif nim nicht von mir: Der ſen geiſt vertreibe, Daß er mich nicht entfuͤhrt von dir, Und ich dein ſey und Beherſche mem bleibe. herz, ſinn und muht Dur deinen geiſt, ſo fahr i ut Im leben und im en bo⸗ ſter 5. Mi Ton der Erneuerung und Erhaltung inder Gnade. 41327 f S. Mitt deiner huͤlfe troͤ⸗ t0 emich, Hilf, und vergib 1 je ſunden„ Und ſuchet meine ſeele dich, So laß dich gnaͤdig finden. Durch dein verdienſt, HErr JE⸗ ſu Chriſt! Darinnen troſt und leben iſt, Hilf wider tod und hoͤlle. oc. Dein freuden geiſt K ſi enthalt mich dir nem freuden⸗ oͤle, Daß mich nichts zur verzweif⸗ lung fuͤhr, Und bring um maeine ſeele. Du biſt, HErr! meine freud allein; Laß Bring mich Beins zur ewgen de. gerechtigkeit Mit wahrem „ glauben finden, Die mich in ewigkeit befreyt Von allen meinen ſuͤnden. Dein theures blut, Mein hoͤch⸗ ſtes gut, Das heilet allen ſchaden: Ja deine huld welcher ich beladen. Die ſuͤnden⸗ nacht Aus und freud Dein liebes kind d all ruͤhm ich dich Beſtaͤndig⸗ mich auch deine freude ſeyn, d ich de namen Nach dieſer zeit In Mael. Durch Adams fall iſt ꝛc. Haß mich, 365. HErr! 2 ſtatt zorn und grim Mit wahrer ſanftmuht ſchmuͤk⸗ ke, Durch demuht allen un⸗ geſtum In meiner bruſt erſticke. Laß deine macht meinem herzen treiben Und mich allzeit In fried verbleiben. 3. HErr! ſchenk mir dei⸗ ne guͤt und treu, So lang ich leb auf erden, Und la ſie alle morgen neu An meiner ſeele werden: So lich, So werd ich deinen ewigkeit Vom ſen, amen. — 1 herzen prei⸗ Melodey 26. Tilgt meine ſchuld, Mit ſt 2. Gib„ daß ich mich 266 Dufpopferdie 3.& ſer großen welt, Den alles das als ſei nen urſprung ehret, Was dieſer bau in ſeinen gren den hält,Wis erd und meer in ſeinem ſchooß ernehret, Der alles ſelbſt in ſchoͤn er zier und pracht Aus nichts gemachhtt 2. Durch dich iſt auch , „ 4 4 . — 2 414 Von dem Werke der Heiligung, und zwar— der menſch gemacht, Das rißund auszugaller pracht, Die du der welt beſchloſ⸗ ſen zuzuwenden, Der mit⸗ tel⸗punkt von dem, was deine kraft Gewirkt, ge⸗ ſchaftt. 3. Du praͤgteſt ihm dein ihn zum herren deiner wer⸗ ke. Die heiligkeit, der lie⸗ be reiner ſchein, Der weis⸗ heit glanz, des leibes mun⸗ tre ſtaͤrke, Die ſtellten ihn dem, was geſchaffen war, Zum wunder dar. 4. Wo iſt nunmehr dis alles hin? Wer kan die ſpur der erſten ſchoͤnheit zeigen? Ein finſtrer dampf umgiebt den blinden ſinn, Der freye geiſt muß ſich in feſſel beugen. Dein ed⸗ les bild, o ſchoͤpfer! iſt zer⸗ ſtoͤhrt, Und umgekehrt. 5. Ach HErr! den un⸗ ſer elend ruͤhrt, Dem un⸗ ſte noht gar tief zu herzen 38 uns der feind verfuͤhrt, Wie es ſo ſchlecht um dein ge⸗ cchoͤpfe ſtehet. Auf!. mache meiſter⸗ſtuͤck von deinen weiſen haͤnden, Ein kurzer bildniß ein, Du machteſt gehet; Ach ſiehe doch, wie ( Und heller ſey. 6. Dein milder ſegen ſey gelegt In des mit fluch be ſchwerten herzenserde, Die leider! nichts als ſchnoͤdes unkraut traͤgt: Gib, daß ſie bald voll guter fruͤchte werde. Ach mache doch daß alles wieder neu Und fruchtbar ſey. 7. Ach mache alles wie der recht, Was Adamsfal verruͤcket und verkehret Bereite dir ein heiliges ge⸗ ſchlecht, Das dich im geiſ und in der wahrheit ehret Ach ſchaffe doch, daß ih auch wieder neu Und her n lich ſey. — Mel. HErr JEſu Chriſtmen 1 67. Oreure uß 3 J. Do ewig liht! Erheb auf mich dein an⸗ geſicht, Und laß mit deinem gnaden⸗ſchein Mein gan⸗ zes herz erfuͤllet ſeyn. Rehec de ind ien eiſches luſt, Und rei mich vom funden wuſt 3 ſtreiten wieder fleiſch ui bald, daß alles wiedernen göi ſein we deinen in g taugt nicht dazu. dahinten iſt, vergißt, Vor⸗ nemlich Chriſti tod ermißt. ſam ſey, und deiner bahn fan. geiſtes licht Erkenn ich dei⸗ nen willen nicht: Darum ſtua erleuchte den verſtand, „Mach ihm dich und dein e wort bekant. d mittler, JEſum, ſehn. wort gerichtet ſeyn: Daß nder Erneuerung und Erhaltung in derGnade 415 ſf blut Verleihe mir kraft, geiſt und muht. 3. Schaff in mir HErr! den neuen geiſt, Der dir mit luſt gehorſam leiſt: Ein willig opfer forder du, Mein alter menſch 4. Mach in mir das ge⸗ dechtniß neu, Daß es auf ich es peuig hoͤr und thu Gib ſelber kraft und luſt darzu. 9. Gib, daß mein geiſt erfaͤhrt und ſchmeckt, Was ſt uns dein wort fuͤr freud erweckt, Wases fuͤr leben, ſtaͤrke, kraft Und ſußigkeit der ſeelen ſchafft. 10. Treib mich durch dich gerichtet ſey, Und was 5. Des fleiſches willen toͤdt in mir, Lenk ihn zum guten, daß ich dir Gehor⸗ —2 In lieb und einfalt folgen 6. HErr! ohne deines 7. Mach mein gewiſſen durch dem blut Ganz rein, daß mit getroſtem muht Ich kan vor deinem richt⸗ duht ſtehn, Und auf den 8. Laß herz und ſinn auf dich allein Und auf dein deinen guten geiſt; Durch ſeine kraft mir beyſtand leiſt, Daß er in mir die her⸗ ſchaft fuͤhrt, Herz, ſinnen, mund und that regiert. II. Weil dis nur aus dem glauben ſteigt, Der ſich durch werke thaͤtig zeigt: So gib, daß ſich durch deinen geiſt Mein weiſt. 12. Nim, JEſu! mich in deine hut, So trotz ich jaller feinde wuht: So ſieg ich ſtets, mein heil! durch dich, So preis ich dich dort ewiglich. Mel. Chriſt unſer HErr zum x. 368. SKei GOttt 368. NR ich nahe V glaub in reichen fruͤchte mich und tret Zu deinemu auaxen⸗ 7416 Von dem Werke der Heiligung, und zwar naden⸗throne. Ich opfre ſeufzer und gebeht Vor dir in deinem ſohne. Du wilt, ich ſoll der heiligung In deiner furcht nachjagen; Verheiſſeſt auch vermoͤgen nung, Den ſuͤnden abzu⸗ agen; Ach gib mir kraft und gnade! 2. Wo ſich der glaube thaͤtig kan Als GOttes werk beweiſen: Da ſcheu⸗ et man ſich nicht, berg⸗an Mit GOttes volk zu rei⸗ ſen, Man geht getroſt den engen weg, Man dringet durch die pforte, So ſchmal ſie iſt: und ſucht den ſteg Mit ernſt, nach GOttes worte, Der zu der krone fuͤhret. 3. Ach treuer GOtt! begabe mich Mit ſolchem ernſten ſinne, Daß ich nichts lau und ſchlaͤferig Im chriſtenthum beginne. Trwecke,hocht ekraft! mein herz, Daß ich beſtäaͤndig kaͤmpfe, Auch bis aufs blut mitt ernſt und ſchmerz Die boͤſe luͤſte daͤmpfe, Und nach dem kleinod ringe. ‧. Wen nun ein rechter K 4 ſein gewiſſen; wenn ſich daſſelbe regt, Geht mit geraden fuͤßen: Es muß ſein auge hele ſeyn, Und taͤglich reiner werden In Chriſti blute, der allein Bleibt unſer licht auf erden, Und lehrt imlich te wandeln. 5. Du kennſt mein herz⸗ HErr JEſu Chriſt! Und orſcheſt mein Ach gi muͤſſen. Verleihe, daß ich mehr und mehr Mein thun und laſſen richte: Was wider dein geheiß und eir, Das mache ſelbſt zunichte, Und mach mich ragich treuer. chriſten leiten: Sie gehn eiten. Der zweck, den iſt beruf vorhaͤlt, Iſt ihnen ſtets vor augen: Die mit tel werden auch gewaͤhlt, 4 gen; Sie koͤnnen kluͤglic ernſt bewegt, Der reinigt handeln. Er wacht, gewiſſen: , daß alle tuͤck und liſt Daraus entweichen 6. Ich bitte mehr: in weiſer ſinn Muß wahte nicht in den tag dahin, Noch nach dem lauf der Die nuͤtzlich ſind und tau⸗ 7. Drun on der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 447 00f 7. Drum gib mir, hoͤch⸗ ſte weisheits⸗quell! Die klugheit der gerechten. Ach! ſende ſelbſt in meine ſeel Den glanz von deiner rech⸗ ten. Lehr mich, mein heil, und die gefahr Noch taͤg⸗ lich beßer kennen, Den un⸗ terſcheid, was falſch und wahr, Was gut und boͤs zunennen: Ach! machmich kaͤglich kluͤger. 8. Und dieſe weisheit kan uns nicht Kalt und unfruchtbar laſſen: Ein wahrer glaub thut ſeine pflicht, Und eilt auf GOt⸗ tes ſtraßen: Er iſt ein baum, der gruͤnt und bluͤht, au Und reiche fruͤchte traͤget; Ein feuer, das man immer ſieht; Ein leben, das ſich reget, Und ein geſchaͤftig weſen. * b 9. Mein lebens⸗fuͤrſt! gib friſche kraft Zum neuen geiſtes⸗leben: Dein zweig —— — ———— — — — —— ———— — S — — — — Und fruchtbarkeit dein re⸗ ben. Ach! daß ich eine tugend moͤgt Darreichen aus der andern, Und reiche zieht von dir ſeinen ſaft, 3 Ja allzeit wuͤrdig wan⸗ dern! Du kanſt und wirſt es ſchaff3en. b 10. Wer reich an guten werken iſt, Bey dem wird JEſus wohnen. Der kuß, womit ſein mund ihn kuͤßt, Kan alles reichlich lohnen. O gnaden lohn, der hie ſchon wird Im vorſchmack uns gegeben! O ſuͤße lin⸗ drung unſrer buͤrd’! O an⸗ genehmſtes leben, Wo JE⸗ ſus hutten bauet! „11. HErr! laß mich die beſtaͤndigkeit In JEſu bey dir finden. Du wirſ a ſtaͤrken in dem ſtreit, Selbſt vollbereiten, gruͤnden. Ich halte mich, HErr! an dein wort, Das ich gehoͤrt, ge⸗ leſen: Ach gib mir kraͤfte, hoͤchſter hort! Und ein rechtſchaffnes weſen; So hab ich volle gnuͤge.— Mel. Wer nur den lieben G Ott. 6 SSein GOtt! 9. du weißt aufs allerbeſte, Was mir gur und erſprieslich ſey. ch! ſetze du mein heil ſelbſt feſte; Weg mit dem glaubens⸗fruͤchte braͤcht, eigenen gebaͤn! Gib, dau Dd mein s Von dem Werke der Heiligung, und zwar mein herz auf dich nur baut, Und dir, mein GOtt! allein vertraut. 2. Reiß alles weg aus meiner ſeele, Was dich naicht ſucht und deine ehr. Siehſt du, wie ſich die fuͤnd verheele; So pruͤfe ſelbſt je mehr und mehr Mein' innere beſchaffen⸗ heit, Und gib mir herzens⸗ redlichkeit. 3. Laß mich mit grund der wahrheit ſprechen: Du biſt mein abba, licht und heeil; Du heileſt alle mein gebrechen, Und ſchenkeſt mir an Chri biſt mein allerbeſter freund, Ders treu und herzlich mit mir meint. 4. Darfich dich meinen vater nennen? Oabgrund der barmherzigkeit! So muß mir alles nutzen koͤn⸗ nen, Was man ſonſt heiſ⸗ ſet kreuz und leid. Denn wo du, GOtt! im herzen biſt; Wird auch das bittre kreuz verſuͤßt. aun r recht kindlich glaͤube; Und ummir getroſt und unverzagt, IJedoch in demuht, das zu⸗ dich heißt. ſto theil: Du 5. Drum gib, daß ich ſchreibe, Was uns dein theures wort zuſagt. Dein at geiſt erklaͤre meinem geiſt, hulii Was deine vater⸗treue „6. Du, unerſchaffnes hoͤchſtes weſen! ſhaffne 1 der welt an mich gedacht, Und ſchon, da ich noch nicht uſlt geweſen, Den liebes vollen u ſchluß gemacht, Daß ich aum ſol dein in Chriſto ſeyn, thl ud Und frey von aller ſuͤnden⸗ li fiſt pein. 7. Dein kind, mein JE⸗ ſus, hat vollendet, Was du beſchloſſen vor der zeit; iin Hat ſchuld und ſtrafen ab⸗ n gewendet, Erworben mir die ſeligkeit! Dein geiſt, der iſuh Wel⸗ mir dis macht bekant, Iſt iänhahher guͤte ſagen, Die ich ſonſt is hieher geſpuͤrt? Mit auhinend der du mich in meinen ta⸗ üſh gen So wunderbar, doch treu gefuͤhrt, Und welche eteind Hrr ichfu eri dich, o hoͤchſtes gut! La 8 — — huld ge ſſg nieſſen, Fe —=— ————— —— —— — — dr lebes glut. Verleih, daß meine lieb und treu Auch gegen dich recht herzlich ſey. —— gen Aus gnaden deine va⸗ ter⸗hand: Weil hier nicht fleis noch eigne Reuf — — meſſen, Und mehre meine 10. Ich bin nun auf ſo viele weiſe, Mein treuer Sott! dein eigenthum; Drum halte mich auch, dir zum preiſe, Zu deines gro⸗ yen namens ruhm, In un⸗ ſchuld und gerechtigkeit, Und fuͤhr mich zur voll⸗ kommenheit. 11. Du muſt das gute ſelbſt vollbringen: Drum lenke worte, that, verſtand, Und reiche mir in allen din⸗ ft, Nur dein erbarmen, alles ſchafft. 12. Legſt du was auf; ſo hilfs auch tragen. Gil nur geduld in leidens⸗zeit/ Und ſey in gut und boͤſen tagen Mein troſt, mein raht Sonder Erneuerung und Erl altung in der Gnade. b 4¹9* und meine freud. Gib de⸗ muht, einfalt, lieb und zucht: Was falſch und ſtolz iſt, ſey verflucht. 13. N es ſe feſt geſchloſſen, Bleib uͤber reich⸗ und taglich ausgegoſt ſen, Die einzig alles gute ſchafft; So bleibts in ewig⸗ ſkeit dabey, Daß du mein, und ich deine ſey. — Mel. Ich ruf zu dir HErr w. 370. MMahbretnes 5/—. GGoOtt l!dein gutes werk, Das in mir angefangen, Muß ganz al⸗ lein durch deine ſtaͤrk 9 ſeinem ziel gelangen. Sol ich„bis in den tod getreu, In deinem dienſte bleiben, Und begleibens So ſtehe du mir bey, Im glauben frucht zu treiben. 8 2. Es fehlet mir an fein⸗ den nicht, Die wider mich ſtets raſen: Der ſatan ſucht as kleine licht Des glau⸗ bens auszublaſen. Die welt iſt auch auf ihrer hut, Mich mit geheimen tuͤcken Zu be⸗ ſtricken. Mein eigen fleiſch und blut Sucht ſelbſt riſch zu beruͤkken. 2 Doch vater! deinetreu und macht, Doch, mittler! dein vertreten, Doch, geiſt 36 amen! es ſey — mich, o geiſtes kraft, Stets der gnaden! deine wacht, der awen demne m cht, 4, 4 4 1 420 Von dem Werke der Heiligung, und zwar Dein trieb zum kampf und beten Wird alles, was mir ſchaden bringt, Ja ſelbſt den weiten rachen Jenes drachen, Der ſonſt ſo viel verſchlingt, Bey mir zu ſchanden machen. b 4. Die in der liebe red⸗ lich ſind, Laͤßt ſich der HErr nicht nehmen. Mein va⸗ ter wird ſein armes kind Im hoffen nicht beſcha⸗ men. Mein hirt laͤßt auch das kleinſte lam Nicht in der noht verſchmachten: Drum wird achten Auf mich mein braͤutigam, Und mir zu helfen trachten. 5. Den glauben, den er mir geſchenkt, Den wird er machtig ſtaͤrken. Die kraft l d ddie er in mich geſenkt, Wird keinen abgang merken. Er wird durch ſeines geiſtes trieb Mich ſchwachen voll⸗ bereiten, Gruͤnden, leiten. Er hat mich zaͤrtlich lieb; Drum wird mein fuß nicht gleiten. 6. ſühr er mich ſelbſt in kampf und ſtreit; So uwirder mich auch ſchutzen: Wenn nur ebeht und wachſamkeit h 7 ie kraͤfte unterſtuͤtzen. Fall ich, ſo üdun wird er mich, ſein kind, Nicht huͤlflos liegen laſſen un Noch mich haſſen. Ach nein, er koͤmt geſchwind, faſſen. 1 '.7. Er bleibet mir, ich anit ihm getreu: Kein tod, kein unl ſchmerz, kein leiden; Nicht yich furcht, nicht luſt, nicht untf. ſchmeicheley Sol uns ver⸗ ½ 3c bundne ſcheiden. Was er lg z zuſammen hat gefuͤgt, u 4 Wird kein geſchoͤpfe koͤn⸗ un gaſt zun nen Jemals trennen. Wol uis au nni mir, ich bin vergnuͤgt! Ich iut darf mich ſelig nennen. e p Von der Gnaden⸗⸗Verſiege⸗ in zm lung des heiligen Geiſtes. iin Mel. IEſu deine heilge wunden. Srommer vater, GOtt derſtaͤr⸗ 8 371. 8 ke! Dein licht iſt vom wech⸗ ner, ſel frey, Du biſt in jedwe⸗ it dem werke Heilig, wahr⸗ fat haft und getreu: Ach! icht klage dir mit leid Meine unbeſtaͤndigkeit; Denn mein herz iſt gleich den . wogen 8 6 Mich bey der hand zu ſeub 6 7 nadre ſte nc, . eummen mit rd ki mein Fida herze; Juurd ( m,„Olt von der Erneuerung und Erhaltung inder Gnade. 421 wogen, Leicht bewegt und 1uun betrogen: 2. Bald durch menſchen⸗ furcht und liebe, Bald dun ehre, ruhm und geld, durch boͤſe wolluſt⸗ Bahd Und durch aͤrgerniß der welt; Bald treibt die b averfolgung mich, Bald die n armuht hinter ſich; Bald nn macht ſonſten eine ſeuche⸗ Daß ich von dem h chſten Ich bekenne dir, wie jch bekenn es, HErr, 4 995 Oftmals ſcheint geiſt zwar mee 33 Wuedbe ach! mein fleiſch iſt dr ie ſchwach. Ach! ich bitte, s 2 4 cafmahſunrechne du Mir nicht ſolche unde zu, Weil wir arme deine gaben Nur in muͤr⸗ ben ſ ſa herbe en haben. befeſt tige mein die gnade macht owes feſt, Daß mich unter I. Salem ſchmerze Muht und dein iti aeffnun g nicht verläßt. Deine ehre, furcht und ruhm Sen mein einig eigen mthum. Lehr mich, aller gunſt und ſchaͤtzen Deine =n der Gud 6 3 ur 9 — 3 mm ſten glgauben Und die hof⸗ ſende geduld Mir nichts auf er erden rauben. Steh mir bey mit deiner huld, Daß ich, Herr von dei⸗ ner treu Ewig unzertren⸗ lich ſey. Gib mir aber alle ſtunden Neue kraft aus C Ehrim ſti wunden. 6. Laß den undank di 8 erden, Und den hohn er ganzen welt Mir nicht zur verſuchung werden, Zenn das leiden mich be⸗ faͤllt; Denn es iſt der chri⸗ ſten freud, Leiden um ge⸗ rechtigkeit: Laß mich dein verheiſſen faſſen, Und mich feſt e. verlaſſen. 2. Gib ein herze, das im luͤcke Nicht verwegen, ſtol und frey, Und bey wi⸗ drigem geſchicke Nicht veru zagk no mnurriſh ſey. Zieh mit großmuht mein 8 an, Daß es etwas wagen kan, Und nicht vor dem kampf und ſiege Schon er⸗ muͤdet unterligegee. 8. Wehre allem trug heit wil verdrehn. Laßs mich wider allen zweifel liebe vorzuſetzen. n a4 5. Laß den allertheur Auf der wahrheit GOttes l Dd 3 ſtehn; vom teufel, Der die wahr 42 Von dem Werke der Heiligung, und zwar fel⸗gluht Nur aus deines deinen gnaden thron kum wortes gruͤnden Kraͤftig 2. An dem ſchnoͤden ſün. moͤge uͤberwinden. den w n M ſchnidenſin 9. HENR. verſiegle, dann nicht ſiel, ee weil ich lebe, Meinen geiſt Ich verſpu meh leben. 1 1 mit deinem geiſt, Der ein oh rſpure kraft und luſt, adſathe erereade an dan d, e s Aaans etehen it den vah, Mr Ma n herz, Daß der feind weich'. guch wol. hinterwerts, Und mich nie⸗ 3. Dir ſey dank, preis, i mand dir entreiſſe, Weil ehr und macht, JEſu, der ich dir verſiegelt heiſſe. du durch dein ſterben Mir 10. Mach mich auf den das heil haſt wiederbracht! in grund erbauet, Den man Du machſt mich zum him⸗ unbeweglich nennt, Wo mels⸗erben In der taufe, man dieſes ſiegel ſchauet, wo dein blut Alle meine Daß mein GOtt die ſeinen ſchuld abthut. e kennt: Nim durch deine 4 Dieſes macht uch ſ GOttes⸗macht Meine ſe⸗ rein und ſchoͤn, Daß ich aag ligkeit inacht, lind bewahre ohne fehl und flecken Kan t ſt nuch im ſterben Noch als Krecht vor Gtt beſtehn: anhſg deinen hinunelserben. Dis kan alle ſchuld bedek. Radſh en.. 1' — ſten. Deime unſchuld, JE. Von dem Gnaden⸗Stande. nThwit Mach mich, wi W Go Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. beis iſt. Wan , GCſul wenn an 3§. Hoͤll und teufel ſind 372. mein genna efällt, Jhre macht harſmne Chriſtlich in mich ſelber len⸗ muichen mmi ſſen., Dien 6 wic ke, Und den reichthum dei. ritterlich mi füßen: Un henmrnf er gut, Meine ſeligkeit, die freude Chriſti mas ——=— —— ———,—— .— 4—,— — — —— —— 4 · t 1 5 Pvon der Erneuerung und Erhaltung in der Gnade. 423 6. Donnert das geſetz uſ de alle boſen? Hie ſteht Chri⸗ Kentt ſtus, der mich ſchützt, Der derſeie mich kan vom fluch erloͤ⸗ cheil ſai bes⸗pfand verliehen: GOtt ₰ huls kehrt ſelber bey mir ein, rrs⸗ethan a tt ure lich. Niemand ſchrecke mich 8 male forthin, Weil ich hier ſchon — Damen ſelig bin. a uſ N 9. Tilg, o GOtt, mein a abebi eigenthum! Wasden glau⸗ ben ſucht zu ſtoͤhren. Laß dein evangelium, Tauf und abendmahl mich nehren: Dis laß mir in freud und Häu will/ A Süenn Ate len pein Meine ſeelen⸗weide 2g ſeyn. b Daß mein herz den tod Sen nalne verlacht. . un und blitzt Schrecklich uͤber wehrten koſt Wilich mich ſo lang ergetzen, Bis du mich, mein ſuͤßer troſt! Wirſt zur himmels⸗ tafel h ſetzen; Da ſeh ich vollkom⸗ men ein, Was es ſey: ganz ſelig ſeyn. Von der Herrlichkeit der Ge⸗ b rechten. b Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. Die groß iſt 373. G deine herr⸗ lichkeit, O chriſten⸗menſch! hier in der zeit, Und noch vielmehr dort oben? Wenn anders, was dein name heißt, Dein weſen und die that beweiſt, Und deineu werk dich loben. Chriſtus JIEſus Salbt mit oͤle Dei⸗ ne ſeele: Geiſtes gaben haben. 1 2. Du biſt ſelbſt goͤttli⸗ ches geſchlechts“, Der kind⸗ ſchaft und des kinder⸗rechts Mit der natur theilhaftig. Sieh! welche lieb und ehr iſt dis! Haͤlts gleich die welt fuͤr ungewiß, So l Dd 4 bleibt 10. Und bey ſolcher uul. Sinds, die dich ſo hoch er⸗M O8tt im bund: Sein thron Auniſt deines herzens grund, 424 Von dem Werke Heiligung. bleibt es doch wahrhaftig. Laß ſie Dich hie Nur ver⸗ achten, Laß ſie trachten ich zu haſſen: Sie muß ſe uͤber er ſtets wachet. Mein dir den ruhm doch laſſen. V* Ap. Geſch. 17,2 94 3. Du biſt ein prieſter und prophet, Der vor des hoͤchſten throne ſteht, Und wird von GOtt gelehret. Du biſt ein koͤnig, deſſen macht Weit groͤſſer, als die welt gedacht; Das reich dir zugehoͤret. Dein geiſt Erweiſt Sich geſchaͤftig, Sitger kraͤftig Durch den glauben: Wer wil dir die krone rauben. 4. Du biſt auch deines Keſ braut, Er hat ſich ſelbſt mit dir vertraut, lind dich ſo ſchoͤn geſchmuͤcket: Er hat dir ſeines geiſtes „pfand Von ſeinem all⸗ machts⸗thron geſandt, Daß du ihm unverruͤcket Ewig, Bruͤnſtig, So im leiden Als in freuden Feſt anhan⸗ a geſt, Und nach ihm allein verlangeſt. 1 —5. Bedenk du ſtehſt mit chet. Er haͤlt dich ſelbſt ein beſtes eigenthum, Dar⸗ chriſt! GOtt iſt, Der dich traͤget, Und verpſſeget Sein erbarmen Sch dich ein mit vater⸗armen. 6. Wer iſt, der alles ſattſam preiſt, Was dir er HErr fuͤr ehr erweiſt, ₰ erden? Was kuͤnftig, iſt wirſt GOtt ahnlich wer⸗ den. Deine Reine Liebes⸗ augen Sollen taugen GOtt zu ſehen, Wenn du wirſt verklaͤrt aufſtehen. 7. O chriſten menſch! die eß Lebe, Strebe, — Und zwar ſchon hier auf u — — — Darin er wohnung ma⸗ 6 b fuͤr ſeinen ruhm, Du biſt Schleßt a e nicht offenbar; Doch bleibt e es feſt und ewig wahr, Du —— — ͦ—— 3 ——— B —— 2— in dieſen ſtand Setzt dich aan des hoͤchſten gnaden hand: nn Bedenke dieſe wuͤrde! Ja, a deöſte dich zu jeder zeit Nit er großen herrlichkeit; 9 ab die ſuͤnden burde. b Deinen adel Ohne tadel Zu erhal⸗ ielen ten; Glaͤube, bis du wirſt erkalten. wWun 4 Von der Gnaden⸗Wahl. 425 Sa VI. Von der Gnaden⸗Wahl. = eian Mel. JEſu deine heilge wunden. 14. Doch du haſt, o weiſe 5 liebe! Eine ordnung auch Fxerſpfn Swge liebe! afft 374. Gae gemuͤh⸗ dn te Thut izt einen frohen =ꝑn au blick In den abgrund dei⸗ A einmiten . Wr blick voll heiterkeit, Der an un die finſterniß zerſtreut, Die * —u? Wui blicket. a toffena. 2. Ich verehre dich, o t GOtt haf d aus ei⸗ et Cori ſchloſſen haſt, Und aus ei⸗ —· V nem reinen triebe Den er⸗ enSalan wunſchten ſchluß gefaßt: an Der fluch verſenkten achen, Vn Der in fluch verſenkten welt, Durch ein theures Slun auſtt 1öſe geld, Durch des eignen DO en ſohnes ſterben, Gnad und aſen ſin freyheit zu erwerben. F'ochſtn G 3. O ein rahtſchluß voll nkeduen erbarmen, Voller huld ae dichu und freundlichkeit, Der ſo a roin einer welt voll armen Gna⸗ umf ner guͤte! Send ihm ei⸗ nen blick zuruͤck, Einen Seſtudm liebe! Daß du dich ent⸗ nen ube, Der am antheil nimt. We 5. Dieſen glauben zutheilen. nicht widerſtehen —, Sr be de den ſohn nicht =dhrm ſchont, Der in ſeinem 2 Dan Ä' chooße wohnt, Um die ſun⸗ a. d der zu erretten Aus den mi. ſchweren ſunden ketten. „ 1 — 1 nen zugezaͤhlet. 7339 beſtimt, Daß ſich der darin ſegen r nur an den mittler glaͤubt, Unduu ihm treu⸗ergeben bleibt; u Der ſol nicht verloren ge⸗uuu t, hen, Sondern heil und le⸗ den ut mein bloͤdes auge druͤcket, ben ſehen. 1 zwar i Wenn es nach dem lichte anzu⸗ zunden, Der ein werk des himmels heißt, Laͤſſeſt du dich willig finden, Deinen theuren guten geiſt denen, die gebeuget ſtehn, Die ihr unvermoͤgen ſehn, Und zum thron der gnaden ei⸗ len, Gern und willig mit⸗ 6. Wo du nun vorher geſehen, Daß ein unſc auf dieſer erd Deinem geiſtuuu Noch ſein werk verhindern werd; It voll arm Sondern ohne heuchel⸗ b deſi de, troſt und hulſ beut! ſchein Werd im glauben feſte ſeyn: Dieſen haſt du auserwaͤhlet, Und den dei⸗ Du haſt niemand dun verderben Ohne gru Dd 5 nd in bann Von der Gnaden Wahl. 426 bann gethan. Die in ih⸗ mren ſuͤnden ſterben, Die iind ſelber ſchuld daran. Wer nicht glaͤubt an dei⸗ muen ſohn, Der hat fluch und tod zum lohn: Sein nuhtwillig widerſtreben Schließt thn aus von heil nund leben. . Liebe! dir ſey lob ge⸗ ſungen Fuͤr den hoͤchſt⸗ ge rechten ſchluß, Den die cchaar verklarter zungen Nüͤhmen und bewundern muß, Den der glaub in de⸗ muht ehrt, Die vernunft erſtaunend hoͤrt, Und um⸗ ſonſt ſich unterwindet, b Wie ſie deſſen tief ergruͤn⸗ g. Liebe! laß mich da⸗ hin ſtreben, Meiner wahl gewiß zu ſeyn. NRichte ſelbſt mein ganzes leben So nach deinem willen ein, Daß des glaubens frucht und kraft, Den dein geiſt in mir geſchafft, Mir zum zeugniß dienen moͤge, Daß ich auf dem himmels⸗ 1 b wege.— b 10. Laß mich meinen na⸗ men ſchauen In dem buch ſo werd ich ohne grauen Selbſt dem tod entgegen gehn. Keine kreatur wird mich, Den du liebeſt ewiglich, Deiner hand ent⸗ reiſſen konnen, Noch von deiner liebe trennen. Mel. Wer nur den lieben GOtt, Soch bin im him⸗ 75. G mel ange⸗ chrieben, Ich bin ein kind der ſeligkeit. Die ſuͤnde kan mich nicht betruͤben, Auch nicht das leiden dieſer zeit. Ich weiß, daß i vom anbeginn In Chriſto auserwaͤhlet bin. b 2. Das lam hat mich net in das lebens buch: erwaͤhlt. geſetzes wetter? Ich ſeh Sie iſt des lebens ſtehn. Denn ch felne de Maß. hn ſan ten mit ſeinem blute Gezeich⸗ Durch das erlang ich alles gute, Erloͤſung von dem kod und fluch. Was iſt i doch, das mein herze quaͤlt? Ich bin zum himmel aus⸗ 3. Was ſchreckt michdes ins lebens⸗buch hinein: Dda fullt die gnade alle blaͤtter/ eiſt und bleibet allge mein. Hier leſ ich, 6 ———— —— —— —— — — — — — — — fixben, G9 chen — — — in hab ichje und je geliebt. — = ——— Von der Gnaden⸗Wahl. 427 mir troͤſtung giebt: Dich 4. Ob gleich im ſchwar⸗ dan zen buch der ſuͤnden Viel ſchulden aufgeſchrieben hehn; Laͤßt JEſus mich och gnade finden, Und mich ins buch des lebens ſehn: Da ſchau ich meine gnaden⸗ wahl, Und ſteh in ſeiner b Ander za l. 5. Auf JEſum wil ich M froͤlich ſterben, Ich wil des „ glaubens hochzeit⸗kleid Nur in des lammes blute faͤrben; So geh ich ein zur eligkeit, Und zu dem großen abendmahl: O freuden⸗ volle gnaden⸗wahl! 6. Kein teufel ſol den troſt mir rauben, Daß ich erwaͤhlt vom anbeginn, Daß ich aus gnaden durch ſm den glauben In Chriſtt c blut erloͤſet bin. blu bin. So leb a ich denn, und ſterbe drauf: Auf Chriſtum ſchließ ich meinen lauf. in Mel. Wer nur denlieben GOr. Err, von un⸗ 376. 8— endlichem er⸗ barmen! Du unergruͤnd⸗ lich liebes meer! Ich danke mit dem ganzen chriſten⸗ und dort. geiſt der liebe, Der glau⸗ und deine treu; Wenn erd dir mit allen armen, Undu heer, Fuͤr deine huld in JEſu Chriſt, Die vor der welt geweſen iſt. 1 2. Fuͤr dein ſo llge⸗ 1 mein erloͤſen, Fuͤr die be⸗ zahlung aller ſchuld, Fur den beruf an alle boͤſen, Und fuͤr das wort von deiner huld; Ja, fuͤr die kraft in deinem wort Dankt dir mein herze hier 3. Fuͤr deinen heilgen ben wirkt in unſerm geiſt; Weil doch des glaubens 1 kraft und triebe Ein wer der allmacht GOttes heißt; Lür die befeſtigung darinn, Dankt dir mein neuge⸗u ſchaffner ſiiim. 4. Fuͤr dein ſo troͤſtli⸗ ches verſprechen, Daß dei⸗ ne gnade ewig ſey; Wenn berge berſten, huͤgel bre⸗ chen, Steht doch dein bund und himmel weicht undu fallt, So lebt doch GOtt, uull der glauben haͤlt: 5. Fuͤr deine theurſte t ſacramenten, Als ſiegel dei⸗ ner A 428 Von der Gnaden Wahl uner wahren ſchrift; Wo 8tt, damit wir glaͤuben doͤnten, Ein denkmal ſeiner wunder ſtift: Fuͤr dieſe nade in der zeit, Dankt dir mein herz in ewigkeit. 6. Ja, mund und herze ſol dir danken; Doch bit⸗ tet auch mein herz und mund: Laß weder mund oocch herze wanken, Und ruͤnde mich auf dieſen grund. Erhalte nur durch deine treu Mich bis in mei⸗ nen tod darbey 2. und fechten ſatan, welt und luͤſte Mich in dem oͤſen ſtuͤndlein an; Gib at ich mit dem ſchild mich ruͤſte, Der ſatans pfeile loͤſchen kan. Doch weil ich ſchwach, ſo laſſe du Kein allzu ſtark verſuchen zu. 8. Laß mir dein allge⸗ mein erbarmen, Das all⸗ gemeine loͤſe⸗geld, Den all⸗ gemeinen ruf der armen, Den allgemeinen troſt der welt, Die mittel, die auch allgemein, Ein feſter grund des glaubens ſeyn. 9. Du gab t auch mir un den ruf der gnaden, Auch ich erhalte theil daran: Es I. H. lag mein herz in gleichem ſchaden, Drum iſt auh Inng fuͤr mich gerhang An 1 deinen worten, troſt und taze heil Hab ich auch ins be⸗ 14 68 ſondre theil. 8 10. An dieſem kan ich 9 W nun erkennen, Daß ich, ſol dein kind, in gnaden bin. uifn 6 Du wilt mir ſelbſt die ehre nn goͤnnen, Du gabſt dein zuum kind fur mich dahin: Und iſetz m der ward ſundern zuge. ait Hom zaͤhlt, In dem du ſunder mimd ic auserwählt. derigtweſ⸗ I1. Laß mich in liebe hei⸗ 1 Dam, lig leben, Unſtraͤflich, dir i ſdaarine zum lobe, ſeyn: Verſichere a, par i mein herz darneben, Es A reiſſe weder luſt noch pein dr ahelg Mich von der liebe GOttes iinanſi hin, Weil ich in JEſu e dt Chriſto bin.. e mnsche 12. Tod, leben, truͤbſal, uniſu angſt und leiden, Was 1e ſt ſache welt und hoͤlle in ſi ſer ganeſ, ſchließt, Nichts ſol mich ieden von der liebe ſcheiden, Die ian ha da in Chriſto JEſu iſt: 6 ddem w Ja, amen, vater aller treu dyſſd Zaͤhl mich den auserwaͤhlk i Uſ ten bey.“ h. Vonw Worte GOttes. 42P V. Son den Mel. Es iſt das heil uns kommen. „ Gi menſchen 377. 8 8 ſind zu dem, a, o GOtt! Was geiſtlich iſt imd ng untuͤchtig: Dein weſen, oilt mech wille und geboht Iſt viel tten, A zu hoch und wichtig: Wir e für moin wiſſens und verſtehens e ward ſi nicht, Wo uns dein goͤttlich A, am wort und licht Den weg zu arwäht. dir nicht weiſet. * 2. Drum ſind vor zei⸗ ten ausgeſandt Prophe⸗ ten, deine knechte, Daß durch dieſelben wuͤrd be⸗ kant Dein heilger will und rechte. Zum lezten iſt dein lieber ſohn, O vater! von dem himmels⸗thron Selbſt kommen, uns zu lehren. Tohlm 3. Fuͤr ſolches heil ſey, 1 ud h HErr! gepreiſt, Laß uns un i dabey verbleiben; Und gib 7ett, Nt uns deinen heilgen geiſt, e der litet Daß wir dem worte glau⸗ mn Gen ben: Daſſelb annehmen na un jederzeit Mit ſanftmuht, Lumit 1 ben, lum zus lobe, ſem. 1e herz dm i† a weder li a von derlt [ra Wäl (aſc bin. Ulb Gnaden⸗Gitteln ul b als J. Von dem Worte G Ottes. 4. Hilf, daß der loſen ſpoͤtter hauf Uns nicht vom wort abwende: Weil ihr geſpoͤtt ſamt ihnen drauf uu Mit ſchrecken nimt ein ende.ü Gib du ſelbſt deinem don⸗ ner kraft, Daß deine lehre in uns haft, Auch reichlich bey uns wohne. s. Oeffn' uns die ohren und das herz, Daß wir dein wort recht faſſen; In lieb und leid, in freud und ſchmerz Es aus der acht V nicht laſſen: Daß wir nicht hoͤrer nur allein Des wor⸗ tes, ſondern thaͤter ſeyn, u Frucht hundertfaͤltig brin⸗ gen. b 6. Am weg der ſame wird ſo fort Vom teufel hingenomendn: In fels und einen kan das wort Die wurzel nicht bekommen: Der ſaam, der in die dor⸗ nen faͤllt, Von ſorg und wolluſt dieſer welt Verder⸗ bet und erſticket. daß mhut ehrfurcht, lieb und freud, b Sum. As GOttes, nicht der men *7. Ach hilf/ HErr! wir F 1 b 430 Von dem Wortr Ottes. wir werden gleich Dem guten fruchtbarn lande, uund ſeyn an guten werken reich In unſerm amt und ſtande, Viel fruͤchte briu⸗ gen in geduld, Bewahren deine lehr und huld In fei⸗ nem guten herzen.. 8. Laß uns, ſo langwir leben hier, Den weg der ſuͤnder meiden. Gib, daß wir halten feſt an dir, In anfechtung und leiden. Rott aus die dornen allzu⸗ mal, Hilf uns die welt ſorg uberall Nebſt boͤſen luſten daͤmpfen. b *9. Dein wort, o HErr! laß allweg ſeyn Die leuchte unſern fuͤßen; Erhalt es bey uns klar und rein: Hilf, daß wir draus genieſ⸗ Glaub, lieb, geduld und hoffnung. b CSein GOtt! 378. IHen te dein angeſicht In deines wortes ſpiegel, Daſſelb iſt uns ein helles licht, Ein theures pfand und ſiegel: Oheilger geiſt! Dein wort ſelbſt weiſt, Daß du die leh⸗ rer treibeſt, Da du dis wort An gllem ort Durch deinen griffel ſchreibeſt. 2. Iſt dein geheimniß tief und ſchwer; So giebt dein wort doch klarheit. Iſt die vernunft gleich wuͤſt und leer: Dein wort fuͤhrt in die wahrheit, Lehrt,ſtraft, v erbeut, Voll⸗ ſen Kraft, ra tund troſt in aller noht, Daß wir im leben und im tod Beſtaͤn⸗ dig darauf bauen. 10. GOtt vater! laß zu deiner ehr Dein wort ſich weit ausbreiten. Hilf, (JEſul daß uns deine lehr Erleuchten moͤg und lei⸗ mten. O heeilger geiſt! dein goͤttlich wort Laß in fuͤhrt den ſtreit; Die tro⸗ ſtung iſt unzaͤhlig, Hat ſaft, Und macht uns end⸗ lich ſelig. 3. O morgen ſtern! o manna⸗thau! O ange⸗ nehmer regen! O immer heil und ſegen. ſt!. O ans wirken fort und fort — Mel. Hilf mir mein GOtt hüf. Tdr. himmels⸗kraft Undlebens⸗ gruͤne ſeelen⸗au! In dir iſt Drum ſey Ppre:1 O heilger geiſt! Fuͤr dieſe theure ga 36 1 1 U d kahte ) eunm Eunah Nrwiyg jr 3 Omngh, „ a ſcgrdorn m, De kin gfe A un, gnich wort Mein licht und lab⸗ SAfmag ſal haben. — 4. Ach HErr! bewahr 0.W fuͤr menſchen⸗tand, Fuͤr Aengict falſcher lehr und rotten: =ss ſoa, Bring nicht den hunger in⸗ —, ir ein bele das land, Laß uns des worts lün nicht ſpotten; Daß man Ir erannz die lehr Nur laulich hoͤr, 2 gergin Und doch darnach nicht räbeſt, T Aän Dis helle licht Von ſeines leuchters ſtaͤtte. 5. Hilf, daß ich nicht, wie Thomas', mich Von der gemein entferne: Nicht wie Eutychus“, ſchlaͤferig Die predigt hoͤr und lerne. Den ſorgen dorn, Des flei⸗ ſches zorn, Der wolluſt r ingriflſe = J dn t Ind ſchwe. Dn wort di „A dee venm Nia und ker e i den SAſſratut feuer dampfe. Ach ſteh ben ſd da ſri mir, Wennich allhier Mit mi u ſuͤnd und zweifel kaͤmpfe. fil Joh. 25,2.*Ap. Geſch. 1 lnnd nun 20,P. lg. 8 O methe — u⸗ tm. Sder ran 8 feina dſenen. m 5 3 iſt w, aun — deſ fhu b dein theures wort Zu un⸗ ſers herzens freude, Daß es uns ſchein im dunkeln ort, Und unſre ſeelen weide. Hilf, daß mirs izt Zur leh⸗ re nutzt, Des glaubens werk zu ſlaͤrken, Zur beſſe⸗ n Kn Von dem Worte GOttes. 431— 1 Ich wil hinfort An dieſem rung, Zur zuͤchtigung, Zu allen guten werken. Ja, ſtoß doch nicht feuer dampfe. Ach ſteh bey * 6. Erhalt uns, HErr Z1 7. Hilf, daß ichs auch uuul mit freudgem muht Vor aller welt bekenne, Und ſtets in angſt und truͤbſals⸗ gluht Es meinen labſal nen⸗ ne. Die lezte noht Iſt enduuu und tod, Laß mich der hoff. nung trauen, Wer in deru welt Dein wort nur haͤlt, Der wird den tod nicht ſchauen. Mel. Von GOtt wilichnicht c.= 5 Orkenne mein 379. BXs gemuͤhte! Wie GOtt ſo gnaͤdig iſt; uu Aus deſſen licht und guͤte Dir dieſe wolthat fließt, Daß er die heilge ſchrift uuu Dir hat zum licht gegeben, u Und darin, dir zum leben, Den bund mit dir geſtift.Ü 2. GOtt, der erbarmer, ſahe Uns in der blindheit ſtehn; Es gieng ihm ſchmerzlich nahe, Solch elend anzuſehn. Solt er nun unterricht Nebſt den erleuchtungs⸗gaben Zuruͤck gehalren haben? O nein! as kont er nihh. 3. Viel Von dem Worte GOttes. 42— 1 1 3. Vielmehr erwaͤhlt er knechte, Gab ihnen alles uein, Was uns zum licht un rrechte Vonnoͤhten ſchien zu ſeyn: Er lenkte hand und mund, Daß alles, was ſie dachten, Und in die ſchrif⸗ ten brachten, Von und aus ihm entſtund. 4. Ein heide ſchreibt und glaͤubet, Daß GOtt und tugend ſey: Doch was er ſagt und ſchreibet, Koͤmt SSOttes ſchrift nicht bey; Ihr bleibt an alterthum, An richtigkeit und wahr⸗ heit, An weisheit, kraft und klarheit Allein der preis und ruhm. 5. Was man ſonſt nir⸗ gend findet, Und GOtt al⸗ 84 . 6. Sie traͤgt die hoͤchſte ſachen In tiefſter einfalt vor, uUnd kan doch weiſe unmachen: Sie fuhrt zu GoOtt empor: Sie ſchen⸗ ſtaͤrke Das reich der ket dem gemuͤht Ein ſolch verklaͤrt geſichte, Daß man im glaubens⸗lichte GOtt recht ins herze ſieht. 7. Sie reißt durch eigne ſun⸗ den um, Und bauet neue werke Durchs evangelium. Sie ſtoͤßt ein ſuͤndlich herz Erſt in die hoͤlle mider; Und fuͤhrt doch ſolches wie⸗ der Durch troͤſtung him⸗ mel⸗werts. 8. Sie dient ſich zum — beweiſe, Daß ſie vom him⸗ mel ſey. zeugniß bey. hir und dort Dlut eugen ie geprieſen, Und durch den tod bewieſen, Sie ſey das lebens⸗wort. 9. Kein buchſtab iſt ent. l fallen, Der nicht erfuͤllet i ſey: Der ausai trit in allen Der prop goͤttlich ſeyn. 10. Wolan, geliebtesher. ai ze! Nim GOttes zeugniß b an Der geiſt ſtimt, ana ihr zum preiſe, Mit ſeiem 5 Es haben ug prophezeyung bey. Und weiß nun GOtt allein Weiſſagung vorzu⸗- tragen; So wird ein jeder anſt ſagen, Die ſchrift muß ſia nen deutlich leſen, Was . = — — — — — 3— Von dem Worte GOttes. an; Well dieſe himmels⸗ kerze Dich himmlſch ma⸗ hhen kan. So wenig GOtt betreugt, So wenig kan ſie ein luͤgen, Noch auf dem wege truͤgen, Den ſie zum him⸗ m mel zeiggt. Mel. Werde munter mein ꝛc. e 8 0.4 GERR! dein 1 3 2. Ogl wort, mein m grund des hortes, Machet wmeeine ſeele froh. Wort des vaters! alles wortes Ja und amen, A und O! ſen Zeiſt des vaters und des n Lhus, Siegel unſers gna⸗ en-lohns! Du wilt uns in b au deinen ſchriften Deiner lie⸗ be denkmal ſtiften. 2. Du verborgnes ho⸗ mt hes wefent Haſt dich uns geoffenbart. Und wir koͤn⸗ das fleiſch nach ſeiner art Nicht vernimt, und thor⸗ heit nennt; Weil es dei⸗ nen geiſt nicht kennt: Was uns die vernunft nicht leh⸗ ret, Was die hoͤhen gar zerſtoͤhret. 5 3. Schon im alten teſta⸗ mente Machte der prophe⸗ ger ruf ernente, GOttes wort den menſchen kund: Und im neuen ward die treu Unſers GOttes gleich⸗ fals neu; Denn ſie wuſt evangeliſten Und apoſtel e auszuruͤſten. 4. Was die menſchen GOttes ſchrieben, Gab uicht eigner wille ein. G Ottes geiſt hat ſie getrie⸗ ben, Weil das worr ein geiſt ſol ſeyn“: Und daher komk auch die kraft, Die des geiſtes fruͤchte ſchafft, Buße, glauben, neues le⸗ ben Und die ſeligkeit zu ge⸗ en. Joh. 5,63. 5. Dieſe regel richtt den glauben Nach des hoͤchſten willen ein: Kan ihm aber werken todt zu ſeyn: Weil der geiſt des ſin ne nicht erlauben In den ey Von des geiſtes ſamen ſucht. Denn ein 4 cher in er bibel Hoͤrt, behaͤlt es, thut kein uberl. 6. Dieſes wort zeigt im geſetze, Und im evangelio Unſern mangel, GOttes ſchaͤtze: Macht betruͤbt und ten mund, Die dein heil⸗ wieder froh. Jenes zei⸗ get Adams ſchuld; Dieils Ee 4 Chriſti 8 433 vC ö 1 1 434 Und den bloͤden geiſt er⸗ Von dem Worte GOttes. Chriſti liebund huld: Jenes lehrt die guten werke, Die⸗ ſes giebt hierzu die ſtaͤrke. ſund rein. Laß uns aber 7. Durch dis mittel al⸗ nicht nur hoͤrer, Nein, zu⸗ ter gnaden, Und der ſacra⸗ gleich auch thaͤter ſeyn: ſin menten paar Stellen leh⸗ Wie bey dir auch raht und rer, die uns laden, GOt⸗ that, Alles wort erfuͤllet tes gnaden ordnung dar. hat. Laß/ die hier dem wor⸗ Lehre, ſtrafe, beßerung, te trauen, Dort das wort Und gerechte zuͤchtigung ſelbſtaͤndig ſchauen. Kan den menſchen GOttes ſtaͤrken, Macht geſchickt zu guten werken. 5. Denn dis wort be⸗ ruft undlehret; Es erleuch⸗ munde, Das mir lauter ilswi 1 1 iben — — 4 — — —= —— ——— — = —- = =— — — — — — —— — —— —— —— —— A— Mel. GOtt des himmels und z. ah „2r TDTheur t h o⸗ es wort 944: 3 81I. D aus GOttes antban * — — — — — — — — 5 tet den verſtand. Es ge⸗ honig traͤgt! Dich allein oit mi bieret und bekehret, Macht gerechtigkeit bekant, Und ner Pugfei gelegt. In dir rin far zum guten uns bereit; Troͤſtet, ſtaͤrkt zur ſeligkeit. Kurz, die ſchrift iſt uns ge⸗ geben, Daß wir durch den ſch glauben leben. 9. Laß uns, HErr dis licht erleuchten: Laß den hammer maͤchtig ſeyn. Laß uns dieſen regen feuchten. freun. Gib, daß dis zwey⸗ ſchneidig ſchwert Uns durch geiſt und ſeele faͤhrt. Laß den ſamen nichts erſticken, hab ich zum grunde Mei⸗ iftt, Wam treff ich alles an, Was zu 5 Gt dem GOtt mich fuͤhren kan. i ir ein iun, ter manna ſchenkt, Mich lihle 3. Du, mein paradies 4 auf erden! Schleuß mich in ſtets im glauben ein. Laß 1 mich taͤglich kluͤger werden, agg Sondern unſer herz er⸗ auicken. th Daß dein heller gnaden 4 ſchein Mir his in die ſeele dringt —— 92—ꝙ ————— ——————— — —— —— —— — — — ———— —j——— ☛ — —— 2 bey Ihm mein leben aͤhn⸗ lich c. an gar nichts ernten kan! — n dem Worte GOttes. 5 ringt, Und die frucht des ebens bringt. 4. Geiſt der gnaden, der i,. im worte An des hoͤchſten bruſt mich legt! Oeffne mir Idie himmels⸗pforte, Daß ful mein geiſt hie recht erwegt, Was fuͤr ſchaͤtze GOttes hand Durch ſein wort mir zugewandt. 5. Laß mich ſtets in die⸗ JIE 1 ſchranken Frey von eit⸗ len ſorgen ſeyn; Schlieſſe d mich mit den gedanken In ein ſtilles weſen ein, Daß die welt mich gar nicht föhrt Wenn mein herz dich reden hoͤrt. .6. Gib dem ſam korn einen acker, Der die frucht nicht ſchuldig bleibt. Ma⸗ che mir die augen wacker; Und, was hier dein finger zen ein; Laß den zweifel ferne ſeyn. b 7. Was ich leſe, laß mich V merken, Was du ſageſt, laß mich thun. Wird dein wort den glauben ſtaͤrken, Laß es nicht dabey beruhn; Sondern gib, daß auch da⸗ ſchreibt, Praͤge mir im her⸗ ſ ſamen 8. Hilf, daß alle mei⸗ ne wege Nur nach dieſer richtſchnur gehn. Was ich hier zum grunde lege, Muͤſſe wie ein felſen ſtehn; Daß mein geiſt auch raht und that In den groͤſten noͤhten ha. „ Mel. JEſu deine heilge wunden. —* 290 uter ſaͤmann! 382. G deine gange Sieht und ſpuͤrt man weit und breit; Denn du haſt in großer menge Deinen amen ausgeſtreut: Ja an all und jedem ort dein theur⸗wehrtes wort or uns, und in unſern tagen, Huld⸗ und liebreich vorgetragen. 1.2. Aber, ach! wie we⸗ nig felder Nehmen dieſen men an! W fuͤr wuͤſte waͤlder, Wo Ee 2 Dorn Haſt du as ſind nichtul Von dem Worte GOttes. Dorn und hecken ſind der ort, Wo das theure lebens⸗ wort Muß verderben und erſticken Und ſich laſſen un⸗ terdruͤcken. b 3. Man zertrit das an den wegen, Und die voͤgel freſſen auf. Das, auf elſen⸗harten ſtegen, Muß verdorren, gehet drauf; Doch es iſt noch gutes land/ So durch deine ſegens⸗ hand, Wenn es recht und wwool gelinget, Hundertfal⸗ tig fruͤchte bringet. 4. JEſu! der du unſre herzen, Dir zum acker zu⸗ gericht: Laß uns ja nicht was verſcherzen, O du 4 8 1 6 3 1 um wachsthum muß ge⸗ eyn, Und mit fruͤchten kan erfreun. Laß, was ohren hat zu hoͤren, Hoͤren, thun nach deinen lehren. 5. Wehr und ſteure du dem teufel, Sey des hoͤ⸗ rens ziel und zweck; Sonſt erwecket er uns zweifel, Nimt das wort vom her⸗ zen weg. Wehr auch al⸗ uuner ſicherheit, Daß wir uns theures lebens⸗licht! Was d mit glauben halten, Und in keiner noht erkalten/.. 6. Reiß guch weiter alle doͤrner Unſrer geld⸗ und Da m welt⸗luſt aus; Sonſt er⸗ ſat. A ſticken alle koͤrner, Und ndh, mmii niem Muß der gar ge⸗ h de fteud ſchwind Durch die hinder⸗ hun. niſſe ſterben, Und der ader ſelbſt verderben. 7. JEſu! hilf uns recht udahann bemuͤhen, Ein erwuͤnſch⸗ Dan tes land zu ſeyn, Wo die oz. G fruͤchte nicht nur bluͤhen, ate tS, Gr Wo nmicht nur ein chri⸗ 4 rauir ſten-ſchein; Sondern ſwo unp a auch jederman Aus den ntn 1. fruͤchten ſehen kan, Wie b irin ein wort im herzen blie⸗ üin ben Und in kraft hervor ge⸗ mun trieben. 8. Laß ein jedes wort gelingen, Das in unſre be eleine zen faͤllt; Laß es tauſend rüchte bringen. Wenn ſine ein auge in der weit Da uiid, de und dort ein herze ſieht, nn nih! Das ſich deinem wort en dunc zieht: Das entreiß durch tht, e deine ſtaͤrke, Machs zu dei. g. Die nem acker⸗werke..alegit —— zallerzeit, HErr! an dich 9 . Endlich wenn wit 4 L ſer gand Von dem Worte GOttes. 1;.———— d n mn neſt auf der erden Durch den emn n ſchnellen lauf der zeit awerden, Den man in die nEe ale erde ſtreut: Ach! ſo laß 1dnema uns ſanfte ruhn, Bis wir nn woſet unſern eintrit thun In E de ſ die ſchoͤnen himmels⸗auen, 1n vidd dan nd die freuden ernte „A ſtetbe ſchauen. 13 iwemn d JEu Mel. Durch Adams fal iſt zc. uhen, G. Bein wort- . and a22 Fee rechte lehr, Ein licht, das 3 ſtene uns erleuchtet, Ein ſchild d mmn zu un rer gegen wehn, tin än Sin thau der uns befeuch⸗ mMen etet; Ein ſtaͤrkungs⸗trank, 3e wotm Wenn wir uns krank An - ndui ſeel und geiſt befinden; =en. Ein feſtes band, Das unſre „Laß hand Mit deiner kan ver⸗ S en du binden. Sfaält; o 2. So fuͤhre denn auf Shte boun rechtem pfad, Durch dis augei dein licht, mich blinden. ———„1 Wſſ — n Selbſt zu ſtaub und ſamen 42 die brunſt Der gegen⸗lieb erwecken. 3. Verleih auch deinen guten geiſt, Der alles das verſiegle, Worin dein wort nuih unterweiſt; Daß ich mich drin beſpiegle, Un immerdar Dis, was ich war, Und was ich bin, er⸗ kenne: Auch niemals mehr Von deiner lehr In ſuͤnd und irrthum renne. HErr! iſt die und dir, Mich ließ aus 4. Gib meinem glauben ſtaͤrk und kraft, Die alles kan vollbringen, Damit durch deſſen üieſchaßt c ritterlich kan ringen, Un kreu und noht, Ja gar den tod Viel eher mag erleiden, Als daß ich hier Vom wort, klein muht ſcheiden. —n Mel. Wo GOtt der HErr r. dir allhier * der Laß mich, durch deinen „ ſic dum ſchutz und raht, Den ſatan = do uͤberwinden. Dſe ſuͤßig⸗ efure t keit Laß allezeit Von dei⸗ ateun nem wort mich ſchmecken; Und deine gunſt In mir 1 Sit auf erden Von deinem ſchoͤpfer zubereit! Da er dir kund laͤßt werden Sein theures wort voll lebens⸗ſaft, Das eine wah re GOttes⸗kraft Und leben mit ſich fuͤhrer. Ee 4 2. Gleich I 1 Von dem Worte GOttes. 2. Gleich wie auf gruͤ⸗ ner aue ſich Ein hungrig ſchaflein fullet, Und ſeinen 3durſt gar emſiglich Am friſchen waſſer ſtillet; So kan dein wort zu aller zeit Mit heil, troſt und zufrie⸗ denheit Mir meine ſeel er⸗ quicken. 5 Denn was ich ſuche, find ich dort; Und was mir noht zu haben, Zeigt mir dein ſeligmachend wort, Das kan mich kraͤftig la⸗ en. Dein edles wort be⸗ und erfreuet mich Im leben und im ſterben. 4. Aus deinem honig⸗ ſüßen wort Lern ich dich ſelbſt erkennen, Und JE⸗ ſum meinen treuen hort Mein licht und leben nen⸗ nen: Ja dieſes wort zeigt mir den geiſt, Das pfand des erb's, das du verheißt Uns ſterblichen zu geben. 5. Wil mich gleich ſuͤn⸗ do, hoͤll und tod, Und welt und teufel ſchrecken; So mkan dein wort in ſolcher mnoht Gewiſſen troſt erwer⸗ mken: Denn Chriſtus iſt, ſo ⁸ greift in ſich, Was troͤſtet b 1 zeigt die ſchrift, Der hoͤllen peſt, des todes gift, Der nge alles uberwunden. 6. Wenn mir die welt viel truͤbſal macht, Wenn mich gefahr umgeben: Quaͤlt mich verfolgung tag und nacht, Muß ich in ii kummer leben, Koͤmt krank. h heit, ſchmerz und ſelbſt der iti 6 ſeelen kraft, Es iſt das ſe 8 hes Arichen Wo und glauben ſtaͤrket.; ſal heiſſen. Erhalte mir i gr es klar und rein: Denn omnt chne deſſen gianz and nan ſchein 8 all mein thun Aan verloretn. at 9. Gib, daß ich auf dis Rn wort ſtets acht Mit den⸗ ytat ken und mnt finnen, Uch attt 4 0 d eon Von dem Worte GOttes. rüaf d en rede tag und nacht. 18, Laß mich nichts lieb ge⸗ wlräu winnen, Alls deſſen heil 4 üün nund ſußigkeit; Laß 5 In ſchmerzen angſt und 4 Mein troſt und ſtaͤrke uin . a 1 ben. S üne ia 10. Ja laß mich, koͤmt ſ,,— der vod frben Dis wort 1n von JEſu hoͤren, Daß 8 8 aer mehe ufeifichune ſey: 49 in Dann laß mich zu dir 92 9 mkeh hren, Und f reudig ſter⸗ 11 5 lct ben, weil er ſpricht: Die rän ſterben nun und nimmer t nn ſan micht, Die feſte an mi n* hrem nglaͤuben. 3 Zin vor „en di, p or der Berrachtung des tie. ſ goͤttlichen Wortes. R glal. Lautai Mel. O GOtt du frommer ꝛc. t. Drumb Gott: 38 5. Sem Ott! ut Cedle wert Hich wil an⸗ jezt Dein heili 8 e3u5 1bn 68, ort er⸗ 47 egens Ach! gib doch gnaͤ⸗ n. Lie ☛ S peſſa lich Mir hiezu dane S ar uir be„Damit ich dein ge⸗ e iſ boht Darinnen recht ver⸗ en. afaſt' Und aus der finſter⸗ 5 Zum licht des lebens un 3,g b ch. Ich bin blind von na⸗ den, Und kan nicht von mir ſelbſt Den weg zum mel finden; Jedo wort iſt mir Ein leitſtern d/in der nacht, Daß ich d durch deſſen glanz Entgeh der to⸗ des⸗macht. 3. Drum gib mir deinen ei Der mich zum lichte uͤhre b ſtert herz Mit wahrer 5 genn ziere, D Da din de offnung, lieb lem wachsthum ſey, Und meine gottesfurcht Bl 11 1 ohne heucheley. Verleihe, daß ich das, Was GOtt zuwider, haſſe; Das gute aber auch 9 thun nicht unterlaſſe enn wer ein hoͤrer nur, Und nicht ein thaͤter, iſt; Dem hilft das wi en nichts, Der iſt kein wahrer chriſt. recht hoͤre. Zeuchdu mein herz nach dir, Daß nichts die andacht ſtoͤhre. Lenk alle ſinnen izt Nur blos auf dich allein, Daß ich kan nach der zeit Ein himmels⸗ 3 45 tur Durch angeerbte ſun⸗ erbe feyn. him⸗ ul ch dein Und mein verfin⸗u 5. So hilf nun, treuer Gött Daß ich dein wort Mach der Betrachtung des Mel. JEſu deine heilge wunden kau, Glaͤubig faſſe, fuͤrchte, liebe, Und mit l betruͤbe. 1 440 Von dem Worte GOttes goͤttlichen Wortes. e 86 Wiebſter Jeeſu⸗ 302. Dhebſtes leben! Deine guͤte ſey gepreiſt, Daß du mir dein wort ge⸗ geben, Das mich herrlich unterweiſt, Das zur ſelig⸗ keit mich lehrt, Warnet, beſſert, ftraft, bekehrt, Auch, wenn kreuz und truͤb ſal druͤcket, Mich mit ſuͤßem troſt erquicket.. 2. Gib, daß ich dein wort recht liebe, Ohne ſchein und heucheley, Daß ich mich darinnen uͤbe, Und kein bloßer hoͤrer ſey. Denn wer deinen willen weiß, Thut ihn gleichwol nicht mit fleiß; Der iſt aͤrger als die heiden, Und ſol doppelt ſtreiche leinden. 3. Darum ſchreib, was ich vernommen, Jezt in meine ſeele ein. Laß mich zum erkentniß kommen, Und des wortes thaͤter ſeyn. Dein geiſt treibe mich ſtete an, Daß ich dich, ſo gut ich unden nicht es mir an troſt gebricht. Es verſuͤße alle quahl dem finſtern todes⸗th leide Zu der mels freude. - 7 Von den fuͤnf Haupt⸗ ſtuͤcken des Cate⸗ ſcchiſmi. Mel. Ich glaͤub an einen GOtt. b dein wort lieb und ehre. nuͤtzlich ſey; —— Daß ich dem nechſten Meid zwie⸗ a tracht, unzucht, dieberen, Verleumdung, luͤgen, boͤſe luſt. HErr! mache mir jaſ wol bewuſt, Wie du be⸗ ſ lohnſt und ſtrafeſt. Taan” tn gfahren nns ſeinn 7 4 eien ſeiign geſt M 1 29* SCdehr mich, o näriükm 387. V HERR du H tmn aucr Stt eht dein enderäm G rechte und geboht, Daß ich ach un m dir feſt vertraue, Sonſt auf kein huͤlfe baue; Daß ich nicht deinen namen mis⸗ brauch, Am ſabbaht bey dem danken auch Und beten hoͤre, Die obern get Sh — — 4. Dein wort ſey auch meinen fuͤßen Eine leucht Uil und helles licht, Daß ich ſtuit moͤge troſt genieſſen, Wenn ſ 1 1 In ſ dI’/ Fuhr mich endlich aus dem udg ————— 8—— — — von den funf Hautſrücken des Catechiſmi. 441 2. Ich glaͤub an einen 4. Ich dank dir 1SDetz GOtt allein, Von dem all von herzen⸗grund, Daßs 1 ung dn erſchaffen ſeyn, Und mich die tauf, der heilge 2n m Uno eehen werden, J 3 m bund, Hat wieder neu ge⸗ Smi und auf erden. 3 3 1 1 aͤube auch an 9.3 „Srmt Lar, Der GOtt und di men ch geboren iſt, Fuͤr mich ae am kreuz geſtorben, Das 8, P. V heil mir da erworben; —— — din ſ darauf Zum himmels⸗ ckn a thron gefahren auf, Von . Ich glaͤub an GOtt den luͦ 3, eſelan. geiſt Und aufer⸗ 7.8 ehn der todten. 7. 3. O vater hoch und aaer d wunderſam! Geheiligt meund an werd von mir dein nam. 1 frnn Laß mich deins geiſtes ga ga⸗ S hüf bu ben Im gnaden reich hier tröt deimn haben. Hilf, daß ich deinen uch, Awi willen thu, Gib gute obern, —— 4 ried und ruh, Und daß ich hab darneben Was ich be⸗ un darf im leben. 1 ſchuld/ Nit meiner ſchwach⸗ 8 1 heit hab geduld, In der Swunn verſuchung ſtaͤrke mich, 8 bi, Vom boͤſen rett mich gnaͤ⸗ „* 36 im und ehre. chboren: Dir hab ich da gelobet, daß ich nicht Mich b Vom tod erſtanden, und verleih, Daß ich beſtäude cin da er uns ſein warten heißt. t neuen leben wandle. leib und blut Koͤmt in dem Vergib mir alle meine diglich. Dein iſt die nude geſchworen, Entſagt hab 9 dem boſewicht, Und an⸗un woll verfuͤhren laſſen, All ſeine werke haſen.. O vater, ſohn und geiſt! bleih dabey: Gib, daß ich aͤglich ſterbe ab s Den boͤſen uͤſten, die ich hab, Im 1 — 5. Des HErren JEſu nachtmahl mir zu gut: Mein glaube kriegt da ſtaͤr⸗ ke, Daß ichs inwendig mer⸗ ke. Dein grim alsdenn, o vater faͤllt, Wenn dir daſelbſt wird vorgeſtellt, Wie das, was ich verſchul⸗ b det, Dein ſohn am kreuz erduldet. 3 Er giebet ſeinen leib fuͤr mich, Sein blut vergießt er mildiglich: O vater! nim dis opfer an, Verzeih die fuͤnd, die ich gethan, Hilf mir aus allen noͤhten. Ee 5 8 . 3* 1 Von 42 Von dem Worte GOttes — V Von den zehen Geboh⸗ mten als dem Geſetze. 88 De ſind die heil⸗ 885. ge zehn ge⸗ oht, Die uns gab unſer HErre GOtt Durch Mo⸗ en ſeinen diener treu, Poch auf dem berge Sinai. yrieleis. 2. Ich bin allein dein GOtt und HErr, Kein Du ſolt mir ganz vertrauen dich, Vom herzens⸗grunde ulieben mich. Kyxr. 3. Du ſolt nicht fuͤhren unehrn Den namen Du ſolt nichts preiſen recht noch gut, Ohn was GOtt ſelber redt und thut. Kyr. 4. Du ſolt heilgen den ſiebnden tag, Daß du und ſolt von dein m thun laſſen ab, Damit GOtt ſein werk in dir hab. b 5. Du ſolt ehrn und ge⸗ horſam ſeyn, Dem vater und der mutter dein; Und mkan, So wirſt du langes Pere ſolt du haben mehr: 5 2 Ottes deines HErrn:(Kyr dein haus ruhen mag. Duz wo dein hand ihn'n dienen 6. Du ſolt nicht toͤdten zorniglich, Nicht haſſen, noch ſelbſt raͤchen dich, Ge⸗ duld haben und ſanften muht, Und auch dem feinde thun, was gut. Kyr. 7. Dein eh ſolt du be⸗ wahren rein, Daß auch dein herz kein andern mein, Und halten keuſch das leben dein Mit zucht und auch maͤßigkeit bur Kyr. g8. Du ſolt nicht ſtehlen geld noch gut, Nicht wu⸗ chern jemands ſchweis und blut. Du ſolt aufthun dein milde hand Den ar⸗ men, die in deinem land. 9. Du ſolt kein falſcher zeuge ſeyn, Nicht luͤgen auf den nechſten dein: Sein unſchuld ſolt auch retten d du, Und ſeine ſchande decken u. Kr. 10. Du ſolt deins nech⸗ ſten weib und haus Be⸗ gehren nicht, noch etwas draus: Du ſolt ihm wuͤn⸗ ſchen alles gut, Wie dir dein herze ſelber thut. Kyr. *II. Die g'boht all uns ☛ eeben habn. Kyr. gegbben ſind, Daß ſuͤnd, o menſchen⸗kind! Er⸗ kennen ——— 8—— ———j—— du dein Glli — —— — — —— ——— — — —— —— — — ̃. —— ———— —— = — — / — — — —2 — — — * 2.„—. 4 444 Von dem Worte GOttes Wie man vor GOtt recht niemals dich mit meinem — 5— — leben ſoll. Kyrieleis. mund Ohn herzens an⸗ . Das hilf du uns, dacht nenne: Daß ich be⸗ F Err Jeſu Chriſt! Der denke jeden tag, Wie ſtark a zu der mittler worden biſt: mich meine tauf ⸗zuſag Zu ffum Sonſt iſts mit unſerm thun deinem dienſt verbinde. 1 verlohrn, Verdienen nichts 4. Am tage deiner heil⸗ r denneitel zorn. Kyr. gen ruh Laß mich fruͤh vor m — dich treten, Die zeit guch aah heilig bringen zu Mit dan⸗ ken und mit beten; Daß 63 — —. — — — — —— — Mel. Es ſpricht der unweiſen x —— — Err! deine ich hab meine luſt an dir, muas 390. J. rechte und Dein wort gern hore/ und an geboht, Darnach wir ſollen dafur Herzinniglich dich anamn eben, Wollſt du mir, o du preiſe. anetme — ——: — — — — = = 1 treuer GOtt! Ins herze 5. Die eltern, lehrer, i af ſelber geben; Daß ich zum obrigkeit, So vorgeſetzt uten willig ſey. Mit ſorg⸗ mir werden, Laß mich ja aalt und ohn heucheley, ehren allezeit, Daß mirs Was du befiehlſt, voll⸗ wol geh auf erden. Fuͤr ringe. Iihre treu und ſorg laß mich/ 3 2. Gib, daß ich dir allein Auch wenn ſie werden 9 vertrau, Allein dich fuͤrcht wunderlich, Gehorſam ſeyn i daaj und liebe, Auf menſchen und dankbaur. nn troſt und huͤlf nicht bau, 6. Hilf, daß ich nimmer wßi Noch mich darum betruͤbe: ſjeigne rach Aus zorn und b Daß großer leute gnad und feindſchaft uͤbe; Dem, der unſt, Gewalt, pracht, mir anthut kreuz und reichthum, witz und kunſt ſchmach, Verzeihe und ihn Mir nicht zum abgott liebe; Sein gluͤck und wol⸗ werde.. faahrt jedem goͤnn, Schau 3. Hilf, daß ich deinen ob ich jemand dienen koͤnn, namn und bund Aus dei Und thu es denn mit nnem wort erkenne; Auch freuden. — — — —— — — —44——— —— —— — — — — —. — — — — —— — —“ — — —— — — — —— E= FB= —— — ε — — Dund zwar von dem Geſetze. 5 Unreine werk der fin⸗ ſterniß Laß mich mein leb⸗ tag meiden, Daß ich nicht 1 1 Schaff in mir GOtt! ein mah reines herz, Daßichf ſchand— Im bare wort und ſcher Auch 1 named freſſ n und ſaufen haſſe. 1 aans§. Verleih, daß ich mich aud n redlich nehr, Der boͤſen e Edab men rank mich ſchaͤme;? dein ¹ wortan herz vom geiz und unrecht 8 da 1 keit, E werden, 4 1 Glett h eceh af Atrum Sr.h wem daidch 3 hinnehme, Und von der ar⸗ Di im beit meiner haͤnd, Was uͤbrig iſt, auf arme wend, Und micht auf pracht und hoffart 9 Hilf, daß ich meines nec hſten glimpf f Zu re tten mie hbefleiſſe, Von ihm ab⸗ wende ſchma chundf ſchimpf, Doch boͤſes nicht gut heiß ſe. Gib, daß ich lieb aut richtigke it, Hab einen ab⸗ ſcheu jederzeit An laͤſtern und an! luͤgen. 10. Laß mich des nech⸗ uch, V feen haus und gut Nicht r as wuͤnſchen noch. begehren; mt aͤm Was aber mir vonnoͤhten ma thut, Deß wollſt du mich h er uf jſcaftit 1 unha ur der luſt⸗ſeuch muͤß Der oͤllen quahl dort leiden. Ar Herzm ehr, Nichts durch gewalt niemand ſchaͤdlich ſey, J Ich auch ein ruhig herz dabey, uuu Und deine gnad behalte. 18 1.. Ach HErr! ich wol te deine recht Und deinen heilgen willen, Wie mir gebuͤhrt als deinem knecht, uuul Ohn mangel gern erfuͤl⸗ len: So fuͤhle ich was mir gebricht, Und wie ich das geringſte nicht Ver⸗ mag aus Anen kraͤften.. 12. Drum gib du mir von deinem thron, GOtt vater! gnad und ſtaͤrke. Verleih„o JEſu GOttes ſohn! Daß ich thu rechte werke. O heilger geiſt! hilf, daß ich dch Von gan⸗ zem herzen, und als mich ee falſch den nechſten liebe l. Meink herz und dſeer den 2 zc. 1 „ G rechtercOtt 1 391. 0 der du von 5 begehreſt Zu leben, wie du im geſetz uns leh⸗ eſt: Geuß deinen geiſt in unſre herzen ein, Daß wir hiezu geſchickt und willig ſeyn. = t gewähren: Doch daß es ͤdan 2. Ohn deine kraft und uull b heili⸗ eeLIEAIISeE ſere vernunft nur irrthum uſpuͤren. Doch, leiteſt du uns ſelber bey der hand; So wird uns dein befehl und wort bekant. 3. So gib,o GOtt! daß fuͤr abgoͤttereyen Und laͤ⸗ ſterung wir uns vom her⸗ zen ſcheuen. Du, du al⸗ ein biſt unſer HErr und GOtt, Sonſt keiner nicht: dis lehret dein geboht. 4. Gib uns die luſt, den ſabbaht recht zu feiren: Dem frevelmuht der kin⸗ der wollſt du ſteuren, Daß ſie in kindüichem gehorſam ehn, Und ſich desfals von ir geſegnet ſehn.. 3 ehuͤt uns auch fuͤr 4 und mord gedanken. Halt unſer herz feſt in der keuſchheit ſchranken. Gib daß nicht unſer ſinn zu dieberey, Noch zum betrug und geiz geneiget ſey. 6. Laß jedermann ſich der verlaͤumdung ſchaͤmen, Und ſeine ſchnoͤde luſt⸗be⸗ gierden zaͤhmen, Daß nie⸗ und liſt Das ſuchen mag, uwmas ſeines nechſten iſt. le anfuͤhren Laßt un⸗ mand durch betruͤglichkeit 5 7. Drum werden wir, HErr! deinen heilgen wil⸗ len Gefliſſen ſeyn recht⸗ ſchaffen zu erfuͤllen, Auf⸗ daß, an ſtatt der ſuͤnden⸗ ſtrafen, wir Fuͤr deine huld dir danken fuͤr und fuͤr. Mel. 3. Mein GOtt ich bin jegt. 202 Krr. du ſtellſt 39 mir deinen willen In den zehn geboh⸗ ten fuͤr: Dieſen moͤglicht zu erfuͤllen, Wirk durch deinen geiſt in mir, Daß ich das gebotne faſſe, Und auch das verbotne laſſe. 2. Laß mich dich allein verehren, Du biſt GOtt, und keiner mehr, Welchem lieb' und furcht gehoͤren. Gib, daß ich auf nichts ſo ſehr, Als auf deine huld vertraue, Und mir keinen abgott baue. 3. Deinen namen laß mich preiſen Mit dem mun⸗ de, mit der that; Durch gebeht und dank beweiſen, Wie man ihn zu ehren hat. Fluchen, ſchweren, zaubereyen Laß mich ſtets mit ernſte ſcheuen. 4. Deinen tag velht 1. ege — —= — ——— —x — — ——— —— — — — — — == = 2 fe arze 5 ani wnint Uhei 4 N Nadh. a⸗ nd 2. 4 t. ₰ Inm a fir: N en m erfülln, 1, den geltu n Has bim et chd das verh m. Le m n. 2', daü iha er=, Ab 1 ib,r fraue, M zut Jott bane u Deinn hrrinn ind, G emt dat 1—+ mn 1 n e beraa. ſ2 ern 1 — i eehren, d ta keinem Auch die unverſoͤhnlichkeit; T rn i' und in Daß mich keine laſter ſtuͤr⸗ dwar von dem Geſetze. 8 be⸗ 3 Delüge mir herz Griſß und ſinn. Laß dein wort 8 gt u mich recht verſtehen; Und an iun wenn ich ein hoͤrer bin, So hilf, daß ich mich befleiſſe, Daß ich auch ein thaͤter k. 5 Gib, daß ich die eltern liebe, Auch, die ſtatt der eltern ſind, Und mich im gehorſam uͤbe, Daß ich f auch den ſegen find, Und denelben nicht verſcherze Durch ein widerſpenſtig herze. Zoͤrnen, misgunſt, haſſen, neiden, Eigenrache, zank und ſtreit Laß mich, a Perr beſtaͤndig meiden, zen, Die das leben hie ver⸗ uͤrzen. 7. Schenke mir ein keu⸗ ſbes herze, Und bewahr urch deinen geiſt Meinen mund fuͤr geilem ſcherze. D Weil mein leib dein tem⸗ pel heißt, Laß mich ihn auch ſelber ehren, Nicht durch fleiſches⸗luſt zerſtoͤhren. thal beleden, mir mein eſcheiden, Laß mich SKtess dabey beruhn; Und het meiden, Und ein fein I ſviel lieber unrecht leiden, Als jemanden unrecht thun: Daß ich ſchlecht unduu recht hier wandle, Mit dem nechſten redlich handle. 9. Laß mich alle falſch⸗ er luͤgen ſeyn: Meinen nechſten nicht beneiden„ Noch mich ſeines falles reun. Gib, daß ich die wahrheit liebe, Und in red⸗ lichkeit mich ube⁵... 10. Iſt mein herz voll boͤſer tuͤce, Reizt mich an⸗ eerbte luſt; Hilf, daß ich ie unterdruͤcke„ Und des lten Adams wuſt, Den 9 in dem fleiſche inde.„ Taͤglich toͤdt und uͤber winde. ¹ 1I. Die begierden zu be⸗ zaͤhmen, Gib mir deines geiſtes kraft. Laß mich wol zu herzen nehmen, Wie hart dein geſetze ſtraft, Daß ich ja nicht was be gehre, Das dir, HErr! zu wider waͤre. 12. Nun, du haſt mir fluch und ſegen, Tod und leben vorgeſtellt: Laß mich alles wo rwween Daßs die wahl aufs beſte fälr — ————;ℳ—ℳℳ— 3 8 4 . 42 44s Von dem Worte GOkkes und ich deinem zorn ent⸗ 4. Hilf, daß ch nicht ver ſim gehe, Stets in deiner gna⸗ meßen Noch ſtolz leb' in a de ſtehe. dder welt. Laß alles mich l vergeſſen, Was mich von Mal. Von GOttwilich nichtc. dir abhaͤlt. Laß mich mit Das kan ich freudigkeit Zu dir, ovater! iih 93. armer ma⸗beten, Und kuͤhnlich vor chen, Mein GOtt! aus dich treten, Voraus in lei⸗ t igner kraft, Wenn nicht dens⸗zeit. zu guten ſachen Dein geiſt 5. Gib, daß ich dir ver⸗ än mir beyſtand ſchafft? traue, Zugleich dich auch Drum weide ſelber mich, verehr, Und ſtets im glau⸗ O HErug mit deinem ſta⸗ ben ſchaue, Mein GOtt! de Sun be: Denn wenn ich den nach deiner lehr. Hiff, Nas nur habe, So wandl ich daß den ſabbahts⸗tag Mit gintue wuͤrdiglich. ſaauter heilgen dingen Gott⸗ ücast 2. Laß mich auf deinen ſelig zuzubringen Ich mich 2 b wegen In rechter einfalt bemuͤhen mag. gehn, Und das bey ſeite le⸗ 6. Laß mich die eltern gen, Wornach die ſuͤnder ehren Mit worten, mit der ehn. HErr! laß dein that; Laß mich den nicht reich allein In meiner ſee⸗ verſehren Der mich erzoͤr⸗ le wohnen; So wirſt du net hat. Tilg alle boͤſe meiner ſchonen, Solt ich luſt, O GOtt! aus mei⸗ auu leich ſtraf bar ſeyn. nem herzen, Damit unnuͤt⸗ ina 3. Laß mich das arge zes ſcherzen Mir ganz ſey 1 Maug haſſen, Dem guten hanaen unbewuſt. an; Ein neues leben faſ⸗ 7. Fuͤr geizen, wuchern, en, Und wolthun jeder⸗ ſchinden Behuͤte mich, mein GOtt! Laß mich die ui in zunge binden, Daß ich nicht un da nmgetri ind fall in ſpott. Laß mei⸗ na nlcchlieben, Und ſuchen ſtets nes nechſten gut Mich nim inn dein reich. mermehr begehren: fan ſh an de 4 1 4 : 8 K 8 X. an, Damit man deutlich 394. MJe u der welt Zur richtſchnur hand nicht ſchlaͤgt noch d uer ordnung und zwar von dem Geſetze. ** 449u So viel mir noͤhtig thut. 8. Gib, daß ich durch die werke Den glauben zeige merke, Was er durch liebe kan. Ich ruf in dieſem ſtreit: HErr! laß es wol Helingen„Und mich durch ich erringen Zuletzt die ſe⸗ ligkeit. Von der Strenge des Ge⸗ ſetzes. Mel. Es iſt das heil uns kommen. * SCRR! dein A geſetz, das haſt gegeben, Das du zur regel vorgeſtellt, Wornach wir ſollen leben, Das dei⸗ nen willen offenbart; Iſt ganz von einer andern art, Als menſchliche geſetze. 2. Mit auſerlicher ehr⸗ barkeit Laͤßt ſich es nicht begnuͤgen. Ob gleich die teigen, Das auge nichts verbotnes ſieht, Ja uͤber⸗ kanſt mir doch gewaͤhren, Auch damit nicht zufrieden. ſeel und muht Sich im ge⸗ 3. Iſt einer gleich kein flucher nicht, Kein dieb, kein ſabbahts⸗ſchaͤnder, Kein frevler, der die ehe bricht, Kein moͤrder, kein ver⸗ ſchwender, Kein freund von uppigem geſchwätz; So iſt dein heiliges geſetz; Doch damit nicht zufrieden. .4. Weiß einer gleich die boͤſe luſt Mit nachdruck zu bezwingen, Und die begier⸗ den ſeiner bruſt In ſtille ruh zu bringen, Daß ſich ihr wuͤten legen muß; So iſt doch des geſetzes ſchluß 5. Es fodert, daß leib, horſam uͤben, Und daß wir dich, das hoͤchſte gut, Aus gllen kraͤften lieben. Es wil, daß, wie du heilig heißt, Auch unſer herz un ganzer geiſt Durchaus ge⸗ heiligt werde. 6. Es ſol beym wahren weisheits⸗licht Der liebe feuer brennen; Kein man gel ſol an unſrer pflicht Bemerket werden konnen.. Es ſol gar keine boͤſe luſt, dis ein jedes blied In ſei⸗ leibet. Keun arger trieb in unſrer aSo Von dem Worke GOtkes bruſt Sich auch nur heim⸗ lich regen. . Kanſt du, o menſch! amnach ſolcher art Wol das geſetz erfuͤllen? Du ſiehſt darinnen offenbart Des allerhoͤchſten willen: Allein wMie voll von ſclaverey, Wie traͤg und matt dein wille ſey, Das wirſt dur leichtlich fuͤhlen. 8. So lerne: weil der fall geſchehn, Kan niemand auf der erden Vor GOtt durch das geſetz beſtehn, Gerecht und ſelig werden: Es iſt zu hoch, du viel zu ſhe ch; Es draͤuet denen fluch und rach, Die es nicht voͤllig halten. 9. Drum eile mit ge⸗ beugtem ſinn, Der ſich in thraͤnen huͤllet, Zu deinem treuen mittler hin, Der das geſetz erfuͤllet. Nim das, was er fuͤr dich ge⸗ than, Nim den gehorſam glaubi an, Zur tilgung deiner ſchulden. 10. Laß aber auch in dei⸗ nen geiſt Dir ſein geſetze ſchre wmases heißt. Wennmaͤn⸗ ſin ſuͤnden liegt, Der wird dir fehlt, erſetzet. Von der Erfuͤllung des Ge⸗ ſetzes. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. u haſt, o al⸗ 395. G. lerhoͤchſter GOtt, HErr uͤber tod und leben! Dein mafeſtatiſches geboht Uns nicht umſonſt gegeben. Du wilt, wir aus aller kraft, Die dei⸗ ne wirkung in uns ſchafft, Daſſelbe treulich halten. 2. Zwar, wer noch todt ☛‿ ſich nicht bequemen, Dein nehmen. Sein ſinn, der dem geſetz nicht unterthan, Er haſſet deſſen bande. 3. Woaber, HErr ldein ſguter geiſt Sich in der ſer⸗ le reget; Da thut ſie gern, was du ihr heißt, Was du ihr vorgeleget. Wer dich von reinem herzen liebt, geiſt den. Thu alles willig, gel uͤbrig bleiben, So laß Und ſich in deiner liebe nur deinen glauben tuhn e da In Chriſti ganz voll kommnem thun, Der, was = loch, daß ihn gar nicht ver⸗ gnuͤgt, Mit luſt auf ſich zu i — —— nichts als irren kan, Itt — — — —j —— — — — — — — — — — — — = — — — 1 — 8 däi alen Fſthst — —— — — — —— — ◻☛2—. —— —— — uͤbt, P inz a — A auch halten. unten bam Hend. hinwe zutſitg rzen! einen und zwar von dem Geſetze. ubt, Der wird dein wort 4. Er wird an deinem Itheuren ſohn In wahrem 8 glauben hangen, Und ihm, Stets treu zu ehn verlan⸗ gen; Es wird ſein neuge⸗ bohrner ſinn Zu GOtt, und zu dem nechſten hin Sich voller liebe neigen. 5. Die kraft, die er hie f noͤhtig hat, Kan er von Chriſto erben. Der litt und ſtarb an unſrer ſtatt, Uns kraͤfte zu erwerben. che d Was die natur unmoͤglich nehm und ſuͤße. nennt, Das wird fuͤr ſuͤß und leicht erkent, Wenn in Chriſtus in uns leber. 6. Fehlt unſerm halten gleich noch viel, Nach des geſetzes ſtrenge: Erreicht man nicht das weitſte ziel, Nach ſeiner breit' und laͤn⸗ ge; So ſieht doch GOtt den willen an Und das, was maͤngel zu erſezen. 7. Nimt unſer glaube dieſen an, Sowird ihm al⸗ les eigen, Was er gelitten und gethan; Dann muß der klaͤger ſchweigen. Wen als ſeinem ſchild und lohn, JEſus hat gethan, Die 4I GOtt in ſeinem ſohne findt/ b Den liebt er, als ſein eigen kind, Und iſt mit ihm zu⸗ frieden. „8. Die luſt, die noch im fleiſche ſteckt, Muß voͤllig unterliegen. Der geiſt, der Chriſti liebe ſchmeckt, Kan ihren trieb beſiegen. Man wandelt nicht mehr nach dem fleiſch, Man lebet from, gerecht und keuſch, man thut des vaters wil⸗ len. 9. Mein heiland! ma⸗ he dein geboht Mir ange⸗ ſuß Dein wille ſey bis in den tod Die leuchte meiner fuße. Schreib dein geſetz in mei⸗ nen ſinn, Fall ich, ſo wirf mich ja nicht hin, Start mich durch deine gnade. Von dem Unterſchiede des Geſetzes und Evangelit. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. 6 Geſetz und . Gy evangeliu Sind beide GOttes gaben, Die wir in unſerm Chri⸗ ſtenthum Beſtaͤndig noͤh⸗ tig haben: Doch bleibt im großer unterſchied, Dden Ff 2 ſolch orte GOttes ee Von dem W colch ein auge deutlich ſieht/ Das Gottes geiſt erleuch⸗ geſetz gebeut, Iſt uns ins Heies icm en: Wir ſol⸗ und den nechſten lieben. Daß aber GOtt die welt geliebt, Und ſeinen ſohn uͤr ſunder giebt, Das muß er ſelbſt entdecken. 3. In dem geſetz wird unſre pflicht Uns ernſtlich vorgetragen. Das evan⸗ gelium kan nicht, Als nur von gnade, ſagen: Jens zeigt dir, was du thun ſolt, an; Dis lehrt, was GOtt an dir gethan: Jens fo⸗ dert, dieſes ſchenket. 4. Was das geſetz dir guts verſpricht, Wird dir nicht zugewendet, Es ſey denn, daß du deine pflicht Vollkommen haſt vollen⸗ det. Was Chriſti gnade guts verheißt, Wird dem, er glaͤubig ſich erweiſt, Frey und umſonſt ge⸗ geben. . Wo das geſetz den mnuunder findt, Da ſchlaͤgt es tet... 2. 2. Was GOtt in dem len nemlich jederzeit GOtt ᷣ ſers wunden. 6. Jens decket dir dein elend auf; Dis ſaget von erbarmen. Jens ſchlaͤget den tod; Dis hilfet dir aus tod und noht, Und bringt dir geiſt und leben. 7. Wasdas geſetz zu ſa⸗ gen hat, Gehoͤrt fuͤr rohe herzen, Fuͤr heuchler, die ſchon reich und ſat, Die mit der ſuͤnde ſcherzen. Des gnaden⸗wortes balſam ⸗ol Senkt ſich in eine kranke ſeel) Die elend und beladen. 8. Wenn das geſetz den des mittlers hin: Wenn ihn darnieder. Das evan⸗ unbarmherzig drauf; Dis il hebt und tragt die armen. nude Jens zeigt und draͤuet dir iuith Caäncns zweck erreicht, So hoͤrt es auf zu fluchen. Seinzwang, ſein blitz/ſein drohen weicht/ Wenn man wil gnade ſu⸗ chen; Es treibt zum kreuz ich an dieſen glaͤubig bin, So hat der troſt kein ende. 9. Mein GOtt! laß die ſen unterſchied Mich inda n that 4 gelium verbindt, Und heilt die wunden wieder. Jens predigt ſuͤnde, zorn und a fluch; Dis oͤffnet dir das. lebensbuch In des erlo⸗ un di weme dlateitundz ſeunlau n— pyrdemen Swn g 1 elbemmzbu i mirnm teg — und zwar von dem Evangens.— 3 that erfahren. Nach ſuͤn⸗ den angſt laß troſt und fried Sich in der ſeele 4 ren. Treib mich durch des geſetzes fluch, Daß ich die gnade glaͤubig ſuch In des erloͤſers armen. 10. Gib aus dem evan⸗ gelio Mir kraͤfte, dicht zu ieben, Und als dein kind mich frey und froh In dem geſetz zu uͤben. Gib gnade, — — ——— —— — —— fetd —— — heiligkeit und zuverſicht, In lieb und glauben leiſte. — Von dem Evangelio. Mel. JEſu meine freude ꝛc. 2=⸗ SSort des hoͤch⸗ 3 /.ZSſten mundes! Engel meines. ſu, unſer ruhm! Bald da wir gefallen Lieſſeſt du er⸗ ſchallen Evangelium, Eine rraft Die glauben ſchafft; Eine botſchaft, die zum le⸗ ben Uns von dir gegeben. 2. Was dein wolgefal⸗ len Vor der zeit uns allen Feſt beſtimmet hat; Was die opfer ſchatten Laͤngſt verkundigt hatten, Das daß ich meine pflicht Mit bundes, JE⸗ blut Staͤrkt euren muht; die ſchrift Verſpricht, das trifft Alles ein JEſu na⸗ men, Und iſt ja und amen. 3. Alles iſt vollendet, JEſu gnade wendet Allen zorn und ſchuld. JEſus iſt geſtorben, JEſus hat erworben Alle gnad und huld. Auch iſt dis Fuͤr⸗ wahr gewiß: IEſus lebt in preis und ehre; Ach er⸗ wuͤnſchte lehre! 4. Uns in ſuͤnden tod⸗ ten Machen JEſu boten Dieſes leben kund. Lieb⸗ lich ſind die fuͤße, Und die lehren ſuͤße, Theuer iſt der bund. Aller welt Iſt nun vermeldt Durch der guten botſchaft lehre, Daß man ſich bekehre. 5. Komt, zerknirſchte herzen! Die in bittern ſchmerzen Das geſetz zer⸗ ſchlug; Komt zu deſſen gna⸗ den, Der fuͤr euch beladen Alle ſchmerzen trug. IEſu GOtt iſt hier, der euch ge⸗ liehet, Und die ſchuld ver⸗ 6. Dieſer grund beſte⸗ het; Wenn die welt ver⸗ l volfführt dein raht. Was 4 gehet, Faͤllt er doch nich f ein. 1 „6 4 4 „ Son dem Worke GBkles. 1. 1 wil ich bauen, So ſol mein vertrauen Cvangeliſch ſeyn. Auch wil ich Nun wuͤrdiglich In der kraft, die mir gegeben, Cvangeliſch leben. =. JEſu! deine ſtaͤrke Scaffet dieſe werke: Ste⸗ he du mir bey! Nichts kan ein. Darauf dann, d Ervangeliſch ſey. Laß auch mich Einmal auf dich, Als ein kind mit dir zu erben, Evangeliſch ſterben. Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. 209 Kzußes evange⸗ 39 8. 2 lium, Daß wie lebens⸗manna ſchmer⸗ ſterthum Durch viel klar⸗ heit aufgedecket. Du biſt meines glaubens ruhm, Gühes eban zeliuuu 2. Du biſt eine GOttes⸗ kraft, Seligmachend die da mich nun ſcheiden, Hilf daß mein leiden ſt ket, Und mir Chriſti prie⸗ d ſenſchaft herze ſchreiben. dllein dein kern ſchriften glanz und ſtern. 3. Ey ſo ſtell mir gewandelt, Und mit wundern hier, Als Meſſias, b wol gehandelt, Bis ſein ſter gnaden⸗ſtand geſetzt. ſtapfen JEſu merken, Daß ſem evangelio. nen: Keine ſchande halt mich auf, Dieſes memen ruhm zu nennen: JEſus bleibt mein eigenthumnlind ſein evangelium. 4 Aufmunterung Mel. Nun danket alle GOtr. 1„ SJol auf mein 39 9 Heumen m Gebehte. zum Gebehte. fer bringen. Laß ſeufzer und gebeht Hin und. 9 5 Hin durch die b muſt Dem HErrn ein op⸗ ſum fuͤr, Wie er hat gelchrt, ſeinen ben mich zulezt In deni 4. Dieſes alles laß in mir Meinen ſchwachen u glauben ſtaͤrken, Und mich an ein exempel hier In den ich wuͤrdig wandle ſo Die⸗ S. Nun ich leb und ſterbe i drauf, Dieſe lehre zu beken. b dringen; Weil GOtt dich beten heißt, lhnd b du glauben. Es kan deine wiſe u Keſunm mir ins atin eiben. JEſus iſt „Und der — = — —— ————— —— 3— 3— — — = — — — = — — — — — — — — — —— — ent —— — — — — — ——— — — — — — —. —— — — —. — 1 / — — S — — Gebehte. 456 Von dem ſie ungluͤck uͤberfallt. GOtt demn vater lebt ja noch, Schweigt er gleich, ſo hoͤrt er doch. Schrey getroſt, du muſt nicht zagen: Dein St kan dir nichts ver⸗ ſagen. 5. Laß dich GOttes wort regieren, Merke, was die wahrheit lehrt. Der die ganze welt ver⸗ kehrt. GOttes wahrheit ſt dein licht, Dein ſchutz, roſt und zuverſicht. Trau nur GOtt, der kan nicht ugen: Bete, du wirſt end⸗ 4 ſiegen.. 5. Lob ſey GOtt fuͤr eine gnade! Seine große ut und treu Macht, daß nmirr kein feind nicht ſchade, alle morgen neu; vil ich mein lebe⸗ ang Immer ſagen lob und dank Meinem GOtt in al⸗ en dingen, Froͤlich halle⸗ uja ſingen. ahrheit le Satan wird dich nicht verfuͤhren, chne,mneine ſunden, Die ſich b HErr! moͤgten dir ver⸗ hoͤren. 2. Ach! warum bet ich nicht In feſter zuverſicht? Du wilt ja nicht das ſie⸗ hen Der traurigen ver⸗ ſchmaͤhen; Du lockeſt ſie, mit beten Vor deinen thron zu treten. 3. Wer dir mit reu und 2 ſchmerz Ausſchuͤttet ſo ſein herz, Daß er dir glaͤn⸗ big trauet, Auf deine guͤte ſchauet; Der ſol von dei⸗ nen gaben, So viel ihm nuͤtzet, haben. 4. Darum, verzeihe mir, Daß ich, o hoͤchſter! dir Durch ſuͤndliche gedanken, Durch hin und wieder trauet, Noch feſt auf dich gebauet. 1 5. Gib du mir zuver⸗ ſicht, Daß, wenn mir was gebricht, Ich kindlich zu dir trete, So zuverſicht⸗ el. Auf meinem lieben Ott. §& Jallerhoͤchſter Ol. 8 G0tt Dir klag ich meme noht. Ich 4 6 S — 4 lich bete, Als kinder eltern bitten, Und ihre noht aus⸗ ſchutten. 6. Und plagt mich man⸗ mir befinden, wanken Nicht jederzeit ge⸗ vehren Mein beten zu er. at Vafria bete dic Am dalgouben. Genbräct: cer N Ing derwir e 1 ſrlhumn Sot en H0 ſc uit ng öſi ver Ä unate R cherleyy; 1 verſt de n be meine ſeele Aus ihrer lei⸗ bes⸗hoͤle Nach uͤberſtand⸗ mein GOtt! Gern wolt ich eifrig beten, Und ſon⸗ Gern braͤcht ich, lieber va⸗ ſich nicht recht erheben. Es iſt zum guten kalt und die mir misfaͤllt. Von dem Ferley. So mach mich henlch frey. Fuhr einſten nem leiden Zu deinen him⸗ mels⸗freuden. Mel. O vater unſer SOn es ꝛc. &IꝗLdit ſeufzen 42. 88 klag ich dir, derlich in meiner noht Voll glauben zu dir treten: ter! dir Im geiſt und hei⸗ liger begier Die farren mei⸗ ner lippen. b 2. Allein mein herz, ach GOtt mein HErr! Kan ſchwer, Und bleibt am ei⸗ teln kleben. Ganz traͤg iſt, ſich denk oft mit ſchmerzen Doch ſch Gebehte 4 dir; So ſtoͤhrt ſie mich, und bringet mir Viel eitles ins gemuͤhte. dis krankt mich ſehr, Und Als waͤr dein guter geiſt nicht mehr Bey mir in meinem herzen, Das dich ſo oft beleidigt hat; Weil luſt und andacht keine ſtatt In meiner ſeele findet. 5. Ach freilich, vater! hab ich dich Und dein wort nicht gehoͤret, Wenn es mich rief, und wenn es mich Erweckt, geruͤhrt, gelehret. och ſchone jezt, verzeihe mir, Und handle doch nicht nach gebuͤhr Wie ich ver⸗ dienet habe. 5. Ich wil hinfort nach⸗ laͤßigkeit Und alle traͤgheit meiden. Mach du mein leider! ſinn und muht, Und ich muß auch mein fleiſch andacht zwingen. * Der teufel und die boͤſewelt Macht mir an gl⸗ len enden Viel hinderniß, Wil ich mich zu dir wenden, Und irdiſchen zu ſcheiden: Laß und blut Mit macht zur di ſchen zu ſch Zum himmliſchen gerich⸗ herz nur ſelbſt bereit, Vom ich es hoͤren, und allein tet ſeyn. Gib du nur kraft und ſtaäre.p&p 7. Die hinderniſſe reis von mir, Die mich vom flehn abhalten. Laß an fleht mein ſeufzend herz zu dacht, feuer und begier 1 3 1 4 3 1 3. Von dem Gebehte. 3 Doch nie bey mir erkal⸗ ten. Gib mir ſtets in⸗ brunſt, geiſt und glut, Da⸗ mit mein herz, ſamt ſinn und muht Zu dir gen him⸗ mel gehen. 8. Laß eckel, kleinmuht, heucheley Aus meiner ſeel verſchwinden. Gib kraft, dir, GOtt! in buß und reu Ein opfer anzuzuͤnden, Das auf des herzens bet⸗ altar, O vater! jezt und immerdar Dir wolgefaͤllig brenne. 9. Ach! lehre mich, durch deinen geiſt Mit wahrer in⸗ brunſt beten, Daß er mich rraftig unterweiſt Getroſt zu dir zu treten, Und mit entflamter andachts⸗glut, it einem ſtarken glau⸗ ens⸗muht Dich, vater! zu umfaſſen. b 10. Mein GOTT!l ich brenne fuͤr begier, Ge⸗ ſpraͤch mit dir zu halten: Drum laß der kindſchaft geiſt in mir Mit reiner an⸗ dacht walten, Der mich m beten unterrichtt, Der unin mir taͤglich, ſtuͤndlich er mich vertreten. ſeine fuͤrbitt guͤltig ſeyn: Hoͤr, denn er heißt mich ſoricht: Ach abba, lieber und liſt Mit ſeufzen un mit flehen Jezt trit vor dei. i⸗ nen gnaden⸗ thron: Ach — vater! ſchau doch an den 12. Sein leiden und ver⸗ dienſt iſt mein: Drum wil Laß ‿ eten. In Chriſti namen bitt ich dich, Und glaube feſt, du hoͤreſt mich. Ach! ſprich ſelbſt ja und amen. —— Um die Gabe des Gebehts. E VY vater un er 403. D ean iſt Unmoͤglich auszuſinnen, Wie du recht anzurufen biſt, Man kans nicht eins beginnen. Deshalben geuß, wie du verheißt, Selbſt uͤber uns aus deinen geiſt Der gnad und des ge⸗ behtes; vater! 4 ſſſͤſͤſͤſͤſͤſͤſſſͤͤ ———— GOtt! es 2. Daß er bey dir uns kraͤftiglich Mit ſeufzen mag 11. Du wirſt, weil du mein vater biſt, Mich, dein nn kind, nicht verſchmͤhen Pn nif Das ohne falſchheit, rng n Tland ——— — 4 — —— —= —— ——= —— —— —— — — — — — — — —— , Bon dem Gebehte. =—— 4 n vertreten, So oft wir ommen, HErr! vor dich, Zu danken und zu beten. 1 7— FeGabed hiitt Arvüha 1 Bu m. :bi ANu w, 5. Hilf, daß wir keine — — 2 eit und maaß Im beten ſch ir vorſchreiben, Anhalten hne unterlaß, Bey dem allein auch bleiben Was dein will iſt und deine ehr, Und unſre wolfahrt uns — — iſt dir auch verborgen niht, ſen, deine kinder. 8. Wir haben ja die freu⸗ digkeit In JEſu Chriſt empfangen: Der gnaden⸗ ſtuhl iſt da bereit, Die huͤlfe zu erlangen. Drum laß hier und an allem end Uns ſtets aufheben helge haͤnd, Zu dir gen himmel hreien. 79. Dein nam, oGOtt! geheiligt werd, Dein reich laß zu uns kommen, Dein will geſchehe noch auf erd, Gib da, brod, nutz und b rom⸗ — Von dem Gebehte. rommen: All unſre ſuͤnden uns verzeih, Steh uns in der verſuchung bey, Erloͤs uns von dem uͤbel. 10. Dis alles, vater! verlangen, Daß ich Got⸗: tes huld durch dich Voller inbrunſt moͤg empfangen. d Brich die traͤgheit, zeuch die ſinnen Aus der welt zu ſt dir von hinnen. werde wahr, Du wolle ees erfuͤllen. hilf uns immerdar Um JIEſu Chriſti willen: Denn HErr! iſt allezeit Von ewigkeit zu ewigkeit Das reich, die ma Erhoͤr und Mel. Liebſter JEſu wir ſind ꝛc. 4 Wende, vater! 92 deinen geiſt, dein antlitz tre⸗ te, Daß, wie du mich ſel⸗ ber heißt, Ich im und wahrheit bete. mee mich dich recht erken⸗ muen, Und dich abba vater! 2. Suͤßer JEſul! hilf du ir, Daß ich bet in deinem namen: Daß, was GOtt verheißt in dir, Mir au werde ja und amen. Spri fuͤr mich, und laß mich ſe⸗ hen Dich zur rechten GOt tes ſtehen. 3. Peilger geiſt! erleuch⸗ te mich, Und entzuͤnde mein Und dringt mein ach! k Da ich vor 4. Heilige dreyeinigkeit, Urſprung aller guten ga⸗ ben! Laß mich wahre freu⸗ digkeit, Und im herzen zeugniß haben, Daß du ſtets nach deinem willen Wolleſt meine bitt erfuͤl⸗ en. Mel. Es iſt das beil uns kommen. G, Aoch vater der 405. M barmherzig —— keit! Du heißt mich zudir iis treten: Dein ſohn ver⸗ heist mit einem eid, Ich ſoll erhoͤrlich beten: Er ſchreibt mir ſelbſt die bitten fuͤr: Dein guter zenß wirkt auch in mir, Daß ich nicht ane muͤde werde. 2. Laß mich gedenkenan dein wort, Du zuverſicht der erden! Wer GOtt anruft als ſeinen hort, Der( ſolle ſelig werden: Ja, du antworteſt, eh man ruft; Wu dur aum Wn ch mm — Van dem Gebehte. Su nem dienſt knecht voruͤber. 6. Mein beten laß im n heiligthum, Wie Aarons gcymbeln, klingen. Sey du mein pſalm, mein heil, mein ruhm; Und laß bey meinem ſingen Mein herz wie Davids harfe ſeyn; So dringt der ton zum himmel ein, Zum himmel, 4 in dein herze. 45 7. HErr! wenn ich vor dir beten wil; Befeſtge die gedanken, Mach ſie beſtaͤn⸗ dig, ſanft und ſtill, Das ſie nicht irrend wanken. Verſchlieſſe di mein her⸗ zenshaus, Gonſt ſchwei⸗ th fen die gedanten aus, Und b werden ganz zerſtreuet. 8. Wenn irgend ſich ein ſturm erhebt, Fuͤhr mein n herz in die hoͤhe, Daß es gin deiner ruhe ſchwebt, Das irdiſche nicht ſehe. Die andacht werde mein ma⸗ gnet, Der ſich zum pol der hoffnung dreht; Denn IEſus iſt mein hoffen. 9. Fuͤhr mich in eine wuͤſten ein, Worinn ich ſonſt nichts wiſſe, Als mei⸗ nen bräutigam alei, Das ich ihn glaͤubig kuͤſſe: Da hoͤr ich nur was JEſus ſoricht, Die welt und ihr getuͤmmel nicht; Damit mich niemand hoͤhve. 10. Dein geiſt der gna⸗ den ſeufz in inir Ein 85 aus⸗ Von dem Gebehte. . 1 3 4 rufe, ſchreie, danke dir In mir durch ſein vertreten: Er bring mir uͤberzeugend bey, Daß ich bey GOtt in gnaden ſey, Und ſeine kind⸗ Wbaft habe.. I.I. Vereinige, mein va⸗ ter! mich Durch deines eiſtes triebe t Nit Peinem JEſu inniglich, Als dei⸗ nem ſohn der liebe. So iſt dem glauben auch erlaubt, Durch ihn, in ihm, mit ihm, dem haupt, In aller angſt zu beten. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Wetreuer hei⸗ 40 6. land! hilf nir beten: Ich zunde mei⸗ Wirſt 1 nen weihrauch an. du mich nur bey GOtt vertreten, So weiß ich, was ich hoffen kan. Mein beten wird ein amen! ſeyn, Ich wil in deinem namen ſchreyn. murſprach, huͤlf und raht. Du ſtehſt als mittler in der ausſprechlich beten. Er 2. Ich gruͤnde mich in ſe meinem bitten Auf deine h en, Wei mih denn blut verſöhnet hat Mit GOtt; drum hoͤrt er nur allein Die, ſo in deinem na⸗ men ſchreyn. 3. Ach! freylich, hab ich auch zu zeiten In deinem namen michts geſucht. Oft betet ich nur vor den leu⸗ ten, Und zwar zum ſchein; oft auf der flucht; Doch hab ich wol dabey gedacht, Daß ich es recht und wol gemacht. 4. Mein JEſu llaß mich doch erwegen, Was recht mit andacht beten, ſey; Und, ach! wie viel daran gelegen, Daß man in dei⸗ nem namen ſchrey. Deß beten gilt bey GOtt micht denken wil. 5. Ich bete nun in dei⸗ nem namen, Du einge⸗ bohrner GOttes⸗ſohn! ſ Sprich du, mein heil! das ja und amen, Vor deines lieben vaters thron; So wird mein abba, flehn und reyn Ja, amen und er ret ſeyn. nichts verhehlen, Dennal⸗ ſo, mahnt mich IEſuan ib, viel, Der dieſes nicht be⸗ —— — ———— ——— —— == ——— — — — — — — — 6. Ich wil im beten Von dem Gebehte. G, vater! was zu mei⸗ ud nem ſeelen⸗ ſ wolſeyn dienen kan; Nur dieſes nicht, was du er⸗ vhe ſehe„ Das meiner ſeele a u n 8 Whed lic ſſt. t 7. Ich ſteh vor dir in uet ZEſu namen, Der mir m u erhdrung zugeſagt. Sein warlich, warlich iſt ſchon Eu 4 3 amen: Drum habi ichs auch nauf ihn gewagt. In JEſu d,3 att namen fang ich an, Und ut. An rufe, was ich rufen kan. lr werwa, 8. Ich weiß das herze * mu muß de brechen, Wenn ich ſſe in JEſu namen ſche ey, Du zn iſt ein ja und amen mmn ſprechen: Drum bleib ich i t üt nunmehr ſchon dabey, Und 2„1 D r halt in JEſu namen an, Weil ich nichts groͤßers eann nennen kan. Jhber 9. In JEſu namen wile tſt= nun ich weiter Im beten bis Sm d zum ende gehn; Sein na⸗ nEich wm n me macht den himmel hei⸗ 1 nd ang ter, Durch ihn eilt GOtt nSn w n nir beyzuſtehn. So De V 10 mna er geiſt im herzen ſchreyt, n Jc Hede GOtt der barm⸗ tn 1 J —O ach. ti t. †en, dar — herzigkeit. 1 10. In JIEſu namen ue wil ich ſoliegſen;; Denn 1 nsa Und leibes⸗ V dieſes iſt der beſte ſchluß, on welchem alle beter uul wiſſen, Daß er bey) GOtt gelingen muß: Ach ja! nach ſolcher ſeufzer lauf Schliast Gokt mir herz und himmel auf. II. Nun alſo wird meinuu beten tuͤgen, Als wenuu es Abels opfer waͤr. Dasu wort der wahrheit wird u nicht lugen, Denn GOtt laͤßt keinen beter leer. Je⸗ doch wer wil erhoͤret ſeyn, un Der muß in JEſu namen chreyn. Mel. Liebſter JEſu. wir ſind ꝛc. iebſter IE⸗ 407 8 ſu! thumir 1 auf, Ich ſteh hier an deiner thuͤre. Laß der andacht ihren lauf, Daß ſie mich gen himmel fuͤhre, Und die ſeufzer hier nuf erden Daner himmels⸗ lüſſet werden. 1 2. Thu mir auf des va ters herz„Mach wercuim deinem blute! Treib den ſatan hinterwerts, Daß ich mit getroſtem muhte Im gebehte mit dir vinge ünd im glauben dich 13 e Von dem Geb te. 44 2 3. Sey du ſelber der al⸗ tar, Drauf mein herz als opfer, brennet. Zeige dei⸗ ne wunden dar, Daß mich GOtt, als ſein, erkennet, Und ich nicht in zittern ſtehe, Sondern kindlich zu ihm gehe.. 4. Rede du, wenn ich nicht kan. Auf dein guͤl⸗ tiges vertreten Komt, mein JEſu! alles an, Wenn ich wil erhoͤrlich beten. Du wirſt ſchreien, ich wil lal⸗ len, Und ſo wird es GOtt gefallen. 5. Ach! du wort des va⸗ ters! ſprich Nur ein wort zu meinen worten. Nur ein wort erfreuet mich, Da ten: Da ich bet in deinem namen, AOch! ſo ſprich du ſelbſt das amen. b Mel. Wer nur den leden SOtt. 408 ½ dir, Je⸗ 9 J 0 hova l wil ich ſingen, Wo iſt doch ſolch ein GOtt, wie du? Dir wil ich meine lieder bringen; Gib mir des gei⸗ ſtes kraft darzu, Daß ich es ich wart an deiner pfor⸗ Wie dirs durch ihn ge faͤllig it. 2. Zeuch mich, o vater! zu dem ſohne, So zieht uitgt dein ſohn mich auch zu dir. Dein geiſt in meinem her⸗ ehne en wohne, Der mir ver⸗ in aun ſtand und herzregier, Daß d wn es den frieden GOttes fuͤhlt, Und dir deswegen i ſingt und ſpielt. 3. Verleih mir, hoͤch⸗ ſter! ſolche gute, So wird u mein ſingen wol gethan; un ☛ So fleht dich, JEſu! mein gemübte Im geiſt und in d er wahrheit an; So hebt dein geiſt mein herz em⸗ por, Daß ich dir ſing im hoͤhern chor. 4. Der kan mit ſeufzen mich vertreten, Die un⸗ ausſprechlich kraͤftig ſind; Der lehret mich recht glaͤu⸗ big beten, Giebt zeugmß hier, daß ich dein kind Und ein mit⸗erbe Chriſti ſey, Daher ich, abba, vater! ſchrey. nem herzen ſchallet Durch deines geiſtes kraft und , 4 thu durch JEſum Chriſt, trieb; 5. Wenn dis aus mei⸗ o bricht dein va⸗ ter⸗herz und wallet Ganz gegen ——— —— ———— ——— ———— 3 == ———— — — — — -— — — — —— S 6³ zu arohme d ſt. 1 n d Dier rechte Art des Gebehts 2' kan ud. von JEſu erlerner. r 8 heie Me. 1. Wer nur den ueben SOn. . 3 5 ℳ— 1ie ſinxm. erig gniß habe! 3 dich eemtch Von dem Gebehte. gegen rmich aus heiſſer lieb, 1 aDaß mir es nichts verſagen 8 kan, Wemn ich mein flehn nd u dir gethan. (guſt nsu iſt, was dein geiſt K uügs willen eingerichtt, Und b„uyhret; Weil es in deinem ohn geſchicht, Durch den de kind und erbe bin, Und r. che ehme gnad um gnade hin. 87. Wol mir, daß ich dis Ich bin ,ol troſt und freidigkeit:. 2 mDu giebeſt alle gute gabe, Krahr furd ich verlange, jeder⸗ a geſt mneit: Du thuſt noch uͤber⸗ t⸗ 3e eeaie h mehr, Als ich mn ſeiſtr 9, bitt und begehr. Der u 8. Wol mir! ich bitt in vemm JEſu namen, Der dir zur amtulr kechten mich vertrit: In lehetmhm iſt alles ja und annen uhen bitt; Dich lob ich, dErr. in ewigkeit, Der ,nich mit ſo viel heil erfreut. Ich roen lehret, Nach deinem wird von dir gewiß erhoͤ⸗ ſche Sen, Was ich im geiſt und glau⸗ ſ zu beten, Mein treuer IEſu! nim mich mit. Laßu mich an deine ſeite treten, weiche von dir keinen Ich wil an dir, ſchritt. mein lehrer! ſehn, Wie mem gebeht recht ſol ge⸗ n. 2. Du gehſt mit zittern und mit zagen, Und bit his un den tod berer 2ch is ſol mir ans herze 4 gen, Mir, der viel düehen ansgeuͤbt. Drum wilt du, daß ein herz voll reu Mein anfang zum gebehte ſey. 3. Du reiſſeſt dich von allen leuten, Und ſu dhſt die ſtille einſamkeit: Und ſſo wil ich auch mich be⸗ binn Und fliehen, was mein herz zerſtreut. Zeuch mich von aller welt allein, Daß nur wir zwey bey⸗ und wir⸗ feſt dich dur erden, Du faͤl⸗ ammen ſeyn. 7 Du knie leſt auf dein angeſicht: So muß die demuht ſich ge⸗ berden. Drum ſaͤum ſtaub und aſche nicht, Un beuge mich in niedrigkeit 4 Wie du, voll trauren, ang und leid. Gg 1 † 5. Du 8 Von dem Gebehte. 466 3. Du beteſt zu dem lie⸗ ben vater Und rufeſt, ab⸗ ba! wie ein kind: Dein vater iſt auch mein berah⸗ ter, Sein vater herz iſt treu geſinnt. Drum halt ich mich getroſt an dich, Und ruf auch, abba! hoͤre mich. 6. Du greifſt voll zuver⸗ ſicht und liebe Dem treuen vater an ſein herz, Du ſchreiſt aus ſtaͤrkſtem her⸗ zens triebe: Abba mein vater! himmelwerts, Ach! nooht, Sonſt iſt mein beten kalt und todt. an die gnaden thuͤr. So quaͤlt, Und bitt um alles, was mir fehlt. 8. Geduldig lam! wie bitte dreymal an! Dabey iſt auch fuͤr mich dein wil⸗ du gethan. Hilft GOtt nicht gleich das erſte mal, „ HAna I Pßal So nuf und ſchrey ich ne 6.“ 9. Dein wille ſenkt ſich in den willen Des aller⸗abmg liebſten vaters ein, Darinn au muß ſichesmein will auch oinbe ſtillen, Dafern ich wil er hoͤret ſeyn. Drum bet 90 ich in gelaſſenheit: Was aſ mein GOtt will, geſcheh atas alleittkt. H 10. Obgleich die juͤnger Schd dein vergeſſen, Gedenkſt a 5* du doch getreu an ſie; Und ſt ſtn da dich alle marter pref tun glaub und liebe ſind mir 7. Sehr klaͤglich traͤgſt du deinen jammer Dem doͤchſt⸗erzoͤrnten vater fuͤr, Du klopfſt mit einem ſtar⸗ ken hammer Um rettung, klag ich auch, was mich nur hautſi du ſtille, Und in der le, Daß ich ſol thun, wie ch alle marter preſ. n ſen, Sorgſt du fuͤr ſie mit Gott. groͤſter muh. Mein be⸗ 4 ten bleibet ohne frucht/ n Wenn es des nechſten heil 4 nicht ſucht. di ci ſ 1I. Nun du erlangeſtiu auf dein flehen Troſt/ kraft, 3 ſieg, leben, herrüchkeit; deh Damit haſt du auf mi geſehen, Daß ich zurange⸗ nehmen zeit Auf ernſtlich beten freuden⸗voll Derglei⸗ chen ſegen ernten ſr. 12. Drum hilf mir, JEſu! ſo zu beten Wie mich dein heilig vorbild lehrt; So kan ich fre zum vater treten, Sower 1 ———— — — — — —— = ich ſtets von ihm erhoͤrt; b So t So geh ich betend himmel 3. Da wird mein herz 6 Aa dir ewig dank⸗ ein GOttes haus, Und dei⸗ le ſent bar ſeyn. nes geiſtes kammer. Mein 0m amuner bricht in thraͤnen Die im beten geſumdene Er⸗ aus, Und iſt mir doch kein uickung. ammer. Die wehnuht Mel. Hrr GOtt der duꝛc. ſzaͤrket meinen geiſt, Daßs Dem 10. Koenn ich mein ich nicht weiß, obs weh⸗ her 41O. I herz vorſmht heitr, Welt aln dein il, dir, mein hort? In mei⸗ verſchwindet, Und weit ner noht ausſchutte, Und ich bey dem groͤſten weh h der auf dein wahrheit⸗ volles Als wie auf lauter roſen 1, Et wort Bey dir um hulfe geh, Wo ſich nur ammuht ruft und ſchreit, Und dir, 4. Du laͤßt mir, vater! o GOtt! ihr ſchweres leid dein geſicht In ſolchem n Mit ach und ſeufzen kla⸗ lichte blicken, Womit das durch die wolken dringt, land pflegt zu erquicken. Unnd dir ein lippen opfer Denn da benimt dein lie du an bringt; So bin ich unver⸗ bes ſtrahl Mir alle furchtu Tuſ zage. ſamt aller quahl, Erleich her 2. Ich werde vielmehr tert meine ſeele Daß ich du a freuden⸗voll, Daß ich aus in troſtes uͤberfiuß, Auch frohem muhte Kaum weiß, wenn ich heftig kaͤmpfen wie 19 mich faſſen ſol; muß, Viel freuden⸗wechſel Weil du mit deinem gute zaͤhfe. ſ Mich als mit einem thau 5. Dann fäͤllt die angſt enf, erauickſt, lind dich mir ſo vom herzen hin, Mein hit, ins herze druͤckſt, Daß ich glaube ſchwebet oben; Undd lad die guͤte ſchmecke, Die guͤte, o erholt ſich denn mei aug, die du bey der laſt Des ſinn, Als war ein ſtein ge⸗ kreuzes ſo verborgen haſt, hoben. Drum werfich dir Als unter einer decke, die ſorge zu, Mein herz be 6 r unſ immen alle ti eyn i — jeit, Gehorſam ſeyn in ſteur allem fleiſch und blut, und ſtreit, Fuͤr ſeuchen un u in gutem friede ſtehn, Der gehn. gib uns, nach in ewigkeit. ley; Des ſatans zorn und groß gewalt Zerbrich, fuͤr ihm dein kirch erhalt. . 4 Dein will geſcheh, r erden wie im himmelreich. Gib uns geduld in leidens⸗ ieb und leid; Wehr und Das wider deinen willen thut. 5. Gib uns heut unſer taͤglich brod, Und was man darf zur leibes⸗noht. Be⸗ huͤt uns, HErr! fuͤr krie fuͤr theurer zeit: Daß wir ſorg und geizes muͤſſig 6. All unſre ſchuld ver⸗ —us, HErr! Daß ſie uns nicht betruͤbet mehr; Wie wir auc unſern ſchul⸗ digern Ihr' ſchuld und fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit In rech⸗ ter lieb und einigkeit. 7. Fuͤhr uns, HErr! in Der heilge geiſt uns wohne bey Mitt ſeinen gaben mancher⸗ GOtt! zugleich Auf 8 6 6 8 1 * 3 uns der boͤſe geiſt anficht⸗ Zur linken und zur rechten hand„Hilf uns thun ſtar⸗ en widerſtand, Im glau⸗ ben feſt und wol geruſtt, Und durch des heilgen gei⸗ ſtes troſt.. 28. Von allem ubel uns erloͤs: Es ſind die tag und Feiten boͤs. Erloͤs uns von em ewgen tod, Und troͤſt uns in der lezten noht. Be⸗ ſchehr uns, HErr! ein ſelig end, Nim unſre ſeel in dei⸗ ne hand. 9. Amen, das iſt, es wer⸗ de wahr! Staͤrk unſern glauben immerdar, Auf⸗ daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiemit gebeten hab'n. Auf dein wort, in dem namen dein, HErr! ſprechen wir das amen fein.. —— b Mel. Ovater unſer Gott es iſt. 412. OTT unſer biſt J hi dler derhu iſt Im himmel hoch erhol ben, Und ſchaueſt, was auf erden iſt, Von deinem thro⸗ ne oben; GOtt unſer troſt verſuchung nicht; Wenn und zuverſicht! Zu dir iſt 643 unſer 4— . e . 4 n a 3 Von dem Gebehte und zwar unſer herz gerichtt: Erhoͤr auuuns deine kinder. . Hilf, daß wir deinem heilgen name Die ehr in allen geben: Wie groß du biſt und wunderſam, Mit freudigkeit erheben; Dich⸗ heine weisheit, macht und treu Erkennen, und ohn heucheley Dir, und dem nechſten, dienen. 3. Laß uns in deinem 3* gnaden reich Des heilgen geiſtes gaben, Dein wort und deſſen kraft, zugleich Glaub, lieb und hoffnung haben. Des ſatans ſuͤnden⸗ reich zerſtoͤhr, Schuͤtz deine kirch und ſie vermehr In einigkeit und wahrheit. 4. Dein will geſchehe fuͤr und fuͤr Im himmel und auf erden, Daß unſer will und boͤs durch gebroͤchen werden. Verleihe uns in freud und leid Ein ruhig herz, daß jederzeit, Was du wilt, ums gefalle. . Gib uns heut unſer taͤglich brod Durch arbeit unrer haͤnde: Peſt, krant⸗ b uns uͤberwinden Das begier Da⸗ heit, feuer, waſſers noht b A wende! Gib gute obern, Mainua fried und heil, Auch jſedem il ſein beſchieden theil/ Und laß uns dran begnugen. dant u 6. Vergib uns alle un⸗ ſre ſchuld Und ſuͤndhaft boä. ſes leben. Hilf, daß mit liebe und geduld Wir an⸗ dern auch vergeben. Ach!( uͤbe an uns keine rach, Und ul laß uns unrecht, trotz und ſchmach Dem nechſten auch iamner verzeihen. dn vittl 7. In der verſuchung, a, dr HErr] uns ſtaͤrk, Und hilf Mar ſt ni hſn 3. 1 1 6 h werk, Und was uns reizt AetR 1 1 ——“ —,——IW—— —— — 4 — 1 ſiegen. tanm * 8. Von allem uͤbel, fi angſt und noht In gnaden ſal, uns erloͤſe, Daß uns in M leben und im tod Wht lähl. ſchaden kan der boͤſe. Gih⸗ daß wir freudig und getroſt, Wenn uns gleich manches Des glaubens kreuz zuſtoſt, 9. Dis alles, vater! 1 4 1 9 Und was uns ſchabt, ab end erhalten. daß, m hr unde liſtig e ſch daem uns immerdar Um JEſu 0 HErr! iſt allezeit Von en ewigkeit zu ewigkeit Das reich, die macht und ehre. 1 richtt Infurcht, gehorſam, den. Wo wir dich rufen den ſaal, Warum wir bit⸗ Wie groß, o GOtt! du von dem Gebehte des HErrn. Serfuͤllen: Erhoͤr und hilf Chriſti willen: Denn dein, Mel. OGOtt du frommer ꝛe 4¹³3 9' ch vater, un⸗ ſer GOtt! Der du durch große guͤte Uns immerfort erweißt Dein vaͤterlich gemuͤhte: Hilf, daß von uns auch werd Der kinder amt ver⸗ lieb Und feſter zuverſicht. 2. Du biſt im himmels⸗ thron, An allen ort und en⸗ an, Wilt du dich zu uns wenden: So hoͤre, HErr! ach hoͤr Von deinem freu⸗ ten dich Hier in dem thraͤ⸗ 3. Ach vater, unſer GOtt! Laß deinen geiſt uns leh⸗ ren, Wie deine majeſtaͤt In demuht ſey zu ehren, Daß wir betrachten recht, 7. Achvater unſer GOtt! menſch Nur ſtaub und aſche it. 4. Laß uns nichts liebers ſeyn, Als deinen namen preiſen Fuͤr alle guͤt und gnad, Die du pflegſt zu be⸗ weiſen! Daß jederman werd kund, Wie unaus⸗ ſprechlich ſey, HErr! dei⸗ ne weisheit, macht, Barm⸗ herzigkeit und treu. 5. Ach vater, unſer GOtt! Du haſt uns aufgenom⸗ men Hier in dein gnaden⸗ reich, Da wir die tauf be⸗ kommen: Gib, daß fortan dein wort Uns fall wie himmels⸗thau Aufs herz, und uns allzeit Zu deinem dienſt erbau. 6. Erleuchte den ver⸗ ſtand, Den glauben uns vermehre, Die lieb in uns entzuͤnd, Des ſatans reich zerſtoͤhre. Verleihe, daß auch wir Oftmals an un⸗ ſerm theil Anwuͤnſchen dei⸗ ner kirch Gluͤck, aufnahm, 4 fried und heil. Hilf, daß erfuͤllet werde Dein heilger guter will biſt, Und daß der arme — Im himmel, auf der erde G9 4 Daß Von dem Gebehte, und zwar Dabß unſer eigner will Und ſuͤndliche hegier, Durch dei⸗ ne kraft, in uns Abſterbe fuͤr und fuͤr. 8. Regiere unſer herz, Daß wir in guten tagen Nicht ſtolz und ſicher ſeyn, In boͤſen nicht verzagen. Gib, daß nichts zeitliches Uns machen kan betruͤbt, Daß uns auch nichts er⸗ freu, Als nur, was dir beliebt. 9. Ach vater, unſer GOtt! Laß uns fort deine gaben, Und unſer taͤglich brod Zur nohtdurft heut auch haben. Hilf, daß wir ſparſam ſeyn/ Und rahtlich halten haus, Und auch mit wenigem Be⸗ gnuͤglich kommen aus. 10. Gib einigkeit und ried, Treu, zucht und ehr arneben, Auch heilſam re⸗ nment Dem orte, wo wir eben. Wend feur und 1 waſſers⸗noht Durch deine ſtarke hand. Wend peſt unnd krankheit ab Von uns und unſerm land. II. Ach vater, unſer (G8Ott Aus lauter guͤt und gnaden Vergih uns unſre ſchuld, Damit wir — ſind beladen: Es iſt ja kei⸗ ne ſuͤnd, Dafuͤr nicht habe ſchon Mit ſeinem blut be⸗ zahlt Dein eingebohrner ſohn. Hilf, daß wir denen ——— —— — 12. auch All ihre ſchuld erlaſ⸗ ſen, Die uns zuwider ſind, Und ſie darum nicht haf. ſen: Daß wir vom herzen⸗ grund Vergeſſen trotz und ſchmach, Und dir in guͤtig⸗ keit Und ſanftmuht arten na 4 4* 13. Ach vater, unſer GOtt! Durch deine wun⸗ der⸗ ſtarke Hilf, wenn ver⸗ ſuchung koͤmt; Und daͤmpf des ſatans werke, Daß wir auch unſerm fleiſch Nicht ſen⸗ folgen, noch der welt, Wenn uns zur ſunde 5 Ehr, wolluſt, gut und geld. 14. L — —— — — —— ——— — — — — — — — — — 8— — — —= = — —— 14. Laß uns in lieb und leid Gleichmuͤhtig von ge⸗ danken, Demuͤhtig ohne falſch, Sorgfaͤltig ohne wanken, Aufrichtig,tapfer/ treu, Keuſch, ehrbar, zuͤch⸗ tig, rein, Und ohn leicht⸗ fertigkeit Getroſt und froͤ⸗ — — — — —— ————— ——B — — — — lich ſeyn. 15. Ach vater, unſer 15. Ach 6 wee —— ——— 4 Mk 3 441 L 1 und von dem Gebehte des HErrn. 473 7 Ata SSrrſ. Du wolleſt uns ganz gewiß, Ja, a und t 7* nd dn vom boͤſen, Und was uns amen ſeyn. Mefu ſchaͤdlich iſt, Genaͤdiglich 1 Daß wir durch huͤff Bald werden Hohng aus gefahr, Aus truͤbſal/ 4 en. a Ain 1 kreu und pein Errettet im⸗ jes deum merdar. bt, er ſe dne 16. Verleih uns deine er⸗ er Daßm kraft, Durch alles durchzu⸗ dr.d Yri dringen„Daß unſer glau⸗ e t,be mag Die ehren⸗kron tt! 3u erringen, Wenn in dem n,a7 lezten kampf All elend, dor?. Ag nangſt und noht Ein felig m. a da ende nimt Mit einem ſanf⸗ 2 en tod. 4 9 Sns 9. Nun vater, unßr z ruen! Sieh an d unſer 8 an wie deten, Laß uns nicht un⸗ Anme gerhoͤrt Von deinem throne n uutreten: Denn dein„ o 3 am 3 u HErr! iſt fort Je laͤnger . 6 40 b. je mehr In alle ewig⸗ keit Das reich, die macht und ehr. 5 18. Hierauf ſo ſprechen 9 er 2 t Ren. 1 erloͤſen. deine men, Auf ſein untruͤglich wort, Ein glaͤubig freudig amen. durch dich Und dein ver⸗ Ea g dienſt allein Wird alles Dein reich zukomme: und wir In JEſu Chriſti na⸗ D O JEſu Chriſt! ſeyn Mel. Ovater unſer GSOtk es iſt. vater in demuu 414. Wrareoin dan (Laß uns dein lob erhoͤhen. zugleich Laß, was du wilt, eh chehen: Gib taͤglich brod, ie ſchuld verzeih: In der verſuchung ſteh uns bey. Loͤs uns vom uͤbel, amen. Mel. GOtt des himmelgund ꝛc. ꝛc. 41 5. SPöba„ lieber vater! hoͤre, Wenn dein kind gen him mel ſchreit. Rette deines namens ehre, Denn du biſt voll guͤtigkeit. Unſre herzen halten dir Unſers IEſu namen fuͤr. 2. HErr! wer kan dich b gnug erheben? Wie deinu name, ſo dein ruhm. Ach!uu erhalt in lehr und lebenuu eines namens heilig⸗ thum. Dieſen namen laß allein Unſers herzen freude 3. Kom zu uns mit dei⸗ nenr reiche, Koͤnig, dem 84 5 kein Von dem Gebehte, und zwar 4a rkein koͤnig gleich! Daß das reich des ſatans weiche, Bau in uns dein gnaden⸗ reich. Fuͤhr uns auch nach dieſer zeit In das reich der herrlichkeit. 4. Laß auch deinen gu⸗ ten willen, Lieber GOtt! bey uns geſchehn; Daß wir ihn mit luſt erfuͤllen, Und auf deine rechte ſehn: So ſtimt erd und himmel ein, Wenn wir deines wil⸗ lens ſen. 5. Geber aller guten ga⸗ ben! Gib uns das beſchied⸗ ne theil; Du weißt/ was wir muͤſſen haben, Und bey dir ſteht unſer heil. Hat man GOtt und taͤglich brod, O! ſo hat es keine noht. 6. Großer HErr, von großen gnaden! Ach ver⸗ gib die ſuͤnden ſchuld, Die wir taͤglich auf uns laden; Habe doch mit uns geduld. Laß uns andern auch ver⸗ gnaͤdig ſeyn. 7. Sucht der ſatan uns zu ſichten, Und verſucht uns fleiſch und welt; Hilf, zeihn, Sonſt kanſt dunicht daß wir den kampf verrich⸗ vehaͤlt: Laß uns feſt im glauben ſtehn, Und in kei⸗ ner angſt vergehn. 9 8. Alle noht ſal wende, Daß ſie uns nicht ſchaͤdlich ſey; Und mach uns an unſerm ende Auch von allem uͤbel frey. Dein iſt reich, und kraft und ehr: Amen, großer GOtt, erhoöͤr! —— Allgemeines Gebeht um geiſtliche und leibliche Wolthaten. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ☛ 1&Cpein GOtt! 416. S 1 ich klopf an deine pforte Mit ſeufzen, flehn und bitten an; Ich halte mich an deine wor⸗ aufgethan; Ach oͤffne m die gnaden⸗thuͤr, Mein JEſus klopfet ſelbſt mit mir. raht und that. an, Bs der geiſt den ſies und truͤb⸗ te: Klopft an, ſo wird euch oͤffne mir a 2. Wer kanwas vonſich ſelber haben, Das nicht von dir den urſprung hat? Du biſt der geber aller ga⸗ ben, Bey dir iſt immet nd that. Du bſt der brun der immer quillt, KMd dein ind be kanſt al ſilen, Be aacle tſt (tber alerm 4 1 1t 9 1 Deßf von dem Gebehte des Hrrn. 425 n 4. nin Du biſt das gut das im⸗ tuan mer eu ' em 3. Drum kom ich auch dſa, mit meinem beten, Das 35 din voller herz und glauben iß. s un Der mich heißt freudig 3 n aln vor dich treten, Iſt mein ii nar erloͤſer IEſus Chriſt; Und a 1:: Am deri in mir das abba! ſchreit n: E Gts Iſt, H gl ain reudigkeit. . 16 - „ 5* n,u 1l ee 3 deinem willen Das, weß „ſBcem dein kind beduͤrfig iſt: Du wa kanſt all mein verlangen r NRawm ſtillen, Weil du die ſegens⸗ 41 aurii biſt. Doch 64„o 4” geber allermeiſt Was mei⸗ Iar an ner ſeele ſelig heißt Aſde 3 fen 5. Werleih be ſtaͤndigkeit ſt dand be an glauhen, Laß meine lie⸗ on he Fric 4 be bruͤnſtig ſeyn. Wil ſa er tt tota tan mir dis kleinod ranben di 1E wn So halte der verſuchung 1 8 65 1 ein, Damit mein armes d n t fleiſch und blut Dem feinde . uchts zu willen thut. Wair f 42 dn nsu Pnn t at 5 f,12s„ 1Sm 6. Erweck in mir ein gut gewiſſen, Das weder welt noch teufel ſcheut. Und wenn ja ſtrafen folgen muͤſ⸗ 8 So ſchick ſie in der gna⸗ ſchuld mit IEſu dlut, Und es gar verſchonen l Mein heiland hat ja ſelbſt He ten; u HErr! dein geiſt der b Gib vater! gib nach 4. 3 alles fuͤgen, Ich ſey bey dir gnuget ſeyn. mein ausgang aus der welt Den eingang in den hum⸗ weißt ſchon, was ich haben den den⸗ zeit. Durchſtreich die b ſcn⸗ 5 mach das boͤſe wieder gut. 7. Vom Peuge darf 9 wol nicht bitten, Daß mi Sein kreuz(ttac ¹h freuden⸗voll mch eduld gar noͤhtig ſeyn; Die wolleſt du mir, 1 HErr verleihn. 8. Das andre wird ſich arm oder reich. An dei⸗ ner huld laß ich mir gnuͤ⸗ gen, Die macht mir gluͤck und ungluͤck gleich. Koͤmt mir das gluͤck nicht haͤuſig ein, So laß mich doch ver⸗ . Wenn ich dich bitt um vianges leben; Gib, daß ich chriſtlich leben mag. Laß mir den tod vor augen ſchweben Und meinen lez⸗ ten ſterbe tag; Damit mel haͤlt. 10. Wiewol,„ was wi ich mehr begehren? Du muß. Du wirſt mi/ was mir Von dem Gebehte. mir nutzt, gewaͤhren; Denn IEſus macht den ſuͤßen ch ſoll in ſeinem nal reyn, So werd' es ja und amen ſeyn. neine Fuͤrbitte fuͤr an⸗ Dere Menſchen. Mel. Was mein GOtt wilꝛc. 4¹7. R. wiederum Vor deinen thron getreten, Und wil, ss fuͤr mein eigenthum, ur andrer wolfahrt beten. uͤr ſich allein Begluͤckt ſeyn Bringt chriſten ſchlechte freuden. mich doch D ſten leiden. b 2. Drum HErr! von dem der ſonnen licht Auf boͤſ und gute ſcheinet, Und eſſen herz fuͤr wehmuht bricht, Wenn Ephraim be⸗ weinet, Womit er ſich So freventlich An deiner macht vergangen; Laß aller ſchmerz Und ſehnend herz Por deinen thron gelan⸗ n Adam ſtamt, Allein ein GOtt! ich komme SS ; So kraͤnkt neben⸗chri⸗ zu deinen ehren, Und wol⸗ teſt uns gern alleſamt Der ſeligkeit gewaͤhren. Er⸗ leuchte doch Die jetzo noch Bey dicken finſterniſſen n Sich ſelbſt allhier Den weg zu dir Verriegeln und ver⸗ ſchlieſſn. 4. Erweiche der ver⸗ ſtockten herz, Bekehre die verfuͤhrten. Ach! daß ſie doch der ſuͤnden ſchmerz Und deine gnade ſpuͤhrten, Und keiner nicht In dein gericht Und ſtrenges urtheil fiele! Ach treibe ſie Doch ſpat und fruͤh Zum vorge⸗ ſteckten zile. 5. Erhalte, die im glau⸗ ben ſtehn, Und dich als kin⸗ der ehren, Daß ſit ſtets weiter vor ſich gehn, Und deinen preis vermehren. Staͤrk ihren fuß, Wenmn ſich verdruß Un waͤrtigkeiten Nebſt macht und liſt, Die ſchaͤdlich iſt/ Zu ihrem fall bereiiden. 6. Hilf, daß die ganze chriſtenheit Dich recht und im eilig ehre, Daß weder ochmuht, haß noch neid wider — — — 8— — Dein heilig wort verkehre. uͤber uC— Sacramenten. 422] ae a uberall In kirch und hau⸗ſke, die gar elten ruhn, Du 4 Int ſern a 3 Und, wenn die Wer Tſe nas macht Der feinde wacht, dich verehrt, Sich redlich 3 Hei nluflein nirgends 5 jrt, Dem ſchenke gluͤc und ſegen; Und bey gaaht 86 hrec, daß ſt 66 ehre, Laß ſich die ſchaar Der en⸗ 6 am 24 tui und recht Im ganzen gel um ihn legen. 1 ſU Sn. lande kuͤſſe. Mach ſeden 9. Wir alle hremn. er⸗ Eruit heili lig, from und ſchl lecht; baumne dich Wir ſind ja 4 ndeichee jedes fuße Vom dein ge ſchopff. Ein jeder neſo tlaſterweg Zum himmels⸗ legr und ſchmieget ſich; enſd* e ſteg; Daß deines namens Zerſchmeiß uns nicht alsu Äeu Lim gu ehre, OErrldurch dein wort tspfe. Du bi iſt ja der n, eun u Sich fort und 9 rt Bey Dem nichts 1 Gag;; n. ge twi ͤſm allen menſchen mehre. Drum ſprich dur JEſu kt 1 Am 8. Gib armen leuten namen Zuderen flehn, Die en ſo aͤfug was zu rhun z Ernehre, vor dir ſtehn, Dein viel⸗ tt ſi 15 gee die nichts aben. Erquik⸗ vermoͤgend amen. 1 lt ithatt,ä.— 1 3 li III. Von den Sacramenten. „d 2 Hetthanedn nachtz.. er ein ſiegeldran, Das kan enm 94 8. Bi groß iſt kein menſch zerreiſſen: 2 Die — — An GOttes va⸗ ſacramente ſind das pfand d 2 ira 4 8.3 Er liebet uns Von GOttes treuer vater eiſ ſ. cddu haus gnaden, Und ſchenket hand. den a teun Iguns die ſuͤnden⸗ſchuld, Mit 3. Dadurc Pgat welcher wir beladen; Denn er uns fe üh u ide i ene wahrheit truͤget nicht, glaub ufeſt S Drſeltgreirim b ur ite duns Die uns ſein theures wort d Die u auf den noß verlaͤßt, da b e verſpricht. nichts das kleinod ean rz dn ahn) 2. Und daß ja niemand Das ihm dereinſt der hoͤch⸗ n,cn a zweifeln kan Andem, was ſte giebt, Wenn er ihn nur me er verheiſſen; So Hanceiid vom herzen liebt. 4. Dem 4. Denn in der taufe werden wir Dem heiland einverleibet. Hier iſt die offne gnaden⸗thuͤr, Der ort, wo man uns ſchreibet Ins lebens⸗buch mit IE⸗ a blut, Das er vergoſſen 5. Im abendmahl her⸗ hegen wird Der gnaden und geſtaͤrket; Hier labet uns der treue hirt Mit koſt, ſich mund und herz Voll treu darzu bekent. 2. Laß mich die wichtig⸗ keit Der ſacrament erwe⸗ gen. Tragt man dir, HErr! entgegen, Daß man es tau⸗ fen wil, Und ich ſol zeuge ſeyn; So nim, o guter, geiſt! Mein herz, mein al⸗ les ein. 3. Laß mich es freudig woraus man merket, Daß er uns recht inbruͤnſtig liebt giebt. 5. HErr! laß mich dir mit herz und mund Fuͤr dieſe wolthat danken; Laß mich aus dieſem gnaden⸗ bund In ewigkeit nicht wanken. Dein guter geiſt enthalte mich In deiner gnade feſtiglih. Mel. O GOtt du frommerꝛc. 410 Syoch bin und wer⸗ 3 4 9. de noch Zur Fügkeit gerufen; Mein b GOtt! du leiteſt mich Zu deinenhimmels⸗ſtuffen. Er⸗ Bbalte mir forthin Dis wort Und ſich uns ganz zu ei⸗ gen giebt... thun, An meinen tauf bund denken, Mich dir, wie die⸗ ſes kind, Aufs neue voͤllig ſchenken. Die wolthat iſt ſehr groß, Und reichethim⸗ mel⸗ an, Drum gib mir trieb und kraft, Daß ich dir danken kan. 4. Wie viele nahen ſich Zu ſolchen heilgen werken, Und laſſen nur verdruß, Ia ſtolz und hoffart mer⸗ en! Sie denken nicht, daß du, GOtt ſelber zeugebiſt, Daß deiner engel ſchaar Daſelbſt zugegen iſt. und ſchauder dringen, Und mich und ſacrament; Gib, daß ein kind Auf deinen rufß Laß mir durch geiſt bruſt Ein'n heilgen recht ehrfurchts voll Der. gleichen werk vollbringen. Auch wenn ich, Jeſg 7. Shr ſanben au d recht ſt ne denuſſ füütinyi ach enar dbſeclenth —,— NMn 8 4% gdauim. otes win 8 ſn 8 meſſen, Noch bey dem klei⸗ * er⸗ en 9 daß 1. dr an La an 8 il, Wm 1e un 8 t nn ebin rt 1 Anmem n det Von dem Sacramente der heiligen Taufe. 429 duber mich Zu deiner tafel nah; gib, daß ich daſelbſt 8 Ii andact dich endeln 6. Laß den gebrauch mich nicht Nach viertel⸗ jahren den putz Das innere ver⸗ ge eſſen. Wer keinen glau⸗ en hat, Der iſt ein heu⸗ chel⸗chriſt, Der dich, mein heil! verraͤht, Und doch wie Judas kuͤßt. 7. Schmuͤck mich mit a, Wn glauben aus, Gib, daß er r roß, Ua da recht freige⸗ Daß mei⸗ n. mne demuht ſich In allen ſtuͤckenz zeige. Wer bin ich? dur Hm, Mach! ein wurm, Der nichts/ Laß dn⸗ iht d eiſt ner 1H und ki amienim 8 Srdan 'Ot ited 'n a Sein werk und amt zu er⸗ b ſuns ein bad, Zu waſchen 925 3 Se Mals fehlen kan. Die ſelbſt⸗ erkentniß fuͤhrt Uns erſt p zur demuht an 1 8. Laß mich da keinen rang Vor andern men⸗ ſchen ſuchen. Laß mich dis aͤrgerniß Vermeiden und verfluchen, Vor andern hinzugehn, Dis wirkt der ſtotze geiſt/ Der jeden gern voran Zur o nen blle reißt. 9. Dis hohe ſarrament Beruht auf lauter liebe. Entzuͤnde doch, mein heil! Bey jedem ſolche triebe, Daß man dis liebes⸗mahl Zur Kogen wolfahrt nuͤtzt lnd einſt im freuden⸗ reich An dener tafel ſitzt. Pem A) Sene Sienones erhenigen Eanfe wyllchet 58 K iſa u 20. Herr zum oh m Jordan kam; Nach ſeines Vhriſt unſer vaters willen Von Sanct ohann die taufe nahm, „fuͤllen: Da wolt er ſtiften guns von ſunden, Erſe Kufen bauch den bittern tod Durch ſein ſelbſt blut und wun⸗ den:: Es galt ein neues leb en. 1 2. So hoͤrt und merket alle wol, Was GOtt ſelbſt heißt die taufe, Und was ein chriſte glaͤuben ſol, Zu fliehn der ketzer⸗ haufe. Bht ſrichta und wil, daß waſſer ſey, Doch nicht al⸗ lein ſchle k wa er; Sein heilig wort iſt auch dabey Mit rechtem geiſt ohn maaſſen; Deri ſt allhie der taͤufer. b 3. Dis hat er uns be⸗ wieſen wieſen klar Mit bildern und mit worten: Des va⸗ ters ſtim man offenbar Da⸗ ſelbſt am Jordan hoͤrte. Er ſprach: dis iſt mein lie⸗ ber ſohn, An dem ich hab Befallen„Den wil ich euch hefohlen habn, Daß ihr ihn horet alle, Und folget ſeiner khre. 4. Auch GOttes ſohn hie ſelber ſteht In ſeiner ſenne menſchheit: Der heilge geiſt hernieder faͤhrt, In tauben bild verkleidet. Daß wir nicht ſollen zwei⸗ feln dran, Wenn wir ge⸗ taufet werden, All drey perſonn getaufet habn, Damit bey uns auf erden Zu wohnen ſich begeben. 5. Seinn juͤngern heißt der HErre Chriſt: Geht hin, all welt zu lehren, Daß, die verlohrn in ſuͤnden iſt, Sich ſoll zur buße kehren: Wer glaͤubet und ſich tau⸗ 80 Vondem Sacramenke der heiligen Täufe fen laͤßt, Sol dadurch ſe⸗ ig werden: Ein neu ge⸗ bohrner menſch er heißt, Der nicht mehr koͤnne ſter⸗ 6. Wer nicht glaͤubt die⸗ ſer großen gnad, Der bleibt in ſeinen ſuͤnden, Und iſt verdamt zum ewgen tod Tief in der hoͤllen grunde. Nichts hilft ſein eigne hei⸗ ligkeit, All ſein thun iſt verloren: Die erb⸗ſuͤnd machts zur nichtigkeit, Dar⸗ in er iſt geboren; Ver⸗ mag ihm ſelbſt nicht helfen. 7. Das aug allein das waſſer ſieht Wie andre waſſer flieſſen, Der glaub allein die kraft verſteht Des blutes IEſu Chriſti; Und iſt fuͤr ihn ein rohte fluht, Von Chriſti blut ge⸗ faͤrbet, Die allen ſchaden heilenthut Von Adam her eerbet, Und von uns ſelbſt egangen. 8. Drum danken wir dir inniglich Fuͤr deine truu und guͤte, HERR JEſit N Chriſt! und bitten dich, Gib ſtets ein neu gemuͤh⸗ unn te: Daß, wie du uns haſt durch die tauf Ins gna⸗ den reich genommen, Wit hie ſo fuͤhren unſern lauf, Damit wir dorten kom⸗ üäſt dech. ind peſghh ,Vſt iſerfant Jöſ —— —— ben, Das himmelreich ſoll erben. b lehren. men Zu dir ins reich der miia b mͤpij Adauir uns ſi teihi 9 Schenkſt du den armen ſuͤn⸗ in wort Auch „ welch ein un⸗ 421. 83 vergleichlich gut Giebſt du, HErr, dei⸗ nen kindern! Das waſſer und zugleich dein blut der. Drey dinge ſind, die allermeiſt Auf erden zeugniß geben: Das blut, das waſſer und der geiſt, Die koͤnnen uns erheben Zu deinem freuden rleben. ſe 95 mi farrament iſt elbſt durch dich Geheilig dns, Sdeſſehtderdch e ich, IEſu! ſichtbarlich Die waſſer⸗fluht begoſſen, Als dich Johannes ſelbſt ge⸗ tauft; So ſoldein blut uns ſhwachen Die du durch einen tod erkauft, Frey von der hoͤllen rachen, Und dir ganz eigen machen. ſacrament Der kirchen ein⸗ verleibet, Daß man uns k nach dir chriſten nent, Ins buch des lebens ſchrei et. Dis waſſerbad hat uns im Von dem Sacramente der heiligen Taufe. 441 Nel. Chriſt unſer HErr zum a. b riſte ſchoͤnſte kron, Der Chriſtus und blut, e darneben, Iſt nunmehr un: ſereignes hit, Das er uns 1t hat gegeben, Um 3. Du haſt uns durch dis d 3 4 geſchenket, Dadurch fünden macht geſchwaͤcht, herz in lieb enrzunden, JEſu! gruͤn⸗ 4. Wir ſind, HErr! in dein gnaden⸗ reich Durch dieſen bund geſetzet, Der uns an ſeel und leib zu⸗ gleich Recht inniglich erget⸗ zet. Du haſt uns durch dis reine bad Gewaſchen und bekleidet, Daß uns der ſchlangen liſt und raht Noch was uns ſchreckt un neidet, Von GOttes huld nicht ſcheidet. 5. Aus hoͤllen⸗kindern ſind wir ſchon Der gnaden kinder worden: Dis iſt der Und in dir„ den 6 zmuck in ihrem orden. Ja „und ſein heilig Sein tod und ſieg ihm da⸗ urch zu leben. .6. Er hat uns auch das indes⸗recht, Die ehgkei. er Dadurch 3 von ſuͤnden: Laß deinen guten geiſt hinfort Das d hal im Sie gar ins meer verſenker. — rein gemacht Was ſ und rod, Die uns ſonſt wi: Zas kan nun teufei, holl erſtunden? Weil JIEſus Trr 3 7* 3 3 8 3 4 5 2 4 e Chriſtus alle noht, Samt 1 ihnen uͤberwunden. Nun iſt das heil gefunden. . HErr! laß uns doch, den reben gleich, Auch gute fruͤchte bringen! Und ſte⸗ tiglich nach deinem reich In feſtem glauben ringen. Laß uns durch wahre reu und buß Nun taͤglich mit dir ſterben: Denn unſer alter Adam muß Durch GOttes kraft verderben, Sol man dein reich er⸗ erben. a82 Vondem Sacramenke der heiligen Tanfe. ☛ waſchen rein von ſuͤnden. Dabey du klaͤrlich haſt er⸗ u weiſt, Und durch ein ſicht⸗ bar zeichen, O vater, ſohn und heilger geiſt! Es dn nichts zu vergleichen Mit deiner gnad und liebe. 2. Denn willig und vom herzen⸗grund, So bald ich zu dir kommen, Haſt du mich auf⸗ in deinem bund, ſi Zum kind auch angenom⸗ men. Du hatteſt urſach, ai mich vielmehr Zu ſtrafen und zu haſſen, Und haſt, — — üeiſenge 3 4 — 8. Hilf, daß wir dieſen gnaden⸗ bund, Der taufe nie vergeſſen. Gib, daß wir ihn vom herzen⸗grund Beſtandig recht ermeſſen. Er muß uns hier in angſt und pein, Ja gehn wir gar von hinnen, Der ſeelen troſt und freude ſeyn. Das heißt der welt entrinnen, Den himmel zu gewinnen. Mel. Chriſt unſer HErr zum ꝛr GOTT! da 4 8 ich gar kei⸗ nen raht Fuͤr meine ſeel kont finden; Haſt du mich durch das waſſer bad Ge⸗ Und wenn ich vor dich tre⸗ o großer GOtt! ſo ſeht Herunter dich gelaſſen, Den bund mit uns geſtiftet. 3. Dadurch bin ich nun, als dein kind, Verſichert deiner gnaden: Was ſich fuͤr ſchwachheit an mir findt, Das laͤßt du mir nicht ſchaden. Den geiſt der kindſchaft giebſt du mir; te, Mein herz ausſchuͤtte, GOtt! vor dir, Nach dei nem willen bete, Werdich allzeit erhoͤret. 3 4. Hingegen hab ich mich verpflichtt, Ich wil ein 2 gut gewiſſen Fort ben dn M. ter, ſohn und geiſt! Fuͤr meinen GOtt nen, Und feind ent 1 S — — —— leben: Den boͤ die ich hab, Muß ich — umirn — guten h 8 ten deinen willen: — — — dran, Daß ich ihr fullen Durch deine und ſtaͤrke. 87. GOtt vater, und geiſ:verleih, ich feſt an dich ——— ſamt der we ten riſtenen Mit ehrer⸗ bietung nennen Den ein⸗ gen HErrn und vater. ab dem boͤſen ſagt, Auch allen ſeinen werken; Und dieſer und, der ihn verjagt„ ſtets widerſtreben. Ich muß dem kraft ſohn Daß glaͤube„ Ran egen ihn mich ſtaͤrken. Ich in, o GOtt! dein tempel nu, Und wieder neu gebo⸗ ren, Aufdaß ich rechte wer⸗ ke thu, Darzu ich bin erko⸗ ren, Und die du ſelbſt be⸗ d fohlen. 6. Der alte menſch muß ſe ſterben ab, Der neue aber ſen luͤſten, 8 ihn moͤg er⸗ 3 und deinem wort und willen. — waſchen.... 2. ei ich bekenne, dabd 1 bin ſunden⸗ ſamen angen an, Verrich⸗ d Mit C fleiß und ſorgfalt denken ter —Aon dem Sacramente der heiligen Taufe. 43 glaubens zuverſicht Zu hal⸗ ten ſeyn gefliſſen, Dich, va⸗ allzeit erken⸗ hr. troſt und freu, Darinn be⸗ ſſtaͤndig bleibe: Als dein kind teufels⸗werke haß, Die boͤſe luͤſte dampfe, Das gut zu thun nie werde laß, Bis an das end hier kaͤmpfe, Und dort dein reich ererbe. — Mel. Es iſt das heil uns ꝛc. 15 8 Ott vater! 423. G nhenag heilger geiſt, Du GOtt von großer guͤte! Sey jezt und immerdar gepreiſt Mit dankbarem gemuͤhte, Daß du aus unverdienter gnad Mich durch das heilge waſ⸗ ſuͤnden abge⸗ er⸗bad Von Gezeugt aus Ein kind orn, das immerhin Entheiligt deinen namen. weiß, daß von natur Ohn deine furcht, widerſtreb, GOtt? es 3. Du aber haſt, o va⸗ verloren bunds anadim mich, Da ich war ganz 1, Zu dir gezogen ich, Und wider neu 3 E 1 /† 1 “ 1 e 5 1 1 1. 4 8—— 8 ₰ 484 Von dem Sacramente der heiligen Taufe. —— eboren Durchs waſſer⸗ bad der heilgen tauf: Daßz ich in meinem lebens⸗lau Mich deiner lieb kan troͤ⸗ en. ſ„Hrr JEſu Chriſt! dein theures blut Waͤſcht mich von meinen ſuͤnden: Kraft deſſen macht die waſ b uht Denſelben fluch en, Den ich ha von natur verſchuldt, Und des vaters en. b. 5. O heilger geiſt! ich danke dir F 1 gabe, Daß ich nun inner⸗ lich i r Dein kraͤfti in mi zeugniß habe; Dadurchi meinen ſe Und ſagen: abba vater! 6. g gen. tes ten ben fuͤ In deiner gnade ſicher. ß ietzund undallezeit In mei. fner noht gedenken, Daß ich bDrum ur dieſe edle 1 ſchoͤpfer kan Ge⸗ troſt und freudig rufen an 5. Weil in der tauf auch IEſus Chriſt Von mir iſt angezogen; So hilf, daß durch des ſatans liſt Ich nimmer werd betro⸗- Denn die nun GOt⸗ mpel ſeynd, Die blei⸗ r dem boͤſen feind HErr! an dieſe wollen ſchenken, Laß mch dadurch ein herze faß, Un immer mich darauf ver⸗ laß, Daß du mir gnad verſprochen. 8. Ich hab auch bey dem waſſer⸗bad Mich dir zum dienſt verbunden: gib, daß keine miſ ſethat In mir werd her⸗ ſchend funden. Gib, daß„, fuͤr deine guͤt und treu Ich den gehorſam ſtets erneu, Den ich da angelobet. 9. HErr! ſo ich was aus ſchwachheit thu, Das wollſt du mir verzeihen, Und mir es ja nicht rech⸗ nen zu; Den beyſtand auch verleihen, Daß ich an dir beſtaͤndig bleib, Bis dudee ſeele von dem leib Zu dir hinauf wirſt nehmen. — — — 1 A —- — Mel Nun freut euch liebe n. „ IEſu Chriſt 2.De 8 preiſe dic Mit froͤlichem gemuͤhte; Dieweil du mich ſo gna— diglich, Nach deiner gro⸗ ——— ———— — — — — 8, wuͤrdigkeit, Die du mir — — — ßen gute, Durch deine tauf dtreu ge ſets emg Aobet. d ich n thu A verzit 1 nt errettet haſt Von aller mei⸗ wmard ich dir vertraut, So —TVon dem Sacramente der heiligen Taufe. 485f ner ſuͤnden⸗laſt, Und mir dein heil geſchenket. mir, Den du mir zugege⸗ ben. Ich ſolt erſt an das leiden gehn, Und unter dei⸗ 2. So bald der heilge waſſer⸗guß Mein ſuͤndli haupt begoſſen; So bal iſt auch dein liebes⸗fluß In meine bruſt gefloſſen. Dein geiſt verband mein herz mit dir, Ein goͤttlich leben gabſt du mir, Ich ward aus GOtt geboren. 3. Ich bin in Chriſti tod getauft, Dadurch mit ihm geſtorben, Und GOtt zum eigenthum erkauft; Weil Chriſtus mir erworben Die goͤttliche gerechtigkeit: Dis iſt mein ſchmuck und ehren⸗kleid, Darin ich ewig prange. 4. Kein engel war ſo ſchoͤn als ich, Da ich dich angezogen. Ich prangte b.. vor dir wuͤrdiglich, Du 8. Drum gehet mich dis wurdeſt ſelbſt bewogen alles an, Was Chriſti tod erworben; Er hat es mir Mich nun zu nennen dei⸗ ne braut; Im glauben hoch ward ich erhoben. 5. Ich war dein glied, und lebt in dir; Du ſelber warſt mein leben. Doch aus vater⸗huld In dir zum kind erwaͤhlet, Und hat mich ſo von aller ſchuld In gzuaden los gezuͤhlet Sein bund, Dieweil ihn GOttes theurer mund Durch einen eid verſiegelt. zu gut gethan, Er iſt fuͤr mich geſtorben. Sein ganz verdienſt iſt mir geſchenkt, Mein felſen⸗feſter glaube ſenkt Mich ganz in ſeine gnade. nem kreuze ſtehn, Bis du mich dort verklaͤrteſ. 6. So war ich dazumal, als du Mich in den bund genommen; Allein gehöe ich dir noch zu? Ach ja, du heil der frommen Ver⸗ ſiegelſt mich noch dieſe zeit Durch deinen geiſt der freu⸗ digkeit, Daß ich dir voͤllig eigen. 7. GOtt hat mich ſelbſt und iſt mir ein ewger — “ “ lag dein glanz verdeckt in 9. Nun bleib ich GOttes H h 3 eigen⸗ eigenthum, Das laͤßt ſich GOtt nicht nehmen. Der ſunden gift ſol dieſen ruhm Nicht ſchmaͤlern, nicht be⸗ ſchamen: GOtt laͤßt den nun und nimmer nicht, Der ſeine dauze zuverſicht Auf ihn vom herzen ſetzet. 10. Zwar bin ich dieſer huld nicht wehrt; Es zeigt mmein boͤs gewiſſen, Daß ich den tauf bund oft verſehrt. Doch bin ich nun befliſſen, Daß durch die buße dieſer bund Ernenextwerhe; wei der grund Bey dir no feſte ſtehet. b 12. Nun tauf mich noch mit deinem geiſt, Entzun⸗ de mein gemuͤthe, Daß ſichs der heiligkeit befleißt, Und ſtets fuͤr ſuͤnden hute. Du liebſt mich ſehr, o hoͤch⸗ ſtes gut! Gib daß ein je⸗ ſſ liebe walle. — — 8+ 42„ 2 li err del gnaden, Wie ſelig iſt dein waſſer⸗bad! Es heilet an mir allen ſchaden, Den Adams fall verurſacht hat; Die ſund⸗fluht gehet uͤber hin, Wenn ich in dieſer arche bin. 2. Wie groß ſind, JE. den lieben GOtt. 1 ſu, deine gaben! Du koͤnſt mit waſſer und mit blut; wi Und wenn wir dieſe ſchaͤt, i ze haben, So erben wir das hoͤchſte gut. * Wenn wir damit gezeichnet ſeyn, So laͤßt du uns mel ein. 3. Was frag der eiteln ehre: zum him. ich nach Ich bin des allerhoͤchſten kind, Weil ich in deren zahl gehoͤre, Die gar aus GOtt gebo⸗ ren ſind. Kein ehrenſtand iiſt dieſem gleich, Dis iſ mein recht zum himmel⸗ reich. 4. Du ſchreibeſt mich ins buch des lebens, O meines duß lebens ſn hirde ——— — — — — ꝑq=— —— — — um— ſidn düe * 9 he nale f i, 8 neſer Aſſer⸗hal⸗ eigt alle zich Sn drt.. fundu n⸗ ſen, Vn verſiegelt hat. eſen rehn. Kein hinderniß an meiner weil* Wegt treu. doch ur deinez 6. Erhalte mich durch 2 vaſern deine taufe Im buͤndlein — S)aben, mich in meinem laufe Vom ee hacſe g irdiſchen zum himmliſchen; s dant au Daß ich durch dieſen Jor⸗ Slaßt uw dan geh, Und dort im le⸗ mien. bens⸗lande ſteh. Mas ſ Vof Mel. Allein G. ttSeüeh c lerhohn 1.20 K 5. wlngäür 42²6.— menſch, das weiß ich wol; Bin aber 1 an a auch ein chriſte. Ach frei⸗ ren gt lich waͤr ich traurens voll, des iſem Wenn ich den troſt nicht tt, en meß wuͤßte, Daß GOtt nach . n. B8— gnaden⸗raht Mich 4 Duſm durch das wort und waſ⸗ dN ades he, ar b — Von dem Sacramente der heiligen Taufe. 482 0 lebens leben! ein: Ach laſſe umm der lebendigen, Und fuͤhre ſer⸗bad Vom geboren.. 2. Die heilige dreyeinig keit Sey ewiglich geprie⸗nn ſen, Und dafuͤr herzlich be⸗ nedeyt, Was ſie an mir er⸗ wieſen: Mich armen ſuͤn⸗ der haͤlt ſie wehrt, Und iebt mir, was mein herz egehrt, Zu vollem heſ und ſegen. 3. GOtt vater wil mein vater ſeyn. Owas iſt dauas fuͤr liebe! Kehrt kreuz und leiden bey mir ein, Und macht das leben truͤbe; So weiß ich, daß er zu mir pricht: Mein liebes kind neuen hat ich wil dich nicht Verlaſſen noch verſaͤumen. 4. GOtt ſohn laͤßt mi e.. gut, Das waͤſcht mich rein mvon ſuͤnden. ſein theures blut Dich wahren glauben finden, Das machet alle ſchulden “ Nichts kan verdamlichs an mir ſeyn, Denn ſein verdienſt iſ gaͤnzlich mein, Und ich bin ſein dargegen. 5. So iſt auch GOtt der wehrte geiſt Mein ſie gel, pfand und gabe, Daß ——————— ͦy—ͤ ich, was GOttes wort ver⸗ Hh 4 heißt, eißt, Gewiß zu hoffen abe. Er fuͤhret meinen le⸗ ſchwachheit auf, Als mei⸗ nes herzens troͤſter. 6. Wie koͤnt ich denn nun traurig ſeyn In mei⸗ nem ganzen leben? Wie koͤnte todes⸗furcht und pein Mir vor den augen ſchwe⸗ ben? Ich bin der ſeligkeit ewiß, Und nichts gewiſ⸗ faaut als dis: Ich bin ein immels⸗erbe. Von der Erneuerung des Tauf⸗Bundes. Mel. OGOtt du frommer ꝛc. Fpoch vater zoͤr⸗ 427. MW ne nicht, Der auf⸗bund iſt gebrochen. 3c ſchreie voller angſt: Ach! laß es ungerochen, Und gehe dieſen bund Mit mir vom neuen ein. Hier haſt du mund und hand, Ich wil getreuer ſeyn. 2. Dem teufel, welt und teeiſch Wil ich nun gan mentſagen, Wenn ſie mich unſſchon darum Als meine einde plagen; In deines bens⸗lauf, Er hilfet meiner g alle an; Ihr zorn hat ſa it noc gethan. 3. GOtt vater, ſohnund i geiſt! Dir ſe p mein gan. ib, zes leben, Leib, ſeele, geiſt und ſinn Sum eigenthum efoͤrdre du mein wol, Laß auch die meinen nicht, Daß uns an wahrem heil Nichts hier, nichts dort ergeben: gebricht. 4. In deiner lieb und treu, O vater voll erbar. 5. Jh fend Wei en, en wett Nach men! In JEſu blut und tod, In ſeinen liebes ar⸗ men, Und in des geiſtes troſt, Regierung, licht und kraft Da ſuch und find ich ſchafft. —= 5. Dis glaͤub ich ſteif und feſt! Denn du, drey⸗ einigs weſen! Haſt mich genthum erleſen: Du va⸗ ter, ich dein kind; Ich ſchaͤf⸗ nichts verſaget wird. 6. Mein GOtt! was mag ich dir Doch zur ver⸗ geltung geben? 4 geittes kraft Greif ich ſie mich ſünden⸗kind Mich un nie Den deinen leid ua 5 ich un tn A das, Was ewig nutzen agn,w dir, und ich dich, Zum el u kein, du mein hirt; Du HErr, ich unterthan, Ddem Daß du 1 jirt; d han,Ia ird. 3 tt' h 1 Mio B den boͤſen reben So hoch dei 2 Bey dir, als chriſt Von dem Sacramente der heiligen Jaufe. 49 gewuͤrdigt haſt, Daß ich, nach deinem ſinn, Durc geiſt und waſſer⸗bad Ein chriſte worden bin. 7. Dabey erhalte mich Bis an mein leztes ende ünd huf, daß ich dis bab u meinem kroſt anwende; enn meiner feinde liſt, ſo Tod, ſuͤnde, teufel, welt Mir armen tag und nacht Vil tauſend netze ſtellt. ch wil den chriſten⸗ ſadd 8 uͤber alles ach⸗ aa„Wenn andre mit der welt Nach ehr und hoheit trachten.—. wil mein lebelang Au Haui we⸗ ge gehn, Un dort an je⸗ keh wolleſt du, mein 68tt. Um meines JEſu willen, ‚Durch deines geiſtes kraft In meiner ſeel erfuͤl⸗ len, Die jezt, an kräfen arm, Nach deiner huͤlfe ſche t: Ich lob und preiſe h ier und in ewigkeit. Mel. Hérr JEſu Chriſt du ꝛc. 4²8. D ach auf mein Drum denke, wie du deine denke doch Einmal an dei⸗ ne taufe. Bezt waͤhret GOttes gna„Du ſtehſt im Chriſten⸗ laufe: pflicht Bis heute dieſen tag errichtr⸗ Ob du den bund gehalten 2. Dein GOtt iſt vater, 4 und geiſt, Auf den 1 biſt du getaufet, Sieh, was er doch an dir erweiſt. Er ſchuf dich; und erkaufet Dich nun mit ſeines ſohnes blut, Veraͤndert herze, ſinn und muht Da 5 d neu gebieret. D 3. So gnaͤdig hat er dich bedicht„Abss er dich ange⸗ nomnen. Er hat den bund mit dir ene t, Zaͤhlt dich zur ſchaar der from⸗ 1 men; ch glaͤubſt du auch, 1 legeſt klar I worten und in werken dar, S du ſo theur verſpro⸗ freilich hab i bis en Den tauf⸗ n oft gebrochen! Ich uͤber⸗ trete, was mein ndundd Dir, Raftera fi veiprac. 5 Wic ſchrecket die gerech⸗ herz! und tigkeit Die jedem zorn und 55 5 kafe o Von dem Sacramente der heiligen Taufe. trafe draͤut, Der ſich von ir abwendet. 5. Ach GOtt! es iſt mir herzlich leid, Mich beiſſet mein gewiſſen. Mein herz iſt ganz voll traurigkeit, Zerſchlagen und zerriſſen: Und ach! zerknirſche nun mein herz Mit wahrer reu und bittrem ſchmerz, Und rig..* Cor. 2, 10. 6. Ich glaͤube deiner guͤt und treu, Die du mir alle morgen neu, Der ernſt⸗ lich nach dir frogar Ach! ib mir wahre zuverſicht, Hie ſich auf die verheiſſun richtt, So bey der taufe ſtehet. 7. Drum nim aufs neu mich in den bund, Vergib mir meine ſuͤnden. Ach laß mich doch, mein GOtt! finden! Sprich mich von meinen ſchulden frey, Und bey, Daß ich mich ernſtlich beßre. 4 meinen bund Nun taͤglich mach mich goͤttlich trau⸗ zugeſaget; Sie iſt dem itzund Bey dir errettung— Mel. Wer nur den lieben GOtt. ſteh mir kuͤnftig treulich„ CGooch bin getauft i 429.-* auf deinen 8. Ich wil von heute was mir dein theurer dich bis in mein grab Mit ernſt darwider ſtreiten. 9. Dir aber ſag ich feſte zu, Getroſt an dich zu glaͤuben. In dir allein iſt meine ruh, In dir wil ich auch bleiben. Von dir ſol mich nicht freude, noht, Angſt, furcht, gluͤck, wol⸗ luſt, leben, tod, Noch ſon⸗ ſten etwas ſcheiden. 10. Gib mir, mein GOtt! nur deinen geiſt⸗ Der mich lehrt, ſtaͤrket, lei⸗ tet, Mir deine wege richtig weiſt, Mich gruͤndet, voll⸗ bereitet; Damit mein herz vor dir beſteht, Mit dir zu jenen freuden geht, Wo die erloͤſte wohnen. b — namen, GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Ich bin wiederholen, Und thun, mund In heilger ſchrift be fohlen. Ich ſage nun den ſuͤnden ab, Und wil durch ezaͤhlt zu deinem ſamen gezaͤhlt zu dein mn ——— —— —— —— .— — 4 —— — — —— — — — — — —,— — — — — — — — — * 13 3 dach furcht un Ji hl tem auche 4 Hag rat . n de eugon untt Von dem Sacramente der heiligen Taufe. 491 2m m hn voſh das dirgegfin nn erInan heißt. Ich bin in Chriſti iſſet 2) 4 tod geſenkt, Ich bin mit ſei⸗ herz d,u nem geiſt beſchentt. eit, N ainm 2. Du haſt zu deinem in: Fſevin kind und erben, Mein lie⸗ dun Or ber vater! mich erklaͤrt. rag dan Du haſt die frucht von dei⸗ Ind an. nem ſterben, Mein treuer au⸗ am 3 heiland! mir gewaͤhrt. Du a rh, wilt in aller noht und pein, „d Kebn O guter geiſt: mein troſter gut a tuct in ſeyn. nur A un 3. Doch hab ich dir auch em de Ktma furcht und liebe, Treu nſt ſht maſtund gehorſam zugeſagt. cch. Ehn Ich habe mich aus rei⸗ dt/ G l wunem triebe, Dein eigen⸗ ung auclnthum zu ſeyn, gewagt. ufeſt iae Hingegen ſagt ich bis ins n Döm grab Des ſatans ſchnoͤden neu be aat; Dw werken ab. gid u bit 4. Mein treuer GOtt! Ach ie aruung auf deiner ſeite Bleibt die⸗ ur ewim ſer bund wol feſte ſtehn; 3 Wenn aber ich ihn uber⸗ ¹ 81 ſchreite, So laß mich nicht ven d brud verloren gehn. Nim mich, unſ„— kind, zu gnaden an, lich—— düch.—)’,g, 1e Od eute 1Gaihe 1 gäc a4 gethan. meinem ſinn. len thut. blut beſprengt. ich euch. dein wille ſter und fur. Wenn ich hab einen fallu .. Ich gebe dir mein GOtt! aufs neue Leib, ſeel und herz zum opfer hin. Erwecke mich zu neuer uuu treue, Und nim beſitz von Es ſey in uu 6. Weich, weich, du fuͤrſt der finſterniſſen! Ich blei be mit dir unvermengt. Hier iſt zwar ein befleckt gewiſſen, Jedoch mir Seſ kich, eitle welt! o ſuͤnde, weich! GOtt hoͤrt es, jezt entſag 7. Laß dieſen vorſatz nimmer wanken, GOtt vater, ſohn und hei geiſt Halt mich in deines undes ſchranken, Bis mich ben heißt. So leb ich dir, ſo ſterb ich dir, So lob ich dich dort fuͤr B) Von heilger mir kein tropfen blut, der nicht, HErr! deinen wil —— ———ͤͤ— —ſͤſͤſſſ“ —õöö--—,—— ☛— 4 6“— 4 5 8 492 Von dem Sacramente des heiligen Abendmahls Mel. 9. Erwuͤnſchter brunquell. Cpein JEſu! 430. R der du vor dem ſcheiden, In deiner letzten trauer⸗nacht, Uns alle fruͤchte deiner leiden In einem teſtament vermacht: Espreiſen läͤubige gemuh⸗ er Dich ſtifter dieſer ho⸗ en guͤter. 2. So oft wir dieſes mahl genieſſen, Wird dein gedechtniß bey uns neu. Man kan aus friſchen pro⸗ ben ſchlieſſen, Wie bruͤnſtig deine liebe ſey. Dein blut, dein tod und deine ſchmer⸗ zen Verneuern ſich in un⸗ ſern herken. 3. Es wird dem zittern⸗ den gewiſſen Ein neues ſiegel aufgedruͤckt, Daß unſer ſchuld⸗brief nun zer⸗ riſſen, Daß unſre hand⸗ chrift nun zerſtuͤckt, Daß wwir vergebung unſrer ſuͤn⸗ d den In deinen blutgen wun⸗ den finden. 4. Das band wird feſter 5 8 * 3 freundſchaft 4 B) Von dem Sacramente des heiligen 5 Abendmahls und zwar Von der Stiftung deſſelben. zugezogen, Das dich und uns zuſammen fuͤgt; Die die wir onß gepflogen, Fuhlt, wie ſie neue ſtuͤtzen kriegt. Wir werden mehr in ſolchen ſtunden Mit dir zu einem geiſt verbunden. 5. Dis brod kan wahre naßrung geben, Dis blut erquicket unſern geiſt. Es mehrt ſich unſer innres le⸗ ben, Wenn unſer glaube dich geneuſt. Wir fühlen neue kraft und ſtaͤrke In unſerm kampf und glau⸗ bens werke. 6. Wir treten in genaure bande Mit deines leibes gliedern ein, Mit denen wir in ſolchem ſtande Ein herz und eine ſeele ſeyn. Die liebe muß uns feſter ſchlieſ⸗ ſen, Da wir ein blut genieſſen. 7. Dein flei zum pfande dienen, Daß unſer fleiſch, das ſchwach⸗ fleiſchund mon ſch muß unsian heit voll, Einſt herrlich aus at Mange 3. ſdhi dſt u weſ len. ret int acan a ed 21 und 2 des) m Seffing rclben. nel. ſes ein eu. n an A 3 a W ſſtu 3 Rn „u 2 i br 1 2 gta Ss rie me raic wi bet Jam m ro⸗ did M euſt er⸗ 4 4 — S 4 3 4 — 1 b weerke 1 Zunm wnr 1aas am un ee ſte er lit au wi cTmra b1 A 80„zuin und zwar von der Suiftung deſſelben. b 493] d dem ſtaube gruͤnen, Und unverweslich werden ſoll; Ja, daß du uns ein ewig deben, Nach dieſem kurzen, werdeſt geben. mahl gelegt. Da wir ich felbſt fur ſ ir ſpeiſe haben, Wie wol iſt unſer geiſt ver⸗ pflegt! Ie mahl iſt unter allem leiden Ein wahrer vorſchmack jener freuden. 9. Dir ſey lob⸗/ ehr und preis geſungen; Ein ſol⸗ ſcher hoher liebes⸗ſchein Verdient, daß aller engel zungen Zu deſſen ruhm ge⸗ ſchäftig ſeyn. Wird unſer geiſt zu dir erhoben, So at, un er amf! wird er dich vollkommen loben Mel. 8. JE ewenc zerſch G pllergroͤſter 431. K 9 menſchen⸗ — dein leiden. Deine lieb ſo treu es meint, Daß ſied ich uns wil beſcheiden In dem theuren teſtament, Das — nicht ſeines gleichen kent. 2. Laß mich dieſes wun⸗ 6a dermahl Niemals ohne Ja bereite mich recht wol, Wenn ich ſolches he wol, * 8. O theures lam! ſo b edle gaben Haſt du in die⸗ doch hier Durch dein wort hnüicher begier Nach der uul dank betrachten, Und in N dieſem jammerthal Fuͤr mein beſtes labſal achten, ſol. 3. In der allerlezten nacht, Da dich Juda kuß verrahten„Haſt du dis denkmahl gemacht Deiner lieb und wunderthaten; Daß ja keine trauer nacht wamife deiner liebe ma 4. Wil ich hier zu tiſe e b gehn, So vertreib dien iche der funden. Laß ein licht in mir entſtehn, Dich, o wahres licht! zu finden, Daß dein mahl die todes⸗ nacht Mir zum hellen him⸗ mel macht. J. Du giebſt brod, und giedſt dabey Deinen leib uns zu genieſſen. Du ſprichſt, daß dein blut hier freund! Du gehſt jetzo an ſe t he ey, Und ich ſeh den wein nur flieſſen. Das geheim niß iſt ſehr groß, Und der glaube faßt es blo. 6. Laß mich die ernunft efangen nehmen, Und mit ſiif. ſtiftung 1 Dem, der mich mit zweifel plagt, Ruf ich: Chriſtus hats geſagt. 77. Wie uns ſonſt das b brod gedeit, Alſo ſtaͤrkt dein leib die ſeele. Wie der wein das herz erfreut; So giebt deiner wunden hoͤle Einen wein, der uns entzuͤckt Und im tode ſelbſt erguickt. 8. O l erwuͤnſchtes mahl bey GOtt, Wo die liebe aft decket, Wo man lau⸗ ter himmels⸗ brod, Wo man lebens⸗waſſer ſchmek⸗ ket, Wo der trank aus JE⸗ u fleußt, Wenn ſein leib uns ſelber ſpeiſt. 9. Sußer Rſun laß mich hier Deine ſuͤßigkeit oeft ſchmecken: Laß die gna⸗ dentafel mir Oft zu mei⸗ ner labung decken. Nach der himmels⸗ ſpeiſ. und trank Bin ich ganz fuͤr lie⸗ be krant. 0. Laß mich aber wuͤr⸗ diglich Dieſes dank⸗ und denk⸗mahl halten; Son ſten wuͤrde uͤber mich GOt es zorn⸗gerichte walten; Wer zu dieſem lich wil gehn, Muß in buß und mich bequemen. Paulus ſpricht: Wer un⸗ wuͤrdig ißt undtrinket, Ißt und trinkt ihm das ge⸗ richt?; Drum wenn mir dein finger winket, Laß mich ja vorſichtig ſeyn, Daß h wol gepruft erſcheim. *I. Cor. 11,29. 12. JEſu! wahres him⸗ mels⸗brod, Suͤßer trank von Edens reben! Laß doch dieſem gaſt⸗gebot Keinen irrthum widerſtreben. Halt mit uns dein teſtament, Bis ſich leib und ſeele trent. Mel. Chriſtus der uns ſeligꝛc. b 55 Ceele! dent an 432. HG jene nacht, Drinnen der verrahten, Der die ſuͤnder ſelig macht ke, was er uns zulezt Noch zuruͤck gelaſſen, Das die ſeelen hoͤchſt ergetzt, Die ihn glaubig faſſen. 2. JEſus a das oſter⸗ lam Bey den abend⸗ ſtun⸗ den, Drauf er an des kreu⸗ zes⸗ſtam Uns der ſchuldent⸗ dunden. Hilf, o GOttes⸗ 5 f 8 K 1glauben ſiehn. 8 lum 1 daß ich Deiner uns II. Schrecklich iſt, was 1l Von den miſſethaten. Den⸗ nunft anl ift NW Her 38 Nuf deraw U d undzwarvon der Stiftung deſſelben. 495 ſ 9e d, U eiſch geſetzt Dein nicht zu ver gin oft wurdiglich, Mir zum geſſen! Hilf, daß ich mit d da 8 lob und dank An dein lei⸗ 4 kben, eſſe 1 jt.; d 3. JEſus, als er durch den denke, Und mich, wenn den tod Seinen lauf wolt ich geiſtlich krank, In dein dent vorſigzg enden, Nahm mit dank, blut verſenke. 1 geb dlgenn und brach das brod Inden 7. JEſu! laß durch dei⸗ mnece n 4 allmachts haͤnden. Laß ne quahl, Durch dein blute Un n vei mich denken deiner treu, vergieſſen, Dein hoch⸗theu⸗- b m Die nicht auszuſprechen, res abendmahl Wuͤrdig R en Und dem nechſten auch da⸗ mich genieſſen! Laß miru ieh Sin an bey Brod im hunger bre⸗dieſes jederzeit HErr! zum lau taha gis chen. ſeben nutzen, Und mich in Wer mnici 4. Eßt, das iſt mein leib, der ewigkeit Bald zu tiſch Wo us i fuͤr euch In den tod gege! ſitzen. ner S ſch t ben„Sprach er: ach ver⸗——— d T. uſt mitweich! Glaube M e2. SMautt dn lehr, abe wirkt das leben. Hilf, 4 Schmuͤcke dich, mnpErr JEfut daß ich du 433. 8 2 45 diche las e in Auf dein wort nur gruͤnde, Fuͤlle mit dem glaubensd keit s. Mallnd den zweifel ritterlich oͤle Deine lampen dich bey ma nne Dadurch uͤberwinde. zeiten Auf die hochzeit zu dei⸗ die ſunet 5. IEſus gab die lebens bereiten. Denn dein braͤu⸗ ach Sdami fluht Seinen tiſch⸗genoſ tigam wird kommen, Der wocmiſen; Trinkt, ſprach er, das dein fleiſch an ſich genommm t niſniſt mein blut Das fuͤr euch men. Was er in den to l n vergoſſen. Gib den theuren gegeben, Giebt er lebend lebens⸗ſaft, ZEſul mir zu dir zum lebehn. Är es lauhs trinken, Wenn mir leben, 2. Ach! wie hoch wirſt nd: Weu muht und kraft In der du geſchaͤtzet? JESll en ta Bantangſt entſinken. Chriſti ſtiftung ſetzet Ein N a Drun 6. Liebſter! der mein gedechtniß ſeiner thaten uuuu 7, ml her; ergetzt, Der du dieſes In der nacht, da er ver⸗uun vi en. S leſſen, Dieſes trinken ein⸗rahten: Den du muſt, alsu nde d. b b mach 9, Von dem Sarramenkedes hellgen Abendmaht maͤchtig, ehren, Deſſen weisheit dich muß lehren Deſſen wahrheit du mu kennen, Ihn allgegenwaͤr⸗ tig nennen. 3. Geiſtlich⸗armer geiſt! bedenke, Was dir IEſu fuͤlle ſchenke, Als er in dem teſtamente Zu der erb⸗ ſchaft dich ernente; Und nicht etwan einen ſchatten, Wie die alte vaͤter hat⸗ ten; Sondern koͤrperliches weſen Zur verſichrung auserleſen. 1 4. Denn vor ſeinem ſchweren leiden Hat der hirte, dich zu weiden, Bey dem mahle brod gebrochen, Und geheimniß voll ge⸗ ſprochen: Nehmet hin, was euch zum leben Jc um tode hingegeben! Die⸗ ſes iſt mein leib, dis eſſet, Daß ihr meiner nicht ver⸗ gleichen Wil der HErr ſein blut uns reichen; Da er das gewaͤchs der reben Mit den worten hingege⸗ ben: Nehmet, trinkt! was ihr genieſſet, Iſt mein eſſet. 3 s. Aber auch deſſelben — vergebung eurer ſuͤnden, Mein ge G dechtniß feſt zu gruͤnden. 6. O geheimniß! wel⸗ ches kuͤndlich⸗Groß und herrlich, unergruͤndlich. O gemeinſchaft dieſes gutes Brod und leibes, wein und blutes! Heiland! auf dein wort zu bauen, Staͤrke du doch mein vertrauen, Wi der die vernunft zu kaͤm⸗ bfen⸗ Ihren widerſpruch zu aͤmpfen. 7. Ich halt mich an dein vermaͤchtniß: Solches thut, mir zum gedechtniß! Dis gedechtniß feſt zu gruͤnden, Denk ich, HErr! an meine ſuͤnden. Dieſe/ die von GOtt miicch ſchei⸗ den, Brachten dich in alles leiden: Doch du rufſt uns abgetrente Durch dein wort und ſacramente. 8. Ja ich komm in buß und reue; Hilf, daß ich in dir mich freue! Gib, daß 9 mein glaube ſtaͤr⸗ ke; Schaff in mir die neuen werke. Dubiſt mein, uns ſ trent kein leiden. Ich bin — —— —=— — —ÿÿ—— blut, das ſich ergieſſet Zur . 8 4 K 4 N dein: wer wil mich ſchei, ian den 4 1 pi 4. Du ſolt GOtt den ſſſſſſſ — und war von der Stiftungdeſſelben. 497 den? Laß/ was du hier an gefangen, Mich vollendet ort erlangen. heiland, Der von uns d uns aus der hoͤllen⸗pein. 2. aßwir nimmer deß m. vergeſſen, Gab er uns ſeinen leib zu eſſen Verbor⸗ gen, im brod ſo klein(a), Und zu trinken ſein blut im weirn. . Wer ſich wil zu dem tiſch machen, Der hab wol ſ4 achr auf ſeine ſachen; Wer ſ. unwurdig hinzu geht, Fuͤr ſ das leben den tod empfaͤht. vater preiſen, Daßer dich ſo wol thut ſpeiſen, Und fuͤr deine miſſethat In den tod herz in großer arbeit: Iſt dir wol, ſo bleib davon, Daß du nicht kriegeſt boͤſen lohn. 7„, STeEſus Chri⸗ 434. 9 ſas vane en zorn GOttes wand; Durch as bittre leiden ſein Half er 7. Er ſpricht ſelbere komt ihr armen; Laßt mich uͤber euch erbarmen. Kein arzt iſt den ſtarken noht. Seine kunſt wird an ihnn gar ein ſpott. 8. Haͤttſt du dir was koͤn⸗ nen erwerben, Wasd oͤrft ich denn fuͤr dich ſerben? Dieſer tiſch auch dir nicht gilt So du dir ſelber helfen wilt. 9. Glaͤubſt du das vom herzen⸗grunde, Und bekenſt es mit dem munde; So ſeel erquickt. die frucht ſol auch uuul nicht ausbleiben; Venuh nechſten ſolt du lieben, Daß biſt du recht und wol ge⸗ ſchickt, Und die ſpeiſe deine 5 10. Die öt wanken, Daß es ein ſpeiſe ſey der kranken, De⸗ ren herz von ſunden ſchwer, nd fuͤr angſt iſt betrubet h. 5. Du ſolt glaͤuben und 1 mt 6. Solch große gnad und ℳ ch ſc barmherzigkeit Sucht ein er dein genieſſen kan, Wie dein 68 than. b (—) Das iſt: Chriſtus giebt tt an dir hat ge⸗ uns mit und unter dem ge⸗ ſegneten wenigen oder Flei⸗ nen brode, ſeinen wahren leib auf eine verborgene und geheimniß⸗ volle weiſe zu eſere. 6 S 3 4 4 4 44 498 Von dem Sacramente des heiligen Abendmahſe Beßy der Vorbereitung Zum heiligen Abend⸗ mahlee. WMWMorgen⸗Lied eines Com⸗ V mnunicanten. ſu deine heilge wunden. 1 Mel. JE 35. O der tag iſt kommen, Da ich Seſi werd vertraut, Da ich, al⸗ ler ſchuld entnommen, Werd in GOttes huld ge⸗ ſchaut; Da mich GOtt mit glauben ziert, Zu des lammes hochzeit fuͤhrt, Und mir JEſum, der mich lie⸗ bet, Selbſt zum lebens⸗ pfande giebet.. 2. GOtt! bey dieſem kepden morgen Suchet dich dein liebes kind, Senkt in deine vater ſorgen Was ſich in und an mir findt. Sorge, vater! izt fuͤr mich Daß ich heute wuͤrdiglich Als dein gaſt bey dir er ſcceine, Und mit IEſu mich vereine. b 3. Chriſte, du lam GOt tes! hoͤre: Weil dutraͤgeſt meine ſchuld, Seelen⸗hirt bey mir einkehre, Schlieſſe dir er⸗ mich in deine huld. Dei⸗ ner gute ich vertrau, Fuͤhre mich auf gruͤner au, Und ſpeis mich, mir ſtets zu gu⸗ te, Heut mit deinem b und blaes ſi, dukta 4. Heilger geiſt, du kra der ſchwachen! Bleibe raß und ſtets bey mir. Deine heiligung ich wuͤrdig, nach gebuͤhr, Mir zum nutz und GoOtt & ſpeiſ’, Daß ich dadur f 4 den geiſt aufgebe. zu fuͤßen, Deine lieb um⸗ arme mich. JEſu dein blut ſeh ich flieſſen, Mache mich gerecht durch dich. * 8 Hellger gei ra hier und dort erfreuen. Na. Jeſ der Einen r deine kinder Nach des va⸗ ters liebe ſchmeckt. Heut nun hin ich dein gaſt 4 2 8 „ de kan machen, Das zum preis Eſſe dieſe ſeelen chriſtlich lebe, Gna ung 5. Nun dir lig ich, GOtt J bedent, eiſt! durch deine kraft, Die ein neues herze ſchafft/ Wolleſt du mich recht verneuen, Und mich Wi tienaub. darn, un — Hff ſen fec iem omm u z bender Vorbereitung zum heil. Abendmahle. 499 du mir befohlen haſt; Aber hilf auch, daß mein herze Nicht mit deiner wolthat ſcherze. 2. Naͤume, bitt ich, mei⸗ ne ſeele Ganz von allem boͤſen aus. Komme ſelbſt darein, und waͤhle Sie als dein geweihtes haus⸗ Denn ich hoffe nur auf dich, uunnd laß deinen tiſch auf er⸗ den Mir zum himmels⸗vor⸗ ſchmack werden. „3. Hilf mir, daß ichrecht bedenke, Wie der HErr ſein fleiſch und blut Sei⸗ nein armen knechte ſchenke, Und was deine lirbe thut. Gib mir gnade, daß ich nicht Eß und trinke zum ge⸗ richt, Was du, JEſul fur mein leben Zur erloͤſung dargegeben. 4. Nim jezt die ver efangen, Daß ich ll erwecke mein hen iſhe Wenn das fie i brodſ ſchwaͤcht. Gib rachde meiner noht, Un kt 9 de nach dem brod, Wel⸗ gaſt, —-— zeilgewun err d für aleſ nunft verlangen, iſch den eifer empfindung Liebſter IEſu! liebe mich, laͤu⸗ A e ſchlecht und recht„Alnd d begier⸗ b Und mein herz mit GOtt erfil d nee do, du furſ 5. Denke doch, du fuͤr des lebens! Denke, daß du IEſus heißt; Denke, daß du nicht vergebens Fur die welt geſtorben ſeyſt. Nim doch meiner ſeufzer wahr, Reiche mir dich ſelber dar, Und laß heut anf mein ge⸗ wiſſen Blut aus deinen wunden flieſſen. 3 6. Sind wir doch aus dir geboren; Nehr uns auch durch deine kraft. Weil wir insgeſamt verloren Wo nicht JEſus huͤlfe ſchafft; Ach! ſo laß dein brod und wein Meines zens labſal wirkung die that ſich kr Laß ⁹A ſchmecken, Und mir die welt. mich fur So verſchaffe ut Einen rech ten freuden⸗muht, Daßi ich meinen troſt in oft im glau en Mir von niemand laſſe rauben. ces allen hunger ſtillet, 8. Laß mich dis ins 31 2 her herze faſſen; Ruͤhre mich durch deinen tod. Laß mich keinen menſchen haſ ſen, Denn man ißt nem brod. Nim mich ganz vollkommen ein, Bis ich wwerde beydir ſeyn, Und die fuͤlle deiner gaben, Meinen GSott, und alles haben. Mel. GOtt ſey gelobet und ꝛc. ERR IEſu B Chriſte/ mein getreuer hirte! Kom, mit gnaden mich bewirte: Bey dir alleine find ich heil und leben. Was mir fehlt, kanſt du mir geben. Kyriel. Dein armes ſchaͤflein wollſt du weiden Auf Iſraels bergen mit freu⸗ den, Und zum friſchen waſ ſer fuͤhrn, Da das leben her thut ruͤhrn. Kyriel. 2. All andre ſpeiſ und trank iſt ganz vergebens: Du biſt ſelbſt das brod des lebens. Kein hunger pla⸗ get den, der von dir iſſet, lles jammers er vergiſſet. Kyriel. Dau biſt die lebendige mauelle, Zu dir ich mein leer 5oo Von dem Sacramente des heiligen Abendmahls herze ſtelle, Laß mit troſt es flieſſen voll, So wird mei man ißt von ei⸗ ner ſeele wol. Kyriel. 3. Laß mich recht trau⸗ ren uͤber meine funde. Doch den glauben auch anzuͤnde, Den wahren glauben mit dem ich dich faſſe„Mich auf dein verdienſt verlaſſe. Kyrirll. „Gib mir ein recht gott⸗ fuͤrchtig herze, Daß ich mit der ſuͤnde nicht ſcherze, Noch durch meme ſicherheit Mich bring um die ſeligkeit. Kyriel. 4. Heftig beſchweret find ich mein gewiſſen, Ach! laß reichen troſt drein flieſ ſen Aus deinen wunden, du an dem kreuz gehangen. Kyriel. b Wenn mein herz dis in ſich empfindet; Wirds von und an ſtill und entzun⸗ et, Wird an lieb und Kyriel. 5. Der darf des arztes den die krankheit plaget, Hhn fraget. O ſuͤßer Jen welche du empfangen, da ſchau. it, ih (wmat glauben ſchoͤn, Kan vor GOtt mit freuden ſtehn. 2 dmahs d 1. 3. bey der Vorbereitung zum heil. Abendmahle. 501 ß nittoſtz ſchau, wie tiefe wunden 8. Kom, meine freude! 23 wirdm Werden auch in mir gefun⸗ kom, du ſchoͤnſte krone, die. den. Kyriiilrl.(JEſu! kom und in mir recht amn. Du biſt ja der arzt den wohne. Ich wil dir fallen, nde da ich rufe, Auf den ich mit HErr! zu deinen fuͤßen. 1 Hhanzinde verlangen hoffe. Hilf, o Dich mit lieb und glauben auben n wahrer menſch und GOtt! kuͤſſen. Kyriill.ʒ ſe W. Hilfſt du nicht, ſo bin ich Bring mir mit, was ſt veraſ todt. Kyriel. meeine ſeel erfreut, Deiner 6. Du rufeſt alle die zu treu und liebe ſuͤßigkeit, recht ea dir in gnaden, Die muh⸗ Deine ſanftmuht und ge⸗ Daß i ſelig und beladen. All ihre duld, Deine unerhoͤrte huld. iht chan ſuͤnde wilt du ihnn ver⸗ Kyriil. geſicheia zeihen, Ihrer buͤrden ſie be⸗ 9. Dis ſind die mittel, dieſcliſt freyen. Kyriel. ddie mich koͤnnen heilen, And V Ach! kom ſelbſt, leg an mir lebens⸗kraft ertheilen, werti deine haͤnde, Und die ſchwe⸗ Daß ich nun aus mir allun⸗ ſen, re laſt von mir wende. tugend reiſſe, Dir zu dienen drent Mache mich von ſuͤnden mich befleiſſe. Kyriel. mwu, frey, Dir zu dienen kraft In dir hab ich alles, was angen, d verleih. Kyriel. ſiich ſoll, Deiner gnade beun: gehann*7. Mein geiſt und herze neniſt ſtets voll. Losmich wwiollſt du zu dir neigen; ewig ſeyn in dir, Uid bleiu her⸗wi Nim mich mir, gib mich dir ewig auch in mir Kyriel. Witdew Kigenr Dn bi der wrin—— nd enn ſtock, ich bin deine rebe, Ne„Err JEſu Chriſt du c.l 6g 3 Nim mich in dich, daß ich Mel. HEe Jeſi Ehriſt der dan w lebe. Kyriel. 0 QWu lebens⸗ dan Achl in mir find ich lau⸗ 438.&³☛ brod, HErr eter ſunden, In dir muß JEſu Chriſt! Mag dich es unt ſen ſie bald verſchwinden. ein ſunder haben, Der nach In mir find ich hoͤllen dem hanmel hungrig iſt, pein; In dir muß ich ſelig Und ſich mit dir wil laben; ſeyn. Koriel. So bitt ich dich vnih⸗ 6 tiglich, Kom ſelber und be⸗ reite mich, Daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf gruͤner aue wol⸗ leſt du Mich dieſen tag, KErrl leiten, Den friſchen waſſern fuͤhren zu, Den tiſch fuͤr mich bereiten. Ich bin zwar ſuͤndlich, matt und krank; Doch laß mich deinen gnaden⸗ trank Aus deinem becher ſchmecken. 3. Du angenehmes him⸗ mel⸗brod! Du wolleſt mir verleihen, Daß ich in meiner ſeelen⸗ noht dir mag kindlich ſchreien. 3 allen haß und 4. Tilg bitterkeit, O HErr! aus meinem herzen. Laß mi die ſund zu dieſer zeit 89 reuen ja mit ſchwerzen. Du eitß gebratnes oſier⸗lam, Du meiner ſeelen braͤuti⸗ gam: Laß mich dich recht genieſen. 5. Zwar ich bin deiner gunſt nicht wehrt; Als der o2 Vondem Sacramente desheiligen Abendömahs Zu den allzuviel beſchwert, Die ich voll ſchmerz bewei ne. In ſolcher truͤbſal trd⸗ ſtet mich, HErr JEſul daß du gnaͤdiglich Der ſunder dich erbarmeſt. .6. Ich bin ein menſch, krank von der ſuͤnd; Laß deine hand mich heilen! Erleuchte mich, denn ich bin blind, Du kanſt mir gnad ertheilen. Ich bin verdamt, erbarme dich! Ich bin verloren, ſuche mich, Und hilf aus lauter gnaden. 7. Mein braͤutigam! kom her zu mir, Und wohn in meiner ſeelen, Laß mich dich kuͤſſen fuͤr und fuͤr, Und mich mit dir vermaͤh⸗ len. Ach! laß doch deine ſußigkeit Fuͤr meine ſeele ſeyn bereit, Und ſtille ihren jammer. b 8. Du lebens brod, HErr IEſu Chriſt! Kom, ſelbſt dich mir zu ſchenken. O blut! das u vergoſſen biſt, dom eiaſt mich zu traͤnken. Ich bleib in dir und du in mir, Drum wirſt du, mei 1 ich jezt erſcheine Mit ſun d ner ſeelen zier; Auch mich vort auferwecken. 1— —*„—— —— 2 iwante gen geif hünnniſ de R ſc d bin, d nich h deſchwua) Mel. ODrrdafrommerz ſgeiſt Mich heilig, ſchon und ribütn och wil anizt, rein, Und laß mich immer⸗ udfat 439. Imem GOtt! dar Dein haus und woh Keſu d Zum liebes⸗mahl mich na⸗ nung ſeyn. er ſand hen, Und IEſu leib und 5. Erwecke jezt in mir „ blut Zu meinem troſt em⸗Die wahre ſeelen⸗ſtille in maſt pfahen: Ach kom, und Daß andacht, ſeelen⸗luf und; G ſtarte mich! Ach, weiche Und freude mich erfulle. c heie nicht von mir! Ach, ziehe Gib, daß ich ſe mecken mag 7demnh doch mein herz In anbach HErr deine ſuͤßigkeit Un n 8.5. bey der Vorbereitung zum heil. Abendmahle. 5030 feſt zu dirr 2. Vertreibe, HERR! von mir Die ſuͤndliche ge⸗ danken, Laß deinen geiſt doch nie Von meinem gei⸗ deines geiſtes troſt, Der herz und ſeel erfreut. „˙. Wenn ich nun deinen leib Wahrhaftig ſelbſt ge⸗ noſſen, Wenn auch dein ſtt wanken. Ja richte mei⸗ nen geiſt Stets nach dem dimmel hin, Daß er ſchon ey dir ſey, Da ich auf erden bin. 3. Laß ja nichts eitles mich In meiner andacht ſtoͤhren, Ja laß mich frend und wonn In meiner ſee⸗ le hoͤren! Ach bete du in mir, Mein GOtt! ent⸗ hunde mich, Daß ich, mit dir vereint, In lieb um⸗ faſſe dich. 8 Achl heilige mein herz Und glle meine ſinnen. Nim herz und ſeele ein, Und wohne ſelbſt darinnen. Ja, mach durch deinen theures blut, Das du fuͤr mich vergoſſen, Mich kraͤf⸗ tiglich erquickt; So bleib auch ſtets in mir, Daß ich in ewigkeit Vereinigt ſey mit dir. 7. Ja laß die heiligung, Die in mir angefangen, Zum wachsthummehr und mehr Durch deine kraft ge. langen. Laß mich in froͤ⸗ migkeit Und glauben feſte ſtehn, Bis ich vom glauben einſt Zum ſchauen werde gehn. Melodey 21. 140 Gchmuͤckedich, 440. G liebe ſeele Ji 4 Laß 8 — 3 * 4 Laß die dunkle ſunden hoͤle, Kom mit glaubigem ver⸗ langen An das helle licht gegangen: Denn der HErr voll heil und gnaden Wil dich jezt zu gaſte laden; Der, den welt und himmel ehren, Koͤmt jezt, bey dir einzukehren. 2. Eile, wie verlobte pflegen, Deinem braͤuti⸗ gam entgegen; Er klopft an die herzens⸗thuͤre, Daß er dich in andacht ruͤhre: Oeffn ihm deiner ſeelen ne„ Red ihn an mit 04 Von deme 4 ſchoͤnen worten: Kom mein reund! und laß dich kuß ſen, Laß mich deiner nicht mehr miſſen. 3. Ach! wie hungert mein gemuhte, Menſchen⸗ freund! nach deiner guͤte. Ach! ich muß mich oft mit thraͤnen Nach dem lebens⸗ manna ſehnen. Ach! ich ſwpuͤhr ein herzlich durſten Nach demtrank des lebens⸗ furſten, Wuͤnſche, daß er, als der meine, Mich durch ſich mit GOtt vereine. ergetzen Wil mich in be⸗ Laeramente des heiligen Abendmahls 4. Beides zitkern und hi deimunß dieſer ſpeiſe, Und die unerforſchte weiſe Macht, daß ich erſtaunend merke, HErr! wie Draͤch⸗ tig deine werke. Iſt auch wol ein menſch zu finden, Der dein allmacht koͤnt er⸗ 5. Rein, verhunft die muß hier weichen, Kan dis wunder nicht erreichen, in Daß uns Chriſtus ſo be. denket, Uns ſein fleiſch im brode ſchenket; Macht, daß mit dem ſaft der reben Uns wird Chriſti blut gegeben. O der großen heimlichker ten, Die nur GOttes geiſt kan deuten! — ——— 6. JEſu, meine lehens. — —— — —*—* Donarn digung äera ſonne, JEſu, meine freud hb all ich zu deinen fͤßen/Laß mich wrdiglich gemſſn Dieſer deiner himmels,⸗ 4 preiſe. ſpeiſe, Mir zum heil unddit zum treues lieben Dich vot uimmel abgetrieben, Daß wegüng ſetzen. Das ge⸗ 7. HErr! es hat dein iſ deeie eftdes,, den tod fuͤr uns gegeben, ie ind Kohne, Jeu a h mir erwaͤhle, Lebens. 7' ueamd he der ſeete! Hie naes u.z ben der Vorbereitung zum heil. Abendmahle. 50 zf * und dind im leiden unverdrof geiſt Und glaubens kraf 3 96f, 1 1I r 1 3½ 1 And 9 Uen kraft ane en, Hai den dlnt füruns emofangen. ſputte wie drih t eur. 95 kan uns wenn dic rich Dea glan b 6 8 6 6 af 31 ankeu, Deiner bens kraft ergetzt, Iſt denn t konte 8. Jeſu, wahres brod eingeſetzte unn nt hes leben Diſ, daß ichſ 3. Dein JEſus, ſhms mnſtt mur vieleichk aun ehaden veit rben, eeeie n den, Sey zu demnein deſe din heltneer e eheils in des ſin den aas mich düdt dis lurcheadhent eda aiat Ferſer Saneeerect bendmahlrunodeeesnm Nati ezt auf erden, Magem galt de h Vehfeder glan⸗ l n ünmekweten.. veraher: e nh heinez Von der nichtigen Eneſchul⸗ ein« Nan wendet ferner Dnn digung derer, dr geß dee et,ſingen ergebung meiner ägen Abendmahls en⸗⸗ unden Iſt ohne abend⸗ einenm halten. mahl In Ottes wort u neieſaia Mel. O HOtt du frommer ac. 4 G O ſpoͤtter! laͤſſetu Jen 11r ch bitr, ent, ſehn udet doppeltranade ſe, Lit 441. 6 84 ſch u de dde g 83. denn das abend⸗ rin pch⸗So ſorachen die vr. ſehn⸗ aiunn Verachttt fuüßeh dhter din⸗ trieben mit dem 5. Wir ſorgen gar zu 1 aahl Des hochſten ein ge⸗ ſehr, So hoͤrt man andi dir Kchter. Ste zunen dan ſaget, Sehern nn andee jelme nochnicht, Ob es ſchon war geyn; Wer wolke dirſes bere Srgleichen men⸗ wagen? Veraͤchter! kehrt ta ſchet ſind Auch noch zu zurück, Sucht Jeſune u Ah Vnſer..„ ſder zeit; Weil, wenn euh be, 2 her ie fagen: wir ſind buße fehlt„Ihr ſchon ver⸗ tia ſchon Zum abendmayl ge⸗ dammet ſedhdhdhdh. Jangen Tieweil wiris ün 6.Manruft: dasabend. Ji 5 mahl — des heiligen Ab endmahls mahl Sey viel zu hoch zu ſchatzen. Doch eben dir⸗ ſen ſchatz Laßt euren geiſt ergetzen. Ach komt! ſonſt nacht ihrs ja, Ais wenn ein kranker ſpricht: Die arzeney iſt gut, Allein ich mag ſie nicht. 7. Wir furchten, ſagen ſie, Wenn wir dis mahl ſchon ſchmecken, Wir moͤg⸗ ten uns darauf Mit neuer ſcchuld beſtecken. Veraͤchter! nundigt nicht Aus bosheit, ſicherheit; Die ſchwachheit ſchenkt euch GOtt Aus gnad und freundlichkeit. 8. Viel ſagen frevent⸗ 8 mach langen: Kein hunger und kein durſt Treibt uns, es zu empfangen. Ach weh es mangeit euch Erkent⸗ mnß, heil und licht; Ihr ken⸗ net Chriſti mahl Und euer elend nicht.. vorher Dem ſtreit ein en de machen. O menſchen: uͤberlaßt Dem richter ſolche ſachen; Lebt ohne zank und haß, Neid, bitterkeit und reit, So ſchadet der proceß lich: Wir 4 en kein ver⸗ 9. Man ruft: ich wil 10. Der ſpricht: izt kan kleidern fehlet. Veraͤchter! ſiehet auf das herz; Wenn JEſus das regiert; So biſt du ſchaͤn genug Zum liebes⸗ mahl geziert. 111. Ein andrer wendet le gehen. mer ſieh auf dich: Und biſt du ſel⸗ ber rein; So wird der an⸗ ſen laͤßt Zum gnadenen Ach armer! ddern ſchuld Dir memals ſchaͤdlich ſeyn. abendmaht Sol meine ſeel erquicken, Bis in der herr⸗ lichkeit Ich dich dort werd erblicken. O theure him⸗ len⸗gab! Ich ſehne mich nach dir, Wol mir! wenn ich dich hab. jp ¹ der Communion eines Kranken. Nel. Vater unſer im himmek⸗ Vor Nichts an der wurdigkeit. ſen liege ich, Mein ich nicht, Weil mirs an hat denn GOtt Den kle⸗ it der⸗ſchmuck erwaͤhlet? Er i ein: Ich muß mit ſchmer⸗ zen ſehen, Wie man diebs lah⸗ nn 12. Mein heil! dein mels ſpeiſ! O manna/ ſe⸗ nd g Dan 442 deinen fif uis d und zwar bey dem Genuß des e ein Mein ZEſu blicke doch n Mein JEſu blicke doch auf aude mich. Du biſt der arzt räͤcte und wundermann, Der al⸗ De lezeit erretten kan: Drum, ühle e bin ich gleich von huͤlfe We blos, So iſt doch mein ver⸗ uin trauen gro. 2. Mein troſt und mei⸗ er wen nes herzens theil! Mach nit ſchw erſtlich meine ſeele heil; nuſ Beſprenge ſie mit deinem udern blut, Und mache mein ver⸗ armer brechen gut: Und denn gib, dit an nach vergebner ſchuld, Bey vird den mecer ſchwachheit auch ge⸗ dir nem ner hand, Die ſo viel boͤ⸗ ſes abgewandt. Dein leib mich ſpeiſe, da ich krank, Dein blut ſey meiner ſeelen trank. Ich rus, alle krank, de r deine ſen. ſelig iſt; So heile mich, dErr JEſu Chriſt! Sol terben aber beſſer ſeyn, Wol mir! auf JEſum ſchlaf ich ein. Mach du es, JEſu! dur vii mir an leib und ſeele unionein en. 3. Beruͤhre mich mit dei⸗ d Ich wil, wie Laza⸗ ch 4. Wenns meiner ſeele Gl br ich vor amk dein blut ich Was a heiligen Abendmahls. 50⁰0 t Bey dem Genuſſe des heiligen Ab endmahls. Mel. 3. Mein GOtt ich binjjezt. 412 Keele! laß die 4 3. 2. ſpeiſe ſtehen, Die nur eckel dir erweckt. Eile zu dem mahl zu gehen, Welches nach dem himmel ſchmeckt, Das die teufel zwar entruſtet, Doch die engel ſelbſt geluͤſtert. 2. Trachte d verzehren. ſo begehrt, aͤu 4 Sol ich mit den od empfangen, Was zu⸗ reuze hieng? Sol em kelch erlangen, us deinen wunden aus d 3 gieng; Sol der hi mmet —— 3 dem Sacramente des heiligen Abendmahis 1 S 5. 6908 — 4 — 8 mit der erden, GOtt und menſch vereinigt werden? .. Ey! ſo ſaume nicht, mein leben Reiche mir den b hilgen leib, Welchen du ur mich gegeben, Daß dein geiſt in meinem bleib, Und mich weder leid noch freude Von dem haupt und glie⸗ dern ſcheidde. . Laß die ſtroͤme dei⸗ ner ſtrienien Waſchen a den ſuͤnden koht. Es ſey ferne/ von mir ruͤhmen, Als von deinem kreuz und tod,/ Als allein von deiner liebe, Die zu dieſem bund dich trieee. rr! ich ſage fur rzen, Fuͤr die ſpei⸗ 5 deande meinem mund und herzen, Unablaͤſſig lob und dank: Um die ſund in mir zu kran⸗ ken Wil ich deines tods ge⸗ denken. 4 6 3 8. Mache mich im glau⸗ ben kraͤftig; Laß mich im gewiſſen rein, In der lieb und treu geſchaftig, In der andacht bruͤnſtig ſeyn. Gib mir neue braft zu kaͤmpfen, b finden ſe, fuͤr den trank Dir mit 9. Goͤnne, daß die him. u mels⸗ſpeiſe Meiner ſeelen arzeney, Und, bey lezter to⸗ des⸗reiſe, Meine kraft und labung ſey, Bis ich werde mit den frommen Zu des lammes hochzeit kommen. Mel. JIEſu meines lebens leben. laß dich Auf der wahren glaubens⸗bahn, Dich mit Chriſto zu verbinden; Thu ihm auf, er klopfet an. Den die himmel nicht umfaſſen, Wil in dir ſich miederlaf ſen: IEſus wil im brod und wein Weſentlich zuge⸗ gen ſeyn. 2. O geheimniß volle weiſe, Die kein menſchen⸗ witz ermißt! Hier giebt ich ein lam zur ſpeiſe, Das der erz⸗hirt ſelber iſt. 8 wil) zu der gaͤſte leben, Sich der wirth zur ſpeiſe geben; Und zum opfer ſtellt ſich hier Selbſt der hoheprie⸗ ſter fur. 3. O! wie hungert nach den ſeelen Selbſt das wah⸗ re lebens⸗brod! Selig, die 3 4 ₰„ 4. und der feinde macht zu dis brod erwaͤhlen Fun le bi 4 d — n nd waron dem Ee leben eiſe ghe 5 ellſt 4 JEſus aufgethan. Ruhre mein herz tief hinein. Kom, bey mir einzukehren Unter meines herzens dach, Obs farbne ſunden Weiſſer ſeyn euß des heiligen Abendmahls.509 des geiſtes hungers⸗noht Seht, an dieſer heilgen ſtel⸗ le Lechzet ſelbſt die lebens⸗ quelle Nach der armen ſuͤn⸗ der heil. IEſus iſt das beſte theil. 4. Sieh, omenſch! den ſchatz der gnade, Den dir nicht die bundes⸗lade Mit verwegnen haͤnden an. Sol nicht GOttes grim erwa⸗ chen, Und dich gar zunich⸗ te machen; Armer ſuͤnder! ſo trit du Zitternd und mit furcht herzu. herz, das ewig rein, Und mein herz, ein herze ſeyn. 4 Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. b SCdie heilig iſt 445. Dene n ort, Da ich anjetzo ſtehe! Iſt dieſes nicht die lebens⸗ pfort, Die ich hier offen ſehe? O tiſch des HErrn! 0 himmels⸗hor. Ich trete jezt erfreut davor, Und knie glaͤubig nieder. 2. Wie heilig iſt dis le⸗ bens⸗brod, Das hier mein „5. JEſu! mache meine ſinnen Und mein ganzes herze rein. Laß izt deine wunden rinnen, Senke du koͤnig aller thren Eile gleich niedrig, arm und — 6. JEſu! laß me e 3 finden, Und vertreib mir l geiſ erblicket, Das meine kel nach angſt und noht Geheimniß⸗voll erquicket! O ſuͤße ſpeiſe! o himmels⸗ brod! O lebens⸗manna! das mir GOtt An ſeinem altar reichtt. 3. Wie heilig iſt doch dieſer trank Den ich allhier emofahe Zu dem ich mich mit lob und dank Im glau⸗ ben freudig nahe! O ſee⸗ en⸗trank! o heilig blut! chgna⸗ alles weh. Laß die roſin⸗ als woll und ſchnee. Kom; mein herz voll glauben, effen, Lieb und ſehnſucht Du meiner ſeelen gut! Hie kom ich, nehmen. ſpeiſe! dich Mit hoͤchſtes dich zu andachts⸗ ſieht dir offen: Lat dein vollem herzen. O hect 8 8 en tranft! 4 3 4 4 Wie ſo freuen. S welch ein ruhm und gluͤck fuͤr mich! Ich bin mit GOtt verbunden. Er koͤmt zu mir; und ſo hab ich Mein ewig heil ge⸗ funden. Mein JEſus kehrt umelbſt bey mir ein, Wil meiner ſeelen braͤutgam ſeyn, Und ſich mit mir ver⸗ maͤhlen. 6. Ach! moͤgt ich doch ganz heilig ſeyn! Waͤr mein herz ohne ſuͤnde! Damit, wenn IEſus gehet ein, Er reine wohnung fuͤnde. Ach! waͤr mein herz der reinſte ort, In welchem JEſus fkort und frt In gnaden leiben moͤgte! 27. Doch, fehlt mir die vollkommenheit/ Die GOtt allein ergetzet; So wird durch Chriſti heiligkeit Doch alles reich erſetzet. Drum, heiland! kom un beingt mich, Damit ich durch dich wuͤrdiglich Dis 10 Vondem Sacramente des heiligen Abendmahls 6 8. Kom, heilge mich, daß herz und geiſt Dein mohn haus ewig bleiben. Was ſich 4 ſuͤndlich an mir kanſt du allein ver⸗ weiſt, treiben. Bereite mich ſo, wie du wilt, Und laß dein i heilig ebenbild Beſtaͤndig an mir leuchten. deß⸗ Nun GOtt ſey dant, ſ de guͤtigkeit Mich heute ſo ſg gelabet. Geprieſen ſey, der ᷣ mich erfreut, Und ſelbſt mit ſich begabet. Nun hoͤchſter! laß mich allezeit Vonnun an bis in ewigkeit Mit dir vereinigt bleiben. Mel. Wend ab deinen zorn ꝛc. 46 J vater groß . 3 von gnade, muͤhte, Und dich erbarmen. 2. Nim von uns weg all unſre miſſethaten Und alle ſchuld, darein wir ſind gerahten: Damit wir dir und ein reines opfer bringen, Und recht lobſingen. 3. Wahr iſt es, HErr! ſacrament empfange. 4 wir habens grob verdienet; Doch lieb und guͤte, Wir kom⸗ men mit zerſchlagenem ge⸗ nd bitten dich, du wollſt anſehn uns armen, dg leben 5 Prl t ſchm ndendu tgeh undzwar bey dem Genuß des he lüigen Abendmahls. 511 f Doch hat dein ſohn uns voͤl⸗ lig ausgeſuͤhnet, Nachdem er, uns zu gut, vom himmel kommen, Fleiſch angenom⸗ men. 4. Weil wir dir oft hals⸗ arrig widerſtrebet, Hat er d 4 afuͤr gehorſam ſtets gele⸗ bet: Weil dein geboht von uns war uͤberſchritten, Hat er gelitten. und ſchande doͤrften tra⸗ gen: Hat er fuͤr uns erdul⸗ det ſchmach und plagen, Und endlich gar ſich in den tod gegeben, Aufdaß wir leben.. 6. Wir koͤnnen ſonſt fuͤr 3 uns amm thaten h einwrſ — — uuns und unſre ſuͤnden Kein 1 ’ Sie an ſein blut, mit chem er uns traͤnket: Der h dir genhimmel lich dein herz zu uns her⸗ loͤſe⸗geld, kein andres opfer iſts, den wir bringen muͤſſen Fur uns zu buͤßen. Daß wir nicht ſtraf d Scch V ja an unſrer ſtatt er finden: Dein ſohn, o GOtt! W unter neiget, Nun wir in buß und demuht vor dich treten, Und zu dir beten. 9. Dis opfer zum ge⸗ dechtniß wird begangen: Man ißt den leib, der an em kreuz gehangen: Man trinkt das blut, das von ihm iſt gefloſſen, Fuͤr uns vergoſſen. 3 10. Du kanſt, o GOtt! is opfer nicht verachten, Das ſich fuͤr uns ſo willig laſſen hlachten. Auf dis lam iſt die ſund der welt ge leget/ Die es all traͤget. II. Drum, vater! laß um JEſu Chriſti willen grims gerechten llen: Dein ſohn hat duldet⸗ et. Sich deines eifer ſti Sas wir verſchuld 12. Ver 7. Schau ſeinen leib ans kreuz fuͤr uns gehentet, wel⸗ leib, dis blut, ſo allen ſcha⸗ den heilet, Wird ausge⸗ theilet. 8. Der ſuͤß geruch zu ſteiget, Daß 9 welcher Und was wir heit oft b auch von uns aus ſchwach⸗ geſchehen. du es alles mehr dara willen denken gib die ſund, iu wir empfangen, egangen, Was eit iſt verſehen, Und nicht 3. Ins tiefe meer wollſtu ſenken, Nicht n um Chriſti /Deshalben lich, warum wir zu dir Whreien, 4 2114. Schuͤtz deine kirch, zilf, daß bey reiner lehre Sich gottesfurcht und heil⸗ ges leben mehre: Die ju⸗ end ſich, all ſund und band zſtehen, Walluſ iehen. 15. Gib friede, gluͤck und heil zu allen zeiten Dem tandes herrn und ſeinem (*Der obrigkeit und ih⸗ rem*) land und leuten: Das boͤſe laß ſie ſtrafen und abwenden An allen enden. 16. Die elenden, die ihre angſt und plage Mit ſeuf⸗ zen vor dich bringen alle tage, Die in gefahr ſind und mit kreuz beladen, Er⸗ rett in gnaden. ! hilf du — 3 17. GOtt vater deines ſohns und ſeins ver⸗ dienſtes wegen, Daß wir dadurch vollkommen⸗gute gaben Von oben haben. 18. HErr IEſu Chriſt! dein leib, dein blut, dein leiden Erquicke uns, wenn uns, gib deinen ſegen Um 5 darauf ſterben, Dein rei ererben. 10. Oheilger geiſt!durch deine gnad und ſar Zer⸗ ſtoͤr der welt, des fleiſchs und ſatans werke; Wir wollen hier und denn im himmel oben, O GOtt ldich loben.. b Mel. QErrG Ott der du erforſch. 2 44⸗ Spezt koͤmt, 1 447. G Herr! ein armer gaſt, Ein thon zu ſei⸗ nem toͤpfer! Es druͤcket ihn der ſuͤnden laſt; Es iſt dei kind, mein ſchoͤpfer! Da⸗ fur dein ſohn geſtorben iſt⸗ Das du getauft, das JEſus Chriſt Zu ſeinem tiſch ge⸗ laden. Hier kom ich, ach! dein armes kind, Bin krank, bin elend, voller ſund Und unwehrt deiner gnaden. 2. Allein ich bringe 3E⸗ ſum mit Nebſt ſeinem kod und ſchmerzen, Der mich durch ſein verdienſt vertrit; Nim deſſen pein zu herzen. Ach ſieh, was er fun michge⸗ than! Sieh mich, dein kind, und IEſum an! Sey mir l wir von hinnen ſcheiden, — ———— —. durch dieſen gnaͤdig. In ihm — — —— — — — — — — .— — ‧ ——— —————— —— — —. — — — — ———— ——— 2—— ½———— ——— ——— war ben dem Genuſſe des helligen Abendmahlss 3 1 1 b i ihm wilt du mein vater 2 ſfeyn, Und ich dein kind: durch ihn allein Sprich 6 54 von ſuͤnden ledig. Denn der mir ſch beyſtand leiſtt, „Mein glaube ſiehet D ſum hier, Und ich lieg 5 feh. Als heiland ſeiget er ſich mir, Laͤtt ſein d8 lut auf mich flieſſen. Er haͤnget an des kreuzes joch, da, bluten alle wunden Was reicht er mir fur he ſen? Sein leib im rode, lans im wein Sol mir ſein blut Aiaerse e ſeyn. O! koͤnt ich nrecht h vrei ſen. Mich duͤnkt, ich hoͤr G hn itzo laut, Als meinen braͤutgam ſchreien: Nim dieſen mahl⸗ſch chatz, meine braut! Es ſol dich nicht ge⸗ reuen: Iß meinen leib, und trink mein blut; Alſo haſt d das groͤſte gut, Mich Kn mit meinem leiden: K Ja komme in mein herz K hinein, Das jetzt und ſtets oloffen ſeyn⸗ Kom ruh in mmeiner ſeiten 5. Nun ſeh ich, wie der k . as hut Mich mauren⸗D leich umringet, Daß we⸗ er ſatans liſt noch wuht „Drreyyeinger GOtt! derzeit Mein thun zu einer herrlichkeit, Und mipy zum ewgen leben. 6. Dir oͤffn'i und mund, Und n mir reget, Ach! herzens grund, Worein ſich IEſus leget. Verleih, rch deine treu Leib, und geiſt gereinigt ſey. die ſeele zieret 809 glauben, lieb', und lu zu dir, Und wirt dein heilig khn uhr Bis dues gar nwn ich, theurer Im brod und reini edes ZEiu⸗ dich wein empfang! Len. ber, ſpeiſ und traͤnke mich 2 enſil amnn verlangene mchst u mir xu chme 13 5 du zun dar In gnad und lie⸗ Nun Weich ummer, angſt und ſchn ein ein einig u mich auf⸗ be kommen. Da mein und d herz; Weil d genommen. 3. Ach habe, frommer JEſul dank, Fuͤr deine lie⸗ des peiſe, Fuͤr deinen edlen plutes⸗trank; Dein bin ich, dir zum preiſe. Ach! zeig auch mir zur ſterbens zeit, Gleich wie ich dich geſehen heut, Dein leiden und dein ſterben! So glaͤub ich feſte, daß du mein; So⸗ muß ich ſtets dein eigen ſeyn, Und einſt dein reich ererben. Mel. HErr JEſuChriſt wahr. 148. D ZEſun du 14 SS mein braͤu⸗ tigam, Der du aus lieb am kreuzes⸗ſtam Den tod fuͤr mich gelitten haſt, Getilget meiner ſuͤnden laſt: 2. Ich kom zu deinem abendmahl Verderbt durch manchen ſuͤnden⸗fall: Ich bin krank, unrein, nackt und blos, Blind und arm; ach! nnich nicht verſtos. D 6 Du biſt der arzt, du bi das licht 2 Du biſt der HErr, dem nichts gebricht, Du biſt der brun der hei⸗ ligkeit, Du biſt das rechte 2— vergeß. 7. Loͤſch alle laſter aus in mir, Mein herz mit lieb und glauben zier, Und was ſonſt jiſt von tugend mehr, Das pflanz in mir zu deinerehr. 8. Gib, was mir nuͤtzan ſeel und leib; Was ſchaͤ⸗ lich iſt, fern von mir treib. Kom in mein herz, laßmich mit dir Vereinigt bleiben fuͤr und fuͤr.. 9. Hilf daß durch dieſer mahlzeit kraft Das boͤs in Bhochzeit⸗kleid. 4. Drum, o HErr JE⸗ huld; mir werd abgeſchaffe Er⸗ laſſen alle ſuͤnden ſchuld Erlangt des vaters lieb un aan 77 —— nü hen 43 ſat, Ha den. Drn ½ nc rich der beſcheid: Woher, mein 10,N 36 1 f 141¹ DB 84 Whengenêbendmahls.7I5 meine feind, Die ſichtbar und unſichtbar ſeynd: Den guten vorſatz, den ich führ Durch deinen gei eſt mach in mir. 1II. Mein leben, ſitten, ſinn und pflicht Nach dei⸗ nem heilgen willen richt: Ach! laß mich meine tag in ruh Und friede chriſtli bringen zu. 12. Bis du mich, o du le⸗ bens⸗fuͤrſt! Zu dir gen him⸗ mel nehmen wirſt, Daß ich 8 bey dir dort ewiglich An deiner tafel freue mich. Mel. HErr GOtt der du ꝛc. laͤdt, Hat mich 1 laden: Drum ſtell ich mich an dieſer ſtaͤtt Mit ein zum h der gnaden. HErr kleide mich! HErr, waſch mich rein! Denn wer bey dieſem mahl wil ſeyn, Mu ſich gepruͤft einſtellen, Daß dis nicht auch ſey ſein 3 Vertrieben werden ffroͤmmer ſey! worte merke; Du ſelbſt Nehmt hin, und eß 2. Mein kieid, oHErr! iſt glaub und reu, Mit vorſatz, from zu werden: O vater aller lieb und treu! Vor dir knie ich zur er⸗ den, Ich bitt, ich fleh, ie ſchrey um gnad: Vergih mir meine miſſethat Durch Chriſti blut und ſterben; iſt mein, Ich wil hinfuͤhro 1, Und mich nicht me rverberben. 3. Alſo gepruͤft tret ich hinzu; Gib, JEſu! mir die ſtaͤrke, Daß ich in ſtiller glaubens⸗ruh Auf deine ſie mir ins herze ſhreib: t/ das iſt mein leib, Der fuͤr euc h wird gebrochen: Nehutt hin und trinkt, das iſt mein blut, Das euch vergoſſemn wird zu gut. So hat dein mund geſprochen. 4. Wie damals deine junger nun Dein fleiſch und blut empfangen; So wer⸗ den auch daſſelbe thun, 3nd eben das erlangen, Die gleichwie deine juͤnger dort, freund! ohn hochzeienid 7 Dinaus mit ihm zur hoͤllen. Lluf dein befehl, nach dei. nem wort Das heilige bro 26 Von dem Sacramente des heilgen Abendmahls eſſen; Und die, wie dusge⸗ ſetzet ein, Auch trinken von hem heilgen wein, Dein nimmer zu vergeſſen. 5. Daß ich mit brod und wein jetzund Dein eiſch eß⸗ dein blut trinke, Glaͤub ich aus meines herzen grund, Wie fremd michs auch be⸗ duͤnke. Denn wenn das wie? uns waͤr bekannt, Und wir es koͤnten durch verſtand Mit der vernunft ergrunden, Sowaͤr es kein ge einun nicht: Wer arf wol, wenn die allmacht ſpricht, Am koͤnnenzweifel nden? 6. Dis mahl halt ich auf dein eboht/ Mit dank dein 6 1 ſ chriſt geweſen nie, Der nicht entzuͤckt hie bliebe. Hie ſpuͤhrt man lauter . 3 2„ l wunder⸗that. Hie ſieht man lauter lieb und gnad, Gleich ſtarken ſtroͤhmen, ch flieſſen: Hie fuͤhlt man lau⸗ ter vater⸗treu Und mutter⸗ herz, ſo immer neu Sich uͤber uns ergieſſen. 8. Mein GoOtt! was ſol, was kan ich dir Fuͤr ſo viel guts erweiſen? Ich wil dich lieben mit begier, Und uͤber alles preiſen: Ich wil vom herzen jeder⸗ eit Dir zu gehorchen ſeyn bereit, Mein kreuz gedul⸗ dig tragen; Den nech⸗ ſten lieben mit der that, Wenn er mich gleich belei⸗ u gedenken, Wie du dich d zur pein, zum ſpott/ da gar ans kreuz zu hen⸗ en, Fuͤr uns gegeben haſt dahin: Hilf, daß in mei⸗ ner ſeel und ſinn Dis wol erwogen werde! Du biſt der HErr, ich bin der knecht, Du ohne ſchuld, ich ungerecht, Du großer GOtt, ich erde. . Was fuͤr ein abgrund zeigt ſich hie Von allmacht digt hat: Dir dank in al⸗ lem ſ ggen habich kaum, Wo werd ich kraft bekommen? Doch, nun du ſelbſt dir eien raum In meiner ſeel ge⸗ nommen, Werd ich erlan⸗ gen neue kraft, Und eine zute ritterſchaft Durch dei⸗ nen arm vollbringen. Ein neuer menſch bin ich hin⸗ l und von liebe? Es iſt kein fort, Und geh einher nac 4 7 3 ℳ 8 agen. Weh mir! das wolle ſha. 13tl m ebri Fane ſch inden ye net Go 4 Drh chſt zu Pad dr ſcſet d ir 4 M MiR n 4 HErr! laß gelingen. b 1. Mel. O traurigkeit ꝛc. Ae 4 Soch trete friſch d9 450. I 3u GOttes mmn tiſch: Hilf, vaker! hilf in ene gnaden, Daß mir keine miſſethat Hierbey moͤge tt1m ſchaden. rn 2. Ichleugne nicht Was 1 he mir gebricht; Ich beichte t. neine ſchulden. Reu fuͤr 5 ſuͤnden pflegſt du ja, From⸗ n mer GOtt zu dulden. enn 3. Weils noͤhtig jäug, ſcent Durch loͤſe⸗geld Die hand⸗ 3 u ſchrift zu vernichten; denn Wird der Hrr der herr⸗ der, lichkeit Das fuͤr mich ent⸗ dan in 4. Drauf ſtell ich dir Miich, JEſu! fuͤr In kind⸗ ana lichem vertrauen, JEſu! owen den die cherubim Luſtet an⸗ „ zuſchauen. — — 8 —. — —— — —.— — = —— ———— ————— — — — —=— = .— ſ—x —— 5 1 1 8 / Jund zwar bey de fe wunder ⸗that! Hier am 6. d ſeel und mund(Kein witz mGe nuſſedesheiligen Abendmahis. 512 deinem wort. HErr, hilf! 5. Dein leib und blut, So mir zu gut Gebrochen und vergoſſen, Wird, o tie⸗ tiſch genoſen. H ſol jetzund Mit begreiflich eſſen.. 9. O gruͤble nicht, Wie das geſchicht, Noch ob es dau eſchehen; GOtt kan besſchwenglich thun, Das wir nicht verſtehen. 8. Laß immerhin Ver⸗ nunft und ſinn, Was moglich ſcheint, verglei⸗ chen; Ich wil nun und nim mermehr Von dem buch⸗ ſtab weichen. 9. Wer dis verſpricht, Betruͤgt mich nicht, Un kan mich nicht betruͤgen; Der die wahrheit ſelber iſt, Kan unmoͤglich luͤgen. 10. Verleih, o GOtt! Durch Chriſti tod, Daß vhm* en wendmahhl Mache furcht und zweiſel.à. II. So wil ich dir, HErr immel oben Fuͤr dein theur⸗vergoßnes blut Dan⸗ ken und dich loben. Mel s. JEſus meine zuverſicht. AUon du e⸗ 451. Mimen ugt kan dis ermeſſen) JEſu offen. was Kk Bringe, 3 Chriſti wehrtes fleiſch Un weder witz noch teufel Mir JEſu! hier Und dort im Mund und herze ſteht gutes 3 3 — 7 8 4 65 — gutes haſt, Und beſriedige laßt dein manna thauen. Siehe, wie dein ſchaͤflein ger achzt. 4. O du wahres oſter⸗ lam! Laß mich iet ein geiſch genieſſen, Welches ort am Kreußr⸗ ſtamm Meeine ſchulden buͤßen muͤſ⸗ ſen. Du biſt mir, o le⸗ bens⸗brod! Arzeney in noht und tod.— b 5. Schenke mir den kelch voll heil, Das aus deinem blute guillet. Wird mir lechzt, Und fuͤr heiſſem hun⸗ aus deinen wunden trieft, ſelbſt geſchickt, Und zum 5 hochzeit⸗mahl geſchmuͤckt. fleiſch! Kom, o biut des bruſt, Meiner ſeelen troſt und luf. 9. Sey willkommen le⸗ bens⸗brod! Sey willkom⸗ men wein der frenden! Aie vergeß ich alle noht, Alle maͤngel muͤſſen ſcher⸗ den. Ach: hie werd hoͤchſt⸗begluͤckt, Hie wir B deeſer ſchatz zu theil, So iſt aller durſt geſtillet. Was meine ſeel erquickt. ss Vondem Sacramente des heiligen Abendmahls ſ 4 8. Kom, gebenedeites neuen bundes! Machet meine ſeele keuſch, Seyd P der zucker meines mundes, i Seyd das labſal meiner N6 mein hoffen, Freund der Iſt des todes gegen⸗gift. 1 ſerlen weiß 168 roht“, 6. Mach ehinuntich mei⸗ c. Hummels thau und lebens⸗ nen ſinn Beym genuß der un, brod!*Hoyel. Sal. 5,. himmels⸗gaben, Daß 3 f 2. Allerhoͤchſte majeſtaͤt! recht begierig bin, Mie enichg Laß dich in mein herz her⸗ an deiner bruſt zu laben. i ſt nieder. Ziehe mich d ein Schraͤnke die vernunft hier ihmi magnet, Liebe mich, ſo lieb ein/ Laß den glauben brün. an ich wieder. Lege mich an ſtig ſeoen.(u deine bruſt, Rehre mich 7. Nun wolan, ſo geh unhen nut himmels luſt. ſich hin, Mir geſcheh nach ſurma 3. Fuhre mich, otreuer deinem willen. Ob ich 9f hirt! du die ſußzen lebens gleich nicht wurdig din, inef auen, Daß mein herz ge⸗ Wirſt du doch dein wort fl bt fättigt wird, Wenn 5 erfullen. Mache du mich arniher Mel. JEſu meines lebens leben. naes theuren biutes traͤnkt, 1 deinem preiſe In mir wah⸗ und zwar bey dem Genuſſe des heiligenAlbendmahls. 51 8— — — 2 Wer bin ich? 45 ZD was iſt mein leben, Das mein JEſus chgeachtt, Daß er ſich ch verſchwinden, Wenn i ur mich gegeben, Und mich diſo frey gemacht? Wie ſol ich mich zu ihm nahen, HErr! wie ſol ich dich empfahen? Kom, zeuch in mein herz hinein, Da ſol deine wohnung ſen. 2. Pein und marter, feuer flammen, Schwe⸗ fel⸗baͤche, belial Schlu⸗ gen uͤber mich zuſammen; Durſt und hunger iſt das ken muͤſſen. Nun mi ſus von den fluͤſſen Sei⸗ Weder noht noch tod mich kraͤnkt. re froͤmmigkeit. Daß die wahre ſeelen⸗ ſyeiſe Sey 3. Manna, das den him⸗ ch Und mir heil und leben Weil ich noch in dieſe hung leibe Der verweſung woh mahl, Das ich haͤtte ſchmek⸗ nend bleibe, Macht/ Imma HJE⸗nuel! mein mund Dei namens groͤſſe kund. cobs⸗ſamen, Das der ewig⸗ keit verwand! Bleib mir mit dem holden namen, So, wie im genuß, bekant. Dam wird aller durſt dieſe quell kan finden, Die aus IEſu wunden ſpringt/ bringt.. 5. Heiland, braͤutgam ſchatz und liebe! Nim meit danken guͤtig an Fuͤr di heiſſe gnaden triebe, Di dis mahl mir kund gethan. Deines 6. Wirke, HErr! zu Daß die mel kennet, Lebens brod, mein troſt in allem leid. ja GOttes herz! Welches man mit zittern nennet, Stille doch den heiſſen Sie ertheilt mir ſchon den friedennd das reich ſo mi den heiſſen beſchteden; Bis in jener ſchmerz, Den ein heilger ewigfei Mich des lammes 1 mahl erfreut. nger heget, Der die ſeel elbſt beweget, Die ſonſt keine luſt begehrt, Als die dein genuß gewaͤhrt. b 4. Suͤßes blut aus Ja⸗ Mel Nun danket alle GOtt. JEſu wilt 5 SA du noch So Kk 4 gna- 20 Von dem Sacramente des heiligen Abendmahls 1 nadig an mich denken, Und meiner ſeele dich Im abendmahle ſchenken? La dein gedechtniß auch In mir lebendig ſeyn, Da ich dein fleiſch und blut Em⸗ pfang in brod und wein. 2. Ich ſuͤnder war von GOtt, Und GOtt von mir, geſchieden. Es druͤckte mich der fluch, Drum hatt ich keinen frieden. Denn dein geſetze ſtieß Mich in die hoͤllen⸗pein, Dahin ſolt ich verbant Mit leib und kele ſenn. 3. Was koͤnt ich armer wurm Dir zur verſe ühnung ſetzen? Kein engel un allen ſchaͤßen Bezahlte meine ſchuld, Und riß mich aus der noht. Mein lez⸗ tes urthei war Allein der 4. land! gekommen; Du haſt der lunden ſchuld Und ſtraf auf ich genommen, Du tru⸗ Ottes zorn, Du lit⸗ kein menſch, Kein gold mit 5. GOtt lob! es iſt ge⸗ ſchehn, Ich habe unig und blut Zum opfer hinge⸗ geben, Und GOtt iſt ganz verſöhnt. Was, theurer JEſu! du In deiner kraft gethan, Das rechnet er mir zu. 6. Mein glaube haͤlt dich feſt; Und, dein nicht zu vergeſſen, Giebſt du mir unter brod Den wahren leib zu eſſen, Den leib, der fuͤr mich ſtarb; Doch nicht dein leib allein: Dein blut dein wahres blut Trink ich auch unter wein. 7. Geſchah dein opfer gleich Vor mehr als tau⸗ ſend jahren; So muß d deſſen kraft Doch jetzo no erfahren: Denn dein ver⸗ dienſt iſt mir So ſelig, friſch und neu, Als obs erſt dieſen * tag Von dir erworben ſey. 8. Ach! nun ich danke 1 dir, Ich danke dir vom her⸗ zen Fuͤr deine huld und treu/ Fuͤr deine pein und ſchmer⸗ zen/ Fuͤr deinen theuren tod, ch Fuͤr deinen leib und blut, Und preiſe dich um dich, Mein allerhoͤchſtes gutt hähſ 39, 2 8 V KIG 2— 4 nun das leben: Denn du haſt leib ——— — — — — —— — — — — —— — —yry ;- ſommer mel du füͤhrſt m te voc 1 idö nd. ſs 8 lich fleiſch Mit allen luͤſten oft Zu deinem tiſche kom⸗ mel rufſt. Ach ja, du fuhrſt mich ein; Sols heu⸗ Recht durſt und hunger — und zwar beydem Genuſſe des heiligen Abendmahls. 52 1⁰ . Laß deine liebe doch In mark und ſeele drin⸗ gen. Hilf mir mein ſuͤnd⸗ zwingen. Halt meine ſeele rein. lich iſt, Durch deinen geiſt hinaus. 10. Laß mich noch ferner men, Doch wuͤrdig jedes⸗ mal; Bis du mit allen frommen Mich in den him⸗ te noch geſchehn, Je lieber wird mirs ſeyn. Mal. OGottdufrommerr. 484 Jch IEſu! 45 4. M laß mich jezt In deiner liebe brennen, Da deine liebe mir Dein abendmahl wil goͤnnen. O theures liebes mahl! Du wilt im brod und wein Der — e ſpeiſe ſeyn. angenet mſte trank, Die d ſuͤßſt 2. O moͤgte meine ſeel haben; So wuͤrde mich dein mahl Vollkommen le 5 Die liebe war, was b Mein herze ſey dein di haus, Und wirf, was welt⸗ gen. kraͤftig laben. Ach moͤgte mir dis mahl Von deineruu angſt und pein, Von deiner lieb und treu Ein ſtetes denkmahl ſeyn! Zum leiden hat bewo en; Die liebe war das ſeil, as dich ans kreuz gezo⸗ Die liebe hat g Ins dunkle grab verſenkt. Die liebe hat dich mir Im teſtament geſchentt. 4. Ach moͤgt ich die dafur Auch wieder herzlich lieben 4 Und alle ſtunden mich In deiner liebe uͤben! Ovater! du verdienſt, Da man dich bruͤnſtig liebt, deine liebe uns Den ſoh zum heiland giebcbt. 3 Moͤgt ich mein leib und blut, Herz, glieder, ſeel und leben, Und alles, was ich bin Zu deinemu dienſte geben! O liebe! nim mich dir Nun gan zu eigen hin, Weil ich z 9 „ kaufet bin. 6. Laß dieſer liebe fruchtu Mich guch am nechſten uͤben: Und, weil du mich geliebt, Denſelben wiederu lieben. Du haſt uns ins deinem dienſt So theur er 2 Von dem Sacramente des heiligen Abendmahis geſamt Zu einem leib ge⸗ 2. HErr! ich bin ein eiſt ge⸗ fleiſch mit dir, Du ein geiſt „Zu einem ſinn er⸗mit mir, geworden. Ich Zu einem bin, denn GOtt wohnt in i ir trinken einen mir, Hoͤher als der engel⸗ 7. W kelch, Dein blut: ja, HErr! b 8 wir eſſen Auch nur ein brod, angenommen, Daß ich uint, dein fleiſch: Drum laß uns orden. Du haſt mich ſelbſt dein geſchlecht bekommen. nicht vergeſſen, Daß wir in* 2. Petr. 1, 4. Chriſto nur Ein leib, und insgemein, So wol hier unter uns, Als Chriſti, glieder ſeyn. 8. O laß, als glieder, uuns An einem leibe leben, Und uns einander ſtets Zu treuem dienſt ergeben. Er⸗ fuͤll uns nun hierzu Durch deiner liebe geiſt, Und gib, daß uns dein leib Zu dieſer pflicht geſpeiſt. Mach dem Genuſſe des Nel. Liebſter IEſu wir ſind ꝛc. Hun GOtt lob! weiſt Und getraͤnkt mit lau⸗ ter leben. Solte nicht mein froher geiſt Meines IEſu ruhmerheben, Daß er mich oo hoch geliebet, Und das dochſte gut mir giebet! und trank, Und vermehre meine freude, Daß ich an lder theuren gabe Einen ſchatz im himmel habe. te gut, Als mein beſtestheil, leib und blut Kuͤnftighin alſo verfahren, Daß ich bendig gliedmas bleibe. 5. Dieſes ſey die frucht davon, Dich und auch den nechſten lieben. Haſt duin mir deinen thron; Werd eich, durch den geiſt getri⸗ ben, Welt und fleiſch auch taͤglich daͤmpfen, Unter dei⸗ ner fahne kaͤmpfen. 5. Laß mich immer him⸗ liſch ſeyn: Denn die koſt ſchmeckt nach dem umat 5 3. Guter hirte! habe uhtel dank Fuͤr die fuͤße himmels, u Ie weide. Segne beides ſpeiſ Mt 4. Laß mich dieſes wehr⸗ 4 bewahren, Und mit deinem i ſſtets an deinem leibe Einle⸗ Fumeun 9 Lund iwar nachdem Genuſſe des heiligen lbendmahls. 52 3⁰ 3 a Fuͤhr mein herz auch zu dir ein Ueber alles welt⸗ge⸗ tuͤmmel. Dorten werd ich mehr genieſſen, Wo mir milch und honig flieſſen. 7. Nun ich geh, du gehſt mit mir, Froͤlich in mein wehrtes nacht mahl zum aus zurucke. Bleib in mir⸗ ich bleibe in dir, Dg ich dich ins herze druͤcke. Laß mich, JEſul dieſes eſſen, Dieſes trinken nie vergeſſen. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. 486 G ERR JEſu! 45 ol dir ſey preis und dank Fuͤr dieſe ſeelen⸗ ſpeis und trank, Damit du uns begabet; 87 brod und wein dein leib und blut Koͤmt uns wahrhaftig wol fu gut, Und unſre herzen abet: Daß wir In dir Und nach allen Wolgefal⸗ len Heilig leben, Solches wolleſt du uns geben. 2. Du kehreſt, o Imma⸗ nuel! Ja ſelber ein in un⸗ ſre ſeel, Dir wohnung da zu machen: Drum uns ein ſolches herz verleih, Das von der welt⸗lieb' le⸗ h chen. Bleibe, Treibe Un⸗ ſre ſinnen Und beginnen, Daß wir trachten Alles ird⸗ ſche zu verachten. 3. Ach HErr! laß uns doch nehmen nicht Dein gericht: Ein jeder recht be⸗ denke, Daß wir mit dieſem lebens brod Im glauben ſtillen unſre noht: Der fels des heils uns tranke; Zuͤch⸗ tig, Tuͤchtig Dich dort oben Stets zu loben, Bis wir werden Zu dir kommen von der erden. 4. Ol daß wir ſolcher ſeligkeit Erwarten moͤgten allezeit In hoffnung und vertrauen; Und 4 gends aus dem jammerthal Ein gehen in den himmels⸗ſaal, Da wir GOtt werden ſchauen; Troͤſtlich, Koͤſtlich Uns als gaͤſte Auf das beſte Bey ihm laben, Und ganz volle gnuͤge haben. 4 75. Das gib du uns von deinem thron, O 8 Chriſte GOttes ſohn Gibs durch dein bitter leiden: Daſſelbe, weil wir leben ier, Laß uns betrachten dig ſey Und allen eiteln ſa⸗ fuͤr und fuͤr, All boͤſes dar⸗ 24 Von dem Sarramente des heiligen Abendmahls um meiden. Amen, amen! Hilf uns kaͤmpfen, Hi uns daͤmpfen Alle ſunden; Hilf uns froͤlich uͤberwin⸗ Mel. Nun laſſt uns GOtt dem. 48 IEnu meine /AIwonne! Du meiner ſeelen ſonne, Du freundlichſter auf erden, Laß mich dir dankbar wer⸗ den.. 2. Wie kan ich gnug⸗ am ſchaͤtzen Dis himmel⸗ ſuß ergetzen, Und dieſe theu⸗ re gaben, Die uns geſtaͤr⸗ et haben? 5 1 3. Wie ſol ich dir nun mich kranken Geſpeiſet und etranket, Ja ſelbſt dich mir geſchenket. 4. Ich lobe dich vom her⸗ en Fuͤr alle deine ſchmer⸗ zen, Fuͤr deine ſchlaͤg und wunden, Die du fuͤr mich H empfunden. 5. Dir dank ich fuͤr dein er freuden. Dir dank mur dein ſehnen Und mild Poßne thraͤnen. m. Dir dantk ich fuͤr dein lf Pblſchen. anken, O HErr! daß du eiden, Den urſprung mei⸗ eblieb Dir dank i ur dein ſterben, Das mi dein reich laͤßt erben. 7. Jezt ſchmecket mein ſchaden. vergeſſen, Vielmehr mt dank ermeſſen, Was durch die himmels ſpeiſe Mir deine huld erweiſe 9. Du wolleſt ja die ſuͤn⸗ de, Die ich annoch empfin⸗ de, Aus meinem herzen treiben, Und kraͤftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losge⸗ zaͤhlet Von ſuͤnden, und vermaͤhlet Mit dir, mein liebſtes leben! Was kanſt du beſſers geben II. Laß, ſhonſter meine ſeele Doch ſtets in dieſer hoͤle Des leibes mit ver⸗ langen An deiner liebe hangen. 12. Laß mich die ſuͤnde ch meiden, Laß 6 geduldig leiden, Laß mich mit an⸗ dacht beten, Und von der welt abtreten. lieben, Das ſtandhaft ſt gemuͤhte Dein uͤbergroße gnaden Tilgt allen meinen 8. HErr! laß mich nie fiird he 3. 3 — M Naal 68.1 glabe, deinen gi nich beg if ftauhb, O vundet ſſer lbene dermahlie durch dſ kheneſerm od m warnachdemennſſen Esheingen bendmahls. 525 13. Im handel, wandel, eſſen Laß mich ja nie ver⸗ geſſen, Wie treflich ich be⸗ glucket, Wie himmliſch ich das ergetzet mich. Dunaſ mir zugelaſſen, Den re ten ſeelen⸗wein Jezt glau bens⸗voll zu fa en, Und V t m erquicket. ſdeine braut zu ſen. er m 14. Nun kan ich nicht ſu Was gabſt du mir zu unde verderben, Drauf wil ich eſſen? Die ſpeiſe der un⸗ menn ſelig ſterben, Und freudig ſterblichkeit, Was war mir auferſtehen, O JEſu! dich zugemeſſen? Der kelch, der mich zu ſehen. meinen geiſt erfreut. O! ehr Me Nun lob mein ſeel den w. wie viel gnad und liebe as da Mel. Nun lob mein ſeel den c. Erzeigt mir deine gunſt! ſ 458 a. L Die wol Drum ſchenk ich dir die trie⸗ . 45 41ĩ Ʒꝗo☛oꝓy haſt du be Der reinſten liebes⸗ adiſn delabet, O liebſter FeEſu! brunſt. Was iſt, das mich hemwi deinen gaſt, Wie reichlich nun ſchrecket? Da ich dis n han mich begabet! Jetzt f 6 lebens⸗brod Dich, JEſum tanmn ich freude, ruh und raſt. ſelbſt, geſchmecket, Veracht O wunderbare ſpeiſe! O ſich hoͤll und to. ich 3 üßer lebens⸗trank! Olie⸗ 4. So lang ich hie noch den,” bes⸗mahl! ich preiſe Dich wohne, Sey JEſu! deine ar, n durch den lobgeſang; Es huld gepreiſt, Weil duu gasn ſtaͤrket und erquicket Mein mich, meine krone Durch leben/ herz und muht. GOtt dich ſo gnaden⸗reich geſpeiſt. er'm lob! mein geiſt erblicket Du haſt mich reich getraͤn⸗ n d Nunmehr das hoͤchſte gut. ket, Und durch dein theu t 2. Du haſt mich jezt ge⸗ res blut Dich ſelbſt zu mi V V fuͤhret, O HErr! in deinen gnaden⸗ſaal, Wo nun mein geiſt beruͤhret Die gnaden⸗ guͤter allzumal. Du haſt dnaden mildiglich Das le⸗ bens⸗brod gegeben, Und — mir hie, mein leben! Aus ſch gelenket, Ounvergleichlich ut! Nun werd ich ja nicht erben, Weil mich dei troſt und raht Zu deines rei⸗ es erben Hiedurch erklaä⸗ ret hat. 526 Von dem Sakänentke des [4Ae rn. faſſen, Daß du dich mit ſo viel begier So tief herab gelaſſen Von deinem him⸗ mels⸗ ſaal zu mir? Du ſchoͤpfer aller dinge! Beſu⸗ heſ deinen knecht: A hi 1 daß ich dir bringe Ein herz, das from und ſchlecht, Das glaͤubig dir vertraue, Damit nach dieſer zeit Ich einſt dein antlitz ſchaue In deiner ewigkeit. 6. Du biſt, der ewig blei⸗ bet; Ich aber bin dem ein wind vertreibet. HErr! ich bin arm, Und du biſt reich. Du biſt ſehr groß von guͤte, Kein unrecht gilt bey dir; Ich boshaft vom gemuͤhte, Ich irre fuͤr und fuͤr: Noch kommeſt du her⸗ nieder, Und nimſt dich mei⸗ ner an. Was geb ich dir doch wieder, Das dir ge⸗ 7. Ein herz, durch reu zerſchlagen, Ein herz, das dan ernirſchet iſt, Dem wirſt du nicht verſagen Dein gnaden oͤl, O JE⸗ ſu Chriſt! Du wirſt es nicht verachten; Drum ei⸗ ſchatten gleich, Den bald Des herzens und der zun⸗ gen; Denn billig wird von nir Dein theurer ruhmbe ch ſungen Mit wahrer dank. lul. begier. deiner huld zu trachten. dh Nim doch das opfer hin 8. Gib, daß die lebens⸗ 1 peiſ In buß und glauben mich erhaͤlt, Damit auf kei⸗ aterlcht ne weiſe Das herz zur weit ſi zuruͤcke faͤlt. Gib, daßes keine wonne In dieſem le⸗ ben ſpuͤrt, Als die vonmei⸗ IEſu, ruͤhrt. Gib daß ich nichts begehre, Als der nelieb allein; Denn wenn ich der entbehre, Kan ich nicht ſelig ſeyn. 9. Wol mir lich binver⸗ ſehen Mit wahrer himmels⸗ ſpeis und trank! Nun wil dir lob, ehr und dank. Fahr hin, du welt⸗getuͤmmel, mel, Dem rechten vater⸗ land, Da wil ich freudig leben Ohn ungluͤck und ver druß, Da wirſt du, GOtt b mir geben Der wollu eert ſtets mein ſinn Nach uͤberfluß. ner ſonne, Von meinem 2 ich frolich ſtehen, Zu ſingen Du biſt ein eitler tand; Ich ſeufze nach dem hin⸗ 458. irunsgeg daß wrd Mta dni ſhenich ſnſolen a 4 5 1- 4 nn deln. vonme meinn Gib d Asi daß der that, Und bezahlte un⸗ wirr gehn auf ſeinen wegen In rechter lieb und bruͤder⸗ uns nicht gereue. Kyr. uns immer la Ba1L de EDneE Dy gelobet Der uns zu gute. Kyrieleiſen.— ſre ſchuld, Daß uns GOtt iſt worden huld. Kyr. *3. GOtt geb uns allen Daß dein arme chriſten⸗ heit Leb in fried und einig⸗ lkeit. Kyr.— — Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. 1 SSenen JE 459. ſum laß ich nicht, Meine ſeel iſt nun geneſen, Daß ihr ferner nichts Bebricht, Da ich JE⸗ ſſu gaſt geweſen. Darum ruft mein herz, und ſpricht: einen Eſum laß ich nicht. 2. Meinen JIEſum laß ich nicht: Weil er mich ſo bruͤnſt ig liebet, Daß erx⸗ als mein lebens⸗licht, Sich mir gar zu eigen giebet, Mit mir ewig ſich ver⸗ ſpricht; Meinen JEſum laß ich nicht. 3. Dieſer leib, dis theure blut IEſu! das ich jezt ge⸗ ſoſſen, Staͤrkt mich, und macht alles gut. Wer wil ſeinen gnaden⸗ſegen, Daß licher treue, Daß die ſpeis HErr! den heilgen geiſt 1„Der uns 15. mich nunmehr verſtoßen, Hrr von deinem ange⸗ ſicht? Meinen JEſum laß ich nicht. 3 4. Wol mir! daß mich l nichts mehr druͤckt. Ach wie wol iſt mir geſchehen Meine 8 1 48 4 4 S geb zu halten rechte maaß:u 2 DVon dem Saeramente Dder 1 elligen Abendmn — — Meine ſeel iſt recht erquickt/ Wen ich Feſ 3 dich ſehen, JEſu, meine zuver⸗ ſicht! Dich„mein JEſu! laß ich nicht. 8 5. Moſis donner lege ſich; Das geſetz iſt ſchon erfuͤl⸗ let: JIEſus hielt es ſelbſt fuͤr mich, Der des vaters zorn geſtillet, Der dis werk zurchs blut geſchlichtt. Mei⸗ nen JEſum laß ich nicht. 6. Dich, lam GOttes! laß ich nicht, Denn dutraͤgſt auf deinem ruͤcken Was mein ſuͤndlich herz ver⸗ bricht, Und mich ewig ſolte druͤcken. Wenn mich meine ſuͤnd anſicht, Laß ich dich, lam GOttes! nicht. 7. Meinen JEſum laß ich nicht, Er iſt ja mein bruder worden. Trotz, daß welt und ſatan ſpricht, Ich ſey noch in ihrem orden; licht. Dich, mein bruder! laß ich nicht. 1 8. Mein gewiſſen ſtille dich; Denn die handſchrift iſt zerriſſen. 1 jaͤmmerlich Ward ge⸗ martert und zerſchmiſſen, Deer vertrit mich vor ge⸗ ob ich GOttes 9, noch i orden; JEſum laß ich Nein: mein IEſus iſt mein gam, ich bin ſein. Ob der IEſus, der b — — — — 4 4 5 — —— — 8— — 5. 25 Meinen JEſannlaß kicht. Wreinen — — nicht. 9. Koͤmt der teufel ſpricht mir hohn, nitl ott rei lich: IEſus, GDres Bleibt mein erbtheil, wenn ich ſterbe. Trotz, wer mir dis gut abſpricht! Meinen u U JEſum laß ich nicht. 10. Tod! dein ſtacheliſt inzwey; Chriſtus iſt dein i gift geworden: Fuͤr dir bin if ich ewig frey; Nun kanſt du mich nicht ermorden. Trotz, daß mich dein ſtachel ſuß ihn ſticht! Denn ich laſſe ZE f ſum nicht. N Nn II. Hoͤlle, ſchweige! dei⸗ ne glut Iſt nun voͤllig aus⸗ geloſchet. IEſus 1 es, deſſen blut Mich von allen ſunden waͤſchet, Und vom feuer ledig Pricht Man. nicht. *12. JEſus iſt und blei⸗ bet mein, Weil er ſich mit mir verlobet. Er iſtbraut⸗ = —* — — — = — — — — — — — —— ——— — — —— — — — —— — — — — — — —— —= ——— — 2— — — —— = — — — feind gleich ſchrecklich to⸗ bet; Weiß ich, daß mir nichts gebricht„Denn ich laſſe I Dfum mcht nen 13. Laß mich auch, mein mnie IEſu bricht; Nim den geiſt in ¹Ach mein IEſul laß mich b todes finſterniß Mich mit ſtarker hand zu reiſſen. fe finden, Wenn mein ge⸗ 1 Ilge Dein eigen fleiſch und blut gut! Deß freut ſich leib und nicht. Koͤmt es einſt mit mir zum ende, Daß mir ſinn und herze deine haͤnde, Bleib auch: dann mein lebens licht. nicht. 3 14. Und deß bin ich auch gewiß, Weil mein JEſus mir verheiſſen, Aus des Nun mein herze glaͤubt und ſpricht: Amen! JEſum laß ich nicht. Mel. Von GOtt wil ich nicht ꝛc. gEſu,meit ₰& JEſu, mein 460. L verlangen! Hab ich nunmehr empfan⸗ gen; O welch ein theures ſeel; Denn ich bin wieder deine, Du biſt nun wieder meine, O mein Immanuell 2. Das opfer fuͤr die ſuͤn⸗ den Wird mir izt ſpeis und trank. Nun werd ich huͤl⸗ wiſſen krank; Ich halt ihm IEſum fuͤr: Den kan mir *und war nach dem Genuſſe des heil. Abendmahls. 529 0 JEnl nicht. fel muß ſich ſchaͤmen, Der 6 tod hat nichts an mi[.. 3. O was iſt das fuͤr freude, Mit GOtt verbun den ſeyn! Ich weiß von keinem leide, Mich ſchrek⸗ ket keine pein. Ja neh⸗ met alles hin, Den duumer— ſamt der erden; Doch muß ich ſelig werden, Weil ich in JEſu bin. 4. Hier iſt von ſeiner lie⸗ be Mein allerbeſtes pfand, Das er aus eignem triebe Mir armen zugewandt. Hier iſt mein loͤſe⸗geld. Hier iſt mein brod des lebens, Das eß ich nicht vergebens; Den tiſch hat GOtt beſteut. 5. Ach HErr! das ſind ja dinge, Die ohne maas und ziel. Bin ich nicht zu geringe? Iſts nicht fur mich zu viel? Doch nein, Herr JEſu! nein; Dennuu ich ſol das genieſſen, Daußs du haſt ſterben muſſen 3 Dein tod ſol meine ſeyn. 26. Die welt war dir ge⸗ haͤſſig, Und ſuchte deinen tod; Man bot dir gall und eſſig Auch in der lezten noht Zu deinem labſal dar: niemand nehmen, Der ten⸗ U nd mir wilt du das leben uuulul z0 Von dem Sacramente des heiligen Abendmahls ——P—P— 2.,—·—— — In deinem blute geben, Das ſchon verloren war? 7. Ich preiſe dich vom herzen, Mein heiland und mein GOtt! Fuͤr alle deine ſchmerzen, Fuͤr den ſo bit⸗ tern tod. Hab dank,/ mein oſter⸗lam! Daß du, was ich verſchuldet, So wil⸗ liglich erduldet An deinem kreuzes⸗ſtaum. 8. An dich wil ich geden⸗ ken, So lang ich denken kan, Die welt mit ihren raͤnken Iſt bey mir ausgethan. Mein aufenthalt biſt du; Drum ſchick ich leib und ſeele Zu deiner wunden hoͤ⸗ le, Daſelbſt iſt meine ruh. Nach der Communion eines Kranken. b Mel. IEſu meine freude ꝛc. das hoͤchſte weſen Mich, als Chriſti gaſt, Da ich zu ihm kommen, Gnaͤdig aufge⸗ nommen. Keine ſuͤnden⸗ laſt Und kein ſchmerz Be⸗ truͤbt mein herz; G anblut hat mich verneuet, und davon befreyet. Gun bin ich ge⸗ 3. K neſen, Weil lleiden, Nuf ich doch hriſti 2. Muß ich gleich freuden: Nun iſt JEſus mein. noch ſann mit den Sich mit mir verbun⸗ an den Unter brod und wein: Drum wil ich Ihn ewig. lich Mit dem herzen feſte t faſſen, Ihn nicht von mir ii laſſen. 3. Nun ich bin zufrie⸗ 19 den, Und von dir geſchie⸗ den, Suͤnden volle welt! unn Weil mir dein gepraͤnge, u Deiner luͤſte menge Nun nicht mehr gefaͤllt. Was du haſt, Giebt noht und ui. 6 laſt: Deine pracht und dei Wmn ne ſchaͤtze Sind nur ſeelen⸗ W l netze. 4. Nun bin ich beſchir⸗ met; Obgleich ſatan ſtuͤr⸗ met. Wil ſein ganzes heer Mich gleich aͤngſtlich ſchrek⸗ in⸗ ken, Wird mich JEſus decken; Was verlang ich mehr? Teufel, weicht! Mein JEſus reicht Mir die haͤnde die euch jagen, Und zu boden ſchlagen. 5. Kan ich wol auf er⸗ den Mehr geehret werden? Ich bin GOttes kind, Das nach dieſem leiden Dortmi —— ——— —— — —— —— — 21 —— — gu g nach Ad zwar nachdem Genuſſedesheiſigenêlbendmahls537.— tauſend freuden Jenes erbe findt, Wo mein geiſt Den heiland preiſt, Der mich durch ſein blut getraͤnket, Der ſich mir geſchenket. 6. Nun bin ich erquik⸗ ket; Denn mein IJEſus druͤcket Mich an ſeine bruſt. Ich kan nicht verderben, Nuß ich auch gleich ſter⸗ ben, Sterb ich nun mit luſt; Weil der tod Nur meine noht Meine quahl und kummer endet, Mich zum himmel ſendet. 7. Ich bin nun erget⸗ zet, IEſus koͤmt und ſetzet Mich ins freudenreich: Wie werd ich ihn loben! Denn ich bin dort oben Sei⸗ nen engeln gleich; Und dann wird Mein treuer irt Mir, nach dieſem kran⸗ en⸗leben, Lebens⸗kronen geben. 8. Ich bin nun begluͤcket Und der welt entruͤcket: Himmliſch iſt mein ſinn. Nicht eh ruht mein wille! Nicht eh wirder ſtille, Bis ich bey dir bin: Drum, mein heil Ach! kom in eil, JEſu IEſu! kom behen⸗ de! Gib ein ſeligs ende. Abend Lied eines Communi⸗ canten. Mel. Chriſt der du biſt der helle. 6 46² Sder iſt doch Dauf der welt, k⸗ der ſich So froh zu bette legt, als ich? GOtt lob! mir gab mein lebens ⸗fuͤrſt, Wornach mein herz ſo ſehr gedurſt. 2. Mein HErr iſt bey mir eingekehrt, Und hat bey mir nun feur und herd. Er iſt in mir, mein heil und licht; Ich halt ihn feſt, und laß ihn nicht. Nun bin ich freudig getroſt, Ich habe ja uns die himmels⸗koſt, Ich ha⸗ be Chriſti fleiſch und blut; Daruͤber jauchzt mein herz und muht. 4. Mein freund iſt mein und ich bin ſein, Die liebe uuu ſol ohn ende ſeyn. Dich preiſ ich, IEſu! fuͤr un fuͤr, Mein herz erfreuet ſich in dir.“ 5. Ich habe deine t/ Da du dein blut an mich gavand, Mich mit geſpeiſt, getraͤnkt, l lieb erkant dir ſelb 41 2 Mir volle jnuͤ e ha ⸗ ſchenkt. gnuͤge haſt ge 1 2— 6*— — 4 4 3 2 4 4 die gemeine: Und, daß ſie Da iſt die wahre kirche. — Von der chriſtlichen Kirche 6. Ja deine lieb iſt mein auch die“ 1. 14— e finſtre 17m panier, Zum ſchirm und mir, Gefioſr e nacht by ſhidendes nu, Darunter traum bey dir ich auch im uſn ſchlaf und wach ich gut, 9. In d— arter 15. 5, 7 In el Weil mir kein feind hie ſchfich en delnen larmn fa ſchaden thuti. meine decke ſeyn; utßhß beler O freude, die du mir daß mich hier in n Hilf,(man⸗ vereit! Nim hin mein herz zelt Nichs Kort meinem lanin voll dankbarkeit, Nim leib bis dirs gefaͤllt. und weckt,(ugn und 5 und Hwas ſonſt L. Ich ſchlafe da4 niti „( och alles wirk⸗ m* 4 2 Afe 7 doch„Her lich d L⸗ mein herze wacht, Und bit⸗ maind ch dein geh mit ſolche te t/4 d aß es tag 1 nd n dr tit mn .8. Ich geh mit ſolcher Feſt in dein herz id nacht unmd buſt Fur rüh, und ſchlic Feſtoin den adgſalch n gen froͤlich zu. Bleib nichts von JEſu deb, 6 IV. 2 1 8—— Von der chriſtlichen Kirche laure v und zwar glanhen Mel. Allein ddr der Stiftung derſelben hng Allein G Ott in der hoͤhꝛc. unbeflech 699 S 4 II. eck end pot M. 463. en dtt, dereat unthann hu dein Heier h oh gir ic 4 als GOer hangade Kſ A 89 1 7 4 9 4 kach lut Sie— 3. 6 1b m den Mans fall uns ſuͤndern thum Si als ſeim eigen⸗ air ſte at; Ee ndſ dfdaſſen ſelbſt erworben Die luhe i hat; So gabſt du deinen 3. Er ſandt hierzuf fute kinde, da 3. Er„.e MWUManit ein ana dd gnde derunn reines oſe dhchebi fin„ne 4 35 us r⸗. en ⸗ ute huld, und ſolches hieß Der ſeellehre An jedes volt,an 9 garten deinee kirche. hare ort. Daß alle welt es N JEſus ſeyn, Der liebte ſie rein ſind, Wo man l e rein und lauter findt, ban A 21 . 4 ne; h rch he jerzuſ der wr es Vol,0 nuch 5 4 Zwar ſtellt ſich man⸗ — und zwar von der Stiftung derſelben. 533 cher heuchler ein, Als un⸗ kraut bey dem ſamen. Er iſt ein chriſt, doch nur zum ſchein, Traͤgt ohne kraft den namen, Itt nur der ſicht⸗ bar n kirche glied; Doch iſt ein großer unterſchied Der unſichtbaren kirche. 5. Denn da muß man in werk und that Deuchriſten⸗ namen weiſen. Das wort, das uns berufen hat, Muß man durch werke preiſen. „Wer GOttes wahrheit lauter lehrt, Durch buße, glauben, leben, ehrt, Den liebt GOtt und die kirche. 6. Die kirche iſt ein him⸗ melreich, Ein tempel, ein gebaͤnde, Dem garten und dem acker gleich, Giebt eine ſeelen weide. An chri⸗ ſti haupt iſt ſie der leib, Iſt unſre mutter, Chriſti „ ein weinberg. 7. Ach GOtt! befeſtige den grund, Den deine gna⸗ de bauet. Ach IEſul ſtaͤrke du den bund, Der dich mit uns vertrauet. Ach guter ſtets dein wort Der kirche rey! Ach ſteure du der heu⸗ cheley Und allen kirchen⸗ Triumph! lob, ehre, preis und geiſt In deiner kirche worden. b 8. Gib lehrer, welche Wir ſind durch dich ein leib b lauter lehren. Gib hoͤrer, die auch immerfort Voll⸗ bringen, was ſie horen. Ach wehre ſelbſt der ketze⸗ feinden. 1 9. Doch muͤſſen hier noch rotten ſeyn, Womit die kirche ſtreitet; So fuͤhr uns in den himmel ein, Den JEſus uns bereitet. und macht Sey dort deu lam und GOtt gebracht; Triumph! da ſiegt die kirche. 6 Mel. Komt her zu mir ſpricht c. Err JEſu, 464. Do aller men⸗ ſchen hort! Durch deſſen theuer⸗wehrtes wort Wir in dein reich gelangen; Wir ruͤhmen deine guͤtig⸗ keit, Die ſich gleich, von der geiſt! ſey hoch gepreiſt; erſten zeit Der gnaden, an⸗ gefangen. . ⁴₰ 3 . Von der chriſtlichen Kirche 2. Du ſelber haſt vor unſrer zeit, Im ſtande dei⸗ ner niedrigkeit, Dein le⸗ bens⸗wort gelehret. Die muſten unſre lehrer ſeyn, Als du zu GOtt ge⸗ kehret. b 3. Die haben, was du ausgeſtreut, Mit treu und ne ſchmach geſcheuet. Sie zeigten ihren heldenmuht, Wenn gleich der feind mit marter, glut, Und vieler wuht gedraͤuet. 4. Sie wurden oft mit ſchimpf geſtaͤupt, Sie ſind geſteiniget, enthaͤuptt, Und litten es mit freuden, Und was ertrug die chriſtenheit Nicht von den feinden nach der zeit Fuͤr jammer, ſchmach und leiden: 5. Und dennoch hat dein theures wort, Durch ſol⸗ che marter fort und fort Mit freuden zugenommen: Es iſt durch quahl, ver⸗ folgung, noht, Und durch ſo mancher chriſten tod Nur weiter fort gekommen: 6. So, daß die ganze anmwelt erkennt, Es ſey der t. Du ſetzteſt drauf apoſtel ein, eifer ausgebreitt, Und kei⸗ kirchen regiment In deinen allmachts haͤnden; Daß weder feuer oder ſchwert Die ſchaͤflein deiner reinen herd Von dir, dem hirten, wenden. 7. Nun HErr die gan⸗ ze chriſtenheit Wird der gnade jederzeit Erheben, ruhmen, preiſen, Daß du, trotz aller feinde macht! Dein theures wort empor gebracht, Um unſern geiſt zu ſpeiſen. 8. Wir ſeufzen, flehen, bitten dich, Du wolleſt fer⸗ ner gnadiglich Ob deiner herde walten; Bey deinem wort, durch ſtarken ſchutz, gegen aller teufel trutz, de chriſtenheit er⸗ Auch halten. 9. Das evangelium, das du Uns dieſe zeit in ſtiler ruh So reichuch laͤſſeſt ho⸗ ren, Laß ſtets erkentniß, glauben, licht, Vertrauen, liebe, zuverſicht, In unſern herzen mehren. 10. Und ſolte ſich bey unſrer zeit Perfolzung⸗ marter, herzeleid, Angſt, noht und truͤbſal finden; So mach uns, Heir an 1 gun —— — — — — —— —— — — — — — —— — —.— — 1 ——— — — — — — —— —— —— — .— —— — — —— — — — — — — — —— — — — — — 1 1 9 5 U U 1 9 ☚ 4 nden glauben reich, Damit wir, ze ward ein theit Vom ſenen zeugen gleich, Durch zimmermann verbrennet: ſhna dich ſtets uͤberwinden.(Das uͤbrige ward mittler⸗ rein II. Ja gib uns einen weil Gefaͤrbt und ga ge⸗ Khian helden⸗muht, Damit wir nennet. Der meiſter, der gleichfals gut und blut Fuͤr es erſt gemacht, Muſt als⸗ den deine lehre wagen, Daß denn davor treten: Was ird 1 unſre treu in noht undpein ſeine hand hervor gebracht, Erhen, Auch viel erweckt, dir treu Das muſt er nun anbe⸗ da zu ſeyn, Und wir die krone ſten, Sein eigen werk hoͤchſt umn kragen.(hren.. t mna 12. Laß dir die chriſtliche 3. Des himmels heer ſerngi gemein, HErr! insgeſamt von andern ward Zum got⸗ I befohlen ſeyn; Erhalte ſie tesdienſt erwaͤhlet. Viel ,in auf erden Inkrieg und ſieg, ſterne ſind zu ſolcher art ollei in leid und freud, Bis ihr Der goͤtter mit gezaͤhlet. vm die himmels herrlichkeit Auch ſind gar viel verſtorb⸗ wd Wirdoffenbaret werden. ne leut Hernach zu goͤttern en in——— worden: Die doch veruͤbt er ni Mel. Chriſt unſer Hrr zum ꝛc. 4 ihrei zet Sünd ſchan⸗ 4 ahar G Ott, dir ſey wurden angebeteW läane ewig preis 4. Drum ſey, HErr! 1 6 und ruhm, Der unſere vor⸗ fuͤr dein wort gepreiſt, AUndd liſt fahren Gebracht aus jenem was wir darinn leſen, Daß 1 1 heidenthum, Darinn ſie du, o vater, ſohnund geiſt! eieſ. alle waren Verblendet an Fur eimn biſt im weſen. fanmn verſtand und ſinn, Sich Du biſt der wahre GOtt Inuſg felbſt nicht konten rahten, allein, Der einige erretter. Den ſtummen goͤtzen im⸗ Nichts gegen dich zu rech ſch merhin Goͤttliche ehr an⸗ nen ſeyn Der heiden fal fih thaten, Die doch kein leben ſche goͤtter: Die konnen nie⸗ „Ah hatten. mZand helſen. f 2. Vom baum und hol⸗! s. Daß uns dein wille & Ll 4 wuͤrd Von der chriſtlichen Kirche wuͤrd bekant, Ovater hier auf erden, So haſt du dei⸗ nen ſohn geſandt, Und ihn GOttes heil und guͤtigkeit Uns allen iſt erſchienen; Daß wir ihm zuͤchtig je⸗ derzeit, Gerecht und heilig dienen, Auf ſein erſchei⸗ 1r6 DeR Jeſu git 0. HERR JEſu! gi us gnad und ſtaͤrk, Daß u nen her! Fuhr ſie in deinen ſchaaf⸗ſtall ein, Uer zung auf erden Haſt r Fortan auch an⸗ lehre für und fuͤr Durch aller herzen dringen, Und alle dir zufuͤhren.. 8. Hilf, daß ſie fleißig ; 5 11 ! 4 4 1 21 4„ “ 1 menſch laſſen werden: Da wir der blinden heiden Un⸗ m, dre bringen: Mit reiner ſtrafen; Im glauben, lieb, gottſeligkeit Vorgehen ih⸗ ren ſchafen. Lat uns ja alle thaͤter ſeyn Des wor⸗ tes, nicht nur hoͤrer! Daß uberall und allgemein Wir, und all unſre lehrer Des glaubens end erhalten. — Von der Gluͤckſeligkeit, deren man in der Gemeinſchaſt der Kirche genießt. Mel. In dieh hab ich gehoffet d. 2 66 G Ott hat die 4 8 kirche wol gebaut; Wer ſich derſelben anvertraut, Der iſt zum heil erkoren. Wer drau⸗ ßen bleibt Und nicht recht glaubt, Hat heil und troſt verloren. 2. Drum geht mein ſor⸗ gen nur dahin, Ob ich ei glied der kirche bin, Wenn lich mich alſo nenne; Und ob ich mich Nur auſerlch Zur chriſtenheit bekenne. wahres glied; Weil man Die Chriſti glieder haben: SOtt ſchmuͤket un E. 4 allezeit Ermahnen, troſten, 3. Doch nein: ich bin ein die zeichen bey mir ſieht, und zwar von der Reformation der Kirche. 537 6 6 4 ’ —— ines gei⸗ mein fuͤrſprecher wohnet, dee, nen wa her au genaßde ee 4. GOtt ſchenket mei⸗ Ausgnaden wo belohuet. en nem glauben kraft, Es 9. Thut mich derſ 1 din bleit miht bey der wiſſen ſchon in den bann. Gunug, r. N ſchaft; Mein Kiiſ wird daß mich GOt heraua ge⸗ en h auch erquicket, Wenn mir than. Berdamemane 1 ter das wort GOtt, meinen lehre; Gnug daß der geiſ n. hort, Feſt in das herze e Tin tepeiſ, Daß ich deicket. wort iſt hell und 10. Nun GOtt! bewah⸗ ri,i 5 d ich IE⸗ re dieſes gut, Und ſchuͤtze un ffnbar, Dawerd ch ich füͤr ubermuht, Daß u. ſum balb gewahr, Daech mich für n uht, Da den ich troſt empfinde; ich gehorſam glaube, In azſn Weig ich mein theil, Und liebe, zucht, Und glaubens⸗ thau ihn, mein heil In allen frucht Ein gliedmas Chri⸗ ihn, Z heil, 4 9 rhen ſpruͤchen inde. ſti hleibe. d. onnes Vns daſt 6. Er hat das pfand der 11. GOtt goͤnnet un⸗ itn gnaden⸗wahl In taufe, noch itzo friſt; Drum weil der do lauben, abendmahl Aus⸗ die kirche ſichtbar iſt⸗ So ihtm druͤcklich eingeſetzet; Drum laſſ er ni hts verderben, undn laß ich auch Den rechten Daß wir ſo fort An un kauch In allen unver⸗ ſerm ort Auf dieſen glau 1 brauch J rn or ſn giau ma letzetrt. en ſterben.— big 7. So drüt auich eine—— „I fünden⸗noht. Ich war on der Reformation 1. ſradgg aa deniod: Dem Von der Veform auſuh hier iſt GOttes Bandn Lutherum. imm Der helfen kan. Deu rn: Mel. Durch Adams fall iſt ꝛc. htnd ich an, Und ſpreche froͤlich:§ Hrrl dern eil’a amen! 7. O Ae d 8. Derhalben iſt mir 46 D ſeligma⸗ ehan herzlich wol, Wenn ich an chend wort Iſt lang ver⸗ nch himmel denken ſol, Wo dunfelt dliben; Diewen —* 8 Von der chriſtlichen Kirche und zwar— ſie faſt an jedem ort Nur menſchen ſatzung trieben. Der glaubens ⸗kraft ward nicht gedacht, Durch die man dir vertrauet, Und allen andern troſt nicht achtt, Nur blos auf JE⸗ ſum ſchauet. 2. Die heilgen wurden immerdar Zur furbitt her⸗ gezaͤhlet, Verehrt, un endlich auch ſo gar Zu helfern auserwaͤhlet: Da du doch, GOtt! der helfer biſ Im himmel und auf erde JEſu Chriſt Wil angeru⸗ fen werden. 32 3. Die werke, die ma da befahl, Hatt eigen⸗witz erfunden: Der aberglau⸗ be ward zumal Recht ernſt⸗ lich eingebunden. Was aber du geboten haſt, Das wmar nicht noht zu wiſſen; War man nur ſonſt, die menſchen⸗laſt Zu tragen, recht befliſſen. 4. Dis einzufuͤhren, iſt die liſt Vornemlich die ge⸗ weſen: Dein wort, das unſre richtſchnur iſt, Hat n, Der nur im namen Das blinde volk war zeit Alſo leicht zu gen, Sie wuſten ni unterſcheid Der wa und der luͤgen. zu der etru⸗ 48 den rheit 5. Da wurde denn nach eignem ſinn Ein gottes⸗ dienſt erdichtet, Den man, aus geiz, nur auf gewinn 8 * Und gleißnerey gerichtet. d Des hoͤchſten wort bliebun⸗ bekant, Man kont esſelten hoͤren; So muſte ſich der menſchen⸗tand Faſt taͤglich haͤufig mehren. 6. Und wenn man gleich das ſchwere joch Durch lange zeit getragen; So zweifelten die herzen noch, Und konte niemand ſagen, Ob er damit genug ge⸗ than, Den himmel zu er⸗ werben; Und trat die lezte noht heran, Muſt er in zweifel ſterben. b *7. HErr! dir ſey dant und preis gebracht, Daß wir zur wahrheit kom⸗ men, Daß deines wortes licht, die nacht Der blind heit weggenommen. Wi wiſſen: wer auf Chriſtum man nicht döoͤrfen leſen; traut, Erlanget heil unh b leben; (it W TheG fin lebe mht, bnn prieſen. um Erhaltung derſelben bey reiner Lehre. 532⁰ ⁰1 leben; Indem er glaͤubig auf ihn ſchaut, Wird ihm die ſchuld vergeben. 8. Dann thut der menſch, auf GOttes raht, Durch deſſen geiſtes ſtaͤrke, Was GOtt ihm anbefohlen hat, Als rechte gute werke, Daßz er ſich in beſcheidenheit, Geduld, treu, demuht uͤbet; Voll keuſchheit, friede, freu⸗ digkeit GOtt und den nech⸗k ſten liebet. 2. So viel ſagt uns des HErren mund, Wobey wir feſte bleiben: Wir laſſen uns von dieſem grund Auch keinen engel treiben. Nun wird von uns die große guͤt„Die GOtt an uns erwieſen, Allzeit mit dankbarem ge⸗ dis muͤht Erkant und hoch ge⸗ 10. HErr! eile und be⸗ kehre noch Die in der irre gehen. Wach auf, zerbrich und ſtuͤrze doch Die dir ent⸗ 9 dein ſeligmachend wort Und ſeinen lauf verhindern, Erhalt und ſchenk es fort uns von ſüm gegen ſtehen: Laß nichts der ſeelen arzeney, Um die Erhaltung der Kirche bey reiner Leh⸗ re und heiligem Mel. HErr GOtt der du erforſch. 68.(G tt! der du 4 5. G licht und quelle biſt, benoͤhtigt iſt oſt zu ſchoͤpfen haben; Wir dan en dir, daß du dein wort Uns bis anher an dieſem ort So lauter laͤſſeſt hoͤren. 6 Der wahrheit pfeiler ſtehet t noch: So druͤckt uns auch kein fremdes joch Unnuͤtzer menſchen⸗lehren. 2. Wir dan uns dein licht I heit leitet. i So heiſſen wir ſtets deimu geſchlecht, Das du dir aus⸗ erleſen. Dein wort ſpricht den frey, Es iſt Durch welche wir geneſen. 3. Es ſteuret allem her⸗ zeleid, Weil Chriſtus in uns wohnet, Und der, als u n und fort, Nach uns, auch unſern kindern. unſer troſt und freud, u Daraus wir alle gaben, Der runſer heil Getroſt zu ken dir, dass nalle wahr⸗ So lang uns 3 dein angeſicht Wie Iſrael begleitet; So ha⸗ ben wir dein kinder recht, Macht, l 540 Von der chriſtlichen Kirche und zar Macht, daß GOtt unſer ſchonet. Es iſt der rechte lebens⸗ſaft, Es laͤßt uns niemals wonne, kraft, Troſt, heil und ſtaͤrke feh⸗ len. So ſtill auch GOttes bruͤnlein flieſſt; So reich und ſegens voll ergießt Es ſich in unſre ſeelen. 4. Durch dieſes zeugniß wird die ſeel Mit deiner kirch verbunden. Durch = Den drachen uͤberwunden. Es zeigt, als eine richt⸗ ſchnur an, Wie man recht glaͤuben, leben kan, Wenn man nur darauf achtet. Des himmels vorſchmack findet ſich, Wenn man dis wort recht inniglich Erfor⸗ ſchet und betrachtet. 5. HErr! gib uns kraft, damit dein wort Recht tie⸗ fe wurzel ſchlage, Und die⸗ — gute fruͤchte trage. Bring uns dadurch erkentniß bey, Darin der glaube thaͤtig ſey, Der innre menſch ſtark werde: Aufdaß durch dei⸗ nes geiſtes kraft⸗ Wir uͤben 8 dieſes wort hat Michael 6. Wie wir bisher mit frohem muht Dein liebes wort vernommen; So laß auch dieſes theure gut Auf unſre nach⸗welt kommen. Die kirch und ſchulen ſegne du, Erhalt uns ſelbſt in guter ruh, Als deine hausgenoſſen. Den leuch⸗ ter deiner reinen lehr Wollſt du bey uns, HErr! nimmermehr Von ſeiner ſtaͤtte ſtoßen. — 2— 4 3 1 4 7. Warum haſt du der erſten welt Die ſundfluht zugerichtet, Das haus zu 8 Silo abgeſtellt, zernichtet? A8 ſie, nach ihres herzens wahn, Dein wort voruͤber giengen. So geht es noch zu dieſer friſt: Was ein ge⸗ ruch des lebens iſt, Kan tod und ſtrafe bringen. 8. Nun GOtt! dein wort bekehre die, So deine wahrheit haſſen. Lehr/ uͤberzeug, un Den irrthum zu verlaſſen/ 3 F pen mit der zeit Von ihren gute ritterſchaft In aller⸗ ley gefaͤhrde. augen fallen, So wie da 2 Die urſach zeigſt du ſelber an: Weil Jeruſalem — — — —— ——— — — — — — — — — — — ——— — 2 — 3— —— — — — 89 dehenw dahſ u treibe ſie/ i Damit, nach aller hitter keit, Der blindheit ſchup⸗ dort mfänen d(Aegei dn ght 7 0 d 85 ¹ dort dem Saul gethan; Hörr! gefaͤllt, Dein haͤuf⸗ Gib daß dein volt beſtandig = um Erhaltung derſelben bey reiner Lehre. S41 Daß ſie mit uns auf rechter bahn Zum himmel moͤgen wallen.»Ap Geſch. 9, 19. 9. Wenn aber dir es lein zu bewaͤhren, Obes in noht auch glauben haͤlt; So hore ſein begehren: ſiegt, Mit deiner gnad nie unterliegt, Wenn gleich die ſinde ſchrecken. Laß ſie bekennen, trotz dem ſpott: Zu zion iſt der rechte GOtt, Der kan ſein volk bedecken. 46 9 Hrhalt uns, ). deinem wort, Und ſteur des pabſts und tuͤrken mord, Die JEſum Chriſtum dei⸗ nen ſohn Sturzen wollen ᷣ von ſeinem thron. HErr! bey ſcha deinm volk ein rley ſinn auf erd. Steh ins leben aus dem tod. 4. Ach HErr! laß dir be⸗ fohlen ſeyn Die arm be⸗ draͤngte chriſten dein: Bey feſtem glauben uns erhalt, Und reiß uns aus der feind gewalt. 1 5. Ihr anſchlaͤg, Err! zunichte mach, Laß ſie tref⸗ fen die boͤſe ſach, Und ſtuͤrz ſie in die grub hinein, Die ſie machen den chri⸗ ſten dein. unſ'r Und hilfſt gewaltig deiner haar, Die ſich auf dich verlaͤſſet gar. gnaͤdiglich, 2. Beweis dein, macht, Der fuͤr uns koͤnte ſtrei⸗ HErr JEſu Chriſt! Der ten, 4 e ſt du ein HErr allr herren biſt: Beſchirm dein arme en, Denn du unſer GOtt alleine. ere e chriſtenheit, Daß ſie dich lob in ggke 3 6 3. GOtt heilger gei b du troͤßeer wehrt! Gi und aller und gut regiment, Daß wir unter ihnen Ein ge⸗ Gib ruhiges und ſiilles ſeben bey uns in der lezten noht, Leit uns 6. So werden ſie erken⸗ nen doch, Daß du HErr GoOtt lebeſt noch, 37. Verleih uns friede uul HErr GOtt! zu unſern zeiten: Es iſt doch ja kein andrer nicht„ d anſenn uie obrigkeit Fried —— “ 4— 3 3 3 ——2äcöhööoöhöhöͤſͤſͤͤſͤſͤſſſ 542 Von der chriſtlichen Kirche und wavr fuͤhren moͤgen In aller ottſeligkeit und ehrbar⸗ eit. Amen. b GOTT! du 4/0. G weizt, i was fuͤr zeiten Deine liebe deinem willen lebt: Ach! an allen ort und ſeiten Ueberall in jedem ſtand Nimt das unkraut uͤber⸗ handd. 2. Weil bey huͤtern und bey ſchafen Oft zu große ſicherheit Herrſcht in dieſer lezten zeit; Saͤt der feind, indem ſie ſchlafen, Auf den acker, da dein wort Wachſen ſol, liſt, trug und mord. b ner wachen, Daß nicht un⸗ kraut, ſuͤnd und ſchand Puzüch nehmen uͤber⸗ and. Hilf du ſelbſt in al⸗ len ſachen, Gib den regen fru und ſpat; Gib troſt, huͤlfe, raht und that. 4. Laß uns deines wor⸗ tes ſamen, Lehr und leben, halten rein, Und ein rei⸗ ner weizen ſeyn, Daß wir Mel. 2. Alles was mir GOtt ꝛc. kirche ſchwebt, Die nach 3. Hilf, daß deine die⸗ deinen wehrten namen Ruhmen hier in dieſer zeit Und in alle eroegkent des 5. Wirſt du endlich ſel⸗ ber kommen, Bricht die ernte einſt herein; Samle uns mit freuden ein, Und laß uns, mit allen from⸗ men, In des lebens buͤn⸗ delein Ewig eingebunden ſeyn. ——— 471. K ich GOttvom 1. ꝑ himmel ſieh darein, Und laß dich deß erbarmen! Wie wenig ſind der heilgen dein! Ver⸗ laſſen ſind wir armen. Dein wort laͤßt man nicht haben wahr, Der glaub iſt auch verloſchen gar Bey allen menſchen⸗kindern. 2. Sie lehren eitel fal ſche liſt, Die eigen witz er⸗ findet: IJ nes ſinnes iſt In GOttes wort gegruͤndet. Der waͤhlet dis, der andre das; Sie trennen uns ohn alle maaß, Und gleiſſen ſchon von außen. 3. GOtt woll ausrotten r und gar, Die falſchen chein uns lehren! 8 deren Ihr herz nicht ei⸗ ort ſ roſt w an, Un arnen gar 4 indern. reita — Und leucht't ſtark in die flechte. um Erhaltung derſelben bey reiner Lehre. 543ℳ iitl deren zung ſtolz offenbar Spricht: krotz, wer wils uns wehren? Wir habens recht und macht allein; Was wir ſetzen, das gilt gemein: Wer iſt, der uns ſoll meiſtern. 4. Darum ſpricht GOtt: ich muß auf ſeyn: Die armen ſind zerſtoͤhret, Ihr ſeufzen dringt zu mir er ein, Ich hab' ihr erhoͤret: Mein heilſe 1 wort ſol auf dem plan Ge 4 troſt und friſch ſie greifen an, uind ſeyn die kraft der arm 5. Das ſilber, durchs feur ſiebenmal Bewaͤhrt, wird lauter funden: An GOttes wort man warten ſol Desgleichen alle ſtun⸗ den. Es wil durchs kreuz bewaͤhret ſeyn, Da wird erkant ſein kraft und ſchein, lande. 6. Das wollſt du, GOtt: bewahren rein Fuͤr die⸗ ſem arg'n geſchlechte: Und loſe leute ſind In deinem volk erhaben. 8 Odaͤmpfe ſelbſt, du ſtarker GOtt! Die dir de ehre rauben: O JE⸗ Chriſt in aller noht Gtare unſern ſchwachen glauben. O heilger geiſt! verleih uns gnad, Daß wir fuͤr ſund und miſſethat Mit allem erſt uns huͤten. 2. 8 ſpricht der 47 unweiſen mund wol: Den rechten GOtt wir meinen. Doch iſt ihr herz unglaubens voll, Mit ethat ſie ihn ver⸗ neinen. Ihr weſen iſt ver derbet zwar, Vor GOtt iſt uu tes ein greuel gar, Ihr kei⸗ ner thut was Sgutesd 2. ws ſelbſt vomuu himmel 5 herab Auuf alle men ſchen kinder, Z ſhauen ſ e er ſis egad Ob er lemand oͤgt fin⸗ den; Der ſeinn! vrand gerichtet haͤtt, Mit ernſt nach GOttes worten thaͤt, laß uns dir befohlen ſeyn, Daß ſichs in uns nicht Der gottlos hauf ſich immer findt, Wo ieſe Und fragt nach ſeinem willen. Dawar niemand auf rechter bahn, Sie ua E 2 7 4 3 all ausgeſchritten: Ein jeder gieng nach ſeinem wahn, Und hielt verlohr⸗ ne ſitten. Es that ihr kei⸗ ner doch kein gut; Wie⸗ wol gar viel betrog der gefallen. Wie lang wollen un⸗ wiſſend ſeyn, Die ſolche muͤh aufladen, Und freſſen Defür das volk mein, Und nehren ſich mit ſchaden? Es ſteht nicht ihr vertraun auf GOtt, Sie rufn ihn nicht an in der noht: Sie wolln ſich ſelbſt verſorgen. 5. Darum iſt ihr herz nimmer ſtill, Und ſteht all⸗ zeit in furchten. GOtt wil, Dem ſie im glaubn gehorchen. Ihr aber Und hoͤhnet alles, was er ſagt, Daß GOtt ſein troſt iſt worden. 6. Wer ſol Iſrgel dem armen Zu zion heiverlan⸗ gen? GOtt wird ſich ſeins ff 1 4 5 Davon wird Jacob won⸗ muht, Ihr thun ſolt GOtt dey den frommen bleiben chmaͤht des armen raht, voolks erbarmen, Und loͤſen die gefangnen. Das wird nmer thun durch ſeinen ſohn: freuen. —— Klage Fions uͤber den Ver⸗ u fall der Kirche. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 2 Wu heiligſtes 3. und hoͤchſtes weſen! Vollkommenſte ge⸗ rechtigkeit, GOtt! du haſt uns dir auserleſen, Und von Egyptens joch befreyt; Daß uns dein evangeliſch licht In IEſu alles heil verſpricht. 2. Du ſchenkeſt uns das in wort des lebens Nunmeh⸗ ro ſchon ſo manches jahr. Uns droht der feind noch i jezt vergebens Mit toben, morden und gefahr. Die i feſte burg bleibt doch be⸗ ſchirmt, So ſehr der ſatan auf ſie ſtuͤrmt. 3. Wir wiſſen, daßwir i ſollen glaͤuben, Daß unſer heil nur IEſus ſey; Doch muß des glaubens kraft uns treiben, Zu leben ohne heucheley; Herz, mund und that muß uͤberein Vor dir gut evangeliſch ſeyn. muͤſſen agen, Daß wir ga 4. d aber, ach! wir 44 Von der chriſtlichen Kirche und zwar ne habn, Und Iſrael ſich i ralſc t doh rder ſun 1 groſte haufe Misbraucht in hand, Und breitet ſich durch ſadR und land. 5 1 =— um Erhaltung derſelben bey reiner Lehre. 54tt den⸗tagen, Unwiſſend, und nenvidfa blind. Wie kalt und lau wirſt du geehrt? Wie ungern wird dein wort gehort, iel dichten ſich zwar einen glauben, Der doch nur ihr gehirn erfuͤllt; Dieweil ſie frucht und le⸗ ben rauben, Das aus dem wahren glauben quillt: Sie bilden ſich/recht fromm zu ſeyn, Unnoͤhtig und un⸗ moͤglich ein. 8. Doch leider! auch der ie gnaden⸗mittel ſehr: Man trotzt auf nachtmahl, beicht und taufe, Und laͤßt b das herz von IEſu leer: Bey aͤuſerm dienſt und ſicherheit Hofft man doch l auf die ſeligkeit. 7. Man moͤgte blut fuͤr thraͤnen weinen, Wenn man die bruͤche zions ſieht! Ach GOtt, wie trennen ſich die deinen! Es zankt und beißt ſich glied mit glied. Das aͤrgerniß nimt uͤber⸗ gar ſehr verfallen ſind. b Viel ſind, bey hellen gna⸗ 8. Wenn du den leuch⸗Muul ter von uns ſtieſſeſt, Wenn du das evangelium Bey uns ganz untergehen lieſ ſeſt, Ja ſchlugſs du uns, dein eigenthum, Mit aller⸗ tiefſter finſterniß; Ach! ſo verdienten wirs gewiß. 2. Jedoch wir fallen dir zu fuße, Und ſuchen in der gnaden-⸗zeit, Mit wahrer reu und herzens⸗buße, Bey dir, o GOtt! barmherzig⸗ keit: Vergib in IEſu alle lhulde Behalt uns noch in einer huld. b 10. Wir wollen ſtets in deinem lichte Als kinder in der wahrheit ſtehn, Und durch rechtſchaffne glau⸗ ens⸗ fruͤchte Zu deinem preiſe einher gehn: Ent⸗ zeuch uns nur dein heitres icht, Dein wort und deineu gnade, nicht. Klagen Zions uͤber die Si⸗ cherheit und Bosheit der Welt. b Mel. Wo GOtt der HErr nicht. (EErr! deine 474. o guͤt und treu iſt groß, Daß wir uns wun dern muͤſſen. Wir liegen Mm vor vor dir arm und blos Voll ſchmerz zu deinen fuͤßen: Die bosheit waͤhret im⸗ merfort, Und du bleibſt doch der treue hort, Und wwiilt uns nicht verderben. 2. Die ſuͤnden nehmen uberhand, Dis ſieheſt du mit ſchmerzen: Die wun⸗ den ſind dir wol bekant Derr ſehr verkehrten her⸗ zen. Die ſchulden nehmen eaͤglich zu; Es haben weder raſt noch ruh, Die dir den ruͤcken kehren. 3. Dein auge ſtehet wi⸗ der die, So deiner wege feehlen, Und voller bosheit 4 38 und fruh Die laſter⸗ bahn erwaͤhlen, Die nur im ſchnoͤden ſuͤnden⸗wuſt Des fleiſches hoͤchſt ver⸗ derbte luſt Zu buͤßen eifrig trachten. 4. Deswegen flehn und ſeufzen wir, Du wirſt uns, Henr⸗ erhoͤren, Und die ſo boͤſes thun, zu dir Durch deinen geiſt bekehren. Er⸗ leuchte doch die boͤſe welt, Die ſich bey ſunden ſelig haͤlt, Und ſo zur hoͤllen eilet. .. Erbarme dich, o treuer Gott! Der welt, die du N„. anz in ſuͤnden todt, & 5 2 e n ſnde dich betruͤbet. N 546 Von der chriſtlichen Kirche und zwar geliebet, Der welt, de Gib, ſg. aß dein wort durch ſeine Ku u ◻△ kraft J felſen gleichen. 6. Wir bitten dich, ent, mi decke doch Der welt und i ihren kindern, Wie ſanft und angenehm dein joch Den bußfertigen ſuͤndern, Die ſich von ihrer ſuͤnden ſchuld Zu Chriſti blut und deiner huld, In buß und glauben wenden. 7. Die herde, die du dit erwaͤhlt, HErr! ſetze ſelbſt zum ſegen: merle ihr gl- üͤhr ſie les, was ihr fehlt, auf deinen wegen. Ma deine treu und vater⸗han Den kindern allen wol bekant Die deiner gute trauen. 8. Ein hirt und vater 5 meint es treu Und herzli mit den ſeinen; Du bi noch mehr, deß ich mich freu, Wie kanſt dus boͤſe meinen? Drum trauen wir allein auf dich, Ach! leite du uns vaterlich Nach dei nem raht und willen. h len. 4 — zn ſolchen herzen lcſe früchte ſchafft, Di harke 9 —— 2—— t, d uns darneben, Daß du uns Die ehren⸗krone geben: ſchutz! Sieh doch, wie die aſch und erde, Großer GOtt! mit grim und trutz in Tobt und wuͤtet wider dich; Sie vermißt ſich fre⸗ ventlich, Deine kirche zu verſtoͤren, Und dein erbtheil unſer koͤnig; Wir ſind dein mit leib und ſeel. Men⸗ ſchen⸗huͤlf iſt ja zu wenig, —um Erhaltung derſelben gegen ihre Feinde. . Hie ſind wir deine erben ſchon, Und freuen wirſt ſen gnaden⸗ lohn Wir hoffen bald dein an⸗ geſicht Zu ſehen dort in dei⸗ nem licht, Wo uns das lam wird weiden. Um Schutzʒ und Erhal⸗ tung der Kirche wi⸗ der die Macht der Feinde. Mel. JEſu deine heilge wunden. 475 Trtur hirte . 4 b Do deiner her⸗ de, Deiner glieder ſtarker zu verheeren.. 2. Du, HErr! biſt ja Wo du nicht, Immanuel! u der deinen rettung chſt, Und dich ſelbſt zu wahres wort zu kaͤmpfen, Und der feinde wuht zu dampfen. 3. Esbetrifft ſelbſt deine ehre, Deiner wahrheit hei⸗ ligthum, JEſu! deine glaubens⸗lehre, Deines lei⸗ dens kraft undruhm, Und den dienſt, den dir allein Wir zu leiſten ſſchuldig ſeyn. Darzu kanſt du ja nicht ſchweigen; Du muſt deine macht⸗hand zeigen. 4. Du verlachſt der fein⸗ de tuͤcke, Treibſt den boͤſen raht und ſchluß, Wuht und anſchlag ſelbſt zuruͤcke, Daß er nicht gelingen muß. Die verfolgung hat ihr ziel, Du verhaͤngſt ihr nicht zu viel, Und pflegſt derer nur zu ſpotten, Die, HErr! wi⸗ der dich ſich rotten. 5. Staͤrke nur den ſchwa⸗ chen lauben, Den, bey ſo betruͤbter zeit, Fleiſch und ſatan uns zu rauben, Und mit furcht und bloͤdigkeit Uns zu ſchrecken, ſich be⸗ muͤht. Deine weisheit kennt und ſieht Deiner g kinder ſchwach vermoͤgen, len. felde machſt, Fuͤr dein Und wird nicht zu viel auf⸗ egen. Mm 2 4 3 „ß. —₰ 4 4 1 * 3 5 5 lf 4 4 ₰ Hil — 3 3 4— „ 4— 6 8 r 2“ 4 i 7 S Von der chriſtlichen Kirche und Waär 6. Hilf den deinen, und hebehre Der verfolger blin⸗ des heer: Der verfolgung ſteur und wehre, Daß ſie uns nicht ſey zu ſchwer. Nim dich der bedraͤngten an, Leit auch die auf rechter bahn, Die noch jezt dur ſatans luͤgen Sich ſelbſt um ihr heil betruͤgen. 7. Laß uns recht und redlich handeln, Und gelaſ⸗ ſen, heilig, rein, In der tau⸗ bemeinfalt wandeln; Klug dabey in allen ſeyn, Uns zu ſchicken in die zeit, Und r falſcher heiligkeit Auch er feinde liſt und wuͤten, ns mit ſchlangen klugheit uͤten. 8. Gib daß wir mit be⸗ ten, wachen, Allzeit ſtehn auf unſrer hut; Dich, HErr! alles laſſen machen: Denn du macheſtalles gut. JEſus ſchuͤtzet uns ſchon hier, Und vertrit uns dort bey dir, Bis wir auf der neuen erden Bey ihm triumphiren werden. 476. Griſfeſtevurn aus aller noht, Die uns ruͤſtung iſt; Auf erdn iſt ch nicht ſeins gleichen. 1f2. Mit unſrer macht iſt nichts gethan, Wir ſind gar bald verloren. ſtreit't fuͤr uns der rechte mann, Den GoOtt ſelbſt wer er iſt? Er heitt 3e dſus Chriſt, Der H§Erre auserkoren. zebaoth, Und iſt kein an⸗ drer GOtt; Das feld muß er behalten. 1 b 3. Und wenn die weit voll teufel waͤr, Und wolln uns gar verſchlingen; So fuͤrchten wir uns nicht ſ ſehr, Es ſol uns doch ge lingen. Der fuͤrſte n welt, Wie ſauer er ſich ſtellt, Thut er uns doe nichts: Das macht, er iſt waffen. Er hilft unsfteh anjezt betroffen. Der alte boͤſe feind Mit ernſt erz jezt meint; Groß macht und viel liſt Sein grauſam d feingy hf teroen 4 Pa doiban 4☛ gerichtt; Ein woͤrtlein kan ihn faͤllen. 4. Das wort laſſen ſtehn, Und keing dank darzu haben: Eri GOtt, Ein gute wehr und bey uns wol auf dem plau Mit ſie ſollen 1 Na tede däßſen. lihr tn dey nacht,' örtleini Nitt ſeinem geiſt und ga⸗ ben. Nehmen ſie uns den leib„ Gut, ehr, kind und weib; Laß fahren dahin, Sie habens kein gewinn: Das reich muß uns doch bleiben. W GOtt der 477. 32 HErr nicht bey uns haͤlt, Wenn unſre fende toben, Und unſrer ache nicht beyfaͤllt Im himmel hoch dort oben; Wo er Iſraels ſchutz nicht iſt, Und ſelber bricht der feinde liſt; So iſts mit uns verloren. 2. Was menſchen kraft und witz anfaͤht, Sol billig uns nicht ſchrecken: Er ſitzet an der hoͤchſten ſtaͤtt, Und wird ihrn raht auf⸗ decken. Wenn ſie's aufs kluͤgſte greifen an, So geht doch GOtt ein andre bahn: Es ſteht in ſeinen haänden. 3. Sie wuten faſt und faahren her, Als wolten ſie uns freſſen. Zu wuͤrgen iſt bey ihn n vergeſſen. Wie meeres wellen einher gehn, zu. ſteht all ihr begehr, GOtt um Exhaltung derſelben gegen ihre Feinde. 549 Nach leib und leben ſie uns ſtehn: Deß wird ſich GOtt erbarmen. b 4. Sie ſtellen uns wie ketzern nach, Nach unſerm blut ſie trachten: Noch ruͤh⸗ men ſie ſich chriſten auc, Die GOtt allein groß ach⸗ ten. Ach GOtt! dein lhen rer nam allein Muß ihrer ſchalkheit deckel ſeyn, Du wirſt einmal aufwachen. 5. Aufſperren ſie den ra⸗ chen weit, Und wollen uns verſchlingen. Lob und dank ſey GOtt allezeit, Es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn ſtrick zerreiſſen gar, Und ſtuͤrzen ihre falſche lehr; Sie werdens GOtt nicht wehren. b *6. Ach HErr GOtt! wie reich troͤſteſt du, Die gaͤnzlich ſind verlaſſen; Die gnaden⸗thuͤr ſteht nimmer t. Vernunft kan dis nicht faſſen; Sie ſpricht: es iſt nun alls verlorn, Da doch das kreuz hat neu geborn, Die deiner huf erwarten. 7. Die feind ſind all in deiner hand, Darzu all ihr gedanken, Ihr anſchlag it dir h 1 9 4 8 4 Mm 3 —*— i 550 Von der chriſtlichen Kirche und zwar 7 dir wol bekant, Hilf nur, daß wir nicht wanken. Ver⸗ nunft wider den glauben ſicht, Aufs kuͤnftge wil ſie trauen nicht, Da du wirſt ſelber troͤſten. 8. Den himmel und auch die erden Haſt du, HErr GOtt! gegruͤndet. Dein licht laß uns helle werden, Das herz werd uns ent⸗ zuͤndet In rechter lieb' des glaubens dein, Laß uns ans end beſtaͤndig ſeyn: Die welt laß immer murren. Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. 47. Do ſter IEſu Chriſt! Sieh an die noht, in welcher iſt Dein armes kirchen⸗ſchiffelein, Wach auf, ſonſt wirds geſchehen ſeyn. 4,33 2. Di e ſtarke wellen Hoch dem tollen meer. Wo du ihm ſelbſt nicht wirſt beyſtehn, So muß es ganz zu grunde ghennä. 3. Wach auf, wach auf, du ſtarker hort! Und ſchuͤtze deine kirch und wort. Rim Heauſen ſehr: Drum ſteure an, Weil ihm ſonſt niemand helfen kan. 4. Die wellen, die um uns her ſind, Still und bedraͤue ſelbſt den wind. Wend ab verfolgung, angſt und noht, Und ſonderlich den ſeelen⸗tod. 5. Hab auf die deinen fleißig acht, Damit man deine ſtaͤrk und macht Richt halte gar fuͤr einen ſpott, Und ſpreche: wo iſt nun ihr GOtt? chkt, 6. Nun allerliebſter JE. mals d ſu Chriſt! Du weißt, wie ihfutah uns zu rahten iſt: Hiſf 40 ſo, damit die chriſtenheit ſium Dich lobt und preiſt in i ewigkeit. Mel. Es ſpricht der unweiſenn. 40 Weszalben 479. 3 toben faſt zugleich Und uͤberall die heiden? Die koͤn ge wollen Chriſti reich In ihrem land nicht leiden. Die herren halten raht zu hauf, Sich wider GOTT zu lehnmn e auf, Und den, den er ge⸗ itr ſalbet.. R Mi e wollen Chriſſ ii whewigt 1 l dich des kleinen haͤufleins ſanftes joch nd leiche 7 t ss und la um Ausbreitung der chriſtlichen Lehre. B - 8 5. icht tragen, Verwerfen ſie nach GOtt nicht fragen. Der aber in dem himmel wohnt Lacht ihrer, wenn er ihnen lohnt, Und ihren hochmuht ſtrafet. 3. Er wird im zorn ſie ſprechen an, Im grim wird u er ſie ſchrecken: Was ſie fuͤr boͤſes je gethan, Wird er geſamt entdecken: Wie ſie des hoͤchſten nicht ge⸗ acht't, Mit ernſt auch nie⸗ mals drauf gedacht, Daß ihm recht wuͤrd gedienet. 4. GOtt hat geſetzt in ſeinem reich Zum koͤn ge den zu hoͤren, Der an ge⸗ walt ihm voͤllig gleich, An herrlichkeit und ehren: Der iſt ſein ſohn, den hat er heut, Das heißt bey GOtt: von ewigkeit, Gezeugt aus ſeinem weſen. 5. Der vater hat vom himmels⸗thron Der heiden erb, darneben Den gan⸗ zen welt⸗kreis, dieſem ſohn Zum eigenthum gegeben: Daß, die verachten was er heißt, Mit ſeinem ſcepter 480. er zerſchmeißt, Wie eiſen bricht die töpfe. erns noch, Weil nicht lernt kennen, Nicht vom herzen trauet. Um Ausbreitung der 6. Ihr koͤn ge laßt euch weiſen nu, Des hoͤchſten ſohn zu kuͤſſen. Ihr richter eilt geſamt herzu, Komt, fallt zu ſeinen fuͤßen: Dient ihm mit furcht; und freuet euch, Wenn ihr ſorgfäͤltig ſeyd/ ſein reich Und ehre zu befdrdern— b dt noch 7. Wo ihr die zucht noch ferner haßt, Und Chriſtum das gottloſe weſen laßt: So wird ſein zorn anbren⸗ nen, Und ihr mit ſchanden untergehn: Der aber wird vor ihm beſtehn, Der ihm *8. Hilf, JEſu! daß a jedem ort Die maͤchtigen uu auf erden Gern hoͤren dei⸗ ne ſtim und wort, Und dadurch glaͤubig werden. Erleucht ſie alle, daß ſie dir Im land und herzen thor und thuͤr Zu deinem diennt eroͤffnen. chriſtlichen Lehre, und um Vermehrung der Kirche. s wolle GOtt uns 4 4 — 4 8— 2 8 9 Mm 4 552 Bon der chriſtlchen Kirche und zrar gnaͤdig ſeyn, Und ſeinen ſegen geben. Sein antlitz leucht zum ewgen leben; Daß wir erkennen ſeine werk, Und was ihn liebt auf erden: Und JEſu Chri⸗ i heil und ſtaͤrk Bekant en heiden werde, Und ſie zu GOtt bekehre. 2. So danken GOtt und loben dich Die heiden uͤber alle: Und alle welt die freue ſich, Und ſing. mit großem ſchalle: Daß du auf erden richter biſt, Und laͤßt die ſuͤnd nicht walten. Dein wort die hut und weide iſt, Die alles volk erhalte, In rechter bahn zu wallen. 3. Es danke GOtt und lobe dich Das volk in gu⸗ ten thaten. erahten. Uns ſegne va⸗ alle welt die ehre thut. Fuͤr ihm euch fuͤrchtet al⸗ lermeiſt, Und ſprecht vom uns mit hellem ſchein Er⸗ Mel. Es ſpricht der unweiſen dc. Tpü 481 treuer hen 48 1. land JEſu Chriſt, Der du am kreuz u geſtorben, Und von dem tod erſtanden biſt! Du haſt uns ja erworben, Daß alle menſchen insgemein Durch uenne dein blut koͤnnen di enihe ſeyn, Wenn ſie nur an dich glauben. ſinnen eitelkeit Und wollen Das land ſch bring frucht und beſſre ſich; Dein wort laß wol ter und der ſohn, Uns ſegne GOtt der heilge geiſt, dem herzen: amen. 2. Erbarme dichder blin⸗ den leut, Die ſich ſelbſt ſo bethoͤren Durch uhrer 1 Fü dich nicht hoͤren, Daß du lens⸗ge der wahre GOtt auch ſterdam ſeyſt, Mit vater und mit 6 un heilgem geiſt Gleich ewig ſtonnſ, und allmaͤchtig. 3. HErr! mache ihnen doch bekant, Daß kein ge ſchoͤpf zu finden, Daß durch erſchaffenen verſtand Den hoͤpfer kan ergruͤnden. Sein weſen iſt verborgen ſin, gar, Doch iſt durchs wort uns offenbar, Wie wirdich ſollen ehren. 4. Du kamſt darum 4 o GOttes ſohn! Herab an zu uns auf erden, Daß GOttes will vom him i. mels⸗thron Uns voͤllig kund nae moͤgt grüͤnde 1 erbohyn rhs vit e wird dn Heue n/ NA 1 ollig 4 4 . 1 Win 1 manchem ort Aus unver⸗ rig N um Ausbreitung der chriſtlichen Lehrr. 55z moͤgt werden: Wir dan⸗ en dir, und bitten dich, Laß deine lehr gewaltig⸗ lch In aller welt erſchal⸗ 5. Die aber in der chri⸗ ſtenheit GOtt wiſſen recht zu nennen, Daß er iſt drey in einigkeit; Die ihn alſo bekennen, Verknupfe durch der liebe band, Daß man in jedem reich und land Nur fried und wahrheit ſuche. 8 6. Fuͤr denen, die in glau⸗ bens⸗ ſach Als ketzer uns verdammen, Und noch dar⸗ u uns ſtellen nach Mit rangſal, ſchwert und flam⸗ men, Nim uns in deinen ſtarken ſchutz. Laß aller feinde liſt und trutz Zunicht, zu ſchanden werden. 7. Verleih, daß deine rei⸗ ne lehr Daͤmpf allen aber⸗ — 3. glauben, Damit man dir nicht deine ehr Aus falſchem wahn mag rauben: Daß man auch in der lzten noht Nur dich allein, den wah⸗ ren GOtt Um huͤlf und ret⸗ tung bitte. 3 8. Und weil ſo viel an ande fehlen; So gib, daß ullill ie auch durch dein wort Die rechte bahn erwaͤhlen. Hilf, daß wir von dem irre⸗weg Sie bringen auf der wahrheit ſteg In freundlichkeit und ſanft⸗ muht. 79. Dein wort erhalte hell und klar Bey kind und kindes kindern, Daß man dabey bleib immerdar: So wird uns gar nicht hin⸗ dern, Was die vernunft je hat erdacht, Und menſchen⸗ tand hervor gebracht Zu- wider deinem willen. 1 10. Gib auch uns allen deine gnad, Daß wir das boͤſe laſſen, Und vorſetzliche auu miſſethat Allzeit vom heruuuu zen haſſen. Auf daß wir nach dem jammerthal Des glaubens ende allzumal, Die ſeligkeit, erlangen. 6 —— Mel. Erhalt uns HErr bey d. § JEſu Chri⸗ 482. D eiu ¹ e, wahres licht! Erleuchte die mnhres nen nicht, Und bringe ſie zu deiner herd, Daß ihre ſeel I 2. Er⸗W auch ſelig werd. Mm 5 Von der chriſtlichen Kirche und zwar, wahn. 3. Und was ſich ſonſt verlaufen hat Von dir, das ſuche du mit gnad, Und ſein verwundt gewiſſen heil; Laß es am himmel haben theil. 4. Den tauben oͤffne das gehoͤr: Die ſtummen rich⸗ tig reden lehr, Die nicht be⸗ kennen wollen frey, Was ihres herzens glaube ſey. 5. Erleuchte, die da ſind verblendt; Bring her, die ſich von uns getrent; Ver⸗ ſammle, die zerſtreuet gehn; Mach feſte, die im zweifel ſtehn. 1 6. So werden ſie mit uns zugleich Auf erden, wie im himmelreich, Hier zeit⸗ ſ olche gnade preiſen dich. 4 Vom heiligen Lehr⸗ und DPredig⸗Amte. Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. 483. ð lich und dort ewiglich Fuͤr Jer HErr iſt te weidet. Er ruft das Sſchaaf, das ſich verirrt, UAnd von der herde ſcheidet. Er fuͤhret mich mit ſeiner hand, Und heiligt ſelbſt darzu den ſtand Der hirten und der lehrer. 2. Der HErr berief un⸗ mittelbar Im alten teſta⸗ mente Der heilgen maͤn⸗ propheten nente. Durch dieſer manner ſchrift und mund Entdeckte GOtt den gnaden bund, Und ließ von Chriſto zeugen. 3. Als IEſus nun ſ. eingeſtellt, Erwaͤhlt er ſi ter woͤlfe: Durch welche GOtt, an Chriſtiſtatt, Die menſchen treu ermahnet hat: Laßt euch mit Golt verſoͤhnen. ſendet ſie no V Den ſuͤndern und verirr er hirt, Der mich im wor, b ner große ſchaar, Die man die zwoͤlfe, Und ſchickte ſee in alle welt, Als hirten un⸗ .GOtt ruft auch noch, doch mittelbar, Nach ſei nem herzen, hirten, Und immerdar ten; Die lehren uns noh mein getreu⸗ immerfort Des allecih bort, danen. wand er rgefent dacha — zx—6x — — — — —— —. — — — 1 vic iſtatt, ermahut. mit ohn auchnh Nah ſ ten, u immen nd vern uns n allerdi — verfaͤlſchter lehre, Und ruͤ⸗ . um Ausbreitung der chriſtlichen Lehre. 55 ſten theures wort, Das in der ſchrift verfaſſet. 5. Dis iſt vornemlich ih⸗ re pflicht, Die kirche zu ver⸗ mehren; Durch lehre, ſtraf und unterricht, Durch zucht und troſt zu lehren; Wie auch die heilge ſacrament’, Die man als gnaden⸗mit⸗ tel kent, Den menſchen mit⸗ zutheilen. 6. Ein lehrer iſt ein ak⸗ kermann, Uind GOttes wort, ſein ſamen: Ein waͤchter, der nicht ſchlafen kan; Er fuͤhrt den vater⸗ namen. Er iſt ein ſtreiter, und ein hirt; Ein engel, der geſendet wird; Ja ein haushalter GOttes. 77. Erhalt uns, HErr! dein theures wort In un⸗ ſte ſelbſt noch immerfort, Zu deines namens ehre, Getreue ſtreiter Chriſti aus; Bewahre dein ge⸗ weihtes haus Und die daſ⸗ ſelbe bauen. 8. Laß deine knechte dei⸗ nen ruhm In lehr und le⸗ ben preiſen, Daß ſie das wahre chriſtenthum Auch mit des wortes theure kraft,uuuu Die nur allein das leben ſchafft, Ia nicht verlaͤſter werde. 9. HErr! lad uns durch die boten ein, Undweck uns aus dem ſchlafe. Laß alle herer häter ſehn, A Ehr ſti fromme ſchafe; Daß alle treue lehrer, ſich Und die ſie hoͤren, HErr! durch dich Dort ewig ſeligmachen. Mel. Wer nurdenlieben GOtt. 8 1 etreuer 484. G 60 8 dein gnaden⸗walten Ver⸗ ſorgt und labt uns alleſant. Dein will iſt, mit uns haus zuhalten Durch deiner die ner heilig amt. O wel cher gaben theures gut Legſſt du durch ſie in herz und muht! 8 2. Wenn deine lehren rein erſchallen Durch dei ner friedens⸗boten mund: Laß ihre kraft auch aufßf mich fallen Bis in der ſeelen tiefſten grund. Ja ſenke taͤglich mehr hinein, mit der that beweiſen: Da⸗ ſey Und laß es geiſt und lebenuulult 3. HErr! Von der chriſtlichen Kirche und zwar 3. HErr! ſegne deiner knechte werke, Durch ſie re⸗ giere ſtets dein haus. Ach! ruͤſte ſie mit muht und ſtaͤr⸗ ke, Zum kampfe mit den feinden, aus. Hilf, daß ein jeder vor dir treu In lehre, troſt, und ſtrafe, ſey. 4. HErr! ſegne do auch unſer hoͤren, Erwek⸗ ke den, der geiſtlich todt: Der gnaden botſchaft ſuͤ⸗ ße lehren Seyn unſer lab⸗ ſal in der noht; Und dein geſetze ſey die kraft, Die reu und bittre thraͤnen 5. Wird endlich denn, 9 Serr der ſcharen! Das lezte richter⸗wort von dir Daen raht der herzen offen⸗ baren; So offenbare doch auch mir Dich, ſeligma⸗ cher! als mein heil, Den 3 himmel, als mein ewig Bey Einweihung einer neuen Kirche. Mel. Aus tie fer noht ſchrey ꝛc. 485 Dreyeinig⸗hei⸗ e 1 2 Gott! 4 1 S 1 8 ‿ lig⸗großer Sieh von des him⸗ 5. Hier 1 mels hoͤhen Dein armes iim volk, HErr zebaoth! Deim u haͤuflein vor dir ſtehen. 711 Vernim das ſeufzen und wa gebeht, Das jezt zu deinem tien throne geht Von dieſer hei h gen ſtaͤtte. 2. Wir weihen dieſes ame GOttes⸗haus, O hoͤchſtert! deinem namen. Schmuck aſ es mit deinem ſegen aus; 7 Laß uns und unſern ſamen 1 dem Dein zeugniß, recht, und e ſ heilig wort An dieſem dir anmn geweihten ort, Zum hell un der ſeelen, hoͤren. E „33 Des glaubens grund t iſt JEſus Chriſt; Apoſtel nſ und propheten Sind pfet⸗ 6— ler, und die grund⸗feſt iſt i g Ihr wort, worauf in naͤ Bn ten, Wie weit der feinde aande wuht auch geht, Die GOt⸗ Wübu tes⸗ſtadt doch luſtig ſteht Mit ihrem zions brunnen.. 4. Nim an die kinder, b die wir dir Hier in der tu Ih fe ſchenken. Laß ſich de reine lehren hier In ihre ſeele ſenken, Und hilf ſie ſelbſt zur glaubens⸗frucht m In deiner furcht und chri⸗ ſten zucht, Als himmels pflanzen, zihhen. . Dier beichten wir mit wenn wir den regenten: ſtand, Kirch, ſchulen, haͤu⸗ ſer, ſtadt und land, Dir, GOtt! hier anbefehlen. 8. Nun ſegue, vater die⸗ ſes haus, Das wir nach dir, Err! nennen. Treib feind⸗ chaft, ſtolz und zank hin⸗ aus, Lehr uns dich hie recht kennen. Stoͤr alles, was uns ſtoͤren wil; Laß uns in dieſer zions⸗ſtill Dich freu⸗ dig ehren, loben. 9. Lob, ehre, dank und herrlichkeit Sey dir, o HErr geſungen, Daß uns bey dieſer ſchwerenzeit dis werk durch dich gelungen.. Gib daß, was wir jezt un. gen an, Nicht eher ende nehmen kan, Bis erd und himmel brechen. 1Den leid und reu, Gebeugtem ſthen. herz und knien: Drum en d ſchenk, wenn wir mit glau⸗ deinen bens⸗treu Zu Chriſti kveuze eſerhei fliehen, Wergebun, liebe, nad und huld. Loͤſch aus di er ſuͤnden große ſchuld All⸗ ochſtt hier mit Chriſti blute. Schmie 6. Rier ſtell dich, hei⸗ gen au land ſelber dar, Hier ſchenk enſann uns deine gaben, Wenn ct, u bey dem heiligen altar Sich iſemde unſre ſeelen laben. Gi um za deinen leib, gib uns dein blut, So du fuͤr uns, und ns en uns zu gut, Gegeben und ; Auft vergoſſen. mn eh gand er ſegne ſlbſt den dſi 1 ehſtand ein. Die fuͤrbitt finn fur die kranken Erhoͤr, und der fi laßerfullet ſeyn Dein haus dieod mit lob und danken. Hoͤr, ſtig it runnn ie kunr, der u (ih n In iſ Erwecku 8 44 Mel. Vater unſer im Piunen, 1s⸗Ad 0 4½ o wahr ich und c 486. G ſehe ht himms dein GOtt, Mir iſt nicht V. Son den Pflichten des Wenſchen. I. Von der wahren Buße und Bekehrung. und zwar ngen zur Buße. halte ſtill, Von ſeiner bos mehr iſt dis mein wunſch und will Daß er in ſuͤnden heit AA 58 Von der wahren Buße und Bekehrung ——— heit kehre ſich, Und lebe mit mir ewiglich. mmernſchen kind! Verzweifle nicht in deiner ſuͤnd: Hier findeſt du troſt, heil und gnad, Die GOtt dir zuge⸗ ſaget hat, Und zwar mit ei⸗ nem theuren eyd. Oſelig! dem die ſunde leid. 3. Doch huͤte dich fuͤr ſicherheit; Denk nicht: zur buß iſt noch wol zeit, Ich wil erſt froͤlich ſeyn auf erd: Wenn ich des lebens muͤde werd, Alsdenn wil ich bekehren mich, GOtt wird wol mein erbarmen ſichc. 4. Wahriſts: GOtt iſt wol ſtets bereit Dem ſuͤn⸗ der mit barmherzigkeit: Doch wer auf gnade ſuͤn⸗ digt hin, Faͤhrt fort in ſei⸗ nem boͤſen ſinn, Und ſeiner ſeele ſelbſt nicht ſchohnt, Dem wird mit ungnad ab⸗ gelohnt. . Gnad hat dir zugeſa⸗ get GOtt, Von wegen Chriſti blut und tod; Zu⸗ agen hat er nicht gewolt, Ob du bis morgen leben 2. Dis wort bedenk, o die todes⸗ſtund. b 7 Err JEſu! ch hilf du mir, d 17 noch Mel Es iſt das heiluns kommen. (debt nicht ſo 487. L ſicher 4 der welt, Ihr GOtt geweihte chriſten! Als die von nichts/ als 8 und geld Und eit⸗ len dingen, wuͤßten: Dis alles frißt und raubt die zeit. Sucht ſchaͤtze jener ewigkeit, Die euch kein zu⸗ fall raubet. b 2. Ihr wendet leider! fleiß und zeit Auf dinge/ ſolt. Daß du muſt ſterben, die nichts taugen; Undſetzt, was iſt dir kund: Verborgeniſt — —— —— — f — —. — — — *—=— — — — Ngenit 1, h n kran Son 8, Dei brenng r JEn ih Und buß lit, Gh tod h heut w zer hein —— s konva. 1 enn mn ſic. geſumh er im geiſt entbrante: eure ſeelen. ——n war Ermekeungen zur Buße. as eure ſeligkeit Befoͤr⸗ ert, aus denaugen. Den leib verſorgt ihr wunder⸗ himmelre ſchoͤn, Die ſeele muß zu grunde gehn Und ewiglich verderben. 3. Verſaͤumet doch das kleinod nicht, Darnach die eelen rungen, Die nun urch buß im glaubens⸗ licht Zum leben durchge⸗ drungen. Ja denkt der lehre ih JEſu nach: Beſinnt euch, was Johannes ſprach, Als 4. Thut buße, weil ihr es noch koͤnt, Und glaͤubt an IEſu worte: Bedenkt/ daß ſchon die hoͤlle brent; Verlaßt die weite pforte. Betrachtet euren ſuͤnden⸗ ſtand, Die jammer⸗von S8tt und ſeinen ſohn Und hier dem viehe gleich, Z3 oftmals noch peel blinder. Es geht kein thier zum him⸗ mel ein, Es muͤſſen chriſten⸗ menſchen ſeyn Voll buß⸗ und glaubens⸗fruͤchte. .7. Ein heidniſch herz ſpurt leid und reu, Das ſei⸗ nen herrn betruͤbet, Der ihn mit mehr als vater⸗ treu eſchüht verſorgt und liebet: nd ihr wollt beider treu, mit ſpott und hohn Beſchimpfen und b verachten? u 8. Noch iſt es zeit, nocch kehrt zuruck; Noch waͤhrt das reich der gnaden; Eh ihr durch ſatans liſt und ſcheide⸗wand/ Die euch vom ſtrick Den fluch auf euch himmel trennet.. geladen, Den fluch, der alle 5. Wie bald koͤmt euer fuͤnder bruͤckt, Der euch das ſterbens⸗tag Mit vollem ſtraf⸗gewichte! Ach! denkt bey jedem glocken⸗ ſchlag An jenes zorn gerichte, Das uͤber jeden ſuͤnder geht, Der nicht in buß und glauben ſteht; Und rettet lebens⸗ziel verruckt, Fur dem die teufel zittern. 9. Seht, wie der from⸗ me vater ſteht! Er eilet voll verlangen, Um den, der glaͤubig zu Mit ubeun zu umfan ihm geht, gen. Komt, werft in buß 5. Was fuͤr ein neues euch vor ihm hin; Sein — 1 12 8 4 9 4 .-—“ — nelreich Erwarte och die ſunder? Sie leben ee Von der wahren Buße und Bekehrung gen, Dich, verirrtesſchaaf) 5 zu fangen. 6 durch den ſohn verſoͤhnter ſinn W il alle ſchuld er⸗ laſſen. 10. Exwecket euch und lernt hiebey, Ja, nehmet recht zu herzen, Wie noͤh⸗ tig euch die buße ſey; Denn hie iſt nicht 9 ſcherzen. Wer ſicher ſchlaft, in luͤ⸗ ntraumt, Und ſo die gna⸗ een zeit verſaͤumt, Der hat ſich ſiſt betrogen. Mel. JEſu deine heilge wunden. Wiu da noch O. in ſuͤnden bleiben? Seele! laß dich deine noht Doch einmal zur buße treiben: Auf! verlaß den ſuͤnden koht, Und bedenke, was du thuſt, Wie du in der ſuͤnden⸗luſt Dich je mehr und mehr 3. Denk, eswaͤgen deine ſuͤnden Schon viel tauſend centner ſchwer, Wer wil dich der laſt entbinden? Und du haͤufſt noch mehr und mehr Deine ſchuld und GOttes rach? GOtt wird dir mit weh und ach! Die⸗ ſes warlich einſt vergelten, gel hund dich unter augen ſchel⸗ ten. 4. Es iſt nur ein duͤn⸗ ner faden, Welcher GOt⸗ tes rach⸗ſchwert haͤlt: Truͤbſal, angſt, noht, ſee⸗ len⸗ſchaden Fuͤhrt es mit ſich, wenn es faͤllt. Da muß ſchmerzen, quahl und pein Sichrer ſuͤnder ſtra⸗ ferſeyn. Nach dem kum⸗ mer vollen ſterben Folgt ein ewiges verderben. ertrankeſt, Und dich ſelbſt zur hoͤlle ſenkſtſt. 2. Siehſt du nicht, in weſſen ſtricken Du bisher gefuͤhret wirſt? Der dich uchet zu beruͤcken Iſt der ſchnoͤde hoͤllen⸗fuͤrſt. Bruͤl⸗ lend gehet er umher Wie ein loͤw, und duͤrſtet ſehr s. Kanſt du nicht den ſarg ſchon ſehen, Deines lebens leztes haus? Denke doch, wie viele gehen Un⸗ verhofft zur welt hinaus? Wer kan bis zum morgen. licht, Bis zur ſtunde die anbricht, Fuͤr dem tode frey Von begierde, von verlan⸗ tig iſt das leben. heit geben? Denk! ſo fluh⸗ Darum b „Nu ewider nange ſlnden n terwirf. die ſchuld ne fiene Lf dwr neinftege threrge — A lu 98 vergelt gen ſ 6. Darum kehre, kehre verwirf mich nicht. du bisher ſo ſchlecht be⸗ dacht, Was du dir zugezo⸗ gen b 69 2. Beſchau dein leben, wieder Du verirrte ſula⸗ mith! Fall vor deinem ſchoͤpfer nieder, Fleh um nade, eilund bitt Mitzer⸗ nirſchter ſeel und geiſt: Komme, weil es heute heißt, Eh dich GOttes Prn etroffen; Noch ſtehn ſeine arme offen. 7. Nun ich kom und keh⸗ re wieder: HErr! vor dei⸗ nem angeſicht Leg ich alle ſuͤnden nieder, Vater, ach! Wirf die ſchulden hinter dich. Zoͤr⸗ ne ferner nicht auf mich. Laß durch Chriſtum auf mein flehen Gnade fuͤr das recht ergehen. Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛc. Die, daß du 489. G doch, o ſuͤndlich herz! So wolge⸗ muht kanſt leben! Empfin⸗ deſt du denn keinen ſchmerz? Biſt nicht mit angſt um⸗ eben? Iſt nichts mehr, das dir bange macht, Daß das du fuͤhrſt: Betrachtul all deine wege. Und ſieh, ob du dich ſo regierſt, Dus du gehſt GOttes ege? Haſt du den hoch en ſo verehrt, Wie ſein geboht von dir begehrt? Haſt du ihn recht geliebett 3. Ach! du haſt ſchlecht an ihn gedacht; Du folg⸗ teſt deinem willen. Dein wunſch und ziel war tag und nacht, Die ſuͤnde zu er: fuͤllen! Du kehrteſt zwar in kreuz und noht Mit thraͤ⸗ nen oft zu deinem GOtt; Doch wichſt du bald zu⸗ ruͤcke. 4. Mit kalten lippen dienſt du GOtt; Weißt n oft nicht, was ſie lallen. uu Die andacht iſt dir oft eiin ſpott, Die ſuͤnde dein gefal len. Du biſt auf luſt der welt erpicht, Und kanſt dar um die ſeele nicht Zu dei nem ſchoͤpfer richten. 5. Koͤmt dir die reu bis⸗ weilen ein, So fehlt doch dein beſtreben. Du wuͤnſchſt von ſunden los zu ſeyn, Wilt doch nicht froͤmmer leben. Da iſt kein feſter vorſatz nicht, Weil ihn die Nn. luſt F mumſt oft unterbricht, Die dich Mit ſunden zu beſchwe⸗ uſ l dich zur ſunde leitet. ren. Verfluch und hag, tit 6. Du laßt die andacht was ſuͤndlich heißt; GOtt an bat WDu ni Sie waͤhret wird dir ſelbſt den neuen annede niemals lange. Die 85 geiſt Der ihm recht die hulen luſt deucht dir gar zu ſchoͤn, net, genen.. zuſ Aehtherſehu wird dir 10. Nun GOtt! nim aͤ bange. Du ſuchſt die brei⸗ mich durch IEſum an, Und igyit te ſunden bahn; Es koͤmt laß mich armen leben. Ver⸗ ſi ſhen dir gar zu lieblich an, Nach gib, was ich bisher gethan. öm d deinem ſinn zu leben. Laß mich fort eifrig ſtre. mſiäem Erwache doch, o ſich ben Dir treuzuſeyn,durch eng Fbers Bereue deine lun⸗ deine kraft Stets eine gu ng res hers Bereue den ritterſchaft Bis in den tad iGn den. Noch laͤßt ſich GOtt, ube Er auf reu und ſchmerz, Wie zu uüben. f . 8& ½ 3 4 6 vormals, gnaͤdig finden. Er——4 A hat dir oftmals huld er⸗ Erweckung zur Buße durch dunu zeigt Wenn du dein herz die gegenwaͤrtige Gna⸗ bar zu ihm geneigt, Und dir die den⸗Feit. ai 6b ſchuld vergeben. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ltiſ 8. Ich weiß er laͤßt ſich ein herz, auch jetzund Voll guͤt und 490. 8 ach! dent r liebe finden. Entſage nur an deine buße, Da noch des unr e mit herz und mund Auf hirten ſtimme lockt. Achl Jtar richtig deinen ſunden. Ja falle GOtt noch heut zu aand kom, beweine deine ſchuld, fuße; Denn bleibſt duſer lange ha glaͤubig ſeine vater⸗ nerhin verſtockt, So wird ein huld; So wirſt du gnader⸗auch dir die ſtraf und pein* langen. JFeruſalems beſtimme b 9. Kehr dich zu GOtt, ſeyn... Gött wird auch ſich Mit 2. GOtt laͤßt es nicht ga naden zu dir kehren. Doch an rufen fehlen: Drun n mcaß den vorſatz, niemals ſunder, auf und beſſre den i ☛ —— und zwar Erweckungen zur Buße. nd Poch Fanſt du fluch und —S deeennien. GOtt ſelbſt bezeugt ja vaͤterlich, Ihn jammre deine große noht, Er wolle nicht des ſuͤnders tod. 3. Bedenk, was kanſt du nicht ſchon an dir gethan? Er wil, du ſolt zum him⸗ mel kehren, Und zeigt durch einen eydſchwur an, Er ſey dir gnaͤdig, treu und hadd Er wolle, daß du leben 4. Wirſt du den reich⸗ thum nun verachten, Den GOtt dir jezt an gnade reicht; So wirſt du leider dann verſchmachten, Wenn ſeine gnade von dir weicht, Und wenn kein brun des troſtes quillt, Der deine matte ſeele ſtiulte 5. Zwar ſteht die thuͤr der gnaden offen, So lang es annoch heute heißt. Der ſuͤnder kan noch gnade hof⸗ fen, Wenn er dem geiſte folge leiſtt; Doch folgt er nicht; ſo wird die zeit Der er getha Buße du eige Gu, it. ßt e ni : Du 85 6. Drum trau doch au noch begehren, Das GOtt Weil wir gnaden dort zu ſpaͤt bereut. Und funden, Eh ihm der to das herze bricht; So kan Denn ſolche gnade nicht geſchehnn. 7. Wir koͤnnen uns nicht ſelbſt bekehren, Wir ſind dazu gar nicht geſchickt: GOtt ſelber muß die kraft gewaͤhren, Die uns aus dem verderben ruͤckt. Drum ſuche GOtt, und faß ihn feſt, Dieweil er ſich noch finden laͤßt. 8. Wenn wir die herzens⸗ thuͤr verſtopfen, Wenn wir den gnaden ruf ver⸗ ſchmaͤhn; So muͤſſen wir vergebens klopfen, GOtt laͤßt uns uner den gnaden⸗ruf verachtt, So wird uns auc nicht aufgemacht. 9. O weh, wenn GOtt von uns gewichen! Wie ſchrecklich ſieht es um uns aus? Da koͤmt der feind mit allen fluͤchen, Bezieht des herzens ſchnoͤdes haus, Ind macht den ſuͤnder ganz verſtockt, Daß er nicht 6 5 * lezte ſtunden Und auf h ort, wenn JEſus lockt. Nn 2 10. Mein die ſpate buße nicht. Hat. gleich ein ſchaͤcher gnade man auch viel tauſend ſehn, hoͤret ſtehn. uße und Bekehrung ſeinem willen leben. Weil o lhm ſtets wird friſt gege ben. Auf, GOtt rufet dich zu ſich; Eile und er. uden rette dich! Uathe 4. Die verſtoͤhrer dei ſa ner ruh, Deine ſuͤnden, neh⸗ men di Dein Fewifßn uf ewig mach ſwird beſchweret, Und des auf Wg Sr ornes laſt vermehret Auf, GOtt ruft dich noch zu ſich; Eile, und errette dich! — 1, 564 Von der wahren B . Mein herz! drum neure deinen gnaden⸗bund, Eh dich der HErr in ſei⸗ nem grimme, Weil du das theure gnaden⸗pfund So ſchnoͤder weiſe durchge⸗ bracht, Zum zorn⸗ gefaͤß —— ☛—— Erweckung zur Buße durch die Gefahr der ſi paͤten Buße. Melodey 27. ,„ Iduruhig ſeyn und befreyt von furcht un pein; Ach! ſo laß dir nicht belieben, Deine beſſrung aufzuſchieben. Auf! GOtt: rufet dich u ſich; Eile, und errette dich; 2. Eile! Sodom bren⸗ net ſchon, Und empfaͤngt den ſchwefel⸗lohn. Der erzoͤrnte himmel blitzet, Such ein Zoar, das dich ſchuͤtzet. Auf, GOtt ru⸗ fet dich zu ſich; Eile, und errette dich! b 3. Denke, daß es ſcha⸗ Juͤnder! wilt ſtigkeit Steigt und wächſt s. Deines herzens haͤr⸗ 3 ₰ die dich izt noch ſchrecken, Wirſt du bald mit luſt voll⸗ 4 — dich noch zu ſich; Eile, und errette dich! 6. Was haſt, wu alter aſt; Deſſen krummen gleich zu ziehen Man ſich wird um tod: Da entſtehet augſt und noht. Du muſt un⸗ bereitet gehen, Und vor del fleiſch und blut Mag nach! vonzeit zuzeit. Suͤnden, 60tn Eh lid ſtrecken. Auf, GOtt ruft Cas du boͤſes an di Wird ſonſt wie ein ſchter ſtehen. Auf nem nizte ſtehen Gon “ i, adh e ude ſonſt bemuͤhen.— Auf, GOtt ruft dich noch 5. ſich; Eile, und errette ich! 7. Eile, denn eskoͤmt der —. und zwar Erweckungen zur Buße. 5N eeeichnas zu ſich; Elle, und errette dich! 8. Brauch, ach! brauch die gnaden⸗zeit; Denn die lange ewigkeit Koͤmmet wie ein ſtrom, geſchoſſen, Wil dich in den abgrund ßen. Auf, GOtt ruft dich b noch zu ſich;; Eile, und er⸗ rette dich! 9. Eile, du haſt viel ver⸗ 5 ſaunu⸗ Da du bis anher ge⸗ traͤumt: Such es wieder einzubrtngen, Und mit ernſt indurch udringen. Auf, Ott ru dich noch zu ſich; Eile, und errette dich! 10. Vater der barmher⸗ zigkeit! Gib doch, daß die gnaden zeit Nicht von mir n verfaͤumet werde; Fuͤhr d mich ſelbſt zu deiner herde. g 1 Vater, ach! ich bitte dich, Eile, und errette mich! 3 4 Keweckung zur Buße durch die zu befuͤrchtende Ver⸗ ſtockung. Mel. Herzlich thut mich verlang. ch HErr! 492. M ir ere vermehren; Daß mancher wol zulezt, Sich ga zu betehren„Verſtockt ſich widerſetzt. 2. O du betrug der fuͤn⸗ den! Der du durch ſatans liſt So ſchwerlich zu er⸗ grinden, Undtauſendfaͤltig iſt! So ſcheinbar, unver⸗ merket Dein gift anfaͤng⸗ lich lockt: So bald wird es geſtaͤrket, Bis daß es gar verſtockt. 3. Erſt wilt du ſchwach⸗ heit heiſſen, Und leicht ent⸗ ſchuldigt ſeyn. Daß du uucht auszureiſſen, Dringſt b ald tiefer ein: Bis dich e ſtaͤrket, Und du in herrſe eh man es merket, Der menſch verſtocket iſt. 4. Was die vernunft uns lehret, Was GSOttes wahrheit ſagt, Das wird ſodann ver ehret, Dar⸗ nach wird nichts gefragt. 6 Kein rufen, bitten, flehen, Kein droh und eifer wort 4* Sind leider! ſo ver⸗ Begeht, ihn, ſtill zu ſte derbt, Daß wir, als Adams kinder, Die ſchuld, die wiru geerbt, Durch eigne Wuſd ar nicht aftbiſt: Dadenn, hen; 3 ſ 66 Von der wahren Buße und Bekehrug hen; Er rennet blindlings 5. Das kan GOtt nicht gefallen; Er ſelbſt verſtockt ſo nicht. Sein rufen zei⸗ get allen Sein gnaden⸗an⸗ geſicht. Doch wer ſich von ihm wendet, Nicht hoͤret, wenn er lockt; Der hat ſich ſelbſt verblendet Und ſelbſt ſein herz verſtockt. 6. Da giebt denn GOtt, zur ſtrafe, Den hart ver⸗ ſtockten ſinn In ſeinem todes ſchlafe Dem eigen⸗ ſeiner lachen“; Sein un gluck wird ein ſpott. Er fallt dem tod in rachen, Und ſo verſtocket GOtt. * Pſ. 2, 4. 7. Ach vater! dem aus liebe Das herz in jammer bricht; Der du erbar⸗ mungs⸗triebe, Dein gna⸗ den⸗angeſicht, Die uns ge⸗ neigten ohren, Die ausge⸗ treckte hand, Den mund, der uns geſchworen, Uns gnaͤdig zugewandt: 8. Ich ſehe deine guͤte; Du wendeſt dich zu mir. ☛. 4 duͤnkel hin. Da wil GOtt Durch JEſu blut befeuch⸗ Nim weg aus meinem her⸗ zen Den harten feſſen⸗ ſtein! Zerknirſch es doch te, Und wende mich zu dir. o dis 409 mit ſchmerzen, Und laß es fleiſchern ſeyn. 9. Nim weg, nebſt ar⸗ gerniſſen, Die ſtirn, die ehern heißt, Das brand⸗ mahl im gewiſſen; Gih wege fuͤß und hande, Er⸗ leuchte das geſicht, Daßiich mich zu dir wende; Ver⸗ ſtocke mich ja nicht. 10. Laß mich, zu deinem ſamen, Ein guter acker ſeyn, Und ſtreu in IEſu namen Ihn in mein herz hinein. tet Hat dieſer ſeine kraft: Durch IEſu ucht erbaug tet, Wird auch die frucht geſchafft. I. GOtt lob! es ſcheint noch heute Das angeneh⸗ me licht. Verblendet⸗fu⸗ ſtre leute! Verſtockt die herzen nicht. Ach hoͤrt! wie GOttes lehre Den tag des heils euch weiſt. Wer ohren hat der hoͤre, So lang 1n Beweg auch mein gemuh⸗ les heute heißt. mir den neuen geiſt. Be⸗ tanige 5 4 N. . 6 ud wt rſche viie no färheit * 4 — wiſſen. b Mel. JEſu deine heilge wunden. wie wil herz aus gnaden Dieſer uu ſchweren laſt entladen]... 4. Ach! indem mein geiſt b erſtorben, Hat mein fleiſchuu die oberhand. Ich ſeh kaum, was ich erworben, Da ich Erwekkung zur Buße durch das aufwachende Ge⸗ 9 och! 493. 8 es endlich werden? Ach wohin? o eit⸗ les herz! Ich kleb immer an der erden, Bin ohn an⸗ dacht, reu und ſchmerz. Ich geh im verkehrten ſinn Oh⸗ ne wahre buße hin. JE⸗ ſu! kom, mein herz zu ruͤh⸗ ren, Und zur buß und reu zu fuͤhren. mich von GOtt gewandt. Mein verderben merk ich kaum, Denn dem fleiſche geb ichraum. JEſul! mir die gnade goͤnne, Daß ich die gefahr erkene. 5. Nun, ſo wache doch von ſuͤnden Ernſtlich auf, iſt! Suche GOtt o ſichrer geiſ Ott weil er zu finden, Weil er 2. Ach! ich fuͤhle keine reue, Ach! mein herz iſt kalt und todt, Ich erkenne ſon⸗ der ſcheue Meine fehler, meine noht: Aber ohne traurigkeit Leb ich ſtets in ſicherheit. JEſu! kom, mich recht zu ruͤhren, Laß noch dein vater heißt. Kom⸗ me, IEſus oͤffnet dir Heu⸗ te noch die gnaden thuͤr; JEſu! gib mir andacht, aͤrke, Geiſt und kra dieſem werke. 6. Ach mein herz! be⸗ mich wahre buße ſpuͤh⸗ ren. h⸗ denk die ſchulden Die du aufgehaͤufet haſt. Wie lang ſol dich GOtt noch dulden? 3. Achl ich kan an nicht denken Wie ich ſol: mein ſchnoͤder geiſt Laͤßt ſich willig dahin lenken, Was mich ſu⸗ fliehen eſe heißt. Di feſte an Was zur zen kan: JEſu! Deſſen huld dich noch um⸗ faſſt. Er ruft dich zu ſei⸗ ner ruh, Und du eilſt den hoͤlle zu? JEſu! hilf mein tenken, Meine noht recht ze dedenten. 1 5 7. Noch iſt zeit mich zu Nu 4 bekeh⸗ m haͤngt er h hoͤlle ſtuͤr⸗ bekehren: Ich verlaß den ſunden⸗ſtand. Du, mein JEu! wirſt mich hoͤren, om, und reich mir deine hand, Hilf mir ſchwachen, ilf mir auf, Steure mei⸗ um deiner marter willen Wollſt du meinen wunſch erfuͤllen. 8. Heiland, ach! wie troͤſtlich ſinde Ich ſchon jetzo durch dein blut Die ab⸗ waſchung meiner ſuͤnde! Dieſes ſtaͤrket meinen muht, Dis erfriſchet mei⸗ nen ſinn, Ob ich gleich ein ſunder bin: JEſu! mich forthin regiere, Und mich ſtets zum guten fuͤhre. Erweckung zur Buße durch die zur Buße leitende Güuͤte GOttes. Mel. JEſu deine heilge wunden. 49 4 Hroßer Gott! k G jemehr an guͤte Du mir lebenslang zerzeigt; Deſto mehr wir mmein gemuͤhte Jezt zur ummerniß gebeugt 4 kummen Daß lich meinen GOTT und SHerrnOft mit vorſatz, oft nicht gern Durch die miſſe⸗ W 568 Von der wahren Buße und Bekehrung— nem ſuͤnden lauf. HErr! ſchuldge kinds⸗gebuhr. Ach! ich u kein kindes recht; 4. Lang und oft hat dei gelockt, Und noch harrt den bin gar verſto mir noch immerfort: Aber that betrubet, Da di mich doch ſtets geliebet..j 2. Du haſt mich mit dir it verbunden Durch ſo man ches liebes band, Als du ſ alle tag und ſtunden Dei ſi ne huld an mich gewandt. Aber mein verkehrter ſinn Hat den ſchatz und den ge⸗ winn Deiner wolthat ganz vergeſſen, Und das ſchuld⸗ maaß voll gemeſſen. ü 3. Vater! ja ich hab ge⸗ ünehhe fuͤndigt In dem himmel t us und vor dir, Dir hab ich Ihmi oft aufgekuͤndigt Meine Halt mich nur als deinen ie guade knecht. Ich misfalle mir ſihie und allen, Doch laß dumich dir gefallen. ne guͤte Zu der buße mich Aber ich hi Kreatu⸗ ren, kreuz und wort Jufe treu gemuͤ ke weil mein ohr verſtopfet t Hrich nicht, wer ruft und 5. Alle meine ſeelen. kraͤfte, Leibes⸗glieder ger An — 1 lſte denernett di dew rehir uc 4 wüͤßte 1 verſtoct. uz undna nich/ne mein geibeslut 1 lus ¹ Ahaim e fer dienſt der ſuͤnden Willig und bereit zu finden. du mir ſonſt gegebe des lichtes thun; Aber ſo wil, mir zum ſchaden, Nur 1 Deines hunmeir ri c men zugelegt; So ſehr war ſich blut und herze regt, und zwar Erweckungen zur Buße. S 569 . 8 6 1 4 nd Nein, Solten billig zum afte Deines dienſtes tig ſeyn; Aber ſie ſind allezeit Mehr zur ungerech⸗ tigkeit Und zum ſchnoͤden 6. Dein iſt odem, luft und leben, Sonne, mond, und deren licht, Und was n; Aber ich gebrauch es nicht Dir zur ehre, mir zu gut, Wie es uns von noͤhten thut: Ich misbrauche deiner gna⸗ den Dir zur unehr, mir zum ſchaden. 7. Bey dem hellen licht der gnaden Solt ich werk mein herz im boͤſen ruhn. Was ich bisanher voll⸗ bracht Iſt, was mich zu ſchanden macht, Sonder⸗ lich im glanz des lichtes ſtehn: Doch ich hab es oft verſehn Und von meinim ganzen leben Dir das we⸗ nigſte gegeben. 9. Deiner gnade lok⸗ kungs⸗gaben Hab ich oft bey mir gefuͤhlt: Herz, ge⸗ danken, ſinnen haben Je⸗ derzeit dahin gezielt Voller reu zu dir zu gehn, Dich um gnade anzuflehn: Doch ich habs nie recht betrach⸗ tet Und die lockung bald verachte. 10. Jezt, mein vater! nim mein bitten Aus zer⸗ ſchlagnem herzen an: Den⸗ ke, was dein uhn erlitten; Er iſt, der mir helfen kan. Iſt mein geiſt und fleiſch befleckt, So hat es ſein blut bedeckt; Durch ihn kan ich dich dort oben Mit den en⸗ geln ewig loben. Erweckung zur Buße durch die erbarmende Liebe kengen zorn⸗ge⸗ richte. 8. So viel jahre, tag und ſtunden Du mir ar ich auch verbunden, Weil Jeſu. Mel. 24. Beſchraͤnkt ihr weiſ. 4. 5. v) mimt die ſuͤnder an, Die unter ih⸗ rer laſt der ſuͤnden Kein Dir zum dienſt bereit zu⸗ menſch, kein engel troͤſten 4 77 2 570 Von der wahren Buße und Bekehrung b verſenket, Und ihnen SOr⸗ kan, Die nirgend ruh und rettung finden: Den n ſelbſt die weite welt zu klein, Die ſich und GOtt ein greuel ſeyn, Den n Moſes ſchon den ſtab ge⸗ brochen, Und ſie der hoͤl⸗ le zugeſprochen, Wird dieſe freyſtadt aufgethan: Mein heiland nimt die ſun⸗ 2. Sein mehr als mut⸗ terliches herz Trieb ihn von ſeinem thron auf er⸗ den: Ihn drang der ſunder ſtatt ein fluch zu werden. Er ſenkte ſich in ihre noht, Und ſchmeckte den verdien⸗ ten tod. Nun da er dann ſein eigen leben Zur theu⸗ ren Phans hingegeben, Und ſeinem vater gnug ge⸗ than, So heißts: er nimt die ſunderan. 3. Nun findet man in ſeinem ſchooß Ein ſichres ſchloß geiagter ſeelen: Er ſpricht ſie von dem urtheil tos Und tilgt ihr jammer⸗ volles qualen. Es wird ihr ganzes ſunden heer Ins unergruͤndlich tiefe meer weh und ſchmerz, An ihrer armen tes geiſt geſchenket, Der freudig, abba! rufen kan. Mein heiland nimt die ſuͤn der anä... 4. So bringt er ſie dem vater hin, In ſeinen blut⸗ befloßnen armen; Das neigt ſodann den vater⸗ ſinn Zu lauter ewigem er⸗ barmen. Er mimt ſie auf an kindes ſtatt: Ja alles, was er iſt und hat, Wird ihnen eigen uͤber⸗ geben; Und ſelbſt die thuͤr zum eigen leben Wird der an. 4 5. O ſolteſt du ſein herze ſehn, Wie ſichs nach ndern ſehnet, So⸗ wol wenn ſie noch irre gehn, Als wenn ihr auge vor ihm thraͤnet! Wie eilt er in Zachaͤi haus, Streckt herz und hand nach zoͤllnern aus! Wie ſtillt er jener Maßdalenen Den milden guß erpreſſ nicht mehr, was ſie gethan Mein heiland nimt die ſun⸗ ter thraͤnen 3 Durch ſeinen tod und blut der an. ihnen froͤlich aufgethan. Mein heiland nimt die ün⸗ 5 3 8 4. 7 4 7 e 6. Wi 8 v 7 4 — — — — — — — — — — u' ———— ——— ——— „—. ——— —. ————— ——— — — — —— E— ———— —— 4.—— ———— —— — — — — — — — —— Le —— —— — — — = =— — =— 3 — — — 3 1 er Pewen an, Ob er gleich noch ſo tief gefallen! Dis hat er nicht allein ge⸗ than, Da er auf erden muͤſſen wallen; Nein, er iſt immer einerley, Ge⸗ recht und from und ewig treu: Und wie er unter ſchmach und leiden, So iſt er auf dem thron der freu⸗ den Den ſuͤndern liebreich zugethan. Mein heiland nimt die ſuͤnder an. +¼ * 8 „7. So komme denn, wer ſunder heißt, Und wen ſein ſuͤnden⸗greul betruͤbet, Zu dem, der keinen von ſich weiſt, Der ſich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? wilt du dir im lichte ſtehn, de⸗ Und ohne noht verloren gehn? Wilt du der ſuͤnde langer dienen, Da, dich zu retten, er erſchienen? O nein: verlaß die ſuͤnden⸗ bahn! Mein heiland nimt die ſuͤnder an. en 8. Kom nur muͤhſelig und gebuͤckt, Kom nur, ſo ut du weißt zu kommen. ¹und zwar Erweckungen zur Buße. 371 N6⁄ Wiee freundlich blickt b 7 alle guter ſeiner gnaden niederdruckt, Wirſt duauch kriechend angenommen. Sieh, wie ſein herz dir offen ſteht, Und wie er dir entgegen geht! Wie oft hat er nicht voll verlan gen Geſucht, dich bruͤnſtig zu umfangen. So kom denn armes herz! heran. Mein heiland nimt die ſuͤn der 4. 5 8 9. Sprich nicht: ich habs zu grob gemacht,! 18 So lang und ſchandli durchgebracht, Elca mich oft umſonſt geladen. Wen du es jezt nur redlich meinſt, Und deinen fall mit ernſt beweinſt: So ſol Er hilft ſen; G nicht 2 8 Nein; weil er Wenn dich die laſt gleich h greif mit hoͤre du, Und b 8lau mir deine liebe nach/ Mich b Barben händen zu. Wer dieſen tag ſein heil ver⸗ traumet, Hat eine gnadem zeit verſaͤumet, Die ihm den himm Heut kom! JEſus an. 11. Ja zeuch du ſelbſt uns recht zu dir, Holdſelig⸗ ſuͤßer freund der ſuͤnder! heut nimt dich gier„Auch uns und alle [dams⸗kinder. Zeig uns bey unſerm ſeelen ſchmerz Dein aufgeſpaltnes liebes herz: Und wenn wir un⸗ ſer elend ſehen, So laß uns 5 nicht ſtille ſtehen, Bis daß ein jeder ſagen kan: GOtt lob! auch mich nimt JEſus an. Erweckung zur Buße durch die gute Bewegungen des b heiligen Geiſtes. Mel. IEſu deine heilge wunden. ten Endlich kraͤ el aufgethan. mich beweget, Und ich Erfull mit ſehnender be⸗ aus ſchwarzen*„ker. ftig zu er⸗ retten. 4 u 2. Vielmals fand i taͤuſchte mich doch nur: Denn was ſich in mir ge⸗ reget, War die truͤgende natur. Bey dem allen dacht ich doch: Ich bin from, was fehlt mir noch? Denn was der und jener uͤbet, Hat mein herz jamie geliebet. 3. Sah die welt mit ihren blicken Mich hebko⸗ ſend wieder an; Konte ſie mich leicht beruͤcken, Und ihr wille ward gethan. Was mir erſt ein laſter hieß, Schien mir nachher ſ zucker ſuüß; Bis ich zu mir ſelbſt gekommen, Und du mich der welt entnom⸗ men. b 4. Da ward ich von dir 96 IErr! hie bin 7. g ich; nim mein herze, Nim es nur in deine zucht: Nim, nach langem ſuͤnden ſchmerze, Was du laͤngſtens ſchon geruͤhret; Aber ach! wie gar zu bald Wieder von mir ſelbſt verfuͤhret. Oder ſuͤndlichen gewalt! Hätt ich von der argen welt, Wenn ſie mir oft nachge⸗ gehuhr Miit was ſehn⸗ uucht vollem ach! Gieng * ſtellt, Mich ſo bald andiſ ſhh, fang 6. 1 veiger nes 9. der 4 w Nen k 4 meeinen ſtarren aing üg hin. — — .— 1 — — „ —— — — —— — — — — — — — — — — Ennen, Waͤr ich gluͤck⸗ licher zu nenen. 5. Doch nun bin ich durchgedrungen; Du haſt ſinn Durch des geiſtes kraft bezwun⸗ gen; Ey ſo nim mich voͤl⸗ Von mir ſelbſt kan ich nichts thun, Al⸗ les muß auf dir beruhn; Darum ſtaͤrke mein ver⸗ langen, Kroͤne, was du an⸗ gefangen. 4 L der himmliſch⸗reinen liebe Segens volle leidenſchaft. Laß mein dichten dahin gehn, Rein vor GOttes thron zu ſtehn. Laß mich ſtets an JEſum denken, Mich in ſeine wunden ſen⸗ en. b 7. Locken mich die eitel⸗ keiten, Ach ſo druͤck mein auge zu! Riig mir die vollkommenheiten Jener ewig⸗ſelgen ruh. Der verlacht die ſchnoͤde luſt Den an des erloͤſers bru GOttes liebe ſo entzuͤndet, Daß er freud in ihm em⸗ pfindet. es ſelbſt i mir. Die ſonſt ſt ſo muß es ſeyn; Es ver 6. Geiſt und brunquell uͤberlaſſen, heilger triebe! Mehre mei⸗ nes glaubens kraft, Und fuͤhrung nimmer haſſen trieb und kraft, Wodur und zwar Erweckungen zur Buße. 573 in 8. Laß mich immer ab⸗ ba! rufen: Zwar du rufſt ſchwere himmels⸗ſtuffen Gehen wir auch leicht mit dir. Mengt ſich gleich das kreuz mit ein, O gar recht aͤllt die luſt der erden aͤßt das herz nicht ſchlaͤfe rig werden. 9. Wer ſich dir nur laſſen, Wer nur JE⸗ ſu liebe fuͤhlt, Kan di Die auf ſeelen⸗wolfahr zielt: Der ſpuͤhrt täglich man was gutes ſchafft:unullu Wol zu thun und GOtt zu loben, Sind ſtets neue 4 chriſten⸗proben. 10. Dauret fort, ihr heilgen triebe! Bis ich meinen lauf vollbracht So erleuchtet Chriſti liebe Meine finſtre todes nacht. Er iſt mein und ich bin ſein Er fuͤhrt mich zum leber ein. Bey ſo himmliſchen gedanken Wil ich nie vom guten wanken. “ ½ . 8, 8 2 71, ech wil v . 97. memer 85* ſelber huͤlf und raht, O GOtt! hiezu beſcheren, Und deines guten geiſtes kraft, Der neue herzen in uns ſchafft, Aus gnaden mir gewehren. 2. Natuͤrlich kan ein menſch doch nicht Sein elend ſelbſt empfinden: Er iſt, ohn deines wortes licht, Blind, taub, ja todt in ſunden. Verkehrt iſt will, erſtand und thun: Des — d 3 3. Klopf durch erkent⸗ uiß bey mir an, Und fuͤhr mir wol zu ſinnen, Was voͤſes ich vor dir gethan: Du kanſt mein herz gewin⸗ nen, Daß ich aus kummer und beſchwer Laß uͤber meine wangen her Viel heiſſe thraͤnen rinnen. 4. Wie haſt du doch auf uße und Belehrung thum deiner gnaden Mein⸗ leben dank ich deiner h 55 Du haſt mich uͤberladen Mit ehr, geſundheit, ruh und brod: Du machſt, daz — — — —— ————— =— — nich gewandt Den reich⸗ 3 X N 4 mir noch keine noht Bis hieher koͤnnen ſchaden. i 5. Du haſt in Chriſto i mich erwaͤhlt Tief aus der(inti hoͤllen fluhten; Es hat. mir ſonſt auch nicht gefehlt ſtthii An irgend einem guten: uft Bisweilen bin ich auch da⸗ ul n bey, Daß ich nicht ſicher ftat. lebt und frey, Geſtaupt ſen mit vater⸗ ruhten. pnſter 6. Hab ich denn nun ſſotyu auch gegen dich Gehorſams ui ſi mich befliſſen? Ach nein! u deshalben aͤngſtet ſich lihen Mein herz und mein ge⸗ unri wiſſen: Darinn iſt, leider! üttie nichts geſund, An allen or⸗(Auſe ten iſt es wund, Vom ſun⸗ n du den⸗wurm gebiſſen. d 7. Die thorheit meiner in m jungen jahr Und alle ſchno⸗ iüta de dchr Verklagen mich 1. zu offenbar: Was ſol ich llher armer machen? Sie ſtel⸗ a t len, HErr! mir vors ge⸗ i ſicht Dein unertraͤglich nſt zorn⸗gericht, Der hoͤllen Kiige offnen rachen. 8. Ach! 6 ͤ 8„8o N 1 * 4 8 9 —„ 1IAITAASIAIIII 6 1 A“ 3. I 8 wſche G 1 445 30U Be! 8 zum Schaͤm ich mich zu bekennen, Als deren we⸗ der maaß noch zahl: Ich weiß ſie kaum zu nennen. Doch ihrer keiner iſt ſo klein, Daß ich um ſolchen ganz allein Nicht ewig muͤßte bren„en. 9. Bisher hab ich in ſicherheit Faſt unbeſorgt geſchlafen, Gedacht, es hat noch lange zeit, GOtt pflegt nicht gleich zu ſtra⸗ fen; Er faͤhret nicht mit unſrer ſchuld So ſtrenge fort, er hat geduld Als hirt mit ſeinen ſchafen. 10. Jezt aber alls zu⸗ gleich erwacht; Mein herz wil mir zerſpringen. Ich ſehe deines donners macht, Dein feuer, auf mich drin⸗ gen: Du regeſt wider mich zugleich Des todes und der hoͤllen reich, Die wollen mich verſchlingen. II. Wo bleib ich denn in ſolcher noht? Nichts helfen thor und riegel. Wo flieh ich hin? o mor⸗ 1 gen koht Ertheil mir deine flugel. Verbirg mich, o du fernes meer! Bedek⸗ S.a meine greuelall⸗ lichten ſonne her Ihr klippen, berg und yuͤge gel! 12. Ach! alls umſonſt und koͤnt ich gleich Hinauf gen himmel ſteigen, Ja kont ich in das hoͤllen⸗reich Mich zu verkriechen nei⸗ gen: So biſt du mir doch immer nah, Siehſt meine ſchuld, und wirſt ſie da Der 1 zeigen.. 13. HErr JEſu! nim mich zu dir ein, Ich flieh in deine wunden; Las mich da eingeſchloſſen ſeyn Und bleiben alle ſtunden. Dir iſt ja, o du GOttes⸗ lam! All meine ſchuld am kreuzes⸗ſtamm Zu tragen aufgebunden. 14. Dis ſtell du deinvrem vater fuͤr, Daß er ſein herze lenke, Daß er ſich gnaͤdig kehr zu mir, Nicht meiner ſuͤnden denke, Und wegen dieſer ſtraf und laſt, Die du auf dich ge⸗ 15. Hierauf wil ich zu jederzeit Mit ernſt und ſorgfalt meiden All boͤſe luſt und eitelkeit; Und le er⸗ 3 G e en der wahten Buße und Benſen— daß 1 ber alles leiden, Als ich ſuͤnd aus vorſatz thu: Ach HErr! gib du ſtets kraft dazu Bis ich von hier muß ſcheiden. Mel. Was mein GOtt wil ꝛc. 498. 8 IEſu, mei⸗ 2 38 ne zuver⸗ ſiehr, Mein heiland und mein leben! Verſtoß mich armen ſuͤnder nicht uͤr den du dich gegeben. Ge⸗ denke an dein blut und tod Und an dein ſchmerzlich ſterben. Ach! hilf mir von der ſuͤnden⸗noht Und ſchrecklichem verderben. 2. Du weißt ja ſelbſt/ was fuͤr ein wuſt, Und wie viel tauſend ſuͤnden Von der verderbten Adams luſt Sich in mir armen finden. Daregt ſich wolluſt, ſicher⸗ heit, Stolz, hoffart, eigen⸗ kebe, Verkehrter will und eitelkeit, Und andre ſuͤnden riebe. 8 3. Des ſatans reich tobt ſe ſe in mir, Und ſchwaͤcht der ſeelen kraͤfte. Das feiſc verhindert fuͤr und fur Die goͤttlichen geſchaf⸗ * 1 4 1 8 8 4 3 △ 8 — zufuͤhren? Wird nüctan afft/ te. Mein ohr iſt taalb,de⸗ zung iſt ſtum, Meinm 1 ceno kan nicht ſehen; Verſtand und urtheil ſind zu dum, her Das gute zu verſtehen. 4. Ja, HErr! wie kan ich armer doch Den jam mer meiner ſeelen, Das elend in dem ſuͤnden ſoch t Und alle noht, erzaͤhlen? Ich kenne mich ja ſelber nicht, Und habe von dem allen Faſt kein erkentnis und kein licht: So tief bin ſ ich gefallen. 5. Otreuer GOtt!was ſ d ich an, Bey ſo ver⸗ erbtem weſen? Iſt denn nichts, das 4 en kan? ſuyahg Wie ſol ich do geneſen? ng Thu buße, rufſt du mir zwar zu, Und gläube ma⸗ nem worte; So oͤffnet ſich ſan zu deiner ruh Die rechit in gnaden ⸗pforte! 6. Allein wo iſt in mir die kraft, Dis beides aus⸗( geiſt, der alles ſch Mein ſuͤndlich herze 9(n ren; So bleibt es todt, ſo lan kan es nicht Zur wahren in reu elangen,Rachwen „. V b ſelber 0. Zerbrich die ſchnoͤde — an ezzuverſicht Zu deiner 4 V Jaegwentuen. Drum ſtehe du mir bey, Du abgrund aller gnaden! Und mach 1 meinarmes herze frey Von in dieſem todes⸗ſchaden. Ach HERR! verleih, daß ich durch dich Mich ſelber recht verſtehe, Und alles elend, welches mich Verderbet, recht einſehe. 8. Zerſchmelze du mein Vyrſc Daß es wie hartes herz, wachs erfſeſſ„ Und in wahrhafter ſchmerz Die thraͤnen⸗fluht vergief er reu und ſe. Ach! mach es durch den glauben rein, Und gib gerechte werke; Ja kehre du ſelbſt bey mir ein, O meiner ſeelen ſtaͤrke! 9. Zerſtoͤhr in mir des ſatans reich, Zerbrich die macht der hoͤllen, Sprich ſelber, daß er von mir weich! Mit dir kan ich ihn faͤllen: Ertoͤdt und zaͤhm u das boͤſe fleiſch Samt aller fuͤnden⸗liebe; Mach aber mich recht rein und keuſch, Und ganz voll glaubens⸗ triebe worts verſtaͤndniß„ Und mem eeiliche nadezur Bekehrung. 577 eigenheit Und meinen boͤ⸗ ſen willen, Und laß mich, was dein wort geheut, Durch deinen geiſt erfuͤl⸗ len. Eroͤffne ohren, herz und mund, Gib deines thu mir deine wahrheit kund, Zu deiner ſelbſt⸗er⸗ kentniiz56. II. Gib deine furcht in meine bruſt, Das gute aus⸗ zuuͤben; Und laß mich dich mit herzens⸗luſt Getreu und ewig lieben. Laß mich in demuht, maͤßigkeit, Ge⸗ duld und ſanftmuht pran⸗ gen, Und ſchmuͤck mein herz zu jederzeit Mit heiligem verlangen. 12. O vater, hilf! den meine kraft Kan dieſes nicht erzwingen: Du aber biſt„der in uns ſchafft Das Wolten eund volhein gen. Ach, ſtaͤrke mich, o treuer GOtt! Durch dei⸗ ne macht in gnaden, Das ſunde, welt und hoͤllen rott Mir niemals koͤnnen ſchaden. B. O. JEſu; GOttes⸗ſohn Ge theurer. denk jezt an mich armen. Du biſt Oo der 78 Von der wahren Buge und Berehrllſi der einge gnaden thron, goͤnn mir dein er⸗ barmen: Und weil ich ganz erſtorben bin au vollfuͤhren; du ſelbſt mein herz Ainn Durch deinen geiſt re⸗ heilger geiſt, mein t! Du geiſt Das gute So wollſt trroſt und hort! voll kraft und ſtaͤrke! Fuh mich in deiner wahrheit fort, Schaff in mir deine werke. Laß deinen frieden in mir ſeyn, Und ſchreib den neuen namen, Den der nur kennt, der ſeelen ein, Deer ihn empfaͤhet, amen. b Offenb. Joh. 2, 17. Mel. JEſu deine heilge wunden. bekehren! Iſt mein herz denn ſtein und ſtahl? Flieſ⸗ ſet doch ihr heiſſe zaͤhren, Koomnt ihr ſeufzer ohne zahl! Brich, du felſen⸗ herz, ach brich! Weint ihr augen bitterlich, Mei⸗ nes GOttes chen, Eh er eil raͤcen. 2. Schlage doch herz zu bre⸗ et, ſich zu Moſis ſtabe, JEſul dieſg⸗ felſen⸗ſtein, Daß enh 6 in thraͤnen labe, Und die engel ſich erfreun Ueber meiner buß: zerbrich Undu zerknirſch durch reue mich! e IEſu! ruͤhre mein gewiß ſen, So wird dieſer fels m zerriſſen. u rh 3. Ach! wie kanich mich bekehren? Ach ich bin ſa auum geiſtlich todt! Laß mich deine ſtimme hoͤren, Hilf un aus dieſer todes noht! Ach! an ich lieg im ſuͤnden ſchlamm; Kom, du reines GOttes⸗n lam! Sprich mit kraft: du nls ſolt aufſtehen, Undins nene leben gehen. 4. Gib, daß mir von deiner guͤte Nur ein blick ag der gnade ſcheint: Daß mein aͤngſtliches gemuͤhte, Petro gleich, die ſchuld be⸗ weint! Ja ich weine bit⸗ terlich, Daß ich oft ver⸗ leugnet dich Als ein ſchno⸗ der heuchel⸗chriſte Beydem feuer boͤſer luͤſte. 5. Wirke wahrer buße und muht. Rein ge mih in deiner liebe Durch dem rein und theures ulu⸗ 1H dieb⸗ — — — — — — — triebe, Und erneure herz 4 — — — — — — — — ——— —— — — — — —— — ¶—— —— — — — ——— —— — ů— ——— —= — —— ——— Niebſter neuen geiſt, Deinem wil⸗ lehen Durch welchen wir erret⸗ 8 ku ſchaden tilgt und heilet und zwar umgo ttliche JEſu GOttes ſohn! Macheniich verderb⸗ ten tohn Dur ein glaͤubi⸗ um gefaͤße bes bekehren ſeiner ehrrven 6. Schaff in mir ein neues leben, Gib mir einen — len nachzuſtreben, Wie dein wort mich unterweiſt. Tilge meine miſſethat, Laß mir nach der thraͤnen⸗ſaat Eine freuden⸗ ernte gruͤ⸗ uen; So wil ich dir ewig dienen. Melg. Erwinſchterdrunauellr. Krquicke mich, 500. ₰ du heil der ſunder! d Durch dich und einen gnaden⸗ſchein; Und laß, o freund der menſchen⸗ kinder! Dein herz auf mich gerichtet ſeyn. Kom, goͤnn dem heil⸗beduͤrft gen ar⸗ men, Sichzu bekehren, dein erbarmen. 1 2. Du biſt und bleibſt der oſt der erden; Wir dich als helfer an, tetwerden, Der allen men⸗ ſchen helfen kan, Der al⸗ Gnadezur Bekehrung. 99 b Der zur bekehrung kraft er theilet. 3. Durch dich, HErr! kan der blinde ſehen, Der taube hoͤrt durch deine kraft; Der lahme kan ge⸗ rade gehen, Der ausſatz wird hinweg geſchafft; Den todten haſt du gei und leben, Und allen armen troſt gegeben. 4. Haſt du vor dieſem ſolche thaten, O HErr! durch deine hand geſtift; So wirſt du jezt dem jam⸗ mer rahten, Der unſre ſchwache ſeelen trifft. Ach! zeig auch jetzo deine ſtaͤrke Durch unverdiente gnaden werke. 5. Du weißt ſa, was wir menſchentaugen: Wir ſind verblendt und ſehen nicht; Darum erleuchte mir die augen, Damit ſie durch dein gnaden licht Erkennen, was nur dieſe ſehen Die, HErr!in deinem lichte ſtehen. 6. Eroͤffne die verſtock⸗ gehorſam ſey. Laß mich, als voͤllig neu⸗geboren, Mit herzeus⸗luſt und feſirer Oo 2 treu ten ohren, Daß ich dir rect 80 83 Von der wahren Buße und Bekehrung— · 4 treu Auf dein wort mer⸗ ken, heilig handeln, Und ſtets nach deinem willen wandeln. . Ich wanke mit gelaͤhmten fuͤßen, Ich ſtrauchle leider! hier und dort: Laß kraft und ſegen auf mich flieſſen/ Und fuͤhre mich gerade fort, Daß mei⸗ und leben! Die Drum ſendemir, mein hei enic ſuße fre. nel dens botſchaft zu: Laß nuch u dadurch ſchon hier auf er. idr den Vor GOtt gerecht und iun ſelig werden. Von der Erkentniß und Bekentniß der Suͤnden. —=— — — ne tritte nimmer gleiten, Noch von der bahn der wahrheit ſchreiten. 8. Mein arzt! du wirſt a nicht verweilen, Der krankheit allerſchlimſten theil, Der ſeelen ausſatz, bald zu heilen; Ach! heile mich, ſo werd ich heil. Laß deine wunden, o mein le⸗ ben! Fuͤr meine wunden pflaſter geben. 9. Ich bin ganz tod und meine kraͤfte, Will und verſtand, ſind ohne kraft, Zu thun recht goͤtt⸗ liche geſchaͤfte. Verleih mir neuen lebens⸗ ſaft, Umals ein baum friſch auszuſchla⸗ gen, Und tauſendfache rucht zu tragen. 110. Ich bin mit elend — umgeben, Voll ar⸗ muht, traurig, ohne ruh: todt, Mel. Wo ſol ich fliehenhint. än 6 Aℳ 4 1 8, we 1 HErr! dir Reht;. wider⸗ ne glid gebc oͤſe fruͤchte treibet. b D 2. Des fleiſches werk wird gar Auch oͤſters of⸗ fenbar; Der zunder wird zu flammen, Die ewiglich verdammen. Ich ſeh an mir und merke Des alten Adams werke. 3. Des boͤſen herzens grund Regiert den leih, den mund, Die augen, fuͤß und haͤnde, Daß ich ſein werk vollende. Das dichten und das trachten Der ſeel iſt GOtt verachten. 4. Mein ſchopfer! wider dich, Den nechſten, und 3 ng ——,—— an auch mich, Hab ich oft miß⸗ a.9 ggeezandelt; Bin oft den 4 3 weg gewandelt, Der mich von dir gewendet, Der in der quahl ſich endet. s. Doch wie wil ich die zahl Der ſuͤnden allzumal In meinem fleiſch und blu⸗ rto, Und das verſaͤumte gute züüme Nach jeder art erzaͤhlen? dö Wer weiß, wie oft wir 1 an fehlen?: 7 N 6. Ein jegliches geboht aug. Verklaget, flucht und deehr; Dieweiſ gar aftdar⸗ wider Mein geiſt und mei⸗ ne glieder Gedacht, gethan, n geſprochen, Und deinen bund gebrochen. 7. Ach HErr! vergib du mir. Ich wende mich zu dir. Ich kan die ſchuld nicht zaͤhlen, Doch wil ich nichts eeda verhehlen; Denn du kanſt auch erkennen, Was wir n verborgen nennden. n JE⸗ 8. Doch du, mei ſul haſt Die mir zu ſchwere laſt Der ſchuld auf dich ge⸗ nommen, Du biſt fuͤr mich gekommen. So kom ich nun beladen Zur fuͤlle dei⸗ ner gnaden. doch Die gnade, die mich liebet Und Chriſti fuͤlle gie⸗ bet, Weit maͤchtiger, das leben Durch Chriſti kraft zu geben. 10. Wie nundes fleiſches macht Zuvor ihr werk voll⸗ bracht; So ſol des geiſtes ſtaͤrke, In mir die guten werke Auch wirklich zu macht bezwingen. II. HErr! gib mir dei⸗ nen geiſt, Der ſich in fruͤch⸗ ten weiſt, Der niemals muͤſſig bleibet, Der mich zum guten treibet, Den JEuus mir geſendet, Der anfaͤngt und vollendet. vollbringen, Des fleiſches u z. von der Erkentmiß und Bekentniß der Sunden. 5886 joch Gleich machtig; ſo iſt Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. deh mir! daß 502. M 2. B. ich ſo oft und viel, Als waͤr ich gar verblendet, Geſuͤndigt ohne maaß und ziel, Von GOtt mich abgewendet; Der mir doch nichts, als lauter gnad Und wolthat ſtets meinem 4 erwieſen hat In ganzen leben. 2. Weh mir! daß ich üur win. 9. Iſt denn der ſünden Oo 3 meinen GOtt Mein hers ſſ 382 Jen der wa ſren Buͤße und Sekehrung ſo feſt verſchloſſen: Deß ſchutz und troſt in meiner noht Ich doch allzeit ge⸗ noſſen. Viel miſſethat hab ich vollbracht: Des HErren gutthat nicht be⸗ dacht, Muhtwillig ſie ver⸗ geſſen. 3. Mich uͤberzeuget herz und ſinn; Und muß ich frey bekennen, Daß ich ein Doch ſchau ich dich, mein und wilt mir helffen. 4. Groß iſt zwar meine miſſethat, Sehr viel ſind meiner ſuͤnden: Doch iſt weit groͤſſer deine gnad, Kein menſch kan ſie ergruͤn den. So groß, o großer GOtt! du biſt, So groß iſt uch zu aller friſt Bey dir die guad und ute. 5. Die haſt du keinem je verſagt, So lang die welt geſtanden. Wer dir ertraut, und nicht ver⸗ zagt, Wird nimmermehr zu ſchanden. Ich bitt, ich fleh, ich ruf und ſchrey, Ich hoff auf deine gnad de finden! 6. Jezt denk ich, welch ein theures wort Aus der voll verlangen: Du haſ, o menſch! zwar pflicht und treu Hintan geſetzt, und ohne ſcheu Mit andern zu⸗ gehalten. 7. Doch kom, bereu⸗ was du gethan, Laß fremde bulen fahren; So nehmich dich denn wieder an, Und wil dein herz bewahren. Bey dieſem worte faß ich dich, Ich kom und glaͤube annehmen. . 8. Denn ich bin eben dir, Immanuel! In allen ſchlam gedrungen. Ich ha⸗ be freide luſt geſucht, Die verſchwindet. „Ich bin das unge⸗ raßene kind, Das ſich von laß mich gna⸗ — nem mund gegangen, Das mich ergnickt; denn du mein hort! Sprichſt ſelber feſtiglich, Du werdeſt nuch dieſe ſeel, Die andern nach⸗ i geſprungen, Und ſich von nicht erfreut, die du ver⸗ flucht, Die wie ein rauch dir gewendet, Und mit den frechen welt⸗geſind Sen ſa †o⸗ dend iines 5 4 u.z von der Erkentniß und B I 4 rrotheil hat verſchwendet; 6,u Dech, als das lebens brod, n dabey Hintan geſetzt, und daen üch geſehnet. GO 10. Ich habe dir oft nn nem willen; Den boͤſen u luſten nachgelebt, Daß ich 1 nen gedacht, Mein herz daran Sun gehanget. dna, II. Deßwegen müßt ich ¹ h durch mich ſelbſt erwer⸗ bben: Die ſeele muͤſte nach ähhie dem tod In hoͤllen angſt, 6 qualet, buͤßen. 2. Allein ich bitte dich um gnad; Du wolſſt nicht ide mehr gedenken, Was i dha veruͤbt fuͤr frevelthat: weuh Ins meer wollſt du ſie ſenken. Ich bitte dich u durch Chriſti huld, Schenk mir der ſuͤnden ſtraf und oaa in pein und noht, Die ewig wwiie die ſaͤu Nach traͤbern. Gan vollem an wie die ſaͤu Nach traͤbern dir Mu wehmuht⸗ n d jeerzen, O GOtt, deß gnad Q Oft laſſen 3. So gemuͤhte. 4. Vor herze. 6 0 dag ſchud, Gib mir ein neues 4. Varnemlich haſt dut O0 4 Kanm kuſten nachgen Das Von jugend auf Mit gro ue ſs nda ehfänleg der i⸗ ſen au 1 Drim ich jat th Auf das, was zeitlich iſt, 2. Die ſunden ſind, d öch armer ſuͤn⸗ der⸗kom zu bleibt fuͤr und fuͤr! Beken⸗ maſch 10. J. Uno dr mi nerꝛen Die Nenn 2 Ine dir mit ſchmerzen Die 16 widerſtrebt, Gefolget mei ſunden all, Einn jeden fall, nn nackt und blos In meinem mich immer quaͤlen. Dein melend ſterben: Ich koͤnte liebſter ſohn Hat mich da⸗ meines vaters ſchooß Nicht von Durch ſeinen tod ent⸗ bunden: Dennoch hab ich mich Den ſatan neu verwunden. undankbarkeit Sehr groß bis dieſe ſtunde: Ich habe dir zu keiner zeit Gedankt ch vom herzen⸗grunde Fuͤr deine treu, Die taͤglich neu, Fuͤr deine lieb und guͤte, Die ich in mir Gar reich lich ſpur Am leib und am * “ “ — 4 99* — Mel. Durch Adams fall iſt ꝛc. 584 Von der wahren Buße und Bekehrung her verſchonet, Und mir nicht, wie ich oft verſchuldt, Im zorn bald abgeloh⸗ net: O hoͤchſter hort! Dich mei⸗ ner angenommen: Haſt nichts geſpart Nach man⸗ cher art, Daß ich zu dir moͤgt kommen. . Mit deinem wort haſt du gar oft An mein herz angeſchlagen, Auf meine beſſerung gehofft, Dein heil mir angetragen. Haſt fruͤh und ſpat Durch man⸗ che gnad Zur buße mich be⸗ wogen, Auch mit truͤbſal, dir hinauf gezogen. 76. Dennoch, das licht leugnen kan, We ic mie Haſ fort und fort, Angſt, noht und quahl Zu dul leid und reu giebſt du Mir raum und ruh, Haſt eilet... 8. Wenn dis mein herz kraͤnkt, Wil mark und bein durchdringen. Kein hoͤl⸗ len pein Mag ſo groß ſeyn, Ich habe ſie ver⸗ ſchuldet; Ich bin mih wehrt, Daß mich die erd Traͤgt, nehrt, und auf ſich duldet. b 9. Unwehrt bin ich, daß man mich nennt Ein werk bin ich, daß all element er ſtrafe mich hinraffen. So weit hats bracht Der ſunden macht, Ich muß es frey bekennen: Siehſt du HErr lan, Was ich gethan, 0. O vater aller guͤ⸗ rechtſchaffne buße. Der ich ohn ſcheu, Ohn u In ſuͤnden hi mich verweilet: Dennoch mich nicht uͤber bey ſich bedenkt, Moͤgt es in ſtuͤcken ſpringen: Die angſt, daß ich dich ſo ge groß Ich bin nicht von dir geſchaffen: Wehrt i So muß ich ewig brennen. tigkeit! Ich falle dir zu fuße: Verwirf den nicht, der zu dir ſchreit, Und 1 4 angeſicht Mit gnaden u 1 AM 104 — 4 u. z. v on der Erkentniß und Bekentniß der Sunden. 585 hin 8 Auf mich betruͤbten ſuͤnder. Kſih Güb einen blick, Der mich d erquick; So wird mein angſt bald minder. II. Eroͤffne mir dein eundlich herz, Die quell er guͤt und liebe; Ver⸗ gib die ſuͤnd, heil meinen ſhmers Hilf, daß ich mich ſtets uͤbe In dem, was dir Gefaͤllt an mir; Und alles boͤſe meide, Bis ich hinfahr Zur engel⸗ſchaar, Da nichts denn lauter freude. — Mel. Mein herz und ſeel den ꝛc. ich e GOt 4 vor dir, als ſtaub und aſche, Sieh wie ich mich in heiſſen thraͤnen waſche. Ach blicke mich mit gnaden⸗-augen an, Und ſtrafe nicht, was ich bisher gethan. 2. Ich muß mich ſelbſt vor dir, mein GOtt! ver⸗ klagen; O was fuͤr ſchuld hab ich dir abzutragen! Wie ſchrecklich iſt die pein 50 4. H ier les breitem laſter⸗wege, Es war mein herz zum guten fau und traͤge: Hingegen blieb die ſchnoͤde ſuͤnden⸗luſt Ohn alle ſcheu die herrſchaft meiner bruit. 4. Was ſtand und pflicht mir taglich vorgeſchrieben, Iſt oft aus trotz und traͤg⸗ heit unterblieben: Was aber mir dein wort ver boten hat, War, was ich oft ni luſt und freuden wa. 5. Dein heilig wort hab ich hintan geſetzet, Di majeſtaͤt verachtet und ver letzet; Mich nicht vor dir, gerechter GOtt! geſche ut, Wenn mir dein zorn gleich fluch und tod gedraͤtt. 6. Ich habe mich den ſatan laſſen blenden, Und mich die welt zum boͤſen laſſen wenden. Mein fleiſch, das mir ſo liſtie nachgeſetzt, Hat mich ver führt, und meinen GOt verete 7. Dis iſt, was mi am und hoͤllen⸗noht, Womit 4 dein grim den ſchnoͤden ſuͤn⸗ da dern drohtt! 3. Ich gieng bisher auf ſchmerzlichſten betrubet, Daß ich nicht GOtt, nur ſuͤnden luſt geliebet, Das ich nie recht an beſſerung 586 Von der wahren Buße und Bekthruung 6 6 6 5 8 3 1 9 herze Voll angſt und weh, zoͤrnes hat. gedacht/ Und ſo viel jah rin ſunden zugebracht. 8. Du ſeyſt verflucht, du ſchndeſunden ſeude⸗ Du ringeſt mich zu ſolchem herjelede Du ſeyſt ver⸗ ucht, du ſo verdorbne zeit!— Mel. Ich glaͤub an einen GOtt. 50 Ge groß iſt 5. Imeinemiſſ. Die ich verbracht mit ſo viel uͤppigkeit. 8 9. Nun bring ich dir, GOtt! ein zerknirſchtes voll thraͤnen, reu und ſchmerze, Das glaubens⸗ voll auf Chriſtum JEſum ſieht, Und in der angſt in ſeine wunden flieht. 10. Ach ſprich mich los von allen meinen ſuͤnden Und laß mich doch dure „Chriſtum gnade finden! Ach laß mich doch, auf dis mein glaͤubig flehn, Nicht ohne troſt von deinem ant⸗ litz gehn. II. Umfange mich mit deinen liebes⸗ armen, Und laß dich mein und meiner noht erbarmen. Nim auf das ſchaaf, das ſich von dir verirrt, Und ſich ſo ſehr in eitelkeit verwirrt. 2. Laß uͤber mir imhim⸗ ſenget luſt an meiner buße GOtt! einen neuen geiſt, Der dich guͤte preiſt. — that/ Die dich, o GOtt er⸗ Dir wil ich gern bekennen Die ſunden, Gehn uͤber meine ſcheitel verzehren. dir hinauf; Dein auge merkt darauf. mit dir rechten kan ichnicht; Drum ſchrey ich: gar verloren. 2. Wie kommen, heilig rein; Und mel freud entſtehen, Die h ſehen. Erweck in mir, ymit dank fuͤr deine her, Daß ſie mein herz ber ſaſt ſchweren, Ja markundbein i Sie ſteigen, HErr zu heilig Ache geh nicht ins gericht, Sonſt bin ich 12 koͤnt ich dir ge⸗ V faͤllig ſeyn? Du biſt voll die mich brennen: Sie, de⸗ ſi reumehr, als ſand ammeer, meine viele ſuͤnden Sind un nimmer zu ergruͤnden.u Wer zaͤhlet meine miſſt u that, Die ſeet und kids 14 K u von der Erkentniß und Bekentniß der Sunden. 8 e,. decket hat? Sie iſt mir an⸗iſt erſchrecklich groß, Ichkan enr geerbet, Und hat mich ganz nicht alles klagen, Ich muß kam verderbet, faaſt gar verzaggnn. ſeuen. Mein boͤſer will, oHErr! Mein leben und gerech nſudn iſt dir Ganz widerſpenſtig tigken Vft ein beflecktes la fuͤr und fuͤr. 89 bin ein ſter⸗kleid, Die ſuͤnde wird — ungerahtner knecht, Der mich armes kind Noch neengl dich nicht kent, vielwen ger ſendlich, wie die ſpreu der Ra recht, Wie du befiehleſt, wind Zerſtaͤubet, dahin f ai leber. diner N fuhren. e fündlich ha c muegnſe 3. Ich traue deiner all! 5. Wie ſuͤndlich habi nan macht nicht, Ich unterlaſ⸗ doch gelebt! Wie frevent⸗ nt ſe meine pflicht. Sogleich lich dir widerſtrebt! In wie Dihn von erſter lugend Vergaß viel boͤſe thaten Bin ich zn.een ich aller tugend. Gleich wie bisher gerahten! Mir gal aa ein brun ſein waſſer guillt, die kurze luſt der zeit Mehr, nu he Das endlich gruͤnd und als die frohe ewigkeit: Dis nuux ben fuͤllt; So quillt mein bringet meinem herzen Jezt eee herz die ſünde, Die ich in eitel quahl und ſchmerzen. mir empfinde: Nun bin ich der verlohr⸗ a„Als unzucht, luͤgen, ſtol⸗ne ſohn, Dein grim iſt mein dutn den muht, Neid, rachgier, verdienter lohn. Ich ſe uu Zeiz nach fremden gut, mich als den ſchuld⸗knech rhnah uUnd andre laſter, denen tod an, Der nimmermehr be tene Und fluch, ja ewge hoͤllen⸗ zahlen kan. Wo ſol ich 2uh noht Durch dein wort wird huͤlfe fidenn! um gedraͤuet. e. Beyn dir allein iſt huͤlf düh 4. Verloren iſt dein undraht, Wenn menſchen⸗ de iad ebenbild, Drum iſt mein huͤlf ein ende hat: Mein Mg herz ſo roh und wild. Ich GOttl du kanſt mich lehren, ſn en bin im ſünder orden Ein Du kanſt mein herz bekeh nn bild des ſatans worden. ren. Drum helfer kom, ver⸗ n Men geiſt iſt blind, krank, wirf mich nicht Von dei nae elend, blos; Mein jammer nem gnaden-angeſicht. Eil⸗ 1 3 17 1 3 4 4 4 5— 8 3 — K deinen geiſt zu geben. Ich bin dein ſchaaf, Hrr! ſuche mich, Laß mich doch ja nicht ewiglich Verirret ſeyn: kom, ſteh mir bey, Daß ich mit thraͤ⸗ nen, buß und reu Dich wie⸗ der ſuch und finde. 7. Ich habe deiner liebe macht lnd meine kindſchaft nicht bedacht, Die ich nun⸗ mehr verloren; Jedoch haſt du geſchworen, Du wol⸗ leſt nicht des ſunders tod: Drum glaͤub ich feſt, in meiner noht Wirſt du mich nicht verlaſſen, Vielmehr mit huld umfaſſen. Laß nich dein kind nun wieder ſeyn, O treuer GOtt! erbarm dich mein Um Chriſti willen, daß ich dich, Durch ſein verdienſt, dort ewiglich Fuͤr deine gna⸗ de preiſe. Von der Reu und Leid über die Suͤnde. Traurigkeit uͤber die Suͤnde. Mel. HErr JEſu Chriſt du ꝛc. (ſoch wie be⸗ truͤbt iſt mir mein herz! Es faͤngt an i ſich zu graͤmen, Und iſt vdll trauren, angſt und ſchmerz! Es muß ſich, leider! ſch men, Weil es ſo manche u miſſethat Theils insgeheim begangen hat, Theils of⸗ fentlich verubert. 2. Ach GOtt! ich ſchen und furchte dich, Ich fuͤrch⸗ te deine ruhten. Mein her⸗ ze quaͤhlt und aͤngſtet ſich, Fur jammer moͤgt es blu⸗ ten, So oft es denkt, was ich gethan. Achl! ſiehſt du mich im eifer an, So muß ich ganz verderben. 3. Ich hab kein freudig h herze mehr, Kein kindli⸗ gGe ſches vertrauen; Mein herz ſcheut dich, gis richter, ſehr, Hat fuͤr ſich ſelbſtein grauen. Ich tret infurcht ſ und ſcham vor dich, Ih ſeufze; denn die angſt laßt feich Fuͤr zagen nicht recht t beten. 4. Viel gutes haſt du mir gethan, Ich kan nicht druͤber klagen: Nunſehich es mit trauren an; Men herz ſcheint mir zu ſagen, Kite Du werdeſt mir, zu meint u — quahl, Die liebes⸗proh u war vonder Ren und Leid uber die Suͤnde. 589 f a allzumal Entreiſſen, oder er mir nicht gewogen? O manderr. jaa! mein theurer heiland mſtag s. Ja, was nur huld und hat Ja mein und aller ul n gnade heißt, Und was du miſſethat Gebuͤßet und be. mir gegeben, Iſt, was izt zahlet. uaen mein gewiſſen beitzt; Weil 9. Wenn meine ſuͤnden e dich mein ſchnoͤdes leben ſchon wie blut Und roſin⸗ Mit undank und mit haß farbe waͤren, Kan ſie doch Keſhha belohnt: Denn da du mei⸗ Chriſti rohte flut Wie woll hpſt ner ſtets geſchont, Ward in ſchneeweiß kehren; So aa ich nur immer aͤrger. lehrt die ſchrift“: drumwa⸗ h. 6. Ach ja; ich bin ein ſche mich, HErr! durch dis mac ſchnoͤder chriſt, Der GOt⸗ blut, und hilf, daß ſich Mein Sae tes wink verachtet, Der kei⸗ glaube in mir mehre. Aia nergnade wuͤrdig iſt; Weil* Eſa. 1, 585. men ich es nie betrachtet, Wenn 10. Nim mich um Chri⸗ aa mmiicch gefahr und noht er⸗ ſti willen an, Merk, vater etrirh ſchreckt, Wenn GOttes in der hoͤhe! Was er, und an geiſt mich aufgeweckt, Um nicht was ich, gethan; Da⸗ naa t michzuruck zu ziehen. mit ich gnade ſehe. Gib 7. Ach hoͤr mich izt, o mir auch deinen gutengeiſt, ſu treuer GOtt, Mein 8u, Daß er mir kraft und bey⸗ mtt gexr troſt auf erden! Ach ſtandleiſt Die lebens⸗bahn a zes Bai enes arr. 6 den, werden. Die huld, Mel⸗ Wer nurden heben Sot. die du fuͤr ſuͤnder haſt. K ein GOtt! u. It ia viel groͤſſer, als die 5 7. 229 ich leb in ma laſt Von meinen miſſe⸗ ſchweren ſorgen, Ich weiz h thaten. ͤaaſt weder aus noch ein. 8. Wie? hat denn deine Mein kummer iſt dir nicht gnade ſich Mir nunmehr verborgen; Du weißt, was ganz entzogen? Gehoͤret fuͤr ein ſorgen ſtein Mir IEſus nicht fuͤr mich? Iſt lizt auf meinem herzen lege 4 3 — N Der tauſend centuer uͤber⸗ wiegtgt. 2. Ich ſorge, HErr! fuͤr meine ſuͤnde, Die iſt mir eine ſchwere laſt. Weil ich dafuͤr kein mittel finde; So hab ich weder ruh noch raſt. Die ſuͤnde ruhet vor der thuͤr; Ach, was fuͤr ſtrafen zeigt ſie mir!; 3. Ich fuͤhrte ſonſt ein ſichres leben: Nun wachet das gewiſſen auf. Mein b herz wil mir im leibe be⸗ den, Wenn ich betrachte meinen lauf. Ach wie viel oͤſes iſt vollbracht! Mein GOtt! wo hab ich hinge⸗ acht?. 4 Verfluchte luͤſte mei⸗ er ſeelen! angt ihr an, mich recht zu quaͤlen, Nun bringt ir mich in angſt und noht; Nun ſtuͤrzt ihr mich, ge⸗ denkt mein herz An GOttes zorn, in hoͤllen⸗ſchmerz. ur hoͤlle nieder, Ach!l eri über mich entbrant. Ver⸗ Aucht ſind meine ſuͤnden⸗ glieder, Die mir des hoͤch⸗ e Von der wahren Buße und Bekehrung.. pein, Nunmehr ein kind des er ſeel Nunmehr ge⸗ aͤhrt ihr mir dentod. Nun 5. Der zorn ſchlaͤgt mich ſt nicht! ſol, zu ewger ſtraf und todes ſeyn. b 6. Gerechter GOtt! dis iſt mein ſorgen, Dis liegt mir tag und nacht im ſinn. Dis kraͤnket mich am fruͤ⸗ hen morgen; Am abend, wenn der tag dahin, Geht gag dieſe ſorge mit ins bett, Und macht mein bett zur 8 thraͤnen /ſtaͤtt. 0 7. Ach! waͤlze doch von itt meinem herzen, Mein uhg GOtt! den ſtein der mich deſt ſo druͤkkt. Ach! nim hin. KMi wes die ſeelen⸗ſchmerzen: hl (Und wie du Davids herz Wi erquickt, So ſchenke nir, l. nach deiner huld/ Auch alle iti meine ſuͤnden⸗ſchuld. Mee 8. Vergib ſie mir um u Chriſti willen; In dieſem Vinn ſieh mich gnaͤdig an: Der anſt kan ja deinen eifer ſtillen, 1 Der hat ja gnug fuͤr mich iu in gethan. Auf ihn vertrunt uigi mein herzund ſpricht: Ver⸗ ſtlu oß mich armen ſuͤnder dn 9. Ich weiß, ich finde i bey dir gnade; Dein wolrt ſagts meiner ſeele zu. Ver b tten huld entwandt. Ich 8 Buſchade ——— ſnf h ſchade; Doch IEſus ſchafft d mir hulf und ruh. Ich glaub, und darum rufe ich: rot Erbaume dich, GOtt!luͤber mda mich. atan—— 1 um Angſt und Schrecken des Ge⸗ 6 eee wiſſens. ner Mel. JEſn deine heilge wunden. : mE ſi, mte 508. 8 och was hab ich ausge⸗ richtet! Ach was hab ich 54 doch gethan! Wer iſt, der 3 die ſache ſchlichtet! Mein Oüm. gewiſſen klagt mich an. Nann Ich bin ſelber wider mich, dh Weil ich mich ſo frevent⸗ Pin lich Durchden lunden vuſt une beflecket, Und des hoͤchſten ain zorn erwecket. ſun 2. GOtt! ich muß mit „Iwn zittern ſagen: Ich, ich bin ds ein ſunden knecht. Jetzo un fühlich deine plagen; Aber menn du, du biſt gerecht. Mein im verderbtes fleiſch und blut. no Hat das rechte wahre gut, ezn Durch des teufels trieb, nachgetrachtet. h Hſa 3. Vorhin hab ich mich fl gefreuet Meiner ſchweren verachtet, Und den luͤſten ſolche reuet, Hab ich weder ruh noch raſt: Was mich ehedem ergetzt, Hat mi jjezt in angſt geſetzt: Was [vorhin den leib erquicket, Iſt, was jezt die ſeele druͤk⸗ ketrt. ten haufen Bin ich nun den irreweg Leider! ſo viel jahr geaugen. Aber dei⸗ nem guten ſteg, Der zur himmels⸗pforte fuͤhrt, Hab ich nie recht nachgeſpuͤhrt, Nie bereut, was ich began⸗ gen: Wo werd ich nun troſt erlangen? 5. GOtt! wie iſt mir doch geſchehen, Da mein herz ſo von dir wich? Ach! ich ſol gen himmel ſehen, Aber ich ſeh unter mich. Ich bin wehrt, daß zorn und wuht Mich mit truͤb⸗ ſal, flamm und glut Gar zerſchmettre, gar zerſchlage Und zur pein der hoͤllen 6. Alle frende ſey ver⸗ geruͤhrt. Alle zeit, da ich 4. Ach! mit den verruch⸗ ardonder Ru und Ledduber die Sunde. 5Fo fluchet Die von ſuͤnden her 592 DTJonder wahren Buße und Bekehruug geſuchet Was nur hoͤllen⸗ angſt gebiehrt, Was mir GOttes wort verbeut, Sey verflucht in ewigkeit. Ewig ſey verflucht die ſtun⸗ de, Da ich ſunden-luſtem⸗ pfunde. 7. Ol wie biſt du ſuͤnde! ſuͤnde! Eine laſt, die cent⸗ ner⸗ſchwer. Alles, was ich an mir finde, Aengſtet, druͤckt und kraͤnkt mich ſehr. I GOtt! dein zorn hat mich erſchreckt, Ach! wer iſt der mich bedeckt? Keine kreatur kan rahten Meinen ſchwe⸗ ren miſſethaten. 8. HErr! es ſteht in dei⸗ nen haͤnden; Du alleine hilfſt aus noht. Du kanſt meinen kummer wenden, Und mich retten aus dem tod. HErr l es ſteht allein bey dir, Denn ſonſt nie⸗ mand hilfet mir. Deine huld kan mich verneuen, Und in ewigkeit erfreuen. 9. Ich verdamme ſeel und glieder; Sprich du ſie in gnaden los. Bittlich fall ich vor dir nieder: Nim du mich in deinen ſchooß. Laß, HErr! gnade gehn fuͤr recht Ueber mich ver. ie worfnen knecht. Wilt du ins gerichte gehen, HErr! wer kan vor dir beſtehen 10. Deines ſohnes mar⸗ i ter⸗zeichen Stell ich zwi ſchen mich und dich: Hie⸗ durch laß mich gnad errei⸗ f chen, Denn er ſtarbja auch m fuͤr mich. Schaue, GOtt! ſ auf dieſen tod, Dieſer reißt mich aus der noht: JE⸗ ſus hat ja ſchon die plagen,. Der ich wuͤrdig war, ge⸗ ſſat ſt tragen. ten ge II. Du verheiſſeſt gnad und leben, Und uns aus barmherzigkeit Alle ſuͤn⸗ oM den zu vergeben: Denk an K deinen theuren eyd, Der den ii d ſuͤndern troſt verſpricht; unnen Du wilt ihren tod ja nicht, ſwean Sondern heil und leben— ſchenken, Wenn ſie ſich mr zu dir lenken. 12. Darum bitt ich, ach! erhoͤre, Vater! den verlohr⸗ nen ſohn, Der ich wieder zu dir kehre; Blicke von des himmels thron. Ich bring ein zerknirſchtes her Ganz voll reue, leid und t ſchmerz, Das nach deiner =— gnade trachtet, Solcher haſt du nie verachtet. 3. Laß die engel froͤl lich werden„Daß ein ſuͤnder buße thut. V Veil ich lebe auf der erden, Wil ich, was ſonſt fleiſch und blut Bis anher ſo hoch geſchaͤtzt Und mein hech ſo hart Verlenr, Fliehen, meiden 7, ernſtlich haſſen, Und dich ganz allein Aaahen 25 14. Wirſt du mir zur p ſeite ſtehm Durch des gu⸗ ten geiſtes kraft; Werdich nie den weg mehr gehen, Der hinab zur hoͤlle rafft. — — — —— — — — —— ———— ——— — — —— dün tr hoht. 8 Kehre du dich auch z mi; Dafur wilich der inen namen 1 Ewig loben, prei⸗ ſen, amen! ia b Mel. We— G arm . men ſch, b 2ee Sren hie uch GOttes angeſicht: Acch Gott! ach GOtt! verfahr gelinder, Und geh nicht mit ür ins gericht Erbarme dich, erbarme dich Dent ſe. mein erbarmer! uber mich. 2½ erzlich bange Von wegen Gott! ich kehre mich zuf richt: Erbarme dich, er⸗ V und zwar von der Neu und Leduberdie Sünde. 393 Miir 9) *☛& Wie iſt mir doch ſo meiner miſſethat! Huͤf, daß ich wieder gnad erlan⸗ ge, Weil mich dein ſohn verſoͤhnet hat. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. 3. Hoͤr, ach erhoͤr mein ſeufzend ſchreien, 4 aller⸗ liebſtes vater⸗! Eil 1 Und lindre meinen enhen 4 ſchmerz. Erbarme dich, ehnene dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. 4. Acht ſol ich gar ver⸗ geblich klagen? Hoͤrſt du denn Nich ht? ach hoͤrſt d nicht? Wie kanſt du das geſchrey vertr agen? Hoͤr, was der arme ſunder barme dich, GOtt mein er⸗ barmer! uͤber mich.— 5. Wahr iſt es/ ubel ſteht ch der ſchade, Den niemand heilet, als nur du; Ach aber, vater! gnade, gnade! Ich laß dir doch ni icht eher rh. Erbarme dich, erenn dich, GOtt mein erbarmer! über mich. 4 2h— nicht/ wie ih ver⸗ 504 Von der wahren Buße und Bereheimg ſchuldet, lohne, Und handle nicht nach meiner ſuͤnd. Otreuer vater! ſchone/ ſcho⸗ ne Erkenn mich wieder fuͤr dein kind. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. 7. Sprich nur ein wort, ſo werd ich leben, Nur die⸗ ſes wort iſt mein begehr: Geh hin, die ſünd iſt dir vergeben, Nur uͤndige fort⸗ hin nicht mehr. Erbar⸗ me dich, erbarme dich, GOd mein erbarmer! uber mich. 8. Ich zweifle nicht, ich ich zweifels⸗frey, Weil ſich der troſt im! Deßwegen end ich mein geſchrey. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbarmer! uͤber mich. Mel. O traurigkeit ꝛc. 510 ſtund leid! 2»—. 8 O traurigkeit Dit ich anjezt empfinde! Mein gewiſſen naget mi Wegen meiner ſuͤnde. 2. O furcht und noht! d. Oeffnen ihren rachenſchon, bin erhoͤret: Erhoͤret bin herzen mehret; g mir zu gut Am kreuzes⸗ ch nem gnugthun mich mit wu dt umringen, ſhenn Um mich zu verſchlingen. 3. Oungemach! O weh und ach! Wo ſol ich ua verſtecken? Moͤgte mich die tiefſte gruft Fur dem zorne decken! 4. Der erden ſaum Hat keinen raum, Drinn ich mag ſicher bleiben. Meine bosheit wil mich ganz In den abgrund treiben. 5. Wie werd ich dort Ein ſtrenges wort Vor GOttes richtſtuhl hoͤren! Weil ich mich die ſuͤnden luſt Laſſen ſo bethoͤren. 6. O GOttes ſohn, Du naden⸗thron! Ich flieh in deine wunden, Wo dee fuͤnder jederzeit Raht und troſt gefunden. b 7. Du haſt dein blut Ja lin amn daa ſtam vergoſſen; Und da⸗ V durch iſt lauter heil Auf mein herz gefloſſen. 8. Darum mein heil Laß mich izt theil An der haben; Meiiſ n nde werd hinfort Iu Q ne ſuͦ dein grab beg Denn hoͤll und tod, Die 19. Zwar treuer hi And zwar von der Reu und Leid uͤber die Sunde. 595 ner noch verklagen; Aber ut n ſtill ihn durch dein blut; nn Sonſt muß ich verzagen. ———O— Mel. Herzlich thut mich verlaug. weh der miſſethat! Mich aͤngſtet meine ſuͤnde: Denn deinen guten raht Hab ich mein GOtt! verachtet, Dem hab ich nachgetrach⸗ An tet, Was deine huld ver⸗ letzt. 1 ſ 2. Ich habe deinem wil⸗ len Unwillig nachgelebt, Das gute zu erfuͤllen Muht⸗ ic willig widerſtrebt. Dein hi wort hab ich vergeſſen, Von dir mich abgelenkt; Auch vielmal ganz vermeſ⸗ h ſen Dein treues herz ge⸗ us kraͤnkt. 3. Ach weh nun meiner ſeelen! Sie muß des todes ſn. Wil ich es gleich ver⸗ hehlen; Kan ich mich ſol⸗ cher pein Doch hiedurch — — — — dint les GOtt bekant. Er wil m i iſt ſchon enthrant. Der ſatan wird Mich fer⸗ em. Fech weh mir boͤ⸗ 1d 1. 5II. Mwehmiea Und dir mich widerſetzt. ſterben muͤſſen, Wo du nicht entbrechen, Weil al⸗ 4. Drum bitt ich deineuu treue, Mein GOtt! vergibuuuuul mirs doch. Weil ich die uunl ſchuld bereue; So nim das uuuul hwere joch Von meinem armen herzen. Nim weg die ſunden⸗noht; Nim weg die ſeelen⸗ſchmerzen, Und den verdienten to. 5. Ich falle dir zu fuße In dieſer gnaden⸗ zeit; Nim den auf, der in bu⸗ ße Voll glauben zu dir ſchreit. Sieh mich mit ei⸗ nem blicke Der gnaden wie der an. Wirf hinter dich zuruͤcke, Was ich nicht recht gethan. 6. Entbinde mich in gna⸗ den Von meiner ſchwereu laſt. Verbinde meinen ſchaden, Wie du verſpro⸗ chen haſt. HErr! heile mein gewiſſen, Und troͤſte meinen geiſt; Ich werde nicht troſt verleihſt. b 7. Kom, 3e mir zu zute, Vertrit mich kraͤftig⸗ lich. Tilg aus mit deinem blute Die handſchrift wi der mich. Waſch ab all meine ſuͤnden, Deck alle fünde raͤchen. Sein zorn ffehler zu: Pp 2 Fur angſt las mich 596 Von der wahren Buße und Bekehrun— T ganz voll mich empfinden Die wah⸗ re ſeelen r ih. 8. Denn du biſt ja ge⸗ boren, Die ſeelen insge⸗ mein Zu ſuchen, die verlo⸗ ren, Und aller heil zu ſeyn: Drum ſuche doch mich ar⸗ men, Und zeige mir dein heil; Ja gib mir aus er⸗ barmen An deinem him⸗ mel theil. 9. Fuͤhr mich aus mei⸗ ner irre In deinen liebes⸗ chooß. Wenn ich aus ang⸗ en girre: So reiß mi gnaͤdig los. Von ſuͤnden, tod und hoͤlle Sprich mich in gnaden frey: Zur rech⸗ teen hand mich ſtelle, Daß mich dein eigen ſey. 1 Scham vor GOtr. Mel. Wo ſolich fliehen hin ꝛc. LHein GOTX! 512. ℳG ich ſchaͤme mich; Weil meine ſuͤnden dich Fuͤr die genoßne ga⸗ ben So ſehr beleidigt ha⸗ ben. Wie kan vor deinen maaugen Ein ſolches ſcheuſal taugen. 2. Du biſt die heiligkeit: ch ſerf laſt ſetzen. 4. Ich habe vielmals“ ſchon, Dir zum verdruß und hohn, Dein ſanftes ſoch hmiſſen Und mich der M entriſſen, Die denen leicht zu tragen, So nach dem himmel fragen. 5. Ein kind der ſeligkeit Wird bey bedraͤngter zeit, Auch wenn die ſtuͤrme to⸗ ben, Den allerhoͤchſten lo⸗ ben; Da ich in ualin een, zeiten Pflag wider dich zu enn ☛᷑ treiten. — 6. Dein wort befiehlt zwar wol, Daß ich beſtaͤn⸗ ig ſoll Mit ringen und mit beten Vor dich, mein ut vater! treten: Doch blich ich kalt und traͤge Auf mei, i nem ſuͤnden⸗wege. Jc voll vermeſſenheit Und 7. Mein autes komtbe i dir; Doch hah ich oſtenun 3 .— ll ſunden⸗flecken, Wo ſol ich mich verſten Wie kan ich mit den deinen i Getroſt vor dir erſcheinen? ſu 3. Ich hielt ja gut und fn. geld, Die ſchnoͤd und eitle welt, Nebſt deren luſt⸗ge tuͤmmel, Viel hoͤher alsden himmel; Und wolte dieſe goͤtzen In ſalems tempel ſſa mä dne g 9 nit fu,d gen A orgen, zenn ſe⸗ dude we l0 M ſi ei ddſin. dung — nitn begierde Auf hohe zinnen 9 lauf; Und hoͤreſt niemals Rg auf, Zu meinem wolerge⸗ nie hen Auf treuer hut zu ſte⸗ ch mir Troſt und verheiſſung mi fuͤr, Du wolleſt jeden mor⸗ n gen Als vater fuͤr mich And ſorgen; Doch wank ich in ipſtit winde wehen. eimen bin, Mein herz, mein geiſt in und ſinn Hat Adams ſchuld uuus geerbet, Und iſt durchaus dog. verderbet: Mich ſchaͤm 9 it mich nicht mehr kennen. aan memich: Erbarm, erbar⸗ dm me dich! Ich falle dir zu h fuße, Gib mir doch wahre uim buße; Laß allen fluch ver⸗ — 12. Mein vater! nim fh mir Sehr vieles beygemef mn ſen, Und deiner faſt vergeſ⸗ muhte Denkt ſchlecht an n deine guͤte. b 7und zwar von der Reu un dLeid uͤber die Suͤnde. 59]% ſen, Wenn mich die ruhm⸗ fuͤhrte. 3. Du foͤrderſt meinen hen: Ach! aber mein ge⸗ 9. Wie deutlich legſt du mich an: Dein ſohn hatttu nn gethan: Denn ſeine 6 ſchmach und bande, Sein antlitz voller ſchande, Die werden meine flecken Mit reiner unſchuld decken.. 13. Ich wil mich ferner hin, So lang ich hier noch bin, Der ſuͤnden ernſtlich ſchaͤmen, Und meine nei⸗ gung zaͤhmen: Drum laß dich gnaͤdig finden mir uͤberwinden. — Haß gegen die Suͤnde. dem ſtehen, Wenn kleine ich 10. Mit kurzen: was mich zu nennen, Du wir ſchwinden, Und mich ver⸗ ſoͤhnung finden. Mel. JEſu deine heilge wunden. 513 O„ ihr ſchnoͤ⸗ Do den eitelkeiten! Sag ich ewig gute nacht.. Ich bereue tag und zeiten, Die ich mit euch zugebracht. Seh ich alle ſunden an, Die ich bis anher gethan;z Muß ich aͤngſtlich und mit klagen Aug und herz zur erde ſclagen. 2. Was ich ernſtlich ſollen haſſen Als ein gift, das mich erſtickt, Was ich billig ſollen laſſen; Daran hab ich mich erquickt. Finſter niß war mir ein licht; Was ich ſolte, that ich Pp 3 nicht. „Und hitff 898 Von der wahren Buße und Bekehrug) nicht. So befleckt ich herz thoͤrigtes beginnen. 3. Nur die welt hat mich ergetzet; GOttes leh⸗ re, treu und zucht Hab ich kindiſch ausgeſetzet. Owie war mein herz verrucht! Nun erkenn ich mein ver⸗ ſehn: Wie werd ich der angſt entgehn? Was ich nur bisher geliebet, Macht mnich aͤngſtlich und betruͤ⸗ bet. 4. Falſche welt! durch deine tuͤcke Haſt du mich ins netz gebracht: Nunmehr ziehſt du dich zurucke, Da du mich ſo blind gemacht, Daß ich, als ein ſuͤnden⸗ knecht, GOtt und tugend, licht und recht, Ja die ſelig⸗ keit verachtet, Und allein nach dir getrachtet, 5. Ach dis kraͤnket mein gemuͤhte! Daß ich in der eitelkeit Meiner beſten jah⸗ re bluͤhte GOtt geraubt, kleinerteſt die ſchuld, Und und dir geweiht. Du ver⸗ verſprachſt mir gluͤck und huld, Nanteſt ſchand und laſter, tugend; ilnd ver⸗ —5. Nun empfind ich an mangſt und ſchmerzen, Die iui mir deine wolluſt macht. it Hilf nun auch dem kranken herzen Du, die mich in noht gebracht. Doch dis alles hilft mir nicht, Denn ich ſelbſt muß vors gericht, Und fuͤr mein verruchtes leben GOtt genaue rech nung geben. 7. Was fuͤr noht iſthier zu finden? Denn vielleicht heißt GOtt mich nun, We⸗ gen meiner vielen ſunden, Bald und ploͤzlich rech⸗ nung thun. Sey verflucht, verlohrne zeit, Die ich eitle luſt geweiht! Seyd verflu⸗ chet, dunſt und ſchatten, Die mein herz beſchweret hatten. 8. Hoffart, wolluſt, flei⸗ ſches⸗triebe, Augen luſt und ſchnoͤde pracht, Welt und laſter⸗volle liebe, Euch⸗ euch ſag ich gute nacht! JEſu! kom, erbarme dic Ruͤhr mein herz und heil mich, Daß dich nunmeht meine ſeele Als ihr hoͤchſtes nit ch alle lit at 4 1 1 4 en. in e 668 Nmd Sähſ lauf, harma ſehezan dalehge 1 gut erwaͤhle. 9. Laß m fuͤhrteſt meine jugend. haſſen, Die der kreis dſ 5 —,' = — ⁴=———— ———= l Laß es auch dein eigen ſeyn. f. bekennen: Vater, ach! i und ſchmerz; Weil ich 7 und zwar von der Reu un Teiduder die Sunde. das kreuz umfaſſen, Das dich, meinen IEſum, traͤgt, nn Wo dein tod und theures dn blut Gnug fuͤr meine ſchul⸗ den thut. ¹ beſtaͤndig ſuchen, Und, was eitel iſt, verfluchen. Laß mich dich 10. Dir wil ich mein uͤbrig leben, Freund der ſeelen! ganz allein Als dein eigenthum ergeben; Nim dis opfer gnaͤdig auf. Schhließ ich einſt den lebens⸗ lauf, Ach! ſo faſſe voll er⸗ barmen, Meinen geiſt mit liebes⸗armen. 1 Verlangen nach der Gnade. nach Luc. 17. Mel. Chriſtus der uns ſelig ꝛc. 514 Brunauel aller 1ꝙ†. Dguͤtigkeit, Va⸗ ter aller gnaden! Sieh doch auf das ſchwere leid, Das mein herz beladen. Ich bin der verlohrne ſohn, Und das kind der ſuͤnden. Gib mir nicht verdienten lohn, Laß mich gnade finden. 2. Ach! ich fuͤhle Wah 0 ———— erden hegt. Laß mich nur ch gebracht, Die du mir ge⸗ betruͤbet Dein getreues va ter⸗herz, Das mich brun⸗u ſtig liebet. Ach! ich habeuuul tag und nacht In dem la ſter⸗leben Alle guͤter durch geben. 3. Meine ſuͤnd iſt ſtets vor mir, Der ich nachge⸗ wandelt; In dem himmel und vor dir Hab ich mis⸗ zehandeit. Vater, der mein zeil begehrt! Dir wil ic bin nicht wehrt Mich dein kind zu nennen. 4. Vater, der an gnade reich, Bruͤnſtig von erbar⸗ men! Mache mich den knech⸗ ten gleich, Hilf, ach hilf mir armen! Siehe doch die hun ers⸗noht, Die mich ſchmmerz ich plaget. Reiche mir dein gnaden⸗brod, Ehmein herz verzaget. 5. Sieh' ich falle nackt und blos, Vater! vor die nieder. Deine treu iſt ewig groß, Troͤſte mich doch wie⸗ der; Weil ich ſonſt ver⸗ ſchmachten muß In der angſt der ſuͤnden. Laß den ſuͤßen liebes⸗kuß Meine ſeel empfinden. 4 reite du, Deine bahn zu gt⸗ hen; Fuͤhr ihn nach dem mein ſlehen. 7. Schenke mir das ſchoͤ⸗ ne kleid, Das dein ſohn er⸗ worben, Als er aus barm⸗ herzigkeit Fuͤr die welt ge⸗ korben. Laß dein theures gnaden⸗ mahl Mich im glauben ſchmecken, Und mir wider alle quahl Freud und troſt erwecken. 8. HErr mein GOtt! averwirf mich nicht, Vater aller guͤte Deſſen herz aus liebe bricht! Tro 8 4 Troͤſte mein gemuͤhte. Hilf mir aus he ſuͤnden⸗noht Die mein erz Sprich: mein ſohn! du wareſt todt, und ſolt wieder lehen. herz umgeben. Mel. JEſu deine heilge wunden. r= CLater, ach la 515. 8 atre aede nen! Sieheſt du dein kind de bringe; Meinen fuß be⸗ b hirrin zu, Dis iſt, HErr! auf fur mich zu bitten. 3. Du biſt heilig, und ich ſchaͤme Mich der unge⸗ rechtigkeit. Wenn ich fei⸗ gen⸗blaͤtter naͤhme; Deck⸗ te doch dis heuchler⸗kleid Meiner ſunden bloͤße nicht. Laͤſſeſt du nicht vor gericht Gunade, ſondern recht, er⸗ gehen, Wer iſt rein, wer wird beſtehen 4. Doch verheiſſeſt du das leben, Wilt den tod des ſuͤnders nicht; Duwilt denn nicht Bitterlich mit alles das vergeben, Was fein boͤſes herz verbricht: i Geht es gleich voll miſt⸗ that Auf dem breiten 3 d Nrni ben her ge 9. und zwar von der Reu und leid uͤber die Suͤnde. 60 len⸗pfad; Wilt du ihm doch alles ſchenken, Und es ſelbſt zur buße lenken. 5. Suche mich dein ſchaͤf⸗ lein, wieder; Such es, weil es, treuer hirt! Da es ir⸗ ret auf und nieder, Woͤlfen ſonſt zum raube wird. Das verſcheuchte taͤubelein Schleuß in Chriſti wunden ein; Reiß es aus dem welt⸗ gebuſche, Daß es ſatan nicht erwiſch. 6. HErr! ich habe zwar verzogen, Bin, nach Noaͤ raben art, Sicher hin und her geflogen, Hab die huße lang geſpart. Jezt thu ich zu dir dentritt, Bringe reu und glauben mit, HErr! ich komme hoch beladen, Nim dein armes kind zu gnaden. Mel, JEſu meines lebens leben. ℳ ſp'ch! wo ſol ich 516. 4 U ſuͤnder finden Seelen⸗ruh und ſicherheit? Weil die menge meiner ſun⸗ den Wider mich gen him⸗ melſchreit; Weil mich mein 9 gewiſſen naget Und mich tag und nacht verklaget. Ach wo flieh ich armer hin? —— Und zerknirſcht in reu und 2. Hoͤchſter! troͤſte meinu gemuͤhte, Das zu dir mit weinen fleht. HErr! ich weiß, daß deine guͤte Ueber alle himmelgeht. Waͤren aller menſchen Ainden An mir armen gleich zu finden; Wuͤrde deine guͤt allein Groͤſſer als ſie alle ſeyn. 3. HErr dein wort hat ja verſprochen, Armen ſuͤn⸗ dern hold zu ſeyn. Ach! mein herz iſt ganz zerbrochen pein; Ja mein geiſt iſt ganz zerſchlagen. Laß dis opfer dir behagen, Nim mein herz, das zu dir ſchreit, Va⸗ b ter aller gutigkeit 4. Sieh ugdeinesſohnes buͤßen, Auf ſein leiden ohneuu zahl, Auf ſein theures blut.uuu vergieſſen, Und auf ſeine todes⸗quahl. Er hat mich mit dir verglichen, Und die ſchuld mit blut durchſtri⸗ chen, Als er auf dem kreuz altar Fuͤr die welt ein opfe war. 5. Loͤſe mich, ich bin ge⸗ bunden, Staͤrke mich, dennu ich bin matt; Heile mich, ich bin voll wunden; Troͤſtu Walich ſ geäͤngſte bin. mich, denn kein troſt hat P P 5 ſtatt. 34 602 Von der wahren Buße und Bekehrug ſtatt. Hilf, huͤlf erkoren; ich bin verloren; mich, ich bin in noht; Gi mir leben, ich bin todt. 6. Reiche mir die gna⸗ den⸗haͤnde. Hilf mir ſchwa⸗ en taͤglich auf, Daß i elig einſt vollende Dieſes ebens kurzen lauf. Hilf/ HErr JEſu! hilf mir rin⸗ weil du zur Suche mich, Rette bezwingen. Fuͤhre mi aus angſt und ſtreit Im triumph zur ewigkeit. Von der im Glauben geſuchten Gnade und Vergebung. Mel. Auf meinem lieben GOtt. „r o ſol ich flie⸗ 517. Qo dnhh Weil ich beſchweret bin Mit viel und großen ſuͤn⸗ den? Wo kan ich rettung ſinden? Wenn alle welt her⸗ kaͤme, Mein angſt ſie nicht wgegnehme. 2. O IEſu voller gnad! Auf dein geboht und raht Koͤmt mein. betruͤbt ge⸗ muͤhte Zu deiner großen b kind, ch wunden, Da ich ſtets heil ttief verſenke. ch/ lein flieſſen. pf⸗ ſſt 3. Ich, dein betruͤbtes ſchrecket, In deine tieſe gefunden. mehr gedenke, Ins meerſie 5. Du biſt der m troͤſt, Weil du mich ſelbſt bleiben muͤſſen. 6. Iſt meine bosheit roß, So werd ich ihr doch os, Wenn ich dein blut auffaſſe, Und mich darauf verlaſſe. Wer ſich zu dir nur findet, Alt angſt ihm bald verſchwindet. 7. Mir mange Werf alle meine ſuͤnd, So viel ihr in mir ſtecket, Und mich ſo heftig ſe 4. Durch dein unſchul Eſu!! 1 dig blut, Die ſchoͤne rohte gen, Teufel, fleiſch und welt fluht, Waſch ab all meine ſt ch ſuͤnde: Mit troſt meinherz i verbinde, Und ihr nicht der, der mich n erloͤſt: Was ich geſundigt habe, Haſt du verſcharrt 3 im grabe; Da haſt du ez verſchloſſen, Da wirdsauch lt zwar na 3 int, ſehr viel; Doch was ihh „ haben wil, Iſt alles mir gute. Laß du auf mein ge⸗ * 8 gute Erlangt mit deinin zu en V undzwar von der im Glauben geſuchten Gnade. 60Ä f blute, Womit ich uber⸗ winde Tod, teufel, hoͤll und ſuͤnde. 8. Und wenn des ſatans heer Mir ganz entgegen eh waͤr, Darf ich doch nicht in verzagen: Mit dir kan ich ſie Phiugen. Dein blut darf ich nur zeigen, Somuß ihr trotz bald ſchweigen. 9. Dein blut, der edle ſaft, Hat ſolche ſtaͤrk und kraft, Daß es kan ganz al⸗ leine Die welt von ſunden reine, Ja gar aus teufels rachen Frey, los und ledig machen. 10. Darum allein auf dich, HErr Chriſt! verlaß ich mich. Jezt kan ich nicht verderben, Dein reich muß ich ererben: Denn du haſt mirs erworben, Da du fuͤr mich geſtorben. II. Ach fuͤhr mein her und ſinn Durch deinen geiſ dahin, Daß ich moͤg alles meiden, Was mich und dich kan ſcheiden; Daß ich an deinem leibe Ein glied⸗ mas ewig bleibe. 12. Amen zu aller ſtund Sprech ich aus herzen⸗ i. grund; Du wolleſt mich ja leiten, HErr Chriſt! zu allen zeiten: Auf daß ich deinen namen Ewiglich preiſe amen. Mel. 28 deine heilge wunden. Q&Cater! laß mich 518. O gngde finden, Troͤſte meinen bloͤden ſinn, Der ich, wegen meiner ſuͤn: den So betruͤbt und trau⸗ rig bin. Sieh, mein va⸗ ter! wie ich hier Jezt vor deiner gnaden⸗thuͤr Mit dem zoͤllner ſchamroht ſte⸗ t 5 Und dich um vergebung ehe. b 2. Du biſt heilig, ich hingegen Bin voll unge⸗ rechtigkeit, Muß mich blos aufs bitten legen; Blos auf deine guͤtigkeit Setz ich meine zuverſicht; Denn ach! wuͤrde dein gericht Ohne gnad und huld erge⸗ hen; O wie wuͤrd ich doch beſtehen! 3. Doch nach deiner gna⸗ den lehre Wilt du keines ſuͤnders tod; Sondern, daß er ſich bekehre Und ent⸗ geh der Huteirnoht. Die⸗ ſer troſt erquicket mich, Als der ich auch aͤngſtiglich Uaeber 604 Von der wahren Buße und Bekehrung E or od und blut⸗ver⸗ mich armen b b ſolte laͤngſt ſeyn kommen; Aber dei⸗ ner guͤtigkeit Iſt dadurch noch nichts benommen: Denn noch iſt die gnaden⸗ eit. Keine buße iſt zu ſpaͤt geht: Darum wird dir auch mein flehen Jetzo noch zu er en gehen. . Großer GOtt, voll, lieb und treue! Laß durch Chriſti tod und pein Mei⸗ ne ſpaͤte buß und reue Jezt noch vor dir guͤltig eyn. Denke doch nicht weiter dran, Wie viel ubels ich gethan. Sprich: dein arges ſuͤnden leben Wenn ſie nur vom herzen chſihr ende, Und 7. Wirſt du nur mir armen ſuͤnder, O mein GOtt! barmherzig ſeyn; Nimſt du mich zur zahl da kinder Wiederum in gna⸗ den ein; Ach ſo ruͤhm ind preiſ ich dich Jezt und einſten ewiglich. Hoͤre mich in Chriſti namen, Und ſprich ſelbſt ein kraͤftig amen! 1 r Soch GOtt und F 519. 8 HErr! Wie e groß und ſchwer Sind mein begangne ſuͤnden! Da iſt niemand Der hel⸗ fen kan In dieſer welt zu finden. 12. Lief ich gleichweit zu dieſer zeit Bis an der wett wolt loß ſeyn Der angſt und pein; Wuͤrd ich es doch nicht nenden dir fueh ichg 3. Zu dir flieh ich, Ver⸗ ſtoß mich nicht, Wie iches wol verdienet. Ach Gott zoͤrn nicht, Geh nicht ins Fricht, Dein ſohn hat mih verſuͤhnet. 1 1 4. Sols ja ſo ſeyn, De e ——— Sey aus gnaden dir ver⸗ geben. — hie fort, Nur ſchone dort, Und laß mich hie wol buͤſ⸗ en. 5. Gib, HExr! geduld, Vergiß der ſchuld, Gib ein gehorſam herze, Daß ich nur nicht, Wies oft ge⸗ ſchicht, Mein heil murrend verſcherze. 6. Handle mit mir, Wies duͤnket dir: Durch dein gnad wil ichs leiden: Nur dort laß mich Nicht ewiglich Von dir ſeyn ab⸗ geſcheiden. -7. Gleich wie ſich fein Ein voͤgelein In hole baͤum verſtecket, Wenns truͤb hergeht, Die luft un⸗ ſtet, Wenn menſch und vieh erſchrecketr: 8. Alſo, HErr Chriſt! Mein zuflucht iſt Die hoͤle deiner wunden: Weil ſuͤnd und tod Mich bracht in noht, Hab ich mich drein gefunden. 9. Darinn ich bleib, Ob⸗ gleich der leib Und ſeel von⸗ m ander ſcheiden: So werd ich dort Bey dir, mein hort! Seyn in ewigen in freuden. b 110. Ehre ſey nun GOtt lichkeit, Sehr Mein GOtt! du hilfſt ja zweifle nicht: Weil Chri⸗ ſtus ſpricht: Wer glaͤubt, wird ſelig, amen. 8— Mel. HErr G Ott der duerforſch. & koͤnig! deſ⸗ . SàA ſen maieſtaͤt Sich uͤber alles hebet, Dem erd und meer zu dien⸗ ſte ſteht, Vor dem der erd⸗ kreis bebet. Der himmel iſt dein helles kleid, Du biſt voll macht und herr⸗ Sehr groß und wunderthaͤtig. Icharmer wurm vermag nichts mehr, Als daß ich ruf zu deiner ehr: GOtt ſey mir ſunder gnaͤdig, ö 2. Hier ſteh ich, wie der zoͤllner that, Beſchaͤmet und von ferne, Ich ſuche deinen troſt und raht: gerne. Doch meiner feh er große zahl Und menge, macht mich uͤberall Voll flecken und unflaͤtig; Drum ſchlag ich nieder mein ge⸗ ſicht Vor dir, du reines himmels⸗licht. GOtt ſe mir fuͤnder gnaͤdiggꝭ 606 Von der wahren Buße und Bekehrug 3. Die ſchulden, der ich bewußt, Beangſten mein gewiſſen; Drum ſchlag ich reuend an die bruſt, Die ſchmerz und leid zerriſſen. Ich, der ich mich von dir gekehrt, Ich bin des lebens gar nicht wehrt; Doch weil du winkſt, ſobet ich Mit ganz zerknirſchtem bangem geiſt, Der gleichwol dich noch abbal heißt: GOtt ſey mir ſuͤnder gnaͤdig! 4. Mein vater, ſchaue JFJſum an, Den gnaden⸗ thron der ſuͤnder, Der fuͤr die welt genug gethan; Durch den wir GOttes kinder Im glaͤubigen ver⸗ ſtets gutthaͤtig. Drum faß ſbre und laß ihn nicht, Bis GOttes herz mitleidig bricht: GOtt e 4 der gnaͤdig! 5. Regiere Ach heilige mich trauen ſind: Der iſts, bey demiich ruhe find: Er iſt ja ſey mir ſuͤn⸗ jere doch mein herz und ſinn In dieſem zaccen leben; Du biſt mein GOtt, und was ich bin, Bleibt ewig dir ergeben. ganz und immerdar, Durch wahre i liebe thaͤtig. Laͤßt nnahr erwfe noch viel ſchwachheit ſehn; in So ſol mein herz mit weh⸗ muht flehn: GOtt ſeymr ſuͤnder gnaͤdDig 6. Mein leben und mei ſterben ruht Allein auf dei⸗ ner gnade. Mir geh es uͤbel oder gut, Gib, daß es mir nicht ſchade. Und koͤmt das lezte ſtuͤndlein an; So ſey mir auf der to⸗ des bahn, Mein JEu! ſelbſt beyraͤhtig: Undwenn ich nicht mehr ſprechen kan, So nim den lezten ſeußzer an: GOtt ſey mir ſuͤnder gnaͤdig! groß'n mein ſuͤnd, und iſt mirleid, — 5 5 1 3 2 ar, Mach meinen glauben! narvonder im Gianbengeſuchten Gnade. 60 — —* — — — — — — — —— — — e nza weisheit heimlich' guͤter. das auch gegeben: So nim — —zx = — — ᷣ— —— —— — 3 — — tmuni Ein'n neuen geiſt in mir be⸗ I³. umaſt reit, Verwirf mich nicht Em Chriſte, GOttes wuſ von deinm angeſicht. re 4. Die Worttoſtt wi 4 a m deine weg, Die ſuͤnder au 1 z.„ 3 19 darzu, lehren, Daß ſie vom Mel. Ich glaͤub an einen GOtt. wa boͤſen falſchen ſteg Zu dir(Noch ſey mir anaͤ⸗ n d geShrde 522. MP hſey mrgut nin dem urtheil durchs but d ner noht; Tilg bin ich gebohrn, In ſuͤnd Schaff, daß mein mund empfing mich mein mut⸗dein lob ausbreit(.ρ.. ter. Die wahrheit liebſt, 5. Kein leiblich opfer von n thuſt offenbarn Deiner mir heiſchſt, Ich haͤtt dir Beſpreng mich HErr! mit nun den zerknirſchten geiſt, yſopo: Kein werd ich, ſo Betruͤbt und traurig herz du waͤſcheſt mich, Weiſſer darneben. Verſchmaͤh denn ſchnee; mein gehoͤr nicht, GOtt! das opfer wird froh, All mein gebein mein, Thu wol in deiner wird freuen ſich. gguutigkeit Dem berg' zion, 3. Herr ſieh nicht an dahriſten ſeyn, Die opfern die ſuͤnde mein, Thu ab all ir ger echtigftit. ter iu de 2 ungerechtigkeit: Und mach hoͤchſten thr Stey 4* 1 e„ NaaA erze r ho d. ———— — ——r———— — — —— hn! Dein blut von ſuͤn⸗ Deinen heilgen geiſt wend den mich befrey. O heil⸗ — uicht von mir, Die freud ger geiſt: fuͤhr mich allzeit deins heils, HErr zu mir Damiit ich geh auf rechter deins heils, HErr⸗ zu mir on dauf rechter . rich, Dewwillge geiſt ent daer. Ku d uaaerdeehe Beſchirm mich, HERNR mein GOtt! Nach deiner oem t durch dein reich erbarmen bedent: Mein zung ver⸗ All ſuͤnde in mir armen.. 1 zundt dein recht geboht, Durch deine vater ⸗iren 8 “ 1 und huld Waſch mich recht wol vonmeiner ſchuld, Und reinge mich von ſuͤnden, Die ſich in mir beſinden. Ach HErr! ach ich be⸗ kenn es dir; Denn meine ſuͤnd iſt ſtets vor mir: Geſuͤndigt hab ich dir al⸗ lein, Und meine uͤbelthaten ſeyn Mir immer vor den augen. 2. Du biſt gerecht von ewigkeit, Und dein gericht iſt recht allzeit: Ich aber muß mich ſchaͤmen, Im ſack und aſch mich graͤmen. Sieh, HErr! ich bin in miſſethat Gezeugt, und meine mutter hat In ſun⸗ den mich empfangen, Die mir nun fort anhangen. herzen⸗ grund Aufrichtig ſey zu jeder ſtund: Drum giebeſt du mir, daß ich dich Und deine weisheit, in⸗ nerlich Erkennen kan und wiſſen. 3. Spreng mich mit Chriſti blute an; So wird und die i Und ſwund die ich geerbet, ie mich ſonſt verberbet. mach mich rein; So werd i ich unbeflecket ſeyn„Und unu weiſſer koͤnnen werden Als if Du wilt, daß auch des der ausſatz abgethan, Die nie kein ſchnee auf erden. Laß mich doch hoͤren wonn und freud Nach die ſer großen traurigkeit, Daß die gebeine, die du haſt Zermalmt durch deines grimmes laſt, Geſtaͤrkt und froͤlich werden. 4. Denk nicht, wie ich geſundigt hab. Ach kehr dein antlitz davon ab, Dilg alle miſſethaten, In wel che ich gerahten. Schaff in mir, GOtt! aus lauter guͤt Ein reines herze und gemuͤht: Auf wahre buß und reue Inwendig nich erneunen. Ach vater! ach verwitf mich nicht Im zorn von deinem angeſicht: Gib/ daß ich wieder in mir merk Des guten geiſtes kraſt und M oh gpfer 6 — ſtaͤrk; Laß den nicht von mir weichen. . Der troſt deins gei ſtes mich erfreu, Daß i zum guten willig ſey, und 33 4 9 darnach, weil ich lehenent Stets ungezwungen ſitt SOerrl waſche mich und 8 be. HErr! deinen weg und zwar von der im Glauben geſuchten Gnade. 609 ich hinfort Die ſuͤnder leh⸗ ren durch dein wort, Daß ſie zu dir ſich kehren. Und heßuu thun begehren. O GOt iand biſt! D d ſchuld, die mein herze ſe frißt, Nim weg, rett davon einen knecht, Daß meine unge deine recht, Das gna⸗ den⸗urtheil, ruͤhme. 6. HErr! thu mir mei⸗ ne lippen auf, Zeuch mein zemüht zu dir hinauf, Dich, GOtt im himmel foben! Mit herz und mund u zu loben: Weil dir dank⸗ opfer nicht gefaͤllt, Wenn dir nicht erſt wird vorge⸗ ſtellt Ein herz voll angſt und klagen, Zerbrochen und zerſchlagen. Wey dir in wahrer reu und buß Mit heiſſen thraͤ⸗ nen faͤllt zu fuß, Hat ein gar noͤhtig opfer bracht, Das niemals wird von dir veracht; Du nimſt es an zu a gnaden. en, Ä„ 7. Thu wol an deiner àa kirch auf erd, Und mach ſie ah herrlich, hoch und wehrt, Daß auch fortan die hei⸗ Ott, der du mein — — —— —— — — — — —. ——— —.— —— — ——— —y ÿ — —½ — ——— —— Die blut⸗ fliſſe dir ſcheiden. Verleih uns in der chriſtenheit, Das wir des glaubens einigkeit, Auch ſonſt ein gut ekeif ſen Zu halten ſeyn ge⸗ iſſen. b Dann wird dir bracht an jedem ort Ein reines opfer fort und fort, Wenn wir ſo unſer lebelang Dir durch gebeht und lob⸗ge⸗ ſang Der lippen farren opfern 28. GOtt vater in dem hoͤchſten thron! Gedenk an deinen eingen ſohn: Und um deſſelben willen Laß deinen grim ſich ſtillen. O JEſu Chriſt! durch deinen tod Errette mich aus aller noht, Ich weiß fuͤr meine ſuͤnden Sonſt keinen troſt zu den. geiſt! regie O heilger geiſt! regieöre mich Durch deine gnade kraͤftiglich: Daß ich dem boͤſen widerſtreb, Und ſtets nach deinem willen leb Bis an mein leztes ende. 1ſ Mel. JEſu deine heilge wunden. traf mich nicht, an den Sich mcht mehr von 523. S 4 H mich großen QQq ſfun⸗ 610 Von der wahren Buße und Bekehrung zuͤnder, Reiß mich nicht im zorne hin; Da ich aus der hl der kinder Freventlich bin. Mache mich, OTT! Nich wgiiee ich verdient, zu ſpott. Schone, ſtrenger richter! ſchone, Und mir nicht nach ſünden lohne. 2. Ach! verflucht ſeyn meine werke, Die dich gar zu ſehr betruͤbt. Ach daß ich ſo ſpaͤt vermerke, Was fur laſter ich veruͤbt! Aus gerechter ſeelen⸗ noht t noht, Dich erbarmeſt und gelingen, Und mir zum verderben wachſt? Mein GOtt! darum biſt du GOtt, Daß du derer, diein beweiſeſt, Daß du ein er⸗ barmer heiſſeſt. 5. Drum, erbarmer ach verſchone, Ob ich deſſen gleich nicht wehrt. Scho⸗ ne mein in deinem ſohne, Der den zorn ſchon abge⸗ kehrt. Freilich uͤbt ich fre⸗ ventlich Tauſend laſter ge⸗ gen dich: Doch er hat die ne Wuͤnſch ich mir ſo gar den tod. Habe, ſchoͤpfer! mit mir armen Und betruͤbten, doch erbarmen. 3. Ach! mein herz beklagt verlaſſen hat. Jezt ſchlaͤgt des geſetzes hammer; Ach! wo ſind ich troſt und raht? Vater! ſchone, denn ich bin Schon geſtraft: mein troſt iſt hin: Und, was mmich am meiſten ſchmerzet, ſcherztt. a. Was wird dirs fuͤr eyre bringen, Wenn du mich ganz elend machſt, voll jammer, Daß es dich tund heil hab ich ver⸗ ſtraf erduldet, Die ich ar⸗ mer wurm verſchuldet. 6. Nun ſchlag ich die augen nieder, Klage mich als ſuͤnder an: Nim mich liebſter vater! wieder As dein kind in gnaden an. Gib mir nun des geiſtes kraft, Die ein neues helze ſchafft. Schohn um Ihni willen, ſchone, Und mir nicht nach ſuͤnden lohne. us tiefer m 524. M noht ſchrey un ich zu dir, HErr GOm. nn erhoͤr mein rufen. Dat — 3 Mir nun nichts mehr laͤßt gnaͤdig ohr neig her uu un di 18 Denn ſo du wilt das Ade 1 ſehen an, Was ſuͤnd und darne 1 unrecht iſt gethan; Wer wGuni kan, HERR! vor dir ſ.. n bleiben? 2. Bey dir gilt nichts dene denn gnad und gunſt, Die uin 89 ſuͤnde zu vergeben: Hie⸗ dn 91 zu iſt unſer thun umſonſt, mt n Auch in dem beſten leben. bhir Vor dir niemand ſich ruͤh⸗ 5 men kan, Es muß dich 8— 7 fuͤrchten jederman, Und dei⸗ — 3 ner gnade leben. ur 3. Darum auf GOtt an wil hoffen ich, Auf mein in ch i verdienſt nicht bauen: Auf 13ans ihn mein herz ſol laſſen 3 fan da ſich Und ſeiner guͤte trauen, 1 85 Die mir zuſagt ſein wehr⸗ 1 paden, tes wort: Das iſt mei 5 gei tre t und treuer do Deß g 2 An 9 und 34 Men mteus wil ich allzeit harren. teungc 4. Und ob es waͤhrt bis u, Whn in die nacht, Und wieder dden bh bis zum morgen; Sol — ddoch mein herz an GOttes a tien macht Verzweifeln nicht 4 gn nochſorgen. So thu Iſrael Pen 60 rechter art, Das aus dem nin. I peiſ erzeuget ward, Und et ſeines GOttes harre, mir, Und meiner bitt es und zwar von der im Glauben geſuchten Gnade. 61r iſt vielmehr gnade. ziel, Wie der ſchade. de erloͤſen wird Aus ſuͤnden allen. 76. Ehr ſey dem vater dem ſohn, Und auch dem heilgen geiſte, Als es im anufang war und nun: und Der uns ſein gnade lei⸗ e ſeinem pfad, Daß uns des teufels liſl nicht ſcad: l Wer das begehrt, ſprech amen. — ) Der angſten ruf ich hier Mit herzen und mit mun de, O HErr mein GOtt! zu dir. . 5 4 g 5 zer voyr. 2. Wo du zurechneſt ſuͤnden. Und was wir oft begehn: So iſt keinmenſch 2 zu „Damit wir gehn auf V fen grunde Ich ruf in buß und reue, Ach neige, HErr! deinohr. Erhoͤr, warum ich ſchreie, Laß meine ſeuf 5. Ob bey uns iſt der uuluut ſuͤnden viel„ Bey 3 der 4 91 Sein hand zu helfen hat kein groß auch ſey de. Er iſt allein ute hirt, Der Iſrael ſeinen [Nhus dieſem tie⸗illl * 8 * u Vonderwahren Buße und Bekehrung b 1 finden beſtehn. vergeben, Daß man di fuͤrchten ſoll; Und daß man ruͤhm darneben, Wie du biſt gnaden voll. 3. Ich wart auf GOt⸗ tes gare„ Und hoffe auf ſein wort, Es harret mein gemuͤhte Des HErren fort und fort; Es harrt mit fleiß und ſor gen, Iſt, wie die waͤchter ſind, Die war⸗ ten, bis es morgen Und tag zu ſeyn beginnt. 4. Ein chriſte muß mit wachen Und beten halten Peedenen ae achen Viel rettung ſchaf⸗ fen kan. Gewiß wird er vom boͤſen Und aller miſ ſethat Aus gnaden den er⸗ 1 ſhſen„Der ihm vertrauet * A „Der vordir kan Bey dir ſteht das *5. GOtt vater! hilf mir armen Durch deines ſohnes tod: Laß, JEſu! dich erbarmen Mein elend, angſt und noht: O heilger geiſt! mich fuͤhre, Staͤrk, gruͤnd und vollbereit; Daß ich ja nicht verliere Des dch 526. 8 Mel. Ach GOtt vom himmel x. dat 8 der 25 armherzig⸗ keit! Ich falle dir zu ſie Verſtoß den nicht, der zu dir ſchreit, Und thut noch endlich buße: Was ich be⸗ gangen wider dich, Verzei mir alles gnaͤdiglich Seh deine große guͤte. 2. Durch deiner all macht wunderthat Nim von mir, was mich quaͤlet. Durch deine weisheit ſchaf⸗ fe raht, Woran mir es ſonſt fehlet. Gib willen, mittel, kraft und ſtaͤrk, Daß ich mit dir all meine werk Anfange und vollende. 3. O IEſu Chriſte! det du haſt Am kreuze fuͤt mich armen Getragenaller hndeyrlaff⸗ Wollſt meiner ich erbarmen. O wahter GOtt, o Davids ſohn! Erbarm dich mein, und meiner ſchohn! Sieh an mein klaͤglich rufen. 4. Laß deiner wunden theures blut, Dein todet pein und ſterben Mir kon men kraͤftiglich zu ur, d b = — Gl glaubens freudigkeit. ich nicht muß verderbet. cht muß 3 Bitt du den vater, daß er mir Im zorn nicht lohne nach gebuͤhr, Wie ich es wol verſchuldet. 5. O heilger geiſt, du wahres licht, Regierer der edanken! Wenn mich die amnden⸗ luſt anficht, Laß mich nicht von dir wan⸗ ken: Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach wolluſt, geld und ehr In meinem herzen herrſche. 6. Und wenn meinſtuͤnd⸗ lein kommen iſt, So hilf mir treulich kaͤmpfen; Daß ich des ſatans trug und liſt Durch Chriſti ſieg mag daͤmpfen: Auf daß mir krankheit, angſt und noht, Und dann der lezte feind, der tod, Nur ſey die thuͤr zum leben. Mel. Aus dieſem tiefen grunde. 527. 8 ch GOtt! ich muß dir kla⸗ gen, Daß ich ſo elend bin. Mein herz wil mir verza⸗ gen, Mein ſuͤnd liegt mir im ſinn: Ich kan ihr nicht vergeſſen, Sie iſt zu groß det und ſchwer, Sie hat mich gar beſeſſen, Sie kraͤnkt un quaͤlt mich ſehr. verlohrn. o GOtt zu ſteh ſtehn. 3. Nun ſolt ich ja ver trauen Dem HErren JE⸗ dienſt feſt bauen; Weil er mein fuͤrſprach ſchreckt mich mein gewiſ⸗ ſen, Das zweifelt immer dar, Und ſpricht: dich verdrieſſen, Daß ſuͤnd nicht ſpar. 99 3 doch beſtehn? - 8 3 4 d „2. Ich bin in ſund em⸗ pfangen, In ſunden au geboßun, Viel ſuͤnd hab i egangen; Darum bini Ich kan nicht freudig werden Den him⸗ mel anzuſehn: Und ſchaͤme mich, auf erden Vor dir f ſein ver⸗ So ich die 4. Ich wolt auch herz lich gerne Beſſern das le 5. Was ſol ich den nun machen? Wie kan ich Ich fall der 614 Von der wahren Buße und Bekehrung dir wil entgehn. HErr zu dir kom ich wieder/ Und 5 9 barmherzigkeit; Ich falle iſt mir llid. 6. Du haſt deinn ſohn gegeben Fuͤr aller miſſe⸗ that, Daß jederman ſoll hat. Wil gleich mein herz nicht trauen, So glaͤnb ich dennoch feſt: Hilf du mei⸗ nem unglauben, Dein huͤlfe iſt die beſt. Ich bin nicht wehrt der gute, Die du an mir gethan, Daß fur mich mit ſein'm blute Bezahlt dein „. dis nohtwendig, Drum gllaͤub ich dir allein, Der u verſprichſt beſtandig: Wer glaubt, wird ſelig beyn. 1 ſelbſt lebe, Sprichſt du, ein HERR und GOtt! unngern ich uͤbergebe Den under in den tod: Ich wil, mleb bey mir. Den rechten hoͤll in rachen, Wenn ich ch glauben mehr. Mir huͤlf vor dir nieder, Mein ſuͤnde leben, Der glauben an ihn lieber ſohn: Doch war mir vreiſen Mit dank zu zeder⸗ aß er umkehre, Und ewig 9. Mit deinem heil den geiſte Meine ſchwachen und beyſtand leiſte Zu dei⸗ nes namens ehr. Leit mich auf deinem ſtege, Fuͤr allee ſin ſuͤnd und ſchand, Fuͤrs teu 1 fels ſtrick und wege Be⸗ wahr mich deine hand. *r10. Segne mein leib uſſe und leben, Auch mein be⸗in, ruf und werk. Was dumir, Au HErr! gegeben, Behut then durch deine ſtaͤrk: Erhor Gr mein flehn und ſchreien, Mein jammer volles wort, Daß ich mich dein kan freuen, Veracht n des ſa⸗ tans mord. I1. Zulezt laß mich ab⸗ ſcheiden Mit einem ſelgen end, Und nim aus dieſem leiden Mein ſeel in deine haͤnd. Dafuͤr wil ich dich zeit: Du wirſt mir gnad jerweiſen, Und helfn i ewigkeit. 4 V Mel. Es iſt das beil uns kommen. AX„ Lus tiefer noht 528. 4 laßt uns zu d anmwweng mich lehre, So kom ich, Hrr zu dir. Gon Von ganzem het n zen ſchreien, Und dinz —— — —— — — —— —— ¾ — —— 2„ —* .——— ———— ——— daß er uns aus noht In gnaden mag befreien, Und alle ſund und miſſethat, Die unſer fleiſch began⸗ gen hat, Uns vaͤterlich ver⸗ zeihen. 2. Wir ſprechen: vater! ieh uns an; Erbarm dich er elenden, Die ſo viel miſſethat gethan Mit her⸗ zen, mund und haͤnden. Verleih uns, daß wir buße thun, Und ſie durch IEſum Chriſtum nun Zur ſeligkeit 7 3 deiner gnade iſt vielmehr, Als die nicht auszuſprechen: Die ſuchen und begehren wir, Und hoffen, HErr! du laͤßt an dir Es uns jezt nicht gebrechen. 4. Du wilt nicht, daß der ſuͤnder ſterb, Und zur verdammß fahre: Viel⸗ mehr daß er das gnaden⸗ erb Erlange und bewahre: So hilf uns nun, o HErre GOtt! Damit uns nicht ſunden der ewge tod In wiederfahre. 5. Vergib, vergib und hab geduld Mit uns armen und ſchwachen: Laß dei⸗ nen ſohn all unſre ſchuld Durch ſein verdienſt gut machen. Nim unſrer ſeelen eben wahr, Daß ihr kein ſchade wiederfahr Von je⸗ nem hoͤllen drachen. D 6. Wenn du ſonſt vor gerichte gehn, Und mit uns wolteſt rechten, Wie wuͤr den wir doch da beſtehn, Und wer wuͤrd uns ver fechten? O HErr! ſieh uns barmherzig an, Und hilf uns wieder auf die bahn, Zur pforte der ge⸗ rechten. 7. Wir opfern dir uns arm und blos Durch reue ganz zerſchlagen: O nim uns auf in deinen ſchooß, Und laß uns nicht verza gen. O hilf, daß wir ge troſt und frey Ohn alle liſt und heucheley Dein joch ans ende tragen. 8. Sprich uns durch deine boten zu, Befriedge das gewiſſen: Stell unſer herz durch ſie in ruh; Thuu uns durch ſie zu wiſſen, Wie Chriſtus vor deinm angeſicht All unſre ſachen 99 4 hat rs Von der wahren Buße und Bekehrung. 6 v hat geſchlicht: Deß troſts laß uns genieſſen. 9. Erhalt in unſers her⸗ zens grund Dein wort den edlen ſamen: Und hilf, daß wir den neuen bund In deines ſohnes namen Vollenden, mit beſtaͤndig⸗ keit, Und ſo der krone der klarheit Verſichert werden: amen. b Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. (Eein groͤſſrer 529* F troſt kan ſeyn im ſchmerz, Als daß man GOttes vater⸗herz Durch ſeinen ſohn darf ſprechen an, Der allen zorn abwen⸗ den kan. 2. Wie oftmals koͤmt man, durch den ſohn Be⸗ foͤrdert, vor des koͤnigs thron! Wie mancher, der den tod verdient, Wird durch des richters kind ver⸗ ſuhnt! 3. So wird auch manch leib⸗eigner knecht Bey ſei⸗ nem herrn gebracht zu recht, Und wird geſtellt auf freyen fuß; Da er ſonſt ewig dienen muß. v 4 frommer GOtt! Der ichu befleckt mit ſuͤnden koht, Daß ich vor deine majeſtaͤt In deines ſohnes namen tret. 5. Aus lieb zu ihm ſey gnädig mir, Mich aus dem ſuͤnden kerker fuͤhr: Des teufels bande reiß inzwey, Mach meine ſeel zum leben frey.“ 6. Zwar mein verdienſt f und wuͤrdigkeit Draͤut mir den tod und alles leid: Doch bittet dein ſohn ſelbſt fuͤr mich, Drum laß durch ihn verſoͤhnen dic 7. Wen ſol ich duſm bringen dir, Der dein herz neigen koͤnt zu mir, As den, der fuͤr die ſchuld der welt Iſt worden ſelbſt das loͤſe⸗geld. 1 8. Sieh doch, o GOtt. hier iſt dein ſohn, Min einges heil und gnaden⸗ thron: Der ſich fuͤr meine miſſethat Am kreuz ſelbſt aufgeopfert hatt: 9. Der nicht verſöhnet werden darf, Ob das geſet iſt noch ſo ſcharf: Er ſelb hat ſein eigen blut Vergs g ſen reichlich mir zu gut. 110.S 0. Sieh da, ſein opfer aller ſunden los; Das opfer, das dir wol gefaͤllt, Dadurch verſoͤhnt iſt all we 2* II. Das unbefleckte lam iſt hier, Das meine ſuͤnden nahm von mir: Das lam, das ſeinen mund nicht ſchlacht⸗bank fuͤhrt. hat gethan, Den man mit recht nicht tadeln kan, Der hat die ſchwere ſuͤnden⸗laſt Der ganzen welt auf ſich gefaßt. 13. Durch ſeine wunden ſind wir heil, Und haben jezt am himmel theil: Dar⸗ um, o GOtt! erbarm dich mein, Der ich vor dir mit ihm erſchein. 5 umr, Id in mir zu ſtatt, Was er am ſhürm, kreuz erworben hat: Ich nfreuz t ſetz all meine hoffnung . drauf, Hilf meinem ſchwa⸗ ün chen glauben auf. ter, mich regier! HERR JEſu hilf mir, und mich iſt ſo groß, Daß ich werd ruͤhrt, Da man es hin zur 12. Der gar nichts uͤbels 14. Laß dis ja kommen ſt fuhr/ O heilger geiſt! mein herz aufmahn, Daßich ſtets geh auf rechter bahn. Pim von uns, 530. K OErre Gott! All unſre ſuͤnd und miſſe⸗ that, Auf daß wir mit rech⸗ tem glauben und reinem herzen In deinem dienſt er⸗ funden werden. 2. Erbarm dich, erbarm dich, Erbarm dich deines volks, o Chriſte! Das du erloͤſet haſt Mit deinem theurbaren blute. 3. Erhoͤr uns, erhoͤr uns, Erhoͤre unſre bitt GOtt vater, ſchoͤpfer aller dinge! Du vater der barmherzig. keit! Hilf uns, und ſey uns gnadig. 4. Erhoͤr uns, erhoͤr uns, Erhoͤre unſre bitt, o Chri⸗ te aller welt heiland! Bitt fuͤr uns, und ſey uns gnaͤͤdig. 5. Erhoͤr uns, erhoͤr uns, Erhoͤre unſre bitt, GOtt heilger geiſt, du einger troͤſter! Erleucht uns, und ſey uns gnaͤdig. 6. So wahr ich lebe! Spricht GOtt der HErre, Oqg5 Ich uße und Bekehrung Ich wil nicht den tod des unders, Sondern daß er ſich bekehre und lebe: amen. 5 1. I” allein zu dir, 531. P He Jei Chriſt! Mein ho ſteht auf erden: Ich weiß⸗ aß du mein troͤſter biſt. Kein troſt mag mir ſonſt werden. Vom anbeginn iſt nichts erkohrn, Auf er⸗ den war kein menſch ge⸗ bohrn, Der mir aus noͤhten helfen kan: Dich ruf ich an, Zu dem ich mein vertrauen L. und uͤbergroß/ Und reuet mich vom herzen: Derſel⸗ los Durch deinen tod und ſchmerzen: Und zeige dei⸗ nem vater an, Daß du haſt guug fuͤr mich gethan; So werd ich quit der ſunden⸗ laſt. HErr! halt mir feſt/ Weß oͤn dich mir verſpro⸗ en ha 3. Gib mir nach deinr dein huͤlf mir ſend, Damit hoffnung 2. Mein ſund iſt ſchwer ben mach mich quit und barmherzigkeit Den wah⸗ ren chriſten glauden, Auf⸗ inniglich anſchauen: Vor allen dingen lieben dich Und meinen nechſten lei Am lezten en als mich. behend Des teufels liſt ſich 7 von mir wend. *4. Ehr ſey GOtt in dem hoͤchſten thron, Dem vater aller gute: Und JE ſu ſeinem eingen ſohn, Der uns allzeit behute: Und GOtt dem heiligen geiſte, Der uns ſein huͤlf allzeit lei ſte: Damit wir ihm ge⸗ faͤllig ſeyn In dieſer zeit, b lind folgends in der ewig⸗ keit. AA—. 2 ℳ Mel. Herzlich lieb hab ich dich ke 7 7 5 32. HErr JEſu dum ſteh ich hie, Zu dir beug ich meins herzens knie, Kan mir ſelbſt gar nicht rahten. Mein groß und viele mie ſethat Mich hier und dor ſſt verdammet hat: Doch wil ich nicht verzagen. HEnt JEſu Shriſ f Dein buu Dei .. e.* allein Macht mich von alln un fuͤnden rein, Well ich h 1 2 daß ich deine ſützigkeit Moͤg wahrer reu und buß 3 —— —==—= =——— ———— ————— ——— ———.—— ———£ 2 ———= — ——— aſwichdih. gerig berr N. Aldr bel 1 ſni, 1 / 11 . 88 hoͤchſtes und zwar von der im Glauben geſuchten Gnade. 619] S G dich glaub, und dir fall zu fuß. HErr JEſu Chriſt:; deß dank ich dir: Ich wil mich beſſern, hilf du mir. 2ꝗàGENNR ZJEſu e Chriſt, du Ser gut, Du brunquell aller gnaden! Sieh doch, wie ich in meinem muht Mit ſchmerzen bin beladen, Und in mir hab der pfeile viel, Die im gewiſſen ohne ziel Mich armen ſuͤnder druͤcken. 2. Erbarm dich mein in ſolcher laſt, Nim ſie aus meinem herzen, So wahr du ſie gebußet haſt Am holz mit todes⸗ſchmerzen: Auf daß ich nicht mit gro⸗ ßem weh In meinen ſuͤn⸗ den untergeh, Noch ewig⸗ lich verzage. 3. Ach GOTT! wenn mir das koͤmmet ein, Was ich mein tag begangen; So fäͤllt mir auf mein herz ein ſtein, Und bin mit furcht umfangen; Ja ich weiß weder aus noch ein, Und muͤſte gar verloren ſeyn, Pdel! Wenn ich dein wort nicht wird vergeben, Was hier beklagt, Und nichts ſoll es alle gnad verheiſſt Dem, truͤbter ſuͤnder bin, Dem zem herzen bitten: Vergib len: Daß ſich mein herz 4. Dein heil ſam wort b mir aber ſagt, Daß alles mit thraͤnen(buße) wird ſchad'n am leben; Dieweil der da mit zerknirſchtem geiſt Im glauben zu dir koͤmmet. ,4 5. Und weil ich denn in meinem ſinn, Wie ich zu⸗ vor geklaget, Auch ein be⸗ ſein gewiſſen naget: Und wolte gern im blute dein Von ſuͤnden abgewaſchen ſeyn Wie David und Ma⸗ naſſe: 6. So komme ich zu dir allhie In meiner noht ge⸗ ſchritten, Und wil dich mit gebeugtem knie Von gan⸗ mir, HErr! doch gnaͤdiglich, Was ich mein lebtag wi⸗ der dich Auf dieſer welt begangen. 7. Ach HErr mein GOtt! vergib mirs doch Um dei nes namens willen, Und thu in mir das ſchwere joch Der uͤbertretung ſtil⸗ zufrie zufrieden geb, Und dir hin⸗ fort zu thren leb In kind⸗ üheng orſam. 8. Staͤrk mich mit dei⸗ nem freudengeiſt, Heil mich mit deinen wunden. Waſch mich mit deinem to⸗ des⸗ſchweiß In meiner lez⸗ ten ſtunden, Und nim mi denn, wenn dirs gefaͤllt, In wahrem glauben aus der welt Zu deinen auser⸗ waͤhlten. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Ott lob! i 5+ℳ: darf no nicht verzagen, Obgleich des ſatans hoͤllen⸗brut Und mein gewiſſen mich verkla⸗ en: Hier hab ich meines IEſu blut. Trotz allem, was mir ſchaden kan! Mein zu umfangen, Er greift und nimt mich bey der hand. Wie ſehnlich zeigt er ſein verlangen! Wie ſchme ch foͤrdert meinen lauf. 3 3. Doch JEſus eilt,mich rzt ihn mein verderbter ſtand Drum hilft er mir gefall nem auf, Bewahrt und 4. Er uͤberlaͤßt ſich mar zu eigen, Und ſein verdienſt iſt mein panier. Wuümir der feind die rechnung zei⸗ en, Und haͤlt mir tauſend mmden fuͤr; So hab ich JEſum, deſſen blut Den allerbeſten abtrag thut. * ſieges⸗zeichen. 5. Wie ſolt ich mir nun grauen laſſen? Ich hab und halte IEſum feſt. Mein laube ſol ihn recht um⸗ aſſen, Bis er mir ſeinen ſegen laͤßt. Wenn erd und — — — — — — — — IEſus nimt die ſuͤnder an. 2. Ich habe mich zwar ſehr verſuͤndigt, Und bin icht ſolcher guͤte wehrt. Wer HOtt das buͤndniß aufgekuͤndigt, Und niemals einer recht begehrt; Ver⸗ diente freilich grim und fluch, Und des erzoͤrnten —— — 1 — himmel weicht und brich, Was acht ichs? JEſum laß ich nicht. 1 6. Ich wil ihn immerſe ſter halten, Wenn er ſich zu entfernen ſcheint. z weiß, wenn herz und bitt ſ erkalten; So bleibet er dre — — — —-— — — — — / richters ſpruch. beſte freund. Ich kleb in und zwar von der im Glauben geſuchten Gnade. 621 8 ö ſeiner gnad allein, Wie koͤnt er mir entgegen ſyn 7. Er haͤngt am kreuze aus erbarmen, Und ſpricht: komt, arme ſuͤnder! komt; Komt, ruhet ſanft in mei⸗ nen armen, Bedenkt, was euren ſeelen frommt. Laßt euer herz mein eigen ſeyn; DSoſ kehr ich wieder bey euch ein. b 8. Mein JEſu weil dirs ſo beliebet, So ſtell ich mich auch bey dir ein. Mein herz, das ſich dir nun ergie⸗ bet, Sol deine ruh und wohnung ſeyn. O wie ge⸗ wuͤnſcht erſcheinſt du mir! Denn tod und ſuͤnde fleucht vor dir. 9. Ich bringe dir mit vielem kampfen Mein herz; ach ſchmuͤck es ſelber aus! Hilf ſund und widerſacher daͤmpfen. Bewahr dein dir vertrautes haus. Mein Naube haͤngt und klebt an ir, Bleib IEſu bleib doch ſtets an mir. Mel. JEſu meines lebens leben. 535 oEſu! der du 3. meine ſeele Haſt durch deinen bittern ſe. Vlan ſendana⸗ ikur tana tod Aus des teufels fin⸗ ſtern hoͤle Und der ſchwe ren ſuͤnden⸗noht Kraͤftig lich heraus geriſſen, Und mich ſolches laſſen wiſſen Durch dein gnadenreiches wort: Sey und bleib auch izt mein hort. 2. Treulich haſt du ja eſuchet Die verlohrne Wwuelein„ Albs ſie liefen zan verfluchet In den hoͤl en⸗pfuhl hinein. Ja du ſatans⸗uͤberwinder! Haſt die hoch⸗betruͤbte ſuͤnder So gerufen zu der buß Daß ich billig komme muß. 3. Ach! ich bin ein kind der ſuͤnden, Ach! ich irre weit und breit. Es iſt nichts an mir zu finden Als nur ungerechtigkeit. All mein dichten, all mein trachten Heißt mich mei⸗ nen GOtt verachten. Boͤs lich leb ich ganz und gar hnd ſehr gottlos immer dar. 4. HErr! ich muß es ja bekennen: Gar nichts gu⸗uuuul tes wohnt in mir. Dasuu zwar, was wir gutes nen nen, Halt ich meiner ſeele 24 3 QQQmmᷓ— fuͤr: Aber fleiſch und blut zu zwingen, Und das gute zu vollbringen, Folget gar nicht wie es ſol: Was ich nicht wil, thu ich wol. . Aber HErr! ich kan nicht wiſſen, Wie viel mei⸗ ner fehler ſeyn: Mein ge⸗ muͤht iſt ganz zerriſſen Durch der ſuͤnden ſchmerz und pein, Und mein herz iſt matt von ſorgen. Ach vergib mir, was verborgen. Nechne nicht die miſſethat, Zie dich, HErr! erzoͤrnet at. 6. JEſu! du haſt weg⸗ genommen Meine ſchulden durch dein blut: Laß es, verloͤſer! kommen Meiner ſeligkeit zu gut: Und die⸗ weil du ſo zerſchlagen Haſt die ſund am kreuz getragen; Ey ſo ſprich mich endlich frey, Daß ich ganz dein ei⸗ gen ſey 7. Weil mich auch der hoͤllen ſchrecken Und des ſatans rimmgken Viel⸗ mals pflegen aufzuwecken, Und zu fuͤhren in denſtreit, Daß ich ſchier muß unter⸗ 4 ne zuverſicht! Laß mich ſa verzagen nicht. ich ſa 8. Deine roht gefaͤrbte wunden, Deine nagel, kron und grab, Und der ſchmerz, den du empfunden, Wen⸗ den alle plagen ab. Der Del⸗ ne pein, dein blutig ſchwit⸗ zen, Deine ſtriemen, ſchlag und ritzen, Deine marter, angſt und ſtich, O HErr JEſul troͤſten mich. 9. Wenn ich vor gericht ol treten, Da man maht entfliehen kan; Ach! ſo — ſo nim dich meiner an. Du allein, H nſ ren, Daß ich nicht den fluch darf hoͤren: Ihr, zu mei⸗ ner linken hand, Seyd von mir noch nie erkant. 10. Du ergruͤndeſt mai ne ſchmerzen, Du erkennſt meine pein. Es iſt nicſts in meinem herzen Alsdei herber tod allein. ge Das dein theures blut eſprenget So vergoſſen iſt, Geb liegen: Ach ſe d hilf⸗ HErr JEſu ſiegen. Odu mei⸗ Err! kanſtesweh⸗ a. Duß mein herz mit leid vermem HErr JEſu Chriſt. 11. Nun ich weiß u — — =.= —„ͤ— — 2— wolleſt du mich retten, Ach! am kreuß ich du — — —— — —— —= —— —— ——. —— —— ——— 2 ——— ——— 2 — 8 —— — — hoͤch mich den tod gekoſt, Mein ſſern ſuͤnden ohne ſcheu An koht: Jetzund lieg ich mit mir zu gute. 3. Nun aber hab i9 mich aufs neu Mit groͤſ⸗ leib und ſeel beflecket. Ge⸗ bohrn lag ich im ſuͤnden⸗ ſchand uͤnd ſpott Mit eigner ſuͤnd bedecket. 4. Du gabeſt mir, HErr JEſu! ein, Ich ſolte dir gehorſam ſeyn, Auf rech⸗ tem wege wallen, Dich lieben mehr, als alle ſchaͤtz, Im ganzen leben trachten ſeets, Wie ich dir moͤgt ge⸗ fallen.. b 5. Und ich begieng, nach meinem raht, Nur eitel ſchand und miſſethat Bey tag und nacht mit haufen. Wenn ich mein leben beſ⸗ ſern ſolt, So hab ich nicht daran gewollt; Bin ſuͤn⸗ den nachgelaufen. 6. Wie haſt du, HErr! ſo gnaͤdiglich Zu deinem en mich, Und bild erſchaffen! Und mich ſo 1 h geehret! Und 624 Von der wahren Buße und Bekehrung— a⸗, doch begieng ich boͤſes kind Gan⸗ 5 viel laſter, ſchand und ſuͤnd: Dein bild hab ich zerſtohrctyt.. 7. Die ſund iſt eine cent⸗ ner laſt: Sie laͤßt mir wgeder ruh noch raſt, Sie wird mich unterdruͤcken. Ich kan ſie laͤnger tragen nicht, Die angſt mir alle kraft zerbricht: Wollſt mich mit troſt erquicken. 8. Schau doch,o HErr! wie lang ſol ich In mei⸗ nem herzen aͤngſten mich? Schau doch, wie ich mich guale. Mit gnaden wende dich zu mir, Und mich aus meinen aͤngſten fuhr, Der ich mich dir befehle. 2 Erbarme dich, IEſu Chriſt! Der du al⸗ lein barmherzig biſt; Der ſchmerz hat mich durchfreſ⸗ ſen. Verfahre mit mir nicht ſo ſcharf; Denk, daß ich deiner gnad bedarf, Der wirſt du nicht vergeſſen. 10. Wer iſt, der kan und wil dem kind, Das er in nohten ſtecken findt, Nicht lindern ſeine ſchmerzen? Und wenn ers liebe zu ihm traͤgt In ſi nem vater⸗herzen. Af das dir, HErr Chriſt! So ſauer worden, da du biſt Err II. Ich bin dein kind ſauer n Fuͤr mich am kreuz gehan⸗ gen. Geboren da du mich mit ſchmerz: Drum wend zu mir dein vater⸗ herz, Darnach trag ich ver⸗ langen. „12. Ich habe zwar ge⸗ fuͤndigt ſehr: Doch waͤr der ſuͤnden noch vielmehr, Wirſt du ſie mir erlaſſen. Und wenn du gleich au uͤchtigſt mich; So thu ualles vaͤterlich, Deintnd kanſt du nicht haſſen. 13. Wo iſt ein weihin aller welt, Die ihres in des ſich enthaält? Ge ſchleuſts in ihre armen⸗ Und wenn ſie gleich vergee ſen wolt Ihr eingepflante 2 lieb und huld; Wiſt du dich doch erbarmen. 14. Dis haſt du zugeſt get mir; Dein wort ſt wahr, ich traue dir, D n wirſt an mich gedenken: Und mich, wie du verſpnn Er dennoch wenn ers gleich mit ruhten ſchlaͤgt, chen haſt/ Frey machen vi der ſchulden⸗ laſt, Ins tie⸗ fe meer ſie ſenken. GOttes ſohn! Erhoͤre mie von deinem thron: Verzei dein leiden, tod und pein An mir nicht mag verlo⸗ ren ſeyn. Ach laß mich gnade finden. Mel. Kom heiliger Geiſt HErre. S7 N 1 58 537. Mliebſter men⸗ nnnung ſchenefreund! Verſtoß den uauß nicht, der hier erſcheint Mit ageh a fünd und miſſethat beladen: u So Ach nim den ſuͤnder auf zu ent dent gnaden! Verwirf mich ſen. nicht, mein troſt und heil! in wi Gib mich der hoͤlle nicht eihre 3 theil. Schau, wie das erz nach troſte lechzet, Und n meine ſeele nach dir aͤch⸗ zet. Halleluja, Halleluja. 2. Jchmuß geſtehn, daß an ich gefehlt, Und der verdam⸗ ten weg erwaͤhlt; Nun — der, Und werfe mich in de⸗ 1„Und. fe ich in de⸗ du un muhtnieder; Mei JEſu! nim den ſuͤnder an, Der I5. O JEſu de mir alle ſuͤnden; Damit ein IEſu, Und ſe kom ich auf dein rufen wie⸗ mich im vollem lauf Zu dei⸗ werde. zwar viel iſſethat gethan, Jeit aber alles hoch bereu⸗ bey den engein plag, Aie E NAr ſ wird: ſchen Hall. hal., ue, den der 4. Ach heile den, der ſchmerzlich krank! Ach fuͤh⸗ re mich den rechten gang, Damit ich, von dir aufge⸗ nommen, Zu deiner gnade moͤge kommen. SGprich meiner ſeele troͤſtlich ruh: Ich liege hier vor dir darnieder, Verſoͤhn mich mit dem vater wieder. Dal. Pali. heb d .7. Ach hirte! heb dein ſchaͤflein auf, Und trage ner auserwaͤhlten auserwaͤl erde Die ich im himmel finden finden deinem ſchatz, Und gib mir — b Zu, enke dem gewiſſen Bewahre mich inul “ * 3 e Ban der wahren ee eee 3 Drum geh mit uns micht ſich mit dir izt hoͤchſtens freuen, Wenn mich die ſun⸗ den herzlich reuen. Hallel. Hallel. b ——— An einem oͤffentlichen Buß⸗ “ Tage. b Mel. Wer nur den lieben GOtt ins gericht. 4. Wir liegen vor dir in dem ſtaube, Und unſer hherz iſt ganz zerknirſcht. Uns troͤſtet ganz allein de glaube, Daß du dich noch erbarmen wirſt. Ach haſ du noch ein vater⸗herz; 38 G liegen hie 3 SSe zu deinen fuͤßen, Ach HErr von gro⸗ ßer guͤt und treu! Und fuͤh⸗ len, leider! im gewiſſen Wie ſehr dein zorn entbren⸗ net ſey. Das maaß der ſunden iſt erfullt, Ach weh uns! wenn du ſtrafen wilt. 2. Du biſt gerecht, wir wir vor dir beſtehn? Wir ſind die ungerahtne kin⸗ er, Die wege des verder⸗ ens gehn, Die wuͤrdig, b ¹ Und hunger laͤngſtens auf⸗ gezehrt. 3. Doch vater! denk an deinen namen, Gedenk an deinen lieben ſohn. Dein wort heißt immer ja und amen, Dein eydſchwur zeu⸗ ☛ ſeine wunden an, Die er fuͤr unſre ſchuld erlitten, Wodurch er dir ſchon gnug gethan. gnaͤdig auf uns ſehn, So alle ſunder; Wie wollen geh daß uns peſt und ſchwert So ſieh doch izt auf m. ſern ſchmerz. 5. Der mittler ſelbſt trit 2 ‿ Wirſt du micht muß ſein blut verloten n. 6. Ach blut! ach bilt von GOttes ſohne! Schrey fuͤr uns um barmherzi⸗ keit. Schau, JEſun vu dem gnaden throne, lnd denke doch der alten zet, Da dich der ſuͤnder ſohinerz gebeugt, Da du oſt ghad und huld erzeigt. Ach! laß die wolder * 7. diente ſtrafe Nicht uhn NM vige dß 9 in die mitten, Ach! ſchaut n 3 inge u deiur föxdr frin um ſan wir nicht als verlohrn get ſelbſt davon: Du wilt der ſuͤnder tod ja nicht; ſchafe Von deiner hut dei a — —— — —, —— —— —— —— —— ——³——— 1 ne zet de c ſchn m hernher e ZEſl. hrone, de aldn. ſänder da du o nu. i den — — — naſſen ſtehn. Saml uns in —-— nem gut, 5 1 5 f 1— 3 3 4* 2 * 3 Aund zwar von der in Glauben geſuchten Gnade. 62„y t deinen gnaden⸗ſchooß Und mach uns aller plagen los. 8. Steckein das ſchwert/ das uns ſoll freſſen; Den wuͤrger laß voruͤber gehn. Laß uns das brod in frie⸗ den eſſen. Laß keine ſol⸗ che zeit entſtehn, Die uns dein wort ſo theuer macht, Daß unſer herz dabey ver⸗ ſchmachtt. b 9. Gib fried im land und im gewiſſen, Geſunde luft, wolfeile zeit, Und laß uns deinen ſchutz genieſſen. Be⸗ fordre die gerechtigkeit. Kroͤn unſer feld mit dei⸗ Nim kirch und haus in deine hut. 10. So wollen wir dir opfer bringen, Und deine ſeyn mit leib und ſeel. Es ſol dein lob zum himmel dringen; Und dein erloͤſtes Aſrnoel Hafrin Non r Iſruel Wird in der huͤtten Jacobs ſchreyn: Der HErr ſolmein GOtt ewig ſeyn! ——— ———— Geſuchte Gnade wegen oͤſte⸗ ren Ruͦckfalles in vorige Suͤnden. b Mel. OGQtt uͤberwinder: 3 mein heil, mein ſchutz nd Herr! Von ſunden abzu. ſtehen, Zu thun, was du be fiehlſt, Den tugend⸗weg zu ul gehen: Doch hat mich ſa tan ſtets Mit neuer liſt be⸗ ſtrickt, Und deiner vater⸗ huld Aufs neue mich ent⸗ ruck. 2. Ich kante dein ge⸗ boht, Doch hab ichs unter⸗ laſſen. Mich trieb die flei⸗ ſches⸗luſt Zur breiten hoͤl⸗ len⸗ſtraßen. Ich bin der boͤſe knecht/ Der vieler ſtrei⸗ che wehrt, Der wol ver⸗ dient/ was dort Verdamten wiederfaͤhrt. 3. Mein bloͤder ſinn fuͤhlt jezt, HErr! deines grit mes ſchrecken. Wo flieh uuuuuu ich armer hin? Und was kan mich bedecken? Dieweil dein ungluͤcks⸗pfeil Und ſtrenges richter⸗ſchwert Von mir ſchon rache ſucht, And ſchreckäih auf mich fährt. IEſu GOttes 4. Q JE ſohn, O zuflucht armer kimder! Du biſt der and⸗ ene thron, Der ha Kom jezt, ich zuverſicht Rr ſtill ſe Von de rw ahren Buße und Bekehrung 2 ſtül des vaters zorn, Und trit jezt mitten ein.— 5. Zwar meine ſchuldiſt groß, Die mich vor GOtt verklaget: Ich habihn oft getaͤuſcht Und beſſrung zu⸗ geſaget; Doch wich ich wieder ab. Jezt ſteh mirf 6 gnäͤdig bey, Daß ich durch eine kraft, Treu und be⸗ ſtaͤndig ſeey. 6. Waſch mein gewiſſen rein, Hilf meinem kranken herzen Durch dein verdienſt und tod: Befreye mich von ſchmerzen, Von angſt und öllen pein. Halt mich eee KErr, hoͤre mich! BZuß⸗Gedanken uͤber die Suͤnden der Jugend. Mel. Allein zu dir HErr JIEſu. 48. G&* ſchaͤme mich vor in. Halt mich zum fort gnaͤdiglich Mit deiner doch treuen hand. HErr hilf! 5 thron, Denn du pruͤfſt aller herzen. Ach ſchone mich, o GOttes ſohn! Mich, der voll ſuͤn⸗ en⸗ſchmerzen. Erbarme dich und nim mich an, Du Geh ja nicht mit mir ins gericht Veeſi mic vias Indem mein herz fuͤr ang zerbricht. 2. Ach! wenn mein herz zuruͤcke denkt, Mit wie viel ch miſſethaten Ich dich von jugend auf gekraͤnkt; So kan es ſich nicht rahten. and. [wußt ich allzuwol. Wie wider willen Aus than, Zum ſchein es zu ee⸗ fuͤllen. So gieng ich hin ſo wuchs ich auf; Sonahm An alter, nicht an gnahe zu. Die ſeelen⸗ruh Pe⸗ dhwand; dis alles ſaheſt u. 4. Mit trug und lugen ſe tuͤcke. Kein ernſtüch draͤuen ſchreckte mich bif allein der helfen kan. 4 mein ſchnoͤder lebens⸗lauf deckte ich Des herzens ho⸗ „G 9 zog mich nichts zurüͤckt. n Mein ganzes thun wat ui wider dich; Mein eun Ich ſuͤndigte voll unver⸗ ein wille war mir unbekant. Das boͤſe i blind und toll Macht ich das maaß der ſuͤnden voll. 3. Trieb mich die zucht guten an; Hab ichs furcht der ſtrafe nur gei 3 und zwar von den Fruͤchten der Buße. herz verfuͤhrte mich: Ich brachte ſuͤnden⸗ greul zu hauf. Mein lebens lauf War ganz verderbt von jugend auf. 5. Die ſchuld ward mit den jahren groß, Brach aus zu wildem weſen: Gleich⸗ wie ein roß, das zuͤgel⸗los —— — — — wuchs an hoffart, uͤppig⸗ —— — — trotz und neid, ſchnoͤde luſt begier Zog mi von dir. Ach JEſu! a vergib es mir. 6. Gedenke nicht der ju⸗ gend⸗ſchuld, Des frechen uͤbertreten. Trag ferner — —³— 2 hoͤr mein aͤngſtlich beten. Loͤſch aus, HErr JEſu! — 1 11 6 1 das ſchuld⸗regiſter gut. Viel maͤchtiger iſt deine — nit ang käenruh, gäll i nad Als ne Pälls t dich ſo oft beleidigt hat. 7. Hilf mir, von ſuͤnden abzuſtehn, Und durch ein heilig leben Den wahren tugend⸗weg zu gehn; Dir wil durch deines geiſtes Lief ich zu allem boͤſen. Ich keit, An frechheit, wolluſt, nd meine noch mit mir geduld, Er⸗ d durch dein blut, Und mach nad Als meine that, Die wil ich mich ergeben. Ich ſe bringen ſchafft, Voll ren und leid mich dir allein um dienſte weihn, Ach! laß es ja und amen ſeyn. Von den Fruͤchten de Buße: als, dem gu ten Vorſatze und de Beſſerung des Le⸗ bens. b G G Ott lob! nun mir ſein herze weiſt. Der mich mit blut erworben Der nach ſo mancher pein So gar fuͤr mich geſtor ben, Sol mein beherſcher eyn. b. Nim alles, was ich kraft, Der wollen und voll⸗ „ Mein JEſu! von r 3 mir des mir hin: Mein herz iſt eine gabe, Die ich dir ſchuldig bin. Ich wil mit allen kraͤften In deinem dienſte ehnemein fleiſch ans kreu⸗ ze heften, Auf dich, mein vorbild, ſehn. 4. Ich wil ſtets heilig leben; Laß deine gnaden⸗ hand Mir ſchwachen ſtaͤr⸗ ke geben. Erleuchte den verſtand, Und beuge mei⸗ nen willen, Daß er dein loch erwaͤhlt. Du wollſt n mir erfuͤllen Das, was mir annoch fehlt. 5. Dein verleihen, Der alles gute ſchafft; Ich wil mich deß⸗ ſen freuen: Er giebet troſt und kraft. Laß ihn mein herz verriegeln, So koͤmt ich ſelig ſeyn. 8 1 Mel. O GOtt du frommer de. * o komm ich 542. denn, mein (SOtt Einfrommer chriſt zu werden, Zu aͤndern herz und ſinn, Wort, ſitten und (s dir verſiegem, So werd geiſt wird dis ein boͤſes drein; Laß ihn menſch Durch deine gna⸗ den⸗kraft, Und was noch ſuͤndlich iſt, In mir ſeyn abgeſchafft. b 2. Ich wil hinfort nicht mehr Nach meinem wille leben. Ich wil mich gam und gar Dir, meinem GOtt, ergeben. Ach ma⸗ che du mich ſelbſt Von welt undſuͤnde rein. Laß unſer beider herz Ein herz, ein wille ſeyn. 3. Mein geiſt ſol nun mnn nicht mehr An ſchnoͤder er. i de kleben, Er ſol ſich, GOtt! zu dir, Zu deinem himmel Ich wil dein tem heben. hwil dein! pel ſeyn, Ein reines Got⸗ tes⸗haus, In welchem JE ſus wohnt; Die ſuͤnde ſol * hinaus. 4. Ich wil mem lehen nun Nicht mehr in ſuͤnden fuͤhren. Ich wils unta⸗ tesfurcht b wandel zieren. Ach Gott regiere mich. Ach lebe du und h zu dir. geberden. Es ſol der alte beten, Nicht mehr im eite Und fromnen in mir! Und richte mund erz Und that, allen i 5. Laß mich nun ferntin hin Mit mehrer andact — — — — ſfenn ſinn Vor dich, mein koͤnig! treten. Ein laulichtes ge⸗ beht Gefaͤllt dem hoͤchſten nicht, Das nur der bloße mund, Und nicht das herz, verricht. b 6. Was ich im beichten dir Hinfuͤhro werd verſpre⸗ chen, Wil ich nicht, wie bis⸗ her, Mit vorſatz wieder brechen. Ich wil gehor⸗ ſams voll, Durch dich, in wort und that Bezeugen, was dir herz Und mund verſprochen hat. 7. Dein abendmahl ſol aw mich Im wahren glauben ſtaͤrken, Daß man die beſ⸗ ſerung Im leben koͤnne merken. Ach! dieſes him⸗ mel⸗brod Und trank ver⸗ 8.— 4 aͤndre mich, So werd ich himmliſch ſeyn, So leb ich heiliglich. b 8. Weil ich ein chriſte bin, Wil ich auch ehriſtlich wandeln, Nicht wider mei⸗ nen GOtt Und mein ge⸗ wiſſen handeln. Mein thaͤ⸗ tig chriſtenthum Zeigt ſich nun jederzeit Im glauben, leben ein: Denn hoͤren und 9. Ichwil mich auch deru welt Hinfort nicht mehr gleich ſtellen, Noch in ges ſellſchaft mich Den boͤſeen zugeſellen. Nur weg, o welt! nur weg! Ich andre meinen ſinn, Ich wil nun nicht mehr ſeyn, Der ich geweſen brn. 10. Die ſuͤnden wil ich nun, Die ich ſonſt liobte, haſſen. GOtt, den ich ſonſt gehaßt, Wil ich in lieb um⸗ faſſen: Und wil die welt zu luſt, Pracht, uppigkei⸗ ten gehn; Wil ich mit ſeel umn leib Zu Chriſti dienſte ſtehn. I1. Ich wil zum gottes⸗ dienſt Richt aus gewohn⸗ heit gehen: Es ſol hinfort aus lieb Zu deinem wort geſchehen. Mach dem, was ich gehoͤrt, Richt ich mein nicht thun Vergroͤſſert ſtraf und pein. 12. Ach JEſu! gib mir kraft, Damit ich treu ver richte Wozu ich mich drr jezt Aus herzens grund verpflichte. Ach! ich bin ganz verderbt Uind ſuͤndli⸗ ue gottesfurcht Und wahrer 6 heiligkeit. cher natur; Drum mache Rr 4 du 632 Von der wahren Buße und Bekehrung du mich ſelbſt Zur neuen kreauur. 13. So kan ich auch ge⸗ troſt In IEſu ſelig ſter⸗ ben, Und als ein GOttes⸗ kind Dein freuden reich ererben: Da werd i ganz und gar Vollkommen und verneut, Von ſuͤnd und leiden los, In ewigkeit erfreut. Mel. Wer nur denlieben GOtt. e, K ein ſchoͤpfer! 543. 3 lehre mich wol faſſen, Was wahr' und rechte buße ſey. H mir die ſuͤnden ernſtlich aſſen, Und laß mich ohne eucheley Mein leben beſ⸗ ſern; dis allein Kan ein be⸗ weis der buße ſeyn. 7 Dein theurer ſohn be⸗ ehlt: heißt: verandre deinen linn, Fall GOtt in reu und leid zu fuße, Und bleibe nicht mehr, wie vorhin Als Ungoͤttlich, boshaft, welt⸗ geſinnt:: nicht, wie ſonſt, 3. Tro an dem belieben Was Hilf ein verlohrnes ſuͤnden kind, ſt heißt. Nun folge GOt⸗ tes heilgen trieben, Daß ſich dein herz der welt ent⸗ reißt. Sey nunmehr, als ein GOttes-kind, Nur geſinnt: kein heuchel⸗weſen, Den beten nicht ſcheinheiligkeit. Laß aus den aͤuſern wer⸗ ken leſen, Daß du dein her⸗ ze GOtt geweiht. Voll fuͤhre nun was GOtt ge⸗ faͤllt, Und haß das weß dieſer welt: 5. Gib deinem nechſten alles wieder, Was ihm be⸗ trug und liſt entwandt. Ja reinge die befleckte glie⸗ der Von ſuͤnden ſchuld: mit deiner hand Thu jedem/ auch dem feinde wol: Seh thu buße! Das ſt ets von lieb und ſanſt⸗ muht voll: 6. Verwirf beſchim⸗ pfung, haß und luͤgen: Begehr nicht, was des nech⸗ en iſt. Zeig, durch den abſcheu fuͤr betruͤgen, Daß biſt. Such ſtets in 5 ſbüc. irdiſch, weltlih geiſtlich, himmliſch, from h du d der tugend u ein freund d 5 3 tes huld zu ruhn. Dis ſuu tus huld zu rut heißt —— — — ———— — == — — —= n mein gemuͤhte: So mir einen neuen ſinn. F reines herz, Und heilge thunu. 7. So aͤndre, JEſu! 9 laß mich hachſe laß mich nun, o hoͤchſte guͤte! Auch buße thun: und reiß dahin, Was noch von ſuͤnden an mir klebt, Was deinem willen wider⸗ ſtrebt. „8. Laß mich in meiner ſeele kraͤnken, Daß ich das eitle ſo geliebt, Und dir mein herz zur wohnung ſchenken, Dir, der mir ſo viel gnade giebt; Auf⸗ aß ich ſo in buß und reu Ein neuer menſch zeit le⸗ bens ſey. Mel.HErr GOtt der duerforſch. chaff in mir, 544. G 2 GÖOtt! ein meine ſinnen. Laß mich forthin in ernſt und ſcherz Nichts ſuͤndliches begin⸗ nen. Gib, daß gedanken, werk und wort Stets lau⸗ ter ſeyn; gib daß hinfort Dein geiſt mein herze ruͤh⸗ re, Daß ich erkenn', wie was dein wort verheißt, Ohn allen zweifel baue: aufrichtig handle, Und in hat, Treu und unſtraͤflich und zwar von den Fruͦchten der Buße. 63333 heißt bey Chriſto: buße ffart, geiz und fleiſches⸗luſt Zulezt zur hoͤllen uͤhre. 2. HErr! gib mir einenuuuu neuen geiſt, Der dir ge wiß vertraue; Auf alles, Daß ich getroſt und ohne ſcheu Mich deines treuen beyſtands freu, Wenn ich dem ſtande, drein dein raht Mich auf der welt geſetzet wandſe b ich gleich boͤſes 3. Hab ich gleich boͤſe ausgericht, Sealfhe den zorn nicht ſchaͤrfen; Noch mich von deinem ange ſicht, Gerechter GOtt! verwerfen. Denn meiner ſunden ſtraf und ſchuld Tilgt deines ſohnes lieb und huld, Worauf ich mich verlaſſe; So daß ich umm vergebung fleh, Und, weil ich noch auf erden geh, Die ſuͤnde flieh und haſex. 4. Den heilgen geiſt nim nicht von mir, Ind laß mich ſeine gaben, Glaub, hoffnung, liebe für und fuͤr In meinem her⸗ ſuͤnden⸗wuſt, Pracht, hof⸗ zen haben. Der geiſt der Rr 5 weis 634 Von der wahren Buße und Bekehrung weisheit lehre mich Nechr kennen, recht verehren dich; Auch laß in allen dingen In meinem amt, durch wol gelingen. . Und wenn du mir zur beſſerung Viel truͤbſal zu⸗ ſche zuͤchtigung Mich nicht gar unterdrücet Kom ſelbſt, mein Gagtt! und troͤfte mich Mit deiner huͤlfe kraͤftiglich; Und lehre * mich bedenken, Wie alles wehrt ſey jener herrlich⸗ keit, Die du uns dort wirſt ſchenken. 6. Ermuntre mich, daß, HErr! durch dich Mein gram und leid verſchwin⸗ de. Dein freudger geiſt kenn und finde, Nichts auf der ganzen welt ſey wehrt, verſehrt Und ſich in ſchwer⸗ muht ſetzet, Die traurig macht, die glieder frißt, Dem nechtten nur beſchwer⸗ lich iſt, Und dich, mein in allein Den anfang ſtets Beicht⸗Lieder. — — — I. Vor der Beichte. ſul Morgen⸗Lied am Tage da üli man beichten wil. ſpi geſegnet ſeyn, Das ende geſchicket; So gib, daß ſol⸗ eiden dieſer zeit Nicht uge dei Erkenne deine ſchuld. Ruf⸗ enthalte mich; Daß ich er⸗ GOtt leben Und traͤgt ge⸗i duld mit dir. Er hat dir d Daß ſich mein herz darum f dein hherz noch hier Auf wahre beſſrung denkt. Drum auf und thue buße, Fall ihmin reu zu fuße, Weil er noh 5 gnade ſchenkt. Mel. Aus meines herzens dc. nn SPuf! auf an ſoht 545. Lel dieſem mor⸗ in, gen, Mein herz ſchwing uit dich empor, Die ſeele zu 3. verſorgen; Trit an das li. licht hervor, Und ſuche li nun einmal Das boͤſe zu verlaſſen, Die ſinſternitzzu nich haſſen, Die dir dein leben ihd 2. Bezeuge deine reur, 9 achze, ſeufze, ſchreie un GOttes gnad und hud. ut Verwirf die ſicherheit: Laß in keine nacht der ſuͤnden In uni deinem herzen finden: u Wach auf! noch iſt eszeit. Ainn 3. Bisher laͤßt dich üng riſt gegeben, Damit dein 1 Ott verletzet. X* wenes ergs 8* Rä 1 in we. V M . und zwar Beicht Dieder vor der Beichte. 635 1 in ſunden Empfangen und gebohrn: Mein kinds⸗recht wil verſchwinden, Das erbtheil iſt verlohrn; Den tod hab ich verdient: Dis machen meine thaten. Doch GOtt! du wirſ mir rah⸗ ten, Weil mich dein ſohn verſuhnn. 5. Er iſt fuͤr mich geſtor⸗ ben: Was ich nicht zah⸗ len kan, Hat mir ſein blut erworben, Das gnug fuͤr mich gethan. Und dis bring ich dir dar; Drum rette mich von banden, Weil Chriſtus ausgeſtanden, Was mir beſtimmet war. 6. Mit dieſem ſtarken glauben Tret ich vor deinen thron; Richts ſol mir JE⸗ ſum rauben. Und HErr! durch dieſen ſohn Muß ich dereinſt ſo gar Das ewge leben erben, Weil er dir bis Fuͤr mich ge⸗„ h gebel Das ich jetzo vor dich brin⸗ — ſterben orſam wr. 7. Wolan, ich wil be⸗ kennen Im beicht⸗ſtul mei⸗ ne ſuͤnd, Und mich auf⸗ richtig nennen Ein tief ver⸗ ſchuldet kind. Laß deinen gauten geiſt Mein herz mit andacht zieren, Zerknir⸗ p 5. es in thraͤnen fleußt. was ich begangen, Und tilge namen 546. 8 aͤngſten ſteht. Meine ſuͤn⸗ Ach! laß mich doch gnade „ e ſchen,ſchlagen, ruͤhren, Das 8. Du haſt ja ſelbſt ver ſprochen, Dein geiſt ver⸗ achte nicht Ein herz in reu zerbrochen, Ein flehend angeſicht. 85 bitt um gnad und huld, Ach laß mich die erlangen; Vergib, meine ſchuld. 9. Ich tret in deinem ezt meinen buß⸗ tag an. Sprich auf mein beichten: amen! Daß ich mich troͤſten kan, Du ſey mein vater noch, Wenn ich dich kindlich flehe, In dei⸗ nen wegen gehe. Erhoͤr, erhoͤr mich dch! Mel. JEſu deine heilge wunden. 1 du ſchoͤpfer aller dinge! hoͤre mein gebeht, oͤre, ge, Weil mein herz in den druͤcken mich, Drum komm ich und ſuche dich, Und bekenne meine ſuͤnden; nden. 2. HErr! 1638 Von der wahren Buße und Bekehrung 2. HErr! du heiſſeſt alle kommen, Ladeſt jeder⸗ man zu dir. Drum bin ich nicht ausgenommen, Noch von deiner gnaden⸗thur Ausgeſchloſſen: ſondern du Wilt und wirſt mich noch dazu Von den ſunden, die den und erquicken. b 3. HERR! dein wort bleibt ungebrochen, Das du uns einmal geredt. Da du gnaden⸗reich geſpro⸗ chen: Sucht mein antlitz mit gebeht; Darum kom ich auch vor dich, Such. dein antlitz, HErr! laß ſuͤnden, Leben, troſt und gnade ſinden. 4. Deine handſchrift uͤbergebe Ich dir ſelbſt, o treuer GOtt! Dieſe heißt: ſo wahr ich lebe, Ich wil nicht des ſunders tod, Son⸗ dern daß er ſich bekehrt Von den ſuͤnden, und begehrt Mir, als ſeinem GOtt, zu leben; So wil ich die ſchuld vergeben. 5. Nun wolan, du kanſt nicht halt mich an dein wort: mich druͤcken, Ganz entbin⸗ mich Die vergebung meiner Wil die knie in demußt biegen, Dir bekeunaſt treuer hort! Was ſich bi 98 7 2 4ö, V ſes bey mir findt. das verlohrne kind durch ſatans liſt verblen⸗ det, Deine guͤter hat ver⸗ ſchwendet.. 6. Nun was ſol ich wei ter ſagen? Ich wil nun an meine bruſt Mit dem armen zoͤllner ſchlagen; Weil dir alles wol bewußt, Was mein boͤſes herz ge⸗ than. Sieh mich wieder gnaͤdig an: Ich fall dir in eine arme, Meiner dich, mein GOtt! erbarme. 7. Ich verleugne nicht die ſuͤnden, Ich vereun nicht die ſchuld; Aber laß mich gnade finden, Trage nur mit mir geduld. Alles, was ich ſchuldig bin, Zahlt mein IEſus, nim es hin, Nim die zahlung meines buͤrgen, Der mich erwuͤrgen. 8. Nun, o vater allr naden! Schaue deſſen le⸗ den an. Meine ſchuld kan —== — — = V ſich ließ fur 4, iſt mir nicht ſchaden, Er hat n luͤgen, HErr! ich ffuͤr mich gnug gethan. Die ſes iſt es, was mich triſt. ſe ſt es/ 9Sa — — —,—— — —— — ——— — ö—. —— 4—ↄ——— ——-—— A—— — — .—³—= =—r=—— — enr iſt —— und zwar Beicht Lieder vor der Beichte. 637f Durch ſein blut bin ich er⸗ kraft darzu, Daß ichs voll u loͤſt, Und in ſeinen tiefen bringen moͤge, Mit freuden wunden Hab ich fried und deinen willen thu, Und nieuuul ruh gefunden. unn guten traͤge, Was du 9. Nun ich eile zu ge⸗ befiehlſt, verrichte. nieſſen, JEſu! deinen leib 6 Ach HErr! du ſelbſt und blut; Mein ſo ſehr bekehre mich, So werd ich bedraͤngt gewiſſen Troͤſtet recht bekehret. Ich bitte dieſes höhſte gut. Laß dich herz⸗inniglich, Laß mich wuͤrdig vor dir ſtehn, mich nicht unerhoͤret. Ach In dir ſchmecken, und jezt ſſtehe mir doch gnaͤdig bey, Phn„Wie du ſuͤß und Verleih mir gnad und ſtaͤr⸗ peundüich denen, Die ſich ke. Mach mich von allem erzlich nach dir ſehnen. jweifel frey In dieſem ſee⸗ ——.—. Fe:+ 1 Mel Es wolle G Ott uns gnaͤdig. uwfihte Dein geiſt mich a,hU, Sprch wil nun in 4. Laß michjetzund auf⸗ Aame 547. den beicht⸗ merkſam ſeyn duf uf ſtuhl gehn, Und meine ſuͤn⸗ meine worte; Gib mir die den beichten. GOtt wird worte ſelber ein An dei⸗ in gnaden bey mir ſtehn, nem heilgen orte. Gib, Und meine ſeel erleuchten, daß ich auch mit allem fleiß Daß ſie der ſuͤnden ſchwere Aus deines dieners munde ſchuld Erkennet und be⸗ Dein wort recht zu erwe reuet, Sucht glaͤubig GOt⸗gen weiß. Hilf mir in die tes gnad und huld, Und ſich ſer ſtunde Den gnaden⸗ imgeiſt erneuret Zum wah⸗ bund erneuren. inn een chriſten⸗leben... Laß mich, HErr! 2. Haſt du, mein GOtt! nicht leichtſinnig ſeyn In das wollen mir Aus gnad beſſrung meines lebens: und huld gegeben, Daß Laß mich dis werk nicht mich verlangt, hinfort vor blos zum ſchein Verrichten, dir In froͤmmigkeit zu le⸗ noch vergebens, Daß ich ullll ben; So gib mir auch die dawieder fingean Wo ichs — — — — —— — ͦ-— ——— —— — — — Eg = S — — .— — —— == =—— — =— — —— * — —— — — 8— — — —— — —— — — (227 —— — — — — — — — — — — —— —— = —— — — — — —— ——— — —— — ——— —— — — — — — xB — — — — — — — — — — — — —— — — — — — — — — — ◻2 — — — —ᷓ —— 8——— 4 S— — = BV — 638 Von der wahren Buße und Bekehrung uvor geendet. Ach wer ſich von der ſuͤnden⸗bahn Nicht zu der tugend wen⸗ det, Der beichtet ganz ver⸗ gebens. 1 3 6. Den guten vorſatz ſtaͤrk in mir, Nichts laß mich davon treiben, Auf⸗ daß ich moͤge fur und fuͤr In deiner gnade bleiben. Hilf, daß ich nunmehr wandle ſtets Im glauben und in liebe, Und durch die kraͤfte des gebehts, Erfuͤllt mit deinem triebe, Viel gutes ſchaff auf erden. 2. Nach der Beichte. Mel. JEſu meines lebens leben. Oreu dich,aͤngſt⸗ 548. G liches gewiſ⸗ ſen! Sey vergnuͤgt und gutes muhts: Denn die Handſchrift iſt zerriſſen; Dein erloͤſer thut dir guts. Laß dein trauren, laß dein weinen, GOtt laͤßt gnade fuͤr dich ſchemen. Du biſt frey und ſolt allein Deines JIEſu eigen ſen. 2. Zwar dich druͤckten dei⸗ ne ſunden, Ihr gift nagte dir das herz: Niemand kon⸗ ecdich verbinden, Niemand linderte den ſchmerz. Von heilte dich, Und nahm alle verbrechen Solten teufel Leidet truͤbſal, tod und befreyn. und toben, Die dein freve let und gehoben, Und auf Laͤßt mit gnad und ſegen mit kummer ſpeiſen, Al den centner ſchweren ket⸗ ten Konte dich kein menſch erretten: Doch dein JEſus ſtraf auf ſich. f 3. Dein verdammliches — — — hoͤll und tod Unaufhoͤrlich an dir raͤchen: JEſusaber nimt die noht, Die dich ewig ſolte druͤcken, Sabe auf ſeinen heilgen ruͤcken, 1 pein, Um dich voͤllig zu 4. GOttes eifer, grin muht erregt, Wird geſtit GOttes ſohn gelegt, Det dich aus geneigtem willen fuͤllen: Der dir volle gnige 6 ſchenkt, Sich mit gallund myrrhen trankt. V 5. GOttes kind auf ſei nen reiſen, Die es blos fit dich gethan, Muß ſich ſo — , —* man kaum erdenken kan Nur damit an ſeinem ü ch H demn gei drah 11 erfriſche. Hier ſpeiſt ſeine liebes⸗ — — — — — — — —— —— E — — — — — —— — — — — — — 882ͤ— ten Wird des vaters ſinn und lehen, Meiner ſeelen deiner treu: Iſts doch dein treu Mir ſtets im gedecht⸗ nd zwar Beiche Tieder nach der Beichte. 639 liebes⸗glut Dich mit ſeinem fleiſch und blut. 6. Ja, er ſtillt der hoͤl⸗ len fluten, Die des hoͤch⸗ ſten zorn erregt. Durch ſein leiden, durch ſein blu⸗ bewegt, Um des theuren ſohnes willen Seinen fluch nicht zu erfuͤllen, Den dein abfall doch verdient: So wirſt du mit GOtt ver⸗ ſuͤhnt.. 7. Treuſter JEſu, troſt menge, Hilf, daß michuu kein ſchneller fall, Liſt und anſtoß von dir drange; Sondern laß mich uͤberall Stets in deinen wegen blei⸗ ben, Deinen geiſt mich da⸗ zu treiben Was dir, hei⸗ land! wolgefaͤllt, Mich in deinem dienſt erhaͤlt. 10. HErr! ich wil fuͤr dieſe guͤte, Fuͤr ſo theure gnad und huld, Mit hoͤchſt dankbarem gemuͤhte Mein vermoͤgen, meine ſchuld Dir, mein heiland! gern 8 5 B 4 4 8 8 beſtes theil! Du biſt, der mir ruh gegeben, Der mein anz verlohrnes heil Samt em ſegen wiederbrachte, Hilf, daß ich nichts hoͤher achte Weder hier noch ewig dort, Als dich, meinen ſchutz und hort. 8. Nim mein alles, was ich habe, Zur vergeltung Heſchen und gabe; Billig, aß ich dankbar ſey. NRich⸗ te ſinnen und gemuͤhte Auf den reichthum deiner guͤte, Daß ſonſt nichts als deine niß ſey. 4 9. TDilge meiner ſuͤnden abtragen, Dirſtets lob und ehre ſagen, Du ſolt ewig und allein Meines herzens freude ſeyn. b Mel. HErr GOtt der du ꝛc. SWen GOtt 549. M nun bin ich abermal Der ſuͤnden laſt befreyet: Nun bin ich i inu der chriſten zahl Aufs neuſ GOtt geweihet. Mit was fuͤr worten preiſ ich dich, Da du muiß wieder gna⸗ diglich Als dein kind ange nommen? Auf meine ſeele lobe GOtt; Wir wollen nun auf ſein geboht Zu ſei⸗ nem altar kommen. 2. Mein ul Vaon der wahren B uße und Bekehrune 2. Mein ſchoͤpfer! ich be⸗ enne dir, In meinem fleiſche wohnet Ein boͤſer fuͤnden⸗gift, wofuͤr Dein zorn mit ſtrafen lohnet. Ich habe die gerechtigkeit, So dir gefaͤllt, vor langer zeit In Adam ganz verlo⸗ ren. Zum guten bin i taub und blind, Dieweil ich armes fuͤnden⸗kind In ſuͤn⸗ den bin geboren. 3. Nun aber bringt dein lieber ſohn Mich wieder⸗ um zu gnaden. Er kam von ſeiner gottheit thron, Erkauft uns arme maden. Durch ihn allein erbarmſt du dich, Mein treuer va⸗ ter! uͤber mich; Die ſchuld iſt mir erlaſſen, Und ich kan deine gnad hinfort Im ſacrament, im geiſt und wort Mit feſtem glauben aſſen. 4. Dein theurer name ſey gepreiſt, O JEſu, mei⸗ ne freude! Was mir dein wort fuͤr troſt erweiſt Nach ausgeſtandnem lei⸗ de, Das weiß mein hoch⸗ erfreutes herz, Als welches f der herbe ſchmerz Zur oͤllen hingeruͤcket. Die chuef 4 Fhi qwalte men „Owe den ſie druͤcket! hdem 5. Nun aber iſt die ſchwere laſt, GOtt lob hin⸗ weg genommen. Nun darf ich, als ein lieber gaſt 30 meinem ſchoͤpfer kommen. Nun hat er mir durch ſei⸗ nen knecht Im himmel ſchon das buͤrger⸗recht Aus naden angetragen. FErr JEſu Chriſt! deß danl ich dir, Denn alles dis er⸗ nen tod und plagen. guten geiſt, Der freudigin mir walte, Und mich im glauben allermeiſt Bisan mein end erhalte: Damit mein herz in angſt undleid Feſt auf dich hofft, und ſe⸗ derzeit Dich from undlind⸗ lich ehret; Und, trifft nich Bneudis harre, bis deine hand Mi wehret. ch jeden tag Ein leben fuͤhre: Daß ich das inden a war ſchrecklich warbſt du mir Durch dei 6. Gih mir nur deinen auch ein kreuzes⸗ſtand, deiner hülf g⸗ 7. Verleih aus ns ich das uͤbel haſſen mag, Daß 3 h 9, 13 4 4 — — — —— nd war Belchr eder nach der Beichte. Sarſſſ michpruͤf, und ſpure, Wie mein verderbtes fleiſch und blut Gar nicht, was recht und chriſtlich, thut: HErr! hilf mir tapfer ſtreben. Mein geiſt der wuͤnſchet nichts ſo ſehr, Als daß er moͤge mehr und mehr Nach deinem Wülen heden. ſe 8. Jedoch, mein fleiſch iſt traͤg und ſchwach, Und luͤſtert nach den ſuͤnden: Es folget oft dem boͤſen nach, Das ich ſolt uͤber⸗ winden. Ich wuͤnſche dir recht treu zu ſeyn, Doch wirft das fleiſch viel hin⸗ drung ein, Und unterbricht den willen: Drum kom und hilf, o treuer hort! Den boͤſen trieb durch geiſt und wort In meinen glie⸗ dern ſtillen. 9. Es ſucht der alte menſch allein Mein ewi⸗ ges verderben: Floͤß mir raft, geiſt und leben ein, Demſelben abzuſterben. Gib, daß ich als ein glau bens⸗ held Recht kaͤmpfen mag, und mich der welt aaſt Durch deine kraft entreiſ⸗ ſen; So kan ich nach der doͤſen zeit In der gewunſch⸗ wieder frey, ten ewigkeit Dich raht und helfer heiſſen. Abend Lied an dem Tage da man gebeichtet hat. Mel. Was mein G Ott wil ze. 550. Sß mein herz iſ Der ſtein iſt abgehoben; Um mich iſt alles wieder neu. Die en⸗ hel ſchaar dort oben Iſt poch erfreut, Weil ich mich heut Zur buße eingefun⸗ den. Icheile fort, O GOtt mein hort! In meines IEſu wunden. 2. Ach, huͤter! iſt die nacht ſchier hin; Du fro. her morgen eile, Weil ichu nach GOtt voll N bin: Die nacht, und ſchwar⸗ul ze weile Vergehe bald; Mein herze wallt Nach GOtt dem großen gute. Mein wuͤnſchen ſteht, Mein hoffen geht Nach Chriſt lei und Plute JEſu! dich 3. Geſelle, eſu! die zu mir Und wecke mich be zeiten. Kehr meinen ei allein zu dir, Und gib zu beiden ſeiten Dein engliſch dee Hernecennus 3 542 Von derwahren Buße und Bekehrumng GOttes ſoh 4 ſelben zeiget. — — Sich zu den ſundern neiget/ Wenn Salomon, Wenn n Sich bey den⸗ 4. So gar im traum er⸗ uicke mich, Laß mich zu Bethel liegen, Die him⸗ B. Moſ. 28,12. u. 19. 551.§ HErr! dir gnad Erweiſe men: Ich fu ſ Dankſagung fuͤr die Gunade der Bekeh⸗ rung. Mel. O G Ott du frommer ꝛc. Sas kan ich doch fur dank, O rr! dir dafuͤx ſagen, Daß du mich mit geduld So lange zeit ertragen; Da ich in mancher ſuͤnd Und uͤbertretung lag, Und dich, o frommer GOtt! Erzoͤrnte jeden iug. 2. Sehr große lieb und du mir ar⸗ in bosheit fort/ Du aber in erharmen. Jo wcherſircbe dr, U ſchob die buße auf: Du f ſchobeſt auf die ſtraf, Daß 4 ie nicht folgte drauf. — —— 3. Daß ich nun bin be. b 1 kehrt, Haſt du allein ver. m richtet: Du haſt desſatans reich Und werk in mir ver. nichtet. HErr! deine git a und treu, Die an die wol⸗ ſeii ken reicht, Hat auch mein un ſteinern herz Gebrochen ſän und erweich. refi 4. Selbſt kont ich allzu. ſae viel Beleidgen dich mit ſuͤnden: Ich konte aber nicht Selbſt gnade wieder g⸗ finden. Selbſt fallen kont ſin ich wol, Und ins verder⸗ ui ben gehn: Doch kont ich ſelber nicht Von meinem fall aufſtehn. 4 . Du haſt mich aufge⸗ ſian richt, Und mir den weg ſe⸗ — — — 2= — — — — — — — — — wieſen, Den ich nun wan⸗ u Al, 4 deln ſoll, Dafur ſey, Hen. geprieſen. GOtt ſey g. lobt, daß ich Die alte und nun haß, Und willig ohne u furcht Die todten werkeu 6. Damit ich aber nicht Aufs neue wieder falle; So gib mir deinen ge p 1 is 4 , 8 3 1 taunit en 3 Wie ki i theuer, GOtt! iſt deine und zwar Dankſaaung für die Gnade der Bekehrung 643⁰ So lang ich hier och wal⸗ le, Der meine ſchwachheit ſtärr Und darinn maͤchtig fey, Und mein gemuͤhte ſtets Zu deinem dienſt er⸗ neauau. *⁷. Ach leit und fuͤhre mich, So lang ich leb auf erden. Laß nicch nicht oh⸗ ne dich Durch mich gefuͤh⸗ ret werden. Fuͤhr ich mich ohne dich, So werd ich bald verfuͤhrt; Wenn du mich 3 ſel ber fuͤhrſt, Thu ich, was mir gehuhrt. 8. O GOtt, du großer GOtt! O vater, hoͤr mein flehen! O JEſu, GOttes ſohn! Laß deine kraft mich ſehen. O wehrter heilger geiſt! Regier mich allezeit, ch dir diene hier Und „ 5 8 7 LAi — 5 12 21 9 4 ort in ewigkeit. —— Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. CSein heiland, 8 2 4 ach wie lieb behutet.. 2. O gnade! denn ich bin erwaͤhlt In dir zum freuden⸗leben, O freude! denn ich bin gezaͤhlt Zu dei⸗ nen edlen reben. Du haſt mir ſchon von ewigkeit Des vaters freuden⸗reich bereitt, Da ſol ich einſt hin⸗ kommen. 3. Wie ſorgteſt du fu meine ſeel; Wie kraͤftig war dein ziehen, Daß 15 zu dir, Immanuel! Vor GOttes zorn moͤgt iehen. Wie groß war deine guͤtig⸗ keit, Da du mich aus der taglich neu Bis dieſe zeit —e fen laſſeteen. „4. Du haſt, mein treue ſeelen⸗hirt! Dich meiner ☛ ſtees erbarmet. Ich gien ii eitelkeit verirrt: Doch 7 haſt du mich umarmet, Mich von den fuͤnden abge⸗ chreckt, Mein herz zur wahren buß erweckt, Daß ich dich wieder ſuchte. 5. Wie groß iſt, JEſu! die geduld, So du mit mie getragen, Haͤttſt du mich — gleich, nach meiner ſchuld, Zur hoͤllen⸗pein geſchlagen; ſicherheit Zum himmel rux 6 644 Von der wahren Buße und Bekehrung So bliebeſt du dennoch ge⸗ recht, Ich aber ein ver⸗ dannet Wnecht, Den du mit recht verſtoßen. 6. Nun aber ſteht es wol mit mir, Doch blos durch deine gnade. Und ſchade. Ich war der hoͤl⸗ len freilich wehrt; Weil mich der ſuͤnden laſt be⸗ chwert, Und faſt zu boden büce doch meinh 7. Jedoch mein herz er⸗ holet ſich Durch 85 theuren glauben, Den du geleget haſt in mich: Nun ol mir niemand rauben Das kleinod, das du vorge⸗ ſteckt; Weil mein herz ſich nur darnach ſtreckt, Und eden biſt h 5 JEſu 8.), holder JEſu! bleibe du Stets meiner ſeelen leben. Sey du nur einzig meine an Laß mich —— an nichts ſonſt kleben. welt, Der ich mich ſonſten gar abſterbe. 9. Weg fleiſches luſt weg ehr und geld! Ihr ſey 8 X ſchaͤtze jener freuden⸗welt bleib ich nur allzeit an dir, So iſt nichts, das mir Hilf, daß ich dieſer argen gleich geſtellt, Von nun an —y nur ſchnoͤde gaben. Dee Die ſollen mich nur laben. Flieh weg! die ſchoͤne ewig⸗ keit Bringt mir die wah⸗ ren guter. 10. Mein JEſul dir ſey r aben. Ach! dis ſey taͤg ich nur dich kan haben. Hilf, daß ich ringe immer⸗ fort, Bis du in deinem O eitler tand der eitlen zit ewig preis Fuͤr ſolche theu⸗ ich meine ſpeis: Wenn freuden⸗ ort Mich emg wirſt ergetzen. der Frommen. Mel. Wenn wir in hoͤchſten e 553.§ 1 bens licht! eißt gar wol was mir gebricht, Es iſt dir mein betruͤbter ſtand Weit beſſer, als mir ſehhſt⸗ bekant. 2. Das fleiſch iſt ob gleich der geiſt 5 Dur 7 Du weißt gar an, Und zieht michvond rechten bahn. Von der ta glichen Buße ſtwac deine kraft ſich willig weiſ. Die ſuͤnde klebt mir imme et en 8* 4 und zwar von der kaͤgiich en Buße der Frommen. 64 — So thu ich denn was i nicht wil, Und ſteh im —— — — —. ſinn Stets zum verbotnen baume hin. 4. Die boͤſe luſt regt ſich in mir, Und zieht mein herz gar oft von dir. Die liebe zu der eiteln welt Macht, daß mein thun dir oft misfaͤllt. 5. Ich nehme mir das ute vor: Doch ſteigt der oͤſe trieb empor, Drum = — —— +.¶.— — —= — — —. — —== — — — — — — — — 2 Und hoͤre dein wort ohne fruch. 6. Wie laulich iſt nicht ⸗Pmna mein gebeht! Wenn ich, HErr! vor dein antlitz tret, Mich mit dem munde zu dir nah; Iſt oftermal mein herz nicht da. 7. Ich weiß,/ich ſoll recht⸗ ſchaffen ſeyn; Doch zeigt ſich oft nur bloßer ſchein. Mein chriſtenthum und men ohne that. richter an, Der herz und nieren pruͤfen kan; Wilt mmit mir ins gerichte gehn; laufen oftmals ſtill. Es lenkt mich der verderbte flieh ich/ leider! deine zucht, ſchuld glaube hat Nur oft den na⸗ 8. Siehſt du dis als ein So kan ich nicht vor dir 2. Ach vater, habe doch 3sdu ¹ Vergib der ſchwachheit⸗ſunden ſchul. Sieh, was ich ſelbſt nicch merken kan“, Um erken kan Chri willen ja nicht un. * Pſ. 19, 13. 10. Dein blut und tod mein JESull! ſchafft, Daß, was von ſchulden an mir hafft, Vor GOtt mich nicht verdammen kan; Ich ziehe deine un⸗ rr. Beſpreng mich tag II. Beſpreng mich taͤg⸗ lich durch dein blut, Und mache meine fehler gut. Erneur in mir her muht und ſinn, Damit ich taͤglich froͤmmer bin. 12. Laß meinen vorſatz feſte ſtehn, Und mich aufß guten wegen gehn. Steh mir mit deinem geiſte be, Daß ich ein kind des lich tes ſey 13. Dein geiſt ermuntre meinen geiſt, Daß er deru welt ſich ganz entreißt, Mit eifer nach dem himmel 2 3 SS3 ſtrebt, Und nur in dir al A 14. Fuhrt 646 Von dem wnſ e Slanbel and zwar 14. Fuͤhpt fleif b Adam raͤglich untergeßn. blut in den Feſr, uen it; So o Uind mich mit Chri ſ ruͤſte mich mit tapferkeit, ferſtehn. ji Und treibe mich ſtets freu- 16, lind endlich f fuͤhre w dig an, Daß ich mich ſelbſi mich dahin, Wo ich erſtn verleugnen kan.. recht vollkomm een bin: 8 3 15. Den alten menſchen wil ich jauchzend vor drm daͤmpf in mir, Mit neuer ſtehn, Und ewig deinn t kraft den neuen zier. Laß ruhm erhoͤhn. Il. Von dem wahren Glauben, f o a und zwar 4 von den Lehren die wir glaͤuben. 1 ir glaͤuben er wahrer menſch geboren, ſ . Nall an einen Düur cch den heilgen geiſt m Sct, Schoͤpfer himmels empfangen; Fuͤr uns, di 6 und der erden, Der ſich wir warn verlor en, Am zum vatr gege eben hat, kreuz geſtorben, und vom m SDaß wir ſeine kinder wer⸗ tod Wiede auferſtandenſt Er wil uns allzeit durch GOtt. 5 denehren Leib und ſeel auch 3. Wir glaͤuben an den in wolbewahren. Allem un heilgen geiſt, GOtt, m n d fall wil er wehren, Kein vater und dem ſohne, Der 4 leid ſol uns wiederfahren. aller bloͤden troͤſter haßt⸗ ſa Er ſorget fuͤr dun, huͤtt Uns mit gaben zieret ſcho. ia und wacht, Es ſtel ht alle s in ne: Die ganze chriſtenhet e ſeiner macht. auf erden Haͤlt in einem fo 2. Wir glaͤuben auch an ſinn gar eben. Hier all an IEſum Chriſt, Semen ſund vergeben werde ſohn und unſern HErren, Das fleiſch ſol uns wiedel d Der ewig bey dem vater ſeben, Nach d eſe nele df 1 iſt, GOtt von gleicher bereit Uns ein leben un macht und ehren. Von ewigkeit; amen. Maria der jungfrauen Iſt 85,J 3 enden und todt„en. Chiie 555 rein, D 3. Ich glaͤub auch anden mn, 3. Ich glaub auch ande ir Wg und klein, Den himmel heilgen geiſt, Der gleicht e dh nebſt der erden Aus nichts iſt wahrer GOtt, und hei unh hat laſſen werden: Der Ein lehrer unſrer ſinnen, dnan auch mich ſelbſt aus lauter Der ewig ohn beginnen 5 amn gnad Zu ſeinem dienſt er⸗ Vom vater und vom ſohn whaffen hat, Mir leib und ausgeht; Der den betruͤb⸗ at ſeel, darneben Sinn und ten hier beyſteht, Daß ſi vernunſt, gegeben. vergebung finden All ihre rh,. Durch ſeine weisheit, ſchuld undſunden. macht und guͤt All ſein ge. Ich glaͤube, daß erha n n ſchoͤpfe er behuͤtt. Er iſt ten werd Ein allgemein mn mein vater und mein kirch auf erd, Bey der ſtet de ſ, GOtt, Der mur zu huͤlfe bleib des geiſtes gab. J neae Foͤmt in noht, Mich ſchuͤtzet glaͤub, daß dieſes fleiſe ſſrehn undw und ernehret. vom grab Werd auferſteh L reittan 2. Ich glaͤube auch an zum leben. „ 1 IEſum Chriſt, Der Beht—— Ar n e vom vater ewig iſt, Und Mel. 8. JEſus meine zut 1 6 8 Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. it,GOn,n denn ein menſch geboren, 8. 3 4 ſicht dimn? Daß ich nicht wuͤrd ver choͤpfer di dagie, loren: Der mir des va⸗ 55. 8 ſer ganze tters huld erwarb, Amſtam welt! Himmel, erd un aniree des kreuzes fuͤr mich ſtarb, alle werke, Die dein wo en Hhn. Fuhr zu der hoͤlle nieder, ſchuf und erhaͤlt, Peigen en dan Stund auf von todten gnugſam deine ſtaͤrte aagt un wiederr Ales dis hat deine machkt chan. Und, zu vollenden ſeinen Blos aus nichts hervorge.. lauf, Fuhr er zum him braccht. w h mels⸗thron hinauf: Von 2. Alle kreatur iſt gut ſa er kommen wird ein(Gib, daß ich den misbrauc mal, Daß er die menſchen meide, Und mein ſuͤndli 11“ Ssz4 feit 1 r. 8 V on dem wahren Glauben, und zwar c 5 an ihr weide. Das ge⸗ choͤpfe weiſe mich, Großer choͤpfer! nur auf dich. 3. Ich bin auch dein aͤnde⸗werk, Leib und ſeel ſt dein geſchenke: Gib⸗ aß ich es fleißig merk/ Und mit dank daran gedenke; Daß ich deiner macht ver trau, Und noch ferner auf ic benerr ih wet. und 4. HErr! ich web' un leb' in dir, Laß mich dir u ehren leben. Du wirſt auch noch ferner mir Mei⸗ nes lebens nohtdurft ge⸗ eiſch und blut Nicht in ſuͤn⸗ Stets dein glid, dein a⸗ gen binu. 72. Alles heil koͤmt nur von dir, Heiland aller ar⸗ men ſuͤnder! Dein tod iſt die lebens⸗thuͤr, Du des todes uͤberwinder; Laß dein leiden, tod und pein ſeyn.. 8. Tod und hoͤlle ſind durch dich, Großer ſieger! uͤberwunden, Und durch dieſen ſieg hab ich Raht im tod und grabe funden. en. Ich verlaſſe mich auf ich, Sorge hier und dort r mich. 5. Mittler, heiland, gna⸗ den⸗thron! Prieſter, koͤ⸗ ig, und prophete GOt⸗ s und Marien ſohn, Den an an das kreuz erhoͤhte; Gih, daß dich mein glaube kennt, Und di *— JEſum nennt. „Du, mein ſüußer JEſu! biſt Mir geboren, mir geſtorben. Was in Adam ich vermißt, Haſt du wiederum erworben. Gib ch meinen richter gehn. 9. Geiſt vom vater und mich von GOttes thron Wenn mein glaube ſchwa und kleine. Bet undſeuffe ſelbſt in mir, Spriich mir ſelbſt das abba! fuͤr. 10. Gib, daß ich ein wahres glied In der kirche Chriſti heiſſe, Daß mich Deinen tempel nichts zer⸗ uur kraft, daß ich forthin bauet haſt. Mein verdienſt im glauben Durch dich werd ich auf⸗ V erſtehn, Und getroſt zum dem ſohn! Leuchte mirmit deinem ſcheine, Staͤrke nichts von dir abzieht/ reiſſe, Welchen du, owehr ter gaſt! Dir in mir ge a 1 * II. Troſtt — — — —— —— . —— ————— — — — ———* — = — — —— — — und reu Mit vergebung mir mit ſeufzen bey, Daß Mel. 3. IEſus meine zuverſicht. F. biſt, kan; Friſche mich zur wahr⸗ heit an. 2. Dieſes wort bleibt ſe immer wahr: Wer ſig rt. einen chriſten nennet, Un dich doch nicht offenbar he von den Lehren die wir glaͤuben. 3 4 A 6 b 9 6. 4 49 —yõ— II. Troͤſte mich in buß meiner ſunde. Steye ur recht ich gnade finde. Wenn mir aller tro rinnt, Zeuge, daß ich GOt⸗ tes kind. 12. Laß mich denn nach dieſer zeit Auf ein andres leben hoffen, Bis des glau⸗ bens freudigkeit In dem ſchauen eingetroffen: Bis, 4. Iſt mein fleiſch und was hier mein glaube weiſt, blut verzagt, Wil die welt Mir dort lauter amen die zunge binden, Werd ich heißt. hin und her geiagt, Wie —. ſein leichtes rohr von win⸗ Um ein freudiges Bekentniß der erkanten Wahrheit. ttder de wahrhaftig Und aus deſſen herz und munde Lauter gnad und wahrheit fließt, Daß ich auch auf dieſem grun de, Als auf felſen, bauen zer⸗ f ſerboſt g Vor den menſchen hier be⸗u tennet; Den bekennet auch dein ſohn, Vater! nicht vor deinem thron. 3. Unter ſeiner kreuzes: fahn Hab ich dir die treu geſchworen; Haͤlt mein glaube ſich nicht dran, Iſt die krone ſchon verloren. Drum laß IEſum nur al⸗ kein Meines mundes loſung ſeyn. e Iſt der feind auf nch „Ach! ſo mache mich 5. Fordert man von mir den grund Deſſen, was ich hoff und glaͤube; Ach! ſo offne meinen mund, Daß er bey der wahrhen bleibe, Und ein gut bekentniß thut: Hierzu gib mir kraft und muht. 6. David glaͤubt und re⸗ det auch, Beides muß ber⸗ ammen ſtehen; Das iſt wahrer chriſten brauch, Die nicht heucheley bege⸗ hen. Und dafuͤr hehuͤte S 658 Von dem wahren Glauben, und zwar mich; Denn ſee ladet zorn auf lich. * Ach du wirſtdienaſt ve eihn, Daß ich lebe, wie ich glaͤube: Dieſes wird eein zeugniß ſeyn; Daß ich ſtets in Chriſto bleibe, Der, als ein getreuer hirt, M ich 8. Laß mich bis an mei⸗ nen tod Meinen JEſum recht bekennen, Und michin der letzten noht Seines lei⸗ bes gliedmas nennen. Leb und ſterb ich nur auf ihn,“ MMeis ich/ daß ich ſeng bin. digkeit in der erkanten Wahrheut. Mel. Von GOtt wil lich nicht c 8 558. Sen GOtt ſol mich nichts nicht beſtehn. ſein ſchaflein kennen wirdd ve der Teen und Beſtan⸗ neft 1 trennen, Es ſe auch, was es ſey. Sein wort wil ich bekennen, Ich bleib ihm ewig treu. wanket nicht, So lang ich deo auf erden. Ich wil kein Demas werden Der b kun und glauben bricht.* 2 4 10. 4 Tun- 2. Auf menſchen⸗ kraft Mein glaube ſich nach der welt! Sie du und muhte Wirds frelic frelich 1 Man kan bey fleiſch und blute Leicht einen fall begehn. Doch daß ich muht und kraft In meinem herzen habe, eine gnaden⸗gabe Die En ſhus in mir ſch hafft. 40 udhc was! iſt das fu nas ſunde, — — — — rohr vom ae. S ich dn und her laͤßt wehn, Wen weiche kleider ſucht, Und bey der welt mit haurzt in Sich trachtet einzuſchmer cheln; Der iſt bey GOtt! verfiucht. b 4. O weh euch, eitle ſit⸗ Geſetzt, ihr köntet ät Aleich Die ganze welt g⸗ vwinnen Und wuͤrdet uͤber reich; Was huͤlf dis ind geſamt? Ihr wuͤrdet doch nur ſchaden Auf en Jir ſer⸗ len laden, Und ewigt ih ver b darat. 5. Treibt immer/ wa ihr treibet, Und thut/ wa euch gefallt: Wenn märda hinmiel blelbet„Was fi h het oder lacht, Das im was geringes; 5 S95 u von den Lehren die wir glaͤuben. I 4 keines dinges, Das mich nicht ſelig macht. 6. Vom herzen kan ich ſagen? Mich ſchrecet teine noht, Mich ſchrecken keine plagen, Mich ſchreckt ſo gar kein tod: Ich bin, mein JEſu! dein, Und wil im zreuz und leide, Als waͤr es gluͤck und freude, Treu und beſtaͤndig ſeyn. Mel Komt laßt euch den ꝛc. QOTT laͤßt 559. durch ſein wort uns lehren, Daß im letzten theil der zeit Satan menſchen wird bethoͤren, Von des glaubens richtig⸗ keit Schnoder weiſe abzu⸗ ſtehn, Und den lehren nach⸗ zugehn, Die der luͤgen geiſt indteg bägehe aewor 4 1 1 — 1 eic 1 ce 0 roer eh Deüe . Wwufe erdichtet, Und zum ſeelen⸗ Frru gift gerichtet. 1 2. Er zeigt ihnen herr⸗ lichkeiten, So die eitle welt beſitzt, Welche ſie gar bald verleiten, Das, was ihren ſeelen nuͤtzt, Chriſti evan⸗ gelium, Und das achte chri⸗ ſtenthum, Ja GOtt ſelber, au verlaſſen, Und das eitle ta zu umfaſſen. bedenken, Der nur hab at b Ihn als weg undwahrher unbeſonnen Sind die leute dieſer art; Die der hoͤlle zwar entronnen, Da dein ſohn ihr heiland ward; Aber ihr verkehrter ſin Stuͤrzt ſie wiederum d hin, Daß ſie hier auf die ſer erden, Dir zur ſchmach abtruͤnnig werden. 4. Moͤgten ſie doch rech — immel theil, Der ſich laͤß zu IEſu lenken, Ihn, oh welchen ſonſt kein heil, Fe umfaßt, ſich ihm ergiebt liebt: Ach! ſo wuͤrden ſi von allen, Was du lehreſt, nicht abfallin. 5. JEſus iſt der grund im glauben, Welchen keine macht zerſtoͤhrt. Wen gleich welt und teufel ſchnauben, Steht er den noch unverſehrt, Haͤlt uns alle feſt, und macht, Da man alle wuht verlacht. Darum muſſen dieſe feh⸗ len, Die ſich andern grun erwaͤhlen. 6. Ich, mein GOtt! wils beſſer machen; Ich wil niemals von dir gehn, Fleiſ 3. GOtt, ach! wie ſo ſig beten, ſorgſam wachen, 52 Von dem wahren Glauben, und zwar Welt und ſatan wider⸗ ſtehn. Wenn ihr trotz mich gleich anſicht, Sol er deines wortes licht, Und den fel⸗ ſen⸗feſten glauben Nie aus meinem herzen rauben. 2. Der mag die welt lieb gewinnen, Der, wie De⸗ mas“, fallen wil: Mich bringt nichts zu ſolchen ſin⸗ nen; Nein, ich halte bey SOtt ſtill. Wer in Chri⸗ ſti lehre bleibt, Iſt GOtt ſelber einverleibt. Ich wil ihn allzeit bekennen, Nichts ſol mich von ihm abtrennen. * 2. Tim 4, 10. 8. Aber HErr! laß dein erbarmen Auch auf die ver⸗ fuͤhrte ſehn; Leit auch ſie mit deinen armen, Daß ſie zu der wahrheit gehn, Die du ſelbſt zur ſeligkeit Allen ſeelen zubereitt. Ach! be⸗ kehr ſie, daß ſie glaͤuben, Und dir ewig treu ver⸗ bleiben. Von der glaͤubigen Zu⸗ verſicht/ mit welcher wweir glaͤuben. Mel. O SOtt du frommer ꝛc. 4 3 1 1 — . 560 ERR! ohne . 4 3 5 290 glauben kan “ I NN lehrt, Da — Dir niemand wolgefallen; Ach darum lege mir Por andern gaben allen Den wahren glauben bey; Denn der iſt, wie on weißt, Nicht jedermannes din, Und koͤmt von deinem geliktkt. 2. Laß mich inſonderheit, Daß du ſeyſt, herzlich glaͤ⸗ den, Und bey dem, was dein wort Verheiſſet, feſteblei ben; Daß du dem, der dich ſucht, Stets ein vergelter — dein wort Vom ganzen herzen trauen, Und ſtutt auf deine treu Und wahr⸗ * heit feſte bauen. Gib, daß ich dir in noht, In kreu und tod getreu, Und dur⸗ des glaubens kraft Aleit gehorſam ſey. 4. Mein JEſu dich Im glauben recht er⸗ kennen, Dich meinen HErrn und GOtt, Troſi ſchutz und heiland nennen⸗ Was mich dich herz man laß mich 8 ein wort g 4 * eyſt, Und daß ihn deine hand Aus allen noͤhten (reißt. b 3. HErr! laß mich auf u 4 [Laß mich im glauben thun, n Vondem wahren Glauben, und zwar Und ſich, gleich adlern, auf werts ſchwingt. 5. Der glaube wird durch kreuz gemehrt, Und durch die glut, wie gold, bewaͤhrt. Er ringet, wie dort Jacob that, Als er GOtt hielt und bruͤnſtig bat*; Er laͤßt nicht ab, bis GOttes geiſt Ihm bey⸗ ſtand, heil undtroſt erweiſt. . B. Moſ. 32, 26. 6. Beklemmt gleich erſt her ſo Wird doch die freude her⸗ eſtellt; So bald der glaube 3 erhaͤlt; Drum ſchmeckt die ſeel in Chriſto luſt, Als inder an der mutter bruſt. . Ein herz, das ſolchen glauben hat, Bezeuget ihn uurch wort und that. Es H weeiſt durch hoffnung, lieb muund treu, Daß es voll heil⸗ ger triebe ſey; Es macht das tundichoff reich im glauben tugend dar. 88. Doch, was nicht aus auben geht, Und nur icheley knrſteht 3Zer⸗ ald, hat nie beſtand, vird von frommen bald erkant; Denn wol die traurigkeit Das ſchwa⸗ in ſolchem ſtreit; Eo&CEein JEſu! iun 562. K du Fütſe ſm wenden. Du faͤngſt den ſies glauben in uns an, Du wit lu luſt, eigen nutz und ehr i Verraͤht die gleisner gar zu ſehr. 9. Mein GOtt! verleih uſ mir, daß ich treu Im glau⸗ ſiun ben und in liebe ſey. Blaſ ſuun auf das tocht, das annoch ind glimmt, Bevor es gar ein(di ende nimt; Im kreuzes ſiur kampf und lezten dng deeß Gi kraft, muht und beſtaͤndig 4 keit. b dt — al Mel. HErr IEſu Chriſt du e 8 dermann Durch buße zudir offenbar, Und ihn auch vollenden: Mein Err und GOtt! drum bitt ich dich: Hilf du mir, und bekehre mich; Ach hif mir, HErr! zum glauben. 2. Es kan vernunft und eigne kraft Dich, JEſu nicht erkennen; Dein geiſt nur giebt die wiſſenſchaft, Dich meinen HErrn zu nennen. Dein wort legt meines glaubens dd en Dein ſaerament ůien dllan: Ne Eor da : hidan, em Ao raprgla mmim derind fn ſer t uben nn kan. HErr! 1 — Dander glaͤnb. Zuverſicht nit welcherwir glauben. 655 f den bund. HErr! grunde meinen glauben. 3. Wenn du die menſchen neu gehierſt In deinem A waſſer⸗ bade, Ulnd ſie mit 7 zuͤndeſt du den glaube Daß er dein licht erkennen ſchaff in mir den glauben. 4. Da wird erſt mein verſtand verklaͤrt Dich al⸗ ler heil zu nennen. Das leben, welches ewig waͤhrt, Iſt, GOtt und dich erken⸗ nen: Drum macheſt du, gerechter knecht! Durch dein erkentniß uns gerecht. HERRä lehre mich den glauben. — * 5. Der beyfall haͤlt auch alles dis, Was wir den⸗ noch nicht ſehen, Fuͤr un⸗ betruͤglich und gewiß: Es iſt/ und muß geſchehen, Was GOttes wahrheit uns verſpricht. Vernunft und ſinnen! richtet nicht! 8 Hotr Frichte du den glau⸗ 4 en.. 6. Dann bringt die fe⸗ ke uverſuct Den glauben recht zum leben, Die im deinen gaben zierſt Nach deiner großen gnade: So nan, vertrauen feſte ſpricht: Die uuuu ſchuld iſt mir vergeben; uuuuuuu Mein GOtt und JEſusuuul u liebet mich, Fuͤr mich gab mein erloͤſer ſich. HErr! ſegne dieſen glauben. .7. Ach ja, mein GOtt!. ich ſunder bin Muͤhſelig und beladen. Ich bin voll reu: wo flieh ich hin? Zur fulle deiner gnaden. Er⸗ quicke mich: die laſt iſt. groß, Doch JEſus macht die knechte Ilos. HERR halte mich im glauben. 8. Laß ihn, HErr! le⸗ bendig ſeyn In JEſu mei⸗ b nemleben. Entzuͤnd ihn,uu ſeines lebens ſchein Inkraft von ſich zu geben; Daß er in liebe thatig ſey. Be⸗ huͤte mich fuͤr heucheley. Herr. nehre meinan glau 9. So kan kein leid nech truͤbſal mir Den troſt der hoffuung rauben. Mich cheidet nichts, mein GOtt! von dir; Ich faß im wah⸗ ren glauben Daß GOttes ſohn an meiner ſtatt Viel mehr als dis, erlitten hat. HErr! ſtaͤrle dieſen glau. 10. Doch ben. 656 Vondem wahren Glauben, und zwar nicht allein, Ich wil auch darauf ſterben: Ich ſol ein kind im glauben ſeyn, Um dort das reich zu erben. Hoͤrt gleich 5 ffrung Gottes ſohn, 563. 8 HErr JEſu ne glaͤuben, Nicht jeder⸗ mannes ding hier iſt, Noch ſtaudhaft drinn zu bleiben. Drum hilf du mir von oben her, Deswahren bens mich gewaͤhr, Und laß mich drinn beharren. 2. Lehr du und unter⸗ dieſer zeit Nicht ſehn, und d nur an dir habe theil, Dem du vergiebſt die ſunden. Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. —0. Doch leb ich darauf weiſe mich, Daß ichden va⸗ ch ter kenne: Daß ich, o JE⸗ ch geiſt, Zugleich gelobet und ch mirs gebuͤhrt: du biſt das leben. b Chriſt! Daß man recht kon⸗ glau⸗ ze faſſe! Daß ſich mein A ſu Ehriſe dich, Den ſohn des hoͤchſten nenne: d ich auch ehr den heilgen gepreiſt, Als drey ineinen weſen. 8 3. Laß mich vom gro. ßen gnaden⸗heil Das wahr erkentniß finden, Wie der Hilf, daß ichs ſuch, wie der weg, der mich recht fuͤhrt, Die wahrheit und 4. Gib, daß ich traue der nem wort, Es wol ins her⸗ glaube immerfort Auf dein verdienſt verlaſſe: Daßzur gerechtigkeit mir ee Wenn mich die ſunden aſ beſchwert, Dein kreußtod zugerechnet. 5. Laß meinen — glauben troͤſten ſich Des b luts, ſo 4 deinen wunden ich Blei allzeit eingeſchloſſen; Und durch den glauben auch die 1 welt, Und was dieſelb am m hoͤchſten „ Hüuͤhuü h du vergoſſen: Aufdaß in K vonder glaͤub. Juverſicht mit welcher wir glaͤuben. 657 1 hoͤchſten haͤlt, Fuͤr koht und unflaht achte. 6. Waͤr auch mein glau⸗ be noch ſo klein, Und daß man ihn kaum merke; Wollſt du doch in mir maͤchtig ſeyn, Daß deine gnad mich ſtaͤrke, Die das zerſtoßne rohr nicht bricht Das glimmend tocht au vollends nicht Ausloͤſchet in den ſcwachen. 7. Hilf/ daß ich ſtets ſorg⸗ fltig ſey⸗ Den glauben zu behalten, Ein gut gewiſſen auch dabey: Und daß ich ſo mag walten, Daß ich ſey lauter jederzeit Ohn an⸗ ſtoß, mit gerechtigkeit Er⸗ fuͤllt und ihren fruͤchten. *8. HErr! durch den glauben wohn in mir, Laß ihn ſich immer ſtaͤrken, Daß er ſey fruchtbar fuͤr und fuͤr, Und reich an guten wer⸗ ken: Daß er ſey thaͤtig durch die lieb, Mit freuden und geduld ſich ub, Dem nechſten fort zu dienen. 9. Inſonderheit gib mir 1 nüihdd t,Gne u Aſich me mnnt Au dem ende Ueb' eine gute ritterſchaft; Zu dir allein an michwende, Und nach voll⸗ 9§64. G die kraft, Daß ich einſt bey brachter todes noht Desuuu glaubens end durch deinenuuu tod, Die ſeligkeit, erlange. uuul 10. HErr JEſu! der duuu angezundt Das fuͤnklein ii mir ſchwachen, Das ſich vom glauben in mir findt;z uuu Du wollſt es ſtaͤrker ma⸗ chen. Was du gefangen an, vollfuüͤhr Bis an das end, daß dort bey dir Auf glauben folgt das ſchaen. Mel. OGOtt du frommer ꝛc.Huluu erſuchet euchu „Des doch ſelbſt Ob ihr im glauben ſtehet? Ob Chriſtus in euch 3 Und ob ihr ihm nachgehet In demuht und geduld? Ob ihr in freundlichkeit Und liebe jederman Zu die⸗ nen willig ſeyd? 2. Der glaub iſt zwar ein licht In unſrer bruſt verborgen; Doch bricht ſein glanz hervor, Glei einem hellen morgen, Un zeiget kraft und glut, Macht Chriſto gleich g-ſint, Er⸗ neuret muht und herz, Und machtu GOttes kind(. Z. Aus Chriſto ſchoͤpft Tt b er 658 Vondem wahren Glauben, undzwar er heil, Gerechtigkeit und leben; Wil, was ihm Chri⸗ ſtus gab, Dem nechſten wieder geben. Weil er in Chriſto reich An gna⸗ de worden iſt; So preiſt er ſolches 9e„Bekennet JEſum Chriſt. 4. Er hofft voll zuver⸗ icht Auf das, was GOtt zuſaget: Drum muß der zweifel fort, Die ſchwer⸗ muht wird verjaget: So folgt dem glauben ſtets Die ſichre hoffnung nach, Die haͤlt im wetter aus, Beſteht im ungemach. 5. Dann ſteigt die lieb' empor, Und die ertraͤgt mit freuden, Was GOtt ihr auferlegt; Sie murret nicht im leiden, Und glaͤubt, daß GOtt es gut Und heilſam mit ihr meint: Drum liebt ſie je⸗ derman So wol den freund als feind. 6. GOtt ſchenkt uns ſei⸗ nen ſohn, Da wir noch fein⸗ de waren, Setzt liebe ge⸗ gen haß, Undlaͤßt uns gnad umerfahren, Die wir doch laͤngſt verſcherzt. Wenn 1 dis der glaub erkannt, So — wird die lieb entzuͤndt, Und zorn und haß verbannt. 7. Und wie uns GOtt geliebt/ So lieben wir die ruͤder: Wir geben, flucht man uns, Den ſegen dafuͤr wieder, Das leben fuͤr den tod: Bey ſchimpf, beyſpott und hohn Getroͤſten wir uns ſtets Der ewgen ehren⸗ kron. 8. Laͤßt GOtt uns ſchwe⸗ res kreuz Zur glaubens⸗ probe tragen; Der glaube bringt geduld, Erleichtert alle plagen. Statt mur⸗ ren und verdruß Wird das i ſebeyt erweckt; Der glau⸗ e weiß, daß GOtt Der noht ein ziel geſteckt. 9. Man lernet auch da⸗ durch Sein elend recht ver⸗ ſtehen; Merkt GOttes gut undtreu; Haͤlt an mithit⸗ ten, flehen; Verzaget an ſich ſelbſt, Erkennet ſich fuͤr nichts, Sucht blos in Chriſtokraft, Im urſprung alles lichtee: 10. Fäl ſich an ſein verdienſt, Erlanget geiſt und ſtaͤrke In ſolcher zu⸗ aus verſicht, Zur uͤbung guter ine — — —— ——. — — — —— — 2 — ==— —— — werke; Steht ab vom ei⸗ im b genſinn, von der glaͤub. Zuverſicht mit welcher wir glaͤuben. 6 59 danian d m die u 6 Gh. genſinn, Pehe die vermeſ⸗ enheit, Bleibt bey der got⸗ So i ſnm kesfurch In gluͤck und lei⸗ II. So pruͤfe dich denn wol: Ob Chriſtus in dir lebet? Denn Chriſti leben iſt Wornach der glaube ſtre⸗ L bet. Erſt machet er ge⸗ onch ncht, Damn ig tre odann, puͤhrſt du ſei⸗ tä aſ nen trieb?) Zu guten wer⸗ — ken an. 4 gl 12. HErr! laß ſich doch h in mir Den wahren glau⸗ m Gatt m ben mehren; So werde ich ran dich auch Adu guten werken der ehren. 4 do licht iſt, bricht m td der ſchein In helle ſtrahlen cct. aus. Du biſt mein licht, urauht darum Erleucht mein her⸗ 2. Bisweilen iſt mein glaube ſſe hwach, Es giebt der gei und her, Da wankt mein h und zaget ſehr: Dru ark es, daß es ja nich faͤllt, Daßſichs an JEſum feſte haͤt.. haͤlt dir 3. Mein herz dein wort izt vor, Daß du, Err! das zerſtofne rohr icht brechen wilt, und tocht, ein lodernd licht Ver⸗ loͤſchen laͤßt; weil deine kraft Es ſtaͤrkt, und neue nahrung ſchafft. ui gefaͤße 3* Cein atim Vens fhaus. AlOt—— , B Nel. Vater unſer im himmelr. u ennet u haſt bey mir, r 565. der ich dein enurſenkind, O GOtt! den glau⸗ 4 unim ben angezuͤndt: Gib, daß 449 n fen unverfaͤlſchtes licht , Gn Bey mir in vollen glanz 11 5 gaumehr es jederzeit Zu deines verſteckt ſündlich ſl leicht, wie liſtig und wie bal Verloſcht ihn nicht des feinde gewalt. Mein GOtt! was kan dh nun hiebey, Als daß ich zu dir Mein glaubens⸗ licht en⸗ pfehl ich dir, Und fleh, daß es dein doie⸗ in mir Vurch b auahtr 3 Erhalt und mannens errlichkeit. 5 12 herrüch b bihe gnaden⸗kraft ver⸗ b t 2 mehrt, dem fleiſche nach. ul Oft wirft mich zweifel hin daß du nicht Ein glimmend Abs hat ey mir dein icht ſcheint oftmals ganz Weil es mei eiſch bedeckt. Wie eufz und ſchrey? 660 Von dem wahren Glauben, undzwar ſ mehrt, Damit es ja kein feind verſehrt. 6. Mach du mich in der nſterniß Des lebens und der welt gewiß; Daß i in deinem 1 ahſen Sol jezt und kuͤnftig ſelig ſeyn. Dein wort erleuchte mich, HErr Chriſt! Das mir troſt, licht und leben iſt. 7. Wenn mich der boͤſe ind verſucht, Wenn mich Verfolget, druͤcket, und ver⸗ jagt, Ja, wenn mich mein ewiſſen nagt; So gib, daß eines wortes kraft Mir freudigkeit des glaubens ne ſeele voll begier Dem folge, was die ſchrift be⸗ ſtimt, Und die vernunft gefangen nimt, Sich durch den glauben treu und feſt Auf dich und auf dein wort verlaßt. dein wort verſpricht, Allein naus anaden; aber nicht Mach werken, denn die gel⸗ unmten mihhts: Und dieſer ſtrahl ddes gnaden lichts Giebt ch ſus kehrt allein Durch glau⸗ e bi boͤſe welt verflucht, ſchaft. . Scaſf du durch dei 9. Du giebſt uns, was mir nun deſto groͤſſern muht, Weil mein glaub auf dir ſelber ruht. 10. Ich weiß, mein JE. ben in die herzen ein: Drum gid mir glauben, daß da⸗ ey Mir IEſus ſtets im herzen ey, Darinnen lebt, es ſelbſt regiert, Und ſtets zur wahren tugend fuͤhrt. II. Es iſt des wahren glaubens kraft Allein, was gute werke ſchafft, Der grund zur lebens⸗heiligkeit: Drum ſtaͤrk ihn, JEſul ſe derzeit, Damit er gutewer⸗ ke zeigt, Und ſtets in geiſtes fruͤchten ſteigt. b 12. Gib mir im glauben muht und kraft, Daß er in ſeiner ritterſchaft Auch wi⸗ der teufel, hoͤll und welt Obſteget, und das feld be⸗ haͤlt, Ja allem boͤſen wider: eht, Und ſiegreich zu den leben geh. 13. Laß meines glaubens licht und ſchein Von tag zu tag vermehret ſeyn; Da⸗ mit es, weil ich lebe, leuchtt/ 1 Bis es das volle licht er reicht, Und durch des nde 1 von der glaub. Zuverſicht mi welcher wir gläuben. S8 de geh, Und dort des him⸗ * ceen kraͤftig. Achzieh mich 4 wol, Doch nur mit ſchwa⸗ ſchaft ſatan rauben. 8 ſolcher den Das Cananaͤſche weib mir, HErr! deine gnaden⸗ bens nicht zu ſpott. — dunkelheit Mich fuͤhret zu hinde Hilf meiner ſchwach⸗ 1 der ſeligkeit. geit auf, Mir kraft vou 14. Vollfuͤhre bis an oben ſende. Iſt ſchon mein meinen tod Das gute werk glaube ſchwach, Und, als das du, mein GOtt Selbſt angefangen in der zeit, ihn doch bey mir Inſtetem Damit ich in beſtaͤndigkeit wachsthum ſeyn. um glaubens ziel und en⸗ d 4 Ich bin zwar ſchwach, 0 — — — —— mels erbe ſeh. 1. O GOtt du frommer ꝛ. Me OGD ufrommeln dochzudir, Peremneine zu⸗ 66 KErr, aller⸗ verſicht! Und mehre ſelbſt uuuuuu 5 O. h hoͤchſter in mir Des wahren glauu GOtt! Von dem wir alle bens licht. gaben, Und was uns nutz F. O GOtt! der du in lich iſt, Durch flehn und mir Dis fuͤnklein angezuͤn bitten haben: Ich ſuͤnder det, Ach blaſ estaͤglich auf, klage dir, Daß leider! ich Daß, wenn ſich leiden fin nicht kan Dich, wie ich ger⸗ det, Ich wol geruͤſtet ſey: ne wil, Im glauben beten Denn durch des glaubens an.. 8 kraft Uebt mein geſtaͤrkter 2. Ich glaͤube freilich geiſt Stets gute ritter⸗ chem glauben; Und dieſen 6. HErr JEſul ſiehmich wil mir noch Darzu der an Wie du anſahſt in gna noht, mein GOtt! Flieh ich Wenn ich mit kreuz bela u dir allein, Und traue feſt, den, Wenn alles mich ver du wirſt Mein treuer hel⸗ klagt; Vertrit mich ſelbſt fer ſenn. ſbey GOtt: So wird mein z. Ach! eil und reiche ſchwaches licht Des glau⸗ W⸗ 4 82 Von dem wahren Glauben, und zwar 7. Wie du, barmherzi⸗ er! Fuͤr Petrum haſt ge⸗ beten, Daß er nicht ge und gar Vom glauben moͤgte treten; So bitt auch nun fuͤr mich, Der du mein mittler biſt: Weil dis dein wille ſucht, Und mir erſprieslich iſſt. 8. Erhoͤre mich, mein GOtt! Und merk izt auf mein flehen; Was meine ſeele wuͤnſcht, Laß, JEſu! bald geſchehen. die ſeligkeit, Des glaubens ziel, erlangt, Und dort ſo⸗ ann bey dir In vollem ſchauen prangt. ganz Mel. JEſu deine heilge wunden. 5 67. Wibe, die nicht auszuſpre⸗ chen! JEſus hebt, was ſchwach, empor. Seine hand wil nicht zerbrechen Das zerſtoßne glaubens⸗ rohr. Seine huld verſchmaͤ⸗ het nicht Meines glaubens chwaches licht, Das nur einem toͤchtlein gleichet Das kaum glimmt, und fa Werbleichet. IEſus doch die hand, Giebt Daß ſie ſe Petro ſinke; Beut mir mir ſuͤße liebes⸗winke, Staͤrket meinen ſchwachen ſtand. Wie ein vater⸗herz geſinnt Gegen ſein noch kleines kind: So traͤgt GOtt auch mit erbarmen Schwache kinder auf den armen. Matth. 14, 30. 3. Beut mein hirte nicht den ruͤcken Seinem ſchwa⸗ chen ſchaͤflein an? Kranke — —— —,,;—— eelen zu erquicken, Trit er auf die todes⸗bahn. Selbſt die hoͤchſte kraft ver⸗ ſchmacht, Da ſie ruft: es 9 vollbracht! Daß ich ſchwacher moͤge ſiegen I den lezten todes zuͤgen. 4. JEſu, ſtaͤrk und kraſt der ſchwachen! Staͤrkemich, denn ich bin ſchwach. Du du kanſt mich ſtaͤrker ma⸗ chen, Hoͤre doch mein ſeuf⸗ — ——— ſend ach! Hebe du das it ſchwache rohr Meines glau⸗ bens ſelbſt empor, Daß es, u bey dem ſturm der winde, i Schutz an deiner ſeite finde. i 5. Feuchte mit dem i den⸗oͤle Meines glaubens toͤchtlein an In der lampe 2. Ob ich gleich mit meiner ſeele. Auf der dn ſt nſt w Aſtuft. uhr daß me ſegen täeaen. 2 LU hewelkem 9 5 feln todes bahn Stehe mag. ſegne mein vertrauen Un von der glaub. Zuverſicht mit welcher wir glaͤuben. 65 4 mir, o allmacht! bey, Daß ich ſtark in ſchwachheit ſey/ Daß ich dich, bis ich erkal⸗ te, Feſt mit ſchwachen haͤn⸗ den halte. Mel. Nun lob mein ſeel den ꝛc. 68 dch weiß, an 5 O wen ich glaͤu⸗ be: Mein IEſus iſt des ſaubens grund, Bey deſ⸗ ſen wort ich bleibe, Und das bekennet herz und mund. Vernunft darf hier nichts ſagen, Sie ſey auch noch ſo klug. Wer fleiſch und blut wil fragen, Der fallt in ſelbſt betrug. Ich folg in glaubens⸗lehren Der heil⸗ gen ſchrift allein; Was dieſe mich laͤßt hoͤren, Muß unbetruͤglich ſeyn. 2. HErr! ſtaͤrke mir den glauben; Dennſatan trach⸗ tet nacht und tag, Wie er dis kleinod rauben Und um mein heil mich bringen Wenn deine huld mich fuͤhret, So werd ich ſicher gehn; Wenn mich ein geiſt regieret, Wirds ſelig um mich ſtehn. Ack bleib mit mir vereint. Sou laß ich mir nicht grauen, Und fuͤrchte keinen feind. 3. Laß mich im glauben leben, Sol auch verfol gung, angſt und pein Mich Mel. Wer nur den lieben GOtt. 1 569. dch rund gefunden, Der meinen an⸗ ker ewig haͤlt: Wo anders, als in JEſu wunden? Da lag er vor der zeit der welt(a): Ein grund, der unbeweglich ſteht, Wenn erd und himmel untergeht. 2. Es iſt das ewige erbar⸗ men, Das alles denken uͤber ſteigt: Es ſind die offne lie⸗ bes⸗armen Deß, der ſich zu den ſuͤndern neigt, Ddem allemal das herze bricht, Tt 4 Wir 884 Von dem wahren Glanben, und zwer Wir kommen oder kommen nichht. 3. Wir ſollen nicht ver⸗ loren werden, GOtt wil, uns ſoll geholfen ſeyn: Deswegen kam der ſohn auf erden, Und nahm her⸗ nach den himmel ein. Des⸗ wegen klopft er fuͤr und fuͤr So ſtark an unſre her⸗ zens thuͤr. 4. O abgrund, welcher alle ſunden Durch Chriſti heißt die wunden recht verbinden, Da findet kein verdammen ſtatt; Weil Chriſti blut beſtaͤndi ſchreit: Barmherzigkeit! barmherzigkeiit! 5. Darein wil ich mich glaͤubig ſenken, Dem wil ich mich getroſt vertraun: Und wenn mich meine ſunden kraͤnken, Nur bald nach GOttes herzen ſchaun; Da findet ſich zu aller zeit Unendliche barm⸗ herzigkeit. b . Wirdalles andre weg⸗ Feriſſen„ Was ſeel un leib erquicken kan; Darf ich von keinem troſte wiſ⸗ tod verſchlungen hat! Das eu, Und ſchein ich voͤllig ausgethan; Scheint die errettung noch ſo weit: So bleibt mir doch barmher⸗ zigkeit. 7. Beginnt das irrdiſche zu druͤcken, Und haͤuft ſich kummer und verdruß, Daß ich mich noch in vielen ſtücken Mit eitlen dingen plagen muß; Ja werd ich oftmals ſehr Ferſtrent Se hoff ich auf barmher⸗ zigkeit. 8. Muß ich an meinen beſten werken, In welchen ich beſchaͤfftigt bin, Vil unvollkommenheit bemer⸗ ken; So faͤllt zwar alles ruͤhmen hin, Doch iſt auch dieſer troſt bereit: Mein glube hofft barmherzig⸗ keit. 1 9. Es gehe nur nach deſ ſen willen, Bey dem ſo vil erbarmen iſt. Er well ſelbſt mein herze ſtillen/ Da⸗ mit es ihn nur nicht ver⸗ gißt: So ſtehet es in lieh und leid In, durch, und auf barmherzigkeit. 10. Bey die ſem grunde — —— — wil ich bleiben, So lange mich die erde traͤgt. Dis wil ich denken, thun 1nd — == — —— —— —— — — — —— — —= —— — —— =——— — =ö g= — — — — — von der g treiben, So lange ſich ein mein troſt und licht! Er⸗ 7. nicht. mir zu ſchwer, Es druͤckt dud Juverſicht mit welcher wir glaͤtben. 665 ſ glied bewegt: So ſing ich einſten hoͤchſt⸗ erfreut: zigkeit 3 (a) Nach dem rahtſchluſſe S8èOttes, der JEſum von ewigkeit zum grunde unſers glaubens beſtimmet hat. del. Herzlich lieb hab ich dichꝛe. — Bu dir, HErr 70. du dir, HE JEſu kom⸗ me ich, Der du ſo treu und liebreich mich Zu dir haſt d heiſſen kom men. Mich druͤcket meiner ſuͤnden laſt, Sie laͤßt mir weder ruh noch raſt: Wird ſie mir nicht benommen, So muß ich unter ihr vergehn. Ich kan ja nicht vor GOtt be⸗ h ſtehn, Vor dem die him⸗ mel ſelbſt nicht rein, Ich mußt ein kind des todes ſeyn. HErr JEſu Chriſt: quicke mich und laß mich 2. Das ſuͤnden ſoch iſt den matten geiſt zu ſehr: HErr! eil, es zu zerbrechen. O abgrund der barmher⸗miſſethat verſchuldt; Viel⸗ ſchlecht; Du biſt allein vor 3 8 glaͤube ich; In ſolchem glauben ſtaͤrke mich. 4. Ach! kom und mache ⸗ kunft bereit; So trag ich ünftig jederzeit Dein joch, die ſanf; Darun⸗ — anfte buͤrde 3 ter find ich fried und ruh, edenke„daß du dieſe laſt Da nehm ich ſtets imt guten zu. Wenn ich da Tt 5 muͤde 666 Von dem wahren Glauben, und zwer muͤde wuͤrde, Weil meine ſchwachheit dir bekannt/ So hilf du mir mit deiner hand Doch immer wieder gna⸗ dig auf. Hilf, ſo vollend ich meinen lauf, HErr IEſu Chriſt:; durch dich allein Kan ich hier und dort ſelig ſeny. S Mel. Herzlich thut mich verlang. 1 G Ott lob! ich .O bin im glau⸗ ben, Wer wil mir ſchaden thun? Wenn hoͤll und ſa⸗ tan ſchnauben, So kan ich ſicher ruhn. Mich ſchrecket kein getuͤmmel, Kein fall, der ſonſt verletzt. Mein wandel iſt im himmel, Mein glaub iſt feſt geſetzt. 2. Fragt jemand nac dem grunde; Dem bin i munde Zur rechenſchaft bereit. Der grund, au den ich baue, Iſt Chriſtus dgebracht; Er hat die ſtraf allezeit Mit herzen und mit fſtroſtlos, bin; So. verſicht. War ich ſehr tif verſchuldet, In große noht erduldet, Und mich gerecht gemacht. ö4. Dis bleibet meine freude, Wenn ich in aͤngſten bin, Mein troſt in allem leide. Reißt auch der tod mich hin; So laß ich mir nicht grauen, Dieweil mei glaube ſpricht: Geh, eile GOtt zu ſchauen; Dein hoffen truͤget nicht. 5. Drum wil ich nimmer wanken, Mein heiland, halte mich! Bleib du mir in gedanken, Wenn furcht und ſchrecken ſich Zu mei⸗ nem fall verbinden, Wenn die verfolgung blitzt, Ge⸗ fahr und noht ſich finden, Und ſich die hoͤll erhitzt. 6. Wenn ich ſodann am ſchwaͤchſten, Wiewol nicht mir am naͤchſten/ Und ſtarie ganz allein: Und weil ich em vertraue, So muß ich ſeligſeunn. 3. Auf mein verdienſt und werke Vertrau und bau ich nicht. Im HErren hab ich ſtaͤrke Und feſte zu⸗ 8- meinen ſinn, Daß ich da⸗ bey gelaſſen Voll geiſt und muhtes ſey, Mich als emn chriſt zu faſſen; Hilf/ HErr und ſteh mirboy. 7. Ich wil dich feſte ha⸗ ten, Wenn truͤbſa ls hiße ie ſticht. —— ——— ——=—xꝝM 2———— ———— ſticht. Und werd' ich auch ent erkalten, So laß ich dich 45 doch nicht. Dein geiſt ihmg ſpricht meinem geiſte Troſt und erquickung ein; HErr! ſtaͤrke mich und leiſte Mir kraft, dir treu zu ſeyn. 8. Nun, HErr! du giebſt den willen, Verleihe mir zugleich Auch kraͤfte zum erfuͤllen; So bin ich ewig reich. Drum reiche mir die haͤnde, So bleib ich unverletzt, Und bis zum lebens ende Durch Chri⸗ ſtum feſt geſetzt. Mel. Wer nur den lieben GOtt. glauben, Als der mich Chriſto einverleibt. Wer kan mir dieſes kleinod rau⸗ ben, Das mir ſein blut und tod verſchreibt? Sein theures wort bekraͤftigt dis, Drum ſagt mein glaub': ich bin gewis. 2. Ich bin gewiß in mei⸗ ner liebe, Die nur an mei⸗ nem IEſu klebt: Daß, wenn ich mich im glauben ube, Mein JEſus in dem von der glaͤub. Zuverſicht mit welcher wir glaͤuben. 667 1ſſ b ch bin gewiß 572. G in meinem b mein paradies, Er liebet mich, ich bin gerimG.. 3. Ic bin gewiß in mei⸗ nein ieben, Das JEſu gnade bey mir iſt, Die hilft mir allen kummer heben. Wenn ſich mein herz uu ſeines ſchließt, So acht ich keiner hinderniß. GOott ſorgt fuͤr mich, ich bimn gewiß.. 4. Ich bin gewiß in mei nem leiden; Kein engel und kein fuͤrſtenthum Mag mich von meinem JEſuu ſcheiden, Er iſt mein heil, uuuuu mein theil, mein ruhm; Sou ſchadet mir kein ſchlangen biß, Geduld ſagt doch: ich in gewiß. 5. Ich bin gewiß in mei⸗ nem hoffen. Was gegen waͤrtig iſt, vergeht; Mein kuͤnftig erbtheil ſteht mir offen, Wohin ſich duch ö meingeiſt erhoͤht. Die hoff⸗uuu nung macht die wermuh ſuͤß, Weil ſie ſtets ſingt ich bi bin gewiß. 3 6. Ich bin gewiß in mei nem Ferben Daß mich der tod nicht toͤdten kan. ſächiie ub ehent 1 ä9 herzen lebt. Ihn lieben iſt Nach ihm macht mich mein GOtt zum erben Von dm 668 Von dem heiligen Leben und Wanderl ander leben folgt auf dis: gewiß. 7. Ich bin gewiß, ſo ſol es heiſſen, Bis aus dem glauben ſchauen wird. Es ſol mich nichts von JEſu reiſſen, Ich bin ſein ſchaaf, er iſt mein hirt. In ewigkeit folgt hier kein riß, Die lo⸗ ſung bleibt: ich bin gewiß. Mel. Wer nur den lieben GOtt. „ Ses glaubens 573. B ziel eunſe zu rreichen, Iſt ſtets mein eifriges bemuͤhn. Doch, ſol mein eifer, HErr! nicht weichen, Mußt du mi elber nach dir ziehn; Denn chjUnd ob ich auch ſchwachheit fiele, Getreuer helfer! ſo wirf begluckten Canaan. Ein muͤden haͤnde, Ermuntre 1 ff dis: du die matte knie: Sonſt Mein JEſus lebt, ich bin fehlet leicht am lezten ende 1 ehabte muͤh. Err! taͤrke! halte mich, Sonſt ſink und fall Die lange zeit HErr meine t ich ohne dich. eilt ſchon 2 fleiſch und blut iſt gar zu Phach: Wenrs ſchwer ſch hergeht, ſo giebt es nach. 2. HErr! ſtaͤrke a die ziel verleihn. 3. Doch nein, ich weiß, du laͤßt nicht fallen Den, der auf dich, mein vater! traut. Selbſt ſatan muß uruͤcke prallen, Wenn er ich ſtaͤrkern bey uns ſchaut. Ich weiche keines fußes breit, Ich weiß, der ſieg folgt auf den ſtreit. 4. Mein auge blicket ſ ch, nach dem dele/ Mein fuß n em zwecke zu. auch aus ſe wachen dennoch gnadig n ſeyn, Und mir des glaubens g ———=——ͤͤͤͤͤͤͤ ——— —— — —— —,— ———— du Mir 1 uund Von dem wahre Mel. AchG⸗Ott. dnune 2. 574. 4 wie iſt das chriſtenthum Zu dieſer zeit verfallen! Der name zwar heat großen ruhm, Und fin⸗ III. Von dem heiligen Leben und Wandel u zwar n Chriſtenthume. det ſich bey allen: Doch d was es ſelber mit der that d hur einen ſchlechten zuſtand h am beſten. at, Das weißt du GOtt! 2.Dt 5 1 n 2. Das wahre chriſten⸗ ſches⸗luſt gefallt, Das iſt1 n e thum beſteht Aus glauben und heißt ihr glaubbvbvbsfj. an n und aus liebe. Wo beides 6. Was fuͤr ein urtheilul oetem in die uͤbung geht Durch werden die An jenem tage n deines geiſtes triebe; Da hoͤren? Ach GOtt, ach Rſtieſt muß dirs wolgefäͤllig ſeyn: mein GOtt!— ſie Daß inind ſolche herzen ſchreibſt ſie ſich bald bekehren; Und du ein Ins buch der aus⸗ hilf, daß ſonſt ein jeder tt erwaͤhlten. hriſt Auch das, was er mit Henn un. 3. Viel pflichten einem namen iſt, In that un ettirnma glauben bey, Der aus ver⸗wahrheit werde. ale, Weme kehrtem weſen, Trug, irr⸗ 7. Gib du mir deine ihusſha ſal, thorheit, heucheley Zu⸗ guten geiſt, Daß ich mich deſus n ſammen iſt geleſen. Sie thaͤtig uͤbe, So wie deen het halten ſich fuͤr recht und wort die wege weiſt, ceſm. ſchlecht, Und meinen, daß glauben und in liebe: Do 1 1 ſie ſo gerecht Und ſelig wer leb ich als ein wahrer anſ den koͤnnen. hriſ„Der voll gewiſſer W boffnung iſt, Daß er auch 4. Bey andern wird ein hoffr 1 heiſſes lied Von liebe her⸗ ſelig ſterbe. . g 7 V ö N 8 d⸗ b— 1 4.e geſungen⸗ Die doch in blo⸗ e. g. eoſter JEſu wirſinde. en worten gluͤht; Sie ſitzt b u; wu ac g nur auf der zungen. Da⸗ Chrverfät chtes ntb luts gegen her⸗ und hand ver⸗ d chriſten⸗ gißt, Was lieb in that und thum! Wie biſt du ſo ſel⸗ M— wahrheit iſt. O was ſind ten worden! Wo iſt dein undh das fuͤr heuchler! ggeprieſner ruhm Unter un 5. Viel ſtellen ſolch ein ſerm chriſten⸗orden? Chri⸗ atan leben an, Als blinde hei⸗ſten koͤnnen auf der er⸗ an d den füheen. Vom wahren den Zwar genug gezaͤhlet mun chriſtenthume kan Man da werden: A denuit kein fuͤnklein ſpuͤren. Ihr 2. Aber ach! die chriſten⸗ busge GOtt und hhnum iſt die heit Fuͤhret meiſtens nur wwelt; Und was der flei⸗den namen. Die ſind ſear Bandem heilgen eben nd Wandel.. ſam ausgeſtreut, Die, als GOttes reiner ſamen, Chriſtum ehren, Chriſtum lieben, Sich in ſeinem wil⸗ len uͤben. 3. Liebſter IEſu! der du mich Selber durch dein blut erkaufet, Und auf deſ⸗ ſen namen ich Laͤngſtens mich deinen geiſt regieren, Solchen namen recht zu fuͤhren. 4. Laß mich meiner taufe bund Immerdar mit ernſt betrachten. Laß mich doch vom herzen⸗grund Satan, welt und fleiſch verachten Und mich immer treulit echt zu lieben. b 5. Laß mich, HErr! den uſhmalen weg Durch die meenge pforte gehen. Laß auf deines wortes ſteg Herz und augen ernſtlich ſehen. Gib geduld in kreuz und leiden, Daß ſie mich nie von dir ſcheiden. 8 dich Gnaden⸗voll mit mei⸗ iner ſeelen. Laß durch wahren glauben mich Dich chriſt zu leben: Laß mich dann, wenn dirs gefaͤllt Chriſtlich meinen geiſt auf⸗ als ein chriſt getaufet; Laß Wo die theure lebens⸗fro⸗ nen Wahrer chriſten fleiß ben, GOtt und menſchen (GSein Gott! 5 76. en G 6. JEſu kom, vermaͤhle zum braͤutigam erwaͤhlen, Stets in deiner liebe bren⸗ nen, Keine truͤbſal von dir trennden. 7. Gib mir kraft in die⸗ ſer welt Als ein wahrer ge en, Auch im himmelzu d en frommen Und verklaͤr⸗ y ten chriſten kommen. 8. Freudig laß ich gluͤck und ruhm, Ehre, luſt und pracht der erden; Kan ich nur dein eigenthum Dort vor deinem throne werden, belohnen. 2 Mel. Wer nur den lieben GOtt herz und nieren, Du ſieheſt die gedanken ein, Du weißt, was wir im ſinne fuͤhren, Und haſſeſt allen falſchen if ſchein. Du bringeſt alles an den tag Was nochſo tief verborgen lhg. 2. Laß mich in meinem chriſtenthume Die heuche⸗ ley vom herzen fliehn. Cs dienet mir zu keinem I, . X uinde 60. Ge ot Au wi üem duſct 1 ua im int i, ſt ſte dd me d. renftin zu edn Von innen docß amg 1 3 * 4 4 außen ſchoͤn erblickt. der wahrheit licht. hat, Beweiſ wort und that. 4. Ach laß mich deiner ja nicht ſpotten, Denn ſolches thut ein heuchel⸗chriſt. Du draͤueſt, alles auszurotten, Was ein geſchminktes we⸗ en iſt. Wer boͤſe iſt, der bleibet nicht Vor deinem hellen angeſicht. 5. Laß mich nicht in ſchaafs⸗kleidern gehen, Und aͤußerlich voll heiligkeit, Von innen woͤlfen ahniich ſehen, Die grauſam un 6 voll wuht und neid: Denn c dieſes iſt nur Judas art, Der kuͤſſend ein verraͤhter n ward. 6. Bekenn ich dich mit ſch meinem munde; So laß es 4 bunde Durch frommen wandel feſte ſtehn; Daß keine falſchheit mich be⸗ thoͤrt, Noch in der einfalt hriſti ſtoͤrt. ſchmuck erlangen 5 de mich in tugend ein, Die chriſt. ein gut gewiſſe lauter freudigkeit. ſchlieſſen, Geſchicht es o hliſſen, Baſc ich vollkommen ſelig bin. A Iihr menſchen⸗ 577. keit. Bauet nicht, wie fteche ſuͤnder, dieſe ku nach auch vom herzen gehn, Und Mel. JEſu deine heilge wunden. ſchaffet doch, kinder! Schaffet eure ſelig⸗ ; ur auf rze zeit; Sondern hauet uͤber euch, Ringet dem himmelreich, Und bemuͤhet euch auf 4* erden, und zwar vondemwahren Chriſtenthume. 621] me, Wenn ich den graͤbern mich in deinem gnaden⸗ aͤhnlich bin, Die man von eſchmuͤckt, voll aſch' 3. Die froͤmmigkeit liebt kein verſtellen, Sie braucht der falſchen ſchminke nicht. Die ſich den heuchlern zu⸗ geſellen Vermeiden gern yrk Wer ein rechtſchaffnes weſen es auch in 6 8 6 7. Was hilft es, vor den menſchen prangen, Vor GOttes augen haͤßlich ſeyn? Sol ich den wahren So klei⸗ ungefaͤrbt und lauter iſt; Die liebet nur ein wahrer 8. So giebt mir auch ſſen Im kxeuze Undd wenn ſich ſchon die auge ne Mein tod befoͤrdert mich dahin, Wo lig werden. 2. Daß nun dieſes mag geſe then⸗ Muͤßt ihr nicht nach fleiſch und blut Und nach deſſen neigung gehen: Nein, was IEſus wil und thut, Das muß einzig und allein Eures lebens richt⸗ ſchnur ſeyn; Es mag fleiſch und blut in allen Uebel oder wol gefalln. 3. Ihr habt urſach zu er⸗ kennen, Daß in euch noch fuͤnde ſteckt; Daß ihr fleiſch vom fleiſch zu nennen, Daß euch lauter elend deckt; Und daß GOttes gnaden⸗ ſchafft; Ja, daß auſer ſei⸗ ner Huade⸗ Nichts in euch, als ſeelen⸗ſchade. a. Selig, wer im glau⸗ ben kaͤmpfet, Selig wer im kampf beſteht, Und die ſuͤn⸗ de in ſich daͤmpfet; Selig, wer die welt verſchmaͤht. Unter Chriſti kreuzes⸗ hmach J reeden nach Wer den him⸗ mel wil ererben, Muß zu⸗ vor mit Chriſto ſterben. 5. Werdet ihr nicht treu⸗ get man dem kraft Nur allein das gute ſch oͤlle niederſchlahm. er⸗ lich ringen, Sondern traͤg — und zwar von dem wahren Chriſtenthume. 6731 — 4 an M) Hauet hand und fuͤße ab: nn Hu. aͤrgert, ſuße ins blat gruͤnen. ena a. grab, Und denkt oft an Chri⸗ den ſnt u 6 worte: Dringet durch 3 unn be enge pforte. ſtem grunde, Sieht auf We. 9. Ich wil zittern fuͤr; nd be⸗ done re der ſuͤnde, Und dabey auf kennt mit herz und munde JEſum ſehn, Bis ich ſei⸗ den beyſtand finde, In der nade zu beſtehn. Ach, mein hettand! geh doch nicht Mit mir armen ins gericht. t Gib mir deines geiſtes n waffen, Meine ſeligkeit zu ſchaffen. b ſchaſf Amenl! es geſchehe, amen! GOtt verſiegle dis in mir, Daß ich ſo in JEſu namen Meinen glaubens⸗ kampf vollfuͤhr. JEſus gebe kraft und ſtaͤrk, Und regiere ſelbſt das werk, Daß ich wache, bete, rin⸗ ge, Und alſo zum himmel deſt e wwich ſche hth. 45 d qlide uit chriſten: Hiemit muß ſich GOttes kind Hoͤchſt be⸗ ſtreben auszuruͤſten. Wo b nen, Da muß dieſes riee⸗W 2. Glaube legt denerſenu ſtein Zu des heils bewehr: IEſum nur allein, Und be⸗ Sich zu ſeines geiſtes leh⸗ ren, Laͤßt ſich keine truͤbſaalu ſtoͤhren. .3. Liebe muß des glau⸗u bens frucht GOtt und auch dem dechſen zeigen, Unter⸗ wirft ſich Chriſti zucht, ſ Und giebt ſich ihm ganz zuuuuu eigen, Laͤſſet ſich in allem u leiden Nicht von ihrem IEſu ſcheden. 4. Hoffnung macht der liebe muht, Alle noht zu nden. Sie kanm therwwinden ie fa der truͤbſals⸗ ⸗‚Juyt Ihren anker feſte gruͤnden. Sie wil kuͤnftig dort verſuͤßen, Was wir hier erdulden muͤſſen. ö JEſu, du mein HErr und GOtt! Ach! bewahr in mir den glauben; Mache du den feind zu ſpott, Der dis kleinod denkt zu rauben. Laß das ſchwache rohr nicht rechen, Und ein glimmend ſcuerug 1 G 4 ujs h g man GOtt wil eifrig die⸗ tocht nicht ſchwaͤchen..¼. 674 6. Mache meine li des geiſtes ein, Daß 3 Dich und auch den nech⸗ ich werd nimmermehr ſten lieetee. I 2. Gruͤnde meine hoff⸗ d nung feſt, Staͤrke ſie in al⸗ len nohten, Daß ſie dich nicht fahre micch gleich wolteſt te ötig Laß ſie nach dem himmel michs ewig reuen. kunftig, bauen. Doch die liebe dringt hin. Dein wort mein ſpeiſ auf, Wo ſie urſprung hat genommen; Ach! da werd im lieben ewig t hj ——— moͤgt abkehren. Chriſt! . * Den rechten glauben, hats umſonſt ſt du mir geben, Dir zu werben Durch werke, 9 rein„Daß ſie nicht im ſchein zu ſeyn, Dein wort uli 1 beſtehe. Floͤß mir feaf ten eben. b in ſie 2. Ich bitt noch mehr, mir vom herzen gehe, Und oHErre GOtt, Du fanſ ich aus rechtſchaffnem trie es mir wol geben, Daß der: Die hoffnung gihſi — — — — 5 — —₰½ — — — — — — — — — — 2— nlaͤßt, Wenn du nicht bauen Auf all mein u toͤdten. nichtig thun, Sonſt wird ſchauen, Und auf das, was 3. Verleih, daß ich aus 8. Glaub' und hoffnung mag vergeben. Verzai hoͤret auf, Wenn wir zu mir auch zu dieſer ſtund, dem ſchauen kommen; Schaff mir ein neues lehmn ſ 6 3 43 erſt recht lieben, Mich wehren, Wenn unglüd V uͤben. geht herein, Das mich ald ſ o ch ruf zu dir, 4. Laßmich kein luſtnoch 3 09. HErr IEſu furcht von dir In deeſer — Ich bitt, erhoͤr welt abwenden. Beſtäl mein klagen. Verleihmir dig ſeyn ans end gib mi gnad zu dieſer friſt, Laß Du haſts allein in handen/ mich doch nicht verzagen: Und wem dus geebſt, de D HEr lich mein, Den wol⸗ uiema ererben Noc f e ein gu = l 3 1 1 — und zwar von dem wahren Chriſtenthume. 678 GJ gunſt, Die uns errett vom ſterben. 8. Ich lieg wi Chriſt! dem ſchwachen. An deiner gnad allein ich kleb, Du kanſt mich ſtaͤrker machen. Koͤmt nun an⸗ fechtung her, ſo wehr, Daß ſie mich nicht umſtoßen; Du kanſt maaſſen, Daß mirs nicht bringt gefahr: Ich weiß, du wirſts nicht laſſen. im ſtreit und n P alew in Sonſtwe Mel. Nun danket alle GOtt. Uinune LPch der iſt tan ſreſt ſchuld, mein m Muie 8 d derih 1 lieb und treu, Und ſteht dem, der ihn ſucht Und wir⸗ ken laͤſſet, bey. .2. GOtt, der die men⸗ ſchen ſchuf, Und den ihm theuren ſeelen Die ſeligkeit verſprach, Laͤßt ſeine kraft nie fehlen. Aus liebe gab er ja Den ſohn in hoͤllen⸗ — —— ———— 2 — — 1 R 6 ſ zaln n dus —— 1 — 8 — — — — G — — erſtreb; Hilf, o HErr d u wogen, Daß er ſo vielmal zogen? O ziehn: Ka ſeyn? „ n etwas groͤſſer ir; ſuͤnden, Ein pful voll ſcand und wuſt W ſc zu finden. Du lagſt in dei⸗ nem blut, Tr ſuͤnden⸗bild, o jammer⸗ſtand und fluch erfuͤllt. 4. Da kam dein ſeelen⸗ freund, Und heilte dieſen ſchaden Durch ſein ver⸗ goßnes blut, Und deat, dich in gnaden. Daer dein fleiſchu annahm, Verband er dich mit GOtt; Durch ſeinen tod entriß Er dich der hoͤl⸗ leneꝛnoht. . Und was hat GOttes herz So gnadenreich be⸗ſ dich Durch ſeinen trieb ge⸗ ſieh, ob GOtt es nicht Recht treulich mit dir meint? Biſt du nicht ſelber ſchuld, Und deiner wolfahrt feindnd „5. Ach ja, mein treuer GOtt! Du bleibeſt der gerechte, Wenn man dich — V 3 — pein, Um dich heraus zu . —— richten wil: Nur wir ſind boͤſe knechte. Duhaſt nich Uu?2 eder: 3. Nichts gutes war inuuul Ach! eine welt vollu ar, was in dir ugſt Adams b Du warſt, 1Mit zorn 676 jederzeit Geſucht zud ziehn; Ich aber ſuchte nur Dein gnaden⸗werk zu fliehn.. 7. Vollbringe doch dein werk, Das du ſelbſt an⸗ gefangen. Laß mich dur deinen geiſt Gewi gelangen, wort hin w ren heiligkeit du dein volk zubereitt. 8. So und geiſt erfreuen, nen ruhm verneuen: GOttes treu, Die umfaſſet, gleicht? ruhm erſtrecket ſich eiſt, Zur „ Zu wel * Tit. 2, 14. rd mein lei 4₰ wi 4 cht zu dir zu ß dazu Wo mich dein wah⸗ welcher Dir hie ſchon bſarger lehr und leben: Sich recht in dir Und taͤglich dei⸗ Durch dieſes lob Was iſt„ das mich Sein So 2. Ach leit und lenke du nem wege wende. iſt, Behuͤte mich fuͤr trug und liſt Bis an mein ley⸗ tes ende. 3. Die bosheit ſteigt und mein herz/ Damit es ſich nicht hinterwerts den ſ nem wege Ver ch ſiegl in mir was wahrhett Von dem heiligen Leben und Wandel 8 raum Zu deinem pras te muß gruͤnen. waͤchſet ſehr, Sie zeigt ſich leider! mehr und mehr In Drum ſey mein fuͤhrer, troſt und licht, Und laß ſic doch mein herze nicht Dem falſchen ſchein ergeben. 4. Ach bringe mir die kiughei bey, Daß dis menn wahres leben ſey, Wem ich nur dich erkenne, Dich — weit der himmel reicht Von der b n den Aegierung. 581. D geſt sttlichen Mel. Komt her zu mir ſpricht z ſ U/ GOtt der weisheit! zei⸗ In deinem worte, bey 5. Doch weil du meme chwachheit weißt; Sobin ich, daß dein guter Mich unterweiſ und ke: Daß man an mir, deinem ruhm, Du chtſchaffnes chri rch men lebenslang mit wahrer reu Im herzen habe, und da⸗ In deiner liebe brenne. 1 d ſtär⸗ 7 1 ſtenthm glaube 8 4 6 4 3 6. La 1 . 8 ,— 5. 5 rers wen „wa J. genawahe tendfir Wamen. 1** ſo nn füh lt lnd a in cenict ſtwagebe c date m und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 677 6. Laß mich, wie eine rebe pflegt, Die nur die kraft des weinſtocks traͤgt, An dir, mein IEſu! hangen; Mein braͤutigam! laß deine braut, Mit der du ewig dich vertraut, Troſt, heil und gnad erlangen. 7. Du biſt mein HErr; was hilfts dem knecht, Der gottlos, ſicher, ungerecht, Wenn er nur HErr HErr! ſaget? Gib, wenn mein mund dich HErr HErr! nent, Daß dich mein herz dafuͤr erkent, Dich ehrt und nach dir fraget. 8. Ich bin, mein GOtt! auf dich gerauft, Und dir zum eigenthum erkauft; Drum laß mich dir auch le⸗ ben, Und wieder alles, was du mir Aus vater⸗huld ge⸗ ſchenket, dir Zum pfand und opfer geben. V 9. Gleich wie der baum dem fruͤchte traͤgt, Der ihn gepflanzet und ver⸗ pflegt: So ſchaff durch deine pflege, Daß auch dein herz die glaubens frucht, Die es an deinen kindern t, An mir ſtets finden eE 10. Es wird der einge⸗ pfropfte zweig Dem baum an ſaft und wachsthumm leich, In welchem er be hle bor. So laß mich,HErr! in dir allein Auch leben, wachſen, fruchtbar ſeyn Weil ich dir einverleibe. 1I. Wenn ſturm und wetter mir zuſetzt; So ha. te du mich unverletzt, Dus ich nicht von dir weiche: In aller angſt gib troſtund kraft, Die auch im ſterben freude ſchafft Bis ich ds ziel erreiche. 12. Nun ſeelen freund! ich weiß gewiß, Du wirſt mich einſt ins paradies l getzen. 582.0 Meiner mich die froͤmmigkeit. Uu 3 2. Der ewigkeit verſetzen: So kom und bring mich aus der zeit In deines reiches herrlichkeit Zum ewigen er⸗ Mel. 2. Alles was mir GOtt7... ᷣœEſu, du, mein Pigem leben, eelen troſt und zier! Rufeſt: komt und lernt von mir. Ich, der ich dir ganz ergeben, Komme iezt voll reu und leid: Lehre Ack 6578 Vonddem heiligen Leben und Wandel ſunden band Glieder, ſin⸗ nen und verſtand? G von Adam angeerbet, Suͤndlich weſen, fleiſch und blut, Bleibet fleiſch und thut nicht gut. b 3. Reiß mich, HErr! aus dem verderben; Laß doch unkraut, haß und neid, Hochmuht„ ungerechtig⸗ keit, Und was ſuͤndlich, in mmir ſterben. Mach mein herz doch alich neu, Mach es aller bosheit frey 4. Pflanze du in mein gemuͤhte Wahre froͤmmig⸗ rkeit, geduld, Sanftmuht, freundlichkeit und huld, Andacht, heiligkeit und hüte Siehe,nreu zufeieden⸗ heeit, Wahrheit und gerech⸗ 4 tigkeit. 5. Laß mich dir zu ehren leben, IEſu, meines lebens licht, Mein troſt, heil und uverſicht! Laß mich dir ſo eyn ergeben, Daß ich ſterbe dieſer welt, Daß ich thu, was dir gefaͤllt. 6. Fuhre mich auf deinen wwegen, Gib mir deinen derderbet! Feſſelt nicht das mich deine gnad und ſegen ſin⸗ Stets empfinden; fruh und zas ſpat Segne denken, wort und that. 3 72. Endlich laß mich, JE ſu! kommen Aus der un⸗ vollkommenheit himmels herrlichkeit; Da ich denn mit allen 583. ₰ 2. Ach, wie iſt deede u beyſtand leiſtt. daß Zu des ſronmn Deine huld nach dieſer zeit Preiſe dort in ewigkeit. Mel. Vater unſer im himmalr. is iſt doch ja die lezte zeit, Davon der HErr hat pro⸗ phezeiht: Wunder und zei chen ſind gemein, Viel ſuͤnd und ſchand bey groß und klein: Der glaub erliſcht, die lieb erkaltt, Das ſpuͤret man bey jung und al.. 2. Hochmuht und pracht 3 3 re plagen fuͤhlt das land: Darum erwach, o herz! noch heut, Steh auf vom ſchlaf der ſicherheit, Seh ſtets im glauben wol bereitt Des HErren zukunft iſ nicht weit. nimt uͤberhand, Vielſchwe⸗ HErr gauten geiſt, Der mir huͤlf deß dua J Liu Chrit 1 nisiſ Set —— —= *— —— —— —— aren jim. R d Gulezen egen ht urmf ren ſ Rw gh r dr gaj eit rat das bor janat Duna rjaddön —— 1u and mfihtdoänd. dc te und zwar von der gokklichen Gnaben⸗Regierung. 690 mich ja gar theur erloͤſt: Ach ſich„ich leb hier in der * welt, Mir ſind viel tauſend netz geſtellt; Wie leichtlich koͤnt es gehen an, Daß ich auch lief die breite bahn. 4. Die welt kan gar zu liſtig ſeyn, Ihr gottlos we⸗ ſen ſchmuͤcken fein; Der teufel reizt zu ſuͤnden an, Spricht: eine ſuͤnd iſt leicht ſethan; Mein ſchwaches feng bald gefaͤllt, Es hat ſchon luſt zum lauf der welt. 5. HErr IEſu Chriſt! thu du das beſt, Halt mich allzeit im glauben feſt: Ich bin ja, HErr! dei c und bein, Ein gliedmas an dem leibe dein. Mein HErr und GOtt! laß nicht von mir, Aufdaß ich auch nicht laß von dir. 6. Der welt lauf gehet nach der hoͤll; Dafuͤr be⸗ wahre meine ſeel. Durch deinen geiſt regier mich recht, Daß ich nicht ſey der ſuͤnden knecht. Hilf, daß der feind zu keiner friſt Mir ſchaden mag mit ſeiner liſt. 7. Mein Nlaub iſt wol gering und kl (Auf dich verlaͤßt bis in dein fleiſch ſt. rung und gut regiment, allein, Ind wil mich ganz ergeben dir: Ich weiß, es wird gelingen mir, Wenn ſich mein herz in aller noht 8. Koͤmt nun kreuz, truͤb⸗ ſ herzeleid, Noht, krank⸗ heit, angſt und bangig keit, Und waͤrs auch noch ein haͤrtrer ſtand; Bleib ich doch feſt in deiner hand: Denn mir muß alles heil ſam ſeyn, Weil ich vertraue dir allin. 9. JEſu! mit dir wit ich beſtehn, Solt auch die welt zu grunde gehn. Es fuͤrchte ſich ein heuchel chriſt, Und wer ohn glaub und hoffnung iſt. Ich wart auf dich, HErr! kom num heut, Daß ich eingeh zuu deiner freut. 10. Indeß/ mein GOtt ſo bitt ich doch: Weil ich das elend baue noch, Er⸗ halt dein wort, gib fried und ruh„Die ſchwere zei⸗ ten lin re du. Gib nah⸗ ein; Doch bis ans end. Glaub, lieb und hoffnung Mel. Uu 4 — 880 Von dem heiligen Leben und Wandel Mel. Huf mir mein HOtt ꝛc. 58 4 SP hoͤchſter leihe nur, Daß ich nur dich begehre; Und daß dein gei mich fuͤr und fuͤr Durch dein wort neu gebaͤhre; Daß ich, dein kind, Dich ſuch und find In allem kreuz und leiden; Daß we⸗ der tod, Noch angſt und b ſcheiden. 2. Erfuͤll mein herz mit wahrer reu, Mit glauben, (hoffnung, liebe, Daß ich das boͤſe haß und ſcheu, Und gute werke uͤbe; Daß ich, dein knecht, Stets ſchlecht und recht Nach dei⸗ nem worte wandle, Und derzeit Voll freundlich⸗ keit Mit freund⸗ und fein⸗ — — den hande. 3. Loͤſch aus in mir des leiſches luſt, Und pflanze Chriſti liebe Und heiligkeit in meine bruſt: Daß ich mich taͤglich uͤbe, Auf ihn zu ſehn, Ihm nachzugehn, Die tugend zu vollbringen, dir misfaͤllt, Zu dir, mein den ſtolzen ſinn, Laß mich Ott! ver⸗ſin demuht leben. Neid, rach und zorn nim von mir noht Mich, vater! von dirr 5. M TX in bbitte dich, verleih Mir ei⸗ Mich von der welt, Die 4. Treib aus von mie hin; Und laß mich bald vergeben, Wenn lec durch liſt Mein neben⸗chrif Mich aͤngſtet und betruͤbet. Gib, daß mein herz Bey allem ſchmerz Die aͤrgſten feinde liebet. 5. Mein GOTT! ich nen feſten glauben, Der ſtandhaft, treu und thatig ſey, Den liſt und macht nicht rauben: So uͤb ich mich, So lieb ich dich, Und hoff auf deine guͤte, Die mich, o GOtt! Fuͤr ſchand und ſpott Auch his ins grab behuͤte!. 6. Nach vielem reich⸗ thum, gut und geld, HErr! laß mich ja nicht trach⸗ ten. Laß mich die ehten dieſer welt Fuͤr eitle ſchat⸗ ten achten, Und nie nach pracht, Nach großer macht Und großem namen ſire⸗ ben; Laß mich vielmehr Nach deiner lehr, Als einer richtſchnur, leben. — GOtt! zu ſchwingen. Kuͤr ſchmeicheln, liſt 7. Fur ſchmeiche und 1 —— ——— — — — — —— — ·ne — — — n luͤſten huͤte. Des herzens oiſbeh ſchmach und ſchimpf be⸗ i6, traͤgheit haſſe: Dagegen, 1 M werk alſo verfaſſe, Daß ich an zur noht Mein taͤglich brod und heucheley Bewahre meine ſinnen, Und laß mich ja durch gleisnerey Den nechſten nicht gewinnen. Laß ja und nein Mein ant⸗ wort ſeyn. Laß mich ja niemand richten, Und zank und ſtreit Mit freundlich⸗ keit, Mit lieb und ſanft⸗ muht ſchlichten. 8. Entferne mich von eitelkeit, Gib mir ein rein gemuͤhte, Auf daß ich mich zu jederzeit Fuͤr ſchnoͤden rund Sey, wie der mund, Dem nechſten nicht zu ſcha⸗ den; So werd ich mich Nicht freventlich Mit laden. 9. Gib, daß ich ja den muͤſſiggang Samt aller HErr mein lebelang Mein Mit ehren moͤg erwerben Und wenn ich ſoll, Getroſt und wol In dir, HErr JEſu! ſterben. IoO. Ach! gib mir deinen dich. herze laben; erhoͤre mich. ſuten geiſt, Daß ich die la⸗ er fliehe, Mich nur um — und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 681 das, was chriſtlich heißt, Mit allem fleiß bemuhe: So kan kein ſchmerz Noch leid mein herz Aus deinen handen treiben; Und ſo laß mich Denn ewiglich Be dir, mein IEſu! bleiben. Mel. HErr Chriſt der einge ꝛc. 585.& ERR JEſu, ne⸗ Du wahres lebens⸗ licht! Laßz leben, licht und wonne Mein bloͤdes ange⸗ ſicht Nach deiner huld er⸗ freuen, Und meinen geiſt er⸗ neuen: Mein GOtt verſaguu mirs nicht. .2. Vergib mir meine ſuͤnden, Und wirf ſie hinter „Laß allen zorn ver⸗ꝛ ſchwinden, Und hilf mir gnaͤdiglich. Laß deine frie dens gaben Mein armes Ach HERR! 3. Vertreib aus meiner ſeelen Des alten Adams finn, Und laß mich dich er⸗ 2 waͤhlen; Auf daß ich mich forthin Zu deinem dienſt er gebe, Und dir Weil ich erloͤſe zu ehren lebe, Uu 5 A. Be .rſ „.o v„ b“ ö öſſ— ———— ——mm—— 7 —* treu! Wend allen ſer en⸗den tod Dich und dinns n Bondem heingen Leben! und Wandel — dein erkent⸗ ſchaden, Und uc h niß In mir, mein ſeelen⸗ taͤglich neu. Gib eifer, har ort! Und offne mein ver⸗ deinen willen Mit freuden ſtaͤndniß, HErr! durch dein zu erflthen„Und ſteh mir heilig wort; Damit ich an kraͤftig! bey. dich glaͤube, Und in der 1 b wahrt et blabe, Sraß ſa⸗ 586. G uf mir, men ans liſt und mor— 9 GOtt! hif, Leit mnich in dieſer 28 nach dir Vom herzen b wufſe, Und unterdrüch in mich verlange; Daß ich mir Hie herrſchaft boͤſer dich ſuche mit begier/ Wemn luͤſte: Und ſas mich fuͤr mir wird angſt urd han und fuͤr Der eitlen welt ab⸗ ge. Verleih/ daß ich Mit ſterben, Dem fleiſche nach freuden dich In meinet verderben, Mei GOtt! ane gſt bald finde. Gibmit ſo leb ich dir. den ſinn, Daß ich forthin 6. Ja zumnde deine liebe Meid alle ſchand und ſuͤnde. i In meiner ſeelen an, Daß 2. Hilf daß ich ſtetsmit. ich aus innrem triebe Dich reu und ſchmerz Mich dei 7 ewig lieben kan, Und, dir ner gnad ergebe, Hab im n um wolgefallen, Beſtaͤn⸗ mer ein zerknirſchtes herz w ig moͤge wallen Auf rech⸗ In wahrer buße lebe: Vor d ter lebens⸗ bahn. ſdir erſchein, Herzlich be⸗ 7. Err! verleih wein All meine miſſetha⸗ mir ſtarte„Verleih mir ten. Die haͤnd allzeit Laß fe muht und kraft; Denndas ſeyn bereit, Den durftigen ni ſind gnaden werke Die dein zu rahten. a geiſt in uns ſchafft: Hinge. 3. Die luſt des fuſte i gen meine ſinnen, Meinlaſ daͤmpf in mir„ Daß ie u ſen und veginnen Iſt boͤs n nicht t überwinde Rechi⸗m und mangelhaft. deſhe luſt un dih ur 8. Darum du GOtt der In meiner nt ün inde 1 gnaden, Du vater aller ich in noht Bis d und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 638öUà6m‚⁸. uahm bekenne, Undmichkein trutz 7. Hilf, daß ich folgeull h ch Noch eigennutz Von deiner treuem raht, Von falſcheruul nn wahrheit trenne. meinungtrete: Denarmen ſhm 4. Behuͤte mich fur zorn helfe mit der that, Fuͤr und grim, Mein herz mit ffreund und feind ſtets be fn. w ſanftmuht ziere; Auch alle te: Dien jederman, So viel Jhne hoffart von mir nim, Zur ich kan: Das boͤſe haß und ſ demuht mich anfuhre. Was meide Nach deinem wort nen ſich noch findt Von alter ua bche fuͤnd, Laß mich hinfort ab⸗ — nin un legen. Troſt, fried und— and e freud Laß jederzeit Sich in ☛υ ach mir armen regen. H 1 m. 5. Den glauben ſtaͤrk, 2e ftt kin die lieb erhalt, Die hoff⸗ nung mache feſte, Daß ich von dir nicht wanke bald; ſt Beſtaͤndig ſeyn iſts beſte. Den mund bewahr, Daß nicht gefahr Durch ihn mir werd erwecket. Speis ab den leib, Doch daß er bleib Von geilheit unbeflecket. 6. Gib daß ich treu und buͤh fleißig ſey In dem, was mir gebuͤhret: Daß ich aauch nicht durch heucheley— ſolz a Und ehrgeiz werd verfuͤh⸗ Und wenni d thu, ſo gib um d ret. Leichtfertigkeit, Haß Daß es gerahte wol. an zank und neid Laß in mir 3. Hilf, daß ich rede ſtets, auf nicht verbleiben. Verſtock. Womit ich kan beſtehen. ten ſinn Und diebs gewinn Laß kein unnutzes wort Wollſt du fern von mir Aus meinem munde ge⸗ treiben. ihen. Und wenn in mei⸗ “ b nem — — —— —— —— —— — 1 —— —— —— — — —— .————— 684 Von dem heiligen Leben und Wandll den worten kraft Und nach⸗ druck ohn verdruß. 4. Findt ſich gefaͤhrlich⸗ keit, So laß mich nicht ver⸗ zagen. einen he muht, Das kreuz hilf ſelber tragen. Gib, daß ich mei⸗ nen feind Mit ſanftmuht uͤberwind; Und wenn ich raht bedarf, Auch guten raht erfind.. 5. Laß mich mit jeder⸗ man In fried und freund⸗ ſchaft leben, So weit es chriſtlich iſt. Wilt du mir etwas geben An reichthum, ut und geld; So gib au (rechtem gut Nichts unter⸗ menget ſeyy. 6. Sol ich auf dieſer welt Mein iauge bringen, Durch manchen ſauren tritt Hindurch ins alter dringen; So gib geduld, und mich Fuͤr ſuͤnd und ſchand bewahr, Daß ich mit ehren trag Alsdenn ein graues haar. 7. Laß mich an meinem end Auf Chriſti tod abſchei⸗ ſtrecken. is dabey, Daß von un⸗ Bey dir im nem amt Eſtand-) Ich re⸗ Hinauf ju deinen freuden. en ſoll und muß; So gib Dem leib ein raumlein goͤnn Bey frommer chri⸗ en grab, Auf daß er ſeine ruh An ihrer ſeiten hab. 8. Wenn du gn jenem Gib einen helden⸗ tag Die todten wirſt erwel⸗ ken; Wollſt du auch deine hand Zu meinem grab aus⸗ recken. Laß hoͤren deine ſtim, Und meinen leib wech auf, Und fuͤhr verklaͤrt Zum auserwaͤht⸗ ten hauf. b preis Hier und im himmel oben, GOtt ſohn, H JEſu Chriſt! Dich wil ich allzeit loben. geiſt! dein ruhm mehr und mehr. O† dreyeinger GOtt! Dir ſcy lob, preis und ehr. Erſchalle — 88 Gean 4 lehre 5 58. D du mich thun Nach deinem wolgefalle. Laß mich im herzen ſchon himmel wal⸗ heilger guter len. Dein auf ebner den. Die ſeele nim zu dir b geiſt Fuͤhr ihn ſchoͤn *9. GOtt vater dir ſeyh ſohn, HErr GOtt heilger O HErr Mel. O GOtt du frommer t. mich ahn, Und gebe daß i ² und zwar von der goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 68587 70 dich Recht ſehn und ehren feſter faſſe; Ob es die ſe⸗ kan. lligkeit Mit furcht und zit⸗ 2. Gib, daß ich ſtets tern ſchafft, Und denkt, wie geſät durch ihn Imglaubenſtaͤr⸗ leicht der tod Uns von der aht ker werde, Und jederzeit erden raffft.. inmen mich ſelbſt, Die luſt und 6. Hilf, was dahinten preacht der erde Durch ihn iſt Vom herzen zu verach⸗ uhie verleugnen mag. Laß mich ten; Und laß mich ſtets ouas vom heuchel⸗ſchein, Ver⸗ mit fleiß Nach jenem klei⸗ ae ſtellung, laulichkeit Und liſt nod trachten, Das du mtir lmt entfernet ſeyn. ſorgeſteckt. Laß JEſum in ihn 3. Laß mich, HErr!(mir allein Das wahr und em meinen gang, Mein den⸗hoͤchſte gut, Die welt ein ken, thun und dichten, Herz, eckel ſeyn. eeh augen, hand und mund 7. Was du mir aufer⸗ whwcet Nach deinem worte rich⸗ legt, Laß mich geduldig lei⸗ wher ten. Gib, daß ich jeder⸗ den. Laß mich die miſſe⸗ delch zeit Voll reiner lieb und that Mit groͤſtem ernſte de treu, Mein vater! gegen meiden, Und denken, daß, öcäle dich, Und meinen nechſten o HErr! Dir nichts ver⸗g V ſey. borgen iſt, Und daß du n Nſeh 4. Gib, daß ich uͤberall uͤberall Selbſt gegenwaͤr⸗ 1 3 ½ 8 8 * 3 3 5* “ “ 5 » . Bey jeder that bedenke, ſtig biſt. — O b ich mich auch von dir 8. Laß mich behutſ1umu Und meinem tauf⸗bund ſeyn, Daß ich dem zor ſen lenke; Ob deines namens entgehe, Und nichts als ſeuu zr ruhm Mein ſteter endzweck gen, heil, Troſt, ſchutz und bleibt; Ob mein unachtſam gnade ſehe. Laß michm herz Was fuͤndlichs denkt krruden thun, Was m und teodt⸗ c täaſig dein wort deben Seriehe nwal 5. ich mich taͤglich ich auch dadurch In ſchmach ja gutr mehr, HErr! von dir de und herzeleied. im gen laſſe: Ob auch mein 9. Hilf, daß ich ſtets auf herz dich ſtets Im glauben dich, Als meinen ſelſen baue. 1 5 685 Vondem heiligen Leben und Wandel 3* 2 baue. Dir jederzeit allein n noht und tod vertraue. Dr kenneſt, mehr als ich, Die ſorge die mich plagt, Verlaͤßt, verſaͤumſt uns nicht, Weil du es zugeſagt. 10. Laß mich hier dei⸗ nen geiſt Mit himmels⸗guͦ⸗ tern ſpeiſen, Bis ich di einſten dort Mit allen en⸗ gein preiſen Und voͤllig ruͤh⸗ men kan Fuͤr deine gutig⸗ eit, Wenn mich vor dei⸗ nem thron Dein ewig licht erfreut. 4 ch und lehrer. wir dereinſt vor deinem thron Das urtheil hoͤren ſollen.. 1 3. O heilger geiſt! der weisheit brun, Sey mei⸗ nes glaubens nehrer. Gib gluͤck und heil zu meinem thun, Sey ſtets mein troſt Thu auf den mund zu GOttes ehr, Er⸗ halt mein herz in deiner lehr, Und laß mich darnach ſtreben. 4. O heilige dreyeinig⸗ keit! Mein ſchutz in noßt ——— 8. ——— ͤͤͤZͤ“““ Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛc. 68 8 GOtt mein 3589. 8 vater mich regier, Halt mich in deiner gnade; Dein wort mich leite fuͤr und fuͤr Auf dei⸗ nem himmels pfade. O GOtt mein vater! mich bewahr Fuͤr ſolcher angſt, noht und ge e nen geiſt beſieget. ſuͤnden dur 5 4 ¹ ahr, Die mei⸗ 5 2. O JEſu Chriſte! ſteh mir bey; Mach mich von chuld⸗ beſchwerden Und fnden a chdeig tleiden rey; Laß mich nicht ſicher werden. Erbarm dich mein, * GOttes⸗ ſohn! Wenn und leiden, Ach! laß mich weder luſt noch leid Von deiner liebe ſcheiden. Be⸗ wahr' in mir, nach deiner huld, Glaub', liebe, hoff⸗ nung und geduld, Und laß mich ſelig werden. Melodey 28. — K vater herz, 90. So licht, o ben, O treuer hirt, Im manuel! Dir bin ich ein i mal uͤbergeben, Dir, dir ge⸗ hoͤret leib und ſeel. d b wil mich nicht mehr ſelber fuͤhren, Du vater! ſolt dein kind regieren; So geh mun mit mir aus und ein, nn 1¹ „)ſ11A * 3 — 5ͤ——=—— —— — 4⁰ ⁰——— enersseichen Gnaden⸗Regierung. 68) 3 8 1 1 3 1 4 8. — 3 2* 3 ¹ 2 dan keite mich in allen tritten. ich auf deine treu Und weis⸗ ſen Ich geh, erhoͤr, o HErr! heit auch im kleinſten mer⸗ mein bitten, Fuͤr mich nicht ſke, Dich liebe, lob und ruhig eſi einen ſchritt allein. ſey, Und dich in allen wal⸗ Shmn 2. Was kan dein ſchwa⸗ ten laſſe, Stets ordnung i. g ches kind vollbringen? Ohn halte, dich umfaſſe; Sonſt mun dich weiß ich jakeinen raht. fall ich, ja ſonſt lauf ich an. ua Drum ſey in groß und klei⸗ Laß mich in dir gelaſſen umin nen dingen Mir altzeit ſel⸗ bleiben, Und alles dir, mir c,br. ber raht und that. Du nichts zuſchreiben. Was Kähr wilt dich meiner ſelbſt nicht du nur thuſt, iſt wol gethan. hiwah ſchaͤmen; Und wolt ich dich 5. Du weiſt allein die 4 zu allem nehmen, So wilt beſte weiden, Und wasmr u du mir auch alles ſeyn. ſchadlich oder gut; Drum giu. Drum wol! du ſolt in al⸗laß dein ſchaͤflein alles mei⸗ ſün len ſachen Den anfang und den, Was meiner ſeele ſcha a wr das ende machen, So ſtellt den thut. Ach laß mi n e ſich lauter ſegen ein. niemals von dir irren, Mich unt 3-„Du gaͤngelſt mich; durch zerſtreuung nie ver tnif wie kan ich gleiten? Dein wirren; Es blende mich nhs wort muß ewig feſte ſtehn; kein falſcher ſchein. Das ſpricht: dein auge ſoll acht auf mich an allen en à mich leiten, Dein angeſicht den, Und trage mich auf ſ ſoll vor mir gehn, Ja deine deinen haͤnden; Sogeh ich u, güt und dein erbarmen ſicher aus und iiäm. Whoe. Soll mich mit vater⸗treu 6. Laß deinen geiſt mich w umarmen. Drumgib, daß taͤglich treiben Zum wa. htin ich recht kindlich ſey, Inſchen, ringen, ſeufzen dnge allen glaͤubig zu dir flehe, ſchreyn. Laß mir dem 1 89 Und ſtets auf deinen wil⸗ wort im herzen bleiben, lich neue treu. 4. Damit ſich nun mein nem wolgefallen In heil⸗ glaube ſtaͤrke; So gib, daß len; Von dem heiligen Leben und Wandel len; Zeuch mein herz voͤl⸗ lig zu dir hin. Gib geiſt und kraft, durch heilig le⸗ ben Dir ehre, lieb und furcht zu geben, Hut mich fuͤr kalt und lauem nichts verweilte, Was mir hie zeit und kraft verzehrt. O! daß mel eilte: Mein held um⸗ hürte du dein ſchwert, Und brich durch alle hinderniſ⸗ ſe; Ja, laß nach deinem wort die fuͤße Hinfort ge⸗ wiſſe tritte thun. Laß mich in allen wort⸗ und werken ſt ich,HErr! dein eigenthum. d klaͤrlich weiſen, t mich dein ſohn geſchenketiſt. Laß u b luem ſinn. mich in ihm dich, vater prei⸗ 7. O! daß ich mich in ich ſtets zum him⸗ rucket werden, So bleid 9. Laß deinen geiſt mir aß mir ſen, Wie du die liebe ſelber biſt. Ach! offenbar mir dei⸗ ne liebe, Und wirke doch die ich hinfort mein ganz begin⸗ nen In deiner lieb und lo⸗ be fuͤhr. mich zu leben, Der dumenn HErr und braͤutgam hiſt⸗ (Ach laß mich dir nie wider⸗ vor mein gewiſſen. La mich von keiner bosheit wiſ ſen; Vertilge, was nicht lauter heißt. Laß deinge⸗ boht mein manna werden, einem geiſt. II. So lob und lieb ich in der ſtille, Und ruh als in deinem ſchooß. Das heiſſen triebe Der reinenge⸗ genlieb in mir; Hiemiter⸗ fulle herz und ſinnen, Daßs ſtreben. Was dir in mir ent⸗ gegen iſt, Das ſtelle un 1 lieb und 10. Dir, IEſuk ſehnih —— Und fuͤll uns, IEſu! deine ch herden Mit einer ſchaͤflein trinkt aus deinett 3 kind 4 fülle, Die braut ſrht aln ſorgen — — n zwar vo ender g 5 3 tl 1 c en Gnaden⸗Regierung. 689 4 ſorgen los. Sie ſorget nur allein, in allen Dir, ihrem braͤutgam, zu gefallen, Sie ſchmuͤckt und haͤlt ſich dir bereit. Ach! heilge dir all meine ſinnen, Und zeuch mich, zeuch mich bald von hinnen Zu dir, o glanz der ewigkeit! Melodey 29. ah àr&¶ Cpein ſchoͤpfer! 4 591I. R ſteh mir bey, Sey meines lebens licht. Dein auge leite mich, Bis mir mein auge bricht. Hier leg ich herz und glieder Vor dir zum opfer nieder, Und widme meine kraͤfte Fuͤr dich und dein geſchaͤfte. Du wilt ja, daß ich deine ſey; Drum, ſchoͤpfer! ſteh mir 1 — 3. Mein troͤſter! gib mir kraft, Wenn ſich verſu chung zeigt. Regiere mei⸗ul nen geiſt, Wenn er zur welt ſich neigt. Lehr mich den ſohn erkennen, Ihn mei⸗ nen HErren nennen, Sein gnaden⸗wort verſtehen, uuu Auf ſeinen wegen gehen.. u Du biſt, der alles guteuu ſchafft, Mein troͤſter! gibuu mir kraft. 4. GOtt vater, ſohn unnd]u eiſt! Dir bin ich, was ichuuluu bin. Ach! druͤcke ſelbſt deinuuul bild Recht tief in meinenuuul ſinn. Erwaͤhle mein ge⸗ muhte Zum tempel deineruul guͤte. Verklaͤre an mir ar⸗ꝛuulu men Dein gnadenreich er⸗uuuuluu barmen. Wolmir, wen du der meine heißt, GOtt vater, ſohn und geiſt! Mel. O GOtt du frommerꝛc. Geiz allrlib. 592.) ſter GOtt: Der du mir dieſes leben, Leib, ſeele und vernunſft Aus gnaden haſt gegeben: Regiere ferner mich Durch deinen guten geiſt, Daß er in allem thun Mir kraft und lbeiſtand leiſt. Xr 2. Hilf, 1 S, 690 Vonddem heiligen leben und Wandel 2. Hilf, daß ich ſtets ein feind Der fleiſches⸗luͤſte bleibe, Hingegen emſiglich 2 Des geiſtes werke treibe, und gute ritterſchaft Aus⸗ ube; auch dabey In hoff⸗ nung immer ſtark Und feſt gegruͤndet ſey. 3. Gib, daß ich, als ein chriſt, Wie Chriſtus mich bezeige, Und herz und ohren ſtets Zu ſeiner lehre neige. Im glauben ſtaͤrke mich, Daß ich der argen welt Nicht folge, wenn ſie mich Von deinem wort abhaͤlt. 4. Entzunde du mein herz Mit deiner wahren lie⸗ be, Und gib, daß ich zugleich Am nechſten liebe uͤbe. Ver⸗ leihe mir geduld, Wenn truͤbſal bricht herein: Und hilf, daß ich im gluͤck De⸗ mühtig moͤge ſeyn. 5. Verleihe, daß ich ſtets MNach deinem reiche ringe, Aufdaß dein ſegen ſich Zu mir herunter dringe. Wer nach dem ewigen Vor allen ddingen trachtt, Der wird uuaauch wol mit dem, Was eeitlich iſt, bedacht. ſ6. Haß,/falſchheit, uͤber⸗ neben, Laß ja nicht anmir i ſeyn In meinem ganzen le. i ben. Liſt, unrecht, frevel, geiz, Und unbarmherzigkeit Sey ferne weg von mir, O GOtt! zu aller zeit. *7. Mit deiner rechten hand, HErr! wolleſt du mich leiten, Und ſchuͤtzen tag und nacht, Daß mei⸗ ne tritt'nicht gleiten. Du wolleſt meine burg, Und ſhuß in noͤhten ſeyn, Wenn ich in meinem amt Ausgehe oder ein. 8. Zulezt erloͤſe mich Von allem kreuz und leiden, Und ſol ich denn einmal Von dieſer welt abſcheiden; So ſtehe du mir bey Mit deiner gnaden⸗hand, Und fuͤhre mich hinauf Ins rech⸗ te vaterland. Mel. Nun danket alle GOtt c. it 593 Gi mir ein frommes herz, Du geber aller gaben! Das ſol mein reichthum ſeyn, Den ich begehr zu haben, Das iſt mein hoͤch⸗ ſter ruhm, Mein ſchmuck anuht, Und heucheley dar⸗ und ſchoͤnſte pracht; Denn in kromm ie i 4 * m arvon der aFiiſchen Snaden Regierung. 691 am frommſeyn wird bey GOtt lhengein hocrachtt Va V 2 Gib mir ein frommes aanee herz In allen meinen den⸗ 6ui0 ken, Wenn ſich mein eitler nen ſinn Zum boͤſen wolte len⸗ ken. Ach! ſchrecke mich an doch ab Von der gottloſen weg, Und fuͤhre mich, o GOtt! Den rechten him⸗ mels⸗ſteg. — — — — 4 * — ———.—— Se ee geen herz, Das ſich nicht laͤßt verfuͤhren. Laß deinen gu⸗ m ten geiſt Daſſelbe kraftig annih ruhren. HErr! laß mich mien, nimmermehr Auf boͤſes ſmana beyſpiel ſehn, Vielmehr mit an aller treu InChriſti ſtapfen gehn. 4. Gib mir ein frommes eh herz, Wenn ich viel boͤſes hoͤre; Daß die gewohnheit mich Nicht auch zulezt be⸗ Lanr thöre: Schleuß mir die oh⸗ ren zu, Gib deinem worte bnſen kraft, Das ſagt: du for⸗ fues derſt auch Von worten re⸗ rächen chenſchaftt. m nchun 5. Gib mir ein frommes hbat u derz, Wennich die welt be⸗ imnich trachte, Daß ich die ſuͤnden⸗ iheu luſt Und eitelkeit verachte. Es muß die ſchnoͤde welt 3. Gib mir ein frommes h Xr 2 Mit ihrer luſt vergehn; Den frommen aber bleibt Der himmel offen ſtehn. 6. Gib mir ein frommes herz, Daß ich from ſey und bleibe, Und nur was dir ge⸗ faͤlt, In meinem leben trei-x be. Heut from ſeyn, mor⸗ gen boͤs, Und ſo in wankel⸗ uuu muht Bald recht, bald un⸗ recht thun, Stuͤrzt in die ollen⸗glut.; 7. Gib mir ein frommes herz, Daß ich nicht von dir weiche, Und nicht der ſchnoͤden welt In ihren ſuͤn⸗ den gleiche. Ich trenne mich von ihr Nunmehro voͤllig ab; In meiner gottesfurcht Beharr ich bis ins grab. 8. Gib mir ein frommes herz, So wird mirs wol er⸗ gehen; Du wirſt mein bey⸗ ſtand ſeyn, Wenn ungluͤckse⸗ winde wehen. Den from⸗ men iſt ja gnad Und huffe u zugeſagt, Wenn dort die oͤſe ſchaar Verdiente ſtra⸗ fe vlagg. 9. Gib mir ein rommes herz, HErr! laß mich ſelig ſterben Und, als ein gottes⸗ kind, Das himmelreich er: erben. Im himmel wird dereinſt 4 A 5 8 602 Von dem heiligen dereinſt Die froͤmmigkeit ekroͤnt, Die dieſe boͤſe welt erlachet und verhoͤhnt. 0. Gib mir ein from⸗ mes herz: Wirſt du mir dieſes geben, So wil ich dankbar ſeyn In meinem ganzen leben; So lenk ich herz und ſinn Durch dich ſtets himmelwerts. Drum ſag ich noch einmal: Gib mir ein frommes herz. Mel. OS Ott du frommer ꝛc. V SHein GOtt! 594.. verlaß mich nicht In dieſem welt⸗getuͤm⸗ mel. Ich heb auf IEſu blut Herz, aug und hand zum himmel: In JEſu liebe mich, Vergib mir al⸗ le ſchuld, Umfaß mich, als dein kind, Mit ewger va⸗ ter⸗huld. 2. Dein name ſey gelobt, Und ewiglich geprieſen Fuͤr alles, was du mir An leib und ſeelerwieſen. Ich wil von nun an ſtets Dafuͤr dein eigen ſeyn; Ach! hie⸗ zu floͤſſe mir Geiſt kraft und leben ein. 3. Laß mich zu deinem ſten leben ſchmalen weg begeben. mich, mein hirt! Damit dein ſchwaches ſchaaf Ja nicht gefangen wird. 4. Zieh mich, mein GOtt! zu dir Durch Chri⸗ ſti tod und ſchmerzen, Und bleib mir immerdar Vor ich nicht ſuͤndige. decke meinen ſeele, ehr und ner vater⸗hand. 5. Sey mir, mein vater! troſt, Schutz, heil und alls in allen, Mein leiter, wo ich geh, Mein ſtab, um nicht zu fallen, Mein raht in mei⸗ nem thun„Mein helfer in HErr! zur Mit dei⸗ preis, Zum dienſt des nech⸗ augen und im herzen, Daß ſtand„Leib, 5 Mich nie vom eg Zum breiten Wenn ſa⸗ tan netze legt, So leite ſer fürſt Mnnirn i nayn ſicj a Uor ſinde, Weſot t de Fahn Roch * 8 * 4 4 ven 3 diſirte! ſtend t 1 bahchalh in r wo ſihanih mruee Man inando nlchenden it utte gel bel dazätt ſ 3 denr 1 1 1 b 7. Ich wil dir, vater! nun Ass kind, voll glauben trauen, Und feſt auf deine nes lebens! Wo du mich — ktu chen reden an, Die meine 19 kn, theils erbauen. und hwar von der goͤttlichen Gnaden Regierung. 6902⁰ treu, Macht, huld und wahrheit bauen. Ich wil in deiner lieb' Und Chriſti wunden ruhn. Vor, in und nach dem tod Wirſt du mir gutes thun. Mel. Chriſt unſer HErr zum zc. & GOtt mein ). ſchoͤpfer, weiſer fuͤrſt, Du vater mei ½ nicht regieren wirſt, So leb ich hie vergebens. Denn ach! ich bin auch lebend todt, Der ſuͤnde ganz erge⸗ ben. Werſich befleckt mit ſuͤnden⸗koht, Der hat das rechte leben Noch niemals recht geſehen. 2. Drum wende deine ſch gnad und treu Zu deinem armen kinde; Steh mir mit raht und ſtaͤrke bey, Da⸗ mit ich ſchand und ſuͤnde Auch ſolche worte meiden kan, Die dir, mein GOtt! zuwider, Treib mich zu ſol⸗ ſchwache bruͤder Theils ſtaͤr⸗ 3. Bewahr, o vater! mein gehoͤr; Gib daß es ſonſt nichts hoͤret, Als was mir nuͤtzet, deine ehr Uund Chriſti reich vermehret. Regier mich, ſchnoͤden laͤ⸗ ſter-gift Ja niemals an⸗ uruͤhren; Denn wen ein dlcher unraht trifft, Den pflegt er zu verfuͤhren, Und gaͤnzlich zu verderben. 4. Regiere meiner auxu gen licht, Daß ſie nichts ar⸗ es treiben; Ein unver⸗ chaͤmtes angeſicht Laß fer⸗ ne von mir bleiben; Was ehrbar iſt, was zucht erhaͤlt, Wornach die engel trach⸗ ten, Was dir beliebt und wolgefaͤllt, Das laß auch mich hoch achten, Alluͤppig keit verlachehn. 5. Behuͤte mich fuͤr welgerey, Fuͤr ſchleme⸗ men und fuͤr praſſen, Daß deine luſt mein eigen ſey, Ob andre ſie gleich haſſen. Die luſt, ſo nur das fleiſch ergetzt, Verleitet uns zur hoͤllen; Und was die welt fuͤr freude ſchaͤtzt, Pflegt ſeel und leib zu fäͤllen, J ewiglich 5 quaͤlen. 6. Gib, daß mein her Xx 3 ſonſt ſonſtnichts vegehrt Nichts hoͤret, ſieht und denket, Als was den rechten glauben nehrt, Und kraft zum gu⸗ ten ſchenket, Was uns zu jenem leben bringt, Wo man bey IEſu lebet Und ſit ßes elend einzuſehn. Laß iſ den mit den engeln heilig! ſingt/ In ewger wonne ſchwe⸗ bet, Und dich unendlich preiſet. Mel. Wer nurden lieben GOtt. Gein GOtt! 596. K du biſt an allen enden, Und alſo biſt g du auch bey mir. Ich bin und bleib in deinen haͤnden, Mein ganzes weſen haͤngt an dir. Du kenneſt meines herzens grund, Dir iſt all mein verinoͤgen kund. 2. Ol laß mich doch wol uͤberlegen, Daß ich mich nie von dir vergeh; Vielmehr voll ehrfurcht allerwegen, Als wie vor deinen augen 8 Ach! treib mich alle ſtunden an, Daß ich an dich gedenken kan. 1 ass deeſetann, d und fleiſch verlangen, Daß 16094 Von dem heiligen Leben und Wandel— ſeele glaubens⸗voll, Daß ich gaͤnte te In wahrer herzens⸗de⸗ 35 ſee Den mich vor deinem angeſich⸗ Ud muht gehn; Ich bin ja cdente um dean Pprſtt vor außer dir, mein heil! iſtſa keiner, Der mich mit raht und troſt erfreut. Dain ge u ich was hoͤſes üben ſoll; b wort macht mich volhn 4 ——— 144 Rug c. verſicht, Und ſagt mir: du Der welt, und gar des teu⸗ h net vergißt meinnicht. fels wuht. alAhhe 2. Gedenkemeiner, wenn 6. Gedenke meiner auch ait ich hore Dein ſuͤßes evan⸗ in allen, Woran ich nicht ne Pünm; Und mache mir gedenken kan, Und blick. naG die himmels⸗lehre Zu ſaft mich mit wolgefallen In en und kraft im chriſtenthum, meinem ganzen leben an. uin Daß ſo dein ſame wol ge⸗Denn giebſt du mir, wasuuä ſem aſt, lingt, Und hundertfaͤltig dir gefaͤllt, So iſts um michuu ian⸗ fruͤchte bringt. recht gut beſtelt.. Um 3. Gedenke meiner, wenn 7. Gedenke meiner, wen aeh ich bete, Und merke ſtets in ich ſterbe, Und wenn michu degot gnaden drauf; Weil ich in alle welt vergißt; Verſetze Chriſto vor dich trete, So ſchließ mir herz und ohren auf; Doch gib mir, vater! dis allein, Was mir kan gut und ſelig ſeyn. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im zorne hin. Weil ich, wie andre menſchen alle, Im fleiſche ſchwach und bloͤde bin; So foͤrdre mei⸗ nen gang und ſtand Durch kraft und ſtaͤrke deiner hand. dano. ich leide; Wen hab ich ſonſt, ats dich allein, Der, bey der menſchen haß und neide, mneg koͤnte ſeyn? Mit dir ver⸗ Imn lacht mein froher muht 8 5. Gedenke meiner, wenn Miin freund und troͤſter mich in jenes erbe, Wo du mein theil und leben biſt. Denn bleibſt du nicht ltimuu himmel mein, So moͤgt ichuuu nie geboren eninn. 8. Ich wil mich uͤber nichts betruͤben; In deine haͤnde haſt du mich Zum heil und ſegen angeſchrie ben; Drum ſieht mein hof⸗uu fen blos auf dich/ Und denkt, im glauben ungekraͤnkt, Daß mein GOtt mein im beſten denkt. b Mel. IEſu deine heilge wunden 8. G Diebſter IEſu⸗, 59 2. gnaden ſon⸗ ne, Meines herzens zuver⸗ ſicht, Meine freude, meine wonne! Ich kom vor dein Er4 ange ₰ 896 Von dem heiligen Leben und Vandel⸗ angeſicht; Ob ich ſchon ein ſuͤnder bin, Werf ich doch den muht nicht hin, Weil aich auch, als gſch und erde, Nicht von dir verſtoßen werde.. b 2. Zwar ich muß vor allen dingen, Ob ich ſchon nicht voollig kan, Dir ein ſchwa⸗ gLes dank⸗lied bringen, Daß nmdu mir viel guts gethan. Wolt ich, HErr! von jugend auf Durch den ganzen le⸗ bens lauf, Alle deine wol⸗ that zaͤhlen, Wuͤrden zeit und worte fehlen. 3 Alles was ich bin und nmhabe, Leib und ſeele, gut uund ſtand, Koͤmt, als dein geſchenk und gabe, Blos von deiner vater hand. Habe dank fuͤr deine treu, Die mir alle morgen neu: Habe dank fuͤr deinen ſegen, Woran alles heilgelegen. aA. Starke mich mit deiner gute, Vater! ferner tag und nacht. Fuͤhr mich ſelber, und behuͤte Mich durch deiner mir ſtehn, Wenn ich aus und nmeein muß gehn, Wenn ich reiſe, wache, ſchlafe, Wenn ch etwas gutes ſchaffe. engel wacht; Laß dieſelbe bey 5. Segne alle meine tha⸗ ten Durch den wehrten ſe⸗ ens-geiſt: Laß ſie taͤglich gerahten, Daß mein her dich taͤglich preiſt: Es i dein, und nicht mein werk, Drum verleih mir muht und ſtaͤrk, Stets gerade durchzugehen, Nicht auf menſchen⸗gunſt zu ſehen. wirſt mich lehren, Wie ich kluͤglich handeln ſoll, Daß mein thun zu deinen ehren Und des vaterlandes wol Immer eingerichtet ſey; Hoͤre mich, und ſteh mir bey, Daß des ſatans liſt und tucke Nie mein gutes ziel verruckee.. 7. Hilf mir meine noht buͤrd und laſt, Und ſonſtal⸗ 6. Treuer GOtt! du 43 Nnnd vli dor und plagen, Meines amtes i les freudig tragen, Was du auferleget haſt. Findet ſich n⸗ gefaͤhrlichkeit, Hinderniß, verdruß und neid; Laß mein herz ſich ja nicht quaͤlen, Sondern alles dir befehlen. 8. Dir befehl ich meine ſachen, Dir ſey alles heim⸗ geſtelli HErr! du wirſt es amit machen, Wie es dei nem raht gefaͤllt. Beich uner was ſairdoch Faer den lracen,N nenraͤhe 1o SN kh, fſa an dnuchen ron pe eiin. ud ni atwähw in aiſet —— —— ——.— — ᷣM⸗-—— —— — =— — —- 8—* — —— — — — —— — — —— —— ſehl — auch kreuz und noht herein, Scheinet es gar aus zu ſeyn; Laß mich ruhn in dei⸗ nem willen, Und damit den kummer ſtillen. 9. Muß ich auch ver⸗ ſpottung hoͤren, Werd ich hie und da verlacht; Laß dis meine ruh nicht ſtoͤh⸗ ren. Bin ich, welt! von dir veracht? Wol! mach immer was du wilt, GOtt iſt mir doch ſonn und ſchild, Wider den wil ich nicht ſprechen, Noch mich an den feinden raͤchen. 10. Sol ich hier noch laͤnger leben, Nehm ichs gern und willig an. Ich wil GOtt nicht widerſtre⸗ ben, Wenn ich ihm nur dienen kan. Drum, HErr! mach mich dir getreu, Gib geſunden leib dabey, Und ſaß mich an deinem fuͤ⸗ gen Und an deiner huld be⸗ gnuͤgen.; II. Sol ich aber bald erblaſſen, Wil ich auch zu⸗ freden ſeyn; Kan ich ſter⸗ bend dich umfaſſen, Ach! ſo ſchlaf ich froͤlich ein. Nim die ſeel in deine hand, Laß den leib im kuͤhlen awar vonder goͤttlichen Gnaden⸗Regierung. 69⸗ ſand Ruhen bis zum auf. erſtehen: Amen, vater! hoͤr mein flehen. Mel. Vater unſer im himmelr. do GENRR GOtt 599. H von großer majeſtaͤt! Dem alle welt zu dienſte ſteht, Du biſt der HErr, der alles traͤgt Was lebet, webt und ſich bewegt; Dein iſt ja reich⸗u thum, ehr und pracht, Inuuu deinne hand ſteht kraft unduuuuul macht. 2. Ich aber bin arm⁵,, blind und blos, Mein manſ gel, meine noht iſt groß; Drum bring ich mein ge⸗l beht vor dich, Erhoͤr, er⸗u hoͤr es gnaͤdiglich: Ach, ſchenke mir, o hoͤchſtes gut! Doch alles, was mir noͤh tig thut.. 3. Erleuchte mein verfin: ſtert herz, Gib wahre buße, reu und ſchmerz, Und habe, nach ſo mancher ſchuld, Noch fernerhin mit mir ge⸗ duld. Gib meinem glau⸗ ben kraft und licht, Erſetze ſelbſt, was mir gebricht. 4. Nim vater! der es einzig kan, Dich meiner ſee⸗ Xr5 ſlen 4 rein; Ja ſtehe mir, o hei⸗ land! bey, Daß ich recht fromm und glaͤubig ſey. 5. Gib mir verſtand in allem thun, Und laß mich ganz in dir beruhn. Wo mein gemuͤht im zweifel ſteht, Und gleich den kin⸗ dern, wankend geht; Da leite mich nach deinem raht that. 1 Und foͤrdere zugleich die 6. Wenn meine hand das ihre ſchafft, So gib dem oe ſtark und kraft. Erhal te mich geſund und friſch, Und ſegne nahrung, haus und tiſch. Beſchehre mir mein taͤglich brod, Und ſor⸗ ge fuͤr mich in der noht. „7. Hilf, auferleget haſt, Mir nicht zu ſchwer zu tragen ſey. Bricht meines leibes haus inzwey, So fuͤhr durch Chuin blut und pein Den mgeiſt in ſalems tempel ein. 8. Nun HErr! ich bin in deiner hand: Mein le⸗ ben, tod/ beruf und ſtand, 4 daß des lebens itz und laſt, Die du mir Mein wiſſen, wollen, re⸗ den, thun, Mein gehen, ſtehen, wachen, ruhn Be⸗ fehl ich deiner treuen hut, Mach anfang, end und mit⸗ tel gut. 1. 9. Mein GOtt! ich habe viel begehrt, Und bin doch, leider! keines wehrt; Al⸗ lein mich treibt die noht zu dir, Denn dieſes alles feh⸗ s Von dem heiligen Leben und Wandel l ſen herzlich an. Bewahle mich fuͤr heuchel⸗ſchein, und mache mem gewiſſen Sn — let mir: Drum tret ich hie z vor deinen thron, Erhoͤre i mich durch deinen ſohn: ſchrift abgethan, Und 10. Der hat die hand⸗ macht, daß ich recht beten pff kan. Sein geiſt hilft mer⸗ br ner ſchwachheit auf, Er ſg rufet: abba! merke drauf, anag Daß dis mein flehen und geſchrey Vor dir ein fuͤßer weihrauch ſey. Mekl. Aus tiefer noht ſchrey ꝛe. 600. N Err! wiedn 2ſSe ſo ſchicks mit mir Im leben und im ſterben: Zu dir a-⸗ lein ſteht mein begier, Las mich doch nicht verderben. u ki dein — — — — — Erhalte mich in deiner it huld, Sonſt wie du wilt; 9ib. * 4 3 — und zwar von dem Gewinn der Gottſeligkeit. 699 W gib nur geduld, Dein will ſſt doch der beſte. 2. Verleihe mir zucht, treu und ehr, Und luſt zu deinem worte; Behuͤte mich fuͤr falſcher lehr, Gib mir an jedem orte Was dient zu meiner ſeligkeit. Wend ab all ungerechtig⸗ keit In meinem ganzen 3. Sol ich einmal, nach deinem raht, Von dieſer welt abſcheiden; So gib mir, HErr nur deine gnad, Daß ich es thu mit freuden. Mein leib und ſeel befehl ich dir, Ein ſelig end, o HErr! gib mir Durch JE⸗ ſum Chriſtum, amen. Von dem Gewinn der Gottſeligkeit. Mel. JEſu deine heilge wunden. omt, laßt euch 22 den HErren lehren: Komt, und lernet allzumal, Welche die ſeyn, die gehoͤren Zu der rechten chriſten zahl: Sie beken⸗ nen mit dem mund, Glaͤu⸗ ben feſt vom herzen grund, Und bemuͤhen ſich darne⸗ ℳ —— —————— 4 3———— 3———— *— 1—————————— 8—— ———— 2——— —— 5 2 85——. 1. —=—— 5 4 2* 8——2— 2— 1——= 8 2 3 77 1 —— — —— — — — —— —— —— ben Guts zu thun, ſo langu ſie leben. 2. Selig ſind, die demuhtu haben, Und ſind allzeit arm im geiſt, Ruͤhmen ſich ganz keiner gaben; Daß GOtt werd allein cgepreiſt Dan ken ihm auch fuͤr und fuͤr: Denn das himmelreich ihr; GOtt wird dort zu ehren ſetzen, Die ſich ſelbſt gering hie ſchaͤtzen. 3. Selig ſind, die leiden tragen, Da ſich goͤttlich trauren findt, Die beſeut zen und beklagen Ihr und andrer leute ſuͤnd; Auch deshalben traurig gehn Oft vor GOtt mit thraͤnen 11 ſtehn: Dieſe ſollen noch auf erden, Und dann dor 3 getroͤſtet werden. 4. Selig ſind die from me herzen, Da man ſanft muht ſpuͤren kan, Welch hohn und trotz verſchmer zen, Weichen gerne jeder man, Die nicht ſuchen eig rach, Und befehlen G⸗ die ſach: Dieſe wil deß HErr ſo ſchuͤtzen, Daß ſi noch das land befitzen. . Selig ſind, die ſehnlic ſtreben Nach gerechtigkei 5 uns — —— 1700 Von dem heiligen Leben und Wandel ʒ und treu, Daß an ihrem athun und leben Nicht ge⸗ da lieben gleich und recht, Sind aufrichtig, from und ſchlecht, Geiz, betrug und mnunrecht haſſen: Die wird (Sott ſat werden laſſen. 6. Selig ſind, die aus erbarmen Sich annehmen ffremder noht, Sind mitlei⸗ dig mit den armen, Bitten treulich fuͤr ſie GOtt: Die behuͤlflich ſind mit raht, luch wo moͤglich mit der that, Werden wieder huͤlf empfangen, Und barmher⸗ eeit erlangen. t reuden. 8. Selig ſind, die friede nachen; Und drauf ſehn ohn unterlaß, Daß man nog in allen ſachen Fliehen ader, ſtreit und haß. Die walt noch unrecht ſey; Die Rahten allerſeits darzu, Sich des friedens ſelbſt be⸗ fleiſſen; Werden GOttes kinder heiſſen. dulden Schmach, verſol⸗ gung, angſt und pein, Da ie es doch nicht verſchul⸗ den, Und gerecht befunden ſeyn. Ob des kreuzes noch ſo viel, Setzet GOtt doch maaß und ziel, Und hernach wird ers belohnen Ewig mit den ehren⸗kronen. *10. HErr! regier zual⸗ len zeiten Meinen wandel hier auf erd, Daß ich ſolcher EGaller*) ſeligkeiten Auch aus gnaden faͤhig werd. Gib, daß ich mich acht ge⸗ ring, Meine klag oft vor dich bring, Sanftmuht auch an feinden uͤbe, Die gerechtig⸗ 4 keit ſtets liebe. II. Daß ich armen helf und diene, Immer hab ein reines herz: Die im unfried ſtehn, verſuͤhne, Dir an⸗ hang in freud und ſchmerz. Vater! hilf von deinem thron, Daß ich glaͤub an nes geiſtes ſtaͤrke Mich be⸗ äa ſtiſten fried und ruh, fleiſſe guter werke. 9. Selig ſind, die muͤſſen deinen ſohn, Und durch dei Mel. — ndzcar von dem Gewinn der Gotrſeligkeit. 7or Mel. Auf meinen lieben GOtt. ſen fuͤlle ſchenket, Was ihn b dn, 602 Beſegnet iſt erquickt und traͤnketr. 94 02. 1 der mann, 6. Faͤllt eine doͤrre ein, dß An dem man ſehen kan, Die ſchaͤdlich koͤnte ſeyn; , Daß er ſich GOtt ergebe, So bleibt er unbetruͤbet, h uͤndihmzuehrenlebe, Das Weil Gtr auch gnade 84 doͤſe meid und haſſe, Sich giebet, Daß er in trauer 9 aauf den HErrn verlaſſe. tagen Kan ſeine fruͤchte ri 2. Iſt nur der HErr ſein tragen. tinag licht, Troſt, heil und zuver⸗ 7. Ach JEſu, hoͤchſtes n ſicht, Wird er nur GOtt gut! Dis macht mir einen anh vertrauen, Auf ſeinen muht, Mit dir mich zull ümh ſchoͤpfer bauen; So koͤnnen verbinden. Ach! tilge mei⸗u men ſeine thaten Im ſegen wol ne ſünden, Vertreibe furchtuu . gerahten. uundzweifel, Welt, ſchnoͤde ejeul⸗ 3. AusG Olt entſyringt luſt und teufel. ͤ anm das heil, Er iſt das beſte, 8. Ich ſchwoͤre dir die ſüite theil, Das unſern geiſt be⸗ treu, Und wil hinfort aufs n gluͤcket, Die quelle, die er⸗neu Dein eigenthum ver⸗ n. aquicket, Ein hartes herz er⸗ bleiben, Und dir mich ganz ici weichet, Dem doͤrren lab⸗ verſchreiben; Halt mich in gotah ſal reichet. deinen armen Voll gute, zugtane 4. An dieſem bache ſeht⸗ voll erbarmen. egmwh Als wie ein baum, erhoͤht, 9. Ich weiß, es wird zu Wer feſt an IEſu han⸗(etzt, Die muͤh mit ruh er⸗ uma get, Und weiter nichts ver⸗ ſetzt, Wenn alles leid geen⸗ öD mea anget, Als ihm, vor an⸗ det, Wenn alle noht ge. einaid dern allen, Beſtaͤndig zu wendet; Drum gib mir, e,Aw gefallen. nach dem leiden, Dort dein ndſchin s. Man ſieht ſein wol⸗ himmels⸗freuden. 44 unb ſeyn bluͤhn, Es ſtehet friſch—— T und gruͤn. Wie kan ſein Mel. Wo GOtt der HErr ꝛc. diunpt’, ſaft veralten? GOtt ſelbſt 60 on allen men⸗ Wit. wil ihn erhalten; Und deſ⸗ 3. ſchen abge⸗ 702 Von dem heiligen Leben und Wandel wandrt Zu dir gen himmel oben, O HErr! hab ich mein herz und hand In meiner noht erhoben. Mein Gètt! ich hoff allein auf dich, Laß nicht zu ſchanden verden mich, Daß ſich mein eind nicht freuet. 2. Denn keiner wird be⸗ ſchaͤmet gehn Von denen, ie dir trauen; In deiner hut die ſicher ſtehn, Die feſte auf dich bauen: In ſchande werden die ge⸗ racht, Die deine lang⸗ muht, guͤt und macht Heil⸗ loſer weis verachten. 3. HErr zeige mir doch einen weg, Und deine echt mich lehre. Leit mich auf deiner wahrheit ſteg; Du biſt mein ruhm und hre, Mein heil und troſt, mein ſchutz und xaht; Auf 1 bare guͤt, Die vonder welt her wahret. 5. Gedenke doch hinfort nicht mehr An meiner ju⸗ gend ſuͤnde, Noch daß ich dich erzoͤrnt ſo ſehr, Wie ich es nun empfinde. Ge⸗ denke aber mein allzeit Nach deiner großen guͤtig⸗ keit Und vaͤterlichen liebe. 6. Der HErr iſt gnaͤdig, fromm und gut, Den ſuͤn⸗ der zu berichten, Der elend iſt, und buße thut Ohn heuchel⸗ſchein und dichten: Er lehrt ihn ſeinen willen rein, Schreibt ihm den gar ins herz hinein, Den rech⸗ ten weg zu wanden. 7. Des HErren weg iſt lauter treu, Und wahrheit jung und alten; Wenn ſie ihn lieben, und dabey Sein zeugniß willig halten. O deine rettung, hulf und gnad, HErr! wart ich alle ta age. 4. Gedenke der barm⸗ herzigkeit, Die mir dein wort zuſaget, Und wende malles kreuz und leid, Das mmich im herzen naget. euch deine treu dir zu ge⸗ HErr! durch deine gnad und huld Vergib mir mei⸗ namens willen. urcht ſich haͤlt, Der geht b beſte ſtraßen: 8 4 muht, Und deine wunder⸗ ne große ſchuld, Um deines ii 8. Wer in des HErren i —— ½ —— —— —— —— —— — 1 — —— —— gerne thut, was GOtt ge⸗ faͤllt, Den wird er nicht verlaſſen: Er ſegnet ihn mit in ———— ——— 2— — —— — 1 4 2—— ..—.*— — — —— — — == —— — 2— — — — — ☛ and zwar von dem Gewinn der Gottſeligkeit. 703 ſ am milder hand, Daß er kan wohnen in dem land, Und M giebt es ſeinem ſamen. 9. Wer GOTT ſtets fuͤrchtet liebt und ehrt, Wird ſein geheimniß wiſ⸗ d e ſen: Er wird den gnaden⸗ bund gelehrt, Kan reichen troſt genieſſen. Mein au⸗ ge ſieht, HErr! ſtets zu ir, Denn du wirſt meine fuͤße mir Bald aus dem netze ziehen. *10. Ach GOtt! dein antlitz zu mir kehr Durch gnaͤdiges erbarmen, Und ſchick mir huͤlf und rettung her, Mir einſamen und armen. Mein herzens⸗ angſt iſt groß und viel, Mach deren nun ein end und ziel, Fuͤhr mich aus meinen noͤhten. II. HErr! ſiehe meinen jammer an, Mein elend, ſorg und plage: Vergib die ſund, die ich gethan, Und taͤglich noch beklage: Schau meiner feinde große zahl; Bekehre die doch all⸗ duamal⸗ Die mich aus frevel aſſen. 12. Ich trau auf dich, Iſrael, erloͤſen. Sol dem, der 604 geht, In ſeinem thun und gut und recht gethan. ſtets gruͤnen muß. 3. Obſchon die winde toben, Wird er doch nicht gefaͤllt: Weil ihn der HErr von oben Mit ſtarkem arm erhaͤlt, Daß ihn kein boͤes un bewahre mich, Laß mich zu ruͤhrt; Wei GOtt ſelbſt, was ſpott nicht werden: Laßuuul ſchlecht und recht mich ſte⸗wuuul tiglich Behuͤten hier auff erden. Ich harre dein, undu bitt, o GOtt! Du wolleſt mich aus aller noht, Als uu Mel. Von GOtt wil ich nicht c.uu .ZS ohne wan-u del Auf GOttes wegen handel Nicht bey den ſuͤn⸗ dern ſteht; Trit auch nichtul auf den plan, Wo boͤſe uuuu ſpoͤtter richten, Und fre⸗uuu ventlich vernichten, Was 2. Wer GOtt vom her⸗ zen liebet, Und nimt ſein wort in acht, Sich in dem⸗ ſelben uͤbet Sowol bey tag als nacht: Iſt wie ein baum am fluß, Der ſich ſtets hoͤꝛ her ſchwinget, Und reife fruͤchte bringet; Weil e 704 BVBondem heiligen Lebenund Wandel- was er ſinnet Und durch die that beginnet, Zum gu⸗ ten ende fuͤhrt. a. Dagegen zu verach⸗ ten Sind gottsvergeſſne leut; Ihr dichten und ihr trachten Wird ſo von S6SOttzerſtreut, Wie ſpreu ein ſchneller wind Hoch in die lufte treibet, Mit aller macht zerſtaͤubet, Daßman ſie nicht mehr findt. . Zulezt bleibt der ge⸗ rechte Vor GOttes rich⸗ ter⸗thron. Die frechen ſuͤn⸗ den ⸗knechte Bekommen ih⸗ mren lohn: Ihr weg in eil nvergeht. Wer GOttes guͤte trauet: Sein antlitz ewig ſchauet, Und wol vor zit durch dei⸗ ne guͤte, Daß ich zu jeder ſtund Ja hab ein ſolch ge⸗ huͤtten dein Die wohnung dort erlangen? Auch in der chriſtlichen gemein Den ruhm noch hier empfan⸗ gen, Daß er mit glauben ſey geziert, Vom heilgen geiſte werd regiert, Und ſey ein kind der gnaden; 2. Wer ſich der reinen lehr befleißt, Und liebet die gerechten: Nicht frem⸗ inſl de guter zu ſich reißt Mit einem ſchein des rechten: Hat nie betrug in ſeinem mund, Die wahrheit ſagt vom herzen⸗grund, Und haſſet alle luͤgen. 3. Wer ſeinen nechſten u nicht verachtt, Noch aus ui, verbittrung ſchaͤndet; Kein an ungluͤck mit der zunge l macht, All ding zum be⸗ iſn ſten wendet; Und lobet(0 nicht gottloſe leut, Haͤlt 9,9 aber hoch die froͤmmigkeit, ae Und alle, die GOtt fuͤrch⸗ in ger ten. ua GO 4. Wer ſeine wort und i zuſag haͤlt, Nicht hinter⸗ liſtig ſchwoͤret, Nicht wu⸗ iſ Ferunn 7 b 6 Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. GEXR! wer 8 wird in der cher treibt mit korn und geld, Noch witwen⸗brod verzehret; Und nimmet kein geſchenke an, Zu hin⸗ lher dern und awar von dem Gewinn der Gottſeligkeit. 505 dern den gerechten mann In ſeinen guten ſachen. 5. Wer das thut, iſt ein frommer chriſt, Das mag man ſicher glaͤuben: Es wird ihn keine macht noch liſt Von ſeinem orte trei⸗ ben; Er wird beſchuͤtzt von gluͤck und ehren⸗ſtand Bis an ſein ſelig ende. 4 76. GOtt vater! hilf mir kraͤftiglich Das boͤſe uͤberwinden. O JEſu GOttes hand, Behaͤlt ſein h ſtehen, Wie die roſen muuuu der bluht. Sein geſchlechtuuul wird einher gehen Reicha gnad und GOttes gut; Wu Und was dieſen leib erhaͤlt, Wird der herrſcher aller welt Reichlich und mit vol⸗ len haͤnden Ihnen in dieuuuu aͤuſer ſenden. 3. Das gerechte thun deruu frommen Steht gewiß unnd wanket nicht: Solt auch gleich ein wetter kommen, Bleibt doch GOtt der uul Chriſt! befreye mich Von miſſethat und ſuͤnden. O heilger geiſt! durch deine lehr Ermuntre mich je mehr und mehr, Dem guten nachzuſtreben. Mel. IEſu deine heilge wunden. Dol dem, der .. 4 6 5 O 6 6 und ſcheuet Vor dem HEr⸗ ren ſeinen GOtt! Selig, der ſich herzlich freuet Zu erfuͤllen ſein geboht. Wer den hoͤchſten liebt und ehrt; Wird erfahren, wie ſich mehrt Alles, was in ſeinem leben Ihm der HErr ſein ſich fuͤrcht d Err ihr licht, Troͤſtet, uul ärket, ſchutzt und macht. Daß, nach ausgeſtandneruul nacht, Und nach dem be⸗ truͤbten weinen Freud unnd ſonne wieder ſcheinen.. 4. GOttes gnaͤdiges er⸗ barmen Bleibt den fromeuuuu men immer feſt. Woiuu em! der die noht der ar⸗u men Sichzu herzen gehen laͤſſt. Wer da niemand unrecht thut, Sondern al. b les lieb und gut; Ddem wird GOtt viel heil ver leihen, Alles thun muß ihm gedeyen. 5. Wenn die wolken werden blitzen, Wenn es 1 eine kinder werden Gott gegeben. 2. Ceß donnert in der luft; Wird K Von dem heiligen Lebenund Wandel 1 ler ohne ſorge ſitzen, Wie ein voͤglein in der kluft; Er wird bleiben ewiglich, Au wird ſein gedechtniß ſich Hier und dort auf allen ſei⸗ ten, Wie die gruͤne zweig/ ausbreiten. 6. Wenn das urgluͤck wil ankommen, Das die rohe fuͤnder plagt; Beibt der muht ihm unbenom⸗ nach wunſche gehn. Wenn es ihnen gleich verdrießt, iſ Daß der fromme gluͤck ge⸗ nießt; Bleibt es ihm doch it⸗ ſicher ſtehen, Neid und bos⸗ ſ men, Und das herz ſtets unverzagt. Unverzagt ohn angſt und pein Bleibt das herz,/ 1 5 GOtt und HErrn er⸗ giebet, Und die lieb am nechſten uͤbet. wird GOtt nach ſeinem willen Und zu rechter zeit erfuͤllen. b 8. Aber ſeines feindes freude Wirder untergehen uſehn: Denn den feinden das ſich allein Sei⸗ 9 heit muß vergehen. ne rechte halt: men helfe mannigfalt. Se⸗ gne meinen tiſch und haus, ſpott und ſchaden. — Mel. Komt her zu mir ſpricht c. ſchein, Ein kummer der ge⸗ muͤhter. und dem neide Kan es nie Daß ich wieder ſtreue aus: u Wende doch von mir aus naden Noht, verfolgung, “ ———— vortheil endlich ſeyn? Ein ſi klumpen gold, ein eitler u 2. Ein GOtt ergebner ii chriſten⸗ muht Erwaͤhlet ſich ein beſſer gut, Ein gut das nicht vergehet: Das, wenn dein ſchlacken⸗ werk zerfaͤlt Und weder fen — *9. HErr! regier mein ganzes leben, Daß ich dei⸗ e rech Daß ich herzlich gern darneben Ar⸗ uut ſi und zwar von dem Gewinn der Gottſeligkeit. 707 noch probe haͤlt, In ewig⸗ keit beſtehet. 3. Entfernt euch, guͤter dieſer zeit! Die krone der gerechtigkeit Iſt meines wunſches fuͤlle, Der jag ich weil ich lebe, nach, Durc kampf undſtreit, durch vehi und ſchmach; Und ſtehe niemals ſtille. 4. Mein leib und ſeele ruhen nicht, Weil herz und 6 wunſch dahin gericht, Das vumas kleinod zu ergreifen: Ich twin eil und laſſe niemals ab, dn. Wenn mir auch ſchrecken, b furcht und grab Die hin⸗ erniſſe haͤufen. 2 mniſit e ſch wiſet⸗ ;erſimas. ——— un 5. Bleibt, ſünden⸗kin⸗ Dau mer der! bleibet weg. Wer ſich ein iir der tugend ſchmalen ſteg detende Zur lauf⸗bahn auserſe⸗ agetan hen; Wirft alles eitle wil⸗ rjageſt n mn Un ſchſe En ſchen gewinn Mit groß⸗ d, anm muht zu verſchmaͤhen. 9 6. Zwar hemmt der ſa⸗ tan meinen lau Ddein in lig hin, Und weiß den irdi⸗ der du maͤchtig biſt, Wirſt ihre ſtaͤrke, trug und liſt Gewaltig unterdruͤcken. 7. Drum gib, daß we⸗ der furcht noch luſt, HErr! meine dir geweihte brujmpft Von deiner liebe bringe; Hilf, daß ich auch durch angſt und pein, Gehts fleiſch und blut gleich ſchmerz krone ringe. weg zum leben weiſt, In unverletztem glauben: So neid Die krone der gerech⸗ ikei„Die mir beſtitt iſt/ rauben. 6 Ach IEſu! wens erſchein t? ſol ich in der ewigkeit Den naden⸗lohn erlangen? Zerreiß, zerbrich das mar⸗ rnd aubm fleiſch iſt traͤg und haͤlt mich 5 mauf, Die welt wil mich waͤrs auch heute noch, In meiner krone prangen. Yy 2 rV. Von beruͤcken: Allein, HErr! 8. Erhalte mich durchul deinen geiſt, Der mir den wird mir weder ſtreit nochu int die zeit? Wenn ker⸗joch, Und laß mich,ilul 8 120s8 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Sugenden IV. Von dem heiligen Leben und chriſtlichen 3 2 d und zwar 1e nu Von der wahren Weisheit und Erkentniß ir tyl ttes. eai Von der natuͤrlichen Erkent⸗ frey, Daß ſonſt kein GOtt 4) niß GOrtes.„und herrſcher ſey Als du, de d Mel. Es iſt gewißlich ander zeit. den wir verehren. IErr GOtt! 4. Ach! aber ach! wie a 608. oh du biſt von ſchrecklich blind Sind men⸗ 6 uewigkeit, Und bleibeſt ſon⸗ ſchen, die doch ſehen.„Achl! der ende; Die welt ſo groß, menſchen, die vernünfts oih das meer ſo breit Sind ſind, Verleugnen dich un werke deiner haͤnde. Des ſchmaͤhen: Es iſt kein in gnſ himmels bau, der erden GOtt, es iſt kein GOtt. ig nng laſt, Und was du, HErr! Verdamtes wort verfluch⸗ 1 geſchaffen haſt, Lehrt uns terſpott! Der aus der hol ein weſen kennen. ſentſpringet. 2. Du biſt voll glanz 5. Verkehrte thoren diee unnd majeſtaͤt, Voll herr⸗ ſer welt, Ihr GOtts⸗ver⸗ lichkeit und ſtaͤrke. Wer geß 1 deine groͤſſe nicht verſteht, ſtrick gefangen haͤlt, Ach Dem zeigen deine werke, andert euch noch heute! Er⸗ſ Daß du ein HErr der her⸗ kennet GOtt, jezt 1 ts gu ren biſt, Daß deine macht zeit, Sonſt muͤßt ihr ihnin unendlich iſt Im himmel ewigkeit Mit quahl und und auf erden. pein erkenen. ü 3. Ich ehre dich in ſol: 6. Es zeigt euch ja der iſt cher pracht Im herzen und ſinnen licht, Was doch der ah mit worten; Mein geiſt wahn beſtreitet. Werhat i nmerweget tag und nacht das erdreich zugericht, Den ui Dein heil an allen orten: hunme ausgebreitet? Wer i Mein mund bekennet jedem hat der ſternen grofesſ er/ — — nühmde ich dich vater nennen, Und die eitelkeit verſchmaͤhn; Die mir ſeelen⸗netze ſtellt; So kan ich mein heil der ſeelen, IEſum, finden und erwählen. 4. Nun mein licht! ich ſeh viel maͤngel Und viel fefteriiß bey mir; Sende eines bundes engel, Die⸗ ſer leite mich zu dir: Dein geiſt ſtaͤrke mein bemuͤhn, Mich dem ſchatten zu ent⸗ ziehn, Hier das licht ſchon u erblicken, Das mich ewig ſol erquicken. Mel. HErr GOtt der du ꝛc. K GOtt, mein 610. 8 vater und mein HErr, Du brunquell aller gaben! Du bauteſt himmel, erd und meer, Und was ſie in ſich haben. Zu⸗ letzt hat deine wunder⸗ macht Den menſchen ſelbſt hervor gebracht; Und dei⸗ ne weisheit wolte, Daß er auf erden weit und breit Mitt heiliger gerechtigkeit und weisheit herrſchen 6 So entſag ich dieſer welt, oh 1 1 1 1 dud,b fen lben Lem en i diin! ſ efallt, was dein geboht i Von uns erfordert, weiſer 6 7 GOtt! Weiß man durch ſi tn. I 1 dn Daß ſie, o m ute vater! fuͤr und fuͤr In mei⸗ funnef nem herzen wohne. Ver⸗ i wirf mich in dem jammer⸗ b Wet thal Doch nicht aus deiner i ſinm kinder zahl: Ich bin dein i gfſ knecht geboren. Ich bin ein ſchwaches menſchen⸗ kind, Deß tage boͤſ und nen ſind, Deß weisheit laͤngſt ine verloren. 4. Gib, daß ſie mir in dieſer welt Stets helfe thun und rahten, Mich lehre, was dir wolgefaͤllt, Und mich in allen thaten So fuͤhre, daß ich jederzeit/ Durch ehr und ſchmach, voll freudigkeit Auf deinem — — —— 8 — — — ——— ——— ſolte. 2. HErr! dieſe weisheit wege gehe. Dein geiſt der aagen weis⸗ 11 u.z. von der wahren Weisheit u. Erkentniß GSttes. 1 weisheit leite mich; So irr⸗ ich nicht, bis daß ich dich In jenem leben ſehe. 53. Kein ſterblicher weiß ceme deinen raht, Kein menſch 5. weiß dein beginnen; Und was dein ſinn beſhloſfen hat, Begreifen keine ſin⸗ nen. Des menſchen thun iſt wandelbar, Sein raht und anſchlag voll gefahr, Das herz beſchwert mit ſuͤnden: Wir koͤnnen, was auf erden geht, Und was uns unter haͤnden ſteht, Kaum treffen und ergruͤn⸗ en. 6. Wer wil denn nun, was himmliſch iſt, O HPrr. erforſchen koͤnnen? Wer wil, was, HErr! dein matd raht beſchließt, Erfahren und benennen? Es ſey denn, daß du weisheit giebſt, Und ſendeſt denen, die du liebſt, ri Den lehrer aus der hoͤhe, 3u lernen, was auf die⸗ ſe 6 ſer welt Aufrichtig iſt, und na dir gefaͤllt, Und ſo ins le⸗ ben gehe. 7. Drum wende dich, an mein GOtt! zu mir, Er⸗ hoͤre dis mein flehen; Laß deine weisheit fuͤr und fuͤr ich im 3 In, um und bey mir ſteæuu hen. Gib, daß ſie ſtets mein herz regiert, Damit mich nichts von dir verfuͤhrt, Damit ich dich recht ken⸗ ne, Dich liebe, und dich fort und fort, HErr! mei⸗ nen vater, ſchutz und hort, Raht, troſt und heilad nenne. Mel. Wer nur den lieben GOtt. b b 3 r H ein GOTT!u X Il.§ 6 du wohnſt in einem lichte, Dahin zwar niemand kommen kan;uu Doch zeigſt du uns dein an⸗ geſichte Im worte deiner wahrheit an. Durch die⸗ ſes licht ſeh ich dein licht, Und ſnde troſt und unter richt. 2. Befrey mich von den finſterniſſen, Die im ver⸗uu ſtand und willen ſeyn, Dus aug und herz ſich oͤffnen muͤſſen Bey deinem hellenuu gnaden ſchein. Nim alleu blindheit von mir hin, Das geiſt erleuchtet bin.. . Ich kan dich von na⸗ tur nicht kennen, Weil lau⸗ ter thorheit in mir ſteckt; Drum laß dein licht im Yy 4 her⸗ 47 1 8 herzen brennen, Daß mir es deinen glanz entdeckt, munnd, durch den ſtrahl der 9 herrlichkei„Mein herz zu deinem tempel weiht. 4. Dein wort ſey mir ein licht im glauben, Das mich zum wahren lichte fuͤhrt. Laß mir doch keinen irrthum rauben, Was mir ein ewig heil gebiert. Kein ſchwindel geiſt verfuhre mich, Kein zweifel ſey mir hinderliia. . Gib, daß ich JEſum mit dem munde Und mit der that bekennen mag; So legt der glaub im her⸗ zzen grunde Sich auch durch werke an den tag. Leg mir ein ſolch erkentniß beh, Dar immerfort leben⸗ ig ſey 6. Und, wenn ich dich als vater kenne, Laß mich kein kind des lichtes ſeyn. So oft ich meinen IEſum nenne, Druͤck mir ſein bild ins herz hinein. Ich glaͤub an deinen heigen geiſt, Drum gib, daß er mein mfuͤhrer heit. 7. Leg mir in deines wortes lichte Erkentniß dei⸗ K 8 6 ½ 4 4 nes willens bey, Daß ich kein baum, der ohne fruͤch⸗ te, Kein ſchein, der ohne weſen ſey. So thu ich denn mit allem fleiß, Was ich nach deinem willen 8. Laß dein erkentniß mir im leiden Ein brunn⸗ quell wahres troſtes ſeyn. Und ſcheinſt du gleich von mir zu ſcheiden, Verbirgſt du deines lichtes ſchein; So hab ich dich doch ſchon erkant, Du ſchlaͤgſt und heilſt mit einer hand. 9. Zwar mein erkentniß iſt auf erden Noch ſtets angeſicht zu angeſicht. trennen; bekent, Sey ewigli dir getrent. voll unvollkommenheit: Dort aber wird es herrlich werden, In der vollkom⸗ nen ewigkeit; Da leuchtet mir der klarheit licht Von 10. Indeſſen laß mich dich erkennen, Und kuͤnftig weder noht noch tod Von deiner hellen wahrheit Dieweil dein wort mit ſchrecken droht, Wer dich erkent und nicht ch von 772 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Lugenden —— — — — — — 2 un zuſte gdauben 46 ——— ——=— —— ——2½ — 8 ———— ——— — —== ——— ſtagmd erhn nen ceni N ß komnni. irdebe de üter „Att zeit litao ugſt, ſen lnc Andime gerechten. 9 och nn ch. entfliehen en net, welcher tag Ihn wird ur grube ziehen? Dis ſſe L u.z. von der wahren Weisheit u. Erkentniß GOttes. 713 1 Mel. Es iſt das heiluns kommen. 612 Ib menſchen klug und wei⸗ ſ ſeyn, Es hoch dadurch zu ringen; Ob ihr verſtand ſchon ungemein In welt⸗ geſinten dingen; So ſagt doch ein erleuchter chriſt: Die rechte wahre klug⸗ heit iſt Die klugheit der 2. Wer nur auf GOt⸗ tes gnade ſieht, Und ſucht darin zu ſtehen; Wer ſich im glauben ſtets bemuͤht, Den weg mit luſt zu gehen, Den Chriſti wort und leben weiſt; Ein ſolcher lebens⸗ wandel heißt Die klugheit der gerechten. 3. Laß alle klugheit die⸗ ſer welt Sich insgeſamt verbinden; Sie macht ein herz, das GOtt misfaͤllt, Dennoch nicht rein von ſuͤn⸗ den: Dis große wertk dage⸗ gen thut, Durch Chriſti IEſu theures blut, Die klugheit der gerechten. 4. Wer ſo klug, daß er vermag Dem tode zu ? Ja wer erken⸗ heit der gerechten. macht, daß er in aͤngſten b bleibt; Doch dieſe todes⸗ furcht vertreibt Die klug 5. Wie denkt die klug⸗ heit dieſer zeit So ſchle ͤ„t an tod und ſterben? Wie ſchlecht ſucht ſie die ewiguulul keit Der ſel gen zu ererben Viel groͤſſern troſt, viell beſſern raht, Und ein ge⸗u wiſſes erbtheil hat Die klug⸗uuul heit der gerechten. 6. GOtt! mache mich gerecht und klug, Nach dei⸗nll ner großen guͤte, Damit ich mich fuͤr ſelbſt⸗ betrug Bey welt und fleiſche huͤte, Und ſetze, nach vollbrach tem lauf, Mir dort in jenem leben auf Die krone der gerechten. — Mel. JEſu deine heilge wunden. Ar range welt!u 613. Nf lit weinem D wiſſen, Das du jetzt ſo hoch gebracht; Ich kan deine weisheit miſſen, Die mehr welt als himmel achtt. Meines IEſu kreuz und pein Sol mein liebſtes wiſ⸗ en ſeyn: Weiß ich das im Yy 5 wah⸗ 5 — 1 714 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden wahren glauben, Wer wil mir den himmel xauben? 2. Andre moͤgen weis⸗ yeit nennen, Was hier in die augen faͤllt; Ob ſie den chon nicht erkennen, Deſ⸗ ol Chriſti tod und pein Meine kunſt und weisheit ſeyn; Das geheimniß ſei⸗ ner liebe Iſt/ wo ich mein wiſſen uͤbe. 3. Schaͤrft, ihr menſchen! eure ſinnen Nur in liſt und eitelkeit; Sucht nur ehre u gewinnen Bey den gro⸗ zen dieſer zeit: Ich nur denke jener ſchmach Mei⸗ Weil es chriſten nicht ge⸗ ziemet, Daß man ſich des eitlen ruͤhmet. b a. Ich wil andern ger⸗ ne onnen, Wen ſie hurtig und geſchickt Große ſchaͤtze ſamlten koͤnnen, Und wenn ihnen alles gluͤckt: Denn mein reichthum, gluͤck und der heil; ſo uͤberwinden. 5. Ey ſo kom, mei terweiſe mich: Dir wil ich ſcho fen weisheit alles haͤlt: Mir h nes JEſu ernſtlich nach; mtheil Iſt der armen ſuͤn⸗ ; Dis kan ich in JEſu finden, Und die welt nwah⸗ mich ganz ergeben, Daß ich ſonſt nichts weiß gls dich. Allerliebſte wiſſen⸗ ſchaft! Ach! beweiſe deine ſkraft, Daß ich einzig an dir hange Und nichts, als nur dich, verlange. 6. Weiß ich keinen troſt auf erden, Klagt mich mein gewiſſen an, Wil mir angſt und bange werden, Iſt nichts, das mir helfen kan, Druͤckt mich des geſetzes joch; So erinnre du mich doch, Daß, da du fuͤr mich geſtorben, Du mir gnad und heil erworben. 7. JEſu! in finſterniſſen, Sey mein troſt in todes⸗ſchmerz. Laß mir deinen tod und pem/ Immer im gemuͤhte ſeyn/ Daß es glaubens⸗voll be⸗ denket, Wie du mir dich ſelbſt geſchenket. 8. Endlich, wenn des todes grauen Alles wiſſen von mir treibt; So laß ———— —— ͤ en Der mir einſten ewig mees leben! Kom und un⸗ bleibt; IEſu leiden, ka 2. JEſu! pflanze dieſes wiſſen Taͤglich tiefer in mein herz, Sey mein licht — — mich den troſt noch ſchau⸗ d ki — — — — — —— ——— — — — — — 1 9 feinn d gtmioni ümrant wein i ir ſeſnſc, hinfort die weisheit liebt ſpuͤre nun, Daß mein und . Es ſteht in keines men u.z. von der wahren Weisheit u. Erkentniß GOttes. 71 und pein Sol mein letztes wiſſen ſeyn. JEſul hilf werd ins werk gebracht, mir das vollbringen So wil ich dir dort lobſingen. heren. 2. Die weisheit iſt die hoͤchſte zier, Doch hab ich wenig luſt zu ihr: Viel⸗ mehr hab ich belieben Zur eitelkeit der ſchnoͤden welt, Darinnen mich zu uͤben. 3. Ich bin zum guten traͤg und blind, Vergib mir, vater! ſolche ſuͤnd: Erleuch⸗ te mein gemuͤhte, Daß es Und ſucht von deiner guͤte. 4. Denn ich erkenn und aller menſchen thun, All gluͤkk und aller ſegen Bey dir beſteht, wer ihn da ſucht, Der geht auf rechten wegen ſchen macht, Daß ſein rahtu Daß er ſich deſſen freue Des hoͤchſten raht macht ganz allein, Daß menſchen raht gede. 6. Oft denkt der menſch in ſeinem muht: Dis oderuu jenes ſey ihm gut; Und iſt doch nicht getroffen. Oftu meinet er, daß ſchaͤdlich ſey 1 Worauf er ſolte hoffern. 7. So faͤngt auch man⸗ cher weiſer mann Ein wer oft ſtark und eifrig an, Undduuu bringts doch nicht zum ſta.uu de: Er meint, daß er ga⸗ nur auf ſande. 1 8. Obgleich ein menſch ſonſt weisheit hat; So weiß er doch nicht GOttes erwaͤhlet; Der irdſche leib beſchwert den geiſt, Daß eru gar leichtlich fehlet. feſt gebaut, Und ſteht doch raht, Noch was der aus 9. Drum gib mir, GOtt das edle licht, Das ſich von deinem angeſicht In from me ſeelen ſtrecket; Aufdaß in mir durch deine kraft Die weisheit werd erwecket. 4 4 1 „ 2* 1 10. Verleih, o Hrrt e16 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden daß ich zu dir Mein herz in meinen ſchranken bleib; nag richten fuͤr und fuͤr, Und mich zu dem begueme, So oft ich was anfange; Was mir obliegt in meix- uind daß ich denn aus gna⸗ nem amt, Daß ich mich deß 4 den auch Den raht von dir annehnme. rlange..... 16. Gib, daß ich waͤg all 5 11. Gib mir verſtaͤndniß meine wort. Stets un⸗ fulend — aus der hoͤh, Und daß ich terſcheide zeit und ort Bey Gan nimmermeht beſteh Auf allem thun und laſſen: a eignem ſinn und willen: Wenn ſich auch giebt ge⸗ Ral Laß mich ja nicht, was du legenheit, Daß ich ſie recht penen, nicht wilt, Begehren zu er⸗ mag faſen. ſmaufde fuͤllen. 17. Das finſtre laß mich bn 12. Hilf, daß mein herz nicht zum licht, Das licht wider zu jeder zeit Zuvor gern ho⸗ zum finſtern machen nicht: do mau ret andre leut, Und alls wol Hilf, daß ich ehrlich handle, i uunterſcheidet, Die geiſter In allem thun bis an mein Neſkſ pruͤft, ihr herz erkennt Was end Aufrichtig vor dir du l nr kan ſchaden, meidet. wandle. 13. Iſts werk von dir, 18. GOtt vater in dem fu, o gib mir gluͤck; Iſts wi⸗ hoͤchſten thron! Gib mir i 385 dder dich, ſo treibs ſuru, durch Chriſtum deinen ſohn tsſtd Und aͤndre meine ſinnen; Des geiſtes gute gaben: annſe Was dir misfaͤllt, laß von Daß ich dadurch in allem iolan ſich ſelbſt Ohn nachtheil mag Die rechte weisheit l bin ur zerrinnen. haben. 14. Was ich thun und Von der Erhebung des ——— —: —— —— — —— ichten andern mit tahriülope Ser herz Herzens ʒu GOtt durch ſa auch dazu wende, Daß ichs Andacht und gute ar umdarauf mit ihrer huͤlf Auch betrachtungen. 4 vald nachwunſchvollende. Mel. Herr IEſu Chrite. 5. Den ſtolz und vor⸗( K ein JESul, ii von mir treib, Daß ich 615. H achlich nahe 9 den und zwar vonder Erhebung des Herzens zu GOtt. 7rNg ken lit. mich Mit furcht zu deinem ſtille, Wo GOtt allein zuuuu baun, throne, Ich, der ich ſchwach gegen iſt, Wo unſer her Atm. und jaͤmmerlich In Kedars in ſeiner fuͤlle Der ſuͤßen chmciz huͤtten(a) wohne: Laß einſamkeit genießt! Da mich auf deinem rauch⸗al⸗ ſchmeckt man in zufrieden ichwg tar Kein fremdes feuer hent Des hoͤchſten guͤt und Suu bringen dar, Das mich ver⸗ freundlichkeit.. mdong zehren moͤgte. 7172. Wol dem, der ſtetsin und di 2. Laß immer eine rei⸗ GOttes ſchranken Geiſt) ch x ne glut In meinem herzen herz und ſinnen halten kanz Zihmt brennen; Inwahrem glau⸗ Der ſchwinget ſich mit den V ben auf dein blut Dich mei⸗ gedanken, In heilger luſt ſttelzn nen heiland nennen, Und ſum immel an; Der t, dith weeil der ſatan maͤchtig iſt; ſchmecket ſchon in dieſer nabaug. So mach mich immerdar ſen Des himmels reiche hrchiwh, gerüſt⸗ Ihm ſtark zu wi⸗ ſuͤßigkeiit. taam derſtehen. 3. Was haͤngt man doch tit wi 3. Ein reines opfer laß an eitler erden, Und denkt mich dir, So lang ich lebe, bald da, bald dort hinaus watiw bringen, In unſchuld, treu Ihr, die ihr wollet ſelig ni Gt und glaubens⸗ zier Viel werden! Gedenket doch au 1 mdenin andachts lieder ſingen. Er⸗ jenes haus, Das GOttes aur te halt mein herz bey dieſem huld fuͤr euch erbaut, Und Iwhuch ſinn, So lang ich hier noch das ihr jezt im glauben G un wallend bin; Dort wird ſchaut. ahn ucſh es beſſer werden. 4. Verſchlieht das herz — a) d. i. unter den gottloſen den eiteln ſinnen, Laßt ihre chedungde Pſ. 120, 5. die von Iſmaels wuht nicht meiſter ſeyn GDau geſchlechte und bosheit ſind. Laßt euch die luͤſte nicht und gi 1. B. Moſ. 2, 13. hewinnen⸗ Und haltet die tungn Mel. den le⸗t begierden ein. Schweift 8 G16. Kr e ſns n waucas end ſi es in der thum. 9 616. 5. Er. ns Vondem heiligen Leben und ehriſtlichen Tugenden 5. Ergetzet euch an gei⸗ ſtes⸗ſchatzen, Die ſchoͤn und unvergaͤnglich ſind, Die euren geiſt in ruhe ſetzen, Als der da volle gnuge ndt. Geht ſelbſt in euer herz hinein, Und ſamlet lauter gutes ein. 6. Mein GOtt! eroͤffne mmir die pforten, Fuͤhr mich in deinen liebes⸗ſaal: Ich habe luſt zu deinen wor⸗ en, Denn dieſe ſtillen alle uahl. Kom, nahe dich, Ig allen ſchmerz Und oͤffne arr jezt ſchrift und herz. 7. Meinglaube ſieht den immel offen, Der mich lich kan znad und leben hof⸗ en, Ob ſturm und wetter uf mich geht. Wer ſich ndir vergnuͤgen kan, Sieht zwelt und pracht veraͤchtlich n. 8. Ich wil mich von der velt entfernen; Weg ſchno⸗ er eitelkeiten wuſt! Hin⸗ uf, mein herz! hinau unſternen. Mein JEſu! u biſt meine luſt. Wie uuellig geht die zeit dahin, ereits zu dir erhoͤht, Wo Mel. Komt her zu mir ſpricht ꝛc. 617. Denn wir des I.— hoͤchſten freundlichkeit Mit herzens luſt in dieſer zeit Zu ſehn, zu ſchmecken denken; So muͤſſen wir herz, muht und ſinn Ganz von der welt zum himmelhin, Zu GOtt und IEſu lenken. 1 2. Gluͤckſelig iſt, wer ſei⸗ nen geiſt Der eitelkeit mit macht entreißt; Er lebt in fried und freuden. Wer aber in der erde wuͤhlt, Und nur den trieb zum eitlen fuͤhlt, Spuͤrt nichts als ſorg und leiden. 3. Drum richt ich auch verſtand und herz Zu mei⸗ nem JEſu himmelwerts, Der iſt, was mich ergetzet: So daß mein geiſt ganz ungeſtoͤrt Nur Seſt m ſchmecket, ſieht und hoͤrt, Der mich in wonne ſetzet. ſu! ſelbſt von dem, f welt und fleiſche angenehm; Und fuͤlle mein gemuͤhte Wenn ich mit dir alleine dir erfrent, Mit ſtroͤmen deiner gute. 4. Ja zeuch mich, e Mit deines geiſtes ſuͤßig⸗ keit, Mit dem was michin t 5. Jch 4 m imn, hab denthume eageneh d ric d. 3 —— ——, —— — ——— wil gern dein ſchuͤler ſeyn. 7und zwar von der Erhebung des Herzens zu GOtt. 77 .5. Ich ſeh oft ſehnlich in dede, 6. geh auf er⸗ den, wie es geh: Kan dich h mein glaube ſehen; So acht ich keine luſt der welt, Weil ſie mein herz fuͤr nichtig haͤlt; Nach dir, Härr geht mein flehen. 6. Denn wird von dir mein matter geiſt Mit le⸗ bens manna nur geſpeiſt, Wil ich an nichts ſonſt den⸗ ken; Ich wil dir ſeele, muht und ſinn, Samt allem was ich hab und bin, Zum ei⸗ genthume ſchenken. b „7. Ach, theurer IEſu! hoͤre mich, Gib mir ein ſol⸗ ches herz, daß ich Doch ſonſt von nichts mag wiſſen, Als nur von dem, was dir gefällt; Laß mich der ei⸗ telkeit der welt Nur voͤllig ſeyn entriſſen. Mel. Werde munter mein ꝛc. 618. 9 denn dein knecht hoͤret, Herz und ohr iſt aufgethan. Was mich deine ſtimme lehret, Nimt mein geiſt begierig an. Gib mir deinen willen ein, J Dede, HERR! h chſdringen Und gewuͤnſchte Nuͤhre mich in deiner leh⸗u re, Daß ich wie ein juͤnger re. 2. Rede, HErr! durch deine ſchriften In des her⸗u zens grund hinein. Laß mich hier auf zions triften Unter deinen bhnten ſeyn: Dieſe weide macht mich ſat, Wenn die ſeele ſchwach und matt, Daß ich neue kraͤfte kriege, Und, alsadler, aufwerts fliege. 3. Rede, HErr! durchu mein gewiſſen, Weck esu doch mit ſchrecken auf;u Reiß mich aus den finſter⸗ 1 niſſen, Hemme meinen ſüͤun den⸗lauf; Wenn ſich das gewiſſen regt, Wird die osheit abgelegt. Weck es 1 1 auf, damit ich kaͤmpfe Uunduu der ſuͤnden anfall dampfe.uuuuu 4. Rede, HErr! durchu deine knechte, Die im hei⸗ ligthume ſtehn; Denn du ort man deine rechteg Wornach wir zum himmel gehn⸗ Doch, wenn man dieſelben hoͤrt, Sey du ſelbſt, der uns bekehrt; Laß dein wort das herz durch⸗ fruͤchte bringen.; 3. Rede, 5—— 3 . Rede, HErr! und gib anuns allen Deinen guten 1 geiſt dabey, Der, wenn uns dein wort entfallen, Unſer treuer lehrer ſey. Dieſer macht das herz gewiß, Und erinnert alles dein theures wort zuſaget, Wenn das herz im zwei⸗ fel fraget. 6. Rede, HErr! und laß uns hoͤren, Daß dein alle, die ihn ſtoͤhren, Steh Sprich uns muht und le⸗ ben ein, Wenn wir in be⸗ 4 deengnif ſeyn. Laß uns freud und wonne hoͤren, Wenn ſich welt und hoͤll empoͤren. 1 77. Rede, HErr! ich ha⸗ be ferner Mit der welt nichts mehr zu thun; Ih⸗ re reden ſind wie doͤrner, Ach!: wer kan auf ſolchen ruhn? Dein wort iſt, was troſtreich klingt, Und voll rraft ins herze dringt. Weg, mwwmas unſre ruhe ſtoͤhret. Rede, HErr! denn mrnecht hoͤret. dein is, Was uns, vater! kraͤftig bey; volk in friede ſey: Wider Von der Fu 720 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden rcht Gottes. Melodey 30. 619. F rhabne maje⸗ ſtaͤt, An macht und ſtaͤrke reich! Wer iſt dir an gewalt himmel gleich welt und In „ Vor dir erbebet hoͤll und welt; Und was dein arm umſchloſſen häl„Muß deinen ſcepter ſcheuen, Und ſich mit zit⸗ tern freuen. 2. Du haſt durch deine kraft Den himmel ausge⸗ ſtreckt, Die erde feſt ge⸗ ſetzt, Der ſee ein ziel Dein wort beweg ge grund, Und ſtuͤrzt ſien des meeres ſchlund. Wilt du zur ſtrafe ziehen, So kan gefte kein menſch entfliehen. 3. Wir alle ſind dein p werke deiner thon Und hand; Leib, ſeele, gut und blut Haſt du uns zuge⸗ wandt. Du ſchreibſt dem menſchlichen geſchlecht Ge⸗ ſetze vor mit hoͤchſtemrecht, Und kanſt ſein thun und denken, Wie dirs beliebt, umſchraͤnken. 4. Gib meiner ſelt dis ſns O GOtt! dein goͤttli lich er ber⸗ rzt ſiein iht. 4 — — eſgen du — = — — == —,——— — — —— 5 e. rr 58 — — — —— ———— — — e wardon der Jurcht SOktes. 722 licht, Und unterweiſe mich, O HERR! von meiner pflicht; Bis du mich uͤber⸗ zeuget haſt, Wie hoch ich, ddeiner erden gaſt, Verbun⸗ ae den, deinen willen Gehor⸗ ſam zu erfuͤllen. 5. Praͤg deine gegen⸗ wart, HErr! den gedanken ein, Laß mich im dunkeln auch Dein helles auge in ſcheun. Erinnere mich dei⸗ ner macht, Und jener pein der langen nacht, Wenn ich eswolte wagen, Gehorſam eſe zu verſagen. 6. Doch gib, daß meine uw furcht Vor dir nicht knech⸗ im tiſch ſey; Befreye mein ge⸗ üt muͤht Von zwang und heu⸗ ſhe ein cheley. Schenk einen kind⸗ llich freyen geiſt, Der wil⸗ n lig thut, was du ihn heißt, mut Und der, bey reiner liebe, 6 Sich im gehorſam uͤbe. „7. Laß, ſchoͤpfer! dieſe furcht Vor deiner majeſtaͤt Den guͤldnen zuͤgel ſeyn, Darin mein wille geht: Halt ihn damit auf rech⸗ ter bahn, Treib ihn zu allen guten an; Sowird in dem ſewiſſen Sich fried und freude kuͤſſen. lich lag die furcht auch ki ſeyn, Und ihn in mir das me, Was, Hrr] vor dir Mel. Wer nur den lieben GOtt.j 650&ILCßein GOtt! meinem leben Dich ſt vor augen haben ſol; Wirſt du mir auch ein herze ge. ben, Dasdeiner furcht und liebe voll: Denn ſol mei chriſtenthum beſtehn, Muß he und furcht beyſammen gehn. 2. Laß deine furcht bey thun und denken Den an⸗ fang aller weisheit ſeyn, Und mich auf ſolche wege uuuul lenken, Die ſicher, heiligt gut und rein. Denn fuͤrch⸗ 4. Gr herzen nehme, Daß du all gegenwaͤrtig biſt; Und das zu thun mich hut und ſchaͤ⸗ ein eets daß ich ſtets zu u 722 Von dem heiligen Leben undchriſtlichen Tugenden nl ameein greuel iſt; Ja deine furcht bewahre mich Fuͤr allen ſuͤnden gegen dich. 5. Laß mich vor deinem zorn erbeben, Und wirke wahre buß in mir. Laß mich in furcht und ſorgen leben, Daß ich die gnade nmicht verlier, Die mich, der ich vollmiſſethat, Mit lang⸗ muht noch ertragen hat. 65. Erhalt in mir ein gut gewiſſen, Das weder welt noch teufel ſcheut. Wehr allen ſchnoͤden hinderniſſen, Nim weg des fleiſches bloͤ⸗ digkeit; Daß keine men⸗ ſchen furcht mich ſchreckt, erweckt. . Hilf, daß ich immer alſo wandle, Daß deine furcht mein leitſtern ſey; Damit ich allzeit redlich andle, Nichts thu zum ſchein aus heucheley. Ich weiß, du ſiehſt ins herz hin⸗ ein. Nichts kan vor dir verborgen ſeny. 8. Doch laß mich keine truͤbſal ſcheuen: Durch kreuz und widerwaͤrtigkeit Noch je, unrecht zu thun, wenig kan ich dich Doch Muß wahre gottesfurcht t Nr . w f En ſeiner zeit. Drum gib mir ei⸗ nen tapfern ſinn, Wenn ich in furcht und hoffnung bin. 9. Laß mich mein GOtt! mit furcht und zittern Stets ſchaffen meine ſelig⸗ keit, Und deinen geiſt ja nie erbittern Durch eigenſiyn und ſicherheit. Ach! ſtelle mir die hoͤlle fur, Daß ich teiter den himmel nicht verlier. ifung 10. In deiner furchtlaß mich auch ſterben„ So ſi fuͤrcht ich weder tod noch get grab; Da werd ich die ver⸗ äͤneden heiſſung erben, Die mir„Wi dein wort aus gnaden gab: aa Die gottesfurcht bringt ſt⸗ G gen ein, Ihr lohn wird eine 8 krone ſeny. agſ, J gaaͤdigſter Gal. 2 ee d O Pußß 1 , 6 8 7 — —— — — — — — — — — — =— —== vater aller treu! Ach hoͤr, izt klag ich armer Voll ſeuf en zen, ſchmerz und reu, So herzlich ich auch wolte, So fuͤrchten, wie ich ſolte: Er⸗ barm dich uͤber mich! 2. Die groͤſſe deiner ſtar⸗ ke, Den zorn der ſchrecklich gedeien, Die kroͤnet uns zu draͤut, Die weisheit deiner ſ was b werke, ſpll ii an eierſrdt ſi 1 3 veder wch werdihüche. ben,7 un en us gua fte n fci din 70 2 gaidte I 4 1 4 mmer Aed zund 86 — —— i i t f 4, ℳ iſſede der ſtutt dito main 4 — — —2 ht and zwar von der Furcht Gottes. werke, Die macht, allwif fenheit„ Und ungemeßne guͤte, HErr! fuͤrchtet je⸗ derman; Nur mein ver⸗ an derbt gemuͤhte Denkt lei⸗ an der! nicht daran. 3. Drum bitt ich dich vom herzen, Ach vater! laß mich nicht Mit deinem worte ſcherzen. Gib, daß dein ſtreng gericht Mir ſtets vor augen ſchwebe, g Daß ich nicht ſicher, frey, Noch gottsv rgeſen lebe, Und nie vermeſſen ſey 4. Weil gottesfurcht und liebe Der weisheit anfang heißt; So ſchenk mir de⸗ ren triebe, und gib mir dei⸗ nen geiſt, Den geiſt der kraft und ſtaͤrke, Den geiſt der furcht des HErrn: So ub' ich gute werke Durch ſeine leitung gern: 5. So merk ich deine werte, Die ſcharf und gnaͤ⸗ b dig ſind, Und fuͤrcht an je⸗ demorte Dich, als dein lie⸗ bes kind; So ſollen herz 4 ſinnen„Wort, werke, luſt und trieb Nichts den⸗ ken und beginnen, Als, hochſter! was dir lieb. 6. Laß mich mit ſomen 723 empfinden, Was wahre buße ſey. Gib, daͤß ich al⸗ le ſunden, Als leufels⸗wer⸗ kke, ſcheu, Und mich ſo wol betruͤbe, Daß ich der hoͤl⸗ ſlen wehrt, Als, daß ich dei⸗ ne liebe Verſcherzt, in haß verkehrt. 7. Wenn truͦ tſab angſt gebrechen, Und kreuz mir meine⸗ ruh, Geduld 5 glauben ſch Pwaͤchen; Se C ſprich mir troͤſtlich zu. A ib mir armen ſuͤnder Ah nechtiſch ſchrecken ein: Laß mich, wie wahre kinder, Vol furcht und liebe ſeyn 8. Verwahre meine ſin⸗ nen Und alles, was an mir, Von außen und von innen Durch wahre furcht vor dir; Daß ich mich zu dir len⸗ ke,„Nichts denke, red und thu, Wobey ich nicht geden⸗ ke: Mein vater ſchauet zu. 9. Gib, daß ſich mein begehren Nachdeinem wil⸗ llen richtt; Laß mich auf⸗ merkſam hoͤren, Was dei⸗ ne weisheit ferich. Laß nichts ohn uͤberlegen, Ohn demuht⸗volles ſiehn, Ohn deine furcht und ſegen In meinem thun geſchehn. 81 2 8. Bald b 4 ö10. Geld hoheit und ver⸗ gnuͤgen, Des fleiſches un⸗ geduld, Des ſatanas betruͤ⸗ gen, Der menſchen furcht und huld, Und was man ſonſt kan nennen, Laß mich, HErr lewiglich Von deiner furcht nicht trennen; Denn ſonſt verlaͤßt du mich. 11. Laß mir den troſt der men, Auch unter aller Nicht aus dem ſinne kommen; chen haſt, T men, ſegen, aus der pein, Und heil alle legen, Die gottesfuͤrch⸗ tig ſy. 12. Gib kraft, zu allen leiten, Mir ſtets ten gehn. Denn deinen namen, So bleib 11 du mir nah, Und ſo wird Chriſto: ja! ☛ Da du verſpro⸗ Du wollſt erbar⸗ Troſt, rettung Und heil auf n deiner furcht zu ß ſie mich fuͤhren, ͤrcht i obleibeſt in amen In IEſu Von der Liebe beides gegen G Mel. Von G Ott wilich nicht«. Ott und ſten. Zu urſprung mild, ſo vollerbarmen, Der auch mein vater iſt. ſchmerzen, Und klage dir ußt entzuͤndt. ir Cih,ae aus verdorben, Ein unge po iir ur rech⸗ 1. ſold. Du laͤßt nicht unge —— 6 ein v d 2. Ach! ich geſteh mit i Und ſn, mit reu, Daß deiner lieb⸗ 60 im herzen Bey mir garwe⸗ aeu ſ nig ſey. Zwar deine ſchoͤp⸗ in, Wal fers⸗hand Schuf uns voll iumena reiner liebe; Doch dieſe i ſon neige triebe Hat uns die nugewich und entwandt. C nnch 3. Die flamme liegt er⸗g ng ſtorben, Die du, mein licht u ſae⸗ 4 Ich bin durch⸗ h rahtnes kind. Dich, JE. ſu ſu lieb ich nicht; Auf das, u ——— —— nt mein ſinn gericht. aA. Das urtheil iſt chen: Tod iſt der gn 1 uͤnden rochen, Wenn man der ſin de hold; Ja, der iſt gar verſlucht, Der JEſum nicht wil lieben: Drum wollſt du gnade uͤben An guter triebe, dem, der ſie jezt ſucht. . Wil Dn u.z von der Liebe gegen GOtt und den Rechſten. 725 4. S. Wil etwa mein ver⸗ mem loben, Und all mein e langen An welt und krea- dichten ſyn. * e d tur, Und an mir ſelber han- 9. Laß mich, um deinet dödi d gen; So dampfe du es wegen, Auch gegen jeder⸗ Aunn nur: Reiß aus, was ſuͤnd⸗ man Wahrhafte liebe he aagenmg lich heißt. Dein goͤttliches gen: Und wird mir leerd geſchaͤfte Daͤmpft alle boͤſe gethan, Das deckt die liebe kraͤfte, Und was mich von zu: Gib, daß ich ohn ver⸗ dir reißt. khutden Mit ſegnen, beten, 6. OJEſu deine flam⸗ dulden Auch feinden gutes ng men Sind feurig, zart und tu. wuda rein; Weil ſie von libe—— ſtammen, lUnd reich an kraͤf Mel. Ich ruf zu dir HErr ꝛc. *; Dal ten ſeyn. Ach reinſter! 62 Gdch ruf dich an, e Häm reinge mich; Ach flamme! O2 3. O) HErr JEſüu md. laß mich brennen; Ach lie⸗ Chriſt, Du brunquell reix fammäit be, laß dich kennen; Ach ner triebe! Der du die liebe iedamle JEſu zeige dich. ſelber biſt: Verleih mir Jhumt. 7. Gib, daß ich alles laſ wahre liebe. Entzuͤnde mei⸗ ten, aun ſe Was dir zuwider iſt; nekalte bruſt, Und gib mir, d. 4 Gib, daß ich alles haſſe, wie ich flehe, Aus der hoͤhe nic Dem du entgegen biſt; ʒummüjeben rechte luſt, Daß haſane Ach laß doch, ſchonſtes dein geboht geſcheee. laſe“ licht! Mich deinen guten 2. Ich bitt noch mehr,f geru. willen In lieb und leid er⸗o HErr mein GOtt! Gib, urtheltiche fuͤllen, Bis einſt mein herze daß es mir gelinge, Daß bricht. dich mein geiſt, HErr ze. läßtmn. 8. Gib mir, o lebens⸗ baoth! Mehr liebt, als alle emman furſte! Daß 6 nach dei⸗ dinge. Gib, daß ichs au 5 air ner treu Nur ſeufze, hun⸗ vom herzen gut Mit meie Ir Ne e duͤrſte, Und auch ge⸗(nem nechſten meine: Du attigt ſey. Laß nur von alleine Entzuͤndſt auch die⸗ lehm ey. Laß nur von alleine Entzuͤndſt auch die⸗ u dir ällein, Und deinen lie⸗ ſe glut; Was gut an mir, ns bes⸗proben Mein reden und iſt deine. gut an m⸗ 3z 3 3, Ver 1 1 4 4 6 8 - 4 AK 8 — 4 8 1 4 8 in mir Die liebes⸗flamme mindern: dem herzen; Drum, PErr vereinge dich meinem nechſten uͤbe. 3 726 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden iit . Laß mich nicht luſt noch furcht von dir, Mein GOtt und ſchoͤpfer! keh⸗ ren. Laß deinen guten geiſt nehren, Die dir mein treues herze weiht; Laß ihre glut nichts hindern Noch ver⸗ genheit Herrſcht noch in dei⸗ nen kindern. 1 5. Ich lieg im ſtreit und widerſtreb Der docheit in erzen; Ich furchte, wenn ich lieblos leb, Dein lieben zu verſcherzen, mit mir, Damit ich from⸗ me triebe Reiner liebe, Wie du wilt, fuͤr und fuͤr An Mel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. Maich Jeſu juͤnger nenne. Die unvermoͤ⸗ 6 merke. gen, Das ſind ich, achies 4 cht/ gen? her ich mich u 4. Je naͤher ich mich zu me dir thu, Je mehr werd ich brfſni et. Diewelemon theil, darinn ich ruh, In u dir verborgen lieget. Du— biſt ja aller dinge ſchoͤn, 624. Wen cm Und was laͤßt du fuͤr wa dära u.z. von der Liebe gegen GOtt und den Nechſten. 727 V denn heit ſehn, Die altes herr⸗ mein herz verſchlieſſen Fͤr deren noht, die deiner huld, ee uhc. lich füget! Üebeſt, Und dich in dieſer a gnaden zeit Mir ganz zu n liebe brennen; HErr! laß mich keine kreatur Von dei⸗ ner liebe trennen. Du ſolt ſeyn; So wil ich dich ſtets be flieſſen; So laß mich us gerne gutes thun, Und nie ) 5. Verlangt mich nach gewalt und macht, So biſt du, HERR! allmaͤchtig: Begehr ich hoheie ehr und pracht, So biſt und machſt du praͤchtig; Begehr ich reichthum, ſtaͤrk und kraft, Du biſt, der dieſes alles ſchafft, Und giebſt es wol⸗ bedaͤchtig. 6. Dieweil du mich von ewigkeit Geliebet und noch eigen giebeſt; So lieb ich dich, und wil allein Zeit lebens dir ergeben ſeyn, kiuch wenn du mich betruͤ⸗ eſt. 7. Entzuͤnde mich, und laß mich nur In beiner 3 mein hoͤchſtes V gut allein, Und meiner ſee en wonne nennen. 8. Muß denn aus deiner liebe nun Des nechſten lie⸗ 625. 8 voll ſchuld, So gnadenreich genieſſen. 9. Es ſey mein nechſter, wer er iſt, Er iſt in deiner liebe: Jedoch iſt er ein wah rer chriſt, Wie heiß ſind deine triebe! Du gabſt den ſohn fuͤr alle hin; Gib, daß ich dieſem aͤhnlich bin, Und 10. Ich liebe, vater! den du liebſt, An dem ſo viel gelegen, Daß du ihm dei⸗ nen himmel giebſt; Ich dieſen liebes⸗trieb in mie So wol zum nechſten als zu dir Sich ohn auf hoͤren regen. Von der Liebe zu GOtt und JEſu.. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ſolchem triebe, Daß dir mein herz ſich ganz ergiebt, Und ſtets mit allen kraͤften Ob ſie gleich ſuͤnder, die lieb an allen ubbe.△. lieb ihn deinetwegen. Laß BZ 3 4 V 2. 6 3 .“* 4 u brunquelt „ aller reinen liebe! Der du mich je und 3728 Von dem heiligen Leben und ehriſtlichen Tugenden i belebt. 2. Da du mich als ein 3vater liebeſt, Laß mich dich lieben als ein kind: Da du dein eigen kind mir giebeſt/ So mach mich dir auch gleich geſinnt; Laß meiner liebe gegenſchein Aufrichtig und voll inbrunſt ſeyn. 3. Gib, daß dein geiſt, der geiſ der liebe, Mein ganzes herz recht brennend macht: Daß ich mich ſtets im lieben uͤbe, Dieweil du mich ſo hoch geacht, Und mir dis theure mliebes⸗pfand Zum troſt der neelen zugeſandt. 4. Hilf, daß ich dir vor allen dingen Mit reiner lieb ergeben ſey; Ja, laß mich deine liebe dringen, Damit ich ohne heucheley Vom fan herzen, muht und finn Durch lieb und treu dein eigen biun. 5. Vertilg, o HERR! durch deine liebe In mir die liebe dieſer welt, Daß ich ddeein herz ja nicht betruͤbe, Wenn nir die eitelkeit ge⸗ Wweallt; Die liebe zu der krea⸗ ſerbr, Daß es indeiner ie 5. Laß mich, um deiner liebe willen, Was du be⸗ ſiehlſt, mit freuden thun:. (Kan ichs nicht insge amt erfullen; Wird deine huld dabey beruhn, Daß ich aus liebe das gethan, Was meine ſchwachheit leiſten an. 7. Wer dich recht liebt, muß alles haſſen, Wodurch mich die liebe zu dir ziehn, Und alle ſuͤnden ernſtlich fliehn. l urr Erſtict die liebe GOt man deine huld verliert: ſe Drum gib mir gnade, das zu laſſen, Was mir nur fluch und zorn gebiert. Laß 8. Aus liebe laß michend lich leiden, Was mir den weiſer raht beſtimt; Nichts 6 Khhe ſol mich von der liebe ſchei⸗ i trau den. Wenn mich auch ſ gleich der tode hin ninn⸗ öte Liebt IEſus mich, ſo hats nicht nohr, Die lieb iſt ſtar⸗ 5 ü 9. In dieſer liehe laß ſhe mic ſerben, So iſt auch 8 ich ſterben mein gewinn; Wei amnt ich, mit allen himmels— mi eben, In deiner ihe d 9 bin. Da wird die lieb in un maſd vollem ſanſe t inägtat. 4 1, D 1 leſimt e der ah enn vi — vollem ſchein Kein ſtuck⸗ werk, ſtets vollkommen Mel. Wer nur den lieben GOtt. 626.9N aedan ich dich nur habe, Frag ich nach erd undarend nahe Dieweil ich mich an dir nur labe, Der du mein GOtt, mein troſt und licht. Mein herz, dem ſonſt kein troſt bewußt, Sucht dich und lacht der eitlen luſt. 2. Solt mir auch leib und ſeel verſchmachten, So hoff ich doch getroſt auf dich. Nichts wil ich alle plagen achten, Denn blos an dir erquick ich mich. Erhebt ſich alles wider iich nicht mehr mein eigenuull mich, Ich bleib an dir und liebe dich. 3. Hab ich nur dich, ſo ſeele wuͤnſchen kan; Mit dir fuͤrcht ich mich keines falles, Denn liebſt du mich, was ſicht mich an? Ich glaͤub und weiß, du biſt mein theil, Mein herzens⸗ troſt, mein ſeelenheil. 3. Hab i der lieben muß. b hab ich alles, Was meine hah güht. SCdie ſolt ich mei 627. Waß GOTTW nicht lieben, Der mich doch je und je geliebt, Der mir ſein ganzes herz verſchrie ben, Und ſeinen ſohn zuu eigen giebt. Durch diſee abe zeigt er an, Wie herr ich er mir zugetoean. deſtuftnd Zcn en an eſchloſſen, Ich ſoll ſein kind und erbe ſeyn. Bis⸗ her iſt keine zeit verfloſſen, Da nicht ein neuer liebes ſchein Mich taͤglich feſteru uberzeugt, Er ſey mir vaͤ terlich geneeet. 3. So liebreich iſt ermir gewogen, So liebt er mich vom anbeginn. Und weil er mich zu ſich gezogen, Daß b bin; Somach ich bilig die. ſen ſchluß, Daß ich ihn wie 4. Wer wolte ſich nich ziehen laſſen, Wenn man in liebes⸗ſeilen geht? Ge⸗ wiß, der muß ſich ſelber haſſen, Den dieſer kraͤftige magnet Nicht zu der gegen⸗ liebe zieht, Die je und je im 5. Doch n zieh, mein GOtt! den traͤ⸗ gen ſinn Durch deine kraft ſo feſt zu dir, Daß ich in dir ſey, du in mir. ⸗ 6. Gib, daß ich mich der welt ent iehe, Die nur in ch ſuͤnden ſtricken fuͤhrt, Und Wihre guͤldne netze flehe, Darinnen mancher ſich verliert, Wenn er, bey wolluſt, 8 und geld, In ſeelen⸗no fͤllt. 2. Fuͤhrſt du mich gleich auf rauhen wegen, Iſi mermehr. doch dein kreuz ein liebes⸗ 2. Es iſt ja dein geſchent ſeil; Die deſſen vortheil und gab Mein leib, ſeelund recht erwegen, Die finden alls, was ich hab In dit hier das beſte theil; Die⸗ſem armen leben; Damit weil ſie auch die dornen⸗ichs brauch zum lobe dein, ian bahn Zu lauter roſen füh⸗ Zum nutz und dienſt des un ren kn. ſuechſten mein, Wollſt du i 8. Und endlich reiche mir mir gnade geben. Behuͤte i im ſterben Auch deine lie⸗ mich fuͤr falſcher lehr, Ddes mbbes arme zu, Und ziehe ſatans mord und luͤgen mich aus dem verderben, wehr; In allem kreuz er: Durch JEſu tod, ins land halte mich, Aufdaß ichs mder ruh. Dort iſt die beſte trag geduldiglich. Hen * ch t und tod ver⸗ 6 u. z von der Liebe gegen GOtt und den Nechſten. 31].N , JIEſu Chriſt, mein HErr 8. und GOtt ſ ſeel in todes noht. 3. Ach HErr! laß deine engelein Am lezten end die ſeele mein In Abrahams ſchooß tragen: Den leib in ſeinem kaͤmmerlein Gar ſanft ohn einge quahl und pein Ruhn bis zum jung⸗ ſten tage: Alsdenn vom h tod erwecke mich, Daß mei⸗ ne augen ſehen dich In al⸗ ler freud, o GOttes⸗ſohn! d Mein heiland und mein gnaden⸗thron, HErr JEſu Chriſt! erhoͤre mich:,: Ich wil dich preiſen ewiglich. Melodey 27. 1 * 3e S. 24ℳ 8 3. 629.§ 1 ₰ Troͤſt meine — uͤnſcheſt du, — mein herz! zu ruhn Und dir ewig wol zu thun, Denkeſt du von beſchwerden, Furcht d immer frey zu wer⸗ ; Liebe JEſum, und a nichts, Liebe n geſchichts. d hat ſc 9 2. Niemand hat ſich je betruͤbt, Weil er IJEſum liebt: Niemand hat empfunden, Weil er ſich verbunden. JE⸗ ſum lieben iſt allein Schon ſo viel, als ſelig enn. uuu 3. IEſus iſt das hoͤchſte gut; Wer in ſeiner liebe ruht, Dem wird er ver⸗ gnugtes leben Und dereintt die krone geben. Seine lieree macht die zeit Gleich der ſuͤßen ewigkleii. 4. Traure doch, mein herz! daß du Dieſe wahre ſeelen⸗ ruh Nicht erkant, nicht ehr geſuchet, Und en trieb zur welt verflu chet; Trage leid und ſey be⸗ului truͤbt, Daß du GOtt nicht * ehr gelibrbrbt.. 3 Schaͤtz der erden freud und luſt Nur fuͤr ſuͤnden koht und wuſt; Denn dir kan von ſolchen dingen Keines wahre freude brii gen. Liebe JEſum, dis vlein Wird die wahre freu⸗ eſeyn. 56. Nun mein JESu! ruͤhre mich, Gib mir kraft ſo lieb ich dich Einzig und von ganzem herzen; Ich wil alles chers verſchmer⸗ zen; Dich zu lieben, ſol allein Stets mein wunſch und wille ſuiundn. 7. Geuß, mein heiland b eis — 32 Von dem eiligen Leben und chriſtlicen Tugenden — — 1 ¹ 3 3 2 e1 deinen geiſt, Der ein geiſt mich vor allen dingen Dich d t/ der liebe heißt, Reichlich zu lieben: ſo allein Kan ich Miber mein gemühte, 5 ewig ſelig ſyvnu. Mes deine lieb und gute Bol⸗ lig ſchmeckt, und meine treu Mel. Wie ſchoͤn leucht uns w. 5& JEſu JE⸗ 630. Oa„GOttes ſohn! Mein bruder und ſen trieb zu mein gnaden⸗thron, Mein Das nichts ſchatz, troſt, freud und won⸗ ne! Du weiſſeſt, daß ich rede wahr, Vor dir iſt alles ſonnen⸗klar, Ja klaͤrer als de arfaidn Wih der und wuͤnſchen kan. ich Mit gefallen Dich? 9. Luſ„friede, ſicher⸗ allen; Nichts auf erden heit, Heil und troſt und Kan und mag mir lieber eudigkeit Schenkt mir, werden. e deme liebe: Hilf/ das 2. Dis iſt mein ſchmerz ich mich treulich uͤbe, In dis kraͤnket mich, Daß ich der liebe feſt und rein, Und nicht gnug kan lieben dich, dir ewig treu zu ſeyn.(Wie ich dich lieben wolte. 10. GOtt iſt ſelbſt die Ich werd von tag zu tag lieb, und treibt Den zur entzundt, Je mehr ich lieb lieb', in dem er bleibt; Man je mehr ich find, Daß ich an aus den liebes werken, dich lieben ſolte. Von! dir Ob GOtt in uns wohne, Laß mir Deine guͤte Ins merken; Weil uns ſelber gemuͤhte Lieblich flieſſen; ſ GOttes geiſt GOtt und So wird ſich die lieb er⸗ ſ FIEſum lieben heißt. ſgieſſen.ſ 11. Nun du reine liebes 3. Durch deine kraft treff im auut, Kom, entzunde geiſt ich das ziel, Daß ich, ſo am und muht; Laß mich nach viel ich ſol und wil, Dich 6 der liebe ringen, Treibe allzeit lieben moͤge. Nicht 1 d, “ u. z. von der Liebe gegen GOtt und den Nechſten. 233, 0 nich, I u ·liban. on tah emerä AM du ehr und geld, Wenn ich es Jei Ich muß haben Reine lie⸗ eududa. den liebeſt du, Schaffſt ſei⸗ Herzit erd, Wenn ihn das kreuz Große freude Fuͤr ihn fin dis gehoͤrt, Kein menſch 1 lichkeit Bey dir und von vergleichen Den welt⸗ ungendh, auf der ganzenweiten welt, lenngi . z K 1 rlacem recht erwaͤge, Kan mich d Gn be, Die troͤſtt, wenn ich bedem mich betruͤbe. ſſet, uh nem herzen fried und ruh, ordrſu Erfreueſt ſein gewiſſen. Es len om gleich ganz verzehrt; Sol er doch dein genieſſen. Ewig den: All ſein trauren muß verſchwinden. geſehen noch gelehrt, Es an niemand beſchreiben, dir iſt bereit, Die in der lie⸗ be bleiben. Gruͤndlich Laͤßt . ſchaͤtzen, Was alsdenn uns werd ergetzen. 6. Drum laß ich billig ſorge ſeyn, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefaͤllt Und mir dein klares wort ver meldt, Aus liebe mich ſtets ube; Bis ich Endlich Werd abſcheiden, Und mit freu den Zu dir kommen, Aller truͤbſal ganz entnommen. 7. Da werd ich deie ſuͤßigkeit, Dein himmliſc manna jederzeit In reine liebe ſchmecken, Und ſehn dein liebreich angeſicht W. annverwandtenn. 75 gen-licht, Ohn alle furcht recken. Reichlichl 1 und ſch duch Werd ich Seyn erquicket Und geſchmuͤcket Vor deinm throne, Mit der ſchoͤnen lebens krone. Mel. 3. Mein GOtt ich binjezt.. „ Wibſter SEſu, Der du marter, quahl und laſt Aus dem allerreinſten triebe Fuͤr mich ausgeſtan den haſt; Deine liebe kan auf erden Nie genug be⸗ wundert werden. 2. Was iſt ihr wol zu vergleichen? Du biſt GOt⸗ i Pracht, wolluſt, freude, Ohn dich Gnuugſam laben; thre g. 4. Denn wer dich liebt, Juüm gehihm, wie es wil, auf Wird ſich Nach dem leide 5. Kein ohr hat jemals Was denen dort fuͤr herr⸗ ſich Nicht erreichen, Noch deaeuin meine tes liebſter ſohn, Und ver. laͤßt/ —— 1 34 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden —— 1— ast, wer kans erreichen? thron Koͤmſt in dieſes welt. getuͤmmel Und erwirbeſt mirden himmel. 3. O l mit wasfuͤr wun⸗ der⸗kraͤften Reiſſeſt du mich aus der noht! Laͤſſeſt dich ans kreuze heften, Duldeſ naͤgel, ſchmach und tod, Laͤßt dich ſchaͤnden und ver⸗ ſpeien, Mich verdamten zu befreen. 4. Aber ach! ich bin nicht tuͤchtig, Dieſes voͤllig zu verſtehn; Meine lieb iſt kalt und fluͤchtig Und wil nur aufs eitle ſehn; Denn die flammen ſchnoͤder luͤſte Machen deine woh⸗ nung wuͤſte. 5. Kom, erwaͤrme mich doch wieder, Kom, o ſchoͤn⸗ ſter, meine luſt! Reiſſe ſa⸗ himmtliſch werden, Und ent⸗ rucke meinen geiſt Von den uͤſten dieſer erden, Wo man babels fruͤchte ſpeiſt. H Deimer hoͤchſten allmacht fa wallen, Dir alleine zu ge⸗ llen. auff nurl ie e, die von liebe kommen, uͤſſen mir ein balſam ſeyn; Auch im leiden und betruͤben Wil ich dich, mein heiland! lieben. 8. Mein herz haͤngt an deinem herzen, Treueſter! verſchmaͤh es nicht; Denn dis iſt, was meinen ſchmer⸗ zen Linderung und troſt verſpricht. Dir ſich voͤlli uͤbergeben, Heißt in lu und wonne leben. 9. Weicht, ihr funken ſchnoͤder triebe! Kommein IEſu, meine luſt! Staͤrke mich in deiner liebe, Und ergetze meine bruſt; Laß mich ſtets in deinen armen Ruhig liegen, ſanft er⸗ warmen. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 6. Laß mich rein und% SM ich wil ich lie 9 632. D 8 meine ſtaͤrke! Dich wil ich lieben meine zier! Dich lieb ic Err! durch wort und X“ ” K 8 N Sſu! herz und adern werke, Gedanken, ſinnen V und 7. HErr! du haſt mich 3 enommen, Schlage ich bleibe dein: Schlaͤ ſit gier den te beine 1 rich, dar neine ne j wil 40 Ner tod das herze bricht. 2. Dich lieb ich, o mein ich, meinen beſten freund! 6. und begier. Dich lieb ich, ovollkomnes licht! Bis mir wahres leben! Dich lieb Dich wil ich lieben und erheben, So lange mich dein glanz beſcheint. Dich, dich umfaß ich, GOttes lam! Als meiner ſeelen braͤutigͤ„a„„³.m. „3. Ach! daß ich dich ſo ſpaͤt gekennet, Und dich, mein troſt und hoͤchſtes gut! So ſpaͤt umfaßt und mein genennet, Da doch mein heil in dir beruht. Ach! meine ſeele iſt be⸗ truͤbt, Dieweil ich dich ſo * ſpat geliebt. 4. Ich lief verirrt, und war verblendet; ruh, und fand Blos, weil ich mich von dir gewendet, Der einzig ruh 55 ſuchte 1 und troſt verſpricht. GOtt lob! nun zeigſt und ſchen⸗ keſt du Mir dich, und wahre d ſeelen⸗ruh. . Drum dank ich dir, du wahre ſonne! Weil du mir e nicht, ich u. 3. von der Liebe gegen GOtt und den Nechſten. 23⁵ 8 mels⸗wonne! Daß dumich b froh und Dir dank keit! Die mir und leib erfreut. 6. Erhalte mich auf dei⸗ll nen ſtegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Lasß meinen fuß in deinen we: en Nicht ſtraucheln oder ſtille ſtehn. Du reines licht. du gnaden⸗glanz! Erleuchte meine ſeele gaz. „7. Gib ſuͤße thraͤnen, Gib meinem herzen lieb und treu. Laß frey gemacht: ich hoͤchſte guͤtig geiſt, ſeel meinen augen mweine ſeele ſich gewoͤhen,H“Y Damit ſie 5/ Damit verſtan 5 und ſin glanz und licht gebracht; 3 danke dir, du him⸗ Mel. Was 633. zier! deiner ſonne Bleibt meine uſt und wone. 4. Nun halt, o ſeelen⸗ braͤutigam! Mich nur bey feſtem muhte. Beſprenge mich, o GOttes⸗-lam! Mit deinem theuren blute. Ent⸗ nunde mich, So lieb ich ; Erfuͤlle mein gemuͤhte — Pon der Z0 G So lebich dir Hie fuͤr und fuͤr, So wil ich dir auch ſterben; So kan ich nicht verderben. Ott. treue Ainſre hoffnung ſtuͤtzt und haͤlt! Ich bekenne und bereue, Daß mich zweifel⸗ muht befaͤllt. Ach! wie haͤngt mein herz an dingen/ Die mich nicht zur ruhe bringen. Ach; wie leicht mheichdein, Tienn mein ve troſt ſol ſichtbar ſeyn. 12. Ach vergib mir dieſe „unde, Nim die ſtrafe von mir hin. Schenke deinem andern ſinn, Den nicht fal⸗ ſche hoffnung bindet, Die, wie duͤnner reif verſchwin⸗ det, Die, wie leichter rauch, verfleucht, Mitt deiner lieb und guͤte. zur erden zeucht. ich in dir froͤlich ſeyn, Auch in den groͤſten ſchmerzen: ffnung auf Mel. IEſu meines lebens leben. Swge wahr⸗ .To heit, deren —,— — — — —-— —— armen kinde, Vater! einen Und das herz — —= 3— — —— — ——O — — — — — — 4 unnd zwar von der Hoffnung auf GOtt. 7 ang, 3. Laß mich eitle ſorgen ſeinem blute findet Sie ge⸗ e maͤden, Weil du fuͤr mich wiſſen troſt in noht: Durch nn ſorgſt und wachſt, Und im ſein ſiegreich auferſtehen 3t Mauen, wie in freuden, Kan ich neu geboren ge⸗ Dich um mich zur mauer hen Zu den buͤrgern jener h„machſt. Laß mich, HErr! welt, Wenn der erden⸗bau g auf dein wort hoffen, Das zerfaͤllt. I noch allzeit eingetroffen. 7. Da mein haupt ſich HPoffnung, die auf GOtt aufgeſchwungen, Und auf nichtbaut, Wird zulezt be⸗GOttesthron geſetzt; Bin ſchaͤmt geſchaut. ich auch mit durchgedrun. 4 Laß den anker meiner gen Und den engeln gleich ſeelen, Unter aller ſtuͤrme geſchaͤtzt. Ich beſiz einm u wuht, Nur dein herz zumewig leben, Das mir E⸗ ☛ an grunde waͤhlen, Woer feſt ſus ſelbſt gegeben. Ich und ſicher ruht; Sowird bin, b der hoffnung ſchon. Glanh ſich kein zweifet wagen, Mit erhoͤht zu ſein1vmm a Mir mein ſchiflein umzu thron. 1 1 an ſchlagen. Ichwerd unbe⸗ 8. Hie muß ich als pil⸗ kan weglich ſtehn, Wenn auch grim wallen. Oben iſt mein un berge untergehn. vaterland; Dort, wird Acnn 6 Laß mein herz ver⸗ſeinſt die welt zerfallen, icher dein/Wne t werden, Daß dein Find ich meinenehrenſtand. — wort wahrhaftig ſey: O! Ich erwarte nur die ſtun⸗ verg ni ſwerd ich auf 1 erden den, Daich, von der ſuͤnd im denn Vieler ſorg und unruh frey; ent unden, Meinen heiland Schennn So werd ich im glauben werde ſehn, Und verklaͤret n beten, Und erhoͤrt zurucke vor ihm ſtehn. treten; So waͤchſt meine 5 Unterdeſſen laß mich n zuverſicht, So wankt meine hoffen, Auch in truͤbſal, aufß rrefih, hoffnung nicht. dein licht; Zeige mir den eleican 6. Vater! meine hoff⸗ 4 e hoff himmel offen, So ſchreckt „ntisſt nung ſründer Sich aufſtod und grab mich nichtt. deines ſohnes tod; Ach! in Lafr mich, HErr! voll troſß 1 Aga und — 1.e Vendem heilgenLeben undcgriſlicenngenden — —— ſ 4 9 — — undfrenden Aus dem thall 4. Verhute, daß in mei a der thraͤnenſcheiden/ Und, nem leben Mich eitle hoffe was ich gehofft allhier, nung nicht verfuͤhrt; enn Mich dort ſchauen, HErr die iſt gleich den ſpinne⸗ bey dbir weben, Wenn ſie ein leich⸗ Mel. Wer nur den iebenG Ott. er wind beruͤhrt. Einherz, ſh (Sein GOtt(das zeitlichem vertraut, 635. d der du mich Hat nur auf leichten unt heiſſeſt hoffen, Und auch ſandgebaubutut. ein GOtt der hoffnung F. Laß mich allein uf 1 biſt; Bisher iſt alles ein⸗ZEſum bauen, Laß mich h getroffen, Was mir von inallenmeinem thun Voll m Pr verſprochen iſt. Dein hoffnung dir, mein GOtt! le wort iſt wahr, dein mund vertrauen⸗ Und in der zu⸗ 9ü iſt treu, Dein herzohn alle verſicht beruhn, Du wer. P heucheley. deſt auf mein beſtes ſehn/ ll aau 2. Du biſt ein fels; wer Und mir es laſſen wol er⸗ klhnn — auf dich bauet, Kan feſt gehn. Gi nun und unbeweglich ſtehn. 6. Laß mir die hoffnung 0 1 Wer deiner allmacht feſi leichte machen Was fleiſch vertrauet, Wird nie mit und blut beſchwerlich faͤllt: ſiiln. ſchanden untergehn: Sein Und wenn auch ungluͤcks⸗ ittn anker findet guten grund, ſtuͤrme krachen, Erhebt ſich Er haͤlt ſich ſtets an deinen ſatan, und die welt; So bund. floͤſſe mir die hoffnung ei feſaa⸗ 3. Drum laß bey mir in Du werdeſt doch mein hel⸗ meinem glauben Die hoff⸗ ferſeyn. nnung feſt gegruͤndet ſeyn; 7. Wenn ich von einer ſſi Laß welt und ſatan mir morgen⸗wache Bis zu der in nichtrauben, Was deines andern warten muß; Gih, ſäli wortes heller ſchein Mir daß ich mir nicht kummer d fur ein troſt⸗licht aufge mache. Schenk meiner ſteckt, Jtmnres gleich noch hoffnung den genuß, Daß ſitg iztverdeckt. eine huͤlfe ſchoͤner biihe ese 1 1 G — — — — —— laſſen —— ——— —— ——— „Das ſey mein troſt in allen nohten, Drauf leb und n Mel. Alle menſchen muͤſſen c an IEſu bruſt. Eitelkeit langer deine hand ver⸗ ieht. SHerr au Sderr! auchtoͤdten, So ſag ſich doch: i 4 hoff auf dich; 4 ſterbich ſicherlich, Daß ich bey feſter glaubens⸗treu Schon in der hoffnung ſe⸗ lig ſey. 626. 3äch bin ruhig 3*. und zufrieden Alle traurigkeit vergeht, Alle ſorgen ſind geſchieden: Weil mein ſchiff im hafen ſteht, Wo der welt betrogne wellen Sich nicht mehr zu nur geſellen. Meine hoff⸗ nung fehlet nicht; Denn ſie iſt zu GOtt gericht. 2 2. Was kan meine rul nun ſtoͤren? Lieg ich doch mag ich nicht hoͤren. Welt⸗ gruͤnend 8. Und wolteſt du mich michzuGOtterhoben, Der ff⸗ſeitelkeiten, Die d „du wolluſt dieſer zeite h Du biſt nicht der mu — undzwar von der Hoffnung auf GOtt. 239 W I 2 G dort oben, Wo ſie immer bleibt; Sie hat die angſt und quahl ver⸗ treibt. Sie erweckt in mir ein grauen, Dieſes eitle an⸗ zuſchauen. Meine hoffnun fehlet nicht; Denn ſie iſt zu GOtt gericht. 4. Alles hoffen und ver⸗ langen, Das GOtt nicht zum ziel erwaͤhlt, Iſt mit nichtigkeit umfangen, Die der menſchen herzenquaͤhlte Es ſind traume in demwa⸗ chen, Die den geiſt verwir⸗ ret machen. Meine hoff⸗ nung fehlet nicht; Denn ſie iſt zu GOtt gericht. 3 F. Drum hinweg ihr ie welt hofft und begehrt! Weg, eiten! he wehrt. Alle pracht der gan⸗ zen erden Muß mirnunein eckelwerden. Meine hof Denn ſie Atn luſt bleibt mir unbewußt nung fel let nicht z luſt unbeiwußtſnung fehlet nicht; 3 3s Reichthum wil ich andernſiſt zuGOtt gericht. wst laſſen, Und ein beſſer gut. JIEſu! deine liebes⸗ urten 6 ſ„ umfaſſen. Meine hoffnung ſeile Binden meinen anker en nm fehlet nicht; Denn ſie iſt An/ Daß ich nicht mehr von Stan zu GOtt gericht. ſdir eile, Daß ich dich nicht 4 Meine hoffnung grünallaſfn kan. Nichts ſol dieſes Aada b and band zerbrechen, Und mein mund wird taͤglich ſpre⸗gn chen: Meine hoffnung feh⸗ let nicht; Denn ſie iſt zu h⸗Fallt ihr h Kan do GOtt gericht. ſinn Weder ſchlag noch fa 7. Meine hoffnung und erſchuͤttern, Wenn gleich« gedanken Werden nim erd undhimmel zittern. uti mermehr zu ſpott, Meine 3. Er hat ſich mit uns äiulme offnung kan nicht wan verbunden Durch vrtd adlrd Kold — ken; Meine hoffnung ruht bund, der ewig gilt. Dieſer anms in GOtt. Meine hoffnung bund waͤhrt alle ſtunden, hat die ſtunden Ihrer fren⸗Dieſer hund iſt unſer ſchild nl digkeit gefunden. Meine Gegen des verſucherspfeil: vitei f rAl hoffnung fehlet nicht; GOtt bleibt unſer erb und natt Denn ſie iſt zu GOtt ge⸗ttheil richt. mun Von dem Vertrauen 4. auf GOtt. net Mel. Komt laſſt euch denꝛc. der fuͤr dich wacht, W G Ottes mund in dieſer jammer⸗hoͤle Dir hat uns ver einzweifel kummer macht. ſi n, Es ſoll uns ausſei⸗ Wer ſich nur auf GOtt nt ner hand Weder welt noch verlaͤßt, Der ſteht unbe. i teufel reiſſen. Seine wahr⸗ wegt und feſt. Dein erbar⸗ in heit iſt bekant, Darum mer wird dich ſtuͤtzen, Sei⸗ 637. G. helſſen„Es! fürch ten wir uns nicht, netreu wird dichbeſchutzen ſe 4 Drum ſey ruhig/mei⸗ unt enn gleich welt und him⸗ melbricht Semnenren ban Mel. O GOtt du frommerr 1 nimmer brechen Ihr hoch⸗0 S 88 heiliges verſprechen. 638. G 2. Moͤgen doch die bergeſtraut, Undſtets in ſeinenſa⸗ weichen Und die felſen un⸗ den Dem alles uͤbergieht, Der alles wol kan nchen m tergehn*Unſer troſt wird ol dem, der GOtt ver⸗ * Üaüng. —— —— — — — ſhe wiggit d t alle ſn — =Z — — —— ammer Kraft, ſpeiſ und nahrung — — A☛. — ———— — — — — —= —— — —. — — = ½ — 2— —— däüe vertraut; Denn ihm iſt vertraut; Kanſt du kein n deine noht Und pein zu * raht und that, Wenn nie⸗ ¹ 6 6 g— — 4„ 4 3 nichts unmuͤglich. Sein ſtarkerallmachts⸗arm Hilft treu und unverzuͤglich. Und ſcheint uns was zu ſchwer, So iſt es ihm gar leicht; Weil auf ſein allmachts⸗ wort All unſer kummer weicht. 3. Woldem, der GOtt mittel finden, Deinelend, uͤberwinden: Vertrau dem weiſen GOtt, Fleh ihn um beyſtand an; Bey ihm iſt mand helfen kan. 4. Wol dem, der GOtt vertraut, Denn ſeine lie⸗ bes⸗proben Muß ſelber die menſchen⸗kindern: Denn ſie ſind oͤfters falſch, Und ſuchen das zu hindern, Was uns doch nuͤtzlich iſt: Obſie, was uns gebricht, Schon wiſſen und ver⸗ ſtehn, So helfen ſie doch nicht 5 6. Drum wol, es bleibt dabey: Ich wil nur GOtt vertrauen, Auf ſeine vater⸗ hand In meiner truͤbſal ſchauen. Ach GOtt! ich kom zu dir, Ach! ſorge dufuͤr mich, Ach! nim dich meiner an, Und hilf mir gnaͤdiglich. b 7. Wol mir, ich traue GOtt: Esmag mir immer gehen, Wie GOT Tmein vater wil. Ich bleibe drauf beſtehen, Daß GOtt den nicht verlaͤßt, Der feſte auf ihn baut, Daß dem gehol⸗ fen wird Der ſeinem GOtt vertraut. 1 natur Mit frohem munde loben; Der jeder kreatur diebt/ Der ſorget auch fuͤr dich Als den er herzlich iebt. 5. Woldem der GOtt Mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. (Gom ſeele! geh 639. A in GOtt zur ruh, Entſage deinem wil⸗ len. Vernunft! ſchleuß vertraut, Und nicht den den glauben ſtillen: Er⸗ Aaa 3 greife hier die augen zu; Laßdich yer? Weil alle leute kla⸗ 24 Vondemheiligen Leben undchriſtlichen Tugenden u greife die zufriedenheit. Es ſtehet alle deine zeit In GOttes vater⸗haͤnden. 2. Wo IEſus geht, da folge nach Wie und wohin er fuͤhret: Weil dich gewiß kein ungemach, Wenn er nicht wil beruͤhret. Ohn hr eſchiehet dir kein leid; s ſtehet deine lebens⸗zeit Alleinin ſeinen haͤnden. 3. Geſetzt, er ſtellet dich einmal Auf hohe kreuzes⸗ ſtuffen; Estrifft dich leiden ohne zahl, Du mußt ver⸗ gebens rufen, Es ſcheint, die huͤlfe ſey ſehr weit; Nur unverzagt: die xret⸗ tungs⸗zeit Steht auch in ſeinen haͤnden. 4. Du bleibeſt doch ſein liebes kind; Geſetzt, daß aug und wangen Auch ſel⸗ tenohnethraͤnen ſind, Weil alle luſt vergangen, Und dich gar ſelten was erfreut: So glaube nur, die thraͤ⸗ nen zeit Steht auch in ſei⸗ nen haͤnden. gen. Ach bleid bey der ver⸗ gnuglichkeit; Es ſteht ja die⸗ errgungs zeitAuch blo 4 in GOttes haͤnden. 4 6. Du ſieheſt auf dei riſtenthum, Und biſt noch ehr zuruͤcke; Du liebeſt ſchlecht erneut: Sey nur getreu, die wachsthums⸗ zeit Steht auch in GOttes haͤnden. ke; Dein herz iſt noch gar 4 Nndſüt T 7. Dumußt gar o daͤmpfen; Ach geh nur freudig an denſtreit, du ſiegeſt: denn die ſieges⸗ jeit Steht nur in GOttes haͤnden. 5. Diezeiten werden oft gar ſchwer; Das fleiſch angt an zu fragen: Wo nehm ich meine nohtdurft 8 — 8 heimlich luſt und ruhm, uit Und merkſt viel andre tuͤk⸗ un 1 mn d tdortr dichdei ft mit Weſ fleiſch und blut, Mit welt und teufel kaͤmpfen; Es faͤllt dir ſchwer, der luͤſte glut, Die ſie erweckt, zu kan 8. Sehnſt du dich nes 1 von deiner hut, Und wird il dir oͤfters bange; Entfallt und ſinket herz und muht/i Waͤhrt dir der ſtreit zulan⸗ e: Getroſt, die krone liegt ereit, Es ſteht auch deine kroͤnungs zeit In GOttes vater⸗haͤnden. 9. Verbleibet dr n 18 8 6 1 und zwar von dem Vertrauen auf GOtt. todes⸗tag Und ſterbens art the verborgen, Du weißt nicht, wo er kommen mag: Nur Guug, daß dir GOtt die nddi, hunde beut, Und daß auch ſo die ſterbens⸗zeit Darin⸗ ſt wn nen ſicher ſtehet. viela 10. Nun duregierer mei⸗ erz iine, ver zeit! Gib mir geduld :Sain. dſtaͤrke Bey meiner un⸗ o und ommenheit; Bis daß ich dort recht merke, Wenn mich dein angeſicht erfreut/ nicht aufs kuͤnftige„Haͤngt nur an dieſer zeit. 3. Was menſchen kinder . thun Und rahten, das ſoll egelten; Was GOttes wort verſpricht, Gilt, leider nur gar ſelten: Was aber kan ein menſche? Was nuͤtzet deſſen raht? Es ſund ja mehrentheils Nur worte ohne that. Du aber, treuer G! Kanſt⸗ was duſ ſprichſt, erfuͤllen. Bey dir nußt tiut rhi Wie ſicher alle meine zeit iſt raht und that, Dukanſt hhi 7I In deiner hand geſtanden. zrenriats dan Bem lkäm 3 ir mur feſt ver aut, Dem ſeum 4 Droſßs iſt getreu, ſie auch noch ſo groß, Ja 8-h 6540. mein GOtt waͤr es gar der tod. adan MWer ſolte dir nicht trauen, s. Drum wend ich mwic dm Und auchin aller noht Auf zu dir, In meines JEſu tum deine huͤlfe bauen? Ich namen, In welchem meim trau auf dich, ach hilf, gebeht Schon lauter j und tuſt d unt Daßesgegruͤndet ſey In amen. Ach gib rhut, deiner lieb und huld, In mein herz Des geiſtes freum dens 1 deiner vater⸗treu. digkeit, Daß er in hoͤch⸗ her ud 2. Zwar iſt mein fleiſch ſter noht Ein kraͤftig abba th ſinn undbiuͤt Gar oftmals vollſchret. 1 f i mistrauen, Wenn es den d abba horr mich„ oſt ftan ſegen nicht Gleich kan in Und Sh ir, deinem kin Sfte 1 haͤnd 4 chauen; Deswe⸗ de, Daß, wenn ich dir ver⸗ wzei 7 8 iſt es auch Oft voll trau, Ichhulfe bey dir fſin ur Faunäheieti„Siehiide. Das 9 der Kndſea 8 1 mir inu 8 3 1 1 1 4 laßt Mir ſolch vertrauen unmich mich In allem meinem flehn.. 7. Ich traue, laß mich nur Nicht vom vertrauen fallen, Das ich auf dich ge⸗ ſtellt; Du hilfſt den glaͤub⸗ gen allen. Ich glaͤube, hilf du mir, S iſt die huͤl⸗ fegut; So dank ich dir da⸗ muht. Mel. WoOtt der HErr nicht. Ott iſt mein 641. G licht, er iſ mein heil, Das ich erwaͤh⸗ let habe: Er iſt die kraft zu der ich eil, Und meine ſeele labe. Was graͤm und fuͤrcht ich mich denn nun? Wer kan mir alſo ſchaden thun Auf dieſer ganzen erdee 2. Wenn mich die boͤſe rrott anfallt, Und wil mein fleiſch verſchlingen; So kan ſie dieſer ſtarke held Gar leicht zu boden brin⸗ gen. Und wenn auch gleich eein ganzes heer Um mich, felſen. haut fein d, Ob ſie gleich ho haben ſennd, Denno dͤhet bleiben. 6. Dafuͤr wil ich denn l wiederum GOtt freuden⸗ iig 744 Von dem heiligen Leben undchriſtlichen Tugenden uen Mein GOtt kan ſie bald ſehn, Und darauf gruͤnd ſchlagen. 3. Eins bitt ich ihn, das haͤtt ich gern: O moͤgt GOTd mir geben, Daßs ich bey ihm, als meinem HErrn, Stets wohnen moͤgt und leben, Und alle meine tag' und jahr In ſei⸗ nem hauſe bey der ſchaar ſſ — d Der heiligen zubringen! uge fuͤr: Ach ſtaͤrke her;z und 4. Da wolt ich meines i herzens freud An ſeinen dienſten ſehen, Und ruͤh⸗ 89 men, wie zur boͤſen zeit n Mir ſo viel guts geſchehen: Wie er mich vaͤterlich ge⸗ deckt In ſeiner huͤtten, und verſteckt In einem ſtarken 5. Und alſo wird er fer⸗ it ner noch Mich wiſſen zu regieren; Er wird mich(n ſchuͤtzen, und ſehr hoch An ſichre oͤrter fuͤhren: Mein ot wird uͤber meine il ch er⸗ her Inn. vfrini Ven ſi 1 enn voll erhoͤhen: Sein ruhm uin und mir entgegen war; ſol in dem heiligthum Aus meinemmunde gehen. 8' duunae an ſ führen.9 1 n ſeglechhet d, Derui auf deiner bahn, Halt mie 0„ wil ihm opfern dank und preis, Ich wil ſein lob, ſo n gut ich weiß, Vor allem polke ſingen. bmr/*7. Hor meine ſtimme, wenn ich ſchrey, Und ſeufz . in meinem ſinne: Gib, daß mein bitten kraͤftig ſey, Und HErr! dein herz gewinne. Mein herz haͤlt dir, otreuer „ hort Beſtaͤndig vor dein eigen wort: Ihr ſollt mein antiitz ſuchenrn. 8. Ich ſuch es jezt, ver⸗ u wirfmichnicht Um meiner vielen fuͤnden: Ich ſuch, o HErr! dein angeſicht, Laß mich es gnaͤdig finden. Verſtoß mich ja nicht, dei⸗ nen knecht; Denn du hilfſt mir allein zurecht, Bringſt mich aus allen noͤhten. 9. Mein vater, mutter, und was hier Sonſt fuͤr bekante leben, Sind viel zu ſchwach, und koͤnnen mir Nicht troſt und huͤl⸗ fe geben: Verlaͤſſet mich gleich alle welt, Nimt GOtt mich doch in ſein ge⸗ zelt; Dafind ich ſchutz und 10. HErr! leite mich dich meiner herzlich an, Daß mir kein feind nicht ſchade: Sie zeugen faͤlſch⸗ lich wider mich, Und thun mir unrechttrotziglich, Die⸗ weil ſie niemand ſcheuen. I1. Noch dennoch hab ich guten muht, Und glau⸗ be feſt, ich werde Im le⸗ bens⸗land das rechte gut Dort ſehn: und auf der ſerde Bin ich getroſt und unverzagt, Denn wers mit ten. und heilger geiſt Ohn an⸗ mir viel guͤt und treu er⸗ weiſt Durch allmacht dei⸗ jezt und allezeit Von nun und geprieſen. * 642. 4 12. GOtt vater, ſohn fang und ohn ende, Der Mel. O GOtt du frommerc. OTT! un⸗ † SD ter deinem ſchirm Zu bleiben mir ver⸗ ſtatte, Und michmit deiner huld Und allmacht uͤber⸗ und zwar von dem Vertrauen aufeott. 24 in deiner gnade, Und uuu GOs Tin glaubenwagt, Der wird den ſieg erhal⸗uuu ner haͤnde: Sey von miruuuu an bis in ewigkeit Gelobetull ſchatte, Der du der hoͤchſte biſt: Vom himmels⸗thron und ſitz, So lang ich wallen muß Auf erden, mich be⸗ ſchüt zu dir: Mein GOtt, mein heil mein leben, Fels, burg, und zuverſicht! Dir hab ich mich ergeben. All meine hoffnung iſt Allein auf dich geſtellt, Was auch fuͤr angſt und noht Mich in der welt befaͤlltt. 3. Wenn mir der jaͤger nun Mit ſeinem ſtrick und netzen, Der liſtge boͤſewicht, Begehret zuzuſetzen; So . was ſein anhang iſt, An mir zu ſchanden wird Mit aller macht und liſt. 4. Fur gift und peſtilenz Mich gnaͤdiglich befreye; In allerhand gefahr Mir huͤlf und raht verleihe; Mit deinen fluͤgeln deck Und halt michſtets in hut, Wie eine henne ſonſt Bey ihren kuͤchlein thut. 5 Auf dich, GOtt! traue ich, Du haſt mir ſchutz ver⸗ ſprochen. Was du uns zugeſagt, Haſt du noch nie 74 Von dem heiligen Lebenundehriſtlichen Sugenden Ich ſpreche, HErr! ſteh mir bey, daß er, Und g merdar Mit großer treu erfuͤllt, Und deine wahrheit iſt, HErrl unſer ſchirm und 8 6. Ke aͤffen; Laß mich auch kei⸗ nen pfeil, Der fleugt bey ſchleicht, Fuͤr krankheit, die verderbt, Wenn heller mit⸗ tag leuchtt. b 7. Hilf mir den teufel ſelbſt, Sucht er mich zu verſchlingen, Im glauben und bezwingen; Mach al les ſonſt zunicht, Was men⸗ ſchen wider mich, Der eine heimlich thut, Der andre oͤffentlich. 8. trifft, Ob tauſend mirzur ſeite, Zur rechten fielengar Zehn tauſend boͤſer leute. ilf, daß ich ſtille ſchau, ie du vergeltung uͤbſt, in grauen laß beyd nacht Mich ſchrecken oder tage/treffen. Behuͤte mich fuͤr peſt Die in dem finſtern —,—— durch dein wort Verjagen Gib, daß es mich nicht i W ebrochen: Du haſt es im⸗ ſ 1 äc und — — — — — — 1 — — —— — 9. 1 1 A — — —— — — 4 = — — — — — —= ——— =ö= = ktsahh , Dag Kante rend Veten — — —— — — Wie du die boͤſen ſtrafſt/ Und ſchuͤtzeſt, Die duliebſt. 9. Dis, allerhoͤchſter GOtt! Sind deine große werke: Drumbitt dich, 1 6 4 6' 6 rr aur 65 en dunin — NhaſtGi roßet ten anenageh ümah keine plag Zu mir und mei⸗ker 8 fauen liß 1 Behiun in demfein ekrand 3 Gennſelte o HErr! Mein zuflucht, 1 nem haus Annahe nacht ſchett an und tag. und zwar von dem Vertrauen auf GOtt. 74) 00 ſchutz und ſtaͤrke Gih ja, daß ſich fortan Kein uͤbel, 10. Befiehl der engel ner an, Die huͤlfe mir ge⸗ waͤhre: Ich kenne deimen nam, Drum ſey meinſtar⸗ ſchutz: Wend ab von mir gefahr, Daͤmpf aller feinde trutz. 144. Ich ruf dich, hoͤch⸗ ſchaar, Sichrings um mich zu legen Behuͤte mich durch ſie Auf allen meinen we⸗ gen: Durch ſie und ihr ge⸗ ſter! an Mit herzen und mit munde: Darum er⸗ hoͤre mich, Und ſey zu jeder ſtunde In aller noht bey leit Laß mich bewahret nir: Reiß mich auch bald ſeyn, An welchem orte ich Ausgehe oder ein. 1 II. Verleih, daß ſie mich ſtets Auf ihren haͤndentra⸗ gen, Daß ich verſichert ſey Fuͤr anſtoß, noht und pla⸗ gen: Und daß der ſatanas, Sooft er dringet an, Zu⸗ ruͤck getrieben wird, Daß er nicht ſiegen kan. 12. Die man ſo fuͤrchten muß Als loͤwen oder dra⸗ chen, Derſelben macht und liſt Wollſt du, HErr lkraft⸗ los machen, Daß ſie nicht ſchadenthun, Sie ſeyn jun oder alt; Zu ſchanden ma die liſt, Zunichte die gewalt. * B. O frommer treuer GOtt! Dieweil ich dein ait begehre, So nun dich mei⸗ heraus, Und ſegne mich darauf In meinem ſtan und haus. 4 5 8 3 15. Was ich verrichten ſol, Laß alles wol gelin⸗ gen, Daß ichs zum guten eend Mit ehren moͤge hrin⸗ gen. Bin ich hie lebens ſat Und hab ich meinen theil; So zeige mir denn auch Dort ewiglich dein 4 heil. 16. GOtt vater, ſohn und geiſt! Behuͤte mich aus gnaden Fuͤr allem was mir kan An leib und ſeele ſchaden: Bewahr mir ehr und gut, Bewahre was nur mein: Ich wil dir lebenelang Fuͤr alles dankbar ſeyn. 643. Wer eh wirs uns verſehn, Und (CSeer nur den 643. S run den ulaͤßt walten, Und hoffet auf ihn allezeit; Den wird er wunderlich erhalten In al⸗ ler noht und traurigkeit. Wernur dem allerhoͤchſten traut, Der hat auf keinen ſand gebaut. 2. Was helfen uns die ſchwere ſorgen, Was hilft uns unſer weh und ach! Was hilft es, daß wir alle morgen Beſeufzen unſer ungemach? Wir machen unſer kreuz und leid Nur froͤſſer durch die traurig⸗ eit.— 3. Man halte nur ein wenig ſtille, Und ſey doch in ſich ſelbſt vergnuͤgt, Wie unſers GOttes heilger wil⸗ le, Wie ſein allwiſſenheit es fuͤgt: GOtt, der uns ihm hat auserwaͤhlt, Der weeiß auch ſehr wol, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechte zeit und ſtunden, Er weiß wol, was uns nuͤtzlich ſey. Wenn er uns nur getreu erfunden, Undmerker keine heucheley; Sokoͤmt G Ott, drangſals⸗ hitze, Daß du von GOtt verlaſſen ſeyſt, i Das gdeen 8 im 8 ooße ſitze, Der ſich mit ſtetem glüͤcke ſpeiſt; Die zeit ſo folgt veraͤndert viel, Und ſebet eglichem ſein ziel. ph whnſ 6. Es ſind ja GOtt ſehr ch ſchlechte ſachen, Undiſt dem ungi hoͤchſten alles gleich, den reichen klein und arm zu m machen, Den armen aber groß und reich: GOtt iſt der rechte wunder mann, Der balderhoͤhn, baldſtuͤr. i zen kan. 7. Sing, bet und geh auf GOttes wegen, Verricht anm das deine nur getreu, Und trau des himmels reichem ſegen: So wird er bey dir it werden neu. Denn wer nur ſeine zuverſicht Auf Mel. Wer nur den liebenGOtt. Foch trau auf aa 644. G 3GOtt in al⸗ GOtt ſetzt, den verlaͤßter i nicht. 1 248 Von dem heiligen Lebenundchriſtlichendugenden l laͤſſet uns viel guts ge⸗ ſcehn* 5. Denk nicht in deiner Po Aℳ endunn — jige, N X eſpeiſact indenn em ſeint indjaGchſr cen /ing lles glacg ein und mu Den armate reich: Go Deu. 4 vwerit t, den ven 1 am beſten machen, Ob nihtin unß glei im ihm alles heimgeſtellt. nem haupte ſtehn. Ruhm, ehre, freud und luſt ereitt. 8 wie es geht; Er kan es doch 9 mein herz in trau⸗ ren ſteht. Mir geh'es, wie es GOtt gefaͤllt; Es ſey 2. Ich trau auf GOtt im ungeluͤcke, Wenn mir leich ſturm und wetter draͤut. Wenn ich mich nur in GOtt erquicke, Und ſich mein geiſt in ihm erfreut:; Mag ſturm und wetter auf mich gehn, Unduͤber mei⸗ 3. Ich trau auf Gt wenn meine feinde Mich ſchmaͤhn; und druͤcken ſie michoft, So denk ich: hab ich GOtt zum freunde, So eigt er mir wol unver⸗ t t, Wie mich ſein ſtarker ſchutz erhaͤlt, Wenn liſt und wuht gleich netze ſtellt. 4. Ich trau auf GOtt: bin ich verachtet, Und lebe 5. Ich trau auf GOtt wird mein vermoͤgen Au kaͤglich ſchlecht, gering und hlein duf orgen legen, Er ſegnet, giebt und hülfralein. Wen ich nur reich in JESul bin, Hab' ich den derrlich⸗ ſten gewinn. 6. Ich trau auf GOtt mein heil und zuverſicht, An dem ich kletten weiſt klebe, Ich laß ihn nun unn] nimmer nicht. Dis ſol alleem. 7. Ich trau auf GOtt: muß ich erkranken, Ja win⸗ ket mir ſo gar der tod, Un wil mein lebens⸗ ſchiflein wanken; Hilft JEſus doch himmels frohe ſeligkeit. jammer voll allhier; Gnng, daß mein geiſt nur dahin MPrßmeinenlie krachtet, o Jſus be, 645. en GOTT t und wo er mir, Nach Trau ich in angſt und noht: 2 ausgeſtandnertraurigkeit Er kan mich allzeit retten Aus truͤbſal, angſt und noͤh⸗ ſten. Mein ungluck kan er uuuu wenden. 1 ch wil auf ihn die oolang ich lebe; GOtt iſt mein feſter vorſatz ſeyn:l Ich trauauf meinen GOtt undzwar von dem Vertrauen auf GOtt. 749 W 3 3 Und * 4 3 4* 1 4 ausaller noht, Und giebeuu mir auf kurzes leid Des digiſt Fuͤr mich am kreuz , W mein b 1 646. K„ GOtt wil wenden. Es nen haͤnden. 2. Ob mich die ſund' an ſicht, Verzag ich dennoch nicht, Auf Chriſtum wi ich bauen, Und ihm allein vertrauen; Ihm bleib ich feſt ergeben Im tod und auch imleben. 3. Ob mich der tod nimt ſteht in ſei 8o Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Kugenden iſt doch der beſte: Zu hel⸗ ſfeen iſt er dem bereit, Der an ihn glaͤubet feſte. Er mf hilft aus noht, Der from⸗ itt me GOtt, Er troͤſtet ohne maaßen: Wer GOtt ver⸗J hit traut, Feſt auf ihn baut, Den wiler nicht verlaſſen. 2. GOtt iſt mein troſt 3 w, 4 und zuverſicht, Mein hoſſ⸗ hin, Iſt ſterben mein ge nung undmein leben: Was winn: Denn Chriſtus i mein leben, Dem hab ich mich ergeben. Ich ſterb heut oder morgen, Wird er mein ſeel verſorgen. 4. O mein HErr JE⸗ ſu Chriſt! Der ſo gedul⸗ geſtorben, Der mir das heil erworben: Fuͤhr uns alle zugleiche Zum ewgen him⸗ mmelreiche. *5. Amen zu aller ſtund Sprech ich aus herzen⸗ grund: Du wolleſt uns ja leiten, HErr Chriſt! zu al⸗ len zeiten, Aufdaß wir dei⸗ nen namen Ewiglich prei⸗h ſen, amen. b —— s iſt mein GOtt will, daß mir geſchicht, Wil ich nicht wi derſtreben: Sein wort iſt iſi wahr, Daß all mein haar i Er ſelber hat gezahlet. Er huͤt t und wacht, Stets fuͤr uns tracht t, Aufdaß uns ja nichts fehletet. 3. Muß gleich ich ſuͤnder von der welt H nach GOttes willen Zu meinem G6OTT; wenns ihm gefaͤllt, Wil ich ihm alten ſtille. frommer GOtt! Suͤnd, zoll und tod Haſt du mie uͤberwunden. 3 geſcheh allzeit; Sein will Hinfahrn Mein arme ſeel Ich GOtt befehl Iẽn meiner lezten ſtunden O 4. Noch eins, HErr! ia wil ich bitten dich, Du än wirſt mirs nicht verſagen: in Wenn mich der boͤſe geiſt c annicht, — Ms 3 3 ) 7 8 woeswoll im land. un ſich GOtt gar Hilftunsinaller noht, Er⸗ Naa rettvon ſuͤnd und ſchanden, 3,ℳ ren zeit; Das kan mich nicht chen gereuen, Denn er wendt u geſtellt, und warvon dem Vertrauen auf GOtt. 761 be anſicht, Laß mich doch nicht befageh hilf und wehr,O GOttmein HErr! Zu ehren deinem namen. 14 IWas du zuſagſt, Das haͤltſt du feſt, Drauf ſprech ich froͤlich: amen. Jon GOST 647. S wil ich nicht laſſen; Denn er laͤßt nicht von mir Ha rechter ſtraßen Da i ſonſt irrte ſehr. Er reicht mir ſeine hand; Den abend als den morgen Wil erſe mich wol verſorgen, Sey 2. Wenn ſich der men⸗ ſchen hulde Und wolthat gund verkehrt; So findt g balde. Sein macht und gnad bewaͤhrt — 3 Von ketten und von ban⸗ den, Und waͤr es auch der 3.& ihn wil ich ver⸗ trauen In meiner ſchwe⸗ allesleid Iom ſey es heim⸗ d Fuͤhrt mich auf ſe mein leben Sey GOtt dem HErrn ergeben, Er machs, wies ihm gefaͤllt. 4. Es kan ihm nichts ge⸗ fallen, Als was mir nutz⸗ lich iſt. Er meints gut mit uns allen, Schenkt uns den HErren Chriſt, Seinn leib und ſeel ernehret. Loht ihn im himmels⸗thron. Lobt ihn mit herz und munde Fuͤr das, was er uns ſchenkt: Das iſt e ſelge ſtunde, Darin man ſein gedenrt: irbt alle zeit, Die man ubringe auf erden. Win ollen ſelig werden, Uund lebn in ewigkeii; 6. Auch wenn die welt vergehet Mit ihrem ſtolz und pracht, Wed rehrnoch ward groß geacht t. Wir in die erd begraben; Wenn wecktuns unſer GOtt. 7. Die ſeel bleibt unver⸗ loren, Gefuͤhrt in Abrams chooß: Der leib wird neu lein leib, mein geboren Von allen ſuͤnden ſleingebohrnen ſohn; Durch den eebeſchehret, Wa Sonſt ver: gut beſtehet, Das ved werden nach dem todgw wir geſchlafen haben, Err Von demheiligen Leben und chriſtlichen Lugenden— los, Ganz heilig, rein und zart, Ein kind und erb des HErren: Daran muß uns nicht irren Des teufels li⸗ ſtig art. — 8. Darum, ob ich ſchon dulde Hie widerwaͤrtig⸗ keit, Wie ich auch wol ver⸗ ſchulde: Koͤmt doch die ewigkeit, Iſt aller freuden voll, Dieſelb ohn einig en de, Dieweil ich Chriſtum kenne, Mir widerfahren 9 Das iſt des vaters wille, Der mich erſchaffen hat; Sein ſohn hat guts die fuͤlle Erworben, und viel gnad: Auch GOtt der heilge geiſt Im glauben unsregieret, Zum reichdes Predha fuͤhret; Ihm ſey ob, ehr und preis. 5 fklein Schein ich mir dann ſelbſt zu ſeyn! b 2. Dein glanz angefangen, Du di ſtern aufgegangen, Und vergeh vielleicht noch heut. Deine macht hat keine ſchranken, Meine kraft wil immer wanken. Du biſt ſelbſt die quell des lichts, Ich bin 4 in mir von natur; Dem verdorbenen gemuͤhtefehlt der erſten ſchoͤnheit ſpur. Ach! dein bild iſt ganzer⸗ blichen, Alle kraͤfte ſind ent⸗ wichen; Und mein koͤrper Don der Demuht. Mel. Ae Manſcen muſſen ꝛc. 0 Kdu majfeſtaͤ⸗ 648. 8 tiſch weſen! Das ein unzugaͤnglich licht Sich zum ſitz und thron erleſen: O wie ſchnoͤde öin ich nicht, Wenn ic mich, mich kind der hoͤlle, faͤllt dahin, Wie die blu⸗ men, die verbluͤhn. b und ſuͤnde Iſt, was mich allhier umgiebt; Dis macht mich zum hoͤllen⸗kinde/ liebt. Tauſend fehler, tau⸗ chſend flecken Schaͤnden mich an allen ecken; Und in der verderb⸗· — Neben deine klarheit ſtelle. Ach, wie finſter, arm und at nie GOtt Ml von ewigkeit; Ich bin ge weniger denn 3. Nichts von wahrheit, nichts von guͤte Wohnet 4. Fluch undelend zorn Das ſelbſt ſein verderben n ſ — 4 dai — ö“ Nqyns — — —— — — — 1 B ——yõ— —— — — — von va ngüte M n runn, verilihn. chundeende mir Phabe⸗ Iſt ein denkmal deiner han HERR! mir zugewandt. Deine freye milde gnade Ac ihnengroß gethan, Oft zur deiner liebe Machen mich Was fuͤr huld erzeigſt du und zwar von 1 1 1Nben lbruſt Gruͤnt die 21 reurze boͤſer luſt. Was ich gules an „Deine wir⸗ kung„deine gabe, Die du Schmuͤckt mich armen wurm und made. Naͤh⸗ meſt du zuruͤck„was dein, was wuͤrde übrig ſeyn? 6. Doch die menge dei⸗ ner gaben Klaget meinen undank an; Weil ich ſie oft gar vergr raben Oft mit ſuͤnde ſo misbrauchet, Daß hein zorn izt billig rauchet. Ach! wie haͤuft ſich meine ſchuld Durch ve achtung deiner huld. 7. HErr! die wunder beſchämt vor dir. Ach, wie zart ſind deine triebe! mir, Da du, allerhoͤchſtes weſen! Dir zur luſt, mich wurm erleſen, Mich, der elend, arm lun⸗ blos; Wie iſt deine gnade großz der Denuht. 28 d dem ſtaube, Unrer deinen fuß gekrumt; Doch mein andemuhts⸗ voller laube. Der noch in der aſ⸗ ſche glimt⸗ Freut ſich heinlich deinet üte, u„Uud mein tief eugt gemuͤhte Het g aus des todes thor Voller 9. Meine kraf fte, meine glieder Stehn z1 u deinem dienſt bereit. Sieh! hier dienſt vor dir nieder, Vol⸗ ler ehrerbietigkeit. Dei⸗ nen willen thun, und lei⸗ den, Sey der gipfel meiner freuden. Du beherrſcher aller welt! Thu mit mir/ was dir gefaͤllt. 1 4 — Mel. Aus tiefer noht chren zc. éie faͤllt der 649. K er uer morgen 4(Q, Wenn er ſich ſelbſt erhebet, Und wi⸗ der ſei Tund einen GOTT Sein Verdamter weiſe trebet! Da muß er von dem ehren⸗ſtuhl In ſei⸗ nen pech⸗ und bh i wefel⸗ pfuhl, Wo und ſ dammer ſchwebet. 8. HErr! hie lieg ich in 2. Das erſte paar ver⸗ 3 erſte ſte 4 fien ſich auch Durch liſt Von dem heiligen Leben und crriſtlichen Tugendu der alten ſchlangen: Drum iſt, gleich wie ein leichter rauch, Sein edles bild ver⸗ gangen. Da ſiel des men⸗ ſhen herrlichkeit, Da hat ich alles herzeleid Und elend angefangen. 3. Ich bitte dich, ohoͤch⸗ fechehe 1 Laß mich nicht och mein herz fuͤr ſtolzem muht Und pracht ſtets wol be⸗ wahren. Ach laß ſich je⸗ derzeit mit mir Der chri⸗ ſten ſchoͤnſte ſitten⸗zier, Die holde demuht, paaren. 4. Gib, daß ich mich in meinem ſinn Durchaus nicht froͤmmer ſchaͤtze, Als ich im grund der wahr⸗ heit bin, Noch mich an mir ergetze; Daß ich nicht auf mich ſelber bau, Noch auf mein eigen werk ver⸗ trau: Denn das ſind ſa⸗ tans nette. 5. Wenn ich mit mei⸗ nem tugend ruhm Mich über andre ſtelle, Und au von meinem chriſtenthum Ein milder urtheil faͤlle, Als mein verhalten wuͤr⸗ rl 1 1 heuchel⸗chriſt, Vom him mel in die hoͤle. 6. Was wollenwir uns hn herfaheen Laß mich ſerfinder runder. ner herz Dis bt ümi erkennen. Gib, daß wir iiuli uns voll reu und ſchmer; ul Diegeöſtenſünder nennen! ſiſſe g Aufdaß man ohne heuche⸗ uiſe ley Von ganzer ſeele nie⸗ urm drig ſey; Sonſt muß man umn ewig brennen..al 8. O du verderbte ſuͤn⸗ den⸗bruſt! An dich ſchlag u ich voll ſchmerzen; Du atn brunquell meiner boͤſen ag luſt! Mit dir iſt nicht zu un ſcherzen. Ach ſpring in ſi vadier buß undreu Du elſen⸗herz, nunmehr in⸗ im zwey; heräemn die ſchuld i vom herzen. g. . wil allhie vom ernen ſtehn. O darfichs eüſthf Und dir, aiſt: So fall ich, als ein mein JEſul naͤher Keha* denn auch wagen n fen 7 6 — umd zwar von der Demuht. Ünd dir mein elend kla⸗ der heiiigen engel, die dey ben 2 Ach ja! der liebſte den Hher AShmorge, GOttes ſohn Iſt ja mein ſterne gen erden, ge⸗ n. Weit heil den ſohn Iſt i me ſKurzethat. S. Jeſ 14,12. eian Dem daufich 4 ehe. men mur wacen dinwdc hinanlhn. Es ſoricht der unweiſen ꝛe anzuſchauen; Doch, weil Was mag ſich dſuna du, JEſu anug gehan 650.— doch der ar⸗ Melaie So wil ich auf dich trau⸗ me ſtaub, Die erd undaſch en. Beſchaͤmet mich gleichſerheben? Furcht, elend, 85 4 meine ſchuld, So 8 dunoht, des todes raub ſ — doch mit mir geduld: Auf deſſen ganzes leben. Wie Gi in dich wilichfeſt bauen. ſoft er nach dem arzte ſdich teu uu 11I. Ach IEſu, ach ich Wie lang auch dieſer an u ſuche gnad, Ach ſieh aufſihm flickt; Muß er doch mich eienden, Sey gnaͤdigſendlich ſterbrn. anzer ih meiner miſſethat: Es ſteht 2. Er geht gar oft mit onſtun in deinen haͤnden. Seyweh und ach! Voll jam⸗ ſnen. gnaͤdig, allertreuſter GOtt!ſmer von der erden, Faͤllt u verdet Du wilt ja nicht des ſuͤn⸗ſunverhofft, und muß dar⸗ ot ders tod, Und kanſt mein nach Zu ſtaub und moder elend wenden. werden. Und iſt ſodann Pmeina 2. Erkläre mich gerechtſnicht arm und reich Und tur iim und rein,Laß dein verdienſtgroß und flein einander Ich en mich heilen; Du ſieheſtgleich? Wo bleibt denn uß udm meine ſeelen⸗pein, Duſſtandund ehr?— 1; 3 hunſt nur kro etheilen 3 wrein deth. ich bin ein armer ſuͤnden⸗ſeibs⸗geſtalt, Ein haͤßlich mam et Rae Beurt ud a gig ene, T he e den macht gerecht. Drum vorzug an gewalt, Kunſt, 9 llichzu dir eilen. witz und pracht, verſchwun 90h() Iſt der ſatan, welchenſden. Der ſich vor andern u gieh Rr hochmuht aus der zahl lroß Pmnacht⸗ Und alles * 2E D 4„. 2 „ 4 3 Da wird, ſtatt ſchöner 8„ di⸗ Denn er misbraucht ge⸗ walt undgut: Der demaht — hric 3 b 3 oft erwegt, Daß man hier GOttes gaben In udt. ſchen gefaͤßen traͤgt„Die b große ſchwachheit haben; i Iſt fall und ſchlag am naͤch⸗Denner iſt ſtets an demuht ſen. rreich, Damit er nicht„demm igeit 6. Wer ſeine maͤngel ſatan gleich, Durch ſtoßz 4* nicht betracht, Nicht ſiehet verdammet werde. 47 oder glaubet: Den neben⸗ 10. Er thut, was Chri⸗ chriſten doch veracht, Und ſtus ihn gelehrt, Indem er t GOtt die ehre raubet; Auf demuht liebet, Und GOtt, dh deſſen beyſtand gar nicht ſo oft man ihn verehrt, Die ſchaut, Vielmehr auf eigne ehre wieder giebet; Er ach⸗ kraͤfte baut: Deß thun muß tet ſch ering und ſchlecht. untergehen. eee olchen fromm⸗und 9 4 7. Und weil aus hoffart, niedern knecht Thut GOtft 8 zank und neid Und alles un oft große dinne. ue rüͤhret; So wird un⸗ Herr gi, dß ich dr fegen, ſiuch und ſtreit Und volldemuht bin, Den 1n *. 4 g 1 7 1 B 1 W 8 An und zwar von der Demuht. mibem zens⸗einfalt immerhinſind nur duͤnſte, Die man tea Mein amt getreu verrich⸗fuͤr koͤſtlich halt. e 1 te: Nicht menſchen gunſt 4. Man ſucht nur groß noch ehre acht, Nur nach zu werden, Man kennt ſich 8 ſa nimmermehr verwelket. ſman aus erden Und aſche rdena e— zugericht. Nur unſre wer⸗ vor Gane Mel Herzlich thut mich verlang te taugen; Was andere mußmi 65I.§ Das frag ich Pethan⸗ Gilt nichts in un⸗ At. nach den eh⸗ſern augen: Man ſiehts ſein ren, Die mir die welt ver⸗ veraͤchtlichan. 4 ſh s ſpricht? Ich weiß aus Got⸗ 5. O hoͤchſt⸗verblendte tenaa tes lehren, Daß ſchlechteſſinnen! Bedenkt des le⸗ Ichee zuverſicht Auf ihren glanz bens ſchluß, Wenn euer t, Daßdut zu ſetzen: Ein rauch ver⸗ geiſt von hinnen Vor jenen gaden h dhh geſchwind, Und ſo richter muß. Was kan euch lieht ihr ergetzen Auch dann erretten, Wenn alles 1 üßen tri V e— enan ſchneller, als derivind. flieht und faͤllt, Was euch ua 2. Verſuchungs netz und mit thorheits⸗ketten Anizt 4 ſtricke Verfolgung haß und gefeſſelt haͤlt? at, duſt blicke, Erbitterung und banden, KEer! reiſſe mi „ blicke„ Erbitter dbanden,§Err! reiſſe mich rum 1 ſtreit Umgiebt die, ſo mit dochlos; Mach allen ſtolz hua ſorgen Nach ruhm und eh zu chanden, Mach meine kein et re tehn: Sie muſſen oft jebet 9 vor morgen Mit ſchrecken und erhaben, Ich arm, ge⸗ aat untergehn. ring undklein; Drum laß aia 3. Die welt fuhrt groß auf meine gaben Mich nicht rng m gepräͤnge Und unerlaubte vermeſſen ſeyn. ſchen fach pracht: Der ruͤhmt der guͤ⸗ 7. Wil mich die welt necht dus ter menge, Der undes ſer perachten So geb ich mich M ne macht, Der dritte ſchoͤn darein; Wirſt du nur mei⸗ heit, kuͤnſte, Vergnuͤgen ner achten, Kan ich ver⸗ Bbbz gnuͤget ain ſten nie vernichte, In her ſuuſtun geld; Und alles der ehren⸗krone tracht, Die ſelber nicht, Vergitzt, das neid, Groll, hader, ſaure 6. Entreiſſe mich den emuht gros. Du biſt hoch gnuͤget ſeyn. Der eitle pracht iſt ſchaden, Die ruhmſucht nur betrug. Bin ich bey dir in gnaden, So hab ich ehre gnug. Mal. Wer nur den lieben GOtk. CCgein GOtt! 652. Ken wohneſt in der hoͤhe, Und ſiehſt auf das, was niedrig iſt. Weil ich nun auf der erde gehe, Und du ein HErr des him⸗ mels biſt; So gib, daß ich in meinem ſinn Der de⸗ muhtſtets ergeben bin. 2. Was bin ich denn? nur aſch und erde, Ein ar⸗ mer wurm, ein maden⸗ haus. Wenn ich nun ein⸗ mal ſterben werde, So traͤgt man meinen ſtaub hinaus. Das praͤge mir doch fleißig ein, So werd ich gerne niedrig ſeyn. 3. Der hochmuht iſt ein ſchlupfrig pflaſter, Das vie⸗ len ſchon den fall gebracht. So weiß ich auch, daß die⸗ ſes laſter Aus engeln teu⸗ fel hat gemacht. Behuͤte mich fuͤr dieſer bahn, Die dein freund„ welt dir gefaͤllt. Hapfen treten, Der hier 3 demahr. ſäber 3. an ſonſt nicht erhoͤr⸗ d beten, Ich ſtuͤrz mich ſonſt in die Lefahr„Daß mein gebeht dir zum ver⸗ druß Und mir zur ſuͤnde, werden muß. ch 258 Von dem heiligen Leben und hriſtlichen Tugenden 4. Die hoffart hat dir nie gefallen, Du biſt und bleibſt den ſtolzen feind. Du liebſt die herzen unter allen, Aus welchen wahre demußt ſcheint: Der iſt t eu der in der in Sich ſelber nicht nur in .3. Laß mich in Chriſtt i 8 iit ih weale ſödene Kehvrd 6 dam tund Und daß ſich nur dein ruhm in. vermehre: So praͤge mir in arſe d 0 und ſchatten, und kein licht. Geicht zur hoͤlle führen kan. Drum laß der tugend gräten und zwar von der Geduld. Und GOttes weiſem va⸗ ter⸗wink Sich willig uͤber⸗ laſſen, Sowol bey truͤber noht und pein, Als bey ver⸗ gnuͤgtem ſonnenſchein. Ge⸗ duld erhaͤlt das leben. 2. Drum auf, mein herz⸗ verzage nicht, Wenn dich ein leiden druͤcket; Flieh nur zu GOtt, deß freuden⸗ b lcht Mit troſt und kraft erquicket. Er kroͤnt dich oft mit vater huld, Drum b kuͤß die ruhte mit geduld. Geduld kriegt muht und kraͤfte. 3. Nur friſch im glau⸗ bes ort er ſriſe Bis ſi l der ſturmwind leget. Im kreuze wird die luſt det daͤmpft, Die ſich im flei⸗ Iſche reget; Der geiſt kriegt neue kraft und muht, Daß jer in GOtt gelaſſen ruht. ge⸗Geduld erlangt viel gnade. 4. Es wird auch keiner dort gekroͤnt, Als der hie recht geſtritten. 3 der wird dermaleins verhoͤhnt, tſuſ groͤßten ſchein Bey mir ſt ruameger demuh ſe. ſter ſi ilf, daß i in 1 dde t Aena,. aß ich, he hanen vonſtolz und hoffart frey, 4 eni Die eitle pracht von au⸗d d dauſt ßen meide, Und demuhts⸗ ſibe näir voell im herzen ſey. GOtt u. ſieeht nicht auf das ſchlechte mihi 3 leid, Er liebt des herzens teen,Ni niedrigkeit. 4 ſeben. ib, daß ich mich onſt 1 8 itt nid uterhebe zu Pas „Ihſihh wir alle bruͤder a de ein a ich dem kleinſten ehre⸗ gebe, eht dr ua Llls der ſowol, als ich, dein d mr kind. Der tod macht end⸗ lich arm und reich, Auch tt un ſchlecht und hoch einander ler 5 gleich. 1 ewid 10. Auch laß mich dir ich nurd 3 bey allem leiden In de⸗ Som muht unterworfen ſeyn. rnken, Dort wirſt du mich mit eh⸗ irr dr ren kleiden, Nach ausge⸗ it all ſtandner ſchmach und pein. Denn wer ſich ſelbſt ernie⸗ ih: deige hie 3 Steht ort ge⸗ moben/U— Von der Geduld. ſnr a Mel. Es iſt das heil uns ꝛc. en, N siſt gewiß ein , 653. Ge ſewinn den,udin uch, g/ — Sich in gedul zu faſſen, Der nicht getroſt gelitten. Doch dem, der Ehriſti joch 1 ie traͤgt, Wird Chriſtii ſchmus dort angelegt. Ge⸗ uld erlangt die krone. Bbb4 5. GOtt eer unt geduld: Regzerr 5 duld as 8 iſt deine gabe: Drum gib ſie mir nach deiner huld, Weilich ſie noͤhtig habe. Laß mich im leiden, kreuz und pein Hier meinem JE⸗ rahnlich ſeyn, Bis ich ihn dort umfaſſe. Mel. Wer * eA Cein GOtt! 674. S du biſt von nurden lieden Ott. bber guͤte, Und traͤgſt uns u auch mein gemuͤhte, Da⸗ 8 — = hti — 6 4 1 — ——— 4. Mir iſt die zuͤchtigung ſo nuͤtze, Als meinem leibe taͤglich brod: Denn wennich ſtets in roſen ſitze, Stinzt ſicherheit mich bald in noht. Drum hilf, daß ich aufjeden in ſchlag Die vater ⸗ruhte kuͤſ rh ſenmaa. 5. Behuͤte mich, daß ich im kreuze Mit murren oder ungeduld Dich nicht n zum zorn und ſtrafe 8 u Denn alſo bin ich ſelber i 5 ſchuld, Wenn nürdest a — — — — — 1 ſteu 3 duddi bin der bmn der hinterlaſſen, In welchen GOttes lam! Der am wfer in ich ihm folgen ſol. Ach ſſchweren kreuzes⸗ſtam ns „was h. laß mich, HErr! ein herze der ſuͤnden laſt entladen; 1 tar bati faſſen Ihm nachzugehn Und du guter fnedeus zu ſeumd durch 5 1 elt. dn daß ich in gelaßnem ſinn heißtt.. ndeineſe 3 lde IEſu aͤhnlich 2. Ich bekenne dir mit e Von dem heiligen eben nd chriſtlichen Tugenden ſcheuen, Finden ſeine ruhe 6. Was du wilt, das nicht“. Laß mich dieſes ſol geſchehen„Was uns rlend fliehen, Gib mir gna⸗ ſchaͤdlich, wilt du nicht: ſ, Die du ſelbſt Nur vergib mir das verſe⸗ de, deiner la edu ſell rdas verſe⸗ getragenhaſt, Willig mich hen, Wenn mein wille wi⸗ zu unterziehen, Daß mein derſpricht; Nur vertreib in Erj von unmuht frey, Und imkreuz gelaſſen ſey. Matth. 11,29. 4. Laß dein ſchickſal mi vergnugen, Wenns auch misvergnuͤgen ſchickt; Denn ohn unſers GOttes füͤgen Wird uns nicht ein haar entruͤckt. Gib, daß dis mein herzerkennet/ Gib ein dankbares gemuͤht/ Das auf deine ſchickung ſteht, Und dich kindlich vater! nennet; Das, wie Iſaac“, aus meinem herzen Sor⸗ en, trauren, ungeduld, rcht und angſt um deine huld, Und die allzugroße M ſchmerzen; Daß ich unter deiner treu, Stark im uͤber⸗ im indenſey. 7. Gib mir mitten betruͤben Ein vertraͤgliches gemuͤht, Das auch feinde weiß zu lieben, Und die i eigne rache flieht. Wink i ertraͤgt, Was der vater auf erlegt. 1.* B. Moſ. 22, 6. ke Und begierden faſſe du 3. Zeige, daß mir boͤſemſf kinde Rur was wenigs wi⸗ derfaͤhrt; Weil auch meine kleinſte ſuͤnde Schon derſ⸗ groͤſten plagen wehrt. Laß mich keine pein ermuͤden; Mache mich getroſt und ſtill, Daß ich noch mehr lei⸗ Mel. Wer nur den lieben Gott. r Eßein GoOtt! 656. 8 50. Sichwart auf deine ſtunde, Ob ſie gleih den wil, Wenn dein raht es nicht geſchlagen hat. Ih ſo beſchieden: Wird dein habe dieſen troſt zum grun. i , name nur geehrt, Und mein de: Bey G Ottiſt immer u wahrer nutz gemehrt. r 4 raht und that; Dein wort ul b wird it mitten im ain und worte, ſinn und wer 5 nn u. 3. von der Gelaſſenheit u. zurdm ütdadt b ſFn 0o ihwm 4 du wilt. nur mit mir, wie dirs ge⸗ ringt und kaͤmpft mit dir; und bleib auf mir; Dein macht. un dein wort wil ich felſen wird endlich doch erfuͤllt, Die ſtunde komme, wenn 2. Ich bin, mein Gott! in deinen haͤnden, Machs faͤllt. Ich wil mich nach den bergen wenden“; Es ſey dir alles heimgeſtellt. Die huͤlfe koͤmt allein von dir, Mein beſter helfer! hilf dumir. Pſ. 121,1. 3. Wenn furcht und hoff⸗ nung in mir ſtreiten; Heißt mich der glaube ſtille ſeyn: Ich ſehe deine hand vom weiten, Die wirdmir troſt und kraft verleihn; Ich werde, HErr es wird ge⸗ ſchehn! Noch luſt an deiner gnade ſehn. 4. Mit Jacob geh ich dir entgegen, Mein glaube Ich laß dich nicht, gib mir den ſegen, Dein ſegen ruh⸗ ſegen iſt, der mir die nacht Zur ſchoͤnen morgenroͤhte . Nur deiner allmacht wil ich trauen, Die allen kummer aͤndern kan. Auf bauen, Du haſt geſaget: ruf mich an; 1of nun, ich rufe nun, Du wirſt nach deinem worte thun. 6. Beleg mich nur mit allen ſchmerzen: War JE⸗ mann, Und dieſem greif ich nach dem herzen, Ich weiß, daß michs nicht laſſen kan; Ihm bricht ſein herz, ſein mund verſpricht: Ich laß dich nicht, ach! laß mich nicht. b Don der Gelaſſenheit in GOtt. ſus doch der ſchmerjend. und Zufriedenheit euh 76 Vondem heiligen Leben indchriſtlichen Tugenden euch zu ſorgen. Alles/ was euch nuͤtzen kan, Iſt ihm unverborgen. 3. Was der weiſe GOtt nur thut, Was er ſchafft auf erden, Das muß uns ggewißlichgut, Underſpries⸗ lich werden⸗Giengengle ddie ſachen nicht, Wie wir gerne wolten, Und wie ſie, nach unſerm licht, Etwa gehen ſolten. 4 Drum, oweiſer GOtt dir ſey Alles heimgeſtellet; Leite mich nach deinertreu, es mir gleich wunderlich Hier auf dieſer erden; Laß mich nur, ich bitte dich, Endlich ſelig werden. Wie es dir gefaͤllet. Geht ſallem kummer los. — den nacht und tag Mit furcht und ſorgen ſinnen, Wie ſchla en, Was dich zur er⸗ en biegt, Was dir mit angſt und klagen Auf dei⸗ nem herzen liegt; Das wirf in ſeinen ſchooß/ Und mache deingemuͤhte/ Durch troſt auf ſeine gůte, Von ————.——————— 4 ——x — mer! newe 4. Er wird dich wol ver⸗ i V ſorgen, Und beſſer, als man denkt; Werweiß/ wie nah der morgen, Der dir ſegen ſchenkt, Auf den —— —. Mel. Von G Ott wil ich nicht 7 .ro Sdas hilfts 658. G das! mi quaͤhle Durch dis und jenes leid? Entreiß dich, meine ſeele! Doch aller traurig⸗ keit: GOtt machet alles wol, Erwirds auch ferner machen, Wie dirs und dei⸗ nen ſachen Zum beſten die⸗ nenſoll. 2. Du wirſt doch nichts rwinnenWitſt du gleich doch nicht haſſen, Noch m —— die hoffnung blickt. Ein herz, das ihm vertrauet/ Uind äubig auf ihn bauet Wird doch zuletzt erquickt. 5. Ach! wenn wir nur bedaͤchten, Wie trenlich er es meint! Er ſorgt fuͤr die gerechten, Und iſt ihr her⸗ zens⸗freund. Siehts gleih gefaͤhrlich aus, Kan er ſie 8 — derunruh laſſen, Er reiſt ſie endlich drdaus. 6. So Pasi kagen ge nen ſchen gemuhteie eine gute” merlot. ird dichwt ind beſſt „Werti So fallich demm mit freuden In GOttes arme 4 1 ihm ſcheiden, Weilich ſein was er mir auserſehn, GOtt mich fuͤhrt, bin i ſchluß zu ehren. Wcha ö ſeinen haͤnden. Wie er 8 u. von der Gelaſſenheit u.⸗ hin. Richts kan mich von eigen bin. Er bleibt auch ewig mein, Und wird mir alles geben, Was meinem ſtand und leben Wird gut und ſelig ſeny. —— vater willen. es ſchicktund mit mir fügt⸗ Wie er es ſelbſt wil wen⸗ heimgeſtellt: Er lenkes, wie esihm gefaͤllt Zum leben oder ſterben. 4. Wie GOtt mich fuͤhrt, ſo geb ich mich In ſeinen Scheints der vernunft gleich wun⸗ Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc 6(Sie 602T 6 59. o mich fuͤhrt, ſo wil ich gehn, Ohn alles eigne waͤhlen. Geſchieht, Wird mirs an keinem ſeh⸗ len. Wie er mich fuͤhrt ſo geh ich mit, Und folg ihn willig ſchritt vor ſhrit, kindlichem vertrauen. 2. Wie GOtt mich fuͤhrt, ſo bin ich ſtill, Und folge ſeinem leiten; Wil gleich des fleiſches eigenwill Jam oͤfters widerſtreiten. Wie 1 n bereit, zeit und auch in ewigkeit Stets ſeinen Wie GOtt mich fuͤhrt bin ich vergnugt, Ich ru derlich; Sein raht wird doch erfuͤllen, Was er voll lieb und treu bedacht, Eh jer mich an das licht ge⸗ bracht; Ich bin ja nicht mein eigenn. e er ee mich fuͤhrt, ſo bleib ich treu Im glau⸗ ben hoffen, leiden: Steht er mir nur in gnaden bey, Was wil mich von ihm ſcheiden? Ich faſſe mich im glauben feſt; Was GOtt mir wiederfahren laͤßt, Muß mir zum beſten dienhnen. 6. Wie Ott mich fuͤhrt, ſo wil ich gehn, Es geh durch dorn und hecken. GOtt laͤßt ſich nicht vom anfang ſehn; Der ausgang wird entdecken, Wie er, nach ſeines vaters raht, afriedenheitinGOtt. 765 den; Sey ihm hiemit ganzuul Mich treu und wolgefuͤhret hat; ee Vendemheltge ebenendchnfllcencrgemen herz gewoͤhnſt und lehrſt, 5 hat; Dis ſey mein glau⸗ ens⸗-anker.„ Nur GOttes willen zu er⸗ Mel. Wer nur den lieben GOtt. 660. Beiehle dem deine wege, Und mach dich gller ſorgen los; Vertrau dich deſſen vater⸗pflege, Dem nichts zu wichtig, ſchwer und groß, Das er, 9 ſeines namens preis, Nicht herrlich auszufuͤhren weiß. 2. Wo du ihn nur ha rahten laſſen, Hat er es im⸗ mer wol genzacht: Denn was dein enken nicht ban aſſen, Hat er ſchon laͤngſ vorher bedacht. Wie die ſes nun ſein raht erſehn, So muß es, und nicht an⸗ ders, gehnn. 3. Wie wirſt du deine lebens⸗tage Von mancher kummer⸗laſt befreyn! Wie ſt leicht wird dir die noht und plage In dieſem jammer⸗ thale ſeyn: nichts wuͤnſcheſt auf der welt, Als was GOtt wil undihm gefaͤllt. 4. Dir wirds an keinem 1 aute fehlen, Wenn du dein Wenn du D waͤhlen, Und deinem eignen nichts mehr auf dieſer uns gefaͤllt. 5. Mach IEſu! meine willen wehrſt. Uns taͤuſct welt, Als eigne wahl, die 1. meiner ſeelen an, So hal ich, was ich wuͤnſchen kan. wuͤnſchen ein. 7. Indeß, mein h geboren war fen zugezaͤhlt. 8. Dir ſey au baAnuen 6. Ich weiß, du thufts; ſeſt deine, Sie koſtet dich dein theures blut: Und ll⸗ dadurch mach ſie ſchoͤn und iu reine; Laß dis dein mir iſſi vertrautes gut Den end⸗ i zweck meiner ſorgen ſeyn; inii So trifft mein ganzes ihe 3 eil! g ets geprieſen Fur d ſorgfalt, die du mir, 5 ich erwieſen; u alle dem vergnuͤgt, Was i deiner weisheit gnaden⸗ ulr wille Mit mir und meinem u, leben fuͤgt. Nur nim dich um 1 da du mich, ſuͤßer JEſu! dir Zu deinem eigenthum in erwaͤhlt, Und deinen ſcha 28 und lob gegeben, Daß du e db Kchen, Wmn vei,uth rine, Seei veuresbhu jach ſiſt rner ſorga mein ge dein raht⸗ſchluß mit mir hſen mir der heiſſe wunſch ge⸗ deſgren Erkenne, wie dein weeiiſer ral gemeinet hat. noht Wijch of weiß zu er⸗ 1 halten;. nurwalten. iſt wol gethan, Er kan a mich nicht betruͤgen. Er hab geduld; Er wird mein in ſeinen haͤnde ver⸗ orget haſt. Denn was thut, Iſt alles liebreich, nutz undgut. 9. Dort preiſ ich deiner 5 thaten Dereimnſt erſt in vollkommenheit, Wenn rahten, Daß ich in jener er raht Es wol mit mir —a von der Gelaſſenheit u Zufriedenheit in GOtt. 76 0 mich armen erden gaſt 85 dieſem meinem ganzen le⸗ mh ben So gnadenrei 3. Was GOtt thut, das ſiſt wol gethan, Er wird mich wol bedenken. Er, mann, Wird mir nicht gift ich auf ihn bauen Und ſei⸗ ner gnade trauen. 4. Was GOtt thut, das iſt wol gethan, Er iſt mein llicht und leben, Der mir n freud und leid; Es 1 ²(Sas 60TT 66I. I thut, das iſt wol gethan, Es bleibt ge⸗ recht ſein wille: Wie er faͤngt meine ſachen an, Halt ich ihm willig ſtille. Er iſt mein GOtt, Der in der rum laß ich ihn 2. Was GOtt thut, das fhret mich auf rechter ahn, Drum laß ich mir be⸗ hwügen An ſeiner huld, Und es meinet. iſt wol gethan: Muß ich den kelch gleich ſchmecken, Der bitter iſt nach meinem wahn, Laß ich mich doch nicht ſchre en, Weil er zu⸗ lezt Mich doch ergetzt Mit ſuͤßem troſt im herzen: Da weichen alle ſchmerzen. 6. Was GOtt thut, das iſt wolgethan, Dabey wil ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe bahn Noht, tod und elend trei⸗ ben; So wird GOtt mich Knglüc wenden Es ſteht Ganz vaͤterlich In ſeinm armen als mein arzt und wunder⸗ 5. Was GOtt thut, das nichts boͤſes goͤnnen kan Ihm wil ich mich ergeben oͤmt die zeit, Da oͤffentlittch erſcheinet, Wie treulichen 1 1 5 b— 768 Von demh eiligen Leben und Vrflchen Lngenden armen halten: Drum laßſſuͤnden In gnaden ganz ichihn nur walten. entbinden, Durchſtreichen — meine ſchuld; Er wird d u P Mel 1Naneahenal waͤlderꝛ.. mein verbrechen Nicht ich GPon alien mei⸗ ſtracks das urthell ſprer iig 2 nen thatenſchen; Ich weiß er hat mit at Laß 9 den hoͤchſten rah⸗ mir gedull.. ſh ten, Der alles kan und hat. 6. Leg ich mich ſpaͤte nie⸗ 9 Er muß zu allen dingen, der, Erwach ich frälhe wit 1 Sols anders wolgelingen, der, Lieg oder zieh ich fort Selbſt geben ſegen 1 iahi 3 n ſchwachheit, no bt und und that. anden, Und was mir ſtoͤßt in 2. Vergebens iſt mein zu handen; Sotroͤſtet mich ein ſorgen Vom abend bis zum zumeraß tig wort. ¹ ſu morgen, Vergebens muh 7. Hat er es denn be⸗ und kunſt. Er mags mit ſchoffen, So wil ich unver⸗ meinen ſachen Nach einem droſſen An mein verhaͤng⸗ 6 willen machen, Ich ſtells in niß gehn; Kein unfall unter ii ſeine vater⸗gunſt. lallen Wird mir ſo ſchreck⸗ hſenm 3. Es kan mir nichts g lich fallen, Mit GOtt werd 3 b ſchehen, Als was er ſelbſt ich ihn uͤberſtehnn. ſi verſehen, Und was mir ſe⸗ 8. Ihm hab ich mich er⸗ lig iſt. Ich nehm es, wie geben, Zu ſterben und u ers giebet; Was ihm von leben, So bald er mirge mir beliebet„Das hab ichbeut; Es ſey heut oder auch zum zweck erkieſt. morgen, Dafüͤr laß ich 4. Ich traue ſeiner gna⸗ſorgen: Er weiß dierechte b dn Die mich fuͤr allem hetgen. zeit. 1 bar Und allem uͤbel 9. So ſey nun, ſeele el dei 1 ſ ütt, Leb ich nach ſeinen ne, Und traue dem alleine, ſaͤtzen, So wird mich nichts Der dich erſchaffen hat. ECs verletzen, Nichts fehlen, gehe, wie es 6 hes ns 1 Dein was mir ewig nutzt. vater in der hoͤhe 85 Er wird mich meiner ſchon zu allen juen ra 3 an Sowüttn⸗ en mein me Keinunfä Ird mir ſot erſtehn. en habicßmt Jafethenn do bald erm. az ſey het Dafüräa Er weißder Seit. 663. G in allen wal⸗ h ten, Er mach es, wie es 7 gerne ſtille halten, Solang ſeelen⸗ſchaden Durch viel erſcharrtes geld und gut! reichthum in die hoͤllen⸗ Mel. Wer nur den lieben G Ott. ihm gefaͤllt. Ich wil ihm ich leb in dieſer welt. Wie er, mein lieber GOtt, es fuͤgt, So iſt mein herz auch wolvergnugtt. 2. Gehts gleich nicht ſtets nach meinem willen, Stuͤrmt gleich ein unfall auf mich zu; So kan mich GOttes wille ſtillen, Denn der allein ſetzt mich in ruh. Ich bin mit allen, was er fuͤgt, Von ganzem herzen wol vergnugt. 3. Iſt mir nicht großes gut beſchieden, Bin ich nicht reich, noch hoch ge⸗ ſchaͤtzt: Ich bin mit meinem theil zufrieden, Wenn an⸗ uvon der Gelallenheitu.Zufriedenheit in GOtt. 60% glut! Deshalben leb ich wol vergnuͤgt Mit dem, was GOtt mir zugefuͤgt. 5. Ich ſtrebe nicht nach ſebe uffen, Viel ſichrer iſt der mittel⸗ſtand: Wie mich der hoͤchſte GOtt be⸗ rufen, So folg ich ſeiner gnaden hand. Wie ſei⸗ So bin ich auch ſehr wol vergnuügt. .Wil mir die gluͤckes⸗ ſonne lachen, Soacht c ihre reizung nicht; Au laß ich mich nicht zaghaft machen, Wenn alles un luͤck aufmich bricht. Ich din getroſn und hoͤchſt⸗ver⸗ gnuͤgt, Wie meingetreuer GOttes fuͤgt. 7. Ich ſeß in GOttes hand geſchrieben, Der ſelbſt mein haar gezaͤhlet hat; dre großes gut ergetzt. Ich Drum kan mich keine noht 9 bin mit wenigem vergnugt/ Weil GOtt nicht mehr n michgefugngtt. 4. Wie mancher faͤllt in Wie mancher faͤllt aus GOttes gnaden Durch betruͤben, Michtrifft nichts ohne GOttes raht. Jch lebin allem wol vergnuͤgt, Wie mein getreuer GOtt es fugt. 8. Mein will ſol iich feſt verpflichten, Sich ſo im leben als im tod Nach ſei nem vater⸗wink zu richten; ne macht es mit mir fugt, Von demheiligen Leben undchriſtlichen Tugenden 22 Vondem heue So ſchreckt mich weder angſt noch noht; Weil ich mit dem, wie GOtt es fuͤgt, Im leben und im tod Mel. Wer nur den lieben GOtt. —(78èch weiß, es 664. J kan mir nichts geſchehen In meiner ganzen lebens friſt, Als was des hoͤchſten raht ver⸗ ſehen, Und was mir nis und ſeelig iſt. HErr! mach es, wie du wilt, mit mir, Ich bleibe dennoch ſtets an dir. 2. Du leiteſt mich ber meiner rechten, Und fuhreſ mich durch wol und weh: Du biſt mein licht intruͤb⸗ hals nächten„Mein leit⸗ ſtern auf der jammer ſee. HErr! mach es, wie du wilt, mit mir, Ich bleibe dennoch ſtets an dir. 3. Du magſt mich kuͤſſen oder ſchlagen, Ich weiß Doch, daß du vater biſt. Dein herz kan mir ja nichts verſagen Was meiner ſeele ſeligiſt. HErr! mach es wie du wilt, mit mir, Ich mach es, wie du wilt, mit mir, J 3 4 Drum ſol mein he doch ſtandhaft ſtehen, Oh il mancher wind des kreuzes ſi weht; Es kan mir niemals ten uͤbel gehen, Wenn es nach uinl Gottes willen geht. HErr! d — — 1 ch bleibe dennoch ſtets an dir. 5. Mein GOtt! dir bleib ich ganz ergeben; HErr! leite mich auf rechter bahn Und nim mich einſt nach dieſem leben Mit gnaden undmit ehrenan. HErr! al mach es, wie du wilt, mit mir, Ich bleibe dennoch ſtets an dir. b Mel. VonOtt wil ich nichtn 2 Tol ich nach 665. ch i 8 deinem win⸗ ken, O vater! ſeyn ge⸗ kraͤnkt? Sol ich den beche ol ich des kreu ich lebe/ ———— — — — — 4 — —— — —— — 4 Mi t. 4 4 1 — — —— — 1 1 — ——— — 1 — —— 4 mn * kei 4 N ſ den mich: Dir iſt ja un bleibe dennoch ſtets an dir. verborgen, Was inn ⸗mn auſe zaft ge ind d tng cen nirna 1 Wemn 4 lengeht. wie dar tiete n r.. 1GOtt ergeben, wie du wi h bleibew rr. SOuuſäg ol ih! a unve holen: Drum ſey dirs an⸗ befohlen; Du weißt ja, erdirbt/ Des ge ſtes neues leben Wird ſich rt laſſen In einfalt, als ein lind, Und gehe meine ſtra⸗ a. hen, Bis ich den ausgang iind: Ich wil in hoffnung ſchauen, Und ihm die noht 6. Ich weiß doch, daß unn mein leiden Mir nutz und auſerlich Die matte ſeele quahlt. Dir iſt es unver⸗ was mir fehlt. 3. Wilt du es von mir nehmen, Wolan ſo dank ich dir: Sol es mein fleiſch noch zaͤhmen, So fahre fort mit mir, Und ſchlag, oreiner geiſt! In meinem herzen nieder, Was dir an mirzuwider, Was boͤsund ſuͤndlich heiſt. 4. Und kan ich nicht ver⸗ ſtehen, Warum bald dis, bald das Bisher an mir ge⸗ ſchehen, Warum ohn un⸗ terlaß Mich kreuz und leid gedruͤckt: So wirſt dus offenbaren, Und werd ich noch erfahren, Warum du's zugeſchickt. Drum bin ich nur ge⸗ ſtil Auf moinen JEſum vertrauen, Bis er mich ret⸗ ten wil. uz. von der Gelaſſenheit u Zufriedenheitin GOtt⸗77r p ſelig iſt. Denn alſo lern ich meiden Der ſuͤnden ſchlangen liſt; Mein ſuͤn⸗ den-leib verdirbt, Des gei⸗ je mehr erheben, Je mehr das alte ſtirbt. 7. Da lebt mein heil ver⸗ borgen, Wo ſich mein lei⸗ laſt der ſorgen Die ſeele niederbeugt; Da iſt er ganzgewiß Mit ſeiner lieh und ſegen Im herzen ſelbſt den rikß. 8. Drum ſeele ſey zuxä frieden, Und dulde deine pein, Es wechſelt ſtets hie nieden Bald ſturm, bald ſonnenſchein. Schau an die zroße zahl/ Die mit dir auf ſ em wege; Und werde ja nicht traͤge, Iſt gleich der weg ſehr ſchma9l. groß; So denk, was andre tragen, Die elend, nackt und blos/ Ja gar gefangen ſind, Die freund und feind verlaſſen, Und als ein ſcheu⸗ ſalhaſſen; Denk, was ihr her envinde. 4 ere denzeigt. Wo kreuz u zugegen, Und ſtehet vor 9. Meinſt du, daß deineu plagen Zu uͤberhaͤuft nd w dch 772 Vondemheiligen Leben undchriſtlichen Tugenden 10. Ach ja! ſo denk ein jeder Undtroͤſte ſich dabey: — walten, Wie deine hand mich fuͤhrt. b Es treffe Chriſti glieder So viel und mancherley, So manche leidens⸗art, So manche noht und ſchmerzen; Die ſich in from⸗ men herzen Durch leiden offenbarrerr. I. Drum ſprich: mein GOtt lichleide, Was mei⸗ ne ſchuld verdient; Weil ich in luſt und freude Mi⸗ ſonſt zu viel erkuͤhnt; I lebte nach der welt. Du biſt gerecht, drum richte, Und mache ganz zunichte, Was mich von dir abhaͤlt. 12. Ich kuͤſſe deine ruh⸗ te, Und beuge mich vor dir, Bis in dem fleiſch und blute Die fuͤndliche be⸗ gier, Die mich zum boͤſen treibt, Nebſt allem zornge⸗ daͤmpfet, Damit, wenn der bekaͤmpfet, Der liebe herr⸗ ſchaft bleitt. 13. So wil ich dich er⸗ heben In allem kreuz und leid, Und dir gehorſam leben In zeit und ewigkeit. Wenn dis das kreuz ge⸗ biert, So hab ich gnug er⸗ halten, Und laß dich ferner, — — Mel. Wer 38 den liebenGOtt. , ch habe ſinn 666. Gund herz er⸗ ig heben In meines GOttes herz und ſinn. So banic ohne ſorgen leben, Weilic bey ihm imſegen bin. Dis glaubens⸗wort zieht viel nach ſich: GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 2. Zwar mich bekuͤm⸗ mern manche ſachen; Denn was ich ſuche, find ich nicht. Viel naͤchte muß ir ich ſchlaffbos wachen, Wo ſan oft das herz in thraͤnen iif bricht. Doch meine ſeele faſſet ſich: GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. 3. Zwar kehret mir das gluͤck den ruͤcken, Und ſein geſicht ſtets andern zu; Wohin die truͤben augen blicken, Da ſeh ich nichts zu meiner ruh. Doch dis allein vergnuͤget mich: GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaterlich... 4. Ach ſchon in meinen uu — — —— — —— —— — — — * beſten tagen Bin ich an ereuz und leiden alt; Aüln 1 V Ie dr S d ſe Mund c menesece 2 GOtt ſ Jvaterlih ar kehretm ruͤcken, — — . —— — — — — 4— — — — 4=— ———— — — — — = — ferdun der gedanken Sich in ſi die ſorgen auf ſich nimt? es morgen, Was mir ſein vater⸗herz beſtimt. un mich: GOtt ſorgt fuͤr mich 8. So bleibt mein herz u. 3. von der Gelaſſenh eit u. Zufriedenheit inGOtt. 723 J ich wils geduldi tragen: Wer weiß, es andert ſich wol bald. Denn dieſes troſt⸗wort ſtaͤrket mich: GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaterlich. 5. Wie koͤnnt ers uͤbers herze bringen, Daß er mich ließ ohn huͤlfe ſtehn? Mein ſeufzen wird mir wol ge⸗ lingen, Und alles noch nach wunſche gehn. Sein theu⸗ res wort verſichert mich: GOttſorgt fuͤr mich recht vaͤterliih. 6. Ich wil nicht mit mir ſelber zanken, Wie dis und Weil man durch unru das noch kommen reh e Dieweil ich ſelber nur verirrt. Gnug dieſer troſt erguicket mich: GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. b 7. Und nun, weswegen ſolt ich ſorgen, Da GOtt Koͤmts heute nicht, ſo koͤmt An ſolche hoffnung halt ich ſin GOtt gelaſſen, Und ru⸗ kan mein ſinn ſich freudig faſſen Auch mitten in der traurigkeit; Ich ſprech lihm zu: gedulde dich! GOtt ſorgt fuͤr mich recht vaͤterlich. Mel. HErr JEſu Chriſt du ꝛc. „(die mein ge⸗ 667. G treuer va⸗ ter wil In allen ſchweren ſachen; So halt ich ihm gehorſam ſtill, Und laß ihn ferner machen. Er wird ſchon, wenn mirs nuͤtz und ſteh in ſeiner hut, Fuͤr meine wol⸗ fahrt wachen. 12. Ob ich gleich denke dis und das, Mit hochbe⸗ truͤbten ſinnen; Ob ich Was ich doch ſoll beginnen: So kan ich, durch mein herzeleid, Der groͤßten wi⸗ derwaͤrtigkeit Doch nie was abgewinrn. 3. Drum laß es gehen, wie es geht, Und meine thraͤnen flieſſen; GOTT wird ſie, weil es bey ihm ſteht, Zu rechter zeit ver⸗ Ccc 3 het in zufriedenheit. Sou gleich ſorg 25 unterlaßf, b ſuͤßen: b 224 Von dem heiligen Leben undchriſtlichen ugenden i fuͤßen: Sein liebreich herz wird ſchon einmal Sich uüber mich, nach dieſer quahl, Mit lauter gnader⸗ gieſſen. 4. Indeſſen leid ich mit geduld, Bis GOtt ſich wie⸗ der finde; Denn dis und mehr hab ich verſchuldt Mit meiner großen ſuͤnde: Ich weiß, GOttreißt mich wunderbar Noch ſolcher⸗ maaßen aus gefahr, Als ich jezt nicht ergrunde. 5. Wirſt du nur ferner, GOtt mein hort! Des zweifels mich befreyen Und mir im glauben durch dein wort Beſtaͤndigkeit verlei⸗ hen; So weiß ich, daß mein roßes leid, Samt aller wi⸗ derwaͤrtigkeit, Mir muß zum nutz gedeyen. Mel. O 20n du frommer ꝛc. 2(Aailt du dir, 668. G meine ſeel! Von dem gedanken ma⸗ chen, Das nicht zu aͤndern teht? Beſiehl GOtt alle ſachen: Was ich nicht faſſen kan, Da weiß der hoͤchſte wol, Wie er zu ſeinem preis 2 Z. Elender erden wurm 3 Der ſo viel tauſend jahr Die welt regieret hat? fortan Blos, wie es dir ge⸗ faͤllet. Obs gleich oft ſelt⸗ ſam ſcheint; So iſt doch endlich gut, Was deine weisheit thut. Daß alles mir, und auch moͤge ſeyn. ſchwach: Doch, HErr laus alles Noch alles richten ſoll. Wilt du gen himmel ſtei⸗ gen? Du arme kreatur! ilt du dem ſchoͤpfer zei⸗ en, Was er anordnen ſoll? Bedarf der jetzo raht, 3. Ach nein: dir, großer GOtt! Sey alles heim⸗ Feſteller Mach du es auch 0 wunder⸗macht Und hoͤchſte i 4. Indeſſen wolleſt du, O vater! nur verleihen, Zum beſten muß gedeien Demorte wo ich bin: Da mit es insgemein, Und mir inſonderheitErtraͤgiich 5. Zwar iſt mein glaube lauter gnaden Gib, daß es n heilſam ſey, Und mir nicht i koͤnne ſchaden, Wie wun derbar ſichs kehrt; Denn ſteht bey dir; Ich wil A auch dir allein Drum dan⸗ tenfurund ſir.. 9. ſtnM ga mf gieretze 1acht Undde Mt. rſen wolit Anar vettt 2 mir/u⸗ 2n ſu 3 weichtu gemen, retheitertn Li nneit dir ſey ehre: Dein lob, o JEſu Chriſt! Dein lob zen erden kreis. — GEdch hab in Got⸗ 669. G tes herz und ſinn Mein herz und ſinn bin deß kind, Der tod und anoch ſo traurig er mir doch gewogen. 1 mein geiſt wweiſt, Wird er mich ſchon . 3;Er hat mich ſelber zu⸗ uz von der Gelaſſenheit u. Zufriedenheiti GOtt. 775 . GOS vater! dir, nicht uns, Nicht uns, nur ſich immer mehre: Nur dir, GOtt heilger geiſt! Nur dir ſey ewig preis Fuͤr al⸗ les, was du thuſt Im gan⸗ Md. Was mein GOtt wilꝛc. ergeben. Wasboͤſe ſcheint, iſt mir gewinn, Der tod ſelbſt iſt mein leben. Ich fuͤnd Die waffen ausgezo gen; Ob er gleich ſe lägt Und kreuz aufiegt, Bleibt 2. Ich glaͤube feſt, es fehlt mir nicht, Mein vater muß mich lieben. Ver⸗ birgt er gleich ſein ange⸗ ſicht; So wil er mich nur uͤben, Mich durch geduld 8 ſeiner huld Gewoͤhnen eſt zu ſtehen: Wenn ſich Nur treu er⸗ gericht, Mir leib und ſeel gegeben. Er iſt, der un⸗ terhalt verſpricht, Er fri⸗ ſtet mir das leben, Erbar⸗ met ſich, Und zaͤhlet mich Aus gnaden zu den ſeinen. lWer ſo viel thut, Deß herz und muht Kans nimmer boͤſe meinnne. 4. Bey ihm iſt weisheit und verſtand Und macht in allen thaten; Zeit, ort und ſtund iſt ihm bekant, Zu helfen und zu rahten. Er weiß, wenn leid Und freudigkeit Uns ſeinen kin⸗ dern diene; Und was er thut, Iſt alles gut, Obs ſchiene. 5. Du denkeſt zwar, wenn du nicht haſt, Was fleiſch und blut begehret: Als ob dich GOTT mit geoßer aſte tind gar aus aß beſchweret; Haſt ſpaͤt und fruͤh Viel ſorg und muͤh, An deinen wunſch zu kommen, Unddenkeſt nicht/ Das, was geſchicht, Ge⸗ ſcheh zu deinem frommen. erhoͤhen. 6. Ferza„ der dich 1 ehr erbauet, Hat laͤngſtin ſeinem weiſen raht Auch Ccc 4 geſchaffen hat Und ſich zur anf n ufdein heil geſchauet. Er ſieht voll treu, Was dien⸗ lich ſey Fuͤr dich und fuͤr die deinen: Drum laß ihn nun, Waser wil, thun; Erkans h des todes weg Und finſtre nicht boͤſe meinen. 7. Gefaͤllt es GOtt, ſo kans nicht ſeyn, Es muß zulezt erfreuen: Und lei⸗ den, kummer, noht und pein Muß dir zum heil gedeien. Wart in geduld, Die va⸗ ter⸗huld Wird ſich doch endlich finden. Angſt, noht und quahl Wird auf ein⸗ mal, Gleich wie ein dampf⸗/ verſchwinden. 8. Ey nun, mein GOtt! ſo fall ich dir Getroſt in deine haͤnde; Nim mich, und mach es nur mit mir Bis an mein leztes ende So, wie du weißt, Was ſeel und geiſt Erbauet, troͤ⸗ ſtet, lehret, Was deinen ruhm, Mein chriſten⸗ thum, Und meinen glauben mehret. 9. Giebſt dumir ruh und ſonnenſchein, So nehm ich esmit freuden. Sols aber kreuz und ungluͤck ſeyn, Wil ichs geduldig leiden. Sol ich allhie Noch fort voll muͤh, Voll kreuz und kummer leben; Ich folge dir Doch fuͤr und laſſen undergeben. 10. Sol ich denn au ſtraße reiſen: Wolan ich gehe bahn und ſteg, Dendu mir, HErr! wirſt weiſen. Du biſt mein GOtt, Der noht und tod Zu ſolchem zwecke beßret„ Daß dich mein geiſt Dort ewig preiſt, Und mit den engeln ehret. Von der Uebergebung 2286 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen dugenden fuͤr Ge. — = — — an GOtt und deſſen Willen durch heiligen Gehorfam. 670 Mel Helft mir GOtts guͤte c. IErr, demdie - Wo) engel die knecht Vor deinem thron erſchienen, Verwirf ihn treu und gut: Drum laß meines IEſu blut. nen! Hier iſt ein ſuͤnden —— — — —— nicht nach recht. Dubiſt ja — — mich gnade finden, Und tilge meine ſuͤnden Durh — 5 . — — 2. Ach dis iſt freude, Wennich in aͤngſte bin; Imallergroͤſten 3 meine —— 227— ———— ——— —— —— — —— Ich finde fruͤh und ſpat Bey noht und jammer⸗ ſtunden In meines JEſu wunden Erwuͤnſchten troſt und raht. 3. Drum wil ich nicht verzagen, Und mich vor dein geſicht Getroſt und freudig wagen; Denn du verwirfſtmich nicht. Was aber bring ich dir? Mein Gott, mein Theimanltben Was kan ich armer geben? Dufoderſt viel von mir. 4. Nun, weil ich ſonſt nichts habe; Nim geiſt, herz, ſinn und muht Statt einer armengabe, Jaleben, leib und blut, Undalles von mir hin: Ich ſchenk es dir zu eigen, Um dir dadurch 1 ſu zeigen„Daß ich nur deine bin. b 5. Mein denken, reden, wiſſen, Mich ſelbſt, mein anzes thun, Werf ich zu einen fuͤßen: Hier wil ich Ban vertraut Mit dir mi dein erfreuen, Und keine in ſchmerzen ſcheuen, Wofuͤr mrſonſt gegraut. 6. Mich ſol kein ſchickſal 4 ſtille ruhn: Hier wil 8 enduag u.z. von der lebergebung an Gott durch Gehorſam.7 ¹aenn Eilt mein gemuͤht dahin. trennen; Kein leiden, keine pein, Verfolgung, laͤſtern, brennen Sol mir entſetz⸗ lich ſeyn. Koͤmt ſelbſt der tod herbey, Um mir das herz zu brechen; So wilich freudig ſprechen: GOtt lob! nun werd ich frey. 7. Da wil ich nach dir en, Wo man di preiſt. die eiſt Dahin gelaſſen ſchik⸗ 8 3 ſhe ſch hand„ Entbinde mich der ſuͤnde, Und fuͤhre mich geſchwinde In dein gelob⸗ tes land. 8. Nun laß es bald ge⸗ ſchehen, So bleib ich dir verpflicht; Du wirſt mich nicht verſchmaͤhen, Obmir gleich viel gebricht. Ich ich noch auf erden Dein treuer 6 e werden, So wil ich ſtandhaft ſeyn. Mel. 15. Solt ich meinen ꝛc. 571 c ergebe mich b 2 G em willen liebt; Der wird auch an mir erfuͤllen, Was mir ewig vortheil giebt. Ccc5 Schaue, 1 blicken, Und den erloſten HErr! reiche mr din undbleibe dein: Ja ſolu Meines GOttes, der mßich Schaue, großer GOTT hernieder, Sieh, hier leg ich muht und ſinn, Herz und ſeele vor dir hin; Nim doch mich und meine glie⸗ der, Mach aus ihnen, was du wilt, Was du wilt, mein GOtt und ſchild! 2. Ach ich kenne dich, meinleben, GOtt! der du mein vater biſt; Den, der i ſich fuͤr michgeg egeben, Kenn ich„der iſt IEſus Chriſt; Ja ich kenne meinen fuͤh⸗ rer, Der mir deine wege weiſt, Das iſt GOtt der heilge geiſt: Hab ich dich nun zum regierer, Dich, o du dreyeinger GOtt! 608 erſchree t nach keine noht. 3. Und wie darf ich doch verzagen, Gieng es noch ſo wunderlich; Da ich bis hie⸗ hen kan ſagen:: SOttes aͤnde fuͤhren mich. Und erlebich dann den morgen, Ey! ſo lebt mein GOtt auch noch; Deſſen treu ver⸗ ſpricht mir doch, Daß er mich, ſein kind, verſorgen, Mich ſein ſchaͤflein fuͤhren wird, Als mein vater, Gott zu und hirt. 4 Gieng mits immer „ 298 Von dem eiligen Leben und chriſtlichen— [wie ich wolte; So gieng mir es ſelten gut: Denn, wenn das geſchehen ſolte,„ Was ſich wuͤnſcht mein eit⸗ mein ungluͤck waͤhlen. Ih empfinde„leider! oft Boͤ⸗ i ſes, wenn ich gluͤck gehofft: Drum halt ich vom grund der ſeelen Meinem im ſcheh was erwil. 6 5. Was du wilt, geſcheh me mir immer; Was ich wil i und ſchaͤdlich iſt, Vater! mg das geſchehe nimmer, Weil i du groß und guͤtig biſt. Und hlauben ſtill; Mir ge⸗ Im gehorſam laͤn kant; Ey! ſo laß doch deine n hand Meiner ſchwach 8 fug kraft beylegen, Vater! da⸗ durch folg ichdir. Wasdu e wilt, geſchehe mir. 6s. Mel. Wer nur den liebenGOtt. hn 672. GWe⸗ cei 1 b ein vhiſ hier leben, Wenn er ſich ganz an GOtt ergiebt, Und ſich nur t äbt nach dem itte RERe as GOtt der oͤchſte vater liebt; Der kan in aller angſt und dn 3 4 ler muht; Wuͤrd ich oft nhie Ott ggn weil dir mein unpermigen eane ſt be. ſni ichvonn Meinen an ſtil N. Kzerwi. eidu wit —=— —= =— ———= — 2— — —— —— 6 8 — kerſam —— == ===EZ — — Sur den li die ech nt welt⸗gedanken, Er weiß n ich blos zu ehren leben; Drum bin ich allemal be⸗ luſt behalten, Die nur voll furcht und hoffnung iſt; 6 64 laſſe GOtt und JE⸗ ale furcht und lſt. Was n vonderllebergebung an Gott durch Gehorſam. 779— Mit ſeinem GOtt vergnu⸗ get feyn. 2. Er weiß von keinen von keiner eitlen luſt; Er bleibet ſtets in GOttes ſchranken, Ihm iſt nichts, auſer GOtt,bewußt. GOtt liebet ihn, an deſſen raht Er ſeine luſt und freude hat.. .Ach GOtt! du ken⸗ neſt meinen willen, Du forſcheſt, pruͤfſt, ergruͤndeſt mich; Was dir gefaͤllt, wil ich erfuͤllen. Mein geiſt erhebt und lobet dich: Und was mich auf der welt ver⸗ nugt, Iſt IEſus, der im herzenliegt. 4. Andieſen hab ich mich ergeben Durch meine gan⸗ ze lebens⸗ zeit, Dem wil reit Zu thun, was dieſer heiland wil: Was ihm be⸗ liebt, iſt auch mein ziel. 5. Die welt mag ihre um walten, So weichet welt geſinnte froͤlich macht, Das hat mein herz ſchon laͤngſt veracht. 6. Denn icherfreue mich im HErren, An dieſem hab ich meine luſt. Wil alles wider mich ſich ſperren; So bleibt mir GOtt, mein troſt, bewußt, Der ſelbſt in meinem herzen wohnt, Und mir mit luſt und wonne lohnt. 7. Der hat mich je und je geliebet, In ihm kan ich vergnuͤget ſeyn; Wenn mich ſo manches leid be⸗ *½ und leben ein. Mein herz trifft alles bey ihm an, Was es verlangt und wuͤnſchen kan. 8. Darum befehl ich mei⸗ ne wege Dem HErrn, der mich ſo wol regiert; Ich uͤberlaß ihm tritt und ſie⸗ immel fuͤhrt: Auf dieſen troſt gerichtet ſeyn. iſt eingetroffen; GOtt iſt und bleibt mein beſtes ziel. Auf dieſen wil ich eifrig hoffen, So thu ich, was b der „ truͤbet, Floͤßt er mir troſt 9. GOtt lob! der wunſch hMis mich der weg zumm ſol in aller vein Mein beſteru 280 Vonddem heiligen Leben undchriſtlichen TLugenden der hoͤchſte wil; Der ma⸗iim wege, Daß ich nicht wil, inl chet alles gut und wol, was dir gefaͤllt; Indem Daß ſich mein herz er ich das zu wollen pflege d freuen ſol. Was welt und fleiſch fuͤr in 10. Wolan! ich bin in rahtſam haͤlt. Des men⸗ Goh deinen haͤnden, GOtt! fuͤh⸗ ſchen wille bleibt verkehrt, remich, wie dirs gefaͤllt. Der oft, fuͤr ſegen, flu Du kanſt die noht am be⸗begehrt. ande ſten wenden, Drum fuͤhre 4. Dein wille, vater! mich bald aus der welt. aber lenket Mich allezeit i Dort geht das rechte le⸗zum gutenhin. Denn wo ul ben an, Da ich mich ewig der menſch nicht hingeden⸗ m freuen kan. ket, Da leiteſt du doch un⸗ un ſern ſinn, Und laͤſſeſt uns lia Mel. Wer nur den lieben GOtt. am ende ſehn„ Es ſey zu 67 Gi mir das unſerm heil geſchehn. u 3. wollen und 5. Gib, daß mein wille 9 vollbringen, O vater aller deinem willen Sich kind⸗ guͤtigkeit! Und mache mi vor allen dingen Dur⸗ deinen guten geiſt berett, ſ Daß meinem herzen nur an; Und habe du aus großer ii gefaͤllt, Was mir dein wille huld, Mit meiner ſchwach⸗ vorgeſtellt. jhyeit noch gedul.. i 2. Du haſt mir deinen 6. Wilt du, daß mirdie guten willen In deinem ſſonne ſcheine, So laß mirs i worte gnug erklaͤrt: Ach auch gefaͤllig ſeyn. Wilt koͤnt ich den nur recht er du, daß mir der himmel fuͤllen, So waͤr ich dir auch weine, So lenke mich ge⸗ iti lieb und wehrt. Nun aber laſſen drein. Solich zum 1 fehlt mir noch gar viel, Ich kreuz und grabe gehn 6 e bin noch weit vom rechten laß es auch mit ne.. 3. Mein eigenwille ſteht ſchehn. 7. Ich folge denmah Aedud. ua Ane„Soh K lig ſeyn. aiew „o bnt u dij 7 folg d- d gen, Den er mir ſelbſt ge⸗ geben hat; So muß i a auch darauf beruhn Und n im ſterben Nach deines willens leitung gehn, Und 4dieſen troſt im glauben er⸗ ben, Dein wille werde feſte (LC 674. M dir auch gehorſam ſeyn. 5 Laß mich das beſte theil r 5 erwaͤhlen, Mein wille ſtim⸗ chmm me deinem ein. der Hrrund ich der knecht, 8 deinem willen, Der ſchat⸗ ten folgt der ſonne nach. Wilt du mich nur mit kraft erfuͤllen; So folg ich dir, GOtt! allgemach. Wer ſich nach deinem willen richt, Spuͤrt immer kraft und neues licht. 8. Mein JEſus iſt mir vorgegangen, Der deinen willen gerne that. Wil ich nun mit dem namen pran⸗ deinen willen willig thun. 9. Laßmich im leben und ſtehn; Du wilt ja meine ſeligkeit, So mache mich dazu bereit. b Mel. Wer nur den lieben GOtt. ein GOtt! du haſt mir zu befehlen, Ich muß Du biſt u.z von der llebergebungan Gott durch Gehorſam. 848 Was du gebeutſt, iſt gut ch. und recht. 2. Gehorſam ſol vor al⸗ len dingen Dein ange⸗ nehmſtes opfer ſeyn. Laß mich nun auch die gabe bringen, Und mich nur dei⸗ ner rechte freun. Die chri⸗ ſten muͤſſen dein geboht Aus liebe thun, und nicht aus noht. 3. Ich ſehe, wie auf dein geheiſſe Dir wind und chmeer gehorſam ſind, Die kreatur mit groͤſtem fleiſſe Ihr anbefohlnes werk be⸗ ginnt: Vielmehr koͤmt mir als menſchen, zu, Daß ich nach deinem winke thu. 4. Dein ſohn that dei⸗ nenwillen gerne, Undſtell⸗ te ſich zum muſter dar; Daß ich gehorſam von ihm lerne, Wieer dir ſelbſt ge⸗ horſam war, Und ſolches freudig in der that, Bis in den tod, bezeiget hat. 5. Laß mich nicht erſt in ſolchen dingen Mit fleiſch und blut zu rahte gehn, Die mein gehorſam ſol vollbringen; Sie werden ſt mir nur widerſtehn. 8 Nur unſern gliedern findet ſich 82 Vondemheiligen Leben und chriſtlichen Eugenden Nur ein geſetz, das wider dich. 6. Ach ſchreibe ſelber dein geſetze Mit großer kraft in meinen ſinn, Daß ich nicht deinen bund ver⸗ letze, Noch ſonſten unge⸗ horſam bin. Laß mich dein joch mit freuden ziehn, Und alle widerſtrebung fliehn. 7. So bald ich deine ſtimme hoͤre; So mache herz und ohr bereit, Daß ich ſie mit gehorſam ehre, Und thue, was ſie mir ge⸗ beut. Ein hoͤrer ſol ich nicht allein, Nein! auch zu⸗ gleich ein thaͤter ſeyn. 8. Wil mich die boͤſe welt verſuchen, Daß ich dir nicht gehorſam ſey: Solaß du mich ihr werk verflu⸗ chen Nebſt aller ihrer zau⸗ berey. Wer menſchen folgt, iſt thorheit voll; Weil er Ott mehr gehorchen ſol. e. Und endlich gib mir auch im kreuze Ein herz, das dir gehorſam iſt, Daß ich dich nicht zum zorne reßzes Ein kind, das deine ruhte kuͤßt, Liegt endlich auch an deiner bruſt, Und Von der Verleugnung ſein ſelbſt, der Welt ut und aller Eitelkeit. ii Mel. Allein GOtt in der hoͤhꝛc. l 7 SLeil jemand 675 B= Chriſti jun⸗ Ving ger ſeyn, Der muß ſich ſein nicht ſchaͤmen, Sich ſelbſt verleugnen, Chriſti pein Und kreuz gern auf ſich nehmen. Drum JEſu nn gib mir deine kraft, Die dieſes einzig in mir ſchafft, Damit ich dir nachfolge. 2. Du weißt ja, daß es ſchwerer faͤllt, Den eigen ſinn zu laſſen, Sich ſelhſt verleugnen, als die welt Und ihre luſt zu haſſen. Drum wirk in mir, was 6 ich nicht kan: Fuͤhr mich, t nur dich zu lieben, an, Und daͤmpf die eigenliebe. 5 Gib, daß ich aller boſen ag luſt Abſterbe, dir nur lebe. Kein unbeſtand ſey mir beſ wußt, Wenn ich mich direr gebe. Gib JEſuldaßichnt mals mir Noch meinen willen, ſondern dir Unddet ne nem willen folge. ic — .——— — ſge ißt nnlhe dachſc Kdai 4 —— 1 n 1 — 1 9 4 .““ — alle laſt wird ihm zur luſt. 4. Wird fleiſchund erſt unterdrͤct„ Wul ſchnoͤde Denl eu. z. vnder Verleuanung e und der Wel 783 ſchnoͤder eigemwiüei mei⸗ N nt 8 1 8 thit um dir* ulebin u. eixenlt rdeihut lcb, drm- 1 in ſeyn Sind die begierden 7 1 luſt; 1 gegen dich allein In wah⸗ rer liebe brenne. 1 1 Lmmihmat in 99„der alles gute ſchafft, ner eitlen bruſt erſtickt, Sinnis erdſm ſute ofaͤngt GOtt ſein wer in mir an, Daß ich durch ſeine gnade kan Mir ſelber ganz abſterben. tein derz ite iſt eitler luͤ evoll, Blind, finſter, ohne leben; Was GOtt in mir gefallen ſol, Muß er mir ſelber geben. Er⸗ leuchtet mich 5 gnaden⸗ ſchein; So kan ich ihm ge⸗ faͤllig ſ eyn, Und ihm zu eh⸗ ren leben. 6. Gib, JEſu! mir den gnaden⸗ſchein, Daß ich dich recht erkenne, Dich ehre, Entreiß mich mir, und gib mich dir; Laß meine ſeele fuͤr und ſir Mit dir verbunden eiben. 7. Ich ſeufze, HErr! nach deiner kraft, Staͤrk mich mit deiner guͤte. Dein fuͤlle mein gemuͤhte; Daß es nicht hune ehre b ſuc, Dir aͤhnlich wird, n. Vn ſtets verflucht, Was und leben; Die eigenliebe kan nur pein, Unruh und Du giebſt unheil geben. uns ſegen, heil und ruh; Der eigne ruhm ſchrei 3 ſich es zu, Drum muß er dir misfallen. 9. Dein iſt preis, ehr und ruhm, den dir Doch ſtolz und hochmuht ſteh⸗ len; Darum zerſtoͤre doch ler ſeelen. Nim eigne lie⸗ be volg hin, Und gib mir Chriſti her zund ſinn, Der dich nur liebt und ehret. Wal. Was en GOtt— zc. 676. Fienn,„die ihr icht gewoh⸗ net ſeyd, Euch ſelber abzu⸗ nach eitelkeit, Nach ehr und welt luſt fragen; Seht JIEſum euer vordild an, Und lernt euch heilſam ſchaͤmen; Laßt euren fuß nach ſeiner bahn Sich un⸗ geſaͤumt bequemen. 2. GOtt war ſein alles, dein wich in mir ſtoͤret. und allein Sein hochſtes 8. PErr deine liebel giebt allein Heil„ſeligkeit in mir Den hochmuht eit: aut ſagen; Komt, die alleiu 284 Von demheiligen Leben unde riſtlichen Lugenden gut in allen; Er ließ ſich nichts gefaͤllig ſeyn, Als deſſen wolgefallen. Den willen deß, der ihn geſandt,/ In einfalt auszurichten, ar ſtets die arbeit ſei⸗ ner hand, Der inhalt ſei⸗ ner pflichten. 3. Sein geiſt war ganz der welt enr rt, Der hei⸗ ligkeit geſchenket; Er ward durch keine luſt geruͤhrt, Durch keinen ſchmerz ge⸗ kraͤnket. Drum fandman ihn betruͤbet ſtehn, Wenn er die bosheit ſahe; So hat man ihn ſich freuen ſehn, Wenn GOttes wort ge⸗ ſchahhhW. 4. Ward menſchen ehr ihm angethan, So wolt er ſie nicht haben; Man bot ſie ihm vergebens an, Er floh fuͤr ſolchen gaben. Die wolluſt, ſo die welt ver⸗ ſpricht, Verlangt er nicht zu ſchmecken. Er ſprach zur luſt: dich kenn ich nicht/. Und ließ ſich nicht beflecken. 5. Es konte nichts, was irdiſch heißt, In ſeine ſeele dringen: Sein ganz mit GOtt verbundner geiſt War frey von mammons⸗ ſchlingen. Er ſah ſich durft⸗ ge eltern aus; Der erbe aller ſachen War ſelbſt ohn it eigenthum und haus, iſt Ward arm, uns reich zu ſi machen. 6. Sein wille blieb auf ſlid ters willen unterthan, den kamer zu erfuͤllen. Er hatte keinen tropfen blut, Der Und der ſichnicht dem hoch⸗ i legte...—. 7. Gib mir, mein hei⸗ land! kraft und luſt, Dir voͤllig gleich zu werden; erden. Laß GOttes wil⸗ an len ganz allein Die richt am ſchnur meiner ſchluͤſſe, u Mein einzig ziel und ſpeiſe mn Wider den Eigenſinn. Mel. HErr JEſu Chriſt duu. i S'in menſch, e 677. H der ſeinen iu eigenſinn Als einen GOtt vereh⸗ ebner bahn; Doch macht 9 er ſeinen willen Des va⸗ u ſich fuͤr GOtt nicht regte, ſtengut Mit luſt zu fuͤßen ſi Verbanne ſelbſt aus mei⸗ inn ner bruſt Die liebe dieſer u ſeyn, Die mich erquicken inng dſ, f ls iſt hart, ein demant aon was ein andrer gutes hat, Verhoͤhnet und verachtet. Schlaͤgt GOtt auch gleich die thorheit lehret. Ein 1 fet. Ein opf,der ſich nicht Tahten laͤßt, Iſt haͤrter als ſte bede. 2. Er meint, daß ihn die weisheit ſich Zum meiſter⸗ Fuc ereitet, Und witz und klugheit mildiglich In ſei⸗ das hoͤchſt⸗verderbte kind, Die eigenliebe, macht ihn plind, Daßer den fehl nicht ſiehet. 3. Was ſeinem eigen⸗ ſinn gefaͤllt, Das ſol auf er⸗ den gelten. Was er fuͤr recht und billig haͤlt, Sol GOtt und welt nicht ſchel⸗ ten: Drum ſpricht er GOtt und menſchen hohn; Ge⸗ wiſſen und religion Sind ihm geringe ſachen. 4. Ein treu und wol⸗ gemeinter raht Wird nie voon ihm betrachtet; Und, mit ſtrafen drein, Und laͤßt te mich Nach deinem raht und willen; Mein ſehnlich auge ſieht auf dich, Du. kanſt die unruh ſtillen. Drum wenn ich widerſpen⸗ ſtig bin, So hilf mir mei⸗ nen eigenſinn Und boͤſen willen brechen. heftig ſey mir wi nd u. z von der Verleugnung ſein ſelbſtund der Welt. 785 N verehret, Haͤlt das fuͤr klug 2u heit und gewinn, Was ihnte ro eigenfinn doch haͤr⸗ glaubens ſchein Bey ſol⸗ chem wuͤſten leben? Wer from iſt, muß auch ſitſam ſeyn, Nicht boshaft wider⸗ ſtreben. Seht, chriſten! Chriſti lebens⸗lauf, Der ſtellt ſich euch zum beyſpiel auf, Die ſanftmuht aus⸗ E ne bruſt geleitet: Allein zuuben. nee bruſt geleitet: Allein 6. Vollbringt nicht, was euch fleiſch und blut Und eigenliebe rahten; Erken⸗-ul net ſelber, was euch gut, Und prufet eure thaten; Wil eigner wille meiſter eyn; So raͤumt ihm keine herſchaft ein, Sonſt rennt ihr ins verderben. 7. Getreuer JEſu! lei⸗ 8. Gib, daß ich nicht zu „ Wenn man erſtehet; Und ma⸗ ung den zorn empfindlich ſeyn; che mich von unmuht frey, ll Odd Wennes 5. Wo bleibt des wahren fſ 786 Von dem heiligen Leben undehriſtlichen Luügenden menſchen alle Auch in die⸗— ſem ſtuͤck verderbt. Unſer a boͤſes herz allein Wil ſein eigner abgott ſeyn, Sich nicht erſt zum hoͤchſten keh⸗ giebt, Nur die ewgen Wenns nicht nach wunſche gehet. Ja wenn ich man⸗ ches dulden muß, So ſenk in meinen geiſt den ſchluß: Dein wille, HERR! ge⸗ Von der guten und boͤſen Ei⸗ genliehe. Mel. JEſu deine heilge wunden. 678. G OTT! daß man ſich ſel⸗ ber liebe, Kan dir nicht zu⸗ wider ſeyn; Denn du pflan⸗ eſt dieſe triebe Von natur en menſchen ein. Jeder lenket herz und ſinn Auf ſein eigen wolſeyn hin. Niemand, den der erdkreis faſſet, Hat ſein eigen fleiſch gehaſſet. 1 2. Wenn nur dis den vortheil braͤchte, Daß man recht ſein wahres wol Und die ſeligkeit bedaͤchte, Die uns gluͤcklich machen ſol. Wer ſich ſeinem GOtt er⸗ guͤ⸗ ter liebt, Und der ſeelen ho⸗ ren, Si ehren. zerz auch mit gewalt lleber Daͤmpfe doch dis uͤbel bald, Kaͤmpfe mit mir wider mich. Ich verlaſſe mich auf dich, Wenn mich ſatan be wil beruͤcken. GOtt und menſchen ſetzen; 82 8 mit den ſtricken Eigner lie⸗ 4 b 1 , 147 7* . z 1 4 3 3 nur uͤber alles 4 Mein Gott! dieſen i ſchnoͤden goͤtzen Wil mein 1 ſeneted in wo A 5. Statt der ſchnoͤden ilt⸗ 1 1 4 4 k 4 einer in ee dach 1 . zen herzen, Wird ſein ei⸗ n ne luſt, Und gewoͤ n meine bruſt, Nach des nech⸗ 1 und mit fleiß zu thun; Dann dem nechſten beyzu⸗ 6 keit. * Wer nicht GOttes gnade hat, IEſum liebt vom gan⸗ gen heil verſcherzen. 7. Mache denn, mein GOtt! in gnaden Meine eigenliebe rein; Laß mich nicht, zu meinem ſchaden, 8 mich ſelbſt verliebet eyn. Sey du einzig mei⸗ 4 auch ſten wol zu trachten, Und ihn, als mich ſelbſt zu ach⸗ en 8. Nun es bleibet feſt eſtellet, Darauf ſol mein erz beruhn; Erſt, was dir, o GOtt! gefallet, Eifrig ſtehn/ Aufihn als auf mich, zu ſehn: Dieſe liebe wil ich uͤben, Dich, mich, und den bruder lieben. Melodey 31. Was mich auf 679. dieſer welr betruͤbt, Das waͤhret kurze zeit; Was aber meine ſer⸗ Aai u.z von der Verleugnung ſein ſelbſt und der Welt. ſ Mit ehr und geld Und dei⸗ ner wolluſt hin: In kreuz und ſpott Erquickt mein GOtt Mir ſeele, muh und ſinn. 2. Die thorheit⸗ volle luſt der welt, So ſuͤß ſie heute lacht, Hat morgen ihr ge⸗ ſicht verſtellt, Und den in leid gebracht, Der auf ſie baut: Allein vertraut Man GOtt und ſeiner treu; So ſieht man ſchon Die himmels⸗kron, Und freut ſich ohne reu. 3. Mein JEſus iſt, der mich erfreut; Was fra ich nach der welt. Sie 6 voll furcht und traurigkeit, Die endlich ſelbſt zerfaͤllt: Ich bin ja ſchon Mit GOt⸗ tes ſohn Im glauben hier vertraut, Der nun erhoͤht Zur rechten ſteht, Und ſchuͤtzt mich ſeine braut. 4. Ach JEſu! toͤdt in mir die welt Und meinen alten ſinn, Der ſich dir ſtets entgegen ſtellt: HErr! nim mich ſelber hin, Und binde mich Ganz feſtiglich le liebt, Das bleibt in ewig⸗ Drumfahr, owelt! An dich 79 hort! So irr ich BSdd HErr, mein nicht In Heinen —, —.— f 1 ◻ — nim es hin, Dir hab ich freyer geiſt Sich ganz zu uni 4 788 Von dem h eiligen Leben und chriſtlichen Tugenden — deinem licht, Bis an den freuden⸗ort. 0a(ier iſt mein D herz, HErr mich ergeben: Welt! im⸗ mer fort aus meinem ſinn Mit deinem laſter⸗leben. Dein thun und tand Hat nicht beſtand, Das werd ich taͤglich innen; Drum ſchwingt und reißt Mein GOtt von hinnen. mein ſchatz, Behaͤlt den platz, Richts iſt, das ihn vertreibet. Wie thoͤricht hab ich uu och gethan? Den luͤſten dieſer erden Hieng ich mit doch großemeifer an, Die doch unichte werden. Ich ſe⸗ de nun, Daß all ihr thun, So ſchoͤn es ſcheinet, kraͤn⸗ ket, In ſeelen⸗noht, Und, pein verſenket. 5. Ach ſchmertz! die ſuͤn den luſt allein Hat mich ſo ſehr bethoͤret; Die ſuͤn⸗ 2. GOtt iſt mein aller⸗ beſtes gut, Bey ihm mein verlangen. Ach! ich nur mit frohem muht Beſtaͤndig an dir hangen! Ach! waͤr mir doch Das ſuͤnden joch Nun voͤllig ab⸗ genommen! Koͤnt ich ein⸗ mal In jene zahl Der aus⸗ erwaͤhlten kommen! 3. Es iſt ja doch aus die⸗ ſer welt Und ihren eitlen ſachen, Und was ſie ſchoͤ⸗ nes in ſich haͤlt, Kein wah⸗ res gut zu machen: Ihr gut verſchwindt Wie ſtaub ind wind, Und ihre luſt hrſund leb willigl ſchoͤpfer!trennen. Ichbitte dich, Ach laß es mich Mit wahrer reu erkennen. 6. Gib, daß ich ſeele, geiſt und ſinn Zu dir gen hum⸗ mel ſchwinge, Im glauben dir vereinigt bin; Laßmih an keinem dinge„Als dir allein, GOtt! freun. ndleben, Kanſt jederzeit, Was mich erfreut, Hur und dort ewig geben. zerſtaͤubet: Nur GOtt/ 8 7 Nur weg/ was ſch nach dem tod, In hoͤllen de nahm die ſinnen ein, iht ſteht Und hat ſie ganz verkehret; koͤnt Drum ließ ich mich So ich Von dir, mein ülau tt mich er⸗ u Denn du, mein eil 1 den d b Iftr an,Aht verden „ ſchmerzede erallein hen u. z von der Verleugnung und fluͤchtig iſt, Ich laß es alles fahren; Weil dumir, Gott! im herzen biſt, Wirſt du mein herz be⸗ welzte mich cht und ſuͤnden; Izt klag ich wahren, Daßes die pracht Der welt verlacht. Laß mich nur dich verlangen; Laßmeinen muht, Ohoͤch⸗ ſtes gut! Nur einzig an dir hangnn. 6 Melodey 32. 681 Dntreißt euch, 051. I meiner ſeelen kraͤfte! Von allem, was — noch weltlich heißt. Wirf hin die eitle welt⸗ geſchaͤf⸗ te Mein hierbey faſt ver⸗ ſchmachter dei Sprich: gute nacht! Welt, geld und pracht; Ich fang ein an⸗ dres leben an, Das nicht mit euch beſtehen kan. 3 2. Wie preis ich, JEſu! dein verlangen? Wie preis ich GOttes vater⸗huld, Die mir ſo liebreich nach⸗ gegangen? Sie tragt mich nochmit viel geduld. Ich Iu gieng verirrt; Doch m mein hirt! Haſt mich un deiner guͤt und macht Aus dem ver derben wieder⸗ d nach [3. Ich dacht erſt in der welt zu nden, Was un⸗ 4 Ich welzte mich in koht meine thorheit an. Ver⸗ blendte welt! Was dir ge⸗ faͤllt, Iſt bey der groͤßten herrlichkeit, Eintand, traum und verluſt der zeit. 4A. Du reizeſt die bethoͤr⸗ ſtee ſinnen, Indem das herz voll unruh ſteht. Ein je⸗ der ſieht, wie ihr beginnen Von einer luſt zur andern gehr⸗ Und wie zulezt, Was ie ergetzt, Und was ihr lu⸗ 5. Bey dir, o GOtt! find die welt nicht geben mag. Du kenneſtlabſt undſtaͤrkſt die muͤden; Ich ſpuͤre ja, daß jeder tag J Die dir geweiht, Von ſor⸗ ch Viel beſſer, als ſonſt tau⸗ ſend ſey. Vermehr in mir die ſuͤßen triebe, Daß mir von nun Dddz eneindder We. e ſern geiſt vergnuͤgen kanz ich den frieden, Den mir Indieſer zeit, 8 6St reiß mich doch, du theure liebe! Recht aus der thorheit eitler welt; an ſtern herz geruͤhrt, Sie le⸗ V bend ſchon zur hoͤlle uͤhrt.. che gen, luſt und ſunden fre 20 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Lugenden an nichts gefaͤllt, Als ſolche ſin IEſu bin; Alle ſchaͤtze luſt, Die meine bruſt Aus dieſer erden Sind ein ſchhe deinem wort und wunden der welt⸗gewinn. JEſus ſaugt, Und mehr als alleſiſt das rechte gut, Wo die welt⸗luſt taugt. ſeele freudig ruht. 7. Verbittre mir die 4. Glaͤnzet gleich das ſchnoͤde freuden, Davon ich welt⸗gepraͤnge, Iſt eslieb⸗ noch bethoͤret bin. Zer⸗lich anzuſehn; Waͤhrt es malme mich durch kreuz doch nicht in die laͤnge, Und und leiden, Zerknirſch inſiſt bald damit geſchehn: mir den eitlen ſinn! Er⸗Dieſes lebens glanz und barme dich Und ziehe michſſchein Pfleget plözlich aus Aus dieſer welt beſchwer⸗zu ſeyn. lichkeit, Zur freudund won 5. Aber dort des him⸗ ne jener zeit. mels gaben, Die mein ZE — ſus innen hat, Koͤnnen herz Mel. GOtt des himmels undꝛc. und ſeele laben, Machen (CB eines lebens ewiag rei.. 1.2 682. Heba lebens ewig reich und ſatt: Jenes 25. beſte freude lebens herrlichkeit Bleibet Iſt der himmel, GOttes nun und allezeit. thron; Meiner ſeelen troſt 6. Roſt und motten, und weide Iſt mein JE⸗raub und feuer Schaden ſus, GOttes ſohn. Was auch der freude nicht, Die mein herz allein erfreut, Iſt mir JEſus mein getreuer —— ——4 — — — ——— — — — — — — — — —— *—,— — —— — — in jener ewigkeit. und ſein vater, feſt ver⸗ ötn 2. Andre moͤgen ſich er⸗ ſpricht. Dort iſt alles ab quicken An den guͤtern die⸗ ge han, Was die ſeele kraͤn ſerwelt ch wil mich zum ken kan. himmelſchicken, Weil mir 7. Einen tag bey JEſu IEſus nur gefaͤllt; Denn ſitzen, Iſt vie beſſer, als d der erden aut vergeht, JE die welt Tauſend jahr in en ſ(us und ſein reich beſteht. ffreuden nuͤtzen; Doch, wen 3. Reicher kan ich nir⸗ GOtt zur rechten ſtellt, gens werden, Als ich ſchon Der erlangt von fun 8 * u. zvonder Verleugnung ſein ſelbſt undder Welt. 797 un hand Erſt den rechten eh⸗ ren-ſtand. zen, ſpringen Labet meine ſeele nicht; Aber nach dem himmelringen It, was rei⸗ a neluſt verſpricht: Wer ſich feſt an Feſum haͤlt, Hat mehr luſt, als alle welt. 9. Ach! ſo goͤnne mir die freude, JEſu die deinhim⸗ eka melhegt. Seydu ſelber mei⸗ 3 dett e ne weide, Die mich hier und an Diene dort verpflegt. Nim mich in den himmel ein, Um in t zat, Kilnt l. gn duan dir recht froh zu ſeyn. „ und ſatt Gelichket (lezeit. 3t und me d feuer Ei rude ric =s meinger R vater, ſi dortiſtalh Zäadie ſite — Mel. Wer nur den lieben G Ott. 683. Mehroſi nicht zuwider, Wenn un⸗ ſre ſeele froͤlich iſt, Wenn unſer mund durch freuden⸗ lieder Sich manche traurig⸗ keit verſuͤßt: Dein geiſt iſt ja ein freuden⸗geiſt, Der uns in dir erfreuen heißt. 2. Erweck in mir derglei⸗ chen freude, Die nur aus deinem heren quillt. Sey dch meiner ſeelentroſt und wei⸗ de, Dadurch ſich aller kum⸗ tegt, 8. Welt-luſt, ehre, jauch⸗th mir das kreuz gleich wehe — ſein ergetzen In lauter tand und eitelkeit; Es freuet ſich bey großen ſchaͤtzen, Die nur ein ſpiel und raub der eit; Es findet ſeine luſt aran, Wenn es viel ehre haben kan.. 4. Doch das giebt chri⸗ ſten kein vergnugen; Drum laß es ferne von mir ſeyn.. Die eitle luſt kan nur betruͤ⸗ gen, Auf lachen ſtellt ſic trauren ein. Wer aber ſi in dir erfreut, Der ſchmek⸗ ket lauter ſuͤßigkeit. mich uͤber gut; Du giebſt mir ſe und gedeyen, Und decs hab ich ehre Ich bin dein let mir? 8 meine freude, Daß ich mich zn dir halten kan, Daß ich b 9 mer ſtilt! Und gib mir im⸗ D!da mer friſchenmuht, Wennu ut. 3. Das welt⸗kind ſuchet 5 Solt i er nl dich nicht freuen? Du biſt mein ſchatz und hoͤchſtes die ſchnoͤde luſt vermeide, Der eitle ſeelen zugethan. Dein wort ſey meines her 1 zens mich mit deiner hut: Sou gnug bey dir, 4 6. So ſey denn dieſes o Von dem heiligen Leben undchriſtlichen Tugenden zens luſt, Durchd meine bruſt. 7. Laß mich an JEſum ſtets gedenken, So werd ich allzeit froͤlich ſeyn; Er kan mein herz mit wolluſt traͤn⸗ ken, Und ſchenkt mir freu⸗ den⸗becher ein: So geh ich Pnaralstraun hin, Doch aß ich allzeit froͤlich bin. 8. So werd ich einen vor⸗ mac haben Von jener huͤßen himmels⸗ luſt; Da wirſt du mich ohn ende la⸗ ben, Wo mir kein herzeleid bewußt. Fuͤhr mich in dei⸗ nen himmel ein, Da wird der freuden fuͤlle ſeyn. Von der lachfolge IEſu Mel. Komt her zu mir ſpricht. Eomt all 68 4 it glle zu 20. mir, komt zu mr, Und fuͤrchtet euch do ch nicht/ die ihr Muhſelig und beladen! Komt her, ich bin der gute hirt, Der euer herz ercquicken wird Kein uͤbel ſol euch ſchaden. is ergetze * ueeuch mein joch, Seht nur b auf mich, und lernet doch, ſte geduldig auf ſich faßt, ſtrug fuͤr luſt vorſtellt, Kan a gegen dich verachten. ſt 5. Gib, daß ich wahre de Wd. Was GOtt thut das. üü 2. Nehmt in geduld auf d Seyd ſtets ſanftmuͤhtig, wie ich bin; Liebt demuht laßt ſich euren ſinn, In hof fart nie verſteigen. 3. So werdetihr zu jeder zeit Fuͤr Weeſſer in freud und leid Troſt und erguit⸗ kung ſinden. Mein joch iſt ſanft, leicht iſt die laſt; Wer Dem helf ich uberwinden. 4 Ich kom zu dir, HErr IEſu Chriſt! Der du der nachfolg vorbild biſt, Laß mich das ſtets betrachten! Daß ich mich ſelbſt, und was die welt Mir aus be⸗ muht uͤb, Den nechſten ſtets igh mit ſanftmuht lieb, Dein i joch trag bis ans ende, Für u meine ſeele ruh erlang; lind ſ dort die ehren⸗kron em⸗ n dfang, Wenn ichs durch in dich vollende. f 4 ☛ðꝶ——— 85. 8enn 9 7 mir hat deim lieber ſohn Ein vorbild Wiee iir euch ſolit erzeigen. hhinterlaſſen, Mein ganzes 1 g vorbi h g zs ſtet nnan h wich ſti e welt Ma rluſtvorithe dichveratm ib daß ihat b, Dennetz vtmut 1 9 biöand 3” t rerkerihcna ze thin ne Wan ih w lende. — 3346 GOt ta ats lch weren d da laſſe mich dort erben . 8 tu ben, So muß dein wort w nach im lehen; Du aber 4* 5 weil ich kan, Auf ſeinen bereit; 1 Er wil durch ſein bemuͤhen Was ſeine that Erwieſen Unsalle nach ſich ziehen.(hat, Die mir nur lauter 2. Mein IEſus rufet lieben Im wandel vorge⸗ folge mir! Ich folg ihm ſchrieben. war im glauben; Alleinn 6. Mein JEſus rufet: ie kraft koͤmt nur von dir: folge mir! 4⁸ ſch folg ihm Sol die kein zweifel rau⸗auch im leiden. Zwar folg ſich ihm mit viel begier⸗ Mich immerfort In alle Doch muß ich mich beſchet⸗ wahrheit leiten, Sonſt kan ich leichtlich gleiten. chluich L 1. Sehr wunderbar; Ich 3. Gib, daß ich folge denk an dasmit tbrecd ſeiner lehr, Und allen ir⸗Was b thum meide; Daß noht und tod mich nimmermehr Von ſeiner wahrheit ſchei⸗ de. Ich weiß,es iſt Mein JEſus Chriſt Weg, wahr⸗ heit und das leben, Er kan mir alles geben. 1 4. Mein JEſus rufet: folge mir! Ich folg ihm den. Sein kreuz kelchwar ſeine lippen ſchmek⸗ 7. Zeuch aber mich zum freuze nach, Das JEſus ſelbſt getragen. Koͤmt nun verfolgung, hohn und ſchmach, Und tauſend andre plagen; So gib mir muht Durch Chriſti blut, Bis ch in ſeinen wunden Den ſchoͤnſten ſieg gefunden. wolleſt der begier Den be⸗ ſten nachdruck geben. Zeuch 8. Mein IEſus rufet: mich nur hin Nach Chriſtiffolge mir! Ich folg ihm ſinn, Und laß mich ihm auch im ſterben; Seinkreuz auferden Im wandel aͤhn verbleibe mein panier“, 5 Hit mir, ſo geh ich, In ewigkeit, Was mir So folg ich, nach d5ʒ dem 209 Vondem heiligen eben und thriſtlichen Tugenden 1. dem leiden, Ihm zu viel tauſend freuden. rd. i. mein ſieges⸗zeichen. Mel. Ich wil meine ſtimm ꝛc. olget mir! 686.& ruft uns das leben, Was ihr bittet, wil ich geben, Gehet nur den rechten ſteg, Folget, ich bin ſelbſt der weg. Folget mir vom ganzen herzen, Ich benehm euch alle ſchmer⸗ zen; Lernet von mir insge⸗ mein Sanft, und reich an demuht ſeyn. 3 2. Ja HErr JEſu dein begehren Wil ich dir mit de heweͤhten, Weil dein ſeine ſchultern faßt. Doch mein heil! zu dieſem werke ſaht mir deine kraft und aͤrke: Geh ich dir gleich ſorgſam nach, Fall ich doch, weil ich zu ſchwach. len mich zum ſclaven ma⸗ chen: Geiz und ungerech⸗ areitMengen ſich in dieſen ſtreit. laſſen, Und dich ganz al⸗ lein umfaſſen; gmadig ſo faß und halt ich die Nur mit dir wil ich mich paren; Welt und wolluſt laß ich fahren. Ihre wege ſind betrug: Wer dir fol⸗ get, der iſt klug. juͤnger deine laſt Gern auf „Aber ich wil alles — Hilf mir ſtaͤrke mich, HErr! und halt ich dich. 5. Du biſt ohne ſtolz und prangen Uns in demuht vorgegangen, Du haſt je⸗ dem guts gethan; Fuͤhr mich dieſe tugend⸗bahn. Ja dein uͤberſchwenglich lieben Hat dich an das kreuz i getrieben; Gib, daß meine i lieb und treu Deiner liebe 1 aͤhnlich ſey V 6. Laß mich aus den V' 3. Zwar mein geiſt wird oft bewogen, Aber bald durchs fleiſch betrogen: Denn die wolluſt trit her⸗ fuͤr, Rufet freundlich: fol⸗ e mir! Ehr und pracht, wandels niemals wanken. in Laß mich allen insgemem Liebreich, hold und ſramd Kl lich ſeyn; Mich zur wolg luſt nie gewoͤhnen, Ne naͤch guten tagen ſehnen, 3 4 1 6 . la ö ͤI W 4*. 4 “ v N/ * mt andern ſachen, Wol⸗ Sondern auch zum leiden i .eee fuſſe ſrtemiſzg. und ſa it dr mim erug⸗Wef riſtlug zangen, Dh 1 Hatdiab den; Ghn andtreu Der 1 hſ. eiß viht * G b führeſt„Die du leiteſt und mich darauf nichts ſchreckt, p ſömnin pels nemaste ich alen un K werden; erden⸗plan Nichts als kum⸗ mergeben kan. p, 10. Laß mir doch meinllich lieb gewinne; Und 9 Du biſt Joſua und regiereſt, Auf der ſelbſt⸗ betretnen bahn In das rechte Canaan: Gib, daß wir den weg recht ſehen, Und ihn ſtets mit freuden gehen; Leit uns ſo mit dei⸗ ner hand In dein hochge⸗ lobtes land. 8. IEſu, du mein licht und leben! Deine bahn iſt rein und eben; Gib, daß Und kein ſuͤnden⸗koht be⸗ leckt. Laß mich deine gna⸗ e ſpuͤhren, Meine tritte ſozu fuͤhren, Daß mein fuß voll unſchuld geht, Nicht bey ſpoͤttern ſtille ſteht. V 9. Mach mich nicht al⸗ lein in frenden, Sondern auch im kreuz und leiden, Durch ſo manchen kampf und ſtreit, Dir zu folgen ſtets bereit. Laß mich nicht bey angſt, beſchwerden, reuz und dornen muͤde Zeig mir, daß der und zwar von der Nachfolge JEſu. 5 3r N gehn, Wo wir deine fuͤh⸗ 1 abe rung ſehn. ziel auf erden Nimmer⸗ mehr verruͤcket werden, Und entreiſſe mir das licht Deiner gnad und liebe nicht. Gib, daß ich mir, von der jugend Bis zum al⸗ ter, deine tugend Recht vom herzen, nicht zum ſchein, Angelegen laſſe ſeyn. II. Hilf mir, HErr! vor allen dingen, Minen lauf alſo vollbringen, Daßs mein geiſt dich bruͤnſtig liebt, Sich in wahrer de⸗ muht uͤbt. Hilf, daß ich dir hie vertraue, Und dich dort mit freuden ſchaue: Jenes gib mir in der zeit, Dieſes in der ewigkeit. —— Mel. Mein herz und ſeel den ꝛc. § Gottes lam! 687.8 o laß mich mit dir gehen Auf zions berg, da laß mich bey dir ſtehen; Nim mi D mit in der geliebten zahl, und führe mich zu deimm hochzeit mahl. ch auch 2. Ach! bilde du mich anz nach deinem ſinne: ib, daß ich dich recht herz⸗ — Von dem heiligen Leben undchriſtlichen Tugenden du gehſt, da leite mich auch neue lied verſtehen?; Und hin, Damit ich hier und dort mit dir zum innern ewig hey dir bn. teempel gehen, Wo GOt⸗ ſi 3. Wilt du mich auchtes ſtuhl ganz frey zu ſt auf golgatha mitnehmen, hen iſt, Und wo du ſelbſt So laß mich ja nicht deiin allen alles biſt. nes kreuzes ſchaͤmen. Sol Dffenb. Joh. /. ich denn auch mit dir ver 8. Laß mich es ſtets mit klaͤret ſeyn, So nehm ichs dir, o IEſu halten, Und an, bleibſt du nur ewig glaubens⸗voll mit deinem mein. aͤallmachts ⸗walten Zufrie⸗ 4. Laß du mich, HErr den ſeyn; weil du, o lebens⸗ die ehre nur erreichen: fuͤrſt! Es alles mir zum ⸗ Schreib GOttes bild und beſten fuͤgen wirſlt. ii namen als ein zeichen An 9. So ſol allhier ſchon h meine ſtirn, d aß ich der dei Moſis lied erklingen“;So ne ſey/ Und mache mich von werd ich dort das lied des ſchnoͤder welt luſt frey.[lammes ſingen, Wenn ich 3. Du haſt mich ſchonden ſieg durchs lammes von dieſer welt erkaufet blut erlangt, Und nach Durchs bundes blut; ichſdem ſtreit, mein haupt mit ſii bin auf dich getaufet: Dufkronen prangt.*2. B. Moſ. zogſt auch, als die welt 15. undf. Moſ. 32. ſ mich von dir nahm, Mich—— wiederum zu dir, oGOt i tes lam!; Mel. Aus tiefer noht ſchrey. m c. Laß mich nun ſtets 00 CSZach doch den verbleiben bey den deinen, 688. O das le⸗ ſiß Und unbefleckt vor deinem bens weg, Den du, men in thron erſcheinen; Laß bos heil! betreten, Und der ſiun heit, liſt und allen heuchel nen ſchmalen kreuzes⸗ſteg, i ſchein Nun fernerhin von Dein ringen, wachen, be mir entfernet ſeyn. tten Mir taͤglich mehr un 7Laß mich dereinſt das mehr bekant; So Nus * 8 “ — —— — ne on; weil d 3 6 alan 2 5 3 uurtm 3 be und zwar von der Nachfolge IEſu. Ser in deiner hand Voll ſehnſucht nach dem himmel. 2. Gib, daß ich, als ein kind des lichts, Die finſter⸗ niß beſtege. Die arme welt hat warlich nichts, Woran ich mich vergnuͤge: Drum gib mir kraft, dir nachzu⸗ gehn, Und nie von dir zuruck uſehn: Ich fol edir dem zu ſeh Ich f ge biry ühden„ alten, frau und lamme. b Laß in mir deines lichtes ſtrahl Die dunkel⸗ heit vertreiben, Und mich bey der ſo kleinen zahl Wahrhafter juͤnger blei⸗ ben, Dir folgen bis zum kreuzes⸗ſtam, Wo du aus liebe theures lam Mir alle ſchaͤtz erworben. 4. Wie groß wird meine freude ſeyn, Wenn ich dir treu g ge eblieben, Wenn we⸗ der ſchmach noch kreuzes⸗ pein e je zuruͤck getrie⸗ ben: Wenn ich nur deinen ruf gehoͤrt„Dir treu ge⸗ folgt, und ungeſtoͤhrt In liebe nachgegangen. 5. Wolan ſo ſey es denn gewagt, Ich waͤhle deine ornen. Was mir dein treuer mund geſagt/ Dient 24 292 mi nn ranz vornen; Drum geh ich nun durch ſſpott und 5 Zur lebens⸗ krone, welchen lohn Dein joch den frommen ſchenket. omt her zu 689. mir, ſpricht OSttes ohn: All lie ihr ſeyd beſchweret nun, Mit unden hart beladen„Ihr mann! Ich wil euch geben was ich kan„Und heilen euren ſchaden. mein laſt gering; Wer mirs nachtraͤgt in dem ge⸗ ding, Der wird der höͤll entweichen; Ich wil ihm treulich helfen tragn, M N nt 1 meiner huͤlf wird er er: jagn Das ewge himmel⸗ reiche. 3. Was ich gethan und glütn hie In meinem le⸗ en ſpat un Was ihr gedenkt, ja redt und thut, Wird denn erſt uuuuuu alles recht und gut, Weyns g'ſchieht nach GOltes willen. 4. Gern wolt die welt auch 2. Mein ioch iſt ſuͤß, polt ihr auch erfällen: —“ 2 1— — —— —=—— — 3 es endentelernecrenndcrlngerruxne auch ſelig ſeyn, Wenn nur nicht waͤr die ſchwere pein, Die alle chriſten leiden: So mag es doch nicht an⸗ ders ſeyn; Darum ergebe ſich darein, Wer ewge pein wilmeiden. 3 5. All kreatur bezeuget das, Was lebt im waſſer, luft und gras, Sein leiden kans nicht meiden: Wer nicht in GOttes namen wil, Der muß zulezt des teufels ziel Mit ſchwerm gewiſſen leiden. 6. Heut iſt der menſch ſchoͤn, jung und ſchlank Und morgen iſt er ſchwa und krank, Bald muß er wol gar ſterben. Gleich wie die blumen auf dem feld; Alſo muß auch die ſchnoͤde welt In einem huy verderben. 7. Die welt erzittert ob dem tod; Liegt einer in der lezten noht, So wil er gleic fromm werden. Der ſchaffet dis, der andre das, Seinr armen ſeel er ganz vergaß, Dieweil er lebt auf erden. 8. Und wenn er nicht ſich erſtOtt ergeben: Ih fuͤrcht fuͤrwahr, die goͤttlih gnad, Die er allzeit ver. ſpottet hat, Wird ſchwer⸗ lich ob ihm ſchweben. 9. Dem reichen hilft doch nicht ſein gut, Dem jungen nicht ſein ſtolzer muht, Er muß aus deeim maͤyen; Wenn einer haͤtt die ganze welt, Gold,ſilber gut und alles geld, Noch muß er an den reihen. r 10. Dem glehrten hilft doch nicht ſein kunſt, Die ſonſt, Wir muͤſſen ale ſterben. Wer ſich inChri⸗ ſto nicht bereitt, Weil er lebt in der gnaden⸗zeit, Muß ewiglich verderben. II. Drum hoͤrt und merkt ihr lieben kind, Die etzo GOtt ergeben ſind; aßt euch die muͤh nicht reuen; Haltt ſtets am heil gen GOttes wort, Das hbrr GOtt wird euch chon erfreauen. 12. Nicht uͤbel ihr um mehr leben mag, So hebt hie unſchuldig lebt, Lat er an ein große klag, Wit 4 weltlich pracht iſt gar un ey eur troſt und hoͤchſter uͤbel gebt, Seht, daß iht — — — Er mße ; Dene d weltG ales g h —— —— ¹ — — — — — — — ——— — —— — — ewiglih e Drum i zihr lebend BOt a euc de nn Haltſettne — — N — 1 — — — — —“ wird die welt guͤtge GOtt J wort verſprochen hat, Ge⸗ * 8 euch die welt nur aͤffen; Gebt GOtt die rach und alle ehr, Den engen ſteg 9 GOtt chon ſtrafen. 33. Wenn es gieng nach des fleiſches muht, In gunſt, geſund, mit großem gut, Wurdt ihr gar baſd GO2 T die truͤbſal her, muͤl Daß euer fleiſch gezuͤchtigt meiner walfahrts⸗ werd, Zur ewgen freud er⸗ geht immer her; erkalten: Darum ſch halten. 14. Iſt euch das kreuz bitter und ſchwer; Ge⸗ denkt, wie heiß die hoͤlle waͤr, Darein die welt wil rennen: An leib und ſeel muß leiden ſeyn Ohn un⸗ terlaß die ewge pein, Und mag doch nicht verbrennen. 5. Ihr aber werdt nach dieſer zeit Mit Chriſto ha⸗ ben ewge freud: Dahin ſolt ihr gedenken. Kein menſch lebt, der ausſpre⸗ chen kan Die wonne und den ewgen lohn, Den euch der HErr wird ſchenken. 16. Und was der ewig⸗ n ſeinem — und zwar von der Nachfolge IEſ. 79 9] men, Haͤlt und giebt er gewiß fuͤrwahr: Der helf uns zu der engel⸗ſchaar, Durch IEſum Chriſtum, — 690. 8 wie viel muͤhſeligkeit Hab ich in eit! Der ſchmale weg iſt erbeit voll, Den ich zum himmel wandeln ſol. Wie ſchwer⸗ Sich zwingen zu dem er⸗ gen gut. 2. Wo ſol ich mich denn wenden hin? Zu dir, HErr JEſu! ſteht mein ſim, Bey dem mein herz troſt, wiß gefunden hat. Rie⸗ mand jemals verlaſſen iſt, Der ſich verließ auf JE⸗ ſum Chriſt. 3. Du biſt der große wunder⸗mann, Das zeigt dein amt und dein perſon. Welch wunder ding hat man erfahrn, Daß du, mein GOtt! biſt menſch ſchworn bey ſeinem na⸗ gebohrn? Du fuͤhreſt uns Mel. Vater unſer im himmelr. 6! lich läͤſſet fleiſch und blt uu huͤlf und raht Allzeit ge⸗ b 4 00 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen ugenden durch deinen tod Ganz wunderbar aus aller noht. 4. JEſu, mein HErr und GOtt allein, Wie ſuͤß iſt mir der name dein! Es kan kein trauren ſeyn ſo ſchwer, Dein ſuͤßer nam erfreut vielmehr. Kein elend mag ſo bitter ſeyn, ſch Dein ſuͤßer troſt der lin⸗ derts fein.x. . Ob mir gleich leib und ſeel verſchmacht; So weißt du, HErr! daß ichs nicht acht. Wenn ich dich habe, hab ich wol, Was ewig mich erfreuen ſoll. Dein bin ich ja mit leib und ſeel, Was kan mir thun ſuͤnd, tod und hoͤll? 6. Kein beſſre treu auf erden iſt, Als nur bey dir, KErr IEſu Chriſt! Ich weiß, daß du mich 1n verlaͤßt, Dein wahrheit bleibt mir ewig feſt. Du biſt mein rechter treuer hirt, Der ewig mich behuͤ⸗ ten wire, n ch 77. JEſu, mein ehre, freud' und ruhm, Mein herzens⸗ ſchatz und mein reichthum! Ich kan doch ja nicht zeigen an, Wie hoch d/ ſſchaͤtz dein nam erfreuen kan; Wer glaub und lieb imher⸗ i zenhat, Der wirds erfah⸗ ſ ren in derthahtꝗ. 8. Drum hab ich oft ai und viel geredt; Wenn ich an dir nicht freude haͤtt, ſn So wolt ich denn tod wun⸗ hen her; Ja, daß ich — — — — — —— — nie geboren waͤr: Denn wer dich nicht im herzen hat, Der iſt gewiß leben⸗ 9. JEſu, du edler braͤut⸗ ſoi gam wehrt, Mein einger— troſt auf dieſer erd, An dem allein ich mich ergetz Weit uͤber alle guͤldne ſilg⸗ :Mein ganz gemuͤht erfreuet ſich, So oft ich nur gedenk an dich. 161 Wenn ich mein hoff nung ſtell zu dir, So fuhl ii ich fried und troſt in mir: umg Wenn ich in noͤhten beſt ia und ſing’, So wird mem ſi herz recht guter ding: Dein geiſt bezeugt, daß ſolches ſreDes ewgen lebens vor ſ ſchmack ſey. — ——— 71 — —— — — 4 1 4 — — — — — — — — — 2 — — 3 I. Drum wil ich, well ich leben mag, Das kreiz dir froͤlich tragen na Mein GOtt! mach mich dal 6 . 3 8 8 JEſu etdie vehtt Nan auf deſe t alein ihu 1 M 8 1 8 - Drun a n g darzu bereit, Es dient zum 91. M. 1e. Ueber viele was folgt darauf? Eine inen. und zwar von der geiſtlichen Wachſamkeit. So1 beſten allezeit. Hilf mir mein werk recht greifen an, Daß ich den lauf vollen⸗ den kaan. 12. Hilf mir auch zwin⸗ gen fleiſch und blut, Fur ſan und ſchanden mich be⸗ uͤt. Erhalt mein herzim lauben rein, So leb und erb ich dir allein. JEſu, mein troſt hoͤr mein begier, O mein heiland! waͤr ich bey dir. Von der geiſtlichen Wachſamkeit. 3. Wache auf!ſonſt wirddu das licht Dir noch ferreuul bleiben. Deine nacht kan IEſus nicht, Wie er wuͤnſcht, vertreiben; Denn GOtt wil, Fuͤr die fuͤll Sei⸗ ner gnaden⸗gaben, Offne augen haben. 4. Wache! laß! tans liſt Ja nicht ſchlafend finden; Weil er ſonſt ge⸗ ſchaͤftig iſt, Dich ins netz zu winden. Und GOtt giebt, Die er liebt, Oft in ſeine ſtrafen, Wenn ſie ſicher ſchlafen. Mel. 33. Straf mich nicht ac. ache dich, 91. h mein geiſt! bereit, Wache, fleh und bete! Daß dich nicht die boͤ⸗ ſe zeit Unverhofft betrete: Denn es iſt Satans liſt franmnen Zur verſuchung kommen. 2. Doch wach erſt von ſunden auf, Und vom ſuͤn⸗ den⸗ſchlafe. Denke nach, langeſtrafe; Und die noht, zwinge, Oder, wenn ſie bringe: Wach und ſieh, Daß dich nie Falſche bruͤ⸗ der ſtellen. — derlich GOttes huld ver⸗ ſcherze: Denn es iſt Voller liſt, Kan ſich ſelber heu⸗ cheln, Und voll hochmuht 7. Aber bete ſchmeichen. ſtets dabey WMitten in dem wachen: lll eee Auf Eee 5417. laß dich ſa⸗ 9 3 2 3* 1 1 5. Wachel daß dich nicht uuuuu die welt Durch gewalt be. faͤllen, Die dir netze 1 gen dich Und dein boͤſes herze, Daß es ja nicht lie g0a Von dem heiligen Leben und ehriſtlichen Tugenden 4 Rufzu GOtt; er muß dichſgnaden⸗arm nicht haͤlt, So frey Von dem kummer fan mich teufel fleiſch und i machen, Der dich druͤcktſwelt Gar leicht in ſuͤnde ſu Und beſtrickt, Daß duſſtuͤrzen; b a ſchlaͤfrig bleibeſt„Und ſein 2. Weil ſatanas mit ſ iu werk nicht treibeſt. nerliſt Im anfang gaͤr ſuͤgß 8. Ja, GOtt wil gebe⸗locket, Uund, wenn die ſund ten ſeyn, Sol er etwas ge⸗begangen ſi Das herz ſt ben; Und auf unſer flehn darauf ver oiket. Ertrait ſui und ſchreyn Kroͤnt er un⸗ mit trug und mit gewalt i ſer leben. Ruf ihn an, Von einer ſuͤnd zur andern Denn er kan Welt, fleiſch, bald, Und endlich in die ſatan, ſuͤnden Kraͤftig uͤber⸗ hoͤlle. fi winden. 3. Der welt art iſt dir i 9. Ach ſo laßt uns im auch bewußt, Wie die kan ſit merdar Wachen, flehen, anlaß geben Zu au en-luſt, beten; Weil uns truͤbſal zu fleiſches⸗luſt, Und hof im und gefahr Immer naͤherffaͤrtigem leben. Wenn treten: Denn die zeit Iſt aber GOttes zorn angeht, nicht weit, Da uns GOtt Ein jeder da zuruͤcke ſteht; ſun wird richten, Und die welt Die freundſchaft hat ein ſiſ vernichten. eende. —— f. dNuuddennch wwit hen V 11 fleiſch und blut Von dem a Benmenuſd liche n ungerne laſſen, Was ihm Mel. Ach Ott vom himmel ſo großen ſchaden thut; Es tel. Ach GOtt vom himmel ꝛc. wil die welt nicht haſſen. 692 HBea„ lieber Die kurze luſt gefaͤllt im 42 GOtt! wie wol: Drum wils nicht/ daß meine feind, Womit ichſich meiden ſoll Des teuflss ſter muß kaͤmpfen, Soli⸗netz und ſtricke.. ſtig und ſo maͤchtig ſeynd, 5. Nun muß ich armer Daß ſie mich leichtlichſimmerfort Mit dieſen ſen. daͤmpfen. Wo mich dein den ſtreiten. Sie äͤngiin fi 3 — den n d frerſttt „Und aüta GOtteögern ſeder daſet t ffteundſte Didenftebe⸗ Und daß ich ja n vergeſſe nicht Die todes⸗ t. ſtunde, das gericht, Den „ 9. Gib, daß 1Teg e andzwar von dem geiſtlichen Kam mir ſtets zur ſeiten. he efti Der V aatan ſetzt mir heftig zu, ſuͤn nem herzen bringe: Da⸗ Die welt laͤßt mir gar keine mit ich mag mein lehelang ruh, Mein fleiſch reizt mich zur ſuͤnde. 6. Zu dir flieh ich, o treuer GOtt! Ich weiß ſie nicht zu ſtillen. Hilf, va⸗ ter! du in defer noht, Um IEſu Chriſti willen: Verleih mir deines geiſtes ſtaͤrk, Daß meiner feinde liſt und werk Dadurch zer⸗ ſtoͤretwerde. 7. Laß dieſen deinen gu⸗ ten geiſt Mich innerlich re⸗ gieren, Daß ich ſtets thu, was du mich heißt, Und mich nicht laß verfuͤhren: Daß ich dem argen wider⸗ ſteh, Und nie von deinem weg abgeh Zur rechten oder linken. *8. Ob boͤſe luſt no mannigfalt Mich anſicht, weil ich lebe: So hilf, daß ich ihr alſobald Im anfang himmel und die hoͤlle. ich denke Dir dienen ohne furcht un orſam. lich mich empfinden: IEſu Chriſte! ſteh mir bey, Daß ich kan uͤberwin⸗ den: Hil nach dem andern. tauft, Sich zu des ſatans ſieg und beyſtand an. 2. Du haſt der ſchlangen kopf zerknirſcht, Ihr gift * em geiſtlich pfund Streite. 803 mich an jedem ort/ Und ſind dinge, Und dadurch alleu en⸗ freud Aus mei⸗ dieſem krieg„ Daß ich da immer einen ſieg Erhalte Melodey 34. 6 0 Wein erbe, 693. HErr! das du erkauft, Mit dem du 6 ſeundſchaf aufgerichtet, uu Das, ſo bald es auf dichgeæ u gedaͤmpft ihr reich bezwun⸗ gen. Es hat dein tod, oſie⸗ Hib, daß i ges⸗furſt! Den tod im fro⸗ ul derzeit An die vier lezten hen ſieg verſchlungen de lchuld ö.10. GOtt vater! deineuül O ch haß perpflichtet, Sieht, wielil es ſelbſt ſich nicht beſchir. men kan, Und rufet dich um 2 8 8 4 6 Von dem heiligen Leben und chriſtlichenugenden der feind liegt. ſchlangen b dir aͤuſerſt hat ſie dir Du haſt i drache lieg feſſelt da, p rufungs du ihm faſſen. E ut zu ſeyn 1 6. Mi 4 anden wir, O Herr! uns ſchuld getilgt, die freche welt beſiegt, Daß nn zu deinen fuͤßen 3 Warddeine ferſe gleich verletzt Und blutig von der muͤſſen. Ihr kopf iſt hin, dein ferſen ſtichiſtheil, Jhr wird der fall, und dir der ſieg, zutheirl. 4. Lob, weisheit, ehr ruhm undmacht Sey dir, erwuͤrgteslam! geſungen; ſchlacht Durchblut undtod den feind bezwungen. Der dein volk: halleluja! 5. Doch hier iſt unſre „zeit; Drum haſt ie macht gel Nus noch durch iſ kampf und ſtreit, Bey un⸗ ſerm fleiſch und blut zu als die ihm folgt, mit ein, Hier iſt es noht a uͤberall umgeben. Der eine reizt und ſchmeichelt hier, Dort droht ein andrer un⸗ ſ ſermleben. Ach ſchmerz! ſe ſind geſamt darauf be⸗ ſu acht, Daß unſer geiſt werd iſſen, Die ſich um ſein heil gebrac„lhh. widerſetzt; So 7. Wer iſt hie richtig t doch weichen zu beſtehn, Und uͤber luſt ſi und furcht zu ſiegen? Sol i es durch unſre kraft ge⸗ ß nun —— —— —y— — — — — — — — —— — &☛ 1 ſchehn, So werden wir ii bald unterliegen. Die fein⸗ 1 de ſind zu liſtig ſtark nge und Ko„Und wir von muͤ macht, von kraft und klug⸗ heit blos. 8. Doch was uns fehlt, das finden wir, Erwuͤrg⸗ tes lam lin deinen ſchaͤtzen; Dein beyſtand iſt ja gut dafur, Daß uns kein ſatan kan verletzen; Du zieheſt uns mit kraft und weisheit an, Daß unſer geiſt weſt uͤberwindenkan. 9. Dein ſieg, o lam! wird unſer ſieg, Wenn wi dein blut im glauben faß ſlt ſen: Du fuͤhrſt fuͤr uns den it ſchweren krieg, Wir kolt ehre, n jener großen t nunmehr ge⸗ Dir aber ſingt — — —— aſſen, durch —— 8 kint die welt, uf ſeiner nen uns auf dich verlaſſe.. ſo viel feinden Du giebſt uns ſelbſt die itt waffen in die hand dnf veimtun Dai unnn d zu U aros, wnn t, vonkidi los. Dabm nerlezen; Ai Das mſergft oindenkal. z din ſth. mieſt me m Na iti m. unsbey, und zwar von demgeiſtlichen Kampfund Streite. 805* machſt dich uns, held, belaauaut. 10. Gib nur, daß wir nichttraͤge ſeyn, Noch ſelbſt die waffen niederlegen. loß uns die kraft des glau⸗ ens ein, Damit wir muh⸗ tig ſtreiten moͤgen. Be⸗ wahr uns doch fuͤr weicher als einen zaͤrtlichkeit, Wenn fleiſe und blut ſich fuͤr dem kreuze ſcheut. b II. Ach lege deinen ed⸗ len geiſt, Als zur beſatzung, in den willen; Damit, wenn ſatan ſuͤndgen heißt, Wir ſein begehren nicht er⸗ fuͤllen. Ach laß uns ſtets erweckt und wachſamſtehn, Um durch gebeht aus kraft inkraft zugehn. 12. So wollenwir, wenn nach dem ſtreit Die frohe ſieges⸗lieder klingen, Im frieden jener ewigkeit, O heiland! deinen ruhm be⸗ ſingen, Wenn du den tod, den lezten feind, beſiegt, Und alles nun zu deinen fuͤßen liegt. Ott der va⸗ ter! wohn Und laß uns nicht verderben: Mach uns al⸗ ſler ſuͤnden frey, Und hilf uns ſelig ſterben. Fuͤr dem teufel uns bewahr, Halt uns bey feſtem glau⸗ ben, Und auf dich laß uns bauen, Aus herzen⸗grund vertrauen, Dir uns laſſen ganz und gar: Mit allen ſchfrechten chriſten Entfliehn des teufels luͤſten, Mit waffen GOtt’s uns ruͤſten. Amen, amen, das ſey wahr, So ſingen wir hall⸗ f luja. 2. J unsꝛc. 3. Heilger geiſt, ach! wohnunsc. Ral SOtt des himmels undꝛe. or! wie ſind 695. D ia⸗ meiner — feinde So gar unbeſchreibe lich viel! Auch die allerbe⸗ ſten freunde Selbſt verruk. ken mir das ziel, Wenn ihruu ſinn, was GOtt verflucht, Emſig zu erlan en ſuhr 2. Ach wo ſind ſo helle augen, Welche alle ſtricke ſehn? Da wir von natur nicht taugen, Gern auf boͤſen wegen gehn. Olwie l Eeez wil⸗ IEſu Chriſte! wohn uuuuu willig folget man, Da man leicht verderben kon. 6 HErr lerleuchte mein ge ichte, Daß ich nicht ſo blindlings hin Mich nach jeder reizung richte, Daß ich niemals ſicher bin. Leh⸗ Wie gefaͤhrlich hier zu gehn.. 4. Staͤrke mir die muͤ⸗ den haͤnde, Wenn es hart im ringen haͤlt, Wenn der feind mir bis ans ende Viel beſondre netze ſtellt. Gyrich: verfuͤhrer! weich mvon hier, Denn dis kind ge⸗ horetmir. 5. Ich wil, als ein gu⸗ ter ſtreiter, An den kampf mit freuden gehn. Durch dich uͤberwind ich weiter: Du wirſt mir zur ſeite ſtehn. Ja dir, treuer Jo⸗ nathan! Folg ich; denn du gehſt voran. 6. 5 geſieget haſt; So werd die krone kriegen Nach n dem kreuz werd ſiegen, Gleich wie ich die krone k ddes kampfes harter laſt. Dtreit, ſeelelwolgemuht, 806 Von dem heiligendeben undchriſtlichenTugenden re mich doch recht verſtehn, GOtte 696.(c acho 4 HErr! Hilf, daß ich nicht zu ſchanden werd, Noch ewiglich zu ſpotte: Das bitt ich dich, Erhalte mich In deiner treu, HERR 2. Dein gnäͤdig ohr neig/ Höer; umir, Exhoͤr mein flehn, thu dich herfuͤr! Eil bald, mich zu erretten In angſt und weh; Ich lieg oder ſteh, Hilf mir aus mer⸗ nen noͤhten. 7. 3. Mein GOtt und ſchir⸗ meine burg, darinn ich frey Und ritterlich kan ſtreiten ſG har viel ſeynd An mir auf ſiin eiden ſeien. t 4. Du biſt mein ſtaͤrke, un fels und hort, Mein ſchild wort) Mein huͤlfe, heilund leben, Mein ſtarker GOott dir widerſtreben. 5. Durch luͤgen und iu die welt truͤglich gerichtt Viel netz und heimlichſtut Duſſiegſt durch des lammes ... mer! ſteh mir bey, Sey Wider mein' feind, Der und kraft,(ſagt mir dein In aller noht: Wer mag durch falſch gedicht Hat miti ke. HErr! nim meinwan wurg darn terlch kait Gmein ſiu 9 ſeyud un b Diein beyſtand und mein wie helfen kan, Als du, mein treuer vater. Herr Irſu mac th dich eitend auf, Sey mit unmir in dem werke; Regier n und ſchuͤtze meinen lauf, In der gefahr, Behuͤt mich fur falſcher tuͤcke. 6. HErr! meinen geiſt befehl ich dir, Mein GOtt, mein GOtt! weich nicht von mir, Nim mich in deine haͤnde, Owahrer GOtt! Aus aller noht Hilf mir am lezten ende. 7. Glori, lob, ehr und herrlichkeit Sey dir, GOtt vat r und ſohn! bereit, Dem heilgen geiſt mit namen: Die goͤttlich kraft Mach uns ſieghaft Durch IEſum Chriſtum, amen. Mel. Eine feſte burg iſt unſer ꝛc. Cpein GOtt 697. eins 27. und vater! ſteh mir bey, Und hilf mir treulich kaͤmpfen. Du biſt von großer guͤt und treu, Kanſt meine feinde daͤm⸗ * en. Dubiſt in aller noht GOtt: Drum nim dich meiner an, Weil niemand 2. HErr IEſu! mach u und zwar von dem geiſtlichen Kampf und Streite. Daß ich den beyſtand mer⸗ ke: Du biſt raht, kraft und held, Der feind iſt ſchon gefaͤllt. Regt er ſich ja aufs neu; Stehſt du dem glau⸗ ben bey, Der koͤmt durch dich zum ſieee. 3. O heilger geiſt, du GOttes kraft! Du wirſt mich nicht verlaſſen; Dure dich wird raht und troſt geſchafft/ Dis wil ich glau⸗ big faſſen. Gib nur zur ſchweren zeit, Muht, weis⸗ heit, freudigkeit; Nim weg K. furcht, angſt und noht, Hilf V ins leben dringen. 4. Und wenn du mir dein heil erweiſt; Wil ich dich ewig preiſen/ Und mich dir, vater, ſohn und geiſt! From, dankbar, treu er⸗ fort Allhier und endlich dort, Hoſanna, gloria! Mel. Dürch Adams fall iſtꝛc.= Eee4 mir bis in den tod, Hilfmir 4 weiſen; Ich wil dir immer Preis/ ruhm halleluia MNit deinen kindernſmgen. 808 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden üuberwinden: Die welt/ dasſzu zwingen. Wer wird fleiſch, die eitelkeit, Die uns doch Von dieſem ſoch boͤſe luſt der ſuͤnden, Und Des leibes noch erloͤſen! was dem reich Des ſatans HErr, reich an huld! Ver⸗ dreich, Pflcgr ddtt zu wi⸗gib die ſchuld, Errett uns erſtreben; Darwider ſicht von dem boͤſfen. Deß CKlanbens ücht 1 Das— uns GOtt ſelbſtgegeben. 2. Viel ſtaͤrker iſt, der Melodey 35. ſ ſelber ſich, Ais andre/ uber 599* dir, o vater ſ windet, Daß er der alten aller guͤte! daü — ſchlangen ſtich Im herzen Flieht mein geaͤngſtetes g. nicht empfindet: Geiz, muͤhte, Und zeiget ſeinver⸗ ſil fleiſch und blut, Neid, derben an. Ich bin zu al. mi⸗ ſtolzer muht Herſcht nicht lem guten traͤge, Da ich ſfal in ſeinen ſinnen; Das mich ſchnell zum boͤſen re u fleiſch erliegt, Wo liebe ge⸗ Es auch gar bald voll u kriegt, Siemuß den ſtreit bringen kan. üe gewindn. 12. Dein geiſt hat ſtetz it 3. Wer GOtt alſo erge⸗ in mir zu kaͤmpfen, Und ſu ben iſt, Wird ſchnoͤde luͤſte die erregte luſt zu daͤmpfen, it haſſen, Und wider alle hol Die ſich ſo oft dem zaum in len ⸗liſt Die glaubens⸗waf entreißt. Laß deinen bey⸗ an fen faſſen. Der ſchwere ſtand mir auf erden Doh ſtreit Bringt nach der zeit nimmermehr entzogen ing Die ewge himmels⸗krone: werden; Staͤrk mich durch ſif Wer uͤberwindt, Gewis deinen guten geiſt. der findt Sie dort zumgna⸗ 3. Laß fleiſch und but den⸗lohne. ddooch niemals ſiegen: Und 4. Ach GOtt! der du wenn ich ja mit ihnen i das wollen giebſt, Verleih kriegen, Und ihren anfali aauch das vollbringen. Der ſpuͤren muß; So hilf mit gei iſt wihs„ den duſvater! uͤberwinden, und nn liebſt, Dasffleiſch iſt ſchwerlihre boͤſe kraͤfte binde und zwar von dem geiſtlichen Kampfund Streite. 809 de n So folg ich deines geiſtesſo vater droben Mit allen ta us ſchluß. ſüberwindernloben, Wodu mim t. 4. Du weißt, wie gern das ziel des lobesif. ſchud c ich, ohn gebrechen Und oh—— auebnt neheimlich widerſprechen, Mel. In dich hab ich gehoffete . In deinen wegen wandeln 700. 7f öſch kom, o — wil. Hilfmir, umdeines⸗— IrreuerGOtt! — an. Pae ruten trnh de U dſchnel zme auchgna ankan. 1r zu tama egtelwſtui aop⸗ rit. Luͤn ait aufc rernehr ah rr; Stitn 1 W 4 an 4 nii 3 1 1 8 3 9 5 f namens willen, Des gei⸗ ſtes trieb nach wunſch er⸗ dur mir, 9 fuͤllen; Ach fuͤhr ihn felbſt truͤbtem ſuͤnder; Erbarme zu ſeinem zill. ddiich, Und zaͤhle mich, HErr! 5. Ich klage ſelbſt des unter deine inder. fleiſches triebe, Und was 2. Zwar bin ich ſolcher mich lauin deiner liebe Und huld nicht wehrt, Weil faul zum kampfe machet, mich die ſuͤnden laſt be⸗ an. Ach lehre mich da⸗ſchwert! Wer wil von die u dir: Ach habe doch ge uld mit mir, Mit mir be wider ſtreiten, Und jenes ſem boͤſen, Das taͤglich kleinod friſch erbeuten; Tilgſſiegt, Und wachsthum ſelbſt, was mich entkraͤften kriegt, Mich ſuͤnder doch kan. b erloͤſen! 6. Es komme mir der 3. Du muſt es thun ſiegzu gute, Dadurch das durch deinen geiſt, Der uns lam mit ſeinem blute Die der ſuͤnden macht entreißt macht der finſterniß erlegt. Laß mich’ des mittlers all⸗Der, wenn der feind Cs macht ſtaͤrken, Wenn ſie ernſtlich meint, Ein wah mit ihren ſchnoͤden wer⸗rer troͤſter bleibet.. 4. Ach laß doch deſſen ken Sich wieder in der ſeele doch gnaden kraft, Die, was regt. u. 27. Laß endlich ſund und dir wolgefaͤllig, ſchafft, In kampf verſchwinden, Und unſre ſeelen dringen: Und mich den ort der ruhe fin⸗ gib uns muht, Der ſuͤnden⸗ den, Woweder ſchuld noch wuht Und 3 Zlü 6 elend iſt. Da wil ich dich, bezwingen. errſchaft zu Eee5 5 Durch l Und zu dem guten treibet; u 810 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden Durch unſern ganzentod, Mein geiſt muß un⸗ lebens ⸗lauf Hoͤrt deren terliegen; Das wollen hab ſturm nicht voͤllig auf ich wol, Nur das vollbrin⸗ Drum hilf mir taͤglichgen nicht, Wohin der mat⸗ kaͤmpfen. Hilfihre macht te geiſt Die ſchwachen kraͤfte So tag als nacht Bezwin⸗ richtt. gen, toͤbten, daämpfen. 2. Mich hat der tod be⸗ 6. Ja, mach du felbſt ſtrickt, Die ſund haͤlt mich mein her, bereit, Der ſuͤn gefangen: Wo ſich mein den ſchaͤnd⸗ und ſchaͤdlich⸗geiſt hinkehrt, Bleibt nichts keit Und groͤſſe zu erken⸗als nur verlangen. Ja 1 nen: Die kleinſte kan Unsllauf, und fehle doch Den m von der bahn Zum leben/ weg der wahren ruh: Denn ewig trennen. ddes geſetzes fluch Fuͤhrt mich ſi Drum, wenn die leicht⸗ der hoͤlle zu. der geſinnte welt Die ſuͤnden 3. Du„JEſu! du allein ſa⸗ nur fuͤr ſpielwerk haͤlt; So Kanſt meinen jammer i laß mich anders denken, wenden, Mein koͤnnen ſit⸗ Und ſeel und herz, Vollreu het nur In deinen gnaden, iill und ſchmerz, In demuht zuhaͤnden. Floͤß mir doch dir lenken. nneue kraft Zum neuen le⸗ ug 8. Mein heil! der du ben ein, Und laß mein ſeh⸗ inf der ſuͤnden macht Und her⸗nen nicht So gar vergehe ſin⸗ ſchaft unter dich gebracht, lich ſeyn. ſt Hilf meiner ſchwachheit 4. Ja HErr! erbarme i ringen, Wenn ſuͤnd und dich, Ich lieg zu deinen fü noht, Wenn hoͤll und tod ßen; Laß deine gnade ſtetz ſe Auf leib und ſeele dringen. In wmeine ſeele fieſtn ——— ſchrey, und laß dichuu Mel. O GOttdufrommer ꝛc. ncht, Bis deines geiſtes' 701. Wen JESulſeraft Den tod in mir bei 781.&£ ſieh darein, ſiegt, Uud neues leben a unrd hiff mir armen ſiegen. ſchafft. Mein herz fuͤhlt nichts als 5. Du haſt ja zugeſage —-— 2. S————— 8 —jj————„.— 5 n umd zwar von dem geiſtlichen Kampfund Streite. gu llez an, Mentnit ir In rn. Fan 6 raft aunde en Und linne richt Ed pi . dr henntr 6 c ln eühe * rg 4 V Nur in ſich merken laͤßt, hinaus: So wird mein in⸗ . du, Jihü h 8 Befrey die ſeele bald, Die dus durch dein blut erkauft, Die da än ſonſt, von ihm beſtrickt, In P u S e l 4. Du wolleſt gern erquicken, Wenn nur ein armes herz, Befreyt von heuchlers tuͤk⸗ ken, Sich dir ergeben wil: Wer deines geiſtes trieb Der iſt dir, JEſu! lieb. 6. So nim denn alles hin, Laß mich mir nicht mehr leben; Hingegen, treuer hirt! An deiner fuͤh⸗ rung kleben. Ach faſſe mich nur feſt, Und jag den feind nerſtes Ein dir geweihtes aus. Du ſtarker ſchlangen⸗tre⸗ ter! Und eig der finſter⸗ niß, Du 49 noch mein erretter; Vollfuͤhr in mir den ſieg, Trotz aller feinde ſpott; Vollfuͤhre deinen raht, Es koſte blut und tod. 8. Wie lange ſolder feind Sich uͤber mich erheben? Wie lange raubet er Mir freude, troſt und leben? ihr verderben lauft. 9. Gib muht und glanu⸗ 7. Beweiſe deine macht, liche gedanken, Liſt, wuht und trug entſtehn; Und laß mich ja nicht wanken, Wenn deines geiſtes kraft Des fleiſches kraͤfte bricht, Wenn deine dornen⸗kron Den alten menſchen ſticht. 10. Hilf allen wider⸗ ſpruch, O heiland! uͤber⸗ winden; Laß micch in dei⸗ nem blut Die ſieges⸗pal⸗ men finden. Dein ſanft⸗ muht ⸗volles herz Sey mei⸗ nes griſtes ſchild; Bis du von feinden mich Dort ganz befreyen wiit. II. Wirſt du dich nur in mir So kraͤftiglich ver⸗ klaͤren, Mich toͤdten, und aus dir Hinwieder neu ge⸗ baͤren; So bleib ich dir vereint, So geh ich unver⸗ ruͤckt Zum vorgeſteckten ziel, Das mich mit kronen ſchmuͤckt. Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. 702. 8 weißt du GOtt! allein, Das mir iſt angeerbet, Und wie mir alle kraͤfte ſeyn Durch Adams fall verderbet. Weil mein bens⸗kraft, Wenn ſchaͤnd⸗ verſtand verfinſtert iſt: S2 Vondem heiligen Lebenundchriſtlichen Tugenden Kanich dich gar nicht, wie Von dir werd abgefuͤhret. u biſt, Noch deinen raht Es ſteht mir ſtets meinherz erkennen. und muht Nach wolluſt, 2. Mein wille iſt ſo ſehrſehre, geldund gut, Undſol verkehrt In allem thun chen eiteln dingen. undlaſſen, Daß er ammei⸗ 6. Nun ſo tich mich der ſten das begehrt, Was du ſunden⸗luſt Nicht gleich befiehlſt zu haſſen: Wo⸗gefangen geben, Und/(ſo u gegen doch, HErr! was du macht mir dein wort de i wilt, Bey mir garoft ſehr wußt) Ihraltzeit widerſtre gn wenig gilt; Ich ſetz es aus ben; Doch denk ich nicht n denaugen. ſſo fleißig dran, Ruf dich iſ 3. Es geht des alten nicht fort um beyſtand an, ia Adams trieb Nur immer⸗ Ich binoft traͤg und ſicher. uad dar zur fuͤnde, Daß recht 7. Koͤmt mir was boͤſes vertrauen, rechte lieb Jehin den ſinn, Dawider ich iei nicht in mir befinde. ſoll kaͤmpfen; So traht. diene mein em nechſtenſich nicht alsbald dahin/ Das 5 nicht, Wenns nicht zu mei⸗feurmit macht zu daͤmpfn e nem nutz geſchicht; Ich ſu⸗Das nimt dennin mir uͤhet che nur das meie. hand, Daß ichgar leichtiun 4. Ja, wenn man alles ſund und ſchand Daruber recht detracht, So wird gau fallen moögte. leicht auf erden Ein ab⸗ 8. Oft wil mich 49 gt aus mir ſelbſtgemacht, die arge welt, Die ich da 4 dem fort gedient ſoll wer⸗ ſtets ſoll fliehen, Wen e den: Weil eigne lieb und meinem fleiſch ihr werk ge eigne ehr, Auch eigennutz, faͤllt, Mit zur geſellſch und was des mehr, Mirziehen: Sie wil leider da anhanget; ſauch uͤbels thu, Und an 9 — — — — — — — — ꝛx — — — — — — — —— — 5 Disiſt die wurzel und reizen ſoll dazu, Daß ſiitt der grund, Draus alles mit begehen.. unheil ruͤhret; Daß ich zu, 9. Ach GOtt; ich mancher zeit und ſtund nach ſolcher art Gar! und zwar von dem geiſtlichen Kampf und Streite 813 dg mir großem ſchaden, Eh⸗ neng ich zu dir bekehret ward, Gelebet auſer gnaden: Ich bin auch noch nicht ohn ge⸗ fahr, Dieweil mir jezt und immerdar Die ſuͤnden⸗luſt anklebet. 10. Darum, HErr! in dergleichen noht Sieh mich an mit erbarmen; Kom mir zu huͤlfe, treuer GOtt! Und ſteh mir bey, mir ar⸗ men; Erleucht durch deine g gnad und guͤt Mein un⸗ verſtaͤndiges gemuͤht, Daß ich dich recht erkenne. II. Den willen leit nach deinem wort, Daß ich dich herzlich liebe: Dir feſt ver⸗ trau, und fort und fort In gottesfurcht mich uͤbe; Daß ich dir meine tauf zuſag Mitt ſtarkem vorſatz jeden n tag „An hole. Aufs neue wieder⸗ * .**.* 12. HErr! weil dir nie⸗ tuun mand ohn gebeht Beſtaͤn⸗ dig kan anhangen; So gib, daßich oft vor dichtret, Die gnade zu erlangen, Und ſo mein ganzes chri⸗ nutz, und deinen ruhm, Ohn heucheley, befoͤrdre. B. Gib mir des geiſtes freudigkeit, Daß ich da⸗ durch verachte Geld, ehr und wolluſt dieſer zeit, Das ewge nur betrachte. Ach ch nim mich mir, und gib mich dir, Daß ich dir leb, und ſterbe mir Und meinen boͤ⸗ enluüſten. 14. Des fleiſches und des geiſtes krieg Iſt dis be ——— jung und alten: Laß mich Durch deine kraft erhalten. HErr! ſtaͤrke mich, und mach mich neu dieſen ſtreit zu treten. 15. Fuͤr ſtolz und ehr⸗ ſucht mich behuͤt, Daß ſie nicht funden werden In meinem herzen und ge⸗ muͤht, In worten und ge⸗ berden. Denn hoffart war des teufels fall; Drum hilf, HErr! daß ich uͤber⸗ u Seſt an der demuht alte. 16. Die ſorg der nah⸗ rung nim von mir, Laß michnicht mehr begehren, Als was ich noͤhtig habe da immerfort den ſieg — Daß ich ſtets unverdroſſen ſey, An hier 4 84 Von dem heiligen eben undchriſtlichen Tugenden mnhier, Mich ehrlich zu er⸗gendzu verletzen, Und mei⸗ hen. Daß ich auch kei⸗ ne ſeel aus ihrer ruh Aufs nen zweifel hab, Du wer neu in noht zu ſetzen: Wenn deſt mich bis in mein grabſſich verſuchung zu mir Mit unterhalt verſorgen. wendt, Laß ſie gewinnen *17. HErr! gibmir gna⸗ſo ein end, Daß ich es koͤnn de, daß ich daͤmpf Des flei⸗ſertragen. ches boͤſen willen, Und wi⸗ 21. Verleih, ovater gna⸗ n. der mich ja ſelber kaͤmpf, diglich, Daß es ama ge. Die luſt nicht zu erfuͤllen ſchehen, Was ich dein kind, Wenns gleich nur in gedan izt bitte dich Mit ſeufzen ken waͤr: Hilf auch, daß und mit flehen. Hilf, wenn ich mich nicht beſchwer mir alle huͤlf zerrinnt, Daß Mit eſſen oder trinken. ſich doch froͤlich uͤberwind 18. Gib, daß ich oft der In IEſu Chriſti namen. hallenuaßt Hiemdermag— Pedenten, Wieh uſ boſe Von der Teen und Be⸗ ie werd el ſtaͤndigkeit im guten. duſt einſchenken: Pech, ſtndigkeit im g ſchwefel, jammer ohne 1 maaß Erfolget dort ohn 703 Ho getreu bis unter aß Auf kurze luſt und. an das ende, E — — =—y 43 .—=—— — — = =g — — — — — — — — — — — — — — —— 8“ 8 lhe der Emt Sdigkeitinze ideneht. 1 is — uh Putt treulich deinen bund geſchloſſen hat. Denn wie 1 97 geht der verloren, Der u nechſten uͤbe, Wenn er dich gleich oft betruͤbt. Den⸗th nre nicht in weh und ach. 3 Denn du macheſt deine ſchuld Groͤſſer durch die un⸗ geduld. Selig iſt, wer wil⸗ ihmauferleget. Hat dich kreuz und noht betroffen, Und GOtt hilft nicht alſofort; Bleibe treu in deinem hoffen, Traue feſt auf GOttes wort. Hoff und zwar von der Beſtaͤndigkeit im guten. 815 aus dem herzen rauben; n dein herz durchs waſ⸗ ſer⸗bad Feſt mit GOtt ihm treulos hat geſchwo⸗ ren. 3. Sey getreu in deiner liebe Gegen GOtt, der dich geliebt; Auch die lieb am e, wie dein heiland that, Als er fuͤr die feinde bat. Du mußt, ſol dir GOtt vergeben, Auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sey getreu in dei⸗ nem leiden, Und laß dich kein ungemach, Keine noht von IEſu ſcheiden; Mur⸗ lig traͤget, Was ſein GOtt herzbricht ihm gegen dich, Seine huͤlf iſt ſchon vor⸗ handen: Hoffnung machet nie zu ſchanden. 6. Sey getreu in allen ſachen, In dem anfang, mittel, cuß FurchtecoOte undlaß ihn machen, Siue dich fuͤr Joabs kuß; Suchh in allen GOttes ruhm, Fuͤhr ein wahres ehriſten⸗ deinem glauben, Und doch ohne falſch wie tauben. b ſtunden, Halt dich glau⸗ bens⸗voll an GOtt; Flieh getroſt in Chriſti wunden/ Sey getreu bis in den tod. Wer mit IEſu glaͤubig ringt, Ihn, wie Jacobhaͤlt den⸗krone geben. im leiden, Glauben, lieb und hoffnung feſt. Ich bin treu bis an das ſcheiden: IEſus, der mich nicht ver⸗ laͤßt, Iſt, den meine ſeele liebt, Dem ſie ſich im kreuz meine auf JEſum feſtiglich,Seinu thum. Sey zwar klug in 7. Sey getreu in todes.u und zwingt; Dem wil eu in jenem leben Seine freu. 8. Nun wolan ich bleibi es Vondemheiligen Leben und chriſtlichen ugenden meine weiß, er wir ſachen, Denn ich ds wol machen. —— Mel. D a JEſus an dem kreuz ſehre, geiz und luſt Mein 1 704. D. rufſt mir +◻ zu, o treuer GOtt! Sey mir getreu bis in den tod, So geb ich dir um lohne Dort in des immels herrlichkeit Die choͤne lebens⸗krone. 2. Wie gern, o vater! wil ich nun Nach deinem nadenewvilhen thun, Und ir getreu verbleiben: Denn dazu ſucheſt du mich ja Be⸗ 8 viel argerniß Ein fauoret zubereiten; Sie wil durch armes herz verleiten. 6. Ich ſetz mir oft was ſut utes vor, Doch ſteigt der nden⸗trieb empor, Um mich davon zu wenden. Ich kan, was boͤsiſt, zwar mitluſt, Was gut, nicht ſo vollenden. 7. Ach vater! nim dich meiner an, Daß ich das guteleiſten kan. Gib mir uni ein ander herze, Das dir nar⸗ gefaͤllt; damit ich ja Den ſin himmel nicht verſcherze. ſiſt 8. Dich lieben und dir —— —— — — — — 3 ſtaͤndig anzutreiben. 3. Allein du ſiehſt, wie fleiſch und blut Mir wider⸗ ſtand in allen thut! Es reizet mich zur ſuͤnde, Daß 4 ich zu allem guten mich einſt gelingen. s. Di S. 4 . 4 e 4 4 A ͤ 3 † G G. d 1— . en mich bahn In meinem ganzen Stets traͤg und ſchlaͤfrig b finde. 4. Der ſatan ſucht ge⸗ legenheit, Braucht liſt, ge⸗ walt und wachſamkeit/ Um mich ins netz zu bringen. Erſetzt mir zu, er wunſcht und hofft, Es werd ihm e eitle welt ſucht gedul udig ir taͤglich durchſtreulich auszuhaltens a treu zu ſeyn, Ruͤhrt, HErr! n von deinem geiſt allein; i Den wolleſt du mir geben, ſint Der leite mich auf rechtet leben. 9. Laß mich in deine lehre rein, Im glaubentreu n undredlich ſeyn, Nach der i nem worte leben, In tei i ner lieb und heiligkeit Dit zugefallen ſtrreben.. 10. Gib kraft, dir auch in leidens⸗zeit Stets mit — — — 4 geduld und freudigkeit 6 Lr und zwar von der Liebe gegen den Rechſten. 817 kreuz und truͤbſal heilſam b uia ii e2as ich dich, vater! aamn I. Laß mich dereinſt in lezter noht Richt ſuͤnde, teufel, hoͤll und tod Von deiner liebe ſcheiden; Und fuͤhre mich durch Chriſti huut. Getroſt zu deinen freuden.. 12. Gib, daß ich dir im leben treu, Und auch getreu 1 h du mich ergetzen; Und mir dö dort, wie dein wort ver⸗ ſpricht, Die lebens⸗kron aufſetzen. 13. Ich bitte nochmals inniglich, Ach! laß bis an meinende mich Dir, HErr! getreu erweiſen; Erhoͤre da mich durch Chriſti blut, M So wilich dich dortpreiſen. ö.— Don der Liebe und dden Nechſten. Sdenn einer al⸗ le ding ver⸗ imſterben ſey. So wirſt slaſen iſt, Die Ueb. derglauben haͤtte, Daß er verſetzte berge hin: Und hatte nicht der liebe ſinn, Waͤr alles dis vergebens. 2. Wenn einer auch all ſeine haab Austheilete den armen; Und thaͤt er nicht dieſelbe gab Aus liebe und erbarmen: Wenn er ſich brennen ließ dabey, Und hätte nicht die lieb und treu; So waͤr es ihmnichts nußeehe. 3. Die lieb iſt lauter ſanftmuht voll, Iſt guͤtig und gelinde, Daß man, es komme wie es woll, Nichts bittres an ihr finde. Wenn einer etwas guts verricht, So eifert und misgoͤnnt ſie nicht: Sie thut nichts ungeſchicktes. de. He⸗ 4 Die lieb nicht an ſchimpfet keinen, Sie ſucht nicht ſhren nutz mit liſt, unrecht wird weiſſagen koͤnt, Denwun-l . “=—=“ 6. Die lieb vom nechſten gern das beſt Ohn argwohn glaͤubt in allen: Sie hoffet ſchuldt, Vertraͤgt ſie alles Einander in der hoͤchſten ich in allem, wo ich kan, man, Wie ich mirs wuͤnſch, 318 Von dem heiligen Leben ndehriſtlichen dugenden 4 wird gerichtet; Der wahr⸗ heit und gerechtigkeit Vom jerzen ſie beypflichtet: Des nechſten maͤngel ſie er⸗ traͤgt, Bedecket und zuruͤcke legt, Und ſie ihm nie auf⸗ ruͤcket. ſeine beßrung feſt, Wenn er in ſuͤnd gefallen: Wo man ihr leid thut unver⸗ mit geduld, Wird auch dabey nicht muͤd. 7. Und wenn zulezt die wiſſenſchaft, Und alles wird aufhoͤren; Behaͤlt die lieb⸗ doch ihre kraft; Und wird ſich noch vermehren, Wenn wir dort in der ſeligkeit freud Vollkoͤmlich lieben werden. 8. Du ſelbſt, HErr JE⸗ ſu! ſtelleſt dich Zum vor⸗ bild wahrer liebe: Verleih, daß dem zufolge ich Die lieb am nechſten uͤbe. Daß Treu, lieb und huͤlfe jeder⸗ 3 „ Mel. 8. JEſus meine zuverſicht. (Coeinen nech⸗ 706. G ſten laß ich ſin nicht, Ihn ſo treu, als mich, ſu zu lieben. Dis erfordert meine pflicht, Mich im lie⸗ ben ſtets zu uͤben. Liebe iſt, was GOtt gebot/ Liebe bleibt bis in den tod. 2. Liebe bleibt auch nach dem tod: Dort geht ſie recht an im himmel, Dorten ſtoͤhrt ſie keine noht, Die ſie in dem welt⸗getuͤmmel Oftmals ſchwaͤcht und oft betruͤbt, Daß man unvoll⸗ kommen liebt. 6. GOtt iſt ſelbſt, der t n liebe uͤbt, Weil er mich zui fich gezogen, Und michſe u und je geliebt, Eh ich mut u ter-milch geſogen; Er nahm, da ich nackt und blos, Mich voll lieb in ſeie ſ nen ſchooß. 9 4. JEſum trieb der lie m be macht, Daßer von dem 71 himmel kommen, Mir das — — dua. leben wiederbracht, Und ſich meiner angenommen Er, das reine GOttes⸗-lam, erweiſe. Starb fuͤr mich am kuit — — — — — 1 1 1 1 tf 1 humma huld zuſammen, Daß wir dich, o GOtt zugleich In n men Ehren, lieben und er⸗ doͤhn, Und vereinigt vor 4 5 3 4 „ 4„ 8* 9 4 4* 8. und zwar von der Liebe gegen den Nechſten. 819 5. Hat die liebe GOttes geiſt Nicht voll huld zu mir geneiget? Daß ernun mein troͤſter heißt, Sich mir ſuͤn⸗ der gnaͤdig zeiget, Undmich, durch der taufe bad, Feſt mit Ott verbunden hat. 6. Weil denn GOtt mich ſo geliebt, Solt ich nicht den nechſten lieben? Wer denſelben oft betruͤbt/ Wird von ſatans liſt ge⸗ trieben. Mich ſol GOttes lieb und treu Treiben, daß ich liebreich ſey. *7. Gib, daß meine ſeele ſich, Hoͤchſter! ſtets im lie⸗ ben uͤbe, Meinen nechſten ſtets als mich, Und dich uͤber alles liebe. Gib, daß meine lieb und treu Rein und ohne falſchheit ſey. 8. Endlich bring in dei⸗ nem reich Uns nach deiner den reinſten liebes⸗flam⸗ dir ſtehn. &¶ Gott, du b ſſchauen, 4 Mel. Herzliebſter JIEſu was ꝛc. aller wahren liebe! Gib, daß ich mich mit ernſt im lieben uͤbe, Laß mich die liebe, wil ſie ſonſt erkalten, Stets feſt behalten. 2. Ach ja, du wilt dis feuer gern entzuͤnden, Du ſuchſt uns ſtets in liebe zu verbinden: Du wirſt ja ren, Die liebe mehren. 3. Vor allen wil ich mei⸗ nen geiſt bedenken; Du gabſt ihn mir, dir wil ich ihn auch ſchenken, Und ihn, als einen ſchatz, bey viel ge⸗ fahren Dir treu bewahren. 4. Mein neben chriſt ſol meiner auch genieſſen, Es ſol von mir ſtets wol⸗ that auf ihn flieſſen; Er ſol von deinen mir ge⸗ ſchenkten gaben Sein an⸗ theilhaben.. 7. Ich wil den bruͤdee keinen anſtoß geben; Viel mehr alſo mit meinem nechſten leben, Daß alle, die mein thun und weſen Sich dran er⸗ bauen 6. Weg alles, was die ſeele kan verletzen; Nichts 80 brunquell lich was es ſey, wil ich ſo herr⸗ ͤ u auch in mir, zu deinen eh⸗u 4 1 3 5 3 8 8 2* 4 8 8 “*. S. X 4 820 Von demheiligen Lebe lcch ſchaͤtzen, Daß ich es, weil es GOttes augen haſ⸗ ſen/ Nicht ſolte laſſen. 7 O ſchoͤpfer! ſteure ſelbſt der alten ſchlangen, Die unter uns die ſeelen ſucht zu fangen; Hilf, HErr und wehr, aufdaß dein liebes erbe Ja nicht verderbe. 8. Und end bey viel aͤrgerniſſen Uns auf der welt noch immer leiden muͤſſen; So laß mmich doch im himmel mit den frommen kommen. 4 lich, da wir Zur ruhe ihn zu beſſern trachte, Und ſeine ſeele hoch und theuer ausgeſtanden. 4. Laß mich das gute, lf, das wir an ihm haben, In liebe loben, es ſind deine(m⸗ gaben: Verleihe, daß ich eher alles leide, Als ihn be⸗ W neide. 6 5. Gib mir ein herz das i denket, ganz in liebe bren⸗ i net, Sich ſelber kennet. —,— Mel. Herzi 708. nen nechſten liebe, Du 7 litter⸗richten ihn ja ni TY raͤnke Muhtwillig kraͤnke. 2. Gib, daß ich immer ſeine ſchwaͤch und flecke In wahrer ſanftmuht vor der welt bedecke, Aus treuem u herzen ſeinen fall beklage Und ihn ertrage. 2 Huf, das ich fleißig ebſter IEſu was ꝛc. Eilf JEſu! Dol daß ich mei⸗ ſ ter⸗ Ija nicht etruͤbe, Ihn nicht ver⸗ laͤumde, noch durch falſche welt und teufel wird mir un nimmer ſchaden: Duwirſt mich ſchuͤtzen, und ich wil dich loben Hier und dort oben. 4 —— Mel. Ach GOtt vom himmnalc. iiſ „0(o bleibetie 709. G blei zigkeit, Die IEſus uns an preiſet? Wer findet ſih zu dieſer zeit, Der ſich lich reich enwweiſer⸗ Der, gleic wie GOtt der reinſte gen achte: Du haſt fuͤr ſolche, ſes bis zun todes⸗banden, Viel wahre demuht liebet /Und un jederman das ſeine goͤnnt und giebet, Nichts arges un 6.Und alſo bleid ichſiets in bey dir in gnaden, Feind barmher⸗ ag dles ledd Aoſe „Jd nirtni 8 demußt at — — — † 60t teiei b (OANB und zwar von der Lieb Barmherzig iſt und guͤtig heißt, Und zwar aus her⸗ zen⸗grunde. 3 2. Daß GOtt barmher⸗ zig/ pricht dermund; Wer iſt, der das nicht glaͤubet? Allein macht GOtt es dar⸗ um kund, Daß er zu fol⸗ gentreibet; Ach! ſo ver⸗ ſchließt man herzundohr, So wankt der glaube wie ein rohr: Man haͤlt es fur unmoͤglich. 3. Bedenke, wie dir Got⸗ testreu Barmherzigkeit er⸗ zeiget, Damit dein herz auch guͤtig ſey, Und wol⸗ zuthun geneiget; Damit du dem, der duͤrftig iſt, Und gar ein gliedmas JE⸗ ſu Chriſt, Nach IEſu wil⸗ lengebeſf. 4. Ein unbarmherziges gericht Wird uͤber den er⸗ gehen, Der diserkant, und gleichwol nicht In werken laſſet ſehen. Das bloße wiſ ſen macht es nicht; Die uͤbung deß, was JIEſus uicht, Bezeugt erſt rechte 12 f. 55. HERR! laß mein heerz barmherzig ſeyn, Den armen auf ihr flehen Aus wahrer liebe, nicht zum ſchein, Mit huͤlfe beyzu⸗ ſtehen; Damit ſie in der hungers⸗noht An meinem troſt und ſtuͤckleinbrod Sich laben und erfreuen. 6. O vater! deine lieb und treu, Iſt gegen mich ohn ende; Drum gib, daß ich dir aͤhnlich ſey. Ja gib, daß herz und haͤnde Von dem mittheilt, was du be⸗ ſchehrt, Daß ſich der arme auch ernehrt Von deinem milden ſegen. b 7. Hat gleich die ſchnoͤͤd 133 harte welt Ihr boͤſes herz verſchloſſen; So mach in dem, was dir gefaͤllt, Mein herz doch unverdroſ⸗ ſen/ Damit es dir in allem gleich, An mitleid, liebund guͤte reich, Nie, wolzuthun,f 3 ermude. 8. Gib mirein herz, das giebſt, auch andern giebt, Die duͤrſtige zu laben; Da i nach deige wen ild Sey liebreich, guͤtig, egegen den Rechſten. 821 jeden liebt, Und das von deinen gaben, Die du mir ſanft und mild: Das bitt ich herzlich, amen. Von der Eintraͤchtig⸗ keit. Mel. O GOtt du frommer ꝛc. „ SSondir, otreu⸗ 710. O er GOT! Muß fried und eintracht ommen, Der du uns gnaͤ⸗ diglich Zum frieden auf⸗ genommen. Dir iſt die ein⸗ tracht lieb, Und du belohnſt ſie wol, Und lehreſt, wie mai hie Recht einig leben l. 2. Drum flehen wir zu dir Um deines geiſtes gabe, Daß jeder unter uns Ein friedlich herze habe: Gib, daß wir alleſamt Imguten einig ſeyn; So ſamlen wir geſamt Die frucht des frie⸗ ens ein. b 3. Laß eins dem andern ſtets Zum edlen balſam werden, Daß ein bedraͤng⸗ tes herz, In allerley be⸗ ſchwerden, Von ſeinem nechſten troſt Und huͤlfe kommen ſeh, Und daß ein bruder ja Den andern nicht 4. Laß uns in einigkeit Stets bey einander woh⸗ Inen, Und duld uns allezeit Mit zmädigem verſchonen: Laß unter deinem voll eintracht herrlich bluͤhn, Bis wir aus krieg und ſtreit Zum ewgen frieden ziehn. 7II. G und wie fein 7 ohne liſt, Ohne trug und falſchheit iſt. 2. Dieſe ſinds, denn und troſt verheißt; Dieſe ewigkeit erfreut. 3. Aber wie verliſcht die ley, Und kein herz wird mehr geſpuͤrt, Das des bru⸗ ders elend ruͤhrt. liebes⸗pflicht? b verſchmaͤh. einem volk Die GOttes geiſt Reiches heil Van dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden Mel Nun kom der heiden c. Wieh, wie lieblich ſt Iſts, wenn bruͤder eing ſeyn, Wenn ihr wandel werden in der zeit Und in treu! Ueberall iſt heuche 4 Jeder lebt nach ſeinem f ſinn Auf der erden vor ſich ſüiſ hin, Denket an den andern iu nicht. Ach! wo bleibt die üih „O HErr JEſu,Got ſ tes ſohn! Schaue doch 19 — dnn en ehe hna 19 m ¹enn bia * Wenn do 1,Oun diit if eſe ſide ſe ——— 1 e niemand beſſern kan. gnaden ⸗ſchein Alles feſt ver⸗ LAEIEViiii i deinem thron, Schaue die zerſtreuung an, Die ſonſt 6. Samle, großer men⸗ ſchen⸗hirt! Alles das, was ſich verirrt; Laß in deinem einigt ſehn. 7. Gieß den balſam dei⸗ ner kraft, Der den herzen leben ſchafft, Tief in unſer herzhinein, Gib uns deinen freuden⸗ſchein. 8. Knuͤpfe ſelbſt durch deine hand Ein geheiligt bruͤder band. Binde herz und herz ſo feſt, Daßes ſich nicht trennen laͤßt. 1 9. So, wie vater, ſohn und geiſt Drey, und doch nur eines heißt“; So ver⸗ bind in einigkeit Deine gan⸗ ze chriſtenheit. * Joh. 17, v. 11. 20.23. 10. Was fuͤr freude, was fuͤr luſt Macheſt du uns dort bewußt! wuͤnſchet und begehrt, Was man liebes⸗macht, Wenn er ſle in eins gebracht. 12. Kraft, lob, ehr und herrlichkeit Sey dem hoͤch⸗ ſten allezeit. Der, wie er iſt drey in ein, Uns in ihm laͤßt eines ſeyn. Von der Sanftmuht, Friedfertigkeit und Verſoͤhnlichkeit. Mel. HErr Chriſt der einge e. 712. G Selbſt uͤber haß u Dubiſt, der deutlich ſaget: Daß die die ſeligkeit Dort IEſu! klaget haß und feindſchaft hegen, Und unverſoͤhnlich ſinn. 2. Regiere meine ſinnen, Ein boͤſes werk beginnen, Wenn mir verdruß und geduld. Wird uns ſelbſt von GOtt bezeuget, Daß ich zur rach gewaͤhrt. gier, haß Und bittern zorn n. Herzen, die anizt zer geneiget; Weil ich ohn un ſtreut, Preiſen dann in ei⸗ „ 3 nigkeit GOttes treu und ihe terlaß Die rache willig Den feind 8 ff 4 betruͤ Jein herz, HErr haß und neid, nicht erlangen moͤgen, Die uulu Daß zorn und rache nicht u ſchicht. Laß mich nur deiuu nen willen In allen treu erfuͤllen, Gib ſanftmuht 3. Ach ſchmerz! die that mit fleißuu 4 Von dem heiligen Leben undchriſtlichen Tugenden betruͤbe, So viel mir moͤg⸗ lichiſt. 4. Ach heiland! ach ver⸗ zeihe Aus gnaden dieſe ſchuld: Im gegentheil ver⸗ leihe Mir ſanftmuht und geduld, Damit ich gern ver⸗ gebe„Mit allen freundlich ebe, Die mir zuwider ſind. 5. Laß mich nicht feind⸗ ſchaft tragen, Laß mich den haß und neid Der welt dir, IEſu! klagen; Laß mich zu ſeder zeit Den ſegnen, der mir fluchet, Den lieben, der da ſuchet Mein ungluͤck und verdruß. 6. Wie du fuͤr die gebe⸗ ten, Die dich in noht ge⸗ bracht, Und ſie am kreuz vertreten; So laß mich tag und nacht Die feinde herz⸗ lich lieben, Und ſolche ſanft⸗ muhtuͤben, Wie du erwie⸗ ſen haſt. b b Mel. Vater unſer im himmelr. ch freundlich⸗ . KM ſter HENR IFEſu Chriſt: Der du die kebe ſelber biſt Und nichts b von haß und zorne weißt, voll liebe zu, Wir ſollen heilig ſeyn, wiedun. 2. Liebt, ſprichſt du, liebt wie ich geliebt Die fein⸗ de, welche euch betruͤbt Wuͤnſcht niemand boͤſes, ſun fluchet nie, Und wenn ſie fluchen, ſegnet ſie. Thut denen, die euch haf Ertraget ſie muht. b 3. Ach! gib mir freund⸗ lichkeit, und nim Aus mei⸗ frucht erſtickt. Befrey mich doch, nach deiner huld, Von rachgier, eifer, ungeduld. verzeih, Daß mein mund 5. Du ſe ſchon boͤſe ſeyn, Doch ihnn deinen ſonnenſchein; So ber heißt: Du rufeſt uns ſe 1 gut 7 mit ſanftem f nem herzen zorn und grin, Als der die liebe unter⸗ druͤckt, Und alle glaubens⸗ 4. Die rachgier iſt ein ſuͤnden⸗wuſt, Ach ltilge ſie aus meiner bruſt; Ja, al⸗ ſuu lerliebſter GOtt verleih, ſen Daß ich den feinden gern ſin ihnen nimmer flucht, Auch nirgends ihren ſchaden ſia chenkſt, ob ſie Der du die ſanftmuht ſel⸗ Bey mir ſtets troſt und h mir ſis hülfe 2 . N 5 r m meh tt gnt eüet R nie, Und kiei l A 9 ieuct —ſch! 4 11 , undune artzen zerzune er die lane 2, UUnd alla Terſtict. I Lach deinen eer,eifermi Die uda Srwuſ/Kh iner bue aſter GOr 3 7 3 6 ¹ aunmmeri n rroͤſtet und erfreut; Gi den fiul n mich, So preif ich dich ſr d 1— u zvon der Sanftmuht, Friedfert. Verſohnlichkeit Za5. huͤlfe ſehn/ Und ſchreib mir din in herz und ſinn, Wie huldreich ich verſoͤhnet bin. 6. Gib, daß ſie meine freundlichkeit Erquicke 6 langmuht die ertragen kan, Was ſie mir zum verdruß gethan. Gib huld, diege⸗ gen⸗ huld erweckt, Undihrer fehler menge deckt. Und wil ſich nicht verſuͤh⸗ nen: Man koͤmt zum altar ohne ſcheu, Im heuchel⸗ glauben ohne reu, Und meint doch GOTT zu dienen. b '.2. Doch opfert jemand ſein geſchenk, Und wird vor⸗ her nicht eingedenk, Daß jemand etwas habe, Das wider ihn; der hat nicht 7. Mein GOtt! mirttheil An JZEſu tod, iſt traͤgt es ja nichts ein, Wenn GOtt ein greul Mit ſeiner ſie geſtraft und elend ſeyn; opfer⸗gabe. Ihr ſeelen⸗ſchade freut 3. Wer ſeinem bruder mich nicht, Wenn ihnen nicht vergiebt, Noch ihn Wenn du ſie einſt verdam⸗ men mußt. her zu mir ſpricht ꝛc. die iſt die welt eind⸗ kraft und troſt gebricht: von reinem herzen liebt, Vielweniger iſt meineluſt, Der kan GOtt nimmer lieben; Er iſt aus Cains mord⸗geſchlecht, Und ein verdamter ſuͤnden⸗knecht, GOtt muß da rache uͤben. 4. O menſch! geh ein⸗ mal in dein herz, tind trei⸗ be ferner keinen ſcher; Mit GOttes heilgen lehren. Der heiland ſpricht: wer feindſchaft uͤbt/ Und ſeinem bruder nicht vergibt, Muß zu der hoͤlle kehren. §. Bewahre mich, HErr IEſu Chriſt! Daß meine ſeele nicht vergißt, Was du m vorgeſchrieben. Laß ffs mich, 1” 326 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen Tugenden nicht ins gericht, Wer iſt vor dir gerecht? mich/ rr taͤglich ſiebzig⸗ mal, Ja gar vergeben ohne jahl⸗ Und meinen bruder ieben. Don der Gerechtigkeit und Billigkeit gegen den kechſten. Mel. 0 t du frommer ꝛc. „⸗„Derechter heil⸗ 715. Sears 9e. ch klage, daß ich ſpuͤre, ie eigennutz/betrug Und falſchheit mich regiere. Ach! die gerechtigkeit Wird oft von mir verletzt, Und eigen⸗ nutz dem nutz Des nechſten vorgeſetzt. 1 2. Jch weiß, daß ich mich mehr Als meinen nechſten liebe, Durch unrecht rich⸗ ten, thun, Und handeln ihn betruͤbe. Sein ſchade freut mich oft, Ich hindre ſolchen nicht; Da ſich mein her doch dis Von andern ſelbſt verſpricht. 3. Ach du gerechter GOtt, Feind aller unge⸗ rechten! Du ſelber wilt das recht Noht⸗leidender ver⸗ fechten: Durichteſt recht und gut; Ach! geh mit dei⸗ recht, Vergib mir alle ſuͤn⸗ de; Vergib, damit ich nicht Verdamten lohn em⸗ pfinde. tigkeit ndleib zugleich, Und du verſchließ ſeſt dein reich. 4. Laß gnad ergehn fuͤr tter iad th 5 hukg ſe. Denn ungerech⸗ keit Schlaͤgt ſeel und leib dem, Der ungerecht, 5. Miß mir nicht mit g. dem maaß ⸗Mit welchemich uilſt gemeſſen; Laß meine ſunde ſinm d d och Auf ewig ſeyn vergeſ anu Gib mir den neuen ſſen ich die rechte wa ebenhaſt, ehe 8 recht und billig iſt, Was zie ſelbſt der wahrheit ni t/ Fer Und ſie bis in den tod Be⸗ſt foͤrdert undbeſchuͤtzt. uiſ⸗ 2. Laß mich nicht furct noch gunſt Vom rechken ſ wege kehren; Laß mich det heuchler liſt Und ci d cheln nicht bethoͤren. 4 di g h l 1 4 nem knecht/ Mein GOtt! daß aufrichtigkeiUndſ mein herz regiert/ Und ſlüterdnn Llgat Kende, gewecht⸗ Gergd mnthi gwhen 1Gib mde * diedurh Pnitjuſttt 8 * Ertferuna unaeredibte 3 gel Seun des rahts, Der weisheit ich ſiet t. und bin 5 thin un 17 werken ſpurt. 8. Laß mich, ſo viel ich kan, Die troͤſten, decken, ſchutzen, Die unter der ge⸗ walt Der ungerechten en m ſchwitzen: Laß mich auch bey dem ſchein Des rechten, ſelber nicht Gewalt und un⸗ recht thun, Wenn mir ge⸗ walt geſchicht: 9. Daß treu auf erden waͤchſt, Daß recht vom himmel ſchauet, Und jeder land und feld In fried und ſegen bauet, Daß GOtt uns gutes thut, Das land im ſegen ſteht/ Und daßge⸗ rechtigkeit Bey uns im ſchwange geht. 10. Gib mir den geiſt und der ſtaͤrke; Durch den regiere ſelbſt Mein denken, meine werke, Und nicht durch menſchen⸗raht Noch eigne phantaſey, Daß ich 4 5 4 ſeh nicht, wider recht, Der welt gefallig ſey. b u. HErr! hilf mir doch mein herz Zu deinen rech⸗ ten neigen, Und gegen jeden und zwar von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. 82„ redlichkeit In wort und den lohn Von der gerech⸗ tigkeit; Da ungerechten nichts Als fluch und ſchmach bereit. Von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. Mel. Alle Menſchen muͤſſen. ꝛc r ESu, wahr⸗ 716. heit, üchtund glleben! Du biſt allen luͤgen feind: Ach du wirſt mir gnade geben, Daß ich ſey ſein wahrheits⸗ freund. luͤgen, Laß die wahrheit in mir ſiegen: Irr ich/ hilf mir bald zurecht, Denn wer luͤgt, iſt ſatans knecht. 2. Ach! dein geiſt, der wahrheit liebet, Kehr in meiner ſeelen ein: Weil ihn luͤgen hoͤchſt betruͤbet, Falſche zunge ſey verflu⸗ chet, Die nur ſchand und ſchaden ſuchet: Falſche re⸗ den ohne grund Treibe min aus herz und mund. ls 6 GOtt der wahrheed⸗ a regiere Mich, daß) n, dir aͤhnlich bin. Lons mich Gerecht und billig zeigen: Und gib mir dort mein denken, leit und fuͤheit Wort und that nach mlm Neizt mich ſatans liſt zumu Ach ſo laß es ferne ſeyn.li luͤgen findt. ſg 328 Von dem heiligen Leben und chriſtlichen ugenden nem ſinn; Daß ich bey der wahrheit bleibe, Alle falſchheit von mir treibe. Mach aus mir der wahr⸗ heit kind, Wo . 1 t ſich keine 4 4. Sol ich ſe hweigen„ Herr! ſo lege Selbſt ein ſchloß an meinen mund. Macht mein wort nicht dei⸗ newege, Deinen ruhm und ehre kund: So verhindr' es, HErr! und zeige, Daß ic klug ſey, wenn ich hhweige. Schweigen, un u rechter zeit, Uebertrifft deredſamkeit. 5. Laß die falſchheit die dem herzen Eigen iſt, nicht meiſter ſeune Wil ich mit der wahrheit ſcherzen, Stimmet zung und herz ſchon ein; Ach ſo halte mich zuruͤcke, Und zerreiß des luͤgners ſtricke; Lenk den mund, damiter nicht, Was der argwohn denket, 6. Andern zu gefallen ten, Und aus liſt und begier Mit geſchmuͤck⸗ worten truͤgen; Treib, Eſu! weit von mir. mich dir an allen orten Aehnlich ſeyn in that und worten, Daß betrug und hheucheley Nie in meinem munde ſeeey. 7. Druͤckt mich, ohne im mein verſchulden, Andrer mn falſcher luͤgen⸗-mund; Hilf ſan es mir getroſt erdulden, u Gib nur, daß es ohnt ſtef Tund Doch ſol ich mein iſ ſchweigen brechen, Und den unm luͤgen widerſprechen: Gib, daß ich, wie du gethan, lane Sevollſanftnuht ſtrafen une an. 1 8. So bleibſt du mein licht und leben, Meine wahrheit und mein ſchild; ſ Und ich bleibe dir ergeben, Fuͤhre mich nur, wie du ii wilt. Falſchetuͤcke, lugen, truͤgen Wirſt du elbſem r” mir beſiegen: So bin ich iag derwahrheit kind, Woran am ſatan nichts gewinnt. Mel. Wer nur den lieben GOtk. 717. SeErr der ſen .Sl wahres wort gegeben, Der treu und 1 . — — — — und zwar von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. 822o l ſie nach eignem vortheil Sölſſeumti SSo beithe a md lem d witud 3 nic nn r) Faſten —— — — — = D 1 4 2 dan nld der auf der ebnen bahn In kan alle wahrheit leiten 2. Dir klag ich„ was der ſatan ſtiftet, Wie dieſer mord und luͤ en geiſt Mein armes herz ſo ſel r vergif tet, Daß es der luͤgen ſich befleißt. Diewahrheit hab ich oft betruͤbt Den frieden niemals recht geliebt. 3. Vergib doch deinem armen kinde, Verzeihe dei⸗ nem eigenthum. Nim weg die ſtrafe meiner ſuͤnde, Die heißt: GOtt bringt die luͤgner um, GOtt ſtuͤrzt die falſchen in der eil, Blutgierige ſind ihm ein greul. 4. Pflanz in mich dei⸗ ne Go ttes⸗liebe, So hab ich auch die wahrheit gern; Damit ich mich und mei⸗ ne triebe Recht in dem ——z grunde prifen lern: Auf⸗ G daß ich nicht aus d cheley Mein eigener betruͤ⸗ cht aus ſchmei⸗ ger ſey. b § Laß mir kein ſolches falſches herze, Das ja pricht, und doch nein! ge⸗ denkt, Kein herz, das mit der wahrheit ſcherze, Und lenkt. Richt mir gedan⸗ ken, wunſch und ſinn Nur kinzig nach der wahrheit in. 6. Gib mir die wahrheit in dem glauben, Die herz⸗ lich glaͤubt und frey be⸗ kenm: Denn wer wil dem den himmel rauben, Den GO2D gerecht und ſelig nennt? Mach mich zur rechenſchaft bereit; Denn dein wort bleibt in ewig⸗ keit. 7. Laß mich die wahr⸗ Hheit gern bekennen, Denn du haſt zu der wahrheit luſt. Laß mich dein wort mein kleinod nennen, Das liebſte kleinod meiner bruſt: So geb ich willig in gefahr Um wahrheit leib und le⸗ ben dar. 8. Gib mir die wahr⸗ heit in der tugend, Da⸗ mit ſie chriſtlich heiſſen kan. Ach gaͤngle mich, als wie die jugend, In red⸗ lichkeit auf ebner bahn, Und laß mich einſt in zions hoͤhen Die ewge wahrheit ewig ſen. b Um 830 Von dem heiligenLeben undehriſtlichen Lugenden Unn einen treuen Freund. dhn ein kreuz haſt auf⸗ n 1„. 1 erlegt. n 718. G An meuren nem willen Einen freund il O. G JEſum prei von ſolcher treu, Der mir, ſen, Der es treulich mitſmeine quahl zu ſtillen, i mir meint. Ich wil ruhm Troſtlich und beſtaäͤndig ſey; i und ehr erweiſen Dieſem Dem ich ohne furcht und meinem herzens freund,ſgrauen Doͤrfe meine laſt. Der mich aus der welt er⸗vertrauen, Die mir auf u koren, Eh ich noch zur dem herzen liegt, Und oſt i wweelt geboren; Der mein eentner uͤberwiegt, 1 mimmerniehr vergißt, Der 5. Davids troſt und gro⸗ tin mein bruder worden iſt. ſſtes gluͤcke War ſein treuer 2. Deſſen freundſchaft Jonathan, Der durch ſt iſt beſtaͤndig, Bleibt getreu goͤttliches geſchicke Ihn ſo ſi bis in den tod; Menſchen herzlich lieb gewann, Daß ſulſg freundſchaft wird leicht er ſeines vaters wilen ſun wendig, Und verliert ſich in Nicht begehrte zu erfuͤllen, ſin der noht. Wenn uns gluͤck Und vielmehr mit hand und und ſegen gruͤnet, Finden mund Wie ein fels, bey Da⸗ wir uns wol bedienet: vid ſtund. 1 Wird das wetter unge 6. HErr lich bitte dich, ſ ſtum, Kehrt ſich oft die erwaͤhle Mir aus aler ſinn freundſchaft uͤm. menſchen zahl Eine tugend⸗i 3. Gib mir, GOtt lein hafte ſeele, Die in dieſem treu gemuhte Gegen mei⸗ jammerthal Mir, nach uſt nen wahren freund, Das deinem ſinn und geiſte, ſin ihm hand und herz anbiete, Wenn die ſonn ihm ſchon nicht ſcheint; Das bey gut und boͤſen tagen Ihm die. buͤrde helfe tragen, Wenn 7. Wo de oße unt du, wie ein vater pflegt, liebet, Da iñ freundiaa f nes vatthe begehrte. . von der Keuſchheit und Reinigkeit des Herzens. 8a1 ſchlecht beſtellt, Die nur ſuͤße worte giebet, Und be⸗ trug im herzen haͤlt: Alle freundſchaft ſey verfluchet, Die nur ihr vergnuͤgen ſu⸗ chet; Eigennutz und heu⸗ chel⸗ſchein Muß von freund 1 ſchaft ferne ſeyn. 8. Hab ich ſchwachheit und gebrechen: HErr! ſo lenke meinen freund, Mir mit ſanftmuht zuzuſpre⸗ chen, Weil wir alle men⸗ ſchen ſeynd. Wer mich freundlich weiß zu ſchla⸗ gen, Iſt, als der bey freu⸗ den⸗tagen Auf mein haupt den balſam gießt, Der von Aronsſcheitel fließt. 9. O wie reich iſt deſ⸗ ſen haabe, Dem der HErr nach ſeinem raht Eine ſol⸗ ri nche himmels⸗gabe, Einen freund beſchehret hat, Der anmg mit unverfaͤlſchter treue nan Ihn in weh und wol er⸗ freue; WerGOtt furchtet — d M. liebt und ehrt, Dem iſt ſol Kein ſchatz beſchehrt. 10. Wahre freunde ſind duit wie ſtaͤbe, Dran der men⸗ ſchengang ſich haͤlt, Dran der ſchwache fuß ſich hebe i Der ſonſt leicht zu boden fͤllt. lüc entgangen, Solche ſtaͤbe zu erlangen; Wenn er faͤllt in ſeinem lauf Wennerſtuͤrzt, wer hilft ihmauf. II. JEſu! laß mich dir gefallen. Bleib mein freund bis in mein grab. Bleib mein troſt, bleib un⸗ ter allen Mein getreuſter ſtaͤrkſter ſtab. Wirſt du mich dir ſo verbinden, So wird ſich ſchon jemand fin⸗ den, Der, durch dich mir zugefuͤhrt, Mein wahrhaf⸗ ter freund ſeyn wird. Von der Keuſchheit und Reinigkeit des Herzens. Mel. DWordeinen thron tret ꝛc. Cdeg, wolluſt, 719. G die an un⸗ luſt reich! Du biſt der aͤrg⸗ ſten ſeuche gleich: Dein gift erſchleichet und entzuͤndt, Was ſich bey deinen flam⸗ men ſindt. de drden hm Got⸗ tes ſohn! Mein herz ſey dei⸗ ner liebe thron, Dein wohnꝛ haus und dein element, b Dein Weh dem, dem das uu Vondemheiligen Leben und chriſtlichenTugenden Dein tempel wo dein opfer brennt. 3. Treib aus, was in mir wuͤſt und wild: Er⸗ neu in mir dein goͤttlich bild. Laß mich, HErr! heilig, keuſch und rein Durch deines geiſtes triebe ſen. 4. Ich habe nie mit ernſt bbedacht, Was dich, mein herti ans kreuz gebracht. Wie kan, bey deiner quahl und pein, Mein herz noch voll von luͤſten ſeyn? s. Und warum ſolt ich meine bruſt Beſudeln mit verbotner luſt? Indem ihr end ein elend heißt, Das uns zulezt zur hoͤlle reißt. 6. Der augenblick der hier ergetzt, Wird nur von thoren hoch geſchaͤtzt. Auf einentropfen froͤlichkeit Er⸗ folgt ein meer vollherzeleid. mich fuͤr tand und ſcherz; Erneure meinen geiſt und ſinn, Wenn ich voll ſchnoͤ⸗ der wolluſt bin. ein reines herz, Bewahre 8. Erweck und ſtaͤrke mein gemuͤht, Daß es auf Nim mich in deinen lie⸗ bes⸗ ſchooß, So werd ich alles eitlen los. 9. Ja fuͤhr mich endlich zu der luſt, Die eiteln her⸗ zen unbewußt, Die der nur ſiehet und erfaͤhrt, Der dir im leben angehoͤrt. Mel. Nun freut euch liebeꝛe. 720.) die nur ſelig ſeyn, Die ſtets erfunden werden Im herzen heiüg keuſch und rein In wer — — — — — — — — — —— — 4 wort und geberden: Dieſel⸗ be ſind es, welche dort Mit ſi allen engeln fort und fort Ihn ewig ſchauen ſollen. 2. Weh aber allen, wel⸗ che ſich Der fleiſches freud ergeben, Und in der luſt ſeuch uͤppiglich, Als ſchno⸗ u de heiden, leben: Die ſe⸗ eſt hen GOttes antlitz nicht, me Sie bleiben ewig im ge⸗ un richt Mit den unſaubern geiſtern. 3. Denn weilihr ſchno⸗ des herz ſo ſehr Mit bo⸗ ih ſer luſt beſeſſen, Daß ſie deshoͤchſten wort und leht i „ Gar liederlich vergeſſen: —— —, —— — das, was droben, ſieht. So zeuchter ab die gindn al nfmr et 3 5 1 u. 3 von der Keuſchheit unen fender Derzens 833 A hand, Daß ſie aus einer lundimd ſchand Bald in die andre fallen. 4. Die augen ſi nd bey ihnen frey, Wild, frech und ungezaͤhmet, Voll eh⸗ bruch, liſt und hurerey; Die ſtirn iſt unverſchaͤmet, Das herz verachtet ehr und zucht; Unreine luſt wird nur geſucht Von ſolchem leichten volke. 18 5. Sie ſind dem vieh an dundhas gleich, Das an der erde hanget, Das Gott nicht kenn et und ſein reich? Nicht ſuchet noch ver⸗ 6 la nget Sie folgen ihrem freche n ſinn, Und eilen un geſaͤumt dahin, Wo ſie die luſt hintreibet. 6. Doch kriegen ſie zu⸗ lezt den lohn, Nach dem ſie ſo gelaufen; Denn ſiech⸗ thum, armuht, ſchand und hohn Koͤmt uͤber ſie mit aufen. GOtt haſſet all unreinigkeit, Drum ſtrafet un er zu ſeiner zeit Die hurer undehbrecher. 7. Die, deren gott der bauch allhier, Die zucht und tugend iehen; Die 3 wird der hoͤchſte dort dafuͤr Gewiß zur ſtr aft ziehen. Ihr jammer, herzeleid, und pein Wird, ewig, ewig lewig ſeyn, 4Pär kurze zeit und wollu 8. Wol aber dem der immerdar Betrachtet hier auf erden, Daß alles dort muß offenbar, Und hart beſtrafet werden; Und was im winkel hie ge⸗ ſchicht, Von IEſu an das helle licht Dort ſoll geſtellet werden.* 9. Wol dem! der denkt mit ernſt dahin, Daß er ein gut gewiſſen, Ein keuſch emuͤht ud reinen ſinn Zu haben iſt gefliſſen; De ein gefäs nach GOttes baht In heiligung und ehren hat, Machts nicht zu huren⸗ gliedern.. 10. Deſſelben leib und ſeele bleibt Des heilgen gei⸗ ſtes tempel, Der unzucht flieht und von ſich treibt, Giebt niemand boͤs erem⸗ pel, Der Chriſti marterſoft erwegt, An diß ſen kreuz die luͤſte ſchlaäͤgt, Und ſie da⸗ durch ſns dampfet. »II. HErr ſchaffin mir ein rein gemäht, Gib daß G9 ich wegt; Durch deſſen trieb Und wilt, wir ſollen ſetzt. 834 Von dem heiligereben und ehritichen Tugenten ich maͤßig bleibe, Und mich fuͤr boͤſ r geſellſchaft huͤt, Auch meinen leib betaͤube: Daß er nicht etwa werde geil, Und leib und ſeele ih⸗ ren theil Des himmelreichs lenk herz und ſinn Zur rei⸗ nigkeit und tugend hin. b .4. Gib, daß er ſich ge⸗ ſin ſchaͤftig zeigt, So bald die ie wolluſt in mir ſteigt; Da.„ mit er ihrem wachsthum wehrt, Eh ihre kraft ſich m ſtaͤrkt und mehrt; Damit Mel. Vater unſer im himmelr. 721. M GOtt und hoͤchſtes gut! Du for⸗ derſt reinen ſinn und mußt, ir allein In wahrer tugend eilig ſeyn, Und ernſtlich fliehn, was dich verletzt, Und uns in ſeelen⸗ſchaden en — 2. natur, Die ganz verderbet iſt, und nur Zur ſuͤnd und boͤſen luſt geneigt, Die nichts als ſchnoͤde luͤſte zeigt/ Die uns in noht und lammer ſtuͤrzt, Und gar as lebens⸗ziel verkuͤrzt. Drum bitt ich, gib mir deinen geiſt, Der ſeine kraft in mir beweiſt, Wenn boͤſe luſt ſich in mir regt, Und mich zu ſundigen be⸗ er meine ſeele ruͤhrt, Daß i mich die reizung nicht ver⸗ fuhrr.. „Bewahre mich, wenn in luſt der welt Mir ſtricke(ni legt und netze ſtellt. Sie iiß nimt das herz zu ſchleung a ein; Drum laß mich klug i und wachſam ſeyn. Wirf ſin, ſelbſt die ſchlangen⸗brut hinaus, Denn ſonſt enthei⸗ i ligt ſie dein haus. 1 6. Erfull hingegen mei ne bruſt Mit keuſcher zucht iu und reiner luſt. Mein wunſch, verlangen und be. in gier Sey, hoͤchſtes gut al⸗ ſu lein nach dir; Daß ich, von ſchnoͤden luͤſten frey, Denn heiligthum und tempel ſey. Mel. JEſu deine heilge wunden, 1 (Veeilger vater! 722. H du begehreſt⸗ Nhu Daß man keuſch und zuͦch — — — —— — — — — — — tig ſey; Du verbieteſt un n Sachſamſn 1 die lene —— — — u. z. von der Keuſchheit und Reinigkeit des Herzens. 83⁵ verwehreſt Unzucht und unflaͤterey. 19 ich fleh durch JEſum Chriſt, Der mein ſeelen⸗braͤutgam iſt, Der mich ihm zur braut er⸗ waͤhlet, Sich in treu mit mir vermaͤhlet: ⸗ 2. Gib, daß ich an ſeel und leibe, Innerlich und äuſerlih„Heilig, keuſch und rein verbleibe. Deine gnade ſtaͤrke mich, Daß mir leib und ſeele rein, Und befreyt von wolluſt ſeyn: Jalaß, HErr! von boͤſen luͤſten Nichts in meiner ſeele niſten. 3. Tilg in mir unkeu⸗ ſche triebe, Toͤdte das ver⸗ derbte fleiſch; Gib mir deine furcht und liebe, Da⸗ durch mach mich rein und keuſch. Unterbrich der luͤſte lauf, Zieh mein herz zu dir hinauf, Daß es nicht am dan eiteln klebe, Sich der wol⸗ reen lifenſt uuſt nicht ergebe. 4. GOtt der gnaden, ach! ergieſſe Deinen gna⸗ den⸗ſtrom auf mich, Daß ſt er in mein herze flieſſe: Da⸗ durchloͤſche gnaͤdiglich Alle ken; Laß ſie ganz und gar erſticken. 1 15. Meine ſeel iſt deinem bilde Gleich gemacht und hoch geſchaͤtzt: Dein ſohnu harſein blut o madegur ſie ul ſterbend zugeſetzt. Drumm,f mein vater! thaͤt ich a Dir und Chriſto viel zu nah, Wenn ich unkeuſch le⸗ ben wolte, Und dein bild ſo ſchaͤnden ſole. 6. Chriſtus wohnet durch den glauben Selbſt in mir; ſein heilger geiſt Laͤſſet ſich mein herz nicht rauben, Weil es nun ſein tempel heißt. Darum ſteht er mir auch bey, Daß ſein tempel heilig ſey, Daß ich ihm, an ſeel und geiſte Keuſch und rein, gehorſam 2 leiſte. GOtt nicht ſehen, Denn GOtt iſt das reinſte licht. Der kan nicht vor dir be⸗ ehen, Dem die reinigkeit gebricht. Sol mir nun der helle ſchein Deines an. flammenboͤſer luſt, So viel ihrer meine bruſt Ueber⸗ blicks ſelig ſeyn; HErr! ſo reinge geiſt und glie⸗ Ggg 2 — ſchwemmen, quaͤhlen, druͤk. 2. Wer unrein, kan der, 94 der, Mach mir boͤſe luſt zu⸗ wider. 8. GOttes geiſt wird ſchon betruͤbet Durch ein einzig ſchandbar wort; Und wer ſich in luͤſten ubet Treibt ihn voͤllig von ſich fort. Geilheit machet ſorg und gram, Ihr vollbrin⸗ en ſchand und ſcham. iles denn zum ende lau⸗ fen; Folget erſt die reu mit haufen. 90. Darum, HErr der reinen ſcharen! Laß mir deines geiſtes kraft, Und die gnade wiederfahren, Die ein reines herze ſchafft. Mache mir,”° herzensga Die unreinigkeit verhaßt. fuͤr du, IEſu Chriſte! Tod und hoͤllen⸗quahl ge⸗ ſchmeckt. Treib die geilheit gar von mir, Daß ich geiſt und ſeele dir, Als dein hei⸗ ligthum bewahre, Bis ich einſten zu dir fahre. Von der Maͤßigkeit. Mel. Ich wil meine ſtin erheb. „ O Ott! du bi 723.4 O biſt Darum bitt ich dich de⸗ lohrner ſohn Stellt ſichein ſtivor deinem thron: Laß mich nicht in miſſethaten Hilf mir meine luͤſte zaͤu⸗ men, Unddas herz von ſuͤn⸗ den raͤumen. 5 10. Laß mich hurerey vermeiden, Alle ſuͤnden⸗ werke fliehn, Keine brunſt im herzen leiden, Mich um reinigkeit bemuhn. Denn nur leib und glieder rein; Sondern daß auch geiß und ſeele Chriſti keuſches vorbild waͤhle. du wilt ja nicht allein, Daß Auch in ſchlemmen nicht ſchaͤmtem ſinn. 2 Gib mir, gaben, Die wir nur zur nicht zum uͤber II. Kreuzge meines flei⸗ lich mishrauchen muß „ alleine guͤtig, gerahten. Ach behuͦtekinf tig hin Mich fuͤr unver, ſun noht durft haben, Die man ſi fluß Lieder nundchriſtiihenugenden mein herz befleckt, Als wo muͤhtig: Vater! dein ver⸗ — —— — — — — — ———— — — — — — — denn du h kanſt es geben, Luſtin ma⸗ ſ Figkeit zu leben, Daß doch nicht durch voͤllerey Mein gebeht verhindert ſey. Trunkenheit verderbt de — =— — — —— S — — 3. Al Mr — d dilnan ae — Oahſ — W la dan bit 1 re: Varnt er ſehnEui * inem tha dt in wi⸗ ſem jen. düis 1 9 1 lang zuwider ſey unnd zwar von der Begnuͤgſamkeit. 837 3. Alle weisheit wird verſchuͤttet, Sinn und nach⸗ ſinn wird zerruͤttet, Gut und ehre wird verheert, Leib und ſeele wirdzerſtoͤrt. Ja dein geiſt, der fromme liebet, Wird vertrieben und betruͤbet, GOttes ſchwerer zorn erweckt, Und die rach⸗ glut angeſteckkt. 4. Luſt zur arbeit wird gemindert, Alle munter⸗ eit verhindert, Alles noͤh⸗ tige verſaͤumt, Schand und laͤſtrung ausgeſchaͤumt. Ernſt und vorſatz liegt er⸗ ſtorben, Aller weiſer raht verdorben; Selbſt die ſeele ſcheint erſaͤuft, Weil ſie nichts mehr recht begreift. s. Da wird boͤſer raht geſchloſſen, Oel zur wol⸗ t luſt⸗glut gegoſſen. Jawer iſt, der recht beſchreibt, Was man da fuͤr bosheit treibt? Laß mich/ vater! voöllig ſehen, Was fuͤr la⸗ ſter draus entſtehen, Daß mir ja die vollerey Lebens⸗ 6. Laß mich doch mit faſten, beten, Flehn und danken vor dich treten, und geiſt, Dein gefaͤllig opfer heißt; Daß die leibl und ſeelen⸗gaben Taͤglich neuen wachsthum haben, Daß zu dir, ohoͤchſtes gut! Steige eine reine glut. Von der Begnuͤgſam⸗ keit. Mel Herzlich thut mich verlang. (LKLas hat der 724. G menſch auf erden, Der ſeinen GOtt nicht hat? GOtt muß uns alles werden, Bey ihm iſt raht und that. Wenn alle mittel weichen, So iſt das herz doch froh: Denn er macht einen reichen Aus einem Lazaro. 2. Wer JEſum nur be⸗ ſitzet, Der hat das hoͤchſte gut; Dabey wird er ge⸗ ſchuͤtzet, Daß ihm nichts abbruch thut. Er wird ſich taͤglich nehren, Ob itn gleich armuht druͤckt, Ob gleich mit korn und aͤh⸗ ren Sein vorraht nicht ge⸗ 3. Wil giuht und fluht entſtehen, Giebt ſich ein raͤuber an; Es wird ihm Vnn Daß mein herz, ſamt ſeel nichts entgehen, Weil er Gg3 ſich platz. Wennandre wucher treiben, Schaͤtzt niemand ſeinen ſchaz. 4. e kan der ſelig werden, Der nur auf reich⸗ thum ſinnt, Und wenn er auf der erden Die ganze welt gewinnt? Die ſeele geht verloren: O ſchreck⸗ licher verluſt! Wenn in des todes thoren Ihm ſonſt kein troſt bewußt. 5. So bin ich denn zu⸗ frieden Mit dem beſchied⸗ nen theil. Iſt mir nicht viel beſchieden, Denkt GOtt doch auf mein heil; Erwil mich nicht beladen, dun hunne⸗ geh; Genug, daß ich in gnaden Weilich nicht die fuͤlle, Mag es nach nohtdurft ſeyn: Genug, ſein vater⸗wille Bringt, was mir noͤthig, ein. ben, So folg ich GOttes raht, Und wil ein menſch verbleiben, Der nichts und alles hat. Mel. Durch Adams fall iſt ꝛc. SSdch kom, o gu⸗ 725. 32 ter GOtt! zu aie dir, Dem geber aller gaben. i Ich wuͤnſche freilich oͤfters hie Bald dis, bald das zu aben. Wie kuͤmmerlich Beſtreb ich mich Und kans doch nicht erwerben; Al⸗ ſ lein du biſt Allweis, und ſiehſt, Daß dis wol mein verderben. 7. Giebt mir GOTT Wenn andre ſorgen trei⸗ im — *₰ 2. Ich weiß nicht, was ich wuͤnſchen ſoll, Binblind mein heil zu ſehen; Doh iſt mein herz verlangens⸗ voll, Es heißt mich oft⸗ mals gehen Auf einem pfad, Der deinem raht Und willenganz entgegen; Da her mein fleiß, Witz ſtaͤrke, ſchweis, Und arbeit nichtz vermogen.. 8 3. Du Bey meinem vater ſteh. 6. Mein Cad wird im⸗ mer haben, Mein krug nicht ledig ſeyn, Daß ich den leib kan laben. GOtt giebt dem keinen ſtein, Der brod begehrt: indeſſen Hab ich an GOtt genug; Er uenet bey dem eſſen Auch mmeeinen waſſer⸗krug. mein gefaß 1. B. Koͤn. 7, 16. 3 1 3 A — ———— —— — — —.— — — — eicmit a t ernete „biſt Am Aa un⸗ V 48 du guͤtig biſt, Du kan henngegeden b verſchreibe. ee nen 6. Hab ich nur dich undg deine hun d ul. gabet; und zwar von der Begnuͤgſamkeit. 83o 3. Du wilt, uns, weil uns, alles geben; Du weißt, was noht und ſelig iſt Zu unſerm ganzen leben. Du wirſt(denn du, HErr! ſagſt es zu) Fuͤr dein ge⸗ un ſchopfe ſorgen: Und was du heut Aus guͤtigkeit Ge⸗ than thuſt du auch morgen. 4. Mein wille ſey, HErr! was du wilt; Er ſey dir Was dir eliebet, werd erfuͤllt; Ich will nicht widerſtreben. Von deiner hand Wird uns geſandt, Was wir hie noͤhtig haben; Ja, HErr! du biſt, Zu jeder friſt Der geber aller gaben. 5. Nun vater! was und wie du wilt, Geſchehe mir aauf erden. Mein wunſch x t und ſeufzen wird erfuͤllt, a Kan mir nur dieſes wer⸗ d den, Daß ich allzeit, In i freud und leid, In deiner m furcht verbleibe, Und dir, mein GOTT! Mich bis zum tod Mit feſter treu deSo bin ich wol o trag ich alles mit geduld Wenn mich ſt dein geiſt nur labet. Ja waͤge du Mir ſo viel zu, Als vater, deinem kinde, Daß ich zur noht Ein ſtuͤck lein brod Und noch was uͤbrigs finde. 7. Was ſol mir großes gut und geld, Gluͤck, eh und langes leben? Es bleil bet alles in der welt. Dort wilt du mich erheben. u kroͤnſt mich dort; Drum wil ich fort: Was haͤlt mich noch auf erden? Ach rufe mir, Nim mich zu dir, So werdich ſelig werden. Mel IEſu deine heilge wunden. SÜEchoͤpfer aller 726. menſchen⸗ kinder, Hoͤchſter! ich ver⸗ſ klage mich; Denn ich ar⸗ mer boͤſer ſuͤnder Murre vielmal wider dich. Owie oftmals meiſtre ich Dich, HErr! dein geſchoͤpf, und mich! Groͤſſer wil ich wol auf erden, Aber niemals froͤmmer werden. 2. Seh ich einen, der elehrter, Der begluͤckter iſt als ich, Der da reicher und geehrter; Owie ſchnell Ggg 4 ent: entruͤſt ich mich Denke tro⸗ tzig und voll neid: Was ſol dieſer unterſcheid? War⸗ um ſol ich ſolche gaben Nicht ſo wol als jener ha⸗ 3. HErr du haſt mich, dein geſchoͤpfe, So gus thon hervor gebracht, Als ein toͤpfer ſeine toͤpfe; Und dein begehren Zum gefaße deiner ehren. 6. Laß mich kein gefaͤz u der ſuͤnden, Noch des ſatans ſ werkzeug ſeyn: Laß mein herz ſich rein befinden, Le⸗ gelauter gnade drein, Die a ſees immer rein erhaͤlt, Das 4 i es ſteht in deiner macht, Was du machen wilt mit mir: Und doch widerſtreb ich dir, Ich, den du derc tauſend plagen Leichtlich kanſt zu boden ſchlagen. 4. Gnad iſt alles, was wir haben, Weil du uns nichts ſchuldig biſt; Du giebſt alle gute gaben, Wie es dir gefaͤllig iſt. Dieſes lehre mich doch recht, Laß mich, als ein frommer knecht, Stets mit dem ver⸗ gnuͤget leben, Was dumir, mein GOtt! gegeben. 5. HErr! der nichts als gutes giebet, Sieh, hier bin ich, dein gefaͤß! Lege ddrrein, was dir beliebet, Und was deinem raht ge⸗ maͤß. Dich, der beſſers ge⸗ ben kan Als ich denke, ruf 3 rrey. Armuht, wo zu⸗ viel gebricht Indauchreict ſi⸗ thum, gib mir nicht. Alzu arm, und altzu reich iſ nicht gut, und beides gleich ii terey. Stäͤr t die ſeel ins ſuͤnden n 1 1 ſ W 9 foll ich an: Mache mich auf 1 gnadeddn,) 1 einſadagta — ingen wiazſen 1 4 und zuverſicht! Armuht, reichthum dient mir nicht: mehr. Vater! gib mir und hull, Und was Nehyen 4 b re mir ir noht Hie mein taͤglich bislein brod. Ein klein wenig, da der muht Und ein gut gewiſſen ruht, Iſt fuͤrwahr ein großes ut. 9 4. Sonſt moͤgt ich beym uͤberfluß Bald empfinden uͤberdruß, Dich verleugnen, dir zum ſpott Fragen: wer iſt HErr und GOtt? Wird das herz erſt frechheit voll, Weißes nicht, dieweil ihm wil⸗ Wie es ſich erheben 5. Steht es aber nackt und blos, Und die armuht wird zu groß; Wird es untreuſſtielt und ſtellt Rach des nechſten gut und geld: Thut gewalt, braucht raͤnk und liſt, Iſt mit unrecht ausgeruͤſt, Fraget nicht, was chriſtlich iſt. 76. GOtt, mein ſchatz Beides ſchmaͤlert deine ehr. Beides macht der ſuͤnden ſpeis ſonſt und zwar von der Begnuͤgſamkeit. 84 r ſchieden theil, Und beſcheh Mel. Es iſt gewißlich an derzeit. ₰50 Gſoch treuer 728. M GOtt! ich ruf zu dir, Hilf, daß mich nicht bethoͤre Die boͤſe luſt, die ſteckt in mir, Nachreich⸗ thum, wolluſt, ehre: Daß ich mich an dein wort nur halt, Und dadurch, was mich mannigfalt Anſichtet, uͤberwinde. 2. Solt, der dem vieh ſein futter ſ chafft/ Und ſpei⸗ ſet auch die raben, Nicht uns durch ſeine gnaden kraft Mit trank und ſpeiſe laben? Solt, der das gras und blumen ziert, An klei⸗ dung nicht, was uns ge⸗ buͤhrt Und noͤhtig iſt, mit⸗ theilen? au 3 Von vi terr man nicht: Der hat, daß er GOtt preiſe, Der bey dem werk, was er verricht, Dan kleidung, trank und ſpeiſe: Ob uns ein mehres werden ſoll, Das weiß er⸗ als der vater, wol, Obs ſei⸗ nen kindern nutze. t und Wer wenig ha das mit recht, Kan GOt⸗ dein gnaden⸗will, Daß ich tes huld b hatden: Exyr bleibet redlich, from und Ggg 5 ſchlecht, 2 —— — elen guͤternlebbt 2 Von demheiligen Leben und criſtlichendugenen ſchlecht, Und laͤßt GOtt ferner walten. Sein we⸗ nigs auch vielmehr gedeyt/ Als großes Hut viel boͤſer leut, Das ſie erſchunden haben. 1 5. Der troſt, der in dem reichthum ſteht, Wird un⸗ verhofft zu ſchanden; Und handen. Denn geld und zut errettet nicht Von GOttes ſchwerem zern⸗ge⸗ richt; Dis brent bis in die 66. Drum wol dem! der ſein herz erhebt Gen him⸗ mel von der erde, Sucht, daßer reich, dieweiler lebt, und ſein haus, Theilt er den armen wieder aus, Und giebt es gern und froͤlich. 2. Bey ſeinem gut er⸗ weiſt er noch, Daßers dar⸗ auf nicht ſetze: Er ſtreuet aus, und ſamlet doch Im himmel wahre ſchaͤtze: Die fliegen niemals auf im rauch, Und ſeyn darneben ſicher auch wenn es an das ſcheiden eht, So iſt erſt noht vor⸗ An guten werken werde; Wenn Gott ihn ſegnet 8. Es iſt fuͤrwahr ein groß gewinn, Wer keinen ſe betruͤget, Wer GOtt vertraut, und fuͤrchtet ihn, Und ſich dabey begnuͤget. Blos kommen wir in dieſe welt, Blos muͤſſen wir, wenns GOtt gefaͤllt, Hin⸗ can aus, und alles laſſen. deir rie 9. HErr! was mir 8 3 vonnoͤhten thut, Michehr. t lich zu ernehren, Das wollſt du mir an haab und gut Bey meinem fleis beſcheh⸗ ren: Daß ich, und mein. geſchlecht nach mir, Nicht mune andre leute, vor der thuͤr ſim Aus noht drum bitten ug dorfee. *IO. Ach! meine ſeel kan ihre ruh Im zeitlichen nicht finden. Was ich da vornehm oder thu, Pflegt als ein rauch zu ſchwinden. Unſterblich iſt die ſeel, und muß Unſterblich ſeyn, was ohn verdruß Dieſelbe ſol vergnuͤgen. II. Nun iſt auf erden nichts bewußt, Das ſolcht iu ruh kan geben, Nicht au i 8 4 4 8 * 2 3 4 4 3 1 — 8 3 4 3— A 4 6 . 8 5 — 1 8 4 2 *— 8 3 8 Fuͤr dieben, ro 5 ſſoud an gehe flei ches⸗luſt, ſan 4 Niht. nad keſe 9 We 6 3 Err win ſ tenthat gic rehta dhn an dehn un n 3 daß icun ht nah uh eute, wedi oht due u. erah Jnttt nden. 8 um oder thu rauchu t blich ir ehhe nſtettſe rdrui ggen. Nuu ſtu bewuit/ gta auii 1 7 k g Was mich von dir wil und zwar von guten Gedanken. 843 Fcht hofüärtzges leben; Darum denk ich auch nicht darauf, Und wil mein herz zu GOtt hinauf Und ſeiner fuͤlle richten. 112. O hoͤchſtes gut! ſey hier und dort Mein reich⸗ R thum, luſt und ehre. Gib, daß in mir ſich fort und fort Das ſehnen nach dir mehre: Daß ich dich ſtets vor augen hab, Mir ſelbſt und allem ſterbe ab, ziehen. 3. Hilf, daß ich meinen wandel fůͤhr Bey dir im himmel oben, Wo ich werd anewig ſeyn bey dir, Dich ſchauen und dichloben. So kan mein d her zufrieden ſeyn, Und ſin et, GOtt! e dirau allein Die wahre ruh und freude. 14. Hiezu gib mir von deinem thron, O vater! gnadund ſtaͤrke. Zerſtoͤhr, *JESul, GOttes ſohn! Des ſataus reich und wer⸗ ke O heilger geiſt ſteh du mir bey, Daß mein be⸗ gehren dis nur ſey: GOtt de ſhafft. Von guten Gedanken. Mel. JEſu d deine heilge wunden ˖ Hutes denken, 220. G gutes dich⸗ en Iſt, was GOtres gna⸗ Wir ſelbſt koͤn⸗ nens nicht verrichten, Denn uns mangelt ſtaͤrk und kraft. Wo nicht GOttes guͤtigkeit Hiezu gnad und kraft verleiht; Werden wir mit unſern ſinnen Nie washeiliges beginnen. 2. Von natur ſind die gedanken Suͤndlich und voll miſſethat, Weichen ſtuͤndlich aus den ſchran⸗ ken, Die GOtt vorgeſchrie⸗ ben hat. Unſre herzen ſind ein quett Der nicht lauter, rein und hell, Woraus ar⸗ es denken flieſſet„Und ſich herwene gleich ergieſſet. 3. Denn die angebohr⸗ ne ſuͤnde Hat uns leider! ſo verderbt, Daß ſo gar dem kleinſten kinde Dieſe ſchwachheit angeerbt; Daß es von der jugend auf Durch den ganzen lebens⸗ lauf Suͤndliche gedanken heget Undſich boͤ es mnihm iber ralles lieben. e reget. 4 Aber 2 844 Von dem heiligengeben undehriſtlichen Tugende. halund himmelan. Die⸗ 4 Der ihm ſein verderben weiſt, Der ihn wil durch ſolch bemuͤhen Von den ſuͤnden zu ſich ziehen. b 6 Aber ach! wie gar geſchwinde Geht dis den⸗ ken uͤberhin! Wie der rauch im ſtarken winde, So ver⸗ — Die gedanken gehn vorbey, Und kaum iſt die ſeelefrey; ſ So ſucht ſie im welt⸗ge⸗ tuͤmmel Wieder freude, ruh und himmel. 1 8. Doch nicht nur bey frechen ſuͤndern Wirket dis des HErren hand; Son⸗ 7 t it, (ben 9. Zwar ein chriſt muß una oftmals klagen; Was ich(iſt nicht wil, denk ich doch; Suͤndliche gedanken pla uh gen Ihn als ein beſchwer ſi lich joch. Doch er weiß GOtt ſteht ihm bey, Dar⸗ um kaͤmpfet er getreuf Hofft und fleht, daß GOll 1 ihn lenke, Daß er GOtt /ge⸗ 1 faͤllig denke. 10. Nunme herz, muht und ſinn: Sey da helfer und berahter/ Wo ich ſelbſt nicht tuͤchtig bin Mache die gedanken rein Gib mir ſelbſt ſolch dentn 1 fiegt es durch den finn. ſein, Daß ich immer chrit iſ anteneai geheilitid den 1 1 hvondemnte war en hie s lagen hi wil, den 46 lice gean den.. dun e⸗ rund da eaan⸗ K c— Wjihumn und zwar von der Unſtraͤflichkeitim Reden. 845 lich walle, Und dir allzeit 4 wolgefalle b 3 Vonder lp ce im Keden. Nr Sen das heil uns 16. mehrt und ſchutzt, Ausn mei⸗ nemmunde gehe. 4. Schandbare worte, narren⸗tand Laß mir ja nicht belieben; Dis ſchaͤn⸗ det meinen Hüſßen ſtand, Undmuß dich, GOtt be⸗ lzung truͤben: O heilger geiſt! was dein raht Mir gna⸗ den⸗vollgegeben; Gib daß mein herz wol acht drauf hat, Sie bringet tod und leben; Denn ach ſie flucht ſie lobet dich: Drum au6 mir, vater gnaͤdiglich, Daß ich ſierecht gebrauche. 2. Bewahre mir doch zung und mund, Daß ſie unte dich nicht betruͤben, Nichts zreden, als was mir dein unde Zu reden vorgeſchrie⸗ die wahrheit ſpricht, Und nmalſo mein gewiſſen nicht Gefahr und ſchiffbruch ib, daß mein mund leide. 3. Laß es mit klugheit ohn verdruß, Mit vorbe⸗ dacht geſchehen, Wenn ich aa reden ſol und muß: Gib, daß nur beten, flehen, Und was dem nechſten dient und nuͤtzt, Was deine ehre drum leite mich/ Das kein unnuͤtz geſchwaͤtze dich Aus meinem herzen treibe. 5. Was zuͤchtig, keuſch und ehrbar iſt, Samt al⸗ lem, was wol klinget, Das redet billig jeder chriſt, Dieweil es nutzen bringet: Und damit kan man wol beſtehn, Wennlaͤſterer mit ſchrecken ſehn, Was boͤſe worte ſchaden. b Zaͤhm meinen mund, daß er nicht flucht, Viel⸗ mehr nur deine ehre Und andrer menſchen beßrung ſucht, Daß ich mich nicht bethoͤre: Denn fluchen bringet fluch und noht, Und, wo nicht buße folgt⸗ den tod: Dafuͤr bewahr mich gnaͤdig. 7. Laß luͤgen ferne von mir ſeyn, Der teufel iſt ihr vater: Denn dieſer blaͤſt ſie ſelber ein, Und iſt der lugner Durch ihn gerecht gema⸗ 846 Von dem heilgen Lebenund chriſtlichen Ligenden luͤgner rahter. Die wahr heit bringet lob und ruhm, Und ziert das ganze chri⸗ fenehun Und hiernach laß mich ſtreben. chet iſt; Machſt du guten tuͤchtig. 4. Der kan erſt gute u werke thun, Den dein geiſt i dazu treibet: Sein glaube in zum V Van guten Weken. Mel, Nun freut euch liebe ꝛc. „eor A(ſ[poch GOtt! wir 231. W4d ſind ſo gar Von jugend auf verloren. Wir ſind ein fluch, und immerdar Als fleiſch vom fleiſch gebo⸗ ren: Wir unterlaſſen un⸗ ſre pflicht, Und halten dein geſetze nicht; Weil uns die krafte fehlen. 2. Du haſt uns freilich dein geboht Zur richtſchnur vorgegeben: Jedoch, weil wir in ſuͤnden todt, Kan niemand darnach leben. Es ſtellt mir als ein ſpiegel dar, Was ich nach GOt⸗ tes bilde war„Undwas ich nun geworden. 3. Nurden, der dis mit ſchmerz erkent, Bekennet undbereuet, Der IEſum ſeinen heiland nent, Sich ſeines blutes freuet, Und als ein neugeborner chriſt, lebt, und kan nicht ruhn, ſter⸗mund, Und machetſei⸗ So lang er lebend bleibet: Er muß durch liebe thatig ſeyn, nd laͤſſet ſeines lich⸗ tes ſchein Auch vor den 1 leuten leuchten.Ü 5. Er denket, ſpricht und thut ſo fort, Durch GOt. n tes geiſt getrieben, Mit her zens luſt, was ihm dein N wort Zu leiſten vorgeſchrie⸗· ben; Er zeigt des neuen lebens kraft, Wozu ihn GOtt in Chriſto ſchafft/ In tugendhaften werken. ſi 6. Dis thut er, dich, o hoͤchſtes gut! Durch gutes thun zu preiſen: Undweil er es mit freuden thut, Den glauben zu beweiſen; So ſtopft er auch den laͤ⸗ 4 1 — — — — — —— 3— nem nechſten kund, Daßer/ wie ſich/ ihn liebe. ſit 7. Durch ſolche werk ä veidſim eruicht 1 Es ſu ja geiſtes⸗gaben, Die nut/ als ſtrahlen deines lichts/ Von dir den urſprung Von dir den baben eehunwar vondem rechten Gebrauche der Zeit. 3474) haben. Auch fehlet die voll⸗ kommenheit, Der geiſt iſt willig und bereit, Das fleiſch bleibt ſchwach und trae. 83. Drum, vater! laß doch deine kraft, Die mir zu guten werken Luſt, wil⸗ a len und vollbringen ſchafft, euchn. Auch meine ſchwachheit adentt ane ſtärken. Laß mich in bu⸗ kezu dir gehn/In wahrem emaaz glauben feſte ſtehn, Und uihn durch werke zeigen. —— — — 2— 2 — — — — ——— —— — — — — — —— —— —— ——— 9. Ja,theurer heiland! Er zig wie du mir Dein vorbild h ſelbſt gegeben; So ſtaͤrk mich auch, und laß mich a hier Beſtaͤndig darnach le⸗ he ben; Dein leiden hat mich GOtt verſuͤhnt, Uind was n mir fehlet, ſchon verdient: Dis ſchenke mir in gnaden. 10. O guter geiſt! er⸗ ddns neure mich, Und wohn in mnie meiner ſeele, Damit ich le⸗ etin benslang durch dich Nur H/ tnl 7 gutszu thun erwaͤhle. Gib dut t fraſt, und lehre du mich Maan nun Nach deinem wolge⸗ brauche der Seit. Mel 8 JEſus meine zuverſicht. „Wroßer ſchoͤpfer 732.& HErr der zeit! Gib doch daß ich bisans lichkeit Keinen augenblick verſchwende. Gib, daß jeder glocken⸗ſchlag Mich der zeit erinnern mag. 2. Ach wie fluͤgelſchnell verſtreicht Jahr und tage, zeit und ſtunden! Als ein rauch, der bald entweicht, Als ein blitz, der ſchnell verſchwunden. Der iſt klug und hoͤchſt begluͤckt, Der ſich in die zeiten ſchickt. 8 3. HErr! vergib mir vaͤterlich, Daß ich manche zeit und ſtunde Uebel an⸗ gelegt, und dich Oft mit herzen, hand und munde Sehr betruͤbt, und oft ge⸗ than, Was mich doch ver⸗ dammen kan. ſchenkeſt mir Annoch zeit und raum zur buße: Nun ich komm, und falle dir Mit gebeht und flehn zu fuße; Richte dieſe gnaden⸗zeit rahſen ſn ke uͤben. 7 9 b Mir zu meiner ſeligkeit. b b 5 Laß Don dem rechten Ge⸗ ende Von der kurzen ſterb⸗ 4. Dir ſey preis! du 843 Von dem heiltgen Lede nundchriſtlichen ugenden 3. Laß mich die vergan⸗ gne zeit Niemals aus den augen ſetzen. Laßmich mit bedachtſamkeit Die vor⸗ handne hoͤher ſchaͤtzen/ Als bisher von mir geſchehn: An vergu mir mein ver⸗ 6. Lehr mich, daß die le⸗ beſtehen. Mach durch dei nes ſohnes blut Meineboͤſe ſache gut. 0. Ich wil keinen augen⸗ blick Von der edlen zeit ver⸗ ſchwenden: So im ungluͤck als im gluͤck Lehr mich,ſie ſo ſanzuwenden, Daß michin der ewigkeit Niemals mei⸗ bens⸗friſt, Die du mir noch ne zeit gereut. b zugemeſſen, Alsein ſchnel⸗ ler ſtrohm verfließt, Laß mich nimmermehr vergeſ⸗ ſen, Nach der zeit ſey kei⸗ ne zeit, Sondern lauter ewigkeit. 2. Geht die welt den la⸗ ſter⸗ſteg, Weil ſie nicht die ſtunden zachlet; So gib, daß mein fuß den weg Nach dem himmel nicht verfehlet: Denn von dieſer kurzen zeit Haͤngt die lange ewigleit. 8. Bleibet mir die ewig⸗ keit In der eitlen welt im ſinne, Daß ich IEſum in der zeit Recht vom herzen lieb gewinne; Soleg ich, ſo gut ich kan, Meine zeit nicht ubelan. 9. Muß ich endlich aus der zeit In dir ewigkeit hin⸗ gehen; Ach! ſo mache mich Mel Ach GOtt vom himmeli. 5 poch! daß der 733. menſch die fuͤchtigkeit zeit doch recht bedaͤchte, Und ſie nicht ſes Der zeit doch ſo in ſicherheit Und lieder⸗ 3 G lich verbraͤchte: Ach daßer doch zu herzen naͤhm Und ihm nie aus dem ſinne kaͤm, In welchem ſtand erlehet. 2. Die erſten jahre bring man zu Mit lauter taͤnde leyen. Und wenn wir denn muͤhenſoltumwiſſenſcha und tugend; So iſter ſchul⸗ den laſtern ho bereit, Daß ich kan vor dir et in der jugend Du get in der jug ſcöns der kinder⸗ſchuh Uns denken zubefreyen, Un en, aßwir kluͤger ſind; Soſſn wir oftmals noch ſo blind/ Als wir zuvor geweſen.. Und munen, 3. Da mancher ſich be⸗ G Dl 76 1 8 ein zen 8 teſ een 3 4 a 6 1 4 —— 8eso Vondem heiligen Led en undchriſtlichen Tugenden n und laſſen richtt, Perbergen und verhelen; Straft das gewiſſen ſeinen geiſt, Das nur ein innrer zeuge heißt, Straft es ſein thun und dichten; Wer wil vor dir verborgen ſeyn? Du ſiehſt der menſchen her⸗ zen ein, Und wirſt ſie alle richten. b 3. Ach, wahrer GOtt! du biſt allein Der wahre arzt der herzen: Du heileſt die zerbrochen ſeyn, Ver⸗ bindeſt ihre ſchmerzen. th den wehe thun, So ei, ſe zu ve de rbinden. „.Ach! gieß dein gna⸗ nnt den⸗ldarein, Den balſam n kranker ſeelen; Dein ngeiſt iin laß meinen troͤſter ſeyn, ſute Wenn mich die ſuͤnden auaͤ⸗ len. Noch dauret ja diegna⸗ den⸗z mein e. angſt verkuͤrzen; Damit uſame riſtiege Aöt eit, Drum hilf du mir iiydar nde 1 ſeelen⸗leid Und meine i E 4 die furcht fuͤr dem gericht rnetg Mich uͤberzeugten ſuͤnder ſanene nicht Mag in verzweiflung uider ſtuͤrzen. wi ie handſchrift iſt ie E⸗ guͤtig biſt, U erſchrocken iſt, Mein geiſt iſt ſehr erſchrocken; Ich bin b ja todt, belebe mich, Und laß nicht mein gewiſſen ſich HErr mich, weil du Perhaͤrten noch verſtocken. ſt 4. HErr JEſu! durch dein theures blut, Das mich verſoͤh nen muͤſſen, Mach meinen ſeelen⸗ſcha⸗ den gut, Und reinge mein n Zu dienen dem le⸗ endgen GOtt; Denn ſonſt bin ich zum guten todt, Voll ſſch ewiſſe fluch und quahl der ſuͤnden Laß mein gewiſſen wieder „Und mein gebein 5% —— 4 handſchrift:n recht, huf ſuͤn ruhn: Weil mir die wun⸗ geben. Gib, da und zwar von dem guten Gewiſſen. nung lieb und treu Mir in das herz geſchrieben ſey, Dein geiſt ſey ſelbſt das ſie⸗ n gel; Zeig mir da die gerech⸗ tigkeit, Die GOtt aus gna⸗ den anerbeut, Als wie in ei⸗ u d nem ſpiegel. 8. Ach treuer IEſu! laſ⸗ ſe du, Durch ruh in dem ge⸗ wiſſen, Den vorſchmack dei⸗ ner himmels⸗ruh Mich auf der welt genieſſen; Laß ſel⸗ ber meingewiſſen rein, Als wie die reinen engel, ſeyn. Wil mich die angſt ermuͤ⸗ den, Sozeig mir, was du ſchenken wirſt; Ja ſchenk mir, ſuͤßer friedens⸗fuͤrſt! Hier dengewiſſens ⸗frieden. Wenn ſchon alles auf uns ſchagt; Ja man ruht bel ſh und wuht Doch auf die⸗ ſem kuͤſſengut. 3. Aber ach! ein boͤs ge⸗ wiſſen Klagt den frechenu ſuͤnder an. Wenn er ſich von GOtt geriſſen, nd das boͤſe frey gethan; Trit es doch zulezt empor, Und haͤlt ihm die bosheit vor. 4. Darum laß die freche rotten, Die nur fleiſches luſt ergetzt, Ueber das ge⸗ wiſſen ſpotten, Es erwa⸗ chet doch zulezt: Denk du nur bey zeiten dran, Und erwaͤhl die tugend⸗bahn. 5. HErr! von dir koͤmt 19 Mel. G Ott des himmels und ꝛc. de 735 Srommer Gott! 490 Gh ein gut gewiſ⸗ reng ſen Iſt der chriſten ſchatz u und ruhm; Wenn ſie haab an und guter miſſen, Bleibt a doch dis ihr eigenthum. Nimt der feind, beraubt die 1 3 glut; Giebt doch dieſes troſt und muht. 2. Es ſteht feſter als die ſt:den mauren, Wenn ſich ſturm uit und wetter regt: Und weiß herzhaft auszudauren, alles gute; Mache mein ge⸗ wißſen rein. Ich wil dir mit ro und eigen ſeyn. Beßre mei⸗ nen geiſt und ſinn, Bis ic dir gefaͤllig biin. 6. Halte mich dabey im glauben, Mach mich Chri⸗ ko gleichgeſint; Laß nichts den vorzug rauben, Daß ich, HErr dein lieb: ſtes kind. Schmaͤhet mich ein falſcher mund, Du kennſt meines herzens grund. Hhh a2 7. Zie⸗ 851 hem muhte Unterthoeoenuul ö 1 3 un 8 Vondem menſchlichen Elende, und zwal 22. Jiehe mich von deren handel, Wo man falſche raͤnke ſchließt; Weil der⸗ gleichen lebens⸗wandel recht zu thun. VI. Von demm 3 und I. Von dem Nel. Ach Oit vom himmel ac ſrer bruſt/ Samt allen ſchoͤ⸗ nen gaben, Die unſers ſchoͤpfers milde hand Den Aus ſeel undleibentwichen. 2. Der menſch war hei⸗ lig, gut und rein Von dir o HErr! geſchaffen. Er wußte nichts von ſchuld und bein, Von ſuͤnd und ſuͤn⸗ den⸗ſtrafen; Sein wille war voll zuverſicht, Und ſein verſtand voll glanz und licht, Voll friede ſein ge⸗ wiſſen. ford b 6 3. Du forderteſt zur dankbarkeit 9892 SÄ licher verluſt, Den wir erlitten haben! Als licht und recht aus un⸗ erſten eltern zugewandt, „Daß du ihn ſoh zwar Falle des Menſchen. nmel ꝛc. gehorſams⸗proben: Die unausſprech⸗frucht von einem eingen in baum Solt in des großen gartens raum Unangeta⸗ ſtet bleiben. b 4. Hier nahm das haupt von jener ſchaar Der ab⸗ erwuͤnſchten ſtunde wahr, meiſter, Denaͤuſerſten ver⸗ druß zu thun; Der feind entſchloß ſich nicht zu ruhn Biseer dein bild zerſtoͤhret. 5. Er machte ſich, durch neid erregt, An deine liebe recht erwegt, Mit liſt ihr uͤberwinder; Er bracht in erhoben Pflicht liebe, treu, ergebenheit„ Rebſt den gefallnen geiſter Der ihm i Dir, ſeinem HErrn und i kinder, Und ward, eh ſie es die vergnuͤgte bruſt Den ſ men der verbotnen luſt, Ein eimlich misvergnuͤgen.. ft 6. Esließ ihr herz, durh ſtolz bethoͤrt, Sich vondem i feinde Wider das gewiſſen iſt. Laß mich feſt darauf be. ruhn, Nichts zu ſcheuen, 4 enſchlichen Elende, von dem geiſtlichen Verderben des Menſchen. 853 ftſt daa feinde neigen; Sie wolten, Nenſta ims⸗ vee. von enn Soltindet S raum ha iben. ier nahmähe er ſchau en geiſtegen ſchten ſimdee nng Am⸗ „Undwaden Miſ von dir abgekehrt, Aus hochmuht hoͤher ſteigen, Und dir, dem hoͤchſten we⸗ ſen gleich, An unum⸗ ſchrenkter freyheit reich, Groß, maͤchtig, weiſer werden. 7. Sie glaubten dem verfuͤhrer mehr Als deinen warnungs ſtimmen; Ihr herz ward von der unſchuld leer, Und voll von ſchlan⸗ gen⸗kruͤmmen. Der unge⸗ horſam ward gewagt: Sie aſſen, was du unterſagt, Verachteten dein drohen. 8. Im augenblick ward der verſtand Mit finſter⸗ niß umgeben. Der wille, der ſich abgewandt, Ver⸗ lohr das wahre leben. Zorn, ſuͤnde, jammer, fluch und tod, Ja mehr als tauſend⸗ fache noht Umringte die rebellen. 9. Dis elend wird nun fort geerbt Auf alle men⸗ ſchen-kinder; So ſtam als weige ſind verderbt; Der ane fluchtrifft alle ſuͤnder. Die ahe erſte ſchönheit iſt dahin, ,S0 Der ſchlangen gift hat leib und ſinn Durchkrochen und verwuͤſtet. 10.O HErr! laß uns in deinem licht Den ſchweren fall erkennen. Verwirf uns, die gefallne, nicht, Die wir dich ſchoͤpfer nennen. Hilf uns durch Chriſtum wieder auf, Und mach uns tuͤchtig, unſern lauf Zur ewigkeit zu richten. Von dem aus dem Falle ent⸗ ſtandenen Verderben des b Menſchen. und zwar I. Von dem geiſtlichen Elende und Ver⸗ derben. Mel. HErr IEſu Chriſt duc. 737 MW GOTT! 37. wie wird der menſch verderbt Empfan⸗ gen und geboren! Die ſuͤnde wird ihm angeerbt; Dein bild iſt gar verlo⸗ ren. Der alte menſch, das der gutes denkt noch thut, Racht ihn dem ſatan aͤhn⸗ 2. Du ſtellteſt ihn aus erde dar, Nicht, daß er irdiſchwerde. Dieweilder Ohh 3 fleiſch und blut, Das weu menſch be † 3 3 1 f ggebiert, Macht, daß wir 884 Von dem menſchlichen Elende, und zwar ammmenſch dir ahnlich war, Hieng er nicht an der erde: Denn ſein verſtand war weiſ und klug, Im willen hatt er kraͤfte gnug, Was immliſch iſt, zu ſuchen. 3. Wie du gerecht und heilig biſt, So war des bil⸗ des ſierde„Wie deine lie⸗ e goͤttlich iſt, So war auch die begierde Des menſchen in der liebe rein; Sein leib ſolt auch nicht ſterblich ſyn hmm dienten die ge⸗ pfe. 4. Dis ebenbild iſt ganz und gar Durch Adams fall verloren. Von dem, der erſt dein bildniß war, Ward bald ſein bild geboren, Ein Adams bild, ein ſuͤnden⸗ bild. Der ruhm, der vor dem hoͤchſten gilt, Iſt weg; wir ſind nun ſünder. 5. Die erbſchuld iſt nun von natur Uns allen ange⸗ erbet, So daß der menſch b durch luͤſte nur In irthum ſich verderbet. Die eigne luſt, die uns regiert, Die leicht empfaͤngt und bald eiſch vom fleiſche. §. Den geiſt vernimt micht der verſtand, Nur Die weisheit iſt ihm nicht richten. trac dem verbotnenboͤſen. — — — Daß wir verdamlich wer⸗ den. Der menſch wird der ge Der erſt ihr herr geweſen. 8. Ach GOtt! ſo groß iſt meine ſchuld, es nicht verhehlen: Jedoch Iſt alt„Do geflad ilde. bekant, Was geiſtlich iſtzu Im willen iſt er ganz und gar Nicht gut, und inn htet immerdar Nach — — — — — 1 1 thorheit iſt ſein dichten: n *den geiſt GOttes 1. Cor. 2,14.. 7. Drum wird der ſuͤn⸗ den⸗ſold der tod; Die erde ſit wird zur erden. Daher 1 komt auch die ſeelen noht, i — geſchoͤpfe knecht; Denn der 8 ſie ungerecht, do — —— — Ich kan ub der reichthum deiner huld„ auch nicht zu erzaͤhlen. 7ſ Im alten menſchen bin ich une du erneureſt die inn⸗ In JCſu, dir zum ii 9. Der ſohn, des vaters ebenbild, Muß fuͤr die men⸗ an ſchen ſterben, Den ruhm, i der vor dem hoͤchſten gilt, n Uns wieder zu erwerben. Er ward, doch ohne ſund uns gleich, Undſtiftete tn im. uch di ſtt 64 vr vetdant Der G. teswerk und bildniß heißt, n, t verhäin koͤrper auferſteht, Nach dei⸗ —₰ 4* 14 4 4 8* 8 ₰ E 1 gnaden⸗reich, Daß wir ihm ahnlücch wuͤrden. 10. HErr! durch ſein lei⸗ den, tod und grab Hilf mir michſelbſt bekaͤmpfen. Dem alten menſchen ſag 3 ab, Seinherrſchenwil ich dam pfen. Er ſol, kraft deiner todes⸗pein, Gekreuzigt und hethdte ſeyn, In JEſu tod begraben. II. So ſchaff in mir den neuen geiſt, Und ſeine glau⸗ bens⸗waffen, Der GOt⸗ In Chriſto neu erſchaffen; Damit ich, wenn die welt vergeht, Und wenn mein nem bild erwacch. Mel. Auf meinen lieben GOtt. X allgemeine — meiner verloren. 2. In Adam fielen wir und ſeine ſchuld wird mir, Alshaͤtt ich ſelbſt gegeſſen, Mit rechte zugemeſſen. noht! O allge⸗ tod! Rach Adams ſuͤnden⸗falle. Sind ſeine kinder alle In Adams ſchuld geboren, Und von natur vondem geiſtlichen Verderben des Menſchen. 8755⁰ 3. Hier iſt kein unter⸗ ſchied; GOtt/ der vom him⸗ mel ſieht Auf aller men⸗ ſchen wandeln, Sieht daß wirthoͤricht handeln. Das dichten iſt verblendet, Das Ltrachten abgewendet. 4. So bin ich menſchen⸗ kind, Wie alle menſchen ſind/ Zuallem gutentrage, Und ſuche boͤſe wege. Die wurzel aller ſuͤnden Iſt auch in mir zu ſinden. 5. Ich leugne ſolches nicht. Allein mein GOtt verſpricht: Wie ſein geſetz uns alle Verdammet nach der armen, Die ſuͤnder ſind«. lerbarmen. 6. Das iſt gewißlichl wahr: Ein ſuͤnder bin icml zwar; Doch JEſus mußt auf erden Ein heil fuͤr alle machen. 7. ſchuld, So gro huld. Mit allen Adams erben Mußt ich des todes ſterben. Der allen heil er⸗ In ihm ward ich ein ſuͤn⸗ der, Wie alle ſeine kinder. geſtorben. d2 anm dem falle; So wil er ſich werden, Und uns aus ſa tans rachen Erloͤſen, ſelig So allgemein die iſt auch die worben, Iſt auch fuͤr michu 5 3 8 56 Vondem menſchli chen Elende, und zwar Mein GOtt! vergib du mir. Du bleibeſt der ge⸗ rechte, Und wir ſind boͤſe knechte. Wer mag vor dir beſtehen, Vor dein gerichte gehen? g. Hrr! habe nur ge⸗ duld. Du rechneſt Adams ſchuld Uns billig zu zum ſterben; Doch wilt du dei⸗ nen erben, Die glaͤuben, heil und leben Durch Chri⸗ ſtum wieder geben. 10. So wahr ich ſuͤnd⸗ haft bin, So feſte glaͤubt mein ſinn: Der andre menſch in gnaden Macht ſchuld mich los und ledig. GOTE! ſey mir ſuͤnder gnaͤdig! b Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛc. „ zGerechter 739. GG0 8! ich bin in ſund Empfangen und geboren. Ichein ver⸗ derbtes menſchen kind Bin von natur verloren. Der 3ſunden gift hat die natur So gar verderbt, Daß kei⸗ 2— „ uminden 8 8 4 8 3 ¹ 1 8. Nun ſobekenn ich dir, vondes erſten ſchaden Und du mich In Adam erſt ge⸗ ſchaffen, Iſt ganz verlo⸗ ren: nun trag'ich Der ſuͤn⸗ den ſchnoͤde waffen. Esiſt in mir nun keine kraft, Die etwas guts und heiligs ſchafft, Das dir, mein GOtt! gefalle. 3. Aus eigner kraft kan ich dich nicht Als meinen . nach wahrer kindes⸗pflicht/ Nicht meinen vater nen⸗ nen. Es fehlt mir wahre Und herzliches vertrauen. ihm ſuͤnden angeerbt, Dir nie gehorſam leben; Er folgt allein der boͤſen luſt, wort unterſaget.;D .s. Ich fuͤhle ſtets der ſunden trieb Durch alle GOtt erkennen, Dich auch, lieb und treu, Es fehlt mir ſſi kindes furcht und ſcheu, ſ 4. Mein will iſt ganzund gar verderbt, Kan nichts in als widerſtreben, Kan, weil Und thut, wie dir, mein iu GOtt lbewußt, Was dein i meine glieder. Ich thu, was dir und miy nicht lieb⸗ d Was dir und mir zuwieder. ne ſpur Des guten mehr zu Icharmer! wererloͤſt mich doch Von dieſem ſchwenn 1 2. Dein ebenbild, wozu it = — — — — —— — — — 6 menen wn Es fehüme⸗ Htreu. furcht wi rzlichesrem „pennwillin⸗ ederbt, e zainins nden uxn waa Alen dr —— —— 1 nt mi 4. Ä üi . irun 2 cc dign vondem geiſtlichen Verderben des Menſchen. n joch, Vom leibe die⸗ ſestodes: 7 6. Zwar bin ich, HErr! als ich getauft, Durchd dei⸗ nen geiſt erneuet; Von b ſunden bin ich zwar erkauft, Doch noch nicht ganz be⸗ freyet. Die bittre wurzel bringti in mir Noch immer boſe frucht herfuͤr, Die ſich in werken zeiget. 7. Mein herz iſt immer zweifels voll, Und hat faſt kein vertrauen Zu dir, dem es doch glaͤuben ſoll; Iſt ſtets vollangſt undgrauen, Iſt voll geiz, hoffart„un⸗ geduld; Und ach! wer zaͤhlt die ſuͤnden⸗ſchuld, Die ſich 4 findet? 8. Waszeigt nicht mei⸗ nes herzen grund uͤr ſuͤnd⸗ liche gedanken? Wie oft⸗ * 2 mals trit nicht hand und mund Aus den gehorſams⸗ ſchranken! Der giftge brun wird nie geſtillt, Der! lauter boͤſes waſſer quillt In luͤ⸗ ſten, worten, werken. 9. Doch liebſter vater! handle nicht Mit deinem deinem ſtrengen rechte; Hoͤr den, der aus der duͤrf⸗ tigkeit Zur fuͤlle deiner gna⸗ dn ſchreit, Und ſey mir ſuͤnder gnaͤdig! 10. Dein ſohn iſt, bin ich gleich verderbt, In beligket empfangen, Dat weder ſuͤnden⸗ſchuld ge erbt, Noch miſſethat 3 gangen:;Drum laß mich ch durch dieſen rein, Durch ſein empfaͤngniß hei⸗ lig ſeyn, Und tilge meine ſuͤnden. II. Um Chriſti willen ſchone mein, Laß die ver⸗ borgne ſuͤnden Der erb ſchuld ganz vergeben ſeyn, Die miſſethat verſchwin⸗ den; Ach ſtelle ſie ja nie ins licht Vor dein erechtes an geſich„Daß gerech mich nicht eſchaͤmen. 12. Sieh auf den aller⸗ liebſten ſohn, Den du mir ſelbſt gegeben Zum mitt⸗ br,eit und gnaden⸗thron; Ach laß mich in ihm leben, Daß ſeine unſchuld alles deckt, Was an mir ſuͤndlich — armenknechte, Vor deinem ſchrecklichen gerich, Nach und befleckt, Damit ich dir gefalle. b Hhh5 N. 3 4 5 b 1 — ad. 3 858 Von dem menſchlichen Elende, und zwar Mel. HErr JEſu Chriſt du —(och GOTT! 740. M wie ſehr bin ich verderbt Durch boͤſen gift der ſuͤnden, Die mir von Adam angeerbt! Wo ſol ich rettung finden? Es iſt mein elend viel und groß; Es iſt vor deinen au⸗ gen blos, Wie tief mein erz verdorben. 2. Wie ſchrecklich iſt nicht mein verſtand Mit finſter⸗ niß umhuͤllet, Der wille von dir abgewandt, Mit bosheit angefuͤllet! Und die begierden ſind geneigt, Die luſt, die aus dem her⸗ zen ſteigt, Im werke zu vollbringen. 3. Mir fehlt die kraft, dich, hoͤchſtes gut! Zu ken⸗ nen und zu lieben. Hinge⸗ gen regt ſich fleiſch und blut dit ſunden⸗vollen trieben. Dich fuͤrcht ich und vertrau dir entgegen. dir nicht, Ich unterlaſſe meine pflicht, Und thu was 4. Wer ſagt, wie groß der greuel ſey, Der leib und ſeel beflecket? Wer macht Der mein herz angeſtecket? So groß die noht, ſo hart dis joch, So wenig weiß ich armer doch Mich davon los zu reiſſen. 5. Doch jezt kom ich in wahrer reu, Und bitte dich vom herzen, JEju hilf mir, und befrey Die Mein JEſu! ſeele ſolcher ſchmerzen, Und deſſen, was ſie ſonſt be⸗ ich unterſinken. ben. Drum mach nmich durch dein blut und tod Von ſuͤnden rein, daß ich vor GOtt Gerecht erfun⸗ den werde. was mir fehlt, Du kanſt nach deinem willen Die auch, drum trau ich fe Daß du mich nicht in verlaͤßt: Du heißt und mich von dem ausſatz frey, ja IEſus! ſchwehrt, Was ihre lebens⸗ kraft verzehrt; Sonſt muß i 6. Wen ruf ich ſonſt um rettung an, Als dich, Au mein heil und leben! Du ſff biſt allein, der helfen kan, i Du mußt mir rettung ge⸗ u 7. Du weißt, o JEſul iin noht vertreiben, Die mich quahlt, Und meinen jam. mer ſtillen; Du wilt e angſt ä 23 8 — —— 3 ———— —————— — 8 3 8 — — — — — 4* —— — — —— — 4 —— — — — e 1 — —„— — —— — — — 8.. — — .— — —= — — —— — 8 — — — — —— —— c ſet in reu, Uudee den, Mzi mdthd heroömrn was ſeſ tt/Was aate rzebrt, Ei erſinke. Pen vffhe tung an, reil und l⸗ diin der ben e9 1 Wenn nun die zen. frechheit 2e nih ntl der. Man fahret zu mit Mel. HErrGott der du erforſch. ilf GOTT 741. H wie hat die eitelkeit Uns menſchen ſo vernichtet, Daß faſt kein alter, keine zeit Was gutes mehr verrichtet! Ob mans vom anfang bis zum end Auch uͤberleget, kehrt und wendt; Muß man es doch bekennen: Worauf man ſetzet herz und ſinn Von kindheit bis ins alter hin, Iſt eitelkeit zu nennen. 2. Die erſten iahre gehn vorbey Unwiſſend wie bey lein hoch ſchaͤtzet: Ob auch thieren. Man ſchlaͤft, man noch etwas treibet kinderey, Nichts ☛ von dem geiſtlichen Verderben des Menſchen. 859 unbedacht, Das kuͤnftige wird nicht betracht, Zum guten iſt man traͤge: Auf ucht und tugend man nicht denkt, Nur herz und ſinn man dahin lenkt, Zu gehn die krummen wege. 4. Das maͤnnlich alter folgt darauf, Und ruͤhmt ſich großer thaten: Man wilda immer hoch hinauf, Und uͤber alle rahten; Der fehr⸗geiz macht zu zank und ſtreit Ein ſolches herz gar leicht bereit, Das ſich al guts geſchicht, Giebt man doch GOtt die weiſes iſt zu ſpuͤren. Koͤmt ehre nicht; Er wird hintan u mit den kraͤften der ver⸗geſetzet. b ſtand; So waͤchſt die bos⸗ a heit auch zur hand, Dieſſo laͤſſet ſich Der geiz recht⸗ 5. Wenns alter koͤmt, ſteckt ins knaben herzen. ſchaffen blicken: Da ſpie⸗ ihm verdruß und ſchmer⸗ 3. Die jugend, ſo nach * Venn nun die zucht undſlet man ſehr meiſterlich t ſcharferuht Anweiſung zu Mit boͤſen raͤnk undtuͤcken. der tugend thut; Bringts Man Ran ſorget und hat we⸗ nig ruh; Denn man ge⸗ denket immerzu, Sein ir diſch gut zu mehren; Der trebt, Die ſuchet leib wird ſchwach und vol⸗ hin und wieder, Wie man ller noht; in freud und wolluſt lebt ungern von dem tod Und Doch mag man Misbrgucht geſunde glie von dem himmel hoͤren. 6. Ach Goit ach ſic b 0 Von dem menſchlichen Elende undzwar 4 6 4 6 4 3 1 8 3 “ X“ 1 dis elend an, Und hilf, daß wir bey zeiten Abtreten von der breiten bahn Der ſuͤnd und eitelkeiten: Gib reaft von oben her, daß wir Das fluͤchtig⸗eitle we⸗ ſen hier Fuͤr nichts, jg ſchaͤdlich achten, Und nach dem wahren gut allein, Das uns dort ſol beſtaͤn⸗ dig ſeyn, Zeit unſers lebens trachten. Mel 3. Mein GOttich bin jezt. 242.. ch! was ſind wir ohne IEſum⸗ Duͤrftig arm und 3 66 1 4 † niß, noht und elend. jaͤmmerlich, Vollbedraͤng⸗ JE⸗ ſu! drum erbarme dich; Laß dich unſre noht bewe⸗ gen, Die wir dir zu fuͤßen egen. 2. Wir ſind ohne dich, o JEſu Nichts als lauter finſterniß. Ach wie heftig druͤckt und quaͤhlet Uns der gißtae ſchlangen⸗biß; Die⸗ e s gift ſteigt zu dem her⸗ en, Und erweckt gehaͤufte Fennennen 3. Ohne dich, getreuer IEſu! Schreckt uns teu⸗ d,hdl und tod; Ja, mich 5 ſetzet die verdamniß Jezt id in zittern, angſt und noht. Mein gewiſſen wil erwa⸗ chen, Und der abgrund ſcheint zu krachen. 24. Ohne dich, herzlieb⸗ Rnl ſter JEStl! Koͤmt man it nicht durch dieſe welt; Wel eine ſie faſt auf allenwegen Un⸗ ſern fuͤßen netze ſtellt. Sie kan trotzen, ſie kan heu⸗ hemam betruͤgt uns durch j i hr ſchmeicheln. 5. Ach wie kraftlos, theu⸗ eſen, rer IEſu! Richten ſich die ſi kranken auf. Unſre macht iſt lauter ohnmacht, Durch 62 den ganzen lebens⸗lauf: Denn man ſieht uns, da cheln, vielmal fallen. 6. Darum ſtaͤrk uns, finſterniß das licht: Oeffne unſre herzens⸗augen, Zeig dein freundlich angeſicht; — Strahl auf uns mit lebens⸗ blicken, Die uns herz und ſeel erquicken. b 7. Trit den deiner braut entgeg — — — 1 wir wallen, Oefters ſtrau⸗ 9 1 1 — — 74 — ſatan, ſtar⸗ ker IEſu! Unter unſern n ſchwachen fuß. Gehuns, en, Gib 1 uns deinen ſegens⸗kuß; 9 go d t unl oßen, ſen indberigu meiche. „hwiekrefte „Eſu! Nne enauf. Uu verohnnman zen läe aman ſtitn allen, Oeie twielmalft SDarum ſi er JLſt Pnisdeslit f herzens⸗aud 6 1 4 8 1 du dr dnii chen fu us alles jubiliren; Dann er⸗ 6 8 reundlch b rafwwn 743. 1 uns himmels⸗freuden ſpuͤ⸗ ren, Und kein leiden mehr beruͤhren. 3 8. Leit uns ſelber, ſuͤßer JIEſu! Fuhr uns durch den ſchmalen ſteg. Laß uns unermuͤdet wallen, Fuͤhr uns ſtets den rechten weg. Laß uns ſtrick und netz ent⸗ gehen, Und ja nicht zuruͤcke Phen 9. Ach dein geiſt der kraft, HErr IEſu! Gebe unſerm geiſte kraft, Dir ſtets bruͤnſtig nachzuwan⸗ deln, Nach der liebe eigen⸗ ſchaft; Mache du uns ſel⸗ ber tuͤchtig, So iſt unſer wandel richtig. 10. Dann erſchallet dir, o JIEſu! Lob und dank aus herzen⸗ grund; Dann ſol hebt dich herz und mund, Dann wird dort und hier auferden IEſus hochgelo⸗ 8 Mel. HErr 7 Ton dem leiblichen Elende des Menſchen 8612 fange Mit dir zu reden: ach die noht Macht mir jezt angſt und bange? Ach wehe mir, erbarmſt dudich, Mein vater! nicht bald uͤber mich, verloren. 2. Ach GOtt! der eltern fall Und was auf mich geerbet, Hat mich elenden uͤberall An leib und ſeel verderbet; Ich, kan aus eignen kraͤften nun Nichts gutes denken, reden, thun; ſtaub und erd/ Und auch dar⸗ ſpeiſe, die nicht wehrt, Daß mich dein aug anſchauet. HErr! alles dis iſt dir be⸗ kant; Entzieheſt du mir deine hand, So muß ich ſchnellvergehen. 4 Ich bin ein menſch, un uthen⸗ Mein leben iſt mit unruh, muͤh Und herzeleid umgeben; Ich bin wie nichts, und muß davon. Mein leib zerfaͤllt als ſtaub aus erbauet, Derwuͤrmer Nund thon, Wenn du mich ze⸗hart angreifeſt. ch mich unter⸗ baoth! Da 5. Wie blumen zwar voll So bin ich ganzu erſten Nur hab ich luſt zum argen. 3. Ich bin nur aſche, abe hie Nur kurze zeit 802 Von dem menſchlichen Elende, und zwa anmuht ſtehn, Wenn ſich der ſommer findet, Bald aber welken und vergehn: Wie ſchatten flieht und ſchwindet Wie eine waſſer⸗ blaſ enuſteht„In eil zer⸗ platzt und ſchnell vergeht; So iſt dis arme leben. 6. Was iſt, das man vom leden findt, Als nur den bloßen namen; Der tod beruͤckt uns ſo geſchwind, Als einen fiſch der hamen: Je mehr es ſteigt, je mehr es faͤllt: So ſchnell es eilet durch die welt, So ſchnell laͤuft es zum ende. 7. Dis wiſſen wir: doch kan niemand Die todes⸗ ſtunde wiſſen. Es iſt und bleibet unbekant, Wenn wir zum grabe muͤſſen. Wer jezt noch munter, jung und ſtark, Muß oft vor abend in den ſarg, Und un⸗ verhofft erblaſſen. 8. Drr hin mir, daß ich nicht vergeh; Laß mich in dir verbleiben, Und weder elend, ſchmerz und weh, Noch leiden von dir 85 bin doch dein treiben. geſchoͤpf un werk, Du bi Drum laß mich nicht ver derben. b 9. Gedenke nicht der er⸗ ſten ſchuld, Darin ich bin empfangen. Vergib durch m deine lieb und huld, Was ul ich hier ſelbſt begangen. Ich beuge, GOtt! vor dir allhie In demuht meines dich mein erbarmen. 10. Kom mir zu huͤlfe, α bens⸗brun! giblebens⸗ſaft, Laß mich nicht ſchnell er⸗ kalten. Dubiſt mein licht werdich in dir leben. ch bin ein 744. G ſtand; Der himmel ſol mir werden, Da iſt mein va⸗ terland. Hie reiſ ich nur zum grabe, 3 Gottes⸗gabe Schließ die arbeit zu. 2. Was iſt herzens knie, Du wollſt meine kraft! Durch dich werd ich erhalten. Du le⸗ und herrlichkeit, Erſcheine mir in angſt und leid, So Mel. Herzlich thut mich verlang⸗ d den, Hier iſt kein feſter a Zu der ge⸗ a wuͤnſchten ruh; Und dieſe ſi ßt auch mein ganzes V 1 nit vie d du Mwe keen, — gaſt auf er⸗ lmen 8 3 * is biit,Na brunlghli nich nit n. Dubite errüchket mangſtwii ichin dil — drrlit rnt 8 —9 eine ſtra an, Als muͤh und noht, ge⸗ weſen? So lang ich den⸗ ken kan, Hab i chen morgen, So manche liebe nacht, Mit kummer n und mit ſorgen Des her⸗ u zens zugebracht. 3. Hat mich auf mei⸗ nen wegen Nicht mancher ſturm erſchreckt? Hat don⸗ ner, blitz und regen Mir nicht viel angſt erweckt? Verfolgung, haß und nei⸗ den Muß ichoft ohne ſchuld Mit angſt und ſchmerzen leiden; Doch trag ichs mit geduld. 4. Hier iſt ein jammer⸗ leben, Das voll muͤhſelig⸗ keit; Doch bleib ich GOtt ergeben, Undtrage ſchmer und leid. Es muß ja durch⸗ gedrungen, Es muß gelit⸗ ten ſeyn; Wer hier nicht mm wol gerungen, Geht nicht zum himmel ein. 5. GOtt wil ich treu verbleiben, Und nur in die⸗ ſer welt Mein werk und weeſen treiben; Sie iſt ein fremdes hel„Sie iſt nur ſo man⸗ von dem leiblichen Elende des Menſchen. 863 mich ohne maaße Mit freud und wonne ziert. 6. Mein wohnhaus iſt dort oben, Wo aller engel heer Den großen herrſcher loben, Der himmel, luft ſund meer In ſeinen haͤnden traͤget, Uind fuͤr und fuͤr erhaͤlt; Der alles hebt und leget, Nachdem es ihm ge⸗ 7. Dahin ſteht mein ver⸗ welt durchgangen, Daß ich faſt muͤde bin. Je laͤnger ich hie walle, Je wen ger find ich luſt, Die meinem geiſt gefalle; Weil alles koht undwuſt. 8. Die welt iſt viel zu zboͤſe, Der truͤbſal iſt zu viel: Drum kom mein GOtt erloͤſe Mich, wenn mach ein ſelig ende In meiner wanderſchaft; Und was mich kraͤnkt, das wende Durch deine gna⸗ den kraft ch bish ſeſ 9. Wo ich bisher geſeſ⸗ ſen, Iſt nicht mein rechtes 6 ze, Die mich zurh heimat füͤhrt, Wo GOtt meſſen; Iſt dis nun ein langen, Da wuͤnſch ichuul ſehnlich hin. Ich bin die aus. Mein ziel iſt düge en 4 9 3 dein rahtſchluß wil. Kom aus, E 864 Von dem menſchlichen Elende, und zwa aus, So ſcheid ich dann mit frieden, So leg ich al⸗ les ab: Und wenn ich abge⸗ ſchieden, Bedecket mich das grab. 10. Du aber meine freu⸗ de, Du meines lebens licht! Du ziehſt mich, wenn ich ſcheide, Hin vor dein an⸗ geſicht Ins haus der ewgen wonne, Da ich ſtets freu⸗ den⸗voll, Gleich als die helle ſonne, Nebſt andern leuchten ſoll; II. Da wil ich ewig wohnen, Doch nicht mehr als ein gaſt, Bey denen die mit kronen Du ſchoͤn geſchmuͤcket haſt; Da wil ich herrlich ſingen Von dei⸗ nem großen thun Und, frey von ſchnoͤden dingen, In meinem erbtheil ruhn. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ch wie ſo 745. 99 manches un⸗ geluͤcke Betrifft den men⸗ ſchen weil er lebt! Daß er faſt alle augenblicke In ſorge, furcht und kummer ſchwebt; Das macht das leben hart und ſchwer: Ach waͤr. wer doch in dem himmel 2. Es mag uns noch ſo gluͤcklich gehen; So wird un die luſt doch oft vergaͤllt, ön Und muß ein jeglicher ge⸗ i ſtehen: Es ſey der ganze un kreis der welt Nichts, als wint ein großes ungluͤcks⸗ meer. Achwer doch in dem him⸗ ſit mel waͤr. Und wenn das alter mit den jahren Zur hoͤchſten himmel waͤr. . Die kindheit muß viel i noht erfahren, Die ſich ui ſchon in der wiege zeigt: ³ dm demein lebens⸗ſtuffe ſteigt; Iſt man doch nie von ſorgen 7 leer. Ach wer doch in dem ſum 4. Bald muß der leib dftt viel ſchmerzen leiden, Und ſatn baldiſt das gemuͤhte krank. 9⁸ Bald ſieht man gute freun de ſcheiden, Bald des ver heer. Achw E hhimmel waͤr. 5. Jezt ſto Jezt wil man uns die freh⸗ heit rauben, Und legt uns gleich in unſerm glauben, Daß iit man nicht ruhig beten kan; 4. moͤgens untergang; Bald ſchrecket uns ein krieges⸗ i er doch in dem piim rt man uns n A 8 Dun dem leiblichen Elende des Menſchen. 865] mim gleichſam feſſel an; Jeztſich nicht etwa moͤge glei⸗ rraͤnkt uns etwas ohnge⸗ u fehr. Ach wer dochin dem himmelwaͤr. . 6. Spuͤrt man nun ſo ucen nüln iviel ungewitter, So lange 9 Eft un man die welt durchreiſt; it wei g Und iſt das leben ſo gar bit⸗ nnlehe ter, Wenn es auch noch er dohune ſokoͤſtlich heißt; So ſeufzt dr. mmein herz um deſto mehr: diekaahan Ach wenn ich nur im him⸗ erfahrn mel waͤr. 6 4 Ich bin des lebens ſat un ein der wh woenn docht und muͤde, Ach JEſu! ihren zut ende meine pein. Es weiß eſtuffe ſi mein herz von keinem frie⸗ doch nie uſe de, Der matte mund kan „Achwera kaum mehr ſchreyn; Die elwir. angſt verzehrt und druͤckt „Bad m mich ſehr. Ach wenn ich merzen e doch im himmel waͤr. Sdasgemt 8. Die welt wil mich Iihrma zwar gern erquicken, Allein Sder,Ba ihr labſal reicht nicht zu. unann Ich kan doch nirgend was St w erblicken Von einer rech⸗ e en verlangt mich ſehr. 5 ſit— mel waͤr. 9. So fahrt denn hin * ten, Da nun mein ſinn die welt verlaͤßt, Da ich zu dir jallein mich kehr. Ach wenn ich doch im himmel waͤr. 10. Nun gute nacht, du zeitlich leben! Sorg, elend, jammer, angſt und Womit der arme menſch umgeben, So lange his er ſtarr und todt. Das iſt mein herzliches begehr: Ach wenn ich bald im him⸗ melwar. Mel. Komt her zu mir ſpricht zr. Du G6OTT! 746. 8 biſt auſer aller zeit Von ewigkeit zu ewigkeit: Eh als die welt geſtanden, Warſt du ſchon was du jetzo biſt: Und bleibſt, wenn alles nicht mehr iſt, Doch immerfort vorhanden. 2. Hingegen ach! wir uͤchtig, rauch und wind. Auf dein wort ſind wir Ach wenn ich doch im him⸗kommen, Beſehen kaum den erden⸗kreis; Und wer⸗ den ſtracks, auf dein ge⸗ ihr eitelkeiten! Du aber, IEſu! halt mich feſt, Daß heiß, Auch wieder wegge⸗ Jii 4 I noht 3 14 4 4 4 b 3. Wir *.„ — rech⸗ menſchen ſind Vergänglic, ten ſeelen⸗ruh; Nach jener fl 866 Vondem menſchlichen Elende,und zwueirx.. 3. Wir fahren hin gleich wie ein traum, Vergehn wie ſchatten, reif und ſchaum, Wie eine waſſer⸗ blaſe: Der zeit gewalt eilt mit uns fort, Wie mit den wolken thut der nord, Wie herbſt luft mit dem 4. Wenn der und jener auch vielleicht Ein gutes antheil jahr erreicht; Was wird es groß verfangen Bey dir, dem ſich nichts gleichenmag, Wo tauſend nahr als wie ein tag, Der geſtern kaum vergangen. . Wie lang dis leben waͤhren kan, So iſt es den⸗ noch um und an Nur ar⸗ beit, angſt und leiden; Angſtiſt was unszur welt Pebiert dind ſt was uns hier degleitet, fuͤhrt/ Und einſten heiſſet ſcheiden. 6. Erbarmt dichs, vater! alles nicht? Stellſt du doch vor dein angeſicht Den greuel unſrer ſuͤnden? Ach zoͤrne nicht mit doͤrrem heu, Mit rauch und ſtaube, dampf und ſpreu! Ach laß uns gnade finden! 7. Des eitlen lebens flucht und pein? raͤg mm. ſoli ſerm herzen ernſtlich ein, idn Daß wir die bosheit flie. i hen, Raht ſuchen blos bey u deinem ſohn, Und lebens dur ſat, wie Simeon, Zu diß 1 9 von hinnen ziehen. rägſetn — G Mel. Es iſt gewißlich an der zatt. ſlarr öüGGSNTN du en 747 GOTT! du eno k6: Sa haſt die mene acie ſchen⸗kind, So deinen ſohn tazu bekennen, Eh als die berg a ſner erſchaffen ſind, Gewuß„gh. ſchon her zu nennen: Da u i ſahſt ſie ſchon im gnaden ih zur bund, Eh noch der weiten n Go⸗ erden grund Durchs watt fa * B — aum de u ch, HErlſa w „ ühe men Bis wieder abe: man mit großem hauflins menſchen hin zum gral Das macht, Eer nd. 1 on dem leiblichen Elende des Menſchen. 367 gerechter zorn; Weil wir 4 fuͤnden ſind gebohrn, Und dein geboht nicht hal⸗ teirnr. a4. Darum wir auch von nch deinem grim So ſhem en verzehret werden: Eh man Ssin Infn es meint, reißt er uns uͤm, 2u lind legt uns in die erden. Wir hringen ohne raſt und ruh, Wie ein geſchwaͤtz, dis unt leben zu, Und fliehen ſchnell inen Giitt von hinnen. ſfuſ 5. Ach wie gar nichts iſt her umm unſre zeit, HErr, gegen aſie ſccm di 6,Ch wothe ¹ grurd d detworden Sih d fuͤr un fuͤr, Ja tauſen ums Nam lahre ſind vor dir Wie ein duch dut tag, der vergangen. Sedrerog 6. Der menſchen leben Andiims aber iſt Gar kurz und ſtets watt uwin voll plagen: Noch ſtecken — ein GOtt von ewigkeit, Wer kan dir widerſpre⸗ chen? Du bleibeſt immer — Wirwe rrel dera: eLehr uns bedenken, 1amtg ir nun, HErr alle dich zu rechnen! Du biſt ſe fuͤr und fuͤr, Ja tauſend ſt vor ſie voll trug und liſt Und klug werden, buße thun, Die zeit der gnade wiſſen, Zum tode ſtets bereitet ſtehn, Voll glauben aus dem leben gehn, Auf Chri⸗ ſtum ſanft einſchlafen. 18. Kehr dich zu uns, du frommer GOtt! In die⸗ ſen boͤſen tagen: Errett uns nun aus unſrer noht Nach viel und langen pla⸗ gen. Schaff uns doch end⸗ lich huͤlf und raht, Weil unſre hoffnung fruͤh und an Auf dich allein nur tehet. 9. Gib heilſam lluͤcklich regiment, Die drangſal end und wende. Befoͤrdre ſtets zum guten end Die werke unſrer haͤnde; So wollen wir dich fuͤr und fuͤr, Auch unſre kinder, HErr! allhier Vom herzen⸗grunde preiſen. b 10. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Dir ſey lob, preis und ehre Fuͤr alles, was du uns erweiſt; Dein ſegen ſich vermehre. Erzeig uns deine gnad und gut/ Laß uns mit willigem erben muͤſſen; Daß wir ſemahr ir und dem nech⸗ ten dienen. Jii 2 8* “ 7 S 4 8 8es Von dem menſchlichen Elende, undzwar Mel. JEſu meine freude ꝛc, 748 Wrs iſt unſer 748. ℳ leben, Und wornach wir ſtreben? Ei⸗ tel eitelkeit. Was iſt un⸗ ſer dichten, Wollen und verrichten? Eitel muͤh und ſtreit. Eitel iſt, Was man erkieſt; Und die wuͤnſche unſrer herzen Bringen angſt und ſchmerzen. 2. nichtig, Ach wie ſchnellund fluͤchtig Iſt die lebens⸗zeit. Wenn wir hier auf erden Kaum geboren werden; Droht uns neid und ſtreit. Da iſt leid Und traurig⸗ keit, Da muß man mit boͤ⸗ ſen leuten Unaufhoͤrlich ſtreiten. 3. Dieſes unſer leben Pflegt ſich anzuheben Mit viel kreuz und noht; Da iſt eitel neiden, Sorgen, angſt und leiden, Und zulezt der tod; Wemgefaͤllt Nun dieſe welt? Ich weiß dort ein beſſer leben, Darnach laßt uns ſtreben. 4. Du biſt was ich haſſe, Welt darum verlaſſe Ich die eitelkeit. Fuͤr dein Ach wie ſchnoͤd und §749. MS erleſen Jene himmels: freud; Und dahin Steht l mir der ſinn. Stetig hab ich die gedanken In den himmels⸗ſchranken. b 5 Wenn ich nur die gabe Deines geiſtes habe, HErr! ſo bleibt die welt Stets von mir verachtet. Wenn die ſeele ſchmachtet, Und der le . — ib zerfaͤllt: Biſt aͤher du doch, freude, Wonne, troſt und weide. Melodey 36. wie nich⸗ g, ach! wie mit laufen niemals inen; So geht unſre zeit von eginnt zu rinnen, Haͤlt hinnen. 3. Ach wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchnoͤdes weſen Hab ich mir du d O JEſu! noch äc Meines herzens theil und ut — Halh xxr anſckgl 6 1 ſ iſ hentage! Wie ein ſtrom i wie nichtig ach! ig ſchen freude. Wie ſich uch a 2 Wanneit 4 dus ſete ſwienit niens Pe ronm riemuin 4 7 19 rr. 45 41 1 henn 4 1 11 1 ¹ ihti⸗ de 4 de u 3 b fein ſtund und zeiten, Licht 4 Ach wie nichtig, ach! — bald dorten ſtehet; So iſt wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchen ehre, Ueber jenen, dem tuſt 1 4 reh . A von dem leiblichen Elende des Menſchen. 1 1 4 und dunkel, fried und ſtrei⸗ ten; So ſind unſre froͤlich⸗ keiten. wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchen ſchoͤnheit. Wie ein bluͤmlein bald vergehet, Wenn ein rauher ſturm⸗ wind wehet; So iſt unſre ſchoͤnheit, ſehet! 5. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchen gluͤcke. Wie ſich eine kugel drehet, Die bald da, unſer gluͤcke, ſehet! 6. Ach! wie nichtig, ach! man muͤſſen Heute fuß und haͤnde kuͤſſen, Geht man morgen wol mit fuͤßen. 7. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchen ſtaͤrke. Der ſich wie ein loͤw erwieſen, Ueber⸗ worfen mit den rieſen; Schlagen oft nur kleine deufen. 8. Achlwie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchenwiſſen. Die, ſo witz verg ſchmiegen.... 12. Ach! wie nichtigg und thaten kluͤglich fuͤh⸗ ren: Muͤſſen oft den witz verlieren, ie nichtig,acht 9. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der men⸗ ſchen dichten. Der die kuͤn⸗ ſtelieb gewonnen, Manches ſchoͤne werk erſonnen; Iſt dem tode nicht entronnen. 10. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der menſchen prangen. Der in purpur ſtolz, vermeſſen, Und als wie ein gott ge⸗ — Wird im tode bald en. II. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig Iſt der men⸗ hen herrichen, Der durch macht em por geſtiegen, Muß im grabe nieder lie⸗ gen, Und ſich vor dem tode 8 ach! wie fluͤchtig Sind der menſchen ſchaͤtze. Es kan glut und fluht entſtehen, Daß, eh wir es uns ver⸗ ſehen, Geld und gut zu grunde gehen. 13. Ach! wie nichtig, ach wie fluͤchtig Sind der menſchen ſachen! Alles, al⸗ und weisheitzieren, Wort les, was wir ſehen, Muß Jii3 zer⸗ 4 3* Von dem menſchlichen Elendt. — Pefallen und vergehen: er GOtt fuͤrchtet, wird beſtehen. b Melodey etn Poch! wie ni 750. tig Und un⸗ tuͤchtig Iſt der menſchen denken! Kein beginnen Kan die ſinnen Zu dem guten lenken. Wir ſind blind uns vorzuſehen, Der verſtand kan nicht verſtehen, Wel⸗ chen weger muͤſſe gehen. 2. Zwar wir ſtreben, Was im leben Ruͤtzet, aus⸗ zuſpuͤren: Unvermoͤgen Steht entgegen Solches auszufuͤhren; Was kan unſer denken machen? Fleis und ſchweis, in ſorg und wachen Trifft gar nicht das ziel der ſachen. 3. Schoͤpfer! hoͤre, Ich verehre Dein allweis regie⸗ ren; Dein erbarmen Kan mich armen Stets zum zwecke fuͤhren. Darum ſte⸗ he mir zur ſeiten; Laß mich deine hand begleiten, Und auf rechtem wege leiten. 4. Deine ſtaͤrke Fuͤhr die werke Stets zum beſten ende: Heb die plage Die ich ch⸗ ſchadenbringet. Ofthat, wider alles hoffen, Weil mir deine gnade offen, Mich ein reiches gluͤck betroffen. mein gluͤcke; Drum ich vii wir Und auf deine allmacht R haͤnde. Hilf und rahtedet nem kinde, Daß ich/ wasich d ſhedee finde, Froͤlichmit dir uberwide. 5. Meinen ſorgen Iſt M verborgen, Wo mein heil len, entſpringet. Ichkan fehlen, Und erwaͤhlen„Was mir⸗ 6. Dein geſchicke Sucht meine ſachen Dir befehle, nicht quaͤhle/ Denndu ſn s wol machen. Dei ner weisheit wilich trauen, bauen: Alſo werd ich wun⸗ Troͤſte herze ſtillen. Duwirſtalles dir zu ehren, Meine ſeligkeit i zu mehren, Und zum nutz des nechſten kehren.. (a) Dieſe Melodey iſt die vot hergehende, nur daß die iſt . wey erſten zeilen derſelben dey dieſem geſange witder⸗ trage, Durch der allmachtt hohlet werden muͤſſen.. In gemein er Noht. En In gemeiner Noht —— 3 8 4 37 1 . A X f 3 4 58 K 3 Fuͤr aufruhr und zwie⸗ tracht Fuͤr hagel und ungewitter Fuͤr feuer und waſſers⸗ noht Fuͤr dem ewigen tod b Behuͤt uns, lieber ber⸗ 2 re GOtt. Durch deine heilige ge⸗ burt Durch deinen todes⸗ E kampf und blutigen. ſchweis 5 Durch dein kreuz und tod 4 5 Durch dein heiliges auferſtehn und him⸗ 3 melfahrt de Drio 8 Frhtg Die Litaney. d Erſter chor. Zweyter hor. Näinen ſehe yrie Eleiſon. ae 75I. Mrne Elei⸗ gian ſon. nua Kyrie Eleiſon. 25 Thriſte Erhoͤre uns. Kalles d derr 8Ott vater im negnadeſte imme Abes qlütta Erbarm dich uͤber uns. dag geſci 1 Derr GOtt ſohn, der welt t gluͤcee eiland r agan Erbarmdichuͤber uns! nan Derentr geuger a 1 mad 4 2 4 Sey uns gnaͤdig! 3un Berſchohn i uüns, lieber HErre GOtt! 1 n Sey unsgnaͤdig! N uuen. Hilf uns, lieber HErreſe n. 9 GOtt! an Fuͤr allen ſünden Fur allem irrſal dun Luͤr allem uͤbel n Fuͤr des teufels trug 42 5 un. und liit Se er Für dbod ſem ſchnellen 5 5 ac Sinpeſtilenz und 85 theurer zeit. 9 Für krieg und blut⸗* — In unſrer lezten noht 8 Am jungſten gerichte 18 Wir arme ſuͤnder bitten Du wolleſt uns erhoͤren, lieber HErre GOtt! Und deine heilige chriſt⸗) liche kirche regieren und fuͤhren, Alle biſchoͤffe, pfarr⸗ derren und kirchen⸗ iener im ehacen. worte und heiligem: leben erhalten, In gemeiner Noht. Arenen und aͤrger⸗ niſſenwehren, Aleirrige und verfuͤhr⸗ te wiederbringen Den ſatan unter unſere fuͤße treten, I Treue arbeiter in deine ernte ſenden, Deinen geiſt und kraft zum worte geben, Allen betruͤbten und bloden helfen und ſie troͤſten. Allen koͤnigen und für⸗ ſten fried und ein⸗ tracht geben, Unſerm kaͤyſer ſteten? ſieg wieder deine feinde goͤnnen, Unſern landes⸗herrn mit allen ſeinen ge⸗ wmaltigen leiten und ſchuͤtzen.* [(Obern, Unſern. Raht, ſchu⸗ le und demeine ſe⸗ gnen und behuͤten. Allen, ſo in noht und Fefahr ſind, mit huͤl⸗ eerſcheinen, Allen ſchwan 2 e 20 ern und Kuugeuden e) Alle unſchuldig⸗ gefan⸗ Aller menſchen dich er⸗ geben, Aller kinder und kran⸗ ken pflegen und war⸗ ten, gene los und ledig aſſen. Alle witwen und waͤi⸗ ſen vertheidigenund verſorgen, — — a2 qauj— barmen, unſern feinden, verfol⸗ gern und laͤſterern vergeben und ſie be⸗ kehren, Die fruͤchte auf dem lande geben und be⸗ frucht und gedeyenſ S oRi 655 — Gimav wahren, Und uns gnaͤdiglich er⸗ hoͤren: O JESu Chriſte GOttes ſohn! O du GOttes lam, das der welt ſuͤn⸗ detraͤgt! 5 O du GOttes-lam, das der welt ſuͤn⸗ detraͤgt! b Odu GOttes-lam, das der welt ſuͤnde traͤgt! Verleih uns ſteten frie— 5 6 1 r-o, dn. ditwen miͤn Rerthedpm morgen, mnenſchendi „men, Fafeinden. ang und lä ggeben udi Aen, Sdernetb drägt ör n niemals thun, Was hier mnſi. der boͤſenwelt Und unſerm In gemeiner Noht. Theiſte Erhore uns ſünden leiſch Belſeber und Kyrie Eleiſon. gefaͤllt. Chriſte Eleiſon. Beyde choͤre zuſammen. Kyrie Eleiſon. Amen. dar Durch deine macht und —— guͤte Fuͤr theurung, krie und peſt, Fuͤr feur⸗ un Mel. O Gott du frommer ꝛc. QSë2S vater, und boͤſem end, Und fuͤr 7 52. Ge parßß dem ewgen tod. Voll weisheit,guͤt undſtaͤr· 5. GOtt vater, hiffu ke, Erhoͤre unſer flehn, Er⸗ uns doch, Wir bitten dich hoͤre, HErr! und merke, vom herzen Durch deines Sieh an all unſre noht; Erbarm dich gnaͤdiglich, ₰½ ſchweis, kreuz, tod und Erbarme dich, o HErr ſchmerzen, Auch durch ſein O HErr, erbarme dich! ſauferſtehn Und ſeinen him: 2. Wir fallen dir zu fuß, mels⸗gang: Hilf uns, Du woleeſſt unſer ſchonen, HErr unſer GOtt! All dan Uns nicht nach unſermunſer lebelang. thun, Nicht nach verdien⸗ ſtelohnen; Gib, daß durch und tucken, Daß er durchrictht. „ 5 liſt Uns ja nicht kan ⸗7. HErr, gib, daß dei⸗ ne kirch Im ganzen kreis uul der erden Durch deinen heilgen geiſt Regieret moͤgee eruͤcken. Laß uns auch ii 5 8273 1 4. Fuͤr irthum, ſuͤnd und ſchand In gnaden uns be⸗ huͤte: Bewahr uns immer waſſers⸗noht, Fur ſchnelll ſohns gebuhrt, Blut⸗ 6: Verleih uns auch, das kohne wir Auf ſein unſchuldig deine huͤlf Uns allen ſeelſleiden Und heiliges vern und leib, Auch ehre, haabſdienſt Aus dieſer welt uauu und gut, Ohnallen ſchaden ſcheiden. Hilf uns, o HErr leib. hilf uns, O HErr! verlazs 3. Behuͤt uns, treuerſuns nicht In unſrer lezten GSott! Fuͤr ſatans trugnoht, Am kuͤnftigen ge⸗ wer⸗ la 824 In gemeiner Noht. werden; Daß durch deſſel⸗ſalle obrigkeit, Sie ſey nah ben kraft Die wahre chri⸗ oder ferren, Erwegen oft ſtenheit Fort waͤchſet und bey ſich, Von wem da ſey ſich mehrt Durchs band der ihr amt, Daß ſie es fuͤhren einigkeit. wool Und friedlich insge⸗ 8. Erhalt in reiner lehrſſamt. Und heilig frommen leben, 12. Gib unſerm kaͤyſer Die ſich in deinem dienſt gluͤk Und fried zu allen In kirch und ſchulen ge⸗zeiten; Schuͤtz unſern lan⸗ u. ben; Daß ſie in deiner des⸗herrn Mit ſeinen land ernt Seyn fleißig und ge⸗und leuten. Gib heilſam treu, Und ſpuͤren mehr und regiment, Gib nahrung, im mehr Des wortes kraft nutz und frucht, Auch fleiſe ſ dabey. ſig treu geſind, Und gute ug 9. Die ſect⸗ und rotten kinder zucht. w daͤmpf, Den aͤrgerniſſen 6e. M wehre; Und die den irr⸗ 13. HErr! allen, die in unr weg gehn, Durch deinen angſt, In noht und kreuz. geiſt bekehre. Laß uns ſich finden, Mit deiner huͤlf ng⸗ nichts ſuchen ſdnſ In un erſchein, Daß ſie es uͤber⸗ ſermehriſtenthum Als nur winden; Die ſchwangern des nechſten nutz Und dei wol entbind, Die ſaͤugen. un nes namens ruhm. den erhalt Der kinder pfleg, u 10. Laß die doch uͤberall wie auch Der kranken man⸗ ſin Mit ſchanden untergehen, nigaatlt. Die deinem geiſt und wort 14. Erloͤſe die, ſo nicht haing Sendarris widerſtehen. Bon wegen uͤbelthaten, Schutz deine kleine heerd, Nur durch neid, ungluͦck, Und gib ihr immerdarhaß, In bande ſind Troſt, rettung, hulf undten. Die witwen chutz/ raht In truͤbſal und ge und troͤſt In ihrem traue fahr. ſtiand, Die waͤiſen auu an. Laßalle koͤnige, Re⸗verſorg Durch allma — — 2 3 — 39 — —— — — — 2* genten/ uͤrſten/ herren Und deiner hand. 4 3 n 6 b 1.Dit afruct,Aa geſtd, Ne aucht. Inwitn sen,Mtdin 2) Daßſti leid gethan, Vergeben, und 8 n 4 heit auch Dir dafuͤr dank⸗ nen brauch. te hoͤre: beirh hil Zu deines namens eh⸗ kte:O JEſu GOttes lam, Du heil der chriſtenheit! Eckbarm dich uͤber uns, In gemeiner Noht. . Die traurigen er. freu; Rett alle, die dir kla⸗ gen, Daß ſie im elend ſeyn, Daß treiber ſie noch pla⸗ gen. HErr! aller men⸗ ſchen dich Erbarme, ſie be⸗ kehr, Und deiner gnad und huͤlf An leib und ſeel ge⸗ 16. Die uns zuwider ſeyn, Den wolleſt du ver⸗ geben Werleihe daß ſehine fort Stets friedlich mit uns leben: Gib, daß wir wiederum Dem, der uns in noht Uns ſeiner nehmen 17. Die fruͤchte auf dem land Wollſt du uns, HErr! bewahren Fuͤr hagel, und wodurch Kan ſchade wie⸗ derfahren, Thu auf die mil⸗ de hand: Hilf, daß wir all⸗ var ſeyn Bey maͤßigem ge⸗ 18. O JEſu GOttes ſohn! In gnaden uns er⸗ O IEſu Chriſte! Gieb frlede, troſt und freud. 19. GOtt vater, ſohn und geiſt, Voll weisheit, ſer fle hn, Erhoͤre„HErr! undmerke; Sieh anallun⸗ ſre noht; Erbarm dich gnaͤ⸗ diglich, Erbarme dich, o Herr!O Mel. O GOtt du frommerꝛc. „ HErr! erbarme 753. yſohn und geiſt, Sadehelenuenit, ke! Erhoͤre unſer flehn, Er⸗ hoͤre, HErr, und merke, Sieh an all unſre noht; Erbarm dich gnaͤdiglich, Erbarme dich, O HErr! O HErr lerbarme dich. und gut Ohn allen ſcha den bleib. 3. O. vater! hilf uns doch, Wir bitten dich vom herzen Durch deines ſohns . 8 8 1 4 3 1 5 . 9. 8. 3 . 6 4 2 gut und ſtaͤrke! Erhoͤre un (O2T vater, ull 2. Wir fallen dir zu fußfh, Du wolleſt unſer ſchonen, Uns nicht nach unſem thun, Nicht nach verdien ſtelohnen: Gib, daß durmckckh deine nuiſ, Uns immer ſeel 8„ gebuhrt, v 4 1 — 6 mmachuns uͤberall Von plag Ingemeiner Noht. ebuhrt, Blut ſchweis, reuz, tod und ſchmerzen, Auch durch ſein auferſtehn, Und ſeinen himmel⸗gang; Hi uns, HERR unſer Ott! All unſer lebelang. Und weil 4. Beſchuͤtze deine kirch, ie ſtets muß kaͤmpfen; So hilf der feinde macht Und liſtgen anſchlag daͤmpfen: Erhalte bis ans end Auch, HErr! an un⸗ ſern ort Den reinen gottes⸗ dienſt, Dein ſeligmachend wort. 5. Gib allgemeinen fried, Daß deine kirch auf erden Und unſer vaterland Er⸗ auicket moͤge werden; Be⸗ huüt fuͤr theurung, peſt, Fur wmaſſers noht und brand; Gib heilſam regiment, Gib gluͤck zu allem ſtand. 6. Errett uns all aus noht, Die wir darinnen ſtecken: Ach! wende gnaͤ⸗ dig ab Furcht, elend, angſt und ſchrecken. Sey unſer ſchuß und raht, GOtt, rich das joch inzwey, Und und drangſal frey. 7. O JEſu GOttes oͤre; O JIEſu Chriſte! ilZu deines namenseehre. da O JESll, GOttes⸗lam, Du heil der chriſtenheit! itn Erbarm dichuͤber uns, Gib iu friede, troſt und freu.. 8. GOtt vater, ſohnund geiſt, Voll weisheit, guͤt äi und ſtaͤrke, Erhoͤre unſer i flehn, Erhoͤre HErr! und merke; Sieh an all unſre noht: Erbarm dich gna⸗ diglich, Erbarme dich, o HErr! O HErr! erbar me dich. Mel. Pater unſer im himmelr. —- AERR, der 54. K du gnad und ie halhverheißt, aedttda V ſohn und heilger geiſt, Du ſſane heiligſte dreyeinigkeit, Er⸗ barm dich deiner chriſten⸗ ſu heit! Erbarm dich, HErr, du treuer GOtt! Erbarm iff dich, HErr, in aller noht! 2. Verſchohn uns, GOtt, ach GOtt! verſchohn, Und i uns nicht nach verdienſte ni lohn: Gedenk an deine gro⸗u ße gnad, Vergib uns unſte mſethar: Gib, daß uns 6 ehr, gut, ſeel und leib Durch Pna⸗ ſohn! In gnaden uns er⸗ deine huͤlfohn ſchaden be. n In gemeiner Noht. 2 D Nd he n bn e iciderusg uſnd 8 utue der 1 oll we 19 ſrit, Etder Lethäre t6. Sieh en 4 3. Wir bitten dich, o vater! noch Um Chriſti willen,hilf uns doch: Durch ſein gebuhrt, blut⸗ſchweis und noht, Durch ſeine wunden, kreuz und tod, Auch auferſtehn und him⸗ mel⸗ gang, Hilf uns, HErr! unſer lebelang. 4. Verleihe, daß bey rei⸗ ner lehr Auch gottesfurcht tbarm in ſich bey uns mehr; Daß AErbew man die jugend wolerzieht, 4All aͤrgerniß und ſuͤnden flieht: Hilf, daß mit ſchan⸗ den untergehn, Die deinem worte widerſtehn..4 Laß die regenten ins⸗ ge amt Sorgfaͤltig ſeyn in ihrem amt: Den landes⸗ herrn(*Die obrigkeit) und unſern ort Beſchu und ſegne immerfort: Gi 8 d am friedlich regiment eſt, theurung, ungluͤck von uns wend. 6. All denen, die in noͤh⸗ ten ſeyn, Mit rettung, huͤlf und troſt erſchein: Zer⸗ u brich das joch, nim weg die heng— laſt, Womit du ſie beleget um haſt; Durch deine allmacht, g 34:G güt nd treu Mach ſie von — Siest ed 4 fu k unſrer angſt und noht Nicht 2. O JEſu Chriſte, Buuu GOttes ſohn!! O JEſu Chriſt„du gnaden⸗ thron! O IEſu Chriſt, du GOt⸗ tes-lam! Das aller welt „ſind auf ſich nahm, Er⸗ arme dich, hoͤr unſre bitt, Krbme dich, gib deinen ried. 8. HErr, der du gnad und huͤlf verheißt, GOtt vater, ſohn und heilger geiſt, Du heiligſte dreyei⸗ nigkeit! Erbarm dich dei⸗ V ner chriſtenheit, Erbarm dich, HErr, dutreuer Gott! Erbarme dich in aller noht. ℳ Mel. O GOttdu frommer ꝛ. ꝛc. 755. G 85 e er re doch Nach deiner großen guͤte Was unſer bloͤder mun Und trauriges gemuͤhte In wol vorbringen kan. O0 HErr! hilf uns, o HErr! Sieh uns in gnaden an. b 2. Du weißt all unſer leid, Du kenneſt unſre pla⸗ en: Ach troͤſt uns, lieber GOn! 1 Und laß uns nicht 2 6 dlag und deungſa frey. koerzagen. Es ſahatſatat 4 In gemeiner Noht. 2 dir Uno deiner ſtarken hand: Wend ab die ſchwe⸗ re ſtraf, Und rette unſer land. 3 3. Gedenk der ſuͤnden nicht, Die wir begangen haben So viel und man⸗ lieber ſohn Uns voͤllig aus⸗ geſuͤhnet, Da er am kreu⸗ zes ſtam Fur unſre miſſe⸗ Sich dir geopfert hat. * ches jahr: Da wir oft dei⸗ ne gaben Verachtet und misbraucht, Die bosheit fortgeſetzt/ Und ohne furcht undſchen Dein rach⸗ſchwert mehr gewetzt. 4. Ach ſchohne! HErr, ach ſchohn! Wir fall n dir in die arme; Jezt iſt die naden zeit, In gnaden ich erbarme: Laß deine zuͤt und treu, Die uns bis⸗ zer gefriſtt, Auch hinfort roͤſſer ſeyn/ Als unſre ſun⸗ 5 Wir la en eh nicht z ab, Bis du dich zu uns nei⸗ iſts, den tragen wir Dir, opfer fu leib Ans kreuz fuͤr uns ge⸗ lut, Mit welchem er uns traͤnket, Das bringen wir eheht„GOtt aller guͤtig⸗ keit! eſt: Wir ſeufzen fort und ort, Bis du uns huͤlf er⸗ zeigeſt. HErr! deine all⸗ macht kan Mit einem wort allein Uns retten kraͤftig⸗ lich Aus truͤbſal, angſt und pein. 76. HErr! wir beken⸗ nen es, Wir habens wol verdienet: Doch hat dein Das ſi Es iſt daſſelbe lam, Auf alleine traͤgt. wir, Drum laß uns nicht verderben: Nim an dein vater allemal Zum ſuͤßen ur. 1 1 8.Ach! den hochheilgen henker„Das roſinfarbne 9. O vater! du wirſt ſa un⸗ Dis opfer nicht verachten, ſi Das ſich ſo williglich Fuär uns hat laſſen ſchlachten. ut welches iſt gelegt Die ſuͤnd igg der ganzen welt, Die es ſu that Zum lieblichen geruch iano 7. Wir koͤnnen, auſer ihm, Fur uns und unſre ſuͤnden Kein ander loͤſe⸗geld, nint Kein ander opfer ſinden: muſt Der eingebohrne ſohn Der i ane ünnse tnſerm tesdien dendi 2 vor dich In wahrer reu anit und leid, Im glauben und 10. Darauf vertraunn lieben ſohns Gebuhrt⸗/ en ſoh Bebing der opi 1 r enadat etohnſa E itragent kreuz, leiden, ſterben, Und heilig auferſtehn, Fuͤr un⸗ ſtand. noht, Die wir darinnen und ſchrecken: Sey unſer ſchutz und raht, GOtt! brich das ſoch inzwey, Und nach uns uͤberall Von plag 7 und rangſal frey. 66 4 Fur dieſe wolthat . In gemeiner Noht. 8— ſrer vaͤter ſchuld, Auch ſelbſt begangne ſuͤnd, Und ſchenk uns deine huhlnad. II. Beſchuͤtz, HErr! dei⸗ ne kirch; Und weil ſie ſtets muß kaͤmpfen, Sohilf der feinde macht Und liſtgen anſchlag daͤmpfen: Erhalte bis ans end Auch HErr lan unſermort Den reinen got⸗ tesdienſt, Dein ſeligma⸗ chend wort. 12. Gib allgemeinen fried, Daß deine kirch auf erden lind unſer vaterland Erquicket moͤge werden: Behuͤt fuͤr theurung, peſt, Fuͤr waſſers noht und brand„Gib heilſam regi⸗ ment, Gib gluͤck zu allem 33. Errett uns all aus tecken; Ach! wende gnaͤ⸗ ig ab Furcht, elend, an all, Die du uns wirſt er⸗ weiſen, O vater! wollenlul wir Hernach dich immer mens ehr In ſteter dank⸗ undmehr. 15. Hierauf ſo ſprechen men An preiſen, Und deine gnad ſund guͤt Und deines na barkeit Ausbreiten mehr b IEſu Chriſti na p ſein untruͤglichuu wort Ein glaͤubig freudig amen. O JEſu Chrift durch dich Und dein ver⸗ uul dienſt allein Wird allesuul amen ſeyn. Mel⸗Vater unſer in himmelr. SErr! der du 56. G orl unſer vater ganz gewiß Ja, ja! undd biſt, O wehrter heiland IEſu Chriſt! O ſuͤßeruuwuull troſt/ oheilger geiſt/ Dreyr⸗u einger GOttlder huͤlfe leiſtuulu Erhalte deiner kirchen wol, Mch alle lehrer voll. ſaerament, Wehr dem, der uns von ſolchen trent. Brich aller feinde joch in⸗ zwey/ Und mache die be⸗ rrs draͤngte frey. Laß deine uuuu geſe 2. Erhalt dein wortund ¹ 880 hei kirch im wachsthum ſtehn Und nichts als guͤldnen frie⸗ den ſehn. 3. Regiere unſre obrig⸗ keik, Daß ſie dein lob und 1* ausbreit, Die unter⸗ thanen wol regiert, Und ei⸗ nen guten wandel fuͤhrt. Es ſchmuͤcke ſie zu jeder zeit So gnade als gerech⸗ tigkeit... 4. Sey unſers kaͤyſers (ccutz und hort, Lenk ſein herz auf dein reines wort. Halt unſers koͤnigs haupt begluͤckt„Mit alter 2 eil und ruhm geſchmuͤckt; Schuͤtz den beſchuͤtzer dei⸗ ner lehr Und allen ſeinen feinden wehr. hodes haus, Und breite deſ⸗ ſen macht weit aus, Laß ſtam und zweig im flore ſtehn; Laß uns ſtets einen erben ſehn, Der thron und kron und chur beſitzt, Und unſer land im friede ſchuͤtzt. 6. Gib ſeinen raͤhten weiſen raht; Befoͤrdre ſel⸗ ber raht und that Zu un⸗ ſer aller wolergehn, Laß ſelbſt ihr wol im flore ſtehn; In gemeiner Noht. —— beff ch⸗Und doͤrftig ſeyn, ihr taͤg⸗ Bau unſers koͤnigs ort*) und ganzes land In ii deine treue vater hand. i Schuͤtz uns fuͤr krieg, theurer zeit, Und gib h uns fried und fruchtbar⸗ keit; Gib berg⸗ und ſalz⸗ werk dein gedeyn, Laß alle nahrung gluͤcklich ſeyn; Gih ſ allen, die in hungers⸗noht lich brod. 1 eah ch nämit 9. dn nann was nuͤtzlich iſt, Das ſchent — noh“ 4 des lei 3 — 4 84 81 * 8 1 Mel. Vater unſer im himmat. 757 Fr von uns, 57.— H 8 Nim unſre ſtadt(unſern ſtreuer GOtt! — —ù — — — — 11 — — —. — a. Si! nis wir mit ſuͤnden ohne zahl Verdienet haben allzumal. Behuͤt fuͤr krieg und 6 rer zeit, Fuͤr ſeuchen, Denn ſo du, HErr! den rechten lohn Uns geben an wilt nach unſerm thun; So muß die ganze welt ver⸗ gehn, Und kan kein menſch durch deine treu Steh uns uh mit troſt und rettung bey: eun Beweis uns deine große 4 gnad, Und ſtraf uns nicht nach unſrer that. Wohn uns mit deiner guͤte bey, von uns ſey. 4. Warum wilt du ſo sornig ſeyn Auf uns, als garme wuͤrmelein? Weißt du doch wol, du großer ſind als erd und koht: Es jiſt ja unſre ſchwachheit nicht Verborgn vor dei⸗ 5 9 2e 9 SDe ſind hat uns ver In gemeiner Noht. 8* N 88 I — 4 ſtrafund große noht, Die eu⸗ feur und großem leid. 2. Erbarm dich deiner derbet ſehr, Der teufel plagt uns noch vielmehr; Die welt, auch unſer fleiſe und blut Uns zu verfuͤhren niemals ruht. Solch elend kennſt du, HErrſwir flehn, ll Ach laß es dir zu herzen boͤſen knecht, Wir bitten gehn! gnad und nicht das recht. ehn! 6. Gedenk an Chriſti bitz tern tod, Sieh an ſein heil⸗ ge wunden roht, Die ſind ja fuͤr die ganze welt Die vor dir beſtehn. 3. Ach HErr und GOtt! Dein zorn und grim fern GOtt! Daß wir nichts nemangeſicht. zahlung und das loͤſe⸗geld; Des troͤſten wir uns alle⸗ zeit, Und hoffen aufb arm⸗ herzigkeiet. 7. Leit uns mit deiner l rechten hand, Und ſegn uns ferner ſtadt und land! Gib uns allzeit dein heilig wort, Behuͤt fuͤrs teufels liſt und mord. Beſchehr ein ſelig ſtundelein, Aufdaß wir ewig bey dir ſen. 758. ½ ſchwere ruhte: Richt uns nicht ſtreng nach unſern miſſethaten, Sondern nach gute.““ 2. Denn ſ du wolteſt uu Kkt nach Bend ab dei⸗l nen zorn lieber GOtt! in gnaden, Und laß nicht wuͤten deine 382 In gemeiner Roht. nach verdienſte ſtrafen, Wer koͤnte deinen grim und zorn ertragen? Es muͤſt vergehen, was du HErr geſchaffen, Fuͤr dei⸗ nen plagen. 3. Vergib uns gnaͤdig unſre große ſchulden, Laß deine gnade uͤber das recht walten: Ach GOtt! ach hulde Uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme wuͤrmer, ſtaub und erden, Mit erb⸗ſuͤnd, ſchwachheit, noht und tod beladen: Ach warum ſollen wir zunich⸗ te werden Im zorn gnaden? . Sieh an deins ſohnes kreuz und bitter leiden, Der uns erloͤſet hat mit ſeite Der welt zugute. ge N himmelreiches erben ſchohn nach deiner großen ohn ſeinem blute, Und gar er⸗ bifnen laͤßt ſein herz und 6. Darum, ach vater! laß uns nicht verderben, Durch Chriſtum wollſt du ſt und gnade geben: ach uns ſamt ihm des Mel Vater unſer im himmeir. 759 G8s vater! 2OD denk an Chri ſti tod, Sieh an deins ſoh⸗ nes wunden roht, Die ſind ja fuͤr die ganze welt Die zahlung und das loͤſe⸗geld; Deß troͤſten wir uns alle⸗ zeit, Und hoffen auf barm⸗ herzigkeit. 2. Die obern leit mit deiner hand, Beſchuͤtz und ſegne unſer land, Gib al⸗ lerends dein heilig wort, Wend ab peſt, theurung, krieg und mord: All denen, die in noͤhten ſeyn, Mit ret tung huͤlf undtroſt erſchein. l 3. Amen, dis alles werde 4 wahr: Erhoͤr und hilf uns uihe immerdar, Ovater in dem ittt hachſtmchron Durcheh ſtum deinen eingen ſohn; un⸗ Daß du, dein ſohn, und bei l der geiſt In allen von uns werdgepreiſt. Mel Aus tiefer noht ſchreyꝛw⸗ iün IErr! ſchauin uiu 760. was gefahr ülſt und noht Wir jezt zuſam⸗ ie men ſchweben! Gedenke /e daß du, treuer GOtt! Ver. ue dir zu leben. „Mit nnf hi ſicherung gegeben: ii erd.Aude ſeyn dtrui inſohinu Nallen w 6— nicht Zugleich verderben zen gehen, Als die, was n an, Wie du ju Ninive ge⸗ e than', Scho an rent willen. Je c Weil ſuͤnder, welches n mognch iſt, Sich. noch be⸗ In gemeiner Noht. 883 4 mich nur an HErr und GOtt. ſind wid awar deicht wehrt d e als große ſuͤnder; Doch finden ſich noch hier und dar Viel deiner frommen kinder: Um deren willen ſchicke du Uns, rettung, raht und huͤlfe zu, In die⸗ ſen großen noͤhten. 3. Der frommen anzahl iſt zwar klein, Die dieſes land bewohnen; Doch, wuͤrden auch nur zehne ſeyn, Wirſt du des landes ſchonen: Damit dein ſtrenges ſtraf⸗ gericht Die frommen, nebſt den boͤſen, 5 moöge,,“f 4. Laß dir die viele kin⸗ der doch Zugleich zu her⸗ link und recht iſt, noch Aus an unſchuld nicht verſtehen; h Ach! ſchaue ſie mitleidig * Jon. 4/11. zur zeit derſtehren köͤnnen; So wirſt noht, So rett ich dich, deinſd Drum rufenwir: HErr lhilf uns. nen. 2. HErr 3 dieſer huͤlfe nicht ihren tod; Drum laß 6 ie allgemeine noht Sie du ihnen Und raum nen. jezt noch friſt zur buße goͤn Du wilt ja, HErr! nicht ſamt uns verderben. 6. HErr! wuͤrde ſich ter du d gehn, lind in gefahr ohn huͤlfe ſtehn, Und jezt ver⸗ derben laͤſſeſt. b 7. Wiewol dis alles die⸗ ul net nicht, Die huͤlfe zu er⸗ zwingen: Daher wir vor dein angeſicht Ein ander mittel bringen, Die bitte, uns ablegt; drum vater! ſchohn Um dieſes mittlers willen. .8. Laß ſeine wunden, kreuz und tod Dein vater erz erweichen. Laß dar⸗ gſum dieſe große noht Ihr uuuuul ge⸗ſeende balderreichen. Durch uuuu nuns um ih⸗ ſe eine marter, quahl und pein Laß das verderben ferne feyn, Und gnaͤdig von uns eilen. 8 7. 2 8 8— 8 dein großer ruhm Nicht un uns vermindern, Wol dein erb und eigenthumm, Mit allen deinen kindern In ſolcher truͤbſal unter⸗l die dein theurer ſohn Fuͤr 884 In gemeiner Noht. 8 9. HErr unſer GOtt ſſuͤhnen Durch deines ſoh⸗ wir liegen hier Vor dir auf nes theures blut, Das gnug unſern knien, Wir laſſen fuͤr alle ſuͤnde thut, Die auch nicht ab von dir, Bis wir begangen haben. 's verliehen. 12. HErr! weil die uͤber⸗ gli f, haͤufte ſuͤnd, Die nimmer⸗ ey g. de jeh 1 n, Dich jammert ja des ſuͤn⸗ aguc laſſe dir Die noht zu her ders noht, Haſt nicht ge tahe zen gehen, Und die gefahr, falln an ſeinem tod, Und Uie darinnen wir Im ganzen wilt nur, daßer lebe. ſiiſ 3. Hierauf ſo rufen wir ſm⸗ bald durch zu dir In Chriſto deinem— Daß wir und hne; Wir flehn und ſeuf„ land Beſchuͤtzt erhaltenzen mit begier, Sey gnaͤ 60 bleiben.. dis„HErr! und ſchone. üſmn . Wir wollen fuͤr die end ab die wolverdiente itwe huüͤlfe dich Von ganzem her⸗noht, Dein grim uns ef. ſee ſen ghe Und was der ttig ſchreckt und droht, Ach uge chwach hier ni ſ Das wollen wir zu ſeiner gar ſeyn aus, Wie unſre al ſeit Zuſammmen in der ewig⸗feinde hoffen. Laß uns uzm eit Durch ewig lob erſetzen. dein heiligthum und haus Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛc. Den feind von unſern gren 761. L ERR ſtraf zen jag, Mach, daß ihm herz aln 70l. uns nicht in und muht verzag, Wehr deinem zorn, Wie wir eszallen, die gern kriegen. welverdienen. Wir ſind)„F.Hitt,OErridaß i onſt ganz und gak ver⸗ die guͤldne zeit Der hein lohrn. Ach laß dich doch ver⸗ ſuchung erkennen: Behut ſ(inesg D 45 m thut,1 aben. ie dimm ſo rufe hriſto der jehn unde r, Seh un reuund ſchmerz, Flehn um in der ſuͤnden vergebung/ Un Faat. aller ſtrafen linderung. In geme 4] Le 4 fuͤr theurung, krieg und ſtreit/ Fuͤr waſſer, peſt und anaͤdigſich All denen, die uul brennen. Ach ſey uns gnaͤ⸗ dig, HErre GOtt! Ach ſey uns gnaͤdig in der noht, Auf deint guͤt wir hoffen. 6. Erleuchte unſre her⸗ zen nun Mit deines geiſtes gaben, Daß wir rechtſchaff⸗ ne buße thun, Dich ſtets .. Die du verheiſſeſt rum bitten dich Im na⸗ men deins he JEſu Chriſt/ Der unſer heil und fuͤrſprechr iſt. 5. Drum kommen wir, 9 Serre GOtt! Und kla⸗ gen dir all unſre noht: u Weil wir jezt ſtehn verlaſ. vor augen haben; Der wol⸗ſſen gar In großer truͤbſal verdienten ſtraf entgehn und gefahr. Und ewiglich dein antlitz ſehn, Durch IEſum Chri⸗ ſtum, amen. Odenn wir in 7652. G hoͤchſten noͤhten ſeyn, Und wiſſen nicht wo aus nochein, Und finden weder huͤlf noch raht, Ob wir gleich ſorgen fruͤh und ſpatt: 2. So iſt dis unſer troſt allein, Daß wir zuſammen insgemein Dich ſehnlich bitten, treuer GOtt! Um rettung aus der angſt und noht: 3. Und heben unſer aug und herz Zu dir in wahrer d763. „6. Sieh nicht an unſre ſuͤnde groß, Sprich uns da von aus gnadenlos. Steh uuuu uns in unſerm elend bey, uu Mach uns von allen pla gen frey. 7. Auf daß von herzen koͤnnen wir Nachmals mit freuden danken dir, Gehor⸗ ſam ſeyn nach deinem wort. Dich allzeit preiſen hieu und dor. 8. GOtt vater, ſohnund heilger zeiſt,Ben denr uns alle gnade fleußt! Hilfunvs die wir dein erbe ſeyn, Duu biſt ja unſer GOtt allein. Mel. JEſu deine heilge wunden. D ion ſpricht: ich u O bin verlaſſen/ GOtt vergißt mein ganzuu In gemeiner Noht. 886 G herzen faſſen Meine truͤb⸗ ſal und gefahr. Aber findt ſich wol ein weib, Das den ſohn von ihrem leib Nicht gern faßt in ihre arme, Und ſich uͤber ihn erbarme? 2. Ob auch eine mutter dite Haben ſolch ein ſtei⸗ nern herz, Daß ſie ganz nicht achten wolte Ihres kindes noht und ſchmerz: So vergeſſe ich doch nicht pflicht; Du biſt mir im herzen blieben„Undin mei⸗ ne hand geſchrieben. 3. Dieſes haſt du, HErr! verſprochen; Es iſt ja dein eignes wort, Das du nim⸗ mermehr gebrochen, Son⸗ dern haͤltſt es immerfort: Darum ſieh auch nun und 5 Wie ſich quahl und oht wie deine kleine herde Al⸗ lerends geaͤngſtet werde. 4. Reine lehre vorzu bringen Manches orts ver⸗ boten iſt: Irthum andern ufzudringen, Brauchet man gewalt und liſt. Got⸗ und gar; Er wil nicht zu Meine vater⸗treu und vermehr; Schau, tracht, Wie man ſeinesher ens willen Auch mit ſuͤn⸗ den moͤg erfuͤllen. 5. Ja kein mitleid, kein erbarmen Iſt da wo man kriege fuͤhrt; Man beraubt und quaͤhlt die armen, De⸗ nen huͤlf und ſchutz gebuͤhrt. Man ſieht, wie man ſie auszehrt, Ohne ende gan verheert, Insgemein au ſo beſchwere, Ob kein GOtt im himmel waͤre. 6. Noch ſind ſonſt viel fromme herzen, Die im kreuz und elend ſeyn, Die in krankheit, angſt und ſchmerzen, In anfechtung, noht und pein: Oder die zu ihrem lohn Haben neid, haß, ſpott und hohn, Wenn ſie nicht in boͤſen ſachen Wollen in der welt mit machen. 77. Ach HErr! ſiehe an und hoͤre, Die da ſeufzen fort und fort. Hilf, daß itun reiner lehre Sey und bleib an allem ort; Daß man nicht einander haß, Deine wahrheit nicht verlaß, Auch nach ſolcher —= —.— ——— —= — — — — — —— tesfurcht wird nicht geacht, Sondern nur dahin ge⸗ 6 1 1 4 3 moͤge ſtreben Heilig und gerecht zu leben.. 4 —y’ In gemeiner Noht. 887 m ttleddſn à wom an ber rmen,) utgeit die mm eenden zemenn bkeino e. id ſonſ en, N d ſeyn, 8. Die gewaltigen der erden Laß doch ſtiften fried und ruh: Laß ſie feind den kriegen werden, Und darne⸗ ben ſehen zu, Daß krieg, elend, noht und plag Ue⸗ berall aufhoͤren mag: Daß die arme vor GOtt treten, Freudig fuͤr die obern beten.. 9. Denen, die in noht ſich finden, In betruͤbniß, ſorg und leid, Gib, daß ſie es uͤberwinden, Warten deiner ſtund und zeit. Va⸗ —— angſt nanfeche n: Oa Habent — hohn,T ter! hilf doch gmädiglch Daß dein zion freue ſich, Wir auch denn im him⸗ mel oben Alleſamt dich ewig loben. b boͤſen ſi Mel. WoGOttder HErrnicht. der wet⸗ Ga, der 600 764. du vormals Err ſa gnaͤdig haft Geholfen dei⸗ die datt nem lande, Jacobs gefan⸗ ggne auch der laſt Befrey⸗ itt und der bande: Der u vormals auch aus lauter gnad Deins volkes ſuͤnd und dan miſſethat Bedecket und — vergeben: 2 Der vormals auch die lammer⸗ſtim Der armen — — —— ſtets erhoͤret, Und deines zorns gerechten grim In gnad und huld verkehret; Troͤſt uns nun, unſer heil und GOtt! Errett uns aus der großen noht: Laß all ungnade fallen. immerdar Ohn ende, ziel und maaßen? Wilt du den grim ſo viele jahr Wie feuer brennen laſſen? Geht ohn'erbarmen dein gericht? quicken nicht, Daß wir uns deiner freuen? 2 4. O großer GOTT! erbarm dich doch, Es ſteht in deinen haͤnden; Du kanſt allein das ſchwere joch Der drangſal von uns wenden. Erzeig uns gnad, und hilf uns, HErr! Um deines gro⸗ ßen namens 45 Reiß uns aus unſern noͤhten. hoͤren ſolt GOtt reden und tung ſchaffen(*friede ge⸗ ben, wolt, Und tilgen alle nicht gar verderb, Und daß thorheit nicht gerahte. kka. 3 6. Do 3. Ach zoͤrneſt du den)ä Wilt du uns, HErr! err zuſagen, Wie er ſelbſt ret⸗ plagen: Daß unſer land ſein volk und heilig erb Aufu “ 5. Ach! daß man einnald 3 888 G In gemei ner Noht, 5. Doch zeigt er die huͤlf⸗ reiche hand, Wo man ihn fuͤrcht t und liebet; Daß ehre wohnt in unſerm land, Wenn man die tu⸗ gend uͤbet, Daß guͤt und treu zu jederzeit, Und frie⸗ de und g kuͤſſen und begegnen.; 7. Daß treu auf erden wachſen kan, Recht auch vom himmel ſchaue: Sein land mit ſegen baue: Daß uns der HErr ſo gu⸗ tes thu tigkeit 4 vor ihm bleibe. JE gerechtigkeit Sich iin freundſchaft ſteh mm Auf daß hinfuͤhro jederman Und doch gerech⸗ azu Im ſchwange »8. Dis alles, vater 19 werde wahr, Du wolleſt h es erfuͤllen: Erhoͤr und hilf uns immerdar Um EſuChriſtiwillen; Denn dein, o HErr! iſt allezeit Von nun an bis in ewig⸗ keit Das reich, die macht de hat, Dem weder furcht noch ſtreit Das kurze le⸗ ben fruͤh und ſpat In die⸗ ſer boͤſen zeit, Bey muͤh und noht, Bey thraͤnen⸗ brod, Betruͤbt und ſauer machet. 2. Wer mit dem HErrn ft ſteht, Mit menſchen friedlich lebt, Dem zwieſpalt aus dem wege geht, Und nur nach eintracht ſtrebt; Der ſchlaͤt und wacht, Wenns blitzt und kracht, Mit ruhigem gewiſſen. 4 3. Doch dem wird nut dis gluͤck beſchehrt, Der laͤubig und getreu Den oͤchſten liebet, fuͤrchtet ehrt, Und keine heuchelch Noch falſchen raht, Iu wort und that, Beliebet und erwaͤhlet. 4 Drum, HErr! wel du den frieden giebſt; Gib⸗ — 69 daune 4 4 b dad und ehre. ſddooch denſelben auch Den if Iim Abwendung der deinen, die duhherzlich iehſt ſin Krieges Noht, um Die du, nach vaters brauc, ſii beſtaͤndigen Frie⸗ Als ſchutz und hort,Noz den. immerfort Mit preis unt Mal⸗Dufriedefürſt HErrꝛc. ſehre kroönetſt. SDol dem! der 4 1 1 1 4 9 1 4 1 3 9 3 3 8 4 A. 4. 8 4— 8 8 3 X— 2 1 * DDruh und frie — 5. Bewahre ferner die i iſes land Fuͤr mord un dem wi beſchehtt nd gettn jebet, in — kriegs⸗geſchrey, Und mache hoch und dhrehe ſtand Von noht und kummer frey; Daß dein geſchlecht, Nebſt brechen. heil und recht, Den frie⸗ dens oͤlzweig fuüͤhre. 6. Hierbey laß uns mit jedermann In lieb und freundſchaft gehn; Laß je⸗ ruh und ſicherheit, Ohn ende dort Bey dir, mein hort! Die friedens⸗zweige 4 4 Mal. Es iſt gewißlich an der zeit. 766. Err GOtt! den, wie er immer kan, Auf deine macht, Wir preiſen friedens⸗wegen gehn. Wend alles leid, Trit zank und ſtreit, HErr zebaoth! zu boden. 7. Weil IEſus uns mit dir verſoͤhnt, So ſchenk uns deine huld; Und gib, wenn man uns ſchmaͤht und hoͤhnt, Nebſt ſanftmuht auch geduld; Und wenn der in feind Es boͤſe meint, Ein ruhiges gewiſſen. 8. Und koͤmt des lebens ſchluß herbey, So hilf, daß geiſt und muht In dir ſtill und gelaſſen ſey; Daß ich, durch Chriſti blut, Nach ſtreit und leid, Aus dieſer zeit Mit fried und freuden fahre. 9. Dann wil ich in der friedens⸗ſtadt, Wo zwie⸗ tracht, haß und ſtreit Und gemn gemuͤhte; Dieweil du kriegs⸗gefahr und leid Von uns bis jezt auf dieſe zeit, Aus gnaden abgewendet. 2. Wir haͤufen taͤglich unſre ſchuld Durch unſer boͤſes leben; Allein du haſt uns, voll geduld, Noch raum und friſt gegeben, zu Sein amt und werk in fried und ruh Verrichtet und vollendet. handels⸗mann Sein werk und handel treiben! Wer ſich von arbeit nehret, kan Bey brod und ehren blei⸗ ben. Der land⸗-mann war⸗ tet vieh und feld, Und wen er ſeine ſaat beſtellt; So u aler krieg ein ende hat, In erntet er in frieden. K 4. In — m und zwar um Abwendung der Krieges⸗Noht. 8892 deine gute, Die uns ſo väJd terlich bewacht/ Mit freudi⸗ Daß jeder von uns inmerut 3. Wie ruhig kan der 890 In gemeiner Noht, . In unſerm lande raaſt kein ſchwert, Unſchul⸗ dige zu toͤdten; Es bleibt von feinden unverheert, Und frey von allen noͤhten. Man lachet boͤſer leute trutz, Die obrigkeit ver⸗ ſchafft uns ſchutz, Wir koͤn⸗ nen ſicher ſchlafen. 5. Allein was hoͤrt man fuͤr beſchwer Von vielen andren landen! Wie klag⸗ lich geht es da nicht he Wo krieges⸗noht vorhan⸗ den! Weil ſchwert und ren. Beſchuͤtz die riegel un⸗ ſrer thor, Hilf der ferec tigkeit empor, Daß fried und recht ſich kuͤſſpen.. 8. Gib allen maͤchtig3en den ſinn, Daß ſie 5 in. friede halten, Und durh gerechtigkeit forthin Ihr amt in ruh verwalten; So de ruͤhmen. 9. GOtt vater, ſohn 4 und heilger geiſt! Fuͤr ſolche u⸗ hunger manchen frißt, Weil da die peſt nicht ferne iſt, Nebſt raub, brand, noht und jammer. ſ6. GOtt lob! es macht uns deine treu Von den gefaͤhrlichkeiten Bis dieſen tag in gnaden frey. Gib ferner ſtille zeiten; Breit uͤberall den frieden aus, Und treibe krieg und ſtreit hinaus. Gib ruh in unſern grenzen. b 7. Wenn auch der feind ſchon auf uns gieng; HErr! woolleſt du ihm wehren. Leg in die naſ' ihm einen ring, Heiß ihnzuruͤcke keh⸗ immerdar gepreiſt: Und gib, daß kuͤnftig im. mer fort Gluͤck, fried unu ruh an unſerm ort Beſtaͤn⸗ mn dig gruͤn und bluͤhe. t. — Bey herannahender Krie⸗ in ges⸗Gefahr. AK 767. GOTT! ſ 767. MS9 den gemuhte: Wir bitten i ich demuͤhtiglich/ Rettuns durch deine guͤte. Schau wie die große kriegs⸗ge. wollen wir denn fuͤr unn fuͤr Die gnaden reiche gut au allhier Mit herz und mun. hhohe gnaden Sey jezt u09 8 e. i4 wahr uns fort fuͤr ſchaden, Mel. WoGOtt der HErrnicht. i wir treten hie vor dich Mit trauri 1 und zwar um Abwendung der Krieges⸗ Noht. a fahr Sich zuuns naht, und ganz und gar Uns zu ver⸗ derben draͤuet. 2. Gedenke, vater! izt 5 fh nicht mehr, Daß wirs ver⸗ diehet haben. Gedenke nicht, daß wir ſo ſehr Ge⸗ ſhanderdeine gaben. Wir haben ſie viel jahr undzeit Zum pracht, zur wolluſt, uppigkeit Und ſchwelgerey nmisbrauchet. 3. Wir haben unſern Aneben. chriſt Gedruͤckt und nſoft betrogen⸗ Durch ſchein des rechts, gewalt und liſt „Das ſein ihm oft entzo⸗ — Seun ſic nun die afe findt; unſre un⸗ i erkante ſuͤnd Wird 8 ick, fri arlich vergolten. naa 4. Verzeih uns ſolche blihe miſſethat Uim JEſu Chri⸗ — ſti willen, Der fuͤr uns achende! deinen eifer hat Am kreuze Sefaht. wollen ſtillen: Da iſt die nehs ſchuld auf ihn gelegt, Er iſt das lam, das fuͤr uns traͤgt Die ſuͤnd und ſuͤnden⸗ lmſtraft 5. Um deſſen willen hilf uns nu, und hoͤre unſre — der fried und ruh, Daß nie⸗ mand uns darfplagen. Er⸗ barm, o HErr! erbarme dich, Und rett uns alle gnaͤ⸗ diglich Von krieg und kkge Leſchwerden 6. Der koͤn 5 herzen, raht und ſinn Haſt du ja, HErr! in haͤnden: Du kanſt ſie auch allein dahin 2 Wo dirs beliebet, wenden. Ach neig ſie kraͤftiglich da⸗ zu, Daß ſie doch halten fried und ruh, Und allem jammer ſteuren. 7. O HErr! wir fallen dir zu fuß, Du wolleſt uns doch geben, Daß wir ge⸗ ſamt durch wahre buß Auch beſſern unſer leben; Daß wir nicht ſelbſt, an unſerm theil, Verhindern dieſes große heil, In fried und ruh zu leben. 8. Breit allerends um unsr land Die fluͤgel dei⸗ riner gnaden. Beſchuͤtz drangſal, noht und ſcha⸗ guͤtigkeit Uind vater treu zu jederzeit Mit dankbarkeit e laagen. Verteih uns wie⸗ lerheben. Mel⸗ ———— 4 — 8 91 8 3 und ſegne jeden ſtand Fuͤr den. Wir wollen ſolche GDroß iſt, o — treuerGOtt. Die noht, ſo uns betrof⸗ fen; Das unrecht haben fen: Doch dis iſt unſer troſt, Du biſt voll gutig⸗ keit, Du nimſt die ſtrafe durch dich Und dein ver⸗ weg, Wenn uns die ſuͤnde dienſt allein Wird alles ganz gewiß Ja, ja! und reut.. b 2. Wir liegen hier vor dir, Bereuen unſre ſun⸗ zuld Vor deinen augen finden! Treib kriegs⸗ge⸗ fahr zuruͤck Durch deine ſtarke hand, Verleih uns fried und ruh; Schuͤtz un⸗ ſer vaterland. 3. Erhalte deine kirch den: Ach laß uns gnad und., ge geneohrage Ane Indieſen lezten zeiten, Da teufel, hoͤll und welt Sie uͤberall beſtreiten. Dein iſt die ſach, o GOtt! Drum wach und mach dich auf; Schlag eine wagenburg Um deinen kleinen hauf. 4. Laß alle menſchen ſehn, Laß jederman erfah⸗ ren, Du eben ſeyſt der GOtt, Der ſein volk treu bewahren Und huͤlfe ſen⸗ 769. 5 amen! ſeyn. 5. Hierauf ſo ſprechen un wir In IEſu Chriſti na⸗ ii wir Wie waſſer eingeſof⸗ men, Auf ſein untruͤglich un J unſer wort, Ein glaͤubig freudig ſi amen! O JEſu Chriſt! 4 0 4 2 — — — — —., ſi dni m ne — —=B — — — — — een imtod! Drum wir allein i Im namen dein Zudeinen ii dt fült üch vater ſchreien. ſtrafe. den kan, Wenn niemand GOtt! an dein 2. Recht große nol uns jezt an Von krieg undſih i ungemach Daraus mand helfen kan Als dus drum fuͤhr die ſach: Dal vater bitt, Und uns vertr, Daß uns ſein zorn nachei ufriede fuͤrſte tfahr HErr JEh Chriſt, Du wahrer menſch und GOtt! Der unſre ſtat ke zuflucht iſt Im lebenund 3. Gedenk, o 9+ 1en amt uns mie⸗ — — — — — — — 1 — — — —— — — — — — — — — —— — = 1 * 15 und zwar um Abwendung der Krieges Noht. 893 du ein fried⸗fuͤrſt biſt: Und hilf uns gnaͤdig insgeſamt Jetzund zu dieſer friſt. Laß uns hinfort Dein goͤttlich wort Im friede laͤnger hoͤren. 4. Swar wir verdienen ſtraf und pein, Und lei⸗ dens mit geduld: Doch deine gnad ſol groͤſſer ſeyn, Als unſre ſuͤnd und ſchuld; Darum vergib Nach dei⸗ ner lieb, Die du feſt zu uns * traͤg 1 b„Es iſt groß elend und hn ge 4 Hen glert wwahenn iſt fuͤrwahr, Wo krieg ge⸗ Derm fuhret wird; Dawird ver⸗ ſt Inlh rum n andeini waͤre. araubi 3 fan h V Krie weſen. ℳ 1 den!, ſinn und herz Durch an denn ahr, Wo peſtilenz re⸗ t: Allein viel groͤſſer acht, Und nicht betracht, as recht und loͤblich 6. Da fragt man nicht nach ehrbarkeit, Nach zucht und nach gericht: Dein wort liegt auch zu ſolcher zeit, Und geht im ſchwange gr de ſh nicht: Drum hilf uns, ir de HErr! Treib von uns fern g und all ſchaͤdlich nes geiſtes gnad/ Daß wir nicht treiben damit ſcherz,., Der unſrer ſeelen ſchadt. O JEſu Chriſt! Allein da biſt, Der ſolches kan aus⸗ richten. Mel. Singen wir aus herzengr. (reuer waͤch⸗ 770. Do ter Irgel! Deiner freut ſich dd und ſeel, Du nur weiſſeſt alles leid Deiner armen chri⸗ ſtenheit: O du waͤchter! der du nicht Schlaͤfſt noch ſchlummerſt, zu uns richt Dein huͤlfreiches angeſicht. 2. Schau, wie große noht und quahl Trifft dein volk jezt uͤberall! Taͤglich wird der truͤbſal mehr; Hilf, ach hilf! ſchuͤtz deine ehr. Wir verderben, wir vergehn, Wie wir ſchon 4 nicht bey wirſt ſtehnn. 3. Hoherprieſter JEſu gen biſt In das heiligſte zu GOtt, Durch dein kreuz und bittern tod; Uns ver⸗ ſohnt mit deinem blut, Ausgeloͤſcht der hoͤllen. glut, Wiederbracht das hoͤchſte gut: 8 3 „ 5 vor augen ſehn, Wodu unsuu Chriſt! Der du eingegan:uu 894 In gemeiner Noht. 4. Sitzeſt auch ins va⸗ ters reh Ihm an macht und ehren gleich, Unſer einger gnaden⸗thron,/ GOt⸗ tes allerliebſter ſohn, Den er in dem herzen traͤgt, Deßßen fuͤrbitt lhn bewegt, Daß er kein gebeht ab⸗ ſchlägtt. 5. Klaͤglich ſchreien wir zu dir, Klopfen an die gnaden thuͤr, Wir dein volk undeigenthum, Theur erkauft zu deinem ruhm. HErr! wir ſind nach dir genent, Deines vaters zorn abwend, Der anjezt wie feuerbrent. 6. Zeig ihm deine wun⸗ den roht, Halt ihm vor dein kreuz und tod; Und wasdu ſonſt mehr gethan, Zeig ihm unſernt wegen an. Sage, daß du unſre ſchuld Schon bezahlet in geduld, Uns erlanget gnad und huld. b 7. JESll! der du JE⸗ ſus heißt, Als ein IEſus huͤlfe leiſt ner ſtarken hand, Men⸗ ſchen hulf hat ſich ge⸗ wandt: Eine mauer um 1Hilf mit dei⸗ 8. Treuer dafuͤr grau, Und mit zittern ſie anſchau. ſeel! GOtt mit uns in al⸗ bereit. ren nenn. ler noht, GOtt um unz, und in uns GOtt, GOtt fuͤr uns zu aller zeit: Trotz ſey dem, der uns thut leid, GOttes ſtraf iſt ihm 10. Andre traun aufit⸗ re kraft, Auf ihr gluͤck und ritterſchaft: Deine chri ſten traun auf dich, Auf 9. Du des vaters ſtar⸗ ker arm! Kom und unſer dich erbarm: Zeig uns jetzo deine macht, Drauf wir hoffen tag und nacht. Unſrer feinde ſchaar zer⸗ trenn, Daß dich alle welt erkenn, Aller herren HEr⸗ 1 . hort, Imma⸗ nuel, Du beſchuͤtzer unſrer V — —— — — —— — — — — — dich traun wir feſtiglich: h u Laß nicht werden uns zu ſchand; Schuͤtze uns und l unſer land, Unſre noht it ſchwert * die ſeit Als em held, 44 dir bekant. II. Guͤrte dein 4 uns bau, Daß dem feinde ſchmettre deine ſen⸗ viel ihr auf erden und So d 3 4 at 1 4 an, derme tes ſtrff des vatg Kom wi rm: N. emact, en tag u einde ſcer daß dih lller hen —— — dre tran Auf ihrt aft: D un auf un wit — —— —— 1 1 nd, nn uns ſt re dei Dank⸗Lied nach wieder er⸗ 1t. zuͤrte d it N elfer preiſet, Der uns den frie⸗ 5 denweiſet. und zwar um Abwendung der Krieges⸗Noht. 895 Auf die haͤllſe trit duihnen, Leg ſie dir zum ſchemel hin, Und brich ihren ſtol⸗ zen ſinn. 12. Du biſt ja der held und mann, Der den krie⸗ en ſteuren kan, Welcher 8* und ſchwert zerbricht/ Der die bogen macht zu⸗ nicht, Der die wagen gar verbrent, Und der menſchen herzen wendt, Daß der ieg gewinn einend. 3. JEſu, wahrer frie⸗ de⸗fuͤrſt! Der der ſchlangen kopft zerknirſcht/ Uns durch einen kreuzes⸗ tod Wie⸗ erbracht den fried bey GOtt; Gib uns friede gnaͤdiglich, So wird dein volk freuen ſich, Und dich preiſen ewiglich. langtem Frieden. 771. dank, Erhebt den lobge⸗ ſang, Ihr alte nebſt den jungen! Erhebet mund und 2. Dir, liebes vater⸗ land! Iſt leider! wol be⸗ kant, Wie ſehr der feind verhehret, Und alles ausge⸗ zehret: Dis ungluͤck wird deender, Weil GOtt den rieden ſender. 3. Ehebt GOtt im⸗ merdar Ihr, welche die ge⸗ fahr Des krieges hart ge⸗ gejaget: GOtt bricht nun ſſchwert und waffen, Und wil uns friede ſchaffen. 4. Sagt unſer lebelang . Er legt das kriegen nieder, Und gibt den frieden wie⸗ der; So, daß der fried er⸗ quicket, Was erſt der krieg gedruͤcket. hand Fuͤr ſche wandt! Dieweil wir alle werden. 6. Nun, GOtt! wir loben dich, Und danken zungen, Daß ihr den helfer 3 ewiglich, Daß du, was uns geplaget, Rungnäͤdig fort. geiaget, Und uns in dirſem leben 8 8 1 1 4 3 4 3 * plaget, Von haus und hof 5. Was hat uns ſeineuuuit uͤr ſchaͤtze zugeuu gaben In friede ruhig ha⸗ ben, Wodurch wir hiet auf ſten erden Begluͤckt und froͤllic 4— Ihm ehre, preis und dank; 896 In gememner N oht, und zwar leben Run fried und ruh gegeben. 7. Hilf doch durch deine tteu, Daß er beſtaͤndig ſey; Laß uns in unſern jahren Den krieg nicht mehr er⸗ fahren; Laß uns im frie⸗ de ſterben Und deine ruh ererben. 8. Dein geiſt, HErr! lehr uns auch Des friedens rechten brauch, Daß uns die friedens⸗zeiten Zur buß und beßrung leiten; Und Dicht neuen krieg entzuͤn⸗ en. 9. Dis alles wollſt du nun, HErr GOtt aus Waden thun, Sprich ſelbſt as ja und amen Uns, die und im himmel oben Ohn alles ende loben. Um Abwendung der Peſt und anderer an⸗ ſteckenden Seu⸗ Grenzen nahet. wir durch neue ſuͤnden wir deinen namen Hier 4. Z1 hnſtreuer hort! Auch unſer und verzehren. Wenn die Peſt ſich zu unſern Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. bens⸗licht, HErr! unſre burg und zuverſicht, Du ſuh troſt und heil der armen! ſunt Wir bitten dich Demuh⸗ uß tiglich, Erzeig uns doch er⸗ imſ barmen. 2. Wir hoͤren(ſehen*) uniit hHErr! daß izt die peſt Sich hin und wieder Cun⸗ ter uns ſtark“) merken laͤßt, Sie faͤnget an zu wuͤ⸗ ten; Drum flehen wir, Du ten. 3 wollſt dafuͤr Uns gnaden⸗ voll behuͦ. 3. Ach ſtraf uns nicht, o hoͤchſtes gut! J uns, o GOtt! Daß nicht ſchleiche. 4. Zwar koͤnteſt du, o land und dieſen ort Durch ſeuch und peſt verhehren, ſinß Uns eiben 5. Wir haben dir oft iderſtrebt, Undofters all Und ganz und gar ſuͤndge ſchaar Aufr W that veruͤbet; Wir haben Aoch G0 TT du unſer le⸗ n deinns ſ ſtrengen zornes wuht Mi ſa dieſer boͤſen ſeuche; Hiff tud vor dir gelebt, Viel miſſe die noht In unſre haͤuſer luth dich Oft freventlich uͤbelthun betruͤbet. ch Mit dem(ſtt izt de wieder 8*) m get an lehen wn, Uns g ut! Ind nes wate ſeuche; . naicht ploͤlich ſterben. raf unen — um Abwendung der Peſt anſteckenden Seuchen. 897% 5. Doch handle nhn, liebreicher GOTT! Ach haude nicht, HErr ze⸗ aoth Mit uns nach un⸗ ſern ſuͤnden; Nein, vater! nein, Laß uns allein Fuͤr recht izt gnade finden. . Ach ſchenk uns doch aus guͤtigkeit Die ſchuld, die uns vom herzen leid, Und laß uns nicht verder⸗ ben; Ach ſprich uns frey, Und ſteh uns bey, Daß wir 8. Nim unſers armen lebens wahr, Und ſchuͤtzuns guüidig fuͤr gefahr Des lei⸗ bes und der ſeelen: Laß, hj9 ewgeslicht! Kein uͤbel nicht Uns toͤdten oder quaͤlen. 9. Beſchuͤtz uns, HErr! mit deiner hand, Beſchuͤtze hr dieſes ganze land, Samt allem was wir haben: Verlaß uns nie, Erfuͤll uns früͤh Mit deiner gnade gaben. 10. So wollen wir, voll dankbarkeit, Dich, hoͤchſter an vater! jederzeit Vom her⸗ dir zen ehren, preiſen, Und de denn auch dort, O wehr⸗ 7 Mel.Aus tiefer noht ſchreyꝛc. 773. D GoOtt uns liegt im ſinn Die ſchwere ſtrafund plage, Da in der naͤh viel werden hin Ge⸗ riſſen alle tage: Denn ach! die peſt, dein ſcharfer pfeil, Fliegt da herum in ſchnel⸗ ler eil Von einem ort zum andern. 2. Wir alle muͤſſen nun vor dir, O großer GOtt! bekennen, Dein grim hab urſach, auch allhier, Und wider uns, zu brennen: Weil wir ja leider! insge⸗ mein Nicht im geringſten froͤmmer ſeyn, Als die du jezt heimſucheſt. 3. Deshalben treten wir vor dich In herzens reu und buße, Wir fallen dir demuͤhtiglich, GOtt unſer ſchutz! zu fuße: Die peſt und ſeuchen von uns kehr, Durch deine guͤt und all⸗ macht wehr Dem engel, dem verderber. 4. Ach HErr! ach zeig uns jezt dein heil, Laß uns doch vor dir leben, Und auch an dir fort haben n ter hort! Dir ewig lob er⸗ weeiſſen. thi GBeſundheis gib dar neben. 898 neben. dem augapfel thut So halt duuns in deiner hut, Daß wir bewahret bleiben. s. Befiehl den engeln auch hinfort, Auf haͤnden uns zu tragen; Und mach uns frey an jedem ort Auf unſerm weg von plagen: Wend ab die noht und die gefahr, Und fuͤr der peſti⸗ lenz bewahr Uns, die wir auf dich trauen. 6. Nun, vater! thu, was dir beliebt, Wir wol⸗ len dirsempfehlen. Wer ſich in deinen willen giebt, Darf ſich nicht aͤngſtlich quaͤlen. Ein ſperling iſt ſehr wenig wehrt, Und doch faͤllt keiner auf die erd, Wenn du es nicht ver⸗ ſtatteſt. 7. Wir wiſſen, daß du alle haar Auf unſerm haupt gezaͤhlet: Es dient zum beſten immerdar, Vas du uns auserwaͤhlet. Du wirſt uns allen großſſt und klein, Was uns wird zut und ſelig ſeyn, Bis an das ende geben. 8. Stehdenen anderswo ihr glaub beſt in geduld ſie hoffen, Daß du aus gnaden ihnen doch Mit huͤlfe wirſt erſcheinen noch, Es komm auch wiees wolle. und heilger geiſt! Der du zu allen zeiten Die groͤßte gut und macht beweißt In viel gefaͤhrlichkeiten: Be [Mel. Vater unſer im himmelt. In gemeiner Noht⸗und ꝛwar Gleichwie manſungluͤck troffen: Gib, daß ſ taͤndig ſey, Laß ii⸗ — — ——— 5.—— 2— —— 5* 4 —— *9. GOtt vater, ſohn — — — — — — — —— — huͤt auch uns nun gnä diglich, Daß wir fur all wolthat dich Noch hier auf erden preiſen. —— Bey gegenwaͤrtiger Peſt⸗ Srues duttd 2 — — — — —— (NYVlmaͤchtiget 24 Mntan — ———— —— — N auch bey, Die ſchon das waͤrtiga Zeuche. unſer in ſe 1 ATlvit 9 n ſachtig ve izt deinei recht gethan. um Abwendung der Peſt u. ſtrafet er mit gift und peſt. gethan, Dem haͤngterſter⸗ be⸗druͤſenan. 3. rr! wir bekennen dir mit reu, Daß unſre wunde ſtinkend ſey: Der ſuͤnden giftiger geſtank Nacht uns an dieſer ſeuche krank: Es iſt nur unſre a miſſethat, Die uns die noht erwecket hat. 4. Wo laſter eingeſchli⸗ chen ſeyn, Da ſchleichen auch die ſeuchen ein; Und wodder teufel ſonſt regiert, Wirdein regierend gift ge⸗ ſpuͤrt. Der todten werke ihr geruch Bringt uns den Giebt man ſich nur der wolverdienten fluc. Wer uͤbels thut und ſtetsſhoͤ anſteckenden Seuchen. 80 o% ſonſt ja keinen raht; Er. hoͤr im himmel unſte bitt, Wo unſer JEſus uns ver⸗ ½ Mel Wer ngt den lieben GOtt. 7. Gottes ſtraft gerichte Bey uͤberhaͤuften fuͤnden auf: Nun werden 775. Cfun wachen Be⸗ ploͤzlich viel zunichte, Uind ſſchlieſſen ihren lebens⸗lauf. Achzoͤrne nicht, HErr 3E. ſu Chriſt! Der du im zorn auch gnaͤdig hiſt. . 2. Du ſprichſt ja ſelbſt, duſeyſ geduldg, Und e neſt niemals fuͤr und fur⸗. ſun den ſchuldig, Und trit in 5. Ach vater! der ge⸗wahrer veu zu dir. Dent brochne bund Reut uns von an dein ganzem herzens⸗grund; ſu Chriſt Das jezt unſers thuns. an, Daß wir 6. Verſchohn uns doch, nim weg den fluch. Ach! ſo gar nicht ſche unſre ſchwere miſſethaten, uuu wort, HErr JE. Der du der große uͤbel ſchmer⸗mund der wahrheit biſ. an zet uns, Wir ſchaͤmen uns itbiſt. Wir klagen uns ſelbſt vor dir * Jerem. 3,1a. 3. Wir folgen, wie du uns gerahten, Und ſagen ohne heuchel ſchein, Daß Wie ſand am meer, un⸗ zäͤhlbar ſeyn; Ach gnad ach riech den ſuͤßeſten geruch gnade, JEſu Chriſt! Die⸗ Des opfers, das der hei⸗ weil du der erbarmer biſt. n land that: Wir wiſſen 4. Es wil das herz fuͤr l12 In gemeiner Noht und zwar. wehmuht brechen, Die au⸗ gen weinen bitterlich; ſprechen, Der ſchwache geiſt betlubet ſich: Ach troͤſt uns doch/ HErr IEſu 3 3 3. Laß uns durch deinen angſt⸗ſchweis ſinden In aller noht den freuden⸗ muht, Und mach uns rein von unſern ſuͤnden Durch dein fur uns vergoßnes blut. Vergib die ſchuld, 4 8 du der ſuͤnden tilger biſt. 6. Erlaß die wolverdien⸗ te ſtrafen, Raff uns im zorn nicht aus der welt; Damit wir nicht im tod entſchlafen, Wenn ſchleu⸗ nig unſer leib zerfaͤllt. Er⸗ halt uns doch, HErr JEſu Chriſt! Der du der fuͤrſt des lebens biſt. 7. Wir bitten dich um marter, noht und pein: ſtunden Nicht ploͤzlich ab⸗ gekuͤrzet ſeyn: Gib ranm zur buße JEſu Chriſt! nweinen bitterlich; Der doch mund kan nicht viel worte ſchon hart getroffen hat. Chriſt! Der du der rechte deine wunden, Um deine Ach laß doch unſre lebens⸗ S3. Laß dich des iben gereuen, Das uns or unſer winſeln, klagen, ſerm land und ſtadt, Und thu uns wol, HErr JEſu Chriſt! Weil dudie ſegens⸗ quelle biſt. 9. Laß unſre ſeelen vor dir leben, Laß ſie dir lied undtheuer ſeyn; So wol⸗ len wir dein lob erheben, weil du unſer bruder biſt. dener Peſt⸗Seuche. Mel. HErr G Ott der du ꝛe. — Chun wollen 776. K wir dir lob und preis, GOtt unſerhel fer! bringen: Wir wollen dir nach hoͤchſtem fleiß⸗ Mit herz und mund lobſingen; Dieweil du uns in ſterbens⸗ noht So treu beſchutzet, Der du von großer lang⸗ muht biſt. chreien; Sey gnaͤdig un Sopreiſen wir dich insge⸗ mein. Erhoͤr uns doch, — ꝛ—— =— — — — HErr JEſu Chriſt! Der HErr JEſu Chriſt! Die Dankſagung nach uberſtam daß der tod Uns nicht dahin geriſſen: Wofuͤr wir alle lebenslang Dir, o GOlt i vater preis und dank Vom i herzen ſagen muͤſſen. iin 2. Wir 1 wetg dcr Mt natka Chriſt rbruderi a ſter lallzumal Mit herzens⸗ In lau⸗ i macht zuruͤck, Es ſchien uns jeder augenblick Der lezte unſers lebens. ter ⸗treu verziehen. Du ir un Wof 9. Kg Gal 9 ——— um Abwendung der Peſt uanſteckenden Seuchen. 90eb 2. Wir waren noch vor dank wir leben noch, Da kurzer zeit Ein ſcheuſal allen die gemeineſeuche doch Be⸗ leuten; Sie alle wichen truͤ tum uns gewuͤtet. weit und breit Von uns 5. GOtt lob! nun kan auf allen ſeiten. Wir wur⸗man ohne ſcheu Vergnuͤgt den deiner ſtrafe ziel, Weil uns die peſtilenz befiel, Der lohn fuͤr unſre ſuͤnden; Hie war kein menſch der ſicher war, Kein ort befreyet von gefahr, Kein platz, wo ruh zu finden. 3. Wir waren, hoͤch⸗ angſt umgeben. ter truͤbſal, furcht und quahl Beſtund das arme leben. Der tod rißtaͤglich viel ins grab, Die noht nahm zu, die menſchen ab, Die arzney war vergebens. Nichts trieb des wuͤrgers 4. Jedoch ein jeder von uns hat Mit ernſt zu dir geſchrien: Drum haſt du uns die miſſethat Aus va⸗ der iſt der ſorge frey, Darin er muſte ſchweben. So gnaͤdig haſt du's, GOtt! gemacht, Drum ſind wir ſaͤmtlich drauf bedacht/ Daß wir dich wuͤrdig prei⸗ ſen; Und dir fuͤr ſolche gutigkeit Durch unſre ganze lebens zeit Vom herzen dank erweiſen. 6. Lob ſey dir, GOTT im hoͤchſten thron! Fuͤr deine vater⸗guͤte: Lob ſagt dir, JEſu GOttes ſohn! Herz, lippen und gemuͤh⸗ te: Lob ſey dir, o GOtt heilger geiſt! Sey jezt und uns nun erhoͤret. Wir ſind erloͤſet von der peſt, Und ſehn, wer ſich auf unverſehreet. 7. Die ſuͤnden ſtraf iſt haſt durch deine gnaden nun dahin, Drum ſtehn hand Das uͤbel von uns ab⸗ wir ab von ſuͤnden: In ſewandt, Uns gnaͤdiglich rehire GSOtt lob und unſerm GOtt ergebnen ſinn Sol ſich nichts boͤſes Lllz iinden. beyſammen leben; Ein ſex. immerdar gepreiſt/ Daß duuuu GOtt verlaͤßt, Der bleibet 8 1 90 In gemeiner Reht, und zwar finden. Der vorſatz bleibt„ der ſuͤnden⸗lauf Hoͤrt mit der peſt nun voͤllig auf; Nichts ſol GOtt mehr er⸗ regen, Uns fort mit zorn und peſt zu draͤun. Du wirſt uns, HErr! behulf⸗ lich ſeyn, Daß wirs erfuͤl⸗ len mogen. Um Abwendung Cheurung und gers Nohr) Um die raͤgliche Nohtdurft. Mel. Nun freut euch liebe ze. „, SOS giebt 777. 8 89 die nahrung jederman, A ls ſeiner haͤnde werken: Wir ſehn es mit erſtaunen an, Wir koͤnnens taͤglich merken;„Doch wil er, daß inſonderheit Wir chriſten ſeine guͤtigkeit Ge⸗ buͤhrend darum bitten. 2. Deshalben rufen wir zu dir, Um deine milded uder fahr tblit hen. 3. Laß uns in gutem feusd und ruh, Was du uns giebſt, genieſſen: Gib dein gedeyen im merzu Zum pflanzen und begieſſen. Er⸗ nehr uns, ſegne dieſesland, ſtand; daß heil und wol⸗ 4. Gib kleider nahrung, brod, und was Zum un⸗ terhalt gehoͤret; Daß ehr Uiut und zucht ohn unterlaß Sich unter uns vermehret. Die obrigkeit un jeden Tuic Gib ſonune kinder und gemahl, Und laß uns ſaͤmt⸗ lich uͤberall Getreue nach⸗ barn finden. 5. Behuͤt uns chriſten laserSies Fuͤr geiz und nahrungs⸗ ſorgen;„Laß un⸗ ſer herz zufrieden ſeyn/ gen. Ein jeder tag hatſf ne laſt; Drum nehm ich ieſes mal gegeben. gaben, Die wir, o hoͤchſt ter Ott! allhier Am mei⸗ ſten noͤhtig haben: Wir bitten nicht um uͤberfluß, Nur was die nohtdurft t ha⸗ ben muß An e tuinern. ſſen und dan Bey Jegeneennege hungas 1 B G Nicht aͤngſten um denmor⸗ſi an, was du mir haſt Fur tt Mel. Auf meinen lieben GOlt. 1n on dir 44 lieb. d Kte cat Go a Koͤmnt unſer taͤglich brod; der nahr vas Imm. ket; Dit ohn un answerne ne knder dlaßunsſe Getrewen uns c Füt gc. orgen; afrieden jenumdene jedettagbe Drum nehn — du wit hu lgegeben. — — — — — —½ — = —— ——— ſen befinden. 4 Brich nun der theurung lauf; Laß dich ſo vieler und leiden: Drum laß den anjetzo plaget, Und groß 8 un Abwendung der Theurungu. Hungers⸗Noht. 90r z Wan Was hat dich doch bewo⸗ feſt, Die uns nicht darben laͤßt; Wilt du an die ge⸗ denken, So muſt du nah⸗ rung ſchenken, Den jungen nebſt den alten Das leben zu erhalten. 7. HErr, unſre zuver ſicht! Laß unſern glauben nicht In theurung unter⸗ gen, Daß du es uns entzo⸗ n? Nur unſre ſchwere fünden„Die ſich an un 4 9 2. Dein eifer hoͤre auf, armen, O milder GOtt! erbarmen. Laß uns nicht gar verderben, Und nicht durch hunger ſterben. 3. Wir haͤttens zwar verdient; Jedoch wir ſind verſuͤhnt Durch Chriſti tod hunger ſcheiden, Der uns und kleine naget: 4. Vergiß der alten ſchuld, Erzeig uns deine gehen, Du wirſt ja bey uns ſtehen; Du kanſt, was un⸗ ſer leben Erfordert, reich⸗ lich geben. 8. Jedoch, gefaͤllt es dir, Nimſtdu durch hunger mir Dis jammer volle leben; Wirſt duein beſſers geben. Dir ſey es heimgeſtellet, Machs, HErr! wie dirs 4 gefaͤllet. 9. Wir habens wol ver huld In dieſen theurenzei⸗ ten, Und ſchenk uns armen leuten Zur nohtdurft deine gaben, Den matten leib zu laben. 5. Du nehrſt der voͤgel ſchaar; Darum vergiß nicht gar Der halb ver⸗ ſchmachten deinen: Hoͤr unſer klaͤglich weinen, Sey mudigdeinen kindern, Laß dich den zorn nicht hindern. ſchuldt; Drum gib uns nur geduld, So lang dis elend waͤhret: Wird uns denn troſt beſchehret, So wollen wir dich oben Bey dir, und hie ſchon loben. 95 Mel. Von GOtt wil ih nicht. 5 Du reicher 779. ☛ GOtt der armen, Du ſchoͤpfer aller welt, Du vater voll erbar⸗ 6. Die vater⸗treu ſteht men, Der ewig glauben Lll 4 häͤlt! u — 8 4 4 4 8 4 4 5 904 treten, Weil du es alles In gemeiner Noht, und jwar hoͤrſt; So koͤmt zu dir im beten Auch alles fleiſch ge⸗ nehrſt. I 2. HErr! unſre große ſuͤnden Verdienen dieſe noht, Daß wir mit recht empfinden, Was uns dein wort gedroht: Ein frucht⸗ bar erdreich ſoll, Um ſeiner buͤrger willen, Nichts tra⸗ der hunger frißt; Ja hilf gen, ſie nicht fuͤllen. Ach unſer maaß iſt voll. 3. Ach! unſer boshaft leben Druͤckt uns nun all⸗ zuhart. Du wolleſt uns vergeben Nach treuer va⸗ ter⸗art. Die ſuͤnde traͤgt zwar frucht; Doch dieſe frucht bringt ſchaden: Ach HErr! vergib aus gnaden Dem der dein antlitz ſucht. 4. Ertrag uns mit er⸗ barmen, Wir tragen herz⸗ S. Laß alle frucht gerah⸗ iin lich reu. Erhoͤre doch uns armen Nach deiner wun⸗ der⸗treu. Dubiſt die zuver⸗ ſicht, Zu der wir alle flehen, Nach der wir alle ſehen; Darum verlaß uns nicht. Halt Weil du gebeht er⸗haͤnde, Den ſchatz der all macht, auf. Wasnur ein ſeitt leben hat, Nehrſt du mit wolgefallen: Drum auf, ſlt und gib uns allen, Ovater! m nahrung ſat. 6. Durufſt dem nichts, ſuü o vater! Damit es etwas— ſey; Sey jezt auch GOtt Jf und rahter, Und hoͤr das I angſt⸗geſchrey, Da uns uns, und erhoͤre Zu deiner e gnaden ehre, Die immer R troͤſtlich iſt. 7. HErr! deine bruͤnlein ſin⸗ flieſſen Mit waſſer ange une⸗ fuͤllt; Laß uns es auch ger idan nieſſen, Daß uns dein ſegen 160 ¾ quillt. Such unſre felder ſufſt heim, Bereichre ſie durch Rey waͤſſern, Damit durch dein umt verbeſſern Einſt alles wie m der keim. 27 ten, Und baue du das land; veſ Erquicke ſeine ſaaten Mit ſin deiner gnaden hand; Ja i ſegne was man pfluͤgt/ Und ian mach es weich mit regen, un s. GOtt, unſer heil, ach!ſſegen Uns wiederum ver i wende Der zeiten ſchwe⸗ ren lauf; Thu deine milde Daß ſein gewaͤchs und ue gnugt. 9. Dein gutes überſching W dore Fun re,Deim deinebnn it waſſe uns es an ßunsdene zuch unſet reiche ſe damitdut Einſt alte in Feuer ⸗und Waſſers⸗Noht. Ündkroͤn uns jahr und zeit; Estriefen deine tritte Von fetter fruchtbarkeit. Laß alles, was nur webt, Am morgen wol gedeyen, Am abend ſich erfreuen: Mach froͤlich, was da lebt. In Feuers⸗ und Waſ⸗ 1 ſers⸗Moht. In Feuers⸗Gefahr. Mel. Ach GOtt vom himmelꝛc (Ss hat dein 780. 4 zorn, der ſtark entbrant, Ein feuer angeſtecket, Das ohne zwei⸗ fel deine hand, O hoͤchſter GOTT! erwecket. So ſtrafſt du unſre miſſethat, Die mehr, als dis, ver⸗ dienet hat. O vater! ſey uns gnaͤdig. 2. Du lieſſeſt auf die boͤſen pech, Gluht, feuer, 4 ſchwefel regnen; Und wilt dem noch, der wild und frech, Mit flamm undgluht begegnen: Sol dieſes auch an uns geſchehn, Wie elend wird es uns ergehn? vater! ſey uns gnädig⸗ 3. Ein heftig feuer ren⸗ z at ſehr, Wirft funken, gluht und flammen: Al⸗ lein dein eifer brent viel mehr, Und ſchlaͤgt mit macht zuſammen: Und, geht er erſt vollkommen an, Wer iſt denn, der ihn loͤſchen kan? O vater! ſey uns gnaͤdig. b unſre ſeel, So wird die gluht ſich ſtillen: Die ſuͤn⸗ den ſind ihr nahrungs⸗oͤl: Undblos um deren willen, HErr zuͤndeſt du dis feuer an, Das niemand von uns loͤſchen kan. O vater! ſey uns gnädig. s. HErr, ſtille deines zornes lauf, Gib, daß wir uns bekehren; Denn hoͤrt dein orn nur erſtlich auf, Wird auch der brand auf⸗ hoͤren. Bewahr uns, die da loͤſchen, gnaͤdiglich. O vater! ſey uns gnadig. 6. Dahin, wo noch kein feuer iſt, Laß doch die gluht nicht gehen; Und wo O der brand noch weiter frißt/ Da heiß ihn ſtille ſtehen, Und ſprich: bis hieher kom alein Hier ſolt du ruhn ſͤͤ—* 8 8. 4 3 1 8 4 4 4 Vergib die ſchuld,heil Hrr! wirbitten dich, Undi uhn 3 8 4 4 f 8 1 4 p„ 90 In gemeiner Noht, und zwar und ſtille ſeyn. O vater Chriſt, Wenn deine ſtunde naͤdig. kommen iſt. 1* ſey uns 7. Wir, Sodoms art/ verdienen zwar Den ſchwe⸗ ren ſchwefel⸗regen: Kaum zehn ſind fromm in unſrer Phnar Doch laß dich, HErr bewegen, Sieh doch 3. HErr hilf und loͤſhe ſiin gnaͤdiglich, Jezt bitt ich, und dann preiſ ich dich; GOtt, rett unsdoch, durch ſein dich, Chriſti tod, Von dieſer und von aller noht. die zarte kinder an/Ob dis— dein herz noch ruͤhren kan. Ovater ſey uns gnaͤdig. 8. Hilf gnaͤdig, und er⸗ ſetze auch, Durch deinen reichen ſegen, Was wind und feuer, dampf und rauch In ſtaub und aſche legen. Behuͤt uns, ſchohne dieſen ort Fuͤr gluht und brand, und ſey hinfort Uns, treuer vaterlgnaͤdig. Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. 781 ei GOTT! (d1. I es koͤmt ein feuer aus: Beſchuͤtze men⸗ ſchen, vieh und haus, Richt es zu deines namens ruhm, Bedeck uns, HErr! dein eigenthum. 2. Ich ruf dich an in die⸗ ſer noht, Beweiſe deine macht, o GOtt! lnd rett uns doch durch JEſum 782. 8 lauter ang 3 1 3. die glut. lerwegen, Wo wir doch ben moͤgen, Gleichwie ein armer fremdling thut. f den Fuͤr Abgebrante. ₰ Wo ſind 4. Man hoͤret auf Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛe⸗ S jammer⸗vobl le tage, Da tund plage Uns hart betroffen hat! Ein großes maaß voll thraͤnen ſt unter ach und ſehnen ezt unſre ſpeiſe fruͤh und at.— 72. GOtt hat mit ſchwe 4 ren ſtrafen Den hirtenmit den ſchafen Im eifer ange⸗ ſehn; Eswar das ungluͤcks⸗ feuer So ſchnell und un⸗ geheuer, Daß niemandkon⸗ te widerſtehn. doch unſte haͤuſer! Sie wurden als die reiſer Verzehret durch ne Wir ſuchen a gaſſn — 4 — — — — — — — — ——— — — gebrante en alle wide Anan zammere In eifen var dasunh ſſchnell un * daßrieman nekinder, Undzeig uns wie⸗ der gnadund huld. 1 Wenn gleich ein ungluͤcks⸗ ui gnade Noch groͤſſer, als die ſchuld: Du kanſt uns nicht 300 verderben, Denn Chriſti in Feuers⸗und —⁸ Waſſers⸗Noht. nſ Von denen, die ver⸗ laſſen, Ein klaͤglich angſt⸗ deſchren. Achweh lwer wil er armen Sich fernerhin erbarmen, Wer ſteht uns in dem jammer ben? 5. HErr deſſen ſtrenge rechte Uns arme ſuͤnden⸗ knechte, Wie billig, nicht verſchont: Wir haͤuften nur aufgnaden Zorn, ſtra⸗ fe, grim und ſchaden; Drum haſt du nach ver⸗ dienſt gelohnt. 6. Doch fallen wir inſs buße, Dir, hoͤchſter GOtt! zu fuße, Erkennen unſre ſchuld: Ach! ſchlage doch gelinder Auf uns erſchrock⸗ 7. Gedenk an deine treue, Die alle morgen neue, Gleich wie die ſonn, auf⸗ geht: Du biſt ja unſer va⸗ ter, Erhalter und berahter, ſturm entſteht. 8. Iſt groß der ſuͤnden ſchade; So iſt doch deine blut und ſterben Erwubt uns deine gnad und huld. 9. Wir flehn durch ſei⸗ ne wunden, Wo wir ſtets heilgefunden, Ach! gibuns troſt und heil. Laß ſich, zum deren wegen, Zorn, grimm und eiſer legen, Und bleib du unſer beſter theil. 10. Es ſol dir leib und leben Zu deinem dienſt er⸗ geben, Und aufgeopfert ſeyn. Dein geiſt, HErr! ſol uns fuͤhren, Und jeder⸗ eit regieren; Dein wort allein ſol uns erfreu. II. Indeſſen goͤnn uns armen, O vater! dein er⸗ barmen, Und ſteh uns maͤch⸗ tig bey, Daß fernerhin dein ſeegen Auf allen unſern we⸗ gen Erfreulich um und bey uns ſey 12. Gib wieder, was zu⸗ ſammen Wir in den heiſ. ſen flammen So ſchleunig eingebuͤßt. Erfuͤlle dis beæ gehren, Wenn ſolches dei⸗ nen ehren Uind unſrer wol⸗ fahrt dienlich iſt. 133. Erbaue, was zer⸗ ſtoͤhret, Und was die glut verhehret: Erſetze dieſen brand: So wollen wir —,— . 8 8 4 8„ 5 3 8 . 3 g 4 3 1 1 4 vom 908 In gemeiner Noht und zwar vom neuen ns deiner guͤ⸗ te freuen: So freuet ſich das ganze land. In WaſſersMoht. Mel. Hilf mir mein GOtt ꝛc. 783 Wir ſtehn in 3. noht, Laß uns, o GOtt! Die fluht nicht uͤberſchwemmen: Nim uns in acht, Wehr ihrer macht, Du kanſt ſie leichtlich hemmen; Verbirg izt nicht Dein angeſicht, Gedenk an uns in gnaden. Dite tiefe draͤut Uns allbe⸗ reit Mit einbruch, noht und ſchaden. AS 2. Zwar haben wir Viel unrecht hier, Wie waſſer, eingeſoffen; Drum rauſcht dein grim Mit ungeſtuͤm, Und angſt hat uns betrof⸗ fen; Der ſunden hauf Er⸗ hebt den lauf Des ſtroms, der ſchnellen wogen: Allein verzeih Aus vater treu, Die ſich uns nie entzogen. A 3. Sey unſer hort Nach deinem wort Um JEſu Chriſti willen; Wenn der uns izt Nicht ſelbſt be⸗ wellen ſtillen. len ſtillen. Du muſt i allein Die ſchutz⸗wehr ſeyn! Um unſer gut und leben; uei Wir wollen dir, O HErr! ſaun dafuͤr Dank, preis undehre geben. Mel. Aufmeinen lieben Ott V „O4 WMie 784. noht iſ groß: Ach GOtt! wir fiie⸗ hen blos Zu dir und dei ner guͤte, Daß ſie uns ſezt ſench behuͤte; Weil alles ſich er ſuntad gieſſet Und ſchrecklich auf henſh uns flieſſet. a 2. Ach GOtt! das wil it nu 4 de meer Rauſcht ſchrecken⸗ voll daher, Wil alles uͤber ſchwemmen; Wer wil dit fluten hemmen, Wer wil dafuͤr beſtehen? Ach! alles muß vergehen. 3. Es raubt die wilde fluht Uns guter, muht und blut; Dein grim laͤßt ſtroͤ⸗ me flieſſen, Die ſich wie berg ergieſſen, Daß län⸗ der, ſtaͤdt und flecken Voll angſt dafuͤr erſchrecken. 4. Vergib uns unſte ſchuld, Und hab, o HEn⸗ — —— — ——. —— ——= — — ſchuͤtzt 75 Wird nichts die geduld, Laß Chriſti vhn uwen ut und 1 dir O R epreisuge inen libne h w 9 u oßt 9Ott w du dir un deil allsſ dſchreckut Wil ale en; Wern amen, We ziter in grim lit en, Die ſ V jeſſen, 5 eän 1 verſuͤhnen, Was wir mit recht verdienen; Befreye wir verderben, 1n 6 filehn, Laß uns bald rettung ¹. — bey großem Sturm und Ungewitter. 909 b 1 b b deine ſchafe Von der ver⸗ dienten ſtrafe. 5. HErr! deines zorns gewalt Verderbt uns all⸗ Bey großem Sturm und Ungewitter. Bey heftigen Donner⸗Ge⸗ wittern. Mel. Auf meinen lieben GOtt. „or Ess ſteigt ein 785. G wetter auf: zubald: Ach! laß um JE⸗ ſuwillen, Sich ſturm und wellen ſtillen; Man hoͤrt die fluten ſchallen: Ach! laß das waſſer fallen. 6. Ach GOtt! ſieh an die noht, Das elend und den tod, Den wir vor au⸗ gen ſehen, Laß dirs zu her⸗ zen gehen; Ach GOTT! wir muͤſſen ſterben, Ach hilf, eh wir verderben. 7. Du lieſſeſt, GOttes lam! An deinem kreuzes⸗ ſtam Das blut mit ſtroͤ⸗ men flieſſen, Ach! laß uns deß genieſſen, Ac 1 ſ la uns ſelig ſterben. 8. Ach! guter geiſt wir ſhnglid ſende ſie behen⸗ e; Sonſt gib ein ſelig en⸗ de/ Daß, wo wirja verder⸗ ben, Wir dennoch ſelig ſterben. b blitz nicht ſchaden. Mein herz! zu GOtt hin⸗ auf, Fall ihm, durch wah⸗ re buße Und reu, in eil zu fuße, Daß jetzo meine ſuͤn⸗ den Durch Chriſti tod ver⸗ ſchwinden. b 2. HERR. der du gnaͤ⸗ dig biſt, Ich habe IEſum Chriſt In meinen glau⸗ bens⸗armen, Und flehe um erbarmen; Ach!ſchohn um deſſen willen, Er kan den eifer ſtillen. 3. Gib mir durch Thei ſti blut, HErr! einen fro⸗ hen muht nicht knechtiſch ſchene, Dich lie⸗ be, deiner treue In allem Prindlich traue, Auf deine huͤlfe bae. 4. Ich wil mit dem vas ken Verjage nur das ſchrek ken; Umfaß uns, HErr! in gnaden, Laß uns den 5. Wol * —— 4 ſich 3 8 Der ſich nich „ 12 1 * mein In dir gelaſſen ſeyn; Dein fluͤgel wird uns deku . 4 4*. 910 In gemeiner Noht, und zwar 1 5. Wolan, verlaß uns nicht, Bleib unſre zuver⸗ ſicht, Daß deine vater⸗lie⸗ be Sich jezt auch an uns uͤbe. Wir wollen, weil wir leben, Dir preis und ehre geben. b Mel. Erbarm dich mein o ꝛc. „OE'ch GOTT! 786. M wie ſchrek⸗ lich iſt dein grim, Wenn du ſtark auf den wolken gehſt, Und deine ſchwere donner⸗ſtim Mit ſtarkem krachen von dir ſtoͤßt. Wir arme bloͤde menſchen⸗kind Erkennen deine große macht: Drum wir in furcht und ſchrecken ſind, Weils vondem himmel blitzt und facht. 2. Die erde die ſich ſonſt nicht regt, Erſchuͤttert ſich jezt fuͤrchterlich: Wenn du nur ſchnaubeſt, wird be⸗ wegt Der berge grund, und fuͤrchtet dich. Dein armſſa iſt ſtark, dein hand iſt ſchwer, Wenn du im zorn ſie hebeſt auf, Und wirfſt die ſtrahlen hin und her; Nit zittern treten wir zu 3. Wir haͤtten wol ver⸗ dient, o GOtt! Weil un⸗ ſre ſuͤnden ſchwer und weel, Daß du uns ſchluͤgſt mit grim zu tod, Weil mie⸗ mand faſt gehorchen wil, Dooch weil wir deine kin⸗ der ſeynd, Dein volk und ſchafe deiner weid, Das volk das ſeine ſchuld be⸗ So hoffen wir barmherzigkeit. 4. Wir wiſſen nichts, und nirgend hin, Durch⸗ laufen wirgleich alle welt, Wohin wir ſicher moͤgten nd, fliehn: All dein geſchopf en zur rach ſich ſtellt. Wir ſſ wiſſen nichts als deine f gnad, Die alle morgen neu iſ aufgeht, Die groß iſt und kein ende hat, Die jeder⸗ man ſtets offen ſteht. 5. Wir ſchreien aus dem den jammerthal, Durch Chrie ſnn ſtum deinen liebſten ſohn, unde Hinauf zu dir im hunmels —— 1 — — ‿ 8 —— —— — — — —— — — — —. — — — —— — — aal; Um ſeinet willen un. ſer ſchohn. O vater der i barmherzigkeit! Strafuns i ja nicht, wie wir verſchuldt Uns iſt die ſuͤnde herzlich leid, Kehr dich zu uns unt ganad und huld. er wed, eine ſche nd hin 71 9 ale dor ſicherm 1 ſell nichts alb ſ rſcherzena wie wirdet die ſund 9 hr dichulh bey großem Sturm und Uingewitter. 9 8 5. Entzuͤnde nicht durch deinen blitz, Was du an nahrung haſt beſchehrt; uͤr donnerſchlaͤgen uns eſchuͤtz: Halt unſern leib doch unverſehrt. Sey du bey uns in dieſer noht, All hoffnung iſt zu dir gericht. Behuͤt fuͤr boͤſem ſchnellen tod. Verſag uns deine huͤlfe nicht. 7. Bedecke du mit dei⸗ ner hand Leib, leben, haus, vieh, gut und haab. Be⸗ wahr die fruͤchte auf dem land, Und was uns ſonſt dein ſegen gab: Fuͤr ſchlooſ⸗ ſen, hagel, waſſer⸗fluht, Fuͤr feur und anderm wet⸗ ter⸗ſchad Halt uns, o Gott! in deiner hut; So ruͤh⸗ men wir denn deine gnad. 8. Du biſt allein der HErr und GOtt, Dem donner, blitz, luft, feuer, wind, Dem alles ſtehet zu geboht, Und ſeinen willen thut geſchwind. Ach HErr! wo iſt dir jemand gleich Im himmel und in aller welt? Wer hat ein ſolch Pwältig reich, Dem alles ſo weichet bald Des ſchwe⸗ ren wetters grauſamkeit: Dein wort durchdringet mit gewalt, Drum uns zu retten ſey bereit. Achkom, ach kom jezt, und beweis, Daß du der rechte helfer ſeyſt. So ſingen wer dir lob undpreis, Samt Chri⸗ ſto und dem heilgen geiſt. b Mel. Wer nur den lieben GOtt. „ O?TT, herr⸗ 787. ſcher uͤber alle dinge, Du fuͤrſt und HErr der ga Hilf, daß ich jezt mit an- dacht ſinge, Gib, daßmein ſeufzen dir gefaͤllt; Ja, laß den ſehr betruͤbten ton Vor deinen hohen gnaden thron. ſich zuſammen, Der him⸗ mel ſieht erzoͤrnet aus; Er ſpeyet blitz und feuer⸗flam⸗ knallet in der hoͤh, Die wenüchen ſind voll ach und weh! Nar n racks zu fuße faͤllt? 9. Sprich nur ein wort, Thd 3. Ihr fuͤnden! dieſes zorn⸗gerichte, Dis wetter anzen welt!ul 2. Die wolken ziehenuu men Auf unſern ort, außu unſer haus. Der donner habet 4 arm, der uns bedeckt, Zer⸗ das wetter, das uns In gemeiner Noht, und zwar habet ihr erregt: Wenn GOtt die ganze welt zu⸗ nichte Durch ſeine donner⸗ keile ſchlaͤgt, Wenn uns ſein ſtrahl zur aſche macht; Wird alle ſchuld auf euch gebracht. 4. Doch, vater lhoͤrxe bey dem blitzen Doch deiner kinder klaͤglich ſchreyn: Du wolleſt ſtadt und land be⸗ ſchuͤtzen, Und uns im zorne gnaͤdig ſeyn. Streck aus den treib ſchreckt. 3. Allein der donner dei⸗ nes wortes Zerknirſch uns den befleckten geiſt, Damit des wuͤten, Der ſo ſchret Bey heftigen Sturm Winden. Mel. Komt laßt euch den ee. 788 IErr, ach hilf 00 S&x uns wir ver⸗ derben Und vergehen inder noht. Ach wir muüͤſſen klaͤglich ſterben, Wenn du nicht aus noht und tod Unſer armes leben fuͤhrſt, Und des windes ſturm re gierſt. HErr! wir fliehn zu deinen armen, HErr wir ſuchen dein erbarmen. 2. Grauſam iſt des win —— —„— 4 —————— 4 — — S ——— — ——— ——— — — lich tobt und reißt; Du ſ allein kanſt ihm verbieten Wie du deine macht er⸗ ein jeder ſeines ortes Dich, GOtt! durch frommes le⸗ ben preiſt. Ruͤhr unſr herzen allemal Durch ei⸗ nen buß⸗ und glaubens⸗ ſtrahl. 6. Erſcheinſt du aber in dem wetter, O JEſu, rich⸗ cer aller welt! So ſey mein bruder und erretter, Da⸗ mit das urtheil gnaͤdig faͤllt, Das uns den himmel zuerkennt, Und keine glut, dit ewig brennt. weiſt, Als der bangen jun, ſii ger ſchaar Mit dir in den ſchiffe war; So laß auch anjezt den deinen Deine gnaden⸗macht erſcheinen. 3. Zwar du haſt den winderſchaffen Uebſt durch ſu ihn dein ſchrecken aus/ Läßt ihn boͤſe kinder ſtrafen, h Sturzeſt durch ihn hof und haus. Und wie grob i vergreifen wir Uns liebrei cher GOtt lan dir; HErr! ſii du koͤnteſt ſolch verbrec beh großem Sturmund Ungewitter. raͤchen. iſt viel zu wenig, Deine 4. Doch du pflegſt anſwege bleiben mir Unbe⸗ uns zu denken, Und das greiflich fuͤr und fuͤr. herz, in zorn und wuht, 2. Geb ich auf des him⸗ Dooch voll huld auf uns zu mels kraͤfte Und auf erd lenken. Ach wir flehnund waſſer acht, Wie ein durch Chriſti blut: HErr lijedes ſein geſchaͤfte, Und, ach reiß uns dieſes malſwozu du es gemacht, Gleich Aus der angſt und bangen auf dein geheiß vollbrin⸗ —— Sa Wol mit ſchrecken an unsſmein koͤnig Mein verſtand quahl; Laß uns eilend huͤl⸗ge; Find ich ja in jedem fe finden, Schenk uns gnaͤ⸗ dinge Wunder, deren ho⸗ dig ſtraf und ſuͤnden. hen preis Ich nicht aus⸗ 5. Draͤu dem wind, daß zuſprechen weis. er ſich lege, Gib uns wie 3. Du, HErr! bringſt der ſtille ruh; Hilf, daß ſich des windes brauſen Aus kein ſturm mehr rege, verborgnen orten her: Und Denn wir ſagen beßrung ſein ungeſtumes ſauſen zu. HErr! wir wollenſe Horen wir nicht ohngefehr. 1 derzeit Deines namens enn die wolken ſich er⸗ herrlichkeit Jetzo hier, und gieſſen, Und die ſtrahlen einſt dort oben, Unauf⸗heftig ſchieſſen, Wenn der hoͤrlich dafur loben. donner blitzt und kracht: . oi, Dank⸗Lied nach iberſtande, aigſt du deines eifers nem Ungewitter. Nel. JEſu meines lebens leben, ne liebe Gegen deine kin⸗ 780 G Ott, vor deſe der nicht. Sind die wol⸗ h(07: GE ſen machtken ſchwarz und truͤhe; 9 und ſtaͤrke Erd und him⸗Ihnen ſcheint dein gna⸗ mel ſich bewegt! Wenn den ⸗licht. Mitten in dem mein herz die großen wer ſturm und wetter Biſt du ke Deiner allmacht uͤber⸗ elbſt ihr ſchutz und retter; kegt; So bekenn ich dir, Sondh ihrer bloͤbigkeit, “ mm 4. Doch vergißt du dei⸗ Wl Wenn 2 914 In gemeiner Re oht, und zwar⸗ ſchreit. 5. Wenn du ſprichſt, ſo ms ſich ſtillen Regen, don⸗ ner, danſn und wind, Als die alle deinen willen Aus⸗ zurichten fertig ſin d om⸗ mer, winter, froſt und hit⸗ ze Ordneſt du ſo, wie es Wenn ihr herz in aͤngſtenſi ich ſolte, Lebte dir, mein GOtt! allein, Nichts als gehorſam moͤgte ſeyn; Und von emnene. ernen, lernen! Denn die ſind zu jederzeit Dir zu dienen hoͤchſ bereit. nutze Zu der erden frucht⸗ barkeit, Alles zu beſtimter zeit. b 6. Denn dich jammert deiner kinder: Ob es dir Wens wol bekant, Daß ſie oͤſe ſind und ſuͤnder; Hoͤ⸗ ret deine milde hand Doch nicht auf 9, das land zu ſe⸗ gnen, Denn du laͤßt nicht immer regnen; Es muß auch der ſonnenſchein, Nach demregen, fruchtbar ſeyn. 7. Wer iſt, der die lie⸗ bes⸗thaten Deiner hand nicht ruͤhmen muß? Wenn du allem wol gerahten, Und von deinem uͤberfluß men, Muß ich mich ja bil⸗ GOtt! mein traͤger geit und preiſt. Uns die fuͤlle laͤſſeſt neh⸗ Fuͤr die Fruͤchte des Feldes. Um fruchtbares Gewitter. Mel. Wenn X in hoͤchſten ie 790. 8 ſcheint Auf boͤſ und from⸗ me, freund und feind Eswird die ganze welt er⸗ leucht, Mit thau und regen auch befeuch bt. 2. Du macheſt ber 3 und auen naß, Und laͤßt drauf wachſen laub und gras Daß ſich die thiere man⸗ nigfalt Im felde nehren. und im wald. du 5 od und wein Daß lig ſchaͤmen, Daß dich unſerherzkan froͤl ich ſeyn: ſtDumachſt, daß es die er⸗ſ Nicht gnug ruͤhniet, lobt de bringt/ Und uns die ar⸗ beit wolgelingt. 8. Ach daß ich doch, wie deinen willen wolte, Dir d Fond und ſonne moͤgte Jvater! dei e 8A ne ſonne Uns menſchen giebſt iſ *4. Wir bitten deine gnad 4 k den n, n an ogte' ten 4 wſönne. nn die ſ Dir zu . Hruͤcht ſeldes. tbares Gen wirin hoth it ganze wi it thauun ict. 4” ha fur die Fruͤchte des Feldes. gnad und guͤt, Daß deine wolthat uns behuͤt. Die frucht der erden uns be⸗ wahr, Und gib unsein ge⸗ ſegnet jaohr. 5. Ein fruchtbar wetter uns beſchehr, Froſt, hagel, miswachs von uns kehr: Wind, regen, thau und ſon⸗ nenſchein Muß deinem wort gehorſam ſeyn. 6. Die maͤus undſchnek⸗ ken, deine ruht, Und was den fruͤchten ſchaden thut, Solch ungeziefer von uns treib, Daß dein geſchenk uns voͤllig bleib. 7. Und wenn ſich ſuͤnde bey uns findt; Denk, daß wir deine kinder ſind: Thu auf, HErr! deine milde nd, Dein fußſtapf ſegne unſer land. b * Um Sonnenſchein. 8. Den himmel mach von wolken rein, Aufdaß die ſonn beſtaͤndig ſchein, Und bald erwaͤrme und aufricht, Was ſonſt ver⸗ dirbt, und wird zunicht. †Um Regen. 8.O GOtt erhoͤre un⸗ unt ſtebitt, Und theil uns mil⸗ den regen mit, Daß wir genieſſen deine gab, Undu auch das vieh ſein futter hab.“ 9. Wenn deine gnad das jahr denn kroͤnt, Sind wir mit deinem gut be⸗ lehnt: Thu aber dieſes heit, fried und ruh. 10. Bey dir ſteht alles, treu und dankbar ſeyn, Und deines großen namens ehr Dafuͤr ausbreiten mehr und mehr. Mel. Erbarm dich mein ꝛc. Fohließ auf, 791. SBlees auf, den himmel auf, Den dei⸗ ne hand bisher verſchließt; Eroͤffne doch der wolken lauf, Damit ein milder re⸗ gen fließt. Zwar wir ver⸗ ſchlieſſen oft vor dir Und unſerm nechſtenimmerhin, ul zens⸗thur, Ja beyſtand, huͤlfe, muht und ſinn. 2. Doch haſt du demein offnes herz Und offnen Mmm 2 ——— 8 2 54 4 3 — noch dazu, Und gib geſund⸗ HErr allein, Wir wollen Um Regen bey großer Doͤrre. u himmel 916 In gemeiner N himmel zugeſagt„Der mit viel reu und ſeelen⸗ ſchenerz Dir ſeine noht und ſuͤnden klagt; Der auch die urſach aaller noht, Die fuͤnde ſelbſt mit eifer flieht, Die ihm zorn, ungluͤck, ſtrafe, tod, Und deinen fluch zuſam⸗ men zieht. 3. Wir ſchreien in der noht: vernim, HErr lun⸗ ſer aͤngſtliches geſchrey. Wir flehen: lege deinen Lrim, Und mach uns von den plagen frey; Ach HErr! wir kehren uns zu dir, Wir ehren dich als unſern GOtt, Und flehn voll herzlicher begier: HErr hoͤr undhilf uns aus der noht. 4. Ach hilf uns bald von deinem thron, Gedenke nicht der ſuͤnden ſchuld; Verſchohn uns, HErr! durch deinen ſohn, Und eig uns wieder gnad und Leit du uns ſelbſt uld. auf rechter bahn Durch deines geiſtes kraft und licht; Sieh auch das land in gnaden an, Verſag uns 792. lerhoͤchſter ch GOtt! Dem himmel, meer und erden, Dem wolken, luft und wind Allzeit ge⸗ horſam werden, Wenn dein allmaͤchtig wort Sie heißt zu dienſte ſtehn: Laß un⸗ ſer ſeufzen doch Izt in er⸗ fuͤllunggenn. 2. Ach uͤberſchuͤtt uns doch,O HErr! mit deinem ſegen; Erfreu uns gnaͤdig⸗ lich Mit einem milden ne⸗ gen: Damit das arme land, Das doͤrr und elend ig Sich wiederum erguickt, Und lebens⸗ſaͤfte kriegt. an, Wie vieh und menſchen himmels⸗thau Mit offnem munde trachten. Soldemn den⸗ſchatz von uns, As von verfluchten, fliehn? 4. Ach freylich, ach! wir Als ungerahtne kinder, ſchmachten, Und nach dem dein ſegen ſtets Bey uns voruͤber ziehn? Dein gng ſind Ja als verftuchte ſün. der, Als ein abtrunnig voll, Mel. O GOtt du ſrommra. e doch den regen nicht. Nicht ſolcher wolthat 3. Ach ſchau erbarmendu ind Alh den Wen 4 worten freu uns anem wiͤd itdasarme und elendi derum en ſſaftekrug. ſchau erbmn ieh undmen n, Und nad ein boͤs geſchlecht. Drum flehen wir vom her⸗ zen: Vergib auch dieſe ſchuld, Und oͤffne deine treu Und guͤtigkeit bekant. 8. Beſeuchte doch das zeuch den irdiſche aand, Und traͤnk die mat⸗geſchaͤften; Damit mein ten felder. Gieß deinen lied, das dir die andacht uult W b Mmm; bringt, fr die Fruͤchte des Feldes. r macht, Daß billig feld und dirten wader⸗ Daß, was wald Und menſch und vieh bisher geduͤrſt, Nun wie⸗ verſchmacht. ddeerum aufs neu Aus dei⸗ 5. Wir brauchen, leider nem himmels ſchatz Be⸗ war Den uͤberfluß, dienetzt, getraͤnket ſey. fuͤlle, So du bisher ge⸗ 9. Ja, vater! nim uns ſchenkt, Nicht ſo, wie es doch Nun wiederum zu dein wille, Zu unſerm un⸗gnaden: Laß unſre ſuͤnden terhalt: Drum trifft uns uns Hinkuͤnftig nicht mehr izt mit recht, Was wir, oſſchaden: Wir ſind auf dei⸗ GOtt! verdient: Wir ſind nen dienſt Und deinen rum bedacht; Erfreue was bis 6. Wir haben oftermals/ her Dein zorn betruͤbt ge⸗ Was du uns gabſt, ver⸗macht. ſchwendet, Auf wolluſt, 10. Ergieß zugleich dein uͤppigkeit Dein reiches gutwort, Als deinen gnaden⸗ verwendet: Drum ſtelletſregen, In unſer mattes ſich mit recht Der mangel herz Mit tauſendfachem bey uns ein, Und dieſer ſolſſegen. Gib dein gedeyen, nunmehr Des misbrauchs HErr! Zum pflanzen und ſtrafe ſnn. oeguß Damit die glaubens⸗ 7. Doch, HErr! du haſt frucht Im ſegen wachſen uns ſchon Durch Chriſtiſmuß. b I blut und ſchmerzen So——— Dank⸗Lied fuͤr den Rege..‚i Mel. Mein herz und ſeel den e. manche ſchuld geſchenkt: Iereit, o Gott! 793. B mein herz nebſt allen kraͤften, Ent⸗ zeuch den ſinn von irdiſchen hand, Und mach uns deine cber wehrt; Und unſer undank ſegens thau Auf wieſen, 218 In gemeiner N oht, und zwar Ergieſſet ſich und netzt die bringt, Dir wolgefaͤllt, und durch die wolken dringt. 2. Erhebe ſelbſt die fluͤ⸗ gel meiner ſinnen; So preiſ ich dich, der von des himmes zinnen Nun un⸗ ſer flehn und ſeufzen ange⸗ hoͤrt: Dein name ſey, o vater! hoͤchſt geehrt. 3. Du hoͤreſt ſtets des armen volkes flehen, Wilt ſein geſchrey und ſeufzen nicht verſchmaͤhen: Wir haben kaum vor deinem gnaden⸗thron Die noht Püngt⸗ ſo hilfeſt du uns 4. Du ſieheſt auf das lechzende gefilde, Und waͤſ⸗ ſerſt es reich, gnaͤdiglich und milde: Du giebſt befehl, daß ſich die wolken⸗ fluht Ergieſſen muß, ſo wie ſie jetzo thut. 5. Ein regen ſtrom, ge⸗ trieben von dem winde, doͤrren Und un⸗ ſer feld, das zu verſchmach⸗ ten ſchien, Steht jezt, Gott lob! ganz fruchtbar, friſch ründe e und grun. 6. Wo iſt doch wol ein Wer giebet uns ſo gnaden volle zeichen, Wie du, o 6 GOtt! dir muß der ſon⸗ nenſchein, Wind regen blit ſtets zu gebohte ſeyn. 7. Nun, großer HErr wir danken deinem namen; Wir danken ihm, daß er gras, frucht und ſamen Zur rechten zeit durch re⸗ gen, thau erquickt, Und wieder drauf ein warmes wetter ſchikkt. 8. Auch bitten wir: laß deinen gnaden⸗ſegen Sich ferner noch um unſre fe⸗ der legen, Daß man mit dank in ruh, und unge kraͤnkt Genieſſen kan, was uns dein ſegen ſchenkt. Um Sonnenſchein bey ankal⸗ tendem Kegen. Mel. 3. Mein GOtt ich bin ſizt. 794. GENR /dr 794. Bol ſchoͤnen him⸗ mels⸗lichter! Klaͤre deinen himmel auf; Sey nichten zu ſcharfer richter Uebet zunſern ſuͤnden lauf: Laß die wolken einſt vergehen/ Und die ſonne wieder ſehen. GOtt dir zu vergleichen? —— im 9 d 2. Zwar das licht niſß In großer z 5 en ihm, N ct und a n zeit da erauick! auf ein un dt. hbitten wir odenſegen ih um unſt „Daß ma truh, und! dieſen kan negen ſchent —— denſchein beſt⸗ „en Kegen. uns nicht ſcheine wir finſterniß geliebt; Sol⸗ſſer land ſich * 9 795. himmel ganz Mit ſchwar⸗ fir die Früchtedes Feldes. —— 3 4* 3 8 — te nicht der himmel wei⸗ nen Ueber die, die GOtt und gut; Sonnen⸗ daraus zu ſehen, Wie als ein vater thut, Der oft mit dem boͤſen kinde Lang⸗ fuͤnde. 4. Frommer vater! laß uns blicken Deine vater⸗ lieb und treu: Laß das land die ſonn erquicken, Deine gnade werd uns neu; Ja! zu unſrer ſeelen⸗wonne Leucht uns ſelbſt, o gna⸗g einen, Weil der ſonnenſchein, Daß un⸗ weit und breit, Die euch betruͤbt? Solt er die mit te leiden ſchaden; Weil ſie licht erfreuen, Die den von vieler feuchtigkeit Und HErrn des lichtes ſcheuen? naͤſſe ganzbeladen. Dein 3. Doch er laͤßt die ſonn ſegen, den du uns gezeigt, aufgehen Beides uͤber boͤs Der ſich betruͤbt zur erre klar neigt, Willeider! ganzver er derben. miſſethat Und hoͤchſt⸗ver⸗ muht traͤgt bey deſſen kehrtes leben, Das deinen zorn entzuͤndet hat, Dasu Wir ſuͤnder wir erkenden ſich freue. 2. Die felder trauren 3. Das machet unſe wir in noͤhten ſchweben. nun: Weil wir nicht wol⸗ len buße thun, Muß jezt der himmel weine. 4. Doch denk an deine nad und treu/ Und laß uns Mach deineuut den⸗ſonne! huͤlfe ſehen. 2— anade behunaen„Um die * wir kindlich flehen. Wie Mel. Wo GOttder HErr ꝛc. haͤlt ſich deine freundlichkeit &X GOTTl du kanſt den enwoſtendecken Du tanſt den heitern ſonnen⸗glanz Auch wieder bald erwek⸗ ken; Halt doch mit vielem 9 regen ein, Und gib unswie⸗ So hart bey dieſer ſchwe⸗. ren zeit? Du biſt ja unſer s. Gib uns, o HErr GOtt zebaoth! Das licht der heitern ſonne, Und uͤberſchutt uns nach der noht Mit freude, luſt und Mmm 4. wonne: 1 920 In gemeiner Noht, und zwar wonne; Entdeck uns jezt, nach deiner treu, Daß au⸗ ſer dir kein ſegen ſey Im himmel und auferden. Dankſattung nach wieder er⸗ langtem Sonnenſchein. Mel. Nun danket alle GOtt. 0&ᷣCgein GOtt! 796. du biſt ge⸗ recht, Und bleibſt doch lau⸗ ter liebe; Stehts mit uns armen gleich Oft kuͤmmer⸗ lich und truͤbe; Scheints galeich, als daͤchteſt du, Bey uͤberhaͤufter ſchuld, Nicht mmehr an deine treu Und vaͤterliche huld. ſen dich 2. Wir alle reize Mitt uberhaͤuften ſuͤnden; Und gleichwol laͤſſeſt du Uns huld und gnade fin⸗ den: Wenn du den arm auch ſchon Zu ſtrafen aus⸗ geſtreckt, Und der gedrohte ſchlag Das ſuͤnden⸗herz erſchreckt. 11 3. HErr! dein erbar⸗ men kan Kein menſchen⸗ ermaͤslichiſt: Wenn berg uunnd huͤgel weichen, Wenn preis, Nun dis vonjahr ſerfahren, Da du die eifers⸗ ſinn erreichen, Weils un⸗ deine wahrheit doch Stets unbeweglich ſtehn. 4. Wir haben dir zum 1 jahren, Mein GOtt! h unterlaß, Und jetzo noch fluht, Nach ſuͤndlichem ver⸗ dienſt, In ſtetem regen⸗ gu Auf uns zu ſchuͤtten chienſt. 55 Die ſonne mußt ihr licht Viel tage lang ver⸗ ſtecken: Wind, ungewit⸗ ter, ſturm Erfuͤllten uns mit ſchrecken; Weil man nur dunkelheit Und finſtee des ſagt War dem verder⸗ ben nahh.. 6. Es ſchien, als haͤtteſ du Den bund zuruͤck gezo⸗ gen, Den du mit Noah machtſt; Als du den gna⸗ den⸗bogen, Nach der ver⸗ derbungs⸗fluht, In dieſe nebel ſah: Und unſres lan⸗ m luft geſtellt, Undſchwurſt: kein regen⸗guß Verderbe mehr die welt. 7. Doch aber, wa erde, ſonn und mond Aus bhrem laufe gehn; Bleibt deinem theil Wol feſt un sdein ii mund Uns ſuͤndern treu i verſprochen, Dasbleibt 3 fan ungebrochen. Deinname i uud ſg da 1 3 ſuͤndlichen ſteten m ſonne wußt tage lang Bind, unn n Erfültm een; Weil heit Und Und unſte Var dem i cien, al en du mi! fuͤr die Fruͤchte des Feldes. ——— 921 heiſſet treu, Wahrhaft, un⸗ wmandelbar, Und ſo iſt auch dein ruhm; Dein wort bleibt ewig wahr. 8. Nun, HErr! auf dei⸗ nen wink Verrichten alle kraͤfte, Auch regen, ſonne, wind Und himmel, ihr ge⸗ ſchaͤfte. Wir preiſen dei⸗ ne huld, Die ſich jezt un⸗ ſer flehn Bey unſrer kuͤm⸗ merniß Zu herzen laͤſſet gehn. 9. Ja, HErr wir prei⸗ ſen dich, Wir loben deine guͤte. Verſorg uns fer⸗ nerhin Mit zmidigſtem ge⸗ muͤhte; Gib uns zu rech⸗ ter zeit Thau, regen, ſon⸗ nenſchein: Wir wollen dir dafuͤr Vom herzen dank⸗ bar ſeyn. Zur Saat Zei 4 Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. Siebreicher 797. X GOtt! dein h ſegens⸗wort Erzeiget ſich nooch fort und fort Geſchaͤf⸗ tig auf der erden: Drum kan das feld Mit nutz be⸗ ſtelt Und angebauet wer⸗ 2 2.Der erſten eltern ſun⸗ den⸗fall Hat auf die welt zwar uͤberall Ein ſchweres joch geleget; Es koſtet ſchweis, Weil ohne fleiß Der acker dornen traͤget. 3. Jedoch hat deine gna⸗ den⸗hand Den fluch e. mildert und gewandt: Du laͤßt uns gnaͤdig wiſſen, Daß reiche frucht, So man ſoßen 4. Drum nung ſamen aus; Doch, haus, So iſt die muͤh ver⸗ gebens: Nur deine kraft Und guͤte ſchafft Uns unter⸗ halt des lebens. gluͤcklich ½: Gib regen, wind und ſonnenſchein, Daß wachsthum und ge⸗ deyen Uns ſpat und fruͤh, Nach ſorg und muͤh, Einſt wiederum erfreuen. I 6. Bewahre ſie das gan⸗ ze jahr Sowol fuͤr feindli⸗ cher gefahr, Als ſchaͤdlichem eiwitter Sonſt fehlt das rod, Und macht die noht Uns alle freude bitter. 7. Nun bey der ſaat ſeh ich allhier Zugleich ein Mmm eſucht, Die arbeit ſol ver⸗ ſtreut die hofſf. ſegneſt du nicht feid und 5. Laß unſre ſaat nun troͤſt⸗ 2 3 In gemeiner Noht und zwar 1 1 Denn that dankbarlich erhoͤhn: den Du lockeſt dadurch jeder⸗ So muß man Zur buß und from⸗ euz den men b troͤſtlich bild vor mir unter ſturm und Erhebt ſie ſich: aauch ich Durch kr himmel finden lein erſt verdirbt, Und in der erde gleichſe Um neue frucht zu b en: So werd, o Ich durch den tod Ins beßre leben dringen. 9. Auf dieſen winn Freut ſich mein herz und ſinn; ich bey truͤben faͤll thraͤnen⸗ſaat, Nach raht, Hier oͤfters muß be⸗ Allein wer folget dei. ie das koͤrn nem triebe? Wo iſt die wahre dankbarkeit? Man ſteckt in welt; und fleiſches⸗ liebe, In ſuͤnde, ſch GOtt und ſicherheit dein ſegens uͤberfluß Uns blos zur wolluſt dienen 3. Ach wunder! daß du ſühte Wenn nicht durchſtrafe Uns auch, en Die wie andre voͤlker, ſchrechſt, ch deinem Uns aus dem tiefen ſüͤn⸗ den⸗ſchlafe Durch hunger, krieg und peſt erweckſt⸗ r! Das machet deine guͤtig keit, Die ſchonet uns hie Viel⸗dieſe zeit. 4. O, GOtt bekehr und uch je große ſuͤnder, Ver unſre ſchwere ſchul barme dich der armen in⸗ der, Und habe doch mit uns geduld. Wirkinund kraͤftig durch dein wort, b die luſt zur ſünde dei⸗ Verleih mir, vate auch hierbey, Daß i dir kein unkraut ſey; mehr zu deiner ehre gruͤn' und bluͤh’, A und je Zur reinen ſaat ge⸗ d; Er Vor der Ernte. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 28 798. Dß milder ſegen In unſern fel⸗ dern jetzo ſchoͤn; Wir ſolten ne gaben, Die jetzund in i allerwegen Die wol dem felde ſtehn; Laß im eht dein fort. 5. Ach ſegne ferner 17 finft dein bau mt dg A! rnei — 4 N- — — —— —= t 8 8 wfn kbarteitd lt und fei vunder de Jſtrafe lner ſvolfer,ſh dyem tiefen * Durch her a peſt ert rhet deine Iſchonet w 3 Gott beic der, Pern Pvete ſchn hcbe B tuh den haum ſegnt fn 4 dr gee ſtehn — — —y—õ 4 fuͤr die Fruͤchte des Feldes. . 923 0 — gut ernte⸗wetter haben, Und alle noht voruͤber gehn. Gib, lieber GOtt! daß jederman Die fruͤchte voͤllig ernten kalnu. 6. Hilf, daß wir ſie in ruh verzehren, Und auch den armen in der noht, Voll lieb und treu, davon ernehren; Verhuͤte doch, o treuer GO TT! Bey deiner wohlthat jederzeit Den misbrauch deiner guͤ⸗ tigkeit. ,7. Und alſo laß uns kuͤnftig leben, Wie uns dein will im worte lehrt, Daß wir dir dank und ehre geben, Und ſich dein ſe⸗ gen taͤglich mehrt: Fuͤhr uns auchendlich insgemein In deine himmels⸗ſcheu⸗ ren ein. b Bey der Ernte. 4 Mel. Nun danket alle GOtt. —. Prolocket jung 79 9. K und alt, Ihr reiche mit den armen! Da GOtt den unterhalt Vom neuen aus erbarmen Fuͤr euch nun auf ein jahr So mildiglich beſchehrt. Was ſeuer wuͤnſchen war, Iſt vaͤterlich erhoͤrt. b 2. Es hat GOtt lob und dank! Hier fried und ruh gewohnet. Fuͤr krieg und untergang Hat uns der HErr verſchonet. Keim feuer, keine gluht, Kein ſchwerer hagelſtein, Kein hunger, keine fluht Roch ſeuche brach herein. Hrr Uns treu und wol bewahret: Wer haͤtt, wenn GOtt nicht waͤr, Uns ſonſt die frucht geſparet? Wer gaͤb uns ſonnenſchein? Wer regen oder thau? Was wuͤrds ohn ihn wol ſeyn Mit unſerm acker⸗ bau? 4. Umſonſt waͤr unſre muͤh, Umſonſt waͤr ſaat undpfluͤgen. Wir wuͤrden ſonſten nie Ein koͤrnlein wieder kriegen. Wir moͤg⸗ ten fruͤh aufſtehn, Und bis er ſchlafen gehn; Es waͤr umſonſt gewacht. s. So aber huͤtt und wacht Der herrſcher in der hoͤhe; Sein vater⸗ſegen Die ernte hat der ur mitternacht Nicht wieuull macht, Daß unſer wer 6 924 Ingemeiner Roht, und zwar 8 beſtehe. ſer. ddieſes mal Des ſaͤmanns noht Nicht unſern huͤtten wunſch geſtillt, Und reich⸗ſchade: Daß uns nicht ruhm und danke reizen. Der hat auchſgnade, Daß ja die feuers⸗ lich uͤberall Der ſchnitter angſt und leid, Nicht ſter⸗ hand gefuͤllt. aſſer⸗flul 6. Des ſegens uͤberfluß dre faͤhrlichkeit Und jam⸗ Wird nunmehr eingefuͤh⸗mer ſchaden thut. ret; Daß man geſtehen 10. Geſegne, treuer muß, Daß GOTT der GOtt! Das, was wir hm gebuhret, Der uns taͤglich eſſen. Gib auch mit reicher hand Erfreuet den armen brod, Du kanſt und erquickt, Und unſermſſie nicht vergeſſen; Herr⸗ vaterland Ein gutes jahr deine milde hanid Erfreut geſchiccktkt. iederman, Daß bey uns 7. Wir bringen garben ſtadt und land Den ſegen ein: Drum ſol uns kornſſpuͤhrenkan. und weizen Und garben I.. Laß unſer korn zut groß und klein Zum lob' ſaat, Ja bis 1 Wir reichen. Gib preiſen unſern GOtt, Der und that, Und thu an — eine kinder liebt, Und alle ein zeichen; Daß jeder ſi ben, waſſer⸗fluht, Nochan⸗ n ernte, ſuhg elber raht h uns ſ jahr ihr brod Zur zeit derhen kan, Du ſeyſt, HErt z. ernte giebt. zebaoth! Bey uns einwun⸗ 8. Gut iſt, o HERR dermann, Derrechte ireut das land Darein du uns GOtt. eſetzet; Groß deine ſtarke 12. Lob, and, Die uns ſo oft er⸗ſey Jezt und zu allen zes getzet; Unendlich deine ten Dir, der du eins un macht, Und ohne ziel dein drey, Ein GOtt der ewige i ruhm: Drum lobt dich tag keiten/ Dir vater, dirolt und nacht Dein volk im ſohn, Und dir GoOtt hei⸗ heiligthum. er geiſt! Den man im preis und ehre n⸗ . Verleih, o frommer immels⸗thron, Und hirr Sott! Uns ferner deinel auf erden, preiſt. tuh. en. Get rod, Di ergeſſn. de hadd Gh „Daſ be land den in. unſer ke bis Gib 1 1, Daß ſ Drſſeyſte wc ſin rUnd thua fir dee Fruchte des Feldes. os b Nach der Ernte. Mel. Von GOtt wil ich nicht. — Die ernte iſt zu 800. s ende, Der ſegen eingebracht, Woraus GOtt alle ſtaͤnde Satt, reich und froͤlich macht. Der alte GOtt lebt noch, Man kan es deutlich mer⸗ ken An ſo viel liebes⸗wer⸗ ken; Drum preiſen wir ihn hoch. 2. Wir ruͤhmen ſein er⸗ barmen, Das uns das feld beſtellt, Und unverdient uns armen Gethan, was uns gefaͤllt; Das immer noch geſchohnt, Ob wir gleich gottlos leben; Das fried und ruh gegeben jeder ſicher wohnt. 3. Zwar manchen ſchoͤ⸗ Beyunsen nen ſegen Hat boͤſes thun Dertetut verderbt, Den wir auf *) teism dund — N — —½ ☛ 1 —— ———,, =—== ö—— — —— la —— guten wegen Sonſt noch von ihm ererbt; Doch hat GOtt mehr gethan Aus unverdienter gute, Als mund, herz und gemuͤhte Nachwuͤrden ruͤhmen kan. 4. Er hat ſein herz ge⸗ — —— Daß nicht geacht, So hat er ſie verborgen, Und uns dur noht und ſorgen Zu dem gebeht gebrac„’„tht. 5. Oallerliebſter vater Du haſt viel dank ver⸗ dient: Du, mildeſter be rahter! Machſt, daß dein ſegen gruͤnt Wolan! dich loben wir Fuͤr abgewand⸗ ten ſchaden, Fuͤr tauſend andre gnaden. HERR GOtt wir danken dir. 6. Zum danken koͤmt das flehen; Laß uns, o from⸗ mer GOtt! Fuͤr feuer ſicher ſtehen, Und auch fur andrer noht. Gib dens⸗volle zeit, Erhalte deine gaben, Daß wir uns damit laben. obrigkeit. 7. Verleih zu deinem worte Beſonders dein ge⸗ deyn, Daß wir an unſerm orte Uns des beſtaͤndig= lul freun; Halt dieſen ſamen rein, Laß ihn viel fruͤchte bringen, Daß wir in allen dingen Kecht fromm und neiget, Uns ſuͤnder zu er⸗ freun; Und ſich uns gnug —— — chriſtlich ſeyn. 3. Laß dis uns zu dir b en⸗ bezeuget Durch thau unduu ſonnenſchein, Wennwires frie⸗ Regier die ut In gememer 9 oht, und zwar lenken, Was du zum un⸗ terhalt Des leibes wollen ſchenken: Daß wir dich mannigfalt In deinen ga⸗ ben ſehn, Mit herzen, mund und leben Dir dank und ehre geben. Ol laß es doch geſchehn. Sr. 9. Koͤmt unſer lebens⸗ ende: So nim du unſern b geiſt In deine vater haͤn⸗ e, Wo er der ruh ge⸗ neuſt, Wo ihm kein leid bewußt: So ernten wir mit freuden, Nach ausge⸗ ſtandnem leiden, Die gar⸗ ben voller luſt. Bey reicher Ernte. Mel. 3. Mein GOttich bin jezt. Err im him⸗ 80I. G auf erden! Herrſcher die⸗ ſer ganzen welt! Laß den mund voll lobes werden; Da man dir zu fuße faͤllt, Fuͤr den reichen ernte⸗ſe⸗ gen Dank und opfer dar⸗ zulegen. 2. Ach! wir habens nicht verdienet, Daß du uns ſo eimgeſucht. Ob gleich un⸗ gruͤnet, Brach⸗ 5 feld ge mel, GOtt Wolteſt du nach trauben fragen, Hat manheerlinge i getragen. 3. Vater! der du aus erbarmen Boͤſe kinder doch geſpeiſt, Der du beiden, reich und armen, Deines ſegens kraft beweiſt; Seh gelobet, ſey geprieſen, Daß du ſo viel guts erwieſen. 4. Du haſt fruͤh und ſpaͤten regen Uns zu rech⸗ ter zeit geſchickt, Und ſo hat man allerwegen Auen voller korn erblickt; Berg 6 5 Sehen wir im ſegenſtehen. ſ menge Doch die ſcheuren faſt zuenge. 6. Ach! wer iſt, der ſol che guͤte Dir genug verdan⸗ ken kan? Nim ein dankba⸗ res gemuͤhte Fuͤr die große wolthat an. Alle felderſol len ſchallen: GOtt macht ſatt mit wolgefallen. 7. Gib nun raft/ denmil⸗ ten wir doch keine frucht. den ſegen, ge dich 86 de. ri gͤ ſi und thaͤler, tief⸗und hoͤhen fru 5. Als das feld nun reif ſutd Werden bey des ſegens— Den uns deine Den hand ge 6 1 zur ernte; Schlugen wir an die ſichel an, Da man elſt recht kennen lernte, Was dein großer arm gethan⸗ r dee Fruchte des Feldes. hand beſchehrt, Auch ſo loͤblich anzulegen, Daß der fluch ihn nicht derjeht. Bleiben wir in alten ſuͤn⸗ den, Kan das gute leicht verſchwinden. 8. Schenk uns auch ver⸗ gnuͤgte herzen; Stolz und ſeis laß ferne ſeyn. Laß en undank nichts verſcher⸗ hen Streu den ſamen wie⸗ er ein, Daß wir jezt und kuͤnftig haben, Auch die gen durftigen zu laben. nerbltt,, 9. Laß dein wort auch r, tiefund fruͤchte bringen, Daß man irim ſegent taͤglich ernten kan; So das feld un wirdman hier jaͤhrlich ſin⸗ Schugn gen, Wie du uns ſo wol ge⸗ in, Dam than. Gib auch, nach den nen lernte, thraͤnen⸗ſamen, Freuden⸗ zer am Mhernt imhimmel, amen. 1 bey des V doch de ſth Bey ſparſamer Ernte. L. Wer ſſt/d 8 1 das GOTT g 802. G thut, das Knteſirde iſt wol gethan; So den⸗ nn Aleit ken GOttes kinder. Sieht „Gotn GoOtt uns gleich nur kaͤrg⸗ :n fun lich an, Liebt er uns doch vogen nicht minder. 11N 1) das herz Doch himmel⸗ t beweiſ allerwegen 1 werts, Ob wir gleich oft auf erden Ein ziel des jam⸗ mers werden. 2. Was GOtt thut, das iſt wol gethan: Im geben und im nehmen Sind wir bey ihm ſtets wol daran, Wenn wir uns nur beque⸗ men. Die linke ſchmerzt, Die rechte herzt, Und beide haͤnde muͤſſen Wir doch in demuht kuͤſſen. 3. Was GOtt thut, das iſt wol gethan. Er weiſt uns oft den ſegen, Und 4 er noch gedeyen kan, Muß ſich die hoffnung legen; ül Weil er allein Der ſchatz wilſeyn, So macht er an⸗ dre guͤter Durch den ver⸗ luſt nur bitter. 4. Was GOtt thut, das iſt wol gethan; Man laß ihm ſeinen willen. Es laͤßt ſich oft zum hunger an, Den er doch weiß zu ſtillen, Ob gleich das feld Nicht ernte haͤlt; M8n kan auch bey den brocken Vergnugt ſeyn, und fro⸗ locken. 5. Was GOtt thut, das Er zieht jiſt iſt wol gethan, Das feld mag traurig ſtehen; Wir ₰ gehn 1 N 928 . Kreuz⸗und Troſt Lieder, gehn getroſt in ſeiner bahn/ Und wollen ihn erhoͤhen, Sein wort iſt brod, So hats nicht noht: Die welt muͤßt eh verderben, Als genung wir durch hunger ſterben. 2 6.2 iſt wol gethan; So wol⸗ —— len wir ſters ſchlleſſer. 0 Iſt gleich bey uns kein Ca. ar naan, Wo milch und ho⸗ nig flieſſen; Doch iſts 6 Zur ſaͤttigung, ſeu Wenn GOtt nur ſparſan ſegnet, Obs gleich nicht manna regnet. IIl &Terderbte welt! 5 ₰ wie bittre gaben E unſerm becher ein? Bald ſcheint ein kleines wol zu laben, Bald quaͤlet große hoͤllenpein. Wie man⸗ cher dorn verletzt und ſticht/ Wenn man nur eine roſe bricht! b 2. Bald ſtreiten geiſt und fleiſch zuſammen Bald fliegt ein pfeil des boͤſe⸗ wichts: Bald ſtehet haus und ſtadt in flammen, Bald traͤget feld und acker nichts: Bald mangelt kleid, bald ſpeis und trank, Bald ſeufzt ein Lazarus der krank. IIl Kreuz⸗ und Tro⸗ der J. In allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ſchenkſt du nicht. 3. Doch frommen ſind i vater⸗ſch es b er GOttes liebe ruͤhtt ſe GOttes wege Durch trit⸗ nn ſal in ſein reich gefuͤhrt? une Denn auf der breiten wal⸗ n luſt⸗bahn Geht keine ſeele ſit himmel an.. . Wenn uns die welt is Wuͤrd uns der 85 1 hiuuni imn. nimmer ſuͤß: Wer leibes noht nicht ſchrecke,(mn Der ſeelen⸗luſt was koſt⸗ e lichs hieß? Denn wenn der leib aus angſt erſt Wird doch der geiſt m GOtt erauick. . Jur truͤbſal fuͤhrt der ruf der gnaden, Der uns 1 zu hlaͤge, Womit der weiß, wie manchen. nicht bitter ſchmeckte, e ai, wie mm vege Durt reich geſ der breiten vergelten, Gegeißelt ohne ne widerſchelten, Ohn wi⸗ bant; Sotrage doch, was du verſchuldt, Die laſt der „Geht kein 1 rer ſchme ns der . ritt. 4 Mi uͤberwiegen: GOtt giebt u⸗laſt wo nach kurzer jammer ⸗zeit DanDas allerſeligſte vergnuͤ⸗ Aus angie gen Der freuden⸗vollen c d ewigkeit. Verſchmachte — lunt 1* — — —+ — — — — Im msd das labſal ohne pein⸗ 6 —— Gott wiſcht dort alle thraͤ⸗ d nen abdb. zu Chriſti gliedern macht: Wie ſchwer war der nicht ſelbſt beladen, Wie hart verfolgt, wie ſehr veracht? Traͤgt nun dein haupt ſo williglich, So nim auch Chriſti kreuz auf dich. 6. Er ward beleidigt ohn widerſtand, Geſcholten oh⸗ derſpruch ans kreuz ver⸗ truͤbſal mit geduld. 7. Der hirt und biſchof unſrer ſeelen, Der mehr erlitt als ich und du, Fuͤhrt uns aus dieſer kummer⸗ hoͤhlen Bald jener him⸗ mels⸗weide zu; Da ſol Das lachen ohne weinen ſeyn. 8. Dis muß dein leiden leib! ſtirb, ſink ins grab! Mel. WoG Ott der HErr nicht. A4 DBer arme La⸗ 804. S zarus der lag Veracht und voll ge⸗ ſchwuͤre, Bat um die broſa⸗ men mit klag Vors reichen mannes thuͤre: Und nie⸗ mand kam und gab ſie ihm, worten. 2. So gehts der rechten kirch auf erd Mit ihren lie⸗ ben kindern: Sie iſt ver⸗ achtet, arm, beſchwert, Ihr Sie lieget vor dem reichen mann, Sie klagt, ſie ſchreyt, mand wil ſie hoͤren. broſamlein, Drauf man oft trit mit fuͤßen: Damit wil ſie vergnuget ſeyn, Und wils zu ruͤhmen wiſſen. Sie wuͤnſcht nur einen klei⸗ nen ort, Daß ſie mag hoͤren Chriſti wort: Daran ſolt ihr begnuͤgen. 4. Wolan! du armer chriſten⸗ hauf, Laß dein der nicht gleich wanken: Schrey nur mit Lazaro Uhinauf Zu GOtt; Nun Man fuhr ihn an vollungemM ſtüm Mit hart⸗und rauhen kreuz wil niemand lindern. ſo ſehr ſie kan; Und nie⸗ 3. Sie fleht nur um die “ 1—““ ———— 3— —*— 2 “— 5 2— B-—— ———— in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. 929 NH bleib in uuuul den unnueri wolt 838 Kreuz⸗und Tro ſt⸗Lieder den ſchranken, Darein er dich geſetzet hat; Dien in geduld ihm fruͤh und ſpat, Laßdir an wenig gnuͤgen. 5. Du brachteſt nichts auf dieſe welt, Nichtswirſt du mit dir nehmen; Drum darfſt du dich um ſchnoͤdes geld Allhier auch nicht viel graͤmen. Wer GOtt der hat was er ſol: Und waͤr er ſonſt gleich armuht⸗ voll, Kan ihm doch kein gut mangeln. b 6. GOtt denkt an dich in allem ſchmerz, Wer wil den troſt ermeſſen? Er faßt dich in ſein vater⸗herz⸗ Kan deiner nie vergeſſen. Wemm dich in truͤbſal nie⸗ mand kennt; GOtt dich bey deinem namen nennt, Den er ſelbſt angeſchrie⸗ ben. b 7. Es iſt noch mancher frommer mann, Dem GOtt ſein herz kan ruͤhren, Daß er dir hilft, ſo viel er kan: Du kanſt es oft wol ſpuͤren. Ja koͤnt ein menſch auch wie ein ſtein So hart und wol noch haͤr⸗ ter ſeyn, Daß ihn nichts § So kan doch Gdr der alles kan, Auch wol die pi⸗ hund erwecken, Und zur fui erbarmung fuͤhren an Daß n ſie die ſchwaͤren lecken. De Ermuntern, dir zu bringen gii baueſt. 9. Und ſch auch mit gewa aͤrft ein feind b ſie GOttes macht garbalt Stumpf und zunichte ma chen; Daß er vo grim abſteht, M muht dir entgegen geht h Dich liebet und befoͤrder 10. Er ſendet ſtets zith engel aus, Das ungl abzutreiben: Und raͤumt an die ſeele einſt ihr haus n Kan ſie nicht laͤnger blete ben; So tragen ſie ausa ler noht Die engel alſo fort ⸗ zu GOtt, Der ſie mittroſt ſerquicket. aqſa II. Groß iſt das elend, das uns kraͤnkt ganzen leben; Wer aber an die freude denkt, Die ſit GOtt uns dort wird ge ben; Traͤgt alles kreuz Lanz ohn verdruß, Wenn 4 raben kan er gleicher weiſ' un ſpeis, Wenn du das elend ſ auch lt Die zaͤhn ot in ſeinem rachen: So fan zunt n ſeinemi it ſanftebern In dieſem 8 r dit drzab —— un du da 1 verietzen. Da iſt und blei⸗ bet GOTT dein freund —— — ſchärft i gewalt 8 — 1 iu 90 1 1 vonſ ie„M entgegen 2 rſendet en: U nunſt die engelc hDrſen uj it d 3 uis 9 2 wedn 14 8 uberwinden: Erinnre michſe in allerley Tr rubſ alen uͤberhaupt. er auch gleich viel leiden muß Um Chriſti namens willen. 12. Da wird dich GOtt in ſeinem ſchooß In ruh und freude ſetzen, Macht dich von allem ungluͦck los; Nichts kan dich da Da drückt und quaͤlet dich kein feind, Der dich amen derfolget. b 1. O JEſu Chriſte! hilf du mir Mein elendll ſelbſt fuͤr und fur, Was ¹ und deſn ich dort werde finden: Und tit daß auf erden alles leid 6, Das Ni 7 de herrlichkeit, Die du mir dort wirſt geben. cht wehrt ſey deiner Mel JIEſu deine heilge wunden. 80 z. SPo d. wie iſt in herz zuſchlagen! Stuͤrmt doch alles auf mich zu. Tau⸗ ſend ſorgen, tauſend plagen kaßen tag und nacht nicht ruh; GOtt, ach! wohin wend ich mich: 2 Noht iſt inn⸗ und aͤuſerlich; Welt und ſuͤnde, hoͤll ünd teufel Stuͤrzen mich in angſt und zweifel. 2. Wil ich mich gen him⸗ mel kehren Schrey ich, lieb⸗ ſter GOtt! zu dir; Ach! ſo ſcheinſt du nicht zu hoͤren, Und ſo waͤrs ja aus mit mir. Aber nein! ich faſſe mich: Fuͤhrt mich GOtt gleich wunderlich; Endlich wiederfaͤhrt mir armen Dennoch raht,troſt und er⸗ barmen. 3. Ja mein GOtt! dich laß ich walten, Waͤr des lends noch ſo viel. Du werſ mich, dein kind, erhal⸗ ten, Du ſetzſt aller noht ein ziel. Wenn du mich glei hart betruͤbſt; Glaub ie doch, daß du mich liebſt. Bleib ich nur bey GOtt in gnaden, Kan mir noht und tod nicht ſchaden. b Mel. HErr ich bekenn vom ꝛc. 806. Krs ich denn nicht von angſt und pein Befreyet ſeyn, Muß ich im ungluk ſchweben: Weiß ich doch, doß mir meine ſchuld Durch GOttes huld In Chriſto ganz vergeben. Nun⸗ GOtt ——— 6 5 4. 931 31 4 932 GOtt iſt nicht weit; Nur Und rettet gern Die ſeinem ſchwach, Darinnen raht zu derſeſtwinden und leib: GOtt helf mir gluͤck, noht und pein, Als war es dein, W dich, wwWie du wilt; Du bi meinverſe Danreſtdu nict mehr Kreuz und Troſt⸗ Lieder kurze zeit Trit er was fern, wort nachleben. 2. Der menſchen huͤlf in meiner ſach Iſt viel zu finden: Der troſt des hoͤch⸗ ſten i der beſt', Und blei⸗ bet feſt. Was z Das ewge gut Macht rechten muht, Dabey ich bleib Wag gutſ uͤberwinden. 3. Allein zu dir mein hoffnung iſt, HErr IEſu ſtehe mir zur Chriſt! Ach ſeiten: Sieh auf mein un⸗ Venns wider mich wil ſtreiten. Ich bitte Erloͤſe mich, H Err! ſt mein ſchild, Und wirſt mich wol begleiten. Wer wird mich zufrieden zeitlich mußſhe birgſt. du dich! Ich ver, geh aus aͤngſten faſt„Weil du mich verlaſſenhaß; Ich bin nahe bey der doli len, ſtellen⸗ 2. Nicht vergeſſen! nicht verlaſſen!„Rufeſt du mir ſelber zu; Ich ſol nur ein ze faſſen, So findt mei⸗ ne ſeele ruh. Du haſt dich nur ſo geſtellt,2 Und dann wiederum er getzen. 3. Dur wilti ja in deinem lieben Zaͤrter ass deun ter ſeyn; Ich ſo lmich nur mhtdnendeh am ſchl ließt mich ins herz hina den ches voll barmherzigkett, Das zur huͤlf und troſt be reit: Von erbarmung hin geriſſen, Wird es endlich brechen muͤſſen. —-— — — — — Mel. ISſudein heilgewunden. CSein GoOtt! 807. haſt du an mich? Sol mein herz d der jammer freſ ſen? Ach wie lang ver⸗ — 4. Ja, wenn alle mut⸗ ter treue In der welt ver⸗ loſchen waͤr; Liebeſt d d doch ohne reue, Unterlaͤſſeſt nimmermehr, Uns vom herzen wol zuthun. Wol⸗ ten wir in dir rrruhn⸗ ——— —— S 7 — =—= ————— 81 ilt uns, 6 weil dirs ſo gefaͤllt/ Oft a nur auf die probe ſetzen, — —— 5—— —— — — — — —— —— — 5 Würdeſt du bey allen in A ———. —— —— — — 2— ——— — — ——— — * — — —— wittja ind arter als d 4 u wirſt nach dieſen zeiten zu dir alleine. ih Mich dadurch zum leiten. den durſt der ſeele ſtillen, ſſteh mit einem fuß im Die um troſt zum himmelſgrab, Da ich zu dem ſonſtu m ſtellet mir Lauter ja und elendentroͤſtet. gedenken. ——— —* in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. 933 gen Uns in deinem ſchootze Mel. Es iſt gewißlich an derzeit. tragen. 808 Wen GOTT, 5. Du wilt mik den vaO= O S0 ich ſchreye ter⸗haͤnden, Drein du mich fuͤr und fuͤr, Du wollſt ezeichnet haſt, Meinen dich mein erbarmen! All ummer treulich wenden: meine hoffnung ſteht zu Dieſe mindern meine laſt: dir, Ach rette bald mich ar⸗ Darinn bleibt mein name men, Der ich mit angſt um⸗ ſtehn, Wenn gleich welt geben bin; Ich weiß jetzund und zeit vergehn; Und duſſonſt nirgends hin, Alsnur 2. Mein arme ſeel voll liammers iſt, Der geiſt in 6. Nun ich traue deinen mir verſchmachtet: Mein worten, Du biſt vater! ichherz im leib ſich nagt unnd dein kind. Wenn mir auch frißt, Viel ſinnet und be der hoͤllen pforten Noch ſoſtrachtet: Und findt doch ſehr zuwider ſind; Ol ſoweder raſt noch ruh, O lie⸗l glaͤub ich dennoch feſt, Daß ber GOtt! ſpring du mir mich deine hand nicht laͤßt, zu: Sonſt muß ich gar ver⸗ Weil du dich ſo hoch ver⸗ſinken. meſſen, Meiner nimmer zu 3. Ich bin geachtet, wo vergeſſen. ddu nicht Mich gnaͤdig wirſtuu 7. Du wirſt ſchon dein bewahren, Als einer, deru wort erfuͤllen, Daß keinſaus dieſem licht Zur iini punct verloren geht: Undſſterniß muß fahren. Ich himmel fleht. Deine wahrheit niemand hab, Der mich amen fur; So darf ich 4. Die freunde ſtehen mich nicht mehr kraͤnken fern von mir, Und ſcheuen Du wirſt ſchon an mich meine plage. Ein jeder denkt: wer fragt nach dir? 1934. namens ehre. Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder Mir hilft nichts, daß ich klage. Die truͤbſal haͤuft ſich mehr und mehr; Des kreuzes laſt druͤckt mich ſo ſehr, Daß ich faſt muß ver⸗ gehen. 5. Ach HErr, ach HErr! erbarm dich mein, Vergib mir meine ſuͤnden. Eil, mich von angſt, von furcht und pein Aus gnaden zu entbinden. Nach deiner weisheit huͤlf mir ſchick, Im zorn mich nicht von hinnen ruͤck, Du allerlieb⸗ ſtervater! *6. Wend dich zu mir, o treuer GOtt! Laß dich mein flehn erweichen: Er⸗ rette mich aus dieſer noht, Und thu an mir ein zeichen, Daß jederman dadurchver⸗ ſteh, Daß kein gerechter un⸗ tergeh, Der deinem worte traueet. 7. Doch bitt ich nicht aus frechem muht, Ich ſtells in deinen willen: Was mir an leib und ſeele gut, Wollſt du an mir erfuͤllen. Thuan mir, vater! wie du 5 weeißt Daß mir es dient, und allermeiſt Zu deines und deiner macht Mich n ganz und gar ergeben: Auf rettung nacht, leben: Es geh mir, vater! wie du wilt, Der tod mir wie das leben gilt; Gib nur, was mir das beſte. geiſtes gab, Wie ich es kan empfinden, Den heilandin dem herzen hab, Mußaller zweifel ſchwinden: glaͤube feſte, daß mein Golt Mich wird durch lehenoder tod Gewaltiglich erloͤſen. der hoͤchſte hat Hierinnen auserſehen, Das wird nah ſeinem weiſen raht Bald folgen auf mein flehen. O HErr mein GOtt ich laß dich nicht/ Bis mir die gua. den⸗huͤlf geſchicht, Drauf ich ſo ſehnlich warte. 8. Ich wil, OErr dr offen tag und um ſterben oder ———— —— —. — — 9. Weil ich durch deines — —== — ——— — — — — — Ich 1 dere 10. Nun was mir GOtt ☛ ——— ——— ——— —— —— —— — — — — — Mel Aus tiefer noht ſchrey t. herzig herz! Deß gitte ſich nicht en tt. 30 du mir dieſen I kummer zugeſendet: JIo zugeſ weis, —— —— —— — och treuer Gott, barm⸗ ——— weiß/ daß chmerz 5 b, Wieit en, Denha enhab,M ſchwinde: iſte dabmin ddurchle altiglich et unwasmi ſte hat 5 en, Daswe weiſen ri zufmeinfeh uein Gom it Bismii dein gebrauch: Wer kind weh, Und fuͤhrſt uns wie⸗ drein gegeben; Was wil icharmer ſuͤnden knecht Dir nooch viel widerſtreben?. Er Und ſehnt man ſich nach ſei⸗ ähnlich werden. Aus liebe zugetheilet haſt, Und nicht aus haß und grimme. 2. Denn das iſt allzeit iſt, muß auch leiden: Wen du HErrlliebſt/ den ſtaͤupſt du auch, Giebſt ſchmerzen ſtatt der freuden; Fuͤhrſt uns zur hoͤllen, thuſt uns der in die hoͤh, Und wech⸗ ſelſt luſt und thraͤnen. 3. Hrr(dis erfuhr dein lieber ſohn Ja ſelber auf der erden: Denn eh er kam zum ehren⸗thron, Mußt er dekreuzigt werden Ergieng durch truͤbſal, angſt und noht; Ja durch den herben bittern tod Drang er zur himmels freude. 4. Hat ſich dein ſohn, der ſo gerecht, So willig iſt ein ſpiegel der geduld: ner huld; Muß man ihm Smallerley Trubſalenuͤberhaupt. 95 W weiß, daß du mir dieſe laſt/ Ri nunft zu glaͤuben, Daß die, ſo deine rechte ſchlaͤgt, In deiner gnade bleiben. Das kreuz ſezt uns in bangig keit; Wie ſchwerlich laͤßt ſich lieb und leid Bey uns zuſammen reimen. * 6. Was mir noch fehlt,“ gib ſelbſto GOtt! Erhalte meinen glauben, Daßmir ihn weder kreuzes⸗ noht Roch truͤbſals⸗winde rau⸗ ben. Erhalte mich, mein fels und hort! Befeſtge uul mich in deinem wort, Be⸗ mu huͤte mich fuͤr murren. 7. Bin ich ja ſchwach; laß deine treu Mir an die ſeite treten, Hilf, daß ich fen, ſeufzen, beten. So lang ein herz noch hofft und glaͤubt, Und im gebeht be⸗ unbezwungen. 8. Daß, JEſu! du mein heiland biſt, Zeugſt du mit deinem blute. Du weißt, was kreuz und truͤbſal iſt; A Du weißt, wie dem zu muh⸗ te, Den leiden noht und un gluck plagt, Undwirſt was 5. Ach vater! ach! wie in ſchwerlichpflegt Es die ver⸗ Auch leicht zu herzen faſſen. angſt un wehnuht Klagt, NRnu4 unverdroſſen ſey Zum ru⸗ ſtaͤndig bleibt, So lang iſts M 3„ 4 2 1 4 8 3 Kreuz und Troſt⸗Lieder deinem ſinn Jezt mitleid mit mir haben; Und mich, wie ichs beduͤrfig bin, Mit gnad und huͤlfe laben: Ach! eil, mir ſchwachen beyzu⸗ ſtehn, Laß mich durch dich geewiſſer gehn, Laß meinen fuß nicht ſtraucheln. o. Sprich meiner ſeele kraftig zu, Und troͤſte mich aufs beſte; Denn du biſt ja der muͤden ruh, Der ſchwachen thurm undfeſte. Greif mich auch nicht zu heftig an, Daß ich geduldig tragen kan, Was mir dein raht beſchieden. .. Und findet mirs dein rahtſchluß gut, Ein menis hier zu leiden; So laß mich nur in deiner hut, Als wie ein ſchaͤflein, weiden, Daß ich im glauben die geduld, Und durch geduld, GOtt! deine huld, Nach ſchwerer pein, erhalte. 1 12. O heilger geiſt, du a freuden oͤl, Das GOTT vom himmel ſchicket! Er⸗ freue mich, gib meiner ſeel, Was mark und bein er⸗ Jchweiß, du wirſt in ſo durch trubſal gehn, Voll herrlichkeit erlangen. in ewger luſt Hoͤchſt kreuz, das dir und mir be⸗ wußt, In freud und ehre wandeln. Da wird mein weinen guter wein, Mein aͤchzen lauter jauchzen ſeyn, Das glaͤub ich: hilf mir! amen! Mel. Ich wil meine ſtim erheb. Hdaß, o HERR! 810. dein ohr ſich neigen, Dir mein wort zu herzen ſteigen: Stoß mich ja nicht von dir hin, Weil ich arm und elend bin. Huͤ⸗ ter uͤber ſeel und leben, Welches ich dir ganz erge⸗ ben, Bringe deinen knecht aus noht, Der auf dich nur 2. Gnade! wenn ich mit gebehte Alle tage vor dich trete: Meine ſuͤnden mir verzeih, Und mich, deinen knecht, erfreu. Denn zu dir ſteht mein gemuͤhte, Du auicket. Laß mich ſchonhier die freude ſehn, Die alle, biſt gut und ſelbſt die guͤte: Du verſtoͤßeſt keinen nicht, Wel⸗ 3. Da wirſt du denn dig mit mir handeln; Mein —— abereſ 4Nnand ten, J twece engizah. lhwnace näxnen — — — — — — — — ——— —— — — — —— —— ——,— — — — —— — — — — — — dir undm⸗ freud ude Da wi eer wein,h. er auchaſ ich: ifn d weine ſiite Daß/ohhh 29 dein c Ar mein wa Shen: Stozt 9h dir hi, edelendbin. rage deine SDeraufdi Ott! e delwenntt lle tage ne Jiine ſinde ind wihſ teul d n gemuhbe et: in allerley Truͤbſalenuͤberhaupt. — ———— 8 1 3 9 7 4* —. 1 4 Welcher dich um ſchutz an⸗ ſpricht. 3. HErr! ich bitte, laß mein ſchreyen Vor dein treues ohr gedeyen: Hoͤre mir geneiget zu, Wie ich meine bitte thu. Wilmich truͤbſal ganz umringen, Und mit angſten auf mich dringen; So geht mein ge⸗ ſchrey vor dich, Denn ich weiß, du hoͤreſt mich. 4. Niemand kan ſich dir vergleichen, Jede that muß deiner weichen! Aller hei⸗ den große zahl, Deine wer⸗ ke allzumal Werden, HErr! ſich vor dir neigen, Deinem namen ehr erzeigen: Du biſt groß, und deine werk Sind voll weisheit, guͤt und ſtaͤrk. 5. Lehr mich deine wege gehen, Und in deiner wahr⸗ heit ſtehen: Halt mein herz bey dem allein, Daß ich dich, GOtt! fuͤrchte rein: Dank wil ich dir hoͤchſter! ſagen, Wenn du mich be⸗ freyſt von plagen: Deines namens herrlichkeit Wil ich preiſen jederzeit. 6. Groß iſt deine guͤt dem tiefen grabe Meine ſeele vorgebracht. Laß nicht ſtolzer leute macht, Die dich nicht vor augen haben, Sich an meinem jammer laben; Die gottloſen ſte⸗ hen mir Nach der ſeele fuͤr und füur. 7. Du hingegen haſt erꝛ barmen, HErr mein hel⸗ Deine guͤt iſt nicht zu zaͤh⸗ len, Deine wahrheit kan nun wieder an gnade ſpuͤren kan. ſich ſtaͤrken, Deiner magd ſohn rettung merken: Laß ein gnaden-zeichen ſehn, Und es mir zu gut geſchehn; Daß ſich meine feinde graͤͤ men, Und daruͤber muͤſſen ſchaͤmen, Daß du michiumuu ſchutz gefaßt; Und ſo reich getroͤſtet haſt. 29. Hilf, GOtt! daß ſich deine ehre Allenthalben her⸗ lich mehre. JIEſu Chriſt! durch deinen tod Rette mich aus aller noth. Heilger und gabe: Du haſt aus Geiſt! mich fort regiere, Run — biſt gnaͤdig fuͤr die ſchuld, Traͤgeſt lange zeit geduld: nicht fehlen, Siehe mich Daß ich 8. Laßdoch deinenknecht uul 938 Kreuz und Troſt Lieder Und auf rechtem wege fuͤh⸗i re, Daß ich jezt und alle⸗ zeit Dir zu dienen ſey be⸗ Mel. Ach GO 8II. t vom himmel ꝛc. treuer GOtt! Kreuz, truͤbſal, ungluͤck, angſt und noht; Der ſolle nicht verzagen: Duwolleſt ihn auf ſeine bitt, Wenner im glauben vor dich trit, Durch ſtarke hand erloͤſen. 2. Nun bleibt dis wort auch heute wahr Bey de⸗ nen, die drauf bauen; Und duerretteſt immerdar, Die dir vom herzen trauen. Drum ruf ich dich auch jet⸗ zo an, Da mir ſonſt nie⸗ mand helfen kan, Als du, GOtt, meine huͤlfe! 3. HErr der du vormals gnaͤdig haſt Aus ungluͤck mich gefuͤhret: Dazu ver⸗ nanoht mich nicht beruͤhret: Der vormals mir aus lau⸗ undmiſſethat Bedecket und vergeben: b malso nes ſorns gerechten grim In gnad und huld verkeh⸗ ret: Erhoͤre mich auch die ſom himmel ꝛc. ſes mal, Und ſchick vom ho⸗ Bu haſt geſagt/ oh Wo jemand mußertragen barm dich doch! Es ſteht in deinen haͤnden, Du kanſt allein das ſchwere joch Der truͦ noch ziel, Bey dir ſind ſa der mittel viel; Ach hif mir, HErr Hrr! deine guͤte fuͤr und huͤt t, daß manche laſt Und O ter gnad All meine ſuͤndſe ammer⸗ſtim Auch vor⸗ ft erhoͤret, Und dei⸗ en himmels⸗ſaal Troſt, huͤlfe und errettung. 5. O großer GOtt! er⸗ bſal von mir wenden: hſetze nicht zeit, magß „Bey dir ſind ſa Errlingnaden. 6. Erhoͤr, o vater mein ſich ſtillen; Und bitte, das verleih Um JE ſu Chriſti willen: Daß ich, weil ich noch lebe hier — fuͤr M fuͤr Mit herz und mund er⸗ hebe. cel. JEſu deine heilge wunden. Or⸗ Ꝙ☚‿ Ott mein va⸗ 812. ter zähl, — Schich Hrr der du meine ſeſſ geſchrey, Laß deinen grim ſmn Ind, was ich ine I n gnaden Meine ſeufzer, die ich thu. Wende von mr — — — —— — — ſpott und ſcaden 5 38 mir raht und huͤlfe zu⸗ ir rah und hulſdems fe 1 K härtt tels⸗ſanld errettung. oßer Gdd doch handen,R ſchwereſtt von wir wei nicht zeit, „Vey diſt *l viel; A. rr lingnada ör, ovaten „Laß deinen az Und/ w. verleih ln —— diinhalhen Ottn An malsbetruͤbet. in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. 930 Denke nicht der miſſethat/ſich muͤß vergehen, Weilich Ddiie mein fleiſch begangen hnn⸗ Sondern ſieh auf die⸗ eplagen, Die mich alle tage nagen. 2. Ach! ich hab es wol verſchuldet: Was ich jezt fuͤr ſtraf empfind, Und ich noch bisher erduldet. Iſt dagegen noch gelind: Dein Ueber mich, den boͤſen knecht, Der ich mich von dir verlaufen, Sunden aus⸗ geuͤbt mit haufen. 3. Was ich haͤtte ſollen haſſen, Hab ich leider oft gethan. Gutes hab ich unterlaſſen Mehr als ich nur wiſſen kan; Durch ge⸗ danken, werk und wort d Dich erzoͤrnt an manchem hn ort, Auch den nechſten nicht geliebet, Sondern ofter⸗ 4. Wenn ich nun daran gedenke; Steigt mirs der⸗ geſtalt zu ſinn, Daß ich mich vom herzen kraͤnke, Undin hoͤchſten aͤngſten bin. Mei⸗ ner ſchulden große zahl Drruͤckt und kraͤnkt mich äͤberall: Ach! ich fuͤrcht, nirgends kan beſtehen. izt zu fuße, Und begehre gnad und guͤt: Rim fuͤr meine ſchuld die buße Aus zerſchlagenem gemuͤht. Ba ter! ſchenk mir gnaͤdiglich, voͤllig ſtillen. 6. GOtt, ach GOtt! te, weisheit lieb'und macht, Hilf mir einſamen und ar⸗ men: Auf dich wart ich tag und nacht. Ach! er⸗ loſe nuch dochbald Aus der uüll noht, die mannigfalt. verweilen. ſo laſſen, Und mir kuͤnftig nicht beyſtehn: Wuͤrden die, ſo dein wort haſſen, Ihren ſpott nur an mir ken fuͤr, Daß ich zwar ſtets ſchrey zu dir: Weil ich aber und nacht gequaͤhlet. 8. Ich bekenn in — 2₰ 5. Dir„HErr! fall ich Daß ich oft erzoͤrnet dich; Laß um IEſu Chriſti wil durch dein erbarmen, Guͤ: HErr lich bitte, du wollſt eilen Und nicht laͤnger mehr 7. Solteſt du mich fort ſehn, Und mir hoͤniſch ruͤk⸗ ſo gefehlet, Bleib ich tas uu reu l und 940o0 Kreuz und Troſt⸗Lieder und ſchmerzen, Dieſes waͤrverlangen, Auf dich hof mein rechter lohn: Haͤttſich, HErr mein GOtt Laß ich dich gefuͤrcht vom her⸗mich keinen ſchimpf em⸗ ſa zen, Waͤr ich frey von ſol pfangen, Roch den feinden(in chem hohn. Doch deinſſeyn ein ſpott; Weil du 1 raht und weisheit iſt Soſden in ſchand und hohn, 5 groß, als du ſelber biſt; Laß Der dein harrt, nicht laͤſſeſt ſin mir noch dadurch auferdenſſetzen: Schand und ſchmach Ae Alles nuͤtz und heilſamſiſt deren lohn, Die dein ſun werden: gpoort veraͤchtlich ſchatzen. im 9. Daß ich deines na- 2. HERR! du wolleß mens ehre, Deine wunder⸗ mich ſtets fuͤhren, Undmit gut und treu Immerfort zeigen deine bahn; Mich allhier vermehre, Und dem ſdurch deinen geiſt regieren, nechſten nuͤtzlich ſey: Daß Das ich richtig gehen kan. auch kund wird jederman, Schreib mir ſelbſt ins hen Wie viel beſſer der gethan, hinein, Was dein worthe⸗ Der auf deine allmacht fehl und ſage: Dubiſt der bauet, Als der ſeinem witz mir hilft allein. GOd. vertrauet. ddein wart ich alle tage. *10. Nun, GOtt! du 3. Denk, o HErr! haß kanſt rettung ſenden Zu der deine gute Vor der welther angenehmen zeit; All mein ewig iſt: Zeuch dir, vater! elend kanſt du wenden, zu gemuͤhte, Daß du voll Nebſt betruͤbniß, ſorg undſerbarmen biſt; Meineru⸗ leid. Kom, HErr! kom gend miſſethat Wollſt du und eile doch, Nim mir abſjezt nicht mehr gedenken; das ſchwere joch: GOtt! Sondern mir aus lauter ich weiß, du hoͤrſt mein fle⸗gnad Aller ſuͤnden ſtraft pens Amenelaß es bald ge⸗ſchenken. chehen. 473 From iſt Gott und weiſet allen, Die voll wah⸗ g1 GFeci⸗ HErr rer reuund buß, Wieman i 3. Hſteht meinihm ſoll wolgefallen, Wu 1 — — —— — — ==— —— —— ————— ————— —— —— — — — —— 8 — 5— d fuhren,u ine babn; dengeiſtrege din in nir ſelbſti Sas deinnwe rage: Duti ullein. Ge ich alletan J,o Hn Ver dern Jeuchdn nennen Treu un man vor ihm wandeln muß. Die zerbrochnes her⸗ zens ſind, Troͤſtet er zu al⸗ u len zeiten: Wo er geiſtlich weg ſie leiten. 5. GOttes wege arme findt, Wil er ſeinen ſind zu gut an jedem ort, Denen, die ihn recht erkennen, Thun nach ſeinem bund und wort. 5 vergib durch deine huld, Und um deines na⸗ mens wegen, Meiner fuͤn⸗ den große ſchuld, Die ſich haͤufig bey mir regen. 6. Wer GOtt herzlich fuͤrcht und liebet, Wandelt auf der rechten bahn; Wer auf ſeinen bund acht gie⸗ bet, 89 am allerbeſten dran: Denn in gutem frie⸗ den⸗ſtand Wird der HErr ihn allzeit ſchuͤtzen, Und ſein ſame wird das land Erb⸗ lich haben und beſitzen. 7. Wer GOtt furchtet wird genieſſen Reichen troſt und wahre ruh; Das eheimniß wird er wiſſen, Im erkentniß nehmen zu. Meine augen ſind zu dir, HErr! gerichttt in allen ſa⸗ chen; Weil du meine fuͤße in allerley Truͤbſalen überhaut. 941 ſ mir Aus dem netze frey wirſt macen. 8. Wend dich zu mir mit erbarmen, Daß mir gnad und huͤlf erſchein: men, Der ich muß ſo ein⸗ und bangigkeit Hab ich jezt in meinem herzen. Fuͤhre uul mich aus noht und leid, und ſchmerzen. plag empfinde, Siehe mei⸗ Inen jammer an; Und ver⸗ gib mir alle ſuͤnde, Die ich lebenslang gethan. Aendr' auch meiner feinde ſinn, Die ſich auf gewalt verlaſ⸗ ſen, Denen ich im wege in, Und die mich aus fre⸗ velhaſſen. 10. HErr GOtt! groß von wunderthaten, Sey mein ſchutz, und mich be. ſpott gerahten, Dir vertrau ich ganz und gar. Schlecht zund recht behuͤte mich, Denn dir hab ich mich er⸗ geben. GOtt! wir hof fen ſtets guf dich: Hilf uns,/ hilf/ ſo lang wir le ben. Ach errette bald mich ar ſam ſeyn. Große angſt Mach mich frey von ſorg 9. Schau, was ich für l 242 Kreuz⸗und Troſt Lieder Mal. Taß s HErrdein ohree, und ſingen Wil vor trau⸗ ſiſt 1 I wil meine ren jezt nicht klingen; Mei⸗ i 8 4. 3) ſtimm erhe⸗ne 66 forſcht bey nacht, ſou ben, Und nach GOttes ret Und hat oftmals dis ge. ſin tung ſtreben: Meine ſtim dacht: Wird der Herr ſim me ſteigt empor, Und erſdenn ſtets ſo bleiben, Mich ſſit neigt zu mir ſein ohr. Dich, im zorne von ſich treiben? HErr! ſuch ich an dem ta⸗ Hat Lin gnaden dund ein un. ge Meiner großen noht und end, Daß ſich GOtt ſo von ſiei plage: Und bey nacht breit mir wendt? ich zu dir Meine haͤnde fuͤr 5. Wiler nicht mehr guͤt ihg und fuͤr. kerweiſen, Daß man ihn iip 2. Meine ſeel iſt als ver⸗drum koͤnne preiſen? Sei⸗ ſize laſſen, Und wilkeinentroſt ne zuſag und ſein wort ſor mehr faſſen: Nicht ohn Waͤhren die nicht immer⸗ den ſeufzen in der noht Tret fort? Iſt der HErr zuweit ich vor dich, treuer GOtt lentſeſſen? Hat er lieb und Meeinn gebeht muß zu dir huld vergeſſen? Wil er ſme dringen, Und mein elend nicht barmherzig ſeyn Nach vor dich bringen. Meines jammers iſt ſo viel, Daß mein geiſt verſchmachten wi 84 3. Du biſt, der mein au⸗ eruͤhret, Daß es keinen ſchlaf mehr ſpuͤret. Mich koͤmt angſt und ohnmacht an, Daß ich auch nicht re⸗ den kan. Ich gedenk der alten zeiten, Die mich ehe⸗ dem erfreuten: Mein ge⸗ muͤhte unterſucht Ihre all⸗ ſo vieler ſtraf und pein⸗ 6. Leztlich ſprach ichin dem denken: Sol ich mich zu tode kraͤnken? Kan doch GOttes rechte hand Leicht⸗ n lich andern ſolchen ſtand. Starker GOtt! du kanſt noch rahten Durch derglei⸗ chen wunderthaten/ Alsdu ſchon der ganzen welt Hin ſag und wieder vorgeſtellt. 7. Ueberleg ich un ge⸗ ſ muͤhte Bey mir deine lieb und guͤte, Deine weisheit/ 4 Ach mein ſaitenſpiel deine macht; Hoff ich d in 5 1 ſcht be 1 femals d Lud de ſoblbe 3 von ſih naden une ſich Gotſ we preiſen und ſei die nicht in uin 9 eriic ſrrah zrn ſo 6 — rrn durti rderdan 3 1 — — —— —*½ — — — —— N — η ——ꝑ —2 — —— — — ich bitte, hilf mir armen Durch dein vaͤterlich er⸗ barmen; Sende mir bald rettung zu, Und an leib und ſeeleruh: b 8. Daß ich mich zufrie⸗ den gebe, Und dir immer heilig lebe, Deines namens herrlichkeit Auszubreiten ſey bereit. Ich wil beten, i wil wachen, Dich, was uͤbrig, laſſen machen. Gott! ich weiß, du hoͤreſt mich, Denn dir trau ich feſtiglich. Mel. Wer nur den lieben G Ott. Sdch wil die hand 815. 9 und ruhte kuͤſ⸗ ſen, Die mich zu meinem beſten ſchlagt. GOtt laͤßt mich ſeine liebe wiſſen, Die er, als vater, zu mir traͤgt. 2. Ich weiß nicht viel von guten tagen, Doch bin ich Chriſt halſo ffl Chriſto gleich: Drum wil ich gf 8 alles freu⸗ dig tragen, Er macht mich doch am troſte reich: So daß mir leiden und verdruß in allerley Truͤbſalenuberhaupt. 943 auf tag und nacht. HErr! Zu meinem beſten dienen muß. 3. Die ſonne kan nicht immer ſcheinen, Der him⸗ mel iſt nicht allzeit klar: GOtt haͤlts nicht anders mit den ſeinen, Er fuͤhrt Doch wies GOtt meint, und was er thut, Das meint und macht er alles gut. 4. Muß in meinen jahren, Und auf dem wege dieſer zeit, Die ren; So bleib ich doch in GOtt erfreut. Ja waͤr ich auch dem tode nah, Iſt dennoch kraft und leben da. 5. Und koͤmt es endlich gar zum ſterben, So faͤllt mir doch der muht nicht hin; Im tode kan ich nicht verderben, Weil ich ſein kind und erbe bin. Ich weiß, daß GOtt mich ewig liebt, Und mir die lebens⸗krone gieht. 6. Liegt ſchon der leib im finſtern grabe⸗ Soſteht er doch verklaͤret auf. Denn wenn ich ausgeſchlafen ha⸗ be, Hohlt GOtt mich aus die heilgen wunderbar.. Muß ich nun gleich ggroͤſſe vieler angſt erſahe * 4 9,4a Kreeuz⸗und Troſt⸗Lieder— der tief herauf/ Und fuhrt Ach! ſeiner gnaden iſt viel⸗ mmich in den himmel ein; mehr. Da werd ich ewig bey ihm 2. Er ſchlaͤgt, doch heilt ſeyn. b b der auch die wunden: 8 n . Ich wuͤnſche mich lie t, wenn er uns gleich ſul von dieſer erden Je eherbetruͤbt. Ja, wenn wir noch, je lieber los. Im him⸗ kaum den ſchmerz empfun. ſii mel muß mir alles werden, den, Sucht er ſchon, was Da macht mein GOtt mi uns labſal giebt. Aus ſei⸗ b herruch groß: Da, da bin ner hand köoͤmt lieb und ſun ich an troſte reich, Und leid, Bey ihm quillt luſt ſubn in„inund traurigkeit. Go Gerr und ſeinen engeln 3. Drunk ſey getroſt,ge. kraͤnktes herze! Das kreuz 8. Cy nun, mein GOtt trennt dich und JEſum ſo magſt du walten; Ich nicht. Verkehrt ſich deine ſehn dulde mich im kreuz undffreuden⸗kerze Anizt ſchon ſine ſchmerz, Und wil dir wil⸗in ein todten⸗licht; O ler⸗ ſ lig ſtille halten. Gib dumir ne dieſes wol verſtehn: ſi nur ein froͤlich herz; Daß Den frommen pflegt es ſo du, mein liebſter GOtt zu gehn. allein Magſt meine luſt 4. Hie fuͤhrt uns GOtt ſhe und hoffnung ſeyn. durch rauhe wege Auf ei⸗ —— erbahn, dieerubſulhah 4 — 15 rtraͤgt man aber ſeine Mel. Wer nur den lieben GOtt. ſchlage Geduldig und mit 816. Betrübres herz, ſtillem geiſt: Wird doch zu⸗ 510. X ach ſtill dein lezt, was uns beſchwert, weinen: Mußt du ſchon In lauter honigſeim ver⸗ jezt auf dornen ſtehn; Pflegt tehrlt. doch der himmel mit den. Trink nur getroſt das d ſeinen Hier in der welt ſo maaß vollthraͤnen GOtt unzugehn. Iſtgleich dein zaͤhlt ſie dir ja ſelber zu. aammer noch ſo ſchwer, Ich weiß, es rriſt iig rigkeit derkehetſch erze An ten⸗licht, * wol van enmen pfe 6 eeführt um ahe wex endeüit 1 bet ſe ein nu lctrirn in allerley Truͤbſalen uberhaut. 945 — aͤngſtlich ſehnen Noch end⸗ lich die gewuͤnſchte ruh. Geht gleich das kreuz ſehr bitter ein, Muß dir doch it alles heilſam ſeyn. 6. Beydieſer welt muß luſt und freuden Oft reu und ſchmerzen nach ſich ziehn; Hingegen aus der frommen leiden Kan nichts, als tugend⸗roſen, bluͤhn; GOtt pruͤfet nur erſt un⸗ ſern muht, Eh er uns wie⸗ der gutlichthut. 7. From und geduldig ſeyn in plagen, Bricht Gott ſein treues vater herz. Er kan uns nicht beſtaͤndig ſchlagen, Ihn jammert endlich unſer ſchmerz. Ja, wenn er uns am weitſten ſcheint, Trit er zu uns, eh man es meint. liert man nimmermehr, Was thun uns denn die groͤßten feinde? GOtt geht im ſtreite vor uns her. Ach! wer nur feſt auf ihn ver⸗ traut, Hat auf den ſtaͤrk⸗ ſten fels gebaut. vlcee 9. Ruht demnach, ihr ndnn betruͤbte ſinnen! Ach! lebt nur GOtt, ſo hats nicht noht. Die hoffnung muß zulezt gewinnen, Er giebt nicht immer thraͤnen⸗brod. Kreuz, elend, ſchmach und alle pein Kan keinem chri⸗ ſten ſchaͤdlich ſeyn. Mel. Herzlich thut mich verlang. 27157 Gnſt GOtt fuͤr 817. G mich, ſo trete Gleich alles wider mich: So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter ſich. Hab ich das haupt zum freunde, Und liebet mich mein GOtt; Was ſchadet ſchmach und ſpott. 2. Nun weiß und glaͤub⸗ ich feſte, Und ruͤhm es oh⸗ ne ſcheu, Daß GOtt der freundund vater ſey: Daß er in allen faͤllen Zu mei⸗ ner rechten ſteh. Erdaͤm⸗ pfet ſturm und wellen, Er ſtillt mein achund weh. 3. Der grund, drauf ich uuul mich gruͤnde, Iſt Chriſtus und ſein blut: Durch die ſes ſeh und finde Ich dor: das wahre gut. An mir und meinem leben Iſt Ovo. mir der feinde Und neider hoͤchſt und beſte, Mini 3. 6 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder mchts der liebe wehrt: Nur was mir GOtt gege ben„Iſt was man wuͤrdig ehrt. 4. Wenn IEſus, meine ehre Mein glanz und ſchoͤn⸗ ſtes licht, Mir nicht im her⸗ zen waͤre; So doͤrft und koͤnt ich nicht Vor GOt⸗ tes augen ſtehen, Weil i ein ſuͤnder bin: Ich muͤſte ſtracks vergehen, Sein zorn riß mich dahin. 5. Mein JEſus tilgt der grund der herzen, Und und loͤſchet Fluch, hüllen⸗ pein und tod. Er iſt, der mich rein waͤſchet, Macht ſchneeweis, was nur roht. In ihm kan ich mich freu⸗ en, Hab einen helden⸗muht; Darf kein gericht nicht ſcheuen, Wie ſonſt ein ſuͤn⸗ der t ut. 6. Nichts, nichts kan mich verdammen, Nichts nimt mir meinen muht. Die hoͤll und ihre flammen Loͤſcht Chriſti theures blut. Kein urtheil kan mich ſchrecken, Mich troͤſtt, was mich betruͤbt; Denn mich wil Chriſtus decken, Der mich als bruder liebt. im herzen, Regiert mirmei⸗ ſorg und ſchmerzen, Nimt allen kummer hin, Giebt ſegen und gedeyen Dem, was er in mir ſchafft; Hilſt chheit ſehe nen ſinn, Vertreibt mir mir das abba! ſchreien Aus aller meiner kraft. 8. Und laͤßt ſich ſchwach⸗ n; Vertrit mich dieſer geiſt Mit ſeufzen, bitten, flehen, Das unaus⸗ ſprechlich heißt. GOtt dem meine noht bewußt, Er⸗ hoͤrt es, hebt die ſchmerzen, Giebt geiſt und ſeelen luſt. 9. Sein geiſt ſpricht mei⸗ nem geiſte Manch ſußes troſt⸗wort zu; Wie GOtt dem huͤlfe leiſte, Der ihn mit ſtiller ruh Geſucht, und ihm GOttes ſtadt, Wo herz und auge ſchauet/ Was es geglaubet hat. 10. Da iſt mein theil und erbe Mir praͤchtig zu⸗ gericht. Wenn ich gleich faul und ſterbe, Faͤllt doe mein himmel nicht. Mein Muß ich gleich meine zeit 7. Sein geiſt wohnt mir ihm vertrauet; Er zeigt JEſus hilft mir ringen; Oft thraͤnen⸗voll zubrin⸗ en, Tga Wettr 5 tnern A 46 dn 3 h mirſchafte abba 3 meinai — 1 Mit ſi ten dur ſheißt. Go dder herzen oht bewuht eybt ldeſt ſt und ſeelen nu ſte Mauh tit zu; Pel han gefahr und ſtreit man nur kan erdenke ſen⸗ klein oder groß; Sol mich von Meißt mi ens Und kan nicht in allerley Truͤbſalen uberhanpt. 942 gen. Durchſuͤßt er doch mein leid. II. Wer ſich mit dem ver⸗ bindet, Den ſatan flieht und haßt; Der wird ver⸗ folgt, und findet Nur hart und ſchwere laſt Zu leiden und zu tragen, Geraͤht in hohn und ſpott: Das kreuz und alle plagen Sind ihm O eintaͤglich brod. 12. Das iſt mir nicht verborgen, Doch bin ich unverzagt; GOtt wil ich laſſen ſorgen, Dem ich mich zugeſagt. Es koſte leib undleben, Mich ſelber/ gut und ehr; Ihm bleib i ich feſt ergeden, Ihn laß i nimmermehr. 33. Kein engel, keine freuden, Kein thron und herrlichkeit„Kein lieben und kein leiden, Keinangſt, Was n, Es c ſ lenken„ aus ſeinem ſchooß. 14. Mein herz iſt wol traurig Von angſt ſonn' die mich aehdanhet, Iſt mein HErr IEſus Chri; Das, was mich ſin end machet, Iſt, was im him⸗ mel iſt. Seiß dich los von Aallen ſchmer⸗ zen, Meine ſeele! reitz dich los. Wirf die unruh aus tes gnaden⸗ſchooß: Trock⸗ ne deine heiſſe thraͤnen, Stille dein Ahane ſeh⸗ nen; Denn dein vater in ach und weh. 2. Eile doch zum den ſtuhle„Wenn ſi Hü und ungluͤck regt; dich in der elends⸗ ſchule 4 * 1 3 4½ * 4 Sln ſchlaͤgt, Eil zu GOttes va⸗ ter⸗ armen, Flehe ſehnlich um erbarmen 4 Sprich: HErr! meines JIEſu blut Macheraueſchulden gut. 3. Flieh zu des erloͤſers ewiglich Ganz genau mit dir verbunden: Hier iß 9 und usheegeloeden und ſchutz fuͤr dich. 92b 2 lauter ſonnenſchein. Diel Mel. Alle menſchen muͤſſenꝛc. dem herzen, Fall in GOt⸗ l der hoͤh Siehet auf dein” GOtt mit harten ruhten wunden, Wodurch er ſich 94s Kreuz und Troſt⸗Lieder in FEſu wunden lieget, das ziel der freuden ſteckt, Pat ſchon manche noht be⸗Ob dirs IEſus gleich ver⸗ jeget: Und ſein blut, der decktt. lebens ⸗trank, Heilet die, ſo 7. Trinke nur den kreu ſchwach undkrank. zes⸗becher, Den dir JEſus 4. Immer an das kreuz eingeſchenkt. Wird der leib, gedenken, Macht die laß ſ die ſchale, ſchwaͤcher, Un noch eins ſo groß; Durchmit angſt und noht ge⸗ i ein ungeduldig kraͤnken kraͤnkt; Kriest dein geiſt Wirſt du doch der laſt nicht doch neue kraͤfte, IEſus los. Dein troſt ſey, geduld miſcht die bittern ſaͤfte und glaube; Mach es nur Durch ſein ſtaͤrckungs vol⸗ wie Roaͤ taube, Die auf les blut, Das die groͤßte Keibemmwaſe fliegt, Biß wirkung thut. daß ſie ein oͤl⸗blat kriegt. 8. Alles, was dich jetzo i 5. Mim die hoffnun auallet, Dient zu deiner ſet wahrer chriſten⸗ a auchlen heil; Ja dein ſchmern noch im tode hofft. Troſt iſt ſchon gezaͤhlet, Und dein nachwelchem wirgeluſten, JEſus tragt ein theil Koͤmt bey IEſu unver Greifnur zu mit glanbens⸗ 1 hofft. Kreuz und palmen, haͤnden: Deine ſchmach 3 ſchmerz und lachen Sind wird ſich bald enden/ Wemn zwar unterſchiedne ſachen; dit ſachen GOtt nach der jammer⸗ Dh ein feoher auzenblit nacht Dir den tag der freu ruͤck. den macht. e 6. Achte das fuͤr kein 9. Mache dir nun feine veerderben, Wenn dich ſorgen, Denn der foͤchſte ſchwere krankheit druͤckt, ſorgt fi r dich: Und vielleicht Wenn der Hrr ein taͤg⸗ſiehſt du ſchonmorgen Wie Acch ſterben Dir in deine dein lieber vater ſich In⸗ lede ſchict Das ſind nigſt um dein wol bemu⸗ eine boͤſe ſchlaͤge, Sondern het, Und auf dein veronut ſi ter liebes⸗wege, Woggen ſiehet; Wie er dic b 4 4 4 1 8 8 au 4 3 3 4 8 AA 4 8 3 4 3 4 — 5 3 5+“ — —— t — — — — — —y — —— — — in ſtaͤrchuns . Das d ithut. Dientzu dem Ja dein ſt zählet, braͤgt ein t:zuwitga 4 Deine ſt jbaldendent dach der ſ r den todd t. eache dr u. „Dau da — dichnde A ongolh. xr vuit d den ne dauf du — gg 1 et: We 6 2 —. in allerley Truͤbſalen äberhaupt. 949 nach kurzer pein, Auch recht lange kan erfreun. 10. Muſt du gleich noch immer weinen; Ey, dein GOtt bleibt deine luſt. Wil das licht nicht immer ſchei⸗ nen, JEſus ſchmuͤckt doch deine bruſt Endlich, nach den truͤben ſtunden, Mit dem purpur ſeiner wun, den, Und du biſt, als ſeine braut, Ewiglich mit ihm vertraut. II. Iſt es aber GOttes wille, Dich von dieſer welt zu ziehn; O ſo halt gelaſ⸗ ſen ſtille: Denn ſo wirſt du ſelig fliehn Von dem jammer zu der freude, Von der ſchmach zum ehren llei⸗ de; Nach der uͤberſtand⸗ nen quahl, Zu des lammes hochzeit⸗mahl.. 12. Nun ſo kom, mein JEſu, eile! Eile! mich ver⸗ langt nach dir; Weil ich aber hie verweile, O mein freund ſo goͤnne mir Glau⸗ ben, liebe, hoffnung, freu⸗ de, Und, nach hingelegtem leide, Jenes ſchoͤne Cana di olang 8„Wo ich ewig jauchzen nicht, In ſo ſchwer⸗t gu. b „Sooz 4 4 ₰ truͤbſt du . 8. V dich, mein herz! Bekuͤm⸗ merſt dich und traͤgeſt ᷣ☛ chmerz Nur um das zeit⸗ — nem HErrn und GOtt, Der alle ding erſchaffen hat. b 2. Er kan und wil dich laſſen nicht, Er weiß auc wol, was dir gebricht; Him⸗ mel und erd iſt ſein: Er iſt uul mein vater, HErr und GOtt, Der mir beyſteht in aller noht. ‚Weil du mein GOtt und vater biſt, Wirſt du dein kind verlaſſen nicht, bin ein armer erden⸗klos, troſt. 4. Der reich' verlaͤßt ſich auf ſein gut, Dochich ver⸗ traue meinem GOtt; Und werd ich gleich veracht, So weiß und glaͤub ich feſtig⸗ mangeit nicht. 5. Elia! wer ernehret In ſo ſchwer theu⸗ rer zeit? Ein witwe im —— lich gut? Vertrau doch dei ul Du vaͤterliches herz! Ich Auf erden weiß ich keinenuuu lich, Wer dir vertraut, dem dich, Da es ſo lange reiner 4 7 9 Zido 1 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder. I donier⸗land, Zu der du von GOtt warſt geſandt. 6. Da unter dem wachol⸗ der⸗baum Der engel Gotts vom himmel kam, Bracht er ihm ſpeis und trank. Er gieng gareinen weiten gan Bis zu dem berg, Horeb genant. f. Des Daniels GOtt nicht vergaß, Als er unter ſander hin, Ließ ihnen neh⸗ men grim und wuht Dur ſeine wunder⸗macht un ut. 8. Joſeph in Egypten verkauft ward, Vom Pha⸗ rao gefangen hart, Um ſei⸗ mner froͤmmigkeit. GOtt macht ihn zu ein'm großen herrn, Daß er kont vat r und bruͤder nehrn. 9. Es ließ auch nicht der treue GOTT Die drey maͤnnr im feur⸗ofen roht. Sein engel ſand er hin, Bewahrt ſie fuͤr des feuers gllut, Half ihnen aus der angſt und noht. 10. Ach GOtt! du biſt noch heut ſo reich, Als du geweſen ewiglich: Mein den loͤwen ſaß; Sein engel fachmich an meiner ſeele reich, So hab ich gnug hie und ewiglich. b II. Der zeitlichn ehr wil ich gern entbehrn; Du wollſt mir nur das ewge en haſt Durch deinen her⸗ ben ittern tod: Das bitt ich dich, mein HErr und GOtt! dieſer welt, Es ſey gold, ſilber oder geld, Reichthum nur eine klin zei 5 ilft doch nicht zur ſeligkeit. 33. Ich dank dir Chriſte, GOttes ſohn! Daß dumir ſolches kund gethan Durch dein goͤttliches wort: Ver⸗ leih mir auch beſtaͤndigkeit Zu meiner ſeelen ſeligkeit. 14. Lob, ehr und preit ſey dir geſagt Fuͤr alle erzeigte wolthat. Ich! demuͤhtiglich, Laß mich nicht von deinm angeſicht 820. dertraun ſieht ganz zudir. nur zu 53 gewäͤhrn, Das du erwor⸗ 12. Das alles, was auf undzeitlich gut, Waͤhrthier dein bitt Verſtoßen werdenewiglich. Mel. JEſu deine heilge wunden. ion! gib dich 1 — — — —— —9 — — — in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. 951 dad den, SOtt iſt noch bey dir ſchmerz und pein: Iſt dein c nicht bewegen, Dieſe fluht an tod Wird dich GOtt nicht⸗nur macen. aldeine won 2 dem terlich umfaſſen. darinn; Du biſt nicht von purpur, ſchmach und blut,Y ihm geſchieden, Er hatei⸗Duͤrftigkeit dein haab und nen vater⸗ſinn. Wenn er gut; Zion! laß dir dech ſtraft ſo liebt er auch, Dis nicht Trauen, Du kanſt dei⸗ iſt ſein beliebter brauch: nem GOtt vertrauen. Zion! lerne dis bedenken, 5. Draͤut man dir mit ICarum wilt du dich ſoſſchmach und banden, kraͤnkenn Schreckt dich tod und her⸗ 2. Treiben dich die mee zeleid? Ey! du wirſt doch res⸗wellen In der wildenſnicht zu ſchanden, Denk tiefen ſee; Wollen ſie dich nur an gar ſerſchellen, Rufſt du nur froh und wolgemuht, aͤng Schweigt auch IEſus ſtillthut. Zion! GOtt wird dazu, Gleich als in der ſanf dich ſchon ſtaͤrken, Dieſes ten ruh: Zion! laß dichmuſt duglaͤubig merken. 6. Freue dichles koͤmt das wird ſich bald legen. eende nd der abend ſchon 3. Berg und felſen moͤherbey. Gib dich nur in gen weichen, Ob ſie noch GOttes haͤnde, Dieſer ma⸗ n ſofeſte ſtehn. Mond und ſchet dich bald frey: Und fuͤr ſonne mag erbleichen, Jaſtruͤbſal, ſpott und hohn die welt mag untergehn: Giebt er dir die freuden⸗ firg Hat es doch mit dir nichtſkron. Zion!ſoſtehndeineu noht; So im leben als im ſachen: Darum laß die welt „Halleluj Ine Dalelradeine ſchoͤn 4. Muͤſſen deine thraͤ⸗und groß. IEſus, deine ſinken laſſen, Sondern vaͤ⸗ ———- ie ewigkeit. Sey lich ach! und weh Da der HErr dir ſolches nen⸗quellen Dir an ſtattſgnaden⸗ſonne, Nimt dich der perlen ſeyn; Muß ſich gar in ſeinen ſchooß, Troͤ⸗ angſt und noht geſellen ſtet, liebr und küſſet dich, Druͤckt dich kummer, Deckt und ſchuͤtzt dich guae Ooo 4 dig 9e Krreuz⸗und Troſt⸗Lieder. von freuden ſagen? 8. Freuen ſich die him⸗ lebeſt nach dem ſterbenmand verhindern Ausal⸗ Dort bey ihnen fuͤr und len menſchen⸗kindern: Es fur, Wo dein IEſus dich geht nach ſeinem raht. erfriſcht, Dir die thraͤnen 4. Wenn auch gleichaus ſelbſt abwiſcht. Wer wil der hoͤllen Der ſatan ſelber Beny des lammes hochzeit ſcheiden— ——— Von ſeinen raͤnken laſſen, betruͤben, OGOtt. heißt Immannel. Vertrau Sols ſeyn, kein menſch es alls gut machen, ind foͤr⸗ihm noch ſo leid. Wiles dern deine ſachen, Wie dirs GOtt aber nicht, So kans 2. Denn GOtt verlaͤſſet muß zurucke bleiben: Was keinen, Der ſich auf ihn ver GOtt wil, das geſchicht. ſeinen, Die ihm vertrauen gebe, Alls ſey ihm heimge⸗ feſt. Laͤßt ſichs an wunder⸗ſtellt. Nach nichts ich ſonſt lich; So laß dir doch nicht mehr ſtrebe, Als nur/ was Brauen⸗ Mit freuden wirſtſihm gefaͤllt: Drauf wart undu ſchauen, GOtt ſchuͤtz iich, und bin ſtill; Sein will il doch der beſte Das gůn dich nun von den frenden, ſich Dir wolt entgegen ſtell len, Und untertreten dich; So muß er doch mitſpott wird ſelig ſeyn. niemand forttreiben, Es diglich. Zion wo iſt nunſ 3. Auf ihn magſt du es dein klagen? Kanſt du nichtſwagen Mit unerſchrocknem muht: Du wirſt mit ihm ehim ſerjagen, Was dir hie nitz mels⸗erben, Zion! nichtſund gut. Was GOtt be. ſchon uͤber dir? Denn du ſſchloſſen hat, Das kan nie⸗ 3 Mel. DBon Ot wil ich nicht ꝛc. Womit er di—. wif faſſen 5 821„Was witdudich Zenn dein werk foͤrdert 3 Me memeliebeſeel Sieh,daß F.Er richts zuſemenet. du den magſt lieben, Derſren, Und deiner ſeligkeit, dich ihm allein; Er wird kans wehren, Und wars 3 laͤßt. Er bleibt getreu den 6. Drumich mich ihmer⸗ then eidn ſeinem emauch ſ d ſet ADer ſeimne volr entzene untertetn. 4 er doch ni zen räͤrienge er dichwilß in wert ſ ichts zuſtte A deiherſth An, kei m ehren, Uu hſo leid. 4 Aötke bleiben. ’ dasget Sö ſy hn achrichtit Ä Drah len Ein kreuz und druͤcket Je mehr ſie dich erfrend b b b 7. Dar⸗ 9 in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. — 2853 ich ſteif und feſte, GOtt maches, wie er wil. *7. HErr! gib, daß i dein ehre Ja all mein le⸗ belang Vom herzen⸗grun⸗ de mehre, Dir ſage lob und dank. O vater, ſohn und geiſt! Der du aus lau⸗ ter gnaden Abwendeſt noht tes muhtes, Mein herz! in und ſchaden, Sey immer⸗dein vviel autes Erweiſet dir dein. dar gepreiſt. dich; Pflegſt du zu GOtt zu eilen, Dein geiſt ermun⸗ mehr kraft. huͤlfe ſchafft. 4. Drum deiner noht. Bedenke, wie wol zufrie⸗ Mel. Aus meines herzens ic. pein. GOtt; Dem klage deine Ermuntre dein ge⸗ Sein herz! ſey muͤhte, Und hoff auf ſeine 822. gite, So wirſt du gluͤcklich den, Stell doch dein trau⸗ ren ein. verzaget ſeyn, Wenn dich ein ungluͤck druͤckt. Laß dir es doch in allen Mit freuden wolgefallen/ Wie GOtt es nach ſeiner treu Durch ſei⸗ mit dir ſchickt. — ſtes allezeit. Du muſt nicht ir ſtracks ermuͤden, Noch ſomachen, Sey ſtill ſucht durch wol kreuz und plagen Dein be⸗Getroſt Du weißt, bey. yvn. 5. Laß nur den hoͤchſten till und murre nicht; Befiehl ihm deine ſachen, Er weiß was dir gebricht, Und wird, ner allmacht thaten, Dir und weislich rahten; bey guten tagen Findt ſich 6. Und ob er lang aus⸗ — hoͤllemuſt. 3. Koͤmt aber je zuwei⸗ wenn GOtt huͤlfe ſendet, Ooo5 ſey doch gu-⸗ : Gott ſteht dir W chſtert ſich, Dein beten hat Du lerneſt GOtt vertrauen, Geduldig auf ihn bauen, Bis er dir t oft ſicherheit, Biſt dann bliebe, So warte mit ge voll ſuͤnden⸗luſt, Haͤngſt duld; Es wartet ſeine liebe an den eitelkeiten, Die dich Auch dein mit großer huld. an alſo verleiten, Daß du zur Je laͤnger kreuz und leid, Je beſſer es ſich endet: Und . pein. der no Kreuz und Troſt⸗Lieder 7. Darum ſolt du nicht ſorgen In langer kreuzes⸗ n. Vielleicht kan dir ſchon morgen Nach wunſch geholfen ſeyn. niemals ſo nah, Als wenn die noht ſich mehret; Wenn menſchen raht aufhoͤret, Iſt ſeine huͤlfe dnd. 8. Wer GOtt in allen dingen Getroſt vertrauen kan: Dem wirdes nie mis⸗ lingen; GOtt nimt ſich ſei⸗ ner an. Denn wo er ihn ver⸗ ließ, Muͤßt auch ſein wort betruͤgen; Allein GOtt kan nicht luͤgen, Drum hilft er auch geiß. b 9. Es iſt niemals geſche⸗ hen, Daß ein geplagter chriſt, Wenn er auf GOtt geſehen Zu ſchanden wor⸗ den iſt. Gewiß iſt, daß ſich Glt Nich unſern vater nente, Wenn er nicht ſchwach: So gib, HErr! elfen kunte Noch wolte in dhwach. So gid, d Mt. 10. Mein herz! von die⸗ ſem allen Nim troſt in dei⸗ ner noht. rreuz befallen, Es bringt nicht gleich den tod; Dein vater kan und wil Dich he⸗ ben’ retten, tragen: Auf ihn wirf deine plagen, Und halt ihm willig ſtiil. *II. NunGOtt! was dir ſi efulle So mir begegnen ui oll; Das werd ins werk ſoe geſtellet. Ich bin der hoff⸗ deinem raht Geduld und troſt verleihen, Zulezt mich i in der that. 12. Du wolleſt mich nur ſi keit. Ja, laßmich chriſtlich merken Des kreuzes nutz⸗ pein, Wie ſehr ſie auch be⸗i truͤbet, Doch jedem, der heilſam ſen. 13. Weil ich dich auch 6 ungemach; Dis aberzuer⸗ r weiſen, Ich leider! viel zu ſ mn GOtt iſt nung voll, Du wirſt nach imn auch erfreuen Durch huͤlfe b ſtaͤrken In meiner bloͤdig⸗ barkeit; Und daß deſſelben dich liebet, Muß nuͤtz und ſol preiſen Fuͤr kreuz und 6 eal daß ich dort In jenen him⸗ mels⸗freuden, Fuͤr alles kreuz und leiden, Dichprei⸗ ſe fort und fort. Melden 3. 9 „(Cdarum ſolt ich 823. Werun —— mich denn graͤmen? Habich duchi — Hat dich ein der dlligſil, nGOt as So wit beng mir ſchon Jö bi d Beygelegt im glauben. 1, Du wi 19 Gda ihen, Jalh luen dan wolleſme ein meiner Dlaßmchch des krewze Alnd daß d Ceſehr ſem doch ſede at, Muß u rehu. Deil ich dh 6 F h; Doh 1 r ih leider n 8 = ——— 9 So Jort Inſe Aden, 99 a leiden, dffort. —— — — — 7 ₰ — — — — — 2. Nackend lag ich auf ſpotten. dem boden, Da ich kam, Da ich nahm Meinen erſten odem. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn ich werd Aus der erd Als ein g ſchatten fliehen. b* Gut und blut, leib, ſeel und leben Iſt nicht mein, GOtt allein Iſt/ der mirs gegeben. Wil erswie⸗ der zu ſich kehren, Nehm ers hin; Ich wil ihn Den⸗ noch froͤlich ehren. Der es ſchickt, der wird es ogo wenden; Er weiß wol, Wie er ſoll All mein un⸗ gluͤck enden. 5. GOtt hat mich bey guten tagen Oft ergetzt; etwas tragen; Frot GOtt und ſtraft mit maa bens guter? Eine hand hen: Er, mein licht, Kan Voller ſand, Kunmer der . 9 2 in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. 9555G1 ſtum noch, Wer wil mir den nehmen? Wer wil mir den himmel rauben, Den GOttes ſohn mich nicht Ganz und gar verlaſſen. 6. Satan, welt und ihre rotten Koͤnnen nun Nichts mehr thun, Als nur meiner ken. Laß ſie ſpotten, laß ſie lachen: GOtt mein heil Kan in eil Sie zu ſchan⸗ den machen. b 7. Unverzagt und ohne rauen Sol ein chriſt, Wo er iſt, Stets ſich laſſen ſchauen. Wolt ihn auch muht Dennoch gut Und fein ſtille bleiben. 8. Kan uns doch kein tod nicht toͤdten, Sondern reißt Unſern geiſt Aus viel tau⸗ ſend noͤhten, Schließt das thor dem bittern leiden, Undmacht bahn, Da man kan Gehn zun himmels⸗ freuden. 9. Da ſol ich bey Chriſti ſchaͤtzen Geiſt und herz, Auf den ſchmerz, Ewiglich gut zu finden; Was die 10. Was ſind dieſe le⸗ der tod aufreiben; Sol der ſergetzen. Hier iſt kein rechtiu welt In ſich halt, Muß wieu cht rauch verſchwinden. Fromm iſt (OSdtt iſt raht und that, GOttes gute fuͤr. 4 3 256 1 Kreuz und Troſt⸗Lieder gemuͤhter. Dort, dort ſind Die erfahrung wird dich die edle gaben; Chriſtusllehren. Klopfe nur an ſei⸗ wird, Als mein hirt, Mich ne thuͤr, Stell ihm deine⸗ 7 dortewig laben. noohtdurft fuͤr. I1. HERR, mein hirt 3. Bricht dein herz? ihm brun aller freuden! Du biſt bricht es auch, Und er muß mein, Ich bin dein, Nie ſich dein erbarmen. Es iſt mand kan uns ſcheiden: Ich heinet liebe brauch, Nach bin dein, weil du dein leben den ſchlaͤgen zu umarmen; Und dein blut, Mir zu gut, Weil dem ſohn, den er ge In dentod gegeben. ſſtaͤupt, Doch ſein herz ge⸗ 12. Du biſt mein, weilſwogen bleibt. ich dich faſſe, Und dich nicht,/ 4. leberwind ihn durch O mein licht! Aus dem geduld, Du muſt ſtülle ſeyn ſit herzen laſſe. Laß mich, laß ſund hoffen; Das ſetzt dich en mich hingelangen Wo du in ſeine huld. Wenn dich kue mich lind ich dich Ewigkreuz und noht betroffen, duc werdumfangen. Trag es willig; mit der ne ——zeit Ernteſt du auch fro⸗ lichkeit.* b 5. Harre nur mit Iſraet 824. Soraure nicht, Hoffnung machet nicht zu D betruͤbtes ſchanden. Es iſt ja nahh herz! Steht dir doch der frenden⸗ol Fuͤr die traurig⸗ himmeloffen; Da kanſt du, keit vorhanden. GOttes im groͤſten ſchmerz, Troſt wort,dein Gilead, Iſt was und freuden⸗blicke hoffen. immer balſam hat. Laß den ſeufzern ihren lauf, 6. Wil ich Chriſtijuͤnger Nim den weg zu GOTT ſeyn, Muß ich ihm daskreuz hinnauf. 14 nachtragen; Und werwol⸗ 2, Der das ohr gepflan⸗ te ſich nur freun In den an⸗ zet hat, Solte der nicht genehmen tagen? Auch ein ſelber hoͤren? Nur bey boͤſer tag ſtelit mir Meines 4 — Mel. 3. JEſus meine zuverſicht. ——— — — — — —— — —j— * — —— — —— —— er. in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. — 7. O! wie macht das Kobſem kreuz ſo fromm Treibt es rl ia doch zu GOttes armen. ffir. Iſt es gleich ein bittrer etke ſtrom; GOtt verfuͤßt ihn aic, durch erbarmen, Perlen orbarma. liegen auf dem grund: be beu Welch ein ſegens reicher genzuma fund! m ſo üäh 8. Liebes erz ach nde d ſant dich In des lieben GOttes Aleibt. weiſe; Er fuͤhrt uns nur Dhervidh wunderlich, Daß man ſei⸗ Sdu nuſtſt nen namen preiſe, Wemn (en, dat er, nach der finſtern nacht, Pzan 1 Einen tag der wonne uufi macht. en Mel. Alenanſhen muͤſſen ꝛc. 5 E(Cherde munter, 3 825. 8 mein gemuh⸗ nnum te! kraͤnkeſt d a nagt dich 70? Denk an deines 8. Gii GOttes guͤte, Dieſe ma⸗ Sälurden chet dich noch froh: Denn Sanden. der, ſo dich jezt betruͤbet, 7 Gint Hat dich je und je geliebet, Kſunte Und ſein guͤldner gnaden⸗ Klih m ſchein Wird auch küͤnftis g Euihünd um dich ſeyn. anln 2. Senne hand haͤlt dieſe r rfinn ſitten, Daß ſie ſchlaͤget, eh e auane ſie heilt. Brr mit viel 3 ſelime 1 geduld gelitten, Was ihm a 4 — — —— — IEſus zugetheilt; Den bringt er hernach zu ehren: Wie uns alle fromme leh⸗ ren, Die GOtt durch die boͤſe welt Eingefuͤhrt ins himmels zelt. 3. JEſus ſtehet hinterm gicter Und ſieht deinem kampfe zu, Daß er, nach ſetze zu der ruh. JEſus, der des kreuzes plagen Selbſt perſoͤnlich hat getra⸗ gen, Weiß am beſten ſtund und zeit, Wenn ſich enden ſoll dein leid. munde: Deſſen wort iſt lauter that, Der auch deine trauer⸗ſtunde Richtig ab⸗ getheilet hat. Freud und er ſolte dein pergeſſen⸗ Nein er iſt dir viel zu hold, Daß er dich verlaſſen ſolt. 5. Muſt du jetzo galle trinken: Und iſt wermuht deine koſt? Laß dich dis nicht fremde duͤnken, Hier⸗ auf folgt der freuden⸗ moſt. JESuS, der an dich gedenket, Hat den wein ſchon eingeſchenkett; Der wird dir, auf kreuzes⸗ —— dem ungewitter Dich ver⸗ 4. Traue ſeinem wahren ulleid hat er gemeſſen, Und pem, M “ 8.— Kreuß pein, Ein erwunſchtes lab⸗ undkraft, Bis ich komme 8 werd unaufhoͤrlich tes huld Laͤßt oft nach dem welt Eh zerfäu Eher . Weine nicht, GOtt Kreuz⸗und Troſt ⸗Lieder b al ſen. 6. JEſu! ich wil gerne leiden, Gib mir nur geduld zu den freuden, Welche mir dein kreuz geſchafft; Da in ungekraͤnktem leben zweben; Darnach trach⸗ tet muht und ſinn, Ach! wenn kom ich doch dahin. Mel. 33. Straf mich nicht in ꝛe. Deine nicht, 826. G GOtt lebet noch, Du betruͤbte ſeele! Druͤckt dich gleich ein har⸗ tes joch In der trauer⸗ hoͤle; Rur geduld, GOt⸗ weinen Auch die ſonne ſcheinenn. 2. Weine nicht, GOtt deuftandich,O4 dus gleich nicht denkeſt. Oftermals verbirgt er ſich, Wenn du dich ſehr kraͤnkeſt: Da die dich wird haſſen, Oder gar verlaſſen. Lungluͤckswellen Ziel und nur geduldiglich Seinen kelch geſchmecket; Reichet, er Zucker her, Und gieht nach dem leiden Wieder troſt und freuden. 4. Weine nicht, GOtt hoͤret dich, Wenn dein herz nur girret. Haſt du dic gleich wunderlich In der noht verwirret; Ruf ihn an, Denn er kan Deinen grenzen ſtellen. Weine nicht, GOtt liebet dich, Wenn die welt ſie betruͤbet, Und ſo manchen ſchlangen ſtich Deinemher⸗ gleich verſtecket. Wenndu giebet. Nichts betruͤbt en Den GOtt liebt. Wil leich alles krachen; GOtt an froͤlich machen. d da 6. Weine nicht, GOtt han ſorgt fuͤrdich; Ey, was an dir fehlen? Was wilt du dich ſtetiglich Mit den ſorgen quaͤlen? Wirf auf ihn Alles hin, Er wird deine ſachen Gut und beſſer machen. 7. Weine nicht, GOtt troͤſtet dich Nach den thrä⸗ nen⸗guͤſſen. Endlichwird dich, Scheint er der kummer ſich Gan ver⸗ eren wirrtt, R Enn er kan Renellen R Sſtelle. eine ich, lieren muͤſſen. Durch den tod Stirbt die noht: Und wenn der erſcheinet, Haſt duausgeweinet. b — — Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. oe 827. Wrn ddes hoͤchſten iſt, Und ſich an GOtt ergeben, Spricht: HErr, du meine zuflucht! biſt Mein hoffnung, heil und leben; Ich weiß ja, du erretteſt mich Von teufels⸗ 8), Wem ſtricken gnaͤdiglich, Und von Hiſtich den a.. Nichts D tt liebt 1 bade 8 h machen Sne nic dich;. 2 hſen, N. Biengichn alen? W 13s hin/ en enGutm — — * Bir tict 9) Nahi 1 der peſtilenze. 2. Mit ſeinen fluͤgeln deckt er dich, Drum ſolt du ihm vertrauen: Ja ſeine wahrheit ſchuͤtzet mich, Daß mich bey nacht kein grauen Noch ſonſten was erſchrecken mag, Ar pfeil, fliegt er gleich bey tag: Wetl uns ſein wort ſelbſtleuchttt. 3. Kein peſtilenz dir ſcha⸗ den kan, Die in dem fin⸗ ſtern ſchleichet; Dich ruͤhrt kein ſeuch noch krankheit an, Die im mittag umſtrei⸗ chet. Ob tauſend fielen dir zur ſeit, Und zehentauſend uch kein b ſ anderweit; Sol dich es doch nicht treffen. 4. Jadu wirſt luſt und freudi gen ſehen, Wenn GOtt Auch huͤlfe laͤßt geſchehen: Denn er iſt deine zuver⸗ ſicht, Der dir gewiſſen du ihm vertraueſt. 5. Kein uͤbels wird be⸗ gegnen dir, Dein haus Weil dich die engel fuͤr und fuͤr Auf ihren haͤnden tra⸗ gen, Den n er beſiehlt, dich uͤberall Zu ſch daß dir weder fuß verletze. 6. Auf loͤw und ottern wirſt du gehn, Und treten auf die drachen: Auf jun⸗ gen loͤwen wirſt du ſtehn, Ihr gift und zaͤhn verla⸗ cen:Weil dir der keines du ihn nur bruͤnſtig an) Behuͤtet dich in gnaden. 7. Er ſuchet mich aus herzen⸗grund, Und hofft GOtt) drum helf 1) ihm ——— keit Mit deinen au⸗ dir, nach dem herzeleid,N ſchutz verſpricht, Dieweil bleibt frey von plagen: fall No len den auf meine guͤte:(Spricht Kreuz und Troſt⸗Lieder huͤte: Ich wil ſein helfer 2. Er weidet mich mit ſeinem wort Auf einer gruͤ a ſeyn, denner Kennt namen; und daher Sol ernen auen, Und laͤßt ſich bey mir fort und fort Auf ſ ls beyden ſeiten ſchauen: Er ſich des auch troͤſten. 8. Er ruft mich an a ſeinen GOtt, Drum wil iſt ich ihn erhoͤren. Ich ſteh „der mich mit troſt be⸗ hrt, Und mich zum fri⸗ ſi chſchen waſſer fuͤhrt, Zum brun der reichſten gnaden. ihm bey in aller noht, I wil ihm ſchutz gewaͤhren: Zu ehren ich ihn bringen Ind ihm der tage ge⸗ „Er iſt, der mich in ht erquickt Mit ſeiner wahrheit munde: Mir huͤlf und troſt von oben ſchickt Zur rechten zeit und el, Mein heil wil ich ihm zeigen und dem ſohn, Und auch dem heilgen geiſte: Der mir vom hohen hit thron Stets huͤlf un deleiſte, Daß ich na nem willen leb, dem boͤſen widerſtreb/ ich von hinnen ſcheide. Mel. Nun freut euch lie 828.8 em vater ſtunde: Er fuͤhrt michauch ohn unterlaß An ſeiner hand auf rechter ſtraß⸗ Um d gna ⸗ſeines namens willen. dit ernſtſtag und nacht Mit ſeinem Bis hirten⸗ſtabe: Mir leih und ſeelmit fleiß bewacht⸗ LTreibt alles ungluͤck abe. er HErr iſtſſter mein getreuer bey m — — 4. Er leitet mich bey ch fuͤrchte nichts im fin⸗ nthal; Denn Gott iſt ir uͤberall Auf allen meinen wegen. irt, Haͤlt mich in ſeiner ute: Darum mir gar 5. Er ſegnet taͤglich mei nichts mangein wird Annen tiſch, Obs gleich den irgend einem gute. Wieffeind verdrieſſet: Begießt ſolund kan mirs uͤbel gehn? m Denn GoOttes ſohn wil Daß es herunter bey mir ſtehn, Mich ſchuͤ⸗ tzen und regieren. Und ſchenkt mir bech mein haupt mit oͤle friſch, 4 flieſſet; den troſt⸗ der voll, Auf daß icja er voll„Auf! 6 5 Rt 2= — — — — — —— — — — — — — — — — — — — — — —— — —— in allerley Truͤbſalen uberhaupt. 2. —. — 3 nicht zweifeln ſoll An ſei⸗ nem wort der gnaden. ſ6. Viel gutes und barm⸗ ——r- —— — — — ſanft einſchlaf, Und mit 9 leitet u ewig lebe. Als ſchwieg GOtt zu den ſeufzern ſtill Die durch die wolken brechen. Schrey lich empor, So hart ſein ohr, So ſteigt die huͤlfe niee der, Und ſchallt das amen! wieder. 3. GOtt ſieht: wie kla⸗ get denn mein herz, Als ſeh er nicht mein weinen? Vor ihm muß auch der tiefſte ſchmerz Ganz offen⸗ bar erſcheinen. Kein thraͤn⸗ lein faͤllt, Das er nicht zaͤhlt, Ja wehrt und theuer ſchaͤtzet; Worauf er mich ergetet. 4. GOtt fuͤhrt; ſo geh ich immer fort Auf allen Mel. Was GOtt thut das iſt. OTT lebt: was kan ich t ſeyn, Als waͤr kein SOtrt zu finden? Er weiß la wol von meiner pein, Die ich muß hier empfin⸗ den. Er kennt mein herz, Und meinen ſchmerz; So darfich nicht verzagen, Und ihmnur alles klagen. 8 2. GOtt hoͤrt, wennnie⸗ mand hoͤren wil: 829. G meinen wegen. Und wil die welt durch liſt und mord Mir tauſend ſtricke legen; Iſt ers, der mich Zwar wunderlich, Jedoch auch ſelig fuͤhret, Daß mich kein unfall ruüͤhret. 5. GOtt giebt: und fehlt mirs uͤberall, Sol Was hilft mich graͤmen, ſangſt und quahl, Als muͤſt ich hungers ſterben? Er hat ja brod; Und wenn die wil der feind denn ſprechen, noht Uns nach der wuͤſte pp„ wer ——ͤ 96¹1 62 4 ich doch nicht verderben. 962 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder weiſet, Wird man auch da 3. Dis iſt ſein brauch geſpeiſet. voon alters her: Jezt haͤt 6. er ſich verborgen, Als wuͤßt ich merke das: er nichts um dein he⸗ ſe b ich wils G er, Und laͤßt dich im⸗ ſieht; er ſorgen, Hat gegen dich i chſſich hart gemacht; Dis waͤhrt vom abend in die ſte Und wieder an den f K 8, ihn nur meiſter ſeyn:; E iſt das haupt, wir insge⸗ mein Sind ſeine ſchwache aush glieder. ſnimt 2. Belegt er dich mit preis. H kreuz und noht, Und greift ſich aller dir nach dem herzen; Sollernen lege. denke nur: das koͤmt von—— GOtt. Drumlaß es dich Miälodey 37. war ſchnerzen; Doch hi 3I.(„Sttton bler dic für ungeduld, Du 931. Gybeſtdoch miſ magteſt ſonſt durch große GOtt, GOtt, mein fits, ſchuld Dein beſtes theil ver mein ſchutz und retter ſ mallerley Trubſalen uberhaupt. — GOtt in freude, noht und 2 tod! Stuͤrmen aufmich alle wetter; Wil ich doch feſt beydir ſtehen Und auf dei⸗ ne hulfe ſehen, Denn ſie laͤßt nicht untergehen. 2. GOtt! du bleibeſt doch mein GOtt, Wie ich oft und viel erfahren; Ret⸗ teſt mich von deren ſpott, Welche mir gehaͤſſig wa⸗ ren, Daß ſie ſelbſt beſchaͤ⸗ met ſagen: Sein GOtt hilft ihm, ſeine plagen mt Freudig und getroſt ertra⸗ gen. . 3. GOtt! du bleibeſt ich Ddum doch mein GOtt: Wil mich weltund teufel haſſen, Druͤckt und quaͤhlt mich manche noht; Werd ich ah dich doch nicht verlaſſen. Hoͤlle, welt und ſatan, wuͤ⸗ te! Dennoch freut ſich mein 84 gemuͤhte: Denn mich ſchuͤt⸗ aan zet GOttes guͤte. 4. GOtt! du bleibeſt doch mein GOrt! Ob ich gleich mit ſuͤnden kriege. Macht mich mein gewiſſen „ roht; Macht mein JE⸗ ſus, daß ich ſiege. Seine an plagen, ſeine wunden, Und was er fuüͤr mich empfun⸗ zeit helfen wil. Ppp⸗ — 963 den, Haben mich der ſtraf entbunden. 5. GOtt! du bleibeſt doch mein GOtt. Haͤtt ich keinen freund auf erden, Trit mich bosheit in den koht, Wil die liſt mein mei⸗ ſter werden; Wirſt du dih doch zu mir neigen, Und mir deine freundſchaft zei⸗ gen, So wird liſt und bos⸗ heit ſchweigen.— 6. GOtt! du bleibeſt doch mein GOtt. Kan ich dich, o HErr! nur habenz ul So veracht ich noht un tod, Himmel, erd und ihre gaben. Solt auch ſeel und leib zerſtaͤnben, Sol mich doch nichts von dir treiben: GOTT wird doch mein GOtt verbleiben. „ Gon GOTT i 832. C meine Feiſt leben, Mein ſchutz, der all⸗ t helfen Weil ich mich ihm ergeben, Stuͤrzt mich nunmehr kein unfall nicht, Wie großer mir auch zugericht Von denen, die mich haſeen. Mel. Wo GOtt der HErrꝛc. Rrruz-und Troſt Lieder bosheit nach vor allen nicht, daß ſie Muß in die grube fallen: Nicht anders als ein alte wand, Die ploͤzlich ohne 2 Und weiß 2. Wie lange ſtellt die huͤlfe ſindt, Ob man doch Nur einem darauf harretrt. ſelber noch det, ſo geſchichts: Er haͤlt ſtets ſein verſprechen. Die menſchen aber ſind ja nichts, Sie haben viel ge⸗ A Keich Sre. ſ Anh 6. Wenn GOtt wa menſchen⸗ hand Zunichte wird undfaͤlle. 13. Der welt ſinn iſt da⸗ hin gericht, Daß ſie die tu⸗ gend daͤmpfe; Mit lugen⸗ tand und mit gedicht Stets wider fromme kaͤmpfe: Sie giebt zwar oftmals gu⸗ te wort, Und fluchet doch im herzen fort: So falſch iſt ihr geſchlechte. 4 Ich aber wart auf GOt ott allein, Zu dem ſteht mmein vertrauen: Er wird mmein troſt und helfer ſeyn, bre die große leut, Und wiegen ſo nicht allezeit, Wie ſiewol billig ſolten. und gewalt Solkeiner ſich verlaſſen: Pracht, eitle So halt er doch ſein herz chen. Es fehlen auch 7. Auf unrecht, freyel bald Von 12 luſt ſol man als b erſter jugend haſſen. Fällt etwan einem reichthumzu; —4 — in ruh, Daßer es nicht dran f haͤnge.„ 8. Ich hab ein wort ge⸗ hoͤrt von GOtt, Daß nie⸗ —— ——— ——— — Drum wil ich auf ihn bauen. Ich weiß,ich ſink und falle nie, Er iſt mein heil und ſchutz allhie, Mein fels, mein ehr undſtaͤrke. 5. Ihr lieben leute, hofft auf GOtt, Entdeckt ihm eur gemuͤhte: Er laͤßt den nimmermehr zu ſpott, Der traut auf ſeine gute. GOtt iſt nicht, wie die menſehen ſind; Wo ſich oft wenig hn mand ſonſt zu finden/ Der noht, So gnaͤdig hilft von uns ſo maͤchtig reißt aus 1 ———— ——— — — — ſuͤnden. HErr du vergi⸗ teſt jederman, Was erver⸗ dient, was er gethan Durch werke ſeiner haͤnde. *9. GOtt vater hif mir kraͤftiglich Das boͤſe V uͤberwinden. O.JESll Chriſt! befreye mich Won miſſethat und ſuͤnden. 9 —— ———— V 7 4 Prat k nan albbal jend haſſa. nemreiht mer doch ſa Aaßeresni aT hab einm 1460tt/ ſtzu fin Sachtig ri 5 dmnäͤuſt ra HEred Sman,Wi E erged ner hand 1 Ott 1 ftiglich N adn 1 Ketinſ undmehr Demguten nach⸗ 833. G en Sein herz bricht ihm von ſrehe 1 b Jefteye a in allerley Truͤbſalen uͤberhaupt. hellger geiſt! durch deine lehr Ermuntre mich je mehr zuſtreben. b Mel. Nun danket alle GOtt. OTT iſt und lieben. Pflegt er gleich oftermals Die ſeinen zu be⸗ truͤben; So pruͤft er durch das kreuz, Wie rein der dlaubeſid/ Wie ſtandhaft ie geduld: GOtt iſt und bleibt getreu. 2. GOtt iſt und bleibt 55 4. GOtt iſt und bleibt getreu: Ertroͤſtet nach dem weinen, Er laͤßt in truͤber nacht Die freuden⸗ſterne ſcheinen. Der ſturm, der kreuzes⸗ſturm Geht, eh und mans glaͤubt, vorbey. Sey bleibt getreu: ſeele nur getroſt/ GOtt iſt und bleibt getren. 5. GOtt iſt und bleibt getreu, Und ſtillet dein be⸗ gehren; Er wil dein glau⸗ bens⸗gold In truͤbſals⸗ glut bewaͤhren. Nim nur von GOttes hand Den kreuz⸗kelch ohne ſcheu, Der lebens⸗becher folgt. GOtt getreu: Er hilft ja ſelber tragen, Was er uns aufer⸗ legt, Die laſt der ſchweren plagen; Er braucht die ruhten oft, Und bleibet doch dabey Ein vater, der uns liebt: GOtt iſt und bleibt 3. GOtt iſt und bleibt getreu: Er weiß, was wir Permoͤgen. Solt er den ſchwachen wol Zu ſchwere lgſt auffegen? Er macht ſein Iſrael Von laſt und banden frey, Wenn große iſt und bleibt getrei. 6. GOtt iſt und bleibt getreu, Laß alle wetter krachen: GOtt wird der truͤbſal doch Ein ſolches lt gende machen, Daß alles kreuz und noht Dir ewig nuͤtzlich ſey; So liebt der hoͤchſte dich. GOtt iſt und Mel. Wer nurden liedenGOtt. 9 4* 8 —◻ 4 be ſcheiden, Die nur allein und bleibt getreau. Pppz 5 8 3 K 8 ö 3 1 “ 4 von der lie⸗ V 966 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder allen jammer leiden, Derſtheil, mein ſchatz und hier die herzen nagt und ſchutz! Erhalt mich nur in frißt; So bleib ich immer ſolchem triebe; So bietic unbetruͤbt, Mein troſt iſt, allen feinden trutz; Soſterb daß mich JEſusliebt. ich endlich unbetruͤbt. Mein 2. Mein JEſus hat mir troſt iſt, daß mich IEſus 6 heil verſchrieben, Die hand⸗liebt. 6 ſchriſt iſt mit blur gf Mel. Wernur den lieden GOd. macht. Die liebe 4 at ihn getrieben, Daß er 835. 0 ch bin getroſt b 35. G in meinem u leiden: GOTT iſt mein ſein leben nicht geacht: So leb ich immer unbetruͤbt leit TT iſt mem Mein heil iſt, daß mich heil, GOtt iſt mein licht. 6 Eſus liebt. Er uͤberſchuͤttet michmit 9 3. Wil mir die welt hie freuden, Und iſt der ſee⸗ 9 netze ſtellen? Mein IEſus len zuverſicht. Er heiſſt e did h 4. Ein andrer mag 8 FJſus liebt. gel, die mich decken, Ic 4 5. O du vergnuͤgte JE kenne ſeine vater art; Ne kfus liebe! Mein heil und iſt, daß er nuch brun ig 3 P. ihm in „ n, Er nm e wichime ien gluͤck auf mich ſtuͤrmen auf mich regnen, Wil al⸗ d wil. Es iſt gut, auf denlles mit mir untergehn; dhoͤchſten trauen, Hier liegt Weiß mich dennoch mein — die muͤde ſeele ſtill. Wenn GOtt zu⸗ egnen, Ich wer⸗ Bleibt dieſer grund dochſgehe noch ſo wunderlich, Es unbewegt. leibt dabey: GOttſchuͤtzet 5. Bey dieſer zuflucht migg. binichfroͤlich, Hier hab ich 9. Wilſich der neider an alles, wasmir dient. Bey mich machen, Gebraucht dem bin ich gewiß ſchon er raͤnke, kunſt und liſt; ſelig, Hier iſt der baum der Muß ich doch ſeiner thor ewig gruͤnt; Hier iſt mein heit lachen, Die ihm am l —— m allerley Truͤbſalen iberhaupt. 067 4 liebt/ Und ſich mir ſeldſt zuſder ſich zu GOtt gefuͤgt, l eigen giebt. Derwirddurcheſſenſchutz 4. Auf dieſen grund kanſvergnugt. ich nun bauen, Wenn un 8. Wil blitz und hagel alles wider mich ſich regt, de ſeine treue ſehn. anker und mein ſtab, Hier meiſten ſchadlich liſt. Er iſt mein helfer bis ins grab. glaͤube, daß ſein grim und 6. Trotz kan ich jezt dem ““ „ m 288 Krra und Troſt⸗Lieder mich frey: Bey ſo ge⸗ wuͤnſchter ſicherheit Be⸗ truͤbet mich kein herzeleid. 2. So kan der wahre glaube ſprechen, So eignet er ſich alles zu; Nichts ſol die freude unterbre⸗ chen, Nichts ſtoͤret meiner ſeelen ruh, Mein herz und mund ſpricht einerley: Daß GOtt mein licht und erb⸗ Mel. Durch Adams fall iſiꝛc 02 Parmherzger ſter GOtt! Gedenk an dei⸗ klopfan meine pforte; So wilich dir Errettung hier Nach deinem wunſch er⸗ weiſen, Daß mich dein mund Und herzens⸗ grund Pol freudigkeit ſoll prei⸗ 2. Ach ſuͤßer hort! wie ſchmerzlich ringen, Hilft nuch, Darum wil ic I doch mein GOtt und macht lieben und beduen n ſol bey edber ſehpoße hier Frey aller ſo ſorgen ſitzen. 3. Ach lieber GOtt, ach vater⸗herz! Mein troſt laͤßt du mich ſo manchen ſchmerz Und ſo viel angſt erfahren? Mein herz ver ſchmacht, Mein auge wacht, Und weint ſich krank und truͤbe: Meimangeſicht ſeufzen, das ich uͤbe. 4 Alch HErr! wie lange wilt du mein So ganz und gar vergeſſen? Wie lange ſol ich traurig ſeyn, Und mein leid in mich freſſen⸗ Wie lang ergrimt Dein von meiner ſeelen? Wie lange ſol Sich ſorgen voll Mein herz im lei len? guts erzeigen? Sol dein troͤſtlich klingt Was du ver⸗ Lichſt: dem frommen Wllich, wenn truͤbſal ein. ben dringt/ wort und verheiſſung ſic von ſo viel jahren! Wie Verliert ſein licht Vom herz, und nimt Dein heil ſe quaͤh⸗ ig ſewiglich, Und nicht mehr Nun ganz zum ende nei⸗ un trubſal ein gen⸗ Zöͤrnſt du ſoſh, tach wunſch zu Daß du nicht mehr Dein bülfe koninen; Er leber bei magſt iu mir jnda. ———ü —— ———— — 1 : Miina „ ſen iit a das ichi HErr w s rin Sonn 1 autig ſee aMin michf 2 g ergem 14) nimt A rerer ſeetn allesw den.. . GOtt, 1 8. Du biſtja ungebund⸗ un ner kraft; Ein held, der in beſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtungen. —————⸗ꝛxℳ Doch, HErr! ich wil K halten ſtill; Dein arm kan verlanget mich Im jam⸗ mer dieſer erden: Mein t, ich harr und hoff auf dich; Laß nicht zu ſchan⸗ den werden, HErr! deiner freund, Daß nicht mein feind Sich meines ungluͤcks freue. Gibmir vielmehr Daß, dir zur ehr, Ich ſieg und kraft verneut. und bleibſt auch wol Ge⸗ treu in deinem ſinne: Dar⸗ um, wenn ich ja kaͤmpfen ſol, So gib, daß ich ge⸗ winne. Leg auf die laſt, Die du mir haſt Beſchloſ⸗ een Auf elaſen„Leg auf, poch daß Auch nicht das moͤgen. alles ſtuͤrzet: Und deine hand, die alles ſchafft, Iſt HErr zebaoth Wirſt du, Err! ich wil Dirſvon raht/ Und deinen Kan keineſtaͤrke wehren. und licht 4 Deß iſt mein herz gegruͤndet VBey dir. ruhe Die du nach dir äßt heiſſen; Und biſt bereit, Zu rechter zeit? 2b e deine pforte: Ach hoͤre 7. Ach HErr! du biſt doch neer nh d dort Dir fort und fort maaß Sey üher miein ver 2. In beſondern geiſtli⸗ bs deiner that 9. Du biſt Iſrnels troſt o meine zuverſicht! Sich immer huͤlfe findet. Drum ſchaffeſt du Auch denen zeit Sie aus der noht zureiſſen. 10. Ach GOtt! ich klopf izt inniglich Voll flehn an traue deinem worte. Hilf, HErr! hilf mir; So wil ich dir Hie freuden vpfer bringen, Auch nachmals Dank, lob und ehre ſingeſt chen Nohten und An⸗ Mel. IEſudeine heilge wunden. Hes Fleht A* 8 4 ken! Was deinen ehren: Biſt groß Schwormuht t 1 au Her — —— h d, das — ————— ————- ͤ ͤͤ— — —j —— —— — — — ———— —— — — gethan eeee6 helfer heſſee 3 ſt was er hat, iſt 95 nuce eihlag ſ Sen, Da e ah a icht veit t wieder Eſus i i Durchſi Suü eberd r wol erhalten„Laß ihn nur freude! Gib mir deinen geſchieden, bey mir regt. du HErr! mir au Zwinge ſelbſt mein ſteiſtl - und blut, m nen muht, Da ſey und bleibe, Und mich nie was von dir treibe. . JEſu laß mich ja nicht fallen: Deine rechte halte mich, Daßich unver⸗ andt in allen, Treuer 8. JEſus beſtuͤrmet, Nebſt der mas der ſinſterniß; ſchuͤtzt er und Seine glaͤubigen gewiß; Fuͤrchte nichts, bedraͤngter —½̃. Nun be⸗ beſchirmet inbeſondern geiſtlichen Roͤhten und Anfechtungen.971 us hat den pfuhlI cht mich alle pein und noht be⸗Angſt und furcht, ja ß;ſuͤberwinden, Und des glau⸗ — W 4 3 1 Efu ſſeh auf dich. Jaß ſelbſt den tod Durch dich froͤlich bens ende ſfinden.; im Lege furcht und ſor⸗ gen hin; IEſus wird dich 4 9. JEſu, meiner ſeelen freuden⸗geiſt, Der mein herzmit troſte weide, Wie deinheilſamwortverheißt. b Ach mein hort! benim mir doch Dieſes ſchwere trauer⸗ joch! Werd ich nie von dir hieden, Ach ſo bin ich wol zufrieden. 10. Laß mich ungeduld vermeiden, Die ſich oftmalſſcher chjich allen raht; Laß mi dir zu ehren leiden, Was Und erhebe mei⸗ ß ich deine ferlegt. Was heilig, gut und chriſt⸗ ſch lich hieß Ma. War nur den liebenoOtt. 838(Herecterc 3 O) was kanich ſa⸗ gen Ft ſcheint, ich ſoll ver⸗ oren ſeyn: Da mich ſo vie⸗ le ſuͤnden nagen, Empfind ich lauter hoͤllen⸗pein. Und ey den martern meiner noht Fehlt nichts, als gar der ewge tod. 8 2. Ich weiß, daß mi dein geiſt im herzen Au allzuoft erinnert hat; Do wolt ich mit der gnade ſcherzen, Damit verwar allen So daß ich ſchaͤndlich von mir ſtieß/ 3. Wie kan ich alle ſchul⸗ den zaͤhlen, Die deinen zorn auf mich gehaͤuft? Danung nach meiner armen ſceelen Der ſatan durch verzweif⸗ b lung greift; So weiß ich w “ weder aus noch ein, Undſel 1 einbrand der hoͤllenſen.. — 4. Wo Kreupund Tröſt⸗Lieder 54. S Ranf ich hin in te mir NRun mem ee ſiche ſchmerzen? Wo eil weiter fur... 89 in den aͤngſten hin? 8.Von nun an, G0tt, vom herzen, Daß ich ſo ab wort zur richtſchnur vor⸗ ſewichen bin. Verſchlieſ⸗ geſtellt. Du wirſt mit nir. S 14129. ſſchwachheit faͤllt; Sorich⸗ 5 Laß dich mein elend te mich vom neuen auf, docethäninen Barniherd Und fordre meinen tugend⸗ ger GOtt! durch IEſum lauf. Chriſt:„Durch JEſum 9.Zwar, treuer Gott. Chriſt der fuͤr mich armen weh du die ſuͤnden Hier Ge plaget undg eſtorbeniſt. zeitlich noch beſtrafenwilt Er hat fuͤr mg genug ge. So laß mich auch den troſt than, Nim ſein verdienſt empfinden, Der aus der zur zahlung an. poater liebe quillt: Du 6. Ihn halr ich feſt mit bleibſt im kreuze doch mein Tlanbene haͤnden; In ihm freund, Ders niemals 121 rſtoͤßeſt du mich nicht. ſe mit mir meint. ſunder wird die gnade 10. GOtt lob! ſo im aͤnden, Die allen ſun ich ruh verſpuren,Sowirſ dern troſt verſpricht, Der du mich auf rechter bahn/ durch verzweiflung unter⸗ Nach deinem weiſen rahte, geht, Und nicht bey JEſu fuͤhren; So nimſt dumich — 17. mich losgeſprochen Von reiche demmer herrüche it. 3 dem, was mein gewiſſen 14 ſe ef u.— ich sen dich verbrochen, Iſt Nel. Wo G ganz bezahlet und vededt 50& JEſu Lhri 2 Pot ſetan. tos uudtu 839, 82 ſte⸗ 5 Ach HErr! es reuet mich ſey meinem leben Dein eſt du die gnaden thuͤr, kraftund ſegeng eben: Und S iſts gänzlich aus mit wenn das fleiſch aus keſteſteht. mit ehren an, Und kroͤneſt 4, GOtt! dn haſt mich,nach dieſer zeit, In 0 gos de oh b ————— —-——— ———————— =—— — — ——— —= ——— — n Kanbeſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtungen. e qull aitreuze de armeint. SOtt h. Arrſoiems auf rect z inemweſtt „So rimft nm ln —— ſohn, Du ſchoͤpfer aller din⸗ gei Schau doch herab von deinem thron: Hoͤr, was ich vor dich bringe. Du biſt, o HErr! das hoͤchſte gut; Ich bin ein menſch, der arges thut, Ein hand voll erd und gſche. ö2. Du biſt ſehr herrlich, ſchoͤn geziert, Voll majeſtaͤt und ehren: Fchbin in jam⸗ mmer tief gefuͤhrt, Der nie⸗ mals wil aufhoͤren: Du biſt das licht, ich aber blind: Du biſt gerecht, und ich voll in ſuͤnd, Als die mich ganz be⸗ ſeſſen. 3. Du biſt die wahrheit, licht und freud, Der arzt, das heil und leben: Ich eitel krank, voll traurigkeit, Muß ſchnell den geiſt auf⸗ geben. Der leib muß die verweſung ſehn, Es kan in kurzer zeit geſchehn, Und nichts kan micherhalten. 4. Wahr iſt es, du haſt ſäber mich Mit deiner hand bereitet, Aus mutterleibe wunderlich Ans tagelicht geleitet: Was hilfts mich aber, daß ich bin HErrldein geſchoͤpf? jezt fahr ich hin, Ündmuß zunichte werden. 5. Doch weil du ſelbſt mein ſchoͤpfer biſt; Wollſt du dein werk nicht haſſen, Und mich in meiner angſt, und troſt nicht laſſen. o haſſeſt nicht, was du ge macht; Vor dir iſt alles hoch geacht Und wehrt in deinengugen. 6. Ach ſchau doch deine haͤnde an; Durch die bin ich formiret. Dein herz mich nicht verſtoßen kan, Weil dich erbarmung ruͤh⸗ ret. Dis ſind die haͤnde, die fur mich Mit naͤgeln haben laſſen ſich Ans holz des kreuzes ſchlagen. 7. Darinnen ſteht mit deinem blut Mein name angeſchrieben. Lies doch die ſchrift, die mir zu gut In deinen handen blieben; So wirdundmuß dein lieb⸗ reich herz Sich meinerbar⸗ men, allen ſchmerz Den ſchmerz des geiſtes, ſtillen. 8. Ich ſchrey, dein ar⸗ me kreatur: Mit gnaden auf mich blicke. Du hiſt mein arzt, in deiner cur Mit labſal mich erquicke. O GOtt mein heilam 974 Kreuxund Troſt Lieder——. hilf du mir, Und bring michſauf dich hoffet: Steh ſtill, wiederum zu dir, Eh ichdein auge zu mir richt: gar muß verderben. Hoͤr den, der dir nachrufet. 2 9. Was ſind doch alle Mit deiner hand mich zu meine tag? Als nichts ſind dir leit, Daß ich das lict ſie zu rechnen. Ich ar⸗der ewigkeit In deinem mer menſch, wie daß ichs licht anſchaue. wag, So frey dich atzie—— Prechen a 7nn ct Mel. JEſu deine heilge wundm Daß ich vor deinem ange⸗ ſicht Zu reden mich er⸗ ch winde. poarmen, Treuer mittler, 10. Die noht, o HErr ſchlaͤfeſt du? Denhſi d hat kein geſetz, Die mich nicht mehr an mich armen? — jezt hart umringet. Drum Sprichſt du mir nicht met dis fuͤr keine frechheit ter zu GOtt, mein Gon ſi ſchaͤtz: Die angſt mich zu ach wie ſo lang! Meiner dir zwinget, Der kranke blinde ſich des lichtes freut, Dertodtt fucht da⸗ ſehen II. Eil, u, großer. lebens⸗fuͤrſt! Dich meiner ſuͤnden Stuͤrmen ſchreck zu erbarmen, Den ſtets lich auf mich zu. Wenn nach deiner huͤlfe duͤrſt; werd ich die ſtaͤtte finden, Hilf mir, HErr, hilf mir Wot armen! O GOttes und undruh? Hilf mir, HErr, auch Davids ſohn! Erbarm mein feis,mein hort/ Mein dich mein, und meiner herz haͤlt dir vor den wom—— ſhohn„Hoͤr den, der nach Dadu ſchwoͤrſt: dein e ir ſchreiet! ze wolle, Daß der ſünder 12. Eil nicht ſo fort du leben ſolle. wahres lcht, Hier ſt/ der 3. Suͤnde, wie magſtn ſeel iſt angſt und bang; nach dem arzte ſchreit, Der Schauſt du noch, man freund! durchs gitter In i dem ſchweren ungewitter? —==g== b aß es, JE⸗ 840. O ſu! dich e 6 — — — 4 3 3 2. Hoͤlle, ſatan, welt und une Wo fuͤr mich ſchirm, ſchutz ———— — —j— — ——— —— — — —„„ — vfe d dhe zu mr Tudeintſelgem — L— 1 — Dſei 1) Treuer m * du? Da a hr anmicha aitdumiriit 150Ott,meino ar ſo lang 9 Ffangſt und rr du noc in durch t reren ungen E ll ſatm n = Srirn — nich u. dieſtin ichſciim 9 2. biifme nun druͤcken Und mich pla⸗ gen ohne raſt? Hier auf meines IEſu ruͤcken, Liegt die mir zu ſchwere laſt. Alle meine ſchwere ſchuld Denn dadurch bin ich ent⸗ Traͤgt und zahlt er mit ge⸗bunden. duld. GOtt beſtraft an ſeinem kinde Seiner knech⸗ te ſchmach und ſuͤnde. 4 Kommet kommet her, ihr armen! Hoͤret, wie GOtt ſelber ſchreit: Eurer wil ich mich erbarmen, Die ihr hoch beladen ſeyd. Nun ich komme mit begier, Als ein matter hirſch, zu dirz Laß es, JEſu! mir ge⸗ lingen, Laß dein lebens⸗ waſſer ſpringen. 3. 5. Theurer IEſu! hoͤr mein ſehnen, Und mein widerholtes flehn; Zahle meine heiſſe thraͤnen, Laß mich troſt und huͤlfe ſehn. Staͤrke die erſchrockne ſeel Mit dem ſuͤßen freuden⸗ ol, Und erleichtre mein ge⸗ wiſſen, Nach ſo viel be⸗ kummerniſſen. 6. Senk, o JEſu! mei⸗ ne ſuͤnden In des tiefen . harten zorn verſchwinden, Thu mir deine gnade kund. Deiner fuͤrbitt aͤngſtlich ſchreyn Laß bey GOti ſtets kraͤftig ſeyn. Zeig mich ihm in deinen wunden: lich ſingen, HErr! von dei⸗ ner liebes⸗treu. Ich wil dank und opfer bringen, Nühmmen daß GOtt gnaͤ⸗ dig ſey: Ja in deinem hei⸗ ligthum, HErr! erheb ich deinen ruhm, Wo mein Amen, ja lich bin erhoͤret. — Mel. Herzlich thut mich verlang. Hdaß, JEſu! dir 841. mein flehen Und ſeufzen ohne zahl An⸗ jezt zu herzen gehen. Be⸗ merke meine quahl, Mein weinen und mein klagen. Erhoͤr, und rette mich: So wil ich dir lob ſagen Hier und dort ewiglich. 2. Du ſchloſſeſt mit mir armen Den bund der lieb und treu, Daß ich durch a, meeres grund. Laß dendein erbarmen Der ho Du haſt fentriſſen ſey. ——— Idondern geiſtichen Nöhtenund Anfechtungen.975 77. Alsdenn wil ich taͤ⸗ herz ihn taͤglich ehret: mich in dem hade Des le⸗ bens 1 ee Kreuz und Troſt Lieder⸗—— bens kem gemacht: Ich bin Ou haſt ja zugeſagt, Daß ſ durch deine gnade Dem uns, was wir begehren, himmel zugebracht. Gewißlich werden ſoll, 3. Du, ſatans uͤberwin⸗ Wenn meine heiſſe zaͤhren ug der! Kamſt ſelber in die Und flehn nur glaubens, di welt, Zu retten alle ſunder. vorll. Du haſt, o ſtarker held! 7. Beweiſe deine ſtaͤrte inl Der Kft aefülten ſ lan⸗ An mir„ 0 großer Gott! I. gen Den alten kopf zer⸗ diſ des ſatans werte, ite f e nickt, Den ſeelen⸗feind ge⸗Hilf mir aus dieſer noht. ud angen, Fur den mein herz Ich bin ein kind des HEr⸗ ind erſchrickt. ren, Der uͤber alles iſt. Du ho 4. Du haſt dein blut kanſt dem ſatan wehren, ſuuh vergoſſen, O JEſu GOt⸗Drum ſteure ſeiner liſt. ſült tes⸗lam! Du giengeſt un⸗ 8. Zwar laͤſſet meine w verdroſſenFuͤr uns an kreu⸗ ſuͤnde Es leider ſchweriih zes⸗ſtam, Schmerz, jam⸗ zu, Daß ich die huͤlf en⸗ u mer zu empfinden, Ja gar pfinde; Sie ſtoͤhret meine ſew den tod zu ſehn; Damit ruh. Doch wil ich nicht i wir, rein von ſuͤnden, Des verzagen; Ich weiß, daß ſ ſatans macht entgehn. du, HErr Chriſt! Die 5. Dieweil du meine ſee⸗ ſtrafe ſchon getragen, Und le Durch deinen herben tod, meinerloͤſer bitſt. Aus ſatans pfuhl und hoͤ 9. Kans ſeyn, ach ſo he⸗ ſad noht Nun ganz und garſſer pein: Ach hoͤre, wieich 11ℳ0,1 — — 6. Laß ſich den feind 1 nicht freuen, Daß er mich ſchreckt und plagt: Laß 10. Do ich dch ſ mich nicht laͤnger ſchreien. nicht lehren: Mach di, 1 5 in beſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtunge 7.77 wasdir gefaͤllt. Wilt du 8 an eheſtt mich es laͤnger plagen; An ur at Dein wille mag geſchehn: Du wirſt mirs helfen tra⸗ gen Und mirzur ſeite ſtehn. II. Des ſeelen⸗feindes tuͤcke Sind zwar ſehr groß und viel: Er ſtellt mir netz HErr! rin ziel Fuͤr ſeine wuht geſtecket, Da muß ſie nan ſtille ſtehn; Die ſich nur ar lſtt ſo weit ſtrecket, Als du ſie leder ſh laͤſſeſt gehn. d'ih deit 12. Laß mich durch dei⸗ Si ſtohrn ne waffen, Die du mir vor⸗ och wlit geſteltt, Viel nutz und vor⸗ 9 Fcu theil ſchaffen. Wenn mich rr Gr der herr der welt Mit an gerran S ſer lit. eute ſeine denkt zu uͤbereilen; Halt mich in deiner hut. 3. Ulmguͤrte meine len⸗ den, Gib mir den glaubens⸗ ſchild, Die pfeile abzuwen den, Womit er auf mich zielt. Sein draͤuen zu zer⸗ nichten, Gib mir des gei⸗ ſtes ſchwert; So kan ichs wol ausrichten, Wenn al⸗ les auf mich faͤhrt. — — — △. = — — — S 0 — — S — — —₰ 8 — — und ſtricke; Doch haſt du, 4 ſeinen feuer⸗pfeilen, Mit ſeiner liſt und wuht Ge 14. So kan ich wider⸗ ſtreben, Wenn GOttes harni ch mich So feſt und ſtreu umgeben; So, teu⸗ fel! ſpott ich dich: Denn du biſt ſchon gebunden, Dufaͤllſt, duliegeſt ſchon; Denn der dich uͤberwun⸗ den, Iſt ſelber GOttes ohn. 12122 1. Mal. Ss iſt das heilunsx. och GOTT giebt mir ein, Du 8 — 8 4 ſatan zuverderben. 2. Du wirſt mich ja nicht, liebſter GOtt! Von deiner gnade ſcheiden: Denn deines ſohnes bit⸗ trer tod Und ausgeſtand⸗ nes leiden Vertilget mei⸗ mir wieder deine huld, Durch ſein verdienſt, er⸗ worben. 3. Drum gih mir einen gnaden⸗ blick! Wo werd Qaagag =ͤ ne ſuͤnden ſchuld, Und hat 8 4 I* „ 2 ich 9 A 8——.— ————— ——— ööäöäö —— —— 2— Areuz und TroſtLieder... ſ ich ſonſten bleiben? Ach treib des ſatans liſt zuruͤck; Unnd lehre mich feſt glaͤu⸗ ben, Daß du mein freund und vater ſeyſt, Der mir nun alle gnad erweiſt Um IFEſu Chriſti willen. 4. Ach ſtell dich nicht ſo lange zeit, Als wolſt du mich nicht ſehen, Ich moͤgt in meiner bangigkeit Sonſt ohne troſt vergehen. Ae eil und ſieh mich gnaͤdig an, Daß ich mich wieder freuen kan; Sowil ich dir, HErr(danken. b Plage uͤber die Unempfind⸗ lichkeit bey den goͤttli⸗ chen Troͤſtungen. Mel. HErr Gott der du erforſch. 2 Jir ſey es, heil⸗ 843. Duſ geiſt! ge⸗ klagt, Daß ich auf keine maaße Mich, bey der un⸗ ruh, die mich plagt, Je⸗ mals recht troͤſten laßf. Ja, ob du gleich in meiner kaſt Mir troͤſtung angebo⸗ ten haſt; Faß ichs doch nicht zu herzen. Drum iſt mir auch um troſt ſehr dich gar zu lang, ſeſt mich in ſ chmerzen. 1 ſuͤßigkeit Mein hartes her; lerweiche: Damit ich einſt, ſn auf langes leid, Auch dei⸗ m Inen troſt erreiche. Denn uii was mir Adam angeerbt; Hat leider! mich ſo ſehr verderbt, Daß ich, mir ſelbſt gelaſſen, HErr ldei⸗ Achnen troſt und deſſen kraft⸗ Die alles gute in mit ſchafft, Nicht kan zu her⸗ zen faſſen. ſohne nicht troſtlos ſterden in⸗ Schau mich, mein Gott Und laß ſon — 2. Gib doch, daß deine ſi ſit a — —— — — —— 3. Ich muͤßte ja, HErr dich Ohn allen troſt verderben: Drum eileud erquicke mich, Laß niih eg in gnaden an, Daß ich mit m David ſagen kan: J 2. ward in angſt geſetzetzſ Doch deines wortes guaeſic den⸗kraft Hat meiner ſet ſih le ruh geſchafft Undſie mi ein troſt ergetzet. 4. Ach laß mich das ſit nicht laͤnger ſchmerz Um ſo viel kummer haben. Ach ſen doch an, mein matles erz Durch deinen troſt zu ſ bang, Denn du verbirgſt laben; Verwandle iacd inbeſondern geiſtlichen Noͤhtenund Anfechtungen. 972 anionn ängſt in ruf, Und ſprich den ich trete, Hor in me. 1) doch,a mir wieder gnaͤdig zu. ner großen noht, Wie ich n Führ mich nach dieſem le⸗ jezt ſo ſehnlich bete: Laf 2: Dmah ben, Zu deinen himmels⸗ nicht werden mich zu ſpott, esled, freuden ein, Woruh, troſt Mach zunicht des teufels we errih. und erauickung ſeyn: Soſwerk, Meinen ſchwachen Ama wil ich dich erheben. gglauben ſtaͤrk, Daß ic Beer ni Klage uͤber die Schwachheit G wuſtun 4 h r verzage. 2, D 1. des Glaubens. Thrſ m ſtets im herzen . laſen, e Mel. JEſu deine heilge wunden. 4. JEſu, du brun aller 844. Treuer GOn anaden Derdukemenven 8s ue 844. Do ich muß dir dir ſtoͤßt, Der mit ſchwach 3 Rit im, klagen Meinesherzensjam⸗heit iſt beladen, Sonder En. mer ſtand: Ob dir gleich deine uͤnger troͤſtt: Solt 2 muͤstenn all meine plagen Veſer„ſihr glaube gleich ſo klein ſOlnah als mir ſelbſt,bekant. Gro⸗Alls ein kleines ſenf⸗korn den:Daun tze ſchwachheit ich bey mirſeyn, Wolſt du ſie dochu dmc, In anfechtung oftmalsſwuͤrdig ſchatzen, Große u tos ſpuͤr; Wenn der ſatan al⸗berge zu verſetenn:: zs ich,mae len glauben Wil aus mei⸗ 5. Laß mich gnade voer mnandi nem herzen rauben. dir finden, Der ich gag] ſagen w 2. Du, GOtt! welchem voll traurigkeit; Hilf uuu aui nichts verborgen, Weißt mir ſelbſt uͤberwinde ans un daß ich nichts von mir hab, Hüf„ſo oft ich muß in =t Hamn Nichts von allen meinenſſtreit, Daß mein glaub ſich mſcaft ſorgen: Alles Hrr iſt taͤglich mehrt. Gib miru en deine gab. Was ich guedeines geiſtesſchwart, Wo. h u tes find an mir, Daß hab mit ich den feind kan ſchla w ich allein von dir: Auch gen, Alle pfeile von mir uuul nnis giebſt du, nach wolgefallen, ſagan.. han/man Selbſt den glauben mir, hüger geiſt ins him l S den und alen. mmels⸗throne, GOtt, von ma 3. O mein GOtt! vorggleicher ewigkeit Mit de 2 9—22 vater Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder 230— eu n vater und dem ſohne, Der betruͤbten troſt und freud! Der du in mir angezuͤndt, So viel glauben ich no — Ueber mir mit gna⸗ den walte, Ferner deine gab erhalte. 9 „2. Deine Und das gute werk gaſt! de, Das du angefan⸗ vollen gen haſt. Blas das klei⸗ ne fuͤnklein auf, Bis ich/ nach vollbrachtem lauf, Allen auserwaͤhlten glei⸗ che, Dort des glaubens ziel 8. GOtt, groß uͤber alle goͤtter, Heilige dreyeinig⸗ eit! Auſer dir iſt kein er⸗ retter: Trit mir ſelbſt zur rechten ſeit, Wenn der feind die pfeil abdruͤckt, Meine chwachheit mir aufruͤckt, Wil mir allen troſt ver⸗ ſchlingen, Und mich in ver⸗ zweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus ſei⸗ nen ſtricken, Die er mir ge⸗ leget hat; Sruͤrz ihn ſelbſt nebſt ſeinen tuͤcken, Drauf er ſinnet fruͤh und ſpat. Gib kraft, daß ich allen — M benſißen ſteht, * 2. Deine hulfe zu mir ie anaſt vorüber arht ſende, O du edler herzens⸗Ii. ſt vorüher grſ * 8 mich, Daß der feind nicht hen aus; Iind ſo dft ich ſm noch muß kaͤmpfen, Hilfdu 4 mur die feinde daͤmpfen. 10 Reiche deinem ſchwa, b chen kinde, Das auf mar 3 „Deine gna⸗ iuf ſchwinde, Bis 5 t, ttl en⸗-hand ge ie die jugend gaͤngle 4₰ 8☛ tn dl b er gefaͤllet, Das auf⸗ eſich, Solch ein heuz 3 dich ſein hoffnung ſtellet. 11. Du biſt meine hülf, nein leben, Mein ſels, mnei ne zuperſicht, Dem ich leih und ſeel ergeben: GOlt mein GOtt! verzeuch doch nicht! Eile doch, und ſih muir bey, Brich des feindes pfeil inzwey; Laß ihn ſelhſt zuruͤcke prallen, Und mit ſchimpf zur hoͤlle fallen. 12. Ich wil alle meine V tage Ruͤhmen deine ſtarke 8 hand; Daß du meine noht i und plage, HErr ſo gna⸗ digabgewandt. Nicht nur in der ſterblichkeit Scl dein vuhm ſeyn ausge⸗ breitt: Ich wils auch her. nach erweiſen, Und dich e — — — — — — — ——— — — — w Fraus Ritterlich mag ſte⸗ dort einſt ewia prriſen n —— mbeſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtungen er In Wel Aus tieker noht ſchreyꝛc. iſt mir aber heftig leid: dns Oas§J gnaͤdger und Ich graͤme mich, mein hhe 845. S barmherzger Aharä Und ſeufzet ſerr GOtt! Du wilt uns ſelig daruͤber. t haben, Du nachideedn GOtt! an ſen feind zu ſpott Und giebſt b des glaubens gaben: Ach b 9 au, ich ſeufze zwar nach dir; Allein der glaube feh⸗ ſ b heunir⸗ Ich ſinke faſt zur ben. Gib, daß des geiſtes hoͤllen. 2. Wie gerne wolte ſich mein geiſt In deiner leb' meinen glauben ſtaͤrke. erquicken, Rach welcher dei⸗ ne treu verheißt, Uns troſt⸗ iz reich anzublicken! Wie ger ſenf⸗korn ſcheinet Laß doch ne wolt ich Chriſti tod, In unbrganverwerflich ſeyn: meiner ſchweren ſeelen⸗ Dein kind, noht, Mit feſtem glauben net, Erfuͤll, o HErr! mit du bime t ben ent n dm faſſen. en 3. Ich kan mein bloͤdes ſchwaches glaubens⸗licht, (gelts an der zuverſicht, Mich duͤnkt, daß meine ſuͤn⸗ u den⸗ſchuld Mir deine vaͤ eterliche huld, Bereits ent⸗ hh riſſen habe. 4. Ich zweifle faſt an deiner kreu Ob ſie den ſuͤn dern leben, Und, nach be⸗ Taadc werde geben. Es herz doch nicht, Wie ich wol mm wuͤnſch erheben. Mirman⸗ 7 ch! alle glieder beben. zeugter buß und reu, Auch — 7 b AA 1 1 982 lauf Durch deine kraft vol⸗ a freyen ſinn, Ergreif mich, Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder. b den dſlich 3 n „N. Ir m. ſelbſt in mir, daß ich den lende; Und gib mir einen der ich kraftlos bin, Und ſelbſt mir nicht kan helfen. 9. Die waſſer⸗wogen heben ſi c,Es aͤngt an hart zu wittern: Die winde ſtuͤrmen ſehr auf mich, Mein ſchiff wil faſt zer⸗a ſplittern; Drum, HErr! den glauben mir bewahr, Daß ich nicht in den ab⸗ grund fahr, Wo ferner kein erretter. 10. GOtt! der du na dem glauben ſiehſt, A ſtaͤrke doch mich ſchwachen! Wenn du, o hoͤchſter! von mir fliehſt, Wer wird mein heil bewachen? Kom, treu⸗ er GOtt lund ſteh mir bey, Auf daß ich unbezwungen ſey, Bis an den tag des Perren. Na. All peſden müſſen ꝛc. Ich HERR! 846. ſtaͤrke mei⸗ nen glauben, Ach HErr! hilf, er wird ſehr ſchwach; rauben, Daſich usf mein aſ ungemach. Achl mein glan bens⸗licht verſchwindet; Weil ſich keine huͤlfe findet. h Wo iſt doch mein HErr und GOtt? Ruf ich eit e in meiner noht. 2, ſnd Te ale 3 macht⸗proben? Wo iſt ſei⸗ ne vater hand, Die viel nnn andre freudig loben? Bin verheiſſe ich ihm denn unbekannt? ihe du mir! Weiß er nicht, wie mir es idh du ſct — Weiß er nicht, wies iſthbſt. um mich ſtehet? Iſt mein ai deineng leid zu groß fuͤr hn, Daß aammihnnt ich ohne huͤlfe bind mit. Wt 3. HErr! ich gläube, Ralctgröſt. hilf mir ſchwachen![Ja ich mmic vont: glaͤube feſtiglich: Duweißt 1 In mich? alles wol zu machen, Dar uͤmrdeine. um kom und ſtaͤrke mich Fimmet: Glaͤub ich doch, daß du noch mhitt, We⸗ lebeſt, Und ſtets ob und ben e mir ſchwebeſt, Daß dein auge auf mich ſieht, Ob dit hilß gleich verzeht. Mufiumme HErr! ich glaͤube ic mußn daß 15 armen IEſus nnn auch erloͤſet hat, ſichnt gen aller wil erbarmen, Der— 1„ 4 Satan wil mir k ihn faſt der ſuͤnder troſt und rahe 1 Daß er in dem groͤſten! eih uen de Gleichwol ſich von auen nder 4 So ſid ſir Jeben Ri 2 hand A eudig obe, da denn uubt ict, wn 1deißernutt r ſtehet? roß fürin Paf 6 b errih t duan ſſtiglich:d rilzumaca 8 und ſtn dochen erſt ſtund und zeit, Welche dſiezahu b* ſvebeſ⸗ M 2 3 d gi walſh t herz empfindt es nicht, Weil mir ſtaͤrk und troſt g n beſondern geiſtlichen Noͤhten und Aufechtungen. 983 84 nicht ſcheide: Nur mein ebricht. 5. Hilf, daß ich baldſtaͤr⸗ ke finde: Staͤrke mich doch fort und fort. Schenke dei⸗ nem ſchwachen kinde Einen troſt aus deinem wort, Der mich lehre dir vertrauen, Und auf die verheiſſung ſchauen, Die du mir im worte giebſt; Ob du ſchon die huͤlf aufſchiebſt. 6. Laß mich deinen geiſt noch troͤſten, Nim ihn nim⸗ mermehr von mir. Wenn die noht am allergroͤſten, Ueberzeug er mich von dir, Daß du noch an mich ge⸗ denkeſt, Und mir deine huͤl⸗ fe ſchenkeſt, Koͤmmet nur duzur huͤlfberett. fuͤhrt, Zu pruͤfen, ob mein herz, Dir traut, wie ſichs gebuͤhrt. 2. Ich haͤtt aus den, was du Mich oft erfahren laſſen, Die weisheit deines thuns Schon laͤngſtens ſol⸗ len faſſen, Daß du mich nicht verſaͤumſt; Mich zu verlaſſen ſcheinſt, Doch hil⸗ feſt wenn es zeit/ Und alles treulich meinſt. b 3. Ich aber wil dentroſt So gleich mit haͤnden grei⸗ fen, Eh deine pruͤfung noch Zu ſolcher frucht kanreifen, Wozudu ſie geſchickt: Bin angſt und zagens⸗ voll, Wenn ich nach deinem raht Auf huͤlfe warten ſol. ke du Mein kindliches ver⸗ trauen, Wenn mein ver⸗ Mel. 47. S O GOtt du frommer ꝛc. ch muß mich, 16 Qhomein GOtt! dit vielen ſorgen graͤmen, Und mit verzagtem ſinn Vor deinen augen ſchaͤ⸗ men; Wenn wieder neue laſſen grauen; Wenn lau⸗ ter finſterniß Der truͤbſal auf mich faͤllt; Wenn ſich auf mein geſchrey Dein herz verborgenhaͤlt. s. Je mehr die noht ſich 4 faſſen Dis wort: du wollſt noht Mich in die ſchule y 4. Ach! mehr und ſtaͤ derbter ſinn Sich oft wil haͤuft, Je feſter laß mich mich nicht Verſaͤumen noch 6 11 848. 984 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder verlaſſen: Dein treues va⸗dacht; Oder ob ter⸗herz Vergeſſe meiner Auserleſen, nicht, Wie mein verzagtes Chriſti blut nicht tilgen herz Oft unrecht denkt und wollen, Weil 6. Dein geiſt iſt maͤchtig gnug, Die hoſſnumg auf⸗ de ſa zur ichten, Wenn ſata welt, vernunft Sie denken zu vernichten. Wenn ei⸗ tan, mne noht erſcheint, Der aller raht entſteht, Die uͤber menſchen macht Und ihre weisheit geht: 85 Da zeiget deine kraft Ihr uͤbergroß vermoͤgen, Daß ſich unmoͤglichkeitlind malle zweifel legen: Auf die⸗ ſe ſol, mein GOtt! Mein glaub und hoffnung ruhn. Was du ſchon oft gethan, Wirſt du noch ferner thun. Bey zweifelhaften Gedanken wegen der Erwaͤhlung Mel. Komt laßt tuch den ꝛc. Haß mich nicht O in irthum fallen, Daß mein herz ſich zweifel macht: Ob du, Ott! uns menſchen al⸗ len Deinen himmel zuge⸗ — ſie ewig lei⸗ den ſollen. 9 2. Du ſchleußt ja mit inen armen Aller him⸗ ſeyn? Wer hat deine gna⸗ den⸗hand Solchermaaßen Ar-ſeingeſpant? Solte dir, dem nichts zu gleichen/ Nicht der ſunden menge weichen? 3. Was verloren, wilt ſter GOTX! verfluchen. Wende, HErr! dem ange⸗ ſicht, Und verwirf mich nicht von dir; Deinen heil⸗ immer in mir bleiben, Und ſein heilges weſen treiben. 4. Dein ſohn iſt darum geboren, Daß, wer ſich und nicht verloren; Sein Dein wort ſtehet unver⸗ letzt: Buße haſt du, HErr! mel himmel ein: Solt an uns denn dein erbarmen HErr ſo ſehr verkuͤrzet du ſuchen; Ey ſo wirſt du mich auch nicht, Allerlieb: wir deir 3Jueſ 8 gen geiſt gib mir, Laß ihn nurzu ihm haͤlt, Selig ſey blut gilt fuͤr alle welt. geſetzt, Nicht gerechten, ſon⸗ d ern 1 du eme zahl fum deren quahl ſi meinern an des ſ in beſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtungen. 985 8. Demn geiſt troͤſtet der har de 2d Selche Ant’ Scten SgleicenR & penge weih Sus verlora Pt 6 ſew 2 h nicht/A d)Tb Herr d aind verwi E ndir; De 7 gb mn winmirblit esweſend ndit aus lieb u nfs iſt auch mir erworben Die vergebung meiner ſchuld. (Solte denn des Adams noht Staͤrker ſeyn, als al Chriſti tod? Adams fall un hat all erquicket. dern ſuͤndern, Undgefaunen menſchen⸗kindenr. 3. Wil nun Chriſtus ſelig machen Was ver⸗ derbt am fleiſch und ſinn; Woll ſo hilft er auch mir ſchwachen, Weil ich auch ein fuͤnder bin. Wil er nicht des ſuͤnders tod: Wird er mich in meiner noht, Die mich aͤngſtet, auch nicht laſſen, Sondern ſie zu herzen faſſen. 6. Hat dein ſohn durch ſeine wunden Ganz be⸗ zahlt; ſo bin ich rein. mein gewiſſen, Er giebt meiner ſeelen ruh, Zeugt: ich ſey der ſtraf entriſſen, Rufet mir die buße zu. Chriſti zeuge ſchweiget nicht, Er ruft aus der nacht zum licht; Hieran kan mein geiſt ſich laben, Daß mich GOtt wil ſelig haben. 9. Dem, den GOtt zur buße locket, Oeffnet er den himmel auch; Weil er kei⸗ l nes herz verſtocket, Fuſch. heit iſt nicht ſein gebranch. Denn was gaͤnzlich abge⸗ funden, Muß auch ganz vergeſſen ſeyn. Mich er⸗ quickt der friedensbund, Und was mir dein wort und mund Zugeſagt, das kan nicht truͤgen: Welt und Der da ſitzt im hoͤchſten thron, Haͤlt kein anſehn der perſon; Weil er ſelbſt fuͤr aller leben Chriſtum in den tod gegeben. 10. Chriſti blut tilgt teufel moͤgen luͤgen. alle ſunden, Ob ſie noch 7. Iſt fur alle welt ge⸗ ſtorben, GOtt! dein ſohn ans lits und huld: Ey, ſoden, Schreckt geich ſakan 4 hat all erſticket, Chriſti tod ſo groß und ſchwer: Sein verdienſt wil überwin⸗ noch ſo ſehr, Hier iſt Chri⸗ ſtus, unſer held, Der ver⸗ ſoͤhner aller welt. Weg, was meine ſeele quaͤhlet! Chriſtus macht mich aus⸗ erwaͤhlet. . Saa a. — ees Krenzund Troſt⸗Lieder V Mel. IEſu deine heiige wunden. Unſer tod kraͤnkt ihm vom 849. G, mein herzen... Nn 849. S herz! mit. Jußt er nicht ſe i 3 den gedanken, Als ob du wahr ich lebe, Ich wilnicht verſtoßen waͤrſt. Bleib in des ſuͤnders tod, Sondern GOttes wort und ſchran⸗ daß er ſich beſtrebe Zu be⸗ in ſch nun ken, Wo du anders reden dgt von ſi kehren: ja mein GOtt ſallt horſt. Biſt du bos und Freut ichherzlich, wennw fütt ungerecht? Ey, ſoiſt GOtt hoͤrt, Daß ein ſuͤnder wie nchen; frommund ſchlecht. Haſt der kehrt; Wil nicht, daß eafilgeſo du zorn und tod verdienet? aus ſeiner herde Nur ein drimd allete Sinke nicht, GOtt iſt ver⸗ſchaaf verloren werde. n Das ih⸗ fuͤhnet. Sein 5 kan ſ0 ſei 1 Du biſz wie diemen ſen ſcaaf verläuft: Sat ag b die die men⸗ſſen ſchaaf verlaͤuft: Sol⸗ inder ſie ſchen alle, Durch den ſün teſt du ſein herz nur ſe. tleͤrcin chhen/ Wie ſich lieb und ſorg⸗ ſi wasve falt haͤuft, Wie es fuͤr iles, allese verlangen brennt, Wenn„uwirin ein kind ſich von ihm trent za⸗ Und von den geliebten ſei⸗ un adde,r nen; Wurdeſt du fuͤr freu⸗ iigen 95 denweinnn. mnn: Diu 6. GOtt liebt nicht ale gur ſihe ſlein die frommen; Son⸗ undlch gOttes lielg hehunſre d¹ Uns ir malb erh lott, Untr diiegitde — S erzlih eein ſoe d hirt kan 8 2 Wenn ſt d verläuſt hern zeich lebu lun, We 12g drennt 1ichvon i reen Aͤd 1 n. St lutt! 1 un Stellt man ſich nun glaͤu⸗ big ein, Sucht von ſuͤnden los zu ſeyn, Fliehet ſatans reich und rachen; Thut man Gott⸗gefaͤllge ſachen. 8. GOtt und alles heer dort oben, Das ihn jezt und ewig ehrt, Jauchzet auch, wenn ſie ihn loben, Daß der ſuͤnder ſich be⸗ kehrt. GOtt bedecket und vergißt Alles, was verbro⸗ chen iſt; Alles, alles wird vergraben, Wie wir ihn be⸗ leidigt haben. 9 und 10. Nun ſo ruh und ſey zufrieden, Seele, die du traurig biſt! Was wilt du 9. Himmel, erde, meer ſeen Moͤgen noch ſo grundlos ſeyn: Dis und alles, was wir ſehen, Iſt und bleibt unendlich klein Heßen GOttes lieb und huld, Die bey unſrer ſuͤn⸗ den⸗ſchuld Uns ertraͤget,— n duldet, liebet, Und uns raum zur buße giebet. in beſondern geiſtlichen Noͤhtenund Anfechtungen. 9897]0 7. Darum bleiben auch die flammen Seiner liebe immer groß: Denner ruft uns allzuſammen In den weiten himmels ſchooß. dich viel ermuͤden, Da es doch nicht noͤhtig iſt? viel: GOttes huld iſt ohne ziel, Und kan alle deine flek⸗ ken, Als die welt ein ſtaͤub⸗ chen, decen. II. Koͤntſt du tauſend welten finden, Die der hoͤch⸗ ſte GOtt gemacht, Und du haͤtteſt alle ſunden, Die inſelbigen vollbracht: Waͤr es viel; doch ſeine treu, Welche taͤglich groß und neu, Wuͤrde ſolche laſt beſiegen, Und unendlich uͤberwiegen. 12. Mein GOtt! oͤffne mir die pforten Solcher gnad und guͤtigkeit. Zeige huld vollkommenheit: Lie⸗ be mich, und treib michan, Daß ich dich, ſo gut ich kan, Wiederum umfang und liebe, Und dich ja nicht mehr betrvůbe. Mel 2 Alles was mir GOtt. 850. SJuaßl und 8) ⸗ SVLangſtmußich tes kind noch ſey? Denn der kindſchaft pflicht und treu E Sind gleich deiner ſuͤnden A mir an allen orten Deiner empfinden, Ob ich GOt⸗ 988 Brach 152 ef durch ſchwere ſuͤnden, Die ich ohne ſcheu 3 veeruͤbt, Und wodurch ich GOOtt betruͤbt. 2. Ach! der bund iſt Abereechen„ Den GOtt durch das waſſer⸗ bad Mit mir aufgerichtet hat. Wil ich nun zum hoͤchſten b ten, Faͤllt mir Sehieemmes. fel bey: Ob ich GOttes kind noch ſey? 3. GOtt erhoͤrt nur ſei⸗ ne kinder, Welche ſeinen willen thun; Kan mein herz nun alſo ruhn, Da 5 ein verhaßter ſuͤnder? Ja mich druͤckt ber ſorgen⸗ tein: Wie kan GOtt dein uter ſeyn? Stuͤrmen auf mich trubſals⸗ winde, Ach! ſo wird mein glaube klein, Und der ſatan giebt mir ein: GOtt verfaͤhrt mit ſeinemn kinde Nicht ſo ſcharf; waͤrf du ſein kind, Waͤr er nicht ſo hart geſi nt. 5. Darum fleh ich: hilf mir armen, Vater der barmherzigkeit Tilge die⸗ ſes herzeleid Durch dein vaͤterlich erbarmen; Und b Kreuz und Troſt⸗ Lieder 3 Ganz von deinem ange. ſ de finden: Sprich nnch, — ſicht. 6. Vater! laß mich gna⸗ den verlohrnen ſohn, Wie⸗ der frey vor deinem thron: hal Chriſti blut ſol mich ent⸗ 1 u,GOt binden, Darum ſchenke mir in der ſch e⸗ die ſchuld, Und ertrag mich 5 Werit mit geduld. nns ¼ 5 7. Dein kind benang 5 zu heiſſen, Bin ich freilich nicht mehr wehrt; Doch da mich dein geiſt bekehrt, Kanſt auch du den bund nicht reiſſen. Schau⸗ ch kehr zu meiner pflicht OEreldarumverſiotzmih nicht. 8. HErr! ich ſage dir d aufs neue Wieder pflicht 1 19 n und liebe zu, Die du for⸗ 1 zleiden derſt: blicke du Nun, nach renric deiner vater treue, Den euden. mit gnaden augen an, idomir die 98 den JEſus gnug ge⸗ u an. 1 ur 9. Du ſolt doch mein itber nie vater bleiben, Wenn gleich der hat di deine ruhte ſchreckt Und d a nit,And mir ſchmerz und angſt er⸗ n. weckt. Dir wil ich mich i ue diganz verſchreiben, HErr! — — itt deinen: egleuch dun Kas ern lüih, Machſir Urnxe 3 / veae mich armen nicht dir leiſ ich treu und nba, aud. ein lind ſe Ain, Binitſ nehr 1 an dein geiſtt Jauch da d ſſſen. 8 meiner rurumu ei rr. ih de hhr 1 be zu, r like d M S tren naden⸗aa. 9 bricht. GOtt/ Du betruͤbte ſeele! d Was liegſt du, GOtt faſt zumſpott, In der ſchwer⸗ M fohl en, doch ſelbſt verſenkt I n den ——— 1G mbef ondern geiſtlichen Noͤhtenund? infechtungen. 289 Bis mein m peron im ſterben Mel. Chriſtus dſa. ꝛc. 851. 8 8 chwing dich IA auf zu deinem muhts hoͤle? Merkſt du nicht des ſatans liſt? Er wil durch ſein kaͤmpfen Deinen troſt, den JE⸗ ſes Ehriſt Dir erworben, daͤmpfen 2. Cchuttle deinen kopf und ſprich: Fleuch du alte ſclange. Was erneurſt du deinen ſtich, Machſt mir angſt und bange? Iſt dir doch der kopf zer enickt, Und ich bin durchs leiden Mei⸗ nes IEſu dir entruͤckt In den ſaal der freuden. 8 3. Wirfſt du mir die ſuͤn⸗ de für: 3 Wo hat GOtt be⸗ Daß mein urtheil ich bey dir Ueber mich ſoll holen? Wer hat dir die macht geſchenkt„Andre zu verdammen? Liegeſt du wülen flammen. recht gethan, Reut es mich vom herzen; Dahingegen inr m ich an Chriſti blut und ſchmerzen: Denn dis iſt die ranzion* Meiner miſſethaten; Bring ich die vor GOttes thron, f mir wolgerahten. das loͤſe⸗geld. 5. Chriſti uaſcan iſt mein ruhm, Sein recht meine krone, Sein ver⸗ dien Deheigenthude 0 ich ſicher wo der macht der hoͤllen. mir ſchaden? 2 Deckt mich mit vielen gnaden, Der 8 Guf der mu ſeinen ſohnn uut Selbſt geſchenkt ausliebef. Daß 5 ewge ſpott und lſtruͤbe. wogen: Es iſt lauter taͤu⸗ ſcherey Und im grund erlo⸗ gen: Waͤre GOtt mir 4. Hab ich was nicht ne Als in ei⸗ ul nemfeſten ſchloß, Das kein feind kan faͤllen; Waͤr ſein ganzes heer auch los, Nebſt 6. Sturme teufel, hoͤll und tod! Was koͤnt ihr doch in meiner noht GOtt hohn Mich dort nicht be⸗ —=— 7. S chreie„tolle welt! lesſey GOtt mir nicht ge- gram⸗ und feind; Wind er ee ren und Troſt Leder. mir die gaben, Die mein wol geweint, Darf nicht eigen worden ſeynd, Nicht ewig klagen, Sondern hat verliehen haben. vollkomne luſt Dort in Lee meere? Was iſt gutes ingewarten. m:3 iͤr dant de έ ‿△ — — 27 1.α A&, — ₰ — ρ — ₰ — kkoͤmt die ernte⸗zeit, Da ſie in ict der uns ſcheide? Dringt ter freud und lachen. 55 Unde das liebe kreuz herein Samt 13. Ey ſo faß, o chriſten⸗ aſochſeree dem bittern leide? Laß esherz! Alle deine ſchmer⸗ dringen: koͤmt es dochzen; Wirf ſie froͤlich hin⸗ ülen lie Von geliebten haͤnden. terwerts„Laß des troſtes mlhremich Wie bald weicht das kreu kerzen Dich entzuͤnden it Daßſch zesjoch, Wenn es GOtt mehr und mehr: Gib dem iſtmaͤhn wilwenden? ggrroßen namen Deines 10. Kinder, die der vater GOttes preis und ehr, Er hliſt ſol Ziehn zu allem guten, wird helfen, amen. urweift deeſten gn Klage uͤber SCeres.aſtaslu 4 fühn Binich denn nun GOttes che Gedanken. tr. Ki d; Warum wil ich flie⸗Mel. Komt her zumir ſprichtꝛ., gi ndig hen, Wenn er mich von 852 9. ch armer 4 n n dn meiner ſund Auf was guts 5). O) menſch: wo ſcrſem! wil ziehen. ddeenk ich hin? Wie laß ich dncc mn m. Es iſt herzlich gut jetzo herz und ſinn, Zwar i R gemeint Mit der chriſ enſwider deinen ülen De 65 n Plagen. Wer hie zeitlichlggegen dich, HEr Griſt! naka — H— Jerntezzat a nachen,d tam undla = und lachen — ſofaz/dc le d Kffſe ſ apreisundch fen/anen. — *r Gora „ Gedmin therunii t recht verſtehn, Daß ſolches laͤſterliche ſchmaͤhn Vom boͤſen geiſt herruͤhre, Datzer ſatan nicht me ge mic ich berſhergen„ Nun kraͤf⸗ u tig wide — inbeſondern geiſtlichen Noͤhten und Anfechtungen. o1 ſ . Chriſt! Durch ſatans tuͤcke, trug und liſt Mit laͤſterung erfuͤllen? 2. Du haſt mir ja von kindheit an An leib und ſeel viel guts gethan, Und alle gnad erwieſen: Iſt denn nun dis der dank dafuͤr? Wirſt du mein GOtt! alſo von mir Fuͤr deine huld nen gun ſeeiner gnade bleiben; Ich geprieſen. 3. Ach HErr! ich haͤtte wol verdient, Daß dumich, als kin böſßs kind, Alsbald tempel ſeyn, Sein werk kom, heilge mich, Daß ſa zur hoͤlle ſtieſſeſt/ Und mich daſelbſt, bey hoͤchſter quahl, Die laͤſterungen allzumal Im feuer buͤßen lieſſeſt. 4. Drum lehre mich doch durch ſolche laͤſterung Mich b er boͤſe geiſt nicht ſcheut Durch laͤſterung zu toben, herzen grund, Und auch zu⸗ Lei mit wort und mund, upreiſen und zuloben. 7. Ach HERR! ich nen guten geiſt in mir Mit raͤum ihm herz und alles ein, Ich wil ſein heilger darin zutreiben. 8. Ach heilger tans bosheit, welche dich Bisher gelaͤſtert, weiche. und ruh, Daß alles, was ich red und thu, Nur dir zum preis gereiche. armen in verzweifelung Und andre laſter fuͤhre. 5. HErr! rette deinen ruhm und mich, Daß nun in meinem herzen dich Der tm Pr ſchmaͤde; Gib, daß ich dieſem laͤſter⸗ iſt„Der mich nur dich ehe. 853 Soch klage dir, o b 53. G GOtt! Mit hochbetruͤbter ſeele, Wie große ſeelen: angſt Mich raͤglich nag und quaͤle: Ach! uuli boͤſe laͤſterung, Gedanken wider dich, Die oft bey mir b entſtehn, Mein GOtt! be⸗ 6⸗Verleih mir kraft, zu truͤben mich. cer zeit, Wenn ſich Dich, HErr! in meines ſchreie noch zu dir, Laß dei Ach!wirkinmir kraft fried Mel. O GOtt du frommerꝛc. 4* 3— 4 1 2. Ach 9** 8 2₰ 88 1 .. 1 v 22.— 2. Ach weh! wo hins m ſol ich davon ſagen Den menſchentrau ich nicht: Ach GOtt! dir wil ichs klagen; Du kennſt des herzen grund, Du ken⸗ neſt meinen ſinn, Wie ich daruͤber ſtets Vom herzen traurig bin. 3. Wie herzlich gern waͤr ich Der laͤſtrung uͤber⸗ hoben? Ich quaͤl und mar⸗ tre mich, Wenn ſie faſt in mir toben. Ach! wenn mein herz auch nur Andich, mein GOtt lgedenkt; So wird es gleichſam ganz In laͤſterung verſentkt. 4. Dein wort, woran ich denk, HErr! wird in mir verkehret, Und ganz her⸗ um gedreht; Die andacht wird geſtoͤhret. Ich hoͤre andre wort, Als ich im herzen hab: Und dieſe gro⸗ ße quahl Frißt mir das herz noch ab. 5. Ach! ſchaue meine noßt: Bald wil mich der verdammen Der ſelbſt ver⸗ dammet liegt Mit kettenin den flammen: Bald koͤmt ſol ich ſtieſſeſt, o mein GOtki I Mich ganz undgar vondir. Miſcht ſich in alle dinge,—— cht wehre, Wie ich mich bal 6. Ach ja! die laͤſterung Inalles, was ich nur Thu, i leſe/ bete, ſinge. Wah ich gohren u zu deiner ehr Und ruhm(iem vollbringen ſol, Das mach hefolgung ich, wie mich deucht, Von lamm lün ſund und ſchande volte mm lden. 7. Der laͤſter⸗worte kan iſt GOtt Ich mich nicht gleich ent⸗ us; ſchlagen: Auch wider wil⸗ üeden, O. len muß Ich ſie oft lange uderſett? tragen. Ach! rechne mir rbey GL⸗ nicht zu, Was ich ſo lei⸗ ſoo lleiben den muß; Ich widerſprech att Vere ihm oft, Und leid es mit ſmimer ſt verdruß. iet und t 8. Mein GOtt dir iſt bekant, Wie heftig ich nich gottmit, im feinde: zu dir Und bald zum beten ſat kehre. Ich eſchreie tau⸗ 8 heſte fre ſendmal: Ich mein und dnn nur wil das nicht, Was bͤſe i asſtt laͤſterung In meinem her⸗ 1 ffeind? zen ſpricht. A len d * 9. Drum gib doch, daß dein geiſt Die laͤſtrung von 72 4 3 adfalſchh mir treibet, Mich gutes(on den 1 ein feuer pfeil, GOtt wuͤßte nicht von mir, Du ſäfeſte netter 1 denken lehrt, In meinem herzen bleibet, Es durch dein lob erfuͤllt Mich heilig M macht, iſ ean: Auchw 2 It ſein *. Aclit —1, Wan l 8aß It wi 2, Un d 2 36 beſondern leibli⸗ trutz. wird aus dem feinde Gar iiſt allhier. Woft der allerbeſte freund. 8 Und haben wir nur GOtt zum freunde, Was ſchadet unsder aͤrgſte feind? GOtt mn hintertreibet allen raht mein herz aufs allerbeſte Und machez ſo vergeſſen! nn beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 903 macht, regiert, Gedanken,tag aus finſtrer nacht. Wer zung und mund, Dich ſtets unter ſeinem ſchatten ſitzt, zu preiſen, ruͤhrr. Der wird fuͤr aller noht beſchuͤtt. . Iſt GOtt in uns; en Noͤhten und o ſteigt im herzen Durch Leiden ſeine kraft ein helden⸗muht; als in Verfolgungen. S0 5— man uſ in naht Mel. Wer nur den lieben GOtt und ſchmomfea dheißt 81 GOtt fuͤrſund ein gut gewiſſen 854. G uns; was ſmacht, Daß man der feinde kan uns ſchaden, Ob ſich zorn verlacht. uns alles widerſetzt? Denn 7. Wer wolte nun an ſind wir nur bey GOtt in GOtt verzagen? Er wil gnaden, So bleiben wir fuͤr, mit, bey, in uns ſeyn. ets unverletzt. WerGOtt Drum weg mit euch, ihr nur hat, hat immer ſchutz, bange klagen! Ich traue Er bietet welt und teufel meinem Ott allein. Trit, welt und teufel! nur her⸗ 2. Iſt GOtt mit uns; fuͤr, Ich ſage: trotz GOtt Nl. Hrr JEſu Chriſtdüze. Oce och GOtt, wie 855. 4 ſchwer iſt mir Wie angſt iſt ſo ſiehn wir feſte, Wennſte. Miriſt an allen orten bang: Ach frommer vater⸗ urm und wetter blitzt und racht. GOtt decket uns ſach wie lang Wilt dumem 2. Wie Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder M ne ſach Kein unrecht mit ſich fuͤhret. 6. Ich aber hoffe, daß du mich Bald retteſt und i in gnaden Von mir ab⸗ wendeſt kraͤftiglich Angſt, elend, ſpott und ſchaden. Ich weiß, du biſt voll guͤt und treu, Und ſtehſt mir armen kraͤftig bey, Der 2. Wie lange wilt du, treuer GOtt! Dein ant⸗ litz ſo verdecken, Und meine ſeel in ſolcher noht Und truͤbſal laſſen ſtecken? Sol orgen immerzu, Und auf dem lager keine ruh In meinem herzen ie lange ſol ſich doch mein feind Noch uͤber mich erheben, Ders mit mir auf das aͤrgſte meint, Und goͤnnt mir kaum das leben. Er trotzt und po⸗ chet auf gewalt, 1 mir gar mannigfal zu an leib und ſeele. 4. Sieh an, o HErr! und hoͤre doch Mein flehen und wehklagen. Exlo ſe michvom harten joch Der viel und ſchweren plagen: Die augen, GOtt lerleuch⸗ temir, Daß ich nicht ploͤz⸗ lſiich muß von hier, Und in demtod entſchlafen: 5. Daß ſich mein feind unnicht ruͤhm dabey, Er habe reache funden, Noch ſich in ſeinem herzen freu, A waͤr ichuͤberwunden; Nicht uͤber meinen unfall lach: Da du doeh weißt/ daß mei⸗ ich denn Und ſetzet ke. HErr! fuͤhr und ſchuͤtz ia mich immerfort Durchdei⸗ ne gnad an allem ort Zu deines namens ehre. I Bey Neid und Verfolgung. Mel. Aus tiefer noht ſchrey ze⸗ 856. M Ott! wie nterlangen. ſhane, wo an bein M. ags in di ullcſchmer deenfrißt,2 ſtvolllaſte dum; dertder tie 1 Wir gütüben. wüßltten ündeitler Rüiche ir nbeſondern leiblichen Noͤhtenund leiden. 995 geht mirs doch, Da meineſthum, Wo fried und liebe feinde toben? Wie hartffehlen. 1 und ſchwer iſt dieſes joch!. Und dennoch ſieht man Ach ſchaue doch von oben weit und breit, Wo chri⸗ ann Die truͤbſal macht michſſten⸗leute leben, Nichts als muͤdund mat, Ach!kommeſverleumdung, zwiſt und a bald, ach ſchaffe raht, Und ſtreit; Man iſt dem haß ſtille mein verlangen. ergeben: Doch ſol dis la⸗ 2. Ach ſchaue, was fuͤr ſter tugend ſeyn, Deswe⸗ fii n gram und pein Mir die ³ veerfolgung bringet; Die⸗ſchein an weil ſie mir durch mark ſchmuͤcken. gen ſucht man falſchen und bein Bis in die ſee⸗ 6. Der hat bald dis bald le dringet. Ach ſchmerz! der das gethan, Den wir nicht bis zum herzen frißt, Wennlleiden koͤnnen. Den nennt ** der, ſo ſelbſt voll laſter iſt/ man einen boͤſen mann, Uns laͤſtert, ſchimpft und Dem wir die luft nicht goͤn ſchmaͤhet. nen: Wir plagen, druͤcken, 3. Wie quaͤhlet den nicht ſuchen ihn Auf alle wei⸗ haß und neid, Der ſtetsſſe durchzuziehn, Und dis nach freundſchaft ſtrebet, heißt wol gehandelt. t, Der gern in fried und ei⸗ 5o; ſin nigkeit Mit ſeinem bruder zwar die kunſt, Durch heu⸗ lebet! Der neid iſt blos desſcheln, trug und lugen, ſatans ruhm; Der haß der Durch hinterliſt und fal⸗ hunde eigenthum; Dieſſchen dunſt Die menſchen u wuht ein werk der tieger. ſu betrugen e 4.: Zu fried und ruh be verſtand dure in ruftuns GOtt, Wir muͤſ⸗ Durch haß und neid ver ſen ſanftmuht uͤben: Es iſt finſtert iſt; Doch kan eu la dieſes ſein geboht, Daß wir uns herzlich lieben. Ein Zeil ſein urch falſche liſt, GOtt nicht taͤuſchen. 8. Wer jedem zu gefal⸗ 1 bloßer nam undeitlerruhm len denkt, Muß ohn gewiſ⸗ It nur ein ſolches chriſten · ſen leben, Und dem, d Rrr 2 ſchein, Um es damit zu 7. So gluͤcket manchem ucht und tugend krankt, 3 Crachte weder annt noch pflicht: Denn ſonſt gefaͤllt mer dieſem nicht, Den haß und neidbeſeſſen. 9. Ach HErr! erbarm dich uͤber die, So ſich dem neid ergeben. Erwecke, ruͤhr und lenke ſie Von ſolchem Chriſti ſchafen zu, Damit ſie jederman in ruh Und ſtillem friede laſſen. 10. Erbarm dich meiner! denn ich bin Mit ſolcher zunft umgeben. Verleih mir einen ſanften ſinn/ Und laß mich freundlich leben. aauf dich hoffe. Kreuz⸗ und T — n allem beyfall geben; boͤſen leben, Und fuͤhr ſie 1I. Mein helfer! ach! les falſch und ohne grund, verlaß mich nicht, Ach! eil Was meines feindes laͤ⸗ mir beyzuſtehen, Und zeige ſter mund Mir ſchaͤndlich mirdein angeſicht: Hrr nachgeſprochenn. enz laß mich freudig ſehen,—Werlech Sie maͤchtig deine gnade chen muht, Der ſich darob eunure ſey, Durch dieſe mach mich nicht kraͤnket, Was mein a ſhremi roſt⸗Lieder de ſehr Von meinem feind 5 1 und blut, Durchz ſeinen utuße, mund zu bringen. uii ſie ja? 2. Du, HErr! der du aregennie allwiſſend biſt, Erkenneſt ſeine luͤgen: Er ſucht in— dem, was unwahr iſt Sein ſunn libme ſchaͤndliches vergnuͤgen. Du ein( weißt, daß mir zu viel ge⸗ ſ ha ſchicht: Denn ich verſchul⸗ Fralhic de das ja nicht, Was er g hiten mir aufgebuͤrdet. tfeinde m Ach! gib mi 3. Drum nim dich mei⸗ u duldnd ſanf ntdenes anadig an, Und ie ha nen ihre ſchuld Vergeb und meine ehre; Daß jeder. B man erkennen kan Und uͤberzeugend hoͤre, Daß al⸗ Manem gt mir einen ſol⸗ eem kvech 2 feſt vertrauen. doͤllig frey! Dir wil ich feind redet oder thut; Und tn, daß der vielmehr bedenket: Der Riſonide lugen tfft m A ſen that Nur huͤtet, und uiher GOtt! Du woleſt au bi,g ligkeit Deswegenni t Jen: Ei lieren. sunma Mel. Auf meinen leben SOtt. Shespergni G a mg 858. M denn ihn eſetz 814 18 ich mich fleißig huͤten, e undn gleich die feinde wuͦ un am Daß ich,wenni errig an, l leid, Damit ſie ja r erddet Ram Kreuz⸗ und Troſt⸗Lieder 998.— gute trauen. Rett mich von aller ſuͤnde, Die ich noch in mir finde. 9. Laß mich doch, treuer GOtt! Nicht ſeyn der thoren ſpott: Mein mund ſol ſtille ſchweigen, Das herz zur ruh ſich neigen; Du ſtifter aller ſachen! Kanſt, wilt und wirſts wol maachen. 10. Wend deine plag von mir, Schlag mich nicht fuͤr und fuͤr: Denn ich bin arm, verachtet; Bey nahe Lanßveriehmaehret; Weil du die hand ausſtreckeſt, nnd mich im zorne ſchrek⸗ ef hier, Dein buͤrger fuͤr und fur, Wie meine vaͤter wa⸗ Die, von dir aufgenom⸗ men, Zur rechten heimat kommen. und pein Nunmehr ein en⸗ de ſeyn. Benim mir kreuz und leiden, Eh ich vonhier muß ſcheiden: Daß ich dich ewig droben, Und auch noch hier, mag loben. 1 5. GOtt vater, ſohn und geiſt! Sey immerdar gepreiſt. Du wollſt in meinem leben Mir troſt und ſtaͤrke geben, Daß ich drauf ſelig ſterbe, Dein reich aus gnaden erbe. Bey Sorgen und Bekuͤm⸗ merniſſen um das eitliche. Melodey 38. immerfo herzlieh ſehnen Meinangſt und heiſſe thraͤnen. Erhoͤ⸗ re meine bitte, Wenn ich mein herz ausſchuͤtte. Rim fuͤr lieb mit giebt. b deinem GOtt, Haſt du GOtt, ſo hats nicht noht. ſt verzeßrt 2. Washaſt du, o men⸗ richtt 1½ 8 “ 1 3 Dein pilgrim bin ich ſchen⸗kind Fur ein re zu ren, Und alle die vorfahren, 14. Laß meiner quahl 9 t Daß dir GOtt an gut und 3d 1 cht un an Ä0 n. Niiht iſ„d almeinhan da ihm att, Weldh gſreut. 2 ddein gen ſat nur in ſan as die ttes 4w 1 1 eben unda ag loben. Dun leben M argen md. rmum desit Malode 8 Giri b rict er ſeclelſeh 1 Nim Wie er wil, ſo theilt er nicht hier, Daß mel edles gold, Da iſt ehre, da me hie kraͤnkt Umein hand voll eitelkeit; Da ihm IEſus ne zeit zerſtreut. Bleib der himmel dein gewinn, Fcrüoti in beſondern leiblichen Nanrenunderden. 392— zu gut und geld? Sindnicht/ die geſchaffen ſind, Gaͤſte dieſer fremden welt? GOtt iſt HErr, dis iſt ſein haus; doch darum du erde ha⸗ ben ſolt. Schau den him⸗ uͤber dir, Da, daiſt dein aus. 3. Biſt du iſt freud, Freud ohn end', ehr ohne neid. 4. Thoͤricht iſt, der ſich ſchaͤtze ſchenkt, Welche kei⸗ Gib den ſtaub nur immer in. 5. Schau nur alle guͤter an, Die dein herz fuͤr guͤter aͤlt; Sag, ob eins mitge⸗ zen kan? Bleibt nicht al⸗ les in der welt, Wenn dein fuß, nach GOttes ſchluß, Dieſe welt verlaſſen muß? 6. Aber was die ſeele nehrt, GOttes huld und Chriſti blut, Wird von keiner zeit verzehrt, Iſt bricht, Seelen⸗gut ver⸗ ſchwindet nicht. 2. Darum denke nicht ſo ſehr Auf ein gut das eitel iſt. GOtt giebt dir uden noch mehr, Als du brauchſt und wuͤrdig biſt: Sag, ob dich ſein weiſer raht Nicht bisher verſor⸗ get hat? 8. Wuͤßte der im him⸗ mel lebt, Daß, wornach dein fleiſch und blut Mit ſo großer ſehnſucht ſtrebt/ Deiner ſeele nutz und gut; O ſoreicht er dir fuͤrwahr r. b 9. GOtt iſt lieb⸗ und gnaden⸗voll, GOtt iſt dir vom herzen treu. Wenn du wuͤnſcheſt, pruͤft er wol Wie dein wunſch beſchaf⸗ fen ſey: Iſt dirs gut, ſo geht ers ein, Iſt dirs ſchaͤd⸗ lich, ſpricht er nein. 0. Unterhe ſein geiſt Dir herzens haus Manna, das in deines Ja er waͤhlet, dir zum heil, und bleibt ein ewig gut; Erden⸗gut zerfaͤllt un Rrrä ei Dis und mehres reichlich l Bleibtſda 2 en trag die engel ſpeiſt, Ziert und ſchmuͤckt es herrlich aus; Dich zu ſeinem gut Dund eo wurdigbiſt. un widrig, laß es gehn, GOtt uſen, Meine “ . Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder. 3 andmad II. Ey, ſo richte dich empor, Du betruͤbtes an⸗ geeſicht! Laß das ſeufzen, nim davor Deines glau⸗ bbens freuden⸗licht; Das behalt, wenn dich die nacht Deines kummers traurig macht.. 12. Setze, als ein him⸗ mels⸗ſohn, Deinem wil⸗ len maaß und ziel. Ruͤhre ſtets vor GOttes thron Deines dankens ſaiten⸗ ſpiel; Weil dir mehr ge⸗ geben iſt, Als du, ſuͤnder! 33. Fuͤhre deinen lebens⸗ lauf Allzeit GOttes einge⸗ denk. ie es komt, nim alles auf, Als ein wolbe⸗ dacht geſchenk: Geht dirs und himmel bleibt dir ſtehn. Mel. Herzlich thut mich verlang. (QKaarum wilt 86 O. S du verlaſ⸗ eim GOtt dein ſeuf⸗ zend kind, Das ſich nicht weiß zu faſſen, Da ſich viel ſorge findt? Ach ſorge doch, mein vater, Mein GOtt . 1 m en froͤlich her, Nur ich iun muß traurig wanruc ſaregeſt Mein leben wird mir m wil ie ſchwer: Ich ſcheu michszu fin,Mein entdecken, Drum ſeufzeich mgnicht. inniglich: O GOtt! laß anwcoffe dich erwecken, Mein vater! arebricht rette mich. egaben, 3. Das matte herz voll(amch,Le graͤmen Spricht: lieber ant haben ehrlich todt, Als daß mich aamich. ſoll beſchaͤmen Bald die, bald jene noht. Mein ſor⸗ fills wol⸗ gen wird gemehret, Wenn iſuc geh! auch der kummer gar Des Utmir in betens andacht ſtoͤhret, Das tenedeye ſonſt dasbeſte war. p hewahr 4. Hoͤrt GOtt vielleicht lühufdem mein klagen Und aͤngſtlich ul in ſol ſeufzen nicht? So denk ich üxreiſen bi in dem zagen, Wenn mir das herz faſt bricht: Blitzt 6 ſletwan, du gerechter! Dein fluch und zorn auf mich? 4 Wie? ſtrafſt du den ver⸗ chter,O HErr kundraͤchſt — diſame woht nich 18 er 3 muche diſtaff dudiche? 5. Ich haͤtt es wol dienet, Daß Gace voon aiters her! Sey fer⸗ raͤcher waͤr: Und war ich W al 1 in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1000 1 nicht verſuͤhnet, Gieng ich In Duͤrftigkeit und Armuht.. in zittern her. Doch laßt Mel. JEſu deine heilge wunden]. = — — 4 aden den teufelzittern, Der oh⸗⸗ enndweißt 12c un ne hoffnung iſt; Bey al⸗ 861. L meine ſorgen, „ un n len ungewittern Bedeckt Die mit mir zu bette gehn, i mich IeſusChriſt. Und auch an dem fruhen dhen Ganheetanehtn e mger mnoch hoffen, Mein GOttauferſtehn; Die mich ar⸗ 1:Don verwirft mich nicht. Sein men immerdar Nagen, Iohr ſteht ja noch offen, Ich und mir manches jahr weiß, ſein herze bricht. Gib, Centner⸗ſchwer am hereen ma geber: gute gaben; Mein liegen, Hilf! ach hilf ſiemir eSrntt vater! ſegne mich, Laß uns beſiegen.. St,Wn die nohtdurft haben, Be⸗ 2. Siehſt du nicht, wie Stt, Ahn raht unsvaͤterlich. vielen ammer Mir die große noht erwecte deit 3 les wol gelineder ſchwere ſorgen ham- ni gen, Der fluch geh hinter derſ Mich(ergen weh tummag ſich. Raht mir in allen ſchlaͤgt und ſchreckt. Hoͤrſt e edactſtt dingen, Und benedeye mich. du nicht das angſt⸗geſchrey 1acheſieun Rekt mich, bewahr fuͤr Das wir in ſo vielerrey ulu auot ſchande, Und hilf dem elend Roht, gefahr und hoͤllenuui [Im. ab; Ich wil in ſolchem ſtricken, Sie zu wenden, Wut 2 dnne ſtande Dich preiſen bis ins zu dir ſchicehn. tes grab 5ins zu dir Wicken. de noht . 3. Hebe doch die no St ut 8. Ichleb in deinem wil⸗ und plage, So die arme e mMauttn len, Als ein gehorſam kind. ſeelen druͤckt, Daß ich end d d enn e Wilt du die noht nicht ſtil lich froͤlich ſage: GOT 1 Sruft dn len, Die ſich bey mir be⸗ hat es doch wol geſchickt. ſ —) HEnn findt; So fuͤll das herz mit Sorge fuͤr uns allzumal, ln 4 fenden. und mac 5 5 Sorhe für dieharte vaßl Iaan gen frey, Und ſchaff, daß Die, ſo ſehr wir uns beſtre: l e ich imleiden Voll ruh, ge⸗ ben, Ohne dich doch nich duldig ſey. zu heben.. —— 2 — — -x — noht. 7. Laß alles wol gelin⸗ 1 1002 Kreuz⸗und Troſt ⸗Lieder A Du regierſt jg alle din⸗ ge, Du verſorgeſt, menſ und vieh: Ja kein wurm iſt ſo geringe, Ohn dein wiſſen ſtirbt er nie. Du verpflegeſt groß und klein; Wie du wilt, ſo muß es ſeyn: Was du heiſſeſt, muß geſchehen; Laß uns raht und beyſtand ſehen. 5. Laß/ um IEſu Chriſti willen, Keinen von uns un⸗ tergehn, Noch, um unſre noht zu ſtillen/ Uns nach boͤ⸗ ſen mitteln ſehn. Gib daß je⸗ der zu dir flieht, Und ſein lei⸗ den ſo anſieht, Daß du uns von hoͤllen⸗ſtufen Dadurch wilt zum himmelrufen. 6. Und geſegne denn von oben, Was hier ohne ſegen iſt: Daß wir dich mit freu⸗ den loben, Der du raht und heiſer biſt; Der das leid, ſo uns beſchwert/ Nun in froͤlichkeit verkehrt/ Der uns nun, fuͤr das verder⸗ ben, Heil und himmel laͤſ⸗ ſeterben. gluͤck das ſeine verloren. Mel. O Inmeinem aſchen⸗haufen, Danoht und herzeleid Bey mir zuſammen laufen. Ich ſeh wohin ich wil, So 9. dalin rahm ich lauter noht; Ach GOttl wie beugeſt du Mein herz bis in den tod. Wenn ſemand durch Un⸗ d dd ſehr ver ... 1 2. Wie ruhig war ich ttzl mer ſonſt Wie war ich from ſund ſtille! Der kammer zErlt fehlte nichts An vorraht, ſchatz und fuͤlle. Ichnahm, aſtte: W in dir vergnuͤgt, Bald dis, in. bald das heraus; Hier, f glaubte jederman, Sey de den Obed⸗Edoms haus. ier dr *2. Sam. 6, 11. üteehat? 4. Der ſeelen fehlt es zaudheit, nicht An reichem troſt von iin ndt oben, Ich muſt im leibli⸗ mauf, bed chen Auch deine gute lo⸗ Wan die ben. Mein gut vermehrte 862. GOtt du frommerc. (Aier ſitz ich, Ooh Hiob gleich, in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1003 . Ach laber das entziehn n Von GOttes ange ichte un Reißt allen muht dahin, Macht allen ruhm zunich⸗ te; Woiſt nun deine luſt, dau⸗herr dieſer welt Nimt ſich des ſchadens an. b ,9. Drum, ſeele! kehr zu⸗ ruͤck Und ſuche deine ſtille. ſt, Ach ſorge nicht, mein leib! Vergnuͤgung, freud und Fuͤr nohtdurft, huͤllund fuͤl⸗ ſcherz? O ſehr verzagtesſle; GOtt bleibt ein treuer 4. ding! O trotzig menſchen⸗ herz! GOtt Der ſeel und leib er⸗ quickt, Der ehre, gut und 6. Doch, HEtr. du leh⸗ heil Zu deiner wolfart ag reſt mich Durch der pro⸗ phetenſchriften: Wer kan wol in der ſtadt Ein ein⸗ zig ungluͤck ſtiften, Wobey ſchikt. 10. Des kreuzes augen⸗ blick, So ploͤzlich er entſtan⸗ den, So ploͤzlich geht er hin nicht GOtt der HErr Die Und iſt nicht mehr vorhan⸗ den. So bald der ruhten⸗ hand im ſpiele hat? Er iſt ſtreich Des kindes beßrung der ſchlaͤgt und heilt, Von ihm koͤmt raht und that. huſd„ Und die giebt neue 7. Drum auf, bedraͤng⸗kraft tes herz! Wenn dich die I1. Geſetzt, daß dich de noht beſchweret; Soſchrer nur aͤngſtiglich, GOtt i noht Bis zu dem grabe druͤcket: Wenn der erloͤſte es, der dich hoͤret. GOttſgeiſt Sodann nur GOtt laͤuft als mutter zu, Er geblicker„Wo gar kein un⸗ n troͤſtet, hilft, ergetzt Biser mi dich wiederum In ſanfteſles an, Wenn ich ſodann dm ruh geſetzt. nur GOtt Voll freude 8. Hat dir dein vorig gluͤck ſchauen kan. b Denruͤckenzugekehret/ Hat dich gehaͤufte noht Faſt ganz und gar verzehret? Hier iſt ein reicher GOtt, 863§SSein liebſter Der wieder fͤllen kan: Der In Krankheiten. GOtt! dir ll ſchafft, Erlangt es wieder u gluͤck iſt; So nehm ich al⸗ Mel. Was G Ott thut, das iſt. Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder ndernlei .HErn 3 — iſt bekant Die krankheit die mich druͤcket. Ich weiß/ ſie koͤmt von deiner hand; Das glaube ich: Du pruͤ⸗ feſt mich, Und kanſts nicht Du aſt ſie zugeſchicket, H e kanken 5. Zwar brauch ich auch i des arztes raht: Doch ſol agdmie er mir gedeyen: So muß, Err! deine wunderthat Die beſte kraft verleihen. vtifrjiſh Drum hilf mir auch Bey Zie kran boͤſe meinen In zuͤchtigung der deinen. 2. Wo wend ich mich dem gebrauch Erwaͤhlter Gdu ger 1 arzenehen, Und laß ſie wol ii ſzt 2 gedeyen. rugt mit 6. Wenn man ſonſt nur undjede ze der ſter eyn ſtoͤhrte. Sprich auch ſni de 7. Du kanſt es auch an⸗ uwlndda beſten jetzo thun, Da du im him⸗ ſiſlägt, arztes werke. teweichen muͤſſen. Dein helfers ma gnaden bund Macht ſchon namens willen. Wenn nie⸗ gaih ſ einer mel wohneſt: Es ſchreyt miſtzen: wunden hoͤle. Ich rufe mein herz, und wird nicht zünd⸗ n. Bis du, HErr! mei⸗ Küͤmt von dl mich mn, 9 1 e 5 abfi inbeſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1005 ſchrey zu dir: HErr! hilf mir armen kranken, Ich en wil dir ewig danken. Mel. Aus tiefer noht ſchreyꝛc. O/ SSie krankheit, 864. B du gerechter Gott! Die ich jezt an mir ſpuͤhre, Bezeugt mir, daß ich meinen tod Stets in und bey mir fuͤhre; Denn jede ſtund und jede zeit Er⸗ innert mich der ſterblich⸗ keit und ſpricht: denk an dein ende. 2. Du haſt die ſchmer⸗ zen auferlegt/. Die edis glieder tragen; Und da mich deine ruhte ſchlaͤgt, So a a wilt du damit ſagen: Des innd: e wut dur damt agen: De 1en,win todes urſach iſt in dir, Dein 1r m leben aber koͤmt von mir 1 zswu ünd ſteht in meinen haͤn⸗ den. 3. So iſt es: deine va⸗ gnae ter⸗hand Wil mich durch a nddeg leiden ruͤhren, Und mich ſo 7 udn n eurgnaden korthen Sum 3 Wenn ich gleich ſehr ent⸗ 1swile kraͤftet bin, Wird doch dein men hei GOtt! Soſhlder mund, bis 4. Du giebſt den blin⸗ den ihr eſcht„Die lah⸗ t du gehen; Es muͤſſen, wenn dein wort nur ſpricht, Auch todte auf⸗ ſerſtehen: Und alſo kanſtſ du auch allein Der arzt inſ meiner ſchwachheit ſeyn, Wenn du ein wort wirſt ſprechen. 5. Die menſchen ſchrei⸗ ben mittel fuͤr, Daß ſich die ſchmerzen legen; Allein die huͤlfe koͤmt von dir: rind ohne deinen ſegen Macht uns kein kraut noch pflaſter frey. Dein wort, HErr! 1 die arzeney, Die unſre ſchmerzen heilet. 6. Beſchlieſſeſt du in dei⸗ nem raht: Ich ſolle laͤnger leben; So kanſt du leicht auch in der that Den mit⸗ teln kraͤfte geben. Iſt aber dis dein weiſer ſchluß, Daß ich anjetzo ſterben muß; So bin ich auch zufrieden. le nur Die wunden mei⸗ ner ſeelen. Wenn glrich ſim leiblichen die ceur Und alle mittel fehlen. Denn. lebt der geiſt in dir, mein — 7. Dis eine bitt ich: hei⸗ 3 3 1006 Kreuz⸗ und Troſt⸗Lieder bis in den tod, Auch die⸗ ſegute preiſen. Mel. Aufn meinen lieden GOtt. 55. Soch trau auf Oh meinen GOtt In aller angſt und noht: Hat mich viel kreuz be⸗ troſſen, Wil ich doch auf ihn hoffen. Er wird mir huͤlfe ſendenUnd alles elend wenden 23n gleich mein leib ſtung nicht In dieſem welt⸗ getuͤmmel, So gib mir 1 ter licht und ſonne, Wo 4 ſchicht: Und foͤmt die cet. 6 nur den himmel, Wo lau⸗ näih ſtete freud und wonne.. 6. Nun mach es auf der welt, MeinGOtt! wie dirs U gefaͤllt; Hilf mir aus allen 6 aohten,„Undwirſt dumich auch toͤdten; Wil ich im ſtod und leben Mich dir doch ſganzergeben. ſun fe a deines 5 meine voll ſchmerz„Und angſtet ſiich mein herz, Wil es fuͤr leid und plagen Faſt gar in mir verzagen; Wir Dochalles wieder ſtillen. 3. Haͤlt ſchon die ſchwach⸗ heit an, Daß 1 daher nicht kan Das haus des HErren ſchauen, Und mich baſe lbſt llhauen⸗ Sol mir mein lager dienen, Mit GOtt mich zu verſuͤhnen. 4. Mein 1GOtt! du hoͤr⸗ teſt mich So oft und gnaͤ⸗ ddiglich: Ach hoͤr mein ehn unnd ſehnen, Zaͤhl izt auch mmeine thraͤnen, Und kehre dis mein leiden In troſt und ſuͤße freuden. 5866. B Sott, nach ſeinem willen, 4 Vin ſch chaue von urun des himmels ir zuwide buͤhnen, Großer herrſcher avilen gel dieſer welt! Wie mein yleibzue findliches rbühnen dan lhand umſchloſſen halt; zuu mi Wie ſich meine demuht 8 übt, Deine rubhr kuͤßt und i deet ie thraͤnen zi ben ver⸗ geblich ſeyn. Laß mich nicht f beſtaͤndig Phen Nach ver⸗ langtem onnenſchein. 6 Brich die truͤbe jammer⸗ nacht/ Die mich faſt entſeelt gemacht. Mel. GOtt des himmels und c. 5 Dis bitt ich dis ge⸗ deines thrones 4 3. Zu den füben un beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1007 1 8 1 eeta 3406 R thrones Leg ichmeine wer⸗ n ke nicht: Nur die wunden deines ſohnes Stell ich vor un dein a)uhe. Dieſes opfer e en lauf Des entbran⸗ m 1 n ner die nagt i — 5. Wh zu dei na mens ehren Wuͤnſch i ndaim meines lebens friſt: Doch 8d 8 6 verwerfich mein begehren, Wenn es dir zuwider iſt. da in Deinem willen geb ich aret! U ſinn, Seel und leib zu eigen r es erkühn hin. Sumſcuſ 6. Wilt du mir das le⸗ aih mm ben geben, Nehm ich es anr ii mit freudigkeit. Sol ich † auch nicht laͤnger leben⸗ 1 di dühe HErr! ſo bin ich auch be⸗ ahn un reit. Mich vergnuͤgt allein 7. in dein ſchluß, Der zum beſten 3— ne- dienen muß. 7. Hilf indeſſen tapfer n fainpfen,Hilf,meinGDtt in dieſem ſtreit„Was dir widerſtrebet, daͤmpfen; 8 um 6 Hif zur frohen ewigkeit. Da wird, ohne ſtreit und pein, Geiſt und fleiſch in frieden ſeyn. Mel. IEſu meines lebens leben. SSsch gedenk an 867. G GOttes⸗lam! Die dein n zarter leib empfunden, Als du an des kreuzes ſtam, ⸗Blos um meiner boͤſentha⸗ ten, In die groͤſte noht ge⸗ rahten: Da ich jezt um eigne ſuͤnd Deine zuͤchti⸗ gung empfind. 2. Wirke doch in mei⸗ nem herzen Wahre buß und rechte reu. Mach auch mich, durch deine ſchmer⸗ zen, Jezt von meinen ſchmerzen frey. Oder iſt es dein belieben, Mich noch mehr im kreuz zu uͤben; So gib auchaed Kraft un blut. ſtaͤrke durch dein derſtreben, Der es doch ſo herzlich meint? Rein, ich wil mich ihm ergeben⸗ Wenn es nnoch ſo truͤbe ſcheint. Ich wil harren, ich wil 1 n, Es hat⸗ aic deine wun⸗ den, Hoͤchſt unſchuldigs eduld und muht, ſul 3. Solt ich dem wol wi⸗ ndern 1008 Kuz und Troſt Lieder,-n dei eiggetroffen: Kinder, 7. Ich wil den nicht S ie der vater liebt, Werden ſcheel anſehen, Der in ſte⸗ m fe durch die zucht betruͤbt. ſten freuden lacht: Meine Smn 4. Ich muß zwar in hitze ſeele ſol nur flehen, Daß rnen, 7 brennen, Es wird meine mir deine gnaden⸗macht A ranihe kraft verzehrt: Doch muß Kraͤfte ſchenket, meine pla⸗ inſinengt ich dabey erkennen, Daß gen, Meine ſchmerzen ſo zu nabergled GOTT nur dem böoͤſen tragen; Daß ich hier nur wehr t: Darum wil ich fromm und treu, Und dort Pchen 1* meinen ruͤcken Unter ſeineſewig ſelig ſey. 5 n! m', nmir: W ruhte buͤcken; Macht er 8. Du bleibſt dennoch nur das herz recht rein, mein ergetzen, Meine luſt unt Wird der ſchmerz ertrag⸗ und froͤlichkeit: Muß ich ult ſorgen lich ſeyn gleich die wangen netzen, Kduot,d 5.Es ſind dis die leidens⸗ Und in manchem herzeleid indaslebe ſtunden, Es iſt dis die Meine lebens zeit zubrin⸗ ftrleb pruͤfungs⸗zeit: HErr! ich gen: Auch mit vielen fein⸗ 4(al 3,z. fuͤhle tiefe wunden, Staͤr⸗ ke michin dieſem ſtreit Daß durch dieſe zeit In die frohe du leben ich alles auf dich wage, Und ewigfeit. 8 dis mein leiden willig trage.—— errauens Leiden brin t dem fleiſche Mel. Was GOtt thut dasꝛc. nicht: pein, Fuͤhrt doch auch zum 8 58.(ſFch weiß, daß an. himmeleeiim. O00. C mein erloͤſer Dan 6. Ach ich kan mich nicht lebt; Der ſelber iſt mein zeigſei beſchweren, Daß du mirleben. Obgleich mein herz aheiei b zu viel gethan: Wilt duſim kummer ſchwebt, Mit iaiu mich. meine ſchmerzen mehren, ſchmerz und tod umgebenzu Nehm ich ſie geduldig an. Iſt deine kraft, Die huͤlfei Mir gebuͤhrt nicht, vorzu⸗ ſchafft, Doch maͤchtig imi ſchreiben, Sondern ſtille mir ſchwachen: Drumlaß zu verbleiben; Mach michſichihn nur machen. unr zu deinem knecht, Und 2. Er lebt, mein arzt ꝛ durchdein verdienſtgerecht. lihm fehlt es nicht An wet b — n in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1009 8 heit und vermoͤgen. Erſchen, Mir dieſen troſt nicht n en iſt es, der mir kroſt zu ſchwaͤͤhehln,). Tau fin ſpricht: Wenn kleinmuht 6. Auf menſchen⸗huͤlfe f eman ſich wil regen; So laͤßt er wart ich nicht, Denn die a doch Der krankheit joch, iſt hier nicht nuͤtze: Mein Niicht ohne ſein erquicken, aug iſt blos auf dich ge⸗ dein Die ſchwachen glieder druͤ⸗ richt, Omeines lebens ſtuͤt⸗ ndt cken. zel In meiner noht; Droht ua 3. Ihm leb ich, was ich gleich der tod Mit aufge⸗ 8 9 leb allhier; Mein leben iſt ſperrtem rachen, Es mit 4 eitn verborgen In ihm, under mir ausszumacheern. Sehm d lebt ſelbſt in mir: Wie ſolt 7. Es ſol mein glaube Sechti: c er denn nicht ſorgen Fuͤr niemahls ruhn, Dir mein wua meine noht? Trotz, daß der herz auszuſchuͤtten: Du dncen tod Mir darf das leben rau⸗kanſt ja uͤberſchwenglich 1 S bens ben; Denn hier leb ich im thun, Mehr als wir men⸗ mebch mtmn glauben. Col. 3, 3. ſchen bitten, Ich weiß du Uaan Schn 4. Du lebſt, daß ich auch wirſt, Mein lebens fuͤrſt! a Geuitgi leben ſoll, Du leben mei⸗Dem kreuzegrenzenſetzen, 6 9 nes lebens! Dis macht Und mich ſodann ergezzen. — meinherz vertrauens voll; 8. Macht gleich der feind Me uGott Weil du das nicht verge⸗mich oft verzagt, Sucht „„Ahn bens Feſt zugeſagt. Drum bosheit mich zu ſichten:u 4* umn unverzagt. Dein wort Ja, wenn mich gar meem d er ſibe muß wahrheit bleiben, Und herz verklagt Die hoffnuuugn 1gehn auchanmir hekleiben. ſzu zernichten; So rufeu. nn 5. Wenn du mich gleich Mir gnaͤdig zu: Du bleibſt a amdahs zu tödten ſcheinſt, Bleib in meinem ſrieden, Biſt 1Sechd ich doch an dir kleben. Ich von mir ungeſchieden. 2a weiß, mein heil! wie gut 9. Laß dieſen frieden herz dus meinſt, Du denkſt auf und ſinn Ohn unterlaß be⸗ lauter leben. Laß nur den wahren; Und laß mich, ſchmerz, Der mir mein herz daß ich in dir bin Und le l in Faſt ſtundlich droht zu bre⸗ be, ſtets erfahren: Jaſtelle V Soss mir 1010 Kreuz und Troſt⸗Lieder mir Dein kreuz bild fuͤr, So wird in deinem willen Sich wenne Wneſtele ſtillen. 10. Ich bin von aller ſuͤnden⸗ Hut Durch dein verdienſt entbunden: Und ſtnicht ſchmerz noch noht, die erloͤſung, die du ha Durch deinentod erfunden, Gilt fuͤr und fuͤr, Mein GSOOtt vor dir; Dein mir erworbnes erbe Bleibt mein, auch wenn ich ſterbe. II.. Sind gleich der lei⸗ den viel und ſchwer, Die meinen leib betruͤben; So laß mein herz ſich deſto mehr In dir, an deinem leben, Das mich als braut Wi dir, veptrden Und dir wilaͤhnlich haben, In groͤ⸗ ſter ſchwachheit laben. . Du, mein erloͤſer! b biſt ja treu; Wie bleibſt du denn ſo lange? Ach eil mit deiner huͤlf herbey, Das warten macht mir bange. Denn meine kraft/ Mein lebens⸗ſaft Vertrock⸗ net als die ſcherben: Ach hilf! ich muß verderben. 13. Nein, aber nein, du kanſt mich nicht Verſaͤu⸗ men noch verlaſſen; Das dehum n meiner zuverſth Wirſt du zu herzen faſſen. Du eilſt herzu, Mir ſane 3 und ruh Und neue kraft und leben Zu deinem preis zu geben. 14. Mich ſol und kan Nicht truͤbſal, angſt un leiden, Roch auch der lezte feind 1 der tod, Von dir, t mein IEſu! ſcheiden. Dir a leb ich hier, Auch ſterb ich dir; In dir kan,— im ſterben, Mein leben nicht verderben. ſſchin 5. Mach mich, nach d dei⸗ 3 ner liebe, frey Von dieſes ict rafd kodes jejhe 58 bleibt es da— ebens fuͤrſt! dabey, Da oͤ⸗ich doch lebend bleibe: Denn ſo bin ich, Mein heil durch 07 dich, Der du den tod ver⸗ 1 ſchlungen„ Zum leben d durchgedrungen. at, W 16. Nur wolleſt du mich, erze JIEſu! dir Recht wolge⸗ die Allig machen: Reut alles ſit iſt aus, und tilg in mir, Was i noch von eiteln ſachen Den ii ſinn ferfireut ‚Aneitelkeit, u An ſorge, noht und kraͤn⸗ i ken Laß mich nicht mehr ſi gedenken. 4 iuntte 1. Wen 1 6 üan ſahin D d 6 nn dat —— ———— ——— 3 b. Laß deinen geiſt, 4 desf de 4 uu ſad d heru, 2m m A de 5 ti Aic ſaln me n — Aribſt,a 1r Tocatt 4 e 6. Efalſcek Sier,Au 1 demm, 1 Meinl 1 2e Mente add a dui. no Ih in! freut,e * u bend das verheiſſungs⸗land leben an, Wo mich ſey geklagt, 7 miſſethat Mit recht alſo m beſondern leiblichen erbes pfand/ Mit troſt nicht in mir ſchweigen, Mirſter⸗ Auch ſchon vom ferne zei⸗ In ſolches gluͤck Mein herz omuhtig machet, Daß es M Weil nur ein blick des todes lachet. 18. Doch faͤnget erſt mein G lam wird weiden; Wenn ſchmerz und leiden abge⸗ than, Und ich mit tauſend freuden Umgeben bin, Wo nichts forthin Mir wird mein leben rauben, Wo ſchauen folgt auf glauben. Bey anhaltender Krankheit. Mel. HErr IEſu Chriſt duꝛc. (Poch frommer 869. M GOtt! dir Was mich in meinem herzen Fuͤr angſt und elend druͤckt und plagt: Miein leib iſt ganz voll ſchmerzen u krankheit ha eſch ¹Und meine kraft iſt faſt Ich bin mit rt beſchwert, verzehrt Von deinem zorn und drauen. 2. Ich werde fuͤr die gequaͤlet, Daß mir deim troſt, dein treuer raht Und vater ⸗huͤlfe fehlet. Ich liege da ganz ohne ruh, c.Die ſchwachheit nimt be⸗ ſtaͤndig zu, Daß ich den tod beſorge. 3. Doch haſt du dich voll huld erklaͤrt Und terlich verheiſſen, Den, der di ſuchet und begehrt, Aus ſeiner noht zu reiſſen; Drum kom ich auch vor deine thuͤr: Ach, frommer vater! hilf du mir, Und wende meine plage. 4. Denn du biſt doch ein ſtarker held, Der tod und leben zwinget, Ein treuer alles wol gelinget: Drum, eil und ſtaͤrke meinengeiſt, Nim weg, was noht und krankheit heißt, Und tilge meine ſchmerzen. 5. Beſchenke mich mit deiner huld, Erhalte mich liche geduld. Was aber mir kan ſchaden, Laß, lieb⸗ ſter GOtt l entfernet ſeyn: Und gib mir troſt und le⸗ ben ein, Durch deines gei⸗ ul ſtes gaben. G564 6.9 arzt fuͤr alle welt, Dem uul in gnaden, Verleihe chriſt uu „.— 4— , 6 1012 8 8 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder . O JEſu, treuer ſee ſchmerz und noht, Jam⸗ 1 en⸗-hort! Sprich, wegen mer, quahl und herzeleid in au deiner wunden, Anjezt ein Schon ſo eine lange zeitlln⸗ c einzig liebes⸗wort, Sobinſter winſeln, ach und klage h ich ſchon verbunden. Ja, An dem ſchwachen leibe dul Gle wwenn du, liebſter meiſtertrage. an lindern wilt, Sowirdmein leiden 2. Gluͤcklich war ich, als agderkenn 1 d meinen tod Im wahren b froͤlich dringe. 870 Wrankheit und leben Iſt ein taͤglich neuer 1 umgeben, Da ich kummer⸗ bald geſtillt Und meine pein gedaͤmpfet. 7. Nun treuer GOtt! ich traue dir: Weil du mich ſelbſt geſchlagen, So wer⸗ de deine liebe mir Die ſchwachheit helfen tragen; Daß mich die ſchwere ſchmerzens: laſt, Die du mir aufgeleget haſt, Nicht gaͤnzlich unterdruͤke. 8. Sol aber ich in die⸗ ſer noht Und krankheit un⸗ terliegen; So laß mich uͤber lauben ſiegen, Daß ich durch jammer, kreuz und leid, Zu deiner himmels⸗ herrlichkeit Getroſt und Mel. Werde munter mein ꝛc. 2 20. ein ſieches tod; Und der hat auch mich ge ma vor dieſen Herz und glie⸗ der noch geſund, Taͤglich neue kraͤfte wieſen, Und der 4 Rühre leib ſich wol befund. Ach! geſundheit, welch ein ſchatz! Der den allerbeſten platz Unter dieſes lebens gaben Muß vor allen guͤtern u cht, Wo man Jer ab gekommen; Von der ſchei imbeſf tel bis zum fuß Iſt mir aiſte zurg ſu ur in fummne erahter, ſgemeine * fuͤnden knecht, Wegen mei⸗ ſihehriſ ner miſſethaten, In des lndmit‚ arztes hand gerahten. i die ſie 6 au n At wech t allerben d E ſts lede ur t aln Me 8 um d t nen Tond G m fu et Fpenomm n reehr ſtche OKe jide nd Erttt Wh r Kthaten, gefallen, Daß ich buß⸗Und Warten, und erkennen ſoll: deinen ſtiknecht umfaßt, Und wie La⸗ zulezt der tod Ruͤhren blos auch mein berahter, Denn in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 101 ½ nur lobſinget, Und ein ewig dank⸗lied bringet. 3. Doch bisher hat ihm offnungs⸗voll, Gleich den glaͤubgen kindern allen, Schmerzen, kummer, ang und noht, Krankheit und von unſern ſuͤnden, Die ſich haͤufig bey uns finden. 6. Ach vergib, vergib, o vater! Denk an Chriſti blut und pein, Und ſey jezt kein menſch kan helfer ſeyn. Nim undtilge meine ſchuld, Gib mir kraͤfte zur geduld. . Daß ich recht gedul⸗ dig werde; Laß mich ſehn wies andern gieng, Was Hiskias fuͤr beſchwerde Trug, bevor er troſt em⸗ pfieng: Was fuͤr centner⸗ ſchwere laſt Hiob deinen zarus voll ſchweren Alles labſals mußt entbehren. 9. Nun mein Gott! ſo b, ſſchwer und lange Trag ich ſtiſweder ſchmerz noch noht. Kranker leib was iſt dir bange? Trau auf deinen ſtarken GOtt: Hat er noch zu rechter zeit Jene mit der huͤlferfreut: O ſo wird er Laß mich, vater! voll ver⸗ trauen, Blos auf deine huͤlfe ſchauen. 7. Laß mich Chriſti wort erkennen, Und mit dieſem troͤſte mich: Die ſich mei⸗ ne juͤnger nennen, Nehmen auch mein kreuz auf ſich. Durch viel truͤbſal, ſchmerz und pein Geht ein chriſ zum himmel ein; Und wer ort wil freude ſchmecken, Den muß hier kein kreuz⸗ kelch ſchrecken. dich vom boͤſen Auch u rechter zeit erloͤen. 10. Iitsnicht eher, doch im ſterben: Da verſchwin⸗ det alle pein: Da ſind die des himmels erben, Die ſo machs, GOtt! wie du weißt, Daß es gut und ſe lig heißt: Wenn du mich auch wolteſt toͤdten, Hoff ich doch in allen noͤhten. b Sss3 Bey ll allhie beſtaͤndig ſeyn. Ey 1014 Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder 1 — Bey zunehmender Krankheit und herannahender To⸗ des⸗Gefahr. Mel. JEſu deine heilge wunden V och! ſo lieg ich/ 871. M und empfin⸗ de, Was die ſuͤnde ange⸗ richt. Suͤnde! ach ver⸗ damte ſuͤnde! Wie verder⸗ beſt du uns nicht? Du, o geſ uns; durch dich betrifft Meinen leib nebſt meinem herzen, Krankheit jammier, pein und ſchmerzen. 2. Ach mein GOtt! uncchau wie ich liege Schmer⸗ zen⸗voll, matt, muͤd und ſhwach⸗ Schau, wie ich mich vor dir ſchmiege, Ganz voll thraͤnen, weh und ach Was an mir iſt, leidet noht: Ach, wie nah trit mir der tod! Zung und mund ſind matt zu ſpre⸗ chen, Herz und augen wol⸗ len brechen. 3. GOTT zu dir nur ſchreyt: hilf mir! H hilf! in meinen noͤhten: Laß mich nicht toͤdten. tage Reiß mich, ſchoͤpfer! dre mein ſo ſchmerzlichleid, ſeel⸗ und leibes⸗gift! Pla⸗F mir gefallig ſeyn; Hilf dem, wil ich fliehen: Dich, dieh ruf ich ſehnlich an Du wirſt dich mir nicht entziehen: Denn du biſt der helfen Tasd 4. In der helfte meiner t hln 3 duf me den derl ich au Du alleine kanſt es geben, einſtnac Daß wir ſterben, daß wir leben. 1 5. Wilt du mir das le⸗ ben ſchenken; So ſol ſeele, herz und muht Deiner gna⸗ de ſtets gedenken, Und er⸗ heben/ was ſie thut. Herz⸗ lich wil ich zu dir flehn, Um mir gaaͤdig beyzuſtehn, Daß ich deines namens ehre Durch ein heilig leben mehre: 6. Doch, mein GOtt! was dir beliebet, Sol auch nicht dahin. Schau und hoͤre meine klage, Der ich kaum noch lebend bin. Lin t 4 Friſte meine lebenszeit. tden. t. —— — — 8 — — — — — —, — — — — — K — —— aitleiben ihwil m weiebſter — — — — — 1 —— — — ☛ 1 der ſich dir ergiebet; Ich hiwil ſen dein, und du biſt mein. unichm Leb ich, HErr! ſo leb ich taben. dir. Sterbi„wol blei dir. Sterb ich, E 1 kan. 1 E kan. Herz und knie beug ich vor dir, Mund und ſeele nur bey mir: Vater! was dein weiſer wille Mir er⸗hlles, ſprieslich ſieht, erfuͤ–„’blt. 1200 3 tr „Gnd an 1 4 1 2n — Re hel Bim (Aun. en 1in r klan, 1e th lebend 1 oſöman l eite li 1lr le kanſtah 1 d ſceten 5Rt du wi nſecn, Ehſ 1 rmührd ſ Srdencen, de mesſtethe h Kech ud m enäddte diin dents irt Ccheinſl neh b 5 in beſondern leiblichen Roͤhten und Leiden. 1013 7. Leib und ſeel, mein ganzes leben Hab ich nur allein von dir. Alles haſt dumir gegeben, Nichts, ja nichts gehoͤret mir. Drum ſo nim, was deine heißt, Pater, ſohn und heilger geiſt! Nim es hin zu dei⸗ haͤnden, Hilf mein le⸗ ben ſelig enden. 8. Dir wil ich auch die verſchreiben, Die in dieſer ſterblichkeit Einſt nach mir zuruͤcke bleiben; Hilf auich ihnen jederzeit. Sey der witwen ſchutz und ſchild, Bleib den waiſen gut und ſey mild; Gib doch gnade recht zu gläuben, Und dabey Lecht from zu bleiben. 9. Nun, ich wil mich zu dir wenden/ LiebſterOtt. ich faſſe dich Mit des wah⸗ ſchehn, dieſem tage Dir das lezte mal mein flehn, Truͤbſal, hof t und kreuz vortrage; Ach ſo rich nen Nach den hohen him⸗ mels⸗zinnen. ſend mal ehre, D ley, Deine kraft und wahr⸗ Daß ich heut an ſo richte meine fin⸗ 2. Tauſend und viel tau⸗ Sey, o vater! hochgeprieſen, Daß in dei⸗ ner kinder zahl Du mi einen platz gewieſen, mein herz dich lernen ken⸗ nen, Und in Chriſto vater nennen. mir Wo 3. Heilig, heilig, heilig Deines großen namens Deine guͤte mancher⸗ re lehre! Ich wil dich dort ewig loben, Wenn du mich zudir erhoben. 4. Dein reich haſt du ren glaubens haͤnden, Hal⸗ te mich auch gnaͤdiglich: Heilige dreyeinigkeit! Nim mich zu dir, wenn es zeit; Dir leb ich, ben, Mach mich nur zum laſſen kommen; Mich be⸗ himmels⸗erben. Mel. Liebſter 872. GOTT! ge JEſu wir ſind ꝛe Gol es, liebſter rieden Durch ſein blut und tod beſchiden. 5. Darum wart ich mit begier Ganz getroſt aufs Nichts freich der ehren; SssS4 —— 2— 4 8 3 ——— ö 3——— ———— — 2 5 auchzu mir Hier ingnaden lufen; auch in dir Aus des dir wil ich ſter⸗ ſatans ma ht genommen: h IEſus hat mir heil und “ “ e 8 ——— —— * 3 1016 Kreuz⸗und Troſt Lieder durchaus kan mich allhier Mehr von jener freude keh⸗ ren, Kom, o koͤnig! was die deinen Mit mir hoffen, laß erſcheinen. b 6. Deinem willen wil ich mich Ganz zu einem opfer geben: Hab ich hier nicht voͤlliglich Rach dem⸗ ſelben koͤnnen leben; So werd ich dort deinen wil⸗ len Mit den engeln recht erfuͤllen. 7. Taͤglich brod und man⸗ cherley, Was zu meinem ſtand gehoͤret, Hat mir dei⸗ ne vater⸗treu Durch die lebens zeit beſchehret: Nun du himmels⸗brod wilt ge⸗ en, Laß ich gern dis arme leben. b 8. Zwar die meinen blei⸗ ben hier, Die mich gern nooch laͤnger ſaͤhen: Doch ich weiß, mein GOtt! bey dir Steht ihr weh und wolergehen. Druͤckt noch eetwas mein gemuͤhte, So befehl ichs deiner guͤte. 9. Nur, o vater! ſprich zu mir: Dir iſt alle ſchuld vergeben; Ach! ſo geh ich den⸗vollen leben. JEſus hat mir gnad erworben, Mit ihm iſt die ſchuld ge⸗ ſtorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht, Wie du, hoͤchſter GOtt geheiſſen: Rache, wil nichts als lieb erweiſen; Weil du, GOtt! ſo viel er⸗ laſſen, Wil ich armer menſch nicht haſſen. „ „ und hoͤlle, Daß ſie mir die ſo ſteh auf meiner ſeiten, ſtreiten. 12. Mach mich alles uͤbels los, Gib der ſuͤnden⸗ erloͤſen. rein zu dir Aus dem ſuͤn⸗ Welt und hoͤll iſt zorn und ſtrafe weicht, Ich himmels⸗ruh Raub', und meinen glauben faͤlle; Ach! Die verſuchung zu be⸗ noht ein ende, HErr! ich flieh in deinen ſchooß, Und in deine vater⸗haͤnde; Laß uumen mich die von allen boͤſen, ill Wie du wilt und kanſt, u 13. Nun du hoͤrſt, ich zweifle nicht, Denn du biſt der himmels koͤnig; Zu dir ſteht die zuverſicht, uu dir zu wenig: i elndermle 1 1 Fth ütrixhen — TDane kra ften, Dem ler unirim jchau, N de ma in, Eieſe twwokeit. A dit ſch der it aus der ehwn wie e 1 5 herzu, Tobt und wuͤtet ſund ullle it deu 1 diel ſor ? lttderla⸗ Doht undwr mee, Dau ſen mituh Na⸗ talaubenſ 1 duf meine t viuchang 1 1 Hach m 61 3,Gi r ende, F. ha anrn ſte in beſondern leiblichen —— Noͤhten und Leiden. 1017 wgenig: Deine kraft wird ewig ſtehen, Deine herr⸗ ſchaft nie vergehen. Mel. Vater unſer im himmelr. 87 Kchau, HErr! 3.& die matte ſee⸗ le ſchreyt, Sie ſehnt ſich ie nach der ewigkeit. Achſieh, ih wie aͤngſtet ſich der geiſt, Bis er ſich aus dem leibe reißt! Schau wie er durſt und hitze fuͤhlt, Bis ihn die lebens⸗quelle kuͤhlt. 2. Ach GOtt, wie fruͤh bin ich gejagt! Wie hat mich ſuͤnd und welt ge⸗ plagt! Wie manche ſeel⸗ und leibes⸗noht Betruͤhet mich bis in den tod! Du kenneſt mich dein armes kind, Wie viele ſorgen in mir ſnnä9. 3. Du aber biſt der ſee⸗ len ruh: Drum eilt ſie die⸗ in ſer quelle zu: Wie lieblich iſt dein angeſicht! Wie hell dein allerklaͤrſtes licht! Wie b aͤhlt ark iſt deine vater⸗hand!bens huͤter! iſt die nacht Wie ſchoͤn iſt dort mein Der truͤbſal bald hindurch vaterland! 4. Du lebeſt, HErr! in und ich bin dein, So fuͤhr Was ich hier lebe, iſt ein vergnuͤgung ohne leid. 5. Ich ſol vor deinem antlitz ſtehn, Ich ſol mit vollen freuden dehn Den vater, der mich liebt, Den ſohn, der ſich ſelbſt fuͤr mich giebt, Den dis bedenkt. 6. So oft mein herz im eiſt beſchaut Den tempel, den du aufgebaut, Die ta⸗ alle deine herrlichkeit: So wallet herz und geiſt in mir, Und ſehnt ſich, großer GOtt lnachdir. 6 Nun HErr! du ken⸗ neſt meinen ſinn, Wie gezaͤhlt, Wie lange mich die truͤbſal quaͤhlt: O le⸗ gebracht? 8. Die leidens⸗kage ſind tod: Selbſt meine freud iſtu ſangſt und noht. Bey drru iſt leben ohne ſtreit, Bey dir geiſt, der troſt und weisheit ſchenkt. O ſelig welcher fel, die du zubereit, Und ihr vorbey, Es endet ſich das 3n mich auch zum leben ein langſt geſchrey. Mein Jé. AA elend, arm und ſchwach ih bin: Du haſt die tage laͤngſttu Kreuz⸗und Troſt⸗Lieder oI ſus koͤmt, und hohlet mich Er koͤmt und hohlet mich zu ſich. Die quell iſt fri⸗ ſcchen waſſers voll/ Woi mmich ewig laben ſol. Morgen⸗ Lied eines AKAKrranken. Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. G Ott lob und 874. dank! die nacht iſt hin, Es koͤmt der liebe morgen: Auf, ſchwa⸗ cher geiſt und matter ſinn! Dir iſt ja unverborgen, Wie du die finſtre ſchmer⸗ zens nacht In GOttes ſchutze zugebrcht„ Und gluͤcklich uͤberſtanden. 2. Als ich mich zu der ruh gelegt, War ich mit ſchmerz umgeben. Ich ſprach, durch ſchmerz und furcht bewegt: Werd ich auch morgen leben? Die faſt verdorrte zunge frug, So oft die viertel⸗ſtunde ſchlug: Wenn wird der tag 3 hen, Und fle dieſen meinem kreuze mag, Nach chſſeinem willen, machen. — ffriſch, geſund; Binich den⸗ noch zufrieden, Hat ſchon hn, daß er 8 tag Mit mir und ☛ 4. Leb ich nicht froͤlich, de n demm tvweſerger — ehider ei dunken. dirheiget 4 v Grroſt iſr mei ihwi dei hdie du h n: Dur ättund tra aik geleg rwichere der ſchmerz mein herz ver⸗ wundt, Wilich doch nicht ermuͤden. Ich trage dieſes harte joch Auchdieſen tag, und weiter noch, So lang es GOtt beliebet. 5. Mein elend iſt umtag und nacht Nun gleichwol kuͤrzer worden. GOtt, der mich ſo getreu bewacht, Wird, nebſt der engel or⸗ den, Auch heute mit nnd bey mir ſeyn, Und huͤlfe, raht und troſt verleihn: Anlicher, Er weiß wol was micch Fentr mi druͤcket. A 6. Ihm wil ich meinen diſchmer; ſchwachen geiſt Und kran⸗ opEind d ken leib befehlen. Was IE⸗ uitt. d ſus, der mein ig verge h 3 derr d Aol ie 4 — — ecrſcheinen? b 3. GOtt hat mir mein gebeht gewaͤhrt, Ich kan wil ich ihn, der mich erhoͤrt, daslicht noch ſehen; Drum 7 at dod heute ſterben ſol, Kan mir uio Mit dank und preis erhoͤ⸗ 1 11C. Jöna 1* 1 Auodie wer woh IEbheütte. 5 Ein tlendit dr nt Nun g * rden. G d f getreu b d ebſt dere 7 E heutem j ir ſeynli mhu d troſt re wol. na zens⸗ſturm, kein kreuzes⸗n— W 4 dind Sol mich von IEſu lieb undguͤte Schütze mich din treiben: Ach! bleib bey mir n bis an mein end, Und nim bin ich wol verſorget. ——— in beſondern leiblich en Noͤhten und Leiden. 1019 cwig bleiben: Kein ſchmer⸗ die ſeel in deine haͤnd, So A bend⸗Lieder eines verlangen Sind die ſtun⸗ den fortgeruͤckt. Ach! ich en h waͤr den tag vergangen, ſan Woich, HErr! dich nicht und mir ſchmerz und angſt Kranken. Mel JEſu deine heilge wunden. 0280 ZTPrzt des leibes, 8- 5. Mh troſt der ſee⸗ len, IEſul hoͤr mein dank⸗ lied an: Ich wil deine huld erzaͤhlen, Die du heut an mir gethan: Durch ſie die mich hebt und traͤgt, I der tag zuruͤck gelegt. Dei⸗ ne kraft hat mich erquicket, Daßer ſchmerz mich nicht erſtiſket. 2. Unter ſchmerzen und erblickt. Ach! ich leide große noht; Doch haſtdu, getreuer GOtt! Sie auf mein gebeht gemindert, gemuͤhte wol bedacht; Hat michkranken 5 JEſu! deine l auch dieſe nacht. Leg mir micht mehr ſchmerzen zu, Gib den ſchwachen gliedern ruh. Bleib HErr! es wil — abend werden, Bey mir; lindre die beſchwerden. 4. Laß dir mich zuſamt den meinen, Treulich an⸗ befohlen ſeyn; Weck uns wieder, als die deinen, Wenn der helle ſonnen⸗ ſchein Aus des ſchlafes fin⸗ opfern, ruft. Laß mich bis aufmorgen leben, So wil ich dein lob erheben. 5. Doch ſol mich des todes ſchrecken, HErr!nach deinenimeſſen raht, Dieſe hw blch ſo denke was ich bat: Tod und ſterben ſcheu ich nicht, Wenn es ſelig nur geſchicht. Dir hab ich nicht vorzuſchreibe mein, ich dein verbleiben. 6. Laß mich nicht in ſun⸗ den ſterben, Nim die ſeel gelindert. 3. Dein erbarmendes ſtren gruft Uns, dir dank zu arze nacht bedecken; ſchreiben, Du wirſ in deine hand. Mache mich zum himmels⸗erben Fuͤhre mich ins vaterland. Jeſn 1 81020 4 1 † 4 4 1 . 4 8 1 — 4 ☛ 4 4 3 4 4 1 1 ¼ 3 Kreuz und Troſt⸗Lieder laß mich auf mein fiehn Einſt ein ſelig ende ſehn. Bringe mich, nach kreuz und leiden, In das reich vollkomner freuden.; 7. Ach! wenn werd ich dich erreichen, Du von GOtt geſetztes ziel Schrek⸗ ke, todl ich wil nicht wer chen: Und ob mir der muht entfiel: Staͤrkt mich/ HErr! dein theures wort, Und zeigt mir den rechten port, Der mich aus dem welt⸗ getuͤmmel Fuͤhrt in deinen freuden⸗himmel. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Gch wil mich 0O. O nach der ruh umſehen, Weil mich die krankheit matt gemacht. Ichwil mit IEſu ſchlafen gehen, Der ſelber bey den ranken wacht. Ich den⸗ ke jezt an meinen GOtt, Doch auch dabey an mei⸗ nentod. 2. Das bett iſt gleich dem ſtillen grabe, Mein dett und grab liegt mir im inn. Doch wenn ich 3E⸗ So ſchlaf ich aller ſorgen los, Und ruhe ſanft in ſei⸗ nem ſe ich: die erde Bedecket auch dereinſten mich, Wenn ich darein geleget werde: Doch, theurer IEſul hab ich dich, Soruh ich wolauf meinem bett, Und wol in meiner grabes⸗ſtaͤtt. ſchon auszuthuen, Denn was hat man des nachts zu ſehn? So wird, ſol ich im grabe ruhen, —— chooß. — 3. Deck ich mich zu, den 1 — gr vir d rauffhen purgenre 4 „„ 1 en werd — —— tgehen/ eener ſeele b mod barewge mikt. Find die nd dame 1 1 1 4. Man eilt, das licht 9 gra Mein le⸗ bens⸗licht geſchwind aus⸗ gehn. Doch JEſus mei⸗ ner ſeelen licht, Verliſcht in meinem herzen nicht.; 5. Ich denke, da ich mich entkleide: So kleidet man mich einſten aus, ah ae Wenn ich von dieſer welt eumepn abſcheide, Und geh in mei⸗ an het nes grabes haus. Fahrt 3 der hin, ihr kleider! fahrt nur vre hin, Weil ich in GOttge⸗ Pbeſt kleidet bin. leien w nir ſo ſum bey mir habe, Wenn ichmit ihm vereinigt bin; nieſ⸗ mir w —— 8 — Nöhtennd Leiden. r nnbeſondern leiblichen 5 d im geiſte fuͤr: So ſchließt 2 duheſa mein GOtt, zu meiner ruh, 3 Täm Wei grab mit liebes⸗haͤn⸗ en zu... ade a 7. Wie wir denn aus e mc g dem bett aufſtehen, Wenn a rentnn uns die morgenroͤht an⸗ a Jeſalza bricht; So werd ich aus cwan dem grabe gehen, Wenn ud win JEſus meiner ſeelen licht ſtat. Mich aus dem moder, der le teiee dnuszatzan dchkeit erweck. b t uin 8. Dis ſind die ſeligen 5 din ich froͤlichein. Mein herz at geitn ſol nicht von IEſu wan⸗ ie chn dnn. ceſane 48 laf lo dele nact Da en herzan JEſus in dem herzen L 3 wache. 11 9.— rich run Dank⸗Lied Nach hbirftande ich von U ner Krankheit. 2 h 5d. Mel. Aus meines herzens ꝛc. deAde,Ung ne ſ d ddes hul⸗ 877 Iöch preiſe und di r lleder · Gbeſinge, 6 Belihut HERNR! deinen wunder⸗ ArCbir. raht, Der mir ſo große m uld dinge Bisher erwieſen hat: n rfſtliſn Denn das iſt meine pflicht, — 8 ntias In meinem ganzen leben 1 hernr Dir lob und dank zu ge⸗ „ 1 8 1 ben; Mehr hab und kan ich nicht. 4 2. HErr mein GOtt! wenn ich armer Vom bette 9 dir ſchreyh; So wirſt u mein erbarmer, Und ſtehſt mir gnaͤdig bey. Viel andre fahren hin Zur fin⸗ ſtern todes hoͤle: Doch haͤltſt du meine ſeele, Daß ich noch lebend bin. 3. Ihr heiligen! lobſin⸗ get Und danket unſerm HErrn, Der, wenn die edanken: Und damit ſchlaf noht eindringet, Bald hoͤrt, und her lich gern Unsgnad und huͤlfe giebt: Ruͤhmt den, deß hand uns traͤget,ſ Und, wenn er uns ja ſchla⸗ get Auicht allzuſehr be⸗ ruͤbt. haͤnde, Er ſtrafet mit ge⸗ duld. Sein zorn nimt bald ler huld, Und goͤnnt uns lauter guts: Des abendz waͤhrt das weinen, Des morgens macht das ſchei⸗ nen Der ſonn uns gutes muhts. 5. Als 4. GOtt hat ja vater⸗ ein ende, Sein herz iſt vol GOtt ſein ange⸗ l ſichte Unlaͤngſt von mir ge wandt; Gieng zwar mein 1022 Kreuz⸗ Troſt⸗Lieder troſt zunichte, Ich ſiel in b armen fand angſt und no 1.,Ic ſchwere klagen, Noth meinen klagen: ſolangee un 3Se ich bin hoͤret, Mein ſeufzen if fuͤltt. Mein kreu gekehret, Mein eſtillt. Mein graͤmen en⸗ et ſich, Es gehn der krank⸗ heit ſchmerzenèlusm bangen herzen; Und dis geſch lcht durch d ſch. Mein GOtt! fuͤr ſol⸗ che g zwuͤte Sag ich mit hoͤch⸗ ſtem fleiß, Aus dankbarem gemühte, Direhre,lobund, 4 preis; Bis ich nach dieſer it, Dort deine führe rief in wunder⸗ 3 ben. Mit mehrem lob be⸗ ſinge, In alle ewigkeit. Bey dem Verzuge goͤttlicher Huͤlfe. Mel. Lebſter IEſu wir ſind ꝛc. EErr! wie lan 878. M. ge ſol lan doch Garvon dir vergeſſen bbleiben? Und wie lange wilt du noch Mich von dei. gen Immer zu dem andern Ich war in ſorg und pein Meine ſeel ohn ieſende plagen? Sol mein herz denn nur allein,HErr! er⸗von keiner huͤlfe ſagen? er⸗Sol mein feind erahien 7 ab⸗leben, Und ſich uͤber mich herzeleid erhe mich, HErr mein GOtt einem nach deiner ſtrafe. H alt mein auge kraͤftiglich, daß ich nicht im tod entſchlafe, Oder meine feinde ſagen: Dieſer iſts, den wir ge⸗ nen augen treiben? Sol en? 2. Sol denn dieſe auahl 1⁄ ſjamme dmit ben? „Schaue doch und dhües 8 meinen udu den 8 nun! 1 3 Heen. 4. Was ich leide, koͤmt von dir, Dir gebuͤhrt der Al ruhm der ſiege. Warum ſol man uͤber mir Jauch⸗ entti Win zen, daß ich niederliege emmri Haͤlt it mich deine hann m ketten, So kan ſie mich auch erretten. 5. Nun, o H He ic hoff auf dich; Denn i„ kenne dein gemuͤhte, Un Un mein herz erfreuet leber deine große gute. Ich wil dir mit lob und ine gen Auch noch dank und — — —— 1 —— —— — —— —— —— tli 8 ich denn von einem mor⸗ = —— ——. —P — —— =u opfer bringen. ———— — ₰ — ch Arr men ch Sir ſtui eu a erräftih on pen tod de raine feud fiet, dar la lange ſol Dein u Mein brod mit thraͤnen eſſen? Wie lange reich du nicht Dein gnaͤdig an⸗ 3 uedoza g 879 ÜWie lang, o B= HErr! wie herz doch mein vergeſſen? Wie lan⸗ ge ſol ich jammers⸗voll geſicht Zu meinem troſte dar? Wilt du denn ganz inbeſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1023 Mel. Ein feſte burg iſt unſer ꝛc. ren laͤßt: Laß dein gemuͤht erweichen. 4. Erleuchte meiner au⸗ gen licht Mit deinem gna⸗ den⸗winke, Damit ich in dem tode nicht Entſchlafe noch verſinke. Gib, daß ſtſdie boͤſe ſchaar Sich doch nicht immerdar An mei⸗ nem 8 erfreut, Alswaäͤr ich jederzeit Von dir, mein und gar Dich nun vor mir SOtt verlaſſen. verbergen? 2. Wie lange ſol mein banges herz kerker ſitzen? ſol ich doch voll ſchmerz Im kummer bade ſchwit⸗ zen? Sol ich denn jeder⸗ zeit Nur angſt und her⸗ zeleid, Die welt im gegen⸗ a theil Nur immer luſt und 7 hen Nach ihrem wunſche, haben? 3. Ach! ſchaue doch vom himmels⸗ſaal, Und ſiehe, wie ich leide! Mein her⸗ zens⸗weh und große quahl ſt meiner feinde freude. Err, meingetreuerhort! Erhoͤr mein aͤngſtlich wort, Das ſich, durch leid preßt, Voll wehmuht 8 trauer⸗ Vie lange 5 O⸗ ſteif und feſt/, Daß du, mein endlich untergehen laͤßt: Du kanſts nicht boͤſe mei⸗ nen. Obs gleich bisweilen ſcheint, Als waͤreſt du uns feind, Und gaͤnzlich wider mich; Doch endlich findet wieder.. 6. Es lacht mein her fuͤr freudigkeit, Wenn i bey mir bedenke, Wie herz⸗ lich gern in boͤſer zeit Dein ter guts: Das iſt mein lob⸗ wil bringen. Dank 5. Ich glaͤub und hoffe GOtt! die deinen Nicht h ſich Dein vater⸗herz ja herz ſich zu uns lenke.. Der HErr iſt frommes muhts, Erweiſt uns lau⸗ geſang, Den ich ihm le. l benslang So hier als dort in beſondern leiblichen Noͤhten Leiden. 1025 a 3 4 9 vaͤterlich;; So rufen ſie 3 ganz aͤngſtiglich, Und hal⸗ — ten dein verſprechen Dir 4 glaͤubig fuͤr; Wie ſolte dir Dein vater herz nicht bre⸗ chen? 3. Ihr beten ſteigt mit — a empor. 1 dringt zu deinem vater⸗ohr, Da e dem geſchrey des armen Sttit et Stets offen ſteht, Und, tt razre d wenn er fleht, Geneigt iſt . ddr mate zum erbarmen. rt olen,R A. zudetn du da, Und ſprichſt, noch ee r ſie bitten, ja: So eil niſt Valn bald ſie vor dich treten, aSbels HErr! hilfſt du oft Ganz arg ru unverhofft„Eh ſie recht zür Fean koͤnnen beten. dochin ger t 1)! db 6* dnede ian ia te 3 e dieſe ſelb meiner kindheit jahren Un⸗ ſtunderfahren. 6. Wennangſt und kum⸗ lnd uͤber mich ſich haͤufte; dieltſt du den lauf Der ſtrafen auff Daß er mich 5½ icht erſaͤufte. 87 Wir dein erbarmen 4. Eh ſie dich rufen, biſt s. So liebreich iſt dein herz geſinnt: Dis hab ich ſt, dein boͤſes kind, Von — zaͤhlig mal Und uͤberall Bis mer mich umfieng, Die fuht! mir an die ſeele gieng, nicht ſo roß Jch kaͤm ſo müdi niemals de, Wena b umir billig lohnteſt Nach meiner ſchuld, Und mit ge⸗ duld Mein nicht vielmehr verſchohnteſt. 8. Du miſſeſt aber alle⸗ zeit Mir, HErr lnach dei⸗ ner guͤtigkeit, Und nicht nach meiner ſünde„Mein kreuz⸗theil zu; Drumſtaͤu⸗ peſt du, Mein vater! ſo ge⸗ llinde. 9. Drum, mein erbar⸗ mer. ſey jetzund Und im⸗ merdar vom herzen⸗ grund Geruͤhmet und erhoben: Laß ſpat und fruͤh, Mein dich zu loben. 10. Du haſt durch dei⸗ negnaden⸗hand Mein kreuz nun abermal gewandt; meinen Zugleich mit mir, Ein danklied dir Jezt brin⸗ gen nach dem weinen. II. Dein großer name ſey gepreiſt, Der uns ſo vieles heil erweiſt, Der wrric 9 efuͤhret Zu ſeiner ehr, Was uns zu l ſchwer;⸗ daher ihm dank dehihret. b Tit — GOtt!michnie Ermuͤden, l Drum wil ich, und dieu 4. laß das † In dieſem leben 1026 Kreuzund Troſt⸗Lieder 2. Sey ferner unſer atroſt und ſchild: Und wenn du noch uns ſchwache wilt Mit einer laſt belegen; So ſchaue doch, Auch un⸗ term joch, Auf unſer un⸗ vermoͤgen. 13. Denn unſre ſchwach⸗ enneſt du; Drum zheit kel„ bent dem bloͤden herzen hoff u zu, Den glauben ſtaͤrk und nehre, Daß unſer herz Bey allem ſchmerz Dich mit ge⸗ horſam ehre. 14. Und wenn die noht ihr ziel erreicht, Das dir zu ſetzen gut gedeucht: So ſchwache lallen, Das dir mein mund Aus herzen⸗grund Entrichtet, dir gefallen. 15. Ja nim mein dank⸗ lied gnaͤdig an, So ſchlecht und ſchwach ich dir es kan den bringen; Ich werde dir Dort fuͤr und fuͤr Ein halleluja! ſingen. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Hein herz! er⸗ Shmuntre dich nunwieder, Und ſinge mit 882. S dank⸗ und freuden lieder ſchen armen Nicht, wie ichs Dem HErrn, der große dinge thut: Denn er be⸗ ſchaͤmt zu rechter zeit Nun wieder deine furchtſamkeit. 2. HErr! deine handiſt immer offen, Zu geben, was mein herz begehrt; Hingegen iſt mein zaghaft Hoffen Oft leider! keiner i huͤlfe wehrt! Und dochver⸗ traͤgſt du mit geduld Des wankenden vertrauens ſchudn oft der troſt, 3. Wenn oft der troſt, womit dein ſorgen Mich ſhna armen zu erquicken meint, Vor meinen augen tief verborgen Und noch ſehr weit entfernet ſcheint; Haſt du ſchon meine noht be⸗ dacht, Und dich zu helfen aufgemacht.“ 4. Dein unermaͤsliches erbarmen Iſt immer wol⸗ zuthun gewohnt; Drum wird mir ſuͤndlich ſchwa⸗ 8 ihat me 4 wuͤrdig bin, gelohnt. Dich jammert der gebrechlich⸗ keit, Duhilfſt zur recht ge⸗ wuͤnſchten zeit. 5. Iſt deine zeit doch — ꝗͦ— — won erquicktem muht Jezt neue — a, ſtets die beſte: Indeſſen — —r n ſeagn) in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 102]06 — wenn die noht ſich haͤuft, So biſt du meine ſtarke feſte. Wenn fluht und jam⸗ mer auf mich laͤuft; So ſiehſt du mit erbarmen drauf, Und endeſt ſchleunig ihren lauf. 6. Her ſeel und geiſt, muht und gemuͤhte Sind deines ruhms mein helfer! voll: Die wunder aber . Damg Mreecer 4 1efiudit .= deue A nen an, 5 ₰ her 1 igt a nt fa 8 Doch wil ich dir mein opfer bringen, Das opfer meiner dankbarkeit, Uind, dir zum lobe, lieder ſingen, So viel dein geiſt mir kraft verleiht: Im namen JEſu ſing ich dir, In dieſem nim es an von mir. „Mäl. Alle menſchen muſſen ꝛc. deiner guͤte Mit dank zu — us E um preiſen, wie ich ſol, Reicht udh 1A 4441 3 En eſtw mein vermoͤgen mmmer om k I ſerg mal waructan or Aren au. rbo 2e Undn ete Fretſch lſch Tunenern was ich thu. du des herzens redlichkeit Zu pruͤfen weißt, dir wol⸗ rac gefallen, Sieh tauf die un⸗ att) dhi vollkommenheit: Als wie afgt it. ein holder vater pflegt, » ma Der ſchwachheit mit ge⸗ tar„ im duld ertraͤgt. ucha dam 8. Nichts hat mein ar⸗ ard deſtndit mes unvermoͤgen, Wie dir, end umt mein GOtt! ſchon offen⸗ aird N„et bar, Dir zur vergeltung Ader a darzulegen: Boͤt ich mich ae, Kalftaul ſelbſt zum opfer dar; So nint 3 zett ſiſ ja alles ſchon vorhin — 9 mein ſchwaches lallen, Der 883. G aufs hoͤchſte kommen; Pfleget GOtt 1 4 nicht weit zu ſeyn. Wenn zu; Es iſt voll ſchwachheit, uns aller raht benommen, 4 Findet er ſich bey uns ein: 7. Doch laͤßt du auch Er verſuͤßet unſre ſchmer⸗ zen, Underquickt die matte herzen. Denn der hoͤchſte vater thut Nichts, als was uns nuͤtz undgut. Lich auch 2. Dieſes hab V Aller troſt war faſt ver⸗ ſchwunden Meinem hoch⸗ betruͤbten geiſt. Sorgen, ſchwermuht, angſt und kla⸗ ge Haͤuften ſich mit jedem lebendig todt. ee d dein Dein eigen, was ich hab i und bin. 3. Meine kraft lag ganzu darnieder Unter ſolcher enn die noht empfunden, Wie dug HErr! am beſten wei.. kage; Ja die herz und ſeelen⸗noht Machte mich Kreuz⸗und Troſt Lieder 35 Jir gvef es ſchweren laſt. Meine kran⸗ ken augen⸗lie der Hatten bequenien; te zwar mein ſinn, T dacht ich nicht, wohin? 8 ch! wie waͤr es mir ergangen? Womich nicht, HErr! deine macht Mit dem gnaden arm umfan⸗ en Und aus meiner noht overgeſſen, Haſt du mir nicht beygemeſſen, Dein geſicht davon gewandt Und irrettung zugeſandt. du haſt mir ſatans nun das leben, Nach der in dieſem leben Mich ani bangen kreuzes⸗laſt, Jaſdem, was du gegeben, in dich ſelbſt, mein GOtt! ge Stets erfreu, und daß da⸗ain geegeben, Dadu mich entle⸗ bey Meine luſt nicht ſuͤnd⸗a 4 digt haſt. Denn ein leben, V das voll quahlen, Ohne der de troſt und ruh der ſeelen, Ja e 33— was mehr iſt, ohne GOtt, Keran Iſt viel aͤrger als der tod. ſgj hrf 7. Nun ſolt ich ein opfer iis ſerz bringen, Daß du mir ſo wol ai tren „gethan: Welch ein dank. ennG ged kan ich ſingen, Dasvor(digan dir beſtehen kan? Doch er⸗ i 8t fordert deine guͤte Nur ein iit dankbares gemuͤhte; Und—f das ſol auch dir allein firnat Ewiglich gewidmet ſeyn. 8. Wenn ein kreuz mich ſ 4 treffen ſolte, Stoͤßt mir ic le kuͤnftig leiden zu, Daß mein ucſten; herz verzagen wolte; Ach dit: Biel ſo ſetze mich in ruh, Daß u ithan, mein glaube nie erkalte, ahizihle Sich an dein wort feſte Aaatholfer halte. Ich werfalle ſorg iderlch auf dich, Denn ich weiß: wrerallei du ſorgſt fuͤrmich. Nein! 9. Laß mich traurige ge⸗andt. fnieman — — — ſatans liſt. Gib, daß ich ha li ey. 443 10.Alen in beſondern leiblichen Noͤhten und Leiden. 1029 4 auna 10. Allen zweifel vonſgefahr, Mit der ich ganz ehri mirwende, Der doch nieſumringet war.. 1eaß was gutesſſchafft; Deinen 5. Der bitte hat er mich 4 an heilgengeiſtmerſende Daß gewaͤhrt, Und ſolche rer⸗ „ ie ich durch deſſelben kraftung mir beſchehrt, Daß ich en dadn Ein getroſtes herz gewin erkenne/ſeine treu Seyalle Wähn ne Undmit muntremmuht morgen an uns na. ditſaeng und ſinne Dir, GOtt der, 6. Durch ſeinen engel Aham freudigkeit! Stets zu die hat er mich Aus meiner demegu nen ſey bereit. noht gewaltiglich Errettet, 1 4. und zu rechter zeit Sdo d auh h cruͤbſal, ſorg und furcht be⸗ . Senn enn SSochwil, ſolang 7. Sehr groß, o HErr! 1 Ff ſolte, E 884. Ol ich leb, all iſt deine guͤt, Die mich be ledenga hier Den hoͤchſten preiſenſſchuͤtzet und behuͤtt: Ich rmaxan fuͤr und fuͤr: Viel gutes il ſie ruͤhmen hier auf 3 8 mihun hat er mir gethan, Weit erd, So langich odem holen Me uuten mehr,alsich erzaͤhlen kan. werd. 1 dan 2. Er hat geholfen uͤber⸗ 8. Ich ſage dir lob, ecb 1 Jona all: Und ſonderlich zudie und preis⸗ Daß du auf ¹ 1, dm ſem mal Hat er allein durch wunderbare weis Mir mei⸗ 2 ſfimt ſeine hand Mein ungluͤckne ſchwere kreuzes laſt So d 1 eemore voͤllig abgewandt. ggnaͤdig abgenommen haſt. d u 3. Sonſt niemand mir 9. Wiewol ich alles 4 4 ErrG zu huͤlfe kam, Noch meines hoͤchſt verſchuldt; So hat 5* i elends ſich annahm; Jaſdoch deine liebund huld Mit d. ate n menſchen⸗hülfe war zuvviel erbarmen mein ver⸗ 1 run de ſchwach, Darum befahlichſſchohnt, Mir nicht/ wie ichs e 3 Gottdie ſach. erdient gelohnt.. da rcenl d 4. Zu ihm rief ich bey 10. Nun ſeh ich, HErr! Id E was 1 tag und nacht: Daß ſeine dein vater herz Schickt mir Js S eftel 1 weisheit, guͤt und macht deswegen pein und ſchmerz. 8: Kun in Michreiſſen moͤgt aus der Daß du mich ziehen wilt zu 18333 Voni Tode und Sterben, und zwar ſtrafen ſpuͤr: die ruht bald niederlegt, ſchick; Er zoͤrnt kaum einen augenblik. 12. Und ob esſchon was laͤnger ſcheint; Iſts doch bum beſten ſtets gemeint: Er weiß wol mittel, und raht, Ich habs eech ren in der that. 3. Verleih, o HErr! daß mirs zugleich Hinfort zur lehr und troſt gereich, in der welt Reu ungluͤck wieder uͤberfaͤllt. 14. Gib, daß ich denke, zu was end Die probe mir dir, Weil ich auch gnad im . Weil da mein herz erfreut erwegt, Wie GOtt Wie liebreich er die huͤlfe eit Wenn mich vielleicht noch wird zugefendt: Daß ich dem alde gleich mag fenu Und durch dis feuer werde rein. 5. Daß ich auch als⸗ bald vor dich tret Mit glau⸗ ben, hoffnung und gebeht; Damit anhalt, und laß nicht ab, Bis ich die huͤlfer⸗ langet hab: 16. Und wenn die ret⸗ tung kommen iſt, Weil du, GOtt allzeit gnaͤdig biſt, Daß ich dir danke nacht und tag, Mit munde alſo ſag: 217. Gelobet ſey des HErren nam, Der maͤch⸗ tig iſt und wunderſam: Erſchallen muͤſſe ſeine ehr mehr. VII. Von MRen I. Vom Tode Mel. Komt laßt euch den ꝛc 1 0, och HERR! 885. MMes mich und zwar Vorbereitungs⸗Lieder zum TCode. ſſterben muß. Lehre mich den vier lezten Dingen des 3 ſchen. und Sterben die ſinnen lenken Auf den er⸗ herz und In allen landen mehr und 2 e lehre michſlezten lebens⸗ſchluß. Stelle bedenken, Daß ich einmalſmir mein ende fur, Und —— —— —— — —— —— —— — —— ⁴ ——— — —— — — —==. A 55, —— —— —. =——— == — — + hauet= umn mue —— — — — 1 84 — —— — — — — 2 Feeweinen bänan* deht mit fr n in Fa.. nn. un o ſg 21 Alobt 8 trum,N er Inn niſſe IS landanu noch bey geſunden zeiten ich leicht erkennen, Daß ich cher ſtunde Uns ſtimme weckt! Denn GOtt a ſtellt Geht mit freuden aus der welt; Und die ſicher⸗ in heit dagegen Kan den ew⸗ Vorbereitungs Lieder zum Tode. 1031% erwecke die begier, Mich Auf das grab wol zu be⸗ reiten. 11 2. Endlich muß ein licht verbrennen; Endlich laͤuft die ſtunde aus. Alſo kan dieſes leimen⸗haus Endlich auch geſegnen muß; Denn es iſt der alte ſchluß: Menſchen, als des todes erben, Muͤſſen endlich alle ſterben. 3. Wenn wir kaum ge⸗ boren werden, Iſt vom erſten lebens⸗tritt Bis ins kuͤhle grab der erden Nur ein kurz⸗gemeßner ſchritt. Ach! ein jeder augenblick Weiſt uns auf das grab zuruͤck, Und wir ſind in jedem jahre Reif genug zur todten bahre. 4. Und wer weiß inwel⸗ ie lezte hat mit ſeinem munde Kei⸗ nem noch ſein ziel entdeckt. Wer ſein haus nun wol be⸗ 5. Predigen doch meine lieder Taͤglich von der ſterblichkeit: Leg ich mich zur ruhe nieder, Zeigt ſich mir das leichen⸗kleid. Wenn der ſchlaf die augen fuͤllt, Zeigt er mir des todes bild; Ja das bette wil mir ſagen: So wird man ins grab getragen. 6. Drum, HErr! lehre mich bedenken, Daß ich nimmer ſicher bin. Wil die welt mich anders len⸗ ken; Ach ſo ſchreib in mei⸗ nen ſinn: Du muſt ſterben, menſchen kind! Daß ſich ja mein dir voll reu ergebe. 7. Laß mich nicht die buße ſparen, Bisdie krank⸗ heit michergreift; Sondern bey geſunden jahren, Eh ſich ſuͤnd und ſtrafe haͤuft, Laß mich taͤglich buße thun; Mich ſchon frey von aller net finde. wirſt es machen, Daß ich froͤlich ſterben kan. Dir gen tod erregen. lbefehl ich meine ſachen, Ttt 4 herz geſchwind Von der eitelkeit erhebe, Und ſich Daß das allerlezte nun ſuͤnde, Und mit dir verſoͤh⸗ 1 8. Nun, mein GOtt!du Nim 1— A 1 8 1032 Vom Tode 2 Sterben, und zwar Deines ſohnes theures blut Donne mir alsdenn zu gut; Daß mein leztes wort auf erden JEſus! JEſus! moͤge werden. b — Mel. Wer nur den lieben GOtt. SSpch ſterbe taͤg⸗ 886. G lich, und mein leben Geht immer nach dem grabe hin. Wer kan mir einen buͤrgen ge⸗ ben, Ob ich noch morgen lebend bin? Die zeit geht hin, der tod koͤmt her; Ach, daß ich taͤglich fertig waͤr! 2. Ein menſch, der ſich mer reif zu ſarg und grab. Ein apfel, der den wurm ſchon heget, Faͤllt endlich unverſehens ab. Der alte bund ſchließt keinen auss Mein leib iſt auch ein tod⸗ ten⸗haus 3. Es kan vor abend an⸗ morgen mit mir war. Den einen fuß hab ich auf erden, Den andern auf der todten⸗ Nim dich meiner ſeelen an. todten. b herz und haus beſtellt: Denn 5* wol, unf ewig Haͤngt nur an einem 4 mit ſuͤnden traͤget, Iſt im⸗ ders werden, Als es am bahr. Mich tragt ein ein⸗ ger ſchritt dahin, Woch der wuͤrmer ſpeiſe bin. 4. Es ſchickt der tod nicht immer boten; Er koͤm⸗ met oft unangemeldt, Und fordert uns ins reich der Wol dem, der leid ineid der zeit. tod und leben Steht nur allein in deiner hand: Wie lange du mir friſt wirſt geben, Das iſt und bleibt mir undekant. Hilf, daß ich jeden glocken⸗ſchlag Auf meinen abſchied den⸗ ken mag. 6. Ein einzger ſchlag kan alles enden, Wenn fall und tod beyſammen ſeyn: Drum ſchlage nur mit un ter⸗haͤnden, Schließ mich in Chriſti wunden ein; Daß wenn der leib zu bo⸗ ſ den faͤllt, Die ſeele ſich an JEſum haͤlt. 7. Viellich kan ich kein wort mehr ſagen, Wenn ſich mund, ohr und auge ſchleuſt; Drum bet ich bey geſimdei tagen: He SErr aller herren! 1 Err! dir R 66 6 „ 7 1 ir emir ſinn, u eſinau n übſchie nur trauri iin —— —— a Pi ſibe 1 we wird ) nen, Do i aewennu ſe les 1 Pr nd 4— dru t lagem erh In, Shle Verſchlieſſen meine lippen ſich; So ſchreieChriſti blut d fuͤr mich. . Laß ich den meinen keinen ſegen, So ſegne du 4 ſie ſelbſt fuͤr mich: Ja, klagt und weint man meinetwe⸗ Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 103„ 11 nn dir befehl ich meinen geiſt. b 1f2. Dis alles kan mich nicht betruͤben; Ich weiß gewiß, daß meine zeit In GOttes haͤnden angeſchrie⸗ ben. Der tod hilft mir zur ſeligkeit: Wenn ich,f was ſterblich, abgethan; Zieh ich, was unverwes⸗ A gen, O vater! ſo erbarme lich, an. na dich. Laß der verlaßnen 3. Ich weiß aus GOt⸗ ſchmerz und pein Bey mei⸗tes theurem worte, Der nem todertraͤglich ſeyn. tod ſey glaͤubigen kein tod; 9. Dringt mir der lezte Er iſt nur eine himmels⸗ ſtoß zu herzen, So ſchlie mir,. E n auf: Verkuͤrze mir des to⸗abend, der mich kuͤhlt, ſchließ pforte, Ein ziel und ende HErr! den himmel meiner noht; Ein ſanfter des ſchmerzen, Und hole Wenn ich des tages laſt ge⸗ mich zu dir hinauf; So fuͤhlt.— wird mein abſchied keine 4. Drum wart ich ſehn⸗ pein, Zwar traurig, den lich voll verlangen, Bis noch ſelig ſeyn. mich der tod der welt ent⸗ ruͤckt: Mit freuden wil ich ihnempfangen; Weil JE⸗ Mel. Wernur den lieben GOtt. ſus dieſen boten ſchickt, Der 887 G weiß, es mir den weg zum himmel wird mein weiſt, Wo JEſus mich ende kommen; Doch weiß mit wonne ſpeiſt. ich nicht wo, wenn und wie? 5. Laß nur, HErr JE⸗ Vielleicht werd ich der welt ſu! meine ſeelle Im wah⸗ btw entnommen Heut abend ren glauben fertig ſtehn. oder morgen fruͤh. Viel⸗Sol ſie aus dieſer jam⸗ leicht iſt auch mein ziel be⸗mer⸗hoͤle Und von der en ſtimmt, Eh dieſe ſtund ein ſchnoden erde gehn; So ende nimt. mache ſtets mein herz be⸗ Ttis “ 1034 Vom Tode und Sterben, und zwar aan reit Zur reiſe nach der ſe⸗ ligkeit. 6. Gib, daß ich ſtets in buße lebe, Verleih mir ein zerknirſchtes herz. Und wenn ich einſt den geiſt auf⸗ gebe, Geſcheh es blos auf Chriſti ſchmerz; Dann laß mir ſeine todes⸗pein Mein labſal, troſt und leben ſeyn. 7. HErr eſulaf mich taͤglich ſterben; Steh mir im lezten kampfe bey/ Da⸗ mmit der tod mir kein ver⸗ derben, Vielmehr des le⸗ bens aufang ſey; So ſcheid icchh froͤlich von der welt, Wie, wo und wenn es dir mgefaͤllt. Ma. Wer nur den lieben GOtt. 888 SErr GO2T 8. du kenneſt meinetage; Duſiehſt, daß ich, dein ſchwaches kind, Den ſchatz in ſolchen ſchalen trage, Die irdiſch und zer⸗ brechlich ſind: Drum mache du mich allezeit Zum ſter⸗ ben fertig und bereit. 2. Laß mich nach dem erkentniß ſtreben, Daß du Und daß mein ungewiſſes leben Vielleicht gar baldein ende nimt. mich deinen ſchluß/ Daß ich einmal von hinnen muß. lang zu lernen, Mich von den ſuͤnden abzuziehn, Mich von der erde zu entfernen, Und um den himmel zube⸗ inn ich ewig bleiben kan; ſm ich urnnik za lehre du 3. Hier hab ich lebens⸗ 1 weidum muͤhn; Dieweil der tod al⸗ lein beweiſt/ Was ehriſten⸗ thum und glaube heißt. 4. Ich muß ja nach der wohnung trachten, Wor⸗ Drum lehr mich auf den himmel achten, Den ſehich als mein eigen an; So wird mein haus hier auf der i welt Und auch im himmel, wol beſtellt. 5. Mein herz iſt nun im theil, Den hat mir JEſus aufgehoben, Da iſt das mir verſprochne heil. Die welt⸗ luſt iſt mir viel zu ſchlecht/ Im himmel iſt mein buͤr⸗ ger⸗recht. 6. Wolan, ſo wil ich ich bin Ki⸗ 2 4 1 nüget m tun b lebe 4 mir ſelbſt ein ziel beſtimt; taͤglich ſterben, Ich lebe ſo, als lebt ich nicht: Und den,E alſo dg de du n hinme iht S welte ut i Wsh dun n lauüthe 4 Hnufan ai Enun enn iw inz bhi drun d r mitt imm d Nten de am Fngenane nem d 1 vet kr uchint wolt Ft. ſi a Mren ſt 7 dheil S bum. aufgS nſduü rrſt Weeht 1 uifi u tui 1 In wanlit gern 1 6 Sn 4 ass nur ſchreckt des todes⸗bild: Vorbereitungs Lieder zum Tode. 3 1035 galſo kan ich nicht verder⸗ſol ich heute noch erblaſ⸗ V ben, Wenn mir der tod die augen bricht. Mein ende daße komt mir ſuͤße fuͤr, Denn nen raht erkent und ehrt mir. 7. Dein bote kan mich I. Laß mich, dich, mich, nicht erſchrecken, Die welt Mir ſol es lauter luſt er⸗ wecken, Weil du mich durch ihn holen wilt. Woman mit ihm bekantſchaft hat, Da hat das ſchrecken keine ſtatt. ſen, So wird dein ſchluß mein wille ſeyn. Wer dei⸗ Der iſt zum himmelreic die welt erkennen; Dich, daß du mir mein alles biſt; Mich, daß ich ſtaub und nichts zu nennen; Die welt, daß ſie mein kerker iſt. Wer dich, ſich und die welt er⸗ kennt, Der macht ein rich⸗ tig teſtament. 3 8.So komt, ihr angeneh⸗ me ſtunden! Kom, eile meiiinmnmn m etsſungs ta Da ich, von Mel. Wenn mein ſtuͤndleinꝛc. 3 22 V— b aller noht entbunden, Zum leben ſterbend egen 889. 8 mag: Da find ich in desh ſten hand Mein Eden und gelobtes land. b 9. Doch, HErr! dir wil ich mich ergeben Dir, deſſen eigenthum ich bin. Du, liebſter IEſu biſtmein le⸗ ben, Und ſterben bleibet mein gewinn. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, Sey du nur mein, ſo gnuget mir. 10. Wilt du mich laͤn⸗ ger leben laſſen, So geb ich mich geduldig drein: Und G⁴́ERR JEſu 99. Chriſt ich weiß gar wol, Daß ich ein⸗ mal muß ſterben: Wenn aber das geſchehen ſoll und wie ich werd verderben Dem leibe nach, das weiu ich nicht; Esſteht allein iuuu deinm gericht. Du ſiehſt mein leztesende. 2. Und weil ich denn, wie dir bewußt, Durch dei⸗ nes geiſtes gabe An dir al⸗ lein die hoͤchſte luſt In meinem herzen habe, Und glaͤube feſt, daß du allein b Von 036 Vom Todeund Sterben, und zwar * Von ſunden mich gewa⸗ ſchen rein, Und mir das reich erworbe: 3. So bitt ich dich, HErr IEſu Chriſt! Halt mich bey den gedanken, Und laß mich ja zu leiner friſt Von dieſem glauben wanken: Daß ich dabey beſtaͤndig bleib, Bis daß die ſeel aus ihrem leib Wird in den himmel fahren. 4. Kans ſeyn, ſo gib durch deine hand Mir ein ver⸗ nuͤnftig ende, Daß ich die ſeele mit verſtand Befehl in deine haͤnde; Und ſo im lauben, ſanft und froh, uf meinem bettlein oder ſtroh Von hinnen fahren moöge. 5. Wilt du mich aber auf dem feld, Durch raub, auf 1 3 ſers⸗noht, hitz oder kaͤlt, Krieg oder peſtilenze, Nach deinem rahte nehmen hin; So richte mich nach mei⸗ nem ſinn, Den ich im le⸗ ben füͤhrer. 6. Wenn ich au die ſhinarhhei groß unge ch, weil fremder grenze, In waſ⸗ achheſtgros,Mric üͤhrlieh haͤtte, Gieng —— unbeſcheiden redte: Solaß mich dis entgelten nicht, Weils wider mein bewuſt eſchicht, Und zmich nicht kan beſinen. 7. Ach HErr! gib mir in todes pein Ein faͤuber⸗ lich geberde, Und hilf, daß mir das herz dann fein Und ſanft gebrochen werde/ Und wie ein licht, ohn uͤbrig weh, Auf dein unſchuldig blut ausgeh, Daß du fuͤr mich vergoſſen. 8. Jedoch ich dich nicht lehren wil, Noch dir mein end vorſchreiben; Viel⸗ mehr dir allweghalten ſtill Bey deinem worte bleiben, Und glaͤuben, daß du, als ein fuͤrſt Des lebens mich ſerhalten wirſt, Ich ſterbe⸗ wie ich wollt. 9. Darum wil ich in meinem ſinn Mich, HErr! dir ganz ergeben: Denn ſieh, der tod iſt mein ge⸗ winn, Du aber biſt mein leben: Und wirſt den leib ohn alle klag, Das glaͤub ich feſt, am juͤngſten tag 4. ches iſ dericht in niht. D tägichma uberk von arlauf ich au, Der zacfentan tſſ wein erwa oder läge blos, Und Zum leben auferwecken. en frey Dd. d, ne 1 icht, th dnm at Ech, dh ich Keyſen. 8 ddcihüt hre tr,Noht diterebm. gehr rillwegz zeh mwet 1 Si 1 inſt des le aha E tiſ9 weeſt üll Eun n Fannich der t ergede ſch retdin wint. ü tber utt ii A tu d 1 F an ſu 1 Er litte ja an meiner ſtatt. , ich auch bald daran: Drum Knz wil ich mich nur bald be⸗I sen enn werben, Daß ich recht ſe⸗ lig ſterben kan. Ich wi erſt ſterben, eh mein licht Erliſcht; ſo ſterb ich ſter⸗ bendnicht. 2. Jedoch es iſt dis eine ſache, Die nicht in unſern kraͤften ſteht. Damit ich es nun kluͤglich mache/ Daß dis mein werk von ſtatten geht: So lauf ich meinen JEſum an, Der wol zu ſterben, helfenkanun. 3. Er iſt mein IEſus, der ſein leben Fuͤr meines aufgeopfert hat, Und der 2 mir ſein verdienſt gegeben: Sein blut und ſeine todes⸗ noht Erwirbt mir einen ſelgen tod. 4. Ach liebſter ſchatz! ach denke meiner; Steh mir in noͤhten treulich bey. Es macht mich ſonſt auf erden keiner Von todes furcht und ſuͤnden frey: Drum herz gleichbricht. 5. Gib, daß ich erſt der kan durch buß und reu; m glauben mich mit dir verbinde, Erkenne, daßie lſterblich ſey; Und mach mich ſo zu jeder zeit Zum ſelgen ende wol bereit. 6. Nim, IEſu! nim zu treuen haͤnden Den, der auf deinen tod getauft. Laß meinen geiſt nichts von dir wenden, Den du durch dein verdienſt erkauft: Er ſte⸗ het nicht in meiner macht, in acht. 7. Bereite mich von aus⸗ und innen, b mich ſelber haben wilt. mir immer ſonn und Vergib die ſchuld, wehr ſatans macht, Und ſch und blut zur arzeney; Zur laß ich dich, mein JEſu. troͤſterstreu. Mein grab Vorbereitungs Lieder zum Tode. 1632 1 Ral. Wer nur den lieden SOtt. nicht, Ob mir der tod das 9(oichts iſt ge⸗ ena 890. meiner, als n das ſterben; Vielleicht muß welt und ſuͤnde Abſterben Drum nim ihn ſelber wol Wie du taͤrkung in den todes⸗ſtun⸗ den Des vaters huld, des ey Vermehr den glauben,. ſtaͤrk die ſinnen, Und ſe ſchud.Mſ b t, uz uluut mich durch der engelwacht. 8. Zur ruh waͤhl ichmir deine wunden, Dein wort 1038 Vom Tode und Sterben, und zwar weil der tod viel wege haͤlt: Dem einem wird das ſchei⸗ den herbe, Wenn jener ſanft und ruhig faͤllt. Doch wie du wilt; gib daß da⸗ bey Mein ende nur ver⸗ 3 ſey deine offne ſeit, Und d dein verdienſt mein ſterbe⸗ kleid. 9. Auf dieſe weiſe mag ich ſterben In kurzer oder ſpaͤter zeit: Mir iſt, als ei⸗ nem himmels erben, Das herz ohne alle bangigkeit: Denn GOttes lieb' und. IEſu blut Machts ſchon mit meinem ende gut. Mel. Wer nurden lieben GOtt. 891 R ein GOTT! 57. JS ich weiß wol, daß ich ſterbe: Ich bin ein menſch, der bald vergeht: Und finde hier kein ſolches erbe, Das ewig dauret und beſteht: Drum zeige mir in gnaden an, Wieich recht ſelig ſterben kan. 2. Mein GOtt! ich weis nicht wenn ich ſterbe, Kein augenblick geht ſicher hin. Wie bald zerbricht doch ei⸗ ne ſcherbe? Die blume kan a leicht verbluͤhn. Drum mache mich nur ſtets be⸗ reit Hier in der zeit zur nuͤnftig ſey. 4. Mein GOtt lich weiß nicht wo ich ſterbe, Und welcher ſand mein grab be deckt. Doch wenn ich nur dis heil ererbe, Daß mich dein wort zum leben weckt; So nehmich leicht ein plaͤtz⸗ hen ein, Die erd iſt allent⸗ alben dein. wenn ich ja ſterbe: nim du meinen geiſt zu dir, Den ich mit Chriſti blute faͤrbe. Und hab ich JE⸗ ſum nur bey mir; So gilt mirs gleich und geht mir wol, Wenn, wie und wo ich ſterben ſoll. Mel. Wer nurden lieden GOtt. mein ende! Die zeit geht ewigkeit. 1 3 Mein GOtt! ich weiß m 5. Nun, liebſter GOtt! A So 4 892. Wermei,ni hin, herkoͤmt dertod. Ach i wie geſchwind, ach wie be⸗ d iß hende Kan kommen meine t wie ich ſterbe, Die⸗ todes⸗noht! Mein GOn Vorbereitungs⸗ Lieder zum Tode. — ich bitt durch Chriſti blut, Machs nur mit meinem ende gut. 2. Es kan vor nacht leicht anders werden, Als es am i weil ich leb auf dieſer er⸗ den, Leb 9 in ſteter tods⸗ aidin gefahr. Mein GOtt! icht „ dman bitt durch Chriſti blut, chwem 3 Machs nur mit meinem u n ende gut. R mtn 3. HErr! lehr mich ſtets on rachlittn ans ende denken, Und laß nei ſeed mich wenn ichſterben muß, 4 8 Die ſeel in IEſu wunden ſenken, Und janicht ſpahren meine buß. Wren Dtrr ich bitt durch Chriſti blut, Machs nur mit meinem ende gut. 4. Laß mich bey zeit ud 1 mein haus beſtellen, Daß 5 8 nir Uud ſage friſch in allen faͤl⸗ ietel len: HErr! wie du wilt, 7 g ſo ſchicks mit mir. Mein 1* h Gttkich bitt durch Chri⸗ ℳ e 9 ſti blut, Machs nur mit N. ds meinen ende gut. A2r 9. 5. Mach mir ſtets zuk⸗ Am du ker⸗ſuß den himmel, Und anda * 5 ib, daß mir in dem welt⸗ „M d 1 vie hend heie ende m fruͤhen morgen war; Denn ich bereit ſey fuͤr und fuͤx/ ecdn bitter dieſe welt. getuͤmmel Die viſ eit 62 vorgeſtellt. Mein GOtt! ende gut. 6. Ach vater! deck all meine ſuͤnde Mit dem ver⸗ dienſte Chriſti zu, Darein ich mich feſt⸗glaͤubig win⸗ de, Das giebt mir recht er: wuͤnſchte ruh. Mein GOtt! ich bitt durch Chriſti blut, Machs nur mit meinem ende gut. blut und wunden Treff ich Da find ich troſt in todes⸗ ſtunden, Und alles waser⸗ quicken kan. Mein GOtt! ende gut. von IEſu ſcheide, Nichts, es ſey leben oder tod 30 C eite, leg die hand in ſeine Und ſage: mein HErr und mein GOtt! Mein (GOtt lich bitt durch Chri ſti blut, Machs nur mit memneniendeg Ich habe IEſum an⸗ sezogen Schon laͤngſt in rchvett durch Chriſti blut, Machs nur mit meinem 7. Ich weiß, in JEſu l die ſchoͤnſte ruh⸗ſtatt an; ſich bitt durch Chriſti blut, Machs nur mit meinemn 8. Nichts iſt, das mich b meiner 44 A „ rt n Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 1 10 41 b S ao ſolches ſtuͤndlein mir ver⸗ . du ſünd dabey Im glauben Ze. uae mag bereuen. So i 6„5. Laß mich den wehr⸗ gmudn ten heilgen geiſt Bis an echd 1 mein end regieren: Gib⸗ Id m de daß ich alsdenn allermeiſt at im Kan ſeinen beyſtand ſpuͤ⸗ e m d ren: Daß mir ja fraͤftig auein fomm zugut Des HErren 1 dwißn IEſu theures blut, Das er e uuß, da für mich vergoſſen. a e perſinda 6. Hilf, HErr! hilf in 4 it Fichuß der todes⸗noht, Laß mich in e tesfiute nicht lange quaͤlen. Dir ee ufdaß ihi wil ich meine ſeel, o GOtt! ll ih Zu mm In deine haͤnd befehlen: aal ay beret, Verkuͤrzmir alle ang und dn am abſordn pein, Daß, wenn mein en⸗ en uc de da ſol ſeyn, Ich bald in a ezu, Dhi fried abſcheide. 1n ſchlieſſen. Kom, wenn wie, un nge, M— di † KthuWr Mel. O GOtt du frommer ꝛc. tet'erdiaut 8 d Leehen 3 1 e nan auserleſen! hih d lu Gedenk an deine treu, Die dag— 3 Wch r ſieh mich ſͤnder doch So 2 d 9 ſelig ſterhen kan. Daß errſchaffen; GO ſohn! ggeb ich dir: Was du, GOtt 2. Hier wil ich leib und ſeel In Chriſti wunden ſen⸗ ken; Ach! lehre du mich ſtets An meinen tod geden⸗ ken, Und ſterben, eh ich ſterb, Und mach mir ſtuͤnd⸗ lich kund: Auch du muſt ſterben, menſch! Es iſt der alte bund. 3. Weil JEſus mir zu gut Geſtorben, wie gebo⸗ ren; So glaͤub' ich ganz gewiß, Auch ich ſey nicht verloren. Weck michnur ſtetig auf, Daß/ wenn mein ziel erfuͤllt, Ich ſtets berei⸗ b tet ſey, Wie du mich ha⸗ ben wmililt. 4. Ich traue deiner treu Durch JEſu blutvergieſ⸗ ſen, Und wil auch weder zeit Noch ort zum tod aus⸗ wo du wilt, Loͤs mich nur ſelig auf, Und führ mich, durch ſein blut Und tod, zu dirhinaufßfß. 5. So lang ich lebend bin, Und werd ich einſt ent⸗ ſchlafen, GOtt vater! geh ich dir Das, was du ſelbſt was du erloͤſt, Das uͤber⸗ ae Vom Tode und Sterben, und zwar Tdſl heilger geiſt! Geheiget dem tod Die augen ſelber aut nim von mir. zu. Bis auf den juͤngſten 6 rich 6. Mein IEſu! zeige tag Gib eine ſanfteruh.„ dich Mir ſtets in deinem 10. Ich weiß, durchs duf, 4 leiden, Und ſprich mir freu⸗lammes blut Werd ich i in dig zu: Nichts ſol dich von ſchon uͤberwinden, Und ei⸗ ausd mir ſcheiden. Halt mich mit nen gnaͤdgen GOtt Imtod ael deiner hand, Worein mich und leben finden. Ich hal⸗ üierſaa deine pein Gezeichnet te michan GOtt Und mei⸗ Pvei,n ſprich: du ſolt Richt nicht nes IEſu blut; Ich weiß⸗ atl: verloren ſeyn. GOtt macht es ſchon Mit evil, 7. Trit, JEſu! vor denmeinem ende gut. Fau ſederze tod, Vor ſuͤnd und ſatans I1. Nun ſag ich amen aangeii ſchrecken, Und laß michſdrauf In meines JEſu firrhen dann dein blut Fuͤr ihrer namen: Sprich du auch imic, wuht bedecken. Floͤß mir ſelber, HErr, Mein GOtt in richte im ſterben ſchon Des le⸗ und vater! amen. Sprich: um ſͤoch bens vorſchmack ein; Soſja! dreyeinger GOTTINAer tod kan bey deſſen luſt Mein Mein vater komme du, üttſchadt tod nicht bitter ſeyn. Und ſage: ſey getroſt Mein m dieſer 8. Was ich verlaſſen kind! ich komme nu. ſas Ie 1 muß Ver orge ſcuge din.. 1 ih mu e, Daß mich im ſterbenſ„e ee Käie ſetl nichts Verhindre noch be⸗ Mel den JEſu Chriſt wahr. 193 vater, ſohn thfef. truͤbe. Erhalt mich bey 895. 8 ſohn verſtand, Gib einen fro⸗O⸗„. Se und heilger ſamen benmuht, Daß mitten im geiſt! Erhoͤr mich hierinnugict geebeht Ich ſterb auf JE⸗ allermeiſt, Daß durch ennu fu blut. aaanft vernuͤnftig end All P au .. Nun geb ich meinen meine noht ſich ſelig end. a m geiſt Rochmals in GOt. 2. O JEſu⸗ wahrer ees haͤnde, Und warte bis menſchund GOtt⸗ Der du aun er koͤmt Mit einem ſelgen den tod durch deinen tod 8 ande; Druͤck du mir nach Und auferſtehn zunicht ge n ni 1 1 Vorbereitungs ⸗Lieder zum Tode. 3 4 weingt rienter ie r gerſeyger ii? ch kommen —— So fuͤhr die ſeel aus die ewig bleibet feſt. meine augen nicht: Gott lerkennen kan. krankh u Err fuͤr mich, Fuͤr mich irdiſch haus Zerbrochen wird, und ich muß draus: 7 ſem neſt Ins haus, das 7. Wenn mir wird dun⸗ z kel das geſicht, Ja ſehen So zuͤnd des glaubens licht recht an, Daß ich dich, 8. Schwaͤcht mich die 10436 So laß mich nerlich das wort Des lebens hoͤren fort und fort. 8. Wenn ſich die zunge nicht mehr regt, Und ſich die ſprache gaͤnzlich legt; So hoͤr die ſeufzer, die ich thu, Und bring mich bald zu deiner ruh. 10. Bricht draufin mei⸗ ner angſt an mir Der to des⸗ſchweiß bereits here fuͤr: So laß mir kommen da zu gut, HErr! dei⸗ nen tods⸗ kampf, ſchweiß und blut. II. Wenn ich zulezt ver⸗ laſſen werd Von allen men⸗ ſchen hier auf erdꝛ: So nim, HErrlmeiner ſelber wahr, Mit troſt bleib bey mie immerdar. 12. Verleih, daß ich di ſtill dabey Aushalte ud geduldig ſey; Bis daß die ſeel zu rechter zeit Aus dem gefaͤngniß wird bez fre Z3. Gib ja nicht zu, daß mittlerweil Der ſatan mich da uͤbereil; Hilf, daß dure deiner wundenkraft Sein ankheit denn ſo ſehr, Daß feurig pfeil nicht an mier mir vergehet mein gehoͤr; haft. uuneerhaͤltſt mir auch das 044 Vom Tode und Sterben, undzwar 14. Laß dieſes ſeyn mein lezt gebeht, Was du zulezt am kreuz geredt: Daß ich mit ſeufzen meine ſeel In deine treue hand befehl. r15. Wenn ich ſo ſelig ſcheid von hier; Iſt mir der tod die lebens⸗thuͤr, So werd ich froͤlich auf⸗ erſtehn, Und mit dir in dein reich eingehn. Soch bin ja, deiner macht, Du haſt mich an das licht gebracht, Du leben: Du kenneſt meiner monden zahl, Auch, wenn ich dieſem jammerthal Die lezte gute nacht muß ge⸗ ben: Wo, wie, und wenn ich ſterben ſoll, Das weißt du, frommer vater! wol. 2. Was hab ich doch, als dich allein, Der mir in mei⸗ ner lezten pein Mit troſt und raht weiß beyzuſprin⸗ ggen? Wer nimt ſich mei⸗ naer ſeelen an, Wenn nun mein leben nichts mehr kan, Und ich muß mit dem Thuſt du es, GOtt mein heiland nichtt 3. Mich duͤnkt, da lieg ich ſchon, und ſeh Den kran⸗ ken leib mit ach und weh, Das herz mit todes⸗ang befallen; Gehoͤr und ſpra⸗ che nehmen ab, Die augen neigen ſich zum grab: Doch kraͤnkt die ſuͤnde mich vor allen; Auch ſetzt mir ſatan ſinnen kraft zerbricht? —— — ohne ruh Mit anklag und ii —— ————— — — —— — — — — — —— — — —— —⁴— ——— — — — — — — — — — — — zorn trrdeines eiſſen — verſuchung zu. 4. Mich duͤnket, der po⸗ zf ſaunenton Verkuͤndge den i⸗ gerichts⸗tag ſchon, Das ugn dei lezte urtheil mir zu faͤllen: aißen, Hier weiſet mein gewiſß* ſens⸗buch Und dorten des i geſetes fluch Mich ſunden⸗ iu ind hinab zurhoͤllen. Wer davei hilft mir nun in ſolcher inege noht, Als du, mein GOtt, an des todes todd 3 5. Der feind „ macht an mir: Ich hab al⸗ hudnui meiner an, Der kein geſetz mir geben kan, Und nichts u an dem hat, den du liebeſt? tode ringen, Wenn aller ih da 1 1 Er nehme das, was ſei ün⸗ Wrn , ℳ HErren bin. niemand ſonſte un Was darf mich denn der ſien HErrlrette deines namens gin ehre, Laß reiſſen nicht aus ne ds Mäci Auf mich her donnern oder Vorbereitungs ⸗Li hin; Ich weiß, d 8 atich des * 6. Ich binbeſprengt mit à Chritk iblut, Zumzeugniß, ich ſey Chriſti gut, Das dſonſten angehoͤre: ¹ boͤſewicht Viel ſchrecken mit dem zorn gericht? deiner hand An welchen du ſo viel gewandt. 7. Nein, nein, du haͤltſt mich feſt, mein heil! Laͤßt mich, dein glied, deins lei⸗ bes theil, In deinen wun⸗ — den ſicher ſen„Da ſpott ich aller macht und noht: Esmag geſetz, hoͤll oder tod blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, Todt kan ich keines andern ſeyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 897. Men GOtt! ich hab in eder zum Tode. 1045 ich billig bey mir an, Wen ich den beſten nennen kan. 2. Der tag, der mich der welt geſchenket, Zeugt wol von deiner guͤtigkeit: Doch wenn mein herz dabey ge⸗ denket, Daß er mit thraͤ⸗ nen eingeweiht, Und ein prophete vieler pein; So kan er nicht der beſte ſeyn. 3. Der tag, der mich zur taufe brachte, War noch ein groͤßrer gnaden⸗tag, Der mich zu deinem kinde machte, Das dir an deinem herzen lag: Doch ſtund ich nur im glauben hier, Daus ſchauen aber fehlte mir. 4. Cin tag in deinem heiligthume Gab mir wol manche ſuͤßigkeit; Doch fehlte mir bey ſolchem ruh⸗ me Das unbefleckte feyer⸗u kleid: Der vorhof iſt doch gar zum tempel gehn. 5. So haſt du mir auch guͤte gut gemacht; Doch meinem leben Schon man chen tag zuruck gelegt. Je⸗ doch ſol ich den ausſchlag geben, Wer wol den preis ſeder hatte ſeine plage, Und mancher ſeine trauer⸗ nacht: Ich hoffe noch ein a vor allen traͤgt; So ſteh den unterbricht. Unnz 6. Es. nicht ſo ſchoͤn Als wenn wir 1 manche tage Durch deine ſchöner dcht, Das alles lei⸗ 46 Vom Tode und Sterben, und zwar . Es koͤmt ein tag, der merthal, Angſt, noht und a allen tagen Dereinſt ein truͤbſal uͤberall: Des blei⸗ anſelig ende macht: Dann bens iſt nur kurze zeit, Voll werd ich auch mit wahr⸗muͤhſeligkeit, Und wers be. heit ſagen, Daß er das denkt, iſt ſtets im ſtreit. unagtz ſchoͤnſte licht gebracht, Und 4. Was iſt der menſch? bild ich mir gewißlich ein, ein erden⸗klos, Von mutt r⸗ in derbi Der lezte wird der beſte leib koͤmt er nackt und blos, in ſeyn. Bringt nichts mit ſich auf i 2. Mein GOtt! gib, deſe welt, Kein gut noch daß ich alle tage An dieſen geld; Nimt nichts mit ſich, aarnſt tag gedenken mag Und daß wennerhinfaͤllt... o i ich fleißig ſorgetrage, Daß, 5. Es hilft kein reich. Nen er ein but⸗ und glaubens⸗ thum, geld noch gut, Nicht tag; So fuͤhrt er mich zum kunſt noch gunſt, noch ſtol: aagot immel ein, Wo tauſend zer muht: Fuͤrn tod kein ii dif maahr eintagnur ſeyn. t. c hab' mein 6. Heut ſind wir friſch, m 898. G ſach Ste ſaetund und ſtark, Und 4 4 wwWil, ſol ich hie ebn, roſen roht, Bald krank und äit mi Nicht widerſtrebn: Sein'm todt: Und uͤberall iſt muͤh ſunen ſo ziel: Es ſind gezaͤhlt all Die welt vergiſſet unfer nii 0 E 2 4. b klein Faͤllt keines ohn den Auch unſrer ehren man⸗* willen ſein. b A inW.. aaigfalt. ne 3. Es iſt allhier ein jam⸗ 8. Ach HErr! lehr uns u 1 ſm t fne Wenn kull ee achſenii wi rom hriſt tdet dichit ſn 4 4 dennoch verzagen nicht; deu Dhn wit toſet Padi a Nunn ben at. md e. Derſelbe mein HErr 86 6 JEſus Chriſt Fuͤr all mein dn Emias fündgeſtorben iſt, Und auf⸗ dne— erſtanden mir zu gut, Der de wf hoͤllen glut Geloͤſcht mit dad Smuge ſeinem theurenblut. ge troſt und dkeit. b und ſterb ich 14. Dis 1 d, aller zeit, In allem kreuz und traurigkeit: Ich weiß, dedaß ich am juͤngſten tag I Ohn alle klag Werd auf⸗ ſie erſtehn aus meinem grab. 15. Mein frommer GOtt mein treuer hirt All mein gebein bewahren wird chwird nicht eins vom leibe mein, Sey groß oder klein, Umkommen noch verloren ſeyn. b Da 16. Mein nlieben GOtt vom angeſicht Werd ich anſchaun, dran zweifl ich chnicht, In ewger freud und t; ſeligkeit, Die mir bereit: Ihm ſeylob, preis in ewig⸗ IEſu Chriſſe ü GOttes ſohn! Der du fäüur I7. O uns haſt gnug gethan, Schleuß mich in deine wun⸗ den ein, Du mußt allein Mein einger troſt und hel⸗ fer ſeyn.“ 18. Ame n, mein lieber frommer GOtt! Gib uns dut rum 9 li5⸗Dendi und ſerdie 9 ber allezeit, Von hm er to 1 dalln einen ſeigen tod. Hulf, ſen to. daz Uuu4 1048 Vom Tode und Sterben, und zwer rn daß wir moͤgen allzugleich Indeinem reich Bald mit dir leben ewiglich. Mel. Was mein GͦOtt wil ꝛc. JGOtt! wer wird von 899. 2 ddieſem leib Des todes mich erloͤſen? So lang ich noch im fleiſche bleib, Empfind ich luſt zum boͤſen. Das gute wollen hab ich wo Richt aber das vollbrin⸗ gen: Drum laß mich, wenn ſch ich ſterben ſol, Vom tod ins leben dringen. 2. Zwar heßlich ſcheint es anzuſehn, Den leib mit oht zu decken, Woraus unndenn endlich wuͤrme gehn: Doch laß dich dis nicht ſcchrecken; Der beſte theil, undeie ſeel iſt dann Bereits an ert und enden, Wo keine quahl ſie ruͤhren kan, Sie ruht in GOttes haͤnden. 3. Der alls aus nichts ervor gebracht, Wird (otlichmeine glieder, Ob ſünden: Ermn ſegleich ſtaub, durch ſeine auf eine kleine friſt, Die⸗ mmacht In ordnung brin⸗weil er war von erden, So gen wieder: Das weizen⸗ bald die ſeelim himmeliſt/ doͤrnlein muß voran, Sols Zur erde wieder werden. fruchtbar ſeyn, verweſen: 7. Geh hin, mein volk! So fault der ſeib auch, uit eh er kan Dort ewiglich 8 4. Ich weiß/ weil mein Idſchens erloͤſer lebt, Werd ich auch unt De mit ihm leben; Der wird hͤrzu bebt, Mit dieſer haut um⸗ n geben; Da werd ich, und itu do kein fremder nicht, Mein 4 W glaub hat dis vertrauen, ſeiaGe Des allerhoͤchſten ange⸗ 5 der lſein ſelbſt der hoͤllen rachen, 11 Nicht engel⸗oder fuͤrſten⸗ ſ halten thum Noch ſchmerz abwen⸗ innEnan dig machen: Dawird mich. weder noht noch tod, Nach 4 Und ſeiner liebe ſcheiden. un 6. Inzwiſchen muß der fäan lleib jedoch Den tod zuvor empfinden, Und dulden die⸗ a ſes ſchwere joch Von we⸗ i gen ſeiner ſuͤnden: Ermuß 6 4 5 8 ſpricht a t. 4Ew n At,Nag 1, à ) ge ten dtr i n eni raa t uin gehn, heißt: ſein kaͤmmer⸗ fölln; don Hu Dm 1 7 42 = — Vorbereitungs⸗Lieder zum Tode. 1040 4 d ſpricht unſer held*, Geh⸗ hin in deine kammer, Ver⸗ birg dich in dein ſchlaf⸗ge⸗ zelt, Und ſchleuß vor die⸗ m ſem jammer Die thuͤr ein wenig nach dir zu, Bis daß ſchwinde; ſchrecklich thu Von wegen deiner ſuͤnde.*Eſa 26, 20. 8. Es hat ja GOtt durch ſeine macht Der hoͤllen 9. Was zagſt du denn, h⸗werden nicht verderben Die ihr in graͤbern lieget, „ h,1 Nachdem der fuͤrſt des le⸗ bens hat Dem ſterben ob⸗ geſieget. Wie herrlich wird zu aller zeit, In ſolchem freuden⸗leben, Die krone der gerechtigkeit Auf euren haͤuptern ſchweben. II. Wer nur ein aufer⸗ oſſtehung glaͤubt, Vergebung auch der ſuͤnden, Und daß ein ewig leben bleibt; Der wird ſich leichtlich finden, Ob krankheit, angſt, ge⸗ fahr und noht Ihn ploͤz⸗ lich uͤberfallen; Der wird mit freuden durch den tod len.. 12. Wie ſelig ſind die cktodten nun, Dle in dem HErren ſterben! Sie ruhn von allen ihrem thun, Und Von nun an,ſagt der heilge geiſt: GOtt!mehr uns dis vertrauen, Daß wir im ſterben allermeiſt Aufs an⸗ dre leben ſchauen. — Err JESl wahr menſch und GOtt! Der du littſt marter, angſt und ſpott, Fuͤr mich um treuz auch endlich ſtarbſt, Uun 5. ind In Abrahams ſchooß wal⸗ 05o Vom Tode und Sterben, und zwar Und mir des vaters huld erwarbſt: 2. Ich bitt durchs bittre leiden dein, Du wollſt mir ſuͤnder gnaͤdig ſeyn, Wenn ich nun kom in ſterbens⸗ noht, Und ringen werde mit demtod. 3. Wenn mir vergehet mein geſicht, Und meine g ohren hoͤren nicht: Wenn meine zunge ni ſpricht, Und mir mein herz zerbricht: 4. Wenn mein verſtan ſichnicht beſinnt, Und mir aall menſchlich hullf zer⸗ rint; So kom, o HERR Chriſt! mir behend Zu huͤl an meinem lezten end/ 58 5. Und fuͤhr mich aus dem jammerthal, Verkurz mir auch des todes quahl; Den boͤſen geiſt fern von mir treib, Mit deinem geiſt ſtets bey mir bleib; 6. Bis ſich die ſeel vom leibe trennt, So nim ſie, HErr! in deine haͤnd: Der leib habin der erd ſein ruh, koͤmt herbey, Bis ſich der jungſt tag naht ungſtn fen ſeliglich. gericht mein fuͤrſprach ſey: Und meiner ſuͤnd nicht mehr gedenk, Aus gnaden mir das lebenſe 8 ſaget mir In deinem wort, das trau ich dir: Fuͤrwahr, fuͤrwahr! euch ſage ich Wer mein wort haͤlt un cht mehr men ins fuͤr angſt tod ewig nd ſtirbt, Mit nichten er drum faus des todes⸗band, Und zu mir verleih, Am juͤngſtn leben ſchenk. 8. Wie du, HErr! zuge⸗ zyr ſetleſe höimmele laͤubt an mich, 9. Der wird nicht kom⸗ gericht, Und den ſchmecken nicht; Und ob er gleich hie zeitlich gar verdirbt: 10. Sondern ich wilmit ſtarker hand Ihn reiſſen B bed Und zu m mir nehmen in mein reich, 8 Da ſol er denn mit mir zugleich rI. In freuden leben ewiglich, Dazu hilf mir ja gnaͤdiglich. Ach HErr! vergib all unſre ſchuld i Hilf, daß wir warten mit a geduld‧,.. 12. Bis unſer ſtuͤndlein Daß unſer glaub ſtets wacker ſey/ Deinm wort zu trauen fe⸗ iglich, Bis wir einſchla⸗ Be⸗ Eſu * 4 Vorbereitungs ⸗Lieder zum Tode. 108 Bezeugees Verlangen nach Sondern daß das kreuz ein b dem ſeligen de. kuß Seiner gnade heiſſen eurn 89 o. l „ Mel. Nund SOtt eg, eitelbeit 9 der welt! himmels freu⸗ Ich fuͤhle himme den: Ichwilmitgroͤßter luſt Vom Tode und Sterben und zwar anket ale GOtt In der mich nichts ver⸗ gnuͤgt In der mir nichts Mel. O GOtt In meinem IEſu ſcheiden, Ich wil zu GOtt hinauf: Hinweg ausdieſer welt, In der mich nichts vergnuͤgt, In der mir nichts gefaͤllt. 2. Ich fuͤrchte nicht den tod, Ich liebe nicht das leben: Wer wolte doch die welt Nicht fuͤr den him⸗ melgeben? Die himmels⸗ freude liegt Mir ſo in herz und ſinn, Daß ich nicht h font 1 i. 903. A meiner ſeele! Wenn rufſt du mich zu dir Aus dieſer ſammer Hoöle? Wenn werd mfe ich einſt befreyt Dich, lieb⸗ n ſter JEſu! ſehn, Und zu telt lc kän Wo n —=—= 3 dir in dein reich Erloͤſt und ſelig gehn?. e Po n 2. O du mein aufent un halt, Mein leben, meine mvirſt wonne, Mein einziger ge⸗ itg olch 8 ruhen kan, Bis ich darin⸗ nen bin. 3. Ach daß die ſeele nicht Kan wie ein adler fliehen! Sie ſolte heute noch Ausih⸗ rem kerker ziehen, Und un⸗ ermuͤdet ſeyn; Bis daß ſie GOttes ſtadt, Das haus ſich ge⸗ Drum wil ich aus der welt Und nach dem him⸗ mel ſcheiden; Weg, eitelageh keiten, weg! Weg welt, mit deinen freuden! Hin⸗ auf nach GOttes ſtuhl, Hinweg aus dieſer welt, der herrlichkeit, Fuͤr funden hat. 4. Drumwi winn, Und rechte freuden⸗ im, Unt ſonne! Mein herz und gan⸗i di zer geiſt Schreyt ſtets, o midiedu GOtt zu dir; Wenn, ach! m tüß wenn ſchau ich dich, OJE ipmem ſulmeine zier i me 3. Wenn ſchickſt du doch)— die zeit, Da ich in deinen freuden Mich ewig freuen Ari d ſoll? Wenn endeſt du das leiden? Wenn ſol ich do V 1 —— elu hir 4 1053 1 e in len, Undmir, denn duerloͤſtlangen, Mit weiſſen klei⸗ am Ein gnaͤdig urtheil faͤllen; dern angethan Vor GOt⸗ I Dann fuͤhrſt du mich ins testhron zuprangnn. 2 Edrd reich Wodeine herrlichkeit, 2. Ihr, ſchwache glie: Dite ich denn ſchauen kan, der ſcheuet zwar, So fruh 90. Mich ewiglich erfreut. entſeelt zu werden; Die nei at 5. Ach! koͤnt ich heute ſeele ſelber kan nicht gar d Rih noch Von dieſem jammer Ohn alle pein, der erden, u ade ſcheiden! Ach kam ich heu⸗Auf welcher ſie bisher ge⸗ an tgbe te noch Zu jenen himmels⸗lebt, Den lezten abſchied ie eftad freuden! Ach daß ich heute ſagen; Bald iſt ſie reuden⸗ ier ſt noch Die welt verlaſſen voll, bald ſchwebt Sie wie⸗ dri Wuate muͤſt! Ach kaͤm ich an derum inzagen. 1 ſtig e den ort, Wo nichts als 5 Doch, JEſu! deine 1 SDuun jauchzen iſt! liebe macht, Daß furcht b dalr in lh 6. Wenn wirſt du mich, und angſt verſchwinden: wen euna mein heil! Zu ſolchen freu⸗ Ich werd in dieſer todes⸗ 6 2 win d dutt den fuͤhren, Und in der nacht Dich lebens⸗fuͤrſten ſann enden herrlichkeit Mit jener kro⸗finden. Ich finde, ja ich es fhtrafnezieren, Die du mir bey halte dich, Mein leben mein 150 dud helegt? Wen kuͤß ich deine verlangen! Mein leben, du 1 hen 38 nem feußdeg wirſtſhtber ic Piit dei⸗ a lan, ſaali O JEſu, meine luſt!nem licht umfangen. r—y 4 Deum ſechis nicht 13 inn dieſem tod; Er iſt ja sde Adri Mel. Was mein bof ha⸗ nur ſen eben⸗ Nach ue r 4 Ko kom, duzem kampf und kurzer noht ſa Bun 904.&2 ausgang Sol ich bey IEſu ſchwe⸗ Tlride Vdn meiner pein⸗ Erwuͤnſchte ben Voll freude, ruh und nud. un todes⸗ſtunde! Und fuͤhr herrlichkeit, Voll friede, ſgeht? u mich bald zum himmel ein troſt und wonne Voll ſelig⸗ Ien Ausdieſem ſuͤnden⸗grunde. keit, wo jederzeit GOtt ſel⸗ Ach, liebſter tod! kom bald ber licht und ſonne. heran, Ich warte mit ver⸗ 5. Der herzog meinas lebens 1 Vorbereitungs Lieder zun Tode. 1 — und zwar in Todes⸗Noͤhten. 1055 tan ſeelen Mit ſonnen⸗ klaren michkraͤnken: Wer iſt, der edesin leibern ſich Vor GOttes ohne tadel lebt? Allein ich „ſota ſtuhl vermaͤhlen. darf an JEſum denken, —— Der mich in ſeinen tod be⸗ m In Todes Noͤhten. grraͤbt; So kom ichan de Mel. Wer nur den lieben GOtt lebens port, Und IEſus ſt S Ott lob! es bleibt mein leztes worr. Meg 905. geht nun⸗ 5. Mein IEſus hat den Vi mehr zumende, Das groͤß⸗tod bezwungen, Als eram ete ſchrecken iſt vollbracht: kreuze ſelbſt verſchied, Da umn Mein JEſus reicht mir ward mein todzugleich ver⸗ ſchon die haͤnde, Mein JE⸗ſchlungen: Er iſt mein ſus, der mich ſelig macht. haupt, ich bin ſein gliedr. ich Was IEſus hat, das hab ich dort; Drum ſey er auch mein leztes wort. Ad nun 6. Gedenkt mir nicht an zer aühn cheeitle ſachen; Der hoͤchſte nd n un ſorget fuͤr die welt: Be⸗ mad 2c. 4 fehlt es ihm, er wird wol tuſ machen, Daß licht und recht den platz behaͤlt. GOtt wende jammer, liſt und mord Durch JEſum, als ſmein leztes wort. at mich 7. Nun freuet euch, es bin auf geht zum ende, Mein JE: ſus heißt mein lezter ruhm. Wie froͤlich klopf ich in die er⸗ haͤnde! Wo bleibſt du doch, kauft: Drum bleibt er auch mein henthumf Ach JE⸗ ſin Kra ieht mein heil und hort, Sein ſu, JEſu! ſey mein wort; 1 in name ſey mein leztes wort. Ich ſchweig und eil zum 1dannn 4. Wiewol die ſuͤnde wil himmel fort. 3 90* 4 12 Vom Tode und Sterben, 006. Wen mein vorhanden iſt, Und ich ſol bin Somit freuden. Doch wil ich nicht Und denken nur verzagen,! od, HErr IEſul 1 andeinent den roht Die mich vom herzen: Bo ſchieden bleib todes⸗noht und Wenn ich 90 ſterb ich dir, Ei haſt du m tod erworben. 74. Weil nt erſtanden biſt/ Werdichi grab nicht bleiben: hoͤchſtertroſt dein auff iſt, Sie kan tods⸗fur vertreiben; Denn wo erzen. ſterbe, gleben Auf JEſum ir Durch deinenſi du vom to biſt da kom ich hin, Da ich ſtets bey dir leb dns bin; Drum fahr ich hin s. So fahr ich hin zu cht JIEſu Chriſt, Mein arm thu ich ausſtrecken: Ich lich, ruhe fein und ſchlafe feſt, Du Kein menſch kan mich auf⸗ wecken, Als IEſus Chri⸗ dſtus GOttes ſohn, Der wirddie himmels⸗thuͤr auf⸗ thun, Mich fuͤhrn zum ewgen leben. e„, Mel. Wer nur den lieben GOtt. JPuf, meinen 907. Jeſum wit In ſeinem blute wil ich far⸗ Inben Mein allerſchoͤnſtes ch ein. 2. Auf meinen dwil ich ſterben, müwunden ſtirbt n Er laͤßt mich nimmerme ffahrt verderben, Ich waſche mich cht in Chriſti blut. Mein JE duſſus iſt mein troſt aülein trig. ich ſterben Getroſt, voll us iſt mein troſt allein ieta, lei f mun —,, ſſeinn leb N. uf meine 1 ſet en, htezic dhü heu dmmnerh a ol. 1 yyneiner L üiben, 3 iweinen tten, 4 6 iehell JEſum g In ſeinen i ſich gut. hr Hjben 88 Me. rardulit 4 eu n 1 ich ein. a wil ich ſterben, In ſeine ſ, ſeite ſchließ ich mich, Das paradies heut zu ererben. in Brich immerhin, mein e herzlach brich: Mein herz m und ſchutz ſol Auf JEſum le ichein. und zwar in Todes⸗Roͤhten. 3. Auf meinen JEſum Jeſus ſeyn, 'und ſchlaf 4. Auf meinen JEſum wil ich ſterben; Er bleibt, wenn alles mich verlaͤßt. Weil er mit blut mich wollen werben, Steh ich bey ſeiner fahne feſt. Sein kreuz iſt mein panier allein, Auf JEſum leb und ſchlaf⸗ ich ein. 5. Auf meinen IJEſum wil ich ſterben; Vergeht un mir gleich der augen licht, Wenn mund und lippen ſich verfaͤrben, Und wenn 4 mein herz im leibe bricht: Sol JEſus heil und leben an ſeyn. Auf JEſum leb und ſchlaf ich ein. 6. Auf meinen wil ich ſterben; Ach JE. ſul hilf in lezter noht, Laß mich das beſte theil erer⸗ ale ben, Verſuͤße mir den hit⸗ mir das leben ſeyn, So leb und ſchlaf ich ſelig ein. Mel. HErr ich bekenn vomꝛ⸗ Lgein lauf, 9 08. GOtt lob! iſt bald vollbracht; Welt! gute nacht, Wir werden uns nun ſcheiden. JEſu namen ſanft und ſtill keit mit freuden. In die⸗ ſer welt Iſt mir beſtellt Nur angſt und noht, Zu⸗ ſich mein leiden. ſchlaf ich ein, Er fuͤhrt al⸗ lein Mich aus dem tod ins leben: Denn ſein am kreuz vergoßnes blut Koͤmt mir zu gut, Macht froͤlich mich darneben: Der edle ſaft 3 8 ☛ 3 Ich wandern wil Zur ſelig⸗ lezt der tod: Dort endet 2. In JIEſu namen — tern tod. Dein blut ſol Bringt rechte kraft Staͤr mir mein herz In todess wonne geben. ich hin; Denn mein ge⸗ winn Iſt Chriſtus, wenn ich ſterbe: Ich weiß, daß er mich nicht verlaͤßt, Und Xxx 3. In JEſu namen fahr ZEſum ich h glaͤube feſt, Im tod ich ul . g Vom Tode und Sterben, nicht verderbe. In ewig⸗ keit Iſt mir bereit Von GOttes ſohn Die ehren⸗ bron⸗ Dasechte himmels⸗ erbe. langen Nach einem ſelgen end: Denn hie bin ich um⸗ fangen Mit truͤbſal und elend. Ich hab luſt abzu⸗ ſcheiden Von dieſer boͤſen welt, Sehn mich nachew⸗ gen freuden: O JEſulkom nur bad. 2. Du haſt mich ja er⸗ dſet Von ſuͤnd, tod, teuf l und hoͤll: Es hat dein blut gekoſtet, Drauf ich mein zofnn ſtell. Warum olt mir denn grauenFuͤrm tod und hoͤllſchem g ſind; Weil ich auf dich thu bauen, Bin ich ein ſelig kind. 8 3. Ob gleich ſuͤß iſt das leben, Der tod ſehr bitter mir; Wil ich mich doch er⸗ geben Zuſterben willig dir: Ich weiß ein beſſer leben, 1 Daffaͤhrt die ſeele hin, Deß freu ich mich gar eben: 4. Der leib wird in der erden Von wuͤrmen zwar verzehrt: Doch unſre haut wird werden Durch Chriſtum neu verklaͤrt, Ganz leuchten als die ſon⸗ zut ne, Und leben ohne noht „In himmels⸗freud und wonne: Was ſchadt mir denn der tode s. Ob mich die welt gleich reizet Laͤnger zu blei⸗ ben hier, Und mir auch im mer zeiget, Ehr, geld, gut,/ h ich das gar nicht achte, Es waͤhrt im nur kurze zeit: Das himm⸗ liſch ich betrachte, Das all ihr zier; Doch i bleibt in ewigkeit. 6. Muß ich auch gleich und ihn'n bringt leiden; himmliſchen thron. terlaſſe Betruͤbte kinder⸗ lein, Der'n noht mich uͤbr Weil ſterben mein gewinn. herzen m nun ſcheiden Von meinen freunden gut, Das mir Doch troͤſtet mich mein muht, Daß wir in großen freuden Zuſammen wer⸗ den komm'n, Und bleiben ungeſcheiden Vor dem *7. Ob ich gleich hin⸗ die maaße Jammert im ſi ein; Wil ich doch gerne — — 1 — — — —— —— — — — — — — — — —— — — — — — — V= — — — —y— ——*— .— — ——— ————— —— —— — — —— — — und zwar in Todes⸗ Nahten. gerne ſterben, Und trauen meinem GOtt: Er wird ſie wol verſorgen, Retten aus aller noht. 8. Was thut ihr ſo ver⸗ zagen, Ihr arme waiſe⸗ lein; Solt euch GOtt huͤlf verſagen, Der ſpeiſt die ra⸗ eddn — EE — — = —— 4 — ————. 3 1 dn i 4 r nü wenund waͤiſen Iſt er der vater treu, Der kan und za Saban wilſie ſpeiſen: Das glaͤubt den te S an mohnallen ſcheu.„ nrt a Eng. 9. Geſegn euch GOtt ali. A 1 der HErre„I vielgelieb⸗ gar miaht ten mein! Ach traurete nur er zet:de nicht zu ſehre Ueber den liſch di unnn abſcheid mein, Beſtaͤndig detn wit. bleibt im glauben: Wir zha werdn inkurzerzeit Einan⸗ nun dde n der wieder ſh re 6 6 4 der ewigkent 2 and Nin brag Nun wil ich mich d 1„ PpearnZudg Ben mu a anti Chriſt! allein: Gib mir 5 ree umm ein ſelig ende, Send mir dein engelein; Fuͤhr mich ee n errbene leiden und ſterben, Und blu⸗ ns nges verdienſt II. Hilf, daß ich ja nicht e r„ HErr 3 IEſu hriſt! Den ſchwa⸗ 2* ſſe⸗ l ben klein? Frommer wit⸗ Mel. Voncr wil ch nichta c. b 1050 chen glauben kaͤrke In mir zu jeder friſt. 5 ilf mir ritterlich ringen, Atmich durch deine macht, Daßi froͤlich ſingen: GOtt es iſt vollbracht. **V. 7.8. auch 9. koͤnnen nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde ausgelaſſ en werden. 7 Drfreu dich, 9 10. I liebe ſelen Dein IEſus kommet chon, Fuͤhrt aus der leibes⸗ hoͤle Dich hin vor ſeinen thron; So ſey nun wolgemuht; Denn der fuͤr dich geſtor⸗ ben, Dir alles heil erwor⸗ ben, Schente dir das hoͤch⸗ auen Dort in ſte gut 2. Rim abſchied von der erden, Die hier den leib behaͤlt: Dir ſol ein beſſers den⸗ort, Wo GOtt die ſeraphinen Und alle heilge dienen; Da lebſt du fort und fort. 3. Und ſetzen mir die ſuͤn⸗ den Gleich noch ſo heftig zu; So kan ich mich doch ſinden: Ich ſtelle mich in Err 2 ruh, werden, Du faͤhrſt ins ſternen⸗zelt, An jenen freu ruh, Undweiß/ daß IEſus CGhriſt, Mein heil, der ſtar⸗ Vom Tode und Sterben, ke beter, Mein kraͤftiger vertreter, Zu GOttesrech⸗ ten iſt. leich der leib auch ſeine, Deß, der die welt beſiegt. Er fuͤhrt dich himmel⸗ein; Wo ich meinem leibe, Verſpricht mit er, ewig bleibe, Sol auch mein diener ſeyn. 4. Muß gleich d uͤllt ihn das erblaſſen/ 4 grat ſchon ein, Und muß ich Die meine ie Leclaſſen, Freunde ſeyn: Dis alles ſchadet nicht; Ich ſehe ſie la wieder, Wenn meine leibes⸗glieder Erſtehenzum gericht. s. Und da ich auch hin⸗ fahren Und die verlaſſen muß, Die mir zuwider wa⸗ ren; Vergeß ich den ver⸗ druß: Jaich verheiſſe noch/ Ich wil zum vater treten, it meinem IEſu beten: Vergib, bekehr ſie doch! 6. Indeß ſey hoch geprie⸗ ſen, GOtt vater, ſohn und geiſt! Der ſich mir treu erwieſen, Mich lebens⸗ lang geſpeiſt Mit huld und ütigkei 3 jenem freu⸗ den leben Wirſt du weit mehres geben, Das dufuͤr mich bereit. 7. So ſey denn, ſeele! ERR JEſu 9II. K Chriſt, mein lebens⸗licht, Mein heil, mein troſt und zuverſicht! Auf erden bin ich nur ei dar ſuͤnden laſt. himmels⸗paradeis; Daiiſt mein rechtes vaterland, Woran du dein blut haſt gewandt. 3. Zu rei 4. Staͤrk mi durch das leiden dein In meiner lezten todes⸗pei 1 Dein blut⸗ſchweis im 4 troͤſt und erquick, Eh mich der ſuͤnden laſt erdruͤck. deine Und in dich ſelbſt ver⸗ gnuͤgt; Sey deine und 5. Dein backen⸗ Mel. HErr JEſu Chriſt wahr. aſt, Und druͤckt mich ſehr i 2. Ich hab vor mir ein ſchwere reis Zu dir ins ch HErr 1 eeich ſtran bic. d dei ichren aht. awirdi euf 9 hhn a0 mrict. n * bl? n; Naßärter b f ich ann und zwar in Todes⸗Noͤhten. 1061 —— ehre, freud und wonn. 1 ſen nun keine kraft mehr hab di Dein angſt⸗geſchrey kom mir zum pfande giebſt: t Ni, mir zu gut, Behuͤt mich Weil ich nun dis wol be: nen meudm fuͤr der hoͤllen⸗glut. dumm Kici das herze bricht. ein Bets n 8. Durch deine ufare hand, Als in welcher ich Dar 7dnt ſpaltne ſeit Mein arme ſeele heim begleit. HErr! au ged dein auferſtehn ich trau 1 mt Pelda deinm verklaͤrten leib: e bh Su 3 . 4 und ruhte friſch Der ſuͤn⸗ Mel. IEſudeine heilge wunden. d den ſtriemen mir abwiſch: 912 Dreuer GOtt! d Dein hohn, dein ſpott und La. Do in de dornen⸗kron Laß ſeyn mein de Sol mein geiſt befohlen 6. Dein durſt und gallen⸗ lezten ende Stellt ſich nun io trank mich lab, Wenn ich gedoppelt ein, Daß du mic duf ein 7. Hilf, daß mein ſeel den hin ich fahre. b aaſ, Kadtit himmel findt, Wenn meine 2. Meine kraͤfte ſind ver⸗ derſt e ai. augenwerden blind: Dein ſchwunden, Doch dein heil 2 Sicin leztes wort laß ſeyn mein iſtmir bekant. Noht und cowe licht 6 Wenn mir der tod tod hat mich gebunden: Auf deine zukunft hoff und bau duan u 9. Thu mir die thuͤr des verderben, Den ſein blut himmels auf, Wennichbe⸗ſrloͤſethat; Alſo bin ichin 44 ſchließ den lebens⸗lauf; dem ſterben Nur am leiib rimt duͤt Mit dem gericht nicht lang ſchwach und matt: Indem 9 12 u ausbleib, Mach mich gleich herzen zeugt der geiſt, Daß n 10. Daß ich mit allenheißt; Und durch deſſen u in engelein Dann ſingen mag gnaden⸗gaben Werd ich die at und froͤlich ſeyn: Und mit erloͤſung haben. 1 3 der auserwaͤhlten ſchaar 4. Chriſti des erloͤſers Dein antlitz ewig ſchauen in deine haͤn⸗ ſeyn: Denn der troſt am vom herzen liebſt, Und dich wahre: Weiß ich ſchon, wo⸗ . e Doch du reichſt mir deine orthin Gnaͤdig eingezeicha finet bin, Und worin ich mein geſ enfe Ewig zu behalten en e. 3. JEſus laͤßt den nicht tt ſelbſt mein vater wegen Bleibſt du mir mein rrz(GSott 2 1062 Vom Tode und Sterbe, Gött] getreu; Und ſein gen? Das biſt du, HErr! hochverdienter ſegen Woh⸗ſalleine. Uns reuet unſre net mir wahrhaftig bey: miſſethat, Die dich, HErr! So gewiß der bund be⸗ſerzoͤrnet hat. Heiliger ſteht, Der in meiner tauf HErre GOtt, Heiliger angeht, Und ſo wahr ich fuͤr arker GOtt, Heeiliger die ſuͤnde Durch ſein blut barmherziger heiland, Du vergebung finde. ſewiger GOtt! Laß uns 5. Hilf nur, daß ich JEnicht verſinken ſum faſſe, Bis er mir den tern todes⸗noht. Kyrie ſegen ſpricht: Und wenn eleſon. ich die welt verlaſſe, Soſ 2. Mitten in dem todan⸗ verlaß die meinen nicht:ficht Uns der hoͤllen ra⸗ Nim ſie wol und gnaͤdig chen: Wer wil uns aus ſol⸗ an, Fuͤhre ſie auf rechterſcher noht Frey und ledig bahn, Bis ſie ferner nach machen? Das thuſt du, HErr! alleine; Es jam⸗ mert dein barmherzigkeit i den thraͤnen Sich nach dei⸗H ner wonne ſehnen. 6. Nun GOtt lob! iſt das ende, Herz und geiſt hat wol gezielt, Wel⸗ cher ſich in deine haͤnde Zu der ſchoͤnſten ruh befiehlt. Nun ich werde ſpott; Denn du biſt meinſtiefen hoͤllen⸗glut. treuer GOtt, Und auf die⸗ſeleiſon. ſen theuren namen Spricht 3. mein IEſus ſelber: amen. angſt Unſre ſuͤnd uns trei⸗ ——— ben. Wo ſollen wir denn Oro SGitten wir im fliehen hin, Da wir moͤgen 9 13. M leben ſind bleiben? Zu dir, HErr Mit dem tod umfangen Chriſt alleine: Vergoſſen Wen ſuchen wir, der huͤlfe iſt dein theures blut, Da thut, Daß wir gnad erlan gung fuͤr die hier Unſre ſuͤnd und großes leid. eiliger HErre GOtt, Heiliger ſtarker GOtt, Hei⸗ lgerbarmherziger heiland, Du ewiger GOtt! Laß Kyrie In der bit⸗ nicht zu uns nicht verzagen Fuͤr der Mitten in der hoͤllen⸗ 5 K l fumde thut. niid: be baldzu dem wie und zwar in Todes Nöhten. 1063 dfd Henliger HErre GOtt, Chriſti fromme herde lin ter angſt und truͤbſal gehn. dſa ren Heiliger ſtarker GOtt, terangſ eni Heiliger barmherziger hei⸗ Wie die meere nie von K P land, Du ewiger GOtt! wind, Sturm und wellen Laß uns nicht entfallen ſicher ſind: So iſt auchauf den er Von des rechten glaubens dieſer erdenUnſer laufſtets n etſan troſt. Kyrie eleiſon. voll beſchwerden. b da h:— 4. Welt, tod, teufel, ſee⸗ nötrFeien 1 Mel. JEſu deine heilge wunden. lenhmerzen„Unſer vlen im 110⸗M. Oreu dich nun, fleiſch und blut Plagen un⸗ tnnen 4. 5 omeine ſeele! ſre arme herzen, Nehmen 41 auim Und vergiß angſt, noht uns faſt allen muht. Taga ſtt 1nr it und quahl: Denn aus die⸗ lich druͤckt uns angſt und der. dm. ſer jammer hoͤle Ruft dichnoht, Kreuz undlleid iſtun: da Sn GOtt zum freuden ſaal. ſerbrod: Wenn wir nur mate 8 don Aus bekuͤmmerniß und leid geboren werden Fundt ſich net atan Die kein ohr jemals geho⸗ nite amdg ret, Die bey IEſu ewig morgen, Wenn wir aus dan Hen währet. dem bette gehn, Zeigen ſich dn p 2. Bisher rief ich nacht die bange ſorgen, Welche 4 ir und tage Zu dem HErrenſſtuͤndlich um uns ſtehn. dun S. meinem GOtt: Reißmich Thraͤnen muͤſſen unſer du9 ausder kreuzes plage, Hilfſwein, Sorgen unſre ſpeiſe uen Tuan mir endlich aus der noht ſeyn: Wenn der tag auch Itren e t Ach! ich wuͤnſcht und ſchon vergangen, Sindwir etne ſeufzte oft, Wie ein wan⸗ doch mit noht umfangen. ena drerwuͤnſchtund hofft Sei⸗ 12 ſudt nenweg bald zu vollenden, gnaden⸗ſonne, Der du Rnm Auch mein leben bald zu ewiglich aufgehſt! Zeig mir Vate de Dau enden. jetzo deine wonne Mir, den e Sun, 3. Denn wie roſen auf a ie der erde Unter ſcharfen dornen ſtehn: So muß lig zudir fahrenmag. Hif 5. Von dem allererſten HEr u ue. Fuͤhrt er dich zur ſeligkeit, jammer gnug au erden. 1 6. Drum, HErr JEſu, dein verdienſt erloͤſt: Hilf daß ich noch dieſen tag Se⸗ 1064 Vom Tode und Sterben, mir, o mein licht und le⸗ ben! Meinen geiſt bald aufzugeben. 7. Laß mich izt in todes⸗ ſtunden In dein offne ſeite fliehn: Laß mich, HErr! durch deine wunden Zu dem paradieſe ziehn, Wo der ſchaͤcher hingereiſt, Wo mich brod des lebens ſpeiſt, Wo du mich mit klarheit ſchmuͤckeſt, Und in ewigkeit erquickeſt. 8. Kan der mund ſchon nicht mehr ſprechen, Ob gleich mein gehoͤr ver⸗ ſchwindt, Ob mir ſchon die augen brechen, Mein ver⸗ ſtand ſich nicht beſinnt: Biſt du doch mein licht, mein heil/ Leben,wahrheit, ſcchatz und theil, Der mich leitet und regieret, Und die bahn zum himmel fuͤhret. 9. Fuͤhr mich auf Eliaͤ wagen Durch die engel huuun an, Laß ſie meine eele tragen, Wie ſie Laza⸗ ro gethan; Laß ſie dir im ſchooße ruhn, Troͤſt, erfreu 1 und lab ſie nun, Bis der leib koͤmt aus der erde, Und mit ihr vereinigt werde. 10. Freu dich ſehr, o mei⸗ ne ſeele! Und vergiß jezt noht und quahl. Chriſtis ruft dich aus der hoͤhle Dieſer welt, zum freuden⸗ ſaal; Da ſolt du in ewig⸗ keit Schoͤn verklaͤret, hoch erfreut Mit den engeln jubiliren, Und vor JEſu triumphiren. „(Cphriſtus der iſt 9S. D mein leben, Und ſterben mein gewinn: Ihm hab ich mich ergeben, Mit freud fahr ich dahin. 2. Mit freud fahr ich von dannen Zu Chriſt, dem bruder mein, Daß ich mag 4 ihm kommen, Und ewig dey ihm ſeyn. 3. Nun habich uͤberwun⸗ den Kreuz, leiden, angſt und noht, Durch ſeine heil⸗ gewunden Bin ich verſoͤhnt mit GOtt. 3. Wenn meine kraͤfte mehr kan ſprechen; HErr! nim mein ſeufzen auf. 5. Mein herz, ſinn und gedanken Zergehn ſchon, —— 5—————— 3 —————— brechen, Mein odem geht un ſchwer aus, Wenn ich nicht als ein licht Das hin und ——— — — — —. — — — —— —— — — — —, ——— — —— — — — — —— ——— ——— — — 15 t r de dal M — nmäͤnt Nit führa n 11 3 1 4 * ¹ 4 1 1 duah and N ſcitd — n „Amf und zwar in Todes⸗Noͤhten. — 1065 mir die kraft gebricht. ben, In deiner ſeligkeit. iſt GOttes ſohn. her thut wanken; Weil 6. Drum laß mich an dir kleben Wie eine klett am d kleid, Und ewig bey dir le⸗ 7. Fein ſelig, ſanft und a ſtille, Gleich als vom ſuͤßen b thon, Schlaf ich, weils —— Gottes wille: Meintroſt dun 8. Ich ſing im himmels⸗ un throne Ihm nun lob, ehr und preis, Wo ich nun ewig wohne, Injenem paradeis. indem die augen brechen, Getroſt nachſprechen. 4. Vergib, ovaterldenen, die nnch haſfen, Diewider mich viel bosheit ausgelaſ⸗ ſen: Vergib, dieweil die feinde nicht verſtehen Was ſie begehen. s. Vergib auch mir, o vater alle ſuͤnde, Und was ich jetzt noch boͤſes an mir finde. Vergib/ wenn fleiſc und blut mich wider wiſen Von dir geriſſen. 6. Ich ab/ oJEſul ſoele, udn eduu Dein reich ererben? gewi SBuih nit 2 neti ta Herzliebſter IEſu wasꝛc. leib und leben teſtament dir uͤbergeben: Ich weiß, du wirſt die mei⸗ wol verſorgen. deinen haͤnden, Du wolleſt ſuͤnd und ſchmach von ih⸗ nen wenden: Du wirſt, o vater! dieſen meinen wil⸗ len Liebreich erfuͤllen. 8. Drauf wendet ſich ch mein herz von dieſer erden: Dein paradies, HErr! laß mein eigen werden, In dei⸗ im 3. Und was du noch zum lez deines vaters herz damit irr 3 638 gebrochen; Das wil ichdir, nem paradieſe ſtell mich heute Dir, HErr lzur ſeite. 9. Ach JEſu zeige mir izt deine guͤte, Gib mir ein Axx5 — In meinem nen heut und morgen Auth 7. Ich uͤbergebe ſie zu 1 glaͤu⸗ 1066 Vom Todt und Sterben⸗ glaͤubig⸗himmliſches ge⸗ muͤhte, Und richt es ganz nach demeem gnaden lohne Der lebens⸗krone. 10. Zwar ſund und hoͤl⸗ le ſangen an zu quaͤlen, Und aͤngſten mich an mei⸗ ner armen ſeelen; Weil ich dein wort in dieſer ſuͤn⸗ den⸗ huͤtten Oft uͤber⸗ ſchritten. I.. Ich aber wil die ſeuf⸗ zer tiefer faſſen: Mein GOtt! mein GOtt! du kanſt mich nicht verlaſſen; Dieweil du ſelbſt von GOtt verlaſſen hingeſt, Und mich umfingeſt. 12. Ich duͤrſte, GOtt! nach dir, ich ſchrey und aͤch⸗ ze; Ich ſeufze nach dem himmel, achlich laͤchze Nach dir: nach dir, mein IEſu! duͤrſt ich armer, O mein erbarmer! 3. Ach! laß mich nicht in meiner noht verſinken; Laß mich die kraft aus dei⸗ nen wunden trinken. durſte wie ein hirſch, laß 1 dich erblicken Mich zu er⸗ aguicken. bet; Izt wird es ſchon mit Chriſti blut begabet. Ich bin nunmehr, was ich noch nie geweſen, Ich bin ge⸗ neſen. 15. Es iſt vollbracht: nun endet ſich mein jam⸗ mer; Nun, ſchwacher leib! ſchlaf ſanft in deiner kam⸗ mer, Bis IEſus koͤmt, der giebt mir dieſe gliederEinſt ſchoͤner wieder. 16. Nim meinen geiſt an meinem lezten ende, O treuer GOtt! in deine va⸗ ter⸗haͤnde. Ich bleibe dein, ich ſterb in deinem namen. u ‿ Sprich, JEſu lamen. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Cdit dir, HErr 9I7. M dn ich ſcheiden; So leb ich ewig dort bey dir. Dein leztes wort im todꝛund lei⸗ i un— den, Sey auch mein leztes aat wort allhier: Nim, JEſu! n 4 heut g 1 2. Vom herzen ſey 23 ℳ een taſf 14. J 14. Izt komt der troſt, zzt wird mein herz gela⸗ dre * und zwar in T — odes Nöhten. —— M Irtenat leid gethan: Mein J n rar hat auch euch geliebt, N a Hu ihr, die ſünd hat mich be⸗ aten.. M truͤbt. b 3. Der mutter⸗bruſt des allerhoͤchſten, Des ſohnes e ner; ſcne ewigfeſter treu Befehl ich ſaf tr um euch, ihr meine naͤchſten! nan Somach ich michder ſorge gett a ken frey, GOtt ſorge lebens⸗ ſcon t dr. Eſus icht lang der euch, tmnd mache leib und ſeele reich. E Puun 4. Noch heut(hoͤr ich 4 8 ant dich, JEſu! ſagen) Biſt reus at du bey mir im paradies: ter* I Auf dis verſprechen wil ic ſtet edm ichs wagen, Ach mach es, Seri Eüm JEſu! doch gewiß; Laß emn nunmehr alle meine pein 8 eum Bey dir mit troſt verſuͤßet 19 feyn. 1 5. Mein JEſu! hoͤre lich a, du mich armen Inmeiner newit a bhd groͤßten bangigkeit; Hoͤr ſegte raumiß meine ſeele mit erbarmen, den, acm Die jetzo laut und ſehnlich wer Krnrn ſchreyt: Achtraͤnke mich/ du ue erdeum lebens⸗fuͤrſt Und freuden⸗ dems auell, nach der mich duͤrſt! n a 6. Mein IEſu! haſt du mich verlaſſen? Nein: G’tt verließ dich ja fuͤr mich. Mein GOtt! hit⸗ Giebt gleich der tod den lezten ſtich; Mein GOtt! wenn mir das herz ja bricht, Mein GOtt, mein GOtt! verlaß mich nichM. 7. Es iſt vollbracht, du haſt erhoͤret, Mein HErr und GOtt! ich ſterbe wol. Mein IEſu! du haſt mir gewaͤhret, Daß ich mit dir che verſcheiden ſoll. GOtt lob! der alles wol gemacht,f GOtt ewig preis, es iſt vollbracht. 3 8. Nim, vater deine haͤnde Dengeiſt, den nim in nun mein ſeelen⸗hirt, Min 5 IEſus, an dem lebens⸗ende Von dieſem leibe ſcheiden wird. Er geht zu ihm in lig ſeyn. vergehn. Du wirſt mirs du in die ſeele ſchreiben, O Fen Chriſt! und bey mir te * zu deiner ruh. 1 bey wil ich dich faſſen. 660 muͤſſen ſter⸗ 918. — .————— 4 . 1067 ineelein Datänesewſg ( 9. Dis ſol mein worr und ſinn verbleiben, Wenn mir auch wort und ſiin ſtehn; Ach reich mir deine haͤnde zu, Und fuͤhre mich TPue menſchen b en, 1 68 Vom Tode und Sterben, 75 ven, Alles fleiſch vergehtthron: Da die ſeraphinen ul wie heu: Was nur lebet, prangen, Und dis hohe lied ſennd muß verderben, Sol es amfangen; Heilig, heilig, ta wieder werden neu. Dieſer heilig heißt GOtt der va⸗ unen leib muß erſt verweſen;ter, ſohn und geiſt. Sol er anders einſt gene⸗ 5. Da die patriarchen ſen, Und erſtehn zur herr wohnen, Die propheten aln⸗ lichkeit, Die den frommen huna Wo auf zwoͤlf er⸗ dort bereit. hhabnen thronen Sitzet der 2. Darum wil ich die⸗apoſtel zahl: Wo in ſo viel ſes leben, Weil es meinem tauſend jahren Alle from⸗ GOtt beliebt, Auch ganzme hingefahren, Derenje⸗ wwillig von mir geben, Bin der GOtt zu ehrn Sein daruͤber nicht betruͤbt: halleluja laͤßt hoͤrnn. Denn in meines JESul 6. O Jeruſalem du ſchoͤ⸗ anß nwunden Hab ich ſchon er⸗ne, O wie helle glaͤnzeſt du! i 1 — * “ — ᷣ— — 1 — — — — —— — — à2é= B⁸—— S — 9— toſung funden, Und mein Wie ein lieblich lob⸗ge⸗ rrooſt in todes noht Iſt des thoͤne Hoͤr ich jezt in ſtiller HErren JEſutod. rruh! O der großen freud 3 JEſus iſt fuͤr mich und wonne! Jetzo gehetauf geſtorben, Und ſein tod iſt die ſonne, Jetzo geht mir Vl mein gewinn. Er hat mirſan der tag, Der kein ende ke das heilerworben, Drumnehmen mag. aud fahr ich mit freuden hin 7. Nunmehr hab ich an Aus dem ſuͤnden welt⸗ge⸗ſchon erblicket Jenen glanz au tuͤmmel, Aus der truͤbſal der herrlichkeit; Jetzowerd d inden himmel, Da ich wer⸗ ich ſchon geſchmuͤcket Mit e ſinem ne Steh ich ſchon vorGOt⸗ diſ —— — — 8 — — — 2— 3= ſfeelen ſchon, Mit des him⸗ melsglanz umgeben, Die beſchreiben kanu. 1 nen GS TT vor ſeinem d. Run hier wil ichewig ſu 1 2 nn u nnn elü 21 3 „Edeu e 4 nam me H dedn 8 f deſt ſeN 4 Chrn 1 55 5 3 8 Lr leſt 8 Pie ar lebit tin 6 un ud en ber ran dt A nehn trug. ſchot Stah 1 a Httia3 rich i 1 34 hinme rldrn hüns 6 1 1 3„Bmmi J und zwar in Todes⸗ Nohten. * 1069 wohnen:. Pierbiecbne, gute nacht! GOtt woll euch die treu belohnen, Die ihr habt an mir vollbracht; Allen meinen anverwand⸗ ten, Freunden, lieben und bekanten Wuͤnſch ich noch⸗ mals gute nacht! GOtt ſeylob jes iſt vollbracht. ſelge licht, Fuͤr die heiden, Zu erleuchten, die dich ken* nen nicht, Und ſie zu wei den: Er iſt deins volkes Iſrael Preis, thre, freud und wonne. 1 1 Mel. Chriſtus der iſt mein leben. d und 919. IMſa e ich dahin, Weils GOttes wille: Getroſt iſt mir mein herz und ſinn, Sanft und ſtille, Wie GOtt mir ver⸗ heiſſen hat. Der tod wird mein ſchlaf werden. 2. Das machetChriſtus, GOttes ſohn, Der treue heiland, Den du mich, Frr! haſt laſſen ſehn: machſt bekant, Daß 1 wen, heil und leben ſey in noht und auch im ſter⸗ en. 3. Den haſt du allen vt derge⸗ ſtellt Mit großen gna⸗ den: Zu ſeinem reich die Pnze welt Heiſſen laden, urch ſein heilſam theu⸗ res wort, Das hman er⸗ ſchollen. 920. Ban hab ich uͤberwun⸗ den: Nun gute nacht o welt! Ich zieh durch Chri⸗ ſti wunden In jenes ſter⸗ nen⸗-zelt. 2. Nun wird das net zerriſſen, Das ſuͤnd un welt gelegt. Bald lieget mir zu fuͤßen Was noht und ſchmerz keregt b 3. Die wahlſtatt iſt ge⸗ faͤrbet Mit meines JEſu blut, Der alles ſelbſt erer⸗ bet, Was meiner ſeele gut. 4. Er reicht mir ſchon die krone Die meine ſchei⸗ tel deckt, Als die er mr zum lohne Des glaubens vorgeſteckt. 5. Den rock von weißer ſeide Legt mir nun IJEſus an, Wo ich auf zions wei⸗ de Dann roſen rechen kan. 6. Er hat mich einge. b 4. Er iſt das heil und ſchrieben Ins huch der ſe⸗ liofeit: 2 ““ Vom Tode und Sterben, Shener —auch Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. ligkeit: Da bin ich auch Mei. W ehe nue „ Da loöͤſcht mich weder heren Da ich die hoffnung iunde d Stmih teu⸗haben kan, Bald von der fel aus: Dort wo ich IE⸗ welt z ſcheiden 3 Wſ † ,& nei va⸗ c 1⸗ du finde⸗ In meines ches mal Ausdieſem thraͤ⸗ 8. Dort ernt ich lau⸗nen⸗ vollen thal Ju mei⸗ er fennan is Seigs Neh ſt Riteſge thraͤnen⸗ſaat, Die Chriſtiſlich— 1. untund ſaden Mir laͤngſt Alufzugeben Oft begehret, aülnn erworbenhat. Bis mich GOtt nunmehr h 9. Nun HErr! nunſerhoͤret. ii muß ich ſcheiden, Ach hilf, 2. Der teufel und die iga eĩd ach! laß mich nicht: Hilf, boͤſe welt Hat mir hie taͤg⸗ ie ber daß mein herz voll freu⸗lich nachgeſtelt, un uich meat en E all und ſelig in noht zu bringen. Die unſt denanft, ſtill und ſelig ſuͤnde 3 We nut mgekth 4 10. Ach reiſſe nur die Mein fleiſchund blut, das in rice B reiſſe bald in⸗widerſtrebt In allen gu⸗ an wey, Daß ich dich bald er⸗ten dingen, Hat mir Mt duuche, Und ewig bey dir hier gege en, Sozu le⸗ I. Zu guter nacht, oherzengernewolte. ſa, d erde 8n mnneee 3. Es kam zu at 8 aewe gruͤßt, Wo ich getroſtet er t b rüſ Diitem was wig und ſchweres joch, Das 12 iſt. 3 mna,haß Aun „Mein glaube geht Bald kam verfolgung, hat zum ſchauen 3 zieh als und neid, Bald krankheit 1 pilger ein, Und werd in ſchmerz und andres 8 1 GSttes auen Ein froher Und ſonſt viel tauſend 9 1 ſein * ir Sehnlich buͤrger ſeyn. gen. Drum ich SgOn ſum — 4 —yy — 8 — — —— = = = — ——— 1— — — — — — = — — — B- ·⁰ —äͤ= ͤſͤſ— ——— ——— ———— —— ———— . und zwar in Todes Nohten. ——— Gött deswegen Angele⸗ gen„Meinem leben Bald ein ſelig end zugeben. a. Nun die erloͤſung na⸗ het ſich; GOttlob! deswe⸗ ſau A n Werd ich un leben: Wel⸗ ehor. che freude Find ich nach 2.(tuftdem kurzen leide! boſet ezum 5. Nun ſo beſchließ ich lich m ſteltbmeinen lauf: err JEſu! in nol mnnim den geiſt nur auf In ſand 3 mendeine treue haͤnde. Ich Men 2 ſterbe, kom und laß mich mde i Fenicht: Gib, daß mein herz „ md 5„ bald ſelig bricht, Gib mir 5 agein ſanftes ende; Daß ich de hſ aEwig GOtt dort oben a ns Moͤge loben, Dir lobſin⸗ 5* en lind ein ewig dank⸗lied 3 1 gen mach ich mich Gefaßt zur himmels⸗ reiſe. Da er ich nun in kurzer zeit 1 ſich anheben Die neue freud undſe eligkeit Bey Chriſto, meinem HErren, Die al⸗ len frommen dort bereit, Dasiſt die kron der ehren. 2. Der leib verweſt zwar anz und gar, Und muß zu n ſtaude werden; Doch hier⸗ aus wird ein koͤrper klar, ig Der nicht mehr hier auf ⸗erden, Nein, ſondern dort bey IEſu Chenſ Ohnjam⸗ mer und elende Verblei⸗ ben wird zualler friſt, Der ſich von GOtt nicht wende. 3. Solch ewig leben hat er znu Und jederman er⸗ worben. Der tod harrt ichnunmehrgeſtorben: Und dieſes iſt der ſuͤnden ſchuld, 1 Wir muͤſſe en alle ſterben; Ner laͤßt dOſ ve iner huld Die glaͤubgen nicht verderben. 4. Nein: wie ein wei⸗ zen⸗ erneemn Geſaͤet wird ringen ti b 3 e in Wral Was mein Sot⸗ wil ꝛc. Bald ur ein wallfahrt 1 d r 922. 2. Sen vollendet 1da u9 ab In öne leben. 6 13 nunna mich in — mit fleiſſe, Verfault und gruͤnt hernach ſehr fein: So muͤſſen gleicher weiſe Die ijm ghe henmder erd Ein weil verſcharret bleiben; Hernag eiſtehh Z3ſ das grab; Darauf wird auch vor meiner thuͤr, Bis 8 8 ſ le 2 . 3 3 — 72— ſe unverſehrt, Mit ſchoͤn nung, thun und laſſen Ge⸗ rigkeit, Hoͤrt auf, mich zu heerrrlichers begehrn? GOtt Vom Tode und Sterben, verklaͤrten leibern. z5. Ich hab auf meinen Sann Lhan Mein hoff⸗ ſtellt, der auch zu jeder friſt Mein heiland iſt geweſen. Der wird die lieben freun⸗ de hier, Die ich musß hinter⸗ laſſen, Beſchirmen und mit reßer die Auch end⸗ lich zu ſich faſſen. 1 3 Drum laſſet alle trau⸗ beweinen; In mir iſt nichts als lauter freud, Weils GOtt ſo gut wil meinen: Ja meine ſeele preiſt den HErrn Fuͤr ſolches freu⸗ den⸗leben, Was doͤnt ich wolls euch allen geben. ſich nun durch den tod. Nunmehr wirſt du uͤber⸗ winden, Und ein beſſerle⸗ ben finden. —— — — — —— —— —— — — —— — —.— ehren⸗wagen, Der ſol dich zum himmel tragen. n 3. JEſus heißt dich zu inorde ſich kommen: GOtt dein iin Wo vater wartet dein, Und unn JE V men Die beſtimte wohnun d kleid Und die krone ſchon änten bereit, Dieſe ſolt du, frey üuſie Aufmunterung an einen Sterbenden. Mel. JEſu deine heilge wunden. Sderde munter, 923. G liebe ſeele! Denn mu iſt es bald ge ſchehn, Daß du aus der lei⸗ bes⸗hoͤhle Wirſt zu Chri⸗ ſti freuden gehn. Alles lei⸗ p 8 ahin, wo ue die zahl Der erloͤſten dein edeit gewartig Dieſereichen alleaunn zunna Dir bereits die haͤn⸗ emn inn dren verlangen, Dich voll ſiun den, kreuz und noht Endet 5. Und dabey ſind dee nn 9 9 14 — — und zwar in Todes⸗Noͤhten. 1073 ſa Seirw der deinen, Deren herzens⸗ an wunſch ſchon iſt, Daß duſha ii moͤgteſt bald erſcheinen, Weil du ſeprwillfommen biſt. Denke, wie wird dir 5 geſchehn„ Wenn du die — wirſt wieder ſehn, Welche 4α dir vor vielen jahren Durch u m 6 den todgenommenwaren? 5 un 6. Dieſe auserwaͤhlte 65 frommen, Nebſt den en⸗ 1 ann geln, heiſſen dich Tauſend⸗ 14 en na kauſendmal willkommen, un 8 Fuͤhren dich dann praͤch⸗ Zſoi tiglich Hin vor deines Got⸗ ſich Kaah tes thron, Wo ſie mit er⸗ att t ant höhtem thon IEſu lob und 6 raͤut! ar 4 dank erweiſen, Und GOtt nen eſtunn ewig alſo preiſen: ein. N häü i emde höchſten ehren Sey di den niſt HErr daß unſre zahl Si ven Nabr noch taͤglich muß vermeh⸗ in Seun ren; Sonder lich daß die⸗ aiſes mal Auch dis dir ge⸗ S ei liebte kind Sich in unſern 5* ſchoͤren findt: Laß doch bald din dieandre frommmen Aus er di welt auch zu uns kommen. 8.Dann wird dich GOtt — ſelbſt umfangen, Und mit lieb und freundlichkeit Dir ei von den wan⸗ 7. 9d und preis mit auch deine noht. r, aus dieſer zeit, Freue dich Da wird⁴,f 5 hed Dir hie ausgepreſſet hat. Er wird an derſel⸗ en ſtatt Dir ſein himm⸗ liſch freiden leben Ewig zu be beſen geben. a weißt du ſodann von fuͤnden, Elend, kreuz ſund jammer nicht. Lau⸗ ter wonne wirſt du ſin⸗ den, Und vor GOttes an⸗ geſicht Lebſt du dann in ewigkeit Herrlich, in voll⸗ kommenheit, Die dir Chri⸗ ſti blut erworben, Als er ſelbſt fuͤr dich geſtorben. 10. Nun, geliebte ſeele! reiſe Hin zu deinem lieben GOtt. Wol dir! denm auf ſolche weiſe Endet ſich Eile nur der ſeligkeit: mehr als wir Derſtehen Dir es ewig wol ergehen. II. Weh uns aber! Denn wir muͤſſen Noch im jam⸗ merthale gehn; Dda wrr leider! noch nicht wiſſen, Wenn wir dich dort wie⸗ der ſehn. GOtt! der al⸗ uns in guaden an, Laß uns bald von allem boͤſen Durch den ſanften tod erloͤſen. Dyy les wenden kan, Sieh auch V Bey 1024 Vom Tode un dSterben. — ſ Bey Begraͤbniſſen. 6. Bis daß ihn GOtt eda⸗ Mel. Nun laßt uns den leib ꝛc. 1 . 8 am juͤngſten tage, Voll⸗ — fteommen frey von aller pl un laſſet uns ge, Erwecktund jauchzend e h den leib be⸗ dahin fuͤhrt, Wo er dann utt b I graben; Dieweil wir kei⸗ ewig triumphirt. nenzweifelhaben, Er wer 7. Hier iſt er nur inangſt i de wieder auferſtehn, Undgeweſen; Dort aber wird ſchoͤn⸗verklaͤrt zum him er einſt geneſen, Wo er ſo mel gehn. gar der ſonne gleicht Und 2. Er iſt nur erd undin vollkomner wonne anſan von der erden: Drummuß leuchtt. er wieder erde werden. Je⸗ 8. Nun ſchlafet ſanft, doch nach dieſer zeiten lauf erblaßte glieder! Wir un⸗ Steht er von dieſer erden terdeſſen fallen nieder/ Und auf. bitten dich, getreuer GOtt! n 3. Sein geiſt, befreyt Verleih uns einen ſanften pele von ſchmerz und leiden, tod. 3 Lebt unterdeß bey GOtt 9. O JEſuldeſſen blut in freuden: Denn ſeines und ſterben Uns von welt, ahihn derben Ganz JEſu blut und tod Ent⸗ſatanu reiſſet ihn der hoͤllen noht. frey 4. Sein leiden, truͤbſal/ ein, n nohtund plagen Sind nun dir ſeyn. durch ſeinen tod zerſchla⸗ nacht, ach fuͤhruns owir auch ewig bey gen. Nur hier eütruf er Chriſti laſt, Dort iſt es 8 luſt, was ihn umfaßt. 925. K den leib 5. Iſt nun auch gleich graben: Weil wir keinen der leib geſtorben; So zweifel haben, Er bleibt der geiſt doch un⸗ am jungſten tag aufſteh verdorben: Denn dieſer iſt Und unverweſlich hervor 8 in GOttes hand, Und je ge ner ſchlaͤft im kuͤhlen ſand: Von der Auferſtehung der Todten. 1075 der erden, Wird auch zur erd wieder werden, Und von der erd wieder auf⸗ ſtehn, Wenn GOttes po⸗ umn ſaunwirdangehn. üſ e hem ſter fer at gt nte 2 nffalan di teichgeme 1 ymm to 4 JLu t. fr 3 nactati 1l it owran 3. Sein ſeele lebt ewig in Gött, Der ſie allhier an aus lauter gnad Von aller ſuͤnd und miſſethat Durch ſeinen ſohn erloͤſet hat. 4. Sein jammer, truͤb⸗ ſal und elend Iſt kommen zu einm ſelgen end: Er hat getragen Chriſti joch, Iſt geſtorben, und lebet noch. 5. Die ſeele lebt ohn al⸗ leklag, Der leib ſchlaͤft bis an jungſten tag; An wel⸗ Und ewger freud wird ge⸗ waͤhren. 6. Hier iſt er in angſt er geneſen, In ewiger freud und wonne Leuchten wie die helle ſonne. 7. Nun laſſen wir in hie ſchlafen, on all heim unſre ſtraßen: Schicken uns auch mit al⸗ lem fleiß, Denn der tod koͤmt uns gleicher weis. 8. Das helf uns Chri⸗ l ſtus unſer troſt, Der uns ewger pein: Ihm ſey lob, chem GOtt ihn verklaͤren, preis und ehr allein. II. Mel. JEſu meines lebens leben. (Deht zu grabe, b 926. Gemade glie⸗ der! Und beſchließt des le⸗ bens reſt, Legt die bange ſorgen nieder, Die euch lange ſat gepreßt. epreßt. Doch ihr doͤrfet nicht erſchrecken, Daß euch erd und ſtaub bedecken; Denn ihr ſteigt, Von der Auferſtehung der Todten.Ü wenn JCſus ruft, Wie derum aus eurer gruft. als ſcherben/ Als ein haus, das nicht mehr haͤlt: Doch Ob ihr wohnhaus gleich zerfaͤllt. Ob den leib gleich moder druͤcket, Wird ſie doch bey GOtt exquicket, Dy2 geweſen, Dort aber wirrd Und gehn durch ſein blut hat erloͤt Von teufels gwalt und die ſeele kan nicht ſterben, u 076 Vonder Auferſtehung der Todten. Pan 1 Und genieſſet nach der zeitſter immerhin! GOttwird Der gewuͤnſchten ewigkeit. ſſchon die rechnung ſchrei⸗ 3. Müͤſſet ihr gleich zurſben, Und euch vor gerichte i verweſung In des todes ziehn, Daß die boͤſe nebſt i kammer gehn; Zweifelt den frommen Den ver⸗ u nicht an der ene un⸗ jhr dienten lohn bekommen;— ſollt herrlich auferſtehn. Euch erwartet ſchmach und Was euch ieztfür ſchwach⸗ hohn Dieſer kaͤmpfen folgt. heeit druͤcket, Wird denn voͤl⸗ der lohn. lig weggeruͤcket; Wenn den 7. GOtt, der du vor al⸗ a hochſten leib und geiſt Wie len zeiten Ewig und un⸗ i derum vereinigt preiſt. ſendlich biſt! Hilf mir die⸗ amm 4.O! wie freudig kanſſen wahn beſtreiten, Der ſaerl der ſterben, Der in ſolchemſin vieler herzen iſt. Gib, i glauben ſtirbt! Weil er daß ich fuͤr meine ſeelt Je⸗ af weiß, daß im verderben derzeit das beſte waͤhle. Seine ſeele nicht verdirbt: Denn ich weiß, es folgt der in Deumm ſie bleibet unver⸗zeit Ganz gewiß die ewig⸗ in toren. Wer demnach aus feit.“ Göott geboren; Legt den 8. Darum ziehe meine weifel voͤllig ab Und geht ſinnen Von der eitelkeiten doffnungs voll ins grab. wuſt, Zu des himmels ho⸗i . Aber, ach! wie vielethen zinnen, Zu der ewig leben In die welt ſo frech fuͤßen luſt. Muß ich hier 3 hinein, Daß ſie ſich ihr ganz mit loͤwen kaͤmpfen, So ergeben, Gleich als folgte hilf ihren hochmuht daͤm⸗ keine pein Auf den frevelſpfen: Sprich mich ihres ihrer thaten. Ach! wieſgrimmes frey, Und brich z wollen ſie ſich rahten, ihren zahn inzwey. Wenn das große welt⸗ge⸗ 9. Koͤmt es endlich zu dottg 1 richt Einſten durch die wol dem ende; Ey! ſo nim, ite ken brichte Horr! meinen geiſt In Kglich 6. Dieſes wird nicht auſ⸗ die treue vaterhaͤnde, De⸗ an fn ſen bleiben, Lacht ihr ſpoͤt nen ihnkein feind entreife, ar dſ —— — — — —— 4——— — ———— —— —— ==— ——— e v. üc A ſerwe ratſtem uvie pu daßic i meneit derzei † bſ Denn Ceij t beit G zewb keit .8Pn f ſinnen M drm wuſt, peme ha z ie ewigkeit Die ſchoͤnſte woh⸗ Von der Auferſtehung der Todten. 1077⁰ Laß mich dort auf ſalems hoͤhen Bey den auser⸗ waͤhlten ſtehen, Und von deinem glanz und ſchein Ewig ungetrennet ſeyn. u Mel. Nun freut euch liebe ꝛc. — mein erloͤſer lebt, Das kan mich nicht betruͤgen: So lang mein glaube an ihm klebt, Werd ich nicht unterliegen. Nimt in; Genug, daß ich ver⸗ Ichert bin, Mein JEſus wird mich wecken. ſe der tod mein leben 2. Er wird mich denn mit dieſer haut Und die⸗ ſem fleiſch umgeben: Denn un was er ihm zur ehr erbaut, Muß ewig mit ihm leben. Mit dieſem meinen au⸗ en⸗licht Werd ich ihn lbſt, kein fremder nicht, n Den lebens⸗fuͤrſten ſchauen. 3. So kom, o tod! wwenns GOttgefaͤllt, Nim andie muͤden glieder. Ver⸗ laß ich gleich den bau der welt, Dort find ichs beſſer wieder: Mir ſtehet in der mermehrzerfaͤllet. 4. Wird auch mein leib zu aſch und ſtaub, Ein ſcheuſal dieſer erden, Der maden und der wuͤrme raub; Wird er doch herr⸗ lich werden: Weil der Der dieſe welt aus nichts gemacht, Und die gebeine zaͤhlet. b 5. Iſt JEſus wieder aufgewacht; So giebt er mir die glieder, Wenn einſt Voll kraft und leben wie⸗ ſieg hoͤlle band, Die ſeinen ſich nicht nehmen. 6. Nim dann, ſchoͤpfer! meinen geiſt In deine va⸗ ter⸗haͤnde. Wenn mei⸗ de: So zeige mir in dei⸗ nem licht Bou angeſicht zu angeſicht, Daß meiner: lloͤſer lebet. b Melodey 8. Jins meine zuverſicht .— 8 928. nung ſchon bereſt/ Die nim⸗ auch meinen ſtaubbewacht, der lezte donner kracht, 1 der. Er laͤßt aus ſeiner b es⸗-hand, Womit ertod nes lebens band zerreißt, 1 Und ich die wallfahrt ena — und 2 3 ℳ 44 Von der Auferſtehung der Todten. Und mein heiland, iſt im leben, Dieſes weiß ich: ſolt ich nicht Mich darum ufrisden geben? Was die ange todes⸗nacht Mir auch fuͤr gedanken macht. 2. JEſus, der mein hei⸗ land, lebt; Ich werd auch das leben ſchauen, Seyn, wo mein erloͤſer ſchwebt: Warum ſolte mir denn 6 grauen? Laͤſſet auch ein unhaupt ſein glied, Welches nes nicht nach ſich zieht? 3. Jch bin durch der hoff⸗ nung band Ganz genaumit nnihm verbunden: Meine nſtarke glaubens⸗hand Wird n ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein todes⸗ unmbann Ewig von ihm tren⸗ nenkan. * 4. Ich bin fleiſch, und mußsdaher Auch einmal zu aſche werden; Dieſes weiß ich: doch wird er Mich er⸗ wecken ausder erden, Daß ich in der herrlichkeit Um ihn ſeyn mag allezeit. 5. Dann wird eben die⸗ ſehaut Mich umgeben, wie ich glaͤube: GOtt wird ſeh ich Meinen JEſum ewiglich. b 6. Dieſer meiner augen licht Wird ihn, meinen heiland, kennen. Selber ich, kein fremder nicht, um und an Wird von mir ganz abgethan. 7. Was hie kraftlos ſeufzt und fleht, Wird dort friſch und herrlich gehen: Irdiſch werd ich ausgeſät, Himmliſch werdich aufer⸗ ſtehen: Hier geh ich na⸗ tuͤrlich ein Nachmals werd ich geiſtlich ſeyn. 8. Seyd euch, meine glieder! Laſ⸗ ſet furcht und traurigkeit! euch wieder, Wenn einſt auch durch die graͤber dringt.* 1. Cor. 5, 52. den⸗kluft! Lacht des todes und der hulle Denn ihr ſollt eu Der legt ſchwachheit und leibe; Und in dieſem fleiſch Werd in ſeiner liebe bren⸗ nen: Nur die ſchwachheit Seyd getroſt und hoch⸗erfreut, JEſus traͤgt Sterbt ihr? Chriſtus ruft die poſaune klingt“, Die 9. Lacht der finſtern er⸗ . S durch die luft denn von mir geſchaut Eurem heiland zugeſellen: Selbſt in dieſem meinem Ci 7au 3 un Von dem juͤngſten Gerichte. 1079 fl Brinde 1 emnen wemn 10. 8 ena ſchon, Ied am beyge dm:ts Nren fuß. Nur daß ihr den b reich Mich wonne, pracht und leben In ewigkeit um gem verdruß Vollig unter eu⸗ 4 geiſt erhebt Von denluͤſten dieſer erden, 2 ezt ergebt, Dem ihr gefuͤgt ſollt werden. da Schickt n ein, Wo ihr ewig wuͤnſcht Und euch dem A das herz jezt dahin⸗ ZIEſum C nden! t herzlich glaͤube, Der mein ſefft i reir M friſc. henit, Jdiſ radiha zeit, Himn fi veidi ſtehen d. dr g türüich Pluhn nen iic gei z ſch. 1 8. 10 gt hoche t, euch, ue gtt „Sterl 3'Ghi jt,Ve 1 2 — — 4 t zu ſeyn. .[eht in Mel. Was 929. hen, Und 8 8 GOtt thut, das iſt. ch freu mich auf die frohe Der auserwaͤhlten from⸗ 63 men, Und zu den vaͤtern un kommen. 8 5 2. Ach kaͤm die ſtunde bald heran: Die ſtunde der ſauferſtehung iſt Auch nicht im to Da ich ſoll auferſte rucht GOtt in ſchoͤn ſter herrlichkeit, Und mei⸗ heiland ſehen: Da werd ſtumzu erlangen, Und vor ch ſeyn In der gemein ich hoffen kan Troſt, frey⸗ heit und geneſung: Wo engeln gleich, Im himmel⸗ tum⸗ geben. 3. Ich weiß/ daß ichdurch Cſum Chriſt, An den ich e tode bleibe; Und ſein gericht Iſt mir denn nicht Ein tag voll angſt und ſchmerzen, Wie den ver⸗ en herzen. 4. Ich hoffe dann den gnaden⸗lohn Durch Chri⸗ des allerhoͤchſten thron Im ſchoͤnſten ſchmuck zu pran⸗ gen: Kom JEſu! doch Kom heute noch, Mich bey dir zu eranicken, Und ewig zu begluͤken. erioͤſung: Die ſtunde, wo hier, III. Von dem juͤ Mel. Komt her zu b 5 ꝛc. 52 u ſiehſt, o 930. Dulic w fort und fort Der eine der andre dort, Uns gute nach t muß geben ngſten Gerichte. Der tod haͤlt keinen andern lauf, Er ſagt zulezt die wohnung auf Uns allen, die wir leben. 2. Bedenk es weislich in „ Und fleuch den Ider zeit Yyy augenblicklich wacker: Denn ſieh, es bleibet nicht dabey, Daß hier dein leib begraben ſey Auf einem gottes⸗acker. Wi werden aus den graͤbern gehn, Und alle vor ſerige ſtehn, Das Chriſtus ſelbſt wird hegen: Wenn auf der engel feld⸗ geſchrey Die glut dis große welt⸗gebaͤu Wird in die aſche legen. 4. Alsdenn wird erſt⸗ lich aller welt Straf' und belohnung vorgeſtellt: Die ſunder ſollen buͤßen, Und ſich dann ohne trug und ſchein Selbſt kläͤger, rich⸗ ter, henker ſeyn, Verdamt durch ihr gewiſſen. . Ach GOtt! koͤmt mir dis urtheil vor, So ſtei⸗ gen mir die haar empor, Mein herz fuͤhlt angſt und ſchrecken. Ihr huͤgel! hebt ein boͤſer an, Ihr berg, und her mich zu bedecken. 6. Du aber meine zu⸗ verſicht, HErr JEſu! laß wmas ſich ſtuͤrzen kan, Fallt ſchlaf der ſicherheit, Sey deinem vater den vertrag, Damit ich dort einſt hoͤren mag Den ſuͤßen ſpruch der gnaden. 7. Bereite mich bey gu⸗ tem ſinn, Und weil ich noch bey kraͤften bin, Durch dei⸗ in nen geiſt zum ſterben. Und u laß mich denn nach dieſer dienſt ererben. 931. Uind iſt ohn allen raht, Wenn ihm was liebes ſtir⸗ bet: Uns lehrt des glaubens kraft, Daß keiner je ver⸗ wegrafft. erſtanden, So wirder dich und mich Auch aus den to⸗ des⸗banden Erretten kraͤf⸗ tiglich; Zum allererſten werden Die todten aufer⸗ 3 erden Wird vor gerichte dein zorn gericht, Ach laß es mu nicht ſchaden! Zeig zeit, Der ſeelen heil und ii ſeligkeit Durch dein ver⸗ Mel⸗ Wacht auf ihr chriſten. V 1 „Jas blinde volk iu der heiden, Das keine hoffnung hat, Empfindet großes leiden, dirbet, Den hier der tod in 2. Weil Chriſtus auf⸗ ſtehn, Eh alles volk der gehn. 1* 3. Er ſelbſt der Herr 1 Von dem jung —— ſten Gerichtt. 1081 4 1 der herren Wird durch ein 5 3¹ ſtian feld geſchrey Bezeugen 3 weit und ferden Daß er eien zugegen ſey: Des enge m wortwird ſchallen, Wird ſagen: komt herfuür! Zu denen menſchen allen So je geweſenhieer. 4. Er wird uns, die wir — leben, Vom erden kreis zu ſich Hin in die wolken he⸗ — hen. 85 un denn ewi AEmm lich Beym HErren wo Pui nenwerden. Glaubt ſicher⸗ 99 de lich und frey, Daß unſer Anitod auf erden Des lebens Das de ſohn anfang ſey. Emt eart ai*5. HErr JEſu! kom nd Fhohn an undeile Zu halten dein ge⸗ Wa t muoſricht: Gib, daß wir mitt⸗ derſecehtat lerweile Im glauben wan⸗ rra aß im ken nicht, Uns dazu fertig ided heimachen, Und immer ſeyn awe h bereit Mit beten und mit 2 Eomwachen Bis koͤmt die rechte nderſta 70.,Ser zeit. 5 „ 6 1 4 „ 3 d d 4 T mer iſt, Wofern du nicht bereitet biſt: Drum laß dich doch erwecken, Daß dich derſelbe große tag Nicht unbereitet finden 27 9 mag. 2. Du weißt, daß GOt⸗ tes wunder⸗macht Die gan⸗ ze welt hervor gebracht: Doch dieſes pracht⸗gebaͤu- de Wird endlich auch ſein ende ſehn; Und das wird anz gewiß geſchehn. GOtt bwört mit einem eide, Daß einſten erd und him⸗ mel bricht, Sein wort al⸗ lein vergehet nictt. 3. Du thoͤrichter ver⸗ blendter ſinn, Wo nimſt du deine zuflucht hin? Zur welt? die doch vergehet, Und zwar in einem kur⸗ zen nu; Die ſelbſt, und ihre pracht dazu, Schon nah am ende ſtehet; Wenn ſie nun in einander faͤllt, atund nhe— nd des⸗ Krmenct nner. eiſät Jum A Auf, auf mein 30 Kns 9 32. geiſt, ermun⸗ 1: tre dich! Der tag des HEr⸗ 1 .39. Orwigkeit du donner. ren nahet ſich, Ein tag, Wie iſt es dann um dich beſtelliltteet 4 Es iſt darum mit dir nicht aus; Muß jenes gros erſchaffne haus Gleichiumm ſein nichts verfallen. Oob 3 der ganz voll ſchrecken Voll kummer„angſt und jam⸗ erd und himmel gleich ver⸗ DYyy5 brennt, Undjedes element ſch A= 1 108&2 ſich trennt, So bleibſt du du dich Von dem juͤngſten Gericte. doch vor allen: Denn deine ſeele iſt ein geiſt, Der ewig und unſterblich heißt. 5. Der todte leib wird auferſtehn, Und aus des grabes hoͤle gehn, Der ſeele ſich verbinden; Und gleich, von ſolcher ſtunde an, Nach⸗ dem, waser allhie gethan, Gnad oder 453 finden. Die himmels luſt, die hoͤl⸗ len⸗pein Wird beiderſeits auch ewig ſeyn. 6. Ach was fuͤr angeneh⸗ me luſt Wird dort der aus⸗ erwaͤhlten bruſt In ewig⸗ keit genieſſen! Hingegen die verdamte ſchaar Wird mit den teufeln immerdar Zu neuer quahl geriſſen, Die ohne maaß und ende waͤhrt, Und die verfluchte nie verzehrt. 7. Wilt du derſelben noht entfliehn; So muſt dich mit ernſt bemuͤhn Die ſuͤnden zu verlaſſen: Du muſt wahrhaſet buße thun, In IEſu wunden glaͤubig ruhn, Und ſein verdienſt umfaſſen. Wer dieſes ſich zu eigen macht, Dem iſt der himmel zuge⸗ ſen bereit, So darfſt du ſſt — 3. Um GOttes willen di/ 8 bor eine ſicherheit Richt ulit ewiglich beweinen: Und tt duerlangſt das ſchoͤne ziel, aaèn es wil. Dam ihr ber Wacht reit wird nun bald kommen, tir Und zum gerichte gehn, Die ſg fündr wird er verdam⸗ iſ men: Wer wird vor ihm 6,d K b dacht. 2. Geld,⸗ 1 beſtehn? 5 — Geld, gut kan da nicht rahten, Es hilft nicht hoher muht: Du muſt es .— — —— — — — ——— der bittre tod. Biſt du gleich ſchoͤn von farben, Biſt du gleich jung und reich: GOtt kan dich bald verderben Im augenblick der zeit. 3. Darum ihr chriſten — —— —— — t ſed, Laßt euren hochmuht hffalen, lind wartet auf die aat. Wolt ihr bey IEſu lben, So ſucht das ewge aut Er wirds euch reich⸗ ewaßtn lichgeben, Und helfen aus ſenkn er noht. kurz verlaſſen, Wenn koͤmt Von dem jungſten Gerichte. 108c83 ⁵ GOttes wort; O weh! die hoͤllen⸗bande Erwarten ihn ſchon dort. 6. Der armen noht und graͤmen Laßt euch zu her⸗ den ehn, Daß ſie euch nicht hanmen, Wenn ihr vor gericht ſollt ſtehn: Denn wer den armen giebet, Erlangt den gnaden⸗lohn; dhſale, Die hie beyſammen 934. G⸗ tan GOtts wort iſt uns eoben Aus groß'’r barm⸗ hetzigkeit, Daß wir dar⸗ ſolln leben, Und ma⸗ aufeim uns bereit: So laßt ſans das nun faſſen, Und ben feſt daran; Wolln ur das nun verlaſſen, So smit uns getan. Ach! waͤr der nie ge⸗ iten, Der GOttes wort geſnoicracht! Es iſt mit ihm dain ſaloren, Er wandert in weihnſenacht, Voll laſter und tſchande, Er ſpott mit 16 Den, der ſit hier betruͤ⸗ bet, Verdamt einſt GOt⸗ tes ſohn. Mel. O GOtt du frommer zc. wi— juͤngſte tag, Ein freuden⸗tag der from⸗ men, Der boͤſen quahl und pein, Nun bald und ploͤzlich kommen: Wol dem, der ſich mit ernſt Aufdieſen tag bereitt: Weh dem, der dis verſaͤumt, Weh dem in ewigkeit! 2. Hilf GOtt! daß ich mit fleiß So fruͤh als ſͤt bedenke, Was dort ge⸗ ſchehen wird: Ach! ruͤhr mein herz, und lenke Mich von der eitelkeit; Laß mir vor augen ſtehn, Wie alle menſchen einſt Nur aſ zwey orte gehn. 1 jerr Auf, zur rache ſonder 1084 Von dem juͤngſten Gerichte. 3. Hilf mir in dieſer welt In dieſen lezten zeiten, Mich jeden augenblick Recht wuͤrdig zu bereiten Zum lezten augenblick: Ja machmich ſelb bereit Run tod, zum juͤngſten tag, Zu jener herrlichteit. 4. Laß mich den lebens⸗ lauf Allein zu JEſu wen⸗ den. Hilf, was ich nicht V in eitelkeit. Alles iſt in in ſcherheit Als wie dort zu Noaͤh zeit: Denn aoſiſt die meiſte chriſten Folgen ihrenb ſen luͤſten. den. Wen Herrſchet und nimt uͤberhand. GOtt und menſchen widerſtreben It durch alle welt bekant: Gottesfurcht iſt ſehr ver⸗ vermag, Durch deine kraft vollenden; So iſt dein wort: komt her! Ein lebens wort fuͤr mich; So preis ich deine treu Dort, hoͤchſter! ewiglich. MSindanehelbewunden Es ſind ſchon 9 35. T ₰. die lezte zei⸗ ten; Drum mein herz! bereite dich. Das gerichte koͤmt vom weiten, Seine zeichen zeigen ſich: Him⸗ mel, erde, luft und meer Machen ſich, als GOttes onen, Ueber die im fin⸗ ſtern wohnen. 2. Es iſt alles faſt ver⸗ dorben In der ganzen ehri⸗ ſtenheit: Glaub und liebe achtt, Und die bosheit waͤchſt mit macht. Wieiſt denn der welt zu rahten Bey ſo vielen freveltha⸗ ten? 4. JEſus wird bald e ſelb einbrechen: Er hat i ſich ſchon auf fgemacht Sein erwaͤhltes volk zu raͤchen; Denn dis ſeufzet tag und nacht. Darum hebt, das haupt empor Zu des him⸗ mels thuͤr un thor, Daß lihr euer heil umfahet/ Weil an ſich die erloͤſung nahet. 5. Wenn der baum jegt knoſpen traͤget, Sagt 9 dieſes hoffnungs⸗kleid/ Daß ſich froſt und kaͤlte le⸗ get, Daß der ſommer nicht 4 der frommen flehn, A Angſte ſind erſtorben, Alles lebt und ſchmerz, die tnafpemeim 3. Heucheley und ſin. 1 mehr weit: Ach! jezt laͤßt 95 ich 1 V I 1 bu ſhe deyd uſß fa d en 1 ſn cheinig Mw 1 15 J ſtaze wumd be le⸗ d 5 ehdlas za de ſacdu ada der p ach 1 Iä ſter m ott. ſeren ſehe deſ unbten 1 m agt w —— ſinam wohnen S imt, ohn einig ſchonen. 8. Nun, wir folgen dei⸗ n worten, JEſuͤ, theu⸗ nieaſtelen⸗ſchatz! Stoͤhr der ien trotz und pforten, mach ſelber bahn und latz, Daß dein zion werd baut, Und laß dieſe deine In ſeinem ganzen le Von dem juͤngſten Gerichte. 108 ehn; Und die noht der b dü ha ditdn Lehrt uns dieſes gleichniß deuten. 6. Waͤchſt das reich der fnſterniſſen, So waͤchſt nd i auch des lichtes reich: Je⸗ ud ſa auch des iie nes wird bald weichen muſ⸗ iſen; Aber der gerechten nen weig Wird in ſteter bluͦ⸗ te ſtehn, Wird die welt gleich untergehn. Darum freuet euch, ihr frommen! Euer JEſus wird bald dleen 7. Huͤtet euch, daß ihr nah ideſſen Eure herzen wol bah beſchickt, Und ſie nicht mit 2 Ss iſt gewiß⸗ 936. G liiſ an der zeit, Daß GOttes ſohn wird kommen In ſeiner großen herrlichkeit Zu rich⸗ ten boͤſ; und fromme: Dann wirddas lachen wer⸗ den theur Wenn alles wird vergehn im feur, Wie Petrus davon ſchreibet. 2. Pet. 3, 12. 2. Poſaunen wird man hoͤren gehn Bis an der welt ihr ende; Darauf bald werden auferſtehn All todten gar behende: Die aber noch das leben habn, Wird GOtt der HErr von ſtunden an Verwandeln und verneuen. 3. Darnach wird man ableſen bald Ein buch darin beſchrieben, Was alle men⸗ ſchen jung und alt Auf die⸗ ſer welt getrieben: Da denn hewifiich jederman Wird oren, was er hier gethan O weh demſelben! welthar hat Des HErren Von den banden ſeſer erden Bal =y— ——— —— 3 alſet werden. wort verachtet, Uind nur auf erden fruh. ind bald Rach luſt, geld, ehr getracltlkh. tet: Er wird fuͤrwahr gar und ſpat 1086 Von dem ungſten Gerichte. ſchlecht beſtehn, Und mit dem ſatan muͤſſen gehn Bon Chriſtoi in die hoͤlle. 5. O JEſu! hilf zur ſe eldeneir„Hilf wegen dei⸗ ner wunden, Daß ich im buch der ſeligkeit Werd ein⸗ gezeichnet funden: Woran ich denn auch zweifle nicht/ Denn du haſt ja den feind hericht t, Undmeine ſchuldſd ezahlet. 6. Deshalben mein er⸗ barmer ſey, Wenn du nun wirſt erſcheinen: Und lies mich aus dem buche frey, Darinnen ſtehn die deinen; Aufdaß ich ſamt den bruͤ⸗ dern mein Mit dir geh in den himmel ein, Den du uns ſelbſt erworben. 7. O JEſu Chriſt! du machſt es lang Mit deinem juͤngſten tage: Den men⸗ ſchen wird auf erden bang Von wegen vieler plage. Kom doch, kom doch, du richter groß! Und mach uns bealdin gnaden los Vonal⸗ lem uͤbel, amen. er große ta 937. 2 des Her Der tag zur rach be⸗ 1 ſtellt, Kan jezt nicht mehr Ai V ſeyn ferr en Nah iſt das end 9 di i der welt: Drum menſch, it bey zeit Dein herz bexeit;; Koſddi fel Steh auf vom ſchlaf der s, ſi ſuͤnden, Damit dich nicht es GᷣOtt im gericht Untuͤchtig udaßnnd moͤge finden. 25 ch: 2. Er ſelber wird auf⸗ 1 ſchlagen Die buͤcher, und 4 ni daraus Genau zu jedem däin ſ ſagen, Wie er gehalten i wilis haus: Drauf wird mit aNaid erſ ſpott Der ſuͤnder rott Bald nw nnſſie s zu der hoͤlle muͤſſen, Daall⸗ ſühgilt Ge zumal Am ort der guahl in mritlund Sie ewig werden buͤßen. mheinbr 3. Zorn, furcht, un⸗ u r. gnad und ſchreckeu Iſt ih⸗ r eſiarte ſie nen da bereit: Kein berg ſdrd ge wird ſie bedecken Noch malt, Dien ſchuͤtzen fuͤr dem leid. Ihr n oſaunen wurm ſie nagt, Ihr deu agor ſich fo ſie plagt Und moͤ 5 doch d r nicht ſterben. O große de wunde noht! Weil uug der tod ſaſen, R Nicht endet das verderben. ſe guß un 4. Soſtrafſt du, HErr! a dn die ſuͤnden, Dein urtheiliſt iſtin, Und gerecht: Ach!laß mich gna⸗ anchter de finden, Sprich mich, den ſimn boͤſen kuecht, Durch dei⸗ ne huld Frey aller ſchuld: in Daß ich der ſtraf entgehes af Von dem fuͤng “ 5“ eme und recht bereit/ Mit freu ta digkeit Vor deinem r ſtuhl ſtehe. Mel. Dis ſind die heilge zehn ꝛc. Es ſind nun⸗ Ss mehr die zei⸗ chen da, Daß nun der juͤng⸗ ſchon nah: An dem der himmel nebſt der erdn Durch feuer ſol verzehret werdn. Kyrieleis. 6n Stracks aus den graͤbern auferſtehn, Und vor den an ſttengen richter gehn. Kyr. 5 Niemand ſich da ver⸗ hdergen kan, Er muß her⸗ zund vorund auf den plan. Der K V muß da ſelber vors gericht, Wn 4 wiß. Kyr. .9. Der richter kennt des herzen grund: Er achtet nicht des menſchen mund, Ob er ja ſaget oder nein; Er ſieht nur, ob das herz auch rein. Kr. 10. Dis liegt mir tag und nacht im ſinn, Weil ich ein großer ſuͤnder bin: Ich weiß nicht, was ich machen ſoll, Mein herz iſt furcht und ſchrecken voll. yr.“ IE. Zu dir flieh ich, 1088 Von demuͤngſten Gerichle.— Serr JEſu Chriſt Der dein geboht zu herzen faß. i u der richter ſelber biſt: Ky. Jchſuche rettung huͤlf und 17. Ob glerc das fleiſch raht Fuͤr alle meine miſſe⸗ ſtets widerſtrebt, Und gern that. Kyrieleis. naach ſeinen luͤſten lebt; So daͤmpf ichs doch durch i 12. Ich falle dir, mein deine kraft, Und ube gute ittn GOtt] zu fu⸗ Laß michfritterſchaft. dyyvvx. Anim thun rechte frucht der buß, 18. Ißt mach ich mei⸗ ziit 8 Daß ſich mein herz in ſte nen tauf⸗bund neu: Ich f 85 — ͦ—— ————— ——— ——— —— ———— ———— ter treu Jum guten jeden wil dir bleiben ewig treu, tag erneu. Kyr. Mit wiſſen keine ſuͤnd be⸗ 13. Ach HErr der bitte gehn⸗ m guten vorſatz hlr mich gewaͤhr, Daß ich mich feſte ſtehn. Kyr. i nicht von dir abkehr, Daß 19. Kom ich nun alſo mich der tod nicht mittler⸗vor gericht, So weiß ich, awt weil In einger ſuͤnde uͤber du verdamſt mich nicht: n u m eil. Kyr. Du wirſt vielmehr, wenn uuga 14. Zwar meiner ſchul⸗ſich erſchein, Mein heiland ſneizin den ſind ſehr viel, Dochſund erbarmer ſeyn. Kyr. unſte deine gnade hat kein ziel,/ 20. Darauf ich dennmit Dein leiden, kreuz und freuden kan Das gnaden⸗ ſar theures blut Macht allesſurtheil hoͤren an; Das unane fuͤr mich armen gut. Kyr. ſwird ſeyn, wie ichs wuͤnſch 15. Auf dis allein ver und ſuch, Der ewge ſegen/ im laß ich mich: Ich weiß und nicht der fluch. Kyrxr. glaube ſicherlich, Daß duſ 21. Wenn die veraͤchter ſane aauch meine ſchulden⸗laſtſdeiner guͤt, Dieiyier ver⸗ n 9 Am kreuzes⸗ſtam ertragen ſtocken ihr gemuͤht, Fort 9 haſt. Kyr. muͤſſen nach der hoͤllen zu, 716. Ich acht auch keine Und ewig, ewig ſeyn ohn n ſuͤnd gering, Ich lieb dichruh: Kyr.. 9 uber alle ding; So, daß 22. So werd ich dort 18e ich alles boͤſe haß, Undzurrechten ſeit Die rende dun J l ind be ſorſat ſey an jenem ort. michzu dir. Kyr. Von dem juͤngſten Gerichte. 3 zeiner ſeligkeit Ererben in des vaters reich, Undleben da den engeln gleich. Kyr. immerfort, Daß ich bald len Machs/ Iſu lnicht mehr lang all⸗ ſier, Bereit mich, und nim 1 der welt. Hier muß ſich jeder ſtellen, Und ſeinen urtheil⸗ſpruch Sich von dir 23. Dahin denk ich nunllaſſen faͤllen Zum ſegen, oder fluch. 4. Da geht es an ein ſcheiden: Du laͤßt zur rech⸗ Mel Hetzlich thut mich verlang. durichter aller welt! Das nur fuͤr ein gedichte Manch rohes welt⸗kind haͤlt: Dein vort und mein gewiſſen n geigt mir ja deutlich an, 1 du werdeſt richten muͤſ⸗ — —— = — — — — — —— —— ien, Was jeder menſch ge⸗ danwi th fhrli/ So viel als men⸗ „5 SGoch denk an 939. Idein gerichte, ſinken, Wo weder troſt bekant; Die boͤcke gehn zur linken Von deinem an⸗ geſicht, Und muͤſſen da ver⸗ noch licht. 5. Ach! ihr zur rechten ſeiten, Wie liebreich ruft man euch: Komt, ihr ge⸗ benedeiten! Erbt meines vaters reich; Denn ihr habt mich geſpeiſet, Mit han. den großen richter⸗thron; Wenn feld⸗geſchrey und ſhen Der welt das ende tuutu. 3. Mein geiſt erblickt die ſharen Vor deinen ſtuhl trank und kleid verſehn: 2. Ich hoͤre die poſau⸗Wer armen gutserweiſet, en In meinenohren ſchon, Laͤßt mir es ſelbſt geſchehn. und ſehe mit erſtaunen 5. Doch was fuͤr donner roßen rio ſehieſſe Auf die zur linken zuf dieſem wirſt du ſitzen hau e/ als verflu ndeiner herrlichkeit, muͤſſen, Als wie ein hoͤllen⸗ hand! Sie, als verfluchte, brand, Ins ewge feuer rennen: Denn JEſus kan kraft gebrich. 7. So gehen die ben kennen, Dem lieb und — — 1— hen waren Vom anbegin ten Ins freuden⸗leben ein; 33 up 1089 ten hand Die lieben laͤm⸗ mer weiden, Die dir allein ſie nicht Aus ihrem glau⸗ gekech⸗ „ 5 3 I— 8 1090 Von dem jͤngſten Gerichte. Und ſenen ſatans⸗knechten erloͤſer! Mit deiner derr e Wird lauter ſchmach und lichkeit; Die welt wird 61 pein. Die ſeligen erlangen immer boͤſer, Drum kom 1 Der engel bruderſchaft: in kurzer zeit, Und laß die umm Die boͤſe nur empfangen ſtimmehoͤren: Komtihr 1 euerskraft. geſegneten! So wollen Des ewgen .8. Laß/ richte Mir ſeyn. Da mich dein an⸗ eſichte Dereinſten mag Mel. JEſu deine heilge wunden. vn 9 40 Liebſter Gott, ofhunen 940. erfreun; Solaßmein gan⸗ zes leben Aus wahrem lauben gehn, Und mir elbſt zeugniß geben, Ich werde wol beſtenn. 9. Gib, daß ich mich an⸗ ſchicke, Und auf den lezten tag Mich alle augenblicke Recht wol bereiten mag. Treib mich, voll furcht und ſe ſchrecken, Jur ewgen ſelig⸗ keit; Weil zeichen gnug entdecken„Das ende ſey nicht weitr. 10. Und wenn dein tag voorhanden, Da alles ſol vergehn; Solaß mich nicht mit ſchanden Vor deinem throne ſtehn. Laß mich dein blut von ſtrafen Der ew⸗ gen quahl befreyn, Stell mich zu deinen ſchafen/ Die Eſu! dis ge⸗ wir dich ehren Mit allen ets vor augen heiligen. h 1 8 4 adſbſ 1 1 dir zur rechten ſyn. a. Ach! kom doch, mein dieſe ſachen, Die nur todt 16 wie wird es iuu gehen Bey der allerlezten mihl die noht und plage Ihren ihe Wenn die waſſer⸗ an, brauſen, Und die ui ſchrecklich ſauſen. 8 kvunde kind. Ich erſchrecke gar *uicht ſehr, Sondern freue mich vielmehr; Weil der ken kommen ſehen, Den ggzen geh, U nd erweiſen allen a ch landen, GOttes reich ſey nun vorhanden. 6. JEſul laß mich ſtets bedenken, Daß die welt vergaͤnglich ſey. Hilf den geiſt zum himmel lenken, ſſteh R 4 — — — — umfang ich voll begier. Ach! wie werd ich mich erfreun, Wenn der HErr wird bey mir ſeyn! O wie wil ich na mit beten Unter die Bin ich doch ein GOttes⸗ heiland ſelbſt bejahet, Daß ſich die enfung nahet. 4.Nun ſo hald dis wird geſchehen; Werd ich JE⸗ ſumuͤber mir In den wol⸗ er⸗ zeit, Der gerichts⸗tag 8 alle ſtunden, Bis du die ſelbſt eingefunden. 7. Deine zukunft ſol au erden Nicht wie ſonſt ein andrer tag, Sondern wie ein fall⸗ſtrickwerden, Den — macht: Wie ein dieb in aucherſcheinen, Eh die welt es wird vermeinen. 8. JEſu, ach! drum hilf mir wachen: Hilf, es iſt nun hohe zeit, Daß ich alle meine ſachen Richte nach der ewigkeit. Ewig, iſt ein ein ſolcher ort, Wo man keine zeit wird wiſſen, Son⸗ dern ewig bleiben muͤſſen. 9. Nun ich werde taͤglich treten Vor des großen va⸗ ters thron; Hilf mir wa⸗ Daß ich dem gericht ent⸗ geh, Und in allem wol be⸗ eh; So wird mich kein Und erhalte mich dabey: boͤſes zeichen Weder hier denn ſo glaͤub ich jeder⸗ noch dort erreichen. 83³32 IV. Von I nicht weit; Ja, ſozaͤhl ſich ſol auf mankaum vermerkenmag. Ja der ſchluß iſt ſchon ge⸗ dunkler nacht, Alſo wirſtdnu chen, hilf mir beten, du gerechter GOttes ſohn! 5* Von dem juͤngſten Geriche. I00o 0 angſt und bange machen? b ſchweres wort, Ewigkeit Vonder Ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ehret, Als was der him⸗ mel in ſich haͤlt. Was iſt denn, das euch ſo erfreut? Ach denkt doch an die ewig⸗ keit!— 2. Geſetzt, ihr lebtet hun⸗ dert jahre, Das doch nur ſelten moͤglich iſt; Doch muͤßt ihr endlich auf die bahre, Da euch denn wurm und moder frißt. Er⸗ wegt, wie kurz iſt dieſe zeit! Drum denkt doch an die ewigkeit. 3. Erfreut ihr euch, ihr mammons bruͤder! Mit meurem reichthum, geld und gut? O ſchlaget doch die augen nieder, Seht, wie der reiche klaͤglich thut/ Der um ein troͤpflein waſſer hregt. Ach denkt doch an ie ewigkeit!* Luc 16,24. a. Vergnuͤgt ihr euch an Sodoms freuden, An luͤ⸗ ſten, geilheit, voͤllerey? IV. Von der Ewigkeit. leiden Und erolg weh er⸗ ſchrecklich ſey. hr von wolluſt trunken ſeyd; (So denkt doch an die ewig⸗ 60 — welt in anſehn lebt? La euch den hochmuht nicht bethoͤren, Was habt ihr, wenn man euch begraͤbt? Nichts, als ein ſchlechtes ſterbe⸗kleid; Ach denkt doch an die ewigkeit! 6. Ja auch ihr andre freche ſuͤnder! Die ihr euch thoren und fur narren ſchaßst, Die ihr auch keine bosheit ſcheut; Ach denkt doch an die ewigkeit! 7. Ihr werdet euch einſt ſelbſt verfluchen, Wennihr in der verdamniß ſteht; ſuchen, Wenn alle marter auf euch geht: GOtt hat euch laͤngſt damit gedraͤut. Ach denkt doch an die ewig⸗ keit 8. Ihr aber, ihr ver⸗ So denket, daß ein ewig enn ihr eit. 5. Erhebt ihr euch, die ihr in ehren, Und vor der an der weltergetzt, Undal⸗ dif ſo GOttes liebe kinder Fuͤr i Und ganz umſonſt erloͤſung folgte frommen! Koͤnt ir aß dr mwd ag d Von der Ewigkeit. 1093 in dieſer jammer⸗welt ZuſMel. 39. O ewigkeit du donner· keiner ruh und friede kom⸗ men, Wenn ungluͤck haͤu⸗ euch alles elend draͤut; So denkt nur an die ewigkeit. ſg aufeuch faͤllt; Jawenn 9. Die luſt der welt muß bald vergehen, Sie habe och ſo ſchoͤnen ſchein; r Hingegen eure wird be⸗elende, Das uns in dieſem ſtehen, Und dauren, weil ein GOTT wird ſeyn. Dort iſt der ſieg, hier kampf und ſtreit, Hier ſchmerz, dort freud in uue ewigkeit. ki 1 dt Aieewigkeit. 10. So gebt euch denn allhie zufrieden, Und hal⸗ tetes fuͤr einen ruhm, Daß zeit Stets unveraͤndert ſte⸗ euch hier angſt und noht be⸗ hen: Ja, wie der heille Petrus ſpricht, Verweſet ſhieden: Und wenn man tuer chriſtenthum Ver⸗ aacht, verhoͤhnt, ja gar ver⸗ ſpeit; So troͤſtet euch der wigkeit. II. Muſt du, mein kum⸗ mer⸗volles herze! Gleich oſt in kreuz und truͤbſal ſtehn: Auf faſſe dich im groͤßten ſchmerze, Laß dir ihn nicht zu nahe gehn. Gedenk in deinem kreuz undleid An GOtt und an CX ewizkeit, 9242. G du frenden: wort! Ach du erquickſt mich fort und fort, Oan⸗ fang ſonder ende! O ewig⸗ keit, freud ohne leid! Ich weiß fuͤr herzens⸗froͤlich⸗ keit Faſt nichts mehr vom leben quaͤhlt: Da ich die lewigkeit erwaͤhlt. 2. Kein herrlichkeit iſt in der welt, Die nicht in kurzer zeit verfaͤllt, Und gaͤnzlich muß vergehen: Allein die lange ewigkeit Bleibt ohne jahre ziel und und verwelkt ſienicht!. 4 I. Petr. Ir 4. 1 f O ewigkeit, du waͤh⸗ reſt lang! Wird mir gleich oft auf erden bang, Weiß ich, daß dis aufhoͤret: Er⸗ weg ich aber jene heit Der ewig langen ſeligkeit, de unveraͤndert waͤhret; So acht ich alles leiden kaum Als einen aͤngſtlich⸗boͤſen traum.“ 1 4. Was iſt doch alleuuu 333 4 10909 Von der Ewigkeit. chriſten quahl„Die pein hoͤchſt erwuͤnſchtes leben! nder maͤrtrer allzumal, Der Alch wenn gelang ich doch 3 1 G 6 1 1 man es gleich zuſammen muht und ſinn Mit allen traͤgt, Und alles auf dieſtraͤften ſtreben? Der ſchnodo wage legt, Und denn zur den welt vergeß ich ganz, lebens herrlichkeit; Somels glanz. üͤberwiegt dis jenes weit. 8. Fahr hin, du ſchnoͤde verdamten an, Wie lang bey GOTT veraͤchtlich die marter waͤhren kan, macht Fahr hin, du ſüͤnd⸗ i Die ſie ſo grauſam pla⸗ lichweſen, Duſtolzer geiſt, i get; Nur imner ſterben du ſchnoͤde brunſt, Gold, ohne tod, Und leben in der aut und reichthum, eitler höchſten noht, Von glutunſt, Und was die weſt und wurm benaget: Oferleſen ‚Gleich als ihr einig 3 welch ein gluͤck iſt dis al⸗ hoͤchſtes gut: Das ewge lein, Von ſolcher auahl be⸗ macht viel beſſernmuht. freyt zu ſyn. 9. O ewigkeit, du freu⸗ 6. Im himmellebt der den⸗wort! Dutroͤſteſt mich chriſten ſchaar Bey GOtt hie fort und fort; O au⸗ viel tauſend⸗tauſend jahr fang ſonder ende! O ewig⸗ Undwerden deß nicht mu keit, freud ohne leid! Ich de: Sie haben mehr als weiß von keiner traurigkeit, ſonnen licht, Sie ſehen 2 hzu dir wen GSöttes angeſicht, Uind ha⸗de. HErr Jſu! gib mir ben guͤldnen friede: Woſſolchen ſinn, Bis ich dort Chriſtus giebt, wie er ver ewig bey dir bin. 1 heißzt, Das manna, ſo die——— 7. Mit wie viel ſehnli⸗ O 2& cher begier Verlangt mein 043. 90 du donner⸗ u mattes herz nach dir, Du wort! O ſchwert/ daß durch 4 2 Melodey 39. jammer aller zeiten? Wenn dahin, Wornach jezt ſeele, uu andern ſeiten Dis lewgen So reizet mich des him⸗ 5. Sieht man denn die luſt und pracht, Die nur 4 ———————— —————————— ———*——— —————— 3 ——————. — Venn ich mich zu dir wen⸗ — — — — —— ———— —— — —— ewigkeit, Mme -3 du donner⸗ i ——— — — — — —— — Von der wigkect. 0 1 n de ſeele bohrt! O anfang ſonder ende! O ewigkeit, a eit ohne zeit! Ich weiß fuͤr als großer traurigkeit Nicht, un wo ich mich hinwende. Mein ganz erſchrocknes i herz erbebt, Daß mir die m zung am gaumen klebt. 2. Kein ungluͤck iſt in al⸗ ler welt, Daß mit der zeit nain nicht endlich faͤllt, und gaͤnz⸗ an lich wird gehoben; Nur die 1 unſelge ewigkeit Iſt ohne maaße, ziel und zeit, Laͤßt nimmer ab zu toben: Ja, wie mein heiland ſelber ans ſvricht Stirbt da ihr wurm nau und feuer nicht. Marc. 9, 35 3. O ewigkeit! du machſt mirbang. Oewig, ewig iſt zulang! Hier iſt gewiß kein Nan ſcherzen. Drumwennmein 4* dſtdie ungenacht Zuſamt nan der großen pein betrachtt, Erſchreck ich recht vom her⸗ an zen: Denn ach! nichts iſt ja aane weit und breit So ſchreck⸗ ma lich, als die ewigkeit. 4. Was acht ich waſſer, fiuer, ſchwert? Dis alles leben kan, Mit tauſend ſchmach vermauren? Ge⸗ faͤngniß, marter, angſt und pein Die koͤnnen ja nicht ewig ſeyn. 5. Und ſolte der verdam⸗ ten quahl So manches jahr, aals an der zahl Sich menſch und vieh ernehren, Als manchen ſtern der himmel hegt, Als manchen ſtaub das erdreich traͤgt/ Und noch viel laͤnger waͤhren; So waͤr doch ſolcher pein zulezt ſeßt. 1 6. Nun aber, wenn du die gefahr Viel hundert tauſend tauſend jahr Voll ſhmerzen ausgeſtanden, ge friſt Voll grauſamkeit emartert biſt. Iſt doch kein chluß vorhanden. Die zeit, ſo niemand zaͤhlenkan, Dde faͤnget ſtets vom neuenan. b 6 einer krank, und ruhet gleich In betten, die an purpur reich, Und herr⸗ lich ausgezieret: So haſſet —ſ kaum nennens wehrt/ er doch ſolche pracht, Auch Es kan nicht lange dauren. gen Waswaͤr es, ließ mich ein ſo, daß er die ganze nacht Ein klaͤglich leben fuͤhret: tyrann, Der wenig jahre Ein ende, maaß und zielgeꝛ Und denn von ihr durch lan⸗ 1096 Von der Ewigketrt. ſchlag, Und hofft Firißf zen auf den tag. 8. Und was iſt dis? der hoͤllen pein Wird nicht wie leibes krankheit ſeyn, Noch mit der zeit vergehen; Es wird denn die verdamte ſchaar In glut und feuer immerdar Mit wuht ge⸗ martert ſtehen: Und dis ihr unbegreiflich leid Sol waͤhrenbis in ewigkeit. 9. Ach GOtt, wie biſt du ſo gerecht! Wie ſtra⸗ feſt du den boͤſen knecht Im heiſſen pfulder ſchmer⸗ II. So ſänß ein GDt m himmel lebt, Und uͤber ſolche marter waͤhren: Es plagt ſie truͤbſal, angſt und und feuer⸗glut, Und wird Wenn GOtt nicht mehr wirdewig ſeyn. 12. Die marter bleibet immerdar, Als anfangs ſie beſchaffen war, Sie kan ſich nie vermindern: Da iſt nur arbeit ſonder ruh, Sie mimt an klag und ſeuf⸗ zen! Auf kurze ſuͤnden die⸗ ſer welt Hnſt du ſo lange pein beſtellt! Ach nim es wol zu herzen, Und merk auf dis, o menſchen⸗kind! Die zeit iſt kurz, der tod ge⸗ ſchwinnd. 10. Ach, fliehe doch des cfeis ſtric Die luſt kan einen augenblick, Und laͤn⸗ ger nicht, ergetzen: Und da⸗ fuͤr wilt du armer dich In enem feuer ewiglich In 3 ggroͤſte truͤbſal ſetzen? Ver⸗ worfner tauſch, der etwas wagt, Das er in ewger rein beklagt. zen zu Bey jenen hoͤllen⸗ indern. troſt noch raht. muntre dich verlohrnes ſchaaf! Und beßre bald dein leben: Wach auf, noch iſt es hohe zeit, Es kommet ſchon die ewigkeit, Dir dei⸗ nen lohn zu geben. Viel⸗ leicht iſt jezt der lezte tag; Wer weiß, wie man noch ſterben mag. 14. Laß dir die wolluſt dieſer welt, Pracht/ hof alle wolken ſchwebt, Wird wuht, Zorn, ſchrecken, weh ſie nicht verzehren; So denn nur endet ſich die pein, *13. Wachauf,omenſch! vom ſuͤnden ſchlaf, Er⸗ n fart, — — —— —— — — —— — — — —— — — — — Oſuͤnder deine it niſehatmpſindetwedes — ——— d ba eftsſc ſtag N finde eer 1 10 — — — — 2 —— — — — — dden welleicht iſt er nicht weit. Von der Hoͤlle tfart, reichthum, ehr und geld Nicht laͤnger mehr ge⸗ bieten: Schau an die gro⸗ ße ſicherheit, Die falſche welt und boͤſe Feit, Juſamt or allen dingen nim in acht Die vorerwehnte lange des teufels wuͤten; — nacht. ſ 5 Laß ab die welt zu lieben. Ach! ſol dich denn die hoͤl⸗ len⸗pein, Wo mehr denn „tauſend plagen ſeyn, Dort F. O du verfuͤhrtes ſmenſchen⸗kind, Von ſin⸗ lleibet nen toll‚ vom herzen blind! ewiglich betruͤben? Wo lebt ein ſo beredter mann, Der dieſes recht ausſpre: chenkan. 16. O ewigkeit, du don ner⸗wort! O ſchwert, das durch die ſeele bohrt! O anfang ſonder ende! O ewigkeit, zeit ohne zeit! Ich weiß fuͤr großer trau⸗ rigkeit Nicht, wo ich mich hinwende! Nim JEſu! wenn es dir gefaͤllt, Mich bald zu dir ins freuden⸗ A) Von deine Mel. JEſu deine heilge wunden. wee 8 Juͤnder, hoͤrt 944. Bna Chri⸗ ſi klage“: Ach daß ihr ſo ſcher ſeyd! Wißt ihr nichts vom jungſten tage? Ach! haͤtt' es auch noch keine uoht, So kan euch der ſchnelle tod Durch ein un⸗ verhofftes ſchrecken Einen ungſten tag erwecken. * Luc. 19,42. 2. Ach! da wird auf alle fuͤnder Ein betruͤbtes der Hoͤlle. verdamte kinder, Doppelt in der rechnung ſtehn:: Erſtlich ſetzt die ſuͤnden⸗ gnad und huld; Doch das wird ſie mehr beſchweren, Daß ſie JEſum nicht be⸗ gehren. 3 3. Was ein menſch fuͤr marter ſiehet, Was ihn ſelbſt am leibe kraͤnkt, Was ffuͤr angſt und noht geſchie het, Was man noch dau erdenkt; Das wird kaun feein ſchatten ſeyn Gegen die utheil gehn; Weilſie, als gewiſſens⸗pein, Welchr ſie 33357 ach 1097 ſchuld Sie aus GOttes ——.——— 2——— nach ihren ſuͤnden In dem 7. JEſus heißt der uͤber⸗ nach hpeuh nffden. wiinder, Der ſich in das 4. Macht uns hier das mittel ſchlug, Und, anſtatt feuer bange? Jene gluht der armen ſuͤnder, GOttes verloͤſcht gar nicht. Fuͤrch⸗ zorn am kreuze trug; Wer tet man hier eine ſchlange? ſich nun an dieſen haͤlt, Jener wurm nagt ſtets Der hekoͤmt das loͤſe geld, und ſticht. Zittert unſer lnd darf endlich nach dem ſeen geiſt, Wenn ſich ſterben In der hoͤlle nicht 1098 Von der Holle. —— I —— 1— ———— ——— —— 3 —— ——— 3 1 — — fſ — —— — — — — — — — ier was ſchrecklichs weiſt⸗ verderben. ſcht was wird alsdenn——— eſchehen, Wenn wir tan⸗ Mel. 39. Q rwigkeit dädonge. attreT b ſend tenfet ſehen? 9 45§ J unerhoͤrte auat ₰* .. Und bey ſolchen kum⸗ SA hoͤllen⸗quahl! ii mer⸗noͤhten Giebt ſich kein O marter ohne jahr und azwe unmerloͤſer an: Weil die flam⸗ zahl⸗ O ungemeines lei⸗ 1 me weder toͤdten Nochden den! Mein geiſt erzittert giig leib verzehren kan. Erwig, inniglich, Mein ganzes herz Ar ewig bieibt es wahr, Kei⸗ſentſetzet ſich, Vergiſſetaller im ne zeit, kein tag und jahr freuden; Ja die betruͤbte mhf Wird die hoͤllen⸗quahl ver⸗ hoͤllen⸗vein Nimt mein ge⸗ nn treiben, Sie wird ewig neu muͤht vollkommen ein. ar verbleiben. 2. Wie ſchrecklich iſt der ſ 6. Drum ihr ſeelen marter⸗ort Sie liegen als a g laßt euch lenken, Nehmt die ſchafe dort, Wo ſie der ſanne doch euer heil in acht ſtodſtets naget. Michts ſt drh d Wolt ihr reden, thun und auf erden weit und breit, am denken, Was euch dort ver⸗ Kein jammer, angſt und⸗a damlich macht? Ach! die herzeleid, Das ſie nicht a ſuͤße anaae„Die euch 9 auſam plaget. Der iug 5 4 GOtt noch hier verleiht ſchmerz iſt unermeßlich Iſt vielleicht in wenig gess Von allem troſt und. kunden Mit der lebens⸗zeit hoffnung boo. verſchwunden. 3. Man brin 3 ied 69 — Von der Hoͤlle.* 1099 rite acker⸗art, Die noch ſo orte vor, Eh wir von hin⸗ d ll wauſam/ ſireng und hart, nen ſcheiden: Der tod er⸗ anſa lus aller welt zuſammen oͤffnet uns das thor Zu Jd gan zaͤhle tauſendmal ſoſeinem dieſer beiden. So wie chr viel, So bleibt es doch ein man ſeine zeit beſchließt, inder⸗ſpiel Dort gegen Und ſelber einen auserlieſt; ſad iene flammen: Denn was So wird man ihn erhal⸗ dm ſnur angſtlich quaͤhlen kan, ten. nitt Trifft man daſelbſt bey⸗ 2. Der ein iſt jener freu⸗ ſammenan.. ddeen ⸗ort, Wo GOtt und 4 Dawird die ordnung Chriſtus wohnet; Der an⸗ e ungekehrt: Viel, die man dre fuͤhrt zur hoͤlle fort, dierals goͤtter ehrt, Trifft Wo er den ſuͤndern loh⸗ iort die groͤßte ſchande. net. Dort geht es wol, 1 die ſo in ungezaͤhmter luſt hier uͤbel zu: Hier iſt viel ee Geweidet ihre geile bruſt, mrul Empfinden ſolche bande, Dort lacht man, hier iſt die mit der uͤbergroßen weinen. gein Ganz unertraͤglich 3. O hoͤlle! welch ein ſomerzlichſeyn. wort iſt das? Nichts wird 5. O. unerhoͤrte hollen⸗dadurch bedeutet, Alsjam⸗ auahl!Omarter ohne zeit mer ohne ziel und maas, und zahl! O ungemeines Alls quahl, fuͤr die bereitet liden! Mein JIEſu! ach Die GOttes ſchnoͤde fein⸗ — ed zewahre mich Fuͤr dieſen de ſeyn, Fuͤr alle teufel ins⸗ ißeſſt ſtme zen gnaͤdiglich, gemein, Fuͤr ſuͤnder die ver⸗ n Schen? mir des himmels emneins Fenderd* den; Entreiß mich urch dein theures blut, 4. Iſt etwa eine noht c dein kheures d. t, bewuſt, Und ſchrecklich an⸗ 1n ah das mich erloͤſt, der hol⸗zuhoͤren; Kan etwas un⸗ 9 engluht. eeefreud und luſt In trau⸗ N. Ach SOrt vom himmeſ zc. rigkeit verkehren: Macht Ions menſchenſetwas ſchmerzen, nohtund Sd ſtehn zwey pein Und ein verlangen, nie pein, Dort hat man ruh: 4 4 4 1 4 „ L“ E .** 5 4 4 4 1 K aͤunden volle ſeele. 1100 Von der Sole 1 zu ſeyn; Iſt es die quahl der hoͤllen. 5. Da traͤgt der menſch, koͤmt er hinein, Ein unaus⸗ ſprechlich quaͤhlen: Er lei⸗ det unerhoͤrte pein Am leib und ander ſeelen. Der jam⸗ mer⸗wurm, der nimmer ſtirbt, Das feuer, welches nie verdirbt, Muß er be⸗ ſtaͤndig füͤhlen. 6. Die angſt, die ſein wiſſen hat, Die furchtin nem herzen, Die pein fur manche frevelthat Macht ihm viel tauſend ſchmerzen. Waser gethan, gedacht, ge⸗ ſagt, Das koͤmt ihm vor, das nagt und plagt Die 7. Die augen, die nach pracht geſchaut, Die wol⸗ tuſt⸗vollen ohren, Die zun⸗ ge, die auf luͤgen baut, Und oftmals falſch geſchworen, Der mund der oft gelaͤſtert hat, Die hand voll mord und miſſethat, Die laſter⸗ hafte fuße;; 8. Ja Llglinder ins eemein, Die ſich in ſunden aben, Wird kuͤnftig die verfluchte pein In ewig⸗ 5 4 den ihre frölichkeit Mit de⸗ ſto groͤſſerm herzeleid Dort ewig buͤßen muͤſſen]. Wa 9. O menſch das uͤber⸗ nu⸗ lege wol, Dis wird ſich dort begeben: Denk, was man thun und laſſen ſoll, ii Und führ ein chriſtlich le⸗ 1it ben. O vater lehr uns jederzeit Hier recht zu thun, i und jenes leid Der hoͤlle zu entfliehen. nd de Mel. Bater unſer im himmeſr. d⸗ 17 ſi rnahüc 9 47. 8 ſichrer mulc Sà3 menſch! jum bekehre dich; Dulebeſthier uin nicht ewiglich, Du muſt ui T zu deiner zeit davon, Und Ulſeze dann empfaͤngſt du deinen naſtt lohn; So wie duhier auf— dieſer welt Dein thun und uͤm leben angeſtellt. 8 — 2. Bedenke doch die ewig⸗ keit, O was fuͤr eine lange i u zeit, Die ſonder ende bleibt figſah und iſt. Nach dieſer kurzen Kaicer lebens⸗friſt Muß da der ohnd ſuͤnder in der pein Gemar⸗ qe tert und gequaͤlet ſeyn. iuͤſt 3. Man nenne ſo viel ait w plagen her, Als koͤrner ſand ang am weiten meer, Als ſter; uſſi keit betruͤben. Sie wer⸗ nen⸗lichter groß und klein an in⸗lic g um eni eturze da d Genah ſe eo dil at ſen Aoſter ſeie üm jenen kreis der erden dn ſeyn; Waͤr jener ſchmerzen NPnur ſo viel,— ſdoch maas und ziel. dert tauſend⸗tauſend jahr wird der harten pein In warnung nicht in wind: Laß ab von deiner miſſe⸗ e that, Noch iſt es zeit, noch ſtes raht. Verſaͤumſt du ds in dieſer zeit, So buͤßeſt duin ewigkeit. 948. G wach einmal Vom tiefen Von der Höoͤlle. 1101 So haͤtten ſie 1 Dochn der hoͤlle geht ſo dann Die marter ſtets vom neuen an: Viel hun⸗ Sind wie der tag der ge⸗ ſtern war, Und ach! es ewigkeit kein ende ſeyn. Darum, o ſichres men⸗ ſchen⸗kind! Schlag dieſe Nel. Erbarm dich mein oꝛc. Srwach„ 90 I menſchl er⸗ hhlaf der ſicherheit: Ver⸗ laßder frechen ſuͤnder zahl, der GOtt die ſtrafe ſchon bereit. Jezt lebt ſie zwar luſt und ſcherz, Hat we⸗ der noht noch angſt um ſch: Dort guaͤlt ſie feuer, ein und ſchmerz Fuͤr ihre 2. Ach ach welch angſt und weh wird ſeyn, Wie ſchwer und traurig wird es ſtehn! Wenn die ver⸗ damten in die pein Mit ſchrecken, furcht und zit⸗ tern gehn: Wenn ſie von GOttes angeſicht Verſto⸗ ſen ſeyn und gehn dahin, Wo ſchmerz und angſt ſie ewig ſticht, Wo hölliſch feuerihr gewinn. 3. Sie leben zwar, doch fort und fort In ach und weh, in angſt und quahl, Sie knirſchen, heulen, ſchreyen dort, Entfernt von GOttes freuden⸗ſaal. Sie ſchmachten da fuͤr herzeleid Und jammer, der unendlich iſt, Der ihnen dem voll traurigkeit Die glieder druͤckt, das herz abfrißt. 4. Sie leben in dem fin⸗ ſtern thal, In wuht und lut, und ſchreyen ſehr ach labſal in der heiſſen quahl, Und doch wird ih⸗ nen nimmermehr Ein ein⸗ zig troͤpflein dargereicht Zur linderung in ihrem leid: Weil alle huͤlf und rettung weicht, Die mar⸗ nhei IM tazeitewiglic, 8 6 8 lter bleibt in ewigkeit. 1102 Von der Haͤlle.— —— grenzen iſt, Hebt ſich dort ſeets vom neuen an, Daß ſie, wenn ſie gleich nagt und frißt, Doch nie zu to⸗ de quaͤlen kan. Das feuer brennet immerdar Und je⸗ derzeit mit neuer wuht, Und doch verzehrt es kei⸗ neen gar, Sitzt er gleich mit⸗ ten in derglut. 6. Der ſtrenge GOtt vergilt ſodann, Nachdem ihn dort nichts mehr ver⸗ ſuͤhnt, Was jeder ſuͤndli⸗ ches gethan, Was jede miſ⸗ ſethat verdient. Lebt je⸗ mand hier den ſuͤndern dleic„Voll frevelthat, in ſuͤnd und ſchand; So muß er in das hoͤllen⸗reich/ In je⸗ nen großen jammer ſtand. 2. Da hoͤrt das ohr zu jeder zeit Zaͤhn⸗knirſchen, winſein, angſt⸗geſchrey; Die augen ſehn nur grau⸗ ſamkeit, Wuht, rauch, glut, efeuer, und dabey Viel tau⸗ ſend, die in ſolcher quahl, Verdamniß, noht und b dunmn ſtehn, Worin ſie ohheja ſie GOtt verachtet, gehn. 5. Die pein, die ohne t, Verfolgt und druͤckt ſie fuͤr hrund zahl Dieweil 8. Ihr wurm, der ihr gewiſſen nagt, Setzt all⸗ Belh zeit ſeinenſtachel an. Die e glut, die unausſprechlich on plagt Und nie gedaͤmpfet tade werden kan; Beißt, quaͤhlt en! und brennt ſie ſtet glihe n 60 und fuͤr. Und bey der quahl Wh verſchlieſſet ſich Die hel⸗nſen 4 fers⸗hand und gnaden⸗nſt thuͤr. 9. Geſ wird ewig ſeyn; Davon zwar ſeel und leib verdirbt: lanan Doch ſo, daß er in ſteter Flm ein Zu ſterben wunſcht; nnü⸗ doch mimmer ſtirbt. Sie iiſtn⸗ ſterben ſtets, und leben auch nn Im ſterben ſtets in pein und noht, Sie leben daim dampf und rauch, Ihr le⸗ beniſt einewger tod. 10. So ſehr wird dort die angſt gehaͤuft Dem ſuͤn⸗ der, der verſtockt und blin Geſtank und dampf aa d döhdled 4 1 der, der verſtockt und bund gm Anzezt in ſatans ſtricken laͤuft, Und gnad und war⸗ nung ſchlaͤgt inwind. Wer aber ſich zu GOtt bekehrt, u Erlanget dortein ewig gut⸗ 8 Schläft ſanft in IEſu ein, i und fahrt Ins paradies am durch Chriſti blut. Von de r Hoͤlle. ——— . Wolan, 0 menſch 1 du haſt die wahl, GOtt weder freuden oder quahl: Aus zweyen nim, was dir Kan dich die ewge —— — — — — — — — — bußethuſt; So laß, durch ewges herzeleid Geruͤhrt, . 7 — — — —— 5 —— — 3 2. O. JEſu Chrif mein heil! du haſt Mi *durch dein leiden, tod und an blut Von meiner ſchulden nen ſchweren laſt Und von der iefen hoͤllen⸗glut Erloͤſt, ind warnſt, und ſucheſt 1 mich Von jener pein zu⸗ lck zu Jiehn: Bekehre mich auch gn dilich Und lhre mich die ſuͤnden fliehn. 1 ſn dom 2 7 da B. Regiere mich dur tmin deinen geiſt, Ohn den i rti nichts vermag noch kan, miet Daß er mir deine wege ume weiſt, Und mich von brei⸗ in We terhoͤllen⸗bahn Auf Ehei rei ſtireine ſtapfen fuͤhrt, Uind 45 mich dereinſt zum himmel Felen, bringt, Wo mich kein leid hat dir jetzo vorgeſtelltEnt⸗ eligkeit Nicht locken, daß du von deiner ſuͤnden⸗luſt. 3 Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. 540&Lder an die 949. J hadlen⸗glut Mdene Die er durch viele unden Verdient, wodurch er GOtt gekraͤnkt, Mu angſt und ſchmerz empfin⸗ den: Denn weil ihn das gewiſſen plagt, Verklagt, verdammet, quaͤlt und nagt;& ragt; Fuͤhlt er ſchon hoͤl⸗ len ſchmerzen. 2. Es koͤmt zulezt der ſchnelle tod, Setzt ſuͤnder in viel ſchmerzen, Zeigt ih⸗ nen noch inlezter noht Mit jammer⸗vollem herzen, Wie ſchrecklich GOttes ſtraf⸗gericht, Das ſie von ſinm angeſicht In ewig⸗ eit verſtoͤßet.. 3. Ein baum, ſo wie er ſtaͤndig liegen. Wie ſich ein menſch im tode haͤlt, gen: Und dann hilft keine thraͤnen⸗flut; Weil die ver⸗ damten in der glut Sonſt ewig weinen wuͤrden. 4. Wer kan in einer flamme ſeyn, Die ſich doo nimmer leget? Wer win⸗ 1 Früta, bans nachjammer ruͤhrt, Wo al⸗ 49 ksheilig, heilig ſingt. ſelt nicht in einer pein, Die ch — 3 IIO2 6 4 nieder faͤllt, Bleibt er he⸗ Wird er den lohn dort krie. T 1 1104 4 4 Von dem Himmel. pech und ſchwefel heget, Wo man nach tauſendfa⸗ cher noht Doch ohne troſt iſt? weil kein tod Das jammer leben endet. 5. Sodann iſt alle reu zu ſpat: Die man fuͤr tho⸗ ren hielte, Sind gegen⸗ theils in GOttes ſtadt, Wohin ihr wandel zielte. Da hat ſich denn das blat gewandt; Die fromme ſind in GOttes hand, Die boͤ⸗ ſen in der fammeä. 65. Bedenk, o ſeele! die⸗ meſt du die gnaden ⸗zeit, So iſt dir dort in ewigkeit Die hoͤllen⸗quahl bereitet. doch jederman Sein leben ſo anſtelle, Daß er nach ſeinem tode kan Befreyt ſeyn von der hoͤlle. Hilf himmel all erlangen. ſe noht Und andre doch B) Von dem Himmel. ſo zu, Daß ich mich unter⸗ i weilen Von ihr laß uͤber⸗ ui eilen, Und manche ſuͤnde Mel. Von GOtt will ich nicht. Sdie lieblich 9 50. G ſind dort oben All deine wohnung, GOtt! Da wir ſtets wer⸗ den loben Dich, o HErr ze⸗ baoth! Mein herz und ſeel begehrt, Daß ich bald hin⸗ gelange, Und ruh von dem empfange/ Was mich allhie 1 beſchwert. 3 2. Hier muß ich immer ſtreiten, Weil bey mir boͤ⸗ ſeluſt Einſchleicht von al⸗ len ſeiten, Oft ohne mein bewuſt: Die ſetzt mir denn — thu. geiſtes krieg; Dann hah ich uberwunden Dur kan da meinen GOtt Von uͤllen und allergroͤſt geboht. 4. H plage, Muͤh, arbeit, ſorg na dein leben: Errette dich! noch hat dir GOtt Zur bu⸗ ße friſtgegeben. Verſaͤu⸗ u 7. Hilf, hoͤchſter! daß uns durch Chriſtum dei⸗ n nen ſohn, Daß wir der frommen gnaden⸗lohn Im —— M Chriſti tod und ſieg: Ich anzem herzen lieben, Er⸗ in ets uͤben Dis jer hab ich manche und laſt: Hier hab ich⸗ nacht 3. Dort wird nicht mehr gz empfunden Des fleiſch⸗und thand usgrab. ſig wir immerdar. Von dem Himmel. ruhund raſt. Iſt ein an⸗ le, muht und inn. 5. Dort werd ich von nichts wiſſen, Das mir zu⸗ nach wider ſey: Und immer ruh un genieſſen, Von muͤh und Hif plagen frey. Sorg ſchwach⸗ ke heit, hitz und kaͤlt Man da eder nicht mehr erfaͤhret; Was In uns allhie beſchweret, Iſt nacht und tage Oft wenig eir liegen hin; Muß ich aufs mn andre denken, Und danut nt oftmals kraͤnken Leib, ſee⸗ ten Ganzeinſam undallein. Ich muß auch wol zu zei⸗ ten Bey boſen menſchen ſeyn. Iſt noch ein from⸗ mes herz, Das ich nicht gern wil miſſen; Wirds doch von mir geriſſen Nicht ohne leid und ſchmerz. 9. Dort aber find ich wieder Die frommen all⸗ zumal; Dort lieben mich die bruͤder Und heilgen oh⸗ ne zahl: Die engel wer⸗ den ſich Mein ſelber da nicht in jener welt. — mal leben In noht und ſſſen, Ich muß es neht laſſen, Bis auf ein tuch 7. Dort hab ich zu em⸗ fangen Reichthum und .Ich berfluß: Ich werdes alls Va erlangen Ohn misgunſt E und verdruß: Auch iſt es t in I ohngefahr Vom roſte und ſoon ſchaben, Kein dieb kan darnach graben; Es bleibt V 6. Hie muß ich manch⸗ erdulden Ver leu⸗ deermichoft von nicht ſchaͤmen, Mich wili zu ſich nehmen, Um mich ſeyn hefigfei. Was midns nte guick gegeben, Iſt in gefahrſe b Uneit Von uem,Wasn ſcna und hohn: Oft dt hab, Kan ich im tod nichts krieg ich ohn verſchulden b alles Fuͤr wolthun ſchlechten lohn: Der menſchen gunſt und ehr Sich insgemein bald endet; Eh man die handumwendet, Hat man davon nichts me ewiglich. ich t achtung, 10. Hie muß hts mehr: II. Da dort im himmels⸗ throne, Aus unverdtenter gnad, Mir GOtt die eh ren⸗krone Schon beygelee uuuuu let hat: Kem auge hat ge. h Kein ohr hat je ver⸗ nommen, Es iſt in bein Aaaa 1 3— 3 8— 1 0 5 Von dem Himmel b herz kommen, Was uns nen kan; Und niemals laſſe da wird geſchehn. ab, Die boͤſe luſt zu daͤm⸗ 12. Wenn ich dis recht pfen, Dawider ſiets zu betrachte, Vergeß ichalles kaͤmpfen, Weil ich das le⸗ leid: Fuͤr nichts ich denn ben hab. mehr achte Die welt mit 16. Hilf, daß mit remem ihrer freud: Ehr, wolluſt/ herzen Ich all mein thun geld und gut Iſteitel, und verricht; Daß ich auf muͤh etruͤget; Was ewig bleibt, und ſchmerzen Dich ſchau 1dn vergnuͤget Vollkoͤmlich von angeſicht, Wo du, herzund muht. GOtt lalles biſt/ Und loh⸗ me .„neſt deinen knechten, Dort, i mme 33. Die hier mit thraͤ wo zudeiner rechten Stets nict nen ſaͤen, Mit freuden ern lieblich weſen iſt. ten dort: Die ſeufzen hier, 17. Der engel chor wird und flehen, Dort jauchzen bringen Uns dader wolluſt fort und fort. Iſt hier der viel: Weit beſſer wird er⸗ truͤbſal viel, Die ich einzeit klingen, Als alles ſalten⸗ lang leide; Weit mehr iſt ſpiel, Das dank⸗und ſieges, dort der freude, Die ohne lied, Dadurch man, HErri. end und ziel. dich ehret, Und deinen 14. Gib, HErr! daß ich ruhm vermehret In her⸗ auf erden Mich ſehne ſtets zens freud und fried. darnach, Undnie mag muͤ⸗ 18. Drum wilich auch hier eſih de werden Bey allem unge loben Dich, vater, ſohn und agte mach. Habich mehr arbeit geiſt! Daß du im himmel hier, Wird auch ins him oben Mir ſo viel freud ver⸗ mels wohnung Vor andern heißt In alle ewigkeit. Du ufſt mehr belohnung Dort wie⸗ wollſt mich nur vom boͤſen ſe ma derfahrenmrr. Auf erden bald erloͤſen. dm 5S. Gib auch, daß mich HErrlkom zur rechten zeit. ſie nichts ziehe Aufbreite ſuͤn⸗Mel. Es iſn gewißlich an der ꝛc. ir den⸗bahn Daß ich mit ſorg⸗ 1§& GOtt! wer aſtn falt fliehe, Was dich erzoͤr⸗ 951. SA dieſes beden der —— ꝛ—————— ——————— ———— é——— — 34 ————— — — —— — 2 — — — — — — — — — — — — — ——— = — — — — 1 V indw g voll eitelkeit, Au erwogen; Es hat die welt ſig an; Du wolleſt mir doch eben, Wozu du mich er⸗ ſchaffen haſt, Erloͤſet von me ter gnad berufen. 60tt meine zuverſicht! w finden, Daß ſolches allent⸗ halben voll Angſt, elend, noht und ſuͤnden; Voll muͤh,beſchwerniß, ſorg und ſeid, Voll ſchwachheit und ch wo es noch am beſten. 2. Nun hab ich leider! ſo vieljahr Dis niemals recht mich immerdar Mit fal⸗ ſchem ſchein betrogen. Ver⸗ gib mir, HErr durch deine gnad Auch dieſe meine miſ⸗ ſethat, Und andre ſchwere uͤnden. 3. Allein ich denke jezt hieran, Und an das kuͤnftge leben: Ichrufe dich demuͤh⸗ der ſuͤnden⸗laſt, Aus lau⸗ 4. Was mich allhie fuͤr ſorg anſicht, Die mich noch moͤgte quaͤlen; Wil ich, Dir einzig anbefehlen: ſtelverſchmacht, So hilfſt Wenn mir denn leib und iiſt =— w Betrachtet, der wird acht, Weil ich dichhab im heren. 5. Es iſt das leiden die⸗ ſer zeit, Wie ſchwer es auch auf erden, Nicht wehrt der großen herrlichkeit, Die uns darauf ſol werden; Wer die erlangt von GOt⸗ tes ſohn, Empfaͤngt ganz uͤberreichen lohn Auf ſehr geringe grbeii. 6. Die thraͤnen werden allzumal Von augen abge⸗ wiſchet; Weil ſtolze ruh im freuden⸗ſaal Die her⸗ zen ſtets erfriſchet; Kein ſchmerz, kein truͤbſal, keine pein Wird allda mehr finden ſeyn, Nur lauter freud und wone. 7. Der leib wird leuch⸗ ten hellund klar, Wie Chri⸗ ſti leib verklaͤret: Und ob er ſchon von wuͤrmen waer Gefreſſen und verzehret;z So wird er doch im him: melreich, Den heilgen en geln GOttes gleich, Mehr als die ſonne glaͤnzen. 8. Alsdenn wird unſer augen ⸗licht GOtt, wie er iſt, anſehen Von angeſicht du, HErr! daß ichs nicht wird das geſchehen, Daß Aaaa 2 zu angeſicht; Ach! wemn ieſer 4 4 4 .. 7 3 4 2 Von dem Himmet. 1108 4 ter hoͤre doch Mein hnu JEſu kom in gnaden. ches begehren, Und laß michſ=— her hegehxenenls Hmnich Mel Nun freut euch liebeꝛt. länger mehr beſchweren-952 Qie froh wird Bring michbald an denſel⸗2). 10. O GLOttes ſohn, von allen plagen, Komter⸗ pu vom himmel kommen, Das er bereitet hat fuͤr b b biſt Inhimmel aufgenom ſchaffen. und herrlichkeit, die dir Der meiner ſeelen: Ich werd nnehenr ahtek, ihm dann zur rechten ſtehn, 11. O heilger Geiſt!regie⸗Mich wird kein feind mehr re mich, Bis ich von hinnen quaͤhlen; Das auserwaͤhlte ſcheide, Daß ich empfinde GOttes⸗lam, Mein ſchoͤn⸗ kraͤftiglich Den vorſchmack ſter und mein braͤutigam jener freude, Die kein Wird mich zur hochzeit menſch je erfahren hat, Und fuͤhren. 1 doch an uns, nach GOt⸗ 3. Der ueſchmat muß tes raht, Sol offenbaret mich ſchon allhier Imgna⸗ werden. den⸗reiche laben; Im him⸗ . Nun hilf denn, daß mel ſol ich fuͤr und fuͤr Das ich meinen lauf, HErr JE⸗ brod des lebens haben. Dit Fu bald vollende. Ich ſehne lebens⸗bruͤnlein ſollen der deeſer huͤtten irdiſch haus mich zu dir hinauf, Mach Kſer ut wird, und ich hier ein ſelig ende. Kom— renfreudee mich, Denn meine hoff⸗ 5 re GOtt mein va⸗nung ſteht auf dich: Kom, —— meine ſeele — — ben ort, An welchem ich ſeyn, Wenn JEſus einſti werd immerfort Ohn ſuͤnd wird ſagen: Komt ihr ge⸗ und ſchwachheit leben. ſſegneten herein, Befreyt HErr IEſu Chriſt Der bet meines vaters reich, Und wiederum zuſehensſeuch, Eh er die welt er⸗ men: Hol mich bald nach 2. Wie froh werd ich zu b und zeige mir Die macht IEſu gehn, Zum eune 4 ———— ——— —— 2 ——— — — — — — ui. 1 bore — 1 — — — 1 — — y— — — —— — —— —— — — — — — — ——2 — ——— — ꝗ— — — — —= — N 1 dadgech ſaldee hte etu Angeol 8 3 — 1 — 111 bea — —— 1 — 1 — — 11 den. ien m. äte ſeinblut, Das er fuͤr mich reichs⸗genoſſen; Es tilget „ laͤßt mir GOtt auch ſeine huld So reichlich wieder⸗ fahren. t GOtt iſt mein vater ic ſein kind, Drum kan ich teer/ die erworben ſind, Sol o wie ich im himmelerben. Ich Werden wir im himmel hier kein aug ſiehet. lnge Gott wirdewig ſeyn, Solange ſol ichs haben. Von dem Himmel. fort Aus ſeinerfuͤlle flieſſen. der wir kommen ſollen. 4. Geſegnet bin ich durch 8. Da wirſt du GOtt ſein von angeſicht Zu ungeſſchte vergoſſen; Dis blut macht ſehen: Wie wol wird dir allen ſchaden gut An ſeinen bey dieſem licht In ewigkeit geſchehen! Du wirſt, be⸗ freyt von aller pein, Ge⸗ * egnet in dem HErren ſeyn, alle meine ſchuld, Drum — Mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. 953. N wie froͤuch, SWo wie ſelig nicht verderben: Die guͤ⸗ trage Chriſti ehren⸗Fleid, ſeyn! Droben ernten wir Iherbe jene ſeligkeit, Die unzaͤhlig Unſre freuden⸗ garben ein. Gehen wir hie 6. Mir iſt vom anbeginnhin und weinen; So wird derwelt Dis erbtheil ſchon dort die ſonne ſcheinen. bereitet; Ihm gleichet we⸗ drgold noch geld, Das oft nacht, Wo man nach ur hoͤllen leitet. Dis erb⸗ Dort iſt tag und keine den thraͤnen lacht. b heil bleibet ewig mein: So Und dich dann ewig frruen. 2. Es iſt doch um dieſes leben Nur ein jaͤmmerli ches thun, Und die noht, die 1 1109 Auf leib und ſeele fort und herrlichkeit nicht wehrt, Zu 7. Drum, o mein herz! uns umgeben, Laͤſſet uns leuz und leiden: Dein JE⸗ ſus iſt dein troſt und licht, erzage nicht In deinem gar ſelten ruhn. Von d emn Kaͤmpfen wir mit lauter ſichts kan dich von ihm ſſorgen: Und die uberhaͤuf ſheiden. Das kurze leid te noht Heißt hier unſer b nedich beſchwert Iſt jener taͤglichbrod. 5 3 — 8. * 99 3 3. 4 3 8 8 3 IIIO Vpon dem Himmel. 3. Ach! wer wo nicht ſehnen, bald zuſtehn, Und ſem thal der thraͤnen 4 den freuden ort zu gehn, Was fuͤr anmuht wird man ſehn Dort in edens men, Unſer klage⸗lied in garten ſtehn! Wo ſich unſer kreuz in pal⸗ pfalmen, Unſre laſt in luſt verkehrt, Wo das jauchzen ewig waͤhrt. 4. Da wird unſer aug erblicken, Was ganz un⸗ vergleichlich iſt: Da wird unſern mund erquicken, Was aus GOttes herzin fließt. Da wird unſer ohr nur hoͤren, Was die freude kan vermehren: Da em pfindet unſer herz Lauter freuden ohne ſchmerz. 5. O wie werden wir ſo ſchoͤne Bey der klarheit GOttes ſeyn! Wie wird uns das lob⸗gethoͤne Sei⸗ ner engel⸗ſchaar erfreun! Wie wird unſre kroneglaͤn⸗ zen Bey ſo vielen ſieges⸗ kraͤnzen! Wie wird unſer kleid ſo rein, ſonne ſeyn! 6. Manna wird uns dortenthauen, Wo GOtt lte ſich Wo man reinſte wolluſt Dort in zion ſchmeckt. W Und aus die⸗wie ſtroͤme flieſſen, Und In uns alle noht verſuͤßen: dahin kommen, Daß ich Gottes antlitz ſchaul! Werd ä ich nicht bald aufgenom men In den ſchoͤnſten him. mels⸗bau, Deſſen grund ht den perlen gleichet, Deſſen uhm glanz die ſonne weichet, im Deſſen wunder⸗volle — — S ₰△ — — . — — — verlangen, O du großer le⸗i bens⸗fuͤrſt! Laß mich dich dortbald umfangen, Woſ du mich recht troͤſten wirſt. u Heller als die — — — — — — — Wolluſt wird —;— — — —— ——— = —— — — — — ch! wenn werd ich i 1 4 4 7. A — — 4 4 1 urr pehſch ſ 0 — — — — — ᷣ — — Hier mein herz ſchon himmliſch werden, Bis itt⸗ mein looß in jener welt Auf 1 das allerſchoͤnſte faͤllt. 6 . vater⸗herz o licht ꝛc.ni —— tind dre tnie 8 54 ne ruh vor⸗ ſelbſt den tiſch gedeckt Auf den ſchoͤnheits⸗vollen auen, handen, Auf, muͤdes herz, de lendet, So gehſt du ein zu deiner ruh. Von dem Himmel. und werde licht! Du ſeuf⸗ zeſthier in deinen banden, Und deine ſonne ſcheinet nicht. Sieh auf das lam, Bald iſt der ſaure lauf vol⸗ 2. GOtt hat dir dieſe te ba ger l njd 43 und breit: Ihr muͤde ſee⸗ tnwitſt, lnund ihr frommen! Ver⸗ ſumt nicht, heute noch wenden ruh erkoren, Die ruh ſo nie ein ende nimt; Eh noch eein menſchen⸗kind gebo⸗ ten, Hat ſie die lieb uns ſchon beſtimt. Das laͤm⸗ ſein wolte darum ſterben, Uns dieſe ruhe zu erwer⸗ den; Es ruſt, eslocket weit n fommen lblichkeit. b eilt aus euren kummer⸗hoͤ⸗ u Zu meiner uß 3 So kommet denn, ihr matte ſeelen, Die manche laſt und buͤrde druͤckt! Eilt, das dich mit freuden Dort wird vor ſeinem ſtuhle weiden, Wirf hin die laſt und eil herzu. Bald iſt u der ſchoͤne kampf geendet, gen, Dafur laͤßt euch das laͤmlein ſagen: Ich wil ſelbſt eure ruhe ſeyn. Ihr ſeyd ſein volk, gezeugt von oben, Ob ſuͤnde, welt und teufel toben; Seyd nur getroſt und gehet ein. 4. Was mag wol einen kranken laben, Was ſtaͤrkt 1 llein haben Und ſanft auf ſolchem ruhen kan; Wenn dieſer ſich darf niederſetzen, An einem friſchen brun er⸗ getzen; So ſind ſie beide ind kurze ruhe⸗ſtunden. Es iſt noch eine ruh erfun⸗ den, Wo man in Chriſti armen liegt. 5. Da wird man freu⸗ den⸗garben bringen, Denn — O welch ein jubel wird er⸗ klingen, Welch dank⸗lied fullt des vaters haus! Schmerz, ſeufzen, leid, tod und dergleichen Muß fliehn Ihr bens⸗brun erfriſchen, Die — e 4 thraͤnen von den augen wi⸗ Aaagaa4 ſchen; den muͤden wandersmann? Wo jener nur ein bett⸗ hoͤchſt vergnuͤgt. Doch dis und ewig von uns weichen. eur Es wird das laͤmlein, das le, Geht nicht mehr krum wir ſehn, Uns aus dem le⸗ a und ſehr gebuͤckt. habt des tages laſt getra⸗ unſre thraͤnen⸗ſaat iſt auus ℳ , LVon dem Himml. ſchen: Wer weiß,was ſonſt noch ſoll geſchehn! 6. Kein durſt noch hun⸗ ger wird uns ſchwaͤchen, Denn die erquickungs⸗zeit iſt da. Die ſonne wird uns nicht mehr ſtechen, Das lam iſt ſeinem volke frag ich nach der welt. nah: Es wil ſelbſt unter ih⸗ nenwohnen Undihre treueſich, Wenn er daran ge⸗ wolbelohnen Mit licht und troſt, mit ehr und preis. Es werden die gebeine gruͤ⸗ nen, Der große ſabbath iſt erſchienen, Da man von keiner arbeit weiß. Da ruhen wir und 2. ſind in frieden, Und leben 1 ewig ſorgen los. Ach faſ⸗ 3. Ach moͤgte heute noch auut nnmmetdieſes wort, ihr muͤden! ren velſer wunſs Heieſewrtfah inſeinen ſchehen,Dich, alleriibſfs an ſchooß. Ach flugel her! wir 5 b 15. üm angeſicht 8 ti müſſen eilen, Und uns nicht ſehe Wenn ane dt dand ſann laͤnger hie verweilen, Dort hin⸗ Wenm ward die ühr geh wartet ſchon die frohe geſtellt, Da meine ſtunden 3 ſchaar. Fahr hin, mein dae enn geh ich von geiſt! zum jubiliren, Um⸗ er wen: ee g guͤrte dich zum triumphi⸗ 4. Hinweg, du eitelkeit; 3 ren! Auf! auf eskoͤmt das Hinweg, du luſt der erden! ruhe⸗jahr. welt? Der himmel ſteht K,R. mir offen; Und was mich u IEſus da Fuͤr wonne laͤf⸗ 3 ſet hoffen, Hat mir ſein pult 3 wort bereits Im ſpiegel hhtn, vorgeſtellt. Drum ſprech gute ich glaubens⸗voll: Was. 1 —— —. — — 2. Mein geiſt iſt auſer aich denket, Mit was fuͤr wol⸗ 2 luſt ihn Dort IEſus labt und tranket: Den vor⸗. ſchmack hab ich ſchon; Und 8 weil mir der gefaͤllt, Bin — —— — — — — — ̈ — ich im himmel mehr, Als. unten auf der welt. ürm — 7 Mein heiſſer wunſch ge⸗ 6 — — däaer 1 — — 3 L dhe 9 5 p tn wdö Mein geiſt kan nimmer⸗ ſai hirdiſch gut. Das mich zuruk⸗ if 1 der be haͤlt: Was lener friude R mehr Durch dich vergnu⸗ cn get werden. Mir gilt kein i 1 ſrden numer ˖HVägni raiten uri’ rir der welt? Jet engel mich Zu meinem JE⸗ beſtellt; Drum ſag ich einmal: Was frag ich der welt? - elend Von dem Himmel. II gleicht, Iſt gar nicht auf hin der welt. 5. Was frag ich nach oͤffnen ſich die thuren, Wodurch die ageſchaut, Wo dir dein heiland huͤtten baut. 3. Iſt dir das kleinod noch zu klein, Aufs blut darum zu ſtreiten? Du ſolt ein erbe GOttes ſeyn Und ſeiner herrlichkeiten. Du ſu fuͤhren. Die ſtaͤtte ſeh ich ſchon, Die er fuͤr mich noch nach Canan,ſehen, Ach nein! ſolt nicht nur vom ferne ſtehen, Und ſie, wie Moſes du wohnſt da fuͤr und fuͤr; — Melodey 40. Srmuntre dich, 956. H beklemter geiſt! Und laß dein banges klagen, Das dir nur muht und kraft entreißt: Du ſolt dich einmal wagen, Dich, wie ein adler, aufzuſchwin⸗ gen, Und in des himmels 4 fanz zu deingen Weituͤber of ſterne, ſonn und mond, Wo JEſus, dein verſoͤh⸗ de per, wohnt. 2. Wilt du dein eften? Was wun⸗ der, daß dirs denn gebricht An freudigkeit und kraͤf⸗ ten? Weg mit den augen von den ſachen, Die deinen kampf nur ſchwerer ma⸗ 2. Wil trau· rig argeſtcht Nur auf dein ae chen: Nur davoll glauben Was IEſus hat, das giebt er dir.*5. B. Moſ. 32,49. 4. Angſt, klagen, jam⸗ mer, weh und leid Wird wie ein rauch verfliegen. Du wirſt im ſchooß der ewigkeit Vergnuͤgt und ruhig liegen. Die thraͤ nen, die ſich hier ergieſſen, Die werden dort nicht wei ter flieſſen. Der ſchweis, der ſich damit vermiſcht, Wird dort vom vater ab: gewiſcht. s. Da wirſt du an das meer gefuͤhrt, Das keine graͤnzen kennet, Wo man im uͤberfluß verſpuͤrt, Was man nur anmuht nennet. Izt muſt du dich mit trop⸗ fen laben: Dann wirſt hdnuuu recht und freyheit haben Dich gar zu baden in de 21 2 4 7* 4 A Von dem Himmel. vater ſehn, Und deinen bru⸗ der finden: Sein glanz wird dir durchs herze gehn, Und deine gluht entzuͤnden. Du wirſt in ſteter liebe brennen, Wenn du die ſchoͤnheit wirſt erkennen, Dafur der erden pracht und ſchein Nur koht und todte kohlen ſeyn. 7. Die engel GOttes werden dich, Als ihren bru⸗ der, gruͤßen, Und dich mein geiſt! gar ſuͤßiglich In ihre mitte ſchlieſſen. Cswerden ſelbſt die cheru⸗ bbinen Der großen braut ddeslammes dienen. Die⸗ weil der koͤnig, der ſie liebt, Ihyr gleichen glanz und eh⸗ — * re giebt.. 8. Da ſieheſt du die große ſchaar, Die deinen 11 mittler ehret, Aus deren mund man immerdar Das heilig! heilig! hoͤret. Du a wirſt mit in den reihen 3treten, Das hoͤchſte weſen ewig muntrer fleiß Des A 1 fluht, Die dir ſo ſanft undſ anzubeten, Da ruͤhmt dein 9. Was wird da fuͤr ein lieblichthut. ſſſttrom der luſt Durch alle 6. Da wirſt du deinen glieder dringen! Wie wird in der jezt bangen bruſt Das herz fuͤr freuden ſprin⸗ gen! Und, was die ſin⸗ nen uͤbergehet, Und jenes daß deſſelben ſuͤßer ſchein Wird ewig, ewig, ewig ſeyn. b 10. Auf, auf, mein geiſt! entſchlieſſe dich, Bis in den tod zu kaͤmpfen: Erlege was dir hinderlich Und dei⸗ nen muht wil daͤmpfen: Wilt du den kranz der eh⸗ ren tragen, So muſt du was fuͤr JIEſum wagen. Es wird die krone, die ſo ſchoͤn, Nur auf der ſieger haupte ſtehn. Mal. Alle menſchen muſſen e 957.& de! Magſt gefallen, wem du wilt: Deine ſcheinbar⸗ liche freude Iſt mit lauter angſt umhuͤllt. Denen die den himmel haſſen, Wilich verlangen und begier, JE⸗ raters ruhm, des lammes = 9— ſulgeht allein nach dir. lalg 2. Muͤde, ——— 2—— lebens wehrt erhoͤhet, Iſt, Du o ſchönes g welt⸗gebaͤu⸗ ihre welt⸗luſt laſſen; Mein —— = —— —— —— 1 — —— — — ——= —— ———— —— — — — — —— — — Von dem — u ewig ſeyn. 4. Andre moͤgen durch die wellen, Und durch wind und klippen gehn, Großen ſchaͤtzen nachzuſtellen, Gut und ehre zu erhoͤhn: Ich wil mich zu GOtt erhe⸗ ben, Und mich ſehnſuchts⸗ voll beſtreben, IEſu! nur bey dir allein Nun und ewiglich zu ſeyn. 5. Tauſendmal pfleg ich zu ſagen, Und noch tau⸗ ſendmal dazu: Wuͤrd ich e, bald ins grab getragen; die der arbeit Ach ſo kämich bald 8. Doch ſol ich izt ſag lems⸗auen Und den guͤlddd nen freuden⸗ ſaal Noechh nicht, wie ich wuͤnſchhe, ſchauen? Sol ich hier imm thraͤnen thal Noch voll angſt und kummer leben Solſich doch mein herzer⸗ 8* 1 8 4116 Von dem Himmel. heben, Uind indeß bey dir allein, JEſu! ſchon imhim⸗ mel ſeyn. Mel. Wer nur den lieben GOtt. (72 ach wie be⸗ 958. M ne i fromme ſeelen Allhier auf dieſer jammer⸗welt? Wer kan ihr leiden alles zaͤhlen, Das ſie faſt ſtets gefangen haͤlt? Das ſchmerzet nun und kraͤnket ſehr: Ach wer doch nur im himmel waͤr! 2. Ich mag mich, wo ich wil, hinwenden, So ſeh ichs nichts als tauſend noht. Ein jeder hat ſein kreuz in uhaͤnden Und ſein beſchieden thraͤnen⸗ brod; Und deß wird immer mehr und umehr; Ach wer doch nur im himmel waͤr! es nicht in ſedes haus, Und himmel waͤr! mel ſin haben, Im himmel ſind wir engeln gleich, Im him⸗ mel iſt kein ungluͤck mehr: Ach wenn ich nur im him⸗ mel waͤr! 6. Hier iſt der menſch in ſtetem jammer, Mit jam⸗ mer koͤmt die abend⸗ruh, Mit jammer geht er aus der kammer, Mit jammer gar dem grabe zu; Das macht das leben ziemlich 3. Im himmel wird das ſchwer: Ach wenn ich nur kreuz der erden, Und was im himmelwaͤr! bringt zwar dieſem luſt und lachen; Doch preßt es jenem thraͤnen aus. Mich quaͤlt es nur, mich laͤßt es leer: Ach wenn ich nur im zmel ſind viel groͤßre gaben: Im him⸗ wir alle reich, Im himmel kanman alles uns hie fuͤr kummer druͤckt, 7. Im himmel wird ſich Zu lauter lebens⸗kronen niemand kranken, Im him⸗ werden: Ach waͤr ich nur mel wird nur freude ſeyn. ſchon hingeruckt! Die liebe Mein IEſus wird uns alle noht iſt ziemlich ſchwer:ſtraͤnken Mit engel⸗luſt und melwaͤr! 1 vieles machen; Doch koͤmtmel waͤr 3 Ach wenn ich nur im him⸗freuden⸗wein. Im him⸗ melwaͤ ſmel iſt kein jammer mehr: 46. Hier kan das gluͤck oft Ach wenn ich nur im him⸗ Kymn, mein liebſter n JEſu! fuͤhre, Ach fuͤhr a zelt! Daß mich die lebens⸗ a krone ziere, Worauf mein th aus enner d das Pnim⸗ Uſen W uwalc lulun — runſe in ſin, ghachte nun die welt nicht mehr: Ach wenn ich nur im himmel waͤr! NA Chrſſ unfer Herr um 959. Dic einſchla⸗ Ob ich trink oder eſſe; aach Mein leztes end ver⸗ „ geſſe. Ich denke ſtets, was ich auch hier Zu ſchaf⸗ uns vor gerichte! nch de gerich 1 miſch 4 6 — Van dem Bemme.— III) mich bald ins himmels⸗ wunſch und ziel geſtellt. A fe oder wach, Jedennoch ich bey keiner fen immer habe, An die⸗ ſes wort: nun komt her⸗ für Ihr todten! aus dem grabe; Steht auf, komt 2. Ich weiß, daß man injenem ort Von allem manchmal her, Um woh⸗ 3. O JEſu Chriſt! ruf dich an, Du no von mir nehmen Was ich fur miſſethat gethan, Laß ſie mich nicht beſchaͤmen. Durch deinen tod die ſchuld ſchon iſt Bezahlet fuͤr mich armen; Drum, weil du ſelbſt der richter biſt, Wirſt du dich mein erbarmen, Mich in dein reich einfuͤh⸗ ren. 4. So wird die ſeele deß gewaͤhrt, Worum ſie hier gebeten: Der leib wird herrlich und verklaͤrt Her⸗ vor da koͤnnen treten. Er wird mehr leuchten als die ſonn, Und an ihm alle glie⸗ der: Keins wird da in der freud und wonn Dem an⸗ dern ſeyn zuwider; Da iſt nur fried und freude. 5. Wie hart geht hieres thun und leben, Auch jegli⸗ nung zu erlangen! Dort em unnutzen wort Dann werd ich ſie ohn all beſchver techenſchaft muß geben. Mit groͤſter ruh empfan as hie fuͤr uͤbelthat ge⸗ ſgen. Hier muß man endlich ſchicht, Und oft nicht wird doch heraus, Man kan nicht erfahren; Wird dort das immer bleiben: Dort aber ms ſgreckliche gericht Ganzſin des vaters haus Wird 6 klaͤrlich offenbaren Vor al⸗ niemand mich vertreiben, 1 b 3 b nheilgen GOttes. Die ſtaͤtte bleibt mir ewig. 4 * ¹ “ ort 4 9. truͤbſal, noht, gefa wie GOtt ſelbſt vom him⸗ 1118 Von dem Amn— 6. Dort werd ich in der zerrlichkeit Von ſchwach⸗ heit und von ſuͤnden, Von hr und leid Durchaus nichts mehr empfinden. Was ich fuͤr kummer, angſt und pein Hier oftmals muͤſſen lei⸗ den; Wird alles dort ver⸗ geſſen ſeyn, Ich werd in hoͤchſten freuden GOtt, wie er iſt, anſchauen. * . 4 2. Daß GOtt dreyfal⸗ tig, und zugleich Nur einig iſs im weſen, Wird aus dem wort im gnaden reich Gelehret und geleſen: Von herzen glaͤub ich es auch zwar; Doch wie es mag zu⸗ gehen, Iſt mir allhie nicht offenbar: Dort werd ich erſt verſtehen Dis aller⸗ hoͤchſt geheimniß. b 8. Wie IEſus Chriſtus GOttes ſohn Ein menſch hat koͤnnen werden, Und mels⸗thron Ein knecht ge⸗ weſt auf erden: Hat nie ein menſchlicher verſtand recht bekant, Und wie in ch⸗ihm verbunden Die gott⸗ heit und die menſchheit. engel zahl, Herrſchaft und thronen nennen; Dort werde ich ſie allzumal Stets ſehen und erkennen. Ich werde dort erſt wuͤr⸗ dig ſeyn, HErr! deinen ruhm zumehren, Wodieſe hyeilige gemein, Di 9. Niemandkanhier der g rroßer GOtt! zu ehren Singt: heilig, heilig, heilig! 10. Es werden ſeyn in ſolcher reih Erz vaͤter und propheten: Die treue maͤr⸗ tyrer dabey, Die ſich hier laſſen toͤdten; Auch die an GOtt gehalten feſt In truͤbſal, noht und plagen/ geweſt, Die werden froͤlich ſagen: Das lam hat uͤber⸗ wunden. II. Dein lob, o HErr kan hier mein mund Bis⸗ weilen nur was lallen: Dort laß ich es vom her⸗ zen⸗grund Und allezeit er⸗ ſchallen. Ich werdeganz mit neuer kraft Seyn an⸗ 6 — — — Ergrundet und gefunden: Dort wird mirs klar und gethan dort oben alnd in Und ſtets beſtaͤndig ſeyn ————— —— — ———= —— — — — — r Wiſt inn Daß ich die welt verachte, nanr. Ehr, reichthum, wolluſt Nare thorheit ſchaͤtze, Mir ei⸗ ter, dankenhimmel⸗wertsSich T 19 „m der engelbruͤderſchaft Ohn 6 unterlaß dich loben; Das ſſch ſuuͤckwerk hat ein ende. 12. Wenn ich bey mir in meinem ſinn Dis alles hrecht betrachte; So ſehn“ ich mich alsbald dahm, dieſer welt Fuͤr koht und er telkeit nicht mehr gefaͤllt, getze, Und luſt hab abzu⸗ ſchetden. 3. So kom, o JEſu! wie ich nu Mit ſeufzen dein begehre: Und mich der wahren freud und ruh In deinem reich gewaͤhre. HErr IEſul dir befehl ich mich In deine treue haͤnde: Hilf, daß ich alles ſeliglich Durch dich allhier vollen⸗ Mich hier an nichts er⸗ de: Kom IEſu, mein er⸗ barmer! —— ae VIII. Mergen⸗T e Mel. WasGOtt 960. G. Menn auf meinherz! Du ſolt ein aeich opfer bringen. Laß die ge⸗ Kuach den wolken ſchwin⸗ en. Denn GOttes treu 6 6 wieder neu, Als die dir danücht und leben Vom neuen Hnhatgegeben. b . 2. Bringt ſeufzer, lieb⸗ na lchen geruch, Zu meines Kaaſſchöpfers throne: Komt, un litet ſegen fuͤr den fluch, Ma en Chriſto ſeinem ſohne: T iſch⸗und Abend⸗ Geſaͤnge. 1I Morgen⸗Lieder. * thut das iſt ꝛc. Der oͤffnet hier Die gna· ie nacht iſtden⸗thuͤr; Drum laſſet hin, wachſeuer beten Zu GOttes her⸗ zen treten. * 3. Du ſonne der gereſ tigkeit! Vertreib die nacht der ſunden; Laß mich bey dieſer morgen zeit Den thau der gnade finden. Haſt du die nacht Michwol bewacht; So ſey auch nun am tage Ein ſchutz fuͤr alle 4. Das gute wende—dud zu mir, Das boͤſe laß michuuu fliehen. Laß deine haad 8 mich mich fuͤr und fuͤr Nur nach 5 1 4 4 3 9 5 3 das weiß 1 8 6 1*— 6 3 8 4 4— 2 “ 1 3 8 4 1. 4 7 5 7„ 4„ 1 . 4 1 korgen⸗Lieder. dem himmel ziehen. Gib raht und that So fruͤh als ſpat Zu allen meinen wer⸗ ken; Laß deinen geiſt mich ſtärken. 5. Ich werfe meine laſt auf dich/ Ach hilf ſie treulich tragen; wilt, nur iſt mir Zu ſchwer bey dir. Ich kuſſe deine ruhten; Sie leiten ſtets zum guten. — 6. Du 22„ Machs wie du ſeliglich, Mit dir wil ich es wagen. Kein kreuz biſt mein GOtt, ich wol, Laß mich nur dein verbleiben, Und b was ich heute wirken ſoll, lichte gehe. Zu deinen ehren treiben. 3. Schenke mir, HErr! — bleibet, Das ohn allen wechſel iſt, Das die finſter⸗ niß vertreibet, Der du blei⸗ beſt, wie du biſt! Ich ver⸗ laſſe meine ruh; Ruferwer⸗ de licht! mir zu, Daß ich/ der ich nacht und erde, Durch dein licht verklaͤret werde. 2. Wecke, da der leib ge⸗ ſchlafen, Auch die ſeele iech, geiſtlich auf! Gib ihr dei⸗ nes lichtes waffen, Richt nn und leite ihren lauf. Laß it mich ſeyn des lichtes kind,— Hilf mir, der ich geiſtlich ihs blind, JEſu daß ch wie⸗ der ſehe, und in deinem 6 ſend dt Nrc ——— — — — — — — — —. — — — — Dein ſegen bluh Durch und gewaͤhre, Was die ar⸗ ni meine muͤh, Daß/ wenni vergeblich flieſſe. .* dieſe ende meiner zeiten; Serlaue tages freue. ſchweis vergieſſe Er nicht Laß auch die meinen dieſen tag Dein gnaden⸗neues leben ſchafft, auge leiten. Und weil ich himliſch auf d gar nicht wiſſen mag Des ein geiſt mitChriſto werde. lh gib, daß ich Mich ſetiglich wetes Und befoͤrdre meine ia Im glauben, buß und reue ijner ſein me ſeele ſtillt. Ach erneure nutt und verklaͤre Stets in mir it dein ebenbild. Sende mir it den geiſt der kraft, Der ein uun Daß ich ehn de, Und ſen a er er 4. Segne meiner haͤnde i pflicht. Bleibe meiner dein ſchwachheit ſtaͤrke, Meines toite Mel. Werde munter mein z. 8 Ott, du licht, das ewig lebens kraft und licht. Laß 0 mein lebens⸗ziel allein ie Deines namens eh re ſeyn. pu n dln neſend denei — — — dilf daß ich ſt 1 P4/Se Me 1h— cenem lichte Deiner hoͤch⸗ ſtenmajeſtaͤt, Wo vor dei⸗ Snem angeſichte Die ver⸗ Narte ſeele ſteht Heller, als eas ſie ſeyn mit dir verei⸗ vet, Wenn mein le 1Da. HErr Chriſt der einge ꝛc gewacht: Du wolleſt heut leib und lebe de welr Und ih Morgen Lieder. ets wahre gen meinen nech⸗ ſten ube. 4 4 5 Fuͤhr mich bald zu der ſonnenſchein, Schoͤn, unſterblich, engel⸗rein: . 5 zter tag erſcheinet. Err GOtt, nun ſey ge⸗ haſt in dieſer deinen ſchutz ie treulich du , B. prieſen! Du nacht Durch erwieſen, W Was meinem id und leben Zum ſegen dienen kan. wiſſen, Das von der boͤſen b ren aͤrgerniſſen Sich unbefleckt behaͤlt; daß ich des fleiſches luſte, As ein gerechter chriſte, les biſ. Daß keine traurigkeit den muht mit ſorgen ſchwaͤ⸗ che, Noch meine hoffnung breche, Die ſich auf dich verlagßt. 4. Gib mir ein treu ge⸗ muͤhte, Das redlich lebt undliebt, Das auch mit al⸗ ler guͤte Den armen hilft und giebt; Das ehr und tugend ſuchet, Und alles das verfluchet, Was dir ein greuel iſt. „5. Gib mir auch gute freunde, Sie ſind ein gro⸗ her troſt; Und waͤren etwa feinde Durch neid auf mich erboſt; So wollſt du ſie be⸗ kehren, Und mir ein herz beſchehren, Das wahre freundſchaft haͤlt. 6. Gib mir, was du wilt geben, Ich wil zufrieden ſeyn, Und dir nicht wider⸗ 2. Gib mir ein gut ge⸗ ſtreben; Gib mir nur dich * nur haben, Veracht ich alle gaben, Weildunural. — — Ich.9 1alen he i Stetsuͤberwinden mag. 33. Gib mir ein froͤlich Mel. Wer nurdenlieben GOtt. 4 rmuntert lerze, Damit ich alles leid Andirgetro ſt ver 1 chm erze, 8* 963. G teglieder! Di Böbbi edunkle euch, erguiu. 4 8 4 3 8, 4 en— 3 4 3 . ℳ * 71122 Morgen ⸗Lieder. ten ſind vorbey; Der liebe morgen zeigt ſich wieder, Und machet GOteß guͤte neu, Die mich in dieſer nacht bedeckt, Und nun zur arbeit aufgeweckt. 2. GOtt lob! der mich fuͤr allem ſchaden Beymei⸗ ner ſtillen ruh bewacht, Daß mich der reichthum ſeiner gnaden Zu ſeinem reiſe tuchtig macht. Ich bin vergnugt, ich bin er⸗ guickt, Und warte, was GOtt heute ſchickt. 3. Sein guter geiſt wird mich regieren; Er leite mich auf ebner bahn, Und heelfe mir mein werk voll⸗ nfuͤhren, In ſeinem namen fang ichs an. Sein ſegen wwWird mein ſonnenſchein, me Und ſeine huld mein ſchat⸗ ſern tagen Auch ſeine plage mit ſich fuͤhrt; Mein GOtt! ſo laß mich nicht verzagen, Wenn mich ein kreuz und ungluͤck ruͤhrt: ſin h Deck mich durch deine gna⸗ umn⸗ den hand, So wird es gluͤcklich obewandt ndef e 6. Nun ſeel und leib ſey dir ergeben, Bey dem ſie wol verwahret ſtehn. Und ſol der reſt von meinem le⸗ fewac 1 R 95 e ten ttn,, dich, mein aling tre ni e. nicht f 1 eng Na. hattian. ennttef jhe un⸗ 5 e magew tduni Pit du 1ß2. GOtt! mein herz lob⸗ m ſinget dir, Sey du hoch ge⸗ prieſen Fuͤr die wolthat, die du mir Dieſe nacht er⸗ d wiſen Demnen raß Hat verſchafft, Daß ich ohne h weinen Seh die ſonne ie nacht Hatten mich um⸗ geben; Doch du haſt fuͤr durch mich gewacht, Daß ich noch hhinen fan leben. Deine treu antich ſatans tuͤcke Hielteſt du glüc zurucke. nicht deſen tag Deine guͤte ſpu⸗ nſolt ren. Gib, daß ich mein em leben mag Dir zu ehren her führen. Lehre mich, Daß Otrich dich Ueber alle ſchaͤtze Dieſer erden ſetze. ſchen ſchein Dieſer welt u 6 nicht mit ſingen GOtt ein opfer bringen? ſcheinen. 3. Finſterniß und ſchwar⸗ Stundmir bey, Welt und Doch laß mich auch 5. Lehre mich den fal⸗ verachten, Lehre mich nur blos allein Nach dem him mel trachten. Wenn die welt Retze ſtellt, HErr! ſod ſüfmr kämpfen, Und das Morgen⸗Lieder. ſchuld Nicht noch mehr er: hoͤhe: Doch hab auch mit mir geduld, Wo ich mich vergehe. Faͤllt mein fuß; Laß den guß/ Laß den thraͤ⸗ nen⸗regen Dich, o GOtt! bewegen. 5 7. Gib, daß ich den ſuͤn⸗ den⸗gift Stets mit ſorgfalt meide, Und, wenn mich ein unfall trifft, Stets gedul⸗ dig leide: Doch, o GOtt! Laß in noht Mich nicht un⸗ terliegen, Hilf mir wieder ſiegen. 8. Laß mich mein be- ſchieden theil Bis ans ende finden; Sey, o GOtt! mein ſchutz und heil Be den ungluͤcks⸗winden. Steh mir bey, HErr! verleih, Daß ich bis zum grabe dich vor augen habe. 6 ungen⸗ Und mich in ge⸗ wiſſens⸗ruh Meinen lauf iſe daͤmpfen. 6. Hilf, daß ich die alt 4“ 2 3 4 2 3 2 8 4 9 41 1 A 4 5 8 3 4 8 8 Bbbb 1123 9. Segne, was ich red ſund thu, Laß es wol ge⸗ 1024 Morgen⸗ Lieder. feufe hand Mir auch hel⸗ a en ringen. IEſu pein Sol allein A 1dm ſter⸗ be⸗ kuſſen Meinen todver ſuͤßen. V M. Nun laßt uns GOtt ꝛc 965. ed mfne mein ſinge Dem ſchoͤpfer ann dinge, Dem geber aller guͤ⸗ ter, Dem frommen men⸗ ſchen huͤter. 2. Heint als die dunkle chatten Mich ganz umge bbenhatten, Har ſatan mein vbegehret, GOtt aber hats ggewehret. 3. Ja, vater! als er ſuche⸗ Daß er mich freſſen moͤgte, War ich in deinem umſchloſſe. der dich betriege! Duſſolt die ſonne ſchauen. a noch nich verneuet. ſchooße„Dein fluͤgel mich 4. Du ſprachſt: mein b kundz,nun iege, Tro dem, Schlaf 5. Dein wort nun ge⸗ b ſchihen Ich kan das licht 1 Hſehen, Fuͤr noht bin heilger eni Jen uns tag WSelrdet Deinſchuthat und nacht laͤßt werden, Sonn und monduns ſcheie lt ein opfer har nen heißt, Deſſen in en iſ ben: Hie bring ich meine farr und widder Sindmein gebeht und lieder: 7. Die wirſt du nicht ver⸗ ſſchmaͤhen, Du kanſt ins erze ſehen, Und weißt wol, dbeſſers habe. den trage. tel, ende, Ach HErr! beſten wende. ſchuͤtte, Mein herz ſey deine huͤtte, Dein wort ſey mei⸗ ne ſpeiſe, Bis ich zum him⸗ melreiſe. erden,. Vater gaben, Mein weihrauch, daß zur gabe Ich ja nichts 8. Sowollſt du nun vol⸗ lenden Dein werk an mir, und ſenden, Der mich an dieſem tage Auf ſeinen haͤ⸗ 4 —— — 10. Mit ſegen mich be⸗ 4 wol laß dir nicht grauen, Me awweeraae 5. Ottdes him⸗ S mels und der ſohn und 9. Sprichja! zu meinen thaten, Hilf ſelbſt das beſte rahten, Den anfang, mit⸗ ſ zum MWMorgen⸗Lieder. 1125 luulluuuu eele, Samt den ſin⸗uu nenund verſtand, Großer 1126 Morgen⸗Lieder. Auch durch die tauf in dein reich aufgenommen. Und laͤſſeſt mich in deinem ſohn entbinden Von ſchuld und ſunden. 3. Du giebeſt mir den heilgen geiſt darneben, Daß er mich lehrt und fuͤhrt in meinem leben: Damit ich lern auf dich alleine ſchau⸗ en, Und dir vertrauen. 4. Du haſt mich allzeit vaͤterlich ernehret, Was ich bedorft, mir immerzu beſchehret; Und, wenn mich noht und ungluͤck hat be⸗ ruͤhret, Bald draus ge⸗ fuͤhret. 5. Jezt haſt du auch durch deiner engel ſcharen b cch laſſen heint in die⸗ acht bewahren, Daß darinn kein unfall fibrecket, Noch aufge⸗ 9 KErr! mit mei⸗ munde und gemuͤhte ſahl und ruͤhm ich ſolche Iße güͤte, Die ich em⸗ ungen hab an allen enden us deinen haͤnden. 11.,7. Ich bitt, du wolleſt bermir fort walten, Und erhalten, Daß ſatan nicht durch ſeine liſt und pfeile 3 Mich uͤbereile. 8. Erhalte mich, ſteht frommen 1 Rein von der welt und ih⸗ ren ſuͤnden⸗luͤſten: Daß ich auch meinen eignen boͤ⸗ ſen willen Nicht mog er⸗ fullen. 1 9. HErr! laß in deinen ſchutz ſeyn eingeſchloſſen Leib, ſeele, freund, ver⸗ wandte,(Leib, ſeele, eh⸗ gatt, kinder,) hausgenoß ſen, Und was ich ſonſt durch Na de deine milde gabe Auf erden habe. 10. Die obrigkeit erhalt in gutem ſtande Gib friede, luͤck und hen im ganzen ande: Behuͤt uns aller⸗ ſeits, o HErr! aus gnaden,— Fuͤr ſuͤnd und ſchaden. II. Du wollſt mich auch an dieſem tage ſtaͤrken Durch deine kraft in des berufes werken, Aufdaß ich 9 moͤge in denſelben allen Dir wolgefallen. 3 12 Zulezt verleih,wenn ich aus dieſem leiden, Es wie zu riſten, nach auch heute dieſen tag ſey heut oder morgen/ werd in abſcheiden, Daß i9 uuf ſtn Morgen Lieder. 1127 8 Ehriſtitod mag froͤlich ſter⸗ Mir zwiſchen tod und leben nd ben, Den himmelerben. war. a3. So bin ich denn an 4. Verſtand und ehr hab 1,w leib und ſeel geneſen, Undſich von dir, Des lebens denn wol auf dieſer welt allhienohtdurft giebſt du mir, ·it uji geweſen: Dort hab ich Darzu auch einen treuen eda denn das rechte kleinod fun⸗freund, Der mich im gluͤck eagelt den, Hier uͤberwunden. und ungluͤck meint. tng 14. Das hilf mir, va⸗ 5. GOtt ſohn! du haſt ter lder du mit dem ſohne, mich durch dein blut Erloͤ⸗ enzee Und heilgem geiſt regierſtſſet von der hoͤllen⸗glut, neaen ieinem throne; Gib, daß Das ſchwer geſetz fuͤr mich ae ich deſſen, was ich jezt be⸗erfuͤllt, Damit des vaters ſta. gehret, Jawerd gewaͤhret. zorn geſtillt. un— ch Wehn ſünd und ſatan a e Das iſt füͦ.* mich anklagt, Undmir das Na. Das fürvahr ei.1erzfür angſtverzagt; Als. 1968 Tor deinen dennbrauchſt du dein mitt: clt O S thron tret ler⸗amt, Daß mich der va⸗ Ree ih hiemit, OGOtt; undſter nicht verdant. un dich demuͤhtig bitt: Wend 7. Du biſt mein fuͤr⸗ ſdoch dein gnaͤdig angeſicht ſprach allezeit, Mein heil, vVon mir blut⸗armen ſuͤn⸗ mein troſtund meine freud; ſeer nicht. Ich kan durch dein ver⸗ mmch 2. Es hat, o vater! dei⸗ dienſt allein Hier ruhig und füken nemacht Mich an das ta⸗ dort ſeligſenyny. dndes ges⸗licht gebracht, In dir 8. GOtt heilger geiſt, Ie web, ſchweb und lebe ich, zaft! Deß gna⸗ khfich und! du hoͤchſte nee n Vergehen muͤßt ich ohneſde in mir alles ſchafft: Iſt alendich. eetwasguts amleben mein 3, Errettet haſt dumich So iſt es warlich alles ar oft Ganz wunderbarſden. 10 un unverhofft, Da nur! 9. Deiniſ,aß ichGOc„tt aa en ſchritt ia nur ein haarlrecht erkenn, Ihn menen ſii Bbbb 4 HErrmn I128 4 4 3 Morgen⸗Lieder. ———— Horrn und vater nenn, Sein wahres wort und ſa⸗ erament Behalt und lieb' bis anmein end: fechtung ſteh, Und nicht in truͤbſal untergeh; Daß ich im herzen troſt em⸗ gib. deck mich, HErr! Daß ich dich ſchaue ewiglich, Amen, amen, erhoͤre mich! pfind, Zulezt mit freuden uberwinnd. a. Drum dank ich dir mit herz und mund, O ſmorgen⸗ GOttlin dieſer mittags⸗ ſtund, Fuͤr alle guͤts, treu uund gnad, Die meine ſeel empfangenhat. 12. Und bitt, daß deine gnaden⸗hand Bleib uͤber mir heut(heint) ausge⸗ ſpant: Mem amt gut, ehr, freund leib und ſeel Ich dir in deinen ſchutz befehl. 13. Hilf, daß ich ſey vom herzen from, Damit mein ganzes chyiſtenthum Aufrichtig und hechtſchaf⸗ fen ſey, Nicht bloßer ſchein nnoch heucheley. 14. Erlaß mir meine funden ⸗ſchuld/ iind hab mit deinem kind geduld: Zuͤnd —— ſtunde, Darzu mein lebe⸗ lang, O GOtt in deinem thron! Dir zu lob, preis undehren, Durch Chriſtum unſern HErren, Dein'n ſeingebohrnen ſohn: 2. Weil du mich, HErr! aus gnaden In der ver⸗ gangnen nacht Fur und allem ſchaden mein ſuͤnd vergeben, Wo⸗ erzoͤrnetdich. 3. Du wollſt auch mich behuͤten Aus gnaden die⸗ ſen tag Fuͤrs teufels liſt und wuͤten, Fuͤr ſuͤnden, ſchmach und plag, Fuͤr feur umirglaubenan und lieb, Iu jenem leben hoffnung 7. Ein ſelig ende mir be⸗ i⸗ einend: ſcheht Amiuͤngſtentager⸗ 1O0. Daß ich feſt in an⸗weck 3 0 TpPus meines a 969. 8 herzengrun⸗ t de Sag ich dir lob und dank, In dieſer morgen⸗ Efahr ehuͦ⸗ tet und bewacht; Ich bitt demuͤhtiglich, Wollſt mir mit in dieſem leben Ichoft i +—.,“ ——— ——— ———— —— — —. MGorgen Lieder.— muht und fuͤr ſchanden/ ſti namen Mein ſeufzen Fur ketten und fuͤr ban⸗ gnaͤdig an: Nun ſtreck ich den, Fuͤr boͤſem ſchnellen aus die hand Greif an mein lag eodd.. ſoerk mit freuden, Wozu Ahich 4. Mein leib, mein ſeel mich GOtt beſcheiden In and leben, Mein ehr und meinm beruf und ſtand. 1 gnt bewahr: Dir wi ich——— uͤbergeben Jetzund und im⸗ 3 g. H merdar, 3 ein geſchent al. HEr Jeſu Chriſtmei⸗ and gab, Mein eltern (obern) und verwandten, lti Gefreunde und bekanten, keit! Du hochgelobte einig⸗ undalleswasichhab. ſeit: GOtt vater, ſohn .. Dein engel laß ſtets undheilger bleiben Und weichen nicht ſen tag mir beyſtand leiſt. bring'zu fall. as 6. GOtt wil ich laſſen heut anbl tt rahten, Der alle ding ver⸗g mag: Er ſegne meine tha⸗ hten, Mein vornehmen und ſach: Weil ich ihm heim⸗ ſgeſtellt Mein leib, mein 4. gel mein leben, Und was mir er ſonſt gegeben; Er machs, wies ihm gefaͤllt. — —— iar amen, Und zweifle nicht ben zier. u daran: GOtt hoͤrt in Chri⸗ 5 1129 ſf 70. Du heiligſte 979. 8 dreyfaltig eiſt! Heut die: zfinun. Men ſchoͤpfer! ſteh kraͤftig bey, Omein erloͤſer! bey mir ſey,O tro⸗ ſer! weiche nicht von mir, 7. Darauf ſo ſprech ich Mein herz mit deinen ga⸗ “ von 2. Mein ſeel, leib, ehr treiben, Auf daß der boͤſ ſund gut bewahr, Daß mir jam⸗nichts boͤſes wiederfahr, Daß mich der ſatan nicht gtverletzt, Roch mich ſ hih m orr ſenemale. 1330 Morgen ⸗Lieder. hute mich, Erleuchte mich, Hrr gnaͤdiglich: HErr. heb auf mich dein angeſicht Und deinen frieden auf mich richt. b Mel. Aus dieſem tiefen grunde. 3 GESch dank dir lie⸗ —₰ 971. C ber HErre! Daß du mich treu bewahrt In dieſer nacht fuͤr gfaͤhr⸗ de, Darinn ich war ſo hart Mit finſterniß umfangen, Dazu nicht auſer noht: Draus bin ich nun entgan⸗ gen, Drum preiſ ich dich, mein GOtt! é. Mit dank wil ich dich loben, O du mein GOtt unnd HErr, Im himmel z hoch dort oben! Den tag mir auchgewaͤhr, Warum ich dich wilbitten, Das auch dein will mag ſeyn: Leit mich in deinen ſitten, Und brich den willen mein. 3. Gib, daß ich nicht ab⸗ wweiche Von deiner rechten a bahn, Der feind mich nicht ſetzt an mich. a. Den glauben mir ver⸗ leihe An dein'n ſohn JE⸗ liſt und wuͤten, Womit er ſun Chriſt; Mein ſund mir auch verzeihe Allhie zu die⸗ ſer friſt; Du wirſt mirs nicht verſagen, Weil du verheiſſen haſt, Daß er mein ſuͤnd ſoll tragen Mich loͤſen von der laſt. auch giebe, Die nicht ver⸗ derben laͤßt: Darzuchriſt⸗ liche liebe Zu dem, dermich verletzt; Daß ich ihm guts erzeige, Darin nicht ſuch das mein, Ihn liebe als mich eigen, Nach all dem willen dein. 6. Dein wort laß mich bekennen Vor dieſer argen welt, Mich deinen diener nennen, Nicht fuͤrchten g'walt noch geld, Das mich bald moͤgt ableiten Von ſcheiden Von der chriſtli⸗ chen ſchaar. 7. Laß mich den tag vol⸗ lenden Zu lob dem na⸗ men dein: Laß mich nichts von dir wenden, A 5 3 *5. Die hoffnung mir 4 ——— deiner wahrheit klar: Wollſt mich auch nicht ab⸗ ns end beſtän. 2— 8— — —— ——— „ Lieder. 1131 . leib und leben, Dazu die fruͤcht im land; Was du 60e mir, HErrlgegeben, Steht eu alls in deinerhandd(. Ae g. HErr Chriſt! dir lob de ihſage Für deine wolthat all, Die du mir all mein tage Erzeiget uͤberall: m Dein'n namen wil ich prei⸗ ſen, Der du allein biſt gut; un Mit deinem leib mich ſpei⸗ ng.„Traͤnk mich mit deinem blut. 9. Dein iſt allein die eh⸗ re, Dein iſt allein der ruhm, Dein guͤt ſich bey uns meh⸗ re, Dein ſegen zu uns kom: Daß wir in fried einſchla⸗ ſfen, Mit gnaden zu uns mi eil: Gib uns des glaubens en waffen Fuͤrs teufels liſt umund pfeil. 5 SDas 4— 972. 8 G mich aus lauter gnaden Er⸗ halten hat fuͤr leibs⸗ und ſeelen⸗ſchaden: n treu Iſt mit der morgen⸗ h ſonne wieder neu. ö Morgen⸗ 2 m beſſaͤndig ſeyn. Behuͤt mir 2. Ichbin, o HErr! zu ich dir bring in dieſer jam⸗ Mel. HErr unſer Gottbeherſch. walte Ott, der : Ich lobe ich, denn deine guͤt und ſolcher gnaden⸗gabe Viel zu gering, die ich empfan⸗ gen habe: Was legt dir doch mein herz dargegen dar, Als lob und dank auf deinem brand⸗altar?: 3. Nim gnaͤdig an das opfer meiner lippen, Das mer⸗klippen: Entzund in mir das herz mit deiner brunſt, Auf daß ich ſtets empfinde deine gunnt. 4. So lang ich noch hier auf der welt muß wallen, Laßmich, mein GOtt! in keine fuͤnde fallen: Gib, daß ich ſtets denk an das lebens⸗end, Und meinen ſinn nach deinem willen wend. 5. Befiehl, daß deiner engel ſchaarmich leite, Und wider meine feinde kraͤs tigſtreite: Denn nimſt du ich nicht meiner treulich an; So weiß ich wol, wie leicht ich fallenkan. 6. Ach! ſind vor dir die b ſperling hoch geachtet Hatftt du die zahl der kleinten haar hetrachtet; So wiird von dir auch nicht vergef 1132 Morgen Lieder. ſen ſeyn, Den du in deine hand eſchrieben ein. b 7, dah deine guͤt ob al⸗ len aaigden walten, Du kanſt ſie wol in noht und tod erhalten. Regier uns, HErr! wir warten deiner gnad, Und treten friſch auf unſers dienſtes pfad. Mel. Wer nur den lieben GOtt. ein GOTT! 973. K nun iſt es wieder morgen, Die nacht vollendet ihren lauf, Nun wachen alle meine ſorgen Aufeinmalwieder mit mir auf. Die ruh iſt aus, der ſcchlaf dahin, Und ich! ſeh wieder, wo ich bin. 2. Jch bin noch immer auf der erde, Wo jeder tag ſein elend hat, Wo ich nur immer aͤlter werde, Und haͤufe ſuͤnd und miſſethat: Ich leb und web' in GOtt allein, Ach moͤgt 6 ihm aucehee enn 5 * lſer wird mich in deine vorſicht ein, Dein wil ich todt und le⸗ bend ſeyn. 4. Vergib mir, vater! alle ſuͤnden, Die mit mir aus dem bette gehn, Und laß mich gnade vor dir fin⸗ den, Erhoͤre mein gebeht und flehn: Denn ſteh i nur hey IEſu wol, Sogeh es wie es eh ſol. 5. egien en ahm 5 rahten, Ich bin mir ſe lbſt nicht klug genug. Beh te mich fuͤr miſſethaten, Fuͤr boͤſer menſchen liſtund trug. Hilf gutes ſchaffen, wo ich kan, So leg ich die⸗ ſentag wol an. 6. Behuͤte mir leib, ſeel und leben„ Verwandte, freunde, haab und gut: Laß deine hand den ſegen 4 gebene Wenn meine hand as ihre thut. Hilf, daß ich alles wol verricht„Du wirſt es thun 3 ich zweifte nicht. 4 Err! ich dan⸗ 9974 H ke deiner gnaden, Err! ich preiſe 5 Eaas deine m t, Die mich de nacht int 1 ſoht,, 8 en 1 dal f 4 8 nacht fuͤr ſchaden, Voller lieb und treu, bewacht; ſdurch liſt Mein nicht maͤch⸗ 6 luſt die ſonne ſehe. abarmen Eingeſchlafen; was fuͤr pein Wuͤrde mir verlaſſnem armen Dieſe anacht begegnet ſeyn! Sa⸗ aan und die boͤſe welt Haͤt⸗ Pten mich mit liſt gefaͤllt: ket, Haben ſie mich nicht ue zuverſicht! Unter dei⸗ (Dieſe kurze tages⸗zeit Oh⸗ Morgen⸗Lieder. Daß mein ſeelen⸗ feind tig worden iſt, Daß ich freudig auferſtehe Und mit 8 2. Waͤr ich ohne dein Aber weil du mich bedek⸗ erſchrecket. 3. Laß mich nun, mein fels und huͤgel, IEſu, mei⸗ nem gnaden⸗fluͤgel, Als wohin mein herz gerichtt, geudn Üüdm den ih niſt 6 begluͤckt zu ende brin⸗ gen; hun gelingen. ne noht, gefahr und leid, Laß mir auch mein 4. Leib und ſeele, geiſt und ſinnen, Muht, gedan⸗ ken, werk und wort, Thun und laſſen und beginnen und noͤhten ſeyn: Wil ihr troſt und raht verſchwin⸗ — 13 gefaͤllt: Dir nur wil ich mich ergeben, Ich mag ſterben oder leben. „5. Tilge meine ſchwere ſuͤnden, JEſu! durch dein theures blut; Laß mich dei⸗ negnad empfinden, Wenn in angſt ſie noͤhtig thut! Sey mein reichthum ſchutz und licht, Wenn mir alles ſonſt gebricht: Goͤnne mei⸗ ner matten ſeele Ruh in deiner wunden hoͤle. 6. Laß auch dieſe huͤlf empfinden, Die in angſt den; Geuß dich ſelbſt ins herz hinein. Segne vater jeden ſtand, Segne dieſes ganze land, Und laß dei⸗ ner engel⸗ ſchaaren Uns fur allem leid bewahren. ach regiere Mich durch deinen heilgen geiſt, Das ich ſo mein leben fuͤhre, Wie dein wort mich un⸗ terweiſt. Nichte meinen lebens⸗lauf, Heiland! ſtets zu dir hinauf: Komt es Seyallein dir, treuer hort! zu regieren heimgeſtellt; nchi Nachs mit mir, wie dirs 1 aber zu dem ſterben, Laß mnich dann den hinmi 9*. 1 4 4. 3 el.„ b 3 8 6 ⁸ 4 .. 1*.. 5 3 8 1 5 3* — Norgen⸗Lieder. —— 3 † 4 1„. Sun tret ichſtet hat. ren tage zu, Wie GOtt verzagter ſinn! Die buͤrd mir auferleget; Zwar weißſauf dich zu legen: Trag, ich nicht, was mir den tag was du kanſt; GOtt traͤ⸗ Fur plag und noht bege⸗ get mit, Er folget dir auf gnen mag: Allein ich weiß/ jeden ſchritt Mit gnade, mich traͤget Mein frommer kraft und ſegen; Mit dieſem mir die laſt nich ſcheue keine leidens⸗bahn. t ut. 1 M. 4 friſcher muht, Wenn ich hindurch beſtimt? Es bahnt Bimmer meinent undun ahnt geht nimmer meinen ſteg⸗ ein ieder morgen Mir ei 5 dle denn erſt ſei⸗ nen friſchen weg zur pein„Ich wan b Der kan mit GOtt erſtie⸗ 6 Drum fuͤhr mich, nenweg. oft gedacht, Auch dieſer tag W bereits vollbracht Mit ſei den; Soſtreit ich, als ein ner laſt und plagen! Des kuhner held, Mit ſatan, den⸗ arm gef em kreuzes pfadwas kommen mag. Mel. 30. Oewigkeit du donner. Dein gnaden-licht geleuch⸗ 975. wieder aus 4. Weil ich denndesver⸗ der ruh, Und geh dem ſau⸗ſichert bin, So traure nicht GOtt in ſeiner hur, Daf geh ich friſch daran, Und haden b g 5. So freuet ſich mein 12 Jat ne inden und n de obſentut GOtt auch täglich treu Kan eingeſchloſſen ſehen: Er traͤget meine ſorgen Doch daß ich des verſichert Wer iſt, der vor der na hi ſey/ Muß ich, von allen ſuͤn · riſt, der vor der nden frey, Auf GOttes we⸗ vernimt, Was ihm den tag gen gehen; Mein GOtt gen ſeyn.. GOtt! auf deiner bahn, 3. Ach waͤr doch, hab ich Daß ich in buße folgen kan, Und laͤutre mich von ſuͤn⸗ abends hab ich denn ge⸗ ſuͤnden, fleiſch und welt; ſpurt, Daß mich dein gna⸗Denn du hilfſt uͤberwin⸗ a arm geführt, Und al den. So tret ich muhtig an helfen tragen, Daß mirdden tag, Und ſcheue nicht/ ſig on ttgg zEri Tiſch⸗G eſaͤnge. 1135 A Fchlegauf dich, meinſ b gdet und HErr! Dielaſt, die mir allhie zu ſchwer, Dielaſt, die mich gebogen; zch lege buͤrde, pflicht und ſtand In deine große allmachts⸗hand, Die due mir nie entzogen: Die führte ja von jugend auf Schon meinen ganzen le⸗ desun — 8. Ich ſchließ in Chriſti wunden ein Die meine bluts⸗verwandte ſeyn, Da ſind ſie wol beſchloſſen; Ich lege meinen geiſt da⸗ zu, Hier ſchließ ihn ein, hier gib ihm ruh: Und wenn mein ziel verfloſſen, So nim ihn auf, und ſey mein GOtt Im leben, lei⸗ bens⸗lauf. den, noht und tod. Mel. Herzliebſter IEſu wasꝛc. Hobt und er⸗ 976. B hoͤht des gro⸗ hen GOttes gute, Denn ſie Awwe, bezeugt ſein vaͤterlich ge⸗ mso muͤhte: Sie iſt es, die den h tg, tiſch ſo reich beſetzet, Und maſſee uns ergetzet. 22. Er ſuchet uns ſo vaͤter⸗ lich zu nehren: Wie ſolte ſe ten: meihert galgfän oheöwe⸗ mehren, Daß wir nach wunſch auch ſeines geiſtes buben Jezt von ihm ha⸗ en: b 3z. Die werden uns erz mit liebe gegen ihn it ſentzuͤnden, Die ſeel in an⸗ ſaacht durch gebeht und — n. Tiſch⸗Geſaͤnge. das nicht unſre hoffnung V imſb ſlauben feſte gruͤnden, Das — ſingen Stets aufwerts ſchwinhen. 4. Sie fuͤllen uns mit vielen geiſtes⸗werken, Sie werden uns den trieb zum guten ſtaͤrken; Daß wir uns auch der kranken und der armen Alzzeit erbar⸗ men: 5. Daß wir in unſchul) unſern wandel fuͤhren, Mit treu und demuht alle tha⸗ ten zieren, Der welt luſt und dem fleiſch, als GOt⸗ tes erben, Getroſt abſter⸗ en:;— 6. Und ſo im vorſchmack ſeine ruh genieſſen, Bis wir in Chriſto unſer leben ſchlieſſen, Und denn, den 85 — 8 — 5 2. Wer kan die men⸗ ſammen alle wehrt. ned hen ür zählen, die jezt: 6. Wir wollen dieſes m l uß die nohtdurft taͤglich dank⸗lied weihn; 4 Tiſch⸗Geſaͤnge. ihm aus gnaden aufgenom⸗ men, Zur freude kommen; land. 7. Dieerbereitet denen, 3. Du machſt, daßman in. die ihn lieben, Die er uns auf hoffuung ſaͤet, Und— ſelbſt durch Chriſti blut endlich auch de verſchrieben, Darauf wir nießt. Der wind der durch eeinzig und alleine bauen die felder wehet, Die wol⸗ Und feſt vertrauen. ſke, ſo das land begießt, Des ii 8. Nun ihm, ſamt vater himmels thau, der ſonnen⸗ und dem heiligen geiſte ſtrahl Sind deine diener ſuiſt Dem alle welt dank, pflicht, allzumaalx. pdu ggeehorſam leiſte, Sey hier 4. Und alſo waͤchſt des mein und dort mit herzen, mund menſchen ſpeiſe, Der acker uüng und zungen Stets lob ge⸗ſſelbſt reicht ihm das brod: ſim Die nahrung fuͤr ein jedes nd frucht ge. n Es mehret ſich vielfäͤltger nen aus. Dein ſegen niemand ſchenken, Und dein ſren, macht uns alle reich: Achſerbarmen hat kein ziel: ge eber GOtt! wer iſt dir Denn immer wird uns 2 weiſe, Was anfangs ſchien, umen Mel. Wer nurden lieben GOtt als waͤr es todt; Bis in der lunan §GOtt, von eernte jung und alt Erlanget S8 dem wir al⸗ſeinen unterhalt. deing les haben! Die welt iſt! 5. Nun HErr! was ſol aus eein ſehr großes haus; Duman erſt bedenken? Der cſant aber theileſt deine gaben, wunder ſind hier gar zu iſfun Recht wie ein vater, drin viel. So viel/ als du, an A ren, ehten meiſe mehr beſchehrt, Als wir zu⸗ e gehn? nie vergeſſen Und dir ein ſich hlen, Denn du Ein jeder biſſen den wie d tzuſtehn. Es eſſen, Sol deines ſegens nelg tter⸗ hand denkmahl ſeyn: Und hez idein 1 Kſmgklcbenalun ,cfeeſesen 8 ir unſre nahrung preis zahm: Gib brod, vergib ddank. ddie ſunde. Kein args da 2 ——— e 4 tl. HErr Syuſte der einge ꝛc. Le, Loͤſ uns aus 78. J. nun ſey ge⸗. i b b eiſet„ Wir ſagen dir jezt= n dank; Du haſt uns wolſg 4 geſpeiſet, Du gabſtuns u⸗ . en trank„Dein mildig eit v zu merken, Und unſern Jlaubn zu arken, Dabduſde ſyſt unſer GHtt. 3 Hat au usdeneh SS„ Mas w wir jes al V ie Beihe n. 9 1 e— lu wir 2. Lo ee 1 nd 88 Peter aue ruuge werd dein naur, ſ eſeen 7 id Johne ſchmnach e ſch, Dee GOti tra ſſen. Haltuns 1 9 gennn zu tiſch: Cyr von er GOtt! Ber) an übtingerg⸗ Werden rechtem brauch ge draus gedect,Miſ gnade, daß wir Was al unſre oe ſeyn; Hir⸗ du aͤglich wirſt eſcheheaberſe ſchafe, rinder, und ren, Stets in deiner fur ct 2 ³ 4 vein Schaff L tt verzehr en. ſruntie zund giebts allei 3. Lehr uns deine gat 9 Kr 6. Wir danken ſehr, und erkennen, Daß wir, großen tten ihn Um des heilgen ſchoͤpfer! dich Kindich un gan ſtes ſinn: Daß wir ſol ſern vater nennen, Wet echt verſtehn, Stetsſcher uns ſo gnaͤdie inn gebohten gehn Schuͤtzet, nehret und namen machen haͤlt, Der uns, was Chriſto ohn un⸗noͤhtigfaͤllt, Hier in die in 2wi rechtſe rmen leben Pflegt mit 7 eicher hand zu geben. Adeng .* 4. Nun, wolan! auf rd Do(beine guͤte Nehmen wir/ g 5 be nundc vas du beſchehrt: Gib⸗ iſ ſeſ leib und gemuͤht 6,N glerfriſcht und nicht be⸗ngnn . dere,, De ſt d beides an 1 , du es wirſt gerne ſehen. 81. nunmehr voll⸗ tet leiber ſpeiſet. Käm leib und das gemuͤhte. Du eid ſchen⸗luſt! Du haſt uns ha allen raht gewußt ums uns ſehr wolgelabe ——— 2 mahlzeit ſo geſchehen, Wie Nach dem Eſſen. Jie mahlzeit iſt bracht, Wir haben ſchon egeſſen: Mein GOtt! 5 haſt es wohlgemacht, Und jedem zugemeſſen, Was ihm von dir beſchie⸗ den war; Du reicheſt uns voll guͤte dar, Was unſre 2. Wie groß iſt deine freundlichkeit! Wie herr⸗ lich deine guͤte! Denn ſie verſorgt zu jederzeit Den lebens⸗freund, du men⸗ 4 Und 1 1 f Des himmels fenſter Joffneſt du, Und ſchenkeſt milden regen: Du ſchleußt ſie taͤglichhie Brod, ſpeiſ und do nahrung haben: HErr!du Mel ⸗Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. thuſt guf die milde hand, Und ſaͤttigeſt das ganze land Mit großem wolge⸗ 5. Mildreicher GOtt! nun wollen wir Fuͤr dei⸗ nen tastndviriß„Als liebe kinder, fuͤr und fuͤr Dich loben, ruͤhmen, prei⸗ ſen; Wir danken dir nach unſrer pflicht, Getreuer GOtt! ver Laß dir es wol gefallen. 6. Vergib unsunſte mis⸗ ſethat, Und gib, was wir begehren. Schaff uns, ova⸗ ter! ferner raht, Daß wir uns ehrlich nehren. Ver⸗ leihe kuͤnftig gute zeit Gluͤck, nahrung, fried un einigkeit, Geſundheit, hei und ſegen. b ben; Du macheſt, daß ſchmaͤh es nicht, 7. Laß uns derein gen p an aſt die erde auf und zu, Und hnnun giebſt uns deinen ſegen. n Die koſt iſt da auf dein ge⸗ un heiß, Wenſolte das zu dei⸗ ch zug a nempreis, O vater! nicht ſchmeckt mna bewegensn 4. Du ſolber ſpei ener zeit Dick vieh, nd auch diejunge llch preiſen. II 1 II4O 4. 1* 4— 3 4 4* Abend Lieder. undplage. 2. Die nacht iſt da; Sey du mir nah, Mein heil! mit deinen kerzen; Treib der ſuͤnden dunkelheit Weg aus meinem herzen. 33. Der ſonnen glanz Entweichet ganz; Quner⸗ ncchaffne ſonne Brich mit deeiinnem licht hervor, Mir zur freud und wonne. 4. Des monden ſchein Fallt nun herein, Die fin⸗ ſterniß zu mindern; Laß Doch nichts veranderlichs Meinen lauf verhindern. 5. Es koͤmt nunmehr Das ſternen heer, Und glaͤnzet ſchon von fernen; III. Abend⸗Lieder. werk in meiner ruh Sich, HErr! in mir merken. 7. Ein jeder wil, Weil pflegen. Laß die unruh dieſer zeit, JEſu ſich bald legen. 8. Ich ſelbſt wil auch, Nach meinem brauch, Nun in mein bette ſteigen; Laß mein herz ſich auch zu dir, Als zum bette, neigen. 9. Halt du die wach, Damit kein ach Und ſchmerz den geiſt beruͤhre: Sende deiner engel ſchaar, Die mein bette ziere. 10. Wenn ſol denn nun Der wechſel ruhn, Undtag und naͤchte weichen? Wenn erſcheint denn jener tag, chen? 12. Da ſollen wir Der 8** ſonnen zier Und freude nie alles ſtill, Der ſuͤßen ruhe Welchem nichts zu glei⸗ Il. Fuͤhr uns von hier, O GOtt lzu dir, Uns, die lwir hie noch weinen, Da⸗ ahin, wo dein ſonnen⸗glanz Uns wird ewig ſcheinen. verlieren; Denn das lan W Nenn ſaf nntg, 1Szei 8 4““ Abend⸗ Lieder. 4a ſſt ſelbſt das licht, Das die ſtadt wird zieren. 13. Halleluja! Ach waͤr ich da, Wo alles lieblich klinget, Wo man ohn ab⸗ wechſelung Heilig, heilig! JIEſu du! Mein troſt und ruh! Laß uns da⸗ hingelangen, Wo wir denn in deinem glanz Ewig vor ſinget. 14. O dir prangen. Und kein feind uns ſolchen raube: Deine huͤlfe mach uns frey. Treuer JEſu! ſteh uns bey. b 4. Treuer JEſu! koͤmt es nu Einſt einmal mit mir zum ſterben; So bring mich zu deiner ruh, Mache mich zum himmels erben: Schließ mir ſelbſt die au⸗ gen zu, Treuer IJEſu!mei⸗ ne ruh. b Mel. 8. JEſus meinezuverſicht. —9 IAcin! 0) Sdreuer JEſu! 9 83. S wache du, Denn jezt geh ich, einzu⸗ ſchlafen: Gib mir und den meinen ruh, Bleib, o hirt! bey deinen ſchafen: Schließ die thuͤren ſelber zu, Treuer JEſu!wache d. 2. Treuer IEſu! weiche nicht Sonſt wird grauen, furcht und ſchrecken, Das oft mit der nacht einbricht, ade Uns mit ach und weh er⸗ f wecken: Bleib bey uns, o naden lcht, Treuer JE⸗ ſuweiche nicht. 3. VTreuer JEſu! ſteh uns bey, Daß in uns der b geiſt und glaube, Wenn dema“ wir ſchlafen, wacker ſey, 2 Freilich wirſt du man s5. Treuer JEſu! nim zu dir Endlich mich, und auch die meinen: Bricht dereigg der tag herfuͤr, Dadl ſelber wirſt erſchei⸗ nen: Ach ſo fuͤhr uns ins gemein, Treuer JEſu! zu dir ein. Mel. JEſu deine heilge wunden. 984 Gere es iſt von mei⸗ nem leben Wiederum ein tag dahin: Lehre mich nun achtung geben, Ob ich froͤmmer worden bin? Zeige mir auch ſelber an So ich was nicht recht ge than; Undhilf mir inmet nen ſachen Ein geſegnet en⸗ Abend⸗Lieder. b ches finden, Das dir nicht zerſtoͤre du den raht, Und gefallen hat: Denn ich bin verhindre ſelbſt die that: annoch voll ſuͤnden In ge⸗Wend auch alles andre Pfleget ſeele, hand und mund So geſchwind und oft zu fehlen, Daß esleider nicht zu zaͤhlen. 3. Aber, o du GOtt der gnaden! Habe noch einmal b geduld. Ich bin freilich ſchwer beladen; Doch ver⸗ mgib mir alle ſchuld. Deine sgroße vater⸗ treu Werde ddieſen abend neu; So wil lich nach deinem willen Kunftigmehr, als heut, er⸗ 4. Heilige mir das ge⸗ ummuͤhte, Daß der ſchlaf nicht ſuͤndlich ſey: Decke mich ummit deiner gute, HENRR! dein engel ſteh mir bey. (Schhutz und decke ſtadt und haus Loͤſche glut und flam⸗ nen aus, Latz mich morgen noht und kummer weinen. 4 ſen leu mit den meinen Nicht in 9 85 F 87. G. Steure ſelbſt den bo⸗ 4 ten, Die im finſtern arges thun. Wollen ſie ſich hab ich heut genoſſen„Gott danken, wort und that; Und ſchrecken, Das der ſatan vom morgen bis jetzund kan erwecken. 6. HErr dein augegeht nicht unter, Wenn es bey uns abend wird; Denn du bleibeſt ewig munter, Und biſt ſelbſt der gute hirt, Der auch in der finſtern nacht Ueber ſeiner herde wacht: Darum hilf uns deinen ſchafen, Daß wir alle ſicher ſchlafen. 7. Laß mich denn geſund erwachen, Wenn es rechte zeit wird ſeyn, Richte ſelber meine ſachen Blos zu dei⸗ nen ehren ein. Doch be⸗ ſtimſt du, lieber GOtt! Mir noch heute meinen tod: So befehl ich dir am ende Leib und ſeel in deine haͤnde. Mel. Wer nur den lieben G Ott. Ott lob! der tag iſt nun beſchloſſen, Die ruhe⸗ſtun⸗ de ſtellt ſich ein. Viel gutes deis berenen ns zu ſcha “ 2, den, wenn wir ruhn; So An GOtt und an ö“ gedacht, iir muß dafuͤr geprieſen ſeyn. ſein lob Abend ———— um gedacht, Bringt ein gute nachh. 2. Des leibes arbeit geht zuende: Die ſeele nimt das ſihre vor. Mein GOttl ich erechte gegt. hebe herz und haͤnde In dsh FEſu nun zu dir empor: Ami Weil ich dich vater nennen ieh kan, So nim meinkindlich üe Hopfer an. mut 3. Der tag verſtreichet end. ohne plagen, Der abend n bricht vergnuͤgt herein. Me Mußmancher uͤber ungluͤck Klagen; So kan ich gutes nwih muhtes ſeyn. Dein aufſtehn ange ſchuͤtzt mich vaͤterlich Und ihe deine liebe kroͤnet mich. 3uo. 4. Nun GOtt! vom dae grunde meiner ſeelen Stim Oͤr ich ein lob⸗ und dank⸗lied naee an. Gern wolt ich alles mnb das erzaͤhlen, Was deine in hand an mir gethan; Doch, eber GOtt lunzaͤhlich iſt/ ant. Was ſeel und leib von dir baſt. ſgenieſt. jer 5. Ach nur vergib mir al⸗ mm leſuͤnde! Mein JEſus nimt beim. die ſchuld auf ſich; Darum elutes indieſem deinem kinde, Ge⸗ n. Ichweiß du geheſt mit mir iih nicht UIm Chriſtiwillen ins reuer GOttlerbarme dich ſnacht hat mich umgeben, 6. Drauf ſchlaf ichunter deiner liebe, Und was mir lieb,befehl ich dir. Siehts um mein lager ſchwarz und truͤbe; So leuchte nur dein licht in mir, Das nacht und dunkel lichte macht, Und mich mit vater treubewachh. 7. Wolan ichwil der ruh genieſſen; Sol dieſe nacht die lezte ſeyn, Da ich mein leben muß beſchlieſſen; So geb ich mich vom herzen drein. Das leben iſt mir kein gewim, Als bis ich wol geſtorbenbin. 8. So geb ich mich in dei⸗ ne haͤnde, Ich leb und ſter⸗ be, wie du wilt. Ich weiß, daß aus dem lebens ende Des rechten lebens anfang quillt. So ſchlaf ich nun aufß IEſum ein; So muß men ſchlaf geſegnet ſen. Mel. Wer nurden ſiebenOtt. Ott lob! es 986. Gh iſt von mei⸗ nem leben Nun abermal ein tag vorbey. Die ſtille Und macht mein herz von ſt vraen freh Dis iſt miem Cect toſt l 8 8 5 3 1 3 3— 5 Abend⸗Lieder. neſt der mich erfreut: Stets naͤher zu der ewig⸗ eit 2. Ein jeder abend kan mir zeigen, Es werde ſich mei n lebens⸗licht Zum ſtillen todes⸗ abend neigen. Dis iſt mein troft, und ſchreckt mich nicht: Ich kom aus dieſer kurzen zeit Stets naͤher zu der ewigkeit. 3. Ob ſich gleich leib und ſee ele ſcheiden, Und mei⸗ nes leibes kleid zerreißt; Wird JEſus doch die ſeele kleiden N it dem, was un⸗ unverweſlich heißt. Dis iſt mmein ziel bey freud und unmeeid: Stets naͤher zu der ewigkeit. 4. Ich finde nur im kuͤh⸗ lem grabe Das beſte bette meiner ruh. Und wenn ich ausgeſchlafen habe, Fuͤhrt IEſus mich dem himmel So bringt mich jeder * lic der zeit Stets naͤher zu der. ewigkeit. gan Sisde Dieweil mein) ilt Kuſ be. mir ket meiner tage zeit Stets gm guma naͤher zu der ewigkeit. ſit 6. So komt ihr ſanften Eenle abend⸗ſtunden! Ihr muͤ⸗ w ſcum den augen ſchließt euch zu! gldeiner Die ſeele ruht in Chriſti etnfels. wunden, So hat der leib 2 auch ſeine ruh. Mein entam wunſch und ziel iſt jeder⸗ ei ſchit zeit: Stets naͤher zu der vüte ewigkeit. Mel. GOade himmels und: ꝛc. 987. a ich mich zur ruh wil he ma fie legen, GOtt! ſo denk ich ſair inden erſt daran, Wie mir dein atudut gewünſchter ſegen Heute Sm ſo viel guts gethan. Nun müs in Chriſto opfern dir Geiſt ſaßzen und lippen dank dafuͤr. us ſalt 2. Segne mich mit nn e neuen gnaden, Segne mich da da mit neuer huld; Laß mir ii, 3 keine ſunde ſchaden, Und ie erlaß mir alle ſchuld: JE⸗ Si ſum nim zum buͤrgen an, Sn Derd beza zlen wil und kan. gſelisf 3. Segne mich in mei⸗ äergge nen ſchlafe: Gib, daß un⸗ m der deiner hut, Treuer hir⸗ atzn te deiner ſchafe! Leib und er ſeele ſicher ruht. Ol wie he er tsit ſchs b. verguint, 4 1 a8 — — — liegt! b G. Segne mich mit ſchutz und ſchirmen Durch die engel deiner wacht; Daß des teufels wuht und ſtuͤr⸗ — —— —— — — —— —— ha ſen undſtaͤrke, Segne mich auf ien müiſt re. en aauch kein theil an mir. men Mir nicht furcht und ſchrecken macht. Ich bin dein, ſo hat bey dir Satan 5. Segne mich an mei⸗ ner haabe; Weil du deine freunde liebſt, UInd ſo man che gute gabe Ihnen auch mir in der ruh, Was mir gut und nuͤtzlich, zu. 6. Segne mich mit kraft kuͤnftgen tag, Daß ich mei⸗ nes ſtandes werke Friſch 4 nünit nich Daß denn alles wol ge⸗ fich bringt. und froh verrichten mag; lingt, Was die arbeit mit rem leben, So mirs an⸗ unn. ders ſelig fällt. ud ich leb und ſterbe dir. ma, gebeten, Laß, mein SOtt! era 7. Segne mich mit laͤng⸗ ers Alles ſey dir uͤbergeben Und gelaſſen heimgeſtellt. Wie du wilt, ſo ſchicks mit mir; Denn 8. Worum ich dich jezt Wenn man dir in armen mſclafegebſt⸗Alſowirf dich ungehindert ſ erhoͤret ſeyn. Morgen wil 8 ich vor dich treten, Und mich dankbar druͤber freun. Nun, mein leib, ſo lege dich, Schlafe wol! GOtt ſegnet mich. 1 Mel. HErrunſer GOtt ꝛc. alle welt zur ruh. 4 2. Ich preiſe dich, duz HErr der naͤcht undtage! Daß du mich heut fuͤr aller noht und plage Durch dei⸗ ne hand und gnadenreiche macht Sounverletzt und ſicher durchgebracht³. 3. Vergib, wo ich bey ſtage ſo gelehet, Daß ich nach dem, was finſter iſt, geſtrebet. Laß alle ſchuld durch deinen gnaden ſchein In ewigkeit bey dir erlaſ⸗ ſen ſeyn. if u ein iſt* chaue, I Indem ichmich der truͤben b nacht vererane; nd ds 1 Abend⸗Lieder. der leib auf dieſen ſchwerenſhuͤt uns heint In dieſer 3tag Sich ſeiner kraft feinſnacht fuͤrm boͤſen feind, ſanft erholen mag. AUnd laß uns in dir ruhen 5. Vergoͤnne, daß der fein, Und fuͤr dem ſatan lieben engel ſcharen Michſſicher ſeyn. bewahren; Damit ich fuͤr ſchlafen ein, So laß das der liſt und tyranney Der herz doch wacker ſeyn: Halt feinde nun im ſchlafe ſicher uͤber uns dein rechte hand, ſey Daß wir nicht falln in ſuͤnd 6. HErr! wird mich und ſchand. einſt die lange nacht bedek⸗ 4. Wir bitten dich, OErr ken, Und in die ruh destie⸗JEſu Chriſt! Behut uns fen grabes ſtrecken; So fuͤr des teufels liſt, Der blicke mich mit gnaden au⸗ſtets nach unſern ſeelen geen an, Woraus ich licht trachtt, Daß er an uns imtode nehmen kan. nicht habe macht. . Laß mich hernach, zu- 5. Sindwir doch dein er⸗ umalei h mit allen frommen ‚erbtes gut, Erworbendurch Sn jenem glanz des andern dein theures blut: Das bens kommen, Allwo du war des ewgenvaters raht, uns den großen tag be⸗Als er uns dir geſchenket timt, Dem keine nacht hat. licht, glanz und klarheit. 6. Befiehl dem engel, ſdaß er kom, Und uns be⸗ wach dein eigenthum: Gib benruh. fur der nacht der finſterniß 3. Ob ſchon die augen 3 uns die lieben waͤchter zu, ſianhe Daß wir fuͤrm ſatan ha⸗ alze 7. So ſchlafen wir im namen dein, Weil deine en⸗ uun gel bey uns ſeyn: Du hei⸗ lige dreyeinigkeit, Wirlo⸗ ben dich in ewigkeit. h⸗ aukeit Perted af, Nn 3 nigeſ Das 1 the ſeyt aucher de 4. Wg 4(hriſte, der du fän, 99 O. I biſt tag und a licht, Vor dir iſt, HErr! verborgen nichts: Du va⸗ terliches lichtes glanz! Lehr uns den weg der wahrheit aanz. b 4 3 Wir bitten dein goͤtt⸗ liche macht, Behuͤt uns heint in dieſer nacht: Be⸗ wahr uns doch fuͤr allem r zleid, GOtt vater der barm⸗ 8 herzigkeit! 3 Vertreib den ſchweren ſchlaf, HErr Chriſt! Daß duns nicht ſchad des feindes liſt, Das fleiſch in zuͤchten ciit⸗ Preine ſey: So ſind wir amch mancher ſorgen frey. . s. 4. Wenn unſre augen magt, ſſchlafen ein, Laß unſer herz gitet Poch munter ſeyn. Be⸗ ſhhirm uns, GOttesrechte a, Hand!Und loͤſ uns von der be⸗ unden band. b 5. Beſchirmer deiner zhriſtenheit! Dein huͤlf ſey ho lans allzeit bereit: Hilf nns, HErrGOtt! aus aller nttim ioht/ Durch deine wunden, ene fhein und tod.— der 6. Gedenk der ſchweren eiw pit, HErr Chriſt! Darinn ſer leib gefangen iſt, Die — — — — ſeele, die du haſt erloͤſt, Der gib, o JEſu! deinen troſt. b *7. GOtt vater, dir ſey lob und preis, Und deinem ſohne gleicher weis, des heilgen geiſtes guͤtigkeit Sey bey uns bis in ewig⸗ keit. b 0 Hun ruhen all⸗ 991. K le waͤlder, Vieh/ menſchen, ſtaͤdt und felder, Es ſchlaͤfet dieſe welt: Ihr aber meine ſin⸗ nen Auf, auf! ihr ſollt be⸗ hunen, Was eurem ſchoͤp⸗ erwol gefaͤllt. b ben? Die nacht hat dich tages feind: Fahr hin ein andre ſonne, Mein JEſus meinem herzen ſcheint. gangen, Die guͤldne ſter⸗ ne prangen Am blau a blauen himmels⸗ſaal: Alſo werd merthal. 4. Der le 2. Wo biſt du ſonne blie⸗ vertrieben, Die nacht, dee meine wonne, Iſt der in 3. Der tag iſt nun ver⸗ — 1 3 4 1. 5 “ 4 3 „.“ 3 3 8 1* 1»* 4 4 1 6 4 1 28““ — 3 4. 4 8 5 “— 4 öſ 5 8 4 4—ö—ö——ö—ö—ö“ „v—— 3 5 — 2 4 öoöZoͤSͤoͤ“ 2—. 2 3 ——— 7— 4 ¹ 4 . — 9 4 8 8„ 4 4 * 3 1 4 A 4 1 2 ·— Abend⸗Lieder. 9. Auch euch, ihr meine ieben! Sol heint kein leid betruͤben, Kein unfall, noch GOtt laß euch ſe⸗ ——— ==—ö —= —— 1 —— —— 4 —⁵ʃ — —₰ — — — ☛☛ ◻ᷣ— S= 2 — — —— —— 28 2 S — 8 S8 —— .g2 =&. 2 25 S —ᷣ —— —— —= ——— —— —— beit Mel. Vater unſer im himmelr. 992 0. danke dir, . Glievreichet 3 GOtt! Daß du mich heut„ daſg fuͤr ſchand und ſpott Und ſchweren faͤllen haſt be⸗ i huͤtt: Es koͤmt von deiner then gnad und guͤt. Mein ganz z derben iſt aus mir, uu —— —— bleibtleicht Gefallen heide l? Nimin ſuͤnd, Als ſonſten man⸗ i mn s me t etſt Du deine huͤlf' und gnaden. zuaſe hand Faͤllt auch der fromſt tein e ſuͤnd und ſcand. ſirt. 3. Doch bin ich gar nicht Iihe eide und nim dein kuch⸗engel⸗rein, Ich ſind, oJE⸗ Iſi. ein ein. Wil ſatan michſu ſtets das mein: Den ſe⸗ 6 erſehungen; So laß die alten Adam ich noch ſpür, iſ er muich anreizet fer und en fur, Daß ich mein herz, be⸗ an 2 4 453 e — Abend Lieder. b 1149 ierd und ſinn Zur eitelkeit guts gethan, Daß ich nicht ſll neigenhin.; A. Ich klag an mein un⸗ achtſamkeit Vor dir, o 6Ltt! mit reu und leid; ſehn, Wasoft aus ſchwach⸗ heit iſt geſhehn. Den in⸗ e nern menſchen hab ich nicht un 5 Mit fleiß verwahrt nach er meiner pflicht. mu 5. Den ſinnen hab ich oft zu weit Den zaum ge⸗ hünnt zur eitelkeit. Ich habe viel geredt, gedacht, Nam p Gehoͤrt, geſehen und voll⸗ nat 6. Aus gnaden alles mir avergib, Verbrenns im aa feuer deiner lieb. Dubiſt voll heiligkeit und gnad, Was mir noch fehlt, fuͤr mich erſtatt. Dein blut mich waſche, datz ich werd Sorrein, wie mich dein herz begehrt. uc fer⸗ Ich dank auch, lieb⸗ n Da gnade, die du mir Erzei⸗ — d haſt von kindheit auf, Sis dieſe ſtund in großem Wie du auch alles ſelbſt ge⸗ r JEſu! dir Fuͤr alle alles zaͤhlenkaunu. 8. Ich bitte, halt auch gnaͤdiglich Dein auge of⸗ fen uͤber mich, Daß mich der feind mit liſt und macht Nicht uͤberfall in dieſer nacht. Fuͤr ungluck ſchuͤtze ſeel und leib, Gefahr und noht weit von mir treib. 9. Gib, daßich nach ge⸗ pflogner ruh Erwach, auf⸗ ſteh und freudig thu, Was du, HErrl anbefohlen mir, Und einen guten wandel fuͤhr. Steh mir mit deinem geiſte bey, Daß nichts ver⸗ damlichs an mir ſey. 10. Fuͤr einem boͤſen ſchnellen tod, O du liebrei⸗ cher frommer GOtt! Mich heint und jederzeit bewahr, Laß bey mir ſeyn der engel⸗ ſchaar, Daß ſatanas und ſein geſind An mir ja keine macht nicht find. Mel. IEſu meines ſebens leben. 993. u laͤßt mich 4 reichen, GOtt, der mein erretter iſt! Das iſt mir f tn dauf. Du haſt nurſo viel ein neues zeichen, Daß du treu und gnaͤdi „ 1 3 “ Abend⸗Lieder —— anizt mein ſchwaches ſin⸗hier keinen je — gen Durch die truͤbe wol⸗verderbers treffen mag. ken dringen, Und ſey gegen ddieſe nachtFerner auf mein b heil bedacht. 38 flehen, Und verſtoß mein opfer nicht: Hab ich gleich auch nicht zuwider ſey.i ſehr viel verſehen, Und viel Laß mich jetzo ſchon aufer⸗ 39 ru boͤſes ausgerichtt: So den Einen ſolchen tempel d verfluch ich meine ſuͤnden, werden, Der nur dir, und n Und wil mich mit dir ver⸗nicht der welt, Ewig licht hi 2⸗ B. Moſ. 12,29. 5. Wirke ſelbſt in mei⸗ ſna b venſinnen. Stehuur auchſehg 2. Neige dich zu meinem im dunkeln bey, Daß mein i jediche ſchlafen und beginnen Dirf ii binden. Reiß du nur aus und feuer haͤlt. meiner bruſt Alle wur⸗ zel boͤſer luſt. 1 W 5 re es ſey mein leib und leben, Und was du mir ſonſt geſchenkt, Dei⸗ ner allmacht uͤbergeben, Die den himmel ſelbſt um⸗ ſchraͤnkt. Laß um mich und um die meinen Einen ſtrahl der gnade ſcheinen, Der, was deinen namen traͤgt, Als dein gut zu ſchuͤtzen plegt. 4. Laß dein heil michjezt bethauen, Gib mir deſſen uͤberfluß. Schuͤtze mich fuͤr angſt und grauen, Wende ſchaden und ver⸗ druß, Brand und ſonſt be⸗ truͤbte faͤlle: Zeichne mei⸗ euch in die ruh: Reget ihr i ena euch morgen wieder; be d Schreibt es eurem ſchoͤpfer i Dur zu, Der ſo treue wacht ge⸗i Ri GOtt herfuͤr, Und noch gemuͤhte, Daß ichtret zu ii heut gethan an mir: Da ui x☛ nes hauſes ſchwelle, Daß 6. Geht ihr meine muͤden 4 d 8. nerſchlag Des ticee 1 d 99 Wetde mun⸗ Gt 4. ter mein ,d er mich den ganzen tag Fuͤr 8 anin, Jäutt b 1 1 1 Abend⸗ Lieder. de ſchaden Treu behuͤtet hat in gnaden. b 2. Lob und dank ſey dir ſeſinnen, Tan der barm⸗ erzigkeit! Daß mein wert durch dich gelungen, Daß im de du michfuͤr allem leid, Und wwit ſe. ſcenfer⸗ endape T für ſuͤnden mancher art So gar vaͤterlich bewahrt, Auch den feind hinweg ge⸗ trieben, Daß ich unbeſchaͤ⸗ Gnücct digt blieben. 3. aüde ſprechen Deine guͤt und Keine zunge kan aus⸗ wunderthat; Kein menſch kan jemals ausrechnen, Was dein hand erwieſen hat. Deiner wolthat iſt zu e viel, Ihr iſt weder maaß her noch ziel; mich ſo gefuͤhret, Daß kein —unfall mich beruͤhret. zei; HErr! du haſt 4. Dieſer tag iſt nun vergangen, Und die dunkle nacht bricht ein: Nach dir, GOtt! iſt mein ver⸗ n langen, Dein licht nur kan micherfreun. Stehemir, o vater! bey, Daß dein glanz ſtets vor mir ſey, Und mir auch im finſtern 2 iu, dich alleine. aah cheine; Denn ich hoff auf unnd 5.HErr! verzeihe mir ſca aus gnaden Alle ſuͤnd und mein herz beladen Und dich hoch erzoͤrnet hat. Treib des ſatans liſt und tuͤck, GOtt! durch deine kraft zuruͤck: Laß es ihm ja nicht und noht zu bringen. dewichen; Stell ich mich doch dein ſohn verglichen Durch ſein angſt und todes⸗ pein; Ich verleugne nicht die ſchuld, Aber deine gnad ſund huld Iſt viel groͤſſer als die ſunden, Welche ſich in mir befinden. 7. O du licht der from⸗ men ſeelen! O du glanz der ewigkeit! Dir wil ich mich ganz befehlen Dieſe nacht und allezeit: Bleibe noch, mein GOtt! bey mir er: Troͤſte mich mit dei⸗ miſſethat, Womit ſich gelingen, Mich in angſt 6. Bin ich gleich von dir och wieder ein: Hat uns 9 dem finſtern thal all.. 6 ööb ner liebe, Daß keinunfall mich betrube. 8. Fuͤr des teufels ſtrick und netzen, GOtt mein va⸗ ter! mich hbewahr, Daß er mir nicht kan zuſetzen Mit angſt, ungluckund gefahr. 2 Abend⸗Lieder.— Laß mich dich, o wahresmich nicht in ſuͤnden ſter⸗ 13 natt Nimmermehr verlie ben, Noch an leib und ſeel Ai ren nicht: Denn wer dich verderben. nur hat im herzen, Fuͤhlet 12. Odu großer GOtt! keine ſeelen ſchmerzen. ſerhoͤre, Was dein kind ge⸗ 9. Wenn die tages⸗wer⸗ beten hat. JEſul den ich ke machen, Daß die augen allzeit ehre, Bleibe doch ſchlafen ein; Laß ich doch mein ſchutz und raht: O mein herz ſtets wachen, du wehrter heilger geiſt! Und zu dir gerichtet ſeyn; Staͤrke du mich allermeiſt. Geiſt, gedanken, ſeel und HErr! erhore dis mein rin, ſinn Gehen immerfort da⸗ ehen: Amen, ja, es ſol i güſe hin, Daß mich nichts von geſchehen. dhgt dir abtreibe, Und ich dein— h. im ſchlaf auch bleibe. Mel. Aus tiefer noht ſchrey ꝛe. ut — — ——— —— —— — —— — —— —— —— . Laß mich dieſe nacht GSch dank dir, Fenng empfinden Eine ſanft und 9 95. 4 vater! denn vun, ſuße ruh: Alles uͤbel laß du haſt Die nacht zeit hey une * verſchwinden, Deck mich dem tage Erſchaffen frey⸗ 1 melbſt aus gnaden zu. Leib von ſorg und laſt, Vonar⸗ Kaniſh und ſeele, ſinn und muht, beit, noht und plage; Daß ii Auch mein zeitlich haab man ſie bring in ſtille zu, und gut, Freund, ver⸗ Und vieh und menſchen ih⸗ wwWoandte Chaatt, kinder“) re ruh Zur leibes⸗noht⸗ ſ hausgenoſſen, Seyn in dei durfthaben Mia nee ſchutz geſchloſſen. 2. HErr! deine weisheit, dleih 2 „11. Ach bewahre mich guͤt und macht Iſt nimmer deßte fuͤr(recken, Schüße mich zu ergruͤnden: Du haſt es iR fur uberfall. Laß mich alles wolbedacht, Wie wir er g krankheit nicht aufwecken. es oft empfinden. Gib, aven Treibe weg des krieges daß ich dich je mehr und nan n ſchal Wend ab feur und mehr Erkenne, und dein aſſers noht, Peſt und lob und ehr Bey tag und dun doͤſen ſchnellen tod: Laß nacht ausbreite. 8 3. Jezt ndenſe un 1 ha, maiigih ebeht newieit, die Hrr! zu dir Mein herz⸗ —, liches verlangen, Duwol⸗ und leſt nun auch ſeyn bey mir mn Jezt, da der tag vergangen, und ÜUnd mir leib, ſeele, ſinn, itten undmuht, Mein threund Ie 3 mich dich, Jr prei ich dich in Daß deine treu verhuͤtet hat, Daß ich in ſchand und miſſethat Nicht groͤblich — 4. Wobey ich doch nicht Wie mir gebeut dein hei⸗ Abend⸗Lieder.— ſonderheit, Daß du aus lauter gnaden Mich und die meinigen auch heut Be⸗ wahrt fuͤr allem ſchaden; bin gerahten. leugnen kan, Daß ich viel guts gelaſſen; Hingegen aber das gethan, Was du befiehlſt zu haſſen: Ich habe nicht ſo immerfort, hlig wort wandelt. 1 b ſeheniſt, Und wo ich ans⸗ geſchritten; Das hat ver⸗ * er am kreuz gelitten; Um Untadelich ge⸗ 5. Was aber noch ver⸗ dhnet JEius Chriſt, Als deſſen willen, HErr! ver⸗ zeih Mir alle ſuͤnden, und verleih, Daß ich mich taͤg⸗ lch beßre.— 6. Nun ſtehet noch, o mein haab und gut In die⸗ ſer nacht behuͤten. 7. Du wolleſt fuͤr dem argen feind In deinen ſchutz mich faſſen; Daß er, und die ſein anhang ſeynd, Mich ſtets zufrieden laſſen; Mich auch fuͤr ſchnellem bo⸗ ſen tod, Fuͤr feuer und fur waſſers⸗ noht Und allem leid beſchimmen. 8. Erhalt durch deine gnaden⸗hand, Zu deines namens ehren, Die mir mit freundſchaft ſind ver⸗ wandt, Und ſonſt mir an⸗ gehoͤren; Gib, daß die nacht und immerdar Dein heilger engel uns bewahr Für unfall, noht und ſcha⸗ den. . HErr! laß michru hig ſchlafen ein, Hilf, daß mich nichts erſchrecke: Und wenn die rechte zeit wird ſeyn, Alsdenn mich wieder wecke; Daß ich an meine arbeit tret, Wen ich zu⸗ meine wert efohler. 10. Verſchmaͤh, oGOrt mein vater! nicht Mein b 4 Pufgen bitten, flehen:Las wahresu 7 31 * licht Auch in dem fin⸗ ſtern ſehen: O heilger geeiſt! am le ten end Mit deinem troſt dich zu mir wwend, Daß ich drauf ſanft einſchlafe. Mel. O GOtt du frommer ꝛc. 6 ERR mein 996. H GOtt! leh re mich Stets meine tage zaͤhlen: Denn alſo werd ich klug, Und ſcheue mich zu fehlen. Es iſt nun aber⸗ mal ein ſtuͤck des lebens hin, Daß ich dem richter⸗ uhl Schon etwas naͤher in: 2. Vor dieſem ſol ich nun, Was ich im ganzen than, Genaue rechnung ge⸗ ben: Hilf, daß ich dir an⸗ äteu meiner ſeelen ruh, Noch erſt mit buß und reu Durch Chriſtum rechnung 3. Kom, meine ſeele kom, Wir wollen uns ſelbſt richten, Und auf mein heu 1 tig thun Mit wahrer ſorg⸗ falt dichten. Schohn dei⸗ ner ſelber nicht Durchſuch Abend Liedert—— daß es GOtt Und dein ge⸗ leben Geredt, gedacht, ge llich? 6. Haſt du kein faul ge⸗ ſchwaͤtz, Kein fluchen ange wiſſen weiß. 4. Fang von dem mor⸗ gen an, Betrachte zeit und ſtunden, Die dir den tag hindurch Bisdieſe zeit ver⸗ ſchwunden. Fingſt du mit beten an? Und lobteſt du den tag Den H§Erren dei⸗ nen GOtt Beyjedem glok⸗ ken ſchlag? s. Steht auch dein tauf⸗ bund feſt? Und dachteſt du mit freuden An GOttes gnaden geiſt? Mit dank an Chriſti leiden? Haſt du GOtt treu geliebt? Den nechſten, gleich als dich? Warſt du auch fromm, ge⸗ recht, Und keinem arger⸗ 2 — fangen? Erwege wo du warſt, Mit wem du umge⸗ gangen? Ob du auch GOt⸗ tes wort Geliebet, gern gehoͤrt; Dich darnach ein⸗ gerichtt, nach geehrt? ſo Wi 0, 2 gewandelt? Mit will und esia mit fleis/ Und denke, —— - C Und GOtt dar⸗ aſt du im glauben Als vor dem HErrn, wiſſen auch Richt wider B ſſen uch Wun uhn ———— ——— —— —— 2—— ——— — — — — = — wo Bſſt 6 —nͤͤͤͤ — — — 4— e— ———— “ 3 r ti bherz An Gött begnuget Abend⸗Lieder. ihn gehandelt? der liebteſt du Den alten ſuͤn⸗ den⸗wuſt? Vergnuͤgte ſich dein herz An ſchnoͤder flei⸗ ſches⸗luſt? 8. Haſt du wol ohne dank Des HErren gab'em⸗ pfangen? Dem geitz und eitler ehr Unbillig ange⸗ hangen? Die GOtt dir vorgeſetzt Geliebet und ge⸗ ehrt? Des nechſten fehler nie Zum ſchimpf und ſpott gekehrt? 9. Haſt du den nechſten wol Beſchimpfet und be⸗ truͤbet? Ihn um ſein gut gebracht? Dis mehr, als ihn, geliebet? Haſt du ihm ſtets genutzt? Ihn nicht aus haß gerichtt? Thatſt du den armen guts? Ver⸗ pe ließt den bruder nicht? 10. Haſt du auch keuſch gelebt? Ließt du in wort und werken, In kleidung, den ſpeiſundtrankDich immer tei maͤßig merken? Haſt GOt⸗ n tes ruhm geſucht, Gerech tigkeit geliebt? Die demuht Im leiden treu und geduld geubte II. Erweg/ ob ſich dein Wie? oder habe? Misdrauchtſt du ſei⸗ ne huld, Zeit, guͤter, gluͤck und gabe? Kurz, haſt du from gelebt, Und immer⸗ dar gewolt, Daß dich der HErr ſo faͤnd, Wenn er jezt kommen ſoltt? 12. Die pruͤfung iſt ge⸗ ſchehn, Und leider! ſo be⸗ funden, Daß GOtt belei⸗ digt ſey Und zwar zu allen ſtunden; Daß ich die zeit misbraucht, An GOttes guͤte, macht, Gericht wort, ewigkeit, Und ende ſchlecht gedacht. . Ach! meine ſuͤnden ſind Nicht alle zu erzaͤhlen: Denn ach! wer merket doch, Wie oft und vielwir fehlen? Ich zittre, weil mein herz Und leib voll ren, mund, Und hand und fuß beflect. 14. Das boͤſe nicht mehr thun, Iſt eine frucht der buße; Drum fall ich wei⸗ nend dem, Den ich betruͤbt, zu fuße: Ich ſchlag an mei⸗ ne bruſt, Ich f ichkan: GOtt! ſieh mich fuͤnder doch In Chriſto gnäͤdig an. Dddd2 155 8— —— 1 ſunde ſteckt, Die augen, oh Je ieh, ſoſehrh O . 4 3. ¹„ 4 1 3 4 2“ 8— 1156 Abend⸗Lieder 15. Doch ich getroͤſte mich Blos deines gnaden⸗ thrones, Und waſche mich i zund Im blute deines d getilgt, Die dich beleidigt X hat; Hiermit bezahl ich dir nich nicht, Ich huͤll mich n dein leiden; Die ſuͤnde, ddie uns ſchied, Sol uns nicht wieder ſcheiden. Durch deines geiſtes kraft Sag ich nun bis ins grab uundallen ſuͤnden ab. ſtets thun Nach deinem nwolgefallen: Laß mich nie viſſentlich In ein ge ſuͤnde fallen: Regier und fuͤhre mich, Daß ich in gluck und noht Dich beſſer fuͤrchten mmag, lind nes: Dis hat die ſchuld All meine miſſethat. 16. Mein JESll!laß Dir, GOtt gehorſam zu, 417. HErr! lehre mich halten dein ge⸗ boht. ld mich unter deinem ſchut Wider ſatans liſt und trutz i ie ſtegen, hig ſchlaf ich nun Auf mei⸗ nes JEſu blut! 19. Mein herz iſt mir nun leicht: Ich lebe oder ſterbe; Ich weiß, daß ich ererbe. Ich fuͤrchte nun nichts mehr: Werd ich gleich offenbar Vor Chriſti richterſtuhl; Geh ich zur engel⸗ſchaar. Mel. Werde munter mein ꝛc. 997. 6 1 — dein theures blut Die ver⸗ in gnaden bey dir finden. 2. HErr! nun wil ich deinen engel zu: um meinbette ſtehen, Und ſo ſchutze meine ruh. Laß den glauben tapfer ſtegen, Und die nacht fein ſicher liegen. Durch 3. Wend, otreuer men⸗ 1 3 Wend, otreuermen. gewiß Das himmelreich GEEſu! ſey von Ul mir geprie⸗ ſen Fuͤr die gnade die du heut Vaͤterlich an mir or⸗ wieſen Ohne meine wuͤr⸗ digkeit. Schenke mir doch dieſes gut, Laß mich durch h gebung meiner ſuͤnden Jezt ſchlafen gehen; Gib mir Laß ihn ü ſchutz — — — — — ·=êq·q—— -ͤ=-——— ———2 — — — ait; K gndhe ſulten 4 ni ghe. nabeſtdu haug. mir. ſden hater! S noht, gefaͤhrlichkeit. Halte Dieſe nacht in ſicherheit. nkentoch Figrch Aut dher rſanet engel⸗ſcharen Mich, und 3 2 eleder huͤter! Schaden, haabe, haus und guter Nim dich meiner gnaͤdig an, Daß mir ja nichts ſcha⸗ den kan. Laß die treuen was nur mein, bewahren. 4. Sol auch dein gerich⸗ te kommen, Solt es dieſe nacht geſchehn: HErr! ſo laß mich mit den frommen Dieſe nacht zum himmel gehn. Laß mich dir zur rechten ſeyn, Sprich dis urtheil: kom herein, Du getreuer knecht! zumleben, Wo die frommen ewig ſchweben. IEſu ruh ich wol. Laß mich morgen friſch auf⸗ ſtehn, Und an meine arbeit gehn, Die du mir in dieſen tagen Zu verrichten aufge⸗ 6. Hierauf geh ich nun zu bette, Schlafe, JEſu! auf dein wort, Kleb an dir als eine klette Schlafend, wachend, fort und fort: Weil mein herz beſtaͤndig glaͤubt, Daß es feſt dabey verbleibt, Daß du uns wilt ſelig machen, Ob wir ſchlu fen oder wachen. Abend⸗ Lied am Sonnabeno Mel Herzlich thut mich verlang. 998 D woche geht d- Eß zum ende, Nicht aber GOttes treu: Denn wo ich mich hin wende, Da iſt ſie immer neu. Die zeit kan wol vet⸗ ſchwind tes & 6 wille, Daß ich heint noch Hor mein — — Von allem get Von deiner guͤrigkeit, je du zu mir geneiget. Ja meine lebens⸗zeit Vom erſten waſſer bade Bis die⸗ ſen augenblick Ruͤhmt dei⸗ ne wunder⸗gnade Imgluͤck und ungeluͤck. 4. Allein mein herze be⸗ bet, Wenn es zuruͤcke ddenkt, Wie ubelich gelebet uUnd dich, mein GOtt! ge⸗ rraͤnkt? Jemehr du mich geliebet, Und meiner haſt eerſchont; Jemehr ich dicch betruͤbet Und nur mit umheaßbelohnt. b 5. Straf nicht in deinem grimme, HERR! meine miſſethat. Weil deine va⸗ 3 II AKbend Lieder. Die nicht zu zaͤhlen ſeyn; wiedergut. Drum wil ich fn⸗ Denn was wir menſchen dir geloben Von nun an W haben, Iſt, hoͤchſter! alles treu zu ſeyn; Dein guter i dhd dein. geiſt von oben Wird hiezu un A 3. Die ganze woche zeu⸗kraft verleihn. ſ5 7. Ich bin dein kind aufs neue: Drum gib, daß dieſe nacht Mich auch dein ſchutz erfreue, Der alles ſicher macht: Ich werde gleich⸗ 100 ſam ſterben, Der ſchlaf iſt 7 wie ein tod; Doch kan ich W nicht verderben; Du lebſt mfal⸗ in mir, mein GOtt! akſen 8. Ja du, mein GOtt! niſichne wirſt wachen, Ich werde ttiſt ruhig ſeyn; So mag der aung hoͤllen⸗rachen Sein gift Aai⸗ nur auf mich ſpeyn: Dein wi dan kind wird ſicher liegen, Als. wenns im himmel waͤt. Wil mich der feind bekrie⸗ gen; Deckt mich der engel heer. b ter⸗ſtimme Mich ſelbſt ge⸗ mrufen hat; So ſchrey ich um erbarmen: Erbarm dich uͤber mich! 3 fall dir is die armen, Ach gnädian e 1 mch e ſchone ein glauhe heißt n, Es ſey durch 9. Du wirſt auch die ver⸗ iy⸗ ſorgen, Die mein unddeine eyn: So werden wir uns morgen In deiner krafter⸗ freun; Wir werden opfer bringen, Und deiner gna⸗ den⸗macht Mit herz und mund lobſingen, Die uns 4 1 Chriſti bun 3 1— dgetroffen, Und alles ſo treubewac„ht. 10. Sol dis in dieſem han leben nmh ſeben Die lezte woche ſeyn; abend, Den Chriſti tod ge⸗ um a Wil ich nicht widerſtre⸗ macht: Und dieſe hoffnung enme ben, Und mich im geiſte habend Sag ich nun: gute iadſea freun Auf jenen feyer⸗nacht X Berufs⸗Standes und Reiſe⸗ dahſt gieder. denggg. leiſß: J. Fuͤr jeden Stand insgemein. eäeſge Ml. O GOtt du frommer ꝛc. meine fleißig thun, Doch dſßt F OTTl der mein vertrauen ſtets In ota b 999. o uns nach deiner liebe ruhn. unt dem fall Die arbeit zuge⸗ 4. Ach foͤrdre, ſegens⸗ M neſſen, Der uns das brod GOtt! die werke meiner ane im ſchweis Des angeſichts haͤnde; Sey du mein A me heißteſſen: Dir iſt der muͤſ ſund O, Mein aufang und onaee ſiggang, Der boͤſes lehrt, mein ende. Laß mich bey SEaſt verhaßt, Dem ſatan eine meiner laſt Auf jenen ſab⸗ renain luſt/ Demnechſten eine laſt. bat ſehn, Wo wir nach aas 2. Gib, daß ich willig muͦ und kampf Zu deiner mmt. mich In deine ordnunglruhe geh. einie. tume ruhiter⸗ inuüine den ncs neter erdatofet asgn— d drungs ſorgen. Gib mi mein taͤglich brod, Und ſor⸗ ge ſelbſt fuͤr morgen; Laßſgen mich an meinem theil Das gelingen. b—ddd 4 G t ¹ Berufs und Standes Lieder. blicke. beruf geſett. 3. Bewahre nn b herz Fuͤr bauch⸗und nal 711 b n —“ ſchicke, Und unter meiner muͤh Auf deinen rahtſchluß Wird gleich mein angeſicht Mit ſaurem ſchweis benetzt; Genug, daß du mich ſelbſt In den ewahre nur mein 1 3 — Mel. 1000. e 2 r Werde munter meintwcC. SErrlnichts Jlan auf dieſer erden Von uns men ſchen insgemein Ohne dich verrichtet werden, Oder wol; gedeylich ſeyn. Steht h⸗ſuns deine gnad und treu Nicht in allen werken bey; Ach ſo wirds in allen din gen Anders nicht als mis ͤ““ 4 2 63“ 6“ 3 9 eeo Berufs⸗und Standes Lieder 2. All mein thun und meine ſachen, HErr! em⸗ pfehl ich deinertreu. Du weißt alles wol zu machen, Drum ſteh mir in allem bey. Laß mich deinen ſegen ſehn, Laß mein werk von ſtatten gehn, Und, wozu es angefangen, Sein er⸗ wuͤnſchtes ziel erlangen. 3. Laß mich treulch alle pflichten, Die mich mein be⸗ rufgelehrt, Immer unver⸗ faͤumt verichten: Hilf mir thun, was mir gehöoͤrt. Richte meinen ganzen ſinn, Eiifer, herz und fleiß dahin, ͤDir zu dienen, als dem b hoͤchſten, Doch zugleich auch meinem nechſten. 1 43. Hilf, daß ich durch muüſſiggehen Keinezeit ver⸗ derben mag. Laß mich ſtets bboeeſſchaͤftigt ſtehen Hilfmir feerner jeden tag, Als ein GoOtt ergebner Chriſt, heben. Was in meinen kraͤften iſt/ Deiner ordnung nachzu⸗ leben, Alles mit dir anzu⸗ 17. Laß dem ſatan nicht Prüngen Sein ihm vorge⸗ etztes ziel, Der mich um zur hoͤlle ſtuͤrzen wil. Ste⸗ he mir, o vater bey, Daß ſein werk vergebens ſey; Wehre ſeinem mord⸗be⸗ ginnen, Laß ihn nichts an mir gewinnen. 6. Gib mir fleißig zu be⸗ bin. Laß mich deinen geiſt ſſtets lenken, Und regiere meinen ſinn, Daß ich/ als dein treuer knecht, Dein wovt liebe, ſolches recht, Und ſo viel ich kan, erfuͤlle; Denn dis iſt dein gnaden⸗ den⸗wille. HErr ſo wird es auch geſchehen, Daß mir deine mildigkeit Alles reichlich wird erſehen, Was mir nuͤtzt in dieſer zeit. Gib mir nur mein ſtuͤcklein brod, Und was mir zum himme noht. Was wir nutzlich auf der erden Und dort ſelig, laß mir werden. Mel.Wer nur den liebenGOtt. IOOI.§ 3es iſt dein guter wille, Daß ich was gutes ſchaffen ſoll. Du giebeſt uns zwar huͤll und den hinmel bringen Und denken, Wozu ich geſetzet it fuͤlle, Und macheſt alles ſegens⸗ = ☛ ☛☚ vicaih Imin — lltbenoh dein Got ſesit aß ih oll. A wilt du angerufen feyn. namen gehn; Mein ange ur jeden Standinsgemein. I161ſ 4 ſegens voll; Doch ſolt du kraft darzu verleihn, So 2. Gebeht und arbeit bringt den ſegen, Und muͤf⸗ ſen ſtets beyſammen ſtehn; Sol laß mich nun auf allen wegen In meines JEſu heb ich auf zu dir, Wirf einen blick herab zu mir. 3. Gib mir gemuͤhts⸗ und leibes⸗kraͤfte; Und ſtaͤrke mich auf dieſen tag, Damit ich die berufs⸗ge⸗ ſchaͤfte Mit freudigkeit ver⸗ richten mag. Was mir zu ſchwer und muͤhſam deucht, Mach mir durch deinen beyſtand leicht. 4. Laß mich in allen mei⸗ nen werken Auf deines na⸗ mens ehre ſehn, Und das vor allen dingen merken: 8, Nichts koͤnne ſonder dich ſgeſchehn; Und ſo verdienſt auch du den preis, Nicht aber unſer ſchweis und fleis. 5. Bewahr mich fuͤr hinderniſſen, Die welt und teufel oͤfters macht: Und gib mir ſtets ein gut ge⸗ wiſſſen, Das auch bey ſau⸗ blut, Wenn ihm die rer arbeit lacht. Bezaͤ⸗ me du mein fleiſch und 4 arbeit bange thut. 6. Gib mir auch ein ver⸗ gnügtes herze, Daß ich mit dir zufrieden bin, Und dei⸗ nen ſegen nicht verſcherze Durch ungeduld und eigen⸗ ſinn. Der iſt geſegnet in derthat, Der ſein beſchie⸗ den theilnur hat. 7. Vermehren ſich gleich die beſchwerden, Stellt ſich dein ſegen nicht bald ein; Solaß mich doch nicht muͤ⸗ de werden: Die ſtunde wil erwartet ſeyn, In welcher du nach hitz und laſt Den groſchen mir beſtimmet hat. 8. Und wenn du mir nun das gegeben, Was mir hie nuͤtz und ſelig iſt; So laß mich deine guͤt er⸗ heben: Weil du die ſegens⸗ quelle biſt, Die man gar leicht verſtopfen kan, Nimt man nicht alles dankbar an. 9. Die arbeik kan nicht ewig wahren, Es koͤmt ei⸗: „ d ddd mal der ruhe⸗tag: Der wird die laſt in luſt verkeh ren, Die uns hier auf d em ee Berufs⸗und Standes Lieder luft; Laß noht und theure eiten rucken lag; Da leget unsSprich du zu allem thun in 6 der tod ins grab, Und wi dein amen! Und mache ſgibreite ſchet ſchweis und thraͤnen lauter ſegen draus. Thu hänu ab. ſich nicht einen reichen zug, di 10. So werf ich nun in Hab ich mit dir doch ſtets ehndi deinem namen Mein netz, genng.*Luc. 5, 5. ſrücſt wie du befohlen, aus: Rven ſ ——— 4 4 e 49, A II Fuͤr die drey Haupt⸗Staͤnde. igch gluͤcke; Laß deine gnaden⸗ 9 ſolicke Auf den geſalbten, da »gehn; Schuͤtz ihn auf ſei⸗ ande⸗ nem throne, Laß ſcepter, an⸗ reich und krone In ſegens⸗ und vollem glanze ſtehn. d angar s. Laß alle, die regieren, umühn Ihr amt getreulich fuüͤh⸗ o. ren, Und ſchaffe jedem m bat recht, Daß fried und treu alten ſich kuͤſſen, Wir nichts als ugnni gnade wiſſen; Segn uns ͤud als dein erwaͤhlt geſchlecht. ſapla ter 6. Ach! wend in allen iden heit ſpotten, Biet allen dei gnaden Krieg, feuer, waſ iR t. ſeer⸗ ſchaden, Sturm, peſt ſſe, getreue und hagel ab; Bewahr des ze. lehrer, Und unverdroßne landes fruͤchte, Und mache iqi hoͤrer, Die beide thaͤter nicht zunichte, Was uns achgſ ſeyn; Auf pflanzen und dein milder ſegengabp. ſns begieſſen Laß dein gedeyen] 7. Verleih uns ruh und flieſſen, Und ernte reicheffriede, Mach alle feinde au fruͤchteeien. muͤde, Gib uns geſunde iian ib unſerm koͤnig b Avile iernen, reulihih ke; Und bringe die zuruͤcke, Die ſonſt verirret ſeyn. Die ſen, Wenn ſie zu dir um huͤlfe ſchreyn. der, Der ſchwangern ihr fi entbinder, Gib ſaͤugenden e, gedeyn; Zieh unſre zarte jugend Zur froͤmmigkeit und tugend, Daß dig uͤberſtehn. u zions freud und herr⸗ 8. Die hungrigen erquik⸗ witwen nebſt den waiſen Wollſt du mit troſte ſpei⸗ 9. Sey vater aller kin⸗ die eltern ihrer freun. ſbegehrt: Wir ſprechen nun das amen In unſers JEſu ſnamen, So iſt gewiß der wunſch gewaͤhrt. Fuͤr die Obrigkeit. Mel. Herr Chriſt der eingeꝛc. —, G¶poll obrigkeit I003. 8' GOtg ſet⸗ zet, Als ſeine ordnung, ein: Wer ſie nicht dafuͤr ſchaͤtzet, Die Gottes ſtell verwalten, Sol man in ehren halten, Der ſie drum goͤtter nennt. 2. Was ſie amts halber heiſſen, Muß man nicht 10. Hilf, als ein arzt, ihre plage Und noht gedul⸗ JI. Bleib der verfolgten ſuͤtze, Die reiſenden be⸗ ſchutze; Die ſterbenden be⸗ gleit Mit deinen ugelſcha⸗ ren, Laß ſie in friede fahren 12. Nun HErr du wirſt lichkeit. weigern ſich, Gehorſams den kranken: Und die im ſich befleiſſen; Sind ſie glauben wanken, Laß nicht zu grunde gehn. Die alten heb und rage, Auf daß ſie gleich wunderlich. GOtt kan ihr herz bald lenken, Daß ſie doch einſt bedenken, Sie ſtehen unter GOtt; 3. Daß ſie von ihrem le⸗ ben, Was hier durch ſie ge⸗ ſchicht, Einſt ſchwere rech⸗ nung geben Dort muͤſſen vor gericht: Auf daß von ihnen werde Die anver⸗ traute herde Geliebet und 4. Durch verleihet Ruh, ſicherheit Wird nicht ohn ſtrafe ſeyn. ſie uns GOtt zeiten Sich nie bey uns ausbreiten, Wo man nach prod aus hunger ruft. und ſhug: Wirſind darh Wird dadurch ausgerichtt: Kraf entgehet; I6A Berufs⸗ und Standes ſie befreyet Von boͤſer leu⸗ te trutz: Es muͤſſen, die uns haſſen Uns doch zufrie⸗ den laſſen; Das ſchafft die obrigkeit. b 5. Darum ihr auch ge⸗ buͤhret Schoß, ſchatzung, dienſt und pflicht; Denn was ihr amt mitfuͤhret, Und ſol mans auf begehren Ohn murren und beſchwe ren Entrichten williglich. 6. Wenn man zu dienſt uur ſtehet Vor augen und zum ſchein, Daß man der traf entgehet; Da iſt das herz nicht rein. Der hat ein gut ewiſſen, Deß herz alſo befliſſen, Daß es die obern iebht. 7. Ach HErr! verleih uns allen, Daß wir nach deinem wort Den obern zu gefallen Bereit ſeyn tm⸗ merfort: Daß wir als treue gglieder Dem haupt nie ſeyn zuwider, Das fuͤr uns ſorgt Lieder. — klug zu werden, Ein großer koͤnig lehrt⸗, Deß regiment vor allen Dem HErren wol gefallen; Er ſaget dieſes wort: David, Pſ. 101. 2. Von gnad und recht zu ſingen Bin ich, o HErr! gelingen, Daß ich dein lob ausbveit, Und ſtets vorſich⸗ tig wandle, Auch redlich mit dem handle, Der mir hie zugehoͤrt. 3. Ich nehm nicht vor die ſachen, Die boͤſ und un⸗ recht ſeyn, Daß ich ſie gut wolt machen Durch liſt und rechtes ſchein: Ich haß den uͤbertreter, Und laß den uͤbelthaͤter Nicht bletben hhie bey mir. 4. Ein aottlos herzmuß weichen, Den boͤſen leidich nicht, Noch den, der pflegt zu ſchleichen Daß er die leut vernicht. Bey mir kan nicht alt werden Derſtolz iſt von geberden, Und hoch von muht und ſin. Mel HErr 1004.( Chriſt der einge ꝛc. Sohr richter 9 hier auf 5. Mein aug im lande ſchauet Nach denen/ welche treu: Mein herz dem die⸗ chſten amt⸗ ner trauet, Der GOt eut hoͤrt Wie euch, recht bereit: Mein thun laß ſo — — — t furcht —— ——— —— ——— — — — — —— —— — — — — —— ———— — — — — —— — — —— — — — — — — — — —— .— — — und ſchade Durch ſie werd Mel. Allein GOtt in der hoͤh ꝛc. . und wunderthat! Von dem der ſtand und orden Der obrigkeit, worden: Du haſt, nach⸗ auch ſheif Aus gnaden feſt ge⸗ 2 Erhalte doch die obrig⸗ fur die drey Haupt⸗ Stande. 666 fuͤrcht ohne ſcheu. Die fal⸗ ſchen leut ich meide, Den luͤgner ich nicht leide In meinem haus bey mir. 6. Die bosheit thun und ſchande, Vertilg ich alle⸗ ſamt; Ich jag ſie aus dem lande, Und brauche bald mein amt: Die muͤſſen von mir ferren Seyn aus der ſtadt des HErren, Die gerneuͤbelsthun. *7. GOtt! der du uns gegeben Chriſtliche obrig⸗ keit: Erhalt ſie lang im le⸗ ben Und deiner furcht all⸗ zeit. Gib ihnen kraft und gnade, Daß ſuͤnde, ſchand abgewandt. IOO5. S vollmacht eig durch weiſen raht, Selbſt eingeſetzet dem du ihn geſtift, Ihn in deiner heilgen keit, Durch die wir ſicher bleiben, In ſegen und zu- friedenheit; Laß deinen geiſt ſie treiben, Und fulle ſie mit glaubens⸗kraft, Damit ſie dir viel nutzen ſchafft, Und niemals von dir weiche. 3. Gib ihr geſundheit, ſtaͤrk und muht; Und laß ſie reichlich ſpuͤren, Was leib und ſeele noͤhtig thut. Laß ſie gerecht regieren. 6 heil; Sey ſelbſt ihr vater, b deiner gnade. 3* 4. Laß unter ihrer hut und macht Uns nichts als friede ſpuͤren: Daß wir, durch ihren ſchutz bewacht, Ein ſtilles leben fuͤhren, Geruhig in gottſeligkett Die tugend uͤben jederzeit Zu deines namens ehre. 5. Beſchirme ſie durch deinen ſchutz, Daß, die ihe uͤbels goͤnnen, Mit aller macht, gewalt und trutz Ihr niemals ſchaden koͤn⸗ nen. Was ihrem amt ent⸗ gegen iſt, Der feinde trug, der bosheit liſt/ Laß⸗HErr!! zu ſchanden werden. Ja, kroͤne ſie mit luͤck und ſchutz und theil, Halt ſiein 7“ Berufs⸗und Standes ⸗Lieder. 5 B 1 2 6 116 1 3 4 4 4 8 7 3 undtren, Die unter ihnen leben; Daß jederman ge⸗ horſam ſey, Ihr ſchoß und bfi cht zugeben. Laß uns das haupt, den hoͤchſten ſtand, Und alle, die von ihm geſandt, In allen ehren alten.“ 7. Behuͤt uns aber, hoͤch⸗ ſtes gut Fuͤr dem der leicht entbrennet, Durch uͤberei⸗ lung ſchaden thut, Durch zorn in ungluͤck rennet. Gib nobern ſanftmuht und ge⸗ duld, Daß ſie durch macht, uundoch mehr durch huld Flor, unheeill und ruh befoͤrdern. 8. Bekehre die verirret ſeyn; Und hilf vor allen dingen, Daß haupt und glieder insgemein Dir lob und ehre bringen. Fuͤhr unsdereinſt nach dieſer zeit keit, Wo wir dich ewig preiſen. Daer Zuhoͤrer fuͤr die Toehrer. Mel. HErr JEſu Chriſt duꝛe Heſamt zu jener herrich Gid denen eifer, fleisſſchen auf der erden? Dulaͤſ⸗ ſeſt ihnen dein geboht Und willen kundbar werden; res wort Durchs predig⸗ amt beſtaͤndig fort, Das uns zur buße locket. 2. Nun HErr du wollſt uns gnadig ſeyn, Und im⸗ lig, unverfaͤlſcht, und rein daß wir Sie freundig hoͤren, nach leben. 13. Laß uns den lehrern, die dir treu, Geherſam ohne heucheley Zu folgen, muͤſſen wegen unſrer ſeel geben. 4. Regier uns auch, daß mit freuden thun, Und otreuer GOtt! Die men⸗ Du pflanzeſt dein ſo theu⸗ mer lehrer geben, Die hei⸗ Im lehren und im leben. 1 Verleih uns deinen geiſt, und allhier Auch heilig dar⸗ ſeyn, ſie lieben, Uns, ihnen V treulich uͤben; Sie wachen auf des HErrn befehl/ lind Linſt ſchwere rechnung wir ſie nun Verſo rge N/ lie⸗ 1 ben, ehren; Daß ſie ihr amt nicht mit ſeufzen lehren: Denn ſolches iſt unsja nicht gut, Wenn jemand ihnen uͤbels thut: Dafuͤr behuͤt Don wantdat kſetig he ßſtiram thu l ſgenn. 4— untſenitt gfür ſt rungſucht: gib, daß dabey eienm Auch ſtets ein rein gewiſ⸗ beht und flehn, Mit lieb und eintracht zu dir gehn: Undwenn ihr herz voll an⸗ dacht ſchreyt, Gib, daß ihr — 3 4 nand bua troſt ergetzt. Sir dedee —— — npt⸗Staände. VDom Eheſtande. Mel. HErr JEſu Chriſt mein. (X G TT den voller raht Den eh ſtand eingeſetzet hat, Der liebſt, Und ihm gluͤck, heil und unade gicbſt. b 2. Wend ab des ſatans macht undliſt, Als der ein feind der ehen iſt, Damit ſein bosheit⸗ voller gift Ticht zwietracht, haß und ſchaden ſtift: 3. Gib ſegen, wenn ihr treuer fleis In ihres ange⸗ ſichtes ſchweis Die nah⸗ ſen ſey. 4. Gib, daß ſie mit ge⸗ werk auch wolgedeyt. 5. Ja wenn ſie kreuz und kummer druͤckt; Sozeige, daß du es geſchickt. Hilf bald, und gib, daß ſie zu⸗ ₰ deß gna⸗ 6. Laß eltern ſchand und kinder auferziehn, Daß einigkeit, zucht, ſcham und treuZu aller zeit im wachs⸗ thum ſey 7. Laß, die im eheſtande chen ſegen ſehn. Gib, daß ſie deinen willen thun, Und ſtets in deinen armen ruhn. 8. O treuer GOtt! wir bitten dich, Regiere ſie ſtets gnäͤdiglich, Und halte ſie die lebens⸗zeit In deiner furcht und heiligkeit. 9. So ſagen ſie dir le⸗ bens⸗lang, Dreyeinger GOtt! vom herzen dank; ſer mund unendlich preiſt. der gnaden⸗ſtern Voll gut und liebe von dem HErrn, ingt jemand ihn mit JE⸗ In ſtande heilger ehe! Faͤ ſu an; Dem iſt GOtt gnaͤ⸗ dig zugethan, Dem hilft er aus der hoͤhe; Denn er lezt Dein gnaden reicher (Selber Schafft ſuͤnde fliehn, Und fromme Bis dich, GOtt vater, ſohn und geiſt! Dort un Mel. Wieſchöͤn kuctuns n. Sdie herrlich 1008. G leuchtt ſ— 1 8 3 . b IIc—“ 3„ du ihn ſegneſt, ſchutzeſt, ſtehn, Stets tauſendſa 8 ¹ 3 “ die triebe b Neiner Wl “ Neiner liebe In den her⸗ zen, Und verſuͤſt des kreu dem leide Ewge freude Fuͤr Berufs⸗und Standes Lieder. zes ſchmerzen. 2. GOtt weiſer raht Den eheſtand eſtiftet hat; Er iſt, der 8 Und dieſe tugend⸗volle braut, Die er aus Adams ribb erbaut, chen Ehen Sehen De⸗ GOttes ſegen; GOtt begluͤcket, Was erfre, Fu b zu waͤhlen, Dich zuehren; Evam machte, Zum erſten menſ brachte. rowegen ſtiftet, fugt und ſchicket. 3. So lebt ham begluͤckt, Wenn Sott eine Sara ſchickt. iſt es, deſſen nen kraͤnze winden. d s. Nun GOtt! ein Abra⸗ ſeibſt IOO9. rroſt und helfer ſeyn, Und 1 ſteis zur ſeiten ſtehen. Endlich Sol ſich Nach ſie finden: GOtt will ih⸗ du haſt es wol bedacht, Die heilge ordnung ſelbſt gemacht, Und wilt ſie noch bedecken. Dein geiſt regiere mann und weib, Daß ſie ein herz, ein fleiſch und leib, Dein buͤndniß nie beflecken. Ruͤh⸗ re, Fuͤhre Ihre ſeelen, Dich Laß ſie keine noht beſchwe⸗ Mel. JEſu deine Der Wltern fuͤr ihre Kinder. heilge wunden. hrſt ſeworfe Weider enommm nacſt in, Ga tten. 3. N dnehret, Unihc uan de — — —— — —— 3 ———.—— ————— ———— ———— ———— —-—=— — —— — — — — = eirgie ihn ide helheradn. Jorge u Jfir e des beinen Schon ernehret, Und ſo manchem unglucks⸗fall Mehr als vaͤ⸗ vomäien terlich gewehret, Der ſie B n augte ſon ploͤzlich umgeſtuͤrzt, Und giſ ihr leben abgekuͤrzt; Aber zen,hur bry ihnen taglich neue. 4 fuͤr die drey H —— aupt⸗Staͤnde. dir nur ſuͤnder; Sind ſie dir doch zugethan, Und durch deines ſohnes blut Gleichwol dein erworbnes that an; Ach ſo muͤſ ich, meines heils vergeſſen. 5. HErr! du biſt was gut; Darum ſey ihr lieber vater, Heiland ſchuͤtzer und len troſt und heil, Das mein hers am hoͤchſten berahter.. 2. Sie ſind dir von kin⸗ durch Chriſtum, deinen ſohn, Zu⸗ Weil dein gnaden⸗bund ſie mich ergetzet, Meiner ſee⸗ ſchaͤtzet; HErr! du biſt mein gut nd theil. Bleib ſohn, Zu⸗ſauch meiner kinder GOtt, fwerfen als die deinen; Laß ſie doch in keiner noht, Und in keinem kreuz ver⸗ ſchon Durch das heilge derben, Bis ſie endlich ſe⸗ waſſer⸗bad Liebreich auf⸗ genommen hat; Und du machſt ſie, wenn ſie ſter⸗ ben, Gar zu deines reiches erben. 3. Du haſt ſie bisher ſonſten uͤberall Leicht und deine vater treue Bleibt 4. Solt ich dir fuͤr ſol⸗ che gute, HErr! nicht ſtets verpflichtet ſeyn, Und mit dankbarem gemuͤhte Mich bey ſolchem gluͤcke freun? Zeigt ich, † rr! nicht je⸗th lig ſterben 6. Schütze ſie fuͤr boͤſen leuten, Und fuͤr der verfuͤhr⸗ ſeßnichtaleſten, Fihre ſie doch immerdar Auf der wahren tugend dahn, Lens ihr herz ſtets himmel⸗an, is ſie einſt zu deinen freuden Aus dem jammer⸗ leben ſcheiden. 7. Koͤnnen ſie auf die ſer erden Hier, und wo es dir gefaͤllt, Dir und men⸗ ſchen nuͤtzlich werden: So laß ihnen in der welt, Wo ſie wandeln, ſtehn und gehn Deine furcht vor au⸗ gen ſtehn, Daß ſie dich im derman Dieſe gnaden⸗wol⸗ ihre herzen fuſſen. Eeee * 8 II. jlals vermeſſen, GOttes, ul ten ſchaar; Laß doch ihren thun uns laſſen Stetssim 3.Mach 1170 Berufs⸗und Standes Lieder. b .Mach ſie dein⸗ und ih⸗baut das haus, Da richtet ren feinden, Treuer vater lkeine muͤh was aus: Wo nie zum ſpott; Mache ſie GOtt die ſtadt nicht ſelbſt zugleich den freunden Nie bewacht, Da ſchuͤtzt ſie kei⸗ zur laſt: verleih, o GOtt ne ſtaͤrk und macht. Daß ſie nie ein unfall 2. Es iſt umſonſt, daß ſchreckt, Ihnen nie ein leidſihr aufſtehtFruͤh morgens, erweckt. Laß den feind nicht und ſpaͤt ſchlafen geht: ihrer lachen, Noch ihr un⸗Daß ihr das brod eßt oh⸗ gluͤck groͤſer machen. gneruh, Und bringt die zeit 9 Phdlig wenndiezie mit ſorgen zu. verfloſſen, Daß ſie dieſe le⸗ zer ben der arbei bens⸗zeit Tugendhaft und G vte der bey der atbeit from genoſſen, Und ſie nun daß er wol gethan; Weil zur ewigkeit Ihren eintritt GOcTE es denen, die er muͤſſen thun; So laß alle liebt, Im ſchlaf und ohne nnergen ruhn, Und ſie ſorgen giebt. dann, nach ſanftem ſter: 4. Sieh, kinder ſind des ven, Glaubens voll den hoͤchſten gabe, Und edler himmel erben. als all andre haab: GOtt iſt, der leibes⸗frucht be⸗ ſchehrt, Wenner der eltern bitt erhoͤrt. . Goͤnne mir die gro⸗ nec freuden, Daß ich an dem mnngſten tag, Nach ſo vie⸗ lem kreuz und leiden, Einſt mit jauchzen ſagen mag: Liebſter vater! ich bin hier Nebſt den kindern, die du mir Dort in jener welt ge⸗ geben: Ewig wil ich dich Mel Das iſt fuͤrwahr ein ꝛc. r(o GOTTmeſoͤh 1010. nicht ſelber wird zu Wo man die jugend wol erzieht. b 8* “ 2* 1* 4 5. Wie pfeile in desſtar⸗ ken hand, So iſts mit kna⸗ u ben auch bewandt: Viel gutes da gewiß geſchieht: nullſ 6. Wol dem, dem GOt⸗ tes naden⸗raht Vielfrom⸗ à Hi Phn egeben hat, Der buiit chanden nimmer⸗ ma mehr nanglen Indunch denem ht gl fand. 10. 4 ſeyn get 1 9 gandu 44 ſülſt, d d tanta nacn, und feinden ehr. aaufder erd. b zce gleiten kan. ſeyn gewiß, Auch fliehen man ſie ja daſelbſt nicht leicht geſind. ¹macht und guͤt Fuͤr allem hr unfall ſie behuͤt: Fuͤhr du ſie ſelbſt auf rechter bahn, zeit Sie, mir Gott uͤberall Vor augen mur⸗ haben allzumal, Und ſich 1 mehr, Er hat bey freund 77. Hilf GOtt! daß ja die kinder zucht Geſchehe ſtets mit nutz und frucht, Daß ans der kinder mund dir werd Ein lob bereitet 8. Laß ſie den eltern ins⸗ einſt ih gemein, Den obern auch ehorſam ſeyn, Und mei⸗ en all ihr lebelang Den eigenſinn und muͤſſiggang. 9. Gib ja, daß ihnen mangle nicht Heilſame lehr und unterricht; Damit aus deinem wort und mund Ihr glaube habe feſten grund. 10. Darinnen laß ſie ſchand und aͤrgerniß: Daß findt, Wo ſich verſamlet II. Durch deineweisheit, Weil dann ihr fuß nicht 12. Hilf! daß ſie dich, beflerſſen jederzeit Der tu gend, zucht und erbarkeit. 13. Wo ſie ausgehen oder ein, Da laß du ſegnet ſeyn; Daß ſie die le⸗ bens⸗zeit und jahr Zubrin⸗ gen chriſtlich immerdar. 14. Und endet ſich der⸗ inſt ihr lauf, So nim ſie, HErr lzu dir hinauf: Auf⸗ daß ſamt ihnen wir zu⸗ gleich Dich preiſen dort in deinem reich. 15. GOtt vater, ſohn und heilger geiſt! Von dem uns alle gnad her⸗ fleußt, Wir loben dich, wir danken dir Zuſamt den kin⸗ dern fuͤr und fuͤr. Der Kinder fuͤr ihre Eltern. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛ2. S frommer IOII. S Komn ich danke dir, Daß du ſo liebe eltern mir Aus gnad und huld gegeben, Und noch zur . zur freud, Erhalten bey dem leben. 2. Verzeihe mir die miſ⸗ leidigt hat; Laß mich es nicht entgeiten, Daß ich,l Eeee 2 mein 3 6 4 8⸗ Lieder 117* 2 7 ie ge⸗ ſethat, Die dichund ſie be. u des⸗Meber e Berufs⸗uͤnde mein GOtt! Auf dein ge⸗ boht Geachtet ſo gar ſelten. 1 3. Gib nur ein herz voll dankbarkeit, Das meiner eltern eifer ſcheut, Nicht thut, was ihn erreget, Sich ihrer lehr Auch nimmer⸗ mehr Aus bosheit wider⸗ leget. 4. Ach praͤg mir ein, wie ſaur und ſchwer Ich bis anizt vom urſprung her Den treuen eltern worden; Belohne ſie Fuͤr ſolche muͤh Dort in der en gel orden. 5. Gib meinen eltern fried und ruh, Es decke ſie mich druͤckt! Das du mir, vater! zugeſchickt; Weil leider! mir der tod Die el⸗ tern zwar auf deinen raht, Hach die zu fruͤh, entriſſen at. 2. Ich weiß in aͤngſten nicht wohin: Ach! weil ich arm und elend bin, So ſtehe du mir bey: Zu dir febſt mein vater, troſt un icht. 3. Ach! floͤß mir wahre tugend ein, So werd ich immer gluͤcklich ſeyn, HErr lleit und fuͤhre mich; Laß mich bey dir in gnaden dein ſegen zu, Hilf ihr kreuz ihnen tragen; Behuͤte ſie Doch ſpaͤt und fruͤh Fuͤr mtrruͤbſal, angſt und plagen. ſe. Und wenn dahin iſt ihrezeit, So fuͤhr ſie aus 3 der ſterblichkeit Hinauf ins reich der ehren: So preiſ Wenn du mich wir hoͤren. ichdich, HErr! ewiglich, er⸗ ſtehn, So wird mirs im⸗ 4. Von dir koͤmt alles, b Eines Waͤiſen. Mel. Warum betruͤbſt du ꝛc. B 1, SIwelch ein gel wacht, Als GOtt und 1012. leiden, dasd und A. ſteht meine zuwerſiche Sen — 1 —— 3 —— —. ——— — — — —— —— — — — — —. — —2 — — — ——— Berufs⸗und Standes⸗Lieder 17 5. O brunquell aller welt, Du leiteſt, lenkeſt,H gutigkeit! Beſchehre mir fuͤhreſt Uns, wie es dir ge⸗ hac jederzeit Mein ſtuͤck faͤllt. Du haſt es ſelbſt mſza lein taͤglich brod: Dugegeben, Daß ich, als han⸗ an weißt ja leicht für jeden delsmann, In ehr und treu niunſe noht, Den deine hand er⸗mein leben Durch dich er⸗ —h ſchaffen hatt. healten kunää. 7. Du hoͤreſt, wenn die 2. Mir iſt ein pfund ver⸗ r raben ſchreyn; Drum laß trauet Von deiner gnaden⸗ dein kind erhoͤret ſeyn, UInd hand; Dein heilig antlitz 8— 3 3 2—— — — nim mein ſeufzen auf: Gib ſchauet, Wie es wird ange⸗ lleider, unterhalt und brod wandt: Drum gib mir dei⸗ mitſite So viel zu dieſem leben nen ſegen, Regiere meinen o aach noht. ſiinn, Daß ich auf allen we⸗ t 8. Ich werf all meine genGeſchickt und weiſe bin. füunh; ſorg auf dich, Mein GOtt] 3. Laß, was ich vorge⸗ irinnen und HErr! verſorge mich, nommen Und thu auf dein d mwe lund mach es immer wol; geheiß, Zum guten ende DSo lob ich dich, ſo dank ich kommen; ind lenke meinen iug⸗ dir Fuͤr ſolche gnade fuͤr fleiß Zu deinem preiß und :Qamb und fuͤr. ehren. HErr hilf mir gnaͤ „nnd 9. Bricht denn mein le⸗ diglich, Du kanſt die nah⸗ dnngken bens⸗ziel herein, Laß mich rung mehren; Drum kom m 9 ein kind des himmels ſeyn. und ſegne mich. as Erlang ichdieſes nur, So 4. Laß mich zum erſten ewt acht ich weder noht nochtrachten, O GOtt! nach nic ach auahl In dieſem jammer deinem reich; Ich weiß, du vollen thal. die ſu verichern 4 Dis. gſtundmhe ee muſſen einſt zugleich un hs⸗geht. Eines Kaufmannes.(eib und ſeel verderber. arh iein V Me Herzlich dut mich verlang. Wer dich nur liebt und 1013. CSein vater ſehrt, Der kan ſein brod eruu ..9 du regie werben; Weil ihn dein ſe. 9 reſt Den ganzen kreis dergen nhrlrt. eeees ihb —— F„ 36 7 Berufs⸗und Standes⸗Lieder. 5. Bo mir zu meinen ſachen Verſtand und guten raht Und kraft, es ſo zu ma hen, Wie man es ger⸗ ne hat. Regier auch die gedanken, Und laß doch meinen ſinn Nie von der tugend wanken, Wenn ich im handel bin. 6. Run HErr, mein va⸗ ter! ſende Die engel vor mir her, Durch dieſe waͤch⸗ ter wende, Was mir al⸗ lein zu ſchwer. Doch wo du mich mit plagen Und un rreuz belegen wilt; Laß mnmiicchs geduldig tragen, Bis daßsdein wiillerfuͤllt. 7. Dis alles wirſt du geben, Du, deſſen weiſer raht Mir ſeele, leib und le⸗ Err! ſchuͤtz es, lauter guͤte mel ein. b heilger geiſt im hoͤchſten thron! Mit dir fang ich die arbeit an, Hijf, daß ich ſie vollenden kan. dein geiſt verleih, Daß, ben Und gut verliehen hat. HErr ſch HErr! ehuͤte Mich ſelbſt und was nur mein, Nim mich aus Zulezt in him⸗ — — 2. HErr! ſegne mich: —— —— — was ich treibe, gluͤcklich ſey; Leit meinen anſchlag, that und raht, Daß er er⸗ wuͤnſchten fortgang hat. 3. Ach lenke meinen ſau⸗ ren ſchweis Zu deines gro⸗ — — denn zu meinem nutz da⸗ bey; Gib, daß es niemand ſchaͤdlich ſey.. 4. Bey meinen werken groß und klein Laß deinen milden ſegen ſeyn; Weil ich nicht großes gut ver⸗ mag, So gib mir noͤhtigen verlag. 5. Nim dich auch meines hauſes an, Das ohne dich nichts ſchaffen kan: Steh ihnen bey, gib ihnen ein, Daß ſie fromm, treu und 4 Eines Handwercks⸗ Mannes. Oas e. Her JeſuChriſt dich e⸗ 8 walt fleißig ſeyn. 6. Nun, HErr! durch deine milde hand Geſegne mich und meinen ſtand: Bring uns auch endlich c: 8 GOtt va⸗ Eizugleic Mit freuden in er, und GOtt ſohn, Und dein! dein himmelreich. dein himme ch er “ A = ⁵⅜ — — — — — veine — 3 16 t! nee ßen namens preis, Und inan — =— — — — b ne. Gib, daß ichs treu mit Nur deine gnaden⸗gabe. Eines Ackermannes. Mel. O GOtt du frommer. Coein GOtt! 101S. R du ſelber haſt Ja meinen ſtand geſtif⸗ tet: So bald der ſchlangen liſt Des menſchen herz ver⸗ iftet, Haſt du dem Adam Whon Den feld⸗bau aufer⸗ legt; Du biſt, der noch den ſtand Voll treu erhaͤlt und traͤgt. 2. Gib, daß ich fleißig ſey In meines ſtandes wer⸗ ken. Laß deine kraft mich ſtets Bey meiner arbeit ſtaͤrken. Gib, daß mein herz an dich Bey groͤßter arbeit denkt, Und ſich von eitelkeit Und geiz zum him⸗ mellenkt. 3. Erhalte mir dein wort Und ſacramente rei⸗ dir Und meinem nechſten meine. Erhalte mich ge⸗ ſund, Bewahre mir mein land: Bewahre haus und hof Fuͤr dieben, mord und brand. 4. Geſegne mich, mein GOtt! Geſegne was ich habe; Denn alles dieſes iſt Geſegne thier und vieh, Ge⸗ ſegne haus und hof, Ge⸗ ſegn es ſpaͤt und fruͤh. 5. Laß mich zufrieden ſeyn Mit dem, was du mir mehr verleihn, Wenn du es nur beliebeſt. Gib mir mein lebelang Meinbisgen ehrlich brod, Und bleib im ſterben auch Mein und der meinen GOtt. b 3* Alter Leute. W Mel. 9 GOtt du frommer ꝛc. 1016. D hacſae Gott, Mein ſchutz und mein erhalter! Weil du mich gnaͤdig fuͤhrſtUnd leiteſt bis Und ſieh durch Chriſti blut Mich mit erbarmen an. gen Drum wirſt du mich pflegen. Mein hoffen iſt GOtt lgeſtellt, Bring mich 8 Eeee 4 Geſegne feld und frucht, giebeſt, Du kanſt leicht DBich preiſ ich, ¹ ins alter. Vergib mir alles, das i wider dich gethan, 1 2. Ich nehm an kraͤften ab, Und zu an unvermoö⸗ infort Auch vaͤterlich ver⸗ und bleibt Auf dich, mein 4 1 mit ehren durch, Und ſelisu 15 Wcrufs und Standes⸗Lieder. 3. Heb, trag und fuͤhre mich, Mein GOtt! wie du verheiſſen; Laß mich fuͤr deine huld Dich lieben, lo⸗ ben, vreiſen. HErr JEſu! mcchlieſſe mich In deine wounden ein; Laß mich h ſanften tod Bald durch ewig bey dir ſeyn. Keiſe Geſaͤnge. Mel Nun freut euch liebe ꝛc. n deinem namen, o Wil ich zur reiſe gehen; Du, der mein hirt und hüter iſt, Wirſt mir zur ſeite ſtehen. Mein Nebſt ehr und gut, und was dumir Auf dieſer welt bbeſchehret. b 2. Ich weiß, ich bin in dieſer zeit Mit viel gefahr dieſer ſterblichkeit Auch nie⸗ mals ruh erlangen. J 8ubin ein pilgrim, der ſoſe Alsſtab ſtets weiter ſetzen findet. leib und ſeel befehl ich dir, d umfangen: Ich werd in ch 3 muß, Und hier kein bleiben 3. Doch hilfſt du, daß ich uͤberwinde, Bis daß ich dort die wahre ruh Und rechte heimat finde: Da iſt denn muͤh und ſorgen aus, Da bin ich eigentlich zu haus; Die unruh hat ein ende. 4. An dieſe ruhſtatt dent ich nun Anjezt bey meinem wallen: HErr! hilf und lehre mich hier thun Nach deinem wolgefallen. Leit mich allzeit auf rechter bahn; Und fang ich etwas gutes an, So fuͤhr es wol zu ende. 5. Dir iſt, o GOtt mein amt bekant, Und was dis mit ſich fuͤhret. Du weißt, chut nd m ſdnden daß mir in meinem ſtand Den weg zu thun gebuh⸗ ret. Bring mich geſund, wohin ich ſoll, Lenk meine werke ſegens voll, Fuͤhr mich geſund zuruͤcke. 6. Wend unterdeſſen noht und pein Von mei⸗ nen anverwandten, Von allen die zu hauſe ſeyn, Von freundten und bekanten; Laß ſie dir, GOtt! befoh⸗ len ſeyn, Hilf, daß ich ſie/ und was nur mein, Im immerzu Die noht auch uten ſtande finde. oor 4 24 8 gicat fihrad dten un ſeſernoh ·betann, Ott i da 1 1 931 dd.„ 7 Berufs und Standes⸗Lieder.. . Jch bitte dich, mein GOtt] verleih, Daß ich behutſam wandle, Und im⸗ merdar voll vorſicht ſey In allem was ich handle. Durch deines geiſtes guͤtig⸗ keit Gib raht, verſtand und rechte zeit Zu meinem thun und laſſen. 8. Schick deinen engel vor mir her, Den weg mir zu bereiten. Befiehl, datz er dem ſatan wehr, Und allen boͤſen leuten: Nim mich, o HErr! in deinen ſchutz, Daß ihre liſt, gewalt und trutz Mir nimmer ſchaden koͤnne. 9. Nun, vater! dir er⸗ geb ich mich, Du kanſt mir huͤlfe ſenden: Bewahr und fuͤhr mich gnaͤdiglich Hier und an allen enden; Und laß mich bald, wo dirs gefaͤllt, Rach aller unruh a dieſer welt, Bey dir dort Vonnä ruh erlangen. Mel. Wer nur den lieben G Ott. (Ser nur mit 1018.§ ſeinem 68tt verreiſet, Dem wird j von GOtt auch bahn ge⸗ ſmacht; Weil er ihm lanter wege weiſet, Worauf ſein gnaden ⸗auge wacht. Hier ſin die loſung fruͤh und pat: Wol dem, der GOtt zum fuͤhrer hat. die wuͤſte gehet, Trifft er ein liebes Beth⸗El an. Wenn Iſrael am Jordan ſtehet, Zeigt ihm der HErr ein Canaan. Geht David in das thal hinab, So lehnt er ſich auf GOttes ſtab. 3. GOtt hat ſich gar zu ſehr verbunden: Er wolle bey den ſeinen ſeyn. Kein ort wird in der welt gefun⸗ den; GOtt zieht mit ihnen aus und ein, Durch feuer Auch ſelber mitten durch den todn. b 4. Er gaͤngelt mich mit vater⸗haͤnden, Sein gna⸗ dig auge leitet mich. Er wwil mir luft und wetter ſenden, Das meiner reiſe ſol allein Mein beſter ſchirm im ſturme ſenn. 5. Er iſt mir wolk⸗ und Eeee 2. Wenn Jacob durch und durch waſſers⸗noht, u foͤrderlich. Ja ſeine liebe feuer ſaäule, Sowol be 8G 4 h 9 1 8 1197-8 Berufs und Standes Lieder. tag als bey der nacht. Er iſt, der mir macht. den weg geleg nicht auf die ſeite traͤgt. 4 Er hat uns ſelbſt ſein wort gegeben, Daß uns bey ihm kein leid geſchicht: Un wenn der weg voll drachen waͤr; Geht doch ſein ſchutz mir die laͤngſte mei uns fuüͤhren, Wie GOttes le Zu einemkurzen ſchritte hand uns Kein ſtein wird in Weil wir aus ſeiner lei⸗ weg und leben, Und wer ihm folgt der irret nicht. ſtets vor uns her. 7. Die wagenburg iſt ſtets geſchlagen, Die er um Dothans berg geſetzt“. Er laͤſſet uns auf haͤnden tra⸗ gen, Daß unskein ſtoß den fuß verletzt. Die engel muͤſ⸗ ſen, wo wir gehn, Zur rech⸗ ten und zur linken ſtehn. a. B. Koͤn. 6,17. 9. Indeſſen laſſen wir gnaͤdig lenkt; elegt, Den er tung ſpuͤren, Daß er auf ſunſer b beſes dene⸗ Er ſſt wahrheit, wunderlich es oftmals 6.Er ſelbſtiſt wahrh ſcheint, So ſelich iſt es doch gemeint. So 10. Ich reiſe, HErr!in deinem namen; Sey duge⸗ dfaͤhrte, weg und ſtab. Die helden die zu Jacob ka⸗ men“, Send auch zu mei⸗ nem ſchutz herab. Mach aus und eingang ſo be⸗ gluͤckt, Daß mir kein fall das ziel verruͤckt. * I. B. Moſ. 32, 1. u. Bleib bey uns/ wenns wil abend werden, Gib ch⸗llicht durch deine gegen⸗ wart. Sey hier mein leit⸗ ſtern auf der erden: Undi 8. So wollen wir allhier aauf erden, Wo wir nur arme pilger ſeyn; Bis wir ndort himmels⸗buͤrger wer⸗ den, Da ehen wir zu 8 IJEſnu ein. Ein ſanfter tod eigt uns die bahn, Wie der kreuz⸗ſteg ſchwer und hart; Sotroͤſt uns auf die Chriſti ſchooße hat. nem ſchutz un 1 4 .“ 9 8 1 man zur heimat kommen ſenn, Und auch indeſſen 8 deine pflege Den neinen ruheſtatt, Die man in dt, F dnna ihſte unm Veil n ſt ſandA 12. Wirſt du bey mir auf dieſem wege Mit dei⸗ leitung eden ſt ſchrannd tunzäſt die man e hat. du bant 5 M⸗ nd leinnng uch nͤſe neng da P Berufs⸗und Standes⸗Lieder. e insgeſamt verleihn; So ſoll dis unſer opfer ſeyn: Gelobet ſey der allein.. 13. Wir wollen einen aitar bauen, Der Eben⸗ Ezer heiſſen ſoll“; Daran ſol man die worte ſchauen: GOtt fuͤhret ſeine kinder wol. So findet dieſe lo⸗ ſung ſtatt: Wol dem! der GOtt zum fuͤhrer hat. rI. Sam. 7,12. das land Wieder bis hieher gefuͤhret, Daß mich keine HERRnoht beruͤhret. 2. Du, mein GOtt haſt mich bewachet, Deiner en⸗ gel ſchirm und hut Schuͤtz⸗ te mich, und hat gemachet Daß ich friſch und wol⸗ emuht Hier nun ange⸗ langet bin. Nim mich ſelbſt zum opfer hin Fuͤr die gnade die mich deckte, Daß mich kein betruͤben Nach geendigter Reiſe. Mel. Werde munter mein ꝛc. 1019. Sdaler det, HErr! die zu vollen⸗ den war: Dir, durch den ſchreckte. b 3. Nun ich bitte, vater! weiche Nicht von mir mit raht undthat, Bisichjenes ziel erreiche, Das mein geiſt noch vor ſich hat; Fuͤhr mich aus der ammer⸗ ich ſie geendet, Brin ich zeit Dort zur frohen ewig⸗ nun mein dank⸗lied dar: Weil mich deine gnaden⸗ eit. Ich verlange von der erden; Laß mich ewig ſelig hand Wol und ſicher durch werden. — Re A —————— — — ——— — — — ——— Gott wie ſehr bin ich verderbt durch Gott wie viel muͤhſeligkeit hab ich h Gott wie wird der menſch verderbt lch Gott wir menſchen ſind ſo gar von Gott wir treten hie vor dich mit Her bekehre mich zu dir und ſchaff 3 Ach Herr dir iſt bewußt die innre 3 Ach Herr lehre mich bedenken daß ich t . 4— 3 . 25„ .— 4— 8 2 5 3 3. 5——B *—— 2—. ———*—* ———————— 9—— S— 4 ——y—— 8 — —— ———— ¹ —õ;—ʒᷓC⸗ — ͤ ◻ — ——=— —— —= — Ach Herr mein Gott und hoͤchſtes giut 334 b Ach Herr ſtaͤrke meinen glauben ach 982 Ach Herr wie ſchrecklich iſt dein grimm 156 Ach Herr wir arme ſuͤnder ſind leider 56 Ach hochſter Gott verleihe mir daß[ih 680 Ach Jeſu laß mich jezt in deiner 521 Ach JIEſu meines lebens licht nim him 735 Ach koͤnt ich mich doch bekehren iſt mein 578 Ach muß Gottes ſohn ſelbſt leidͤen Iu Ach ſey mir gnaͤdig Herr mein Sott 607 Ach ſo lieg ich und empfinde was 1014 Ach treuer Gott barmherzig herz dee 934 Ach treuer Gott ich ruf zu dir hif dßs 831 48 Jeſu deſſen treu im himmel und auf 322 Ach treuer Gott wie geht mirs dch 994 Ac vater der barmherzigkeit duheift 400 Ach vater unſer Gott der du duirch 471 Ach vater zoͤrne nicht der taufbund ſit 488 Ach was hab ich ausgerichtet achwas 3591 Ach was hat fuͤr wunder⸗liebe 2066 Ach was ſind wir ohne IEſum duͤrftig 860 Ach weh mir boͤſem kinde ach weh dr 59095 Ach wer giebt mir worte her Gottees 272 Ach wer iſt ſchuld mein herz daßddu 675 Ach wie betruͤbt iſt mir mein herzz es 588 Ach wie betruͤbt ſind fromme ſeelen m6 Ach wie iſt mein herz zuſchlagen ſturmt 931 Ach wie laufen doch die ghre 80 Ach wie nichtig ach wie fluchtig 8098 Ach wie nichtig und untuͤchtig i ſt 870 dw ſo manches ungeluͤcke betrift 83654 Ach wie wil es endlich werden nuaucg 667 hwunder⸗großer ſieges⸗helldld 202 Ach wo ſol ich ſuͤnder udenſeeleneruh 801 egiſterdes Beſang⸗Buche.— Adam hat im paradies ſeinen bund mit 58 KFfeli Allein Gott in der hoͤh ſey ehr und das 9 peſel Allein zu dir Herr Jeſu Chriſt mein 618 Fln Alleinznſchen müßſen ſterben alles fieiſh 106=5 m Allergroͤßter menſchen⸗freund du 493 Fit Alles was mir Gott gegeben 35 Kritb Alle welt was lebt und webet 8 hie Allmaͤchtiger Herr zebaoth du 898 ſich All obrigkeit Gott ſetzet als ſeine ordnung 1163 Fgrngt Allwiſſender vollkomner geiſt des 240 Feunaj Ais Chriſtus gehoren war freute 80 Alſo hat Gott die welt geliebet daß 376 Anfang mittler und vollender alles 348 Nrilk An Gott wil ich gedenken denn er gedenkt 407 geiſt 8 Arzt des leibes troſt der ſeelen 1019 iſe Auf auf an dieſem morgen mein herz 634 UNriſ Auf auf mein ganz gemuͤhte und preiſe 296 hriti Auf auf mein geiſt ermuntre dich der 1081(riſt! Auf Chriſti himmelfahrt allein ich meine 213 Ulaſt Auf die ihr IEſum liebt in ſeinem 70 Nſur Auf du fremdes volk heran finſtres 98 Nrſtus Auf freuet euch vom herzen⸗grund 81 Ffſſus Auf meinen JEſum wil ich ſterben 1056 Aufmeinen lieben Gott trau ich in angſt 749 Auf ſeele nim die glaubens fluͤgel und eile 93 hichn Aus dieſem tiefen grunde der ͤngſten eu Kpr Aus meines herzen grunde ſag ich ns ggiſa Aus tiefer noht laßt uns zu GOtt von 614 pgakt⸗ Aus tiefer noht ſchrey ich zu dir Heer 10 ſaiin —„6qD ü Buald hab ich uͤberwunden nun gute 1063 UGan Darmherzger vater hoͤchſter Gott gedenn 968 üyu Bedenko menſch die angſt und noht die Gott— ane duag 2—— NRegiſter des Geſang Buchch. Befiel dem Herren deine wege und maech 1 Beſiel du deine wege und was dein herz Beladner geiſt den zorn und ſuͤnde druͤcket 158S] Bereit o Gott mein herz nebſt all1te 917 Beſchraͤnkt ihr weiſen dieſer welt die 3087 Betruͤbtes herz ach ſtill dein weinen 944 Bis hieher hat mich Gott gebracht b 39 Brich heller morgenſtern herein und laß 349 Bringt her dem Herren lob und ehr 4 Brunquell aller aller guͤtigkeit vater allee 599 1 Chriſ der du biſt der helle tag 146 7 ½ Chriſte der du biſt tag und licht 1147 1 Chriſie du lam Gottes der dutragft 120 Chriſt fuhr gen himmel 20z) Chriſt iſt erſtanden von der marter alle 192 AChriſt lag in todes banden fuͤr 192B 3 Chriſt unſer Herr zum Jordan kam 499 1 Chriſtus der iſt mein leben und ſterben 1064 Chriſtus der uns ſelig macht kein boͤs hat 112 Chriſtus der uns ſelig macht ward ein knecht 333 D. Da ich mich zur ruh wil legen Gott ſo 44 Da Jeſus an dem kreuzes⸗ſtam der ganzen 174 Dank ſagen wir alle Gott unſrem Herrn 11 Das alte jahr vergangen iſt wir danken 85 Das blinde volk der heiden das 108 SDas elend weißt du Gott allein das 8öõö „SDas iſt fuͤrwahr ein koͤſtlich ding z *h Das Gottes ſohn der wahre Chrſt 33 Das walte Gott der mich aus lauter 1Iz l „Das walt Gott vater und Gott ſohn b megſſter des Geſang⸗Buchs.. in erbe Herr datz du erkauft mit Dein herz Herr Jeſu klaget ſelbſt uͤber 823 8 Dein wort Herr iſt die rechte leh duge- Der alle finder zu ſich laͤdt hat mich 4. dug Der arme Lazarus der lag verach 909 duGo Der glaub iſt Gottes werk und gaben en 653 dgs Der große tag des Herren dertag zur 1086 Auha Der Herr hat nie ſein wort gebrochen 334 duhar Der Herr iſt mein getreuer hirt der mich 554 NAuha Der Herr iſt mein getreuer hirt haͤlt mich 960 A ſ Der menſch iſt Gottes bild vom anfang 287 A di Der tag iſt hin mein geiſt und ſinn 4O uhei Des glaubens ziel einſt zu erreichen iſt 668 Ahe Dich preis ich hoͤchſter Gott mein ſchutz 1175 Aläß Dich wil ich lieben meine ſtaͤrke dich 734 Ale Die ernte iſt zu ende der ſegen 92§ ule Die krankheit du gerechter Gott 1005 Noſc Die mahlzahl iſt nunmehr vollbracht 1139 Auch. Die nacht iſt hin wach auf mein herz IIO Ateie Die neue woche geht nun an 3 huf Die ſeele iſt dazu geboren daß ſie 86 Aͤſch Die ſonn hat ſich mit ihrem glanz gewendet ul4 dſeh Die waſſers⸗nohtiſt groß ach Gott 908 Mune Die woch geht zum ende nicht aber 1157 Nurſt Dir dir Jehova wil ich ſingen wo iit 44064 Vwen Dir ſey es heilgergeiſt geklagt das 978 wei Dir ſey o Jeſu dand bereit beherſcher allen 330 Aneſe Dis indach ja die lezte zeit davon 678 Dis ſind die heilge zehn geboht ide 4½ Dis war die nacht der finſterniz I a 1 Dreyeinig heilig großer Gott ſieh von 56 ter Du biſt allmaͤchtiger im ſchaffen auggs 281 Uffe Du bhiſt getreu mein Gott wer ſolte 743 Jiinde miquell aller liebe gabſt ihe Su 4 ——— —— — — in et o —yyy— Edler Geiſt im „Ehr ſey Gott in der hoͤh und dank fuͤr 5 † 514 eiligſte deyfälecgteie de hachh bue himmels throne eines weſens Ein feſte burg iſt unſer Gott ein gute Ein kindelein ſo loͤbelich iſt 8 Feoren Negiſter des Geſang⸗Buchs. A SDu brunquell aller reinen liebe der du Du friede⸗fuͤrſt Herr Jeſu Chriiſt Du gehſt in garten um zu been 6465 Du geiſt des Herrn der du von Sott 224 Du Gott biſt auſer aller zeit von ewigkeit Du Gott der weisheit zeigeſtmir im Ou haſt bey mir der ich dein kind o Gott Du haſt geſagt o treuer Gott wo Du haſt GOtt in der ganzen welt ſie b 45 haſ o allerhoͤchſter Gott Herr uͤber Du Du heiligſtes und hoͤ Du Herr der ſeraphinen dem tauſend Du laͤßt mich die nacht erreichen Gott der Du lebens brod Herr Jeſu Chriſt mag k Du lebens fuͤrſt Herr Jeſu Chriſt aer 208 Du oſchoͤnes welt⸗gebaͤude magſt gefallen b Durch Adams fall iſt ganz verderbt Du reicher Gott der armen du ſchoͤpfer Du rufſt mir zu otreuer Gott ſey Du ſchoͤpfer dieſer großen welt den Du ſiehſt o menſch wie fort und fort Du unerforſchlich meer der gnaden wie Du urſprung guter triebe du Du weineſt fuͤr Jeruſalem Herr Jeſu Du weiſer ſchoͤpfer aller dinge der alles Du weſentliches wort vom anfang her Feanter des eſang⸗Buchs. Ein laͤmlei geht und traͤgt die ſchuld Ein menſch der ſeinen eigenſinn als ö Eitle welt ich bin dein mude meie 1051 Entreißt euch meiner ſeelen krafte 789 Erbarm dich mein o Herre Gott nach 606 Erfreu dich liebe ſeele dein Jeſus 1059 3 Shaer maieſtaͤt an macht und ſtaͤrke 720 — — Erhalt uns Herr bey deinem wort unn 541 Erheb o wehrte chriſtenheit s 72 Erkenne mein gemuͤhte wie Gott o 431 Ermuntert euch erquickte glieder die aisI2I Ermuntre dich beklemter geiſtund z Ermuntre dich mein ſchwacher geiit 65 Ernrure mich o ewig licht erheb 444 Crauicke mich du heil der ſunder durch. 579 Erſchienen iſt der herrlich tag dran b 188 CECrwacho menſch erwach einmal vom 110r ͤErwunſchter brunquell aller freuden 337 SESs hat dein zonnder ſtarkenthrant 11)903 ͤ ESshat zwar Gottes große liebe ſde 33 (Ssͤiſt das heil uns kommen her von gut 3067 Es iſt gewiß ein koͤſtlich ding ſic im 759 ESsuſt gewißlich an der zeit das 1085 Es iſt noch eine ruh vorhanden 3 I0O Es iſt vollbracht muß noch erſchallen 179 8 ind nunmehr die zeichen da daß 1087 K — ͦ— ——— —— —„+ Es ſind ſchon die lezte zeiten drum 1084 Es ſpricht der unweiſen mund wol 543 Es ſteigt ein wetter auf mein herz 909 Es wird der juͤngſte tag ein freuden 10838 Es wolle Gott uns gnaͤdig ſeyn und 51 3 Euch ihr ſchnoden eitelkeiten ſagich 59 if Ewoge liebe mein gemuͤhte thut tt. 425 G 8 8 4 ——— -———— —* Serrchter Gott vor dein gericht mug 3 s Gerechter Gott was kan ich ſagen es ſcheitt r — —— Negiſter des Geſang Bur t.. Ewge wahrheit deren treue unnrne— 736 Ewig weſentliches licht Gott der da 9 Falſche zeugen falſche zungen klagen 143 Fließt ihr augen fließt von thraͤnen b 343 Folget mir ruft uns das leben 794 Ereu dich aͤngſtliches gewiſſen ſep) 638 Freu dich nun o meine ſeele und vergiß 1063 Freut euch des Herren allzumal 23 Freut euch ihr rhriſten alle Gott 2 Frolocket jung und alt ihr reicche 923 Frommer Gott ein gut gewiſſen iſt 87 Frommer vater Gott der ſtaͤrkedtem 420 rommes lam durch deſſenwunden 14 Fruͤh morgens da die ſonn aufgeht Gebundner Jeſu jene ſir Geht ihr traurige gedanken was be Gelobet ſeyſt du Jeſu Chriiſt Gerechter Gott der du von uns begehreſt Gerechter Gott ich bin in ſund empfangen Gerechter Gott uns liegt im ſinn de Gerechter heilger Gott ich klage daßich Seſegnet i der mann an dem man o n Seſet und evangelium ſind beinzt„sm 2— 3 „* 1 Regiſter des Geſang⸗Buchs. 1 2 Gib mir Gott der a Gott der du licht Gott der du mit d Gott der du wahr Gott der vater wo Gott der uns nach Gott des himmels un Gott deſſen allmacht ſe Gott deſſen guͤt ſich wei Getreuer Gott dein gn Getreuer Gott wie vie Getreuer heila Getreuer hirt Gib Jeſu wenn mein nd hilf m ſey aden⸗walten lgeduld bezeugſeſtet ir beten ich zuͤnde und Gottes lam mein herz erweget Gib mir das wollen und vollbringen Gib mir ein froͤlich her du geber Gib mir ein frommes herz du geber Glaube liebe hoffnun Gnaden geiſt ach Gott daß man ſich ſe g ſind der willkommen zeuch lber liebe kan Gott dein ſcepter ſtuhl und krone Gott dem kein ding unmoͤglich iſt im n allen enden viel große Gott deſſen Gott dir ſey Gott dir ſe licht und auelle biſt daraus einer tree aftig biſt und aus n uns bey und laß dem fall die arbeit d der erden vater ſonder ende wie weit ergießt du quell and die welt ernehrt und dank gegeben daß deiner ewig preis und ruhm der Gott du biſt alleine guͤtig darum Gott du bleibeſt doch mein Gott Gott du haſt in deinem ſohn mich Gott du licht das ewig bloibet das ohn Gott du weißt in was fu Gottes mund hat uns verheißen es ſoll Gottes ſohn dein reines blut reinigg 3 Gottes und Marien ſohn liebſter r zeiten deinen —— ——— + ☛̈ ————— —— + d 6 0 8 ===== 2 00‿ öSS== Oo AA —— ——— ———— + O 8O0 —y== —-— ———— —— —— — —— Gott giebt die nahrung jederman als Gott ———— ——— ————— — —₰,———a 2 at die kirche wolgebaut wer ſich Gott heer chet uͤber alle dinge du fuͤrſt Gott herrſchet und haͤlt bey unshaus Gott iſt die liebe ſelbſt von dem die Gott iſt mein licht er iſt mein heil Gott iſt und bleibt getreu ſein herz Gott laͤßt durch ſein wort uns lehren Gott lebt wie kan ich truria ſehn Gott lob der tag iſt nun beſchloſſen Gott lob die hoͤchſt gewuͤnſchte zeit Gott lob es geht nunmehr zum ende Gott lob es iſt von meinem leben Gott lob es koͤmt die zeit heran daß Gott lob ich bin im glauben wer wil Gott lob ich darf noch nicht verzagen ob Sott lob ich habe dich gefunden in dinem Gott lob ich habe frieden funden das Gott lob mein herz iſt wieder frey der Gott lob nun hab ich wieder den ſuͤnden 5 Gott lob ſo geht mit gutem gluke Gott lob und dank die nacht iſt hin Gott meines lebens meiſter du Herr der Gott mein vater ſey geprieſen Gott mein vater zaͤhl in gnaden meine Gott ſagt daß die nur ſelig ſeyn die Gott ſey gedankt zu jeder zeit die ſonne Gott ſey gelobet der allein die wahre Gott ſey gelobet und gebenedeyet der Gott ſey lob der tag iſt kommen, da Gott ſorgt fuͤr mich was ſolich ſorgen Gott vater denk an Chriſti tod ſieh Sott vater hoͤre doch nach deiner grogen 3 Keanſt des Ge E Buchs. Sa vater ſoht und geiſt voll weisheit eben dis kuͤrzer Gott unter deinem ſchirm zu bleiben Gott vor deſſen macht und ſtaͤrke Großer Gott Herrzebaoth dich ſolr man Großer Gott ich muß dir klagen Großer Gott je mehr an gute du Großer Gott wir arme ſuͤnder bufen Großer Gott wirf aus erbarmen Großer mittler der zur rechten ſeines Großer ſchoͤpfer Herr der zeit gib Großer ſchoͤpfer heute treten Groß iſt o treuer Gott die noht Guter ſaͤman deine gaͤnge ſieht Gutes denken gutes dichten itm was 5. Sabe deine luſt am Herrn denn er DHalt aus mein herz in deinem glauben BHalt im ſebrdends Jeſum Chriſt den „SHeiland deine menſchen⸗liebe war Heihen vater du begehreſt daß man Heift mir Gotts guͤte preiſen ihr Herr ach hilf uns wir verderben und Heer glierhoͤchſter Gott dem himmel Herr allerhoͤchſter Gott von dem wir alle 3 Herr auf erden muß ich leiden und Herr Chriſt der einge Gottes ſohn Gott vater ſohn und heilger; geiſt du Gott 4 Gott unſer vater der du biſt d himmel Gott vor deſſen ange ſchte nur ein reiner n Hab acht auf mh in aller noht o großer derr deine ie allmacht reich ſo weit al 5 her( 11 herr —.— — 4„— ——— — —— — —— — —— . —— ——— —— — — — —— — —— — — . ———— ——y——— DHerr dem dir engel dienen hier iſt n nn n — öſſſſſſſ 4 öſ ““ „.* 8. 8 1 4 A 4„ 6 1* .. 4 4 8 — — Neziſter des Geſang⸗Buchs... Herr deine guͤt und treu iſt groß das 343 Herr deine rechte und geboht darnaha 444 Herr dein geſetz das du der welti. 449 Herr dein wort meingrund des hortes 433 Herr der du gnad und huͤlf verheißt Herr der du unſer vater biſt s IG 876 v“. 5 8 4 1 „, “ 5 1 3 4 4 3 3 3 4 3 8 4 87. Herr der ſchoͤnen himmels lichter 918 Herr der ſein wahres wort gegeben 828 Herr du haſt fuͤr alle ſunder einen 498 Herr du haſt im waſſer bnde mtir 363 Herr du haſt in deinem reich große 265 Herr du ſtellſt mir deinen willen or 446 Herr es iſt von meinem leben wiedeum 1141 err Gott dich loben wrr Herr Gott du biſt von ewigkeit unaà 708 DHerr Gott du kenneſt meine tage 1034 Herr Gott nun ſey gepreiſet wir ſagen 137 Herr Gott nun ſey geprieſen du hat 1121 Herr Gott von großer majeſtaͤt hem 60 Herr GOtt wir loben deine macpth 889 Herr hie bin ich nim mein herze hnm 572 Herr hilf mir denn ich werde eer 906 Herr hoͤre Herr erhoͤre breit deines 1162 Herr ich bekenn vom herzen⸗grund auch 314 Herr ich danke deiner gnaden Hderr 1132 Herr Jeſu aller menſchen hort durch 533 Herr Jeſu Chriſt dein theures bluit 171 Herr Jeſu Chriſt dich zunns wendnd Herr Jeſu Chriſt du hoͤchſtes gut— n/ 619 5 2. —.—— 8—— 8 ———— 8 dDerr Jeſu Chriſte mein getreuer hirrte 0oo zfff 4 Herr Herr Gott der du erforſcheſt mich und 244 — Regiſter des Geſang⸗Buchs Herr Jeſu Chriſt ih weigar woldag Herr Jeſu Chriſt mein hoͤchſter troſt de Herr Jeſu Chriſt mein hoͤchſtes aut mein Herr Jeſu Chriſtmein lebens licht meciim Herr efe Chriſt wahr menſchund Gott Herr Jeſu deine angſt und pein 2 Herr Jeſu dir ſey preis und dank fuͤr J Herr Jeſu gnaden ſonne du wahres Herr im himmel Gott auf erden Herr lehre du mich thun nach deinem Herr mein Gott lehre mich ſtets meine Herr nichts kan auf dieſer erden von Herr ohne glauben kan dir niemand Herr ſchau in was gefahr und noht ODerr ſtraf uns nicht in deinem zorn Herr unſer Gott beherrſcher n SDerr unſer Gott wenn ich betracht Herr von unendlichem erbarmen Herr wer wird in der huͤtten dein Herr wie du wilt ſo ſchicks mit mir Herr wie lange ſol ich doch gar vor Herr zung und mund iſt was dein raht Herzallerliebſter Gott der du mir dieſes Herzallerliebſter Jeſu Chriſt ſieh an Herzliebſter Jeſu was haſt du verbrochen Herzlich lieb hab ich dich o Herr Herzlich thut mich verlangen nach einem Heute faͤhrt mein heiland auf und Heut iſt der chriſten ruhe tag 5 Seu iſt uns der tag erſchienen auf den 3 SHeut wil ich ſuͤßer troͤſter dir mit herzens Die binich Herr du rufeſt mir du ieheſt d. A 4“ „. Regiſter des Geſang Buchs. e 5 4 Ke Pier lieg ich Gott vor dir al s Hiier ſitz ich — Hier iſt mein herz Herr nim es hin ott vor dir als ſtaubund— Hiob gleich in meinem aſchen 685 1002 a Hilf Gott wie hat der teufel izt dieleut in 293 oh Hilf Gott wie hat die eitelkeit uns menſchen Hilf Herr IEſu laß gelinge z9 Hilf Jeſu daß ich meinen ne n hilf das chſten liebe ii Hilf mir mein Gott hilf das nach 466 Himmels⸗koͤnig hoͤchſter Gott was wird —+ 3 Ich iu Hochgeprieſne leibes⸗frucht liebſter Hoͤchſter Gott in deinem lichte ſeh ich b Di hhue weſen ich verehre deinenglanz oſianna Davids ſohn der in ſines— Ich armer menſch ich armer ſuͤnder ſteh Ich armer menſch wo denk ich hn Ich armer ſuͤnder kom zu dir mit Ich bin ein gaſt auf erden hier iſt a Ich bin ein menſch das weiß ichwol— Ich bin getauft auf deinen namen Gott b 30 bin getroſt in meinem leiden ch bin getroſt und freue mich dieweil Ich bin gewiß in meinem glauben . Ich bin ja Herr in deiner macht du 3 Ich bin im himmel angeſchrieben ich chbin ruhig und zufrieden ale bin und werde noch zur ſeligkeit bitt entſchuldge mich ſo ſprachen dank dir lieber Herre daß duau 8Ich dank dir vater denn du haſt die Ich danke dir liebreicher Gottaa f5 859 280 38 259 709 290 62 4 2 * 3 ₰ J 1 den habe nun den grin den Ich habe ſinn und herz ergebenin Ich hab in Gottes herz und ſinn mei Negiſter des Geſang Buchs.— Ich dend an dein gerichte du richter 3 ergebe mich dem willen meines Gottes Hgedenk an deine wunden o6 laͤub an einen G ch hab mein ſach Gott heimgeſtellt ch kan mein Jeſu dich bey deinem ch klage dir o Gott miit hochbetruͤbter chkom o guter Gott zu di dem Ich kom o treuer Gott zu dir ach Ich laſſe Gott in allen walten er Ich laſſe Jeſum nicht mit Zeſu iſt gut Ich muß mich o mein Gott mit vielen Ich preiſe und beſinge Herr deine. Ich ruf dich an Herr Jeſu Chriſt du △ ruf zu dir Herr Jeſu Chriſt ich bitt Toruf zu dir Herr Irſu or denn Ich ſchaͤme mich vor deinem thrond Ich ſchrey aus meinen ſuͤnden⸗banden Ich ſterbe taͤglich und mein leben Ich trau auf Gott in allen ſachen 8 Ich trau auf meinen Gott in Ich trete friſch zu Gottes tiſch Ich weiß an wen ich glaͤube mein Jeſus Ich weiß daß mein erloͤſer lebt das kan Ii weiß daß mein erloſer lebt der ſelber Ichh weiß es kan i nichts geſchehie ⸗ Ich weiß es wird * 8 1 So wil anzzt mein Gott zum libbes . 4 4 * und gefunden der it es mein ende ommen Ich wes mein Gott daß deine huld = ————— — 2*—— — — —— — —— —— — — — — — Ktee A — ==——— — — — — — — —— —— —— .—* ½ — —— — ———— —— .—— —— —— —— ————.— ————— —— — —— —— ——.— — —— /= —— —— ——— — ——— ——— — —— — ——2 —— —— —— — — — — „ — ————ᷓõ— — —— ———— Ich wil mich mit dir verloben ſutßen 3 3 wil mich nach der ruh umſehen 83 Ich wil ſo lang ich leb allhier den 16 Ich wil von meiner miſſethat zum Herren —— Zeſu der du thuͤr und riegel der verdammiß a 3 1 Jeſu der du wollen buͤßen fur 1 — öö — Zeſu grotzer wunder⸗ſtern der uus Feſu Jeſu deine wunden deine ſtreich Ze L eſ 4 Zeſus nimt die ſuͤnder an ſagt doh 3,3 Keſu troſt der armen ſeelen du lies 3 — Negiſter des Geſang⸗ Ich wil die hand und ruhte kuͤſſen Ich wil froͤlich ſeyn in Gott ich bin auitch 405 Sch wil froͤ Bott ich bin a 3e wil meinen Jeſum preiſen Ich wil meine ſtimm erheben unnd c wil nun in den beichtſtuhl gen 6 Ich wil zu aller ſtunde erhebeshs1 eſu deine heilge wunden deine quahl und 168 Jeſu deine paſſion herzlich zu bedenten inn Jeſu der du meine ſeele haſt durch deinen * 9 Regiſter des Geſang Buchs. Feſu urſprung meiner freude Jeſu Vei wahrheit licht und leben du biſt eſu wahrer Gottes ſohn der den tod Veſu wenn ich mein gemuͤht chriſtlich Jeſu wie war dir zu ſinne da dein FJezt koͤmt o Herr ein armer gaſt Iyr augen weint beym kreuzwo Jeſus Ihr Chriſten auserkoren hoͤrt gute hr chriſten ſeht daß ihr ausfegt was hr menſchen wie ſeyd ihr bethoͤret rrichter hier auf erden des hoͤchſten Jor toͤchter zions komt herbey laßt Im finſtern ſtallo wunder groß mmanuel der Herriiſt hier b Immanuel mein freund willkommen Inallen meinen thaten laß ich den In deinem nameno Herr Chriſt 3 dich hab ich gehoffet Herr hilf In dieſer morgen⸗ſtund wil ich dich n GOttes namen fang ich an was mir In Gottes reich geht niemand ein er ſey In Gott iſt meine ſeele ſtill er iſt ſt Gott fuͤr mich ſo trete gleich alles Ji Gotr fuͤr uns was kan uns ſcaden. K. Kom du angenehmer gaſt mund und Kom Gottesgeiſt kom hoͤchſter gaſt Herr Kom heiliger geiſt erfuͤll die herzen Kon heiliger geiſt Herre Gott erfuͤll Koom o Gott ſchoͤpfer heilger heiſ beſuch Koom ſeele geh in Gott zur ru entſage Kein groͤßrer troſt kan ſe ehn im ſchmerz als ͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤ— — — —jj I ——— —— — — — ine yre — — — — — — — — — — — ——ä — S==g ——.,———— —— — ———— —.,— —= q——— —— — —————/ —— — ——— 4 —= — ——— 2 S=——-= — —27 — ————— Koͤmſt du großer koͤnigs⸗ ſohn von Komt alle zu mir komt zu mir Komt die ihr nicht gewohnet ſeyd Komt her zu mir ſpricht Gottes ſohn Komt laßt euch den Herren lehren Komt menſchen⸗kinder ruͤhmt Kom tochter zion kom den koͤnig Komt ſeelen dieſer tag muß heilig Komt wieder aus der finſtern gruft Koͤnig dem kein koͤnig gleichet Krankheit und ein ſieches leben iſt Kyrie eleiſon Chriſte eleiſon Kyrie Gott vater in ewigkeit Lam du muſter wahrer liebe Lam Gottes das zur ſchlachtbank Laß es Jeſu dich erbarmen treuer Laſſet doch den weiſen Gott nach belieb Laſſet uns den Herren preiſen auf vermehret 28 Laſſet uns den Herren preiſen o ihr ſ Laß Jeſu dir mein flehen und ſeufzen Laß mich Herr die gerechtigkeit mit Laß mich nicht in irthum fallen Laß mir alle wochen ſeyn Jeſu ſtille * o Herr dein ohr ſich neigen aßt uns doch Chriſto dankbar ſeyn Lauf immerhin verkehrte welt unn 7 Lobt nicht ſo ſicher in der welt ihr Gott 588 Lehr mich o Herr du treuer Gott all Kom ſeele kom betrachte jezt dein unſterblichkeit 2238 Kom ſeele mit betruͤbten blicken und 146 44 152 974 en 76½ chriſten 197 414 Kiebe die nicht auszuſprechen Jeſus hebt 82 54 Negiſter des Geſang⸗Buchs. armen der ſo viie 76 ſegens⸗-worrt 21 ehen bey der 1000 Liebſter Jeſu wir ſind hier dich und dein wort 50 Lobet den Herren 3 denn er ſ iſt Lobt Gott ihr ſeine knechte verehret 345 Lobt Gott mit vollem ſchallle 1 Lobt und erhoͤht des großen Gottes 1335 Mach doch den engen lebens weg den du 700 Mache dich mein geiſt bereit wachh Mag ich denn nicht von angſt und pein. Mein beſter freund iſtmir geſtorhen Meinen Jeſum laß ich nicht denn er wil mich Meinen Jeſum laßzich nicht meine ſeel it,. Meinen Jeſum laß ich nicht weil er ſich fuͤr Meinen nechſten laß ich nicht ihn 4 Mein Gott der du mich heiſſeſt hoffen 738 Mein Sott die ſoune geht herfuur. * 3 5 4 8 9 4 5*— 1 4 ————— Meine ſeele erhebt den Herren und mein 6 Meine ſeele laß dich finden auf der 608 Meines lebens beſte freude iſt eer 700 Mein feſter fels und ſtarker hotrt 383 —— Mein Gott ach wenn ich dich nur hbbe 729 .— Mell Ran Mei Mh Mn h Naln Wen 2 n Dem Nein Neln Meine Neim Rein Mein hein Men Nin, Nen ——==——— ————.— é=— —— — — nGe 2.—— = —— 2. —— ——-——————————— —— —. ——. —— —— — — == 8—. — 3—— —9— — — —— 2— 4 —— — — Mein Gott dir iſt ja nicht zuwider Mein Gott du biſt an allen endem und alo 694 Mein Gott du biſt gerecht und bleibſt 920 Mein Gott du biſt von großer gute 760 Mein Gott du haſt mich eingeladen 42 Mein Gott du haft mir zu befehlen ich 781 Kein Gott du pruͤfeſt herz und nieren 670 Mein Gott du ſelber haſt ja meinen 1175 Mein Gott du ſelber heißt und biiſt 726 Mein Gott du weißt aufs allerbeſte 417 Mein Gott du wohneſt in der hoͤhe nd 758 Mein Gott du wohnſt in einem lichte dahin 711 Mein Gott du zeigſt dein angeſicht 430 Mein Gott es iſt dein guter wille daß 160 tein Gott es koͤmtein feuer aus 906 Mein Gott haſt du mein vergeſen 932 Mein Gott ich bin izt erſchtenn„ Mein Gott ich habe mir feſt vorgeſett. 997 Mein Sott ich hab in meinem leben ſchon 035 Mein Gott ich klopf an deine pforte 474 Mein Gott ich komme wiederum vor 4276 Mein Gott ich leb in ſchweren ſorgeen 889 Mein Gott ich nahe mich und tret zu 44 Mein Gott preiſe dich uur 306 Mei ich ſchaͤme mich weil meine 306 Mein Gott ich ſchreye fuͤr und fur 933 Mein Gott ich wart auf deine ſtunne 762 Mein Gott ich weiß wol daß ich ſterbre 1038 Mein Gott ich wil anjezt deinheillg 39 Mein Gott mir hat deinlieber ſohn 792 Mein Gott nun bin ich abermal der 639 Mein Gott nun iſt es wieder morgen 32 Mein Gott obgleich dein weiſer raht Dr Mein Gott ich 87(. 8. ö 3 8 9* 3— 4 3 8 1 I 1* 43 4 1* 2 3 5 1„ 7 1* 4. 85.„ —= e* 4 Zſer des Geſang⸗Buchs.— Mein Gott verlaß mich nicht in dieſem Miein Gott und koͤnig deine gut Mein Gott und vater ſteh mir bey 807 Fiit Mein Gott weil ich in meinemleben 721 Mnt Mein Gott wie biſt du ſo verborgen 302 WM Mein Gott wie groß iſt dein erbarmen 346 Pgnt Mein heiland ach wie liebſt du mich wie 643 HM Mein heiland du mußt dich in uns verklaͤren 364 Aſt Mein heiland nimt die ſuͤnder an die 56569 inſc Mein heiland ſitzet droben zu Gottes 233 UAtüü Mein herz ach denk an deine buße 562 Rten Mein herz ach rede mir nicht drein ich 395 Mfri Mein herzens⸗freund ach kom und 30 it ſe Mein herz ermuntre dich nun wieder 1026 iiten Mein herz ſey wolzufrieden ſtell doch 953 Auſe Mein herz und ſeel den Herren 21 Mein hirte wie ſo treulich gehſt du 3357 Mein Jeſu ach ich nahe mich mit furcht 716 Mein Jeſu der du vor dem ſcheiden 492 NMhd Miein Jeſu du wilt jederman durch buße 654 Utts Meein Jeſu liebſter menſchen⸗freund 625 Nſt Mein Jeſu meines lebens licht du weißt 644 Uüits Mein Feſu ſieh darein und hilf mir 810 ſmy Mein Jeſus iſt getreu in noht ſteht 404 inv Mein Jeſus koͤmt mein ſterben iſt 1065 ſu be Mein Jeſus lebt was ſol ich ſterben 200 Aubi Mein Jeſus ſtirbt was ſol ich leben o u bi Mieein Feſu ſuͤße ſeelen⸗luſt mir iſſt 409 ſa de Miein Jeſus wird ein fluch bringt 31 Mnde Mein lauf Gott lob iſt bald vollbracht 1057 uff Mein lieber Gott gedenke meiner 604 Mein liebes herz was zageſt du und 303 uG Mein liebſter Gott dir iſt beant(aaz nie ☚½ 1 6 —— —— ———— A ———;———— — — — — ——V——— ——,— —— ——— — 2 2* 4— wereere Neaiſter des Geſang⸗Buchs, ————— 5— ————— Mein ſchoͤpfer lehre mich wol faſſen Mein ſchoͤpfer ſteh mir bey ſey meines Mein treuer Gott dein gutes werk das Mein treuer Gott was ſol ich ſagen Mein vater du regiereſt den ganzen Mein vater zeige mich dein kind nach Mein walfahrt ich vollendet hab in Menſch⸗gebohrner Gottes ſohn mittler Maeenſch wilt du leben ſrliglich und Mitt dir Herr Jeſu wil ich ſcheiden ſo Mit ernſtomenſchen⸗kinder Mit fried und freud fahr ich dahin tit ſeufzen klag ich dir mein Gott Mitten wir im leben ſind mit dem Muͤſſen allbereits die wunden Nach dir Herr ſteht mein verlangen Nichts iſt gemeiner als das ſterben Nicht ſo traurig nicht ſo ſee Nichts verdamlichs iſt an denen die Nim von uns Herr du treuer Gott derr du greuer Gat. 688 Nim von uns Herre Gott all unſre Nun bin ich geneſen weil das hoͤchſte Nun bitten wir den heiligen geſt Nun bricht die finſtre nacht herin Nun danket alle Gott mit herzen a Nun die reiſe iſt vollendet Herr Nun freut euch liebe ehriſten gemein Nun Gott lob es iſt vollbracht Nun Gott lob ich bin geſpeiſt und getraͤntt zirn NAun hoſtunn Bau ühn tan geirin 3 NRegiſter des Geſang⸗Buchs. 3 Nun jauchzt dem Herren alle welt 0 Nun jauchzet all ihr frommen s— Nun iſt der tag der ſeligkeitn]end/)n 10 3 3 0 1 Nun iſt es alles wol gemacht weil 183 Nun kom der heiden heiland der ungfrauen 57 Nun koͤmt das neue kirchen⸗jahr 55 Nun laſſet uns den leib begraben b 1074 Nun laßt uns den leib begraben 1074 566 Nun laßt uns Gott dem Herren— 14 09, Nun laßt uns Gottes gunununununite 15 0G0 Nun lob mein ſeel den Herren 25 06 Nun ruhen alle waͤlder vieh menſchen u4h 009 Nun ſinget und ſeyd froh jauchzt 78 06o Nun tret ich wieder aus der ruh 234 069 Nun triumphiret JeſusChriſt der von 193 09 MNun wachen Gottes ſtraf⸗gerichte 890 0, Nuun wollen wir dir lob und preis 900 d⸗ ö“ b 90o Oallerhoͤchſter Gott dir klag ich 455 9o Oalleerſchoͤnſter freuden⸗tag otag da 200 00p Dallgemeine noht o allgemeiner 855 060 O angſt und leid o traurigket G O auferſtandner ſieges⸗ fuͤrſt du 195(Go Ob ich einſchlafe oder wach ob ich 117 Go Ob menſchen klug und weiſe ſeyn 243 069 O Chriſte Jeſu Gottes ſohn du biſt om 114 o O der allgemeinen huld die mein heiland 334 OEon Odu dreyeinger Gott den ich mir 041 Mof O du majeſtaͤtiſch weſen das ein unzugaͤnglich 752 Don O du ſchoͤpfer aller dinge hoͤre hoͤre 635 Ngpß O edle wunden was ſol ich du großer e 169 Nu) O ewigkeit du donner wort o ſchwert Oeah heid O ewigkeit du freuden⸗wort ach du ODO ealſche treuo heucheley iſt das nicht O frommer Gott ich danke dir daß du Oglaͤubig herze benedeyrn O gnaͤdger und barmherzger Gott O gnaͤdigſter erbarmer o vater aller O Gott da ich gar keinen raht fuͤr O Gott der du aus herzen grund O Gott deß maden, vuleraht den O Gott des himmels und der erden O Gott du brunquell aller wahren liebe O Gott du frommer Gott du brunquell O Gott du hoͤchſter geiſtiſt nichts die O Gott du kanſt den himmel ganz O Gottes lam o laß mich mit dir O Gott du 6 die wenſchen⸗ kind ſo deinen O Gottes ſohn Herr Jeſu Chriſt du O Gott es ſteht dein milder ſegen OGottes ſohn Herr JEſu he dasman 5 S Gott mein ſchoͤpfer weiſer fuͤrſt u 154 O Gott mein vater mich regier halt mich O Gott mein vater und mein Herr O Gott voll macht und wunderthat O Gott von dem wir alles haben. O Gott wenn ich bey mir betracht das O Gott wer dieſes leben wol betrachtet O Gott wer wird von dieſem leib des O Gott wir ehren deine macht und O großer geiſt o urſprung aller O großer Gott du reines weſen 1 O großer Gott wir danken dir dein O haupt voll blut und wunden O heilger geiſt kehr bey uns in Ggg 2 120 1171I 16 V 981 —Melter des Geſang Buchs.— heilige dreyeinigkeit o goͤttliche 279 O heiliger gerechter Gott ich klage 233 O heiliger und reiner geiſt der ſich 25 O heiligſte dreyeinigkeit voll majeſtaͤt 230 O Herr dein ſeligmachend iſt wort lang 537 O Herr mein Gott ich hab zwar dich durch 369 O hoͤchſtes licht vollkomnes gut das 284 O jammer volle tage da lauter 906 O Jeſu Chriſte Gottes ſohn du ſchoͤpfer aller 972 O Feſu Ehriſte wahres licht erleuchte 553 O Jeſu Chriſt ich preiſe dich mit froͤlichem 484 O Jeſu du mein brautigam der du 514 O Feſu Jeſu Gottes ſohn mein bruder 73² O Jeſu kom zu mir mein rechtes leben 390 O IJeſu meine luſt o leben meiner 1052 O Feſu meine wonne du meiner ſeelen 524 O Feſu meine zuverſicht mein heiland 576 O Zeſu mein verlangen dein eigen 529 O Feſu wilt du noch ſo gnaͤdig an 520 O nig deſſen majeſtaͤt ſich uͤber alles 605 ͤO lam das meine ſchulden⸗laſtgetragen 187 O lam Gottes unſchuldig am ſtam des 120 DO lehrer dem kein andrer gleich an 343 ͤO lebes ⸗Ain wie ſol ich dich mit 269 O meiine ſeel des Herren preis 20 O meine ſeel du ſolt den Herren 2 O meine ſeel erhebe dich mit andacht Opfer fuͤr die ganze welt du koͤmſt 101 1 O ſeele welche ſeligkeit iſt dir allhier 4 3 O ſeligmacher Jeſu Chriſt der du fur 337 ſichrer menſch bekehre dich du lebſt 1100 O ſuͤßes gnaden⸗wort das Jeſu mund 56 D efe wer kan dich ergruͤnden Regiſter des Geſang⸗Buchs. 4 4 DO tod wo iſt dein ſtachel nun wo iit 194 8 D traurigkeit o herzeleid iſt das nicht 181 O treuer heiland Jeſu Chriſt der du 552 S O vater allmaͤchtiger Gott zu dirr 236 h O vater deine ſonne ſcheint auf oſe 914 O vater der barmhereſateit ich falle die 612 1 O vater Gott von ewigkeit der gottheit 237 altt. O vater groß von gnade lieb und 510 b O vater herz o licht o leben 3 686 m O vater in dem himmelreich laßuns 473 8 Oroater ſohn und heilger geiſt erhoͤr 1042 O bater unſer Gott es iſt unmoͤglich 48 O unausſprechlicher verluſt den wir 852 1 O unerhoͤrte hoͤllen⸗quahl o marter 1098 1 O wahrer Gott und menſchen⸗ſohn Herr 335 1 O welch ein leiden das mich druͤckkt 1172 b 4 b S wet ein ungemeiner ſchatz dis kan 383 O welch ein unvergleichlich gut giebſt 481 O welt ſieh hier dein leben am ſtam des 16 3 p O wie froͤlich o wie ſeligwerden wir 1109 DO wie ſind dech meiner feinde ſo gar 805 O wir arme ſuͤnder unſre miſſethat 119 1 6 O wunderfluht das hoͤchſte gut 338 0 P. 5Prange welt mit deinem wiſen 7 83 1 Prophete Jeſu du biſt groß von 341 1„–„o0G. 6 Quahl und angſt muß ich empfinden 987 5 1 BNA. 2 3 Nede Herr denn dein knecht hoͤret S Gggg 3 4 Regiſter des Geſang⸗Buchs. Reiß dich loß von allen ſchmerzen Reißt ihr felſen erde bebe Cnn Sagt Gott dem hoͤchſten dank erhebt den 895 Schaffet doch ihr menſchen⸗kinder ſchafft 67 Schaff in mir Gott ein reines herz mein 2 olt Schaff in mir Gott ein reines herz und heilge 633 oi Schaue von des himmels buͤhnen 1006 ſOll Schau Herr die matte ſeele ſchreyt 1017(al Schau lieber Gott wie meine feind 802 Sol Schließ auf ſchließ Herr den himmel auf 915 ESet Schmuͤcke dich o liebe ſeele fuͤlle mit dem 495(or Schmuͤcke dich o liebe ſeele laß die dunkle 503 8o Schoͤpfer aller menſchen kinder groſer richter 365( Schoͤpfer aller menſchen kinder hoͤchſter ich 839(Str Schoͤpfer dieſer ganzen welt himmel 647 Sin Schwing dich auf mein ganz gemuͤhte 34 Sin Schwing dich auch zu deinem Gott du 989 S Schwinget euch mein herz und ſinnen von 275 Seele denk an jene nacht drinnen 494 Geele geh auf Golgatha ſetz dich umer 857 de Seele laß die ſpeiſe ſtehen die nur 507 dran Seele mach dich heilig auf Jeſum zu 106 AKau Seht welch ein menſch iſt das ihr freche 148 Ken Seht welch ein menſch iſt das ihr menſchen 147 den Selig find die Gottes wort hoͤren 50 Keu Sende vater deinen geiſt da ich vor dein 460 du Seyd ſtille ſinn und geiſt und euch in 40 Sey getreu bis an das ende damit 814 Sey lob und dem hoͤchſten gut 33 nt Sey mir tauſendmal gegruͤtzet der 168 MM Sieh an uns arme ſuͤnder Gott unſre 1I7 Aat Sie wie lieblich und wie fein ſſt 4 — —— —— 7 —— — — — —— —. — —— —j'pv —y:— ———1— — — —*—— —2—2 —— —„n ·——“+. — —. ——— — ——— —= ———— ———— —————— —— —— B=1So ———— ηά Vater unſer im himmelreich der du — — Regiſter des Geſang⸗Buchs. Singen wir aus herzen⸗ grund loben So gehſt du nun o Jeſu hin dein leiden Sohn des hoͤchſten ſolt du ſterben So iſt das jahr nun auch verfloſſen So iſt die woche nun geſchloſſen So kom du ausgang meiner pein So kom ich denn mein Gott ein Sol es liebſter Gott geſchehn daß ich Sol ich nach deinem winken o vater Soltich meinem Gott nicht ſingen Sorge doch fuͤr meine kinder vater So ruheſt du o meine ruh in deiner So wahr ich lebe ſpricht dein Gott Stell liebe ſeele dich in ruh und trit Straf mich nicht mich groſen ſuͤnder Suͤnder hoͤrt doch Chrigi kage ach daß Suͤnder wilt du ruhig ſeyn und befreyt Suͤßes evangelium das wie lebens TC. Theures wort aus Gottes munde das Traure nicht betruͤbtesherz ſteht dir Treuer Gott ich muß dir klagen meines Treuer Gott in deine haͤnde ſol Treuer hirte deiner herde deiner Treuer Jeſu wache du denn izt Treuer waͤchter Iſrael deiner II. Vater ach laß troſt erſcheinen ſieheſt Vater du weißt meine ſorgen die Vater laß mich gnade finden troͤſte G999 4 egſſter des Geſang⸗Buchs. Baker welchem nichts verborgen was Verderbte welt wie bittre gaben b Verklaͤrte majeſtaͤt anbetenswuͤrdig 241 P Verſuchet euch doch ſelbſt ob ihh 657 P Unendlicher Gott hochſtes gut das in ſich 235 WE Uns menſchen ſtehn zwey ortevor 10999 3 Unverfaͤlſchtes chriſtenthum wie biſt du 669 iuanſchianite liebe goͤnne bloͤden 256 L Vom himmel hoch da kom ich her 89 ba Vom himmel kam der engelſchaar 69 as Vom tod erſtandnes oſter⸗lam deß blut 205 M Von allen menſchen abgewandt zu dir zol hu Von dir liebreicher Gott koͤmt unſer 902 B Von dir o treuer Gott muß fried 322 MM Von ganzem herzen und mit fleiß 24 Von Gott ſol mich nichts trennen es 650(P Von Gott wilich nicht laſſen denn er 751 Wg Vor deinen throntret ich hiemit e Vor gericht Herr Jeſu ſteh ich hie zu 618 9 D W. 1 Wach auf mein herz die nacht iſt hin die 202 leit Wach auf mein herß und denke doch ein 489 ALein Wach auf mein herz und ſinge dem n hend Wacht auf ihr chriſten alle wacht auf 1082 denr Warum betruͤbſt du dich mein herz 9249 enn Warum ſolt ich mich denngraͤen 954 dnn Warum wilt du verlaſſen mein 1000 ſüm Was alle weisheit in der welt bey und 232 Lem Was darfſt du bloͤdes herz dich aͤngſten 373 Uen as fragic nach den ehren die mtie 777 dem Was fragich nach der welt der himmel II2 zm Wenn er ganbe was lür ſat was ür * 4 4— . ,.— ———— Regiſter des Geſang⸗Buchs. W Was Gott thut das iſt wol gethan es bleitt 76) Was Gott thut das iſt wol gethan ſo denken 927 Was hat der menſch auf erden der ſeinen 837 Was han doch des viehes blut das 172 Was hilfts das ich mich quaͤhle durch ſns 764 Was iſt der menſch die arme made 2383 Was iſt unſer leben und wornach wir 8068 Was kan ich armer machen mein Gott 448 Was kan ich doch fuͤr dank oHerr 642 Was lobes ſol man dir o vater ſin)len 22² Was mag ſich doch der arme ſtaubb 755 Was mein Gott wil geſcheh allzeit ſin 750 Was mich auf dieſer welt betruͤbt as 787 Was ſorg ich doch in dieſem leben um 406 Was wilt du dich betruͤben o meine lebe 952 WVWeg eitelkeit der welt ich fuͤhle 1052 Weg ihr irdiſche gedanken 7765 Veg mein herz mit den gedanken b 986 Weg welt mit deinen freuden und 10 Weß wolluſt die an unluſt reich du 3 Weeh mir das ich ſo oft und viel als 58 Weicht ihr berge fallt ihr huͤgel 253 Weine nicht Gott lebet noch du 8988 4 Wend ab deinen zorn lieber Sott 881 Wenn dein herzliebſter ſohn o Gottnicht 371 „ Wenn ich ungluͤck hat betreten ſteckſet 4 4 Wenn die noht aufs hoͤchſte kommen 1027 10 Wenn einer alle ding verſtuͤnd mit 881 Wienn ich izt ohne thraͤnen bliebe ſo 55 8Wenn ich mein herz vor dir mein hort 46) Wenn meine ſeel den tag bedenke dad 175 mWenn meine ſuͤndn mich kraͤnken z gWenn mein ſtuͤndlein vorhanden iſt 10586 1 G9995 Wenn Wenn wir des hoͤchſten freundlichkeit Wenn wir in hoͤchſten noͤhten ſeyn und Wer an die hoͤllen⸗glut gedenkt Wer bin ich o Herr zebaoth daß ich Wer bin ich was iſt mein leben Werde licht du ſtadt der heiden Werde munterliebe ſeele denn nun Werde munter mein gemuͤhte daß ich tret 2 Werde munter mein gemuͤhte warum Wer iſt der der ſeine noht hier ſo Wer iſt doch auf der welt der ſich Wer nur den lieben Gott laͤßt walten Wer nur mit ſeinem Gott verreiſet Wwer ſich im geiſt beſchneidet und als Wer weiß wie nahe mir mein ende Wer wil mich von der liebe ſcheiden b Wer wil was Gott auserwaͤhlet Weſentliche liebe vater deſſen triebe Weshalben toben faſt zugleich und b Wie daß du doc 0 ſuͤndlich herz ſo Wie faͤllt der ſchoͤne mor enſtern VWVie froh wird meine ſeele ſeyn Wie Gott mich fuͤhrt ſo wil ich gehn Wie groß iſt deine herrlichkeit Wiee groß iſt doch o Gott wie groß Wie groß iſt Gottes vater huld er Wie groß iſt meine miſſethat die dich Wie jenn iſt doch dieſer ort da ich Wie herrlich leucht der gnaden⸗ſtern Wiee iſt die welt ſe feindſchoft voll Wie iſt Herr Jeſu doch dein nam in 4 5 Wer in dem ſchutz des hochſten iſt und ſich A. — — 5 —— —äz/ ———-— 2* — — — — — ——. ——Eſͤſſſſ — —— ———'y——-8——— — 85 ——— .—y 2 3 8— — 4— ————n Naaiſter des Geſang⸗ —y— Wee kuͤndlich groß ſind doch die Wie ſchoͤn leucht uns der morgenſtern mit ſeinen 98 Wie ſchoͤn leu te ſchoͤn leucht uns der morgenſtern vollgnad Wie ſelig iſt der ort zu nennen Wie ſelig kan ein chriſt hier leben Wie ſol ich dich empfangen und wie Wie ſolt ich meinen Gott nicht lieben Wie wol haſt du gelabet o liebſter Jeſu Wil jemand Chriſti juͤnger ſen Wilt du dir meine ſeel von dem Wilt du noch in fuͤnden bleiben Wir glaͤuben all an einen Gott Wir liegen hie zu deinen fuͤßen Wir liegen taͤglich in dem ſtreit Wir menſchen ſind in Adam ſchoꝛ Wir menſchen ſind zu dem o Got Wir ſtehn in noht laß uns o Gott Wo bleibet die gaemerigkeit dſe Jeſus Wo Gott der Herr nicht ey uns haͤlt Wo Gott nicht ſelber baut das haus Wo iſt der ort da meine ſeele weidet Wol auf herz und gemuͤhte des Herrn Wol auf mein herz du muſt dem Herrn Wol dem dem Gott all ſeine ſuͤnd Wol dem der Gott vertraut und ſtets 1 782 1 8 . 8 8* — 8 73 Wie lango Herr wie lange ſol 1023 Wie lieblich iſt esin der ſtille wo b 233 Wie lieblich ſind doch deine fuüß 206 Wie lieblich ſind dort oben all deine n04 Wie liebſt du doch o treuer Gott die 1166 Wie mein getreuer vater wil in allemn 773 Wie oft verſprach ich Herr von ſuͤnden 62 328 72s 60 729 525 774 560 646 626 8 8 1 07 . 8 ) 3 4 4 319 4²9 908 820 549 1170 161 41 454 377 740 Wol Wol dem der ohne wandel auf Reaſſer deGeſang⸗Buce.— Wol dem der ruh und friede hat Wol dem der ſich furcht und ſcheuet Womit ſol ich dich wol loben Wort des hoͤchſten mundes Engel Wo ſol ich fliehen hin weil ich deſchwertt Wuͤnſcheſt du mein herzzu ruhn 1 4 D. Zeuch ein zu deinen thoren ſey meines Zion gib dich nur zufrieden Zions freuden⸗tag erſcheinet „Zion ſpricht ich bin verlaſſen u deinen fuͤßen liege ich mein 8 Zu dir Herr Jeſu komme ich der zu diro vater aller guͤte flieht Zweyerley bitt ich von dir zweyerley E RN D E. Aus Frnds, Gerhards, Laſſenti und anderer evangeliſchen Lehrer geiſtreichen Buͤchern zuſamn⸗ men getragen. „Nebſt den ſieben Mirchen⸗ Halecten und Intiphonen. “ e 4s MeAe 6. 5 3— — Mitt Konigl. Groß⸗Britanniſchen, und Chut. fuͤrſtl. Braunſchweig. Luͤneb. FKIVILEGIO. Hannover, Im Verlage ſel. Nicolai Foͤrſters und Sohns Erben, 1711.. ———— Gebeht um die Gnade des heiligen Geiſtes, daß man recht und GOtt wolge⸗ faͤllig beten koͤnne. ☛ Ewiger, barm⸗ CSN herziger GOtt, AM du vater unſers b HErrn JEſuſw Chriſti! weil wir nicht wiſſen noch begreifen koͤn⸗ nen, was und wie wir be⸗ ten ſollen: du aber uͤber⸗ ſchwenglich zu thun ver⸗ magſt uber alles was wir bitten und verſtehen moͤ⸗ gen: ſo ſchreyen wir, geuß Aber uns aus, nach deiner veerheiſſung, den geiſt der gnaden und des gebehts, der uns bey dir vertrete mit unausſprechlichen ſeuf⸗ zen; auden wir dich mit mund und herzen andaͤch⸗ —— 1 J. Wochen⸗ Morgen⸗ und Abend⸗ Gebehte. moͤgen. tig, in rechtem ernſt an⸗ 8 b rufen, und dir ein ange nehmes lob⸗ vufer bringen HErr! thue unm ſere lippen auf, daß unſer mund deinen ruhm V kuͤndige. Erwecke i ſeele und gemuͤhte⸗„ ir uns nicht nur mit un drem munde zu dir nahen und dich alleine mit de lippen ehren, aber das her ferne von dir ſey; ſonder! verleihe uns gnade, daß wir dich, als die recht⸗ ſchaffene anbeter im geiſt und in der wahrheit, ohn andere und fremde gedan ken, anrufen, mit herzli cher aufmertun ng unſers gemühtes„ ohne 2 ley und ehrgeis⸗ wir nichts von dir beget ren als nur allein unſerer herzen, gaͤnz⸗ no 5 D in dem namen recht zu beten, und um gnaͤ⸗ u ſeelen ſeligkeit iſt. Ver⸗ O du guͤtiger GOtt! ſo an leih auch, daß wir alles hilf nun, daß wir(etzo ann dasjenige, was wir von allhier im hauſe GOttes a dir bitten, mit ſtarkem und ſonſt) an allen orten glauben und gewiſſer zu⸗ aufheben heilige haͤnde, oh⸗ verſicht von deiner milden ne zorn, zwietracht und guͤte zu erlangen, unge⸗ zweifel, auch emſiglich an⸗ weifelt hoffen; auch dir halten mit flehen; damit jerinnen nicht zeit, ziel wir, nach deiner gnaͤdigen oder maaß der huͤlfe ſetzen; verheiſſung, was uns an ſondern uns deinem gnaͤ⸗leib und ſeele noͤthig iſt, n willen, der allewe von deiner milden guͤte der beſte iſt, in allen empfangen,(und inſon⸗ 8 4 mit ſtarker hoff⸗ derheit in gegenwaͤrtiger und geduld, in de⸗ allgemeinen gefahr und gr huͤlfe und rettung terwerfen. Dar⸗ erlangen,) durch deinen gib gnade, daß wir lieben eingebohrnen ſohn r dir liegen mit JEſum Chriſtum unſern ebeht auf unſere HErrn, amen. ße barmherzig⸗ Gebeht um die Gnade dige Erhoͤrung des Ge⸗ behts. &́ HErr, mein hort 83 und mein erloͤſer! en, u laf dir wolnefallen das iicht unſern opfer meines mun es un gater zu nennen. das geſpraͤch meines her⸗ veten nicht abge⸗ beht vor dir tuͤgen, wie ein 1es, daß wir zens vor dir. Laß mein ge⸗ echt beren. 8—. ſchreyen 1 G rdirt wolleſt ſeren, n dir werken. nieines. u die dg, un dor me auf un dnn ic erfreue krechte denn anget darte norge deen. r d ta, o het, en, 11 r b Morgen⸗Gebeht am Sonntage. um uſ rauch⸗opfer, und das auf⸗und bitte dich herzlich, oß il heben meiner haͤnde wie HErr! gib mir, was mir zu SOe hein abend opfer. Hoͤre meiner Feitüchen und ewi⸗ e mein wort, merke auf gen wotfahrt noͤhtig und meine rede, vernim mein uutzlich iſt. Auf dis dein ſchreyen, mein koͤnig und wort uche ich, o HErr! laß mein GOtt! denn ich wil mich dein vater⸗-herz finden. vor dir beten. HErr! fruͤhe Auf dein wort klopfe ich wolleſt du meine ſtimme an: thue mir,o HErr! die horen, fruͤhe wil ich mich thuͤr deiner gnaden hier n zu dir ſchicken und darauf dieſer welt auf, und oͤffne merken. Hoͤre die ſtimme mir endlich die thuͤr deines meines flehens, wenn ich ewigen himmelreichs, um u dir ſchreye, ſey mir gnaͤ JEſu Chriſti deines lieben a dig, und verbirge dich nicht ſohnes willen, amen. vor meinem flehen Merft— auf mich und erhore mich,, hahr a denn ich rufe taͤglich zu dir: Morgen⸗Geb eht a 3 erfreue die ſeele deines Sonntaßge.. 8lknechtes,(deiner magd) In deinem namein ſteh ich auf. 7 denn nach dir, HErr ver⸗ HErr! ſegne meinen lebens⸗ langet mich. Meine ſeele lauff. — wartet auf dichten einer Bedeckemi haushudundn dhe morgen⸗wache bis zur an⸗-. de ten, wn, Se. Mein herz balt dir Für ſun en, unglak, noht U drung vor dein wort: Ihr ſolt ſchaden.. mein antlitz ſuchen: Bit⸗( preis mnt p tet, ſo wird euch gegeben; 4 hr dir 6 3 ſuchet ‚ſo werdet ihr fin vaullwer Swtt ☛ s den; klopfet an, ſo wir euch aufgethan. Auf ſolch dein wort ſuche ich auch et e KErr ldein antlitz; ich thue du gem meinen mund getroſt auf/ an wit Friget, me nen fei n nd hat, Sen deſſen willen ſey vertrueden/ und mich„ und verwirf geſund und ohne gefahr m ich nicht von deinem heili⸗ — hafen laſſen; daß du gen angeſichte. Nim mich mich behuͤtet wie einen aber auch heute dieſen tag aug⸗apf pren im auge, un lin deinen vaͤterlichen ſchutz ich beſchirmet unter dem und ſchirm. Bewahre mei⸗ vergoͤnnet, das licht den ſchranken deiner geboh⸗ es tages wieder froͤlich te dlehr Wehre dem ſa⸗ uſchauen. O vater tan, daß er mich nicht zu eoß iſt deine liebe: wer falle bringe. B in ausſprechen? Ich eigen fleiſch und ich um alle deine es mich nicht und danke dir Gib mirhimm gnade, die du mir ken, und zeuc tten deiner fluͤgel, auch ge ſeele, daß ſie nicht aus a V nuterleibe an, de dare luſt die eſerr w 3 Ktunde, erwieſen vater! laß mich chʒerkenn gar zu lig von dem ſchlafe in⸗ che meiner ſunde den aufſtehen: laß ſich mei⸗ undantba rkeit Me ßer gute Nicht wehrt deines heiligen wortes wer⸗ ich Agrund guͤ⸗ den, bis ſie endlich zu 1 tt! gede genke an herzigfKit die in den himmel wird aufge⸗ her gthweſen nommen werden. Behuͤ⸗ ne dich Mber te mir ſnauchc dieſen tag nach n vaͤterlichen willen leben;. beſ ſige ne ſeele durch die pre edigt cg (a nd rem eigenen hirten JEſu —— — —— hei ige r —— — 3 ö“ Abend⸗Gebe am age. was mein iſt. Du biſt mein vater, ich dein kind; ach! 9 laß mich in deine heilige haͤnde, zum zeitlichen und ewigen ſegen ſtets einge⸗ eiihnet bleiben. Du licht Herr! ſchütze mich durch deine macht, 1 Und bleib im finſterniß mein nacht und hoͤlll e So ſchreckt er menſchen/ jaß leuchten 1(Err GoOtt vater dein antlitz uͤber mich, daß ich im lichte wandele, und heute deinen ſabbath alſo heilige, daß ich der ſchul⸗ digen ehre, die dir gebuͤh⸗ ret, und der werke der lie⸗ be, damit ich meinem nech⸗ ſten verpflichtet bin, nicht vergeſſe; bis ich endlich, kraft der froͤlichen aufer⸗ ſtehung deines ſohnes JE⸗ ſu, auch zu dir, zu dem ewigen ruhe⸗tage des him⸗ mels aufgenommen werde. Erbarme dich uͤber mich (und alle die meinigen) und ſey mir gnaͤdig jezt, in der ſtunde meines todes, und am tage deines lezten und ſtrengen gerichtes, um deines heiligen namens wil⸗ len, amen. b Abend⸗Gebeht am ich Sonntagh. Der tag iſt hin: es koͤmt die nacht, D im himmel, und HErr meines lebens! dein thun iſt ja lauter guͤte und treue; Du haſt mich ſen tag lebendig erhalten, und mir alles gute erzei⸗ get, auch mich nach d großen und unergru chen barmherzigkeit fuͤr al lem uͤbel behuͤtet, mein ben erhalten, und mich wolthaten uͤberſchuͤttet dein aufſehen hat meine odem bewahret. Daru preiſet dich meine ſeele⸗ mein mund iſt voll der ruhmes. Billig aber mi ich mich ſchaͤmen, daß mich auch heute a b ſuͤndiget, und nicht recht 1 4 A en Bebeht an Mönkage. troſt Iſraels! vertilge mei⸗ mne miſſethat wie eine wol⸗ ſchlafe ich ein Laß michun. h i ter dem ſchatten deiner all.. maͤchtigen fluͤgel wol be⸗ e, ul meine ſuͤnde wie den amnebel; reinige mein gewiſ⸗ ſen von allen todten wer⸗ ken durch das blut Jſu Chriſti; ziehe deine hand nicht von mir ab, und ver⸗ 3mlaß mich nicht. Schaue, liebſter vater! jezt bricht nicht. 4 und kind, und alle das mei⸗ 3 geſah gnaͤdiglich ren. Geſegne meinen und treibe das ſchrecken de ſatans ferne von mir, da macht an mir finde. 4 2 4 2 5* 5 4 1 ſ⸗ wahret ſeyn. Nim dich mei⸗ 1 die nacht herein, und es iſt Banz finſterum mich. Ach du mein licht! verlaß mich nicht. Meine ſonne! gehe aunia nicht unter in meinem mher Lege die wache demer heiligen engel um uich, daß ſie mich(mein haus und hof, mein weib e) fuͤr allem ſchaden und bewah ſchlaf des deiner daß herzliche dieſer mein feind keine Laß ff beſch ner ſeelen ferner an, und laß mich nach deinem wil⸗ len morgendes tages, dir zu lob und ehre, froͤlich wieder erwachen, um der fuͤrbitte deines geliebteſten ſohnes 1 IEſu willen, amen. 1 ——— ſvo Morgen⸗Gebeht am Montage. Meinen anfang und mein ende dai Geb ich HErr! in deine haͤnde: Vater! ſteh mir gnaͤdig bey, Daß der tag geſegnet ſey. Darmherziger, 5. Bmildreicheſter GOtt und vater! in die⸗ ſer morgen⸗ſtunde erſchei⸗ ich vor dem throne ne i deiner goͤttlichen guͤte mit heg m danke, daß du ſch nach zuruͤck gelegter finſte⸗ we ren nacht mich abermal ge⸗ ſibe ſund und friſch aufſtehen ind laſſen. Ovater deinehand if hat mich geſchuͤtzet, daß ud mich der ſatan nach ſeinem ſit willen nicht betruͤben oder mu ſchaͤdigen koͤnnen. Da⸗ un mit nun ferner mein mun b 1 / 1 1 — Norgen⸗Gebeht am Monkage. 3 mön deines ruhmes und deines meinen eingang und aus⸗ 1 uit ppreiſes taͤglich voll ſey; ſo gang, un unni veergib mir alle meine ſun⸗ die deinen namen kennen. iu de, und thue mir wol. Ge⸗ Troͤſte alle betruͤbte und d an, u dentke nicht der ſuͤnden b meiner jugend, noch mei⸗ dan ner uͤbertretung; gedenke döſchna aber meiner nach deiner barmherzigkeit um deiner dſtn ea guͤte willen, und regiere men ſolte, ſo gib mir ge⸗ amen mich heute dieſe angehende verlaß nicht 1 kranke. Hilf allen noht⸗ leidenden und verlaſſenen. Und wenn auch eine truͤbe ungluͤcks⸗wolke nach dei⸗ nem willen uͤber mich kom duld und raht. Geſegne Ga wooche, und die ganze zeit auch, liebſter vater heutel 1 meines lebens, daß ich in und die ganze woche uͤberu mag. allem meinen vornehmen meine arbeit und nahrung, gundmaa deinem worte folge. Be⸗ und die werke meines be⸗ tindat huͤte mich, liebſter vater: nir gnado 1 fuͤr der verſuchung des ſa⸗ arbeit Rſegna tans, und meines eigenen Laß mich ſtets an dich g emher fleiſches und blutes, daß denken, dich in meinen nufß daß meine muhe un eit nicht verloren ſer ildratt ich michts übels thue, noch herzen behalten, und deinnn vater i ſtunde ich p dem auf allen meinen wegen ſſelig ſterbe: das verleih liche. behuͤten, daß ich fuͤr allem mir um IEſu Chriſti de danke ſchaden vaͤterlich behutet nes liebſten ſohnes willen, gelegitt werde. Denn dir, oGOtt! amen. L nichaba übergehe ch memnen lend— ſch ut und ſeele,(mein haus und fuſch hof, mein weib und kind, Abend⸗Gebeht am —— wider dich ſuͤndige. Laß furcht vor augen haben mich deine heilige engel daß ich chriſtlich lebe un ud dir d meinen, ſah MMontagre. hute, ſchuͤtze und erhalte Der tag entweicht: ie e mich, daß ſich kein ubel 9 11 ſn mir nahe. Sey du mein Mein licht, mein b child und ſchirm, ſegne! ͤe Seben n Nonkage. . Von 4 2 4 4 1 heure und blutige loͤſe 8 . 3 “ nmer Sohi Chriſti demuͤhtigſt an, ver⸗ geld meines erloͤſers JE⸗ g mich durch deine gna⸗ den⸗haͤnde herzen, und rufe: ach GOtt ſey mir armen ſuͤn⸗ nun an bis zum lezten der gnaͤdig. Wende die ende. in dem namen deines e noch v de daß ſie mir weder am leibe ee laugen deiner vaͤterlichen fe Wuch dieſer tag iſt barmherzigkeit zu mir und .§ h hin, allergutig⸗ laß deinen heiligen ſegen, ſter, liebreicheſter GOT ſch und vater! und ich bin in demſelben durch deine ſtets wachende gnaͤdigſte vorſe⸗ hung vaͤterlich bewahret vorden. Deiner barmher⸗ igkeit danke ich dafuͤr von ganzem herzen, und flehe ſchutz und ſchirm auch dieſe inſtehende nacht uͤber mich kommen. Bewahre mir leib und ſeele, alle das mei⸗ nige, und die meinen, fuͤr aller gefahr und noht, daß uns kein ſchrecken und be⸗ truͤbniß beunruhige. Sey du unſer waͤchter, unſer heil und hort. Auf dich allein verlaſſe ich mich, o GOTT! und unter dem ſchatten deiner gnaden fluͤ⸗ gel traue ich. Wehre dem ſatan, und der boͤſen welt, noch an der ſeele ſchaden zufugen koͤnnen. Laß mel⸗ ne glieder ſanft ruhen und ſchlafen, das herz aber ſtets zu dir wachen, daß ich at⸗auch im traume dein ge⸗ denke. Ach gnaͤdiger GOtt troͤſte auch in dieſer et nacht alle bekuͤmmerte und verlaſſene menſchen; laß „deine guͤte allen angefoch⸗ gem tenen und betrübten zu „. .———— * —— — — — ———— — —— —— — — , —— —— —— .— — — wahre m alle dasn r gnade —— Wehne er boſenm eder ant ſeele i en. Ei uft ruhe das hen aachen d ume di⸗ gral eauchn ümnat nenid allen ae betrb 1 1 4 4 — e Aee ha deinem auserwaͤhlten ſchlafe ich ein, laß die heili⸗ Morgen⸗Gebeht am Dienſtage. 8„ ſtatten kommen! Sey gnaͤ⸗ ig der ganzen chriſten⸗ aͤuflein; und gib, daß wir alleſamt den weg dei⸗ ner gebohte willig laufen. HErr GOtt allmachtiger vater! in deinem namen gen engel meine waͤchter um mich ſeyn, und mich zu rechter zeit, dir zu lob und ehre, wieder erwachen. Dir ſey lob und ehre in ewig⸗ keit, amen. Morgen⸗Gebeht am Dienſtage. IEſu, meines lebens leben! Dir ſey alles, was nur mein, Dir ſey leib und ſeelergeben; „* diglich behutet, und nuch b ch de nach nach tag n la Du ſorgeſt ja, mildreicher heiland! taͤglich fuͤr mich, und uͤberſchuͤtteſt mich mit deiner gnade viel tauſend mal mehr, als ich dir ver danken kan und wi dich gerichtet habe. jerkenne, daß mein gan iner allmacht au erleben laſſen. uͤrdig bin. Denn ich daß ich bisher nicht recht. ſchaffen an dir gehangen und mein gemuͤhte mehr auf das zeitliche als auß ch erkenne, leben und alle meine wer ke vor deinen allerheilig ſten augen nichts ſind, as fuͤnde und ungerechtigkeit wodurch ich den zorn dei Laß es dir befohlen ſeyn. llerfreundlichſter J. A liebreicheſter HErr JEſu, geliebteſter heiland! deinem heiligen namen und deiner theuren nes himmliſchen vate und den ewigen tod vielf tig verdienet habe; ab ich bitte dich, holdſeligſte HErr JEſu! der du allt menſchen ſuͤnde getragen liebe habe ich es zu danken, daß die finſtere ſchatten die⸗ ſer nacht mich nicht in die inſtere nacht des todes ver⸗ ſetzen koͤnnen. Ja du ſon⸗ ne der gerechtigkeit! du haſt mich an leib und ſeele gna⸗ ⅓ 3 — und gebuͤßet haft, auch a ſlen dußfertigen under deine gnade ſey auch i vertrit n ſprechlichen “ 8 — 9— „ 4 S, deinem himmliſchen vater, mich, o Jeſuun verbleibe 1n 3 und laß mich gnade vor ſtets mein heil, ſo werde ich l ihm und vor dir ſinden. hier und dort genug haben, 1 Ach HErr JEſu! laß dein amen. b ſunder nicht verloren ſeyn. NRegiere mich auch h b en tag dur b eiliges blut an mir armen——— 4 b Abend⸗Gebeht am 1 3 die ligen g ch daß ſe de, und in deinem dienſte getreuſey. b b lieder zu deiner 8 mhyre wirken, alle meine ge⸗ B. nen gnugſ nanken, worte und werke erheben, und deine liebe Wlet uauf dich gerichtet, und in ſattſam preiſen, o allerlieb. ſie r gethan ſeyn; bewahre ſter HErr Jeſu Chriſte! t du allmachtiger Deinem gnaden fluͤgel ha⸗ ſt le meine g eute Dienſtage. deinen hei⸗ IEſu! licht der frommen ſeelen! V 3 a⸗ Laß in deinen wunden⸗hoͤlen he eiſt, daß ich das boͤ Dieſe nacht mein bette ſeyn, ſ Laß al⸗ Ach! ſo ſchlaf ich ruhig ein. he SDie kan ich deinen un namen gnugſam ſuu fr er be ich es zu danken, daß ich ſ iß und mit allem, was ich um und ſen eſchuͤtze um bin, dieſen tag gnaͤdig⸗ ii lt betrug lich behutet, und fuͤr allem al ad uſt, und laß mich un leide bewahret worden, ier deinem gnaͤdigſten auch daß mein werk wol ge⸗ de — — 1 und unbeſchaͤ⸗ lungen iſt. Ach IEſu! ge⸗ ſſti rbleiben. HErr JE⸗ denke auch meiner ferner in ſe Il dir befehle ich heute und beſten, und laß mir bey die⸗ ein — — ☛0-⸗ — — ₰ 4— — — — —* — — 8 ☛ X — nnd gib enent ſer einbrechenden finſteen u mein weib, kind, haus, nacht deine barmherzigkeit iih Bof, undalle das meinige,) nicht unter, ehen. Seydu, ſie ich! laß deinen ſegen ſtets omildeſter heiland! bis an u uber mir bleiben. Geſetne das ende meines lebens, if e werke maines berufes, mein licht und mein hort. ſan mir meinen beſchie Gedenke nicht meiner uͤber⸗ m eil. Sorge du fuͤr tretung, damit ich dieſen tags ft. nmen ſta en⸗höͤn dette ſen ahigein ich din en gnuxſ u b b wernelt ner fene du mein haupt, verlaſſe rmherzict zen. Send land! bin eines lelt dmein 1 ſüßigkeit des heiligen na⸗ — orgen ebeht tag wider dich mishandelt habe. Vergib mir alle mei⸗ ne wiſſentliche und unwiſ⸗ ſeutliche ſuͤnde; wirf ſie in ie tiefe des meeres, und ib mir hinfuhro deine gna⸗ e und deinen heiligen bey⸗ ſtand, daß ich um deiner lie⸗ be willen mich aller luſt zu ſuͤndigen entſchlage, mein herz dir allein einraͤume, und in deiner erkentniß und furcht ſtets beharre. O liebreicher IEſu! trit doch dieſe nacht in meinem her⸗ zen mitten ein, und ſprich: Friede ſey mit dir! Durch deine kraft wehre dem fuͤr⸗ ſten der finſterniß, daß er mir nicht ſchade. Treibe alle betruͤbniß leibes und 9 der ſeelen von mir ab. Sey dieſe nacht mein ſchutz und ſchirm, daß mir nichts boͤ⸗ 99 begegne. HErr! ich in dein und du biſt mein, nicht das glied an deinem leibe. Zu deinen heiligen wunden habe ich alle mei⸗ ne zuverſicht, ach laß mich darinnen ruhen. Geſegne meinen ſchlaf, und laß die C mens IEſu meine ſeele er⸗ freuen. Erhalte mir mein leben nach deinem willen. Lege die feurige und heili⸗ ge wache deiner engel um mich, und um alle das mei ne, daß ich an dem mor⸗ genden tage unbeſchaͤdigt wieder aufwache, und dich, HErr! mit freudigem mun de preiſe. Erhoͤre mich, o IEſu mein licht! um deim ſelbſt willen, amen. orgen⸗Gebeht am Mitterwwvochen. Meiner ſeelen troſt und licht, JEſu! kom, verpheile nicht. Nim mich auf zu deinen gnaden, Und bewahre mich fuͤr ſchaden. 83 ter u HErr meines lebens! in dand dir vom grunde me. ner ſe len, daß du auch in dieſer vergangenen nacht die hand ten, mich durch den deiner heiligen ingel tet haſt, und mich nem lobe wieder au ſtehen laſſen. Ich bitte dich, durhch hriſtum deinen ſohn mei⸗ nen heiland, ach grundgu — ergen Gebeht ain Ritewochen. ni tiger vater! laß mich dir dieſen tag zu gleicher gnade, liebe und vorſorge befoh len ſeyn. Regiere mein herz, ſinn und gedanken, worte und wer e, durch deinen wehrten heiligen geiſt, da ich nichts ubels thue, noch dich beleidige. Leite mich auf ebener bahn. Gib mir die erkentniß, deine liebe je mehr und mehr zu erken⸗ nen. Gib mir das verlangen und die kraft mich derſelben ee mehr und mehr wuͤrdig u machen, und laß mein erz deinen tempel und wohnung ſeyn. Ach HErr aallmaͤchtiger GOtt du biſt maein vater, ich dein kind; nnmveerlaß mich nicht, denn auf 3dich bia ich geworfen aus 1 mutter leibe, mein gluck werk in deſſen kraft voll⸗ bringe, fuͤr deinen vaͤterli⸗ hchen beyſtand dir ſtets herz⸗ lich danke; mit dem, was mir deine guͤte verliehen hat, mich kindlich begnuͤ⸗ daß gen laſſe, und nicht nach mehrem oder verbotenem trachte. Zeuch mich von der welt und ihrer luſt ab; und ungluͤckſteht allein bey g ich begehre ihrer nicht. Sey du mir nur, mein GOtt! nicht ſchrecklich in der noht! denn wenn ich nur dich habe, ſo frage ich nichts nach himmel und erden. Du biſt nur wehr⸗ ter, als alle ſchaͤtze der welt. Ach! gib, daß ich dich, du ſuͤße liebe, nimmermehr * verlaſſe: Bleibe dieſen tag und allezeit bey mir. Ich ck befehle dir alle das meini⸗ ge, auch alle meine freun⸗ de und feinde; jene erfreue, dir. Sol ich nach deinem willen dieſen tag gluͤck ha⸗ ben, ſo verleihe mir deinen beyſtand, daß ich mich deſ⸗ ſen wol bediene. Solaber auch ein ungluͤck uͤber mi 3 kommen, ſo gib mir geduld dieſe bekehre. Nim dich auch, nach deiner ſonderheit aller verlohrnen und irrenden ſchafe Iſrae⸗ lis an; ſey das ewige heil es zu ertragen. Indeinem amen, o vater fange ich a ich mein —— großen liebe, aller armen undnoht⸗ leidenden, aller bekuͤmmer⸗ ch ten und troſtloſen, und in⸗ 5 deiner kirchen, und laß auch fagt m g ch tüuſ Neixt — Abend Gebeht am Mitewochen. 156 nnch in derſelben ein wah⸗ res und lebendiges glied ſeyn, daß, wenn ich aus die⸗ ſem leben ſcheiden ſol, i 5 zu dir in den himmel an gehoben werde. Ach va⸗ ter! erhoͤre mich und ge⸗ wehre mich meines gebeh⸗ tes, in dem namen deines ſohnes IEſu, amen. Abend⸗Gebeht am 8 Mittewochen. Wirſt du mich, IEſul ſelbſt be⸗ b wachen, So darf ich mir nicht ſorge machen. Drum bleibe doch, ich ſchrey zu V ir, Die nacht und lebenslang bey mir. 4 Pllerliebreiche⸗ 10. M ſter GOTT, gnaͤdiger himmliſcher va⸗ ter! der du den tag zur arbeit, und die nacht zur ruhe geſchaffen, ich wilmich auch itzo zur ruhe begeben; aber meine angſt mehret in ſich um ein großes: denn mein herz und gewiſſen zeiget mir, wie mannigfal⸗ (tig ich durch uͤbereilun nachlaͤſſigkeit, verſäumn h meiner beſſerung und auf andere weiſe dich, o du ge⸗ treues vater⸗herz! dieſen tag erzoͤrnet, und wie ich dannenher in dieſer brechenden finſterni deinen ſchutz und gnade verlohrne ſohn, wieder, und bung. Ach vater! verſtoß dein gefallenes und ſchwa⸗ ches kind nicht im zorne. Gedenk an dein eigenes wort, ja an deinen ſchwur, daß du nicht begehreſt den tod des ſuͤnders, ſondern daß er ſich bekehre und le⸗ be. Es iſt mir alles leid, was ich misgehandelt ha⸗ be. Bekehre du mich ret. geiſt nicht von mir dern leite mich durch den⸗ ſelben, dir ſtets nach dei⸗ nem willen zu dienen und Ach vater! nim auch dieſe nacht mich, dein kuchlein, * unter deine fluͤgel.. das meine/ re nur leib und ſe 4 . pr 8.“ B “ herei 3mehr deinen gerechten zorn, als verdienet habe. Ich kom⸗ me aber dennoch, als jener bitte um gnade und verge⸗ HErrl ſo werde ich bekeh Nim deinen heilgen on⸗ immer heiliger zu werden. 5 * 18. 8*. 8 * ah“ 4 4 41 1 8 1 1 Morgen⸗Gebeht am Donnerſtag. anl ſten, fuͤr des tenfels und der wilt, dein wille geſchehe. bt an welt bosheit, fuͤr meinem Sey mir gnaͤdig Ac he b a l verfuhreriſchen fleiſch und deine guͤte uber mich kom⸗ ne blute, daß esmich nicht ver⸗ men, denn ich hoffe aufdich, dane n fuhre noch zu falle bringe. amen. ihn Sey du in dieſer finſturn 8. ſ nacht das licht meiner ſeele? Morgen⸗Gebeht am ſh nund wenn ia ungluͤck,gefahr Donnerſtage. nd, oder noht uͤber mich kom⸗ Unter deinem ſchutz, oGOtt! m Furcht ich weder noht noch tod. unt men ſolte, ſo halte mich, HErr! unter dem ſchirm deiner haͤnde, daß es mich nicht treffe. Bewahre mich ur boͤſen ſchaͤndlichen traͤu⸗ men, daß ich auch im ſchlafe Sey mit mir, gib raht undthat, Bis mein thun ein ende hat. 11 4 J allmaͤchtiger, . Sà ſtarker und ge⸗ waltig 3 6 5 4 4 3 1 5 11 5 1 ¹ 8* 1* 4 . 15 1 1 1 1 1 4 5 me dich in dieſer nacht aller die zu dir rufen. n troſt, der 1 nicht an dir ſuͤndige, Erbar⸗ dmafeſtaͤtiſches angeſicht an Jwieſen haſt. Deiner all⸗ hie macht habe ich er GOtt, lieber him⸗ liſcher vater! der du mich von mutter⸗leibe anbis auf dieſe ſtunde lebendig erhal⸗ ten haſt; ichkomme vor dem nnech terſt aicht nen ſeriſ nich finder uuc ſauch 1 es zu dan ken, ovater! daß ich geſund dieſe jeſem mergen, und preiſe dich um alle deine barmher⸗ igkeit, die du auch in dieſer acht vaͤterlich an mir er⸗ 4 6 n — 1 8 ““ . 8 4 ſo ſlicher wieder aufgeſtanden. Ach u HErr! du erzeigeſt mir a ſi tauſendfaltig viel gutes. Ich aber muß mit herz⸗ reu und leid bekennen, an daß ich nicht vor dir wande⸗ ie, noch from bin wieſtg⸗ ½ ebuh⸗ 9 Abend Gebeht am Donnerſtage. gf. gebuhret. Aber, ach GOtt! 9, a nbüh an die furbitte dei⸗ mihh nes ſohnes, meines gekreu⸗ f zigten heilandes: Vergib ihnen, vater! ſprach er, ſie wiſſen nicht, was ſie thun. Ach! ich ſuͤndige oft unwiſ⸗ ſend, und werde uͤbereilet 8— voonn meinem eigenen fleiſch nd bu e iſ mirahe anat leid, o GOtt! ja es iſt mir leid, daß ich dich ſo oft ver⸗ almätin ſuche. Ach vater! vergib mir zutn n es doch um deines namens 68 wwmillen. Erzeige deinem nnechte barmherzigkeit, und zu deinen treu —õõV’——— en vater haͤn⸗ den. Sey du mein und al ler menſchen die dich erken nen und fuͤrchten, licht und heil. Sey mit mir in allee meinem thun, daß ich indei⸗ nem namen, und auf deinen befehl in dem amte und ſtande, darein du mich ge ſetzet haſt, wache. Laß es all les wol gerahten, daß ich mein ſtuͤcklein brod fuͤr mich und die meinigen, nach dei⸗ ner zuſage von deiner hand mit dankſagung empfange. Regiere meine zunge, und behuͤte mich fuͤr ſchaͤndli⸗ chen reden, fluchen, ſchwo⸗ leibeme verſtoß dein ſchwaches kind lebendtt nicht im zorne. Du biſt ja kommneen mein vater, von ewigkeit es angt her iſt das dein name. Laß geu ue mich wieder gnade bey dir deinetan finden, und erbarme dich duanhunt auch heute dieſen tag uͤber rich aag mich. Dein heiliger geiſt re⸗ 1. dan giere mich zu allem guten, eiche und ſtaͤrke mich, daß ich taͤg⸗ r' daßihet lich, ja ſtuͤndlich gottſeliger geſtandnſh und dir gefaͤlliger werde; deine heilige engel beſchuͤt⸗ a we. zen mich fuͤr allem boͤſen. muß e Denn ſiehe, o HErr! mei⸗ und ledte« nen leib und ſeele, und alles, üt vor aee was mir deine gnaden hand om bar. gegeben hat, befehle ich dir ren und narrentheidung, daß nicht dein fluch uber mich komme. Bewahre mein herz fuͤr boͤſen gedan⸗ ken, und meine glieder fuͤr verbotenen werken. Laß mich aber den ganzen tag in deiner furcht dir zur ehre und mir zur ſeligkeit zubrin⸗ gen; um JIEſu Chriſti dei⸗ nes geliebteſten ſohnes, mei⸗ nes heilandes willen, amen. Abend⸗ Donnerſtage. IEſut deſſen ſarke matcht Mich den ganzen tag bewacht. —— — am Domerſtage. ——— ruhm geben, herzlich geliebe tag ohne allen efa di att “ mmir um : denn 9 4 4 3— Du aber 51 vie ſol ich deinem g namen gnugſame ehre un a hr hinbringen laſſen. vater! nim an meiner das vollkommene op⸗ fer deines liebſten ſohne ſeinet willen auch meerner gnaͤdig und barmher⸗ ohne dich, mein Sott bin 8ich in der finſter⸗ nacht verloren. Abba lieber vater! Segne dieſe nacht meinen ſchlaf, GOtt vater! daß es nicht ein ſuͤnden⸗ fſey. Laß meine ſeele ihre ruhe indir haben. nd wenn meine augen und lieder ruhen, ſo alte du, o d mildreicher Gott! deine au⸗ dumich ſo genſtets wachend uͤber mir, daß mich kein unfall beruͤh⸗ re, und ſich kein boͤſes zu meiner huͤtien nahe. Ich uͤvergebe auch dieſe nacht deiner vaͤterlichen vorſorge s meinen leib, ſeele und alle an, und ſey das meine, HErr! ſorgefuͤr ch mich. Wenn ich ſchlafe/ HErr! ſo wache fuͤr mich, daß ich fuͤr allem leid behuͤ⸗ tet, in deiner gnade wieder erwache, und dich preiſe. Troͤſte auch in dieſer nacht alle bekummerte und be⸗ t, und dieſen ſchaden und laß allen, die ſohnes . 85 9 lebte md grruh fergn der reur d demn end iden uu kein dißg nmahe. — ;— — — — 3 3 1 S gelſſc —— “ 8 4 fen; und bitte dich flehend⸗h t deine geſtalt, denn ſie iſt 1 rer n ewigen ruhe des himmels aufgenommen werde. Er⸗ hoͤre mich, und erbarme dich mein, o GOtt! um der kraͤf⸗ tigen fuͤrbitte deines ſohnes IEſu willen, amen. Morgen⸗Gebeht am 8 Freytage. Laß mich, HErr! mein thun und dichten Ganz zu deinen ehren richten. Laß mich heute dir allein Heilig, from, ergeben ſeyn. mir armen und elenden menſchen ſo gnaͤdig bewie⸗ lich, ach HErr JEſu! zeige mir auch heute dieſen tag lieblich. Erfreue die ſeele Nenger Velehr am Brrytage.. ligen gegenwart. Staͤrkee mich mit dem beyſtande dei⸗ nes wehrten heiligen gei⸗ ſtes. Vergib mir alle mei⸗ ne ſunde und miſſethat, mit welcher ich bisher wider dich und deine heilige liebe misgehandelt habe; und regiere heute und allezeit mein ganzes leben, und in demſelben meine werke, daß ich nichts boͤſes thue, nichts gutes unterlaſſe. HErr JE⸗ ſu! ſtaͤrke meinen glauben, mehre meine liebe zu dir, und gib mir ein feſtes ver⸗ trauen zu deinem heiligen verſoͤhnungs⸗blute. euch mich nach dir, ſo werde i den weg deiner gebohte nimmermehr vergeſſen HErr JEſu! der du an dem heutigen tage deinen heiligen leib in das grab le⸗ gen laſſen; ach! gib mir dei ne gnade, daß ich meine ſunde tief vergrabe, und ſie nimmermehr uͤber mich errſchen laſſe. Ja, Herr IEſu! wirf du ſie alle hin⸗ ter dich zuruͤck. Ofreund: lichſter heitand! decke mei. deines kindes mit deiner hei⸗ ne uͤbertretungen zu zeuch mir deine heilige ge ———ÿ ² Ahend Sebrht an am Freytage. —— an. Laß mich den tod zum leben eingehen. S. lichte wan⸗ Erhoͤre uns, o JEſu! um rdem ſchutze deines namens uͤnd um dei⸗ un Pnereaen engel icher e liebe willen, amen. ſeyn. Geſegne mich an kecund ſeele, bewahre mich Abend⸗Gebeht am ass einen aug aufel. Nim Freytage. ddiich meiner an, a als deine d Beſchütze mich in dieſer nacht theur⸗ verlöſeten kindes. Un ¹ hen n der ſatan und andere Mein SShn durh der enge meine ſichtbare und unſicht. all mich in deine wunden ein, hard ſeinde Imüchmnelee E kan ich hier ſchon ſelig ſeyn laßdan bihnen ein ſchrek⸗ Ott lob dertag kigen dunteb ihne 14. 8 hat ſich aber⸗ ir ein ſtarker— eu 4 unn Sey du, o JE.⸗(malgeneiget, und die nacht al mit mir in agen mänen iſt herbey kommen; ich kom⸗ 6 n; laß ſie wol me auch immer einen tag 8 er 65 f in dir ge⸗ nach dem andern he 8 6 tham ſind. Erbarme d dich dem grabe und zu ei he de. auch aller, die dir anhan⸗ Ach all erginiaſter und auch und gib einem jeden reicheſter JEſu —= laſſe dein kirchen⸗„haͤuffein auch dieſen tag barmher⸗ Gib uns f igen liebe zu ge⸗ 1 heig wenn wir end⸗ manuel! wie vorge dein heilige dur 16 ————— — —— —— —— deine gna⸗ 3 taͤglich brod/ und ver⸗ Jde und grundloſe guͤte hat erwieſen„ nicht deſſen erz⸗ dirte du biſ ſt. zigkeit an mir e igkeit und mich unbeſchaͤdigt 5 ernee diſuhigt wahret. Getreueſter In 3 m ende edge tebens vaͤterlich ſ deine iade 3 8 ne dahß ac 4 — — — — — — — =— ——— — — —, — — — — — — — — — mmer 1 andern de und zu uͤtigſter JEſul! 3 dandleß von dir ab anachtiger G hye du mir bey, da 85 eſſen beleget w he tuͤcke und liſt an mir der⸗ elend e eblich ſeyn moͤgen. Leite der truͦl u mich in deiner ſehe, und daß 1 ſtehe feſt bey mir. heber himmliſcher ch laſſe dich nicht, du 65 d ide e mich denn; ſo muͤſſe 3. achm 1g enn auch heute dieſen tag deiner unendlichen gu alle mein thun geſegnet aller menſchen, die dic ſeyn. In deinem namen chen und lieben. Sch fage ich es an, ſey mit deine bedraͤngte kirche, 4 mir, und laß es zu deiner erhalte dir in dieſe und meiner ſeligkeit und boͤſen zeit ein! Auf dich, glaͤubiger cheſten ich mich. anbeten und ehre Lat michet in meinem am aller nohtleiden tte und berufe treulich wan⸗ verlaſſenen gebeh deln, und dich uber alles erhoͤrlich ſeyn; ſuchen: mehre deine erkent⸗ nen raht und trof niß in mir, und erhalte dem lande, mich beyd dem einigen, daß wohne, fried Geſegne wel 4 g uͤr mich und die meinig ne taͤgliche noht Deine gnade und 3 feh⸗ aeraherzgin lohr lezeit in gnaͤdigſter GOtt und 4 hande. Ach HErr riſer himmliſcher v 1 mein ſchutz und heil, ſo groß, als du bein helfer und erretter. das erkennet m kae deiner heiligen engel mit herzlichem he um und um dieſer abend ſtunde das meine, daß ich, fuͤr deine hand und obhut ar gefahr geſichert, in ich, liebreicher vater! die. dr gnade bis an mein ſen tag und die ganze w es ende verbleibe. Laß che uͤber ſo gnaͤdiglich für dieſen tag, wie die aller gefahr behuͦtet wee, nir A vergangene woche den. Aber ach! wie oft mes ich ſeyn,„daß ich mich hat dich meine ſeele betru⸗i er gnade und deines bet, und wie ſehr zeugen i n beyſtandes ſtets meine ſunden wider mich! in uen und zu getro⸗ Ich bekenne, o vater! daß Em b. aErhdrt mich, ich ein, verlohrner ſohnt 12 um 3Eb bin, der deine große gu⸗ nof e dien ter und gaben vielfaͤltig el angewendet hat. I 4 Aen, amen. ſübel Brande h, 1 nein 1 ſgeſtehen, daß ich ein ſchwa⸗ 8 Gebeht a am ſches kind, ja nur ein ver⸗ mabend. ſohrnes ſchaaf bin, das 6. anglied an deinem leibe, der oft. auf boſe it eg rſee en ſchutz! lde n gerah r ⅛⅓—— * ☛ — — 4 F Heni jer⸗ 3 cht einen ſuͤnden⸗oder to⸗ eölaf ſeyn. Bewah⸗ Ein Gebeht na uum tode ſtets bereit 4 ich und am ende meines lebe, und weiß nicht wie Keerhrn. it, dir befehle ich mich ii 1 im auze und tode. de 1 Laß mich nach der finſter⸗ t niß wiederum des tages r licht froͤlich und geſund an⸗ ſicht weiß, wen bey ſchauen, zu deines namens ich äben erſe; ſo laß ja preis und ehre, amen, in niin inen ſchlaf dieſe nacht 3en namen, amen. pnich fuͤr einem böſen dglichen mor ellen tode; gib mir deine gnade, daß ich 17. I⸗ A lece Ott JEn u„ ine ſeele mit ver⸗ lange, ich muß ſterben, iine haͤnde be⸗ und weiß nicht wenn; du, b „Sp ſchlafe ich mein himmliſcher vater! ,„ GOtt! weißt es. Welan! ſol ey mir. dieſer tag(oder dieſe nacht ſe dErr JE⸗ und ſtunde) die le z mei⸗ inem purpur⸗ nes lebens ſeyn; HErr, ſo an und laß mich mit geſchehe dein wille, der a en deines heili⸗ allezeit und allewege der beſprenget ſeyn, beſte iſt. Nach demſelben in unfall zu mir deinem heiligen willen laß — Seh⸗ du in nich allezeit bereit ſeyn, n, o HErr vahrem z luben an ot 4 rloſer IEſum ſ zu leben und zu A ben. Allein mein fron GOT gewäͤhre defe bitte, das ic ((- ſ — . 2—„ me 1 ſuͤnden erbe und 8 er⸗ N at 4 ie derben moͤge. Stelle ſie nem namen n mir erſt in dieſem leben das wolle er iynen ploͤzlich e zu meiner bekehrung un. GOtt heiliger geu ter augen, damit ſie mir dalunſerer ſchwachs uu g nicht am juͤngſten tage, zu hilfeſt, und weß In meiner verdamniß vorge⸗ nicht wiſſen, was Nu ſtellet und zugerechnet wer⸗ wir erhoͤrlich beteng den moͤgen. Verleihe uns mit unausſpre mir, daß ich noch in der ſeufzen vertritſt; gnaden⸗ zeit meine man⸗ dich uͤber mich arr nigfaltige ſchwere ſuͤnden der, und laß dieſe nau erkenne, bekenne, ſie vom te, ja, amen, und uuuu herzen bereue, einen feſten ſeyn. In deine has vorſatz faſſe mein leben fehle ich meinen geit zu beſſern, und auch ver⸗ mich erloͤfet, du gu gebung derſelben von dir GOtt! amen. um erlange. Alsdenn, mein— 4 b GOtt! geſchehe dein heili⸗ W ochen⸗Gebeh ger wille, laß mich ſter nur gib mir ein ſanftes eht⸗Stund unnd vernuͤnftiges ende. Barmha Barmherziger GOtt und GOtt vater! der du bey deinem ter! nachdem wiuuuu leben geſchworen haſt, oͤffentlichen du ſeeine woche zurif wolleſt nicht den tod des haben, und in einuu gottloſen, ſondern daß er getreten ſind; ſo ſich von ſeinem boͤſen we⸗ dir fuͤr alle erwiau ſen bekehre, und lebe 3 thaten. Du hab GOtt ſohn, der welt hei⸗und ſacrame ch ſchon en in, d, re el 8 Aen — worte und bey dem gebrauche der heiligen ſg⸗ cramente. Staͤrke auch mit kraft aus der hoͤhe unſere 4 — gnaͤdigſte landes herrſchaff und alle chriſtliche obrig⸗ keiten und fromme regen⸗ ten, ſonderlich an dieſem ß orte. Foͤrdere guten raht und nuͤtzliche that, und he wende krieg, peſt, theu⸗ ines, und deſſen, rung, feuers⸗ brunſt, waſ durch ſein lei⸗ ſers⸗noht, und ſonſt alles nd tod in derſel⸗ herzeleid in gnaden von heilſam⸗ uns ab. Gib uns friede „daß und geſundheit, auch gluͤck woche und heil zu unſerer aller in die beruf und ſtande. Un den weil wir nun mit der neuen 2 n, der u en zu fihn laß 45 gen udr, „ und ai nemm demutg heidimn tarkean höoͤhen iſtliche nh omme V ch an e ingegen Worgen Gebeht wenn manbeichtenwi. 29 rufs⸗arbeit wieder antre⸗ ten; ſo fange, o GOtt! vom neuen an uns zu ſegnen: laß uns das werk, dazu du uns beſchieden haſt, mit freuden angrei⸗ fen; und fuͤhre durch dei⸗ neen ſegen alles, was wir in deinem namen anfangen, zu deiner ehre, zu unſerer und unſers nechſten wol⸗ fahrt, gluͤcklich hinaus. Und wenn es uns bey unſerm ſtande und nahrung ſauer und ſchwer faͤllet; ſo laß uns an die hoffnung unſers berufs im himmel geden⸗ zen, wo alle unſere arbeit von dir aus gnaden deſto voͤlliger ſol belohnet wer⸗ den. Beſiehl deinen heili⸗ gen engeln dieſe woche uͤber uns, daß ſie uns und die lieben unſrigen auf allen unſern wegen behuͤten, ja gar auf den haͤnden tra⸗ goen, damit der boͤſe feind and ſein anhang keine ſnuacht an uns finde. V ſerner dein wille, und uns a uͤtzlich und ſelig; ſo laß uns Iſt es icht dieſe woche allein, erwuͤnſchtem wolſtande le⸗ let es dir aber, lieber va⸗ ter! uns in der angehen⸗ den woche mit kreuz und gib geduld, vergiß der ſchuld, verleih ein gehorſa⸗ mes herz, und mache uns Haſt du endlich uͤber einen man beichten wil. M 3 ndern auch viele folgen⸗ ſein zatter geſundheit und lmaͤchtiger und gnaͤdigerSOtt, ben und ableben. Gefäl⸗ n truͤbſal heimzuſuchen; ſo das kreuz nicht ſchwerer, als wir es ertragen koͤnnen. oder den andern von uns Morgen⸗Gebeht wenn ͤͤͤ o WMorgen Gebeht wenn man beichten wil. r barmherzig⸗ willens. Amallermeiſten, du vater der d ich danke dir vom ſeelen, daß du rleben laͤſ⸗ mich mit grunde der mich dieſen ta ſeſt, woran ich ernſt und eifer zur o großer menſchen⸗freund! bewundere und preiſe ich den herrlichen reichthum deiner guͤte, geduld und langmuht, womit du auch ſo bey dem jezt angebroche⸗ ſchicken wil, und mich wol mit dir, als mit deiner gemeine, recht herzlich ver⸗ g Groß iſt dei⸗ lche mich in der cht umge⸗ ben: denn ſie hat mich fuͤr allem uͤbel bewahret, an nd ſeel erhalten, wi⸗ e anfaͤlle des teufels z ſohnen kan. ne treu, we verwichenen na der alle anf boeſchützet, in ſanfter ruhe und jezt vom t leben und geeſtaͤrket, nem tages lichte meine naden⸗zeit verlaͤngerſt, und mir die troſtliche ver⸗ ſicherung giebeſt, daß du buße fuͤr die ſuͤnde anneh⸗ men wolleſt. Heiliget GOtt! lehre mich beden⸗ ken, daß mich deine güͤte ur buße leite, und daß ich, weil es noch heute heiſſet, mein herz ja nicht laͤnger verſtocken dorfe. Wie viele jahre und tage habe ich jetzo ſchon erlebet? Wie lange haſt du bereits auf lich meine bekehrung gewartet? Ich ſchaͤme mich deswe gen mit betruͤbniß vor dir, p und bekenne, daß du nichts geſparet habeſt, meines herzens haͤrtigkeit mit un⸗ „JLaufhoͤrlicher guͤte und wol⸗ that zu erweichen und zu uͤberwinden. Darum ſo auch, gleich mit dem anfan⸗ llege dieſes meines ſonderba⸗ ren buß⸗tages, aller vorſaß un ———— — =— — — — — —— — — lermeffn ben ſu d preſt h teicchn gedud w wwit 1 ac angebrwe aa dui 8 b 1 eme t, undd heute ſi a nicht l ffe. Wet ) V jrubnißbot, kidnin Morgen⸗Gebeht wenn man beichten wil. Z31 und alle neigungen zur ſuͤn⸗ de bey mir aufhoͤren, und alle begierde und bemuͤ⸗ hung zur heiligkeit in mei⸗ nem herzen merklich erwek⸗ ket werden. Verſage mir, o getreuer und guͤtiger G6OTT! deinen heiligen Geiſt zu einem ſo heiligen 48 vorhaben nicht. Du weißt am beſten, daß ich ohne dich in meiner bekehrung nichts vermag. Ziehe mich mit dem ſeile deiner liebe voͤllig zu dir. Laß nicht nach, bis ich aller ſuͤnde und eitelkeit auf ewig abſchied gebe. Wecke mich recht auf von dem ſchlafe der ſicherheit, V wie du mich 55 aus dem leiblichen ſchlafe erwecket haſt. Mache ein kind des lichtes aus mir, und laß die ſonne nicht wieder uͤber meiner ſuͤnde untergehen. Gib mir kraft und vermoͤ⸗ gen, in meinem ſtande und berufe viel gutes auszu⸗ richten. Laß deine ehre das Au ziel aller meiner gedanken, worte und werke ſeyn; zu meines nechſten dienſte ma⸗ che mich freudig, tuͤchtig ruih und munter. Lehre mich auch bedenken, daß ich ſter ben muͤſſe, aufdaß ich klug werde; und erinnere mich jederzeit, daß nur eines noht ſey, und ich das beſte theil erwaͤhlen muͤſſe. Ich befehle dir mich und die meinigen mit ſeele und leib, ſamt deiner ganzen chriſtenheit; nim ſie alle in deine heilige regierung, vaͤterliche beſchirmung, mildthaͤtige vorſorge und ewige gnade. Verſorge ſie und mich mit alle dem, was dir gefaͤllig iſt, und uns zu zeitlichem und ewi⸗ gem wolſeyn gereichen kan. erwirf deine arme ge⸗ ſchoͤpfe nicht von deinem angeſichte, und nim deinen heiligen Geiſt nicht von uns. Behuͤte auch mich und alle menſchen fuͤr allem un⸗ gluͤcke leibes und der ſeelen. Wilt du aber mit deinem kreuze bey mir einkehren; ſo gib, daß ſolches eine be⸗ foͤrderung meiner buße, und ein offenbares zeug⸗ niß deiner liebe ſey. Segne meinen ausgang und ein gang von nun an bis inu ewigkeit. Thue deinen engen „— 97 4 9 G 7 . 4 5 6 b b mmich, und die ganze chri⸗wolthaten uͤberſchuͤttet, ben an JEſum Chriſtum ches und ewiges leben 9 und mit allen deinen kin⸗Ich kan nun gerechtferti⸗ ſ 32 Abend⸗Gebeht nach der Beichte. engeln befehl uͤber mir, und bete dich demuͤhtig an, 1 daß ſie mich mit ihrer hei⸗ weil du den verwichenen g ligen wache umgeben, und tag uͤber nicht nur mein M faͤr allem anſtoß bewah⸗ natuͤrliches leben erhaten, h ren. Erhalte und heilige und mich mit⸗ unzaͤhlig3en ſtienheit, im wahren glau⸗ ſondern auch mein geiſtli- tu deinen ſohn, und laß mich durch die gnade der buße ſ ſamt ihr dieſem meinem befoͤrdert, und mich deſſen 9 heilande ieben und ſterben. verſichert haſt. O du f Gib mir endlich gegen mei⸗ treuer GOTT! heute iſt ſnuh nen nechſten ein verſoͤhn⸗ meiner ſeelen großes heil ln liches, wolthaͤtiges, fried⸗ wiederfahren; heute habe liches und liebreiches herz; ſich recht geſehen, daß du ja verſchaffe daß dieſer nicht luſt habeſt an der ganze tag ein rechter ver⸗ armen fuͤnder tode, ſon⸗ ſol ſoͤhnungs⸗tag ſey, woran dern wolleſt, daß ſie ſich ihe ich mit dir, meinem vater, bekehren und leben ſollen. dern friede mache, und den get in mein bette gehen; ewigen ſegen in frieden o der großen gnade! Mein i empfahe, um JEſu Chriſti gewiſſen iſt in deinem frie⸗ ſu willen, amen. den beruhiget, o der un⸗ ſi —— anaſprecglichen Lügken— t Meh welche du mir geſchenket ant Abend · Gebeht nach der haſt! Alles, was ich zudei⸗ hi — nem lobe hievon ſagen kan, 20. ein verſöoͤhn⸗ iſt noch viel zu wenig und . G ter, liebrei, zu geringe gegen deine un⸗ i geer, himmliſcher vater Rermaͤßliche erbarmung. n amich, dein von dir begna⸗Doch ſol mein mund dei⸗ digtes kind, opfere dir in nen ruhm niemals ver⸗ i dieſer abend⸗ſtunde dank, ſchweigen; und alles Was di 1 dnade der en guddd 4 z 3 iget, onu diht, ſchen 49, mmn cöihade. 9, i b hievon ſaunm el zu weun ligen namen loben. Sind 1 6 helfer! um derſelben willen noch hinzu, daß du mich in bend Bebeht nach der Beickt. in mir iſt, ſol deinen hei⸗ noch viele unvollkommen⸗ heiten bey mir uͤbrig ge⸗ blieben; finden ſich noch unzahlige fehler und gebre⸗ chen zu heilen und abzu⸗ thun: ach! ſo habe ich das herzliche vertrauen zu dir, daß du, o mein arzt und mich nicht verſtoßen, ſon⸗ dern das gute werk, wel⸗ ches du in mir angefangen haſt, bis auf den tag JEſu Chriſti vollfuͤhren werdeſt. Dieſemnach iſt nur noch ubrig, daß ich auch in der gegenwaͤrtigen nacht mich deiner goͤttlichen liebe un barmherzigkeit, und alle die meinigen deinen treuen haͤnden anbefehle. Nim mich auf, HErr! und ſey in der finſterniß mein licht; wenn ich ſchlafe, ſey mein waͤchter, wenn ich erwache, mein leb Thue zu denen wolthaten, die ich heute von dir em⸗ pfangen habe, auch dieſe dieſer nacht, auf die mor⸗ laß mir in derſelben das en und mein heil. h nuͤtzen ſorgen, und fuͤr al⸗ ler ſchaͤdlichen quahl. So etwan dieſe nacht eine nacht des leidens ſeyn, ſo licht deiner goͤttlichen huͤlfe ell aufgehen, und zib. gnade zum wachen und be ten, damit ich in der an. fechtung nicht verſinke. Stehe auch allen anden nohtleidenden bey. Laßuuu gende vereinigung mit dei⸗ niemanden zu ſchanden e awer. Mrzen Bebehkeines Tommuncänken. 47 4 werden, der auf dich hof fet. Wenn ich niederliege, hilf mir wieder auf; ge⸗ allet es dir aber, mich in dieſer nacht von der welt abzufordern, ſo laß mi cellig ſterben, und aus aller minnſterniß in das ewige licht enaehn, durch IEſum Chriſtum, meinen eiland, maamen. — 1 Morgen⸗Gebeht eines ommunicanten. §J GOtt himmli⸗ 21. 8 ſcher vater! ſo ſſt denn durch deine barm⸗ herzigkeit nun wieder eine mnacht vergangen und das erfreuliche licht angebro⸗ chen. Ich erlebe abermal den tag, woran ich meinen ſeelen braͤutigam, Chri⸗ ſtum JEſum, freudig um⸗ fangen„und ihm als eine wwWwolgeſchmuͤckte braut zu⸗ gefuͤhret werden ſoll. Wek⸗ e mich auf, daß ich vor allen deinen kindern deine 3bearmherzigkeit mit froͤli⸗ chem munde preiſen moͤge; higet und g Jezt aber iſt erbarmung neu uͤber mir, und ich werde durch ſie wie⸗ der erwecket, ch und mit neuer ‚e geiſtes⸗kraft begnadiget. ſegnet hat. ſolche deine ens⸗ und Ermuntere mich hiedurch, o vater des lichtes! mei⸗ nem heilande mit heiligem verlangen entgegen zu ei⸗ len, und ihn mit reinem herzen zu empfangen. Du 4 haſt mir das natuͤrliche licht wieder geſchenket; ach! laß mir auch das geiſtliche und ewige licht aufgehen. Deine gnade werde mir im lauben zu einem leit⸗ſtern in das ewige leben. Die erhaltung meines leibes ſey eine ſtuffe zur wolfahrt und errettung meiner ſeele. Gib daß ich dieſen ganzen tag zu deinen ehren gebrau⸗ chen moͤge, und alle meine jezt erneuerte krafte zum preis deiner liebe gewid⸗ met ſeyn laſſe. Alle nei⸗ gungen meines herzens laß zur ergreifung meines hei⸗ Ich empfehle dir meinen des iſt es, welche mi deeſe nacht beſchützet, beru⸗ duͤrftigen leib, auf gerichtet b landes angewandt werden. daß du ihn fer⸗. — — — — — —— —— — Z— —— — — —— ————— —— — Morgen Gebehkeines Communteanke. 3 nehren, und zu dienſte eiligkeit. Wilt du mir heute ſonſt nichts geben, ſo ſchenke mir nur meinen JEſum: denn dieſer wird mir ſchon genug, ja alles ol ich mein leben ſeyn. Sol ich m an dem heutigen tage be⸗ ſchlieſſen; ſo laß mich in JEſu, dem lebens⸗fuͤr⸗ fen, durch den tod in das leben dringen. Sol ich aber noch laͤnger auf der welt walen; vereinige mich heute und allezeit ſo genau mit meinem erloͤſer, 5 er cinßs bebens ur er mn ſprung und fortgang ſey. ug Wilt du mir dieſen tag⸗ 3 du mit ferner heiligen, erhalten, beſchüßen, verſorgen, er⸗ deinem ſtaͤrken wolleſt. Noch vielmehr aber em⸗ pfehle ich dir auch meine arme ſeele. HErr! mache ſie in Chriſto JEſu reich; erfreue ſie mit der vereini⸗ zung dieſes meines himm⸗ iſchen ſeelen⸗ſchatzes; ſe⸗ ne, ſaͤttige und erquicke ſie ferner, wie ſie es noͤh⸗ tig hat, und bereite ſie end⸗ lich zu einem eigenthum und gefaͤß deiner gnade und uͤber einige freude, ruhe, vergnuͤgung und gluͤckſelig keit mittheilen, ach! ſo laß den grund davon deine ver⸗ einigung ſeyn, daß ich mich nemlich an dich und mei⸗ nen heiland halte. Gib darneben auch eine kindli⸗ che dankbarkeit fuͤr deitneu wolthaten in mein herz, und laß mich alles, was du mir gutes giebſt, zu deinen ehren anwenden. Sol aber dieſer tag ein tag der truͤbſal oder des leidens werden; ſol ich heute iimm elende, jammer und trau⸗ rigkeit leben; ſo verſuͦͤßsee mir alles dadurch, daß ich meinen gekreuzigten JE⸗ ſum in meiner bruſt tra⸗ gen koͤnne, und von im zur geduld und gelaſſenheit geſtaͤrket werde. Mein GOtt! ich ergebe mich ſelbſt, die meinigen, und alle meine mit ehriſten ganz und gar in deine haͤnde. Thue wol an mir und an allen deinen kindern, nach deiner großen guͤte. Sey mein ſchirm und ſchild, mein leben und heil. Laß mch kbey dem heiligen abend⸗ V end Gebeht eines Communicanten. ⸗ ßen in deiner liebe vergnuͤgt werden, daß mir dieſer tag ₰ um deines heiligen namens wwillen, amen. Abend⸗Gebeht eines Communicanten. (Poreiſe Jeruſalem 22. den HErrn, lo⸗ be Zion deinen GOtt! Lo⸗ be den HErrn meine ſeele, und was in mir iſt ſeinen an heiligen namen. Lobeden SErrn meine ſeele, und a vergiß nicht, was er dir u gautes gethan hat; der dir nalle deine ſuͤnde vergiebt, und heilet alle deine gebre⸗ mcheen; der dein leben vom veerderben erloͤſet, der dich rroͤnet mit gnade und barm⸗ el der deinen mund roͤlichmachet. Ich danke ir von ganzem herzen, und wil dir lobſingen, ſo lange ich lebe; denn du haſt dei⸗ unmnen namen uͤber alles herr⸗ lich gemacht durch dein 3wort. Du haſt mich mit vielem ſegen geſchmuͤcket, mund mein herz mit uͤber⸗ mahl JEſu Chriſti derma⸗ und freude erfuͤllet. Barm⸗ ugt herzig und gnaͤdig iſt der HErr, geduldig und von ain ewigkeit zum ſegen dhs deude guͤte und treue. Er jandelt nicht mit uns nach unſern ſuͤnden, und ver⸗ gilt uns nicht nach unſerer miſſethat. der himmel uͤber der erden iſt, laͤſſet er ſeine gnade walten uͤber die, ſo ihn fuͤrchten. morgen iſt vom abend, laͤſ⸗ 2 Denn ſo hoch So ferne der ſet er unſere uͤbertretung von uns ſeyn. Wie ſich ein vater uͤber kinder erbar⸗ met, ſo erbarmet ſich der HErr uber die, ſo ihnfuͤrch⸗ ten. Die gnade des HErrn waͤhret von ewigkeit zu ewigkeit uͤber die ſo ihn fuͤrchten, und ſeine gerech⸗ tigkeit auf kindes kind, bey denen die ſeinen bund hal⸗ ten, und gedenken an ſeine gehahte„daß ſie darnach thun. rowegen, mein GOtt und mir gethan, mich armen, genommen, mich von allen —— “—— ſchwenglicher ehre, troſt mnem 8 — ———— Gelobet ſeyſt du de⸗ heiland! daß du ſo wol an elenden und ſündigen men. ſchen abermal zugnadenan nen ſuͤnden gereiniget b und 1 — — — ————=— ——————y —— — —. 3— — — ——— — — — — —— — ——— *— —— —— — — — —— — — ——— —— —— vomn aben ere uͤbernamg in. Weeſte ir kinder g barmi die, ſoihe nade de — — — — in ewigii h dber di i und ſeineza Dhaß ſe dut Jloberſeyihde nein Sorm agdu poa habe, fuͤr aller gefahr und . ſruffer guͤte konteſt du uns ich nun dich, mein HErr Abend⸗Gebeht eines Communicanten. und losgezaͤhlet, auch zu wahrer verſicherung dei⸗ ner gnade, und der erlang⸗ ten vergebung der ſuͤnden, mich in deinem hochheili⸗ gen abendmahl mit deinem wahren leibe und blute un⸗ ter dem brod und weine heilſamlich geſpeiſet und ge⸗ traͤnket haſt. O wie treu⸗ lich haſt du, mein treuer hirt und biſchof meiner ſee⸗ len! an dem heutigen tage mich, dein armes ſchaͤflein, gepfleget und gehuͤtet! Du haſt mir nicht allein leib und ſeele, und alles was ich unfall gnaͤdiglich bewahret; ſondern auch dermaaßen geweidet, gelabet und er⸗ quicket, daß ich dir ſolche liebe und wolthat in alle dern ewigkeit nicht genug ver⸗ſhe GOtt ſey ge⸗ danken kan. lobet und gepreiſet, der uns ſelber hat geſpeiſet mit ſeinem leibe und mit ſeinem blute, das gib uns, HErr GOtt! zu gute. Nicht chenken, dabey wir deiner ſolten gedenken. Ach! daß und erloͤſer! von ganzem herzen, von ganzer ſeele, von allen kraͤften, und von ganzem gemuͤhte ſo hoch zu loben vermoͤgte, als deine wolthaten von mir erforr. dern! HErr! du haſt mich dir unendlich und unab traͤglich verbunden. Nun ſo thue auch dieſe wolthat hinzu, und verleihe mir deine gnade, daß ich durch deines guten heiligen gei ſtes wirkung ſolche gute und barmherzigkeit in ſte⸗u tem andenken behalte unnd erkenne, dich in meinem ganzen leben dafuͤr lobe und preiſe, nichts gedenke rede, oder thue, das deinem alſobald durch wahre buße wieder zu dir kehre, und meinen glauben durch liez be gegen meinen nechſten thaͤtig erweiſe. Troͤſte mich 7 gnade und vergebung der Morgen⸗Gebeht eines Kranken. 1 3—— 3 4 4— 88 — 1 mden, der verſiegelung genjeſſen, auch loben und der gerechtigkeit, der aller⸗ preiſen; ja ſezt und alle⸗ 4 8 8 3— 3 . 24 rreuz! gnadig merfolgenden auferweckung zum ewigen leben. 2 enaueſten vereinigung mit zeit freudig ſagen: GOtt dir, deiner zuͤlfe und dei⸗ vater! was du erſchaffen n nes beyſtandes in allem haſt, GOtt ſohn, was du reuz und leiden, auch der ſerloͤſet haſt, GOtt hui het haſt, das befehle ich dir en erhaltung und ger 7'was du geheili⸗ e Ach i deine haͤnde; das erhal⸗ rreuer GOtt und HErriſte, ſtaͤrke, regiere und fͤhre iehe die hand nimmer⸗ſin dieſem, und nach die⸗ mehr von mur ab. GOtt ſem, zum ewigen leben. in heil! laß auch dieſe Deinem namen ſey lob, eh⸗ nacht, da der leib ſich zur re, preis und herrlichkeit, nnhe bact, wene ſeele un Walte uber mir und den ſewigkeit, amen. duns aber friede, freude, iets zu dir wachen. troſt und ſeligkeit jezt und in miiigen mit deiner gna- mg 9 d Morgen⸗Gebeht eines de; beſchirme mir ſeele und eib, haabe und gut, und was du mir gegoͤnnet haſt, 2 durch deiner heiligen engel 2)“ gewaltigen ſchutz; daß der boſe feind mit allen ſeinen werkzeugen und gefehrten krankheit, mit welcher du mir ſeinen ſchaden zufuͤ⸗ mich heimgeſuchet haſt. gen möge. Laß mich nach Mein herz bebet, mene deinem gnaͤdigen willen kraft verlaͤſſet mich, meine mergenden tages geſund geſtalt verfaͤllet; die angſt 3wieder erwachen, und mit meines herzens iſt groß dem frohen tages lichte meine gebeine ſind erſchrol⸗ deine gute und treue, die ken. Hier liege ich unter 1ale nior uen ſehen, ſpuͤren und geſundes an mei 3 3 Kranken. Derechter GOtt, 3. O barmherziger vaker, du liebhaber des le⸗ bens! hier liege ich in einer raen neu iſt, vom deiner ruhte, und iſt nichts b nem leibe. n Ich ——.——————— d iad ſagrn: G0t da erſhife 158 was „GOtt ſa à du gh ſ 60 ds du gh befehle g des das a gkeit jegrwie aen. „Gebeht s anken. et und e Abend„Gebeht eines Kranken. 39 Nl Ich weiß wol, gerechter Sott! daß du mich billig um meiner ſuͤnde und un⸗ bußfertigkeit willen, ſtra⸗ feſt: ich wende mich aber itzo mit bußfertigem her⸗ zen zu dir; ach GOtt ſey mir armen ſuͤnder gnaͤdig! Wende dein erbarmendes hen wieder zu mir, denn ſiehe! um troſt iſt mir ſehr bange. Wende dich, Herr und errette meine eele; ſiehe an meinen jam⸗ mer und elend; nim dich meiner herzlich an, und er⸗ rette mein leben vom ver⸗ derben. Gedenke, HErr! an deine treu und lege mir ja nicht mehr auf, als ich ertragen kan. Iſt es dein gnaͤdiger wille, ſo mache meines heulens und ſeuf⸗ ens ein ende, und nim hieſe beſchwerliche krank⸗ heit in gnaden von mir, und bringe mich zu meiner vorigen geſundheit! gib an auch der arzeney kraft und ſtaͤrke, meiner ſchwachheit abzuhelfen. Wo du aber, gnadiger vater! ein an⸗ ders und beſſers uͤber mich in meiner ſeelen wolfahrt beſchloſſen haſt, ſo geſchehſe dein wille; nur gib mir geduld zu ertragen, was deine vorſehung uͤber mich beſchloſſen hat. JEſu, du ſonne der gerechtigkeit! erleuchte dieſen tag mein betruͤbtes herz, und lasß auch die zerſchlagenen ge beine, wo nicht voͤllig ge. neſen, doch durch dein hei⸗ liges zuſprechen ein troͤpf⸗ lein troſtes und deiner ruhe finden. Vor allen dingeen halte deine hand uͤber michlu dein kind, daß ich mitten in den groͤſſeſten ſchmer⸗ zen deiner ſuͤßen liebe einn gedenk ſey, und mich dei⸗ nes gewiß ankommenden troſtes und huͤlfe ſtets er⸗u freue. Erhoͤre mich, o IE⸗ ſu, mein arzt und meiſter b zu helfen! und ſey mir gnaͤdig um deines namens willen, amen. Abend⸗Gebeht eines „Branken. ₰ Pllmaͤchtiger,“ 24. Mumichtzaer, angſt und kummer hat mich umfangen, denn du, HErr! haſt mir jammer zugefuget. b e Gebeht wenn man zur Kirche gehen wil. gehen, ſo laß mich, mein Die angſt meines herzens itt groß, ich winſele wie ein rranich und ſchwalbe, ich girre wie eine taube; ach nne! ſiehe an meine rrankheit empfinde, und die ſich bey dieſer anbrechenden innſtern nacht vermehren. Ach HErr JEſu, du licht a der menſchen! laß leuchten dein antlitz uͤber mich, ſo ge⸗ naeſe ich. Erbarme dich mei⸗ muer, mein heiland! und weeiche nicht von mir in die⸗ ſer nacht, da mich ſonſt alle nweltverlaͤſſt: denn alle mei⸗ nn ne hoffnung ſteht zu dir. chmerzen, die ich in dieſer 4 Ich bin von aller welt ver⸗ laſſen; doch du biſt mein vater undich dein kind, dar⸗ um fuͤhre meine ſeele aus dieſer tiefen hoͤle; erquicke mich auf meinem ſiech⸗bet⸗ te; hilf mir von aller mei⸗ ich g deinem vaͤterlichen willen, und hilf, daß ich meine ſeele froͤlich in hoffnung, muhtig GOtt! getroſt ſeyn, und gedenken, daß der tag des todes beſſer ſey, als der tag der gebuhrt. HErr JEſu! du biſt mein leben, und ſterben iſt mein gewinn. Schicke es mit mir nach mit geduld faſſe, jederzeit in truͤbſal, willig zum lei⸗ den, bereit zum ſterben, be⸗ ſtaͤndig im glauben bis ans ende verbleibe. Meine ſeele wartet auf dich von einer morgen⸗wache bis zur an⸗ dern, und vom mittage bis zur mitternacht ſchreye ich nach deiner huͤlfe; ſo kom⸗ me nun, HErr mein arzt! und heile mich; kom mein vater! und hilf mir; kom mein HErr und GOtt! und fuͤhre mich aus aller Krr welches alles heilet. be⸗ noht, amen. Sel es aber zum tode — Gebeht wenn man zur Kirrcche gehen wil. I(Pllmaͤchtiger 25. M GOtt, himm⸗ liſcher vater! auf deine große —————————— ————————.——.— —.—— — 8 terda huudn Gör -Me. Mäldſ dich vonem kiche bi nm vom mittit 1 Gebeht in der Kirche. große guͤte wil ich in dein haus gehen, und anbeten in deinem heiligen tempel in deiner furcht. He leite mich in deiner gerech⸗ tigkeit, richte deinen weg vor mir her; fuͤhre mich auf dem ſteige deiner ge⸗ bohte, denn du biſt mein GOtt und HErr meines heils. Luſt habe ich zu deiner wohnung, und bin erne in der gemeine der eiligen, die dich loben und bekennen. Wie lieblich ſind deine wohnungen HErr ſebaoth; meine ſeele ver⸗ langet und ſehnet ſich nach deinen vorhofen. met, laſſet uns anbe⸗ ten, knien und niederfal⸗ len vor dem HErrn, der uns gemacht hat; denn er iſt unſer GOtt, und wir das volk ſeiner weide und ſchafe ſeiner herde. hebet den HErrn unſern GOtt, betet an zu ſeinem fuß ſchemel, denn er iſt heilig. Ich bete zu dir zur angenehmen zeit, HErr! durch deine große guͤte er⸗ hhe mich mit deiner treuen e hulfe, amen. HErr! Kom⸗ Gebeht in der Kirche.uu 6 CCpein JEſu, du 4 6. SFein Zſu d lehe⸗ auf dein wort unnd befehl komme ich jezt in dein haus, dich zu ehren und deinen namen zu prei⸗ ſen. Ich erſcheine an der heiligen ſtaͤtte, da deine eh⸗ re wohnet, dein ſeligma. chendes wort anzuhoͤrenu und ſuͤßen troſt fuͤr meine ſeele zu holen. Du weißt aber, o HErr! wie traͤge mein gemuͤhte, wie unhei⸗ lig mein herz, wie blind mein verſtand, wie ſchwach mein gedaͤchtniß, wie gerin. ge mein vermoͤgen iſt, daß ich von mir ſelber als von mir ſelber, ſolches gute vor⸗ haben nicht vollbringen kan. Darum bitte ich dich, liebſter heiland! ermuntere doch mein gemuͤhte; heili⸗ ge das herz, erleuchte den verſtand, ſtaͤrke das ge⸗ daͤchtniß, mehre das ver⸗ moͤgen, und hilf, daß ich dein theures wort mit freuu digem verlangen hoͤren un in glaͤubiger andacht faſſen und behalten, dadurch auch een E 1 64 5 7142 1 eee as dearge * e ſeele mit deinem in wahrer andacht erhal⸗ de aemenſe ſunde, tod teu⸗ ten, damit ich dich dermal⸗ nans und dank. Und bitte dich m deiner ſeligen erkentniß und dank. Und ditte d ind kuerſ veſtändniß der vom grunde meines her⸗ k⸗ zens, du wolleſt hierauf 1 ich zunehmen, ja mein gan⸗ mich in meinem ſtande und dei⸗ berufe deiner verheiſſung henn willen rreng ein⸗nach gnaͤdiglich anſehen mei⸗ und ſegnen, mich allezeit hrer andacht erhal⸗ el oͤlle, und alle einſt in der ſeligkeit mit al⸗ feltaun trhdſat⸗ und verlei⸗ len himmiiſchen heerſche he, daß ich dermaleinſt aus ren unaufhoͤrlich preiſen dier ſrreitenden kirche zu moͤge. Dir ſey ſan 5 der triumphirenden gemei⸗ nem geliebten ſohne JE 4 1 b hiam IEſu! verweigere mr nicht, wo zde uͤ udeiner ehre und meiner geſagt, amen. keügkeit bittet, um deins———— heiligen verdienſtes willen, Gebeht, wenn man aus amen. 4 Pt. oe zulten im Chriſto und dem heiligen ener auserwaͤhlten im Chriſto und dem heuligen hi deinet gelange. h Amen geiſte fuͤr dieſe und alle an⸗ ere wolthaten auch hier t, was mein mund zeitlich lob, ehre und dank der Kirche nach Hauſe — koͤmt. “ 5 8 * * 5 4 1 3 3 27 liſch Gebeht, wenn man aus Dantk ſey dir gi⸗ G Klrche nach Hauſe 28. lger gehen wil. daß du mich dieſes aute der gefättigen haſt; ſo ſage ich dir deswegen * tiger GoOtt! Jarmherziger va⸗ werk haſt vollenden laſſen. 4 ir fuͤr alles was . B er! dieweil du Preis ſey dir fuͤr alle 5 ne edurch die himm⸗ e ito an meiner delee e gnaden⸗ſpeiſe deines than haſt. Dein gell⸗ öttlichen wortes abermal iſt mein leitſtern, deine lie⸗ be mein gefehrte/ deine 4 wahrheit mein ſchirm un herzlich lob f ſchid⸗ ———.— 5——ꝛ — ſeligkeit w — — — — ——0 S —— —-- =— — ——— venn mn ahe nach Gah koͤmt. ſchild, dein wort meine ſpeiſe und mein trank ge⸗ weſen. Nun bin ich aber⸗ mal an meiner ſeelen erquik⸗ ket worden. Laß mich nun nicht vergeſſen, wie du mich ſ wol bedacht haſt. Gi aß ich in einem reinen herzen behalte was mir durch die predigt deines wortes darein geleget wor⸗ den. Deine lehren laß mich klug, deine vermah⸗ nungen from, deine tro⸗ ſtungen ſtark machen, und ſo wird meine ſeele indeſe ſen nahrung genug haben, bis ich wiederum in deinen tempel vor dein heiliges angeſicht komme. Sol taber dieſes das lezte mal ſeyn, daß ich in deinem hau⸗ ſe geweſen bin; ſo bringe mich in das haus, welches nicht mit menſchen⸗ haän⸗ den gemacht iſt, da wil ich deine rechte preiſen, und deinen ruhm verkuͤndigen immer und ewiglich, amen. Dankſagung fuͤr die Schoͤp mach b allmaͤchtiger 29. Dlm⸗ himmii⸗ ſcher vater! der du nicht eſchaffen, nicht geboren, dondern vor allem anfan⸗ z von ewigkeit biſt; ich ete dich an, ich ehre, lobe, preiſe dich, und ſage dir vom grunde meines her⸗ zens dank fuͤr alle deine wolthaten; und ſonderlich mnn daß du himmel und erde, II. Dankſagung für dgGOt die Wolthaten ſonne, mond und alle krea⸗ turen, dazu alles was da lebet und iſt, durch deine allmacht und goͤttliches wort geſchaffen haſt, und durch deine weisheit regie⸗ reſt und erhaͤlteſt. Auch danke ich dir, daß du den ganzen erd⸗boden, ſatmt allen kreaturen, durch deine zute und barmherzigkeit, em menſchlichen geſchlech⸗ te dienſtbar untergeben und ſihm zu gut asgethrile Dankſagung für die Schöpfung. 1 haſt. Inſonde lobe ich dich, meinen Vfer und HErrn, daß du laſſen geboren werden; viehe, welches ohne ver⸗ 8 “ 8 ſonderheit aber choͤp⸗ mich, deine kreatur, zu ei⸗ nn nem vernunftigen men⸗ ſchen nach deinem bilde ge⸗ mmachet; mir leib und ſeele und alle glieder, vernunft, veerſtand und alle ſinne geben wahre mir, der du mich, als ich noch im mutterleibe ver⸗ Wloſſen war, erhalten und merrnehret; auch von dannen vyeraus gezogen, und mich nicht blind, taub, ſtumm, lahm, oder gebrechlich haßt L⸗ 1 aſt, und noch be⸗ ar iſt deine gute an mag. Ob nun wol ich armer ſuͤnder dich nicht lo⸗ ben kan, ſo viel und hoch als du wuͤrdig biſt, und ich ſchuldig bin; ſo wil ich doch darum nicht ſchwei⸗ ſ0 ſtand und vernunft iſt, ge⸗ ſchaffen haſt. Viel und mannigfaltig iſt deine barmherzigkeit an mir, wer kan die große thaten des H gen, ſondern deinen heili⸗ gen namen ohne unterlaß ruͤhmen⸗ ſo viel ich kan, und und ſo viel du gnade geben wirſt. Ich wil deine ge⸗ rechtigkeit, gnade und gro⸗ tze barmherzigkeit preiſen, Hlange ich lebe; und weil ein lebendiger odem in mir iſt, wil ich nicht ver⸗ geſſen, was du mir gutes erzeiget haſt. Meine zun⸗ ge, die du mir gegeben ſol deiner ehre voll werden, und immer ſagen: Hoch⸗ gelobet biſt du in allen dei⸗ nen werken, hochgelobet iſt deine goͤttliche majeſtät. Ich danke dem HErrn in ſeinem heiligthum; ich lo⸗ be ihn in der feſte ſeiner dmacht; ich preiſe ihn in ſeinen thaten; ich ruͤhme kan ihn in ſeiner großen herr⸗ lichkeit. Alles was odem hat, danke dem HErrn⸗ haleluua.. Dant itti un Alebe unde it gegetg * voll wew e ſagen du ijilat Dendegang ſüe die Erloͤſung. O. 88 Chriſte des lebendigen GOttes ſohn! der du biſt das ebenbild und der glanz deines va⸗ ters, nicht gemacht noch er⸗ ſchaffen, ſondern von ewig⸗ keit geboren, in einem goͤttlichen unzertrennli⸗ hen weſen, gleicher maje⸗ aͤt und herrlichkeit! ich bete dich an, ich ehre, lo⸗ be, preiſe dich, und ſage dir dank fuͤr alle deine wol⸗ thaten; ſonderlich aber, daß du zur beſtimten zeit, nach deinem goͤttlichen wil⸗ len und wolgefallen, von Maria der reinen und keu⸗ ſchen jungfrau, wahre menſchliche natur an dich genommen haſt; mich ar⸗ men verlohrnen und ver⸗ damten menſchen erloͤſet, erworben und gewonnen, von allen ſuͤnden, vom to⸗ de und von der gewalt des teufels, nicht mit gold oder ſilber, ſondern mit deinem heiligen theuren blute, und grundloſer liebe, gnade und mit deinem unſchuldigen gewaltigen der finſterniß, —eneeaunereEe, leiden und ſterben: und ſolches alles aus lauter barmherzigkeit, ohne alleuu meine werke, verdienſt und wuͤrdigkeit. Olieber HErr GOtt! wie groß iſt deine liebe gegen das menſchliche geſchlechte! ſintemal du ge⸗ rechter fuͤr die ungerechte und gottloſe geſtorben biſt. u Wie kan doch immer groͤſ⸗uu ſere liebe ſeyn, als wen einer ſein leben fuͤr ſeine freunde laͤſſet? nun aber beweiſeſt du deine aller⸗z hoͤchſte und uͤberſchweng⸗u liche liebe an uns, daß du fuͤr uns geſtorben biſt, daauu wir noch ſuͤnder und deineu feinde waren; und haſtuut uns durch deinen tod mit dem vater verſoͤhnet, ſi 6 nen gerechten zorn geſtil⸗ let; und die handſchrift ausgetilget, ſo wider uns war, welche durch ſatzun⸗ gen entſtund, und uns ent⸗ gegen war, und haſt ſie aus dem mittel gethan, und an das kreuz gehef tet. Du haſt ausgezogen die fuͤrſtenthuͤmer, und die ſ t 6 3 4 aeentlich, durch dich ſelbſt. haſt du mit deiner wartigen auferſtehung von dden todten, unſchuld un ewiges leben, wahre ge⸗ und allen wieder gebracht, die ſolches vom herzen gglaͤuben. heiland! laß leiden an mir armen ſuͤn⸗ der nicht uͤbel angewendet aun(eyn. neeort nicht mir ſelbſt lebe, oondern dir, der du fuͤr der auferſtanden biſt! daß ich auch von ſuͤnden auf⸗ 55S Dankſagung fuͤr die heilige Taufe. 1 und ſie ſchau getragen df. und einen tri⸗ ihnen gemacht elbſt. Dazu heil⸗ igkeit und ſeligkeit mir der anfang, das mittel und ende unſerer ſeligkeit: du haſt das ſacrament der hei⸗ ligen taufe geſtiftet, und daſſelbe in dem werke der erloͤſung bezeuget, da aus d deiner eroͤfneten ſeite blut und waſſer gefloſſen iſt; daher Johannes ſaget: O du treuer laß dein heiliges Hilf, daß ich hin⸗ mich geſtorben, und wie⸗ nttehe, und in dir lebendig nwerde, dein eigen ſey und in deinem reiche unter dir Der du biſt aufgefahren gen himmel, ſitzeſt zur rechten deines vaters immer und haſt. Du haſt mich lebe und dir diene. ewiglich, amen. Dankſagung fuͤr die heilige Taufe. d leibet, und mich och HErr IEſu Drey ſind, die da zeugen auf erden, der geiz das waſſer, und das blut, und die drey ſind beyſammen. Du haſt auch dieſes ſacra⸗ ment durch deine eigene taufe in dem Jordan, als durch dein eigenes exem⸗ pel, beſtaͤtiget und geheili⸗ get. Ich danke dir herzlich aß du mich durch dieſes ſa⸗ crament, deiner heiligen chriſtlichen kirchen einver⸗ leibet mich dadurch ein die gemeinſchaft aller deiner himmliſchen und ewigen guͤter geſetzet, die du durch dein bitteres lei⸗ den und ſterben envolben d⸗ durch von dem greulichen af und auſſatz der erb⸗ uͤnde gereiniget und abge⸗ 31 K Chriſte! du biſt waſchen, mir alle meine ſünde, ſchuld und miſtthis — 8 — — — —¶ᷣ O — —— —— — —— ——— — = = — —— —: —— — ——— —— — — —— — — — Z ——— — —y ——— —— Danſagung für die beiige aufe. aus gnaden vergeben, und mich gereiniget durch das waſſer⸗bad im worte, und alle meine uͤbertretungen etilget, daß nicht eine uͤber⸗ blieben, die mich verdam⸗ men koͤnte: weil nun nichts verdamliches mehr an de⸗ nen iſt, die in Chriſto IEſu ſind. Du haſt mich auch, weil mir die ſuͤnde vergeben iſt, von dem ewigen tode, und von der angſt, furcht und ſchrecken des zeitlichen todes, auch von der gewalt des teufels erloͤſet; weil dn mich dir einverleibet, zu ei⸗ nem gliede deines geiſtli⸗ chen leibes gemachet, mich in dein gnaden reich ver⸗ ſetzet, mich mit dir ver⸗ maͤhlet, und in ewigkeit verlobet haſf Und weil ich durch die taufe dich an⸗ gezogen; ſo bin ich mit einem ganzen heiligen ge⸗ horſam, verdienſt, gerech⸗ kabeit heiligkeit und un⸗ uld, als mit dem rocke er gerechtigkeit bekleidet. Du haſt mich durch das bad der wiedergeburt und erneuerung des heiligen geiſtes neu geboren, aus ten gemacht; indem ich in deinen tod getaufet, der frucht deines todes theil⸗ haftig worden, deinem ge⸗ GOttes kinde welchen wir rufen: Abb ſeyn in ewigkeit: haſt mir auch das kindes⸗recht, nem⸗ lich das ewige himmliſche erbe und die ſeligkeit gege⸗ ben. Summa, du haͤſt mir in der heiligen taufe das hoͤchſte gut, deinen lie⸗ ben ſohn mit allen ſeinen er iſt und hat. Was kan mir nun die ſuͤnde thun 1 einem ſunder einen gerech⸗ ium orſam und verdienſte ein⸗ verleibet, und demnach aus einem kinde des zorns ein kind der gnade worden bin. Du haſt mich aus einemn armen, elenden, verlohr⸗ nen menſchen⸗kinde zu mir den heiligen geiſt der kindſchaft gegeben, durchu lieber vater! haſt mich da durch in deinen ewigen gnaden bund aufgeno men, und dich mit mirr verbunden durch deine verheiſſung, mein vater wolthaten geſchenket. Chri⸗ ſtus iſt mein mit allem was Dankſagung fuͤr die heilige Taufe. ſtus meine ge⸗ Was kan mir iſt doch Chri⸗ Was leechtigkeit. aun der tod thun? ſtus mein leben. ean mir der teufel thun? Ghriſtus iſt meine ſtaͤrke b und ſieg. Was kan mir die welt thun? Chriſtus hat ſie uͤberwunden. Ja mein HErr Chriſtus hat mich ſchon ſelig gemacht, und mir alle ſeligkeit in der heiligen taufe geſchenket: darum warte ich der kuͤnf⸗ tigen herrlichkeit in geduld: Was kan mir armuht, meelend/ kreuz, verfolgung und nmveerachtung ſchaden, bin ich ddooch ſchon ſelig; die guͤter d der gnaden habe ich alle in und mit Chriſto empfan⸗ ¹ warte ich nur auf der herrlichkeit. und die toͤdtung des flei⸗ herzliche reue und leid taͤg⸗ lich mit dir ſterbe: denn wer taͤglich in ihm ſelbſt ſtirbet, der hat allezeit ei⸗ nen neuen anfang ſeines lebens in dir. Und weil ich dir, mein HErr und ſo mich den bund, GOtt! als ein pfropfreis dem baume des lebens ein⸗ verleibet bin; ſo laß mich in dir, als ein rebe am le⸗ bendigen weinſtocke, frucht bringen, nicht fruͤchte des alten, ſondern des neuen menſchen, der neuen krea⸗ tur; fruͤchte des geiſtes, daß ich taͤglich bedenke, daß ich zu einem neuen leben getaufet ſey: ja daß ich dich angezogen habe als ein geſchenk der ewigen ge⸗ rechtigkeit und ſeligkeit, und als ein neues leben, dadurch du in mir und ich ch in dir ewiglich leben und bleiben moͤge. Ja la und, den du mit mir gemacht haſt, nimmer⸗ mehr vergeſſen, denſelben nicht brechen noch ver⸗ herzen und munde, noch mit einem gottloſen leben; ſches wirke; daß ich durch ch ſondern laß mich deſſen jeder⸗ leugnen, weder mit dem und ehn ſerhe: dnn n ihm ſe at altegete . Uuͤw 7 w ein pfreufe des de ſo laün dn rebe m einſtock i 1 — —————— ——— niing e Ut in Hn. — ę— — in neus a rin miwit glich lband e. J' — . kant iſt. ſten, und darauf wider alle anfechtung mich ſicherlich verlaſſen, daß ich in dieſem bunde, welcher ewig feſt und gewiß iſt, auch ewig bleiben und ſelig werden moͤge, amen. Dankſagung fuͤr die Offenbarung des goͤttli⸗ chen Wortes. Soch preiſe dich, va⸗ 32. G ter und HErr immels und der erden! daß du dein heiliges wort das liebe evangelium, und in demſelben deinen einge⸗ bohrnen ſohn IEſum Chri⸗ ſtum, in welchem alle ſchaͤt⸗ 5 der weisheit und der er⸗ entniß verborgen liegen, uns unmuͤndigen und ver⸗ achteten fenbaret haſt welches doch den weiſen und V klugen dieſer welt unbe⸗ Ja vater! es iſt alſo wolgefäll geweſen vor dir. Um b deine wolthat wil ich dich allezeit loben, und mein lebelang dir danken, daß du mi von chriſtlichen eltern ha laſſen geboren werden, Dankſagung fur die Offenbarung des aottl. Wortes. a9 f jederzeit freuen und troͤ⸗ ligmachenden glauben und ze deines goͤttlichen lichtes erleuchtet, und mich aller falſchen lehre und ab⸗ goͤtterey errettet haſt; auf⸗ daß ich ein miterbe und ſung in Chriſto durch das evangelium ſey, welches uns den unerforſchlichen reichthum deiner gnade ver⸗ kuͤndiget, und jederman er⸗ leuchtet, daß wir erkennen, welches da ſe die gemein⸗ ſchaft des geheimniſſes, das vor der zeit her verborgen geweſen iſt. Du haſt uns Pſennet mit allerley geiſt⸗ lichem ſegen in himliſchen guͤtern durch Chriſtum; wie du uns denn erwaͤhlet haſt durch denſelben, ehe der welt grund geleget wech geich ich mit dei⸗ ner huͤlfe zu dem rechten ſe⸗ u der neuen geburt aus mitgenoß deiner verheiſ⸗ 7 3 em waſſer und geiſte komm men bin. Ich preiſe dich, daß du die finſterniß meis nes herzens mit dem glan⸗ “ “ 4 4 6 war; und haſt uns wiſ 5 laſſen das geheinniß eines willens nach deidtmn wolgefallen und daſſelbige uu d durch Dankſagung füͤr die S ttliche Vorſorge. 2 durch daß es geprediget wurde, r da die zeit erfuͤllet iſt; urch welchen wir horen das wort der wahrheit, emlich das evangelium ihn hervorgebracht vonunſerer ſeligkeit;z dure nweelchen wir auch haben freudigkeit und zugang in aaller zuverſicht, durch den lauben an dich. Denn au⸗ eer demſelben iſt ſonſt in kei⸗ nem andern heil, iſt auch kein anderer name den men⸗ ſſchen gegeben, darinnen ſie ſcheen ſelig werden, denn al⸗ lein in dem namen JEſu, weelcher iſt der weg, die wwoahrheit und das leben, die thuͤr und pforte zum him⸗ melreich, der mit dem voll⸗ aommenem opfer ſeines un⸗ tten leibes uns eine ewige erloͤſung, ohn alle un⸗ und alles, werden mag, ch wiſſen, iſt eine e de daß auch in der zukunftigen. J 9 hitke dich, du wolleſt d9 ey glauben und erkentniß feſt erhalten. Denn dich er⸗ kennen, und deine macht ine wurzel des lebens! aufdaß unſer glau⸗ be, den wir mit einander haben, in uns kraͤftig wer⸗ de, durch erkentniß alle des guten, das wir haben in - Ehriſto JEſu, unſerm HErrn, amen. eeeeeee— Dankſagung fuͤr die goͤttliche Vorſorge. „ SGroch lobe, HErr! 3. 3) deinen namen, und danke dir mit herzund munde, der du allenthalben jederman odem giebeſt; und gemacht haſt, daß von einem blute aller menſchen geſchlecht auf dem ganzen erdboden wohnen, und ih⸗ nen ein ziel geſetzet, wie — haſt du von den todten auf geſetzet lang und breit 8 wohnen ie dich den ſollen, damit HErrn ſuchen. derbarlich gemacht bin; denn deine hauͤnde habm dieſer welt, ** qp—— mich gearbeitet und ge⸗ 9 macht ſolchem heilwertigen ich ſo wun⸗ — ——— 8 ———— — — —— —— — — — —— —— — — ——— =— —— —=— — — —— — 7 — —— ——— dgen N hellwer Ktkenduig denn d ta 1 deine — dentnitä wir haban ung färi 840 dunm dir mit ha wul 1 mich aus leimen gemacht, meine ſeele wol. Ich er⸗ Enn, wim gutes gethan haſt. Hilf Pae dich wenf ſeheiang 1 unt auch alles geordnet Danfſagungfürdi macht alles, was ich um und um bin. Du haſt und wirſt mich wieder zur erde machen. Owie wun⸗ derbarlich ſind, HErr! dei⸗ ne werke, und das erkennet kenne, HErr! daß du GOtt biſt, du haſt uns gemacht, und nicht wir ſelbſt. Ich danke dir auch, daß du mich von mutterleibe an leben⸗ dig erhalten, und mir alles vor augen und im herzen habe; mein anliegen auf dich werfe, und feſt hoffe, f du werdeſt mich und uns alle verſorgen, denn du biſt mich. unſer vater; wir find thon, mir deine wunderliche guͤ⸗ du biſt unſer toͤpfer: wir te; du heiland derer, die ſind alle deiner haͤnde werk. Gedenke denn, daß wir ſtaub ſeyn. Thue deine hand nicht von mir, und verlaß mich nicht. In dei⸗ ner hand iſt ja alles, die ſeele alles deſſen, das da le⸗ bet, und der geiſt alles flei⸗ ſches eines jeglichen. Du auch an dir vertrguen. Laß mich nicht verſuchet werden uber mein vermoͤgen, nim mich auch micht weg in der helf⸗ te meiner tage. Die haa⸗ re auf meinem haupte ſind gezahlet, darum fuͤrchte ich mich nicht: auf dich habe 22 ich mich verlaſſen von mei ner mutter leibe an. Du aſt mich wunderbarlich g. fuͤhret, e Dankſagung fur GOttes Barmherzigkeit fuhret, aber alles wol ge⸗ n macht; ich hoffe noch dar⸗ und mich memand aus deiner hand reiſſe; ſo wil aouf, ja mein herz freuet ſich, ich den HErrn loben, weil immer hilfeſt. Verlaß mich nicht in meinem alter, un wenn ich grau werde; thue deine hand nimmer von mir ab. Bewahre mich fuͤr allem uͤbel, und errette mich von allem hoͤſen. Horr! habe deine woh⸗ nung unter uns, daß uns deine ſeele nicht verwerfe. ſey unſer GOtt, und la uns dein volk ſeyn. Laß mddeen bund deines friedens uicht hinfallen, und wenn es abend mit uns werden mir. Denn wenn ich nur dich habe, ſo frage ich nichts nach himmel und erde, denn du allein biſt meines her⸗ zens troſt und mein theil. Hilf aber, daß ich auch deinen bund halte, an dei⸗ ne gebohte gedenke, und mein lebelang darnach daß du ſo gnaͤdig biſt, und i f GOtt lobſingen, weil ich hie bin, anen. Wandele ferner unter uns, ß gleicher wil, ſo bleibe, HErr! bey ) lebe, und dir meinem Dankſagung fuͤr GOt⸗ tes Barmherzigkeit. d lliaſte drey⸗ 34. Drutenagſ n re einigkeit, unterſchiedlich in dreyen perſonen, und doch einig im weſen, ein Err und ein GOtt in Zleicher majeſtaͤt und herr⸗ lichkeit! Wir beten dich an, wir ehren, loben, prei⸗ ſen dich, wir danken dir vom grund unſerer herzen fuͤr alle deine wolthaten, die du uns erzeiget haſt. Denn es iſt ja billig und recht/ und iſt heilſam, daß wir dir, o allen orten und zu jeder Eſum Chriſtum unſern Errn, welchen da loben die engel, und welchen alle thue, dich fuͤrchte und eh⸗ 2 re, in einem vernuͤnftigen chore der himmliſchen heer⸗ charen, die gewaltige und fuͤrſten im himmel und al⸗ ottesdienſte, daß ich den tod nicht ſehe ewiglich, ooooa—— le kraͤfte der erden anbeten⸗ welchen heiliger vater! an zeit dank ſagen; durch — —— — —:-x— ————— — — —— ———— ——2 —— —— — — — — —— —— —— — —— — —— — — — — — —* — 9———— —===— —— ————— —= —— — ing füo, mherzigia gren, lobam unmüſche Ihunmaan, 3 1. faltigken unterſcilh“ . * Dankſagung, daß uns GOtt in Noht erhalten. 53 welchen auch abſonderlich deine heilige heehe kirche in dem ganzen umkreis der welt mit hohem gezeugniß uͤber öten d Wo iſt ſolch ein GOtt, wie ohne unterlaß lobet un preiſet. Mit denſelben wol⸗ leſt du auch unſere ſtimme zulaſſen, und dieſes unſer gebeht, lob und dankſagung annehmen, die wir jetzo fuͤr deine große barmher⸗ gkeit thun, welche, ſo hoch er fumnner uͤber der er⸗ den iſt, uͤber uns alle mor⸗ en neu aufgehet. Denn da wir todt waren in ſuͤn⸗ den, haſt du uns in Chri⸗ o lebendig gemacht, und en aberſchwenglichen reichthum deiner gnaden durch deine guͤte uͤber uns erzeiget. O wie iſt die barmherzigkeit des HErrn ſo groß, und laͤßt ſich gnaͤ⸗ dig finden denen, ſo ſich zu ihm bekehren! Wer kan ſeine barmherzigkeit erzaͤh⸗ jen? ſie iſt ja ſo groß als er ſelber iſt. Er ſtrafet und zuͦſchtiget, er lehret und pfleget uns, wie ein hirt ſeine herde. Er erbarmet ſich aller, die ſich ziehen laſ⸗ ſen und GOttes wort flei⸗ bet, und erlaͤſſet die miſſe⸗ t ßig hoͤren. Wie ſich ein va⸗ b ter uͤber kinder erbarmet, ſo erbarmet ſich der HErr uͤber die, ſo ihn fuͤrchten. —— du biſt? der die ſuͤnde vergie⸗ tha den uͤbrigen ſeines erb⸗ theils; der ſeinen zorn nicht ewiglich haͤlt, ſondern ſich unſerer wieder erbarmet, unſere miſſethat daͤmpfet, und alle unſere ſuͤnde in die tiefe des meeres wirft. Sol⸗ che deine guͤte und uber al⸗ le maaß reiche barmherzig⸗ keit wollen wir ruͤhmen und verkuͤndigen von ge⸗ ſchlecht zu geſchlecht, und dich preiſen, daß du gnaͤ⸗ dig und barmherzig, gedul⸗ dig und von großer guͤte und treue biſt. Wir bit⸗ ten dich, laß uns arme ſuͤn⸗ der bey dir auch barmher⸗ zigkeit erlangen, durch JIEſum Chriſtum, unſen HErrn, amen. Dankſagung, daß uns GOtt in mancherley Noht und Gefahr erhalten und behuͤtet ht.. ( 35. Dmeine ſeele, und d 3 was 94 * gen namen! Lohe den Herrn meine ſeele, und v meiner noht oft erhoͤret, ir dein name hat mich oft ge⸗ ſſchuͤtzet; du haſt wir oft huͤlfe geſandt von deinem haſt mich behuͤtet, wie ei⸗ nen aug ⸗apfel im auge, du haſt mich beſchirmet unter dem ſchatten deiner fluͤgel nen feinden, die um und um nach meiner ſeele trach⸗ ten. Darum wilich ſchau⸗ en dein antlitz in gebechtig⸗ Feit, ich wil ſatt werden, wenn ich erwache nach dei⸗ füͤr den gottloſen/ fuͤr mei⸗ ruhme ich, daß du mir hil⸗ feſt, und in deinem namen Du haſt mich mit deinem ſegen uͤberſchuͤttet, und er⸗ freuet mit freuden deines antlitzes! Du haſt das elend der armen nicht ver⸗ ſchmaͤhet, und dein antlitz vor mir nicht verborgen, und da ich zu dir ſchrie, dat du mir ausgeholfen. Du getreuer hirt haſt mir, dei⸗ nem armen ſchaflein, me etwas mangeln uſſe„haſt mich allezeit auf gruner aue deines goͤttlichen wor⸗ tes geweidet, und zum fri⸗ ſchen troſt⸗bruͤnlein Iſra⸗ lezeit meine ſeele erauicket, mens willen. mnem bilde. Du, HErr! csleuchteſt michz der derr, gleich oft im finſtern thals heiligthum, und mich aus zion geſtaͤrket. Darum werſe ich das panier auf. els gefuͤhret. Du haſt al⸗ und mich auf rechter ſtra⸗ ße gefuͤhret um deines na⸗ Und ob ich y= ——— ——öyy— ſen; dein * àI 7 2 — in man⸗ biſt allezeit bey mir gewe⸗ hat mich allezeit getroͤſtet; geiſtes geſalbet, und mir deinen goͤttlichen troſt und herzig folgen laſſe zu bleiben in deinem hauſe aus der hoͤlle gefuͤhret; du Dankſagung daß uns GBkt blebendige quelle, und in dei. ch licht. t angſt erfahren laſſen; du dſey nun zu Ach gleiten. 34 wil wandeln Horr du haſt meine ſeele vor dem lich dem HErrn vergelten ch namen predigen. Ach, ſtdu mich. dine ſeele nicht verſchlungen! den trunken von den rei⸗ lt chen gutern deines hauſes, und du traͤnkeſt ſie mit wolluſt als mit einem ſtro⸗ me. Denn bey dir iſt die nem lichte ſehen wir das Mem GOtt! du haſt mich viel und groß 2 haſt mich wieder lebendag gemacht und aus der erden heraus geholet. Darum ey nun zu frieden meine ſeele! der HErr thut dir zutes: denn er hat meine ſeele aus dem tode geriſ ſen, meine augen von den thraͤnen, meine fuͤße vom dem HErrn im lande der lebendigen. Wie ſol alle ſeine wolthat, die er an mir thut? Ich den heilſamen kelch men, und des HERR mein GOtt! wie oft haſt nich fuͤr dem bruͤl⸗ lenden loͤwen, dem teu⸗ fel, bewahret, daß er mei⸗ deiner fluͤgel trauen un zuflucht finden. Sie wer⸗ wie oft hat der ſatan me d4 begeh anagung fur die gnaͤdige Erhörung des Gebehre. vegehret, daß er mich ſich ten moͤgte, wie den weizen! Du aber, mein HErr JE⸗ ſu Chriſte, mein fuͤrſpre⸗ cher haſt fuͤr mich gebe⸗ ten, daß mein glaube nicht zufgehoret hat. Wie oft haſt du mich von den luͤ⸗ en⸗maͤulern und zaͤnki⸗ ſchen leuten errettet, die ihre zungen ſchaͤrfen, wie eine otter! Wie oft haſt du mich aus noht und ge⸗ fahr geriſſen und mich be⸗ decket in deiner huͤtte zur boͤſen zeit, und mich heim⸗ lich verborgen in deinem gezelte fuͤr jedermannes trotz! Wie oft haſt du mich 8 für zorn, rachgier und an⸗ haſt du deinen engeln uͤber mich behuͤtet haben auf al n len meinen wegen, daß ſie i mich auf den handen tra. N en müſſen, und ich meinen ſit uß nicht an einen ſtein u eſtoßen habe. Gelobet mn eyſt du, o mein HErr und ſſ GOtt! der du allein wun. n der thuſt; gelobet ſey dein ſa heiliger name ewiglich, und un alle lande muͤſſen deiner in ehre voll werden, amen.— Dankſagung fuͤr die gnoͤdige Erhoͤrung des Gebehts. lieb ehens ſtimme, b 8 ſchrie. Ich — mir befehl gethan, daß ſie r, M daß du meine ſtimme un 4 mei Gebeht um rechtſchaffene mein flehen erhoͤreſt, und dein ohr zu mir neigeſt; darum wil ich dich mein lebelang anrufen. Denn wenn ich rufe, werde ich iinne, daß du mein GOtt d biſt. Mein herz iſt ralich in dem HErrn, der mi erhoͤret hat zur zeit meiner truͤbſal. HErr! ich lobe deinen namen ohne unter⸗ laß; ich preiſe dich und danke dir, denn mein ge.. beht iſt erhoͤret. Vater! ich danke dir, daß du michit erhoͤret haſt, ich weiß, das u mich allezeit erhoͤreſt. ſey GOtt, der mein gebehrt nicht verwirft, noch ſeine guͤte von uns wendet, amen. III. Gebehte vor und nach der Beichte. Um rechtſchaffene Buße. naͤdiger und . barmherziger GOtt! du biſt geduldig, von großer guͤte und treue: du berufeſt uns taͤglich durch die gnaden⸗predigt deines wortes zur chriſtli⸗ chen bekehrung; du laͤſſeſt in deinem namen allen menſchen buße und verge⸗ bung der ſuͤnden verkuͤndi⸗ gen. Dazu haſt du auch, nach deiner langmuht und unausſprechlichen barm⸗ herzigkeit, geduld mit uns, indem du die ſuͤnder nicht 6 uͤberfaͤlleſt, dieſelben mit deinem gerechten zorn und gerichte zu dern du giebeſt raum und riſt zur bekehrung aß niemand uͤber klagen hat, und dich beſchul⸗ digen Deernn es iſt ja nicht dein wille, daß je⸗ mand verloren werde, ſon⸗ daß ſich jederman zur kehre, und das ewi⸗ ge leben habe. O lieber GOtt! du weiſſeſt unſers eiſches rraͤgheit, und des herzens haͤrtigkeit, daß wir durch die erbſchull a der nicht en verderbet und ſo tief auf friſcher that in ihren in die ſuͤnde gefallen ſeyn, digen kan. uld derma⸗ mishandelungen pozlich daß wir von uns rkentniß der Suͤnden. ucht aufſtehen oder wie⸗ mderkehren koͤnnen. Darum bitte ich wmunden J meers HErrn, bekehre mich, ſoo werde ich bekehret; denn u biſt mei dich, durch die JEſu Chriſti un⸗ GOtt: und t werde, thue Heile du mich, HErr! ſo werde ich heil. te: und als den zoͤllner im tempel, als er an ſeine bruſt ſchlug, und um gnade bat. Verleihe mir ernſtliche reue und leid uͤber meine ſuͤnde, auch einen wahren d glauben, mit rechter zuver⸗ ſicht auf deine gnade; dazn wurdige fruͤchte der buße. Laß mich die zeit meiner u — ſo iſt mir ge heimſuchung erkennen, und ilf du mir, h ich bin wie ein verirretes und verlohr⸗ nes ſchaaf; ſuche deinen eine magd) auf⸗ bohte nicht Beſchneide du zu heſt HErrn, zu bekehren: daß knecht,(d ch deine ge vergeſſe. 2 b orhaut meines her⸗ H Entſuͤndige mich, rein werde, waſche aß ich ſchneeweiß den reichthum deiner guͤte nicht verachten, aufdaß ich die angenehme zeit und den tag des heils nicht verſau- me, und nicht verziehe, mich b u dir, meinem GOtt und ich meine buße nicht von einem tage auf den andern, noch auf das lezte ſtuͤndlein Schaffe in mir ſpare; ſondern daß ich ſetzo GOtt ein reines herz, und gib mir einen neuen ge⸗ beſſere, amen. wiſſen geiſt. Verwirf mich— ddieſen tag mich bekehre/ und nei nicht von deinem angeſich⸗ n dro Pr⸗ nicht von deinem angeſich Gebeht um We re Er⸗ te, und nim deinen hei⸗ Geheht un Wahde m geiſt nicht von mir. O lieber GOtt! ſiehe mich 8 SK ig an, wie du ange⸗ 10. De⸗ haſt die bußfertige barmherziger vater J heuiger und ge⸗ i 3 rechter GOt b ich fuͤnderin, als ſie zu deinen bekenne und klage dir meine i 1fußen lag, und herzlich angebohrne blindheit, 3 er ihre inſerhat weme ſich meine ſinde nihua üe den Rlnd. an cuetn un gnade a. r ah b ditn tr he en wam vchter— b de gnade w chee dri 1 ie zeit man zerkennen in deienme ren, aufdoch u nnnin s nicht baw⸗ itver ieemh nem 5 bekehtahe „uße vicm ruuf den 19 exen en 89 ich bete td ren. — n wahr 4 der Sunde rheüntut — rechte Gebeht um Vergebung der Suünden. 4 2 — *α 6 ℳ * “ vollkommen erkenne, noch ſo herzlich bereue, als es wol ſeyn olte. Ach HErr! du ſtelleſt unſere unerkante ſuͤnde ins licht vor deinem ang gelihte Gib mir die groͤſſe und mannigfaltig⸗ eit meiner ſuͤnden zu erken⸗ nen, ſtelle ſie mir in die⸗ em leben unter die augen, amit ſie mir nicht am juͤngſten tage unter die au— gen g geſtellet, und ich da⸗ urch vor kugeln und men⸗ ſchen zu ſe Achaween werden moͤge. Err! du ſie⸗ heſt und weißt erines her⸗r zens hartigkeit, die mir angeboren iſt; nim dieſel⸗ be von mir hinweg, und erweiche mein herz durch dein heiliges wort, daß ich meine ſuͤnde inniglich be⸗ reuen moͤge. O. HErr IEſu! der du dein heiliges lut am fe des kreu⸗ es vergoſſen haſt, auf daß mein herz dadurch er⸗ weichen moͤgteſt; laß dieſes dein heiliges blut und theu⸗ res leiden an mir nicht ver⸗ loren ſeyn. Du treuer lehrer haſt in den tagen deines feiſche gerufen: ſThut buße; du wolleſt ſetzo 14 auch kraftiglich in mei herz rufen: Thue buße, und bereue deine ſuͤnden! Du ſteheſt vor der thuͤr meines herzens„ und klop⸗ feſ an;z ach! gib gnade, aß ich deine Kignane hoͤre, daß ich uicht mein herz ver⸗ ſchließe, ſondern die thuͤr aufthue. O heiliger geiſt! der du in tauben geſtalt uͤber Chriſtum herab ge⸗ fahren biſt; gib mir auch daß ich in wahrer reu ur leid uͤber meine ſuͤnde gir⸗ ren moͤge wie eine taube. O du ewiges himmliſches licht! erleuchte mein finſte res herz, daß ich in deinem lichte die finſterniß meiner ſuͤnden erkennen und herz⸗ lich bereuen moͤge, amen. = — = Gebeht um Vergebung der Suimden¼. & barmherziger 39. 8 GOtt, ewiger vater! groß ſind meine fün den, viel und maͤchtig ſind meine miſſethaten„ unzaͤh⸗ lig ſind meine ibertrezun⸗ gen! denn alle mein dic. e ud Fachten von u⸗ gend auf iſt nur zum boͤſen geneiget. Ach HER & mmeine miſſethat, und mei⸗ ne ſunde iſtimmer vor mir. Alllein an dir hahe ich fuͤndiget, und uͤbel vor berhan, auf daß dut recht behalteſt in deinen worten, und rein bleibeſt/ wenn du gerichtet wirſt. Ich bitte aber deine unausſprechli⸗ iche barmherzi keit, gehe nicht ins gericht mit dei⸗ nem knechte,(mit deiner magd) denn vor dir iſt kein lebendiger gerecht. Wenn du, HErr wilt ſuͤn⸗ de zurechnen, HErr! wer wird beſtehen? Denn ſie⸗ he, auf tauſend kan dir der menſch nicht eines antwor⸗ ten; ſintemal alle unſere erechtigkeit vor dir iſt wie tilge meine ſuͤnde nach dei⸗ 8mner großen barmherzigkeit. Waſche mich wol von mei⸗ ner miſſethat, und reinige ſwer ian merken, wie oft er ich h ſehle! Siehe, ich erkenne ſundiget. Ge an deine barmyerzigkeit und an deine guͤte, deſde welt her geweſen iſt. ir Gedenke nicht der meiner jugend, noch mer⸗ ner uͤbertretung: gedenke aber meiner nach deiner großen barmherzigkeit, um de um deines namens wEf len. HErr! ſey mir gnaͤ⸗ dig, 0 8 heile meine ſeele, denn habe leider! an dir ge. undiget. Gedenke, HErr! ie von uͤnden deiner gute willen. Ge⸗ denke auch, daß wir ſleiſch ſind, ein wind, der dahin fähret und nicht wieder koͤmmet; und laß ab von deinem zorn und grim uͤber uns. O gutiger GOtt ich bekenne ja⸗ daß nicht meine werke noch mein ver⸗ dienſt meine fuͤnden aus⸗ tilgen moͤgen; ſondern al⸗ lein das heilige leiden und ſterben IEſu Chriſti, des unbefleckten lammes, iſt eine reiche bezahlung fur — dſunſere mishandlungen; dei⸗ und ſein blut⸗vergieſſen zur vergebung unſerer ſuͤnden, ſiſt eine abwaſchung und reinigung unſerer ſeelen. amich von aller meiner fuͤn⸗ Auf ſolches vertrauen und auf —— —= = ——— — — — — rhn er dewen e ſa, dht iee nochmnn⸗ rne ſündaw⸗ gen; ſctat⸗ üge dych ffu Chriſ ich zu dir, ſens„um JEſu . Sebeht um Vergedung der Sunden. er auf ſolche dir, du wolleſt mir meine uͤbertretungen aus mnaden vergeben, die ſuͤnde bedecken„ und meine miſ ſethat mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die ver⸗ borgene fehler auf daß meine betruͤbte ſeele, und die gebeine, welche ſehr bocken ſund, wiederum erſchrocken ſind, y erfreuet und getroͤſtet wer den. Denn dein iſt die barmherzigkeit und berge nd bung: bey dir iſt gnade viel erloſung. O HErr erhoͤre die ſtimme meines ehens, und verachte nicht as heulen meines her⸗ 13, 1 Chriſti eines lieben ſohnes willen, amen. idu bä. Noch ein Gebeht um Vergebung der Suͤnden. Joel II, 12. 13. 14. ret euch zu mir vom ganzen herzen, mit faſten, mit weinen, mit klagen. Zer⸗ reiſſet eure herzen, und nicht eure kleider, und be⸗ hoffnung rufe kehret euch zu dem HErrn A wer⸗ ſche ich in demuͤhtiger beich⸗ be 40. Bgbricht der euren GOtt, denn er iſtu zucdis„ barmherzig, ge⸗ duldig und von großer gu⸗ ſäite, und reuet ihn bald der ſtrafe. Wer weiß, es mag ihn wiederum gereuen und einen ſegen hinter ſich laſſen. Err! du haſt zeſaget: Wer zu mir koͤmmet den werde ich nicht hin⸗ aus ſtoßen; auf ſolche dei⸗ ne verheiſſung komme ich zu dir, und glaͤube feſtig⸗ lich, ich werde nicht hin aus geſtoßen werden. Ich komme aber, weil ich muͤh⸗ ſelig und beladen bin. Es druͤcket und beſchweret mich der fuͤnden laſt, wel⸗ te vor dein angeſicht nie⸗ derlege. Ach vater! ich ha⸗ eſuͤndiget in dem him⸗ nel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wehrt/ daß ich dein kind heiſſe. Ach! wie oft habe ich dich beleidiget und zum zorne gereizet. Ich mag nicht alle meine ſinde erzaͤhlen; uu es gereuet nich, daß ich ſie 1 be⸗ 3 begangen habe; ich ſchaͤme mich, viel worte davon zu machen. Dis einige ſage n ich, und bekenne es gerne, dasß ich viel und große ſtra⸗ ſan verdienet habe, welche ih mit meinen kraͤften nicht b abwenden kan. Du aber biſt gnadig und barmher⸗ 3„und von großer guͤte. Darum trete ich mit freu⸗ den zu deinem gnaden ſtuh⸗ le, und begehre demuͤhtig⸗ lch gnade. Erlaß mir, o GSSOtt! was ich dir ſchuldig bin: ich kan nicht zahlen ſe Gebeht wenn man zum Beicht Stuhletreten wil du haſt mich zerriſſen, heile mich. Gib mir glauben mnt beſtäͤndigkeit, daß ich an deinem tiſche ein wuͤr⸗ diger gaſt ſey, und in der gottſeligkeit zunehme. Fuͤh⸗ re und regiere mich hin⸗ fort, daß ich das gute, ſo ich mir vorgenommen, ins werk richten moͤge. Beuge das herz zur gottesfurcht, tuh⸗ die ohren zur fleißigen auf merkung deines wortes, die zunge zum lobe deines namens. Sezgne meine arbeit, verleihe frieden im aus unvermoͤgen; du aber kanſt es mir erlaſſen aus gnade. Gehe nicht, ach ge⸗ henicht mit deinem knechte (mit deiner magd) ins ge⸗ richte! Rechne mir die ſuͤn⸗ bin ein ſuͤnder; darum i de nicht zu, die ich entwe⸗ W der aus vorſatz, oder aus o mein GOtt igerhoͤrees, irrthum und unwiſſenheit begangen habe. Siehe an das blut deines ſohnes: daſſelbe iſt vergoſſen fuͤr die ſuͤnde der welt. Ich bin auch in der welt, und es auch fuͤr mich vergoſſen. ch Serr du haſt mich hauſe und oͤffentlich, wen⸗ de ab die aͤrgerniſſe, behuͦ⸗ te die meinen, und regiere alles unſer thun, daß es dir angenehm, und den glaͤubigen heilſam ſeyn moͤge. Hoͤre mein ſeufzen/ daß ich in dir, und du in mir ſeyn und bleihen moͤ⸗ geſt! anen. Gebeht wenn man zum DBeicht⸗Stuhle treten 3geſchlagen, verbinde mich: e Nehtce ga 41I. Ke ewiger G Ei dh an vater „ 4 4—, Ott,/ — ——— ——— 2 ————— —— *½— — — — — —— — — — ——, — — — ——-— — — — — — — — — — *—— — — ,— — — — — * ——— — —— — — —.,— — —— ——— = — — —— —— —— ———— — — —— —— —z— ſ6s . — ‿ (— — — — — dir, und and hleiat⸗ 1 uͤnden mit ſtarkem glau⸗ 6 den ergreife, und dadurch ſolches nicht irren laſſe, vater unſers HErrn IEſu Chriſti! der du dem don⸗ ner deines heiligen wortes kraft ſetze geruͤhret, daß ich nun meine ſuͤnden erkenne, be⸗ reue, und nach der gnaͤ⸗ digen vergebung derſelben ein herzliches verlangen ha⸗ be. Darum haſt du auch nebſt dein gepredigten wor⸗ te geordnet, daß ich armer, verderbter, ſuͤndhafter menſch zum reichthum dei⸗ ner himmliſchengnadekom⸗ men und vergebung ſuchen ſoll. So gehe ich nun hin, meine ſunde dir zu beken⸗ nen, dargegen troſt und abſolution zu empfangen. Bitte derowegen, du wol⸗ leſt in mir eine rechte an⸗ dacht, begierde und verlan⸗ gen nach deiner gnade an⸗ zunden, und mir einen feſten glauben an deine ver⸗ heiſſung geben; daß, ob ich wol ſchwach und ver⸗ zagt bin, ich mich dennoch ſondern die vergebung der giebeſt: du haſt mir K zum rechten vater landeu omme, amnen. Gebeht wenn man zum Beicht Stuhle reten wil. 8] HErr IEſu Chriſte, 88 mein erloͤſer! du haſt deiner lieben kirche hier auf erden, und ihren getreuen dienern, das heilige amt der ſchluͤſſel hinterlaſſen mit angehefteter verheiſ⸗ ſung: was ſie in kraft der⸗ ſelben loͤſen oder binden werden, das ſolle auch im hummel geloͤſet oder gebun⸗ den ſeyn. Fr dieſes onn. denreiche mittel ſage ich dir ewiges lob, ehre und preis, und bitte vom grun⸗ de meines herzens; weil ich als ein armer gebunde⸗ ner ſunder dieſes loͤſe ſchluͤſ⸗ ſels beduͤrſig bin, damit ich von allen ſuͤnden und von den banden der hoͤllen befreyet werde; du wolleſt deſſelben kraft durch mei⸗ nen beicht⸗vater troͤſtlich an mir kund machen, und mich von allen meinen ſun: den um deines blutes und todes willen gnaͤdig entbin⸗ den: darneben mi deinen heiligen geiſt verleihen, daß ich die heilige abſolutiou ine allgemeine offentliche Beichte. nn rechtem glauben, in un⸗ “ GS Gott heiliger geiſt, SZa barmherziger GOtt! dieweil ich auf erkentniß meiner ſuͤnden zu ſtaͤrkun meines glaubens, jezt gleich uar beichte gehe, allda die vergebung meiner ſuͤnden zu empfangen; ſo bitte ich ich vom herzen, erwecke in mir ein herzliches ver⸗ langen nach dieſem heilſa⸗ men und troͤſtlichen gna⸗ den⸗werke. Gib mir auch deſſen kraft und nupen wol zu erkennen, daß alles das⸗ jenige, was der diener dei⸗ nes wortes in der abſolu⸗ tion auf deinen befehi mit mir redet und handelt, ſo gewiß und wahr ſey, als wenn es von dir ſelbſt vom himmel geſchaͤhe, und du ich ſelbſt von meinen ſuͤn⸗ 8 den los zaͤhleteſt. La mich deſſen in aller wider⸗ darauf verlaſſen. OGOtt heiliger geiſt! abſolvire, waſche, reinige, ſtaͤrke und krhnla mi 1 urch deine grundloſe gute und kraft, auf daß 3 dit große gnade mit freuden und dankſagung erkenne und gewißglaͤube, weil i von allen ſuͤnden entbun⸗ den bin, daß ich nicht uͤbel auch jetzo fahren noch verloren wer⸗ den koͤnne; dazu verhelfe mir das theure verdienſt Ieſ Chriſti, unſers er⸗ loͤſers, amen. Beichten und Bekent⸗ niſſe der Suͤnden. Eine gemeine oͤffent⸗ liche Beichte. KX lieber HErr, 8 erſchrecklicher GOtt! der du deinen bund und gnade haͤlteſt denen, die dich lie⸗ ben und deine gebohte hal⸗ ten: wir haben geſuͤndi⸗ get und unrecht gethan; ß wir ſind gottlos geweſen, 4 wartigkeit/ anfechtn und noht troͤſten und mich feſt 4 —. ——— — — du großer und [und von deinen gebohten und rechten gewichen. Ver⸗ ſuͤndiget haben wir uns 33 fe —* ——————— —————==— ——— nns r Sint Ameine ifh ze Beichte A =denne allgemene Ifentlcche Veicht.— es dir unſerm GOtt mit un⸗ glauben und mistrauen, mit ungehorſam und hals⸗ ſtarrigkeit. Wir haben uns oftmals zu viel auf menſchen, oder auf andere v ergaͤngliche dinge verlaſ⸗ ſen. Wir haben dich nicht allezeit uͤber alles geliebet wie wir ſolten, noch dei⸗ nen heiligen namen gnug⸗ ſam geehret; den ſchuldi⸗ gen gottesdienſt, und was emſelbigen angehoͤrig, ha⸗ ben wir mannigmal ver⸗ ſaͤumet, oder nicht, wie uns wol gebuͤhret haͤtte, in acht genommen. Verſuͤn⸗ diget haben wir uns auch an unſerm nechſten, und denſelben nicht geliebet wie uns ſelbſt; ſeinen nutzen nicht allezeit befoͤrdert, wie wir billig geſolt; ſeinen ſchaden nicht allezeit abge⸗ wendet, wo wir wol gekont haͤtten. Und, o lieber Ott! wie oft, wie unbe⸗ ne ſonnen haben wir wider a, unſern nechſten geſündiget aa mit boͤſen, hoffaͤrtigen, nei⸗ te diſchen, zornigen, arg wd h⸗ danken, worten, geberden üa niſchen, ſchmaͤhlichen ge⸗ und werken. Verſuͤndiger haben wir uns zum oͤftern an uns ſelbſt, mit boͤſen be⸗ gierden, luͤſten und man⸗ cherley unbeſonnenem vor⸗ nehmen. Summa, wir haben ſehr misgehandelt und unſrer ſuͤnden ſind mehr, denn daß ſie gezaͤhlet werden moͤgen. Dieſelbe ſind uns aber, o HErr und GOtt! vom herzen leid, und uns duͤrſtet nach deiner barmherzigkeit und vergebung. Darum beu⸗ gen wir nun die knie un⸗ ſerer herzen vor dir, und bitten dich Hern um gna⸗ de. Ach HErr! wir haben geſundiget, ja, wir haben errnaſ und erkennen — unſere miſſethaten. Wir bitten und flehen, vergib uns, o HErr! vergib uns! Laß uns nicht in unſern ſuͤnden verderben, ſondern erbarme dich unſer; habe geduld mit uns, und hilf uns elenden und unwur⸗ digen, nach deiner großen barmherzigkeit! ſo wollen wir unſer lebelang dich lo⸗ ben. Entſuͤndige uns, u ſer Gott! mit dem theuren —= 3 * 1 4 4 7 Eine Pridat Beichte.. blute IEſu Chriſti, daß wir rein werden; waſche uns, daß wir ſchnee⸗weiß wer⸗ den. Laß uns hoͤren freude und wonne, daß die gebeine froͤlich werden, die du zer⸗ chlagen haſt. Verbirge dein antlitz vor unſern ſun⸗ den, und tilge alle unſere miſſethaten. Schaffe in uns, GOtt lein reines herz, und gib uns einen neuen ge⸗ wiſſen geiſt. Verwirf uns nicht von deinem angeſich⸗ te, und nim deinen heiligen Geiſt nicht von uns. Troͤſte uns wieder mit deiner huͤl⸗ fe, und der freudige Geiſt enthalte uns. Bekehre du uns, HErr! ſo werden wir bekehret. Gib je laͤnger je mehr deinen geiſt in unſere herzen, und mache ſolche koͤnnen. Du biſt es allein, menſchen aus uns, die in deinen gebohten wandeln, und deine rechte halten. Du haſt gebohten fleißig zu halten deine befehle: odaß unſer leben deine rechte mit ganzem ernſt hielte! Nun, HErr unſer ſchoͤpfer! du weißt, was fuͤr ein geſchoͤpf wir ſeyn: du weißt, daß der in uns wirket beide das wollen und das vollbrin⸗ gen, nach deinemwolgefal⸗ len. Wollen haben wir wol, aber das gute jedes mal zu vollbringen, finden wir nicht. So gib du uns denn, lieber vater! daß wir es vollbringen koͤnnen⸗ und nach deinem willen le⸗ ben. Neige doch unſer herz * nicht auf etwas boͤſes, ein gottloſes leben zu fuͤhren mit den uͤbelthaͤtern; neige es aber zu deinen zeugniſ⸗ ſen, damit wir dir dienen in heiligkeit und gerechtig⸗ keit, die dir gefaͤllig iſt. Er⸗ hoͤre uns lieber himmliſcher vater! um deines lieben ſohnes unſers mittlers und erloͤſers willen, amen. Eine Privat⸗Beichte. 88 ch armer ſuͤndi⸗ 43. G ger menſch be. kenne und klage meinem lieben GOtt, daß ich in ſuͤnden empfaneen und ge boren bin, alſo, daß in mir von natur nichts gu: tes, ſondern lauter ſuͤnde —— ——— wir ohne dich nichts thun wohnet; und daß dieſebe 5 ll der vater 2 ringen ten dhen zu ſt Süthatern, mg ¶deinen ſam wir dim ktt und oat 1 gfin ſict Iber finmite In deins i zers mittu E leen/ ann —— Jivat Bät 2öc arwnud 1 J ger maid. 2) Nage v Sdtt, dwch umg 3, alb, 3 b e natur n ern laute 1 und d 1 R ſo,Wn — 4 ür Eine Privat⸗Beichte. — 4 4 8 7 6 4 angebohrne ſuͤnde mich leider! dft zu falle gebrach in wirkliche ſuͤnde, mit ge⸗ danken, worten und wer⸗ ken, wider die erſte und andere tafel des geſetzes GOttes. Icherkenne und bekenne auch, daß ich den reizungen des ſatans, der welt und meines eigenen fleiſches nicht allezeit mit gehoͤrigem fleiſſe wider⸗ ſtrebet; ſondern leider oft die ſuͤnde in mir herrſchen laſſen, und dadurch den heiligen Geiſt betruͤbet ha⸗ e. Ja wenn ich gleich ei⸗ 3 ne den mit! ſo und erloͤſer IEſu Chriſto; nen guten vorſatz habe, ſo haͤnget mir doch das boͤſe allezeit an, daß ich zum guten unwillig, kalt, faul und uͤberdruͤſſig, zum boͤ⸗ ſen aber leider! ſehr ge⸗ neigt und willig bin. Der glaube iſt ſchwach, die liebe iſt kalt. Ich erkenne und weiß auch, daß ſolcher meiner ſuͤnden ſold GOt⸗ tes zorn und der ewige tod ſey. Derohalben gereuen mich meine ſuͤnden, und ſind mir leid; allein das ligen geiſt, wahre buße mich in meinem guten vor⸗ beklage ich, daß ich dieſel⸗ ben, wenn ich ſie glei erkenne, mir nicht ſo leid ſeyn laſſe, wie ich billig ſolte, und wie mein lieber GOtt von mir haben wi. Weil aber JEſus Chri⸗ ſtus in die welt kommen iſt, die ſuͤnder ſelig zu machen, und mein from: mer treuer GOtt ſpricht: So wahr ich lebe, ich wil nicht den tod des ſuͤnder, ſondern daß er ſich bekehre und lebe: ſo wende ich mich in wahrem glauben zu meinem lieben mittler und bitte GOtt den himm⸗ liſchen vater, daß er meinen ſchwachen glauben ſtaͤrke, mir um deſſelben ſeines lie⸗ ben ſohnes willen, aus gna⸗ den, alle meine ſuͤnden ver⸗ gebe, mir durch ſeinen hei⸗ und beſtaͤndige beſſerung des lebens verleihe, un ſatze durch ſeine kraft ſtaͤr- ken, und bis an mein ende erhalten wolle, amen. e2 Die Die ſieben Buß⸗Pſalmen. ¹ 68 Die ſieben Buß⸗ dem die ſuͤnde dedecket iſt Wei 7 Pſalmen. dem menſchen, dem der HErr 1 der 6 Piaim. RWeniſeharnigeunachen e HERR! ſtrafe mich deß geiſt kein falſch iſt. Denn F nicht in deinem zorn, und a ich es wolte verſchweigen,— zuͤchtige mich nicht in deinem derſchmachteten meine gebeine, grimm. HäErr! ſey mir gnäͤ⸗ durch mein taͤglichheulen. Den i dig, denn ich bin ſchwach: heile deine hand war tag und nacht d mich, HErri denn meine gebei⸗ ſchwer auf mir, daß mein ſaſt n ne ſind erſchrocken, und meine vertrecknete, wie es im ſommer ſ ſeele iſt ſehr erſchrocken. doͤrre wird, Sela. Darum du HErr wie ſo lange! Wen⸗ bekenne ich dir meine ſuͤnde, und dedich, HErr! und errette mei⸗ verhele meine miſſethat nicht. neſeele; hilf mir um deiner guͤte Ich ſprach: ichwi dem HErrn R willen. Denn im tode geden⸗ meine uͤbertretungbekennen; da T ket man dein nicht; wer wil dir vergabeſt du mir die miſſethat 1 in der hoͤlle danken? Ich bin ſo meiner ſuͤnde, Sela. Dafuͤr N müde von ſeufzen, ich ſchwemme werden dich alle heiligen bitten ſen mein bette die ganze nacht, und zur rechten zeit: darum, wenn th netze mit meinen thraͤnen mein große waſſer⸗fluhten kommen, 1 lager. Meine geſtaltiſt verfal⸗ werden ſie nicht an dieſelben ge⸗ len fuͤr trauren, und iſt alt wor⸗ langen. Du biſt mein ſchirm, wrr den, denn ich allenthalben ge⸗ du wolteſt mich fuͤr angſt behü⸗ ur aͤngſtet werde. Weichet von en⸗ daß ich errettet gan fralich ſtt mir alle uͤbelthaͤter! denn der ruͤhmen koͤnte, Sela.— ſer Herr hoͤret mein weinen, der wil dich unterweiſen, und dir dh Hrr hoͤret mein flehen, mein den weg zeigen, den du wandeln gebedt nimt der HErr an. Es ſolt, ich wil dich mit meinen 5 muͤſſen alle meine feinde zu augen leiten. Seyd nicht wie h ſchanden werden, und ſehr er⸗ roſſe und mäuler, die nicht der⸗ u ſchrecken, ſich zurucke kehren, und ſtͤndig ſind, weichen man ziu⸗ zu ſchanden werden ploͤzlich. me und gebiß muß ins maul le⸗ ——— gen, wenn ſie nicht zu dir wol⸗ Der 32. Pſalm. ln Der ottuſß hat viel dir. 1 Col dem, dem die uͤber er au den HErrn G tungen udirübenrd hufen den wird die guͤte umfa⸗ hen. Freuet euch des Henn. und tͤeuede dat ing mu in, danai „Säha. da birmeie ſudg rze niſſehern t icmäde detungbekenen mir de nſtt n, Sela. c Cale hellteſte räit: daru,n ge⸗fuhten imn. iicht an dachge A biſt mä Jnich fir a errette gri tte, Ehh h 4 terweiſen, vd gen, dend a a dich 1 rne und deine hand druͤcket mich. Die ſieben Bi.s⸗Pſalmen. und ſeyd froͤlich ihr gerechten! und ruͤhmet all ihr frommen! Der 38. Pſalm. IErr! ſtrafe mich nicht in deinem zorn, und zuͤchtige mich nicht in deinem grimm. Denn deine pfeile ſtecken in mir, Es iſt nichts geſundes an meinem leibe, fuͤr deinen draͤuen, und iſt kein friede in meinen gebei⸗ nen, fuͤr meiner ſuͤnde. Denn thun wollen, und gehen mit eitel liſtenum. Ich aber muß ſeyn, wie ein tauber, und nicht hoͤren; und wie ein ſtummer, der ſeinen mund nicht aufthut. Und muß ſeyn, wie einer, der nicht hoͤret, und der keine widerrede in ſei nem munde hat. Aber ich har⸗ re, HErr! auf dich, du HErr mein GOtt wirſt mich erhoͤren. Denn ich denke, daß ſie ja ſich nicht uͤber mich freuen; wenn mein fuß wankete, wuͤrden ſie meine ſunden gehen uͤber mein ſich hoch ruͤhmen wider mich. haupt, wie eine ſchwere laſt ſind ſie mir zu ſchwer worden. Meine wunden ſtinken und ei⸗ tern fuͤr meiner thorheit. Ich gehe krum und ſehr gebuͤcket, den ganzen tag gehe ich trau⸗ rig. Denn meine lenden ver⸗ dorren ganz, und iſt nichts ge⸗ fundes an meinem leibe. Es iſt mit mir gar anders, und bin ſehr zuſtoßen, ich heule fuͤr un⸗ ruhe meines herzens. HErr! vor dir iſt alle meine begierde, und mein ſeufzen iſt dir nicht verborgen. Mein herz bebet, meine kraft hat mich verlaſſen, und das licht meiner augen iſt nicht bey mir. Meine lieben und freunde ſtehen gegen mir, und ſcheuen meine plage, un meine naͤchſten treten ferne. Und die mir nach der ſeele ſte⸗ hen, ſtellen mir; und die mir uͤbel Denn ich bin zu leiden gemacht, und mein ſchmerz iſt immer vor mir. Denn ich zeige meine miſſethat an, und ſorge fuͤr meine ſuͤnde. Aber meine fein⸗ de leben, und ſind maͤchtig; die mich unbillig haſſen ſind groß. Und die mir arges thun um gu⸗ tes, ſetzen ſich wider mich, dar⸗ um, daß ich ob dem guten halte. Verlaß mich nicht, HERR, mein GOtt! ſey nicht ferne von mir. Eile mir beyzuſtehen, HErr meine huͤlfe! Der 51. Pſam. ( Ott! ſey mir gnaͤdig nach deiner guͤte, und tilge mei⸗ ne ſuͤnde nach deiner großen dbarmherzigkeit. Waſche mich wol von meiner miſſethat, und wollen, reden, wie ſie ſchaden that, und meine ſuͤnde iſt inner e 3 vor reinige mich von meiner ſunde. Denn ich erkenne meine miſſe⸗ Die ſieben Zuß Pſalmen. vor mir. An dir allein habe ich geſuͤndiget, und uͤbel vor dir ge⸗ than; aufdaß du recht behalteſt in deinen worten, und rein blei⸗ beſt, wenn du gerichtet wirſt. Siehe, ich bin aus ſuͤndlichem ſamen gezeuget, und meine mut⸗ ter hat mich in ſuͤnden empfan⸗ gen. Siehe du haſt luſt zur wahrheit, die im verborgenem lieget; du laͤſſeſt mich wiſſen die heimliche weisheit. Entſuͤndi⸗ ge mich mit Iſopen, daß ich rein werde, waſche mich, daß ich ſchneeweiß werde. Laß mich hoͤren freude und wonne, daß die ſebeine froͤlich werden, die du zu⸗ chlagen haſt. Verbirge dein ant⸗ litz von meinen ſuͤnden, und tilge alle meine miſſethat. Schaffe in mir, GOtt! ein reines herz, und gib mir einen neuen gewiſſen geiſt. Verwirf mich nicht von deinem angeſichte, und nim dei⸗ nen heiligen Geiſt nicht von mir. Troͤſte mich wieder mit deiner huͤlfe, und der freudige geiſt enthalte mich. Denn ich wil die uͤbertreter deine wege lehren, daß ſich die ſuͤnder zu dir bekehren. Errette mich von den blutſchulden, GOtt, der du mein GOtt und heiland biſt, daß meine zunge deine gerechtigkeit ruͤhme. uhme. Hérr! thue meine lippen auf, daß mein mund du haſt nicht luſt zum opfer, ich wolte dir es ſonſt wol geben; und brand⸗opfer gefallen dir nicht⸗ Die opfer, die GOtt gefallen, ſind ein geangſteter geiſt; ein ge⸗ aͤngſtetes und zerſchlagenes herz wirſt du, GOtt! nicht verach⸗ ten. Thue wol an Zion nach deiner gnade, baue die mauren zu Jeruſalem. Dann werden dir gefallen die opfer der gerech⸗ tigkeit, die brand⸗opfer und ganze opfer, dann wird man farren auf deinem altar opfern. Der 102. Pſalm. Err! hoͤre mein gebeht, und 8oh laß mein ſchreien zu dir kommen. Verbirge dein ant⸗ litz nicht vor mir in der noht, neige deine ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, ſo erhoͤre mich bald. Denn meine tage ſind ver⸗ gangen wie ein rauch, und mei⸗ ne gebeine ſind verbrannt, wie ein brand. Mein herz iſt ge⸗ ſchlagen, und verdorret wie gras, daß ich auch vergeſſe mein brod zu eſſen. Mein gebein klebet an meinem fleiſche fuͤr heulen und ſeufzen. Ich bin gleich wie eine rohrdommel in der wüſſten, ich bin gleich wie ein kaͤuzlein in denen verſtoͤhreten ſtaͤten. Ich wache, und bin wie ein ein⸗ ᷣ 6 ſamer vogel auf dem dache⸗ r Der deinen ruhmn verkindige. Denn fein Taͤglich ſchmaͤhen mich meine ““ 1„ meinen trank mit weinen, Weopfer dege Ardehfemd Iwird man ſag rtar epfern. e Pſam Sſeen zu mi mm Iffe, ſo ahtaag r meinetageſwe „ in rauch, we d verbrat i Mein heit berdorrctwigh vergeſſeni dein gehen. — ——— — uNN — ꝛ— == —— ———— ==— ——— ——— N — — — — — —— — — —— e=F erfütremn ſ d nd binwita * auf dm naͤhen ri —— — — — 1 1 —— — 3 — —— — 4 4 1 * 5 2 2 2 5 4 Buß⸗ B 4 4 ——..— feinde, und die mich ſpotten, ſchwoͤren bey mir. Denn ich eſſe aſchen wie brod, und miſch ur deinem draͤuen und zorn; daß du mich aufgehaben, und zu boden geſtoßen haſt. Meine tage ſind dahin wie ein ſchatten, und ich verdorre wie graß. Du aber, HErr bleibeſt ewiglich, und dein gedechtniß fuͤr und fuͤr. Du wolleſt dich aufmachen, und uͤber Zion erbarmen; denn es iſt zeit, daß du ihr gnaͤdig ſeyſt, und die ſtunde iſt kommen. Denn deine knechte wolten gern, daß ſie ge⸗ bauet wuͤrde, und ſaͤhen gern, daß ihre ſteine und kalk zugerichtet wuͤrden: daß die heiden den namen des HErrn fuͤrchten, und alle koͤnige auf erden deine ehred daß der HErr Zion baue, und erſcheine in ſeiner ehre. Er wen⸗ det ſich zum gebeht der verlaſſe⸗ nen, und verſchmahet ihr gebeht nicht. Das werde geſchrieben auf die nachkommen; und das volk, das geſchaffen ſol wer⸗ den, wird den HErrn loben. Denn er ſchauet von ſeiner hei⸗ ligen hoͤhe, und der HErr ſiehet vom himmel auf erden; daß er das ſeufzen des gefancenen hoͤre, und los mache die kinder des todes: aufdaß ſie zu Zion predigen den namen des HErrn, und ſein lob zu Jeruſalem: wenn die voͤlker zuſammen kommen, und die koͤnigreiche, dem HErrn zu dienen. Er de⸗ muͤhtiget auf dem wege meine fkraft, er verkuͤrzet meine tage. Ich ſage: mein GOtt! nim mich nicht weg in der helfte meiner tage. Deine jahre waͤhren fuͤr und fuͤr, du haſt vorhin die erde gegruͤndet, und die himmel ſind deiner haͤnde werk. Sie wer⸗ den vergehen, aber du bleibeſt; ſie werden alle veralten wie ein gewand; ſie werden verwandelt wie ein kleid, wenn du ſie ver⸗ wandeln wirſt. Du aber blei⸗ beſt wie du biſt, und deine jah⸗ re nehmen kein ende. Die kin⸗ der deiner knechte werden blei⸗ ben, und ihr ſame wird vor dir gedeyen. „Der 130. Pſalm. hus der tiefen rufe ich, 9) HErr! zu dir: HErr! hoͤre meine ſtimme, laß deine oöhren merken auf die ſtimme meines flehens. So du wilt, HErr! ſuͤnde zurechnen; HErr! wer wird beſtehen? Denn bey dir iſt die vergebung, daß man dich fuͤrchte. Ich harre des HErrn; meine ſeele harret, und ich hoffe auf ſein wort. Meine ſeele wartet auf den HErrn von einer morgen⸗wache bis zur andern. Iſrael hoffe auf den e 4 HErrn; andſagung nach der Abſolution. HErrn; denn bey dem HErrn iſt die gnade, und viel erloͤſung bey ihm. Uind er wird Iſrael erloͤſen aus allen ſeinen ſuͤnden. Der 143. Pſalm. Err! erhoͤre mein gebeht, b vernim mein flehen um deiner vahrheit willen; erhoͤre mich um deiner gerechtigkeit willen; und gehe nicht ins ge⸗ richt mit deinem knechte, denn vor dir iſt kein lebendiger ge⸗ recht. Denn der feind verfoi⸗ get meine ſeele, und zerſchlägt mein leben zu boden; er leget mich ins finſtre, wie die todten in der welt: und mein geiſt iſt in mir geaͤngſtet; mein herz iſt mir in meinem leibe verzehret. Ich gedenke an die vorige zei⸗ ten; ich rede von allen deinen thaten, und ſage von den wer⸗ ken deiner haͤnde. Ich breite meine haͤnde aus zu dir, meine ſeele duͤrſtet nach dir, wie ein doͤrres land, Sela. Hörr! erhoͤre mich bald, mein geiſt vergehet. gleich werde denen, die in die grube fahren. Laß mich fruͤhe vöoͤren deine gnade, denn ich hof⸗ ſfe auf dich; thue mir kund den weg, darauf ich gehen ſell, denn mich verlanget nach dir. Verbirge dein ant⸗ litz nicht vor mir, daß ich nicht meinen feinden, zu dir habe ich zuflucht. Lehre mich thun nach deinem wolgefallen, denn du biſt mein GOtt; dein guter Heiſt fuͤhre mich auf ebener bahn. HErr! erquicke michum deines namens willen: fuͤhre meine ſeele aus der noht, um deiner gerechtigkeit willen; und verſtoͤhre meine feinde um dei⸗ ner guͤte willen; und bringe um alle, die meine ſeele aͤngſten, denn ich bin dein knecht. Dankſagung nach der Abſolution. Geoch wil den ruhmen des HErrn, daß die elenden hoͤren und ſich und dich mit vollem munde loben koͤnte! Nun merke bey denen, die zerbroche⸗ nes herzens ſind, und de⸗ nen hilft, die ein zerſchla⸗ genes gemuͤht haben. des HErrn ſo groß, un Errette mich, mein GOtt! von “ 1 laͤſſet ſich †. O HErrn loben allezeit, ſein lob ſol im⸗ erdar in meinem munde ſeyn. Meine ſeele ſol ſich freuen. O daß ich dir von ganzem herzen danken, ich, daß der HErr nahe iſt —— ———y— — — wie iſt die barmherzigkeit gnaͤdig finden de⸗ nen, —— — — — — ——.———— — y. — — —Dankſagung fuͤr die Buße und Bekehrung. 73 ah nen, die ſich zu ihm be⸗ une fande m 6 udim kſeeleangſm ee — 3 · aung nachſe Sſolürien V meinem mi Jine ſerkeſiſ 8 HLErm 0 hin 1 Jdaßich — aa na ſondern ſo ferne der mor⸗ gen iſt vom abend, laͤſſet kehren! Denn da ich den HErrn ſuchte, antwortete er mir, und errettete mich aus aller meiner furcht. Er hat meine ſeele beym leben erhalten. Er hat meine traurigkeit in freu⸗ den verwandelt. Er hat meine finſterniß licht gema⸗ et. Darum lobe den HErrn meine ſeele, und vergiß nicht, was er dir gu⸗ tes gethan hat: der dir alle deine ſuͤnde vergiebet, und heilet alle deine gebrechen; der dein leben vom verder⸗ ben erloͤſet, der dich kroͤ⸗ net mit gnade und barm⸗ herzigkeit. Er handelt nicht mit uns nach unſern ſuͤn⸗ den, und vergilt uns nicht 4 unſerer miſſethat: er unſere uͤbertretung von uns ſeyn. Wie ſich ein vater uͤber ſeine kinder er⸗ barmet; ſo erbarmet ſich der HErr uͤber die, ſo ihn fuͤrchten. Darum freue ich mich, und bin froͤlich in dir, und lobe deinen na⸗ men, du allerhoͤchſter! Laß ner bahn. mich noch ferner vor deinen augen gnade ſinden. Wei⸗ G mir, HErr! deinen weg, aß ich wandele in deiner wahrheit. Erhalte mein herz bey dem einigen, dasß ich deinen namen fuͤrchte. Lehre mich thun nach dei⸗ nem wolgefallen: denn du biſt mein GOtt, dein gu⸗-⸗ ter geiſt fuͤhre mich auf ebe Erhalte mei⸗ nen gang auf deinen fuß ſteigen, daß meine tritte nicht gleiten. Ruͤſte mich aus mit kraft aus der hoͤhe, und mache meine wege oh⸗ ne wandel, damit ich glau⸗ ben und gut gewiſſen be⸗ halte, und in deiner gnade bleiben moͤge: das bitte ich um IEſu Chriſti deines lieben ſohnes, meines eini⸗ gen erloͤſers und heilandes willen, amen. Dankſagung fuͤr die Buße und Zekehrung. Ich danke dir mein 45. G GoTT das du mein hartes und un b bußfertiges herz zu dir be⸗ kehret, das ſteinerne herz e aus 1* 3 132 1rrv; A Bus 1 1 4 774 Dankſagung aus meinem fleiſche genommen, un ben ha habe ich zw mir aber von h zur rechten we weg kommen. poren wird, ſondern mir ein und einen gewiſßo geiſt gege⸗ und ſchuld fallen koͤnnen, l durch durch dich auf den ro Gleichwie von mutter⸗ liche kraͤfte und mittel nicht ern deine goͤtt⸗ſchlage ich mi liche allmacht muß ihn auf⸗ te. Ichwarm weg. verderben; du d oder ein parder wandeln kan; ſo wenig konte ich auch gutes thun, „weil ich des boͤſ net und der ſunde ergeben Du aber, o mein mich bekehret, hbin bekehret Nachdem ich urch bekehret ward,; that ich buße: und nach dem ich gewitziget bin; ſchlage ich mich auf die huͤf fuͤnden todt/ nich lebendig ch gemacht: ſo viel ein todter 8 ſeiner aufer⸗ ch⸗nicht zu ewigen himmliſchen giter Auftichten und erheben. 3 mancherley ſuͤnden ſehr ch konte mich wol mit zurichten und rben; du aber allein konteſt mich wieder verän⸗ dern und erneuern. So wenig ein mohr ſeine haut, ſchaͤndlich war. GOtt! haſt mich und ſiehe, ich bin worden. durch di und du haſt mich thun kan weckung, ſo viel habe; Haͤrteſt dum kommen. Hätte ggnade wieder zu deiner lie⸗ be und zum verlangen der mich nimmermehr zu, ſeine flecken en gewoh⸗ 8 thun konnen zu meiner he⸗ 1 kehrung. cht zu dir gezogen; 1 waͤr nimmermehr zu di atieſt du mich nicht erwecket, ſo haͤtte ich ir uf⸗ ——— — — ht — — — — — — — —— == —„— —— ——. — ——— Dankſagung fuͤr die Buße und Bekehrung. aufgerichtet. Hatteſt du mich nicht erleuchtet, ich haͤtte dich nie erkant. Mei⸗ ne ſuͤnden waren mir ſuͤſ⸗ und honig⸗ mir aber nunmehro herbe und bitter ſind, das habe ich dir zu danken, der du mir des geiſtes vorſchmack verlie⸗ hen haſt, daß ich nun al⸗ les nach dem geiſte richten Die guten werke waren mir bitterer als gal⸗ le und wermuht: daß ſie ſer denn honi ſeim: daß ſe kan. mir aber nunmehr lieb und angenehm ſeyn, habe ich auch dir allein zu danken, der du den fleiſchlichen ſinn von mir genommen, und mir deinen guten und ge⸗ wiſſen geiſt mitgetheilet haſt. Ich gieng in der irre wie ein ſchaaf, und folgete meinem wege in der unge⸗ rechtigkeit: du aber, als der gute und getreue hirte, un haſt mich geſuchet und zu der herde der heiligen zu⸗ ruͤcke gebracht. Ach ich ha⸗ be dich ſpate kennen lernen, du wahrhaftiges ewiges licht! Denn es ſchwebete 8 3 8⸗ 2 — 3 N— . 4 eine dicke finſtre wolle der weltlichen eitelkeit vor mei⸗ nen augen, die mich ver⸗ hinderte, daß ich dich, o ſeli⸗ ges licht! nicht ſehen konte. Ja ſpaͤt habe ich dich ken⸗ nen lernen: denn ich wa blind, und liebete die blind⸗ heit, wandelte auch in den werken der finſterniß nach der hoͤlliſchen finſterniß hin⸗ zu. Du aber mein er⸗ leuchter und felmacher haſt mich geſuchet, da cch 1 dich nicht anrief; da ichuz von dir abgewendet war, haſt du dich zu mir ge⸗ wandt und mich bekehret. Wie du in der ſchoͤpfung das licht aus der ſinſternis hieſſeſt hervor leuchten;uu alſo haſt du die kraͤftigen worte zu mir geredet: Es werde licht, und ein heller ſchein inwendig in dieſem herzen! Und ſiehe, es ward hell und licht darinnen, und ich ſahe dein licht, und erkante meine blindheit. Fuͤr ſolche unausſprechliche wolthat wil ich deinen na men preiſen immer und ewiglich, amen. Dank⸗ 75 Dankſ daß GOtt ſo lange auf die Buße gewartttF. Dankſagung, daß Gott ne eigene beſſere natur, n auf die Buße und Bekehrung oder die werke meiner ge⸗ u ſo lange gewarter rechtigkeit, ſondern allen h b 6 hat. deine langmuͤhtige gnade l 46. Parmherziger/ und guͤte unterſchieden, und gnaͤdiger meiner mehr denn jener Sètt und vater! dir bin verſchonet. Meine ſchuld I ich ſchuldig immer und iſt nicht geringer„ſondern ewiglich lob und dank zu deine gnade iſt groͤſſer und ſit ſagen, daß du mit ſo gro uͤberſchwenglicher uͤbermir ii ter guͤte und langmuht auf geweſen. Dein mitleiden fl meine bekehrung warten und erbarmen ſtritte gleich⸗ ſl wollen, und mich von dem ſam mit meinem jammer wege der fuͤnden zur ge⸗ und elende. Ich fuhr fort ſ. meinſchaft deines ewigen mit fuͤndigen, und du fuh⸗ e reiches gebracht haſt. O reſt harn mit erbarmen. nei wie groß iſt deine geduld Ich hielt mit meiner be⸗ gch und laingmuht, daß du mich, rehrung zuruͤcke, und du tiſt undt anſehen ich es wol tau⸗ hielteſt zuruͤcke mit deiner 39 ſendnꝛal verdienet, den⸗ ganz gerechten ſtrafe. Ich ſlle noch nicht gar von dei⸗gieng in der irre, und du abe nem angeſichte haſt verſto⸗ riefeſt mir. Ich weigerte den ßen und zur hoͤllen ſtuͤrzen mich zu kommen, und du umd wollen! Dargegen, wie ſo warteteſt auf mich. Dieſe Aang unzaͤhlig viel leute hat doch deine große guͤte, o gedul⸗ gt ) iſſen, ehe ſie diger lieber vater! kan ing wmahre buße gethan haben ſich nimmermehr gnugſam un Wie viel ſunder hat der ruͤhmen und preiſen. Die⸗ um teufel verſtocket, und ihnen ſe deine langmuht, o guͤti⸗ 7 die herzen verhaͤrtet, daß ger GOtt! kan ich durch ier ſie keine vergebung der ſun keinerley verdienſt jemals ar den vor ihrem ende erlan⸗ vergelten. Du haſt mich umn get haben! Von ſolchen behuͤtet fuͤr unzaͤhligen ſuͤn⸗ ui euten hat mich nicht mei⸗den, darein ich mich wegen “ 1 Nen ſtritegt Jheinem ſann k. Isfüge darein gefallen bin; ſon⸗ dern haſt auch bey denen⸗ eae. damals gutes gethan? c. tretung nicht allein viel Gebeht um Beſſerung des Lebens. meines verderbten fleiſches, durch reizung der boͤſen welt und verfuͤhrung des leidigen ſatans, ſo wol als andere, haͤtte ſtuͤrzen koͤn⸗ nen. Ja, du haſt mich nicht allein fuͤr vielen ſuͤn⸗ den behuͤtet, daß ich nicht ſelben, darein ich leider! ge⸗ haülen bin, meine buße und ekehrung geduldig erwar⸗ tet. Deine guͤte und gna⸗ de iſt weit groͤſſer denn meine ſuͤnde und bosheit. Ich ſuͤndigte, und du tha⸗ teſt, als ſaͤheſt du es nicht. Ich enthielt mich nicht von allerley gottloſigkeit: du aber enthielteſt dich von den verdienten ſchlaͤgen und plagen. Ich blie lange in meiner ungerech⸗ tigkeit, und du bliebeſt viel laͤnger in deiner erbar⸗ mung. Was hatte ich ganz nichts, ſondern noch arzu ſehr viel boͤſes. Es war meine ſuͤnde und uͤber⸗ 647. auch uͤber macht groß und ſchwer, ja faſt uͤber alle maaßen abſcheulich und erſchrecklich. Darum ha⸗ be ich es allein deiner gna⸗ de und guͤte zu danken, daß du mit ſolcher lang⸗ muht und geduld auf mei⸗ ne bekehrung haſt war⸗ꝛ ten, und meine arme ſeele aus ſo viel ſuͤnden⸗ſtricken befreyen und los machen wollen. Dir, HErr! ſey lob, ehre und herrlichkeit, von nun an bis in ewigkeit, amen. Gebeht um Beſſerung b des Lebens zu der heilis gen Dreyeinigkeit. GOtt! ich ha S3 be dir zugeſa⸗ get froͤmmer zu werden, hilf du mir es vollenden, ib mir das wollen und as vollbringen. Gibmir deinen heiligen geiſt, der mich meiner zuſage taͤglich erinnere, und zum gottſe ligen leben antreibe. Laß und mannigfaltig, ſondern alle ſuͤnden luſt, alle uppige liebe und verkehrte gedan⸗ 8 ken, 1 5— 3— 3 „Bebeht um Beſſerung des Lebens. amen. 9* 3 s 5 . g 8 fuͤhro nen ken, und alles was ſuͤnd⸗ meines verderbten herzens mit deinem heiligen blute, daß es gebeſſert werde. Ruͤhre es mit der kraft des heiligen geiſtes, daß es hin⸗ fuͤhro luſt gewinne, dir zu dienen, und dich nach dei⸗ Hilf auch, o HErr IEſu! daß ich alles, ſo viel im⸗ mer moͤ du mir dich und deinen heiligen in mir ſterben; willen mehr liebe, als die ich mi aganze welt; und daß ich d endlich zu der gewuͤnſchten ch ewigkeit gelange, wo ich in wahrer gerechtigkeit und „heiligkeit dir ohne unter⸗ laß diene, und endlich aus gnaden ſelig werde, amen. O HErr Gott heilgger G leite„ regiere, 20 Geiſt! und fuͤhre mich auf ebener bahn; bewahre mich fuͤr ſallen ſunden und laſtern, damit ich nicht auf das neue HErr IEſu! aͤn⸗ damit ichni in GOttes ungnade und dere und reinige hin⸗ die hartſinnige art unheil auf leib und ſeele muhtwillig ziehe, und mich an dem leibe und blute meines HErrn JEſu Chri⸗ ſti nicht ſelber ſchuldig ma⸗ che. gebohten zu ehren. er! gang auf deinen fußſteigen, ten, hilf mir aber zur ewi⸗ gen ſeligkeit, amen. glich, verrichte, was efohlen haſt; und zorn falle, und mir alſo nicht zeitliches und ewiges Ach du heiliger gu⸗ ter Geiſt! erhalte menen daß meine tritte nicht glei⸗ W. Ge — ͦ—— 2 —— ——————— ——— —j 4—=— — „-— — — ——— —— —* — — — 1. = a, — = —= =— =ZV— Men ſe — — —— = —— —— ——½ꝑz —— ——— 5 —— — —— — — — — =Got ſig leite mn jich aufter Jes und a d leib uiſt ziehe, wdc ie und en hen Derſ lige einladung. Aahmm Khhu hellitd’ erhalt 1 Gebeht um wuͤrdige Genieſſung des b S. Abendm ahls. W. Gebehte vor⸗ und nach dem heiligen Abendmahl. Gebeht um die Gaben, welche zur wuͤrdigen Ge⸗ nieſſung des heiligen Abendmahls noͤhtig ſind. 48 Heehe⸗ hie kom⸗ 4.8 me ich mein heiland! auf deine holdſe⸗ Laß mi gnade finden vor deinen augen, du liebhaber des le⸗ bens. Denn wer bin ich, daß du mir ſo frenndic rufeſt? Waͤre ich gleich heiliger als die engel, ſo waͤr ich doch darum dieſer mahlzeit nicht wuͤrdig; wie ſolte ich denn wuͤrdig ſeyn, nachdem ich unreiner lip⸗ en, ein greuel und ſchnoͤde in: es ſey denn, daß du mich wuͤrdig macheſt. De⸗ rowegen komme mir zu⸗ vor mit deiner gnade, und bereite mich. Du haſt ja geſagt: wer zu dir kom⸗ me, den wollſt du nicht hinaus ſtoßen; ſo nim dich doch nun meiner ſeelen an, nach deiner großen barm⸗ erzigkeit. Gedenke, mein JIEſuldaß ich von mir ſelb zwar viel boͤſes, aber nichts ch elend ich bin. bſt ſetzung. Erwecke mein herz, gutes habe: und hilf mir um deiner guͤte willen. Siehe doch, wie arm und Gedenke a deine treue, du heiland der welt! und erfuͤlle mein herz mit gnade. Wie gern wolte ich mit bruͤnſtiger andacht und gebuͤhrender ehrerbietigkeit im voͤlligen glauben erſcheinen; aber wo iſt das vollbringen wenn ich es nicht von dir u erlange? du anfaͤnger und vollender meines glaubens! Darum gib mir, was dir wolgefaͤllig ſt. Nim gnaͤ diglich von mir, was dir misfaͤllet; oder bedecke es zum wenigſten, ich bitte dich demuͤhtiglich, mit dem rocke deiner barmherzig⸗ keit. Wol der ferlen„ die dir angenehm iſt! Eroͤffne mir die augen, daß ich ſehe die wunder an deiner ein⸗ von und entledige mich allen o Geb. um wahre Vorbereitung zum H. Abendmahl. allen fremden gedanken. bin, meinen mund aufzu- i Staͤrke meinen glauben, thun, und das hochwuͤrdi⸗ dat mehre meine hoffnung, ent⸗ ge ſacrament des leibes und zuͤnde meine begierde, ma⸗ blutes deines lieben ſohnes ce meine andacht bruͤn⸗ IEſu Chriſti zu empfan ſtig, reinige mich von aller gen; denn ich bin ein ſun. unreinigkeit, und heilige diger menſch, ein armer mich durch und durch, auf⸗ wurm, un eine elendema⸗ n daß ich in freudiger zuver⸗ de, ein fliegendes blat und f ſicht hinzutrete, mit rei⸗doͤrrer halin, erde und 11 nem munde und heiligem aſche, die wie ein wind da⸗ n herzin nehme, und mit hin faͤhret und nicht wie⸗ lſ herzlicher begierde eſſe und der koͤmt; ja ich d un. R. trinke zu meiner ſeelen le⸗freiner lippen, in ſuͤnden u ben, heil und ſegen, amen. emyfangan und ebor, un .— und freilich nicht wehrt Gebeht um wahre Vor⸗ des eilhen ducſt h der bereitung zum wuͤrdigen e⸗ ſchweige, daß ich olte ge⸗ nuß des deitgen Abens⸗(chick ſeyn, dieſe hanmn ſ 1, k. ſcche mahlzeit wuͤrdiglich zu 8 1. an die Cor. XI, 28.29. genießen. Ich glaͤu eaber umd Der menſch pruͤfe ſich ſeldſt, und vom herzen, und hoſfe fe⸗ end alſo eſſe er von dieſem brode, ſtiglich, du werdeſt, als ön und trinke von dieſem kelche. mein barmherziger vater, ich Denn welcher unwuͤrdig iſſet mich unwuͤrdigen mit dei⸗ ſe und trinket, der iſſet und trin⸗ ner gnade wuͤrdig machen; eitg ket ihm ſelber das gericht, da⸗ denn du biſt der GOtt, der i mit daß er nicht unterſch⸗ allein vermag rein und i et den leib des HErrn. heilig zu machen das, was ſ (EErr GOtt ze⸗ von unreinem ſamen koͤm⸗ n . 9. 9) baoth, du hei⸗ met. Aus ſuͤndern kanſt ſ üuger in Iſrael! Ich weiß du gerechte und heilige a faſt wol, und muß beken⸗ menſchen machen; darum at ich nicht wehrt. nen, daß bitte ich dich, erbarme dich i meiner a entelagnt Txedes iia 1m, ec ie ein wiyit m. 9 6 ———— Aaß ich — —— — — —— 4 —= —— — = — —— =— —— 5 — = E u nige mich von allen mei⸗ gen alle bußfertige ſuͤnder, —ebeht vor dem helligen Wendmahl. dr meiner nach deiner großen barmherzigkeit! vergib mir meine miſſethat, und rei⸗ nen ſuͤnden. O Hrr JEſu Chriſte! der du am kamme des kreuzes fuͤr meine und der ganzen welt ſuͤnde deinen allerheiligſten leib gegeben, und dein theu⸗ res roſinfarbenes blut ver⸗ goſſen haſt; ich komme zu dir auf deine wuͤrdigkeit, auf deine große liebe ge⸗ auf deine allerholdſeligſte verheiſſung, durch welche du alle zu dir rufeſt, und ſprichſt: Kommet her zu mir alle, die ihr muͤhſelig und beladen ſeyd„ ich wil euch erquicken. Ich habe es nicht verdienet, bin auch nicht wuͤrdig, daß du unter das dach meines herzens eingeheſt. Darum kom⸗ me ich in keiner andern zu⸗ verſicht, als weil ich deine ſuͤße worte gehoͤret habe, womit du mich zu dieſem tiſche einladeſt. O GOtt heiliger geiſt! du maͤchti⸗ ger und reicher geber alles guten, komme mir armen duͤrftigen zu hulfe, und ent⸗ zuͤnde mein herz mit einem herzlichen verlangen, hun⸗ ger und durſt nach der ewi⸗u gen ſpeiſe meiner ſeelen. Erleuchte mein ſchwaches fleiſch und blut, daß ich uu mich bey dieſer heiligen handlung der unnuͤtzen ge⸗u — A danken und ſorgen ent⸗ uu ſchlage, damit ich meinem uuull HErrn Chriſto JEſu eine heilige wohnung bereite, hu und dieſe koſtbare ſpeiſe, nicht anders als ich ſchul⸗u dig bin, mit gebuͤhrlicher uu ehrerbietung und herzli⸗u cher andacht zu ſtaͤrkung uul meines glaubens, und zum troſte meiner armen ſee⸗ len empfangen moͤge, um uuuu des bittern leidens und ſter⸗ bens JEſu Chriſti meines heilandes und erloͤſers wil⸗ len, amen. b Gebeht vor dem heili⸗ gen Abendmahl. — GERR JEſu b 50. Chriſte⸗ Eſn ger ſohn GOttes! der duu in wahrer menſchheit fuͤr uns den tod erlitten, unduuu uns von ſuͤnden und der f ewi⸗ — ekehk dor dei h e en 4 ewigen verdamniß erlöſet haſt: und damit wir ſol⸗ cher deiner treu nimmer⸗ mehr vergeſſen moͤgen, haſt du in dem lezten abend⸗ mahle uns ein ewiges ge⸗ dechtniß des aufgerichteten neuen bundes geſtiftet, dar⸗ innen der ſuͤnde der glau⸗ bigen nun und in ewigkeit nicht mehr ſoll gedacht werden: indem du uns ver⸗ ordnet und verſchaffet haſt,/ ſchuldiger ehrerbietungund l. gebuͤhrlicher hochachtung, geſchickt und wurdig dei⸗ ſt nen allerheiligſten leid und d⸗blut zu unſerer ſeligkeit empfangen. Hilf, daß durch dieſes geheimniß des neuen teſtaments der glaube in uns gemehret, die hoffnung geſtärket, die liebe entzuͤn⸗ det, das ſchwache gewiſ en getroͤſtet, alle anfech⸗ tungen — uͤberwunden, und — deinen wahrhaftigen leid mit dem geſegneten brode zu eſſen, und dein heili⸗ ☛ ges blut mit dem geſegne⸗ ten weine zu trinken; ſamt angehefteter verheiſſung der vergebung unſrer ſun⸗ den, welche du uns hiemit verſiegelſt; und deren du unſere herzen hiedurch ver⸗ ewiſſerſt. Wir arme elen⸗ e menſchen kommen zu dir, dem brunnen aller gna⸗ den und barmherzigkeit und bitten dich, du wolleſt alle unſere ſuͤnden und flek⸗ ken abwiſchen, und unſere ſeele reinigen und erqguik⸗ in rech⸗ b wir in unſern herzen der ner goͤttlichen huld, und der ewigwaͤhrenden erld⸗ ſung unſerer ſeelen allent⸗ ſiegelt werden, damit wir alſo die uͤberſchwengliche gnade, welche in dieſem ſa⸗ pfinden. O guͤtiger HErr! unſers verſtandes, daß wir erkennen moͤgen, welches da ſey der reichthum dei⸗ nes herrlichen abendmahls, in welchem du uns nebſt n, mit rer reu und leid 6 tem feſten glau 1 1 . 8 8 “ 4 1 halben verſichert und ver⸗ cramente verborgeniſf, em ſin gib uns erleuchtete augen deinem leibe und blute ver⸗ n und gebung der ſuͤnden, wahre ken, aufdaß wir mit wah⸗ gerechtigkeit, und alle him⸗ liſche guter ertheileſt; auf. i daß wir oft mit herzlicher Bebeht im hinzugehen p. begierde und verlangen dis heilige ſaerament wuͤrdig empfahen, deine ſußigkeit ſchmecken, deine liebe em⸗ pfinden, und durch dieſelbe wiederum gegen dich ent⸗ zuͤndet werden. Nim von uns weg, alles was dir Die lehe nn misfaͤllet, und uns hindert Meltdens oder von dir wendet, und —hwace ,e gib uns, was uns zu dir =t, alt u kehret und foͤrdert, damit a wwundan wir der fruͤchte des heit wmartigen tiſches theilhaf⸗ tig, und unſere hungerige und durſtige ſeelen allhier auf erden mit deinem al⸗ lerheiligſten leibe und blu⸗ te, zu ihrem ſonderbaren troſte und großer freudig⸗ *ᷣ△ keit, geſpeiſet und getraͤn⸗ ———„õ„ .———. 4 —— 2 —— — — — — — 3— — — — — — — — — — — — 4 — —ꝛ— — — — Dlt,deim — — — ——- e zährenda jer ſeele a eſichert ut hen, dauim 17 laß mich nehmen was mir a ket werden, und wir auch in jenem leben das him⸗ mel⸗brod mit dir ewiglich eſſen moͤgen, amen. Gebeht im hinzugehen zum heiligen Abendmahl. 31. DGott vater im 5 ᷣ himmel, erbar⸗ mee dich uͤber mich und ſey Fude, mem blodes gewif ſentroſſe nene oſnung mir gnaͤdig, deinem kinde, an welches anjetzo mit kindli⸗ cher furcht zu deinem heili⸗ au gen altar koͤmmet. Laß mich deiner himmliſchen mahl zeit genjeſſen, wie du ſte mir bereitet haſt, nemlich zu meiner ſeelen ſeligkeit.ü O GöOttt ſohn der welt uu heiland, erbarme dich uber mich! und laß mich jetzo bey deinem heiligen abend mahl einen dir angeneh men gaſt ſeyn. Gib mir was du verheiſſen haſt, unnd von dir beſchieden iſt, jeuu nes nach deiner wahrheit, und dieſes zu meiner ge⸗ rechtigkei.. O GOtt heiliger Geiſt, u erbarme dich uͤber mich! ul und verleihe mir deine gna de, daß ich dieſes heilige ſa⸗ crament wurdig empfan⸗ ge, damit meinen ſchwa⸗ chen glauben ſtaͤrke, mein kaltes herz mit liebe ent zuͤnde, mein bloͤdes jeben beſſere, und darauf ſelig werde! O HErr hilf, 0 Herr laß wol gelingen! 2 OHErr * DA. der Tommumon. Bebel AS O HErr JEſu Chri⸗ ſte! dieweil du dein fleiſch und blut fuͤr meine ſuͤnde Naan das kreuz gegeben: ſo bitte ich dich vom herzen, verleihe mir deine gnade und kraft, daß ich das ſa⸗ crament deines leibes und Plnte as meinen himm. liſchen zehr⸗pfennig, mit rechtſchaffenem und ſtarken glauben zu meiner ſeelen heil und feügkei wuͤrdiglich genieſſen moͤge, amen. Ach GOtt! ſey mir ar⸗ men ſuͤnder gnaͤdig. HErr JEſu! du ſohn des hochgelobten GOttes, erbarme dich meiner. HErr JEſu! du lam GOttes, das da traͤget die ſuͤnde der welt, erbarme dich meiner. HErr JEſu! laß mich dein abendmahl wuͤrdig und fruchtbarlich genie ſen, amen. Seufzer bey dem Ge⸗ brauche des heiligen Abend⸗ mahls, und zwar bey Rei⸗ chung des geſegneten Brodes. 4 0 1 „₰ —————= 8 “— 3 3———— 5— 8 2————— 8 4 n ey mir willkom⸗ HErr JEſu Chriſte! mit der edlen ſpeiſe deines al⸗ lerheiligſten leibes, den du mir jezt im ſacramente des altars mit dem geſegneten brode, auf unbegreifliche art, jedoch wahrhaftig, zu eſſen giebeſt, wie du ihn fuͤr mich in den bittern tod des kreuzes gegeben haſt, zur vergebung meiner ſuͤn⸗ de; das laß mir zum ewi⸗ gen leben gedeyen. Herr JEſu dein heiliger leib ſtarke und bewahre mich im rechten glauben zum ewigen ſchen „Bey Reichung des ge⸗ b ſegneten Kelches. altars mit dem geſegneten weine, auf unbegreifliche art, jedoch wahrhaftig, zu 4 fuͤr mich am kreuze ver⸗ men, du ſuͤßer goſſen ba„zur vergebung meiner fuͤnden; da a GꝘ 4 3 45 JEſu Chriſte! Wey mir willkom⸗ init 235-·S8 men du ſußer ſſie HErr JEſu Chriſte! mit dem edlen tranke deines gl⸗ lerheiligſten blutes, das du mir jetzo im ſacramente des i trinken giebeſt, wie du es 41 b 6 dein heiliges blut ſtaͤrke f unben und bewahre mich im rech⸗ 74 ten glauben zum ewigen d, wiege leben, amen. Wenn man nach em⸗ pfangenem Leibe und Blute Chriſti wieder in ſeinen Stand getreten. Mein heiliger leib, 4. IEſu Chri⸗ ſte! ppeiſe mich. Dein roſinfarbenes blut traͤnke mich. Dein bitteres leiden und ſterben ſtaͤrke mich. HErr JEſu Chriſte! erhoͤ⸗ re mich. Verbirge mich in deine heilige wunden, laß mich von dir nimmer ge⸗ ſchieden werden. Errerte mich vom boͤſen feinde, er⸗ trankeist halte mich im wahren glau⸗ amn blunai ben, auf daß ich dich mit al⸗ len auserwaͤhlten ewiglich ah lobe und preiſe, amen. Bey waͤhrender Com⸗ munion, auch fuͤr diejenigen, ſo nicht zum heiligen Abendmahl gehen. lieb 1 5. iemuſbene Szunge P ten 19 Te nu — man ſu Chr Cn b 2nna aude; 1 Gebeht bey wahrender Communion. eiſ Vi un ewigen leben ge⸗ . 8d), ſernmn eHErr JEſu Chriſte! llei ziget wurde, und da das ſuͤnde. “ 3 ter! das opfer deines ſoh⸗ ſondern eben ſo ültis und ſo theuer vor deinen au⸗ gen geachtet, als es an dem tage war, da der heilige gegeißelt und gerreu⸗ theure blut aus ſeiner ſeite oß. So iſt ja auch all⸗ hier in dieſem ſacramente ge blut gegenwaͤrtig, wel⸗ ches damals das opfer fuͤ 1 meine ſuͤnde worden i Darum bitte ich dich nun durch den tod deines ſohnes 6 durch ſeinen heiligen leib und blut, ſey mir und allen armen ſundern 8 und barmherzig. aben zwar, lieber dor und GOtt! die wir hie beyſam⸗ men ſind, insgeſamt ſchwer⸗ lich und vielfaͤltig an dir geſuͤndiget, und fehlen noch alle tage mannigfaltig. Aber dein lieber wae iſt ja die vollkommene verſoh⸗ nung worden fuͤr unſere [und fuͤr der ganzen welt Er hat ſich ſelbſt be und opfer, der, 0 f 3 nes nicht weniger kraͤftig, derſelbige leib und daſſelbi⸗ 4 dargegeben fuͤr uns Se ga⸗ u 1 3:— * 2 1 1 * — 1 Gebeht bey waͤhrender Communion. zu einem ſußen geruch. Wir wiſſen auch im him⸗ mel und auf erden kein ander loͤſe⸗geld noch opfer zu finden, als dieſen dei⸗ nen eingebohrnen ſohn, welchen wir dir jetzo im wmahren glauben und kind⸗ licher zuverſicht vortragen. So wiſſen wir auch kei⸗ nen andern mittler und furſprecher, zwiſchen die und uns zu ſtellen, als die⸗ ſen eingen. HErr! dei⸗ nes ſohnes heiliger leib, der an das holz des kreu⸗ zes fuͤr uns gehenket iſt, wie auch das roſinfarbene blut, das aus ſeinen haͤn⸗ den und fuͤßen und aus zemer eroͤffneten ſeite ge⸗ loſſen iſt, bringen wir in herzlicher reue und unge⸗ farbtem glauben vor dich. Das vollkommene ver⸗ ſoͤhn⸗opfer, das unſchul⸗ dige unbefleckte lam, das ſich ſo willig fuͤr uns ſchlach⸗ ten, und der ganzen welt ſuͤnde auf ſich werfen laſ ſen, und getragenhat, wirſt ndu, o HErr! nicht vergch⸗ mten, ſondern ſein kreuz, ſein ſerer vaͤter miſſethat, und fuͤr die von uns ſelbſt be⸗ gangene ſuͤnden 1 —== jir gnug⸗ am voͤlligen bezahlung gnadiglich annehmen. Das t trauen wir von ganzem ui herzen, und ſprechen in ſol. ſie chem glauben: HErr, laß ts uns nicht verderben! laß ſi an uns armen verlohrnen in und verirreten ſchafen ſei lne chene theure wunden, ſeine bittere ſchmerzen, ſeine(un ſchreckliche angſt, marter h che uns rein von allen un ſern ſuͤnden! Sein heili⸗ ger leib ſey unſere ſtäͤr⸗ ung und kraft, und das theure und heilige blut ſey ein troſt und labſal unſe⸗ rer ſeelen in unſerer lezten neeiden und ſterben fuͤr un⸗ *. todes⸗ſtunde. Ja alles, ſt 3 was was wir an leib und ſeele ans tn bedorfen, das bitten und iben: He verdetba Armen vett 4 55 ze angt, mt *, und doſ ergoſſene unt ge blat n 1u un tſſt⸗geſchm chen und im⸗ rd, vict wa aloren ſen a deines 5 zers heilmiet , waſch 4 1 in dogcan din an dh begehren wir von dir durch den tod deines ſohnes, wel⸗ chen wir hie verkundigen; und durch die marter und a kreuzigung des heiligen lei⸗ bes, der hier im ſacramen⸗ te genoſſen; und durch die vergieſſung des theireen und allerheiligſten blutes, ſo hier jetzund ausgetheilet und getrunken wird. Du weißt, HErr! alle unſer anliegen, und in was fuͤr noht und gefahr wir ſtek⸗ ken; was uns mangelt und noht thut, iſt dir un⸗ verborgen. So erhoͤre uns doch in dieſer ſtunde, und verweigere uns nicht, was wir ſo flehentlich durch den tod deines ſohnes und durch ſeinen gekreuzigten ind es blut von dir bitten. Hilf auch, * HErr! durch denſelben tod, und durch dieſen leib und blut, allen elenden, ar⸗ men, betruͤbten, traurigen, b n und troſtloſen, auch den irrenden und ver⸗ fuͤhrten chriſten, und allen leib und vergoſſenes verlaſſenen Danfſagung nach dem heiligen Abendmahl.=B? güg denen, die wir bey dir ver bitten muͤſſen. Laß ih nen deines ſohnes tod und leiden in allen ihren noͤh⸗ ten zu ſtatten kommen, und hilf endlich uns allen zu deinem ewigen und unver gaͤnglichen reiche, amen. Dankſagung nach Ge⸗ nieſſung des heiligen Abendmahls. Pſalm CXI, 1. 2. 3. 4. 5. ne. Groß ſind die werke des K hat eitel luſt daran. herrlich, und ſeine gerechtig⸗ keit bleibet ewiglich. ein gedechtniß geſtiftet ſeiner wunder, der gnaͤdige und barmherzige HErr. Er giebt ſpeiſe denen, ſo ihn fuͤrchten; er gedenket ewiglich an ſei⸗ nen bund. b 56. O ewiger G lob ehre und preis ſey f 4 Ich danke dem HErrn voen I ganzen herzen, im raht der frommen und in der gemei⸗ HErrn, wer ihr achtet, der 1 e Was V. er ordnet, das iſt loͤblichund Er hat Marmherziger, Ott! deiner u 8 Janfagung nach dem heiligen Abendmahl. ſdeiner goͤtelichen majeſtat, fuͤr die uͤberſchwengliche (gnade und guͤte, daß du mmich abermal mit dem wahren leibe und blute deines geliebten ſohnes JE⸗ traͤnket haſt; wodurch ich mit dir nun ganz und gar wieder verſoͤhnet und zu⸗ frieden geſtellet bin. Ich nes herzens, verleihe mir deinen heiligen und guten Geiſt, der mich erleuchte und regiere, daß ich dieſer großen wolthat nimmer⸗ mehr vergeſſe; ſondern daß, ſu Chriſti geſpeiſet und ge⸗ bitte dich vom grunde mei⸗ ſo oft ich von dieſem brod eſſe, und von dieſem kelche trinke, ich an den tod dei⸗ nes ſohnes gedenke, denſel⸗ ben verkuͤndige, und er⸗ zaͤhle was du mir dadurch erworben und zuwege ge⸗ bracht haſt, nemlich verge⸗ bung der ſuͤnden, ewiges leben und ſeligkeit. Laß mir, o treuer GOtt! die⸗ ſes hochwuͤrdige ſacrament eine ſtarke anreizung ſeyn zu der liebe gegen meinen . A nechſten, daß ich denſelben ich ſage dir herzlich lob ich ſage dir herz 1ud ſpollmaͤchtiger GOTT, 4 himmuſſcher vater! als mich ſelbſt liebe, ihm u ſeine gebrechen und fehler m. vom herzen vergebe; da⸗ g mit ich in der uͤbung der ſi gottſeligkeit von tage zu t kage wachſe und zunehme, ſe und nach vollendung mei⸗ m nes lebens das liebliche in weſen zu deiner rechten u immer und ewiglich genieß W ſen moͤge, amen. ſer m — por Noch eine Dankſagung nach dem heiligen Abend« e mahl. l e — Chun wird mein ſi 5,* Sch GͤOtt und va⸗ um ter mein verſchonen. Nun ſe wird IEſus Chriſtus in(aug und bey mir wohnen. Nun ich hilft mir der heilige geiſt ge zu der ehren⸗krone: denn und ich habe den HErrn geſe⸗ ſitß hen, ſein heiliges abend⸗ 3 mahl empfangen, und meine ſeele, iſt geneſen, um amenä. ſa Fu GOtt dem Vater. u Dankſagung nach dem heiligen Abendmahl. 89 und dank, daß du mir ar⸗ men ſunder nicht allein aus gnaden, um deines gelieb⸗ ten ſohnes JEſu Chriſti willen, alle meine ſuͤnde verziehen, ſondern mir auch darauf ſeinen leib und blut im heiligen abendmahle zum pfande gegeben haſt. Wie haͤtteſt du mich beſ⸗ ſer troͤſten koͤnnen? Wie haͤtteſt du mich mehr dei⸗ ner gnade verſichern, und der verheiſſung des ewigen lebens vergewiſſern koͤn⸗ nen? Ach! verleihe mir deine gnade, daß ich dieſes nimmermehr aus meinem herzen laſſe, ſondern alle augenblicke bedenke, daß ich in Chriſto gnade, ver⸗ gebung der ſuͤnden, leben Gib, und ſeligkeit habe. G daß es meinen ſchwachen lauben ſtaͤrke, mein bloͤ⸗ des gewiſſen troͤſte, mein gemuͤht erquicke, und zu allen guten in mir kraft ſcchaaffe. Du wolleſt dir auch meinen leib und ſeele alle⸗ zeit befohlen ſeyn laſſen; und ſo es zu deinem lobe dert. und meiner ſeelen heil ge⸗ mreichet, mich auch an dem —— leibe, wie an der ſeele, ge⸗ ſund erhalten; nach deiner verheiſſung durch IEſum Chriſt ge, amen. vu JEſu Chriſto. HErr IEſu Chriſte, SS du treuer Immanuel, dir ſey lob und ehre, daß du mich wuͤrdig geſchaͤtzet haſt, zu deinem heiligen abendmahl zu kommen, und mir darinnen nicht nur brod und wein, ſondern auch deinen wahren leib und dein wahres blut zum unterpfande des ewigen le⸗ bens gegeben haſt. Ich bitte dich vom grunde mei⸗ nes herzens, laß an mir armen ſuͤnder auch in gna⸗ den erfuͤllet werden, was du geſaget haſt: Wer mein fleiſch iſſet, und trinket mein blut, der bleibet in f 5 mir din enie don⸗ ndaen nicht, mir doch beſtaͤndigen glauben, chriſtliche geduld und hoffnung, bis an das ende geben, auf daß ich um, deſſen leib und blut ich dar⸗ auf empfangen habe, die u freude des ewigen lebensuu einnehmen und beſitzen moͤ 90 Dankſagung nach dem heiligen Abendmahl. mirr und ich in ihm. Ach (Särr! in dir bin ich ge⸗ eecht, heilig, fromm, ein iind und erbe des ewigen lbens; aber auſer dir iſt keine verheiſſung, keine gnade, keine vergebung der ͤnden, keine gerechtigkeit, kein leben, keine ſeligkeit. Darum halte ich mich an dich, ich ſenke mich ganz in dich, ich lege mich in deine exoͤffnete ſeite und laſſe dich nicht, du ſegneſt mich denn ewiglich. fuͤr mich ſelbſt nacket und blos, mangele des ruhmes, den ich vor GOtt haben ſolte; aber mit wahrem — glauben kleide ich mich in deine kleider des heils, und ziehe an den rock der ge⸗ crcchtigkeit, und komme da⸗ mit zu deinem vater, nicht zweifelnd, er werde mich auch fuͤr ſein kind und erbe aus gnaden auf⸗ u nehmen. Und wie ſolte mir es fehlen? denn du, HErr Chriſt! wohneſt in mir und ich in dir; der va⸗ ter hat dich lieb, und hat Ich bin zwar auf⸗ und an⸗ dir alles in deine haͤnde ge⸗ glaͤubet, der hat das ewige leben. 2 auch deine gnadenreiche einwohnung, in dem glau⸗ ſt ben beſtaͤndigkeit, und in der hoffnung freudigkeit, o werde ich gewiß auch die Verleihe mir nun ewige ſeligkeit in und bey dir finden, amen! HErt JEiu„amen. Zu GOtt dem heiligen Geiſte. &X heiliger Geiſt, HErre 82 GOtt! welch eine große gnade iſt mir armen menſchen anjetzo wieder⸗ fahren! wie woͤhl haſt du mich geweidet; wie keich lich haſt du mich geſpeiſet⸗ mich getraͤnket mich nicht dahin berufen haͤtteſt? Wie haͤtte ich dar⸗ diget haͤtteſt? Wie haͤtte ich IEſum Chriſtum ei⸗ inen, wenn du mich nicht erleuchtet haͤtteſt? Und geben; und wer an dich ch wie haͤtte ich ſein ei hen ——— reich⸗ und wie gnaͤdiglich haſt du mich getranket! Wie hatte ich doch immermehr dazu ſt kommen koͤnnen, wenn du an glaͤuben koͤnnen, wenn du mir nicht davon geyre⸗ nen HErrn nennen koͤn⸗ iges end⸗ —y——— —— —— — — — ——. ———— —— — —— —— —— — — ———— — ——— =——— —— — Gebeht um Erhaltung der erlangten Gnade. 91 abendmahl wuͤrdiglich em⸗ em pfahen konnen, wenn du mich nicht darzu bereitet ſaͤtteſt? Ach du edler tro⸗ ſter! ich danke dir vom grunde meines herzens, daß du nach dem willen des vaters, und nach der ver⸗ heiſſung meines heilandes 4 aͤnge auf meiner zunge, das gebeht in meinem mun⸗ de, heiligen beruf unter mei⸗ nen haͤnden, und den weg des HErrn unter meinen fußen. Verlaß mich auch u in der gegenwaͤrtigen noht Chriſti mich lehreſt, tro⸗ ſteſt, bereiteſt, und in alle wahrheit fuͤhreſt. Ich bitte auch ferner demuͤhtiglich: kom heiliger geiſt, HErre GOtt, kom jezt und alle⸗ zeit zu mir, und erfuͤlle mit deiner gnade mein herz, mein gemuͤhte, meine ſin⸗ nen, und alle meine ge⸗ danken. Erhalte das licht des glaubens in meinem verſtande, entzuͤnde bruͤn⸗ ſtige liebe in meinem her⸗ n erwecke friede und ver⸗ oͤhnlichkeit in meinen oh⸗ ren, zucht in meinen au⸗ te pſalmen und lob⸗ge⸗ fkeit, daß ich hie ritterlicht und trubſeligen zeit nicht mit deinem troſte: denn ich bin deſſen hoch benoͤhti⸗ get. Hilf durch deine kraft meiner ſchwachheit auf, denn ich bin deren ſehr be⸗ durftig; und ſtehe mir mit deiner gnade bis an das ende bey, als welches die lezte, hoͤchſte und groͤſſeſte noht iſt. Darum hilf, daß uu ich ſchand und tod nicht fuͤrchte, ſondern allezeit be⸗ ſtaͤndig bleibe, und die truͤb ſal mich nicht abtreibenuz laſſe. O KErr! bereite mich durch deine kraft, und ſtaͤrke des fleiſches bloͤdig uinse, durch tod und leben zu dir dringe, amen. A Gebeht um Erhaltung und Vermehrung der durch den Gebrauch des heiligen Abendmahls erlangten Gnade. 8 Ghun⸗ mein hei⸗ 5. Do land! in deiner kraft wil ich hingehen, und was noch uͤbrig iſt im fleiſche zu lehen, nach dei⸗ nem willen zubringen Weil es aber nicht in eins ma. 2 Gebeht um Erhaltung der erlangten Gnade. menſchen kraft ſtehet, wie Aerr wandele und ſeinen gang richte; ſo gib du mir das ſpollbringen. Regiere mich urch deinen heiligen Geiſt/ laß deine guͤte und treue mich allwege behuͤten. Laß mich empfinden, daß du durch den glauben in mir wohneſt, durch die liebe in mir lebeſt, und durch die hoffnung mich taͤglich ſtaͤr⸗ keſt. Gib, daß ich ohne heucheley in ſanftmuht und demuht beſtandig einher gehe, damit dein leben je langer je mehr an mir of⸗ fenbar werde. Gib mir alle tage neue kraft, daß ich mich verleugne die welt verſchmaͤhe, dein kreuz auf mich nehme, und dir be⸗ ſta nachfolge. Gib mir muht und ſtaͤrke, daß ich meinen feinden getroſt widerſtrebe, die werke des eufels in mir beſtaͤndig toͤdte, auch die welt, und was in der welt iſt, als au⸗ gen⸗luſt, fleiſches⸗luſt und hoffaͤrtiges weſen, groß⸗ kraͤften zunehmen. Laß mich wachſen an den fruas ten des geiſtes, laß mi wachſen an der gnade un erkentniß, laß mich wach⸗ ſen in dem glauben und in ß der liebe, laß mich wach⸗ ſen in einem unbefleckten leibe, laß mich wachſen in allen ſtuͤcken an dir mei⸗ nem haupte, bis ich endlich gelange an das maaß dei⸗ nes vollkommenen galters. Laß mich fruchtbar ſeyn in allen guten werken, und gib gnade, daß ich im glau⸗ en bringe tugend, und in der tugend beſcheidenheit, ch in der beſcheidenheit maͤßig⸗ keit, in der maͤßigkeit ge⸗ duld, in der geduld gottſe⸗ ligkeit, in der gottſeligkeit bruͤderliche liebe, und in der bruͤderlichen liebe ge⸗ meine liebe. In ſumma vollfuͤhre das gute werk, welches du in mir angefan⸗ gen haſt; bleibe in mir, und laß mich in dir blei⸗ ben, mein heil! denn wenn ß⸗ ich nur dich habe, ſo frage zich nichts nach himmel und Wenn mir gleich erden. muͤhtig untertrete. La meine ſeele an allen geiſt⸗ l iceen und übernatürlichen N 8 3 6 leib und ſeele verſchinach 4 heeiligen geiſte widerſtre⸗ Sebehum enhellgen geiſ undſeine Gaben. 23 tet, ſo biſt du doch, oGOtt!le, und lebliches weſen zu meines herzens troſt und mein theil. Laß mich in deiner liebe und erkentniß zunehmen, daß ich im glauben bleibe, und dir im geiſte ſo diene, daß ich hie ritterlich ringe, und durch den tod zu dir in das leben dringe, wo freude die fuͤl⸗ deiner rechten ewiglich iſt. Da ich denn mit allen aus⸗ erwaͤhlten vor deinem throne ſtehen und ſingen uu werde: Lob, preis, und dank, und weisheit und kraft, und ſtaͤrke ſey un⸗ ſerm GOtt von ewigkeit zu ewigkeit, amen. b V. Gebehte um Zuwendung alles guten und um Abwendung alles boͤſen. Gebeht um den heiligen Geiſt und ſeine Gaben. och heiliger, 9. 4 Hhimmliſcher lie⸗ ber vater! ich klage und bekenne dir, daß ich von natur ungeiſtlich, unhei⸗ lig, ungoͤktlich bin, und mich mehr mein fleiſch und blut und des boͤſen geiſtes trieb, als deinen heiligen Geiſt habe fuͤhren laſſen. Ach vergib mir dieſe ſuͤn⸗ de, und erbarme dich mei⸗ ner! Wende von mir die ſhwen ſtrafe, die du allen denen draͤueſt, ſo deinem ben: denn die den geiſt Chriſti nicht haben, die ſind nicht ſein; und nur die ſe ſind GOttes kinder, die der geiſt GOttes treibet. Darum gib mir deinen heitgen Geiſt, nach der ver⸗ heiſſung deines lieben ſoh⸗ oͤſe ſeyd, eu⸗ ihr, die ihr boͤſe ſer ren kindern gute gaben ge⸗ ben koͤnnet, wie viel mehr wird der himmliſche vater den heiligen geiſt geben al⸗ len, die ihn darum bitten. Laß denſelben deinen wehr⸗ ten heiligen deiſt meinen leib, geiſt und ſeele heili⸗ gen zum gebehte, und den tempel meines herzens rei⸗ nigen —, Geiſt und ſeine Gaͤben.. nigen von aller unſauber⸗ keit, und darinnen anzun⸗ den das feuer der goͤttlichen liebe und bruͤnſtigen an⸗ dacht; das licht deines goͤtt⸗ lichen erkentniſſes, das bo⸗ — 94 Gebeht um den heilige in die tafel meines her⸗ zens, deinen willen in liebe und leid zu vollbringen. Gib mir den geiſt der kind⸗ ſchaft GOttes, der in mer⸗ nem herzen zeuge, daß ich GOttes kind ſey. Geuß 5 zu meiden; die gnade des verſtandes, meines be⸗ rufes treulich zu warten; die himmliſche goͤttliche weisheit, das hochſte gut zu lieben; die heiligkeit der furcht GOttes, dir wol zu gefallen; die herzhaftig⸗ eit der kraft GOttes, mein rrenz geduldig zu agen; die tapferkeit der goͤttli chen ſtaͤrke, den teufel, die welt, und alle menſchen⸗ furcht zuuͤberwinden. Gib mir den geiſt der wahr⸗ —. das ſiegel GOttes, durch heit, der mich lehre; den geiſt des troſtes, der mich erquicke; den geiſt der freu⸗ digkeit, der mich erfreue; den geiſt der wiederge⸗ buhrt, der mich erneure; d licht, du goͤtkliche aus deine liebe in mein herz durch deinen heiligen geiſt; zuͤnde durch demſel⸗ ben in mir an eine heilige begierde und verlangen nach himmliſchen dingen, und nach dem ewigen le⸗ den. fuͤllet werde, ſo daß alle meine fleiſchliche begierden urch dis heilige feuer voͤl⸗ liebe, du himm⸗ ches meine aͤrke. liſcher troſt, du ſußer gaſt Schreibe durch deinen du goͤttliche gottlichen finger dein geſetz meiner elen zierde, du goͤttliche kraft! Trei⸗ O GO T heiliger Geiſt! der du die ruchloſen fleuchſt fuͤr und fuͤr! aber ſt dich in die heilige ſeelen in giebeſt, und macheſt pro⸗ pheten und GOttes⸗freun⸗ ſ de; mache mein herz zu ei⸗ nem lebendigen opfer, das im feuer deiner liebe bren⸗ ne, und dadurch ganz er⸗ das ſiegel GOttes, lig getilget werden. Kom welches ich bekraͤftiget wer⸗ in mein herz du goͤttliches eim glauben; das p goͤttliches feuer, du eie IRhbe Adeeichter chenen Glanben. 95 taufe geruhet haſt: gib mir heilige kindliche einfalt des herzens, daß mich, was ſchlecht und recht iſt, be⸗ hute. Du goͤttliche ſalbung und freuden⸗oöͤl, lehre und troͤſte mich. O eine ſelige ſeele, die dich zum ein⸗ wohner hat! denn du er⸗ leuchteſt der ſeelen finſter⸗ niß, du heileſt die verwun⸗ dete ſeele, du troͤſteſt die traurige ſeele, du ſtaͤrkeſt die ſchwache ſeele, du erhaͤlteſt die ſtrauchelnde ſeele, du lehreſt die demuͤhtige ſeele, du erquickeſt die muͤde ſeele, a du giebſt kraft den ſterben⸗ den, wenn leib und ſeele ſich in ſcheiden; du bleibeſt ewig⸗ Fätt lich b b ey der glaͤubigen ſeele: zeige dieſes alles auch nan mir, und bleibe auch dan bey mir nun und ewiglich⸗ amen. Treibe von mir alles was fleiſchlich iſt, und gib mir dagegen was goͤttlich iſt. Mache mich zur wohnung und zum heiligthum GOt⸗ tes. Du himmliſches taͤub⸗ lein, der du uͤber meinem HErrn Chriſto in ſeiner Um den rechten ſeligma⸗uuu chenden Glauben und Er⸗ kenrniß Chriſtii. vater des lichts, bey wel chem keine veraͤnderung noch wechſel des lichtes und der finſterniß iſt, von demu alle gute und vollkommene gaben zu uns herab kom⸗ men: ich bitte dich, weil der u glaube nicht jedermannes ding iſt, du wolleſt durch deinen heiligen geiſt rechtu ſchaffene erkentniß deinesu ſohnes IEſu Chriſti in mein herz pflanzen undu darinnen erhalten, auch von tage zu tage mehren; daß ich erfuͤllet werde mit er⸗ 4 kentniß deines willens, in aller geiſtlichen weisheit, und verſtand; aufdaß i dir, meinem HErrn, wuͤr⸗ diglich wandele zu allem ge⸗ fallen, und fruchtbar ſey in allen guten werken, und wachſe in derſelben erkent⸗ niß, und geſtaͤrket werde mit aller kraft nach deiner herrlichen macht, in alleru geduld und langmuühtigteit b mmit ger GOtt, ein mit freuden. Gib mir kraft nach dem reichthum deiner herrlichkeit, ſtark zu werden an dem inwendigen men⸗ ſchen⸗ daß Chriſtus dur en glauben in meinem her⸗ zen wohne. Olieber GOtt! ſohn kennet, denn nur der vater, und niemand kennet dich vater, denn nur derſel⸗ bige dein ſohn, und wem es der ſohn offenbaren wil; ſo bitte ich dich, ziehe du mich zu ihm, und er fuͤhre mich zu dir. Gib mir er⸗ kentniß deines heils, die da iſt in vergebung der ſunden. Komme meinem ſchwachen glauben zu huͤlfe, aufda er zunehme, und ich in dir eingewurzelt und erbauet, darzu feſt und unbeweglich ey. Ofrommer GOtt! der u das fuͤnklein des glau⸗ und das gute werk in mir angefangen haſt; ich ſchreie zu dir, du wolleſt es auch vollfuͤhren bis an das ende, daß ich je mehr und mehr 9 Gebehtum den rechten ſeligmachenden Glauben. daß ich lauter und unan⸗ ſtoͤßig ſey bis auf 1p tag ruͤch⸗ dieweil niemand de inen g bens in mir angezundet, Chriſti, erfuͤllet mit ten der gerechtigkeit, die zu ch deiner ehre geſchehen. Er⸗ halte was du in mir ge⸗ wirket haſt, auf daß mein laube im kreuz und an⸗ fechtung nicht abnehme. Mache mich beſtaͤndig in wahrer chriſtlicher beiemn niß des glaubens, damit ich das vorgeſetzte ziel der ſe⸗ ligkeit erreiche. Behute mich, mein GOtt! daßich und ſpaltungen dieſer welt im nicht verfuͤhret werde. Be⸗ wahre mich fuͤr aberglau⸗ ß ben, und allem falſchen got⸗ g tesdienſte, daß ich in keinem artikul des heiligen glau⸗ bens irre oder zweifele. Darzu gib auch gnade, daß derſelbe mein glaube nicht todt, werklos oder untraͤf tig, ſondern thaͤtig und geſchäftig ſey, der dur die liebe ausbreche, auf⸗ daß ich das ende des glau⸗ bens, nemlich der ſeelen reich werde in allerley er⸗ kentniß underfahrung; auf⸗ feligkeit davon bringe, amen. Gebeht unter ſo viel irrthuͤmern — 99 23———„——— ———————. — — —— d. N „GOtt w Agen diſen 8 rret wein ir) füͤr qa „ emfaſtti ichuimn Aanuch rat r iin glaube . — — — —— —— —— —— — die Macht zu geben, in kraft daß wir aber ſolches edle Gebeht um die Wiedergebuhrt. m Gebeht um die Wieder⸗ geduhrt. ch liebſter vater, 61. Wohlbſ GOtt! dir ſey demuͤhtigſt dank ge⸗ ſagt, daß du nicht nur ſo willig biſt, uns von natur verdamten zorn⸗kindern des verdienſtes deines ſoh⸗ nes deine kinder zu wer⸗ den; ſondern uns alle be⸗ reits in der heiligen tauſe wiedergeboren haſt. Ach! Wo du aber noch den un⸗ vergaͤnglichen ſamen dei⸗ nes geiſtes in uns haſt, ſo erhalte ihn ferner. Nim voͤllig von uns hinweg was noch von dem ſteinernen herzen bey uns uͤbrig iſt, daß unſere herzen ganz fleiſchern, und geneigt zu deinen gebohten werden. Schreibe dein geſetz mit le⸗ bendigen buchſtaben deines geiſtes in unſere ſeelen, und mache uns demſelben gleich⸗ geſinnet. Damit auch dein gut noch alle bey und an uns haͤtten, und wir nicht beſorgen muͤſten, daß derer viele waͤren, die aus dem gnaden-ſtande der wieder⸗ gebuhrt gefallen ſind, und dir nicht mehr in dem neuen weſen des geiſtes die⸗ nen. Gelobet aber ſey dei⸗ ne große barmherzigkeit, daß du allen ſolche gnade wieder anbieteſt. Ach! ſo rufe denn diejenigen zur buße, welche deine gnade bisher von ſich geſtoßen a haben, und laß ſie aufs an neue wiedergeboren wer⸗ den, bis daß Chriſtus eine geſtalt in ihnen gewinne. himmliſches licht alle fin⸗ ſterniß aus unſerem ver⸗ ſtande vertreibe, die begier⸗ de des guten alle boͤſe nei⸗ gungen in dem willen uͤber⸗ winde, und den alten Adam in uns tilge; ſo las uns in taͤglicher erneue⸗ rung einhergehen und zu- nehmen, bis alles an uns neu werde, und wir durch jene wiedergebuhrt in die heilige ſtadt des neuen Je⸗ ruſalems, Pohin nichts des alten eingelaſſen wird, ein⸗ gehen, und dir und dem lamme das neue lied ſin gen, das ewig nie veraltet, amen. 7 5 Gebeht Gebeht um die Rechtferkgung. Gebeht um die Recht⸗ fertigung. 62 He ger gerechter 9 GOtt, lieber vater! wie koͤnnen wir dei⸗ ne guͤte und barmherzig⸗ keit gnugſam preiſen, daß, da wir die wahre aner⸗ ſchaffene gexechtigkeit, in der wir ſonſt vor dir haͤt⸗ ten beſtehen ſollen, ſelbſt verloren haben; du di unſerer doch erbarmet un von deinem rechte gegen uns gleichſam nachgelaſ⸗ ſen; hingegen dieſe gnaden⸗ ordnung gemachet haſt/ daß du uns aus lauter guͤ⸗ te, ohne unſere werke un verdienſt, durch den glau⸗ ben rechtfertigen, uns die ſuͤnde vergeben, und die gerechtigkeit deines lieben ſohnes vor deinem gerich⸗ te zurechnen und ſchenken wolleſt. Ach große weis⸗ heit, daß du uns eine ſol⸗ che gerechtigkeit ſchenkeſt, die keine menf Kiche ver⸗ nunft haͤtte erfinden koͤn⸗ nen! Ach unermaͤßliche guͤ⸗ te, daß du uns eine ſolche theure gabe der gerechtig⸗ d misbrauchet, zu ſohn dazu gemacht, und ☛ uns denſelben geſchenket haſt, auch noch ferner in uns, was darzu noͤhtig iſt, wirken wilt! O welch ein gewiſſer troſt, indem wir unſeres heils verſichert ſind! Vergib uns gnaͤdig⸗ lich, daß wir bishero ſo 14 dankbar gegen dieſe deine gnade geweſen ſind, da wir dich uns theils nicht bemuͤhet d haben, dieſes geheimniß, daran uns doch alles li⸗ ſäget, rechtſchaffen nen; theils wol gar ſolche gnaden⸗lehre zum muht. willen und zur ſicherheit zu 1 I m wenig⸗ ſten deiner gnade uns miht ſo ſorgfaͤltig bedienet ha⸗ ben als wir ſolten. Er⸗ halte doch dieſe deine reine evangeliſche troſt⸗lehre und gib, daß die troſtloſ lehre der rechtfertigung aus den werken, uns dieſel⸗ be um unſers undankes wil⸗ len nicht entreiſſe, als wo⸗ mit die feinde der gnade umgehen. Ja laß vielmnehr das licht ſolches deines gna⸗ den⸗evangelii auch denjent⸗ keit ſelbſt anbieteſt, deinen gen helle aufgehen, die 6 ler⸗ er ſta d i an 1 i V —. —= 8. — — —— V 1 „ di an dn uns 3 1 rechtſchaff — 4 chäntn theils walgte a⸗lehre w nne und zirſi 1. 1 hede 3 wir ſotn. d N kan 2 ſͤ Gebeht um den geiſtlichen Frieden. 92 l ſezt in irrthum und finſter⸗ us des zweifels ſtecken. Gib deinen predigern weis⸗ heit, ſolche lehre der recht⸗ — fertigung deinen gemein⸗ den allezeit alſo vorzutra⸗ gen, daß weder der muht⸗ willigen ſuͤnder ſicherheit geſtaͤrket, noch auch der vommen ſeelen troſt ge⸗ ſhefchetwerde Schreib zu aber ſelbſt die wahrheit deines wortes mit lebendi⸗ gen buchſtaben in unſer al⸗ ler herzen, daß wir wahr⸗ haftig, und vornemlich aus eigener erfahrung erken⸗ nen, was die wahre recht⸗ fertigung ſey. Wirke und ſtaͤrke in uns allen wahre buße und glauben, und ver⸗ gib uns alſo alle unſere uͤnde vor deinem gerichte. Wirke aber auch ferner in unſern ſeelen durch deinen heiligen geiſt die gerechtig⸗ keit der heiligung, ohne welche dich niemand ſehen ſaln wird; daß man auch an unſerem leben erkenne, wie ſwen wir durch deine gnade ge⸗ nen recht worden ſeyn: Ja er⸗ un fuüͤlle uns mit fruͤchten der gerechtigkeit, die durch JE⸗ ſum Chriſtum in uns ge⸗ ſchehen, zu deiner ehre und lobe, bis wir in kraft der gerechtigkeit deines ſohnes in jene ewigkeit eingehen, und daſelbſt in vollkoms menſter gerechtigkeit, nach ablegung aller flecken, beu dir prangen, und in deiner anſchauung dir, gerechter GOtt! aͤhnlich werden. Ach lieber vater! erfuͤlleu alles dieſes in uns alle um der erworbenen gerech⸗ tigkeit IEſu Chriſti willen, amen. 1314 Gebeht um den geiſtli chen Frieden. 5 Werechter barm⸗ 63. herziger vater, du GOtt des friedens! wir ſagen dir herzlich dank, daß, da wir von dir leider! durch die ſuͤnde abgewichen und deine feinde worden ſind, daher du auch wol urſach gehabt haͤtteſt, uns ewig als deine feinde u ſtrafen und von dir zu ſtoßen, du dich dennoch un ſerer erbarmet, und durch deinen ſohn uns, deine 9 2 fein 2 Gebeht um den geiſtlichen Frieden. ſeinde, dir haſt verſoͤhnen laſſen; auch uns ſtets auf das freundlichſte durch das amt der verſoͤhnung zu dei⸗ ner voͤlligen freundſchaft und zu deren genuß einla⸗ ſt, und bereit biſt deinen frieden in unſere herzen zu geben. Vergib uns gnaͤ⸗ iglich unſern ſchaͤndlichen undank, da wir uns ſo oft aufs neue wiederum gegen dich feindſelig bezeiget, dei⸗ nen zorn mit muhtwilligen fünden gereizet, und alſo en frieden gebrochen ha⸗ ben. Aber gelobet ſey dei⸗ ne barmherzigkeit, daß du dennoch auf deiner ſeite den frieden und deſſen bund nicht gaͤnzlich aufgehoben haſt, ſondern uns noch im⸗ mer wieder darzu gelangen laͤſſeſt. Ach! laß denn die kraft deiner ſtimme, die uns rufet, uns mit dir ver⸗ ſoͤhnen zu laſſen, alſo in unſere ſeelen eindringen, daß wir den heiligen ent⸗ ſchluß faſſen, nimmermehr etwas feindliches wider dich zu begehen. Wirke al⸗ uſo deinen frieden in unſeren mit freudigem vertrauen, deiner gegen uns tragen⸗ den liebe und treue verſi⸗ chert, und dadurch unſer ft gewiſſen zu einer heiligen ruhe gebracht werde, ſich allezeit gegen dich des be⸗ ſten zu verſehen. Befrie⸗ dige aber auch unſere ſeelen in dir, daß wir, wegen der verſicherung deiner gnade, mit allem zu frieden ſeyn, und in dir, es mag auch au⸗ ſerlich um uns ſtehen wie ſo es wil, ruhen lernen. Lehre uns auf unſer herz achtung geben, uns fuͤr allem zu huͤten, was einiger maaßen unſern frieden ſtoͤhren wol⸗ lil te; ſonderlich daß wir alle ſuͤnden meiden, die das ge⸗ wiſſen verletzen und dei⸗ nen frieden aufheben: hin⸗ gegen lehre uns unſern frieden mit einem heiligen wandel befeſtigen. Stelle uns ſtets vor augen, wie gutig du gegen uns geſin⸗ net ſeyſt, und wie wir in dir alles, und daher uͤber⸗ fluͤſſig genug haben: auch wie dein wille zu allen zeu⸗ ten der beſte, und beſſer als eelen, daß wir darinnen 1 “ der unſrige ſey, damit dir ————=——=— —y4———— —,——————— R meiden, Rdo dn nen, der uns ſonſt in un⸗ Laß nehmen. Um die Gnade GOttes ein heiliges Leben zu fuhren. 101 dieſen recht verleugnen ler⸗ ruhe ſetzen wuͤrde. uns die geiſtliche guͤter uͤber alles halten, und nim⸗friedens in unſere ſeelen, fen; damit ſie uns den frie⸗ den unſers herzens nicht n. Ja druͤcke du ſelbſt die edle gabe deines mermehr die herzen an ei⸗ die uns keine kregtur geben nige irdiſche dinge haͤngen, wodurch wir uns in un⸗ ruhe ſetzen. Laß uns fuͤr aller vermeſſenheit und vorwitz, auch fuͤr unnoͤhti⸗ gen geſchaͤften und geſell⸗ ſchaften uns ſorgfaͤltig hu⸗ ten, auf daß wir uns nicht ſelber deines friedens ver⸗ luſtig machen. laß uns ſtreben nach der ſanftmuht, demuht und ge⸗ duld, zu bewahrung deines friedens. Wende ferner ner theuren gabe von uns ab: ſtille ſonderlich in dem leiden die angehende unru⸗ he bald, und vi mehr dadurch eine friedſa⸗ me frucht der gerechtigkeit, wenn du uns nach deinem willen wirſt geuͤbet haben. Lehre uns alle ſorgen we⸗ alle hinderniſſe dieſer dei⸗ ſchaffe viel⸗ cher hoͤher iſt denn alle ver nunft, bewahre unſere her⸗ zen und ſinne in Chriſto IEſu im glauben und lie⸗ be, bis du uns endlich mit freuden zu dem ewigen frie⸗ den und der unzerſtoͤhr⸗ lichen ruhe, zu deinem ewi⸗ Hingegen gen preiſe, fahren laͤſſeſt. ch, erhoͤre uns lieber va⸗ ter! um deines ſohnes un ſers friedens⸗fuͤrſtens JZEſu willen! amen. Um die Gnade GOttes ein heiliges Leben zu fuͤhren. 6 Geilger vater, 4. Oo barmherziger gerechter GOtt! du biſt heilig und gerecht, ich aber dieſes leben angehet, ſchlech⸗ ter dinges auf dich und dei⸗ ne vaͤterliche vorſorge wer⸗ bekenne ich meine unart brechen und ſuͤnden, und 9 3 bif ö. kan. Nun dein friede, wel⸗ uns al vin von unreinen lippen, 6 gen des kuͤnftigen, und was und muß mich ſchaͤmen. Dir und vielfaͤltige ſchwere ge⸗ 02 Um die Gnade GOttes ein heiliges Leben zu fuͤhren. bitte dich um gnadige ver⸗ ebung derſelbemim namen JEſu Chriſti deines ſoh⸗ nes. Und dieweil du mich erſchaffen haſt zu guten werken in Chriſto JEſu, auch durch deſſelben theu⸗ res blut mich erloͤſet zu dei⸗ nem bunde, und mich zur hoffnung des ewigen le⸗ bens berufen, und uns al⸗ len befohlen haſt, wir ſol⸗ len heilig ſeyn, dieweil du heeilig biſt; ſo bin ich freilich ſcchuldig, dir, o mein GOtt! zu dienen in heiligkeit und gerechtigkeit, die dir wolge⸗ fällig iſt; auf daß ich alſo mich dankbar erzeige gegen deine große guͤte, daß ich meines berufes und meiner erwaͤhlung deſto gewiſſer werde, und damit ich mei⸗ nen nechſten dir gewinnen, und ich endlich ſelber zu dir in dein heiliges, herrliches und ewiges reich kommen moͤge. Ach mein GOtt! wollen habe ich wol, aber das gute vollbringen, finde ich nicht! du aber, o HErr! der du das wollen gegeben haſt„gib auch das voll⸗ bringen nach deinem wol⸗ gefallen durch deinen heili⸗ en Geiſt um Chriſti wil⸗ en. GOtt, der du ver⸗ heiſſen haſt: Ich wil ihnen meine furcht in das herz geben, daß ſie nicht von mir weichen: ich wil ihnen einerley herz und weſen ge⸗ ben, daß ſie mich fuͤrchten ſollen ihr lebelang, auf⸗ daß es ihnen und ihren kin⸗ dern nach ihnen wol gehe: gib auch mir deine furcht in mein herz, daß ich dich kindlich fuͤrchte, und dir heiliglich diene mein lebe⸗ winden moͤge. Laß mich ni Ich ergebe mich dir, denn bin dein, denn du haſt mich erloͤſet. Ach! ſo gib mir doch die gnade, daß ich auch dir heiliglich diene, und al⸗ lerdinges nach deinem wol⸗ gefallen lebe. Behuͤte mich, mein lang; damit es mir und ſien den meinigen wol gehe. ſt Staͤrke mich, lieber vater! ng damit ich alle hinderniſſe ſin und boͤſe anreizungen des if ſatans, der welt und mei⸗ nes eigenen fleiſches uͤber⸗ nicht mir ſelbſt, damit ich cht mich ſelbſt verderbe. du haſt mich erſchaffen: ich a und nieren pruͤfeſt, ——— ——— ——— Dnen gnmeice eemenennn —— 3 —,—— — 2 — ——— —— — — — ———*— — — — ——— —— —— b mein GOtt! fuͤr heuche⸗ ley und gleisners⸗werken. GoOtt! der du in das ver⸗ borgene ſieheſt, und herzen der du alle unſere gedanken erfor⸗ ſcheſt, und an den tag brin⸗ geſt auch was im finſtern verborgen iſt; heilige, er⸗ leuchte und reinige mein herz durch demnen heiligen Geiſt, damit ich allezeit red⸗ lich, aufrichtig und ohne falſch, als vor deinem ange⸗ ſichte, wandele, nicht auf menſchen, ſondern auf dich, den richter aller gedanken, ſehe, und dir wolgefallen moͤge. Weil ich auch als ein ſchwacher menſch viel⸗ faͤltig ſtrauchele und ſun⸗ dige, ſo wirf mich dochnicht weg, lieber vater! ſondern erhalte mich mit deiner ſtarken hand. Richte mich auf, und verleihe mir eine herzliche, beſtaͤndige beſſe⸗ rung, ungefaͤrbten glau⸗ ben, und froͤliche hoffnung. Bekehre auch ſonſt andere, die zu bekehren ſind, da⸗ mit dein heiliger name in allen landen geehret werde, menſchen⸗ kindern ihre luſt ſehen. Heiliger vater, du GOtt des friedens! hei⸗ lige uns durch und durch, daß unſer ganzer geiſt, ſamt ſeel und leib unſtraͤflich be⸗ halten werden, bis auf die zukunft unſeres HErren IEſu Chriſti. Du biſt ge⸗ deu, der du uns rufeſt; ſou thue es nun, HErr, um dein ſelbſt, und um des theuren verdienſtes Chriſti JEſu willen, amen. Gebeht um wahre Weisheit. & K* 4 ). E unvergaͤngli⸗ cher, unſichtbarer und al⸗ lein weiſer GOTT! ach HErr JEſu Chriſte, du ewige weisheit und himm⸗ liſcher raht GOttes! o GOtt heiliger Geiſt, du brun der goͤttlichen weis⸗ heit! ich bekenne und klage dir meines herzens ange⸗ bohrne blindheit und thor⸗ kuͤchtig bin, etwas gutes zu gedenken oder raht zu und deine augen an den u finden von mir ſelbſt, habe 103 — Gebeht um wahre Weisheit. auch ganz keine luſt noch liebe zu deiner goͤttlichen weisheit; ſondern ich habe mehr gefallen an der fleiſch⸗ lichen thorheit und eitelkeit dieſer welt, welche die welt⸗ kinder loben. Ach vergib mir dieſe große ſuͤnde! und wende die ſtrafe von mir, die du denen draͤueſt, ſo da ſind wie roſſe und maͤuler, welchen man zaum und ge⸗ biß in das maul legen muß, wenn ſie nicht zu dir wol⸗ len; imgleichen da du be⸗ zeugeſt, du habeſt an nie⸗ manden gefallen, er bleibe denn in der weisheit. Ach HErr! fuͤhre du mich auf dem wege der weisheit, der du die weiſen regiereſt; ddenn in deiner hand ſind beide wir ſelbſt und unſere riden, darzu alle klugheit und kunſt in allerley ge⸗ ſchaͤften. Lehre mich dei⸗ ne weisheit, die aller kuͤnſte weisheit iſt; gib mir den eiſt der weisheit, der ver⸗ aͤndig, heilig, einig, man⸗ nigfaltig, ſcharf, behende, beredt, rein, klar, ſanft, freundlich, ernſtlich, frey, gewitz und ſicher iſt, wel⸗ cher ſich in die heilige ſeelen giebt, propheten und freun⸗ de GOttes machet, und alles wol regieret. Laß dieſe deine weisheit meine braut ſeyn, und laß mich ihre ſchoͤnheit lieb gewi⸗ nen; denn ſie iſt herrliches adels, ihr weſen iſt bey GOtt, und der HExraller dinge hat ſie lieb. Sie iſt der himmliſche raht im er⸗ kentniß GOttes, und ein angeber ſeiner werke, ihre lehret zucht, gerechtigkeit - keit. durch dieſelbe herrlichkeit —. unſterblichen namen, und mein vater und H durch dein wort gemachet und den menſchen durg deine weisheit bereitet haſt⸗ daß er herrſchen ſoll uͤber die kreaturen, daß er die welt woolthaͤtig, leutſelig, feſt/ arbeit iſt eitel tugend: ſie ſthr und ſtaͤrke: ſie iſt ein tro: ſter in ſorgen und traurig⸗ Ein juͤngling hat bey dem volke, und ehre bey den alten: ſie machet einen ein ewiges gedechtniß bey den nachkommen. OGOtt iu Err al⸗ ler guͤte! der du alle dinge regiere mit gerechtigkeit, ſ reg gerech t, == ————————— ———————— 2————-———— —— — — Gebeht um wahre Weisheit. 105 depeueek und richte mit rechtem her⸗ Phnamie en: gib mir die weisheit, V nagn,n die ſtets um deinen thron ngan n iſt; denn ich bin ein ſchwa⸗ ne weöbent cher menſch, und kurzes le⸗ a, m n bens, und zu geringe in er⸗ uhet le kentniß deſſen, was recht mſe ütn iſt: und wenn einer gleich tr ne 6 unter den menſchen kin⸗ und da dern vollkommen ware, ſo ddehenl gilt er doch nichts, wo er t ſe dd en ohne die weisheit iſt, die mälchemze von dir koͤmmet. Sende GOts,Ki ſie herab aus deinem hei⸗ dn ne ligen himmel, aus dem iſt eiem e throne deiner herrlichkeit: ucht, aait ſende ſie, daß ſie bey mir irke: ſteſjant ſey, und mit mir arbeite, vorgen uimge daß ich erkenne, was dir Ein jin wolgefalle, denn ſie weiß Gieſelbe ſatit und verſtehet alles: laß ſie mich leiten in meinen n: ſie maa werken, und mich behalten riichen nna durch ihre heiligkeit; ſo ges gedetnh werden dir meine werke „rKommwen At angenehm und deines rah⸗ ater und tes wuͤrdig ſeyn; denn 2 der du welcher menſch weiß GOt⸗ wan wott gn tes raht, und wer kan den⸗ 1 nnenſcer ken, was GOtt wil? denn 4ν der ſterblichen menſchen ge⸗ 5 danken ſind mislich, und ihre anſchlaͤge ſind gefaͤhr⸗ imn lich; denn der ſterbliche leib beſchweret die ſeele, und die irdiſche huͤtte druͤcket den zerſtreueten ſinn. Wir treffen das kaum, was auf erden iſt, und erfinden ſchwerlich, was unter haͤn⸗ den iſt; wer wil denn er⸗ forſchen, was im himmel iſt, wer wil GOttes raht erfahren? es ſey denn, daß du weisheit gebeſt, und deinen heiligen Geiſt aus der hoͤhe ſendeſt, daß alſo das thun auf erden richtig werde, und die men: ſchen lernen, was dir ge⸗ faͤllet, und ſie durch die weisheit ſelig werden. Dar⸗ um gib mir, lieber vater daß ich meines herzens ge danken zu dir richte, ehe ich 1u etwas anfange, und um deinet willen in dir, zu dir, durch dich, alles thue, was dir wolgefaͤllet: daß ich in allen dingen deinen willen durch das gebeht erforſche, und mit dir rahtſchlage und raht nehme: daß ich darnach erwehle, was recht iſt, und dir wolgefaͤllet: daß ich auch anderer leute raht hoͤre und ihn nicht uu verachte, daß ich auch in uuu 9 5 inc. —— Verleugmng ſein eibſtn ales Welr Weſas ſ. entfliehen hen moͤge tig und fan mi erkennen 3 8 aamen. 4 8 B * ich den ſtricken des teufels aauf das kuͤnftige gedenken, kluͤglich ſorgen und verſte⸗ kan: daß ich in allen din⸗ geen dich fuͤrchte, denn das ut die wurzel und der an⸗ der weisheit, daß ich mmich die ehre und eitelkeit ddieſer welt nicht betriegen laſſe, und in allen dingen und gut iſt; daß ich nicht aus der finſterniß licht, und aus licht finſterniß mache; daß ich ewig in deiner lie⸗ be bleiben moͤge, denn du liebeſt niemanden, ohne der in der weisheit bleibet, 105 Um meinem berufe bleibe, und Um Verlengnun ſein uͤr nicht auſſer demſelben noch ſelbſt und alles Welt- u uͤber mein vermoͤgen et⸗ Weſens. nar was vornehme: auch zeit 66 M HErr EE n und ort, küͤnftiges und ge⸗ LHſu, mein ein⸗ m genwaͤrtiges unterſcheiden ger heiland! ich bekenne lu kerne. Lehre mich auch von ganzem herzen, daß ud allle geiſter pruͤfen und un⸗ die blinde liebe meiner mn terſcheiden, und die raht⸗ ſelbſt und dieſes irdiſchen u ſchlaͤge beurtheilen; daß weſens und lebens mir ſei ſeze der! noch allzuſehr anfle⸗ mt und ſeiner werk zeuge, und bet. Ach! wie ſchwer ſi den netzen ihres irrthums koͤmmet es unſerm fleiſchhe m an, das irdiſch geſinnet iſt ſtze ſich des irdiſchen, davonts it genommen iſt, zu entſchla⸗ ſver gen und zu enthalten! Ia mein lieber GOtt! das fleiſch, die ſuͤndliche natu⸗ ſehnet ſich immer nach der erden; und wenn die noht koͤmmet, ſo bemuͤhetesſich die liebe deines namens, nd deiner wahrheit, deiner eh⸗ re alſo zu drehen, zu mit⸗ teln und zu theilen, daß ich gleichwol auch bey demit⸗ diſchen ruhig bleiben mo⸗ ge. Ach wie gar 44 b ſchaͤdlich und thoͤricht ſind alle ſolche gedanken und anſchlaͤge! Mache mich, mein heiland, durch die a kraft deines helügentgiſt⸗ b moͤge: daß ich „was gegenwaͤr⸗ kuͤnftig werden moͤge, was recht Um Toͤdtung des alten Menſchen. wapne mein herz, mit ei⸗ nem ſolchen ſinne, daß ich dir zu gefallen und um dei⸗ dmthd ner willen, mich ſelbſt ver⸗ mm la leugnen, alle weltliche eh⸗ we re verachten, meinem eige⸗ d t nen willen abſagen, aller 5 itn welt freundſchaft hindan Ad ſbensn ſetzen, den raub meiner guͤ⸗ h algaſ ee ter mit freuden erdulden, h nn die weltliche geſellſchaft und luſt meiden, auch mein . ge mt Riat. leben, wenn es dein wille di 9 a6 iſt, getroſt laſſen moͤge. Ach ten iſt,nan verzeihe mir es, mein GOtt! rzu enthamn a daß ich bisher das vergaͤng⸗ der Gois liche weſen ſo ſehr gellebet Lie ſinditn habe. Ich weiß, HErr! ch mmea daß ich dein juͤnger nicht uut ſeyn kan, ich verleugne mich ſh denn ſelbſt, und alles was in der welt iſt. Gib, daß ace ich hinfuͤhro mich deſto ei⸗ nb friger dir als dem hoͤchſten ſench gute, und meinem einigen ai troſte ergebe. Zeuch mich nach dir, daß ich aller ehre, freude, luſt, freundſchaft und allen guͤtern dieſer welt abſage, und meine ge⸗ danken, ſinn und willen al⸗ lein nach dir richte, dir zu — —— —— — —,— — — — — — — —S .— = — E — = — — — davon frey. Staͤrke und dienen, und deinen namen — ohne unterlaß hier zeitlich und dort ewig zu preiſen, amen. b Um Toͤdtung des alten Menſchen und der Geſchaͤf⸗ te des ſuͤndlichen Flei⸗ ſches. 67. G 107 1 A eiliger und u barmherziger GOtt, vater unſers HErrn JEfu Chriſti! ich ruͤfe dich an, und bitte dich im na⸗ men deſſelben deines eini⸗ gen und geliebten ſohnes, durch den heiligen geiſt, das du die kreuzigung und toͤ⸗ tung des alten menſchen, welcher ich taͤglich bedarf, wolleſt, inwendigen menſchen in mir ſtark und maͤchtig wer⸗ de. Es wohnet leider! o mein HErr und GOtt! in meinem fleiſche nichts gutes, ſondern die leidige ſuͤnde. So verleihe mir kraftig ich ſt, d doch wider dieſelbe deines geiſtes kraft, damit ich ſie nicht ſtark werden, noch uͤber mich herrſchen laſſe. Du, HErr! ſtelleſt ja ſenſ unſe⸗ h in mir wirken amit ich nach dem 08 Um Täͤdtung des alten Menſchen. nerkante ſunde ins einem angeſich⸗ ſtelle ſie doch auch meinem herzen ins icht, damit ich ſie ſehen, bereuen, und die vergebung in herzlicher demuht bey dir ſuchen moͤge. Ich binno nicht frey von der ſuͤnde, die in mir wohnet; gib aber, o HErr! daß ich frey ſeey von ihrer herrſchaft, ſchuld und verdammniß. Das geſetz der ſuͤnden in meinen gliedern ſtreitet wi⸗ der das geſetz in meinem wiedergebohrnen und er⸗ neuerten gemuͤhte. Ver⸗ leihe mir aber dagegen deines geiſtes gnade, da⸗ durch ich ſolches geſetz uͤber⸗ winden und gefangen neh⸗ men moͤge, damit es mich nicht gefangen nehme. Das fleiſch, ſo in mir iſt, gelu⸗ et wider den geiſt: und 4 unſere u icht vor d te; ach ſo —,— ch geiſt an dem inwendigen ch licher kampf wider ſein der hoͤhe mich nicht aus⸗ ne. Du, Herr! allein muſt mich durch deinen menſchen ſtarken, damiti nicht kraftlos werde un unterliege. O wie iſt es ein ſo harter und beſchwer⸗ fleiſch, das iſt wider ſich ſelbſt, zu ſtreiten! Owie ſchwer und muͤhſelig faͤllet es, dieſen einheimiſchen feind zu uͤberwinden! war⸗ lich, wo du, HErr! in dem kampfe mit der kraft aus ruſteſt/ ſo muß ich nohtwen⸗ dig der grauſamen gewalt und liſt dieſes taͤglichen ein⸗ heimiſchen feindes gewon⸗ nen geben. Hrr! unterdruͤcke, kreuzige und toͤdte dieſen alten verderb⸗ lichen menſchen und ſeine irrigen luͤſte in mir, auf⸗ daß ich ſeiner liebkoſenden m geiſt wider das fleiſch. Der geiſt zwar iſt willig, aber das fleiſch iſt ſchwach; verleihe dannenher mei⸗ nem geiſte deine kraft und ſtaͤrke, damit er die boͤſen begierden des ſuͤndlichen betruͤglichkeit und verfuͤh⸗ rung entfliehen moͤge! Laß mich taͤglich in mir ſelbſt ſterben, damit ich durch das ſuͤndliche fleiſch an dem wahrhaftigen leben, das i Chriſto deinem ſohne iſt, fleiſches uͤberwaͤltigen koͤn⸗ nicht gehindert oder davon b getren⸗ Jrauſammn. Riieſes taſtaar ſin feinde e een. Gebeht wider die täͤglichen Sunden⸗Faͤlle 109 2 4* getrennet werde. Ach zun⸗ de in meinem herzen das heilige feuer deines guten geiſtes an, auf daß dadurch alle unziemliche begierden und mein eigener boͤſer wil⸗ le unterdruͤcket und gaͤnz⸗ lich getilget, hingegen nur heilige triebe und neigun⸗ gen darinnen angezuͤndet werden. Denn, HErr! die nach dem fleiſche leben, moͤgen dir nicht gefallen, noch das reich der herrlich⸗ keit erben. Laß derowe⸗ gen mein ſuͤndliches fleiſch ſterben, damit ich von dei⸗ nem reiche nicht ausge⸗ GOttes deines vaters le⸗ be, und dermaleins mit dir die ewige ruhe, das himmliſche leben und die ewige ſeligkeit beſitzen moͤ ge! amen. 1 . Gebeht gegen die taͤgli⸗ chen Suͤnden⸗Faͤlle. 68 Geilger GOtt, D0. Oe gerechter rich⸗ ter! vor dir iſt niemand unſchuldig, niemand iſtvon der befleckung der ſuͤnden befreyet; darum mangele ich auch des ruhmes, den ich billig mit vor dein ge⸗ ſchloſſen werde. Die nach dem fleiſche leben, die muſ⸗ ſen ſterben; die aber durch den geiſt des fleiſches ge⸗ ſchaͤfte toͤdten, die werden leben; darum auch diejeni⸗ gen, ſo Chriſto angehoͤren, ihr fleiſch krenzigen ſamt den luͤſten und begierden. So laß mich nun, o du ge⸗ kreuzigter HErr JEſu! mein fleiſch rechtſchaffen betaͤuben, kreuzigen und toͤdten, aufdaß 16 hinfuͤh⸗ ro nicht den luͤſten der men⸗ ſchen, ſondern dem willen richt bringen ſolte; es feh let mir das kleid der und ſchuld, mit welchem ich an⸗ gezogen vor deinem antlit⸗ ze erſcheinen ſolte. Owie oft ſuͤndige ich! der geiſt iſt zwar bisweilen willig was ſens zu thun, aber das eiſch iſt ſchwach; Geſtaͤr⸗ ket wird wol zu zeiten in mir der inwendige menſch, krank aber lieget darnieder der aͤuſerliche; denn das gute, das ich wil, das thue ich nicht allemal; ſondern das boͤſe, das ich nicht wil, das —— — das thue ich leider! viel⸗ faͤltig. Ach wie oft ſtei⸗ gen bey mir eitele, boͤſe und gottloſe gedanken auf! wie oft entfahren mir un⸗ demuͤhtige mich vor dei⸗ nem richter⸗ ſtuhle und ru⸗ Sebeht um ein gutes Gewiſen. — nuͤtze und ſchaͤndliche wor⸗ te! wie oft verunreinigen mich wol gar verkehrte werke! Alle meine gerech⸗ tigkeit iſt wie ein unflati⸗ ges kleid; was wil denn erſt meine ungerechtigkeit feyn? Darum darf ich mich freilich nimmermehr unterſtehen, mit meiner ei⸗ genen gerechtigkeit vor dir aufzutreten; ſondern ich fe aus der tiefe zu dir; HErr! ſo du wilt ſuͤnde zurechnen, wer wird beſte⸗ en? Wenn du mit mir in das gerichte gehen wol⸗ teeſt, wo wuͤrde ich bleiben? Wo du mich nach der ſchaͤr⸗ e deiner gerechtigkeit auf je probe ſetzen wolteſt wie koͤnte ich vor dir beharren? Hitteſt du luſt mit mir zu adern, und wolteſt genaue rechnung meines lebens, thuns und laſſens von mir tauſend nicht eines ant⸗ worten. Deswegen wil ich, zu meiner entſchuldi⸗ gung, den mund nicht auf⸗ thun, ſondern vielmehr er⸗ kennen, daß ich auch dieſer meiner taͤglichen ſunden⸗ faͤlle halber den ewigen tod verdienet haͤtte. Damit aber derſelbe an mir feine macht haben moͤge, ſoſtel. le ich dir, heiliger vater! fuͤr dieſe meine rähhie ſunden faͤlle das theure blut deines ſohnes dar, das er auf dem altare des kreu⸗ zes vergoſſen hat, das rei⸗ niget mich von allen und nen ſuͤnden. Laß mir die⸗ ſes vollkommene loͤſegeld deines ſohnes zur verge⸗ bung aller meiner ſuͤnden gedeyen! amen. Gewiſſen. 69.9 herzen eind ger! wie ha wunderbarlich gemachet, ſodern; ſo koͤnte ich dir auf alſo auch von dieſen mei Gebeht um ein gutes och GOtt aller vu das ge⸗ wiſſen des menſchen ſo und zum zeugen des guten und uaes ſohne Im altarſ⸗ fommen oe Sohnes m je ebeht um ein gutes Gewiſſen. und boͤſen verordnet, und mit furcht und freudigkeit, mit freude und leid wun⸗ derbarlich begabet; daß es alle menſchen der gerech⸗ ligkeit erinnere, und einen en uͤberzeuge, daß du ein gerechter GOtt ſeyſt, vor welchem ſich jedermann fuͤrchten muͤſſe: daß du auch überall gegenwaͤr⸗ tig ſeyſt, vor welchem ſich d niemand verbergen koͤnne. — Denn ſo man ſich fuͤr ſei⸗ nem eigenen gewiſſen nicht verbergen kan, welches nurſg ein richter und innerlicher unbetruͤglicher zeuge eines einigen menſchlichen her⸗ zens iſt; wie folte man ſich vor dem allwiſſenden GOtt verbergen, der ein richter iſt aller menſchlichen her⸗ zen? Ach! wie oft habe ich meinem eigenen gewiſſen widerſtrebet, und bin dem⸗ ſelben nicht gefolget, ob mich es gleich erinnert und geſtrafet hat! Ich habe ei⸗ nen großen, ſchweren und unruhigen zeugen wider mich ſelbſt erwecket. Ach mein GOtt! du wahrer und einiger ſeelen⸗ arzt, die handſchrift, die wide der du heileſt die zerbro⸗gu chenes herzens ſind und verbindeſt ihre ſchmerzen, heile mich, HErr! denn mei⸗ ne gebeine ſind erſchrocken, und meine ſeele iſt ſehr erſchrocken. Ach! reinige mein gewiſſen, HERR ☛ JEſu! mit deinem blute lich deinen heiligen Geiſt, der mich troͤſte, und mie die ſeelen⸗ſchmerzen lin dere, daß ich nicht allzuſehr erſchrecke, daß nicht die furcht vor deinem geſtren gen gerichte mich in ver⸗ zweifelung ſtuͤrze. Tilge mich iſt, mit deinem blut aus: ſchreibe in die tafe meines herzens und gewiſ⸗ ens⸗ die ich zerbrochen ha⸗ e, deine gnade, vergebung der ſuͤnden, grrechtigkeit/ den glauben, die liebe, dieu lebendige hoffnung, dedu und I12 Gebeht um ein gutes Gewiſſen. daß in mei⸗ und gebeht; als in ei⸗ nem gewiſſen, nem ſpiegel, deine gerech⸗ tigkeit leuchte, die mir aus gnaden durch den glauben beſchenten iſt. Deine edle luts⸗troͤpflein zieren mer⸗ ne ſeele als der ſchor ſchmuck; die kraft deines heiligen opfers, leidens und todes erquicke mein gewiſ⸗ ſen. Ach! du edler wein⸗ ſtock, bluͤhe in meinem her⸗ zen und gewiſſen, und vertreibe durch deinen le⸗ bens geruch allen hoͤlliſchen ſchlangen gift; toͤdte den nagenden herzens⸗wurm, und ſtille die anklage der ſuͤnden und des geſetzes in mir. Laß mein gewiſſen den rechten freuden⸗wein des heiligen geiſtes ſchmek⸗ ken, daß ich mich in dir al⸗ lein erquicke und erfreue. O meines herzens einige freude und ruhe! in mir ſelbſt muß ich erſchrecken und verzagen: in dir aber erfreuet und erquicket ſich mein betruͤbtes gewiſſen. Achl laß mich empfinden, was David ſaget: darum ſchoͤnſte meine ehre iſt froͤlich. Ach! laß dein licht, das in mir ch⸗ iſt, den glauben, die liebe, die hoffnung und deine er⸗ kentniß in mir nicht finſter werden und erloͤſchen; ſon⸗ dern laß es in dir, und durch dich leuchten und hel⸗ le werden, daß es mir leib und ſeele erleuchte wie ein ſeblitz; daß ich mit freudi⸗ gem geiſte vor dir erſchei⸗ nen, und vor deinem ange⸗ ſichte beſtehen moͤge. Ach! wie iſt ein gut gewiſſen willen gelitten haben zum tode gegangen! Wer kan mich verklagen, wenn in wenn mich mein gewiſſen betruͤbet, ohne du allein, Wer kan mich rechtferti⸗ gen, wenn mich mein ge⸗ ſKeuet ſich mein herz und wiſſen verdammet? ai du ——— eine große freudigkeit vor GOtt und menſchen! wie freudig ſind die heiligen maͤrtyrer, ſo um der ge⸗ rechtigkeit und wahrheit mein gewiſſen los ſpricht? Wer kan mich betruͤben, wenn mich mein gewiſſen erfreuet? Dargegen aber, wer kan mich erfreuen, o meines herzens freude! 88 ——— — — — —*—2— —— Kllhe ich mi dvor denme⸗ Jiehen mi 1 Fielitten wangen! R 4 zuich men 23? Dargele du allein, o mein erloͤſer IEſu Chriſte! in deſſen verdienſt meine gerechtig⸗ keit ſtehet und gegruͤndet iſt. Ach mein Serr und mein GOtt! laß mich die⸗ ſen ſchatz wol bewahren: und wenn durch dein blut mein gewiſſen gereiniget iſt; ſo laß mich durch dei⸗ ne gnade daſſelbe rein be⸗ halben, daß ich in dieſes ge⸗ heiligte und reine gefaͤß nichts unreines lege, damit es nicht wieder beflecken und verunreiniget werde, ſonſt iſt leib und ſeele be⸗ flecket. Laß mich aber ei⸗ nen guten ſchatz hinein ſamlen, welchen ich an je⸗ nem tage hervor bringen moͤge, als aus einem guten ſchatze meines herzens. Ach du gerechter GOtt! der du herzen und nieren pruͤfeſt, wie haſt du in dem gewiſ⸗ ſen des menſchen beides himmel und hoͤlle und die unſterblichkeit der ſeelen zu b Denn ein gaut gewiſſen iſt der himmel, und ein boͤſes ge⸗ an wiſſen iſt die hoͤlle: ſo wunderbarlich haſt du das! erkennen gegeben! gewiſſen gemacht, daß ein ſder menſch entweder ſei⸗ nen himmel oder ſeine hoͤl⸗ le in ihm ſelbſt haben und tragen muß. Und weil wir in dieſem leben mit fleiſch und blut auch wider e 4 GOtt! einen guten kampf kaͤmpfen, daß ich dieſe beid. edlen ſchaͤtze den glauben und das gute gewiſſen be durch die ruhe meines ge halten moͤge. wiſſens die ruhe des ewigen lebens, friede und freude in dir, o mein HErr und mein 2 ☛a — ie arge welt, kaͤmpfen muͤſſen: ſo hilf mir, lieber GOtt! ſchmecken; ſo wird mich keine ſchmach der weitt betruͤben, kein verluſt des uul Feitlichen traurig machen, kein verlaͤumder beleidigen, keine furcht erſchrecken, kei⸗ ne gewalt verletzen, keine 2 ſuͤnde verdammen, kein teu⸗ fel mit ſeinen feurigen pfei⸗ len uͤberwinden, amen. Um di lachfolge h ch 8* * „Jpoch du holdſelt⸗ unl 7 ger, freundli⸗ 4 14 Gebeht um die Nachfolge Chriſtt.— —. cher u —— ——— nd liebreicher HErr miſſethat, verbirge deine JEſu Chriſte! du ſanft⸗ heilige augen vor meiner tiges und geduldiges unreinigkeit, verwirf mich i herz! wie ein ſchoͤnes tu⸗ nicht von deinem angeſich⸗ u endreiches exempel eines te, verſtoß mich nicht aus d heiligen lebens haſt du uns deinem hauſe, als einenun⸗ ſ mu gelaſſen, daß wir nachfol⸗ rei en ſollen deinen fußſtap⸗ Tilge aus in meinem n. Du biſt ein unbe⸗ zen alle hoffart, als des fleckter ſpiegel aller tugen⸗ teufels unkraut; undpflan den, ein vollkommenes vor⸗ze in mich deine demußt, ſ bild der heiligkeit, eine un⸗ als die wurzel und den me tadelhafte regel der froͤm⸗ grund der tugend. Reute m. migkeit, eine gewiſſe richt⸗ in mir alle rachgier voͤllig ſe ſchnur der Ach! wie iſt doch mein ſanftmuht. Ac ſuͤndliches leben deinem hei⸗ ligſtes vorbild aller uuha mi ligen leben ſo ungleich! Ich den! ſe ſolte in dir als eine neue mit reinem glauben, mit ſt reatur leben; ſo lebe ich feuriger liebe, mit lebendi⸗ ſo ehr in der alten kreatur, ger hoffnung, nit geiihe n nemlich in Adam, als in andacht, mit kindlicher dir meinem lieben HErrn furcht. O du meine ewi⸗ d JEſu Chriſto. Ich ſolte ge zuverſicht! meine lie⸗ t nach dem geiſte leben, ſo be, meine hoffnung, meine in lebe ich leider! nach dem ehre, meine zierde; dein le⸗ i fleiſche, und weiß doch was ben iſt ja nichts anders ge⸗ die ſchrift ſaget: Wo ihr weſen, als liebe, ſanftmuht ue nach dem fleiſche lebet, ſo und demuht: darum laß wd werdet ihr ſterben muͤſſen. dieſes dein edles leben auch Ach du freundlichſter hei⸗ in mir ſeyn, daß ich dein h aumland! vergib mir meine tugendhaftes leben auch in ii Wuunde, decke zu meine ge⸗ meinem leben zeige. Laß i brechen, uberſiehe meine mich ein geiſt, ein bib un nach dem lereinen un uuſitign. 1 er⸗ i erechtigkeit. aus, und gib mir deine edle ur ſ doch mein ſanftmuht. Ach du hei⸗ ſo den! ſchmuͤcke mein herz iyf 1 heit, le ebeht um die Liebe GOttes. 115 eine ſeele mit dir ſeyn, auf⸗ daß ich in dir und du in mir lebeſt. Lebe du in mir und nicht ich ſelbſt, laß mich dir leben, und nicht mir ſelbſt. Gib daß ich dich alſo erkenne und lieb habe, daß ich auch alſo wandele, gleichwie du gewandelt m haſt. Biſt du mein licht, h ſo leuchte in mir: biſt du meine zierde, ſo ſchmuͤcke mich ſchoͤn: biſt du meine freude, ſo erfreue mich in dir: bin ich deine wohnung, ſo beſitze mich allein; laß mich allein dein werkzeug ſeyn, daß mein leib, meine ſeele, und mein geiſt heilig ſey. Du ewiger weg, lei⸗ te mich; du ewige wahr⸗ hre mich; du ewi⸗ des leben, erquicke mich. Laß mich ja nicht des boͤ⸗ ſen geiſtes werkzeug ſeyn, daß er nicht ſeine bosheit, luͤgen, hoffart, geiz, zorn unſauberkeit durch nuc und in mir ausuͤbe un vollbringe; denn das iſt n des jatans bild, davon du mich, o du ſchoͤnes vollkom⸗ menes ebenbild GOttes! ch. barmherzigkeit 6 ich klage ia an erloſen wolleſt. Erneure aber meinen leib, geiſt und ſeele taͤglich nach deinem bilde, bis ich vollkommen werde. Laß mich der welt abſterben, aufdaß ich in dir lebe; laß mich mit dir auferſtehen, aufdaß ich mit dir gen himmel fahre; laß mich mit dir gekreuziget werden, aufdaß ich zu die in deine herrlichkeit einge hen moͤge, amen. Gebeht um die Liebe uulll GOttes. ₰ K du liebreicher licher und gnaͤdiger vater, du urſprung und hrunquell aller liebe, allenfreundd lichkeit, gute, b naͤde und und bekenne dir ſchmerzli daß in meinem herzen goͤttliche liebe, mit welchet ich dich uͤber alle dinge lie ben ſolte, durch die erb⸗ ſuͤnde ſo gar erloſchen und erſtorben iſt, daß ich von natur mehr geneigt bin zu mir ſelbſt, zu meiner eige: nen liebe und zu der liebeu der kreaturen, als zu dir, h 2 meinem 116 — Gebeht um die Liebe GOkkes. chet. augen⸗ Zuͤnde meinem lieben GOtt und vater; und daß ich demnach dich, meinen lieben GOtt und vater, meinen erloͤſer JEſum Chriſtum nicht lieb hat, der ſey verflu⸗ aus alle unordentliche lie⸗ bo, die welt⸗ und kreaturen⸗ liebe, die eigene ehre, die uuſt, das hoffaͤrti welches die herzen ſchen von dir abreiſſet. mir an die reine und un⸗ befleckte flamme der liebe, daß ich dich um dein ſelbſt auwgillen, als das hoͤchſte gut, als die ewige liebe, als die dichſte freundlichkeit, als die holdſelige lieblichkeit, als Rendergemitthe tigkeit, als die weſentliche heiligkeit, als die lauterſte weisheit, gerechtigkeit und h⸗ wahrheit, und uͤberhaupt als alles gute, und als ei⸗ „inen ewigen urſprung alles uten, vom herzen lieb ha⸗ e; nicht ſowol in anſe⸗ hung der belohnung, des nutzens, und der vergel⸗ ſol⸗ tung, welche du mir aus gnaden deswegen verheiſe ſen haſt; als vielmehr um dein ſelbſt als des hoͤchſten gutes willen: daß ich dir mein herz, willen und ver⸗ ſtand unterwerfe, mit freu⸗ den deine gebohte halte, und deinen willen gerne thue: denn darinnen beſte⸗ het die wahre liebe gegen dich. O HErr JEſu! die reine liebe deines herzens entzuͤnde mein kaltes herz; die zarte liebe deiner un⸗ befleckten ſeele erleuchte meine ſeele. Die liebe dei Tilge aber in mir luſt, die fleiſches⸗ 5 leben, er men⸗ aber dagegen in nes edlen gemuͤhtes erfuͤlle mir ſinn und gemuͤhte. Die liebe deiner goͤttlichen kraft ſtaͤrke meine ſeele un leibes⸗kraͤfte in deiner he 44 1 eer n winde; und das alles um der großen liebe willen Gebeht um die kindliche Furcht GOttes. 1176 be; daß ich auch um dei⸗ ner liebe willen, alles un⸗ terlaſſe was dir misfaͤllet, und alles thue und leide, was dir gefaͤllet, und dar⸗ innen beharre bis ans en⸗ de; denn dich alſo lieben iſt die allerſchoͤnſte weis⸗ heit, und wer ſe ſiehet, der liebet ſie; denn er ſiehet, wie große wunder ſie thut. Gib, daß mich auch deine liebe zu dir ziehe, mit dir vereinige, und mit dir, mei⸗ nem KErrn, einen geiſt mache, daß ich allezeit an dich gedenke, von dir rede, nach dir hungere und duͤr⸗ ſte, und in deiner liebe ge⸗ ſaͤttiget werde, in dir blei⸗ be und du in mir; daß ich durch ſolche liebe alle men⸗ ſchen in dir und um deinet willen als mich ſelbſt lie⸗ be; daß ich aus erbarmen⸗ der liebe meinen feinden vergebe, dieſelben liebe, fuͤr ſie bitte, ihnen wol thue, und ſie alſo mit guͤte uͤber⸗ meines lieben vaters im himmel, meines erbarmers; be willen GOttes des ſoh⸗ nes, meines erloͤſers; und um der inbruͤnſtigen feuri⸗ gen liebe willen GOttes des heiligen Geiſtes, meines einigen und wahren tro⸗ ſters, amen. Gebeht um die kindliche Furcht GOttes. 2 Heri⸗ du großer 7. und erſchreckli⸗ cher GOtt, der du him⸗ mel, erden, meer, und alles was darinnen iſt, gemacht haſt! dich ſol billig fuͤrch⸗ ten alles was da lebet: denn groß iſt deine gde⸗ die du verheiſſen haſt de nen, die nicht auf menſchen, ſondern auf dich trauen. Groß und wunderſam ſind deine werke, HErr all⸗ maͤchtiger GOtt! gerecht und wahrhaftig ſind deine wege, du koͤnig der heiligen! Wer ſolte dich nicht fuͤrch⸗ ten, HErr! und deinen na men nicht preiſen? denndu biſt allein heilig. Aber ach HErr! wie gar ver⸗ derbt ſind wir von natur, um der vollkommenen lie⸗ daß wir ſo leicht und gerne h 3 b ohne b 18 b Gebeht um beſtaͤndige Hoffnung. 6 ohne gottesfurcht in eite⸗ lem weſen dahin wandeln, dein wort und geſetz, deine liebe und wolthaten, ja dei⸗ den augen ſetzen, und den es fleiſches, wie furcht und feſtem vertrau⸗ en auf deine gute, bis an das ende beſtaͤndig bleibe, Gebeht um beſtaͤndige Hoffnung. 73. armherziger, ) gnaͤdiger GOtt ich bekenne vor dir, wie es die wahrheit erfordert, daß durch deinen heiligen Geiſt die fleiſchliche ſicherheit mein herz zur wahren got⸗ tesfurcht lenken, daß ich dich allezeit vor augen habe, fuͤr ſuͤnden mich huͤte, und dich nicht als meinen feind, ſondern als meinen vater fuͤrchte und ehre. Weiſe nmir, HErr! deinen weg⸗ daß ich wandele in deiner wahrheit. Erhalte mein herz bey dem einigen, daß von mir austilgen, und Blich deinen namen fuͤrchte, 1und in ſolcher kindlichen tel und vergaͤnglich iſt, und daß demnach alle dieſen ge unweislich handeln, und ſich ſelbſt mit thoͤrichter hoffnung betriegen, welche ſich auf menſchen, auf gend etwas irdiſches ver⸗ ſaſſen Denn es iſt frei⸗ lich nicht anders, als ob te. Gelobet aber ſeyſt du vater unſers HErrn JE⸗ ſu Criſti! daß du uns nach keit wiedergeboren zu einer lebendigen hoff⸗ nung, durch die auferſte⸗ hung IEſu Chriſti P ————— alles in dieſer welt ganz ei 7 b und gut, oder ſonſt auf ir⸗ man auf traͤume halten, nach dem ſchatten greifen, oder den wind haſchen wol⸗ deiner großen barmherzig⸗ haſt —— —— — ——— —— 27—2 — — ——— ———— Gebeht um beſtandige Bofnng.. den todten, zu einem un⸗ aͤnglichen, unbefleckten und unverwelklichen erbe, b das behalten wird im him zu ſchanden werden uͤber s die wir aus GOt⸗ cht durch den glau⸗ ben bewahret werden zur ſeligkeit. Denn nun wiſ⸗ ſen wir arme menſchen worauf wir unſere nung ſetzen ſollen; nemlich fuͤh nicht auf irdiſche dinge, ſon⸗ dern allein auf deine grund⸗ igkeit in Chri⸗ u unſerm heil darum, HErr meinGOtt! ſchuͤtte ich jetzund mein herz vor dir aus, und bezeuge, daß ich, mit hindanſetzung ch aller irdiſchen zuflucht, mei⸗ ne hoffnung gan auf deine gute un ſetze. Du biſt der allmaͤch⸗ tige und allein weiſe GOt darum weiß ich, wol helfen: du biſt mein gnaͤdiger vater um Chriſti willen, darum hoffe ich au gib deine vaͤterliche guͤte, du anade und kraft deines he wirſt mich nicht verlaſſen. Es iſt ja keiner jemals zu chanden worden, der au ich gehoffet hat; wort verſichert uns, loſe barmher z und gar dallmacht , du kan hoffnung der elenden werdeu nicht verloren ſeyn ewiglich. So laß denn auch mich nicht meiner hoffnung, ſondern erweiſe an mir deine große guͤte. Ja HErr! erhal⸗ te und ſtaͤrke in mir eben dieſe hoffnung, die ich auff dich geſetzet habe: denn ich uͤhle und bekenne, daß mein fuͤndhaftes fleiſch und blut d⸗ allzuſehr auf irdiſchen und vergaͤnglichen troſt ſiehet, und ſich deswegen eine hoff⸗ nung machet, ie doch nich tig und umſonſt iſt. Ver gib mir, mein GOtt! ſol e meine ſuͤnde. Tilge aus meinem herzen alle fal ſhe betruͤgliche hoffnung, ie wie ein traum verge⸗ het, wie ein ſchatten ver⸗ ſchwindet, und wie der wind dahin faͤhret. Nim auch von mir alle vergeb liche, unglaͤubige und herz ffreſſende ſorge, und gib die ligen Geiſtes, daß ich in fe⸗ em glauben beſtaͤndig auf fdich hoffe, deiner grundlo⸗ ſen barmherzigkeit, unaus⸗ ſprechlichen guͤte, und un⸗ h. fehlba 123 Sebeht um die Ruhe des Herzens in GOtt. fehlbaren verheiſſung gaͤnz⸗ lich vertraue, und deine gnaden⸗ huͤlfe ungezwei⸗ felt erwarte. Staͤrke und wapne mein herz,o GOtt! daß ich den liſtigen anlaͤu⸗ fen des ſatans, in ſteter hoffnung auf dich, getroſt begegne, die feurige pfeile ſeiner anfechtungen ritter⸗ lich ausſchlage, und alſo, nach dem exempel meines heilandes JEſu Chriſti, einen guten kampf kaͤm⸗ pfen, und ſeliglich uͤber⸗ winden moͤge. Lindere und verkuͤrze mir auch die truͤbſal, damit ich ſie er⸗ tragen koͤnne. Ja du GOtt der hoffnung! erfuͤlle mich mit aller freude und friede im glauben, daß ich voͤllige hoffnung habe, durch die kraft deines heiligen Gei⸗ ſtes, um JEſu Chriſti wil⸗ len, amen. che uns bald zur vergeblichen hoffnung, ald zur aͤngſtlichen ſorge ibet. Ach der gro⸗ ßen eitelkeit und des elen⸗ des, daß der menſch ſein lebtage ſo viel ſchmerzen hat mit graͤmen und leid, daß auch ſein herz des nachts nicht ruhet! das machet alles unſere ſuͤnde und verderbniß, dadurch ffrisde geſtoͤhret, die ge⸗ he aufgehoben, und hingegen unruhe, graͤ es iſt ja dieſe welt voll un⸗ ruhe und truͤbſeliger ver⸗ wirrung: denn die gottlo⸗ ſen ſind wie ein ungeſt⸗ mes meer, das nicht ſtille ſeyn kan, und deſſen wellen koht und unflaht auswer⸗ fen. So iſt auch in un⸗ ſerm eigenen fleiſch und blute lauter unruhe, wel⸗ zur ſicherheit bald zur k antreibet. de wiſſen 2 8⸗ru men und herzeleid in uns Gebeht um die Ruhe des Herzens in GOtt. 74 b Kinmnüiſcher va⸗ T.& ter, heiliger und barmherziger GOtt! angerichtet worden iſt. Ich ber vater! vergib mir meine ſunde, und tilge meine miß⸗ ſethaten, um deines lieben ſohnes IEſu Chriſti willen. leinmuͤhtigkeit oder verzweifelung, bald bitte dich, barmherzigerlie⸗ Erwee Gebeht um die Erhaltung der chriſtlichen Kirche. 121 u Erwecke guch in mir friede ſjich ja geworfen von mut Wi und freude in dem heiligen terleibe. Meines herzens Geiſte, daß ich aus erkent⸗ luſt ſtehet zu deinem na⸗ niß und empfindung deiner men: erhalte mich in ſtetem gnaden, in allen zufaͤllen kindlichen vertrauen auf ieſes elenden lebens, allein deine guͤte, damit ich alle deiner barmherzigkeit mich feurige pfeile des ſatans, troͤſte und erfreue; ja daß alle anfechtung des gewiſ ich in meinem ganzen le⸗ ſens, ja auch alle verſu ben mich deiner vaͤterlichen ſchungen der welt und mei⸗ und allein weiſen vorſehung nes eigenen fleiſches ritter. gaͤnzlich ergebe; in meinem lich und mit freuden uͤber berufe, was mir gebuͤhret, winden, und die verheiſſene nach meinem beſten ver⸗krone der ehren erlangen moͤgen fleißig verrichte, und moͤge, amen. im dbeſgen Birales befeg—— le, und deine huͤlfe und goͤtt⸗, 1 lichen ſegen in kindlicher zu⸗ Gebeht um die Ethal verſicht erwarte, auch dar. Pirche. uͤber geduldig ſey, und mit. freuden aus deiner hand& vater aller n annehme, was du mir nach 75. Sebarm erzigkeit⸗ ne deinem heiligen allein wei⸗ der du dir deine heilige ge⸗ ſen willen zuſchickeſt. Ach meine und kirche auf erden, wie wol iſt dem menſchen, durch dein wort und den ih der ſolcher geſtalt ruhe und heiligen Geiſt ſamleſt und una friede in ſeinem herzen hat! ſerhaͤlteſt: ich bitte dich, du am Hilf mir, lieber GOtt! wolleſt deine kleine herde, aanah daß ich ſolche ruhe in allem das arme hauflein, ſo dein nhantt elende empfinden moͤge. wort durch deine gnade an vna Troͤſte mich mit deiner huͤl⸗ genomnen hat, ehret und 4 8 6„ 1 Ff 6 143 ut fe, und dein freudiger geiſt befoͤrdert, bey der rechten nd enthalte mich. O HErr ſerkanten, reinen und alleinu mnn mein GOtt! auf dich bin ſeligmachenden lehre, auch 4 eh b h 5 ry) , —— 122 Gebeht umdie Erhaltung der chriſtlichen Kirche. bey dem rechten gebrauche der heiligen ſacramenten, wider alle pforten der hoͤl⸗ len, wider alles wuten un toben des leidigen teufels, wider alle bosheit und ty⸗ ſtaͤndig und feſt erhalten. Erhalte dein ſchiflein ſamt deinen chriſten mitten auf ter allen wellen und waſ⸗ ſerwogen, daß es nicht ſinke noch untergehe. Laß deine liebe kirche feſt und unbe⸗ weglich auf dem grundfels ſtehen, darauf ſie gebauet iſt. O GOtt zebaoth! wende dich doch, ſchaue vom immel, und ſiehe an un uche heim deinen wein⸗ ſtock, und halte ihn im bau⸗ den deine rechte gepflanzet hat, und den du dir feſtig⸗ lich erwaͤhlet haſt, auf daß ſein gewaͤchs ausgebreitet, und ſeine zweige groß wer⸗ den. Nim uns, deine ſcha⸗ fe, in deinen ſchutz, daß un niemand aus deiner hand reiſſe. B l⸗ dein liebes wort, das helle dund unwandelbare licht, ſo ranney der argen welt, be⸗ ſe f und erhalte deine kirche und dem ungeſtuͤmen meere, un⸗ gemein⸗ dviel an⸗ ſ ſtoͤßen in der welt, aufdaß d nicht entgelten unſere Behuͤte uns fuͤr allen denjenigen, welche die vertilgung der rechten leh⸗ beſtaͤtigung der ſchaͤndli⸗ chen abgoͤtterey ſuchen. Laß uns jezt ſcheinet, nicht un⸗ tergedruͤcket oder ausgeld⸗ ſchet werden; ſondern thue huͤlfe durch deinen großen und ausgeſtreckten arm, gemeine unter ſo viel an⸗ du unter uns hie auf erden auch ein volk habeſt, das dich erkenne, ehre und an⸗ bete, und deinem heiligen namen mit reinem herzen diene. Ach HErr! ſchone deines volkes, und laß uns if ſun. den, der du die miſſethat hi vormals vergeben haſt dei⸗ i nem volke, und alee ihre ſi fuͤnde bedecket; der du vor⸗ io mals haſt allen deinen zorn ii aufgehaben, und dich ge⸗ m wendet von dem grimme m deines zorns: tro e uns 6 GOtt unſer heiland! und i laß ab von deiner ungnade i uͤber uns. Beſchuͤtze dei ne chriſtenheit, welche ſich auf dich allein verlaͤſſet, ſ re, und die aufrichtung und d dat die pforten der hö llen * ſe Gebeht um rechtſchaffene Liebe. ſie nicht uͤberwaͤltigen. Sey und bleibe du mitten unter uns, und weiche nicht von deiner gemeine: thue t ſolches um deines namens wWillen, daß derſelbe nicht entheiliget werde; ja thue es um IEſu Chriſti dei⸗ nes lieben ſohnes willen, amen. Gebeht um rechtſchaf⸗ fene Liebe. Err IEſu 76. Ge riſte, des le⸗ ndigen GOttes ſohn! du ſpiegel der goͤttlichen ma⸗ eliebet haſt bis in den tod, und aus er du uns bruͤnſtiger liebe am kreuze fuͤr uns arme fuͤnder ge⸗ e erben biſ uns damit von dem ewigen tode erloͤſet, s und ein vorbild der rech⸗ den au ten inbruͤnſtigen liebe ge⸗ ns: unl laſſen haſt, wie wir uns mn unter einander erzeigen ſol⸗ ura len: ich bitte dich durch ſin deine große treue, du wol⸗ i leſt unſere kalte herzen mit 5 dem feuer deiner goͤttlichen ait liebe erwaͤrmen, daß wir zttlichen ma⸗ dern aus dem unvergaͤngli eſtaͤt und ewigen klarheit, rechtſchaffen und ungefäͤr. einander nicht nur mit that und mit der wahrheit dich wahren GOtt, mit dem vater und dem heili⸗ gen Geiſte in einem ewigen und unzertrennlichen we⸗ ſen, uͤber alle dinge, und vom ganzen herzen lieb haben; und aus ſolcher lie be dein wort und geboht halten: daß wir uns auch, nach deinem neuen geboh te und exempel, unter ein ander herzlich lieben, und damit, als deine rechtſchafe⸗ fene juͤnger und wahre chriſten, beweiſen, daß wie wiedergeboren ſind, nicht aus vergaͤnglichem, ſon⸗ chen ſamen, nemlich aus dem lebendigen worte, das da ewiglich bleibee. Ver⸗ leihe, daß ſich ein jeder chriſt des andern, als glie⸗ der eines leibes, mit bruͤ⸗ derlicher liebe und herzli⸗ cher treue annehme; und daß ſolche liebe nicht falſch oder erdichtet, ſondern bet ſey, daß wir uns unter worten und mit der zun ge, ſondern auch mit der 8 lie 124 Gebeht um Geduld in Leidens⸗Zeit lieben. Entzuͤnde durch deinen heiligen Geiſt unſe⸗ re herzen, daß wir nach deinem vorbilde auch un⸗ ſere feinde lieben, und gu⸗ tes thun denen, die uns haſſen und verfolgen, und dir die rache in allen din⸗ geen mit geduld uͤbergeben. O du ſohn GOttes! nim von uns weg allen haß, alle bitterkeit, ſamt aller bposheit, ferne von uns ſyn auf daß wir nicht das ban der vollkommenheit tren⸗ nen und aufloͤſen. Hilf, daß wir einander vom her⸗ zen verzeihen, gleich wie du uns vergeben haſt; und daß wir die ſonne uͤber un⸗ hre zorne nicht unterge⸗ en laſſen, auch nicht raum geben dem laͤſterer und eidigem boͤſewichte. Gib gnuade, daß wir dir dienen m rechtſchaffenem glau⸗ ben, der durch die liebe kraͤftig und thaͤtig iſt, auf⸗ daß wir in dir ewiglich bleiben und du in uns, al⸗ ſo, daß uns weder tod noch auleben, weder engel noch fuͤrſtenthum, noch gewalt⸗ neid, feindſchaft, und laß weder gegenwartiges noch zukuͤnftiges, weder hohes noch tiefes, noch keine an⸗ dere kreatur, von deiner ewig waͤhrenden liebe ſchei⸗ den koͤnne, der du lebeſt und regiereſt mit dem vater und heiligen Geiſte in ewig⸗ keit, amen. Gebeht um Geduld in Leidens Zeit. der du biſt eine ſtaͤrte der ſchwachen, ein heil der kranken, eine kraft der muͤhſeligen, ein troſt der betruͤbten, eine freude der traurigen, eine zuflucht der angefochtenen, ein leben der ſterbenden, ein GOnt ſtes: du ſieheſt und weiß ſchwach, bloͤde und verzagt ſeyn, und im kreuze ohne beyſtand nicht beſtehen kon⸗ nen. Derowegen rufe! „“ſͤͤhͤ—— 4 ollmaͤchtiger gü⸗ 77. Loh tiger Goi! verlaſſenen, eine huͤlfe der W der geduld und alles i ſeſt, daß wir von natur deine goͤttliche huͤlfe und zu dir, wenn du mir krank⸗ heit, oder ſonſt widerwar⸗ “ tigkeit/ ——— ———— ————— ——— — — —— — — ———— —— —— —— ——————-— — — —— —— —— —— ——-—— —— —— —— —— — — —— ——— ¹ de 2e) un h 2 6i 35 ———=—.———— 2 5 S == = B — — B —= an dern laß mich erkennen, zu ſchanden werden, und Gebeht um Geduldin Leidens⸗Zeit. lichen willen und wolgefal⸗ len, zuſchickeſt; du wolleſt ben, und beſtaͤndig in der geduld erhalten. Verleih mir gnade, daß ich deine vaͤterliche hand und züch tillem und herzen ertra⸗ in leidens⸗zeit, welche mir lehre mich, daß ich dir, meinem GOtt, ſtille halte, achte fuͤr ein zeichen dei⸗ der dich murre, oder ſonſt ungeduldig werde; ſon⸗ daß, welchen du, HErr! lieb haſt, denſelben du auch zuͤchtigeſt zu ſeiner beſſe⸗ rung: denn die truͤbſal bringet geduld, geduld aber bringet erfahrung, erfah⸗ rung bringet hoffnung, hoffnung aber laͤſſet nicht ſelig iſt der mann, den du, tigkeit, nach deinem goͤtt⸗ tigeſt. Darum ſol ſich u niemand wegern der zuͤch⸗ tigung des allmaͤchtigen: mich darunter feſt im glau⸗ denn du verletz V bindeſt: du zerſch und deine hand heilet. Aus ſechs truͤbſalen wirſt nu ſch⸗ mich erretten, und in der tigung mit ſanftem geiſte ſiebenden wird mich kein t ubel ruͤhren. So hilf gen moͤge. Gib mir geduld nun, ewiger barmherziger GOtt! daß ich meine ſeele hoch von noͤhten iſt; und mit geduld faſſe, und im gewiſſer hoffnung unabge wendet ſtets an dir bleibe;z wenn es mir uͤbel gehet, aufdaß ich mit kindlicher V damit ich die truͤbſal nicht zuverſicht dein varterliches zeich herz, welches unter dem ner ungnade, und in mei⸗ kreuze verborgen iſt, erken nem herzen nicht etwa wi⸗ nen moͤge; mit allerley eſtaͤrkett kraft maͤchtig 1 werde, nach großen macht deiner herrlichkeit, und mit aller geduld und langmuht, in aller anfech tung und widerwaͤrtigkeit, gewapnet ſtehe, und froͤ lich mit dankbarem gemuͤh⸗ te in aller noht len deinen glaͤu 1 preiſen moͤge e ich, mit Chriſto IEſu dei⸗ du, nem lieben ſohne, allhie GOtt! ſtrafeſt oder zuͤch⸗leide, alſo auch mit ih Vebeht um wahre Gottſeligkeik. ewigen herrlichkeit erhaben werde, amen. Gebeht um wahre Goteſeligkeit. 1. 8 CEerleih mir, all 7. 8 maͤchtiger und barmherziger GOtt! daß ich nach demjenigen, was ddir wolgefaͤllig iſt, fleißig muund inbruͤnſtig verlangen rrage, weislich und ver⸗ ſtaͤndlich darnach forſche, es wahrhaftig und eigent⸗ lich erkenne, es rechtſchaf⸗ fen und vollkoͤmlich ins werk ſtelle. Richte und lenke meinen ſtand zu dei⸗ nes namens lob und eh⸗ re; und was du von mir forderſt das ich thun ſoll, darzu gib deine gnade, daß ich es recht wiſſe und ver⸗ ſtehe, auch durch deine kraft koͤnne und vermoͤge; gib, daß ich es alſo ins werk richten moͤge, wie ſich es geziemet, und wie es mei⸗ ner ſeele zu ihrer ſeligkeit nuͤtzlich und heilſam iſt. Verleih mir deine gnade, daß der weg, den ich zu dir wandele, ſicher, richtig auch davon im gluͤck undun⸗ luͤck nicht abweiche; daß ich 5 huten tagen mich nicht erhebe, und in boͤſen tagen nicht verzage: daß ich dir dank ſage, wenn es mir wol gehet, und geduldig ſey, wenn mir es ubel gehet; daß mich nichts erfreue, als das allein, ſo mich zu dir leitet; und mich nichts betruͤbe, ohn alleine das, ſo mich von dir abfuͤhret. Laß mich alles thun aus liebe zu dir: und was zu deinem dienſte und ehren nicht gereichet, laß mich als ein lauter todtes werk ach⸗ ten. Laß mich nicht nur aus gewohnheit gutes thun, ſondern alles zu dir richten mit herzlicher an⸗ dacht. Laß alles, was ver⸗ gaͤnglich iſt, vor meinen augen geringe ſcheinen; und alles was dein iſt; mir lieber ſeyn, als das andere alles. Laß mich eineneeckel haben ur allem, was ohne dich iſt; nichts begehren, was nicht zu deiner ehre oder zu des nechſten nutz gereiche. Laß und vollkommen ſey: ich mich mein ganzes herz zu und laß mich — —— — 5 — —— — — — — — —— —, — — Gebeht um heiligen Gehorſam. Dr dir richten, und meine maͤn⸗ gel und ehrechen mit ei⸗ nem guten vorſatze der beſ⸗ ſerung bereuen. Hilf mein GoOtt! daß ich ſey demuͤh⸗ tig ohne heucheley, froͤlich ohne leichtſinnigkeit, trau⸗ rig ohne zagen, wahrhaf⸗ tig ohne betrug. Laß mich dich fuͤrchten ohne zweifel, auf dich hoffen ohne ver⸗ meſſenheit, zuͤchtig ſeyn ohne unreinigkeit, den nech⸗ ſten ſtrafen ohne rachgier, ihn lieben ohne falſchheit, ihm erbaulich ſeyn mit worten und werken ohne hochmuht/ ehorſam ſeyn ohne widerſpenſtigkeit, ge⸗ duldig ohne murren. Gib mir, odu gnaͤdigſter vater! ein munteres und wachen⸗ ae des herz, welches keine un⸗ n) nuͤtze ſorgen und gedanken a von dir abfuͤhren; ein un⸗ bewegliches herz, das keine boͤſe neigungen und begier⸗ Kt den zu ſich ziehen; ein un⸗ uͤberwindliches herz, das und n keine widerwaͤrtigkeit muͤ⸗ an de oder matt mache; ein freyes und lebendiges herz di dh welches keine boͤſe luſt bin⸗ den und zwingen koͤnne; beugen moͤge. Gib mir feis⸗ dich zu ſuchen; weis ein richtiges herz, das kein boͤſer vorſatz krummen und verſtand, dich zu erkennen; eit, dich zu finden; einen wandel, ſo dir gefalle; ei⸗ nen glauben, ſo dir ver⸗ traue; eine beſtaͤndigkeit, ſo ſicherlich deiner warte;z Laß mich deine ſtrafen rei zen zur buße, deine wol thaten treiben zur dankbar: keit, bis ich deiner freude genieſſe in der herrlichen ewig eit, amen. Gebeht um heiligen Ge horſam. 0 I heiliger, ge⸗ 9. rechter, all maͤchtiger GOtt, himmli⸗ ſcher vater! ich bekenne und klage dir vom grunde mei⸗ nes herzens, daß ich die nicht allezeit gehorſam ge⸗ weſen, als ich billig ſeyn ſollen; ſondern daß man⸗ ches mal ungehorſam und widerſpenſtigkeit in mei⸗ nem herzen aufſteiget. Ach lieber vater! verzeihe mir dieſe ſchwere ſuͤnde des unuu gehor· Gebehr umn Jemhe. gehorſams, und gib gnade, daß ich forthin im kindli⸗ chem gehorſam gegen dich wandele. Ich rufe zu dir, himmliſcher vater! mit dem koͤnige Salomon: du wolleſt deinem knechte, (deiner magd) ein gehorſa⸗ mes herz geben. Solches mein demuͤhtiges gebeht wolleſt du gnaͤdig erhoͤren, und dir es ſo, wie des Sa⸗ lomonis gebeht, gefallen laſſen. O HErr IEſu Chriſte! der du uns einen klaren ſpiegel und ein hei⸗ liges exempel eines vo kommenen gehorſames vor⸗ geſtellet, indem du dei⸗ nem himmliſchen vater ge⸗ horſam worden bis zum to⸗ de, ja zum tode am kreuze; du wolleſt auch in meinem herzen ſolchen gehorſam wirken, daß ich in die heili⸗ ge fußſtapfen deines gehor⸗ ſams treten moͤge. Du haſt allen denen, die dir gehor⸗ ſam ſind, ewige ſeligkeit verſprochen; ach! verleihe mir deine gnade, daß ich dieſen ſchatz der ewigen ſe⸗ ligkeit ja nicht durch unge⸗ ll.bens wirken, zur ehre GOt⸗ liger Geiſt! der du von GOtt gegeben wirſt deng, die ihm gehorchen; tilge aus meinem herzen allen ungehorſam, und pflanze in mich die himmliſche frucht des gehorſams, auf⸗ daß ich auch deiner gnade und guͤter moͤge theilhaftig werden. Du biſt ein geiſt des glaubens; du wolleſt auch in mir den gehorſam des glaubens wirken. Du biſt ein geiſt der heiligung: du wolleſt in mir den ge⸗ horſam eines heiligen le⸗ m rr? —— ——— — — — — ——— 3— —— ——— ——— — —— — tes und erlangung meiner ewigen ſeligkeit, amen. Gebeht um Demuht. . allmaͤchtiger 80. S 4* GOtt! weil dir ein hoffaͤrtiges herz ein reuel iſt, und nicht unge⸗ rraft bleiben mag: denn wer zu grunde gehen ſol/ der wird zuvor ſtolz, und ſtolzer muht koͤmt vor dem alle: ja du, HErrzebaoth! aſt allezeit den hochmuht geſchaͤndet und endlich ge⸗ l vorſam verſcherze. O hei⸗ ſtuͤrzet: du zerſtreueſt, die hoffäͤr⸗ ab⸗ — —— — — —— —— —— * du ſten bas; u eimwir de 1 1 eiſt der ſin.— 4 9 Seſt in won r ents nn g R ken, zurtnc. in erlangunae a eligkeit in poffartig ſind in ihres her Ver gnad 1 hof de⸗ denken, daß ich nichts als lte ich di leit ie ich dich chriſtliche de⸗ herzen demuͤhtig ſeyn, 4 Gebeht um Demuht. zens ſinn, aber den de⸗ muͤhtigen giebſt du gnade, und erhebeſt die niedrigen aus dem ſtaube; ſo bit⸗ verleihe mir muht, daß ich lerne vom nach dem exempel meines HErrn JEſu Chriſti, wel⸗ cher, ob er wol in goͤttli⸗ cher geſtalt war, es nicht fur einen raub hielt, GOtt gleich ſeyn; ſondern er au⸗ ſerte ſich ſelbſt, und nahm knechts⸗geſtalt an: er er⸗ niedrigte ſich ſelbſt, auf⸗ daß wir durch ihn zum ewigen leben erhoͤhet wuͤr⸗ den, auch ſolche demuht von ihm lernen moͤgten. Behuͤte mich fuͤr aller gei lichen und fleiſchlichen hof⸗ fart, laß ſie nicht in mei⸗ nem herzen noch in mei⸗ nen worten herrſchen: ſin⸗ temal ſie ein anfang iſt al⸗ les verderbens; denn hoch⸗ muht thut nimmer gut, an und kan nichts denn arges un daraus erwachſen; dah wer darinnen ſtecket, der und ſt⸗von uns Verleihe mir gnade zu be⸗ ein ſchaͤndlicher koht ſey. uu Was wil ſich denn die ar⸗ me erde und aſche erhee ben? darzu, was hilft ei⸗ nem der reichthum ſamtme dem hochmuht? es faͤh ret ja alles dahin wie ein ſchatte. O lieber GOtt! bewahre mich fuͤr aller hoffart und vermeſſenheit, welche nichts gutes, ſon⸗ dern einen jammer nach dem andern anrichtet. Laß mich nicht aufgeblaſen und uͤbermuͤhtig werden in ga⸗ ben, die du mir mitthei⸗ leſt, aufdaß ich dieſelbi gen nicht misbrauche, noch ſemanden vormir verachte: denn wir haben ja nichtst ſelber, ſondern alles, was wir haben, das koͤmmet von dir; wie kan ſich denn jemand ruͤhmen, als ob er es nicht empfan⸗ gen haͤtte? Darum hilf, daß niemand weiter von ſich halte, denn ſich es ge buͤhret zu halten; ſondern daß wir von uns maͤßiglich halten, unſere ſuͤnde erken an richtet viel greuei an.] Gebehrenehe IAAi igen verachtung werde: amen. Gebeht um chriſtliche Sanftmuht. OQr guͤtiger HErr 81. 80 und GOtt! der du uns 6 leutſelig zur buße einladeſt, und ſo lang⸗ rung warteſt; goͤnne und gib mir den reichthum dei⸗ ner langmuht und ſanft⸗ muht. Ach HErr! wenn mir das allergeringſte von meinem nechſten zuwider geſchiehet; ſo gehet leider! oft das feuer des zorns und der rachgier in meinem herzen an. Darum bitte ch O wie viel und wie viel ge, ia die allerhaͤrteſte pein hund muͤhtig auf unſere bekeh⸗ meines fundlichen fieiſches durch deinen geiſt bölbes harte worte, haͤrtere ſchla⸗ und ſchmerzen hat dein lieber ſohn, mein heiland, meinetwegen erlitten! und b, hat, da ihm gefluchet ward, nicht wieder gefluchet; ſon⸗ dern alles dem heimge⸗ u ſtellet, der da recht richtet. Was iſt es denn fuͤr ein hochmuht und widerſpen⸗ igkeit von mir, daß ich elender ſterblicher menſch, ich arme erde und aſche, nicht einmal ein hartes woͤrtlein vertragen, und die von dem nechſten mir ugchügte beleidigung und 4 ſchaden nicht mit ſanft⸗ muͤhtigem herzen erdulden in und uͤberwinden kan? Ach üi du liebſter HErr IEſu! du ſchreieſt ja uͤberlaut: lernet, lernet von mir, denn ich bin ſanftmühti„ und vom herzen demuͤhtig! So rufe ich dich nun an mit flehentlichem ſeufzen; nim mich auf in die ſchule des heiligen geiſtes, da man ein alich demuͤhtiglich, du wol⸗ len dieſe ſchnode begierde thaͤter deines wortes wird =— —— =— — 47 faden wider meinen nechſten, bitten? Das wolte ja ein SSebeht um chriſtliche Sanftmuht. 131 daß ich darinnen von dir rechte wahrhaftige ſanft⸗ muht wol faſſen und ler⸗ nen moͤge. Ach mit wie ſo mannigfaltigen und ſchwe⸗ ren ſuͤnden erzoͤrne ich dich, o guͤtiger vater, deren ver⸗ gebung ich taͤglich bedarf! Wie doͤrfte ich denn, der ich ein menſch bin, gegen einen menſchen zorn da ten, und hingegen von dir, dem HErrn des himmels und der erden, vergebung ungeſchickter handel ſeyn: gegen meines gleichen be⸗ gehre ich keine erbarmung zu uͤben; aber von dir, o HErr, doͤrfte ich verzei⸗ hung bitten! nein, wo ich dem nechſten ſeine fehler nicht vergebe„ ſo kan ich auch von dir meiner ſinden vergebung nicht hoffen. Darum, o gnaͤdiger vater! der du biſt von großer lang⸗ muht und erbarmung, gib mir den geiſt der geduld und ſanftmuht, damit ich wenn er mir etwas zuwi⸗ rachgier, als fuͤr meiner ſeelen feinden huͤte: oder da ich ja aus unvorſichtig⸗ keit einen zorn und unmuht gefaſſet, daß ich denſelben geſchwind ablege. Lasß die ſonne niemals uͤber mei⸗ uu nem zorne untergehen, da mit ſie nicht zum zeugniß meines zniunes wegſchei de. Laß mich auch nichtim zorne einſchlafen„damit ſolcher ſchlaf mich zornigen menſchen nicht dem tode uͤberantworte. Und wenn ich ja wider meinen feind oͤrnen und rache uͤben wil; 8 gib, daß ich wider meie nen eigenen zorn, und alſo wider mich ſelbſt zoͤrne und ergrimme; denn der zorn iſt ja einer von meinen groͤſten und gefährlichſten feinden; weiler meine ſeele toͤdten, und mich dem ewi⸗ gen tode und verdamniß uͤbergeben wil. Gib auch, daß ich meinen mund be wahre, und meinen gang in allen meinen wegen kluͤglich fuͤhre und richte, auf daß ich meinen nech & der thut, keinen zorn faſſe: ſt ſondern mich fur eifer und en weder mit worten noch mit werken beleidige.g 12 OHLrr 2 Gebehtum Biliigkeit und Barmherzigkeit. O HErr JEſu Chriſte! du leutſeliger, ſanftmuͤhti⸗ er und freundlicher lieber allen dingen den fußſtapfen deiner ſonderbaren ſanft⸗ muht und geduld richtig tigem treuen herzen mer⸗ nen nechſten liebe, und un⸗ ſtraͤflich ſey vor GOtt und unſerm vater auf deine zu⸗ kunft ſamt allen deinen hei⸗ ligen, amen. Gebeht um Billigkeit und Barmherzigkeit gegen den Nechſten. b„(Parmherziger 82. 2 GOtt/ lang⸗ muͤhtiger, liebreicher va⸗ ter! wir arme ſuͤndliche menſchen bekennen dir un⸗ ſeres herzens angebohrne unart und haͤrtigkeit, daß wir leider! zur unbarm⸗ herzigkeit, haß, feindſchaft/ ungerechtigkeit, unbillig⸗ tur geneigt ſind; und da⸗ 3mit an unſerem nechſten n uns mannigfaltig verſun⸗ heiland! gib, daß ich vor g n 3 fen haben leichtlich gerichtet und verdammet, ungern vergeben, ſparſam und nachfolge, und mit aufrich⸗ V nachlaͤſſig gegeben. HErr barmherziger vater! vergib uns dieſe ſchwere —j— keit und eigennutz von na⸗ f eſtalt nicht mitleiden ge⸗ habt, noch ihm ſo willig vergeben noch beygeſprun⸗ en, wie wir ſolten. Wir Ach ſunden, um deines lieben ohnes IEſu Chriſti wil⸗ len; und laß ja nicht hin⸗ wieder nach deinem gerech⸗ ten gerichte unbarmherzig⸗ keit oder ſtrenges recht wi⸗ der uns ergehen. Gib uns alleſamt mitleidige erbar⸗ mende herzen, welche da des nechſten elend jamme⸗ re; damit wir ja ſeine be⸗ truͤbniß nicht groͤſſer ma⸗ le lindern helfen; daß wir uns der fremdlinge, der witwen und waͤiſen erbar⸗ men, und alierwegen nach vermoͤgen gernehelfen. A lieber GOtt! du haſt ge⸗ fallen an varmherzigk⸗ und nicht am opfer; ſolaß uns doch alleſamt anzie⸗ hen herzliches erbarmen, 1 diget haben/ mit ihm der⸗ freu —= ———— — den⸗ ſondern ſo vielmoͤglich dlichkeit, demuht/ ichkeit/ ſanfe ——— ——=— —— —— ———— ——— —— — 2 4* Aberd— Atan. menſch; bey dir iſt gnade und viel vergebung, weil deine wege nicht wie un⸗ ſere wege ſind. Darum vergib und tilge in mir, mein GOtt! ſolche unver⸗ Phnüchkeit. Lehre mi bedenken, wie ich dich ſo oft, taͤglich und ſtuͤndlich beleidige, und doch verge⸗ bung von dir hoffe; daß ich alſo nach deinem exem⸗ vel meinem bruder, der an mir ſundiget, voll liebe und ſanftmuht, nicht nur ſie⸗ benmal, ſondern ſieben⸗ zigmal ſiebenmal vergebe. Gib mir gnade, die ſtra⸗ M 4 menſch; feinde und kreuziger bat, zur wahren und herzlichen derſohnung bewegen, daß meinem bruder ſeine fehler vom herzen verge⸗ ben moͤge. Endlich laß mich fuͤnden theilhaftig und ge⸗ wiß werden: laß mich in deiner gnade leben, und in derſelben ſelig ſterben, durch JEſum Chriſtum HErrn, amen. . Gebeht um Sieg uͤber den Satan. § ſtarker, güti⸗ 84. 5 60*⁸ himmliſcher vater! wir hoͤ⸗ ren aus deinem goͤttlichen worte, daß der teufel, der kalte drache, die liſtige ſchlange, unſer widerſacher, tum uns hergehe, wie ein bruͤllender loͤwe, und ſuche, welchen er verſchlinge; ch und als ein tauſend ⸗kuͤnſtler nach unſerer 5— ſtelle/ wie er uns in ſchande und e laſter, oder gar zur ver⸗ zweifelung bringen moͤge. nachgeſtellet, uns mit uber⸗ fluß/ mit armuht, mit wol⸗ luſten, mit bekuͤmmerniß, mit begierde nach zeitlicher ehre und hoheit, mit verlangen nach zeitlichem reichthum und gewalt, mit V auch der vergebung meiner bauch⸗ und nahrungs⸗ſor⸗ b en, unſern Denn ſiehe, er hat uns — — — —————³—y — —— — ——— — —— — Gebeht um Sieg uͤber den Satan. 135⁰ gen, mit aller ungerech⸗ tigkeit und ſuͤnden zu fan⸗ gen: er hat uns fallſtricke geleget in worten und wer⸗ ken, tag und nacht. Wo wir uns hinwenden, ſchleicht er uns mit ſeinen verſuchungen nach; wachen oder ſchlafen, ſo gehet er uns nach als ein bruͤllender loͤwe, und ſuchet uns zu verſchlingen. O Err! wer kan entflie⸗ hen? denn ſiehe, er pachet ohne unterlaß, und ruhet nicht; wir aber, aus traͤg⸗ heit unſers fleiſches, wa⸗ chen nicht emſig genug, daß wir ihm durch deine huͤlfe widerſtand thun moͤg⸗ ten. So eroͤffne nun un⸗ ſere augen, daß wir erken⸗ nen, was fuͤr einen gewal⸗ tigen und liſtigen feind wir haben; da wir nicht mit fleiſche und blute, ſon⸗ dern mit dem ſatan, der ein fuͤrſt dieſer welt iſt, zu kaͤmpfen haben. Erbarme n dich unſer, du getreuer GOtt! mache uns wacker und ſtark in der macht dei⸗ ner ſtaͤrke. Thue uns an mit wir deiner ruͤſtung, daß wir be⸗u ſtehen koͤnnen gegen die li⸗ ige anlaͤufe des teufels; ſiie ziehe uns an deinen har⸗ niſch, umguͤrte unſere len⸗ den mit wahrheit, lege uns an den krebs der gerechtig keit, und hilf, daß wir ge⸗ ſtiefelt ſeyn mit dem evan⸗ gelio des friedent. Vor allen dingen aber gib in un⸗ ſere herzen den ſchild des glaubens, mit welchem wir ausloͤſchen koͤnnen alle feu⸗ rige pfeile des boͤſewichts. Setze uns auf den helm des heils und reiche uns das geiſtliche ſchwert, wel⸗ ches iſt dein ſeligmachen⸗ des wort; damit wollen wir thaten thun, und mit dir wollen wir unſern wi: derſacher, den teufel, ritter lich uͤberwinden, und)unm deinem namen zuruͤck ſchla den So du uns beyſteheſt, uͤrchten wir uns nicht, wenn gleich die welt unter⸗ 2 gienge, und die berge mit⸗ ten ins meer ſuͤnken: denn du biſt unſer helfer, der duu lebeſt und regiereſt in ewig⸗ keit, amen. Gebeht 9 b i 4 Bebeht um Regierung der Junge. der Zunge, daß man mit der Rede nicht ſuͤndigen maoͤge. Pich HENR, du 0).&E heiliger, wahr⸗ haftiger und getreuer GOtt, lieber himmliſcher vater! ich bekenne und kla⸗ ge dir vom grunde meines herzens, daß ich armer elender menſch neben an⸗ dern vielen ſuͤnden auch da⸗ mit deine gebohte ſehr uͤber⸗ treten habe, daß ich meine zunge und mund nicht recht und vorſichtig regieret, auch in meinen worten und aufrichtigkeit, glimpf und den rechten ehrerbietigen gebrauch deines hohen und habe. Ach! wie oft habe ich, mein GOtt! mit mei⸗ ner zunge die unwahrheit geredet, oder meinen nech⸗ ſten verunglimpfet, unbe⸗ ſonnener weiſe verachtet, u urtheilet! Wie oft habe ich Gebeht um Regierung geberden die wahrheit verſchwiegenheit, wie auch keiligen namens nicht ge⸗ buyrlich in acht genommen deinen namen misbraucht, und vergeblich gefuͤhret, auch wol gar im zorn, oder ſonſt geſchworen, gefluchet, und dem nechſten boͤſes ge⸗ wuͤnſchet! Das iſt mir al⸗ les vom grunde meines her⸗ zens leid. Ja HErr! du kenneſt meines herzens grund, du weißt, das mir es herzlich leid iſt: ach! ſo vergib mir doch alle ſolche meine ſuͤnde um JEſu Chriſti willen. Erleuchte meinen verſtand, daß ich er⸗ kenne, wie hoch und heilig deine majeſtaͤt ſey. Ruͤhre mein und unſer aller her⸗ zen, daß wir aus kindlicher furcht uns fuͤr allem mis⸗ brauch deines heiligen na⸗ mens, und fuͤr allem leicht⸗ fertigen ſchwoͤren, fluchen und boͤſen wuͤnſchen vom Regiere mich auch durch deinen heiligen und guten geiſt, welcher ein geiſt der wahrheit iſt, daß ich die zeit meines lebens mich al⸗ oder unguͤtlich von ihm ge⸗ les lugens, verachtens, ver⸗ rahtens, afterredens, ver⸗ leumdens und aller falſch⸗ heit enthalte und ſchäme, herzen huͤten und vorſehen. ——* n 1 f 1 7 e 1 1 ch a. ſeinem munde heraus faͤh⸗ aa ret, der koͤmt in ſchrecken. gt So lehre mich nun auch ſt, duhn die edle tugend der ver⸗ 3t. ſchwiegenheit, und daß ich ae kein unnutzes faules ge⸗ gegen meinen ne teo, wie ich wolte, daß man mich ein ſchloß an meinen en, nei⸗ ſt nem nechſten aus chriſtli⸗ u 9 ſiegel auf mein maul druͤk⸗ aken, daß ich dadurch nicht ſeine lippen haͤlt, der iſt bewahret, der bewahret ui de gehen laſſe, ſondern was Wi gut und nutzlich zur beſſe⸗ der wahrheit aber und des glimpfes mit allem ernſte rung iſt, da es noht thut, uu daß es holdſelig ſey zu hoͤ⸗u mich befleiſſe, und alles zum beſten wenden helfe; und chſten mi auch im reden alſo verhal⸗ mir thun moͤgte. Lehre mund legen, und ein fe zu falle komme, und meine zunge mich nicht verderbe. Dein wort ſaget ja aus⸗ ruͤcklich: die narren ha⸗ aber die weiſen haben ihren mund im herzen: wo viel worte ſind, da gehet es oh⸗ ne ſuͤnde nicht ab; wer aber klug: und wer ſeinen mund 2 ſein leben, wer aber mit ſchwaͤtz aus meinem mun⸗ chnen ruhm verkundigen. ren. Thue meinen mund auf, datz meine lippen dei⸗ Laß mich allenthalben dei nes namens ehre ſuchen, dich recht erkennen, loben und preiſen, darneben mei⸗ cher liebe alles gute voom herzen goͤnnen und wuͤn chen, ja auch diejenige ſeu nen, die mir fluchen, und n die bitten, ſo mich be⸗ leidigen. Gib, daß ich die wahrheit vom ganzen ge⸗ muͤhte liebe, und kein falſch herz habe, ſondern treu und wahrhaftig ſey in allen meinen zuſagen. Staͤrke mich durch die kraft deines heiligen Geiſtes, daß ich den liſtigen und geſchwinden verfuͤhrungen des boͤſen feindes, welcher ein vater der luͤgen iſt, kraͤftiglich wi⸗ derſtehe. Pflanze herge⸗ gen in mein herz treu und aufrichtigkeit, damit ich ein gutes freudiges gewiſſen vor dir habe, und jeder⸗ man redlich unter die uau Gib, lieber gen gehe. i 5 himm. a 188 Webeht gegen des Fleiſches Anfechtung himmiliſcher vater! daß wir alleſamt, aus betrachtung deiner hochheiligen maje⸗ ſtaͤt, uns fuͤr aller gotteslaͤ⸗ erung, fuͤr allem mis⸗ brauch deines heiligen na⸗ mens und ſeligmachenden wortes, fuͤr ſchandbaren worten, narrentheidungen und unziemlichen ſcherz, auch fuͤr falſchen worten und geberden, huͤten; von deinem namen, worte und werken nicht anders als ehr⸗ erbietig und mit andacht gedenken und reden; und unſere freude nicht im fau⸗ len geſchwaͤtz oder afterre⸗ den uber unſern nechſten, ſondern im froͤlichen lobe eines heiligen namens ſu⸗ chen; damit wir dermaleins mit herzen und munde in deinem reiche dich ewiglich ehren, und mit freuden, zu ddeinem lobe und preiſe ſin⸗ gen moͤgen: Heilig heilig, heilig iſt GOtt, d zebaoth! amen. Gebeht gegen des Flei⸗ ſches Anfechtung er HErr Larmherziger, GOtt f ewiger vater du weißt, daß in meinem flei⸗ ſche nichts gutes wohnet: ſintemal ich ganz in ſuͤnden empfangen und aus ſuͤnd⸗ lichem ſamen gezeuget bin: darzu mein fleiſch und blut alſo verruͤcket iſt, daß ich aus eigener vernunft nicht vernehmen noch verſtehen kan, was des geiſtes GOt⸗ tes iſt: ich rufe zu dir, du wolleſt mir das rechte er⸗ kentniß deines lieben ſoh⸗ nes offenbaren, auf daß ich geiſtliche dinge nicht nach meinem fleiſchlichen ver⸗ ſtande richte oder beurthei⸗ le, auch nicht fleiſchlich ge⸗ ſinnet ſey. Gib, daß ich meinen leib betaͤnbe, das boͤſe fleiſch zwinge, und es ſamt den luͤſten und begier⸗ den kreuzige; alſo, daß mich dein heiliger geiſt regiere, und ich demſelben in wah⸗ rer gerechtigkeit folge; weil lich und alle, die Chriſto deinem ſohne angehoͤren, nicht fleiſchlich, ſondern geiſtiich ſeyn ſollen, und ſchuldner und„nicht 1 6 * 34 28 && 1 3 4 3 4 4 1 4 4 — ſanftmuͤhtiger fleiſche, ſondern nach dem geiſte — — —— dein heiliges wort und die —— —— —— — — ——— ————— ——— — ——— —— — — — — — — —— Gebeht gegen des Fleiſches Anfechtung. 139 geiſte; zu leben; auf daß Fumn— nicht an der ſeele ſter⸗ ben muͤſſen. Nachdem aber das fleiſch allewege wider den geiſt, und den geiſt wi⸗ ea der das ſieiſc geluͤſtet, und om. dieſelbigen ſtets wider ein⸗ ander ſeyn, und im kampfe m liegen; ſo hilf, o gerrener GOtt! daß der heilige in Geiſt, welchen du mir 4 une meiner heiligen taufe und a durch dein liebes wort ge⸗ ne ſhenket haſt, in mir uͤber das fleiſch herſche und die oberhand gewinne, und ich che huͤlfe, und durch die kraft des heiligen Geiſtes mich endlich wieder auf⸗ richten moͤge. Verleihe, daß mein leib nicht geil, frech und ungezaͤhmet Wer. de; ſondern daß ich ihn be⸗ taͤube durch ein nuͤchternes und maͤßiges leben, und hnh unter das joch deiner ger bohte bezwinge, auf daß ich mich durch deine gnade rei⸗ nige von aller befleckung des fleiſches und genhen und fortfahre mit der hei⸗ ligung in deiner furcht; Wh demſelben allezeit unter⸗ damit mein geiſt ſ ſamt der un worfen ſey; auch durch ſei⸗ ne kraft des fleiſches ge eſchäf te mit allen rhaden und mi wolluͤſten toͤdten moͤge, daß mich hinfort nicht nach mei⸗ J zwiz u nem eigenen willen in eitel⸗ dh zwin as keir meines ſinnes wan⸗ 89 üin r dele. Laß mich nicht von Sige üiß ſuͤnden und werken des flei⸗ 8 im ſches gefangen noch uͤber⸗ wnnn wunden werden. Und wenn ſhn ich ja bisweilen vom fleiſch 3 und blute üͤbereilet wer⸗ ſeelen und ſtraͤflich behalten werde auf die ſutenft unſeres HErrn Eſu Chriſti, zur ewigen errlichkeit, amen. Noch gegen des Flei⸗ ſches Anfechtung, Gedanken und Luͤſte. 8 Hei er und ge⸗ 7. rechter GOtt, barmherziger lieber vater! dir bekenne und klage ich ⸗ die große unart meines „verkehrten fleiſches, und die unreinigkeit meines em leibe un nrim, 8 G Ae herzens, aus welchem, als aus einer giftigen quelle, allerley boͤſe luſte entſprin⸗ gen, die wider die ſeele ſtrei⸗ ken. Ach Hrr! wie oft, wie geſhwwünd ubereilet und bethoͤret mich ein bo⸗ ſer gedanke, eine verkehrte luſt, und unterſtehet ſi mein herz einzunehmen, und zur ſuͤnde zu verleiten! Heerzlich leid iſt mir ſol⸗ ches, und ich habe keinen efallen 8 an den boͤſen ge⸗ anken und luͤſten des flei⸗ ſihes. So verwirf mich och nicht von deinem an⸗ geſichte, o mein GOtt! und nim deinen heiligen Geiſt nicht von mir. Schaf⸗ fe aber in mir ein reiner herz, und gib mir einen neuen gewiſſen geiſt, damit ich die vergaͤngliche luſt der welt fliehe, und nicht nach meinen luͤſten wan⸗ lein guten willen vom her zen gehorche. Vergib mir auch, o HErr! meine ver⸗ ſa die ſünde in meinem ſterblichen leibe nimmer⸗ rechtſchaffener heiligkeit. Regiere mich allezeit, daß chfich vom herzen alle dinge dele; ſondern meinen wil 3 len breche, und deinem al⸗ — mehr herrſchen laſſe, ihr gehorſam zu leiſten in ih⸗ ren luͤſten; ſondern daßi dir lebe im glauben und — —— — — — — — — — — — — — p — — — — — fliehe, durch welche des ſlet ſches luſt angereizet und entzuͤndet wird, und daß ich mich hingegen zu der nen zeugniſſen halte, und 4 alle meine luſt an deinen i gebohten habe: ſonderlich ſi aber daß ich allezeit beden in⸗ ke, wie ſo eine große un⸗zu ausſprechliche und ewigen pein auf die kurie und elen⸗ a 1 ſtoh bey ihm ſeyn moͤge, da ich nit rechter himliſcher wole luſt, als mit einem ſtrome, i borgene fehler um Chriſti willen, und wapne mich ber meß d durch deinen geiſt, daß ich reude 4 und — 2 ———— 2 3—— —————— —————=— 3 ————————— — 1————— 2 — — — — — — — — — — — — — ——— 4— ————— ——— — 14 ſi, K. E 1 und allen frommen herzen um IEſu Chriſti willen, und wonne mich ergreifen und aller ſchmerz und her⸗ zeleid weg muüſſen wird. Dahin hilf, o vater! mir zen, amen. Gebeht um ſein ſelbſt Erkentniß. 88.. ich mein lieber himliſcher va⸗ ter! von welchem alle weis⸗ heit und alle erkentniß koͤm n met: gib mir weisheit, daß mich mich ſelbſt recht erken⸗ ne, wer ich von natur ſey, woher ich ſey, und was ich bon werde. Von natur Bin ich leider! ein armer ſuͤnder, voll unreinigkeit; ich bin aus ſuͤndlichem ſa⸗ men gezeuget, und meine mutter hat mich in fuͤnden empfangen: uͤber dis bin ade ich annoch im elende, auſer un dem rechten vaterlande im hauſe der ſuͤnder, un werde dem tode und den un wuͤrmern zu theil werden. aen Aus gnaden aber bin ich dein liebes kind, von oben herab geboren aus dem Gebeht um ſein ſelbſt Erkentniß. 141 1 waſſer und heiligen Geiſte; bin hie im reiche der gna- den, und glaͤube, daß ich in kommen werde. Ach mein GOtt! ich danke dir, daß du mich zu einem vernuͤnf⸗ tigen menſchen, und nack deinem ebenbilde geſchaf⸗ fen. Gib, daß ich freund⸗ lich, ſanftmuͤhtig, liebreich, guͤtig, barmherzig, demuͤh⸗ lieber vater! eine unſterb⸗ liche ſeele gegeben: gib mir nun auch die gnade, daß ich nicht ſterbliche dinge ſuche, und meine unſterb⸗ liche ſeele nicht mit ſterb⸗ denn wer ſeine ſeele mit eitel ſterblichen dingen be⸗ ſchweret, der macht ſie zum guten immer ungeſchickter, und verſenket ſie endlich in den ewigen tod. Ach wie me ſeele! und wenn wir dieſelbe dem HErrn wie⸗ dergeben, der ſie uns gege⸗ ben hat, ſo haben wir hie wol geſtritten. Ach mein HErr IEſu Chriſte d at das reich der herrlichkeit tig und milde ſey gegen je⸗ derman. Du haſt mir, lichen dingen beſchwere:uu viel feinde hat unſere ar 142 Bebeht um ſein ſelbſt Erkentniß. haſt mich durch dein wort und ſacramente und durch deinen heiligen Geiſt zu ei— ner neuen kreatur wieder⸗ eboren. Gib mir die gna⸗ e, daß ich in der neuen ge burt lebe in rechtſchaffe⸗ ner gerechtigkeit. Gib mir gnade, daß ich bedenke, daß ich zum ewigen leben ge⸗ ſchaffen und erloͤſet ſey, aufdaß i zeitliche luſt verſchmaͤhen lerne. Gib, daß ich ſtets bedenke, daß ich zu goͤttlichen himm⸗ liſchen dingen erleuchtet und geheiliget bin, damit ich nicht irdiſch geſinnet ſey; ſondern mein fleiſch win gen lerne, aufdaß es die goͤttlichen werke in mir naicht verhindere. Gib, daß icch ſtets bedenke, daß du mich zu deinem tempel und woohnung geheiliget haſt, aaufdaß ich mich durch die fleiſchlichen luͤſte nicht ver⸗ unreinige; ſondern daß i thue, was dir wolgefaͤllt, und ich dein werkzeug ſey, dadurch du deinen heiligen willen vollbringen moͤgeſt. die zeitliche wol als was dein iſt, und was du in mir wirkeſt. Omein GOtt! behalte und bewah⸗ re deinen ſtuhl, deinen ſitz und wohnung in meinem herzen, auf daß ich in dir, und du in mir ewig bleibeſt, aufdaß nicht ich, ſondern mein HErr Chriſtus in mir lebe; und daß, was ich hie im fleiſe elebe, ich im glauben des ſohnes GOttes leben moͤge, der mich geliebet, und ſich ſelbſt fuͤr mich dargegeben hat. Darum gib, daß ich als ein em lebendigen ch nen moͤge, damit ich ver⸗ kuͤndige, wie du, o memn HErr und GOtt! ſo from biſt, und iſt kein unrecht an 6 Sib, daß in mir nichts ſey dir, amen. — —= —— ——— — — — — — — ——— —— — — —. 3 — pño— —y = — — — rii —— — — — — — — = helge 1 dewi iret veir und wi ———— 7 —— —.—2=S— 8 ——— — —— — ——— — Webehr um kreue Verrichtung ſeines Berufes. 143 Gebeht um treue Ver⸗ richtung ſeines Berufes. 89 JPricelasr, dewiger GOtt, himmliſcher vater! ich be⸗ enne und klage dir vom grunde meines herzens, aß ich in meinem ſtande und berufe nicht ſo treu⸗ lich und fleißig gearbeitet, als ich billig thun ſollen; daß ich manchesmal trage eweſen zu dem, was ich bire thun ſollen. Ach lie⸗ zer vater! verzeihe mir dieſ ſuͤnde, und gib gnade, daß ich forthin die werke mmm meines berufs mit treuem mu fleiſſe verrichte; ſende die weisheit hera von deinem hpeiligen himmel und aus dem throne deiner herrlich⸗ keit; ſende ſie, daß ſie bey mir ſey, und mit mir ar⸗ beite, daß ich erkenne, was dir wolgefalle. O HErr Feiu Chriſte! der du uns ſo treulich und fleißig ver⸗ n mahnet haſt, wir ſollen in den weinberg GOttes ge⸗ GOmh hen und darinnen arbei⸗ uuhh ten; wir ſollen handeln, bis du wieder kommen wirrſt; biſt uns auch ſelber mit deinem exempel vor⸗ gegangen, indem du das werk, dazu dich dein himm⸗ liſcher vater auf erden ge⸗ ſandt hatte, mit großem fleiſſe verrichtet haſt; gib gnade und ſegen, daß ich deiꝛ ner getreuen vermahnung, und deinem heiligen exem⸗ pel folge, in meinem ſtan⸗ de und berufe fleißig arbeie te, und des goͤttlichen ſe⸗n gens und gedeyens daboe erwarte. Oheiliger geiſt daͤmpfe und bezwinge in mir mein ſedlthes eiſch, welches immerdar zum muͤſſiggange, zur traͤgheit und faulheit geneigt iſt. Hilf, daß ich brunſtig ium geiſte ſey, und den weg mei⸗ nes berufs und der goͤttli⸗ chen gebohte mit freudig⸗ keit laufen moͤge. Segne meine arbeit, und regiere mein herz alſo, daß ich alle 1 mein thun und arbeit zu (GOttes ehren und des nechſten nutz richten, und endlich in die ewige ru⸗ he und freude, nach der muͤhſeligen arbeit dieſes lebens, eingehen moͤge, durch JEſum Chriſtum b men 144 Gebeht um des Leibes Nahrung und linterhalt. meinen treuen heiland, Gebeht um des Leibes Nahrung und Unterhalt. , Syoch danke dir, du 90. G koͤnig der ehren und HErr himmels und der erden! daß du mich die ganze zeit meines lebens, von jugend an bis au ſtunde dieſe ſe gegenwaͤrtige ſo vaͤterlich ernehret haſt⸗ und mir alle tage ſpeiſe, trank und kleider verſchaf⸗ feſt; mich mit aller noht⸗ durft und nahrung des lei⸗ bes und lebens reichlich und taͤglich verſorgeſt. Denn iehe, nacket und blos uͤrftig und elend bin ich auf dieſe welt kommen: du aber beſchehreſt mir, unterhal⸗ Aller ſol⸗ lthaten be⸗ ſtrung; damit wir Und wiewol ſie nicht zu ſählen ſud, wüic doch dein lob nicht verſchweigen; ſondern deine guͤte verkuͤn⸗ digen den kindes⸗kindern, und von deiner treu ſagen den nachkommen, weil ich hie bin. Ich bitte dich, du wolleſt mich hinfort auch nicht verlaſſen, ſondern mir f ſpeiſe und trank, nahrung ☛ und kleider beſchehren: denn du weiſſeſt, daß wir ſolcher deiner gaben, zu die⸗ f⸗ ſem zeitlichen leben, nicht entbehren koͤnnen, auch ſolche uns ſelber, ohne dich, nicht zu erwerben vermoͤ⸗ gen; ſondern wenn du gie⸗ „beſt, ſo ſamlen wir, und wenn du deine hand auf⸗ thuſt, ſo wird alles, was da lebet, mit wolgefallen ge⸗ ſaͤttiget. Desg leih auch, daß milde gaben ni brauchen zur ſuͤnde, uns nicht damit uͤberſchutten, noch unſere herzen beſchwe⸗ ren mit freſſen und ſaufen/ und mit ſorgen der nah⸗ r nicht dem mammon dienen, und in verſuchung und ſtricke des ſatans⸗ b leichen ver⸗ wir deine cht mis⸗ 66 1 — — ——— S = — — ——— —. — — — — —— — — — sſelber 7 — 4 3 A dern nri 4 uA deine u ——. di menſchen — Gebeht um en ſelges Ende 145 ſetans, und Ner thdrichter und ſchaͤdlicher luͤſte fallen, welche die menſchen ins verderben und in die ver⸗ damniß verſenken. Behuͤ⸗ te uns fuͤr dem leidigen geize, welcher e in wurzel alles üͤbels iſt, daß wir uns durch denſelben nicht ver⸗ fuͤhren laſſen, damit wir nicht vom glauben irre ge⸗ hen, und uns viel ſchmer⸗ zen ſchaffen. Dargegen aber, o guͤtiger GOtt! gib 8. gnade, daß wir alle unſere ſorge und anliegen auf dich unſern lieben vater im him⸗ mel jederzeit werfen, und uns an dem taͤglichen bro⸗ de, und an deiner milden gabe begnuͤgen laſſen, ſin⸗ temal es ein großer gewinn 8 ihm begnuͤgen 7 . Chriſto JEſu HErrn, amen. iſt, wer gottſelig iſt, und laͤſſet in unſerm Gebeht um ein ſeliges Ende. 91. D guͤtiger GOtt! du haſt dem ein ziel geſetzet zu leben, welches er nicht uͤber⸗ — bedenken, daß ich ſterben ſchreiren kan: denn er hat ſeine beſtimte zeit, die zahl ſeiner monden ſlehet bey dir. Alle unſere tage ha du gezaͤhlet, welche doch ſchnell dahin fahren, wie ein ſtrohm, nicht anders als floͤgen ſie dahin: alle unſere jahre ſind wie ein rauch und ſchatten, der ploz⸗ lich vergehet. Der menſch iſt wie gras, welches bald verdorret, und wie eine blume auf dem felde, die bald verwelket. So lehre mich doch nun erkennen, daß es ein ende mit mir haben muß, daß mein le⸗ ben ein ziel hat, und ich davon muß. Siehe, mei⸗ ne tage ſind einer hand breit bey dir, und mein le⸗ ben iſt wie nichts vor dir. Wie gar nichts ſind alle menſchen, die doch ſo ſicher leben! Ja HErr lehre mich — muß, und allyier in dieſer pilgrimſchaft keine bleiben de ſtaͤtte habe. Thue mir kund mein kurzes und ver⸗ gaͤngliches weſen, daß ic oft und viel an mein ende gedenke⸗ aufdaß ich in dieſer welt 3 5O 89 VBebehkumein ſeliges Ende. welt nicht mir ſelbſt, ſon⸗ dern dir lebe und ſterbe; damit ich in wahrem glau⸗ ben den tag meiner heim⸗ hahrt, und der erſcheinung deines ſohnes JEſu Chri⸗ ſti wacker und froͤlich er⸗ warte, und derſelben mit heiligem wandel und gott⸗ geſchickt entgegen eile. Be⸗ gnade mich mit einem ſeli⸗ en abſchiede, wenn mein ſtuͤndlein herzu nahet; daß ich ſelig ſterbe, und ein ver⸗ nuͤnftiges ende nehme, daß mir verſtand und ſinne nicht verruͤcket werden, und ich nicht aberwitzig rede, oder laͤſter⸗ worte wider wider meine ſeligkeit fuͤh⸗ re. einem boͤſen ſchnellen tode, und fuͤr der ewigen ver⸗ damniß. Laß mich nicht vpon meinem lezten ſtuͤnd⸗ lein uͤberfallen werden, ſondern daß ich mich zuvor mit wahrer buße und rech⸗ tem glauben bereite; und wwenn daſſelbe koͤmmet, bo mache mich freudig und! eligem weſen frendig und dich, meinen HErrn, und Behuͤte mich auch fuͤr ploͤzlich und unverſehens unverzagt zu dem zeitlichen tode, der mir när de 8 aufthut zum ewigen leben; und laß mich deinen diener alsdenn in friede fahren, denn meine augen haben deinen heiland geſehen, wel⸗ chen du bereitet haſt, vor allen voͤlkern, ein licht zu erleuchten die heiden, und zum preiſe deines volkes Iſrael. Gib, daß mein leztes wort ſey, welches dein lieber ſohn am kreuze geſprochen: Vater, in dei⸗ ne haͤnde befehle ich mei⸗ nen geiſt. Und wenn ich mimmer reden kan, ſo er⸗ hoͤre doch mein leztes ſeuf⸗ zen, durch IEſum Chri⸗ ſtum, amen. Ende. ⁴⅜Err JEſuChri⸗ 1 8 2 4 deinen tod de uͤber wunden, und durch deinlei⸗ men haſt, alſo, daß der tod himmel, und ein eingang Noch um ein ſeliges i Doſtel der du durch den tod uͤber⸗ den ihm den ſtachel genom⸗ uns nur eine thuͤr zu dem zu der ewigen ſeligkeit wor⸗ Sebeht um ein ſeliges Enter. 144 wun den iſt: erbarme dich mei⸗ ewn ner, und inſonderheit in un meiner lezten todes⸗ſtun⸗ an de; ſo dann nim dich ja, lieber HErr! meiner armen ſeele herzlich an. Laßmich doch deine gnade alle tage meines lebens regieren und uleiten, damit ich in ſtarkem glauben und heiligem wan⸗ del auf deine zukunft war⸗ mte, und fertig und bereit ſey zu dir einzugehen, zu (welcher zeit du auch kom⸗ meſt und mich abforderſt. Ach HErr! laß mich doch nicht unverſehens noch all⸗ zu ſchleunig ſterben, ſon⸗ dern nach gemeiner weiſe der menſchen, aber mit rechtſchaffenem glauben und wahrer gottſeligkeit, aufdaß alle, die nüch ſter⸗ — ase befehle 1t. Ud 2 redenn c) mein la Sich JEim 1 nen. ben ſel aum u aß alle, die nuch ſt Pnde. ſehen, deine ſonderba⸗ 2 gnade an mir erkennen, ww und dieſelbe meinetwegen preiſen. Ach HErr! laß an mich doch bis an meinen ſt lezten ſeufzer bey vollem gdea verſtande; und verleihe ja, ah daß ich ſterbe des todes der euin gerechten! Gib, daß ich vor⸗ —— — bet und verſprochen; und daß ja niemand nach mir zuruͤck bleibe, den ich ge⸗ druͤcket oder dem ich un⸗ recht gethan haͤtte. Wal⸗ te mit deiner gnade uͤber diejenigen, ſo ich hinterlaſ⸗ ; und gib, daß wir an ſe; bin orte der ruhe und er⸗ quickung wiederum zuſam⸗ men kommen. Crhalte mich, o HErr! in friede und in der einigkeit deiner ſegne mein todten⸗bette mit einem treuen, weiſen und troſtreichen ſeel⸗ſor⸗ ger, oder mit einem andern treuen und verſtaͤndigen chriſten, wie denn auch mit dem beyſtande und geleite deiner heiligen engel, mit wuͤrdiger genieſſung deines allerheiligſten abendmahls, mit ſtarkem glauben, mit feſter hoffnung, mit geduld und mit bruͤnſtiger liebe gegen dich, meinen GOtt, und gegen alle menſchen. Dir befehle ich meine ſeele, o HErr! als eine theure koſtbare beylage, nim ſie auf in deine arme, und laß 2 he alles zum ende gebracht 1 babe, was ich dir angelo⸗ ſie da warten auf den tag ſ2 deines kirchen und gemeine, und 71a8 eſtament eines frommmen Chriſten deines großen gerichtes, und laß ſie alsdenn, mit dem leibe der vollkomme⸗ nen klarheit und herrlich⸗ keit, deines ewigen und himmliſchen reiches thell⸗ haftig werden, laß mir die⸗ ſes alles aus gnaden wie⸗ derfahren, HErr JEſu! amen. Teſtament eines from⸗ men Chriſten, alle Wochen, oder alle Monate zu ſpre⸗ chen oder zu betrachten. MParmherziger 93. ₰ Gott, him liſcher vater! dieweil ich weiß, daß ich einmal ſter⸗ ben werde, weiß aber nicht, wenn es geſchehen ſoll, ſon⸗ dern muß alle augenblicke gewärtig ſeyn, daß ich durch en zeitlichen tod von dir abgefordert werden koͤnne: ſo treibet mich die hoͤchſte noht, daß ich mich, weil ich noch odem in mir habe, zum ſterben bereite, und mein teſtament aufrichte, ſolches wirſt du, o GOtt! nicht verachten. Dero⸗ wegen dante ich dir vor al⸗ an len dingen, allmaͤchtiger GOtt! fuͤr alle deine ga⸗ ben, die du mir die ganze zeit meines lebens bis hie⸗ her geſchenket haſt; daß du mir einen menſchlichen leib, und eine vernuͤnftige ſeele gegeben, auch mich mit in⸗ nerlichen und aͤuſerlichen gutern der ſeelen, des lei⸗ bes und des lebens gezie⸗ ret haſt. Inſonderheit ſa⸗ ge ich dir in ewigkeit vom grunde meines herzens lob, preis und dand fuͤr die ſe⸗ nes lieben ſohnes JEſu Chriſti. In derſelben be⸗ kenne ich hiemit vor dir, daß ich ein armer ſuͤnder bin, wegen der verderbten natur, auch wegen tagli⸗ cher wirklicher ſunden, die ich wiſſend und unwiſſend begangen habe, uͤber wel⸗ che alle ich ſchmerzlich leid trage; jedoch aber traue und baue ich mit kindlicher zuverſicht, auf deine grund⸗ loſe guͤte und vaterliche gnade, in Chriſto JEſu, der fuͤr meine ſuͤnde mit men genu die ſtrafe de ligmachende erkentniß dei —— ſeinem verdienſte vollkom⸗ gethan, und r ewigen ver⸗ damniß —— =——— — ——y ————,— ————— 3— 5 ——————————— ——————————— —— —— ——— — — —„ ——— — ꝑ—————— ———— ————— — ſhiemtu Teſtament eines frommen Chriſten. dammß aufgehoben hat. In ſolchem wahren glau⸗ den bin ich gewiß, daß du ch dein heiliges die heili⸗ gen ſacramente, als ein kind h⸗iſt, es ſey was es 6 Lebe in mir, wenn ich ſter⸗ und wenn nun meine mich dur wort und durch des ewigen lebens, anneh⸗ liebeſt; darauf ich in kraft deines heili⸗ gen Geiſtes, dir in heiligkeit mt cchtigkeit, in kindli⸗ chem gehorſam und ſchul⸗g diger dankbarkeit hie zeit⸗ wil, ſo viel ich wegen meiner ſchwachheit den; ch dort in die e meſt und auch, und gerechtig lich dienen wil, kan, bis ich di en ewigkeit vollkommen prei⸗ ſe: dazu hilf mir, mein ge⸗ treuer GOtt! in Chriſto JEſu, durch den heiligen Geiſt, amen. Dis, lieber GOtt! iſt meines glaubens bekentniß, in welchem ich leben wil e⸗ reit bin zu ſterben, wenn es deinem vaͤterlichen wil⸗ len gefaͤllig ſeyn wird. ſo lange du wilt; auch nd hat Darauf ſey dir in deine gnade und allmacht befoh⸗ jen meine ſeele, vernunft/ ſinnen und gedanken, mein leib und alle deſſen glieder/ mein leben, und alles was ich lebe, und zwinge mei⸗ nen willen, damit er ſichu dir nie widerſetze, noch et vg was deinen heiligen gebohten zuwider es wolle. was begehe, was be; ſeele aus dieſem meinen leibe, als aus ihrer herber⸗ Q die erde verſcharret wer⸗ den, und verleihe ihm am juͤngſten tage eine froͤliche leben. falle; ſo habe ich ſchon we⸗ gen des irdiſchen richtigkeit gemachet. Ich ſage dero⸗ halben in m— ab den zeitlichen guͤtern, allen weltlichen angelegen⸗ heiten, und kuͤrzlich allem/ was meinen ſeligen ab ſchied nicht befoͤrdert, und nur in dieſe welt gehoͤret. Nacket und ohne ſorge bin ich aus meiner mutter leibe 3 ſch bin. Regiere mich/ weil u e, reiſen wird: ſo nmu meinen geiſt in deine hände zu den himmliſchen freu⸗ſ den leib aber laß in auferſtehung zum ewigen en. Und damit mir zu meiner reiſe aus dieſem le ben nichts hinderliches vor kom⸗ 50 Teſtament eines fr ommen Chriſten. kommen; nacket und ohne ſorge des zeitlichen wil ich meinen abſchied wieder nehmen. Alle meine freun⸗ de und verwandten geſeg⸗ mein GOtt! in deinen ſchutz und ſchirm, du wirſt ſie wol verſorgen. Allen meinen feinden vergebe und verzeihe ich alles, was ſie mir uͤbels gethan haben, ſir erkennen gleich ihre ſuͤn⸗ de, oder nicht; und habe ich wider keinen einzigen menſchen ſauf der ganzen erde haß, neid, oder eini⸗ gen widerwillen; ſondern goͤnne vom herzen jeder⸗ man alles gute, und bitte meinen GOtt, er wolle al⸗ lenthalben bey allen men⸗ ſchen mit ſeiner vaͤterlichen gnade wohnen. Hingegen bitte ich jederman, den ich jemals mit worten oder liſche vater unſere ne ich und befehle ſie, oſſch 3 † wie uns GOtt der himm⸗ che v ſchuld und miſſethat gnaͤdig vr giebet. Daranf nehme ich nun einen chriſtlichen ab⸗ —— — —— — ſchied von meinen freun⸗ den und von allen men⸗ ſchen; begebe mich auch al⸗ les zeitlichen, was mir un⸗ ſer HErr GoOtt in dieſer welt anvertrauet hat, und —— — —— ———— — verlaſſe willig und bereit alles, was zu dieſem leben gehoͤret. Schließlich, lie⸗ ber GOtt! iſt hier meine i ſeele, und wartet, wenn ſie iin nach deinem willen in Abra⸗ hams ſchooß, ja in die ar⸗ i me memes lieben heilan⸗ des JEſu Chriſti ſoll ge⸗ we tragen werden. Hier iſt ſi der leib, welcher ſanft zur a ruhe in mein kammerlein e ſol beygeſetzet werden. Ma⸗ t che mich bereit, und Fomme alsdenn, lieber vater! ſo ſol ſi mit werken moͤgte beleidi⸗ get, geaͤrgert, oder wol gar um unſers allgemeinen bru⸗ verfuͤhret haben, er wolle mir aus bruͤderlicher liebe, ders Chriſti Feſu willen, meine gebrechen zu gute mir keine zeit zu fruͤh ſeyn, aus der zeit in die ewigkeit zu gehen. Dis, lieber GOtt! iſt mein teſtament und lezter⸗ wille, welchen ich mit wols 5 ul halten und verzeihen, gleich! bedachtem rahte meines herzens geſtellet, dir dane. —— — — — — — — b E zemwi — — — — — r welcii d mann ſan e ritetment * berein hne ra leber ontee e peit uſät 1 czelt in dech. 1 anicht gnugſam ausſprechen a und wiederholen koͤnte, oder ich mich der ſe 4— ———- —ÿ—õÿ=y —— —— — — 2— — —. ———— —— S —— und unverbruͤchlich — —— eſtament eines frommen Chriſten. 15 tig zu deinen fuͤßen lege, derauf ich auch das hia⸗ ſarrament des altars, wel⸗ ches von meinem HErrn Ehriſto zu ſtaͤrkung mei⸗ nes glaubens und zur ver⸗ dhaſ ſicherung des ewigen le⸗ bens eingeſetzet iſt, ver⸗ hiedentch empfangen ha⸗ e, auch noch ferner, nach deinem willen, empfangen wil: mit gewiſſem vorſat⸗ ze, feſt und ſteif, beſtandig ) dabey zu verharren. Dieſes te⸗ ſtament wil ich die zeit mei⸗ nes lebens, ſo lange ein lebendiger geiſt in mir iſt⸗ ſtets in meinem herzen wiederholen, auf daß es nimmermehr aus meinem gedechtniß falle. Wenn es aber geſchehen ſolte, daß ich durch geſchwinde zufaͤl⸗ le ubereilet, oder durch groͤſ⸗ ſe der krankheit geaͤngſti⸗ get, dieſes teſtament muͤnd⸗ lich und in eigener perſon chmer⸗ zen halber ungeduldig er⸗ +. 1* ſeigen, oder aus heftigkeit der hite irre reden ſolte, thum ſeiner, unausſprech⸗ lichen barmherzigkeit abeſ wenden, und mich mit ei⸗ nem wolverſehenen, frieda lichen, froͤlichen, getroſten und ſanften chriſtlichen ende in allen gnaden ſeg nen wolle: ſo bezeuge ich doch vor dem angeſichte meines ſchoͤpfers, erloͤſers und heiligmachers, jetzt als ſodann und ſodann als jetzt/ auf alle begebniſſe, wie ſie namen haben moͤgen, daß daſſelbe gegen und wider meinen willen geſchehe, und daß dieſe jezt abgelegte bit te und anbefehlung meiner helen meine endliche ſchluß⸗ ditte in meinem herzen ſeyn und bleiben ſolle; ja, daß ich auf dieſe maaße, und durchaus nicht anders, mit dem beyſtande GOttes des heiligen Geiſtes, jezt, oder wenn und wie es dem all⸗ machtigen gefaͤllet, leben SErrn und ſterben, meinen HErrn und ſeligmacher JEſum Chriſtum allezeit in mei⸗ nen gedanken feſt haben k4 und oder wie ſich die faͤlle ſonſt ereignen moͤgten; welches doch GOtt nach dem reich Gebeht von dein ſuͤngſten Gerichte. und behalten, auch in ſei⸗ ne blut⸗triefende wunden beſtaͤndig eingeſchloſſen 45 und bleiben wolle. Das geſchehe und werde wahr! Amen exhoͤre mich GOtt vater, ſohn und heiliger Geiſt, amen. b Gebeht von dem juͤng ſten Gerichte. ollmaͤchtiger, F. h ewiger und barmherziger GOtt, lieber himmliſcher vater; wir ſa⸗ gen dir lob und dank, daß du uns nicht allein das leib⸗ liche und zeitliche leben ge⸗ geben und bishero erhal⸗ tenz ſondern uns auch das himmliſche und ewige ſeli⸗ ge leben in deinem worte geoffenharet; und darin⸗ nen gnadiglich verſprochen baſt, daß dein lieber ſohn ZIEſus Chriſtus, dem du das gericht uͤbergeben, wie⸗ derkoͤmmen, und nachdem er daſſelbe gehalten„ uns in das reich der ewigen verrlichkeit zu ſich nehmen ſolle. Wir erkennen, lie⸗ ber vater! daß wir gegen ſti erwarten. barung mie recht dantbar geweſen, noch uns zu dem bevorſtehenden lezten ge⸗ richte ſo zubereitet haben, wie ſich es gebuͤhret. Wir bitten dich aber, o barm⸗ herziger GOtt und HErr! du wolleſt uns um deſſel⸗ ben deines lieben ſohnes IEſu Chriſti willen ſol⸗ chen undank und unacht⸗ ſamkeit gnaͤdiglich verzei⸗ hen; und uns durch deinen geiſt alſo regieren, daß wir ia in zeiten bedenten, was zu unſerer ewigenwolfahrt und ſeligkeit dienet; damit wir von tage zu tage in wahrer erkentniß deines ſohnes, in glauben, gottes⸗ furcht, hoffnung und ge⸗ duld zunehmen, alles un⸗ goͤttliche weſen und die weltliche luͤſte verleugnen; i und alſo mit aufgerichte⸗ ten haͤuptern und großer ii freudigkeit, die erſcheinung großen GOttes und un- 8 ſu Chri⸗ des ſeres heilandes JEf eres heil⸗ Io Hen verleihe uns doch nach dei⸗ ner großen erbarmung, die ade, daß wir dieſe boͤſe ſolche gnadenreiche offn. Gebeht von dem juͤngſten Gericke. 1 — —, ae gefährliche arge welt, und 8 Aans 1 123 t n 1rewigeneg s lit diedra 12 tage unt cctentui i das elende kummerliche le⸗ ben vom herzen geringe ſchaͤtzen und verachten, und, wenn du es forderſt, gern und willig verlaſſen; daß wir doch die geringe zeit dieſes kurzen lebens hi durch, unſerer ſeligkeit hal⸗ ber, gerne muͤhe und fleiß anwenden, auch, wo es ſeyn ſol, willig leiden, und alſo bis an das ende treu und beſtaͤndig bleiben; auf daß wir dermaleins das er⸗ freuliche antlitz unſers lieb⸗ ſten brautigams JESul Chriſti mit freuden ſehen, ihm als die klugen jung⸗ frauen, wenn er nun zur himmliſchen hochzeit auf⸗ bricht, mit den brennenden lampen des glaubens und der liebe, voll freuden ent⸗ gegen gehen, und aus der gerblichkeit in die unſterb⸗ lichkeit, aus der ſchwach⸗ „an heit in die kraft, aus dem leid in die freude, aus dem irdiſchen in das himuuls ſche, mit ihm eingehen und verſetzet werden moͤgen. Ach laß uns doch, du from⸗ mer GOtt und vater! nim⸗ mermehr ſicher werden, noch der zukunft deines ſoh⸗ nes und dieſes großen ge⸗ richtes vergeſſen: denn er wird ja ploͤzlich ommen wie ein blitz, und unver⸗ ſehens, wie ein dieb in der nacht, und mit großem ſchrecken wider die gottlo⸗ ſen; weil himmel und erde in einander fallen, und das feuer die ganze welt ver⸗ brennen ſol. So behuͤte uns nun, du frommer GOtt! daß wir unſere her⸗ zen ja nicht beſchweren mit freſſen und ſaufen, mit un⸗ reingkeit und fleiſches luſt/ oder mit ſorgen der nah⸗ rung, damit dieſer tag des großen gerichtes nicht ſchnell und wie ein fall⸗ ſtrick uͤber uns komme; ſondern laß uns allezeit wacker ſeyn und beten, auf⸗ daß wir wuͤrdig werden moͤgen zu entfliehen ſolchen erſchrecklichen dingen, und zu ſtehen vor des menſchen ſohn. Hilf uns, HErr! durch deines geiſtes kraft, daß wir allemal mit heili⸗ gem wandel und gottſeli⸗ gem weſen geſchickt und be⸗ 15 reit 154 Gebeht von dem ewigen Leben. reit ſeyn, und alſo auf die⸗ ſe zukunft des tages des HErrn warten, und ihr freudig entgegen eilen. Und weil wir nach deiner verheiſ⸗ ſung eines neuen himmels und einer neuen erde, darin⸗ nen gerechtigkeit wohnet, warten ſollen; ſo gib ja vor allen dingen, daß wir fleiß anwenden, damit wir vor deinem ſohne unſerm hei⸗ eitelkeit und das nichtige weſen der welt, und dießs zeitlichen lebens. Es iſt ja lanter elend, ſuͤnde, ſchwachheit, gefahr, wider⸗ waͤrtigkeit„ ſorge, furcht, hoffnung, und zuletzt der tod, ja muͤhe und arbeit, wo es am beſten iſt. Ach wie wol iſt dem, der uͤberwun⸗ den hat und ſelig abgeſchie⸗ den iſt. Ich habe es bis⸗ lande unbeflecket und un⸗ wgWerden, und mit allen dei⸗ nen auserwaͤhlten den er⸗ freulichen ausſpruch anhoͤ⸗ ren moͤgen: Kommet her, ihr geſegneten meines va⸗ ters! ererbet das reich, wel⸗ cheseuch vom anbeginn der welt bereitet geweſen. Gib daß wir darauf ſamt allen gerechten in das ewige leben eeingehen. Das verleihe uns, lieber himliſcher vater! um JEſuChriſti, unſers HErrn und heilandes willen/ amen. Gebeht von dem ewi⸗ gen Leben. ſtraͤflich in frieden erfunden deines allerliebſten ſohnes her nicht erkant, wie ſich es gebuͤhret: ich habe nach dem himmliſchen gute nicht alſ o getrachtet, wie ich ſol⸗ e. GOtt! und habe geduld mit mir. mich nun, o HErr! von zanßem herzen. Du haſt mich geheiliget, und zur bens gebracht. Ich hatte zwar viel ſorgen, die mich ſehr plagen moͤchten, aber ich lade ſie ab in deinen ſchooß. Ich ſchuͤtte mein herz vor dir aus, denn du biſt meine zuverſicht. Dir befehle ich mein leben, mei⸗ nen leib und ſeele. Wenn Vergib mir es, mein Dir ergebe ich ſeligen hoffnung und ge⸗ meinſchaft des ewigen le⸗ lich nur dich habe, ſo fra — — — — —— —— — — — — — —— — — — — —— —— — 9 1 n,o. de re herzen Nhi n heiliget, u 3 ich nichts nach himmel und eerden; wenn nir gleich leib und ſeele verſchmachtet, ſo biſt du doch, o GOtt! mei⸗ nes herzens troſt und mein leiden? es iſt doch nicht wehrt der herrlichkeit, die anuns ſol offenbaret wer⸗ un den. Ach wenn werde ich dahin kommen, daß ich dein und in ſtolzer ruhe ſeyn n zu angeſichte ſehen, und SGSeebeht von dem ewigen Leben. 4— 1 . 1 1 theil. Was iſt dieſer zeit angeſicht ſehe, mein GOtt! da ich von deiner gerechtig⸗ keit werde ſatt werden: da ich in ſichern wohnungen werde: da alle thraͤnen von meinen augen werden ab⸗ gewiſchet werden: da aller ſchmerz und herzeleid wird weg muͤſſen, und freude und wonne wird uͤber mei⸗ nem haupte ſeyn: da mein leib verklaͤret und aͤhnlich ſeyn wird dem herrlichen leibe IEſu Chriſti: da ich den engeln gleich ſeyn, und leuchten werde wie die ſon⸗ ne in deinem reiche: da ich dich, o mein GOtt und mein erloͤſer! von angeſicht mich mit unausſprechlicher de: da ich bey dir meinem GOtt, bey den lieben en⸗ geln, bey der gemeine der erſtgebohrnen, die m him⸗ mel angeſchrieben ſind, bey den geiſtern der vollkom⸗ men gerechten allexit ſen und bleiben werde Ach wie gut wohnen vird da ſeyn in deinem, als meines vaters, hauſe! welhes ein haus voll heiligkeit und ge⸗ rechtigkeit, ein haus voll freude und wonne, ja ein haus voll leben und ewiger eligkeit iſt. Ack vater! nim mich zu dir; ah HErr JEſu! komme bald, und zeuch mich zu dir, zuf das ich ſey wo du bif„ und deine herrlichkeit ſche, die dir der vater gegelen hat.. Ach HErr GOtt heiliger Geiſt! laß mich interdeß bis an mein ſeliges ende al⸗ lezeit einen vorſchnack die⸗ ſer ewigen freude ind herr⸗ lichkeit empfinden! Ich weiß zwar, daß ic von der obrigkeit der ſinſerniß er⸗ loͤſet, und ſamt Chriſto in das himmliſche veſen ver ſetzet bin: ich veiß, daß ewiger freude freuen wer⸗ ich ein kind GOttes bin, aber 156 Gebeht nach der rdnung des Vater Unſe ers. nicht offen⸗ eyn werde; es wird aber offenbar wer⸗ den, wenn mein Hrr aber es iſt noch was ich JEſus kommen und mich reich zu ſich nehmen Ach komme doch bald, HErr IEſu! der tag kunft wird mir es troſtes, ein tag in tag der wollebens ich ſeliger der erquickung, e freude und des ſeyn; wie kan ich ſeyn, als wenn ich ſehen, GOtt hoͤren, loben, GOtt in mir und ch haben, ja mit glich ſeyn werde: Ott mein licht, mein leben ſeyn. GOtt ewi da wird G mein heil/ ben und in der keit beſtandig ſey, bleibe bis in den d, damit ich bey dir ſeyn, mit dir leben, und dich in 5 tod, damt vater, ewiger und allmaͤch⸗ tiger GOtt! der du uns visher ſo gnaͤdiglich erhal⸗ ten haſt, und auch als ein ch getreuer vater und all⸗ machtiger GOtt uns noch ferner alles gute geben wilt und kanſt: wir arme ſuͤn⸗ der bitten dich, in dem na⸗ men IEſu Chriſti deines ſohnes, du wolleſt uns er⸗ leuchten durch dein wort und wahrheit, daß wir dich recht erkennen, und mit herz und munde, mit wor⸗ ſini gluck und ungluͤck, leben iin himmliſcher freude ewiglich lich am jungſten tage mit i loben moͤge, amen, H IEſu! amen. Gebehtt nach der Ord⸗ Vater Unſtrs. chen herrlichkeit zu uns koͤmmeſt, und uns in die in ewige freude und herrlich⸗ ſe keit einfuͤhreſt. — barmherziger unterdeß dey uns das hei n lige predig⸗amt/ und den reinen SShimmliſcher — — — — — —— — 2 — 5 ——— —— — — =—— ———— —— — ——— *=— ten und werken, im thun n und laſſen, in liebe und leid, iun und ſterben, dich heiligen, i ehren, loben und preiſen. ſan GOtt! daß Regiere und fuͤhre uns fd durch deinen guten und hei⸗ un! ligen Geiſt: bleibe bey uns u, mit dem reiche deiner gna⸗ ne den, und breite es unter m uns aus; bis du auch end⸗ i dem reiche deiner unendli⸗ nin Erhalte Gebeht nach der Ordnung des Vater Unſers. 157 10f 4 reinen gottesdienſt: ver⸗ noht und gefahr. Vergib leihe uns deine gnade, daß uns alle unſere ſuͤnde um wir alle, und ein jeder in Chriſti willen, neie wir n aah a ſonderheit, beides in un⸗ venn auch durch deine gna⸗ 4 ſerm ganzen chriſtenthume de das zeugniß in unſern und gemeinem leben, wie herzen haben, daß wir un auch in unſerem ſonderba⸗ ſerm nechſten verzeihen, ren amte und berufe, als und in chriſtlicher liebe und fromme chriſten, treu und einigkeit zu leben begehren. fleißig ſeyn, und in demſel⸗ Du wolleſt uns, o HErr! ben deinen willen allhie nicht mehr verſuchung auf⸗ auf erden alſo verrichten, legen, als wir ertrelgen koͤn⸗ wie die heilige engel im nen, damit wir nicht ver⸗ himmel thun. Verſorge ſinken; ſondern ſtaͤrke du uns auch, o lieber vater! unſere herzen, und hilf uns mit aller leiblichen noht⸗uͤberwinden. Erloͤſe uns durft, und gib uns den lie⸗ſauch endlich von aller ge⸗ ben frieden. Wende ab die walt und von allen anlaͤu wolverdiente ſtrafen des fen des boͤſewichts und al. u krieges, der theurung, der ler ſeiner werkzeuge; und ia feuers und waſſers noht, hilf uns aus zu deinen a und mancherley krankhei⸗himmliſchen reiche. Denn unns ten, und ſegne uns nach du, HErr! biſt unſer tonig, b A ch un deinem gnaͤdigen willen; deſſen kraft unendlich, un a damit wir dir in unſerm deſſen herrlichkeit ewig iſt. naze goͤttlichen berufe deſto un⸗ Darum vertrauen wir dir, a gehinderter und beſſer die⸗ daß du als ein allmaͤchtiger nen koͤnnen. Erhalte und GOtt koͤnneſt, und als un⸗ regiere auch alle chriſtliche ſer lieber vater auch wolleſt dmi obrigkeit. Erbarme dich, uns erhoͤren, gewaͤhrenund ua o HErr! des ganzen lan⸗ helfen, um deines einge: des, und ſonderlich deiner bohrnen allerliebſten ſoh⸗ lieben glaͤubigen, und be⸗ nes JEſu Chriſti willen,B ſchuͤtze dieſelben in aller amen.“ 8 Gebehtt 8 8. Gebeht auf die drey Haupt⸗Staͤnde. Gebeht auf die drey Haupt⸗Staͤnde und allgemei⸗ ne Noht und Anliegen der Chriſtenheit. „ ollmaͤchtiger 97. K 12 GOtt und va⸗ ter unſers HErrn JIEſu Chriſti, ein HErr himmels und der erden! wir danken dir vom herzen fuͤr deine Luade. liebe und treu, die u uns bisher erwieſen; inſonderheit daß du in die⸗ ſen lezten boͤſen zeiten dein heeiliges wort und den rei⸗ nen gottesdienſt unter uns erhalten haſt: und bitten dich herzlich, du wolleſt dens geben, und das loͤb⸗ [liche haus Braunſchweig koͤnigen, chur fuͤrſten und herren, gedanken des frie⸗ — — — — ——— — —— — — — — und Luͤneburg dabey in — erhalten und be⸗ ſchirmen; inſonderheit aber ſeiner Koͤniglichen Majeſtaͤt und Chur Fuͤrſt⸗ lichen Durchlauchtigfeit unſerem allergnaͤdigſten lieben Landes⸗Herrn, des Kron⸗ und Chur⸗Prinzens, Dero Gemahlin, Prinzen und Prinzeſſin, imgleichen des Herzoges von Cum⸗ berland und der Koͤnigii⸗ chen Prinzeſſinnen Koͤnig⸗ —,,—— — 1— — — — deine heilige chriſtliche kir⸗ che mit ihren dienern, waͤch⸗ tern und hirten, durch dei⸗ nen heiligen geiſt regieren, daß ſie bey der rechtſchaf⸗ fenen weide deines allmaͤch⸗ 4 nigen und ewigen wortes erhalten werden moͤge, da⸗ durch der allein ſeligma⸗ chende glaube, und die liebe egen dich und alle men⸗ chen in uns erwachſe un unehme. Du wolleſt auch der weltlichen obrigkeit der roͤmiſchen kaͤiſerlichen ch⸗ ganzen Koͤniglichen Chur⸗ dlichen, ſamt allen Chur⸗ lichen Hoheiten, ſamt dem und Furſtlichen hauſe, ho⸗ hes wolergehen, langes le⸗ (ben, beſtäͤndige geſund⸗ hen„gluͤckliche regierung, a — — ——— — — — —— — mt aller zeitlichen und ewigen wolfahrt verlei⸗ een: auch deroſelben ge⸗ eimten⸗ und andern raͤh⸗ ten, geiſtlichen und welt⸗ — — —— — fuͤrſtlichen beamten und bedienten im lande, wol⸗ 24 leſt du mit dem geiſte der majeſtaͤt, allen chriſtüchen weisheit und des huhtes N 4 — —— 4e dniglica erlichen fan 13n, ug 1 eyſtaͤndig ſeyn; gnade und einigkeit geben, die unterthanen nach deinem 1 goͤttlichen willen und wol⸗ gefallen zu regieren, auf⸗ daß die gerechtigkeit ge⸗ Peden die boshein gehin⸗ ert und geſtrafet werde, damit wir in ſtiller ruhe und gutem friede, als ma chriſten gebuͤhret, unſer le⸗ ben vollenden moͤgen. Laß dir auch befohlen ſeyn die loͤbliche Julius⸗ und Göoͤt⸗ tingiſche Univerſitaͤten, wie guch die andere medrige ſchulen ingeſamt, damit ſolche dem ganzen lande und deiner kirche zum be⸗ ſten erhalten werden, und ſie viel tuͤchtige und ge⸗ ſchickte maͤnner zu deinem dienſte und zu des vater⸗ landes wolfahrt auferzie⸗ tun hen, und darſtellen moͤgen. In deine hande befehlen jip wir auch, lieber himmli⸗ ſcher vater! den hausſtand, an und alle die darein gehoͤ⸗ u ren. 4 eheeute, eltern und her⸗ ren, gehorſame kinder, eine Gib gottesfurchtige Gebeht auf die drey Haupt⸗Staͤnde. 59 zuͤnfte, kauf leute und hand:u werker, frommes und ge⸗ un wolgezogene jugend, ehr⸗ 1 liche und gewiſſenhafte treues geſinde, redliche ar⸗ beiter und tageloͤhner, und ſegne alle ehrliche hand⸗ thierung, nahrung und ge⸗ werbe. Gib daß alle un ſere feinde und widerſacher ablaſſen, und ſich begeben mit uns friedlich zu leben: ſteure und wehre, o du ſtarker GOtt! allen fried⸗ haͤſſigen leuten: ſchaffe und ſern graͤnzen beſtaͤndigen frieden; und mache des raubens, pluͤnderns, blut⸗ vergieſſens und alles fre⸗ vels und feindſeligkeit an allen orten durch deine alla maͤchtige hand ein gnaͤdis ges ende. Du wolleſt auch, gnaͤdiger lieber vater! alle witwen und waͤiſen, und alle diejenigen, ſo in truͤb⸗ ſal, armuht, krankheit, kindes⸗banden, hungers⸗ noht, krieges gefahr und andern anfechtungen ſind, auch die, ſo um deines hei⸗ ligen namens und der wahrheit willen angefoch⸗ ten und gefangen ſind, oder ſonſt verfolgung leiden, mit deinem heiligen geiſte ‿☛ troͤſten, 4 60 Geb eht frommer Unterthane n fuͤr ihre Obrigkeit. I ₰ les als deinen vaͤterlichen willen aufnehmen und er⸗ kennen. Du wolleſt uns auch alle fruͤchte der erden, die zur leiblichen nohtdurft gehoͤren, mit ſruchtbarer erwachſung und gutem be⸗ unſere berg⸗ und ſalz⸗wer⸗ ke, ſamt dem loͤblichen brauweſen jedes ortes, ſe⸗ gnen und erhalten. Und ob wir zwar mit unſern uͤberhaͤuften ſuͤnden deinen gerechten zorn und aller⸗ b hand ſtrafen wol verdienet haben; ſo bitten wir doch, o treuer barmherziger va⸗ ter! du wolleſt unſerer ſunden nicht gedenken, noch uns unſere ubertretung zu⸗ rechnen; ſondern vielmehr deiner grundloſen gnade, guͤte und barmherzigkeit eingedenk ſeyn, deine ſtrafe troſten, daß ſie ſolches al⸗ behuten. Auch bitten wir dich um alles, darum du, ewiger GOTT! gebeten ſeyn wilt, daß du uns ſol⸗ ches gnaͤdiglich verleihen wolleſt, durch das bittere leiden und ſterben deines lieben ſohnes quemen gewitter gerahten ſti, welcher mit dir und und gedeien laſſen, auch heil regieret i unund zorn ruhte von uns abwenden, und uns fur großem ungluͤck und herze⸗ leid, wie auch fuͤr alle dem, ſo uns ſamt und ſon⸗ ders an leib und ſeele ſchaͤd⸗ un lich ſeyn mag, vaterli — — — — — ——— —— — — —— ——— — S— — —— — — — —— JEſu Chri⸗ ddem igen Geiſte lebet ud n gleicher macht und ehren, wahrer GOtt und menſch, umſer mitt: ler, hochgelobet in ewig keit, amen. ſ Geb eht fro mmer Un⸗ a. terchanen fuͤr ihre Obrige keir. n 98 G allmaͤchtiger i 9. 82 82 GOtt, himm. liſcher vater, du HErr al. n ler herren, und koͤnig aller in koͤnige! wir danken dir von grunde unſerer ſeelen, daß mn du uns chriſtliche und gott⸗ du iſtlic 6 ſelige obrigkeit gegeben, und unter derſelben ſchutz und ſchirm uns bisher gna⸗ dig erhalten haſt: und bit⸗ ten dich n herzlich du wolleſt dieſelbe bey beſtäͤndiger let — — ——,— —— — ——— 8 ch bes ⸗geſundheit und langem leben —— Gebeht in Krieges⸗Noht. cben erhalten, ſie durch die daß ſie ihr hohes amt auch wache deiner heiligen en⸗ in der kirche GOttes recht a gel ferner bewahren; und fuͤhre, daß ſie die thore ſie vornemlich mit deinem weit und die thuͤre in der a guten geiſte alſo leiten und welt hoch mache, damit ühren/ damit ſie erkenne, der koͤnig der ehren Chri⸗ daß ſie allein von dir ihr ſtus IEſus in ihrem lande aamt habe, und demnach mit ſeinem gnaden⸗reiche ggehalten ſey, die perſon des einziehe. Du freudiger gerechten vorzuziehen, und ann den armen und duͤrftigen enn, wan zu ihrem rechte zu verhel⸗ Ie e, un fen. O HErr JEſu Chri⸗ ſte! du biſt die weisheit GOttes, durch welche die koͤnige regieren, und die 145:f rahts⸗herren das recht feſt Weun ſetzen: verleihe deine gna⸗ dm 3 unt de, daß wir alleſamt dieſe dn. deine heilige und nuͤtzliche an ordnungerkennen, und un⸗ 1 erer nehen obrigten ſchul⸗ b 44 unn digen gehorſam leiſten. Du euna himmliſcher friede furſt! h nr w vrrdariache gib gnade, daß wir unter antlitz ſu 1 Smſrre ihrem ſchutze ein geruhi⸗ chen: darum ſuchen wir a Suſereſnn ges, ſtilles und friedſames nun, HErr dein antlitz. a leben fuͤhren moͤgen, in al⸗ Verbirge dein antlitz nicht un ler gottſeligkeit und ehr⸗ vor uns, verſtoße deine kin⸗ ton barkeit. Oheiliger Geiſt! der nicht in deinem zorne. un der du biſt ein geiſt der Wir wiſſen nicht was wier ſtarke und der kraft, ruͤſte thun ſollen, ſondern un⸗ unſere liebe obrigkeit aus ſere augen ſehen nach dir: mit weisheit und ſtaͤrke, dein name heiſſet HErr zebaoth, 1 2— Gebehr in Krieges Nohk. zebaoth, groß von raht und] Noch ein Bebeht in Iei as. Noht. 100 ERR du ge⸗ Behrechter Gott! wir bekennen vor deinem 5 heiligen angeſichte, daß e wir die ſchwere ſtrafe des langwierigen krieges und der verwuͤſtung, mit un⸗ ß ſern vielfaͤltigen groben fuͤnden wol verſchuldet und verdienet haben. Denn ach! wir haben ja deiner großen und uͤberhaͤuften wolthaten undankbarlich vergeſſen, deine gnaͤdige heimſuchung ſchaͤndlich ver⸗ achtet, des lieben dhnde 1 nen friedens, und deines ſo reichen jaͤhrlichen ſegens zur wolluſt, hoffart, uͤppig⸗ keit, oder zum geiz und an⸗ derer ungerechtigkeit boͤs⸗ lich misbrauchet, das ge⸗ i beht verſaͤumet, dein wort i hindan geſetzet, mit haß und neid, hader und zwie⸗ tracht, hochmuht und ver⸗ mens n achtung, mit unrecht ind wir dir ein freuden opfer frevel uns unter einander i thun, und deinem namen beleidiget und aufgefreſ⸗ m danken, daß er ſo troͤſtlich ſen; haben uns auch an iſt, amen. die ſtrafen, mit welchen 5 e Cebehr in Krieges Nohr. jammer undelend. Erhoͤ⸗ re doch das aͤngſtliche ſeuf⸗ zen, die heiſſe thranen, das erbaͤrmliche winſeln und wehklagen ſo vieler verlaſ ſenen und bekuͤmmerten herzen; und laß ſie erfah⸗ ren, daß du noch richter au erden und ein ſchild ſeyſt ddeenen, die dir vertrauen. umm deines namens willen Werleuchte die herzen der poohen haͤupter der chriſten⸗ heit, daß ſie doch den gro⸗ ßen jammer und das her⸗ feles ſo vieler hundert tau⸗ end chriſten 9 herzen neh⸗ men, und die feindſchaft fahren laſſen, die ein ſol⸗ ches verderben und ſolche b veroͤdung ſtiftet, und gan⸗ e ander und reiche mit mword, brand, frevel, tyran⸗ mey, und allen ſchanden und laſtern anfuͤllet. Ach So%tt! laß doch nicht zu, daß kirchen und ſchulen bey uns untergehen; ſondern laß einen ſegen uͤbrig, daß wir dir noch in ruhe und friede dienen, und ein jed⸗ wweder ſeines berufs mit das ſeinige ſchaffen koͤnne Behuͤte uns fuͤr der gifti⸗ en ſeuche der peſtilenz, ur miswachs, theurer zeit, und fuͤr allen andern ver⸗ derblichen land⸗plagen. Be⸗ fiehl deinen engeln, den hei⸗ f lgen waͤchtern und himm⸗ liſchen heerſcharen, daß ſie ſich rings um uns her la⸗ gern, und uns aushelfen. Erbarme dich ſonſt auchab⸗ ler anderer hekuͤmmerten herzen in andern reichen und landen, die in gleicher noht und gefahr ſtecken. Troͤſte und ſtaͤrke alle arme ſefangne„ kranke, ange⸗ ochtene und nohtleidende chriſten. Hilf allenverlaf ſenen witwen, waͤiſen, un⸗ muͤndigen und ſaͤugüngen/ welche in dieſen zeiten gro⸗ ße unbarmherzigkeit, fre⸗ vel, und tyranney erfahren muͤſſen: zeige ihnen und uns allen dein heil, wie du weißt, daßz es uns nuͤtzlich und ſelig iſt, um deines al⸗ lerliebſten ſohnes JEſu Chriſti, unſers einigen mittlers und erloͤſers wil⸗ ſtillem weſen warten, und —— Gebeht —— —— — 2 2— —— 8— —-— ———— — —— — —— 1t=., kraua t und meütm Gebeht in Peſt⸗Zeiten und Sterbens Laͤuften. 165 6 . Gebeht in Peſt⸗Zeiten oder andern Sterbens⸗ Laͤuften. N allmaͤchtiger ich mich von jugend auf b hieher ſo gnaͤdiglich und vaͤterlich erhalten, und ſo maͤchtig beſchuͤtzet; ja mich auch durch dein ſeligma⸗ chendes wort zur hoffnung enn des ewigen lebens berufen haſt. Ach mein GOtt! ich bekenne vom herzen, H daß ich nicht weniger als andere dich mit fuͤnden er⸗ zoͤrnet, und die jetzo graſ⸗ ſirende plage der giftigen ſeuchen und krankheiten wol verdienet habe. Du biſt wahrhaftig in deinen draͤuungen, und gerecht in allen deinen gerichten; wir aber muͤſſen uns ſcha⸗ men: denn wir haben dei⸗ ne gebohte uͤbertreten, und vielfaͤltig geſuͤndiget. Da⸗ her trifft uns nun auch ets en der fluch, den du uns ge⸗ * draͤuet haſt. Wir haben mit unſern ſtinkenden ſuͤn⸗ den die luft vergiftet; da⸗ her treffen uns nunmehr billig die pfeile der krank⸗ heiten. Aber, ach HErr! du biſt ja barmherzig, gnaͤ⸗ dig, geduldig und von gro⸗ ßer guͤte! Handele doch nicht mit uns nach unſern fuͤnden, und vergilt uns nicht nach unſern miſſe⸗ thaten, ſondern ſey uns gnaͤdig um IEſu Chriſti Enkſuͤndige uns Chriſti, waſche uns, das wir ſchnee weiß werden. eilige und regiere uns willen. mit dem theuren auch durch deinen geiſt, daß wir vom herzen buße thun, und dir in deine arme fal⸗ Du biſt meine zu verſicht, meine burg, meinu len. GOtt, auf den ich hoffe. Errette mich von dem ſtrik⸗ ke des jaͤgers, und von der ſchaͤdlichen peſtilenz, decke mich mit deinen daß ich nicht erſchrecken ſſe fuͤr dem grauen de mij een des nachts, fuͤr den pfeilen die des tages fliegen, fuͤr der peſtilenz die im finſtern ſchleichet, fuͤr der ſeuche die im mittage verderbet. Be⸗ huͤte mich, das mir kein 13 übels ttigen, 166 Gebeht in Theurung und Hungers⸗Noht. bels begegne, und keine lage zu meiner huͤtten ſich Beſiehl deinen en⸗ eln uͤber mir, daß ſie mich ehuͤten auf allen meinen wegen, daß ſie mich auf Gebeht in Theurung und„hungers Noht. 4 ch HErr, du 102. M großer und gewaltiger GOtt, reich uͤber alle, die dich anrufen! ch wir bekennen dir vom grun⸗ en haͤnden tragen, und ie meinen fuß nicht an einen . Ich begehre dein, ſo hilf mir doch: ich kenne deinen namen, ſo beſchuͤtze mich: ich rufe dich an, HErr! ſo erhoͤre mich. Sey bey mir in der noht, reiß mich heraus, und zei⸗ ge mir dein heil. aber dein wille, mich heim⸗ uuſuchen, oder gar aus die⸗ eem leben abzufordern; ſo verleihe mir beſtaͤndigkeit im glauben, raͤftigen troſt/ nmund eine froͤliche hoffnun mund geduld, durch die kraft deines heiligen Geiſtes. Lin⸗ dere mir die ſchmerzen, eerkurze die todes quahl, mwoende ab des ſatans ge⸗ wwmalt, und nim du meine ſeele auf in deine haͤnde, um Eſu Chriſti meines erlo⸗ chers wil⸗ ſtein ſtoße. d ſeligma len, amen. de unſerer herzen, daß wir die eingeriſſene theurung und hungers⸗noht mit un⸗ ſern vielfaͤltigen ſuͤnden, und ſonderlich mit dem ſchaͤdlichen misbrauche dei⸗ ner herrlichen gaben, ſehr wol verdienet haben. Denn du, HErr! haſt dich zwar nicht unbezeuget gelaſſen; ſondern uns viel gutes ge⸗ than, und bisher frucht⸗ bare zeiten genug gegeben, und unſere herzen erfuͤllet mit ſpeiſe und freuden. Wir aber haben nicht al⸗ lein fuͤr ſolche deine wol⸗ thaten dir nicht, wie wir ſchuldig waren, gedanket; ſondern noch darzu theils deine gaben unnuͤtzlich ver⸗ ſchwendet, und mit volle⸗ rey und unordentlichem le⸗ ben entheiliget: theils ha⸗ ben wir gegeizet, den nech⸗ Iſten ubervortheilet, den armen X 1— — —— —— —— — — — — — — — —— ——— — — — — — —— —— — — —— — —— — — — —— — 2 — — — — — —— — ——2 — — — — — — — — —— —— — ———— Finsnüht m B altigen ſit naud m- A„ misbraus Rkaten gtat 12 tuüd t Tizeuget git Rrt ns viel ang 1 ba ean genug a SFe hermnet tnce und 4 ar A: haben i (Eſolche dan te?„uicht, Ri Partn, g 5 R Foch danli ne ren unnic — waͤchs, und kroͤne das jahr ¹! dich ß herzlich gejammert/ das nur Gebeht in Theurung und Hungers Roht. 1675 armen verlaſſen, und nur das zeitliche gut geſuchet und geliebet. Darum, o ge⸗ rechter GOtt! haſt du uns billig ſolchen ſegen entzo⸗ gen, den himmel wie eiſen, und die erde wie erz ge⸗ machet, unſere muͤhe und arbeit verloren ſeyn laß ſen, daß unſer land ſein ge⸗ waͤchs nicht giebt, und haſt den vorraht des brodes verderbet. Ach HErr!l ſey uns gnaͤdig, und vergib uns unſere ſuͤnden, um IEſu Chriſti willen. Er⸗ hoͤre doch den himmel, daß derſelbige die erde erhoͤre und die erde korn, mo und andere fruͤchte erhoͤre. Thue deine milde hand auf/ und ſaͤttige uns wieder nach deinem wolgefallen. Suche das land heim, und waͤſſere es, und mache es fruchtbar: deine bruͤnlein, HErr! haben ja waſſers die fuͤlle. Ach! laß das ge⸗ traͤide wol gerahten, baue das land, und ſegne ſein ge⸗ mit deinem gute, und la⸗ deine fußſtapfen triefen f mit dem theuren blute JE⸗ rufen kanſt dem, das nicht iſt, daß es ſey: der du den vieh ſein futter giebeſt, den jungen raben, die dich an⸗ rufen; laß doch uns men⸗ ſchen, die wir nach deinem ebenbilde geſchaffen, auf deinem namen getauft, ja ſu Chriſti deines ſohnes er kauft ſind, nicht verſchmach⸗ ten. Deine augen ſehen ja auf die, ſo dich fuͤrchten, und auf deine guͤte hoffen, daß du ihre ſeele errerteſt vom tode, und ernehreſt ſie in der theurung; ach, ſo ſie⸗ he doch bey dieſer ſchweren theuren zeit in gnaden aufſf uns. Siehe, lieber GOtt! wie unſere angeſichter ver fallen, unſere leiber ver⸗ ſchmachten, und unſere her⸗ß zen abgemattet ſind. Er⸗ quicke uns doch wieder, denn unſer aller augen ſe⸗ henaunf dich. Thue doch die enſter des himmels auf, und uͤberſchuͤtte uns wieder mit deinem ſegen. HErr IEſul dich hat ja des voſtes etliche tage bey dir verhar⸗ ie ven fett. GOtt, der du ret, und hunger gelitten 14 hat⸗ “- —VGebeht eines Reiſenden. hatte; ſo laß dich doch auch unſer elend jammern, die wir jetzo theurung und kummer leiden. Hebe doch wieder an zu ſegnen die haͤnde deiner knechte: denn was du, HErr! ſegneſt das iſt geſegnet ewiglich. Ver⸗ leihe auch uns allen wahre herzliche buße, und regiere uns durch deinen geiſt daß wir deine vaͤterliche guͤte hinfuͤhro beſſer erkennen, und deine gaben und wol⸗ thaten mit groͤſſerer dank⸗ barkeit gebrauchen, zu dei⸗ ner ehre, zu unſerm unter⸗ halt, und zu des armen duͤrf⸗ tigen nechſten erquickung Vorallen dingen aber ſpeiſe uuns mit dem geiſtlichen brode deines heiligen wor⸗ tes zu unſerer ſeligkeit; und gib, daß wir der zeitlichen nahrung alſo gebrauchen, daß wir derſelben ja nicht zeit vornemlich trachten nach dem, das drobeniſt, da IEſus Chriſtus iſt, damit ſeiner himmliſchen guͤter ge⸗ misbrauchen: ſondern alle⸗ wir dermaleins mit ihm ſ Gebeht eines Rei⸗ ſenden. immliſcher 1O03. H vater, barm⸗ herziger getreuer GOtt! ich danke dir herzlich, daß du mich bisher ſo gnaͤdig⸗ lich behuͤtet, und mir ſo viel gutes an leib und ſeele erzeiget haſt. Ich bitte men fuͤnder gnaͤdig, und verzeihe mir alle meie miſſethaten um JESll Chriſti willen. Heilige und 8 erneure mich je laͤnger je und gerechtigkeit, die dir leite und fuͤhre mich ferner auf dieſer reiſe durch den ſchutz deiner lieben engel, daß ich fuͤr moͤrdern und raͤubern, fuͤr giftiger luft und boͤſen ſeuchen, fuͤr ſtreit und unfall ſicher ey. Gib mir, o HErr! nahrung und kleidung/ fuͤhre mich den rechten nieſſen moͤgen in alle ewig⸗ nkeit/ amen. 1u dich, o HErr! ſey mir ar⸗ h mehr durch die kraft deines iin heiligen Geiſtes, damit ich mein leben taͤglich beſſere, in deinen wegen wandele, u und dir diene in heiligkeit gefaͤllig iſt. Heiliger vater! NW — ——— ——— == ————. 4 — Q 1 g= h = Gebeht in Roht und Truͤbſal. ſoll, und gib deinen ſegen zu meinem vorhaben, da⸗ 6 mit alles zu deiner ehre, und zum gemeinen beſten, wie auch zu meiner und der meinigen zeitlichen und ewigen wolfahrt gereichen moͤge. wahre unterdeſſen auch al⸗ le die meinigen, und was du mir beſchehret haſt; und gib, daß wir einander geſund und mit freuden a wieder ſehen moͤgen. Son⸗ derlich bitte ich dich, mein GOtt! bewahre mich fuͤr aller liſt und bosheit des hoͤlliſchen feindes und ſei⸗ ner werkzeuge. Erhalte und ſtaͤrke in mir den wah⸗ ren ſeligmachenden glau⸗ ben, die liebe, geduld und unt hoffnung: und gib, daß ich die wallfahrt dieſes lebens getroſt und mit unverletz⸗ tem gewiſſen verrichten ſeli ich enden, und froͤli in das himmliſche vater⸗ land eingehen moͤge. Dir, o HErr! befehle ich mei⸗ nen ausgang und eingang von nun an bis in ewigkeit durch IEſum Chriſtum, amen. — Gebeht in Noht und ruͤbſal. M V ſch du grund⸗ 104. guͤtiger Gott, du vater der barmher⸗ zigkeit und GOtt alles allein die truͤbſal, ſo du mir aufgeleget haſt, ſondern ¹ 4 8 3 4 d troſtes! ich klage und be⸗ Erhalte und be kenne dir mit reuendem und zerbrochenem herzen voll demuht, daß ich nicht 4 noch viel groͤſſere ſtrafen 1 mit meinen ſunden wol verdienet habe; darum wil ich deinen zorn tragen, denn ich habe wider di geſuͤndiget. Ich erkenne und weiß auch, daß du es biſt, der mir dieſes leiden zugeſchicket, und daß esvon deiner hand herkomme. Ach HErr! laß deine hand nicht zu ſchwer auf mir ſeyn, daß ich nicht ver⸗ ern trinken ieber vater! henke haſt: laß ihn nur nicht ei⸗ nen kelch deines zornes, ſondern deiner gnade ſeyn. ſgehe. Ich wil den kelch den du mir, eingeſchenket Sey, lieber vater! meiner ſchwachheit eingedenk, und ſtrafe mich nicht in deinem 15 zorne, Gebeht in Noht und Truͤbſaal. zorne, und zuͤchtige mich nicht in deinem grimme: ſey mir gnaͤdig, denn ich bin ſchwach: uͤbe nicht dei⸗ ne gewalt wider mich, der ich ein ſchwacher halm bin; ich kan deine gewalt un orn nicht ertragen, i fkurchte mich fuͤr deiner ho⸗ en majeſtaͤt; ich beuge die knie meines herzens vor dir, und bitte um gnade, laß mich in dieſem ungluͤk⸗ ke nicht verderben. 2 vater! ſo es ja dein wille iſt, daß ich dieſesleiden tra⸗ gen ſol ſo vollbringe dei⸗ nen heiligen willen an mir, ch der finſterniß wieder auf⸗ an deiner gnade ſehe. Du d ſcharfem weine gewaſchen, ch lindere nun dieſelbe mit Ach vollends. Gib daß ich dich — — wieder heraus: laß mir das licht deiner gnade in — — — — gehen, daß ich meine luſt — — ——ÿ— —— —— haſt meine wunden mit — — — — — — — — —— — — — — — — — —— dem oͤle deiner gnade. Laß meinen ſchwachen glauben, das glimmende toͤchtlein nicht ausloͤſchen, zerbrich das zerbrochene rohr nicht im kreuze ſo herzlich liebe, als in guten tagen; und das vertrauen zu dir habe, du werdeſt mitten im kreu⸗ nicht zu meinem verderben, ſondern mir zum beſten und zu meiner ſeligkeit. Du haſt ja nicht luſt an der ſuͤnder tode, und haf deinen lieben ſohn nicht ge⸗ andt die menſchen zu ver⸗ herben, ſondern zu erhal⸗ ten. Ach lieber vater! er⸗ halte mich unter dieſer la des leidens. Du haſt mit verwundet, heile mich wie⸗ mache mich wieder leben⸗ l dig: du haſt mich in die unl holle gefuͤhret, fuͤhre mich b ſti fele, meine geduld, daß ſie laſt ner hand annehme, und ch deinen nam der: du haſt mich getoͤdtet, ſag ze ein vater⸗herz gegen mich dein armes kind be⸗ halten. Staͤrke meine hoff nung, daß ſie nicht zwei⸗ nicht wanke noch zage. Ma⸗ iche mir dieſen bittern kelch heilſam und ſuͤße, daß ich denſelben getroſt von dei⸗ —— — — — ———— 4 — en anrufe. Ach, lieber vater! du haſt ja ge⸗ i ſaget: kan auch eine mut⸗ u ter ihres kindes vergeſſen, daß ſie ſich nicht erbarme ſſ tuͤber den ſohn ihres libee 4 b ——— ina ut und ob ſie gleich de dt vergeſſe, wi uag deines wortes uat HErr! eingedenk ſeyn, und a meiner nie vergeſſen. 2 Gebeht eines Kranken. 3 * 1 I — 1 4 1 ſelben lich doch dein nimmermehr vergeſſen: ſiehe! in die haͤnde habe ich dich gezeichnet. Dieſes wolleſt du, ſtaͤrke meine hoffnung, lie⸗ ber vater! denn du haſt geſagt: es ſollen nicht zu ſchanden werden alle die mauf dich hoffen. HErr! auf dich traue ich, laß mich nimmermehr zu ſchanden werden. Errette mich durch deine gerechtigkeit, neige deine ohren zu mir, eilend hilf mir. Sey mir ein ſtarker fels und eine burg, daß du mir helfeſt, denn du biſt mein fels und mei⸗ ne burg. Um deines na⸗ mens willen wolleſt du mich leiten und fuͤhren, du wolleſt mich aus dem netze ziehen, denn du biſt meine ſt ſtaͤrke. Ich begehre dein, SErr! darum wolleſt du mir aushelfen; ich kenne h un deinen namen, darum wol⸗ leſt du mich ſchuͤtzen: ich n rufe dich an, du wolleſt bey mir in meiner noht, reiß mich heraus, und ma⸗ che mich zu ehren; ſaͤttige mich mit langem leben, und zeige mir dein heil, amen. —— 6 Gebeht eines Kranken. b HErr, himm⸗ 105. S liſcher vater! du biſt ja ein getreuer GoOtt, und laͤſſeſt niemand uͤber ſein vermoͤgen verſucht werden; ſondern ſchaffeſt, daß die verſuchung ſo ein ende gewinne, daß wir ſie ertragen moͤgen. Ich bitte dich in meinen großen noͤh⸗ ten und ſchmerzen, laß mir gen moͤge, und an deiner barmherzigkeit nimmer⸗ mehr verzage. O Chri⸗ e! des lebendigen GOt⸗ tes ſohn, der du des kreu⸗ zes pein fuͤr mich gelitten aſt, und endlich fur mei⸗ ne ſuͤnde geſtorben biſt, zu dir rufe ich aus meines anſs mmcch erhoͤren. Sey du dich uͤber mich ſuͤndigen men⸗· das kreuz nicht zu ſcwer werden. Staͤrke mich, das ich es mit geduld ertra⸗ herzens grunde! erbarmeu Gebeht eines Kranken. menſchen; vergib mir alle meine mishandelungen, die ich wider dich in mei⸗ habe. Erhalte mich im wahren glauben bis an mein ende. O GOtt hei⸗ liger Geiſt! du wahrer troͤ⸗ ſter in aller noht; erhalte mich in der geduld und herz⸗ zuverſicht, und weiche nicht von mir in meiner lezten noht. Leite mich aus die⸗ rechte vaterland, amen. Noch ein Gebeht eines Kranken. . Tarmherziger, b 106. BPeumer hun, und lieber vater! ich be⸗ kenne dir vom herzen, da ich dieſe leibes⸗ſchwachheit mit meinen ſuͤnden, leider! mehr als zu viel verdienet/ und meiner geſunden tage ſehr misbrauchet habe. Ich habe dir freilich nicht ge⸗ dienet, wie ich ſchuldig a war; ſondern mehr der ſelbſt gelebet als dir: das nem ganzen leben gethan aber in Chriſti, vergib mir doch alle meine ſuͤnden um ſei⸗ ſterbens willen, und ſtrafe lichen anrufung GOttes; heilige mich mit wahrer n ſem jammerthale in das ich im wahren glauben, ß mein vermoͤgen, ſondern — — —— ——— iſt mir, HErr! vom her⸗ zen leid. Ich bitte dich aber in dem namen JEſu — — — —— — — ꝛ——— ———— ———— ——— ——— —— — — nes theuren leidens und = mich nicht in deinem zor⸗ ne; ſondern laß mir dieſe 1 Lindere mir aber doch auch meine ſchmerzen: i hilf die laſt tragen, die du ſin mir aufgeleget haſt, und laß deine kraft in mir nü ſchwachen maͤchtig ſeyn. ii Troͤſte und ſtaͤrke mich auch 1 ui — dan durch deinen geiſt, damit A m . 1.71r. e ans He und in chriſtlicher geduld an beſtändig bleibe. Laß miih i nicht verſucht werden uͤber u mache der ſchmerzen und der anfechtung ſo ein ende, daß ich es ertragen koͤnne. Iſt die krankheit nicht zum kode, ſo ſegne die ordent⸗ liche mittel und arzeney, die du beſchehreſt; und hüf mir gnaͤdiglich, daß ich hin⸗ i — 1 1 — — — —— ——— — 1 — 1 1 4 aun welt, dem fleiſche und mir fort mein leben beſſern, deiner du.r mat ad d ſtart dat unt inen wir dn deiner wolthaten nimmer⸗ um mehr vergeſſen, ſondern a deinen namen mit freuden mma preiſen möge dm lebe. Iſt t ſünd a wille, daß ich von dieſer a krankheit nicht aufſtehen, un ſondern dieſe welt geſeg⸗ im nen ſoll, ſo geſchehe dein m wille. Giatn mein erloͤſer lebet, und er an wird mich hernach aus der he erden auferwecken, und ich ne werde darnach mit dieſer den, und werde in meinem fleiſche GOtt ſehen, und Ich habe luſt abzuſcheiden, a und bey Chriſto meinem HErrn zu ſeyn, welches mir auch viel beſſer waͤre. Darum hie bin ich, HErr! mache es mit mir, wie dir es gefaͤllet. Verlaß mi nur nicht, damit ich di nicht verlaſſe; und erloͤ n mich endlich von allem uͤbel/ u und hilf mir aus zu dei⸗ nem ewigen hen re che, um JEſu Chriſti wil⸗ 4 17A rekenes Kranten 3 E „ſo lange ich ſt es aber dein Ich weiß doch, daß * meiner haut umgeben wer⸗ meine augen werden ihn ſchauen, und kein fremder. c Gedeht eines Kranken der ſich des Todes ver⸗ ſiehet. 10/. Dh leber vater! ich merke, daß meine zeit faſt dahin iſt, und mein le: ben bald wird abgeriſſen werden: nun dein wille geſchehe. Aber weil mein herz noht leidet, und mei⸗ ſchwachheit und quahl groß iſt, daraus du allein helfen kanſt; ach HErr! ſo lindere und verkurze mir ie todes⸗ſchmerzen. Laß ab von mir, daß ich erquik ket werde, ehe denn ich hin⸗ fahre, und nicht mehr hie bange, ach HErr! nim dic meiner ſeelen herzlich anz vergib mir meine ſuͤnde um JEſu Chriſti willen, ſtaͤrke meinen glauben, ver⸗ leihe mir troſt, geduld und ſtandhaftigkeit, durch die kraft des heiligen geiſtes, und hilf mir ſelig uͤber⸗ winden, amen. hum chen rei⸗ 4 len, amen. 1 h 3 3 8 4 ScErr GOtt, ſey. Mir iſt um troſt ſehr 174 Gebeht eines Kranken. Noch ein Gebeht eines Kranken, der ſich zum Sterben anſchicket. J vater aller 108. b 8 gnade! er⸗ barme dich uͤber meine ar⸗ me ſeele. Vergib mir alle meine ſuͤnde, die ich lei⸗ der! wider dich gethan ha⸗ be. Verachte nicht dein armes geſchoͤpf, verſchmaͤ⸗ emich nicht, der ich deiner aͤnde werk bin. Laß den nicht umkommen, welchen du gemacht und geſcha en haſt: denn auf dich hoffe ich, du biſt meine huͤlfe und mein GOtt. O Chriſte, wahrer heiland! der du biſt ddas lam GOttes, welches da traͤgt die ſuͤnde der welt; der du mich mit deinem blute gewaſchen und gerei⸗ niget haſt: ich bitte dich durch dein bitteres leiden, ſonderlich aber durch die ſchmerzen, die du zu der ſtunde empfunden haſt, da deine alleredelſte ſeele von deinem heiligſten leibe ausging, erbarme dich uͤber meine arme ſeele bey ih⸗ rem aͤusgange, und fuͤhre GOtt heiliger Geiſt, du ſſuͤßer troſt! teweiſf Inen — — — — — —— — herz wider alle anfechtun des boͤſen feindes dchteng meinen glauben, daß ich eine vergebung der ſuͤnden und ein ewiges leben glaͤu⸗ be. So befehle ich nun, o heilige dreyeinigkeit! meinen geiſt in deine haͤn⸗ de. Du treuer GOtt! du haſt mich erloͤſet, der dule⸗ mt beſt und regiereſt in ewig⸗ keit, amen. — ————— ———= — — —— — — — Gebeht der Umſtehen⸗ den fuͤr den Sterbenden. Marmherziger, ii Ier 3 h 109. lieber GOtt ſchwerlich heimgeſuchet; ſo i bitten wir dich in dem na⸗ men JEſu Chriſti, im wah⸗ i ren glauben auf ſeine theu⸗ re verheiſſung, ſey uns und dieſem armen kranken men⸗ i ſchen um Chriſti willen gnaͤdig. Verzeihe ihm und uns allen unſere ſuͤnden; 9 heilige und ſtaͤrke uns, und 49 n ſie zum ewigen leben. O ſonderlich dieſe kranke per⸗ i b ſon, er äll rgan fuhen Geiſtes. A Gebeht eines Kranken. — 88— . 1 pon, mit der kraft deines ch gnaͤ⸗ iger GOtt, du vater der aeit barmherzigkeit! ſiehe das geaͤngſtigte herz, die mat⸗ 6 8 ſeele, die zerſchlagene 9 lieder in gnaden an, und omme bald mit deiner mn huͤlfe. Sehde durch dei⸗ ne kraft in ſeiner ſchwach⸗ * ug heit maͤchtig. Lindere und tde ra einen int vei S dieſes duſ ör w th heinzit hitt air dich d nes fchie b ten vben aufſan er d ſuung, ihm dein heil. h be aͤndige 6 verküͤrze ijn die große angſt und ſchmerzen; tro⸗ ſte ihn, du gewaltiger troͤ⸗ ſter, hilf du ſtarker noht⸗ helfer, und zeige uns und ihm den wahren glauben, 1 und geduld: und ſo es ja dein ſen; ſo hilf ihm ſelig uͤber⸗ winden, durch die kraft des heiligen Geiſtes zum ewi⸗ en leben, um IEſu Chri⸗ i willen, amen. Dankſagung eines, der von ſeiner Krankheit wie⸗ der auf köͤmt. b ERR, mein IIO. Sh GoOtt, mein troſt, mein erretter, mein Erhalte in wille iſt, ihn ſterben zu laſe tiget haſt! Du haſt, o lie⸗ 4 einiger nohthelfer! dir dan⸗ ke ich vom grunde meines herzens, fuͤr deine unaus⸗ ſprechliche vielfaͤltige wol⸗ thaten, die du mir armen fuͤnder erzeiget haſt; ſon⸗ derlich aber, daß du in mei ner großen noht, krankheit und elende mich in gnaden angeſehen, mein her ge⸗ ſtaͤrket, mein gebeht erhoͤ ret, und mir ſo vaͤterlich wiederum aufgeholfen haſt. Ich danke dir, HErr! daß du zornig uͤber mich geweſen biſt, und dein zorn ſich ſo gewendet hat, daß du mich nun wiederum troͤ ſteſt. Ach wie gut iſt mier es, daß du mich gedemuͤh ber vater! mich gezuͤchti⸗ get, damit ich nicht mit der gottloſen welt verdammet werde. Um troſt war mir ſehr bange, aber HErr! du haſt dich meiner ſeelen herdlichangenomamen wie ol ich dir vergelten alle das gute, das du an mir gethan haſt? Ich wil dir anken mein lebelang, und deinen ruhm verkuͤndigen fuͤr und fuͤr. Da ich dich, Gebeht bey Donner und Ungewitter. 176 HErr! ſuchte, antworte⸗ teſt du mir, und erretteſt mich aus meiner noht. Du verlaͤſſeſt die nicht, die dich ſuchen Du erhoͤreſt ge⸗ eht, darum koͤmmet alles ſen zu dir. Du biſt na⸗ e denen, die zerbrochenes zerzens ſind, und hilfeſt denen, die zerſchlagene gemuͤhter haben. Ach, mein GOtt! verleihe mir eine herzliche beſtaͤndige buße, durch die kraft des heiligen Geiſtes, um JEſu Chriſti willen: damit ich hinfort nicht mehr ſuͤndi⸗ e, aufdaß mir nicht etwas aͤrgers wiederfahre; ſon⸗ dern daß ich mich mein le⸗ belang fur ſolcher betruͤb⸗ niß meiner ſeelen hute. Beſchuͤtze mich auch hin⸗ fort durch deine heilge en⸗ gel, daß ſie mich bewahren auf allen meinen wegen. Und dieweil ich doch end⸗ lich dieſes leben werde ge⸗ ſegnen und ſterben muſſen; ſo erhalte und vermehre in chenden glauben, gottes⸗ furcht, geduld und troſt: mir den wahren ſeligma⸗ g pfen, ſelig uͤberwinden und froͤlich in dein lunauſcn R reich eingehen moͤge, dich, o vater aller barmherzig⸗ keit! ſamt deinem Ehn und heiligem Geiſte, den ei⸗ nigen wahren GOtt, ewig⸗ lich zu preiſen. Dir, o allerhoͤchſter GOTT! ſey lob, ehre und dank geſagt in alle ewigkeit, amen. Gebeht bey großem Donner und Ungewitter. du großer und uf III. O erſchrecklicher GOtt! dem feuer, hagel, ſ ſchnee, dampf und ſturm⸗ winde dienen muͤſſen; der du auf den wolken faͤhreſt/ wie auf einem wagen, und deinen donner mit hagel und blitzen auslaͤſſeſt. Wir arme menſchen muͤßten ſa in einem augenblicke ver⸗ derben, wenn du deine don⸗ ner⸗ſtrahlen auf uns ge⸗ hen lieſſeſt. Denn die er⸗ de bebet, und wird bewe⸗ get, die grundfeſte der ber⸗ e regen ſich, und beben, wenn du zornig biſt. HErr! wir ſehen, und hoͤren deine —— — —.— — — ¹ * 3 ——— — — — —— — — — ——— —-— —— — — — damit i ch ritterlich kaͤm⸗ —— 1 lgroße mmacht, und entſehen 3 „ donnerſchlagen: bewahre bußfertigkeit, froͤliche hof⸗ iß nung und geduld, damit a wir bereit ſeyn, wenn es an dein wille iſt, aus dieſem duahn leben ſelig abzuſcheiden. Nim uns, o HErr! un⸗ dm ter den ſchatten deiner flu⸗ Dankſagung nach dem Ungewitter. 177 uns vor dem erſchreckli⸗ chen praſſeln deines don⸗ ners. Ach gedenke nicht unſerer ſuͤnden und miſſe⸗ thaten; ſondern ſey uns gnaͤdig„ um deines ſohnes IEſu Chriſti willen. Ver⸗ folge uns doch nicht mit dei⸗ nem wetter, und zerſchmet⸗ tere uns nicht mit deinen uns leib und ſeele, haus hof, viehe, und die lieben fruͤch⸗ te auf dem felde. Behuͤte uns fuͤr grauſamen ſchrek⸗ ken und einem boͤſen ſchnel⸗ len tode. Nim von uns alle kleinmuͤhtigkeit und unglaͤubige furcht. Erhal⸗ te und ſtaͤrke in uns den wahren glauben, herzliche ☛ hoͤlliſche feuer weiſen wirſt, in ewigkeit nimmermehr hoͤren muͤſſen, ſondern nimn uns auf in dein reich, daß wir dich, vater, ſamt dei⸗ nem ſohne JEſu Chriſto, und dem heiligen Geiſte, den einigen wahren GOtt, in ewigkeit preiſen moͤgen, amen. Dankſagun g nach dem Ungewitter. Parmherziger, n. Penanae: GOtt! ich danke dir von ganzem herzen, daß du das ungewitter ſo gnaͤdig ab gewendet, und uns ſo vaͤ terlich verſchonet haſt. u haſt uns deine große macht gezeiget, und deinen dommer mit hagel und blitzen aus⸗ gelaſſen. O wie bald waͤr gel, bis das ungewitter vor⸗ uͤber gehe; und behuͤte uns, daß wir die donner⸗ ſtimme deines grimmigen ſornes, womit du die gott⸗ oſen dermaleins in das es um uns arme menſchen ſchehen, wenn du deine grahien auf uns ſchieſſen und uns zerſtreuen wolteſt! Wie ſolte doch ein menſch noch an deiner goͤttlichen macht und maͤchtigen vor⸗ ſehung zweifeln? Ach HErr! regiere doch unſer u aller herzen, daß wir dich N 5 langer 9 mehr recht er⸗ ennen, fuͤrchten und eh⸗ deln, unter dem ſchatten laͤſſeſt. Schrecklich iſt es, wenn du uns deinen don⸗ ner hoͤren, deine waſſer⸗ guſſe und hagel ſehen, un ein erdbeben fuͤhlen laͤſ⸗ ſeſt. Wie viel ſchreckli⸗ cher wied denn der tag des jungſten gerichtes ſeyn, wenn der HErr IEſus mit feuer⸗flammen, mit einem feld⸗geſchrey und mi der ſtimme des erzeen⸗ gels kommen wird? wenn die himmel vom feuer zer⸗ gehen, und die elemente fuͤr Huͤf, lieber GOtt! daß wir geſchickt ſeyn mit heiligem wandel und gottſeligem Weſen; damit wir unbe⸗ leckt und unſtraͤflich erfun⸗ den werden, und mit freu⸗ den in das reich der ewigen ul moͤgen, amen. ren, in deinen wegen wan⸗ itze zerſchmelzen werden? ull herrlichkeit zu dir eingehen —— WWWW daß ſein gepfluͤgtes wol ge⸗ rahten/ Dankſagung nach er⸗ haltener guten Ernte. 11 roßer und 113:· 8 wunrderbarer GOtt! der du alles, was d da lebet, reichlich und ttaͤg⸗ klich verſorgeſt, und ohne deſſen gabe und ſegen wir nichts haben, noch das ge⸗ ringſte hervor bringen koͤn⸗ nen; ſondern wenn du dei⸗ ne milde hand aufthuſt, ſo ſamlen wir; wenn du ſe⸗ d gen herab ſchuͤtteſt, ſo wer⸗ imn den menſchen und vieh auf erden mit wolgefallen ge⸗ ſaͤttiget. Solche deine vaͤ⸗ terliche wolthat haben wir auch dieſes ſahr, und ſon⸗ derlich an dieſem tage mit demuͤhtigem danke zu er⸗ kennen und hoch zu preiſen/ daß du dich unſer erbar⸗ met, unſer gebeht, um ab wendung alles verderbens von der ſaat und getraͤlde auf dem felde, und was ſonſt in gaͤrten, wieſen und waͤldern den menſchen un viehe zum nutzen waͤchſet, zncdiß erhoͤret; und unſer land ſo es ſein gewaͤchs gegeben⸗ heimgeſuchet, daß — 6 ——— —— 6 —yůäé— — —— —— ——— —— —— ——— — — — — — — — — — — 5———— — — —— ——= —— —.—— — — — — 1 dl ——————— —— ————.— ————— ——— —y—— — —— —— — ,“ —— — und das land voll fruͤchte macheſt, die du ſchaffeſt: ſ wenn du gras wachſen laͤſ⸗ ſeſt fuͤr das vieh, und ſaat zu ße und nutz den menſchen: wenn fdu fruͤh⸗regen und ſpatxe⸗ at ſehen bewahret nicht allein gen giebeſt: wenn du deine en, usn ihren odem; ſondern du ſſonne uͤber boͤſe und gute 1uh thuſt noch alles andere hin⸗ aufgehen, und uͤber gerecha b te und ungerechte regnen zu, was zum taͤglichen bro⸗ Kchn laͤſſeſt; ſo wird alles, o gnaͤ⸗ — de und zur leibes⸗nahrung laͤ— und nohtdurft noͤhtig iſt, diger vater im himmel! — zur bekraͤftigung deiner von durch deine gnaden⸗ſtrahlen erquicket und erfreuet. Ach du einiger hoͤchſter beherr⸗ ſcher des ganzen erdbodens? wir bekennen ja, daß wir freilich nicht allemal ſo ge⸗ ſa recht und heilig leben, als de es unſer beruf und kind im — 1 — 4 * —t — — — — liche tauf⸗zuſage erfordert. Ach rane i dhochun ſegens! die arbeit derer, wie oft wird unſer land as ach unch welchen du das feld zu bau⸗ durch die ſuͤnde ſeiner ein⸗ ut, wohner verunreiniget, daß ralle n daher, wie an andern orten V 1ih alſo auch beh uns ein gutes n „ dur 1 5 me Durch deine ſegens⸗ kraft muß der um der ſuͤnde wil⸗ ruznat len ſonſt verfluchte acker das m brod, ſo des menſchen her ſtaͤrket, hervor bringen und geben. Wenn du von oben deine ſtrafe nichts zu tragen vermoͤgte. Aber, o HErr, HErr! du biſt dennoch barmherzig und gnaͤdig, geduldig und von großer guͤte und treue; du vergiebeſt miſſethat, .. 1e 21.. f a herab die berge befeuchteſt, uͤbertretung und ſuͤnde; du 1 ag 4 3 m 2 ver⸗ 180 Dankſagung nach erhaltener guten Ernte. verſchoneſt noch manchen ort wegen der wenigen ge⸗ rechten und frommen, die allda leben, und laͤſſeſt auch die unartigen kinder ih⸗ rer fuͤrbitte mit genieſ⸗ ſen. Wolteſt du uns nicht eher gutes thun, bis wir und verderben. So aber lockeſt du uns mit dei⸗ nen vielfaͤltigen wolthaten zum beſtaͤndigen aufrichti⸗ gen gehorſam; darum iſt es ein werk deiner goͤttlichen liebe, daß du nicht ablaͤſſeſt noch aufhoͤreſt uns zu ſeg⸗ nen, ſondern immerfort an deine barmherzigkeit und an deine gute gedenkeſt, die und noch waͤhret; kr welcher wir bishero nicht ten ſind, ſondern ein jeder ſeinen ihm beſchiedenen theil ſpeiſe dahin nehmen, und den ernte ſegen von dieſem jahre mit freuden einſamlen koͤnnen. Am gegenwaͤrtigen tage unerkennen, ehren und prei⸗ an ſen wir insgeſamt, o gna⸗ nicht, was er dir gutes ge⸗ aufhoͤrten zu ſuͤndigen, ſo muͤßten wir verſchmachten zig von der welt her geweſen iſt kraft in hungers⸗ noht gerah⸗ — 2 — diger vater! ſolche deine er. haltende, verſorgende und wolthuende guͤte, und ein jeder ſpricht in kindlicher demuht: Lobe den HErrn, meine ſeele! und vergiß —— —— — — —— — — — — — — — than hat, der dich broͤnet mit gnade und barmher⸗ un zigkeit. Dein lob, o gro⸗ in ßer GOtt! ſol allewege in ſut unſerem munde ſeyn. Un⸗ ſi ſere ſeele ſoll dich allezeit ii ruͤhmen, und was in uns in iſt, deinen heiligen namen uan preiſen, daß du ſo wol an ui uns gethan, und uns auch iff dieſes jahr mit deinem gu⸗ un te gekroͤnet haſt. Hier⸗ naͤchſt bitten wir dich, lie⸗ aß ber himmliſcher vater! du un wolleſt durch deinen heili m gen Geiſt uns allezeit regie⸗ imn ren und gnade geben, daß in wir dir nicht nur mit dem iin munde danken; ſondern un auch mit unſerm ganzen i chriſtlichen leben und wan⸗ del dich in kindlichem ge⸗ ſi horſam ehren, loben und preiſen. Behuͤte uns, daß wir dieſe deine geſchenke und gaben nicht misbrau⸗ chen zur uͤppigkeit und wolluſt, * — — ——o —— ——— Gebeht auf Advent. ſelbe, nicht noͤhtig haben, mit fremden guͤtern zu prangen und uͤbermuht zu treiben: dieſen andern aber andere ihr herz und ſinn, damit ſie erkennen, wie ihr misvergnuͤgtes und ſcheel⸗ ſehendes auge dch, der du ſo guͤtig biſt, hoͤchlich belei⸗ dige, und ihnen ſelbſt am allermeiſten ſchade: ſinte⸗ mal derjenige nicht wehrt iſt, ein mehrers und groͤſ⸗ ſers zu erlangen, der ſich e ſo zweifeln wir nicht, du werdeſt ferner ntt, da von uns abwenden krieg, krankheit, feuers⸗waſſers⸗ und andere noht, und uns binaegen friede und ruhe, 8 undheit, und was uns ſonſt noͤhtig ſeyn moͤgte, gnadiglich verleihen, wenn tein jeder im glauben, und i aus gehorſam gegen dich, i ſeine arbeit zur rechten zeit i mit gebeht verrichten, und deines ſegens, der da ohne i muͤhe reich machet, in gu⸗ m ter hoffnung abwarten i wird: bis wir endlich nach w aller vollbrachten beſchwer lichen arbeit zur ewigen at ruhe kommen, und den en. i geln GOttes gleich ſeh 49 werden: dazu wolleſt du mm uns verhelfen durch un⸗ un ſern HErrn und heiland e 1 Err JEſu hriſte, du koͤ⸗ 1 1 4 ¹ 1 3 1 †. 2 1 3* 8* . 1.— 4½ 5 4 8* * 5 4„ 8 4 1 b dx a ein un bey g deiner kirchen ein, dafuͤr a wir dir vom her ken. Wir bitten du uns ſolche deine gnade uue Ach KErr! ziehe auch eine wohnung in unſeren t herzen. allein in leiblichen noͤhten, 3n 60 nur dich bey uns haben: Fne und wenn uns gleich leib ai und ſeele verſchmachtet, ſo biſt du doch, GOtt! allezeit Gebeht auf Advent. 5 ein konig von Iſrael, als I ein herechter und helfer, einem volke zu Jeru⸗ 1 falem eingeſtellet, daß du ſ daſſelbige zur gerechtigkeit braͤchteſt, deine elenden ret⸗ teetteſt, und ſie von ſuͤnden ſelig machteſt: weil ſie dich aber nicht auf⸗ und ange⸗ nommen haben; ſo haſt du dich zu uns armen hei⸗ a den gewendet, daß wir dein volk ſeyn ſolten. Du zie⸗ heſt noch taͤglich in deinem worteund ſacramenten bey den an⸗ ich, daß recht zu erkennen gebeſt. bey uns ein, und mache dir b her Du biſt ja unſer heiland und helfer, nicht ſondern zufoͤrderſt gegen tod und teufel: darum fra⸗ fu gen wir nichts nach him⸗lig mel und erde, wenn wir ch als ir maͤchtiger koͤnig ſt wie vollen gehorſam unter⸗ unſers herzens troſt und unſer theil. GOtt iſt ia unſer vater, darum wirſt du als ein vater die toch⸗ ter zion, deine kirche, nicht laſſen: und du, o JEſu kanſt und mußt ſie ſchuͤtzen ilf nun, daß wir auch die apoſtel, uns dir in ſo h nem gehorſam nehmen. Hilf, daß wir dir den weg zu unſern her⸗ zen bereiten, die thore weit und die thuͤren in der welt hoch machen, daß wir mit danken vor dein angeſicht kommen, und immerdar ſa⸗uuß gen: H cgeiober eoitt Hilf, daß wir dich oͤffent⸗ lich und ungeſcheuet mit jenem volke vor der welt ennen, und allezeit in ſtlicher bereitſchaft er⸗ den werden, dir in hei⸗ werfen, und unſere ver⸗ derbte vernunft unter dei⸗ gefang3en 8 Vebe r von der Gebuhrt des Sohnes GOttes. befoͤrdern; auch im falle helfer! daß ſie alle mit der noht deinethalben ger⸗ einander, und ſe uue ne alles verlaſſen, der du nen, dir vom herzen die⸗ um unſerent willen ſo arm nen, das reich deiner wahr⸗ worden, daß du eine eſe⸗ heit befoͤrdern, und alles, n lin entlehnen muͤſſen, und was wir vermoͤgen, dir zu am ſtamme des kreuzes in ehren unterlegen und aus⸗ deinem hoͤchſten durſte nicht breiten: daß unſer chri⸗ einen trunk waſſers be⸗ ſtenthum allewege gruͤne, kommen koͤnnen. Gib, daß als ein ſchoͤner palm⸗zweig, i wir alſo in deiner lezten und wir durch deine kraft u ukunft das ende des glau⸗ alle ſchmach, verfolgung i bens, nemlich der ſeelen ſe⸗ und truͤbſal dieſer welt i ligkeit davon bringen, die ſuͤberwinden; bis wir ein⸗ i du uns durch dein eigen mal mit dir, unſerm koni⸗ blut ſo theuer erworben ge, den ſeligen und froͤli⸗ haſt. Indeſſen bleibe, oſchen eintrit in das himm⸗ i HErr! mit deinem worte liſche reich der ewigen herr⸗ und mit der reinen wahr⸗lichkeit thun. Amen, HErr i heit auch in dieſem nun⸗ Chriſte JEſu! amen. gi mehr angetretenen kirchn.)—— jahre h ey uns, wie du das Gebeht von der Ge⸗ i verwichene bey uns geblie⸗ duhrt des Sohnes Gree ben biſt. Breite deine hram Chuiſt⸗Ta e. r wahrheit je laͤnger je wei⸗ b euſacage. —— ——*—— —— — —— — ter aus, und ſegne die ar⸗ II&J allmaͤchtiger i beit getreuer lehrer und II5. 82 GOtt himm⸗ rediger. Beſchuͤtze, re⸗ liſcher vater! wir danken giere und ſegne unſere und dir vom grunde unſerer alle andere chriſtliche obrig, herzen, daß du aus lauter keit, ſamt dero raͤhten und wolgefallen und unaus⸗ 3Wgetreuen dienern. Hilf, ſprechlicher liebe deinen Heérr JEſu, du ſtarker eingebohrnen bhn Jeſun —— —= — — — — — ᷣ——r ——— — — ——— —— —— —— — —— 0 ( Gebeht von der Gebuhr t des Sohnes GOttes. 185 00 Chriſtum, den glanz deiner herrlichkeit und das eben⸗ bild deines weſens, in dieſe welt geſandt haſt, welcher unſer armes fleiſch und blut an ſich genommen, und uns in allem gleich worden iſt, ausgenommen die ſuͤn⸗ de; auf daß er uns vonſuͤn⸗ den, tod, teufel und hoͤlle erloͤſete, und mit ſich in das reich der ewigen ſeligkeit verſetzete. Dis alles, o hüchſter GOtt! hat deine erzliche barmherzigkeit ge⸗ than, durch welche uns be⸗ ſuchet hat der aufgang aus der hoͤhe, auf daß er erſchei⸗ ne denen, die da ſitzen im finſterniß und ſchatten des todes, und richte unſere fuͤße auf den weg des frie⸗ dens! So erfuͤlle nun, o HErr! unſer aller herzen mit deiner gnade; und gib/ daß wir ſolche deine große liebe und barmherzigkeit dankbarlich erkennen, nicht a uns, ſondern dir leben, dir vertrauen, dich lieben und loben unſer lebelang. Gib auch, daß wir in allem 3 kreuze und truͤbſal unſers einigen heilandes, ſeligma⸗ chers und getreuen hirten IEſu Chriſti uns troͤſten, und daß wir alles, was m der welt iſt, getroſt hindan ſetzen, und es, gegen der uͤberſchwenglichen erkent⸗ niß deines lieben ſohnes, fuͤr koht achten moͤgen. Er⸗ halte auch bey uns und un⸗ ſern nachkommen dein hei liges ſeligmachendes wort, ſende treue diener in deine ernte. Wir bitten auch fuͤr alle menſchen, inſonderheit aber fuͤr unſere chriſtliche obrigkeit. Regiere ſie durch deinen geiſt, daß ſie zufoͤr⸗ derſt und vor allen dingen bey ihrer regierung, ſo viel an ihnen iſt, das reich un ſers einigen ewigen koͤniges IEſu Chriſti befoͤrdern und ausbreiten, und ja ih⸗ ren ſtand und wandel auf dieſer welt alſo fuͤhren, da⸗ mit ſie dermaleins mit ihm im himmelreiche in alle ewigkeit herrſchen moͤgen. Siehe auch deine arme be⸗ draͤngte kirche und kleine herde in gnaden an; kom⸗ me ihr zu huͤlfe, und errette ſie endlich aus den großen noͤhten, die ſie betroffen ha⸗ m 5 bben. 186 Gebeht am Neuen⸗Jahrs⸗Tage. X ben. Troͤſte ſie, HErr! durch deinen geiſt, nach⸗ dem du weißt, daß es ihre nohrauft erfordert, auf⸗ daß ſie ſich deiner gute er⸗ freuen, und deinen namen ewig preiſen mogen. La heate in den herzen aller angefochtenen, kranken, verfolgeten, witwen, waͤl⸗ ſen, und aller andern ſo in noht und truͤbſal ſtecken, ch⸗ vom herzen lob und dank, ß und vaͤterlich beſchuͤtzet, — — — — ker GOtt! wir ſagen dir — — daß du uns nicht allein er⸗ ſchaffen, bisher erhalten, und ſonderlich auch das vergangene jahr ſo gnaͤdig —— —— ——— ——— ——— ——— —— und uns ſo viel unzaͤhlvare wolthaten erzeiget haſt; ſondern auch und vornem⸗ lich, daß du uns aus lauter gnaden deinen ſohn, JEſum — Chriſtum, zum erloͤſer und ———— ͤſ— —yÿÿ-=—— — — eine troͤſtliche Chriſt⸗freu⸗ de aufgehen⸗ Auch die, welche deinen ſohn JEſum Chriſtum noch nicht erken⸗ nen noch ehren, bringe an das licht deiner wahrheit, len auserwaͤhlten engeln und menſchen dich loben, und dir zu lobe im wahren amen. damit ſie ſamt uns und al⸗g llauben, und mit herzlicher z rendigkeit ſingen moͤgen: Ehre ſey GOtt in der hoͤhe, friede auf erden, und den menſchen ein wolgefallen, h heilande geſchenket, und da die zeit erfuͤllet war, ihn in die welt geſaner haſt, wel cher ſich ſeiner goͤttlichen geſtalt geaͤuſert, knechts⸗ geſtalt an ſich genommen, ſich dem geſetze unterwor⸗ fen, und dir gehorſam wor⸗ den iſt, bis zum tode, ja um tode am kreuze, damit er alfo fuͤr uns das geſetz erfuͤllete, und uns von dem fluche, den wir verdienet atten, erloͤſete. Wir er⸗ kennen und bekennen von ————— —————— — — Bebeht am Neuen⸗ Jahrs⸗Tage. § HErr him 6. unnm110. SS mels und der von nn erden, du großer und ſtar⸗ deine wolthaten ganzem herzen, daß wir nicht allein das abgewiche⸗ ne jahr, ſondern auch die ganze zeit unſers lebens von jugend auf fuͤr ſolche ſehr un⸗ dankbar — — —— — — S —— — — un luch! — — ——— — -GnddeSen W— S g=== = — — ⁰— — am kreu ral t uns rful raund maee — — —— n — — — — niß zu erkennen; lenke und — dankbar geweſen, und dich Gebeht am Neuen⸗Jahrs⸗Tage. 1 e 11 —8ſſͤͤͤ vielfaͤltig erzoͤrnet haben; daß du ja wol urſach haͤt⸗ teſt, deine gnade von uns abzuwenden, und uns nach deiner ſtrengen gerechtig keit zu beſtrafen. Wir bit⸗ ten dich aber, himmliſcher vater! in dem namen dei⸗ nes ſohnes IEſu Chriſti unſers einigen heilandes, du wolleſt uns mit dem neuen jahre neue gnade wiederfahren laſſen, unſere alte bisher begangene ſuͤn⸗ den uns aus gnaden um IEſu Chriſti willen ſchen ken, und ſie mit dem alten ahre zuruͤck, ja in die tiefe s meeres werfen, und derſelben nimmermehr ge⸗ denken. Gib uns auch mit dem neuen jahre neue iraft, dir in heiligkeit und gerech⸗ tigkeit zu dienen. Erleuhte aufs neue unſern verſtand, deinen willen und gehein⸗ zugebracht haben; und was noch hinterſtelliger zeit im fleiſche iſt, nicht uns, nicht der welt, nicht den fleiſches luͤſten, ſondern dir leben, und auf deinen we gen gehen. Beſchneide du ˙ HErr! durch deinen geiſ unſer aller herzen, und rei nige ſie von aller unge rechtigkeit und boͤſen luſten. Gib uns, nach deiner ver heiſſung, einerley herz un weſen, daß wir dich fuͤrch ten unſer lebelang, auf da es uns und unſern kindern nach uns wol gehe. Erhal⸗ te ins kuͤnftige bey uns und unſern nachkommen dein heiliges wort: Gib auchin dieſem und in den folgen den jahren deinen ſegen zu den fruͤchten der erde; wen⸗ de alle wolverdiente land⸗ plagen gnaͤdig ab, und ſey uns noch ferner gnaͤdig. Laß dir auch unſere chriſtli⸗ che herrſchaften und obrig⸗ erneure unſern willen zi einem neuen und heiligen gehorſam, aufdaß wir es genug ſeyn laſſen, daß wir die vergangene zeit in ſun den und eitelem wandel keiten in deinen vaͤterlichen ſchutz befohlen ſeyn, re giere und ſegne ihre a. thlaͤge, ihr thun und laſ ſn, daß es zur ausbreitung doner ehre, zur fortpflan zung 3 de Lln y mn n 3w ½ n fogge ddn Fin Eiul ſriſtum rje r= erkennan nur glauhan döte ſelgfet a; ir wir d 3 t Ette köſtü 8 be F igen u aw rcuch de gen Schts, ℳ wer ger geäuna mü, n 4 Snaddin 3. erna * dhn Gebeht am Tageder Reinigung Marid. 189 Geiſt/ daß wir von den vo⸗ rigen irrwegen unſerer ſuͤn⸗ den abweichen, und durch einen andern weg in unſer ewiges himmliſches vater⸗ gnaͤdiglich ab. Decke uns mit deinen fittigen, und be⸗ wahre uns durch deine hei⸗ lige engel. Wende allen jammer und verwuͤſtung land eingehen. Warne und bewahre uns, o du reuer menſchen⸗huͤter! fur allen unſern verfolgern und widerſachern und ver⸗ huͤte alles unheil. Laß dir ſonderlich unſere liebe obrigkeit, als deinen aug⸗ apfel in deinen vaͤterlichen ſchutz befohlen ſeyn: erhal⸗ te ſie gnaͤdig, und ſchuͤtze ſie an leib und ſeele. Gib, daß durch ſie die gerechtig⸗ keit und wahrheit befoͤr⸗ dert, die bosheit aber ge⸗ hindert und beſtrafet wer⸗ de. Segne dieſe ganze chriſtliche gemeine, un licher beſtaͤndiger gnade. Segne die fruͤchte des lan⸗ des; troͤſte alle arme, kran⸗ ke, verfolgte und betruͤbte herzen. Erbarme dich un⸗ ſer, o HErr! verzeihe uns um Chriſti willen alle un⸗ ſere ſuͤnde, und wende die wolverdiente ſtrafe des krieges und blutvergieſſens 5 des menſchen ſohn, und mit he gemeine, und dargeſtellet biſt! wir dan uͤberſchuͤtte ſie mit vaͤter⸗ ab, gib, daß wir in ſteter bereitſchaft, buße, glauben und geduld erfunden wer⸗ den, und wuͤrdig ſeyn mo⸗ gen endlich zu ſtehen vor ihm in die ewige ſeligkeitu einzugehen, amen; HErr JEſu, amen. Gebeht am Tage der Beinigung Wari.. ⁴ERR IEſu 29 Chriſte, du ge wuͤnſchtes helleuchtendes licht der heiden, der du heu⸗ te dem HErrn im tempel * ken dir, daß du unſerntwe⸗ gen dich unter das geſetz gethan; und bitten dich, erleuchte uns, daß wir uns dir ergeben zu einem opfer, das lebendig, heilig und dir wolgefaͤllig ſey, auch deinen tempel oft mit an dacht beſuchen. Reinige unſere ſuͤndliche natur und unſer verkehrtes herz dutch Sehram Tage der nin MNaia deinen heiligen Geiſt und durch dein unſchuldiges blut. Zuͤnde in uns an das licht der erkentniß deines goͤttlichen willens und ei⸗ nes thaͤtigen glaubens, dich in unſere glaubens arme ſt zu faſſen. eine ſtille und froͤliche hin⸗ fahrt aus der welt in den immel erlangen. Amen, o HErr JEſu! amen. — Gebeht am Tage der Verkuͤndigung Mariaͤ. 1 ERR GOtt 119. H himliſcher vater! wir danken dir, daß du deine troͤſtliche verheiſ⸗ kſung erfuͤllet, uns deinen allerliebſten einigen ſohn um heilande geſendet, und enſelben in dem leibe der uungfrau Maria haſt nmmmenſchliche natur anneh⸗ men laſſen. Hilf, daß wir uns bicher deiner liebe, die du hierinnen gegen uns arme ſuͤnder erwieſen haſt, jederzeit vom herzentroͤſten ſohnes heilige empfaͤngniß unſere unreinigkeit, ſuͤnde und miſſethat tilgen, daß wir deiner gnade wieder theilhaſtig ſeyn moͤgen. O HErr IEſu Chriſte, GOt⸗ tes und Maria ſohn! wir danken dir, daß du unſere menſchliche natur an dich enommen, und unſer hei⸗ and und ſeligmacher wor⸗ den biſt. Wir freuen uns deſſen vom herzen, und ſind nun verſichert, daß du uns, als dein eigen fleiſch und blut, nie verlaſſen wer⸗ deſt. Du biſt ja darum menſch worden, daß du uns helfen moͤgteſt: daher ver⸗ trit uns bey deinem himm⸗ liſchen vater. Schuͤtze und ſuͤnde, teufel, tod und hoͤlle, und laß uns in deinem reich mit dir leben, und dir dienen in ewiger ge⸗ rechtigkeit, unſchuld und ſeligkeit. O GOtt heili⸗ ger Geiſt! der du durch dei⸗ ne kraft die empfaͤngniß hilf, daß wir uns deiner un⸗ endlichen kraft und macht un und erfreuen. Laß deines erhalte uns wider welt, u des ſohnes gewirket haſt, jederzeit troͤſten, dir mit wah⸗ —— — 4— 4— 2— ——— 22— ————— — — — = 5 — = Eô E 1 — =— A . dige d9 Zarahn de wer. Stel à Zus un ih rdir leda damit deiner goͤttlichen na⸗ ſcan lhafti tur theilhaftig zu machen „. verordnet f. dh hn lich eine große liebe, daß a7 ſere himmliſche ſpeiſe und an trank, innigſt mit uns ver⸗ MWDebe 1 9 b 1 8 8 * wahrem glauben, willigem gehorſam und herzlicher demuht jederzeit anhan⸗ gen, und alſo die frucht der Lugma enden menſch⸗ werdung Chriſti, nemlich die ewige freude im him⸗ mel, davon bringen under⸗ halten moͤgen, amen. Gebeht am gruͤnen Donnerſtage. Och liebſter 120. Wen treuer hirte! der du deine ſchafe mit deinem fleiſche ſpeiſeſt und mit deinem blute traͤn⸗ keſt; dir ſey fuͤr deine un⸗ ausſprechliche liebe ewig dank geſaget, daß du dich fuͤr unſere ſuͤnde und um unſerer ſeligkeit willen in den tod, und zu deſſen ver⸗ ſicherung uns deinen leib und blut zu eſſen und zu trinken gegeben, und uns du nicht nur in uns woh⸗ nen, ſondern dich, als un⸗ einigen wilt. Dir* dank, daß du auch bisher ſolches dein heiliges ſacra⸗ ment in deiner kirche wi der des ſatans gewalt, liſt und verfuͤhrung, ſowol was die wahre lehre da⸗ von, als was den rechten gebrauch deſſelben anlan⸗ get, erhalten, auch uns be⸗ reits zu vielenmalen zu b Lichen deinen gnaden⸗ti⸗ egelaſſen haſt. Vergib aber gnaͤdiglich, daß ſolche deine heilige ordnung ſo oft verkehret, und nicht al⸗ lezeit von allen denen, die ſich bey deinem mahle ein⸗ gefunden haben, gehoͤriger fleiß, wuͤrdig dabey zu er⸗ ſcheinen, angewendet; ja ſo gar auch nachmals dein theurer leib und blut oft verunehret, und misbrau⸗ chet, dadurch aber dein derichte gereizet worden iſt, daß du uns ſolches theure gut mit recht entziehen koͤn⸗ keſt. Laß aber auch hier gnade fuͤr recht ergehen, und erhalte uns dein heili ges ſacrament und deſſen reinen gebrauch ſo lange, bis du ſelber koͤmmeſt. Steure SGSehrangrnſen Verneſne Steure dem ſatan, daß der⸗ ſelbe die wuͤrdige genteſ⸗ ſung auf keine weiſe hinde⸗ re, und alſo verurſache, daß dasjenige, was von dir zu unſerem heil verordnet worden, zu der ſeelen ver⸗ derben gereiche. NRichte dargegen deine kirche alſo ein, daß dieſes heilige ſacra⸗ ment von allem misbrau⸗ che der unwuͤrdigen geret⸗ tet, hingegen die wahre wuͤrdigkeit bey allen befor⸗ dert werde. Wirke auch, treuer heiland! deine gna⸗ de in uns, ſo oft wir uns zu deinem tiſche nahen, daß du uns allezeit durch dei⸗ nen heiligen Geiſt herzlich zur wahren wuͤrdigkeit be⸗ reiteſt, uns ſelbſt nach dem geſetze und evangelio auf⸗ richtig zu pruͤfen, ja uns ſelbſt zu richten und zu ver⸗ dammen, damit wir nicht von dir gerichtet, ſondern durch deine gnade losge⸗ ſprochen werden. Gib uns auch die gnade, nicht nur deinen leib und blut zu eſſen und zu trinken, ſon⸗ dern auch deinen leib im licher ehrerbietung zu un⸗ terſcheiden, ja denn dedechr niß in dem glauben zu be⸗ gehen. So oft wir aber mit dieſem pfande unſers heils gewuͤrdiget werden; ſo ſey kraͤftig in uns, da wir dabey deinen tod wuͤr⸗ diglich verkuͤndigen, die wolthaten, die aus deinem leiden auf uns flieſſen in dankbarlich erkennen, dei⸗ nem exempel, im liebrei⸗ chen gehorſam gegen dich und deinen vater, in auf⸗ richtiger liebe gegen unſern nechſten, und in williger geduld in allem leiden, freu⸗ dig nachfolgen. Laß alſo unſern innern menſchen men an dir, unſerm hochge⸗ lobten haupte: und fuͤhre uns endlich, erfullet mit fruͤchten der gerechtigkeit/ ſo du in uns wirkeſt, zu dei⸗ nachdem du uns durch den vorſchmack jener freuden hier ſchon erquicket haſt⸗ uns mit dir ſelbſt in ewig, * un wahren glauben und herz⸗ dem heiligen ſacramente durch dieſe ſeelen⸗ſpeiſe ſtets wachſen und zuneh⸗ nem himmels⸗ſaale, wo du⸗ keit ſaͤttigen wirſt. Ach ſttig f haben —— —— — ——— — —— —— — — — ——— ———— — ͦ— — — — — —— — — — — ——— — —,— Dankſ furdas Leiden JEſ am ſtillen Freytage. 19 3 dn haben wir dich, und giebſt nnt du dich uns ganz, ſo haben nn wir genug, amen. Dir ſey nnn fuͤr deine liebe und guͤte nte ewigpreis, ſamt dem vater und heiligen Geiſte, amen. V Dankſagung fuͤr die Er⸗ daen i5ſung, oder für das Leiden Chriſti, am ſtillen Frey⸗ tage. ror rch danke dir 121. G HErr JEſu em b1 ‿ menſch! daß du mich ar⸗ waen men ſuͤnder und verdamten cha eebegaa menſchen, ohne alle meine ahſt aund ni werke, verdienſt und wur⸗ dul eillemtt digkeit, durch dein heiliges Mnigen. leiden, ſterben und blut⸗ unſer mern un vergieſſen erloͤſet haſt. O durchesſe ſec HErr JEſu Chriſt, wie 6* groß iſt dein leiden! wie ſhwer iſt deine pein! wie n geſchwitzet, daß die bluts⸗ gerechten richter zu dem Chriſte, wahrer GOtt und du wareſt der allerverach⸗ tropfen auf die erde gefal⸗ len, und du darauf von allen deinen jungern ver⸗ laſſen worden, und dich in die haͤnde der ſchnoͤden juͤ⸗ den und gottloſen ſchaat willig fuͤr mich gegeben haſt, welche dich hart ge⸗ bunden, und von einem un⸗ andern unbarmherzſ ge⸗ fuͤhret hat! Daſelbſt biſt du faͤlſchlich verklaget, ver⸗ urtheilet, verſpeiet, ver⸗ hoͤnet, und mit faͤuſten im das angeſicht geſchlagen worden. Du biſt um un ſerer miſſethat willen ver⸗ wundet, und um unſerer ſuͤnde willen zuſchlagen, gegeiſſelt, mit dornen ge kroͤnet, und jaͤmmerlich zu« gerichtet worden, wie eiin armer wurm, der keinen menſchenaͤhnlich iſt. Denn teſte und unwehrteſte, voll ſchmerzen und krankheit, alſo, daß es auch ein heid⸗ niſch herz erbarmet hat, daß es geſaget: Siehe, welch ein menſch iſt das! Du biſt wegen meiner mishandelungen unter die n uͤbel⸗ 3 6 194 Dankſagung am heiligen Oſter Tage. uͤbelthaͤter gerechnet, und als ein ſuud mitten zwi⸗ ſchen ſie aufgehenket, an haͤnden und fuͤßen mit naͤ⸗ ben durchgraben, darzu in einem hoͤchſten durſte mit eſſig und galle getraͤnket worden: und mit großen ſchmerzen haſt du deinen geiſt aufgegeben, aufdaß u meine ſchuld bezahleteſt, und ich durch deine wun⸗ den geheilet wuͤrde. Fuͤr alle dieſe deine marter und pein ſage ich dir lob und dank, und bitte dich, laß dein heiliges bitteres leiden an mir nicht verloren ſeyn; ſondern gib, daß ich mich deſſen vom herzen troͤſte und ruͤhme, auch deſ⸗ ſelben gedechtniß alſo be⸗ Behe und es ſolcher mgaßen ſte dadurch in mir ausge⸗ loͤſchet und gedaͤmpfet, dar⸗ ggegen alle tugenden einge⸗ pflanzet und gemehret wer⸗ den; aufdaß ich der ſuͤn⸗ den abgeſtorben der gerech⸗ tigkeit lebe, und deinem etrachte, daß alle boͤſe luͤ⸗h hat, der da aufſchleuſt und geduld ertrage, und das unrecht mit gutem gewiſ⸗ ſen leide. Das gib und verleihe mir nun, o HErr JEſu! um deines heiligen theuren verdienſtes willen, amen. Dankſagung fuͤr die ſieghafte Auferſtehung IEſu Chriſti, am heiligen Oſter⸗Tage. 55 ERR JEſu [22. M Chriſt, du uͤberwinder des todes und zerſtoͤrer der hoͤllen! wir ſagen dir herzlich dank fuͤr deine ſieghafte froͤliche auf⸗ erſtehung, dadurch du dem tode die macht genommen, und ein ewiges und un⸗ vergaͤngliches weſen wie⸗ der an das licht gebracht aſt. Du haſt dich als ei⸗ nen allmaͤchtigen HErrn bewieſen, der die ſchluͤſſel der hoͤllen und des todes — IW — — —— — —— — ““ ———— 8 — — —— 8 — — 4 ———— ——————————,— — — — — — — —— —x ————— — — 5— — — ——— — niemand zuſchleuſt. Du wareſt todt, und ſiehe, nun lebeſt du von ewigkeit zu — — — — —— — mir gelaſſenen vorbilde nachfolge, in deine fußſtap⸗ ewigkeit. Du haſt dein volk vom tode errettet und ——.—— — Dankſa gun gam heiligen Oſter⸗Tage. 8 195 1 b au wir nun mit freudigkeit ſa⸗ ai gen koͤnnen: Tod, wo iſt 15g den ſtachel? Hoͤlle, wo iſt dein ſieg? Dir ſey dank, daß du uns den ſieg gege⸗ ben haſt: denn du biſt dem — tode ein gift und der hoͤllen Joung ſin eine peſtilenz geweſen, du haſt den tod verſchlungen eowiglich; darum freuet ſich Redm unſer herz, und unſere ehre iſt froͤlich. Denn GOtt 124 3 hat deine ſeele nicht in der a taerden hoͤlle gelaſſen, und nicht zu⸗ zerſt= der holt gegeben, daß ſein heiliger aget eCherzadie die verweſung ſehe. Du dne wihafteſtent biſt eine kleine zeit von iſen, dadm GOtt verlaſſen geweſen ue aactan aber nun mit ehren und und ewi 3 ſchmuck gekroͤnet worden: 1 dn Du biſt aus der angſt und u d 4 gerichte hinweg geriſſen, n i wer wil deines lebens laͤn⸗ daſt. d 1 e ausreden? Der ſtein, in Käcaza den die bauleute verwor⸗ dew ds der dei fen hatten, iſt zum eckſtein de 1 und worden: das iſt von dem hat, HErrn geſchehen, und iſt ein wunder vor unſern au⸗ — — 1 — — 1 4 1 1 4 =— ——— ——— — 6 ſi enih ſprichſt: Gehe hin, und unglaubens, iſſe het⸗ die rechte des HErrn ehaͤlt den ſieg. Ach HErr.. JEſu! du biſt hervor ge⸗ brochen, wie die ſchöne morgenroͤhte, majeſtaͤti⸗ ſcher weiſe biſt du aufer⸗ ſtanden in einem erdbeben. Deine heilige engel eroͤff⸗ nen, und zeigen uns das grab, und ſagen: Was ſucht ihr den lebendigen bey den todten? kommet her, ſehet die ſtaͤtte, da der HBErr gelegen. O du freundli⸗ cher leutſeliger HErr! du erſcheineſt der Maria Magdalena und Petro, und ſage meinen bruͤdern: ich fahre auf zu meinem vater, und zu eurem vater, zu meinem GOtt, und zu eu⸗ rem GOtt. Du wirſt ein pilgrim nach Emmaus, und legeſt deinen betruͤbten jun⸗ ern alle ſchrift aus, d oͤmmeſt zu den apoſteln ilͤ dem verhioßß enen hauſe, zeigeſt ihnen haͤnde und fuße, deinr offene ſeite und heileſt hres wunden⸗maale, und! damit die wunden zhres 1 lnat rechte des HErrn iſt erho⸗ 2 nen aus liebe und zum zeug. 196 Dankſagung fuͤr die Himmelfahrt Chriſti. rhaf⸗ u ſie zeugniß, daß du wa tig lebeſt, aufdaß d ſpeiſeſ mit den fruͤchten einer auferſtehung; denn du theileſt dieſelben fruͤch⸗ te aus durch deinen edlen frieden, welcher alle himm⸗ liſche guͤter in ſich begreift. Wir bitten dih, lieber Prr! gib uns die gnade des heiligen Geiſtes, daß wir die kraft deiner aufer⸗ feehung„ und den beſtaͤn⸗ digen troſt in unſern her⸗ einige macht und anſpru an uns habe. Laß uns auch wmahre buße auferſtehen; laß uns theil haben an der erſten auferſtehung, auf⸗ daß der andere tod an uns nicht macht habe. Erwecke auch am lüngſten tage, durch die kraft deiner auf erſtehung, unſere leiber zum ewigen leben; damit unſer nichtiger, verwesli⸗ cher, ſterblicher leib unver⸗ i wReslichkeit, unſterblichkeit, n kraft undehre anziehe/ und ch allmaͤchtiger ſieges⸗fuͤrſt 0 Hrr! mit dir durch h wir aͤhnlich ſeyn deinem verklaͤrten leibe; denn un⸗ ſer leben iſt jetzo bey dir ver⸗ borgen; wenn du aber, unſer leben, offenbar wer⸗ den wirſt, ſo werden wir auch mit dir offenbar wer⸗ iegreiche auferſtehung, und um deines namens ehre willen, amen. zen empfinden, daß nun⸗ ung für d mehr weder ſuͤnde noch ver⸗ Himmelfahri Chriſti damniß, weder fluch noch[2 HGHA R JEſu tod, weder ſatan noch hoͤlle, 3. 9 Chriſte; du der du dich durch deine ſieg⸗ afte und froͤliche himmel⸗ fahrt zur rechten der ma⸗ jeſtaͤt und kraft GOttes ge⸗ ſetzet, und alle deine feinde, ſuͤnde, tod, teufel, hoͤlle und welt zum ſchemel dei ner fuͤße geleget haſt: wie ſollen wir dieſen triumph⸗ dieſen ſieg, dieſe herrlich⸗ keit, dieſen deinen hohen namen gnugſam und wuͤr⸗ diglich ruͤhmen und prei⸗ ſen? Denn nachdem du die 8 reinigung unſerer ſuͤnde reinigung unſerer durch f —=VZ— I—* „— den in der herrlichkeit. Das verleihe uns, o HErr JEſu Chriſte! durch deine Dank ſagung fuͤr die — —— — — ——— — — — —— —— —— —— —— —— — — M 4 A 1 hec 1 h 3 k ang 6 4 1 1 U 1 4 7 1 3 — — —— —.—— — 1 4 3 * “ — himmel an der maje — i ſtenthuͤmer, uͤber alle ge⸗ 9 walt und macht, und uͤber alles was in dieſer und je⸗ ner welt genennet werden mag. GOtt hat dich zum dich zu meiner rech haupte deiner gemeine ge⸗ Dein himmliſcher vater ſetzet, die da iſt dein leibp, r— hat dir alles unter deine und die fuͤlle deß, der allts ragung fuͤße gethan, nichts ausge in allem erfuͤllet. Du ist e nommen, als nur ſich ſelbſt: biſt unſer ewiges einiges JENA’ du haſt dir die engel, die haupt, das ſeinen leib und C gewaltigen, die fuͤrſtenthuͤ ſeine glieder mit leben/ 94 licht, kraft, troſt, ſtaͤrke, ſieg, friede und freude er⸗ fuͤllet. Du biſt unſer ewi⸗: ger hoherprieſter, ſalbeſt uns mit deinem heilig3en Geiſte, giebſt evangeliſten⸗ apoſtel, propheten, hirten und lehrer, aufdaß dein geiſtlicher leib erbauet wer⸗ gdnn d de. Ach ſende treue und deſnte jauchzen, und du HErr fleißige baulente, und er⸗ mit heller poſaunen. Lob⸗ fuͤlle ſie mit dem geiſte 658 der weisheit und des ver⸗ ſtandes! Du haſt ein ewi⸗ un hna n ges hohes prieſterthum, ſt darum kanſt du allezeit ſee lig machen, und deren ge nmn 3 beht —— — Dankſagung am beht erhoͤren, die zu dir kommen, und dich anrufen. Du haſt uns durch deine himmelfahrt den richtigen weg zum himmel gezeiget, das paradies eroͤffnet, und die ſtaͤtte im himmel be⸗ reitet. Weil du nun als zunſer haupt im himmel biſt; ſo werden auch wir, deine glieder, gewiß nicht draußen bleiben; du wirſt uns alle nachholen, auf⸗ daß wir ſeyn wo du biſt, Daß wir deine herrlichkeit ſehen. Durch deine him⸗ hoffnung beſtaͤtiget, daß wir gewiß zu dir kommen kraͤftiget; denn du erſchei⸗ neſt nun vor deinem himm⸗ daß du durch dein blut in das allerheiligſte eingegan⸗ gen biſt, und eine ewige erloͤſung erfunden, und die ewige gerechtigkeit wieder gebracht haſt. Zeuch uns nach dir, daß wir mit un⸗ ſern gemuͤhtern bey dir im melfahrt iſt unſere ſelige werden; es iſt auch unſere gerechtigkeit dadurch be⸗ liſchen vater, zum zeugniß, moͤgen; daß wir allda un⸗ ſer herz haben, wo unſer ſhaßi„und ſuchen, was roben, und nicht was auf erden iſt, und uns nach dem ſtrecken, was zukuͤnf⸗ tig iſt; zeuch uns nach dir, fluͤgel der himmliſchen morgenroͤthe, und des hei⸗ ligen verlangens nach dir, daß wir zu dir fliehen. O wenn werden wir dahin kommen, daß wir dein an⸗ geſicht ſehen, und mit dir auffahren zu deinem vater, und zu unſerem vater, zu deinem GOtt und zu un⸗ ſerem GOtt! Kom, HErr JEſu! und nim uns zu dir, amen, amen. Dankſagung fuͤr die Wolthaten des heiligen Gei⸗ ſtes am Pfingſt Feſte. r⸗ GOtt heili⸗ 124. Sa ger Geiſt! der du von dem vater und dem ſohne ausgeheſt, nit ihnen in einem goͤttlichen und unzertheilten weſen gleich ewig biſt: wir deten üuntiſchen weſen und le⸗ ven wandeln und wohnen — dic an, wir ehren, und preiſen dich, und din⸗ ſo laufen wir. Gih uns — ———— ——— — ——— — — — 1 — — — — — — —— —— —— — 4 — — — 3 3, 3 — — ——— — — — — 4 — — — — — — 3 — — 1 G — „ 8 5 in l K 1- dii rauduſ ade 3 tom S. daß wira 9 1 1 hen, unn. auff r n zudeiag, und auian e den gizOtt un ſee 2 dtt. JE Andnim nh ane a n. — — — — — S ——— 1 du Tedem den — — — — — 1 zum ſeelen in gooſſen haſt, und noch ohne den ſoe auigt du JEſum C unſere herzen, lebendige biſt: vergewiſſere uns mit — Dankſagung am Pfngſt Feſte.— 3 een dir vom grunde unſe⸗ rer herzen fuͤr alle deine wolthaten; ſonderlich daß du uns durch deine gnade heiligen chriſtlichen lauben berufen und ge⸗ racht; dich ſelbſt unſeren der taufe einge⸗ aufhoͤren deine werke in uns wirkeſt. Wir bitten dich, weil wir nicht aus ei⸗ gener vernunft noch kraft an IEſum Chriſtum un⸗ ſern HErrn glaͤuben, oder zu ihm kommen koͤnnen; du wolleſt uns lehren, in alle wahrheit leiten und fuͤhren, den wahren glau⸗ ben in uns erhalten und vermehren, mit rechtem verſtande deines wortes be⸗ gaben, uns in wahrer an⸗ rufung und rechtem ver⸗ trauen heiligen, uns inner⸗ lichen frieden des ewiſſens 5 ewigwaͤhrendem tro⸗ / 1 Aller fu und beſtaͤndigkeit 9 und ſchenken. S 4 finger nebſt aller freudigkeit eben Schreibe hriſtum in der du der GOttes deinem zeugniß, troͤſte uns wider alle furcht und blo⸗ digkeit des fleiſches: ſey du unſer treuer beyſtand wi⸗ der des boͤſen feindes an⸗ klagung; ſtaͤrke uns wider die verzagung, aufdaß wir alſo im glauben durch dei⸗ ne gnade, der verheifſin vergewiſſert und verſiegelt werden; denn du biſt das pfand unſeres erbes zu un: ſerer erloͤſung. Verleihe uns anh rechte andacht zu unſerm ſeufzen und ge eht, daß wir mit wahrer zu⸗ verſicht und kindlichem ver⸗ trauen ſchreien und ſpre chen: Abba, lieber vater! Gib uns rechte einfalt des ſ herzens, ohne alle galle und bitterkeit, der du in geſtalt einer tauben uͤber unſerem OErrn JEſu Chriſto am Jordan in ſeiner hein en taufe erſchienen biſt. Ent⸗ zuͤnde in uns das feuer der herzlichen inbruͤnſtigen lie⸗ be, der du dich in feurigen zungen uͤber den heiligen apoſteln haſt ſehen laſſen, damit wir die ſalbung em⸗ pfangen. Erneure uns an dem inwendigen menſchen, 14 hsen das die Offenbarung der H. Dreyeinigkeit. daß wir durch dich, der du durch das wort und die ſa⸗ cramente kraͤftig biſt, je mehr und mehr wiederge⸗ boren, und nach dem inner⸗ lichen menſchen von tage zu tage erneuert werden. Behuͤte uns fuͤr abgoͤtte⸗ vey und luͤgen, fuͤr irthum und unglauben, und fuͤr aller bosheit und gottlo⸗ ſem weſen; nim hinweg die unreinigkeit unſers ge⸗ muͤhtes. Laß die ſuͤndli⸗ chen luͤſte in unſerm ſterb⸗ lichen leibe nicht kraͤftig werden; ſondern mache du deine wohnung in uns, und herrſche in allen unſern gliedern; begleite uns auch endlich in das rechte ewige vaterland, auf daß wir da⸗ ſelbſt in vollkommener hei⸗ ligkeit dich, ſamt dem vater und ſohne, von angeſicht zu angeſicht anſchauen und ewiglich loben und preiſen te, unzertheilte dreyeinig⸗ keit, du ewiges, unendli⸗ ches, unbegreifliches, geiſt⸗ liches und einiges weſen, dreyfaltig in perſonen! wir ſagen dir lob, ehre und dank fuͤr die goͤttliche of⸗ fenbarung deiner heiligen erkentniß, in welcher das ewige leben ſtehet, nemlich⸗ daß wir dich, GOtt den vater, und welchen du ge⸗ ſandt haſt, JEſum Chri⸗ ſtum deinen lieben ſohn, in kraft des heiligen Geiſtes, erkennen. O. GOtt va⸗ ter! der du die erſte per⸗ ii ſon der heiligen dreyeinig⸗ keit biſt, dich erkennen, lie⸗ ben, ehren, preiſen und be⸗ ten wir an, als unſern al⸗ lerliebſten vater, der der rechte vater iſt uͤber alles, was kinder heiſſet im him⸗ mel und auf erden. Dein dilieber ſohn hat befohlen, dich als unſern lieben va⸗ moͤgen, amen. Dankſagung fuͤr die Gffenbarung der heiligen Dreyeimigkeit. 2 127. du allerheilig⸗ 1 125. SS iie⸗ bochgebob⸗ ter anzurufen, und geſaget: [Was ihr ihn in meinem namen bitten werdet, das wird er euch geben: Ich fahre auf zu meinem va⸗ ter, und zu eurem vater, zu meinem GOtt, und zu 8 — — —— —-— — — — —— ——— —— — — — — — ———— —— — — —— —— —= —— a dreyeinigkeit, aus naß lichen weſen des vaters 1 eaa von ewigkeit her gezeuget, ¹ dn GOtt von GOtt, wahr⸗ elt: d ane haftiger GOtt vom wahr⸗ſagen wir auch fuͤr deine haftigen GOtt, licht vom große liebe, leiden und tod, lichte, du weſentliches eben⸗ auferſtehung und himmel⸗ 1eet bild deines himmliſchen va⸗ fahrt lob, ehre und dank. ters, du glanz ſeiner herr⸗O GOtt heiliger Geiſt, lichkeit, du wahrhaftiger ewiger und allmaͤchtiger S9tt und ewiges leben, GOtt! gleich ewig und all⸗ du anfang und ende aller maͤchtig mit dem vater und 9h dinge, durch welchen alles dem ſohne, der duausgeheſt d. al de g geſchaffen, beide das ſicht⸗ und von dem vater und dem a di ailgenig bare und unſichtbare, bei⸗ ſohne, als ein geiſt des va tet d icheza de die thronen und herr⸗ters und des ſohnes, ge den,ſee preiat ſchaften, durch welchen alle ſandt wirſt, und uns zu tmnt 7, altun dinge gemacht ſind, und in tempeln und wohnungen ded e dateit welchem alles beſtehet. Du der heiligen dreyeinigkeit rcten err iſt biſt in der fulle der zeit macheſt, der du uns neu das iar heiſttn menſch worden, und von gebiereſt, erleuchteſt, hei⸗ ah deinem himmliſchen vater ligeſt und troͤſteſt, du biſt hät it ſſande zu ſuchen und ſe⸗ unſer einiger, allerliebſter an lig zu machen, was verlo⸗und allerhoͤchſter troͤſter, an ren war; du biſt unſer der ewiglich bey uns blei⸗ in m fleiſch und blut worden, bet, wenn uns die ganze uwae biſt unſer erloͤſer, fuͤr⸗welt und alle kreaturen da precher gnaden ſtuhl, ho⸗ verlaſſen: dir ſagen wir ure d 4 herprieſter, mittler, einiges lob und dank fuͤr die wie 5 Sueuren verſohn⸗opfer und ſelig⸗ dergeburt, erleuchtung und er u: eeun macher, GOtt und menſch heiligung. O du heilige nen E5On— n5 drey⸗ 3 202 Vebeht am Tage Johanns des Täͤufers lich nach den perſonen, un⸗ zertrennlich nach dem we⸗ en, GOtt vater, ſohn und heiliger Geiſt eines goͤttli⸗ chen weſens, einer ewigen gottheit! wir bekennen drey unterſchiedene perſonen, gleich ewig, gleich allmaͤch⸗ tig, gleich heilig, gleich herr⸗ lich, gleich unermaͤßlich: darum ſingen wir mit den Seraphim: heilig, heilig, heilig iſt GOtt der HErr zebaoth! heilig iſt GOtt der vater, heilig iſt GOtt der ſohn, heilig iſt GOtt der heilige Geiſt! und ſagen mit Paulo: von ihm, in ihm, und durch ihn ſind al⸗ * le dinge: ihm ſey ehre un preis in ewigkeit, amen. O du heilige dreyeinig⸗ keit! komme zu uns, und mache wohnung bey uns. Du biſt ja uͤber uns alle, in uns allen, und durch uns alle. Ach GOtt va⸗ ter, du ewige liebe und barmherzigkeit, du uner⸗ ſchoͤpflicher brun aller hi tigkeit! Ach GOtt ſohn, munſere ewige gerechtigkeit, dreyeinigkeit, unterſchied⸗ d Gebeht loͤſung, unſer licht, unſer heil, unſer leben und ſelig⸗ keit! Ach GOtt heiliger Geiſt, unſer einiger und rwiger troſt, friede, freude, ſtaͤrke und kraft! vereinige uns mit dir, beſitze und be⸗ wohne unſer herz, bewah⸗ re uns wie einen augapfel im auge, beſchirme uns un⸗ ter dem ſchatten deiner fluͤ⸗ gel, ſegne uns, erleuchte uns, troͤſte uns in unſerer lezten noht, nim unſere ſee⸗ len zu dir, erwecke unſern leib am juͤngſten tage zur ewigen freude, und laß uns deine herrlichkeit ewiglich ſehen, amen. am Tage Jo⸗ hannis des Taͤufers. 126. G Hrr, der GOtt Iſrael! denn er hat beſuchet und erloͤſet ſein volk. Wir danken dir, o allerliebſter vater, daß du uns mit der ſendung dei⸗ enes lieben ſohnes in gna⸗ den heimgeſuchet haſt. du ewiger GOtt! der du die engel im himmel und ul weishen, heiligkeit und er⸗ — —-—————— ——— ——„ 1——— — —— — eelobet ſey der deine auserwaͤhlte auf er⸗ deine auserwah den ——————-————— —————————— ———-——-—————— —— —— —— = —— gel if ne uns un ſſe unsi tet a iht uim m en ar, entn lih eer füngſin, rmwi er reude, un — — =Z = —— /— ————— “ ————/ ————————————— 1 4 — — den mit heiligkeit begna⸗ gen ewigli alle chriſtliche haus⸗vaͤter 1 mit deiner gnade. Erhalte Vebeht am Tage Jol annis des Täufers. 203 det und erfuͤllet haſt; wir danken dir demuͤhtiglich, 0 daß du uns zu der gemein⸗ ſchaft der beruf haſt. Hilf, daß wir taͤgli in der gottesfurcht wach⸗ ſen und zunehmen, und in der gemeinſchaft der heili⸗ di bleiden moͤ⸗ en. Im hauſe Zacharia den Edſabeth war große freude uͤber der geburt Jo⸗ hannis des taͤufers; ach du ewiger GOtt! gib uns die ſch rechte geiſtliche ſeelen⸗freu⸗ de in unſere herzen, daß wir uns uͤber deiner gro⸗ ßen uns reichlich erzeigten barmherzigkeit im leben und ſterden freuen, und dir allezeit dafuͤr danken. Und gleich wie du Zacha⸗ riam und Johannem den taͤufer mit dem heiligen Geiſte erleuchtet, und be⸗ ſtaͤndig im glanben erhal⸗ ten haſt; alſo erfuͤlle uns, und haus⸗muͤtter, ſamt ihren kindern und geſinde, uns bey der rechten ſelig⸗ der heiligen berufen allezeit mit wahrem glau⸗ ch ben anſchauen. Ach HErr nis, daß wir deinen ſohn Klum Chriſtum, der da iſt das lam GOttes, wel⸗ ches der welt ſuͤnde traͤget, zebaoth, bewahre uns fuͤ unglauben! Du aufgerich tetes horn des heils b ſchuͤtze uns! Errette uns von unſern feinden; gib, daß wir dir dienen in hei⸗ ligkeit und gerechtigkeit, die dir gefälig iſt. 2 arias und Eliſabeth le⸗ ben jetzund in den himmli⸗ ſchen freuden; ach! gib und verleihe, o allerliebſter va⸗ ter! daß wir nach dieſem eitlichen leben die ewige ſeumen. und engel⸗freu⸗ de erlangen moͤgen. Wenn unſer todes⸗ſtuͤndlein kom men wird, ſo laß GOtt den troͤſten, und dermaleins auch mit Zacharia, Eliſa beth, Johanne dem taͤuf fer und allen glaͤubigen im ewigen leben mit engel⸗ machenden lehre Johan⸗ zungen ſingen: Hochge⸗ lobet e Gebeht am Tageder Heimſuchung Mariͤ. lobet und gepreiſet ſey SOtt ſamt ſeinem einge⸗ bohrnen ſohne und dem heiligen Geiſte immer und ewiglich, amen. b Gebeht am Tage der „weimſuchung Mariaͤ. ₰ Fſpllmaͤchtiger, W 27. guͤtiger GOtt und vater! wir danken dir vom herzen, daß du nach deiner zuſage, welche dem Abraham und ſeinem ſamen geſchehen iſt, uns barmherzigkeit bewieſen, und dem ganzen menſchli⸗ ſchen geſchlechte durch dei⸗ nen ſohn aufgeholfen haſt, jwelchen du in dieſe welt geſandt, daß wir durch ihn eeben ſollen. Wir bitten dich, erfuͤlle uns mit dem lichte deines heiligen Gei⸗ ſtes, daß wir deine große liebe und unermaͤßliche barmherzigkeit erkennen, und deinen namen mit un⸗ ſerem ganzen leben heili⸗ n„loben und preiſen. Bib auch, guͤtiger GOtt! ria nachfolgen, die deinem worte geglaͤubet hat, wes⸗ wegen ſie von Eliſabeth ſelis geprieſen worden, und in betrachtung der gnade, die ihr wiederfahren, eines demuͤhtigen geiſtes gewe⸗ ſen iſt, ihre freundin beſu⸗ chet, ihr gedienet hat, und allen chriſten zum vorbil⸗ de des glaubens an dein wort, zum vorbilde der be, der demuht und aller den iſt. Gib uns, lieber HErr GOtt! auch einen rechten glauben, wahre lie⸗ be und demuht, daß wir deinem worte, welches uns deine diener verkuͤndigen, glauben. Behuͤte und be⸗ wahre uns fuͤr hoffart, daß die weiſen dieſer welt der⸗ nem worte in ihrer weis⸗ heit nicht widerſtreben, und nicht zerſtreuet werden: daß die gewaltigen ſich ne macht, deinen raht/ und deine kirche ſetzen, und nicht l daß wir dem exenwel der n vochgelobten jungfrau Ma⸗ S* 3 v 8 I 4 — — — lie chriſtlichen tugenden wor⸗ —— — — —— — — — — — — —— —— — — — ——— — —— ——— — — — — — — — nicht wider deine hand, dei⸗ — — — — — — — . — — — — —— von ihrem throne geſtoßen und erniedriget werden; ſdaß ſie ſich nicht auf den vergaͤnglichen reichthum b en. Gd mhh deine orte, wet dene t Cer wri dlaul x. Behüni daht; 694 de nfan dieſer u aem fe in jindt detr Aviderſtri nict Ferdeneſa wem deinen ua —n thron 6 1 1 guͤtern; hil ar 39 iſt deinen aict freut lobe, amen. das gewal Am Michaelis⸗Tage/ 3n Dankſagung fuͤr den Schutz 1 5 3 5 4 2 “ 4 1 SGebehr am Michaelis⸗Tage. 205 4 verlaſſen und ledig gelaſſen werden. Du haſt die ar⸗ me und niedrige jungfrau Maria gnaͤdig angeſehen; und da ſie vor der welt verachtet, und von keinem anſehen war, ſie zu hohen ehren gebracht; du haſt große dinge an ihr gethan: beine guͤte und barmher⸗ igkeit waͤhret noch immer⸗ dar bey denen, die dich kindlich fuͤrchten. Du er⸗ hoͤheſt die niedrigen, und erfuͤlleſt die hungrigen mit uns, ſchaffe und mache, daß wir auch unnter den gottesfuͤrchtigen, du guch 9 41 d ſtaͤnde auf erden, ſo du ſelbſt i unter den niedrigen und ungrigen ſeyn, die du zu einer zeit erhoͤhen, und mit den reichen guͤtern dei⸗ nes hauſes ſaͤtttigen wolleſt,/ damit unſere ſeele dich er⸗ hebe, und alles, was in uns heiligen namen der heiligen Engel. die thronen und die herr⸗ ſthrone ſtehen, und dir tag und nacht dienen, noch im⸗ beſchirmer und erhalter des menſchlichen geſchlech⸗ tes, du HErr der heer⸗ ſchaaren, durch welchen al⸗ ies geſchaffen iſt beide das ſichtbare und unſichtbare, die menſchen ſo lieb, daß du ih⸗ nen von kindheit auf deine heilige engel die ſtarke hel⸗ den und heilige waͤchter zugeordnet haſt, welche ſichu als das heer GOttes um diejenigen her lagern muͤſ ſen, die deinen namen fuͤrchten; durch welche du auch die drey haupt⸗ ſchaften! wie haſt du geordnet haſt, beſchuͤtzeſt. u Ach lieber getreuer GOtt! was iſt der menſch, daß du ihn ſo achteſt? Dir ſagen wir einmuͤhtig lob und dank, daß du dieſe dienſt⸗ bare geiſter, die vor deinem merfort zum dienſt um de rer willen ausſendeſt, ſo die ſeligkeit ererben ſollen; und bitten dich herzlich, du wol⸗ leſt dieſen deinen kreaturen ch du gerech⸗ 128. 88 ter GOtt, du deinen heiligen engeln, auch über 3 Gebeht am Michaelis⸗Tage. uͤber uns befehlthun, daß ſie uns behuͤten auf allen un⸗ ſern wegen: daß ſie uns auf den haͤnden tragen, damit wir unſern fuß nicht an ei⸗ an ſtein ſtoßen, daß wir auf lowen und ottern gehen, und auf die jungen loͤwen und drachen treten. Ach HErr! treibe alle boͤſe un⸗ ſaubere geiſter von uns hin⸗ weg, welche luͤgner und moͤrder vom anfange ſind. Behuͤte uns fuͤr ihrem grim und wuten, fuͤr ihren luͤ⸗ gen und laͤſterungen, fuͤr. ihrer argen liſt und betrug. Wehre dem luͤgen⸗geiſte. iin aller falſchen propheten und lehrer munde, dem mordgeiſte in allen ty⸗ annen, dem hoffarts⸗ und aß ſie uns, die unſerigen nd alles was wir haben, allezeit bewahren, daß der boͤſe feind an uns und den unſrigen keine macht fin⸗ den moͤge. Laß uns alle⸗ ſamt in deiner furcht leben, lieb haben, welches auch die engel zu ſchauen geluͤſtet. Gib in aller ſuͤnder und un⸗ bußfertiger leute herzen wahre ernſtliche buße, auf⸗ daß die engel GOttes im himmel ſich ihrer freuen moͤgen. beten, und oh⸗ ne unterlaß deinen namen vom ganzen herzen loben; wie deine engel im himmel een einander das heilig, hei⸗ ig, heilig iſt Gott der HErr der heerſchaaren! immer⸗ fort ſingen. Und wenn wir von dieſer welt ſcheiden muͤſſen, ſo laß doch deine lie⸗ be engel unſere ſeelen auf⸗ faſſen, und ſie in Abrahams ſchooß tragen, bis wir end⸗ lich in der auferſtehung an jenem tage ihnen, den heili⸗ igen engein, gleich werden, in ihrer erfreulichen geſell⸗ ſchaft ewig bey dir ſeyn und wohnen moͤgen, dur ldein wort und evangelium 1 moͤgen. Laß uns allezeit b inbrunſtig a dich allezeit preiſen, und ge⸗ ——-T — ch dei⸗ nen lieben ſohn IEſum Chriſtum, der uns ſolches alles theuer verſprochen und erworben hat, amen. Ge — — — — — —— — — — — — — — — — —— ⁰— en en ** nihre reulichg haft e5ebeydiim vohne ri gen den l8 iir 0 Gei fide m alts Ser uc md SDeduj ich in uie rnem Pnn 11 1 glic m Gebeht auf die Apoſtel 6 nes heiligen Apof wir ſolches dein wort und evangelium mit rechtem GBebeht auf die Apoſtel Tage. 207 Age. allmaͤchtiger 129. O GOtt, guͤti⸗ ger vater! dieweil wir heu⸗ te bey dem gedechtniß dei⸗ els(dei⸗ ner heiligen apoſtel) die gnadenreiche ausbreitung eines heiligen evangelii erwaͤgen, durch welche uns deine gnade und barmher⸗ zigkeit, in vergebung unſe⸗ rer ſuͤnden, durch das blut und den tod JEſu Chriſti deines ſohnes, zugeſaget und gegeben wir ten wir dich demuͤhtiglich, du wolleſt durch deinen hei⸗ ligen Geiſt unſere herzen al⸗ de gutth ß die du uns an leib und ſeele ſo regieren und fuͤhren, da glauben alſo erkennen und faſſen, da haftigem vertrauen gegen dich und herzlicher liebe ge⸗ gen unſern nechſten, alle⸗ des heiligen Geiſtes immer d; ſo bit⸗z es, mit wahr⸗ HErrn, der mit dir lebet und regieret, in einigkeit und ewiglich, amen. Buß⸗CTages⸗Gebeht. r Parmherziger, 30. B gnadiger GOtt und vater! wir ar⸗ me ſuͤndige menſchen kom⸗ men mit demuͤhtigem her⸗ zen zu dir: dir, o HErr! unſere unwuͤrdigkeit und ſuͤnde zu bekennen, deine gnade zu ſuchen, und uns in deinen ſchutz und ſchirm zu ergeben. Ach lieber GOtt und vater! wir muͤſ⸗ ſen ja bekennen, daß wir deine vielfaͤltige gutthaten, erwieſen haſt, und noch taͤglich erweiſeſt, leider!! wenig wahrgenommen und dir dafuͤr nicht vom herzen und in der that ge⸗ danket haben. Woldie mei⸗ ſten unter uns haben dei⸗ ſei fruchtbarlie funden, und dein dadurch geheiliget und ge⸗ in uns ge⸗ dein name preiſet werde: durch JE⸗ ſum Chriſtum deinen eini⸗ ne guͤte und gnade ſchaͤnd⸗ lich misbrauchet; dein wort, welches du uns reich lich vortragen laſſen, ent⸗ weder geringe geſchaͤtzet, gen ſohn, unſern lieben 4 oder gar verachtet, und 208 LE nicht hoͤren wollen; oder da ſie es gehoͤret, es nicht mit ſanftmuht angenom⸗ men, noch nach demſelben in deiner furcht zu leben und rechtſchaffene fruͤchte zu bringen ſich befliſſen; alſo daß auch der ungehor⸗ ſam gegen dich und dein wort nur immer groͤſſer b gib uns, ach HErr! vergib uns, und ſey gnaͤdig unſerer miſſethat die da groß iſt. il Wende dich nicht wieder 0 von uns wegen unſerer ſuͤn⸗ de, ſondern vergih uns die⸗ ſelbe um deines lieben ſoh⸗ nes IEſu Chriſti unſers einigen mittlers und hei⸗ landes willen. Gib ja, gnaͤ⸗ — worden, und allerhand un⸗ gerechtigkeit und ſuͤnden auch bey uns uͤberhand ge⸗ nommen haben: wie ſolches offenbar und am tage iſt, und wir vor dir, du allwiſ⸗ ſender und allgegenwarti⸗ ger GOtt! nicht leugnen koͤnnen. Deswegen muͤſſen wir ja geſtehen, daß du, HErr! als ein gerechter richter, dem gottloſes weſen nicht gefaͤllet, urſache ge⸗ nug haͤtteſt, und uns nicht unrecht thaͤteſt, wenn du die verdiente ſerafen uͤber uns kommen lieſſeſt, uns gar zu vertilgen. Aber wir kehren uns zu dir, o ge⸗ treuer barm zerjige Gott! wir beugen die knie unſerer herzen vor dir, und bitten dich demuͤhtig um gnade. diger vater! um unſers groſſen undankes willen nicht zu, daß grauſame voͤl⸗ ker und ſolche feinde und tyrannen uͤber deine arme chriſtenheit macht bekom⸗ men, die deinen namen i nicht kennen, oder ſonſt die e wahrheit des heiligen evan⸗ aei gelii anfeinden und verfol⸗ gen, daß ſie ſich nicht ruͤh⸗ men und ſagen: wo iſt nun ihr GOtt? Hilf, daß wir dich deſto mehr fuͤrchten, und uns befleißigen, nach unſerem berufe und dem ſevangelio wuͤrdiglich zu wandeln: damit wir deine kinder, welche dein ſohn Shritus JEſus zum frie⸗ den berufen, und dazu ſo theuer erkaufet hat, allhier im friede leben, und dir un a — — — — — ——.—— ———— — — — —— n Wir bitten und fllehen, ver⸗ ſerm GOtt unſer lebelang gant in heiligkeit de an keit dienen, deüch nag iſt. 1 n ende immerdar bey deinem Avergane heiligen worte, denn dasi danen unſers h uGrn troſt. Lat uns inn mit erkentniß deines wil⸗ le.aan lens in allerley geiſtlicher Ru weisheit und verſtand er⸗ ier F ſoche ſ 5 21 uü 6 gel winden m an, d8 ſie ſih 1 und Ereffein. lich zuw an treue diener in deine ſeyn; gib derſelben den eiſt ſenh des und dein verleihe gnade, daß durch Buß⸗Tages⸗Gebeht. 209 8 1 . — und gerechtig⸗ die dir gefaͤllig „Erhalte uns zu dem erzens freude und Laß uns dadurch fuͤllet werden, dir wuͤrdig⸗ andeln zu allem ge⸗ fallen, und fruchtbar zu ſeyn in allen guten werken. Behuͤte uns fuͤr falſcher lehre und aller verfuͤhrung: ſende tüchtige, franune un ir⸗ chen und ſchul⸗ernte, und gib reichen ſegen und ge⸗ deyen zu aller ihrer arbeit. Laß dir ſonderlich unſere liebe obrigkeit befohlen der weisheit, des verſtan⸗ er furcht; und ſie allenthalben deines na⸗ mens ehre und die gemei⸗ ne wolfahrt geſuchet und I befoͤrdert werde. Beſchir⸗ a me uns und wi land wid ſt guͤte und treue einander be⸗ d Erbarme dich auch aller ir⸗ das ganze er alles unheil und riegel unſerer thore feſte, und ſegne deine kinder dar⸗ innen. Laß in unſerem lande ehre wohnen, daß gegne, und gerechtigkeit und friede ſich kuſſen. Be⸗ huͤte uns auch, lieber vater! fuͤr neuen ſtrafen und pla⸗ gen, fuͤr innerlichem auf⸗ ruhr und zwietracht, fuͤr ſchaͤdlichem miswachs und theurer zeit, fuͤr feuerund waſſers⸗noht, inſonderheit fuͤr giftigen anſteckenden ſeuchen und krankheiten. rigen und verfuͤhrten, und aller ſo im unglauben und unbußfertigkeit ſtecken; er⸗ leuchte und bekehre dieſelde durch deinen heiligen Geiſt, ſ und bringe ſie wieder zu⸗ rechte. Laß dir auch zu herzen gehen die angſt und gefahr aller betruͤbten und traurigen, aller elenden und nohtleidenden, auch de⸗ rer, ſo anderswo betruͤbet, gedrenget und geplaget werden. Zeige ihnen und uns allen dein heil, wie du, u frommer GOtt! weiſſeſt, ans udel. Mache, oGOtt! die daß es uns ſamt und ſon⸗: 0 ders 210 Collecten oder kurze Kirchen Gebehte. ders nuͤtzlich und ſelig ſeyn mag. Weil du aber deine hun e und gnade denen ver⸗ eiſſeſt, die ſich in rechter bußfertigkeit und wahrem Nauben zu dir wenden; ſo itten wir dich vom her⸗ den, erneure und bekehre u uns je mehr und mehr durch die kraft deines heili⸗ gen Geiſtes. Erhalte und vermehre in uns den wah⸗ beſtaͤndige hoffnung und geduld in allem leiden. ren glauben, herzliche buße, Lehre uns thun nach dei⸗ nem wolgefallen, denn du biſt unſer GOtt, dein guter Geiſt fuͤhre uns auf Edner bahn. Dieſes alles und was wir ſonſt an leib und ſeele bedoͤrfen, wolleſt du uns, o himmliſcher vater! geben und verleihen, um IEſu Chriſti deines lieben ſohnes willen, in kraft und gemeinſchaft des heiligen Geiſtes, du wahrer GOtt, hochgelobet in ewigkeit! amen. Auf Adpent, Dankſa⸗ gung fuͤr die Ankunft 3 Chriſti. b I3I. K GOtt ERR Gr Dhimmliſcher vater! wir danken dir vom ganzen her en, daß du uns armen ſuͤndern zum troſte deinen ſohn Chriſtum zu einem geſalbten verordnet und geſandt haſt, daß er ein gerechter koͤnig und heiland ſeyn, ſein volk von ſuͤnden erloͤſen und aus des teu⸗ VII. Kollecten oder kurze Kirchen⸗Gebehte auf die vornehmſten Feſte im Jahre. ewigen tode erretten ſolte. Wir bitten dich vom her⸗ zen, du wolleſt uns durch erleuchten, regieren und rechten koͤnig und heiland an ihn allein halten, uns jan ſeiner geringen geſtalt, an ſeinem verachteten wor⸗ te und reiche nicht aͤrgern; ſelig werden moͤgen: dur deinen heiligen Geiſt alſo„ fuͤhren, daß wir dieſen ge⸗ wahrhaftig erkennen, uns b 2 ſondern in einem rechten vertrauen auf ihn, ewig ii den: — —— ——õ— ——— —— —— —— — — — — —— —— — — — — —— —— — 8 — — — an Feie rJah. ewig de ern Wir Sn dih m oleſt ma an 4 nur hii n denſelben deinen ſohn JE⸗ ag Hrrn, amen. Am Chriſt⸗Tage, von deines lieben ſohnes theil⸗ unſerer ſundlichen gebuhrt eK Her Gen ſum Chriſtum unſern ——v der Gebuhrt des Sohnes GOttes. Eilf lieber HErr 32. GOTTI daß wir der heiligen gebuhrt haftig werden, und von erlediget, dir in der neuen gebuhrt dienen: durch den⸗ ſelben deinen lieben ſohn JEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. fuͤr ſolche deine gnade dank⸗ bar ſeyn, uns derſelben in aller noht und anfech⸗ tung troͤſten, und dermal⸗ amen. einſt dadurch ewig ſelig werden moͤgen: durch ſelben deinen ſohn unſern HErrn JEſum Chriſtum, den⸗ 1334. ter! der b zeit deinen ſohn haſt menſch werden laſſen, daß er un⸗ Dankſagung fuͤr die Gebuhrt Thriſti. teufel d haſt; und bitten dich vom herzen, du wolleſt uns in der rechten erkentniß die⸗ ſes unſers erloͤſers bis an unſer ende erhalten, auf⸗ 9 2 Noch fuͤr die Gebuhrt ſer fleiſch und blut an ſich genommen, und unſer bru⸗ der worden iſt: wir dan ken deiner wahrheit und vaͤterlichen guͤte, daß du uns dieſen heiland geſchen⸗ diket, und uns durch ſeine gebuhrt von ſuͤnden, tod⸗ daß wir uns uͤber ſei ge⸗ Chriſti. Sà gnaͤdiger va⸗ du in der fuͤlle der und hoͤlle errettet buhrt Coleecten oder kurze Kirchen⸗Gebehke buhrt mit allen heiligen engeln freuen, und ihn mu dir und dem heiligen Geiſte in ſeiner herrlichkeit ewiglich anſchauen moͤgen, amen. Am neuen Jahrs Tage. (auch ſonſt fuͤr alle Straͤnde.) 13 5. 4 dch lieber himm⸗ wir ſind zu geringe aller barmherzigkeit und aller treue, die du(in dem ver⸗ gangenen jahre, und die ganze zeit unſers lebens) an deinen unnutzen knech⸗ ten und maͤgden gethan viele ſuͤnden und miſſetha⸗ ten, und erhalte unſern gang auf deinen fußſtei⸗ gen, daß unſere tritte(in dieſem neuen jahre) nicht gleiten. Bewahre und egne unſere liebe obrigkeit und herrſchaft, und alle die ihre ſtelle vertreten. Gib gnaͤdiges gedeyen zu dem dienſte deines wortes. Laß die kinder⸗zucht und nah⸗ rung, und was wir ſonſt n gutes ſchaffen, wol gerah⸗ — fuͤhren, und dir unſerem liſcher vater! haſt. Vergib uns unſereſt — — — ten. Laß uns alleſamt ei ſtilles und geruhiges leben — 8 — — — — —— ———— — — HErrn und GOtt, dabey mit luſt und freuden un⸗ ſers herzens dienen; durch Feeſun Chriſtum deinen ohn, unſern HErrn, amen. — — — — — — — NRoch am neuen Jahre von der Beſchueidung( Chriſti. p 126.2 SHrr GOtt ſn 3* e himmliſcher aa vater! wir danken dir fuͤr i deine vaͤterliche gnade, daß ſi⸗ du dich der armen ſuͤnder an angenommen, und deinen au haſt, daß er mit ſeinem i vollkommenen gehorſam um len, und unſern ungehor⸗ i ſam heilen moͤgte. Wir u des heiligen Geiſtes auch 5 anfan⸗ 7 4 Reerlice n ſohn Driſtum,. aut drrdas 1 d ſ er arm daſt t ß er mi doll T nenen ti dein erechten w tenn anfangen, geh d tn der zu werden, a die ewige ſeligkeit n nen ſohn Chriſtum J Auf da ſolchem lichte demeer wahr⸗ ana uns mit ganzer zuverſicht n unſers heilandes allezeit er⸗ ant ſeligkeit erhalten werden; auf die vornehmſten Feſte. orſame kin⸗ und endlich erlangen moͤgen; durch denſelben dei⸗ Eſum unſern HErrn, amen. uns zum heilande bereitet —— haſt, daß er der heiden licht F eſt der Er⸗ ſcheinung oder Offenba⸗ rung Chriſti. 1 ³ERR GOtt 37. SDhimmliſcher vater! der du deinen ein⸗ ebohrnen ſohn JEſum Chriſtum den heiden offen⸗ baret, und uns auch in die⸗ ſen lezten zeiten durch das ſelige licht deines goͤttlichen wortes, zu der erkentniß deines lieben ſohnes haſt kommenlaſſen; wir bitten vom ganzen herzen, du wol⸗ leſt uns durch deinen hei⸗ ligen Geiſt alſo begnaden und begaben, daß wir nach heit immerdar wandeln, freuen, und alſo zur ewigen Auf das Feſt der Reini⸗ 38. vater! der du deinen ſohn und der juden preis ſeyn ſolte: wir bitten dich, er⸗ leuchte unſere herzen, daß wir deine gnade lichen willen in ihm erken⸗ nen, auch huͤlfe und ſchut wider die ſuͤnde, verdamm und den leidigen ſatan an ihm haben, und endlich ewig ſelig 3 durch denſelben deinen ſohn unſern HErrn, amen. gung Marioͤ. Gen GOtt und vaͤter⸗ werden moͤgen; de urch denſelben deinen ſohn, unſern HErrn, amen. * w —— — Auf das 2 13 vater! danken deine unausſprechliche gna⸗ der ſo gnaͤdig beda deinen ſohn in unſer geſchicket und ihn um un ernt willen menſch dich vom ganzen herzen, 0 3 du das Feſt der Ver⸗ h kuͤndigung Mario. 9 ERR GOtt DWhimmliſcher wir danken dir füur „daß du uns arme ſun⸗ cht, und fleiſch b ſch haſt erden laſſen. Wir bitten 214 C Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebehte du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt gnade ver⸗ leihen, daß wir uns ſeiner dens und ſterbens troͤſten, ihn fuͤr unſern HErrn und ewigen koͤnig erkennen und annehmen, und durch ihn, mit dir und dem heiligen Geiſte, ewig leben und ſelig werden moͤgen, amen. Am gruͤnen Donners⸗ b Tage. HErr JEſu b 140. Chriſte, du liebhaber des lebens, der du denen, die dich ſuchen, das brod des lebens biſt! wir bitten dich, ſey auch im hei⸗ ligen abendmahl die rechte ſpeiſe und der rechte trank unſerer ſeelen, daß wir da⸗ durch erwecket, zu allen gu⸗ ten und zu einem dir wol⸗ gefaͤlligen leben geſtaͤrket werden, und in dir allhie leben und volle gnuͤge fin⸗ den, auch dermaleinſt vor deinem throne im himmel ewiglich erfreuet werden; um deiner grundloſen guͤte und barmherzigkeit willen, Von dem LeidenChriſti. 141. menſchwerdung, ſeines lei⸗ und vater! einigen ſohnes nicht ver⸗ — uns alle dahin gegeben haſt, daß er unſere ſuͤnde am kreuze tragen ſolte: verleihe uns, daß unſere armherziger, Rewiger GOtt der du deines * chonet, ſondern ihn fuͤr — — — — —— —— —— — — — — — —— — herzen in ſolchem glauben nimmermehr erſchrecken noch verzagen; ſondern feſt darauf vertrauen, daß er alle unſere ſuͤnde hinweg, und die ſtrafe auf ſich ge⸗ nommen, auf daß wir frie⸗ de haͤtten. Laß uns auch, lieber vater! dieſer großen erloͤſung nimmermehr un⸗m dankbarlich vergeſſen; ſon⸗ dern den ſuͤnden, die dein ſohn ſo theuer fuͤr uns ge⸗ buͤßet hat, abſterben, und der gerechtigkeit leben; durch denſelben deinen lie⸗ ben ſohn IEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. Noch von dem Leiden Chriſti. 142. — 85— ———— ———— — —— — —— — — — — — — — — J barmherzi nnamen. 8 88 ger, gnaͤdiger Jger7g GOft auf die vornehmſten Feſte. 215s un Duken dir vom herzen, daa Chriſti um Chriſtum fuͤr uns den 7 * uon atn, aufdan 8 em. Laza let Ater! da dn ſund weiſen; und, nachdem wir amen. ud ſo theuer erloͤſet worden, amen tüt t, abferte nimmermehr ſicher oder der a chtigktt vermeſſen werden; ſon⸗ un abene dern, als deine kinder, al bu 5 lezeit in deiner furcht und is danken vonde 4 liebe wandeln moͤgen, bis unſ rErrman, wir endlich von allem uͤbel A‿ — erloͤſet, ewig ſelig werden; t na Von danlt durch denſelben deinen lie⸗ und bitten dich b un ben ſohn unſern HErrn, iich, du wolleſt unſchuld zu gut um amen. laſſen unſere 9 4 ſen, aufdaß wir durch ſei des gewalt erretten moͤg⸗ ne wunden heil werden teſt; verleih uns, daß wir moͤgten; und bitten dich das gedechtniß ſeines lei⸗ demuhtiglich, gib, daß wir dens alſo dankbarlich bege⸗ f e uns ſolches ſeines leidens hen, daß wir dadurch die dl wauf deta und ſterbens wider alle an⸗ vergebung der ſunden und r aſereſine fechtung des teufels, der erloͤſung vo 6 ul d fr fechtung„ der erloͤſung vom ewigen tode gfen welt, und unſers fteiſches erlangen, und dermaleins kraͤftiglich troͤſten, nach ſei⸗ durch den zeitlichen tod zu nem exempel, in allerley dir in das ewige leben 3 en ummn und gegen unſern nechſten ſelben deinen ſohn J Am ſtillen F r Kroͤnung hriſti. Irt und vater! wir Uoch von dem Lerm du deinen lieben ſohn JE⸗ K Allmaͤchtiger m Shn* 8 GOtt, ewi⸗ ſchmaͤhlichen tod des kreu⸗ ger vater! der du deinen os haſt leiden, und ihn un ſohn für uns des kreuzes ere ſunde an ſeinem leibe pein haſt leiden laſſen, auf⸗ nuf dem holze tragen laſ daß du uns von des fein⸗ kreuz und leiden, geduld, dringen moͤgen; durch den⸗ Eſum 8 reytage/ deine ſchmaͤhliche kroͤnung und unſchuldiges leiden; uns dein e kommen blut⸗rohte funden h — lerren oder kurze Kirchen⸗Gebehte aben mit demem purpur⸗ mantel bedecken, und uns mit gnade und barmher⸗ zigkeit kroͤnen, auch unſere futze auf den weg des frie⸗ dens und des ewigen heils richten; daß wir endlich ehren im lande der leben⸗ digen gelangen, und vor deinem throne, mit einem weiſſen kleide angethan, dich ewiglich preiſen mo⸗ gen; um deines heiligen und unſchuldigen leidens willen, amen. An heiligen Oſtertage, von der Auferſtehung b Chriſti. ̈ K⁸ENRR GOtt )-** ter! der du in bohrnen ſohn um unſerer ſuͤnde willen dahin gege⸗ ben, und um unſerer gerech⸗ tigkeit willen wieder auf⸗ erwecket haſt: hilf, daß wir als glieder ſeines leibes an ihm, unſerm haupte und nebens fuüͤrſten, feſt han⸗ en, und dermaleins in der errlichen auferſtehung der durch dich zu der krone der himüſcher va⸗ du deinen einge⸗ gerechten an jenem tage, nicht uns ſelbſt, mit freudigkeit vor ihmer⸗ ſcheinen, und mit ihm in ſein ewiges reich eingehen moͤgen, da er als ein ſieg⸗ hafter uͤberwinder aller ſeiner und unſerer feinde, mit dir und dem heiligen Geiſte in ewigkeit lebet und herrſchet, amen. Noch von der Auferſte⸗ hung Chriſti. 227 barmherziger himmliſcher vater! der du durch den tod deines ſohnes die ſuͤn⸗ Apllmaͤchtiger 46.G GOTT und — — — — — — — 4 2 — 1 d ſſ — — ——; ¼ ů —— — — — — — — — — — —— — —— —— — 4 —— ³ 4 ſh. de und den tod zunichte ge⸗ unn machet, und, durch ſeine un auferſtehung, unſchuld, ge⸗ rechtigkeit und ewiges le⸗ ben wiedergebracht haſt, daß wir von der gewalt . 3 des teufels erloͤſet, in dei nem reiche leben und dir ch⸗ dienen ſollen; verleih uns, daß wir ſolches von gan⸗ zem herzen glaͤuben, und in ſolchem glauben der ſuͤnde und nem neuen leben auferſte⸗ hen; auf daß wir hinfort ſondern dem⸗ dem alten men⸗ ſchen abſterben, und zu ei⸗ 4 . m h, the dt tiy wu deie k —— ſ 3 aufe Hrung, unſ rot N. und a ſden a ergebuu ds ravon ug. dest Fu erlöſchu uem tae leber u 8—2— — auf die vornehmſten Feſte. demſelben, iſt, leben erſtehen moͤgen; d ug ſelben deinen Chriſtum unſern amen. feinde zu deinen fuͤßen lie⸗ gen, und wir auch ſunde, tod und teufel durch dich und deines geiſtes kraft uͤberwinden, amen. der fuͤr uns ge⸗ orben und auferſtanden „ und an jenem herrlichen tage zur ewigen freude und herrlichkeit auf⸗ Am Pfingſt⸗Tage von n JEſum f⸗ 5 der Heiligung. Am Himmelfahrts⸗ Tage. X HErr JEſu I/. SS Chriſte/ du ſohn des allmaͤchtigen GOttes! der du nun fort⸗ hin nicht mehr auf erden arm und elend biſt, ſondern deines vaters, als ein gewaltiger uͤber alles was im himmel und auf erden iſt, herrſcheſt und regiereſt; wir b dich, du wolleſt uns bey deinem vater ohne unter⸗ laß vertreten, uns deinen heiligen Geiſt ſenden, from⸗ me und getreue vorſteher deiner gemeine geben, dem ſatan und al⸗ en feinden deiner kirche una wehren, und dein reich ge⸗ un waltiglich beſchuͤtzen und erhalten, bis daß alle deine 147. 8 zur rechten der du(an dieſem tage deiner glaͤubigen herze durch den heiligen Geiſt(er tet und gelehret haſt; chteſt und lehreſt; gib uns, daß wir auch durch Pe- elben geiſt rechten ver⸗ d haben, und uns ſeines troſtes und ſeiner kraft zu hei freuen, um IEſu len, amen. Roch von der Heili⸗ 149. Chriſte, du ſohn des allmaͤchtigen Got⸗ tes! wir bitten dich, du wol⸗ leſt deinen heiligen Geiſt lehrer und durch dein wort in unſere herzen geben, daß derſelbe uns allezeit nach deinm heiligen willen regiere und 05 fuͤhre, N ERR GOtt lieber vater unſers HErrn wil⸗ gung. HErr JEſu ☛ 28 Colleeten oder kurze Kirchen Gebehte fuͤhre, in allerley ungluͤck ind anfechtung troͤſte, und in deiner wahrheit wider allen irthum leite und er⸗ halte; auf daß wir im glau⸗ ben feſt beſtehen, in deiner liebe und guten werken zu⸗ nehmen, und durch eine gewiſſe hoffnung auf deine erworbene und geſchenkte gnade ewig ſelig werden moͤgen; der du mit dem vater und heiligem Geiſte egiereſt von ewigkeit zu ewigkeit, amen. Am Tage der heiligen Dreyeinigkeit. 180 ewiger, all⸗ 150. SA maͤchtiger, ei⸗ dreyeinigkeit! der du allent⸗ halben gegenwaͤrtig biſt, alles kraͤftiglich erhaͤlteſt, rfuͤlleſt und regiereſt: du waren, erſchaffen, und da nem erkentniß erleuchtet. Wir danken deiner goͤttli⸗ niger GOtt, du heilige aſt uns, da wir nichts wir verloren waren, uns aus großer guͤte erloͤfet, uns auch zu ſolchem dei⸗ keit fur alle deine hohe wer ke und große wolthaten; auch inſonderheit, daß du uns gelehret haſt, in rech⸗ tem glauben zu wiſſen und u bekennen, daß du in reyen perſonen von glei⸗ cher macht und ehren, ein einiger, ewiger GOtt, und dafuͤr anzubeten biſt: und bitten dich herzlich, du m leſt ſolches erkentniß dei⸗ nes heiligen namens in un⸗ ſern herzen erhalten und u wol⸗ an uns groß machen, auf⸗ daß wir mit allen engeln und auserwaͤhlten dich, GOtt vater, ſohn und hei⸗ vermehren, und deine gna⸗ de und treu noch ferner ligen Geiſt, den einigen ehren und preiſen moͤgen; der du lebeſt und regiereſt von ewigkeit zu ewigkeit, amen. b — Noch am Tage der heili⸗ gen Dreyeinigkeit. 3 Pllmaͤchtiger, I5I. M ewiger GOtt! der du uns arme menſchen den mafeſtaͤt und herrüich⸗ gelehret haſt, im rechten glau⸗ wahren GOtt, immerfort —————— ———— —————— —— —— — 8 —— — 6 — 1 8 8 1 . 3 1 T 1 u un d mat daß nit alk so weeer, ſohna üaen Eaſt, daa wahr! 1Ott, 1 chren ia preſegn der di eſß un ven ereit zu m aun Tagedet raxrfeinihä 4 58 8 d der gottheit in der einigkeit glauben zu wiſſen und zu dekennen, daß du in drey⸗ en perſonen, von gleicher macht und ehren, ein eini⸗ ch er, ewiger GOtt, und da⸗ ſar anzubeten biſt: wir bit⸗ lezeit troͤſten und erfreuen, 1 nen beſtaͤndig beharren, und endlich mit Johanne dem taͤufer und allen glaͤu⸗ ten dich, du wolleſt uns bey ſolchem glauben alle⸗ ſei feſt erhalten, wider al⸗ es, was uns dargegen an⸗ fechten mag, beſchuͤtzen, da⸗ mit wir die drey perſonen des goͤttlichen weſens hier, und dort in der ewigkeit, recht anbeten, ruͤhmen und preiſen moͤgen, amen. Am Feſte Johannis des Taͤufers. ☛ᷣ ERR GOtt 152.§ himliſcher va⸗ ter! der du durch den hei⸗ ligen taͤufer Johannem, uns allen zum troſte haſt bezeugen laſſen, daß JE⸗ ſus Chriſtus das wahre unſchuldige lam ſey, wel⸗ ches der ganzen welt ſuͤnde bigen die ewige ſeligkeit er⸗ langen moͤgen; durch den⸗ ſelben deinen ſohn JEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. 3 Am Feſte der Heimſu⸗ chung Mari. SENR GOit 153. H uniſcher di ter! wir danken dir fuüur alle geiſtliche und leibliche wolthaten, die du uns ſo reichlich haſt wiederfahren laſſen: und bitten dich, behuͤte uns fuͤr hoffart und ſicherheit, daß wir nicht in undankbarkeit und ſuͤnden gerahten, und deine hul tragen ſolte, in welchem auch alle glaͤubigen das ewige leben erlangen wer⸗ den; wir bitten dich vom verlieren; weil weder weisheit und gewalt noch reichthum denen helfen ſoll, die dich nicht fuͤrchten. Sih —o Ccollerten oder kurze Kirchen⸗Gebehte uns aber ein ſolches herz, das in deiner furcht bleibe, und an deinem worte han⸗ e; aufdaß wir deinen egen erhalten, und end⸗ lich ſelig werden moͤgen: durch deinen ſohn IEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. Am Feſte Johannis, und der Heimſuchung WMariaͤ. 8 ſohn des ewigen GOttes! wir danken dir vom her⸗ zen, daß du durch deine 154. Chriſte, du menſchwerdung, leiden, reuz und tod uns eine ewige erloͤſung erworben, und uns von ſuͤnde, tod, teufel und hoͤlle errettet haſt; und bitten dich, re⸗ iere uns durch deinen hei⸗ igen Geiſt, daß wir ſolches bis an unſer ende feſtiglich glaͤuben; auch dir in rei⸗ nem gewiſſen hier zeitlich alſo dienen, daß wir an ienem tage das verheiſſene uewige erbe empfangen; der ud du mit dem vater und hei⸗ ligen Geiſte lebeſt und re. giereſt ein ewiger, allmaͤch⸗ tiger, und einiger GOtt, in ewigkeit, amen. Am Michaelis⸗Tage, vom Schutze der heili⸗ gen Engel. 1. 155. M nc sget 4 vater! wir danken dir vom HErr JIEſu und verordnet haſt, daß ſie ſich rings um die gottes⸗ fuͤrchtigen her lagern, und ſie auf allen ihren wegen behuͤten muͤſſen, damit ſie vom teufel und der gottlo⸗ ſen welt nicht beleidiget werden. Wir bitten di vom herzen, du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt im rechten glauben und in wahrer gottesfurcht erhal⸗ ten, damit wir in dem ge⸗ leite und ſchutze dieſer him⸗ liſchen heerſchaͤren und hei⸗ ligen waͤchter allezeit ſeyn und bleiben moͤgen, auf daß wir alhier an leib und eele ſamt allem was wir — khhaben, ganzen herzen, daß du dei ne heilige engel zu dienſt⸗ baren geiſtern erſchaffen -p — — — —— — — — — — —— —— — — — — — — — — — 6 —————— —————— ————u—p. — — ſſie au w in ihtan vom r. ſch i um Rg ferch kaher lam behünt üſſen w und dan 4 = wenzg allezeit lieben ſohnes IEſu Chri⸗ ſti unſers HErrn willen, ſ vater! wir danken dir fuͤr da deine vaterliche barmher⸗ nehmen un verſicht behalten moͤgen, auf Nie vornehmſfen Feſte. wol bewahret, dir ungehindert die⸗ nen, und dermaleins zu ihnen in dein reich ver⸗ ſamlet werden: um deines amen. Roch vom Schutze der heeilligen Engel. GENR GOtt 156.) himmüſcher zigkeit und treue, daß du deine liebe engel darzu verordnet haſt, daß ſie auf unsſehen, und uns gegen des leidigen ſatans vor⸗ d liſt ſchuͤtzen ſollen; und bitten dich, er⸗ ſinne durch deinen heiligen Geiſt dermaßen, daß wir beſtandig in deiner furcht und kindlicher demuht bleiben, und wider deinen willen nichts vornehmen; aufdaß wir in allerley zu⸗ faͤllen und noͤhten die zu⸗ uns, und um alles, was wir haben, eine ſtarke und feſte mauer machen wer⸗ den; damit uns weder de ſatan noch die arge welt leuchte unſere herzen und rechten deines vaters ge⸗ 3 chaden koͤnne, und wir durch das geleite der heili gen engel ſicher und unge⸗ hindert zum ewigen leben gelangen, und unſere ſee⸗ len in der ſtunde des todes in den ſchooß Abrahams getra nes lit b Chriſti unſers HErrn wil len, amen.“ eb werden; um dei jeben ſohnes JEſu An den Apoſtel Tagen. △— e. — llmaͤchtiger 157. 8o HErr IEſu Chriſte! der du dich zur ſetzet, und deiner kirche treue propheten, apoſtel und chre gegeben, auch ihre lehre und ihren beru mit großen wunderthaten beſtaͤtiget haſt: hilf, das wir durch ihr wort feſt an dich glaͤuben, in allenchriſt⸗ lichen tugenden ihrem en dem n olerten oder kurze Kirchen Gebehte. ſchwachheit uns zur war⸗ nung dienen laſſen, auf⸗ daß wir mit ihnen und exempel folgen, und ihre allen auser waͤhlten, dich ſamt dem vater und ba Nach der Communion. 3 ir danken dir, 158. allmaͤchtiger HErr GOtt! daß du uns durch dieſe Hrilſaige gabe erquicket haſt; und bitten deine barmherzigkeit, daß du uns ſolches gedeyen laſ⸗ ſeſt zu ſtarkem glauben ge⸗ gen dich, und zu bruͤnſtiger iebe unter uns allen, um JESul Chriſti unſers 5 HErrn willen, amen. Noch nach der Com⸗ munion. en allmaͤchtiger 159. O ewiger GOtt! wir ſagen deiner goͤttlichen mildigkeit lob und dank, daß du uns jetzo mit dem heilſamen fleiſche und blu⸗ Wee deines ſöhnes JESll uChriſti geſpeiſet und ge⸗ 7 VIIl. Andere Collecten oder kurze Kirchen⸗ “ Gebehte. — wirken, daß wir deiner goͤttlichen gnade, der ver⸗ gebung aller ſuͤnden, der und des ewigen lebens, welches alles du uns in dieſem heiligen ſacramente zweifelter hoffnung verſi⸗ ſchert ſeyn und Heebben Wolleſt uns auch damit wider die liſtigen anlaͤufe des teufels ſtark und un⸗ uͤberwindlich machen; und wie wir alle eines brodes und kelches theilhaftig wor⸗ den ſind, alſo mit dem bande der liebe uns unter⸗ einander verknuͤpfen; da⸗ einander — — ————·—— — — gen geiſte ewiglich loben und preiſen moͤgen, amen. traͤnket haſt; und bitten demuͤhtiglich, du wolleſt dadurch gnaͤdiglich in uns vereinigung mit Chriſto kraftiglich verſiegelſt, in i feſtem glauben und unge⸗ ſſi mit wir in einem ſinn und einerley meinung feſt an — — — —— — — —— — — — — — = — — — — — — — — — — — = — — — ——— — — ———— ———— —— — — — zweift Tahoffem g mit tert b V 4 — 4 . ühery Sh ma em und n den ſt dande Eiebe hennd trknuui nit w ns einen uert eanu i nd ſü 2 verſtegh n 4 ſchert zr und ia Pollt is autu wider zzüſſigen i des tet ka ſiart 8 ein m Scheiliin alſo Mf Toleecken oder kurze Nrchen⸗Gebehke. 2 23 8 4 der tha untereinander bis an das ende lieben; durch JE⸗ ſum Chriſtum deinen lie⸗ ben ſohn unſern HErrn, amen. um Erhoͤrung des Gebehts. CX. lmaͤchtiger, 160. A ewiger GOtt! der du uns durch deinen ſhn vergebung unſerer unden, gerechtigkeit und ewiges leben verheiſſen haſt; wir bitten dich, du wolleſt unſere herzen durch deinen heiligen Geiſt alſo fuͤhren und erwecken, daß wir ſolche huͤlfe durch taͤg⸗ liches gebeht, und ſonder⸗ lich in aller anfechtung bey ihm ſuchen, und dur feſten glauben auf ſeine zuſagung und auf ſein wort gewiß finden und erlan⸗ gen: durch denſelben dei⸗ nen ſohn unſern HErrn IEſum Chriſtum, der mit dir und dem heiligen Geiſte lebet und regieret in ewig⸗ er halten, und mit Um Erhoͤrung in Ge⸗ t und wahrheit uns fahr und Noht. truͦ durch verſchm eſt, und d ten 6 6 den ra zerſtoͤret werde; aufdas wir, von aller anfechtung unverſehret, dir in deiner gemeine danken und dich al⸗ lezeit loben; durch IEſum Chriſtum deinen ſohn un⸗ ſern HErrn, amen. Um den Frieden. ERR GOtt 1 652. H himmliſcher vater! der du heiligen muht, guten raht, und rech te werke ſchaffeſt; gib dei⸗ nen dienern friede, wel keit, amen. 1 chen die welt nicht geben G kan, aufdaß b unſe ere herzen Vollecten oder kurze Kirchen⸗S en an deinen gebohten han ſtum deinen ſohn unſern HErrn, amen. Um Vergebung der 163. He GOtt himmliſcher vater! der du nicht luſt haſt an der armen ſuͤnder tode, laͤſſeſt ſie auch nicht gern verderben; ſondern wilt, daß ſie bekehret wer⸗ den und leben: wir bitten dich herzlich, du wolleſt die wolverdiente ſtrafen unſe⸗ xer ſuͤnden gnaͤdiglich ab⸗ wenden, und uns hinfort deine barmherzigkeit zu unſerer beſſerung mildig⸗ lich vetleihen„um JEſu Chriſti unſers HErrn wil⸗ en, amen. Noch um VDergebung der Suͤnden. gen, und wir unſere zeit, zurch deinen ſchutz, ſtill nd ſicher fuͤr feinden le⸗ ten; durch IEſum Chri⸗ und wie eine ſchwere la uns zu ſchwer worden: darum beugen wir vor di die knie unſerer herzen, und bitten um gnade und ver⸗ gebung. So vergib uns Ijnun, o HErr! und laß uns nicht in unſern ſuͤnden ver⸗ derben; ſondern hilf uns elenden und unwuͤrdigen nach deiner großen barm herzigkeit. Ach GOtt! laß doch das theure ver⸗ dienſt deines lieben ſohnes IEſu Chriſti an uns ar⸗ men elenden fuͤndern nicht verloren ſeyn; gib deinen geiſt je langer ſe mehr in unſere herzen, und mache ſolche leute aus uns, die in deinen gebohten wan⸗ deln, und deine rechte halten; um deſſelben dei⸗ if nes lieben ſohnes unſers HErrn und heilandes wil⸗ len, amen. — Noch um Vergebung der Suͤnden. 165. — — — 92 armherziger 4 SD Gott, lieber u himmliſcher vater! der du b nahe — — —— — — — — — ——— — ——— —ͤͤſͤſſſſſ—·“ ——— —— ——— — —— —— 4 5 —== — 2 —— — — — 1 8 — ſem. 1 1 3 m dr t gtehn * aus w n den, deimm dattent deſſtt nes lhe ſchne Herr ds heludr ſen, 49 — — goch ve g Sündm —. e—⸗ Collecten oder kurze Kirchen⸗ Beehe ahe biſt, denen, die zer Noch um Dergebung brochnes herzens ſind: der Suͤnden. 1 ſieheſt/ wie leid uns un err err IEſu ſunden ſeyn, und wieſ wir 166. O Brr. te Seſt uns vom herzen zu beſſern ſohn GOttes des aller⸗ begehren. So vergib uns hoͤchſten! wir bitt 5 dich 199 unſere miſſethaten, 6 und laß uns durch die kraft des heiligen Geiſtes freude und wonne empfinden, daß die gebeine froͤlich wer⸗ den, die du zerſchlagen haſt. Wir hoffen ja darzuf, daß du ſo gnaͤdig biſt, und unſ ee herz freuet ſich, daß Lan o gerne hilfeſt; darum d doch uns armen ſuͤn⸗ ern gnaͤdig und barm⸗ d herzig. Erfreue uns wie⸗ der mit deiner gnade, ſo ollen wir ruͤhmen und dlich ſeyn unſer lebelang. eige nere herzen nicht uf etwas boͤſes, ein gott⸗ loſes weſen zu fut oren mit den ubelthaͤtern; neige ſie aber zu deinen zeugniſſen, w fri N au arme vom herzen/ du wolleſt uns uͤnder gnaͤdig anſe: hen mit den augen deiner guͤte und barmherzigkeit, mit welchen du angeſehen haſt Petrum, der dich ver⸗ leugnete, die große ſun⸗ derin im hauſe des phari⸗ ſaers, und den ſchaͤcher am kreuze. ib uns auch, lieber HErr und erloͤſer daß wir unſere ſümden mit Petro bunrüch beweinen, mit der großen ſuͤnderin dic herzch lieben, und einſt mit dem ſchaͤcher in deinem paradieſeimmer und ewiglich loben und preiſen; um deines heiligen namens und theuren lei⸗ dens willen, amen. aufdaß wir deine gebohte— bewahren, und thun, was dir gefaͤllig iſt; dur JE⸗ ſum Chriſtum deinen lie⸗ ben ſohn, unſern HErrn, 1167. 8 ———— Daß uns GOtt mitder ewigen Strafe verſcho⸗ nen wolle. erſchone„ Per vie 2e CTollerten oder urze Kirchen Gebehte. ſchone unſerer ſuͤnde: und wiewol den ſuͤndern ewige wir doch vom ganzen her⸗ zen, laß uns alles zu einer zeitlichen gnaͤdigen ſtrafe und ertraͤglichen zuͤchti⸗ gung kommen, was wir zum ewigen verderben ar wol verdienet haben; urch IEſum Chriſtum deinen ſohn unſern HErrn, amen. 4 Um Linderung der Strafe und um Staͤrke in Anfechtungen. 168. himmliſcher vater! du weiſſeſt, daß wir aus menſchlicher ſchwach⸗ heit in ſo mancher und großer gefahr, die uns auf erden befaͤllet, ohne dei⸗ nen beyſtand nicht bleiben noch beſtehen moͤgen. Ver⸗ leih uns beides an leib und ſeele kraͤfte, daß wir alles, ſo uns um unſerer ſuͤnde willen qualet und anſicht, durch deine huͤlfe uͤberwin⸗ nden, und durch deine ſtarke ſtrafe gebuͤhret; ſo bitten rettet werden; um JEſn Chriſti unſers HErrn wil⸗ len, amen. Um die Wiedergeburt und Kindſchaft GOttes. naͤdiger GOtt, 169. Giae, 3 vater! wir ſind von natur fleiſch vom fleiſche gebo⸗ ren, und nicht geiſtlich ge⸗ ſinnet; es ſey denn, daß du uns deinen Geiſt gebeſt/ der unſern ſeelen das geiſt⸗ liche leben mittheile. Ach! ſo gib uns doch deinen gu⸗ ten Geiſt, daß er unſere herzen, unſern verſtand, willen und begierden aͤn dere, uns neue geiſtliche 34 lebens kraͤfte mittheile, und uns zu kindern GOttes wiedergebaͤhre, die dir, als ihrem liebreichen vater, in kindlicher furcht, liebe, vertrauen und gehorſam heilig und williglich die⸗ ſ nen; um deines heiligen a kindes IEſu Chriſti wil⸗ len, amen. Um die Rechtfertigung. — — — — — —— — — —— —— 2 ————+—=—— — — — — —— —— ——— ——— — — — 2— — — — — —— .— —— —— —— — — — 2— —— — —— — —— — — — — — — — n hand davon gewaltig er⸗ (Ferechter und 170. G gnaͤdiger Gött! 8———. GOtt! vor welchem un⸗ ſere eigene gerecheigkeit dh vom ganzen heriin b deinem gerichte von unſe⸗ iche mithei rer ſünden ſchuld und ſtra⸗ fe los und ledi ch unſerer verdamniß zu; ſon⸗ un dern rechne uns vielmehr an deren ſtelle zu die theuer⸗ deines lieben ſohnes IEſu 7 Chriſti, und laß uns um aun deſſen uUm’ den heiligen Geiſt Colleeten oder kurze Kirchen⸗Gebehte. 227 5 und verdienſt nicht beſtehen ☛ A mag, ſondern aus deſſen gnade wir ohne unſer ver⸗ ienſt durch Chriſti erld⸗ ſung gerecht werden ſollen; wir danken dir fuͤr dieſe deine unermaͤsliche barm⸗ herzigkeit; und bitten dich ſprich uns bußfertige ſuͤnder vor ledig; rechne uns unſere miſſethaten nichtszu erworbene gerechtigkeit willen gnade, ver⸗ ge ung der ſuͤnden, leben und ſeligkeit erlangen, um eines vollguͤltigen und ohen verdienſtes willen, . V und deſſen Gaben. vater! weil dein lieber b namen IEſu Chriſti der nes geliebten ſohnes, du wolleſt uns deinen heiligen Geiſt geben, daß 4 u ſalle wahrheit leite, und zuu 6 allem guten antreibe, re- giere und fuͤhre. durch lige uns durch denſeiben und durch„ und er⸗ fuͤlle uns mit ſeinen heili⸗ gungs gaben, damit wir als d er wandeln, Chriſto angehoͤren, und deine rechte halten moͤgen; um dertheuren verheiſſung und furbitte deines Eeli Ehriſti als deine kinder ten ſohnes IEſu willen, amen. Um die Exrl 3 ERR Gott 171. Hhimmulſcher und erleuchtete au 8 Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebehte. zers verſtandes, daß wir dich in deinem lichte recht erkennen, uns von der fin⸗ ſterniß zu dem lichte, und von der gewalt des ſatans n dir bekehren, auch als inder des lichtes wandeln, gen; um deines eingebohr⸗ nen ſohnes unſers HErrn willen, amen. Um den wahren beſtaͤn⸗ ddigen Glauben. 12ͤ HERR. GOtt 7 3. dimmliſcher vater! der du aus vaͤter⸗ licher liebe uns armen ſuͤn⸗ dern deinen ſohn geſchen⸗ ker haſt, daß wir an ihn en: wir bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in un⸗ und dir gefaͤllig leben moͤ⸗ glaͤuben, und durch ſolchen lauben ſelig werden ſol⸗ ere herzen, der unſern chwachen glauben allezeit Kaͤrke; damit wir in an⸗ fechtung an deinen verheif⸗ ſungen aus unglauben nie⸗ mals zweifeln; ſondern uns im leben und ſterben vom ganzen herzen darauf len, amen. Um die Vereinigung mit GOtt. die himmliſche weisheit nicht in eine boshaftige fen iſt: reinige und heilige unſere herzen durch dein wort und deinen geiſt, daß und dein wort halten. Ach. mache uns dadurch zu dei⸗ nung, und laß uns mit dir um deiner ewigen liebe wil len, amen. n verlaſſen, und durch ſolchen glauben alles uͤberwinden moͤgen; um deſſelben dei⸗ nes lieben ſohnes IEſu Chriſti unſers HErrn wil eiliger GOtt 174. H und heiland IEſu Chriſte! der du als m ſeele koͤmmeſt, und nicht in einem leibe wohneſt, wel⸗ cher der ſuͤnde unterwor⸗ wir dich uͤber alles lieben nen heiligen tempeln, und zu deiner beſtaͤndigen woh⸗ im glauben und in der liebe vereinigt ſeyn und bleiben, ————— ———— — 5e——— 4 — — — gib heiligen gezeuget, und alleſamt u nden empfangen und ge⸗ſ ch boren. Wollen haben wir wol, aber das gute zu vo derbe bringen, finden wir nich hungegen unſere h So gehe nun, HERR heiligkeit und gerechtigk nicht ins gericht mit deinen immer mehr und mehr er⸗ knechten und maͤgden, denn neuren, in der wahren leh vor dir iſt kein lebendiger re feſter werden, und im erecht. Neinige und hei⸗ gottſeligen leben von tage lige uns aber in deinen zu tage unehmen, durch wahrheit, damit unſer eiſt unſern lehrer und heiland ſamt ſeele und leib 116 die JIEſum Chriſtum/ amen. zukunft unſers HErrn JE —— ſu Chriſti unſtraͤflich bet al⸗ Aun die Gnade GOttes den erde 55 un deſfds ein heiliges Lehen zu Ueven ſheee„„ fuͤhren. ſers HErrn und heilandes liger vater willen, amen.“ Jeiliger 1 1 1/ 6. H baumherßig und gerechter GOtt 1 haſt uns befohlen, wir ſol⸗ len heilig ſeyn, weil du hei⸗ 1 lig biſt; haſt uns auch des⸗ HK Err, du heili wegen durch deinen einge*/ 0 bohrnen ſohn aus der hand unſerer feinde erloͤſet„daß haſt, wir dir unſer lebelang oh⸗in unſer herz gehen⸗ ne furcht dienen ſollen in! unſern ſinn ſchreiben? b v 3 b — — . er Noch um die Gnadeſ ſol GOttes ein heiliges Leben b zu fuͤhren. ollecken oder kurze Kirchen⸗Gebehte. daß wir dich herzlich fuͤrch⸗ ten, und in allen deinen gebohten untadelich einher gehen. Behuͤte uns, o SOtt! fuͤr heucheley und gleisnerswerten. HErr! der du ins verborgene ſie⸗ heſt, und herzen und nieren prufeſt, erleuchte uns drch deinen heiligen Geiſt, da wir allezeit redlich, auf⸗ richtig und ohne falſch vor deinem angeſichte wan⸗ deln, und in allem unſern thun und laſſen nicht auf den richter aller gedanken, ſehen; auf daß wir dir wol⸗ gefallen, und an jenem herrlichen tage freudigkeit haben, und nicht zu ſchan⸗ den werden moͤgen; um deines lieben ſohnes IEſu Chriſti unſers HErrn wil⸗ S um einen chriſtlichen Wandel. 19 GAENRNR GOtt 178. himmliſcher vater! der du uns elende menſchen durch das ſelige menſchen, ſondern auf dich, etwas vermag, noch vor dir gilt. erkentniß deines lieben ſoh⸗ nes IEſu Chriſti haſt kom⸗ men laſſen; wir bitten dich vom ganzem herzen, du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt alſo regieren, daß wir nach ſolchem lichte immerdar wandeln, uns mit ganzer zuverſicht un⸗ ſers heilandes allezeit er⸗ freuen, und alſo zur ewigen ſeligkeit erhalten werden moͤgen; durch denſelben deinen lieben ſohn unſern HErrn, amen. Um goͤttliche Regie⸗ rung. 179. Allmaͤchtigen HErr Gott! der du biſt ein beſchuͤtzer al⸗ ler, die auf dich hoffen; oh⸗ ne welches gnade niemand Ul Laß uns deine barmherzigkeit reichlich i wiederfahren, aufdaß wir durch dein heiliges eingeben denken was recht iſt, und daſſelbige auch durch deine kraft vollhringen, um JE⸗ ſ dt deines wortes zu der 9 A * ſu Chriſti unſers HErrn willen, amen. Lnet Um 8 Üm goͤttliche Regie⸗ un wolleſt mne und wahrheit ewiglich er⸗ un halten, in aller anfechtung behuͤten und troͤſten, ur. 182. Ewiger GOTT IIma— re Fiu eſt ir, die waͤch 4* ne wel Snade! 86-, rung und den lieben Frieden. b ERR GOtt 180. himmliſcher vater! wir bitten dich, du b deinen heiligen Geiſt in unſere herzen ge⸗ vben, uns in deiner gnade unſern feinden und verfol⸗ gern bewahren, und deiner armen chriſtenheit heilſa⸗ men frieden verleihen, durch JEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. Um di nichts achten, und alſo dei ner ewigen den, leben b nes IEſu Chriſti willen, Um die Liebe gegen Liebe zu GOtt. naͤdiger GOtt, 181. G liebreicher va⸗ recht ſto anzuͤnde, und uns dem, das der liebe entgegen leiſt, behute und bewahre! dauf daß wir na lich willen teben, und unſerm he nechſten alle liebes dienſte ulfe gern und willig liebe faͤhig wer⸗ um deines lieben ſoh⸗ amen. 8— 3 4 — 5 3 Nechſten. — und vater! wir danken dir vom herzen, daß du uns durch dein wort ge lehret haſt, wie wir mit einander allhie wandeln, nen ſollen; wir bitten dich, und h welt * ſpotth und unſerem nechſten die gib deinen heiligen Geiſt m unſere herzen, daß er die rechte herzliche liebe inuns fuͤr alle beweiſen; allen zorn, un geduld und rachgier fallen Aund fahren laſſen, der . 2 4 2„— daf und verachtung ge⸗ ulig leiden; unſern fein⸗ den vom herzen vergeben, und alſo in rechter liebe und ungefaͤrbtem glauben von tage zu tage zunehmen, und bis ans ende beſtaͤndig darinnen verharren; durch Nſum Chriſtum deinen d Um die Hoffnung des ewigen Lehbens. V 18⸗ barnnherziger 1 3. 4 gnadiger GOtt und vater! wir loben, eh⸗ ren und preiſen dich vom Prunde unſerer herzen, daß du uns nach deiner oßen barmherzigkeit zu er lebendigen hoffnung eines unverganglichen, un⸗ befleckten und unverwelk⸗ lichen erbes durch die auf⸗ erſtehung JEſu Chriſti wiedergebohren und ange⸗ nommen haſt; und bitten dich demuͤhtiglich, troͤſte, Karke und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir uns keine truͤbſal u noch anfechtung von dir — — hn unſern HErrn, amen. 184. G ſo l g 4 —— glaubens, die ewige ſelig⸗ keit, davon bringen moͤgen; durch denſelben deinen ohd JIEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. —— Um wahre Gottes⸗ furcht. erechter, ſtar⸗ m ker und eifri⸗ ger GOtt, lieber himliſcher vater! erhalte unſer herz bey dem einigen, daß wir deinen namen fuͤrchten, und a ternſtlich zu aller zeit und an allen orten ſorgfalt tra⸗ ah gen, dich im geringſten auch nicht mit einer ſunde zu be⸗ leidigen. Laß uns alle un⸗ i ſere worte und werke zu⸗ vor wol bedenken, dein al⸗ gegenwart, allwiſſenhett, orn und ſtraf gerechtig⸗ der uns ſtets vor augen ſtellen, und uns huͤten, daß wir nicht in eine ſuͤnde willigen, und wider eines deiner gebohte handeln; — — — b — un abwendig machen laſſen; ſondern dich vielmehron Collecten oder kurze Kirchen⸗ Gebehte. 233 ¹ deiner furcht, als deine kin⸗gen, um deines heiligen na et an der, allezeit ehren, dir die⸗ mens ehre und um Chriſtt r ſa das n nen und gehorchen moͤgen; willen, amen. ner, Wa der da umfer Pei und—— h GOtt biſt, hochgelo et in„ te Beil 1 Gan unſujm rechte Heiligung ewigkeit, amen.— rechte enig 8 — 8 E— 1 4 Um Vertrauen auf Gett. Os Nllmaͤchtiger, guͤ⸗ 18 2 A tiger und de g⸗ haftiger GOtt! wol dem menſchen, der ſich auf dich — kr ah verlaͤſſet, denn du biſt eine a leterſe veniſh aller derer, die dir feſtiglich vertrauen. Til⸗ z „ in uns allen unglau⸗g den, mistrauen, zweifel und kleinmuͤhtigkeit, wie auch alle ſicherheit und b vermeſſenheit. Laß uns durch die anru unſer vertrauen nicht auf namens auch geheiliget andere menſchen, noch auf werden, auf JEſum Chri⸗ ehre, gewalt, anſehen, gut ſtum deinen ſoͤhn, alles un n und reichthum ſetzen; ſon⸗ ſer vertrauen und hoffnung Gdern dir als dem lebendi⸗ im tode und leben ſetzen, gen, unſterblichen, allmaͤch⸗ uns fuͤr allem aͤrgerniß huͤ⸗ tigen, weiſen, guͤtigen und ten, uns von aller beflek. wahrhaftigen GOtt feſt kung des fleiſches und gei⸗ vertrauen, und von dir al ſtes reinigen, und mit un. eriey geiſtliche und leibli⸗ ſerer heiligung in deiner e guter, huͤlfe, errettung, furcht immer fortfahren, beyſtand und ſegen erlan⸗ bis wir endlich aus gua⸗ = — —— — — 4. Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebebte. en ewig ſelig werden; durch denſelben deinen lie⸗ ben ſohn JEſum Chriſtum unſern HErrn, amen. ſern HErrn, amen. Um kraͤftige Wirkung des gepredigten und angehoͤr⸗ ten Wortes GOttes. ewiger barm⸗ 187. Oherzger GOtt und vater! wir danken dir herzlich, daß du uns dein heiliges evangelium geof⸗ enbaret, und uns bisher treue diener deſſelben ge. geben haſt; und bitten de⸗ muͤhtiglich, ſtaͤrke und re⸗ giere uns durch deinen hei⸗ igen Geiſt, damit dein lie⸗ bes wort viel frucht in uns ſchaffe, und wir in erkent⸗ niß deines willens, im glau⸗ ben, in der liebe, geduld, aanftmuht und demuht taͤg⸗ licch zunehmen, und bis an das ende beſtaͤndig dabey verharren, auch die zeit un⸗ ſerer wallfahrt zu deinem gefallen allhie wuͤrdi ich wgmandeln; daß wir endli mit allen heiligen die ſe⸗ ullge hoſſnung, die uns bey⸗ ngeleget iſt, erlangen, und in 8 CE. Fuͤr die ſtenheit. 188. Almächtiger, heit durch deinen heiligen Geiſt heiligeſt und reini⸗ geſt; erhoͤre unſer gebeht, und gib gnaͤdiglich, daß ſie mit allen ihren gliedern dir in reinem glauben, in hei⸗ ligkeit und gerechtigkeit, ſo dir gefaͤllig iſt, durch deine gnade diene; Chriſti deines ſohnes un⸗ willen, amen. Fuͤr die weltliche b Obrigkeit. vater, in welches hand aller gnaͤdig allen chriſtlichen regenten, inſonderheit un⸗ ſerm das reich deines ſohnes ver. ſetzet werden moͤgen, durch denſelben deinen ſohn, un⸗ gemeine Chri⸗ Iewiger GOtt! der du die ganze chriſten um JEſu ſers HErrn und heilandes i 189. Betammahet menſchen gewalt undobrig⸗ keit ſtehet! wir bitten, ſey —— — — — — A* — — —— „— — — — —— —— = — — — —— V 4 4 mi Mihten in trot unan guuini ſen moͤgen; durch deinen eine ſtaͤrke der ſchwachen: - ſran lieben ſohn JEſum Chri⸗ laß vor dein ange cht ni. r rgi, ſtum unſern KErrn, diglich kommen die bi te ¹ ne; mpamen. aller derer, ſo in bekum⸗ „he zeires ſttt merniß und anfechtung 38 s D ud Um 5 jede und Einig⸗ di ſenſsſe un hreidn. wät m 9 Fri 4 uf daß jederman in der 1— 4 llmaͤch⸗ en ndine ade ch an f — wiger, allmaͤch⸗ſempfinde, fuüͤr 1 61 i v 190. E ger⸗ GOtt, ewiglich lobe und preiſe, ank ein HErr himmels und der durch JEſum Chriſtumm 36 m erden! durch weches geiſt unſeim HErrn,amen. alles regieret, durch wel⸗.——ſͤ 4 G Aan ches vonſehung alle dinge Um Troſt und Erret⸗ 31* r du 4 e 1 3 ante eraena geordnet werden; der d dang inn glüͤck. und Iin an e bit iſt ein GOtt des friedens, am e tet ſ„ wit tnit von welchem alle einigkeit 192 Allmächtiger⸗ zn uns kommet: wir biN4. dl ewiger Gott, aagen amene,. 1 1 genedl⸗ I Nlmss der ui jie gaug Gei lügei set dre min unter ihrer herrſchaft ſamt 191. O —und Ainaduc ſi ei dttli und Finadiaichſihnen deinen goͤttlichen eenamen heiligen und prei⸗ ein troſt der traurigen und 81 ue frm könige und landes ſten dich du wolleſt uns an herrn, wie auch allen die alle unſere ſunde vergeben, Collecten oder kurze Kirchen⸗Gebehte. 7 kann g enheir 9 „eitiaae nen in gottesfurcht, in frie⸗ ter erie gunen de und ruhe ſchützen und Q. Bpummerte und dei teh ima regieren. elungere ih. Fuͤr Bekuͤmmerte und u nen ihre tage, auf daß wir * 2 A 5 5 — 1 3 1 5 a gewalt von ihm haben; und uns mit deinem goͤtt⸗ erleuchte und regiere ſie lichen frieden und einigkeit hdurch deinen heiligen Geiſt, begnaden, damit wir dir gib ihnen weisheit, ver⸗in rechter furcht dienen, zu ſtand, eine gluͤckliche und lob und preiſe deines na⸗ eiedliche regierung, auf⸗ mens; durch IEſum Chri⸗ daß ſie alle ihre untertha⸗ ſtum unſern HErrn, amen. Traurige. allmaͤchtiger ewiger GOtt! lieber Collerten oder kurze Kirchen⸗ Gebehte. leber Humiiſ her dater⸗ der vaͤterlicher wolmemung all⸗ he auf erden unter das eruz ſtelleſt, und allerley laͤſſeſt, der ſumde damit zu wehren, und uns zur buße⸗ igen gebehte zu reizen 3 wir bitten dich du wolle ſt uns durch deinen heiligen Geiſt in aller anfechtung und noht ſtaͤrken und troͤ⸗ ſten, unſer gebeht erhoͤren, und gnaͤdige huͤlfe verſchaf⸗ 85 auf daß wir nicht von ir weichen noch verzagen, ſondern deine vaͤterliche 4 lunde und beyſtand reich⸗ lich nofnden„ und dich nmiit allen heiligen hier und dort ewiglich loben und preiſen moͤgen; durch I ſum Chriſtum, deinen ſohn umſern HErrn, amen. Um Dankbarkeit fuͤr die b WWoithaden GOttes. b NAllm aͤchtiger 193. A Aarücheiger⸗ 4 himliſcher zch von dem wir ohne unterlaß allerley! lauben, hoffnung undem⸗ du uns deine kinder aus ur allem uͤbel g ten dich 7 leiden uͤber uns ergeyen at gläul ben erkennen„auf fdaß wr 8* dei ner bauncheri gkeit dort lieben ſohn gutes ganz uͤberfluß pfangen, und noch taͤg 4 V hehuͤtet werden; wir us laß uns ſol ches n zen in reme g ganzem her milden 1gi ate und an hier und ewig üch dal nten! A uud dich loben, d urc 9 1 ſtum unſern d 8— an nen. Gegen des Teufels An ſcheung A Hrr Gott 194.; himmliſcher 4 vater! du weiſſeſt, in was l. für großer gefahr wir alle u augenbucke wegen des leb E⸗digen ſatans ſchweben/ und her daß wir ohne deine gna⸗ m dige huͤlfe, ſchutz und ſchum 11 gegen die liſtige anlaͤu⸗ ſt fe des grauſamen feindes i 3 nicht beſtehen koͤnnen; dar⸗ 1 um beeen wir dich vom grunde unſerer herzen, du an wolleſt uns mit deinem worte und heiligen Geis wider den boͤſen Leind 13n, 4 daß Techue d die Nuſchußznt i liſi tg ley ſ 4 da da Krchen⸗Sebehke. 2 doͤſe ſtuͤnd mit dem ſch un ſtes wehre richten, un Nten moögen; beinen ſohn unſern HErrn, amen. unſern HErrn, ame Um die Toͤdtun es und Erneuerung des Geiſtes⸗ Marmherziger, GOt 195) ewiger GOtt ken dir vom herzen/ daß du um aund vater! wir ſagen dir lob, ehre und preis, daß du me verlohrne ſun⸗ 8 ch das blut deines gereiniget, und zu chen und erbe V Kleiſch 1095 uns ar der dur ſohnes neuen menſe 1 der nach deuem bilbe ge: ſchaffen iſt, mit ſeinen guten werke und alſo im heiligen un⸗ ſtraͤflichen eben, mit gutem froͤlichen gewiſſen hie zeit⸗ ich vor dir wandeln, und endlich dort ewig ſelig wer⸗ 3 denz durch IEſum Cyri⸗ n anziehen, 2 ſtum deinen lieben ſohn, 2 JUmeinen heiligen Wan del nach dem Tauß Bundse. 196. Alparnaedae GOtt und vater! wir dan uns in der heiligen taufe/ um deines lieben ſ ohnes JEſu Chriſti willen, alle ſunde vergeben, uns gerech⸗ tigkeit, den heiligen Geiſt, und ein ewiges leben ge⸗ des ewigen lebens gemach aſt: und bitten jere uns durch deinen hei⸗ denſelber 6 en Geiſt, daß wir die wer⸗ Geiſt his an unſer ende alſo regieren, daß wir ſolche h des alten verderbten chen, als da ſind aller⸗ ley ſuͤnden und unreinig⸗ eeit, ablegen; und d ſchenket haſt: und bitten dich, du wolleſt uns durch 4 denſelben deinen heiligen deine vaͤterliche gnade an uns nicht verloren ſenn laſſen; ſondern wie wir in zen den neueen menſchen, der taufe zugeſaget haben, 2238 ollecten oder kurze Kirchen⸗Gehehte. glſo auch dem teufel und liſche Jeruſalem der ſuͤnde mit allen ihren luͤſten von tage zu tage je laͤnger je mehr abſagen und abſterben; hingegen aber dir und deiner gerech⸗ tigkeit leben, bis wir end⸗ lich durch den tod von aller ſuͤnde gaͤnzlich befreyet ewig ſelig werden; durch IEſum Chriſtum deinen ſohn unſern HErrn, amen. Um Keuſchheit und Reinigkeit des Herzens. r10 IErr! der d 197. u geſaget haſt: Ihr ſollet heilig ſeyn, denn ich bin heilig; der du das anſchau⸗ en GOttes und die ſelig⸗ keit nur denen verheiſſen, die reines herzens ſind: laß uns alle unreine luͤſte und begierden ernſtlich flie⸗ hen, und reinige unſere her⸗ ſen von aller befleckung es fleiſches und des geiſtes. Gib, daß wir auch unſere befohlen und ſſ unreines eingehen wird gelangen, und dir hier un dort mit reinem geiſte die nen moͤgen; der du biſt ein reiner und heiliger 6 GOtt, hochgelobet in ewig⸗ keit, amen. — Wider die Knechtſchaft und Dienſtbarkeit der ſ Suͤnde. g rc armherziger i 198. B GOtt und 3 vater! wir ſagen dir lob und dank fuͤr deine unaus⸗ prechliche gute und gnade, daß du uns durch deinen 34 ſohn unſern heiland JE. n ſum Chriſtum von der dienſtbarkeit der ſuͤnde und vom fluche des geſetzes frey gemachet, und zu erben des ewigen lebens angenom⸗ men haſt: und bitten dich vom herzen, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir nicht wieder un⸗ ter das joch der ſuͤnde und — — — — — — 4 — — —— ——=— —— — — 4 ——————— ————-—— —— òO— — leiber dir begeben zum op⸗ fer, daß da lebendig, hei⸗ lig und dir wolgefaͤllig ſey, — — des todes gefangen wer⸗ 6 den, ſondern in der criti chen freyheit und in dei i damit wir in das himm⸗ ner gnade bis an unſer ende 4 8 — ——— —* — — E&᷑ keatte ERR GOtt Sinde 199. H himliſcher va⸗ en herzen, — 2* n bitten demuͤhtiglich, woolleſt ſolche gaben um un⸗ g =— —.— men und i un gn icht man fleißig erweiſen trd t dr ſi ds 3 gffih de, min EE — Vollecken oder kürze Kirchen⸗Gebehte. ende verharren, und dir ohne knechtiſche furcht un⸗ ſer lebelang dienen in hei⸗ ligkeit und gerechtigkeit die ben deines lieben ſohnes IEſu Chriſti willen, amen. — Um die Vermehrung der Gaben GOttes. ter! wir danken dir vom 1 daß du uns zuman⸗ cherley aͤmtern berufen, dn und dazu nohtdurftige ga⸗ ben durch deinen heiligen Geiſt mitgetheilet haſt: un ers undankes und mis⸗ rauches willen nicht von dsgi uns nehmen, ſondern ſie in u uns vermehren; und uns durch deinen heiligen Geiſt z lehren, leiten und fuͤhren, daß wir uns in unſerem berufe allezeit treu und voolenden gnade un dienſte und unſerer eige⸗ nen wolfahrt recht gebrau chen, und als deine treue ind g. haushalter und diener hie dir gefaͤllig iſt, um deſſel⸗ zeitlich erfunden, und her⸗ nach dort ewig ſelig wer⸗ 6 den moͤgen; durch ſohn IEſum Chriſtum un ſern HErrn, amen. deinen V— Um den rechten Ge⸗ du ler alles in deiner furcht an angen und und alle deine 6 gaben zu dei⸗ z brauch der Gliedmaßen unſeres Leibes. b Umaͤchtiger, 200. A ewiger GOtt, du gnaͤdiger ſchoͤpfer aller dinge! wir danken dir, daß d du uns einen geſunden leib gegeben, und unſere b en, ohren und andere glied: maßen fuͤr dem boͤſen fein de behuͤtet haſt: und bit⸗ gib uns deine gna wir unſere ohren, unge und alle glieder un ſun⸗ ten dich de, das ſers leibes, nach deinem ren und wol merken; und mit unſerm munde und ungen deine gnade prei⸗ b ma hen ehren, zu Ndes nechſten ſen und ruͤhmen, auch nie eiligen willen recht ge d brauchen; mit unſern oh ren dein wort fleißig hoͤ 6 8 8 8 — 2 f 4 lecken oder kurze Kirchen Gebehte. mand damit aͤrgern, ſon⸗ dern jederman dadurch beſ⸗ ſern und erbauen mogen. Laß uns, lieber HErr und GOtt! unſere leiber und glieder alleſamt begeben heilig, und dir wolgefaͤllig ſ opfer, das da lebendig, ſey: aufdaß wir dich, ſo wol an unſerm leibe, als HErrn, amen. Noch um Bereitſchaft an unſerm geiſte immer⸗ ort ehren und preiſen; um eines lieben ſohnes JEſu Chriſti willen, amen. jſungſten Gerichte. Um Bereit chaft zum 20Ol. Lieter HeN GOtt! wecke uns auf, daß wir bereit ſeyn, wenn dein lieber ſohn koͤmt, ihn mit freuden zu empfangen, und dir mit reinem herzen zu dienen, durch denſelben deinen ſohn IEſum Chriſtum unſern unm juͤngſten Gerichte. — Herr Gott 202. Q hmuüſcher 8 Um ein ſeliges Ende. — vater! wir bitten dich, aib uns deinen heiligen 8 daß wir nach deinem hei⸗ ligen willen unfere dnden recht umguͤrten; unſer fleiſch und blut zaͤhmen und betaͤuben; in dem lichte deines wortes ohne anſtoß wandeln, auch das lcht eines rechten glaubens und un heiligen lebens vor den u menſchen ſcheinen und leuchten laſſen, und als treue diener auf die zukunft deines lieben ſohnes alle ſtunden und augenblicke warten; damit wir an ſe⸗ ha nem großen tage mit freu⸗ g den von ihm empfangen werden, und mit ihm hun band ewigen himmliſchen freu⸗ ze den⸗leben eingehen moͤgen. i Das gib uns, o lieber himmliſcher vater! durch denſelben deinen ſohn JE⸗ ſum Chriſtum unſern HErrn, amen. 4—— —— — —— ——, ÿ— 4—————*— —— — „ allmaͤchtiger 203. O G0tt,lieber himmliſcher vater! der du durch den tod deines lieben ſohnes — — —— — = ve ndmnn ſte wwigt mmiſchan, — S8 — — unſel vinen den Sſtum anen. d— — —— E nimſt; daß wir durch ſte⸗ tiges ſuͤndigen nicht verder ben; ſondern in deinem d reiche die vollkommene hei⸗ dner auserwaͤhlten erlan⸗ gen und teſizen moͤgen: wir bitten dich, du wolleſt uns ſolches recht erkennen und glaͤuben laſſen; auf⸗ daß wir uns unſers ab: ſchiedes herzlich freuen, f ligkeit und gerechtigkeit dei⸗ und dem berufe zu dei⸗ nem ewigen reiche gerne und willig folgen: durch IEſum Chriſtum deine ſohn unſern HERRN amen. Noch um ein ſeliges “ Ende. der du durch deinen ſohn &△ f 4(„,„ nſoy 4 4 5 lmaͤch t ig er. IEſum Chriſtum unſern 205. 2 ewiger GOttt vergebung der ſuͤndenund rettung von dem ewigen Umaͤchtiger bitten dich, ſtaͤrke uns u Hess 4204. Aerr,, und barmherziger GOtt! HErr, ewiger durch deinen heiligen Geiſt, daß wir in ſolchem ver⸗ der du durch den tod uns trauen auf dich durchh aus dieſer ſuͤndigen welt Chriſtum taͤglich ſenn irdir forderſt und hinweg men, und die ho fnun tode zugeſaget haſt: wre 242 Gebeht am Hagel⸗ Feher. feſt und gewiß behalten, daß wir nicht ſterben, ſon⸗ dern entſchlafen, und am juͤngſten tage zum ewigen leben erwecket werden ſol⸗ len; durch denſelben dei⸗ nen ſohn JEſum Chri⸗ ſtum unſern HERRN,/ amen. b —— e Um das ewige Leben. Gebeht um die Fruͤchte ganzen erdboden mit aller⸗ füulleſt, von welchen men⸗ ſchen und vieh ihre nah⸗ des Landes an dem ſo ge⸗ nanten Hagel⸗Feyer. EErr allmaͤch⸗ 207. tiger GOtt, ein koͤnig himmels und der erden! der du durch deine uͤberſchwengliche guͤte den — — — ley fruͤchten ziereſt und er⸗ rung haben: wir bitten dich um deiner barmher⸗ — — g Narmherziger, 206. armherziger, ewiger GOtt und vater! der du uns in Chriſto JEſu zu einer le⸗ vbendigen hoffnung des ewi⸗ gen lebens berufen haſt: verleihe uns, daß wir durch deinen Geiſt die welt und alle luſte dieſes lebens beſtreiten; unſer fleiſch h gedeyen giebe zigkeit willen, du wolleſt unſer land ſegnen, daß e ſeine fruͤchte und vermoͤgen gebe; ſintemal wir von uns ſelber nicht ein koͤrntein aus der erde hervor brin⸗ gen oder demſelben helfen koͤnnen, wo d nicht das ſt. —— den L Darum verleihe den ——— — lieben fruͤch⸗ kreuzigen und toͤdten; und nach dem, was droben iſt, am erſten trachten; bis wir im glauben, hoffnung und geduld alles uͤberwin⸗ dden, und vor deinem an⸗ geſichte gekroͤnet und ewig⸗ lich erfreuet werden, um ten ein gnaͤdiges gewitter, daß ſie wachſen und wol gerahten. Behuͤte ſie fur hagel und ungewitter, füͤr verheerung, fuͤr allem un geziefer und ſchaden. Laß das land nicht feiren im deinem zorne, laß es nicht — — machers willen, amen. JIEſu Chriſti unſers ſelig wuͤſte liegen, und unfruchi ——— — 8 — 4 1 — —— — — — —— 0— — — 9 In V 4 4 de regiereſt und ernehreſt, eſchehen kan: gib uns dei⸗ r du alles„ was da iſt, und betruͤbten hne welches gnade nichts ſch nen kindern, lieber vater! ein gnaͤdiges gewitter und warmen ſonnen⸗ſchein, (und fruchtbaren regen) aufdaß unſer land durch deinen ſegen mit fruͤchten erfuͤllet werde, und die fruͤchte, ſo du uns aus naden beſchehreſt, nicht erderben, ſondern fein rocken eingeſamlet wer⸗ en, und wir unſer taͤgli⸗ cches brod und nohtdurft davon haben moͤgen: ſo wollen wir dich gnaͤdigen GOtt und vater dafur loben und preiſen, durch einen ſohn, JEſum hriſtum unſern HErrn, amen. Bey anhaltendem Re⸗ gen oder Doͤrre. Umaͤchtiger 209. A barmherziger GOtt, himmliſcher va⸗ er! wir haben es mit un⸗ ern ſuͤnden wol verſchul⸗ udet, daß du uns jetzo mit mvielem uberflußigen regen — naſſen wet ter ſtrafeſt und heimſu⸗ eſt.(daß du den him mel wie eiſen, und die er⸗ de wie erz macheſt, un unſerem lande ſtaub aſche fir regen gieb 5 Aber hilf doch um dein 4 namens willen, und laßsz die liebe ſonne wiederumu ſcheinen und leuchten; (und laß doch das land durch einen fruchtbaren regen wiederum befeuchtet werden;) damit ſich die nohtleidende fruͤchte erho⸗ len, und wir ſolchen dei⸗ nen ſegen zu unſerer noht⸗ durft wol einbringen und mit dankſagung in friede genieſſen moͤgen, durch deinen lieben ſohn IEſum Chriſtum, amen. — — —— — — ———— — —— 3 — — — — — — —— ——— — Um eine gluͤckliche ——— 8— — Ernte. à HErr, all⸗ 210., maͤchtiger GOtt und vater ungrs HErrn IEſu Chriſti! du macheſt froͤlich, was da lebet beide des morgens und abends; du baueſt —— ———— das land, ſegneſt ſein ge⸗ wche, ℳ SGebeht um eine gluͤckliche Ernte. 245 1 wachs, laͤſſeſt das getreide durft unſeres leibes mit wol gerahten, und kroͤneſt dankſagung gebrauchet, as jahr mit deinem gute: und in guter geſundheit ud haſt duch dieſes jahr genoſſen werden. Du aſer land heimgeſuchet, weißt, lieber vater! daß ich gemacht, und das wir des taͤglichen brodes treide wol gerahten laſ⸗ und deines erde⸗ſegens hoch e p ſen. Wir ſind auch jetzo beduͤrfen; weil du es al⸗ dein,* an der arbeit, dieſen deinen ſo geordnet haſt, daß der 11 gen einzuſamlen, und in menſch vom brode lebe, urh ohden unſern nutzen zu verwen⸗und ſein herz damit ſtaͤr n fuute den: darum bitten wir ke, daß auch das vieh aus da sm bea dich herzlich, weil dir wind dem erdboden ſeine nah⸗ arden amt t und meer gehorſam iſt, die rung habe: darum goͤnne ftuc wolken ſich kehren wohin uns auch fuͤr dieſes jahr u za du wilt, und thun, was deinen gezeigten ſegen, und du ihnen gebeuteſt; du wie du angefangen haſt bumm wolleſt zu dieſer ernte⸗ar⸗ uns zu ſegnen, ſo ſegne un beit bequemes wetter und uns ferner. Gib uns un beſtaͤndigen ſonnenſchein ſere ſpeiſe zu ſeiner zeit, geben, und das angeſicht thue deine milde hand auf, duſtu Znen.“ der erden froͤlich ſeyn, auch und ſaͤttige uns mit dei —— nach dem regen⸗wetter die nem gute. HERR! du Un Tugläch ſonne wieder ſcheinen laſ ſerhoͤreſt das gebeht, dar m. ſen; damit allerhand feld⸗ um koͤmt alles fleiſch z3u — 5En, und garten⸗fruͤchte fuͤr al⸗ dir: hoͤre auch jezt unſer 1O.— mann lem ſchaden behutet, ihre gebeht, und vernim unſer um völlige reife erlangen, von ſchreien, das wir hiebe Ot 1 ri uns mit großem nutzen dein vaͤterliches herz er dem 2 Chr in gutem friede und ſicher⸗ kennen, und urſach haben, aceſ F üch, nah heit trocken eingeſamlet, dich fuͤr deine wolthat zu bet 1,2 d m auch von uns und den un loben und zu preiſen, ſo ch E d e ſrigen aus deiner milden lange wir leben: darzu as lan Wiß hand genommen, zur noht⸗ hilf uns, liebreicher GOtt 4 b d 3 und von uns ſelber nicht ver⸗ moͤgen; denn dein iſt das reich, und die kraft, und die herrlichkeit in ewigkeit, — 8 Dankſagung nach der b Ernte. 4 rr Marmherziger 2II. B gnadiger GDet und vater! wir danken dir herzlich fuͤr deinen rei⸗ chen ſegen, den du uns bisher auf dem felde und ſonſt taͤglich aus vaͤterlicher gute mitgetheilet haſt; und bitten dich, verzeihe uns um deines lieben ſoh⸗ daß wir ſo undankbar ge⸗ weſen, und dir und un⸗ ſerem nechſten nicht treu⸗ licher damit gedienet; ſon derndenſelben zum oͤftern zur ſuͤnde misbrauchet ha⸗ ſetse Be daß wrr dn 4 11 * 3 nes IEſu Chriſti willen, g 246 Gebeht nach der Ernte. b und gid uns was wir den, damit wir auch hin⸗ fort deinen ſegen und gna⸗ dige benedeyung in allem, was wir bedoͤrfen, alle⸗ was du beſchereſt, in frie⸗ den; durch JEſum Chri⸗ ſtum deinen ſohn unſern HErrn, amen. — Das Vater Unſer zeit verſpuͤren, dasjenige, de und ruhe genieſſen, und 1u zugleich mit allerley geiſt⸗ au lichem ſegen in himmti. ſchen guͤtern geſegnet wer⸗ in nach Matth. 6,9. d. get: dein reich komme: dein wille geſchehe auf erden, rer no⸗ — Iinſer vater in 212. 1 dem himmel! dein name werde geheili⸗ wie im himmel: unſer taͤg⸗ llich brod gib uns heute: und vergib uns unſere ſchul⸗ den, wie wir unſern ſchulk⸗ digern vergeben: und fuͤhre en. Sif durch deinen uns nicht in verſuchung: ſondern erloͤſe uns von dem ort alle deine gaben mit ubel: denn dein i das dank annehmen, und ſie reich, und die kraft, und zu deinen ehren, zu des die he neechſten beſten und unſe keit, amen. tdurft alſo anwen⸗ rrlichkeit, in ewig⸗ Der Ser Segend des e nalhen der Diener GOttes uͤber die hriſeliche Ge⸗ meine ſprich t. al Da te 3. der HErr u ehi h 8 angeſcht leuchten uͤber dir, und ſey dir gnaͤdig! der Err hebe ſein ang ee derdichund gebe dir Seufz er von der— e Gemeine hiera zu ſprechen. 1 Der friede S tes, welch 2 iſt denn alle nunft, bewahre unſere her⸗ r zen und ſinne in Eheſio t IEſu, amen. ſicht 1 — N. Antyyonen, oder gebraͤuchliche Verſe vor den K K Prchen⸗ Collecten. d a 8 „Zu aller Zeit. 2 in uns und ſegne uns/ 8 Jittet, ſo werdet ihr Halleluja! nehmen, Hallel. Daß eure freude vollkom⸗ men ſey. Halleluja! 2.) Rufe mich an in der zeit der noht/ So wil ich dich erret⸗ 4 4 fee 4 riichk unn 8 cmnal: 1: b lic S m große. Halleluja! nian hulfe, Halleluja! ten, und du ſolt mich volk. Halleluja! Bittet, ſo wird euch ge⸗ Auf Sn und Feſt. eben, ſuchet, ſo werdet Tage. ihr finden, Halleluja! Klopfet an, ſo wird euch b aufgethan. Halleluja! 6) mde r HEn ir mi G 4 [4.)) Der HERR denke Er; ſegne die den Herrn fuͤrchten beide kleine undi 5.) Bey dem HErrn findet 4 Und deinen ſegenuͤber dein 6. Annphonen vor den Kirchen Colletten. Nach der Commu⸗ ewiglich. ſeele, Halleluja! Und was in mir iſt ſei⸗ nen heiligen namen. Halleluja! b ) Schmecket und ſehet 89 wie freundlich der Hrr iſt, Hall elujat trauet. Halleluja! Auf Adpent. den weg, Halleluja! Halleluja! 11.) Machet die thore wweit und die thuren in deer welt hoch, Hallel. Daß der koͤnig der ehren leeinziehe. Halleluſa! Auf Weihnachten. heiland geboren/ Halle⸗ kuja! 1 6 nion. 7) Danket dem HErrn, ddeenn er ijſt freundlich, 3 Und ſeine güͤte währet 8.) Lobe den HErrn meine We dem, der auf ihn 0 Bereitet dem Herrn Machet ſeine ſteige richtig. 1 2.) Euch iſt hente der HERR in der David. Halleluja! ſnt ren, Halleluja! Ein ſohn iſt uns gegeb Dalbelua geg en. Halleluja! Halleluja! 15.) Kuͤndlich⸗groß iſt das b gottſelige geheimniß⸗ Halleluja! fleiſche. Halleluja! den vaͤtern nach dem fei⸗ ſche, Halleluja! Welcher iſt GOtt uͤber Halleluja! Am Neuen⸗Jahrs⸗ Tage. 17.) HERR, kroͤne das jahr mit deinem gute/ Hallelujg! und laß Bemne fußſtapfen triefen von fett. Hal⸗ eluja. 18.) Die gute des denm Wcher ſſ CThriſtus der 13.) Ein kind iſt uns gebo⸗ 14. Dnswor ward ſeiſh, b Und wohnet unter ums. GOtt iſt offenbaret in 16.) Chriſtus koͤmt heraus alles gelobet in ewigkeit. 2 Antiphonen vor en rden Collecken. 2 daß wir nicht gar aus 1 b ſind„Halleluja! 1 Und ſeine barmherzigkeit 23.) HErr! nun laͤſſeſt du 8 hat noch kein ende. Hal⸗ cſ d0 luja! 3 8 2 4 eſte der Erſchei 44)5 1 Am Feſte Chriſti. 1 n b 19.) Es wird ein ſterv aus dent un Jacob aufgehen, Hal⸗ dn keluja! 8) L it as Und ein ſcepter aus Iſra⸗ zot Mi el aufkommen. Halle⸗ dat. b3 1 luja! GO efa 20.) Das volk ſo im fin⸗ fei hallah ſtern wandelt, ſiehet ein 6) Cuskam. großes licht, Lanelna⸗ den 3 s Und uͤber die, ſo da woh⸗ che Slelmal nen im finſterniß, ſchei⸗ Bſt Gon netes helle. Halleluja! ale Sabet na 21.) Lobet den Herrn alle dat 3 heeiiden, Halleluja! und preiſet ihn alle voͤl⸗ nn n. 1 ker. Hallelula! ) 1t, fun Auf Mariaͤ Reinigung. uig deinn, 22.) Bald wird kommen Hal s.! zu ſeinem tempel der und Rne h, HErr, den ihr ſuchet, ron f ſt Halleluja! und der engel des bundes, 91 deß ihr begehret. Halle⸗ n a 1 luja! deinen diener in e fahren, Halleluja! Denn meine augen haben deinen heiland geſehen. Halleluja! 1 Zur Faſten⸗Zeit.. 24.) Chriſtus iſt um un⸗ ſerer miſſethat willen verwundet, Und um unſerer üünde 1 willen zuſchlagen. 4 25.) Die ſtrafe liegt 21 ihm, auf daß wir fried haͤtten, Und durch ſeine wunden ſind wir geheilett. 26.) Mir haſt du arbeit Pinach in deinen ſuͤn⸗ en Und haſt mir muͤhe ge macht in deinen mi e⸗ thaten. 27.) GOtt hat ſeines ei genen ſohnes nicht ver⸗ ſchonet; Sondern hat ihn fuͤr uns alle dahin gegeben. 28.) Chriſtus hat unſer ſuͤnde Rſelbſt geopfert an ſeinem leibe auf dem holze, 9 5 Auf⸗ 4 Anihoͤnen dol ⸗ 9I . Aufdaß wir, der ſunden abgeſtorben der gerech⸗ ttigkeit leben. Auf Mariaͤ Verkuͤnd gung. 29. Siehe, eine jungfrau £ 1⸗ wird ſchwanger ſeyn, Halleluja! b Und einen ſohn gebaͤren, den wird fie heißen Im⸗ manuel, Halleluja! Am gruͤnen Donners⸗ tage. 30.) So oft ihr von die⸗ ſem brode eſſet, und von ddieſem kelche trinket/ Sollt ihr des HErren tod verkuͤndigen. Am ſtillen Freytage. 31.) Siehe, das iſt GOt⸗ tees lam, Halleluja! Welches der welt ſuͤnde traͤgt. Halleluja! Auf Oſtern. 32.) Chriſtus iſt um un⸗ ſerer ſuͤnden gegeben, Halleluja! 33.) Chriſtus von den tod⸗ willen dahin auferwel⸗ tigkeit willen alleluja! ket. H ten erwecket, ſtirbet hin⸗ fort nimmer, Halleluja! Der tod wird hinfort uber ihn nicht herrſchen. Halleluja! 34.) Chriſtus hat dem to⸗ de die macht genommen, Halleluja!— Und das leben und ein unvergaͤngliches weſen Halleluja! 35.) Ich weiß, daß mein erloͤſer lebet, Hallelmja! Und er wird mich her⸗ nach aus der erden auf⸗ erwecken. Halleluja! Am Hagel⸗ Feier, auch ſonſt um Feier Ge⸗ witter. b 36.) HErr! erzeige uns deine gnade und guͤte Halleluja! land ſein ge⸗ 3 4 Daß unſer 37.) Aller augen warten an das licht gebracht, waͤchs gebe. Halleluja. U 40 6 8 auf dich„ H Und du gi und um unſerer gerech⸗ Err! Hallel hef ihnen un ſpeiſe zu ſeiner zeit. Hall ſpeiſez 33 gen 18 3 34) 4 3 2uas 35) E weiß,d 3 er Sf lebet,R un ae dt wen. Halle 4 A S.f 5 F ſu witter En ehel dmade ui A u 1aeh „. Sn ue 4 1 1s gie 9 — — — 1 1 1„„ HErr! du euchteſt 44.) H 2 — ,— Dnnphonen vor den Kirchen⸗ TCollecken. * 8 3 8 6 3 8 — 8 Und 4 HErr mit poſaunen. Halleluja! 40.) Ich fahre auf zu mei⸗ nem vater und zu eurem vater, Hallel uja! Zu meinem GOtt, und zu eurem GOtt. Hallel. Auf Pfingſten. n geiſt ausgieſſen uͤber alles al.) Ich wil meine Aeiſch, Halleluja! Den geiſt der des gebehts. Hall 42.) S Halleluja! Und gib uns einen neuen gewiſſen geiſt. Hallel. .) Alſo hat GOtt die welt geliebet. Halleluja! Daß er ſeinen eingebohr⸗ Hallel. nen ſohn gab. her, leluja! die berge von oben 4 Halleluja⸗ gefallen, denn du biſt Du leuje das land voll aneer GOtt, fruchte, die du ſchaffeſt. Dein guter geiſt uͤhre uns Halleluua auf ebener bahnn. Auf Himmelfahrt. Auf Trinitatis⸗Feſt. 39.) GOtt faͤhret auf mit 45.) Wir loben GOtt den ojauch zen, Hallelujlaa v vater, ſohn und heilgen t heller Geiſt, Halleluja! 8 4 gnade und Schaffe in uns, GOtt! ein reines herz, Erri lehre uns thun nach deinem wol⸗ und preiſen ihn von nun an bis in ewigkeit. Hal⸗ b leluja! 46.) Heilig, heilig, heilig iſt der Serr zebaoth/ Hallelu Alle nande a nd ſeiner ehre voll. Halleluja! Auf JohannisTag. ) Siehe, ich ſende mei⸗ nen engel, vor dir her. Halleluja! Der deinen weg vor dir bereiten ſol. Halleluja! 48.) Gelobet Ehdend, 469r GOtt Iſrael, Hal leluja!* Denn er ſn beſuchet und erloͤſet ein volk. Hal⸗ leluja!„ Siehe auch Num. 10. 4 = Antiphonen vor den Kirchen⸗Collectn. Aluf Maria Heimſu⸗ An Buß⸗Tagen und b 5 Su heber zu andern Zeiten. 9 40.) Meine ſeele erhebe. 43521 HErrn, Halleluja! Um Vergebung der 6 Und mein geiſt beene ſich Sunden. 0 GOttes meines heilan⸗ 5) HErr! handle nihr. des. Halleluja! 54. uns naend an z0.) GOtt ſtoͤßet die ge⸗ fuͤnden, waltigen vom ſtuhle, Und vergilt uns nichtnach Hallelujlal! unſerer miſſethat. i Und erhebet die niedrigen. 55.) Wir haben geſindign Halleluja! mit unſern vatern, ſe. SI.) Es wird eine ruhte auf⸗ Wir haben misgeham gehen von dem ſtamme delt und ſind gottlos ge 1 Iſai. Halleluja! 3 weſen. 6 1. Und ein zweig aus ſeiner 56.) Hilf uns, HErr un⸗ wurzel wird frucht brin⸗ ſer helfer! um deinesnd. ggen. Halleluja! mens ehre willen. 3 Auf Michaelis Tag. Errette uns 4 und ma 4 hat ſeinen uns unſere ſuͤnde um der 52.) Der HErr hat ſeinen nes namens willn. e engeln befohlen uͤber dir, amens wiudn Halleluſlua! 2.) HErr! gehe nichtins Daß ſie dich behuten auf gerichte mit deinen knech⸗ allen deinen wegen. Hai⸗ ten und maͤgden, leluja! Denn vor dir iſt kein l 6 3.) Der engel des HErrn bendiger gerecht. lagert ſich um die her, 58.) GOtt! ſey unsgnaͤdg ſo ihn fuͤrchten, Halle nach deiner gutew/ uja Undtilge unſere funde nach Und hilft ihnen aus. Hal⸗ demer großen barmher⸗ ſeluaa zigkeit. „ Blttat emmeAntiphönen vor den Rirchen⸗Tol nd⸗ un In gemeiner Noht. Lage der Piche uͤber Kdern 5Hn.) GOtt! gib friede in wenig Heilige. u drg. S9deinem lande,/, 64. Hilf, HERR! die 1 hton Güd. und heil zu allem heiligenn haben abge⸗ 1 a ſtant k. 1e. 34 rr ban 60.) HErr! hilf uns dei⸗ Und der glaͤubigen iſt we⸗ es met nem voſteun ſegne dein pig unter den menſchen hi erbe. Halleluja- adern. b 1 S itun und weide ſie und erhoͤhe Dank der Kirche fuͤr * mſine ſieewiglich. Halleluja!! ihre Erhaltung. S) as Um goͤttliche Regierun 65.) GOtt gedenket der 445 1 den che Rebenn 3 barmherzigkeit, Hallel. A une Siehe Num. 42. und ¹ Und hilft ſeinem dieneru 1 aumrhaltr 42- und 44.] Iſrael auf. Halleluja! 5 dſud ge u haltungdeagotr Um Glauben und .11 cA* Atebe. 80) Pens, 6r, Heiliger vater! heit. 66) OErr laß Chriſtun feuns, 6I.) Heiliger varer: R. 00.) rr! laß Chriſtum 4 ½ 4 he dns in deiner wahr⸗ Hech den hchriſ in nn eit, dein wort iſt die Und de herzen wohnen, m Be u wahrheit. e lnd due diedldrſaſ re ſunde Uht ee 2 3 Srun⸗ nh dnem b 929 PErr hala uns det werden. ) in wort, Halleluja! 67.) Si„ eein und 5 Sehen Dein wort iſi uners her⸗ 677 iehe dwirſein un b in Knigdeh 5 14 feß e und troſt. der neracheſ bey ein ee ereen eehenene 8 as. ulnd em lig aufmmeinen ben Heerr ſeand ewig. nt gargn, wegen. Haueluja! l lich. 3 ndt nſerſind Allge⸗ 4 1 2 en 4— 3 1* 3— 8 e““ 8 8 —.. 3————— —————— wzin“——— 1— “— 1— 1 4 3 3 w—— 3————— 1 ———— 3 — E——“ ——— Allgemeine Dankſagun⸗ 69.) 70.) S Zalleluja! 7 fe 254. Antiphonen vor den Kirchen Colleten. L fuͤr die goͤttliche Wolthaten. 8.) Ich wil den Hi loben ſo lange ich lebe, Halleluja! Und meinem GOtt lob⸗ ſingen weil ich hie bin. Hallelujal Preiſet mit mir den HErrn, Halleluja; Und laſſet uns mit ein⸗ ander ſeinen namen er⸗ gen hoͤhen. Hallel. Freuet euch des HErrn, ihr gerechten, Die frommen ſollen ihn ſchon preiſen. Halleluja! 1.) Der name des HErrn ſey gelobet und gebene⸗ deyet. Halleluſa! Von nun an bis in ewig⸗ keit. Halleluja! 7. 8 Siehe auch Num. und 8. 272.) In deine haͤnde be⸗ hle ich meinen geiſt, Du haſt mich erloͤſet, HErr! du Vlaret GOtt. Halleluja! 73.) Selig ſind die todten, die in dem HErrn ſter⸗ ben von nunan, Ja der geiſt ſpricht, daß ſie ruhen von aller iß⸗ rer arbeit. 74.) HErr! lehre uns be denken, daß wir ſterben muſſen, Aufdaß wir klug und ſelg⸗ werden. b Siehe auch Num. und 35. 4 Vom juͤngſten Ge⸗z richte. 75.) Siehe der HENN koͤmt mit viel kauſende heiligen, Hallelua! Gerichte zu halten uͤbert alle. Hallelunlu! Vom ewigen Leben. 76.) Vor dir iſt freude de fuͤlle, Halleluilal Und lieblich weſen zu den ner rechten ewiglch 3 Haurluja! Halleluja b 4 Pegiſtt . Se de äih Jnt vin de, Halki Ga c zu ſcnt al dun (vo wigenh 1) Kdr ſin „Jallelii DivJic ne rr rhin e 3 1 — 1 3 Am ſonntage morgen⸗ 3 4 Am montage morgen⸗ 6 8 er des 1. Wochen⸗ qlorgen 188 Wo hen gebeht in den und Abend⸗Gebehte. montags⸗beht⸗ſtun⸗ 3 debeht um die gnade den 27 GOtt wolgefaͤll ig 19 Morgen⸗ gebeht, wenn zu beten man beichten wil 29 2 um gnaͤdige erhoͤrung 20 Abend⸗gebeht nach der des gebehts beichte 4 gebeht 5 abend gebeht 7 gebeht ebend⸗ gebeht 9 7 Am dienſtage morgen⸗ gebeht 11p — abend⸗gebeht 12 9 Am mittewochen mor⸗ 21 Morgen gebeht deires 22 Abend⸗gebeht d 8ʃ23 Morgen⸗ gebeht 1n3s 24 Abend⸗gebeht un Buches. 3 Communicanten bt ben kranken ben 25 Gebeht wenn man 85 kirche gehen wil 40 26 Gebehrin derkirche 41 gen⸗ hebeht 13 10 ⸗⸗ abend⸗gebeht 5 27 Gebeht wenn man aus 11 Am donnerſtage ma b der kirche gehen wil 42 gen gebeht 16, 28 ⸗⸗ wenn man aus der 12 ⸗ abend⸗-gebeht 17 kirche nach hauſe koͤm⸗ 13 Am freytage morgen⸗ met b 42 gebeht 19 II. Dankſagungen fuͤr abend⸗gebeht 20„die Weichacen Gh Hre 14 Am mäbend mor⸗ 29 Dankſagung fuͤr dies gen ge gebeht 21-= ſchoͤpfung d 43 16 ⸗ abend⸗gebeht 24 30 ⸗˙fuͤr die erlo 17 Gebeht nach demd mor⸗ ſu ig 45 dae und abend⸗ ge⸗ 3 fef die cheiige tau⸗ ehie 26 fe 8 22 Daits 8* — 8 7 5 NRegiſter des Gebeht Buche.. 32 Dankſagung fuͤr die 5 lichen wortes 49 .z fuͤr die goͤttli⸗ offenbarung des goͤtt⸗ 44 Dankſagung nach der abſolution 72 45⸗*, für die buße und bekehrung 73 58 ſcche vorſorge 50/ 46 ⸗⸗ daß GOtt auf die 34 ⸗⸗ fuͤr GOttes bekehrung ſo lange ge⸗ barmherzitbeit 52 wartet 765 1 35 ⸗⸗ daß uns GOtt 47 Um beſſerung des le⸗w 1 in, voht und gefahr bens 77 8 erhalten 5 g„ 36 ⸗ ⸗ fuͤr die erho⸗ WV. Gebeht vor und G 3 rung des gebehts 56 nach dem weuigen Abend⸗ II. Geboht, vor. und 8 Um wuürdige genief 6 nach der Meichre. ſung des abendmahls 6 37 Um rechtſchaffene hi⸗ 29 e 7 49 Um wahre vorberei 38 Um wahre erkentniß 49 tung 65 wuͤrdigen 6 der ſunden 58 genuß 80 6 39]⁄ Umvergebung der 50 50 Vor dem heiligen 40] ſuͤnden 6I] abendmahl 81 6 41 Wenn man zum beicht 1 Im hinzugehen zum ſtuhle treten wil 62 heiligen abendmahld3 42 Eine gemeine oͤffentli⸗ 52 Seufzer bey reichung che beiche 6⸗4] des zrodes 84 6 43 Eine privat⸗beichte 66 3 ⸗⸗ bey reichung des Die 7. Buß⸗Pſalmen. eelches 84 Der 6. Pſalim 68 54 Wennn man nach em Der 32. Pſfalm 68 pfangenem abendmahl Der 38. Pſalm 69 in ſeinen ſtand getre Der 51. Pfalm 99 ten 85 Der 102. Pſalm 70/55 Waͤhrender commu⸗ er 1 am 71nion, auch fuͤr die ſonicht ſalm 72 zumabendmahl gehend⸗ „ 2 „8 1 *— B — 9 m ahre n — — —— — B — — —— —— — ᷣ— nize ſelbſt 57 Um toͤdtung des alten Regiſter des Gebeht⸗Buches— Dankſagungen nach dem genuß des abend⸗ 57] mahls 87. 88 88 Um erhalnung und ver⸗ mehrung der durch das abendmahlerlangten gnuade V. Gebehte um zuwen⸗ —— dung alles guten und ab⸗ b wendung alles boͤſen. 90 Um den heiligen geiſt und ſeine gaben 93 o Um den glauben und er⸗ kentniß Chriſti 72 Um die kindliche 9175 b b⸗ 76 Um rechtſchaffne liebe 123 I Ehr 95 51 Um die wiedergebuhrt fürcht GOttes 117 ͤͤͤͤͤ 73 Umbeſtaͤndige hoffnung 74 Um die ruhe des her⸗ der zens b ⸗ Um erhaltung 3 121 chriſtlichen kirche 77 Um geduld in leidens⸗ it 24 278 Um wahre gottſeligkeit 1m6 . 97 62 Um die rechtfertigung den 64 Um die gnade ein heu ges leben zu fuͤhren 101 6z5 Um die wahre weisheit 103 66 Um verleugnung ſein 106 menſchen den faͤlle 80 Um demuht 88 81 Um chriſtliche ſanft⸗ 63 Um den geiſtlichen frie⸗ go 982 Um barmherzigkeit ge⸗ chſten 32 83 Um verſoͤhnlichkeit 133 84 Um ſieg uͤber den ſatan 85 Umregierung der zunge 1 1“ n 68 Gegen die taͤgliche ſuͤn⸗ un 109 609 Um ein gutes gewiſſen 70 Um di achf lge Chri 39 Um treue be 70 Um iena 0 Fri⸗ üun* vi 7 ſi 13 ſeines beruſßs 7r1üm die liebe Gottes 1. 79 Um heiligen gehorſam 127 muht gen den nechſten ͤſͤ 86 Gegen des fleiſches. 8 1“““ fechtuug und lüſte 39 88 Um ſein ſelbſt erkent⸗ rrichtung 4 —— 120 8 ¹ 3 3 1 4 7 3 12 4 87 Gegen boͤſe Gedanken We er des Gebeht⸗ Buches. 96 V des leibes unter⸗ b 13 9¹ Um ein ſeliges 145 92 ende 893 Teſtament eines from⸗ men chriſten 148 94 Vom fuͤngſten gerichte 152 95 Vom ewigen leben 154 96 Nach der ordnung des Vater Unſers 156 97 Auf die drey hauptſtaͤn⸗ de und gemeine noht 158 98 Fuͤrd die obrigkeit 160 99 In krieges⸗noht 161 100 In krieges⸗noht aus⸗ fuͤhrlicher 162 101 In peſt⸗ zeiten und ſter⸗ bens⸗ laͤuften 102 In theurung und hun⸗ 4 gers noht 166 103 Eines reiſenden 168 104 In noht und truͤbſal rha 171 172 6 105) Eines kranken 107) Eines kranken 173,1 derſich des to 108] des verſiehet 974 109 Der umſtehenden fuͤr dden ſterbenden n— fuͤr die 146 165 174 112 Dankſagungnach dem 3 Ungewitter 13 ²z nach erhaltener guten ernte 178 2 1 VI. Gebehte auf die vor⸗ nehmſten feſte im jahre 14 Auf Advent 115 Am Chriſt⸗tage 184 116 Am neuen jahrs⸗ ztagt 186 n? Am tage der offenba⸗ rung Chriſti 88 u8 An Maria reinigung 889 19 An Maria verkuͤndi⸗ gung 190 120 Am gruͤnen donners⸗ tage 191 121 Am allen fre tage 193 194 122 Am oſter⸗fe 123 Am dunlte fahrts⸗ tage 196 124 Am pfingſt feſte 98 125 Am feſte der heiligen V Dreyeinigkeit 200 126 Am Johannis⸗tage 02 127 An Marii heinde chun 128 Lm Miichaetis⸗ Kſt b 205 129 Auf die Apoſtel⸗ tag 330 Buß⸗ta Boedheee 8 3 8 ui b EAe 182 — .— — Aaria ie In n0 Ftüͤnen ¹ 1 mal Kenft 6 m An ter⸗feſt 13 J hünm 1[e NosA ngſt⸗ſe Ahi 1 2migttt ub E unntsn 1 r. Fariä ſa 48u 4 rfiun 9A Jnuaa 28 E 21 — — 5n Werauese earene n e vornehmſten Feſte.(157 An den mwoſtektagen 1 35 1 32 3 nchi feſte— A Seie eaeee e nnae e bede een “ ee dhbetrentes e i edenn us b ah 3 4 338 Auf Maria rehnann e dn den frieden 223 1309 Auf Mariaͤ verkündi ie 4 Um vergebung 224 gung 140 Am gruͤnen donner⸗ 195 22 b tage 149 Vom leiden 16 Chriſti 144 Von der kroͤnung 169 Umdie wirdergebuhrt 6. Chriſti 345 †. Amoſter⸗feſte 147 Auf himmelfahrt 217 den heiligen aaß 148„1 eſte 2171121 Um g 143] dinewhtepree di 9s 1922 Amffeſtederheiligen 172 Um die e ung 1 W Dreyeinigkeit 2 23 unn den ree 2 d hannista 219 152 Auf J h bahnſu 123 ben 153 Auf Mariaͤ chun 154 Au ohannis u. Ma⸗ riaͤ ateinia unn 5 der ſuͤnd en 167 um verſchonung von 214 ewiger ſtrafe 225 215 168 8 linderung der 226 215 2¹6 10 Um die rechtf riiung b 2¹19 174 Um vereinigung mit b G. 220 Pu undi erneuerung 2 e —— egiſter des Ge deht. Buches. Um ein bellges leben 178 uim chriſtlichen wi 232 79 Um gottliche regie⸗ rung 230 180 Um den friedell 231 181 Um die liebe zu GOtt 231 b 382 Um die liebe gegen den nnechſten 2312 182 Um die hoffnung 232 184 Um wahre gottes⸗ furcht 232 GOtt 1861 un rheingung deß ſih bbahts 3 187 Um wirkung des ge⸗ predigten wortes 234 88 uͤr die gemeine chri⸗ ſtenheit 234 89 Für die obrigkeit 234 90 1 Um friede und einig⸗ keit 23 89r Fuͤr bekuͤmmerte und craurige 23 5 walim troſt nnd rettungi in 2 reuzund ungluͤk 25 193 Um dankbarkeit fuͤr! ottes wolthaten 236 des teufels an⸗ 237 197 Um keuſchheit 198 Wider die knechtſchaft der ſuͤnde 238 190 Um die vermehrung der gaben GOttes 239 200 Um rechten gebrau 1 der gliedmaaßen 239 8 20 5— 240. 241 V. 242 207 Gebeht am hagel⸗ feyer. 2 208] Um gnaͤdiges gewit⸗ 209 ter 243. 244 ernte M 2361 d E. 196 Um ein heiliges! been nach dem tauf⸗ hunde b 237 33 3 195 4 toͤdtung des ſſe 3. ſches F. 4 201 zUm bereitſchaft zum 202 juͤngſten gerichte 240 3 1885 im das vertrauen auf uee 3/ Um ein ſeliges ende 206 Um das ewige leben 242 210Um gluͤckliche erntee 44 211 Dankſagung nach der V 246 212 Das Vater lnſer 246 213 Der ſegen des Herrn 214 Seufter nach d IX. Dte Antin phonen a. 4 den lochenralem 247 — —+ See 4 —— A 66 — 4