ODER UNIVERSITAETSA- BIBLIOCTHEK GIESSEN GESCHENKT VON . F 1 2“ In Verlage de Dar 3 Druck der 4%. Allgemeines Evangeliſches für das Großürzogtam Heſſen. b„ 3 5 N 4— Geſangbuch F 1 Im Verlage der Großherzoglichen Invaliden⸗ und Soldaten⸗Waiſen⸗Anſtalt. Darmſtadt, 1851. Druck der 2. C. Wittich'ſchen Hofbuchdruckerei. ͤͤb—1—1böbbee“ — Allemeine Lider der ffeun Erſte dieder über die A Von Gott, 1 N Gottes 10. md Groͤße Got Gwigkeit und p Allgegenwart un 25. Allmacht Gottes 26. 27. rechtigkeit Gotte haftigkeit und. und Barmherzi kangmuth und den der heiligen Vu den Ver „ bbäpjun 42 b Aorſehung oder Inhalt. Allgemeine Lieder beim Anfange und Schluß der öffentlichen Gottesverehrung. Nr. 1—=— 9. Erſte Abtheilung. Lieder über die chriſtlichen Glaubenslehren. Nr. 10— 289. Von Gott, deſſen Weſen und Eigenſchaften. Nr. 10— 41. Daſeyn Gottes 10. Einheit Gottes 11. 12. Majeſtät und Größe Gottes 13— 17. Auch 11. 56. 57. Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes 18— 20. Allgegenwart und Allwiſſenheit Gottes 21. 22. 24. 25. Allmacht Gottes 23. Auch 50. 72. Weisheit Gottes 26. 27. Auch 50. 59. Heiligkeit und Ge⸗ rechtigkeit Gottes 28. 29. Auch 270— 275. Wahr⸗ haftigkeit und Treue Gottes 30. 31. Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes 32— 39. Geduld, Langmuth und Gnade Gottes 40. 41. 703. Von der heiligen Dreieinigkeit. Nr. 42— 46. Von den Werken und Wohlthaten Gottes. Nr. 47— 242. Schöpfung 47— 53. Auch 420 und 589. Vorſehung oder Erhaltung und Regierung der Welt 54— 66. Auch 26. 34. 36. Von den Engeln 67— 69. Der Menſch; ſeine Würde und Vorzüge 70— 73. Beſtimmung des Menſchen 74— 77. 4 ————ͤ— p. ——.—„ 22—— 3 — —— 84 — IV Erlöſung 78— 187. Sündhaftigkeit des Menſchen 78— 83. Folgen der Sünde 84— 88. Erlöſung und Veredlung des Menſchen durch Chriſtum 89— 100. Würde des Erlöſers 101— 103. Sendung und Ge⸗ burt Jeſu(Adventslieder) 104— 109. 704. (Weihnachtslieder) 110— 119. Erſcheinung Chriſti 120. 121. Darſtellung Chriſti im Tempel 122. 123. Johannes, der Vorgänger Jeſu 124. 125. Lehre, Leben und Thaten Jeſu 126—134. 333. 479. Leiden, Tod und Begräbniß Jeſu.(Paſſionslie⸗ der) 135— 173. Auferſtehung Jeſu(Oſterlie⸗ der) 174— 184. 705. Chriſti Hingang zum Vater und Verherrlichung 185— 187. 706. Heiligung 188— 242. Sendung des heiligen Gei⸗ ſtes(Pfingſtlieder) 188— 197. Vom Worte Gottes 198— 208. 707. Von der heiligen chriſtli⸗ chen Kirche 218— 309. Am Reformationsfeſt 210. Bei der heiligen Taufe 219— 224. Bei dem heili⸗ gen Abendmahle 225— 242. 165. 312. 335. Von der Unſterblichkeit und Vergeltung nach dem Tode. Nr. 243— 289. Vom Tode 243— 263. 665. 666. Von der Aufer⸗ ſtehung der Todten 264— 269. Auch 669. 708. Vom jüngſten Gerichte 29. 270— 275. 709. 710. Seligkeit der Frommen nach dem Tode 276— 287. 289. Auch 77. 178. 312. Verdammniß der Gott⸗ loſen 373. 275. 288. Zweite Abtheilung. Lieder über die chriſtlichen Lebenspflichten. Nr. 290— 498. Geſinnung und Verhalten des Chriſten im All⸗ gemeinen. Nr. 290— 354. Eigenſchaften des Chriſten überhaupt 290. 292. 293. 317. 325. 328. 336. 346. 347. 354. Werth und Wichtig⸗ keit ———— 1 Auch 133. 161. 164. erke 5 eſinnung und? — elbſterkenntniß un 3 tit der hriflic 3l. 318 319 er griflichen Selliprifung 2 Sände und Re Luße oder Sinn 299, 301. 304. um Guten 337 Auſſchub der B Bußtage 309. Ehriſum 302. ger Glaube an nungen gegen i 335. 343— 347 unſern Sinn u licheit und Fo 332. 350— 35 ſinnung und! ſicht auf untniß Gottes und Heilighalt zu Gott 362. Freude in Got 371— 390. gen Gott 404. 713. 714. ſelbſt 426. Selbſtach für die Seele und Geſundhe 439. Yäürdig Güter 440— es Menſchen 8. Erlöſung um 89— 100. dung und Ge⸗ — 109. 704. Erſcheinung i im Tempel deſu 124. 125. 34. 333. 479. aſſionslie⸗ (Oſterlie⸗ ng zum Vater heiligen Gei⸗ Vom Worte eiligen chriſtli⸗ ationsfeſt A10. Bei dem heili⸗ 33. 161. 164. g nach dem t der Aufer⸗ h 669. 708. 5. 709. 710. 276— 281. ß der Gott⸗ g. pflichten. ten in All⸗ 4. 92 293. 317. ad Wichtig⸗ 1 keit V keit der chriſtlichen Tugend 291. 296. 310— 312. 314. 318 319. 322. 324. 334. 342. 353. Entſchluß zur chriſtlichen Tugend 297. 313. 323. 330. 341. Selbſtprüfung 295. 300. 338. 349. Erkenntniß der Sünde und Reue 294. 306. Auch 78. 79. 83. Buße oder Sinnesänderung und Lebensbeſſerung 298. 299. 301. 304. 711. Bitte um Gottes Beiſtand zum Guten 337. 339. 340. Auch 80. Wider den Aufſchub der Beſſerung 303. 307. Am allgemeinen Bußtage 309. Troſt der Sündenvergebung durch Chriſtum 302. 305. 308. 316. Auch 144 Thäti⸗ ger Glaube an Jeſum Chriſtum, und würdige Geſin⸗ nungen gegen ihn 312. 320. 321. 326. 331— 333. 335. 343— 345. 347. 348 504. Wachſamkeit auf unſern Sinn und Wandel 81. 274. 349. Beharr⸗ lichkeit und Fortſchritte in der Beſſerung 315. 327. 332. 350— 352. Geſinnung und Verhalten des Chriſten in Hin⸗ ſicht auf Gott. Nr. 355— 420. Erkenntniß Gottes 355— 358. Ehrfurcht vor Gott und Heilighaltung des Eides 359— 361(c). Liebe zu Gott 362. 365. Gehorſam gegen Gott 366.367. Freude in Gott 368— 370. Vertrauen auf Gott 371— 390. Gebet 391— 403. Dankbarkeit ge⸗ gen Gott 404— 411. 712. Lob Gottes 412— 420. 713. 714. Geſinnung und Verhalten des Chriſten gegen ſich ſelbſt. Nr. 421— 476. Selbſterkenntniß und Demuth 421— 425. Selbſtliebe. 426. Selbſtachtung 71.73— 76. 443(b). Sorge für die Seele 427— 431. Sorge für Leib, Leben und Geſundheit 432— 435. Berufstreue 436— 439. Würdigung und weiſer Gebrauch der irdiſchen Güter 440— 448. Weiſer Gebrauch der Lebenszeit 445. “ — “ 2& —— Häusliche Geſellſchaft 510— 532. 445— 448. 260— 262. Genügſamkeit und Zu⸗ friedenheit 449— 452. Streben nach Herzens⸗ und Gewiſſensruhe 453. 454. 500— 503. Weiſer Genuß der Lebensfreuden 455— 458. Geduld und Gelaſ⸗ ſenheit im Leiden 459— 476. Geſinnung und Verhalten des Chriſten gegen andere Menſchen. Nr. 477— 498. Allgemeine Menſchenliebe 477— 482. Mitfreude und Mitleid 482.(b). Gerechtigkeit und Billigkeit 483. 484.(c). Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit 485. 486. Dienſtfertigkeit und Gefälligkeit 487. Sanftmuth, Friedlichkeit und Eintracht 488(a) und(b). Verſöhn⸗ lichkeit und Feindesliebe 489— 491. Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit 492— 496. Gutes Beiſpiel 497. Beſcheidenheit 498. Auch 421— 424. Glückſeligkeit wahrer Chriſten 499— 509. Auch 316. 319. Dritte Abtheilung. Lieder über die Pflichten des Chriſten in beſonderen Verbindungen, Zeiten und Umſtänden. Nr. 510— 702. Geſinnung und Verhalten des Chriſten in beſon⸗ deren geſellſchaftlichen Verbindungen. Nr. 510— 559. Der Ehe⸗ ſtand 512. 513. Bei Trauungen 514. 515. Nach der Trauung 516. Aelternpflicht 517— 521. Kin⸗ despflicht 522— 524. Geſchwiſterliebe 525. Für Herrſchaften 526. 527. Für Dienende 528. 529. Für —— 2 3 ir Witwven 53 5 Wohlthäter . aerblich Geſel ohärer 533. 3 Bei der 4 Vrr der Einſegn lach der Konſir einer Kirche 543 rers 544. ditgerliche Geſ liebe 516. Reg 547. 548. Hoh Der Soldat 551 bar 553. Umga ghriſtliches Ve Thiere und Geinnung und T deren Zei Angeszeiten. An tagmergen 511. Sonne M14. A. tem Himmel 58 dahreszeiten 62 Sommer 588— ADinter 598. 5 Saat⸗ und Aern einer reichen? jeiner ſparſamen Vitterung. Nleh Regen 600. g verliehenem Sor 2 604. Nach dem Jahresvechſel. Anfang des Kir lebentzeiten.— 411. 418 576. gend 618— 62 433(b), 4u. 433(). dir! t und Zu⸗ ſerzeng⸗ und eiſer Genuß und Gelaſ⸗ en gegen 989 g freude und igkeit 483. t 485. 486. Sanftmuth, Verſöhn⸗ jrhaftigkeit, 6. GCutes 121— 424. 99- 509. VII Für Wittwen 530. Für Waiſen 531. Dankbarkeit gegen Wohlthäter 532. Kirchliche Geſellſchaft 533— 544. Lehrer und Zuhörer 533. Bei Einführung eines Religionslehrers 534. Bei der Konfirmation 535— 542. 198. 330. Vor der Einſegnung 539. Nach der Einſegnung 540. Nach der Konfirmation 541. 542. Bei Einweihung einer Kirche 543. Bei Einführung eines Schulleh⸗ rers 544. Bürgerliche Geſellſchaft 545— 556. Vaterlands⸗ liebe 546. Regent, Obrigkeit und Unterthan 402. 547. 548. Hoher Stand 549. Der Richter 550. Der Soldat 551. Der Landmann 552. Der Nach⸗ bar 553. Umgang 554. Freundſchaft 555. 556. Chriſtliches Verhalten in Anſehung der Thiere und Bäume 557— 559. Geſinnung und Verhalten des Chriſten zu beſon⸗ deren Zeiten. Nr. 560— 624. Tageszeiten. Am Morgen 560— 570. Am Sonn⸗ tagmorgen 571. Beim Anblicke der aufgehenden Sonne 572. Am Abend 573— 583. Unter geſtirn⸗ tem Himmel 584. Jahreszeiten 63. Im Frühling 585— 587. Im Sommer 588— 590. Im Herbſt 591. 592. Im Winter 593. 594. Saat⸗ und Aerntezeit. Zur Saatzeit 595. Nach einer reichen Aernte 596. 597. Auch 62. Nach einer ſparſamen Aernte 598.— Witterung. Flehen um Regen 599. Nach verliehenem Regen 600. Flehen um Sonnenſchein 601. Nach verliehenem Sonnenſchein 602. Beim Gewitter 603. 604. Nach dem Gewitter 605. Jahreswechſel. Neujahrslieder 606— 613. Beim Anfang des Kirchenjahres 614. Auch 212. Lebenszeiten. Am Geburtstage 615. 616. 66. 407. 411. 418. 576. Die Lebensalter 617. Für die Ju⸗ gend 618— 620. Für Jünglinge 621. 134(a). 433(b). 447. 455. 457. Für Jungfrauen 622. 433(c). Für das Alter 623. 624. — Geſinnung und Verhalten des Chri ſondern Umſtänden. Nr. 625— 702. Bei allgemeinem Wohlſtand 625. In allgemeiner Noth 626. 627. In Kriegszeiten 628— 630. Zur Frie⸗ densfeier 631. 632. In Theuerung 633. In Waſ⸗ ſersnoth 634. 635. Nach überſtandener Noth 636. ſten unter be⸗ Allgen peröffentlicht Nach einer Feuersbrunſt 637. Nach einem großen Verluſte 638. Auf der Reiſe 639. Der reiſende Jüngling 640. Fürbitte für liebe„Abweſende 641. Bei anſteckenden Krankheiten 642. Nach denſelben 643. In Krankheiten 644— 652. 252. 378. 382. 462. 463. 474. Abendmahlsfeier eines Kranken 653. 654. Fürbitte für Kranke und Leidende 655. 656. Nach der Geneſung 657. 274. Vorbereitung auf den Tod, und Troſt für Sterbende 658— 668. 247. 260— 262. 268. 270. 282— 287. Der ſterbende Jüngling 669. Das ſterbende Kind 670. Fürbitte für Sterbende 671. 672. Einſegnung eines Ster⸗ benden 673. Der Tod des Frommen 674. Beim Tode guter Aeltern 675. Beim Tode hoffnungsvoller Kinder 676. 677. Beim Tode eines guten Ehegat⸗ ten oder eines Freundes 678. Bei Begräbniſſen 679— 702. Auch 243. 250. 258. 264. 265. 267. 269. 276. 278— 287. 289. Am Trauerhauſe und beim Zug zum Grabe 243. 246. 248. 253. 254. 258. 260. 262. 679. 680. Am Grabe 681— 691. Beim Grabe eines Verunglückten 692. Am Grabe Frühverſtorbener 693— 695. Am Grabe eines ver⸗ dienſtvollen Lehrers und Seelſorgers 697. Troſt und Gelübde auf Gräbern 698— 700. Troſt des Wie⸗ derſehens 701. 702. Bei dem Anfa Homm', heiliger 0 Erfüll die Herzen eer Gläubigen, und (ind in ihnen das f enet göttlichen Liebe in mrch Mannigfalt d zungen die Völker (umzen Welt verſam we in Cmigkeit des G da. Hallelja! H af Im eigener Melodie. „ Stüpſe⸗ Gott, der Zeit und i Vater der Varn feit alle Velt Seß 1 Regierer! Erha⸗ 4 Ehriſte aller N t, nnſer Heil und T Zuverſicht, du Got er S Sohn, ach, un end dich! iige Geſt, d X, 5— 102 llgemeiner Nath 5330. Zur Frie . In Waſ⸗ ener Noth 636. h einem großen der reiſende Abweſende 641. Nach denſelben 252. 378. 382. es Kranken 653. dende 655. 656. reitung auf den — 668. 247. Der ſterbende 670. Fürbitte g eines Ster⸗ zen 674. Beim hoffnungsvoller guten Chegat⸗ egrabniſſen 264. 265. 267. ſten unter he Trauerhauſe und 248, 253. 254. abe 681— 691. 2. Am Grabe hrabe eines ver⸗ 697. Troſt und Troſt des Wie⸗ — — Allgemeine Lieder bei der öffentlichen Gottesve rehrung. Bei dem Anfange der Gottesverehrung. omm', heiliger Geiſt! Erfüll' die Herzen dei⸗ ner Gläubigen, und ent⸗ zünd' in ihnen das Feuer deiner goͤttlichen Liebe, der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt verſammelt haſt, in Einigkeit des Glau⸗ bens! Halleluja! Halle⸗ luja In eigener Melodie. 2 Schopfer, Gott, Herr der Zeit und Ewig⸗ keit, Vater der Barmher⸗ zigeit, aller Welt Erhalter un Regierer! Erbarme die! 2. Chriſte, aller Welt Liht, nnſer Heil und Troſt ud Zuverſicht, du Gottes eyger Sohn, ach, unſer Aittler vor des Höchſten FIron, Heiland! brünſtig ſafzen wir zu dir! Er⸗ me dich! 1 . Heeiliger Geiſt, dich, 49 dich flehen wir: führ' uns, ſtärk' uns, und erhalt' uns dir! Mit deinem Troſt, o Gott, verlaß uns nicht in unſrer letzten Noth! Er⸗ barme dich! In eigener Melodie. 3 Lob⸗ Preis und Ehre bringen wir, Gott, Vater, Soͤhn und Geiſt, nur dir! Es müſſe jedes Land auf Erden mit deinem Ruhm erfüllet werden! Wie ſelig, wie begnadigt iſt ein Volk, deß Zuverſicht du biſt! O Höchſter, deinem großen Namen ſei ewig Ruhm und Ehre! Amen! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns Gott! Vor der Predigt. In eigener Melodie. iebſter Jeſu, wir ſind hier, um dein gött⸗ lich Wort zu hören; lenke Sinnen und Begier zu des A Him⸗ Himmels heil'gen Lehren, daß das Herz jetzt von der Erde ganz zu dir gezogen werde. 2. Dieſes Lebens Wiſſen⸗ ſchaft bleibt mit Finſterniß umhüllet, wenn nicht dei⸗ nes Geiſtes Kraft uns mit Licht von Gott erfüllet! Lehrs aufs Wort uns glau⸗ bend merken: laß es uns zur Tugend ſtärken. 3. O du Glanz der Herr⸗ lichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, dir ſei unſer Herz geweiht, dir zum Tem⸗ pel auserkoren! Lenke du Gebet und Lehre, uns zum Heil und dir zur Ehre. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 5 Heu vor deinem An⸗ geſicht hat die An⸗ dacht uns verſammelt. Ach verwirf das Flehen nicht, das dein Volk dir, Höchſter ſtammelt! Hör' auf unſre ſchwachen Lieder und ſieh' gnädig auf uns nieder. 2. Laß das Wort, das hier erſchallt, viele gute Früchte bringen und mit goͤttlicher Gewalt tief in unſre Seelen dringen; laß es unſern Sinn ernenen und des Irrthums Nacht zerſtreuen! 3. Mach' uns ſo dein Wort bekannt, daß wir ſeine Vor⸗ ſchrift uͤben, dich und den, den du geſandt, Jeſum Chri⸗ ſtum, herzlich lieben; daß kein Allgemeine Lieder Leid und keine Freude uns von dieſer Liebe ſcheide! In voriger Melodie. 6 Deuuthovoll komm' ich zu dir, dich im Gei⸗ ſte zu verehren, Vater! ach verleihe mir wahre Andacht, daß die Lehren deiner Weis⸗ heit mich recht rühren, mich den Weg zum Himmel füh⸗ ren. 2. Ach gib, daß dein theu⸗ res Wort meine Seele ganz durchdringe, und in mir, o Herr, mein Hort, Frucht zum ew'gen Leben bringe; gib, daß es mich michtig ſtärke zur Vollbringung gu⸗ ter Werke. 3. Laß es ſeyn mein Troſt, mein Licht, Herr, auf allen meinen Wegen; meine ſurke Zuverſicht, wann ſich Zpei⸗ fel in mir regen: meines Ker⸗ zens höchſte Freude, winn ich von der Welt einſt ſchede. Mel. Vom Himmel kam 7 O Gott! du biſt men Preis und Ruhn: mein Herz ſei ganz den Eigenthum! Laß mir de Sonntag heilig ſeyn, un gern ihn deinem Dienſt weihn! 2. Gib, daß ich mein Ge⸗ müth bewahr', wann ich mit deiner Chriſtenſchaar zu dei⸗ nes Hauſes Stätte geh', und ſo mit Ehrfurcht vor dir ſteh 3. E bei der off 3 Erinn're ſelber geit, daß du mit ririg ſeiſt, damit us Portes lehr actt und nit Nutze 4 Drück Alles * Herz linein, und! aicht blos Höre ſey nir nit deiner Gn⸗ n ich des Vortes ſe 5. Hiff, daß ich Juhetag zu meinen — 1 — fiern mag; bewab tor dem Geiſt der W deinen Tag verächtl 6. Was dein Wo⸗ in uns ſchafft, ber ganze Woche Kraf neine ganze Lebene 6 deinem Dienſt und geweiht! Mel. Herr Jein Ch O du ſtets ſucht biſt den Deinen, Jeſt fend' uns den Geiſt regiert, und uns aur Vahrheit führt 2 Er flärkt den b in Verſand, mach Lit: uns heian ſammt zur Heiligt an; et leitet uns hens Vahn. 3 Hallelua G. R. Ein nit, Got, heilig. aüig dir, ud ſc n deinem Lich, do itu Angejc 4 . ine Freude un Li ebe ſteiee iger Mauodie tthsvoll kommi ü dir, dich in Get ren, Vater!a wahre Andagt, ren deiner Vei⸗ echt rühren, nih im Himuel fü b, daß dein thel eine Seele mß und in mr. in Hort, funt Leben bume s mich mitte ollbringung u ſeyn mein An ₰— Herr, auf le gen; meine ſut wann ſich Ze⸗ gen: meines K⸗ Freude, wan geſt einſt ſcheu dimmel kam tt! du biſt ma lis und Ruhn ſei ganz de ldus mir 1 llig ſeyn, deinem Sie u ich meir Ge , wann ich nit eiſchauru dei Staͤtte 7 un ch vor dir ſte r3i u3 G 6 53 3. Erinn're ſelber meinen Geiſt, daß du mir gegen⸗ wärtig ſeiſſt, damit ich dei⸗ nes Wortes Lehr' mit An⸗ dacht und mit Nutzen hör'. 4. Drück' Alles tief in's Herz hinein, und laß mich nicht blos Hörer ſeyn; ſteh' mir mit deiner Gnade bei, daß ich des Wortes Thäͤter ſei. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhetag zu meinem Segen feiern mag; bewahr' mich vor dem Geiſt der Welt, der deinen Tag verächtlich hält. 6. Was dein Wort heute in uns ſchafft, behalt' die ganze Woche Kraft, und meine ganze Lebenszeit ſei deinem Dienſt und Ruhm Aehe del. Herr Jeſu Chriſt, dich 8 D⸗ du ſtets unſre Zu⸗ flucht biſt, ſei mit den Deinen, Jeſu Chriſt! ſend' uns den Geiſt, der uns regiert, und uns den Weg zur Wahrheit führt. 2. Er ſtärkt den wanken⸗ den Verſtand, macht deine Lehre uns bekannt; er flammt zur Heiligkeit uns an; er leitet uns des Le⸗ bens Bahn. 3. Halleluja! Einſt ſingen wir, Gott, heilig! heilig! heilig! dir, und ſchauen dich in deinem Licht, von Ange⸗ ſicht zu Angeſicht. bei der öffentlichen Gottesverehrung. 3 Bei dem Schluſſe der öffentlichen Gottes⸗ verehrung. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 9 öchſter Gott, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben; hilf uns ferner, daß auch wir nach demſelben heilig leben; gib dem Glauben ſolche Stärke, daß er thätig ſei durch Werke. 2. Uns, o Vater! lehreſt du, was wir thun und glau⸗ ben ſollen; ſchenk' uns deine Kraft dazu! Gib zum Wiſſen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, ſo wird Alles wohl gelingen. 3. Gott ſei Preis und Dank gebracht! Auch jetzt haben wir vernommen, was uns fromm und weiſe macht, Gottes Wort, den Troſt der Frommen; Lehren, die zu guten Werken unſern ſchwa⸗ chen Glauben ſtärken. 4. Unſer Gott erhört Ge⸗ bet, gibt uns ſeinen Vater⸗ ſegen. Wer nur ſeine Wege geht, findet Heil auf dieſen Wegen. Laßt uns, um ihm zu gefallen, freudig ſeine Wege wallen! 5. Unſern Ausgang ſegne A 2 Gott “ 4 Von Gott, deſſen Weſen Gott, nnſern Eingang und Geſchäfte; er ſei bei uns in der Noth, er verleih' zum Guten Kräfte, daß wir, ſei⸗ nes Himmels Erben, ihm nur leben, ihm nur ſterben! Erſte Abtheilung. Lie der ü ber die chriſtlichen Glaubenslehren. Von Gott, deſſen Weſen und Eigenſchaften. Daſeyn Gottes. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 10 Wer könnte zwei⸗ feln, daß du biſt, o Gott! Der ganze Weltbau iſt ein Zeuge deines Lebens. Zu ſichtbar iſt's, daß Güt; und Macht mit Weisheit ihn hervorgebracht. Nichts iſt daran vergebens. 2. Wohin auch nur mein Auge blickt, da ſeh' ich Ord⸗ nung, die entzückt, im Gro⸗ ßen und im Kleinen; ich ſeh', und ganz erſtaunt bin ich, wie der Geſchöpfe Heere ſich zu Einem Ziel vereinen. 3. Eins muß dem andern nutzbar ſeyn, daß die ſich ih⸗ res Daſeyns freun, die ſich empfinden können. Und wie? doch wäre die Natur und ihre weiſe Ordnung nur des Zu⸗ falls Werk zu nennen? 4. Nein, wahrlich nicht von ohngefähr entſtanden Himmel, Erd' und Meer: ſo konnte Nichts entſtehen! Nur du, Gott, ſchufeſt die Katur, und einzig deine Kreatur iſt Alles, was wir ſehen. 5. Du biſt's, ſchaffne Welt in ihrer Ord⸗ nung ſtets erhält, mit Weis⸗ heit ſie regieret. Du biſt es, der, nach ſeinem Rath, auch uns auf unſers Lebens Pfad mit weiſer Gnade führet. 6. O wohl mir, Höchſter, daß du biſt, daß dein Werk Erd' und Himmel iſt! Nun iſt gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel; ich darf nach meiner Wün⸗ ſche der die ge⸗ eben. —— 1 ſte Ziel nun richt lch ſtreben. 7I. Mein Sehnen friedenheit mein T. ewaer Seligkeit wi nun geſtllet, wenn dir mein Geiſt ſich! rict die ſchnode pelt hier mein Ge fület. 8. Drun ſoll es! Nreude ſeyn, dir, Ge ganzes Herz zu wei Ehre dir zu leben. nir dann in jeder— eeichen Troſt und dod des Himmels Einheit Got Mel. E iſt das§. 11 D Herr und kei Frohlockt ihm al nen! Ver iſt ih Per iſt, wie er, li, vollkomm der iſt groß, ſe i groß, er iſt u Känzenlos in ſein⸗ 3 zen Weſen, *. Et iſt und ble er R. Per fire werſes ihn al 4 er Dauer ſeines dee Nenſchen ſind vor ſer; ey noch he 6 unr er, noch zie ümmel. 1 ſen 3 nelg Seda ihm nur eie ung. enslehm Eigenſchafee dnung nur dais rk zu nenneut ein, wahrlih igefähr euffag Erd' und M e Nichts eutfit Gott, ſchruii und einzig i iſt Alles, wur biſt's, der Welt in ihral s erhält, mit regieret. Dub h ſeinem Rath unſers dehn ſer Gnade ſüt wohl mir, h biſt, daß den d Himmel iſe ß mein Lebe inden Iufälli V nach meing ſche Ziel nun nicht vergeb⸗ lich ſtreben. 7. Mein Sehnen nach Zu⸗ friedenheit, mein Durſt uach ew'ger Seligkeit wird ſicher nun geſtillet, wenn nur zu dir mein Geiſt ſich hält und nicht die ſchnöde Luſt der Welt hier mein Gemüth er⸗ füllet. 8. Drum ſoll es ſtets mir Freude ſeyn, dir, Gu mein ganzes Herz zu weihn, zur Ehre dir zu leben. Du wirſt mir dann in jeder Noth hier reichen Troſt und einſt im Tod des Limmels Wonne geben. Einheit Gottes. Mel. Es iſt das Heil uns 11 Der Herr iſt Gott und keiner mehr. Frohlockt ihm alle From⸗ men! Wer iſt ihm gleich? Wer iſt, wie er, ſo herr⸗ lich, ſo vollkommen? Der Herr iſt groß, ſein Nam' iſt groß, er iſt unendlich, gränzenlos in ſeinem gan⸗ zen Weſen. Er iſt und bleibet, wie er ii. Wer ſtrebet nicht vergebens, ihn auszuſpre⸗ chen? Wer ermißt die Dauer ſeines Lebens? Wir Menſchen ſind von geſtern her; eh' noch die Erde war, war er, noch eher als die Himmel. und Eigenſchaften. 5 3. Um ſeinen Thron her ſtrömt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet; ihn faſ⸗ ſen alle Himmel nicht, wie weit er ſie erfüllet. Er blei⸗ bet ewig, wie er war, ver⸗ borgen und auch offenbar in ſeiner Werke Wundern. 4. Wo wären wir, wenn ſeine Kraft uns nicht gebil⸗ det hätte? Er kennt uns, kennet, was er ſchafft, der Weſen ganze Kette. Bei ihm iſt Weisheit und Ver⸗ ſtand, und Kraft und Stär⸗ ke; ſeine Hand umſpannet Erd' und Himmel. 5. Iſt er nicht nah? iſt er nicht fern? weiß er nicht alle Wege? Wo iſt die Nacht, da ſich dem Herrn ein Menſch verbergen möge? Umſonſt hüllt ihr in Fin⸗ ſterniß, was ihr beginnt; er ſieht's gewiß, er ſieht es ſchon von ferne. 6. Wer ſchützt den Welt⸗ bau ohne dich, o Herr, vor ſeinem Falle? Allgegenwär⸗ tig breitet ſich dein Fitti i5 über alle. Du biſt vo Freundlichkeit, voll Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verſchoner. 7. Gerecht biſt du, biſt heilig, gut, und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltſt mit Wonne! Du haſt Unſterblichkeit allein, A 3 biſt 6 Von Gott, d biſt ſelig, wirſt es ewig ſeyn, der Seligkeiten Fülle! 8. Du nur verdieneſt Lob und Dank, du nur Geſang und Ehre! Kommt, werdet Gottes Lobgeſang, ihr alle ſeine Heere! Der Herr iſt Gott, und keiner mehr! Wer iſt ihm gleich? wer iſt, wie er, ſo herrlich, ſo vollkommen? Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis 12 s iſt nur Einer Herr und Gott im Himmel und auf Erden. Nur ſein allmächtiges Ge⸗ bot hieß Erd' und Himmel werden. 2. Was er erſchuf, das kann allein durch ſeine Kraft beſtehen; will er, die Welt ſoll nicht mehr ſeyn, ſo muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Majeſtät iſt er nur Welt⸗ regierer, der Sterne, die er ausgeſät, und unſers Le⸗ bens Führer. 4. Groß iſt ſein Name, mit der That kann er's der Welt beweiſen. Herr! groß an Huld, an Macht und Rath! wer ſollte dich nicht preiſen? 5. Dich preiſt entzückt der Himmel Heer; es kennt nicht deines Gleichen! Nur du biſt Gott, ſonſt keiner mehr; ſollt' ich von dir je weichen? eſſen Weſen 6. Nein, ewig bleibſt du mir allein der Herr, dem ich anhange; und ewig ſoll's kein Andrer ſeyn, von dem ich Heil verlange. 7. Mein ganzes Leben weih' ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einſt noch mehr als hier in deiner Größe ſchaue. Majeſtät und Größe Gottes. In eigener Melodie. 13 Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Schranken, iſt unausſprechlich groß. Lob⸗ ſinget Gott, lobſingt vor ſeinem Angeſichte! Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein Auge dringt. 2. Kein Sinn kann ihn erreichen, kein endlicher Verſtand; was kann ſich ihm vergleichen? Wer hat ihn ganz erkannt? Macht euch von ihm kein Bild, der aller Welten Kreiſe, zu ſeinem ew'gen Preiſe, mit Herrlichkeit erfüllt. 3. Die Sonn' in hoher Ferne mag ſtrahlenreicher glühn; gläͤnzt heller noch, ihr Sterne, was ſeid ihr gegen ihn? Ihr ſeid mit eurer Pracht in eurem ſchön⸗ ſten Lichte, vor ſeinem An⸗ ge⸗ — u gichte, uur Schim 65 Wie ſolln! ennen, dih Vatet ur? Was wiſſen we fennm der Weſen nut. Der Weiſen fnn ſeigt nie zur der Geiſter. Hiet ſt lügſte Meiſter, er nur und ſchweigt. 5. Von dir ſtro Leben, du biſt der Geitt; du haſt d gegeben dem Engel, dreiſt. In deinem tum ertönen Lobge ſeiner Brüder Me deines Namens Rr 6. Stimm in d Chöre, o meine Se ſ voll von Got du, ſenes Odem Vie gyoß iſt dee Auf, widme de dem wurdigſten ou dich Gotte 7. Im Geiſte Salle bet ihn in an. Liehſt du des —— feſe, wie ſelig biſ Er hat Unſterbli Seligeit und Le witd er gi der ſich ganz ihm Ne. An ant ſetht ſtetz a n iſ umdli u en ewig bleibſt der Herr, rin ganzes Lan r, du Gott, auf ne, bis ich h nehr als hier i ße ſchaue. und Griſße Fottes. ener Melodie. chwingt heilge Gedanken, ah Frde los! Gott illen Schranken, ſechlich groß bäh t, lobſingt dor eſichte! Er voht Lichte, zu da dringt. Sinn. kann ün kein endliher was kann ſch chen? Wer ht erkannt? Naht ihm kein Bih ghelten Kreiſe, zu gen Preiſe, nit erfüllt. Sonn' in hoher ſtrahlenriher nzt heller uoch. „was ſeid ihr Ihr ſeid mit in eurem ſchön⸗ vor ſeinem An⸗ ge⸗ geſichte, nur Schimmer ſei⸗ und Eigenſchaften. 7 begreifen können. O floͤße meinem Geiſt die tiefſte ner Macht. 4. Wie ſollen wir dich nennen, dich Vater der Na⸗ tur? Was wiſſen wir? Wir kennen der Weſen Hülle nur. Der Weiſen Scharf⸗ ſinn ſteigt nie zur Natur der Geiſter. Hier ſtaunt der kluüͤgſte Meiſter, er glaubet nur und ſchweigt. 5. Von dir ſtrömt alles Leben, du biſt der reinſte Geiſt; du haſt die Kraft gegeben dem Engel, der dich preiſt. In deinem Heilig⸗ thum ertönen Lobgeſänge in ſeiner Brüder Menge, zu deines Namens Ruhm. 6. Stimm' in der Engel Chöre, o meine Seele, auch; ſei voll von Gottes Ehre, du, ſeines Odems Hauch! Wie groß iſt dein Beruf! Auf, widme deine Kräfte dem wuͤrdigſten Geſchäfte, wozu dich Gott erſchuf. 7. Im Geiſte bet' ihn, Seele, bet' ihn in Wahrheit an! Liebſt du des Herrn Be⸗ fehle, wie ſelig biſt du dann! Er hat Unſterblichkeit und Seligkeit und Leben: das Alles wird er geben dem, der ſich ganz ihm weiht. Mek. Nun danket Alle Gott 1 4 Aubetungswürdger Gott, mit Ehr⸗ furcht ſtets zu nennen! du biſt unendlich mehr, als wir Demuth ein, und laß mich ſtets vor dir voll Ehrerbie⸗ tung ſeyn! 2. Du biſt das höchſte Gut, du weißt von keinem Leide; höchſt ſelig in dir ſelbſt, ſchmeckſt du voll⸗ kommne Freude. Dein iſt die Herrlichkeit; auch ohne Kreatur biſt du dir ſelbſt ge⸗ nug, du Schöpfer der Natur. 3. Du riefſt dem, das nicht war, um Luſt und Selig⸗ keiten auf's Mannigfaltigſte rings um dich auszubreiten. Du biſt die Liebe ſelbſt; Ver⸗ ſtand und Rath ſind dein: und du gebrauchſt ſie gern, zu ſegnen, zu erfreu'n. 4. Du ſprichſt, und es geſchieht. Auf dein allmäch⸗ tig: Werde! entſtand ddein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kräft'gen Wort trägſt du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmöglich fällt. 5. Du biſt der Herren Herr, der Erde Majeſtäten ſind, Höchſter, vor dir Staub; auch Geiſter kannſt du tödten. Wen du ernie⸗ drigeſt, Gott, wer kann den erhöhn? wen du erhöhen willſt, deß Hoheit muß be⸗ ſtehn. 6. Du biſt es, der allein Unſterblichkeit beſttzet, der A 4 Le⸗ 5 öm 8 “ 8 Von Gott, deſſen Weſen Leben gibt und nimmt, der unſern Odem ſchützet; den Geiſt, der in uns lebt, den haben wir von dir. Willſt du, ſo wird er Nichts, doch du bleibſt für und für. 7. Wer hat, Unendlicher, wer hat dich je geſehen? Kein ſterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickſt, und Alles, was da lebt, mit Se⸗ ligkeit beglückſt. 8. Was wir, Unendli⸗ cher, von deinem Weſen wiſſen, das haſt du ſelbſt zu⸗ vor uns offenbaren müſſen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deut⸗ licher, Gott, deine Liebe kund. 9. Wir ſchaun dich nur von fern, noch ſchwach, noch unvollkommen; doch wird die grobe Hull' dereinſt hin⸗ weg genommen, die, Un⸗ begreiflicher! dich unſerm Blick verſchließt, dann ſehen wir dich, Gott, ſo herrlich, wie du biſt. 10. Indeß ſei auch ſchon hier dein Ruhm von uns be⸗ ſungen. Verſchmähe nicht ein Lob von lallend ſchwa⸗ chen Zungen! Dort ſoll, wenn wir dereinſt vor dir verherrlicht ſtehn, ein beß⸗ rer Preißgeſang dich, großer Gott, erhöhn. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 15 H öchſter, wer iſt's, 9 der dir gleichet? Was ſind Engel? was bin ich? Du, an den kein Se⸗ raph reichet, wer, ach! wer begreifet dich? Niemand war und Niemand iſt, was du warſt und immer biſt. Wer erſteigt des Himmels Höhen, um dich ſelbſt im Licht zu ſehen? 2. Unerſchaffner, Erſter, Beſter, Schöpfer, Vater der Natur; du, der höhern Gei⸗ ſter Größter, Gott der Men⸗ ſchen, Gott der Flur! du biſt ganz Vollkommenheit, lebſt und wirkſt von Ewig⸗ keit. Wer verkennt bei dem Gedanken ſeiner Einſicht en⸗ ge Schranken? 3. Du, der Urſprung al⸗ ler Gaben, und Beherrſcher jeder Welt, über Alles hoch erhaben, was ihr Umfang in ſich hält, du biſt unveränder⸗ lich, Alles, Alles blos durch dich. Nur in deines Reiches Gränzen ſehn wir deine Wun⸗ der glänzen. 4. Ja, du wohnſt in ei⸗ nem Lichte, das kein Menſch durchdringen kann, Deine Wege und Gerichte ſtaunet ſelbſt der Engel an. Kein Erſchaffner ſiehet ganz dei⸗ ner Hoheit vollen Glanz. Stets wird neue Tiefen finden, wer's verſucht, ſie zu ergründen. 5. Den 1 z. Dennoch ſoll! nn Glauben, daß dhor und Sdötter dr von dugendpfä⸗ Sei glei merforſch 7 enuoch bleib' ich dir. Welten ſind's, dir zeugen und me zun Glauben neige In eigener Melod Eum 106 En dine Gröͤße? D un dich, ſo fühl' i Aiße; ich fühle, H du mendlich biſt, nnſſhränkt mein SOenken iſt à Du wohnſt i wozn iei Nenſcht men. Pas haben deinem Ruhm ver den kleinſten The⸗ ner Mafeſtät, die hührt, und über N 3. Dein ew'ge den ganz vollkomn ſen; das, was du wi was dein Rath erl riel zu hoch für men erſtand: von Enge wird ez nie ganz e 24 Weſelt ich aub, wich unter lnendlicher dich tgründen? D zin ſolchen Dind dß mir dein g Glanbens Richn en dich ſehr, o meine chſter, wer iſps der dir gleicſet! Engel? was bin an den kein ge⸗ der höhern Ge⸗ r, Gott der Me⸗ tt der Flur! m Vollkommengeit virkſt von Ghi⸗ verkennt hei den einer Einfihtn. ken? der Urſprung i und Beherrſtie „über Alles ſoh as ihr Umfengn u biſt unveränder⸗ Alles blos durh in deines Reicht in wir deine Pur⸗ u. du wohnſt in t das kein Muſh en kann, Deie Gerichte ſuut Engel an. uü ſiehet ganz üe t vollen(llz. d neue Aet vs verſucht,it en. 5. D 5. Dennoch ſoll mir mei⸗ nen Glauben, daß du biſt, und auch für mich, nie der Thor und Spötter rauben, der vom Tugendpfade wich. Sei gleich unerforſchlich mir: dennoch bleib' ich ſtets an dir. Welten ſind's, die von dir zeugen und mein Herz zum Glauben neigen. In eigener Melodie. 16 Erhabner Gott! was reicht an deine Größe? Denk' ich an dich, ſo fühl' ich meine Blöße; ich fühle, Herr, daß du unendlich biſt, und daß umſchränkt mein forſchend Denken iſt. 2. Du wohnſt im Licht, wozu kein Menſch kann kom⸗ men. Was haben wir von deinem Ruhm vernommen? Den kleinſten Theil von dei⸗ ner Majeſtät, die dir ge⸗ bührt, und über Alles geht. 3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkommnes We⸗ ſen; das, was du wirkſt, und was dein Rath erleſen, iſt viel zu hoch für menſchlichen Verſtand: von Engeln ſelbſt wird es nie ganz erkannt. 4. Wie ſollt' ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O mache mich von ſolchem Dünkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtſchnur ſei. und Eigenſchaften. 9 5. Mein eigner Geiſt kann ſich leicht hintergehen. Dein Wort iſt wahr, es bleibet ewig ſtehen. Erforſch' ich gleich dein göttlich We⸗ ſen nicht, ſo g'nüge mir davon dein Unterricht! 6. Von dir, durch dich, zu dir ſind alle Dinge; gib, daß ich dir mich ſelbſt zum Opfer bringe. Begreif' ich's nicht, wie du die Welt re⸗ gierſt, ſo ſei mir's g'nug daß du mich ſelig führſt. 7. Einſt wirſt du dich mir näher offenbaren; einſt werd' ich mehr von deinem Rath erfahren, wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden ſei, wie du mich hier re⸗ gierſt, bis du mich einſt zu deinem Himmel führſt. 9. Dann werd' ich dich im hellern Lichte ſehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhöhen! Herr! du biſt groß, und zeigſt es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. In eigener Melodie. 17 Gett iſt mein Lied! Er iſt der Gott der Stärke; groß iſt ſein Nam', und groß ſind ſeine A 5 Wer⸗ 10 Von Gott, deſſen Weſen Werke und alle Himmel ſein Gebiet. 2. Er will und ſpricht's, ſo ſind und leben Welten; und er gebeut, ſo fallen durch ſein Schelten die Him⸗ mel wieder in ihr Nichts. 3. Licht iſt ſein Kleid, und ſeine Wahl das Beſte. Er herrſcht als Gott, und ſei⸗ nes Thrones Feſte iſt Wahr⸗ heit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer iſt dir gleich? 5. Was iſt und war in Himmel, Erd' und Meere, das kennet Gott, und ſeiner Werke Heere ſind ewig vor ihm offenbar. 6. Er iſt um mich, ſchafft daß ich ſicher ruhe; er ſchafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforſchet mich und dich. 7. Er iſt dir nah, du ſitzeſt oder geheſt. Ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöheſt; ſo iſt er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu' und fehle, und eilt, mir gnädig beizuſtehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, ſchrieb auf ſein Buch, wie lang ich leben ſollte, da ich noch unbe⸗ reitet war. 10. Nichts, Nichts iſt mein, das Gott nicht ange⸗ höre. Herr! immerdar ſoll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde ſeyn! 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern faſſen ² Ein jeder Staub, den du haſt werden laſſen, verkündigt ſeines Schöpfers Macht. 12. Der kleinſte Halm iſt deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr ſeid ſein Loblied und ſein Pſalm. 13. Du tränkſt das Land, führſt uns auf grüne Wei⸗ den; und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling faͤllt, Herr, ohne deinen Willen; ſollt' ich mein Herz nicht mit dem Troſte ſtillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Iſt Gott mein Schutz, will Gott mein Retter wer⸗ den, ſo frag' ich Nichts nach Himmel und nach Erden, und biete ſelbſt der Hölle Trutz. Ewigkeit und Unverän⸗ derlichkeit Gottes. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 18 tt, du biſt von 18 Gechuatetif unn dein herrlich großes Weſen ändert ſich zu keiner Zeit. Du dine Luſt venn i Aih in deinn d Kacrheit war, evig bleiten müſſe nals kann dein— fählen. Laß mich Kiſſern wählen. 3. Herr. du Nenſchenkind, daß vas reuen ſollte; bleibſt du gleich Das dein Nathſch nals wollte, willſt D hiff uns Allen! deinem Wohlgefalle 4. Sünden bleit Fund; wehe dene lieben. Cwig bleid Freund, de, was zut iſ. uͤben. Laf ſchon auf Erde Bilde ähnlich we 5. Deine Wor utt. du biſt ewi tene, der da häͤlt verſpriht. O, daß ſtts erfteue! Laß ren Geiſt nich tre den ruch getren 6. Shtg iſ z ewic dine Lie. R ch aach ann, 0 Herr, p ſen chts, Nicht Gott nicht an immerdar ſ nens Chre, i nem Munde ſen kann die Pue — —— Wundern fiſtt Staub, den du 8 iſſen, verkünig opfers Macht kleinſte Haln 1 zeisheit Stieg und Meer, i al und Hgel, i Loblied und ſer — tränkſt das ban, auf grüne M⸗ Nacht und d und Wein md apfangen wi us nd. n Sperling fll e deinen Wil, eein Herz nichtni ſtillen, daß dene Leben hält⸗ Gott mein Squg mein Retter wer g' ich Nichts mat id nach Erden, um der Hölle dun und Unyerin⸗ keit Gola. ter Jeſu, vir ſi ott, du bitim ) Gwigkeit, n ch großes Wiſn zu keiner Zit du Du bleibſt ſtets, was du geweſen. Laß dies meinen Geiſt beleben, ehrfurchts⸗ voll dich zu erheben! 2. Ewig und unwandel⸗ bar iſt, o Gott, dein hohes Wiſſen! Was dir einmal Wahrheit war, wird es ewig bleiben müſſen. Nie⸗ mals kann dein Ausſpruch fehlen. Laß mich ihn zum Leitſtern wählen. 3. Herr! du biſt kein Menſchenkind, daß dich Et⸗ was reuen ſollte; immer bleibſt du gleich gefinnt. Was dein Rathſchluß vor⸗ mals wollte, willſt du noch. O hilf uns Allen thun nach deinem Wohlgefallen! 4. Sünden bleibſt du ewig Feind; wehe denen, die ſie lieben. Ewig bleibſt du derer Freund, die, was recht und gut iſt, üben. Laß uns darin ſchon auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Deine Worte trügen nicht. Du biſt ewig der Ge⸗ treue, der da hält, was er verſpricht. O, daß dies mich ſtets erfreue! Laß nur dei⸗ nen Geiſt mich treiben, dir, Herr, auch getren zu blei⸗ ben. 6. Stets iſt Wohlthun deine Luſt; ewig währet deine Liebe. Wohl mir, wenn ich auch mit Luſt mich in deinem Willen übe! Dann, o Herr, wird's mei⸗ gehn, und Eigenſchaften. 11 ner Seelen nie an wahrem Wohlſeyn fehlen. 7. Erd' und Himmel wird vergehn; alle Welt wird mich verlaſſen. Nur durch dich kann ich beſtehn. Deine Hand wird mich umfaſſen, wann ich nun von hinnen ſcheide. Ewig biſt du mei⸗ ne Freude. 8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden! dieſe deine Ewig⸗ keit einen ſtarken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen und mein Glück auf dich zu bauen. Mel. Erhabner Gott 19 Her Gott, du biſt die Zuflucht aller Zeiten, denn du biſt Gott in allen Ewigkeiten. Du warſt es ſchon, eh' Erd' und Him⸗ mel ward, eh' noch dein Arm ſich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menſchenkinder? Stanb find vor dir der Heilige, der Sünder. Wie ſchnell entflieht das Leben doch von mir! Du, Höchſter, du nur bleibeſt für und für. 3. Du haſt vorhin die Erde zubereitet; dein Arm hat, Gott, den Himmel ausgebreitet. Doch ſie ver⸗ veralten wie ein Kleid; du aber bleibſt in alle Ewigkeit. 4. Es werden noch die Him⸗ A 6 12 Von Gott, Himmel und die Erden, wie ein Gewand, von dir ver⸗ wandelt werden, du bleibeſt, wie du biſt; denn welche Zeit umgränzet wohl, Herr, die Unendlichkeit? 5. Das iſt der Troſt, die Hoffnung deiner Knechte, du ſchützeſt ſie mit deiner fae⸗ ken Rech te, du läßt ihr Herz ſich ewig deiner freun, und bleibſt ihr Gott; denn ſie ſind ewig dein. 6. Das ſei mein Troſt in allen trüben Stunden; vom Tode ſelbſt bleibt er unüber⸗ wunden. Kein Tod, kein Grab trennt mich, o Gott, von dir; mein Fels, mein Heil, das bleibſt du ewig mir. Mel. Ich freue mich, mein Gott o wie du biſt, ſo ⸗ warſt du ſchon, ehe du von deinem Gott, Tyron Geſch öpfe, die nicht waren, beriefſt zu ſeyn, um deine M kacht und Güte zu erfahren! 2. Du wirſt auch ſeyn, ſo wie du biſt, wenn längſt die Erde nicht mehr iſt, wenn längſt ſchon Ewigkeiten uns Kämpfer krönen, die wir hier um deinen Himmel ſtreiten! 3. Von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit kann deines Weſens Herrlichkeit ſich ſelbſt nicht ungleich werden, bedarf deſſen Weſen auch nie, ſich gleich zu ſeyn, der Himmel und der Erden. 4 4. Gott, mit dir unverän⸗ derlich, bezeugte deine Weis⸗ heit ſich Geſchöpfen, die da waren, und wird den Wel⸗ ten, die du ſchufſt, ſich fer⸗ ner offenbaren. 5. Ob Felſen weichen, Berg' ins Thal ſich ſtürzen, daß von ihrem Fal die Erde weit erzi ittert, bleibt deiner Liebe Bund mit mir doch ewig unerſchüttert. 6. Was zaget denn mein Herz in mir; was klag' ich ängſtlich, daß ich hier kein dauernd Gut genieße; und daß in Unbeſtändigkeit dies Leben mir verfließe? 7. Was klag' ich, der dein Wort noch hat, den Troſt, daß meine Miſſe⸗ einſt gewiß nicht richte, und daß mein Erb⸗ theil ewig ſei vor deinem Angeſichte? zas klag' ich? Liebeſt doch mit aller dei⸗ ner Liebe noch, und willſt mich ewig lieben! Haſt ſel⸗ ber meinen Namen dir in deine Hand geſchrieben! 9. Ja, ich bin Gottes, that mich Gott iſt mein; und ewig, ewig wirſt du's ſeyn. Von dir kann mich Nichts ſchei⸗ den. Die Welt vergeht mit ihrer Luſt, nicht du und deine Freuden. Aloegenwatt C M al. Auf, E Fbriſten Mel. b n AN d fern;, d wirkf fſt an a b 6 Wd. W ich nur aller Hetru, iun öinden. Durch e udd athme idh ine Rechte ſchütze bin ich . Wos ich geder fit du; du prife fen geele. D U ſiehſt euts hr; u vann ich ſehle. Aicts fann deinen! b iin und Ni icts er Hand entziehn. 1 Pann ich in ſt ſamteit mein Herz ergebe und, über d erfreut, lobfingen hebe; ſo hörſt d ſtehſt mir bei, d immer treuer ſei. 4. Du merkſt des Herzens Nath Vege wählet; un ¹ auch eine böſe That Vält lt verhehlet, ſo ſſe und frrafeſt nich ner n ung wäter du höreſt ufen du. daß S trſcheine. Vuall Vater 4. Fahlei idnr nen, die ich weine und väge ſt mei re ind ſtärfſt mit de nein Herz. en ſich gleih Himmel und 4 mit dir mnpe eugte deine Wie eſchöpfen, de d wird den Moe ſchufſt, ſchr d . Iren. Felſen wein, Thal ſich ſtig rem Fall die gie ert, bleibt din ad mit mir ich ſchüttert. zaget denn min ir; was klag i daß ich hier iin zut genieße, u) ibeſtändigkeit ſe verfließe? klag' ich, der t noch hat, in ß meine M einſt gewiß uitt d daß mein(i⸗ 2 klag' ich? fübi och mit alle di⸗ noch, und vilt lieben! Hat ſ V in Namen dirit d geſchrieben. ich bin Gatt mein; und euh du's ſeyn. Im mich Nichts ſti Welt vergeltni nicht du wd dden. 3 d ir 1. ſei vor deien Ah und Eigenſchaften. Allgegenwart Gottes. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 6 ie biſt du, Höch⸗ 21 N ſter, von uns fern; du wirkſt an allen En⸗ den. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in dei⸗ nen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; denn deine Rechte ſchützet mich. 2. Was ich gedenke, weiſ⸗ ſeſt du; du prüfeſt meine Seele. Du ſiehſt es, wann ich Gutes thu'; du ſiehſt es, wann ich fehle. Nichts, Nichts, kann deinem Aug' ent⸗ fliehn, und Nichts mich dei⸗ ner Hand entziehn. 3. Wann ich in ſtiller Ein⸗ ſamkeit mein Herz an dich ergebe und, über deine Huld erfreut, lobſingend dich er⸗ hebe; ſo hörſt du es, und ſtehſt mir bei, daß ich dir immer treuer ſei. 4. Du merkſt es, wann des Herzens Rath verkehrte Wege wählet; und bleibt auch eine böſe That vor aller Welt verhehlet, ſo weißt du ſie, und ſtrafeſt mich zu mei⸗ ner Beßrung väterlich. 5. Du höreſt meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erſcheine. Voll Mittleid, Vater, zähleſt du die Thrä⸗ nen, die ich weine! Du ſiehſt und wägeſt meinen Schmerz, und ſtärkſt mit deinem Troſt mein Herz. 13 6. O drück', Allgegenwär⸗ tiger! dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr! mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge ſcheu', und, dir zu dienen, eifrig ſei. 7. Laß überall gewiſſen⸗ haft nach deinem Wort mich handeln, und ſtärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroſt zu wandeln! Daß du, o Gott! ſtets um mich ſei'ſt: das tröſt' und beßre meinen Geiſt! In eigener Melodie. 2 2 Aüggegenw ärtiger! ich bin dir nicht verborgen, wo ich bin, wollt' auch auf ſchnellen Schwin⸗ gen mich an die fernſten Meere hin die Morgenröthe bringen. 2. Flieg' ich zum Himmel hoch empor, mich unter ſei⸗ nem Sternenchor im Glanze zu verſtecken, ſo biſt du da, ziehſt mich hervor, und Schande wird mich decken. 3. Steig' ich vor deinem Drohn hinab ins Haus der Finſterniß, das Grab: du biſt auch da zugegen; auch da folgt mir dein Richter⸗ ſtab auf ſchauervollen We⸗ gen. 4. Der Alles ſchuf, iſt überall: o fürchterlicher Donnerſchall in aller Sün⸗ der Ohren! Sie fürchten A 7 kei⸗ — 14 Von Gott, deſſen Weſen keinen Ueberfall: nun zit⸗ tern ſie, die Thoren. 5. Der Gott des Himmels iſt ſo nah, das Heiligſte der Weſen ſah, was wir im Her⸗ zen dachten; was in gehei⸗ mer Nacht geſchah, wann wir und Satan wachten. 6. Wir Thoren haben wohl gedacht, du würdeſt uns, o Mitternacht, mit ſchwarzen Flügeln decken! Umſonſt! Gott wacht um uns, er wacht mit allen ſeinen Schrecken. 7. Noch keines Herzens böſer Rath, ihr Sünder, keine ſchnöde That iſt ſeinem Aug' entronnen. Er kennet den geheimen Pfad des Staubes und der Sonnen. 8. O gehe nicht, Herr, ins Gericht, wann wider die gelobte Pflicht wir, deine Knechte, handeln! Laß uns vor deinem Ange⸗ ſicht in frommer Ehrfurcht wandeln! 9. Daß deinem Blicke Nichts entflieht, was war und iſt, und einſt geſchieht, ſei meine Ruh' und Freude! Ein Gott, der Alles weiß und ſieht, der weiß auch, wann ich leide. Allmacht Gottes. In eigener Melodie. 2 3 Herr 1. deine All⸗ macht reicht ſo weit, als ſelbſt dein Wollen reichet. Nichts iſt, das dei⸗ ner Herrlichkeit 18 deinen Thaten gleichet. Was iſt zu groß⸗ was iſt zu ſchwer, das dir zu thun unmöglich wär'? 2. Du ſprichſt, und auf dein mächtig Wort fällt Alles dir zu Füßen. Du führeſt deinen Rathſchluß fort bei allen Hinderniſſen. Wenn du gebeutſt, ſo ſteht auch da, was noch zuvor kein Auge ſah. 3. Du haſt dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. Es bleibet ſtets dein Augenmerk, und wird durch dich regieret. Noch immerfort beſteht die Welt, weil deine Allmacht ſte erhält. 4. Die Größe deiner Thaten zeigt, daß, Schöp⸗ fer, dein Vermögen weit über alle Kräfte ſteigt, die die Natur bewegen. Du bleibſt ihr Herr, in deiner Hand bleibt Alles, was derc dich entſtand. Was für ein Wunder deiner Macht wird unſer Aug' nicht ſehen, wann nach der langen Grabesnacht die Todten auferſtehen, wann du von unſerm Staub den Reſt zu neuen Körpern wer⸗ den läßt. 6. Allmächtiger! erſtaunt fair ich vor deinem Throne nieder; mein bloͤder Geiſt ver⸗ — verlietet tit. und ſtwache L. Lieder, dich und deine K. aus dn Tode Lebe 1⁸ ſchenke — die dein — u— 4 — — — te—— ius net, auf dich u Armes Kuſt, d ann und Alles ſ haſha G Mel. O Gott, du fror — 4 Fr 8 anrerborgen; du ke Inga ſun und, Sorgen. Was me deait, war dir kannt, eh der Ge⸗ in Wiht Seel 2. Neſpricht: ein Vert das d nicht wiſſet. 5 vas ich thu'; du beſchließeſt, was! den ſoll. Erſtaun auf dich: wie gro dertand! wie n für mich! 3. Vohin, woh vor deinem Gein Vo um ich jen nich dei inen Aup ußr' ich gn i biſ d,„ gühr⸗ ich zut auch hi ſer d hu ſen elbſt dein Wo ichts iſt, das 3 hkeit und deinen ichet, Was it u iſt zu ſchwer, in unmöglich win ſprichſt, und di dtig Wort filt zu Füßen. An einen Rathſchi llen Hinderniſen gebeutſt, ſo ſui was noch zum ſah. haſt dein grijs swerk allmaͤtt cſt. Es bleit Augenmerk, m. ch dich regiet erfort beſteht ie Il deine Almg Größe dan gt, daß, Sci Vermögen ni Kräfte ſteigt, w bewegen. A Herr, in denr ibt Alles, u entſtand. für ein Wue acht wird mie ſehen, wam mt Grabesxnachti uferſtehen, u„n iſerm Staub i euen Körpernme ächtiger! ein or deinem Ant eiin bloͤder 1 2 3 — — verlieret ſich, und lallt nur ſchwache Lieder, bewundert dich und deine Kraft, die aus dem Tode Leben ſchafft. 7. O, ſchenke mir die Zuverſicht, die deiner Macht vertrauet; der Macht, die Hülf' und Troſt verſpricht, wenn man auf dich nur bauet, auf dich und deines Armes Kraft, die Alles kann und Alles ſchafft. Allwiſſenheit Gottes. Mel. O Gott, du frommer Gott 24 Hen du erforſcheſt mich, dir bin ich unverborgen; du kennſt mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. Was meine Seerle denkt, war dir bereits be⸗ kannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entſtand. 2. Nie ſpricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wiſſeſt. Du ſchaffeſt, was ich thu'; du ordneſt, du beſchließeſt, was mir begeg⸗ nen ſoll. Erſtaunt ſeh' ich auf dich: wie groß iſt dein Verſtand! wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin ſoll ich vor deinem Geiſte fliehen? Wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, ſo biſt du, Höchſter, da; Führ' ich zur Tief' hinab, auch hier biſt du mir nah. und Eigenſchaften. 15 4. Nähm' ich auch, ſchnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; ſelbſt an dem fern⸗ ſten Meer blieb' ich dir nicht verborgen. Auch da um⸗ ſchlöſſe mich doch deine All⸗ machtshand, denn du biſt überall und dein iſt jedes Land. 5. Spräch' ich zur Fin⸗ ſterniß: Sei um mich, mich zu decken! ſo ſucht' ich doch um⸗ ſonſt vor dir mich zu ver⸗ ſtecken; denn auch die Fin⸗ ſterniß iſt vor dir helles Licht; die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angeſicht. 6. Du warſt ſchon über mir, in meiner Mutter Leibe; du bildeteſt mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe! Ich danke dir! daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh' ich war, ſchon väterlich gedacht. 7. Du kannteſt mein Ge⸗ bein, eh' ich ans Licht gekom⸗ men, da ich im Dunkeln erſt die Bildung angenommen. Dein Auge ſah mich ſchon, eh ich bereitet war, und mei⸗ ner Tage Lauf war dir ſchon offenbar. 8. Was für Erkenntniſſe, für köſtliche Gedanken! Un⸗ zählbar ſind ſie mir, denn ſie ſind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich ſtets auf dich, mein Schöpfer! ſehn, dir folgen, und dein Lob, ſo gut ich kann, erhöhn. 9. E — —— —*— 2 öo —,— 16 Von Gott, deſſen Weſen 9. Erforſche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; ob ich rechtſchaffen bin, wie ich von außen ſcheine? Sieh, ob mein Fuß vielleicht auf falſchem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht. Mel. Wie groß iſ des Allmächt'⸗ 4 Güte. o ſind die Weiſen, wie unſer die mich lehren, Gott allwiſſend iſt? Wer kann mir For⸗ ſchenden erklären, was ſein Verſtand faßt und ermißt? Wer kennet ihn von Ange⸗ ſichte? wer, wenn er noch ſo hoch ſich ſchwingt? Be⸗ kennt's: Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein ſterblich Auge dringt. 2. Könnt' ich die Sterne Gottes zählen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Gedanken aller See⸗ len von ihrem erſten Ur⸗ ſprung her; ſo wär' ich wei⸗ ſer, als auf Erden ein Menſch iſt, als am Strom des Lichts vielleicht ſelbſt Engel jemals werden; doch wüßt' ich ge⸗ gen Gott noch nichts; 3. Nichts gegen ihn, der ſie durchſchauet, die Tiefe der Unendlichkeit und jede Welt, die er gebauet, und je⸗ 9 Punkt der Ewigkeit. O du, der Alles weiß und nen⸗ net, was iſt, was werden ſoll und war, wie biſt du Je⸗ dem, der dich kennet, un⸗ endlich groß und wunderbar! 4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen, iſt meines Geiſtes erſte Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir ſchauen, doch dich begreifen kann ich nicht. Gott, nach dem Licht, in dem du woh⸗ neſt, ſchau' ich mit heiliger Begier; du ſiehſt es gnädig und belohneſt mit Weisheit meinen Blick nach dir. 5. Die Weisheit warnet mich vor Suͤnden, vor Selbſtbetrug und Heuchelei. 3ch. denke ſtets: Gott kann mich finden, wie tief verßor⸗ gen ich auch lſei kann keine Nacht nac de⸗ cken, kein falſcher Schein betrüget ihn. Mich wuͤrde ſtets ſein Da aſehn ſchrecken, könnt' ich gleich aus der Welt entfliehn. 6. Wer kennet ſeines Her⸗ zens T Tiefen? wer darf, o G ott, ſich ſelber traun? All⸗ wiſſender! du woll'ſt mich prüfen, du wolleſt ganz mein Herz durchſchaun. Erblickſt du mich auf böſen Wegen, ſo führe mich auf deine Bahn, und laß mich einſt am Ziel den Segen der Frömmigkeit von dir empfahn! Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 26 D weiſer Schöpfer 4 aller Dinge, der All⸗ Vor ihm gles weiß, erken eht! Nichts ſ ſichts ſe geri⸗ inge, nach d deiner Ordun Denn der geſchöpfe hor ſüreibſt du 4 zl und Regel vo⸗ 2. De vielen wl den te gu was un gen fern und nah, Leweiſe 8 ner Ste ugen deiner We lnendlich, Herr, Verſtand: der gan hau macht'’ bekann 3 Mit eben die ferhänden, mit w⸗ die Pelt gemacht, du auch an allen vas dein Verſtand Fbracht. Du br nnerſchafnes Li⸗ Menſch den u fund nich 4.4 13 d z vorgenommen, k ſobald du willt, venn tauſend tonmen, ſo trium hoher Rath. D nr wählted dein de Mittel ſtehn Hand. 5. die Menge ſiamm Vil len, en denen fülen der ſeines haef felt, n und 1 olzen Wahn a muuft beſchämen en ich kennet, un⸗ und wunderban dich bewunden ten, iſt meines e Pflicht. M arf ich mag i ch dich begreifn Gott, nac in dem du vi⸗ ich mit heilige ſiehſt es guid eſt mit Weiskei ck nach dir. Weisheit want Sünden, m g und Heucheli ſtets: Gott hm „wie tief verber h ſei. Vor in Nacht mich ie falſcher Schn n. Mich wund Daſeyn ſchrece gleich aus R ehn. kennet ſeines he 12 wer daff, elber traun? N du wollſt mi wolleſt ganz mit ſchaun. Erblit fböſen Wegen, auf deine u ich einſt an N der Froͤmmifit p fa h n! heit Gottes zur den lieben Get weiſer Schöff aller Dinge,i A und Eigenſchaften. Alles weiß, erkennt, ver⸗ ſteht! Nichts iſt ſo groß, Nichts ſo geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht. Denn der Geſchöpfe ganzem Chor ſchreibſt du Maaß, Ziel und Regel vor. 2. Die vielen wundervol⸗ len Werke, was unſern Au⸗ gen fern und nah, ſtehn als Beweiſe deiner Stärke, als Zeugen deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, iſt dein Verſtand: der ganze Welt⸗ bau macht's bekannt. 3, Mit eben dieſen Mei⸗ ſterhänden, mit welchen du die Welt gemacht, regierſt du auch an allen Enden, was dein Verſtand hervor⸗ gebracht. Du brauchſt, o unerſchaffnes Licht! der Menſchen Rath und Bei⸗ ſtand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenommen, krönt auch, ſobald du willſt, die That; wenn tauſend Hinderniſſe kommen, ſo triumphirt dein hoher Rath. Den beſten Zweck wählt dein Verſtand; die Mittel ſtehn in deiner Hand. 5. Die Menge ſo ver⸗ ſchiedner Willen, wo jeder ſeinen Weg erwählt, muß doch den deinen bloß er⸗ füllen, der ſeines Zieles nie verfehlt, und aller Feinde ſtolzen Wahn als Unver⸗ nunft beſchämen kann. 17 6. O Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit ſie dich zum Leitſtern wähle auf ih⸗ rem ſonſt verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein ſichres Licht. 7. Du haſt mich durch mein ganzes Leben nach deinem weiſen Rath ge⸗ führt. Mein Geiſt muß dir die Ehre geben, daß du auf's Beſte mich regiert; o leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit! Mel. Gott des Himmels und der Erde. 27 erforſchlich ſei mir immer mei⸗ nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht ſei ohne Schimmer, die mich hier umſchattet hat; doch iſt Al⸗ les, was er thut, wie's auch ſcheine, weiſ' und gut. 2. Sollt' ich meinen Gott nur loben, wenn ich ſeine Abſicht ſeh'? Pflicht iſt's, ihn auch dann zu loben, wenn ich ſie noch nicht ver⸗ ſteh'! Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht verſagt? 3. Soll ein Vater unter⸗ laſſen, was dem Kinde Thor⸗ heit iſt? Kühner Tadler! Engel faſſen das, wo du im Dunkeln biſt. Hier ſollſt du dem Herrn vertraun, glau⸗ ben, noch nicht völlig ſchaun. Sollt' *⁴ 18 Von Gott, deſſen Weſen 4. Sollt' er zu Regiere⸗ rinnen ſeiner Werke, ſeiner Welt meine Lüſte ſetzen? ſinnen, ordnen, thun, was mir gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilger⸗ ſtande ſei mein Theil Zuf frie⸗ denheit; dort in meinem Vaterlande wohnt die wah⸗ re Seligkeit. Gang 3 zum Himmel ein, mag er immer dunkel ſeyn. 6. Wenn du rauhen Wegen ach! ſo klage nicht. Was hier ſchmerzet, wird dort Segen; was hier Nacht iſt, wird dort L Licht, und ich faſſ' erſt Gottes Sinn, wann ich ganz vollendet bin. wandelſt, Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit Gottes. Mel. Freu' dich ſehr, o meine ott, vor deſſen Angeſichte nur ein reiner Wandel gilt; ew'ges Licht, aus deſſen Lichte ſtets die reinſte Wahr⸗ heit quillt: deines Namens Heiligkeit werde ſtets von uns geſcheut! Laß ſie uns doch kräftig dringen, nach der Heiligung zu ringen. 2. Heilig iſt dein ganzes Weſen, und kein Böſes iſt an dir. Ewig biſt du ſo ge⸗ weſen, und ſo bleibſt du für Führt mein auch auf und für. Was dein Wille wählt und thut, iſt untadel⸗ haft, iſt gut; und mit dei⸗ nes Armes Stärke wirkſt du ſtets vollkommne Werke. 3. Herr! du willſt, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich ſei'n. Nie beſteht vor dir der Sünder; denn du biſt vollkommen rein. Nur der Fromme darf ſich dein, deiner Gnad' und Huld er⸗ freun. Wer beharrt in ſei⸗ nen Suünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O! ſo laß uns nicht verſcherzen, was du uns noch zugedacht. Schaff' in uns ſtets reine Herzen; tödt' in uns der Sünden Macht! Denn was ſind wir, Gott! vor dir? Du biſt heilig, aber wir ſind verderbt, und wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlöſen, gabſt du deinen Sohn dahin! O! ſo reinige vom Böſen unſern ganzen Sinn durch ihn. Gib uns, wie dein Wort verheißt, gib uns deinen guten Geiſt, daß er unſern Geiſt regiere und uns zu dem Himmel führe. 6. Jede Neigung und Be⸗ jede That ſei dir Unſers Wandels größte Ziexde ſei recht⸗ ſchaffne Heiligkeit! Mach' uns deinem Bilde gleich, denn zu deinem Himmelreich wirſt deser geweiht! 5 1 rirſtt du⸗ ttheben, die in heil llig leben. ¹S zan it der La⸗ Nl. G 4 N Ger rict nuß ale 2 fillen; du wirſt Ageicht auch mit bal fallen. O. ſde Sünde ſcheun at an deüiſen einſt 1 beſtehe 1„Du ſiehſt vo chen Thron herab d Kinder, beſtimn ſeinen Lohn, dem und dem Sünden ſehſt du die Per auf das allein, gechan, ſiehſt du Nchter 3. Das Vor Seligkeit gibſt de den Frommen; ſe vor y nauchem die Siün nder 99 fiigeſt du vor a da dir der Eife fält, den man d uama 4, Du liehſt 7 wa und g. ur Freund der Wer deinen Wi thut, win vn kommen. Sein Kej fällt dir wohl k ſo, wie er üg Fanz voll n Las dein Wäl hut, iſt untä b t; und mit die Stärke wirkſt du umne Werke, du willt, aß er deinem Bihe. Nie beſtehtn under; denn in men rein. A. e darf ſich dei d' und Huld ar r beharrt in ſi⸗ n, kann vot di e finden. o laß uns mih was du uns wc Schaff' in um Herzen; tödt i Sünden Mt! ſind wir, Gul Du biſt helh ind verderbt, w zählen, große oft wir fehlen! von Sünden gabſt du dein n! O! ſo reing n unſern ganm hihn. Gib mm ort verheißt, guten Geiſt, i Geiſt regiere u n Himmel füht Neigung und d de That ſei ſt Unſers Want exde ſei ul⸗ Heiligkeit! Mi m Bilde glet inem Himmeltit vif und Eigenſchaften. nur die Glauben wirſt du, Herr! erheben, die im heilig leben. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 6 erechter Gott, 29 G vor dein Ge⸗ richt muß alle Welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem Angeſicht auch mir mein Ur⸗ theil fällen. O! laß mich jede Sünde ſcheun, und hier mit Ernſt befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen. 2. Du ſiehſt von deinem hohen Thron herab auf dei⸗ ne Kinder, beſtimmeſt jedem ſeinen Lohn, dem Frommen und dem Sünder. Nicht fiehſt du die Perſonen an: auf das allein, was wir gethan, ſiehſt du, gerechter Richter. 3. Das Vorgefühl der Seligkeit gibſt du ſchon hier den Frommen; du ſchützeſt ſie vor manchem Leid, in das die Sunder kommen. So zeigeſt du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlge⸗ fällt, den man der Tugend widmet. 4. Du liebſt, was recht iſt, Herr! und gut, du biſt ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufge⸗ nommen. Sein Tugendfleiß gefällt dir wohl, iſt er gleich nicht ſo, wie er ſoll, ganz heilig, ganz vollkommen. 19 5. Doch dem, der dich s Gott! nicht ſcheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geſetz und Recht ent⸗ weiht, biſt du ein ſtrenger Rächer. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewiſ⸗ ſensmartern ſind ſein Lohn oft ſchon in dieſem Leben. 6. Bleibt hier viel Boͤſes ungeſtraft, viel Gutes unbe⸗ lohnet: ſo kommt ein Tag der Rechenſchaft, der keines Sünders ſchonet. Da zeigeſt du im hellſten Licht, wie recht und billig dein Gericht; dann triumphirt der Fromme. 7. Gerechter Gott! laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben; verleihe mir die Kraft dazu, es willig auszuüben! Regt ſich die Sünde noch in mir, ſo ſtärke mich die Furcht vor dir, daß ich ſie überwinde! Treue und Wahrhaftig⸗ keit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 30 Noch nishaff du dein Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott! verletzt. Du hältſt getreu, was du verſprochen, voll⸗ führſt, was du dir vorgeſetzt. Wenn Erd' und Himmel auch vergehn, wird ewig doch dein Wort beſtehn. 2. Du biſt kein Menſch, daß dich gereue, was uns dein 20 Von Gott, deſſen Weſen dein Wort verheißen hat; nach deiner Macht, nach dei⸗ ner Treue bringſt du, was du verſprichſt, zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, ſo kömmt ſie doch zur rechten Zeit. 3. Und wie du das unfehl⸗ bar giebeſt, was deine Lieb' uns zugedacht: ſo wird, wann du Vergeltung übeſt, die Drohung auch gewiß vollbracht: wer hier verletzet ſeine Pflicht, entgehet deiner Strafe nicht. 4. O drücke tief dies in mein Herze„daß es vor dei⸗ nem Wort ſich ſcheut; gib, daß ich nie leichtſinnig ſcherze mit deiner Strafge⸗ rechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, was dein Befehl mir unterſagt. 5. Doch laß mich auch mit feſtem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Troſt uns jemals rauben, den wir auf dein Verſprechen baun? Du biſt ein Fels, dein Bund ſteht feſt; wohl dem, der ſich auf Gott verläßt! Erwäge dies, Seele, und der's treulich meint. Sei ſtets, nach ſeines Worts Befehle, der Wahrheit Freund, der Lügen Feind; beweiſe dich als Gottes Kind, dem Treu' und Wahr⸗ heit heilig ſind. o meine traue Gott, Mel. Gott des Himmels und 31(a) Weicht.„ihr Ber⸗ ge, fallt ihr Hügel, brecht, ihr Felſen, ſtürzet ein!? Feſter wird, als Berg und Hugel, Gottes Vatertreue ſeyn, unbeweg⸗ ter noch, als ſie. Seine MWaßr heit trüget nie. Gnade hat er mir ver⸗ vrehen„ das iſt Gottes Bund mit mir. Dieſer Bund wird nie gebrochen; ſeine Treue bürgt dafür. Erd' und Himmel mag vergehn; was er zuſagt, muß geſchehn. 3. Nicht auf Menſchen will ich bauen; wie betrüg⸗ lich iſt die Welt! Meinem Gott will ich vertrauen, der, was er gelobt, Er, ein Feind der Heuchelei, iſt wahrl haftig, iſt getreu. 4. Draͤut die Welt mir, mich zu haſſen, und verfolgt mich, will ich mich immer auf den Herrn verlaſſen; er erbarmt doch meiner ſich. Denn er bleibet immerdar, was er iſt, und was er war. 5. Scheint auch er mich nicht zu achten, und verbirgt ſein Angeſicht, läßt mich ru⸗ fen, läßt mich ſchmachten: ſo vergißt er mich d doch nicht; denn er bleibet immerdar, was er iſt, und was er war. 6. Friede will er mit mir halten, wenn ſich auch die Welt empört; ihre Liebe mag erkalten, bleib' ich mei⸗ nem auch hält! 1 1 316 eti 3 G em Gott nur uae neinen 1 Kun umer ſt riume Sonn'n n 7. Er, der Herr Erbarmet; ſo ha ſelbſ tgeuennt; das geuug ur ih Armer! on ihm getrennt. räue zufudt ſey niht mein Herz ſi §. Imallein wil drnen, d will auf die en ruhn, will n uf in ſut udue fagt, wird er au Etd und Himmel Fohen Ewig wird eſtehn. R eigner Melo V naiazaß verlaͤßt nie. Badſf i V Voßl eyn und in * 1ng 8 Nich decken ſein lügal Stir tes Rrge; fallt, inn Fott iſt künar 2. Gott iſt mein deuſi 8— ni dies hoff ich bin gewiß, daß er u un en zu hart ſt Er ſärtet m tem Bunde, i — ing triͤſe ült iſt, getren „Gott iſ ger tut, was er re n es Himmels und eicht ihr Ber ge, fallt ihr zt, ihr Felſen Feſter wird, als Hügel, Gattz ſehn„ unbevege ls ſie. Seine üget nie. hat er mir ver⸗ das iſt Gotte cir. Dieſer Bum ebrochen; ſeint dafür. Erd' und g vergehn; was nuß geſchehn. auf Menſchen ten; wie betrüg⸗ Welt! Meinem vertrauen, der, öbt, auch hält! id der Heuchelei ig, iſt getreu. die Welt mir, ſſen, und verfolgt ich mich imme errn verlaſſen! u och meiner ſit⸗ leibet immerdan und was er wan at auch er mit ten, und verbin ht, läßt mich ie mich ſchmachtan r mich doch nicht lleibet immerda und was er u e will er mit ni eenn ſich auchſt bört; ihre din b en, bleib ich m⸗ 1 und Eigenſchaften. 21 nem Gott nur werth. Er, der meinen Kummer ſtillt, bleibt mir immer Sonn' und Schild. 7. Er, der Herr iſt mein Erbarmer; ſo hat er ſich ſelbſt genennt; das iſt Troſt genug: ich Armer werde nie von ihm getrennt. Er will meine Zuflucht ſeyn; ſollte nicht mein Herz ſich freun? 8. Ihm allein will ich ver⸗ trauen, will auf dieſem Fel⸗ ſen ruhn, will mein Glück auf ihn nur bauen; was er ſagt, wird er auch thun! Erd' und Himmel mag ver⸗ gehen! Ewig wird ſein Bund beſtehn. In eigner Melodie. 31⁰) Gett i iſt getreu! Sein Herg, ſein Irhers verläßt die Sei⸗ nen nie. Gott iſt getren! Im Wohlſeyn und im Schmerz erfreut und ſchützt er ſie. Mich decken ſeiner Allmacht Flügel. Stürzt ein, ihr Berge; fallt, ihr Hügel! Gott iſt getreu! 2. Gott iſt getreu! Er iſt mein wenti Freund! Dies weiß, dies hoff' ich feſt: ich bin gewiß, daß er mich kei⸗ nen Feind zu hart verſuchen läßt. Er ſtärket mich, nach ſeinem Bunde, in meiner Prüfung trübſter Stunde. Gott iſt getreu! 3. Gott iſt getreu! Er thut, was er verheißt. Er ſendet mir ſein Licht. Wenn dieſes mir den Weg zum Le⸗ ben weiſt, ſo irr' und gleit' ich nicht Das Laſter ſoll mich nicht belügen, mich um den Himmel nicht betrügen. Gott iſt getreu! 4. Gott iſt getreu! Er handelt väterlich, und was er thut, iſt gut. Auch Trüb⸗ ſal iſt's; mein Vater beſſert mich durch Alles, was er thut. Die Trübſal gibt Ge⸗ duld und Stärke zum Fleiß in jedem guten Werke. Gott iſt getreu! 5. Gott iſt getreu! Er, dem ich theuer bin, führt mich nach weiſem Plan, im Wechſellauf der Dinge zum Gewinn des ew'gen Heils hinan; vergibt mir gnädig meine Sünden, und läßt mich Troſt durch Chriſtum finden. Gott iſt getreu! 6. Gott iſt getreu! Stets hat ſein Vaterblick auf ſeine Kinder Acht. Auch freut es ihn, wenn ſchon ein irdiſch Glück ſie froh und dankbar macht. Was uns zu ſchwer wird, hilft er tragen, und endlich ſtillt er alle Klagen. Gott iſt getreu! 7. Gott iſt getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich Gottes ſtets zu freun? Sei Gott getreu und fürchte Nichts; mag doch die Welt voll Argliſt ſeyn. Selbſt falſcher Menſchen Neid und Tücke 22 Von Gott, deſſen Weſen Tücke gereichen mir alsdann zu Glücke. Gott iſt getreu 8. Gott iſt getreu! Ver⸗ giß, o Seel', es nicht, wie zärtlich treu er iſt! Ihm treu zu ſeyn, ſei deine liebſte Pflicht, weil du ſo werth ihm biſt! Halt' feſt an Gott, ſei treu im Glauben! Laß Nichts den ſtarken Troſt dir rauben: Gott iſt getreu! Liebe, Güte und Barm⸗ herzigkeit Gottes. In eigner Melodie. 32 Mie groß iſt des All⸗ W mächt' gen Güte! Iſt der ein Menſch, den ſie nicht rührt? der mit vechär⸗ tetem Gemüthe den Dank erſtickt, der ihr gebül hrt? Nein, ſeine Liebe zu ermeſ⸗ ſen, ſei ewi ig meie größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergeſſen; vergiß, mein Herz, auch ſeiner nicht. 2. Wer hat mich wunder⸗ bar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich ge⸗ leitet? Er, deſſen Rath ich oft verwarf. Wer ſtärkt den Frieden im Gewiſſen? Wer gibt dem Geiſte neue Kraft? Wer läßt mich ſo viel Glück genießen? Iſt's nicht der Herr, der Alles ſchafft? 3. Schau', o mein Geiſt! in jenes Leben, zu welchem du erſchaffen biſt; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig ſehn wirſt, wie er iſt. Du haſt ein Recht zu dieſen Freuden, durch Got⸗ tes Gute ſind ſie dein. Sieh, darum mußte Chriſtus lei⸗ den, damit du könnteſt ſelig ſeyn. 4. Und dieſen Gott ſollt' ich nicht ehren, und ſeine Güte nicht verſtehn? Er ſollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt. nicht gehn? Sein Will' i iſt mir in's Herz gef ſchrieben; ſein Wort beſtärkt ihn ewig⸗ lich. Gott ſoll ich über Alles lieben, und meinen Nächſten gleich als mich. 5. Dies iſt mein Dank, dies iſt ſein Wille: ich ſoll vollkommen ſeyn, wie er. So lang ich dies Gebot er⸗ fülle, ſtell' ich ſein Bildniß in mir her. Led ſeine Lieb in meiner Seele, ſo treibt ſie mich zu jeder Pflicht! und ob ich ſchon aus Schwach⸗ heit fehle, herrſcht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott! laß deine Güt' und Liebe mir immer⸗ dar vor Augen ſeyn. Sie ſtärk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröſte mich zur Zeit der Schmerzen, ſie leite mich zur s zeit des Glücks, und ſie beſteg' in meinem Hrze die Furcht des letz⸗ ten Augenblicks. Mel. Mel. 1 Helgl ſccſe 3 3 Jrunh tun ſer Güte, harmhe von duldendem vill Aleu Heil u aaft gewähren, die die ehren. 2 Er handelt uns nach unſern und läft verſchor ds nicht empfind rir, weil wir iül detz nicht gaben, Rt baben. 3 doch iſt der iier ſeiner Erde. iſt auch, daß er verde, die Huld dei denen, die ih „ud Gutes üben. 4. Wem bleibt litz, wann ers borgen? So weit iſt entfernt vom dutfernt auch Got Schuld und von unſern Herje 5. So zärtlich Mter ſeiner Kind net, ſo erharmt der S Suda wenn derzn ſich zu ihm in deu ſchwine 6. Er ſclägt derwundet, läft r) weiß, R Nen Ferbrechli lich Veſen nen daß da as bce doch N 7 Von Eate n hkeit umgeben, ehn wirſt, me eh Recht ͤt zu 1, durch Gat dein. S Eig, te Chriſtus lei zdu koͤnnteſt ſ ein leſen Gott ſoll ren, und ſeine verſtehn? 6 ich nicht höͤren⸗ en er mir zeigt Sein Will' iſ derz geſ ſbreta⸗ eſtärkt ihn ewig⸗ oll ich über Alles meinen Nächſten lich. iſt mein Dank, Wille: ich ſoll ſeyn, wie er⸗ zdies Gebot er⸗ ich ſein Bildni Lebt ſeine Lieh Seele, ſo treibt ſ der Pflicht! umd n aus Schwat herrſcht dochii unde nicht. hott! laß deir eiebe mir immr 9 ugen ſeyn. E die guten Triebe es Leben dit ſ ie tröſte mich zu chmerzen, ſie li lan Jeit des Glütt eſteg in uihe e Jurcht des li⸗ blicks. N Mel. Herzliebſter Jeſu! 3 3 J Tauchzt uſ erm Gott! Er iſt von gro⸗ ßer 385 em gergig und von duldendem Gemüthe; will Allen Heil und ew'ge Luſt gewähren, die ihn ver⸗ ehren. 2. Er handelt nicht mit uns nach unſern Sünden, und läßt verſchonend uns das nicht empfinden, was wir, weil wir ihm unſer Herz nicht gaben, verſchul⸗ det haben. 3. Hoch iſt der Himmel über ſeiner Erde. So groß iſt auch, daß er geliebet werde, die Huld des Herrn bei denen, die ihn lieben, uund Gutes üben. „Wem bleibt ſein Ant⸗ len wann er's ſucht, ver⸗ borgen? So weit der Abend iſt entfernt vom Morgen, entfernt auch Gott der Sün⸗ de Schuld und Schmerzen von unſern Herzen. 5. So zaärtlich ſich ein Vater ſeiner Kinder erbar⸗ met, ſo erbarmt ſich Gott der Sünder, wenn ſie von Herzen ſich zu ihm bekehren, ihm Treue ſchwören. 6. Er ſchlägt und heilt, verwundet, laͤßt geneſen. Er weiß, der Menſch iſt ein zerbrechlich Weſen; er denkt daran, daß das Geſchöpf aus Erde doch Aſche werde. 7. Von Ewigkeit zu Ewig⸗ und Eigenſchaften. 23 keiten währet die Güte Got⸗ tes Jedem, der ihn ehret. Ach leite denn auch mich auf deinem Pfade, du Gott der Gnade! 8. So werd' ich ewig dei⸗ ner Huld genießen; ſo wird mein Leben ſanft vor dir verfließen; ſo werd' ich dort mit allen Engelchören dich fröhlich ehren. . Mein Gott, das Herz 34 We⸗ ſich mein Geiſt, All⸗ mächtiger! der Gnaden Menge denkt, womit du mich, mein Gott und Herr! ſo unverdient beſchenkt: 2. Dann iſt mein Herz ſo hoch erfreut, ganz deiner Güte voll, und weiß vor heißer Dankbarkeit, nicht wie es danken ſoll. 3. Als ich noch in der Mutter Schooß, in Nacht verborgen ſchlief, beſtimm⸗ teſt du, o Herr! mein Loos, das mich zum Leben rief. 4. Du wählſt des Sterb⸗ lichen Geſchick, eh er gebo⸗ ren iſt; und ſo ward ich, o welch ein Glück! durch die Geburt ein Chriſt. 5. Schwach an der Bruſt, vernahmſt du ſchon, was kein Gebet noch war, und neigteſt du des Weinens Ton dein Ohr gefällig dar. 6. Wann ich als Jüngling (Jungfrau) von dem Pfad der — — verirrt, Herr! der Tugend mich hat mich unſichtbar, dein Rath oft wieder drauf geführt. 7. Du warſt mein Schutz und meine Wehr vor Un⸗ glück und Gefahr, und vor dem Laſter, das noch mehr, wie ſie, zu fürchten war. 8. Ich ſah, vor Krankheit bleich, durch dich mein Leben hergeſtellt, und deine Gnade ſchmuͤckte mich, wann Sünde mich entſtellt. 9. Von Freudenſtrahlen glänzt mein Blick, da du ſo hoch mich liebſt, und mir, in wahrer Freundſchaft Glück, mehr, als ich wünſchte, gibſt. 10. Und welche Wohl⸗ that, Herr! iſt nicht dies Herz, das fühlen kann, dies Herz, ganz dein, das dank⸗ bar ſpricht, was du an mir gethan! 11. Kein Tag ſoll würd'⸗ ger mir ver-gehn, als, Ew'⸗ ger, dir zum Preis; ich will frohlockend dich er höhn, als Jüngling und als Greis. 12. In Schrecken, Angſt, Gefahr und Noth, trau' ich allein auf dich. Durch dich geſtärkt, iſt ſelbſt der Tod mir nicht mehr fürchterlich. In eigener Melodie. 3 4(b) E” lebt ein Gott, £‿⁹ der Menſchen liebt! Ich ſeh's, wohin ich blicke, am Nebel, der den Von Gott, deſſen Weſen Himmel trübt, Sonnenblicke. 2. Ich ſeh's an jeder dunklen Nacht, wo auch kein Stern mir leuchtet; am Mond, wann er in ſtil⸗ ler Pracht mir meinen Pfad erleuchtet. 3. Ich ſeh's, wann Don⸗ nerwolken glühn, und Berg und Wald bewegen, ich ſeh's, wann ſie vorüber fliehn, am fruchtbar ſanften Regen. 4. Nicht nur, wann Fruh⸗ lingslüfte wehn durch L Laub und junge Blüthe, nicht nur, wann reife Saaten ſtehn, ſeh' ich des Schöpfers Guͤte; 5. Ich ſeh' ſie auch, wann tiefer Schnee die ſtarre Flur bedecket, und brauſend von des Himmels Höh' der Nord den Wandrer ſchrecket. Ja, wie ſie ſich in der Na⸗ tur allliebend meinem Blicke entdeckt, ſo ſeh' ich ihre Spur beim wechſelnden Geſchicke. 7. Ich ſehe ſie nicht nur im Glück, bei dieſes Lebens Freuden; ich ſeh' ſie mit bethräntem Blick auch in des Lebens Leiden. 8. Einſt ſeh' ich ohne Thränen ſie„noch heiterer, als die Sonne, und ſinge⸗ frei von aller Muüh, ihr Lob in ew'ger Wonne. ſo wie am . Mel. Mein ganzer Geiſt 35 O* Gott, deß ſtarke Hand die Welt er⸗ — 9 affn hat, und fät! Ic ſpined her auf der Lelt Ott. ie liſt m chen g nidih fort; u ic n un Gmüte ne* Gott, irem u Hände harmen und vol tun nach nit Arr 4. Seh pf ich de ommel an, ſe vi ten ſehen kann; dine Güte. Der krper kauf und Pu Sternenheer, das macht, erreget u müthe, mächtig, dir zu fingen, dir en Chr' und Stär fnnd deiner Hände §. Sd oſt ich den Hauch der L. fühl ich auch, G große Güte. Wi Feuer, Schnee u deines Velithn Jreis, und rühren nü the, täͤglich hier au freuen, und vo dn⸗ mein Leben Deent ſte zu ergeben 4. Herr. dazu hicj d d mir. zeu u 8 diir 1 din d 6 dI ich: m it alle lem dor dem Undak! nic, was ic di Wm; dir nneng en ut. ſo wie an ſeh's an jeder acht, wo au mir leuchten wann er in ſi⸗ nir meinen Pf l's, wann Da⸗ Nuühn, und Van dewegen, ich ſeht, drüber fliehn, in anften Regen. nur, wann Fril⸗ wehn durch Lu Blüthe, nicht n. Saaten ſtehn, ſe höpfers Guͤte; eh' ſte auch, wam nee die ſtarre Fiu ind brauſend von ls Höh' der Rotj rer ſchrecket. e ſie ſich in der M⸗ ind meinem Blit ſeh' ich ihre Sur elnden Geſchick. ehe ſie nicht un bei dieſes Leben ich ſeh' ſie mi „Blick auch i Leiden. ſeh' ich un te, noch heitan onne, und fing, ller Müh, ihrbt Wonne. Rein ganzer Geif Gott, deß fan — Hand die A e und Eigenſchaften. 25 erſchaffen hat, und noch er⸗ hält! Ich ſpüre deine Guͤte hier auf der Welt an jedem Ort. Sie hilft mir Schwa⸗ chen gnädig fort; und wann ich mein Gemüthe von hier zu dir, o Gott, wende, ſtreckſt du Hände voll Er⸗ barmen und voll Wohl⸗ thun nach mir Armen. 2. Seh' ich den weiten Himmel an, ſo viel ich da⸗ von ſehen kann; ſo ſeh' ich deine Güte. Der Himmels⸗ körper Lauf und Pracht, das Sternenheer, macht, erreget mein Ge⸗ müthe, mächtig, freudig, dir zu ſingen, dir zu brin⸗ gen Ehr' und Stärke. Groß find deiner Hände Werke. 3. So oft ich athme und den Hauch der Lüfte fühle, fühl' ich auch, Gott, deine große Güte. Wind, Waſſer, Feuer, Schnee und Eis ſind deines Wohlthuns lauter Preis, und rühren mein Ge⸗ müthe, täglich hier mich dein zu freuen, und von Neuem, Herr! mein Leben dir zum Dienſte zu ergeben. 4. Herr! dazu bitt' ich, hilf du mir. Zeuch immer näher mich zu dir durch deine große Gute. O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank hüte. Laß mich, was ich bitt', erlan⸗ gen; dir anhangen hier auf das du ge⸗ Erden, bis mir wird der Himmel werden. Mel. Wer nur den lieben Gott 6 o weit, Herr! 36 S deine Himmel reichen, reicht deine Huld, die uns erhält. Eh' werden Berg und Hügel weichen, als deine Gnade wankt und fällt; gleich mächtigen Ge⸗ birgen ſteht die Guͤte, die dein Volk erhöht. 2. Gott, dir iſt kein Ge⸗ ſchöpf verborgen, nicht eins vom Seraph bis zum Thier. Du würdigſt alle deiner Sorgen, ſie danken Luſt und Leben dir. Es mag auch klein und niedrig ſeyn: dir, Gott! iſt Nichts zu groß, zu klein. 3. Mit frommem, freu⸗ digem Gemüthe, erheb' ich, Gott der Gnade, dich; wie theuer iſt doch deine Güte! Wie liebſt du uns ſo väter⸗ lich, uns, die wir ohne Furcht und Graun dem Schatten deiner Flügel traun. 4. Mit welchem reichen Ueberfluſſe erfüllſt du dieſe Welt, dein Haus! Du theilſt ihn Allen zum Ge⸗ nuſſe ſo väterlich, ſo reich⸗ lich aus. Herr! unſers Le⸗ bens Quelle fließt aus dir, der du das Leben biſt. 5. Wir ſehn, o Herr, in deiner Sonne den Schatten deiner Huld, dein Licht. B Ent⸗ 26 Von Gott, Entzeuch uns deiner Güte Wonne, dein gnadenvolles Antlitz nicht! Herr, deine 6 Huld erfreue die, die dich verehren, ſegne ſie! Mel. Herzliebſter Jeſu⸗ 37 Hott iſt die Liebe! ( G Gott kann nur beglücken! Dies ruft uns Alles zu, wohin wir blicken. Sei blau der Himmel, ſei er ſchwarz und trübe: Gott iſt die Liebe! 2. Gott iſt der Me nſchen Vater; und ich fände, ſelbſt wenn ich an dem Saum der Erde ade, ſelbſt we enn ich in die tief Gruft mich grü⸗ be, dich, Gott d der Liebe! 3. So ſei e6 denn mein chſtes giel auf zu werden! per der erſte meiner Triebe M denſchenliebe! Mel. Es iſt das Heil uns 38 8 Dr viele Freuden du mir,& ehe wie viel Si haſt aus Gnad zen denehnſ on hen! O Gott vit th und Geduld lich häuf' ich meine ſt und deine Liebe wäͤhrct. 2. Bedenk' ich, S dein ne Mach blick' ich „und uberſeh'd mels Pra acht, und Sonne, deſſen Weſen Mond und ich dich voll Ehrfurcht an. Was iſt der Menſch, ruf' ich alsdann⸗ daß du dich ſein Sterne; ſo bet' erbarmeſt! 3. Dein Auge ſchaut auf ihn herab: ſo geht er nicht verloren; nicht für d die Welt, nicht für das Grab ſt er al⸗ lein geboren. Die Welt ver⸗ geht mit ihrer Luſt; der du den Willen Gottes thuſt, dein Glück ſoll ewig dauern 4. Wann ich erwache, denk' ich dein, und wann ich ſchlafen gehe; denn du, mein Vater, kannſt ver⸗ keihnn, Aumn was ich kindlich 5 zu dir: Herr, wgs t, ſchenke mir um willen! Herr, wir ſingen deiner ldi t Gott, ihr froh riebe⸗ Der Gott des iſt die Li Er i's in alle ! O, wo kann ich uden, den Ruhm zu verkünden, die und erfreut? vor dir? 2 W 0 r te 2. Wund er tvolle find heit ine Fe 6 Weishe und mei⸗ Aben. deine Hammels ſey Drum ſeufz' ich kind⸗ 6 3 8 zpt de ich bin, ui Sinn dein 4. Trüben ſich Tage; hinweg 8 4 g Amerlg 4 4 eh, W 4 Cep ſcſer aller We 1 em Amen G rdb ewoh as dy 1 n 1 Sunde Hanft . häͤuf ich Ohnde und Nen Ande, And Renn n Sterne; ſo beb d E vriurcht mn. Menſch, ruß it aß du dich ſ ſein Auge ſchaut au ſo geht er nit icht für die Wa 8 s Gedh iſt er a Die Welt va⸗ rer Luſt; der d i Gottes thuh ſoll ewig dauen in ich erwache, dein, und wam gehe; denn du. er, kannſt ver was ich kindlig ſeuf' ich kimd⸗ t dir: Herr, wa ſchenke mir m e willen! e, wir ſingen deine Höbia Gott, n frohen Triehe des Himmeld i Er iſt's in al O, d1 kun nden, den Nuühn zu verkünden, net und erften ch, Herr! vor di neln kann ich ſir ebe! Kein Mi ie gut du bitſ Ingel faßt es utt ndervoll find dn Ich ſehe Weict bh d Stärke, undme beuget ſich. 3 deine Liebe thronet da auch, wo Macht und Weisheit wohnet; ich ſeh' es und er⸗ hebe mich. Was iſt's, das mich erſchreckt? Mein heller Blick entdeckt nichts, als Liebe. Der kleinſte Wurm, der Donnerſturm, und Alles, Alles preiſet ſie. 3. Huldreich riefſt du mich in's Leben, um hohe Kräfte mir zu geben, um Freude um mich her zu ſtreu'n. Jeder Tag erzählt's dem andern: die Erde, wo die Menſchen wandern, ſoll Vorhof ihres Himmels ſeyn. Ich jauchze, daß ich bin, und öffne Herz und Sinn deiner Liebe. Bon dir gef ſchützt und unter⸗ ſtützt, durchlauf' ich fröhlich meine Bahn. 4. Trüben ſich auch meine Tage; hinweg mit jeder Fammerklage! Nur du, mein Vater, trübeſt ſie. Licht ent⸗ ſtrömt den Dunkelheiten; du willſt nur Segen mir be⸗ reiten, und Troſt und Hoff⸗ nung fehlt mir nie. Vor dir entweicht der Schmerz, und froh erfährt mein Herz deine Liebe. Wenn Alles bricht; ich zage nicht! Du reichſt mir deine Vaterhand. 5. Ach! wie kann ich dir vergelten, was du, Beherr⸗ ſcher aller Welten, mir armen Erdbewohner gibſt? Sünde häuf' ich oft auf Sünde, und dennoch ſeh' ich und Eigenſcha ften. 27 und empfinde, daß du, Er⸗ barmer, mich noch liebſt. Du haſt Geduld mit mir, und lockſt mich hin zu dir durch die Liebe. Und wer dich ehrt, und wiederkehrt, Preis dir! den begnadigſt du. 6. Ja, du willſt der Sün⸗ der Leben. Selbſt deinen Sohn haſt du gegeben, daß er ihr Seelenretter ſei. Weisheit kam mit ihm her⸗ nieder; er litt und ſtarb für ſeine Bruͤder, und ſprach ihr Herz von Aengſten frei. O Gott, was fühlt mein Geiſt! Wie ſtaunt er nun und preiſt deine Liebe! Dein Sohn erſchien, du ſandteſt ihn! Wie hoch haſt du die Welt geliebt! 7. Gott! ich will dir folg⸗ ſam werden. Wer iſt im Himmel und auf Erden, der ſo, wie du, beglücken kann? Einſt umſtrahlet, gleich der Sonne, mich ewig, ewig Licht und Wonne, geh' ich nur gern auf ſeiner Bahn. Dann ſchwebt mein Geiſt empor, und ſingt im Sternenchor: Klehe! Liebe! O Herr der Zeit und Ewigkeit! Ich weiß, daß du Liebe biſt. Geduld, Langmuth und Gnade Gottes. Mel. Ein Lämmlein geht 40 Mit welcher Lang⸗ ( muth und Ge⸗ GX s B 2 duld⸗ 28 Von Gott, deſſen Weſen duld traͤgſt du die Menſchen⸗ kinder, o Gott! Auch bei gehäufter Schuld trägſt du die frechen Sünder! Sie nahen dem Verderben ſich; du ſieyſt es, und es jammert dich des Elends dieſer Ar⸗ men. Daß ſie demſelben noch entfliehn, ſuchſt du ihr Herz zu dir zu ziehn, aus innigem Erbarmen. 2. Du gönneſt ihnen Zeit und Raum, noch in ihr Herz zu gehen, du läßt den un⸗ linchtharen Baum nicht ohne Pflege ſtehen. Du ſchoneſt ſein von Zeit zu Zeit; ver⸗ zieheſt, voll Barmherzig⸗ keit, ihn gaͤnzlich abzuhauen. O welche Langmuth und Geduld! Wer ſollte deiner Vaterhuld nicht inniglich ver⸗ trauen? 3. Erbarmeſt du dich ſchon ſo ſehr ſelbſt frevelhaf⸗ ter Sunder: ſo trägſt du ſchonend noch viel mehr di Frommen, deine Kinder. Läßt ihrer Tugend Eifer nach, und werden ſie im Glauben ſchwach, und träg' zu guten Werken: ſo zürnſt du nicht; du denkſt daran, wie leicht ein Herz ſich taͤu⸗ ſchen kann, und eileſt, ſie zu ſtärken. 4. Laß dieſe Langmuth und Geduld, Gott! unfre Herzen rühren! Nie müſſe deine Vaterhuld zur Sicher⸗ heit uns führen! Ach! Kei⸗ ner haͤufe Schuld auf Schuld durch kühnen Mißbrauch deiner Huld! Nur Tugend ſei uns Freude, damit uns in der Prüfungszeit der Reichthum deiner Gütig⸗ keit zur wahren Beßrung leite. In eigener Melodie. 41 Auer Welten Herr⸗ cher! Gott! dein ganz Gebiete iſt ein Schau⸗ platz deiner Güte. Sie ver⸗ herrlicht täglich ſich auch an uns Allen, die wir noch auf Erden wallen. Ja, ſie pflegt, nährt und trägt nicht nur deine Kinder, ſelbſt die größ⸗ ten Sünder. 2. Dieſer Langmuth Größe läßt ſich zwar empfinden; aber, wer kann ſie ergrün⸗ den Sünd her ſo verſchonen, Schulden mit ſo ht dulden, und treu warnen, die dich haſſen: Herr! wer kann dies faſſen? 3. Doch du ſtrafſt nicht gerne; liebſt nur unſer Le⸗ ben; Zeit zur Beßrung uns zu geben, dringt dich deine Liebe, zärtliches Erbarmen. Darum haſt du mit uns Ar⸗ men, ſo voll Huld, noch Ge⸗ duld, daß wir dar hten und nach Beßrung trachten. 4 O daß doch der Reich⸗ thum deiner T zaterliebe uns zur Sinnesaͤndrung triebe! — vie en Na c. f dabei doch ſo 4 — D daß vir, voll R Schuld bedächten, rilizi folge näct Sähmerz rührt d din alden, die uns uns u ſch ig ung zu 35 Daut ſei dir, gnaͤdi 6 a u mfſer ban d Gott Van ter, S beilgge H Gy I eig ener 2 H- 44 Dank für ſeine G ſorget, daß uns niu Gefahr und Ungl Ins va lzu thu kenif 3 will 8 Seligteit. Erher Freuden! 2 Ja, Vater hen dich mit fren ithe; du heriſe anderli 6 m nt We⸗ nit Güte. Unend ſſ dei eine Macht, ſe wirkt, it wod Dohl uns, dnn 3. D 3 Jeſa G Hochſten g Sohn! di Eingebornen, die Gott tt vom di Hinmelz Katt ung der Verlo win er zwiſ zwiſchen u jilf Uns im⸗ do erbarm glr 4 n huld auf Schuld en Mißßbraug „Nur Augend dde, damit uns ufungszeit der deiner Gütig⸗ ahren Beßrung ner Melodie. eer Welten Herr⸗ ſcher! Gott dein te iſt ein Scha⸗ Güte. Sie der glich ſich auch m die wir noch auf V en. Ja, ſie pflegt trägt nicht um e, ſelbſt die griß⸗ ‧. Langmuth Gruße zwar empfinden, kann ſie ergrir⸗ der ſo verſchonmn Schulden mit ſ ſicht dulden, m ſo treu warnn ſen: Herr! aſſen? du ſtrafſt nitt ſt nur unſer b ur Beßrung u dringt dich dei liches Erbarnn t du mit unse ll Huld, nochte vir darauf acn Beßrung tracſt ß doch der t r Vaterliebe 1 sändrung ih und Eigenſchaften. 29 O daß wir, voll Reue, unſre Schuld bedächten, und wir willig folgen möchten! Unſer Schmerz rührt dein Herz, Schulden, die uns kränken, gnädig uns zu ſchenken. 5. Dank ſei dir, o Vater, daß du unſer ſchoneſt, und nicht nach Verdienſt uns lohneſt. Stets noch iſt uns Schwachen nöthig deine Gnade, ſelber auf dem Tu⸗ gendpfade. Leit' uns doch damit noch, bis wir dich einſt droben ohne Sünden loben. Von der heiligen Dreieinigkeit. Gott; Vater, Sohn und heiliger Geiſt. In eigener Melodie. 42 llein Gott in der Höh' ſei Ehr' und Dank für ſeine Gnade! Er ſorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unglück ſchade. Uns wohl zu thun, iſt er bereit; er will nur unſre Seligkeit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Vater! wir erhe⸗ ben dich mit frendigem Ge⸗ müthe; du herrſcheſt unver⸗ änderlich mit Weisheit und mit Güte. Unendlich groß iſt deine Macht, und was ſie wirkt, iſt wohl bedacht. Wohl uns, daß du regiereſt! 3. O Jeſu Chriſt, des Höchſten Sohn! dich, ſeinen Eingebornen, dich ſandte Gott vom Himmelsthron zur Rettung der Verlornen. Du Mittler zwiſchen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod: erbarm' dich unſer Aller! 4. O heil'ger Geiſt, du Geiſt von Gott, erleuchte, beßre, tröſte, die Jeſus Chriſt durch ſeinen Tod vom Sündendienſt erlöſte. Auf deinen Beiſtand hoffen wir; ach! leit' uns ſtets, ſo ſind wir hier beglückt, dort ewig ſelig. Mel. Erſchienen iſt der herr⸗ lich Tag. 4 3 Daut und Anbetung bringen wir, Herr, unſer Gott und Vater, dir. Du biſt es, der die ganze Welt erſchaffen hat und noch erhält. Halleluja! 2. Dank und Anbetung bringen wir, Sohn Gottes, Herr und Heiland, dir. Du littſt für uns des Todes Pein, uns vom Verderben zu be⸗ frein. Halleluja! 3. Gelobet ſeiſt du, Geiſt des Herrn! Wir waren einſt von Chriſto fern. Du haſt durch deines Wortes Macht uns Allen Licht und Heil gebracht. Halleluja! B 3 In 30 Von der heiligen Dreieinigkeit. In eigener Melodie. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott * A Air glauben an den ¶1 E Lobſe ſinget Gott! 8— L 2 1 N £‿ ein'’gen Gott,„Dank, Preis Schöpfer Himmels und der und Ehr. ſei unſerm Gott Erden. Er, Aller Vater, je mehr und mehr, für alle unſer Gott, hieß uns ſeine ſeine Werke! Von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit lebt er und herrſchet weit und breit, mit Weisheit, Güt' und Skärte Singet, bringet frohe Lie⸗ fallet nieder! Gott iſt herrlich, unausſprechlich groß und ſelig. 2. Lobfinget Gott! Dank, Preis und Ruhm ſei von uns, deinem Eigenthum, Her Herr Jeſu, dir geſungen. der Meuſch geworden iſt den Du Mittler zwiſchen uns Kinder werden. Er will uns auch ſtets ernähren, jedes wahre Gut gewaͤhren. Er erwog ſchon, eh, wir waren, unſre? Rettung in Gefahren. der! Er iſt's, und wacht. der fur uns ſorgt, und Alles ſteht Erretter der Verlornen Er, und Gott, haſt durch Ge⸗ er achtete ſein Leben nicht zu horſam bis zum Tod das Le⸗ theu'r, für uns zu geben. ben uns errungen. Heilig, Er erſtand„herrſcht, hoch ſelig iſt die Freundſchaft und in dem Reich, das Gemeinſ Er läßt uns die durch nicht, und kommen zum Welt⸗ 3. Lobſinget Gott! Du Geiſt des Herrn, ſei nie von unſerm Geiſte fern, mit heil'gen Geiſt, unſern gött⸗ Kraft ihn auszurüſten! Du lichen Regierer, den Jeſus machſt uns Neubi, weiſ iſtus uns verh eißt, uns und rein, h uns getroſt zum Beiſtand und zum Püh⸗ und f teich ſeyn im Streit rer, der in Trübſal mit unſern Lüſten. Leit' Chri iſten eilt mit ſtärk' uns in der und Kraft zu rüſten de, wie i im Leide, Gott uns lehrt Vergebung V d der Tugend treu den, und der Augend Werth empfinden. Er flo ßet uns im Todesſchmer des ew'gen L ebens Troſt in' 8 Herz. chaft aller dich zum erhöhet, nie verge het. auch im Grabe kommt dereinſt gericht. 3. Wir glauben an den F rommen, Vater wer iſt t dir gleich 2 Derr, unſer Gott, du. und doch haſt? ——— Von d dit das hüchf du, Pk! rach, uns dir zu dein 6 mei in ſch t dr, du! — — — m Lon, ß kanllic fürchten. „ N A 8 nn ahe du h du ſu 5 Vr ters degr uns wieder befrein von d, fauf du Lon den I Don der Sch W e. E8 iſt d das 4 We n dn Nahe und 4 Ver hat an 5 gettellt d die Sonn ſ 8 ne! de Vaͤder F — Feh dhdle dem Reg Zanzer Geiſt, Gont bſinget Gott Dank, Pras ei unſerm Gott dmehr, für all 2. Von Ewig⸗ gkeit lebt er und it und breit, mit hüt' und Stälke. inget frohe Le⸗ nieder! Gott iſ ausſprechlich gteß gget Gott! Dank, Ruhm ſei vor nem Eigenthum, „dir geſungen. er zwiſchen und haſt durch Ge⸗ zum Tod das Le⸗ trungen. Heilig, „Freundſchaft und oft aller Frommen, dich zum Vant bſinget Gott! A Herrn, ſei w im Geiſte fern, un auszurüſten! A is gläubig, vit hilfſt uns geiuſ eich ſeyn im Stt rn Lüſten. kt irk uns in N vie im Leide, Git nd der Tugend i Es woll' uns Gott H err, unſer b wer iſt dir gli Aich. M Von der heiligen Dreieinigkeit. 31 12 Du biſt das höchſte Weſen! und doch haſt du, an Gnade reich, uns dir zum Dienſt erleſen. Gemeinſchaft ſollen wir mit dir, du Allerhöch⸗ ſter, haben. Mit deinem Heil willſt du uns hier und ewig einſt begaben, du Quelle alles Segens. 2. Wir beten dich, o Va⸗ ter, an. Sind wir gleich vor dir Sunder, ſo nimmſt du dich doch unſer an, wie Vä⸗ ter ihrer Kinder. Du haſt fuür uns aus großer Huld ſelbſt deinen Sohn gegeben; dein Herz, voll Güte und Geduld, verleih' uns Troſt und Leben, daß wir dich kindlich fürchten. 3. O Jeſu, ew'ger Got⸗ tes Sohn! Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich ſteht zu des Vaters Thron der Weg uns wieder offen. Uns zu befrei'n von Sünd’ und Tod, kamſt du zu uns auf Von den Werken und Von der Schöpfung. Mel. Es iſt das Heil uns 47 W machte dieſe = ſchöne Welt? das Nahe und das Ferne? Wer hat am Himmel hin⸗ geſtellt die Sonne, Mond und Sterne? Wer ſchuf die Wälder, Feld und Au? befahl dem Regen, ſprach Erden. O laß uns, unſer Herr und Gott! froh deines Segens werden, und dir im Glauben dienen. 4. O heil'ger Geiſt, du Geiſt von Gott, wehr' in uns dem Verderben! Im Glauben an des Mittlers Tod hilf uns der Sünde ſterben! Du gibſt zum Gu⸗ ten Luſt und Kraft, laß es uns ſtets erfahren. Stärk' uns in unſrer Pilgrim⸗ ſchaft, bewahr' uns vor Ge⸗ fahren, hilf uns dir willig folgen. 5. Laß, Gott! uns dein auf Erden ſchon, als unſers Gottes freuen. Herr, ſegne uns von deinem Thron, daß wir vor dir gedeihen! Dein iſt das Reich, die Herrlich⸗ keit, dir wollen wir hier leben; und du wirſt, nach vollbrachter Zeit, uns einſt dahin erheben, wo wir dich ewig ſchauen. Wohlthaten Gottes. zum Thau: Erquicke Saat und Blüthen? 2. Auf weſſen mächtiges Geheiß entſtanden Ström! und Seeen? Wer gab dem Winter Schnee und Eis? Wer hieß die Winde wehen? Wer rief der Thiere zahllos Heer in Flur und Wald, in Luft und Meer, in Staub ſelbſt frohe Weſen? B 4 3. Das 32 Werke und Wohlthaten Gottes. 3. Das Alles, Alles, groß und klein, iſt dein Werk, Un⸗ ſichtbarer! Du biſt der Er⸗ ſte, du allein biſt Schöpfer und Bewahrer. Durch deine Macht und dein Gebot iſt Alles, liebevoller Gott, iſt auch der Menſch geworden. Wie gut, wie liebevoll du 45in, ſeh' ich, wohin ich blicke; denn gut iſt, was ge⸗ ſchaffen iſt, und dient zu mei⸗ nem Glücke. Luft, Sonn' und Mond, und Pflanz und Thier, und Stein und Waſ⸗ ſer nützen mir, und nützen allen Menſchen. 5. Für dich nicht, für Ge⸗ ſchöpfe nur, daß jedes glück⸗ lich werde, ſchufſt du die prächtige Natur, den Him⸗ mel und die Erde. O du, der uns als Vater liebt, und Allen alles Gute gibt, was kann der Menſch dir geben? 6. Wie bin ich froh! du machſt auch mich zum Zeu⸗ gen deiner Güte. Ich danke dir und denk' an dich mit freudigem Gemüthe. Ich ſeh' dich nicht, doch lieb' ich dich; du ſchufſt und du er⸗ hältſt auch mich zu immer größern Freuden. In eigener Melodie. 48 Le ſinget Gott! er ſchuf die Welt zum Schauplatz ſeiner Güte; lobſingt ihm, der ſie. noch erhält, mit freudigem Ge⸗ müthe, Gott iſt die Liebe! rühmt es laut, Geſchöpfe, die ihr ihm vertraut, die ihr ihn kennt und ehret! Rühmt es, daß ſeine Gütigkeit mit jedem Morgen ſich erneut und ewig, ewig währet! 2. Du wollteſt, daß vor dir Nichts leer von Freud' und Leben bliebe: drum ſchufſt du, Gott, der Him⸗ mel Heer, ſchufſt unſre Welt aus Liebe. Du ſelbſt be⸗ durfteſt ihrer nie; Unendli⸗ cher! du ließeſt ſte zu ihrem Heil nur werden. Dich aber, dich erfreuet nun die Wonne, Allen wohl zu thun im Himmel und auf Erden. 3. Kein Menſch, kein En⸗ gel ſelbſt ermißt dein Wohl⸗ thun, deinen Segen; wie groß, wie weisheitsvoll du biſt in allen deinen Wegen. Gott! deine Güte reicht ſo weit, als deines Reichs Un⸗ endlichkeit, ſo weit, Herr, als dein Leben. Ach! was ſind wir, die deine Macht aus todtem Staub hervor⸗ gebracht, uns ewig Heil zu geben. 4. O Vater, welchem Keiner gleicht an Liebe wie an Stärke! Kein Dank kein Lobgeſang erreicht die Wunder deiner Werke; doch iſt dir's angenehmer Dank, dir iſt es mehr als Lobge⸗ ſang, wenn ich dich thätig liebe, und gern in meiner Le⸗ gcbenzzeit Grden Woh nei gheit e Nerſchen lbe 5. Du biſt d Dan ſi di daß erkeune, und dit z 8 Troſte mir, di Vrter nenne: d — liebreich lücklich uube, me will helfe glichen Von dieſe dn Pllicht, o diche, laß mich nie ih lebe, weichen! Mä. Gott, der du d 49 Ga Sch aing die herrlit Solchen Bau ſo enden, ſonnte Schöpfer um.) ich deine Werke, naͤßigkeit, Prac nigfaltigkeit, wie dener Stärke, un Veisheit ſeh ſuunm vorü ba 4 Nings auf wieder: ui 7. der uns ſchr werf gach ich n Herr den Prei be Nres, Vater nenne, ih d dich puiſen auch ich unh 4 as meine ſenne, und von ottes. tt iſt die Liehe! aut, Ge 5 vertraut, ſh d dehret! Rühmt e Gütigkeit mit gen ſich erneut wig währet! vollteſt, daß ur leer von Freu bliebe: deun Gott, der Hin⸗ chufſt unſre Welt Du ſelbſt be⸗ er nie; Unendli⸗ eßeſt ſie zu ihren werden. Dic erfreuet nun die len wohl zu thum und auf Erden. Menſch, kein En⸗ rmißt dein Wohl⸗ en Segen; wie weisheitsvoll d en deinen Wege. ine Güte reicht ſ deines Reichs U⸗ „ſo weit, Her deben. Ach! bas die deine Mac n Staub hervor uns ewig Heil Vater, welce eicht an Liebe wi ke! Kein Du eſang erreicht einer Werke; ot angenehmer du Fmehr als Lal⸗ n ich dich tſit d gern in nn t Schoöͤpfung. 33 Lebenszeit Erbarmen und Wohlthäͤtigkeit an andern Menſchen übe. 5. Du biſt die Liebe! Dank ſei dir, daß ich dich ſo erkenne, und dir zum Ruhm, zum Troſte mir, dich meinen Vater nenne! Auch will ich gerne liebreich ſein; will glücklich machen; will er⸗ freun; will helfen und dir gleichen. Von dieſem Heil und dieſer Pflicht, o Gott der Liebe, laß mich nicht, ſo lang' ich lebe, weichen! Mel. Gott, der du die Menſchen 49 Gett⸗ aus deinen Schöpferhänden ging die herrliche Natur. Solchen Bau ſo ſchön voll⸗ enden, konnte ſolch ein Schöpfer nur. O wie könnt' ich deine Werke, ihre Regel⸗ mäßigkeit, Pracht und Man⸗ nigfaltigkeit, wie die Zeugen deiner Stärke, deiner Huld und Weisheit ſehn, und doch ſtumm vorübergehn? 2. Rings auf Erden hallt es wieder: Gut und groß iſt, der uns ſchuf! Betend werf' auch ich mich nieder: Herr! dein Preis ſei mein Beruf! Preis, daß ich dich Vater nenne, Preis, daß ich dich preiſen kann, daß auch ich durch dich begann, dich als meinen Schöpfer kenne, und von hohem Ei⸗ fer voll, mehr dich kennen lernen ſoll! 3. Ja, wenn Thränen mir entgleiten: will ich deine Schöpfung ſehn, und durch ihre Herrlichkeiten ſtets mit offnem Herzen gehn. Alle ſtehn ja unverſchloſſen, ſind dem Aermſten ja bekannt. Näher werd' ich dir gewandt, hab' ich ſchuldlos ſie genoſſen. Still und heiter wird mein Sinn, wenn ich hier nicht fühllos bin. 4. Du gedachteſt meiner Leiden, eh' noch dieſes Herz dir ſchlug; ſorgteſt ſchon für meine Freuden vor dem er⸗ ſten Athemzug. Zum Genuß für Leib und Seele haſt du, Herr! mit Freundlichkeit ſo viel Gaben ausgeſtreut, daß ich im Genuß oft wähle. Wer ſo viel, ſo gern mir gibt, o der zeigt, daß er mich liebt. 5. O, wer wollte je ver⸗ meſſen mitten in der ſchönen Welt deiner Macht und Huld vergeſſen, und nicht thun, was dir gefällt? Du, der ſelbſt dem kleinſten Wurme ſeine Vaterſorge weiht, du biſt's, der auch mich erfreut, in der Stille wie im Stur⸗ me. Herr, dir will ich ganz vertraun, und mein Heil auf dich nur baun! Mel. Sei Lob und Ehr' 50 Wenn ich, o Schö⸗ pfer!deine Macht, B 5 di le 34 die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für Alles wacht, anbetend überlege; ſo weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben ſoll, mein Gott, mein Herr und Vater! 2. Mein Auge ſieht, wo⸗ hin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeſchmückt, preiſt dich, du Gott der Stärke! Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet ſie mit Majeſtät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt den Wüade ſeinen Lauf? Wer heißt d Himmel regnen? Wer ſchl leßt den Schooß der Erde auf, mit Vorrath uns zu ſegnen? Du Gott der N acht und Herrlichkeit! Gott, deine Güte reicht ſo weit, als Erd und Himmel reichen. 4. Dich predigt Sonnen⸗ ſchein und Sturm, dich preiſt der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringſte Wurm, bringt meinem Schöpfer Eh⸗ re! Mich, ruft der Baum in ſeiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht; bringt unſerm Schö⸗ pfer Ehre! 5. Der Menſch, ein Leib, den deine Hand ſo wunder⸗ bar bereitet; der Menſch, ein Geiſt, d den ſein Verſtand, dich zu erkennen, leitet; der Menſch, der Schöpfung Werke und Wohlthaten Gottes. Ruhm und Preis, iſt ſich ein täglicher Beweis von deiner Güt' und Größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geiſt, erhebe ſeinen Namen! Gott, unſer Va⸗ ter, ſei gepreiſt, und alle Welt ſag': Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn, und hoff' auf ihn und dien' ihm gern⸗ We er wollte Gott nicht dienen? In eigener Melodie. 5 1 De Himmel rühmen 1— Gottes Ehre, ihr Schall pflanzt ſeinen Namen fort. Ihn rühmt der Erd⸗ kreis, ihn die Meere; ver⸗ nimm, o Menſch, ihr gött⸗ lich Wort! 2. Wer trägt die unzähl⸗ baren Sterne? Wer führt die Sonn' in ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und läuft den Weg, gl leich als ein Held. 3. Vernimm's s, und ſieh die Wunderwerke, die die Na⸗ tur dir aufgeſtellt' Verkün⸗ digt Weisheit, Ordnung, Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannſt du die unzähl⸗ baren Heere der Weſen fühl⸗ los wohl beſchau'n? Durch wenn iſt Alles? Gib ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, ſollſt du vertrau' n! 5. Mein ſind die Himmel, mein die Erde; an meinen Wer⸗ Kerken kennſt du eetde ſeyn, det vedde, dein Gott wwigl iglich 6 8 ndein Weisheit, Güte, der O hinnd und 3ch birs 3! 5 genüthe, und rer Guade Theil. Mal. Herr 65 Gr 52 udm ſeine Schöpfung Nchtig, voll 1 Volke ommenheit. rer Allmacht Hee digt eures Schö und priſſet ſei ſei deit! Sein Kle Lihtt, er hält i wicht ganze W Weſen Heer, da den Engel und ſchafft er. 2. Allmacht Nichts: Es wer auch unſre ſchön ihren Herrn, um Almacht ſpricht Pelten die Berg ihren Schelten, vor den D ouner wie ein Gewann nel auögepennt. gehet, gleic wie, ſeinem Jelt, die eefreut die Bl 6 Er, der 1 de ſhnebet, „wir ſin ottes. Preis, iſt ſich e weis von deine Hröße. 1 b' ihn ewig, ott, unſer V⸗ preiſt, und ale Amen: Und al t' ihren Hann, uf ihn und dien Wer wollte Got 12 ener Melodie. 2Himmel rühma Hottes Ehre, iſ zzt ſeinen Namen rühmt der Erd⸗ die Meere; ver⸗ kenſch, ihr goͤtt⸗ raͤgt die unzähl⸗ ene? Wer führt in ihrem Zelt⸗ und leuchtet uns erhebe ſeinn und läuft den hals ein Held. nimm's, und ſi werke, die die Ne⸗ geſtellt' Verkü⸗ hheit, Ordnung nicht den Herm, der Welt? iſt du die unzähſ⸗ der Weſen fühh⸗ heſchau'n? Durh Alles? Gib im r, ruft der Hen⸗ ertrau'n! ſind die Himmel Irdez an neh tt Werken kennſt du mich. Ich werde ſeyn, der ich ſeyn werde, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, Weisheit, Güte, ein Gott der Ordnung, und dein Heil! Ich bin's! Mich liebe dein Gemüthe, und nehm' an mei⸗ ner Gnade Theil. Mel. Herr, wir ſingen deiner 52 Uſe Gott iſt groß und mächtig, und ſeine Schöpfung ſchön und prächtig, voll Weisheit und Vollkommenheit. O ihr, ſei⸗ ner Allmacht Heere, verkün⸗ digt eures Schöpfers Ehre und preiſet ſeine Herrlich⸗ keit! Sein Kleid iſt reines Licht, er hält im Gleichge⸗ wicht ganze Welten. Der Weſen Heer, das weite Meer, den Engel und den Wurm ſchafft er. 2. Allmacht ſprach zum Nichts: Es werde! Da trat auch unſre ſchöne Erde vor ihren Herrn, um aufzublühn. Allmacht ſpricht: ſo ſtürzen Welten, die Berge fliehn vor ihrem Schelten, und ſinken vor dem Donner hin. Er hat wie ein Gewand die Him⸗ mel ausgeſpannt. Durch ihn gehet, gleich wie ein Held aus ſeinem Zelt, die Sonne und erfreut die Welt. 3. Er, der auf den Win⸗ den ſchwebet, er ſchaut die Schopfung. Erde an: ſie bebet! Er rührt den Berg an: und er raucht! Vögel nährt er, ſpeiſt die Heerde, verneuert die Ge⸗ ſtalt der Erde, erfreut, was in ihr lebt und haucht. Mit milder Freundlichkeit gibt er zu ſeiner Zeit Allen Speiſe, liebt und erhält die ganze Welt, und tränkt die Thiere auf dem Feld. 4. Kräuter ſchuf er, uns zu heilen; den Mond, das Jahr darnach zu theilen; der Sonne Licht zur Fruchtbar⸗ keit. Gott iſt gnädig, Gott regieret, wenn er die Flur mit. Blumen zieret, und ſie mit Saaten überſtreut. Der Wallfiſch und der Wurm, der Blüthenduft und Sturm zeugt vom Schöpfer. Der Tag, die Nacht rühmt ſeine Macht und rühmt, daß er für Alles wacht. 5. Gott, voll Weisheit! Gott, voll Stärke! Wie viel und groß ſind deine Werke. Wie reich an Gütern iſt das Land! Schiffe gehn in wei⸗ ten Meeren; da wimmelts von den frohen Heeren der Thiere, zahllos wie der Sand. Mit Mannichfaltig⸗ keit, mit Regelmäßigkeit prangt die Erde; wohin entzückt mein Auge blickt, da iſt die Welt mit Reiz ge⸗ ſchmückt. 6. Wer vergänglich Gras bekleidet, die Fiſche nähret, B 6 Läm⸗ 36 Werke und Wohlthaten Gottes. Lämmer weidet, der ſorgt als Vater auch für mich. Seele, wollteſt du für mor⸗ gen ſchon heute bang' und angſtlich ſorgen? Nein, ſei getroſt, ermanne dich! Ver⸗ traue Gott! Auf ihn werf' alle Sorgen hin. Er wird ſorgen: er, der uns hört, und gern gewährt, was unſer wahres Wohl ver⸗ mehrt. 7. Dank dem guten Gott zu ſingen, und ſtets mein Heil ihm darzubringen, ſoll meine höchſte Freude ſeyn. Laut ſoll ihm mein Lob er⸗ ſchallen, mein Opfer wird ihm wohlgefal Ulen gerührt will ich mich ſeiner freu'n. Sein Lob iſt Seligkeit! Es macht ſchon hier bereit für den Himmel. Dort werd' ich ſtehn, entzückt ihn ſehn, und ewig ſeinen Ruhm erhöhn. Mel. Wer nur den lieben Gott E 53 D Gott des Himmels 2 und der Erden, der du allgegenwärtig biſt, von Niemand kannſt begriffen werden, vor dem kein Ding verborgen iſt! Ach, ziehe mich doch ganz zu dir, und offen⸗ bar' dich ſelber mir! 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find'i ich dei⸗ ner Gottheit Spur. Wenn ich voll Andacht überdenke dein Werk, die praͤs htige Natur; ſo ruft mir Alles, Alles zu: Wie groß iſt Gott! wie klein biſt du! 3. Mir zeigen alle Ele⸗ mente Macht, Güt' und Weisheit überall. O wenn das Stumme reden könnte, wie groß wär' ſtets der Ju⸗ belſchall: Rühmt, Menſchen! Gottes Güt' und Macht, die euch und uns hervorgebracht. 4. Herr Gott! wie groß iſt deine Liebe. Die Erd' iſt deiner Güte voll. O gib mir dankbarfromme Triebe, daß ich dich preiſe, wie ich ſoll. Nimm, was ich kann und hab' und bin, zu deinem Dienſt auf ewig hin. 5. Hilf, daß die Güter dieſer Erden mich zu dir lo⸗ cken, höchſtes Gut! daß ſie mir nicht zum Fallſtrick wer⸗ den, und ihr Genuß mir Schaden thut. Laß allen Miß⸗ brauch ferne ſeyn; mein letz⸗ tes Ziel ſei du allein. 6. Hier iſt mein Leben eine Reiſe, ich geh' nach jener höh ern Welt. Drum mache du mich fromm und weiſe, daß ich hier thu', was dir gefällt. Und end' ich dieſen kurzen Lauf, ſo nimm zu höherm Glück mich auf. Vorſehung, oder Erhal⸗ tung und Regierung der Welt. Mel. Nun danket Alle Gott 4 Tichtnit iſt von unge⸗ Ein großer Gott zufal u. t, iſ. beit tt ngieret, ein ſäne Welt mit n en; jieret luch geſchieht, in ſei beiimmmt, und e b ed. 2. Er ſah vor was künftig wer am Nihts. 3 en, als ſcluß dolle: 39 er will, ar nnd gut. O wohl nein Gluͤck in G. den rußt 4 3 Wie dürſtei guügt in meine lehen? Kann je ſeyn, was Gott A Keden! Der klagt und murtt, Gottes Rath; e was er will, ur was er hat. 4. Wer wal liebt e den jebt danken: Mein. ſüs kii Gott, auch Welten wa ſlt, nas ich us Anders gein deſen udreg? 1 ai de M Gan azen 5. Mun Uan rie die Drdn Duge, Ig güͤl ſabt, we enn ic unge. Doch fel nem Gott ſo mein S Söhmerz ottes. ie großi ſe ReiſGat zeigen alle El⸗ ht, Güt⸗ und erall. O wenn e reden könnte ar' ſtets der In⸗ ühmt, Menſchen. und Macht, di hervorgebracht Gott! wie groß be. Die Erd' iſ voll. O gib mit ime Triebe, daß iſe, wie ich ſoll⸗ s ich kann und bin, zu deinen ewig hin. „daß die Gitn n mich zu dir o tes Gut! daß f zum Fallſtrick wer ihr Genuß m. hut. Laß allen M ene ſeyn; mein ſei du allein. iſt mein Lebentn h geh' nach ien gelt. Drum mi fromm und wit jer thu', wazt Und end' ich dir auf, ſo nimn blück mich auf⸗ ng, oder Ett d Regierungt Welt. un danket Alle Gt üis iſt von m fähr! Ein ge Gott regieret, ein Gott, der ſeine Welt mit reichem Se⸗ gen zieret. Auch was uns Zufall heißt, iſt, eh' es noch geſchieht, in ſeinem Plan beſtimmt, und einer Kette Glied. 2. Er ſah vor aller Zeit, was künftig werden ſollte, und Nichts iſt, Nichts wird ſeyn, als was ſein Rath⸗ ſchluß wollte: und Alles, was er will, iſt weiſe, recht, und gut. O wohl mir, daß mein Glück in Gottes Hän⸗ den ruht! 3. Wie dürft' ich mißver⸗ gnügt in meinem Stande leben? Kann jemals böſe ſeyn, was Gott mir pflegt zu geben? Der Thor nur klagt und murrt, und läſtert Gottes Rath; er hat nicht, was er will, und will nicht, was er hat. 4. Wer wahre Weisheit liebt, der liebt auch den Ge⸗ danken: Mein Heil, mein Fels iſt Gott, und wenn auch Welten wanken! Ich ſollte, was ich bin, nicht etwas Anders ſeyn, und mein beſondres Loos ſtimmt mit dem Ganzen ein. 5. Mein Unmuth ändert nie die Ordnung aller Dinge. Ich quäle nur mich ſelbſt, wenn ich die Hände ringe. Doch folg' ich mei⸗ nem Gott, ſo lindert ſich mein Schmerz; denn, was Vorſehung. 37 mich elend macht, iſt immer nur mein Herz. 6. Wie thöricht würd' ich ſeyn, wenn ich begehren woll⸗ te, daß alles Ungemach nur mich verſchonen ſollte! Mein Vater liebt auch mich, und miſcht mit Freundlichkeit in ſeinen Segenskelch des Lei⸗ dens Bitterkeit.. 7. Im Leiden lern' ich mich und meinen Gott erkennen, und mich mit edlem Sinn von falſchen Freuden tren⸗ nen. Wie kann mir ſchreck⸗ lich ſeyn, was mich voll⸗ kommner macht? Mehr iſt die Tugend werth, als Sin⸗ nenluſt und Pracht. 8. Die Tugend wird bald ſchwach im Schooße niedrer Freuden, und ſtark exſchei⸗ net ſie, umringt von ſtillen Leiden. Sie ſtrahlt am gött⸗ lichſten aus tiefer Dunkelheit; da leuchtet ſie der Welt, und überlebt die Zeit. 9. Hinweg mit blöder Furcht! Der Herr will mich regieren, mich auch auf rau⸗ her Bahn zu meinem Ziele führen. Hier bin ich, Herr, mein Gott! O ſtehe du mir bei, daß ſelbſt in Noth und Tod mein Herz dir folg⸗ ſam ſei! In voriger Melodie. 55 n allen meinen ₰ Thaten laß ich den Hoͤchſten rathen, der Alles 7 kann —— “ 38 Werke und kann und hat. Er muß in allen Dingen, ſoll's anders wohl gelingen, mein Helfer ſeyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein ban⸗ ges Sorgen vom Abend bis zum Morgen, Nichts meine Unge eduld. Er mag's mit meinen Sachen nach ſeinem Willen machen: ich traue ſei⸗ ner Mater uld. Es kann mir Nichts ge⸗ ſchehen, als was ſein Rath erſehen, und mir für heil⸗ ſam hält. Mit dem, was Gott beſchieden, bin ich, ſein Kind, zufrieden: mir geh' es wie es ihm gefällt. 4. Ich traue ſeiner Gna⸗ de, die mich auf meinem vor allem Uebel Leb' ich nach ſeinen ſo wird mich Nichts bletzen, Nichts fel hlen, was mir ng nützt. 5. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht finſtern Wegen, geh' ich dem Leid entg 1 ſo ſe ſein Wort mir Troſt und Licht. 6. Was uüber mich beſchlo ſ⸗ ſen, dem will ich unverdroſ⸗ ſen, getroſt entgegen gehn. Kein Unfall unter allen ſoll je zu hart mir fallen; ich miſl ihn männlich überſten hn. Ihm hab' ich mich ſterben und ge 6 en, zu ; irr⸗ 9 auf“ ſe Wohlthaten Gottes. gebeut. Sei mir mein End' verborg en, komm' es heut; oder morgen, er weiß dazu die beſte Zeit. 8. So ſei nun, Seele, Pinle dich leitet deſſen Wille, er dich erſchaffen hat. Es gehe, wie es gehe! Dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. Mel. Es iſt das He eil uns 5 2 ir, unſer Gott, iſt — Niemand gleich i im Himmel und auf Erden. Du biſt der Hö chſte und dein Reich kann nie werden. begriffen nendlich iſt die „die über Alle dich ie Kron' und Zepter Irg vohe 2. Wie weit e dein Gebiet! der es me treckt ſich Bo hi, der, 2 3. herrſcheſt weislich, wechi und dut, nach heiligen Ge n. Du willſt auch dei⸗ Hut das Kl leinſte würdig ſchätzen. Auf Alles geht dein Augenme k, und immer iſt's dein liebſtes Verk, zu ſegnen, zu be⸗ . ner treuen 4. Wohl uns, daß du das Regiment, Gott! über All es eſt! Und wohl dem der denl — Ired erdem ts Kgictt 3 döne bacher Uut fetha ncch in dleuan uf m wich mit ¹ Gna 5. 8 3c din der 6 tuul bin auf 6 n da, h ſi anädi rergib an t an ir. ig, und 1 du Neu huld. Drum he tgebung. 6. Ich hofe, det dertritt, den d gegeden. Neins 3 aer fir mich li uir Necht zun ke Le Aod nacht mich v fra⸗ od ich der E ſii duch mich ſohnet. 7 Hert, er deinen Ruhm n Dank erheben. ich, als dein nic ganz zum? un Mit kuſt in den Tod nach d li gen Gebot, d du 4 itand wandeln NM eigener M 57 Kum T harn der k buf von Rar don 1 ttes. mit mein End tomne es heut jer weiß dazu . i nun, Seele tet deſſen Wille b zaffen hat. Es s gehe! Dein Höhe, der weiß chen Rath. ſt das Heil uns c, unſer Gott, iſ Niemand gleich in d auf Erden. A öchſte und dei n nie begrife Anendlich iſt d die über Alle dit Kron' und Zeym eweit erſtreckt ſt diet! Wo it d eſſe? Wohin an Auge ſieht, daſß Groͤße. Weit, in nel weit geht dem derrlichkeit. Duhn er Alles. herrſcheſt weiln gut, nach heit Du willſt aucht en Hut das Kli ſchätzen. Auf. Augenmert, zu ſegnen, ohl uns, daß d t, Gott! über Und wohl dem 1 iſtss dein le Vorſehung. 39 den Zweck erkennt, dazu du uns regiereſt! Ich, dein ſo ſchwacher Unterthan, ich bete dich in Demuth an. O ſieh' auf mich mit Gnade. 5. Ich bin verderbt und fehlervoll, bin auf dem Tu⸗ gendwege nicht ſtets ſo eif⸗ rig, wie ich ſoll, bin oft zum Guten träge. Doch du biſt gnädig, und voll Huld vergibſt du Reuenden die Schuld. Drum hoff' ich auf Vergebung. 6. Ich hoffe, weil mich der vertritt, den du für mich gegeben. Mein Jeſus, wel⸗ cher für mich litt, erwarb mir Recht zum Leben. Sein Tod macht mich vom Zweifel frei, ob ich der Gnade fähig ſei; auch mich hat er ver⸗ ſöhnet. 7. Herr, ewig will ich deinen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienſt erge⸗ ben. Mit Luſt will ich bis in den Tod nach deinem hei⸗ ligen Gebot, durch deinen Beiſtand wandeln. In eigener Melodie. 57 vommt, kommt, den ⁵ Herrn zu preiſen, der groß von Rath iſt, groß von That, den Gütigſten, den Weiſen, der keinen ſei⸗ nes Gleichen hat. Der Herr thut große Werke. Wer benget ſeine Kraft? Wer ſeines Armes Stärke, die alles Gute ſchafft? Er deh⸗ net, gleich Gezelten, den weiten Himmel aus; er ſpricht, ſo gehen Welten aus ihrem Nichts heraus. 2. Er will, und Sonnen flammen; auch drängt das Waͤſſer, wenn er ſpricht, in Wolken ſich zuſammen, und ihre Schläuche reißen nicht. Er ruft den Ungewittern, das Meer wird ungeſtüm, des Himmels Saͤulen zit⸗ tern, die Erde bebt vor ihm. Er will, und Blitze zünden, daß Städte flammend ſtehn. Er winkt und droht den Winden, ſchnell wird ſein Himmel ſchön. 3. Er, er gebeut den Wellen: Bis hieher!— Ihm gehorchen ſie. Er legt in Felſen Quellen; ſie rieſeln und verſtegen nie. Er fül⸗ let Wüſteneien mit ſeinen Wundern an; heißt Thiere da ſich freuen, wo kein Menſch wohnen kann. Wer kann die Sterne führen? Wer kann, als er allein, der Dinge Lauf regieren, zerſtören und erneu'n? 4. Herr! dein iſt alle Stärke, und alle Hülfe, Gott! iſt dein. Das prei⸗ ſen deine Werke, die deiner Allmacht ſich erfreu'n. Auch wir erfreu'n uns ihrer; ihr Lob ſei unſre Pflicht! O Va⸗ 40 Werke und Wohlthaten Gottes. Vater, o Regierer, wen hält, wen ſchützt ſie nicht? Du lebſt, du wirkſt in Allen; wir leben nur in dir. Erhal⸗ ter, wer kann fallen? Dir, dir vertrauen wir! Mel. Von Gott will ich, oder Zeuch ein zu deinen Thoren 58 Geten der an allen Enden viel große Wunder thut! Du biſt's, in deſſen Händen mein gan⸗ zes Schickſal ruht; haſt in der Prüfungszeit mir jeden meiner Tage, mein Glück und meine Plage, beſtimmt v on Ewigkeit. 2. Da ich noch tief ver⸗ borgen im Mutterleibe lag, wacht' über mich dein Sor⸗ gen. Ach! Vater, wie ver⸗ mag mein dürftiger Verſtand das Gute zu erheben, das du in meinem Leben mir huld⸗ reich zugewandt? 2 „Drüuckt mich auf mei⸗ nen Wegen gleich manche Laſt und Müh', ſo führt auch 8 zum Segen, und du verſüßeſt ſie. Du bleibeſt uheoft hilfſt liebreich deinen Kindern ſie tragen un vermindern, beförderſt ſtets ihr Wohl. 4. Stets hat in meinem Leben mir dieſes Troſtes Licht von Neuem Kraft ge⸗ geben und fr ohe. Zuver ſicht. Wenn ich bekümmert war, ſo ſeufzt' ich und war ſtil lle, und dein ſtets guter Wille entriß mich der Gefahr. 5. Dein Name ſei geprie⸗ ſen, der jederzeit an mir ſo herrlich ſich erwieſen! Mein Herz und Mund ſoll dir, du Retter aus Gefahr! mein ſchuldig Opfer bringen, von deiner Güte ſingen jetzund und immerdar. 6. Du haſt mir wohl ge⸗ rathen, und lauter Guts gethan, daß deiner Liebe Thaten ich nicht ausſprechen kann. Hilf, Vater, daß ich dort, verklärt und ganz voll⸗ kommen, mit allen deinen Frommen, dir danke fort und fort! Mel. Wer nur den lieben Gott Lürwahr, du biſt, o 22 Gott! verborgen, dein Rath bleibt für uns unnderdar. Umſonſt ſind alle unſre Sorgen; du ſorgteſt, eh' die Welt noch war, für Wohl ſchon väterlich. ies ſei genug zum Troſt für mich. 2. Dein Weg iſt zwar in Finſterniſſen vor unſern Au⸗ gen oft verſteckt; doch, wenn wir erſt den Ausgang wiſſen, wird uns die ürſach' auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns ſo dunkeln Weg gewählt. 3. Nie ſind die Tiefen zu ergründen von deiner Weis⸗ it, deiner Macht; du kannſt viel lunnufiſe ſe er ug Fin inſterniß das! 9 icht; dir ſtets 3 un nte Vf ſicht 4. Drun vil i terfen nit A d h ud din, ich G auch ni nicht A Ntaurjich dit Sinn. Der Ausg nnrenblich klar, den Rath voll C 5, Gib, daß Vertrauen mehre und Unglück, F LLäd; denn Alles w ner Ehre und me Seäligkeit, und ein volllommen dich, daner ewig mich Mal. Warum ſol ii gut nas et lieb'u und Güte. in allen Sachen dh wie pon we ohl l zu m ncchen. 4 2. Led des, Er 1, preiſen ſei 1 und Nacht dedat eiſen. S Sonu' das Herr der S innän und bewe naß und fane 3 Scar di bände, Neuſc naäen di ir ſeinen nde. Vas wit zottes. ſtets guter W der Gefahr. i Name ſei geprie derzeit an mirj — h erwieſen! Mii Nund ſoll dir, u s Gefahr! mi pfer bringen, tan ite ſingen jetzun rdar. haſt mir woll ⸗ und lauter Git daß deiner Lic Hnicht ausſpreze ilf, Vater, daß i -lärt und ganzuul mit allen deinn dir danke in nur den lieben dit zürwahr, du lit Gott! verbong ath bleibt für m rr. Umſonſt ſiwdil orgen; du ſorgi Velt noch war ſt ohl ſchon vätelt genug zum ni in Weg iſt zwui ſſen vor unſem erſteckt; doch, un den Ausgang vit s die Ürſach n warum dein A als fehlt, den un Weg gewällt. e ſind die Tiſn en von deiner d ner Macht; du hr — viel tauſend Wege ſinden, wo die Vernunft ſie nie gedacht. Aus Finſterniß bringſt du das Licht; dir folgen, ſei ſtets unſre Pflicht. 4. Drum will ich mich dir überlaſſen mit Allem, was ich hab' und bin; und kann ich auch nicht Alles faſſen, ſo trau' ich dir mit frohem Sinn. Der Ausgang macht mir endlich klar, daß ſtets dein Rath voll Güte war. 5. Gib, daß dies mein Vertrauen mehre in Glück und Unglück, Freud' und Leid; denn Alles wirkt zu dei⸗ ner Ehre und meiner Seele Seligkeit, und einſt preiſ' ich vollkommen dich, und frene deiner ewig mich. Mel. Warum ſollt' ich mich 6 0 Sei zufrieden, mein Gemüthe! Gott iſt gut; was er thut, iſt voll Lieb' und Gute. Er nur weiß in allen Sachen, groß von Rath, wie von That, Alles wohl zu machen. 2. Beides, Erd' und Him⸗ mel, preiſen ſeine Macht; Tag und Nacht müſſen ſie beweiſen. Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, was ſich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau' die Werke ſeiner Hände, Menſch und Thier melden dir ſeinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch ſo Klei⸗ Vorſehung. 41 nes nennen, Gras und Laub, ſelbſt der Staub, gibt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh' in der See, oder ſonſt zu fin⸗ den, rühmt die Weisheit ſeiner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preiſen ſeine Stärke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? Wie ſo gar wunderbar gab er mir das Leben! Was ich hab', iſt ſein Geſchenke, auch der Geiſt, der ihn preiſt, mit dem ich ihn denke. 6. Wie mich ſein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in AOcht, das zeigt je⸗ der Morgen. Ja, kein Au⸗ genblick verſchwindet, der mich nicht, Gott mein Licht! dir zum Dank verbindet. 7. Setzten mir des Kreu⸗ zes Plagen heftig zu, ſo halfſt du, o mein Gott! ſie tragen. War kaum noch Geduld vor⸗ handen, deine Kraft hat ge⸗ ſchafft, daß ich überſtanden. 8. Nun, mein Herz! das hat ſchon lange Gott gethan; denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlaſſen. Es geſchicht wahr⸗ lich nicht; er kann dich nicht haſſen. 9. Drum ergib dich ſei⸗ nem Willen, heiße gut, was er thut, er wird's auch er⸗ füllen. Denn er iſt in Uer a⸗ 42 Sachen groß von Rath, wie von That; er, er wird's wohl machen. In eigener Melodie. 61 9 lles iſt an deinem * Segen, großer Gott, allein gelegen; du biſt unſer höchſtes Gut. Ueber Alles hoch dich ſchätzen, und auf dich Ver trauen ſetzen, gibt allein getroſten Muth. 2. Du, der mich bisher ernährte, manche Freude mir gewährte, biſt und bleibeſt ewig mein. Du, mein Schöpfer und Regierer, wirſt mein Helfer und mein Füh⸗ rer durch mein ganzes Leben ſeyn. 3. Sollt' ich ängſtlich mich um Sachen, die nur Sorg' und Unruh' machen, nur um eitles Glück bemühn? Nein, ich will nach Gütern ſtreben, die mir wal hre Ruhe geben, und im Tode nicht entflieh n. 4. Auch die Hoffnung kann erquicken: Was mir gut iſt, wirſt du ſchicken; du biſt Herr der ganzen Welt. Dir will fr 5 reben. Dlu nſch nach lüen. ſ wirſt du und gewiß zu Zeit. Dir hab' ich Niehts v vorzuſch Leiben;; wie du willſt, ſo ſo foll es ble ben; was da willſt, iſt Seligkeit. Kraft, Werke und Wohlthaten Gottes. 6. Soll 4 hier noch län⸗ ger leben, o ſo woll'ſt du Kraft mir geben, daß ich ſtets dir folgſam ſei. Alles Irdiſche vergehet; nur die Froͤmmigkeit beſtehet, und ſie macht mich ſorgenfrei. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten zott ſorgt für uns. 2 G 9S ſingt ihm D Sauk, ihr 62 Gt fingt ihm gern! Vo m Aufgang bis zum Nie⸗ dergang trägt uns die Huld Menſchen bis zum llexrſten Wurm reicht leine Gnad' und Macht; im Son⸗ nenſchein, ſo wie im Sturm, ſ. er auf Heil bedacht. 3. Mit frohgerührter Seele z voll Dank m dar: Die Aehre, die vom egen finkt, iſt ſein; Gott krönt das Jahr. 4. Ja, Höchſter, wir ver⸗ ehren dich mit kindl lch fro⸗ hem Dank; du nährſt uns und gibſt väter rlich Nauch! als Speiſ' und Trank. 5. Fried' und Geſundheit, Gedeih'n zu unſrer Hände Fleiß, auch das gibſt du, und dir allein gebührt dafür der Preis. 6. Laß deines Segens berſtuß uns nun auch nß⸗ lich ſeyn, und hilf uns, daß wir beim Genuß uns deſſen täßig freun. 7. BVermehr' in mehr eſte di Ri aun, bis 1 d Mel. rit Gott, äder Her 1 Fdörs ae 4 1 ur in ſpät er un Srgen, Gott 2 Noch öffe nllde Haud, Hen ſ Rit than; du du füllt das Land iken an. 3. Von deinen SLdehſter traͤuft G ractünett die auf und bläht m ſättigt und erfre 4. Ven dir der Baum, Schatten ſucht, ſeine en Zweigen friſchun ung und am 5 Ve fruh ſide Klur! es flie ner ergleich der der Fr und die Natur iſt 6. Ven kroͤr von dir erfü üllt Erqu rickung zu gut, ſo nn ſon drlic, w vie du? 7 Her r 4 Angen wir, dentens 95 3au. b Sottes. b ich hier noch lin⸗ V o ſo wolbſt d geben, daß ih igſam ſei. All ergehet; nur N it beſtehet, und ſe ſorgenfrei. Gott, ihr Chriſten ott ſorgt für un O fingt ihm Dan, a, ſingt ihm gen gang bis zum Ri⸗ tägt uns die Hul Menſchen bis zu Vurm reicht ſeim⸗ Macht; im Son⸗ ſo wie im Sturm Heil bedacht. rohgerührter Seel n Herz voll Danf Die Achre, die von ukt, iſt ſein; Gat § Jahr. Hochſter, wir der h mit kindlich ſer it; du nährſt m väterlich auch ud ſ' und Trank. ed' und Geſundze hedeih'n zu unt leiß, auch das dir allein gebit * Preis. aß deines S uns nun auch ui und hilf uns, Genuß uns ii reun. ermehr' in unh ) 9 Zuverſicht, dir ewig zu ver⸗ traun, bis wir dereinſt in deinem Licht des Glaubens Aernte ſchau'n. Lobt Gott, ihr Chriſten 4 oder 2* Mein Gott, das Herz ich bringe 6 3 No immer wech⸗ ſeln ordentlich des Jahres Zeiten ab, und fruh und ſpät ergießet ſich dein Segen, Gott, herab. 2. Noch öffneſt du die milde Hand, Herr! wie du ſtets gethan; du ſegneſt und du füllſt das Land mit deinen Gütern an. 3. Von deinem Himmel Höchſter! trauft Gedeihn und Fruchtbarkeit: die Saat geht auf und blüht und reift und ſättigt und erfreut. 4. Von dir geſegnet gibt der Baum, wenn einer Schatten ſucht, ihm unter ſeinen Zweigen Raum, Er⸗ friſchung und auch Frucht. 5 Wie fröhlich lächelt jede Flur! es fließt, ſich im⸗ mer gleich, der Freude Quell, und die Natur iſt unerſchöpf⸗ lich reich. 6. Wem ſtroͤmt ſie nicht, von dir erfüllt, Luſt und Erquickung zu? Wer iſt ſo gut, ſo treu, ſo mild, ſo vä⸗ terlich, wie du?. 7. Herr! ohne dich ver⸗ gingen wir, und wir ver⸗ dienten's auch, und dennoch Mel. 0 Vorſehung. 43 leben wir in dir, beſeelt durch deinen Hauch. 8. Nicht Einem mangelt deine Huld; wem ſtrahlet nicht dein Licht? Mit wel⸗ cher Langmuth und Geduld verſchonſt du unſrer nicht! 9. O betet, Menſchen, betet an! Erwägt's, und denket nun: Was hat Gott ſchon an uns gethan? was will er nicht noch thun? Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe ½ vein Auge ſieht, v 64 M Gott, nach dir: von deinem Throne hilf du mir; mein Heil kommt nur von deiner Macht, die dieſe Welt hervorgebracht. 2. Getroſt, mein Herz! Mein treuer Hirt ſchafft, daß mein Fuß nicht gleiten wird; der mich behütet, ſchlummert nicht; in Finſterniß iſt er mein Licht. 3. Kein Uebel ſei mir fürchterlich; denn Gottes Rechte ſchützet mich. Durch ſeine treue Vaterhand wird, was mir ſchadet, abgewandt. 4. Sein Schutz gewährt mir Sicherheit, ſein Troſt füllt mich mit Freudigkeit. Er leitet mich auf ebner Bahn, und nimmt mich einſt zu Ehren an. 5. Herr! ſegne und behüte mich! Du biſt mein Heil; ich hoff' auf dich. Dein Se⸗ — 44 Werke und W Segen folg' aus dieſer Zeit hinüber mir zur Ewigkeit. Mel. Gott Vater, an Erbarmen 65 Gett⸗ deine weiſe Macht erhält die ganze lebenvolle Welt, und Aller Augen freuen ſich, und warten dich, auf dich, der du ſie Alle liebſt, und Allen ihre Speiſe gibſt 2. Du öffneſt ſo fließt herab, nöthig iſt; mit Wohl leſallen ſättigt ſie dein Aufſehn, und verſaͤumt ſie nie. Nie ſind Geſchöpfe deiner Hand dir unwerth oder unbekannt. 3. Auch mir gabſt du, mein Gott und Heil! noch täglich mein beſcheiden Theil, gabſt mir's mit Huld und Freundlichkeit, ſo lang ich bin, zu rechter Zeit. Kein Vater ſorgt ſo väterlich für ſeinen Sohn, als du für mich. 4. Ich bin's gewiß, du kannſt mich nicht verlaſſen, meine Zuverſicht! Ich bin's gewiß, du thuſt mir wohl, ſo lang ich hier noch leben ſoll. Nicht Ueberfluß bitt' ich von dir: was ich bedarf, das gibſt du mir. 5. Der Vogel bauet nicht das Land; du nährſt ihn doch mit milder Hand. Du ſchmuckſt die Blume könig⸗ lich, die nicht zur Arbeit eilt, wie ich. Vergiß es, meine deine Hand, hoffnungsvoll auf was Jedem Wohlthaten Gottes. Seele, nie, weit mehr bin ich vor Gott, als ſie. 6. Mich ſchufſt d du nicht für dieſe Zeit, mein Ziel iſt in der Ewigkeit. Du gabſt mir Weisheit und Verſtand, und machteſt ſelbſt dich mir bekannt. Nichts, was die Erde zeugt und nährt, gleicht mir an Hoheit und an Werth. 7. Von dir, der das an mir gethan, werd ich auch Speiſ' und Trank empfah' n. Selbſt dem, der dich mit Sünden ſchmäht, gibſt du ſie ohne ſein Gebet; und fleht; ich nicht darum zu dir, ge⸗ währteſt du ſie dennoch mir. 8. Laß du mich nur genüg⸗ fang erfteun, Amehr aber Deiner, der du dich ſo freundlich zeigeſt gegen mich, der du des Lebens Quelle biſt, aus welcher alle Wohl⸗ fahrt ſließt. 9. Bei deiner Gaben Ue⸗ berfluß erhalt' mich mäßig im Genuß;; bewahr' mich in der Dürftigkeit vor Schmach und Unzufriedenheit. Du nährſt mich immer; Preis und Dank bring' ich dir, Gott! mein Lebenlang. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben Meßter, weiſeſter UU Regierer!! Aller Welten Preis ſei dir! Dir, auch meines Lebens Führer, ſei auch ewig Preis von mir! Un⸗ in. 19 4* reit a terlch. a Kauu ich dich näa⸗ Du, der den haiſt nist m bie Line auch 3 Auf der Meni 3 1 Reut ſtellle, H deine Hand, wo de 1 bon deinem Rufe V ſene„früh verſta utend lichem Erdan du wich mit Vate de Kin dheit* O wie preiſ' rin düir— 6 ſahe, eigte n u 1 Ja, du nen Segen jede ur gnn W. mir hellſam war dänne Hud mir d 5. Vee ſo yi dage ſczait de nir Sandtei du Mäge, o ſo 44 nit ior. Umd da i üter ale die m lin ſcon valle Hottes. aue nueß bin ih h ſchufſt du m Zeit, mein u 38 3 igkeit gal ſeit und 2 an eſt ſelbſt ben Nichts, was und näͤhrt, gl gleich heit und an Werth a dir, der das m n, werd' ich au d diaut mufä der dich m zaht äbſkde Gebet; und flett arum zu dir, 9 tſie dennoch mit u mich nur genig⸗ und deiner Gaber eun, mehr aben der du dich ſe zeigeſt gegen mich des Lebens Quele welcher alle Woſe ßt. deiner Gaben le rhalt' mich mißß 3; bewahr' michi döͤbei vor Schmag zaufriedenheit. d ich immer; d k bring' ich di ein Lebenlang. —= meines Lebens Aie eßter, weſſet Regierer N Aa greis ſei dir! d nes Lebens Füſke du mich mit? wig Preis von 4 Unter aller Millionen, die dein weites Reich bewohnen, ſiehſt du huldreich auch auf mich, und verſorgſt mich vä⸗ terlich. 2. Kann ich dich genug er⸗ heben? Du, der Alles wer⸗ den heißt, gabſt mir mit des Leibes Leben auch die Seele, die dich preiſt. Ich, ein Wunder deiner Güte, ſeh' mit ſtaunendem Gemüthe, das ſich ſelbſt nicht faſſen kann, als ein Bild von dir mich an. 3 Auf der Menſchheit ho⸗ he Stufe ſtellte, Herr! mich deine Hand, wo den Schall von deinem Rufe früh ich hörte, früh verſtand. Aus unendlichem Erbarmen zogſt Vaterarmen in der Kindheit ſchon zu dir. O wie preiſ' ich dich da⸗ für! 4. Täglich wareſt du mir nahe; deine Weisheit lehrte mich. Was ich hörte, was ich ſahe, zeigte mir, o Va⸗ ter! dich. Ja, du kamſt mit neuem Segen jeden Morgen mir entgegen. Was nur je mir heilſam war, reichte deine Hand mir dar. 5. Wie ſo viele frohe Tage ſchenkte deine Güte mir! Sandteſt du auch eine Plage, o ſo kam auch Troſt mit ihr. Und wer zählt die Güter alle, die mir, ſeit ich hier ſchon walle, deine Va⸗ Vorſehung. 45 terhuld verlieh? zählen ſind ſie nie. 6. Sollt' ich dir denn nicht mit Freuden dankbar und ergeben ſeyn? Sollt' ich zagen, wenn mir Leiden widerfahren oder dräun? Nein, o Herr! dich laß ich walten, du, du wirſt mich aufrecht halten. Sende Wonne, ſende Schmerz, dankvoll nimmt's von dir mein Herz. 7. Flöh'n mich auch die beſten Freunde, fehlt' auch andre Freude mir, wären viel auch meine Feinde; den⸗ noch blieb' ich ſtets an dir, dennoch will ich nicht ver⸗ zagen, will auf's Ziel von meinen Tagen, auf die beßre Zukunft ſchau'n, und von Herzen dir vertraun. 8. Beſſer noch, als ſelbſt das Leben, iſt, o Vater! deine Huld. Was mir nützt, wird ſie mir geben, und mich tragen mit Geduld. Laß mich nur, du Allerbeſter! immer inniger und feſter hier mit dir vereinigt ſeyn, dei⸗ ner Gnade mich zu freun. 9. O der ſeligen Verbin⸗ dung, Allergütigſter, mit dir! Gib, o Vater, ſtets Empfin⸗ dung deiner Vaterliebe mir! Mache du mich immer rei⸗ Nein, zu ner, daß mein Herz auch einſt noch deiner ſich in dei⸗ nem Reiche freu', und in dir ganz ſelig ſei! Die We erke und W Lo ten Gottes. Die vorzüglichſten Geſchöpfe. Engel und Geiſter. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 67 G. deine Güte, deine Macht kann nie ein Menſch ergründen. Sie zeigt ſich in der Erde Pracht, und in den tiefſten Schlünden: und noch be⸗ greift, bei aller Müh', der größte Weiſe ni iemals ſie. 2. Du bildeteſt im Stu⸗ fengang, uns deiner zu er⸗ freuen, durch Ordnun ng und Zuſammenhang der Weſen hnge Reihen; vom Men⸗ ſchen bis zum hiei und Baum iſt nirgen leerer Zwiſchenraum. 3. Auch Engel, deren Gei⸗ ſterb. blick b egrͤn⸗ ze et H . 225 ße Gott! 4 Weſen 2 und ihr Her r Bater 4. Fern von dem Sinnlichkeit, der un tet, vom Blend. Hang ſo — 8 1 rk ft; zu ieder „ reten ſte der 4 Tu iger 6 nd und voll der deinen s dein und. was hoher Jubeln gern dich, ſeinen Vater, ſeinen Herrn. 6. Auch Menſchenglück nd Menſchenheil vermehret ihre Freuden, froh nimmt an ihnen jeder Theil, er wird ſie nie beneiden; wird„wenn inder Reue weint, und Tugend liebt, des Sünders Freund. Gott! laß mich, deinen Engeln gleich, mit reinen, frommen Trieben, wie ſte, an Tugendf früchten reich, dich, und die Brüder lieben, ſo werd' ich einſt ganz engel⸗ rein mich d deiner, o mein Vater, freun. — Mel. Vom Himmel kam der der Wefen, die ſich: ner freu'n; hinauf zu bir, als Vater ſehn, aus allen Wel⸗ ten zu dir flehn? 2. Unzählbar iſt der See⸗ len Sch Haar, die einſt an Stanb. geſeſſl t war, nun dieſe Welt icht meyr in ihren Schran⸗ ken hält. 3. Unzäh AUbar iſt der See⸗ len Schaar, die unbegreif⸗ lich wunder bar du noch zur Erde ſend den wirſt, und durch den Tod zum Leben f führ 4. Auf U cht allein 5 — cihre Lidd in un meine Seele ungt euch nach, den Vater ſingt; 8. 3 zate vann vir r unſre iean deinen dad in deinen n. eilen wir den 8 iu dei dr 4 zn ſon nns zu fre eän. 2. 5 2 Wir, 1 6 ½ en genon men, Vottes. höpfe. gern dich„ſeinag nen Geu. ich Menſchengliß chenh eil vermelte den, froh nimmta er Theil, er wo neiden; wird, wan er Reue weint,n jebt, des Sinn tt! laß mich, denn gleich, mit reina Trieben, wie ſ gendfrüchten r d die Bruder lieben ich einſt Jen enge ch deiner, o um freun. Vom Himnel kam der er zäͤhlt, Anendt cher, die Reint ſen, die ſich dein hinauf zu dir, W ehn, aus allen N dir flehn; zäͤhlbar iſt der En zaar, die einſt n gefeſeelt war, mu nden, dieſe M ihr in ihren Sühn äͤhl(bar iſt der? gaar, die mnun nderbar du noch aden wirſt, und du zum Leben fühn luf die lein ſind eſem Gdde ad Weſen, d hö h're ſich deiner freun, dir als Vater ſehn, dir jauch⸗ zen, betend dich erhöhn. 5. Ein ungezähltes Gei⸗ ſterheer rießft du ins Leben, Gütigſter! dein Reich iſt unermeßlich groß, iſt, Aller⸗ höchſter. gränzenlos. Wann einſt auf deinen Wint mein Geiſt ſich ſeinen Feſſeln auch entreißt, miſch' ich in eure ſel'gen Reihen mich, Mitanbeter Gottes, ein. 7. Enzückt vernimmt mein ſchärfres Ohr das Lied im Geiſterchor, und meine Seele ſtrebt und ringt euch nach, wann ſie dem Vater ſingt; 8. Dem Vater, deſſen All⸗ machtsruf auch ſie mit euch verſchwiſtert ſchuf, nur mei⸗ ner Hülle hier ein Grab, Un⸗ ſterblichkeit dem Geiſte gab. hinauf zu e Menſchen müſſen unf ſern Mel. All . 69 Wa ann wir Lauf vollenden, unſre Seele nun übergeben deinen Händen, bald in deinem Schooße ruhn: eilen wir aus allen Leiden hin zu deiner Engel Freuden, ewig, Gott, bei dir zu ſeyn, ewig deiner uns zu freun. 2. Wir, zu Gnaden an⸗ genommen, hoffen, Vater, voll Vertrau'n, auch wie fie, mit allen Frommen dei⸗ wann wir Vorſehung. 47 ne Herrlichkeit zu ſchau'n. Gleiche Hoheit wird uns ſchmücken, gleiche Wonn' uns dann entzücken: wir, erhoben in dein Reich, wer⸗ den deinen Engeln gleich. 3. Dieſes Heiles der Er⸗ löſten, dieſer Wonne, dich zu ſeh'n, dürfen wir im Tod uns tröſten, wenn wir deine Wege geh'n; wenn wir rin⸗ gen, ſchon auf Erden deinen Engeln gleich zu werden, tandhaſt in der Heiligkeit, dir; zu dienen ſtets bereit. 3 Wenn wir vor Begier⸗ de renn u, und den Engeln gleich, uns freu'n, immer mehr dich zu erkennen, im⸗ mer heiliger zu ſeyn; wenn wir hülfreich gern mit ihnen unſern ſchwächern Brüdern dienen; wenn ohn' allen Eigennutz wir ihr Beiſtand ſind, ihr Schutz. 5. Welch ein Heil, Gott, ſchon auf Erden Engeln an Vollkommenheit immer ähulicher zu werden, ähnlich einſt an Seligkeit! Laß uns nicht in eitlen Träumen die⸗ ſes große Heil verſäumen; lehr' uns deine Wege geh'n: einſt, wie ſie, dich auch zu ſeh'n. Der Menſch. Seine Würde und Vorzüge. Mel. Wer nur den lieben Gott 70 Deun bin ich, Gott! ein iſt mein Le⸗ “ —— 48 Werke und Wohlthaten Gottes. Leben! Urſprung mir! Du haſt das Daſeyn mir gegeben; mein ganzes Weſen kommt von dir. Du, Vater, riefſt mich aus dem Nichts zum frohen Anſchaun deines Lichts. 2. Du gabſt mir die ver⸗ nünft'ge Seele,„die nur ſo lang den Leib belebt, bis ſie, daß ihr kein Wohlſeyn fehle, dein Ruf zum höhern Geiſt erhebt. Du gabſt Verſtand und Willen mir, Vernunſt und Freiheit dank' ich dir. 3. Wenn ich auf meinen Körper ſehe, den du ſo kunſt⸗ voll ausgeſchmückt: ſo wird, o Vater in der Höhe, mein Herz von Freude ganz ent⸗ zückt. Ein jeder Sinn, ein jedes Glied erweckt zum Preiſe mein Gemüth. 4. Ich bin nicht werth d großen Güte, die du, znein Gott, an mir gethan; voll Rührung preiſt dich mein Gemüthe und betet dich in Demuth an. Dir will ich Herz und Leben weih'n, und ſtets ein Freund der Tugend ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 71 ſdis werde Gott von 2 dir erhoben, du, ſeines Odems Hauch, mein Geiſt! Sollt' ich nicht mei⸗ nen Vater loben, den jedes ſeiner Werke preiſt; ihn, der mich ſchuf, ſein Bild zu Erfreulich iſt mein ſeyn und ſeiner Liebe mich zu freun? 2. Schön iſt der ſonnen⸗ reiche Himmel den er zu ſeinem Stuhle wählt; doch iſt der ſonnenreiche Himmel ged dankenlos und unbeſeelt: mir nur, dem Thone ſeiner Hand, gab er Gefühl, gab er Verſtand. 3. Anmuthig, praͤchtig zum Entzücken iſt ſeine ganze Körperwelt. Wer zählt die Reize, die ſte ſchmücken? Was ich nur ſehen kann, gefällt; und dennoch kann ſie nicht, wie ſchön, wie wundervoll ſie ſei, verſtehn. 4. Für Engel nur, und nur für Seelen, die Gott zu ihrer Würd' erhob, ſind 5 ſo herrlich; ſie e rzählen nur Geiſtern Uncnnes Schoͤp⸗ fers Lob. O Seele, jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiſte ſchuf. 5. Ich, Gott! kann den⸗ ken; ich gewinne, weil ich zu einem Geiſte ward, durch die Empfindung mei⸗ ner Sinne Gedanken tau⸗ ſendfacher Art. Ach, ſtrebt' ich, alle Gott zu weihn: wie ſelig koͤnnt' ich hier ſchon ſeyn. 6. Ich kann ſie ſammeln, ſie verbinden, ſite trennen, wie es mir gefällt, die Welt empfinden, mich empfinden, mich unterſcheiden von der Welt. Zu tauſend Thaten hab' * 1 dauch, mein Ge 1 gab ic Kraft; dr ſbat, d der Alles 3ſc 7. Wie feu rig d 1e Sa le uut Gi und Seligfat. Nu üft detagen nät nich nach de dem Ger V dah dos if, Vat Sculdd, du ſoaf d, du ſtif iff, a ¹s Ht 8. 3 ega ott it w la Sinuen, mit rit Vernunft von it u dich, Got vinnen, dich nur, Färäche n nir? Ao meine Seele dein annen Kräften ſen 9. Gott, meine ic zu rkennen, dic er Vollkommen deinet Liehe ganz; das ſ ſa nir Ruh ligkeit! Nimm Erben, Gott, m ih nur dic, wa dann? 10. Es werde drerhoden, d du, id ni mel nen da, n jedes ſe ne u in. der ſudd 5 dſl ſeyn. n, nich üm; zu Mel. E E iſt das 2N b n d dg d Pfalk ſter! ¹ Hottes. b ſeiner Liebe nih in iſt der ſoume imel, den 1 uhle wählt anenreiche Vn 's und unbſſeß. dem ehen ir ab er Gefühl, g nd. zmuthig, piit kücken iſt ſeine ſe elt. Wer zäͤßt die ſie ſchmüch ) nur ſehen im und dennoch kn t. wie ſchön, ooll ſie ſei, verit kür Engel nur m Seelen, die hi Würd' erhob, i errlich; ſie erzhſ iſtern meines ei d. O Seele, jaug Ruf der Aüma n Geiſte ſchui ch, Gott! kamn h gewinne, wult nem Geiſte mu ie Empfindung n nne Gedanit b ſer Art. Ach, ſ le Gott zu wit lis, könnt' icht c. en ſie ſann binden, mir gefällt dil den, mich emyſt enterſcheiden von Zu tuffan 3 1 ſte tru hab' ich Kraft; die gibt mir Get der Alles ſchafft. Wie feurig dürſtet mei⸗ ne S Geele nach Glück und Luſt und Seligkeit! Nur, daß ich oft betrogen wähle, was mich nach dem Genuſſe reut. Doch, das iſt, Vater, meine Schuld, du ſchaffeſt, was du ſchaffſt, aus Huld. 8. Begabt mit wundervol⸗ len Sinnen, mit Freiheit, mit Vernunft von dir, ſollt' ich nur dich, Gott, liebge⸗ winnen, dich nur, und was gebräche mir? Ach, möchte meine Seele dein mit allen ihren Kräften ſeyn! 9. Gott, meine Luſt ſei, dich zu kennen, dich, Urquell der Vollkommenheit; von deiner Liebe ganz zu brennen, das ſei mir Ruhm und Se⸗ ligkeit! Nimmſt du zum Erben, Gott, mich an, hab' ich nur dich, was fehlt mir dann? 10. Es werde Gott von dir erhoben, du, ſeines Odems Hauch, mein Geiſt! Sollt' ich nicht meinen Vater lo⸗ ben, den jedes ſeiner Werke preiſt? Ihn, der mich ſchuf, ſein Bild zu ſeyn, zu lieben ihn, mich ihm zu weihn? Mel. Es iſt das Heil uns 72 Du Gott, ſei Preis und Dank ge⸗ bracht! Dich rühme Harf' und Pſalter! Ich bin ein Vorſehung. 49 Wunder deiner Macht, mein Schöpfer und Erhalter! Mein ganzer Leib, erbaut von dir, ein jeder Sinn und Nerv an mir beweiſet deine Größe. 2. Haupt, Aug' und Ohr, Herz, Mund und Hand, die ich zu dir erhebe, die Haut, ſo künſtlich ansgeſpannt, der Adern fein Gewebe und alle Glieder ſagen mir: ich ſei, o Gott, ein Werk von dir, und deiner Weisheit Spie⸗ gel. 3. O hätteſt du mein Auge nicht ſo künſtlich zubereitet, was nützte mir der Sonne Licht, der Glanz, den ſie verbreitet? Dann ſäh' ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr, durch deine weiſe Macht die ganze Schöpfung ſchmückeſt. 4. Ich jauchze, daß ich ſehen kann und hören und empfinden; froh bet' ich meinen Schöpfer an; ihn überall zu finden, in allen Werken, die er ſchuf, das iſt mein ſeligſter Beruf, mein Lobgeſang und Opfer. 5. Wer leitet meines Blu⸗ tes Lauf? Wer lenkt des Herzens Schläge? Wer regt die Lung' und ſchwellt ſie auf, damit ich athmen möge? Gott iſt es, der dies Alles thut. Preis, Schöpfer, dir! Dir wallt mein Blut, mein Herz hlägt dir, o Schäpfer 6. Ja 6. Ja, dir ſei Lob und Dank gebracht! Dich rühme Harf' und Pſalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schöpfer und Erhalter! Gib, daß ich nie mich ſelbſt entweiß, auf daß mein Herz ein Tempel ſei, in welchem dein Geiſt wohnet. Mel. Mein erſt Gefühl ſei Preis 7 3— welch' ein Glück, — ein Menſch zu ſeyn! Wer kann genug es preiſen? Laß des Berufs, ein Menſch zu ſeyn, Gott, würdig mich erweiſen! 2. Den Leib, die Sinne dank' ich dir; du gabſt mir auch die Seele, Verſtand, Vernunft, Gefühl mit ihr, durch die ich denk' und wähle. 3. Mich allen Weſen vor⸗ zuzieh'n, die auf der Erde leben haſt du auch Freiheit mir verlieh'n, Gewiſſen mir gegeben. 4. Der Menſch nur iſt's der reden kann, ſonſt kein Geſchäpf auf Erden; der Menſch nur ruft d Schu pfer, an, kann! rer werden. 5. Ihn ſchuſſt du zur Ge⸗ ſelligkeit, gabſt ihm ein Herz voll Triebe zum Mitgefühl für Freud' und Leid, zur Freund ſchaft und zur Liebe. 6. Und dieſer Gaben Fülle ſchafft mir unzaͤhlbare Freu⸗ den, gibt mir zu edlen — Andrer Leh⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. Thaten Kraft und Ruh' und Troſt im Leiden. 7. Dich, meinen Gott, er⸗ kenn' ich hier in jedem deiner Werke. Du biſt, dies ſind' ich ſelbſt an mir, voll Weis⸗ heit, Güt' und Stärke. 8. Ich höre deinen heil'⸗ gen Ruf; die Tugend iſt dein Wille! Du, deſſen Güte mich erſchuf, gib, daß ich ihn erfülle! 9. Ich bin ein Menſch, und darf vor dich getroſt und freudig treten; ich darf, du hoͤreſt liebreich mich, dich preiſen, zu dir beten. 10. Heil mmir. o Heil d Zuverſich t, die ich im E aube habe: Ich bin unſterblich! Gott, d Nacht am Grabe! 11. O welch' ein Glück, ein Menſch zu ſeyn! Ich will es d dankbar preiſen, und des Berufs, ein Menſe ch zu ſeyn, mich würdig ſtets er⸗ weiſen. Beſtimmung des Men⸗ ſoeu zur Gottähnlichkeit. Mel. Nun danket Alle Gott 9 A Umächtig großer Gott, wer kann erheben? Du dich g'nug gabſt der San gen Welt Be⸗ wegung, Kraft und Leben. Was Geiſt und Koͤrper heißt, was Erd' und Himmel hegt dein Licht erhellt die ſets um untrem g mFle egt, ¹ t hat deine dr 6 ſet noch Ale 2. Du ſcuſt, es dir, auch! s Chre, und wel le b 1 3 er dſ ih dei ſvire. Darum h Geiſt d in min dnit mir zur Uuf atz deiner Huld, 3. 9 we lch Zpeck, dazu du, . ffeſt Vie her Theil daiu du mie di, 5 Höchſter, aͤhr elhann ſen⸗ Niln venn Hliſſt kun nir rſib 14. Laß mir Jill doch ſtets ſcweben; mein ſter Wunſch, me diree in all Thn n ſei dies, ler,d deß ic a du, geſinnet mö⸗ 5. Du ur bit d Freund; laß arie it lieben ben, * 8 8 3 ſhen 3 ue 1 m ur e3 Gottes. raft und Ru Leiden Aui uj , meinen Gott, hier in jedem dm Du biſt dies ſind an mir, voll Wi „ und Stärke hhöre deinen hä f die Tugend i dille! Du, deſee ſch erſchuf, git, d nule ) bin ein Maſ vor dich gena adig treten; ichdf ſliebreich nich T zu dir beten. 1 deil mir! o Heil g ht, die ihin em zch bin unſterblt ein Licht erhelt he im Graben O welch' ein Gli nſch 4 ſeyn! g dankbar preiſen,m rufs, ein Menſt nich würdig ſtes mmung des M. ur Gottähnlicht Nun danket Alle Ee Git Umächtig d ui A Gott, nen nug erheben! 1 er ganzen Wälth Kraft und Geiſt und ſi vas Erd' und i hegt, hat deine Huld gebaut, die jetzt noch Alles trägt. 2. Du ſchufſt, ich dank' es dir, auch mich zu deiner Ehre, und wollteſt, Gütig⸗ ſter! daß ich dein Bildniß wäre. Darum haſt du den Geiſt, der in mir lebt und denkt, mir zur Unſterblichkeit aus deiner Huld geſchenkt. 3. O welch' ein großer Zweck, dazu du, Gott, mich ſchufeſt! Wie herrlich iſt das Theil, dazu du mich berufeſt! Dir, Höchſter, ähnlich ſeyn, vollkommen ſeyn, wie du! O wohl mir, wenn ich's bin! Hilfſt du mir ſelbſt dazu! 4. Laß mir dies große Ziel doch ſtets vor Augen ſchweben; mein allerſtärk⸗ ſter Wunſch, mein eifrigſtes Beſtreben in allem meinem Thun ſei dies, o Gott, al⸗ lein, daß ich auch, ſo wie du, geſinnet möge ſeyn. 5. Du biſt der Wahrheit Freund; laß mich auch Wahrheit lieben, und mit ſtets muntrem Fleiß in Allem dem mich üben, was mich zur Weisheit führt, zur Weisheit, die dich ehrt, und Allem Beifall gibt, was du uns ſelbſt gelehrt. 6. Laß deine Heiligkeit mich ſtets zum Muſter neh⸗ men. Hilf mir die Sünde flieh'n, des Fleiſches Lüſte zähmen, nur das, was recht iſt, thun, des Guten mich er⸗ Vorſehung. 51 freu'n, und dem, der's üben will, auch gern behulflich ſeyn. 7. Gib, daß ich ſo, wie du, ein Freund der Men⸗ ſchen werde, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beſchwerde dem Näch⸗ ſten gern erſpart, ſein Leben ihm verſüßt, und, wo er hel⸗ fen kann, zu helfen willig iſt. 8. Noch bin ich weit ent⸗ fernt, o Gott, von dieſem Ziele; du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich ſel⸗ ber fühle, wie wenig ich dir noch im Guten ähnlich bin. O bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn! 9. Beglückt iſt nur als⸗ dann mein Lebenslauf auf Erden, wann ich dir immer mehr ſchon hier kann ähnlich werden Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt ſeyn, und mich ohn' Unterlaß, Gott! deiner Güte freu'n. Mel. Mein Gott, das Herz 75 cch bin, o Gott, dein Eigenthum. Du ſchufſt mich, dein zu ſeyn, mein ganzes Leben dir zum Ruhm, und deinem Dienſt zu weih'n. 2. Du gabſt mir den ver⸗ nünft'gen Geiſt, bewundernd einzuſeh'n, wie dich, Herr! deine Schöpfung preiſt, mit ihr dich zu erhöh'n. 3. Was um mich iſt, ver⸗ kündigt mir, Gott! deine C 2 Herr⸗ —— —–†‧— 52 Werke und Wohlthaten Gottes. Herrlichkeit; zu ihrem Preiſe reizt mich hier ſelbſt jede Jahreszeit. 4. Und ich, ich ſollte fühl⸗ los ſeyn? Ich rühmte dich, Herr, nicht? Ein Herold dei⸗ nes Ruhms zu ſeyn, bleibt meine größte Pflicht. 5. O mache dieſer Pflicht mich treu, ſo treu, Herr, als ich ſoll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel ſei ſtets deiner Ehre voll! 6 Wer dich verehrt, hält dein Gebot, ihm i iſt's nicht Laſt, nicht Pein. Drum gib auch mir die Kraft, o Gott! gehorſam dir zu ſeyn. 7. Was du gebeutſt, iſt für uns gut; du willſt nur unſer Heil⸗ Wohl dem, der deinen Willen thut! Du biſt ſein Troſt und Theil. 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn, und ſelbſt in Traurigkeit ſchmeckt er, dir, H chſter! zugethan, in dir Zufriede nheit. 9. Nach hier vollbrachter Pruͤfungszeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr, laß nach dieſer Seligkeit mein ganz Beſtreben ſeyn. Mel. Schon iſt der Tag von G. 76 Jerr! lehre mich, den wahren Werth des empfinden, und Allem dem, was mich entehrt, voll Ab⸗ ſcheu mich entwinden! Nie Menſchen tief komm' es mir aus meinem Sinn, was ich als Menſch vermag und bin durch deine weiſe Güte. 2. Ich, ich bin mehr, als Fleiſch und Bein. Du hauch⸗ teſt, Gott, aus Liebe mir auch die rege Seele ein, und gabſt ihr Kraft und Triebe, mehr, als was dieſe Sinne rührt, und nur zu Sinnen⸗ freuden führt, zu fühlen und zu faſſen. 3. Gott, dieſen Vorzug gabſt du mir vor ſo viel Millionen, die auch beſeelt, genährt von dir, auf deiner Erde wohnen. Was ihnen fehlt, gabſt du mir hin, Vernunft und Freiheit und den Sinn für Wahrheit, Weisheit, Tugend. 4. Du ſchufſt mich znr Ge⸗ ſelligkeit und für der Fr ſchaft Freuden, gabſt mei⸗ nem Soron Füͤhlbarkeit für Andrer Glück und Leiden, und ſetzteſt auch mich in den Stand, das, was ich dachte und empfand, in Worten auszudrücken. 5. Ich kann mich ſelbſt und deine Welt und dich er⸗ kennen lernen; ich kann von dem, was dir mißfällt t, mich ohne Zwang entfernen. Und wer, wer zeigt die Graͤnzen an, wo ich nicht weiter ſtre⸗ ben kann nach Licht und Her⸗ zensgüte? 6. In ſtiller Andacht kann mein nin Geit ſich! ghä und dir und Hinmel T Kriis und Chre dann mi nich der iver Li dir felgen dir 1 18 deine Vorſich 7 Aict dlos 9 zeit rieſſt de ds Lehen. Zum? △ι r Säligkeit ſoll Seele ſcweben. duch ni mein dan b, er bleibt 8 Lrrhes Na Fer' wirſt ihn v 8 Vom Himne ſendt von dir, de a uns auf Erden 5 ward ein Me vir, um Heiland daze Wee hoc durch ihn geehrt! lich durch ihn ſer der Mrnſähei ſbätzen! 9, Und ich, ich entweih'n, und iieren handeln, ſbenluſ ergeben der⸗ prere han ſei ein ſol von uil uſen daß üd m ait hier znnn tiſtäne 1 e5 d ich b lleze jt auf män achte, na ancig da d Ni ſer ngie 8 ic deiner freu⸗, Gottes. 3 mir aus neun vas ich als Mait und bin durch di ute. „ ich bin mehr, nd Bein. Du hu dtt, aus Liele n rege Seele ein, n „Kraft und dut⸗ ls was dieſe Ei und nur zu Sinn führt, zu fühle n 1. Hott, dieſen Vn u mir vor ſo h en, die auch leſt von dir, auf din vohnen. Was im gabſt du mit ſ ft und Freiheit n inn für Wuäke t, Tugend. u ſchufſt mich zut⸗ und für der Fuu⸗ Freuden, galſ m. erzen Fühlbartttii Glück und lhe teſt auch mich u das, was ich di apfand, in Vai kücken. 1 Ich kann mich ſi ne Welt und dht lernen; ich kam as dir mißfällt, wang entfernen. er zeigt die Güt ich nicht weitaff n nach Licht un e? mſtiller And mein Geiſt ſich bis zu dir erheben, und dir, den Erd' und Himmel preiſt, auch Preis und Ehre geben. Ich kann mich deiner Liebe freu'n, dir folgen, dir ergeben ſeyn und deiner Vorſicht trauen. 7. Nicht blos für dieſe kurze Zeit riefſt du mich in dies Leben. Zum Vollgenuß der Seligkeit ſſoll einſt die Seele ſchweben. Und wird auch einſt mein Leib zu Staub, er bleibt doch nicht des Grabes Raub; du, Herr! wirſt ihn verklären. 8. Vom Himmel kam, ge⸗ ſandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er kam und ward ein Menſch, wie wir, um Heiland uns zu werden. Wie hoch ſind wir durch ihn geehrt! wie ernſt⸗ lich durch ihn ſelbſt belehrt, der Menſchheit Werth, zu ſchätzen! 9. Und ich, ich ſollte mich entweih'n, und gleich den Thieren handeln, der Flei⸗ ſchesluſt ergeben ſeyn, und, Herr, vor dir nicht wandeln? Fern ſei ein ſolcher Sinn von mir! Bewahre mich, daß ich mich hier ſo frevel⸗ haft nicht ſchände! 10. Gib, daß ich jetzt und allezeit auf mein Gewiſſen achte, nach Weisheit und Gerechtigkeit mit allem Ei⸗ fer trachte, dich liebe und mich deiner freu', und ſo des Vorſehung. 53 Vorzugs würdig ſei, den du mir haſt verliehen. Mel. Es iſt das Heil uns 77 Wie wichtig iſt doch der Beruf, den uns der Herr gegeben! Gott! als uns deine Liebe ſchuf, da ſchuf ſie uns zum Leben. Zum Leben, welches ewig währt, das weder Leid noch Angſt beſchwert, willſt du uns hier erziehen. 2. Nicht hier iſt unſer Va⸗ terland; allein bei dir, dort oben, da iſt der Ort, wo deine Hand das Glück uns aufgehoben, das nie ein trau⸗ rig Ende nimmt. Hier ſind wir nur von dir beſtimmt, uns dazu anzuſchicken. 3. O laß mir doch dies große Ziel durch Nichts ver⸗ rücket werden! Was hilft's, wenn ich auch noch ſo viel von Gütern dieſer Erden, von Ehre, Geld und Luſt ge⸗ winn', wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmel⸗ reich zu erben: 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier; laß mich dies nie vergeſſen. Nur wenig Tage haſt du mir zur Wall⸗ fahrt zugemeſſen. Schnell, wie ein Traum, ſind ſie vollbracht, und dann wird dieſer Erde Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Herrlichkeit mich ſtets vor C 3 Au⸗ 54 Werke und Wohlthaten Gottes. Augen haben. Laß mich in meiner Prüfungszeit um jene beßre Gaben, die mir im Tode nicht entſlieh en, am er⸗ ſten und mit Ernſt bemühn, damit ich nicht einſt darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater, liebt, und deines Sohns ſich freuet, das in dem Glauben Tugend übt, und ſich vor Sünden ſcheuet; ein ſolches Herz, das wird allein ſich ewig deiner Güte freu'n, und einſt dein Antlitz ſchauen. 7. Und ſolch ein Herz, das woll'ſt du mir, Gott, aus Erbarmen geben, damit ich möge auch ſchon hier nach den Geſetzen leben, die ſelbſt im Himmel gültig ſi ſind, bis ich, als dein bewährtes Kind, zu deiner Freude gehe. Die Erlöſung von Sün⸗ den, durch Chriſtum. Von der S Mel. Auf meinen lieben Gott 78 u, der kein 64˙ ◻ ☛ thut, du ſchufſt den Menſchen gut; du gabſt und Kraͤfte elig Feſchäfte, in Heilig⸗ keit zu wandein, und recht vor dir zu handeln. 2. 7 Wo iſt der Unſchuld R uhm: Ach, wir, dein Ei⸗ genthum, wie tief ſind wir gefallen! Wo iſt jetzt unter Sünde Allen ein Menſch ganz rein von Sünden, vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier iſt kein Unter⸗ ſchied. Dein Auge, Höch⸗ ſter, ſieht auf alle Men⸗ ſbenkinder⸗ und fieht ſie alle Sü Vor dir, o Herr, i kei dnet ganz ſchuldlos, auch nicht Einer. 4. Verderbt iſt unſer Sinn; dic Weisheit iſt dahin, die uns regieren ſollte, nur, was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu wäh⸗ len und zu lieben. 5. Der Sinne Luſt und Schmerz rührt leider! unſer Herz mehr, als die höhern Freuden, mehr als die grö⸗ ßern Leiden, die wir auf Ewigkeiten ſelbſt unſerm Geiſt bereiten, 6. D Dir dfolgen, dünkt uns Zw Herzens höſer Triebe zu ſchnsder Sunden⸗ iebe, und wer vermag's zu 2 wie oft wir vor dir 7.„ Sevr. Lib uns dein „was üns ge⸗ n, dnd. ünrir pon Ernſt entbrenne n, der Sünde zu entſagen, der Beßrung nach⸗ zujagen. 8. Wohl dem, der ſie ge⸗ winnt! Gott, ſe verderbt wir ſind, ſo willſt du doch uns heilen, uns neue Kraft er⸗ veihen. C und S Li lic oiheilen, durch en auf ifErden!e frei zu neche 1 d, las d freuen, und un edle Kraft den vir oft u ſre 3 ſas deum 1 Cage Metten. 1 auch, denn d. vilſt gern die ₰ ſärten. Und d b terdrüchen vir ſo fuucht, Herr. ve figen n unſen di de Vi l6 Gottes. Menſch gan i den, vor dit finden: eer iſt kein ue ein Auge, gi t auf alle N er, und ſiehtſie Vor dir, ohe ganz ſchuldlos, ner. derbt iſt unſeren zheit iſt dahn, gieren ſollte, m n Wille wolttu dollen Triebenzund zu lieben. er Sinne Luſtn zZrührt leider m ehr, als die hi , mehr als di eiden, die wj tten ſelbſt unſerndi — ir folgen, düntn Gdes Herzens ii keißt uns mit ſun zu ſchnöder Eie ind wer vermat wie oft wir wei 6 — Herr, gib ui daß wir, wasu beſchämt vor i und ſtets von he nnen, der Sin n, der Beßrunu 1 5 1.. Vohl dem, der ſi Gott, ſo vi d, ſo wilſt u ilen, uns nele ch 4 8. ertheilen, durch Chriſtum ſchon auf Erden von Sünden frei zu werden. 9. Ach, laß durch unſere Schuld uns deine Vaterhuld nicht freventlich verſcherzen! Erwecke unſre Herzen, dir nicht zu widerſtreben, damit mir ewig leben. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 79 Kein Menſch, o Gott iſt ſüͤndenfrei: wer dürfte ſich erheben? Was hilft uns Trug und Heuchelei? Du kenneſt Herz und Leben. Umſonſt, umſonſt verbergen wir ſelbſt die geheimſten Triebe dir; dein Blick durch⸗ ſchauet Alles. 2. Du weißt, wie oft wir frevelhaft uns böſer Thaten freuen, und unſers Geiſtes edle Kraft dem Sündendienſte weihen. Gereizt von Welt und Sinnlichkeit, verſcherzen wir oft unſre Zeit, und un⸗ ſers Herzens Ruhe. 3. Wir ſollten ſtets auf dein Gebot mit frommer Seele merken: wir können's auch; denn du, o Gott! willſt gern die Schwachen ſtärken. Und dennoch un⸗ terdrücken wir ſo oft die Ehr⸗ furcht, Herr! vor dir, und folgen unſern Lüſten. 4. Wie leicht entwöhnt ſich unſer Herz, im Glück auf dich zu ſchauen! Wie bald vergeſſen wir im Schmerz, Erlöſung. 55 dir kindlich zu vertrauen! wie mächtig reizen Stolz und Neid uns oft zur Un⸗ zufriedenheit mit deiner freien Güte! 5. Du haſt mit Menſchen uns vereint, die dir, Gott! angehören; wir ſollen, aller Bosheit Feind, auch ihre Freuden mehren. Doch wer iſt immer liebevoll? ſorgt für den Nächſten, wie er ſoll? Wer hilft, ſo viel er könnte? 6. Oft wirkt auch unſers Beiſpiels Macht, daß Andre, wie wir fehlen. Sie ſeh'n auf uns, die Luſt erwacht, das Böſe zu erwählen. Gleich uns, verſchmäh'n ſie deine Huld, und ihr Verderben, ihre Schuld vermehret unſre Schulden. 7. O großer Gott! hier ſtehen wir, verklagt von un⸗ ſern Sünden. Vor dir, All⸗ heiliger! vor dir iſt keiner rein zu finden. Wie küm⸗ mert unſre Seele ſich! Wir Alle fehlen wider dich! Er⸗ barm' dich unſer Aller! Mel. Alle Menſchen müſſen 80 Voter heilig möcht' ich leben, Recht⸗ thun wäre meine Luſt; aber Lüſte widerſtreben dem Ge⸗ ſetz in meiner Bruſt, und der Sundentrieb im Herzen iſt noch oft mir Quell von Schmerzen. Mich beſchwert C 4 der 56 Werke und Wohlthaten Gottes. der Sünden Joch; was ich nicht will, thu' ich doch. 2. Sieh⸗ um Kraft mich Schwachen beten; mei⸗ nem Vorſatz trau' ich nicht. Lockende Begierden treten zwiſchen mich und meine Pflicht. Selbſt den heil'gen Andachtsſtunden, wo, der niedern Welt entſchwun⸗ den, ich von dir und Tu⸗ gend ſprach, folgten Sün⸗ dentage nach. 3. O wie oft hab' ich ge⸗ weinet, ſchmerzlich meinen Fall bereut, gläubig mich mit dir vereinet, und mich deiner Huld gefreut! Gnä⸗ dig ſahſt du zu mir nieder, aber bald vergaß ich wieder meine Pflicht und, Vater! dich, und die Welt beſiegte mich. 4. Du allein, du kannſt mich retten, wo mich Sünd' und Wahn zerſtreut. Mach' mich ledig von den Ketten trügeriſcher Sinnlichkeit! Tilg' die Quelle meiner Schmer⸗ zen, die Begier aus meinem Herzen! Tief im Staube bitt⸗ ich dich: leite ſelbſt zur Tugend mich! 5. Sieh, mich dürſtet nach dem Guten. Früh und ſpät ruf' ich zu dir: laß mein Herz nicht länger bluten: deinen Geiſt verleihe mir! Hilf die böſe Luſt bezwin⸗ gen, und nach deinem Bei⸗ fall ringen! Stärke mich mit hoher Kraft, das zu thun, was Segen ſchafft! 6. Ja, du hörſt mein kind⸗ lich Flehen! Du erquickſt mein Herz mit Ruh'! Leben werd' ich, nicht vergehen; meine Stärke, Gott! biſt du! Ueberwinden, überwin⸗ den werd' ich durch dich alle Sünden. Meine Seele, faſſe Muth! Endlich werd' ich fromm und gut. Mel. O Gott, du frommer Gott 81 Wi nur Ein Laſter liebt, wie leicht fällt der in alle! Wer Ein Geſetz entweiht, entheiligt in dem Falle die andern auch zugleich in ſeinem Herzen mit, und ſchwächt die Kraft in ſich, die ſonſt für's Gute ſtritt. 2. Ein Fehltritt kann den Grund zu hundert andern legen und gibt nicht ſelten uns das ſchreckliche Vermö⸗ gen, dann, dreiſt und ohne Furcht vor des Gewiſſens Pein, auch jede andre Pflicht . 7* 3. Wie oft verſucht der Menſch, aus Scham, aus Furcht und Schrecken, durch eine zweite Schuld die erſte zu bedecken! So führt zur Laſterbahn ein einz'ger Feh⸗ ler hin; und wo die Tugend weicht, muß auch die Ruhe flieh'n. 4. So ſei es mir denn Pflicht gücht, der kleinñ u wehren und je ſes mit Eifr zu Kein pui ſ und kein dan „ dis kinnt lict: nun ſcheren Sin 5 Durch Tugen nit zun göttli ſleche, und ohn ind d ſelſt Kon rechte. Sie, ſie: ns erf des Leben 2 ſchön, nur ſie kann ud Schickſal uns 6. In letzten A weun Alle von u vidd ſie in Licht unſter Seite ſteh dird durch ſie der die durchlaufne L mnthig treten wi Pallfahrt an. 7. Denn Tu is Reich der e lchkeiten den Ge liebt, vor Go kgleiten. Und Serblichen wär'n in keein, um f Fen nich und ir ſehn⸗ 8 28. 82 klein; 8 ein ſprricht Gei A— m der heili Gottes. 1 Kraft, u, s Segen cuſ du hörſt mein ii zen! Du a 3 4 mit den , nicht zuaßt erwinden, 4 d' ich durch nden. Meine en uth! Endlich im und gut. Gott, du frommer er nur Eina liebt, wie r in alle! VWa entweiht, enha Falle die andem in ſeinem gme d ſchwächt die ſe⸗ die ſonſt fürzt in Fehltritt kmme zu hundert uh und gibt nicht ſie s ſchreckliche Va⸗ ann, dreiſt u vor des Geuſt auch jede andretf lich zu entweiſt Wie oft verfutt », aus Schan, i und Schreckm n 1 deite Schuld dit ecken! So füht ahn ein einſget t; und wo ede muß auch die So unſrer Seite ſtehen. ſei es mn 1 Pflicht, der kleinſten Schuld zu wehren und jede Tugend ſtets mit Eifer zu verehren. Kein Fehltritt ſcheine mir und kein Vergehen klein; dies könnte leicht der Grund von ſchweren Sünden ſeyn. 5. Durch Tugend ſteigen wir zum göttlichen Ge⸗ ſchlechte, und ohne Tugend find ſelbſt Könige nur Knechte. Sie, ſie nur macht uns erſt des Lebens Anmuth ſchön, nur ſie kann über Zeit und Schickſal uns erhöh'n. 6. Im letzten Augenblick, wenn Alle von uns gehen, wird ſie in Lichtgeſtalt zu Hell wird durch ſie der Blick auf die durchlaufne Bahn, und muthig treten wir die neue Wallfahrt an. 7. Denn Tugend wird in's Reich der ew'gen Herr⸗ lichkeiten den Geiſt, der ſie geliebt, vor Gottes Thron begleiten. Und wie? mir Sterblichen wär' dieſes Glück zu klein, um ſtrenge ge⸗ gen mich und tugendhaft zu ſeyn? Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 82 Suͤnde iſt nie klein zu ſchätzen. Nennt ſie klein; doch bringt ſie Schuld. Denn ſie wider⸗ ſpricht Geſetzen, die mit Weisheit und voll Huld uns der Heilige gegeben, Erlöſung. 57 um durch ſie beglückt zu leben. 2. Sein Geſetz iſt gut und weiſe, wie ſein Wille ſelbſt es iſt. Menſch befolg' es, und beweiſe, daß du ſeiner nicht vergißt! Ewig muß Gott Süͤnde haſſen, kann nie ungeſtraft ſie laſſen. 3. Aber gibt es nicht ſelbſt Dinge, die der Sün⸗ den Schuld erhöh'n? O! die Schuld iſt nicht geringe, wenn wir ſein Geſetz ver⸗ ſteh'n, es als wahrhaft gut zwar ſchätzen, doch aus Leichtſinn oft verletzen. 4. Sünd'gen wir mit Ue⸗ berlegung wider des Gewiſ⸗ ſens Spruch; achten nicht des Herzens Regung, nicht des innern Richters Fluch: ſo iſt das, was wir voll⸗ brachten, ſchon für größre Schuld zu achten. 5. Hat dich Gott hervor⸗ gezogen und mit Wohlthun überhäuft und du bleibeſt dem gewogen, was der Pflicht entgegen läuft; ſo mehrt Undank deine Sün⸗ den; wichtiger wird Gott ſie finden. 6. Fühleſt du in dir ſchon Kräfte, Lieblingsſünden zu entflieh'n, und eilſt doch zu dem Geſchäfte, welchem Gott dich wollt' entzieh'n; wirſt, geſtärkt durch ihn nicht beſ⸗ ſer: ſo wird deine Schuld noch größer. 6 5 7. Wenn 58 Werke und Wohlthaten Gottes. 7. Wenn dich Nichts von außen reizet, und nur inn're böſe Luſt bloß nach ſolchen Dingen geizet, deren Unrecht dir bewußt: o! ſo iſt dann dein Vergehen größer, als ſonſt, anzuſehen. 8. Machen ganz beſondre Dinge gutes Beiſpiel dir zur Pflicht; und du ſchätzeſt ſie „geringe, ärgerſt, aber beſſerſt nicht: größer wird dann dein Verbrechen, und der Richter wird es rächen. 9. Doch wer kann das Alles zählen, was Trotz, Unbeſonnenheit, Wahn, Stolz, Heuchelei ſich wählen, das der Thaten Sundlichkeit vor dem Richter nur vermeh⸗ ret, weil es ſein Geſetz entehret! 10. Gott! laß mich dies wohl bedenken, und, entfernt von Sicherheit, meines Le⸗ bens Gang ſo lenken, daß ich mit Behutſamkeit das nur thu', was dem gebühret, der den Chriſtennamen führet. 11. Laß mir niemals eine Sünde klein und unbedeutend ſeyn! Vater, flöße deinem Kinde Redlichkeit und Kräfte ein, folgſam dem Geſetz zu leben, und nach Tugend nur zu ſtreben. Mel. Alle Menſchen müſſen 83 Gßer Gott! er⸗ habnes Weſen, das, voll ſegnender Begier, 4 Menſchen ſich zum Dienſt er⸗ leſen; ach, was iſt der Menſch vor dir? Wenn ich deine Größ' erwäge, und was ich bin, überlege: o wie niedrig und wie klein muß ich mir nicht ſelber ſeyn? 2. Ach, es herrſcht der Trieb zur Sünde mächtig oft in dem Gemüth, und macht mich zu einem Kinde, das vor ſeinem Vater flieht. Ach, ich ſeh' mit Reu' und Schrecken tauſend Fehler, tauſend Flecken, und in der verderbten Bruſt regt ſich öfters boͤſe Luſt. 3. Was ich Gutes an mir habe, iſt von deiner Vater⸗ hand! O! wie manche gute Gabe haſt du, Herr, mir zugewandt! Selber auf dem Sundenpfade trägt mich ſchonend deine Gnade. Näh⸗ meſt du zurück, was dein, ach! was würd' mir übrig ſeyn? 4. Doch die Menge deiner Gaben klagt nur meinen Undank an, weil ich ſie oft ganz vergraben, oder damit groß gethan; oft voll Leicht⸗ ſinn ſie verſchwendet und zu Sünden angewendet. O wie häuft ſich meine Schuld durch Verachtung deiner Huld! 5. Sieh', hier lieg' ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebückt; doch mein demuthsvoller Glaube, der der auf mein dütt, hoftt an tergüte, und 1 amt Gemith Muth 3 d noch zu di d aeR rte jiehen gan gi, 40,: de Triebe treue feit in mir! Va⸗ ſchwache Lallen! dir gefallen Bil (igenthum, gau Numens Ruhm. 7. Meine Kr ldder ſind Denſt bereit! faͤlle vor dir ne Ehrerbietigkeit. wilſt, zu thun dies gelob ichd den. Gott u ganzen Welt, vwas dir gefäll Folgen de Ml. Jeſus, me 84O;⸗ vwieleicht dein Ri gneakt di jener Rähe, jen in reinen herzer den Fleiß 4 2 Aber, ac V ſühn des Gei Friede; dann Sinde 4 Gottes. ſich zum Diee ch, was iſt d or dir? Wemj böß erwäge, wh in, überlege: dn —— id wie klein mi icht ſelber ſeyne ), es herrſcht i ir Sünde näci dem Gemüth, m ich zu einem gi ſeinem Vater fit ſeh' mit Reu w n tauſend Fi Flecken, und un en Bruſt regt ſt öͤſe Luſt. das ich Gutes uif ſt von deiner War O! wie manche gaſt du, Herr, n adt! Selber aff ſpfade trägt m d deine Gnade. N i zurück, was as würd' mit in doch die Mengeden klagt nur m an, weil ich ſti hergraben, oder in gethan; oft vollbi te verſchwendet un en angewendet nuft ſich meine st Verachtung W. Sieh', hier lie t Staube tief dort Gott, gebückte demuthsvoller Gin der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Va⸗ tergüte, und mein tief be⸗ ſchämt Gemüthe, das den Muth faſt ganz verlor, hebt ſich noch zu dir empor. 6. Ja, die Wunder deiner Liebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Ach, erhalte ſelbſt die Triebe treuer Dankbar⸗ keit in mir! Vater! laß das ſchwache Lallen meines Lobes dir gefallen! Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. 7. Meine Kräfte, meine Glieder ſind zu deinem Dienſt bereit! Herr! ich falle vor dir nieder, voller Ehrerbietigkeit. Was du willſt, zu thun und leiden, dies gelob' ich dir mit Freu⸗ den. Gott und Herr der ganzen Welt, thu' mit mir, was dir gefällt! Folgen der Sünde. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht wie ſanft iſt, 84 O Herr, dein Joch! o wie leicht dein guter Wille! Oft gedenkt die Seele noch jener Ruhe, jener Stille, die in reinen Herzen wohnt, und den Fleiß der Tugend lohnt. 2. Aber, achl! iſt er ent⸗ flohn, des Gewiſſens ſanfter Friede; dann wird Qual der Sünde Lohn, und ihr Erlöſung. 59 Dienſt macht krank und müde. Keine wahre Freude blüht, wo des Herzens Un⸗ ſchuld flieht. 3. Drückend iſt des Laſters Joch, ſchwer der Sünden harte Bande, und ihr Sklave wählt ſie doch, taumelt an des Abgrunds Rande, dünkt ſich glücklich, groß und frei bei der tiefſten Sklaverei. 4. In der ungeſtümen Bruſt weilet keine Freude lange. Unmuth folgt auf Sündenluſt; angſtvoll bebt ſein Herz und bange, ſucht vergebens Fried' und Ruh', und eilt neuen Laſtern zu. 5. Unter ſchuldlos frohen Reih'n wandelt er mit tru⸗ bem Blicke, will und kann nicht fröhlich ſeyn, wünſcht vergangne Zeit zurücke, wird, das Herz voll Groll und Neid, Störer ihrer Fröhlichkeit. 6. Gottes ſchön ge⸗ ſchmückte Welt iſt umſonſt für ihn geſchmücket; Blu⸗ menau und Saatenfeld, was den Tugendfreund entzük⸗ ket, dem ſein Herz entge⸗ gen wallt, läßt die ſtumpfe Seele kalt. 7. Herr, dein heiliges Ge⸗ richt trifft die Sünder, die dich haſſen, die Verächter ihrer Pflicht! Herr, ich will dich nie verlaſſen; ſteh' mir in Verſuchung bei, und er⸗ halte ſelbſt mich treu. C 6 Mel, 60 Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 8 5 We Sünde thut, der liebt nur Wahn, nur Träume, die ihn trügen. Er wandelt auf des Irrthums Bahn, und lernt ſich ſelbſt belügen. O! hilf mir, Gott, daß ich dir treu, und fern vom Selbſt⸗ betruge ſei! 2. Wer Sünde thut, der unterdrückt und ſchwächt die Seelenkräfte, wird frech und blind und ungeſchickt zum Heiligungsgeſchaͤfte. O Va⸗ ter, gib, daß nie mein Geiſt ſich ſeine Würde ſelbſt ent⸗ reißt. 3. Wer Sünde thut, der haßt das Licht, das Gott uns hat entzündet; er kennt die wahre Weisheit nicht, die uns mit ihm verbindet. O lehre, Gott, mich weiſe ſeyn und ſtets den Reiz zur Sünde ſcheu'n! 4. Wer Sünde thut, der trotzt dem Herrn, durch den wir ſind und leben; er bleibt von jenem Reiche fern, nach dem die Frommen ſtreben. Wie thöricht und wie un⸗ dankbar! Entreiße, Gott, mich der Gefahr! 5. Wer Suüͤnde thut, ach! der entzieht ſich ſtolz dem Ruf der Gnade. Ver⸗ kehrt, verſtockt wird ſein Gemüth, und tief ſein Seelenſchade. O welch' ein frevelhafter Sinn, wenn ich dir, Gott, nicht folg⸗ ſam bin! 6. Wer Suünde thut, ver⸗ wirft das Wort, das Heil und Frieden ſtiftet; er eilet auf dem Pfade fort, wo ſich ſein Herz vergiftet, wo ſein Gewiſſen einſt ihn nagt, und laut ihn, Herr, vor dir verklagt. 7. Wer Sünde thut, ſieht ſchreckenvoll die letzte Stun⸗ de kommen; die Hoffnung, die ihn tröſten ſoll, iſt ſei⸗ nem Geiſt benommen. Er liebte Gott und Jeſum nicht; nun droh'n ihm Tod und Weltgericht. 8. So täuſcht die Sünde ihren Freund! So lohnt ſie ſchon auf Erden! Ach, wann die Ewigkeit erſcheint, ach, wie wird's dann ihm wer⸗ den? Viel Gutes, Herr, iſt mir verlieh'n; o lehre mich auch Sünden flieh'n! Mel. Herzliebſter Jeſu! 86 W iſt wohl Noth und Elend auf der Erde, das von der Sünde nicht geboren werde? Ver⸗ wandeln ſich nicht ſtets der Thorheit Freuden in bittre Leiden? 2. O wären wir vom Jüngling bis zum Greiſe dir, Gott, gehorſam, immer gut und weiſe; was würden wir mit freudigem Gewiſſen für Gluͤck genießen! 3. Er⸗ 3. Grhöhet nſt auf Erde Liürtde uns erl den, wenn un Lockungen der Jvoderttnde. 4. Lo, ach um Alees zu zer ſcüttert Throne vüſtet Hütten, Segensquell, d dagen mit hart 5. Vann kön ſſoh zum Him an dich, Herr, Farcht und Grar und Grab undar Aeben, und nich 6. die Luſt feſelt ſie und „ leden ſelbſt du ifee gebietet; ſi den Weg durch zu Gram und 7. O d, ſtomm die ib, daß wir die Tugend ha⸗ Arnd in Verſuch 1 ſeben in Gott V Näl. Herr, ich ha K G brechen,well ſ endet, ſich ſer ferchthat zich den Geſez m den Laſter fel Armuth, Sch hes Sterben ottes. ott, nicht fal⸗ Sünde thut, ver⸗ Vort, das 3 ſiiſtet, er ält ade fort, wo ſih eergiftet, wo ſit einſt ihn w ihn, Herr, dot * Sünde thut ſüt ll die letzte Sim⸗ n; die Hofuun öſten ſoll, iſt ſ⸗ benommen. Er ott und Jrin n droh'n ihm do gericht. täuſcht die Süme und! So lohnt ſe Erden! Ach, wmn, keit erſcheint, ah s dann ihm we el Gutes, den, lieh'n; o lehrent den flieh'n! Herzliebſter Jeſu P iſt wohl Nh und Clend ai das von der Sine ſoren werde? M⸗ ſich nicht ſtets de Freuden in bitte wären wir vun z bis zum Srii gehorſam, inne weiſe; was vütn freudigem Gewiſa 3, G. k genießen 3. Erhöhet würde jede Luſt auf Erden, und jede Bürde uns erleichtert wer⸗ den, wenn unſer Herz den Lockungen der Sünde ſtets widerſtünde! 4. Doch, ach, ſie herrſcht, um Alles zu zerrütten, er⸗ ſchüttert Thronen und ver⸗ wüſtet Hütten, trübt jeden Segensquell, droht unſern Tagen mit harten Plagen. 5. Wann können Sünder froh zum Himmel ſchauen, an dich, Herr, denken ohne Furcht und Grauen? an Tod und Grab und an der Zukunft Leben, und nicht erbeben? 6. Die Luſt zum Böſen feſſelt ſie und wüthet; ſie leiden ſelbſt durch das, was ſie gebietet; ſie bahnen ſich den Weg durch ihre Freuden zu Gram und Leiden. 7. O du, zu dem wir fromm die Hände falten, gib, daß wir feſt uns an die Tugend halten, und, ſie⸗ gend in Verſuchung, uns zum Leben in Gott erheben! Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 8 Gett wie ſchreck⸗ lich ſind Ver⸗ brechen, weil ſie, kaum voll⸗ endet, ſich ſelbſt verfolgen, furchtbar rächen, Richter! dein Geſetz und dich! Ach! dem Laſter folgt Verderben, Armuth, Schmach und frü⸗ hes Sterben! Erlöſung. 61 2. Und wie quält den ſein Gewiſſen, der verworfne Tha⸗ ten übt! Kann er jenes Troſts genießen, den nur reine Tugend gibt? Kann er, ohne zu erbeben, denken an ein künftig Leben? 3. Nur Ein Fehltritt auf den Wegen, die wir wan⸗ deln ſollen, Gott! was ver⸗ nichtet der für Segen, wie verſenkt oft der in Noth! Ach! was müſſen wir oft leiden, blos für Einer Thor⸗ heit Freuden? 4. Starke, Gott! verfol⸗ gen Schwache; Schwache Schwäch're! Geiz und Neid, Menſchenhaß und Durſt nach Rache, Wolluſt, Stolz und Ueppigkeit; wie erfüllen die mit Plagen deine Welt, mit welchen Klagen! 5. Wie die Argliſt Frevel brütet! Wie Gewalt und Tyrannei, gleich der Peſt im Mittag, wüthet! Wie im Finſtern Heuchelei trachtet, über alle Zeiten Fluch und Jammer zu verbreiten! 6. Und wir Sünder könn⸗ ten wähnen, Gottes heiliges Gericht ſtrafe keines Elends Thräͤnen, acht' auf unſre La⸗ ſter nicht? der Gerechte, der Verbrecher gelt' ihm gleich; es ſei kein Rächer? 7. Wären wir nur gut und weiſe, deinem Willen unterthan; gingen Jüng⸗ linge und Greiſe immer auf C 7 der 62 Werke und Wohlthaten Gottes. der Tugendbahn: o wie ſtrömte Heil und Segen Jeg⸗ lichem von dir entgegen! 8. Würde nicht, wenn ſchon auf Erden keiner je der Noth entgeht, jede Laſt erleichtert werden, jede wahre Luſt erhöht, wenn den Lok⸗ kungen der Sünde unſer Herz ſtets widerſtünde? 9. Ich erſchrecke, Herr, ich bebe, daß mein Herz ſo oft vergißt, daß, wenn ich nicht heilig lebe, eitel meine Hoffnung iſt: ſelig dort, und ſchon auf Erden ruhig und getroſt zu werden. 10. Laß des Laſters bittre Früchte mir ſtets in Gedan⸗ ten ſeyn, mich nie zweifeln am Gerichte, auch den klein⸗ ſten Fehltritt ſcheu'n! Stär⸗ ke mich, daß ich die Sünde immer glorreich überwinde! Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 88 ch! welch' ein Kampf in mei⸗ ner Seele, welch' ſteter Wi⸗ derſpruch in mir! Mein Geiſt will, daß ich Gutes wähle, er ſehnt ſich, Gott! ſo heiß nach dir; allein das Fleiſch verführt den Willen, macht ihn den Sinnen un⸗ terthan, ſtrebt, ihre Lüſtern⸗ heit zu ſtillen, und ſchmiegt ſich, ach! den Sünden an. 2. Ein doppeltes Geſetz regieret mein Weſen; o wie räthſelhaft! Wenn mich der Wahrheit Strahl berühret, dann ſchmeck' ich Frieden, fühle Kraft; doch ſchnell ent⸗ zieht ein Todesſchatten mir dieſes himmliſch reine Licht, ich muß im halben Lauf er⸗ matten, ich will, doch ich vollbringe nicht. 3. Der gute Vorſatz, den ich faſſe, er bleibt ein Traum der Phantaſie; ich thu' das Böſe, das ich haſſe, und ſcheue oft der Tugend Müh'. Getrieben, wie ein Schiff vom Winde, dem Maſt und Steuerruder brach, reißt ſie mich hin, die Macht der Sünde; zu ſpäte Thränen folgen nach. 4. Wer löſt mich von den Sklavenketten? Wer ſchafft in meinem Innern Ruh'? Wer kann mich von mir ſelbſt erretten? Nur du, Allmächtiger, nur du! Ein Strahl von deiner Gnade g'nüget zur ſeligſten Gene⸗ ſung mir; o ſend' ihn, daß mein Glaube ſieget, und ſchenke Kraft zur Tugend mir! Von der Erlöſung. In eigener Melodie. 89 H err, wir ſingen 9 deiner Ehre. Er⸗ barm' dich unſer, und er⸗ höre, nimm gnädig unſer Loblied an! Herr, wir dan⸗ ken voll Entzücken; wo iſt ein en Gott, der lieben und laun Der Ge ſchn, itdie liet der zeit in C Gott die Liebe feyn. 2 Um zu dir heben, hauchſt Lruf das Lebe ket uns der n zu dir uns artziehſt du u d Leben, u uns des Him du gibſt das L nnd führſt aue Tod uns zum ſucht allein, „ ſteun; daß w wilſt du nicht 3. Als wir, Plagen geaud Glend lagen, LCodes uns von deiner I a war es, G Lnnde erbarn iiterging. Da ertlick durch zrrück von der ihret Nacht nacht, erach daht zu ſehhn 4 Preſſeti lieder der& ſten ſtieg he Nenſch und der Tod. G „ Ad beyvwun ttes. — ich Frieden doch ſchnell ent. desſchatten mit iſch reine Liht, halben Lauf er will, doch ic icht. ate Vorſatz, de pleiht ein Traun ie; ich thuy das ich haſſe, un er Tugend Müh, wie ein Schif dem Maſt und brach, reißt ſie die Macht der ſpäte Thränen ſt mich von den n? Wer ſchafft Innern Ruh'? mich von mir ten? Nur du, r, nur du! Ein n deiner Gnade r ſeligſten Gene⸗ o ſend' ihn, daß ube ſieget, und aft zur Tugend er Erlöſung. ener Melodie. err, wir ſingen deiner Ehre. Gr⸗ ah berühre, unſer, und et⸗ n gnädig ünſei tHerr, wir dal⸗ ntzücken; wo i ein ein Gott, der ſo beglücken, ſo lieben und ſo ſegnen kann? Der Gott, den wir erhöh'n, er, deſſen Heil wir ſeh'n, iſt die Liebe; ſchon vor der Zeit in Ewigkeit war Gott die Liebe, wird ſie ſeyn. 2. Um zu dir uns zu er⸗ heben, hauchſt du in unſre Bruſt das Leben und ſchen⸗ keſt uns der Erde Glück. Um zu dir uns zu erheben, entziehſt du unſrer Bruſt das Leben, und ſchenkeſt uns des Himmels Glück. Du gibſt das Leben, Gott! und führſt auch durch den Tod uns zum Leben. Du ſuchſt allein, uns zu er⸗ freu'n; daß wir verderben, willſt du nicht. 3. Als wir, von der Sünde Plagen gequält, in unſerm Elend lagen, und Nacht des Todes uns umfing, fern von deiner Wahrheit Pfade, da war es, Gott, als deine Gnade erbarmend vor uns überging. Da rief dein Va⸗ terblick durch Jeſum uns zurück von der Sünde. Aus ihrer Nacht ſind wir er⸗ wacht, erwacht, um Gottes Licht zu ſeh'n. 4. Preiſet ihn, ihr Jubel⸗ lieder! der Sohn des Höch⸗ ſten ſtieg hernieder, ward Menſch und ſtarb der Sün⸗ der Tod. Chriſtus hat den Tod bezwungen; ein Sie⸗ Erlöſung. 63 geslied werd' ihm geſungen! Uns ſegnet und begnadigt Gott. Wir ſind mit ihm verſöhnt; ihr Lobgeſaͤngetönt! tönt zum Himmel! Herr, Preis ſei dir! Einſt knieen wir an deinem Thron, und beten an. Mel. Mache dich, mein Geiſt, ber. 90 U'ſe Gott, der Herr der Welt, ſchaut der Zukunft Zeiten, kann, was ihm zu thun gefällt, lange vorbereiten. Stets zur That wird ſein Rath; auf verborgnen Wegen kommt uns Heil entgegen. 2. Jeſus ward zum Heil der Welt einer unſrer Brü⸗ der; freudig, wie zum Sieg der Held, kam zu uns er nieder, rang mit Noth, Schmach und Tod, um zu edlerm Leben Menſchen zu erheben, 3. Seiner Ankunft frohe Zeit ließ in frühen Jahren Gott mit ihrer Herrlichkeit Völkern offenbaren. Was geſchah, fern und nah', wußt' er dann zu lenken, um uns ihn zu ſchenken. 4. Preiſet ihn voll Zuver⸗ ſicht, der die Welt regieret! Immer wird, was er ver⸗ ſpricht, herrlich ausgeführet. Ehret ihn, der erſchien, uns zu Gott zu leiten; folget ihm mit Freuden! Mel. — e· 64 Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis 91 Geanke, der uns Leben gibt, wer kann dich ganz durchdenken? Alſo hat Gott die Welt ge⸗ liebt, uns ſeinen Sohn zu ſchenken. 2. Hoch über die Vernunft erhöht, umringt von Finſter⸗ niſſen, füllſt du mein Herz mit Majeſtät und ſtilleſt mein Gewiſſen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen; und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Je⸗ ſu Tod ergründen; allein das Göttliche der That, das kann mein Herz em⸗ pfinden. 5. Nimm mir den Troſt, daß Jeſus Chriſt nicht meine Schuld getragen, nicht Gott und mein Erlöſer iſt: ſo werd' ich angſtvoll zagen. 6. Iſt Chriſti Wort nicht Gottes Sinn; werd' ich ſtets irren müſſen, und, wer Gott iſt, und was ich bin und werden ſoll, nicht wiſſen. 7. Nein, dieſen Troſt der Chriſtenheit ſoll mir kein Zweifel rauben; ich fühle ſeine Göttlichkeit und halte feſt am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum, durch ihn des Himmels Erbe; dies bin ich, und das iſt mein Ruhm, auf den ich leb' und ſterbe. 9. Du gibſt mir dei⸗ nen Geiſt, das Pfand, im Glauben mich zu ſtärken, und bildeſt mich durch deine Hand zu allen guten Wer⸗ ken. 10. So lang ich deinen Willen gern mit reinem Herzen thue; ſo fühl' ich eine Kraft des Herrn, und ſchmecke Fried' und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, und ich zum Kreuze trete; ſo weiß ich, daß er mein gedenkt und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erleſer lebt und mich einſt aus der Erde erweckt und zu dem Reich erhebt, da ich dich ſchauen werde. 13. Erfüll' mein Herz mit Dankbarkeit, ſo oft ich dich nur nenne: und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 14. Soll ich dereinſt auch würdig ſeyn, für deinen Ruhm zu leiden; ſo laß mich keine S Schmach und Pein von deiner Liebe ſcheiden. 15. Hat Gott uns ſeinen Sohn geſchenkt, laß mich noch ſterbend denken, wie ſollt' uns der, der ihn ge⸗ ſchenkt, mit ihm nicht Alles ſchenken! Mel. ℛ Nll. Schwing V 92Krs greſſt Gott b dui et ſet nnſt hel it we rreitin der! vit ſeig würde Meuſch, und über te beiden Bür 2 Treu vollb. zeit. Seines: Pahrheit und rar des Heil ſhen riſt frun, immer ſei nnd un Aller. li er ſelbſt ſe 3. Nun als Gott erhöht, ne tem Werte, her Majeſtät, und und Stärke, uns in ſein J darnach ſtret ſollen, Engel in ewig lebe 4. Chrfurch ſen ſoll ihm dezeigen, Aller muthovoll vor bann frendig d mit Danke ſei Gottes ho nnſet der zu 5. Ner 1 zugleich Gott, der denn d ig ki ſti Ver zu Jeſu. ſach m d ttes. tbe; dies bin das iſt mei een ich lel' nd gibſt mir di das Pfand, in rich zu ſtärkn, mich durch dein len guten Wer⸗ lang ich deinen in mit reinen ne; ſo fäühl i des Herrn, un ied' und Ruhe. wenn mich meint nkt, und ich zm te; ſo weiß ic nein gedenkt ud im ich bete. weiß, daß men bt und mich ein Frde erweckt m eich erhebt, da ig en werde. füll' mein Herzmi it, ſo oft ich dih und hilf, daß ih eit treu vor de nne. l ich dereinſt ach yn, für deinn eiden; ſo laß ni aach und Pein don de ſcheiden. Gott uns ſeine chenkt, laß nit end denken, we der, der ihn ge⸗ it ihm nicht Als Mel. Erlöͤſung. 65 Mel. Schwing' dich auf zu 92 Kuntt mit Dank vor Gottes Thron! Preiſet Gott auf Erden! Denn er ſandte ſeinen Sohn, unſer Heil zu werden. Ehret, preiſt ihn, der da kam, daß wir ſelig würden! Er ward Menſch, und übernahm ſchwe⸗ rer Leiden Bürden. 2. Treu vollbracht' er ſeine Zeit. Seines Vaters Ehre, Wahrheit und Gerechtigkeit war des Heil'gen Lehre; Menſchen tröſten und er⸗ freu'n, immer ſein Beſtreben; und um Aller Heil zu ſeyn, ließ er ſelbſt ſein Leben. 3. Nun als Herr, von Gott erhöht, nach vollbrach⸗ tem Werke, herrſchet er voll Majeſtät, und mit Gnad' und Staͤrke, ſammelt All' uns in ſein Reich, die wir darnach ſtreben. Fromme ſollen, Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 4. Ehrfurcht und Gehor⸗ ſam ſoll ihm der Menſch bezeigen, Aller Knie ſich de⸗ muthsvoll vor dem Mittler beugen, freudig jede Nation es mit Dank erkennen: Er ſei Gottes höchſter Sohn, unſer Herr zu nennen. 5. Wer ihn ehret, ehrt zugleich Gott, durch den wir leben; denn der Tugend hei⸗ lig Reich iſt ihm übergeben. Wer zu Jeſu: Herr, Herr! ſpricht, und doch Böſes übet, kennt ihn und den Vater nicht, der nur Fromme liebet. 6. Laßt uns, Chriſten, laßt uns ihn reines Herzens lieben, auch die kleinſte Sün⸗ de fliehn, jede Tugend üben, eifrig thun, was er gebeut, auf ſein Vorbild ſehen, und wie er, mit Freudigkeit auch durch Leiden gehen. 7. Können wir: Es iſt vollbracht! froh, wie er, einſt ſprechen, o dann ſchreckt uns nicht die Nacht, wenn die Augen brechen. Sicher wird uns ſeine Hand zu den Seligkeiten ſeines Reiches, in das Land der Verklärten leiten. Mel. Vom Himmel hoch, da 9 3 Auf freue dich, mein Geiſt in mir, und preiſe deinen Gott, der dir ſelbſt ſeinen Sohn zum Hel⸗ fer gibt; preiſ' ihn, daß er ſo ſehr dich liebt! 2. Er, den dir Gott zum Heil geſandt, er machte dir den Troſt bekannt, wie innig ſeine Vatertreu', wie werth ihm deine Wohlfahrt ſei. 3. Durch ihn hat er die ſichre Bahn zur Seligkeit dir kund gethan; durch ihn hat er dir Muth und Kraft, auf dieſer Bahn zu gehn, verſchafft. 4. Vergiß, vergiß zu kei⸗ ner Zeit die Größe ſeiner h⸗ ——— 66 Werke und Wohlthaten Gottes. Gütigkeit; denk' oft und ſtets mit Freuden dran, und bete Gott in Demuth an. 5. Aus Gegenlieb' und Dankbarkeit ſei ihm dein ganzes Herz geweiht, dein Herz, das ihm dun zuge⸗ hört und ſelig iſt, wenn es ihn ehrt. 6. Dem, den er dir zum Helfer gab, dem ſolge red⸗ lich bis ins Grab; folg' ihm und wende dankbar an, was er zu deinem Heil gethan. 7. Erwecke dich dadurch zum Fleiß der Heiligung: das iſt der Preis, den ächte Dankbarkeit dem gibt, der dich ſo göttlich groß geliebt. 8. In dieſem Preiſe übe dich, mein Geiſt ſo hilft er ſicherlich dir zu ſunn Gluck, das Gottes Rath durch ihn der Welt bereitet hat. Mel. Allein Gott in der Höh' Aimm unſre Dank⸗ X N gefühle an, die wir dir, Vater, weihen:; durch J geſum zeigteſt du die Bahn der Tugend uns von Neuem. Ja, ewig, ewig Dank ſei dir; belehrt durch Jeſum, können wir uns un⸗ frer Würde freuen. 2. Sonſt ſah'n mit Furcht im Angeſicht auf Gräber unſre Brüder; doch bald erſchien ein neues Licht dem bangen Herzen wieder. Des Meuſchen Geiſt umſchließt kein Grab, nur ſeine Hülle ſinkt hinab: dies lehrte Je⸗ ſus glauben. 3. Mit edler Wärme lehrte er als erſte Pflicht die Liebe, und jedes Gute im⸗ mer mehr zu thun aus rei⸗ nem Triebe. Er ſelbſt, gab ſein Leben hin, aus edlem, reinem Tugendſinn, zum Beſten für die Brüder. Auf, Chriſten, ehrt ihn Lelnanie durch reine Tu⸗ gendliebe! O, daß ihm Kei⸗ ner dieſen Dank, kein Chriſt ihm ſchuldig bliebe! Wir ſind erlöſet: Dank ſei dir, o Vater! Möoͤchten alle wir frei von der Sünde leben. Mel. Sei Lob und Ehr' dem 95 Auf Chriſten, laßt Je ℳ30 uns hunſern Gott mit frohem Dank erheben! Er hat nicht Luſt an unſerm Tod, will, daß wir ewig leben. Was uns zum Heile nöthig iſt, das hat er uns durch Jeſum Chriſt erbar⸗ mungsvoll bereitet. 2. Nach ſeinem gnaden⸗ vollen Rath kam er, ſein Sohn, auf Erden, von unſ'⸗ rer Schuld und Miſſethat ein Retter uns zu werden. Er ward's und hat ſein Werk vollbracht, und ſich, nach kurzer Grabesnacht, gen Himmel aufgeſchwun⸗ gen. 3. Wo iſt des Todes Herr⸗ ſchaft 4 ihſt nun? 5 derwinder; die ginweg 4 tju ds Heil der 5 brochenituns n de don der hinmelanzut e t 4 Wie hat bp lieb! b uſer Beſts! uns aus freien läbſts und ſ Preis ih ihm, d uns thut,. Sohn, der uns his zun Tod e 5. Pas er Glück verſchafft ſeinen Händen Reich, ſein iſ das Heil uns das er ſo liet warb, als er Kreuze ſtarb. die ihm traus O laßt anvertraun, ne hören, al lershülfe bau horſam ehren a zun ew/ n ruf dem voll ruch ſ nandät 1 . der, dieſ ſen Jio, deinem Sohr an ihn auch unſern Herzer den wir 39 dtes. nur ſtine dile dies lehrte J — edler Wärme V s erſte Püücht jedes Gute in⸗ u thun aus m. Er ſelhſt a Leben hin, al nem Tugendim für die Brüdn. Chriſten, ehrt i durch reine due O, daß ihm Kei Dank, kein Chrſt dig bliebe! M et: Dank ſei dir Mochten alle wi der Sunde lebe. i Lob und Ehr' dm uf Chriſten, la uns unſern Got m Danfk erheba! icht Luſt an unſem I, daß wir enh das uns zum Hil t, das hat er une ſum Chriſt erbar⸗ Ul bereitet. ch ſeinem guade⸗ dath kam er, ſa uf Erden, von un⸗ uld und Miſeiht er uns zu werzer vs und hat ſin llbracht, und ſih rzer Grabesnact amel aufgeſchwu⸗ iſt des Todes her⸗ ſzi Erlöſung. 67 ſchaft nun? Hier iſt ſein Ue⸗ berwinder; die Furcht davor hinweg zu thun, ſtarb er, das Heil der Sünder. Ge⸗ brochen iſt uns nun die Bahn, die von der Erd' uns himmelan zur ew'gen Wonne leitet. 4. Wie hat uns doch der Herr ſo lieb! Wie ſucht er unſer Beſtes! Er gibt für uns aus freiem Trieb ſein Liebſtes und ſein Größtes! Preis ihm!, der ſo viel an uns thut! Preis ſeinem Sohn, der uns zu Gut, ſich bis zum Tod erniedrigt! 5. Was er zu unſerm Glück verſchafft, das iſt in ſeinen Händen; ſein iſt das Reich, ſein iſt die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er ſo liebreich uns er⸗ warb, als er für uns am Kreuze ſtarb. Wohl Allen, die ihm trauen. 6. O laßt uns ihm uns anvertrau'n, und ſeine Stim⸗ me hören, auf ſeine Mitt⸗ lershülfe bau'n, ihn mit Ge⸗ horſam ehren! Das iſt der Weg zum ew'gen Wohl, der Weg, auf dem man frieden⸗ voll auch ſchon auf Erden wandelt. 7. Herr, leite ſelbſt uns dieſen Pfad, zeuch uns zu deinem Sohne, daß Glaub' an ihn auch mit der That in unſern Herzen wohne: ſo ha⸗ ben wir an ſeinem Heil, zur Freude für uns, ewig Theil; ſo preiſen wir dich ewig. Mel. Schon iſt der Tag von G. 96 Nun laßt uns Alle fröhlich ſeyn, daß Gott uns Jeſum ſandte! Laßt uns des Gottes hoch erfreun, den Jeſus Vater nannte; der Alles ſchuf und liebt und nährt, der alle ſeine Kinder lehrt, und alle gut erziehet. 2. Zur Reife der Voll⸗ kommenheit, die ſchon hie⸗ nieden keimet, erzieht er Alle weit und breit; nicht Einer iſt verſäumet. O wohl mir, ich bin Gottes Kind! O wohl mir, alle Men⸗ ſchen ſind des höchſten Va⸗ ters Kinder! 3. Er ſchaut auf alle mild herab, führt auf verſchiednen Wegen uns Alle über Tod und Grab zu höherm Licht und Segen. Der Gott, den jede Sprache nennt, der Gott, den Niemand ganz verkennt, hat Jeſum uns gegeben. 4. Vertrauensvoll auf Gott zu ſehn, der mit Vernunft uns zieret, und kindlich fromm den Weg zu geh'n, der uns zum Ziele führet, der Menſch⸗ heit hohen Zweck und Werth hat Jeſus Chriſtus uns gelehrt: Gott ſei dafür ge⸗ prieſen! 5. Wie Wahrheit nie dem Trug erliegt; wie Pflicht und 68 Werke und Wohlthaten Gottes. und Weisheit handelt; wie Tugend über Alles ſiegt, und feſt zum Ziele wandelt, auch wenn ihr Hohn und Marter droht, verkündigt und Tod: Gott ſei dafür geprieſen! 6. Wir zagen nicht: was kann uns je des Vaters Lie⸗ be nehmen? Für Armuth, Sorgen, Schmach und Weh, für Krankheit, Schmerz und Grämen, und für den ſchwe⸗ ren Schritt ans Grab beut Jeſus einen feſten Stab: Gott ſei dafür geprieſen! 7. O guter Gott, wir zagen nicht; du wirſt zum höhern L Leben, wirſt zu des Himmels reinſtem Licht einſt unſern Geiſt erheben. Wohl uns! Die Lehre Jeſu beut uns Hoffnung der Unſterb⸗ lichkeit: ſei hoch dafür ge⸗ prieſen! Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 97 Prhebt den Herrn, 2 6 I ihr Frommen! Er hält, was er verſpricht. Der Heiland iſt gekommen, der Völker Troſt und Licht Gott, der uns nicht ver rſtößt, hat uns zum Heil und Leben ſelbſt ſeinen Sohn gegeben; purch ihn ſind wir erlöſt. „Erlöſt! o welche Liebe hat⸗ uns der Herr erzeigt; mit welchem Vatertriebe ſein Herz zu uns penei igt! Von ſeines Himmels Thron Jeſu Lehr' kommt, Rettung vom Verder⸗ ben uns Sündern zu er⸗ werben, ſein hocherhabner Sohn. 3. Er kam zu uns auf Erden in tiefer Niedrigkeit, nahm auf ſich die Beſchwer⸗ den von unſrer Pilgerzeit, enthielt ſich ſeiner Macht, verläugnet Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden ſein gr aßjes Werk vollbracht. Er hat's vollbracht! O bringet Gott euern Lobge⸗ ſang! Erlöſte Menſchen, ſin⸗ get dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unſrer Seele Schaden. O nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Men⸗ ſchenkinder, verwirf uns, Jeſu, nicht! Dein Name, Heil der Sünder! iſt unſre Zuverſicht! Drum kommen wir zu dir. Hilf jeden Reiz zu Sünden uns glücklich überwinden, denn dein, o Herr, ſind wir. 6. Bei dir ſteht unſer Le⸗ ben. Su unſerm ew'gen Heil haſt du dich hingegeben. Gib uns am Himmel T Theil! Laß uns dir folgſam ſer yn? Was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann werden unſre Seelen ſich Gottes ewig freu'n. Mel. Herzliebſter Jeſu. ott, der du für Huns deinen Sohn E gegeben; d we ſu deinn ne 59 die herrlich uf ſung swerte Stärke! 2 Dan e fiebt für die arr; d Heili de Statt der Seligke begi ibt Freuden, ſir 1 13 Erwi ler Sün den un die Strafe! geleget: daß d an den verlorn nicht d ai 4 Das iſß duß du du ſein ſ deinnen Sohn i ſohner ſchenem deſt du an mi Allen füt Weo 5. Verdier göttlicher Ge Verſchwendun Schätze, ver. güllichexrſt Duld Un ag nd 9 we welche Nenſchenliebe: 8 Sat die Traben dat 1 th Iu unſerm Wat ni vitae Actl le die dah Juverſicht dic n bug⸗ und dr m n gan; eaäen ottes. ung vom Vendar zud nn er b tam zu uns af iefer Niedri igtet ich die ant. uſrer Pil gerſii th ſeiner Nait Himmelsfrelden h Todesleiden ſi rk ullradt at's vol lbracht! ott euern Lobge⸗ ſte Menſe ſchen, 3 eittler ewig du and helfen km, gern aus Gnun⸗ r Seele Schaden ihn gläubig an Freund der Me⸗ „ verwirf um ht! Dein NMaw Sünder! iſt ufe : Drum konna Hilf jeden Ri en uns glücli n, denn dein, wir. dir ſteht unſer le unſerm ew'gen dal ch hingexehen 6 Himmel Theil uh lgſam ſ ehnr Wa Herr, 1* fehlen rden unſre Selle s ewig freu'n. Herzliebſter Jeſu. ott der du ſt uns deinen 5) Erloͤſung. 69 gegeben; o wer kann g'nug⸗ ſam deine Huld erheben; Wie herrlich zeigſt du im Erloͤſungswerke der Gnade Stärke! 2. Dein ew'ger Sohn ſtirbt für die Menſchenkin⸗ der; der Heiligſte tritt an die Statt der Sünder; der Seligſte begibt ſich ſeiner Freuden, für uns zu leiden. 3. Er wird das Lumm, das Aller Sünden träget, drauf du die Strafe weislich ſelbſt geleget: daß du die Schuld an den verlornen Schaafen nicht duͤrfteſt ſtrafen. 4. Was iſt der Menſch, daß du ſein ſo gedenkeſt, und deinen Sohn ihm zum Ver⸗ ſöhner ſchenkeſt? Was fin⸗ deſt du an mir und an uns Allen für Wohlgefallen? 5. Verdient Verachtung göttlicher Geſetze, verdient Verſchwendung unſchätzbar er Schätze, verdient gehäufte gröbliche Verſchuldung ſo viele Duldung? 6. O welche Tiefe deiner Menſchenliebe! Wer faßt, o Gott, die Größe ihrer Triebe? Du thuſt weit mehr zu unſerm Wohlergehen, als wir verſtehen. 7. Ach! lehre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuverſicht dich meinen Vater nennen, und zum Gehorſam dir mein ganzes Leben willig ergeben. 8. Was mir dein Sohn, da er für mich geſtorben, von deiner Huld durch ſeinen Tod erworben, das werde mir, zu meinem ew'gen Heile, nun auch zu Theile! 9. Dein Friede wohne ſtets in meinem Herzen, und tröſte mich bei des Ge⸗ wiſſens Schmerzen; dein Geiſt ſei mit mir, deinen guten Willen treu zu er⸗ füllen. In eigener Melodie. 99 Fheiland, den uns 9 Gott verhieß, den der Himmel jauchzend pries, als du, Sterblichen zum Dienſt, huldreich auf der Erd' erſchienſt. 2. Wie dein Nam', iſt auch dein Ruhm. Jeſu, wir, dein Eigenthum, ehren dank⸗ voll und erfreut deine große Gütigkeit. 3. Du, deß Hand die Himmel hält, du kamſt wil⸗ lig in die Welt, uns von Sünden zu befrei'n, unſer Licht und Troſt zu ſeyn. 4. Stark in deines Va⸗ ters Kraft, haſt du Leben uns verſchafft. Wir, von Rath und Hülf' entblößt, ſind, o Herr, durch dich erlöſt. 5. Preis ſei dir in Ewig⸗ keit! Auf! die ihr erlöſet ſeid, rühmt den, der mit Lehr' und That euch vom Tod erlöſet hat! 6. Der 70 Werke und Wohlthaten Gottes. 6. Der du liebreich zu uns kamſt, unſere Rettung über⸗ nahmſt, dein uns theu'r er⸗ worbnes Heil ſei auf ewig unſer Theil. 7. Unſre Seele trau' auf dich, unſer Leben preiſe dich; und du ſelber, Heil der Welt, hilf uns thun, was dir ge⸗ fällt! In eigener Melodie. 1 00§ 4 frohlocken⸗ dem Gemü⸗ the, ſchau' ich, Gott, voll Dankbegier, in die Tiefen deiner Güte, und verliere mich in ihr. O wie groß iſt deine Huld! Unſre ganze Sündenſchuld willſt du uns ſo gern vergeben; denn du haft nur Luſt am Leben. 2. Ich verehre, Gott voll Liebe, deiner Gnade weiſen Rath, die aus eignem freien Triebe, unſrer ſich erbarmet hat. Uns Verlornen dach⸗ teſt du R tettung vom Ver⸗ derben zu, und dies Heil uns zu erwerben, ſollte dein Ge⸗ liebter ſterben. 3. O ein Rathſchluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der uns, uns verlaſſ'enen Armen, Gnad' und reichen Troſt verleiht! O wie haſt du uns geliebt, daß dein Sohn ſich für uns gibt, die verſcherzten Selig⸗ keiten wiederum uns zu be⸗ reiten. 4. Ja, du zeigſt aus wei⸗ ſer Liebe uns zur Gnade ſelbſt die Bahn, führſt durch deines Geiſtes Triebe uns zu Buß' und Glauben an. Wer nicht in der Sünde bleibt, ſtandhaft an den Mittler gläubt, ſoll befreit von dem Verderben, Him⸗ melsſeligkeiten erben. 5. Du beſtimmteſt zum Verderben auch nicht Einen; deine Huld hilft auch Sün⸗ dern. Wenn ſie ſterben, ſter⸗ ben ſie aus eigner Schuld. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, den trifft ſeines Fre⸗ vels Lohn; ſein beharrlich Widerſtreben raubt ihm Gna⸗ de, Heil und Leben. 6. Ewig ſei mit Dank beſungen, was dein Rath beſchloſſen hat. Mit uns preiſen Engelzungen dieſen weiſen, heil'gen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erſtaunend hört, wo der Engel Tiefen fin⸗ det, die er niemals ganz ergründet. 7. Vater, hilf mir dar⸗ nach ſtreben, meines Heils gewiß zu ſein. Richte du mein ganzes Leben nur nach deinem Willen ein. Laß des Glaubens Frucht und Kraft, die dein Geiſt nur in uns ſchafft, mir das ſichre Zeug⸗ niß geben, ich ſei auf dem We zum Leben. 8. Ueberzeugt von deiner Gna⸗ 4 gnade, und int in ſeh'n, de Kodes Grayen und u dobi ih deine ſ witd kene! von deiner Lie nich dir Nich kännen. Pürde des Nal. Zeuch ein zu 101 D. herab von dei in di erblickt; des ewgen V. dun. ſeiner Ver kann die ben? Du ſchen Leben und K keit. Wer r Große? In yf lunger reich fu Alöße, fi n gleich Du w und Land, eh und Erde dur ch vort. Werde! und en tiand 3. D Der beuget ſich der dir, rchult ioweit be vie ewir; und anz, wagt, gründen, wir und finden: nie ſie ganz. Hottes 1 mzeg aus wei⸗ s zur Gmade ahn führſt durh ſtes Triebe ung nd Glauben m. in det E Sine, tandhaft an d äͤubt, ſoll hefni Verderben, Hin⸗ eiten erben, beſtimmteſt zum Nu nicht Einen hil ſt ſt auch E ei nn ſie ſterben, ſe⸗ d eigner Scu t glaubt an deme en trifft ſeines ger n; ſein behartit ben raubt ihm Gn⸗ und Leben. vig ſei mit d „was ddeein n hat. Mi m Engelzungen die heil'gen Rath, m ab' in Demuth ii unft erſtaunend inn Engel Tiefen hr e er niemals zu t. zater, hilf mit i eben, meines di u ſein. Richen nzes Leben nur 1 Willen ein. Laßd s Frucht und Kr 4 Geiſt nur in u nir das ſccre ze wich ſei auf de m 1 deben. 1” berzeugt von d gründen, Gnade, und gewiß, dich einſt zu ſeh'n, will ich ſelbſt des Todes Pfade ohne Grau'n und muthig geh'n. Hab' ich deine Gnade nur; ſo wird keine Kreatur mich von deiner Liebe trennen, mich dir Nichts entreißen können. Würde des Erlöſers. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 101 Du kamſt herab zum Staube, herab von deinem Thron; in dir erblickt mein Glaube des ew'gen Vaters Sohn. Glanz ſeiner Herrlichkeit! Wer kann dich g'nug erhe⸗ ben? Du ſchenkſt uns neues Leben und Herzensfreudig⸗ keit. 2. Wer reicht an deine Größe? Im weiten Schö⸗ pfungsreich fühlt Jeder ſeine Blöße, fühlt Keiner dir ſich gleich. Du warſt, eh' Meer und Land, eh' Sonne, Mond und Erde durch jenes Macht⸗ wort: Werde! hervorging und entſtand. 3. Der höchſte Seraph beuget ſich demuthsvoll vor dir, verhüllt ſein Antlitz, ſchweiget, bewundert dich, wie wir; und deiner Hoheit Glanz, wagt er's, ſie zu er⸗ wird er zu blen⸗ dend finden: auch er ſchaut nie ſie ganz. Erlöſung. 71 4. Du haſt durch deine Lehren des Irrthums Nacht zerſtreut. Wenn wir ſie folg⸗ ſam hören, wird unſer Herz erfreut. Es lernt mit Kraft und Muth nach wahrer Tu⸗ gend ſtreben, lernt für die Zukunft leben, gewinnt das höchſte Gut. 5. Um unſer Heil zu grün⸗ den, nahmſt du ſo brüder⸗ lich den Sold der ſchwerſten Sünden, des Kreuzes Laſt auf dich. Du tilgteſt fremde Schuld, ertrugeſt Haß und Bande, und ſtarbſt bei Qual und Schande mit göttlicher Geduld. 6. Doch, Herr, im Siegs⸗ gepränge kommſt du zur Welt zurück. Dann ſteht der Völker Menge vor dei⸗ nem Richterblick. O welche Angſt und Pein verfolget dann den Sünder! Und Gottes fromme Kinder, wie wirſt du ſie erfreu'n! 7. Dich, Heiland, zu ver⸗ ehren, ſei ſtets mir theure Pflicht! Befolg' ich deine Lehren, ſo ſeh' ich einſt dein Licht. Du biſt, was Keiner war, im Himmel und auf Erden, was auch nicht En⸗ gel werden; du bleibſt es immerdar. Mel. Kommt, kommt, den Herrn 102 Miin Heiland, deine Größe geht über alle Himmel weit. Wer 72 Werke und Wohlthaten Gottes. Wer iſt, der ſie ermeſſe? D Du warſt dei Gott in Ewigkeit. Du biſt der Erſtgeborne vor aller Kreatur, kamſt zwar für uns Verlorne in menſch⸗ licher Natur; doch in der Menſchheit Orden tratſt du erſt in der Zeit; eh' noch die Welt geworden, warſt du voll Herrlichkeit. 2. Der Himmel und die Erde ſind durch dein kräft'⸗ ges Wort gemacht. Auf dein allmächtig: Werde! ent⸗ ſtand die Welt mit ihrer Pracht. Du biſt auch unſer Meiſter; auch uns ſchuf deine Hand, ſo wie das Heer der Geiſter, das dich noch nie erkannt. Ein Erbe über Alles! Das iſt dein ew'ger Ruhm; drum jammert d dich des Falles von deinem Ei⸗ genthum. 3. Du trägeſt t alle durch deiner Allmacht ſtar⸗ kes Wort. Das Große und Geringe geht bloß durch deinen Willen fort. Sohn Gottes, du regiereſt den ganzen Kreis der W delt; weil du das Ruder führeſt, geſchieht, was dir gefällt. Bei dir ſteht Tod und Leben, drum wird einſt jene Gruft die Todten wieder geben, wann deine Stimme ruft. 4. Gott läßt dir Ehr' er⸗ zeigen, die keinem Andern widerfährt. Dir ſoll ſich Alles beugen; denn göttlich Dinge groß iſt, Herr, dein Werth. Du biſt das Heil der Er⸗ den. Wer auf dein Wort nicht hört, der kann nicht ſelig werden; wer aber dich verehrt, dem hilfſt du vom Verderben, ſchaffſt ihm Zu⸗ friedenheit, und machſt ihn einſt zum Erben vollkomm⸗ ner Seligkeit. 5. Wie herrlich iſt dein Name ſchon jetzt, o Herr, in aller Welt! Dich preiſt der Frommen Saame, der glaͤubig dir zu Fuße fällt. Dich preiſen Seraphinen, erhabner Menf ſchenſohn, Mit Freuden dir zu dienen, ſteh'n ſie vor deinem Thron. Wer ſollte dein ſich ſchämen? Werth biſt 5 Preis 1 und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem Eigenthum. 6. Sohn Gottes, ich ver⸗ ehre und bete dich in De⸗ muth an; beſchäme und be⸗ kehre die, die dir noch nicht ethan, die deinem Wort und dir, der die ſchuld d'ge zug nicht glauben, fur ſie litt, Ehre rauben. Gnade mit, erkennen; la 5 dich erkannt, von deiner Liebe trennen. Dein Ruhm füll' jedes Land! 68 9 Nichts, die Mel. Mein ganzer Geiſt 103 Mie groß, 1 UO 2 angebetet iſt dein The il' ihnen. w ie ar — — din Ram, ¹ ſ ſ Chri Fbriſt 1 3 Volke! in der f Pelt au ie ich d We m Als du ter Taube, und palf den Krauke reüce„die T o find ſie? b genießen, warbſt, da du nellſfn. un ſengen, dir zu! 4. Nur Sch de die dein den? und won No die Macht n özend ien nd ſeine Schat Nu nich,d i bi e, Nittler erklatet, uns Lot t glehret. 3. Wir we Nuhm erhühn deinen Himme Preis von de was reze faarbſt pohe Nrenden. d, daß w wir E 1 duder we t an d we enn wir w und Ruhm 4 li du ſel ſi nt, dt 5 hHottes. 8 Herr, dein Vat das Heil der de. rwauf dein An t, der kann ug een; wer aher it dem hilfſt du ug 1, ſchafſſt ihn p. t, und macſſih Erben voliune gkeit. zie herrlich ſti hon jetzt, o a Welt! Dich mi mmen Saame w dir zu Fuße fit rreiſen Seraſinn r Menſchenſohn N. dir zu im ee vor deinem Ahn lte dein ſich ſhden biſt du, Pubm auch, Herr, ww men, uns, dun zum. bohn Gottes, ichm nd bete dich ud⸗ in; beſchäme wie bie, die dir noc n un, die deinen de glauben, und i 1 e litt, die ſtu⸗ rauben. Theil ir mit, dich gliuge een; laß Nicht erkannt, von di trennen. Demn 1 edes Land! G. Mein gugn i ie groß, 3 W angeben p dein Nam', o Heiland, Je⸗ ſu Chriſt! Wie theuer dei⸗ nem Volke! Welch Licht ging in der Finſterniß mit dir der Welt auf! Wie zer⸗ riß, wie floh des Irrthums Wolke! Als du kameſt, hör⸗ ten Taube, und der Glaube half den Kranken, Stumme ſangen, dir zu danken. 2. Nur Schwache wa⸗ ren's, die dein Licht ver⸗ breiteten, die Weiſen nicht. Wo find ſie? wo die Ho⸗ hen? und wo die Reichen? Wo die Macht, vor der des Götzendienſtes Nacht und ſeine Schatten flohen? Macht nicht, Liſt nicht, deine Gaben, Mittler, haben dich verkläret, uns den Weg zu Gott gelehret. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöh'n; wir werden deinen Himmel ſeh'n, den Preis von deinem Leiden; genießen, was du uns er⸗ warbſt, da du für uns am Kreuze ſtarbſt, der Engel hohe Freuden. Welche Gna⸗ de, daß wir Sünder Got⸗ tes Kinder werden ſollen, wenn wir an dich glauben wollen. 4. Du haſt dich deiner Herrlichkeit entäußert eine kurze Zeit, für uns von Gott verlaſſen. Und nun mit Ehr' und Ruhm gekrönt, nun machſt du ſelig, die, ver⸗ ſoͤhnt, der Sünden Gräuel Erlöſung. 73 haſſen. Ihnen willſt du Heil und Leben gerne geben, und uns Allen helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Vom Aufgang bis zum Untergang erſchallet dir der Lobgeſang erretteter Gerech⸗ ten. Unzählbar ſind die Schaaren ſchon, die gerne dir vor deinem Thron ein würdig Loblied brächten. Ihrer mehr noch, Jeſu, werden ſchon auf Erden dir lobſingen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 6. Wie groß, wie ange⸗ betet iſt dein Nam', o Hei⸗ land, Jeſu Chriſt! wie herr⸗ lich bei den Deinen! Führſt du uns einſt zu deiner Ruh': o wie weit herrlicher wirſt du den Frommen dann er⸗ ſcheinen! Ewig müſſe, dir zur Ehre, ihrer Chöre Lob erſchallen, durch die Him⸗ mel widerhallen! Dankbares Andenken an die Sendung Jeſu. (Adventslieder.) Mel. Jeſu, komm doch ſelbſt zu 104 Gott ſei Dank in aller Welt, der ſein Wort beſtändig hält, und der Sünder Troſt und Rath zu uns her geſendet at! 2. Was der frommen Vä⸗ ter Schaar Wunſch und D Troſt 74 Troſt und Hoffnung war, was ſie fern im Dunkeln ſah, Heil uns! iſt im Lich⸗ te da. 3. Hier iſt mehr, als Da⸗ vids Sohn. Unvergänglich iſt ſein Thron; denn der Tugend Reich iſt ſein, hier und dort uns zu erfreun. 4. Licht der Seelen, ew'⸗ ges Heil ward durch ihn der Welt zu Theil. Menſchen⸗ freund, wie dank' ich dir; du ſchenkſt dieſes Heil auch mir! 5. Deines Segeuns mich zu freu'n, laß mein Herz dein eigen ſeyn, mach' es von der Sklaverei jeder Sünde völlig frei. 6. Und wie deine Ankunft war Hülf' und Rettung aus Gefahr: ſo erſcheine ſtets auch mir Hülf' und Rettung, Herr, von dir. Deine Wahrheil leuch⸗ te mir, Herr, bei Allem, was ich hier zur Beförd'rung meiner Ruh', denke, wün⸗ ſche, wähle, thu'. 8. Trifft mich Traurig⸗ keit und Schmerz, tröſte dann mein zagend Herz! Wenn kein Menſch mir hel⸗ fen kann, ſo nimm du dich meiner an! 9. Und, o Jeſu, wann du einſt herikich zum Gericht erſcheinſt, laß mich freudig zu dir geh'n und gerecht vor dir beſteh'n! Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Aus meines Herzens Grunde EFATMMit Ernſt, o 105 M Mreſczeutin⸗ der, bereitet euch dem Herrn! Er kommt, das Heil der Sün⸗ der, er rettet ſie ſo gern. Er kommt, den Gott allein aus Gnaden uns zum Leben ver⸗ ſprochen hat zu geben; ihr könnt nun ſelig ſeyn. 2. Kommt, reinigt eure Seelen, ſeid heilig, ſeid be⸗ reit, was ihm gefällt, zu wählen, zu fliehn, was er verbeut! Eilt willig in ſein Reich, verabſcheut und ver⸗ laſſet, was euer König haſ⸗ ſet, vertraut ihm, beſſert euch! 3. Das hat der Herr de⸗ boten, ſein Sohn hat's ſelbſt gelehrt; das lehren ſeine Boten, und ſelig iſt, wer hört! Ach, leben wird, wer gläubt, und wer nicht glaubt. wird ſterben. Ein Jeder n wird verderben, der noch ein Sün⸗ der bleibt. 4. Wer wahre Demuth liebet, den will Gott einſt erhöhn; wer aber Hochmuth übet, der wird ihn nimmer ſehn; wer ihm ſein Herz er⸗ gibt, wird gut und ſelig werden, nicht dort nur, ſchon auf Erden erfahren, wie Gott liebt. 5. Doch was vermag ich Schwacher, ich Sünder, ohne dich? Mein Heil, mein Seligmacher, bereite ſel⸗ ſher m nich! S E in nach 1 dir en ggegen u mit deine am vohne ſtets N. Min zunze 106 d. fuget i ihm, dem ſale Sarphim da 1 8 lig! ſingen. dr eingeborne, 1 ſagt von ſeine Ftron, der We⸗ a luugen Pre vir vot der Sür fud dn, lſr durch dic werde 1u1 11 Willkonm fürt und Heh, ter, Ktaft ur V drfür gept Welt, vil Kom Lefe dt 1 leiſch u Nan ſch, 44 wi a6u felbſt 1m Ja du, delnneul do aheen und Tch in Sexe 3. Du bri ringſt dunidmd heit, ewge Eil labeit tieſen vie vie iel zu ſhw ſchw de Treue zu y de du an u Vun dir, da wi n mi müßten n ſe Gottes. WMit Ernt, uns zum Leben hat zu göa nun ſelig ſeyn. Commt, reinigt; , ſeid heilig, ſä was ihm gefäll, n, zu fliehn, w at! Eilt willig ii „verabſcheut m was euer Kängi vertraut ihm, Das hat det on „ſein Sohn hatt rt; das lehra n, und ſelig i Ach, leben vi⸗ öt, und wer nit ſterben. Ein N erben, der nochen bleibt. Wer wahre! et, den will E on; wer aber d t, der wird iſn n wer ihm ſei r w. 1 wird gut den, nicht dortm Erden erfahn tt liebt. „. Doch was m hwacher, ich ne dich? M in Seligmathen ſelber mich! Schon ſeufzt mein Herz nach dir, es ſeuf⸗ zet dir entgegen: Komm', komm' mit deinem Segen, und wohne ſtets in mir! Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 1 06 D Heiland kommt, lob⸗ finget ihm, dem Herrn, dem alle Seraphim das: Heilig! Heilig! ſingen. Er kommt, der eingeborne Sohn, und ſteigt von ſeines Himmels Thron, der Welt das Heil zu bringen. Preis dir, daß wir vor der Sünde Rettung finden, höchſtes Weſen! Durch dich werden wir ge⸗ neſen. 2. Willkommen, Friede⸗ fürſt und Held, Rath, Va⸗ ter, Kraft und Heil der Welt, willkommen hier auf Erden! Du kleideſt dich in Fleiſch und Blut, wirſt Menſch, und willſt, der Welt zu Gut, ſelbſt unſer Bruder werden. Ja du, Jeſu, reichſt die Arme voll Erbarmen uns entgegen, und verwandelſt Weh in Segen. 3. Du bringſt uns Troſt, Zufriedenheit, Heil, Leben, ew'ge Seligkeit! Sei hoch dafuür geprieſen! O Herr, wie viel zu ſchwach ſind wir, die Treue zu vergelten dir, die du an uns erwieſen! Von dir, da wir im Verder⸗ ben müßten ſterben, kommt Erlöſung. 75 das Leben, o was kannſt du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu' und Schmerz, bereit vor dir zu wandeln: ja, dir und unſerm Näch⸗ ſten treu, aufrichtig, ohne Heuchelei, zu denken und zu handeln. Zu dir flehn wir, hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, und des Fleiſches Luſt be⸗ zwingen. 5. Laß uns zu unſerm ew'gen Heil an dir im wah⸗ ren Glauben Theil durch deinen Geiſt erlangen, auch, wenn wir leiden, auf dich ſehn, im Guten immer wei⸗ ter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den Frommen ewig kommen, dich erheben, und in deinem Reiche leben. Mel. Befiehl du deine Wege 107 We ſoll ich dich empfangen, Heil aller Sterblichen! Du Freude, du Verlangen der Troſtbedürftigen! Gib ſelbſt mir zu erkennen, wie, deiner Güte voll, dich meine Seele nennen, dich würdig preiſen oll. 2. Einſt ſtreute man dir Pſalmen: jetzt ſoll die Dank⸗ begier, mein Heil, in Freu⸗ denpſalmen ergießen ſich vor dich will ich er⸗ dir! Dich, D 2 “ — —“—“ , 76 erheben, ſo gut ich Schwa⸗ cher kann, mein Herz will ich dir geben: o nimm es gnadig an! 3. Damit du mich befrei⸗ teſt, gabſt du dich ſelbſt für mich; mich zu erretten, freu⸗ teſt du, Seligmacher, dich. Du ſaheſt, daß hier Keiner vermögend war dazu: da jammerte dich meiner, da kamſt und halfeſt du! 4. O du, an den ich glau⸗ be, was war's, das dich bewog? Was war's, das dich zum Staube, zu mir hernieder zog? Dein gött⸗ liches Erbarmen. Ja, du, o Jeſu, haſt mit mitleids⸗ vollen Armen die ganze Welt umfaßt. 5. Das ſchreibt in eure Herzen, Betrübte! klagt nicht mehr! Zagt nicht in euren Schmerzen, als ob kein Helfer wär'? O ſehet auf! Ihr habet den beſten Helfer nah, der eure Seele la⸗ bet: der treue Freund iſt da. 6. Die ihr mit ernſter Reue ſtill eure Schuld be⸗ weint, wißt, daß er euch verzeihe. Er ſelbſt, der Men⸗ ſchenfreund, ruft heilbegier'⸗ gen Sündern der Gnade Troſtwort zu, macht ſie zu Gottes Kindern, ſchafft ih⸗ ren Seelen Ruh'. 7. Er überſiehet Keinen, und weiß, was Jedem nützt. Hat er nicht ſtets die Sei⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. nen von Anbeginn beſchützt? Nicht ſie in ihrem Leide zu tröſten ſtets gewußt? Er⸗ freun iſt ſeine Freude, und Wohlthun ſeine Luſt. 8. Er macht uns von dem Bande des Tod's auf ewig los, entreißet uns der Schande der Sünd' und macht uns groß, gibt Weis⸗ heit, Muth im Leiden und Kraft zu jeder That, ver⸗ ſichert uns die Freuden, die Gott bereitet hat. 9. Er kommt zum Welt⸗ gerichte; der Böſewicht ver⸗ geht, wenn da im hellen Lichte der Tugendfreund beſteht. Wohl ewig Allen denen, die ſeine Wege gehn, und einſt mit Freudenthrä⸗ nen zu ſeiner Rechten ſtehn! Mel. Gott, der du die Menſchen 108 Der du uns das Heil errungen, Menſch geword'ner Gottes⸗ ſohn! Ewig ſei dir lobge⸗ ſungen, daß du von des Himmels Thron, uns zu Gut, ins Fleiſch gekommen; der du voller Freundlichkeit, längſtens ſchon vor meiner Zeit, dich auch meiner ange⸗ nommen und mein Bruder worden biſt, ſei gelobt, Herr Jeſu Chriſt! 2. Sei gelobt! denn dir gehöret Preis und Dank und Ruhm mit Recht. O wie hoch haſt du geehret unſer ſterb⸗ 4 V Rallihes Geſch n haf es ſelh 4 güttlic ud vor aler V zun Woſlthun let; jm in dit, ſohn, ſerſcht die uuf den Chron. 3 Lu, du biſt ſegen, kanſt, vor lefein; und denetwegen jetzt ii Gottes ſeyn. ind uns gleich iuſo haſt du neue au helligung ver die Lüchtigkeit einſt von Sünden ihrlich dit, o He 4 Du, du biſt lr worden, der nit Gott verſh ſchwachen Men den wieder mit belehnt, in d ſeazugehen, un derlichkeit, nas ir Prüfungszeit alin zu ſefen füſſt Zuverſicht iin ur ſündigt 5 Solle nich melſſe wenn ich dülſes din? Nei 4 nich unfiſ in mich Nihte Er , der meine ie nnt, ſitt (oetes Re ii Gottes en Anbeginn dete ſie in Uren di 1 ſtets gewußt), iſt ſeine Freu 1 hun ſeine eut Er macht uns wn, des Tod's alf a 3 entreißet ung de der Sü 1 uns gro gibtg. M uth 1 39 zu jeder That uns die Freum bereitet hat. 1 kommt zun a ; der Böſevite 6 da in n der Tugmd peüin t. Wohl ewi h AA die ſeine Ve 1 inſt mit Freuen⸗ a ſeiner Rechta i d 9 Gott, der du die Nait 58 Da du un Heil il errun. h geword'tr lit Ewig ſei dir l n, daß du mu els Thron, 11 ins F Fleiſch gelmm 1 voller Freunltht ens ſchon vor un dich auch meiner a den und mein Ai n biſt, ſei gelobtir Ehr iſt! 1 gelst dn t Preis und u mit Recht. d haſt du geeßtet— Erlöſung. ſterbliches Geſchlecht! Herr, du haſt es ſelbſt vermählet mit der göttlichen Natur, und vor aller Kreatur es zum Wohlthun dir erwäh⸗ let; ja in dir, du Gottes⸗ ſohn, herrſcht die Menſchheit auf dem Thron. 3. Du, du biſt der Völker Segen, kamſt, von Noth uns zu befrei'n; und wir können deinetwegen jetzt ſchon Kin⸗ der Gottes ſeyn. Hat die Sünd' uns gleich verdorben: o ſo haſt du neue Kraft uns zur Heiligung verſchafft, und die Tüchtigkeit erworben, einſt, von Sunden völlig rein, ähnlich dir, o Herr, zu ſeyn. 4. Du, du biſt der Mitt⸗ ler worden, der die Welt mit Gott verſöhnt; haſt der ſchwachen Menſchheit Or⸗ den wieder mit dem Recht belehnt, in den Himmel einzugehen, und da Gottes Herrlichkeit, nach vollbrach⸗ ter Prüfungszeit, ewig einſt verklärt zu ſehen. Fromme! faſſet Zuverſicht, glaubet feſt: nur ſündigt nicht. 5. Sollte mich wohl Gott verlaſſen, wenn ich krank und hülflos bin? Nein, ſein Heil wird mich umfaſſen, tröſten den betrübten Sinn. Und da kann mich Nichts anfechten. Er, der meinen Jammer kennt, und mich gnädig Bru⸗ der nennt, ſitzt als Herr zu Gottes Rechten, durch ihn 77 bin ich Gott vereint; Gott iſt Vater und mein Freund. 6. Herr, wie groß iſt deine Guͤte! Meine Seele freut ſich dein. Laß doch ſtets mein ganz Gemüthe voll von deinem Ruhme ſeyn! Nimmer will ich dein vergeſſen; dir will ich mich ganz vertrau'n, freudig fol⸗ gen, auf dich bau'n. Deine Huld iſt nicht zu meſſen: gib, daß ich für deine Treu“' dir auf ewig dankbar ſei. Mel. Nun danket Alle Gott 109 E iſt gekommen er, auf den die Väter harrten, und länger dürfen wir nun keines An⸗ dern warten. Sein Lob er⸗ ſchalle laut in aller Welt um⸗ her! Wer brachte je der Welt mehr Licht und Heil, als er? 2. Gott iſt mit uns! wir ſeh'n den Sohn, den Einge⸗ bornen, des Vaters Eben⸗ bild, den Retter der Verlor⸗ nen, der Reuevollen Troſt. Ihr Sünder, nehmt ihn an! Freut des Erloͤſers euch, der ſelig machen kann! 3. Gott iſt mit uns! nun hört der Arme ſeine Lehren, und, was er lehrt, iſt Heil. Er iſt's! die Tauben hören; der Blinde ſieht und ſchaut voll Dank zu Gott hinauf: des Lahmen Füße gehn; die Todten ſtehen auf. 4. Er iſt gekommen, uns d 3 dem den Altären. 78 dem Vater zu verſöhnen, und mit der Tugend Kranz die Gläubigen zu krönen. Gott iſt mit uns! Er will die Traurigen erfreu'n; er will der Schwachen Kraft, der Müden Stärke ſeyn. 5. Gott ſei gelobt! Er iſt's, auf den die Väter harr⸗ ten. Heil uns! wir dürfen nun nicht eines Andern war⸗ ten. Er ſchließt den Him⸗ mel auf; er nimmt die Suün⸗ der an. Frohlockt, und betet ihn und ſeinen Vater an. Geburt Jeſu. (Weihnachtslieder.) Mel. Lobet den Herren 110 Ehre ſei Gott in der Höhe! der Herr iſt geboren, Sündern zum Heiland vom Höchſten aus Gnaden erkoren. Laſſet uns ſein dankvoll, ihr Chri⸗ ſten, uns freu'n! Iſt er nicht uns auch geboren? 2. Schatten und Dunkel bedeckte den Erdkreis; es irrten Völker umher, wie die Heerden, verlaſſen vom Hirten. Jeſus erſchien, Näch⸗ te verſchwanden durch ihn, die auch den Weiſen ver⸗ wirrten. 3. Menſchen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren, folgten der Zwie⸗ tracht und haßten ſich vor Jeſus er⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. ſchien, und es ward Friede durch ihn. Friede! Singt's laut ihm zu Ehren! 4. Unſchuld und Tugend entkeimten des Göttlichen Tritten, Troſt und Erqui⸗ ckung trug er in der Wei⸗ nenden Hütten, ward ihnen Freund, hatte oft ſelber ge⸗ weint, ſelber geduldet, ge⸗ litten. 5. Ehre ſei Gott in der Höhe! ein ewiges Leben hat er durch ihn, ſeinen Sohn, uns erbarmend gegeben. Bis in das Grab ſtieg er vom Himmel herab, einſt uns zum Himmel zu heben. 6. Selige Hoffnung, einſt Jeſum, den Retter, zu ſehen, und mit den Schaaren der Herrlichen ihn zu erhöhen! Völlig beglückt, ſing' ich dann himmliſch entzückt: Ehre ſei Gott in der Höhe! In eigener Melodie. 111 obt Gott, ihr . Chriſten, freuet euch! Von ſeiner Gnade Thron beruft er uns zu ſei⸗ nem Reich, und ſendet ſei⸗ nen Sohn. —x angen füllt un laſen mach 4 Er wird k Auct gleich, henlick, vert zen Lönigreich Wmuallik z Erkommt, ithet Nach ns hinzuziehn. cte muß die lanlenbens f 6. Er lehret! e ſcheurn, ſprich Schwachen zu unt, wenn wir Negnadigung u †. Erbringt eſſern Welt d ns herab. wenn uuſte Hi wedet Tod no 2. Er kommt nach ſeines Vaters Rath, mit Heil uns zu erfreu'n, und auf des ew'gen Lebens Pfad der Welt ein Licht zu ſeyn. 3. Bei ſeinem Eintritt in die Welt umgibt ihn keine Pracht, die glänzend in die U⸗ 8. Er öffner die Thür zu tiich. Ihr Ch glückt ſind wi nn freuet eue Nel. Allein Go le⸗ Dunk den Go ehöhen, mit fe 8 Rſang des Heil gehen, Preis ter, der ihn a dem Sohn. d und ward as ſchn. 2. Jſ der ei iſss Heil nie en Gottes. „und es weh ihn. Friede! hm zu Chra. Unſchuld und mten des Git e, Troſt un trug er in i n Hütten, um. ad, hatte oſt ſih ſelber gedu Chre ſei Gottn Hein ewiges uin irch ihn, ſeinn erbarmend gegeln as Grab ſtieg n mel herab, ain Himmel zu ha Selige Hoffnn m, den Retter ei mit den Schꝛm lichen ihn zu i ig beglückt, ſiſ himmliſch m e ſei Gott in daß In eigener Melt bt Gi 11 Leer : Von ſeinet on beruft er u Reich, und ſeit Sohn. b „Er kommt naf ers Rath, mit erfreu'n, und U gen Lebens N t ein Licht zu ſi Bei ſeinem it Welt umgibt it cht, die glänfn Erlöſung. 79 Augen fällt und groß vor Menſchen macht. 4. Er wird dem ärmſten Knechte gleich, begehrt kein Erdenglück, verlangt allhier kein Königreich von einem Augenblick. 5. Er kommt, durch ſeiner Wahrheit Macht zu Gott uns hinzuziehn. Vor ſeinem Lichte muß die Nacht des Aberglaubens fliehn. 6. Er lehret uns die Sün⸗ de ſcheu'n, ſpricht Muth dem Schwachen zu und ſchafft uns, wenn wir ſie bereu'n, Begnadigung und Ruh'. 7. Er bringt den Troſt der beſſern Welt vom Himmel uns herab. Nun ſchreckt, wenn unſre Hülle fällt, uns weder Tod noch Grab. 8. Er öffnet uns dereinſt die Thür zu ſeinem Himmel⸗ reich. Ihr Chriſten, wie be⸗ glückt ſind wir! Lobt Gott und freuet euch! Mel. Allein Gott in der Höh' 112 Lft uns mit ehr⸗ furchtsvollem Dank den Gott der Lieb' erhöhen, mit feierlichem Lob⸗ geſang des Heilands Feſt be⸗ gehen! Preis ſei dem Va⸗ ter, der ihn gab! Preis ſei dem Sohn! Er kam herab, und ward das Heil der Men⸗ ſchen. 2. Iſt der ein Chriſt, der dieſes Heil nicht ſchätzt und liebgewinnet? Nimm froh an ſeiner Liebe Theil und werd' ihm gleich geſinnet! Wer nicht, wie er, geſinnet iſt, der ehrt ihn nicht, der iſt kein Chriſt. Der Herr erkennt die Seinen! 3. In Dürft'gen laßt uns ihn erfreu'n, bekleiden, ſpei⸗ ſen, tränken! Ja, laßt uns frohe Geber ſeyn und ſein dabei gedenken! Was ihr den Meinen habt gethan, das, ſpricht er, habt ihr mir gethan; und er, er will's vergelten. 4. Wer ihn mit treuem Herzen ehrt, den wird ſein Name tröſten. Vertraut auf ihn, von ihm gelehrt, lob⸗ ſingt ihm, ihr Erlöſten! Es freut ſich deine Chriſten⸗ heit, Herr, deiner Menſchen⸗ freundlichkeit. Dir, dir ſei ewig Ehre! Mel. Mein ganzer Geiſt, oder: Wie ſchön leucht uns 11 3— ſtimm' auch du mit frohem Dank, mein Geiſt, in jenen Lobgeſang, von dem der Himmel tönte, als er zur Welt hernieder kam und unſre Menſchheit an ſich nahm, der uns mit Gott verſöhnte! Freu' dich innig! Er, dein Führer und Re⸗ gierer, kam auf Erden, Licht und Heil auch dir zu werden. 3. Ja, Preis und Ehre, D 4 Gott 80 Gott, ſei dir! Wie gna⸗ denvoll biſt du auch mir in deinem Sohn erſchienen! Du ſandteſt aus Erbarmen ihn, die dem Verderben zu entziehn, die ſchnöden Lüſten dienen. Preis dir, daß mir neue Pfade zu der Gnade offen ſtehen, mich der Sünd' entrückt zu ſehen! 3. Und wie vergelt' ich, Heiland, dir die große Treue, die du mir, ſchon eh' ich war, bewieſen? Du bahnteſt un⸗ ter bitterm Leid auch mir den Weg zur Seligkeit: ſei hoch dafür geprieſen! Durch dich kann ich nun hienieden Got⸗ tes Frieden ſchon empfan⸗ gen und einſt volles Heil erlangen. 4. O gib, daß ich an die⸗ ſem Heil nun auch im wah⸗ ren Glauben Theil durch deinen Beiſtand nehme; daß ich hinweg vom Eitlen ſeh', die Wege deiner Wahrheit geh', und deiner nie mich ſchäme; bis ich durch dich, wann ich ſterbe, zu dem Erbe deiner Frommen auch der⸗ einſt werd' aufgenommen! 5. Ich bringe dir ein dank⸗ bar Herz, bereit in Freuden und in Schmerz, wie dir's gefällt, zu wandeln. Ver⸗ leihe du mir ſelbſt die Kraft, nach deinem Wort gewiſſen⸗ haft zu denken und zu han⸗ deln. Fröhlich wilk ich hier im Leben dich erheben, und Werke und Wohlthaten Gottes. einſt oben wonnevoll dich ewig loben. Mel. Fröhlich ſoll mein 114 L*⁵ uns unſerm Gott lobſingen! hocherfreut laßt uns heut' ihm Verehrung bringen! In des Himmels hohe Chöre ſtimmet ein, Gott allein, unſerm Gott ſei Ehre! 2. Jeder, der ſich fühlt verloren, freue ſich inniglich; Chriſtus iſt geboren. Er, der König aller Weſen, ſteigt herab bis ins Grab, Sün⸗ der zu erlöſen. 3. Wer kann Gottes Rathſchluß faſſen? Aber dies iſt gewiß: wir ſind nicht verlaſſen! Kommt ſein Sohn aus freien Trieben zu uns her: wie ſollt' er nicht die Menſchen lieben? 4. Wenn er uns verwor⸗ fen hätte, nähm' er dann Menſchheit an? Er ſpricht: Ich errette! Deß ſoll ſich der Erdkreis freuen! Zum Ge⸗ richt kommt er nicht, ſon⸗ dern zum Verzeihen. 5. Eilt im Geiſt nach Bethlems Hütten, ſeht, was dort euer Hort ſchon für euch gelitten. Er wird nie⸗ drig euretwegen! Welch' ein Freund! er erweint ſeinen Feinden Segen. 6. Er, er will für eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod göttlich⸗ groß Fenſchenfreund gndderrei wil ne Brüder nen 7. Daukt ih untes Sehnen hetttiz wein thräͤnen; liebt ſiebe brennt; Herrn, der eu Krüder nennet. 8, Wenn eue den kränken, ei Ntt Ruh' er ſcienken. Sche nit Glaubens. vn nicht; denn Ich will euch, 9. Jhr Erdu Aage, euren S ſen derz. 8 zage! Bringet Feſte Jutraun er wählt für 10. Er ver ihr Schwache ür litt er hie un machen. E. der Leiden un das, iſt ſie Freuden? I. Herr, du meine Vürde d auch ich würde. Ver liey ergrune frendenvoll ſe emnpfinden! 2. Dir, Rfreie⸗ folg oll ſchwach, Gottes. V den wonneyoll ben. „Fröhlich ſol un L*⁸ uns u. Gott lobſin eut laßt uns rehrung bringn mmels hohe 9 ein, Gott alt Gott ſei Ehre Jeder, der ſich ſi n, freue ſich imi s iſt geboren. nig aller Weſen ſe bis ins Grab, n erlöſen. Wer kann(ete hluß faſſen? w ſt gewiß: wit ſ erlaſſen! Kommt aus freien Tit 3 her: wie ſolbe die Menſchen lith Venn er uns verxr⸗ tte, nähm' er dm zheit an? Er ſpri tette! Deß ſoll ſih n is freuen! Zun be dommt er nicht, ſer um Verzeihen. Eilt im Geif m 4 ims Hütten, ſeht, ni euer Hort ſchon ſi elitten. Er widd i uretwegen! Welh ü d) er erweint ſeien n Segen. Fr, er will für en den Armuth, A ch und Tod götti 1 Erlöſung. 81 groß erdulden. Lernt den Menſchenfreund erkennen: gnadenreich will er euch ſei⸗ ne Brüder nennen. 7. Dankt ihm, der eu'r innres Sehnen ſehen kann; betet an; weinet Freuden⸗ thränen; liebt ihn, der von Liebe brennt; preiſt den Herrn, der euch gern ſeine Brüder nennet. 8. Wenn euch eure Sün⸗ den kränken, eilt herzu, ſu⸗ chet Ruh': er will ſie euch ſchenken. Schaut auf ihn mit Glaubensblicken; zit⸗ tert nicht; denn er ſpricht: Ich will euch erquicken. 9. Ihr Erdulder ſchwerer Tage, euren Schmerz fühlt ſein Herz. Kein Erlöſter zage! Bringet ihm zu ſeinem Feſte Zutraun her! Wiſſet, er wählt für euch das Beſte. 10. Er verläßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr als ihr litt er hier, euch beglückt zu machen. Eure kleine Zeit der Leiden und der Müh', was iſt ſie gegen ew'ge Freuden? 11. Herr, du nahmſt auch meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und ſelig würde. Wer kann deine Lieb' ergründen? Ewig ſoll freudenvoll ſie mein Herz empfinden! 12. Dir, mein göttlicher Befreier, folg' ich nach, ob⸗ wohl ſchwach, doch um ſo 4½ viel treuer. Keine Kreatur, kein Leiden, keine Noth und kein Tod ſoll von dir mich ſcheiden. 13. Du kömmſt einſt zum Weltgerichte. Dann werd' ich, Richter, dich ſchaun von Angeſichte; und wenn dann die Frevler beben, ſo werd' ich deiner mich freun und ewig leben. Mel. Jeſu, meine Freude 115 Gettes Sohn iſt kommen! Dankt ihm, ſeine Frommen! dankt ihm, daß er kam, daß er hier auf Erden, unſer Heil zu werden, ſeine Wohnung nahm! Menſch, wie wir, erſchien er hier, um an uns des Vaters Willen liebreich zu erfüllen. 2. Laßt uns niederfallen, danken, daß er Allen Freund und Bruder iſt! Gott, auf ſeinem Throne, liebt uns in dem Sohne, hilft durch Je⸗ ſum Chriſt. Welch ein Heil, an Chriſto Theil, Theil durch ſeiner Sendung Gaben ſelbſt an Gott zu haben! 3. Keine Macht der Lei⸗ den ſoll von ihm uns ſchei⸗ den; er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Böſen völlig unserlöſen; hier ſteht er uns bei. Unſer Freund, mit Gott vereint, kann nicht ſeine Brüder haſſen oder hülflos laſſen. D 5 4. Wann 82 4. Wann wir einſt ermü⸗ den, führt er uns zum Frie⸗ den durch des Grabes Nacht. Unſre todten Glieder gibt die Erde wieder ihm, der ſie bewacht. Jeſus ruft uns aus der Gruft, er, der ſelbſt den Tod einſt ſchmeckte, den das Grab auch deckte. 5. Auf dem Richterthrone werden wir im Sohne un⸗ ſern Bruder ſchau'n. Heil und ewig Leben wird er Al⸗ len geben, die ihm hier ver⸗ traun. Er ward hier ver⸗ ſucht, wie wir: überſchwäng⸗ lich wird er lohnen, und der Schwachheit ſchonen. 6. Eilet, eilt ihr Sün⸗ der! Werdet Gottes Kin⸗ der! Werdet ſeiner werth! Eilet, eilt ihr Frommen! Seid, wie er, deleferten, Bleibet ſeiner werth! Prei⸗ ſet ihn, daß er erſchien; daß er ſich für ench gegeben durch ein göttlich Leben. In eigener Melodie. 116 Auf⸗ ſchicke dich, recht feierlich des Heilands Feſt mit Dan⸗ ken zu begehen! Lieb iſt der Dank, der Lobgeſang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Alſo, alſo hat Gott die Welt Hin ſeinem Sohn geliebet! O! wer bin ich, Herr, daß Werke und Wohlthaten Gottes. du mich ſo herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 3. Er, unſer Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch ſeine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und ſeine Lieb' als Menſch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er iſt das Heil. Thu' täg⸗ lich Buß' und glaub' an ſei⸗ nen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr! Herr! ſpricht, und doch nicht ſucht, ſein Beiſpiel nachzuahmen. 5. Aus Dank will ich in Brüdern dich, dich Gottes⸗ ſohn, bekleiden, ſpeiſen, tränken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Troſt erfreun, und dein dabei ge⸗ denken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und Alles iſt im Himmel und auf Er⸗ den! Die Chriſtenheit preiſt dich erfreut, und Aller Knie ſoll dir gehendet werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern; und wer ihn ehrt, den wird ſein Name tröſten. Gelobt ſei Gott! Gelobt ſei Gott! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlöſten! Mel. Ermuntre dich, mein 1 1 7 Gett, deine Gna⸗ de ſei gepreiſt! Sie ſchuf uns Heil und Le⸗ ben. Ermuntre dich in mir, mein * ein Geiſt 1 ¹ erheben! d 1 Aatt da auf Höchſten Sohn el, un ſein ſo hben irind 2, 9 große rinſcht Nach an ſälbſt beſ ni den Mitt nt, der uns Nungen. In di furie Held, de Nnd Alees hält dr Nenſcenti des Ueberwinde 3. der du, z vom Herrn, himmel kameſ Jleiſch und B Denuth an Sohn Gottes du dich ſo dief für mich! wi eſcinen eil zu dhn 4 8 lehre in Pert vo I 3 faſſen! dc anf dieſ B ſn zu! darteten dein kuih Verachtu Sin und 1 famtdu a Nenſchenſ ühn 5 Vil f Ils Schmerz dine Men ſhet unſre ü illedspollen Gottes. ſo herrlich hoh Sohn geliebet unſer Freund, eint zur Zeit,Rn ne Feinde warg s gleich, um Gi und ſeine Lih zu offenbaren. In ihm nimm Th das Heil. Thyt ß' und glaub at amen. Der eht wer Herr! ha und doch nitt ſi eiſpiel nachzunhmn Aus Dank willit rn dich, dich Get bekleiden, ſiiß 1; der Frommenzn m Schmerz mii , und dein dahen kath, Kraft undh ee die Welt unt⸗ Himmel und ufl HDie Chriſtenheitn freut, und Ala gebeuget wena Frhebt den Hernſt uns gern; umn ort, den widſt tröſten. Geboh „ 9 4 66 1 Gelobt ſei i euch des Hern ihm, ihr GErliſe Ermuntre dic m ott, deiwett 7 G de ſei geui huf uns Heil m Irmuntre dich nn ſ 4 Erlöſung. 83 mein Geiſt, ihr Wohlthun zu erheben! Denk' an die Nacht, da auf der⸗Welt des Höchſten Sohn ſich darge⸗ ſtellt, um ſein ſo theures Le⸗ ben für Sünder hinzugeben. 2. O große That! er⸗ wünſchte Nacht, von En⸗ geln ſelbſt beſungen! Du haſt den Mittler uns ge⸗ bracht, der uns das Heil er⸗ rungen. In dir erſchien der ſtarke Held, der Alles ſchuf und Alles hält, der Freund der Menſchenkinder, des To⸗ des Ueberwinder. 3. Der du, zu uns geſandt vom Herrn, aus deinem Himmel kameſt und unſer Fleiſch und Blut ſo gern in Demuth an dich nahmeſt, Sohn Gottes! o wie haſt du dich ſo tief erniedrigt auch für mich! wie arm biſt du erſchienen, um mir zum Heil zu dienen! 4. O lehre mich, den gro⸗ ßen Werth von deiner Huld recht faſſen! Was reizte dich, auf dieſer Erd' dich ſo herab zu laſſen? Hier warteten dein nichts als Noth, Verachtung, Kummer, Schmerz und Tod, und doch kamſt du auf Erden, ein Menſchenſohn zu werden. 5. Viel ſtärker, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menſchenliebe. Du ſaheſt unſre Sündennoth mit mitleidsvollem Triebe. Du ſtellteſt, unſer Heil zu ſeyn, nach deines Vaters Rath dich ein, wardſt Menſch und kamſt, mit Freuden für uns den Tod zu leiden. 6. Dein, Sohn des Höch⸗ ſten, freu' ich mich; du biſt auch mein Erretter. Auch mir zum Troſte ſandte dich der Herr, der Gott der Göt⸗ ter. Was mir ein wahres Wohl verſchafft, Erleuch⸗ tung, Friede, Beßrungs⸗ kraft und Freuden, die ſtets währen, willſt du auch mir gewähren. 7. Was ſoll ich dir, mein größter Freund, für deine Treue geben? Dubiſt's, der mich mit Gott vereint, du bringſt mir Heil und Leben. Herr! was ich hab' und was ich bin, das geb' ich dir zum Dienſte hin; ich will dich ohn' Aufhören mit Leib und Geiſt verehren. 8. Ich ſehe dich zwar hier noch nicht; doch du wirſt wieder kommen, und dann ſchau'n dich von Angeſicht, Herr! alle deine Frommen. Dann werd' auch ich, Herr Jeſu Chriſt! dich ſchau'n, ſo herrlich, als du biſt, dann wirſt du mich zum Leben, das bei dir iſt, erheben. Mel. Vom Himmel kam der 11 8 Dies iſt der Tag, den Gott ge⸗ macht; ſein werd' in aller D 6 Welt 84 Werke und Wohlthaten Gottes. Welt gedacht! Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im Himmel und auf Erden iſt! 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da ſandte Gott von ſeinem Thron das Heil der Welt, dich, ſeinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wun⸗ der faſſen will, ſo ſteht mein Geiſt vor Ehrfurcht ſtill; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb' unendlich iſt. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigſt du dich, Herr der Welt, nimmſt ſelbſt an unſrer Menſchheit Theil, erſcheinſt im Fleiſch zu unſerm Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir! Ich komm', im Buche ſteht von mir; Gott! deinen Willen thu' ich gern: Gelobt ſei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Menſch geboren wirſt, Immanuel, du Friedefürſt, auf den die Väter hoffend ſah'n, dich bet' auch ich, mein Heil⸗ land, an. 7. Du, unſer Heil und höchſtes Gut, verbindeſt dich mit Fleiſch und Blut, wirſt unſer Freund und Bruder hier, und Gotteskinder wer⸗ den wir. 8. Gedanke voller Maje⸗ ſtät! du biſt es, der das Herz erhöht. Gedanke vol⸗ ler Seligkeit! du biſt es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt. Ein Mittler iſt's, der ſie erhält. Was zagt der Menſch, wenn der ihn ſchützt, der in des Va⸗ ters Schooße ſitzt? 10. Jauchzt Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligſten Geburt; und Erde, die ihn heute ſieht, ſing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dies iſt der Tag, den Gott gemacht; ſein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im Himmel und auf Erden iſt! Mel. Kommt, kommt, den 119 Vom Grab, an dem wir wal⸗ len, ſoll, Jeſu Chriſt, dein Lobgeſang empor zum Him⸗ mel ſchallen! Dir opfere jede Seele Dank! und jeder der Gebornen erfreu' ſich, Menſch zu ſeyn; und jeder der Verlornen rühm' es, er⸗ löſt zu ſeyn! Uns Sündern ward gegeben einſt Jeſus, Gottes Sohn; mit ihm er⸗ ſchien das Leben, mit ihm des Himmels Lohn. 2. Kommt, laßt uns nie⸗ derfallen vor unſerm Mitt⸗ ler, Jeſus Chriſt, und dan⸗ ken, daß er Allen Erretter, Freund und Bruder iſt. Er gleicht * dlicht der No Pren erſten reitt Licht iun leen übe inn immt be Nu ufe We ucht unſe durcysbeben b 3 Frohlockt üuſſen der Sch r Eterblichke gr iſt verſchlo umg zu der zu unſrer E m Gottes er um heht er enndor zu Gott van das Heil ud der Ver Hier ſind wir d nd Gotte 4. O u, Menge der C klärten ſingt obgeſänge, Bolk im 6 Auch du war dm was dein en Dulder der in ſchwaches Pas du nun ant deine venn ſie entri ſich dnes Anſ 5. Bald ſin Lohne der urt erhöht. dan dem Th ſia deine M. nehr aus dingt dann Gottes. Herz erfreut. durch Eines Welt. Ein M er ſie erhält, Menſch, weug tzt, der in desz hooße ſitzt? Jauchzt Himmel, 1 erfuhrt, den 4 ligſten Geburtzu die ihn heute zi im, dem Herm, Lied! Dies iſt der Tay n gemacht; ſein mi r Welt gedacht! gkeit! du bi, 3 V 1 1 was durch Iſ im Himmel un iſt! Kommt, kommt, da — Von Grah, dem vir e ll, Jeſu Chrit i ang empor zungt allen! Dir opfen Dank! und ſ hebornen erfreu ſt h zu ſeyn; und ſi rlornen rühm d0 — mſeyn! Uns Sumn gegeben einſt Iit s Sohn; mit int das Leben, mit i immels Lohn. Kommt, laßt unz en vor unſern eſus Chriſt, und w aß er Allen Grui d und Bruder i 3 di 5 Erlöſung. 85 gleicht der Morgenſonne mit ihrem erſten Strahl, ver⸗ breitet Licht und Wonne und Leben überall. Durch ihn kommt Heil und Gnade auf unſre Welt herab; er leuchtet unſerm Pfade durch's Leben bis ans Grab. 3. Frohlockt, ihr Mitge⸗ noſſen der Schwachheit und der Sterblichkeit! Nicht län⸗ ger iſt verſchloſſen der Ein⸗ gang zu der Herrlichkeit. Zu unſrer Erd' hernieder kam Gottes ew'ger Sohn; nun hebt er ſeine Brüder empor zu Gottes Thron. Er ward das Heil der Sünder, und der Verlornen Hort. Hier ſind wir Gottes Kin⸗ der und Gottes Erben dort. 4. O du, dem laut die Menge der Engel und Ver⸗ klärten ſingt, vernimm die Lobgeſänge, die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warſt einſt auf Er⸗ den, was deine Brüder ſind, ein Dulder der Beſchwerden, ein ſchwaches Menſchenkind. Was du nun biſt, das wer⸗ den einſt deine Brüder ſeyn, wenn ſie, entrückt der Erden, ſich deines Anſchaun's freun. 5. Bald ſind wir zu dem Lohne der Himmelsbürger dort erhöht. Nah ſind wir dann dem Throne und ſchau⸗ en deine Majeſtat. Nicht mehr aus dunkler Ferne dringt dann der Dank zu dir; weit über Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir. Mit aller Himmel Hee⸗ re ſchallt unſer Lobgeſang. Dem Ewigen ſei Ehre, dem Weltverſöhner Dank. Erſcheinung Chriſti. Mel. Was mein Gott will 120 Erfreus dich des Heils, mein Geiſt, das Gott für dich erkoren! Der Heilige, der Jeſus heißt, ward auch für dich geboren. Er machte klar, was dunkel war, daß uns kein Zweifel bliebe. Wem leuchtet nicht ſein rei⸗ nes Licht hinauf zum Gott der Liebe. 2. Der Menſch ſoll von der Sinnlichkeit die Freiheit ſich erringen, und, von der Sünde Macht befreit, zum hohen Leben dringen, gut⸗ thätig ſeyn, wie Gott, er⸗ freu'n, und ſtets zufrieden leben. Dazu verſchafft der Herr auch Kraft, den Gott uns hat gegeben. 3. Drum ſei uns ſein Er⸗ ſcheinungsfeſt ein Feſt der Liebe Gottes. Wohl dem, der ſich auf ihn verläßt, trotz aller Macht des Spottes! Der ihn uns gab, blickt hold herab auf ſeine frommen Kinder; und väterlich er⸗ barmt er ſich der reuerfüll⸗ ten Sünder. D 7 4. Mit 86 Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Mit dieſer frohen Zu⸗ verſicht geh' ich dem Tod ent⸗ gegen. Ich weiß, mein dunk⸗ ler Pfad wird Licht, und Leid und Schmerz mir Segen. Schließt ſich mein Lauf, werd' ich hinauf zu Jeſu mich erheben und mit der Schaar, die treu ihm war, in ſeinem Himmel leben. Mel. Gottlob, ein Schritt zur 121 Dem ganzen Erd⸗ kreis iſt vom Herrn ein helles Licht er⸗ ſchienen; es leuchtet nah, es leuchtet fern. Zahlloſe Völ⸗ ker dienen den todten Göt⸗ tern nun nicht mehr; ſie ken⸗ nen ihn, den Herrn, und er läßt ſie im Lichte wandeln. 2. Kaum ſandte Gott durch ſeinen Sohn der Erde große Freuden, ſo ſammelt er ſich ſelber ſchon die Erſtlinge der Heiden. Der Wahrheit Bild, ein ſchöner Stern, führt ſie zu ihrem neuen Herrn. Sie kommen, anzubeten. 3. O wär' uns nicht dein Licht, o Gott, ſo hell und rein erſchienen; wir würden, der Vernunft zum Spott, noch jetzt den Götzen die⸗ nen. Nicht ſie, nicht eigne Würdigkeit, nur deine Huld hat uns befreit von jenen Finſterniſſen. 4. D'rum laß mit froher Dankbarkeit uns nun im Lichte wandeln, uns in der gnadenreichen Zeit ſtets fromm und weiſe handeln, auf dich, bei treu erfüllter Pflicht, zufrieden und voll Zuverſicht in Noth und Tod vertrauen. 5. Es müſſe, wer dich, Gott, erkennt, erkennen dei⸗ nen Willen, und wer das Thun vom Wiſeſen trennt, nun ſeine Pflicht erfüllen! Nichts helfen Opfer des Gebets dem, der da glaubet und noch ſtets der Sünde ſklaviſch dienet. 6. Und wo noch bange Dunkelheit und falſche Schatten liegen, wo Irr⸗ thum, Wahn und Sinnlich⸗ keit noch Sterbliche betrü⸗ gen, auch da geh' nun im Siegeslauf das ſchöne Licht der Wahrheit auf, daß alle Welt dir diene. Darſtellung Jeſu im Tempel. Mel. Chriſtus, der iſt mein 122 Dem großen Va⸗ ter weihte, am heiligen Altar, jetzt die Ge⸗ benedeite den Sohn, den ſie gebar. 2. Da betete im Tem⸗ pel ein Greis zu ſeinem Gott, und ward uns ein Exempel von einem ſchönen Tod. 3. Gott ſah ihn ſtill und weiſe den Weg der Tugend gehyn, 1 4 ghn, bethieß deſe den Kſeßn. ezt lag V Vüän das Kin nad Geuſt; ern tüken und we Bruſt. z Und rief: ſnt 8* 1 ſunt zur Grut is will ich ſch dn Wink an ſien; hier iſt ot, der Irr d Welt erleu⸗ 1 So ſühlof iibe der Fre Kuf; und Go am Grabe ihn mel auf. 8. Gib, da Treue den W geh', wie er 5 mit ſam ſeh⸗. 9. Zwar nict ſehen, n Simeon; doc ts Hühen ern ſton. 1o. Dert Aeder: Heil ic in der wieder: Heil d ihn! 1236 Gottes. chen Zeit n nd weiſe hani bei treu mült zufrieden und t in Noth ud 6 8 müſſe, wer M kennt, erkennen len, und verzi dem, der da glt ch ſtets der Ein dienet. Und wo noch ban heit und fiß n liegen, wo i Wahn und Sint ch Sterbliche bai uch da geh' mmi auf das ſchöm t hrheit auf, daßi r diene. tellung Jeſai Tempel. Chriſtus, der iſt mi em großade „ ter weiht,n n Altar, jetzt de ite den Sohn, i ar. Da betete in in n Greis zu ſenn und ward mnn el von einem ſch Hott ſah ihn fill 1 den Weg der dint fü Erlöſung. 87 geh'n, verhieß dem frommen Greiſe, den Heiland noch zu ſeh'n. 4. Jetzt lag vor ſeinen Blicken das Kind, des Him⸗ mels Luſt; er nahm es mit Entzücken und drückt' es an die Bruſt. 5. Und rief: Nun, Herr, mit Freuden neig' ich mein Haupt zur Gruft; voll Dan⸗ kes will ich ſcheiden, ſobald dein Wink mich ruft. 6. Dein Heil hab' ich ge⸗ ſehen; hier iſt der Völker Hirt, der Iſrael erhöhen, die Welt erleuchten wird. 7. So ſchloß am Pilger⸗ ſtabe der Fromme ſeinen Lauf; und Gott, du thatſt am Grabe ihm deinen Him⸗ mel auf. 8. Gib, daß auch ich mit Treue den Weg der Tugend geh', wie er den Tod nicht ſcheue, mit Freuden Je⸗ ſum ſeh'. 9. Zwar werd' ich ihn nicht ſehen, nicht hier, wie Simeon; doch in des Lich⸗ tes Höhen erwartet er mich ſchon. 10. Dort tönen meine Lieder: Heil mir, nun ſeh' ich ihn! Der Himmel tönet wieder: Heil dir, nun ſiehſt du ihn! Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 123 E eß amen dem, der für dich ſich dar⸗ geſtellt, nun dich auch dar⸗ zuſtellen! Er iſt das Licht; drum ſei gewiß, er wird auch deine Finſterniß durch ſeinen Glanz erhellen. 2. Er macht das Herz von Sünden rein, um dich zum Leben einzuweih'n, zum ſittlich ſchönen Leben. Er gibt dir Kraft zu jeder Pflicht, und ſtärket deine Zuverſicht, zu Gott dich zu erheben. 3. Wer noch der nie⸗ dern Sinnlichkeit, wer noch des Laſters ſich erfreut, ach, der verſcherzt den Segen! Nie wird ihm wahres Glück und Heil; nie wird ihm Seelenruh' zu Theil auf ſei⸗ nen böſen Wegen. 4. Wer aber wünſcht, wie Simeon, das Heil der Welt, des Höchſten Sohn, zu ſei⸗ nem Heil zu haben; wer recht thut, ſich der Welt entwöhnt, nach wahrer Hei⸗ ligung ſich ſehnt, der opfert ächte Gaben. 5. Wer durch das Wort, darauf er traut, im Glauben ſeinen Heiland ſchaut, kann einſt im Frieden fahren. Der Herr erfüllt, was er verſpricht; er wird ſich einſt in ſeinem Licht ihm herrlich offenbaren. 6. Ich komme, Herr, mich dir zu weih'n. O mache mich von Sünden rein, un a 88 laß mich heilig leben, bis du auch mich, wenn dir's gefällt, im Frieden wirſt aus dieſer Welt zu deiner Wonn' erheben. Johannes, der Vorgän⸗ ger Jeſu In eigener Melodie. 124 2s ging ein Mann voll Gnad' und Segen, Johannes, dem Er⸗ löſer vor. Die Hügel bahnt' er ihm zu Wegen, hob Her⸗ zen aus dem Staub empor. Es bebte, wer ihn reden hörte, bekannte ſeine Feh⸗ ler, kehrte gerührt, mit thränenvollem Blick, zur Tugend und zu Gott zuruͤck. 2. Er ſchreckte Heuchler, ſtrafte Sünder. Er rief: Das Himmelreich iſt nah'! Thut Buße, werdet Gottes Kinder; denn der Verhei⸗ ßene iſt da! Er kommt und wird die Menſchheit ſichten, partheilos alle Thaten rich⸗ ten. Heil krönet die er⸗ füllte Pflicht, den Frevler trifft ſein Strafgericht. 3. Ein himmliſch Licht iſt ſeine Lehre, und Geiſt wird ſeine Taufe ſeyn. Ihm, ihm allein gebührt die Ehre! Er kommt, und jedes Herz iſt ſein. Schon wurden ganze Völker rege; ſchon ſtrömte froh es auf dem Wege nach dem erhellten Werke und Wohlthaten Gottes. Kanaan, und Heiden riefen Jeſum an. 4. Und wir, die Jeſu Stimme hören, wir ſollten träg und ſicher ruhn? wir nicht ſtill weinend uns be⸗ kehren? nicht froh des Höch⸗ ſten Willen thun? Laßt uns entrinnen dem Verder⸗ ben, fromm leben, um einſt fromm zu ſterben! Dann werden wir nie muthlos ſeyn, wenn Trübſal! Noth und Tod uns dräun. In eigener Melodie. 1 25 I re ſich beſtre⸗ ben, zu erfül⸗ len ſeine Pflicht, fromm und gut zu leben, bis das Auge ſterbend bricht: dies nur iſt, nach Jeſu Lehre, wahre Weisheit, Tugend, Chri⸗ ſtenehre. 2. Heil dir ſchon auf Er⸗ den, Freund der Wahrheit und des Rechts! Denn durch Tugend werden Men⸗ ſchen göttlichen Geſchlechts. Unter aller Leiden Bürde bleibt die Tugend unſre hoͤchſte; Würde. 3. So, in höhrer Klar⸗ heit, ſo umſtrahlt mit Got⸗ tes Licht, ging den Weg der Wahrheit ein Johan⸗ nes, wankte nicht, feſt ent⸗ ſchloſſen, ſelbſt ſein Leben für die Pflicht zum Opfer hinzugeben. 4. Und vergebens droht Ker⸗ — e Mart a teu d ug, ds Geb f i ſirbt aa 3 3 Pütfit i ſelbſt Kii. 4 lupn. , 0 ziel b ääh, du d älle, Geiſt (Ariſenthums, am der Menſe (etees höhern llh verden. 6. Kugend, m dieſes Leb ſftön; doch nn n kann man rung ſehn; om Himmel den Geiſt n entflammett 7. Du, o krahlſt mit Schein, ſchaf LTonne, wei ämmel ein; uſre Jrenden uns durch Leien. 8. Unter de luhn uuf Gte auf, ans der tingen vir zu wo in* hi die Vund ler ſehen. 9. Heilge hen; gibp, i und 1 Gottes. pund Heiden den ind wir, die g hören, wit ſu dſicher ruhn!n I weinend un nicht frohdesgt illen thun? rinnen dem Vi mm leben, un u zu ſterben! Aa wir nie mut enn Trübſal! Ni d uns draun. eigener Melodie, Inne ſichbi ben, zu aiß te Pflicht, fromnn leben, bis das me bricht: die u ) Jeſu Lehre, i it, Tugend,( eil dir ſchon afßt Freund der Waht es Rechts! rugend werden Ne öttlichen Geſchlt aller Leiden di die Tugend un Würde. So, in höhrer gir Humſtrahlt mit be⸗ cht, ging den. ahrheit ein Ar ankte nicht, fe i, ſelbſt ſein di Pflicht zum DM ben. Und vergebens 1 1 1 Kerker, Marter, Blutge⸗ rüſt; treu dem Pflichtge⸗ bote, das Gebot des Ew'⸗ gen iſt, ſtirbt er, ſtirbt mit edlem Muthe, zeugt für Wahrheit ſelbſt mit ſeinem Blute. 5. Tugend, Segensfülle, du, o Ziel des höchſten Ruhms, du der Gottheit Wille, Geiſt des wahren Chriſtenthums, durch dich kann der Menſch auf Erden Gottes höhern Geiſtern ähn⸗ lich werden. 6. Tugend, unter Freu⸗ den dieſes Lebens biſt du ſchön; doch nur unter Lei⸗ den kann man deinen Ur⸗ ſprung ſehn; ſehn, daß du vom Himmel ſtammeſt, und den Geiſt für's Göttliche entflammeſt. 7. Du, o hehre Sonne, ſtrahlſt mit überird'ſchem Schein, ſchaffſt dem Geiſte Wonne, weihſt zu Gottes Himmel ein; du veredelſt unſre Freuden, du veredelſt uns durch Schmerz und Leiden. 8. Unter deinem Strahle blühn auf Gräbern Blumen auf; aus dem Todesthale ringen wir zum Ziel hinauf, wo in deinen lichtern Höhen wir die Wunder Gottes hel⸗ ler ſehen. 9. Heil'ge ben; gib, mein Beſtre⸗ o Gott, mir Kraft und Muth, tugend⸗ Erlöſung. 89 haft zu leben, chriſtlich weiſe, chriſtlich gut, daß mich we⸗ der Schmerz noch Freude, noch der Tod von wahrer Tugend ſcheide. Lehre, Leben und Thaten Jeſu. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 12 6 Fhrn zur Voll⸗ kommenheit, Lehrer, Muſter uns zu wer⸗ den hoher, reiner Sittlich⸗ keit, wurdeſt du ein Menſch auf Erden. Dir ſchlägt un⸗ ſer Herz entgegen, Jeſu, dir, der Menſchheit Segen! 2. Du gabſt unſerm Gei⸗ ſte Licht, lehrteſt uns Gott näher kennen, und mit fro⸗ her Zuverſicht unſern Schö⸗ pfer Vater! nennen, der uns liebt, verſorgt, beſchützet, und uns gibt, was wahr⸗ haft nützet. 3. Du haſt uns der Menſchheit Werth durch dein Leben und die Lehre, die von Gott kommt, auf⸗ geklärt, uns gelehrt, des Geiſtes Ehre nur auf wahre Tugend gründen, und das Laſter überwinden. 4. Dann auch, wenn das Auge bricht, Todesſchrecken uns umgeben, blickt, erhellt von deinem Licht, unſer Geiſt in jenes Leben, in das Land vollkommner Freu⸗ den 90 Werke und Wohlthaten Gottes. den, um mit frohen Muth zu ſcheiden. 5. Danket, Chriſten, be⸗ tet an! Laßt uns Chriſtum herzlich ehren, wandeln auf der Tugend Bahn, willig folgen ſeinen Lehren, treu durch Noth und Leiden ge⸗ hen, um ſein ew'ges Licht zu ſehen! Mel. Wer nur den lieben Gott 127 Auf Erden Wahr⸗ heit auszubrei⸗ ten, die Wahrheit, die vom Himmel ſtammt, und, uns zum ew'gen Glück zu leiten, das Herz zu Gottes Lieb' entflammt: dazu erſchienſt du, Jeſus, hier, von Gott geſandt, zum Heil auch mir. 2. Dies war das tägliche Geſchäfte, darin dein Geiſt Vergnügen fand. Wie em⸗ ſig haſt du Zeit und Kräfte, beſeelt von Liebe, ange⸗ wandt, durch deiner Lehre hellen Schein der Menſchen Seelen Licht zu ſeyn! 3. Ihr Licht, den Weg zu Gottes Gnade und ih⸗ rem Heil recht einzuſeh'n; ihr Licht, auf dieſem ſel'gen Pfade mit ſichern Schritt einher zu geh'n; ihr Licht, mit freudigem Vertrau'n hin in die Ewigkeit zu ſchau'n. 4. Und um der Welt dies Licht zu werden; wie willig übernahmſt du nicht auch ſelbſt die größeſten Be⸗ ſchwerden! Und drückte dich gleich ihr Gewicht, ſo trugſt du doch, voll Güt' und Huld, ſie gern mit himmliſcher Geduld. 5. Fürwahr, noch immer iſt das Leben; das du auf Erden haſt geführt, ein Se⸗ gen, den uns Gott gegeben, dafür ihm ew'ger Dank ge⸗ bührt; ein Segen, deſſen auch mein Geiſt ſich freut, und dich Erlöſer, preiſt. 6. Ja, Preis ſei dir, du beſter Lehrer, auch mir zum Heil von Gott geſandt! O, würde Jeder dein Verehrer, der deinen Werth noch nicht erkannt! Hilf, daß ich dei⸗ ner Wahrheit treu, und ewig durch ſie ſelig ſei! Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 128 Theuer ſei mir allezeit, Herr, mein Heiland, deine Lehre! Gib, daß ich mit Folgſam⸗ keit treulich ihre Vorſchrift ehre, dem, was ſie verheißet, traue, feſt mein Hoffen dar⸗ auf baue. 2. Nur bei deiner Wahr⸗ heit Licht lernen wir Gott recht erkennen, ihn mit fro⸗ her Zuverſicht unſern Gott und Vater nennen, und nach ſeinem heil'gen Wil⸗ len unſre Pflichten treu erfüllen! 3. Was die Weiſen dieſer Welt von dir nicht erforſchet ha⸗ Nadd ich haben, das gehelt; un Geiſtes Gabe unſern Seel und Leben 4 Duent Schud und: hen Schaden, V ns Vaters Ricthum Vlhhrſt uns al dn gnͤdige den. 5. Huldre Konmt; t Seelen; eurer Rul: Troſte fehler ders von m von Sünde 6. Hert, hat viel t Zeugen, d mens Ru Kniee heu dein Worn Seele Kun 7. dö den Dank, Gürfurchtb an Lobgeſa effreut dir ſeiſ uuch von der E Schaden. 8. Kiſt ſei mir, VPort mi n ewig? den Troſt Gottes. V t Und drüchen Gewicht, ſo* voll Güt' und d mit himmliſt wahr, noch inm eben; das dn aſt geführt, ein. uns Gott gagi m. ew'ger Daug ein Segen, i ein Geiſt ſich im Erlöoſer, preſ 1, Preis ſei di ehrer, auch min n Gott geſandtſ Jeder dein Vern ien Werth noch i „Hilf, daß ich gahrheit treu, u arch ſie ſelig ſ —— Liebſter Jeſu, wirſi Teue ſei n allezeit, hn hiiland, deine de aß ich mit Folzſr zaulich ihre Vorſti em, was ſie verkeit feſt mein Hoffn we e. tur bei deiner Vi⸗ cht lernen wit it rkennen, ihn müſf tverſicht unſern bt Vater nennen, u ſeinem heil'gen N nſre Pflichten ie 1! gas die Weiſen iin on dir nicht eii Erlöſung. haben, das haſt du uns auf⸗ gehellt; und durch deines Geiſtes Gaben wirkeſt du in unſern Seelen, daß wir Heil und Leben wählen, 4. Du entdeckſt uns unſre Schuld und der Sünde gro⸗ ßen Schaden, doch auch dei⸗ nes Vaters Huld und den Reichthum ſeiner Gnaden; lehrſt uns aller unſrer Sün⸗ den gnädige Vergebung fin⸗ den. 5. Huldreich rufeſt du uns zu: Kommt zu mir, beſchwer⸗ te Seelen; es ſoll euch zu eurer Ruh' nicht bei mir an Troſte fehlen, wollt ihr an⸗ ders von mir lernen, euch von Sünden zu entfernen. 6. Herr, dein Evangelium hat viel tauſend, tauſend Zeugen, die zu deines Na⸗ mens Ruhm dankbar ihre Kniee beugen, daß du noch dein Wort erfülleſt und der Seele Kummer ſillleſt. 7. O nimm gnädig an den Dank, den ich dir voll Ehrfurcht bringe! Höre mei⸗ nen Lobgeſang, den ich hoch⸗ erfreut dir ſinge! Du be⸗ freiſt auch mich aus Gnaden von der Sünde Macht und Schaden. 8. Köſtlicher, als Gold, ſei mir, was dein göttlich Wort mich lehret! Dank, ja ewig Dank ſei dir für den Troſt, den es gewähret! Werd' ich einſt zu dir er⸗ 91 hoben, will ich würdiger dich loben. 9. Stets, ſo lang ich hier noch bin, will ich dir zur Ehre wandeln, täglich mit erneutem Sinn nur nach deinem Worte handeln: ſo nimmſt du mich einſt im Scheiden auf zu deinen hö⸗ hern Freuden. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 1 29 chon auf Erden können wir Himmelsſeligkeit empfinden, wenn nur Lieb' und Ein⸗ tracht hier unſre Herzen feſt verbinden, wenn wir dich nach Jeſu Lehren, dich, o Gott der Liebe, ehren. 2. Dieſe Herzensfreudig⸗ keit danken wir dir, Gott der Gnade; Jeſu Chriſti Lehre ſtreut Freuden auf des Lebens Pfade, lehrt uns Mäßigung in Freuden, gibt uns hohen Muth im Leiden. 3. Sie gewährt uns Troſt und Rath in den allerbang⸗ ſten Leiden; ſie erleuchtet unſern Pfad, wenn wir von der Erde ſcheiden: uns, von Todesnacht umgeben, leitet ſie zum beſſern Leben. 4. Wenn uns Erdenglück verläßt, unſre Lieben uns verlaſſen, hält ſie unſern Muth noch feſt, lehrt uns frohe Hoffnung faſſen; lehrt Geduld uns, gibt uns Stärke “— öab “ 92 Werke und Wohlthaten Gottes. Stärke zur Vollbringung guter Werke. 5. Sie lehrt: Menſchen zu erfreu'n, ſei des Herzens größter Segen; lehrt uns, Feinden ſelbſt verzeih'n, die in Noth ſind, tröſten, pfle⸗ gen, brüderlich die Men⸗ ſchen lieben, ſegnen die, die uns betrüben. 6. Heil dem Menſchen, der ſie übt, dieſe ſchönen Tugendlehren! Heil dem, der die Brüder liebt, ſich beſtrebt, dich, Gott, zu eh⸗ ren! Ewig ſelig wird er leben, ſtets nach höh'rer Tu⸗ gend ſtreben. Mel. Schmücke dich, o liebe S. 130 H nn deine Menſchenliebe war die Quelle jener Trie⸗ be, die dein treues Herz regieret, und dich ſelbſt da⸗ hin geführet, daß du, un⸗ ſerm Heil zu dienen, biſt in Knechtsgeſtalt erſchienen. O wer faßt die ſtarken Triebe deiner treuen Menſchenliebe! 2. Ueber ſeine Feinde wei⸗ nen, Jedermann mit Hülf' erſcheinen, ſich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Be⸗ trübten Klagen hören, ſich in Andrer Dienſt verzehren; das ſind Proben wahrer Güte, und ſo, Herr, war dein Gemüthe. 3. O du Zuflucht der Elen⸗ den! Wer hat nicht von dei⸗ nen Händen Segen, Troſt und Heil genommen, der ge⸗ beugt zu dir gekommen? Wie iſt dir dein Herz ge⸗ brochen, wenn dich Kranke angeſprochen! Und wie pflegteſt du zu eilen, das Erbetne mitzutheilen! 4. Die Betrübten zu er⸗ quicken, ſie dem Kummer zu entrücken, die Unwiſſenden zu lehren, die Verkehrten zu bekehren, Sünder, die ſich ſelbſt verſtocken, langmuths⸗ voll zu dir zu locken: das war täglich dein Geſchäfte, war's mit Aufwand aller Kräfte. 5. O wie hoch ſtieg dein Erbarmen, Heiland, da du für uns Armen Angſt und unerhörte Schmerzen litteſt mit gelaßnem Herzen, dich von Sündern ließt verhöh⸗ nen, und zur Schmach mit Dornen krönen, ja, uns Le⸗ ben zu erwerben, willig warſt, am Kreuz zu ſterben 6. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Haß mit Haß nicht zu vergelten, dei⸗ ne Schmäher nicht zu ſchel⸗ ten, Allen freundlich zu be⸗ gegnen, die dich läſterten, zu ſegnen, deine Mörder zu vertreten und für ſie zu Gott zu beten. 7. Aller Welten Herr und König, Sohn des Höchſten, o wie twie wenig Ruhm getr Menſchenlol lig littſt du⸗ deines Vate Armuth un gen. bob ſe ſungen! 8. Laß m uchen Sege del oſt erwä in der Ang. Kot und Hu den, Heilig KArebe zu rec ſchenliebe: l mehr auf Etd de äͤhnlich w Mll. Gott, Va 1318 An Meishei reich, biſt Wort als chen Menſc Es freut Glauben ſi dein, und l 2 Du kan Got geſandt V und den Wes ir, befteit ſchub thei ſeiner Huld. dir Dank u für dein E 3 Du ſa ſit eicht n Angeſic, dne we Gottes. er hat nicht dan nden Segen, genommen, dar u dir gekom dir dein den wenn dich gu ſchen! Und du zu eilen, mitzutheil en! ie Betrübten a. ſie dem Kumme n, die Unviſe ren, die Verkei in ren, Sünder üi erſtocken, langus dir zu locken, glich dein Geſci nit Aufwand wie hoch ſtieg nen, Heiland, 3 8 Armen A Angit tte Schmerzen li laßnem Herzen, indern ließt vaßt nd zur Schmah kroͤnen, ja, me n erwerben, m am Kreuz zu in Deine Had hat i en, Sanſtmuth 1 zu üben, Hiji icht zu vergeltn, mäher nicht zu ſt leen renaie uk „die dich läftnt hen, deine Mötde n u und für ſie zu 16 ler Welten Hertu Sohn des Höchi 9 o wie wenig haſt du je nach Ruhm getrachtet und auf Menſchenlob geachtet! Wil⸗ lig littſt du, um den Willen deines Vaters zu erfüllen, Armuth und Erniedrigun⸗ gen. Lob ſei dir dafür ge⸗ ſungen! 8. Laß mich, Herr, zu reichem Segen deinen Wan⸗ del oft erwägen! Laß mich in der Angſt der Sünden Troſt und Hülfe bei dir fin⸗ den! Heilige auch meine Triebe zu rechtſchaffner Men⸗ ſchenliebe: laß mich immer mehr auf Erden deinem Bil⸗ de ähnlich werden! Mel. Gott, Vater, an Erbarmen 1 31 Kein Lehrer iſt dir Jeſu, gleich! An Weisheit und an Liebe reich, biſt du ſowohl durch Wort als That der ſchwa⸗ chen Menſchen ſichrer Rath. Es freut mein Geiſt im Glauben ſich, Herr Jeſu, dein, und lobet dich. 2. Du kamſt zu uns, von Gott geſandt, und machteſt uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sünden⸗ ſchuld, theilhaftig werden ſeiner Huld. Auf ewig ſei dir Dank und Ruhm, Herr, für dein Evangelium! 3. Du ſaheſt in der Gott⸗ heit Licht mit aufgeklärtem Angeſicht, was nach des Höchſten weiſem Rath die Erlöſung. 93 Welt noch zu erwarten hat; du machteſt ſelbſt durch dei⸗ nen Mund das Künftige den Menſchen kund. 4. Dies und die Wunder deiner Hand ſind uns ein göttlich Unterpfand, was man aus deinem Mund ge⸗ hört, ſei Wahrheit, die uns Gott gelehrt. Nie ſchwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott. 5. Du lehrteſt uns durch Wort und That; man trifft der reinſten Tugend Pfad in deinem heil'gen Wandel an. Gib, Herr, daß ich auf dieſer Bahn, geſtärkt von dir, mit ſteter Treu dir nach⸗ zufolgen eifrig ſei! 6. Du biſt es, Herr, von dem das Amt, das die Ver⸗ ſöhnung predigt, ſtammt; du machſt durch treuer Leh⸗ rer Mund noch jetzt dein Heil den Menſchen kund. Begleite ſtets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen ſchafft! 7. Noch immer hilfſt du deinem Wort in ſeinem Siege mächtig fort, du ſen⸗ deſt, wie dein Mund ver⸗ heißt, noch immer deinen guten Geiſt, der dem, der Wahrheit ſucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte gibt. 8. Mein Heiland, ſend' ihn auch zu mir, daß ich mit 94 Werke und Wohlthaten Gottes. mit heiliger Begier nach Wahrheit ſtrebe, fromm und treu den Lehren deiner Weisheit ſei, bis mich bei dir in Ewigkeit ein hellres Licht dereinſt erfreut! Mel. Wer nur den lieben Gott 1 32 Wee göttlich d doch Jeſu Le ren! wie überzeugend ih⸗ Macht! Wer könnte ſeine Thaten hören, wer, was für Wunder er vollbracht, und ſtimmte nicht dem Glau⸗ ben bei, daß er der Welt⸗ erloͤſer ſei! 2. Erbarmen war es vol⸗ ler Gnaden, was man in ſei⸗ nen Zeichen ſah. Nie wirkte er zu Jemands Schaden, wie von Propheten ſelbſt geſchah; er raffte nie in ih— rem Sinn die Sunder ſchnell im Zorne hin. 3. Er ſchenkte das Ge⸗ ſicht den Blinden, den Tau⸗ ben gab er das Gehör, der Ausſatz mußte vor ihm ſchwinden, der Stumme ſang ihm Dank und Chr'. Sein Machtwort hieß die Lahmen gehn, und ſelbſt die Todten auferſtehn. 4. Sein Segen ſpeiſte ganze Heere da, wo es ſelbſt an Brod gebrach; und kaum gebot er Wind und Meere, ſo ließ ihr Sturm gehorſam nach. O ſah man nicht bei allem Thun auf ihm der Gottheit Fülle ruhn? 5. Wir danken, Höchſter, deiner Stärke, die Jeſum vor der Welt verklärt, der durch ſo große Wunder⸗ werke als dein Geſandter ſich bewährt. Wir nehmen ſol⸗ chen gläubig an, und ſind ihm willig unterthan. 6. Erfüll', o Herr, nur unſre Herzen mit ſeiner Lehre Göttlichkeit, damit wir nicht das Heil verſcher⸗ zen, das uns dein Sohn allein verleiht, und ſchaffe, daß ihm unſre Treu' bis in den Tod ergeben ſei. Mel. Was mein Gott will t, die ihr 133 K an zeh ſeid, daß ihr euch ſelbſt ent⸗ ſaget, die ihr nur ſtets nach Eitelkeit, Ruhm, Vortheil, Wolluſt fraget, kommt, ſchauet Jeſu Vorbild an! Dies, dies muß euch be⸗ ſchämen. Kommt, lernt, ge⸗ heilt von eurem Wahn, hin⸗ fort euch ſelbſt bezähmen! 2. Gott war ſein Alles, nur an dem hing ſeine ganze Liebe. Dem dienen war ihm angenehm; dem weiht' er ſeine Triebe. Wo⸗ zu er ſtets ſich willig fand, war dies: den ganzen Wil⸗ len des Vaters, welcher ihn geſandt, vollkommen zu er⸗ füllen. 3. Hoch 3. Hochi V V(itelkeit, ga Gott äimn aus Schüchte er war, l Wwann er 9 b ſ, war Schmerzen; Gottes Lat Freud' aus ſe 4 die F. Aelt verheiß nitt zu ſch rin bhün dan rein vor A Allem ſe nit Eifer nie auf das, was var, nicht Seine. 5. Stetz räuſch des niedtig und ſchlugſche der Erbe a ward er ſel aus ſeiner Er iſt der Keich, doch Bürden. 6. War C im ſczan ſ doch gut gut un jiden Troyfe ihm uf Lh geigt Noth auch riize. Er bis zum T. Tod am K 7. Von Gottes. auf ihm der Gattz uhn? er Gatze Stärke, die an Welt verklärt, ſo große Vuß ils dein Geſandtai ct. Wir nehmen läͤubig an, und ſ illig unterthan. Erfüll', o Herr, Herzen mit ſi Göttlichkeit, i icht das Heil dert das uns dein à verleiht, und ſii hm unſre Treue Cod ergeben ſei. Lir danken, dößſ l. Was mein Getml 3 Kunn nicht geu daß ihr euch ſelie die ihr nur ſtein ſeit, Ruhm, AM iſt fraget, in et Jeſu Vorbih „ dies muß af ten. Kommt, lentf von eurem Waſht euch ſelbſt bezäte Gott war ſein an dem hing 2 Liebe. ihm angenehm, t er ſeine Triet rſtets ſich willg dies: den ganze des Vaters, welhe idt, vollkommai n. 3 Dem w 3. Hoch über Welt und Eitelkeit, ganz heilig, ganz Gott eigen, vermied er nie aus Schüchternheit, ſich, wie er war, zu zeigen; und wann er Bosheit freveln ſah, war er voll edler Schmerzen; wann aber Gottes Wort geſchah, quoll Freud' aus ſeinem Herzen. 4. Die Freude, die die Welt verheißt, verlangt er nicht zu ſchmecken. Und rein bewahrte ſich ſein Geiſt, ganz rein von allen Flecken. In Allem ſah er immerdar mit Eifer nie zum Scheine, auf das, was ſeinen Brüdern war, nicht aber auf das Seine. 5. Stets floh er das Ge⸗ räuſch des Ruhms, blieb niedrig und geringe, ent⸗ ſchlug ſich alles Eigenthums, der Erbe aller Dinge. Arm ward er ſelber, daß wir reich aus ſeiner Armuth würden. Er iſt der Herr, ſein iſt das Reich, doch trug er fremde Bürden. 6. War Gottes Hand auf ihm ſchon ſchwer: er fand's doch gut und billig; denn jeden Tropfen Blut war er ihm aufzuopfern willig. Stets zeigt' er, daß ihn keine Noth auch nur zur Klage reize. Er ward gehorſam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. 7. Von Gott verlaſſen, Erlöſung. 95 blieb ſein Herz an ihm, trotz alles Spottes. Sein Sehnen war, im bängſten Schmerz, Nichts, als das Ant⸗ litz Gottes. Folgt, Men⸗ ſchen, ſeinem Vorbild nach! Er hat für euch gelitten; er ſelbſt hat euch, ihr ſeid nicht ſchwach, die Kraft da⸗ zu erſtritten. 8. Hilf meinem Glauben, daß ich dir, mein Heiland, ähnlich werde! Bezähm' das Fleiſch, vertilg' in mir die Liebe dieſer Erde, daß ich dein großes Beiſpiel mir allſtets vor Augen ſetze; des Vaters Willen thun, gleich dir, für Freud' und Leben ſchätze! Mel. O Gott, du frommer Gott (a) ¶ Lrſcheine mei⸗ 134 E nem Geiſt, erhabnes Bild der Tugend, du Muſter jeder Pflicht, des Alters, wie der Jugend! O Jeſu, Himmliſcher, dein Beiſpiel leite mich! Ich irr' und ſtrauchle nicht, ſeh' ich nur feſt auf dich! 2. Wie unſchuldsvoll, wie rein, wie unentweiht von Sünde floh deine Jugend hin! Wie theuer war dem Kinde, wie lieb dem Jüng⸗ ling ſchon, was Gottes Wille wählt! Doch ach, wie oft hab' ich, noch jung, doch ſchon gefehlt! 3. So arm, ſo freuden⸗ los —— 2— 5 ſͤſͤſſͤſͤſͤſ1 2— — ,„f„— 96 Werke und Wohlthaten Gottes. los und allem Glanz ent⸗ riſſen, durch fruͤhen Druck geübt in Müh' und Küm⸗ merniſſen, floß dir das Le⸗ ben hin, und dennoch bliebſt du groß; nie riß das Elend dich von deinem Vater los. 4. Gehorſam, warſt du ſtets bereit, des Vaters Willen ſelbſt bis zum Kreu⸗ zestod mit Freuden zu er⸗ füllen, trugſt mit Geduld und Muth des Lebens herb⸗ ſten Schmerz; du ſahſt die Glücklichen und neidlos blieb dein Herz. 5. Nie haſt du deine Pflicht, die kleinſte nie ver⸗ letzet; nie Leidende geſeh'n und nicht mit Troſt ergötzet; ſtets haſt du Irrende ge⸗ warnt, belehrt, gerührt und ſie mit Freundeshand auf beſſern Weg geführt. 6. Verſuchung ohne Zahl, hier Ruhm und Schmei⸗ cheleien, dort lockender Ge⸗ winn; da bittrer Feinde Dräuen umgaben, wo du gingſt, dich Heiliger, doch du gingſt mitten durch ſie hin mit Feſtigkeit und Ruh'. 7. Voll ſtillen Friedens blieb dein Herz, bis an das Ende; da gabſt du deinen Geiſt in deines Vaters Hände. Vollendet war der Lauf; am Ziele deiner Bahn ſahſt du den großen Lohn der Ewigkeit dir nahn. 8. Vollendeter, auch ich, auch ich kann ohne Beben am Ziele einſt den Geiſt dem Vater übergeben, wenn er dir ähnlich war an Tu⸗ gend und Geduld; denn du, Erlöſer, tilgſt der Schwach⸗ heitsſünden Schuld. 9. Schau' drum, mein Geiſt, auf ihn; verſchmäh' des Laſters Freuden! Der Sünden Sold iſt Tod und ihre Frucht ſind Leiden. Wie Jeſus, weihe Gott des Lebens kurze Zeit! Dann gehſt auch du, wie er, ins Reich der Herrlichkeit. In eigener Melodie. 134) Z dir erhebt ſich mein Ge⸗ müthe, du Freund der Men⸗ ſchen, Jeſu Chriſt, der du durch deines Herzens Güte der Welt ein Vorbild wor⸗ den biſt! Du lebteſt Sün⸗ dern nur zum Beſten, ſie zu befreien, ſie zu tröſten, ent⸗ ſagteſt du der Herrlichkeit. Nur wohlzuthun, war dein Beſtreben; der Zweck von deinem ganzen Leben war deiner Menſchen Seligkeit. 2. Nicht ſchrecklich wa⸗ ren deine Werke: du kamſt nicht Sündern zum Gericht. Du warſt der blöden See⸗ len Stärke, und der Be⸗ drängten Zuverſicht. Dein Blick war ſo wie dein Gemüthe, voll Mitlleid, Freundlichkeit und Güte, und m deine Ha Kod. Du en der B Sehnſucht d liebten; auf entllch der 3. du f freunde leide du eigne No du ſchmeckte h' und Fr Menſchen Nropfernd d Krifte, war ooss Geſchäfte ſcenfreund un (ey noch ein ugte, und: ränend kla ſchon dein Be 4. Cerett und Erbatm der ſih dir leidig ſchent en die Hü ſcbat. Dem tt du die Stummen ka Aidder, dir! d Geſicht du des Voh Kenvolle fühl Kide: ſie rerzagten nich 5. Herr, w ſeden Scii Lih' und M fohten in de nnd unter Dun. Der d Kan Pälder Gottes. kann oͤhne Behen jeinſt den Geiß r übergeben, wem enlich war an du⸗ Geduld; denn du ilgſt der Schwa⸗ n Schuld. hau' drum, men ſihn; verſchmäh es Freuden! Der Sold iſt Tod und icht ſind Leiden. 8, weihe Gott des uutze Zeit! Dam h du, wie er, im t Hetrlichkeit. eigener Melodie. (b) Qu dir erſct ſich meinb⸗ du Freund der Na⸗ hſſu Chriſt, dern iines Herzens Gü t ein Vorbild wa⸗ Du lebteſt dir rzum Beſten, ſe ſie zu tröſten,a du der Herrlitit hlzuthun, warw n; der Zweck n ganzen Leben m Renſchen Selitit icht ſ chrecklich i ie Werke: du bni ündern zum ait rſt der blöden d ärke, und der d a Zuverſicht 4 t war ſo wit ze, voll Ia ichkeit und ichke und deine Hand gab Armen Brod. Du ſahſt die Thrä⸗ nen der Betrübten, die Sehnſucht derer, die dich liebten; auf deinen Wink entfloh der Tod. 3. Du fühlteſt deiner Freunde Leiden mehr, als du eigne Noth empfandſt. Du ſchmeckteſt Nichts von Ruh' und Freuden, ſo oft du Menſchen leidend fandſt. Aufopfernd deines Lebens Kräfte, war es dein tägli⸗ ches Geſchäfte, als Men⸗ ſchenfreund umher zu ziehn. Eh' noch ein Leidender es wagte, und dir ſein Elend thränend klagte, erquickte ſchon dein Beiſtand ihn. 4. Errettung, Nachſicht und Erbarmen fand Jeder, der ſich dir genaht. Mit⸗ leidig ſchenkteſt du dem Ar⸗ men die Hülfe, die er ſich erbat. Dem Lahmen ſtärk⸗ teſt du die Glieder, dem Stummen kam die Sprache wieder, dir dankten Blinde das Geſicht. Nie wurdeſt du des Wohlthuns müde. Reuvolle fühlten Ruh' und Friede: ſie glaubten, und verzagten nicht. 5. Herr, wo du gingſt, auf jedem Schritte, da folgten Lieb' und Mitleid nach; ſie folgten in des Reichen Hütte und unter der Verlaßnen Dach. Der Tempel, wie die öden Wälder, die Städte, Erlöſung. 97 wie die freien Felder, em⸗ pfanden deine Gütigkeit. Wo Kummer war, warſt du zugegen; dein holder Zu⸗ ſpruch und dein Segen ver⸗ trieb des Lebens Bitterkeit. 6. So gingſt du ſtill auf deinem Pfade dem dir be⸗ ſtimmten Tode zu. Noch war in deinen Blicken Gnade, in deiner Seele Himmelsruh'. Auch dann, als Schrecken und Gefahren von allen Sei⸗ ten nahe waren, verließ dich nicht dein Edelmuth. Du bliebſt ein Schutzgott deiner Freunde, bliebſt ein Erbar⸗ mer deiner Feinde, und lieb⸗ teſt ſie bei ihrer Wuth. 7. O Jeſu, wäre doch mein Leben dem deinen gleich! Wär' ich, wie du, ſo ganz der Menſchenlieb' er⸗ geben, ſo ſanft, ſo mitleids⸗ voll, wie du! O pflanz' in mich die holden Triebe des Mitleids und der Menſchen⸗ liebe, und gib mir deinen edlen Sinn! So ziert mein Wandel deine Lehre; ſo krönt vor dir mich einſt die Ehre, daß ich dein Freund und Erbe bin. Leiden, Tod und Be⸗ gräbniß Jeſ. (Paſſionslieder.) Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 1 35 L Premner Ledine 2—. 98 Werke und Wohlthaten Gottes. 0 o großer Dulder, heilig ſeyn! Sie lehre mich die Sünde meiden, und dir mein gan⸗ zes Leben weihn, dir, der ſo ruhig und entſchloſſen für mich die Laſt des Kreuzes trug, deß Herz, als ſchon ſein Blut gefloſſen, für mich noch heiß von Liebe ſchlug. 2. In der Betrachtung heil'gen Stunden will ich am Leidenshügel ſtehn, und dich für deine Pein und Wunden mit tief gerührtem Dank er⸗ höhn; ich will die Lieb' und Huld ermeſſen, womit dein Herz die Welt umfaßt, und nie gefühllos es vergeſſen, was du für mich e erduldet haſt. 3. Mir ſollen dieſe Feier⸗ zeiten der größten? Liebe hei⸗ lig ſeyn; ſie ſoll mich ſtär⸗ ken, ſoll mſch leiten, was dir mi fallig iſt, zu f ſcheun. Dein Leiden ſei auch mir zum Se⸗ gen, dein Tod mir ſeliger Gewinn. Dir ſchlage ſtets mein Herz entgegen, weil ich durch dich gerettet bin. 4. Bleibt mir in dieſen Tagen theuer, Gethſemane und Golgatha! Ihr Oer⸗ ter, wo die Welt die Feier der allerhöchſten Liebe ſah! Nach euch will ich voll An⸗ dacht ſchauen, wo mein Erlöſer litt und ſtarb, und hoffnungsvoll auf den ver⸗ trauen, der mir die Selig⸗ keit erwarb. 5. Da will ich lernen, Tu⸗ gend üben, in Noth und Tod gelaſſen ſeyn, die Menſchen, ſo wie du, zu lieben, und ſelbſt dem Todfeind zu ver⸗ zeih'in. Dann wird dein Leiden mir zum Segen, dein Tod mir ſeligſter Gewinn. Dir ſchlage ſtets mein Herz entgegen, da ich durch dich gerettet bin! Mel. Herzliebſter Jeſu 1 36 Heu ſtärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu verſenken, die dich bewog, von aller Schuld des Böſen uns zu erlöſen! 2. Vereint mit Gott, ein Menſch, Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorſam wer⸗ den; an unſrer Statt ge⸗ martert und zerſchlagen, d die Sünde tragen! 3. Welch wundervoll hoch⸗ heiliges Geſchäfte! Sinn“ ich ihm nach, ſo zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt; ich ſeh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott iſt gerecht, ein Rächer alles Böſen; Gott iſt die Lieb', Welt erlöſen. Dies kann mein Geiſt mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es ſchlägt den Stolz und mein Verdienſt darnie⸗ der; Gite gleich uns, auf ſn nit; und läßt die V der; es f und es erh lehrt mich nnich aus Gottes Freu 6. O ber den ich ind liege hier vo Staube, der dankendem E 7. Sie menſchlichen ſolle ich dar vanken? Ich darf der ſi Gott zu erg 8. des ſt. Gnad ſen. Uns k demuthsvoll ſehn, wie uns Gnah Gnade ſtei 9. Sof von mir; Erbarmen, vieſen, dad auch für n dahin gegebe ni du l ill dich wi Willen üa ſem ſel ſelgen ſelbſt mir In eig 137, ſc neine Gottes. will ich lernen, 3 i, in Roth und dh eyn, die Menſchen, ¹, zu lieben, wi n Todfeind zu wer Dann wird dei uir zum Segen, den tſeligſter Gewim age ſtets mein de , da ich durch dit bin! . Herzliebſter Jeſu H ſtärke mit U dein Leiden ;, mich in das Ma de zu verſenken, d dog, von aller Schul en uns zu erlüſa gereint mit Gott, „gleich uns, i „und bis zum treuz gehorſam i an unſrer Statt rt und zerſchlagen, de tragen! Welch wundervollie es Geſchäfte! Sin nach, ſo zagen m e, mein Herz eit ' und ich empfinet der Sünde. Gott iſt gerecht, er alles Boͤſen; e Lieb', und lißf erlöͤſen. Dies Geiſt mit Stui Entzücken am F ken. Es ſchläͤgt der 1 mein Verdienſt d Erlöſung. 99 der; es ſtürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an den ich kindlich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deine Güte. W 7. Sie überſteigt die menſchlichen Gedanken; allein ſollt' ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Menſch, darf der ſich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Des Höchſten Thun iſt: Gnad' und Lieb' erwei⸗ ſen. Uns kommt es zu, ſie demuthsvoll zu preiſen, zu ſeh'n, wie hoch, wann Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade ſteiget. 9. So ſei denn ewig auch von mir geprieſen für das Erbarmen, das du mir er⸗ wieſen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Lebe dahin gegeben. 10. Du liebteſt mich; ich will dich wieder lieben und ſtets mit Freuden deinen Willen üben! O gib zu die⸗ ſem ſeligen Geſchäfte, Herr, ſelbſt mir Kräfte! In eigener Melodie. 137 Ju⸗ meines Le⸗ bens Leben, deß ſich meine Seele freut, der für mich ſich hingegeben, Stifter meiner Seligkeit, du, der lieber wollt' erblaſ⸗ ſen, als mich im Verderben laſſen, ach, wie dank', wie dank' ich dir, mein Erlöſer, g'nug dafür! 1 2. Menſchenfeund, von Gott geſendet, ſeines Raths Verkündiger! längſt haſt du dein Werk vollendet: Preis ſei dir, Erhabener! Doch in den Gedächnißtagen dei⸗ ner Leiden, Jeſu, ſagen dei⸗ ne Hochbeglückten dir billig neuen Dank dafür. 3. Du betratſt, für uns zu ſterben, willig deine Lei⸗ densbahn, ſtiegſt, uns Leben zu erwerben, gern den To⸗ desberg hinan, dachteſt nicht an deine Schmerzen, trugſt uns Menſchen nur im Her⸗ zen. Dieſe Liebe preiſen wir; unvergeßlich ſei ſie mir. 4. Meinetwegen trugſt du Bande, litteſt frecher Laͤſt⸗ rer Spott, achteteſt nicht Schmach und Schande, Elend nicht, nicht Kreuz und Tod. Du warſt werth der höchſten Freuden und trugſt willig Gram und Lei⸗ den. O wie dank', wie dank' ich dir würdig, Heiligſter, dafür! 5. Frevler krönten dich zum Hohne; deine Stirne blutete unter einer Dornen⸗ krone, König aller Könige! Mir zu gut haſt du gelit⸗ E 2 ten, 100 Werke und Wohlthaten Gottes. ten, mir die Lebenskron' er⸗ ſtritten. Preis, Anbetung, Dank ſei dir, Ehrfurchtswür⸗ digſter, dafür! 6. Du, der tauſendfache Schmerzen, mir zu Liebe, gern ertrug, deinem groß⸗ muthsvollen Herzen war mein Heil Belohnung g'nug. Troſt in meinen letzten Stunden floß für mich aus deinen Wunden. Herr, ich dank', ich danke dir einſt im Tode noch dafür! 7. Ruh' im Leben, Troſt am Grabe! unausſprechli⸗ cher Gewinn, den ich dir zu danken habe, du, deß ich nun ewig bin! Jeſu, dir mein Herz zu geben, deiner Tugend nachzuſtreben, dir zu trau'n, zu ſterben dir, dies, dies ſei mein Dank Mel. O Jeſu Chriſt, mein'’s Lebens 1 38 AÄ' deine Leiden 400 A denken wir, Herr Jeſu Chriſt, und dan⸗ ken dir, daß du ſo willig ihre Laſt zu unſerm Heil ge⸗ tragen haſt. 2. Im Geiſte folgen wir dir nach von Schmerz zu Schmerz, von Schmach zu Schmach: wir ſchau'n zu deinem Kreuz hinan, und beten dich mit Freuden an. 3. Auch uns zu Gut, o Herr, betrat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Aucht uns ſtrömt Beßrungskraft und Ruh' aus deinem bit⸗ tern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, gern Reuen⸗ den die Schuld vergibt; daß ewig unſre Seele lebt. und ſich zur beſſern Welt erhebt; 5. Daß deine Lehre feſt beſteht, und daß dein Reich nie untergeht: den großen Troſt von dir, o Gott, be⸗ lebt und ſtärket Jeſu Tod. 6. Und wir, wir glaub⸗ ten an dich nicht? Herr, ohne ſichern Troſt und Licht, mit ungewiſſen Schritten geht des Lebens Pfad, wer dich verſchmäht. 7. Mit Dank und Freude folgen wir dir, unſerm Heil und Retter, hier; und du wirſt uns, wenn wir dich ſeh'n, zu deines Himmels Wonn' erhöh'n. Mel. Schwing' dich auf zu 139 N ſein Erlöſer, ℛ auch für mich gingſt du hin zum Leiden, und begabſt, Erretter, dich aller deiner Freuden. Du ſah'ſt Bande, Schmerz und Hohn, ſah' ſt den Tod von ferne, doch ertrugſt du, Gottes Sohn, alle Leiden gerne. 2. Du entflohſt nicht der Gefahr, die dem Leben drohte; als die Stund'’ er⸗ ſchie⸗ ſci enen nr zum d Tode. du dich in! 1 und bliebf teu bis an 3 Lehte! ſtill und ſo ſr renu es d il,, felig din nich, al ſterbent ich du lohne S 4. Dank, ſſi dir für den, denn d du mir de Freuden. 2 ich, daß im ewig ſterbe: detſöhnt mi unels C Mel. 1409 Heiland, le ich Kreu erehren, de im Beruf Rt ue 2. Das Vöſe ſich der diſen diin heiig zugleich das den und a Gottes. ümt Beßrungzit ' aus deinem ke den zu. iß Gott uns alb 18 liebt, gern KReue⸗ : Scchuld vanit ig unſre Seele l h zur beſſern Daß deine Lehte j und daß dein i tergeht: den guit on dir, o Got, d ſtärket Jeſu da Und wir, wir gi⸗ n dich nicht? hn ichern Troſt und i gewiſſen Schritten bens Pfad, werſ näht. Mit Dank und im wir dir, unſern tetter, hier; mi uns, wenn wir zu deines Hm perhöh'n. l. Schwing dich aif Mein bi 9 auch ſütt du hin zum i egabſt, Errette, deiner Freuden. Bande, Schment ſah'ſt den dh doch ertrußt 8 Sohn, alle b 7 Du entſlohſt nit aar, die dem als die Snu ſchienen war, gingſt du froh zum Tode. Willig übergabſt du dich in der Feinde Hände und bliebſt unveränderlich treu bis an das Ende. 3. Lehre mich, wie du, ſo ſtill und ſo froh zu leiden, und wenn es dein Rathſchluß will, ſelig zu verſcheiden. Stärke mich, wenn ich ein⸗ mal ſterbend zu dir flehe, daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jeſu, Dank ſei dir für dein willig Lei⸗ den, denn dadurch erwarbſt du mir deines Himmels Freuden. Nunmehr weiß ich, daß im Tod ich nicht ewig ſterbe; denn ich bin verſöhnt mit Gott, bin des Himmels Erbe. Mel. Herzliebſter Jeſu 1 40 L*s deinen Geiſt mich ſtets, mein Heiland, lehren, dein gött⸗ lich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich chriſtlich übe. 2. Das Gute thun, das Böſe fliehn und meiden, Herr, dieſe Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böſe mir erlau⸗ ben, und an dich glauben? 3. Da du dich ſelbſt für mich dahin gegeben, wie könnt' ich noch nach meinem Willen leben? und nicht —————— Erlöfung. 101 vielmehr weil ich dir an⸗ gehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich ſollte nicht, wann Leiden dieſer Erden, wann Kreuz mich trifft, gelaßnen Herzens werden, da du ſo viel für uns, die wir's ver⸗ ſchuldet, liebreich erduldet? 5. Für welche du dein Leben ſelbſt gelaſſen, wie könnt' ich ſie, ſie meine Bru⸗ der haſſen? und nicht wie du, wenn ſie mich unter⸗ treten, für ſie noch beten? 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich ſchilt, nicht rächend wieder ſchelten. Du Heiliger, du Herr und Haupt der Glieder, ſchaltſt auch nicht wieder! 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dies iſt der Dank für deines Kreu⸗ zes Schmerzen. Und Gott gibt uns die Kraft in deinem Namen, dir nachzuahmen. 8. Unendlich Glück! du litteſt uns zu Gute. Ich bin verſöhnt in deinem theuren Blute. Du haſt mein Heil, da du für mich geſtorben, am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn ſchon ſelig hier im Glauben! So wird mir Nichts, Nichts meine Krone rauben! So werd' ich dort, von Herrlichkeit umge⸗ ben, einſt ewig leben! 10. Ja, wenn ich ſtets der Tugend Pfad betrete, im E 3 Glau⸗ 10²2 Glauben kämpf', im Glauben wach' und bete: ſo iſt mein Heil ſchon ſo gewiß erſtre⸗ bet, als Jeſus lebet. 11. Lockt böſe Luſt mein Herz mit ihrem Reize, ſo ſchrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze! Und werd' ich matt im Laufe guter Werke, ſo ſei mir's Stärke! 12. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieſer Erden ein Aergerniß und eine T horheit werden; ſo ſei's doch mir, trotz alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes! 13. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden krän⸗ ken, ſo laß dein Kreuz mir wieder Ruhe ſchenken: dein Kreuz, dies ſei, wenn ich den Tod einſt leide, mir Fried' und Freude! In voriger Melodie. 141 Sei hoch geprie⸗ — ſen, Herr, für deine Liebe! Sie drang dich zu dem mitleidsvollen Trie⸗ be, für eine Welt voll Sün⸗ der ſelbſt dein Leben dahin zu geben. 2. Fürwahr, du trugeſt unſrer Sünde Schmerzen. O welch ein Herz gleicht dei⸗ nem edlen Herzen! Du lie⸗ ßeſt unſre Schuld an dir be⸗ ſtrafen, uns Heil zu ſchaffen. 3. O laß dies Heil doch auch mein Erbe werden! Was hab'’ich ſonſt für ſichern Tod erworben, Werke und Wohlthaten Gottes. auf Erden? Was gibt mir ſonſt wohl wahren Grund zur Freude, wann ich einſt ſcheide? 4. Für mich, o Herr, biſt Troſt du ja auch geſtorben! Was du der Welt durch deinen das haſt du ja, von großer Treu'’ gelei⸗ tet, auch mir bereitet. 5. O ſtärke ſelbſt mein Herz in dieſem Glauben! Kein banger Zweifel müſſe ihn mir rauben! Er müſſe mich zum Fleiß in guten Werken bef ndig ſtärken! 6. Sollt' ich mich nun noch frevelh haft erkühnen, der Sunde, die dich toͤdtete, zu dienen; ſo wär' ich ja, o Herr, nicht dein Erlöſter: du nicht mein Tröſter. 7. Nein, dir allein, der du durch deine? Wunden auf ewig mich zu deinem Dienſt verbunden, nur dir, mein Heiland, ſei mein ganzes Leben zum Dienſt ergeben 8. N chts ſoll mich je von deiner Liebe ſcheiden. Ich leibe dein, bis du mich dort wirſt weiden, wo deine Liebe mit verklärten Zungen ſtets wird beſungen. Mel. Schwing' dich auf zu der du für mich litteſt, und auch auf der Himmel! jetzt noch für mich 450 WMein Erlöſer, 2 M Gottes Sohn, Thron relche Wohl den riſg wie preiſ'i Urſprung m 2. Anerm keit war dir, und du ke roller Freude der großen ſllig würde, nit Geduld Airde. 3. Nun ka iz9 t ud! 1 zu retten, d viſſen Ruh, da hätten. 4. Was Beſſrung dugend lei nelle Kraf bereitet drf j wn nu ene rhen, zoch zu tha Firdi 5 Nun dode eabal: nc ſehen nnd enmal ehne 8 du, Aller Noth zungen m Keica zw ungen. 6. Herr, 1 mein ſo Jottes. Erden? enſt wahl wahre feniüt wann b mich, o Hert, hſß geſtorben! Vas belt durch deinn ben, das haf d toßer Treu' galei⸗ nir bereitet. ſäärke ſelbſt mei dieſem Glauben! ger Zweifel müſſe auben! Er müſe Fleiß in guten eſtändig ſtärken! lt' ich mich nun haft erkühnen, der ie dich todtete, zu ſo wär ich ja, o ccht dein Erlöſter: mein Tröſtr. dem, dr allein, der h deine Wunden auf ich zu deinem Dient den, nur dir, men , ſei mein gunzes zum Dienſt ergeken. ichts ſoll mich je van Liebe ſcheiden. R dein, bis du mich dit eiden, wo deine lije klärten Zungen ſti ſungen. Schwing dich auf à Wein Erliſe W M Seteso für mich litteſt, u f der dinmii ich bitin 6 öch für nich 1 welche Wohlthat iſt für mich dein verſöhnend Leiden! O wie preiſ' ich würdig dich, Urſprung meiner Freuden? 2. Unermeß'ne Herrlich⸗ keit war dir, Herr, gegeben; und du konnteſt jederzeit voller Freuden leben. Aber, o der großen Huld! daß ich ſelig würde, übernahmſt du mit Geduld ſchwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Miſſe⸗ that noch Vergebung fin⸗ den; denn du ſtarbſt nach Gottes Rath auch für mei⸗ ne Sünden. Unſre Strafe trugeſt du, uns vom Fluch zu retten, daß wir im Ge⸗ wiſſen Ruh', mit Gott Frie⸗ den hätten. 4. Was uns Luſt zur Beſſ'rung ſchafft, was zur Tugend leitet, dazu haſt du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen noch zu thun, Sünden ab⸗ zuſterben. 5. Nun kann ich auf's Todesthal noch mit Freuden ſehen, und zu jener Welt einmal ohne Schrecken ge⸗ hen. Du, Herr, haſt aus aller Noth Rettung mir er⸗ rungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod be⸗ zwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein ſo dich angenom⸗ Erlöſung. 103 men? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen; gib mir Weis⸗ heit, gib mir Kraft: du haſt ſie in Händen, was du mir zum Heil verſchafft, gläubig anzuwenden! 7. Laß das Wort von dei⸗ nem Kreuz mich mit Muth beleben, ſiegreich jedem Sün⸗ denreiz hier zu widerſtreben, und voll Dankes dir zum Ruhm, alle meine Pflichten, als dein theures Eigenthum treulich zu verrichten! 8. Drückt mich meine Sündennoth, ſtraft mich mein Gewiſſen, o dann laß aus deinem Tod mich den Troſt genießen: daß du auch für meine Schuld bü⸗ ßend biſt geſtorben, und Ver⸗ gebung, Gnad' und Huld mir bei Gott erworben! 9. Stärke mich durch dei⸗ nen Tod in den letzten Stun⸗ den! Wie du deine Todes⸗ noth ſiegreich überwunden: o ſo hilf dazu auch mir! Laß mich fröhlich ſcheiden! Herr, ſo dank ich ewig dir für dein bittres Leiden. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 1 43 J deine tiefe Wunden, deine Qual, dein bittrer Tod ge⸗ ben mir in bangen Stunden Kraft zur Tugend, Troſt in Noth. Mich ſollt' ich durch Sünd' entweih'n? Nein, ich E 4 denk' — 104 denk' an deine Pein; ſie, ſie lehrt mich Suünden laſ⸗ ſen, und ſie als mein Un⸗ glück haſſen. 2. Die Erinnerung deiner Leiden ſtärke mich mit Kraft und Muth, alle ſchnöde Luſt zu meiden, zu bekämpfen Fleiſch und Blut! Auch wenn meine Seele zaͤgt, Gram an meinem Herzen nagt, laß, im Glauben mich zu ſtärken, mich auf deine Leiden merken. 3. Will die Welt mein Herz verführen auf der Ei⸗ telkeiten Bahn, wo ſo Viele ſich verlieren und ſich dem Verderben nah'n: dann denk' ich, o Jeſu, nach über d deine große Schmach, daß ich dir getreu verbleibe und die böſe Luſt vertreibe. 4. Gib bei Allem, was mich kränket, mir aus dei⸗ nem Leiden Ruh'! Wenn mein Herz daran gedenket, ſtröme neuer Troſt mir zu! Wenn mich meine Fehler reu'n, müſſe mich dein Tod erfreu'n; denn du haſt, da du geſtorben, dieſen Troſt auch mir erworben! 5. Auf dich ſetz' ich mein Vertrauen, Jeſu, meine Zu⸗ verſicht. Du vertreibſt des Todes Grauen, durch dich ſchadet er mir nicht. Sicher iſt bei dir mein Heil! Hab“ ich, Herr, an dir nur Theil, o ſo wirſt du ew'ges Leben Verke und Wohlthaten Gottes. mir auch einſt aus Gnaden geben. 6. Hab' ich dann in mei⸗ nem Herzen Hoffnung jener Herrlich keit, ſo beſteg' ich auch die Schmerzen von dem letzten Kampf und Streit. Wenn gleich meine bricht, quält doch Todes⸗ furcht mich nicht, überwun⸗ den, überwunden hab' ich, durch dich überwunden. In eigener Melodie, (Aenn mich die 1. Sünden krän⸗ ken, ffo laß Herr Jeſu Chriſt, mich glaubensvoll bedenken, wie du geſtorben biſt, und Rettung von der Schulden⸗ laſt den reuerfüllten Sün⸗ dern am Kreuz erworben haſt. 2. O wu ervolle Liebe, bedenk's, o Seele, recht! Es ſtarb aus fratemt Triebe der Herr für ſeinen Knecht. Selbſt ſeinen eignen Sohn Men in Marter, Schmach und 2uad 3. Was kann mir denn nun ſchaden der Fluch, der Sündern droht? Gott ſieht auf mich in Gnaden; durch Jeſu Mittlertod bin ich von dieſem Fluch befreit, und darf nicht ängſtlich fürchten Gericht und Ewigkeit. 4. D'rum ſag' ich dir von Herzen jetzt und mein Lebe⸗ lang Kreu⸗ auf und thätig: Hülle lan ng für dei 4 „—— 5. Her, Arden nih Ehriſt mit meiden, was lih biſ! Niek Me inen M Sin dg R kloſtet, etbin! 6. Mein K Nlagen, un Somach un wir geͤundie rur, mein nich fliehen 1 ſe Welt und d An, das dr 1 Laß dün, 19 than, lieben, mann, 4 del chele, Stunde en er dod, daß ie dunden,. Noih! D auf dn 6 meine See ich dich ewi Nal. Beßs 1457 Hottes * einſt aus Gnaden b ich dann in mi⸗ en Hoffnung jeter it, ſo beſteg ih Schmerzen von den ampf und Etreit. eich meine hile guält doch Todtt⸗ ich nicht, überwur⸗ erwunden hab' i, h überwunden. eigener Melodie. Weu mich die — Sünden kräu⸗ 6, Herr Jeſu Chriſt ubensvoll bedenken, geſtorben biſt, und von der Schulden⸗ reuerfüllten Sün⸗ Kreuz erworben wundervolle Liebe „o Seele, recht! Es us freiem Triebe der für ſeinen Knecht. ſeinen eignen Sohn t für mich verlor⸗ eunſchen in Marter, und Tod. zas kann mir demn den der Fluch, di droht? Gott ſi in Gnaden; durc ttlertod bin ich u Fluch befreit, 1 ht ängſtlich fürt und Ewigkeit. rum ſag ich dir jetzt und mein 1 la — — — Erlöſung. lang für deine Todesſchmer⸗ zen, Erlöſer, Lob und Dank. Hilf, daß ich dir für deine Treu' auf ewig ganz ergeben und thätig dankbar ſei. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Chriſt mit allem Ernſt zu meiden, was vor dir ſünd⸗ lich iſt! Nie komme mir's aus meinem Sinn, wie viel es dich gekoſtet, daß ich erlö⸗ ſet bin! 6. Mein Kreuz und meine Plagen, und wär's auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Laß nur, mein Herr und Gott, mich fliehen jede Luſt der Welt und dem Exempel fol⸗ gen, das du mir vorgeſtellt! 7. Laß mich an Andern üben, was du an mir ge⸗ than, und meinen Nächſten lieben, gern dienen Jeder⸗ mann, ohn' Eigennutz und Heuchelei, und, wie du mir's erwieſen, aus wahrer Lieb' und Treu'! 8. In meinen letzten Stunden erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir ver⸗ bunden, beſieg' auch dieſe Noth! Du biſt es, Herr, auf den ich trau'! Stärk' meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig ſchau'! Mel. Befiehl du deine Wege 145 D valkbabe eibn 105 bis zum Tod und Grab aus mitleidsvollem Triebe zu unſrer Rettung gab, ach, unter welchen Plagen ſchloß ſich dein Lebenslauf! Mit Zittern und mit Zagen ſtiegſt du zum Oelberg auf. 2. Die ſchauervollen Stunden der Martern wa⸗ ren da. Du ſaheſt Hohn und Wunden, dein Kreuz auf Golgatha, den Tod, die Grabeshöhle, und fühl⸗ teſt Angſt und Noth; be⸗ trübt war deine Seele, be⸗ trübt bis in den Tod. 3. Ach! welche Angſtge⸗ fühle ergriffen da dein Herz! Im nagenden Ge⸗ wühle von Bangigkeit und Schmerz lagſt du vor Gott im Staube, mit Todes⸗ ſchweiß bedeckt. Wie kämpf⸗ te da dein Glaube, von banger Furcht erſchreckt. 4. Auf dich, der Men⸗ ſchen Beſter, drang Angſt auf Angſt herzu, und doch hing Niemand feſter an ſei⸗ nem Gott, als du. Wie ſehnlich bat dein Flehen um Schonung, und wie ſtill: Es ſoll nur das ge⸗ ſchehen, was Gott, mein Vater, will! 5. So wareſt du mit Freuden gehorſam und be⸗ reit, nach Gottes Rath zu leiden, und gingſt mit Wil⸗ ligkeit der frechen Schaar entgegen, die blutbegierig E 5 kam, — 3— 8—————— ———jj—.——yõ 106 kam, dir Bande anzulegen, und dich gefangen nahm. 6. Der Menſchen Heil zu fördern, gabſt du mit ſanf⸗ tem Sinn dich willig deinen Mördern und ihren Martern hin. Um dich war Alles trübe; doch du bliebſt ruhe⸗ voll. So ſtark war deine Liebe zu uns und unſerm Wohl! 7. O Freund der Men⸗ ſchenkinder, den nun kein Leid mehr druͤckt, wie hoch haſt du uns Suünder durch dieſe Huld beglückt! Dich wollen wir erheben, ſo viel die Schwachheit kann, und dir zur Chre leben. Nimm unſer Opfer an. Mel. Wenn mich die Sünden 146 Einſ⸗ als im 2 Angſtgebete, Herr, deine Seele rang, und immer heißer flehte, ſo tief gebeugt, ſo bang: da fandßt du keinen Troſt, kein Licht, da ſchwebte Nichts als Marter vor dei⸗ nem Angeſicht. 2. Auch ſie, die ſo ent⸗ ſchloſſen, ſo männlich dich bekannt, ſind muthlos, ſind verdroſſen, vom Schlummer übermannt. Sie deiner Seele Schmerz, und keiner deiner Brüder ſpricht Labſal in dein Herz. 3. Doch dieſe ſchwachen Seelen trägt deine Lieb' ſchauen Werke und Wohlthaten Gottes. und Huld, wie ſehr ſie gleich⸗ wohl diehlen, mit ſchonender Geduld. Erbarmend ſprichſt du: Freunde, wacht! o wacht mit mir und betet, nah' iſt des Feindes Macht! 4. Du Troͤſter ſchwacher Brüder, Herr, nimm dich meiner an! Wie leicht fall' ich auch nieder, verführt durch ſtolzen Wahn! Ach! oftmals ſchlummr' ich ſorg⸗ los ein, bin ruhig bei Ge⸗ fahren, die meiner Seele dräu'n. 5. Herr, rette du mich Schwm achen, wenn Stolz und Sicherheit den Geiſt verdroſſen machen. Gib Kraft und Muth im Streit; flöß' meiner Seele Tröſtung ein; ſprich zu ihr: Kämpf' und bete! bald iſt die Krone dein! Mel. Herzliebſter Jeſu 1 7 8 Bekenner Jeſu, X₰◻△. ₰ verdet nie vermeſſen! Der Fall iſt nahe, wenn wir je ver⸗ geſſen, Beſtändigkeit und Sicherheit vor Sünden auf Gott zu gründen. 2. Dann gleichen ſelbſt die feurigſten Entſchlüſſe den lichten Dünſten, die Finſterniſſe ſchnell in die Höhe ſchimmern und ver⸗ gehen, wie ſie entſtehen. 3. Die Jünger ſtärkten in der ernſten Stunde durch Wa⸗ durch Pachen und in Bunde! ſe felen in tiefen E 4. A4”! nt felnen hebten ſie n fhren! Wo fir ihren 5 den den Tod 5 Unein, rn flohen d nard verlaff ſre Strafe ſe dß ſeine werde. 6.O wele welche Treu daß der R. faue, ach, Koſfelnden WKlanben w 7. Wer 1 rohte, He ſeiner Sch denk des g Jü inger, ſir tauen auf .§. Laß d Herx, zur Er let ürt un ns ernili werden wie richt al e ieg fegen. Mel, K 18. 143 nit a Gottes * wie ſehr ſie glic en, mit ſchonende Erbarmend ſrih eunde, wacht! it mir und bettt des Feindes Macht u Tröſter ſchwache Herr, nimm i m. Wie leicht fal ) nieder, verfüht olzen Wahn! Ah. ſchlummr' ich ſorg bin ruhig bei Ge⸗ die meiner Seele err, rette du mich en, wenn Stoh chherheit den Geiſ n machen. Gib ad Muth im Streit; aner Seele Tröſtung rrich zu iht: Kämpf beie dald K die dein! Pel. Herzliebſter Jeſu 7 Böeune Jiſl. werdet me ſen! Der Fall i wenn wir je we Beſtandigkeit uf heit vor Sünden u zu gründen. Dann gleichen ſeh riigſten Entſchlüſſe 1 Dünſten, die duß rniſſe ſchnell in ſ ſchimmern und i wie ſie entſtehen Die Jünger ſtütt ernſten Stunde 9 Erlöſung. Wachen und Gebet ſich nicht im Bunde mit ihrem Herrn; ſie fielen ſelbſt vor Kummer in tiefen Schlummer. 4. Als der Verräther kam mit ſeinen Schaaren, wie bebten ſie vor drohenden Ge⸗ fahren! Wo war ihr Muth, für ihren Herrn mit Freu⸗ den den Tod zu leiden? 5. Uneingedenk des Hir⸗ ten floh'n die Schaafe. Er ward verlaſſen, er, der un⸗ ſre Strafe ſo willig duldete, daß ſeine Heerde gerettet werde. 6. O welche Liebe! Jeſu, welche Treue! Du litteſt, daß der Menſch ſich deiner freue; ach, laß uns nie mit zweifelnden Gedanken im Glauben wanken! 7. Wer dich bekennet, fürchte, Herr, auch Alles von ſeiner Schwachheit! Einge⸗ denk des Falles der beſſern Jünger, ſtreb' er, ſein Ver⸗ trauen auf dich zu bauen! 8. Laß deinen Geiſt uns, Herr, zur Seite treten! Er lehrt uns wachen, lehrt uns ernſtlich beten! So werden wir im Kampfe nicht erliegen; wir werden ſiegen. Mel. O Lamm Gottes 148 Errkernen lag mit Angſtſchweiß be⸗ 107 decket, dein tröſte ſich mein Glaube, wenn Tod und Sünde mich ſchrecket; dein tiefer Schmerz, dein Kla⸗ gen, dein Todeskampf, dein Zagen ſei meine Ruhe, Herr Jeſu! 2. Dr litteſt ganz unſchul⸗ dig von Frevlern Schmä⸗ hung und Schmerzen, und trugſt allzeit geduldig ſie mit verzeihendem Herzen. Dein Geiſt ſoll uns beleben, zu dulden, zu vergeben, wie du, zu lieben, Herr Jeſu! 3. Am Kreuze hingſt du, kläglich entſtellt, gemartert, verſchmachtet. Dein Tod belehr' uns täglich, wie hoch du Seelen geachtet! Er ſchreck' uns ab von Sünden: er müſſ' uns dir verbinden zu ew'ger Liebe, Herr Jeſu! In eigener Melodie. riſte, du Sohn 149 Chne der bn trägſt die Sünde der Welt: erbarm' dich unſer! 2. Chriſte, du Sohn Gottes, der du trägſt die Sünde der Welt: erbarm' dich unſer! 3. Chriſte, du Sohn Gottes, der du trägſt die Sünde der Welt: gib uns deinen Frieden! Amen. Mel. In allen meinen Thaten 1 5 9 We kann die Lei⸗ den faſſen, die E 6 du, ———————ͤ—— —— — 8 108 du, o Herr, gelaſſen für mich erduldet haſt? Daß ich ge⸗ rettet würde, trugſt du die ſchwerſte Bürde, und über⸗ nahmſt auch meine Laſt. 2. Laß deine letzten Stun⸗ den, und was du da em⸗ pfunden, mich tröſten und erfreu'n! Es lehre mich dein Leiden, den Dienſt der Sünde meiden, und dir mich jetzt und ewig weih'n. 3. Du ſtarbſt mit einem Herzen, das auch in Todes⸗ ſchmerzen für deine Feinde bat. Wie du, will ich mich üben, auch meinen Feind zu lieben; oft wußt' auch er nicht, was er that. 4. Du tröſteteſt den Ar⸗ men, der ſich auf dein Er⸗ barmen am Kreuze feſt ver⸗ ließ. Auch ich bin, wann ich ſterbe, war ich dir treu, dein Erbe, und folge dir in's Paradis. 5. Du ſorgteſt, voll von Liebe aus regem Mitleids⸗ triebe, noch für der Deinen Ruh'. Ach, wenn auch ich muß leiden und von den Meinen ſcheiden: ſo ſende Troſt und Muth mir zu! 6. Du mußteſt, matt von Plagen, auch über Durſt noch klagen und Keiner labte dich. Warum ſollt' ich denn beben, wann Leiden mich umgeben? du labſt ja und erquickeſt mich. 7. Du riefſt voll tiefer Werke und Wohlthaten Gottes. Trauer im bangen Todes⸗ ſchauer: Verläßt du mich, mein Gott? nun mag ich einſt erblaſſen, du wirſt mich nie verlaſſen; du fühlteſt ſelbſt des Todes Noth. 8. Du ſprachſt am Ziel der Leiden mit namenloſen Freuden: mein Werk iſt nun vollbracht! Lehr' es auch mich vollbringen, und einſt zum Ziele dringen durch meines Todes dunkle Nacht! 9. Du gabſt am Leidens⸗ ende in deines Vaters Hände getroſt die Seele hin. Wann ich auch meine Seele ihm einſt, wie du, befehle: dann iſt auch mir der Tod Ge⸗ winn. Mel. Beſiehl du deine Wege 1 51 Dou Herrſcher al⸗ ler Lande muß ſich gebunden ſeh'n, er muß, bedeckt mit Schande, vor ſeinen Knechten ſteh'n, und hier ſich richten laſſen. Sie ſuchen ihre Wuth, womit ſie längſt ihn haſſen, zu ſättigen mit Blut. 2. Die Unſchuld ſeiner Lehren, wem war ſie un⸗ bewußt? Wer war's, der ihn mehr ehren, wer, der ihn ſchützen mußt? Wem waren dies ſonſt Pflichten, als denen, die ihr Stand, ein recht Gericht zu richten, auf's Heiligſte verband? 3. Doch' hier wird fal⸗ ſcher iher Zeugen zm gehört; durh Läſterun ighe entehrt u Kecht g nntt das Rit wieaſſh uſculd frech 4(ntweil atte, enthe tt, in den fmahte, do ſtuhd nicht. s nacht ſe nd ſelbſt der de wieder ih ſhon ſeine U 5. O wur in der Ung Accht und lin, ein! weiht ent Drtee die! Recht, daß worte die möcht! 156. Lehr ih ſchweig reden ſoll gen und n lug und baß meinen Fhiin Aazzeiſt daj vergel 1 ſim ſanft n bangen Todtt⸗ Verlaͤßt du nich’ t? nun mag ih ſſen, du wirſtmih ſeen; du fühldef Todes Noth. ſprachſt am zul n mit namenldſa mein Werk iſt un tt, Lehr' es aug lbringen, und ein ele dringen durg Lodes dunkle Nacht i gabſt am Leidens⸗ deines Vaters Hände die Seele hin. Wam h meine Seele ihn ie du, befehle: dann mir der Tod Ge⸗ Gottes. Beſichl du deine Wege er Herrſcher al⸗ ler Lande muf dunden ſeh'n, er w mit Schande, vm Knechten ſteh'n, u c richten laſſen. 6. ihre Wuth, wont agſt ihn haſſen, nmit Blut. Die Unſchuld ſein „wem war ſie u ? Wer wars, W ehr ehren, wer, huͤtzen mußt? A. dies ſonſt Pficht enen, die ihr Em cht Gericht zu un Heiligſte verband . dß Doch hier witd 1 Erlöſung. 109 ſcher Zeugen Verläumdung gern gehört; hier wird durch Läſterungen der Hei⸗ ligſte entehrt; hier wird das Recht gebeuget, ent⸗ weiht das Richteramt; hier, wo die Falſchheit zeuget, die Unſchuld frech verdammt. 4. Entweiht iſt zwar die Stätte, entheiligt dies Ge⸗ richt, in dem man Jeſum ſchmähte, doch ſeine Un⸗ ſchuld nicht. Er ſchweigt; es macht ſein Schweigen, und ſelbſt der Lügner Mund, die wieder ihn hier zeugen, ſchon ſeine Unſchuld kund. 5. O würde nie mit Rän⸗ ken der Ungerechtigkeit, die Recht und Unſchuld krän⸗ ken, ein Richterſtuhl ent⸗ weiht! entweiht an keinem Orte die Wahrheit und das Recht, daß nie durch Läſter⸗ worte die Unſchuld leiden möcht! 6. Lehr' mich, Herr, wo ich ſchweigen, und wo ich reden ſoll! Mein Schwei⸗ gen und mein Zeugen ſei klug und wahrheitsvoll! Laß meinen Mund nie trü⸗ gen, mach' mich von Falſch⸗ heit frei, daß ich ein Feind der Lügen, ein Freund der Wahrheit ſei! 7. Laß mich nie wieder ſchelten, wenn mich die Bosheit ſchilt, nie Haß mit Haß vergelten! Mein Herz ſei ſanft und mild! Lehr' mich die Rache meiden; und muß ich ohne Schuld doch Schmach und Unrecht leiden, ſo tröſt' mich deine Huld! Mel. So ſchlummerſt du Durſt 152 O karen bünnd Wuth, die kaum erhört iſt worden! den Erlöſer will ſein Volk grauſam ſchändlich morden. 2. Da geht er hin, ach ſeht auf ihn! gefeſſelt durch die Straßen, muß vom heid⸗ niſchen Gericht ſich verdam⸗ men laſſen. 3. Sein Richter ſieht, wie Alles glüht voll Grimm und wilder Rache, und ver⸗ theidiget zuerſt des Gerechten Sache. 4. Doch zittert er, wankt hin und her, verlangt des Volkes Stimme; und ſie rufen: Barrabas! mit er⸗ boſtem Grimme. 5. Da gibt er ihn zur Geißlung hin, die Wache darf ihn höhnen, und mit einem Dornenkranz ihn zum König krönen. 6. Wer hat ein Herz, und fühlt den Schmerz des Heiligen, des Beſten nicht mit Wehmuth? Möchte ihn doch ein Mitleid tröſten! 7. Seht, welch' ein Menſch! ſeht, welch' ein Menſch! ſpricht ſelbſt Pi⸗ E 7 la⸗ 110 latus, ſtellet ihn zur Schau dar, eh' er noch ihm ſein Urtheil fället! 8. An's Kreuz mit ihm! an's Kreuz mit ihm! ſo ſchreit die tolle Menge; und der feige Richter kommt endlich ins Gedränge. 9. So ſterb' er dann! ſprach jetzt der Mann, der ihn erretten ſollte, aber nie um Recht und Pflicht Et⸗ was leiden wollte. 10. Ach! uns zu Gut floß hier dein Blut, trugſt du mit ſtillem Herzen deiner edlen Seele Qual, alle deine Schmerzen. 11. Du haſt's gethan. Wir beten an mit danken⸗ dem Gemüthe, mit Be⸗ wunderung und Preis, deine Treu' und Güte. 12. Dir wollen wir, o Herr, dafür uns ſelbſt zum Opfer bringen. Gib dem guten Willen Kraft, gib ihm das Vollbringen. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 1 5 3 Seht⸗ welch' ein Menſch! Wie lag ſo ſchwer auf ihm die Laſt der Sünder! Wie unausſprechlich duldet er für euch, ihr Menſchenkinder! So leiden ſah von Anbe⸗ ginn die Erde Keinen je, als ihn, ſo wird auch Kei⸗ ner leiden. 2. Der Sohn des Höch⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. ſten, Eins mit Gott, ein Helfer, ein Gerechter, ward frecher Miſſethäter Spott, und ſeines Volks Gelächter. Wie ein Verbrecher ſtand er da, verklagt, verleumdet. Wer ihn ſah, der ſah ihn mit Verachtung. 3. Geſchäftig war der Frevler Muth, erfind'riſch, ihn zu plagen. Sein Leib war ganz bedeckt mit Blut, voll Striemen und zerſchla⸗ gen. Mit einer Dornen⸗ kron' gekrönt, in Königs⸗ kleidern ausgehöhnt, ſtand er vor ſeinen Feinden. 4. Den Heiden, der ſein Richter war, ergriff ein menſchlich Schrecken; er ſtellt' ihn ſeinen Brüdern dar, ihr Mitleid zu er⸗ wecken. Seht, welch' ein Menſch! Ich kann ihn nicht verdammen; denn die Un⸗ ſchuld ſpricht zu mächtig für ſein Leben. 5. Vergeblich, ach! ver⸗ geblich war die Menſchlich⸗ keit des Heiden! die auf⸗ geregte wilde Schaar ſah Jeſu Schmach mit Freuden. Sein Tod befriedigt ſie al⸗ lein, ſie ſtürmten auf den Richter ein, und ſchrie'n: Er ſterb' am Kreuze! 6. Du denkeſt ohne Schau⸗ dern nie an dieſe Wuth der Sünder, du ſprichſt: Die Rache ſtrafte ſie! noch ſtrafſt ſie ihre Kinder. O See⸗ Felle, denlf an deine du ftei von Jeſu! 7. Sieh, er wird fü het und zer ihn, er ſpri ich muß dei gen. Die durch meine ich, Sünd Gott, und netwillen. 8. O ho 1 beſohn, du Sünden, er Vaters The nich Gnad deines Tode Pein Getee wir ſehn, Willen 9. Ich löſer, dir ichs halte hſſ, ſoll käeb' erkal 3 und der ſo lang i dih 1 innern! 10. Loct lockt Feeiſc auf den T ſo rüſte mi Nuth, daß Dann rufe ſu: Denk, ich war! u wſ mich ni a 882 8 1 ber den ſum eklagt, Arinſan 34 1 ſch inn dar fn war de Muth, erfinriſh riſc, plagen. Sein 8 z bedeckt mit Vlut iemen und zerſcle dit einer Dornen⸗ krönt, in Königs⸗ ausgehöhnt, ſtand inen Feinden. Heiden, der ſein war, ergriff ein Schrecken; er u ſeinen Brüdetn t Mitleid uu er⸗ Seht, welch ein Ich kann ihn nicht anen; denn die mu⸗ pricht zu maͤchtigſit jen. ergeblich, ach! der zwar die Menſchüt Heiden! die auf wilde Schaar ſ hmach mit Frene rod vfriedg ſie e ſtürmten auf a en. und ſcien am Kreuze! u denkeſ vhnecf an dieſe Wut du ſprichſ: ait ſie ſie ihre Kindet. 6 A 1ch 9 7 Seele, denkſt du auch dabei an deine Sünden? Biſt du frei von Schuld am Tode Jeſu? 7. Sieh, welch ein Menſch! er wird für dich ver ſchma⸗ het und zerſchlagen! Hör' ihn, er ſpricht: Ich ſelber, ich muß deine Sünden tra⸗ gen. Die Schuld iſt dein, durch meinen Tod verſöhn“ ich, Sünder, dich mit Gott, und ſterb' um dei⸗ netwillen. 8. O hochgelobter Got⸗ tesſohn, du Tilger meiner Sünden, erhöht auf deines BVaters Thron, ach, laß mich Gnade finden! Laß deines Todes Schmach und Pein Gerechtigkeit und Heil mir ſeyn, um deiner Liebe Willen! 9. Ich ſchwöre, Welter⸗ löſer, dir, und willig will ich's halten: ſo wahr du le⸗ beſt, ſoll in mir nie deine Lieb' erkalten! Dein Lei⸗ den und dein Tod ſoll mich, ſo lang ich lebe, Herr, an dich und deine Lieb' er⸗ innern! 10. Lockt mich die Welt, lockt Fleiſch und Blut mich auf den Weg der Sünde; ſo rüſte mich mit Kraft und Muth, daß ich ſie überwinde. Dann rufe du mir liebreich zu: Denk', welch ein Menſch ich war! und du, du woll⸗ teſt mich nicht lieben? Erlöſung. ſie Heil, 111 In voriger Melodie. 1 54 Wi groß, o Herr erſcheineſt du auf deinen Leidenswegen! Mit welcher hohen Seelen⸗ ruh' gehſt du dem Tod ent⸗ gegen! Voll Zärtlichkeit und Edelmuth warſt du be⸗ reit, nur uns zu Gut, des Kreuzes Schmach zu tragen. 2. Die Menſchen für die Ewigkeit voll Weisheit zu erziehen, war ſtets bei dei⸗ ner Lebenszeit dein ernſtli⸗ ches Bemühen, und ſelbſt im Tode wollteſt du für Troſt und See⸗ lenruh' voll Großmuth noch erwerben. 3. D'rum ſtiegſt du auf der Leidesbahn, voll Hel⸗ denmuth, mit Freuden ge⸗ troſt auf Golgatha hinan, den Kreuzestod zu leiden; hier zeigeſt du dich, Gottes Sohn, bei Schmerzen, Mar⸗ tern, Spott und Hohn in deiner wahren Groͤße. 4. Mit hoher Würde dul⸗ deſt du des Kreuzes Schmach und Schmerzen, ſprichſt Troſt betrübten Seelen zu, und bittſt mit edlem Herzen ſelbſt in der letzten Todes⸗ noth für deine Mörder noch zu Gott; du ſtirbſt als Men⸗ ſchenretter. 5. Ach, ſieh ihn hier, er⸗ löſter Chriſt, ſchuldlos zum Kreuze bringen! ſieh', wie ſein Blut zur Erde ſieei e 112 ſieh ihn zum Tode ringen! Sieh ſeine Wunden, ſeinen Schmerz! Denk' an ſein liebevolles Herz! Ach, ſieh ihn duldend ſterben! 6. Hier denk' an jenen Zweck zurück, der ihn hie⸗ her getrieben! Nun ſag' bei dieſem Trauerblick: willſt du noch Sünden lieben? Nein, hier, o Chriſt, entſchließe dich bei ſeinem Tode feier⸗ lich, dein Leben ihm zu weihen! 7. Entſag' den Sünden dieſer Welt und ſündenvol⸗ len Freuden; flieh' Men⸗ ſchenhaß, der ihm mißfällt; ſuch' Alles zu vermeiden, was dich zur Sünde reizen kann; geh' ſtandhaft auf der Tu⸗ gendbahn der beſſern Welt entgegen! 8. O Jeſu! der du für uns ſtarbſt zur Rettung vom Verderben, und ſo viel Heil und Troſt erwarbſt durch Lehren, Leiden, Ster⸗ ben, ſteh' uns mit deiner Hülfe bei, daß wir, ſtets unſrer Pflicht getreu, nach deiner Lehre leben! 9. Doch auch bei unſrer Sündenſchuld und bei dem Druck der Leiden wollſt du uns Troſt, Muth und Ge⸗ duld durch deinen Tod be⸗ reiten; und naht einſt un⸗ ſer Tod heran, ſo laß uns dieſe Pilgerbahn als Glau⸗ bige beſchließen! — Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Herzliebſter Jeſu 1 5 5 Unigſter⸗ du hatteſt Nichts verbrochen; doch ward das Todesurtheil dir geſpro⸗ chen! Du, Heiligſter, biſt ja in Miſſethaten niemals gerathen. 2. Und doch wirſt du verworfen und verhöhnet, mit einem Dornenkranz zur Schmach gekrönet, gegei⸗ ßelt, und, von Schmerzen ſchon entkräftet, an's Kreuz geheftet. 3. Was iſt die Urſach' al⸗ ler ſolcher Plagen? Ach, unſre Sünden haben dich geſchlagen! Zu ihrer Tilgung haſt du, Herr, erduldet, was wir verſchuldet. 4. O große Lieb'! o Lie⸗ be, kaum zu faſſen! Auch mir zum Heil haſt du dich martern laſſen. Damit ich lerne Sunden ernſtlich meiden, willſt du, Herr, leiden! 5. Ach, großer Mittler, groß zu allen Zeiten, wie kann ich g'nugſam deine Treu' ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Pro⸗ ben genug erhoben? 6. Doch dir gefällt's, wenn ich mich ſelbſt bekämpfe, dir folge, und des Fleiſches Lüſte dämpfe; ſo ſei denn auch forthin mein ganzes Leben nur dir ergeben! 7. Gib ſelbſt zu dieſem hei⸗ ligen Geſchäfte mir Schwa⸗ chen tan zu erfü b ten deines Kräfte, daß Pfad der d mich regiere 8. Dann voll deine dich liehen! Pelt verach ifer ſuchen, 9. Zu deit Alles wagen acten, keine Nagen; mich baͤngſten Tod don dir ſchei 10. Empfe unſers Gott du empfingſe zum Lohne, vürdger de und Dant Mel. Auf 156 velch'ein ſe den du we den, als S und Wunde Treu' ver ſelbſt vorzu dic und fi 3. Der k gezlickt„dei Gottes. . Herzlibſter Beu Uſhudigſe u hatteſt Nicji 1; doch ward das heil dir geſpre à, Heiligſter, li kiſſethaten de nd doch wirſt im n und verhöhne, m Dornenkrang zur gekrönet, gegi⸗ d, von Schmerzen tkräftet, an's Kreu as iſt die Urſach al⸗ her Plagen? Ach zünden haben dich a. Zu ihrer Tilgung herr, erduldet, was huldet. Noße Lieb! o Le⸗ m zu faſſen! Auch a Heil haſt du dich laſſen. Damit ich inden ernſtlichmeide, zu, Herr, leiden! lch, großer Mitkler allen Zeiten, di ſch g'enugſam deie usbreiten? Wer hi für deiner Liebe Jur⸗ ug erhoben? och dir gefällt' 5,wen ſelbſt bekämpfe, di nd des Fleiſches Liſt „ ſo ſei denn auch mein ganzes Lehet ergeben! ib ſelbſt zu dieſem hei zeſchäfte mir Ehn 7 Erlöſung. chen deines guten Geiſtes Kräfte, daß er mich auf den Pfad der Tugend führe, und mich regiere! 8. Dann werd' ich dank⸗ voll deine Huld betrachten, dich lieben und die Luſt der Welt verachten, mit allem Eifer ſuchen, deinen Willen treu zu erfüllen. 9. Zu deiner Ehre will ich Alles wagen, kein Drohen achten, keine Schmach, noch Plagen; mich ſollen auch des bängſten Todes Leiden nicht von dir ſcheiden. 10. Empfang' ich einſt vor unſers Gottes Throne, wie du empfingſt, die Seligkeit zum Lohne, dann will ich würdiger dein Lob beſingen, und Dank dir bringen. Mel. Auf meinen lieben Gott 156 Mein Jeſu fir welch' ein ſo herber Schmerz, den du weit mehr empfun⸗ den, als Striemen, Schläg' und Wunden! Die kleine Zahl von Freunden kränkt dich, gleich deinen Feinden. 2. Kaum naht ſich die Gefahr: ſo bebt der Jün⸗ ger Schaar. Die erſt ſich hoch vermeſſen, eh' ſie der Treu' vergeſſen, den Tod ſelbſt vorzuziehen, verlaſſen dich und fliehen! 3. Der kühn ſein Schwert gezückt, dein Petrus ſelbſt 113 erſchrickt; er flieht, eh' Ban⸗ de drohen; ſchämt ſich, daß er geflohen: kehrt um und eilt verwegen dem tiefern Fall entgegen. 4. Wie iſt der Men ſch ſo ſchwach! So viel ſein Muth verſprach; dort liegt er, tief im Staube; erloſchen iſt ſein Glaube, ſein küh⸗ ner Muth gedämpfet. Ach Chriſten, wacht und kämpfet! Mel. Wenn mich die Sünden 157 Ven Furcht dahin geriſſen, ver⸗ läugnet Petrus dich. Bald ſtraft ihn ſein Gewiſſen, da weint er bitterlich. Tief dringet ihm dein Blick ins Herz, er fleht zu dir um Gnade, und du ſtillſt ſeinen Schmerz. 2. Wie wuchs nun dei⸗ nem Zeugen Beſtändigkeit und Muth! Furcht konnt' ihn nicht mehr beugen; für dich floß ſelbſt ſein Blut. Dich, ſeinen Herrn, und ſei⸗ nen Gott, verherrlichte ſein Leben, verherrlichte ſein Tod. 3. Bewegt iſt meine Seele, erfüllt mit Reu' und Schmerz, was hilft's, daß ich's verhehle? Du ſchauſt mir ja in's Herz! Beken⸗ nen will ich's, Jeſu, dir: Auch ich hab' dich verläugnet; vergib, vergib' es mir. 4. Wenn deines Namens Spöt⸗ 114 Spötter dich ſchmähten; wenn ihr Spott dich höhnte, Welterretter! dich, ihren Herrn und Gott; dann ſchwieg ich furchtſam, ſchäm⸗ te mich, ein Chriſt zu ſeyn, und ſcheute mehr ihren Spott, als dich. 5. O du, der du dein Le⸗ ben, du Herr der Ewigkeit, ſo willig hingegeben für meine Seligkeit, wie un⸗ dankbar, wie ſchwach war ich, daß ich den Spott der Sünder mehr fürchtete, als dich! 6. Ach Vater, ich em⸗ pfinde die Größe meiner Schuld. Vergib auch dieſe Sünde nach deiner großen Huld! Erbarmend ſahſt du Petrum an; laß eine gleiche Gnade mich, o mein Heil, empfahn! 7. Laß mich bei meiner Reue den Bund mit dir er⸗ neu'n, Standhaftigkeit und Treue dir, mein Verſöhner, weihn! Dich zu verläugnen, Herr, mein Gott, das fürchte meine Seele weit mehr, als ſelbſt den Tod. Ich will dich frei be⸗ kennen. Wann Gott Ge⸗ richt einſt hält, wirſt du mich auch bekennen dem Richter aller Welt. Dein Kreuz iſt meine Zuverſicht, dein Kreuz iſt meine Ehre, dich laß ich ewig nicht. 9. Beſchirmt von deiner Werke und Wohlthaten Gottes. Gnade, fürcht' ich ſelbſt nicht den Tod. Wer iſt es, der mir ſchade? Du biſt mein Schild, o Gott: von mei⸗ nem Haupte fällt kein Haar, und drohte mir von allen die ſchrecklichſte Gefahr. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund 158 Da größten Sterbenden zu ſehen, ſchwing dich, mein Geiſt, auf Golgatha, wo man des Mittlers Kreuz er⸗ höhen, den Weltbeglücker bluten ſah! Erwäg' an die⸗ ſem heil'gen Orte des ſter⸗ benden Erlöſers Worte und rufe Gott um Glauben an; ſie können dir den Troſt im Leben und einſt den Troſt im Tode geben, wenn hier dich Nichts mehr tröſten kann. 2. Geduldig bei den größ⸗ ten Schmerzen, nimmt er ſich ſeiner Feinde an und ruft mit ſanftmuthsvollem Her⸗ zen: Sie wiſſen nicht, was ſie gethan! Der göttliche, der größte Beter fleht lieb⸗ reich noch für Miſſethäter, Werkzeuge ſeiner Pein und Schmach. Menſch, wenn dich Rach' und Zorn ver⸗ führen, laß dich durch die⸗ ſes Beiſpiel rühren, und bete deinem Heiland nach. 3. Welch' Beiſpiel kind⸗ lich⸗frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Zahl, der det berr dem gebe die 2 uch endfüh mein 4 Meinen in Etunden we dies Vort n lein. Der, ſſcon um ihn Seinen noch note, wird nn Pfleger ſ 4 Frohlo Allrecher. * 4 der kommt nicht Hört, was; ten Schächer Leebe ſterbend wirſt, ſo ru gegen, noch Glaubens w in Paradieſ aß an de einſt dieſe tr mich auch erfreu'n! 5. Wer Laden faßſe au dem Kre⸗ Gott, w wie he lſen We dat ſo tief der auf ihn 8 und verſchmacte nicht ſeie der für mi gangen, fü 5 gehanger toſt, verla Gottes. 0 m upte fällt kein hte mir von dl icklichſte Gefahr. e wohl iſt mir, o Ftan en griſ D Sterben n, ſchwing dich, na auf Golgatha, w s Mittlers Kreuß den Weltbeglüct ſah! Erwäg' an die ll'gen Orte des ſte Erlöſers Worte un ott um Glauben an, mnen dir den Troſ den und einſt den i Tode geben, wem c Nichts mehr tröſte Geduldig bei den giß chmerzen, nimmteer ſ Feinde an und uf anftmuthsvollem Her Sie wiſſen nicht, vu than! Der göttlte öͤßte Beter fleht lit noch für Miſſethäte euge ſeiner Pein mh ch. Menſch, van kach' und Zorn we⸗ laß dich durch de eiſpiel rühren, wh einem Heiland ua Welch' Beiſpiel kun kommer Triebe, 11 Leiden ohne 36 3 der Herr dem Jünger ſeiner Liebe die Mutter ſterbend noch empfahl! Ach, wird mein Aug' einſt um die Meinen in meinen letzten Stunden weinen; ſo ſoll dies Wort mir Troſt ver⸗ leihe'n. Der, als der Tod ſchon um ihn ſchwebte, die Seinen noch zu ſchützen ſtrebte, wird auch der Mei⸗ nen Pfleger ſeyn. 4. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hört, was zu dem gebeug⸗ ten Schächer der Mund der Liebe ſterbend ſpricht: Du wirſt, ſo ruft er ihm ent⸗ gegen, noch heute, deines Blaubens wegen, mit mir im Paradieſe ſeyn! O Herr, laß an des Todes Pforte einſt dieſe troſtesvollen Worte mich auch im letzten Kampf erfreu'n! 5. Wer kann die hohen Leiden faſſen, als Chriſtus an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie haſt du mich ver⸗ laſſen! Wie beuget ihn die Laſt ſo tief, die freche Sün⸗ der auf ihn brachten! Vor Angſt und Pein müßt' er verſchmachten, wär' Gott nicht ſeine Zuverſicht. Herr, der fuͤr mich zum Tod ge⸗ gangen, für mich verlaſſen da gehangen, o Herr, mein Troſt, verlaß mich nicht! 6. Der Herr des Him⸗ Erlöſung. 115 mels und der Erde, von allem Labſal jetzt entblößt, wünſcht, daß ſein Durſt ge⸗ ſtillet werde. O Menſch, der dich ſo theu'r erlöſt, der Heiland rufet dich noch heute im Armen, den an deiner Seite auch Hunger, Durſt und Mangel drückt. O ſelig, wer den Ruf er⸗ füllet! Denn wer des Ar⸗ men Mangel ſtillet, der hat den Heiland ſelbſt erquickt. 7. Nun enden ſich die ſchweren Leiden, der Hei⸗ land ſpricht: Es iſt voll⸗ bracht! O Wort des Sie⸗ ges, Wort der Freuden! du nimmſt dem Tode ſeine Macht. Heil uns! wer darf es nun wohl wagen, uns, die Erlöſten, zu ver⸗ klagen? Der Friede iſt mit Gott gemacht. Gib, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freu⸗ den ſage: Es iſt vollbracht! es iſt vollbracht! 8. Das letzte Wort aus deinem Munde ſoll, Jeſu, auch das meine ſeyn! Laß es in meiner Todesſtunde mir Muth und Zuverſicht verleih'n! Du rufeſt: Va⸗ ter, ich befehle in deine Hände meine Seele: du, der du Allen Heil erwarbſt. Nun war das größte Werk vollendet, wozu der Vater dich geſendet, du neigteſt ſanft dein Haupt und ſtarbſt. 9. Menſch! 116 9. Menſch! kannſt du ohne fromme Zähren den Liebling Gottes ſterben ſeh'n? Mußt du ihn nicht mit Freuden ehren, und willig ſeinen Ruhm erhöh'n? O weine fromm bei ſeinen Plagen, und fröhlich ſieh' ihn nach drei Tagen aus ſeinem Grabe auferſtehn! Und wenn ihn Spötter hier entehrten, dort wirſt du ihn als den Verklärten zur Rechten ſeines Vaters ſeh'n! Mel. O Jeſu Chriſt, mein's 159 D' denkeſt in der tiefſten Noth, ergriffen, Herr, von Qual und Tod, an deiner Freunde Gram und Schmerz, und flößeſt ihnen Troſt in's Herz. 2. Du ſiehſt die Mütter, ſiehſt den Freund, und ſprichſt zu ihr, die troſtlos weint: Sieh', Mutter, die⸗ ſer Sohn iſt dein; was ich dir war, wird er dir ſeyn. 3. So innig bis zum Tod, ſo treu ſei meine Zaͤrtlich⸗ keit, ich ſei ſo willig, An⸗ dern beizuſteh'n, und ihnen Beiſtand zu erfleh'n! 4. Wenn euch, die hier mein Perz geliebt, ihr Freunde, einſt mein Tod be⸗ trübt: dann übergeb' ich euch dem Herrn, er hört, er Silfs er ſegnet gern. 5. Froh geh⸗ ich, wenn es Werke und Wohlthaten Gottes. ihm gefällt, den Weg zu jener beſſern Welt, euch ſag' ich, die ihr um mich weint: Getroſt, bald werden wir vereint! 6. Den Troſt, o Jeſu, dank' ich dir; du brachteſt ihn vom Himmel mir. Du haſt verheißen: Ihr ſeid mein; wo ich bin, ſollt' ihr ewig ſeyn! Mel. Befiehl du deine Wege 160 Du,⸗ deſſen Augen floſſen, ſobald ſie Zion ſah'n, zur Frevel⸗ that entſchloſſen, ſich ſeinem Falle nah'n; wo iſt das Thal, die Höhle, die, Jeſu, dich verbirgt? Verfolger ſeiner Seele, habt ihr ihn ſchon erwürgt? 2. Welch jammervolles Klagen ſeufzt in Gethſe⸗ mane! Wer iſt der Mann der Plagen, der langſam Sterbende? Iſt Jeſus das, der Beſte, den je die Erde ſah? Er fühlt der Qualen größte? Er iſt dem Tode nah? 3. Ach, wie er tief im Staube, bedeckt mit Angſt⸗ ſchweiß, liegt, mit dem Ge⸗ fühl ſein Glaube im Kampfe dennoch ſiegt! Schon kommt der Mörder Rotte, die kein Er barmen rührt, die ihn zu Hohn und Spotte, ihn, ach! zum Kreuze führt. 4. Sein Volk im bittern Grim⸗ einm ert lic nicht, Mitl tleids 8 dem Nicht iſt ihr 9 drohn mit Auf uns, a Lüchter, kom ds Lohn. 5, Zur fe üur nigt ſmn. Sie D bete, me Bemuth an in frechen M. des Dulders ruſt: Vergib gebend bricht 6. Es brit on Kummer —ö —— Q⏑—ÿ⏑ Bruſt zur R nun ſchließt ſein mudes Kreuze ruh Geiſt ſchwe zu Gott, w b ſohen 8 9 Fr. ſchenkinder, gerühtt’ D uns Sünder Glück gefüh unſer Glaube den Dank: nimm vom ſchwachen Lo Mel. Werk 161 T Aan eieb⸗ n Gottes fällt, den Ba beſeen Welt, „die ihr un Getroſ henn 88 Troſt, ch dir; du 1 1 dimmel mir. A erheißen: dh ſ 5 an ih bin, ſoll i Befiehl du deine Wan D'„deſſen Auga floſſen, ſobah ſah'n, zur Frevi⸗ ſchl oſſen, ſich ſeinen ah'n; wo iſt dar te Höhle, die, Jeſt wiaſe Verfälge zeele, habt ihr ihn vürgt⸗ Weich jonmervolle ſeufßt in Gethſe Ver iſt der Mam lagen, der langfen onde? Iſt Jeſus das ſte, den je die Edd. Fr fühlt der Ouale 2 Er iſt dem Kaͤe A6. wie er tif in „bedeckt mit Agt⸗ 1 liegt, mit dem Gr n Glaube im Kanii ſiegt! Schon konn örder Rotte, die kä nen rührt, die iſt n und Spotte, ihn aaf reuze 8 zein Volk im bitten Zein Gtin⸗ V Bruſt zur Ruh' Grimme erweicht ſein An⸗ blick nicht, nicht fremden Mitleids Stimme, die von dem Richtſtuhl ſpricht. Er iſt ihr Hohngelächter; ſie droh'n mit wildem Ton: Auf uns, auf Söhn' und Töchter, komm' ſeines Blu⸗ tes Lohn! 5. Zur fernen Schädel⸗ ſtätte trägt er ſein Kreuz hinan. Sie kreuz'gen ihn! O bete, mein Geiſt, mit Wehmuth an. Noch höhnt in frechen Mienen das Volk des Dulders Schmerz. Er ruft: Vergib es ihnen! ver⸗ gebend bricht ſein Herz. 6. Es bricht, und ſchwer von Kummer ſinkt auf die ſein Haupt; nun ſchließt der Schlummer ſein müdes Auge zu. Am Kreuze ruht die Hulle, der Geiſt ſchwebt ſanft entrückt zu Golt, wo lyn die Fülle des hohen Lohns erquickt. 7. O Freund der Men⸗ ſchenkinder, wir danken dir gerührt! Dein Leiden hat uns Sünder zu großem Glück geführt! Dich ehre unſer Glaube, Anbetung ſei dein Dank; hör' ihn, ver⸗ nimm vom Staube den ſchwachen Lobgeſang. Mel. Werde munter, mein 161 Dor am Kreuz iſt meine Liebe! Meine Lieb' iſt Jeſus Chriſt, Erlöſung. 117 Weich' von mir, des Eitlen Liebe, Alles, was nicht ewig iſt! Was du gibſt, iſt nicht von Gott; und wonſt du lohnſt, iſt Tod! Der am Kreuz iſt meine Liebe, dem ich treu zu ſeyn mich übe. 2. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Frevler, was befremdet's dich, daß ich Jeſum Chriſtum liebe? Je⸗ ſus gab ſich ſelbſt für mich; ſollt' ich nicht ſein eigen ſeyn, mich ganz ſeinem Dienſte weihn? meine Liebe, dem ich treu zu ſeyn mich übe. 3. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Sünde, du biſt mir verhaßt! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich am Kreuz er⸗ blaßt! Undank für ſo her⸗ ben Schmerz, nie beflecke er mein Herz! Der am Kreuz iſt ꝛc. 4. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Was iſt mir noch fürchterlich? Ruh', Ge⸗ wiſſen! Er, die Liebe, Je⸗ ſus ſtarb ja auch für mich. Wer verdammt nun? Gott iſt hier; Gott verzeiht durch Chriſtum mir. Der am Kreuz iſt ꝛc. 5. Der am Kreuz iſt mein Vertrauen! Nichts, wie furchtbar es auch iſt, keines, keines Todes Grauen reißt von dir mich, Jeſu Chriſt! Nicht Gewalt, ich old Der am Kreuz iſt — 118 Werke und Wohlthaten Gottes. Gold, nicht Ruhm! Engel nicht, kein Fürſtenthum! Dir, dir will ich lebend trauen; ſterbend dir! Dich werd' ich ſchauen! 6. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Komm', o Tod! Du biſt mein Freund! Wenn ich, wie ein Staub, verſtiebe; wird mein Geiſt mit Gott vereint. Da, da ſchau' ich Gottes Sohn, ärnte ſeiner Leiden Lohn. Der am Kreuz iſt meine Liebe, dem ich treu zu ſeyn mich übe. Mel. In allen meinen Thaten 1 62 Welt, ſieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes ſchwe⸗ ben! Dein Heil ſinkt in den Tod. Der große Herr der Ehren läßt willig ſich beſchweren mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott. 2. Komm, ſchaue ſeine Schmerzen! Erwäge, was im Herzen der Unſchuldvolle fühlt, was er am Leibe lei⸗ det, wie, bis er endlich ſchei⸗ det, die Qual in ſeinen Adern wühlt. 3. Wer iſt's, der dich ge⸗ ſchlagen, mein Heil, und dieſe Plagen dir aufgebür⸗ det hat? Du warſt ja nicht ein Sünder, wie andre Menſchenkinder, und rein von aller Miſſethat. 4. Du gingeſt meinetwe⸗ gen dem Todeskampf ent⸗ gegen mit wabrem Helden⸗ muth; du ſtarbſt, mir vom Verderben Errettung zu er⸗ werben, und litteſt Alles mir zu Gut. 5. Wie bin ich dir ver⸗ bunden, durch den ich Heil gefunden, zur tiefſten Dank⸗ barkeit! Dir ſei mein gan⸗ zes Leben zum Opfer hinge⸗ geben, dir, Jeſu, Leib und Seel' geweiht. 6. Es ſoll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele ſcheiden, mir ſtets vor Au⸗ gen ſeyn, von meinen Chri⸗ ſtenpflichten mich täglich un⸗ terrichten, und mir zur Tu⸗ gend Kraft verleih'n! 7. Dein Beiſpiel ſoll mich lehren, den Rath des Höch⸗ ſten ehren, ihm gern gehor⸗ ſam ſeyn; auch meine Brü⸗ der lieben, und, wenn ſie mich betrüben, mit edlem Wohlthun ſie erfreun. 8. Als Chriſt will ich mich üben, die Feinde ſelbſt zu lieben, wie du, der für ſie bat. Ich will des Lebens Plagen getroſt und willig tragen, und thun, wie mein Erlöſer that. 9. Nie will ich wieder ſchelten, nie Spott mit Spott vergelten, nie, wenn ich leide, dräu'n. Selbſt Un⸗ recht will ich dulden, dem Nächſten ſeine Schulden, wie lrie du,„ rſihn glage 1 eantſagen de gefällt; we haffen, das und uſen, der ganzen 11. und ſatben, ſo nich erben, vie du, in! v den Gei Ende empfeh gen Rul. Mäl. Befieh 1637 für uns ar m unſern den höchſte der du de noch eh' ie zur Rett nein Heil, 2. Wie duldet, er dein als d ſculdet, em der Loha D auf fSüuen Schmach a lag auf dein die das He 3. Entt V eh der gefi fällt, hin teuze, ein d. Die n Gottes. V Du gingeſt me b neinetwe em Todeskampf a mit wahrem Heh du ſtarbſt, mir rben Errettung zu n, und Uitteſt Al. u Gut. 11 Wie bin ich dir n. en, durch den ich den, zur tiefſten dar eit! Dir ſei mei 1 teben zum Opfet tue 1, dir, Jeſu, Leit m geweiht. Es ſoll dein Ton n, bis Leib und an ten, mir ſtetz ve e ſeyn, von meinnbir glichten mich tägicn. hten, und mi ma⸗ Kraft verleihne Dein Beiſpiul ſlw n, den Rath de zi ehren, ihm gern zin ſeyn; auch meinen lieben, und, wai betrüben, mit te ltthun ſie erfrem. Als Chriſt willihn , die Feinde ſat en, wie du, der ſiſ Ich will des gen getroſt und m. gen, und thun, wien öſer that. Nie will ich w ten, nie Syot tt vergelten, nie,! leide, dräu n. Sellf will ich dulden, hſten ſeine Sch wie du, von Herzen gern verzeih'n. 10. Gerührt von deinen Plagen will ich mit Ernſt entſagen dem, was dir nicht gefällt; was deine Augen haſſen, das will ich fliehn und laſſen, gefiel' es auch der ganzen Welt. 11. Und ſoll ich endlich ſterben, ſo laß dein Reich mich erben, mich ſo getroſt, wie du, in deine Vaterhän⸗ de den Geiſt an meinem Ende empfehlen zu der ew'⸗ gen Ruh'. Mel. Befiehl du deine Wege 163 Der du voll Blut und Wunden für uns am Kreuze ſtarbſt, und unſern letzten Stunden den höchſten Troſt erwarbſt; der du dein theures Leben, noch eh' ich war, auch mir zur Rettung hingegeben: mein Heil, wie dank' ich dir! 2. Wie viel haſt du er⸗ duldet, erhabner Menſchen⸗ ſohn, als du, der Nichts ver⸗ ſchuldet, empfingſt der Sün⸗ der Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angſt, die das Herz dir brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menſchen wohl⸗ gefällt, hingſt du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Erlöſung. 119 Freunde; du warſt der Leute Spott, dich höhnten deine Feinde: Wo iſt denn nun dein Gott? 4. Wer kann dir nach⸗ empfinden den Schmerz, die Todesangſt, mit welcher du von Sünden uns zu erret⸗ ten rangſt? Die Laſt ge⸗ häufter Plagen fiel da ſo ſchwer auf dich, daß ſie dich drang zu klagen: Gott, wie verläßt du mich! 5. Ach, dieſe Laſt und Mühe hab' ich auch dir ge⸗ macht! O mein Erlöſer, ſiehe vom Throne deiner Macht in Gnaden auf mich Armen, der ſie verſchuldet hat, und hilf mir aus Erbar⸗ men von meiner Miſſethat! 6. Ich will auf dich ſtets ſehen mit aller Zuverſicht; wohin ſoll ich ſonſt gehen? Verwirf nur du mich nicht! Wo ſoll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr, nicht liebſt? wo Reinigung von Sünden, wenn du ſie mir nicht gibſt? 7. Du haſt mir durch dein Leiden zur Tugend Muth und Kraft, in Trüb⸗ ſal Troſt und Freuden, die ewig ſind, verſchafft. O gib an dieſer Gnade auch mei⸗ nem Glauben Theil, und auf des Lebens Pfade mir Muth, Kraft, Troſt und Heil! 8. Soll ich, o Herr, einſt chei⸗ 120 ſcheiden, o ſo verlaß mich nicht: ſei du im Todeslei⸗ den mein Troſt, mein Heil, mein Licht! Wenn mir am allerbängſten wird in dem Herzen ſeyn, ſo reiß' mich aus den Aengſten Kraft dei⸗ ner Angſt und Pein! 9. Laß du mein ganzes Hoffen dann in Erfullung gehn, und mich im Geiſte offen, Herr, deinen Him⸗ mel ſehn! Mit heiligem Entzücken will ich dann glaubensvoll nach dir, mein Heiland blicken. Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl! In eigener Melodie. 1 64 ch ſieh' ihn dul⸗ den, bluten, ſterben! O meine Seele, ſag' ihm frommen Dank! Sieh' Gottes ein'gen Sohn dort ſterben, weil Menſchen⸗ liebe ihn ſo heftig drang! Wo iſt ein Freund, der je, was er, gethan, der ſo wie er, für Sünder ſterben kann? 2. Ja mir zum Troſt und ihm zur Ehre gereicht ſein ganzer Kampf, ſein Kreuzestod; beſtätigt iſt nun ſeine Lehre; ich baue feſt darauf in jeder Noth. Unſchuldig litt er zwar; doch Preis und Ruhm iſt auch im Kampf der Unſchuld Eigenthum. Werke und Wohlthaten Gottes. 3. Mich ſoll das Beiſpiel Jeſu lehren, der frommen Unſchuld Lohn ſei Selig⸗ keit. Auch ich will Gott durch Tugend ehren, und willig thun, was ſein Ge⸗ ſetz gebeut. Die Pflicht des Danks dringt innig mich dazu, und Tugend gründet wahre Seelenruh'. 4. Nie will ich mich am Feinde rächen: auch dies lehrt Jeſu hohes Beiſpiel mich; in bange Klagen nie ausbrechen, verlör' auch gleich mein Pfad im Dun⸗ kel ſich. Durch Leiden ging zum Ziele Jeſus hin; ich folge ihm, weil ich ſein Schüler bin. 5. Was fuürcht' ich noch des Todes Schrecken? Im Grabe ſchlief auch einſt der Menſchenfreund. Mag Erde meine Aſche decken, wenn einſt des Todes dunk⸗ le Nacht erſcheint! Der Gott, der ihm das Leben wieder gab, ruft einſt auch mich aus meinem dunklen Grab. 6. Nimm hin den Dank für deine Liebe, mein Ret⸗ ter, den mein ganzes Herz dir bringt! Dort dank' ich dir mit reinem Triebe, wenn dich mein Geiſt unſterblich einſt beſingt. Dann ſtim⸗ men alle Sel'gen froͤhlich ein; dann ſoll der ganze Himmel Zeuge ſeyn. Mel. um Loli E. Wer m 1656 Kugend, et 1 richt in i der Jugend, und des Gt iim, der nie Kracht, nur ds derz gel 2. Wie a ekkennen, dar tn Menſche auch, wie berkennen, ds beſſer u deſſen Tod u unſer ganzer 3. Wenr vollen Her‚ Herz an L unter Ledde zen es nie ten weicht Feinde ſell iſn mit nes Herzens ſas, uns der und unſer, ben nut da geben ſeyn jede bäſe wie es Ni 5. Dann Kroſt uns berz ihn und hoffen, käben Got Gottes. ich d dd weſi Lohn dun 44 Oellg⸗ luch ich will di Lugend ehren, u thun, was ſein Ge ſeut. Die Pfiit d dringt innig m und Tugend grüͤndt Seelenruh'. Mie will ich wic mn rächen: auch uis Jeſu hohes aſhi in bange Klaga ſchen, verlör a mein Pfad in du h. Durch Ledden g Ziele Jeſus hi, i ihm, weil it n ter bin. V Was fircht it ug odes Schrecken! ſchlief auch un Kenſchenfreund. M meine Aſche duin, einſt des Todes zur⸗ acht erſcheint! eder ihm du ha dr gab, ruft eit un aus meinem dule Nimm hin den Nu. eine Liebe, miin h den mein ganzes rringt! Dort dank: it reinem Triebe, u mein Geiſt unſtet beſingt. Dann 1. alle Sel'gen frö ¹ 1 dann ſoll der ge nel Zeuge ſeyn.. Mel. Wer nur den lieben Gott 16 5 Erkard, der größ⸗ 2 te Freund der Tugend, er ſtarb, von ſei⸗ nem Volk verkannt, das nicht in ihm den Freund der Jugend, des Mannes und des Greiſes fand; in ihm, der nie auf Rang und Pracht, nur Anſpruch auf das Herz gemacht. 2. Wie aber werden wir erkennen, daß wir den größ⸗ ten Menſchenfreund nicht auch, wie einſt ſein Volk, verkennen, daß unſer Herz es beſſer meint mit Jeſu, deſſen Tod uns rührt, dem unſer ganzer Dank gebührt? 3. Wenn ſeinem liebe⸗ vollen Herzen auch unſer Herz an Liebe gleicht; wenn unter Leiden, unter Schmer⸗ zen es nie von ſeinen Pflich⸗ ten weicht; wenn wir dem Feinde ſelbſt verzeihn, und ihn mit Rath und Troſt erfreun; 4. Wenn wir ſtets rei⸗ nes Herzens leben; wie Je⸗ ſus, uns der Tugend weihn; und unſer eifrigſtes Beſtre⸗ ben nur das iſt: Gott er⸗ geben ſeyn; und wenn wir jede böſe That vermeiden, wie es Jeſus that: 5. Dann können wir den Troſt uns geben, daß unſer Herz ihn ehrt und liebt, und hoffen, daß nach dieſem Leben Gott jene Seligkeit Erlöſung. 121 uns gibt, mit der er in der Ewigkeit den, der die Tu⸗ gend ehrt, erfreut. In voriger Melodie. 166 Du Beſter aller Menſchenkin⸗ der, wie martert dich voll blinder Wuth der Frevel ausgelaßner Sünder! Aus allen Adern ſtrömt dein Blut, und tiefer, nie ge⸗ fühlter Schmerz durchdrin⸗ get Glieder, Sinn' und Herz. 2. Doch Sanftmuth iſt in deinen Mienen, in dei⸗ ner Seele Zuverſicht; du flehſt: Vergib, o Vater! ih⸗ nen; was ſie jetzt thun, verſtehn ſie nicht! Und ru⸗ hig, bis dein Herz dir brach, trugſt du des Kreu⸗ zes Qual und Schmach. 3. Dein hohes Beiſpiel ſoll mich lehren, das Un⸗ recht dulden und verzeihn. Will Rachſucht meinen Geiſt empören, Gekreuzigter, dann denk' ich dein, wie du, ge⸗ martert und geſchmäht, für deine Peiniger gefleht. 4. Wie ſollt' ich nun nicht Alle lieben, für welche du geſtorben biſt? Wie könnt' ich Einen noch betrüben, für den du litteſt, Jeſu Chriſt? Wie nun nicht freudig Gu⸗ tes thun, und ſtill in Got⸗ tes Willen ruhn? 5. Schreckt mich der Lohn der Uebertreter, und quält F die 122 die Schuld der Sünde mich; dann denk' ich, göttlicher Vertreter, mit froher Zuver⸗ ſicht an dich. Auch mir, auch mir hat dein Gebet Begna⸗ digung und Heil erfleht. Mel. Herzlich lieb hab ich dich 167 uU“ Gnade für die Sünden⸗ welt rufſt du, mein Heil, am Kreuz, gequält von fre⸗ cher Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wann dich bei deinem her⸗ ben Schmerz die Böſewich⸗ ter ſpotten. Du ſiehſt mit ſegensvollem Blick von ih⸗ nen weg auf den zurück, den dieſe Schaar in dir entehrt; rufſt, daß es Erd' und Himmel hört: Vergib, o Gott, und führe nicht ſie ins Gericht, denn was ſie thun, verſtehn ſie nicht! 2. Erſtaunend ſeh' ich dieſe Huld. Wie mitleidsvoll iſt die Geduld, die Mörder ſo erträget! Ihr, die ihr euren Heiland ehrt, fühlt ſeiner Großmuth hohen Werth, und danket ihm beweget! Er hat durch ſegnendes Gebet auch uns ein ewig Heil er⸗ fleht. Er ſagt auch uns, zu unſrer Ruh', Erbarmen und Vergebung zu. Herr Jeſu Chriſt! gelobt ſeiſt du für deinen Tod! Gott iſt durch dich noch unſer Gott! 3. Daß Gott mit Lang⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. muth und Geduld, auch ſelbſt bei ſehr gehäufter Schuld, der Sünder dennoch ſchonet, daß er ſo liebreich ihrer denkt, und ihnen Friſt zur Buße ſchenkt, eh nach Ver⸗ dienſt er lohnet; daß ich noch fröhlich ſagen kann: Auch mich, mich Sünder, nimmt Gott an, haſt du durch deines Fürſpruchs Kraft, mein treuer Heiland, mir verſchafft. O Jeſu Chriſt, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! vertritt du mich bis an den Tod! 4. Wird je mein Herz von Troſte leer, weil meiner Sünden furchtbar Heer aufs Neue mich erſchrecket: o dann verſichre mich aufs Neu', du ſteheſt mir als Mittler bei, der meine Schuld bedecket! Mein Geiſt blickt glaubens⸗ voll auf dich. Sei du mir nur nicht fürchterlich! und ſchließt ſich meine Pilgrim⸗ ſchaft, ſo ſtärke mich mit neuer Kraft, Herr Jeſu Chriſt! Der letzte Kampf wird mir verſüßt, wenn du mein Troſt im Tode biſt. 5. Den ſanften, liebevol⸗ len Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöß', Herr. in meine Seele; gib, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Sach' em⸗ pfehle. Beſänftige mein re⸗ ges Blut, und flammt des Zor⸗ Zornes Herz Fur ſ ſ af .(ert Jeſt am Krelt det ſelbſt Gnad' erf 6. Nich ſöhnungste dinn Geiſt ih dit äl n nih, zu dit hi der Welt det Erde! ren Scht dit uns rit, ſo w ner Pein bitt ewi Jſa Ch die ſel dem du Mel. J 168 ttheb' ic derz, Jc Gottes Opfertode vill für mein gan weicfn. 2 T der Ger Gottes Zvar le Krechte, am Kr. ſeines n Gottes. id Geduld uſht r gehäuftet ein ader dennoc chont ſo liebreich ihte und ihnen Friſ zu enft, eh nach er 2 ſagen kann: Aih mich Sünder, ninn an, haſt du mn Fürſpruchs Krii reuer Heiland, nit ft. O Jeſu Chr derr und Gott! mit und Gott! verttt ch bis an den Tod! Wird je mein Her vſte leer, weil meine n furchtbar Heer auf iich erſchrecket: odam e mich aufs Neu', d. mir als Mittler bei neine Schuld bedecktt Geiſt blickt glaubee nuf dich. Sei du mi licht fürchterlich! ud it ſich meine Pilgrin⸗ „ſo ſtärke mich ni Kraft, Herr zit Der letzte Kamſ mir verſüßt, wenn e Troſt im Tode bſt.. Den ſanften, liebent un, daß ich ein Frmn einde bin, flöß, on ine Seele; gib, N r Verfolgung Sämg rdes Feindes haut und meine Sach an Beſänftige mein t lut, und flanmtt . 1* rlohnet; daß ic u Erlöſung. Zornes wilde Glut mein Herz zur Rachbegierde an: o ſo erinnre mich daran, Herr Jeſu Chriſt, wie du am Kreuz durch dein Ge⸗ bet ſelbſt deinen Mördern Gnad' erfleht! 6. Mich tröſte dein Ver⸗ ſöhnungstod; es bilde mich dein Geiſt, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde! O zeuch mich, du erhöhter Held, zu dir hinauf vom Dienſt der Welt zum Himmel von der Erde! Du biſt der Dei⸗ nen Schutzpanier. Zeuch dir uns nach, ſo laufen wir, ſo wollen wir uns dei⸗ ner Pein und deiner Für⸗ bitt' ewig freu'n. Herr Jeſu Chriſt! wie ſelig iſt, wie ſelig iſt der Menſch, dem du ein Heiland biſt. Mel. Wer nur den lieben Gott Golgatha, 168 O reinen Höhen erheb' ich andachtsvoll mein Herz! Ich will den Heil'gen Gottes ſehen in ſeines Opfertodes Schmerz; ich will für ſeine Todespein mein ganzes Leben ihm nur weih'n! 2. Wie rührend ſcheidet der Gerechte, im Tod als Gottes Sohn bewährt! Zwar leidet er den Tod der Knechte, von Frevlern noch am Kreuz entehrt; doch ſeines Muths Erhabenheit 123 zeugt laut von ſeiner Gött⸗ lichkeit. 3. Er fleht für die, die ihn verkannten, mit himmliſcher Gelaſſenheit; bemerkt die traurigen Verwandten, und ſorgt für ſie voll Zärtlich⸗ keit, ſpricht hohen Troſt und Fried' und Ruh' den kummervollen Seelen zu. 4. Stets eifrig, ſeines Vaters Willen, auch wann er Leiden vor ſich ſah, durch Lehr' und Thaten zu erfül⸗ len, fühlt er ſich nun dem Ziele nah, und, Demuth auf dem Angeſicht, freut er ſich der vollbrachten Pflicht. 5. Jetzt nähert ſich die ernſte Stunde, wo Mancher ſchon mit Faſſung hielt; doch ſeht, wie er, mit Gott im Bunde, getroſt ihm ſei⸗ nen Geiſt empfiehlt, und unſrer Seelen hohen Werth durch dieſes letzte Wort er⸗ klärt! 6. So ſtirbt denn Jeſus, ſeine Lehren von Tugend und Unſterblichkeit der Welt als göttlich zu bewähren, und macht die Seinigen bereit, Verkundiger des Worts zu ſeyn, und weder Schmerz noch Tod zu ſcheu'n. 7. Er ſtirbt, der Wohl⸗ thun ausgebreitet, oft Näch⸗ te im Gebet durchwacht, der Irrende zu Gott gelei⸗ tet, und Leidende geſund gemacht! So freudenvoll 5 2 ſtirbt 124 Werke und Wohlthaten Gottes. ſtirbt auch der Chriſt, dem Jeſus Licht und Beiſpiel iſt. 8. Schon viele tauſend Fromme ſchieden, dir, Jeſu, nach mit Freudigkeit, em⸗ pfanden jenen Seelenfrie⸗ den, den nur die Tugend uns verleiht. Ihr will ich denn mein Leben weihn; ſo wird mein Tod, wie deiner, ſeyn. In voriger Melodie. 169 Seht. Chriſten, ſehet Jeſum ſcheiden, wie er im Tode ſtandhaft iſt, wie nach dem bängſten Erdenleiden ſein Auge ſich ſo ruhig ſchließt; und wißt, daß, wer die Tugendbahn ſtets wandelt, ruhig ſterben kann! 2. Die Welt mit ihrer Luſt verachten, des Reich⸗ thums eitlen Glanz ver⸗ ſchmähn, und Tugend über Alles achten, in jedem Tu⸗ gendkampf beſtehn, das machte, daß auf Golgatha man Jeſum ruhig ſterben ſah. 3. Des ewig guten Va⸗ ters⸗ Willen durch ſeine ganze Lebenszeit treu und gewiſſenhaft erfüllen, war Jeſu größte Seligkeit. Ihn ſchreckte Grab und Zukunft nicht; denn Gott war ſeine Zuverſicht. 4. Er liebte herzlich ſeine Brüder, ſelbſt noch im letzten Augenblick; ſchalt nie, ward er geſcholten, wieder, be⸗ förderte des Feindes Glück. Und dieſe Menſchenfreund⸗ lichkeit gab ſterbend ihm noch Heiterkeit. 5. Auf! laßt an Jeſu Todestage den Vorſatz leb⸗ haft uns erneun: Wir wol⸗ len unſre Lebenstage, wie Jeſus, nur der Tugend weihn! Dann ſtrahlt auch uns ein helles Licht, wenn ſterbend unſer Auge bricht. In voriger Melodie. 170 Es iſt vollbracht! ſo ruft am Kreu⸗ ze des ſterbenden Erlöſers Mund. O Wort, voll Troſt und Leben, reize zur Freu⸗ de meines Herzens Grund! Das große Opfer iſt ge⸗ ſchehn, das Gott auch mir zum Heil erſehn. 2. Mein Jeſus ſtirbt, die Felſen beben, der Sonne Schein verlieret ſich, in Todte dringt ein neues Le⸗ ben, der Heil'gen Gräber öffnen ſich, der Vorhang reißt, die Erde kracht, der Welt Verſöhnung iſt voll⸗ bracht. 3. Wie viel, mein Heil, haſt du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du haſt den Fluch hinweg⸗ gewendet, der auf der Welt voll Sünder lag, und uns die Bahn durch's Todes Nacht zur frohen Ewigkeit gemacht. 4. Dank⸗ 4. d. netzt die Glaube die Schu Kteuze meine Se nir Gott macht, rie Gs iſt vol 5. 9 h b auch vollb u Dank Le nack nich ringe nir Kraf ſätte mich bis meine bracht! 6. du meinem ich vicht mich den geben? vor Sch Dein De ſei mein bin gan; 7. Er gebnem durch mau und hat Schmerzer dend ſchn iberwund des Feindes Gli delüeſgafem erkeit. 3 erbend ihm f! laßt an. b Ie den Vorſat rerneun: Wir wol 8 „Lebenstage, vi nur der Tugend dann ſtrahlt auch J'elles Licht, wem imſer Auge bricht. riger Melodie. Fe itvolbrac Iſo ruft am Kreu⸗ erbenden Erlöſers Vort, voll Troſt 3, reize zur Freu⸗ erzens Grund 2e Opfer iſt ge⸗ 1s Gott auch wir erſehn. En Jeſus ſtirbt, die eben, der Sonne nverlieret ſich, in ingt ein neues Le⸗ Heil'gen Gräber ch, der Vorhang Erde kracht, der tſöhnung iſt vol⸗ — viel, mein Hel. gollendet, als di im Tode brach! den Fluch hinwez⸗ der auf der Welt Der lag, und uns in durch's Tode r frohen Ewigkiit 4. Dank-⸗ — — — geben? 4. Dankvolle Thränen, netzt die Wangen! Mein Glaube ſieht nun offenbar die Schuldſchrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Troſt ge⸗ macht, rief auch für mich: Es iſt vollbracht! 5. O hilf mir, Herr, nun auch vollbringen, was wah⸗ re Dankbarkeit begehrt! Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gewährt! O ſtärke mich dazu mit Macht, bis meine Beßrung iſt voll⸗ bracht! 6. Du littſt ſo viel zu meinem Leben. Wie ſollt' ich nicht voll Eifer ſeyn, mich deinem Dienſte zu er⸗ Sollt' ich dabei vor Schmach mich ſcheu'n? Dein Dienſt, mein Heiland, ſei mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eigenthum. 7. Soll ich, bei dir er⸗ gebnem Herzen, auch hier durch manche Trübſal gehn, und hat mein Gott gehäufte Schmerzen zu meiner Prü⸗ fung auserſehn; ſo laß die Hoffnung mich erfreun: Auch das wird einſt geendigt ſeyn! 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, ſo ſtärke mich in ſolcher Laſt; laß mich den Troſt auch ſter⸗ bend ſchmecken, daß du ihn überwunden haſt! So tret' Erlöſung. auch ich in's Todes Nacht mit dem Triumph: Es iſt vollbracht! In eigener Melodie⸗ 171 o ſchlummerſt du in ſtiller Ruh, der du für uns ge⸗ ſtorben, uns am Kreuz in ſchwerer Müh' ew'ges Heil erworben! 2. Du biſt erblaßt, o Herr, und haſt doch in dir ſelbſt das Leben. Gleich als Sterbliche hält dich nun das Grab umgeben. 3. Doch, Heil ſei mir! Herr, du willſt hier nicht die Verweſung ſehen; ſon⸗ dern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirſt, mein Lebensfürſt, wie dich, auch mich erwecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erſchrecken? 5. Hier werd' ich einſt, bis du erſcheinſt, in ſanf⸗ tem Frieden liegen, denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab beſiegen. 6. Ihr, die die Welt ge⸗ feſſelt hält, zagt nur vor der Verweſung! Ich, ich hoff' in Chriſto einſt meines Leibs Erlöſung. 7. Nein, Nichts verdirbt! Selbſt das, was ſtirbt, der Leib wird auferſtehen, und zum Himmelsglanz verklärt aus dem Grabe gehen. F 3 8. So 8. So ſink' ins Grab, mein Leib, hinab; mich drum nicht kränken; Jeſu, an dein Grab will ich, mir zum Troſt, ge⸗ denken. In voriger Melodie. 172 A”* Kreuz er⸗ blaßt, der Martern Laſt, des Todes Qua⸗ len müde, findet mein Erlöſer erſt in dem Grabe Friede. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und, Herr, was kann ich ſagen? Nur an meine Bruſt kann ich tiefgerühret ſchlagen. 3. Du ſchützeſt mich, und uͤber dich gehn aller Trüb⸗ ſal Wetter; ſterben woll⸗ teſt du für mich, einziger Erretter! 4. Du haſt's gethan: dich bet' ich an, du König der Erlöſten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll ge⸗ tröſten. 5. Es iſt vollbracht! riefſt du mit Macht; du zeigſt, daß du dein Leben, mein Verſöhner, göttlich frei ha⸗ beſt hingegeben. 6. Hochheil'ge That! des Höchſten Rath will ich in Demuth ehren: der Erwer⸗ ber meines Heils wird mir's einſt erklären. 7. Allmächtig rief er, der entſchlief, den Todten; ſie erſtanden; leicht entſchwingt 126 Werke und Wohlthaten Gottes. ich will der Lebensfürſt ſich des To⸗ des Banden. 8. Das finſtre Thal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöſer, iſt's mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preiſe dich: erfor⸗ ſche mich, und ſiehe, wie ich's meine; ja du ſiehſt es, wenn ich ſtill meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, ſo werde mein in Ewigkeit ver⸗ geſſen! Herr, ich will, ſo lang ich bin, deine Lieb' er⸗ meſſen. Mel. Nun laßt uns den Leib 173 ch endlich, Dul⸗ der, findeſt du ein ſtilles Grab zu deiner Ruh', das nach der Noth, die dich gedrückt, mit ſanf⸗ tem Schlummer dich er⸗ quickt! 2. Wohl dir, daß du ge⸗ funden haſt, wo, nach des heißen Tages Laſt, dein Haupt du legteſt, einmal nun von langer Arbeit aus⸗ zuruhn! 3. Nicht modernder Ver⸗ weſung Raub wird, Heili⸗ ger des Herrn, dein Staub. Aus dunklen Todesnächten bricht bald deiner Auſerſte⸗ hung Licht. 4. O daß, wann einſt mein ew'ger Geiſt der Er⸗ denhülle ſich entreißt, auch ich 171 ic von auch Rul ie du! Aufer ( — Mel. Wet vinder!2 geht er he der verlor ffängt ihr iberwun ſeine R Felſengr ſchallt geſang. 3. d. net We einer Me det its k, die R 1 erhell Evangeli nes An Erlöſer mit Mach he ihn 1 hebt. Gottes nsfü wn ſc e de ss finſtte Thal ull vill nal durchwanzel liß; denn dur oſer, iſts mit der Schauen. auen tgeß ich dein, ſ tin Ewigkeit ver⸗ tr, ich will, ſo n, deine Lieb' er⸗ aßt uns den Leib a endlich, Dul— der, findeſt du Grab zu deiner nach der Noth, vrückt, mit ſanf⸗ immer dich er⸗ dit, daß du ge⸗ wo, nach des es Laſt, dein legteſt, einmal ger Arbeit aus⸗ nodernder Ver⸗ b wird, Heili⸗ n, dein Staub. n Todesnächten deiner Auferſte⸗ aß, wenn einſt Geift der Er⸗ entteißt, auch ic V V Erlöſung. ich von edlen Thaten ruh'! auch Ruh' verdiene, Herr, wie du! Auferſtehung Jeſu. (Oſterlieder.) Mel. Wer nur den lieben Gott 174 Hiil ihm, dem Todesüber⸗ winder! Aus ſeiner Gruft geht er hervor. Als Retter der verlornen Sünder em⸗ pfängt ihn nun der Engel Chor, und aller Himmel Jubelton preiſt ihn, des großen Gottes Sohn. 2. Er hat des Grabes Ruh' empfunden; doch kur⸗ zer Schlummer war ſein Tod. Er hat gekämpft und überwunden; dahin iſt alle ſeine Noth. Ihm, der das Felſengrab durchdrang, er⸗ ſchallt nun ein Triumph⸗ geſang., 3. Das ſegenreichſte ſei⸗ ner Werke, die Rettung einer Menſchenwelt, vollen⸗ det iſt's mit Gottes Stär⸗ ke, die Nacht des Irrthums iſt erhellt. Sein göttlich Evangelium ſteht feſt zu ſei⸗ nes Namens Ruhm. 4. Auf Felſen ruht des Chriſten Glaube, da ſein Erlöſer ewig lebt, und einſt mit Macht aus ſeinem Stau⸗ be ihn zur Unſterblichkeit er⸗ hebt. Nun wird der Tod 127 an Jeſu Hand ihm Hingang in ein beßres Land. 5. Ja, Chriſten, ſingt: Er iſt erſtanden! Singt ihm Triumph und Preisgeſang! Entfeſſelt von der Sünde Banden, ſei nun Gehorſam euer Dank! Nicht mehr der Welt und Eitelkeit, nein, ihm weiht eure Lebenszeit! 6. Ein Tag erſcheint, er⸗ löſte Brüder! Freut euch, es iſt ein Wonnetag! Dann kommt der Herr von Neuem wieder, und Engelheere fol⸗ gen nach. Dann dringet auch in euer Grab des Tod⸗ tenweckers Ruf hinab. 7. Dann werdet ihr zum höhern Leben, zum Lohn der Frommen auferſtehn, und mit des Himmels Glanz um⸗ geben, getroſt zum Richter⸗ ſtuhle gehn, dann wird euch der erſtandne Held ein Füh⸗ rer in der beſſern Welt. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 175(Neſus lebt, mit ₰ ihm auch ich. Tod, wo ſind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Todten auferwecken. Er verklärt mich in ſein Licht; dies iſt meine Zuverſicht. 2. Jeſus lebt; ihm iſt das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herrſchen, ewig leben. F 4 Gott erfüllt, was Werke und Wohlthaten Gottes. 128 was er verſpricht; meine Zuverſicht. 3. Jeſus lebt, wer nun verzagt, läſtert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugeſagt, daß der Sün⸗ der ſich bekehre. Gott ver⸗ ſtößt ihn Chriſto nicht; dies iſt meine Zuverſicht. 4. Jeſus lebt; ſein Heil iſt mein; ſein ſei auch mein ganzes Leben! Reines Her⸗ zens will ich ſeyn, und den Lüſten widerſtreben. Er ver⸗ läßt den Schwachen nicht; dies iſt meine Zuverſicht. 5. Jeſus lebt; ich bin ge⸗ wiß, Nichts ſoll mich von Jeſu ſcheiden, keine Macht der Finſterniß, keine Herr⸗ lichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieſer Pflicht: dies iſt meine Zuverſicht. 6. Jeſus lebt; nun iſt der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Troſt in Todesnoth wird es meiner Seele geben, wann ſie gläu⸗ big zu ihm ſpricht: Herr, Herr, meine Zuverſicht! dies iſt Mel. Vom Himmel kam der 176 Di ich bet' ich an, er⸗ ſtandner Held, Erretter einer Sündenwelt; du, unſre Zuflucht für und für, froh huldigt meine Seele dir! 2. Um deinen Thron, der ewig ſteht, glänzt Wahr⸗ heit, Heil und Majeſtät. Ich nahe mich voll Zuver⸗ ſicht zu dir; denn du ver⸗ wirfſt mich nicht. 3. Herr, meine Seele preiſet dich! Erlöſt, erlöſet haſt du mich, ſo wahr du ſelbſt vom Himmel kamſt, dein Leben gabſt und wie⸗ der nahmſt. 4. Wer iſt's, der mich verdammen kann? Ich glaub' an dich und ſage dann: Der Gott, durch den die Him⸗ mel ſind, der iſt mein Va⸗ ter, ich ſein Kind. V 5. Nun iſt dies erſte Le⸗ ben mir ein ſegenreicher Weg zu dir. So lang ich hier bin, Herr, mein Heil, hab' ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdſelig ſprachſt du: Erde, ſei der Schauplatz meiner Huld und Treu'! Wir ſehen deine Huld und Treu' auf deiner Erde täg⸗ lich neu. 7. Zwar trifft noch man⸗ cher Schmerz uns hier; noch, o Erbarmer, ſterben wir! Doch du regierſt, und wir ſind dein, und, Herr, wir werden's ewig ſeyn. 8. Ich weiß, daß mein Erlöſer lebt! Du Troſt, der meinen Geiſt erhebt, ich ſeh', durch dich geſtärkt, aufs Grab mit unerſchrock⸗ nem Aug' hinab. 9. Welch neue Welt voll Seligkeit erwartet mich nach die⸗ — erfander dieſer Je erklärte das unau 10. 1 Seelen! jießſ un Wig nit trau' in Vollender, Ml. Wer 177 denn dein bt, der wundnem Anſterblic in Gedac der von den iſt à. de dich de ſuchung dich di ſie zu b Halt' in Ehriſt erſtanden 3. De venn die des und! denn, w eint t mit ſeines Halt in Gri 4. Fü zen ha wie'z de ging. E . he e mich voll Iuher⸗ dir; denn du da⸗ ich nicht. err, meine Eel, err, ſdile ' 5 ich! Erliſt, er mich„ſo wahr u Im Himmel kan . 1 3 gabſt und wie inf ſet Ber iſt's, der m eꝛen kann? Ich glau und ſage dann. da zurch den die Hi⸗ ,, der iſt mein A ſein Kind. un iſt dies erſte t⸗ ir ein ſegenrachn dir. So luug ih ¹, Herr, mein hi an deinem Frn oldſelig ſprachſt n ſei der Schauhla z Huld und Ki hen deine Huld m. muf deiner Erde ii⸗ var trifft noch nar⸗ ſchmerz uns lie „Erbarmer, ſteta Doch du regierſt w dein, und, dr. d rden's ewig ſehn. Ich weiß, daß mi 3. lebt! Du du einen Geiſt aßtt durch dich gelit Zrab mit unerſchui ug hinab. Welch neue⸗ Welt eit erwartet mich 1 — Erlöſung. dieſer Zeit! Dort findet der verklärte Chriſt das Heil, das unausſprechlich iſt. 10. Der du für unfre Seelen wachſt, ſie zu dir ziehſt, und ſelig machſt, laß mich mit freudigem Ver⸗ trau'n im Tod auf dich, Vollender, ſchau'n. Mel. Wer nur den lieben Gott 177 Auf meine Seele, auf zur Freude! denn dein Erretter, Jeſus, lebt, der dich nach über⸗ wundnem Leide einſt zur Unſterblichkeit erhebt. Halt’ im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtan⸗ den iſt! 2. Denk' lebend ihn, wenn dich die Sünde mit der Ver⸗ ſuchung überfällt. Er lehrte dich die ſtärkſten Gründe, ſie zu beſiegen und die Welt. Halt' im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 3. Denk' ihn im Leben, wenn die Bürde des Stan⸗ des und Berufs dich drückt; denn, wer ſie trägt, wird einſt mit Würde zum Lohne ſeines Kampfs geſchmückt. Halt' im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 4. Fühlſt du die Schmer⸗ zen harter Leiden, denk', wie's dem frommen Dulder ging. Sein neues Leben iſt 129 voll Freuden, die er von Gott zum Lohn empfing. Halr' im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 5. Dich ſchrecket Tod und Grabeshöhle? Denk' ihn, den Sieger, der erſtand; im Tode ſtärke deine Seele mit Hinblick in das beßre Land. Halt' im Gedächt⸗ niß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 6. Du weinſt beim Gra⸗ be deiner Lieben, wie Jeſu Schüler ihn beweint; doch, wie ſie nicht verlaſſen blie⸗ ben, wird auch mit dir dein Freund vereint. Halt' im Ge⸗ dächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 7. Ja, ewig werth ſei dir das Leben des Ueber⸗ winders Jeſu Chriſt! Folg' ihm, ſo wird er dir auch ge⸗ ben die Stärkung, die dir noͤthig iſt. Halt' im Ge⸗ dächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! Mel. Chriſt lag in Todesbanden 1 7 8 Buingt Preis und Ruhm dem Hei⸗ land dar! Frohlockt ihm alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, der iſt dem Grab entnommen. Sei ge⸗ lobt, o Jeſu Chriſt, daß du für uns geſtorben biſt, und ſiegreich auferſtanden! Hal⸗ leluja! F 5 2. Dein 130 2. Dein Leben in der Majeſtät befeſtigt unſern Glauben. Wer kann nun, da dich Gott erhöht, den großen Troſt uns rauben, daß du von der Suͤnde Macht Befreiung haſt ans Licht gebracht, den Himmel haſt geöffnet? Halleluja! 3. Gott ſelbſt, der dich dem Grab entrückt, hat dem, was du gelehret, der Wahr⸗ heit Siegel aufgedrückt und dich als Sohn geehret. Dei⸗ nes Todes hohen Werth hat er aufs Herrlichſte erklärt, da er dich auferwecket. Hal⸗ leluja! 4. Erſtandner, ich froh⸗ locke dir; mein iſt dein Sieg und Leben! Du lebſt und herrſcheſt, um auch mir ein ew'ges Heil zu geben, mei⸗ ner Seele Troſt zu ſeyn, zur Tugend Kraft mir zu verleihn, und mich zu Gott zu führen. Halleluja! 5. Mein Herr, mein Heil, hilf mir dazu, befreie mich, von Sünden! Laß mich für meine Seele Ruh' im Frieden mit Gott finden! Pflanze deinen Sinn in mir, damit ich, Gott er⸗ geben, hier als dein Erlö⸗ ſter wandle! Halleluja! 6. Dein iſt das Reich; dein iſt die Macht, Ver⸗ ſtorbne zu erwecken. Du rufſt einſt, und der Gräber Nacht wird Todte nicht mehr —— Werke und Wohlthaten Gottes. decken. den biſt, ſo werd' auch ich, Herr Jeſu Chriſt, durch dich einſt auferſtehen. Halleluja! 7. O laß, ſo lang ich hier noch bin, mich treu im Glau⸗ ben wandeln; und jederzeit nach deinem Sinn recht⸗ ſchaffen ſeyn und handeln, daß ich, wann ich auferſteh', und dich, der Menſchen Richter ſeh', vor dir nicht angſtvoll bebe! Halleluja! 8. Da, wo du biſt, ſoll auch dein Freund, mit Herr⸗ lichkeit umgeben, mit al⸗ len Seligen vereint, durch Ewigkeiten leben. Laß dies Heil mein Erbe ſeyn, ſo werd' ich ewig deß mich freu'n, daß du vom Tod erſtanden! Hal⸗ leluja! Mel. Jeſu, meine Freude 179 Aus des Grabes Banden iſt der Herr erſtanden, er, des Höchſten Sohn. Jeſus hat geſieget! Alles, Alles lieget unter ſeinem Thron. Unſer Freund hat jeden Feind un⸗ ſrer Seligkeit bezwungen: Lob ſei ihm geſungen! 2. O wie hoch erhoben lebt nun Jeſus oben in der Herrlichkeit! Seiner Herr⸗ ſcherehre jauchzen Engelchöͤ⸗ re, ihm zum Dienſt bereit. Er hat nun, uns wohlzuthun und ſein Heil uns zuzuwen⸗ den, alle Macht in Händen. 3. Freu' Wie du auferſtan⸗ 3. Frer kring inn ihn zum de ſicher Höcſſen „ dich ſcon fromt da vie witd; er dich ein 4(itel wan mir! Sklaw, o⸗ Gaben wi haben, als Mih erqr nich drück ſtandnen ſeinen Fte 5, Ste le, dei deigt zu Heilande Sieges hervor. mehr na len eitle de ringen 6. O wenn in Erlöſte deinen Fr zu komme verlangt! ich dei Ponne! erhehe! Mel. T 180 4 u hohe — Gottes. 11 Vie du auferſtan⸗ ſo werd' auchi 1 Chriſt, durch ii eiſtehen. Hallelua i5, ſo lang ichijn mich treu im Glu heln; und jedert nem Sinn rir ſeyn und hande twann ich aufertth „ der Menſcha deh', vor dir ni bebe! Hallel a, wo du hit, ſal „Freund, mit hem aamgeben, mit l gen vereint, du en leben. Laß hi rn Erbe ſeyn, ſo wei jeß mich freu'n, dij 14 24od erſtanden da — „ zeſu, meine Freude Aus des Gruhs — Banden iſi ſtanden, er, e „Sohn. Ieſus ſu 8 Alles, Alles luzt nem Thron. lyſe ghat jeden Feind w⸗ ligkeit bezwungen „ihm geſungen! wie hoch erſea an Jeſus oben in eit! Seiner der⸗ a jauchzen Engelce 3 zum Dienſt beret zun, uns wohlzutha — Heil uns zußune Macht in Händen 1 . Mach 3. Fu —— 3. Freu' dich deß, o Seele, bring' ihm Preis und wähle ihn zum Fuͤhrer dir! Auf die ſichern Pfade zu des Höchſten Gnade bringt er dich ſchon hier. Welche Ruh' ſtrömt dann dir zu! Und wie wird zum höhern Leben er dich einſt erheben! 4. Eitelkeit der Erde, flieh' von mir! ich werde nie dein Sklav', o Welt! Unter allen Gaben wünſch' ich Nichts zu haben, als was Gott gefällt. Mich erquickt, wenn Noth mich drückt, dort, nach über⸗ ſtandnen Leiden, Gott mit ſeinen Freuden. 5. Sterb' ich, meine See⸗ le, die ich Gott empfehle, ſteigt zu ihm empor. An des Heilands Throne ſtrahlt des Sieges Krone glänzend mir hervor. Möcht' ich hier doch mehr nach ihr, als nach al⸗ len eitlen Dingen dieſer Er⸗ de ringen! 6. O der hohen Freude, wenn im Sieggeskleide der Erlöſte prangt! Herr, zu deinen Frommen und zu dir zu kommen, iſt, was mich verlangt! Hilf du mir, daß ich bei dir einſt in ſteter Wonne lebe, und dich froh erhebe! Mel. Vom Himmel kam der 180(rienee dich, mein Geiſt, erfreut des hohen Tags der Herr⸗ Erlöſung. ——-:—— 1— ¹ 13*————— 131 lichkeit; halt' im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt. 2. Fühl' alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erſchien', als ſpräch' er: Frie⸗ de ſei mit dir! O freue dich mein Geiſt, in mir! 3. Schau' über dich, und bet' ihn an; er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrſcht mit Gott ver⸗ eint, und iſt dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Ho⸗ heit immerdar dem, der da iſt und der da war! Sein Name ſei gebenedeit, von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz erhöht, was iſt der Erde Majeſtät, wenn ſie mein Geiſt mit der ver⸗ gleicht, die ich durch Got⸗ tes Sohn erreicht? 6. Vor ſeinem Thron in ſeinem Reich, unſterblich, heilig, Engeln gleich, und ewig, ewig ſelig ſeyn! Herr, welche Herrlichkeit iſt mein! 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr, Lieb' und Ver⸗ wundrung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht, fall' ich, Herr, auf mein Angeſicht. 8. Du, der du in dem Himmel thronſt, ich ſoll da wohnen, wo du wohnſt! Und du erfüllſt einſt mein F 9 Ver⸗ ——— 132 Werke und Wohlthaten Gottes. Vertrau'n, in höherm Lichte dich zu ſchau'n! 9. Ich ſoll, wann du, des Lebens Fürſt, in Wolken göttlich kommen wirſt, er⸗ weckt aus meinem Grabe geh'n, und rein zu deiner Rechten ſtehn! 10. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit ſoll ich mich freu'n in Ewigkeit. 11. Zu welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Chriſtenthum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, ſind wir auch auf⸗ erſtanden ſchon. 12. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir ſchuldig bin, da⸗ mit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde ſtets erneu'! 13. Er iſt's, der Alles in uns ſchafft; ſein iſt das Reich, ſein iſt die Kraft. Halt' im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! Mel. Was Gott thut, das iſt 1 81 Foula ct ihr Chri⸗ ſten, Jeſus lebt! Lobſingt dem Ueberwinder! O betet an, erhebt, erhebt den Retter aller Sünder! Er ſtarb für ſie; er ſtarb für uns. Heil uns, nun lebt er wieder für alle ſei⸗ ne Brüder! — — 2. Er lebt, er lebt! O weiht ihm Dank mit reiner, frommer Seele! Ihn preiſe jeder Feſtgeſang, und jedes Herz erzähle, wie viel er litt, wie gern er ſtarb, um tauſend Seligkeiten uns Ar⸗ men zu bereiten. 3. Er ſtarb, geſchmückt mit Heiligkeit; er ſtarb von Frevlerhänden! Wo wal⸗ tet hier Gerechtigkeit? Wie konnt' er hier ſchon enden? O Chriſten jauchzt? Er iſt erhöht! Er drang durch To⸗ desnächte an ſeines Vaters Rechte. 4. Beſiegt iſt ſeiner Fein⸗ de Macht, und er mit Ruhm gekrönet. Er hat ſein gro⸗ ßes Werk vollbracht, und uns mit Gott verſöhnet. Wer an ihn glaubt, wird ſelig ſeyn. O laßt euch dieſen Glauben durch keine Leiden rauben! 5. Schaut hin zu ſeiner Herrlichkeit, und lernt als Helden leiden! Schaut hin! Die Leiden dieſer Zeit ſind Keime hoher Freuden. Seid unverzagt! Seid hoffnungs⸗ voll! Nach wenig bangen Stunden iſt Alles über⸗ wunden. 6. Was iſt der Tod? Ein Schlaf iſt er. O ſanfter Schlaf des Müden! Bald glänzt ein ſchönrer Tag da⸗ her; dann ſteh'n wir auf im Frieden. O Tag des Dant e 9 Tag wollen w 18 wiſſen, 1 7. Er daß vit Pfden! mni riinſ Ainder Unſterblic ſeyn, un kommen: der From M. Erſ der unſe it. Als den Ete meht Frohlo 4. C verhief Leben len ni det in Er hat Gottes. Erlöſung. 133 r lebt, er lebt, d in Dank mit reing O Tag des Heils! Gern frommen Freunde zu. Er⸗ „Seele! Iſn nri wollen wir nun ſterben; wir wachen werden wir zugkeich, tgeſang„ und jas wiſſen, was wir erben. uns wieder ſeh'n in ſeinem ähle, wie vilg 7. Erſtand'ner, gib nur, Reich. Gott, welch ein Tag! gern er ſtarb, m daß wir hier auf deinen 6. Wie ſollt' ich, Herr, Seligkeiten unsg. Pfaden wandeln, und ſtets den Tod noch ſcheu'n? Nein, bereiten. mit reinſter Dankbegier als fromm will ich mich ſeiner t ſtarb, geſchnit Kinder Gottes handeln! freuen; dich preiſen noch an Ligkeit; er ſtarb w Unſterblich ſeyn, unſterblich meiner Gruft, wenn lieb⸗ dänden! Wo we ſeyn, und einſt dir näher reich deine Stimme ruft: Gerechtigkeit) R. kommen: o welch ein Lohn Entſchlafe nunll hier ſchon ena der Frommen! 7. Gib nur, daß ich im Bien jauchzt? Erſ Glauben treu, und treu in Er drang dute Mel. Erſchienen lſt der herrlich meinem Wandel ſei! So 2n an ſeines Vam 182 Exi erſtanden, komm ich nicht in dein Ge⸗ 1 Jeſus Chriſt, richt, wenn deine Stimme zu ſiegt iſt ſeina zu der unſer Troſt und Helfer mir ſpricht: Erwache nun! —t, und er nügn i. Dlls Sünger tral er amf 18. Herr, ruſe mich. wenn d. Er hat ſn den Staub, hinfort nicht dir's gefällt, von dieſer un⸗ ek vollbragt 4 mehr des Todes Raub. vollkommnen Welt, und t Gott vaßin Frohlocket ihm: fuhre mich an deiner Hand . 2. Er hat erfüllt, was er einſt in das beßre Vater⸗ ihn Alaubt, 19 verhieß, eh' er für uns ſein land! Preis ewig dir! n. O ſt at Leben ließ: Drei Tage ſol⸗ wlauben durch kin len nicht vergeh'n, ſo wer⸗ Mel. Kommt, kommt, den Herrn nauben! det ihr mich wieder ſeh'n. 183 Lobſinge, meine cchaut hin zu ſin Er hat's erfüllt. Seele, dem zkeit, und lantis 3. Ich lebe, ſprach er, Welterlöſer, bet' ihn an! leiden! Schaut und auch ihr ſollt leben, Lobſing, ihm und erzähle, Deen dieſer Zeit ſi ſelig ſeyn mit mir. Ich was er aus Huld für dich „hoher Freuden. öh komme, meine Stimme ruft gethan! Er hat für dich ge⸗ gt! Seid hoffuuge auch euch, ihr Lieben, aus rungen, durch ſeine Macht der Gruft zur Herrlichkeit. hat er des Todes Macht be⸗ 4. Er wird's erfüllen, zwungen, und ſeiner Schrek⸗ dach wenig bann 4 Jeſus Chriſt, der ſelbſt vom ken Heer. Du darfſt nun a iſt Alles üle⸗ . as iſt der Tod? h. Tod erſtanden iſt! Er weckt nicht mehr beben; ſein Sieg giſt er. O ſuſt auch mich, und volles Heil hat dich befreit. Dein iſt „des Müden! R iſt dann gewiß bei ihm unſterblich's Leben, dein in ſchönrer Tag dr mein Theil in Ewigkeit. Gottes Seligkeit. i ſteh'n wir 9 in 5. Auch führt er nach 2. Froh führte Gottes „ O Tag des Dukt des Grabes Ruh' mir meine Sonne den feſtlich hohen 1 9” F 7 Tag N ſſſſſſ Tag herauf. Da ſtand, be⸗ lohnt mit Wonne, nach kur⸗ zem Schlaf mein Jeſus auf. Gedanke, der zu Freuden des Himmels mich erhebt! Gedanke, der in Leiden mein Herz mit Troſt belebt; der ſchönſten Hoffnung Quelle, wenn die Zerſtörung droht! Wo iſt dein Sieg, o Hölle? Wo iſt dein Stachel, Tod? 3. Der Felſen Grund er⸗ bebet; die Hüter fliehn; das Grab iſt leer. Der todt war, Jeſus, lebet, und geht vor ſeinen Freunden her! Die ſchwachen Jünger wanken; er ſtärkt die Wankenden. Sie ſeh'n ihn, freu'n ſich, danken dem Auferſtandenen. Sie ſeh'n empor ihn ſteigen, und gehn, wie er gebot, mit Freuden hin und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten ſiegen, von dir und deinem Geiſt belehrt; die Götzen⸗ tempel liegen; der Erdkreis wird zu Gott bekehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freudenvoll ein Chriſt. Ich bet' ihn an im Staube, ihn, der mein Retter iſt. Ich werd' ihn ewig ſchauen, wann er auch mich erhebt. Der Herr iſt mein Vertrauen; er ſtarb für mich und lebt! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 184 V e deshal —— e“—— 134 Werke und Wohlthaten Gottes. erhebt ſich mein Geſang; dem Sieger über Grab und Tod erſchallet laut mein Dank. 2. Die Sonn' in ihrer Majeſtät erhellet kaum die Nacht, als Jeſus Chriſtus auferſteht und herrlicher er⸗ wacht. 3. Die Erde bebte, als der Held aus ſeinem Gra⸗ be ſtieg; hinauf bis zu dem Sternenzelt erſchallete ſein Sieg. 4. Fallt nieder vor ihm in den Staub, der ſich dem Grab entſchwang! Er iſt nicht mehr des Todes Raub; Erlöſte, ſingt ihm Dank! 5. Sein großes Werk iſt nun vollbracht; errungen iſt ſein Sieg, weil er aus ſeiner Todesnacht empor zum Leben ſtieg. 6. Heil, Leben und Un⸗ ſterblichkeit, im Tode Troſt und Ruh', und Hoffnung hoher Seligkeit ruft uns ſein Grabmal zu. 7. Gedanke, der das Herz erhöht: wir werden aufer⸗ ſtehn; auf Hoffnung in das Grab geſät, um ſchöner aufzugehen. 8. Heil dir, wenn dieſer Hoffnung Licht dein Herz für ihn durchglüht, dich ſtärkt zu jeder Chriſtenpflicht und ganz zu ihm dich zieht! 9. O Auferſtehungsfeſt, du biſt des beßren Lebens Pfand! Dich feire dankbar jeder X 185. èder Ch Kroſt emg Chriſit ter und (binm Mel. Freu Freuden d lichkeit; d noch die hens, dieſe Jiſu, Nu ich meine dir zuri⸗ geis dein 2. La zrrücke, derz zu nach der mich ſe Steigt hinauf, Schwach ſelber w dum Va 3. L verachten Eitles it auben; euer! Fottes. nein Geſang, de r Grab und aut mein* Erde bebte, ü aus ſeinem Gne inauf bis zu w t erſchallet ſen t nieder vor in aub, der ſihda ſchwang! Et ſ des Todes Raul, igt ihm Dant großes Werki racht; errunga 8 eg, weil er ans desnacht enher ſtieg. „Leben und he „ im Tode Adnß und Hoffug igkeit ruft we nal zu. nke, der das der ir werden aufer⸗ Hoffnung in di ät, um ſchumm icht dein Herz fit lüht, dich ſürt hriſtenpflicht und n dich zieht! Auferſtehungsfet 3 beßren Lebens ich feire dankhu jeder dir, wenn diſer — jeder Chriſt, der deinen Troſt empfand. Chriſti Hingang zum Va⸗ ter und Verherrlichung. (Himmelfahrtslieder.) Mel. Freu' dich ſehr, o meine 185 Heun, du fährſt mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herr⸗ lichkeit; doch mich drücken noch die Leiden dieſes Le⸗ bens, dieſer Zeit. Gib mir, Jeſu, Muth und Kraft, daß ich meine Pilgerſchaft ſo in dir zurücke lege, daß ich ſtets dein bleiben möge! 2. Laß mir deinen Geiſt zurücke, dir mein ganzes Herz zu weih'n! Wenn ich nach dem Himmel blicke, laß mich ſeinen Troſt erfreu'n! Steigt mein Fleh'n zu dir hinauf, helf' er meiner Schwachheit auf, und du ſelber woll'ſſt im Beten bei dem Vater mich vertreten! 3. Lehre mich die Welt verachten, und was in ihr Eitles iſt, und nach dem, was dort iſt, trachten, wo du, mein Erlöſer, biſt! Wolluſt, Ehrſucht und Gewinn ſoll mich nicht zur Erde ziehn, da ich jenſeits überm Grabe eine größre Hoffnung habe. 4. Dieſe müſſe Nichts mir rauben; du erwarbſt ſie theuer mir! Jetzo ſeh' ich ſie Erlöſung. im Glauben; dort find' ich ſie ſelbſt bei dir. Dort belohnſt du das Vertrau'n deiner Gläubigen durch Schau'n, und verwandelſt ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit' auch mir die Stätte in des Vaters Hauſe zu! Rufſt du frühe oder ſpäte mich zu meines Grabes Ruh', ſo erleuchte du die Nacht, die des Todes Thal mir macht! Du haſt ja den Tod bezwungen, und den Sieg für uns errungen. 6. Kommſt du endlich glorreich wieder an dem Ende dieſer Zeit, o ſo ſammle meine Glieder aus dem Staub zur Herrlich⸗ keit! Heil'ge und verklär' ſie ganz, daß der Leib in Himmelsglanz, frei von die⸗ ſem Staub und Erde, ähn⸗ lich deinem Leibe werde! Mel. Es iſt das Heil uns 1866˙L““t das Vol⸗ lendungsfeſt uns heut in gheil'gen Freu⸗ den feiern; froh ſchauen über Welt und Zeit, und das Gelübd' erneuern: Gott und der Tugend treu zu ſeyn, treu auch in Trübſal, Schmach und Pein, wie Jeſus, zu vollenden! 2. Er kam zu uns, von Gott geſandt, und heiligte die Erde, daß ſie der Ein⸗ tracht ſtilles Land, ein Sitz der 3“ 8 ——%%%— der Tugend werde. Nach ſeinem Beiſpiel ſollen wir uns Alle bilden, Alle hier, daß wir zum Vater kommen. 3. Zum Vater! O wir kennen ihn: um ähnlich ihm zu werden, folgt Jeſu; denn in ihm erſchien ſein Ebenbild auf Erden. Sein Gruß war Friede, ſein Gebot nur Lieb' und Tugend, bis zum Tod war That auch ſeine Lehre. 4. Wie groß, wie edel durch ſein Herz, wie treu der hohen Sendung, wie herrlich unter Spott und Schmerz, rang er ſich zur Vollendung! Die Krone ward ihm dargereicht. Nun macht ſein Sieg den Kampf uns leicht, ſein Lohn die Zukunft heiter. 5. Zerſtörend war der Sünde Macht; er hat ſie überwunden. Wir bebten vor des Grabes Nacht; ſie iſt durch ihn verſchwunden. Seitdem er ſich dem Grab entſchwang, iſt uns der Tod nur Uebergang zu einem beßren Leben. 6. Er ſchwang zum Him⸗ mel ſich hinauf, die Stätt' uns zu bereiten. Zum Him⸗ mel geht nun unſer Lauf; zu ew'gen Seligkeiten. So hoch, ſo hoch ſteht unſer Ziel! Der ſchönen Woh⸗ nungen ſind viel in ſeines Vaters Hauſe. 7. Wie ſinkt das Schat⸗ 136 Werke und Wohlthaten Gottes. tenwerk der Zeit! Wer kann noch darnach ſtreben? Wer ruh'n im Schooß der Sinnlichkeit? ſich ergeben? Die Zeit iſt raſch, oft ſchwer der Lauf; ſchaut, Chriſten, ſchaut zum Ziel hinauf, und eilet zu vollenden. 8. Ein Himmel wird ſchon unſre Welt, wenn wir ein⸗ ander lieben, mit Freuden thun, was Gott gefällt, treu unſre Kräfte üben. Dann führ' ans Grab uns die Natur; aus einem Him⸗ mel geh'n wir nur in einen ſchönern Himmel. Mel. Herr, wir ſingen deiner (b) eber aller 186 U Himmel Heere erhobſt du dich in Sieg und Ehre, du Geber der Unſterblichkeit! Engel ſingen Freudenlieder, und alle die erlöſten Brüder ver⸗ ehren deine Herrlichkeit. Du, du biſt Gottes Sohn! Gott hebt dich auf den Thron ſeiner Ehre! Wir ſteh'n von fern, freu'n uns des Herrn, vertrau'n und dienen ihm nun gern. 2. Der du, deines Va⸗ ters Willen zu unſerm Heile zu erfüllen, gehorſam warſt bis in den Tod, du regierſt nun auf dem Throne; Gott gibt dir ſeine Welt zum Lohne; dich nennt dein Volk nun dem Laſter b run Her hüöhter( herrlich dem Sie nit Freu net Gott 3. 8. üöſen in und zü vom Hin Gib auc Leiden d ſes und uns dein heißt! E Reich, m gleich, d zingſt ve Dahn, mel fuͤhl 4. Un weiten, hier ne voran lich u men; deine hinaufi deinen verſühnt bbeſt un des hö. ſchau'n auf, und eilt Himmel wird ſon eelt, wenn wit eir eben, mit Fuuhg vas Gott geilt iſre Kräfte ühn ihr' ans Grab un *; aus einem am⸗ mwir nur in ein Himmel. rr, wir ſingen deinn (b) Uun all Himnel hobſt du dich i d Ehre, du Geln erblichkeit! Engl reudenlieder, ud rlöſten Brüder ker deine Herrlichket biſt Gottes Soht, bt dich auf da einer Ehre! M. m fern, freu'n un in, vertraun mh m nun gern. er du, deines V⸗ n zu unſerm Hil n, gehorſam vuf r Tod, du regiett dem Throne; Gott ſeine Welt zun h nennt dein Voll nut hriſten, ſchatſn nun Herr und Gott! Er⸗ höhter Gottes Sohn, wie herrlich iſt dein Lohn nach dem Siege! Wir folgen dir mit Freuden hier; einſt loh⸗ net Gott auch uns, wie dir. 3. Deine trauernden Er⸗ löſten im Kampf zu ſtärken und zu tröſten, gabſt du vom Himmel deinen Geiſt. Gib auch uns in unſern Leiden den Geiſt des Tro⸗ ſtes und der Freuden, den uns dein treues Wort ver⸗ heißt! Er zieh' uns in dein Reich, mach' unſer Herz dir gleich, dir zu folgen! Du gingſt voran; wir ſeh'n die Bahn, die uns zum Him⸗ mel führen kann. 4. Uns die Stätte zu be⸗ reiten, um die wir Pilger hier noch ſtreiten, gingſt du voran ins Vaterland. Herr⸗ lich wirſt du wiederkom⸗ men; dann führſt du alle deine Frommen mit dir hinauf ins Vaterland. Durch deinen Mittlertod ſind wir verſöhnt mit Gott. Wo du lebeſt und Gott mit dir, da ſollen wir auch mit dir le⸗ ben für und für. 5. Welch ein Jubel wird es werden, wenn wir dich wieder ſeh'n auf Erden in aller Majeſtät des Herrn! Das wird ſeyn kein Tag des Bebens, o nein, ein Tag des höhern Lebens, dann ſchau'n wir dich nicht mehr Erlöſung. 137 von fern; dann ſeh'n wir, hocherfreut, ganz deine Herrlichkeit, Welterlöſer; dann führeſt du der Wonn uns zu, dort in des Him⸗ mels ew'ger Ruh'. Mel. Vom Himmel kam der 187 Auf. Jeſu Jün⸗ ger, freuet euch! Der Herr fährt auf zu ſei⸗ nem Reich. Er triumphirt! Lobſinget ihm! Lobſinget ihm mit hoher Stimm'! 2. Sein Werk auf Erden iſt vollbracht; zerſtört hat er des Todes Macht; er hat die Welt mit Gott ver⸗ ſöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit über alle Him⸗ mel weit geht ſeine Macht und Herrlichkeit, ihm dienen ſelbſt die Seraphim. Lobſin⸗ get ihm mit hoher Stimm'! 4. Sein ſind die Völker aller Welt; er herrſcht als ſieggewohnter Held; er herrſcht, bis unter ſeinem Fuß der Feinde Heer ſich beugen muß. 5. Er ſchützet ſeine Chri⸗ ſtenheit, erhält ſie bis in Ewigkeit. Er iſt ihr Haupt. Lobſinget ihm! Lobſinget ihm mit hoher Stimm'! 6. Ja, Heiland, wir er⸗ heben dich; und unſre Her⸗ zen freuen ſich der Herr⸗ lichkeit und Majeſtät, wozu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Wohl 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bei dir ſteht Kraft und Macht, und dein ſind wir. Nimmſt du dich unſrer hülfreich an: was iſt, das uns gebrechen kann? 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit ſtärk' uns in unſrer Prüfungszeit, nur 188 Werke und Wohlthaten Gottes. dir zu leben, dir zu trau'n, bis wir dereinſt dein Antlitz ſchau'n. 9. Dann werden wir uns ewig dein, du groͤßter Menſchenfreund, erfreu'n; dann ſingen wir von dei⸗ nem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. Heiligung des Menſchen durch den Geiſt Gottes. (Pfingſtlieder.) Mel. Vom Himmel hoch, da 188 Atbetung ſei dir, Gott, gebracht! Du haſt uns dieſen Tag gemacht. Dich preiſe, wer durch Jeſum Chriſt erleuch⸗ tet und geheiligt iſt! 2. Der Erdkreis lag in Nacht verhüllt, mit Wahn und Götzendienſt erfüllt; da kam von deinem Ange⸗ ſicht dein Geiſt, mit ihm der Wahrheit Licht. 3. Auf Jeſu Boten ließ er ſich herab mit Segen ſicht⸗ barlich. In fremden Spra⸗ chen that ihr Mund, Gott, deine großen Thaten kund. 4. Von ihm geſtärkt, geh'n ſie nun gern und ſammeln Jünger ihrem Herrn. Vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang wird alles Licht und Lobgeſang. 5. Umſonſt beſtürmt ſie Grimm und Spott; ſie ſie⸗ gen ſtark durch ihn, o Gott! Ihr Schutz iſt Je⸗ ſus, und ihr Ruhm ſein theures Evangelium. 6. Und ihrer Predigt fro⸗ her Schall erfüllt den Erd⸗ kreis überall; und ſelbſt die fernſte Nation kennt dich und Jeſum, deinen Sohn. 7. Noch dauert dieſer Segen fort; noch ſiegt, o Ewiger, dein Wort; und daß wir glauben, danken wir dem Glanze jenes Lichts von dir. 8. Erhalt' uns deiner Wahrheit treu, mach' uns von Sünd' und Irrthum frei; dein Geiſt treib' uns zum Guten an, und leit' uns auf der Tugend Bahn! 9. Bis wir dereinſt im hellern Licht von Angeſicht zu Angeſicht dich ſchau'n, und in des Himmels Höh'n durch dich auch uns verherr⸗ licht ſeh'n. 189 Geiſt, ſtus une uns be —— 4 Ahre, tzum fin dich, Her 2 8. heit und uns dut ugendha ühm gla Helland, himmlſc barm' di 3. Dt Einigkei ſammt uns d. leeben, mand harm' 4. aller⸗ nicht Lod; ſerben, ſondern allen Pl Herr! 4 Mel. 190 fein gr ſſon; Maggten. gab ihr Gottes. ben, dir „ alt zu tuun dereinſt dein ann werden R dein, du gün ch den Geiſ — rk durch ihn, hr Schutz iſ de d ihr Ruhn ſi Fvangelium. ihrer Predigt ſe ll erfüllt den Gh⸗ herall; und ſitt ſte Nation kut Jeſum, dein dch dauert diſe ort; noch ſiegt, dein Wort; m) glauben, duin Glanze jenes Licß chalt' uns deine treu, mach m nd' und Irrihm n Geiſt treib m ten an, und lü der Tugend Bahn, s wir dereinſt in icht von Angeſch ſicht dich ſtne s Himmels Hiß auch uns verhen⸗ h* Lehre, Heiligung. In eigener Melodie. un bitten wir 189 N den heil'gen Geiſt, welchen Jeſus Chri⸗ ſtus uns verheißt, daß er uns behüte vor falſcher Alle, die im Irr⸗ thum ſind, bekehre. Erbarm' dich, Herr! 2. Du Geiſt der Weis⸗ heit und der Kraft, mach' uns durch dein Wort auch tugendhaft; hilf uns feſt ihm glauben, dem treuen Heiland, der uns bringt zum himmliſchen Vaterland! Er⸗ barm' dich, Herr! 3. Du Geiſt der Lieb' und Einigkeit, mach' uns alle⸗ ſammt dazu bereit, daß wir uns von Herzen einander lieben, gern verzeihen, Nie⸗ mand gern betrüben! Er⸗ barm' dich, Herr! 4. Du höchſter Troſt in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Grab noch Tod; laß, wenn wir einſt ſterben, uns nicht verzagen, ſondern mach' uns frei von allen Plagen! Erbarm' dich, Herr! Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 190 Wllendet hatte Gottes Sohn ſein großes Werk auf Erden ſchon; und ſeine Jünger zagten. Doch Gottes Geiſt gab ihnen Muth, daß ſie 139 bald Alles, Gut und Blut, für Jeſu Lehre wagten. 2. Da that der Unge⸗ lehrten Mund des Welter⸗ löſers Thaten kund,, die Völker zu bekehren. Der Heiden Tempel wurden leer; es ſtürzte jenes Götzenheer von ſeinen Prunkaltären. 3. Umſonſt, umſonſt em⸗ pörten ſich ſelbſt Fürſten, Jeſu, wider dich, und töd⸗ teten die Jünger. Unüber⸗ windlich war ihr Muth; und ſchwiegen ſie, ſo ſprach ihr Blut, und zeugte neue Jünger. 4. Wie Gottes Sonne, ging dein Wort bis an der Erde Grenzen fort; der Irr⸗ thum wich dem Lichte. Die Völker wurden menſchlicher, die Menſchen lebten heiliger vor Gottes Angeſichte. 5. Auch wir begeh'n, o Gott, dies Feſt, das deine Huld uns feiern läßt, dem Chriſtenthum zur Ehre. Wir leben froher, glücklicher, und, helf' uns Gott! auch heiliger, durch deines Soh⸗ nes Lehre. In eigener Melodie. 191 Kd mm. 0 komm, du Geiſt des Lebens! Hilf uns Schwachen mächtig auf! Wir bemüh'n uns ſonſt vergebens hier in unſerm Pilgerlauf um das Heil 2 140 Heil, das Gottes Rath für uns auserſehen hat. 2. Gib in unſer Aller See⸗ len wahre Weisheit, helles Licht, daß wir uns zur Richtſchnur wählen Jeſu Wort und Unterricht! Stehe du uns kräftig bei, und mach' uns vom Irrthum frei. 3. Zeig' uns ſelbſt die rech⸗ ten Stege zu der wahren Wohlfahrt an, räume Alles aus dem Wege, was daran uns hindern kann! Wirke Reue nach der That, wenn der Fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß uns ſtets dein Zeugniß haben, daß wir Gottes Kinder ſind! Stär⸗ ke uns mit deinen Gaben, wenn ſich Noth und Trüb⸗ ſal find't! Lehr' uns, daß des Vaters Zucht einzig unſer Beſtes ſucht! 5. Treib' uns, daß wir zu ihm treten kindlich und mit Freudigkeit, nur nach ſeinem Willen beten, und vertritt uns alle Zeit; ſo wird unſer Fleh'n erhört, und die Zuverſicht gemehrt! 6. Wird uns auch um Hülfe bange, ſeufzt das Herz voll Traurigkeit: Ach, mein Gott! mein Gott! wie lange! o ſo wende un⸗ ſer Leid! Sprich der Seele tröſtend zu, gib ihr Muth, Geduld und Ruh'! 7. O du Geiſt der Kraft und Stärke, der in uns das Werke und Wohlthaten Gottes. entzieh' nicht, und zeig' uns, was wir fehlen! Triebe, Triebe, fromm zu leben, willſt du geben, wenn wir vor den Vater treten. Gute ſchafft, fördre in uns deine Werke, und im Kam⸗ pfe gib uns Kraft, wenn Verſuchung auf uns dringt, daß uns dann der Sieg ge⸗ lingt. 8. Herr, bewahr' uns un⸗ ſern Glauben, daß Verfol⸗ gung, Schmach und Spott niemals ihn uns möge rau⸗ ben! Du biſt unſer Schutz, o Gott! Spricht das Herz gleich zweifelnd: Nein! laß dein Wort gewiſſer ſeyn. 9. Wenn wir endlich ſol⸗ len ſterben, o ſo ſteh' mit Troſt uns bei; gib, daß uns, als Gottes Erben, je⸗ ne Herrlichkeit erfreu', die uns unſer Gott beſtimmt, und die-nie ein Ende nimmt! Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott heil'ger Geiſt, 192 O kehr bei uns ein, und laß uns deine Woh⸗ nung ſeyn, du Beiſtand unſ'⸗ rer Seelen! Erleucht' uns durch dein göttlich Licht, uns deine Hülfe beten, gläubig 2. Du Quell, woraus die Wahrheit fließt, die uns zum Heil ſo nöthig iſt, o ſchenk' aus deiner Fülle uns ſo viel Einſicht und Verſtand, daß heilſam von uns werd' er⸗ kannt „ knnnt de KVile unſern ſlan und uns hat 3 E . ddeinem . auf den Heils, d Verleih ir dirt vit hier nüſſen. nuthlos der Troß de Trüb 4. E ter Wa Kampf ſchſt, d 3 den! U. merfort dein gön niſſ u nen Gi derzens 1 ſo wie 6. 6 „5 Heiligker Gottes fft, fördre rke, und a uns Kraft, ig auf uns 4 dann der Sieg g „ bewahr' unsu⸗ ben daß Veiſ⸗ chmach und Syat on uns möge rn biſt unſer Sühu Spricht das de ſfend. Nein! w t gewiſſer ſeyn en wir endlic ſi⸗ 1, o ſo ſteh 1 bei; gib, w Gottes Erben— chkeit erfreu, 3 Gott beſtimntm 1mm n Ende ninmt n ganzer Geiſt, Got heil'eger Giſ kehr' bei m⸗ aß uns deine Mi⸗ „du Beiſtand uſ⸗ n! Erleucht' un in göttlich Lict uns deine Hiff zeig' uns, was wit iebe, Triebe, fromn willſt du geben ebeten, glüuli gater treten. Quell, woraus de ſießt, die uns zum thig iſt, o ſchenf 1 Fülle uns ſo vil id Verſtand, daß in uns werd er⸗ fanut hhhhhhSͤSͤSͤöͤöͤöͤöoͤaͤaͤaͤaͤaͤſͤſdſdſſ kannt des Höchſten gnäd'ger Wille! Ja, gieb den Trieb unſern Seelen, nur zu wäh⸗ len und zu üben, was er uns hat vorgeſchrieben! 3. Steh' uns ſtets bei mit deinem Rath, und führ' uns auf den rechten Pfad des Heils, den wir nicht wiſſen! Verleih' uns Willigkeit, daß wir dir treulich folgen, wenn wir hier auch darum leiden müſſen. Drückt Laſt uns faſt muthlos nieder, laß uns wie⸗ der Troſt empfinden, und die Trübſal überwinden. 4. Stärk'’ uns durch dei⸗ ner Wahrheit Kraft zum Kampf mit jeder Leiden⸗ ſchaft, darüber Herr zu wer⸗ den! Und ſind wir wo dem Falle nah, ſo ſei mit deiner Hülfe da, erheb' uns von der Erden! Neue Treue gib uns Schwachen; du kannſt ma⸗ chen, daß wir ſiegen, und im Kampf nicht unterliegen. 5. Erhalte bei uns im⸗ merfort den Glauben an dein göttlich Wort! Nichts müſſ' uns von ihm tren⸗ nen! Gib, daß wir ihn von Herzensgrund mit Thaten, ſo wie mit dem Mund, vor aller Welt bekennen! Je⸗ ſum Chriſtum oh'n Aufhö⸗ ren recht zu ehren, mach' uns tüchtig, und ſein Heil uns werth und wichtig! 6. Hilf, daß in wahrer Heiligkeit wir führen unſre Heiligung. 141 Lebenszeit; du kannſt uns dazu ſtärken. Es bleibe uns ſtets unbewußt die Eitelkeit, die Sinnenluſt, mit ihren böſen Werken! Vater, Va⸗ ter laß uns ſtreben, ſo zu leben hier auf Erden, daß wir gut und ſelig werden! Mel. Gott des Himmels und 193 gen mſ aan ) Gott gegeben, komm', erleucht' und heil'ge mich! Weiſe, fromm und gut zu leben: dies vermag ich nur durch dich. Mache täglich Ernſt und Treu', mich zu beſſern, in mir neu! 2. Ach, ich irr' in Fin⸗ ſterniſſen, Geiſt der Wahr⸗ heit, ohne dich; von Be⸗ gierden hingeriſſen, täuſcht die trunkne Seele ſich, ſu⸗ chet Ruh' und findet ſie in der Erde Gütern nie. 3. Hilf mir nach dem Him⸗ mel ſtreben, der den Lohn mir aufbehält; hilf mir Gott und Jeſu leben, nicht den Lüſten dieſer Welt; lehre mich von Sünden rein, hei⸗ lig, wie mein Heiland, ſeyn! 4. Leite du mich auf dem Pfade deines Lichts zum Le⸗ ben hin; und mich ſtärke deine Gnade, wann ich ſchwach und muthlos bin, daß ich näher jeden Tag meinem Ziele kommen mag! 5. Gib zu jedem guten Werke meiner Seele Kraft un 142 und Luſt und im Kampfe flöße Stärke mir in meine ſchwache Bruſt; gib mir Troſt in jeder Noth; hilf mir treu ſeyn bis zum Tod! 6. Sei mein Beiſtand, wann ich ſterbe; zeige mei⸗ nem Geiſt von fern das mir aufbehaltne Erbe in der Herrlichkeit des Herrn! So geſtärkt durch deine Kraft, end' ich froh die Pilgerſchaft. Mel. Mein Gott, das Herz Micht um ein flüch⸗ 194 N tig Gut der Zeit, ich fleh' um deinen Geiſt, Herr, den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Himmel ſtammt, o Vater, lehr' er mich, die Weisheit, die das Herz entflammt zur Liebe gegen dich! 3. Dich lieben, Gott, iſt Seligkeit. Gern thun, was dir gefällt, wirkt reinere Zufriedenheit, als alles Glück der Welt. 4. Vertrauen hab' ich dann zu dir; dann ſchenket ſelbſt dein Geiſt das freu⸗ dige Bewußtſeyn mir, daß du mir gnädig ſeiſt. 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, zur Tugend ſtärk' er mich, und zeige, wenn ich traurig bin, auch mir als Tröſter ſich! 6. Er ſchaff' in mir ein irgend mich verirrt, ruüͤhre du mein Herz, daß ich— Werke und Wohlthaten Gottes. reines Herz, voll Dank für deine Huld, und er bewaff⸗ ne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 19 5 Gei vom Vater und vom Soh⸗ ne, der du unſer Tröſter biſt, und von unſers Gottes Throne hülfreich auf uns Schwache ſiehſt, ſtehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben ſei: o ſo wird mein Herz auf Erden ſchon ein Tempel Gottes werden! 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir ſeyn; wann ich bange Zweifel hege, deine Wahr⸗ heit mich erfreu'r n! Lenke kräftig meinen Sinn auf mein wahres Wohlſeyn hin! Lehrſt du mich, was recht iſt, wählen, werd' ich nie mein Heil verfeblen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über Alles treu meinen Gott und Va⸗ ter liebe, daß mir Nichts ſo wichtig ſei, als in ſeiner Huld zu ſtehn! Seinen Na⸗ men zu erhöhn, ſeinen Wil⸗ len zu vollbringen, müſſe mir durch dich gelingen! 4. Stärke mich, ſo oft zur Sünde mein Gemüth verſuchet wird, daß ſie mich nicht überwinde! Hab' ich o ſo — ih untet nc vor ge⸗ und n rung neig 5. Rei und Beter zutreten; zeſum Ch ten Mitt auf ihn d Gnad um Lerlangen zu empfan 6. Eteh den ſtets! bei, daß wit Freu vung folg ein gelaßr ſelbſt im zum fre deines pfinden! Mel. We 196 ſen, du h ku dir zu auterleſen reines her das unbe allen biſ 2. K. mein G Beſerun Geſt ve ſSna. W Schüler 5 hie —— Gottes. 3, voll Dant fi d, und er bevif im Schmern n d mit Geduld u' dich ſehr, o meim Geit vom Pur und vom En — u unſer Tröͤſter ti n unſers Gatts hülfreich auf nn b ſiehſt, ſtehe dumt bei, daß ich Gi ei: o ſo wird m Erden ſchon h Hottes werden! zauf jedem meine ine Weisheit mi ; wann ich hmg hege, deine Vaſr h erfreu'n! Lat meinen Sinn uf pres Wohlſeyn ſin mich, was u len, werd' ich ne l verfehlen. eilige des Herzen daß ich über Ales inen Gott und V⸗ „daß mir Nichte ſ ſei, als in ſeier —— ſtehn! Seinen Ne erhöhn, ſeinen A vollbringen, miſß h dich gelingen! tärke mich, ſo ſj nde mein Genit wird, daß ſie mit erwinde! Hab it ich verirrt, At mein Hetz, 1 1 ich unter Reu' und Schmerz mich vor Gott darüber beu⸗ ge, und mein Herz zur Beß⸗ rung neige! 5. Reize mich, mit Flehn und Beten, wenn mir Hülfe noͤthig iſt, zu dem Vater hin⸗ zutreten; gib, daß ich auf Jeſum Chriſt, als auf mei⸗ nen Mittler ſchau', und auf ihn die Hoffnung bau', Gnad' um Gnad' auf mein Verlangen von dem Vater zu empfangen! 6. Stehe mir in allen Lei⸗ den ſtets mit deinem Troſte bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Füh⸗ rung folgſam ſei! Gib mir ein gelaßnes Herz; laß mich ſelbſt im Todesſchmerz, bis zum frohen Ueberwinden, deines Geiſtes Troſt em⸗ pfinden! Mel. Wer nur den lieben Gott 1 96 O großer Gott, du reines We⸗ ſen, du haſt nur reine Her⸗ zen dir zu deiner Wohnung auserleſen: ach, ſchaff' ein reines Herz in mir, ein Herz, das unbefleckt und frei von allen boͤſen Lüſten ſei! 2. Laß, guter Vater, mein Gemüthe der ſteten Beſſerung ſich weih'n; dein Geiſt vermehr' des Herzens Güte, ſo werd' ich Jeſu Schüler ſeyn. Dann fühl' ich hier ſchon in der Zeit Heiligung. 143 der Tugend Werth und Se⸗ ligkeit. 3. Dein guter Geiſt, o Gott, regiere mein ganzes Herz, und ſtehe mir in mei⸗ ner Schwachheit bei, und führe mich von der Eitel⸗ keit zu dir! Gib einen Geiſt, der dir getreu und willig zu gehorchen ſei! 4. Entzieh' mir Schwa⸗ chen, wann ich fehle, nur deine Vaterliebe nicht, und gib, damit ich Gutes wähle, mir deines Geiſtes Kraft und Licht. Im Kampfe laß mich feſt beſtehn, um einſt zum Himmel einzugehn! 5. Nimm deinen Geiſt, den Geiſt der Liebe, den Geiſt des Glaubens nie von mir und ſtärke mich durch ſeine Triebe, durch ſeinen Beiſtand für und für! So leite durch die Pilgerzeit mich aus der Welt zur Seligkeit! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 197 Der du uns als ◻☚ Vater liebeſt, treuer Gott, und deinen Geiſt denen, die dich bitten, giebeſt, ja uns um ihn bit⸗ ten heißt: demuthsvoll fleh ich zu dir: Vater, ſend' ihn auch zu mir, daß er meinen Geiſt erneue, und ihn dir zum Tempel weihe! 2. Ohne ihn fehlt meinem Wiſſen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz 141 Herz bleibt dir entriſſen und dem Dienſt der Welt ge⸗ weiht, wenn er nicht durch ſeine Kraft die Geſinnung in mir ſchafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jeſu, noch mit ächter Treu' meinen Gott und Herrn dich nen⸗ nen, ſtehet mir dein Geiſt nicht bei. Drum ſo laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre! 4. Ew'ge Quelle heil'ger Güter, hochgelobter Gottes⸗ geiſt, der du menſchliche Gemüther beſſerſt und mit Troſt erfreuſt; nach dir, Herr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Prei⸗ ſe heilig und zum Himmel weiſe! 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, daß ich Gott, mein höchſtes Gut, über Alles möge lieben, daß ich mit ge⸗ troſtem Muth ſeiner Vater⸗ huld mich freu', und mit wah⸗ rer Kindestreu' ſtets vor ſei⸗ nen Augen wandle und recht⸗ ſchaffen denk' und handle. 6. Geiſt des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mir's rechne zum Gewinn, Werke und Wohlthaten Gottes. wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleicht'rung der Beſchwerden, kann dem Nächſten nützlich werden. 7. Lehre mich, mich ſelber kennen, die verborg'nen Feh⸗ ler ſeh'n, ſie voll Demuth Gott bekennen, und ihn um Vergebung fleh'n. Mache täglich Ernſt und Treu', ſie zu beſſern in mir neu; zu dem Heiligungsgeſchäfte gib mir immer neue Kräfte. 8. Wann der Anblick mei⸗ ner Sünden mein Gewiſſen niederſchlägt; wann ſich in mir Zweifel finden, die mit Angſt mein Herze hegt; wann mein Aug' in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören ſcheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Troſt und Stärkung fehlen. 9. Was ſich Gutes in mir findet, iſt dein Gnadenwerk in mir; ſelbſt den Trieb haſt du entzündet, daß mich, Herr, verlangt nach dir. O ſo ſetze durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis ſie durch ein ſelig Ende herrlich ſich an mir vollende! Das Wort Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 1 98 Religion, von Gott gegeben, ſei ewig meinem Herzen werth! Wie dunkel iſt der Weg burche . e⸗ aen der „ darf getto nen, darf er nich hü tu: Dein den, der 3. Wer ſich ſelbſt ſchärfet me zut helle Hüichten Böſen mie keſt den( ſen Fried den truͤbe Belaſtes ſſchern ln In Aodesſe heilt 3 6. di ben, li Gottes. je je ein Friedensband fann, wenn meine r Erl rleichdrung dt den, kann dem nüt ich werden. te mich, h, mich ſelher ie verborg nen Fei⸗ ſie voll Denuch ennen, und ihn im ng g fieyn. Matt ernſt und Treu ſi ſt n in mir neu; zu igungsgeſchäfte git er neue Kräfte. n der Anblick me⸗ den mein Geviſee ägt; wann ſich in fel finden, die mit nein Herze hegt; n Aug in Nüthen und Gott vicht zu chemmt: o dann laf ner Seelen vicht a ind Stärkung fehlen Jas ſich Gutes in mi iſt dein Gnadenwer ſelbſt den Trieb hi tzündet, daß mit verlangt nach di etze durch dein i uadenwirkung fm durch ein ſelig Gi ſich an mir vollme Wort Gotte der nur den lieben Glt eligion,vone Rode ſin V Herzen werth d. iſt der Weg du n 6 Hei ½ Leben dem, der dein himm⸗ liſch Licht entbehrt! Nur du, du führſt an ſichrer Hand den Pilger hin in's beßre Land. 2. Du biſt es, die mich Gott erkennen, mich meinen Schöpfer lieben lehrt. Ich darf getroſt ihn Vater nen⸗ nen, darf ſicher ſeyn, daß er mich hört. Du rufſt mir zu: Dein Gott iſt gut! Wohl dem, der ſeinen Willen thut. 3. Wer reizt mein Herz, ſich ſelbſt zu richten? Wer ſchärfet meines Geiſtes Blick zur hellen Einſicht meiner Pflichten, und ſchreckt vom Böſen mich zurück? Du ſtär⸗ keſt den Gewiſſenstrieb, und machſt mir Recht und Tu⸗ gend lieb. 4. Du leiteſt mich auf allen Wegen; du zeigeſt mir das höchſte Gut, du machſt mir jedes Glück zum Segen, und gibſt im Unglück frohen Muth. Wo nichts, ſonſt nichts mich tröſten kann, da hebt dein wahrer Troſt erſt an. 5. Du gibſt dem Geiſte ſü⸗ ßen Frieden, erheiterſt mild den trüben Sinn, reichſt dem Belaſteten und Müden den ſichern Stab der Hoffnung hin. In Angſt, Gefahr und Todesſchmerz erquickt und heilt dein Troſt das Herz. 6. Du lehrſt mich glau⸗ ben, lieben, hoffen, ver⸗ iligung. 145 kündigſt mir Unſterblichkeit. Der Himmel ſteht durch dich mir offen, und mein iſt ſeine Seligkeit. Ich glaube feſt und zweifle nicht: Du, du biſt meine Zuverſicht! 7. Ja, du, des Lebens reinſte Wonne, begleite du mich bis an's Grab, und leuchte dann mir, gleich der Sonne, den Weg in's Todes⸗ thal hinab. Mein erſter Laut an Gottes Thron ſei Dank für dich, Religion! Mel. Nun danket Alle Gott 1 99 Von Herzen preiſ' ich dich, Gott, für der Bibel Lehre, die ich als dein Geſchenk mit Dank⸗ barkeit verehre. Sie iſt das Glück der Welt, der Ruhm der Chriſtenheit, mein Klei⸗ nod, Troſt und Licht bis in die Ewigkeit. 2. Zum Licht, in dem du wohnſt, kann die Vernunft nicht dringen; mit Zweifeln und mit Wahn müßt' ich voll Unruh' ringen, hätt' ich dein göttlich Wort, den klaren Unterricht von dir und dei⸗ nem Sohn und meiner See⸗ le, nicht. 3. Wie kräftig iſt dein Wort! Gott vielen tauſend Chriſten gab deine Bibel Sieg im Kampf mit böſen Lüſten. Sie beſſert ſanft das Herz, ſtärkt mich zu meiner D PBflicht iſt in Gefahr mein 3—— ———— —— ————— — — ä3 146 mein Schutz, in Finſterniß mein Licht. 4. Der Fromme wird ge⸗ ſtärkt, der Sünder tief er⸗ ſchüttert, der Zweifler wird beſchämt, des Spötters Seele zittert; es tröſtet ſich am Grab der Seinigen der Chriſt, wenn er vom Wie⸗ derſehn im beſſern Leben lieſt 5. Hier lernt der Weiſeſte der wahren Weisheit Schäz⸗ ze; hier faßt der Blödeſte die göttlichen Geſetze; hier findet jeder Stand für jede Lebenspflicht in allen Fällen Rath und hellen Unterricht. 6. Wer fühlt nicht deinen Geiſt und ſeiner Wirkung Stärke! Wer nicht des Glaubens Kraft, und Trieb zum guten Werke, der mit dem lautern Wunſch nach Licht und Frömmigkeit, mit Ehrfurcht und Gebet der Schrift die Andacht weiht! 7. So kann kein andres Buch die Groͤße Gottes preiſen, ſo faßlich rührend nicht den Weg zur Tugend weiſen. Durch keine Red⸗ nerkunſt wird ſo das Herz erquickt, zu jeder guten That ſo willig und geſchickt. 8. Bei dieſem Unterricht laß deinen Geiſt mich rüh⸗ ren, und ſeine Gotteskraft an meinem Herzen ſpüren! Wer deinen Lehren folgt, fuhlt ihre Göttlichkeit; ſie Werke und Wohlthaten Gottes. geben Licht und Troſt, im Tode Freudigkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 200 Dein Wort, 0 Höchſter, iſt vollkommen, es lehrt uns unſre ganze Pflicht; es gibt dem Sünder und dem From⸗ men zum Leben ſichern Un⸗ terricht. O ſelig, wer es achtſam hört, bewahrt und mit Gehorſam ehrt. 2. Es leuchtet uns auf unſern Wegen, zerſtreut des Irrthums Finſterniß, ver⸗ kündigt Gnade, Heil und Segen, und machet unſer Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchſter, was du biſt, und was dir wohlgefällig iſt. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, und lehrt, wie viel du denen gibſt, die dein Gebot mit Freuden üben, wie du ſo väterlich uns liebſt. Was uns darin dein Mund verſpricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht. 4. Gott, deine Tröſtun⸗ gen ſind beſſer, und mehr der Sehnſucht werth, als Geld; ein Schatz, weit köſt⸗ licher und größer, als alle Schäͤtze dieſer Welt. Wer gern thut, was dein Wort gebeut, dem iſt dein Segen ſtets bereit. 5. So laß mich denn mit Luſt betrachten die Wahr⸗ heit, die dein Wort mich lehrt! Wa 8 tzofon Refehl do ließen T ruh auch Worte zu Nel. Lie 201 i ih n , dßi dic weine venne! H doch auf dem Himm 2. Kun dein Pert recht verſ meinem tig darau ſu meine allein d verſtehen auch folg kannten Denn ſo dem Viſß lien mi 4 Gi tetricht d hewahte, mit verſ mit ſelt ſei in u ein Que Freuden, d dil ten Gottes. Licht und dun⸗ Freudigkeit. Wer nur den läda mmen, Janze Pflicht, g. Sünder und dn 1 zum Leben ſtemn ht. O ſelig, n am hört, nn Gehorſam ehrt Es leuchtet un en Wegen, zerſteu hums Finſteruiß, igt Gnade, di 1 en, und nate m gewiß. Es lehtn ſter, was du 1 dir wohlgef fälhit Dein Wort eneäme u lieben, und ln du denen gihß ni dt mit Freuden in du ſo väterlchn Was uns 33 dverſpricht, blite und trüget niht Gott, deine di ſind beſſer, mu Sehnſucht u, ; ein Schatz nii und groͤßen, 4 te dieſer Wat! thut, was dut t, dem iſt deni bereit. So laß michi 3 betrachten die d 14 die dein No lehrt! Laß mich auf das gehorſam achten, was dein Befehl von mir begehrt; ſo fließen Troſt und Seelen⸗ ruh' auch mir aus deinem Worte zu. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind 201 Heir mein Licht, erleuchte mich, daß ich mich und dich erken⸗ ne, daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne! Höchſter, laß mich doch auf Erden weiſe zu dem Himmel werden! 2. Lauter Wahrheit iſt dein Wort. Lehre mich, es recht verſtehen! Hilf ſelbſt meinem Forſchen fort, rich⸗ tig daraus einzuſehen, was zu meinem Heil mich führet und mir, deinem Kind, ge⸗ bühret! 3. Aber laß mich nicht allein deines Wortes Sinn verſtehen; laß mein Herz auch folgſam ſeyn, den er⸗ kannten Weg zu gehen! Denn ſonſt würd' ich bei dem Wiſſen doppelt Strafe leiden muſſen. 4. Gib, daß ich den Un⸗ terricht deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir verſpricht, reichlich an mir ſelbſt erfahre! Ja, es ſei in meinem Leiden mir ein Quell von Troſt und Frounden. 5. Hilf, daß ſich von Zeit Heiligung. 147 zu Zeit meine Kenntniſſe vermehren! Find’ ich manche Dunkelheit bei geheimnißvol⸗ len Lehren, laß mich Zwei⸗ felſucht entfernen, und in Demuth glauben lernen! 6. Laß mich, Herr, in dei⸗ nem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet, und die Luſt der Welt verachtet! 7. O verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir ge⸗ wiſſenhaft, als dein treues Kind zu wandeln; ſo wird einſt in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben. Mel. O Gott, du frommer Gott ll d ⸗ 202 Scde ben Ler, zur Heiligung geneſen, Chriſt, ſo verſäume nicht, das Wort des Herrn zu leſen; bedenke, daß dies Wort das Heil der ganzen Welt, den Rath der Geligkeit, den Geiſt aus Gott enthält. 2. Merk' auf, als ob dir Gott, dein Gott, gerufen hätte; merk' auf, als ob er ſelbſt zu dir vom Himmel red'te! So lies, mit Ehr⸗ furcht lies, mit Luſt und mit Vertrau'n, und mit dem frommen Ernſt, in Gott dich zu erbau'n. 3. Sprich fronnn: O Gott, G 2 vor —————— — ÿÿäö3ö3ö33“— —— ——öö —— vor dem ich meine Hände falte, gib, daß ich dein Ge⸗ bot für dein Wort ewig halte, und laß mich deinen Rath empfindungsvoll ver⸗ ſteh'n, die Wunder am Geſetz, am Wort vom Kreuze ſeh'n! 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht irren laſſen. Lies, Chriſt, ſein heilig Buch, lies oft; du wirſt es faſſen, ſo viel dein Heil verlangt. Gott iſt's, der Weisheit gibt, wenn man ſie redlich ſucht, und aus Gewiſſen liebt. 5. Lies, frei von Leiden⸗ ſchaft und ledig von Ge⸗ ſchäften, und ſammle dei⸗ nen Geiſt mit allen ſeinen Kräften. Der beſte Theil des Tags, des Morgens Heiterkeit, und dann der Tag des Herrn, der ſei der Schrift geweiht! 6. Ruhrt dich ein ſtarker Spruch; ſo ruf' ihn, dir zum Glücke, des Tags oft in dein Herz, im Stillen oft zu⸗ rücke; empfinde ſeinen Geiſt, und ſtärke dich durch ihn, zum wahren Edelmuth, das Gute zu vollzieh'n. 7. Um tugendhaft zu ſeyn, dazu ſind wir auf Erden. Thu', was die Schrift gebeut; dann wirſt du inne werden, die Lehre ſei von Gott, die dir verkündigt iſt, und dann das Wort verſteh'n, dem du gehorſam biſt. 148 Werke und Wohlthaten Gottes. 8. Spricht ſie geheimniß⸗ voll, ſo laß dich dies nicht ſchrecken. Ein endlicher Verſtand kann Gott nie ganz entdecken; Gott bleibt unendlich hoch. Wenn er ſich dir erklärt, ſo glaube, was er ſpricht, nicht, was dein Witz begehrt. 9. Sich ſeines ſchwachen Lichts bei Gottes Licht nicht ſchämen, iſt Ruhm; und die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott ſich of⸗ fenbart, iſt der Geſchöpfe Pflicht; und weiſe Demuth iſt's, das glauben, was Gott ſpricht. 10. Drum laß dich, from⸗ mer Chriſt, durch keinen Zweifel kränken. Hier biſt du Kind, doch dort wird Gott mehr Licht dir ſchen⸗ ken. Dort wächſt mit dei⸗ nem Glück dein Licht in Ewigkeit; dort iſt die Zeit des Schaun's und hier des Glaubens Zeit. 11. Verehre ſtets die Schrift; und ſtehſt du Dun⸗ kelheiten: ſo laß dich dei⸗ nen Freund, der mehr als du ſieht, leiten. Ein for⸗ ſchender Verſtand, der ſich der Schrift geweiht, ein heilverlangend Herz hebt manche Dunkelheit. 12. Halt' feſt an Gottes Wort; es iſt dein Glück auf Erden, und wird, ſo wahr Gott iſt, dein Glück im Hiar⸗ me ul werde ich groß zpott.⸗ ſhmäht, Port aus Mel. Le 6 1030 ſecht dem icen Geſe ter dich Geſt und m. 2 Lerb. des Schall berall, wer du allerhöchſt 3. Du den dug met mel kannt, de Vater Völker. 4. Lel Nath ve dine We deines G Kraft, ma jagendhaft 5. Dur hfe jeden uns Allen Laſter ti und töde: 6. So ſenheit, nen in de lleibt dein dre Thate s glauben, was Gat Drum laß dich, from⸗ hriſt, durch keinen kränken. Hier biſt dd, doch dort wirh mehr Licht dir ſcha⸗ Dort wäͤchſt mit der Gluͤck dein Licht i eit; dort iſt die R chaun's und hier i ens Zeit. Verehre ſtets d :; und ſtehſt du du e: ſo laß dich we reund, der mehr d zt, leiten. Cinſt Verſtand, der ſt ſchrift geweiht, dangend Herz Dunkelheit. Halt' feſt an bei es iſt dein Glut 1 und wird, n t, dein Gluckmſ mel werden. Verachte chriſt⸗ lich groß des Bibelfeindes Spott. Die Lehre, die er ſchmäht, bleibt doch das Wort aus Gott. Mel. Vom Himmel hoch, da ¹ ott, heilig ſei 203 G dein Nam' und Recht dem ganzen menſch⸗ lichen Geſchlecht! Dich bete, wer dich denken kann, im Geiſt und in der Wahrheit an! 2. Verbreite deines Wor⸗ tes Schall, wie deine Werke überall, daß Alle lernen, wer du ſeiſt, der reinſte, allerhöchſte Geiſt. 3. Durch Jeſum Chriſt, den du geſandt, werd' im⸗ mer mehr der Welt be⸗ kannt, daß du, Gott, unſer Vater biſt, und er der Völker Heiland iſt. 4. Lehr' uns, die deinen Rath verſteh'n, gehorſam deine Wege geh'n. Durch deines Geiſtes Licht und Kraft, mach' weiſe uns und tugendhaft. 5. Durch Wahrheit däm⸗ pfe jeden Wahn; erleucht' uns Allen unſre Bahn; das Laſter tilg' aus unſrer Bruſt und tödt' in uns die böſe Luſt. 6. So preiſet deine Chri⸗ ſtenheit, Herr, deinen Na⸗ men in der Zeit; ſie iſt und bleibt dein Eigenthum, und ihre Thaten ſind dein Ruhm. Heiligung. 149 7. Du ſättigſt ſie mit Se⸗ ligkeit von nun an bis in Ewigkeit, und ewig iſt ihr frommer Dank, Herr, dei⸗ nes Namens Lobgeſang. Mel. Ach Gott und Herr ott iſt mein 204 G Hort, und auf ſein Wort ſoll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort iſt wahr; laß immerdar mich ſeine Kräfte ſchmecken. Laß kei⸗ nen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glau⸗ ben ſchrecken! 3. Wo hiätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne ſie verſtünd' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unſterblichkeit und Leben; daß dieſe Zeit zur Ewigkeit mir ſei von dir gegeben. 5. Den ew'gen Rath, die Miſſethat der Sunder zu verſühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort er⸗ ſchienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu' und Schmerz der Sün⸗ den nicht verzagen; nein, du verzeihſt, lehrſt meinen Geiſt im Glauben: Vater! ſagen. 7. Mich zu erneu'n, mich G 3 dir dir zu weih'n, iſt meines Heils Geſchäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie, dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unſer Hort, laß dieſes Wort mir Licht und Freude geben! Es ſei mein Theil, es ſei mein Heil und Kraft zum ew'gen Leben! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 205 Gott. durch den wir ſind und leben, deine Güte ſei ge⸗ preiſt, daß du uns dein Wort gegeben, das zum Heil uns unterweiſt, das uns unſre Pflichten lehrt, warnt, er⸗ mahnet, ſtraft, bekehrt, und wenn uns ein Leiden drü⸗ cket, uns mit reichem Troſt erquicket. 2. Gib, daß wir es innig lieben; ernſtlich, ohne Heu⸗ chelſchein das darin Befohl⸗ ne üben, und nicht bloße Hörer ſei'n; denn, wer dei⸗ nen Willen weiß, und ihn doch nicht thut mit Fleiß, der iſt ärger als die Heiden, und muß doppelt Strafe leiden. 3. Darum präge deine Lehren tief in unſre Seelen ein; laß ſie uns mit Nutzen hören, und derſelben Thäter ſeyn; treib' uns dadurch kräftig an, daß wir dich vor Jedermann froh bekennen, kindlich lieben, und mit Sünden nicht betrüben. 150 Werke und Wohlthaten Gottes. 4. In der Seele Finſter⸗ niſſen ſei dein Wort uns ſtets ein Licht! Laß uns Troſt daraus genießen, wenn es uns an Troſt gebricht! Es verſüß' uns jede Noth; es erquick' uns auch im Tod durch die Hoffnung, ganz zu ſchauen, was wir deiner Wahrheit trauen. Mel. Schwing' dich auf zu 206 Der du ſelbſt die Wahrheit biſt, Gott, zu dem ich ſinge, Gott, den kein Verſtand er⸗ mißt, Urſprung aller Dinge: alle Weisheit kommt von dir zu den Menſchenkindern; ſie erleuchtet uns, wenn wir ſelbſt ihr Licht nicht hindern. 2. Vorurtheil und Fin⸗ ſterniß füllen unſre Seelen; unſer Blick iſt ungewiß, unſre Schlüſſe fehlen; aber dein Verſtand weicht nicht von der lautern Wahrheit. Was du denkeſt, das iſt Licht, Richtigkeit und Klarheit. 3. Wirf dich, ſterbliches Geſchlecht, dankbar ihm zu Füßen! Seine Wahrheit und ſein Recht läſſet er dich wiſſen. Weit erſchallt das Wort des Herrn, das die Welt bekehret: glaubt es freu⸗ dig, folgt ihm gern, Völ⸗ ker, die ihr's höret! 4. Gott, was uns dein Wort verſpricht, wird und muß geſchehen; deine Droh⸗ ung 1 ung kan dorüber ſade nich uns war deinen Lo erfahten! ſhe Gott zuver Soll der Spott deie ben? Die gebant, k lugen? 4 ür vertr Ktrügen? 6. Erd dergehen vird ble die es ſe nicht vert Siud d ren Hee 7. 8 Ewig ſo trennen, ton Arg ſchüttern hier glei (Stmach den, ſo doch dor und Fre I das Got aten Gottez. . 2 See A der Sall Vanie u ſei dein Nort un ein Licht, Laß me Schwing dich auf zu Der u felbſthie „Wahrheit hiſt zu dem ich ſinge, en kein Verſtand er⸗ rſprung aller Dinge: sheit kommt von dir Menſchenkindern; ſi tdtt uns, wenn wir hr Licht nicht hindern Voruriheil und Fu⸗ füllen unſte Seelen, Blick iſt ungewi, Schluſſe fehlen; abr Verſtand weicht nich der lautern Wahthet du denkeſt, das iſtli tigkeit und Klarheit Wirf dich, ſterblihe plecht, dankbar ihn a! Seine Wantzei ſein Recht läſſet er di a. Weit erſchallt ii t des Herrn, dal ſ bekehret: glaubtesfu⸗ folgt ihm gern, A die ihrs höret! Gott, was uns di tt verſpricht, vird m geſchehen; deine d —— Heiligung. ung kann auch nicht leer vorüber gehen. Haben Tau⸗ ſende nicht ſchon, welche vor uns waren, deine Strafen, deinen Lohn, dir zum Ruhm erfahren? 5. Seele, wollteſt du nicht Gott zuverſichtlich glauben? Soll der Leichtſinn, ſoll der Spott deinen Troſt dir rau⸗ ben? Die die Himmel auf⸗ gebaut, kann die Wahrheit lügen? Kann ſie den, der ihr vertraut, heuchleriſch betrügen? 6. Erd' und Himmel wird vergeh'n? Gott, dein Wort wird bleiben. Laſterhafte, die es ſchmäh'n, werden's nicht vertreiben. Könige ſind Staub vor dir, ſie mit ih⸗ ren Heeren. Du im Him⸗ mel lacheſt ihr, wann ſie ſich empören. 7. Du biſt Wahrheit! Ewig ſoll mich von dir Nichts trennen, mich die Welt, von Argliſt voll, nicht er⸗ ſchüttern können. Muß ich hier gleich um dein Wort Schmach und Trübſal lei⸗ den, ſo belohnſt du mir's doch dort, Gott, mit Chr' und Freuden. Geſetz. In eigener Melodie. 207 Wren n was Gott den Kindern Abra⸗ 151 hams gebot! Verehre keinen Gott, als mich; mich liebe, mir vertraue dich. So ſprach der Herr! 2. Mißbrauche meinen Namen nicht. Weh' dem, der läſternd von mir ſpricht. Mit Ehrfurcht nenn' den Schöpfer nur, und halte redlich deinen Schwur. Das will dein Gott! 3. Stets heilig ſei mein Sabbath dir! Dein Knecht auch ruh' und weih' ihn mir. Da ſtärke dich zu dem Beruf, zu dem dich meine Güte ſchuf. Das will dein Gott! 4. Ehr' deinen Vater, ehre ſie, die dich gebar, und ſäume nie, den Aeltern lieb⸗ reich wohl zu thun; dann wird auf dir mein Segen ruh'n. Das will dein Gott! 5. Du ſollſt nicht tödten; ſollſt dich ſcheu'n vor Zorn und Haß; die Rach' iſt mein. Wem ich die Sünd' erlaſſen ſoll, der thu' auch ſeinen Feinden wohl. Das will dein Gott! 6. Die Ehe halte keuſch und rein; auch ſelbſt dein Herz ſoll heilig ſeyn. Dein Leib und Geiſt ſei mir ge⸗ weiht, dein Ruhm ſei Zucht und Mäßigkeit. Das will dein Gott! 7. Mit unrecht mehre nicht dein Gut. Der Fluch trifft den, der Unrecht thut. Betrüge nie, und wuchre G 4 nicht. · nicht. freu'n iſt Pflicht. Das will dein Gott! 8. Du ſollſt kein falſcher Zeuge ſeyn; ſollſt Lügen und Verleumdung ſcheu'n. Des Nächſten Unſchuld rette du, und ſeine Fehler decke zu. Das will dein Gott! 9. Des Nächſten Haus begehre nie, auch nicht ſein Weib, Geſind noch Vieh. Wenn meine Huld auch ihn erfreut, gönn' ihm ſein Glück, und flieh den Neid. Das will dein Gott! 10. Und wiſſ' es: eifrig iſt der Herr; die Uebertre⸗ tung ſtrafet er; doch lohnt er auch dem treuen Knecht bis in das tauſendſte Geſchlecht. Drum folg' ihm treu. 11. Durch Jeſum hat be⸗ ſtätigt Gott, was er durch Moſen einſt gebot. Von ganzem Herzen liebe mich, und deinen Nächſten gleich als dich. So ſprach der Herr! 12. Dies, Chriſten, laßt zu aller Zeit erfüllen uns mit Freudigkeit; erfüllen treu bis in den Tod, was Gott aus Liebe nur gebot. Er ſei gelobt! Mel. Gottlob, ein Schritt zur 207Her. dein Ge⸗ ſetz und dein Gebot, wornach wir ſollen leben, haſt du, o liebevoller 152 Werke und Wohlthaten Gottes. Den Armen zu er⸗ Gott, mir in mein Herz ge⸗ geben, daß ich zum Guten willig ſei, mit Sorgfalt, fern von Heuchelei, was du befiehlſt, vollbringe. 2. Gib, daß ich dir allein vertrau', allein dich ehr' und liebe, auf Menſchenhülf' al⸗ lein nicht bau', in deiner Furcht mich übe, daß Bei⸗ fall, Lob und Menſchen⸗ gunſt, Gewalt, Pracht, Reichthum, Witz und Gunſt mir nicht zum Abgott werde. 3. Hilf, daß ich redlich mich bemüh', dich, Vater, zu erkennen, und laß mich deinen Namen mie ohn' Ehr⸗ erbietung nennen. Gott, unvergeßlich ſei es mir, was ich in meiner Taufe dir ſo feierlich verſprochen. 4. Am Tag der dir ge⸗ weihten Ruh' laß mich, Gott, mit den Deinen in der Verſammlung, ſo wie du befiehlſt, vor dir erſchei⸗ nen: dann deiner im Ge⸗ bet mich freu'n, ein Hörer deines Wortes ſeyn, und wie ich ſoll, ein Thäter. 5. Gib, daß ich Eltern, Obrigkeit und Lehrer ehr' und liebe, ſie nie durch Wi⸗ derſetzlichkeit und böſes Herz betrübe; vielmehr für ihre Sorg' und Treu' erkenntlich und gehorſam ſei, und dei⸗ nen Segen erbe. 6. Hilf, daß ich nie mit bitterm Sinn, Herr, Rach — und und Fei venn ich berzeih und Je hat, un der Th ſchen die b 7. La boten ha neiden. verhaßt; deiden. en reine an Fulſ Lügen. 10. n Gottes. mir in mein Her. daß ich zun 3 ſei, mit Sorfi on Heuchelei, wag ſt, vollbringe. Gid, daß ich dirn u, allein dich ehr w) auf Menſchenhih nicht bau, in ue 1 „Gexalt, n thum, Witz und Gm nicht zum Abgottynn Hilf, daß ich m bemüh', dich, U kennen, und laßn Namen nie ohoh ung nennen. eh geßlich ſei es min tmeiner Taufe n ich verſprochen. Am Tag der ii en Ruh' laß m „ mit den Dena Verſammlung, ſ efiehlſt, vor dir ait dann deiner in nich freu'n, en ii s Wortes ſehn, u ich ſoll, ein Thäln Gib, daß ich Ge gkeit und Lehra liebe, ſie nie dußt zlichkeit und biſ be; vielmehr fitt py und Treu erian gehorſam ſei, ut Segen erbe. Hilf, daß ich me eim Sinn, Hern 4 und Feindſchaft übe, und wenn ich auch beleidigt bin, verzeih' und Feinde liebe, und Jedem gönne, was er hat, und Alle ſegne, mit der That gern jedem Men⸗ ſchen diene. 7. Laß mich, wie du ge⸗ boten haſt, unkeuſche Werke meiden. Unreinigkeit iſt dir verhaßt; auf Wolluſt folgen Leiden. Schaff' du in mir ein reines Herz, das Uep⸗ pigkeit und frechen Scherz ſich nimmermehr erlaube. 8. Gib, Herr, daß ich mich redlich nähr' und bö⸗ ſer Ränke ſchäme, mein Herz von Geiz und Unrecht kehr', durch Macht und Liſt Nichts nehme; daß ich nie Fleiß und Arbeit ſcheu', wohlthätig und zufrieden ſei, nicht karg und nicht verſchwendriſch. 9. Hilf, daß ich meines Nächſten Ehr' zu retten mich befleiße, das, was ich kann, zum Beſten kehr', doch Bö⸗ ſes nicht gut heiße; ſtets zeige Treu' und Redlichkeit, und Abſcheu trage jederzeit an Falſchheit, Schmäh'n und Lügen. 10. Laß mich des Näch⸗ ſten Haus mit Liſt und Un⸗ recht nicht begehren: das aber, was mir nöthig iſt, woll'ſt du mir, Gott, gewäh⸗ ren. Doch laß mich auch das groͤßte Gut, ein ruhig Herz Heiligung. 153 und frohen Muth und deine Gnade haben. 11. Wie gern möcht ich, o Herr, mein Gott, nach deinem heil'gen Willen, wie gern möcht' ich ganz dein Ge⸗ bot, das du mir gabſt, erfül⸗ len: allein du weißt, was mir gebricht; ich Schwa⸗ cher, ich vermag es nicht aus meinen eignen Kräften. 12. Drum gib du mir von deinem Thron, Gott Vater, Gnad' und Stärke, daß ich, o Jeſu, Gottes Sohn, ſtets auf dein Vor⸗ bild merke! O heil'ger Geiſt, hilf mir, daß ich Gott über Alles, und wie mich, auch meinen Nächſten liebe. Evangelium. Mel. Jeſu, meine Freude 208 Wott aus Got⸗ tes Munde, Wort vom Friedensbunde, Evangelium! Quelle wah⸗ rer Freuden, Troſt in allen Leiden, unſer höchſter Ruhm! Gottes Kraft, die Glauben ſchafft! Frohe Botſchaft, uns zum Leben ſelbſt von Gott gegeben! 2. Was ſein Wohlgefal⸗ len vor der Welt und Allen auserſehen hat, was erſt dunkle Schatten vorgebildet hatten, das vollführt ſein Rath. Daß ſein Eid ihn nicht gereut, rühmen wir; G 5 in — n— 2—————— —*——— — 3 5———— ——— ———— 15⁴ in Jeſu Namen wird er Ja und Amen. 3. Alles iſt vollendet; Gott hat den geſendet, der verheißen war. Jeſus hat ſein Leben für uns dargege⸗ ben, willig gab er's dar. Ja, er hat des Höchſten Rath ganz vollbracht zu ſeiner Ehre. O erwünſchte Lehre! 4. Da uns Strafen droh⸗ ten, riefen ſeine Boten: Heiligt euch und glaubt! Gott will euch vergeben; ewig ſollt ihr leben, wenn ihr Jeſu glaubt! Seine Huld tilgt eure Schuld; nur müßt ihr die Suünde haſſen, Muth zur Tugend faſſen! 5. Jeſu, voll Vertrauen will ich auf dich bauen, und in dir mich freu'n, dir nur will ich leben, dir mich ganz ergeben, ewig treu dir ſeyn. So werd' ich auch einſt durch dich, o mein Heiland, ſelig ſterben, und den Himmel erben! Die heilige chriſtliche Kirche. In eigener Melodie. 209 rhalt' uns, Herr, bei dei⸗ nem Wort; den finſtern Irr⸗ thum treibe fort; bewahr' uns vor Gewiſſenszwang, ſo preiſt dich unſer Lobgeſang! 2. Die Völker ſei'n dir unterthan! Es weiche fal⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. ſcher Lehre Wahn vor dei⸗ ner Wahrheit klarem Licht! Gewalt hilft dem Gewiſſen nicht. 3. Die Herrſchſucht, die den fremden Knecht, er glau⸗ be falſch, er glaube recht, gewaltſam zieht vor's Rich⸗ teramt, bleib' unter unſerm Volk verdammt! 4. Nur geiſtlich ſei der Wahrheit Krieg! Gib wi⸗ der Irrthum ihr den Sieg. Durch Gründe ſieg' ſie und Beweis, und durch des from⸗ men Beiſpiels Fleiß. 5. Wir geh'n in Dämm“⸗ rung, irren bald! Die Weis⸗ heit übet nicht Gewalt. Laß Fried' und Duldung allge⸗ mein, nicht mächtig die Ver⸗ folger ſeyn! 6. Der Scepter übe Bil⸗ ligkeit, verbiete nicht der Gründe Streit! Wer fried⸗ ſam iſt, nicht Laſter lehrt, deß Freiheit bleibe unge⸗ ſtört. 7. Zerbrich des Zwanges hartes Joch: die freie Wahr⸗ heit ſieget doch. Sie mache uns von Irrthum frei und von der Sünde Sklavperei. Am Reformationsfeſte. Mel. Allein Gott in der Höh' 210 V“ dir, Herr, denken wir erfreut an unſrer Väter Glauben. Der Feind erhob ſich ſch khn Port de ſie abet gettirtt in. ſ ſtegten. 9 nen Ech Schut,4 gen. La kel eingel delt ent re's wie und achte ſe ſange ten wir V Gottes. te Wahn vrt i. rheit klarem 1 V hilft dem Gewiſan e Herrſchſucht, ſe den Knecht, er gau⸗ d, er glaule ngt in zieht vor Ki bleib unter unſem erdammt! Rur geiſtlich ſei de eit Krieg! Gib w⸗ tthum ihr den Sig Gründe ſieg ſie u , und durch des fran⸗ geiſpiels Fleiß. Vir gehn in dänn⸗ crren bald! Die Wii⸗ eet nicht Gewalt baß und Duldung allze nicht mächtig di a⸗ ſeyn! Der Scepter übe We⸗ „verbiete nicht da e Streit! Wer ftiä⸗ t, nicht Laſter leiu reiheit bleibe uge⸗ Zerbrich des Zwangt Joch: die freie Vah⸗ eget doch. Sie nut, on Irrthum ftei un ter Sünde Sklavete Reformationsffiſt Allein Gott in der Höh 1Von dir, den, 0 denken wi unſrer Vätt der Feind erloh ſich an zen. ſich küͤhn zum Streit, dein Wort der Welt zu rauben: ſie aber kämpften ritterlich, geſtärkt, Allmächtiger! durch dich; ſie kämpften und ſie ſiegten. 2. Dein Wort war ih⸗ nen Schwert und Schild, Schutz, Heereskraft und Bo⸗ gen. Lang war's in Dun⸗ kel eingehuͤllt, der Chriſten⸗ welt entzogen; ſie brach⸗ ten's wieder an das Licht, und achteten Gefahren nicht, ſie ſangen heldenmüthig: In eigener Melodie. 3.„Ein feſte Burg iſt unſer Gott, ein' gute Wehr' und Waffen; er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen; der alt' böſe Feind, mit Ernſt er's jetzt meint, groß' Macht und viel Liſt ſein grauſam Rüſtung iſt: auf Erd' iſt nicht ſein's Gleichen. 4. Mit unſrer Macht iſt Nichts gethan, wir ſind gar bald verloren; es ſtreit't für uns der rechte Mann, den Gott ſelbſt hat erko⸗ ren. Fragſt du: wer er iſt? Er heißt Jeſus Chriſt, der Herr Zebaoth, und iſt kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. 5. Und wenn die Welt voll Teufel wär', und wollten uns verſchlingen; ſo fürch⸗ ten wir uns nicht ſo ſehr; Heiligung. 155 es ſoll uns doch gelingen. Der Fürſt dieſer Welt, wie ſau'r er ſich ſtellt, thut er uns doch Nichts; das macht, er iſt gericht't: ein Wört⸗ lein kann ihn fällen. 6. Das Wort ſie ſollen laſſen ſtahn, und kein'n Dank dazu haben; er iſt bei uns wohl auf dem Plan, mit ſeinem Geiſt und Gaben. Nehm'n ſie uns den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib, laß fahren dahin, ſie haben's kein'n Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben.“ Mel. O Gott, du frommer Gott 7. So ſangen ſie: und weit erſchollen ihre Lieder; die Völker kehrten froh zum freien Glauben wieder. Der Aberglaube floh, es wich die duͤſtre Nacht, das Evan⸗ gelium ward an das Licht gebracht. 8. Triumph! die Wahr⸗ heit ſiegt! Gott war mit ihren Streitern! Gott iſt und bleibt mit ihr; er wird ihr Reich erweitern. Auf! die ihr ſie erkennt, und dankbar ſie verehrt, auf! haltet feſt an ihr! Sie ſei uns ewig werth! Mel. Sei Lob und Ehr dem (b) Nein Volk, o 210 D Herr, ſingt frohen Dank zu deines Na⸗ mens Ehre. Es ſtimm' auch G 6 un⸗ 8—————————— —— 3——— —— ——— 156 unſer Lobgeſang in alle heil⸗ gen Chöre, die heut in dei⸗ nem Heiligthum zu deines großen Namens Ruhm, dir Jubellieder ſingen. 2. Dies iſt ein Tag, von dir gemacht. Von dir, Herr, iſt's geſchehen, daß wir, frei von des Irrthums Nacht, das Licht der Wahrheit ſe⸗ hen, daß wir, von Menſchen⸗ tand befreit, dich, wie dein eignes Wort gebeut, ver⸗ nünftig ehren können. 3. O welche Wohlthat, Gott, iſt dies, was uns iſt widerfahren! Es lag dein Wort in Finſterniß ſeit mehr als tauſend Jahren. Du haſt, trotz aller Feinde Macht, es wieder an das Licht gebracht. Wir freu'n uns dieſer Gnade. 4. Du läſſeſt hier im Hei⸗ ligthum dein lautres Wort uns hören, zu unſerm Heil, zu deinem Ruhm läßt du es reichlich lehren. In unſern Häuſern iſt es auch zu un⸗ ſerm täglichen Gebrauch. Lehr dieſes Glück uns ſchätzen. 5. In unſern Schulen bildet man Verſtand und Herz der Jugend. Man führt nach deinem Wort ſie an zur Weisheit und zur Tugend. Das Anſeh'n unſrer Obrigkeit bleibt un⸗ gekränkt, und Sicherheit und Ruh' und Ordnung herrſchen. Werke und Wohlthaten Gottes. 6. So können wir bei dei⸗ nem Licht ein frohes Leben führen, wenn wir nach un⸗ ſers Wandels Pflicht nur deine Lehre zieren. Und bricht einſt unſer Tod her⸗ ein, ſo ſpricht dein Geiſt den Troſt uns ein: Von nun an ſeid ihr ſelig. 7. So glücklich haſt du uns gemacht durch deines Wortes Lehre. Dir, Herr, ſei ewig Dank gebracht, dir Ruhm und Preis und Ehre! Dir jauchzet unſer Herz und Mund. Es mach' auch unſer Leben kund, daß wir dich dankbar preiſen! Mel. Chriſtus, der iſt mein . ch bleib' mit dei⸗ 21 1 A ner Gnade bei uns, Herr Jeſu Chriſt! da⸗ mit kein Feind uns ſchade mit ſeiner Macht und Liſt. 2. Entzieh' uns deine Leh⸗ re, das Wort der Wahrheit nicht. Durch ihre Kraft ge⸗ währe uns immer Troſt und Licht. 3. Laß deinen Geiſt uns treiben, daß wir, von Irr⸗ thum frei, bei deiner Rede bleiben, dir folgſam, dir getreu. 4. Komm' uns mit Kraft entgegen hilf unſrer Schwach⸗ heit auf, und ſtärke das Vermögen zum ernſten Tu⸗ gendlauf. 5. Hilf uns die Lüſte däm⸗ pfen, 4 Treue b Gott! 3 hilf uns Ml. Ein A nuch wo Aande!2 haben wi zan Pfm Gefahr Schaar. heſſege2 herrſch' 2. S Vellaß nes L. deiner. denn n Sie, di ſelbſt en rein; un weiſ'n, 3. E Treuen deinen cher de beherrſe ſten. ſchwach ach, ſi wart' auf tra 4 U ſo treu! Gottes. können wir beid ht ein frohes d wenn wir nach n. andels Pflcct m Lehre zieren. 1 einſt unſer Toh he ſpricht dein dei toſt uns ein: W ſeid ihr ſelig So gluͤcklich haßn gemacht durch dan 3 Lehre. Dir, za wig Dank gelng, luhm und Priiß m Dir jauchzet mi und Mund. Es mat unſer Leden kund, i ich dankbar peeſſen . Chriſtus, der iſt nn 1 Ablüm⸗ ner Gnmhe Herr Jeſu Chritt d ein Feind unn ſca einer Macht mu li Entzieh' uns deinent as Wort der Wiitt Durch ihre Kufg⸗ 2 uns immer Ai eicht. Laß deinen Geit n en, daß wir, von frei, bei deiner h en, dir folgſem, i u. Komm' uns mit ki atſf 7 na gen hilf unſrer Scen auf, und ſtänte nögen zum ernſta h auf. Hilf uns die Lüſt 1 Heiligung. pfen, hilf uns den Reiz der Welt und ihren Trotz be⸗ kämpfen, du ſieggewohnter Held. 6. Ja bleib' mit deiner Treue bei uns, Herr, unſer Gott! Beſtändigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. Mel. Eine feſte Burg iſt unſer 212 Hen. deine Kir⸗ che danket dir: noch wohnt dein Wort im Lande! Von deiner Gnade haben wir noch deinen Geiſt zum Pfande. Kommt ſie in Gefahr durch der Feinde Schaar: dann, o Jeſu Chriſt, beſiege Macht und Liſt, und herrſch' in jedem Lande! 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie, uns, dei⸗ nes Leibes Glieder. Hilf deiner Kirch', und ſchütze ſie; denn wir ſind deine Brüder. Sie, die dir vertraut, haſt du ſelbſt erbaut. Ach, erhalt' ſie rein; und die den Bund ent⸗ weih'n, die heilige dir wieder. 3. Eins iſt’s, was deine Treuen kränkt: daß unter deinen Chriſten noch man⸗ cher deiner nicht gedenkt, beherrſcht von ſeinen Lü⸗ ſten. Vieler Glaub' iſt ſchwach, kalt die Lieb', und, ach, ſie bedenken nicht: es wart' ein ſchwer Gericht auf träge, ſich're Chriſten. 4. Und du, o Jeſu, biſt ſo treu! Ach, daß wir fröm⸗ 157 mer wären! Mach' alle Her⸗ zen rein und neu, laß alle ſich bekehren. Gib uns Wiſ⸗ ſenſchaft, Glaube, Lieb' und Kraft, gib Entſchluß und Muth, zu wagen Ehr'’' und Blut zum Preiſe deiner Lehren. 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord, erhalt' uns Ruh' und Frieden. Laß uns, geſtaͤrket durch dein Wort, im Guten nie er⸗ müden. Mache leicht, was drückt, gib uns, was beglückt. Nach der Prüfungszeit ruf' uns zur Seligkeit, zu dei⸗ nes Himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche ſtreitet noch: hilf deiner Kirche ſiegen! Wie ſchwer ihr Kampf iſt, müſſe doch kein Kämpfer unterliegen! Hör' ihr kindlich Fleh'n. Eil', ihr beizuſteh'n, daß ſie ſtandhaft ſei, ſtets deiner Wahrheit treu. Hilf deiner Kirche ſiegen! Mel. Herzliebſter Jeſu! 213 wig, o Jeſu, wird dein Wort beſtehen, und Erd' und Himmel werden eh' verge⸗ hen, eh' eine Macht das Reich, das du errichtet, je⸗ mals vernichtet. 2. Immer noch ſammelſt du dir auf der Erden Men⸗ ſchen, die willig dir gehor⸗ ſam werden und deinen Frie⸗ G 7 den — ——— 1 mn— 158 den hier ſchon im Gewiſſen froͤhlich genießen. 3. Reizt blendende Ver⸗ ſuchung ſie zu Sünden, biſt du ihr Beiſtand und hilfſt überwinden. Nichts wird ſie jemals deiner Hut entrei⸗ ßen. Du haſt's verheißen. 4. Wohl Allen denen, die dir, Jeſu, trauen! Was ſie dir glauben, wird ihr Aug' einſt ſchauen, dich, und die Freuden, womit du beloh⸗ neſt da, wo du throneſt. 5. Dann ſchallen fröhlich von der Deinen Menge dir, unſerm Haupte, höh're Lob⸗ geſänge, wenn einſt dein Volk, das hier dein Geiſt regieret, dort triumphiret. Mel. Erſchtenen iſt der herrlich 214 Lobfinget Gott! denn ſeine Macht vertrieb des Aber⸗ glaubens Nacht. Uns deckte bange Finſterniß; der Herr war's, der uns ihr entriß. Lobſinget ihm! 2. Verdunkelt war der Wahrheit Licht; ſelbſt Chri⸗ ſtenlehrer ſah'n es nicht. Aus Unterricht ward Glaubens⸗ zwang; in harte Sklaverei verſank das Volk des Herrn. 3. Wie tobte der Verfol⸗ ger Wuth! Wie ſtrömte treuer Chriſten Blut! Und ihre Würger rühmten doch ſich ihrer Gottesliebe noch. O welch ein Wahn! Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Gott kam und ſtand der Kirche bei; da wurden die Gewiſſen frei; da ſchwanden Aberglaub' und Wahn. Das hat der Herr, der Herr gethan. Singt, ſingt ihm Dank! 5. Vereint nun, Chriſten, jederzeit mit Wahrheitsſinn Verträglichkeit. Die Liebe ſei der Kirche Zier. Dann ſieget ſie; Gott iſt mit ihr; er iſt ihr Schutz. 6. Und wenn auch ſeines Wortes Licht nicht gleich durch alle Nebel bricht, und Spötter ſtolz die Wahrheit ſchmäh'n: verzaget nicht! Sie wird beſteh'n; ſie iſt von Gott. 7. Schaut auf zur Son⸗ ne; ſie erhellt nicht gleich den ganzen Raum der Welt. Laßt, Chriſten, unſers Lichts uns freu'n, und Gott durch Thaten dankbar ſeyn, wie er ſie liebt. 8. Lobſingt, lobſingt dem Herrn, und freut voll Hoff⸗ nung euch der Ewigkeit! Dort wird nur Liebe, dort allein ein Hirt und eine Heerde ſeyn. Lobſingt dem Herrn! Mel. Herzliebſter Jeſu! 215 L*s doch, o Jeſu, laß dein Reich auf Erden nie unterdrücket, ſtets erweitert werden! Gib allen Menſchen deiner Lei⸗ Lei⸗ den wege Veisheit Segen! 8 1 6 dich re glauben land ne mit E ſchon hie 3 K frommet denn ſie dieſe ſuch hens den 4, Ach Toben d vor den deine Fe prüfen, ben die 5. 8 bangen wecke Gewiſt ſchlägt ihr Her 6. 9. iig vor bis du! virſt erl Kreiſe d n Gottes Gott kam und dh bei; da vrna zewiſſen frei; 8 den Aberglaud u Das hat d h err Jethan. 8 Si ihm Dank! Vereint nun, Chrin lit mit Wahrhelei aglichkeit. Die de er Kirche Zier. d ſie; Gott iſt mi ihr Schutz. Und wenn auch ſn tes Licht nicht g alle Nebel brictn ter ſtolz die Wät ah'n: verzaget m wird beſtehn; ſei Gott. Schaut auf zur d⸗ ſie erhellt nicht ſ ganzen Raum dad Chriſten, unſett freu⸗ n, und Gouw hen dankbar ſenn, e liebt. Lobfingt, lobſt fſing en, und freut del g euch der Eoi t wird nur Leede in ein Hirt um rde ſeyn. Lobſif 1 rn. Mel. Her zliebſter Ii 6 doch 1. laß den 1 Erden nie unten z erweitert werdn en Menſchen deinn den wegen, Licht, Heil und Segen! 2. Erleuchte ſie, daß ſie dich recht erkennen, und glaubensvoll dich ihren Hei⸗ land nennen! O lehre ſie mit Eifer deinen Willen ſchon hier erfüllen 3. Laß ſie die Schrift mit frommer Achtung ehren; denn ſie enthält der wahren Weisheit Lehren; und ohne dieſe ſucht man doch verge⸗ bens den Weg des Lebens. 4. Ach, ſteure, Herr, dem Toben deiner Feinde, und vor dem Irrthum warne deine Feinde! Gib, daß ſie prüfen, und dem Aberglau⸗ ben die Herrſchaft rauben! 5. Sei du ihr Licht in bangen Finſterniſſen, und wecke ſelbſt ihr ſchlafendes Gewiſſen! Erhebe tröſtend, ſchlägt ſie Kummer nieder, ihr Herz auch wieder! 6. Herr, ſchütz' uns mäch⸗ tig vor der Liſt der Boͤſen, bis du von ihnen ganz uns wirſt erlöſen, und wir zum Kreiſe der verklärten From⸗ men frohlockend kommen. In voriger Melodie. 2160 Schütze die Dei⸗ nen, die nach dir ſich nennen, und dich, o Jeſu, vor der Welt be⸗ kennen. Laß deinen Hän⸗ den, wie du ſelbſt verhei⸗ ßen, Nichts ſie entreißen. Heiligung. 159 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden; mach' ihre Siege herrlicher auf Erden. Gib mMiuth und Weisheit denen, die ſie leh⸗ ren, dein Reich zu mehren. 3. Du haſt noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Füͤhre die Deinen, wie du ſelbſt verſprochen, führe ſie mndlic aus dem Kampf hie⸗ nieden zum ew'gen Frieden. 4. Ewig, o Heiland, ſei dein Nam' erhoben! Ewig frohlockend müſſe dich einſt loben, o du Beſchirmer dei⸗ ner ſchwachen Heerde, Him⸗ mel und Erde! Mel. Ein' feſte Burg iſt 217 Wom Chriſtus *1 ſeine Kirche ſchützt, 8 rnas die Hölle wüthen; der zur Rech⸗ ten Goſtes ſitzt, hat Macht, ihr zu dedienen⸗ Er iſt mit Hülfe nah'; wenn er gebeut, ſteht's da. Er ſchützet ſeinen Ruhm, und hält das Chri⸗ ſtenthum. Mag doch die Hölle wüthen. 2. Und wenn auch Fürſten auf dem Thron ſich wider ihn empören; ſtets werden ihn, des Höchſten Sohn, zahlloſe Völker ehren. Sein Wort iſt wahr; Nichts iſt der Großen Macht und Liſt. Wie lange währt ihr Spott? Auch ſie ſind Staub ——j— 5 88— 160 Staub vor Gott. gen ſich empören! 3. Der Frevler mag die Wahrheit ſchmäh'n; uns kann er ſie nicht rauben. Der Unchriſt mag ihr widerſteh'n; wir halten feſt am Glauben. Gelobt ſei Jeſus Chriſt! Wer hier ſein Jünger iſt, ſein Wort von Herzen häͤlt, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Chriſten, die ihr ihm vertraut, laß euch kein Droh'n erſchrecken! Der Gott, der von dem Himmel ſchaut, wird uns gewiß be⸗ decken. Der Herr, der ſtarke Gott, hält über ſein Gebot; gibt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod. Was kann uns dann erſchrecken? Sie mö⸗ Mel. Gott des Himmels und 218 HM ri iſt's in . deinem Reiche, König der erlöſten Schaar! Jede Sinnenluſt entweiche; dennoch beutſt du Wonne dar, Wonne, die den Geiſt erhöht, und dem Strom der Zeit entgeht. 2. Was ſind Rang und eitle Schätze? Was ſind Kronen dieſer Welt? Freun⸗ de deiner Reichsgeſetze ſind einſt Engeln zugeſellt. Edel handeln, iſt ihr Ruhm, deine Huld ihr Eigenthum. 3. Hier iſt Weisheit, hier Werke und Wohlthaten Gottes. iſt Tugend, wo dein großer Geiſt regiert, wo das Alter, wo die Jugend ſich mit dei⸗ nem Sinne ziert. Selbſt der Sünder preiſt ſein Glück, eilet er zu dir zurück. 4. Ja, du herrſcheſt nicht mit Strenge; nur von Liebe wallt dein Herz und du lockſt der Menſchen Menge nur hinweg von Angſt und Schmerz. Selig, wer dir ſeine Zeit, ſeine Kraft, ſein Leben weiht! 5. Mag der Krieg die Welt zerrütten! Friede ſchwebt um deinen Thron. In Paläſten, in den Hutten, roß iſt uͤberall dein Lohn. b Jeder, jeder, der dich ehrt, iſt und bleibt dir ewig werth. 6. Droh'n dir gleich die Frevler alle, rüſtet ſich der Spötter Heer; ach ſie na⸗ hen ſich dem Falle, und dann toben ſie nicht mehr! Ewig wird dein Reich be⸗ ſteh'n; Wahrheit kann nicht untergeh'n. 7. Reiche dieſer Welt ver⸗ ſchwanden, Kronen ſanken in den Staub; aber ſeit dein Reich entſtanden, ward es nie der Zeiten Raub. Jetzt noch blickt dein Unterthan hochentzückt zu dir hinan. 8. In den fernſten Him⸗ melsſtrichen glänzt, o Herr, dein mildes Licht. Thoren nur, die von dir wichen, ſehen ſeine Strahlen nicht; do doch der reu un⸗ oß und 3 3 der Wei dein Geb auch den roch blin eig uns dines Re heil (Vor Mel. Sol 210 A9 inmer ſ veihen d dieſes K 2 4 Glaube Velt nie Troſt, d du, Got 4. bkennen von dir auf der und Ru Mel. W 220 len„ di wandelb Gones. end, wo dein groß gier wo das di Jugend ſich mit it d. nne ziert. Selbſtin preiſt ſein Glit zu dir zurück. a, du herrſcheſ ng renge; nur von ge dein Herz z und dub d den ſchen Mengt m g von Angt u 1n erz. Selig, un d Zeit, ſeine Kraft ſe weiht! Mag der Krin zerrütten! Fih t um deinen Tum galäſten, in den Hitte überall dein jeder, der dih i d 1- leibt dir ewig Irn Droh'n dir glec er alle, rüſtet 49 er Heer; ach ſe ich dem ale 1 toben ſie nicht mer wird dein Niiz „Wahrheit kam ni geh'n. Reiche dieſer Weli iſt nden, Kronen ſaun n Staub; aber ſäh 3 entſtanden, wan er Zeiten Rand. 3 blickt dein Untei igic zu dir hinn In den finin trichen glänzt, 18E 1 mildes Licht. dr die von dir dite ſeine Strahlen en nd doch der Weiſe bleibt dir treu und du machſt ihn groß und frei. 9. Mehre ſelbſt die Zahl der Weiſen! Herr, erwwit rf dein Gebiet, und laß einſt auch den dich preiſen, 5 noch blind vor Götzen kniet! Zeig' uns Allen nach der Zeit deines Reiches Herrlichkeit! Heilige Taufe. (Vor der Taufe.) Mel. Sollt' es gleich bisweilen 12 tir, Gott, der ſo 219 D gern erfreuet, immer ſeine Huld erneuet, weihen durch die Taufe wir dieſes Kind, o Vater! dir. 2. Gib ſhm 2 Wachsthum und Gedeihen, laß es ſtets das Böſe ſcheuen, und be⸗ glücke das Bemu n, es zum Himmel zu erzieh'n. 3. Stärke künftig ſeinen Glauben, laß ihm den die Welt nicht rauben; nicht den Troſt, daß es ein Chriſt, daß du, Gott, ſein Vater biſt. 4. Laß es ſtets dich froh bekennen, daß es Niemand von dir trennen, Niemand auf der Tugend Bahn Heil und Ruh’ ihm rauben kann. Mel. Wer nur den lieben Gott 2202 err, der du ſelbſt ie Tauf befoh⸗ len, dir, deſſen Treu' un⸗ wandelbar, dir ſei auch die⸗ Heiligung. 161 * ſes Kind empfohlen! Wir bringen es dir flehend dar: o ſegne es, Herx⸗ Jeſu Chriſt, der du der Taufe Stifter biſt! Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier (a err, wir ſte⸗ 221 rH hen hier vor dir: laß dies Kind auf un⸗ ſern Armen dir gef fallen, bitten wir, und erzeige dein Erbarmen, laß es hier be⸗ glückt auf Erden, dort des Himmels Erbe werden! (Nach der Taufe.) Mel. Kommt, kommt, den Herrn 221(b) Geweiht zum Chriſten⸗ thume iſt dieſes Kind, dir, Gott, geweiht. Erz ieh⸗ es dir zum Ruhme, zur Tu⸗ gend und zur Seligfeit. Gib, daß es deiner Liebe ſich immer dankbar freu', und durch des Geiſtes Triebe dir ſtets gehorſam ſei; daß fröhlich es dem Lohne der Treu' entgegen geh', und vor des Mittlers Throne ſich einſt verherrlicht ſeh'! Mel. Wer nur den lieben Gott 222 ch bin getauft auf deinen Na⸗ men, Gott, Vater, Sohn und heil'ger Geiſt! Ich bin gezählt zu deinem Saa⸗ men, zum Volk, das dir geheiligt heißt. O welch' ein Glück ward dadurch mein! 162 mein! Laß, Herr, mich deſ⸗ ſen würdig ſeyn! 2. Du haſt mich für dein Kind erkläret, mein Vater, und ein ſelig Theil haſt du, Sohn Gottes, mir gewäh⸗ ret an dem von dir er⸗ worb'nen Heil! Du willſt, mein Leben Gott zu weih'n, Geiſt Gottes, ſelbſt mein Beiſtand ſeyn. 3. Die Liebe iſt nicht zu ermeſſen, die du, Mein Gott, mir zugewandt. O laß mich nie die Pflicht vergeſſen, da⸗ zu ich ſelbſt mich dir ver⸗ band, als du in deinen Bund mich nahmſt, und mir mit Heil entgegen kamſt. 4. Du biſt getren; auf deiner Seite bleibt dieſer Bund ſtets feſte ſteh'n. Ja ſelbſt, wenn ich ihn über⸗ ſchreite, läßt du dein Vater⸗ herz mich ſeh'n. Du regeſt mein Gewiſſen an, und lenkſt mich auf die rechte Bahn. 5. Ich gebe, o mein Gott, aufs Neue mich ganz zu dei⸗ nem Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue, und bilde mich nach deinem Sinn. Weich', eitle Welt! O Sünde, weich'! Gott hört es: jetzt entſag' ich euch. 6. Befeſtige dies mein Verſprechen, mein Vater, und bewahre mich, daß ich es niemals möne brechen! Mein ganzes Leben preiſe dich! Gott meines Heils, Werke und Wohlthaten Gottes. ſei ewig mein, und laß mich dein auf ewig ſeyn! Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 2236((Mein Erlöſer, der du mich dir zum Eigenthum erkau⸗ fet: als dein Jünger Lin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. O erwecke mich zum Fleiße, recht zu ſe ehn das, was ich heiße. Laß mich oft mit Acht⸗ ſameei meiner Taufe Bund betrachten, und nur das zu jeder Zeit für mein WMißtes Wohl ſeyn achten, daß ich, Jeſu, deinen Will llen treulich ſuche z zu erfüll en! 3. Dieſer Erde Gut und Ruhm zurücke; nur ein wahres Chriſten ithum folgt uns nach zum ew'gen Gilieke. Davon iſt auch, nach dem Sterben, ewig Segen zu ererben. 4. Laß mich denn, wie dir's gefällt, deinem Dienſt, Herr, ganz ergeben, und entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jün⸗ ger leben, daß ich einſt auch, wann ich ſterbe, das verheiß⸗ ne Leben erbe! Mel. Wer nur den lieben Gott 2230J ech bin getauft nach Jeſu Lehren, dich, Bater, deinen Sohn und Geiſt ſo zu be⸗ kennen und zu ehren, 6 bleibt im Tode doch he unl ſich yre mich hj dort zu 2 1 ſei deine 9f ic fteiem ſcon ſo wandt! mein g wahres 4. 8 Gott, aus S Etweck und bi derſpre und gr lübd ſteh, mir be verwir von de ne Gn⸗ der B. n Gottes mein, und 1aß n f ewig ſeyn! Liebſter Jeſu, wit ir ſir) 30 Min Erlin der dun 1 m Ligenthum erin als dein dinne ich vormals auf getaufet. O zum Fleiße, reht das, was ich heiß Laß mich 0 ft ni 1 eit meiner Taufe d ichten, und nur w Zeit für mein giß lſeyn achten, 3 deinen Willen zu erfüllen! Dieſer Erde Gun m bleibt im Kodei ke; nur Segen zu ererde Laß mich dem gefällt, deinen d r, ganz ergeha, 1 ernt vom Sim d lt, als dein treun daß ih leben, , wann ich ſtett heiß'ne Leben erbe ell. Wer nur den Ütte 23 0Nln tin hren, dich, Vater, öhn und Geiſt ſt anen und zu ehn ein m ſenthum folgt unn w'gen Glücke. d 5₰ nach dem En Herz und Mund und That dich preiſt, und dann des Glücks, ein Chriſt zu ſeyn, mich hier ſchon und einſt dort zu freu'n. 2. Du haſt zu deines Reiches Erben, o treuer Vater, mich erklärt; es hat die Frucht aus ſeinem Ster⸗ ben dein Sohn, mein Hei⸗ land, mir gewährt; und dir mein Leben ganz zu weih' n, ſoll ſelbſt dein Gei ſt mein Beiſt lunt ſeyn. 3. Gel obt, mein Gott, ſei deine Liebe, die mir, noch eh' ich dich gekannt, anus freiem väterlichem Triebe ſchon ſo viel Gutes zuge⸗ whndt. Wie huldreich haſt du mein gedacht, und für mein wahres Wohl gewacht! 4. Dir geb' ich mich, mein Gott, auf's Neue, nun ganz aus Dank und Liebe hin. Erwecke mich zu ſteter Treue, und bilde mich nach deinem Sinn. Was dir mißfällt, ſei fern von mir, und hei⸗ lig ſei mein Leben dir! 5. Damit ich, was ich hier verſpreche, auch redlich halte und getreu. nie mein Ge⸗ lübd' aus Leichtſinn breche, ſteh', Gott, mit deiner raft mir bei, und fall' ich, verwirf mich nicht, o zeer von deinem Angeſicht! 6. Erwecke mich durch dei⸗ ne Gnade zum ſteten Ernſt der Beſſerung, und leite Heiligung. 163 mich auf ſicherm Pfade des Glaubens und der Heili⸗ gung. Gott meines Heils, ſei ewig mein und laß mich ſtets dein eigen ſeyn. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht ewig bin BG— 2ich dein, theuer dir, mein Gott, erkaufet, bin auf dich, um dein zu ſeyn, Vater, Sohn und Geiſt, ge taufet! Deſſen ſoll mein Herz ſich freu'n; ewig, ewig bin ich dein! 2. Welch' ein döttlicher Gewinn, daß ich durch der Taufe Gabe Gottes Kind und Erbe bin, daß ich ihn zum Vater habe! Heilig, heilig will ich ſeyn; ewig, Vater, bin ich dein! 3. Ich gelobt' es, und dennoch brach ich oft den Bund der Taufe, kämpfte ſchon, und wurde doch ſchwach im Kampf und matt im Laufe. Dennoch will noch Jeſus mein, Gott will noch mein Vater ſeyn! 4. Dies, o Gott, ver⸗ ſprachſt du mir; das hat Jeſus mir verheißen. Und ich ſollte, Sünde, dir, dir, 0 Welt, mich nicht entrei⸗ ßen? Ja, ich will's, ich will nicht dein, ich will meines Gottes ſeyn! 5. Jeſum, dem ich bin getauft, bin von ihm ſo hoch erhoben, bin ihm durch ſein Blut 164 Blut erkauft, Jeſum ſoll mein Leben loben! Ihm will ich, denn ich bin ſein, meine ganze Seele weih'n. 6. Wachen will ich, fleh'n um Kraft, daß ich ſtets auf ſeinem Wege, heilig und ge⸗ wiſſenhaft und im Glauben wandeln möge. Und er wird mir Kraft verleih'n, treu bis in den Tod zu ſeyn. 7. Höre mich, denn ich bin dein, theuer dir, mein Gott, erkaufet; bin auf dich, um dein zu ſeyn, Vater, Sohn und Geiſt, getaufet! Ewig, ewig laß mich dein, ewig laß mich ſelig ſeyn. Das heilige Abendmahl. Mel. Befiehl du deine Wege 6 erſammelt hat⸗ 225 V te Jeſus die Jünger feierlich; es nahte ſeine Stunde, die Abſchieds⸗ ſtunde ſich. Die ſich der Hoffnung freuten, mit ihm zum Thron zu geh'n, ſie ſollten nun ihn dulden, ach, bluten, ſterben ſeh'n. 2. Sie ſollten nun Be⸗ kenner der heil'gen Wahr⸗ heit ſeyn; für ſie, und für die Brüder, wie er, den Tod nicht ſcheu'n. Ach, wie er jetzt ſo rührend beim frommen Abſchiedsmahl den Freunden, den Erwählten, noch Lieb' und Treu' empfahl! 3. Er ſah am Kreuz ſich Werke und Wohlthaten Gottes. ſterben, und weihte Brod und Wein, den Blick zu Gott erhoben, für ſie laut dankend ein. Nehmt, ſprach er, dieſe Gaben, das iſt mein Leib, mein Blut; o denket mein, ihr Lieben, ſo oft ihr ſolches thut! 4. Wie konnten ſie ver⸗ geſſen, was jetzt ihr Lehrer that, der ſcheidende Geliebte jetzt, ach, ſo zärtlich bat? Nehmt hin, für euch gege⸗ ben wird dieſer Leib, dies Blut; o denket mein, ihr Lie⸗ ben, ſo oft ihr ſolches thut! 5. Nun ward dies Mahl zur Feier; ſtets ſchwebte liebreich, mild und hehr vor ihren Blicken des treuſten Freundes Bild, gab ihnen rein're Liebe, zur Tugend höhern Muth. Sie opfer⸗ ten der Wahrheit mit Freu⸗ den Gut und Blut. 6. Auch uns zum Heil geſtiftet ward ſein Gedächt⸗ nißmahl; für uns auch ſtarb aus Liebe er unter Schmach und Qual. Wer könnte ſein vergeſſen, ver⸗ geſſen, was er bat, eh' er den Weg des Todes zu unſerm Heil betrat? 7. O laßt nun am Altare uns ſeiner dankbar freu'n, und froh den Bund der Lie⸗ be, der Tugend Bund er⸗ neu'n! Sein Mahl ſtärk' un⸗ ſern Glauben, ſtärk' ihn in Schmerz und Noth, mach' hei⸗ alig u tendig A¹ nahet 11 Tag der den Feſ ünyfühe Kraft zu Gottes ten hi Kugende 1 Abe heten W euch zu richt! 2 Mit en Ruhm v füllte„ und rin hringet heit! 9 3. des He⸗ hohen zu ſeyn Acde de ür M Schwur. dieſer Bunde un. C 4. 8 Muſter Bundes kobgeſa gen der men; p er(icht Gottes. und weihte ein, den ann hoben, für ſe la ein. Nehmt, ſpeu ſe Gaben, das eib, mein Iüut nein, ihr Liehen, ſolches thut! Die konnten ſie m was jetzt ihr di er ſcheidende Geltt ach, ſo zuͤrtlich n hin„ für euch ga⸗ ird dieſer Leib, h odenket mein, ihrte doft ihr ſolches ha Nun ward dies R feier; ſtets ſähe ch, mild und hehrn Blicken des tran des Bild, gab iu Liebe, zur dm Muth. Sie af c Wahrheit mite eut und Blut. Auch uns zin ſ et ward ſein Geit ihl; für uns a aus Liebe er m ach und Qual. 1 e ſein vergeſſen, n „was er bat, i Weg des Taͤde n Heil betrat! O laßt nun an ſeiner dankbar fui roh den Bund da der Tugend Bm Sein Mahl ſii Glauben, ſtätk i nerz und Naih,n heilig unſer Leben, mach' freudig unſern Tod. Mel. Liebſter Immanuel 226 Nont dem Altare, Unſterbliche, nahet, und feiert hier den Tag der Beſſerung! Segnet den Feſttag des Bundes! Empfahet bei Jeſu Mahle Kraft zur Heiligung. Fühlt Gottes Frieden! Denn ſchon hienieden gewährt die Tugend euch Beſeligung. 2. Aber gebietet auf rau⸗ heren Wegen die Tugend euch zu geh'n: o wanket nicht! Blicket auf Jeſum! Mit ewigem Segen, mit Ruhm vor Gott belohnt er⸗ füllte Pflicht. Auf, auf, und ringet zum Ziel! Voll⸗ bringet den Ruf der Gott⸗ heit! Auf, und wanket nicht! 3. Bei dem Gedächtniß des Heiligen ſchwöret, dem hohen Tugendbund getreu zu ſeyn! Schwört bei dem Tode des Heiligen! Höret, ihr Mitunſterbliche, den Schwur: Wir weih'n in dieſer Stunde dem großen Bunde der wahren Tugend uns. Gott, wir ſind dein! 4. Singt dem erhabenen Muſter der Frommen, des Bundes Erſtem, Preis und Lobgeſang! Er iſt zum Se⸗ gen der Menſchheit gekom⸗ men; vom Himmel bracht' er Licht. Nun Lebenslang Heiligung. 165 im Licht zu wandeln, wie er zu handeln: dies, Chriſten, ſei der ihm geweihte Dank. Mel. Ein Lämmlein geht 227 Du⸗ Herr, haſt aus Barmher⸗ zigkeit, zum Denkmal dei⸗ ner Gnaden, das ganze Volk der Chriſtenheit wohltbätig eingeladen. Du rufſt: Müh⸗ ſele'ge kommt zu mir! Ich komme, Heiland, ja zu dir erheb' ich meine Seele. Ent⸗ zeuch mir deine Gnade nicht, ſei auch mein Troſt, mein Heil, mein Licht. Du ſiehſt, wie oft ich fehle. 2. Ja, meiner Schulden ſind weit mehr, als ich ver⸗ mag zu zählen. Ich fühl' es wohl, und leide ſehr vor Unruh' meiner Seelen. Doch du biſt meine Zuyverſicht. Verlaß mit deinem Troſt mich nicht; du ſieheſt meine Reue. Erbarmer, nimm ſie gnädig an; du biſt, der hel⸗ fen will und kann, daß ſich mein Herz erfreue. 3. Nach deinem Troſte ſehn' ich mich, gebückt vor dir im Staube. Dein tröſt' ich mich, und nur auf dich, Erlöſer, hofft mein Glaube. Gebeugte willſt du nicht ver⸗ ſchmähn, verſprichſt, den Schwachen beizuſteh'n, die nach der Beß'rung trachten. Stets bleibſt du deinen Worten treu, und wirſt ein gliu⸗ 166 gläubig Herz voll Reu', und meines nicht verachten. 4. Regiere nur auch künf⸗ tig mich, daß ich vorſichtig handle, und heilig, voll Vertrau'n auf dich, nach dei⸗ nem Willen wandle. Gib, daß, aus Dank für deine Huld, in Liebe, Glauben und Geduld ich dir auf Erden lebe, bis ich dereinſt in deinem Reich, verklärt, unſterblich, Engeln gleich, dich ewig froh erhebe. Mel. Wer nur den lieben Gott 228 Hiej bin ich, Je⸗ ſu, zu erfül⸗ len, was du in deiner Lei⸗ densnacht, nach deinem gnadenvollen Willen zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Ue⸗ bung dieſer Pflicht mir dei⸗ nes Geiſtes Kraft und Licht! 2. Es werde, Herr, für mein Gewiſſen, dein Mahl ein tröſtlich Unterpfand, daß ich, der Sündenſchuld ent⸗ riſſen, durch dich bei Gott Vergebung fand. So freuet meine Seele ſich in deinem Heil und lobet dich. 3. Bewundernd denk' ich an die Liebe, womit du un⸗ ſer Heil bedacht. Wie ſtark ſind deine Mitleidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht. O gib von dei⸗ nem Todesſchmerz jetzt neuen Eindruck in mein Herz! Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Laß mich mit Ernſt die Sünden ſcheuen, für wel⸗ che du, dich opfernd, ſtarbſt; durch ſchnoͤden Mißbrauch nie entweihen, was du ſo theuer mir erwarbſt! Nie führe mich zur Sicherheit der Troſt, den mir dein Tod verleiht! 5. Ich übergebe mich auf's Neue, o du, mein Herr und Gott, an dich; ich ſchwöre dir beſtänd'ge Treue vor deinem Tiſche feierlich. Dein eigen will ich ewig ſeyn. Du ſtarbſt für mich; drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spottern ſchämen des Dien⸗ ſtes, den man dir erweiſt, mich nie zu einem Schritt bequemen, den mein Ge⸗ wiſſen ſündlich heißt. O flöße mir den Eifer ein, wie du, o Herr, geſinnt zu ſeyn! 7. Laß mich mit Ernſt den Nächſten lieben, und, wenn er ſtrauchelnd ſich verſieht, Verſöhnlichkeit und Sanft⸗ muth üben! Nie komm' es mir aus dem Gemüth, welch eine ſchwere Sündenlaſt du mir aus Huld erlaſſen haſt! 8. Es ſtärke ſich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einſt aus des Grabes Staube mich dein allmächt'ger Ruf erhebt, wenn du dich, gro⸗ ßer Lebensfürſt, den Völ⸗ kern ſichtbar zeigen wirſt! 9. Ge⸗ b 9. Gel u Füß lob, Get auf mich ßen R doch geſc Stärkung Abendmal . 2²9 mihſelig! nein Er nich des Gnaden. deinem T. tes und d nich deine fühle mei Schulde wir ſin Fh denk Nacht, u es iſt do nein geil fir mich Gott war die Welt verſöhne n Gottes. Laß mich mitn inden ſcheuen, jir dich opfernd, ſin ſchnoͤden Mitn atweihen, was 1 mir erwarh mich zur Site Troſt, den mir verleiht! Ich übergehe Neue, o du, n und Gott, a ſchwöre dir bat e vor deinem lich. Dein eiga ewig ſeyn. Du ſe mich; drum binich Nie will ich mit ttern ſchämen desde den man dir a nie zu einen ei emen, den men n ſündlich heißt. di den Eifer ein, v err, geſinnt zu ſi Laß mich mit Gmi ſten lieben, undn trauchelnd ſich vine öhnlichkeit und du h üben! Nie kunt aus dem Gemithen ſchwere Sündeli aus Huld erlſaf Es ſtärke ſich i Glaube, daß meine lebt, und d des Grabes 8 Hdein allmäͤcheg bt, wenn du dic Lebensfürſt, d ſichtbar zeign i 9. Gebeugt lieg' ich zu dei⸗ nen Füßen mit Dank und Lob, Gebet und Fleh'n. Laß auf mich neue Gnade flie⸗ ßen! Mein Heiland, laß es doch geſchehn, daß mir zur Stärkung meiner Treu' dein Abendmahl geſegnet ſei! Mel. Ein Lämmlein geht 229 Nch komme, Herr, und ſuche dich, mühſelig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würd'ge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Got⸗ tes und des Menſchen Sohn, mich deiner zu getröſten. Ich fühle meiner Sünden Müh'; ich ſuche Ruh, und finde ſie im Glauben der Erlöſten. 2., Dich bet' ich zuver⸗ ſichtlich an: du biſt das Heil der Sünder, haſt ihre Schulden abgethan, und wir ſind Gottes Kinder. Ich denk' an deines Leidens Nacht, und an dein Wort: es iſt vollbracht! Du haſt mein Heil verdienet. Du haſt für mich dich dargeſtellt; Gott war in dir, und hat die Welt in dir mit ſich verſöhnet. 3. So freue dich, mein Herz in mir! Er tilget deine Suͤnden, und läßt an ſei⸗ ner Tafel hier dich Gnad' um Gnade finden. Du rufſt, und er erhört dich ſchon, Heiligung. 167 ſpricht liebreich: Sei getroſt, mein Sohn! die Schuld iſt dir vergeben. Du biſt in meinen Tod getauft und du wirſt dem, der dich er⸗ kauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein iſt das Glück der Seligkeit; bewahr' es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh', ich, vereine mich mit dir; ich bin der Weinſtock, bleib' an mir: ſo wirſt du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich ſtärke dich; und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück iſt dein Gebot, ich will es treu erfüllen, und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig ſeyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preiſen! Laß mich den Ernſt der Heiligung durch eine wahre Beſſerung mir und der Welt beweiſen! Mel. Es iſt das Heil uns 230(¼ch preiſe dich, o ₰ Herr, mein Heil, für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früchten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardſt ein Opfer auch für mich; o dil 1 da ä “ daß meine Seele ſich deß ewig freuen möge! 2. Was kann mein Geiſt durch deinen Tod nicht noch für Segen finden! Erquik⸗ kung in der Todesnoth, Vergebung aller Sünden, Gewiſſensruh', zur Beßrung Kraft: das haſt du, Herr, auch mir verſchafft, da du am Kreuze ſtarbeſt. 3. Dein Mahl iſt mir ein Unterpfand von deiner gro⸗ ßen Güte. Wie viel haſt du an mich gewandt! O ſtärke mein Gemüthe zum gläubigen Vertrau'n auf dich, daß ich, ſo lang ich lebe, mich an deine Gnade halte! 4. Ich fühle, Herr, voll Reu' und Schmerz, die Laſt von meinen Sünden. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den ſüßen Troſt empfinden, daß ich in deines Vaters Huld gewiß Vergebung mei⸗ ner Schuld auf Buße fin⸗ den werde! 5. Der Troſt, den mir dein Tod verſchafft, werd' ewig mir zum Segen! Er ſtärke mich mit neuer Kraft, auf allen meinen Wegen, nur das zu thun, was dir gefaͤllt, und alle Furcht und Luſt der Welt ſtandhaft zu uͤberwinden! 6. Laß mich mit Glau⸗ bensfreudigkeit vom Bun⸗ desmahle eſſen, und der Verbrüd'rung heil'gen Eid 168 Werke und Wohlthaten Gottes. undankbar nie vergeſſen, daß ich aus ächter Gegen⸗ treu' dir bis zum Tod er⸗ geben ſei, dir und den Brü⸗ dern lebe! 7. Laß deines Leidens großen Zweck mir ſtets vor Augen ſtehen! Nimm alle Hinderniſſe weg, die eb'ne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weiſt, und die einſt den erlöſten Geiſt zu deiner Freude fuhret. 8. Zum ew'gen Leben haſt du dich für mich dahin gegeben. Dein Abendmahl erwecke mich, mit Ernſt dar⸗ nach zu ſtreben! Herr, mache mich dazu geſchickt, und werd' ich einſt der Welt entrückt, ſo ſei dein Tod mein Leben! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 231 Fhriſt, eile nie mit ſicherm Sinn zum C a Jeſu hin, denk' nicht: Des gro⸗ ßen Dulders Blut macht jedes Sünders Laſter gut! Weh' dem, der dieſes Mahl entweiht durch Selbſtbetrug und Sicherheit! 2. Wer ſich zu ihm un⸗ würdig naht, der häuft die Schuld der Miſſethat. Sei⸗ nicht dein Feind; empfah' es nicht dir, ach, zum ſtren⸗ geren Gericht! Nein, erſt empfinde tief dein Herz der Sünde zinde hmerz. ftnes E ſſt und zer Sün erſt gih and dur furch Ra zirnender nit deine nüh 4 Peſt 5 des iſe duſt; en und b danchen dann nahh gendban, Allar hin 5. Beſ ſeugtem, großen T reich für und ihn varb: aß Gor keuigen 6. So di und 2 ſch dem; d in der err, z ſemacht Hand Lhrthei ſleiz! 7. Da göttlich? ſüreih, u chent Nuth un en Gottes. kbar nie vergeſe ih aus aͤchte Gene dir bis zum Todn ſei, dir und den Pi lebe! 4 Laß deines Lein n Zweck mir ſtett n ſtehen! Nimn erniſſe weg, die d n zu gehen, die mitze g. Vorbild weiſ, n einſt den erlöſten g einer Freude fuhtet Zum ewgen A du dich für mich ſi ben. Dein Abendue ecke mich, mit Ernſe zu ſtreben! Herr, m ) dazu geſchick, i „' ich einſt der 1 ückt, ſo ſei dein n Leben! — G — 6 l. Gott Vater, an Etönn⸗ iſt le 31 Gn in zum Liebesmahlen „denk nicht: Daß Dulders Blut m es Sünders Laſt eh' dem, der dieſei 4 weiht durch Selbſter d Sicherheit! 2. Ver ſich zu ün⸗ rdig naht, der hun huld der Miſſeiha ht dein Feind; em nicht dir, ach, zumſ ren manchen Gericht! Nen vinde tie din i3⸗ Sünde Schmach, der Reue Schmerz! 3. Erſt ſei dein Vorſatz feſt und rein, nicht mehr der Sünde Sklav zu ſeyn; erſt gib zurück, was deine Hand durch Liſt, durch Trug, durch Raub entwand; erſt, Zürnender, verſöhne dich mit deinem Bruder bru⸗ derlich! 4. Beſiegſt du ſo in deiner Bruſt des Laſters Macht, die böſe Luſt; biſt du entſchloſ⸗ ſen und bereit, zu kämpfen harten Streit: dann nahſt du dich der Tu⸗ gendbahn, dann gehe zum Altar hinan. 5. Beſchämt und mit ge⸗ beugtem Sinn ſchau' auf den großen Dulder hin, der lieb⸗ reich für die Sünder ſtarb, und ihnen Gottes Huld er⸗ warb: dann glaube froh, daß Gott uns liebt, gern Reuigen die Schuld vergibt. 6. So, frei von Heuche⸗ lei und Wahn, müſſ' Jeder ſich dem Mahle nah'n, das du in deiner letzten Nacht, o Herr, zum Denkmahl uns gemacht! Da dämpfe der Gedank' an's Kreuz der Thorheit Laſt, der Sünde Reiz! 7. Da rühr' uns tief dein göttlich Bild, und mach' uns liebreich, ſanft und mild; da ſchenk' dein Geiſt uns Muth und Kraft zum Kam⸗ Heiligung. 169 pfe mit der Leidenſchaft, daß heilig wir durch's Leben geh'n, dem Tode froh ent⸗ gegen ſeh'n! Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht 5 aht mit Andacht 232 N im Gemüth, Brüder, chriſtlich dem Al⸗ tare; wer in Jugendfülle blüht, und der Greis im Silberhaare, hoch und nie⸗ drig, arm und reich, naht; hier ſeid ihr Alle gleich! 2. Stärkt euch für die höh're Welt! Fließt, der Lie⸗ be Thränen, fließet! Wer vom Brode jetzt erhält, wer vom Weine jetzt genießet, fühl' Entzücken inniglich, ſtärke für den Himmel ſich! 3. Stärkt euch, bleibet rein und gut; denket Alle: wir ſind Bruder! Denket: Jeſu Chriſti Blut floß für uns am Kreuze nieder; Menſchenwürde, Menſchen⸗ ſinn uns zu lehren, floß es hin. 4. Der uns lehrte, Kraft und Gut für der Brüder Wohl zu geben, gab für Wahrheit hin ſein Blut, gab für Tugend hin ſein Leben, hat, was er empfahl, geübt. O, wie hat er uns geliebt! 5. Denket ſeiner; Thrä⸗ nen fließt! Freudenthränen weinet, Brüder! Wer vom Brode jetzt genießt, wer vom H Weine Werke und Wohlthaten Gottes. 170 Weine trinket, Brüder, den⸗ ket an den Menſchenfreund, denkt an Jeſum, denkt, und weint! 6. Laßt mit heiligem Ge⸗ müth All' uns nahen dem Altare; wer von Lebens⸗ kräften glüht, und der Greis an naher Bahre, hoch und niedrig, arm und reich; Bruͤder, hier ſind Alle gleich! 7. Alle geh'n wir eine Bahn, Alle geh'n wir zu dem Ziele edler Menſchlichkeit hin⸗ an. Voll der ſeligſten Ge⸗ fuͤhle bete Jeder inniglich, ſtärke für den Himmel ſich! 8. Wer den Kelch des Nachtmahls trinkt, wer vom Brode jetzt genießet, wer in Andacht fromm verſinkt, wem der Reue Thräne flie⸗ ßet, iſt mein Bruder, iſt mein Freund; und ich habe keinen Feind. 9. Fließt, der Liebe Thrä⸗ nen, fließt! Vorgefühl der Himmelsfreuden fuͤhle, wer das Mahl genießt, Kraft zum Guten, Troſt im Lei⸗ den; fühlt euch All' als Men⸗ ſchen gleich, fühlt als Him⸗ melsbürger euch. 10. Jeſus Chriſtus hat ſein Blut für der Menſchen Wohl gegeben; laßt uns Kräfte, Geiſt und Gut Menſchen widmen, für ſie leben; laßt uns zu des Him⸗ mels Höh'n auf der Bahn der Liebe geh'n! Mel. Freu' dich ſehr, o meine S. 233 Veler Ehrfurcht, Dankund Freu⸗ den komm' ich, Herr, dein Gebot, zu dem Denk⸗ mal deiner Leiden, und ge⸗ denk' an deinen Tod. Mitt⸗ ler, der du für mich ſtarbſt, mir ein ewig Heil erwarbſt, dir zur Ehre ſtets zu leben, ſei mein eifriges Beſtreben! 2. Ich empfind' es jetzt auf's Neue, was ich dir, Herr, ſchuldig bin. Du, du gabſt mit großer Treue ganz dich mir zum Dienſte hin; wieſeſt mir den Weg zu Gott, und ertrugſt den ſchwerſten Tod, mir im Le⸗ auf ben und im Sterben ſichre Tröſtung zu erwerben. 3. Durch dich iſt zu. Got⸗ tes Gnade freier Zutritt und die Kraft, auf der Tugend ſel'gem Pfade feſt e e feſt einher⸗ zugeh'n, verſchafft. Und du rufſt auf's Neue mir durch dein Nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem Se⸗ gen nehme und mich deiner niemals ſchäme. 4. Sollt' ich, Jeſu, den vergebens dieſe deine Huld empfah'n. Nicht zur Beß⸗ rung meines Lebens mich Zu deinem Tiſche nah'n? Ja, mit neuem Ernſt will ich mich vor Sünden ſcheu'n, und dich durch ein dir ge⸗ heiligt Leben mit vermehr⸗ tem Fleiß erheben. 5. d ih habe⸗ ſu ſehn bis zum Seelee ihn zu mit Vot fnnte puas mich brechen! 6. 4 ſi en vetb'nes den Auge der dara auf deine Gehorſar in deinen inmer be 8 va ten Gottes Freu' dich ſehr, dm 33 Wäi c komm' ich, 8 Gebot, zu de den deiner Leide 2n, m an deinen Tod. 1 der du für mich ze ein ewig Heil en 6 zur C Chre ſtets zal mein eifriges din 2. Ich empfind 4p s Nenc, das er, ſchuhdig di gabſt mit n nz dich mir zun d 1; wieſeſt mir d Gott, und ennn 1„ ri werſten Tod, mit n und im Stberbat ſtung d zu erwerben Dur ich ihſ ü nu auf d gem Pfade feſt t ſeh'n, verſchafft i ſt auf's Neue mir n Nachtmahl,. nehme und rihn mals ſchäme. 1. Sou ich, Jſa gebens d dieſe deim pfah'n. Nicht zut ag meines Kabs nem Tiſche nahn! t neuem Ernſt 1 ch vor Sünden e r Theil an deinm eh d dich durch i ein i 1 gt Leben n mit be n F leiß erheben. 1 5. Dieſen Vorſatz, den ich habe, thätig: dankbar dir zu ſeyn, präg' ihn, Jeſu, bis zum Grabe tief in meine Seeke ein. Gib. mir Kraft, ihn zu vollzieh'n! Lehre mich mit 2 Vorſicht flieh' n, was ihn könnte bei mir ſchwächen, was mich reizt, ihn gar zu brechen! 6. Laß mich über Alles ſchätzen dein mir theu'r er⸗ word nes Heil, und nie aus den Augen ſetzen, wie nur der daran hat Theil, der auf deine S Stimme hört, mit Gehorſam dich verehrt, und in deinem Dienſt auf Erden immer beſſer ſucht zu werden! 7. Geh' mir, wo ich bin und wandle, immerfort mit Hülfe nach, daß ich als ein Chriſt ſtets handle; und wird je mein Glaube ſchwach, o ſo hilf mir liebreich auf, daß ich in dem Tugendlauf nim⸗ mer wanke, nie ermüde! So erquicke mich dein Friede! 8. Ewi ig will ich dir es danken, daß du ſo barmher⸗ zig biſt, daß auch, wenn wir Schwache wanken, deine Treu’ beſtändig iſt. Herr, ich hoff' es froh und feſt, daß ſie mich auch nie verläßt. Zu des Himmels Seligkeiten wird ſie mich gewiß auch leiten. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele 2340 5ihne Sen⸗ Heiligung. 171 gläubig nach des Herrn Be⸗ fehle, ſeinen Mittlertod zu feiern, deinen Dank ihm zu erneuern. Auch für dich hat er ſein Leben in den bang⸗ ſten Tod gegeben, dir auf Zeit und Ewigkeiten Heil und Wohlfahrt zu bereiten. 2. Zum Genuſſe ſeiner Gnaden wirſt du von ihm eingeladen; eil' ihm demuths⸗ voll entgegen, und nimm Theil an dinem Segen. Komm' getroſt, iſt ſein Wille, komm' und echonf aus ſeiner Fülle neuen Muth und neue Triebe zur Verehrung ſeiner Liebe. 3. Herr, ich komme mit Verlangen, Seelenruhe zu empfangen. Deine Liebe ſoll mich ſtärken in dem Fleiß zu guten Werken. Mit den heiligſten Entſchlüſſen will ich Brod und Wein genie⸗ ßen, mich der Bruderliebe weihen, deines Todes mich erfreuen. 4. O, wie ſehnt ſich mein Gemithe, Menſchenfreund, nach deiner Güte! Ich ge⸗ lob' dir neue Treue; ſiehe, Herr, mein Herz voll Reue! Meinem lindlichen Begeh⸗ ren woll'ſt du deinen Troſt gewähren, meiner Sünden nicht gedenken, mir Gewiſ⸗ ſensruhe ſchenken! 5. Ja, ich hoff' auf deine Gnade, daß ſie mich der Schuld entlade, und mit H. neuer ——— Werke und Wohlthaten Gottes. 172 neuer Kraft zum Werke mei⸗ ner Heiligung mich ſtärke. Was du, da du für uns ſtarbeſt, Jedem, der Gott ſucht, erwarbeſt, Seelenruh' und ew'ges Leben, wirſt du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich mich ſtets freuen, ganz mich mei⸗ nen Pflichten weihen, nur nach deinem Willen leben, und dich dankbar froh erhe⸗ ben. Deine Huld iſt uner⸗ meßlich; Herr, ſie ſei mir unvergeßlich, daß ich dich aus frommem Triebe thätig ehre, folgſam lieben 7. Du, dem dort der Frommen Schaaren, die, wie ich, auch Sünder wa⸗ ren, ewig Dank und Jubel ſingen, daß ſie hier dein Heil empfingen, laß auch mich einſt dahin kommen, daß ich mich mit allen Frommen ewig deiner Huld erfreue, und dir einſt mein Danklied weihe! Mel. Schon iſt der Tag von G. 235 J Mch will den Bund mit meinem Herrn bei Jni Mahl er⸗ neuern; ich will, von Welt⸗ geſchäften fern, heut' ſein Gedächtniß feiern. Der Tag ſei hehr und heilig mir! Froh ſoll mein dankbar Herz zu dir, Erlöſer, ſich erheben! 2. Mich führe nicht Ge⸗ wohnheit hin, nicht der Be⸗ trug der Sünde, als ob ein unbekehrter Sinn dadurch ſchon Gnade finde. Nein, frei von niedrer Heuchelei, von eitlem Selbſtbetruge frei, will ich dein Mahl heut feiern! 3. Zum Eigenthume will ich mich auf's Neue dir er⸗ geben; bekennen will ich's öͤffentlich, dein Sterben ſei mein Leben. So lang ich athme, will ich dein und deiner Liebe mich erfreu'n, und ſie noch ſterbend preiſen. 4. Mit Reue will ich meine Schuld vor meinem Gott geſtehen, und, unwerth ſeiner Vaterhuld, ihn um Vergebung flehen. mit gläubigem Vertrau'n auf dich, mein treuer Mitt⸗ ler, ſchau'n, und Seelenruhe finden. 5. Es ſei das Mahl der Liebe mir ein Pfand von Gottes Gnade, daß ich mit frohem Muthe dir folg' auf der Tugend Pfade, mich immer meines Vaters freu', und voll der frohen Hoffnung ſei, den Himmel einſt zu erben. 6. Hilf, daß ich, jeder Sünde Feind, Gott über Alles liebe, durch dein Ver⸗ dienſt mit ihm vereint, das Gute eifrig übe! Gefällig iſt dir dieſer Dank; ihn will ich dir mein Leben lang mit reinem Herzen bringen. el. Laß mich Mal. Fer 36. niß. Uns Aemaͤcht blubgen; ninmer 1 yr uns de n Dankg A. Wi nt Dank gu Trank, dt uiſs: Tan', daß s Segen 2. Zud Verken, Lerz zu ſt deſes Mal ſein Stift An, ſte und from wir entſ Reicht, Hand. terland b Fieudigkei dt Liebe Eireit 3 Lie die Herzen Dukt der V Iſfus füt Laßt uns en, treu uns üben, ten, wie Auſchen! ſiien S 3 uns th iült, en Gottez. der Sünde, alz ehrter Ein me Gnade finde. Ri von niedrer Heuce eitlem Selbſbeinn wüu ich dein Nahlie Zum Cigenthumen nich aufs Neue n; bekennen will t0 tliich, dein Sterta Leben. So lang 6 ne, will ich dein m er Liebe mich erfen ſie noch ſterbend priſ . Mit Reue villi ne Schuld vor mein tt geſtehen, und, unnen er Vaterhuld, ihn u gebung flehen. Laß n gläubigem Vertnu dich, mein treuer ſchau'n, und Seelenn en. „Es ſei das Mallſ e mir ein Pfand h tes Gnade, daß ihn em Muthe dir folg u Tugend Piidde, ut 3 — ner meines Vaterz fin, voll der frohen hHoffmn den Himmel ein en. „Hilf, daß ich, ſi ade Feind, Gott ihn s liebe, durch dein 4 t mit ihm vereint, d e eifrig übe! ir dieſer Dank; ünm dir mein Leben lang n em Herzen hringen N4 Geüht Mel. Herr, wir ſingen deiner 2 36 err, wir feiern dein Gedächt⸗ niß. Uns freut das heilige Vermächtniß vor deinem blut'gen Opfertod. Deiner nimmer zu vergeſſen, nah'n wir uns dem Altar und eſſen mit Dankgefühl des Bundes Brod. Wir trinken, Herr, mit Dank des Bundes heil'⸗ gen Trank, und geloben vor dir auf's Neu' der Tugend Treu', daß uns dein Tod ſtets Segen ſei. 2. Zu der Tugend höhern Werken, zur Liebe jedes Herz zu ſtärken, dazu ward dieſes Mahl geweiht. Wie ſein Stifter hier zu wan⸗ deln, ſtets liebreich, gut und fromm zu handeln, ſind wir entſchloſſen und bereit. Reicht, Chriſten, euch die Hand. Wir geh'n ins Va⸗ terland beßrer Weſen. Mit Freudigkeit geht im Geleit der Liebe durch Gefahr und Streit! 3. Sie erfüllt mit Muth die Herzen; ſie duldet Alles. Denkt der Schmerzen, die Jeſus für uns Menſchen litt! Laßt uns treu einander lie⸗ ben, treu jede Liebespflicht uns üben, für ſie auch ſtrei⸗ ten, wie er ſtritt! Der Menſchenliebe weih'n bei ſeinem Brod und Wein wir uns Alle. Wer Mit⸗ leid übt, gern hilft und Heiligung. 173 gibt, der iſt's, der Jeſum Chriſtum liebt. 4. Gott zu leben, Gott zu ſterben, und ſeinen Himmel zu ererben, dies iſt des Le⸗ bens hohes Ziel. Jeſus, hilf es uns erringen; hilf Sünd' und Laſter uns bezwingen; richt' auf den Schwachen, welcher fiel! O ſtärk' uns All' im Lauf; ſchließ' uns den Himmel auf, wenn wir ſter⸗ ben! Von dir herab ſtrömt Licht ins Grab; wir trock⸗ nen unſre Thränen ab. Der Chor. Mel. Herr, wir ſingen deiner 237 H vena waltſtſi vorbereiten zu deines Mahles Seligkeiten; ſei mitten unter ihnen, Gott! Heil und Leben zu empfahen, laß ſie, o Sohn, ſich würdig nahen, durch dich vergeſſen Sünd' und Tod! Denn nur von Sünde rein ſind ſie, o Jeſu, dein, deine Freunde. Laß, laß ſie ſeh'n in jenen Höh'n von fern der Ueberwinder Lohn. Die Gemeinde. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 1. Die ihr ſeine Laufbahn lauft, theure, miterlöſte Brüder, all' auf Chriſti Tod getauft, alle ſeines Leibes Glieder, kommt, Verſöhnte, kommt, 174 kommt, erneut euren Bund der Seligkeit. 2. Nehmet hin, und eßt ſein Brod. Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Le⸗ ben! Seht, wie er die Sünder liebt, da er ſelbſt ſich für ſie gibt. 3. Die mit voller Zuver⸗ ſicht deines Heils, o Sohn, ſich freuen, laß ſie ſtets in dieſem Licht wandeln, ewig dir ſich weihen! Laßs ihr Herz vom Stolze rein, voll von deiner Demuth ſeyn! 4. Tröſte, die in Trau⸗ rigkeit über ihre Seele wa⸗ chen; ſtärke, Herr der Herr⸗ lichkeit ihren Glauben; hilf den Schwachen! Die ge⸗ beugt von ferne ſteh'n, kön⸗ nen unerhört nicht flehen. 5. Nehmet hin und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Leben! Hingegeben in den Tod ward er, in der Sün⸗ der Tod! 6. Hoherprieſter, Jeſu Chriſt, du biſt einmal einge⸗ gangen in das Heiligthum, du biſt als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Alſo biſt du durch den Tod eingegan⸗ gen, Sohn, zu Gott! 7. Hoherprieſter, ja, du biſt auch für dieſe eingegan⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. gen! Sprich ſie los, Gott, Jeſu Chriſt, wann ſie nun dein Mahl empfangen! Laß ſie fühlen, ins Gericht kom⸗ men, die da glauben, nicht! 8. Augendlick voll heil'⸗ gen Grau'ns, voller Wonn' und ſüßen Bebens! Theu⸗ res Pfand des künft'gen Schau'ns, Ueberzeugung je⸗ nes Lebens! Schütte deine Gnad' auf ſie, alle deine Gnad' auf ſie! 9. Nehmet hin, und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! Leben! Hingegeben in den Tod ward er in der Sün⸗ der Tod! Der Chor. 2. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben! Nehmt hin, und trinkt zum ew'gen Le⸗ ben! Der Friede Chriſti ſei mit euch! Nehmt und eßt zum ew'gen Leben! Nehmt hin und trinkt zum ew'gen Leben! Ererbt, ererbt des Mittlers Reich! Wacht! Eure Seele ſei bis in den Tod getreu! Amen! Amen! Der Weg iſt ſchmal! klein iſt die Zahl der Sieger, die der Richter krönt! Die Gemeinde. 10. Jeſu Chriſti Mittler⸗ tod werd in aller Welt ver⸗ kündigt! Jeſu Chriſti Mitt⸗ ler⸗ Ihr trinkt das letod, der anfundigt ni Preis Staub m 11. 4 Fimmnel ſich unſer Wan, h rugt, wi cderfallen rt Lobge Sterben J n. Au d varſ ghuſen dine Rul wunden iher, ach des groß 13. R. ſin Bro vard ges her in d rrinkt! hen. H. hatd er, 14. 7 har heiß Durft der dines Ke din Leib lUityte Herrn! Kälfe fe 1ö. O ferlich, Sterben Jerſöhn in vom fiſſen de hedanker n Gottes Sprich ſie! 0s, hriſt, wan dn 6 lahl empfangen! di be ins Gericht ker ie da glander n„rict Angen lick voll del wau'ns, voller Ae üßen Bebens! N. Pfand des ha uns, Uederzeugungſ hebeus! Schüt te i y auf ſſe⸗ alle di 1 auf ſie! Nehmet hin, und t Brod! Jeſus Cheite gegeben fur die En in den Tod! Mn trinkt! Ihr trintu. n! Hingegeben in i ward er in der en . Der Chor. Nehut und äit m en Leben! Nehmt trinkt zum eurga! Der Friede Chrſtſt euch! Nehmt und z ew'gen Leben! Nir und trinkt zum un en! Ererbt, eret tilers Reich Bi te Seele ſei bis in n getreu!„Amen! Anui Weg iſt ſchmal⸗ 1 t die Zahl der Siegerei Richter krönt. — — — Die Gemeinde. iti Miütbe 0. Jeſu hau 9 Jeſu Chriſi N 3 werd in aller digt! gegoſſen; lertod, der vorm Richter uns entſundigt! Jeſus Chriſt, mit Preis gekrönt, hat uns Staub mit Gott verſöhnt. 11. In das Chor der Himmel ſchwingt, Herr, ſich unſer ſtammelnd Lallen. Wenn, von Seligen um⸗ ringt, wir vor dir einſt niederfallen, ſingt ein beß⸗ rer Lobgeſang für dein Sterben Preis und Dank. 12. Ausgeſchüttet wareſt du, warſt, wie Waſſer, hin⸗ ſuchteſt, fandeſt keine Ruh'! Deine Todes⸗ wunden floſſen, ſtrömten über, ach, vom Blut, dei⸗ nes großen Opfers Blut! 13. Nehmet hin und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Le⸗ ben. Hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod! 14. Deiner Zunge Durſt war heiß; heißer noch der Durſt der Seele! Mud', in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte ſchmachtender zum Herrn! Doch ſchien ſeine Hülfe fern. 15. O wie warſt du fürch⸗ terlich, Tod der Sünder! Sterben, ſterben ſollte der Verſöhner, dich, dich zu ret⸗ ten vom Verderben! Ewig faſſen dein Gericht endliche Gedanken nicht! Heiligung. der 175 16. Jeſus rief: Mein Gott! mein Gott! warum haſt du mich verlaſſen? ſtarb darauf den Kreuzes⸗ tod. Wer kann dieſe Liebe faſſen! Fluch und Tod ſind nun nicht mehr! Gebt, ach gebt dem Mittler Ehr'! 17. Nehmet hin, und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Leben! Hingegeben in den Tod ward er, in der Sün⸗ der Tod! Der Chor. 3. Die dein Kreuz in je⸗ nen Tagen der Märtyrer dir nachgetragen, verließen oft des Bundes Mahl um vorm Blutgericht zu ſtehen, mit dir bis in den Tod zu gehen, voll Freuden in des Todes Qual! Gib, Herr, Beſtän⸗ digkeit auch uns; nicht Luſt, nicht Leid laß uns ſcheiden von dir, daß treu die Seele ſei dir, der uns bis ans n geliebt! Wer nur den lieben Gott 238 Nünm hin den Dank für deine Liebe, erhabner Mittler, Je⸗ ſus Chriſt! Gib, daß ich nun mit Freuden übe, was dir, Herr, wohlgefäͤllig iſt! Es müſſe deines Todes Pein mir immerdar zum Segen ſeyn! H 4 2. Heil 176 2. Heil mir! dein Brod ward mir gebrochen; ich trank, Herr, deines Bun⸗ des Wein. Von Herzen hab' ich dir verſprochen, dir bis zum Tode treu zu ſeyn; und feierlich gelobt' ich's dir: ſei du nun Hülf' und Beiſtand mir! Mel. Schmücke dich, o liebe Seele lland, groß 239 H ,nn⸗ Treue, ſieh, ich widme dir auf's Neue, bei dem Denkmal deiner Liebe, dies mein Herz voll heißer Triebe, dir in meinem Lauf auf Erden im⸗ mer dankbarer zu werden, und an deines Segens Ga⸗ ben auch auf immer Theil zu haben. 2. Laß dies Opfer dir ge⸗ fallen! Du verſprichſt ja ſelbſt es Allen, die nach dei⸗ nem Heil verlangen, daß ſie Gnad' um Gnad' empfan⸗ gen, und, wenn ſie dich lieben wollen, Kraft dazu empfan⸗ gen ſollen. O wie köͤnnteſt du das Flehen meines Her⸗ zens denn verſchmähen! 3. Nein, ich trau' auf dein Verſprechen. Herr, du kannſt es mir nicht brechen; denn du ſieheſt mein Beſtre⸗ ben, nur nach deinem Wort zu leben. Stärke mich denn zum Genuſſe deines Heils in dem Entſchluſſe, dich und Werke und Wohlthaten Gottes. deine heil'gen Lehren mit Gehorſam zu verehren. 4. Dieſen Dank für deine Liebe, wenn ich den dir ſchul⸗ dig bliebe: wie verwerflich würd' ich handeln, wie der Huld zuwider wandeln, die dich trieb, auch mir zum Le⸗ ben in den Tod dich hinzu⸗ geben! Welche Qualen im Gewiſſen würd' ich einmal fühlen müſſen! 5. Nein, ſo ſtrafbar, ſo vermeſſen will ich nie der Pflicht vergeſſen, die dir, Herr, von mir gebühret, die zum wahren Heil mich füh⸗ ret. Ewig dir nur anzu⸗ hangen, iſt mein ſehnlichſtes Verlangen. nur meiner Seele, daß ſie nicht dies Ziel verfehle! 6. Bringe mich durch dei⸗ ne Gnade auf des wahren Glaubens Pfade immer nä⸗ her zu dem Ziele, wo ich ganz mich ſelig fühle. Laß indeſ⸗ ſen mich hienieden deinen mir erworbnen Frieden im⸗ mer reichlicher genießen, bis ſich meine Tage ſchließen. 7. O wie wird mein Herz ſich freuen! Welche Jubel wird dir's weihen, wenn du mich dorthin erhebeſt, wo du ewig herrſchend lebeſt! Nichts wird dann mich wei⸗ ter ſtören, dankvoll, Heiland, dich zu ehren; und du wirſt mich mit den Freuden deines Himmels ewig weiden. Hilf du ſelbſt Nel. 3 40 Werth enpfinde Gott bet heil nur ih Sünd barne die ud laß! 2 c egen d toſlos auch mit din Mah gähe. 2 mpfnde uch füt liel mich 3. Hie ſt din⸗ jin gege ganzen warbſt Ich e den Wei zeteint üt dich 4. O Nahles Nlauben zerſicht, teib' mi zun Eif zur wa rung, z en Lüſt 5. V üſten Schande uh ihr 6 eil gen Lehten mih m zu verehren. leſen Dank füt dene denn ich den dit ſchu⸗ be: wie verwerſt ch handeln, wie d uwider wandeln, ſi leb, auch mir zum e den Tod dich hinr „Welche Qualen in ſen würd' ich einmi müſſen! Nein, ſo ſtrafber, ſen will ich nie n t vergeſſen, die ſ von mir gebühret, d vvahren Heil mich i Ewig dir nur ang in, iſt mein ſehnlicſe ungen. Hilf du ſäh neiner Seele, daß ſ diies Ziel verfehlen Bringe mich durchde nade auf des wam Pens Pfade immer mdem Ziele, wo ichſm iſelig fühle. Laß ii nnich hienieden dm rworbnen Frieda i greichlicher geniefen tneine Tage ſchlin, O wie wird mein en f Nl aa ffreuen! Welche A dir's weihen, wemti dorthin erhebeſt, n awig herrſchend 1 s wird dann mich w Sren, dankvoll, Hün zu ehren; und du mit den Freuden del nels ewig weiden⸗ Mel. Wann mein Stündlein 2 40 Heiland, deſ⸗ ſen hohen Werth des Sünders Herz empfindet, der reuvoll ſich zu Gott bekehrt, auf dich ſein Heil nur gründet: auch ich, ich Sünder ſuche dich; er⸗ barme dich auch über mich, und laß mich Gnade finden! 2. Ich nehm' an deinem Segen Theil; daß ich nicht troſtlos bliebe, reichſt du auch mir zu meinem Heil, dein Mahl, dies Pfand der Liebe. Ich nehm' es und empfinde dann, wie viel du auch für mich gethan, wie viel, mich zu beglücken. 3. Hier iſt dein Leib, hier iſt dein Blut, für mich da⸗ hin gegeben: du ſtarbſt, der ganzen Welt zu gut; er⸗ warbſt auch mir das Leben. Ich eß das Brod, ich trink' den Wein, um ganz mit dir vereint zu ſeyn, um ganz für dich zu leben. 4. O laß mich deines Mahles Kraft in meinem Glauben ſtärken! Die Zu⸗ verſicht, die es verſchafft, treib' mich zu guten Werken, zum Eifer in der Heiligung, zur wahren Herzensbeſſe⸗ rung, zum Kampf mit bö⸗ ſen Lüſten! 5. Wie? ſollt' ich dieſen Lüſten noch zu meiner Schande dienen? Ich trüge noch ihr ſklaviſch Joch? Ich Heiligung. 177 ſollte mich erkühnuen, den Heiland, der für mich auch ſtarb, mir Gnade, Troſt und Heil erwarb, durch Sünden zu verläugnen? 6. Nein, göttlicher Er⸗ retter, nein, laß mich das Böſe haſſen, mich jeden Reiz der Sünde ſcheu'n, und Muth zum Kampfe faſſen, dein Mahl nicht unbekehrt ent⸗ weih'n und den Entſchluß, dir treu zu ſeyn, mit Freu⸗ digkeit vollbringen. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 241 Heun der du dein theures Leben für mich in den Tod gege⸗ ben, mich ſoll deine Liebe dringen, deinen Willen zu vollbringen; drum komm' ich, von dir geladen, zu dem Mahle deiner Gnaden, dir mein ganzes Herz zu wei⸗ hen, und den Bund heut zu erneuen. 2. Ja, dir ſchwör' ich's, mein Befreier von dem To⸗ de, hoch und theuer, dich will ich mit allen Trieben meiner ganzen Seele lie⸗ ben; immer will ich mich beſtreben, nur nach deinem Sinn zu leben; mich ſoll weder Luſt,] noch Leiden, Herr, von deiner Liebe ſcheiden! 3. Ich gelob' aus treuem Herzen, meiner Brüder Noth und Schmerzen täg⸗ H 5 lich 178 lich brüderlich zu lindern, Elend, wo ich kann, zu mindern. Ich gelobe dir, mit Freuden, auch das Un⸗ recht ſtill zu leiden, unge⸗ duldig nie zu klagen, an Gott niemals zu verzagen. 4. Was du haſſeſt, will ich haſſen, ganz von dir mich leiten laſſen, nie mit Vorſatz dich betrüben, Alles, was du liebeſt, lieben. Doch ich kenne meine Schwäche, Jeſu, da ich dies verſpreche. Morgen iſt wohl ſchon ge⸗ brochen, was ich heute dir verſprochen. 5. Darum hilf du mir, und ſtärke mich zu jedem guten Werke; komm' und eile, mich vom Böſen, das ich thun will, zu erlöſen; hilf den erſten Reiz der Sünden, den, ach, den wir überwinden; laß mich ihre Folgen ſchrecken, und der Unſchuld Freuden ſchmek⸗ Fken! 6. Laß mich deine Treu⸗ ermeſſen, deine Liebe nie vergeſſen! Laß mich, weich, ich ab vom Guten, Herr, dich ſeh'n am Kreuze blu⸗ ten! Liebe ſchlug dir deine Wunden; das ſoll mich in dunkeln Stunden, wenn mich Angſt und Zweifel drücken, mit erhabnem Troſt erquicken. 7. Gib, daß ich und alle Chriſten ſich auf deine Zu⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. kunft rüſten, daß, heut dein Tag ſchon käͤme, keiner, Herr, vor dir ſich ſchäme! Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirſt du kommen, daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich ſeh'n und ewig ehren? (Nach der Kommunion.) Mel. Wie groß iſt des ollbracht i 242 VuuarPteif ge Feier; verkündigt ward von uns dein Tod. O dein Gedächtniß ſei uns theuer, und unvergeßlich dein Ge⸗ bot! Laß nie des Himmels Vorgefühle in uns erkal⸗ ten und vergeh'n; laß wür⸗ dig einſt am Kronenziele, Herr, deine Herrlichkeit uns ſeh'n! oder Mel. Beſitz ich nur ein ruhiges Menſchenfreund, mein Heiland, ſei geprieſen für alle Treu', die du an mir erwieſen! durch dich bin ich mit Gott vereint. 2. Dein Beiſpiel zeigt den Pfad, den ich ſoll wallen. O führe mich nach deinem Wohlgefallen, bis ſich mein Haupt im Tode neigt. Un⸗ wenn D Mel. Be 2 3 b 3¹ zzerblichen zie blühe ds Lodes Arrborgen a Gottes uchjede, rihjer uns 2 Get Fender d dahn, Sünder ſch nah feche S zu ſpone ror ſeine und ver mnfe fa 4 Herr, vor dir Großes Abendna mmen, Tag des Heil dirſt du kommen, daj der Engel Chötan dich ſeh'n und ei der Kommunion, lel. Wie groß iſt des 2 Mpoollbbracht i 2 V nun die hei⸗ 1 ier; verkündigt wmh ns dein Tod. O di ztniß ſei uns teu nvergeßlich dein Ge Laß nie des Himna d vergeh'n; laß vir inſt am Kronenzite deine Hertlichi h'n! oder Beſitz ich nur ein nüigt Menſchenfreund nit Heiland, ſei geyriſe lle Treu', die du u erwieſen! durch di h mit Gott vereint Dein Beiſpiel ſin Pfad, den ic ¹O führe mich n WVWohlgefallen, hi gein Haupt im Ta mhe da Gottes Stimme fühle in uns eiht Der Tod. 179 Unſterblichkeit und Vergeltung. Der Tod. Mel. Befiehl du deine Wege 243 Die auf der Erde wallen, die Sterblichen, ſind Staub Sie blühen auf und fallen, des Todes ſichrer Raub. Verborgen iſt die Stunde, ruft; doch jede, jede Stunde bringt näher uns zur Gruft. 2. Getroſt geh'n Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn, zu der verſtockte Sünder verzweiflungsvoll ſich nah'n, wo ſelbſt der freche Spötter nicht mehr zu ſpotten wagt, vor dir, vor ſeinem Retter, erzittert und verzagt. 3. Wann, dieſe Bahn zu gehen, dein Will' einſt mir gebeut; wann vor mir offen ſtehen Gericht und Ewig⸗ keit; wann meine Kräfte be⸗ ben und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwin⸗ der, mir dann in meiner Angſt, der du zum Heil der Sünder ſelbſt mit dem Tode rangſt! Und wann des Kampfes Ende gewaltiger mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erlöſet haſt. 5. Des Himmels Wonn und Freuden ermißt kein ſterblich Herz. O Troſt für kurze Leiden, für kurzen Todesſchmerz! Dem Suͤn⸗ denüberwinder ſei ewig Preis und Dank! Preis ihm, der für uns Suün⸗ der den Kelch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden ſich ſchon dem Him⸗ mel weih'n, die, aufgelöſt zu werden, mit heil'ger Furcht ſich freu'n! Bereit, es ihm zu geben, wenn Gott, ihr Gott, gebeut, geh'n ſie ge⸗ troſt durch's Leben hin zur Unſterblichkeit. Mel. Was Gott thut, das iſt 244 Nur kurz iſt hier mein Aufent⸗ halt; ich bleibe nicht auf Er⸗ den. Das Herz, das jetzt noch kräftig wallt, wird einſt entkräftet werden. Zerrüt⸗ tet ſinkt, wann Gott mir winkt, mein Staub zum Staube nieder; mich ſelbſt erhebt Gott wieder. 2. Ich ſelbſt bin mehr, weit mehr als Staub; er iſt nur meine Hülle. Ich ſelbſt bin nicht des Todes Raub; ein Geiſt hat Le⸗ bensfülle. Wenn auch die Welt in Trümmer fällt; er jauchzt, daß er noch le⸗ H 6 bet, ——— 180 bet, und aus den Trüm⸗ mern ſchwebet. 3. Was fürcht' ich denn des Todes Macht? Sie kann mich nicht erreichen. Was kümmert mich des Grabes Nacht? Sie muß dem Tage weichen. O Tag des Danks, des Preisgeſangs! Wann wirſt du meinen Blicken das dunkle Thal entrücken? 4. Hier glänzt noch nicht mein höchſtes Ziel. Was kann die Erde geben? Sie gibt, und gäb' ſie noch ſo viel, kein reines Freuden⸗ leben. Mein Geiſt begehrt, was ewig währt, und ihn auch dann erheitert, wann alles Andre ſcheitert. 5. Er iſt ein Glied der höhern Welt; er iſt von Gott geboren. Für ihn iſt, kämpft er nur als Held, die Krone nicht verloren. Er tritt hervor, und ſchaut empor; die Krone ſtrahlt im Himmel, nicht hier im Erdgetümmel. 6. So kämpfe denn, mein froher Geiſt! ſei muthig: du wirſt ſiegen. Nur deines Leibes Band zerreißt; du ſelbſt wirſt nicht erliegen. Dein Lebensquell fließt ewig hell; er tränkt nach kurzen Leiden dich mit des Siegers Freuden. 7. Nur kurz iſt hier dein Aufenthalt. O Dank dem Freudengeber! Wer weiß, Unſterblichkeit und Vergeltung. wie bald die Stimme ſchallt: Verlaß das Land der Grä⸗ ber! Dein Vaterland iſt dir bekannt. O ſei nur gut und weiſe, und rüſte dich zur Reiſe! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 245 Wiee im Herbſte fällt das Laub, wirſt du einſt, mein Leib, zerfallen; wirſt verſtäuben, Staub zu Staub, und, wie leicht Gewölk, verwallen, ruhen in des Grabes Schooß jeden Erdenkummers los. 2. Doch nicht für die Er⸗ de nur gab der Vater mir das Leben; ich bin höherer Natur, ſoll vom Staube mich erheben; hier iſt nur mein Uebungsſtand, jenſeits iſt mein Vaterland. 3. Jenſeits über'm Staub beginnt erſt mein ächtes, wahres Leben; dort erſt reift zum Mann das Kind, dort erſt werd' ich mich erheben zu der Tugend, die nicht fehlt, Irrthum nicht für Wahrheit hält. 4. Dort erſt iſt mein Auge nicht trüb und ſchwach mehr für die Wahrheit; dort um⸗ gibt mich reines Licht; dort wird Alles mir zur Klar⸗ heit; dort erſcheint mir un⸗ verhüllt ſie, die Wahrheit, nicht ihr Bild. 5. Auf der immer lichtern Bahn ſeh' ich dann mit hel⸗ lern leu Bli du gethe 3u bagli nit hie bit ich 6, Ju dch Ei auf vom Unſt be tthätig Furchtha Praun ſegen g anbetend wie eri mein N Ehrit S mel ſſt Ral. 24 ber, e ſeyn, n men En ner mie ruhigem Auge dieſe Gn die erbe 2. W nich ſi und g recht v zu leiſt mein( Stärke ler We geltung. ddie S Sümme ſchellt das Land det Gri⸗ dein Vaterland ſ unt O ſei rur gut iſe, und rüſte ſe iſte dit Jeſus, meine Zuverſict ‚Wahs fäll tdasene du einſt, mein Lah en; wirſt verſtälbe zu Staub, und, w Gewölk, verwalan in des Grabes S Sthi Erdenkummers los⸗ Doch nicht für dielt ar gab der Water ni eben; ich bin düher , ſoll un Stat erheben; hier iſ u Uebungsſam jenſi in Vaterland. Jenſeits überm Sni nt erſt mein dti es Leben; dort eſu Mann das Kind, in werd ich mich ethhe er Tugend, de it „Irrthum rich ſi rheit hält. Dort erſt iſt nanbe trüb und ſchwachut die Wahrheit; uir mich reines Lich, u Alles mir zut 4 dort erſcheint t nir w ilt ſie, die Waht⸗ ihr Bild. duf der immtr lihin ſeh jich dann uii Der lern Blicken, was, Erbarmer, du gethan, Menſchen ewig zu beglücken. Dunkel war mir hier dein Plan; dort bet' ich ihn freudig an. 6. Jauchz', o Seele, fühle dich! Einſt ſchwingſt du dich auf vom Staube! Heil mir! Einſt belohnet mich, wenn er thätig war, mein Glaube! Furchtbar iſt mir nicht der Tod, wenn ich that, was Gott gebot. 7. Ohne Furcht und ohne Grau'n werd' ich ihm ent⸗ gegen gehen, werde Gott anbetend ſchau'n, werde, wie er iſt, ihn ſehen, weil mein Tod durch Jeſum Chriſt Eingang in den Him⸗ mel iſt. Mel. Alle Menſchen müſſen 246 Dir zu leben, dir zu ſ ſter⸗ ber, ewig, Vater, dein zu ſeyn, mit des Himmels from⸗ men Erben hier ſchon dei⸗ ner mich zu freu'n, und mit ruhigem Gewiſſen einſt mein Auge ſanft zu ſchließen; dieſe Gnade wüͤnſch ich mir; die erbitt' ich mir von dir! 2. Daß ich's könne, laß mich ſtreben, frei von Wahn und glaubensvoll und ge⸗ recht vor dir zu leben, und zu leiſten, was ich ſoll! Ja mein Gott, gibt Licht und Stärke, daß im Fleiße gu⸗ ter Werke ich beſtändig dir Tod. 181 getreu, jeder Tugend Vor⸗ bild ſei! 3. Allen will ich nützlich werden, ungehorſam keiner Pflicht, nie ein Aergerniß auf Erden, auch nach mei⸗ nem Tode nicht. Seelen noch nach ſeinem Sterben ihre Freuden zu verderben, ſie zu reizen, dich zu flieh'n: welch' ein Fluch! wie fürcht' ich ihn! 4. O wer wollte nicht auf Erden immer ſtreben, gut zu ſeyn, um ein Denkmal einſt zu werden, deß. vſich die Gerechten freu'n?„ich will die Sünder locken, daß ſie nie ihr Herz verſtocken, und mit mir zum Ziele geh'n, deine Herrlichkeit zu ſeh'n. 5. Daß auch, was ich hin⸗ terlaſſe, nie zur Ungerech⸗ tigkeit, nie zu Zank und bitterm Haſſe Pmeinen Er⸗ ben Reiz verleiht, will ich früh ſchon weislich ſorgen; denn mein Tod iſt nicht verborgen. Freudig ſcheid' ich von der Welt, hab' ich ſo mein Haus beſtellt. 6. In den letzten Augen⸗ blicken ſei mein Herz von Sorgen frei! Sagen müſſ' ich voll Entzücken: Du, mein Vater, ſtehſt mir bei, du, dem ich nun meine Seele und die Meinigen empfehle! Welch' ein Ende! Guter Gott, gib mir einen ſol⸗ chen Tod! H 7 Mel. 182 Mel. Valet will ich dir geben 247 Gein will ich mich ergeben, dich zu verlaſſen, Welt; ich geh' zum beſſern Leben, ſo⸗ bald es Gott gefällt. Was wär's, das mich betrübte? Dort ſchau' ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eh ich ihn geſen. 2. Er ruft zur Zeit der Schmerzen uns voll Erbar⸗ men zu: Kommt her, belad⸗ ne Herzen, zu mir und fin⸗ det Ruh'! Dies Wort aus deinem Munde laß, Herr, mich zu erfreun, in meiner letzten Stunde mir Geiſt und Leben ſeyn! 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu über⸗ ſtehn. Im gläubigen Ent⸗ zücken laß meine Seele ſehn, wie im Gericht für Suün⸗ der du mit den Tode rangſt, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangſt. 4. Der frohe Siegsge⸗ danke: Wo iſt dein Sta⸗ chel, Tod? ſtärk' mich, daß ich nicht wanke in meiner Todesnoth! So iſt, ob⸗ gleich ich ſterbe, doch Ster⸗ ben mein Gewinn. Ich bin des Himmels Erbe; dein Wort ſagt, daß ich's bin. 5. Du ſchriebſt in's Buch des Lebens auch meinen Namen ein. Dein Blut kann nicht vergebens für mich vergoſſen ſeyn. Dir Unſterblichkeit und Vergeltung. trauet meine Seele, dich lobt, was in mir iſt, Er⸗ löſer meiner Seele, der du die Liebe biſt. Mel. Nun laßt uns den Leib 248 Wie ſicher lebt der Menſch, der Staub! Sein Leben iſt ein fallend Laub; und dennoch ſchmeichelt er ſich gern, der Tag des Todes ſei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greiſes Ziel, der Mann noch ſeiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Irrthum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk' in Glück und Noth im Her⸗ zen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiſer macht, hat nie mit Ernſt an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut; und unſers Lebens kleinſter Theil iſt eine Friſt zu unſerm Heil. 5. Der Tod ruft Seelen vor's Gericht; da bringt Gott Alles an das Licht, und macht, was hier ver⸗ borgen war, den Rath der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut, ſo ſei ſtets wachſam und bereit; prüf' deinen Glauben als ein à Chri lübe thät 7. Ein lezten R dirch des Gottes 8 ſehn: die in Sün 8. Ein t Stime i ſch gläub efält: d Gott nur 9 di dt Mi richt, Ge cher rin As väre dr. 10. cem d Jiel, we und we ſpafft, Glaube 11. weißn, Audes ij der Aadberi man dagd 1 4 der Tag des Te fern. Der Jüngling dif eiſes Ziel Udaga ner den viel, R zu vielen 1it und keiner ninm thum wahr. prich nicht: Ichden k und Noth im zer an meinen W den der Tod uin nacht, hat nie mi N ihn gedacht. Lir leben hier t, zu thun, W Herr gebeut; m 66 ens dle d Friſt zu uſen der Tod ruft Selle hericht; da brili illes an das Licht ccht, was hier de⸗ war, den Rath dt offenbar. — rum, da dein 1d glich dräut, ſo ſä uc am und berät; einen Glauben 1 än Der ein Chriſt, ob er Liebe thaͤtig iſ iſt. 7. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunſch, durch des Erlöſers Tod vor Gottes Thron gerecht zu durch ſeyn: dies macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Got⸗ tes Stimme hört, ihr folgt und ſich vom Boͤſen kehrt, ein gläubig Herz, von Lieb“ erfüllt: dies iſt e es, was vor Gott nur gilt. 9. Die Hei lligung erfor⸗ dert Müh'; du wirfkſt ſe nicht, Gott wirket ſte. Du aber ringe ſtets nach ihr, als wäre ſie ein Werk von dir! 10. Der Zweck, chem du hier ler bſt, dein Ziel, wornach d du weiſe ſtrebſt, und was dir ewig Heil ver⸗ ſchafft, iſt Tugend durch des Glaubens4 Kraft. 11. Ihr alle ſeine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes ſeyn; und wachſen in der Heiligung, iſt wahre Todserinnerung. 12. Wie oft vergeß' ich dieſe Pflicht; Herr, geh' mit mir nicht ins Gericht; druͤck' tief des Todes Bild mir ein, und laß es in mir wirkfam ſeyn; 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o Gott, erforſchen mag, ob Liebe, Demuth, Fried' und zu wel⸗ 2 4 Os Treu' die Frucht des Gei⸗ ſtes in ihm ſei; 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh', ſtets meiner Schwachheit widerſteh', und freudig durch des Glaubens Macht im Tode 1 ruf: Es iſt vollbracht! Mel. Wann mein Stündlein 249 Du wirſt, o Va⸗ — ter, füͤr mein Wohl auch einſt im Tode ſorgen; nur wann und wie cch ſterben ſoll, das haſt du mir verborgen. Mein Ende ſteht allein bei dir. Erhalte nur den Glauben mir, daß du es weislich ordneſt! 2. Gib, daß ich meine hoͤchſte Luſt an meinem Hei⸗ land habe, und, ſeiner Liebe mir bewußt, ihm folge bis zum Grabe! Auf ihn, der für die Sünder ſarb, und Troſt und Hoffnung mir erwarb, laß freudig mich vertrauen! 3. Die Kraft, zu denken, bleibe mir, wenn's ſeyn kann, bis ans Ende, damit mein Geiſt ſich ſtets zu dir und deiner Gnade wende, und voll Gedanken, Gott, an dich zuletzt von dieſem Leibe ſich getroſt und ruhig ſcheide⸗ 4. Soll ich gewaltſam, o mein Gott, und ſchnell und angſtvoll ſterben; ſo führe nur auch dieſer Tod mich zu des Himmels Erben! Ach, hilf 184 hilf nur, daß ich allezeit zur Rechenſchaft vor dir bereit, als Chriſt die Welt verlaſſe! 5. Empfind' ich keine Freu⸗ digkeit, entweicht in großen Schmerzen die Stille der Gelaſſenheit aus meinem bangen Herzen; dann guter Vater, rechne du die Schwachheitsfehler mir nicht zu, die ich begehen könnte! 6. Nimm auch verborgne Seufzer an, und laß, wenn ich nicht beten, nicht den⸗ ken und empfinden kann, mich deinen Sohn vertreten! Geheiligt müſſ' ich dir nur ſeyn; dann bin ich, Gott, mein Vater, dein im Leben und im Tode! 7. Ja, bleib' ich immer, wo ich bin, nur dir, o Herr, ergeben, dann iſt der Tod nur mein Gewinn, und Chri⸗ ſtus iſt mein Leben. Und geh' ich nur zum Himmel ein, ſo will ich mich des Endes freu'n, ich ſterb' auch, wie ich wolle. Mel. Wer nur den lieben Gott 250 ch will dich noch ₰ im Tod erheben, ſelbſt nah am Grabe preiſ' ich dich: zum Segen gabſt du mir mein Leben; nimmſt du es mir, du ſegneſt mich! Mein Leben ſucht' ich dir zu weihn: mein Tod ſoll auch dir heilig ſeyn! Unſterblichkeit und Vergeltung. 2. Gott, welche feierliche Stunde, wann du mich nun der Erd' entziehſt, auf mich, den du getreu befun⸗ den, voll ſchonender Erbar⸗ mung ſiehſt! Allmächtiger, in dein Gericht gehſt du mit mir Erlöſten nicht. 3. Der Leib wird ſchwach, die morſche Hütte, in der mein Geiſt hier wohnt, zer⸗ fällt; ich eile hier mit je⸗ dem Schritte entgegen ei⸗ ner beſſern Welt. Ich bin getroſt und zittre nicht; denn Gott iſt meine Zuver⸗ ſicht. 4. Wie ſollt' ich vor dem Tode beben, da du für mich, Erlöſer, ſtarbſt? Er iſt durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbſt. Du gingſt voran: ich folge dir; zum Leben wird der Tod auch mir. 5. Laß Qual und Leid mein Grab umringen, und mir den letzten Schrecken dräu'n; du halfſt mir, Herr, die Welt bezwingen; den Tod darf ich mit dir nicht ſcheu'n. So nah dem Lohn, den Gott verſpricht, ſo na am Ziele ſink' ich nicht. 6. Du wacheſt über meine Seele, wann ihre Stärke ſich verliert, gibſt deinem Engel ſchon Befehle, der ſie zu deinen Freuden führt, des Todes Nacht um mich ver⸗ ſcheucht, 1 icht Ftone te 7. Iü dd enh an Gi dan ew löhen, n ier nit gzerhen tir, daß Ml 8 1 nüt zum in Händ nets eif veislich ver we zar ſie ten Traum auf er den. 4 nein, Kufßge 3 füdii geltung. ſott, welche feinin wann du „Erd' entziſt dj en du getreu befa⸗ (l ſchonender Güüd⸗ ie hſt! Allmächti Gericht e tlöſen nicht der Leib wird ſchwr aſche Hütte, 6 4 Heiſt hier wohnt 8 ich eile hier nit 1 Schritte entgegen t. ſſern Welt. 3 6 und zittre ric Gott iſt meine zuwe⸗ —— Wie ſollt' ich un ode bebe da du fü Erlöſer, ſtarbſt d ch dich der Weg z das du am 5 rwarbſt. Du gu ich folge dir, zm wird der Tod aud Laß Qual und h Grab umringen, m den leute Schui 1 „du halfſt mir, h, gelt dewitgn darf ich mit dir uih a. So nah h den bit 4 ver ſprict ſe m e ſink ich nicht. 4 wacheſt über me 1 wann ihre Stärkeſt 1 git deinem Gnne Befehle, der ſt N Freuden; führt,d Nacht um mich der — wer ſeußt ſcheucht, und mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich will dich noch im Tod erheben, Herr, noch am Grabe preiſ' ich dich; denn ewig werd' ich bei dir leben, und ewig freu' ich dei⸗ ner mich. Durch dich iſt Sterben mir Gewinn! Wohl mir, daß ich erlöſet bin! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 251 Her. ich hab' aus deiner Treu', mir zum Heil, noch Zeit in Händen. Gib, daß ich ſtets eifrig ſei, ſie auch weislich anzuwenden; denn weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorſicht Wink mich ruft! 2. Schnell und unaufhalt⸗ bar flieh'n die mir zugezähl⸗ ten Stunden. Wie ein Traum ſind ſie dahin, und auf ewig dann verſchwun⸗ den. Dieſer Augenblick iſt mein; wird es auch der künft'ge ſeyn? 3. Laß mich bei der Flüchtigkeit meiner Tage nis vergeſſen, wie unſchätz⸗ bar ſei die Zeit, die du Herr, uns zugemeſſen; wie was hier von uns geſchieht, ew'ge Folgen nach ſich zieht! 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohl⸗ fahrt, dir zum Preis, jede Stunde auszukaufen, die zu Der Tod. 185 meiner Seligkeit deine Gna⸗ de mir verleiht! 5. Deine ſchonende Ge⸗ duld trage hier mich nicht vergebens! Herr, verzeihe mir die Schuld, wenn ich manchen Theil des Lebens nicht zu meiner Seele Wohl ſo benutzte, wie ich ſoll! 6. Laß mich meine Beſſe⸗ rung für mein Hauptge⸗ ſchäfte achten und nach mei⸗ ner Heiligung mit ſo treuem Eifer trachten, als erwar⸗ tete noch heut' mich Gericht und Ewigkeit. 7. Deine Gnade ſteh' mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an Tugendfrüch⸗ ten ſei, und ich reif zum Himmel werde! Nahet dann mein Ende ſich, o ſo ſtärk' und tröſte mich. Mel. Dein ſind wir, Gott, in 252 Msrän Hand; er thu', was er mir heilſam fand! Er zählte mir, ſo wie mein Haar, ſchon eh“ ich war, auch meine Lebens⸗ ſtunden dar. 2. Ich nütze mit Zufrie⸗ denheit die Tage meiner Sterblichkeit. Wie väter⸗ lich verſüßt ſie Gott! Doch Müh' und Noth ſind ihr Gefolg', und dann der Tod. 3. Die Blume pranget und fällt ab; ſo blüht der Menſch und ſinkt ins Grab. Nicht 186 Nicht Jugend ſchützt, nicht Stand, noch Geld; Nichts in der Welt iſt, was ihn davor ſicher ſtellt. 4. Wer rüſtet mich mit Muth und Kraft auf's Ende meiner Pilgerſchaft? Und wer beruhiget mich hier? Allein von dir, o Herr, kommt Muth und Ruhe mir. 5. Du bringſt mich, bin ich nur bereit, zum ſichern Glück der Ewigkeit, wo man des kurzen Grams vergißt, wo mancher Chriſt ſchon froh vorangegangen iſt. 6. Froh werd' auch ich, wenn dir's gefällt, ein Bür⸗ ger der vollkommnen Welt. Den Meinen ſag ich auf dein Wort: Gott, unſer Hort, vereint uns bald auf ewig dort. 7. Den Troſt, o Jeſu, dank' ich dir; du brachteſt ihn vom Himmel mir. Du haſt's verheißen: Ihr ſeid mein; auch ihr ſollt ſeyn, wo ich bin, und euch ewig freu'n. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 253 Mein⸗ Lebenszeit verſtreicht; ſtündlich eil' ich zu dem Gra⸗ be. Und was iſt's, das ich vielleicht hier noch zu erwar⸗ ten habe? Denk', o Menſch, an deinen Tod, ſäume nicht: denn Eins iſt Noth. 2. Lebe, wie du, wann du Unſterblichkeit und Vergeltung. ſtirbſt, wünſchen wirſt, ge⸗ lebt zu haben! Guter, die du hier erwirbſt, Würden, die dir Menſchen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreu'n; dieſe Güter ſind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhi⸗ ges Gewiſſen, das vor Gott dir Zeugniß gibt, wird dir deinen Tod verſüßen; die⸗ ſes Herz, von Gott erneut, gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wann in deiner letzten Noth Freunde hülflos um dich beben, dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann erſchreckt dich kein Gericht! Gott iſt deine Zuverſicht. 5. Daß du dieſes Herz erwirbſt, fürchte Gott, und bet; und wache. Sorge nicht, wie bald du ſtirbſt; deine Zeit iſt Gottes Sache. Lern' nicht nur, den Tod nicht ſcheu'n, lern' auch, ſei⸗ ner dich erfreu'n. 6. Ueberwind' ihn durch Vertrau'n, ſprich: Ich weiß, an wen ich glaube; weiß, ich ſchwinge, Gott zu ſchau'n, mich empor einſt aus dem Staube. Er, der rief: Es iſt vollbracht! nahm dem Tode ſeine Macht. 7. Tritt im Geiſt zum Grab oft hin, ſiehe dein Gebein verſenken; ſprich: Herr, daß ich Erde bin, läte da in; leh 2—, d dei mag NM. We 51 Mhich Muſch, n fnd Ebe, do beſeit. Gnaden ſlli ſe 1. 1 richt, w Jugenb Jie bl Etherbe een bal nache ſier i keit! 3, iicht, welche bedeck en d ein 9 d neh ſie ſein. geltung. w vinſchm di nitſ, ſ haben Gut ter erwirbſt, Vin Menſchen gube wird dich im n- dieſe Güte 1 in. Rur ein Herz, liebt, nur ein ri. wiſſen, das vvr g gniß gibt, wird ſ Tod verſißen 1 rz, von Gott tt erna⸗ m Tode Freudigt Vann in deiner ee Freunde dillee u jben, dann widd i und Tod dic e Herz erheben,) ckt dich kin dit ſt deine Zuveriit 5 du dieſes. „fürchte Got, und wacher 45 wie bald du ſittt Jit iſt Gottes e⸗ nicht nur, den de ſcheu'n, kern' aug ſ⸗ ich erfreu'n. Ueberwind ihn drt au'n, ſprich: Jtni den ich glaube; wi winge, Gott zuſtu empor einſt aut i de. Er, der rief. d lbracht! nahm de ſeine Macht. Tritt im Geit ſt oft hin, ſeße d n verſenken; ſtit daß ich Erde 3 — —— Der lehre du mich ſelbſt beden⸗ ken; lehre du mich's jeden Tag, daß ich weiſer wer⸗ den mag! Mel. Wer nur den lieben Gott ein Gott, ich 254 M weiß wohl, daß ich ſterbe; ich bin ein Menſch, der bald vergeht, und finde hier kein ſolches Erbe, das ewig dauert und beſteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht ſelig ſterben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich ſterbe; kein Augenblick geht ſicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! die Blumen müſ⸗ ſen bald verblüh'n. Drum mache du mich ſtets bereit hier in der Zeit zur Ewig⸗ keit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich ſterbe, weil auch der Tod viel Wege hält. Dem Einen wird das Schei⸗ den herbe, ſanft geht ein Andrer aus der Welt. Doch, wie du willſt; gib nur dabei, daß ich wohl zubereitet ſei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich ſterbe, und welcher Sand mich einſt bedeckt. Doch wenn ich nur den Troſt ererbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt; ſo nehm' ich jede Stelle ein: die Erd' iſt allenthalben dein. Tod. 187 5. Drum, liebſter Gott, wann ich nun ſterbe, ſo nimm du meinen Geiſt zu dir! Bin ich durch deinen Sohn dein Erbe, und hab' ich ihn im Glauben hier, ſo gilt mir's gleich, und geht mir's wohl, wann, wie und wo ich ſterben ſoll. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 255 Wee wird mir dann, o dann mir ſeyn, wann ich, mich ganz des Herrn zu freu'n, in ihm entſchlafen werde? Von keiner Sünde mehr entweiht, entladen von der Sterblichkeit, nicht mehr der Menſch von Erde! Freu' dich innig, meine Seele, und erwähle ſchon hienie⸗ den, was dir dient zum ew'gen Frieden. 2. Beſtege denn des To⸗ des Grau'n, mein Geiſt; er iſt ein Weg zum Schau'n, der Weg im finſtern Thale. Er ſei dir nicht mehr fürchter⸗ lich! In's Allerheiligſte führt dich der Weg im finſtern Thale. Gottes Ruh' iſt un⸗ vergänglich, ͤberſchwenglich! Die Erlöſten wird ſie unaus⸗ ſprechlich tröſten. 3. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten ſammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Macht, eh' ich dies Flehen noch 188 noch vollbracht, mein Lob dir ausgeſtammelt. Vater, Vater, ich befehle meine Seele deinen Händen; laß mich meinen Lauf gut enden! 4. Vielleicht ſind meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone ſchimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit; die Hütte meiner Sterblichkeit, wird ſie erſt ſpät zertrümmert: laß mich, Vater, reiche Saaten guter Thaten dann begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! 5. Wie wird mir dann, o dann mir ſeyn, wann ich, mich ganz des Herrn zu freu'n, ihn dort anbeten werde? Von keiner Sünde mehr entweiht, ein Mit⸗ genoß der Ewigkeit, nicht mehr der Menſch von Erde! Heilig! heilig! heilig! ſin— gen wir dir, bringen Preis und Ehre! dir, der war und ſeyn wird, Ehre! Mel. Chriſtus, der iſt mein 256 ch geh' einſt ohne Beben zu mei⸗ nem Tode hin; denn Chri⸗ ſtus iſt mein Leben, und Sterben mein Gewinn. 2. Ich ſcheue nicht die Schrecken der nahen dunklen Gruft; Gott wird mich auferwecken, der mich zum Grabe ruft. 3. Und rief mich, abzu⸗ Unſterblichkeit und Vergeltung. ſcheiden, auch heute ſchon mein Gott; ſo geh' ich hin mit Freuden, und ſterb' auf ſein Gebot. 4. Ich hoff' ein beßres Leben, das nimmermehr verfließt. Ein Leib wird mich umgeben, der ewig herrlich iſt. 5. Dann eil' ich dir ent⸗ gegen, mein triumphirend Haupt, und ſeh' entzückt den Segen des Heils, das ich geglaubt. Mel. Wann mein Stündlein 257 Wenn meine Zeit vorhanden iſt, von dieſer Welt zu ſcheiden, ach, ſo verlaß, Herr Jeſu Chriſt, mich nicht in meinen Leiden! An meinem End' empfehl' ich dir, Herr, meine Seele, die du hier zum Him⸗ mel haſt gebildet. 2. Wenn Angſt und To⸗ desfurcht mich drückt, mich mein Gewiſſen naget: ſo wird mein Herz mit Troſt beglückt, das ſonſt voll Un⸗ ruh' zaget. Mich tröſtet in der letzten Noth dein Lei⸗ den und dein Kreuzestod, dadurch du mich erlöſet. 3. Ich bin, o Herr, mit dir vereint: deß freu' ich mich von Herzen; ich weiß, du bleibeſt auch mein Freund in Todesnoth und Schmer⸗ zen. Und ſterb' ich, o ſo ſterb' ich dir; die frohe Hoff⸗ nung ung haſte na dod er 4 Weil zanden bit, rnferſehen, nir vetheiße em Grabe vo du biſt en, und tät wich fre Hott gegebe 5. So r ben mir be fann mich tt iſt ein S Krit, und wecken. Er Goties Sol nit ſch zu ius ewge Mel. Herr hen, die herren ſt iehung ein katen Ang deſchlumm. ücken, fo Anſterblichf aülen ſie f Nih. 6 Jor ſeinen vem Sohn Perke ſe. In ei 459. din Leben geltung. auch heute ſe ott; ſo geh ic uden, und det af ſh bot. ſch hoff ein 4 as nimmerni Ein Leib wic nnhen, der en dann eib ich dirn mein triumphirm und ſeh' entt gen des Heils, d laubt. W Lann mein Stündlen Wan meine i vorhandenit eſer Welt zu ſcheha hverlaß, ber n mich nicht in mein An meinem(u ich dir, Herr, men die du hier zun hir ſt gebildet. Wenn Angſt und e zt mich drückt, ki Gewiſſen raxe . in Herz mit du „das ſonſt vol⸗ 1 n Mich triſtti zten Noth dein ke⸗ nd dein Kreuſeit du mich erliſet ch bin, o Herr, u eiint: deß freu ü n fdebe ic vij eſt auch mein Frem uoth und Ghes nd ſterb' ich, o dir; die fubhe f rung — nen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod er⸗ ſtanden biſt, werd' ich einſt auferſtehen, ins Reich, das mir verheißen iſt, aus mei⸗ nem Grabe gehen; denn wo du biſt, ſoll ich auch ſeyn, und deiner Herrlich⸗ keit mich freu'n, die dir dein Gott gegeben. 5. So wird mein Ster⸗ ben mir verſüßt; der Tod kann mich nicht ſchrecken: er iſt ein Schlaf auf kurze Friſt, und Jeſus wird mich wecken. Er, mein Erlöſer, Gottes Sohn, wird mich mit ſich zu Gottes Thron in's ew'ge Leben führen. Mel. Herr, wir ſingen deiner 258 Se lig ſind des Himmels Er⸗ ben, die Todten, die im Herren ſterben, zu Aufer⸗ ſtehung eingeweiht. Nach den letzten Augenblicken des To⸗ desſchlummers folgt Ent⸗ zücken, folgt Wonne der Un ſterblichkeit. Im Frieden ruhen ſie frei von der Erde Müh'. Gelobt ſei Gott! Vor ſeinen Thron, zu ſei⸗ nem Sohn begleiten ihre Werke ſie. In eigener Melodie. 259 Wos ſorgſt du ängſtlich für dein Leben? Es Gott ge⸗ Der nung haſt du mir durch dei⸗ 189 iſt wahre Tod. laſſen übergeben, Ruh' und deine Pflicht. Du ſollſt es lieben, weislich nützen, es dankbar, als ein Gluck, beſitzen, verlieren, als verlörſt du's nicht. 2. Der Tod ſoll dich nicht traurig ſchrecken; doch dich zur Weisheit zu erwecken, ſoll er dir ſtets vor Augen ſeyn. Er ſoll den Wunſch zum Leben mindern, doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr dir Kraft dazu verleih'n. 3. Ermatteſt du in deinen Pflichten: ſo laß den Tod dich unterrichten n, wie wenig deiner Tage ſind! Sprich: Sollt' ich Gutes wohl ver⸗ ſchieben? Nein, meine Zeit, es auszuüben, iſt kurz, und ſie verfliegt geſchwind. 4. Denk' an den Tod, wann böſe Triebe, wann Luſt der Welt und ihre Liebe dich reizen, und er⸗ ſticke ſte. Sprich: Kann ich nicht noch heute ſterben? Und könnt' ich auch die Welt erwerben, der Sünde Lockung folg' ich nie. 5. Denk' an den Tod, wann Ruhm und Ehren, wann deine Schätze ſich ver⸗ mehren, daß du ſie nicht zu heftig liebſt. Denk' an die Eitelkeit der Erden, daß, wann ſie dir entriſſen wer⸗ den, du dann dich nicht ſo ſehr betrübſt. 6. Denk⸗ 190 6. Denk' an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Luſt ſein Bild vertragen, ſo iſt ſie gut und unſchuldsvoll. Sprich, dein Vergnügen zu verſüßen: Welch Glück werd' ich erſt dort genießen, wo ich unendlich leben ſoll! 7. Denk' an den Tod, wann deinem Leben das fehlt, wornach die Reichen ſtreben. Sprich: Bin ich hier, um reich zu ſeyn? Heil mir, wann ich in Chriſto ſterbe. Dann iſt ein unbeſlecktes Erbe, dann iſt des Himmels Reichthum mein. 8. Denk' an wann Leiden kommen, Sprich: Alle Trübſal eines Frommen iſt zeitlich und im Glauben leicht. Ich leide; doch von allem Böſen wird mich der Tod bald, bald erlöſen; er iſt's, der mir die Krone den Tod, reicht. 9. Denk' an den Tod, wann freche Rotten des Glaubens und der Tugend ſpotten, und Laſter ſtolz ihr Haupt erhöh'n. Sprich bei dir ſelbſt: Gott trägt die Frechen; doch endlich kommt er, ſich zu rächen, und ploͤtz⸗ lich werden ſie vergeh'n. 10. Denk' an den Tod zur Zeit der Schrecken, wann Pfeile Gottes in dir ſtecken; du rufſt und er antwortet nicht. Sprich: Nein, mich kann der Herr nicht haſſen; Unſterblichkeit und Vergeltung. er wird mich ſterbend nicht verlaſſen; dann zeigt er mir ſein Angeſicht. 11. So ſuche dir in allen Fällen den Tod oft lebhaft vorzuſtellen; ſo wirſt du ihn nicht zitternd ſcheu⸗ n: ſo wird er dir ein Troſt in Klagen, ein weiſer Freund in guten Tagen, ein Schild in der Verſuchung ſeyn. Wer nur deu lieben Gott Mel. 260 W weiß, wie nahe mir Die Zeit geht hin, es kommt der Tod. Ach, wie geſchwind, ach, wie behende kann kommen meine Todesnoth! Gott, gebe dann mir Kraft und Muth, und mach's mit mei⸗ nem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; ſo lang ich lebe auf der Er⸗ den, leb' ich in ſteter Tod's⸗ gefahr. Ich, der ich jetzt geſund noch bin, ſink', eh' ich's denke, kraftlos hin. 3. Herr, lehr' mich ſtets an's Ende denken, und laß mich, eh' ich ſterben muß, das Heil der Seele wohl bedenken, und nicht verſchie⸗ ben meine Buß'; denn jener ernſte Augenblick beſtimmt mein ewiges Geſchick. 4. Laß zeitig mich mein Haus beſtellen, daß ich be rei mein Ende? nit ſei ſe gen lon 8 err, wie mit mir ſedem Gl nein End 5. Er zum Himn dr Sünd 1 dieſen nit Richt ſi beuußt ieſe Hütt neine be⸗ 6. Ach, neine S Thrſti ch hier und dort ie Ruh Hott in ſei auch Tod! 7. R von Jeſ es ſei er bleibt Freude, Alles in andet ſel ind nimn himmel a 8. So ſeut der daß wire Er iſds, Sorgen, im Tod let mir d und mac ainde gut geltung. V vn ich ſerbend 16 n; dann zei 4 geicht eigt ern So ſuche dir in ale den Tod oſt l ellen; ſo virt uß zitternd ſcheun er dir ein Tui a, ein weiſer zi da een Tagen, ein 86 Verſuchungſ en. Wer m ur deun lieben Ge 0 Wu wiih nahe Ende? Die Ju es kommt der i wie geſchwind, i behende kann kaun 2 Todesnoth! 6 dann mir Krftn 4 und mach's nün Ende gut! Es kann vor M anders werden, m frühen Morzan ig ich lebe auf dd leb' ich in Rüeit gr. Ich, der ih nd uaſj bin, ſin e rſa derr lehr' rü Ende denken, un , eh' ich ſterban He il der Seele l aken, und nicht! im Buß'; dennſe Augenblick bi bein ewiges Geſcii. 1 meine Laß hei nich beſtell en, dcj meine Der reit ſei für und für, und ſagen könn' in allen Fällen: Herr, wie du willſt, ſo ſchick's mit mir! Hilf, daß bei jedem Glockenſchlag ich an mein Ende denken mag. 5. Erhebe meinen Sinn zum Himmel, verbitt're mir der Sünden Luſt. Gib, daß in dieſem Weltgetümmel mir Nichts, als Unſchuld, ſei bewußt; ſo eilt, wann dieſe Hütte fällt, der Geiſt in eine beſſ're Welt. 6. Ach, Vater, deck' all' Sünde um Jeſu Chriſti Willen zu, damit ich hier Vergebung finde, und dort bei dir vollkomm'⸗ ne Ruh'! Du warſ mein Gott in jeder Noth; drum ſei auch Vater mir im Tod! 7. Nichts iſt, das mich von Jeſu ſcheide, Nichts, es ſei Leben oder Tod; er bleibt im Leiden meine Freude, mein Schutz, mein Alles in der Noth. Er endet ſelig meinen Lauf, und nimmt mich dann im Himmel auf. 8. So komm' mein End' heut oder morgen; ich weiß, daß mir's mit Jeſu glückt. Er iſt's, der mich in allen Sorgen, er iſt's, der mich im Tod erquickt. Er ſtär⸗ ket mir dann meinen Muth, und macht's mit meinem Ende gut, Tugend ebne, Tod. 191 In voriger Melodie. och leb' ich! Ob 261 N ich morgen le⸗ be, ob dieſen Abend, weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebe, und treu erfülle meine Pflicht! Dann bin ich, ruft er mich noch heut', zu meiner Re⸗ chenſchaft bereit. 2. Am Morgen blüht und glänzt die Blume, und fällt oft ſchon am Abend ab. So ſinkt mit ſeinem Glück und Ruhme der Menſch, oft eh' er's denkt, in's Grab; und Seele, du mißbrauchſt ſo leicht ein Leben, das ſo ſchnell entfleucht? 3. Entziehe dich dem Weltgetümmel: hier iſt der Kampf, dort iſt die Ruh'. Auf! ſtreb' und ringe nach dem Himmel, eil' deiner beſſ'ren Heimath zu! Wie bald verfließt der Prüfung Zeit, und dann, dann kommt die Ewigkeit! 4. Verſchiebe niemals deine Pflichten. Was du zu thun jetzt ſchuldig biſt, das eile heute zu verrichten; wer weiß, ob's morgen möglich iſt? Nur dieſer Augenblick iſt dein; der nächſte wird's vielleicht nicht ſeyn. 5. O Gott, verleihe mir die Gnade, führ' du mich ſelbſt durch deine Kraft der ſichre Pfade, mich gewiſſenhaft und erhalte und immer treu in dem Beruf, zu dem mich deine Liebe ſchuf! 6. Dann wird mir jeder Theil des Lebens ein Segen für die Ewigkeit, ich lebe dann hier nicht vergebens, und nütze redlich meine Zeit, und ſeh', mit dir ergebnem Sinn, auf Tod und Grab und Zukunft hin. In voriger Melodie. 262 We weiß, wie bald in tiefer Stille die Stunde meines Abſchieds ſchlägt, wie bald man meines Geiſtes Hülle zu meinen Vätern ſchlafen legt? Wer weiß, ach, wer beſtimmt die Zeit des Ein⸗ tritts in die Ewigkeit? 2. Du weißt es, Gott, der meine Tage ſchon längſt mit Weisheit niederſchrieb, du, der im Glück und unter Plage mein liebevoller Va⸗ ter blieb. Von dir, der mir den Odem gab, hängt auch mein letzter Odem ab. 3. Vielleicht in wenig Augenblicken rückt ſchon das große Ziel heran, wo ich nicht And're mehr beglücken, nicht an mir ſelbſt mehr beſ⸗ ſern kann. Wie bald, wie ſchnell erſcheint die Nacht, die meinem Thun ein Ende macht. 4. Vielleicht iſt dies der letzte Arme, der kläglich mich Unſterblichkeit und Vergeltung. um Hülfe fleht. Wenn ich mich heute nicht erbarme, vielleicht iſt's morgen ſchon zu ſpät; und dann, was bringt die Aerntezeit? Die Frucht der Ungerechtigkeit. 5. Mein Pfund erſt mor⸗ gen wuchern laſſen, welch' ein Gedanke voll Gefahr! Kann ich nicht Abends ſchon erblaſſen, wenn ich noch Morgens fröhlich war? O Menſch, ach, ſäum' im Wohl⸗ thun nicht! Nur dies iſt Weisheit und iſt Pflicht. 6. Die Kraft von meinen beſten Jahren ſei Gott, dem Heiligen, geweiht. Die Buße bis in's Alter ſparen, iſt ſchreckliche Vermeſſenheit. Zu ſpät verſchwindet oft der Wahn, da man auch ſchla⸗ fend ſterben kann. 7. Wie leicht raubt Schmerz und Fieberhitze mir Ueber⸗ legung und Verſtand! Wenn ich in Todesängſten ſchwitze, wer macht mich dann mit dir bekannt? O Gott, viel⸗ leicht ein Fall, ein Schlag, beſtimmt mir meinen Ster⸗ betag. 8. Laß, Höchſter, deinen Geiſt mich leiten! Er mache mich von Suünden rein! Dann wird der Tod zu al⸗ len Zeiten mir nur ein Frie⸗ densbote ſeyn. Du kommſt, vielleicht zu Mitternacht! O wohl dann ewig dem, der wacht. Mel. Rd. We Gtab! dr Nide ſblummer ſhon des Aus aller dd; der Sceidens 6 Leidens 2. Gs gi diſet Wel Ghnſucht umn dief rin erſtt fülla. 39 tig ich em tenthal zur Fuſchung hit; 3. Vor die Unſa eft das der Ve ſceint, git. Die der Jub uüſchuld büyn au iden. 4. du in Glaut nds beßte ſter Lug will Got giben. heißt, h er muß nman als humen, ltung. kleht Wenn 6 * nicht Rt erhune, ſe morgen ſter dann, be 1 Aerntezeit d Ungasdigi it n Pfund erſt un. ern laſſen, oih nke voll Gai nicht A ben wenn ic u fröhlich war? d ich, ſäum in di ht! Nur d di i und iſt Püct Kraft von neun ihren ſei Got i geweiht. Dech Alter ſpann, e Vermeſſeut n ſchwindet in da man autſt den kann. leicht raubtetmn herhitze mir lit nd Verſtand dn desängſten ſta ht mich zmn nt? O Get Fall, ein eh mir meinen dh 3, Hochſter, w. h leiten! En. n Sünden rd der Tod g mir nur tuf ſeyn. Du r zu Mitteruat in ewig dem, 1 ſchlummernden herab Mel. Was Gott thut, das iſt 263 Ach bebe nicht vor Tod und Grab! Im Grabe ruht der Muͤde; auf den Ent⸗ ſinkt ſchon des Himmels Friede. Aus aller Noth erlöſt der Tod; der Augenblick des Scheidens iſt auch das Ziel des Leidens. 2. Es gibt ja Nichts auf dieſer Welt, was meine Sehnſucht ſtillet; nur dann, wann dieſe Hülle fällt, wird erſt mein Wunſch er⸗ füullet. Zum Sternenchor ſteig' ich empor, vom Schat⸗ tenthal zur Klarheit, von Täuſchung zu der Wahr⸗ heit; 3. Von hier, wo oft die Unſchuld weint, und oft das Laſter ſieget, bis der Vergeltungstag er⸗ ſcheint, wo dieſes unterlie⸗ get. Die Klage ſchweigt; der Jubel ſteigt! Der Unſchuld ſchönſte Freuden blüh'n aus der Saat der Leiden. 4. Drum freu' ich mich im Glauben ſchon auf je⸗ nes beßre Leben, denn un⸗ ſrer Tugend vollen Lohn will Gott uns dann erſt geben. Was Tod uns heißt, befreit den Geiſt; er muß zu allen From⸗ men als Engel Gottes kommen. Der Tod. 193 Die Auferſtehung. In eigener Melodie. 264 J Xeſus, meine Zu⸗ 2 verſicht, lebt und ich ſoll mit ihm leben! Dieſes weiß ich; ſollte nicht ſich mein Herz zufrieden ge⸗ ben, was die lange Todes⸗ nacht mir auch für Gedan⸗ ken macht? 2. Jeſus, mein Erlöſer, lebt! Ich erwarte mit Ver⸗ trauen, daß er mich zu ſich erhebt; warum ſollte mir denn grauen? Läſſet auch ein Haupt ſein Glied, wel⸗ ches es nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch der Hoff⸗ nung Band zu genau mit ihm verbunden. Er, der ſelbſt den Tod empfand, hat für mich ihn überwunden; auch im Tode bleib' ich ſein, ewig ſeiner mich zu freun. 4. Dieſer Körper nur iſt Staub; er nur ſinkt zurück zum Staube. Nie wirſt du des Todes Raub, du, mein Geiſt! O ſel'ger Glaube! Heil mir! mein Erlöſer lebt, der mich einſt zu ſich erhebt. 5. Dann wird mich, ſtatt dieſer Haut, ein verklärter Leib umgeben, für die neue Welt gebaut, ein Gebild' für's höh're Leben; und in dieſem Leib ſeh' ich, mein Erlöſer, ewig dich! 6. Ob dies Aug' im Tod auch bricht, wird's doch ſei⸗ J nen 194 nen Retter kennen; und wie freudig werd' ich nicht dann ihn den Vollender nennen, wann er von der Sterblich⸗ keit dieſer Erde mich befreit! 7. Was hier leidet, ſeufzt und fleht, wird und kann nicht untergehen. Irdiſch werd' ich ausgeſät, himm⸗ liſch werd' ich auferſtehen. Nimm, Verweſung, mein Gebein; ich, ich werd' un⸗ ſterblich ſeyn! 8. Seid getroſt und hoch⸗ erfreut: Jeſus kennt euch, ſeine Glieder! Chriſten, wehrt der Traurigkeit; ſterbt ihr, Jeſus weckt euch wieder, wann ſein mächt'ger Ruf erſchallt, der durch alle Grä⸗ ber hallt! 9. Wo iſt dein Triumph, o Tod? Nimm den Staub hin. Ohne Grauen folgen wir, wir werden Gott, wer⸗ den den Erlöſer ſchauen. Un⸗ ſer iſt der Sieg, und Heil ewig, ewig unſer Theil. 10. Darum, auf! erhebt euren Geiſt von dieſer Erden; lebet hier dem Heiland, lebt ihm, dem ihr ſollt ähnlich werden! Wer ſich ſeiner dort will freu'n muß hier rein und heilig ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 265 J Qch bin zur Ewig⸗ keit geboren, für eine. Welt be⸗ Chriſten Unſterblichkeit und Vergektung. ſtimmt; mein Leben geht dann nicht verloren, wann hier das Grab den Leichnam nimmt. Zu groß bin ich fuͤr dieſe Zeit; mein Loos iſt die Unſterblichkeit. 2. Was iſt die Welt, was Glück und Ehre? Wär' auch ihr ganzer Reichthum mein; er bliebe, wenn kein Him⸗ mel wäre, für meine Wün⸗ ſche doch zu klein. Mein Geiſt find't nicht im Staube Ruh'; er eilt erhab'nern Gütern zu. 3. Es ſchuf mich ja der Gott der Liebe zum höh'ren Glück, zu höh'rer Luſt, und pflanzte ſelbſt dazu die Trie⸗ be ſo ſtark, ſo tief in meine Bruſt. Er, der mit Sehn⸗ ſucht mich erfüllt, läßt wahr⸗ lich ſie nicht ungeſtillt. 4. Der Wunſch, ihn ewig treu zu lieben, der höh'ren Wahrheit Licht zu ſeh'n, der hier noch unerfüllt geblieben, muß einſt noch in Erfüllung geh'n. So wahr Gott die⸗ ſen Trieb mir gab, erſtirbt er nimmer in dem Grab. 5. Gott iſt gerecht, er wird einſt richten: die Tu⸗ gend wird durch ihn gekrönt. Er wird, was ſie gedrückt, vernichten; erhöhen, die man hier verhöhnt. Das Laſter, mag es hier ſich freu'n; dort kann es nimmer glück⸗ lich ſeyn. 6. Iſt's möglich, kann Gott 69 ott ande denn kein Reich? T hier vor die den l Nein, 2 terbe drau u Verger 7. Ern neinem S nein Herz Port. D tiunphirt teibt mäch fürt. Vie nun mein, ſlhſt unſte 8, Mein nill mih nir Unſter nir Ruu und leltt Auch dieß teehn, vo Himmel 9 Jhr dene n Glaube fu iite, doc dr am M Lihts. D naues Lebe die ſelig! Ind 6 266 4 bricht ſen ue ner Flo or ſch gus gektung. mein Leben ht verloten, ad Grab den Leitn 1 Zu groß 5 Zeit; mein a rblichket. s iſt die Weln nd Chre? Vin er Reichthun m 2, wenn kei ee, für meine de zu klein. M ad't nicht in ei er eilt erhuünn zu. s ſchuf mih i r Liebe zun ſißn zu höh'rer uin ſelbſt dazaſene ark, ſo tief nan Er, der men ch erfüllt, läne nicht ungeii er Wunſch, jn lieben, derh t Licht zu ſch unerfüllt gei ſt noch in Gile So wahr Ot b mir gab, m ner in dem on zott iſt geuct ſt richten: Ri rd durch ihnſi „ was ſie gi en; erhöhen,n thoͤhnt. Da hier ſih n es nimmat 1. V ſt's moͤglich! Gott anders handeln? Gilt denn kein Recht in ſeinem Reich? Die Frommen, die hier vor ihm wandeln, ſind die den Uebelthätern gleich? Nein, Tugend ſiegt! Ich ſterbe drauf: Gott weckt mich zur Vergeltung auf. 7. Er weckt mich auf aus meinem Staube: dies hofft mein Herz, dies ſagt ſein Wort. Dies Wort, laut triumphirt mein Glaube, treibt mächtig alle Zweifel fort. Wie froh erhebt ſich nun mein Geiſt, da Gott ihn ſelbſt unſterblich heißt! 8. Mein Jeſus lebt! Wer will mich tödten? Er ſichert mir Unſterblichkeit. Er gibt mir Muth in Todesnöthen, und leitet mich zur Seligkeit. Auch dieſer Leib muß aufer⸗ ſtehn, vollkommner einſt zum Himmel gehn. 9. Ihr Thäler ſinkt! Fallt, Berge, nieder! Mein feſter Glaube fürchtet Nichts. Ich ſterbe; doch erwach' ich wie⸗ der am Morgen eines ew'gen Lichts. Dann fängt mein neues Leben an, und Gott, wie ſelig bin ich dann! In voriger Melodie. 266 Der Lenz erfreuet, was da lebet, er bricht des Winters Feſ⸗ ſeln los; der Blumen ſchö⸗ ner Flor erhebet verjüngt ſich aus der Erde Schooß, Die Auferſtehung. 195 und freundlich lächelt er mir zu: Unſterblich, freu' dich, Menſch, biſt du! 2. Die Sonne löſt dem Schmetterlinge das Band mit ihrer Strahlenmacht, ſieh, er erhebt die zarte Schwinge, geſchmückt mit neuer Früh⸗ lingspracht, und winkt in höhrer Luſt mir zu: Un⸗ ſterblich, freu' dich, Menſch, biſt du! 3. Mir hat Gott For⸗ ſchungsgeiſt gegeben, und Wünſche, die die Welt nicht ſtillt. Heil mir! ſie bürgen mir ein Leben, wo ſich des Höchſten Rath enthüllt. O, Himmelsahnung ruft mir zu: Unſterblich, freu' dich, Menſch, biſt du! In eigener Melodie. §-luferſtehn, ja 267 A auferſtehn wirſt du, mein Staub, nach kurzer Ruh'; unſterblich Le⸗ ben wird, der dich ſchuf, dir geben! Halleluja! 2. Wieder aufzublüh'n, werd' ich geſät. Der Herr der Aernte geht, und ſam⸗ melt Garben uns ein, uns ein, die ſtarben. Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! Wann ich im Grabe genug ge⸗ erweckſt ſchlummert habe, du mich. 4. Wie den Träumenden J 2 wird's —— 196 wird's dann mir ſeyn. Mit Jeſu geh' ich ein zu ſeinen Freuden. Der müden Pilger Leiden ſind dann nicht mehr. 5. Ach, in's Allerheiligſte führt mich mein Mittler dann; lebt' ich im Heilig⸗ thume zu ſeines Namens Ruhme! Halleluja! Mel. Wer nur den lieben Gott 268 Worum erbebſt du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich um⸗ ſchließt einſt ſeine Höhle; nur deine Hülle ſinkt hinab. Nur ſie, weil ſie Gott ſchuf aus Staub, nur ſie wird der Verweſung Raub. 2. Du, zur Unſterblichkeit erleſen, ſchwingſt dich empor zu Gottes Licht, und ſchauſt den Urſprung aller Weſen von Angeſicht zu Angeſicht; bewunderſt deines Gottes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 3. Dann, Seele, wirſt du das verſtehen, was hier kein Sterblicher erklärt, was hier vollkommen einzuſehen der Weiſeſte umſonſt be⸗ gehrt. Dann täuſcht dich Wahn und Irrthum nicht, und ſelbſt die Finſterniß wird Licht. 4. Dann wirſt du den, o den erblicken, den hier allein der Glaube ſieht, den, der, dich ewig zu beglücken, nach Unſterblichkeit und Vergeltung. Gottes Rath am Kreuz ver⸗ ſchied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott, dich hier getrennt von dei⸗ nem Gott. 5. Wenn nun der Tag des Herrn erſcheinet, verläßt dein Leib der Gräber Ruh' Zum zweitenmal mit dir ver⸗ einet, wird er unſterblich, ſo wie du. O Seele zittre län⸗ ger nicht, daß deiner Hütte Bau zerbricht! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 269 Selig, Zeſu⸗ ſind, die nun ſchon im friedenvollen Grabe von des Lebens Arbeit ruhn, und ſich Gottes größter Gabe, eines ew'gen Lebens freu'n! Möchten wir es auch ſchon ſeyn! 2. Doch du willſt, wir leben noch mühſam hier in Pilgerhütten. Alle trugen einſt dies Joch, die des Le⸗ bens Kron' erſtritten. End⸗ lich aber führt der Tod uns auch ſo, wie ſie, zu Gott! 3. Du, du ſelber lebteſt hier vormals auch in Pil⸗ gerhütten. Noch unendlich mehr, als wir, haſt du, Gött⸗ licher, gelitten. Standhaft laß im Kampf mich ſtehn, ſtets auf dich, Vollender, ſehn! 4. Was iſt dieſe Lebens⸗ zeit? Ach nur eine kurze Stunde gegen jene Gmwiß⸗ elt, fit. Aber Sfunde h nc uns ſtaun, de vetiraun! 6. Daß niht der vrſtaufern Äit heßten wenn wirſt Füöß' uns ſcon ein, i Kampfplat ten Gotte mehr noch wir hitte Aͤch für ricfſt du e bricht/ das an vor N0 Zät, ſtür eugegen, mir gebeu chzulegen. Allzs Klar, ih war. * Selb) eltung. ath am Kreu⸗ ber. DHann jauchſe T ihn, kein 6 getrennt vor i nn nun der ze erſcheinet, deiij der Gräbe ho. itenmal mit an⸗ rd er unſterdliz O Seele zitte te , daß deiner zit bricht! geſus, meine Jäbefft Stclidin die nunſte envollen Grhe dens Arbeit ag h Gottes git eines ew'gen bin Moͤchten wir h yn! doch du will,n ſch mühſam hai itten. Alle ma s Joch, die ul⸗ on' erſtritten b führt der don wie ſie, 9 6 u, du ſelber ti rmals auch n n. Noch unm ls wir, haſt du,bi gelitten. Stut Kampf nich ſi ff dich, Ilh Jas iſt dieſe büen Ach nur eine i gegen jene keit. Aber an der kurzen Stunde hängt(dies präge tief uns ein) ew'ge Wonn und ew'ge Pein. 5. Gib uns Weisheit, gib uns Kraft, dieſe Stunde wohl zu nützen, und bei'm Schluß der Piggerſchaft wolleſt du uns unterſtützen! Laß auf dich uns freudig ſchau'n, dein begehren, dir vertrau'n! 6. Daß wir dein ſind, nicht der Welt, daß du uns wirſt auferwecken, dieſe Kraft der beßren Welt laß uns wenn wir ſterben, ſchmecken! Flöß' uns jetzt den Muth ſchon ein, in dem Tod getroſt zu ſeyn! 7. Und wenn wir vom Kampfplatz nun zu den Tod⸗ ten Gottes gehen, woll'ſt du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verſtehen. Auch für unſre Todesnacht riefſt du einſt: Es iſt voll⸗ bracht! Das Gericht. In voriger Melodie. 270 mmer näher kommt die Zeit, ſtündlich eil' ich ihr entgegen, wo der Herr auch mir gebeut, meine Rechnun abzulegen. Dann wird Alles, Alles klar, wie ich lebte, wer ich war. 2. Selbſt des Herzens ſtil⸗ Die Auferſtehung. len Rath wird der Richter 197 offenbaren. Jedem wird für jede That dann Vergeltung widerfahren; wie er hier den Saamen ſtreut, ärntet er in Ewigkeit. 3. Dann verſtummt der Thoren Spott, Frevler ſte⸗ hen dann und beben. Hei⸗ lig und gerecht iſt Gott, und er ſah ihr Sündenleben. Wer beſchränkt des Richters Kraft, wenn er ruft zur Rechenſchaft? 4. Wer hier ſeine Zeit verträumt, nur nach Sin⸗ nenfreuden ſchmachtet, ſeines Geiſtes Wohl verſäumt, Menſchen quaͤlet und ver⸗ achtet, und ſich reuvoll nicht bekehrt, fühlt ſich dann der Strafe werth. 5. Nur ein weiſes from⸗ mes Herz darf nicht vor dem Richter zittern; nur den Chriſten wird kein Schmerz dort am Gnadenthron er⸗ ſchüttern. Heilig war ihm ſeine Pflicht; es verdammt ſein Herz ihn nicht. 6. Chriſten, Chriſten, richtet nicht! Laßt den Herrn das Urtheil fällen! Er bringt Alles einſt an's Licht, wird einſt jede Nacht erhel⸗ len. Lieber duldet, lieber weint, bis ſein großer Tag erſcheint! 7. Laßt uns nur gewiſſen⸗ haft ſtets nach Gottes Wil⸗ len handeln, eingedenk der J 3 Re⸗ 198 Rechenſchaft, fromm auch im Verborgnen wandeln, ſelbſt die kleinſte Sünde ſcheu'n, und Verehrer Jeſu ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 271 Weun ich auf Gottes We⸗ gen wanke, und ſtraucheln will, ſo ſchrecke mich der herzerſchütternde Gedanke: Gott richtet einſt die Welt und dich! Er hat's verkün⸗ digt, ſein Gericht iſt unaus⸗ bleiblich: ſtrauchle nicht! 2. Der Weg der Tugend, den ich walle, ſei rauh und ſteil, wo führt er hin? Zum Himmel, wenn ich Gott gefalle, wenn ich getreu und ſtandhaft bin, geſtärkt, o Gott, durch deine Huld zur Selbſtverleugnung, zur Geduld. 3. Oft will ich zu mir ſelber ſagen: Die Welt ver⸗ geht mit ihrer Luſt! Wohl mir, bin ich bei allen Plagen nur keines Frevels mir be⸗ wußt! Es kommt, es kommt die Ewigkeit, die mich aus jeder Noth befreit. 4. Einſt werd' ich Jeſu Stimme hören: Der du zu meiner Rechten biſt, du warſt gehorſam meinen Lehren; nimm hin, was dir bereitet iſt! Komm', erbe meines Vaters Reich; ſei ſelig und den Engeln gleich! 5. Solch' eine Wonne Unſterblichkeit und Vergeltung. wartet meiner, wenn ich mit brüderlichem Sinn den Nächſten lieb', und gern mich ſeiner erbarm', und Jeſu ähnlich bin. Wie könnt' ich hart und lieblos ſeyn? Betrübte ſeh'n, und nicht erfreu'n? 6. Dort, dort trifft den, der ohn' Erbarmen nie men⸗ ſchenfreundlich ſich beweiſt, der, fühllos bei der Noth der Armen, Bedrängte nie erquickt, noch ſpeiſt, den Hungrigen ſein Brod nicht bricht, ein unbarmherziges Gericht. 7. Fühlloſe, wird der Richter ſagen, verſchloſſen habt ihr eure Hand, verach⸗ tet eurer Brüder Klagen. Entweicht! Ich hab' euch nie erkannt! Für den, der Brü⸗ der nicht erfreut, iſt freuden⸗ leer die Ewigkeit! 8. So wirſt du jede Suͤn⸗ de richten, gerechter Richter, wenn du einſt den Uebertre⸗ tern ihrer Pflichten in deiner Majeſtät erſcheinſt. Dann wird der Fromme ſich er⸗ freu'n, dem Böſen Alles ſchrecklich ſeyn. 9. Gib mir, o Vater, Muth und Stärke, damit mein Glaube, dir getreu, geübt in jedem guten Werke, bewährt und dir gefällig ſei; ſo werd' ich ewig ſelig ſeyn, mich ewig deiner, Gott, er⸗ freu'n. Mel. Mel. Aus 72 auch mit Iiu, nin diß ich ei 2 Nach den frei, gexeu; ſo du Gericht Seele nicht 3 Nillie däne Hülfe Obereite a Lchgeſinge 4. Die d d ſichet d Fähr' auch ein: uut d ſemm. 5. Folg Vort; h in fort, Jeſu Chr lendet iſt 6. Frö von dir. zumir! Wanne Th männ gauz f. Und ich dann, mit getha Daͤnen a eviglich. In 273 ſinmt, d dandelt, ltung. einer, wenn t rlichem Sim 1 lieb', und er erbarm, i nlich bin, A hart und la etrübte ſeyen, u eu'n? t, dort nift a Erbarmen nie ne nblich ſich beni llos bei de Ri en, Bedrängten noch ſpeit, 1 en ſein Braͦ n ein unbarnbe 1 ühlloſe, di n ſagen, veiilſ eure Hand a⸗ er Brüder ſin yt! Ich habahn Für den att terfreut, iſfta Ewigkeit! o wirſt du ſalen⸗ en, gerechterd u einſt den lum eer Pflichtennim t erſcheinſt. d 3 er Fromme ſt dem Böſen l ch ſeyn. Gib mir, o b und Stärke, Glaube, dir f n jedem gutad t und dir gefilt dich ewig ſthß eig deiner, Gtt 1 Mel. Aus der Tiefe rufe ich 272 Heu und Richter aller Welt, der auch mir mein Urtheil fällt, Jeſu, nimm dich meiner an, daß ich einſt beſtehen kann! 2. Mache mich von Sün⸗ den frei, feſt im Guten, dir getreu; ſo erſchrickt, hältſt du Gericht, vor dir meine Seele nicht. 3. Millionen preiſen ſchon deine Hülfe, Gottes Sohn. O bereite auch an mir ſolche Lobgeſänge dir! 4. Die dir folgen, führeſt du ſicher deinem Himmel zu. Führ' auch mich einſt dahin ein: nur der Deine will ich ſeyn. 5. Folgen will ich deinem Wort; hilf mir gnädig dar⸗ in fort, bis mein Lauf, Herr Jeſu Chriſt, ſelig hier vol⸗ lendet iſt. 6. Fröhlich hör' ich's dann von dir: Komm, Geſegneter, zu mir! Nimm an meiner Wonne Theil! Dein iſt nun mein ganzes Heil! 7. Und frohlockend preiſ' ich dann, was du, Herr, an mir gethan; freue mit den Deinen mich deiner Güte ewiglich. In eigener Melodie. 273 Scuen Gott b6 ſtimmt, da, wer auf Erden wandelt, ſein Loos aus Got⸗ Das Gericht. heit unterliegen. 199 tes Händen nimmt, nach⸗ dem er hier gehandelt. Er kommt, er kommt, des Men⸗ ſchen Sohn; er kommt und Wolken ſind ſein Thron, der Erde Kreis zu richten. 2. Hier, an dem Rand der Ewigkeit, verſammeln ſich die Schaaren, die ſeit dem erſten Tag der Zeit der Erde Bür⸗ ger waren, nur dem Allwiſ⸗ ſenden bekannt, unzählbar, wie des Meeres Sand; hier ſtehn ſie vor dem Richter. 3. Hier muß der falſche Wahn der Welt der Wahr⸗ Hier, wo das Recht die Waage hält, wird keine Sünde ſiegen. Hier iſt zur Buße nicht mehr Friſt, hier gilt nicht mehr Betrug und Liſt; hier gilt kein falſcher Zeuge. 4. Der Richter ſpricht; der Himmel ſchweigt, und alle Völker hören erwar⸗ tungsvoll und tief gebeugt: Kommt, erbt das Reich der Ehren! So ſpricht er zu der frommen Schaar; zu der, die ihm nicht folgſam war: Hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn: Stürzt über uns zuſammen, ihr Welten, fallt, daß wir ver⸗ gehn, die wir uns ſelbſt verdammen! Die Frommen aber ſtehn im Licht des Frie⸗ J 4 dens, 200 dens, und ihr Angeſicht ſtrahlt ſeliges Entzücken. 6. Frohlockend zieh'n ſie in das Reich, das Gott für ſie bereitet, wo er ſie, ſei⸗ nen Engeln gleich, von Licht zu Lichte leitet. Das Stück⸗ werk wird Vollkommen⸗ heit; kein Kummer, keine Traurigkeit ſtört ihre ſel'⸗ gen Freuden. 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernſt bedenken! Es ſtärke mich mit Zuyverſicht, ſo oft mich Leiden kränken! Es reize mich, gewiſſenhaft und eingedenk der Rechen⸗ ſchaft, nach deinem Wort zu wandeln! Mel. Straf' mich nicht in deinem 274, athenchum dein iſt auch mein Leben! Mir zum Heil und dir zum Ruhm haſt du mir's gege⸗ ben! Väterlich führſt du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen. 2. Einſt kommſt du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden; dann ſoll ich zur Rechenſchaft vorgefordert wer⸗ den. Dein Gericht ſcho⸗ net nicht; Richter aller Welten, du, du wirſt ver⸗ gelten. 3. Weh' dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Unſterblichkeit und Vergeltung. Zeit hier gemißbraucht habe! Weh' dann mir, hab ich hier ſie nicht treu verwendet, ſorglos ſie verſchwendet! 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen ſchweben! Möcht' ich mich, ſtets meiner Pflicht treu zu ſeyn, beſtreben, daß ich nie thöricht ſie aus den Augen ſetze, nie ſie frech verletze! 5. Lehre mich gewiſſen⸗ haft meine Tage zählen, ein⸗ gedenk der Rechenſchaft, nur, was gut iſt, wählen! Gib, daß ich ernſtlich mich täg⸗ lich und auch heute, darauf vorbereite! 6. Zeigt ſich erſt die Ewig⸗ keit furchtbar in der Nähe, o, dann iſt es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad' erflehe! Wann der Tod ſchon mir droht, kann ich deinen Wil⸗ len, Herr, nicht mehr er⸗ füllen. 7. Mein Gewiſſen ſtrafe mich gleich bei jeder Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade ſuch' und finde! Rufe du dann mir zu: Beſ⸗ ſerſt du dein Leben, ſo iſt dir vergeben. 8. Einſt, am Tage des Gerichts, werd' ich mit den Frommen zu dem Anſchau'n deines Lichts gnädig auf⸗ genommen. Wonnevoll, Je⸗ ſu, ſoll dich im höhern Leben dann mein Dank er⸗ heben! Mel. Nal. We 75 ſeyn, une een’ Ach ens Pein ur Buße beltgerich jchenſcha 2 Ver önndenzei der Stun hienſt der kenz ihm dat des L ehlt, ow und guält deele! 3. Wo dengut, ſich lent Stolz, mit er heugt herz„1 tun in und Que 4. Nu des Laſte rerfühtt, lagen in tt aus 2 eder E eermehr Stimme von mir it ihm eltung. gemißbraucht h 1 u mir, hab'j ät reu rerden e verſchwenden ochte taglih ie mir vor 1 ner Pflicht ir in treben, daß 9 ſie aus den W9 ſie frech der ehre mich ga 1 ne Tage zähle er Rechenſ ſhit in iſt„ wählen i ernſtlchen 3 auch heuk, dn te! — igt ſich erſt ii chtbar in daß, i iſt es mon ß ich Gnad ah der Tod ſäat ann ich deinat err, nicht un Nein Gewiſir eich bei jederdn Mittler, badiu nade ſuch wi u dann mirzui dein Leben, ſi n. Finſt, am dahf s, werd' ich m en zu dem Ait Lichts gnäͤdi nen. Wonnen oll dich in dann mein Du Mel. Wann mein Stündlein 27 5 G oß wird des Sünders Elend ſeyn, unendlich ſchwer zu tra⸗ gen! Ach, unter des Gewiſ⸗ ſens Pein wird ſeine Seele zagen, wann ihn, den Nichts zur Buße weckt, der T Tag des Weltgerichts erſchreckt, zur Rechenſchaft ihn fordert! 2. Verſchwendet iſt die Gnadenzeit! Wie viele ſei⸗ ner Stunden ſind in dem Dienſt der Eitelkeit verge⸗ bens ihm entſchwunden! Er hat des Lebens Zweck ver⸗ fehlt; owelche Reu' ergreift und quält zu ſpät nun ſeine Seele! 3. Wo bleibt nun jedes Er⸗ veuu worauf ſein Wunſch ſich lenkte? Wo bleibt der Stolz, der Uebermuth, wo⸗ mit er Andre kränkte? Ge⸗ beugt, iſt jetzt ſein trotzig Herz, und jede Luſt wird nun in Schmerz, in Pein und Qual verwandelt. 4. Nun flucht ihm, wer des Laſters Bahn, durch ihn verführt, erwählte. Nun klagen ihn die Seelen an, die er aus Bosheit quälte; und jeder Schmerz, durch ihn vermehrt, und jedes Glück, durch ihn geſtört, tritt furchtbar ihm vor Augen. 5. Des Richters ernſte Stimme ſpricht: Weicht von mir, Uebelthäter! und in ihm ſein Gewiſſen ſpricht: Das Gericht. 201 Du biſt ein Uebelthäter! Von Gott und Seligkeit verbannt, fühlt er er, was er ſonſt nie empfand: gerecht ſei ſeine Strafe. 6. O Sünder, ſichre Sün⸗ der, eilt, euch reuvoll zu be⸗ kehren! Laßt nicht, weil das Gericht verweilt, euch durch den Wahn bethören: zur Beßrung ſei noch immer Zeit, und fern ſei noch die Ewigkeit, fern noch Gericht und Strafe! 7. Sie kömmt, ihr mögt, was Gott euch droht, be⸗ zweifeln oder glauben. Wie leicht kann euch ein ſchneller Tod die Zeit zur Beßrung rauben! Jetzt noch will Gott Erbarmer ſeyn, will eure Sünden noch verzeihn. O ſuchet ſeine Gnade! Das künftige Leben. In eigener Melodie. 276 Ille Menſchen -· müſſen ſter⸗ ben; ihre Herrlichkeit ver⸗ blüht! Keiner kann den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht ſieht. Staub wird dieſer Leib von Erde; doch, damit er himmliſch werde, wird er einſt von Gott erneut, und erhält Un⸗ ſerblichkeft. 2. Willig werd' ich dieſes Leben, wenn es deinem Rath gefällt, dir, J 5 mein Vater, wie⸗ 202 wieder geben, gern verlaſſen dieſe Welt; denn nach die⸗ ſem Erdenleiden warten mei⸗ ner höh're Freuden. Ich, als Chriſt, ich fürchte nicht Grab und Tod und Welt⸗ gericht. 3. Nichts ſoll mir den Troſt entreißen, er ſoll mir ſtets heilig ſeyn: Gott er⸗ füllt, was er verheißen; ſei⸗ ner will ich ſtets mich freun. Mir macht nun der Tod nicht bange, weil durch Jeſum ich erlange eine frohe Seligkeit, wenn ich nütze dieſe Zeit. 4. Dort bei ihm iſt wah⸗ res Leben; Millionen ſtehen ſchon, ihren Retter zu er⸗ heben, und erwarten ihren Lohn; hohe Himmelsgeiſter ringen, mitanbetend ihm zu ſingen, der des Ruhms ſo würdig iſt, dem Erlöſer, Je⸗ ſu Chriſt. 5. Vaterland verklärter Frommen! Heil, Unſterb⸗ lichkeit und Ruh', was kein Sterblicher vernommen, Got⸗ tes Heil gewähreſt du! Freu⸗ denärnten ſchenkt Gott de⸗ nen, welche hier geſä't mit Thränen; alle Thränen trock⸗ net er; Sünd' und Elend ſind nicht mehr. 6. Möcht' ich doch, ſie zu empfangen, dieſe große Herrlichkeit, hier nur thun und nur verlangen, was im Tode hoch erfreut! Dieſe Hülle mag zerſtäuben; denn Unſterblichkeit und Vergeltung. mein Geiſt wird ewig blei⸗ ben. Mir iſt Sterben ein Gewinn; denn ich geh' zum Vater hin. 7. Welche Tröſtung, dies zu wiſſen! Dieſer großen Hoffnung voll, zag' ich nicht in Kümmerniſſen, die ich hier noch dulden ſoll. Leicht und kurz ſind dieſe Leiden; ſie verwandeln ſich in Freu⸗ den, wenn ich chriſtlich ſie ertrug, bis Gott ſpricht: Es iſt genug. Mel. Wann mein Stündlein 277 Ein Pilgrim bin ich in der Welt, und kurz ſind meine Tage. So manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, jene Ewigkeit verſüßt mir meine Pilgrimszeit, und ſtär⸗ ket mich im Leiden. 2. Jetzt, da die Sünde mich noch drückt, ſeufzt mei⸗ ne bange Seele. Wie bald iſt nicht mein Herz berückt! Wer merkt, wie oft es fehle? Doch einſt werd' ich vollkom⸗ men rein, ganz heilig und ganz ſelig ſeyn; dies tröſtet meine Seele. 3. In ſtiller Nacht wein' ich, o Herr, hinauf zu dei⸗ ner Höhe. Mein ſchwaches Herz ſeufzt freudenleer, wenn ich den Morgen ſehe. Ein Blick gen Himmel trö⸗ ſtet mich; denn meine Thrä⸗ nen mi ſülle eiem Le 4. W kunft Sch Noth der ſe in mi ch ich ſte Firket mich zä dem min Glau 5. VWen om ferne rir näͤher nach der! nein Hau inket: ſo de Gvigt Himmels gioßen Lo 6. Her wich erft meinem nich die Nüh' un ewig un nartet n Theil,) ſithe. Nl. Wen 78 1 2% den für Geiſt, a Körpers tes Wil und dar ritgeſchr Eden le „2. Zu it kom eltung. din enig k Sterben, 1 den u ic gch zerniſen 1 dulden ſoll, 1 ſind dieſe de ndeln ſich Puß in ich thtiſ bis Gott ſre nug. — bann: mein 5 tündiin E g llgrmk ich indade G ſind meinehe che N doth, un reizt mich ham ge. D Doth,! 1 igkeit verſüßn lgrimszeit mie im Leiden⸗ etzt, da die din h drückt, ſeuftm Seele. Va mein Herz bait kt, wie oft es ſi ü werd' ich uhh ganz ſeilg! 1 ſinn dies N beele. ſtiller Nacht ni * hinauf ud 8. Mein ſche rac ſeufzt freudae den Morgen ſi 4 ck gen Him rnel 1 ; denn meine T nen ſtillen ſich einſt ganz in jenem Leben. 4. Wenn mich der Zu⸗ kunft Schickſal ſchreckt, die Noth der fernen Tage; wenn ſie in mir die Sorg' erweckt, ob ich ſie auch ertrage: ſo ſtärket mich die Ewigkeit, daß bei dem Elend dieſer Zeit mein Glaube nicht erliege. 5. Wenn einſt, der jetzt von ferne dräut, der Tod mir näher winket; wenn nach der Arbeit dieſer Zeit mein Haupt zum Schlummer finket: ſo ſterb' ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, den großen Lohn der Treue. 6. Herr, dieſen Troſt, der mich erfreut, vermehr in meinem Herzen! Es ſtärke mich die Ewigkeit hier unter Müh' und Schmerzen! Ein ewig unvergänglich Heil er⸗ wartet mich und wird mein Theil, wenn ich am Ziele ſtehe. Mel. Wer nur den lieben Gott 6[†as iſt noch eine 278 E Ruh' vorhan⸗ den für jeden gottergebnen Geiſt, wann er ſich dieſes Körpers Banden nach Got⸗ tes Willen einſt entreißt, und dann nicht mehr ſo eingeſchränkt, als hier auf Grden lebt und denkt. Zu dieſer Ruhe werd' ich kommen, und, Gott, Das künftige Leben. 203 wie ſelig bin ich dann! In deinen Himmel aufgenom⸗ men, fang' ich das beßre Leben an, wo nach der Laſt, die mich hier drückt, der Freuden Fülle mich er rquickt. 3. Wie Mütter ihre Kin⸗ der tröſten, ſo tröſtet deine Freundlichkeit mich mit der Wonne der Erlöſten nach wohl vollbrachter Uebungs⸗ zeit; dann wird mir hell und offenbar, wie gut hier deine Jührung war. 4. Da ſchweigen alle mei⸗ ne Klagen; da bringt mein froher Lobgei ſang dir ſelbſt für dieſes L Lebens Plagen mit nie gefühlte Regung Dank. Froh jauchz' ich dann: Es iſt vollbracht; der Herr hat Alles wo hl gemacht! 5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwach⸗ heit mehr; ich fühle dann die reinſten Freuden, gekrönt von dir mit Preis und Ehr'. Feſt ſteht mein Glück und, Herr, dein Heil, bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 6. Gott, laß mich das zu Herzen faſſen, daß du den, der dich redlich liebt, nicht ſtets willſt in der Unruh' laſſen, die dieſes Leben noch umgibt! Dies flöße Kraft und Muth mir ein, dir auch im Leiden treu zu ſeyn! 7. Mein Heiland, der du ſelsſt. auf Erden der Leiden Joch 204 Joch getragen haſt! will ich des Lebens müde werden, und fühl' ich dieſer Tage Laſt: ſo ſtärke mächtig mei⸗ nen Geiſt, daß er dem Un⸗ muth ſich entreißt. 8. Gib, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einſt der Frommen Erbtheil iſt, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild biſt; ſo lohnt nach dieſer Prüfunaszeit mir einſt vollkommne Seligkeit. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 279(—ch hoff ein ew'⸗ ges Leben und eine Seligkeit, die einſt der Herr wird geben dem, der in dieſer Zeit gern ſeinen Willen that, der ſich ſchon hier auf Erden, vollkomme⸗ ner zu werden, mit Ernſt bemühet hat. 2. Die Tugend lohnt mit Freuden; doch kämpft ſie hier noch oft mit unverdien⸗ ten Leiden; das Glück, das ſie gehofft, umwölkt der Haß der Welt: dort aber wird ſie ſiegen, dort ärntet ſie Vergnügen, wo ſie den Preis erhält. 3. Dem Laſter folget Schande. Zwar geht es oft umher in glänzendem Ge⸗ wande, gekrönt mit Ruhm und Ehr'; doch wird den Böſewicht gewiß ein Tag mit Schrecken aus ſeinem Unſterblichkeit und Vergeltung. Taumel wecken: entflieht er nicht! 4. Ich hoff' ein ew'ges Le⸗ ben! Kann meine Seele hier ſich ſchon zu Gott erheben, wunſcht ſie ſich mit Begier des Daſeyns ſtets zu freun; ſo wird auch unſern Seelen ihr heißer Wunſch nicht feh⸗ len, unſterblich dort zu ſeyn. 5. Dies tröſtet mich in Tagen der Widerwärtigkeit. Ich darf nicht troſtlos kla⸗ gen, und kann nun ohne Neid den Nächſten glücklich ſehn. Gott leitet und re⸗ gieret mein Schickſal; wie er's führet, dient mir's zum Wohlergehn. 6. Bei Reizungen zu Sünden gibt dieſe Hoffnung Kraft und Muth, zu über⸗ winden die böſe Leidenſchaft. Iſt auch die Mühe groß, ſo werd' ich dennoch ſiegen, und göttliches Vergnügen iſt nach dem Kampf mein Loos. 7. Wie ruhig kann ich ſterben! Ich fürchte nicht den Tod. Die Seligkeit zu erben, eilt dann mein Geiſt zu Gott, der ihn zum Leben ſchuf. Dort wird von beß⸗ ren Freuden der Tag mich nicht mehr ſcheiden. Wie groß iſt mein Beruf! 8. Laß mich ihm würdig wandeln, o Herr der Ewig⸗ keit! Laß immer recht mich handeln in dieſer Prüfungs⸗ zeit! Nach dieſem kurzen Lauf dem Tag Auuf wird wir dort nich nim 3n 280 vird entz auf zum« iin dein uo deine aus neue kkannt, vetbreitet niich getri ken, der zolt it, 2 Pa dieſer Ze ſne Her hei dit ins hie ziel W zar, do pfinden; hei den Leiden ſ nur iſt 3. Ke and kein neſt dud diiner K it iein chrei; nachſt it verg dort f ltung. decken: den z. r nicht! hoff ein ewae n meine Sat 3u. Got t erhe ie ſich mit de ens ſteis zu 8 uch unſ ſern 8 Wunſch u nict erblich dort es tröſtet mit er Wi ddervarte 1 nicht troſtln d kann um n Näͤchſten giit Hott leitet n u ein Schickſal ret, dient mirhn. ehn. Zei Reizunga gibt dieſe di — Muth, n 4 die böſe dei derii die Muͤhe gei ch dennoch in tliches Verguin n Kampf mein zie ruhig kan Ich fürchte n Die Seligtt — 1 ilt dann meint der ihn zumt Dort wird ven zuden der Tagt hehr ſcheiden. k mein Beu aß mich ih u, o Herr d aß immer rech 1 in dieſer Priß Nach dieſem i Lauf wird ewig ſel'ges Leben mir dort bei dir gegeben; mich nimmt der Himmel auf! In a Melodie, 280 5 Pein ganzer ( Geiſt, Gott, wird entzückt, wenn er hin⸗ auf zum Himmel blickt, da⸗ hin dein Rath uns leitet: wo deine milde Vaterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du deaſelbſt verbreitet. Mächtig fühl' ich mich getrieben, dich zu lie⸗ ben, der zum Leben, das dort iſt, mich will erheben. 2. Was ſind die Freuden dieker Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort dei dir zu finden? Du ſtellſt uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar, daß wir ſie froh em⸗ pfinden; doch hier ſind wir bei den Freuden noch mit Leiden ſtets umgeben. Dort nur iſt vollkommnes Leben. 3. Kein Tod iſt da mehr und kein Grab. Dort trock⸗ neſt du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen; da iſt kein Leid mehr, kein Ge⸗ ſchrei; denn du, o Herr, machſt Alles neu: das Alte iſt vergangen. Hinfort ſind dort für Gerechte, deine Knechte, keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In deinem höhern Hei⸗ ligthum ſchallt deines Na⸗ d Das künftige Leben. mens hoher Ruhm von lau⸗ ter frohen Zungen. Da ſtrahlt die Herrlichkeit des Herrn; da ſchaut man ſie nicht mehr von fern; da wird ſie neu beſungen. Hel⸗ ler, ſchneller, als hienieden, ohn’ Ermüden ſehn wir dro⸗ ben, Gott, wie hoch du biſt zu loben. 5. Mit hoh'rer Liebe lie⸗ ben wir dich, Vater, dann und dienen dir mit reinerem Gemüthe. Nichts ſtört den Frieden unſrer Bruſt und unſre tauſendfache Luſt an deiner großen Güte. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe dieſer Liebe unter Seelen, die dann weiter nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schaar iſt dort vereint! Die From⸗ men, die ihr hier beweint, die find⸗ ich droben wieder. Dort ſammelt deine Vater⸗ hand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich, frei von Mängeln, mit den Engeln, mir zum Segen, da die reinſte Freundſchaft pflegen. Mel. Wer nur den lieben Gott 281 No* einer Prü⸗ . fung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt ſich die Klage in göttliche Zufriedenheit. J 7 Hier 5 “ 8 — ſ „ 4 .“ 2⁰6 Unſterblichkeit und Vergeltung. Hier übt die Tugend ihren Fleiß und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr iſt's, der From⸗ me ſchmeckt auf Erden ſchon manchen ſel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, ſind ihm ein un⸗ vollkommnes Glück. Er bleibt ein Menſch, und ſeine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald ſtören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräuſch der eitlen Welt; bald kämpft in ſei⸗ nem eignen Herzen ein Feind, der öfter ſiegt, als fällt; bald ſinkt er durch des Nächſten Schuld in Kum⸗ mer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laſter öf⸗ ters glücklich iſt; wo man den Glücklichen beneidet, und des Bekümmerten ver⸗ gißt: hier kann der Menſch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit ſeyn. 5. Hier ſuch' ich's nur; dort werd' ich's finden; dort werd' ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unausſprechlich großen Werth: den Gott der Liebe werd' ich ſeh'n, ihn lieben, ewig ihn erhöh'n. 6. Da wird der Vorſicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt ſeyn, und lieblich Weſen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreu'n. Dann laͤßt Gewinn ſtets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel ſah; das wun⸗ derbar und heilig nennen, was unerforſchlich hier ge⸗ ſchah; da denkt mein Geiſt mit Preis und Dank die Schickung im Zuſammen⸗ hang. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Hell, ſich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig! ſingen dem Lamme, das erwürget ward, und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig ſeh'n, das nie geſtörte Glück erfahren, mit Frommen ſtets fromm umzugeh'n; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch ſegnen, daß er mir ihn wies; da find' ich in des Höchſten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott Giſtt es uh di Hul ſei mein Let prrettet, muß dies Jetter eit 12. 9 diſſer Etd Hirrlichke an uns Ghigkeit; Jächts, wi ſin, iſ do väll Müh Mel. Al lig werde ſehn! D wmzählig rüͤchte Leid und ben ewvi⸗ nelcher uns durc 2 Hie da From bartitet h Hetz gek Muſch a un Him den? d bens Leid di trau⸗ ſie hoffen 3. R. Güte wo erſöhen. bemüthe eltung. ich Weſen, 51 1 Thrme Gei eu'n. Dam 1ü ſtets auf Geni en, daß ich 5 werd' ich da unen, was ite unkel ſah; den und heil ilig ven rforſchü hiet, a denkt min is und Dan g im AIſener a werd' ich ai ringeu do l, ſich offenbuh eilig Heilig!in ime, das er und Cherubinn m und alle Hen ihm. a werd' ich uſ Schaaren michiſe ad heilig ſehn örte Gluͤck erfün dmmen ſtets fim yn; da wird w lugenblick i eis mein Glütt da werd ich dn ezahlen, der or c gehen hi hiei, Milli onenmalan 1 daß er mir ihunt ich in des Hii en Freund, da hen fand. Da ruft, on — ihr K. Das künftige Leben. Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil ſei dir, denn du haſt mein Leben; die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Glück erfreu'n, der Retter einer Seele ſeyn 12. Was ſeid ihr Leiden dieſer Erden doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbart an uns ſoll werden, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie Nichts, wie gar Nichts gegen ſie, iſt doch ein Augenblick voll Müh'! Mel. Alle Menſchen müſſen 282 O wireane⸗ lig werden wir im Himmel ſeyn! Da, da ärnten wir unzählig unſers Glaubens Früuchte ein; da wird, ohne Leid und Zähren, unſer Le⸗ ben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit führſt du uns durch dieſe Zeit! 2. Hier iſt zwar, was du den Frommen dort für Glück bereitet haſt, noch in Keines Herz gekommen. Welcher Menſch auf Erden faßt dei⸗ nes Himmels große Freu⸗ den? Doch nach dieſes Le⸗ bens Leiden werden Alle, die dir trau'n, mehr noch, als fie hoffen, ſchau'n. 3. Nene Wunder deiner Güte werden da ihr Glück erhöh'n. Mit erſtaunendem Gemüthe wird dann unſer 207 Auge ſeh'n, deine Huld ſei überſchwenglich und die Wohlfahrt unvergänglich, die dem, der dich red dlich liebt, deine Vaterhand dort gibt. 4. Dann wirſt du dich unſern Seelen offenbaren, wie du biſt. Keine Wonne wird uns fehlen da, wo Alles Wonne iſt. Zu vollkomm⸗ nen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieſes Heil erwarb, als am Kreuz er für uns ſtarb. 5. Da wird deiner From⸗ men Menge Ein Herz, Eine Seele ſeyn, Dienſt und Dank und Lobgeſänge dir, erhabner Gott, zu weihn, dir und dem, der ſelbſt ſein Leben willig für uns Pe geben. Mit ihm, unſerm größten Freund, ſind wir ewig dann vereint. 6. O, wer ſollte ſich nicht ſehnen, aufgelöſt und da zu ſeyn, wo nach ausgewein⸗ ten Thraͤnen ew'ge Güter uns erfreun, wo ſich unſer Kampf in Palmen, unſer Klagelied in Pſalmen, unſre Angſt in Luſt verkehrt, die forthin kein Kummer ſtört! 7. Was iſt unſer Loos auf Erden? Ob's auch noch ſo köſtlich ſei, iſt's doch nie ganz von Beſchwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Luſt oft Weinen: dort nur wird die Zeit erſcheinen, wo kein Wech⸗ 208 Wechſel mehr uns beugt, wo das Glück beſtändig ſteigt. 8. Sei, o Seele, hoch erfreuet über das erhabne Glück, das dir einſt dein Gott verleihet! Richte dei⸗ nes Glaubens Blick oft nach jener Stadt der Frommen, mit dem Ernſt, kommen! Trachte, weil du hier noch biſt, nur nach dem, was droben iſt. 9. Ohne Heiligung wird Keiner, Herr, in deinen Himmel gehn; o ſo mache immer reiner hier mein Herz, dich einſt zu ſehn! Hilf, o Vater, meiner Seele, daß ſie nicht den Weg verfehle, der mich ſicher dahin bringt, wo man ewig dir lobſingt! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 283 Einſt ſreuet euch, einſt reift die Saat zum Tag der frohen Garben. Nicht hier wird jede gute That der Edlen, welche ſtarben, belohnt mit voller Seligkeit; drum hofft mein Geiſt Unſterblichkeit, ein Leben ohne Ende. 2. O Glaube, der das Herz erhebt: du, Gott, ſchufſt unſre Seele; du, der erhält, was iſt und lebt, erhältſt auch unſre Seele; zum ſteten Wirken ſchufſt du ſie. Heil uns! Darum vergeht ſie nie; ſie lebt für Ewigkeiten. dahin zu Unſterblichkeit und Vergeltung. 3. Nun können wir hier in der Zeit voll froher Hoff⸗ nung leben! Gott wird die größte Seligkeit dem Tu⸗ gendfreunde geben, der das, was ihm die Pflicht gebot, mit reinem Herzen bis zum Tod treu ſuchte zu erfüllen. 4. Nach dieſem Glück der Ewigkeit laßt uns mit Eifer ringen: laßt, Chriſten, uns in dieſer Zeit treu unſre Pflicht vollbringen! Belohnt wird einſt der Tugend Mül', ein guter Gott belohnet ſie in jenem beßren Leben! Mel. Der unſre Menſchheit 284 Uerbfichreise Unſterblich⸗ keit! Gedanke, der das Herz erfreut, den Geiſt zu Gott erhebet, der Troſt für alle Schmerzen ſchafft, mit ho⸗ hem Muth, mit Gotteskraft zum Todeskampf belebet! Fühlt des Gedankens Se⸗ ligkeit; denkt, Menſchen, daß ihr ewig ſeid! 2. Sei's, daß der Erde Bau zerbricht, erlöſche einſt der Sonne Licht: wir, mehr als Erd' und Sonne, wir leben für die Ewigkeit! Schon in des Daſeyns erſter Zeit fühlt dies das Herz mit Wonne; und ſeine Würde fühlt der Geiſt, der ewig ſeinen Schöpfer preiſt. 3. Gott, dir ſei Dank! Gott, dir ſei Dank! Nun miſcht riſcht ſie „ſang Gtabe d umyhlied ſerbliches Erde, 1 ſchwing an fil ir zu jer gott, dir aſer wi ſi hier e gott, Hei uns dit; wollen n Jeſtreben Saamen die Aernt Nal. Sche 285 nein G melaluf meiner jeder T. 3. T u nein eltung. in können wirt eit voll froherge But Gettnne Seligkeit An 5 ade geben, de a die Pfiicht em derſm ig 18 zſuchte zu erit ch dieſem Gltz laßt uns mit laßt, Chriſte n r Zeit tre w 6 ollbri ingen! ¹ 4e iſt der Tugend N t Gott belo lohre 1 n beßren Leben⸗ Der unfre Menſthe nſterblitte Unſter. edanke, der daß den Geiſt zuſt der Troſt fit zen ſchafft n uth, mit Gotten odeskampf bab des Gedankent denkt, Maſ ewig ſeid. bei' 8, daß d der b rbricht, er lüſcen une Licht: vir r d' und Sonne für die Griſ in des Daſcynitt hlt dies das dent „und ſiim d ber Geiſt, der Schoͤpfer prit Gott, dir ſid dir ſei Danl 3 miſcht ſich in den Schmerz⸗ geſang an unſrer Brüder Grabe der Ewigkeit Tri⸗ umphlied ein. Nur unſer ſterbliches Gebein wird, Erde, deine Gabe. Hoch ſchwingt ſich, wenn die Hülle fällt, der Geiſt em⸗ por zu jener Welt. 4. Gott, dir ſei Dank! Gott, dir ſei Dank! und unſer würd'ger Lobgeſang ſei hier ein heil'ges L Leben! Gott, Heiligſter! wir weihn uns dir; nach Jeſu Beiſpiel wollen wir mit eifrigſtem Beſtreben der Tugend edlen Saamen ſtreun; dort wird die Aernte uns erfreun. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 285 Wonn oft zu je⸗ ner Seligkeit mein Geiſt empor ſich ſchwin⸗ get, und, über ſie ſchon Gier erfreut, dem Herrn ein Lob⸗ lied ſinget; dann fühl' ich mich hier nur als Gaſt, und leicht wird dieſes Lebens Laſt, die ſonſt ſo oft ermüdet. 2. So kann auch hier ſchon ſelig ſeyn, wer ſich im Guten übet; auf Erden ſchon darf der ſich freun, der Gott und Tugend liebet. O Vorſchmack jener Him⸗ melsluſt, entflamme doch in meiner Bruſt den Trieb zu jeder Tugend. 3. Dort, Gott, belohnſt du mein Vertraun vor dei⸗ Das künftige Leben. 209 nem Angeſichte; führſt mich vom Glauben hin zum Schaun, vom Dunkel hin zum Lichte. Dich preiſ' ich dann und deinen Sohn, der mich des Himmels Vor⸗ ſchmack ſchon im Glauben läßt genießen. 4. An Kenntniß und an Herrlichkeit wachſ' ich durch Ewigkeiten. Verwandelt iſt in Glück mein Leid, und in Triumph mein Streiten. Und dieſe hohe Seligkeit hat nie ein End', iſt ohne Zeit; kein Tod iſt mehr, kein Weinen. 5. Dann heb' ich meine Händ' empor, und falle jauchzend nieder und ſtimme mit der Engel Chor in frohe Jubellieder; und unſern ho⸗ hen Lobgeſang, voll Halle⸗ uja, Preis und Dank, hallt faher Himmel wieder. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 286 We freu' ich mich der Wonne⸗ zeit, wenn bald der Herr der Herrlichkeit mir winket, heimzugehen! Gedanke, wie entzückeſt du: Gott läßt des letzten Abends Ruh' mich in der Nähe ſehen! Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ihre Hoffnung neu beleben! 2. Drum, o mein Geiſt, ermanne dich! Nimm deine Laſt, 210 Laſt, und gürte dich zum letz⸗ ten Wallfahrtstage! Bald leaſt du deinen Pilgerſtab, legſt deine Laſt auf ewig 46 mit aller ihrer Plage. Bange, lange Pilgerſtunden ſind verſchwunden; allen Kummer tilgt ein ſüßer Abendſchlummer. 3. Und wenn nach einer kurzen Raſt du, Müder! ausgeſchlummert haſt, weckt dich ein ſchönrer Morgen. Dann ſchreckt dich Finſter⸗ niß nicht mehr, kein banger Traum ſchwebt um dich her, dich beugen keine Sorgen. Eine reine Frühlingswonne ſtrömt die Sonne dort her⸗ unter, lächelt ewig, geht nie unter. 4. Dann kämpfſt du nicht mit Krankheit mehr, ſiehſt hinter dir der Schmerzen Heer, kennſt keine Noth, kein Leiden; mit neuer Kraft, mit neuem Sinn eilſt du von Welt zu Welten hin, trinkſt ſtündlich neue Freu⸗ den. Reiner, feiner fühlſt du immer; wechſelſt nimmer im Gemüthe; dein Genuß iſt ew'ger Friede. 5. Dort ſchielet nicht mit gift'gem Blick die Mißgunſt nach der Gei⸗ ſter Glück; dort flicht der Neid nie Netze; die Rache gräbt dir da kein Grab, kein Stolzer drückt auf dich herab; dort ſtiehlt kein Unſterblichkeit und Vergeltung. Geiz dir Schätze. Dro⸗ ben toben keine Feinde; Engel, Freunde, Brüder üben ewig ſich mit dir im Lieben. 6. Hier nähret oft zu ſei⸗ nem Schmerz, ſtatt eines Freunds, das traute Herz die Natter in dem Schooße; oft welkt in einem Augen⸗ blick ſein treuſter Freund, mit ihm ſein Glück, gleich einer Frählingskoſe. Druͤ⸗ ben lieben deine Werthen, die Verklärten, immer, deine wankt nimmer. 7. Wie freu' ich mich der Wonnezeit, wenn bald der Herr der Herrlichkeit mir winket, heimzugehen! Ge⸗ danke, wie entzückeſt du: Gott läßt des letzten Abends Ruh' mich in der Nähe ſe⸗ hen! Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ihre Hoffnung neu bele⸗ ben! 8. Nun trag' ich meiner Bürde Laſt, die du mir, Gott, gegeben haſt, froh bis zur Wallfahrt Ende. War ſie ſonſt ſchwer, jetzt iſt ſie leicht: denn meine ſchönſte Hoffnung reicht mir lächelnd ihre Hände. Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ſie mit Himmelskraft beleben! Mel. Seligkeit dich auf 1 mit vit mim ſüt ſtil ende meh Dich hallern Lic h kaner temmner neinen W hoher Fe alf ewig nich zum Geſſt da fäl veri mumſch heller velche mein! d mich nich fül 4. N ſh ich tegüte, ſcen 1 geltung. 4 Schätze d. en keine Fan Freunde, ih Ith 1 ig ſich mitn r naͤhret oft u hmerz, ſut a „ das traute i. 4 er in dem S Sche t in einem 1 n treuſter g„ ſein Gl luc, ruͤhlingsroſe den deine ben rklärten, dic i 1 deine Sain immer. ie freu' ich möh eit, wenn bah er Herrlichkett heimzugehen wie entzückez 3t des letz ten P ich in der Mii Troſtlich, bit = om Frieden 6 den Labung zi fiaung nen un trag' ich ui Laſt, die dut gegeben haſt, - Wallffahrt üt ſonſt ſchwer, leicht: denn mn Hoffnung k chelnd ihre di „ köſtlich, 8 rieden! kamt Labung gein— nmelskraft be ü0 Mel. Sei Lob und Ehr’ dem 287 Derd Freuden ᷣ ₰ QAuell iſt, Gott, bei dir; dort in dem höhern Leben wird deine Vaterhuld auch mir in vol⸗ lem Maaße geben, was mich mit reiner Luſt erfüllt, was meiner Seele Sehn⸗ ſucht ſtillt, und ſich ohn“ Ende mehret. 2. Dich lern' ich dann im hellern Licht, in deiner Grö⸗ ße kennen, und mit voll⸗ kommner Zuverſicht dich meinen Vater nennen. Mit hoher Freude bet' ich dann auf ewig deine Güte an, die mich zum Himmel führte. 3. Wenn mein erhöhter Geiſt da ſieht, wo er hier ſtill vertrauet, wenn er dein unumſchränkt Gebiet weit heller überſchauet; Gott, welche Wonne iſt dann mein! wie werd' ich deiner da mich freun! wie ſelig da mich fühlen! 4. Noch Frößre Werke ſeh' ich dann von deiner Va⸗ tergüte, als ich auf Erden ſehen kann, und mein ent⸗ zückt Gemuthe verliert voll Dank und Freude ſich in deiner Herrlichkeit, die ich in vollem Glanz erblicke. 5. Da werd' ich deinen heil'gen Rath noch mehr, als hier verſtehen, dir danken, daß du mich den Pfad der Tugend hießeſt gehen, und Das künftige Leben. 211 ſelbſt durch Leiden dieſer Zeit mich zu dem Glück der Ewigkeit ſo väterlich be⸗ reitet. 6. In höherer Vollkom⸗ menheit werd' ich dann, Gott, dich lieben, und was dein Wille mir gebent, mit frohem Herzen üben. O wel⸗ che O Quelle reiner Luſt, ſich keiner Sünde mehr bewußt, in Allem richtig handeln! 7. Mit allen Bürgern jener Welt werd' ich dich dann erheben, werd' ich dort, ihnen zugeſellt, in reinſter Freundſchaft leben. Es ſchlägt dann froh in meiner Bruſt mein ganzes Herz voll Lieb' und Luſt, die ich mit ihnen theile. 8. Ja, ewig iſt, mein Gott, bei dir der Freuden reinſte Quelle! Sie fließet täglich und bleibt mir ſtets unverſiegt und helle. Mein Glück währt da in Ewig⸗ keit; Nichts fehlt ihm an Vollkommenheit. Herr, hilf es mir erreichen! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 288 Vergelten wirſt du denen, Gott, die hier die Tugend übten; doch auch beſtrafen nach dem Tod, die ſtets das Laſter liebten. Vergebens iſt dann ihr Bemühn, ſich und dir, Richter, zu ent⸗ fliehn 212 fliehn und deiner heil'gen Ordnung. 2. O ſchrecklich wird es für ſie ſeyn, ſich ſelbſt dann anzuklagen, die Leiden alle, jede Pein, durch eigne Schuld zu tragen; die ſie verführten, ſelbſt zu ſehn, wie ſie umſonſt Erbarmung flehn, und ihrem Beiſpiel fluchen. 3. Weh dem, der nun ein höhres Glück als wirk⸗ lich vor ſich ſiehet, und doch bemerkt, wie es zurück vor ihm Unwürdygen fliehet, wie Sinnenluſt im Tod zerfloß, und Freuden, die er hier genoß, er nun vergebens heiſchet! 4. Welch Elend, ſich ſo weit vom Ziel mit dem Be⸗ wußtſeyn ſehen: Auch dir gab Gott der Mittel viel, zum Heile einzugehen; und doch ſelbſt keines Troſtes Spur, des innern Richters Stimme nur zu ſteter Qual zu hören! 5. Verbunden überdies zu ſeyn mit vielen Laſterhaften, die nur an Bosheit ſich er⸗ freun und Wuth der Leiden⸗ ſchaften, und gegenſeitig ſich zur Laſt, weil jeder nun den andern haßt, zur ew'gen Marter werden. 6. Und wer in dieſer Lei⸗ dennacht ſein Unglück ganz empfindet, vom Laſterſchlafe nun erwacht, und ſich doch Unſterblichkeit und Vergeltung. kraftlos findet zum Streben nach Vollkommenheit: o, Qual für eine Ewigkeit liegt dann in dem Gefühle! 7. Das iſt das Feuer, welches brennt im Innerſten des Herzens; das ſind Ge⸗ fühle, die nur kennt der Jam⸗ merſohn des Schmerzens! O Vater, Vater, welch ein Bild! wenn ſich's ſo jam⸗ mervoll vergilt, von unſrer Pſlicht zu weichen. 8. Was könnt' uns alſo eine Welt mit ihrem Reich⸗ thum nützen, wenn wir nicht das, was dir gefällt, der Tugend Schatz, beſitzen? Nur ſie währt ewig, ſie be⸗ glückt: O, hilf nur, Gott, daß ſie mich ſchmückt und ſchützt vor ſolchem Elend. Mel. Gottlob, ein Schritt zur. 289 W leubet freudig euren Pfad, bleibt, Chriſten! Gott er⸗ geben: einſt wird vergolten jede That in jenem beßren Leben. Der Fromme harret wonnevoll des Richters; denn wer glaubt, der ſoll Gott nicht als Richter fürchten. 2. Die ſtillſte That, der Pflicht geweiht, wird Gott einſt offenbaren, Lob wird der wahren Frömmigkeit vor Allen widerfahren. O welch ein Ruhm, den ſie gewinnt! Selbſt heilige Ge⸗ ——— gedanten hlohnt; 3. 3. wen kein Lob heth zei aller Stimme frebte, rin, den rild zu gott reich 4. We eagien ſ im drüc die 6 M. Sche Urt m de Sit der Fr und ſich nie ſei regißt, u van den lebe geltung. ienn ud enheit. ir eine Grii ten dem Gef füͤhlen das iſt das e brennt im Iune 8 ns; das ſin enur kennt derh des Schn err, Vater, ui wenn ſich's ſtn vergilt, ven m. zu weichen. Bas könnt' un elt mit ihren n nützen, wenn wen das dir gefäll Schatz, ni wäͤh rt ewig i O. hilf nut, mich ſchmütt vor ſolchem En Kottlob, ein Sche 1 Mollendeiin 4 euren Chriſten! oe einſt wird den hat in jenem Der Fromme ir voll des a ver dlaubee n9 als 1 die ſtillſte Da gemeiht, n un ffenbaren, Ladt wahren Frönn⸗ llen widerfahen ein Raßn⸗ 5 it! Selbſt Gedanken ſind belohnt zu werden. 3. Wen keine Wolluſt, wen kein Geiz, kein eitles Lob bethörte; wer, ſelbſt bei aller Lüſte Reiz, die Stimme Gottes ehrte; wer beſtimmt, ſtrebte, mäßig, keuſch und rein, demüthig, ſanft und mild zu ſeyn, dem wird Gott reichlich lohnen. 4. Wer eines der Ge⸗ ringſten ſich erbarmte; was ihn drückte, ihm tragen Das künftige Leben. 213 half und brüderlich die Lei⸗ denden erquickte: das ſiehet der Gerechte an, als hätt' er r ſolches ihm gethan; und er wi il ihm vergelten. 5. Laßt, Chriſten! tu⸗ gendhaft und rein uns wan⸗ deln hier im Leben; dort wird uns Gott Vergelter ſeyn und ew'ge Wonne ge⸗ ben; dort reift die hier ge⸗ ſtreute Saat, dort lohnet jede gute T hat mit himmli⸗ ſchem Vntanen Zweite Abtheilung. —— Lieder ü ber diechriſtlichen Lebenspflichten. Geſinnung und Verhalten des Chriſten im Allgemeinen. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 290 W Jeſum kennt, den ehrt und liebt, mit Ernſt die Sünde ſcheuet; wer in der Frömmigkeit ſich übt, und ſich der Tugend freuet, nie ſeines Daſeyns Zweck vergißt, nur der wird als ein wahrer Chriſt ſtets den⸗ ken, leben, handeln. 2. Gott iſt es, den er kindlich ehrt; bekannt mit ſeinem Willen, ſucht er als Chriſt, von ihm belehrt, ihn treulich zu erfüllen; liebt jede Vorſchrift, jede Pflicht, und unterwirft mit Zuverſicht ſich ihm, dem Menſchenvater. 3. Wie edel iſt des Chri⸗ ſten Herz, wie liebreich ge⸗ gen Brüder! Er theilt mit ihnen ihnen ihren Schmerz, und freuet ſich auch wieder, wenn ihnen auf des Kummers Nacht ein heitrer, Tag der Freude lacht und ihre Kla⸗ gen ſchweigen. 4. Er dienet ihnen, wo er kann, hört des Bedräng⸗ ten Flehen, als Menſchen⸗ freund, erbarmend an, kann ihn nicht leiden ſehen, eilt, ihn zu retten, und erquickt den, den die Laſt der Sor⸗ gen drückt, durch ſeines Wohlthuns Segen. 5. Er betet, und er be⸗ tet gern, weil ihn ſein Herz dies lehret, und weil er Gott, der Welten Herrn, als Vater fromm verehret, entfernt von aller Heuchelei, vom Wahn des Aberglau⸗ bens frei, mit Andacht und mit Eifer. 6. Er freut ſich der Gele⸗ genheit, den Vortrag heil'⸗ ger Lehren, und jede Pflicht, die Gott gebeut, auch öffent⸗ lich zu hören. Der Brüder Andacht reizet ihn, ſich der Zerſtreuung zu entziehn, im Guten ſich zu ſtärken. 7. Gott, laß mich jede Chriſtenpflicht mit frommem Eifer üben! Aus Wahn und Leichtſinn laß mich nicht den Schein der Tugend lieben! Laß, deines Beifalls mich zu freun, laß meine Pflicht mir heilig ſeyn; als Chriſt ſtets denken, handeln! 214 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Erſchienen iſt der herrlich 6 mpfinde deinen 291 E hohen Werth: Gott ſelbſt, o Menſch, hat dich geehrt, hat mit Ver⸗ ſtand dich ausgeſchmückt, und über Staub empor ge⸗ rückt. Vergiß es nie! 2. Du ſchmäheſt, was dein Gott dir gab, du würdigſt dich zum Thier herab, wenn deines Lebens kurze Zeit in Thorheit dir und Eitelkeit vorüberflieht. 3. Gebrauchen ſollſt du den Verſtand. Nur darum gab ihn Gottes Hand. Du ſollſt ihn treu der Wahrheit weih'n, ihn bilden, und ihm Licht verleih'n, ſo viel du kannſt. 4. O ſieh umher, wie roh, wie blind noch viele deiner Brüder ſind! Ihr Geiſt, umhüllt von dunkler Nacht, iſt immer noch nicht aufge⸗ wacht. Bedaure ſie! 5. Entreiße dich der Dun⸗ kelheit! Erwache, Sohn der Ewigkeit, und ſtrebe mit entzücktem Sinn zum hohen Ziel der Weisheit hin! Das fordert Gott! 6. Die tauſend Wunder in der Welt hat er umſonſt nicht aufgeſtellt. Mit Froh⸗ gefühl ſollſt du ſie ſeh'n, und ihres Schöpfers Ruhm er⸗ höh'n und dankbar ſeyn. 7. Er lenkt mit Liebe, was er ſchuf, und dir er⸗ tönt dut der ſehe, wi und Al führt u 5 1 Menſchh Fteuden ſehe dei vont we glick zum did ba, dei ſicz gewi ſamädem van Jeſu dich verkl 10. Jo ein wahre hſt du, dan ſtür Lhens Wissheit 8 eifreun Jerde Mel. Re 292 auch di ren, wele des Chriſn ſchienen iſt der heri mpfinde din ohen Aa bſt, o Menſt, hrt, hat mig dich ausgeſthat r Staub endu Vergiß es nie u ſchmäheſt, won r gab, du uin n Thier herah,m Lebens kurze zi tt dir und(ith flieht. Gebrauchen ſalß rſtand. Nur im n Gottes Han. on treu der Vai ihn bilden, mi herleih'n, ſo mi ſieh umher, uun ind noch vieleie ſind! Ir ſ t von dunkler ner noch nicht Bedaure ſil Intreiße dich dan Erwache, rigkeit, und ſiin ictem Sinn zun er Weisheit hi t Gott! Die tauſend N im Allgemeinen. tönt der ſanfte Ruf: O ſiehe, wie dein Gott regiert, und Alles, Alles herrlich führt und Nichts verſäumt. 8. Bedenke, was die Menſchheit ehrt und reine Freuden ihr gewährt! Er⸗ hebe deines Geiſtes Blick vom wandelbaren Erden⸗ glück zum höchſten Gut! 9. Dich ſelbſt, dein Stre⸗ ben, deine Kraft erforſche ſtets gewiſſenhaft, und lerne, ſchnöͤdem Wahn entfloh'n, von Jeſu die Religion, die dich verklärt. 10. Ja, ſei ein Chriſt, ein wahrer Chriſt; dann ſie⸗ heſt du, was Weisheit iſt, dann ſtürzet des Unglaubens Reich, dann ſchwingt dein Geiſt ſich, Engeln gleich, zum Licht empor. 11. O Weisheit Jeſu, leite mich! Ich bin ein Chriſt und liebe dich. Ich fühle ſie, die rege Kraft, die Gott in meiner Seele ſchafft, dir treu zu ſeyn. 12. Mag jeder Reiz der Welt verblüh'n, und meines Lebens Hauch entflieh'n; o Weisheit, du wirſt mich erfreun und meines Geiſtes Zierde ſeyn in Ewigkeit. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht 292 Feum⸗ ſei der Irr⸗ thum, fern, daß auch dieſe Chriſten wä⸗ ren, welche Jeſum zwar als 215 Herrn wohl mit ihrem Mun⸗ de ehren, aber ihm nicht gleich geſinnt, nicht der Tu⸗ gend Freunde ſind! 2. Ferne ſei von uns der Wahn: ſich mit dem allein zu tröſten, was einſt Jeſus hat gethan; einen Chriſten und Erlöſten ſich zu nennen, wenn man nicht treu erfüllt des Chriſten Pflicht! 3. Schände nie, wer Je⸗ ſum kennt, Jeſum durch ein Sündenleben! Wer den Göttlichen bekennt, der muß ſich auch ernſt beſtreben, ſtets zu wandeln auf der Bahn, wo uns Jeſus ging voran. 4. Gott, ergreife meinen Geiſt, daß kein unfruchtba⸗ rer Glaube, der dich nur durch Worte preiſt, mir den frommen Eifer raube, Chriſt durch Werk und That zu ſeyn, jedes Unrecht ſtets zu ſcheun! 5. Was wir ſäen, ärnten wir. Reicher Segen wird gegeben dem, der treulich ſä’te, hier für das künft'ge beß're Leben. Laß mich reich⸗ lich Saamen ſtreu'n, und mich dort der Aernte freu'n! In eigener Melodie. 293 Wer hat den Glauben, deſſen Früchte beweiſen, daß er Gott gefällt, und einſt vor ſeinem Angeſichte der Tu⸗ gend hohen Preis erhält? 2. Der —jjj——— 216 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 2. Der, der durch ſeines Geiſtes Triebe zu allem Guten ſich entſchließt, und Gott aus Dankbarkeit und Liebe gehorſam und ihm ähnlich iſt; 3. Der, der vor Gott unſträflich wandelt, Nichts lieber thut, als ſeine Pflicht; der heilig denkt und heilig handelt und gern die Wahr⸗ heit ſucht und ſpricht; 4. Der alle Menſchen herzlich liebet, gerecht, ge⸗ lind, voll Redlichkeit und mild iſt, keinen je betrübet, und, Andre zu erfreu'n, ſich freut; 5. Der gern verzeiht dem, der ihn ſchmähet, an Fein⸗ den auch das Gute ſchätzt, nicht läſtert und nicht ſtolz ſich blähet und ſeinen Näch⸗ ſten nie verletzt; 6. Der die Verehrer Got⸗ ies ehret, und thut, wie ſie, was Gott gefällt; der, was er ſeinem Nächſten ſchwöret, und ſchwür' er ſich zum Schaden, hält; 7. Der nie, zum Trotze der Geſetze, auf ungerech⸗ ten Wucher leiht, und durch gerecht erworbne Schätze der Armen trauernd Herz erfreut:; 8. Der die Bedrängten und die Armen erquickt, in Schutz die Unſchuld nimmt: der findet auch bei Gott Erbarmen, dem iſt des Glaubens Preis be⸗ ſtimmt. 9. Der, der im Glücke ſtets beſcheiden, in Trübſal ſtets geduldig iſt, der, Gott! erbt deines Himmels Freu⸗ den: der iſt dein Kind, der iſt ein Chriſt! Mel. Freu' dich ſehr, o meine öchſter, denk' ich 294 H. Luadis Gute, die du mir bisher erzeigt, o ſo wird mein ganz Gemü⸗ the zu der tiefſten Schaam gebeugt, daß ich dich gering geſchätzt, häuſig dein Gebot verletzt, und dich, der mich ſo geliebet, mit Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelen⸗ kräfte, meine Glieder ſind ja dein, und ſie ſollten zum Geſchäfte deines Dienſtes fertig ſeyn; doch hab' ich der Eitelkeit unbedachtſam ſie geweiht; ja zum ſchnö⸗ den Dienſt der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen ſchweren Sorgen machteſt du das Herz mir frei! Was mir nützte, gabſt du mir; aber, ach, wie dankt' ich dir? O wie hab' ich ſo ver⸗ meſſen deines Wohlthuns Zweck vergeſſen! 4. Bei ſo hellem Licht der Gnaden ſollt' ich ja die Sünde Sünde fliehn kung von dem ner Seele m Deine Güt lo zur Buße, aber ihrem ſanften 3 mich ſelbtt zu 3 3h ere Sünden, heuge Gutt, vor dir ii dir Gnade fin önt, dein Ohr I, vergib, vas Ninn mich doch in Fühte mich jAnjſade ſchell z dane Gnde! Drengeb' ich Naue. Gib, daß benger Geſt dein kud fic teue, di kn Uut derhe dir Sohn auch me din firdie Sin iy un Freud Pſa, ach, das tricht fehle ſen Pertzu ſer mmiis nichtig! unt ſlbſt getr nu län dir zu ni milichſtes; N dg ot, du fro⸗ ott, 2 ſchef in ch nichts d des Chriſen Plaubens Preis. „ der im Gli das in Trise dig iſt, der, Grt nes Himmel i iſt dein Kind, Ehriſt! greu' dich ſehr, on Hann 1 7 an die i mir bisher nn rnn ird mein Jan) An der tiefſten hn „ daß ich d dih m 4 häufig den „ und dich, Rm bei. mit Ven ſun dle meine air meine Gliezi , und ſie ſollag fte deines Dih ſeyn; doch ſut eitelkeit 8 weiht; ja zunſt ienſt dar Dun 1 oft will ig ine Deine Huld e en über mir, od b Von wie mmf en Sorgen un 8 Herz mir fi uutzte, gabſt nn ach⸗ wie dal O wie hab' ich deines B vergeſſen. Bei ſo helen — naden 3 olli 7 Sünde flieh'n, und um Ret⸗ tung von dem Schaden mei⸗ ner Seele mich bemüh'n. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor ihrem ſanften Locken, ſuchte mich ſelbſt zu verſtocken. 5. Ich erkenne meine Sünden, beuge mich, mein Gott, vor dir. Laß mich bei dir Gnade finden; neige, Herr, dein Ohr zu mir! Ach, vergib, was ich gethan! Nimm mich doch erbarmend an! Führe mich vom Suün⸗ denpfade ſchnell zurück durch deine Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich auf's Neue. Gib, daß mein ge⸗ beugter Geiſt deiner Vater⸗ huld ſich freue, die dein trö⸗ ſtend Wort verheißt! Was dein Sohn auch mir erwarb, als er für die Sünder ſtarb, Fried' und Freude im Ge⸗ wiſſen, ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke ſelbſt in meiner Seele den Entſchluß, mich dir zu weih'n; gib daß mir's an Kraft nicht fehle, fo lgſam deinem Wort zu ſeyn! Stehe mir ſtets mächtig bei; mache du mich ſelbſt getreu! Dich zu lieben, dir zu leben, ſei mein ernſtlichſtes Beſtreben! Mel. O Gott, du frommer Gott ott, d for⸗ 295 G ſcheſt mich dir kann ich nichts verhehlen; im Allgemeinen. 217 du ſieheſt jede That, kennſt jeden Rath der Seelen Ich flehe, Herr, zu dir; erhöre huldvoll mich: eutdecke mir mein Herz, denn ach, oft täuſcht es ſich. 2. Ich bin ein Chriſt, o Gott, getauft auf deinen Namen. Erfüllt' ich jede Pflicht des Chriſtenthums⸗ und kamen die Werke, die ich that, aus Frömmigkeit und Pflicht? Bin ich ein Heuch⸗ ler nur, ſo ehr' ich Chri⸗ ſtum nicht. 3. Hab' ich dich, Gott, geliebt, und durch ein wei iſes Leben der Tugend mich ge⸗ weiht, mein Herz dir ganz ergeben? Hat mich dein Unterricht gebeſſert und er⸗ freut? War ich, was er befiehlt, auch ſtets zu thun bereit? 4. Dankt' ich dir für mein Glück, für jede meiner Freu⸗ den? Vertraut⸗ ich ſtand⸗ haft dir in Kummer, Noth und Leiden? War ich beim Reiz der Welt auf's Ewige bedacht? 2 Und hab' ich jeden Tag, ſo wie ich fol. voll⸗ bracht? 5. Gebraucht' ich meinen Geiſt mit allen ſeinen Kräf⸗ ten zu meiner Brüder Wohl, zu nützlichen Geſchäften? Hab' ich für meinen Leib mit Weisheit ſtets gewacht, und keine böſe Luſt genährt und' angefacht? K 6. Hab' 218 Geſinnung und —— 6. Hab' ich die, welche du zur Aufſicht mir ver⸗ trauet, durch eignes Bei⸗ ſpiel gern gebeſſert und er⸗ bauet? Sorgt' ich ſtets für ihr Wohl und ihre Selig⸗ keit, und ſtraft' ich ihr Vergeh'n mit Ernſt und Freundlichkeit? 7. Blieb' ich der Wahrheit treu? War ich voll Men⸗ ſchenliebe, und regten ſich in mir des Mitleids edle Triebe? Brach ich dem Hungrigen mit Freudigkeit mein Brod? Half ich durch Rath und That Bedräng⸗ ten aus der Noth? 8. War ich der Unſchuld Troſt, und hab' ich ſie ver⸗ theidigt? Hab' ich durch Härte nie den Dürftigen beleidigt? Floh ich den Uebermuth, des eitlen Stol⸗ zes Reiz? Verſchloß ich Aug' und Herz der Miß⸗ gunſt und dem Geiz? 9. Hab' ich, wie Jeſus that, geſegnet, die mir fluch⸗ ten? geliebet, Jeſu gleich, die mir zu ſchaden ſuchten? beherrſchet ſtets den Zorn? gezeigt Verſöhnlichkeit? mich nie am Feind gerächt? ver⸗ mieden Zank und Streit? 10. Allwiſſender, wer kann, wie oft er fehlet, mer⸗ ken? Sei gnädig, handle nicht mit mir nach meinen Werken! Vergebung iſt bei dir; laß ihren Troſt auch Verhalten des Chriſten mein, und mich durch ihn geſtärkt zum Fleiß der Beß⸗ rung ſeyn. In voriger Melodie. 296 We Gottes We⸗ ge geht, nur der hat Seelenfrieden. Wie herrlich iſt ſein Lohn, ihm ſelbſt von Gott beſchieden! Voll Glaubens widerſteht er jeder böſen Luſt, iſt ſei⸗ ner Tugend ſich, ſich ihres Werths bewußt. 2. Er merkt auf ſeinen Gang, geht ihn mit fe⸗ ſtem Muthe; wird in der Schwachheit ſtark, liebt im⸗ mer mehr das Gute. Ihn machet Gottes Geiſt gerecht und tugendhaft, und er nimmt immer zu an Einſicht und an Kraft. 3. Gott hat er allezeit vor Augen und im Herzen, bekämpft die Sinnlichkeit, ſcheut nicht des Kampfes Schmerzen. Er eilet, wenn er fehlt, den Fehler zu be⸗ reu'n, und ſtrebt mit ernſtem Fleiß, der Tugend ſich zu weih'n. 4. Getreu in ſeinem Stand, genießt er Gottes Gaben vergnügt, wenn An⸗ dre gleich mehr Glück und Anſeh'n haben, als Chriſt, bei Wenigem zufrieden, frei von Neid, von Habſucht und von Geiz, von Stolz und Eitelkeit. 5. Schenkt — 5. Schenit m viel, ſo⸗ itzen, des d erhöh'n, ver ſchützen. Au leidiger witd erfreu'n, und gefennt, wird ſeyn. 6. Er kraͤnk richt, er ſchüͤt fein Leben. Jeſu Sinn, ſter Vetgeben, voll mt er in ihm Lid, denkt: C lige it gegen 7. Im Gut herz die Brud ken; er munte guten, edlen Chriſenſinn ihrer Tugend denkt: Wir Einen Herrn 8. Das 5 keit, das hie ſcchmecket, erh und macht, d ihn ſchrecket, keden Nuth den Schmerz ſtnt ſich no etgehnes Herz In eigener 297 6 Schwingen ſein Geiſt ſa frommen; ſen des Chr 6 und mich kt zum Fleiz ſeyn. In voriger Malhh 6W at Seelenfriene ch iſt ſein don von Gott bit Glaubens w der boſen duß, Tugend ſich, j hs bewußt. Er merkt uin 3, geht ihn Muthe; wi dachheit ſtari,n mehr das Ge et Gottes Giag tugendhaft, in at immer zu iit an Kraft. Gott hat ni Augen und un npft die Sit t nicht des. nerzen. Er iihn hlt, den Fehlen a, und ſtrebtnie ß, der Tugey en. Getreu in nd, genießt n en vergnügt, un gleich mehr Gi z'n haben, i Wenigem zufpa Neid, von von Geiz, ve Citelkeit. 6 * — im Allgemeinen. 5. Schenkt Gottes Hand ihm viel, ſo wird er Vielen nützen, des Freundes Glück erhöh'n, verlaßne Tugend ſchützen. Auch ſelbſt Be⸗ leidiger wird er in Noth erfreu'n, und wie ſein Gott geſinnt, wird er auch gütig ſeyn. 6. Er kränkt den Bruder nicht, er ſchützt ſein Glück, ſein Leben. Er iſt, nach Jeſu Sinn, ſtets willig zum Vergeben, voll Achtung eh⸗ ret er in ihm des Höchſten Bild, denkt: Gott, der Hei⸗ lige, iſt gegen mich ja mild. 7. Im Guten ſucht ſein Herz die Brüder zu beſtär⸗ ken; er muntert alle auf zu guten, edlen Werken. Mit Chriſtenſinn nimmt er an ihrer Tugend Theil, und denkt: Wir haben ja nur Einen Herrn, Ein Heil! 8. Das Heil der Ewig⸗ keit, das hier der Fromme ſchmecket, erhält ſein Glück und macht, daß keine Noth ihn ſchrecket, gibt ihm im Leiden Muth und ſtillet je⸗ den Schmerz. Im Tode freut ſich noch ſein Gott ergebnes Herz. In eigener Melodie. „s hebt ſich auf 297 E der Andacht Schwingen, Unendlicher, mein Geiſt zu dir empor, den frommen Vorſatz dir zu 219 bringen: Den Tugendpfad, den ich ſo oft verlor, will ich, o Gott, mit neuer Treue gehn, und, groß durch ſie, der Sünde Reiz verſchmähn. 2. Wohin ſich nur mein Auge wendet, erblick' ich deiner Liebe Segensſpur. Wer wachte für mein Glücks Wer ſpendet der Freuden Fülle aus durch die Natur? Gott, deine Liebe! Liebe weih' ich dir mit Freuden⸗ thränen, Ewiger, dafür! 3. Wenn einſt vielleicht ſich bang und leiſe zu mei⸗ nem Herzen trübe Sorge ſchleicht, Gefährtin meiner Pilgerreiſe nun Schwer⸗ muth wird, und jede Hoff⸗ nung weicht; dann will ich auf zu dir, mein Vater, ſchaun, und ſelbſt im Schmerz dir kindlich noch vertraun. 4. Nie will ich fragen: ob zu Freuden der Pfad der Tugend und des Rechtthuns führt? Nie zaghaft ihn zu wandeln meiden, wenn er in Nacht und Dunkel ſich verliert. Du winkſt, o Gott; Gehorſam iſt mir Pflicht: mein Glaube gibt mir Muth und Zuverſicht. 5. Dir will ich ſuchen nachzuahmen, o Jeſus! Menſchenfreund, der du ſo gern den Leidenden, die zu dir kamen, Erretter warſt; nie ſoll mein Herz mehr fern dem Armen, der ver⸗ K 2 laſſen laſſen trauert, ſeyn, ich will ihm Hülfe, Troſt und Liebe weihn! 6. Mit warmem, liebe⸗ vollem Herzen, will ich mich immer mit den Fro⸗ hen freun, der unverdienten Kränkung Schmerzen nicht nden, dem Beleidiger ver⸗ zeihn. Beſcheidenheit und Sanftmuth ſei mein Ruhm, Gewiſſensruh' mein großes Eigenthum! 7. Die Kräfte, die du mir gegeben, will ich getreu zu nutzen mich bemühn; zu großen Zwecken war dies Leben von dir, o Gott, aus Liebe mir verliehn. Um herrlicher dort wieder auf⸗ zublühn, ſinkt es auf deinen Wink zum Grab einſt hin. 8. Wenn, von Verſuchun⸗ gen umgeben, mein Blick in Labyrinthe ſich verixrt; der Sünde Reiz zu widerſtre⸗ ben, die täuſchend lockt, oft ſchwer dem Herzen wird: blick' ich zu dir; du wirſt mir Muth verleihn, kein Opfer, das die Pflicht ge⸗ beut, zu ſcheun. 9. Ja, treu zu ſeyn, bis einſt am Ziele auch mir dort der Vergeltung Palme weht, gelobt mit heiligem Gefühle dir jetzt mein Herz, das kind⸗ lich zu dir fleht; gib Kraft dazu, und leit' an deiner Hand den müden Pilger hin ins Vaterland! 220 Geſinnung und Verhalten des„Chriſten Mel. Alle Menſchen müſſen ſterb. 298 ch erhebe mein ₰ Gemüthe ſehn⸗ ſuchtsvoll, mein Gott, zu dir. Ich verehre deine Gu⸗ te; o wie theuer iſt ſie mir! Gott der Liebe und des Lebens, Keiner harrt auf dich vergebens; nur Verächter deiner Huld ſtür⸗ zet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir; leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg mich verfuhr'! Gott, du ſieheſt mein BVertrauen! Sicher kann ich auf dich bauen; deine Vatertreue iſt ewig, wie du ſelber biſt. 3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Ju⸗ gendjahre nicht! Laß mich Gnade vor dir finden; geh' nicht mit mir ins Gericht! Alle Sünden, die uns reuen, willſt du väterlich verzeihen. O ſo höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich! 4. Gott, du willſt des Sünders Leben; dir iſt ſeine Seele werth. Gnadig willſt du ihm vergeben, wenn er ſich zu dir bekehrt. Mit⸗ ten auf dem Sündenwege machſt du ſein Gewiſſen rege. Wohl dem, der zu ſeiner Pflicht umkehrt! Den verwirfſt du nicht. 5. Allen, die zu dir ſich wenden, über ihre Schuld be⸗ tckübt, willſt gettung ſenden detz ſich dir ei ſchenket deine gengſteten Ge in ſeine Sünde — — illtet du Knaft mir zu; p bgenommen ha 6. Herr, zu! gieiten du in Pelt jeden zilſt leiten, d und Glauben hä⸗ Wallen Seelen, deil dich wähle ganzen Gnaden! iu deinen Kinde 7. Dir will ie ergeben; Gott, zetlaß mich nich ſeilig vor dir eyn meinet ga Keine ſchnöde den ſoll mich vinden. Nim neiner an, d ſaft bleiben ka Mel. Sollt' ich 299 B. dn, Gott, für it; hier, in Zeit, täglich n denn und Kroßen Pfi einſt dein a 1 2. Jede Et Lehens, ſelbf en des Chrii Alle Menſchen enbei Gemine voll, mein öut Ich derehted o wie theuer i Gott der 36 Lebens, Ken dich vergeben n chter deiner dut bre eigne Schu Le ehre mich, dn 2; zeige deinen n. leite mich im e, daß bin e ahr'! Gott, n 1 à Ver ttrauen ich auf d 1w — Vaterten du ſelber bt Ach geden zm Sünden un jahre nicht! ür de vor dir fͤa mit mir im e Sünden, dem ſt du väte rlich ur o hoͤre denn at ne Seele hoft u Gott, du u ders Leben; uſ e werth Gnäh vergeben, m d1 dir betegut auf dem Sünte hm hſt du ſein. Wohl dem, er Pflicht untt virfſt du nicht Allen, die ſ den, über ihn betrübt, willſt du Troſt und Rettung ſenden, wenn ihr Herz ſich dir ergibt. Freude ſchenket deine Güte dem geängſteten Gemüthe, dem du ſeine Sündenlaſt liebreich abgenommen haſt. 6. Herr, zu was für Se⸗ ligkeiten du in jener beſſern Welt jeden Sterblichen willſt leiten, der dir Treu“' und Glauben hält⸗ offenbarſt du allen Seelen, die zu ihrem Heil dich waͤhlen Deinen ganzen Gnadenbund machſt du deinen Kindern kund. 7. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, treu ſeyn meiner ganzen Pflicht! Keine ſchnode Luſt der Sün⸗ den ſoll mich ferner über⸗ winden. Nimm du dich nur meiner an, daß ich ſtand⸗ haft bleiben kann! Mel. Sollt'’ ich meinem Gott 5 ilden ſoll ich 299 B mich auf Er⸗ den, Gott, für deine Ewig⸗ keit; hier, in ungewiſſer Zeit, täͤglich weiſer, beſſer werden; und nach dieſer großen Pflicht richtet mich einſt dein Gerxicht. 2. Jede Stunde meines Lebens, ſelbſt Minuten, zählteſt du, wogeſt jede Kraft mir zu; keine gabſt du im Allgemeinen. 221 mir vergebens! Wuchern ſtets mit Kraft und Zeit ſoll ich für die Ewigkeit. 3. Und ich lebte nur auf Erden, um den Sinnen wohl zu thun, konnte träg und ſicher ruhn; ſuchen, glücklich nur zu werden durch Gewinn der Eitelkeit, den ein Augenblick zerſtreut 4. Gott, wie war mein Geiſt verblendet! Wie viel Tage ſind mir ſchon un⸗ genützt zum Heil entflohn! wie viel Kräfte ſchon ver⸗ ſchwendet! Doch mich ru⸗ fet noch die Pflicht, und ich ſäume länger nicht. 5. Zu befrein mich von dem Hange meiner ſündli⸗ chen Begier, mäürbe täglich ſchwerer mir; und ich weiß ja nicht, wie lange mich noch deine Langmuth trägt, nicht, wann meine Stunde ſchlägt. 6. Drum will ich nicht länger weilen, wo das Eitle mich belügt, mich um ew'⸗ ges Heil betrügt; eilen will ich, Gott, nun eilen, auf der Bahn der Beſſerung zu dem Ziel der Heiligung. 7. Ich will ſtets mich ſelbſt bezwingen; eingedenk der Rechenſchaft, wuchern noch mit Zeit und Kraft; will mich durch Verſuchung ringen, um vor dir einſt zu beſtehn, und zum Leben einzugehn. K 3 Mel. ö— — 5—. ————, Mel. O Gott, du frommer Gott 300 ch blick empor zu J dir, du Ewiger, der Allen, die durch der Prüfung Land zum großen Ziele wallen, Vergelter, Richter iſt, und fleh' voll Innigkeit: Gedenk der Sün⸗ nicht, die tief mein Herz bereut! 2. Wie oft gelobt' ich dir in ernſter Andacht Stille: mein heiligſtes Geſetz, o Gott, ſei ſtets dein Wille! Du kennſt mein Herz; du weißt, es war der Vorſatz rein, dir treu auf jedem Pfad, den du mich führſt, zu ſeyn. 3. Und dennoch fehlt' ich oft! Wer kennt des Herzens Tiefen? Ach, böſe Lüſte, die ſo tief verborgen ſchliefen, erwachten, aufgereizt vom Sturm der Leidenſchaft; betäubt und überraſcht er⸗ lag' bald meine Kraft. 4. Nun ſchau' ich prüfend hin auf die durchlebten Ta⸗ ge; ſie bringt kein Wunſch zurück und keine bange Kla⸗ ge; doch ihre Thaten führt mit richterlichem Blick mir ernſt und warnend oft Er⸗ innerung zurück. 5. Der Gdle, der ſein Herz ſchon früh der Tugend weihte, fühlt hohe Selig⸗ keit, ſieht er an ihrer Seite auf die durchlaufne Bahn mit ſtiller Heiterkeit. Er hat ge⸗ ſaͤt in ihr für eine Ewigkeit. 222 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 6. Und dieſe Seligkeit, des Herzens ſüßen Frieden, das höchſte Gut, das hier den Sterblichen beſchieden, erwarb ich mir noch nicht! Den bleibenden Gewinn gab ich, von Schein ge⸗ täuſcht, für kurze Luſt oft hin. 7. Ich unterließ die Pflicht, die Reizungen zu Sünden, durch Weisheit und durch Muth geſtärkt, zu überwinden, ergebungsvoll und ſtill mit ruhigem Ver⸗ traun, auf dornenvollem Pfad zu Gott empor zu ſchaun. 8. Verzeih', Allgütiger! Du ſiehſt der Reue Zähren. Du wirſt dem Schwachen Kraft und Hülfe gern ge⸗ währen. Mit neuer Treue will ich deine Wege gehn; laß einſt am großen Ziel, o Gott, dein Heil mich ſehn! Mel. So fliehen unſre Tage 301 Mein Herz, — Gott, Va⸗ ter, will ich dir zum Eigen⸗ thume weihn. Es fordert's ja dein Wort von mir; drum ſei es ewig dein! 2. Zwar hat es durch den Hang der Welt, durch Luſt und Eitelkeit, die, Heiliger, dir nicht gefällt, ſich oft, ach oft, entweiht. 3. Doch ſieh', es fühlet ſeine Schuld, gelobt dir Beſſe⸗ 4 Beſſerung un um Gnad' u Kraft zut He 4. Verwirf Fahen niht Gnade nah! meine Zuberfi ter biſt du ja. 5. Dies bi ſudt von die nit ſeinem W durch deinen( ur Veßrung Nuth! 6. Hilf, daß Herr und Gott ſtets getreu, u Gewalt und 6 ten ſtandhaft 7. Hilf, d Leden feſt, d und Gauh; wenn Alles m deine Vaterh 8. Hilf, Jedermann, Neide frei, ſe viel ich ka⸗ plllig ſeit 34. ôilf, da thun mich fren zon Rachbegie nem Feinde denn du verze 10. Dich, ren, ſei mein fernt von He mein ganzes ii wohlgeül So n — zum denpel e des Ehni Ind die ſe Selth zens fhn hſte Gut, 8 erblichen deſte ich mir 1 mhn bleibenden den , von Sähn,* für kurze di 8 M n, duri erch Muth geſ inden, erget 1 ill mit ruhigen auf n zu Gott en Verzeih', Alie und Hülfe uh n. Mit neuem ch deine We i nſt am großer ii dein Heil moſt So fliehen uitde 15 M —l ich di dir zund 1 b 9* ihn. 6 rnh ein Wort dott ſei es ewig dei Zwar hat es dn der Welt, dun Fitelkeit, de h ich gefällt, ſi ft, entweiht. Doch ſieh, 4 Schu ld, naj Beſſerung und fleht zu dir um Gnad' und Huld, um Kraft zur Heiligung. 4. Verwirf, verwirf mein Flehen nicht; ſei mir mit Gnade nah! Zu dir ſteht meine Zuverſicht; mein Va⸗ ter biſt du ja. 5. Dies bürgte mir, ge⸗ ſandt von dir, dein Sohn mit ſeinem Blut; verleih⸗ durch deinen Geiſt nur mir zur Beßrung Kraft und Muth! 6. Hilf, daß ich dir, mein Herr und Gott, im Glauben ſtets getreu, und gegen Liſt, Gewalt und Spott im Gu⸗ ten ſtandhaft ſei! 7. Hilf, daß ich ſei im Leiden feſt, durch Hoffnung und Geduld; mein Troſt wenn Alles mich verlaͤßt, deine Vaterhuld! 8. Hilf, daß ich gegen Jedermann, von Stolz und Neide frei, aufrichtig und ſo viel ich kann, zu dienen willig ſei! 9. Hilf, daß ich wohlzu⸗ thun mich freu', und, fern von Rachbegier, ſelbſt mei⸗ nem Feinde gern verzeih'; en du verzeihſt auch mir. . Dich, Gott, vereh⸗ ren ſei mein Ruhm, ent⸗ fernt von Heuchelei, damit mein ganzes Chriſtenthum dir wohlgefällig ſei! 11. So nimm es denn zum Tempel ein, mein Herz, im Allgemeinen. 223 hier in der Zeit; und laß es deine Wohnung ſeyn auch in der Ewigkeit! 12. Weg, Welt und Sünd'! Euch dien' ich nicht! Nur Gott, nur Gott allein: dies, dies iſt meine Zuver⸗ ſicht, kann ewig mich erfreun. Mel. Wer nur den lieben Gott 302 N[Nein Gott, zu ( dem ich wei⸗ nend flehe, erbarme deines Kindes dich! Ach, ſieh' auch jetzt von deiner Höhe mit gnadenvollem Blick auf mich! Vergib mir, Vater; gehe nicht mit mir, dem Sünder, ins Gericht! 2. Wie oft haſt du mir ſchon vergeben, wenn reu⸗ voll ich um Gnade bat; wie oft verſprach ich dir ein Le⸗ ben, gereiniget von Miſſe⸗ that; wie feierlich war dann mein Eid des Glaubens und der Frömmigkeit! 3. Ach, aber bald ergriff mich wieder die Sünd' und ihre Luſt mit ihr, riß mei⸗ nen frommen Vorſatz nieder, und herrſchte, wie zuvor, in mir! Zum Widerſtande viel zu ſchwach, floh ich nicht, ſondern gab ihr nach. 4. Wie viele ſündenvolle Tage durchlebt' ich, Vater, als im Traum, und ſam⸗ melte mir Schwach und Pla⸗ ge, und fühlte dies mein Elend kaum! Verwundet blu⸗ 224 Ge blutete mein Herz; betäubt empfand ich keinen Schmerz. 5. Ich ging den Weg zum Untergange, den dein gerech⸗ ter Ernſt mir droht. Jetzt iſt um Troſt mir Sünder bange; wer rettet mich aus meiner Noth? Mein rich⸗ tendes Gewiſſen wacht, und Alles um mich her iſt Nacht. 6. Zu wem, o Vater, ſoll ich fliehen? Wo findet meine Seele Ruh'? Wer kann ſie aus dem Elend zie⸗ hen, in dem ſie ſeufzet, als nur du? Mein ganz Ver⸗ trau'n ſetz' ich auf dich: du, Freund des Lebens, retteſt mich! 7. Für alle, auch für meine Sünden, ſloß einſt des Welterlöſers Blut. O laß durch ihn mich Gnade finden, du, meiner Seele hoͤchſtes Gut! Noch einmal, Vater, ſprich zu mir: Auch dieſe Schuld erlaß ich dir. 8. Gott ſei mein Zeuge, da ich ſchwöre: Mein Herz ſoll dir geheiligt ſeyn! Dir, deinem Willen, deiner Ehre will ich mein ganzes Leben weih'n; der Suͤnde will ich widerſteh'n und ſtandhaft deine Wege geh'n! 9. Vergiß nicht wieder, meine Seele, wie oft du ſchon gefallen biſt! Vergiß nicht mehr des Herrn Be⸗ fehle, nicht mehr, daß er dein Retter iſt! Ruf' ihn im Glauben täglich an: Er⸗ halt' mich, Herr, auf eb'ner Bahn! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 30 3 chaffet, ſchaffet, Menſchenkin⸗ der! ſchaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie ſichre Sünder, auf die ungewiſſe Zeit! Unverweilt bekehret euch! Ringet nach dem Himmelreich! Strebet, hei⸗ lig hier auf Erden, ſtrebet, ſelig dort zu werden! 2. Doch ſoll dieſes recht geſchehen, ſo müßt ihr mit feſtem Muth jeder Sünde widerſtehen; nur was Gott, das höchſte Gut, von euch fordert, muß allein eures Lebens Richtſchnur ſeyn! es mag eurem ſchwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 2 3. Selig, wer im Glau⸗ ben kämpfet, ſelig, wer im Kampf beſteht, wer des Flei⸗ ſches Lüſte dämpfet, und den Reiz der Welt verſchmäht! O, ſo ſtrebt dem Guten nach, ſeht dabei auf Chriſti Schmach! Wer den Him⸗ mel will ererben, muß erſt ſeinen Sunden ſterben. 4. Werdet ihr nicht ſtand⸗ haft ringen, ſondern träg und läſſig ſeyn, eure Nei⸗ gung zu bezwingen: wie kann euch der Sieg erfreun? Ohne tapfern Streit im Krieg Krieg folge und Sieg. ger ſchmüc ſeines Kam melskrone. 5. Sich ſets zertreu Fleiſch und; und den Ke ſcheuen, iſt Chriſti Geiſt hen will, de Tugend rau in ſiherm St den Lüſten ſi 6. Brünf zeit wachen, weislich flie Plicht zur und mit S müh'n, ſel und Hohn! thun, was dies nur hringen, Himmel rit 7. Drun den Lüſten gefeſſelt ſeit euch, als G und getrof Schont der! nicht; ubet Micht Den Worte: D enge Pforte 8. Zitte der Sünde Vorbild ſel ich daß ich Gluͤck ein käͤglich an. Fe Herr, auf 8 dich ſehr, onann S ͤm die ur nnf 9 verweilt deia tinget nach i ich! Strebet, n unf Erden, it zu werden dch ſoll dieſes ni 1 ſon müßt Ut n Nuth jeder Sin en; nur 15 4 ſte Gut, muß dlen nr Richſchun 2 eurem ſchmte reude bringen ae en. elig, wer im nch pfet, ſelig, ve retehi. wer dsn te dämpfet, un r Welt verſtni ſtrebt dem da ht dabei auf ri Wer daf 8 ererben, zunden Va erdet ihr nichtin gen, ſondern: 1 ſig ſeyn, eun u bezwingen. ch der Sieg erſte tapfern Sn ſeines Kampfs, die Krieg folget nie Triumph und Sieg. Nur den Sie⸗ ger ſchmückt, zum Lohne Him⸗ melskrone. 5. Sich voll Leichtſinn ſtets zerſtreuen, ihun, was Fleiſch und Welt uns heißt, und den Kampf der Lüſte ſchenen, iſt der Welt, nicht Chriſti Geiſt. Wer ihn ha⸗ ben will, der kann auf der Tugend rauhen Bahn nicht in ſicherm Stolze leben, und den Lüſten ſich ergeben. 6. Brünſtig beten, all⸗ zeit wachen, die Verſuchung weislich flieh'n, ſich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt ſich be⸗ müh'n, ſelbſt beim Spott und Hohn der Welt das zu thun, was Gott gefällt; dies nur wollen und voll⸗ hringen, heißet: nach dem Himmel ringen. 7. Drum entreißet euch den Lüſten, die ihr noch gefeſſelt ſeid, und beweiſet euch, als Chriſten, muthig und getroſt im Streit! Schont der liebſten Neigung nicht; übet auch die ſchwerſte Pflicht! Denket oft an Chriſti Worte: Dringet durch die enge Pforte! 8. Zittern muß ich vor der Sünde, und auf Jeſu Vorbild ſehen! Suchen will ich, daß ich ſinde, was mein Gluck einſt wird erhöhn! im Allgemeinen. Fehl' ich, o ſo gehe nicht, Richter, mit mir in's Ge⸗ richt! Gib mir deines Gei⸗ ſtes Waffen, meine Selig⸗ keit zu ſchaffen! 9. Gib zum Wollen das Vollbringen! Gib mir Muth und Kraft zum Streit! Lehre mich mit Ernſt be⸗ zwingen Alles, was mein Herz eutweiht! Zeige mir von deinem Thron den ver⸗ heißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe und empor zum Himmel dringe! Mel. Wer nur den lieben Gott 30 46G[ott, lehre mich 2. 2 7 verſteh'n und faſſen, was Buße, wahre Buße ſei! Hilf mir die Sünden ernſtlich haſſen, da⸗ mit ich ohne Heuchelei mein Leben beßre, ſelbſt mir treu, und dir, Herr, wohl⸗ gefälli ig fei! 2. Dein Wort gebeut und ſpricht: Thu' Buße, ver⸗ ändre, beßre deinen Sinn; fall' deinem Gott voll Reu' zu Fuße; ſei nicht mehr Sünder, wie vorhin; von nun an ſei, als Gottes Kind, ihm folgſam, ähn⸗ lich ihm geſinnt! 3. Bezähme ſtets in dir die Liebe zu Allem dem, was Sünde heißt, und folge je⸗ dem guten Triebe, den Gott erweckt durch ſeinen Geiſt; flieh', ſlieh' die Lüſte dieſer K 5 Welt, — ——— Welt, und thue nur, was ihm gefällt! 4. Erſtatte deinem Näch⸗ ſten wieder, was du mit Unrecht ihm entwandt, und leite die verführten Brüder zurück zur Tugend; beut die Hand dem Unterdrückten lie⸗ bevoll; thu’ Jedem, auch dem Feinde, wohl! 5. Flieh' Neid, Verläum⸗ dung, Haß und Lügen, be⸗ gehr' nicht, was des Näch⸗ ſten iſt; zeig' durch den Ab⸗ ſcheu vor Betrügen, daß du ein Feind des Laſters biſt; ſei friedlich, weiſe, ſtets be⸗ reit, zu ſterben, wenn dein Gott gebeut! 6. Herr, dies befiehlt mir deine Lehre. Du weißt am beſten, wie ich bin; hilf, daß ich deine Stimme höre, und ändre du ſelbſt meinen Sinn. Sieh', Beſſerung gelob' ich dir; gib Kräfte zum Vollbringen mir. Mel. Gott Vater, an Erbarmen 305 So wahr ich lebe! ſpricht dein Gott, mir iſt nicht lieb des Sünders Tod; ich will, daß er vom Böſen ſich mit Ernſt bekehr' und ſuche mich; vom Elend ſeiner Sünden frei, geheiligt mir und ſelig ſei. 2. Vernimm, o Menſch, dies Gnadenwort, und wandle nicht zum Tode fort! Gern will dein Gott dir 226 Geſinnung und Verhalten des Chriſten gnädig ſeyn; gern alle Sün⸗ den dir verzeih'n. Sei reu⸗ voll; doch verzage nicht, und faſſe Muth zu deiner Pflicht. 3. Nur hüte dich vor Si⸗ cherheit! Denk' nicht: Noch iſt zur Beßrung Zeit; erſt will ich mit der Welt mich freu'n, und werd' ich ihrer müde ſeyn, dann beßr ich, dann bekehr' ich mich, und Gott erbarmt noch meiner ſich. 1 4. Wiß, der jetzt liebreich dir verzeiht, übt auch als Gott Gerechtigkeit; und, Sünder, dir iſt unbewußt, ob du nicht morgen ſterben mußt. Dann wehe dir, ſinkſt du ins Grab frech von des Laſters Pfad hinab! 5. Heut' lebſt du; heut! bekehre dich! Eh' Morgen kommt, kann's ändern ſich. Wer jetzt geſund iſt, ſtirbt vielleicht, eh' er den Abend noch erreicht. D'rum wandle nicht in Sünden fort; du weißt, zu ſpät iſt Buße dort. 6. Hilf denn, o Vater, hilf, daß ich noch heute, heute beß're mich, eh' meine Schuld noch mehr ſich häuft, eh' mich ein ſchneller Tod ergreift, damit ich heut und jederzeit zu meinem Ende ſei bereit. Mel. Wer nur den lieben Gott 306 ch Gott, wie mancher von den Tagen der mir beſchied⸗ nen nen Lebens dahin, mich Meer der! Nicht jeden debt, nicht nachgeſtrebt. 2. Gar d im Leiden Herz boll! ſcenkteſtdu, Freuden, o deiner Huld ide, wie ich mer reinen; 3. So n auch gegen immet ſanft Schlug mich recht nieder nich oft d ihh vergaß Pfücht, und bild nicht. 4. Dir, iſt keine vo unbekannt. ich vor di lite mich zn beſſerer dis ich gan lern bin Mll. d Got 307 die Gott g ſo ſchändef un mußt lieben. 3 nicht deine des Chriſn gern alles Ti. 5 Su m abage nin u in deiner hit hüte dich dor dent nicht: heßrung Zeit, mit der A nd werd' ic in n, dann bebt hr' ich mich, n armt noch min 8, der jetzt letes iht, übt aug a regtigtit u dir iſt undeni ct morgen ſete Dann wehe n ins Grab frecn r6 Pfad hin. eut' lebſt du, m dich! Eh Aum kann's äͤnden t t geſund i it, i eh' er den We eicht. D'rum vm Sünden fort, u ſpät iſt Bußedt ilf denn, a ich nochh herte te,e ich, eh’m eine Et ir ſich häuft, n neller Tod ergee ch heut und ſehn em Ende ſei be zer nur den li lieben N Awas 6 enn der mir deſß 6 nen Lebenszeit floh ſchon dahin, mich anzuklagen, in's Meer der langen Ewigkeit! Nicht jeden hab' ich dir ge⸗ lebt, nicht ſtets der Tugend nachgeſtrebt. 2. Gar oft empörte ſich im Leiden mein murrend Herz voll Ungeduld: und ſchenkteſt du, mein Gott, mir Freuden, o dann vergaß ich deiner Huld; genoß nicht jede, wie ich ſoll, nicht im⸗ mer reinen Dankes voll. 3. So war mein Herz auch gegen Brüder nicht immer ſanft und liebevoll. Schlug mich erlittnes Un⸗ recht nieder, ſo übernahm mich oft der Groll; und ich vergaß der Sanft muth Pflicht, und folgte Jeſu Vor⸗ bild nicht. 4. Dir, Herzenskündiger, iſt keine von meinen Sünden unbekannt. Vergib, was ich vor dir beweine, und leite mich an deiner Hand zu beſſerer Geſinnung hin, bis ich ganz frei von Feh⸗ lern bin! Mel. O Gott, du frommer Gott ſt 307 Wä zu dit die Gott gebeut, verſchieben l ſt du ſein Wort, ſſ eit an, das Gute zu voll⸗ ſo ſchändeſt und mußt dich ſelbſt nicht lieben. Iſt deine Beſſerung nicht deiner Seele Gluck? im Agemeinen. 227 Und wer verſchiebt ſein Heil gern einen Augenblick? 2. Allein wie ſchwer iſt's nickt, ſein eigen Herz be⸗ kämpfen, Begierden wider⸗ ſtehn und ſeine Lüſte däm⸗ pfen? Ja, Sünder, es iſt ſchwer; allein zu deiner Ruh iſt dies der einz'ge Weg. Und dem entſageſt du? 3. Iſt deine Pflicht von Gott, wie kannſt du ſie ver⸗ geſſen? Nach deinen Kräf⸗ ten ſelbſt hat er ſie abge⸗ meſſen. Was weigerſt du dich noch? Gott iſt nicht ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leiſten kann. 4. Sprich ſelbſt: Gewin⸗ net Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und ſeiner werth zu ſeyn, im Glauben mich erkühne? Wenn du die Tugend übſt, die Gott, dein He gebeut, wem dienſt du? Ringſt du nicht nach deiner Seligkeit? 5. Was weigerſt du dich noch, das Laſter zu verlaſ⸗ ſen? Weil es dein Unglück iſt, befiehlt es Gott zu haſ⸗ ſen. Was weigerſt du dich noch, der Tugend Freund zu ſeyn? Weil ſie dich glück⸗ lich macht, beſehlt ſie Gott Gott beut die Kraft bringen. Soll er durch All⸗ macht dich, ihm zu gehor⸗ K 6 chen 228 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ——yyÿ— —— — chen, zwingen? Er gab dir die Vernunft: und du ver⸗ leugneſt ſie? Er ſendet dir ſein Wort: und du gehorchſt ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz; ich hab' es ihm verheißen, mich noch dereinſt, mich bald vom La⸗ ſter loszureißen; jetzt iſt dies Werk zu ſchwer. Doch dieſe Schwierigkeit, die heute dich erſchreckt, wächſt ſie nicht durch die Zeit? 8. Je öfter du vollbringſt, was Fleiſch und Blut befoh⸗ len, je ſtärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheuſt du dich heute nicht, des Höchſten Feind zu ſein, um wie viel weniger wirſt du dich morgen ſcheun! 9. Iſt denn die Buß' ein Werk von wenig Augen⸗ blicken? Kann dich kein ſchneller Tod der Welt noch heut entrücken? Iſt ein Ge⸗ ſchrei zu Gott, ein Wunſch nach Beſſerung, und Angſt der Miſſethat die wahre Heiligung? 10. Iſt's g'nug zur Se⸗ ligkeit, des Glückes der Er⸗ löſten, wenn uns der Tod ergreift, ſich ſicher zu ge⸗ tröſten; iſt das Bekenntniß g'nug, daß uns die Sünde reut; ſo iſt kein leichter Werk, als deine Seligkeit. 11. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der ——-————u———ſſſſſ —————n:n:.y„ y·——— Seelen; iſt keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehlen, iſt dieſes dein Beruf, Gott dienen, den du liebſt; ſo zittre vor dir ſelbſt, wenn du dies Werk verſchiebſt. 12. Der Glaube heiligt dich. Iſt dieſer dein Ge⸗ ſchäfte? Nein, Menſch! Und du verſchmähſt des Gei⸗ ſtes Gottes Kräfte? Er⸗ ſchreckt dich nicht ſein Wort? Gibt in verkehrten Sinn den Sünder, der beharrt, nicht Gott zuletzt dahin? 13. Hat Chriſtus uns er⸗ löſt, damit wir Suünder blei⸗ ben, und, ſicher durch ſein Blut, das Laſter höher trei⸗ ben? Gebeut uns Chriſti Wort nicht Tugend, Recht und Pflicht; ſo iſt es nicht von Gott. Gott wider⸗ ſpricht ſich nicht. 14. Noch heute, weil du lebſt, und ſeine Stimme hö⸗ reſt, noch heute ſchicke dich, daß du vom Böſen kehreſt. Begegne deinem Gott, willſt du zu deiner Pein dein hier verſäumtes Glück nicht ewig noch bereu'n! 15. Entſchließe dich be⸗ herzt, dich ſelber zu beſiegen; der Sieg, ſo ſchwer er iſt, bringt göttliches Vergnü⸗ gen. Was zagſt du? Geht er gleich im Anfang lang⸗ ſam fort; ſei wacker, Gott iſt nah, und ſtärkt dich durch ſein Wort 16. Auf 16. Ruf an; er tilg Und läßt di ihren Fluch widerſtteb⸗ Gottes Tr ine Reu' in dich gereut. 11 Soſ ſo gibrs doch DOer Tugend Gott dies( Ein Menſch horcht, erwe dheil; ein erläßt, ver Hell. 18. Die nicht in ein den; Gott dein Glück; nen Freud Seele ren Zuverſicht und Verſ zu deiner 19. Spr kin Glück, viſſen die( des Lehens und maͤßig dem Genuß der Geligte Glauben f d Mel. Per 308 deine Gut that vergi Nene da iſt keine Seultn ib' und Liebefg, dein Beruf i, den du l liedt. r dir ſelbſt, ae Werk verſch diai Der Glanbe he, ſt dieſer deit Nei In, Mh verſ ömifeng b ttes Kräfts t 4 dich nicht ſein⸗ m verkeüre 1 nder, der bac⸗ ott zuletzt dait 1 Hat Chre lſtus u ait wir Sürdel⸗ ſhe dunt 1 uns de ich Tun 2 ich ſo iſ a ſott. Gott an ſich nicht. Noch heut te, ve nd ſeine Stiumt ch heute ſchick i vom Böſen bir e deinem Got, u deiner Pein tes G ück nichte 9 u- a2 1 ſchner a ri il 968 liches W 5 Jas zagſt du⸗ 4 h im Anfang la 4; ſen wacker, und ſtärkt dich e ort. 1l Gottes that vergibt, 16. Ruf' ihn mit Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich ſein Geſetz erſt ihren Fluch empfinden: ſ widerſtreb' ihm nicht; denn Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 17. So ſüß ein Laſter iſt, ſo gibt's doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beſchieden. Ein Menſch, der Gott ge⸗ horcht, erwählt das beſte Theil; ein Menſch, der Gott verläßt, verläßt ſein eignes Heil. 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Lei⸗ den; Gott kennt und liebt dein Glück; ſie führt zu dei⸗ nen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuverſicht, gibt und Verſtand, und zu deiner Pflicht. 19. Sprich ſelbſt: Iſt dies kein Glück, mit ruhigem Ge⸗ wiſſen die Güter dieſer Welt, des Lebens Glück genießen, und mäßig und gerecht in dem Genuſſe ſeyn, und ſich der Seligkeit ſchon hier im Glauben freu'n? Weisheit Muth Mel. Wer nur den lieben Gott 308 1 ie theuer, U— Gott, iſt deine Güte, die alle Miſſe⸗ ſobald voll Reue das Gemüthe die im Allgemeinen. 229 Sünden, die es ſonſt geliebt, erkennt, bereut und ernſtlich haßt, und Zuverſicht zum Mittler faßt! 2. Doch laß mich ja nicht ſicher werden, weil du ſo reich an Gnade biſt! Wie kurz iſt meine Zeit auf Er⸗ den, die mir zum Heil ge⸗ geben iſt! Gib, daß ſie mir recht wichtig ſei, daß ich ſie neiner Beßrung weih'! 3. Zwar deine Gnade zu verdienen, ſind Reu' und Beßrung viel zu klein: doch darf ſich auch ein Menſch erküͤhnen, zu glauben, dir verſöhnt zu ſeyn, wenn er noch liebt, was dir mißfällt, und nicht dein Wort von Herzen hält? 4. Nie kannſt du dem die Schuld erlaſſen, der frevelnd Schuld auf Schulden häuft. Der kann kein Herz zu Jeſu faſſen, der zwar auf ſein Verdienſt ſich ſteift, doch in der Sünde noch beharrt, da⸗ für er ſelbſt ein Opfer ward. 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füßen: vergib mir gnädig meine Schuld, und heile mein verwundt Gewiſ⸗ ſen mit Troſt aus deiner Vaterhuld! Ich will mit Ernſt die Sünde ſcheun, und willig dir gehorſam ſeyn. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stärke zur Tugend mir verliehen ſei, laß mich durch Uebung guter Werke bewei⸗ K 7 ſen; —j —õ— ſen; mache ſelbſt mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! Sie leite und regiere mich! 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Miſſe⸗ that vergibſt, das haſſen, was du mir vergeben, das lieben, was du ſelber liebſt! Laß, Vater, mein Gewiſſen rein und heilig meinen Wan⸗ del ſeyn! Am allgemeinen Bußtage. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 309 Gett⸗ der du un⸗ fre Zuflucht biſt, Herr, unſer Mittler, Jeſu Chriſt, Geiſt Gottes, Geiſt der Gnaden, Unend⸗ licher, verwirf uns nicht! Wir kommen vor dein An⸗ geſicht, mit Miſſethat bela⸗ den. Nimm von uns unſre Sündenſchuld, du Gott der Langmuth und Geduld! Er⸗ höre gnädig unſer Flehn, daß wir dein Heil, Erbar⸗ mer, ſehn! Herr, unſer Gott, verbirg uns nicht dein Angeſicht, und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unſers Bundes Eid, dein Weg von uns verlaſſen: o ſieh, wir kehren voller Reu' zurück zu dir: laß, Herr, auf's Neu' uns deine Gnade faſſen! Sie leit' uns auf den 230 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ebnen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß Irrthum und Verſuchung nie uns auf die Bahn des Laſters zieh'! Herr, unſer Gott, groß von Geduld, vor neuer Schuld behüt' uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm' auf unſer Land; laß es, beſchirmt von deiner Hand, des Frie⸗ dens Ruh' genießen! Wend' ab von uns der Flammen Wuth, und die Verwüſtung wilder Fluth, des Krieges Blutvergießen! Sei unſer Retter, wenn uns Noth des Mangels und der Seuchen droht! Du, Vater, wol⸗ leſt mit uns ſeyn, daß wir uns deines Schutzes freun! Herr, unſer Gott, verleih' uns Muth! In deiner Hut ſind wir; und was du thuſt, iſt gut. 4. Gib Frieden, wo ſonſt Zwietracht war; vereine, was getrennet war; ſchenk' uns der Eintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geiſt, und was dein theures Wort verheißt, ſei Licht auf unſern Wegen! Laß, Herr, in Lehr' und Wandel rein die Diener deines Wortes ſeyn, und bringe zu der Wahrheit Glück, zu dir, die Irrenden zurück! Herr, unſer Gott, breit' aus dein Wort an je⸗ dem Ort; gib Geiſt und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch ——————— 5———. 5. Auch lenke du, d ſichrer Rul Wohlſtand Fürſten, der liebt, gih, ns gübt ei Leben! Noch Vaterblick u dern, Schut ſhütt' auf it Haus und ſe ung aus! Gott, in d inſer Land ſegne jeden 6. Vernit den Gebet! Noth um Re hilf aus ſein KtankenLin die Sterbe erhoͤr ihr Sei aller! der Wittw ſen Theil, folger Rat den rechte mſer Gott, der Pilgerze deiner Herr 7. Du t als wir verſ gewähten, laß unz( O neig auf Ohr, heb empor und: gien ge eiligt 4 im vie Hdes Chrite „ den uns elchne u und d auf die dahr) 1 ein Sene Vn und; laß es beſte der Hand, ma ) genießen! N ha der d or 2 und die Ve ih F luth, des Krn gießen! Sei n wenn uns Noh 3 und det Eun Du, Vater, uns ſeyn, don nes Schutzes fu unſer Gott, tn uth! In deiner ; und was dun 11 ib Frieden, woſt icht war; dmn trennet war; bt Einfrah Sr „Gott, dei e 10, was dein in ten erheißt, ſei? dich Wegen! Laß p und Wandel nin deines Wortes nge zu der Bai zu dir, die Ia Herr, un rfarh us dein Wort i rt; gib Geiſt V 1 dei din Vn V 1 im Allgemeinen. 5. Auch die Regenten lenke du, daß weiſe ſie in ſichrer Ruh', der Völker Wohlſtand heben! Dem Fürſten, der uns ſchützt und liebt, gib, der in ihm ſo viel uns gibt, ein frohes, langes Leben! Noch lange ſei ſein Vaterblick uns, ſeinen Kin dern, Schutz und Glück! O ſchütt⸗ auf ihn und auf ſein Haus und ſeine Räthe Seg⸗ nung aus! Herr, unſer Gott, in deiner Hand iſt unſer Land, beglück' es, ſegne jeden Stand! 6. Vernimm der Leiden⸗ den Gebet! Wer in der Noth um Rettung fleht, dem hilf aus ſeinen Noͤthen! Gib Kranken Linderung und Ruh'; die Sterbenden erlöſe du, erhör ihr letztes Beten! Sei aller Unterdrückten Heil, der Wittwen und der Wai⸗ ſen Theil, vereitle der Ver⸗ folger Rath und lehre ſie den rechten Pfad! Herr, unſer Gott, durch alles Leid der Pilgerzeit führ' uns zu deiner Herrlichkeit! 7. Du thuſt weit mehr, als wir verſtehn, kannſt mehr gewähren, als wir flehn; laß uns Erhörung finden! O neig' auf unſer Fleh'n dein Ohr, heb' unſer Herz zu dir empor und mach' uns rein von Sünden! Laß uns dir nun geheiligt ſeyn, im Leben und im Tode dein! Wir ſind 231 durch Chriſti Blut erlöſt: o du, der Sünder nicht ver⸗ ſtößt, Herr, unſer Gott! erbarme dich, erbarme dich! Vergib uns, leit' uns vä⸗ terlich! Mel. Befiehl du deine Wege 21 m ſt Gott für mich, 310 J ſo trete gleich Alles wider mich! So oft ich zu ihm bete, verliert mein Kummer ſich. Hab' ich nur ihn zum Freunde, wie ſelig ich bin dann! Was acht' ich aller Feinde? Er nimmt ſich meiner an. 2. Ja, dies iſt's, was mich ſtärket: ich glaube feſt, als Chriſt, daß Gott auch mich bemerket, auch mir ein Va⸗ ter iſt; daß er zu allen Zeiten mit Huld hernieder blickt, im Kampfe mir hilft ſtreiten, in Angſt mein Herz erquickt. 3. Wenn ich aus Schwach⸗ heit fehle und nur aus Vor⸗ ſatz nicht, ſo ſtärket meine Seele die hohe Zuverſicht: Den, Herr, der deinen Wil⸗ len, ſo gut er immer kann, ſucht redlich zu erfüllen, ſiehſt du mit Gnade an. 4. Dein Geiſt wohnt mir im Herzen und tröſtet mei⸗ nen Sinn; ſtillt alle meine Schmerzen, nimmt jede Sorge hin; zeigt mir, daß Erdenleiden nicht zu verglei⸗ chen ſei mit jenen Himmels⸗ freu⸗ freuden, dem Lohn bewähr⸗ ter Treu'. 5. Auf dies mein Heil und Erbe ſeh' ich voll Zu⸗ verſicht. Wenn ich gleich fall' und ſterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Geh' ich, auch unter Zähren, hier manche rauhe Bahn, nimmt mich doch Gott zu Ehren dereinſt auf ewig an. 6. Dies ſtärkt mich, auch im Leiden dir, Höchſter, treu zu ſeyn! Nichts ſoll von dir mich ſcheiden, auch nicht die größte Pein; du lenkſt ſie mir zum Beſten, biſt mir mit Troſte nah; und wann die Noth am größten, iſt deine Hülſe da. 7. Kein glänzend Loos im Leben, nicht Anſehn, Ruhm und Macht, wornach nur Stolze ſtreben, nicht Reich⸗ thum, Glück und Pracht, Nichts ſoll mir je den Glau⸗ ben an deine Vatertreu vermindern oder rauben; Michte, was es immer ſei! Was könnte ſonſt mich ſcheden von deiner Lieb', o Gott? Verfolgung? Trüb⸗ ſal? Leiden? Schwerdt Hunger? Blöße? Tod? Nichts, Nichts! Ich über⸗ winde in dem, der mich geliebt, und ſich für meine Sünde zum Opfer ſelber gibt. 9. Iſt Gott für mich, ſo trete gleich Alles wieder 232 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Noth erliegen, mich! So oft ich zu ihm bete, verliert mein Kum⸗ mer ſich. Deß iſt mein Herz voll Wonne! Was iſt's, das mir gebricht? Der Herr iſt meine Sonne, mein Schutz, mein Heil, mein Licht! Mel. Warum ſollt' ich mich 311 Meire⸗ Herzens Lreinſt te Freude iſt nur die, daß ich nie mich von Jeſu ſcheide, daß ich ihn urch Glauben ehre, jeder⸗ zeit hocherfreut ſeine Stim⸗ me höre. 2. Freundlich ruft er alle Muden, und erfüllt, ſanft und mild, ihren Geiſt mit Frieden, ſeine Laſt iſt leicht zu tragen; er macht Bahn, geht voran, tröſtet, wenn. wir zagen. 3. Ja, er kennt die Leidensſtunden; größern Schmerz hat kein Herz, als ſein Herz empfunden. Da⸗ rum blickt, wenn ſeiner Brüder einer weint, unſer Freund mitleidsvoll hernie⸗ der. 4. Will das Herz der dann hilft er, unſer Herr, kämpfen uns und ſiegen. Die auf ihn zu allen Zeiten folgſam ſchau'n, ihm vertrau'n, ärn⸗ ten Seligkeiten. 5. Jeſu, treuſter Freund von Allen, mit dir will, froh und ſtill, ich durch's Leben wal⸗ uallen! Aus nich nicht du wirt, L mich auferw Mel. Wann 3129 Iilt; kein Fe tauben! Al beßren Well nur im Glau ich, was ich Per iſt s, de theil raubt, ervorben? 2 Mein! zer Etreit, die Krone, Ueberwinder gen Sieges des Kam ſchreckt: d für mich ſtärſt mie 3 9 4 höchſter R. Aeooſt im L du nich, zu deinem Der Freud dir; dort uas ich hi nicht finde 4. der Geiſtes. V Welt Get auf mein auf Ewig Kurz iſt ht- der m G ane, mein E mein ſeitn arum ſollr ichn nih Miu Aerhn ſte Frende e, daß ich ni⸗ nic ſcheide, daß ihin auben ehre, jäͤtr rfreut ſei ne Siin⸗ undlich ruft r Ale und 65 ſu f 8, ihren gi nit ſeine La tlait a., er mact hn ran, kroſtet, em n. Ja, er keunt d unden; 84 hat ke i in den, al z empfunden Da⸗ ickt, den ſäher einer deit, unſer mitledul deni⸗ gill du det de eliegen, H dm jf ſer Hert, ünmn d allen Zeiten 1. V d ſiegen. ihm vertraul ir gkeiten. 1 eſu, treuſter h n, mit duvilft 19 dunce 49 — wallen! Auch der Tod kann mich nicht ſchrecken; denn du wirſt, Lebensfürſt, einſt mich auferwecken. Mel. 312 Qch weiß, an wen mein Glaub' ſich hält; kein Feind ſoll ihn mir rauben! Als Vhrhar einer beßren Welt, leb' ich hier nur im Glauben: dort ſchau' ich, was ich hier geglaubt. Wer iſt's, der mir das Erb⸗ theil raubt, das Jeſus mir erworben? 2. Mein Leben iſt ein kur⸗ zer Streit, und herrlich iſt die Krone, die Gott dem Ueberwinder beut, zum ew'⸗ gen Siegeslohne. Ob auch Wann mein Stündlein des Kampfes Müh’ mich ſchreckt: du, der den Tod für mich geſchmeckt, du ſtärk'ſt mich, daß ich fiege. 3. O Herr, du biſt mein höchſter Ruhm, mein beſter Troſt im Leben; einſt wirſt du mich, dein Eigenthum, zu deinem Reich erheben. Der Freuden Fülle iſt bei dir; dort hab' ich Alles, was ich hier nur ſuche und nicht finde. 4. Herr, lenke meines Geiſtes Blick von dieſer Welt Getümmel auf ddich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel! Kurz iſt der Erde Herrlich⸗ im Allgemeinen. 243 keit, vergänglich alles Glüc der Zeit: im Himmel 1 mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieſer Leib beſchwert, iſt mir noch nicht erſchienen, was uns die künft'ge Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, wann mein Völlendungstag er⸗ ſcheint, dann werd' ich's froh empfinden. 6. Im Dunkeln Herr, ſeh' ich hier, wo ich dir gläubig traue, die Se⸗ ligkeit, die dort bei dir in vollem Licht ich ſchaue. Hier iſt mein Werth mir noch verhüllt: dort wird er ſicht⸗ bar, wenn dein Bild in mir ſich ganz verkläret. 7. Zu dieſem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft; wer kann mich von dir ſchei⸗ den? Nicht Glück und Luſt, nicht Leid und Noth, das Leben nicht und nicht der Tod! Mein ſind des Himmels Freuden! 8. Wie groß iſt meine Herrlichkeit! Empfinde ſie, o Seele! Vom Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Nichts vergeht; nur des Gerechten Glück beſteht durch alle Ewig⸗ keiten. nur, A In — In eigener Melodie. 313 Meinen Jeſum laß ich nicht! Er hat ſich für mich gege⸗ ben; fordert es nicht Dank und Pflicht, ihn zu lieben, ihm zu leben? er iſt mei⸗ nes Lebens Licht; meinen Jeſum laß ich nicht! 2. Er, in dieſe Welt ge⸗ ſandt, uns zu lehren, uns zu retten, gab ſein Leben uns zum Pfand, daß wir Gottes Gnade hätten. O wie bin ich ihm verpflicht't! Meinen Jeſum laß ich nicht! 3. Durch ein Herz voll Dankbarkeit, durch Gehor⸗ ſam, den ich übe gegen das, was er gebeut, halt' ich feſt an ſeiner Liebe, traue dem, was er verſpricht, und ver⸗ laß ihn ewig nicht. 4. So iſt er mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende; ihm geb' ich zum Eigenthum ganz mich hin in ſeine Hände. Er iſt meine Zuverſicht; meinen Jeſum laß ich nicht! 5. Wenn mein Auge ſchon erliſcht, Wang' und Lippen ſich entfärben, mich kein Lab⸗ ſal mehr erfriſcht, alle Sin⸗ ne mir erſterben, und das matte Herz nun bricht: laß ich meinen Jeſum nicht! 6. Dort auch laß ich Je⸗ ſum nie, hange ſtets an ſei⸗ nen Blicken; denn nach die⸗ ſes Lebens Müh' will er ewig 234 Geſinnung und Verhalten des Chriſten micch erquicken. Ewig ſtrahlt mir dort ſein Licht; meinen Jeſum laß ich nicht! 7. Nichts auf dieſer Erde iſt's, was des Herzens Wün⸗ ſche ſtillet. Du, o Jeſu, du nur biſt's, du nur, der ſie ganz erfüllet. Dich, mein Reichthum, Ruhm und Licht, dich, mein Jeſu, laß ich nicht! 8. Dich, mein Jeſu, halt' ich feſt, laſſe Nichts von dir mich ſcheiden. Weh euch, die ihr ihn vergeßt; ihr beraubt euch ew'ger Freuden. Selig, wer in Wahrheit ſpricht: Meinen Jeſum laß ich nicht! Mel. Wie groß iſt des Allmächt. 314 W's wär' ich oh⸗ ne dich gewe⸗ ſen, was würd' ich ohne dich, Herr, ſeyn; Zu Furcht und Aengſten auserleſen, ſtänd' ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt' ich ſicher, was ich liebte; die Zukunft wär' ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz ſich tief be⸗ trübte, wem thät' ich meine Sorge kund? 2. Einſam verzehrt von Lieb' und Sehnen, erſchien“ mir finſter jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thrä⸗ nen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Un⸗ ruh' im Getümmel und hoff⸗ nungsloſen Gram zu Haus. Wer hielt' denn ohne Freund im in Himmel auf Erden 3. Hat kund gegebe ſeiner ert verzehrt ein bodenliſe ihm bin ich worden: dar verklärt dure nuß an all Geliebten w 4 Das! Freundſchaff ze Welt ſy Luſt. Ein B jede Wunde voll klopft j ihn erhalt ben; durch Gottes Ki unter uns auch nur 5. Og⸗ Pegen, u den here eure Hand det froh der Himm Erden; im wir ihn Glaubens auch denen 6. Ei an unſer! irrten in Blinde, zugleich des Wer lrechen, es Chriſtn en. Ew ra in Licht den ich nicht! auf dieſer bi des Derzens Lir u, o Nn s, danr deri* det dic, a „Nuhm m mein Jeſu,, li en Jeſu, 1 ſe ſſe Nichts von d d en. Behen rgeßt; urian 1 e Freuden. Sehg Wahrheit t ſptich eſum laß ich uds groß iſt des Alnätt Sing rict dich. Ws wär'iht ne dich gor⸗ vürd' ich oßnei ; Zu Furcht w auserleſen, ſii eiter Welt alln ßt' ich ſicher m die Zukunft di er Schlund, 9 Herz f ſich tie :m thät ti nd? ſam verzehrt in Sehnen, erſhit r jeder Tagzi mit heißen di wilden Lauf ch; ich fände! etummel und Gram zu bu denn ohne jm im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Chriſtus ſich mir kund gegeben, und bin ich ſeiner erſt gewiß, wie ſchnell verzehrt 5 lichtes Leben die bodenloſe Finſterniß! Mit ihm bin ich erſt Menſch ge⸗ worden: das Schickſal wird verklärt durch ihn, und Eden muß an allen Orten um den Geliebten wieder blüh'n. 4. Das Leben ward zum Freundſchaftsbunde: die gan⸗ ze Welt ſpricht Lieb' und Luſt. Ein Balſam träuft für jede Wunde, und frei und voll klopft jede Bruſt. Durch ihn erhalt' ich tauſend Ga⸗ ben; durch ihn bin ich ja Gottes Kind; gewiß, ihn unter uns zu haben, wo zwei auch nur verſammelt ſind. 5. O geht hinaus auf allen Wegen, und holt die Irren⸗ den herein! Reicht jedem eure Hand entgegen und la⸗ det froh zu uns ihn ein! Der Himmel iſt bei uns auf Erden; im Glauben ſchauen wir ihn an. Die Eines Glaubens mit uns werden, auch denen iſt er aufgethan. 6. Ein alter ſchwerer Wahn von Sünde war feſt an unſer Herz gebannt. Wir irrten in der Nacht, wie Blinde, von Reu' und Luſt zugleich entbrannt. Ein je⸗ des Werk ſchien uns Ver⸗ brechen, der Menſch ein im Allgemeinen. 23⁵ Gottesfeind zu ſeyn. Bang hörten das Geſetz wir ſpre⸗ chen; denn ach, es drohte Tod und Pein! 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, ein böſes We⸗ ſen wohnte drin, und ward's in unſerm Geiſte helle: ſo war nur Unruh' der Ge⸗ winn. Ein eiſern Band hielt an der Erde den be⸗ benden Gefangenen feſt; und Furcht, daß er vernichtet werde, verſchlang der Hoff⸗ nung Ueberreſt. 8. Da kam der Heiland, der Befreier, ein Menſchen⸗ ſohn voll Lieb' und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unſerm Innern angefacht. Nun ſah'n wir erſt den Himmel offen, als unſer heil'ges Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 9. Seitdem verſchwand die Macht der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt. Man gab zum ſchönſten An⸗ gebinde den Kindern dieſen Glauben mit. Durch ihn geheiligt zog das Leben vor⸗ über, wie ein ſel'ger Traum; und ew'ger Lieb' und Treu' ergeben, bemerkte man den Abſchied kaum. 10. Noch ſteht im wun⸗ dervollen Glanze der heilige Geliebte hier. Gerührt von ſeinem Dornenkranze und ſei⸗ ——y ſeiner Treue weinen wir. Ein jeder Menſch iſt uns willkommen, der ſeine Hand mit uns ergreift, und, in ſein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieſes reift. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 315 So hoff' ich denn mit feſtem Muth auf Gottes Gnad' und Chriſti Blut; ich hoff' ein ewig Leben. Gott iſt ein Vater, der verzeiht, hat mir das Recht der Seligkeit in ſeinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch' ein un⸗ ausſprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel ha⸗ ben; im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und verſichert ſeyn von dei⸗ nes Geiſtes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt gött⸗ liche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es ſpricht uns Troſt im Elend zu, verſüßet uns des Lebens Ruh' und ſtärkt uns in Ge⸗ fahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort, um deines Namens Willen; laß ihn mein Licht auf Erden ſeyn, ihn täglich mehr mein Herz erneu'n und mich mit Troſt erfüllen! 236 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Jeſu, meines Lebens 3 1 6 chweiget, bange Zweifel, ſchwei⸗ get! Mein Erlöſer iſt ge⸗ treu, und ſein Geiſt in mir bezeuget, daß ich Gott ver⸗ ſöhnet ſei. Mag auch ſelbſt mein Herz mich richten, mich verdammen, mich vernich⸗ ten; Gott iſt größer, als mein Herz, dnt gibt Ruh! auf bangen Schmerz. 2. Er, der das Verborg⸗ ne kennet, kennt auch mich und weiß allein, wie mein Herz von Eifer brennet, ganz ſich ſeinem Dienſt zu weih'n; ſchaut den Kummer meiner Seele, der mich beugt, ſo oft ich fehle, und ſieht nicht, was ich gethan, ſondern mehr den Willen an. 3. Wer will ferner den verklagen, welchen Gott, zum Kind erwählt? Wer darf zu verdammen wagen, den Gott ſelber losgezählt? Menſchen zwar, und ſelbſt die Engel ſind vor ihm nicht ohne Mängel: doch das menſchliche Geſchlecht wird in ſeinem Sohn gerecht. 4. Mir iſt auch ſein Sohn gegeben; durch den Glauben iſt er mein. Ja, ich weiß, ich werde le⸗ ben, und in ihm eeinſt ſelig ſeyn. Such' ich nur den Hang zu Sünden im⸗ mer treu zu überwinden, mich der Tugend ſtets zu weih'n, main, ſgnädis ſe 5 The aucehen Jeſus Ch für nich für mich: zur Recht auf mih ſchüt ützet, n ie verſtö Ath erlö 6. Nun glück ſtuͤr nich her mein Got ſchirmen, der wacht auch hülf wich doch de Leide deglückten 317 hält, und Goptt! de zen iſt die durch Wer aber und haͤlt, wicht von 2. de Vort ter Liebe zu Erkenntn wird di Glaub⸗ lein; er macht es es Ghrin u, meines 9 ab aß 6 ¹e dr Mag auch ſet 3 mich richten 3 1, m ich verne⸗ t iſt großer a und gibt d Schmerz. der das Wrrüore „kennt auch n allein, wie ne Eifer r brennet iu Dienſt zu vaß 1 K —— — ummer narr mich beug le und ſieht m. geth han, ſene Willen n an. r will ferner in welchen bi d erwählt? N derdammen ſelber losg zwar, md ſind vor ijn ni I angel: doch 8 de Geſchlecht d Sohn geroct eir iſt aut ſ Dcten; dur urch 1 iſt er mein, à ü6 were! nd in ihm d 7 n. Such' ich! g zu Sünden! 1 u i⸗ 1 d ſ weih'n, ſo will Gott mir gnaͤdig ſeyn. 5. Theuer bin ich ihm er⸗ worben! Wohl mir, hier iſt Jeſus Chriſt, er, der auch für mich geſtorben, auch für mich erſtanden iſt, nun zur Rechten Gottes ſitzet, auf mich ſieht, mich mächtig ſchützet, mich vertritt, mich nie verſtößt, mich aus aller Noth erlöſt! 6. Nun ſo mag das Un⸗ glück ſtürmen! Alles um mich her ſei Nacht! Gott, mein Gott wird mich be⸗ ſchirmen, der für ſeine Kin⸗ der wacht. Wenn ich hier auch hülſlos bliebe, leitet mich doch ſeine Liebe durch die Leiden dieſer Zeit zur beglückten Ewigkeit. 317 Auf Ehriſtenmen Gottes Wort nicht 31 und W Ich kenne Gott! der trüget; in ſol⸗ chem iſt die Wahrheit nicht, die durch den Glauben ſieget. Wer aber ſein Wort glaubt, und haͤlt, der iſt von Gott, nicht von der Welt. 2. Der Glaube, den ſein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß ſteigt, je mehr wird dieſe ſteigen. Der Glaub' erleuchtet nicht al⸗⸗ lein; er ſtärkt das Herz und macht es rein, im Allgemeinen. 237 3 Durch Jeſum rein von Miſſethat, ſind wir nun Gottes Kinder. Wer ſolche Hoffnung zu ihm hat, der flieht den Rath der S Sünder; folgt Chriſti Beiſpiel als ein Chriſt, und reinigt ſich, wie er rein iſt. 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, wenn ich Gehor⸗ ſam übe. Wer die Gebote hält, in dem iſt wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Chriſtenthum, das iſt des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' iſt's die die Cherubim Gott zu gehorchen treibet. Gott iſt die Lieb', an ſeinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. Mel. Jeſu, meine Freude 318 Wis getroſt und 241 heiter, Herr, mein Licht und Leiter, machſt du meinen Geiſt! Alle, die dir trauen, führſt du zu den Auen, wo du ſie erfreuſt. Niemals wird bei dir, o Hirt, Freund und Tröſter unſrer Seelen, mir Erquik⸗ kung fehlen. 2. Deinem Rath ergeben, freu' ich mich zu leben; was du willſt, iſt gut. Nichts vermag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, rüſteſt mich —— mich mit Muth. Ob auch Noth und Elend droht! Ob auch Furcht und Angſt mich ſchrecken: du wirſt mich be⸗ decken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir ſchauen: mein Erlöſer lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich ſein Arm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag frecher Sünder Herz erſchüttern; ich, ich darf nicht zittern! 4. Auch in mir iſt Sünde; doch ich überwinde ſie, ge⸗ ſtärkt durch dich. Sink' ich oft noch nieder: du erhebſt mich wieder und begnadigſt mich. Deine Huld tilgt alle Schuld, und dem reuerfüll⸗ ten Knechte ſchenkſt du Kin⸗ desrechte. 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, dank' ich dir allein! Daß ich hier am Grabe Troſt und Hoff⸗ nung habe, ewig dein zu ſeyn; daß dein Geiſt mich unterweiſt, und mich führt auf deinem Pfade, dank' ich deiner Gnade! 6. Der du Leib und Le⸗ ben hin für mich gegeben, daß in meiner Noth ich nicht hülflos bliebe, groß iſt deine Liebe, ſtärker, als der Tod. Herr, und ich, ich ſollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? dir mein Herz nicht weihen? 238 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 7. Würdig dir zu leben, dies ſei mein Beſtreben, ſei mir heil'ge Pflicht! Was die Welt erfreuet und ſie oft gereuet, das genügt mir nicht. Hab' ich dich: wie gern will ich das, wornach die Eitlen trachten, reich in dir, nicht achten! 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde in der Ewigkeit? Sind nicht hohe Würden oft nur ſchwere Bürden, Traum und Eitelkeit? Du erfreuſt nur ſtets den Geiſt, und du willſt, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden ſchmeck' ich ſchon hienieden; und was hoff' ich dort? Un⸗ begränzte Zeiten voller Se⸗ ligkeiten hoff' ich auf dein Wort! Sie ſind mein, durch dich allein. Bleib' ich dir getren im Glauben, wer kann ſie mir rauben? 10. Voll von deiner Gü⸗ te jauchzet mein Gemüthe, Herr, mein Heiland, dir! Dieſer Geiſt der Freuden ſtärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich ſo beherzt und froh einſt durch's Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu ſingen! In eigener Melodie. 31 Wi wohl iſt mir, o Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe giebe ruh! was kann Mein Lic mein Heil vergef ich denn o wie den genieß eint mit di oimmel ſch wie könnt los werden iberall mit 2 Hab' uun Freuk mir dann? mich. Hät Welt voll getrſt; ich Auch wenn verklagen, hoffnungsl weiß, wa than. T mich zuſe nicht; w men? 0 neiner gu 3. Hier tauhen 2 biſt meine Leiden we Segen; a ſtrahlt mir Sünder Grabe; it Freunde Tod und denn ich nen. Bal mein Au verd' ich des Chriſen rdig dir zu bhe ꝛein Beinän ge Pflicht! N erfreuet a et, das genügt ni dab' ich dich. 1 ich da vornh. n trachten, n rid icht achten! acht ein Gü ß ich glücklich wei⸗ Cwigkeit? En he Würden oſtm Bürden, Tum elkeit? dr erften 8 den Geiſt, undn die dich veuhe eder ehren. einen hohen Fri ic lihen hienien 31 hoff' ich dorteh . eh vollers hoff' ich auf i Sie ſind m ch allein. Bui eu im Glaubet mir rauben! Joll von deiner 6 zet mein Genil nein Heiland,“ Geiſt der Fuu ich im Leiden, u mir! Laß ui und froh einſt i 29, Todes 8 eigener Melodit ie wohli 4 o Jran wenn ich inſ Liebe ruh'! Ich traure nicht: was kann mich quälen? Mein Licht, mein Troſt, mein Heil biſt du. Bei dir vergeß' ich meine Leiden; denn o wie viele hohe F Freu⸗ den genieß' ich nicht, ver⸗ eint mit dir! Hier iſt mein Himmel ſchon auf Erden; wie könnt' ich jemals muth⸗ los werden? Du, du biſt überall mit mir! 2. Hab' ich, Erlöſer, dich zum Freunde: was fehlt mir dann? Du ſorgſt für mich. Hätt' ich auch eine Welt voll Feinde: ich bin getroſt; ich trau' auf dich. Auch wenn die Sünden mich verklagen, darf ich nicht hoffnungslos verzagen: ich weiß, was du für mich ge⸗ than. Trät' Alles wider mich zuſammen: ich bebe nicht; wer will verdam⸗ men? Gott nimmt ſich meiner gnädig an. 3. Hier wall' ich zwar auf rauhen Wegen; doch du biſt meine Zuverſicht. Auch Leiden werden mir einſt Segen; aus dunkler Nacht ſtrahlt mir dein Licht. Nur Sünder zittern vor dem Grabe; ich, der ich dich zum Freunde habe, kann über Tod und Grab mich freun; denn ich gehöre zu den Dei⸗ nen. Bald wird nicht mehr mein Auge weinen, bald werd' ich völlig ſelig ſeyn. im Allgemeinen. 239 4. Gelobt ſeiſt du, o Freund der Seelen! In dei⸗ ner Huld, wie wohl iſt mir! Was kann, da du mich liebſt, mir fehlen? Ich finde jedes Heil bei dir. In noch ſo drückenden Beſchwerden hab' ich den Himmel ſchon auf Erden; denn du biſt durch den Glauben mein. Ich darf, ich will nicht ängſtlich klagen: wer kann, wo Je⸗ ſus iſt, verzagen? Mein Freund iſt mein, und ich bin ſein! Mel. Seelenbräutigam 4„ eb' ich 320 Dinhe Jeju der du dich auch zu meinem Heil und Leben in den Tod haſt hingegeben! Ewig will ich dein, mein Erlöſer, ſeyn! 2. Laß' mich dir zum Ruhm, als dein Eigenthum, recht und nach Gewiſſen handeln, meinen Weg dann freudig wandeln! Hilf mir, ſündenrein hier auf Erden ſeyn! 3. Nach dir bilde mich, Jeſu, daß auch ich gegen Feinde Sanftmuth übe, Alle ohne Ausnahm’ liebe! Haß und Rachbegier bleibe fern dn mir! 4. Neiget ſich mein Sinn zu dem Ird'ſchen hin; o dann warne meine Seele, daß ſie nicht ihr Ziel ver⸗ fehle! ——— fehle! Deun ein wahrer Chriſt ſucht, was ewig iſt. 5. Wecke mich ſtets auf, meinen Pilgerlauf nur nach deinem Wort zu enden; leite mich mit treuen Händen auf der Tugendbahn; leit' mich himmelan. 6. Stärke mich und gib mir des Geiſtes Trieb; laß mich wachen und mit Beten kindlich vor den Vater treten: ſo erliſcht das Licht meines Glaubens nicht. 7. Ohne Prüfung iſt hier kein wahrer Chriſt. Willſt du mich ins Leiden führen, laß mich nur dich nicht ver⸗ lieren! In der Trübſal Nacht nimm mich, Herr, in Acht! 8. Einen Heldenmuth, der auch Gut und Blut gern um deinetwillen laſſe, und des Fleiſches Lüſte haſſe, gib zu deiner Ehr' mir je mehr und mehr! 9. Jeſu, hilf, daß ich Alles hier, was mich von dir locket, überwinde, und durch deine Kraft empfinde, daß ein wahrer Chriſt treu und ſtandhaft iſt! 10. Wird's von hinnen geh'n, woll'ſt du bei mir ſteh'n, mich durch's Todes⸗ thal begleiten, und zu dei⸗ nem Himmel leiten, daß ich da mich dein ewig möge freu'n! 240 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Gott im Himmel und 321 Iriun ewig zu ver⸗ ehren, iſt mir ſanfte, heil'ge Pflicht; ſeine weisheitsvollen Lehren ge⸗ ben meinem Geiſte Licht, und zu jedem guten Werke gibt ſein Beiſpiel Kraft und Stärke. 2. Sollt' ich den nicht dankbar preiſen, der das Heil der Menſchheit iſt? Nennt den Edlen, nennt den Weiſen, welcher ſo, wie Je⸗ ſus Chriſt, reine Tugend, die er lehrte, durch ein gött⸗ lich Leben ehrte; 3. Der mit liebevollem Herzen hohen, feſten Muth verband; der ſelbſt bei des Todes Schmerzen Mitleid gegen die empfand, die mit Grauſamkeit ihm fluchten, ſeine Qual zu mehren ſuch⸗ ten; 4. Den kein Sturm des Schickſäals beugte, der ge⸗ recht und tadellos ſich in Wort und Werken zeigte, göttlich edel, göttlich groß, willig, freudig Gluck und Leben für die Menſchheit hingegeben! 5. O ich weil' an deinem Bilde gern, erhab'ner Men⸗ ſchenfreund, wo mit ſo viel ſanfter Milde hohe Würde ſich vereint; und zu jedem guten Werke find' ich An⸗ trieb hier und Stärke. 6. Durch mein Leben dich zu uu preiſen, heilge Pfi iebevollen, der Menſch Licht! Aehn zu werden, Ziel auf Erd In eigen 322( dis Eine i Hell umfaßt. wies auch ſe Kand und ſche unter das Her fiigt und que der Ruhe, de fehlet. Es d de in Reich Einnlichkeit Suchenden 2. Dich Eine. We gib, daß i dir vereine lieb', als diee Klugen perachten; i dienſt, Herr betrachten. Jierde der? dus Wer b. ihr, mehr S 3. In di Fülle Du mich beglü Vort nur niedrer Er Gern will neln, die des Chriſen Hott im Hünmet u 4 eſum evigzan, 9 ehren, ſa eil ge Pflich ſ Wvollen Lehrnn p. inem Geiſt K jedem guta i Beiſpiel Krif n Sollt' ich du ü preiſen, der w ſer Menſchheit ſi den Edlen, nent a welcher ſo, uip biiſt, reine dujm lehrte, durch eigt den ehrte; Der mit liebekule hohen, feſten Me ;; der ſelhſt haß Schmerzen A, die empfand, ün mkeit ihm fune Aual zu mehraſt Den kein Sium als beugte, m und tadellos fti und Werken fi hedel, göttlic gi freudig Glut für die Meutt eben! 1 ich weil um 8 gern, erhabne eund, wo mithi Milde hohe d erreint; und zu „ 4 8 Werke find' i zier und Stitt Durch mein den à M im Allgemeinen. 241 zu preiſen, ſei mir hohe, heil'ge Pflicht; dich, den Liebevollen, Weiſen, dich, der Menſchheit Heil und Licht! Aehnlich, Jeſu, dir zu werden, ſei mein höchſtes Ziel auf Erden! In eigener Melodie. 322 Eins iſt Noth, und, Herr, dies Eine iſt, was alles Heil umfaßt. Alles Andre, wie's auch ſcheine, iſt nur Tand und ſchwere Laſt, wor⸗ unter das Herz ſich oft äng⸗ ſtigt und quälet, und immer der Ruhe, der wahren, ver⸗ fehlet. Es wohnet kein Frie⸗ de im Reich der Natur; die Sinnlichkeit täuſchet den Suchenden nur. 2. Dich erwählen, iſt das Eine. Welches Theil! O gib, daß ich ewig mich mit dir vereine, Nichts ſo innig lieb', als dich! Es mögen die Klugen der Welt dich verachten; ich will dein Ver⸗ dienſt, Herr, mit Ehrfurcht betrachten. Wer war je die Zierde der Menſchheit, wie du? Wer brachte mehr Licht ihr, mehr Segen und Ruh'? 3. In dir iſt der Weisheit Fülle. Du nur zeigſt, was mich beglückt. Durch dein Wort nur wird mein Wille niedrer Erdenluſt entrückt. Gern will ich mich ſam⸗ meln, die heiligen Lehren der himmliſchen Weisheit mit Andacht zu hören, um fern in den Rathſchluß der Gottheit zu ſehn, und freu⸗ dig die Wege der Tugend zu gehn. 4. Mit Vergebung meiner Sünden, Herr, begnadigſt du mich dann; läſſeſt mich den Frieden finden, den die Welt nicht geben kann. Was kann mir dann fehlen, was jemals mir ſchaden? Ich bin ja beim Vater, dem Höch⸗ ſten, in Gnaden. Fallt, Welten! Ich ſchwebe ver⸗ herrlicht empor; ein Him⸗ mel erſetzt mir, was hier ich verlor. 5. Jeſu, du biſt meiner Seele auch zur Heiligung gemacht. Daß ich dich zum Vorbild wähle, haſt du treu dein Werk vollbracht. In dir ging die Tugend hier ſichtbar durch's Leben; wie ſollt' ich, nach dir mich zu bilden, nicht ſtreben! Dir ähnlich zu werden, welch hoher Beruf! Dann bin ich deß Bild erſt, der dazu mich ſchuf. 6. Darum ſollſt du mir das Eine, Jeſu, du mein Alles ſeyn. Siehe, daß ich's redlich meine! Ewig, ewig bin ich dein! So ſegne mit Kraft mich, ſtets weiſer auf Erden, entſündigt, gehei⸗ ligt, dir ähnlich zu werden, und treu dir zu bleiben im 8 Le⸗ Dies Leben und Tod! dies Herr, iſt das Eine; Eine iſt Noth. In eigener Melodie. 323 Doß ich der Tu⸗ gend Höh' er⸗ klimme, wo unten tief die Erde liegt, wo Glaube der Verführung Stimme und jedes Hinderniß beſiegt, wo in des Himmels reinem Scheine dies Eine Ziel nur glänzend ſteht;— ach, Gott, erhöre mein Gebet!— nur darum bet' ich, flehe, weine. 2. Es ſtieg voran die ſtei⸗ len Stufen der Menſchen⸗ ſohn mit Kraft und Muth. Er hört im Jordan ſich ge⸗ rufen, und nimmt den Ruf mit aus der Fluth; und geht, daß er zur That ſich rüſte, die außer ihm kein Menſch begreift, die nur in ſeiner Seele reift, zum ſtillen Den⸗ ken in die Wüſte. 3. Da ſteht er an dem Scheidewege; vor ihm die ſchauderhafte Wahl; hier aller Leiden Donnerſchläge auf ſeinem Weg zum blut'gen Pfahl. Gott, was nur Men⸗ ſchen reizt, verlaſſen? ſelbſt ihre Liebe? Muh' und Noth und Angſt und Schmach, zuletzt den Tod mit ſeiner ſchärfſten Qual umfaſſen? 4. Dort liegt der Erde reicher Segen; dort hängt der Ehre ſchoͤner Kranz; 242 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Bewundrung jauchzet mir entgegen; die Ruhe winkt, des Goldes Glanz. Ich ſehe von des Berges Spitze die ſchönſten Reiche ausgedehnt. Auf, folge und Judäa krönt dich, knieend vor dem Kö⸗ nigsſitze. 5. Nein, Gott gebeut! Weicht, Erdenfreuden! Fort, Satan, hebe dich von mir! Ich tret' in dieſe Nacht der Leiden, und hange, Vater, nur an dir. Selbſt in des Sturms ergrimmten Flu⸗ then umſchlingt dein Arm allmächtig mich. Ich fühle dich, ich fühle dich, wenn alle meine Adern bluten. 6. Entſchloſſen nun, voll innerm Frieden wirft er ſich ins Gedräng der Welt; er kämpfet, ohne zu ermüden, und überwindet als ein Held; und hält ſein Werk nicht für geendet, bis er, nah' an der Todesnacht, zum lauten Sie⸗ gesruf: Vollbracht! den letzten Athemzug verwendet. In eigener Melodie. 32 4(Neſu, meine Freu⸗ de! beſter Troſt im Leide! meines Herzens Theil! Deine Mittlertreue macht, daß ich mich freue deiner, Herr, mein Heil! Hab' ich dich, wie reich bin ich! Ohne dich kann ich auf Erden nie recht glücklich werden. 1 2. Unter 2⁵ uUnter ünnen kein rrſchrecklich pelſen ſplit Erdkreis zil Einſuurz dra mehr? Ring mag es ſtür bliten! Er, ſchützen. ſi Wenn Schrecken A etwecken, Je Mag der T. nich das C Iius läßt m ſchrekt nicht riht: freudi fum ſehe, b höhe. 4. Wer iſt den weinem ihn erſchutt der Feinde d Gott zu lo der an. 3 Gottes M wenn mich niemals mic 15. Lockt Scjäͤßze! Ch der betrogen ſoll ihr nicht von den, der n Elend, No und Tod ſo iel muß le deſn ſchede Berges Shi —— Reiche he ausge at ſe und dunit eend vor di e 4 ein, Gott Pdeene 1 hebe dich von un in dieſe Naitn und hange, an dir. Se lbſt ud ergrimmten gi nſchlingt dein ge ig mich. Jö iiß h fühle dih, m 9. Adern blutn ntſchloſſen nun u Frieden wirft e i wräng der Pathe „ohne zu erni rwindet als ein oi t ſein Werknctſt bis er, nah' md icht, zum lautm Vollbracht w Athemzug verneht n eigener Melddir Deſu, meine ie de! beſter i de! meines Ha Deine Mittlettn daß ich mich fi Herr, mein gi h dich, wie rih 4 dich kaun ihen nie recht lütt 7 9* 2. Unter deinem Schirme können keine Stürme mir erſchrecklich ſeyn. Laß auch Felſen ſplittern; laß den Erdkreis zittern und den Einſturz dräu'n! Was iſt's mehr? Rings um mich her mag es ſtürmen, donnern, blitzen! er wird mich ſchützen. 3. Wenn der Süunde Schrecken Angſt in mir erwecken, Jeſus ſtillet ſie. Mag der Tod ſich nahen, mich das Grab umfahen, Jeſus läßt mich nie. Mich ſchreckt nicht das Weltge⸗ richt: freudig, daß ich Je⸗ ſum ſehe, blick' ich auf zur Höhe. 4. Wer iſt, der den Glau⸗ ben meinem Herzen rauben, ihn erſchüttern kann? Bei der Feinde Toben ſtimm' ich, Gott zu loben, Freudenlie⸗ der an. Ich vertrau' auf Gottes Macht; er wird, wenn mich Feinde haſſen, niemals mich verlaſſen. 5. Lockt nur, Gold und Schätze! Ehre ſei der Götze der betrogenen Welt! Mich ſollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wen⸗ den, der mich treu erhält. Elend, Noth und Schmach und Tod ſoll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jeſu ſcheiden. 6. Weich', verbotne Lie⸗ be! Weicht, der Wolluſt im Allgemeinen. 243 Triebe! Thoren lockt nur ihr. Mich ſollt ihr, ihr Sünden, nimmer willig finden; fliehet fern von mir; Ueppigkeit, Geiz, Schmähſucht, Neid, ihr be⸗ ſchweret das Gewiſſen; euch will ich nicht wiſſen. 7. Weichet Sorg' und Zagen! Schweiget, bange Klagen! Jeſus iſt ja mein. Jeden, der ihn liebet, muß, was erſt betrübet, noch zu⸗ letzt erfreun. Hab' ich hie ſelbſt Noth und Müh'; Je⸗ ſu, auch im bängſten Leide bleibſt du meine Freude. Mel. Wie wohl iſt mir, v Freund 325 Aupdich, Erlöſer, ſtets zu ſehen, ſo wie du warſt, geſinnt zu ſeyn, der Tugend Weg dir nach zu gehen, der Brüder Glück ſich ganz zu weihn, haſt du den Deinen, die dich lieben, als Pflicht aus Liebe vorgeſchrieben; wie drin⸗ gend iſt ſie, Herr, wie ſüß! Wenn jeder Menſch nach deinem Bilde ſo eifrig ſeine Pflicht erfüllte, die Erde wär' ein Paradies. 2. Entflammt war deine ganze Seele von reinſter Lie⸗ be gegen Gott, war ſeinem heiligen Befehle gehorſam bis zum Kreuzestod. Du ſuchteſt nur des Vaters Eh⸗ re; im Tempel war ſie deine Lehre, und was dem Heilig⸗ L 2 ſten ſten gefällt. Den Schöpfer aller Kreaturen verkündig⸗ teſt du auf den Fluren als Vater, der die Welt erhält. 3. Wie eifrig warſt du, ſeinen Willen, als Bürger und als Unterthan, als Sohn, als Bruder zu er⸗ füllen, auf deiner ganzen Lebensbahn! Als Freund, wie zärtlich gegen Freunde! Verfolgt, wie duldend ge⸗ gen Feinde! Für Aller Wohl ſchlug deine Bruſt. Die Menſchen tröſten und er⸗ quicken, erfreuen, heilen und beglücken, war dein Ge⸗ ſchäft, war deine Luſt. 4. Tief rührte dich die Noth der Sünder! Wie ſorgſam gingſt du ihnen nach! Wie viele wurden Gottes Kinder, wenn rüh⸗ rend deine Liebe ſprach! Du kämpfteſt, Wahrheit zu ver⸗ breiten, und Alle zu dem Heil zu leiten, das nicht mit Welt und Zeit vergeht. Ent⸗ zogſt du matt dich dem Ge⸗ tümmel, da war die Einſam⸗ keit dein Himmel, dein Geiſt beim Vater im Gebet. 5. Du warſt demuüthig und beſcheiden, ein Freund erlaubter Heiterkeit; bewie⸗ ſeſt bei den ſchwerſten Leiden Geduld, Muth und Gelaſ⸗ ſenheit, vergabſt, von Liebe tief durchdrungen, die här⸗ teſten Beleidigungen, im Le⸗ ben, und dem Tode nah; 244 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und ſtarbſt ſo rührend und erbauend, ſo freudig, ſtand⸗ haft, Gott vertrauend, ſo göttlich groß auf Golgatha! 6. Wie du geſinnt zu ſeyn, zu handeln, iſt deiner Schü⸗ ler höchſte Pflicht; der muß nach dhen Vorbild wan⸗ deln, der von Verehrung Chriſti ſpricht. Dann wird zum Fleiß in guten Werken uns göttlich der Gedanke ſtärken, daß wir des Vaters Willen thun, und daß ſein heilig Wohlgefallen, ſein Geiſt und Segen auf uns Allen hier und im Himmel lohnend ruh'n. Mel. Gott, der du die Me 3 2 6 Won rueſ ſ. 4 das Aug' im Tode bricht, mit des Herzens reinſten Trieben, iſt uns theure, heil'ge Pflicht. Von der Liebe Gluth durchdrungen, kamſt du, wardſt uns Men⸗ ſchen gleich, gründeteſt ein neues Reich, haſt uns Ruh’ und Heil errungen. Froher Herzen Preisgeſang ſagt nun deiner Liebe Dank. 2. Keine lockende Be⸗ gierde drängte dich zum Eit⸗ len hin; Heiligkeit war dei⸗ ne Zierde, Menſchenrettung dein Gewinn. Willig trugſt du deine Bürde, trateſt ſanft und ſtill hervor, hobſt die Welt zu Gott udar⸗ daß fie ewi Riedrigkeit! Loos, und dienſt ſo gr⸗ 3. Macht ſten Staube, Seelen Gluc und Abergla in die Nach 3 Hei inc heit führteſt Schaat, und folgeam war in voller Al bebt vor Freu auch üns t Licht. 4 Nun er und Schrecker ßen Welten kann Sorgi er t nimm Seine Leebe be predigt Welt, die ahält daß hen übe. ſet du erſ ALihe Gottes ö. Selbſt iich beben, dir zurück. du ſolſtle nen Thraͤnen blutet teſt am bünan. Noth; ſiard ſen Tad i ſehen reize Felche Huld ene Schnd n des Chriten rbſt ſo wrihrad und d, ſo frendg ſand⸗ ott„vertraund, groß auf Gelgat gußa sie du peimtgſin deln, iſt d deinerSti⸗ ſte Püct, de un. einem Vordi ild uan⸗ der von Vert pricht. den leiß in gu ten Veit oͤttl ich der dan daß wir des Vana thun, und daßſ Wohlgefi llen, ſa und Segen auf wu hier und im Haun d ruhn. dott, der du die Naiten der *Nelterlin it 3Win luae h ug' im 1n rit es Herzens reiie 1, iſt uns then Pflicht. La g Gluth durchorann auu, wardſt un he leich, gründetſti beic haſt uns k errungen. gi Prasuenn 6 iner Liebe Dan⸗ Keine locknde d deingt dich; imb ; Heil igkeit vard rde, Menſcheuritz ewinn. Wiliig te ne Bürde, te nd ſtill hervor, lt zu Gott tm. daß ſie ewig ſelig würde. Riedrigkeit war, Herr, dein Loos, und doch dein Ver⸗ dienſt ſo groß! 3. Mächtig ſelbſt im tief⸗ ſten Staube, ſchufeſt du der Seelen Glück. Zweifelſucht und Aberglaube ſchwanden in die Nacht zurück. Hin zum Heiligthum der Wahr⸗ heit führteſt du der Deinen Schaar, und wer dir nur folgſam war, ſah ſein Heil in voller Klarheit. O wer bebt vor Freude nicht? Uns, auch uns umglänzt dein Licht. 4. Nun entfliehen Furcht und Schrecken vor dem gro⸗ ßen Woltenheren Nichts kann Sorg' in uns erwecken; er iſt nimmer von uns fern. Seine Liebe, Nichts als Lie⸗ be predigt uns die ſchöne Welt, die er täglich noch erhält, daß ſie uns im Lie⸗ ben übe. Menſchenfreund, ſeit du erſchienſt, iſt die Liebe Gottesdienſt. 5. Selbſt der Sünder darf nicht beben, eilt er nur zu dir zurück. Deine Stimme: Du ſollſt leben! heitert ſei⸗ nen Thränenblick. Ach, du bluteteſt am Kreuze, trugeſt Schmach und Angſt und Noth; ſtarbſt für ihn, damit dein Tod ihn zum frommen Leben reize! Folgt er dir, o welche Huld! ausgetilgt iſt ſeine Schuld. im Allgemeinen. 24 6. Dank ſei dir von allen Frommen, Preis und Dank ſei dir geweiht! Ja, durch dich iſt Heil gekommen in das Land der Sterblichkeit. Wer dir folgt durch's Er⸗ denleben, athmet hier ſchon Himmelsluſt; Friede wohnt in ſeiner Bruſt; einſt wird Gott die Kron' ihm geben. Wie verklärt des Todes Thal, Herr, ihm deines Lichtes Strahl! Mel. Auf, Chriſtenmenſch ir nach, ſpricht 327 Mis Chriſtus, un⸗ ſer Held, folgt meinem Vor⸗ bild, Chriſten! Verläugnet euch, beſiegt die Welt mit ihren ſchnöden Lüſten; gebt ihren Reizungen nicht nach, erduldet lieber Ungemach! 2. Ja, Herr, dein Vor⸗ bild leuchtet mir zu einem heil'gen Leben! Wem ſollt' ich auch, wem ſonſt, als dir, zu folgen mich beſtreben? Du zeigſt den Weg zum wahren Wohl, zeigſt mir, wie ich ihn wandeln ſoll. 3. Dein Herz, voll Gott⸗ ergebenheit, war auch voll Menſchenttehe, voll De⸗ muth, Sanftmuth, Freund⸗ lichkeit, und reger Mitleids⸗ triebe; ſelbſt deinen Fein⸗ den wandteſt du großmüthig Hulf' und Wohlthat zu. 4. Dein Beiſpiel lehrt, was ſthadlich iſt, mit weiſer Vor⸗ ; — 246 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Vorſicht fliehen; es lehret mich, mein Herz der Liſt und Heuchelei entziehen. O wohl mir, wenn mit from⸗ mem Sinn ich dir, mein Heiland, ähnlich bin! 5. Du gingſt als Führer einſt voran, ſtehſt mir auch noch zur Seite; du kämpf⸗ teſt ſelbſt, und brachſt die Bahn, ſtärkſt nun auch mich zum Streite. Wie könnt' ich denn noch zaghaft ſeyn, und mich, dir nachzufolgen, ſcheu'n? 1 6. Wer hier ſein Glück zu finden meint, wird's ohne dich verlieren, wer's bei dir zu verlieren ſcheint, den wirſt du dazu führen. Wer dich als ſeinen Herrn verehrt, und dir nicht folgt, iſt dein nicht werth. 7. So will ich denn dir, meinem Herrn, getreu und froh nachgehen, will wohl⸗ gemuth, getroſt und gern der Tugend Kampf beſte⸗ hen; denn wer nicht kämpft, trägt einſt die Kron' des ew'gen Lebens nicht davon. Mel. Es wolle Gott uns gnädig 328 s preiſe Gott, wer Jeſum Chriſt als ſeinen Heiland kennet, wer ſeiner Kirche Mitglied iſt, und ſeinen Herrn ihn nennet! Sein höchſtes Ziel hienieden ſei, daß er nach ſeiner Lehre, entfernt von aller Heuchelei, aufrichtig ihn verehre als ächter Chriſtusjünger! 2. Der ächte Jünger Jeſu hält ſtets feſt an ſei⸗ nem Glauben. Er läßt durch allen Hohn der Welt ſich nie dies Kleinod rauben. Denn dieſer Glaube gibt ihm Kraft und Muth zum edlen Streben, vor ſeinem Schöpfer tugendhaft und kindlich froh zu leben, zu dulden und zu ſterben. 3. Der ächte Jünger Jeſu lernt, von Gottes Geiſt ge⸗ trieben, und von des Laſters Pfad entfernt, ſtets herzli⸗ cher ihn lieben. Er weiß, was Jeſus that und litt, die Sünder zu beglücken. Er zählt dazu ſich ſelber mit, und rühmt es mit Entzücken: Auch mich hat er geliebet! 4. Der ächte Jünger Jeſu weiht dem Heiligungsge⸗ ſchäfte die Tage ſeiner Le⸗ benszeit und alle ſeine Kräf⸗ te. Er glaubt und liebt; wie ſollt' er nicht der Lüſte Reiz verſchmähen, und unverrückt den Weg der Pflicht, wie Jeſus Chriſtus, gehen, um ähnlich ihm zu werden? 5. Der ächte Jünger Je⸗ ſu liebt die Menſchen edel⸗ müthig; er tröſtet, beſſert, hilft und gibt, iſt gegen Feinde gütig, und liebreich eilt er Jedermann, der ſein bedarf, entgegen. Er ſtiftet Gu⸗ Gutes, wo lbt der I wie Jeſus i 6. Der ſu träͤgt ge Bürde. A Gott ihm a ſeine Würd ſellſt in noch muthvo des Gottes Herz, vor unſchuldig vandelt. 7. Der äc ſu fiegt au ſchrecken; de der aufwaͤrt Grabesſtaub Er kennet d ſtarb, wd desleiden d ligkeit erw er im T weiß, an! 8. Gib deinen Sa Erden meh⸗ ih dich im ben recht nach vollbra zu jenen Geiſ der Ihm Wohr biſt du vor Mel, A 329. Um gleich u warſt, des Chrſſen von aller Heuthe 3 ihn verehre hriſtusjüngen der achte Jüng lt ſtets ſeſt m t auben. Er läßt n vohn der Vet 1 s Kleinod mia dieſer Glanbe zi aft und Mutz zm Streben, dor ſeinn er tugendhaft wh froh zu leüen, und zu ſterbn. der ächte Jünger zir von Gottes Gei 2 „und von des enies ntfernt, ſtetz baſ n lieben. Er ni ſus that und i e zu beglüͤtta. g dazu ſich ſelba n hmt es mit Gatzitn nich hat er glit der äͤchte Jünger ii dem Heiligug die Tage ſein t und alle ſeine g⸗ glaubt und lietten rnicht der Lüſek gähen, und undt zeg der Mficht, Chriſtus, gehen. ihm zu werden Der ächte Jüngt dt die Menſchen ; er tröſtet, bit und gibt, iſ ſi gütig, und leie Jedermann, der — r i entgegen. G. im Allgemeinen. Gutes, wo er kann, und lebt der Welt zum Segen, wie Jeſus ihm gebietet. 6. Der ächte Jünger Je⸗ ſu trägt getroſt des Lebens Bürde. Auch Noth, die Gott ihm auferlegt, erhöhet ſeine Würde. Er bleibet ſelbſt im herben Schmerz noch muthvoll und geduldig; des Gottes tröſtet ſich ſein Herz, vor dem er hier unſchuldig zur Ehre Jeſu wandelt. 7. Der ächte Jünger Je⸗ ſu ſiegt auch über Todes⸗ ſchrecken; denn ſeinen Geiſt, der aufwärts fliegt, wird Grabesſtaub nicht decken. Er kennet den, der für ihn ſtarb, und ihm durch To⸗ desleiden des Himmels Se⸗ ligkeit erwarb; drum jauchzt er im Verſcheiden: Ich weiß, an wen ich glaube! 8. Gib, Jeſu, daß der Deinen Schaar ſich ſtets auf Erden mehre, und daß auch ich dich immerdar im Glau⸗ ben recht verehre! Nimm nach vollbrachtem Pilgerlauf zu jenen Seligkeiten den Geiſt, der dich verehret, auf! Ihm Wohnung zu bereiten, biſt du vorangegangen. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 329 u, deines Va⸗ ters Ebenbild, ihm gleich an Menſchenliebe, du warſt, o Jeſu, ganz ———y-— ſſſſ 247 erfüllt mit gottgeweihtem Triebe! Er war dein Ziel, dein höchſtes Gut; ihm folg⸗ teſt du mit Heldenmuth. 2. Du warſt mit ihm Ein Sinn, Ein Herz, ſein Wille war dein Wille; du ehrteſt auch im größten Schmerz ihn mit zufriedner Stille. Selbſt auf der allerrauhſten Bahn ſahſt du ihn noch als Vater an. 3. Du ſuchteſt Nichts als ſein Gebot vollkommen zu erfüllen, und unterwarfſt dich bis zum Tod ganz dei⸗ nes Vaters Willen. Dein Hauptgeſchäft war das al⸗ lein, Vollender ſeines Raths zu ſeyn. 4. Zum Kreuze gingſt du ruhig hin, uns Ruhe zu er⸗ werben; bereit, mit gött⸗ lich großem Sinn, zum Heil der Welt zu ſterben, warſt du zur tiefſten Schmach ge⸗ faßt, und trugſt der ſchwer⸗ ſten Leiden Laſt. 5. Herr, lehre mich, dein Eigenthum, nach deiner Tu⸗ gend ſtreben! Dir gleich ge⸗ ſinnt ſeyn, ſei mein Ruhm, und Wonne, ſo zu leben! O hilf, daß ich ſo gern, wie du, den Willen deines Va⸗ ters thu'! Mel. Schwing' dich auf zu 330 Sell ich jetzt noch, da mir ſchon deine Güt' erſchienen, 2 4 dich dich verlaſſen, Gottes Sohn, und der Sünde dienen? mit den Lüſten dieſer Zeit wie⸗ der mich beflecken, und nicht mehr die Freudigkeit deiner Liebe ſchmecken? 2. Hab' ich doch allein bei dir meine Ruh' gefun⸗ den; Mittler, heilteſt du doch mir liebreich meine Wunden; und ich ſollte dein Gebot, wie die Suün⸗ der, haſſen, und mein Recht an deinen Tod wieder fah⸗ ren laſſen? 3. Nein, ich bin und bleib' ein Chriſt, folge deinen Leh⸗ ren, laſſe weder Macht, noch Liſt meinen Glauben ſtören. Fielen tauſend ab; nicht ich; mag's die Welt ver⸗ drießen! Sie wird mein Vertrau'n auf dich mir doch gönnen müſſen. 4. Zeigt ſie mir ein Heil, wie du? Bringt ſie Kraft den Müden, den Bedräng⸗ ten Troſt und Ruh', Sün⸗ dern Gottes Frieden? Gibt ſie mir die Zuverſicht, daß ich, trotz dem Grabe, dei⸗ ner Ewigkeiten Licht zu er⸗ warten habe? 5. Rettet ſie mich, wann vor Gott einſt die Völ⸗ ker ſtehen, und das Le⸗ ben und den Tod ihm zur Seite ſehen; wann der Sichre nun zu ſpät aus und hier dem Schlaf erwachet, der Spötter, der 248 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſchmäht, glaubt und nicht mehr lachet? O wie thöricht, wenn ich d noch verführen ließe, Jeſu, da ich ſchon durch dich Gottes Huld genieße, da ich weiß, auf weſſen Wort ich die Hoffnung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad' und Leben ſinde! 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübſal nicht, noch Freuden, ſollen mich, mein Herr und Gott, jemals von dir ſcheiden. Welt und Sünd' und Eitelkeit und des Fleiſches Triebe, Alles überwind' ich weit, Herr, durch deine Liebe! Mel. Freu'’ dich ſehr, o meine 331 Gettt icher, dich zu erheben und mit frommer Zuverſicht dei⸗ ner Tugend nachzuſtreben, iſt dein Ruf und meine Pflicht! Sieh, ein Beiſpiel laß ich dir, ſprichſt du: komm' und folge mir! O welch Beiſpiel ſonder Gleichen! Streb', o Geiſt, es zu erreichen! 2. Armuth, Haß, Ver⸗ folgung, Schmerzen, trugſt du ſtill und mit Geduld; du vergabſt mit edlem Herzen deinen Feinden ihre Schuld; hörteſt der Verlaßnen Fleh'n, eilteſt ihnen beizuſteh'n; kannteſt keine höh’re Freu⸗ den, als die Lindrung ihrer Leiden. 3. Ich 4 3. Ich wi m Schm und geduldi liebevollem Feinden ger ſoll nir des mnerhört vor und innig! deinem Veiſp 4 Du, de lild wähle, al empo wanke, wa ſchwebe mir or. Dir ge Geiſt) War Snaub enir dann werd' Fteud und erben. Ml. Maͤne 332 und was fehlen? O doch durch ſrer Seelen nnd hHerrli ſeines Sdh rühme ſi ſeines Loh und unve der ganze des Chriſe het? wie thöricht, n noch verf führunliß ich ſchon; un zuld genieße, M uf weſſen Ven fnung gründe, i h unfehlhar und Leben finde icht das Leben, ne d Tribſal m na 4 ſol len m midm ad Gott, jemalz in heiden. A 1) nd(itelkeit m iſches Triehe,. nd' ich weit, zn 359) eine Liebe! der — reu dich ſehr, d G ltn zu erheberm mmer Zuperſit eend nachzuftt if und meine Nig ein Beiſpi dl li ichſt du: ir! O welch iß Gleichen! Ste ss zu erreichen Arr nuth, Haß, Ne 1 Schn. merzen, ir tuj und mit Gedub mit e edle m nn Fei inden i ihre Su der Verlaßnend Ft ihnen beizuiit⸗ t ine böher el⸗ Fdie Lindrung 3” glaubt und 1 3 3. Ich will auch in Noth und Schmerzen ſtandhaft und geduldig ſeyn; will mit liebevollem Herzen meinen Feinden gern verzeih'n. Nie ſoll mir des Elends Fleh'n unerhört vorübergeh'n; feſt, und innig will ich Reben, deinem⸗Beiſpiel nachzuleben. 4. Du, den ich zum Vor⸗ bild wähle, hebeſt meine Seel' emp or. Wann ich wanke, wann ich fehle, ſchwebe mir dein Beiſpiel vor! Dir geheiligt ſei mein Geiſt! Wann er ſich dem Staub entreißt: dann, o dann werd' ich im Sterben Freud' und Wonn' auf ewig erben. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht 332 Seufte o Chriſt, 1 ſt Jeſu Joch; und was kann bei ihm uns fehlen? O wie ſelig ſind wir doch durch den Retter un⸗ ſrer Seelen! Welche Wonn' und Herrlichkeit wartet un⸗ ſrer nach der Zeit! 2. Freue deines Glau⸗ bens dich, deines Gottes, ſeines Sohnes! Deine Seele rühme ſich ihrer Hoffnung, ſeines Lohnes, voller Muth und unverſtellt freudig vor der ganzen Welt! 3. Hat gleich ſein Be⸗ kenntniß hier im Leiden und Beſchwerden; dennoch ſei ihm treu; denn dir ſol⸗ im Allgemeinen. 249 len ew'ge Freuden werden. Was iſt gegen ſolch ein Glück dieſes Lebens Augenblick? 4. Schäme ſeines Worts dich nie vor den Frevlern, vor den Spöttern, wenn ſie ihn verſchmäh'n, wenn ſie ſich und ihren Witz vergöttern! Was vermag der Läſtrer Spott wider Jeſum, wider Gott? 5. Was vermag er, tobt er gleich wider dich und dei⸗ nen Glauben? Goftes Bei⸗ fall, Gottes Reich kann doch keine Macht dir rauben. Halte dich an dem nur feſt, der die Seinen nie verläßt. 6. Welchen Kampf hat nicht dein Herr für dein ew'⸗ ges Heil geſtritten? Jene Schaar der Märtyrer, was hat die für ihn gelitten? Schmach und Marter, ſelbſt den Tod, litten ſie getroſt für Gott. 7. Und der Spötter Witz und Hohn könnte je dein Herz verführen, deinen An⸗ theil an dem Lohn deines Glaubens zu verlieren? Nein, o Chriſt, nein, wanke nie, fleh' um Rettung auch für ſie! 8. Sei getreu bis in den Tod; denn du glaubeſt nicht vergebens. Nach dem Tode führt dich Gott zu der Won⸗ ne jenes Lebens. Und auf einen kurzen Streit krönt dich ſeine Herrlichkeit. L 5 Mel. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 333 W¹h hohes Bei⸗ ſpiel gabſt du mir, mein Heiland, durch dein Leben! Sollt' ich nicht gern und mit Begier, dir nachzuahmen ſtreben? nicht geh'n den Weg, den du be⸗ tratſt, nicht freudig thun, was du, Herr, thatſt? 2. Dein Herz, von Suͤn⸗ de nie entweiht, war rein, wie deine Lehre; dein gan⸗ zer Wandel Heiligkeit; dein Endzweck Gottes Ehre: hier Leitung zur Vollkommenheit und dort der Menſchen Se⸗ ligkeit. 3. D'rum führteſt du zur Tugend an, und, ſtandhaft ihr ergeben, gingſt du uns ſelbſt den Weg voran, mit Muth uns zu beleben; und wenn du litteſt ohne Schuld, ertrugſt du Alles mit Geduld. 4. Der Kummervollen Troſt zu ſeyn; zu wehren jedem Leide, nur wohlzu⸗ thun, nur zu erfreu'n, war deine Sorg' und Freude; und jede Thräne, jeder Schmerz drang in dein lie⸗ bevolles Herz. 5. Du trugſt mit Sanft⸗ muth und mit Huld die Schwachheit deiner Freun⸗ de; mit Sündern hatteſt du Geduld und batſt für deine Feinde. Du warſt ge⸗ horſam bis zum Tod und ehr⸗ teſt ſelbſt im Tode Gott. 250 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 6. Dies große Beiſpiel haſt du mir zum Vorbild hinterlaſſen, daß ich geſin⸗ net ſei, gleich dir, in meinem Thun und Laſſen. Komm', ſprichſt du, nimm mein Joch auf dich, komm', folge mir und ſieh' auf mich! 7. Ich komme, Herr! Gib Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Jünger ſei, und nicht mich nur den deinen nenne, damit ich, deinem Vorbild treu, auch Andern gutes Beiſpiel ſei! Mel. Wer nur den lieben Gott 334 Belückt, beglückt iſt, wer auf Er⸗ den mit allen ſeinen Kräf⸗ ten ſtrebt, an edlen Thaten reich zu werden, und nicht für dieſe Welt nur lebt, ſtets vorwärts dringt, und nie vergißt, daß ſeine Seel' unſterblich iſt. 2. Er forſchet nach der Tugend Wegen, was gut und Pflicht iſt, ſchnell zu thun, ſpricht nicht(ſo ſpre⸗ chen nur die Trägen): Noch will ich ſchlummern, will noch ruh'n. Er ſäet früh und nützt die Zeit zur Aus⸗ ſaat für die Ewigkeit. 3. Erfüllet von der Tu⸗ gend Sorgen, denkt er, und denkt mit Luſt daran, wie er hier ſichtbar, dort ver⸗ borgen, ein gutes Werk voll⸗ en⸗ Ant, reift je enden kann den Augenl und für B 4. Ihn Hinderniſe ten ſtärkt e heiligen En und unerſe ſehr er an zur That. 5. Er v ſen Muth ſch, geſti Trif ihn das Gute folgung o lleibt ihm im Streit weil es d 6. So! Chriſten; ner Achtn laßt uns gend war inmer h unſer Loo teiner Tug Mel. Auf 335 Raub, we auf Erden 6 leic du dir, in nene 5 d Laſen Kemn , nimm mein 1 G wuinn folgen auf mich h komme, Her 6b und Licht, dß Heil niene n Jünger ſei, m nich nur 8 dn damit ich, dam treu, auch Nnden Zeiſpiel ſei! ver nur tlieben g Bu läct begüt ſt ver aufb allen ſeinen di ¹„an Ales In V werden, u ſe Welt uu 4 rwärts ins, gißt, daß ſeine ich iſt. Ir forſchet mach Wegen, wu ſ Aicht iſt, ſchneln pricht nicht(o ſtr 3 die Trägen) R ſclunmet e 1 19 n. Er ſärt tzt die Zeit; un rdie Ewi gie. erfüllet von del⸗ oorgen, denkt nn 3 nit Luſt de ſichtbar, don ein gutes 4 61 des Chriin ies Jroße bun enden kann, und nützet je⸗ den Augenblick für Tugend und für Brüderglück. 4. Ihn ſchrecken keine Hinderniſſe, durch edle Tha⸗ ten ſtärkt er ſich, und ſeine heiligen Entſchlüſſe ſind feſt und unerſchütterlich. Wie ſehr er auch zu kämpfen hat, reift jeder Vorſatz doch zur That. 5. Er widerſetzt mit fe⸗ ſtem Muthe dem Unrecht ſich, geſtärkt durch Gott. Träf' ihn im Kampfe für das Gute der Welt Ver⸗ folgung oder Spott; ſo bleibt ihm doch der Preis im Streit. Er kämpft, weil es die Pflicht gebeut. 6. So laßt auch uns als Chriſten handeln, aus rei⸗ ner Achtung für die Pflicht; laßt uns die Bahn der Tu⸗ gend wandeln; da ſtrahlet immer helles Licht, und unſer Loos in Ewigkeit iſt reiner Tugend Seligkeit! Mel. Auf, Chriſtenmenſch! 335 Bon oder ſpät des Todes Raub, wall' ich noch hier auf Erden: doch nur mein Leib wird wieder Staub; ich ſoll unſterblich werden. Und dann, dann iſt mein ew'ges Theil, o Gott, Ver⸗ werfung oder Heil. 2. Mit Ernſt und Eifer ſoll der Chriſt nach ſeinem im Allgemeinen. Heile ringen, gern laſſen, was auf Erden iſt; hinauf zu Gott ſich ſchwingen; ge⸗ troſt den Pfad der Trübſal geh'n; und ſtandhaft in Verſuchung ſteh'n. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß; noch bin ich in den Schranken, noch nicht am Ziele: doch mein Fuß beginnet oft zu wan⸗ ken. Herr, ſtärke mich durch deine Kraft auf dieſer kur⸗ zen Pilgerſchaft. 4. So lang ich noch, ein Fremdling hier, in dieſem Leibe walle, ſchaff' du ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geiſt zue dir hinan! 5. Es ſei mein Ruhm, dir werth zu ſeyn, was du gebeutſt, zu üben; mein höchſtes Gut, mich dein zu freu'n, von Herzen dich zu lieben; mein Troſt, auf deie nen Schutz zu bau'n, und dir Allliebender, zu trau'n! 6. Nie ſoll des Zweifels Dunkelheit mir dieſen ho⸗ hen Glauben, dies Vorge⸗ fühl der Seligkeit, des Him⸗ mels Hoffnung rauben. Was lindert ſonſt des Lebens Noth? Und was verſüßt mir einſt den Tod? 7. Du, der mir dieſes Heil erwarb, laß, Jeſu, mich's ererben; du, der für ſene Menſchen ſtarb, laß, ————— laß, Jeſu, dir mich ſterben! Gib, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir ſei! W Mel. O Gott, du frommer Gott 5 u ſagſt: Ich bin 336 D ein Chriſt! Wohl dir, wenn Herz und Leben dir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugniß geben! Wo iſt ein höh'rer Ruhm? Welch Glück kann größer ſeyn, als Gottes Wege geh'n und ſeiner Huld ſich freu'n? 2. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt! Der iſt's, der Chri⸗ ſtum kennet, nicht mit dem Munde nur ihn Herr und Heiland nennet, nein, gern und willig thut, was auch ſein Herr gebeut. Thuſt du das nicht, ſo iſt dein Ruhm nur Eitelkeit. 3. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt! Mit Ernſt das Böſe haſſen, den Lüſten wider⸗ ſtehe'n, gewohnte Sünden laſſen, dies iſt des Herrn Befehl; dies ſeiner Lehre Sinn; kein todter Glaube führt zur ew'gen Wohlfahrt hin. 4. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, getauft zu Gottes Erben, ſein Kind und Freund zu ſeyn und ſelig einſt zu ſterben! Du biſt's; doch prüfe dich, erfülleſt du auch gern, treu deiner Chriſten⸗ 252 Geſinnung und Verhalten des Chriſten pflicht, den Bund mit dei⸗ nem Herrn? 5. Haſt du nicht dieſen Bund ſchon längſt und oft gebrochen? Du haſt, als Gottes Kind, Gehorſam ihm verſprochen; haſt du mit Treue denn dem Guten nachgeſtrebt? Hat nicht die Sünde noch ſehr oft in dir gelebt? 6. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, betrachte, leſ' und höre, vom Irrthum unver⸗ führt, des Heilands reine Lehre! Wohl dir! Doch thuſt du auch, was Gottes Wort dich lehrt? Nur ſelig iſt, wer's thut, nicht, wer's blos lieſt und hört. 7. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt! Mit Gott mich zu verbinden, nehm' ich oft Je⸗ ſu Mahl; mich reuen meine Sunden. Doch zeiget ſich bei dir in deinen Werken auch rechtſchaffne Beſſerung nach dieſes Mahls Ge⸗ brauch? 8. Nur dann erſt, wenn dein Sinn, wenn alle deine Triebe dem Herrn geheiligt ſind in reiner Kindesliebe, wenn du, wie Chriſtus war, ein Freund der Menſchen biſt, gerecht und wahr und mild; dann ſag': Ich bin ein Chriſt! 9. Wenn, Gutes aus⸗ zuſtreu'n, die Unſchuld zu beſchützen, und ſelbſt dem Feind, zeind, ſo kannſt, zu denſchaft di gieret, we telkeit und, verführet, Haß und dch gebeut roch nicht ligkei. Il. Spri enn Chriſt! und Leben me erſt ein geben. De genug. Ei Schein, d will, in ſe 12. Ac doch Kra zu befleif Chriſt zu: ſo zu heit èn Name⸗ die That ſich und dein Himm Mel. Wer 337 Weſen; w diht vor von Sünd ind ſchaff n mir, e ſt du nicht dieſer hon läͤngſt un fj 1? Du haſ. ebt: Hat nict noch ſehr oft ui ſagſt: Ich bin n betrachte, leſ w om Jrrthum mnr des Heilandz un Wohl dir! A auch, was Gatz ch lehrt? Nurſh 3 thut, nicht ne⸗ t und hört. ſagſt: Ich lna Mit Gott mithn n, nehm' ich ſſt ; mich reuen nen Doch zeiget fi in deinen Wain htſchaffne Beſetm jieſes ir dann erſt, dn un, wenn alle di dem Herrn gelellt reiner Kindesle „wie Chriſtus un und der Mauſt eccht und waht u unn ſag' Ioh ſt. genn, Gutes u die Unſchub und ſelbſt ſa Fin, des Cirfſaa mit da. rn 2 1 d aſt, Ä .t, end, Gehorſan 1 en; haſt du ni denn dem Gtt Mahls(⸗ im Allgemeinen. Feind, ſo viel du immer kannſt, zu nützen, ohn' Ei⸗ gennutz und Stolz, dein Herz ſtets willig iſt, auch wenn's Verläugnung gilt; dann ſag': Ich bin ein Chriſt! 10. Denn, wenn noch Lei⸗ denſchaft dir dein Gemüth regieret, wenn Wolluſt, Ei⸗ telkeit und Schmähſucht dich verführet, wenn Geiz und Haß und Neid noch über dich gebeut: ſo kenneſt du noch nicht die wahre Hei⸗ ligkeit. 11. Sprich nicht: Ich bin ein Chriſt! bis daß dir Herz und Leben von dieſem Ruh⸗ me erſt ein ſichres Zeugniß geben. Der Nam' iſt nicht genug. Ein Chriſt muß ohne Schein, das, was er heißen will, in ſeinem Wandel ſeyn. 12. Ach, Gott, gib mir doch Kraft, mich ernſtlich zu befleißen, ein wahrer Chriſt zu ſeyn und nicht blos ſo zu heißen! Denn, wer den Namen hat und nicht die That zugleich, betrügt ſich und gelangt nicht in dein Himmelreich. Mel. Wer nur den lieben Gott 337 Get,, dir gefällt kein gottlos Weſen; wer böſ' iſt, bleibet nicht vor dir. D'rum laß von Sünden mich geneſen, und ſchaff' ein reines Herz in mir, ein Herz, das ſich —— 4 — 253 vom Sinn der Welt ent⸗ fernt und unbefleckt erhält! 2. Laß mich auf die be⸗ gangnen Sünden mit inni⸗ ger Beſchämung ſehn; durch Chriſtum vor dir Gnade finden, und ſtandhaft deine Wege gehn! Ich will fort⸗ hin die Sünde ſcheu'n, und deinem Dienſt mein Leben weih'n. 3. Du kennſt und lenkeſt die Gedanken! Gib meinem Vorſatz Feſtigkeit; und will mein ſchwaches Herz je wan⸗ ken, ſo hilf der Unentſchloſ⸗ ſenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! Nimm dei⸗ nen Geiſt nur nicht von mir! 4. Gib, daß er mir ſtets Hülfe leiſte, und Muth und Kräfte mir verleih', daß ich mit kindlich treuem Geiſte dir bis zum Tod ergeben ſei; ſo ſieg' ich über Fleiſch und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Doch wann ich je aus Schwachheit fehle, mein Vater, dann verwirf mich nicht! Verbirg nicht der bedrängten Seele, wann ſie dich ſucht, dein Angeſicht; und mache in Bekümmerniß mich deiner Gnad' und Huld gewiß! 6. Erquicke mich mit dei⸗ nen Freuden; ſchaff' ein ge⸗ troſtes Herz in mir, und ſtärke mich in allen Leiden: ſo halt' ich mich, mein Gott, 2 7 zu 254 Geſinnung und Verhalten des Chriſten zu dir, bis nach vollbrach⸗ ter Prüfungszeit der Dei⸗ nen Erbtheil mich erfreut. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 338 Gett, ich will mich ernſtlich prü⸗ fen, ob ich redlich bin vor dir! Du kennſt meines Her⸗ zens Tiefen; ach, entdecke ſie auch mir! Laß mich ſe⸗ hen, ob ich treu dir in mei⸗ nem Wandel ſei; ob ich recht zu thun mich übe, weil ich dich von Herzen liebe! 2. Eitelkeit und Eigen⸗ liebe ſind die Götzen dieſer Welt; aber nie ſind ſie die Triebe, deren Wirkung dir gefällt. Wer das Gute, das er übt, nicht mit reiner Seele liebt, Richter, dem gibſt du die Krone der Ge⸗ rechten nicht zum Lohne. 3. Die um deiner Liebe Willen wandeln, wie dein Wort gebeut, dieſe, dieſe nur erfüllen das Geſetz der Frömmigkeit. Nicht nur das, was wir gethan, auch die Abſicht ſiehſt du an; dei⸗ ne Liebe ſoll uns dringen, gute Werke zu vollbringen. 4. Wie enn leichter Ne⸗ bel ſchwinden meine Tugen⸗ den vor dir; denn noch tren⸗ nen Lieblingsſünden mich, o Heiligſter, von dir! Deine Liebe trieb mich nicht zur Erfüllung meiner Pflicht; ich vergaß, an dich zu denken, ließ von Eigennutz mich lenken. 5. Oft gehorcht' ich dei⸗ nem Rechte nur, daß meine Folgſamkeit mir bei Men⸗ ſchen Ehre brächte und den Ruhm der Froͤmmigkeit. Wenn ihr Beifall mich er⸗ hob, o wie ſüß war mir dies Lob! Nur von ihm ließ ich mich treiben, dei⸗ acn Rechten treu zu bleiben. .Ach, wie konnt' ich dich verge wie ſo undank⸗ bar dir ſeyn, deine Liebe nicht ermeſſen, deines Bei⸗ falls nicht mich freu'n! Mei⸗ nen Lohn hab' ich dahin; eitler Ruhm ward mein Gewinn: aber ihn ſollt' ich verachten, nur nach deinem Beifall trachten. 7. Gott, der jedes Herz voll Reue gern mit ſeinem Troſt erfreut, ſei mir gnä⸗ dig und verzeihe die unlau⸗ tre Frömmigkeit! Mache rei⸗ ner meinen Sinn; lenk' ihn zu dem Einen hin, dich zu lieben, und vor Allem dir, 0 Hochſter, zu gefallen! 8. Laß, Herr, alle meine Werke Früchte deiner Liebe ſeyn; gib mir täglich neue Stärke, ganz der Tugend mich zu weih'n! Ich bin, Gott, dein Eigenthum; dies ſei mir der hoͤchſte Ruhm! Was iſt mir das Lob der Erde, wenn ich deiner wür⸗ dig werde! Mel. Nel. Gb 33³9 es dir gefe ganzer Er Bahn zu! leite, zer. der dir ſi Bitte nicht erzen geh 5 du n nteu in jer Der Glaube ſollfruchtbe in wahrer. ten Werker ihh, Herr, ganzes Leh 3. Dies macht die Seele, un Neiz, daß fehle. Ie Glück; i ſeyn; un doch ſo ve 4. Das mein Gott Erbarmen, Hand vol Armen! G Licht: Kraft, * des Chiſm .G(iigenunt n t gehorcht ih n hte nur, daß nin keit mir bei M dre brächte um Na der Frommnigt ir Beifall mihe wie ſüß war n b. Nur von ie mich treihen, n hten treu zu blein h, wie konnvihi , wie ſo unm ſeyn, deine h meſſen, deines he ht mich freun! N. on hab' ich duſ Ruhm ward m :aber ihn ſollſt n, nur nach dem trachten. vott, der jedes de ue gern mit ſein rfreut, ſei mirg. Hverzeihe die mi mmigkeit! Machen inen Sinn; leuki Einen hin, dih und vor Allen ter, zu gefalle. aß, Herr, alle n Früchte deiner! gib mir täglitt ganz der Ah n weih'n! N eiin Eigenthum der höchſte N ſt mir das Lu venn ich deiner de. 2 im Allgemeinen. Mel. O Gott, du frommer Gott 339 He höre mein Gebet, und laß es dir gefallen! Es iſt mein ganzer Ernſt, auf deiner Bahn zu wallen. Ergreiſe, leite, Herr, den Schwachen, der dir fleht; verwirf die Bitte nicht, die mir von Herzen geht! 2. Du willſt, daß ich mich treu in jeder Tugend übe. Der Glaube, ſagt dein Wort, ſoll fruchtbar durch die Liebe in wahrer Heiligkeit, in gu⸗ ten Werken ſeyn; dir ſoll ich, Herr, mein Gott, mein ganzes Leben weih'n! 3. Dies will ich, und doch macht die Schwäche meiner Seele, und der Verſuchung Reiz, daß ich ſo oft noch fehle. Ich ſeh’ der Tugend Gluück; ich wünſche, gut zu ſeyn; und immer hab' ich doch ſo viel noch zu bereu'n. 4. Das ſiehſt du, Herr, mein Gott; o ſieh es mit Erbarmen, und reiche deine Hand voll Vaterhuld mir Armen! Gib meinem Geiſte Licht: gib meinem Vorſatz Kraft, ſo kämpf' ich glück⸗ licher mit Welt und Leiden⸗ ſchaft. 5. Eröffne den Verſtand, ſtets heller einzuſehen, daß Sünd' uns elend macht; daß wahres Wohlergehen, und innrer Friede nur aus reinem Herzen fließt, daß 255 du mit deiner Huld der Freuden Quelle biſt. 6. Laß in Verſuchung mich nicht zaghaft unter⸗ liegen; ermuntre mich zum Muth und hilf dem Schwa⸗ chen ſiegen. Mein Auge laß allein auf deine Weis⸗ heit ſchau'n, mein Herz dir folgſam ſeyn, und dann dir froh vertrau'n. 7. Ich bin ein Pilger hier, umringt von vielen Sündern; ihr Beiſpiel könnte leicht der Tugend Eifer mindern. Wenn der Ver⸗ führung Gift, des Leicht⸗ ſinns frecher Spott dem Geiſt gefährlich wird; dann ſteh' mir bei, mein Gott! 8. Bewahre mein Ge⸗ müth, daß mich, bis an mein Ende, die falſche Fröhlichkeit der Sünder nie verblende! Der Thoren Jauchzen wird bald lange Reu' und Pein; laß dieſen Wechſel mir doch ja vor Augen ſeyn! 9. So werd' ich, Herr, mein Gott, dir nicht umſonſt vertrauen; einſt, wenn ich treu dir war, der Freuden Fülle ſchauen, und, wann du ewig lohnſt für jede gute That, frohlocken, daß mein Herz ſich dir geheiligt hat. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 340 Hean wie lange muß ich ringen, eh' ich auf der ſteilen Bahn dei⸗ —x. deines Rechts zum Himmel dringen, und vom Kampfe ruhen kann? Werd' ich mei⸗ nen Hang zu Sünden end⸗ lich vollig überwinden? 2. Ach, wann mich die Luſt der Erde, oder kühner Sün⸗ der Spott reizet, daß ich träger werde, wirſt du mein vergeſſen, Gott? Wirſt du, mich zu unterſtützen, eilen? wirſt du dann mich ſchützen? 3. Ach, ich zittre, Gott! wie lange ſoll ich käm⸗ pfen? Dieſer Streit meiner Schwachheit macht mir ban⸗ ge, bei ſo viel Gefährlich⸗ keit, daß ich doch noch un⸗ terliege und mein Kleinod nicht erſiege. 4. Schaue her zu deinem Kinde; höre mich und ſteh' mir bei! Herr, bewahre mich vor Sünde; mache mich getroſt und treu, daß ich ſtandhaft deine Wege wandeln, und nicht ſtrau⸗ cheln möge; 5. Daß die Welt mich nicht verführe, daß ſie mich nicht ungetreu mach', undſpot⸗ tend triumphire, daß ich auch gefallen ſei; daß ſie ſich nicht ihrer Siege rühme, weil ich unterliege. 6. Der du Kraft und Muth gewährteſt, hilf des Schwachen Schwachheit auf! Ja, ich hoffe, daß du hö⸗ reſt, und ich freue mich darauf. Rühmen will ich's, 256 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und dir ſingen, daß du Stärke gibſt zum Ringen. Mel. Herzliebſter Jeſu 341 J Ach habe, Gott, mir ernſtlich 321 nie auf der Uebertreter Pfad zu kom⸗ men, vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben treu zu ergeben. 2. Erforſche mich, ſieh, ob ich's redlich meine; gib, daß ich nicht blos, was ich ſeyn ſoll, ſcheine; mit allen Kräften ſtrebe, deinen Wil⸗ len froh zu erfüllen. 3. Wenn deine Furcht mich überall begleitet, und meinen Gang, wo mich kein Menſch ſieht, leitet? wie ſicher werd' ich deine Wege wallen! Wie kann ich fal⸗ len? 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge ſcheuen, nicht achten auf der Sünde Schmeicheleien, aufmerkſam des Gewiſſens Stimme hö⸗ ren, dich thätig ehren! 5. Gib Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten; ſo mag die Welt, wie ihr's gefällt, mich richten! Ehrt mich dein Beifall, ſo kann ich mit Freuden Verachtung leiden. 6. Du achteſt nicht das Anſehn der Perſonen; ge⸗ recht wirſt du einſt richten und belohnen, mit Herrliche ei nit Schma eit und E 7. Volle 5 prif werd' ich! erfunden: wandeln beiden in e V Mel. Wan 342 3 Fteund! 2 Pirde ſteh keinen Fein meine Bür In meines herrſch ich in Dulden 2. Nei und wanl fet ſt e ſtützt vol auf Jeſur bei ihm und Heil jedem Se uns hat e 3. Mic (itelkeit, der Leiden Schlaf de nte Le Jeſu gl thut, wie ſohen R. im Sterb 4. Wa dieſer Zei ronen, der Ewia ig des Chriin e ſingen, d gibſt zum Au Herzliebſter Fen . habe, ge mir enit mmen, nie affg ker Ff b 1 1 1 und mein 6 ergeben. rforſche mich, 1 Hredlich meine. 1 nid t blos, wa ſcheine; mit an laſch deinen A. h zu erfüllen. Wenn deine Fut berall begleitet, w Gang, wo mic 1 ſieht, leitet? verd' ich deine d Wie kann iht aß auch im Dun dein Auge ſäu chten auf der en cheleien, aufmerie wiſſens Stimme y) thätig ehren. hib Eifer, Krafu zu meinen Pft die Welt, 11 mich richten! d in Beifall, ſoh Freuden Veriit du achteſt nicht der Perſan irſt du einſt n ohnen, mit hef keit und Ehre deine Kinder, mit Schmach die Sünder. 7. Vollend' ich meines Le⸗ bens Prüfungsſtunden, und werd' ich bis zum Tode treu erfunden: wie ſchön ver⸗ wandeln ſich dann meine Leiden in ew'ge Freuden! Mel. Wann mein Stündlein 342 J Ich bin ein Chriſt! Gott iſt mein Freund! ₰ dieſer hohen Würde ſteh' ich und fürchte keinen Feind, trag' muthig meine Bürde. Heil mir! In meines Gottes Kraft be⸗ herrſch' ich jede Leidenſchaft, im Dulden wie im Handeln. 2. Mein Glaube ſteht und wanket nicht; ſtark, feſt iſt er gegründet! Er ſtützt voll hoher Zuverſicht auf Jeſum ſich, und findet bei ihm Kraft, Ruhe, Rath und Heil, und nimmt an jedem Segen Theil, den er uns hat erworben. 3. Mich ſoll daher nicht Eitelkeit, mit Bitterkeit der Leiden, auch nicht ein Schlaf der Sicherheit von Gottes Liebe ſcheiden. Wer Jeſu glaubt und freudig thut, wie Jeſus will, hat hohen Muth im Leben und im Sterben. 4. Was ſind die Leiden dieſer Zeit doch gegen jene Kronen, womit Gott in der Ewigkeit die Frommen im Allgemeinen. will belohnen? Was iſt die eitle Luſt der Welt, wenn man das Glück dagegen hält, das Gott uns dort will ſchenken? 5. So ſoll denn ſelbſt des Todes Macht mein Herz von Gott nicht ſcheiden! Er führt mich durch des Gra⸗ bes Nacht zu Mſenst Licht der Freuden,„frei von allem Erdenleid, in ſeines Himmels Herrlichkeit ich ewig mit ihm lebe. Mel. Ach, ſieh' in dulden 3 43 Dir immer ähn⸗ licher zu wer⸗ den, du hohes Urbild der Vollkommenheit, das ſei mein Ziel ſchon hier auf Erden, das bleibt mein Ziel, dem in der Ewigkeit mit hohrer Kraft mein Geiſt entgegen ſtrebt, ob er ſich gleich nie ganz zu ihm erhebt. 2. Wenn ich aus reiner Menſchenliebe, die ſelbſt den Schein des Eigennutzes flieht, des Wohlthuns edle Pflich⸗ ten übe, auch wenn mein Thun kein ſterblich Auge ſieht; dann bin ich ähnlich dem, der einſt die Welt aus Liebe ſchuf, aus Liebe noch erhält. 3. Wenn ich auf ſeine Weisheit achte, die nicht dem kleinſten ſeiner Werke fehlt; wenn ich den edlen Zweck betrachte, zu dem er ſtets ÿpof„f„‧˙ ſtets die beſten Mittel wählt, und ſelbſt mit Weisheit handle, ſo wie er: dann werd' ich meinem Vorbild ähnlicher. 4. Wenn ich mit immer regem Triebe das Böſe haſſe, das mich elend macht, und als mein Glück das Gute lie⸗ be, wie ſinnenreizend auch das Laſter lacht; und in Gefahr mein Herz ſich nie vergißt: dann gleich' ich dem, der rein und heilig iſt. 5. Wenn ich, um Tugend auszubreiten, Verdienſten helfe, lohne Fleiß und Treu'; wenn ich, zur Beßrung ihn zu leiten, den Frevler ſtra⸗ fe; ſelbſt das Unrecht ſcheu': dann gleich' ich dem, der mit Gerechtigkeit belohnt und ſtraft, ſo gern ſein Herz verzeiht. 6. Wenn ich durch Täu⸗ ſchung nie betrüge, die Wahrheit ehre, Feind der Falſchheit bin, mein Wort nie breche, niemals lüge, und brächt' es mir auch ei⸗ ner Welt Gewinn: dann gleich' ich dem, der es auf⸗ richtig meint, und ſtets es iſt, dem großen Wahrheits⸗ freund. 7. Wenn ich mich Leiden⸗ der erbarme mit brüderli⸗ chem, liebevollem Sinn; nicht ſtolz erſt frage, ob der Arme es werth ſei, daß ich ſein Erretter bin: dann 258 Geſinnung und Verhalten des Chriſten gleich' ich dem, der ewig gütig iſt, und keines Menſchen, keines Wurms vergißt. 8. So ſei, dir ähnlicher zu werden, du hohes Urbild der Vollkommenheit, mein höchſtes Ziel ſchon hier auf Erden, mein Ziel, zu wel⸗ chem einſt in Ewigkeit mit höhrer Kraft mein Geiſt zu dringen ſtrebt, ob er ſich gleich nie ganz zu ihm erhebt. Mel. Freu' dich ſehr, o meine ommt und laßt 344 K uns Chriſti Leh⸗ ren, laßt uns, was er uns verheißt, Wahrheit Gottes von ihm hören, hören, wen er ſelig preiſt! Die im Glauben feſt beſtehn, freu⸗ dig Gottes Wege gehn, den Erlöſer frei bekennen, dür⸗ fen ſich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in Demuth lebet, ſeiner Schwachheit nie vergißt, nie ſich ſelbſt voll Stolz erhebet, wenn er groß und glücklich iſt! Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Himmelreich iſt ſein. Gott wird Heil und ew'ges Leben ihm zum Lohn der Tugend geben. 3. Selig iſt, wer ſeine Sünde wehmuthsvoll vor Gott bereut, und, damit er Gnade finde, ſich vor neuen Sünden ſcheut. Gott will ihm die Schuld verzeihn, und zum Guten Kraft verleihn; froh roh imn tuf Erder zan lück 4 8 muth übet Feinde fun digung de ſelbſt zur dig ſeine und ſein ingt. Ge ſeet wachen an Segen n 5 Selig berlangen, ncht zu ſe am Guten blos an des dren Herz ghrt, als: nehrt. Go⸗ hngen ſtill mn Kraft 6. Selig damen, K entziehn; l bei dem (ends Anl kehülfiich und nach Tat. Die emyfangen, zigkeit erla 1. Seli Herzen te entweihn; ihre Sch dacht des Die dem regt er ſie dennoch ſ des Chriſe dede aft b Meuſte d keines M Jurms vergißt o ſei, dir ähnlich en, du hohes Urii lionmehet, a n Jiel ſchon hier u mein Ziel, zu u nſt in Srigket i n Kraft mein Geſſ ſtrebt, ob a te ganz zu ihm ethe erhe freu' dich ſehr, o mein Kduunt und li uns Chri ſiec zt uns, was er m „Wahrheit Gets mhoren, hören, w ; preiſt! Die i feſt beſtehn, fa ttes Wege gehn i frei bekennen, ſir die Seinen neuna elig, wer in Denmf liner Schwachhetn nie ſich ſelbſt ul erhebet, wenn ergei lücklich iſt Gei ird ihn erfreun, u mmelreich iſt f ird Heil und aß jhm zum Lohuſg geben ſchent. Gottl Schuld verz geihn ten Kraft u. — elig iſt, wer ſit wahmuttsut reut, und, danit inde, ſich uen froh im Geiſt ſchon hier auf Erden, ſoll er dort ganz glücklich werden. 4. Selig iſt, wer Sanft⸗ muth übet, niemals ſeinem Feinde flucht; gern Belei⸗ digung vergiebet, nie ſich ſelbſt zu rächen ſucht; ru⸗ hig ſeine Pflicht vollbringt, und ſein eignes Herz be⸗ zwingt. Gott wird über ihn ſtets wachen, und ihn reich an Segen machen. 5. Selig, die mit Ernſt verlangen, heilig und ge⸗ recht zu ſeyn; welche feſt am Guten hangen, nicht blos an des Guten Schein; deren Herz nicht mehr be⸗ gehrt, als was ihre Tugend mehrt. Gott wird ihr Ver⸗ langen ſtillen, ſie mit höh'⸗ rer Kraft erfüllen. 6. Selig ſind, die, voll Er⸗ barmen, Keinem ihre Hülf' entziehn; bei dem Kranken, bei dem Armen nie des Elends Anblick fliehn; gern behülflich ſind mit Rath, und nach Kräften mit der That. Dieſe werden Hülf' empfangen, und Barmher⸗ zigkeit erlangen. 7. Selig ſind, die ihrer Herzen reine Unſchuld nie entweihn; züchtig, auch in ihre Scherzen, den Ver⸗ dacht des Leichtſinns ſcheun. Die dem Reize böſer Luſt, regt er ſich in ihrer Bruſt, dennoch ſtandhaft widerſte⸗ im Allgemeinen. hen, werden Gottes Ant⸗ litz ſehen. 8. Selig, wer in Frieden lebet, wer ſtets Ruh' und Einigkeit zu erhalten ſich beſtrebet, und, wenn Feind⸗ ſchaft, Haß und Streit ſei⸗ ner Brüder Glück zerſtört, ſie die Pflicht der Eintracht lehrt! Die des Friedens ſich befleißen, werden Got⸗ tes Kinder heißen. 9. Selig, die des Guten wegen dulden Schmach und Haß und Pein! Ihrer war⸗ tet Heil und Segen, wenn ſie hier den Kampf nicht ſcheun. Gott ſteht ihnen mächtig bei, und wird ſie für ihre Treu' einſt mit Wonn' und Siegeskronen in der Ewigkeit belohnen. 10. Herr, du wolleſt ſelbſt mich leiten auf der Tugend ſichrer Bahn, wo ich dieſer Seligkeiten hier und dort mich freuen kann! Gib, daß ich in Freud' und Schmerz treu dir bleibe, daß mein Herz ſich durch deines Gei⸗ ſtes Stärke ſtets befleiße guter Werke. In eigener Melodie. 345 Ls mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen ſehn, und dir mich weihn; gib ſelbſt das Wollen und Vollbrin⸗ gen, und laß mein Herz dir ganz geheiligt ſeyn! Nimm mei⸗ 260 Geſin meinen Leib und Geiſt zum Opfer hin; dein, Herr, iſt Alles, was ich hab' und bin. 2. Gib meinem Glauben Muth und Stärke, und laß ihn in der Liebe thätig ſeyn, daß man an ſeinen Früchten merke, er ſei kein eitler Traum und falſcher Schein. Er ſtärke mich in meiner Pilgrimſchaft, und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. 3. Laß mich, ſo lang' ich hier ſoll leben, in gut und böſen Tagen ſeyn vergnügt, und deinem Willen mich er⸗ geben, der mir zum Be⸗ ſten Alles weislich fügt; gib Furcht und Demuth, wann du mich beglückſt; Geduld und Troſt, wann du mir Trübſal ſchickſt! 4. Ach, hilf mir beten, wachen, ringen; ſo will ich dir, wann ich den Lauf vollbracht, ſtets Dank und Ruhm und Ehre bringen, dir, der du Alles haſt ſo wohl gemacht. Dann werd' ich heilig, rein und unent⸗ weiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 346 Mein Gott, ach lehre mich er⸗ kennen den Selbſtbetrug und Heuchelſchein, daß Tauſend, die ſich Chriſten nennen, mit nichten Chriſti Glieder ſei'n. Ach, wirk' in mir, zu deinem ꝛung und Verhalten des Chriſten Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 2. Hilf, daß ich dir allein ergeben, der Sünde abge⸗ ſtorben ſei; laß mich dir ſter⸗ ben und dir leben, und mach' in mir, Herr, Alles neu! Ach wirk' in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 3. Reiß' los mein Herz von dieſer Erden, laß mich, der ich unſterblich bin, nach dei⸗ nem Bild erneuert werden, und gib mir meines Heilands Sinn! Ach wirk' in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 4. Regiere du ſelbſt meine Seele, damit ich Chriſto folge nach, und ſtets den ſchmalen Steg erwähle, ja Ehre ſuch' in Chriſti Schmach. Ach, wirk' in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 5. Gib mir zum Streite Muth und Kräfte; hilf, daß ich dir verbleibe treu, daß ich an Chriſti Kreuz mich hefte, und mir die Welt gekreuzigt ſei. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 6. Laß in mir Glaube, Hoffnung, Liebe beſtändig feſt und thätig ſeyn; daß ich bis an mein Ende übe das Chriſtenthum ohn' Heuchel⸗ ſchein. Ach wirk' in mir, zu dei⸗ eeinem R das wahre 7. So dieſer Erd uligt und mit Gott ſchneck ich ligkeit A zu deinen Gott, das thum. Ml. O Got 3472 nich, todten te, Einn u gah, in Chr te, tegiere dinem gu de Handl meinen Sch 2 Lß, nich ale! mich nur der drober gib Stäͤrke Herr, mit! und Hofnu lie kommt; 3. Lnß Chriſt, ua wandeln; nsdienſt rihtig H an dem( Luſt der Frevler! Freude h 4. Ent wit Fröͤm des Chriſe b b mein Gott iſentzunt daß ich dir alen der Sünde n i; laß mich ürne ir leben, undmh Herr, Ales 5 in mir, zu dein mein Gott I, hriſtenthum! F los uen Herm rden, laß mich,w rblich bin, nachde d erneuert welhen mir meines dhſ lland. lch wirk inn Ruhm, mein 3 re Chriſtenthu giere duſ ebime damit 1 hrdi 1 9 N 18G ach, und ſtets in, Steg erwähle ' in Chriſti Scht k' in mir, zu demn mein Gott, i hriſtenthum ib mir zum Sni nd Kräfte; hil verbleibe treu, i Chriſti Kraug i und mir die A gt ſei. Ac, 1 zu deinem. Gott, das dh 5 thum! aß in mir Glu 3. Liebe belui thätig ſe ſeyn; di mein Ende iht thum hr Hau g Ach wirk un. im Allgemeinen. 261 deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 7. So hab' ich ſchon auf dieſer Erde, was mich be⸗ ruhigt und erfreut; wann ich mit Gott vereinigt werde, ſchmeck' ich des Himmels Se⸗ ligkeit. Ach, wirk' in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſten⸗ thum! Mel. O Gott, du frommer Gott 347 Miin Schöpfer, 2 deſſen Hauch mich, todten Staub, beſeel⸗ te; Sinn und Vernunft mir gab, in Ehriſto mich erwähl⸗ te, regiere ferner mich mit deinem guten Geiſt, daß jede Handlung dich, Gott, meinen Schöpfer preiſt. 2. Laß, da du heilig biſt, mich alle Lüſte fliehen, und mich nur um den Schatz, der droben iſt, bemühen; gib Stärke zu dem Streit, Herr, mit der Welt und mir; und Hoffnung zu dem Sieg: er kommt allein von dir. 3. Laß mich, ich bin ein Chriſt, nach Chriſti Lehre wandeln; mein ganzer Got⸗ tesdienſt ſei Glaub' und richtig Handeln! Die Luſt an dem Geſetz iſt mehr, als Luſt der Welt, die nur der Frevler liebt, der Thor für Freude hält. 4. Entzünde du mein Herz mit Frömmigkeit und Liebe; gib, daß ich auch, wie mich, den ärmſten Bruder liebe, und ſegne meinen Feind! „Herr, was ich hab', iſt dein. Laß mich im Unglück groß, im Glück beſcheiden ſeyn! 5. Dein Himmel ſei mein Glück; das Irdiſche verge⸗ het: weh' Jedem, deſſen Herz mit ihm im Bunde ſtehet! Wohl dem, deß erſter Wunſch, Gott, dein Erkenntniß iſt! Er hat Zufriedenheit, wann er auch Alles mißt. 6. Nimm alle Laſter weg, die der Geſellſchaft ſchaden. Wir ſind ja, was wir ſind, aus unverdienten Gnaden. Haß, Falſchheit, Heuchelei, und Stolz und Bruderneid ſind unſrer Tage Peſt, und kurz iſt unſre Zeit. 7. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Schutz in allen Nöthen, früh ſuch' ich dich; des Nachts will ich zu dir auch beten. Mein Stand ſei dir geweiht, bei meines Amtes Pflicht ver⸗ geſſe ja mein Herz des Chri⸗ ſten Pflichten nicht! 8. Zuletzt erlöſe mich von mir beſchiednem Lei⸗ den; laß meinen Geiſt voll Troſt aus ſeiner Hütte ſcheiden! Herr, ihn befehl' ich dir; mich führe deine Hand durchs öde Todes⸗ thal ins rechte Vaterland. Mel. —— 4½ 6 262 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. O Gott, du frommer Gott 3 48 Mein Vater und e mein Gott, der du in dieſem Leben, zur Leuchte meinem Fuß, dein heil'ges Wort gegeben: re⸗ giere doch mein Herz durch deinen guten Geiſt, daß ich dem folgſam ſei, was, Gott, dein Wort mich heißt! 2. Verleih', daß ich zuerſt nach deinem Reiche trachte, und kein vergänglich Gut mehr, als es werth iſt, ach⸗ te! Wer nach dem Ewigen mit rechtem Eifer ringt, em⸗ pfängt ſchon hier zum Lohn, was wahre Ruhe bringt. 3. Gib, daß ich von der Welt mich unbeſeeckt erhalte, und daß in mir der Trieb zum Guten nie erkalte; hilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoffnung ſtark und feſt gegründet ſei! 4. Gib, daß ich als ein Chriſt mich Chriſto ähnlich zeige, und achtſam mein Ge⸗ müth zu ſeiner Lehre neige! Sein Geiſt regiere mich, und nicht der Geiſt der Welt! So wandl' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele liebe, und Lieb' und Gütigkeit auch an dem Nächſten übe; laß fern von Uebermuth mich bei des Gluckes Schein, und frei von Ungeduld in tru⸗ ben Tagen ſeyn! 6. Nie müſſe ſich mein Herz des Fleiſches Luſt er⸗ geben, und nie dem ſchnöden Geiz! Mein dir geweihtes Leben ſei von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, und ungerechtem Gut und ſtolzem Sinn befreit! 7. Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiten; ſo unterſtütze mich, wann meine Tritte gleiten! Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe baun, und auch, wann ſie verzieht, dir doch getroſt vertraun! 8. Erlöſe endlich mich von allen meinen Leiden; und iſt die Stunde da, aus die⸗ ſer Welt zu ſcheiden, o Va⸗ ter, ſo verlaß, wenn meine Hütte bricht, mich Sterben⸗ den mit Troſt und froher Hoffnung nicht! Mel. Wer nur den lieben Gott icht, daß ich's 349 N ſchon ergriffen hätte; die beſte Tugend bleibt noch ſchwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach. Denn Tugend ohne Wachſamkeit verliert ſich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das ſtrauchelnd geht. Der ſehe zu, daß er nicht falle, der, ——y— . e, wenn ſe ſoch ſteht. impfte böſ nals ganz 3. Nicht ſt Tugend, das Verk vilde bitze vird mit de ſmkeit; un and Zeit ge ſee Etolz fü 4 Oſt i reiner Seel der Triebe fühlſt, wie S uucht quälen ie; doch d dein Hetz dern Reiz, Polluſt ode 5. Oft Figenliebe trenge Tu Arieb d Schmähſue in dir ſo d wirſt b dich ein, Ichmäͤhſuch Schein. 6. Dud dih nicht der Andern werde Nic führen; de eine B Stand un tt oft eit aeführt. di des Chriſte Ungeduld in te een ſeyn! 3 ie vulſ ſich m 8 Fleiſches Lif ind nie dem ſaun Mein dir geweitte ei von Bet tru m 1 iſt gerechtem Gu m on Unbarmherziß Sinn befreit! zill deine Hand 8 f rauh he Wege lein erſtütze mich, de Tritte gleiten 46 n aller Noth a uͤlfe baun, und 3 e verzieht, dr vertraun! rloͤſe endlich michim neinen Leiden, m Stunde da, aus i t zu ſcheiden, ohe verlaß, wenn win dricht, mich Stelhe t Troſt und ſu ag nicht! Ver nur den lieben be Nr daß iin ſchon ergifn die beſte 19 noch ſchwach; d 1 meine Seele m dem Kleinod i Denn Tugend i mfeit verliett i Sicherheit. zo lang ich hins alle, bin ich einh I auchelnd geht. daß er nidt im Allgemeinen. der, wenn ſein Nächſter fällt, noch ſteht. Auch die be⸗ kämpfte böſe Luſt ſtirbt nie⸗ mals ganz in unſerer Bruſt. 3. Nicht jede Beſſerung iſt Tugend, oft iſt ſie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hitze roher Jugend wird mit den Jahren Sitt⸗ ſamkeit; und was Natur und Zeit gethan, ſieht un⸗ ſer Stolz für Tugend an. 4. Oft iſt die Aendrung deiner Seelen ein Tauſch der Triebe der Natur. Du fühlſt, wie Stolz und Ruhm⸗ ſucht quälen, und dämpfſt ſie; doch du wechſelſt nur: dein Herz fühlt einen an⸗ dern Reiz, dein Stolz wird Wolluſt oder Geiz. 5. Oft iſt es Kunſt und Eigenliebe, was Andern ſtrenge Tugend ſcheint. Der Trieb des Neids, der Schmähſucht Triebe erweck⸗ ten dir ſo manchen Feind; du wirſt behutſam, ſchränkſt dich ein, fliehſt nicht die Schmähſucht, nur den Schein. 6. Du denkſt, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fällt: ſo werde Nichts dein Herz ver⸗ führen; doch jedes Herz hat ſeine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, dat oft ein Blick, ein Wort verführt. 7. Oft ſchläft der Trieb 263 in deinem Herzen. Du ſcheinſt von Rachſucht dir befreit; jetzt ſollſt du eine S Schmach verſchmerzen, und ſieh, dein Herz wallt auf und dräut, und ſchilt ſo lieblos und ſo hart, als es zuerſt geſchol⸗ ten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen: ſo regt ſich unſre Leidenſchaft. Wir werden im Geräuſche ſchwach, und geben endlich ſtrafbar nach. 9. Du opferſt Gott die leichtern Triebe durch einen ſtrengen Lebenslauf; doch opferſt du, will's ſeine Liebe, ihm auch du liebſte Neigung auf? Dies iſt das Auge, dies der Fuß, die ſich der Chriſt entreißen muß. 10. Du fliehſt, geneigt zu Ruh' und Stille, die Welt, und liebſt die Einſamkeit; doch biſt du, fordert's Got⸗ tes Wille, auch dieſer zu entfliehn bereit. Dein Herz haßt Habſucht, Neid und Zank; flieht's Unmuth auch und Müßiggang? 11. Du biſt gerecht; biſt du beſcheiden? biſt mäßig; übſt du auch Geduld? Du dieneſt gern, wenn Andre leiden; vergibſt du Fein⸗ den auch die Schuld? Von allen Laſtern ſollſt du rein, zu aller Tugend willig ſeyn. 12. Sei 12. Sei nicht vermeſſen! Wach' und ſtreite; denk' nicht, daß du ſchon g'nug gethan. Dein Herz hat ſeine ſchwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wache ſtets, wach' überall! In eigener Melodie. 350 Gott, du from⸗ mer Gott, du Quelle aller Gaben, ohn“ den Nichts iſt, was iſt, von dem wir Alles haben, er⸗ halte meinen Leib geſund und gib dabei, daß auch mein Geiſt geſund, rein mein Gewiſſen ſei! 2. Gib, daß ich fleißig thu', was mir zu thun ge⸗ bühret, wozu mich dein Be⸗ fehl in meinem Stande füh⸗ ret! Gib, daß ich bald es thu', zu der Zeit, da ich ſoll; und was ich alſo thu', Herr, das gerathe wohl! 3. Hilf, daß ich rede ſtets, womit ich kann beſtehen; laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen! Wenn aber Amt und Pflicht zu reden mir gebeut, dann gib den Worten Kraft, doch ohne Bitterkeit! 4. Gerath' ich in Gefahr, ſo laß mich nicht verzagen; gib wahren Chriſtenmuth, das Kreuz hilf ſelber tragen! Gib, daß ich meinen Feind 264 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mit Sanftmuth überwind', und ſende Hülf' und Rath, wenn ſie mir nöthig ſind! 5. Laß mich mit Jeder⸗ mann in Fried' und Ein⸗ tracht leben, ſo weit es chriſtlich iſt! Willſt du mir etwas geben an Reichthum, Ehr' und Glück: ſo gib auch dies dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht ſtolz, noch ſicher ſei! 1— 6. Soll ich in dieſer Welt mein Leben höher bringen, durch manchen ſauren Tritt hindurch ins Alter dringen; ſo gib nur, daß ich ſtets ein frommes Herz bewahr', auf daß ich Ehren graues Haar! 7. Laß mich auf Chriſti Tod getroſt von hinnen ſcheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freu⸗ den; es ruhe ſanft der Leib in ſeiner ſtillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort ins neue Leben ruft! 8. Wenn alle Todten dann auf dein Gebot erwachen, ſo wird auch meinen Staub dein Ruf lebendig machen. Dann führe mich verklärt in deinen Himmel ein, und laß mich ſelig dort mit allen Frommen ſeyn! Mel. Was mein Gott will 3 51 ft klagt deir Herz, wie ſchwer es ſei, den Weg des Herrn tragen mag mit zerrn zu däglich ſein u denken Kahr iſt, ſeet Mül', her Lüſte; vas wäre ſ kämpfen mü 2. Die, d ſet freu'n, schmerz l iud die E Jein, und ridden. D de Lüſte de auch ſeine der Schmer fmpft, ver Freuden. 3. Des Anjangs z Wag durch! Fortgang Ende Nac Der Tuge fangs ſteil Nühe blie fitt führt, edlich zum 4. Nimm ez uns verg ſels Fleiſch Volluſt, entbrennt, zu ſtillen; ließ' den i des Chriße V Sanftmuth übena ende Hülf' mdg ſie mir nöthig' Laß mich mit 8 in Fried un leben, ſo ut ſch iſt! Willt un geben an Reictr und Glück: ſo gl dabei, daß ihn echt, nicht ſol, ſei! 1— Soll ich in dieſen Leben höher bem manchen ſaure arch ins Alter du b nur, daß ich ſnt mes Herz bewahre ich tragen mat n graues Haarl Laß mich auf getroſt von den; die Seele ir hinauf zu deinnn es ruhe ſanft wet einer ſtillen Grit. dein Allmachtspan e Leben ruft! „Wenn alle Toͤteie dein Gebot erne 3 1 1 vird auch meinen n Ruf lebendig M in führe mich w zeinen Himmel in! mich ſelig dortnie mmen ſeyn! Mel. Was mein Get 51 O* im Allgemeinen. Herrn zu wandeln, und täglich ſeinem Worte treu, zu denken und zu handeln. Wahr iſt's, die Tugend ko⸗ ſtet Müh', ſie iſt der Sieg der Lüſte; doch richte ſelbſt, was wäre ſie, wenn ſie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die ſich ihrer La⸗ ſter freu'n, trifft die kein Schmerz hienieden? Sie ſind die Sklaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüſte dampft, hat oft auch ſeine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwandelt ſich in Freuden. 3. Des Laſters Bahn iſt Anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein ſein Fortgang wird Gefahr, ſein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad iſt An⸗ fangs ſteil, läßt Nichts als Mühe blicken; doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. Nimm an, Gott hätt' es uns vergönnt, nach un⸗ ſers Fleiſches Willen, wann Wolluſt, Neid und Zorn entbrennt, die Lüſte frei zu ſtillen; nimm an, Gott ließ' den Undank zu, den Frevel, dich zu kränken, den Menſchenhaß: was wur⸗ deſt du von dieſem Gotte denken? 5. Gott will, wir ſollen 265 glücklich ſeyn, drum gab er uns Geſetze. Sie ſind es, die das Herz erfreu'n, ſie ſind des Lebens Schätze. Er red't in uns durch den Verſtand, und ſpricht durch das Gewiſſen, was wir, Ge⸗ ſchöpfe ſeiner Hand, flieh'n oder wählen müſſen. 6. Ihn fürchten, das iſt Weisheit nur, und Freiheit iſt's, ſie wählen. Ein Thier folgt Feſſeln der Natur, ein Menſch dem Licht der Seelen. Was iſt des Gei⸗ ſtes Eigenthum? Was ſein Beruf auf Erden? Die Tugend! Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig ähnlich werden! 7. Lern' nur Geſchmack am Wort des Herrn und ſeiner Gnade finden, und übe dich getreu und gern, dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Du ſtreiteſt nicht durch eigne Kraft; drum muß es dir gelingen. Gott iſt es, welcher beides ſchafft, das Wollen und Vollbringen. Wann gab ein Vater einen Stein dem Sohn, der Brod begehrte? Bet' oft; Gott müßte Gott nicht ſeyn, wenn er dich nicht erhörte. 9. Wich ſtärket auf der „ Lu⸗ Tugend Pfad das Beiſpiel ſel'ger Geiſter; ihn zeigte dir, und ihn betrat dein Gott und Herr und Meiſter. Dich müſſe nie des Frechen Spott auf dieſem Pfade hindern! Der wahre Ruhm iſt Ruhm bei Gott, und nicht bei Menſchenkindern. 10. Sei ſtark, ſei männ⸗ lich allezeit, tritt oft an deine Bahre; vergleiche mit der Ewigkeit den Kampf ſo kurzer Jahre. Das Klei⸗ nod, das dein Glaube hält, wird neuen Muth dir ge⸗ ben; und Kräfte der zu⸗ künft'gen Welt, die werden ihn beleben. 11. Und endlich, Chriſt, ſei unverzagt, wenn dir's nicht immer glücket, wenn dich, ſo viel dein Herz auch wagt, ſtets neue Schwach⸗ heit drücket! Gott ſieht nicht auf die That allein, er ſieht auf deinen Willen. Ein göttliches Verdienſt iſt dein! Dies muß das Herz dir ſtillen. Mel. Wer nur den lieben Gott 352 Wo ſtets mit rei⸗ nem Wohl⸗ gefallen der Tugend hohe Schönheit ſieht, und, frei von Stolz und Eigennutze, für alles wahre Gute glüht, wer jedem Laſter ſich ent⸗ reißt, der ſammelt Schätze für den Geiſt. 266 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 2. Er trachtet nach dem höchſten Gute, nach Weis⸗ heit und Gerechtigkeit: denn wenn ihr das beſitzt, ſpricht Jeſus, iſt Alles An⸗ dre euch bereit; ihr habt dann Friede, Seelenruh', und Alles Andre fällt euch zu. 3. Doch hoffe nicht, o Chriſt, daß Tugend dir ſtets auch Erdenglück verſchafft! Wie Mancher fand ſeit frü⸗ her Jugend an ihrer Seite Licht und Kraft; wie Man⸗ cher ſorgte für ſein Herz, und fühlte dennoch oft auch Schmerz. 4. Die Tugend nur, nur Herzensgüte, nur das, was innern Werth verleiht, nicht eitles Glück, nicht Macht und Schimmer beruht auf deiner Thätigkeit. Wer bloß nach äußerm Glanze ſtrebt, der täuſcht ſich ſelbſt, ſo lang er lebt. 5. Nie mache dir zum höchſten Zwecke den Vor⸗ theil, den die Tugend bringt! Sei fromm, ſei fromm, wenn auch nicht immer die fromme Abſicht dir gelingt! Frag' nicht: Was bringt die That mir ein? Sie ſelbſt, o Menſch, muß Lohn dir ſeyn. 6. Doch übſt du redlich deine Pflichten; ſo ſei ge⸗ troſt und zage nie! Dein Gott war Zeuge deiner Tu⸗ gend, 1hs, wie and und dlohnet ſi vmn Sund rein, kann eend ſeyn. 7. Ja, le alles Gute; Vergeltung gcwinneſt ne dmm du zu! Auch Jeſus ſin, und 4 iin Gewinn 8. In 4 nicht nur T auch hohe find oft bei ret; nur d humenheit. dr Gdle f nier in D or. 9. Drw. tets edel! ter treu, Nichts ſoll nir raube auch ins; lüchſter We ſein: Ver nitd ſelig aA vor 4 333 Verlangen ganzen Li aler Kra Im, hat t begel en des Chriſe Er trachtet nach ſe zute, nach Ae und Grugtt wenn ihr das hi Jeſus, iſ tales uch bereit; ür i Friede, Selemn llles Andre ſite Doch hofe 1t t, daß Tugend tr ig Erdengluck nnin Mancher fand ſät i aen an ihrer en und Kraſt; vie M⸗ ſorgte für ſei 9 fühlte denroch dſah eerz. Die Tugend umu nsgüte, nur n Werth verleiſtat Glück, nicht aa Schimmer beruſtn r Thätigkeit. N nach äußerm Gin , der täuſcht ſihſt ug er lebt. Nie mache di ſ ten Zwecke den b den die Tugend fromm, ſei in u auc nicht inme Abſicht dir gi muicht: Was brife mir ein? Seſt enſch, muß vnt Doch übſt dun h Pfücchten; ſo ſi und zage nie! N war Zeuge dim gend, und er, dein Gott, belohnet ſie. Ein Herz, von Sünd' und Laſtern rein, kann nicht auf immer elend ſeyn. 7. Ja, leb' und ſtirb für alles Gute; es folgt gewiß Vergeltung einſt, und du gewinneſt noch im Tode, in⸗ dem du zu verlieren ſcheinſt! Auch Jeſus gab ſein, Leben hin, und Herrlichkeit war ſein Gewinn. 8. Im Himmel dort iſt nicht nur Tugend, dort iſt auch hohe Seligkeit. Hier find oft beide nicht verei⸗ net; nur droben iſt Voll⸗ kommenheit. Da ſchwingt der Edle ſich empor, der hier im Dunkeln ſich ver⸗ lor. 9. Drum will ich, Gott, ſtets edel handeln, dem Mu⸗ ſter treu, das Jeſus gab! Nichts ſoll den hohen Muth mir rauben, und führt er auch ins oͤde Grab! Mein höchſter Wahlſpruch ſei al⸗ lein: Wer chriſtlich denkt, wird ſelig ſeyn. In voriger Melodie⸗ 353 Schon if iſt die Tugend, mein Verlangen, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhan⸗ gen, hat meine Seel' auch oft begehrt. Ach könnt' ich's, wie würd' ich mich im Angeneinen. 267 freun! ſelig ſohr 2. Gott iſt der Seligkei⸗ ten Fülle von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn ſein Ver⸗ ſtand iſt Licht, ſein Wille iſt Ordnung und Vollkom⸗ menheit. Von Ewigkeit her war er gut, und recht iſt immer, was er thut. 3. Wie ſchnell umhüllen Finſterniſſe mich, wenn ich auch erleuchtet bin! Dann flieh'n die heiligſten Ent⸗ ſchlüſſe, den Morgenträu⸗ men gleich, dahin. Bald wähl' ich, was dir, Gott, Wer heilig iſt, muß gefällt, bald deinen Skla⸗ vendienſt, o Welt! 4. Ich Armer! Darum kommt kein Friede in mein verſchmachtendes Gebein. Wie bin ich dieſes Wech⸗ ſels müde! Wann' werd' ich feſt im Guten ſeyn? wann nicht mehr ſtraucheln, allezeit nur deinem Dienſt, o Gott, geweiht? 5. Unwandelbar iſt deine Wahrheit, Herr, aller gu⸗ ten Gaben Quell! Sie leuchte mir in voller Klar⸗ heit und mache mein Er⸗ kenntniß hell, daß nie der Sünde Täuſcherei gefährlich deinem Kinde ſei! 6. O bilde, Vater, mei⸗ ne Seele, nach deinem Wil⸗ len bilde ſie, daß ich das Gute ſtets erwähle, das Böſe immer ernſtlich flieh'! M 2 Um Um dieſe Gnade bitt' ich dich; ich weiß es, du erhö⸗ reſt mich.. Mel, Ein Lämmlein geht 3 5 4 Wos hilft es mir k. ein Chriſt zu ſeyn, wenn ich nicht chriſt⸗ lich lebe, wenn ich nicht fromm, gerecht und rein zu wandeln mich beſtrebe? Wenn ich dem ſeligen Be⸗ ruf, zu welchem mich mein Gott erſchuf, nicht wür⸗ dig mich beweiſe, und den, der mich erlöſet hat, in Worten blos, nicht durch die That und gute Werke preiſe? 2. Was hilft der Glaub' an Jeſum Chriſt, den ich im Munde führe, wenn nicht mein Herz rechtſchaffen iſt und ich die Frucht verliere? Wenn mich die Eitelkeit der Welt mit ihrer Luſt gefangen hält, ich ihre Feſ⸗ ſeln liebe, und, fühlbar für der Sünde Reiz, Zorn, Hoffahrt, Fleiſcheslüſte, Geiz und andre Laſter übe? 3. Weit ſtrafenswerther bin ich dann, ich, der ich Chriſtum kenne, weiß, was er einſt für mich gethan, ihn Herrn und Meeiiſter nenne, als der, der in der Finſterniß des Irrthums tappt, noch ungewiß, ob er auch richtig wandle. Was nuͤtzet mir der Wahrheit 268 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Licht; was hilft mir aller Unterricht, wenn ich nicht darnach handle? 4. Und woher nehm ich Troſt und Ruh', wann Lei⸗ den mich umgeben, und meine Sünden noch dazu mir dann vor Augen ſchwe⸗ ben? Was hilft mir in der letzten Noth, wann ſich der ſchauervolle Tod mir zeigt mit ſeinen Schrecken, und mein Gewiſſen wachet auf, von meinem ganzen Lebens⸗ lauf die Schuld mir auf⸗ zudecken? 5. Weh mir! Was hilft es mir einſt dort, erweckt aus meinem Grabe, daß ich an Chriſtum und ſein Wort zum Schein geglau⸗ bet habe, wenn keine from⸗ me gute That mein Leben hier bezeichnet hat, den Glauben zu beweiſen? Nur Glaub', durch ächte Fröm⸗ migkeit bewährt, wirkt mei⸗ ne Seligkeit, kann wahrer Glaube heißen. 6. Gott, dieſer Hoffnung werth zu ſeyn, hilf, daß ich chriſtlich lebe und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich beſtrebe! Gib Weisheit mir und Muth und Kraft, damit ich Welt und Leidenſchaft im Glau⸗ ben überwinde, und dann nach wohldurchlebter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit für meine Werke finde! Ge⸗ b Geſin Erkennt acht Welt ſenſt vermag ſirkt mein! wiihn, und ein Menſch inniger em rich, daß bſt, und Nathſchluß mein Heil 2. Läicht Größe S Blick entde herrliche ihren Zwe ning und ig aller dei vim Staub. Herr, zeig nit täglich mit neue T zuznen ¹ biſt, ſ Vege, 8 dein Rathſe keid überle dekt mein nt beſtim ein künftig ten des Chräia t mit „ was hilf rricht, wenn A ch handle? i n Und woher nahne n Noth, wann ſi ſeinen Schrecken, 3 cit u meinem gangen li die Schuld mi g ken? Weh mir! Paß nir einſt dort, m meinem Grake, ſ un Chriſtum whſt ſ — —— — t zum Schein ai habe, wenn keineſm gute That mein tir bezeichnet hat, ſ aben zu beweiſent ab', durch chte fi eit bewährt, vitn Seligkeit, kann ui ibe heißen. Gott, dieſer gfu hzu ſeyn, hil dii lich lebe und mf J, fromm und i eln mich beſtrete heit mir un N Kraft, damit iht Leidenſchaft in t überwinde, une wohldurchleltn kohn in jener bi neine Werke. V in Hinſicht auf Gott. 269 Geſinnung und Verhalten des Chriſten in Hinſicht auf Gott. Erkenntniß Gottes. Mel. Lobſinget Gott 3 5 5 Dich kennen, Gott, iſt Seligkeit; und ſich zu dir erheben, iſt Wonne, die nicht Welt und Zeit mir ſonſt vermag zu geben! Sie ſtärkt mein Herz, ſich dir zu weihn, und läßt das Glück, ein Menſch zu ſeyn, mich inniger empfinden; lehrt mich, daß du mein Vater biſt, und daß dein weiſer Rathſchluß iſt, ſchon hier mein Heil zu gründen. 2. Leicht kann ich deiner Größe Spur bei jedem Blick entdecken. Die ganze herrliche Natur, in allen ihren Zwecken, zeigt Ord⸗ nung und Zuſammenhang; ja aller deiner Werke Gang, vom Staube bis zur Sonne und der Geſtirne fernſtem Herr, zeigt deine Macht mir täglich mehr, gibt ſtets mir neue Wonne. 3. Je mehr ich lerne, was du biſt, je mehr ich deine Wege, und was mit mir dein Rathſchluß iſt, nachden⸗ kend überlege; je mehr ent⸗ deckt mein froher Blick das mir beſtimmte ew'ge Glück, ein künftig beßres Leben. Ich weiß, der mir geſchenkte Geiſt, der ſich dem Erden⸗ ſtaub entreißt, wird ſich zu dir erheben. 4. O laß von deiner Herr⸗ lichkeit mich immer mehr entdecken, und wenn mein Geiſt ſich ihrer freut, ihn immer mehr erwecken, daß er nur Wahrheit ſucht und liebt; doch, wenn er ſich im Forſchen übt, laß ihn bei Dunkelheiten, wo er ſich leicht zu weit verliert, wo Täuſchung leicht ihn irre führt, die Pflicht des Glaubens leiten! 5. Denn ganz kann mei⸗ ne Faſſungskraft nicht deine Größe ſehen, nicht Alles, was dein Rathſchluß ſchafft, ergründen und verſtehen. Wagt darum die Vernunft zu viel; will ſie das ihr ge⸗ ſetzte Ziel aus Vorwitz über⸗ ſchreiten: ſo laß mich dieſen Vorwitz ſcheu'n; du wirſt mir einſt mehr Licht verleih'n nach dieſes Lebens Zeiten. 6. Dann werd' ich, was ich hier nicht weiß, erfahren und verſtehen; dann läßt des Geiſtes reger Fleiß mich immer weiter ſehen; dann wird mir Alles offenbar, was mir hier unerforſchlich war in deiner Weisheit Wegen. M 3 Er⸗ 270 Erhaben über Welt und Zeit, eil' ich dann der Voll⸗ kommenheit und reinem Licht entgezen. Mel. Wer nur den lieben Gott ein Gott, du 356 M wohneſt zwar im Lichte, dahin kein ſterb⸗ lich Auge dringt; doch gibſt du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Allerhöch⸗ ſter, biſt, und was mit uns dein Endzweck iſt. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernſtlich es be⸗ trachte, ſo hilf ſelbſt mei⸗ nem Forſchen fort! Laß für der Wahrheit hellen Schein mein Aug' und Herz ſtets offen ſeyn! 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, wenn es mich warnt, ermahnt, belehrt; daß weder Luſt noch Wahn mir raube, was mir den beſten Troſt gewährt! Kein Spott der Welt verführe mich, kein Zweifel ſei mir hinderlich. 4. Das iſt der Weg zum ew'gen Leben, daß wir, o Vater, dich und den, den du zum Heil uns haſt ge⸗ geben, erkennen, lieben und erhöhn. O führe du auf dieſer Bahn mich ſelbſt durch deine Wahrheit an! Erkenntniß Gottes. 5. Vor Allem gib, daß ſtets lebendig bei mir, Gott, dein Erkenntniß ſei, und daß ich dir darnach beſtändig Lieb', Ehrfurcht und Gehor⸗ ſam weih'! Hilf, daß ich thu' mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß! 6. Was hilft das richtig⸗ ſte Erkenntniß, wenn's nicht zu deiner Liebe treibt? Was nützt ein aufgeklärt Verſtändniß, wenn doch das Herz noch böſe bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu, und daß mein Glaube thätig ſei! 7. Laß dein Erkenntniß mir im Leiden die Quelle wahren Troſtes ſeyn! Laß, wann ſich Leib und Seele ſcheiden, mich deiner noch im Glauben freu'n! Dort ſeh' ich dich im hellen Licht von Angeſicht zu Angeſicht. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 357 Gott, der du mein Schö⸗ pfer biſt, Herr, dem ich an⸗ gehöre, dich richtig zu er⸗ kennen, iſt mir ewig Pflicht und Ehre. Stets heiliger durch dich zu ſeyn, mich dei⸗ ner immer mehr zu freu'n, dich immer mehr zu lieben, will ich mich täglich üben. 2. Ich kann ja, Ewiger, ſchon hier durch eifriges Be⸗ ſtreben, wie ſchwach ich bin, mich doch zu dir mit meinem Geiſt ———:——— Giſt erhen mich auf d dener Of und, wie i du dich un 3. Dann aus eigner ras du m. d, voll 2 und Huld, ewähreſt; zurdnet ſich h viterlick tiuſend I mmft mit 4. Jch ſel eiftrut die! von deiner hü zu and Preiſe. nir die Fi zetbitgt; s ſeien herrlichke 5. Und dibt mir nteines Le des ew'ge gie merk' kens. Ich dinen S. Perth, de was wahte nen, dar ennen. 6. So luchteter, ſeeier, zu nilliger, f teuer. 6. der Weish bttes. Vor Allem b. lebendig bei nit 3 Erkenntniß ſi ich dir ſa „Chrfurcht uh weih⸗ Hilf, d mit al lem Flai von deinem tn Was hilft das Prke untniß, venn deiner Liebe 1 s nützt ein duiß ſtandniß, wenn dn z noch im hilf, hrheit 8 düſt de daß t treu, m n Gl laube thätgſ Laß dein n im Leiden die de en Troſtes ſen un ſich Leib un 4 den, mich deiner u nuben freuu! Daf dich im hellen gat geſicht zu ahst b 1. Schon iſt der dag 57 Gan 1 nein d rbiſt, Herr, den in öre, dich richig n⸗ nen, iſt mir ewiſt Ehre. Stets ſtt ch dich zu ſehn, 16 immer mehr ir i immer wie u ich mich tägltn 1. Ich kann 1 Pin in hier durgh ben, wie f ſchuatiin h doch zu dir mi 1 Geiſt erheben. Nur laß mich auf den Unterricht in deiner Offenbarung Licht, und, wie in deinen Werken du dich uns zeigeſt, merken! 3. Dann wird mir nicht aus eigner Schuld entgehn, was du mich lehreſt, wie du, voll Weisheit, Macht und Huld, uns jeden Tag ernähreſt; wie Alles ſchön geordnet ſich vereinigt, wie ſo väterlich du uns auf tauſend Wegen entgegen kommſt mit Segen. 4. Ich ſehe dann, und ſeh' erfreut die täglichen Beweiſe von deiner Huld und Freund⸗ lichkeit zu deinem Ruhm und Preiſe. Zum Licht wird mir die Finſterniß, die dich verbirgt; mir wird’s gewiß, es ſeien deine Pfade ſtets Herrlichkeit und Gnade. 5. Und welchen Aufſchluß gibt mir nicht vom Ziele meines Lebens dein Wort, das ew'ges Heil verſpricht! Nie merk' ich drauf verge⸗ bens. Ich lerne dich und deinen Sohn, der Seele Werth, der Tugend Lohn, was wahres Glück zu nen⸗ nen, daraus ſtets beſſer kennen. 6. So werd' ich ſtets er⸗ leuchteter, von Vorurtheilen freier, zum Guten immer williger, ſtandhafter und ge⸗ treuer. Ein größres Maaß der Weisheit gibt dem, der Erkenntniß Gottes. 271 die Wahrheit ſucht und liebt, mehr Troſt in ſeinen Leiden, und ſelbſt im Tode Freuden. 7. Gewährt dere Mor⸗ genröthe Licht mir hier ſchon ſo viel Wonne, wie viel verſchafft mir künftig nicht des vollen Tages Sonne! Dann, Vater, wirſt du näher dich mir offenba⸗ ren, dann werd' ich, was wir hier dunkel nennen, im höhern Licht erkennen. 8. O laß von heiliger Begier mich immer mehr entbrennen, dich, Gott, und deinen Sohn ſchon hier ſtets beſſer zu erkennen, daß ich, von Wahn und Irrihum frei, dir immer mehr ge⸗ horſam ſei, und täglich mehr mich übe, o Gott, in deiner Liebe, In eigener Melodie. 3 58 Wos iſt im Him⸗ mel, Höchſter, was auf Erden, das ſo, wie du, verdient erkannt zu wer⸗ den? Nur du biſt groß; du biſt der Weſen Fülle, und weiſe, heilig iſt dein Wille. 2. Dich kennen, ſei die erſte meiner Sorgen! Biſt du gleich unerforſchlich und verborgen; ſo können wir doch überall dich finden, und deinen Rath mit uns ergründen. 3. Mit lauter Stimme M 4 leh⸗ 272 Ehrfurcht lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Huld und Stärke; die Näh' er⸗ zählt von dir, von dir die Ferne; die Pracht der Blu⸗ men, wie der Sterne. 4. Ruft deine Stimme nicht in unſrer Seele uns zu: Das Böſe flieh', das Gute wähle? Ward nicht, um uns zum Lichte zu er⸗ heben, dein Sohn zum Füh⸗ rer uns gegeben? 5. Und immer mehr willſt du dich offenbaren, wenn wir nur deine Lehren treu bewahren, und auch den Weg, den wir betreten ſol⸗ len, mit Ernſt und Eifer wandeln wollen. 6. Zu dieſem großen heiligen Geſchäfte erheb' und ſtärke meiner Seele Kräfte; gib, daß ich dich in deinem Worte höre, aus deinen Werken mich belehre! 7. Gib, daß ich demuths⸗ voll aus meinem Staube zu dir hinauf ſchau'; freudig an dich glaube; mit Eifer mich durch Trug und Zwei⸗ fel ringe und immer näher zu dir dringe! 8. So werd' ich immer beſſer dich erkennen, und immer kindlicher dich: Va⸗ ter! nennen; dir feſt ver⸗ trauen, fröhlich dich erhe⸗ ben, o großer Gott, und ganz dir leben. vor Gott. Ehrfurcht vor Gott. Mel. O großer Gott, von 359 We groß biſt du, o Gott! Wie groß iſt, Herr, dein Reich! Wer iſt auf Erden dir, wer dir im Himmel gleich? Die Welt erbebt, das Licht wird Nacht, gehſt du einher in deiner Macht; es muß mit tiefem Schweigen ſich Alles vor dir beugen. 2. Du haſt durch deine Kraft die Himmel ausge⸗ ſtreckt, der Erde Grund ge⸗ legt, dem Meer ſein Ziel geſteckt. Dein Wort bewegt der Berge Grund und ſtürzt ſie in des Meeres Schlund. Wer kann, wer kann ent⸗ fliehen, um dir ſich zu ent⸗ ziehen? 3. Wir Alle ſind durch dich, ſind Werke deiner Hand; Leib, Seele, Hab' und Gut haſt du uns zu⸗ gewandt. Du lehrſt das menſchliche Geſchlecht, Herr, durch Vernunft und Schrift dein Recht; willſt, daß wir deinen Willen mit Kindes⸗ treu erfüllen. 4. Erleuchte meinen Geiſt mit immer hellerm Licht; be⸗ lebe täglich mehr mein Herz für Recht und Pflicht, damit ich, als dein Unterthan, auf meiner ganzen Lebensbahn mit Eifer möge ſtreben, ge⸗ fäͤllig dir zu leben! 5. Laß 5. 2aß nt immer aich im K hHalles Aug mich an k deine Mach richt bei Sünde, d rinde! 6. Doch Furcht vor ſä; befrei vin Zwang diß ich, b gbeut, e reudigkeit nut und di horſam üb Ma Wer 360 ſcheuen, i Plücht. deiner ſcheut er licht. T zurch deit urcht, die 2. In hur und us meit daß ich Sorgfalt Lünde herzen genwärti Gott. jrfurcht vor Ne O ß Nel. O großer Got, „. de großh. 59 W 6 dem Meer ſä c. Dein Vont Berge Grund mhit n des Meeres eir kann, wer kue en, um dir ſich za en? . Wir Alle ſuy „ ſind Wectt d; Leib, Seale Gut haſt du m andt. Du litit ſchliche Geſchleche h Vernunft und ee Recht; willt di en Willen mit ſe erfüllen. Erleuchte meinet immer hellerm eit täglich mehr un Recht und Pfüch als dein Untertte er ganzen Ltt Eifer moͤge ſti g dir zu leden Ehrfurcht 5. Laß deine Gegenwart mir immer heilig ſeyn; laß auch im Dunkeln mich dein helles Auge ſcheu'n. Erinn're mich an meine Pflicht, an deine Macht, an dein Ge⸗ richt bei jedem Reiz zur Sünde, daß ich ihn über⸗ winde! 6. Doch gib, daß meine Furcht vor dir nie knechtiſch ſei; befreie mein Gemüth von Zwang und Heuchelei, daß ich, was dein Geſetz gebeut, erfülle ſtets mit Freudigkeit, aus Ehrfurcht nur und Liebe mich im Ge⸗ horſam übe. Mel. Wer nur den lieben Gott 360 Vor dir, o Gott, ſich kindlich ſcheuen, iſt unſre allergrößte Pflicht. Kein Menſch kann deiner Huld ſich freuen, ſcheut er dein heilig Auge nicht. Drum wirk' in mir, durch deinen Geiſt die Ehr⸗ furcht, die dich kindlich preiſt. 2. In Allem, was ich thu' und denke, laß, Herr, — das meine Weisheit ſeyn, daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, vor jeder Sünde mich zu ſcheu'n. Denn wer noch Luſt zur Sünde hat, der fuürchtet dich nicht in der That. 3. Gib, daß ich ſtets zu Herzen nehme, daß du allge⸗ genwärtig biſt, und das zu vor Gott. 273 thun mich ernſtlich ſchäme, was dir, mein Gott, zuwi⸗ der iſt. Der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nicht, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Ge⸗ richt mich ſcheuen, und wirke ſteten Ernſt in mir, mein Leben deinem Dienſt zu weihen, daß ich die Gnade nicht verlier', die mich bei mancher Miſſethat ſo lieb⸗ reich noch getragen hat. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Zittern mich ſchaffeen meine Seligkeit! Soll nichts mein ewig Glück erſchüttern, ſo laß mich in der Gnadenzeit mit Vorſicht alles Unrecht fliehn, mich nur um deine Gunſt bemühn! 6. Erhalt' in mir ein gut Gewiſſen, das weder Spott noch Trübſal ſcheu', und mache von den Hinderniſſen der wahren Tugend ſelbſt mich frei! Nie ſtöre Furcht und Luſt der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt! 7. In deiner Furcht nur will ich wandeln, und ſtets, ich ſei auch, wo ich ſei, nach deinem heil'gen Willen han⸗ deln, entfernt von aller Heuchelei. Nur wer von Herzen dich verehrt, nur der iſt dir, o Vater, werth. 8. In deiner Furcht laß mich auch ſterben: ſo ſchreckt das dunkle Grab mich nicht; ich werde deinen Himmel M 5 er⸗ 274 Ehrfurcht vor Gott. erben, dich ſchauen in voll⸗ nem Angeſicht iſt Finſterniß kommnerm Licht. Wie werd' wie Mittagslicht. ich dann mich deiner freu'n: 5. Den Höchſten öffent⸗ wie ſelig, Gott, wie ſelig lich verehren ſowohl, als in ſeyn! der Einſamkeit, auf des Ge⸗ wiſſens Stimme hören, und In voriger Melodie. willig thun, was ſie gebeut, 361(a) Wüt du der auch das lehrt dich die Furcht Weisheit des Herrn, auch das thut, Quelle kennen? Es iſt die wer ihn ehret, gern. Furcht vor Gott, dem Herrn. 6. Läßt dich der Thor Nur der iſt weiſ' und klug Verachtung merken, wenn zu nennen, der alle ſeine du dich fromm von ihm Pflichten gern, weil Gott entfernſt; die Furcht des ſie ihm gebeut, vollbringt, Herrn, die wird dich ſtär⸗ wenn gleich dazu kein ken, daß du dich edel ſchätzen Menſch ihn zwingt. lernſt. Wer Gott, dem Hoͤch⸗ 2. Lern' Gottes Größe ſten, wohlgefällt, iſt glücklich, recht empfinden, und fühle ſelbſt beim Spott der Welt. deine Nichtigkeit, ſo wirſt du 7. Sich ſtets vor dem nie dich unterwinden, mit Allmächt'gen ſcheuen, gibt thörichter Vermeſſenheit zu Heldenmuth und Freudigkeit, tadeln, was ſein Rath be⸗ wenn uns der Menſchen ſtol⸗ ſchließt, der wunderbar, zes Dräuen, was Unrecht doch heilig iſt. iſt, zu thun, gebeut. Iſt 3. Wirſt du den Höch⸗ Gott mein Schutz, mein ſten kindlich ſcheuen, ſo Heil und Licht, ſo beb' ich wird dir keine Pflicht zur vor den Menſchen nicht. Laſt. Nur das wirſt du 8. Laß deine Furcht, Gott, vor ihm bereuen, daß du mich regieren, mich ſtets auf ſie oft verſäumet haſt. Wer dich, den Höchſten, ſeh'n! Gott als Zeugen vor ſich Laß ſie mich hier zur Weis⸗ hat, der freut ſich jeder gu⸗ heit führen, ſo werd' ich ten That. niemals irre geh'n. Wohl 4. Wann Nacht und dem, der ſtets dich kindlich Dunkelheit dich decken, die ſcheut! Dich fürchten, Gott, dem Verbrecher Muth ver⸗ iſt Seligkeit. leih'n, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, was Mel. O Gott, du frommer Gott Unrecht iſt, auch dann zu(b) ewahre mei⸗ ſcheu'n. Denk nur, vor ſei⸗ 361 B nen Mund, ſo dich, den m de Geiſte daz nie du trafbar ih nie mit E dein großer 2. Stete mir! Und es hören, * Herr, 1 entehren; Strom der hin! Die S wenn ich ih 3. Auch ſei zu jeder de, ſo oft ſt oſt inm hoher Nan ug! Ihn zet ihn ſeines Hei 4. Vö fern ſei Schwoͤren loſer Sch ann dich deſee Lip) hahre Tug Jeier hör dich ohn 361 Schöpfer ines Inn und Nien ſender, d ſerhehlen Gott. Angeſicht jſ a Mittagal i „Den Höchſen if erehren ſowohl a inſamkeit, an as Stimme höten thun, was ſig das lehrt dich deße derrn, auch daß ihn ehret, ger. Läßt dich de g ichtung merken, n dich fromm don enſt; die Fuche n, die wir ii daß du dich aeln . Wer Gott, den i wohlgefäll itgüit beim Spott derge Sich ſtets we acht'gen ſcheuen enmuth und Freuit uns der Menſtai Draͤuen, was un zu thun, gebeu mein Schut, m und Licht, ſo bot den Menſchen uitt Laß deine Furct ht regieren, mich ſetk den Höchſten, ſi ſie mich hier zu führen, ſo un als irre gehn 1. der ſtets dic kal ! Dich fürthim eligkeit. 1 O Gott, du ftomnt 1525 T Heilighaltung des Eides. 275 ſo oft er, Gott, dich nennet, dich, den mit heil'’ger Furcht der Geiſter Herr erkennet, daß nie durch Unbedacht ich ſtrafbar ihn entweih'; daß nie mir Spiel und Scherz dein großer Name ſei! 2. Stets heilig bleib' er mir! Und muß mein Ohr es hören, daß Andre dich, o Herr, und dein Gebot entehren; ſo reiße nie der Strom der Frevler mich da⸗ hin! Die Schuld wird mein, wenn ich ihr Mitgenoſſe bin. 3. Auch Jeſus Chriſtus ſei zu jeder Zeit und Stun⸗ de, ſo oft ich ſein gedenk', ſo oft in meinem Munde ſein hoher Name tönt, mir hei⸗ lig! Ihn entweiht nur der, der ihn nicht kennt, nicht ſeines Heils ſich freut. 4. Von meinen Lippen fern ſei Fluch und freches Schwören! Fern ſei ſcham⸗ loſer Scherz! Der Mund kann dich nicht ehren, auf deſſen Lippen ſchwebt, was wahre Tugend ſchmäht. Den Beter hörſt du nicht, der dich ohn' Ehrfurcht fleht. M 36 mein Schöpfer und mein Herr, in's Innerſte der Seelen, und Niemand kann, Allwiſ⸗ ſender, dir, was er denkt, verhehlen. Laß deine Macht el. Es woll' uns Gott (c) D“ ſchauſt, und Hoheit mich mit Ehr⸗ furcht ganz erfüllen, wann ich als Wahrheitszeuge dich, nach meiner Obern Willen, anruf' und bei dir ſchwöre! 2. Argliſtig können Men⸗ ſchen zwar oft Menſchen hin⸗ tergehen; doch dir iſt Alles offenbar; du ſiehſt, was ſie nicht ſehen. Im Zorn ſchauſt du die Lügner an. Ver⸗ heimlichte Verbrechen, die Menſchenmacht nicht ſtrafen kann, wird deine Macht einſt rächen, die jeden Fre⸗ vel richtet. 3. Und ich, ich köoönnt' aus Geiz, aus Neid, aus falſcher Scham, aus Rache verkehren die Gerechtigkeit und meines Nächſten Sache; könnt' ihm durch Meineid frech den Ruhm der Redlich⸗ keit entwenden, und ſo der Unſchuld Eigenthum, die Wahrheit, frevelnd ſchän⸗ den und mich in's Elend ſtrzen? 4. Gott! nein, ſo frech, ſo freventlich beug' ich nicht deine Rechte, daß ich den ſchwerſten Fluch auf mich durch ſolch' Verbrechen brächte! Ach, ein Ver⸗ dammter würd' ich ſeyn ſchon hier in dieſem Leben, des nagenden Gewiſſens Pein von mir ſelbſt über⸗ geben; was brächte mir die Zukunft? 5. Nein! Lug und Trug M 6 will — — —y —— ——— 276 Heilighaltung des Eides. will ich, o Gott, aus vollem Herzen haſſen, der Wahrheit treu bis in den Tod, von deinem Wort nicht laſſen. Kein Glück, ſo groß es ſei, ſoll mich je reizen und be⸗ thören, daß ich es wage, wiſſentlich deswegen falſch zu ſchwören, und mir den Himmel raube. Mel. Der unſre Menſchheit (d) ott, der du 361 G Herzens⸗ kenner biſt, dem Falſchheit ſtets ein Gräuel iſt, und Lügen ein Verbrechen, kein Wort ſpricht je ein falſcher Mund: Allwiſſender, dir iſt es kund, und einſt wirſt du es rächen. Laß jederzeit mein Ja und Nein aufrichtig und voll Wahrheit ſeyn! 2. Gott, wenn ich ſchwö⸗ rend vor dir ſteh', hinauf zu deinem Himmel ſeh', und meine Hand erhebe, wenn mit des Geiſtes Sammlung ich zum Zeugen dich anrufe, dich, durch den ich bin und lebe: dann ſei von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei! 3. Wenn Frevler auch noch da dich ſchmäh'n, und frech vor dir mit Lügen ſteh'n; dann laß mein Herz erſchrecken. Weh' dem, der dich und deine Macht zur Hülle ſeiner Bosheit macht, ſie vor der Welt zu decken! Weh' ihm, er ſtürzet fre⸗ ventlich in ewiges Verder⸗ ben ſich. 4. O Seele, wenn du noch dich liebſt, bedenk', was du zum Pfande gibſt: dein Glück, dein ew'ges Leben! Verwirf nicht mit Verwe⸗ genheit dein Theil an Gott und Seligkeit; wer kann dir's wiedergeben? Was hilft dir dann die ganze Welt? Nichts hat ſie, was dich ſchadlos hält. 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr biſt, dein Sohn nicht mehr mein Hei⸗ land iſt, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieſer Zeit dein Troſt nicht mehr mein Herz er⸗ freut, dein Troſt nicht, wann ich ſterbe: wer wird mich dann von Qual be⸗ frei'n? Dann beſſer, nie geboren ſeyn! 6. Wie thoöͤricht, wer noch denkt und ſpricht: Gott ſieht es nicht, Gott achtet's nicht! So läſtern Frevlerrotten. Zwar ſeine Langmuth iſt bekannt, er lähmt nicht jede falſche Hand: doch läßt er ſein nicht ſpotten;; iſt Richter uns ſchon in der Zeit, einſt Richter in der Ewigkeit! 7. Drum ſoll nicht Ehre, Gut und Geld, und nicht die Macht der ganzen Welt, mich blenden und verfüh⸗ ren; ren; 4 und Schmerz: doch mein willig nie ailt kein zer Zeit, und cii 8. Gott nein Her ſtebelnd S nit Wort treibe; da ſeit treue venn es ſcheint, mi gleibe! Da Furcht und elbſt in's 361 Namen ſ los ſein der iſt ei ehret dich der Wah fann nich Vertrau'n zen Himn 2. Wi⸗ heinem W Wahrheit und, was erfüllen nen Laſt fee verle Eides. ihm, er ſar ich in ewiges ‿ O Seele dich liebſt, bed um Pfande. 8, d dein eu 4b virf ni cht m 4 it dein Theil n Seligkeit; dn wiedergehen 4 dir dann die 1 Nichts hat ſ d ſchadlos hält. 8 Gott, wemn Ar Sott mair n nicht mehr iſt, dein Hine Erbe w. en d dieſer Zeit 5. mein§ „ de in Troſ iich ſterbe: wr dann von denkt ſeh 8s nc 1 nicht! lerrotten. muth iſ t nicht jede i ſp uir 1;— ſchon i er in de 16 Drum ſoll m und Geld, u kacht der e Suh 2 2— 2 ren; und drohten mir auch Schmerz und Leid, ich wi ill doch meine Seligkeit muth⸗ willig nicht verlieren. Es gilt kein Leid, kein Glück der Zeit, nein, es gilt Gott und Ewigkeit. 8. Gott, heilige du ſelbſt mein Herz, daß ich nicht frevelnd Spott und Scherz mit Wort und Eidſchwur treibe; daß ich der Wahr⸗ heit treuer Freund, auch wenn es mir zu ſchaden ſcheint, mit frohem Muthe bleibe! Dann kann ich ohne Furcht und Grau'n dem Tode ſelbſt in's Antlitz ſchau'n. Mel. Wer nur den lieben Gott 3610 NAer, Gott bei deinem Namen ſchwöret und treu⸗ los ſein Verſprechen bricht, der iſt ein Frevler, denn er ehret d dich, Gott, den Gott der W ahrheit, nicht. Er kann nicht froh, nicht mit Vertrau'n zu dir hinauf gen Himmel ſchau'n. 2. Wir ſollen ja nach deinem Willen, wie du, der Wahrheit Freunde ſeyn, und, was ſie fordert, gern erfüllen und uns vor kei⸗ nen Laſten ſcheu'n. Wer ſte verletzt, verwirft ſein Heil, ihm wird des Mein⸗ eids Qual zu Theil. 3. Wie darf der hoffen, dich zu ſehen, der hier die Heilighaltung des Eides. 277 Wahrheit frech entehrt, den Nächſten ſucht zu hinterge⸗ hen und ſlheh bei deinem Namen ſchwört? Vor dei⸗ nem heiligen Gericht beſteht ein ſolcher Frevler nicht. 4. Und flöh' er zu dem fernſten Meere: du ſindeſt allenthalben ihn! Wenn er auch noch ſo mächtig wäre, kann er der Allmacht ſich entziehn? Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Beifall, Gunſt und Schutz der Welt. 5. Drum laß mich eher Nichts betheuern, bis ich er⸗ wogen, was ich thu', und den Gedanken oft erneuern: Des Eides Richter, Gott, biſt du! Du ſchauſt in's Herz und dein Gericht bringt auch nein Innerſtes au's Licht. Liebe zu Gott. Mel. Von Gott will ich 3622 9 In dich, mein Gott! geden⸗ ken, iſt 1 Pllicht und Troſt für ach Wann Sorg' und Gram mich kränken, ſo ſieht mein Aug' auf dich; dann mindert ſich mein Schmerz, dann flieh'n die bangen Sorgen, wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh' erfüllt mein Herz. 2. Denk' ich an deine Lie⸗ be, wie werd' ich hoch erfreut! Mit dankbar frohem Triebe M 7 fühl — 278 fühl' ich mich dann berett, dir ganz mein Herz zu weih'n, dich freudig zu er⸗ heben, zur Ehre dir zu leben, vor Sünden mich zu ſcheu'n. 3. Mit fröhlichem Gemü⸗ the denk' ich an deine Treu'; denn, Vater, deine Güte iſt alle Morgen neu. Seh' ich nur ſtets auf dich, ſo gibſt dus Muthund Stärke mir auch zum ſchwerſten Werke; es wird mir leicht durch dich. 4. Du gabſt mir aus Er⸗ barmen den Sohn, der für mich ſtarb und liebevoll mir Armen die Seligkeit er⸗ warb. Mit ihm iſt Alles mein; du willſt mir's gnä⸗ dig ſchenken, willſt liebreich an mich denken und ſtets mein Vater ſeyn. 5. Wie gut iſt's, dein zu denken! Die Welt mag im⸗ merhin ihr Herz auf's Eitle lenken; wie ſchlecht iſt ihr Gewinn! Ich halte feſt an Gott; dies bringt mir wah⸗ re Freude, dies ſtärkt mich, wenn ich leide, und iſt mein Troſt im Tod. 6. Drum will ich an dich denken, ſo lang' ich denken kann. Mag man in's Grab mich ſenken; mein Geiſt ſteigt himmelan! Vergeſſe mich die Welt; du, Herr, gedenkſt doch meiner, wenn auch auf Erden Keiner mich im Ge⸗ dächtniß hält. Liebe zu Gott. Mel. Alle Menſchen müſſen 363 Gett der Liebe, wie erhebet meine Seele ſich in mir! Wie getröſtet, wie belebet fühl' ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, deine Weisheit, Huld und Stärke, wie befreiet er mein Herz von Bekummer⸗ niß und Schmerz! 2. Floß aus deiner Se⸗ gensfülle mir nicht ſtündlich Gutes zu? Daß ich ward, das war dein Wille; daß ich noch bin, das ſchaffſt du. Daß ich denke, daß ich wäh⸗ le, dankt dir, Vater, meine Seele; dankt dir, daß ſie dich erkennt, dich durch Je⸗ ſum Vater nennt. 3. Heil und unvergänglich Leben thatſt du, Gott, durch ihn mir kund. Um zu dir mich zu erheben, ſchloß dein Sohn der Liebe Bund, den er, in dem bängſten Streite, ſelbſt mit ſeinem Blute weihte. Und nun zeigt den Weg zu dir nur der Geiſt der Liebe mir. 4. Und ich ſollte dich nicht lieben, der du mich zuerſt geliebt? Nicht aus Liebe Gutes üben, auch wenn ſich mein Leben trübt? Könnt' ich ohne ſie auf Erden ruhig und zufrieden werden? ohne ſie nach dieſer Zeit würdig ſeyn der Seligkeit? 5. Heil mir, daß ich es em⸗ 2 epfinde, wirth du! nit wirdig wohlgefälli verd ich d erkennen un der reinſte und in dir Nel. Wer r 364 G 2 di, der d bit biſt, auch geger gütig und liß mich zi dein, alen Kraf 2. Gib Rind dich äls ein W geſinnt zu du mir dibſt! W fäll auch Mich, mei 3. Bex dine Liebe das Herz Wf ch wenn Sin rührt! N Kreatur d pfer der 4. La Lebe Y uis mir bat! Ka iſ ſoll l. Alle Menſchen miſ 3 Gu de 4 4 6 Seele ſich i getroͤſtet, uſ A ich mich, d Gott Jeder Blich auf — W 1 deine Metten Stärke, wie bef 1 1 de er von e kunwe und Schmerzz Floß us dein jülle mir! iiht in s zu? Daß 1 war dein Wille: d bin, das ſtafi ich denke, daß ite nft dir„Var tr n dankt dir, d erkennt, ii i Vater nennt Heil und rrren thatſt du, Gott m nir kund. Un ai zu erheben, ſlhn n der Liebe Bun dem bängſte 1 mit ſeinem e te. Und nun zaigeie zu dir nur der hi Ph⸗ mir. 4 3 4 Und ich ſ ſollte dihrt , der du mich gi t? Nicht a b 3 üͤben, auch wmit Leben trübt? Fu dne ſie auf Erdan ufrieden verdan 1 ich dieſer dei 1 der Seligkeit; Heil mir, daßtt M. empfinde, welcher Liebe werth du biſt, meiner das nur würdig finde, was dir wohlgefällig iſt! Einſt, Herr, werd ich deinen Willen ganz erkennen und erfüllen, mich der reinſten Liebe freu'n, und in dir ganz ſelig ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 364 Du Vater deiner Menſchenkin⸗ der, der du die Liebe ſel⸗ ber biſt, und deſſen Herz auch gegen Sünder noch gütig und voll Mitleid iſt, laß mich von ganzem Her⸗ zen dein, laß mich's mit allen Kräften ſeyn! 2. Gib, daß ich als ein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebſt, und ſo geſinnt zu ſeyn mich übe, wie du mir ſelbſt die Vorſchrift gibſt! Was dir gefällt, ge⸗ fall' auch mir; Nichts ſcheide mich, mein Gott, von dir! 3. Bewahre mich durch deine Liebe vor Allem, was das Herz verfüuhrt, und gib, daß ich Verläugnung übe, wenn Sinnenluſt zu ſehr mich rührt! Wie ſollt' ich je die Kreatur dir vorzieh'n, Schö⸗ pfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe Willen gern thun, was mir bent! Kann ich's nicht, wie ich ſoll, erfüllen: ſo ſieh Liebe zu Gott. dein Wort ge⸗ 279 auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt; drum laß es mich mit Ernſt vermeiden, ge⸗ fiel' es auch der ganzen Welt! Die kleinſte Sünde ſelbſt zu ſcheu'n, laß, Va⸗ ter, mich befliſſen ſeyn! 6. Aus Liebe laß mich Alles leiden, was mir dein weiſer Rath beſtimmt! Du führſt durch Trübſal den zu Freuden, der ſeine Laſt gern auf ſich nimmt; und wer ſein Leiden weislich nützt, wird mächtig von dir unterſtützt. 7. In mich deiner Liebe laß ſterben: dann wird ſelbſt Sterben mein Ge⸗ winn; dann werd' ich dei⸗ nen Himmel erben, wo ich dir, Bater, näher bin; dann liebt dich meine Seele rein, und liebend wird ſie ſelig ſeyn. In eigener Melodie. 365 Wonn zur Erfül⸗ lung deiner Pflicht dich Gottes Liebe nicht beſeelet, ſo rühme dich der Tugend nicht, und wiſſe, daß dir Alles fehlet. Wenn Vortheil, Wolluſt, Eigen⸗ ſinn und Stolz dir nur das Gute 280 Gute rathen: ſo thue noch ſo große Thaten; du haſt vor Gott den Lohn dahin. 2. Sei durch die Gaben der Natur das Wunder und das Glück auf Erden! Be⸗ glückeſt du die Menſchen nur, um vor der Welt ge⸗ ehrt zu werden; erfüllt die Liebe nicht dein Herz: ſo biſt du bei den größten Ga⸗ ben, bei dem Verſtand, den Engel haben, vor Gott doch nur ein tönend Erz. 3. Erbaue Kirchen: brich dein Brod, das Volk der Armen zu verpflegen, ent⸗ reiß die Wittwen ihrer Noth und ſei der Waiſen Schutz und Segen; gib alle deine Habe hin: vor Gott haſt du noch Nichts gegeben. Wenn Lieb' und Pflicht dich nicht beleben, ſo iſt dir Alles kein Gewinn. 4. Thu' Thaten, die der Heldenmuth noch jemals hat verrichten können; vergieß für's Vaterland dein Blut; laß deinen Leib für Andre brennen! Beſeelet dich nicht Lieb' und Pflicht; biſt du die Abſicht deiner Thaten: ſo ſchütz' und rette ganze Staaten; Gott achtet deiner Werke nicht. 5. Läg' ihm an unſern Werken nur; ſo könnt' er uns, ſie zu vollbringen, ſehr leicht durch Feſſeln der Na⸗ tur, durch Kräfte ſeiner All⸗ Liebe zu Gott. macht zwingen. Vor ihm, der Alles ſchafft und gibt, gilt Weisheit Nichts, Nichts Macht und Stärke. Er will die Abſicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. 6. Ein Herz, von Ei⸗ genliebe fern, fern von des Stolzes eitlem Triebe, ge⸗ heiligt durch die Furcht des Herrn, erneut durch Glau⸗ ben zu der Liebe; dies iſt's, was Gott von uns verlangt. Und wenn wir nicht dies Herz beſitzen: ſo wird ein Leben uns Nichts nützen, das mit den größten Thaten prangt. 7. Drum täuſche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh nicht auf deine Werk'’ allein; ſieh' auf den Quell, aus dem ſie ka⸗ men. Prüf' dich vor Gottes Angeſicht, ob ſeine Liebe dich beſeelet. Ein Herz, dem nicht der Glaube fehlet, dem fehlet auch die Liebe nicht. 8. Wohnt Liebe gegen Gott in dir: ſo wird ſie dich zum Guten ſtärken. Du wirſt die Gegenwart von ihr an Liebe zu dem Nächſten merken. Die Liebe, die dich ſchmücken ſoll, iſt gütig, ohne Neid und Tücke, iſt ſittſam, iſt nie ſtolz im Glücke, lang⸗ müthig und erbarmenvoll. 9. Sie deckt des Nächſten Feh⸗ geller zu, ſunul ſei ſuchet nicht ſie hofft! duldet Alle di den R. ichſte I fülen; ma zu deinem? dir in die Gihorſam 3660 Hert, die dein. Wer gitiger, n ſen ſeyn? 2. Was richt und Seligkeit. deinen T gut zu ſe 3. Wer virgißt, d it Noth; biſ und beutſt du⸗ 4. du ſtte gibſt Prann; dein ſanft meinen firt. Un lüliſt du 6. M ott. 3 Ein Herz, don iebe ſern, fern uun lzes eitlem Re, igt durch die Turti ru, erneut durch. zu der Liebe, din Gott von unz ult wenn wir nit 3 beſitzen: ſo wihe en uns Nichtz m mit den groͤßten ge agt. Drum täͤuſche ihn h den Schen, t h der Tugend ſä nen. Sieh uitt e Werk' allein, ihn Quell, aus den it .Pruf dich vor he geſicht, ob ſeine Lit elet. Ein Her, n t der Glaube fehle et auch die Liehe t Wohnt Lithe tin dir: ſo wid Guten ſtirin t die Gegenwantint Liebe zu den Ait ten. Die Liehe,i ücken ſoll, itgte und Tücke, Uin ie ſtolz im Glith ſßig und erbarn Sie deckt dal⸗ 8 Fehler zu, und freut ſich niemals ſeines Falles. Sie ſuchet nicht blos ihre Ruh'; ſie hofft und glaubt und duldet Alles. Sie iſt's, die dir den Muth verleiht, des Höchſten Wort gern zu er⸗ füllen; macht ſeinen Sinn zu deinem Willen, und folgt dir in die Ewigkeit. Gehorſam gegen Gott. Mel. So fliehen unſre Tage a) u, Gott, biſt 366 D über Alles Herr, die ganze Welt iſt dein. Wer ſollte dir, All⸗ gütiger, nicht gern gehor⸗ ſam ſeyn? 2. Was du gebeutſt, iſt recht und gut, iſt für uns Seligkeit. Wohl dem, der deinen Willen thut, und gut zu ſeyn ſich freut! 3. Wer aber ſeine Pflicht vergißt, der bringt ſich ſelbſt in Noth; denn nur, was böſ' und ſchädlich iſt, ver⸗ beutſt du uns, o Gott! 4. Du biſt, wenn du Ge⸗ ſetze gibſt, nur Vater, nicht Tyrann; und hältſt uns blos, weil du uns liebſt, dir zu gehorchen an. 5. Nehm' ich auf mich dein ſanftes Joch, ſo ſetz' ich meinen Lauf mit Freuden fort. Und fall' ich noch, ſo hilfſt du ſelbſt mir auf. 6. Mich warnt dein Gehorſam gegen Gott. 281 Wort; es droht, vecheißt, legt Heil und Tod mir vor. Und ich verſchlöſſe deinem Weiſt gefühllos Herz und Dhr 7. Wie könnte der, der dich nicht hört, dein Kind, o Vater, ſeyn? Nur die ſind dieſes Namens werth, die deinem Dienſt ſich weihn. 8. So ſei dir denn mein Herz geweiht! Ich bin dein Eigenthum. Gib dieſem Wil⸗ len Feſtigkeit; dir folgen, ſei mein Ruhm! Mel. Wer nur den lieben Gott 366(b) Gett. deinen heiligen Befehlen will ich, dein Kind, gehorſam ſeyn, ſie nur zu meiner Richtſchnur wählen und dir mein ganzes Leben weihn. Dein Wille iſt ge⸗ recht und gut; wohl dem, der ihn mit Freuden thut! 2. Gehorſam forderſt du von Allen, die dich zu ken⸗ nen fähig ſind. Auch ich kann dir nur wohlgefallen, wenn ich, dir folgſam, als dein Kind, thu', was du willſt, aus Lieb' und Dank und nicht aus Sklavenfurcht und Zwang. 3. Dein Sohn gehorchte dir ſo gerne; o hilf mir, daß ich immerdar dir, Vater, ſo gehorchen lerne, wie Je⸗ ſus dir gehorſam war! Er war's auch unter Schmach un ——,— — —— “ 282 und Noth, er war's ſelbſt bis zum Kreuzestod. 4. Laß deine heiligen Ge⸗ ſetze mir immer gegenwär⸗ tig ſeyn; laß mich, daß ich ſie nie verletze, dich, den Allwiſſenden, ſtets ſcheu'n! Dein Joch iſt ſanft, leicht iſt die Laſt, die du uns aufgeleget haſt. 5. Sobald ich deine Stim⸗ me höre, ſo mache du mich auch bereit, daß ich ſie durch Gehorſam ehre und thue, was ſie mir gebeut! Ich ſoll nicht Hörer nur allein; ich ſoll zugleich auch Thä⸗ ter ſeyn. 6. Beut mir die Welt auch tauſend Freuden auf uner⸗ laubten Wegen an; ſie ſoll mich, Herr, nicht irre leiten. Was iſt's, das ſte mir geben kann? Im Anfang Luſt, am Ende Pein, und die wird groß und ſchrecklich ſeyn. 7. Wenn ich mich im Ge⸗ horſam übe und deinen Wil⸗ len treulich thu'; ſo bleib' ich, Gott, in deiner Liebe, und hab' in des Gewiſſens Ruh' den Himmel hier ſchon in der Zeit, und mehr noch in der Ewigkeit! Mel. Was mein Gott will 67 Sei Gott getreu, halt' ſeinen Bund; bekenn' ihn durch Dein Glaube auf feſtem Grund: dein Leben! ruht Gehorſam gegen Gott. drum bleib' ihm ſtets erge⸗ ben! Denk', wie er dich ver⸗ pflichtet ſich durch ſeine Huld und Gnade; ſei treu dem Herrn und wandle gern der Tugend ſichre Pfade! 2. Sei Gott getreun! Du mußt als Kind ihn auch im Leiden ehren; dein Va⸗ ter waltet ja gelind und bildet dich zum Höh'ren. Ein edler Muth macht ſtill und gut, der wird durch Gott dir werden, wenn Je⸗ ſus Chriſt dein Führer iſt zum Himmel hier auf Erden. 3. Sei Gott getreu von Jugend auf! Laß dich nicht eitle Freuden in deinem gan⸗ zen Lebenslauf von ſeiner Liebe ſcheiden: denn ſeine Treu' iſt täglich neu; ſein Wort kann niemals trügen. Was er verſpricht, das bricht er nicht; daran laß dir genügen! 4. Sei Gott getreu in jedem Stand, in welchem er dich ſetzet; dann ſchützt dich ſeine ſtarke Hand. Wer iſt, der dich verletzet? Schau nur auf ihn voll Glaubens hin und folge dem Ge⸗ wiſſen; dir wird, was dir begegnet hier, zum Beſten dienen müſſen. 5. Sei Gott getreu, ſein theures Wort freimüthig zu bekennen, vor Jedermann an jedem Ort dich ſeinen Freund zu nennen! Was dieſe gieſe Welt uuß Alles nut Gottes und dort ehen. u 1— jdem Ett du überw läzt Muth den treuen Wrletze n Wüücht; do vexgehen: Reu' nur künftig zu 7. Sei it den Tod ihm dich w er will in nen Veiſte Aiden Re Nacht lo erſchrecken hein Rette wird dich 8. Bl Gott get ouch erfau leber Val wollbrachte Sterblicht geit, wo Treuen d nit höhre vird erfr Frer Mel. 6 368 Gott. Se an get uu. Leiden ehren; di waltet 4 ja gelind et dich 8 45 edler Mut th magſi gut, der wird ſ t dir werden, wen Chriſt dein ur Hi immel hier aufci . Sei Gott Nire end auf! Laß dch n Freuden in deineng Lebenslauf pon ſi e ſcheiden: denni p iſt täglich mue kann niemalz in nh 3 er verſprict, zt er nicht; dam genügen! Sei Gott getat m Stand, in welan ſetzet; dann ſchützi ſtarke Hand. Mi dich verletzet? àn auf ihn voll Glat⸗ und folge deut n; dir wird, vi gnet hier, zun d ei müſſen. Sei Gott getra rtes Wort freinitt men, vor Neies ledem Ort dich t nd zu nena Freude in Gott. dieſe Welt nur in ſich hält, muß Alles einſt vergehen; nur Gottes Wort wird hier und dort zu unſerm Heil beſtehen. Sei Gott getreu in jam Streit: dann wirſt du überwinden; denn er läßt Muth und Freudigkeit den treuen Kämpfer finden. Verletze nicht die kleinſte Pflicht; doch wirſt du dich vergehen: daß dann die Reu' nur ernſtlich ſei, um künftig zu beſtehen! 7. Sei Gott getreu bis in den Tod; laß Nichts von ihm dich wenden! Er kann, er will in jeder Noth dir ſei⸗ nen Beiſtand ſenden. Der Leiden Nacht, der Bosheit Macht laß nie dein Herz erſchrecken! Es iſt dir ja dein Retter nah; ſein Schild wird dich bedecken. 8. Bleibſt du ſo deinem Gott getreu, ſo wirſt du's auch erfahren, daß er dein lieber Vater ſei; und nach vollbrachten Jahren der Sterblichkeit kommt dort die Zeit, wo Gott einſt ſeine Treuen durch ſeinen Sohn mit höhrem Lohn auf ewig wird erfreuen. Freude in Gott. Mel. Schwing' dich auf zu 368 Deaas dich 283 dank' ihm, meine Seele! Sorget er nicht vaterlich, daß kein Gut dir fehle? Schützt dich ſeine Vorſicht nicht, wann Gefahren dräu⸗ en? Iſt's nicht Seligkeit und Pflicht, ſeiner dich zu freuen? 2. Ja, mein Gott, ich hab' an dir, was mein Herz begehret, einen Vater, wel⸗ cher mir, was mir nützt, gewähret, der mich durch ſein göttlich Wort hier zum Guten lenket, und mit Himmelswoune dort meine Seele tränket. 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich ehr' und liebe; wenn ich redlich dein Gebot und mit Freu⸗ den übe: o wie iſt mir dann ſo wohlz wie iſt mein Ge⸗ mäthe ſeliger Empfindung voll, voll von deiner Güte! 4. Dann darf ich mit Zuverſicht nach dem Him⸗ mel blicken; meine Leiden acht' ich nicht, wie ſie mich auch drücken. femie und Zufriedenheit wohnen mir im Herzen, tröſten und er⸗ höhn mich weit uber alle Schmerzen. 5. Du biſt mein! So jauchz' ich dann: wer iſt, der mir ſchade? Heil mir, daß ich's rühmen kann, mein iſt deine Gnade! Dir iſt meine Wohlfahrt werth! Du gabſt mir mein Leben, wirſt auch, was 284 was mein Leben nährt und erfreut, mir geben. 6. Jeſus iſt nach deinem Rath in die Welt gekom⸗ men; alle meine Miſſethat hat er weggenommen. Ihm vertrau' ich, bet' ihn an, glaub' an ſeine Leiden, folg' ihm treulich, und ſo kann Nichts von dir mich ſcheiden. 7. Dich, du Troſt der Sterblichkeit, Heil des beß⸗ ren Lebens, himmliſche Voll⸗ kommenheit, ſuch' ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet iſt, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler, Jeſus Chriſt, mich zu ſeinen Freuden. 8. Meine Freud' an dir, mein Gott, wird dann ewig währen. Noch ſo furchtbar ſei der Tod: er wird ſie nicht ſtören. Willig werd' ich mein Gebein der Ver⸗ weſung geben; Sterben macht mich frei von Pein führt zum neuen Leben. 9. Gib mir nur, ſo lang ich hier in der Fremde walle, das Bewußtſeyn, daß ich dir, Herr, mein Gott, ge⸗ falle! Dieſe ſanfte Freudig⸗ keit, die ich zu dir habe, ſei mein Heil in dieſer Zeit und mein Troſt am Grabe. 10. Laß die Luſt zur Sünde nie dieſes Heil mir rauben! Rüſte ſelbſt mich wider ſie mit Vernunft und Glauben! Gib mir deinen Freude in Gott. Geiſt, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertrau'n auf dich ewig nicht verliere! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 369 Hrmnheen Bei dem Herrn iſt Freud' und Leben; und er wird, denn er gibt gern, dir auch, was dir dienet, ge⸗ ben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünſchen kann. 2. Laß der Welt die eitle Luſt, die in Weinen ſich ver⸗ kehret. Wiſſe, wer in ſei⸗ ner Bruſt Gottes Liebe fühlt und nähret, findet ſtets auf ſeiner Bahn, was das Herz nur wünſchen kann. 3. Luſt am Herrn erfüllt mit Licht, wenn man ihn durch's Wort erkennet. Luſt am Herrn ſtärkt den zur Pflicht, der von ſeiner Liebe brennet, Luſt am Herrn beut Alles an, was das Herz nur wünſchen kann. 4. Wer die Luſt am Höch⸗ ſten hat, hat auch Luſt an ſeinem Willen, ſuchet ihn durch Wort und That unver⸗ droſſen zu erfüllen, und ſo trifft er Alles an, was das Herz nur wünſchen kann. 5. Bleibſt du auch nicht ohne Laſt; trage willig die Beſchwerden. Wenn du wohl gelitten haſt, wird dir de ewge und im 9 dann, was wünſchen ke In eig 3705 A dir Du und was ka Liche fehlen main und ie mangelt me⸗ 2. Du h Welt erwäl Kindern witſt du Di liebſt m gnadenvoll zugemeſſen. 3. Du t tech mit in Chriſto wenn ich fehle. Du an ſeinem mane See 1. Du währte Freu Bäſte mit fin ich d Du ſtehſt u mit treu, Higel weie eiſeulich! fott. t, der mi n regiere, daß 88 t verliere! el el. Jeſus, meine a Jvei 39 4 ahe deine / er giht ien, d, was dir dient, Seine Liebe ba was dein He iſchen kann. Laß der Welt tds die in Weinnſt et. Wiſſe, war i Bruſt Gottes Liebe nähret, findetit r Bahn, was dan wünſche kann. Luſt am Hern m Licht, wenn un »'s Wort erkenne Herrn ſtärkt zmg cht, der von ſeinat nnet, Luſt am Hernt s an, was dasha ſchen kann. Wer die Luſt ut hat, hat auch kin m Willen, ſacci „Wort und Thatw en zu erfüllen, u er Alles an, u nur wünſchen ke Bleibſt du anf Laſt; trage 11 gwerden. Weut gelitten na, N. dir ew'ge Freude werden; und im Himmel haſt du dann, was dein Herz nur wünſchen kann. In eigener Melodie. 370 J ch freue mich, mein Gott, in dir! Du. mein Troſt, und was kann mir in deiner Liebe fehlen? Du, Herr, biſt mein und ich bin dein! Was mangelt meiner Seelen? 2. Du haſt mich vor der Welt erwählt und deinen Kindern zugezählt; nie wirſt du mein vergeſſen! Du liebſt mein Wohl, haſt gnadenvoll mein Glück mir zugemeſſen. 3. Du trägſt mich lieb⸗ reich mit Geduld, vergibſt in Chriſto mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibſt mir Theil an ſeinem Heil; dies tröſtet meine Seele. 4. Du biſt mir der be⸗ währte Freund, der es auf's Beſte mit mir meint; wo find' ich deines Gleichen? Du ſtehſt mir bei und bleibſt mir treu, wann Berg' und Hügel weichen. 5. Du biſt mein Leben, Troſt und Licht, mein Fels und Heil; drum frag' ich nicht nach allem Tand der Erde. Herr, ohne dich iſt Nichts für mich, das mir erfreulich werde! Freude in Gott. 285 6. Du biſt mein aller⸗ höchſtes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht. In dir leb' ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, blei⸗ ben wir in Liebe ungeſchieden. 7. Du ſegneſt mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben ſucht, dem wird's doch nicht ge⸗ lingen. Selbſt, was mich kränkt, das muß, gelenkt von dir, mir Segen bringen. 8. Du läßt mir's ewig wohlergehn. Einſt werd' ich dich noch näher ſeh'n, du Urſprung wahrer Freuden! An dir wird ſich dann ewiglich mein ganzes Herz, Herr, weiden. 9. Noch hat's kein menſch⸗ lich Ohr gehört, was uns dein Himmel einſt gewährt; doch ſeh' ich's ſchon im Glau⸗ ben. Vollkommnes Heil iſt da mein Theil, das wird mir Niemand rauben. Vertrauen auf Gott. Mel. Was Gott thut, das iſt 4 uf Gott, und 371 A nicht auf Men⸗ ſchen Rath, will ich mein Glücke bauen, und dem, der mich erſchaffen hat, mit gan⸗ zer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als. Gott und Vater tragen. „Er ſah von aller Ewig⸗ keit 286 keit, wie viel mir nützen würde, beſtimmte meine Le⸗ benszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Iſt auch ein Schmerz, der zu des Glau⸗ bens Ehre nicht zu beſtegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich's bat, gewäͤhrt, wenn's ſeine Weisheit litte. Er ſorgt für mich ſtets väterlich. Nicht, was ich mir erſehe, ſein Wille, der geſchehe! 4. Iſt nicht ein ungeſtör⸗ tes Glück weit ſchwerer oft zu tragen, als ſelbſt das widrige Geſchick, bei deſſen Laſt wir klagen? Die größ⸗ te Noth hebt doch der Tod; und Ehre, Glück und Ha⸗ be veyläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahr⸗ haft glücklich macht, laͤßt Gott es Keinem fehlen; Ge⸗ ſundheit, Ehre, Glück und Pracht ſind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewiſſen die Trübſal auch verſüßen. 6. Was iſt des Lebens Herrlichkeit? Wie bald iſt ſte verſchwunden! Was iſt das Leiden dieſer Zeit? Wie bald iſt's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern. Seid fröh⸗ Pflichten gegen Gott. lich, ihr Gerechten! Der Herr hilft ſeinen Knechten. Mel. Was mein Gott will 372 Wertranen iſt des Chriſten Pflicht, ein kindliches Ver⸗ trauen. Er ſoll, wenn'’'s ihm an Glück gebricht, o Herr, auf dich nur ſchauen: und nie biſt du dem From⸗ men fern; du kannſt ihn nie verſchmähen; du ſegneſt und erretteſt gern, und hö⸗ reſt auf ſein Flehen. 2. Doch nie darf er voll Zuverſicht die ſtolze Hoff⸗ nung wagen, du werdeſt auch dem Thoren nicht, was er begehrt, verſagen. Wenn gleich bei aller unſrer Schuld dein Herz noch lieb⸗ reich denket, ſo wird doch deine Vaterhuld von Weis⸗ heit nur gelenket. 3. Wie leicht, o Gott, kann deine Macht des Men⸗ ſchen Wunſch erfüllen! Wie leicht, noch eh' er es gedacht, des Herzens Klage ſtillen! Doch dem, der Wunderkraft begehrt und Wunder hofft zu ſehen, wird nie ſein küh⸗ ner Wunſch gewährt; er ſündigt durch ſein Flehen. 4. Wer deiner Huld ver⸗ ſichert iſt, darf deinen Segen hoffen. Ihm ſteht, weil du ſein Vater biſt, der Himmel immer offen. Doch wer dich nicht als Vater liebt, und auf auf der B nicht dir ſe ergibt, der vergebens. ö. Ja, T Sicherheit dacht freuet von Frömm die Sünde ſein heuchle imter Hoff füllt bei Schmerz ſi veilaſſen. 3. Wie R witken kann odet träͤge Blindheit ſe ungerechte unſonſt, du Uejeln doch Thor! Wi niht flieh niht fliehe 7. Du, fernſt uns heuden Ge Nachtheil leiht zu w Wr ſollen auch Rath nüzen; den Helligkeit Lichtſinn; 8 8o Juverſicht Herz verfü ni: deinen läft michi iinlich ſo ne thörich Gott. . ihr Gerechten thilft j ſeinen K G Rel. Was mein Gotn 7 2 Von dun des 6h cht, ein kuniie len. Er ſol, n an Glück getrit t, auf dich nur ſchen nie biſt du dnf fern; du ku verſchmähen; dſg erretteſt ſt gern, w auf ſein Flehen Doch nie darfan derſicht die ſtuhet ig wagen, d n z dem dem Her begehrt, a nn gleich bei aas zwuld dein Herz uch h denfet, ſo vih ne Vaterhuld van nur gelenket, b6. Wie leicht,; 1 n deine Macht 69 i Wunſch erfülka ht, noch eh' er chii Herzens Klagr it ch dem, der Wunr. ehrt und Sun ſehen, wirden Wunſch u digt durch ſein Wi . Wer deiner d ert iſt, darſdimn een. Ihm ſteht, Vater biſt, uns 5 uffn doch n ³ Vater lüt Vertrauen auf der Bahn des Lebens nicht dir ſein ganzes Herz ergibt, der ſucht ſein Glück vergebens. 5. Ja, wenn er auch mit Sicherheit ſich ſeiner An⸗ dacht freuet, und dabei, fern von Frömmigkeit, doch nie die Sünde ſcheuet; ſo mag ſein heuchleriſches Herz nur immer Hoffnung faſſen: er fühlt bei des Gewiſſens Schmerz ſich endlich doch verlaſſen. 6. Wie Mancher, der noch wirken kann, bleibt müßig oder träge, verfolgt mit Blindheit ſeinen Plan, geht ungerechte Wege! Er hofft umſonſt, du werdeſt ihn den Uebeln doch entziehen. Der Thor! Will er ſie ſelbſt nicht fliehn, ſie dürfen ihn nicht fliehen. 7. Du, weiſer Gott, ent⸗ fernſt uns nicht von dro⸗ henden Gefahren, die ohne Nachtheil unſrer Pflicht leicht zu vermeiden waren. Wir ſollen mit Beſonnenheit auch Rath und Warnung nützen; denn nie wird deine Heiligkeit uns auch beim Leichtſinn ſchützen. 8. Gott, laß verwegne Zuverſicht doch nie mein Herz verführen! Sie ſchafft mir deinen Beifall nicht; ſie läßt mich ihn verlieren. Nur kindlich ſoll ich dir vertrau'n, nie thöricht, nie vermeſſen; auf Gott. 287 ſoll, um getroſt auf dich zu ſchau'n, nie meiner Pflicht vergeſſen. In eigener Melodie. efiehl du deine 373 B Wege und Al⸗ les, was dich kränkt, der treuen Vaterpflege deß, der den Himmel lenkt. Der Sternen, Wolken, Winden bezeichnet ihre Bahn, der wird auch Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's ſoll wohl ergehn; auf ſein Werk mußt du ſchauen, wenn dein Werk ſoll beſtehn. Er läßt durch Sorg' und Grämen und ſelbſtgemachte Pein ſich keine Wohlthat nehmen; ſie muß erbeten ‚ſeyn. 3. Dir, Vater voller Gnade, dir iſt allein be⸗ kannt, was gut ſei oder ſchade Geſchöpfen deiner Hand; und was du auser⸗ ſehen zum Beſten deiner Welt, das wird und muß geſchehen, ſobald es dir gefällt. 4. An Mitteln und an Wegen fehlt dir's, Allwei⸗ ſer, nicht. Dein Thun iſt lauter Segen; dein Gang iſt lauter Licht. Wenn du, Herr, deinen Kindern ein Gluck haſt zugedacht, ſo kann dein Werk Nichts hin⸗ dern; du willſt, ſo iſt's voll⸗ bracht! 5. Und 288 5. Und wollten Welt und Teufel dir boshaft wider⸗ ſtehn; o nähre keinen Zwei⸗ fel, dein Glück wird doch beſtehn. Was er ſich vor⸗ genommen, was er vollen⸗ den will: auf's Herrlichſte wird's kommen zu dem be⸗ ſtimmten Ziel. 6. Hoff' nur, bedrängte Seele, hoff, und ſei unver⸗ zagt, was dich auch immer quäle, ein ſchönrer Morgen tagt! Gott läßt nicht von den Seinen, erwarte nur die Zeit: dir wird die Sonne ſcheinen mit neuer Heiterkeit. 7. Auf, auf! Gib dei⸗ nen Schmerzen und Sorgen gute Nacht! Verbann' aus deinem Herzen, was dich ſo traurig macht. Du biſt ja nicht Regente, der Alles führen ſoll. Gott ſitzt im Regimente, und er führt Alles wohl. Ihn, ihn laßt thun und wadten, er iſt ein weiſer Fürſt und wird ſich ſ o verhal⸗ ten, daß du ihn preiſen wirſt, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Verzög' der Troſt auch lange, weil dir es heilſam iſt, ſo werde dir nicht bange, daß deiner Gott vergißt. Er wird dir Hülfe ſenden, wenn du's am mind'ſten gläubſt, Pflichten gegen Gott. und all' dein Unglück wenden, wenn du nur treu verbleibſt. 10. Wohl dir und deiner Treue! Sie trägt den Sieg davon. Daß dich der Kampf nicht rene, blick' hin auf ſeinen Lohn; ſteh' feſt im größten Leide, das dir be⸗ gegnen kann: bald bricht der Tag der Freude, des ew' gen Friedens an. Mach', Herr, ein fröͤh⸗ lich Tnl2 mit aller unſrer Noth; ſtärk' unſer Herz. und ſende uns Troſt bis in den Tod! Laß ſtets uns deiner Pflege und Treu’ empfohlen ſeyn, ſo gehen unſre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel Gott thut, das iſt 374 D ne Zuverſicht, mein hoͤchſter Troſt im Le⸗ ben! Dem fehlt es nie an Troſt und Licht, der ſich dem Herrn ergeben. Gott iſt ſein Gott; auf ſein Ge⸗ bot wird's in dem Herzen ſtille. Ihm gnügt des Va⸗ ters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertrau'n? Du biſt des Schwachen Stärke, Die Augen, welche auf dich ſchau'n, ſeh'n deine Wun⸗ derwerke. Herr, groß von Rath und ſtark von That, mit gnadenvollen Händen wirſt du dein Werk Vvoll⸗ enden. 3. Noch „er Herr iſt mei⸗ 3. Noch! dich riht näſen; du ihn Noth gung geniet men Herz Schmerz;! tur T zu Rrruicht 54 Dr un hoff auf G drſt verſe der daai Vm 9 Hedd; er ſt zitſern, ein wittern. 5. Wirf Hifnung Gaube rei wid zu Re von dem Dan Heile ervarb, 89 dir 2 64 um 8 dich he bujten riſten ff 9 nade Jet d der S nen Jahl Einei von dem 7. Her. verich meine S wes mein⸗ denn ich Gott. all' dein Unglutn un n du nur treug derhhe 0. Wohl dir und 3 de⸗ Sie träͤgt d Daß di dich d 4 reue, blich n en Lohn; tte fü zten Leide, das R nen kann: bub Tag der Freude gen Friedens an. 1 Mach', Hert,inn Ende mit alet i h; ſtärk unſer Hen e uns Troſt his n Laß ſtets un ſt ge und Treu' emi „ ſo gehen mat ß zum Himmel k 3 el. Was Gott thut deß 3 4 D Herrin ne Inei hoͤchſter Trof t Dem fehlt am t und Licht, mi Herrn ergebe d ein Gott; auf ſint 4 in den in hm gnügt a— Wllle. Wer wollte di, ie, vertraun! d Schwachen 3 Augen, welche u on, ſeh'n deine d zerke. Herr, rri und ſtark vol gnadenvolln Fi du dein Ni 1 n. — 38 Vertauen 3. Noch nie hat ſich, wer dich geliebt, verlaſſen ſehen müſſen; du läß't ihn, wann ihn Noth umgibt, Beruhi⸗ gung genießen. Des From⸗ men Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten weißt du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff', o Seele, hoff' auf Gott! Der Thoren Troſt verſchwindet, wenn der Gerechte in der Noth Hülf' und Errettung findet. Wenn jener fällt, iſt er ein Held; er ſteht, wenn jene zittern, ein Fels in Unge⸗ wittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet! Vergebens wird zu Menſchen fliehn, wer von dem Jahſten weichet. Dein Heiland ſtarb, und er erwarb, auf ſeines Todes Hügel, dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wann um dich her ſich Ungewitter ſammeln! Gott hilft, wenn Chriſten freudenleer zu ihm um Gnade ſtammeln. Die Zeit der Qual, der Thrä⸗ nen Zahl zaͤhlt er, und deine Schmerzen nimmt er dir von dem Herzen. 7. Herr, du biſt meine Zuverſicht; auf dich hofft meine Seele! Du weißt, was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich ſorgend quäle. auf Gott. 289 Wer wollte ſich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, ver⸗ laſſen, und ſich im Kummer faſſen? 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlſeyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott und einſt im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz ſchaue. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 375 d er auf Finen 2 8 Gott ver⸗ traut, ängſtigt ſich durch kei⸗ ne Sorgen; ihm, auf den ex ſicher baut, bleibt ſein Kum⸗ mer nicht verborgen. Gott verläßt die Seinen nicht: dies iſt meine Zuverſicht! 2. Er, der Schöpfer aller Welt, der Verſorger ſeiner Kinder, der, was er ver⸗ ſpricht, auch hält, huldreich ſelbſt noch gegen Sünder, er, der uns hervorgebracht, hat auch, uns zu helfen, Macht. 3. Ihm, ihm iſt es im⸗ mer leicht, unſre Wünſche zu erfüllen; wie unmöglich es uns däucht, kann er doch den Kummer ſtillen, helfen ſtets, wenn Noth uns quält, wenn uns Rath und Bei⸗ ſtand fehlt. 4. Und wer iſt ihm gleich, dem Herrn? Wer ſo reich, wie er, an Segen? Nie⸗ mand hilft, wie er, ſo gern N auf auf des Lebens rauhen We⸗ gen, er, der liebreich unſrer denkt, und zum Glück die Trübſal lenkt. 5. Wenn mein Auge lange weint, ich nicht ſeine Hülfe ſehe, und ſie nicht ſo früh erſcheint, als ich ſie von ihm erflehe; weiß ich doch voll Zuverſicht, daß ſie mir nicht ſtets gebricht. 6. Dann auch, wann, wie mir es ſcheint, ſelbſt der Hoffnung Troſt verſchwin⸗ det, weiß ich doch: Gott iſt mein Freund, der auch da noch Wege findet, wo ſich keiner mir entdeckt, wo der Zukunft Nacht mich ſchreckt. 7. Drum ſei ihm, dem Herrn der Welt, ganz mein Schickſal überlaſſen! Er der auch den Wurm erhält, kann und wird mich nicht verlaſſen. Bleib' ich nur der Tugend treu; ſo ſteht er mir huldreich bei. Mel. Sollt' ich meinen Gott 376 Selig⸗ wer mit ſtillem Herzen dem Allweiſen, der uns liebt, ganz ſein Schickſal übergibt, und auch in den tiefſten Schmerzen ſeinem Kummer muthig wehrt, durch Geduld den Herrn verehrt. 2. Ach, kein Schickſal mei⸗ nes Lebens, ſorgt' ich auch von Jugend auf, nimmt drum einen andern Lauf! Pflichten gegen Gott. Sorge quält, und quält ver⸗ gebens; meine Kräfte zehrt ſie ab, ſtürzt nur früher mich ins Grab. 3. Eh ich noch das Licht erblickte, wog er, der mir Leben gab, meines Lebens Schickſal ab; ehe mich noch Kummer drückte, eh noch meine Thräne rann, ſah mich Gott ſchon gnädig an. 4. Dankbar nehm' ich Glück und Freuden aus des Höchſten milder Hand; und iſt Kreuz mir zuerkannt, o ſo faß' ich Muth, zu leiden! Gut iſt Alles, was Gott will; willig duld' ich, dulde ſtill. 5. Will mein Anſchlag nicht gedeihen, und miß⸗ lingt mir mein Bemühn; denk' ich: Was mir Glück erſt ſchien, muß ich oft nachher bereuen. Wohlthat iſt's für mich gewiß, daß mir's Gott mißlingen ließ. 6. Wenn Gott nicht ſo reichen Segen, als dem Nächſten, mir verlieh; ſoll doch Andrer Wohlſtand nie Neid in meiner Bruſt erre⸗ gen! Fremden Glücks will ich mich freu'n; fremdes Glück wird dadurch mein. 7. Wenn mir Freyler Angſt erwecken: wenn ihr Haß mich drückt und kränkt, hält ſie Gottes Macht um⸗ ſchränkt. Droht der Tod mit ſeinen Schrecken; der vom om Tod nimmt ſie an. 3. Ich meine Wa bisher hal ter, er h verſpricht! verläßt mie Ml Herzlic 377 waſe nich von’ meiner der letzte det Mein Gctt biſt mein Her Rih ud findet. W mich gefü Lehens L. ſegensvoll manche N wandt. Un⸗ anf dich; dch kimpf durch dich. 4. Zwau der Leiden ich kaum: zu kämpfer doch ewig er nicht. 35 b perd'; Lad iſt Ffillt, b Gott. ꝛige quält, mu Ad qant, ens; meine Krift ah⸗ ſtürzt un 3 — ins Grab. . Ch ich noch d lickte, wog er, h. en gab, neints 8 ſickſal ab; Lem mmer druckte, ine Thräne rann 4 tt ſchon gnäͤdig 3 1. Dankbar kür ück und Frenden m chſten milder Or Kreuß mit dununin faß⸗ ich Muth h, un it iſt Alles, de l; willig duld tn l. 5. Will mein u jt gedeihen, gt mir mei Pich: Wan en, muß ich ofm euen. W ohlthar h gewiß, daß uaß ßlingen ließ. 6. Wenn Gott ri chen Segen, u chſten, mir veri h dudrer Wolli id in meiner B ¹¹ Fremden Glitt mich freun; n ück wird dadurhr J. Wenn mi gſt erwecken: de s mich drückt wi t ſie Gottes Au ankt. Droht d ſeinen r Vertauen vom Tode retten kann, nimmt ſich meiner gnädig an. 8. Ich bin unverzagt und heiter; im Vertrau'n auf Gottes Wort ſetz' ich meine Mallſaßes fort. Der bisher half, hilft mir wei⸗ ter; er hält feſt, was er verſpricht! Gott, mein Gott verläßt mich nicht! Mel. Herzlich lieb hab ich dich 327 D. An. wanke nicht, wenn gleich von meiner Hoffnung Licht der letzte Schimmer ſchwin⸗ det. Mein Helfer und mein Gott biſt du, durch den mein Herz doch endlich Ruh' und Freude wieder findet. Von jeher haſt du mich gef fuhrt, und meines Lebens Lauf regiert; mit ſegensvoller Vaterhand ſo manche Noth von mir ge⸗ wandt. Unendlicher! ich trau' auf dich; du leiteſt mich. Ich kämpf' und ſiege, Gott, durch dich. 2. Zwar iſt der Kampf der Leiden ſchwer; oft fühl' ich kaum noch Stärke mehr, zu kämpfen und zu ſtegen; doch ewig, Vater, währt er nicht. Wenn mir dein Beiſtand nicht gebricht, ſo werd' ich nicht erliegen. Bald iſt der Thraͤnen Maaß gef fült, bald meiner Seele auf Gott. 291 Schmerz geſtillt; du, Gott, hört, mich bald haſt mein Fleh'n er⸗ ganz geprüft und mich bewährt. Du Gott der Huld, erhört von dir, lobſing' ich hier mit dankerfüllter Seele dir. 3. Ach, alle Leiden dieſer Zeit ſind doch nicht werth der Hrrrkichkeit die du wirſt offenbaren. Bald wird auch mir des Dulders Lohn; bald ſteh⸗ auch ich vor deinem Thron, mit treuer Kämpfer Schaaren, und danke dann dir, Gott, verklärt, der jetzt mich prüft, mich dann bewährt, daß ich, von allen Leiden frei, ein Seliger des Himmels ſei. Barmherzi⸗ ger! feſt, ohne Grau'n, will ich dir trau' n; denn einſt werd' ich dein Antlitz ſchau'n! Mel. Wer nur den lieben Gott 2 78 Gerr, mache mei⸗ 2 ne Seele ſtille! Bei jedem Leiden, das mich kränkt, geſchieht doch nur dein weiſer Wille, der Alles mir zum Beſten lenkt. Du biſt's, der Alles ändern kann; und, was du thufſt, iſt wohl gethan. 2. Du fiührſt uns ſelbſt auf rauhen Wegen, zu höhe⸗ rer Vollkommenheit. Auch Widerwärtigkeit wird Se⸗ gen für Jeden, welcher dir ſich weiht. Sieht's gleich der blöde Geiſt nicht ein, N 2 wird 292 wird doch der herrlich ſeyn. 3. Drum laß mich ſtille ſeyn und hoffen! Haſt du mir Prüfungen beſtimmt; ſo ſteht dein Vaterherz dem offen, der ſeine Zuflucht zu dir nimmt. Wer ſtill in dei⸗ ner Fügung ruht, mit dem machſt du es immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns nützt, verborgen; genug für uns: du haſt's erkannt! Wie oft ſind unſre Wünſch' und Sorgen kurzſichtig und voll Unverſtand! Du ſiehſt, was ſchädlich iſt, von fern und deine Güte hindert's gern. 5. Nur du erkennſt und waͤhlſt das Beſte! O Vater, mache ſelbſt mein Herz in dieſem hohen Glauben feſte; dann überwältigt mich kein Schmerz. Ich duld' ihn mit Gelaſſenheit; was mein Gott will, geſcheh' allezeit. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut; denn endlich führeſt du die Frommen zur völligen Zu⸗ friedenheit: und dann wird Jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beſte war. 7. Dann wird auch mich von allen Plagen ein ewiger Gewinn erfreu'n; dann wird mein Herz ſtatt aller Kla⸗ gen, voll Dankes und voll Lobes ſeyn: der Herr hat Ausgang Pflichten gegen Gott. für mein Heil gewacht, hat Alles mit mir wohl⸗ gemacht! Mel. Auf, ſchicke dich 379 s herrſcht ein Gott, der ſchützt in Noth, und hilft, wenn ſie ihm trau'n, ſo gern den Seinen! Drum ſei ver⸗ gnügt, wie er es fügt! Bald folgt dir Ruh' und Troſt nach kurzem Weinen. 2. O murre nicht, wann dir gebricht, was öfters lu⸗ ſtet den bethörten Sinnen! Dir nützt der Schmerz, dein eitles Herz zu beſſern und für's Ew'ge zu gewin⸗ nen. 3. Erkenn' die Schuld und üb' Geduld, wann du um deine Sunden hier mußt leiden! Fleh' ihn um Gnad', geh ſeinen Pfad getroſt, nichts laß von ſeiner Lieb' dich ſcheiden. 4. Dann führt er dich ſtets väterlich die ſichern Wege, die dein Heil bezie⸗ len. Sei'n ſie auch hier oft dunkel dir; entzückt wirſt du ihr End' einſt ſeh'n und fühlen. 5. Drum gnüge mir der Weg allhier, den ich muß gehn in meinem Amt und Stande! Sei er auch rauh! Wenn ich dir trau', komm' ich auf ihm zum wahren Vaterlande. Mel. Ml. Was meine Pfl im Leben! Herzen 31 und Freu Lehems M und läfſet Laufe nicht 2 Auf G ins Grab? Sotgen ber ander ab, und Norge fieſt, die und hum i iſt wieder 3. Wie Vengſtlichte verließen, beus Heit ſchon bebe Zuverſicht daun Sie unh ruhig 4 Du aus, was lichen bege und Unglu von dir do Wein wir den Gehrau der wollte Gett, es ſt 6. Nicht geſchehn; und Him ſeht dieſe N aß wir Gott. mein Heil a Alles mit mit d icht! Mel. Auf, ſchicke d 79 6 es heriſt G zt in Rath, n ſie ihm! travn Seinen! Dru⸗ ar gt, wie er d ld jelgt dir e M ſt aach a A „ O murre! 1n n gebeicn 89 den de hune en t nützt der dm n eitles Herz tn für's Ew'ge gg 3. Erkenn' die Sihn Gedeld want in e Sünden inn füu 1 erig de i ein gi ege, nied dunkel dir, d rſt du ihr End inf d fühlen. 5. Drum grügr eg allhier, den u bn in meinem 8 tande! Sei er au — enn ich dir trul ) auf ihm zume aterlande. G 3 1. Sein ſie mh Vertrauen das iſt (ott, dir ver⸗ trau—, iſt meine Pflicht, iſt Seligkeit im Leben! Sie kann dem Herzen Zuverſicht und Troſt und Freude geben. Des Lebens Müh' verſüßet ſie, und läſſet uns hienieden im Laufe nicht ermüden. 2. Auf Erden wechſeln bis ins Grab Zufriedenheit und Sorgen beſtändig mit ein⸗ ander ab, wie Mitternacht und Morgen. Das Unglück flieht, die Freude blüht; und kaum iſt ſie empfunden, iſt wieder ſie verſchwunden. 3. Wie würde da voll Aengſtlichkeit uns jeder Tag verfließen, und bei des Le⸗ bens Heiterkeit das Herz ſchon beben müſſen, wenn Zuverſicht zu dir uns nicht dann Sicherheit gewährte, und ruhig bleiben lehrte? 4. Du theilſt das Alles aus, was hier den Sterb⸗ lichen begegnet. Im Glück und Unglüͤck werden wir von dir doch ſtets geſegnet. Wenn wir nur auch durch den Gebrauch ſo weiſe wer⸗ den wollten, als wir, o Gott, es ſollten! 5. Nicht unſer Wille ſoll geſchehn; du wähleſt ſtets das Beſte. Wenn Erd' und Himmel untergeh'n, ſteht dieſe Wahrheit feſte. O daß wir ſie durch Leicht⸗ Mel. Was Gott thut, 380 auf Gott. 293 ſinn nie an unſern Seelen ſchwächten, ſie nie verken⸗ nen möchten! 6. Dann würde Uebungszeit nicht traurig uns verſchwinden, des Le⸗ bens Widerwärtigkeit uns niemals muthlos finden. Dann ſähen wir, voll Hoffnung hier, mit Pal⸗ men und mit Kronen die Ueberwinder lohnen. 7. Gott, heilige du ſelbſt mein Herz, damit ich dir vertraue, und mit Gelaſ⸗ ſenheit im Schmerz hinauf gen Himmel ſchaue. Einſt preiſ' auch ich auf ewig dich für überſtandne Leiden im Lande ſichrer Freuden. dieſe Mel. Befiehl du deine Wege 381(Khriſt wann dich Trübſ ſal kränket, vertraue nur bhh Herrn! Er, der die Himmel lenket, iſt auch von dir nicht fern. Erwach' aus deinem Schlum⸗ mer, zu Gott erhebe dich: er ſiehet deinen Kummer; er liebt dich väterlich! 2. Sei auch in deinem Leiden ein Chriſt, voll Muth und Kraft; einſt kom⸗ men deine Freuden, bleibſt du nur tugendhaft. Erwarte nur im Glauben getroſt die Ewigkeit; wer kann das Heil dir rauben, das ewig dich erfreut? 3. Sei froh, dein Gott N 3 re⸗ 294 regieret, ſein Rath iſt wun⸗ derbar. Einſt wirſt du über⸗ führet, daß er der beſte war. Und denkeſt du vermeſſen: Der Herr erbarmt ſich nicht, der Herr hat mein vergeſſen; ſo höre, was er ſpricht: 4. Iſt auch der Mütter Eine, die ihres Kinds ver⸗ gißt? Denk' an dies Wort und weine Gott Freuden⸗ thränen, Chriſt! Und könnt' ſie es vergeſſen; will ich doch deiner nicht, ich dei⸗ ner nicht vergeſſen! Der Herr iſt's, der es ſpricht! 5. Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich feſt, weil ſeine Vatergüte dich ewig nicht verläßt. Was iſt das größte Leiden, das dir be⸗ gegnen kann, bricht einſt der Tag der Freuden, des ew'gen Friedens an? Mel. Wer nur den lieben Gott ein Hort iſt 382 M Gott! Ihn laß ich walten; ich hoff' auf ihn: er kennet mich. Ihm fehlt's, die Seinen zu erhal⸗ ten, an Mitteln nie, und ſein bin ich! Ich gründe meine Zuverſicht auf dieſen Fels und wanke nicht. 2. Was quäl' ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffnung iſt? Nein, das iſt meines Her⸗ zens Freude, daß du mein Gott und Helfer biſt. Hilf, Pflichten gegen Gott. mein Erbarmer, ſtärke mich, denn Nichts vermag ich ohne dich. 3. Der Herr erzieht hier ſeine Kinder zur Ewigkeit mit weiſer Huld. Er ſchont, er züchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat Ge⸗ duld. Er hat nicht Luſt an unſerm Schmerz; er hat ein väterliches Herz. 4. Gott iſt die Lieb', wie kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jeſum Chriſt? Was könnte mir ein Gott verſagen, der ſo unendlich gutig iſt? Erhabner Troſt, der nimmer trügt, und je⸗ den Zweifel überwiegt. 5. Ich harre ſeiner und bin ſtille. Wie bald ver⸗ ſtreicht die Prüfungszeit Dann nehm' ich dort aus ſeiner Fülle unendliche Zu⸗ friedenheit. Er leite mich nach ſeinem Rath, wie er mir zugeſaget hat! Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 38 3 Erfülle redlich dei⸗ ne Pflicht, und hoffe dann mit Zuverſicht: Gott ſorgt mit Vaterliebe für deines Lebens wahres Glück! zu ihm erhebe dei⸗ nen Blick, wär' auch dein Himmel trübe! 2. Die Wolken werden ſich verzieh'n, im milden Sonnenſcheine blüh'n dir wieder neue Freuden. Oft wird ——— nirt zur? Schmerz; Geiſt und funzen un 3. Oft volle Bah⸗ zun Ziel Blamenpfe fronm, n Was Got Vater, thi Hud und 4 Docl dich zu fre wie im So ruhigung z ſellſt gewit und Zeit dein wahre den! d. Daß unh treui Sande ſe erfülle: ſtärke mi trau' ich Hexr, es In ei 384 tragen, d näterlich? ſorgt für au den weſcher ¹ ſeire Kin 4. Er nich druͦc meine Not bis in To Gott. Erbarmer, füre di Der Herr erzicht e Kinder zur Ean weiſer Huld. Erſt üchtigt viel geline verdient, nnd ke d. Er hat nicht 8 erm Schmerz, N) vaterliches Her, 1. Gott iſt die gi n ich zagen? Güti p nicht Jeſun ai 1s könnte mir u ſagen, der ſo un tig iſt? Erhabne nimmer trügt, w i Zweifel übernt 5. Ich harre ſtam ichts verma ch. 1 t ſtille. Wie bm⸗ eicht die Nuda inn nehm' ich iin ner Fülle unenite edenheit. Er lit ch ſeinem Rat ir zugeſaget hat del. Kommt her zum l 6 83 Eur ffe dann mit zui ott ſorgt mit Ae r deines Lebens lück! zu ihm ei n Llic wär' a mmel trübe! 2. Die Wolla⸗ h verzieh'n, n onnenf ſchein dü . Frann ieder neu Vertrauen wird zur Wohlfahrt dir der Schmerz; veredelt werden Geiſt und Herz durch Prü⸗ fungen und Leiden. 3. Oft führt die dornen⸗ volle Bahn weit ſichrer dich zum Ziel hinan, als ſanfte Blumenpfade. Drum dulde fromm, mit feſtem Muth! Was Gott, der Menſchen Vater, thut, eiſt Weisheit, Huld und Gnade. 4. Doch deines Gottes dich zu freu'n, im Sturme wie im Sonnenſchein, Be⸗ ruhigung zu finden, benutze ſelbſt gewiſſenhaft Verſtand und Zeit und jede Kraft, dein wahres Wohl zu grün⸗ den! 5. Daß ich gewiſſenhaft und treu in meinem Amt und Stande ſei und meine Pflicht erfülle: zu dem Entſchluſſe ſtärke mich, und dann ver⸗ trau' ich, Gott, auf dich! Herr, es geſcheh' dein Wille! In eigener Melodie. 38 4 Solltt ich meinem Gott nicht trauen, der mich liebt ſo väterlich? der ſo herzlich ſorgt für mich? Sollt' ich auf den Herrn nicht bauen, welcher unbewegt und feſt, ſeine Kinder nie verläßt? 2. Er weiß Alles, was mich drücket, mein Anliegen, meine Noth; er ſteht bei mir bis in Tod; er weiß, was 295 mein Herz erquicket. Seine Lieb' und Vatertreu' wird mir jeden Morgen neu. 3. Der die Poͤgel alle nähret, königlich die Blu⸗ men ſchmückt, jedes dürre Land erquickt, Speiſe jedem Wurm gewähret: ſollte der verlaſſen mich? Nein, weit mehr, als ſie, bin ich! 4. Wenn nach ſeinem Reich ich trachte, wenn ich nur in Frömmigkeit ſuche meine Seligkeit, und ſie über Alles achte; ſegnet Gott mir früh und ſpat Wort' und Werke, Rath und That. 5. Heiter ſei der andre Morgen, oder nicht; was künftig iſt, quält mich nicht; ich bin ein Chriſt. Ich laß meinen Vater ſorgen, froh bei Allem, was ſein Rath über mich beſchloſſen hat. 6. Gott ſei Lob! Was mich erfreuet, ſtehet uner⸗ ſchütterlich: er, der Hoͤchſte, ſorgt für mich. Ewig wird er's mir beweiſen; Seele, freue ſeiner dich! Ewig ſor⸗ get Gott für mich! auf Gott. Mek. Wer nur den lieben Gott 38 5 Euniſchwinge dich, mein Geiſt, den Nächten, in welche dich die Schwermuth hüllt! Willſt du mit deinem Schöpfer rechten, daß er nicht je⸗ den Wunſch erfüllt? Jetzt N 4 kennſt Pflichten gegen Gott. 296 kennſt du, was dir gut iſt, nicht; einſt ſtrahlet dir ein höhres Licht. 2. In Finſterniſſen wankt hienieden des Menſchen un⸗ gewiſſer Schritt; was Got⸗ tes Vorſicht ihm beſchieden, was ihn erfreute, was er litt, kkärt ſich am Ziel von ſeinem Lauf für ihn als gleiche Wohlthat auf. 3. Dort findeſt du, von Licht umfloſſen, auch deiner Erdenthränen Lohn. Schau', ihre Saat iſt aufgeſchoſſen; ſie blüht der nahen Aernte ſchon. Im Kummer ward ſie ausgeſtreut, bald reift ſie für die Ewigkeit. 4. Drum heb' empor die trüben Blicke, wann ſich in Nacht dein Weg verliert! Dich leitet Gott. O denk' zurucke, wie gut er immet dich geführt; wie oft, wann Dunkel um dich lag, das Licht dir ſelbſt aus Nächten brach! 5. Gott! gnädig, wenn du uns erhöreſt, oft gnädi⸗ ger, wenn du den Plan, den unſre Thorheit ſchuf, zerſtö⸗ reſt, dich, Vater, bet' ich kindlich an. Ich hoff' auf dich mit feſtem Muth; denn was du ſendeſt, iſt mir gut. 6. Die Liebe hat den Pfad beſtimmet, den ich auf Er⸗ den wandeln ſoll. Ob er ſich auch durch Dornen krümmet, ich geh' ihn hoher Ahnung voll. Einſt werd' ich in des Himmels Höh'n ganz deiner Führung Weisheit ſeh'n. Mel. Fröhlich ſoll mein 386 Worum willſt du doch für mor⸗ gen, banges Herz, dir zum Schmerz, immer ängſtlich ſorgen? Wozu dient dein täglich Grämen? Nur da⸗ zu, dir die Ruh' ohne Noth zu nehmen. 2. Wer, als Gott, gab mir das Leben? Wer, als er hat bisher Alles mir ge⸗ geben, was, mein Leben zu erhalten, nöthig war? Im⸗ merdar laß ich, Gott, dich walten. 3. Der das Größre uns gegeben, einen Geiſt, der ihn preiſt, dieſen Leib, dies Leben, wird uns auch das Kleinre ſchenken. Sein bin ich; auch an mich wird er liebreich denken. 4. Was auf meiner Le⸗ bensreiſe mir noch fehlt, was mich quält, weiß er, der Allweiſe. Sollt' er mei⸗ ner je vergeſſen? Er, mein Heil, hat mein Theil längſt mir zugemeſſen. 5. Nährt den Vogel in den Lüften nicht der Herr? Weidet er nicht das Thier auf Triften? Kleidet er des Graſes Blume nicht mit Pracht, ſeiner Macht, ſeiner Huld zum Ruhme? 6. Nur 6, Nu er nicht Noth ließ nich veri mit ſoll grewen. mih: ihn 7 Nitz Kräfte; w frü nütz imner geh gen: wird hiet mang § Vor kunſt zage es ggebrich Plagen. 5 ich morge ſchm erl will ich ſo d. Sor feſle Alau ſoll, dir Seele. ich ſtille: ſein: es Nel. In 387 gen und i gen? Der mich. Er Seele ke ſeyn fehle mein Her gen geh'n her Tage Gott. Vn werd ich ng tels Höhn ganz dn ung Weisheit t ſehn ſtel. Fröhl lich ſoll we 6 Wn 1 dochf furn banges Herz, d nerz, immer u en? Wozu dien ich Grämen! Nn diir die Ruly ohme n zehmen. Wer, als Oit das Leben? Pa, at bisher Alle n en, was, mein kia lten, nöthig ww ndar laß ich, Gch ten. „Der das Griſen eben, einen Gein preiſt, dieſen Ah den, wird uns amt NLinre ſchenken. Sn auch an mich n lwich denken. 1. Was auf menn Lisreiſe mir wi es mich quält, mi Allweiſe. Sollk un je vergeſſen? d— il, hat mein dii zugemeſen. 5. Nä uhrt den ¹- 1 Lüften nicht de eidet er nicht d †Triften? Kleidi aſes Blume rit acht, ſeiner Nat ild zum Nuhme Vertrauen 6. Nur auf mich ſollt' er nicht achten? In der Noth ließ' mein Gott hülflos mich verſchmachten? Nein, mir ſoll vor nichts mehr grauen. Väterlich liebt er mich: ihm will ich vertrauen. 7. Nützen will ich Zeit und Kräfte; widmen ſie ſpät und früh nützlichem Geſchafte; immer geh'n auf ſeinen We⸗ gen: wird es mir dann all⸗ hier mangeln je an Segen? 8. Vor der fernen Zu⸗ kunft zagen will ich nicht; es gebricht keinem Tag an Plagen. Heute leb' ich; bin ich morgen nicht vielleicht ſchon erbleicht? Warum will ich ſorgen? 9. Sorge dn nur; ich be⸗ fehle glaubensvoll, wie ich ll, dir, Herr, Leib und eele. Sorge du, dir halt' ich ſtille: ich ſoll dein ewig eyn: es geſcheh' dein Wille! U c S — Mel. In allen meinen Thaten as ſoll ich 387 W ängſtlich kla⸗ gen und in der Noth verza⸗ gen? Der Höͤchſte ſorgt für mich. Er ſorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohl⸗ ſeyn fehle. Genug zum Troſt, mein Herz, für dich! 2. Was nützt es, ängſt⸗ lich ſorgen und jedem neuen Morgen mit Furcht entge⸗ gen geh'n? Du, Vater mei⸗ ner Tage, kennſt, eh' ich auf Gott. dir's noch klage, mein Leid und eilſt mir beizuſteh'n. 3. Auf deinen Wink zu ſchauen, dir kindlich zu ver⸗ trauen, das, Herr, iſt meine Pflicht. Ich will ſie treu⸗ lich üben, und dich, mein Vater, lieben; denn du ver⸗ ſäumſt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen kleideſt, und alle Thiere weideſt, du Schöpfer der Natur, ſiehſt Alles, was mir fehlet. Drum Seele, was dich quälet, befiehl dem Herrn und glaube nur. 5. Herr, alle meine Sor⸗ gen, die Noth, die oft ver⸗ borgen an meinem Herzen nagt, werf' ich auf dich, den Treuen; du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thränen, und ſich nach Hülfe ſehnen, ſo klag' ich dir's, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle ich jeden Wunſch der Seele; du hörſt, du hilfſt, du ſegneſt gern. 7. Der du mir hier im Leben ſchon größres Heil gegeben, und deinen Sohn geſchenkt, du wirſt mir Al⸗ les ſchenken, und ſtets zum Beſten lenken, was mich be⸗ kümmert, quält und kräntt. 8. Du fuhreſt, Herr, die Deinen nicht ſo, wie ſie es meinen, doch ſtets nach wei⸗ ſem Rath Ob ich mich auch R be⸗ betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen ſehe, und es nicht ganz verſtehe, was du mit mir gethan, kann ich doch deß mich tröſten: du nimmſt mich, den Erlöſten, gewiß dereinſt zu Ehren an. 10. Dort, bei den From⸗ men Schaaren, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da bring' ich dir mit Freuden, nach uͤber⸗ ſtandnen Leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt. Mel. Was Gott thut, das iſt 1 2 38 8 Wos zucfe ae die Welt; und Gott iſt ja allmächtig. Den Arm, der dieſes Weltall hält, was macht dir den verdächtig? Wenn Meeresfluth und Feuersgluth uns ſchon er⸗ eilet hätten, ſo kann er doch noch retten. 2. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt ja allwiſſend. Selbſt was dein Herz verborgen hält, iſt dennoch ihm wohlwiſſend. Sein Auge ſieht in dein Gemüth. Die Bitte, die du thateſt, vernahm er, eh' du bateſt. 3. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt der Allweiſe. Stets dient Pflichten gegen Gott. der Weg, der ihm gefällt, zum Heil dir, ihm zum Preiſe. Er führt gewiß durch Finſterniß, durch jede Nacht der Leiden zum Lichte reiner Freuden. 4. Was zagſt du? Gott regiert die Welt und iſt all⸗ gegenwärtig. Der Fromme, der an ihn ſich hält, iſt ſeines Heils gewärtig. O glaub' es gern! Gott iſt nicht fern; er, wo auch Jeder walle, hält allenthalben Alle. 5. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt ja die Liebe. Nichts iſt, was dem, der ihm gefällt, ein Quell des Elends bliebe! Auf, faſſe Muth! Selbſt Jeſu Blut ſagt dir bei jedem Leiden: Gott ſegnet uns mit Freuden. 6. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt auch geduldig. Zwar wenn er vor's Gericht uns ſtellt, ſind ſelbſt die From— men ſchuldig. Doch ſein Gericht trifft Fromme nicht. Drum ſei gewiß, er ſchone auch dein in ſeinem Sohne. 7. Nun, Gott! da du die Welt regierſt; wie duürft' ich ängſtlich zagen? Ein Leid, in welches du mich fuͤhrſt, ſoll nie mich nieder⸗ ſchlagen. Ich hoff' auf dich. Du läſſeſt mich bald deine Hülfe ſchauen. Dir, dir will ich vertrauen! In In che Thra geweint, nicht ſin Menſcher ben fort wird doch 2. Nie det, von freit, nur deln. Vo ervartet Doch beſſe 3. Wir Leden d hett, dur Tlorheit keit. We werden, af Erde 4. V wünſchen ner freu üher Al heilig ſe beſerr we auh auf 5. W thums 1 Augen fü Urxecht zum Wo nigt wir heſſer ar 6. Un edeln, 1 tigkeit 1 zu wirke Gett g. Gott. deg, der ihm Heil dir eene 4. Er fuhr ga Finſterniß, dn 4 der Leiden u reiner Freuden. Was zagſtdun z. tt die Welt ud ſ 1 awärtig. Der f Fuun, enihn ſich hält, vü ſee gewärtig. O gluu * Gott iſt mätſe wo auch Idder hi jallenthalben Ale Was zagſt dul t art die Welt, unt die Liebe. nit dem, der ihn i V Quell des 6 de! Auf, faſſ N ſt Jeſu Blut ſat jedem Leiden. ſ het uns mit Frei Was zagft dal ert die Welt; wi auch geduldig— in er vor's Ga t, find ſ eliſt deß u ſchul dig. dc icht trifft Fronm 11 am ſei gewiß, a h dein in ſeinm? Nun, Gott! Ri lt regierſt; ur angſtl ich zage „, in welches n rſt, ſoll nie mit agen. Ich hef 9 läſſeſt mich bu ſe ſchauen. ¹ (ich vertrauen Vertrauen In eigener Melodie. 389(a) Z wird ) noch man⸗ che Thräne auf Gottes Welt geweint, doch laß den Muth nicht ſinken; nein, wirke, Menſchenfreund, voll Glau⸗ ben fort auf Erden! Es wird doch beſſer werden! 2. Nie werden wir hienie⸗ den, von allem Schmerz be⸗ freit, nur über Blumen wan⸗ deln. Vollkommne Seligkeit erwartet nicht auf Erden! Doch beſſer wird es werden! 3. Wir ſchaffen ſelbſt uns Leiden durch Unzufrieden⸗ heit, durch Leidenſchaft und Thorheit und Ungerechtig⸗ keit. Wenn wir nur weiſer werden, wird's beſſer auch auf Erden. 4. Wenn wir beſcheidner wünſchen, und uns zufried⸗ ner freu'n; wenn Pflicht uns über Alles wird theu'r und heilig ſeyn; wenn wir ſelbſt beſſer werden: wird's beſſer auch auf Erden. 5. Wenn nun des Irr⸗ thums Binde von unſern Augen fällt; wenn wir das Unrecht meiden, und dann zum Wohl der Welt verei⸗ nigt wirken werden: wird's beſſer auch auf Erden. 6. Uns ſelbſt hier zu ver⸗ edeln, und dann mit Thä⸗ tigkeit zum Wohl der Welt zu wirken; dies iſt's, was Gott gebeut. Gott, laß auf Gott. 299 uns deinen Willen zu un⸗ ſerm Heil erfüllen. Mel. Was Gott thut, das iſt (b)[¶in Gott re⸗ 389 En. Was zagen wir? Ein Gott er⸗ zieht durch Freuden und durch des Schmerzes Druck uns hier. Was iſt des Le⸗ bens Leiden? Ein ernſter Streit um Seligkeit. Es mag uns übel gehen: wir werden's überſtehen! 2. Wir werden, was am Herzen nagt, mit Hoffnung überleben, und über Alles, was uns plagt, uns ſiegend einſt erheben. Die Welt vergeht, der Geiſt beſteht. O laßt den Schoͤpfer walten! Er will den Geiſt erhalten. 3. Der Geiſt erkennt des Höchſten Spur, des Vaters Macht und Milde im großen Reiche der Natur, in Wäl⸗ dern, im Gefilde, im klein⸗ ſten Wurm, im Winter⸗ ſturm, im Frühlingsſchmuck, im Regen und in des Herb⸗ ſtes Segen. 4. Der Gott, durch wel⸗ chen Alles iſt, der ſelber im Gewimmel der Thiere keines Wurms vergißt, der unter ſeinem Himmel, was lebet, ſpeiſt, wird unſern Geiſt für Licht und Heil erhalten. O laßt den Höchſten walten! 5. So mag denn, was die Welt uns gab, zerfallen N 6 und —=ỹÿ,—„—. und zerſtäuben! So drohe Krankheit, Tod und Grab! Des Schöpfers Huld wird bleiben. Er leitet gut, wir haben Muth; es mag uns übel gehen: wir werden's überſtehen! 6. Wir zagen nicht: du, Gott regierſt, und wenn du Menſchenherzen durch Lei⸗ den für das Gute rührſt, ſo ſegnen wir die Schmerzen. Wir haben Muth; ſind wir nur gut, ſo mag's uns übel gehen: wir werden's über⸗ ſtehen! In eigener Melodie⸗ 390 Wer nur den lie⸗ ben Gott läßt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunder⸗ bar erhalten in aller Noth und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchſten, traut, der hat auf einen Fels gebaut. 2. Was helfen uns die ſchweren Sorgen? Was hilft uns unſer Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beſeufzen unſer Ungemach? Wir ma⸗ chen unſer Kreuz und Leid nur größer durch die Trau⸗ rigkeit. 3. Man halte nur ein we⸗ nig ſtille und ſei doch in ſich ſelbſt vergnügt, wie unſers Gottes Gnadenwille, wie ſein allweiſer Rath es fügt! Gott, der uns ihm hat aus⸗ Pflichten gegen Gott. erwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenſtunden, er weiß, wann Hülfe nützlich ſey. Wenn er uns nur hat treu erfunden, geduldig, ohne Heuchelei: ſo kommt er, eh' wir's uns verſehn, und läſſet uns viel Guts geſcheh'n. 5. Denk' nicht in deiner Drangſalshitze, daß du von Gott verlaſſen ſeiſt, und der dem Glück im Schooße ſitze, den alle Welt für glücklich preiſt! Die Zukunft ändert oft ſehr viel und ſetzet Jeg⸗ lichem ſein Ziel. 6. Es ſind ja Gott ſehr leichte Sachen, und ſeiner Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Er iſt der Herr, der Jedermann leicht hoch erhöh'n, leicht ſtürzen kann! 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, verricht' das Deine nur getreu und trau' des Himmels reichem Se⸗ gen, ſo wird er bei dir werden neu. Denn, welcher ſeine Zuverſicht auf Gott ſetzt, den verläßt er nicht. Gebet. Mel. O Gott, du frommer Gott 391 ch Gott, verlaß mich nicht; reich' du wir ſe icch die P. bens woh⸗ Ac Gott. 4. Ach richt; leh wallen un mehr in fallen. G Geſt, des ſicht; und chemn wil nich nicht 4 Ach nicſt in ren und nit Hülf min G erzätt o ſo ver deimem! 1. Ach nieſt; g mögen; Thin b Sezen! Amtz, Plliht le zedhen! mich nich 5 A nicht; hi ben voll ſei; fe beinfi um di ngeſich Goßt, her Vott. t, der veiß d was uns fehlt Gr kennt die n eä enſt unden, er ne Hulfe näzüih er uns nur hat en, dudi i elei: ſo konmt n 1 uns verſehn, undſth ziel Guts geſtheht Denk' nicht in da 19' ſalshitze, daß um verlaſſen ſeiſt, un Hlück im S Schoßti ii lle Wel lt für gütt 2! Die Zukunft inn uhr viel und ſeht h ſein Ziel. Es ſind ja Gotfſ Sachen, und ſen nicht gilt es gleich den klein und ang den, den Armen und reich. Erüd 2, der Jedermannt erhöh'n, leicht fin Sing', bet' und ght ees Wegen, verr. iie Ce nur getreu miͤi „Himmels reichn ſo wird er bi en neu. Denn, Zuverſicht auf den verläßt er it Gebet O Gott, du ftouna 91 As u mir ſelbſt die Hände, daß ich die Pilgrimſchaft des Le⸗ bens wohl vollende! Irr' ich im finſtern Thal; ſo ſei du ſelbſt mein Licht, mein Stab, mein Hort, mein Schutz! Ach Gott, verlaß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht; lehr' deinen Weg mich wallen und laß mich nimmer mehr in Sünd' und Thorheit fallen! Gib mir den guten Geiſt, des Glaubens Zuver⸗ ſicht; und, wann ich ſtrau⸗ cheln will, Gott, ſo verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefah⸗ ren, und laß zu rechter Zeit mir Hülfe widerfahren. Iſt mein Gemüth in Angſt, erzittr' ich in der Noth, 0 ſo verlaß mich nicht mit deinem Troſt, o Gott! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht; gib Wollen und Ver⸗ mögen; in allem meinem Thun begleite mich dein Segen! Die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht laß, Herr, vor dir gedeih'n! Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht; hilf, daß ich dir erge⸗ ben voll Lieb' und Hoffnung ſei; feſt glauben, chriſtlich leben und ſelig ſterben mag, um dich von Angeſicht zu Angeſicht zu ſchau'n! Ach Gott, verlaß mich nicht! Gebet. 301 Mel. Wer nur den lieben Gott 3 ein Heil, o 392 D Chriſt, nicht zu verſcherzen, ſei wach und nüchtern zum Gebet! Ein kindlich Flehn aus reinem Herzen hat Gott, dein Va⸗ ter, nie verſchmäht. Er iſt die Liebe ſelbſt; er hört, was ſeiner Kinder Herz begehrt. 2. Erhebe dich zu ſeinen Höhen mit Dank und Fle⸗ hen oft und gern. Er läſſet, was dir nützt, geſchehen, iſt, dir zu helfen niemals fern; er thut, ſo du nur zu ihm fleh'ſt, mehr als du bitteſt und verſtehſt. 3. Welch Glück, ſo hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu ſteh'n! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menſchen Fleh'n? Er will blos deine Seligkeit, wenn er zu beten dir gebeut. 4. Sagt Gott nicht: Bit⸗ tet, daß ihr nehmet? Iſt des Gebetes Frucht nicht dein? Wer ſich der Pflicht zu beten ſchämet, der ſchämt ſich, Gottes Freund zu ſeyn, und ſtößt das ihm beſtimmte Glück, feindſelig gegen ſich, zurück. 5. Sein Glück von dir, o Gott, begehren, wie leicht, wie ſüß iſt dieſe Pflicht! des Herzens Wünſche dir erklären, wie ſtärkt das meine Seele nicht! Gebet N 7 gibt 4 * —yy— 4—— gibt Muth; Gebet gibt Kraft zur Däͤmpfung jeder Leidenſchaft. 6. Was kann zum Fleiß in guten Werken mir kraͤfti⸗ ger den Geiſt erhöh'n? Was mehr in Leidensſtunden ſtär⸗ ken, als gläubig, Gott, auf dich zu ſeh'n? Ich treffe Nichts auf Erden an, was mich ſo ſehr erquicken kann. 7. Gott! laß mich nicht mein Heil verſcherzen, gib Luſt und Kraft mir zum Gebet! Und wenn aus rei⸗ nem, frommem Herzen mein Mund zu dir um Huͤlfe fleht, ſo höre mich von deinem Thron durch Jeſum Chri⸗ ſtum, deinen Sohn. In eigener Melodie. (⅞Ꝙch komme vor 393 dein Angeſicht; verwirf, o Gott, mein Fle⸗ hen nicht: vergib mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und der Huld! 2. Schaff' du Lein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb' und Furcht vor dir, ein Herz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Lebenlang! 3. Sei mein Beſchützer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Iſt wohl ein Ue⸗ bel, das mich ſchreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir em⸗ Pflichten gegen Gott. pfing ich den Verſtand; e⸗ halt' ihn mir, o Herr, mein Hort, und ſtärk' ihn durch dein göttlich Wort! 5. Laß, deiner Liebe mich zu freu'n, ſie ſtets vor mei⸗ nen Augen ſeyn! Laß, mei⸗ nes Glaubens mich zu freu'n, ihn ſtets durch Liebe thätig ſeyn! 6. Das iſt mein Glück, was du mich lehrſt. Das ſei mein Glück, daß ich zuerſt nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten ſei! 7. Ich bin zu ſchwach aus eigner Kraft zum Siege mei⸗ ner Leidenſchaft; du aber ziehſt mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erringen kann. 8. Gib von den Gütern dieſer Welt mir, Herr, ſo viel, als dir gefällt; bei Wenigem Zufriedenheit; zur Arbeit Muth und Hei⸗ terkeit! 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß: ſo laß mich mäßig im Genuß, ſo laß mich mild und gütig ſeyn, und dürft'ge Brüder gern erfreu'n! 10. Gib mir Geſundheit und verleih', daß ich ſie nutz' und dankbar ſei, doch, ſie zu ſchonen, zaghaft nie mich einer höhern Pflicht entzieh'! 11. Erwecke mir ſtets ei⸗ nen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meinti mi nit ni n ſch in Troſt un A 12 Aüm dangtes R. mäner di Hett, nies lai miat 13, 10 mein Eiden dich mina ſei dut dh Söhn, nn Shidm. Mal. W m 391 grügen, 6 tes gaxeich Tuüͤgſit di deſchhülem Obe ſe und dnem Fliß 2. K reiner Eee auft her Geif N Wärt fe dein ger Det Glau ſeinen S nct Ler 3. A zun Fr Beten Gott. ſich erkü vünſcht, ſhnell v Gott. ich den Lerhn, hn mir, o e, und ſtärk k in w ottlich Wort! kaß, deiner Li* un, ſie ſt e auun dugen ſeyn! La n laubens mich zu fei nets durch Lebet Das iſt menn gu mdu mich lehrſt. d nein Glück, di - nach deinem 4 2¹, und treu u 4 on Pflichten ſei Ich bin zuſ en ne Kraft zum Siegen Leidenſchaft; u n mit Kraft mich ad cen Sieg erringenia Gib von den(in „ Welt mir, dm. n als dir gefltz Ligem Zufrisdendein lit M. uth und ſ it! * Schenkt deine „Neberfluß: ſo lin zig im Genuß, a mild und gütgſt dürft ge Brid 8 Gib mir Geii nerlag daßi icſe dankbar ſi. ut „chonen, zaghaft n un kehe h n 1. Erwecke mit 1 Freund, der s n in ier Vohlhitt a — AE mit mir in deiner Furcht ſich übt, mir Rath und Troſt und Beiſpiel gibt. 12. Beſtimmſt du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel: ſo ſei, Herr, meine Zuverſicht; ver⸗ laß mich auch im Alter nicht 13. Und wird ſich einſt mein Ende nah'n: ſo nimm dich meiner gnädig an, und ſei durch Chriſtum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn! Mel. Wer nur den lieben Gott 2 zomm betend oft 394 K und mit Ver⸗ gnügen, o Chriſt, vor Got⸗ tes Angeſicht. Nie müſſe Trägheit dich beſiegen in der Erfüllung dieſer Pflicht! O übe ſie zu Gottes Preis und deinem Heil mit treuem Fleiß! 2. Bet' oft in Einfalt reiner Seelen: Gott ſieht auf's Herz, Gott iſt ein Geiſt. Wie kann es dir an Worten fehlen, wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub' an Gott und ſeinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was ihm zum Frieden dienet, durch Beten ſucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten ſich erkühnet, was er nicht wünſcht, entehret Gott. Wer ſchnell vergißt, was er ihm Gebet. 303 ſchwur, der ſpottet ſeines Schöpfers nur. 4. Bet' oft zu Gott, und ſchmeck' in Freuden, wie freundlich er, dein Vater, iſt! Bet' oft zu Gott, und fühl' im Leiden, wie gött⸗ lich er das Leid verſüßt! Gott hört's, Gott iſt's, der Hülfe ſchafft. Er gibt den Müden Troſt und Kraft. 5. Bet' oft, und heiter im Gemüthe ſchan' dich an ſeinen Wundern ſatt! Schau auf den Ernſt, ſchau' auf die Güte, womit er dich geleitet hat! Oft irrteſt du: er trug Geduld; erkenn' und preiſe ſeine Huld! 6. Bet' oft, durchſchau' mit frohem Muthe das Wunder der Barmherzig⸗ keit deß, der mit ſeinem theuren Blute uns von der Sünde Joch befreit: und eigne dir, zu deiner Ruh' und Heiligung, ſein Opfer zu! 7. Bet' oft; Gott wohnt an jeder Stätte, in keiner minder oder mehr; denk' nicht: Wenn ich mit Vielen bete, ſo find' ich eh'r bei Gott Gehör. Iſt, was du wünſcheſt, recht und gut; ſo ſei gewiß, daß Gott es thut! 8. Doch ſäume nicht, den Gemeinen auch öffent⸗ lich Gott anzufleh'n, und ſei⸗ nen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern zu er⸗ höh'n. 4 ———,, 1.„—— — —ſſ 30⁴4 Pflichten gegen Gott. höh'n! Fühl' der vereinten Andacht Werth, die deine eigne ſtärkt und nährt! 9. Bet' oft zu Gott für deine Brüder, für alle Men⸗ ſchen, als ihr Freund; denn wir ſind eines Leibes Glie⸗ der: es ſei kein Glied des andern Feind! Solch' Bit⸗ ten, das aus Liebe fließt, ehrt Gott, der ſelbſt die Liebe iſt. 10. Bet' oft, ſo wirſt du Glauben halten, dich prü⸗ fen und das Böſe ſcheu'n, an Lieb' und Eifer nicht er⸗ kalten, und reich an gu⸗ ten Werken ſeyn. Denn Muth und Kraft und See⸗ lenruh' ſagt Gott dem frommen Beter zu. Mel. Was Gott thut, das iſt 395 N Aelch hohes Vor⸗ ☛ recht ſchenkſt du mir, o du, dem Seraphi⸗ nen mit Ehrfurcht und mit Dankbegier im höhern Leben dienen! Es darf mein Geiſt, wie ſchwach er heißt, ſich aus dem Staube ſchwin⸗ gen und betend zu dir dringen. 2. Ich darf mit froher Zuverſicht vor deinem Thron erſcheinen, und du, mein Gott, verwirfſt mich nicht; du zählſt mich zu den Deinen. Du zeigeſt dich mir vaͤterlich, ſo oft ich zu dir trete, und kindlich vor dir bete. 3. Erſtickt die Sinnlich⸗ keit in mir des Herzens fromme Triebe; ſo ſtärkt mich das Gebet zu dir in neuer Tugendliebe. Was ſündlich iſt, kann ich, als Chriſt, durch deine Kraft bezwingen, und ſo den Sieg erringen. 4. Gebricht es mir an ſauftem Sinn, an Liebe gegen Brüder; ſo flieh' ich betend zu dir hin, und haſſe nun nicht wieder. Mein Herz verzeiht mit Freundlichkeit, und ſucht der Feinde Schelten mit Groß⸗ muth zu vergelten. 5. Betracht' ich im Gebet mit Schmerz mein fehlervol⸗ les Leben; ſo wird und kann ſich nie mein Herz, von Stolz gereizt, erheben. Ich fteh' zu dir: Verzeihe mir! und du willſt gern verzeihen, und mich mit Troſt erfreuen. 6. Wenn Kummer mich zur Erde zieht, und wenn mich Sorgen quälen, wenn mir des Lebens Glück ent⸗ flieht, und edle Freunde fehlen; ſo wend' ich mich ge⸗ troſt an dich: du lehrſt mich mit Entzücken im Elend Heil erblicken. 7. In ſtillen Stunden denk' ich oft: Was ſeid ihr, eitle Freuden? Ach, wie geſchwind, wie unverhofft verkehrt ihr euch in Leiden! Und denk' ich dies, ſo fühlt ge⸗ gzewiß mei triehen, ſtets zu 8. O. das Gebe geſchäften den zu di heit und dir vertre haut, den gen auf a 9 Du unſ des der reinſte und ſürke Andacht u karn ich n zu meinen lehte du! Mel. Wer 396 ben iſt e Gott. T in Schw duld un Noöth; be jedem S⸗ zufriednes 2. W und Ru man G. klngt, w meiner Vott. Erſtickt die n mir des n e Triebe, das Geben hur Tugendliebe ſch iſt, A kaun ich durch deine i eigen, und ſo daz⸗ gen. 39 60 bch 6s n. 1 Vriderz ſo 6 d zu dir hin, I nun nicht 85 Herz verzeiht i dlichkeit, und ſuttn e Schelten mit Ges zu vergelten. Betracht ich inoi chmerz mein fehlent zoen; ſo wird udi drie mein Herz n gereizt, erheben. hu dir: Verzeiſem zu willſt gern verſi nich mit Troſt et „Wenn Kummer i rirde zieht, und m „Sorgen quälen, m des Lebens Glütk d 5, und edle Fuw 9.; ſo wend' ich mit van dich: du leſtin Entzücken in(l verblicken. In ſtillen Stw t ich oft: Wes ſehi Freuden? Ac, vind. wie uuf eort ihr euch in 9 n ndenk' ich dies 1 Sinnl 4 — gewiß mein Herz ſich ange⸗ trieben, nur dich, Herr, ſtets zu lieben. 8. O welchen Muth gibt das Gebet mir in Berufs⸗ geſchäften! Du lohneſt dem, der zu dir fleht, mit Weis⸗ heit und mit Kräften. Wer dir vertraut und auf dich baut, den kröneſt du mit Se⸗ gen auf allen ſeinen Wegen. 9. Du Geiſt der Kraft und des Gebets, du Geiſt der reinſten Liebe, erweck' und ſtärke du nur ſtets zur Andacht meine Triebe! Und kann ich nicht mit Zuverſicht zu meinem Vater treten; ſo lehre du mich beten! Mel. Wer nur den lieben Gott 396 Mein beſter Troſt in dieſem Le⸗ ben iſt ein Gebet zu meinem Gott. Dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, Ge⸗ duld und Muth in jeder Noth; bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ruhiges, zufriednes Herz. 2. Wie kann ich Troſt und Ruhe finden, wann mein Gewiſſen mich ver⸗ klagt, wann bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor ſeinem Richter zagt? Nichts tröſtet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bei dir um Gnade fleht. 3. Muß ich, um des Ge⸗ wiſſens Willen, ein Spott Gebet. 305 der Laſterhaften ſeyn: ſo bet' ich demuthsvoll im Stillen zu meinem Gott. Er hört mein Schrei n, nimmt väterlich ſich meiner an und ſtärkt mich auf der Tugend Bahn. 4. Ich will mich nie zu rächen ſuchen, wann mich ein Feind zu kränken ſucht; und dem will ich nicht wieder flu⸗ chen, der mir aus Unver⸗ ſtande flucht. Nein, meine Rach' ſei ein Gebet, das Gnade ihm von Gott erfleht. 5. Und wenn ein Kum⸗ mer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf' ich Gott, der mich erhöret, um Troſt in die⸗ ſem Kummer an. Wer ihm ſein Leid mit Zuverſicht ent⸗ decket, den verwirft er nicht. 6. Ruf' ich ihn an bei dem Geſchäfte des Standes, den er mir verlieh: ſo fleh' ich nie umſonſt um Kräfte; der Gott der Stärke gibt mir ſie. Er gibt, aus väterli⸗ cher Huld, mir Segen, Klugheit und Geduld. 7. Wann, böſer Lüſte Macht zu dämpfen, mir Schwachen Muth und Kraft gebricht: dann bitt' ich Gott; er hilft mir kämpfen, er gibt mir Muth zu jeder Pflicht; meines Gottes Kraft, ſieg' ich jede Leidenſchaft. 8. Wann ich im letzten Kampf und ſtark durch be⸗ 306 Pflichten gegen Gott. Kampf des Lebens bei Nie⸗ mand Hülfe finden kann; ſo ruf' ich Gott doch nicht vergebens um ſeinen Troſt und Beiſtand an, der, wann die Sprache mir vergeht, ſelbſt meine Seufzer noch verſteht. Mel. Ermuntre dich, mein 397 Wie ſanft, mein Vater, iſt die Pflicht, als Kind zu dir zu treten, voll Demuth und voll Zuverſicht zu dir, o Gott, zu beten! Welch Gluück, das Alles überſteigt, wird im Ge⸗ bete mir erzeigt, wenn ich mit Kindestreue mein Herz, o Gott, dir weihe! 2. Allwiſſender! zwar bet' ich nicht, um dich erſt zu be⸗ lehren; nicht mit dem Wahn, was mir gebricht, das müſ⸗ ſeſt du gewähren; nicht, Wunder von dir zu erfleh'n; nicht, andern Pflichten zu entgeh'n; nicht, träge, dich zum Segen durch Bitten zu bewegen; 3. Nein, guter Vater, nur um dich recht innig zu empfinden, zum Dank, zur Ehrfurcht feierlich die Seele zu entzünden, zur Demuth, Liebe, Freundlichkeit, zu kind⸗ licher Ergebenheit, zum Fleiß in guten Werken mein Herz vor dir zu ſtärken. 4. Denn, wann ich in der Einſamkeit mein Herz zu dir erhebe, dir, Vater, voll Zu⸗ friedenheit mein Schickſal übergebe; dann ſchöpf' ich für die Tugend Kraft, Muth in dem Kampf mit Leiden⸗ ſchaft, Erquickung in dem Leiden und Hoffnung ew' ger Freuden. 5. Mit keiner Welt ver⸗ tauſche ich die wonnevollen Stunden, wo betend dich mein Herz, o dich, mein Vater, hat empfunden; wo ich mit Thränen vor dir ſtand, tief deine Vaterhuld empfand, die liebevoll mich führte, mit Weisheit mich regierte. 6. Wie wird vor deinem Angeſicht der Chriſten Glau⸗ be wichtig; wie warm mein Herz für jede Pflicht, zu je⸗ der Tugend tüchtig! Wann böſe Luſt in mir ſich regt, eil' ich, von deinem Geiſt bewegt, mich im Gebet mit Thränen nach Kraft von dir zu ſehnen. 7. Dein denk“ ich, froh von Dank gerührt, wann ich mich niederlege, die Pfade, die du mich geführt, bewund⸗ rungsvoll erwäge. Dich rühm'’ ich, wann nach ſanf⸗ ter Nacht zu neuer Luſt mein Aug' erwacht, das die Natur entzücket, zu neuer Luſt erquicket. 8. Bin ich am Ziel von meinem Lauf zu ſchwach, noch laut zu beten; dann blick' glik ich erwieſen. gevrieſen Ml. We 398 hehen, zu Andacht f Grten zu Lulnd Bafefl u und färke 2. Laß nit verge kamnt mit täglich mäſſen, mit wid alle Mer len gerr 3. T mein V. nen ſtille wenn ich bete, un Hüͤlfe ſch Geiſt vor von Eig 4. R. dirbege heit nich das mir Andern Denn d ber, das den fleh ott. dir, Vat,ud. keit mein S ; dann ſchö f Tugend Fun n Kampf mit Lahe 1 Crauickung in da und Hoff 4 Hoffnung ed Rit keiner Wtg ich die wonnenn nen, wo betend 1 den⸗ o dich, u hat empfunden, t Thränen dor n ntief deine Vatenſi ad, die liebevoll ne · mit Weisheit u „Wie wird vor demn oht der Chriſten Ge kztig; wie wam m zür jede Pflich, a igend tüchtig! du nuſt in mir ſihm ), von deinen hi —o, mich im Geher zen nach Kraft de nen. * Dein denk' ic, j mank gerührt, wani Hniederlege, die ni mich geführt, bem ryoll erwäge. I. ich, wann nahi lacht zu neun! 1Aug' erwacht, d entzuücket, zu ¹ Frauicket. 1 Bin ich an Ii dm Lauf zu ſte 1 h dlaut zu beti Gebet. blick' ich, Gott, zu dir hin⸗ auf, und will im Geiſte be⸗ ten. Noch ſterbend, Vater, dank' ich dir, der du ſo vie⸗ les Gute mir im Leben haſt erwieſen. Sei ewig, Herr, geprieſen! Mel. Wer nur den lieben Gott 398 3* dir, o Gott, das Herz er⸗ heben, zu dir mit frommer Andacht fleh'n, um uns zum Guten zu beleben, und unſre Tugend zu erhöhn, iſt dein Befehl und meine Pflicht, und ſtärket meine Zuverſicht. 2. Laß dieſe Pflicht mich nie vergeſſen; laß mich, be⸗ kannt mit ihrem Werth, es täglich und mit Dank er⸗ meſſen, welch Heil von dir mir widerfährt, von dir, der alle Menſchen liebt, und Al⸗ len gern das Gute gibt. 3. Wenn ich vor dich, mein Vater, trete, dir mei⸗ nen ſtillen Wunſch vertrau'; wenn ich in meinem Kummer bete, und auf zu dir nach Hülfe ſchau': dann ſei mein Geiſt von Heuchelei und ganz von Eigendünkel frei! 4. Nie müſſ' ich das von dir begehren, was deine Weis⸗ heit nicht erlanbt; nie bitten, das mir zu gewähren, was Andern ihre Wohlfahrt raubt! Denn du erhöreſt kein Ge⸗ bet, das zu des Andern Scha⸗ den fleht. 307 5. Wünſch' ich mir Güter dieſer Erde; ſo ſei auch dies mein herzlich Fleh'n, daß ihr Beſitz mir Mittel werde, der Brüder Wohlfahrt zu erhöh'n, daß ich von Geiz und Hab⸗ ſucht fern, mit Weisheit ſie gebrauchen lern'. 6. Wünſch' ich bei kummer⸗ vollen Leiden von ihrer Laſt mich frei zu ſeh'n, und ſehn' ich mich nach Lebensfreuden; ſo laß mich doch um das nur fleh'n, was deine Weisheit, Gott, beſchließt, und was mir gut und nützlich iſt! 7. Dann wird dir mein Gebet gefallen, und nie werd' ich mich troſtlos ſeh'n; du, Herr und Vater von uns Allen, erhörſt gewiß mein kindlich Fleh'n; gibſt mir im Glück Zufrieden⸗ heit, in Trübſal Ruh' und Heiterkeit. Mel. Es iſt das Heil uns 399 Gett, deine Güte reicht ſo weit, ſo weit die Wolken gehen; du krönſt uns mit Barm⸗ herzigkeit, und eilſt, uns bei⸗ zuſtehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, ver⸗ nimm mein Fleh'n, merk' auf mein Wort; denn ich will vor dir beten! 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß und Schätze dieſer Erden. Laß mir, ſo viel ich haben muß, nach deiner Gnade 308 Pflichten gegen Gott. Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Ver⸗ ſtand, dich, Gott, und den, den du geſandt, und mich ſelbſt zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, ſo ſehr ſie Menſchen rühren; des gu⸗ ten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm ſei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angeſicht, und frommer Freunde Liebe! 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wolleſt du mir geben! In deiner Hand ſteht meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. In eigener Melodie. 400 Niot um Reich⸗ thum, nicht um Ehre bitt' ich, Gott, mein Vater, dich. Wenn ich Weltbeſitzer wäre: ohne dich, wie arm wär' ich! Nicht um thränenloſe Tage ſteigt mein Flehn zu dir hinan; ſende Freude, ſende Plage, wenn ich dich nur lieben kann! 2. Weisheit nur, dich zu erkennen, dich in Freude, dich im Schmerz meinen Vater froh zu nennen: dies erflehett ſich mein Herz! Dankgefühl bei deinen Ga⸗ ben, Luſt am Guten, Freud' in dir, und Gewiſſensruh' zu haben; dies, Allgüt'ger, wünſch' ich mir! 3. Kraft und Muth und Herzensfreude, mei⸗ nem Nächſten wohlzuthun; Troſt und Stärke, wann ich leide, ſanft und ſtill in dir zu ruh'n; Muth, die Laſter zu bekämpfen, ihre Reize zu verſchmäh'n, jede Leidenſchaft zu dämpfen: dies, Herr, iſt mein kindlich Flehn. 4. Nur auff deinen Willen ſehen, dich, o Gott, ſonſt Niemand ſcheu'n, feſt in dei⸗ ner Liebe ſtehen, und dir Vater, ähnlich ſeyn; dieſen heißen Wunſch zu ſtillen, wer vermag es? Du allein. Ja, um deiner Liebe Willen wirſt du, was ich bat, verleih'n. Das Gebet des Herrn. Mel. Erſchienen iſt der herrlich 401(a) Du⸗ deß ſich alle Him⸗ mel freu'n, auch unſre Seele freut ſich dein, daß du, deß Macht unendlich iſt, daß du Gott, unſer Vater biſt, in Ewigkeit. 2. Weit, uͤber unſer Den⸗ ken weit, geht deines Na⸗ mens Herrlichkeit. Ihn heilige, von Lieb' ent⸗ brennt, wer deinen großen 3 Na⸗ Romen cher! 3. Ver chus J Grangeli Hatz ij beien wi Algütige 4. Der nie irrſt, nie müde le, We auf Erd Höß', mit 3. Sei Lehens R unſer in dieſer Schmerz froh das Peitrau'n 6. Ver unſte ſte Sch dud; w Nachſuch ſten Fel Wit wol 7. 3u ſuchung uns, wa mächtig Grten f harmend 3.( unſer Nath au nach vol lauf uns hen auf lhjott. afühl bei deine he iiſt am Guten, zun und Gewiſenan en; dies, Algitg ich ir= Kraft und Nu derzensfreude, u ächſten wohlzuhn und Stärke, un le, ſanft und fillg ruh'n; Muth * zu bekämpfen, i Sin verſchmähn, ſchaft zu daͤnpi Jerr, iſt mein kin 0 —ur auf deinen Pil⸗ 1 dich, o Gott, ſiß and ſcheun, feſt ni ebe ſtehen, un ewähnlich ſeyn; din Wunſch zu ſille n es? Du allein. d ner Liebe Willen oi s ich bat, verlet „Gebet des Hat — Erſchienen iſt der hentt ] GDr. di alle h run, auch unſtes zich dein, daß duj unendlich iſ, i ztt, unſer Da Ewigkeit.. Leit, uber unſer W eit, geht deins „. Herrlichkeit. N zge, von Lich 3 4, wer deinen aun ¹ Gebet. 309 Namen nennt, Unendli⸗ 9. In deines Himmels her! Heiligthum, auf deiner Erd' 3. Verbreite deines Rei⸗ erſchallt dein Ruhm. Dein ches Ruhm durch Jeſu iſt die Macht, die Herr⸗ Evangelium! Mach' unſer lichkeit von Ewigkeit Herz ihm unterthan; ſo zu Ewigkeit. Hallelujah! beten wir dich freudig an, Allgütiger! 4. Der du in deiner Wahl nie irrſt, und wohlzuthun nie müde wirſt, dein Wil⸗ le, Weiſeſter, geſcheh' auf Erden ſo, wie in der Höh', mit Freudigkeit! 5. Sei mit uns in des Lebens Noth, und gib uns unſer täglich Brod; in dieſer Erde Freud' und Schmerz ſei ſtill in dir und froh das Herz und voll Vertrau'n! 6. Vergib, vergib uns unſre Schuld; trag' un⸗ ſre Schwachheit mit Ge⸗ duld; wir wollen auch, von Rachſucht rein, des Näch⸗ ſten Fehler gern verzeih'n. Wir wollen's, Herr! 7. Zu hart ſei die Ver⸗ ſuchung nicht; Herr, ſtärk' uns, wann uns Kraft ge⸗ bricht; ſteh' uns zum Siege mächtig bei; mach' uns im Guten feſt und treu. Er⸗ barmender! 8. Erlöſ', erlöſ' uns, unſer Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! Nimm nach vollbrachtem Prüfungs⸗ lauf uns zu dem beſſern Le⸗ ben auf! Allliebender! In eigener Melodie. (b) ater, den 401 V uns Jeſus offenbaret, den der Geiſt mit hoher Andacht nennt; Vater, den kein Himmel von der Erde, keine Welt von ſeinen Kindern trennt! 2. Hochgelobet ſei dein großer Name, angebetet deine Herrlichkeit! Heilig ehre dich der Menſch im Staube, von der Wiege bis zur Ewigkeit. 3. Dein Reich komme! Jenes Reich des Friedens, das durch Weisheit und durch Liebe blüht; jenes Reich, das Jeſus Chriſtus baute, das die Menſchen für den Himmel zieht! 4. Es geſcheh' dein Wille hier auf Erden, wie in jenem hohen Geiſterreich; und die Wahrheit und die Tugend mache alle Men⸗ ſchen deinen Engeln gleich! 5. Gib uns, ewigtreuer Menſchenvater, gib uns, was wir brauchen in der Noth! Ach, wir bitten nicht um Gold und Schätze; gib uns, Herr, Zufrieden⸗ heit und Brod! 6. Wann 6. Wann wir auf dem Pfad der Tugend ſtraucheln, ſo vergib uns Schuld und Miſſethat; ſo wie wir auch gern vergeben wollen, wann ein Nächſter uns gekränket hat. 7. Schuͤtze uns in der Verſuchungsſtunde, wo die Tugend mit dem Laſter ringt; laß uns auf die Himmelskrone blicken, wann die Erde unſer Herz umſchlingt! 8. So erlöſe uns von al⸗ lem Uebel, das den Geiſt und unſer Herz bedroht! Gram und Reue werden dann verſchwinden, und wir ſiegen über Welt und Tod. 9. Dein, Herr, iſt das Reich, die Macht und Stärke! Ewig währet dei⸗ ne Herrlichkeit! Alle Himmel rühmen deine Eh⸗ re, und dein Tempel iſt die Ewigkeit. Fürbitte für den Regen⸗ ten und die Obrigkeit. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten (a) ¶s freu' der 402 E Fürſt des Landes ſich, Gott, deiner allezeit! Sein Auge ſehe ſtets auf dich; ſein Herz ſei dir geweiht! 2. Begnadigt, Herr, mit deiner Kraft und deines Geiſtes voll, gedenk' er ſtets Pflichten gegen Gott. der Rechenſchaft, die er dir geben ſoll! 3. Sehr groß und ſchwer iſt ſeine Pflicht, und er, ein Menſch, wie wir; wie ſehr braucht er vor andern Licht und Rath und Kraft von dir! 4. Verleih' ihm das! Wenn er begehrt, dir ähn⸗ lich, Gott, zu ſeyn, ſo hilf ihm, in dein Bild verklärt, ſein Volk, wie du, erfreu'n! 5. Er fördre willig dei⸗ nen Ruhm; er denke gern daran: das Land ſei, Herr, dein Eigenthum, und er dein Unterthan! 6. Der über Chriſten, Gott, von dir zum Herrn verordnet iſt, ſei Kirche Schutz und Zier, ein edler Menſch und Chriſt! 7. Er zeig' in ſeinen Thaten ſich als deinen treu⸗ ſten Sohn! Den Laſtern ſei er fürchterlich, der Tu⸗ gend Schutz und Lohn! 8. Der Unterthanen Liebe ſei ſein edelſter Gewinn, und kein gerechter Seufzer ſchrei' um Rache wider ihn. 9. Um ſeinen Thron ſei immerdar Recht und Ge⸗ rechtigkeit, und dann be⸗ ſchütz' ihn in Gefahr, wann ihm und uns ſie dräut! 10. Sein eignes Beiſpiel wirke mehr, als jede Strafe thut, und es verbreite um ihn her zu jeder Tugend Muth! 11. Ver⸗ deiner II. T gern emp ſen Rath lich Herz ihn ein 12. Al du das 3 chen ſoll ner Tage ſegensvoll 33. Ser Flehn zu Dafk gede Gott: da und preiſe Mel. Sei 40⁰2 Oktigkeit unz, auf ſand u durch ſie Verleih⸗ und K Wyhl de Sorgfalt 2 Git lich regie Segen un gute Anſt ſchild S ter ſai, lichkeit e kräͤſtig ſ 3. La Schutz! yott. beuſtuſ wea e5 zeh groß ud ſt Pflicht, und ²), wie wir; wie ie ſi üt er vor unm Jath und Kraft von i — Verleih' in d 3 err begehrt, di i *Dott, zu ſehn, ſt 1 rin dein Vild veriit azolk, wie du, erftend 3 Er föordre willgu uhm; er deuke m 7 8: das Land ſei, z Eigenthum, w a interthan! 9 Der über Gii e von dir zun ha anet iſt, ſei da Schutz und Fa „Menſch und Chri⸗ — Er zeig' in ſa en ſich als deinenm Sohn! Den bin fürchterlich, da ⸗ Schutz und Loſt. Der Unt terthanah medelſter Gewimt erechter Seuffa ſt dach e wider ihn. Um ſeinen Thin urdar Nect mn! Zgkeit, und dan ihn in Gefahr,n und uns ſie drin Sein eignes N 3 mehr, als z jede d e und es verbreit! a her zu jeder 4 2 ut Gebet. 11. Verdienſte heb' er gern empor; er folge wei⸗ ſem Rath und öffne freund⸗ lich Herz und Ohr, wann ihm ein Armer naht! 12. Auch ihm beſtimmteſt du das Ziel, das er errei⸗ chen ſoll; Herr, mache ſei⸗ ner Tage viel und jeden ſegensvoll! 13. Sein werd' in jedem Flehn zu dir mit Lieb' und Dank gedacht! Erhör' uns, Gott: dann jauchzen wir und preiſen deine Macht. Mel. Sei Lob und Ehr' dem (b) rhalt' uns, 402 E holt die Obrigkeit! Du gabſt ſie uns, auf Erden mit Wohl⸗ ſtand und mit Sicherheit durch ſie beglückt zu werden! Verleih' ihr Weisheit, Trieb und Kraft, was wahres Wohl dem Lande ſchafft, mit Sorgfalt wahrzunehmen! 2. Gib, daß ſie, deinem Vorbild gleich, uns väter⸗ lich regiere, zu uns den Segen und dein Reich durch gute Anſtalt führe, der Un⸗ ſchuld Schirm und Wäch⸗ ter ſei, Verdienſt und Red⸗ lichkeit erfreu', dem Unrecht kräftig ſteure! 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Frie⸗ dens Glück genießen; laß ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen! Hilf, 311 daß wir in Gottſeligkeit dir dienen, und ſchon in der Zeit die Frucht der Tugend ärnten! 4. Beſchirme ſie durch deinen Schutz, daß, die ihr Uebels gönnen, mit aller Liſt, Gewalt und Trutz ihr niemals ſchaden können! Nie fehle jeder guten That, die ſie ſich vorgenommen hat, dein ſegnendes Gedeihen! 5. Gib denen Eifer, Fleiß und Treu', die du ihr un⸗ tergeben, daß jeder freudig thätig ſei, nach ſeiner Pflicht zu leben! Erleichtre ihres Amtes Müh'; mit deinem Segen kröne ſie, und ſei ihr Lohn auf ewig! 6. Laß ſie mit uns befliſ⸗ ſen ſeyn, in deiner Furcht zu leben, uns deiner Ober⸗ herrſchaft freue'en, mit ihr dein Lob erheben; daß ſo vor deiner Majeſtät, die über alle Hoheit geht, Re⸗ gent und Volk ſich beuge! Allgemeine Fürbitte. Mel. Wo Gott zum Haus 403 Fir alle Men⸗ ſchen beten wir, o Höchſter, wie für uns, zu dir. Du, der du Aller Vater biſt, gib Jedem, was ihm heilſam iſt! 2. Dir tönet unſer Lob⸗ geſang; wir bringen Ehre dir und Dank, baß du ſie, Alle, 312 Alle, Alle liebſt, und lie⸗ bend Allen Guteſt gibſt. 3. Deß freu'n wir uns; dies preiſen wir, und beten herzlicher zu dir für Alle, die dein hoher Ruf, wie uns, o Gott, zu Menſchen chuf. 4. Nimm Aller väterlich dich an, und leite ſie auf ebner Bahn; es ſei zu dei⸗ nem Preis und Ruhm ein jedes Volk dein Eigenthum! 5. Verirrte führe, Herr, zurück zu dir, zu ihrem wahren Glück; und wer von dir ſich führen läßt, der werd' im Guten treu und feſt! 6. Entreiß' der Laſter Ty⸗ rannei die Sünder; mache, Gott, ſie frei, daß ſie der Tugend Pfade geh'n, und freudig einſt dein Antlitz ſehn! 7. Gib allen Menſchen frohen Muth; bewahr' ihr Leben und ihr Gut; laß ihrer Hände Werk gedeih'n, verdiente Achtung ſie er⸗ freu'n. 8. In ihrer Noth verlaß ſie nie; und ſind ſie traurig, tröſte ſie! Gib ihnen hier Zufriedenheit, und dort der Frommen Seligkeit. 9. Wir Alle, einſt den Engeln gleich, erheben dich in deinem Reich, und ewig, ewig danken wir, dir, un⸗ ſer Aller Vater, dir. Pflichten gegen Gott. Dankbarkeit. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 404 Du biſt’s, dem Ehr' und Ruhm gebührt; und das, Herr, bring' ich dir. Mein Schickſal haſt du ſtets regiert und ſtets warſt du mit mir. 2. Wann Angſt und Noth ſich mir genaht; ſo hoͤrte Gott mein Flehn, und ließ durch ſeinen gnäd'gen Rath mich nicht darin vergeh'n. 3. Wann ich in Schmerz und Krankheit ſank, und rief: Herr, rette mich! ſo half mir Gott. Mit wel⸗ chem Dank, mein Gott! erheb' ich dich? 4. Betrübte mich des Feindes Haß: ſo klagt' ich Gott den Schmerz. Er half mir, daß ich ihn vergaß, und gab Geduld in's Herz. 5. Wann ich den richt'gen Pfad verlor und mich ver⸗ ſchuldet ſah, rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Hülfe war mir nah. 6. Oft, wann nach Troſt die Seele rang, Gott ſich von mir gewandt, rief ich voll Sehnſucht: Herr, wie lang! Und mich hielt ſeine Hand. 7. Er half; noch hilft er ſtets, der Herr, denn er iſt fromm und gut. Aus der Verſuchung rettet er, und gibt zur Tugend Mutz. Herr 8 Her danb ich mich geu Freuden, milder S 9. Dit daß die und mich in jeder K Freundlich 10. Ich nen Sohn, det ſtarb: Gnedenthr erwarb. Il. Lol Heiligthun des herrn. von ſeiner und rettet . Et Treurigte berzehn, zer Prüf Glick er 13. T deinen G. gethan! ſein Geb ewig an. Ml. R. 95 durh die den, die Heer ſin entſtande du ſpr wenn du d. Mit ott. 3 Jankbarkeit 8 Lobt Gott, ihr Cheſit 4 Dui ti du naebuht rt; ca brids ich dir. 4 ſal haſt du ſtet tets n Aets warſt du m min Wann Angſ umn Amir genaht; ſt a mein Flehn, un — nicht darm vet Wann ich in San 8 Krankheit ſent, — Herr, rette ni gmir Gott. M » Dank, mein t 3' ich dich? Betrübte uit Zees Haß: ſo iuf den Schmerz b daß ich ihn mi an gab Geduld inehe Wann ich den nüß verlor und uhr Adet ſah, rief ih ai Gott, empot, ce war mir uah. Oft, wann mä „Seele rang, ötti mir euui ri — Sehnſucht: bu — Und mich hif Oer half; uuh „, der Hert, denn Im und gut. uchung rettet an s zur Tugend A ſeinen nrürgr Au) 8. Herr, für die Leiden dank' ich dir, dadurch du mich geübt, wie für die Freuden, welche mir dein milder Segen gibt! 9. Dir dank' ich, Herr, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich ſchmeck' in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 10. Ich danke dir für dei⸗ nen Sohn, der für mich Sün⸗ der ſtarb und der zu deinem Gnadenthron den Zutritt mir erwarb. 11. Lobt Gott in ſeinem Heiligthum! Erheb' ihn, Volk des Herrn! Die Erd' iſt voll von ſeinem Ruhm; er hilft und rettet gern. 12. Er hilft und läßt die Traurigkeit bald uns vorü⸗ bergeh'n, will uns, nach kur⸗ zer Prüfungszeit, zu ew'gem Glück erhöh'n. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott; was er an dir gethan! Verehr' und halte ſein Gebot und bet' ihn ewig an. Mel. Nun danket Alle Gott 405 Durch dich, o großer Gott, durch dich bin ich vorhan⸗ den; die Himmel und ihr Heer ſind durch dein Wort entſtanden. Denn, wenn du ſprichſt, geſchiehts; wenn du gebeutſt, ſteht's da. Mit Allmacht biſt du Dankbarkeit. 313 mir, und auch mit Güte nah'. 2. Du biſt der Gott der Kraft; dich preiſen Erd' und Meere, und Himmel pre⸗ digen die Wunder deiner Ehre. Dich bet' ich dankend an! Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hörſt der Menſchen Fleh'n, und du er⸗ retteſt gern. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott, gewürdigt werde, was frag⸗ ich außer dir, nach allem Glück der Erde! Im Himmel donnerſt du, und Schrecken füllt das Land: doch fürcht' ich Nichts; denn du deckſt mich mit dei⸗ ner Hand. 4. Wenn ich die Himmel ſeh', die du, Herr, ausgebrei⸗ tet, der Sonne Majeſtät, den Mond, den du bereitet; ſo ſprech ich: Was iſt doch der Menſch, daß du ſein denkſt, und daß du täglich uns un⸗ zählig Gutes ſchenkſt! 5. Voll Güte läß'ſt du uns auf grünen Auen wei⸗ den, nährſt uns mit Speiſ' und Trank, und füllſt das Herz mit Freuden. Du dach⸗ teſt mein, eh' mich die Mut⸗ ter noch gebar; ja ſahſt mich, eh' der Grund der Welt geleget war. 6. Du wogſt mein Glück mir ab, und Leiden, die mich üben; und meiner Tage Zahl war in dein Buch ge⸗ O ſchrie⸗ 314 ſchrieben. Du biſt der From⸗ men Schutz, du biſt der Müden Ruh'; ein Gott, der gern verzeiht. Wie gnädig, Gott, biſt du! 7. Wem ſollt' ich ſonſt vertrau'n, aft dir, du Gott der Götter? wen ehren ſo, wie dich, mein Schutz und mein Erretter? Wie ſanft iſt dein Befehl: Gib mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg; ich bin dein Schild und Lohn! Herr, dein Gebot iſt Heil, dein Weg iſt Fried' und Leben! Wie bönnd ich einem Gott der Liebe wider⸗ ſtreben? Der Laſterhafte mag in ſtolzem Glücke blüh'n: mich ſoll er dennoch nicht in ſeine Netze zieh'n! 9. Auch wenn kein Menſch mich ſieht, will ich die Sün⸗ de fliehen; denn du wirſt Aller Werk vor dein Ge⸗ richt einſt ziehen. Ich will, wenn meinem Fleiſch was Boſes noch gelüſt't, bedenken, daß mein Leib, o Gott, dein Tempel iſt. 10. Sollt' ich nach Ehr' und Ruhm mit Sünd' und Unrecht trachten? Nein, Herr, wenn du mich ehrſt! mag mich die Welt ver⸗ achten! Du biſt es, dem zum Dienſt ich Leib und Seele weih'; gib, daß mein Wandel ſtets dir wohlgefäl⸗ lig ſei! Pflichten gegen Gott. Mel. Alle Menſchen müſſen 406 Flle nieder! fal⸗ () let nieder! Be⸗ tet Gottes Hoheit an! Men⸗ ſchen, Chriſten, Freunde, Brüder! viel hat er an uns gethan. Seht, wir ſchöpfen, was wir haben, aus dem Strome ſeiner Gaben, jedes Gut, das uns entzückt, jed Vorzug, der uns ſchmückt 2. Keiner rühme ſeiner Stärke, ſeiner Kunſt und Weisheit ſich! Jeder rühme deine Werke, Vater, Jeder rühme dich! Voll von tie⸗ fer Demuth preiſe dich der Starke, dich der Weiſe! Ihre Kraft und ihr Ver⸗ ſtand ſind Geſchenke deiner Hand. 3. Dich, mein Vater, will ich loben demuthsvoll bis in den Tod. Ewig ſei von mir erhoben über Alles, o mein Gott! Angebetet ſollſt du werden, weil im Him⸗ mel und auf Erden Keiner dir an Größe gleicht, Keiner je dich ganz erreicht! Mel. Sollt' ich meinen Gott 407 2 lles haſt du mir gegeben, Alles, Gott, bin ich durch dich; du, nur du beglückteſt mich! Glieder, Kräfte, Sinne, Le⸗ ben, Triebe, Freiheit und Verſtand gab mir deine Schö⸗ pferhand. 2. Eh' ich noch dich Vater nannte, naunte, e ſeyn war, und Gefe und Freu du ſchon Daeyn u 3. Jn Jugend, Einicht mich vor mir Geft ſegnt teſt d mich Verf ziehn. 4 Alle den hab'ich dir; Gluͤc gibf du m in meinen oft traͤgt Feller mi 5. TLäg fahten, E Gott. V Rel. Alle Menſchen. allet n 96 let 8 * Jottes Hoheit mi lan. Seht nn — wir haben, un Some ſeiner Ghn —, das unz enti 4 7 4 dich zug der m te — Keiner rühnet ärke, ſeiner Kuin Aisheit ſich! Jan ce Werke, Vam me dich! Vol n * Demuth preiſe he =uke, dich da —e Kraft und i Ad find Geſcheu —d. .Dich, mein Aa e loben demuthal rhen Tod. Eop ſ zn erhoben über g n Gott! Angebetit „werden, well u —. und auf Erza = an Groͤße gleich i iich ganz erreit del. Sollt' ich meinntt 807 Aust Ot, bin ich duti „nur du beglücktit Deder, Kräfte, Eine 8, Triebe, Friie Gſtand gab mit dein hand. „Ch ich nnzitt Dankbarkeit. nannte, eh' ich reif zum Da⸗ ſeyn war, eh' ich Schmerzen und Gefahr, eh' ich Glück und Freude kannte, ſorgteſt du ſchon väterlich für mein Daſeyn und fuͤr mich. 3. In den Jahren meiner Jugend, wo ich ſchwach an Einſicht war, warnteſt du mich vor Gefahr, gabſt du mir Gefühl für Tugend, ſegneteſt du mein Bemüh'n, mich Verführern zu ent⸗ zieh'n. 4. Alle meine Lebensfreu⸗ den hab' ich, Vater, nur von dir; Glück und Wohlfahrt gibſt du mir, frohen Muth in meinen Leiden; und wie oft trägt deine Huld meine Fehler mit Geduld! 5. Täglich kann ich es er⸗ fahren, wie du deine Men⸗ ſchen liebſt, ihnen Schutz und Beiſtand gibſt, ſie vor Uebeln zu bewahren; wie du ſie verſorgſt und nährſt, ihnen manchen Wunſch ge⸗ währſt. 6. Wie du ſtets mich weiſe führeſt, väterlich an mich gedenkſt, Uebel auch zum Guten lenkſt; wie du mein Geſchick regiereſt, meine Wohlfahrt zu erhoͤh'n, lern“ ich immer mehr verſteh'n. 7. Mit dem freudigſten Gemüthe fühl' ich jeder Wohlthat Werth, die mir täglich widerfaͤhrt, preiſe deine weiſe Gute, und er⸗ 315 fleh' auch künftig mir Segen, Troſt und Heil von dir. In eigener Melodie. 408 H llujah Nin⸗ get Chre, Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre; jauchzt, Beſeligte des Herrn! Bringet Ruhm, ihr Erden⸗ ſöhne, ſinget eure Jubel⸗ töne; er, der Herr, beglückt uns gern! 2. Sollten wir dem Herrn nicht ſingen, ihm nicht Freu⸗ denopfer bringen? Er er⸗ ſchafft und er erhält! Tief im Staub, verehrt ihn, Kin⸗ der! Kinder heißt er uns, uns Sünder; er iſt Vater ſeiner Welt! 3. Zwar ſein Thron ſteht unerſchuttert, und die weite Schöpfung zittert tief ge⸗ beugt vor ihrem Herrn; wenn gleich unſre Lieder ſchweigen, ſeht die Millionen Zeugen, laut verkünden ſie den Herrn! 4. Aber unſre Seelen he⸗ ben ſich zum Glück der Engel, leben ſchon des Himmels Le⸗ ben hier. Welche göttlich⸗ hohe Freuden, welchen Troſt für alle Leiden, welche Ruhe fühlen wir: 5. Wenn der Geiſt zu ihm ſich waget, ein Gedank' dem andern ſaget: Er iſt Vater ſeiner Welt; ſtill entzückend dem Gemüthe dann die Fülle ſeiner Güte 9 2 ſich 316 ſich zum großen Zeugen ellt! 6. Naht euch zu ihm, ſeine Kinder! Zittert nicht, ſeid ihr gleich Sünder, Sünder ihr: die Lieb' iſt er! Denkt den göttlichen Gedan⸗ ken, fühlt die Wonne, ihm zu danken: groß und gnädig iſt der Herr! 7. Hallelujah! Bringet Ehre, Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre, jauchzt, Beſeligte des Herrn! Bringet Ruhm, ihr Erdenſöhne, ſinget eure Jubeltöne; er, der Herr, be⸗ glückt uns gern! In eigener Melodie. 409 Nuun danket Alle Gott mit Her⸗ zen, Mund und Händen, der große Dinge thut hier und an allen Enden, der uns ſo väterlich von unſrer Kind⸗ heit an bis dieſen Augenblick unzählig Gut's gethan! 2. Der ewigreiche Gott woll' uns, ſo lang' wir leben, ein immer froͤhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in ſeiner Gnad' erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erlöſen hier und dort! 3. Lob, Ehr' und Preis ſei Gott, dem Vater und dem Sohne und ſeinem heil'gen Geiſt! Er, der vom Himmelsthrone voll Liebe auf uns ſieht, bleibt, wie er ewig war, unendlich Pflichten gegen Gott. groß und gut. Lob ſei ihm immerdar! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 410 Auf⸗ Chriſten, . bringet Preis und Ehr' dem Herrſcher al⸗ ler Welt, dem Mächtigen, der Erd' und Meer und alle Himmel hält! 2. Frohlockt mit jubel⸗ reichem Schall Gott, un⸗ ſerm höchſten Gut, der große Wunder überall, auch an uns Menſchen, thut! 3. Von unfrer zarten Kindheit an hat er uns un⸗ terſtützt, er, der allein uns helfen kann, und gern uns hilft und ſchützt. 4. Aus ſeiner Fülle neh⸗ men wir noch immer, was uns näahrt, und unſern See⸗ len auch ſchon hier Zufrieden⸗ heit gewährt. 5. Er ſtreut auf dieſes Lebens Pfad viel Freuden um uns her. Die Noth, womit ſein weiſer Rath uns prüft, erleichtert er. 6. Er fordert uns zur Tugend auf, die hin zum Gluͤck uns führt: er iſt's, der unſern Lebenslauf mit weiſer Hand regiert. 7. Er bleibt uns treu; ſein Wort ſteht feſt. Wer hier ſich zu ihm hält, kommt, wenn er dieſe Welt verläßt, zum Glück der beßren Welt. 8. Singt, Chriſten, fingt ihm im Preis ſeinne Güti ſee euer Lo in Evigke Mel. Jefu, 411. an den H Dank! A deiner Krie ſei dein Ger vor iſm zu mich, und ſeh' undfüh was ich kür 2. Jeder Freuhe, F genblick; ſ zen, die i Segen mir ſeln vicht Quellen Sande? Sonne ni Nackt hat 3. Jede gewiune,) 1 Gott. dl und— erdar det 1 ſi l. Lobt Got, iht Gri 810 An 8 * Welt, dem M 1 1 . Frohlockt mit z ihem Schall da n höͤchſten Gut, dag Ander überall u an Tuſchen, thut! Von unſta n . i Ddheit an hat erme zützt, er, der alnt den kann, und nn allt und ſchützt. . Aus ſeiner fil er wir noch imma —n nährt, und uuſne Jauch ſchon hier zuin 3 gewährt. . Er ſtreut au 2 ens Pfad viel Fraher — her. Die Nochn a2n weiſer Rath unſi — eichtert er. 3. Er fordert mi — gend auf, die kf nuck uns führt: a — unſern Lebenäiu! ſer Hand regint J. Er bleikt us — Wort ſteßt ſi r ſich zu ihm hilt n mm er dieſe Welt t n Glück der befnn 3. Singt, Ghrin ihm Preis und Dank für ſeine Gütigkeit! Einſt wird ſte euer Lobgeſang noch mehr in Ewigkeit. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben 411(a) Hnn dich mit hoher Liebe an den Herrn, und opfre Dank! Weih' ihm jeden deiner Triebe! Seele, Gott ſei dein Geſang! Selig einſt vor ihm zu werden, ſchuf er mich, und ſchon auf Erden ſeh' und fühl' ich's wonnevoll, was ich künftig werden ſoll. 2. Jeder Tag gebiert mir Freude, Freude jeder Au⸗ genblick; ſelbſt die Schmer⸗ zen, die ich leide, werden Segen mir und Glück. Rie⸗ ſeln nicht im Pilgerlande Quellen auch im durrſten Sande? Immer ſtrahlt die Sonne nicht, aber auch die Nacht hat Licht. 3. Jedes Glück, das ich gewinne, wer gewährt mir's, Herr, als du? Strömen nicht durch alle Sinne Luſt mir und Vergnügen zu? Iſt's, o Gott, nicht deine Gabe, daß ich dieſe Sinne habe, und zum täglichen Genuß Nothdurft und oft Ueberfluß? 4. O wie viele frohe Tage floſſen, weil mir Nichts ge⸗ brach, ruhig hin und frei von Plage, frei von jedem Un⸗ gemach! Hatt' auch einer Dankbarkeit. 317 Müh' und Sorgen; ſie ent⸗ floh'n, und jeden Morgen, wenn ich deine Sonne ſah, waren neue Freuden da. 5. Ja, ich hab' aus deiner Fülle, was mein Herz nur wünſchen mag, Speiſ' und Trank und Dach und Hülle, Schutz und Hülfe jeden Tag. Immer kam und kommt dein Segen unerwartet mir ent⸗ gegen, und, wo mir ein Uebel droht, Rettung oder Troſt in Noth. 6. Ruh' und Sicherheit im Lande, Ordnung und Geſetz und Recht, dieſe ſtar⸗ ken, feſten Bande für das menſchliche Geſchlecht, und des Umgangs ſüße Freuden, und der Freundſchaft Troſt im Leiden, Rath und Bei⸗ ſtand hab' auch ich; Gott, wie preiſ' ich würdig dich! 7. Dies gewährſt du die⸗ ſem Leben, dieſer kurzen Uebungszeit. O was wirſt du, Herr, mir geben einſt in jener Ewigkeit! Ewig ſelig dort zu werden, ſchufſt du mich; und ſchon auf Erden ſeh' ich's, fühl' ich's wonnevoll, was ich künftig werden ſoll. Mel. Nun danket Alle Gott (b) er du von 411 D Jugend auf mit Huld und Vater⸗ güte für mich, mein Gott, geſorgt, mit dankendem Ge⸗ O 3 müthe 318 müthe denk' ich voll Rührung nach, was du an mir gethan, wie wenig ich verdient, wie ſchwach ich danken kann. 2. An treuer Aeltern Hand entfloh die erſte Ju⸗ gend; ſie zeigten ſorgſam mir den Weg zur wahren Tugend. Wann ihre Stim⸗ me ſchwieg, ſprach guter Lehrer Mund, und machte redlich mir der Weisheit Schätze kund. 3. Wie weit wär' ich viel⸗ leicht vom Tugendpfad ent⸗ fernet, hätt' ich durch ihren Rath nicht die Gefahr geler⸗ net, zu der das Laſter führt! Leicht werden wir ſein Raub; uns mache Leichtſinn nie für ihre Lehren taub! 4. Wie Manchem ward das Glück, das du mir gabſt, entzogen; wie Man⸗ cher von der Luſt der Sinn⸗ lichkeit betrogen, weil un⸗ gewarnt ſein Fuß nicht jene Schlange mied, die unter Blumen lauſcht, verletzt, eh' man ſie ſieht! 5. Was gut und edel iſt, was dir gefällt, was nützet, was auf der Lebensbahn uns vor dem Fall beſchützet, was Muth im Leiden gibt, vor guten Menſchen ehrt, haſt du mich, guter Gott, von Kind⸗ heit an gelehrt. 6. Die achte Frömmig⸗ keit, die nicht in Mienen heuchelt, die aus dem Herzen Pflichten gegen Gott. quillt, mit falſchem Troſt nicht ſchmeichelt, die Jeſu Geiſt und Sinn nachahmt und in ſich nährt, haſt du von Jugend auf mich, guter Gott, gelehrt. 7. Wie dank' ich würdig dir? Durch Thaten will ich danken. Und wollte ja mein Fuß vom Tugendwege wan⸗ ken: o dann erinnre du mit deiner Gotteskraft, durch mein Gewiſſen, mich der ſchweren Rechenſchaft. Lob Gottes. Mel. Mein Gott, das Herz 412 Von allen Him⸗ 1 meln tönt dir, Herr, ein froher Lobgeſang. Zu dir, Anbetungswürdi⸗ ger, ſteig' auch der Menſchen Dank! 2. Du brauchſt zwar un⸗ ſers Preiſes nicht, wirſt durch ihn größer nie; doch bleibet ſtets dein Lob uns Pflicht, und, Gott, wie ſchön iſt die! 3. Dich preiſen, iſt uns Seligkeit; dir danken, hohe Luſt; ſchon hier fühlt, wer ſich deiner freut, den Himmel in der Bruſt. 4. Wir ſtammeln zwar dein Lob hier nur, ſo heiß das Herz auch glüht; denn deinen Ruhm, Herr der Na⸗ tur, erreicht kein ſterblich Lied. 5. Doch 5. Doc das Opfen die Andach mit Kinde Erhabner, 6. So alezu i ſein; ſtete Dankzarke freun. Das In eig 413 wir! Herr ken ſir! von Ewig die Pelt, Zeit..Die Runz pre dich dich Die Cher phim, die ihm: Hei Heilig iſt lig iſt ung gewall'ge Wäit, weit geht Herrlichkei Erdkeis! ten, deine der Lehr 1 preiſer Auch dein peeift die und hreit der Himm ſu Chrift, Gott. d, mit 15 14 Wie dank i wi * Durch That 6 5 n. Und woltte ſu 7 vom Tugendwegen — o dann erinnte na —r Cotteskraſt, durtae eiſſen, mich der ſhe enſchaft. Lob Gottes el. Mein Gott, dwig ] 2 Vons allen j meln tin „o ein froher Lohhin 4 dir, Anhetungette Sfris auch der Naie Du brauchſt zuur — Preiſes nitt, n 4) ihn größer nid Rhet ſtets dein Ln = tt, und, Gott niiſ kie! Dich preiſen, ir ſeit dir dante ſchon hier füßß Heiner freut, daon gier Bruft. Wir ſtammän „ Lob hier nur, „ Herz auch ſü »en Ruhm, bn u erreicht kein fi 4 54 5* 5. Doch du verſchmähſt das Opfer nicht, das dir die Andacht bringt, die ſich mit Kindeszuverſicht zu dir, Erhabner, ſchwingt. 6. So ſoll dein Lob denn allezeit in unſerm Munde ſein; ſtets unſer Herz voll Dankbarkeit ſich deiner Güte freun. Das Te Deum. In eigener Melodie. 413(a) Her Gott, dich loben wir! Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! Der Hoöchſte iſt von Ewigkeit! Er ſchuf die Welt, das Werk der Zeit. Die ganze weite Schö⸗ pfung preiſt, Gott, Vater, dich! dich Sohn! dich Geiſt! Die Cherubim, die Sera⸗ phim, die Himmel alle ſingen ihm: Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt unſer Gott! Hei⸗ lig iſt unſer Gott, der all⸗ gewalt'ge Gott! Weit, über alle Himmel weit, geht deine Macht und Herrlichkeit! Sie, die den Erdkreis wunderbar bekehr⸗ ten, deiner Boten Schaar, der Lehre Jeſu Märtyrer, ſie preiſen ewig dich, o Herr! Auch deine ganze Chriſtenheit preiſt dich auf Erden weit und breit, vich, Vater, auf der Himmel Thron, dich, Je⸗ ſu Chriſt, des Vaters Sohn, Lob Gottes. 319 und dich, o Geiſt, deß Wun⸗ derkraft in Sündern neues Leben ſchafft! Du Hohenprieſter! du Prophet! du König, deß Reich nie vergeht! Du wardſt ein Menſch, doch ſün⸗ benrein, um uns von Sün⸗ den zu befrei'n. Dem Tode nahmſt du ſeine Macht, zum Himmel haſt du uns ge⸗ bracht. Zur Rechten Got⸗ tes ſitzeſt du; mit Macht und Güte herrſcheſt du. O, der für uns geblutet hat, erwürgt für unſre Miſſe⸗ that, im Grabe läſſeſt du uns nicht; du kommſt, du kommſt und hältſt Gericht! Einſt ſei im Himmel ew'ges Heil mit allen From⸗ men unſer Theil! Hilf dei⸗ nem Volke, Jeſu Chriſt, und ſegne, was dein Erbtheil iſt! Leit' uns durch unſre Prü⸗ fungszeit den Weg zur fro⸗ hen Ewigkeit! Die Erd' iſt auch dein Heiligthum! Auch ſie erfülle ſtets dein Ruhm! In dieſer unſrer Pilgerſchaft iſt, Herr, dein Wort uns Licht und Kraft. Es iſt ein reines, helles Licht; wer ihm ge⸗ horcht, der ſündigt nicht; und wer noch fällt und es bereut, der findet da Barm⸗ herzigkeit. Die Erd' erfüll', Herr, ſtets dein Ruhm, ſo wie des Himmels Heiligthum! 4 Amen! O 4 In 320 Pflichten gegen Gott. In voriger Melodie. 413(b) err Gott, dich loben wir! Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! Dein Segen ſtroͤmt durch deine Welt; du biſt es, der auch uns erhält! Drum ſteig' im hohen Jubelton auch unſer Lied zu deinem Thron! Unendlicher, wer iſt, wie du? Uns rufen alle Himmel zu: Der uns erſchuf, iſt groß, an Macht und Weisheit groß, an Huld und Liebe groß, iſt unermeß⸗ lich groß! Wie groß war deine Herr⸗ lichkeit ſchon vor dem Anbe⸗ ginn der Zeit! Doch wollteſt du, und es geſchah: zahlloſe Welten ſtanden da, und jede trat die weite Bahn, auf deinen Wink, mit Freuden an. Nie hob ihr Gleichge⸗ wicht ſich auf; noch immer lenkſt du ihren Lauf; und froh iſt Jeder, der es denkt: du biſt's, der auch die Erde lenkt. Wie weiſe, groß und herrlich iſt, Allherrſcher, was dein Rath beſchließt! Die Kronen ſind in deiner Hand; den Weiſen gibſt du den Verſtand, den Hel⸗ den ihren Heldenmuth: und Alles, was du thuſt, iſt gut. Durch dich erringt ein Volk den Sieg; durch dich ent⸗ fleucht der wilde Krieg, und Friede führt uns Ruh' und Glück, die Ordnung und das Recht zurück. Das Feld be⸗ lohnt durch dein Geheiß des treuen Landmanns regen Fleiß; es blühet Kunſt und Wiſſenſchaft, und Alles, Herr, durch deine Kraft. In unſerm Staube flehen wir voll froher Zuverſicht zu dir, zu dir, der uns im Him⸗ mel hört, und liebreich unſre Freuden mehrt. Kein We⸗ ſen iſt vor dir zu klein; du, willſt ſein milder Vater ſeyn. Von deines hohen Na⸗ mens Ruhm erſchall' auch jetzt dein Heiligthum! Wie wohl haſt du an uns gethan! Nimm unſers Dankes Opfer an, und öffne deine Vater⸗. hand auch ferner noch für unſer Land! Laß jeden Stand geſegnet ſeyn, und fromm ſich deines Segens freun! Dann tönt einſt lauter noch als hier, Gott, unſer Dank, hin⸗ auf zu dir! Amen! Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 414 Erton⸗ feiernder Geſang, An⸗ betung Gott und Ruhm und Dank vor ſeinen Thron zu bringen! Er hoͤrt der Men⸗ ſchen Loblied gern, obgleich die Engel ihm, dem Herrn, in höhern Pſalmen ſingen. Darum hat er mit den Hee⸗ ren, die ihn ehren, zu den Stufen ſeines Throns auch mich gerufen. 2. Wie groß iſt Gottes Herr⸗ Herrlichte ſeinen und i Werde: Reiz un zum P die Him Wie er“ nen tauſe hellten e von Pel⸗ 3. Er hohes Zel dieſe Well gebreitet; Luſtzeftd bevoll un und bere nicht alle der froh nich von 4. We Fir we G birg? ſchwebt Lüften? ſich das der Thi au' ſeine Otellen hen, Flu⸗ den Mee im zum 5. Re geſchwaͤe weigert die Welt fen. R. denquell ſchön un Aage zu * es bluͤhet Kuß aſchaft, und Ale 2 deine Kraft. unſerm S Staube fhh oll froher Juverſtt —1 dir, der unz in ſi —ſört, und liebreih i den mehrt. Kanz ſt vor dir zu ſlin ſein mil der Vataſi 'n deines hohen — Ruhm erſczall a ⁴₰ dein Heiligthun 3 — haſt du an uns ae ge un unſers Dankes de und öffne deine 4 ¹auch ferner uoh * Land! Laß jedensn nnet ſeyn, und ſtunti 8ss Segens fteun, d n einſt lauter noh — 1 „ Gott, unſer Daut mnzu dir! Amen! X. Mein ganzer Geit e 1 4 E one, feiete Geſeng,! — g Gott und u — vor ſeinen Torn zen! Er hört drk 3 Loblied gern, ü öngel ihm, de ſ wöhern Pſalmen ii cm hat er nit i — die ihn ehren. 4 Sen ſeines Thrun gerufen. 2 Wie groß ſt Herrlichkeit! ſeinen Himmeln: Seid! und zu dem Erdkreis: Werde: Da ſtanden ſte voll Reiz und Pracht vor ihm, zum Preiſe ſeiner Macht, die Himmel und die Erde. Wie er's ausrief, da begon⸗ nen tauſend Sonnen und er⸗ hellten ein unzählbar Heer von Welten. 3. Er hat der Sonnen hohes Zelt, die Himmel, über dieſe Welt für mich auch aus⸗ gebreitet; hat ſeiner Erde Luſtgefild für mich auch lie⸗ bevoll und mild bepflanzet und bereitet. Lachen mir nicht alle Wälder, alle Fel⸗ der froh entgegen, reich für mich von ſeinem Segen? 4. Wem blüht das Thal? Für wen erhebt ſich das Gebirg? Wem tönt und ſchwebt der Sänger in den Lüften? Für wen bevölkert ſich das Meer? Wem lebt der Thiere zahllos Heer auf ſeinen grünen Triften? Quellen rieſeln, Winde we⸗ hen, Flüſſ' und Seeen wer⸗ den Meere mir zum Segen, ihm zum Ehre. 5. Noch ſtrahlt mir un⸗ geſchwächt ſein Licht; noch weigert die Natur ſich nicht, die Welt für mich zu ſchmük⸗ ken. Noch ſtrömt ihr Freu⸗ denquell für mich; noch iſt ſie ſchön und jugendlich, mein Auge zu entzücken. Seine Lob Gottes. Er ſprach zu lichen Welt, 321 Güte wird die Werke ſeiner Stärke ſtets erhalten; ſchüz⸗ zend über mir auch walten. 6. So hat der Herr an mich gedacht! So ſorgt für mich die Huld und Macht, die mich ſo hoch erhoben! O ſtrömt aus meiner vollen Bruſt, ſtrömt hin, Empfin⸗ dungen der Luſt, den Gü⸗ tigen zu loben! Schöpfer! Vater! dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, meine hochbeglückte Seele! In eigener Melodie. 415 Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren! Laßt uns den Weltenbeherrſcher in Demuth verehren! Tretet heran; ſtimmet ein Freuden⸗ lied an, des Höchſten Lob zu vermehren! 2. Lobet den Herren, der Alles auf's Beſte regieret, der uns mit Weisheit und Güte bis hieher geführet, der uns erhält in der gefähr⸗ daß man ſein Vaterherz ſpüret! 3. Lobet den Herren, der unſerer Seelen gedenket, geiſt⸗ lichen Segen in himmliſchen Gütern uns ſchenket, der das Gemüth tröſtet und himmel⸗ wärts zieht, wann zeitlich Trubſal es kränket! 4. Lobet den Herren, der große Barmherzigkeit übet, der, wann wir Menſchen O 5 mit 322 Pflichten gegen Gott. mit Sünden ihn häufig be⸗ trübet, noch mit Geduld göttlicher Gnade und Huld uns trägt und Sünden ver⸗ giebet! 5. Lobet den Herren, der Nahrung dem Leibe beſche⸗ ret, der uns Geſundheit und Freude und Hülfe gewähret! In wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott das Leid in Freude verkehret! 6. Lobet den Herren, der unſer Thun ſichtbar geſegnet! Ströme des Guten hat auf uns ſein Wohlthun geregnet. Denket daran, was der All⸗ mächtige kann, wie er uns huldreich begegnet! 7. Lobet den Herren, der, wenn wir als Chriſten einſt ſterben, uns auch im Tode nicht läſſet vergeh'n und ver⸗ derben, und nach dem Tod uns liebt und ſegnet als Gott, ewige Freuden läßt erben! 8. Lobet den Herren und ſeinen hochheiligen Namen! Lobt ihn mit Allen, die von ihm das Leben bekamen! Nahe und fern frohlocket Alle dem Herrn; lobt ihn, in Ewigkeit! Amen! Mel. Allein Gott in der Höh' 416 Lob⸗ Ehr' und Preis dem höch⸗ ſten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der ſo viel Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit ſeinem reichen Troſt erfüllt, dem Gott, der allen Jammer ſtillt! Gebt unſerm Gott die Ehre! 2. Es danket dir des Him⸗ mels Heer, Beherrſcher aller Thronen; und die, die in der Luft, im Meer und auf der Erde wohnen, die alle preiſen deine Macht, die uns und ſie hervorgebracht. Gebt unſerm Gott die Ehre! 3. Was unſer Gott ge⸗ ſchaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und ſpat mit ſeiner Güte wakten. In ſeinem ganzen Königreich iſt Alles recht, iſt Alles gleich. Gebt unſerm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth: Ach Gott, vernimm mein Weinen! Da half mein Helfer; da ließ Gott mir Heil und Troſt erſcheinen. Drum dank' ich, Gott, drum dank' ich dir! Ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unſerm Gott die Ehre! 5. Gott iſt uns nah und niemals nicht von ſeinem Volk geſchieden; er, er iſt ſeine Zuverſicht, ſein Segen, Heil und Frieden. Mit ſei⸗ ner Allmacht leitet er, der Herr, durch's Feuer und durch's Meer. Gebt unſerm Gott die Ehre! 6. Wenn Menſchenkraft nicht richt helfe ter uns Gott ſich der Alle unſern A ſein ſark empor. die Chre 7. Ich Leben lar freudig el meinen Lo ne Himm Geiſt, o( mein gan ſich! Gebt Ehre 8. Ihr Namen ne Gott die ihr Sotte gebt unſe Der Sün Spott! Der Her unſerm( 9. Ko ſein Ang und Preis zahlet di und laßt! der Herr bedacht w gut geme Gett die I 417 Gotte!. freundlich jott. mzemüthe mit ſei 4 Troſt erfüllt, 8 der allen Ianne Bhebt unſerm Gottſ *s danket dir des zn Deer, Beherrſchet i An; und die, de ſt, im Meer und de wohnen, die l deine Mact, dd ſie hervorgehn anſerm Gott die Gi — Vas unſer Gatt n. hat, das viln Jhalten, darüber d — und ſpat mit ſeu zwakten. In ſeun 4 Königreich iſ g — ᷣ—— 1 —— ——— aſt Alles gleich. G Gott die Ehte och rief zum hemi un Noth: Ach Gc. um mein Weinen d zein Helfer; d li nnir Heil und Aui zien. Drum daub i drum dank ih i anket, danket Gottnt zebt unſerm Gatt — Jott iſt uns mhn 2s nicht von ſin jeſchieden; er, e — zuverſicht, ſein Sin And Frieden. Mi lmacht leitet er, durch's Feuer 1 2 Meer. Gebt uuſe ie Ehre⸗ ſteitti Wenn untean 1 nicht helfen kann, kein Ret⸗ ter uns ſich zeiget, nimmt Gott ſich unſer mächtig an, der Allerbarmer neiget zu unſerm Angſtgebet ſein Ohr; ſein ſtarker Arm hält uns empor. Gebt unſerm Gott die Ehre! 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o Gott, dich freudig ehren; einſt ſollen meinen Lobgeſang auch dei⸗ ne Himmel hören! Mein Geiſt, o Gott, erhebe dich; mein ganzes Herz erfreue ſich! Gebt unſerm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chriſti Namen nennt, gebt unſerm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, gebt unſerm Gott die Ehre! Der Sünde Götzen macht zu Spott! Der Herr iſt Gott! Der Herr iſt Gott! Gebt unſerm Gott die Ehre! 9. Kommt, kommet vor ſein Angeſicht, ihm Dank und Preis zu bringen! Be⸗ zahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich ſingen: Der Herr hat Alles wohl bedacht und Alles recht und gut gemacht! Gebt unſerm Gott die Ehre! In eigener Melodie. Anbe⸗ 41 7 Pran gſei unſerun Gotte! Denn er iſt ſehr freundlich; weit über Erd' Lob Gottes. 323 und alle Himmel gehet ſeine Gnad' und Güte. Laßt uns mit Danken vor ſein Antlitz kommen, und unſerm Gotte mit Pſalmen jauchzen. 2. Väterlich liebt er uns, ſeine Kinder; ſingt zu ſei⸗ nem Preiſe! Ein Loblied ihm ſei unſer ganzes Leben! Ihn, ihn laßt und lieben, der vor der Welt Beginn uns ſchon geliebt hat! Wer wollte Gott nicht von Herzen lieben? 3. Zwar kann der Menſch nicht ihn würdig preiſen; doch mit Wohlgefallen ver⸗ nimmt er hoch herab von ſeinem Himmel unſer frohes Danklied, und geußt der Freu⸗ den viel in unſre Seele, wenn wir ihm danken, dem Gna⸗ denvollen. 4. Schon hier auf Erden quillt Freud' und Leben uns aus ſeiner Gnade. Doch größre Seligkeit iſt dort bereitet denen, die ihn lie⸗ ben, wenn ſie dereinſt, er⸗ neut zu ſeinem Bilde, ver⸗ klärt und heilig, vom Tod erwacht ſind. 5. Laß unſers Gottes uns ewig freuen! Halle⸗ lujah! Amen! O welche Seligkeit iſt's, ſein ſich freuen; hier und einſt im Himmel ihm ganz ſich hei⸗ ligen und ganz ihm leben! Denn ewig liebt er uns, ſeine Kinder. O 6 Mel. 324 Pflichten gegen Gott. Mel. Jeſu, meines Lebens 418 chöpfer der er⸗ ſchaffnen Hee⸗ re, freudig rühm' ich deine Macht, daß du mich zu dei⸗ ner Ehre haſt an's Licht der Welt gebracht! Sinne, Leib und Seel' und Leben hat mir deine Huld gege⸗ ben. Großer Schöpfer, nimm dafür ewig Dank und Lob von mir! 2. Wunderbar bin ich bereitet, und mit Kräften ausgeziert; wunderbar ward ich geleitet, meinem Glücke zugeführt. Für die treue Vaterpflege, für die Güte deiner Wege, wunderbarer Gott, ſei dir ewig Dank und Lob von mir! 3. Weislich haſt du Ort und Zeiten für mein Daſeyn auserwählt. Hat mir's an Gelegenheiten, fromm zu werden, je gefehlt? Nie⸗ mals haſt du mein vergeſſen, immer Heil mir zugemeſſen, Weiſer Gott, ich bringe dir ewig Preis und Dank dafür! 4. Herr, du zählteſt meine Thränen; eh' ich weinte, ſahſt du ſie. Liebreich merk⸗ teſt du mein Sehnen unter dieſes Lebens Müh'; und an jedem Leidenstage linderteſt du meine Plage. Nimm, o Vater, nimm dafür ewig fro⸗ hen Dank von mir! 5. Hatt' ich, Heiligſter, mit Sünden mein verführtes Herz befleckt: o dann ließeſt du mich finden Gnade, die zur Buße weckt. Mit unend⸗ lichem Erbarmen überſtröm⸗ teſt du mich Armen. Nimm, Barmherziger, dafür reinen Herzensdank von mir! 6. O was bin ich Menſch von Erde, daß du meiner ſo gedenkſt, und damit ich heilig werde, mich ſo treulich zu dir lenkſt; daß ſo viele deiner Gaben mich an jedem Tage laben? Dir, du ew'ge Liebe, dir opf're ich heißen Dank dafür! 7. Treu' im Glauben laß mich enden, Vater, meinen Lebenslauf! Führ', o führ“ an deinen Händen mich zum hohen Ziel des Himmels Erſtgebornen, mit des Mittlers Auserkohr⸗ nen jauchz' ich dann einſt, Höchſter, dir ewig, ewig Dank dafür. Mel. Wer nur den lieben Gott 41 9 könnt' ich dich, mein Gott, recht preiſen, wie du des Preiſes würdig biſt! Könnt' ich dir ganz den Dank be⸗ weiſen, den dies mein Herz dir ſchuldig iſt, dies Herz, das deiner Gütigkeit ſich täg⸗ lich mit Entzücken freut! 2. Wer überſtrömet mich mit Segen? Wer theilt mit mir, was mir gebricht? Wer ſchützet mich auf mei⸗ nen hinauf! Mit nen We dem De Wer gi Gedeh' biſts al 3. 3 meir Vo Segens! neines mein Be Noch eh⸗ du mir liebreich 4, Du ſchenkte nie freud Glück mi du auch doch ſeh mir bei nicht m 5. meinen thränen du mich gen, z gut gef droende mir tren 6. T trauend triſt di ein, w d Gott. . befleckt o dan Anich finden Gnah Zuße weckt. Mn n Erbarmen übei u mich Armen. A enherziger, dafüt n — ensdank von mir 13 was bin icch b Irde, daß du mein ikſt, und damitiht de, nich ſo treult entſt; daß ſo dieke —n mich an jeden 2 Dir, du ew'ge pfre ich heißen a „Treu' im Glauban ¹enden, Vatet, nn 1 slauf: Führ' ißß Rinen Händen mih Ziel hinauf! — himmels Erſtgette les Mittlers Auzait a auchz' ich dan ü Ster, dir ewig, ewihe — Wer nur den lieben at . 9 könnt icſt — menn g — preiſen, wie uß —ss würdig biſt Fi r ganz den Dai , den dies men gh rhuldig iſt, die h Seiner Gütigkeit iti uit Entzücken ftan — Wer überſtroͤmen a Segen? Wer ti Auir, was mir ei . — ſchützet mich ui nen Wegen? Wer ſchenkt dem Geiſte Troſt und Licht? Wer gibt zu meinem Thun Gedeih'n? Allgütiger, du biſt's allein. 3. Zu zaͤhlen ſind ſie nicht, mein Vater, die Werke deiner Segenshand. Du warſt ſchon meines Wohls Berather, eh' mein Bedürfniß ich empfand. Noch eh' ich war, da maßeſt du mir ſchon mein Schickſal liebreich zu. 4. Du ſtärkſt mir das ge⸗ ſchenkte Leben, und läſſeſt es nie freudenleer; zum höhern Gluck mich zu erheben, ſchickſt du auch manche Trübſal her; doch ſtehſt du auch mit Kraft mir bei, daß ich, o Herr, nicht muthlos ſei. 5. Schon oft hat dies in meinen Tagen zu Freuden⸗ thränen mich gerührt, wie du mich unter manchen Pla⸗ gen, zwar dunkel oft, doch gut gefuͤhrt. In wie viel drohender Gefahr halfſt du mir treu und wunderbar! 6. Wie ſollt' ich denn nicht, voller Freuden, beſtän⸗ dig deinen Ruhm erhöh'n? Wie ſollt' ich, auch im tief⸗ ſten Leiden, nicht freudig trauend auf dich ſeh'n? Ja, tritt die größte Noth auch ein, wirſt du doch, Gott, mein Helfer ſeyn. 7. Von deiner Güte will ich ſingen, ſo lange ſich die Zunge regt; dir will ich Lob Gottes. 325 Dank und Ehre bringen, ſo lange ſich mein Herz bewegt: und wird mein Mund einſt kraftlos ſeyn; ſo ſtimm' ich noch mit Seufzen ein. 8. Nur Dank und Lob kann ich dir geben; nimm es, mein Gott, mit Gnaden an, bis ich in jenem beſſern Leben dich würdiger erheben kann! Da ſteigt in ſel'ger Geiſter Chor mein Lobgeſang zu dir empor. In voriger Melodie. 420 6 Gott, den alle Weſen ehren, von dir kommt aller Welten Pracht. Was wir empfin⸗ den, ſeh'n und hören, hat deine Huld hervorgebracht. Herr, deiner hohen Weisheit Licht erforſcht der größte Weiſe nicht. 2. Du biſt's, der die Ge⸗ ſchöpfe weidet, und ihnen Luſt und Wohlſeyn ſchenkt; du biſt es, der die Erde klei⸗ det und ſie mit Thau und Re⸗ gen tränkt; du biſt's, Erhab⸗ ner, deſſen Kraft dem Früh⸗ ling ſeine Anmuth ſchafft: 3. Daß Fluren, Gärten ſich verjüngen, und Alles neues Leben fühlt; daß alle Bäͤume Blüthen bringen, das Feld in tauſend Farben ſpielt. Der Blume Wohlgeruch und Pracht verkündigt, Schöpfer, deine Macht. 4. Du gabſt, o Urquell O 7 alles 326 Pflichten gegen Gott. alles Lichtes, der Sonne Wärme, gabſt ihr Schein; du biſt der Schöpfer des Geſichtes, und willſt auch dadurch uns erfreu'n, daß uns die Schönheit deiner Welt hellſtrahlend in die Au⸗ gen fällt. 5. Was lehrt das Licht von tauſend Sternen, der Welten Abglanz in der Nacht? Erkennen ſoll ich, fühlen lernen die Größe deiner Schöpfermacht. Weit, über meine Faſſung weit, geht, Schöpfer, deine Herr⸗ lichkeit. 6. So oft ich ſie bewun⸗ dernd ſehe, führ' mich ihr Anblick, Gott, auf dich; und wo ich ſteh' und wo ich gehe, erfülle heil'ge Ehrfurcht mich vor dir, der du ſtets um mich biſt und meines Herzens Tiefe ſiehſt. 7. O laß mich ſtets mit frommen Blicken die Wun⸗ der deiner Werke ſeh'n! Laß mich mit dankendem Ent⸗ zücken dich, ihren Schöpfer, gern erhöh'n, mich deiner ſchönen Schöpfung freu'n, dir meines Herzens Andacht weih'n! Selbſterkenntniß und Demuth. Mel. In allen meinen Thaten 421 Wrehtr en Gottes milde Gabe; Nichts iſt mein Eigenthum! Für das, was ich beſitze, wo⸗ durch ich Andern nütze, ge⸗ bührt, Herr, dir, nicht mir der Ruhm! 2. Mit Einſicht und mit Kräften zu des Berufs Ge⸗ ſchäften beſchenkt mich deine Huld. Durch dich allein ge⸗ rathen mir meine guten Tha⸗ ten; an Fehlern bin allein ich Schuld. 3. Das Glück, deß ich mich freue, ſchaffſt du nach deiner Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordneſt unſre Tage, ihr Glück und ihre Plage, wie deiner Weis⸗ heit es gefällt. 4. Sollt' ich mich nun er⸗ heben, wenn mir in dieſem Leben viel Gutes wider⸗ fährt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß du mich vor⸗ gezogen? Bin ich auch je⸗ mals deſſen werth? 5. Nein, ich bin zu geringe der Huld, die ich beſinge, und werd' es ewig ſeyn, Dies will ich nie vergeſſen. ſo werd' ich nicht vermeſſen durch Stolz und Hochmuth mich entweih'n. 6. Das weislich anzuwen⸗ den, was du mit Vaterhän⸗ den mir gütig zugewandt: dies ſei in dieſem Leben mein eifrigſtes Beſtreben! Dazu gib Demuth und Ver⸗ ſtand! &△ In In 822* nes Hirze ich zu A. verſprech Wahn, genſinn; klein, wie 2. Gil mir keine daß ich meine Feh den Trieb empört,; meine Rr 3. Ent gend wah des Lafter Bloͤßt, d wich ble⸗ daß imm Werih n 4. N. ſelbſt di entſchuld ſieht: ſo es den 6. Ve Heiligun jem Wah ner Kraͤ zott. n uilde G — e Gabe; N dun oigertni n ich beſtze,n 2 hu die ui Kit Einſcht u AI zu des Veruff 2 beſchenkt 34 3 Durc dic ali Mir meine guten e 1ul lem dn — — — — Das Glück, d eeue, ſchafft dum * Treue, du Herr i — Welt! Du oni Tage, ihr Glücm age, wie deiner Uie ollt' ich michme * wenn mir in uin e viel Gutes wie⸗ 2 Was hat dic, on ea, daß du mic m. 2² Bin ich aut Seſſen werth! — kein, ich bin zu ge ild, die ich being erd' es ewig ſig Willl ich nie vergſſe —y ich nicht vemm Zötolz und Hocmu atweih'n. as weislich anzube as du mit Wtaßt r gütig zugeva i in dieſem ut eifrigſtes Beſtet ib Demuth udd —. d In eigener Melodie⸗ 422 Wie leicht ver⸗ kenn' ich mei⸗ nes Herzens Schwäche, wenn ich zu viel mir von mir ſelbſt verſpreche, und dann aus Wahn, aus Stolz und Ei⸗ genſinn nicht ſehen will, wie klein, wie ſchwach ich bin! 2. Gib, Gott, daß ich mir keine Nachſicht gönne, daß ich mich ſelbſt und meine Fehler kenne, auch je⸗ den Trieb, der ſich in mir empört, zum Böſen reizt und meine Ruhe ſtört! 3. Entdecke mir der Tu⸗ gend wahre Größe und je⸗ des Laſters Niedrigkeit und Blöße, daß nie ſein Reiz mich blendet und verführt, daß immer nur der Tugend Werth mich rührt. 4. Nie laß, o Herr, mich ſelbſt die kleinſten Sünden entſchuldigen und unerheblich finden! Gib, daß ich ſie voll tiefer Scham bereu', und ernſtlich auch den kleinſten Fehler ſcheu'! 5. Wenn mein Gemüth der Wahrheit Weg verfehlet, gern gut ſeyn will, und doch das Böſe wählet, leichtſinnig iſt und nicht den Irrthum ſieht: ſo gib' ihm Licht, daß es den Irrthum flieht! 6. Verhehl' ich mir beim Heiligungsgeſchäfte aus ſtol⸗ zem Wahn den Mangel mei⸗ ner Kräfte: ſo lehre mich, Selbſterkenntniß und Demuth. 327 ihn redlich mir geſtehn, und voll Vertraun zu dir um Hülfe fleh'n! 7. Wenn ich mich meines Sinns und Wandels freue, und doch nicht ganz mich wahrer Tugend weihe: ſo gib, daß ich, von Eigendün⸗ kel frei, ſie recht zu würdi⸗ gen, ſtets ſorgſam ſei! 8. Wie manche That ent⸗ ſpringt aus niedrem Triebe, aus Eigennutz und nicht aus Menſchenliebe! Wie man⸗ che That gewinnt den Ruhm der Welt, die doch nicht dir, Allſehender, gefällt! 9. Du ließeſt mich von jeder meiner Pflichten und ihrem Werth ſchon frühe unterrichten; ſie ſind mein Glück, befördern ſtets mein Wohl: und doch thu' ich nicht immer, was ich ſoll. 10. O lehre mich, wie oft, wie ſchnell ich fehle, wie gern ich noch mich vor mir ſelbſt verhehle, und führe du, zu meinem wahren Glück, mich in mich ſelbſt und in mein Herz zurück! Mel. In allen meinen Thaten 23 Gü. Gott, wenn ich dir diene, daß ich mich nie erkühne; darüber ſtolz zu ſeyn! Wer kann bei ſeinen Werken, wie oft er fehlet, merken? Wer iſt von Mängeln völlig rein? 2. Such' ich ſtets deinen Wil⸗ Willen ſo eifrig zu erfüllen, als es dein Wort gebeut? Trag' ich der Tugend Bürde, aus Kenntniß ihrer Würde, auch immer mit Zufrieden⸗ heit? 3. Entzieh' ich mich den Sünden auch ſtets aus rech⸗ ten Gründen? aus wahrer Frömmigkeit? Oft ſind die guten Triebe nicht Fruͤchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. 4. Der Suüͤnden meiner Jugend, der Mängel meiner Tugend, o Herr, gedenke nicht! Willſt du mit deinen Knechten, wie ſte's verdienen, rechten, ſo trifft ſie alle dein Gericht. 5. Doch wenn auch, dir zur Ehre, rein meine Tugend wäre; weß iſt dies Eigen⸗ thum? Wer ließ mich unter⸗ richten? Wer ließ in meinen Pflichten mein Glück mich ſeh'n und meinen Ruhm? 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Gebot zu üben, die Luſt und Freudig⸗ keit? Wer ſtärkte meine Kräfte im Heiligungsgeſchäfte? Wer gab mir Muth und Kraft im Streit? 7. Du ſchaffſt, daß ich dich wähle; du rufſt mich, wann ich fehle, auf rechten Weg zurück; du ziehſt mich ab von Sünden, und läßt mich Gnade finden, und gibſt zu meiner Beßrung Gluͤck. 328 Pflichten gegen uns ſelbſt. 8. Sollt' ich mich deß er⸗ heben, was du mir, Herr, gegeben? Hab' ich zum Stolz ein Recht? Köͤnnt' ich auch Alles üben, was du mir vor⸗ geſchrieben, wer bin ich? Ein unnützer Knecht! Mel. O Gott, du frommer 424 verr, der du Alles . 11 gibſt, von dem ich Alles habe, was iſt mein Stand, mein Glück und je⸗ de gute Gabe? Es iſt nicht mein, es iſt ein unverdientes Gut, darum bewahre mich vor Stolz und Uebermuth! 2. Wenn ich vielleicht der Welt mehr, als mein Näch⸗ ſter nütze, und wenn ich mehr Verſtand, als er beſitzt, beſttze: bin ich d'rum mehr als er? O nein! Wer ſchenkte mir Verſtand und Tüchtigkeit? Ach, Alles kommt von dir. 3. Wenn mir ein größer Gluck nach deinem Rath begegnet und deine Guütig⸗ keit mich mehr, als Andre, ſegnet, gibt dieſe deine Huld mir wohl zum Stolz ein Recht? Bin ich darum nicht auch, was Andre ſind, dein Knecht? 4. Wenn ich geehrt und groß in hohen Würden ſte⸗ he, und Andre unter mir in kleinerm Glücke ſehe; wer machte ſie gering, und wer erhöhte mich? Iſt nicht mein nein Ra diger, al 5. W 0 Gett, heben? dein. D Leben; ich Nicht das Hed nich ewi und Hoch Mel. We 4²5⁵ ege Frac nich rec daß ich ſage, un bin, zu ſelbſt re bleitt de entfent. 2. J deinen Goſt, Mein wenden, und dein ich, als auch, wi Ruhm? A 33 en, was du nit den, wer bhin 1 mützer Knecht. — —. O Gott, du fronna 21 Her det dugg — gibſt, wan es habe, was iſ m =—, mein Glück un e Gabe? Gs itn jes iſt ein unbenie — darum bewahte ii Stolz und Uebermn Wenn ich vieleit „mehr, als mein i atzee, und wennichu — nd, als erbeſtzt y drum meht ah n! Wer ſchenken nd und LKictzit a Alles kommt w — Wenn mir ein aih = nach deeinen xxiet und deine bi M icch mehr, als Wi = gibt dieſe dei as vohl zum Sit — Bin ich darmu — was Andre ſi t? = Wenn ich gedit in hohen Wüte 1d Andre unter i A m Glücke ſeſe r ſie gering, u e mich!— 4 mein Näaͤchſter oft viel wür⸗ diger, als ich? 5. Wie könnt' ich mich, o Gott, des Guten über⸗ heben? Was ich beſitz', iſt dein. Du ſprichſt: ſo bin ich Leben; du ſprichſt: ſo bin ich Nichts. Von dir kommt das Gedeihn. Drum laß mich ewig fern von Stolz und Hochmuth ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 425 We bin ich? Welche wich⸗ t'ge Frage! Gott, lehre ſie mich recht verſteh'n! Gib, daß ich mir die Wahrheit ſage, um mich, ſo wie ich bin, zu ſehn! Wer ſich nicht ſelbſt recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von deinen Händen, geſchaffen, Gott, zu deinem Preis. Mein Leben nützlich anzu⸗ wenden, will mein Beruf und dein Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich ſoll, zu deinem Ruhm? 3. Ich bin ein Chriſt nach dem Bekenntniß? doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne ſelbſt mir das Verſtändniß, recht einzu⸗ ſeh'n, ob ich den Pfad, den Jeſus mir gewieſen, geh', und ob ich auch im Glauben ſteh! Selbſterkenntniß und Demuth. 329 4. Du kenneſt meines Her⸗ zens Tiefen, die mir ſelbſt unergründlich ſind; drum laß mich oft und ernſtlich prüfen, ob ich ſei Chriſto gleich geſinnt? Befreie mich vom falſchen Wahn, der auch den Klügſten täuſchen kann! 5. Wer Alles weiß, und doch verborgen und unbe⸗ kannt ſich ſelbſt noch bleibt, wie will der für ſein Beſtes ſorgen? Was iſt, das den zur Beßrung treibt? Sich ſelbſt recht kennen, iſt Ver⸗ ſtand, drum mache mich mit mir bekannt! 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Va⸗ ter, das entdecke mir! Hab' ich der Wahrheit Weg erwäh⸗ let; ſo gib, daß ich ihn nicht verlier'! Erleuchte mich mit deinem Licht, ſo täuſchen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten Stege, der mich zum ew'gen Leben führt; ſo bringe mich zurück vom Wege, der in's Verderben ſich verliert! Gib mir zur Beßrung Luſt und Kraft; du biſt's, der beides in mir ſchafft! 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. O laß mich's nicht bis dahin ſparen, wo Reue nichts mehr helfen kann! Hier mache mich zum Himmel klug und frei von Wahn und Selbſtbetrug! Selbſt⸗ 330 Pflichten gegen uns ſelbſt. Selbſtliebe. Mel. O Gott, du frommer Gott 426 Dein Wille iſt's, o Gott; ich ſoll mich ſelber lieben. O laß mich dieſe Pflicht nach deiner Vorſchrift üben, und ſchränke ſelbſt den Trieb: froh und beglückt zu ſeyn, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Gränzen ein! 2. Gib, daß mein ganzes Herz ſich deiner Liebe weihe, und daß in Allem ich dein Auge kindlich ſcheue! Wer als ein Chriſt ſich liebt, der flieht auch als ein Chriſt, was wider Gottesfurcht und Menſchenliebe iſt. 3. Kein ſchnöder Eigen⸗ nutz beherrſche meine Seele! Und wann zu meinem Glück ich Weg und Mittel wähle, ſo laß mich ſtets dabei auf Recht und Wahrheit ſchau'n, auch nie mein Wohlergehn auf Andrer Elend bau'n! 4. Der Fluch trifft jedes Glück, dabei die Tugend lei⸗ det, dabei der, der es ſucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, hat deinen Beifall nicht. Nie treffe mich, o Gott, dies ſchreckliche Gericht! 5. Nie blende mein Ge⸗ müth der Eitelkeiten Schim⸗ mer! Der Erde Reiz ent⸗ flieht ja doch im Tod auf im⸗ mer. Was hilft uns kurze Luſt? Was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergäng⸗ lich Gut iſt's, was uns ſelig macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverletzt Gewiſ⸗ ſen, nur das kann mir allein des Lebens Laſt verſüßen; das bleibt mir auch im Tod, und folgt mir aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. O ſelig, wer darnach mit heil'gem Eifer trachtet, und für ſein größtes Glück, Gott, deinen Beifall achtet! Der liebt allein ſich recht; der findet in der Zeit ſchon wahre Ruh' und einſt voll⸗ kommne Seligkeit! 8. Dies ſei auch mir mein Ziel! O laß es mir gelingen, des Herzens wahres Glück nach Wunſche zu erringen! Laß mich verachten, Herr, die Eitelkeit der Welt, gib, daß ich ſo mich lieb', wie dir es wohlgefällt! Sorge für die Seele. Mel. Kommt her zu mir (a) err, meiner 1427 H Seele gro⸗ ßen Werth, den mir Ver⸗ nunft und Schrift erklärt, laß mich mit Ernſt beden⸗ ken und auf die Sorge für ihr Wohl ſo unermüdet, als ich ſoll, den größten Eifer lenken! 2. Wie 3. Zu Zeit, be der Gvig ſes Leber und hurc höherer T einſt wich 4. N willſt du Pfade y Ziele fül nicht dur Heil, da mir ſuge 5. M. eint zu ner Huld zum Tre ſei mein müh'n! Weg da nicht ver 6. W. nicht vor ſelbſ., o Her,, das auc berꝛut Püict Gute g 7. 2 ſo ſelig verd, ich 1 A ſelbſt. Was hilft 2 m. n4 . Nicht ei un mtiſt' 3 iſts, was unz 1 — Ein Gott ennt ein unverletz d ir das kann nitile bens Laſt verſijt eibt mit auch imin lgt mir aus der 4 coßen Segen na — Cwigkeit. O ſelig, wer dann il'gem Gifer te r ſein groͤßtes hit deinen Veifal at iebt allein ſic ut det in der Zeitt Ruh' und ein — ne Seligkeit! Dies ſei auch nan — d laß es mir gahte erzens wahres d e⸗ Lunſche zu eni nich verachten, zr telkeit der Welt ſ h ſo mich lieh,i wohlgefällt! —Je für die en l. Kommt her zu ni 27 9Hen zerth, den mit 4 und Schrift i ich mit Ernit nd auf die Sah = hl ſo unermiht 1, den größtent ! bereut, 2. Wie huldreich haſt du uns bedacht; wie viel hat deine weiſe Macht ſchon hier an uns gewendet! Du ſchufſt uns, Gott, dein Bild zu ſeyn, und haſt, in uns es zu erneu'n, ſelbſt deinen Sohn geſendet. 3. Zu groß für dieſe kurze Zeit, beſtimmt zum Glück der Ewigkeit, genieß ich die⸗ ſes Leben, durch Glauben und durch Frömmigkeit zu höherer Vollkommenheit der⸗ einſt mich zu erheben. 4. Mit großer Treue willſt du mich auf dieſem Pfade väterlich zu jenem Ziele führen. O laß mich nicht durch eigne Schuld das Heil, das deine Vaterhuld mir zugedacht, verlieren! 5. Mit dir, o Gott, ver⸗ eint zu ſeyn, mich ewig dei⸗ ner Huld zu freu'n und dich zum Troſt zu wählen: das ſei mein Ziel und mein Be⸗ müh'n! Laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtſinn nicht verfehlen! 6. Wer böſe iſt, bleibt nicht vor dir. Drum ſchaffe ſelbſt, o Gott, in mir ein Herz, das Unrecht fliehet, das auch die kleinſte Schuld mit Vorſatz keine Pflicht entweiht, für Alles Gute glühet! 7. Wie werd' ich dann ſo ſelig ſeyn! Schon hier werd' ich mich deiner freu'n, Sorge für die Seele. 331 in dir, Gott, ruhig leben; und du wirſt nach vollbrach⸗ ter Zeit auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben! Mel. Es iſt das Heil uns (b) ach meiner 427 N Seele Se⸗ ligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen! Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? Wie würd' ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein Reich wünſcht einzu⸗ gehn, muß reines Herzens werden. 2. Erſt, wann die letzten Stunden nah'n, erſt, wann wir ſterben ſollen, zu dir ſich wenden, und die Bahn der Sünde meiden wollen: das iſt der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht durch Jeſum Chri⸗ ſtum zeiget. 3. Du rufeſt uns zur Hei⸗ ligung; drum ſoll ſchon hier auf Erden mir meines Her⸗ zens Beſſerung die höchſte Sorge werden. Gib mir da⸗ zu nur Luſt und Trieb; Nichts ſei zu groß mir und zu lieb, der Tugend es zu opfern! 4. Gewänn' ich auch die ganze Welt mit Allem, was den Sinnen und meinen Lü⸗ ſten wohlgefällt, was würd' ich dann gewinnen? Was hülfen Glück und Schätze mir, was Macht und Glanz, wenn 332 Pflichten gegen uns ſelbſt. wenn ich dafür mein ewig Heil verſchexzte? 5. Was führt mich zur Zufriedenheit ſchon hier in dieſem Leben? Was kann mir Troſt und Freudigkeit in Noth und Tod noch ge⸗ ben? Nicht Menſchengunſt, nicht irdiſch Gluͤck; nur Got⸗ tes Gnade und der Blick auf jenes Lebens Freuden. 6. Herr, laß nach dieſem Kleinod mich vor allen Dingen trachten; mich im⸗ mer, Heiligſter, auf dich, auf Recht und Tugend ach⸗ ten! Daß ich auf deinen Wegen geh', und im Gericht vor dir beſteh', ſei meine größte Sorge! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 428 Hee iſt noch unſre Prüfungszeit. Hier ſind wir immerdar im Streit; hier, wo uns Irr⸗ thum leicht berückt, das ſchwache Herz ſich bald ver⸗ ſtrickt, die Sinne jedes Blendwerk rührt, auch böſes Beiſpiel oft verführt. 2. Oft nehmen Laſter überhand und ſtrömen über's, ganze Land. Drum hüte dich! Das Weltgericht bringt alle Sünden an das Licht. Chriſt, ſei zum Kampfe ſtets bereit, und flieh' den Schlaf der Sicherheit. 3. Mein Vorſatz iſt: Ich will ihn fliehn! Doch, wie gelingt mir mein Bemüh'n? Gefahr nehm' ich hier bei Gefahr, ein Netze bei dem andern wahr. Wie ſo viel Feinde drohen mir! Ich Schwacher, wie entrinn' ich hier? 4. Die Welt hüllt in der Tugend Schein oft ihre Laſter künſtlich ein, preiſt den Genuß des Lebens an, ſchilt Frömmigkeit für finſtern Wahn. Ihr Weg iſt luſtig, breit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen ſoll. 5. Du, Jeſu, mußt das Beſte thun! Mein Hoffen ſoll auf dir beruh'n. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein! Du wolleſt Stärke mir verleih'n, daß ich un⸗ überwindlich treu, o Herr, in jeder Prüfung ſei! 6. Der Suündendienſt ſcheint zu erfreu'n, und en⸗ digt ſich in Schmach und Pein. Drum ſteh' dein gu⸗ ter Geiſt mir bei, daß ich kein Knecht der Sunde ſei. Geſtatte dem Verſucher nie, daß er mich deiner Hand ent⸗ zieh'! 7. Zwar iſt mein Glaub' oft klein; doch du, du ſtar⸗ ker Held, ſagſt Hülfe zu. Mein ganzes Herz ergibt ſich dir. Ich weiß, durch dich ge⸗ lingt es mir. Auf dich ver⸗ läßt in aller Noth mein Herz ſich feſt bis in den Tod. 8. Wenn ſchon die Veſtr a ſal auf Angſt ringt, in deine jeder du hiſt mein, heilſam 9. M ich biſt Weltkre fürchee und bel ſter ſſt In's G. wer an 10. ich ſtets dig ſof Bis dor ſich ſeh und Ch in ſeder ich dur Mel. 128 was wo meinen ken, ſtel de bei! Wahn Weishe mei L nicht: 2. unfre, nes W zum L mit fe s ſelbſt. „. echardh nir hacher, wie en 2 3 trim Die Welt hülttn und Schein it = r künſtlich ein, mai uß des Lebens an migkeit füt ii =n. Ihr We ita — und voll. Seen * daß ich folgen ſil Du, Jeſu, nui *e thun! Mein zf auf dir beruhn n dein Blut bin i Du wollſt e verleih'n, daß in vindlich treu, 7f der Prüfung ſei Der Sünan =t zu erfreun, m — ſich in Schmt =. Drun ſteh' de = heiſt mir bei, di * Knecht der Sin „ atte dem Verſuch: er mich deiner hi Zwar iſt ment Ilein; doch du ni n Held, ſagſt Hi ganzes Herzuſt — Ich weiß, durc een es mir. Auf it in aller Noth mi — eeſt bis in den ¹ Wenn ſchon iin ſal auf mich dringt, und Angſt mich überall um⸗ ringt, bleib' ich doch ſtets in deiner Hand, und halt' in jeder Prüfung Stand. Du, du biſt durch den Glauben mein, nun muß mir Alles heilſam ſeyn. 9. Mit dir, o Herr, kann ich beſteh'n, ſollt' auch der Weltkreis untergeh'n. Es fürchte ſich der Heuchelchriſt, und wer ein Sklav' der La⸗ ſter iſt. Ich will nicht zagen. In's Gericht kommt, Herr, wer an dich glaubet, nicht. 10. Dir, Höchſter, will ich ſtets vertrau'n, ſtets freu⸗ dig hoffend auf dich ſchau'n. Bis dort, wohin mein Herz ſich ſehnt, den Sieger Preis und Ehre krönt, ſteh', Herr, in jedem Streit mir bei, daß ich durch dich ein Sieger ſei! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 429 Lohre mich, Herr, recht bedenken, was wahrhafte Weisheit ſei; meinen Fleiß darauf zu len⸗ ken, ſteh' mir ſelbſt mit Gna⸗ de bei! Denn was eitler Wahn der Welt oft für hohe Weisheit hält, fördert nicht mein Wohlergehen und kann nicht vor dir beſtehen. 2. Weisheit iſt's, wenn unſre Seelen ſich, Herr, dei⸗ nes Wortes Licht nur allein zum Leitſtern wählen, und mit feſter Zuverſicht die⸗ Sorge für die Seele 333 ſem Licht ſich anvertrau'n. Denn die folgſam darauf ſchau'n, ihre Hoffnung dar⸗ auf gründen, werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit iſt es, dar⸗ nach trachten, recht mit ſich bekannt zu ſeyn; ſich nicht ſchon vollkommen achten und den Eigendünkel ſcheu'n; oft auf ſeine Fehler ſehn, reuig ſie vor Gott geſtehn; eifrig ſtets nach Beßrung ſtreben, und doch nie ſich ſtolz erheben. 4. Weisheit iſt es, Chri⸗ ſtum ehren, ſeiner Mittler⸗ huld vertrau'n; ſo auf ſeine Stimme hören, und auf ſeinen Wandel ſchau'n, daß man falſche Wege flieht, und mit Eifer ſich bemüht, ſei⸗ nem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. 5. Weisheit iſt es, Alles meiden, was mit Reu' das Herz beſchwert; fern ſich halten von den Freuden, die der Sündendienſt ge⸗ währt; eitlen Ruhm, der bald verblüht, Luſt, die im Genuß noch flieht, nicht für wahre Wohlfahrt achten; nein, nach beſſern Gütern trachten. 6. Weisheit iſt es, Got⸗ tes Gnade ſich zu ſeinem Ziel erſehn, und auf ſeiner Wahr⸗ heit Pfade dieſem Glück ent⸗ gegen gehn; gern auch Got⸗ tes Willen thun; froh in ſei⸗ ner 334 ner Fuͤgung ruhn, und, wann Leiden uns beſchweren, hof⸗ fend mit Geduld ihn ehren. 7. Weisheit iſt es, ſtets bedenken, daß, was irdiſch iſt, vergeht; Wunſch und Hoffnung dahin lenken, wo das Ziel des Glaubens ſteht; ſeine Blicke unverwandt nach dem ew'gen Vaterland rich⸗ ten, und ſich hier beſtreben, wie man droben lebt, zu leben. 8. Dieſe Weisheit iſt auf Erden, Höchſter, unſer beſtes Theil. Die von ihr geleitet werden, deren Weg iſt Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir, Gott! ver⸗ leihe ſie auch mir; laß ſie mich zu allen Zeiten auf den Weg des Friedens leiten. In eigener Melodie. 430 Moe dich, mein Geiſt, bereit; wache, bet' und flehe, daß auch in der böſen Zeit feſt dein Glaube ſtehe. Sicher iſt nie der Chriſt; Gott läßt auch die Frommen in Ver⸗ ſuchung kommen. 2. Sage nicht: Ich habe Zeit; jetzt noch darf ich ſchlafen. Denk' an Tod und Ewigkeit, an der Sünde Strafen; ſteh' der Tod, der dir droht, kann dich leicht in Suünden unbereitet finden. 3. Wache! dir iſt unbe⸗ kannt, ob dich nicht auf Er⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. den Prüfungen von Gottes Hand noch betreffen werden. Der fällt leicht, dem es däucht, daß er ſicher ſtehe auf der Tugend Höhe. 4. Wache! Denn hier hat der Chriſt noch von allen Seiten, was der Seele ſchäd⸗ lich iſt, muthig zu beſtreiten. Gott läßt zu, daß auch du, wenn du ſorglos walleſt, in Verſuchung falleſt. 5. Wache, daß die Macht der Welt nicht dein Herz ver⸗ kehre; nicht, wenn ſie ſich freundlich ſtellt, dich durch Liſt bethöre. Wach' und ſieh', daß dich nie die Ver⸗ führer faͤllen, die dir Netze ſtellen. 6. Wach' und hab' auf dich. wohl Acht, daß dich nicht die Sünde, wenn zu ihr die Luſt erwacht, ſchimpflich überwin⸗ de. Sie betrügt und beſtegt leicht den, der ſich heuchelt, feſt zu ſtehn ſich ſchmeichelt. Bete aber auch dabei, bete bei dem Wachen; das wird dich von Trägheit frei und behutſam machen. Gott verleiht Feſtigkeit dir, durch ſeine Gnade, auf dem rechten Pfade. 8. Drum ſo will ich im⸗ merdar wachen, beten, fle⸗ hen, um in jeglicher Gefahr glorreich zu beſtehen! Kurze Zeit währt der Streit, und dann wird zum Lohne mir die Siegeskrone. Mel. Mel. Jeu 4³1 bezwing treu zu vollbrin luſt zu edlem? Kamyfp chen W. jedes fal 2. 3 fliehen, Vater, nem t Mutj und nir 4. 2 Triebe, achtſim Eigenlie kel ſche Zorn u ches He ſte unte ren Rei 5 2 ſehen; d Herr, s ſelbſt. — Prüfungen von — noch betreffen n — fäͤllt leicht, m — ht, daß er ſiha — der Tugend Höße. Wache! Denn h Chriſt noch un —en, was der Sele iſt, muthig zu bi —t läßt zu, daß an —n du ſorglos nali — ſuchung fallet Wache, daß dien — Welt nccht dein da — e; nicht, wemnſ ndlich ſtellt, dit bethöre. Pah —, daß dich nie hi er faͤllen, die i In. Wach' und hah u ¹ Acht, daß dihn =— dde, wenn zu ihr acht, ſchimpfüchii „ Sie betrügt u — ht den, der ſich ſe — zu ſtehn ſich ſchet . Bete aber auhi bei dem Waten =d dich von Tiigſe z behutſam macha — eiht Feſtigkeit di 2 — e Gnade, auf der 2de. 1 „Drun ſo vili dar wachen, ba . um in jeglice rreich zu beſtehen = währt der Sin — wird zum L — Siegeskrone. Sorge für Mel. Zeuch' ein zu deinen Thoren 431 M 1 ig bezwingen, um dir, Gott, treu zu ſeyn; das Gute zu vollbringen, die Sünden⸗ luſt zu ſcheu'n, muß ich mit edlem Muth mich auf den Kampfplatz wagen, mir man⸗ chen Wunſch verſagen und jedes falſche Gut. 2. Ich ſoll kein Uebel fliehen, wenn mir die Pflicht gebeut, mich ihm zu unter⸗ ziehen; ſoll mit Entſchloſ⸗ ſenheit da, wo Gefahren ſind, auch die Gefahr nicht ſcheuen, um mich des Lohns zu freuen, den Kampf und Sieg gewinnt. 3. Wer gibt mir zum Geſchäfte der Selbſtbeherr⸗ ſchung Kraft? Wie ſchwach ſind meine Kräfte! Wie ſtark die Leidenſchaft! Du, Vater, kannſt allein zu mei⸗ nem treuen Streben mir Muth und Stärke geben, und mir den Sieg verleih'n! 4. Auf jeden meiner Triebe, laß, Herr, mich achtſam ſeyn; laß mich die Eigenliebe und jeden Dün⸗ kel ſcheu'n. Will Wolluſt, Zorn und Geiz mein ſchwa⸗ ches Herz berücken, hilf mir ſie unterdrücken, beſiegen ih⸗ ren Reiz! 5. Auf dich nur will ich ſehen; geſtärkt durch dich, o Herr, den Streit mit mir 335 beſtehen, er ſei mir noch ſo ſchwer. Du unterſtützeſt mich, mich ſelber zu be⸗ kämpfen, der Lüſte Macht zu dämpfen; ich ſiege, Gott, durch dich! Mel. Alle Menſchen müſſen 431(b) Uufer Wandel iſt im Him⸗ mel! Köſtlich Wort, wie ſtrömeſt du mir, umringt vom Weltgetümmel, Muth und ſüße Hoffnung zu! Je⸗ der Fußtritt, den ich thue, bringet mich dem Land der Ruhe näher, immer näher zu. Wort, wie hoch er⸗ freueſt du! 2. Haltet's feſt, ihr theu⸗ ren Brüder, haltet's feſt, dies werthe Wort! Nichts ſchlag' eure Hoffnung nie⸗ der! Wallet immer muthig fort! Muthig blicket hin zum Ziele; Viele ſchon er⸗ griffen's, Viele! Wir, ſo wahr es Gott verhieß, wir ergreifen's auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pil⸗ ger müſſen, bleibet wacker, ſeyd nie laß! Stets des ho⸗ hen Zwecks befliſſen, wacht und kämpft ohn' Unterlaß! Feinde ſteh'n an euren We⸗ gen; Stürme toben euch ent⸗ gegen; Nebel, Klüfte, Felſen droh'n; faßt nur Muth: die Seele. groß iſt der Lohn. 4. Was kein Auge je ge⸗ ſehen was kein Dhr gehihe a 336 hat, was kein Herz hier zu erflehen je ſich unterwunden hat, das, das hat Gott dem bereitet, der hier tapfer kämpft nnd ſtreitet. Drum verlaßt nicht eure Bahn; Jeſus ſelbſt ging euch voran. 5. Unſer Wandel iſt im Himmel! Köſtlich Wort, wie ſtrömeſt du mir, umringt vom Weltgetümmel, Muth und ſüße Hoffnung zu! Auf, mein Geiſt, ermüde nimmer! Schon ſeh' ich des Zieles Schimmer. Wenig, wenig Schritte noch, und getragen iſt das Joch. Sorge für Leib, Leben und Geſundheit. Mel. Wer nur den lieben Gott 432 Dos Leibes war⸗ ten und ihn nähren, das iſt, o Schö⸗ pfer, meine Pflicht. Muth⸗ willig ſeinen Bau verſehren, verbietet mir dein Unterricht. O ſtehe mir mit Weisheit bei, daß dieſe Pflicht mir hei⸗ lig ſei! 2. Sollt' ich mit Vorſatz das verletzen, was deine Hand mir anvertraut? Sollt' ich gering ein Kunſt⸗ werk ſchätzen, das du, o Schöpfer, ſelbſt erbaut? Weß iſt mein Leib? Er iſt ja dein. Sollt' ich denn ſein Zerſtörer ſeyn? 3. Ihn zu erhalten, zu Pflichten gegen uns ſelbſt. beſchützen, gibſt du mit mil⸗ der Vaterhand die Mittel, die dazu uns nützen, und zum Gebrauch gibſt du Ver⸗ ſtand. Dir iſt die Sorge nicht zu klein: wie ſollte ſie denn mir es ſeyn? 4. Geſunde Glieder, mun⸗ tre Kräfte, o Gott, wie viel ſind die nicht werth! Wer taugt zu des Berufs Ge⸗ ſchäfte, wenn Krankheit ſei⸗ nen Leib beſchwert? Iſt nicht der Erde größtes Gut Geſundheit und ein heitrer Muth? 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was meines Körpers Wohlſeyn ſtört, daß nicht, wenn meine Kräfte leiden, mein Geiſt den innern Vorwurf hört: Du ſelbſt biſt Störer deiner Ruh'; du zogſt dir ſelbſt dein Uebel zu! 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder mich zu bewahren achtſam ſeyn! Drückt mich die Laſt der Krankheit nieder; ſo flöße ſelbſt Geduld mir ein! Gib heitern Muth und dann verleih', daß auch des Arztes Rath gedeih! 7. Doch gib, daß ich nicht übertreibe, was auf des Lei⸗ bes Pflege zielt; nein, ſtets in jenen Schranken bleibe, die dein Geſetz mir anbefiehlt! Des Körpers Wohl laß nie allein den Endzweck meiner Sorge ſeyn! 8. Mein Sorg 8. Me dieſer Er Pohl ze Himmel reife zt Dazu, Fleiß, dir zum Mel. W 1³³ derſtrehen meine I iſt ein Gi und re Pein. T muthevol ein reinen 2. D. unſte Ta Körper Amuh, und Pla ſer keid ſch ſel und ſich 3. Sie Nuth un den Per Licht; er ler Werk dut a Reue ur in das i .4. d ihrer Br zum Thi det und de hm ht gab; 8 de ban 4 1 Gebrauch zibſt u 11. Dir iſt die Sorgent Geſunde Gliden A raͤfte, o Gott n 8 ¹ die nich werh t —tt zu des Verift — te, wenn mei * Leib beſchwertz a der Erde g 5 = Geiunhet unn d der N 4. So laß mihn en Sorgfalt meidn, enes Koörpers Wiſße e daß nicht, wemn leiden, mein bi im Vorwurf hitt ſ biſt Störer 3 —); du zogſ d lebel zu! Laß jeden Sinn wie a eder nich zu beir 8= ſam ſeyn ¹Druck u Laſ der Kranthei n flße ſelbſt Geduhr = Gib heitern Muir dw — — verleih 3 u tes Rath gedeiß Doch gib, daß 9 am ttreibe, un au fda an Pfege ziel n, — jenen bri an! 15 A ein Geſetz nit nil — Körpers Wo ohl in min den Eüäen — cge ſenn⸗ 6 8. Mein größter Fleiß auf dieſer Erde ſei meiner Seele Wohl geweiht, daß ſie zum Himmel weiſe werde und reife zur Vollkommenheit! Dazu, Herr, ſegne meinen Fleiß, ſo leb' und ſterb' ich dir zum Preis. Mel. Wer nur den lieben Gott (a) Wolluſt 433 D's Reiz zu wi⸗ derſtreben, laß, Höchſter, meine Weisheit ſeyn! Sie iſt ein Gift für unſer Leben, und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh' ich de⸗ muthsvoll zu dir: o ſchaff' ein reines Herz in mir! 2. Die Wolluſt kürzet unſre Tage, ſie raubt dem Körper ſeine Kraft; und Armuth, Seuchen, Schmerz und Plage ſind Früchte die⸗ ſer Leidenſchaft. Der haßt ſich ſelbſt, der Wolluſt liebt, und ſich in ihre Feſſeln gibt. 3. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke; ſchwächt den Verſtand, der Seele Licht; erſtickt den Eifer ed⸗ ler Werke, den Ernſt, die Luſt zu jeder Pflicht; führt Reue und Gewiſſensſchmerz in das ihr hingegebne Herz. 4. Der Menſch ſinkt unter ihrer Bürde noch tiefer, als zum Thier, herab; er ſchän⸗ det und entehrt die Würde, die ihm ſein weiſer Schöp⸗ fer gab; vergißt den Zweck, Sorge für Leib, Leben und Geſundheit. 337 zu dem er lebt, wenn er nach niedern Lüſten ſtrebt. 5. So ſchimpflich ſind der Wolluſt Bande! Schon vor der Welt ſind ſie ein Spott; ſie ſind vor dem Gewiſſen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! Wer ſich in ihre Knecht⸗ ſchaft gibt, wird nicht von dir, o Gott, geliebt. 6. Den übergibſt du dem Verderben ſchon hier, der ſeinen Leib entweiht; und nie wird deinen Himmel er⸗ ben, wer ſich unreiner Lüſte freut. Ach, laß mich ihre Reizung fliehn, und keuſch zu ſeyn mich ſtets bemühn! 7. Gib, daß ich allen bö⸗ ſen Lüſten mit Muth und Nachdruck widerſteh', und ſtets, dawider mich zu rü⸗ ſten, auf dich, Allgegen⸗ wärt'ger, ſeh! Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieht auch verborgne Miſſethat. In voriger Melodie. (b) ei, aller 433 S Wolluſt Reiz zu wehren, o Menſch, ein Freund der Nüchtern⸗ heit! Laß Speiſ' und Trank dich nie beſchweren und ſteure deiner Sinnlichkeit! Sei deiner Schwachheit dir bewußt, und meid' oft ſelbſt erlaubte Luſt! 2. Um rohe Triebe zu verhüten, ſei ſchamhaft ge⸗ P gen 338 gen deinen Leib; laß nicht dein Auge dir gebieten? flieh' eitlen Scherz und Zeit⸗ vertreib! des frechen Witz⸗ lings freier Scherz ernie⸗ drigt und verdirbt das Herz. 3. Entzieh' der Wolluſt ihre Kräfte durch Fleiß und edle Thätigkeit! Der Keuſchheit Schutzwehr ſind Geſchäfte; die Trägheit nährt die Sinnlichkeit. Bei Spielſucht und bei Muͤßig⸗ gang beſiegt uns jeder böſe ang. 4. Willſt du den Trieb der Wolluſt dämpfen, eh er die Freiheit dir verwehrt, mußt du ihn ungeſäumt bekäm⸗ pfen, ſobald er ſich in dir empört! Haſt du ihn nicht ſchon früh erſtickt, leicht wird er dann nicht unterdrückt. 5. Oft täuſchen dich des Laſters Triebe, und du er⸗ blickſt nicht die Gefahr; oft wird zu unerlaubter Liebe, was Anfangs nichts als Freundſchaft war. Ein lan⸗ ger Umgang macht dich dreiſt, und du vergißt, was Unſchuld heißt. 6. Dein fühlend Herz wird ſich's verzeihen, daß es des Laſters Triebe nährt; es wird nur ihren Ausbruch ſcheuen, weil dieſer vor der Welt entehrt; wird kleine Fehler überſehn, und ſo zu größern übergehn. 7. Iſt's Sünde nur, die Pflichten gegen uns ſelbſt. That vollbringen? Ift, der's nicht thut, ſchon tu⸗ gendhaft? Nein, auch den Trieb ſoll ich bezwingen, den Hang und Wunſch der Leidenſchaft! Nicht unſer Wandel nur ſoll rein, auch unſre Seele ſoll es ſeyn. 8. Die Lüſte ſind es, die uns ſchänden, und ſte ver⸗ letzen unſre Pflicht, auch ohne daß wir ſie vollenden. Drum rühme dich der Keuſch⸗ heit nicht, ſo lange nicht dein guter Geiſt der Lüſte Herr⸗ ſchaft dich entreißt. 9. Denk' oft den mächtigen Gedanken: Die Unſchuld iſt der Seele Glück, und werfe, fängſt du an zu wanken, auf Gott und Zukunft deinen Blick! Dir gibt dein ganzer. Lebenslauf ſie nicht zurück! gibſt du ſie auf. 10. Drum fliehe vor der Wolluſt Pfade, und lockt dich ſchmeichelnd ihre Bahn, ſo rufe brünſtig Gott um Gnade und Weisheit in Verſuchung an. Erzittre vor dem erſten Fall; du fällſt gewiß mehr, als Einmal. Mel. Werde munter, mein 43 3(c) tandhaft ſei, o Gott, mein Wille, züchtig ſtets und keuſch zu ſeyn; in der Unſchuld heitern Stille deiner Gnade mich zu freun! Keine Freude dieſer Welt, wenn 2. T deine G freundli uns verl uns verf ſten nir Enthaltſe Ordnung ßigung i 3. Nn Jugend, ſich freun Gott, iſt lig muß Taumel, Gefühl: wilde Lu und die 4. R. Herzen, ſchen B Reue E Ruh' un beherrſch tet die vergiftet verwande 6. D ſelbſt. ₰ von Üibringen, — nicht thut„ ſcu r hang und g Vuuſß „ eifdaſt Nicht d Del nur ſoll rii 1 — Seele e ſoll 8s ſ ſen Die Ln in 3* ſcänden, und ſ unſte Pfich ict, = daß wir ſie rin — rühme dis det ga hiicht, ſol ange nit — Geiſt der Liße = dich entreißt. Denk of oft dernüt * amken: Die Unſta Seele Glück, mdn ꝛiduan zu wanke und Jukunft ſa Dir gibt duß — slauf ſie nicht e idu ſie auf. DOrum flich liehe mi uſ t Pfade, um ſſchmeichelnd ihred = uufe brünſtig 6t ² de und Wätt uchung an. Erztne — erſten Fall; d ui N — z mehr, als Emt eel. Werde mun n. 2 09 E* 8, mein Will, und keuſch zu 6 nſchuld heiten — r Punde mich u —e Freude d dn 4 wenn ſie noch ſo ſehr ge⸗ fällt, laß mich wider mein Gewiſſen, wünſchen, ſuchen und genießen! 2. Weiß ich doch, daß deine Güte, die ſo reich und freundlich iſt, niemals Etwas uns verbiete, was das Leben uns verſüßt. Uns zum Be⸗ ſten nur gebeut dein Geſetz Enthal tſamkeit, Zucht und Ordnung im Genuſſe, Mä⸗ ßigung im Ueberftuſfe 3. Unſre Kindheit, unſre Jugend, unſer Alter darf ſich freun. Auch die Freude, Gott, iſt Tugend, aber hei⸗ lig muß ſie ſeyn; nicht ein Taumel, Gefühl und Kraft zerſtört; wilde Lüſte ſoll ich ſcheuen, und die Seele nie entweihen. 4. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keu⸗ ſchen Bruſt toben nie der Reue Schmerzen, wohnet Ruh' und wahre Luſt. Un⸗ beherrſchte Sinnlichkeit töd⸗ tet die Zufriedenheit; ſie vergiftet alle Freuden und verwandelt ſie in Leiden. 5. O ſo will ich ernſtlich ſtreben, reines Herzens ſtets zu ſeyn; keuſch und züchtig will ich leben, jeden Reiz der Lüſte ſcheun. Keine Lo⸗ ckung täuſche mich, und mein Herz ergebe ſich keiner ſchändlichen Begierde! Rei⸗ nigkeit ſei meine Zierde! 6. Dann umgibt mich Sorge für Leib, Leben und Geſundheit. der bethört, der Heil und Segen; himmli⸗ ſche Zufriedenheit leitet auf der Unſchuld Wegen mich zu größrer Seligkeit. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell und ſie können feſt vertrauen, Got⸗ tes Antlitz einſt zu ſchauen. Mel. In allen meinen Thaten /4½ 34 TNas iſt mein XX zeitlich Le⸗ ben, das du mir, Gott, gegeben? Ein unſchätzbares Gut. Du gabſt mir's, hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Gluck beruht. 2. Hier wird die Saat geſtreuet; dort, wenn ſie wohl gedeihet, wird reich die Aernte ſeyn. Je länger ich hier lebe, und gut zu han⸗ deln ſtrebe, je größer wird mein Glück dort ſeyn. 3. Sollt' ich dies Glück mir rauben? O Herr, laß mir im Glauben der kunft'⸗ gen Aerntezeit, mein Leben hier auf Erden ſo werth und wichtig morden. wie mir's dein heilig Wort gebeut! 4. Mir ſelbſt es zu ver⸗ kürzen, mich in den Tod zu ſtürzen, iſt wider meine Pflicht. Du, Herr, riefſt mich ins Leben, dir ſoll ich's wieder geben, wenn du ge⸗ beutſt, doch früher nicht. 5. Was leicht in Krank⸗ ver⸗ heit ſtürzet, das Leben leicht P 2 ———————— 3“ 8. 340 verkürzet, laß mich mit Sorgfalt fliehn; doch auch nicht ängſtlich zagen, es für die Pflicht zu wagen; auch dazu haſt du mir's verliehn. 6. In deine Vaterhände befehl' ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage Lauf. Es ſei mein ganzes Leben dir hier zum Dienſt ergeben; hilf du nur ſelbſt der Schwachheit auf! 7. Was nützt ein langes Leben, wenn man nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugend ſtrebt? Wer Gott und Menſchen liebet, und ſich im Glauben übet, nur der hat lang und wohl gelebt. Mel. Wer nur den lieben Gott 43 5 W mannigfal⸗ ‿9 tig ſind die Gaben, womit uns deine Güte nährt, die, uns zu ſtär⸗ ken und zu laben, ſo viel des Guten uns gewährt! Ja, Alles, was der Menſch genießt, beweiſt, wie freund⸗ lich, Gott, du biſt! 2. Du ſegneſt Auen und Gefilde mit unerſchöpfter Fruchtbarkeit, die deine vä⸗ terliche Milde und Allmacht jedes Jahr erneut, damit der Menſch, von Sorgen frei, ſich ſättige und dankbar ſei. 3. Du läſſeſt uns nicht Mangel leiden; du gibſt uns unſer täglich Brod; du gibſt noch mehr, gibſt uns auch Pflichten gegen uns ſelbſt. Freuden für einen jeden Sinn, o Gott! Wie groß, zum Wechf ſel im Genuß, iſt deiner Gaben Ueberfluß! 4. Drum will ich mäßig im Genuße der Gaben deiner Güte ſeyn, und Nichts von meinem Ueberfluſſe durch niedre Schwelgerei entweihn. Denn ſchon des Dankes Pflicht gebeut mir Mäßi⸗ gung und Nüchternheit. 5. Mit Speiſ' und Trank den Leib beſchweren, iſt ſchimpflich, ziemet Chriſten nicht. Gott gibt ſie uns, daß ſie uns nähren, uns ſtärken zu Beruf und Pfiicht. Was iſt, das mehr den Geiſt entweiht und rohe Sinnlichkeit? 6. Unmäßigkeit lähmt alle Kräfte, bringt Krankheit, Armuth, Zank und Streit:; macht treulos im Berufsge⸗ ſchäfte, raubt des Gewiſſens Seligkeit; ſetzt zu den Thie⸗ ren uns berab, und ſtürzet vor der Zeit in's Grab. 7. Ach, Mancher ſtarb ſchon längſt und modert durch Trunk zu früh in's Grab geſtreckt, von Gott zur Rechenſchaft gefodert, mit Schmach im Grabe noch bedeckt. Gott, laß mich ja dies Laſter ſcheun; enthalt⸗ ſam, mäßig, nüchtern ſeyn! 8. So oft ich Speiſ' und Trank genieße, ſo laß es mit Vernunft geſchehn, und, 1n5 ſchwächt, als ich beid Dank a ſehn; zärtlich und Er Arbe 436 Pflicht get, und uns er Dir iſ, Müſſigg uns dis Andere 2. 3 Herr, l zuemen, lich Lr morgen! nem The thun, u ſicht in 4. 9 Gott, Hände, du, de di mic 2 0 benla 3 e detſe im Sen aben Ueberiui Drum vill 4 rij 7 auße der Gaben wi ſeyn, und Re itn 8 Ueberfuſe 1 Schvelgeriam ² ſchon des Da t gebeut mir 4 und Rücht ernheit it Speiſ' und d keib beſchwern ſſiich, ziemet Si &☛̈. Gott gibt ſe n ie uns nähren, 1 = zu Beruf undif m iſt, das meirn uht und ſchwaͤct SSinnlichkeit? imäͤßigkeit lährie 1 2, bringt Krant mth, Zank und er mam treulos im Ben =, raubt des Gevit keit; ſetzt t zu da ns berab, jm er Zeit in's Gre⸗ = Ach, Manche i — längſt und nhr Trunk zu friiſi — geſtreckt, 19 4 ₰Xr Rechenſchaft ichmach im 8 f ₰ Bn t, h i. 8 2e e 1 anft geſchehn, 7) —— 1 ich beides mir verſüße, mit Dank auf dich, den Geber, ſehn; auf dich, der du uns zärtlich liebſt und Nahrung und Erquickung gibſt. Arbeitſamkeit und Berufstreue. Mel. O Gott, du frommer Gott 436 Du haſt uns Herr, die Pflicht zur Arbeit auferle⸗ get, und Fleiß in dem Beruf uns ernſtlich eingepräget. Dir iſt, o Heiligſter, der Müͤſſiggang verhaßt: für uns des Unheils Quell, für Andere der Laſt. 2. In deine Ordnung Herr, laß willig mich be⸗ quemen, und Bürden des Berufs entſchloſſen auf mich nehmen! Wenn auch mein Angeſicht der Arbeit Schweiß benetzt: wohlauf! du haſt mich ſelbſt in den Beruf geſetzt. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungs⸗ ſorgen! Gib mir mein täg⸗ lich Brod, und ſorge du für morgen! Ich will an mei⸗ nem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuver⸗ ſicht in deiner Fügung ruhn! 4. Auch fördre, großer Gott, die Werke meiner Hände, den Anfang ſegne du, beglücke du das Ende! Laß mich bei jeder Laſt auf Arbeitſamkeit und Berufstreue. 341 jenes Leben ſehn, wo wir nach treuem Fleiß zu dei⸗ ner Ruhe gehn. MNel. In allen meinen Thaten 437 Qum Fleiße ward ) das Leben vom Schöpfer uns gegeben, und nicht zu träger Ruh'. Wie Fruchtbarkeit dem Regen, ſo folgt dem Fleiße Segen; er ſtrömt uns Glück und Freuden zu. 2. Er ſtärkt des Leibes Kräfte; er fördert die Ge⸗ ſchäfte, gibt uns ein fröh⸗ lich Herz: er ſchafft uns ſü⸗ ßern Schlummer, erleichtert Gram und Kummer und lindert oft den herbſten Schmerz. 3. Gr hilft den Hang be⸗ ſiegen zu ſündlichem Ver⸗ gnügen. Was mehr, was ſtets erfreut: der Unſ ern Wohlfahrt ſchützen, der Welt und Nachwelt nüz⸗ zen, das iſt das Glück der Thätigkeit. 4. Drum laß uns, Gott, auf Erden nie träg im Guten werden; du gabſt der Kraft uns viel! Dich, unſern Herrn, zu ehren, und Men⸗ ſchenglück zu mehren, ſei immer unſer ſchönſtes Ziel! 5. Wenn Andre troſtlos klagen, dann werden wir nicht zagen, und keinen Tag bereun. Wenn Träge trau⸗ ern müſſen: dann ſpricht 3 uns 342 uns das Gewiſſen getroſten Muth und Hoffnung ein. 6. Wenn einſt viel edle Thaten um uns, gleich reifen Saaten, mit reichen Früchten ſtehn, wenn Tau⸗ ſende ſich freuen und heißen Dank uns weihen: wie iſt dann unſer Lohn ſo ſchön! Mel. Es iſt das Heil uns 438 Gott iſt'es, der das Vermögen ſchafft, das Gute zu voll⸗ bringen: er gibt zur Arbeit Muth und Kraft und läßt ſie uns gelingen. Was man mit ihm nur unternimmt, wird, wenn's mit ſeinem Willen ſtimmt, nicht ohne Segen bleiben. 2. Wer ſich's zur erſten Sorge macht, vor ihm ge⸗ recht zu werden, und erſt nach ſeinem Reiche tracht't, dem gibt er auch auf Er⸗ den vom Irdiſchen mit mil⸗ der Hand ſo viel, beim Fleiß in ſeinem Stand, als ihm wahrhaftig nützet. 3. Gott iſt der Frommen Schild und Lohn; er krönet ſte mit Gnade, daß ihnen nicht der Feinde Hohn und keine Mißgunſt ſchade. Mit ſeinem Schutz bedeckt er ſie, und ſegnet bei des Lebens Müh' ihr Herz mit Troſt und Hoffnung. 4. Drum gib, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Pflichten gegen uns ſelbſt. Arbeit ſehe! Mit Licht und Weisheit ſegne mich, daß ichtnie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut! Nach deines Reichs Ge⸗ rechtigkeit laß mich vor Allem trachten. 5. Laß Müſſiggang und Trägheit mich mit aller Sorgfalt meiden; thun, was ich ſoll, geſtaͤrkt durch dich, gehorſam und mit Freuden, daß ich in mei⸗ nem Stande treu, und mei⸗ nen Brüdern nützlich ſei, und dir zur Ehre lebe! 6. Sei überall, mein Gott, mit mir! Die Werke meiner Hände befehl' ich, Allerhöchſter, dir! hilf, daß ich ſie vollende zu deines gro⸗ ßen Namens Preis, und daß die Frucht von meinem Fleiß in jene Welt mir folge! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 439(a) Z'r Arbeit, nicht zum Müſſiggang, ſind wir, o Herr, auf Erden; drum laß auch mich mein Lebenlang durch Arbeit nützlich wer⸗ den! Gib mir Verſtand und Luſt und Kraft, geſchickt, treu und gewiſſenhaft mein Werk hier zu verrichten. 2. Haſt du ein Amt, ſo warte ſein; das iſt, o Gott, dein Wille. O füöße ſelbſt den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle; hilf, dns ich ſtets Einſicht zu mein 3. ¾ Weichit Herz be wann e nie mel Wann will ich Freuden beit ſtär 4. und lqß mit Nel Verſäum verſchwe Das nu ſeyn, u ganz ju auferlig 5. Ei lebe wi Pflickte geſtaͤrkt Freuden Herz,! freut, Munterl ihre Laſt 6. 2 Herr, nem He Geiz un ſtrickt handeln nem S nützlich ſeyn: d Keichth. 7. N ee Wege gehe, den heilig 1 ui E deines Reich R keit laß nih 71. tercta 1 aß Müſſ ang u — heit uüſfäan. Falt meiden; — ich ſoll, geſtirt u gehorſam um den, daß ich inn — Stande treu, un — Brüdern nütlih mndir zur Chre keie Sei überal, u &☛ mit mir! Deh zer Hände befel a hochſter, dir! hin en vollende zu deie ſKamens Preis, w a nucht von meinn mmune Welt mir fü Schen iſt der Tou 39(a) Qur b rit Bſiiggang, ſind n. auf Erden; dm a mich mein Lü 8—4h Arbeit nitlit Gib mir Werſt ½ und Kraft, R — und gewiſſenbei t hier zu vertit Haft du ein Ke ie ſein; das it — Wille. 9 ſü — Trieb mir ein, teeu erfülle 0 ich ſtets an Willigkeit, an Einſicht und an Tüchtigkeit zu meinem Amte wachſe. 3. Laß auch vor träger Weichlichkeit mich ſtets mein Herz bewahren! Laß mich, wann es die Pflicht gebeut, nie meine Kräfte ſparen! Wann ſie ermatten nur, will ich durch reine ſtille Freuden mich zu neuer Ar⸗ beit ſtärken. 4. Gib Weisheit, Herr, und laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen und mit Verſäumniß meiner Pflicht verſchwenderiſch verbringen! Das müſſe mein Vergnügen ſeyn, mich den Geſchäften ganz zu weihn, die du mir auferleget! 5. Ein heil'ger Trieb be⸗ lebe mich, o Hoͤchſter, meine Pflichten in deiner Furcht, geſtärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten! Ein Herz, das ſich des Guten freut, gibt zu der Arbeit Munterkeit, verſüßt uns ihre Laſten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unverrückt mit ei⸗ nem Herzen wandeln, das Geiz und Ehrſucht nie be⸗ ſtrickt. Gewiſſenhaft zu handeln; mein Leben dei⸗ nem Dienſt zu weihn; ſo nützlich, als ich kann, zu ſeyn: das ſei mir Ehr' und Reichthum! 7. Mir ſei bei Allem, was Arbeitſamkeit und Berufstreue. 343 ich thu', mein Heil, dein Wohlgefallen, ſo werd' ich mit Gewiſſensruh' auf eb⸗ nem Wege wallen! Denn wer dir, Heiliger, mißfällt, was nützet dem die ganze Welt mit allen ihren Schä⸗ tzen? 8. Laß mir den zeitlichen Beruf, dazu mich, Herr, auf Erden dein weiſes All⸗ machtswort erſchuf, doch eine Leiter werden, worauf ich einſt in jener Welt, die höheren Beruf enthält, zu höhern Würden ſteige! Mel. Allein Gott in der Höh b) ns ſtrömt 439 G U aus deiner Segenshand, Herr, täglich Heil entgegen. Durch dich erhebt ſich Meer und Land zur Fruchtbarkeit, zum Se⸗ gen. Durch dich ſtrömt rings aus der Natur Ge⸗ deihn auf jede Kreatur; du biſt des Segens Quelle. 2. Von dir kommt Weis⸗ heit und Verſtand; du machſt die Reiche blühen; du führeſt Weiſe in das Land und ſegneſt ihr Be⸗ mühen; du gibſt dem Geiſte Thätigkeit; du biſt's, der Jedem Kraft verleiht, den Nächſten zu beglücken. 3. Durch dich, Herr, bringt uns Land und Meer die Güter deiner Erde von weit entlegenen Völkern her, 4 da⸗ itt 344 damit geſegnet werde mit allen Gütern deiner Hand das fernſte Volk, das fernſte Land und deine Liebe preiſe. 4. Du zeigeſt ihren Wir⸗ kungskreis den Bürgern dieſer Erde, daß Jeglicher durch ſeinen Fleiß dem An⸗ dern nützlich werde. Daß Jeder, den dein Wink er⸗ ſchuf, froh ſei im eigenen Beruf, iſt dein allweiſer Wille! 5. Gib uns, o Vater, Redlichkeit in des Berufs Geſchäften! Lehr' weiſ' uns brauchen unſre Zeit, nach unſern beſten Kräften! Hilf nützlich werden Jedermann, wenn Rath und That ihm helfen kann zu ſeinem beſ⸗ ſern Glücke! 6. Wie du für Alle Va⸗ ter biſt, für Boͤſe und Ge⸗ rechte, ſo ſei, wer Erden⸗ bürger iſt, von jeglichem Geſchlechte uns Nachſter, Bruder, ſei uns werth; und wenn er Hülfe, Troſt begehrt, find' er ſtets Rath und Beiſtand! 7. Du biſt der Vater, der erfreut, verbreiteſt dei⸗ nen Segen; du rufſt: Zum Segnen ſeid bereit, geht Brüdern gern entgegen! Wie du die Lieb' und Güte biſt, ſo ſei ein Jeder, der ſich Chriſt nach Jeſu Chriſto nennet! Pflichten gegen uns ſelbſt. Würdigung und weiſer Gebrauch der irdiſchen Güter. Mel. Es iſt das Heil uns 4 40 err, laß mich doch gewiſſen⸗ haft mein zeitlich Gut ver⸗ walten! Gib ſelbſt mir Weisheit, gib mir Kraft, damit ſo hauszuhalten, wie es mir nützt und dir gefällt, damit ich nicht in jener Welt an ew'gen Gütern darbe! 2. Mein Hab und Gut kommt ja von dir; es iſt dein milder Segen. Nicht zum Verderben gabſt du mir mein zeitliches Vermögen; du gabſt es mir zum wah⸗ So hilf denn, ren Wohl. daß ich's, wie ich ſoll, nach deiner Vorſchrift brauche! 3. Was iſt das mir ge⸗ ſchenkte Gut? Vergäng⸗ lich, wie die Erde. Gib, daß ich nie zum Uebermuth dadurch verleitet werde! Nie reiß' ein irdiſcher Ge⸗ winn mein Herz ſo weit zum Eitlen hin, daß ich mein Heil vergeſſe! 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, verführt' mich zeitlich Gut und Geld, ſorg⸗ los hintan zu ſetzen, was meiner Seele Heil begehrt, und mir ein ewig Glück ge⸗ währt? Wie ſtrafbar würd' ich handeln? 5. Mein 8 6 1 ſei allhie ſes Gal ich, o ich nut Hab ihh ne Huld ben und dann me 6. D. mir ſein Böſen! Sparſen zu veiſ nir ga Zeit s den! G daß Nächſeer Lebens 8. E Nechenſe ſtets be Gemüth Treu' in daß ſäll ſer Jeit der Ew Segen Mel. L 441 den S ſo mei Auns ſelbſt. e ü ürdigung ud brauch der i üter. = lten! Gib ſchß = isheit, gib 1 nit ſo hauszuhale — mir nützt und ig — ew'gen Gütern iu 2. Mein Hah mh Aamt ja von d, In milder Segn. — u Verderben gabtt =in zeitliches Ven *— gabſt es mir zu n Wohl. So hi ich's, wie ich ſal . ner Vorſchrift hut 3. Was iſt dan nkte Gut? M ,, wie die Ere ich nie zum lUia urch verlleitet u e reiß' ein irdſſte Tin mein Herz ſ an E Eitlen hin, d. min Heil vergeſe! 1. Was hülfe i — tze Welt mit alln — hätzen, verfüht = liich Gut und Ge 1— hintan zu ſeze iner Seele deil — d mir ein ewig hrt? Wie ſtrat de handeln! 1 5. Mein erſtes Trachten ſei allhier nach deines Gei⸗ ſtes Gaben! Wie reich bin ich, o Gott, in dir, wenn ich nur dich kann haben! Hab' ich nur, Höchſter, dei⸗ ne Huld, bin ich voll Glau⸗ ben und Geduld, was fehlt dann meiner Seele? 6. Den Geiz laß ferne von mir ſeyn, die Wurzel alles Böſen! Von Unruh' und Gewiſſenspein kann Reich⸗ thum nicht erlöſen. Er hilft in Todesſtunden Nichts, und Nichts am Tage des Gerichts. Da ſchuͤtzt er keinen Sünder. 7. Lehr' du mich weiſe Sparſamkeit, um das nicht zu verſchwenden, was du mir gabſt; nein, in der Zeit es nützlich anzuwen⸗ den! Gib mir die Klugheit, daß ich hier dadurch dem Nächſten, ſo wie mir, des Lebens Müh' erleichtre! 8. Es kommt ein Tag der Rechenſchaft; das laß mich ſtets bedenken, und mein Gemüth gewiſſenhaft zur Treu' im Ird'ſchen lenken, daß ſelbſt von Gütern die⸗ ſer Zeit ich einſt noch in der Ewigkeit den reichſten Segen ärnte! Mel. O Gott, du frommer Gott 441 L* mich doch nicht, o Gott, den Schätzen dieſer Erden ſo meine Neigung weihn, Weiſer Gebrauch der irdiſchen Güter. 345 daß ſie mein Abgott wer⸗ den! Oft fehlt beim Ueber⸗ fluß doch die Zufriedenheit, und was iſt ohne ſie des Lebens Herrlichkeit? 2. Kann ein vergänglich Gut auch unſre Wünſche ſtil⸗ len? Es ſteht ja ſein Beſitz nicht ſtets in unſerm Willen! nicht ſtets wird's dem zu Theil, der ängſtlich darnach ringt, und ſchnell verliert's oft der, dem ſein Bemühn gelingt. 3. Ein Gut, das unſern Geiſt wahrhaftig ſoll beglük⸗ ken, darf nicht vergänglich ſeyn, muß für den Geiſt ſich ſchicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hat's und wüuͤnſcht noch mehr; er darbt in ſeinem Glück, ſein Herz bleibt freudenleer. 4. O Gott, ſo wehre doch der Habſucht niedern Trie⸗ ben, und heilige mein Herz, nie das zu ſehr zu lieben, was man mit Müh' gewinnt, bald ſchwelgeriſch verzehrt, bald unruhvoll bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weiſes, frommes Herz, das ſei mein Schatz auf Erden! Sonſt Alles, nur nicht dies, kann mir entriſſen werden. Dies bleibt im Tod auch mein! dies folgt mir aus der Zeit, zum ſeligſten Gewinn, bis in die Ewigkeit. 6. Was ſind, wenn dieſes fehlt, die herrlichſten Ver⸗ P 5 gnu⸗ ——⁴——— —* — — öööööooo ———————— M 8 4 r. 346 gnügen? Nur ſüße Träume ſind's, die unſern Geiſt be⸗ trügen. Drum lenke, Gott, den Wunſch vom irdiſchen Gewinn, durch deines Gei⸗ ſtes Kraft, zu ew'gen Gü⸗ tern hin! Mel. Wer nur den lieben Gott 442 ch bin der reich⸗ ſte Menſch auf Erden: ich hab' genug; drum hab' ich viel! Ein An⸗ drer mache ſich Beſchwerden, wie er den Mammon finden will! Wer mehr nicht ſucht, als Gott beſcheert, dem iſt der groͤßte Schatz gewährt. 2. Der Reichthum liegt in den Gemüthern: wer ſich begnügt, iſt nimmer leer. Viel bleiben arm bei großen Gütern; denn ſie verlangen immer mehr: und wer ſich ſelber nicht beſitzt, hat einen Schatz, der Niemand nützt. 3. Ein Geizhals hat bei ſeinem Grämen nicht Eine Stunde Fröhlichkeit. Er hat's, und darf ſich doch Nichts nehmen, weil er ſich's immer ſelbſt verbeut: mehr als ſich ſelbſt, liebt er die Welt, verzehrt ſich ſelbſt und ſpart ſein Geld. 4. Wie ungetrubt ver⸗ fließt dagegen mein Leben bei Genügſamkeit! Gibt mir mein Gott nur Einen Segen, bin ich ſchon voll Zufriedenheit, und denke: Pflichten gegen uns ſelbſt. Gott gibt jeden Tag mehr als ein Kaiſerthum vermag. 5. Ein Geizhals gehet zum Verderben, weil er nach Geld und Gut nur ſtrebt! ich aber kann mit Freuden ſterben, weil an der Welt mein Herz nicht klebt. So fährt die Seele ſelig hin, wo ich bei Gott der Reichſte bin. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 443) We ſich mit Ernſt der Tugend weiht, iſt auch ein Freund der Sparſamkeit; er ſcheut ſich, zu verſchwen⸗ den. Du, Vater, du be⸗ glückteſt ihn; nun ſorgt er, was du ihm verliehn, ſtets weislich anzuwenden. 2. Dies Gut iſt nicht ſein Eigenthum: er ſoll es nur zu deinem Ruhm mit Red⸗ lichkeit verwalten. Er weiß es, und voll Dankbarkeit ſorgt, ſtrebt er, wie dein Wort gebeut, damit wohl hauszuhalten. 3. Er ſchwelget nie beim Ueberfluß, iſt immer mäßig im Genuß erlaubter Sin⸗ nenfreuden. Er thut, was Wohlſtand ihm gebeut; doch trügend Spiel und Ueppig⸗ keit heißt ihn die Klugheit meiden. 4. Er ſuchet, was ſein Fleiß gewinnt, und was oft leicht und ſchnell zerrinnt, mit Sorgfalt zu bewahren; er er weiß⸗ geit bri Dürftig Gefahre 5.. ſeine S Habſuch ſpart n Wie ri Noth! rigen ſe Gram u nicht ſſ weislich ſcheun, ner Ga mir dier zu dir d ſelbſt in Mel. A 443 mich ni Laß dei en, weil an daz l. Kommt her zu mit,i —(4) Wr ft. 13 DW E end weiht, iſ an⸗ * Zund der Epatſa ü=ccheut ſich, zu uih =. Du, Vuater, u ttteſt ihn; nun ſa m du ihm verliehn mzlich anzuwenden. .Dies Gut iſt ut enthum: er ſoli a deinem Ruhm mi Akeit verwalten. En — und vooll Dauk tzt, ſtrebt er, m nt gebeut, dant A uzzuhalten. 3. Er ſchwelget un — erfluß, iſt immt Genuß erlaulte em ffreuden. Er til = lſtand ihm gehen zm gend Spiel und! heißt ihn die - den. b 4. Er ſuchet, w — iß gewinnt, und ht und ſchꝛell; — Sorgfalt zu le er weiß, der Wechſellauf der Zeit bringt Mangel oft und Dürftigkeit und mancherlei Gefahren. 5. Doch nie verletzt er ſeine Pflicht. Aus Geiz und Habſucht ſpart er nicht; er ſpart mit mildem Herzen. Wie rührt ihn ſeiner Brüder Noth! Er theilt mit Hung⸗ rigen ſein Brod; er lindert Gram und Schmerzen. 6. Er hilft im Stillen, wo er kann; was er durch Sparſamkeit gewann, wird zu der Menſchheit Segen. Ihm ſtrömet Dank und Freude zu, und froh kann er ſich einſt zur Ruh' des Grabes niederlegen. 7. Sollt' ich, o Gott, nicht ſparſam ſeyn, nicht weislich die Verſchwendung ſcheun, den Mißbrauch dei⸗ ner Gaben? Ja, heilig ſei mir dieſe Pflicht! Ich kann zu dir dann Zuverſicht auch ſelbſt im Mangel haben. Mel. Wann mich die Sünden 4 4 3(b) L*⁸ Herr, nach eitlen Ehren mich niemals geizig ſeyn! Laß deinen Geiſt mich leh⸗ ren, der Ehre mich zu freun, die ſelbſt vor dir, o Gott, beſteht, und mit mir von der Erde zum Himmel übergeht. 2. Nie blende mich der Schimmer des Anſehns vor der Welt! Nur das ſei, Weiſer Gebrauch der irdiſchen Güter. 347 Vater, immer mein Ruhm, was dir gefällt, wie bald verführt ein ſtolzer Sinn mich von der Demuth Pfade; verbirgt mir, wer ich bin! 3. Nicht im Beſitz von Schätzen und Gütern dieſer Zeit laß meinen Ruhm mich ſetzen; ſie ſind doch Eitel⸗ keit; ſie ſind doch nur des Thoren Glück; veellaſſen uns im Tode, und bleiben hier zurück. 4. Nicht Stand und äußre Würde verblende meinen Sinn! Wie oft zieht ihre Bürde den Geiſt zur Erde hin! Verdienſt und Tugend ſei allein der Ruhm, nach dem ich ringe; nur er bleibt ewig mein! 5. Dich kennen; meine Pflichten mit Fleiß und Red⸗ lichkeit, mit Muth und Treu' verrichten, wie, Herr, dein Wort gebeut, und überall mein Chriſtenthum nach Je⸗ ſu Beiſpiel üben, das ſei mir wahrer Ruhm! 6. Es ſei, daß auf der Erde das Gute, das ich that, verkannt, vergeſſen werde; es bleibt doch ſtille Saat, die aufkeimt für die Ewig⸗ keit; und o dein Beifall loh⸗ net mich mit Zufriedenheit. 7. Wenn einſt die ernſte Wage du, Welltenrichter, nimmſt, und am Vergel⸗ tungstage der Thaten Werth beſtimmſt; dann müſſe mei⸗ 6 nem 348 nem ew'gen Geiſt des Him⸗ mels Krone werden, die mir dein Wort verheißt! Mel. Auf Chriſtenmenſch 444 Wolnl dem, der —₰ beßre Schätze liebt, als Schätze dieſer Er⸗ den! Wohl dem, der ſich mit Eifer übt, an Tugend reich zu werden, und in dem Glauben, deß er lebt, ſich über dieſe Welt erhebt! 2. Wahr iſt es, Gott ver⸗ wehrt uns nicht, hier Güter zu beſitzen. Er gab ſie uns, und auch die Pflicht, mit Weisheit ſie zu nützen. Sie dürfen unſer Herz erfreun, und unſers Fleißes Antrieb ſeyn. 3. Doch nach den Gütern dieſer Zeit mit ganzer Seele ſchmachten, nicht erſt nach der Gerechtigkeit zu Got⸗ tes Reiche trachten: iſt die⸗ ſes eines Menſchen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erſchuf? 4. Der Geiz erniedrigt unſer Herz, erſtickt die edlern Triebe. Die Liebe für ein ſchimmernd Erz verdrängt der Tugend Liebe, und machet, der Vernunft zum Spott, ein elend Gold zu deinem Gott. 5. Der Geiz, ſo viel er an ſich reißt, läßt dich kein Gut genießen; er quält durch Habſucht deinen Geiſt, und tödtet dein Gewiſſen, Pflichten gegen uns ſelbſt. und reißt durch ſchmeicheln⸗ den Gewinn dich blind zu jedem Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er ſchon aus dir mit Meineid ſprechen, dich zwin⸗ gen, der Arbeiter Lohn un⸗ menſchlich abzubrechen; er wird in dir der Wittwen Flehn, der Waiſen Thränen widerſtehn. 7. Wie könnt' ein Herz, vom Geize hart, der Wohl⸗ that Freuden ſchmecken; und in des Unglücks Gegenwart den Ruf zur Hülf' entdecken? Und wo iſt eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht? 8. Du biſt ein Vater; und aus Geiz entziehſt du dich den Kindern, und läſſeſt dich des Goldes Reiz, ihr Herz zu bilden, hindern, und glaubſt, du habſt ſie wohl bedacht, wenn du ſie reich, wie dich, gemacht. 9. Du haſt ein richterli⸗ ches Amt; und du wirſt dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt, aus Habſucht recht zu ſprechen; und ſelbſt der Tugend größ⸗ er Feind erkauft an dir ſich eu Freund. 10. Gewinnſucht raubt dir Muth und Geiſt, die Wahrheit frei zu lehren; du ſchweigſt, wenn ſie dich reden heißt, ehrſt, wo du nicht ſollſt ehren, und wirſt um um ein Schmei der We 1I. dabei, laſſe, terei v haſſe. guter J gröͤßtes Weiſ Mel. 4/11 444 ſes Le⸗ genblit es mit, zur 1 keit. 4 — Belohn 2. Verſtar Wahrh Licht; ſchrift z teſt ſel Für 31 Gefühl, ich 9 de Pracht und ſ mächtg neine Rbſt 1 s ſelbſt. reeißt du durch ſchnalhn n hewinn düenss — Pernel hin. „Um wenig Paß 2 er ſchon aus 5 eeid ſprechen, dich ſ der Arbeiter kohne hlich abzubrechen, — in dir der A —4. der Waiſen Thrr am ſtehn. 4 Wie könnt ein h —„Geize hart, det Freuden ſchmecken, s Unglücks Geyene uf zur Hülß enhett * wo iſt eines Em Kutt, die nicht de rrt und bricht! *8 Du biſt ein Ae * aus Geiz entiiit Ren Kindern, un li Sdes Goldes Rei zu bilden, ſi ⸗ glaubſt, du huiti e bedacht, wem n 12 wie dich, gemadt Du haſt ein rihte „ Amt; und du wi — teen, die Sätt, AMRecht verdamnt, ucht recht zu ſpit maſelbſt der Tugend ſ an eind erkauft an iſ ☚α Freund. „Gewinnſucht Muth und Geit rheit frei zu l weigſt, wem i **⁴ heißt, ehrſ,, u ſollſt ehren, mh um ein väterlich Geld ein Schmeichler und die Peſt der Welt. 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, daß ich mir g'nügen laſſe, Geiz ewig als Abgöt⸗ terei von mir entfern' und haſſe. Ein weiſes Herz und guter Muth ſei meines Lebens größtes Gut! Weiſer Gebrauch der Lebenszeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 445 D“ gabſt mir, Ewyger, die⸗ ſes Leben nicht für den Au⸗ genblick der Zeit: du haſt es mir, mein Gott, gegeben zur Ausſaat für die Ewig⸗ keit. Hier iſt der Vorberei⸗ tungsort: Beſtrafung und Belohnung dort. 2. Du ſchenkteſt mir Verſtand und Willen; die Wahrheit zu erkennen, Licht; Kraft, deine Vor⸗ ſchrift zu erfüllen; und lehr⸗ teſt ſelbſt mich meine Pflicht. Für Tugend gabſt du mir Gefühl, und Freiheit, was ich wählen will. 3. Du goſſeſt zwar auf dieſer Erde viel Anmuth, Pracht und Schönheit aus und ſchmückteſt durch dein mächt'ges: Werde! auch meiner Seele irdiſch Haus, gabſt mir der Sinne ſein Weiſer Gebrauch der Lebenszeit. 349 Gefüͤhl und auch dadurch der Freuden viel! 4. Doch einſt muß ich dies Leben ſchließen, weil dies mein irdiſch Haus zerbricht. Drum ſoll ich zwar die Welt genießen, doch als genöſſ' ich ihrer nicht. Ich ſoll der Sinne Lüſte fliehn, wann ſie mich zu der Erde ziehn. 5. Der Freude ſoll ich oft nicht achten, ſo ſehr ſie auch die Sinne reizt; nach Wolluſt, Ehr' und Gold nicht trachten, wornach der Menſch ſo lüſtern geizt; nie ſcheuen, was die Pflicht ge⸗ beut, und wär' es auch voll Bitterkeit. 6. Dein Unterricht ſei nicht vergebens! Gib, Va⸗ ter, daß ich ihm getreu und beim Genuſſe dieſes Lebens einſt auch zu jenem tüchtig ſei! Vollkommne Freude wohnt nicht hier, wohnt nur im Himmel, Gott, bei dir. 7. Wohl mir, wenn ich es muthig wage, der großen Hoffnung werth zu ſeyn, und dieſe kurzen Uebungstage Gott und der Tugend ganz zu weihn, wenn nie mein Fuß den Pfad verliert, der mich zum beßren Leben führt! 8. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Luſt des Fleiſches und der Welt, und jede Lockung überwinde, die meinem Her⸗ zen Netze ſtellt, wenn ich, o P 7 ſe⸗ 350 Pflichten gegen uns ſelbſt. ſeliger Gewinn! als Sieger dort gekrönet bin! 9. O gib mir deines Gei⸗ ſtes Stärke, der du in Schwa⸗ chen mächtig biſt, mir, der zu dieſem großen Werke zu ſchwach und noch zu ſinnlich iſt! Das Eitle lehre mich verſchmähn, und auf das Ewige nur ſehn! 10. Laß mich oft in geſun⸗ den Tagen im Geiſt zu mei⸗ nem Grabe gehn, und da bei Freuden und bei Plagen auf dich und jenes Leben ſehn; damit ich, meiner Pflicht getreu, der höhern Freuden würdig ſei! Mel. Wer nur den lieben Gott 446 Es eilt der letzte von den Tagen, die du hier lebeſt, Menſch, herbei; erkauf' die Zeit, und, ſtatt zu klagen, ſie ſei zu kurz, gebrauch' ſie treu! Nimm mit erkenntlichem Ge⸗ müth der nahen Stunde wahr: ſie flieht! 2. Getäuſcht von eitlen Kleinigkeiten, verlierſt du deines Lebens Zweck; ver⸗ ſchiebſt dein Heil auf ferne Zeiten, und wirfſt ſo ſicher Jahre weg. Biſt du, zu küh⸗ ner Sterblicher, des nächſten Augenblickes Herr? 3 Ein ewig Glück einſt zu beſitzen, ſollſt du des kurzen Lebens Zeit, als deine Saat⸗ zeit, weislich nützen, und thun, was dir der Herr ge⸗ beut. Er ruft dir menſchen⸗ freundlich zu: Sieh, Eins iſt Noth! Was ſäumeſt du? 4. Drum eil' und rette deine Seele, und denke nicht: Ein andermal! Sei wacker, bet' und überzähle der Menſchentage kleine Zahl. Sei fromm und wandle vor dem Herrn, wär' auch dein Ende noch ſo fern! 5. Mit jedem neu geſchenk⸗ ten Morgen erwecke dich zu dieſer Pflicht! Sprich: Dir, o Gott, iſt Nichts verborgen; ich bin vor deinem Angeſicht, und will, mich deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn. 6. Erleucht' und ſtärke meine Seele, weil ohne dich ich Nichts vermag. Du ſchenkſt, daß ich mein Heil erwähle, ſo huldvoll mir noch dieſen Tag. Was iſt nicht eine Stunde werth, die deine Güte mir gewährt! 7. Wohl mir, wenn ich aus allen Kräften nach Got⸗ tes Reiche hier geſtrebt, in Gott gefälligen Geſchäften die Pilgertage durchgelebt, und einſt im Glauben ſagen kann: Du nimmſt mich, Herr, zu Ehren an! 8. Mein ſprachlos Flehn an meinem Ende hörſt du dann, Herzenskündiger; in deine treuen Vaterhände befehl' ich meinen Geiſt, o Herr! Herr!“ Grab u ſeine K Mel. 44 b ſtunden fliehſt Tag iſ ſeit ich Ein gr Zeit iſ Ewigke 2. 6 nem E mein b Dies ſ ſchenleb genützt 4. M Fang'ſa lch für ſang an zuſtrebe ſäumte wenn gräbt, Gedäch 5. ſen gei Az ſelbſt. was dir der en Er ruft dir neiſte — Seele, und ii Ein andermall z *, bel und überii Menſchentage ni — Sei fromm undda em Herrn, war u Ende noch ſo fen Mit jedem neuggite Aache erwecke dih, — Pflcht! Sprich — t, itt Nichts nut an oor deinem Angi rill, mich deiner i aun, mein Leben i a naend weihn. n* Erlleucht' und ſi = Seele, weil „n Nichts verma. fp, daß ich man mle, ſo huhrol dieſen Tag. Nſ a eine Stunde veh — Güte mir gevißt Wohl mir, ven allen Kräften mh — eiche hier geſteit. 4 gefälligen Gict — Pilgertage durty einſt im Glauba : Du nimmſt! zu Chren an!. Mein ſprachlas neinem Ende hii , Herzenskündigt — — ob ich meinen 4 treuen Wat Herr! Er ſchwingt ſich über Grab und Welt zu dir, wann ſeine Hütte fällt. Mel. Wer nur den lieben Gott 447 Wo eilt ihr hin, ihr Lebens⸗ ſtunden? Zeit, edle Zeit, wo fliehſt du hin? Wie mancher Tag iſt ſchon verſchwunden, ſeit ich der Erde Pilger bin! Ein großer Theil von meiner Zeit iſt ſchon im Meer der Ewigkeit. 2. Ermuntre dich aus dei⸗ nem Schlummer! Auf, auf, mein Geiſt, ermuntre dich! Dies ſei dein Gram, dies ſei dein Kummer, daß man⸗ cher Tag umſonſt verſtrich! Den ungenützten Augenblick bringt keine Reue dir zurück. 3. Der Thor durchlebet ſeine Jahre, eh' er des Le⸗ bens Werth verſteht; er na⸗ het früher ſich der Bahre, als er den Weg der Tugend geht. Was iſt das Men⸗ ſchenleben werth, das un⸗ genutzt vorüberfährt? 4. Menſch, ſei ein Menſch! Fang' an zu leben und nütz⸗ lich für die Welt zu ſeyn! fang' an, dem Guten nach⸗ zuſtreben, bring' das Ver⸗ ſäumte doppelt ein, daß, wenn man deinen Leib be⸗ gräbt, dein Werk und dein Gedächtniß lebt! 5. Sei nicht den klein⸗ ſten Zeitpunkt müßig, da du Weiſer Gebrauch der Lebenszeit. 3351 nicht deine Pflicht erfüllſt; du haſt den Tag nicht über⸗ flüſſig, den du ſo frech ver⸗ ſchwenden willſt. Wiſſ', ein Verluſt, der ewig reut, iſt der Verluſt der edlen Zeit. 6. Gib dir von einem je⸗ den Tage, den dir Gott ſchen⸗ ket, Rechenſchaft; durchdenk' ihn, leg' ihn auf die Wage: Vollbrachteſt du ihn tugend⸗ haft? Haſt du nach Mög⸗ lichkeit gethan, was Gott von dir einſt fordern kann? 7. Herr meines Lebens, ſei doch künftig mein Heil und meines Lebens Kraft; ſo wandle ich als Menſch vernünftig, ſo leb' als Chriſt ich tugendhaft, ſo dank' ich dir in Ewigkeit für die mir hier verlieh'ne Zeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 448 Biich hin in die vergangnen Zeiten, mein Geiſt, und ſammle Weisheit ein, um, frei vom Dienſt der Eitel⸗ keiten, der Tugend dich al⸗ lein zu weih'n. Nur ſie ſchafft dir zu aller Zeit das wahre Glück: Zufriedenheit. 2. Dank ihm, dem Herrn, für alle Freuden, womit dich ſeine Huld erquickt; doch dank' ihm auch für jedes Lei⸗ den, das er dir liebreich zu⸗ geſchickt. Denn Alles, was er an dir thut, iſt weiſe ſtets, 3. Ver⸗ iſt ewig gut. 352 3. Vergiß nicht, wie er dich beſchützte, wenn ſich Gefahren dir genaht; dir ſchenkte, was dir wahrhaft nützte, oft eh' ihn noch dein Flehen bat; und wie er oft dir mehr gewährt, als je dein Wunſch von ihm be⸗ gehrt. 4. Denk’ an die hingefloß⸗ nen Stunden, die der All⸗ liebende dir gab. Sind ſie in ſeinem Dienſt verſchwun⸗ den, dann ſchrecken dich nicht Tod und Grab; dann iſt die hier verfloßne Zeit Ge⸗ winn dir für die Ewigkeit. 5. Doch blick' auch voller Scham und Reue auf Fehler vor'ger Zeit zurück, und lern' aus ihnen beßre Treue und größre Sorge für dein Glück; ſo werden Fehler, die dich reun, ſelbſt Mittel dir zur Weisheit ſeyn. 6. Ermanne dich, dies kurze Leben dem weiſeſten Gebrauch zu weih'n; es ward vom Schöpfer dir ge⸗ geben, hier guten Samen auszuſtreun, der, reifend für die Ewigkeit, am Tag der Aernte dich erfreut. 7. Dann blickeſt du am Ziel der Zeiten mit Ruh' in das Vergangne hin, und freueſt dich der Seligkeiten des Himmels mit entzücktem Sinn, der Wonne, die dort den umgibt, der hier ſich treu im Guten übt. Pflichten gegen uns ſelbſt. Genügſamkeit und Zufriedenheit. Mel. Wie groß iſt des Allmächt' 4 49 D' klagſt und fühleſt die Beſchwerden des Stands, in dem du dürftig lebſt; du ſtrebeſt, glücklicher zu wer⸗ den, und ſiehſt, daß du ver⸗ gebens ſtrebſt. Ja, klage! Gott erlaubt die Zähren; doch denk' im Klagen auch zurück: Iſt denn das Glück, das wir begehren, für uns auch ſtets ein wahres Glück? 2. Nie ſchenkt der Stand, nie ſchenken Güter dem Menſchen die Zufrieden⸗ heit; die wahre Ruhe der Gemüther iſt Tugend und Genügſamkeit. Genieße, was dir Gott beſchieden, entbehre gern, was du nicht haſt. Ein jeder Stand hat ſeinen Frieden, ein jeder hat auch ſeine Laſt. 3. Gott iſt der Herr, und ſeinen Segen vertheilt er ſtets mit weiſer Hand; nicht ſo, wie wir's zu wünſchen pflegen, doch ſo, wie er's uns heilſam fand. Willſſt du zu denken dich erkühnen, daß ſeine Liebe dich vergißt? Er gibt uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns ſchädlich iſt. 4. Verzehre nicht des Le⸗ bens Kräfte in träger Unzu⸗ frie⸗ feiedenhe Stands deine Lel und Fle ein ewie ſehn, d Ruh' 1 re dieſe In 459 mit Kla dich zum Lebens und fto Beruf. die Bef Klughei ſcjaff ſam wer tes Will 2. G. Loos dankbar Hand! zufrieden Loos ve Munterl nährt u Sie hra Geſchäft it Gluch 8. Ha ters Se vertrauk b wohl d Denk: wer in beſſer, deinem? ägſamkeinm u friedenheit Wie groß iſt des Alnäd ₰9 D. 4 1 oerden des 39 n du dürftig lelt, —. glicklicher ap und ſiehſt, daß dun s ſtebſ.. K, l erllaubt die zin — denk' im Klagen u . It denn das Glt iir begehren, fir u * aſtets ein wahres Glt 8 Nie ſchenkt der öm a ſchenken Güter ſ a ſchen die Zufta in die wahre Nue ither iſt Tugendn . ggſamkeit.( e dir Gott beſchee 4 ahre gern, was un ⸗* Ein jeder Stan 3n Frieden, ei a uch ſeine Laft Gott iſt der Hen! rün Segen verthl — nit weiſer hand,i vie wir's zu vin n, doch ſo, wi heilſam fand. d mmun denken dich ein ſeine Liebe dich ven — Aͤict uns mehr, 1 — enen, und i uns ſchädlich t Verzehre nicht i Kräͤfte in rann Genügſamkeit und Zufriedenheit. friedenheit; beſorge deines Stands Geſchäfte und nütze deine Lebenszeit. Bei Pflicht und Fleiß ſich Gott ergeben, ein ewig Gluͤck in Hoffnung ſehn, dies iſt der Weg zu Ruh' und Leben. Herr, leh⸗ re dieſen Weg mich gehn! In voriger Melodie. 450 Entehre nicht, mein Herz, mit Klagen den Gott, der dich zum Glück erſchuf! Des Lebens Mühe zu ertragen, und froh zu ſeyn, iſt dein Beruf. Erdulde ſtandhaft die Beſchwerden, die keine Klugheit hindern kann; ſchaff' nur, daß ſie dir heil⸗ ſam werden, und bete Got⸗ tes Willen an. 2. Gott ſelbſt hat dir dein Loos beſchieden; nimm's dankbar aus der Vorſicht Hand! Erfülle jede Pflicht zufrieden, die ſie mit dieſem Loos verband! Sie gibt dir Munterkeit und Kräfte, und nährt und ſtärkt ſie väterlich. Sie brauchen, das iſt dein Geſchäfte und ihr Gebrauch iſt Glück für dich. 3. Hat Andern deines Va⸗ ters Segen mehr Güter an⸗ vertraut, als dir: darf dies wohl deinen Neid erregen? Denk: Wer iſt Gott? und wer ſind wir? Weiß er nicht beſſer, was dir nützet, und deinem Nächſten frommt, als 353 du? Wenn er dich nährt, re⸗ giert und ſchützet, was feh⸗ let dann noch deiner Ruh'? 4. Du prangeſt nicht in hohen Würden; beneide nicht der Großen Glück. Sie ſeufzen unter ſchweren Bürden, und oft ſtürzt ſie ein Augenblick. Dir ward kein Ueberfluß gewähret; wünſch' ihn auch nicht aus Selbſtbetrug! Wer gern, was er nicht braucht, ent⸗ behret, der iſt beglückt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum frohen Leben, was ich be⸗ darf, und mehr verliehn, laß eifrig ſich mein Herz beſtreben, die Unzufrieden⸗ heit zu fliehn! In Demuth laß mein Herz ſich üben, Gott, deiner Güte ſich zu freun; dich ehren, dir ver⸗ traun; dich lieben, müſſ' ewig meine Wonne ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 451+ch bin in meinem Gott zufrieden, mit dem, was er zu meinem Theil an Glück und Unglück mir beſchieden: ſein weiſer Rath ſucht ſtets mein Heil. Ob er mir gleich oft widrig ſcheint, doch weiß ich, daß er's treulich meint. 2. Er weiß allein, wo⸗ durch auf Erden ſein großer Name für und für muß herr⸗ lich und geprieſen werhen 1⸗ Erreicht er dieſen Zweck an mir, ſo bin ich ruhig und vergnügt mit Allem, wie er's mit mir fügt. 3. Muß mir die Freuden⸗ ſonne ſcheinen, ſo dank' ich froͤhlich ſeiner Huld; muß aber ich in Trübſal weinen, ſo nehm' ich's auch an mit Geduld. Denn das, was ſeine Weisheit thut, iſt Al⸗ les ewig recht und gut. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 52 cheint mir freu⸗ denleer das Leben, freudenleer mein Stand, mein Loos; iſt mein höchſter Wunſch, mein Stre⸗ ben, reich zu ſeyn, geehrt und groß: dann verfließen meine Tage mir in Miß⸗ muth, Sorg' und Plage. 2. Lernt' ich mäßiger be⸗ gehren, mäßiger im Wün⸗ ſchen ſeyn, jetzt genießen, dann entbehren: o wie glücklich würd' ich ſeyn! Meine Freuden, meine Schmerzen fließen nur aus meinem Herzen. 3. Hoher Stand und große Güter ſchaffen nicht Zu⸗ friedenheit; wahre Ruhe der Gemüther wohnt nur bei Genügſamkeit, die mit Weisheit ſich verbindet und ihr Glück auf Tugend grün⸗ det. 4. Gott vertheilet ſeinen Segen ſtets mit weiſer Va⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. terhand; nicht, wie wir's zu wünſchen pflegen: nur wie er es heilſam fand. mich hat er nicht vergeſſen; auch mein Theil mir zuge⸗ meſſen. 5. Ringet um der Tugend Willen, Brüder, nach Zufrie⸗ denheit! Schwere Pflichten zu erfüllen, hilft nur Geiſtes⸗ heiterkeit. Gram, im Her⸗ zen tief verſchloſſen, macht zu jeder Pflicht verdroſſen 6. Laß mich, Gott, in meinem Leben redlich meine Pflichten thun, ſtill und kindlich dir ergeben, fromm in deiner Fügung ruhn; und ein Blick auf ew'ge Freuden ſtärke dann mich auch im Leiden! Streben nach Herzens⸗ und Gewiſſensruhe. In eigener Melodie. 453 Nicht auf den Höh'n, nicht in den ſtillſten Gründen biſt, ſüßer Friede, du zu finden, der Paradieſespal⸗ men trägt! Dein Reich iſt nicht der Welt Getümmel; du herrſcheſt ſegnend in dem Himmel und in der Bruſtt, die für ihn ſchlägt. 2. Du weinſt, o Menſch, dich treffen ſchwere Leiden, du ringeſt mit dem Druck der Zeiten vergebens, biſt du nicht ein Chriſt? Hier nei en Auch Streben len Kan Mühen; des Ftie find wi ſeyn. falſchh Uhre iſ hen nit 4. G immer mag v) ſen; u auch Welt f geben, Das t in fron 5. 9. deinen das Gö haſt du Laß tob fahren: liſches! dre aben 431 wiſſen Andte Schrec 2. Dies ſe hen.( ungefär Friede ſelbſt. ; nis vie di men pflegen: mm 1 heilſam fand hat ht vergeſe un Theil 5 7 Ninget un der dun a, Bruͤder, nach zi it! Schwere Pien — üllen, hilft nur Gei keit. Gran, in M ief verſchloſſen, m der Pllicht verni Le5 vih Got m Leben redlich m E ten thun, 1 enich dir ergeben, in 4 ner Fügung urz r lick auf ew'ge fia nn dann nich aud † ei! = ben nach Har d Gewiſſensn In eigener Melodi. Aicht a 3 N Höhnn a den ſtillſten Gu ſüßer Friede, d r in, der Paradet trägt! Dein Ni der Welt Gain a errſcheſt ſegnendi mel und in dat fuur ihn ſchlägt. „Du weinſt, o — treffen ſchwen ingeſt mit dem d en vergebens,! ein Chriſt? N Streben nach Herzens⸗ und Gewiſſensruhe. 355 len Kampf und Streit und Mühen; willſt du ins Land des Friedens ziehen, ſo lerne, wo der Himmel iſt. 3. Nicht Alle, die zu Chri⸗ ſtus ſich bekennen, nicht Alle, die ihn Herr, Herr! nennen, ſind würdig auserwählt zu ſeyn. Drum ſuchen Viele falſch hienieden in Gold und Ehre ihren Frieden, und ge⸗ hen nicht zum Himmel ein. 4. Es iſt und bleibt, wie's immer iſt geweſen. Wer mag von Diſteln Feigen le⸗ ſen; und bringt der Dorn auch ſüßen Wein? Die Welt kann dir mit nichten geben, was ſie nicht hat. Das rechte Leben hüllt ſtill in frommer Bruſt ſich ein. 5. In Gottes Gnade ſuche deinen Frieden. Wirſt du das Göttliche behüten, dann haſt du, was dich ſtill erhält. Laß toben Schrecken und Ge⸗ fahren: du kannſt nur Himm⸗ liſches bewahren! Das An⸗ dre aber, das zerfällt. In eigener Melodie. 454 Beſt⸗ ich nur ein ruhiges Ge⸗ wiſſen; ſo iſt für mich, wenn Andre zagen müſſen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Dies ſei mein Theil! Dies ſoll mir Niemand rau⸗ ben. Ein reines Herz von ungefärbtem Glauben, der Friede Gottes nur iſt Heil. X 3. Welch ein Gewinn, wenn meine Suͤnde ſchwei⸗ get, und Gottes Geiſt in meinem Geiſte zeuget, daß ich ſein Kind und Erbe bin! 4. Und dieſe Ruh', den Troſt in meinem Leben, ſollt' ich für Luſt, für Luſt der Sinne geben? Dies laſſe Gottes Geiſt nicht zu! 5. Mag auch die Pfiicht, mich ſelber zu beſiegen, die ſchwerſte ſeyn! Sie iſt's; doch welch Vergnügen wird ſie nach der Vollbringung nicht! 6. Welch Glück, zu ſich mit Wahrheit ſagen können: Ich fühlt' in mir des Böſen Luſt entbrennen, doch, Dank ſei Gott! ich ſchützte mich! 7. Was kann im Glück den Werth des Glücks er⸗ höhen? Ein ruhig Herz ver⸗ ſüßt im Wohlergehen mir jeden frohen Augenblick. 8. Was kann im Schmerz den Schmerz der Leiden ſtillen; im ſchwerſten Kreuz mit Frieden mich erfüllen? Ein in dem Herrn zufried⸗ nes Herz. 9. Was gibt mir Muth, die Güter zu verachten, wo⸗ nach ſo ängſtlich niedre See⸗ len trachten? Ein ruhig Herz, dies größte Gut. 10. Was iſt der Spott, den ein Gerechter leidet? Sein wahrer Ruhm! Denn wer das Böſe meidet, Oas u⸗ 356 Gute thut, hat Ruhm bei Gott. 11. Im Herzen rein, hin⸗ auf zum Himmel ſchauen, und ſagen: Gott, du Gott, biſt mein Vertrauen! Welch Glück, o Menſch, kann grö⸗ ßer ſeyn? 12. Wenn Alles weicht, und du wirſt ſterben müſſen; was kann alsdann dir dei⸗ nen Tod verſüßen? Ein gut Gewiſſen macht ihn leicht. 13. Heil dir, o Chriſt, der dieſe Ruh' empfindet, und der ſein Glück auf das Bewußt⸗ ſeyn gründet, daß nichts Verdammlich's an ihm iſt! 14. Laß Erd' und Welt, ſo kann der Fromme ſprechen, laß über mir den Bau des Himmels brechen! Gott iſt es, deſſen Hand mich hält. Weiſer Genuß der Lebensfreuden. Mel. Nun danket Alle Gott 455 Du, der ſo gern beglückt, gern Freuden uns bereitet, wie ſelig, wer von dir an Va⸗ terhand geleitet, nur dann ſich glücklich fühlt, wann er zu dir ſich hält, und nur Vergnügen ſucht, das dir, o Gott, gefällt! 2. Wie ſelig, wenn ſein Geiſt zu dir, durch den er lebet, durch den er denkt und wählt, ſich oft und Pflichten gegen uns ſelbſt. gern erhebet; wenn er die Freude kennt, dir näher, Gott, zu ſeyn, erſtaunt, ſich deiner Macht und deiner Huld zu freun! 3. Wie ſelig, wenn er ſelbſt der Erde kleinre Freu⸗ den mit Maaß und Weis⸗ heit wählt! Ihr Uebermaaß wird Leiden. Nach arbeit⸗ voller Müh' erquicket der Genuß; wer nur der Freude lebt, fühlt endlich Ueber⸗ druß. 4. O gib, Allgütiger, gib daß auch meine Seele, wenn ſie nach Freude ſtrebt, nie jene Freuden wähle, die uns dereinſt gereun! Es ſchlage meine Bruſt, durch Laſter nie entweiht, nur für die reine Luſt! 5. Laß meine Tage mich durch eitles Spiel nicht töd⸗ ten; die Unſchuld müſſe nie vor meinem Scherz errö⸗ then! Nach treu vollbrach⸗ ter Pflicht darf ich der Ruh' mich freu'n; doch kei⸗ nen Augenblick den falſchen Freuden weih'n. 6. Vernunft und Tu⸗ gend, ſeid Gefährten meiner Freuden! Dem Schwelger will ich nie ſein kurzes Glück beneiden! Was mir an Reichthum fehlt, erſetzt Zufriedenheit: der frohſte Sinn wohnt gern bei from⸗ mer Häuslichkeit. 7. Der Tag der Frößliche ei keit ſei i ren! Jo der Wel nicht ge⸗ er mir! Muth, thun, ſt 8. N. Luſt der den! D beglückt, der Fre lebt: we mich nie er ohne mich erit Mel. N 456 auf den Schöpfer zeigſt d Du erf! um ihn dir treu ar Müß' erguickt 1ß; wer nur derzn a fählt endlih de — O gib, Allgitign, auuch meine den B ach Freude ſtrett, m. Freuden wähle, den * Aunſt gereun! CEs ſi an e Bruſt, durch Laſt mruiht, nur für den — Laß meine Tagn e eitles Spiel nitt *— die Unſchuld niſ meinem Scher ☛ MNach treu boll — AHlicht darf iß = nich freu'n; doh Angenblick den ji = deen weih'n. Vernunft u. 2, ſeid Gefährten n den! Dem 6. — ich nie ſein — qc beneiden! Wh Meichthum fehlt, =iedenheit: der —n wohnt gern hi Häuslichkeit. Der Tag der keit ſei niemals ganz verlo⸗ ren! Ich ward zum Dienſt der Welt, zum Spielwerk nicht geboren. Erholung ſei er mir! Es ſtärke ſich mein Muth, des Guten mehr zu thun, ſo oft ich ausgeruht! 8. Nie ſoll durch meine Luſt der arme Bruder lei⸗ den! Der Tag, der mich beglückt, ſei ihm auch Tag der Freuden! Iſt er ver⸗ lebt: wohl mir, wenn er mich nie gereut! Nie ſcheid' er ohne Dank für den, der mich erfreut! Mel. Mache dich, mein Geiſt, 456 Wregirne auf den Weg des Lebens, Schöpfer, dieſen Vaterſinn zeigſt du nicht vergebens. Du erfreuſt unſern Geiſt, um ihn anzutreiben, ſtets dir treu zu bleiben. 2. O wie ſchön iſt deine Welt und wie reich an Se⸗ en! Nur ein Thor, dem Nichts gefällt, ſinkt dem Gram entgegen. Was iſt Noth, was der Tod, gegen ſo viel Gaben, die den Weiſen laben! 3. Uns, o Gott, gabſt du Gefühl für den Reiz der Erde, daß der Lauf zum hohen Ziel uns erleichtert werde; und auch ich freue mich; denn du haſt mir Le⸗ ben und Gefühl gegeben. Weiſer Genuß der Lebensfreuden. 357 4. Doch ich ſoll des Le⸗ bens Luſt menſchlich nur ge⸗ nießen, meiner Würde mir bewußt, jeden Tag beſchlie⸗ ßen. Deine Hand gab Ver⸗ ſtand, Triebe zu beſchrän⸗ ken, die zum Böſen lenken. 5. Nie darf das Vergnü⸗ gen mich meiner Pflicht ent⸗ locken; nie mich, Vater, ge⸗ gen dich und mein Heil ver⸗ ſtocken. Wer vergißt, was er iſt, und nur thieriſch lebet, ſteht einſt da und bebet. 6. Ach, wie Mancher hängt ſein Herz feſt an Erdenfreu⸗ den! Und wie tobt in ihm der Schmerz, wenn ſie von ihm ſcheiden! Gott, laß nie mich an ſie ganz den Geiſt gewöhnen, nie den Sinnen fröhnen! 7. Wilde Freude kann gar leicht die Geſundheit ſchwächen. O wie wird ſich, wenn ſie weicht, das Ge⸗ wiſſen rächen! Steh' mir bei! Gott, verleih', daß, wenn ich erkranke, doch mein Troſt nicht wanke! 8. Nur ein mäßiger Ge⸗ nuß ſtärkt des Lebens Kräf⸗ te; er verſcheucht den Ueber⸗ druß, fördert die Geſchäfte, und mein Geiſt, der dich preiſt, wird dabei getrieben, ewig dich zu lieben. 9. Gib denn, daß ich weiſe ſei, wenn mir Freuden winken! Laß mich nie, dir in den Taumel ſin⸗ ungetreu, ſinken! Leite mich, daß ich dich auch in Freuden ehre, und mein Heil nicht ſtöre! 10. Alle Luſt der Sinn⸗ lichkeit wird vorüberfließen; nur, was Geiſt und Herz erfreut, werd' ich ſtets ge⸗ nießen. Guter Gott, laß im Tod, wenn die Sinne ſchwinden, mich dies Glück empfinden. Mel. Gott des Himmels und 457 Bis der Tod ihm winkt zum Grabe, danke ſeinem Gott der Chriſt, dem die theure Seelengabe, Heiterkeit, ver⸗ liehen iſt, der auch nie ſie frech entweiht, immer ſich in Unſchuld freut. 2. Er verzehret ſeine Kräfte nicht in unzufried⸗ nem Sinn; unter nützli⸗ chem Geſchäfte fliehen ſeine Tage hin. Heitrer glänzt ſein Angeſtcht im Gefühl er⸗ füllter Pflicht. 3. Leichtſinn, der ſich Freude nennet, aber von der Tugend gern ſich im wilden Taumel trennet, bleibet von dem Chriſten fern, deſſen heitrer, feſter Muth auf der Tugend nur beruht. 4. Wenn auch jedes Glück ihm ſchwände, und die Erde freudenleer ihm vor ſeinen Augen ſtände, Hoff⸗ nung flieht ihn nimmer⸗ mehr; muthvoll geht an Pflichten gegen uns ſelbſt. ihrer Hand er ins beßre Va⸗ terland. 5. Stärke, Gott, auch meine Seele, daß ſie ſich zum Guten neigt; gib, daß ich den Pfad erwähle, den mir Jeſu Lehre zeigt! Nichts ſtört meinen heitern Sinn, wenn ich fromm und weiſe bin. Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis 458 Doaß unſer Gott uns Leben gab, deß wollen wir uns freuen, und von der Wiege bis ans Grab ihm unſern Dank erneuen. 2. Denn auch zur Freude gab uns Gott auf dieſer Welt das Leben und hat verheißen, nach dem Tod der Wonne mehr zu geben. 3. Die Frühlingswärme haucht ſein Mund und Kühlung wehn die Wogen. Am Himmel zeugt von ſei⸗ nem Bund der ſchöne Re⸗ genbogen. 4. Und Gärten, Wälder, Berg und Flur verkünden ſeine Gnade. Wir finden ſeiner Güte Spur auf jedem unſrer Pfade. 5. Drum köonnen wir bei frommem Fleiß getroſt auf Segen warten. Von heitrer Stirne fließt der Schweiß herab auf Feld und Garten. 6. Doch geben wollen wir auch gern, wie wir von Gott ge⸗ geuomme den unſe dereinſt 7. W der ſeine tiefen F unſer Ve nen Ste 9. 1 ſchwimm wenig 1 Das Leb traum, Schlumt 9. W. den Sta⸗ decket, 1 mern ihl uns aufe Geduld 4 Mel. 159 du Gebe behüte n bei dieſe Auch ſie nich nach ſen; ſiel ch auf dienen mi 2. Ih Ungedudd Freuden, Laterhull eiden, v uſes Vſie ſaen Mon t meinen n ⸗ u dn ich f frownr — bin 1. 2= Mein erſt Geſchiſt ſat 5* Do ujſtr uns Leheng vollen wir uns 6 m von der Wege a rab ihm mſenn un en. * Denn auch zu uns Gott auf das Leben m (Sißen, nach den = onne mehr zu gh Die Frühlingzun ſt ſein Mud ung wehn die d Himnel zeugt un Bund der ſchan vden Und Gärten, R — und Flur wii Guche. Aif r zer Ine Drum können n mem Fleiß giti =n warten. Va — auf f el d bs „ gern, wie wirt — — Doch geben un den unſerm Herrn, dereinſt wir kommen. 7. Wir ſchaun die Wun⸗ der ſeiner Hand aus unſern tiefen Fernen, und wiſſen: unſer Vaterland iſt über je⸗ nen Sternen. 8. Auf unſerm Leben ſchwimmt, wie Schaum, ein wenig Müh' und Kummer. Das Leben iſt ein Morgen⸗ traum, der Tod ein kurzer Schlummer. 9. Wir ſinken freudig in den Staub, der unſre Väter decket, und gönnen Wür⸗ mern ihren Raub, weil Gott uns auferwecket. zu dem b Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. Mel. Was mein Gott will ott, immer groß 459 Gen weiſer Huld, du Geber meiner Freuden, behüte mich vor Ungeduld bei dieſes Lebens Leiden! Auch ſie verhängſt du über mich nach ewig weiſen Schlüſ⸗ ſen; ſie werden mir, trau' ich auf dich, zum Beſten dienen müſſen. 2. Ich raube mir durch Ungeduld ſelbſt viele meiner Freuden, verkenne deine Vaterhuld, vermehre meine Leiden, vergeſſ oft des Be⸗ rufes Pflicht und quäl' mich jeden Morgen, beim Mangel Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. genommen, und ähnlich wer⸗ 359 froher Zuverſicht mit immer neuen Sorgen. 3. Mein banges, unruh⸗ volles Herz, unfähig ſich zu faſſen, wird ſich dem Gram, dem kleinſten Schmerz ganz troſtlos überlaſſen, bekäm⸗ pfet ſeinen Kummer nie; wünſcht zwar, ihn zu ver⸗ mindern, und ſucht doch, ohne Fleiß und Müh', um⸗ ſonſt ihn zu verhindern. 4. Du, Vater, weißt, was mir gebricht, du ken⸗ neſt meine Leiden. Wie leicht verwandeln ſie ſich nicht, wenn du es willſt, in Freuden! Die Laſt, die du mir auferlegt, kann mich nicht niederdruͤcken; wenn ſie mein Herz nur willig trägt, wirſt du mich bald beglücken. 5. Gott, deine Hülfe iſt nicht fern, wenn man ſich ganz dir weihet; du retteſt, tröſteſt, ſegneſt gern den, der ſich ihrer freuet. O laß mein dir ergebnes Herz auf dieſe Hülfe ſehen, ſo werd' ich auch im größten Schmerz durch dich, mein Gott, beſtehen! Mel. Jeſus meine Zuverſicht 460 Siͤe deine Thrä⸗ nenſaat, from⸗ mer Dulder, hier im Glau⸗ ben! Noch ſo dunkel ſei dein Pfad: laſſe dir den Troſt nicht rauben, daß nach die⸗ ſer 360 ſer Dunkelheit dich ein helles Licht erfreut. 2. Ausgerungen haben ſchon Viele, die im Glauben litten. Sieh, ſie ſtehn vor Gottes Thron; ihre Krone iſt erſtritten. Du, auch du wirſt Sieger ſeyn, und dich bald der Krone freun. 3. Weislich hat des Va⸗ ters Hand manches Kreuz dir auferleget. Ihm iſt deine Noth bekannt; er iſt's, der dich liebreich träget. Väter⸗ lich iſt ſein Bemühn, dich zum Himmel zu erziehn. 4. Es iſt Liebe, wenn er dir Lebensglück und Freude ſchenket; es iſt Liebe, wenn dich hier Angſt und Schmerz und Kummer kränket. Gott iſt Vater, mild und gut; Lieb' iſt Alles, was er thut. 5. Lerne denn Gelaſſen⸗ heit, Unterwerfung und Ver⸗ trauen! Einſt am Ziel der Prüfungszeit wirſt du froh hernieder ſchauen auf den Weg, der durch die Nacht dich ins Land des Lichts ge⸗ bracht. 6. O dann fließet ihr nicht mehr, Thränen, die ihr hier gefloſſen! Wie ein Strom von oben her, wird dann Troſt in's Herz gegoſſen, und vor dem verklärten Blick ſchwebt des Himmels ew'ges Glück. 7. Drum ſei, Dulder, unverzagt, harr' in deiner Pflichten gegen uns ſelbſt. Nächte Grauen! Wann der große Morgen tagt, wirſt du die Gefilde ſchauen, die dem Sieger offen ſtehn; dir die Krone winken ſehn. 8. Dort verſchwindet al⸗ les Leid, wie der Nebel vor der Sonne; vor dir liegt die Ewigkeit und das heil'ge Land der Wonne. In die Heimath gehſt du ein, ewig ſelig da zu ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 461 Wohlthatig ſind der Erde Lei⸗ den. Dies glaube feſt und murre nicht! Am Ende folgen ihnen Freuden; auf Nacht und Gram folgt Sonnenlicht. Drum dulde mit Gelaſſenheit und Muth die Leiden dieſer Zeit! 2. Durch Leiden will dich Gott bewähren, entwöhnen von der Luſt der Welt, zur Weisheit leiten und dich leh⸗ ren, mit Ernſt zu thun, was ihm gefällt; du ſollſt mit kindlichem Vertraun auf ihn und ſeine Hülfe ſchaun. 3. Wirſt du bei lauter Erdenfreuden und in des Glückes Sonnenſchein ſo leicht der Thorheit Bahn vermeiden? ſo gern der Sünde Lockung ſcheun? Wird nicht, wenn nie ein Schmerz dich rührt, dein ſchwaches Herz gar leicht verführt? 4. Was Jähre Auge meht Demut 5. 1 zi bra din 4 Krankhe öchmer Nacht ict ſe rendig nur au 6. J dir Leid Lugend duech ſi enſt erf dui' un S ſelhst. “ — rnuen Daa nedan enn efide ſchaun Ren een ofen ſtehn, i e winken ſehn. . Dort verſtwin * eid, wie der Nebe * Sonne; vor dir — wigieit und das be — der Wonne. N. * Lath gehſt du ein n da zu ſeyn. * Wrr nur den litden ,1 Nreöltbungi I1Wbre * Dies glaube fiin mre nicht! Am d Nen ihnen Freuden, t und Grm uenlicht. 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Verehre ſeine Weis⸗ heit, Chriſt, die ſtrafend ſelbſt noch Güte iſt! 7. Gott will, wie gute Väter handeln, durch weiſe Zucht dich auferziehn; gut ſollſt du und unſträflich wandeln, die Welt und ihre Lüſte fliehn, dich bilden in der Prüfungszeit zum Leben der Unſterblichkeit. 8. So nimm in Demuth und Vertrauen den Kelch des Leidens willig an, und walle ohne Furcht und Grauen auch auf der allerrauhſten Bahn! Ihr Ende wird dich einſt erfreun, und Wonne, Ruh' und Friede ſeyn. 361 Mel. In allen meinen Thaten 462 ch hab' in guten 4 Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl: ſo will ich denn gelaſſen mich auch in Leiden faſſen; welch Le⸗ ben hat nicht ſeine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und ſtets ſtrafſt du gelinder, als es der Menſch verdient. Will ich, beſchwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Beſten dient? 3. Dir will ich mich er⸗ geben, nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menſchen bauen; du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Suün⸗ den erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geiſt noch Kräfte; ſein Heil laß mein Geſchäfte, dein Wort mir Troſt und Leben ſeyn. 5. Wenn ich in Chriſto ſterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was ſchreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau' ich deiner Gnade; du, Herr, biſt bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird Q Al⸗ 362 Alles lenken, und was mir gut iſt, wird geſchehen. Mel. Allgegenwärtiger, ich 463 n Trübſal, Chriſt, ſei unverzagt! Wann Schwer⸗ muth an dein Herz ſich wagt, erheitre dein Gemüthe; du weißt, auch dich liebt väter⸗ lich der Vater aller Güte. 2. Kein Leiden kommt von ohngefähr; dein Gott ſchickt es dir zu, und er zeigt ſich in ſeinen Wegen ſo groß von Rath, als groß von That und reich an Gnad' und Segen. 3. Der dich in Jeſu herz⸗ lich liebt, ſucht, wann er dich durch Kreuz betrübt, das wahre Heil der Seele; weckt dich, daß nicht zu dei⸗ ner Pflicht dir Trieb und Eifer fehle. 4. Das Kreuz beugt Stolz und Uebermuth; er⸗ ſtickt der Wolluſt wilde Gluth; bricht die Gewalt der Sinne; erweicht das Herz, daß Andrer Schmerz dein Mitleid leicht gewinne. 5. Auch übt das Kreuz dich in Geduld; erhöht den Werth von Gottes Huld; ſtärkt mächtig dein Ver⸗ trauen; lehrt im Verluſt dich nun mit Luſt aufs Un⸗ ſichtbare ſchauen. 6. Der Leiden Zucht er⸗ hebt dich ſtets zu größrer Pflichten gegen uns ſelbſt. Andacht des Gebets und ſtärket deinen Glauben. Weit minder kann Verfüh⸗ rung dann dir deine Krone rauben. 7. Zwar ſtoͤrt das Kreuz oft deine Ruh'; mit bangen Thränen ſäeſt du und unter viel Beſchwerden. Chrit, hoffe doch! Es wird dir noh zur reichen Aernte werden. 8. Verſchmerzt iſt bald ein irdiſch Leid; kurz iſt der Au⸗ genblick der Zeit; doch ewig, ewig währet dort dein Ge⸗ nuß, ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geiſt begehret. 9. Auch bleibet ſtets dein Gott getreu; ſteht dir als Vater liebreich bei; ſorgt, daß er dich erquicke. Er ſchafft dir Raſt, daß deine Laſt dich nie ganz nieder⸗ drücke. 10. Verbirgt er auch ſein Angeſicht; dies raube deinen Muth dir nicht! Gott kann ſein Kind nicht haſſen. Wer ihn nur liebt, ſich ihm ergibt, den wird er nicht verlaſſen 11. Durch Trübſal ſind zu aller Zeit die Frommen in die Herrlichkeit, gleich Jeſu, eingegangen. Denkſt denn nur du, in träger Ruh' die Krone zu erlangen? 12. Demüthige dich, gleich als ſie; gleich ihnen bet' und zage nie: denn Gott erhoͤrt dein Flehen. Bald weicht dein eid; e ei⸗ G ſäner J Gott er⸗ Mel 46⁴* Kreuz dir und dig. La die wir tuͤglich er 2. B. wie alle ich vor Uebertrel viel, we Tage ſte 3. W wir das dulden w heit Sch Lohn, kommen men. 4. J die Tra und Pe Wolluſt gers Se vermißte ſten Leid minder kann 1 dam dir deine K ſünd the 4 Eäͤnen ſeeſ dun m — un Beſchwerden. de 2 doch! Es wirddin 11 reichen Aernte de Verſ ſtnent ſies 18 Teh — ehu aant 1 * der Geiſt begehret Auch bleibet tfus tt getreu; ſteht de ter liebreich 1 z er dich erqui ih. afft dir Naſt, d dß t dich nie ganz m icke. 10. Verbirgt er au geſicht; dies raube n uth dir nicht! Gett n Kind nicht haſſen! nur liebt, ſich inne 1 wird er nicht det Durch Trübſu aller Zeit die h hie Herrlichkeit,g ggegangen. n r du, in träͤger Ni 5 zu erlangen; Dmmunin 5 als ſie; gei d und zage. i8 erhort dein d id weicht den R9 ſeiner Zeit wird dich dein Gott erhöhen! Mel. Herzliebf ſter Jeſu AA⁴A(Xin Herz, o Gott, 464 2, in Leid und Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile ſchul⸗ dig. Laß mich die Pflicht, die wir ſo oft vergeſſen, täglich ermeſſen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu' ich zu viel, wenn ich die ſchweren Tage ſtandhaft ertrage? 3. Wie oft, o Gott, wann wir das Böſe dulden, er⸗ dulden wir nur unſrer Thor⸗ heit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient be⸗ kommen, Trübſal der From⸗ men . Iſt Dürftigkeit, in der die Trägen klagen, ſind Haß und Pein, die Stolz und Wolluſt tragen, des Schwel⸗ gers Schmerz, des Neids vermißte Freuden, des Chri⸗ ſten Leiden? 5. Iſt deren Qual, die deinen Rath verachtet, nach Gottesfurcht und Glauben nie getrachtet, und die nun büßen ihrer Thorheit Freu⸗ den, chriſtliches Leiden? 6. Doch ſelbſt, o Gott, in Strafen unſrer Sünden läßt du den Weg zu unſerm Heil uns finden, wenn wir Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 363 ſie uns, die Miſſethat zu haſſen, züchtigen laſſen. 7. Streb' ich nur nach dem Frieden im Gewiſſen, wird Alles mir zum Beſten dienen müſſen. Du, Herr, regierſt und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 8. Ich bin ein Gaſt und Pilger auf der Erden; nicht hier, erſt dort, dort ſoll ich glücklich werden; und was ſind gegen euch, ihr ew' gen Freuden, dieſer Zeit Leiden? 9. Wenn ich nur nicht mein Elend ſelbſt verſchulde, wenn ich als Chriſt gelaſſen leid' und dulde; ſo kann ich mich der Hülfe der Erlöſten ſicher getröſten. 10. Ich bin ein Menſch, und Leiden müſſen kränken, doch in der Noth an ſeinen Schöpfer denken, und ihm vereaun dies ſtärket unſre Herzen mitten in Schmer⸗ zen. 11. Schau' über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Merk' auf! Wer ſpricht: Bis hierher! zu dem Meere? Iſt er nicht auch dein Helfer und Berather, dein beſter Vater? 12. Willſt du ſo viel, als der Allweiſe, wiſſen? Jetzt weißt du nicht, warum du leiden müſſen; allein du wirſt, was ſeine Wege wa⸗ ren, nachmals erfahren. 13. Er züchtigt uns, da⸗ mit wir zu ihm nahen, die 9Q 2 Hei⸗ 364 Heiligung des Geiſtes zu empfahen, und mit dem Troſt der Hulfe, die wir merken, Andre zu ſtärken. 14. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfah⸗ rung; Erfahrung gibt dem Glauben Muth und Nah⸗ rung. Ein ſtarkes Herz ſteht in der Noth noch feſte. Hoffe das Beſte! Mel. Wer nur den lieben Gott 465 Großiſt der Herr! Die Berge zit⸗ tern vor ſeiner Gottesma⸗ jeſtät, wenn er in dunkeln Ungewittern, der Heilige, vorübergeht. Doch Liebe ſtrömt aus ſeiner Hand in vollen Wolken auf das Land. 2. Vom Raum, wo ſich der Halm entfaltet, bis zu der letzten Sonn' hinaus, herrſcht ſein Geſetz; als Va⸗ ter waltet er durch das große Weltenhaus. Der Leben gibt und Freude ſchafft, mit Liebe waltet er und Kraft. 3. Was dich auch drückt, mein Herz', er rettet! Ver⸗ traun zu ihm iſt deine Pflicht. Er, der den Wurm im Lager bettet, der Gott verläßt den Menſchen nicht. Der ſo viel gibt und mehr verheißt, erhebe dankend ihn, mein Geiſt! 4. Vermiß dich nicht, mit ihm zu rechten; mit Demuth nahe dich dem Herrn! In Pflichten gegen uns ſelbſt. trauervollen Mitternächten iſt dir der Ewige nicht fern. Mit deinem Leiden, deinem Harm wirf ſeiner Huld dich in den Arm! 5. O ſchwinge dich empor vom Staube, verfinſtern deine Tage ſich; zu ihm blick⸗ auf, und bet' und glaube: verſagend ſelbſt erhört er dich; doch nie enthüllt die Ungeduld das heil'ge Dun⸗ kel ſeiner Huld! 6. Gott fehlet nicht! O Seele, thue, was dir ge⸗ bührt, ſei fromm und gut! Verſage dir nicht dieſe Ruhe; aus ihr erwacht der hohe Muth, der, wenn das Unglück uns umſtürmt, uns rettet, ſchirmt. 7. Vertraue Gottes Va⸗ terhänden, wenn er den frömmſten Wunſch verſagt; was hier beginnt, wird dort vollenden, wo dir ein neues Leben tagt. Es ruhn im engen Raum der Zeit die Keime deiner Ewigkeit. tröſtet, hebt und Mel. Wann mein Stündlein 466 ir trocknen un⸗ ſre Thränen ab: erhebet euch, Gefühle! Wir ſchauen vorwärts auf das Grab und weiter hin zum Ziele; und drückt uns auch die größte Noth, aus allen Leiden führt der Tod: wir wollen nicht derzagen Und 8 G 2. U noch ſe Nichts Mangel Harm, für me füͤhrt d Glück! Tod; n zagen! 3. U noch ſo führen des Leid Erhebt Durch Geſchick des Hit wollen: 4. W ches G. ſchen r Thräne Eins Gott L land. war n wollen 5. G. höhrer! neuer I nun iht wie lea Drückt heiße wir ko wollen 6. De lich ung Gefühle tet unſe — ſelbſt u Mit der Ewige: 4 keinem Ledden 8 68 ſua a tn — den e dich m 2 Staube 85 — drage ſch; zu ihat 45 bet und gn * ſelbſt ahit — duch nie nin [uld das heilp. 1 ner Huld! = Hott fehlet = ine m 4 lr* ſei fromm 1n; 1 ½* dir nicht ie 1 aus ihr ernat 64 Kuth, der, wen e uns unſtün triſtet, heltn ,—. = bert raue Gottet Aden, wenn k — ſr Wunſch mi Riier beginnt, n an den, wo dir 3 r „— tagt. Es un m Naum der it deiner Ewigten ηι Wann mein Stüde Wr trocknen „b k3 e rhebet is r jchauen ee, A Lrab und weite l und ni ie größte N olh, Leiden führt td 1 * Bolle nig un Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 2. Und wären wir auch noch ſo arm und hätten Nichts als Sorgen, und Mangel, Blöße, Froſt und Harm, und ach! kein Brod für morgen; zur Weisheit führt des Lebens Noth, und Glück und Fülle bringt der Tod; wir wollen nicht ver⸗ zagen! 3. Und wären wir auch noch ſo krank; zur Tugend führen Schmerzen. Für je⸗ des Leiden Preis und Dank! Erhebt euch, bange Herzen! Durch immer wechſelndes Geſchick zieht Gott uns zu des Himmels Glück: wir wollen nicht verzagen! 4. Wir blicken auf ſo man⸗ ches Grab geliebter Men⸗ ſchen nieder, und manche Thräne rollt hinab; doch Eins erhebt uns wieder: Gott Lob, ſie ſind im Vater⸗ land. Was hier zerſtäubt, war nur Gewand. Wir wollen nicht verzagen. 5. Sie wandeln dort auf höhrer Bahn, ſte blüh'n in neuer Jugend; wie frei iſt nun ihr Geiſt von Wahn, wie lauter ihre Tugend! Drückt uns auch mancher heiße Tag; ſie gingen vor, wir kommen nach. Wir wollen nicht verzagen! 6. Das Leid, das ſchmerz⸗ lich uns zerreißt, veredelt die Gefühle; es ſtärkt und läu⸗ tert unſern Geiſt, und führt 365 empor zum Ziele. Wir trock⸗ nen unſ're Thränen ab, und ſchauen über Tod und Grab, und wollen nicht verzagen! Mel. Jeſu, meine Freude 467 Cbrif aus dei⸗ nem Herzen banne Gram und Schmer⸗ zen! Faſſe neuen Muth! Wenn ſchon Kreuz dich drük⸗ ket: Gott iſt's, der es ſchik⸗ ket; was er ſchickt, iſt gut. Wenn dich Noth ringsum bedroht, Sorgen ſtets mit dir erwachen: doch wird's Gott wohl machen. 2. Iſt der Himmel trübe; wankt der Freunde Liebe; ſtehſt du wie verwaiſt; ſchreckt mit jedem Tage eine neue Plage den bedrängten Geiſt; weicht das Glück auch ſtets zurück, ſcheint's dich nie mehr anzulachen: doch wird's Gott wohl machen. 3. Bürden abzunehmen; dazu dient kein Grämen: Gram ſei dir verhaßt! Un⸗ geduld macht Bürden, die dir leicht ſeyn würden, erſt zur Felſenlaſt. Zagend Herz, beſieg' den Schmerz! Drückt die Bürde gleich den Schwa⸗ chen: doch wird's Gott wohl machen. 4. Du führſt Chriſti Na⸗ men; treu ihm nachzuah⸗ men, das iſt deine Pflicht. Werde nicht erſchüttert, wenn die Erde zittert und 3 der 366 der Himmel bricht! Der ſteht feſt, wer Gott nicht läßt. Laß rings um dich Wetter krachen: doch wird's Gott wohl machen. 5. Herrlich iſt die Krone, die der Chriſt zum Lohne ſeines Kampfs empfängt. Nur nicht ſelbſt verſchuldet, und dann froh erduldet, was dein Gott verhängt! Steh' als Held vor aller Welt! Mag ſie deiner Hoff⸗ nung lachen: doch wird's Gott wohl machen. 6. Dabei ſoll es bleiben! Nie will ich mich ſträuben, Gott getreu zu ſeyn. Stets im Tod und Leben, bleib' ich ihm ergeben; ich bin ſein, er mein. Was er will, ſei ſtets mein Ziel! Er weiß, alle meine Sachen ewig wohl zu machen. In eigener Melodie. 468 Sollt es gleich bisweilen ſcheinen, als verließ' der Herr die Seinen; auch in Sturm und Finſterniß glaub' ich doch: Er hilft gewiß! 2. Wird die Hülfe gleich verſchoben, ſieht er doch mein Leid von oben. Hilft Gott nicht zu jeder Friſt; hilft er doch, wann's nö⸗ thig iſt. 3. Pflegen Väter ſtets zu geben, wornach ihre Kinder ſtreben? Weiſ' iſt Gott, ich Pflichten gegen uns ſelbſt. harre ſtill; und wie er will. 4. Kann ich, iſt die Noth am größten, mich doch na⸗ her Hülfe tröſten: er iſt ge⸗ gen mich, ſein Kind, mehr als väterlich geſinnt. 5. Laß den Feind mir bange machen: Gott, mein Schutz wird für mich wa⸗ chen! Schwer ſei meines Kreuzes Joch: Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Fließt ſo manche ſtillle Thräne, wenn ich mich nach Ruhe ſehne: jede, die mein Auge weint, zählt der treue Menſchenfreund. er gibt, wann 7. Werd' ich gleich ver⸗. folgt vom Neide; leb' mit Böſen ich im Streite; folgt mir Spott und Läſtrung nach: Gott tilgt alle Noth und Schmach. 8. Will mich auch die Welt vertreiben, muß mir doch der Himmel bleiben. Dort folgt Ruhe nach dem Krieg, und die Palme ſchmuͤckt den Sieg. 9. Ich will gern das Eitle laſſen; Fürſt und Bettler muß erblaſſen; Glück ver⸗ ſchimmert, und der Tod führt den Dulder aus der Noth. 10. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, fehlt mir keine gute Gabe! Aus der Welt durchs dunkle Grab führt zum Himmel mich dein Stab! In --“ 469 men? ſtum n den neb den Hin ſchon( ſegt im 2. 9 dieſes einſt all gegeben. mit vo ich ſie, verlaſſer 3. G Seel’: mein; nit gee ihm wie hin, v heßre 4. Kreuz ein An ich dru⸗ ſchickt, den; er ſoll all 5. Gh ten Lag ich jett tragen! doch 1 zu ſcho freuen 6. S ihre M Nichtg neiner ſelbſt. zſtlll; er güt Lie er will a ann ich, iſt den ßten, mich din alfe troſten; er i ich, ſein Kind,z terlich geſinnt Laß den Fänd mathen: Gat, = Scne ſe Schwer ſei m as Joch: Gol, ebet noch. 8 Fließt ſo manchi me, wenn ich nin i ſehne: jede, den a weint, zählt dan ahenfreund. * Verd' ich gau vom Neide; lu ich im Strein . Spott und a — Gott tilgt ab z Scmach. Will mich ai ertreiben, u = der Himmel l t, n Aickt den Sieg. Jch will gern a an; Fürſt un k r erblaſſen; Glüt nert, und da 1n den Dulder a 2 Ach Herr, m unr habe, fehlt m Gabe! Aus du s dunkle Ond du Himmel mich deine dc folgt Ruhe ut und die K In eigener Melodie⸗ 469 Warum ſollt' ich mich denn grä⸗ men? Hab' ich doch Chri⸗ ſtum noch. Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir ſchon Gottes Sohn beige⸗ legt im Glauben? 2. Nichts bracht' ich in dieſes Leben, da es mir einſt allhier ward von Gott gegeben. Nichts nehm' ich mit von der Erde, wann ich ſie, nach viel Müh', einſt verlaſſen werde. 3. Gut und Blut, Leib' Seel' und Leben iſt nicht mein; Gott allein hat es mir gegeben. Soll ich es ihm wiedergeben, geb' ich's hin, preiſe ihn, blick' aufs beßre Leben. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt her⸗ ein Angſt und Pein: ſollt ich drum verzagen? Der es ſchickt, der wird's auch wen⸗ den; er weiß wohl, wie er ſoll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei gu⸗ ten Tagen oft ergötzt; ſollt' ich jetzt nicht auch Etwas tragen? Liebt er mich drum doch nicht minder! Nie zu ſchwer züchtigt er ſeine treuen Kinder! 6. Stolz, Haß, Neid und ihre Rotten können mir Nichts mehr hier thun, als meiner ſpotten. Laß ſie Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 367 ſpotten, laß ſie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil' ſie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen ſoll ein Chriſt, wo er iſt, ſeinem Gott ver⸗ trauen. Was ſollt' er zu ſchmerzlich finden? Selbſt den Tod hilft ihm Gott freudig überwinden. 8. Kann mich doch der Tod nicht tödten; nein, er reißt meinen Geiſt aus viel tauſend Nöthen; endet die⸗ ſes Lebens Leiden, und gibt mir einſt dafür alle Him⸗ melsfreuden. 9. O dann wird an hö⸗ hern Schätzen Geiſt und Herz, frei von Schmerz, ewig ſich ergötzen. Bleibend Gut iſt nicht zu finden in der Welt, ſie enthält Güter, die verſchwinden. 10. Sind nicht dieſes Le⸗ bens Güter Unbeſtand, eit⸗ ler Tand, Laſten der Gemü⸗ ther? Dort, dort ſind die edlern Gaben; denn mein Hirt, Chriſtus, wird dort mich ewig laben. 11. Herr, mein Heil, Quell aller Freuden, du biſt mein, ich bin dein! Nie⸗ mand kann unrs ſcheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu Gut in den Tod gegeben. 12. Du biſt mein, weil ich dich faſſe und dich nicht, o mein Licht, aus dem Her⸗ Q 4 zen zen laſſe. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd' umfangen. In eigener Melodie. 470 Wos Gott thut⸗ das iſt wohl⸗ gethan! Voll Weisheit iſt ſein Wille. Ihn bete ich in Demuth an, und halt' ihm kindlich ſtille. Er iſt mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Sein Wort kann ja nicht trügen; er füh⸗ ret mich auf rechter Bahn zum ſeligſten Vergnügen. Troſt und Geduld gibt ſeine Huld: er wird mein Unglück wenden; es ſteht in ſeinen Händen. 3. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Er wird mich wohl bedenken; wenn ich mir ſelbſt nicht helfen kann, wird er mir Hülfe ſchenken. Ja ſeine Treu' iſt täglich neu: drum will ich auf ihn bauen und ſeiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Er iſt mein Licht und Leben, der nie mein Unglück wollen kann: ihm will ich mich ergeben in Freud' und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich er⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. ſcheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Muß ich den Kelch gleich ſchmecken, der bitter iſt nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht ſchrecken; weil mich zuletzt mein Gott ergötzt mit ſüßem Troſt im Herzen: da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben: ſo wird Gott mich doch väter⸗ lich in ſeinem Schutz erhal⸗ ten. Drum laß ich ihn nur walten. In eigener Melodie. 1 Nas mein Gott 47 1 W will, geſcheh' allzeit! Sein Will' iſt ſtets der beſte. Zu helfen iſt er dem bereit, der an ihn glau⸗ bet feſte. Der treue Gott hilft in der Noth und züch⸗ tiget mit Maßen. Wer ihm vertraut, feſt auf ihn baut, den wird er nie verlaſſen. 2. Er iſt mir Troſt und Zuverſicht, Ruh', Hoffnung, Freude, Leben: drum, was er will, dem will ich nicht un⸗ muthig widerſtreben. Sein Wort iſt wahr: er hat mein Haar auf meinem Haupt gezählet! Des Höchſten Macht, die für mich hacht, gi G gibt mir fehlet. 3. W mir geb verlaſſen Ergeben mich fa befehl i meinen dein Se Höll u auch ühe Mel. W. Erde?, Freud: oft Unr mein W eerkeit; in einer kommw 2. T Herr, deiner Heil, un die Nott meines dheil;: ner Vate Rath un 5 9t, 7. ns Gott thn aeehan ie wie t treul 11 1 8 6683 Dooſ im aun lalle Schmer zen Gott bu 2 1 lgethan! Dabe 1 ie hleiben. Es nnr 16 rauhe Vehu 4 12 0dd Elend treiben 1 8&☛ ott mich doch 1 le ſeinem Schuz d un laß ich inn 1*¾ a eigener Melodu. — W' mein vilh g Sein Wilx t mke. Zu helfer i Areiit, der an uns fte. Der treue di rer der Noth md ſt it autt Maßen. n, feſt auf i tnd er nie 4 Ir iſt mir Tſu ct, Ruh', Hoft m. Leben: drun, N n dem w ill ich nicen 1 E— 3 wahr: er hat n =! Oes ütn d deir ui 1 auf meinem br Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. gibt was mir fehlet. 3. Wann es ſein Wille mir gebeut, das Leben zu verlaſſen: ſo will ich voll Ergebenheit in ſeinem Rath mich faſſen. Dir, Gott, befehl' ich meine Seel' in mir ſtets, meinen letzten Stunden; dein Sohn, o Gott, hat Höll' und Tod für mich auch überwunden. Mel. Wer nur den lieben Gott 472 Wos iſt mein Le⸗ †/ 20 ben auf der Erde? Ein Wechſel iſt's, von Freud' und Leid. Hier ſtört oft Unruh' und Beſchwerde mein Wohl und meine Hei⸗ terkeit; hier wohn ich noch in einer Welt, die kein voll⸗ kommnes Glück enthält. 2. Weß ſoll ich mich, o Herr, dehn tröſten? Nur deiner Huld. Du biſt mein Heil, und bleibſt, wenn auch die Noth am größten, doch meines Herzens Troſt und Theil; und ſtehſt nach dei⸗ ner Vatertreu' mir ſtets mit Rath und Hülfe bei. 3. Du ſtärkſt mir unter aller Plage, o Gott, auf mein Gebet den Muth, daß ich gelaſſen ſie ertrage, und macheſt endlich Alles gut. Auf Kummer folgt zufried⸗ ner Dank, auf Klagen fro⸗ her Lobgefang. 4. Erwarte nicht beſtänd'⸗ A 369 ge Freuden, mein Geiſt, in deinem Uebungsſtand; denn bliebſt du frei von allen Lei⸗ den, wie würde deine Treu' erkannt? Vollkommne Ruh' und Sicherheit iſt nur ein Glück der Ewigkeit. 5. Was biſt du denn, o meine Seele, in deiner Noth ſo kummervoll? Vertraue Gott! Nur ihn erwähle zu deinem Troſt: er ſchützt dein Wohl. Ginſ dankſt du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es ſeyn! Ruf' in Gefahren ihn gläubig nur als Helfer an! Er weiß dich mächtig zu be⸗ wahren, und da, wo Nie⸗ mand helfen kann, fehlt ihm die Mrgſt. zu helfen, nicht! Dies ſtärke deine Zuverſicht! 7. Befſiehl dich ſeiner Vaterpflege; hoff' und ver⸗ trau' ihm allezeit! Auch auf dem allerrauhſten Wege ſieh fröhlich hin zur Ewigkeit; da wirſt du, frei von aller Pein, ganz ſelig, ganz zu⸗ frieden ſeyn. 8. So laß mich, Gott, ſtets dahin ſchauen und dann mit ſtarkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen! Du biſt bei mir, dies ſtärke mich! Wer deſſen ſtets verſichert iſt, der lebt und ſtirbt getroſt als Chriſt! Q I 0 In ————— 2— ooſſͤ ——— —— — 8 1 8 ö 3—— —————— 4 a“ — — 370 In eigener Melodie. 47 3 Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, gib, daß ich mich in deinen Rath ergebe; laß ewig deinen Willen mein, und was du thuſt, mir theuer ſeyn! 2. Du, du regierſt, biſt Weisheit, Lieb' und Stärke. Du, Herr, erbarmſt dich aller deiner Werke. Was zag' ich einen Augenblick? Du biſt mein Gott, und willſt mein Glück. 3. Von Ewigkeit haſt du mein Loos entſchieden. Was du beſtimmſt, das dient zu meinem Frieden. Du wogſt mein Glück, du wogſt mein Leid, und was du ſchickſt, iſt Seligkeit. 4. Gefällt es dir: ſo müſſe keine Plage ſich zu mir nah'n; gib mir zufriedne Tage. Allein verwehrt's mein ewig Heil: ſo bleibe nur dein Troſt mein Theil. 5. Du gibſt aus Huld uns dieſer Erde Freuden; aus gleicher Huld verhängſt du unſre Leiden. Iſt nur mein Weh' nicht meine Schuld; ſo zag ich nicht. Du gibſt Geduld. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabſt, verlieren, und willſt du, Gott, mich rauhe Wege führen: ſo wirſt du, denn du hoͤrſt mein Fleh'n, Pflichten gegen uns ſelbſt. mir dennoch eine Hülf' er⸗ eh'n. 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen ſterben. Herr, wie du willſt! Soll ich den Himmel erben, und dieſer iſt im Glauben mein, wie kann der Tod mir ſchrecklich ſeyn? Mel. In allen meinen Thaten 474 Wos iſt's, daß ich mich quäle? Harr' Seiner, meine Seele, harr' und ſei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nützet; Gott weiß es, und Gott ſchützet, er ſchützet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch ſah. Ch' ich mich ſelbſt noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir ſchon mit Hülfe nah. 3. Die kleinſte meiner Sorgen iſt dem Gott nicht verborgen, der Alles ſieht und hält; und was er mir beſchieden, das dient zu mei⸗ nem Frieden, wär's auch die größte Laſt der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Er⸗ den, um glücklich hier zu werden, die Luſt der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geiſt, beſteht. 5. Was dieſes Gluͤck ver⸗ mehret, ſei mir von dir ge⸗ währet! Gott, du gewährſt e es gern. verletzet auch ſch Gott,1 6. S heit P ſchwer rer Haß ich, und denn ni Wille n 7. L Stärke, Werke dich. fahren, bewahre Gott, b nn nacht E zen, ſo Vater! wird m te, die! den Bei die wird 28 meinen Blickezu mein at und Kr ſandte daß nicj Ruh e 3. 6 den mir entziehen htt, 8 A — lleicht muß it Tagen ſterda. wilſt S 12 eel erben, undä d auben mein, wen d mir ſchrzil lich —— Kn — n n allen meinen de 1 Mrs idsn 4. nic 4 Seiner, meine und ſei une neißt nicht, m 8 Gott weiß a 1 ¹ ſchützet, er ſt er nach ihm f 3 Ir zählte menn 13 ½ und mein ie Wel tnab e ſelbſt noch — ihn Vater narm. 1 t ſchon mit Hüh — dDie kleinſte: 1 [en iſt dem Get rgen, der Alai bält; und vu Kdden, das dient zut rrieden, wär's ul d aſt der Well — Ich! lebe nicht 1i un glüͤcklich ke m, die zuf m 5 4 Ich lebe hu — den Grund zun d7 das ewiz, er Geiſt, beſteht BWas dieſes li tt! Gott, du gi ei mir von es gern. Was dieſes Glück verletzet, wenn's alle Welt auch ſchätzet, ſei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krank⸗ heit Plagen, der Mangel ſchwer zu tragen, noch ſchwe⸗ rer Haß und Spott: ſo harr' ich, und bin ſtille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur geſcheh', o Gott! 7. Du biſt der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmſt du ewig dich. Was kann mir wider⸗ fahren, wenn Gott mich will bewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 47 5 Wenn gleich aus ☛☚ tiefer Mitter⸗ nacht Gewitter um mich bliz⸗ zen, ſo zag' ih nicht mein Vater wacht, er wacht und wird mich ſ ſchützen. Die Gü⸗ te, die unich werden hieß, die den Bedrängten nie verließ, die wird mich nie verlaſſen. 2. Sein Auge ſchaut auf meinen Schmerz, und ſeine Blicke zählen die Sorgen, die mein armes Herz mit Angſt und Kummer quälen. Er ſandte mir das Leiden zu, daß nicht mein Herz in ſtolzer Ruh' des Ewigen vergeſſe. 3. Geſegnet ſind die Lei⸗ den mir, die mich der Welt entziehen, mich lehren, Gott, allein zu dir nach Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 371 Troſt und Hülfe Ich weiß, einſt bringſt du meinem Blick der Sonne fanftes Licht zurück, das Dunkel mir verhüllet. 4. Wie will ich dann, vom Schmerz befreit, Herr, dei⸗ ne Huld erheben; wie freu⸗ dig dir ſelbſt für das Leid Lob, Preis und Ehre geben! Wohl denen, die dem Herrn vertrau'n, und ihre Hoff⸗ nung auf ihn bau'n! Nie werden ſie zu Schanden. fliehen. Mel. In allen meinen Thaten 476 Wil mich, o Gott, hie⸗ nieden des Lebens Laſt ermü⸗ den, ſo ſtärke meinen Geiſt! Wann mich die Leiden krän⸗ ken, ſo laß mich wohl be⸗ denken: auch das ſei gut, was Trübſal heißt! 2. Nicht ewig ſoll ſie wäh⸗ ren; oft werden unſ're Zäh⸗ ren ſchnell von dir abge⸗ wiſcht. Und ſeufzen wir: Wie lange iſt meiner Seele bange! ſo wird mit Troſt das Herz erfriſcht. 3. Du wendeſt ſolche Bür⸗ den, die uns erdrücken wür⸗ den, Gott, gnädig von uns ab. Du ſiehſt bei unſern Plagen auch auf die Kraft zu tragen, die deine Hand uns ſelber gab. 4. Dein väterlich Bemü⸗ hen will deine Kinder ziehen, zu thun, was dir gefällt. Q 6 Du 372 Pflichten gegen den Nächſten. Du willſt die Lüſte ſchwä⸗ chen, den eignen Willen brechen, uns bilden für die beſſre Welt. 5. Du willſt den Eifer mehren, gehorſam dich zu ehren mit Glauben und Ge⸗ duld; daß, wenn uns Feinde haſſen und Freunde uns ver⸗ laſſen, wir ſtets vertrauen deiner Huld. 6. Was will uns, Herr, auch ſcheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns erſehn? Wir leben oder ſterben, ſo wird uns, dei⸗ nen Erben, des Himmels Wonne nicht entgehn. 7. Zu jenem beſſern Leben willſt du auch mich erheben; der Tod iſt mein Gewinn. Muß gleich mein Leib ver⸗ weſen, wird doch mein Geiſt geneſen, er eilt zu ſeinem Schöpfer hin. 8. O drücke meinem Her⸗ zen bei Sorgen, Gram und Schmerzen dies doch auf's tieffte ein: der, den du, Vater, liebeſt, kann, wenn du ihn betrübeſt, doch nie⸗ mals unglückſelig ſeyn. Allgemeine Men⸗ ſchenliebe. Mel. Schwing' dich auf zu 477 HMun heilig iſt das Band, das die Menſchen bindet; iſt geknüpft von deſſen Hand, der die Welt gegründet; iſt geknüpft, daß beſſer mir ſeine Welt gefalle! Einen Schöpfer haben wir, Einen Vater Alle; 2. Einen Vater, Einen Gott, der uns Alle liebet, der uns täglich unſer Brod, Kraft und Freude giebet; der nicht nur mit Freundlichkeit ſchaut auf Fürſtenthronen, der auch ſegnet und erfreut, die in Hütten wohnen. 3. Wohl mir! Auch auf mich, ſein Kind, blickt er, freundlich nieder. Nah und fern die Menſchen ſind alle meine Brüder. Froh und herzlich ſollen wir uns ein⸗ ander lieben; wohlthun, Elend mildern hier, Keinen je betrüben. 4. Und ich fühlte keinen Schmerz bei des Bruders Leiden? Kalt und fühllos blieb' mein Herz bei des Bru⸗ ders Freuden? Und es ſollt' in meiner Bruſt Stolz und Haß entbrennen? Könnt' ich dann wohl Gott mit Luſt meinen Vater nennen? 5. Brüder, nein, dies Herz ſoll nie ſich vor euch verſchließen; immer will ich Sorg' und Müh' liebreich euch verſüßen. Alle, Alle leben wir, um uns zu be⸗ glücken; und ihr ſeid nur theurer mir, wenn euch Lei⸗ den drücken. 6. Immer will ich, vif i ich kann, gen; ka tröſten euch k ihr an Gram Sonne Herz w 7. 0 ihr frol und auc mit hül werdet, mich, u cken, n derlich Mel. 4 hat de ſchriebe ſollet von ſei un Wäat geni hän —5 Sinen Vater, ch mru agi unſerd ind Freude gieben 1ur mit Freunlit I auf Fürſtenthran 1 ch ſegnet und eit 1 Hütten wohnen Wohl mir! Auh sr ſein Kind, blit ir Aich nieder. Mau 1 e Menſchen ſm er Brüder. Frohn s ſollen wir une ⸗ lieben; vollk amildern hiet, ſu VF iben. Ar ich fühlte in ☛ bei des Wu 1= Kalt un fit „— nein Herz bei dad — zreuden? Und eſ iner Bruſt Sbohu — entbrennen! Fm un wohl Gott nit n a Vater nenna ² ABrüͤder, nein, i . ſoll nie ſich bot a ießen; immer vil — und Mih) lüin a verſüßen. Alle, — wir, um uns m an; und iſt ſedr — e mit, wenn euhb rücken. 8 Ill ib. Inmer will ih,— ich kann, ſie euch helfen tra⸗ gen; kann ich's nicht, euch tröſten dann, tröſten, mit euch klagen. Dann ſollt ihr an meiner Bruſt euren Gram verweinen, bis die Sonne neue Luſt euch in's Herz wird ſcheinen. 7. O gewiß, dann werdet ihr froh den Vater preiſen, und auch Duldern gern mit mir hülfreich euch erweiſen; werdet, ſüßer Troſt! auch mich, wann mich Leiden drü⸗ cken, mitleidsvoll und brü⸗ derlich tröſten und erquicken. 3 Mel. Jeſus meine Zuverſicht 4 ν Allen Chriſten 478 A und auch mir hat der Herr dies vorge⸗ ſchrieben: Euren Nächſten ſollet ihr, als euch ſelbſt, von Herzen lieben! Heilig ſei uns allezeit, was der Herr uns hier gebeut! 2. Wir ſind Bürger Einer Welt, Kinder Eines Va⸗ ters, Brüder, die er huld⸗ reich All' erhaͤlt; Alle Ei⸗ nes Leibes Glieder, die ſein weiſer Allmachtsruf Alle, ſich zu lieben, ſchuf. 3. Eine ſterbliche Natur hat er Allen uns gegeben, und auch Eine Hoffnung nur: Hoffnung auf ein beßres Leben, wenn wir hier in dieſer Welt redlich thun, was ihm gefäͤllt. 4. Und wir ſollten uns Allgemeine Menſchenliebe. entzwei'n? Lieblos uns ein⸗ ander haſſen? Uns, zu un⸗ frer eignen Pein, Stolz und Neid beherrſchen laſſen? Wer kein Freund des Näch⸗ ſten iſt, iſt fürwahr kein Menſch, kein Chriſt. 5. Was wir auch aus Got⸗ tes Hand reichlicher als An⸗ dre haben: Anſehn, Reich⸗ thum, hoher Stand, Leibes⸗ kräfte, Geiſtesgaben, Alles dies befreit uns nicht von der Menſchenliebe Pflicht. 6. Nein, der Gaben Un⸗ terſchied knüpft das große Band auf Erden, und wohl dem, der ſich bemüht, nütz⸗ lich, wie er kann, zu wer⸗ den; ſich der Menſchheit Dienſt zu weih'n, auch im Kleinſten treu zu ſeyn. 7. Darum gib uns, Gott, ein Herz, voll von wahrer Menſchenliebe, das an An⸗ drer Freud' und Schmerz Antheil nehm' und gern das übe, was der Liebe Pflicht begehrt, wie ſie uns dein Sohn erklärt. 8. Dieſem großen Men⸗ ſchenfreund laßt uns Alle ähnlich werden, daß wir, hier mit ihm vereint, nach vollbrachtem Lauf auf Erden, dort verklärt, auf ewig ſein, ſeiner Lieb' uns ganz erfreun! In eigener Melodie. 479 Manſchenſteunde nach deinem Q 7 Bil⸗ — ““ — 374 Pflichten gegen den Nächſten. Bilde bilde ſich mein ganzer Ob er Boſes von mir denket: Sinn! zur Güte hin! wär' ich, der Liebe Pflicht! 2. Wo du, Jeſu, Men⸗ ſchen nahteſt, folgte Wohl⸗ thun deiner Spur; wo du ſegnend Gutes thateſt, in den Hütten, auf der Flur, an dem Lager kranker Brü⸗ der, wo du je nur hinge⸗ Freud' und Hoffnung wieder, und die blickt, kehrte Menſchheit ward erquickt. 3. Menſchenfreundlichſter von Allen, Keinen haſt du je verſchmäht. Wer verirrt war und gefallen, wer um Troſt zu dir gefleht, hat für alle ſeine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung, Heil und Troſt gefunden, Hülfe, wie er nirgends fand. 4. Brüder, kommt in meine Arme; wer da leidet, ruhe hier! Wenn ich ſein mich nicht erbarme, wende ſich mein Gott von mir! Ohne Liebe iſt kein Leben; liebend nur gleich ich dem errn: ſein Verſchonen, ſein Vergeben, o mein Herz, ſtets üb' es gern! 5. Ob mich auch mein Nächſter kränket: Jeſus, denk' ich, litt wohl mehr. Deine Sanftmuth, deine Milde neig' auch mich Unwerth dich zu kennen, liebt' ich meine Brüder nicht; unwerth, mich nach dir zu nennen, wich' ich von beſſer will ich ſeyn, als er. Wenn mir Jemand Gram bereitet, irrt vielleicht nur ſein Verſtand, und ich reich⸗ ihm, wenn er gleitet, den⸗ noch liebreich meine Hand. 6. Nimmer ſoll mein Herz ermüden, reiner Liebe ſich zu weih'n! O es ſchafft ſo ſüßen Frieden, wohlzuthun und zu erfreun? Wer nach Dank und Lohn nur ringet, hat ſchon ſeinen Lohn da⸗ hin; wen das Herz zur Liebe dringet, ärntet dauernden Gewinn. 7. Zwar der Wehmuth Zähr' entfließet dem, der reiche Saat geſtreut, wenn der Hoffnung Feld nicht ſprießet, oder wenig Frucht ihm beut; doch des Segens ſeiner Güte freut er einſt ſich, wär's auch ſpät; endlich, Heil uns! ſteigt zur Blüthe, was die Liebe ausgeſät. Mel. O Gott, du frommer Gott 480 Gü mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menſchen liebet, bei ſeinem Wohl ſich freut, bei ſeiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennutz und Neid und Härte flieht, und ſich um Andrer Gluͤck als um ſein Glück bemüht! 2. Seh' ich den Dürfti⸗ gen, ſo laß mich gütig eilen, von dem, was du mir gibſt, ihm nicht Wohltt mein 2 begegn Ttoſt, Bedräl mit der mer J bleibt, dir, H 5. Herz Gott, vergelt ſtille auf 1 daß i mir z liebe, ſegne, 7. 2 a wenn er Jleitt, 4* ebri meine 6 — 1. nein 8 , arnte ₰ hn zwar der Wihn * dent ffließet den Etsaat geſtreut, n fanng Fehn „ oder veng b—— doch des Sn — üte freut ter ein =ð auch ſpät; en 1=ns ſteigt zur Nn Libbe ausgeſit —= Gott, du frommer a — ib mir, o6 —) G ein Her Hheuſten liebet, Wohl ſich freut, Noth betrübet;: — das Eigemm a nd Härte flieht, 1 a Andrer Gliki ◻ Glück bemüht eh' ich den d laß mich gitg n, was du nr ihm hülfreich mitzutheilen; nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu ſeyn, und mich verehrt zu ſehn; nein, Menſchen zu erfreun. 3. Dies ſei mein Gottes⸗ dienſt! Auch unbemerkt von ihnen, müſſ' Andern ſtets mein Herz mit Rath und Hülfe dienen! Mich treibe nicht erſt Dank zu milder Wohlthat an; nein, was ich Brüdern thu', das ſei dir, Gott, gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienſt dem Durſtigen begegnet; ein Blick voll Troſt, mit dem mein Herz Bedrängte ſegnet; ein Rath, mit dem mein Mund in Kum⸗ mer Andre ſtärkt: Nichts bleibt, ſo klein es iſt, von dir, Herr, unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, ſo laß mich ſorgſam ſeyn, der Brüder Zwiſt zu ſchlichten. Aus Schmähſucht kränke nie mein Mund des Nächſten Ruh'; er rühme ſein Ver⸗ dienſt, deck' ſeine Fehler zu! 6. Die Rach' iſt dein, o Gott, du ſprichſt: Ich will vergelten. Drum laß mich ſtille ſeyn, wenn Menſchen auf mich ſchelten! Gib, daß ich dem verzeih', der mir zu ſchaden ſucht, den liebe, der mich haßt, den ſegne, der mir flucht! 7. Doch laß mich nicht Allgemeine Menſchenliebe. 375 allein auf zeitlich Wohl⸗ ergehen mit eingeſchränktem Blick bei meinem Nächſten ſehen! Noch ſtärker müſſe mich ſein ewig Glück er⸗ freun, noch mehr ſein See⸗ lenheil mir angelegen ſeyn! 8. Den, der im Glauben wankt, im Glauben zu be⸗ ſtärken, den, der noch ſicher iſt bei ſeines Fleiſches Wer⸗ ken, von der verkehrten Bahn des Laſters abzuziehn, dazu verleih' mir Kraft und ſegne mein Bemühn! 9. O heilige du ſelbſt, Herr, meiner Seele Triebe durch deine Lieb' und Furcht zu wahrer Menſchenliebe! Wer nicht den Nächſten liebt, geht nicht zum Him⸗ mel ein. Laß dieſe Wahr⸗ heit, Gott, mir ſtets vor Augen ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 481 Vereinigt laßt uns Gutes wirken! O Chriſten, füget Hand in Hand! Es ſchlin⸗ ge ſich um unſre Herzeu der Menſchenliebe ſanftes Band; und jeder liebe Recht und Pflicht, bis einſt ſein Aug' im Tode bricht! 2. Wir ſind ja Eines Va⸗ ters Kinder, in jedem Stan⸗ de vor ihm gleich; ſind ohne Unterſchied hier Brüder, wir mögen arm ſeyn, oder reich. In Eintracht ſollen wir 376 Pllichten gegen den Nächſten. wir uns freun, einander Hülf' und Beiſtand ſeyn. 3. So ſchlage denn für Menſchenfreude, ſchenwohl auch unſer Herz! und leidet irgendwo ein Armer, gemildert ſei durch uns ſein Schmerz. Sein heitrer, dankerfüllter Blick erhoͤhet unſer eignes Glück. 4. O Wonne, Menſchen glücklich machen! O Won⸗ ne, Menſchen glücklich ſehn! Durch ſie wird Gottes ſchöne Erde dem Herzen noch ein⸗ mal ſo ſchön. Ja, eine freu⸗ denreichre Pflicht, als Men⸗ ſchenliebe, gibt es nicht. 5. Erſcheint des Todes ernſte Stunde dir, Men⸗ ſchenfreund, ſo naht mit ihr ein Engel Gottes und ver⸗ kuͤndigt den Lohn der Men⸗ ſchenliebe dir. Des Grabes Nacht wird dir erhellt; du ſä'teſt für die beßre Welt. 6. Ja, Chtiſten, wer ſein Herz hienieden der wahren Menſchenliebe weiht, der ſtreut zu einer reichen Aernte den Samen für die Ewig⸗ keit. O laßt uns dieſen Samen ſtreun! O laßt uns Menſchenfreunde ſeyn! Mel. Auf, Chriſtenmenſch (a) o Jemand 482 Storfbomnund liebe Gott! und haßt doch ſeine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, für Men⸗ und handelt ganz dawider. Gott iſt die Lieb' und will, daß ich den Nächſten liebe, gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, ſind Eines Lei⸗ bes Glieder: drum diene deinem Nächſten gern, denn wir ſind alle Bruͤder. Gott ſchuf die Welt nicht blos für a, mein Nächſter iſt ſein Kind, wie ich. 3. Ein Heil iſt unſer Aller Gut. Ich ſollte Brüder haſ⸗ ſen, die Gott durch ſeines Sohnes Blut ſo hoch er⸗ kaufen laſſen? Daß Gott mich ſchuf und mich ver⸗ ſühnt, hab' ich dies mehr, als ſie verdient? 4. Du ſchenkſt mir täglich ſo viel Schuld, du Herr von meinen Tagen! Ich aber ſollte nicht Geduld mit mei⸗ nen Brüdern tragen? dem nicht verzeih'n, dem du ver⸗ gibſt, und den nicht lieben, den du liebſt? 5. Was ich den Frommen hier gethan, dem Kleinſten auch von dieſen, das ſiehſt du, mein Erlöſer, an, als hätt' ich's dir erwieſen. Und ich, ich ſollt' ein Menſch noch ſeyn, und dich in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den erge⸗ hen, der nicht barmherzig iſt, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib 85 olt, Cott, ein He Liebe p Miffr J 78 Mel. M 484 mein He ſte Fi freu'n, dann a⸗ 2. O Pflccht ſetzen, Gering Wohlſe 3. Nachſte gunſt Andrer niedrer 4. Andrer eignes neeinem Thräne wenn 1— hh nicht bls 1 — ann Nächſter iſt ſa b Lid. 31Heil iſ unſer G h ſollte Brider 3 ſe Gott durch ſin A** Blut ſo hoch 4 ta eraſſen? Daß 6 5 9 und mich w 1atab' ich dies na 3 ſterdient? b ſſbeniſt mir ti , Schuld, du Hertn 1= Kagen! Ich ü )h cht Geduld müm t ddern tragen? 3. reiyn, dem dur 312 und den nicht liin liebſt? han, dem Kleiz 1 n dieſen, das ſit a n Erlöſer, an, 1 “s dir erwieſen. U i zan ollt ein Meuſchuf ud dich in Brün 1 rreun? in unbarmhu 4 ½ z vird über deuet 3r nicht barnſe nicht die rettt, as ich den Fronn— pen. Drum 1 1 Gott, ein Herz, Liebe preiſt! Mitfreude und Mitleid. durch deinen Geiſt das dich durch Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis b llliebender, 482%AGbrfguff mein Herz, bei meines Näch⸗ ſten Freuden mich mit zu freu'n, und fühlt er Schmerz, dann auch mit ihm zu leiden. 2. O laß mich dieſe heil'ge Pflicht nie aus den Augen ſetzen, und auch an dem Geringſten nicht gering ſein Wohlſeyn ſchätzen. 3. Nie reize mich des Nächſten Glück zur Miß⸗ gunſt und zum Neide; nie Andrer widriges Geſchick zu niedrer Schadenfreude! 4. Hilf mir vielmehr, in Andrer Wohl, o Gott, mein eignes finden, und, wenn ich kann, auch, wie ich ſoll, gern ihre Wohlfahrt gründen! 5. Laß mich auch ſelber meinem Feind des Mitleids Thräne weihen, und ihn, wenn er im Unglück weint, mit Hülfe gern erfreuen! 6. Gott, welch ein ſeliger Gewinn iſt dann ſchon mein auf Erden, wenn ich an liebevollem Sinn dir lerne ähnlich werden! 7. Dein Beifall iſt mir dann gewiß und unter dei⸗ nem Segen geh' ich, dein Gerechtigkeit und Billigkeit. 377 Wort verſpricht mir dies, froh jener Welt entgegen. 8. Da wirſt du dann, mein Vater, mir das Glück des Himmels geben; ich werd' erfreut, belohnt von dir, im Reich der Deinen leben. Gerechtigkeit und Billigkeit. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 483 D“ liebſt, o Gott, Gerechtigkeit, und ſtrafeſt den, der ſie ent⸗ weiht, am Nächſten Unrecht übet. Du biſt's, der Jedem ſeinen Lohn, ohn' alles An⸗ ſehn der Perſon, nach ſeinen Werken giebet. 2. Gerechter Gott, laß deinen Geiſt zu dem, was recht und billig heißt, ſtets meine Seele lenken! Nie komm' es mir doch in den Sinn, aus ſchnöder Hab⸗ ſucht, um Gewinn, des Nächſten Recht zu kränken! 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Bruſt, und laß mich ſtets mit wahrer Luſt der Liebe Pflichten üben. Ein Herz das nur auf Unrecht denkt, nur Schaden ſucht und Andre kränkt, wie kann das Brüder lieben? 4. Nie ſeufze Jemand über mich! Mein ganzes Herz beſtrebe ſich, dem Nächſten gern zu geben, was er mit Recht 378 Pflichten gegen den Nächſten. Recht verlangen kann, und immerfort mit Jedermann in Einigkeit zu leben! 5. Laß mich beſtändig da⸗ hin ſehn, mit Jeglichem ſo umzugehn, wie ich's von ihm begehre; damit ich keines Menſchen Herz durch Druck und Härte je mit Schmerz und Kuͤmmerniß beſchwere! 6. Herr, mit dem Maaß, womit ich hier dem Nächſten meſſe, wirſt du mir dereinſt auch wieder meſſen. Dies reize mich zur Billigkeit und laſſe mich zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergeſſen! Mel. Alle Menſchen müſſen ſterb. a ller meiner 484 G) A Brüder Rechte laß mir, Gott, ſtets heilig ſeyn; Wenn ich ſie zu kränken dächte, ihres Kum⸗ mers mich zu freun, über ſie mich zu erheben, oder mir allein zu leben; dann verletzt' ich meine Pflicht, ehrte deinen Willen nicht. 2. Könnt' ich, taub bei ihren Klagen, ihnen das aus Eigenſinn oder Neid und Geiz verſagen, was ich ihnen ſchuldig bin; könnt' ich ohne Treu' und Glauben Andern Gut und Ehre rau⸗ ben; welchen Haß verdient' ich nicht, welch ein ſchreck⸗ liches Gericht! 3. Nein, ich will das Un⸗ recht haſſen, Recht erzeigen Jedermann, Jedem geben, Jedem laſſen, was er hat und fordern kann. Lieber will ich Unrecht leiden, als bege⸗ hen, und mit Freuden lieber niedrig ſeyn und bloß, als durch Unrecht reich und groß. 4. Würden der Bedräng⸗ ten Zähren, würden ihre Seufzer nicht Rettung, Gott, von dir begehren, und erſchweren mein Gericht? Würd' ich nicht einſt zittern müſſen? Würde nicht ſelbſt mein Gewiſſen mir mit Angſt und Schrecken dräun, und ihr erſter Rächer ſeyn! 5. Eines Unterdrückten Thränen, o, wie furchtbar ſind nicht die! Eh' es Un⸗ gerechte wähnen, trifft, Herr, deine Strafe ſie. Und wenn du nicht eilen ſollteſt, wenn du, Richter, ſäumen woll⸗ teſt, harrt gewiß dem Bö⸗ ſewicht einſt ein ſchreckliches Gericht. 6. Nein, ich will gerecht und billig ſelbſt auch gegen Feinde ſeyn; Keinen druͤcken, vielmehr willig dem Belei⸗ diger verzeih'n. Hab' ich Macht, ich will ſie nützen, den Bedrängten zu beſchü⸗ tzen; eilen, wo Verlaſſ'ne flehn, ihnen liebreich bei⸗ zuſtehn. 7. Schützen will ich meine Rechte, aber ſanft und mit Geduld. Wir ſind alle deine Knechte; und wie gruß iſ ei⸗ heine 4 mit me ich denn nicht ge freun, verzeihn 8. 5 wandel Unrecht nend, lich I Du, d ten, u vergelt Brüder großer Mel. 48 lehren gehren ter gi dringe zu zw drung 2. Kräfte Geſchä feit; Willer füllen, Püücht 3. wagen verſag ſatz fe ſeinem Rühr iſn m 4. 4 icht (A on dir— [(Eren mein(er x! ich nicht eint 4 12V Würde nitht f nn ewiſſen mir niti 1 cchrecken dräm, n i er 9 lächer ſ ſeyn i nes Untendrit an, b, wie f funz 14 oht die! Ch' 83 vühnen, trift Fhrrafe ſie. Undm t eil len ſ ollteſt nn lichter, ſaumen arrt dnuß den ¹ ſ* eint ein ſchrettt =ð2pn Nein, ich will gri llig ſelbſt auch g re ſeyn; Keinen diit Ahr willig dem R erzeih'n. 9a , ich will ſie n redrängten zu bi geilen, wo Veih 7 ihnen liebreih — *— A⁴. = Schützen willihn , aber ſanft ud! . Wir ſind aleu und wie nii deine Huld! Du vergibſt mir meine Schulden; ſollt' ich denn kein Unrecht dulden, nicht gelind ſeyn, mich nicht freun, wie du, Vater, zu verzeihn? 8. Hilf mir immer richtig wandeln, und, von allem Unrecht fern, billig, ſcho⸗ nend, liebeic handeln, ähn⸗ lich Jeſu, meinem Herrn! Du, der Richter aller Wel⸗ ten, wirſt mir Alles einſt vergelten, was ich meinen Brüdern that, wenn dein großer Tag ſich naht! Mel. In allen meinen Thoten 484 G) N.' Se spahiſe lehren darf ich nicht ſtets be⸗ gehren, was vor dem Rich⸗ ter gilt; nicht immer darauf dringen, den durch Gewalt zu zwingen, der meine For⸗ drung nicht erfüllt. 2. Oft mangelt's ihm an Kräften, an Fortgang in Geſchäften, bei aller Thätig⸗ keit; und bei dem beſten Willen kann er oft nicht er⸗ füllen, was ihm Geſetz und Pflicht gebeut. 3. Wie ſollt' ich es denn wagen, dem Nachſicht zu verſagen, der nicht mit Vor⸗ ſatz fehlt, und, taub bei ſeinem Flehen, es ohne Rührung ſehen, wie ſehr ihn meine Strenge quält? 4. Nein, lieber will ich Gerechtigkeit und Billigkeit. 379 dulden, als deſſen Gram verſchulden, für den ſein Un⸗ glück ſpricht! Zur Schonung mich zu neigen, und Billig⸗ keit zu zeigen, das fordert meine Chriſtenpflicht. 5. Auf ſeine Rechte drin⸗ gen, gewaltſam ſie erzwin⸗ gen, und keine Härte ſcheun; ſich nicht der Noth des Ar⸗ men und Dürftigen erbar⸗ men, heißt: ſchändlich alles Recht entweihn. 6. Wenn du mit deinen Knechten, o Höchſter, woll⸗ teſt rechten, wer könnte dann beſtehn? Doch wirſt du ſtreng die richten, die, tro⸗ tzend allen Pflichten der Bil⸗ ligkeit, aufs Recht nur ſehn. 7. Daß ich einſt Gnade finde, laß mich, o Gott, gelinde, mild und barmher⸗ zig ſeyn, mein Recht nicht übertreiben, und immer bil⸗ lig bleiben, von aller Streng' und Härte rein! Mel. Gott des Himmels und (c) ichte nicht 484 R mit harter Strenge, wenn du Andre fehlen ſiehſt! Groß iſt auch der Fehler Menge, die du ſelber noch nicht fliehſt. Sei bedachtſam, richte nicht! Schonung iſt des Chriſten Pflicht Pflicht. 2. Siehſt du ſtets die tie⸗ fern Gründe von des Näch⸗ ſten Handlung ein? Iſt auch, 380 auch, was du tadelſt, Sunde? oder trüget dich der Schein? Urtheilſt du gewiſſenhaft? oder reizt dich Leidenſchaft? 3. Haſt du auch in ſeiner Jugend ſtets den Blick ihm zugewandt? Und die Feinde ſeiner Tugend, ſind ſie alle dir bekannt? Ach, was rechneſt du ihm zu, daß er Menſch iſt, ſo wie du? 4. Oft vollbringt er nur im Stillen, was vor Gott ihm rühmlich bleibt; fehlt auch oft mit Widerwillen, oft nur, weil ihn Irrthum treibt; zeigt nicht Klugheit bei der Pflicht, aber Bos⸗ heit übt er nicht. 5. Chriſt, vergiß nicht, zu bedenken, was dein Nächſter fordern kann! Ach, wie würd' es dich nicht kränken, griff' er deine Ehre an! Deiner ſchont ja auch der Herr; zeig' dich nachſichtsvoll, wie er! 6. Selbſt bei wirklichem Vergehen meide mit Be⸗ ſcheidenheit alles unbefugte Schmähen, Härte, Spott und Bitterkeit! Menſchen⸗ freundlich decke du deines Nächſten Fehler zu. 7. Mit dem reinſten Her⸗ zen biete ihm die Hand zu ſeinem Glück! Bringe, wenn du kannſt, voll Güte, aus der Irre ihn zurück! Hüte ſelbſt dich, wenn du ſtehſt, daß du keinen Fall begehſt! 8. Siehe nicht des Näch⸗ Pflichten gegen den Nächſten. ſten Leiden gleich als Strafe Gottes an! Gönne dem er⸗ laubte Freuden, der ſie noch genießen kann! Nie gib ſei⸗ nen frohen Sinn ſcheinbar⸗ frommer Schmähſucht hin! 9. Laß die Liebe dich be⸗ ſeelen, die nur ungern Arg⸗ wohn hegt, und, wenn Andre wirklich fehlen, ihre Fehler ſanft erträgt! Meh⸗ re niemals ihren Schmerz! Rühre, beßre nur ihr Herz! 10. Gott, der Richter al⸗ ler Welten, richtet mit Ge⸗ rechtigkeit. Jedem wird er einſt vergelten, wie er lebt in dieſer Zeit. Ueberlaß ihm das Gericht! Richte du den Nächſten nicht! Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit. Mel. In allen meinen Thaten (a) u, aller 485 D Menſchen Vater, du gütigſter Bera⸗ ther in Allem, was uns drückt! Was wir hier Gu⸗ tes haben, ſind einzig deine Gaben; du biſt's, der unſer Herz erquickt. 2. Du läſſeſt von uns Sündern durch Undank nie dich hindern, uns ſegnend zu erfreu'n! Zu ew'gen Se⸗ ligkeiten uns Sterbliche zu leiten, wird ewig dein Ver⸗ gnügen ſeyn. 3. Wie groß iſt deine Mi 1 - del B bilde me Sinn! der Arm erbatme 4. C gebe; beſtrebe, land tha harmer, ter Arm Hülfe b 5. Er he der Wie du ſo laß u Andrer oft ich b nung ſt Herrn Geber willig g dir woh „7. La ſäen; d geſchehen Zeit. N ſten liebe thun ub die Seli Mel. der 485 zutheilen geſſet ni ten zuzu ſeehn i . nden g lei d Sh vitlit ſhen , en, — ſen in 4 1r nals s ihren Schna dhes nur ihr ge tt, der Rictt Z der richtet mi Jedem 13 Airgelten, wie n r Zeit. ludei laßi richt! Richte un . nicht! n thätigkeit m armherzigkeit („z alen meinen Wu 2(a) Du l D Mn ſun n gitigſter M =n Allem, wan [b= Was vir hie iu en, ſind einigi 4 du biſt's, der m „guickt. du lläſſeſt vor u n durch Undent andern, uns ſene 'n! Zu ewaa —n uns Sterblite, Z wird ewig dei d ſeyn. Sgdie graß Knas Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit. de! Barmherz'ger Vater, bilde mein Herz nach deinem Sinn! Daß ich der Noth der Armen mich willig mög' erbarmen, nimm alle Härte von mir hin. 4. Gib, daß ich willig gebe; mich, wohlzuthun, beſtrebe, ſo wie mein Hei⸗ land that, der göttliche Er⸗ barmer, den kein bedräng⸗ ter Armer vergohens je um Hülfe bat. 5. Erhalt' in mir die Trie⸗ be der mitleidsvollen Liebe! Wie du mir Gut's gethan, ſo laß um deinetwillen mich Andrer Nothdurft ſtillen, ſo oft ich ſie nur ſtillen kann! 6. Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoff⸗ nung ſtärken: vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, ſei, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefällt! 7. Laß mich hier reichlich ſäen; denn das, was hier geſchehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier den Näch⸗ ſten liebet und ſich im Wohl⸗ thun übet, der ärntet dort die Seligkeit. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 48 5(b) ohlzuthun und mit⸗ zutheilen, Chriſten, das ver⸗ geſſet nicht! Den Bedräng⸗ ten zuzueilen, Armen beizu⸗ ſtehn, iſt Pflicht; Pflicht, 381 die Jeſus ſelbſt uns lehret, und die Gott, den Höchſten, ehret! 2. Speiſet die, die Hun⸗ ger leiden, und die durſtig ſind, die tränkt; kommt, die Nackenden zu kleiden, tröſtet die, die Kummer kränkt; Schwache eilt zu unterſtützen, Unterdrückte zu beſchützen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, und zu euch um Hülfe flehn, Allen eilt, von Gott getrieben, nach Ver⸗ mögen beizuſtehn; führt zu unverhofften Freuden die auch, die im Stillen leiden! 4. Liebe ſei dir keine Bürde, keine Laſt, beglückter Chriſt! Hoheit iſt es, Ruhm und Würde, wenn du mild und hülfreich biſt! Welch ein Ruhm für den Erlöſten, arme Brüder Chriſti tröſten! 5. O wie lohnt's mit ſü⸗ ßen Freuden, der Verlaßnen Helfer ſeyn; ſehn, wie ſie in ihren Leiden ſich, durch uns geſtärkt, erfreun! Ein be⸗ rübtes Herz erquicken, ſchaf⸗ fet himmliches Entzücken! 6. Heil und Glück auf unſern Wegen, innige Zu⸗ friedenheit, Huld bei Men⸗ ſchen, Gottes Segen folgen auf Barmherzigkeit! Was iſt Mühe, was Beſchwerden, wenn ſie ſo belohnet werden! 7. Laßt uns eilen, unſre Gaben, well es Zeit iſt, aus⸗ zu⸗ 382 zuſtreun! Was wir hier geſäet haben, ärnten wir dort reichlich ein. Seid barmherzig; helft den Ar⸗ men! Gott wird euer ſich erbarmen. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 486 Wer dieſer Erden Güter hat und ſieht den Nächſten leiden, und macht den Hungrigen nicht ſatt, läßt Nackende nicht kleiden: der übertritt die erſte Pflicht und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 2. Wer ſeines Nächſten Ehre ſchmäht und gern ſie ſchmähen hoͤret; ſich freut, wenn ſich ſein Feind ver⸗ geht, und Nichts zum Beſten kehret, nicht dem Verleum⸗ der widerſpricht: der liebet ſeinen Nächſten nicht. 3. Wer zwar mit Rath, mit Troſt, mit Schutz den Nächſten unterſtützet, doch nur aus Stolz, aus Eigen⸗ nutz, aus Weichlichkeit ihm nützet; nicht aus Gehorſam, nicht aus Pflicht: auch der liebt ſeinen Naͤchſten nicht. 4. Wer harret, bis, ihn anzuflehn, ein Dürft'ger erſt erſcheinet; nicht eilt, dem Frommen beizuſtehn, der im Verborgenen weinet; nicht gütig forſcht, ob's ihm ge⸗ bricht: auch der liebt ſeinen Nächſten nicht. 5. Wer Andere, wenn er Pflichten gegen den Nächſten. ſie beſchirmt, mit Härt' und Vorwurf quälet, und ohne Nachſicht ſtraft und ſtürmt, ſobald ſein Nächſter fehlet: wie bleibt bei ſeinem Unge⸗ ſtüm, Gott, deine Liebe wohl bei ihm? 6. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet; dem Uebel nicht zu wehren ſucht, das oft ſie dürftig machet; nur ſorglos ihnen Gaben gibt: der hat ſie wenig noch geliebt. 7. Zwar du, mein Herz, vermagſt es nicht, ſtets durch die That zu lieben. Doch biſt du nur geneigt, die Pflicht getreulich fur: ſo liebeſt du. 8. Ermattet dieſer Trieb in dir, ſo ſuch ihn zu bele⸗ ben! Denk' oft: Gott iſt die Lieb' und mir hat er ſein Bild gegeben. Ja, Höchſter, was ich hab', iſt dein; ſollt' ich, wie du, nicht gütig ſeyn? Mel. O Gott, du frommer Gott a) ie ſelig lebt 487 W ein Menſch, der Dienſtbegierde kennet, und, Andern wohlzuthun, aus Menſchenliebe brennet; der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienſt der Welt verbind't, Beruf und Eid und Amt ſchon in ſich ſelber find't! 2. Dir 1 auszu⸗ üben, und wünſcheſt dir die Kraft dazu, und ſorgſt da⸗ 3 2. di nach, di gleichen ſenheit reichen. Wohl macht; Welt bracht. 3. D hat Rech und Krä nich ein Als Gli der des Hand de 4. S ſchenfrer Beſtrebe ſich leb Welt p des Nä nes Hi fremde ſelbſt de 5 darf, hen, ſe Freund, Wohlerc die er ſtets zu Leidende erfreun. 6. A heiſcht, he, auc kohn, z liede. 9 Funutz r agächſte A hirmt, mi . 1 mit ſath — 9 Lüm 4 t ſtraft und ſi ſein Nächſte mn — — 1 — Sei ihm? ber für der un (Eind Zucht nig 1— nat nicht wachet, 1— ericht zu wehrenſe nicht zu wehtnd t ſie dürftig nah. corglos ihnen 6i 1 Aer hat ſie weniza — war du, menz urſt es nicht, ſtetz ie at zu lieben. 1 A 5 nur geneig 93 getreulich an it and wünſcheſte = nzu, und ſonze liebeſt du. =Nrmattet dieſa ſo ſuch ihn ai =denk oft: Goti und mir hat aſ A☚ egeben. Ia, dit = ch hab,, it deir ee du, nicht gütizſt 4 ie ſelg Win Dienſtbegierde in a adern wohlzutſm henliebe brennet ihn auch kein Giſ der Welt bait und Ed un n ſih ſäbn i ——— Gott, du fromna b Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit. 2. Dir, Höchſter, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch Dienſtbefliſ⸗ ſenheit ſucht er dies zu er⸗ reichen. Er hält für eignes Wohl ſich nicht allein ge⸗ macht; er hält ſich für die Welt von dir hervorge⸗ bracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienſt und Kräfte; ihr nützen, iſt für mich ein ſeliges Geſchäfte. Als Glieder ſchuf uns Gott, als Bürger einer Welt, in der des Einen Hand die Hand des Andern hält. 4. So denkt der Men⸗ ſchenfreund, und das iſt ſein Beſtreben, ſo treu, als er ſich lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Nächſten Heil ſein eig⸗ nes Himmelreich; er fühlet fremde Noth, als träf' ihn ſelbſt der Streich. 5. Er eilt, dem, der's be⸗ darf, mit Hülfe beizuſte⸗ hen, ſein Anſehn und ſein Freund, ſein Stand und Wohlergehen ſind Mittel, die er braucht, wohlthätig ſtets zu ſeyn, und auch den Leidenden gern tröſtend zu erfreun. 6. Was Andrer Nothdurft heiſcht, das reizet ſeine Trie⸗ be, auch ohne Ruhm und Lohn, zu wahrer Menſchen⸗ liebe. Nicht Stolz, nicht Ei⸗ gennutz treibt ihn zur Gü⸗ 383 tigkeit; er ſieht auf ſeinen Gott, der Liebe ihm gebeut. 7. So laß mich auch ge⸗ ſinnt, mein Gott, durch Chri⸗ ſtum werden! Voll regen Eifers ſei mein Leben hier auf Erden, ſo nützlich, als ich kann, dem Nächſten ſtets zu ſeyn; dann geh' ich einſt, o Gott, in's Reich der Liebe ein. Mel. Gott des Himmels nud (b) eid barmher⸗ 487 S zig, Men⸗ ſchen! Höret, hört das hei⸗ lige Gebot, das uns Jeſus Chriſtus lehret: Seid barm⸗ herzig, ſeid's, wie Gott! Gebt, ſo wird euch auch ge⸗ geben, was euch Noth iſt, Heil und Leben. 2. So viel Menſchen, ſo viel Brüder; Ein Gott iſt's, der uns erſchuf. Wir ſind Alle Chriſti Glieder; allge⸗ mein iſt Gottes Ruf. Seine Sonne läßt er ſcheinen ſo den Böſen, wie den Seinen. 3. Gleicht dem Vater im Erbarmen! Seid barmher⸗ zig, ſeid's wie er! Gebt den Dürftigen und Armen; was ihr gebt, empfängt der Herr. Helft und eilt, auch ungeſehen, euern Brüdern beizuſtehen! 4. Hülfreich zu Bedräng⸗ ten eilen, ihnen Schutz und Retter ſeyn, Kummer lin⸗ dern, Wunden heilen, wohl⸗ thun, 384 thun, tröſten und erfreun, und dies thun aus edlem Triebe, das iſt wahre Men⸗ ſchenliebe! 5. Herr, wir geben von dem Deinen, was wir ge⸗ ben; laß uns nie fühllos ſeyn, wo Brüder weinen: unſer Mitleid tröſte ſie, daß, wenn wir zu dir uns nahen, wir auch Troſt und Hülf' empfahen! Sanftmuth, Friedlich⸗ keit und Eintracht. In eigener Melodie. (a) ott, der du 488 G die Men⸗ ſchen liebeſt, der du nicht ein ſtrenges Recht, ſondern lauter Gnade übeſt an dem ſündigen Geſchlecht: laß mich deinen Geiſt beleben, daß ich, Vater, als dein Kind, liebreich ſei, wie du geſinnt! Herr, du woll'ſt den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachſicht zeigt, und mit Sanftmuth ſpricht und ſchweigt. 2. Laß mich meines Näch⸗ ſten ſchonen, ihm erleichtern ſeine Laſt, und ſo lang ich hier ſoll wohnen, bleibe Zankſucht mir verhaßt. Denn das iſt, o Gott, dein Wille; Fried' und Ein⸗ tracht liebeſt du: o ſo hilf auch mir dazu! Gib ein Herz mir, das die Stille Pflichten gegen den Nächſten. und den Frieden ſucht und liebt, das ſtatt Rache Sanftmuth übt! 3. O wie wird das Herz beſchweret durch des Zornes Leidenſchaft! 3wietracht, Zorn und Haß verzehret ſelbſt des Stärkſten Lebens⸗ kraft; kürzt den Lauf von unſern Jahren, macht zum Himmel ungeſchickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, ach, du wolleſt mich ◻ bewahren, daß des Jähzorns Raſerei nie des Herzens Meiſter ſei! 4. Wer mir flucht, den will ich ſegnen, ſo wie mein Erlöſer that; will dem nach⸗ ſtchtsvoll begegnen, der zum Streiten Neigung hat; für. die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedens⸗ fürſt, wenn du Menſchen richten wirſt, ausgeſöhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens, ſtärke du mich mit deiner Kraft dazu! 5. Ewig Heil iſt dem be⸗ ſchieden, der nach frommer Eintracht ſtrebt! Höchſter, gib mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sin⸗ nen; denn, wenn er das Herz regiert, wird, was zu der Zwietracht führt, niemals Uebermacht gewin⸗ nen: bis einſt in der Herr⸗ lichkeit ew'ger Friede uns erfreut. Mel. Sar Mel. 2 488 ſtreben, Welt, lich lel Gott g kann's Nächſten geſellig Freund. zu meid der kraͤ beſcheide lich den 3. S Ren, ſo mit K ſtiftet eilung ſein 9e ſicht fi Unmuth 4. N. der, ſo und zür der, we hitzt. Ftender nicht, heſcheid widerſ⸗ 5. 6 tacht Haß un dage t — Nächſten. 1 1 g.. n P Frieden ſißt — 0 2 Smut übt! A O wie wird da 1 Buere durch des n 1— nſchaf t! ki 19 = n dahra nuij „nel ungeſchickt — auf mich Et 1 1, ach, du 8 * 1 hren, daß des Iin e ei nie des ie ter ſei! Wer nir fut eich ſ ſegnen, ſn eer that; will ag * voll begegnen d — tten Meigun = einde will ichm vvpor dich, du f —₰ wenn du M mn wirſt, au Im ihnen, tretm „ Kiedens, ſtärke ui d deiner Kraft dan Ewig Heil it a een, der nach in 1 xacht ſtrebt, gi n nir deinen Friͤn r Sanftmuth uns regiere Herz 1 p denn, wenn e = regiert, vin, 2mn der Zwie tracht rtals ledenui 4 bis einſt in d Zeit ew'ger Riidd: ut. Mel. Befiehl du deine Wege (b) ach frommer 488 N Eintracht ſtreben, mit Allen in der Welt, iſt's möglich, fried⸗ lich leben, dies iſt's, was Gott gefällt. Doch dem nur kann's gelingen, der ſeinen Nächſten liebt, ſich ſelbſt weiß zu bezwingen, Belei⸗ digung vergibt. 2. Nachgebend und ge⸗ fällig, des Haders größter Feind, zeigt er ſich ſtets geſellig, erhält ſich ſeinen Freund. Er ſucht mit Ernſt zu meiden, was ſeine Brü⸗ der kränkt, weil er von ſich beſcheiden, von ihnen rühm⸗ lich denkt. 3. So oft ſie Zwiſt erre⸗ gen, ſo eilet er, den Streit mit Klugheit beizulegen und ſtiftet Einigkeit. Der Ueber⸗ eilung Sünden entrüſten nie ſein Herz, er läßt ſie Nach⸗ ſicht finden und hemmt des Unmuths Scherz. 4. Nie ſpottet er der Brü⸗ der, ſo viel er Witz beſitzt; und zürnet nicht gleich wie⸗ der, wenn ſie ihr Zorn er⸗ hitzt. Er freut ſich ihrer Freuden, trotzt und erbittert nicht, und hält ſich ſtets beſcheiden, wenn man ihm widerſpricht. 5. So Fried' und Ein⸗ tracht lieben und nie durch Haß und Streit des Nächſten Tage trüben, iſt Pflicht, die Sanftmuth, Friedlichkeit und Eintracht. voll, ach Herr, 385 Gott gebeut. Sie, Herr, ſtets hoch zu ſchätzen, ihr ganz mein Herz zu weih'n, ſie nimmer zu verletzen, ſoll meine Weisheit ſeyn! 6. Mich ſelbſt zu überwin⸗ den, gib Eifer, Muth und Kraft; dann werd' ich froh empfinden, welch Glück die Eintracht ſchafft. Von al⸗ ler Noth geſchieden, ich einſt ſelig ſeyn, und mich im ew'gem Frieden des Lohns der Liebe freu'n! Verſöhnlichkeit und Feindesliebe. Mel. Herzliebſter Jeſu 489 Hern.„deine Sanft⸗ muth iſt nicht zu ermeſſen. Wie viel haſt du vergeben und vergeſſen! Ach, führe mir doch deine große Güte recht zu Gemüthe! 2. Du ſegneteſt, die dir, Erlöſer, fluchten; du heil⸗ teſt ſelbſt, die dich zu fangen ſuchten; du zeigteſt ſtets bei deiner Feinde Toben der Sanftmuth Proben. 3. Ach, glich' ich dir, o Heiland! ich bekenne, daß ich noch oft von ſchnellem Zorn entbrenne, und mich vor dir gar leicht durch eigne Rache verwerflich mache. 4. Ich muß es wehmuths⸗ dir klagen: mein ſtolzes Herz kann noch ſo wenig tragen; wie ſchwer R weiß werd' ————————— — ö — — — ——— 386 weiß ich, wenn Andere mich haſſen, mich recht zu faſſen! 5. Vergib mir, Herr, und wende mein Verderben! Bei Zorn und Haß läßt ſich dein Reich nicht erben, und jener Tag vergilt nach ſtrengem Rechte dem harten Knechte. 6. So hilf mir denn die Rachbegier erſticken! Laß ſich dein Bild in meine Seele drücken! So werd' ich mich verſöhnlich finden laſſen, nicht wieder haſſen. 7. Flucht mir mein Feind; ſo gib, daß ich ihn ſegne, und ſeinem Grimm mit Freundlichkeit begegne, daß mich das Böſe, das ich dann empfitde, nicht überwinde. 8. Verleih' mir das um deiner Sanftmuth willen; ſo erb' ich auch im Lande deiner Stillen die Selig⸗ keit, wozu ſie jenes Leben einſt wird erheben. Mel. Herzliebſter Jeſu 490 H.re mein Ver⸗ d ſöhner, der du für mich litteſt, und noch zur Rechten Gottes für mich bitteſt, erweck' in mir, du Muſter wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe! 2. Wann haſt du jemals Haß mit Haß vergolten? Du ſchaltſt nicht wieder, als man dich geſcholten. Du ſegneteſt mit Wohlthun Pflichten gegen den Nächſten. nicht blos Freunde, auch deine Feinde! 3. Und ich, Herr, ſollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen Andre brennen? Ich ſollte feindlich Haß mit Haß ver⸗ gelten und wieder ſchelten? 4. Wie kann ich: Vater, zu dem Höchſten ſagen, und Groll im Herzen gegen Brü⸗ der tragen? Wie kann ich zu ihm ſleh'n, mir zu ver⸗ zeihen, und Rache ſchreien? 5. Wer nicht vergibt, der wird für ſeine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Ver⸗ △ gebung finden. Dein Jün⸗ ger iſt nur, wer, wie du vergiebet und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seele Triebe, mein Heiland, durch den Geiſt der wahren Liebe, daß nie die unglück⸗ ſel'ge Luſt der Rache mich ſtrafbar mache! 7. Wenn Brüder ſich an mir worin vergehen, ſo lehre mich ihr Unrecht über⸗ ſehen, und ſollten ſie mich noch ſo bitter kränken, an dich nur denken! 8. Erwecke dann, o Herr, in meinem Herzen auf’s Neue das Gedächtniß jener Schmerzen, die du in dei⸗ nen ſchweren Leidensſtun⸗ den für mich empfunden! 9. Laß mich mit Sanft⸗ muth meinem Feind begeg⸗ nen, den, der mir ſlucht, voll voll G ſegnen! Alle, d Herz 9. 10.3 mich d als wi zes Gl ſo laß ſtehen, 11.4 redlich iberall handelt. nich ſe dit ähr chen, w ſacht; chen, d 2.2 gegnen er drol 1 ich ſen — Nächſten. blos Freunde, Feinde 3 Und ich, Hert, 2 den Deinen; 4 lroch von Ratzgir . brennen? 3 e ich Haß mit oij A1 ₰ wieder ſ ie kann ich: 4 Aem Hüchſten ſagn l im Herzen un — Wie im m fleh'n, mit n m, und Rate 8 1 Wer nicht vengt für ſeine Si 4 bei dir, o Hen, au jinden. da . aſt nur, wer, n m bet und Feinn So heilige dem = Triebe, mein ☚ den Geiſt der i*., daß nie dien — e Luſt der Nah ar— bar mache! Wenn Brüderi — vworin vergiſe e nich ihr Unet —:, und ſollten i 2 ſo bitter krn mm nur denken! 5 Erwecke dann,! ra meinem Herxſel Jrke das Gedachni nerzen, die dii 4 ſchweren Leür Sfür mich euhſ 1 Laß mich nit (h meinem deid , den, der 1 voll Großmuth, wie du, ſegnen! Herr, mache gegen Alle, die mich haſſen, mein Herz gelaſſen. 10. Will zu der Rachſucht mich die Furcht verführen, als würd' ich ſonſt mein gan⸗ zes Glück verlieren: o Herr, ſo laß mich, ihr zu wider⸗ ſtehen, auf dich dann ſehen! 11. Du ſchützeſt den, der redlich vor dir wandelt, und überall nach deinem Vorbild handelt. D'rum laß in Allem mich ſchon hier auf Erden dir ähnlich werden! Mel. Chriſtus, der iſt mein (a) ie will ich 491 N wieder flu⸗ chen, wenn mir mein Haſſer flucht; nie dem zu ſchaden ſu⸗ chen, der mir zu ſchaden ſucht. 2. Ich will ihm ſanft be⸗ gegnen, nicht drohen, wenn er droht; ſchilt er, ſo will ich ſegnen, dies iſt des Herrn Gebot. 3. Mein Jeſus, der Ge⸗ rechte, vergalt die Schmach mit Huld; die Wuth er⸗ grimmter Knechte ertrug er mit Geduld. 4. Sollt' ich denn wieder ſchelten, da er nicht wieder ſchalt? nicht ſo den Haß vergelten, wie er den Haß vergalt? 5. Verleumdung dulden müſſen, iſt ſchwer; doch dieſe Pflicht wird leicht, Verſöhnlichkeit und Feindesliebe. 387 wenn das Gewiſſen für meine Unſchuld ſpricht. 6. Dies will ich treu be⸗ wahren: ſo beſſert ſich mein Feind, lehrt weiſer mich ver⸗ fahren, indem er's böſe meint. 7. Ich will die Fehler mei⸗ den, die er von mir erſann; auch die will ich beſtreiten, die er nicht wiſſen kann. 8. Durch Huld will ich mich rächen, an ihm das Gute ſeh'n und Gutes von ihm ſprechen; wie könnt' er länger ſchmäh'n? 9. Im Haß ihn zu ermü⸗ den, will ich ihm gern ver⸗ zeih'n, und als ein Chriſt zum Frieden, zu Dienſten willig ſeyn. 10. Wann, mich zu un⸗ tertreten, ihn Güte mehr erhitzt: ſo will ich für ihn beten, und Gott vertrau'n. Gott ſchützt! Mel. Auf Chriſtenmenſch (b) erbitt're dir 491 V dein Leben nicht, o Chriſt, durch eigne Rache! Vergeben iſt des Menſchen Pflicht; vergel⸗ ten Gottes Sache. Die Sanftmuth, die ſein Wort gebeut, liebt Feinde, ſegnet und erfreut. 2. Wahr iſt's, empfindlich iſt der Schmerz, Unrecht und Kränkung leiden; und den⸗ noch foll des Chriſten Herz Zorn, Haß und Rachſucht R 2 mei⸗ 388 meiden, ſoll nicht ſein eig⸗ ner Richter ſeyn, vergeſſen ſoll er und verzeih'n. 3. So ſchwer auch dieſe Pflicht mir ſcheint, ſo mußt du ſie doch üben; ſonſt biſt du nicht des Heilands Freund, der ſie dir vorge⸗ ſchrieben. Empört dein Herz dawider ſich: ſo ſieh auf ihn; beſiege dich! 4. Wer hat wohl größern Widerſpruch von Sündern hier erduldet, als er, der Herr, der Schmach und Fluch von Andern nie ver⸗ ſchuldet? Und dennoch fleht, es langmuthsvoll zum Vater für der Feinde Wohl. 5. Ihm folgen iſt dein größter Ruhm! Beleidigern verzeihen, gebietet dir das Chriſtenthum. Dich ihres Falls nicht freuen; den, der dich ſchmäht, nicht wieder ſchmähn, gereicht dir ſelbſt zum Wohlergehn. 6. Im Zorne denket Nie⸗ mand nach, was Gott ge⸗ fallen ſollte; die Rach' ver⸗ mehret noch die Schmach, die man beſtrafen wollte. Kein Schimpf wird unge⸗ ſcheh'n gemacht, wenn wilde Rachbegier erwacht. 7. Die Rachgier reißt der Menſchlichkeit Gefühl aus deinem Herzen, zerſtoͤrt des Geiſtes Freudigkeit, und ſtraft mit bittern Schmer⸗ zen; ſie hindert Dank, Ge⸗ Pflichten gegen den Nächſten. bet, Vertraun, und raubt den Muth, auf Gott zu baun. 8. Durch Sanftmuth, übe nur die Pflicht! wirſt du den Feind beſiegen. O raube dei⸗ ner Seele nicht dies göttliche Vergnügen; dann wird der Herr auch dir verzeihn, dein Bater und Vergelter ſeyn! Wahrhaftigkeit, Aufrich⸗ tigkeit und Redlichkeit. Mel. Alle Menſchen müſſen 492 Qaß mich, Höch⸗ —&△ ſter, darnach ſtreben, ſtets der Wahrheit Freund zu ſeyn! Vor dir. müſſen Lügner beben und dein heilig Auge ſcheun; ja vor deinem Angeſichte wer⸗ den ſie beſchämt zu nichte, weil Verſtellung, Trug und Liſt dir, o Gott, ein Ab⸗ ſcheu iſt. 2. Andern zu gefallen lügen, leeren Schwätzern gleich zu ſeyn, und durch Heuchelei betrügen, Herr, das falle mir nicht ein! Wahrheit leit' an allen Or⸗ ten mich in Werken und in Worten; redlich ſei des Her⸗ zens Grund, redlich ſprech' auch ſtets der Mund! 3. Die der Falſchheit ſich ergeben, ſind vor dir, o Gott, ein Gräu'l, und ein unglück⸗ ſel'ges Leben iſt gewiß ihr künftig Theil. Hier ſchon trifft verdiente Schande 3 ei Pahr. hei Re denn e freund Ränken 4.( mein 2 leumder ſo laß einſt wi heit kun läͤnger ſchuld 3 daß ſte Mund 5. 1. jedem L Wandel einyges nem Oh erwecke ich mich denn d heitsfre Falſchh Mel. 493 delt der freund it handelt, Nächſten. Vertraun, un Kuth, auf Gott 1' 5 Durch Sanftnut ie Pflicht, wint — beſiegen. O ru eele nicht dies cü = nügen; dann w auch dir verzeht ¹r und Vergain — hrhaftigkeit keit und Raͤltt el. Alle Menſchen ni 22 Le T ſer, n mnn, ſtets der M nd zu ſeyn! h mn Lügner bea 1† 1 heilig Auge ſte deinem Angeitt = ſie beſchämt zu 8„Verſtellung, I an dir, o Gott, n an iſt. Andern zu g man, leeren Stt fent zu ſeyn, m „— chelei betrügen falle mir iit xheit leit' an it nich in Werian 1 tten; redlich ſäih Grund, rali ſtets der Num⸗ 1 Die der Faſſ „emben, ſind vor din 411 Hräull, und ent An es Leden iſ ii tan tig Theil. r · verdiente Eh b Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit. 389 bei Redlichen im Lande; denn ein jeder Menſchen⸗ freund iſt der Falſchheit Ränken Feind. 4. Schmäht mich ohne mein Verſchulden der Ver⸗ leumder Läſtermund, Herr, ſo laß mich's ſtill erdulden; einſt wird doch die Wahr⸗ heit kund. Darf ich ja nicht länger ſchweigen, meine Un⸗ ſchuld zu bezeugen, o ſo gib, daß ſtets dabei Herz und Mund voll Sanftmuth ſei! 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels biſt; daß kein einz'ges meiner Worte dei⸗ nem Ohr verborgen iſt: dies erwecke mein Gemüthe, daß ich mich vor Lügen hüte; denn du liebſt den Wahr⸗ heitsfreund und biſt aller Falſchheit Feind. Mel. Befiehl du deine Wege 5 ohl dem, der 49 3 W richtig wan⸗ delt, der als ein Wahrheits⸗ freund in Wort und Werken handelt, und das iſt, was er ſcheint: nie täuſchet und nie ſchmeichelt, nie doppel⸗ züngig ſpricht, nie Redlich⸗ keit blos heuchelt, nie Treu' und Glauben bricht! 2. Wohl dem, der Lügen haſſet, der, wie die Pflicht gebeut, ſtets ſeine Reden faſſet, und Spott und Drohn nicht ſcheut; die Wahrheit nie verletzet, weil er an jedem Ort es ſich vor Augen ſetzet: Gott merkt auf jedes Wort! 3. Wohl dem, der Gut und Leben, droht ihm Ge⸗ fahr und Liſt, für Wahr⸗ heit hinzugeben, bereit und willig iſt! Du, Gott, wirſt ihn erhöhen, wenn einſt in ihrem Licht die Lügner ſchamroth ſtehen, enthüllt durch dein Gericht. 4. Herr, laß drum alles Lügen ſtets ferne von mir ſeyn; behüte mich vor Trü⸗ gen mit gleißneriſchem Schein! Erinnre mein Ge⸗ wiſſen: du haſſeſt Heuchelei, damit ich ſtets befliſſen der Treu' und Wahrheit ſei! 5. Laß niemals mich ver⸗ ſprechen, was ich nicht hal⸗ ten kann, mich nie Zuſagen brechen, die ich einmal ge⸗ than; nie Leichtſinn mich verleiten und nie des Bei⸗ ſpiels Macht, als Wahrheit auszubreiten, was Schmäh⸗ ſucht nur erdacht! 6. Doch laß zu allen Zei⸗ ten auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb' und wiſſe: wann ich für Andrer Wohl, wann für mich reden müſſe, und wann ich ſchweigen ſoll! 7. Wenn je, um mich zu drücken, des Feindes Rath gelingt, wenn er mit böſen R 3 Tük⸗ führwahr! —— 390 Pflichten gegen den Naͤchſten. Tücken in Kümmerniß mich bringt: ſo ſtärke meine Seele, daß ſtie nicht unter⸗ liegt, und Alles dir befehle, durch den die Unſchuld fiegt! 8. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das, Gott, zu dir ſich hält, das ſoll mir Niemand rauben! So kann ich aus der Welt einſt mit der Hoffnung gehen: ich werde als dein Kind, dich mit den Frommen ſehen, die reines Herzens ſind. Mel. Allein Gott in der Höh' 49 4 blickt hinauf zur Ewigkeit, empor vom Staube, Brü⸗ der! Was unſre Sinne nur erfreut, vergeht und kommt nicht wieder. Die Tugend blühet ewig ſchön; drum laßt des Lebens Pfad uns gehn, geleitet von der Tugend. 2. O, was ſind Schätze, was iſt Geld? Und wären's Millionen. Was ſind die Reiche dieſer Welt? Was aller Reiche Kronen? Wer gäbe für der Welt Gewinn des Herzens innern Frieden hin? Hinweg mit Trug und Lügen! 3. Ach! Alles, was die Welt verleiht, enteilt, als hätt' es Flügel, ein enger Sarg, ein Todtenkleid und ein bemooſter Hügel iſt hier des Menſchen letztes Loos; drum iſt der —— Menſch zu groß, für Welt⸗ gewinn zu lügen. 4. Wir ſind nicht blos für dieſe Zeit Gefährten, Freund' und Brüder; im Reiche der Vollkommenheit begegnen wir uns wieder. Drum auf! bis Herz und Auge bricht, entweihet Recht und Treue nicht; hinweg mit Trug und Lügen! 5. Es winde ſich der Treue Band um jedes Reich der Erde; die Treue ſchütze je⸗ des Land, und wohn’' an jedem Heerde; o Menſchen, Brüder, brechet nicht, was Wort und Hand und Schwur verſpricht! Hinweg mit je⸗ der Lüge! 6. Hinauf, l Ewigkeit, o blickt gen Him⸗ mel, Brüder! Im Reiche der Vollkommenheit begeg⸗ nen wir uns wieder. Der Weg der Pflicht, der Wahr⸗ heit Bahn leit' uns zum ſchö⸗ nen Ziel hinan, und fern ſei Lüg' und Laſter! Mel. Werde munter, mein 49 b wir ſind, wie wir erſcheinen, ob wir reden recht und wahr, wie wir denken, wie wir's meinen, iſt dir, Höſchſter, offenbar. Heilig, liebevoll und rein ſoll des Menſchen Innres ſeyn, und du wägſt an jedem Orte jedes Men⸗ ſchen Herz und Worte. 2. Herr, hinauf zur b Pahrl 2. die Spr Huld der gu Menſch ſer Ja feſt un find der, d Brüder Mel. 496 auf der lich ſe Mund, deln; chelei, lieben Menſch Wahrh 2. gendy ergebe Auge leben, Welt: Zeugen dem T die Na⸗ 3. F Läht, Morge Welt, Gott denk im hel Lügeng Strafg 4. * Nachſtn 471 zu zu ſunß für R * am zu lügen. Vir ſind rüct i dieſe Zeit t Ge ſin mnd und Arie. a 3 auff ü8 da 4 —2 bricht ertvei 4 * Treue nicht; Trug und din Es winde ſich der um jedes 1n) — die Treue ſtig Land, und voüte 1— 1 Heerde; An 8. der, brechet; u it und bun um es 1 gnicht! Hinveg n 1 üge! Hinauf, hinr gkeit, o blickt mi Vrüder! In 4 Wlltommunſei 9 — wir uns in — bae Jüti ☚ Bahr leit umtſ zun 1 e Ziel hinan, m i d f und kaſter. Mel. Werde muneer, M b wir iht d 95 wir eiſce vir reden recht 7 . wir denken, vin aen, iſ di, ie Abar. Hellg, rein ſoll des Nt nres ſeyn, und u edem Orte ſades n Herz und 1 1 Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit. 391 2. Herr, du gabeſt uns die Sprache; was uns deine Huld verleiht, werde dir, der guten Sache und dem Menſchenwo hl geweiht! Un⸗ ſer Ja und unſer Nein möge feſt und redlich ſeyn! Wir ſind deines Reiches Glie⸗ der, deine Kinder, wir ſind Brüder. Mel. Schwing' dich auf zu 496 Rblichkeit⸗ mit dir im Bund auf der Erde wandeln; red⸗ lich ſeyn mit Herz und Mund, nach Gewiſſen han⸗ deln; ſonder T Trug und Heu⸗ chelei, Recht und Wahrheit lieben, und entfernt von Menſ ſchenſcheu, Recht und Wahrheit üben: 2. Dieſer ſchönen Tu⸗ gendpflicht ſei mein Herz ergeben! Redlich, bis mein Auge bricht, redlich will ich leben, redlich, wenn die Welt mich ſieht, redlich ohne Zeugen. Kann, was auch dem Tag entflieht, Gott die Nacht verſchweigen? 3. Finſterniß iſt ihm, wie Licht, Mitternacht, wie Morgen. Oft bin ich der Welt, doch nicht meinem Gott verborgen. Was ich denk' und thu', erſpäht er im hellſten Lichte; und kein Lügengeiſt entgeht ſeinem Strafgerichte. 4. Meines Namens höch⸗ ſter Ruhm unter meinen Brüdern, und mein liebſtes Eigenthum ſei der Ruf des Biedern. Wer nach eiteln Schätzen ringt, ringt nach Sorg' und Plage; aber Red⸗ lichkeit nur bringt Muth und frohe Tage. 5. Zwar ſucht mancher Böſewicht, Redliche zu drük⸗ ken, weil ihr Freimuth ſtraft und nicht ſch veigt zu ſeinen Tücken. Aber dieſes rückt ſie nie aus der Wahrheit We⸗ gen, ihnen wird, das wiſſen ſie, dennoch Gottes Segen. 6. Menſchenvater, Geld und Gut will ich gern ver⸗ ſchmerzen; aber einen fro⸗ hen Muth, Redlichkeit im Herzen, Redlichkeit in Wort und That und ein rein Ge⸗ wiſſen laß mich auf dem Lebenspfad nie, o nie ver⸗ miſſen! 7. Ich will redlich ſeyn, bis ich hier vollendet habe! Gute Menſchen ſegnen mich dann noch einſt im Grabe. In ihr Herz geſchrieben bleibt meine Tugend immer; und wann auch mein Leib zerſtäubt, ſtirbt mein Name nimmer. Gutes Beiſpiel. Mel. Gott Vater, an Erbarmen 497 Vo emdenden ſchuf, git auch mein heiliger Be⸗ 392 Beruf, im Herzen und im Wandel rein, und nützlich in der Welt zu ſeyn. Wer dieſe große Pflicht nicht ehrt, iſt keiner wahren Freude werth. 2. Es war, o Vater, dei⸗ ne Hand, die mit den Men⸗ ſchen mich verband. Ich ſollte redlich mich bemüh'n, auch ſie zum Guten hinzu⸗ ziehn; und leuchtet ihnen ſtets mein Licht, ſo fehlt mir deine Liebe nicht. 3. Wie groß iſt jedes Bei⸗ ſpiels Macht! O würd' es ſtets von uns bedacht, wie viel im Stillen um ſich her es wirkt und täglich mehr und mehr die ſchwächern Herzen, die es rührt, zum Guten oder Böſen führt! 4. O wehe dem, der ſorg⸗ los bleibt und kühn des Laſters Werke treibt, den nicht der Blick der Unſchuld ſchreckt und aus des Laſters Taumel weckt; der ſelbſt die Schwachen gern berückt und liſtig in ſein Netz ver⸗ ſtrickt! 5. Wie troſtlos wird er einſt ſich ſehn, wenn um ihn die Verführten ſtehn, und wenn nun Jeder laut ihm flucht, ihm ſeine Qual zu mehren ſucht, vor dir, o Richter, ihn verklagt, und dann ſein frecher Geiſt ver⸗ zagt! 6. Fern ſei ſo ſchwere Pflichten gegen den Nächſten. Schuld von mir! Ja, Va⸗ ter, ich gelob' es dir! Mein Beiſpiel reize jederzeit zur Tugend nur und Frömmig⸗ keit! Gib ſelbſt, o Gott, gib mir die Kraft zu dem, was Heil und Segen ſchafft. Beſcheidenheit. Mel. Wer nur den lieben Gott 498 Mon dir in dieſe ₰. Welt gerufen, ſtehn, Vater, alle Menſchen hier auf niedern und auf höhern Stufen, und, was ſie haben, kommt von dir; du macheſt arm, du macheſt reich: doch vor vir ſind wir Alle gleich. 2. Nicht Jeder hat, was Andre haben, und das iſt Güte; denn du gibſt dem dieſe, jenem andre Gaben, weil du, als Vater, Alle liebſt; es ſollen Alle glück⸗ lich ſeyn und Jeder ſich des Andern freun. 3. Beglücken und ſelbſt glücklich werden, iſt Aller Ruf, iſt Aller Loos. Darum iſt dieſer hier auf Erden ge⸗ ring und arm, der reich und groß; der hat mehr Kraft, der mehr Verſtand und jener braucht, was der erfand. 4. Wer hat mich Andern vorgezogen? Wer wieder andre Menſchen mir? Du, Gott, durch freie Huld be⸗ wogen; denn alles Gute kommt kom dir bin dur be len der mit nich häͤtt heſſe 6 And nied könr ren nich meil Nächſten 310 von mir,, 4 id xe ob eg dir. 4 nR iel reize ſddere = nd nur und beee Gib ſelbſt, 9 g. mir die Kraft zu Heil und Sega ſi heſ ſcheidenheit l. Wer nur den li läat 8 Vnes dir ui Lelt grni E 1, Vater, al bat auf risdern und a en Stufen, und, n ſhaben, kommt un 12 nacheſt arm, d nii doch vor dir in e ⁵ deis MNiicht Jeder hu, dus —ee haben, mui — denn du güſw . jenem andre Gada r n. 3 Vater, A Ai; es ſollen All glü ſ ſen u N'er ſich de Qen freun. Beglücken und ſelbe in lit veden, iſ 1 a ii Aler Loos. Darm ſſer hier auf fErden f⸗ aand arn, der wi en der hat tmehr Kri 1 uhr Verſtand und ſn St, was der en Wer hat mich Anm ezogen! Wer rin e Nenſchen mit: 1 —', durch bn s m n; denn fun kommt von dir. Ich gab dir Nichts zuvor, und ich bin Alles, was ich bin, durch dich. 5. Und ich, ich ſollte nicht beſcheiden und fern von al⸗ lem Stolze ſeyn; ich den, der mehr empfing, beneiden, mit ihm mich ſeines Glücks nicht freun? Wär' ich wohl, hätt' ich mehr als er, auch beſſer dann und ſeliger? 6. Nein, gerne will ich Andre ehren: wie arm, wie niedrig ſie auch ſei'n. Sie können meiner nicht entbeh⸗ ren; ich kann mich ohne ſie nicht freu'n. Nähm' Keiner meines Glücks ſich an: wie *½ Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 393 arm, wie hülflos wär' ich dann! 7. Wer eitler Ehre gern entbehret, und Tugend an Geringen gern erkennt und ſchätzet, der verehret der Nie⸗ dern und der Hohen Herrn! Wohl ihm! Denn mit Zu⸗ friedenheit lohnt Demuth und Beſcheidenheit. 8. Sie ſchmückt das Alter, gibt der Jugend Reiz, Lie⸗ benswürdigkeit und Werth; gibt Würd' und Hoheit jeder Tugend, die eitlen Schim⸗ mer gern entbehrt. Sie ſei, o Gott, mein Eigenthum, vor dir und vor der Welt mein Ruhm! Glückſeligkeit wahrer Chriſten. Mel. Wie groß iſt des Allmächt' 499 Eutfernet euch, unſel'ge Spöt⸗ ter! Ihr zittert, wo der Fromme glaubt; mein Herz hat einen Gott zum Ret⸗ ter, und eine Hoffnung, die Nichts raubt. Ich ſehe meinen Heiland leben; ich weiß, daß ich nicht ſterben kann; weiß, mit verklärtem Leib umgeben, ſchau' ich ihn einſt im Himmel an. 2. Was ſeid ihr, ſtolze Weltbezwinger, wenn euch die größte Hoffnung fehlt? Dem Höchſten ſeid ihr viel geringer, als euch der Skla⸗ ve, den ihr quält. Wie kurze Zeit, mit wie viel Sorgen genießt ihr eurer Ehrſucht Raub! Man rühmt euch heute, haßt euch morgen; ihr waret Götter, und ſeid Staub. 3. Was ſind, Weltmen⸗ ſchen, eure Freuden? Die Wolluſt, die euch trunken macht? Ein Chriſt ſollt' euer Glück beneiden? Folgt es euch in des Grabes Nacht? Ihr rechnet mit erhitztem Blute des fernen Tages Wolluſt aus? Die nahe ſchreckliche Minute tilgt euer Glück auf ewig aus. 4. Ihr ſeid dahin. Des Chriſten Größe geht auf, be⸗ R 5 ſiegt ) 3..— Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 394 ſiegt die kurze Nacht, am Tage, da Gott eure Blöße zum Abſcheu aller Augen macht. Der Tag macht Kö⸗ nige den Knechten und Bett⸗ ler der Monarchen gleich; der Tag gibt Adel dem Ge⸗ rechten und macht des Chri⸗ ſten Seele reich. 5. Ein Blick in meine Zukunft treibet Verdruß und Angſt aus meiner Bruſt; ein Herz, das nicht auf Erden bleibet, iſt ſich des Himmels ſtets bewußt. Kein Unglück kann mich niederſchlagen; ich weiß, mein Glück entgeht mir nie: ich darf vor Fein⸗ den nicht verzagen; ich weiß, mein Tod entwaffnet ſie. 6. Du letzte Stunde mei⸗ nes Lebens, die du den Chri⸗ ſten heilig biſt, ich warte nicht auf dich vergebens; ich thu', was deiner würdig iſt. Du lehrſt mein Leben mich genießen; du biſt mein Lohn aus Gottes Hand. Wie ſanft wird ſich mein Auge ſchließen! Mein Geiſt erblickt ſein Vaterland. Mel. In allen meinen Thaten 500 Ein ruhiges Ge⸗ wiſſen laß, Herr, mich ſtets genießen; denn hab' ich dieſes nur, ſo iſt für mich in Tagen, wann Andre äangſtlich zagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Sünde ſchweiget und mir dein Geiſt bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Troſt erquicket, ſo oft mich Trüb⸗ ſal drücket: wie unſchätzbar iſt mein Gewinn! 3. Sollt' ich ſolch ruhig Leben für Luſt der Sinne geben, und dann die inn're Pein, mich ſelber zu verkla⸗ gen, in meinem Buſen tra⸗ gen? Groß würde meine Thorheit ſeyn! 4. Sein eignes Herz be⸗ kämpfen, und ſeine Neigung dämpfen, iſt freilich ſchwere Pflicht; doch, wenn wir uns beſtegen, welch' ſeliges Ver⸗ gnügen gewährt der Pflicht Erfüllung nicht! 5. Nichts kann im Wohl⸗ ergehen, ſo unſer Glück er⸗ höhen, als ein geruhig Herz; das ſchaffet inn're Freuden, ſelbſt in den größten Leiden, und ſtillt in Schmerzen ſelbſt den Schmerz. 6. Die Güter zu verach⸗ ten, wornach die Thoren ſchmachten, was gibt uns dazu Muth? Was tröſtet Gottes Kinder beim Spotte frecher Sünder? Ein ruhig Herz, dies größte Gut. 7. Zu dir gen Himmel ſchauen, o Gott, und mit Vertrauen ſich rühmen: ich bin dein; gezählt zu den Er⸗ löſten, darf ich mich deiner tröſten: welch' Glück, mein Gott, kann größer ſeyn! 7. Läßt Sor Chriſten. eiget und mirhe 11 uget, daß ich un erücket: wie unlin Mi Gewinn 4 Sollt ich ſolchn 12r für e d en, und dann dee z mich ſelber zu w 4 in meinem Buſen 2. Groß würde n wheit ſeyn! 1 Sein eighe den imfen, und ſeine Mi tetyfen, itt freilich ſ chht; doch, wenn ui isjen, welch' ſeligts! iten gewährt der R lung nicht! Nichts kann im A n, ſo unſer Glück d a als en geruhig Ha 2* ſcgfet innre Freud ſii den größten Leide er filllt in Schmerzen ſelh Schmerz. Die Güter zu verach n wornach die Thor ir acnn, was gibt m Nuth? Was ti 89 a Kinder beim Sye Sünder? Ein u. 2 dies größte Gut. au dir gen Hin am, o Gott, um nauen ſich rühmen. dein; gezählt ande n, darf ich mich ien: welch' Glic t kann größer ſ 1 8. Läßt du mich im Ge⸗ wiſſen einſt dieſen Troſt ge⸗ nießen, wann Alles von mir weicht; wann ich den Lauf vollendet und ſich mein Le⸗ ben endet: ſo wird mir ſelbſt das Sterben leicht. 9. O laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache ſelbſt mich treu! Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung ſtär⸗ ken, daß Nichts verdammlich an mir ſei! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 501 O welch ein un⸗ ſchätzbares Gut iſt, Herr, ein gut Gewiſſen! Wer dieſes hat, der hat auch Muth, wann Andre zagen müſſen. Sein ruhig Herz erzittert nicht; ihn ſchreckt kein Tod und kein Gericht; denn mit dir hat er Friede. 2. Sich deines Beifalls, Gott, bewußt, ruht er in deiner Gnade. Dein Friede wohnt in ſeiner Bruſt; und wer iſt, der ihm ſchade? Auf dich ſieht er in aller Noth, womit die Zukunft ihn be⸗ droht. Ihn tröſtet deine Vorſicht. 3. Trifft ihn auch hier zu⸗ weilen noch das Gift der Lä⸗ ſterungen, wird ſeines Her⸗ zens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Genug, er weiß davon ſich rein, und flieht auch ſorgſam boͤſen Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 395 Schein. Gott wird die Un⸗ ſchuld retten. 4. Sein Geiſt ſieht mit Zufriedenheit der künft'gen Welt entgegen. Die gibt ihm Muth und Freudigkeit auf allen ſeinen Wegen. Denn dort macht ſelbſt, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menſchen kund; da wird der Fromme ſiegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil, ein unverletzt Gewiſſen, des Lebens aller⸗ beſten Theil, zu haben, ſei befliſſen. Mit dir, Gott, ausgeſöhnt zu ſeyn; dein heilig Recht nicht zu ent⸗ weih'n: das ſei mein größ⸗ ter Eifer! 6. Gib, daß ich des Ge⸗ wiſſens Spruch als deine Stimme ehre, und immer aufmerkſam genug auf ſei⸗ ne Warnung höre. Erin⸗ nerts mich an meine Schuld, ſo laß mich, Vater, deine Huld voll Reu' und Glau⸗ ben ſuchen! 7. Mit deiner Gnade trö⸗ ſte mich, und ſtärke meine Seele, daß ſie vor Sünden hüte ſich, und nie aus Vor⸗ ſatz fehle. Denn wer nur rei⸗ nes Herzens iſt, hat immer dich, durch Jeſum Chriſt, Allwiſſender, zum Troſte. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele 502 Vom Geräuſch der Welt ge⸗ R 6 ſchie⸗ 396 ſchieden, ſchmeck' ich des Er⸗ löſers Frieden und die Freu⸗ de ſchon auf Erden, Herr, mit dir vereint zu werden. Dieſe Welt mit ihren Sün⸗ den ſeh' ich unter mir ver⸗ ſchwinden, und das Heil von jenem Leben den entzückten Geiſt umgeben. 2. O was achten weiſe Chriſten jenen Reiz von nie⸗ dern Lüſten, jenen Glanz der eitlen Freuden, und des Lebens kurze Leiden, wenn ſie ſchon im Geiſt am Thro⸗ ne deiner treuen Streiter Krone und den hohen Lohn erblicken, der ſie dort einſt wird entzücken? 3. Mag doch Trübſal mich umſtürmen; deine Huld wird mich beſchirmen. Kurz nur ſind des Jam⸗ mers Pfade: ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes ſtillen Zähren will ich deinen Rath ver⸗ ehren, unter keiner Buͤrde ſinken, und den Kelch in Ruhe trinken. 4. Du haſt ſelbſt der Menſchen Plagen, Heiland voll Geduld ertragen, tau⸗ ſendfaches Leid gelitten, und den ſchwerſten Kampf geſtritten. Gib, wann ich ermattet bebe, daß mich deine Kraft belebe! Hilf mir wachen, kämpfen, ſie⸗ gen! Friede lohnet nach den Kriegen. Glückſeligkeit wahrer Chriſten. Mel. Wer nur den lieben Gott 50 3 Wom ich ein gut Gewiſſen ha⸗ be, ſo hab' ich große Selig⸗ keit: es iſt des Himmels be⸗ ſte Gabe, daß hoöchſte Glück in dieſer Zeit: in Freud' und Leiden gibt es hier die wah⸗ re Ruh' der Seele mir. 2. Ich bebe nicht, wann Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig iſt. Mein Herz gibt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Chriſt, des göottlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt. 3. Getroſt wag ich's, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubensfreudigkeit als meinen Bater anzubeten, der, was ich habe, mir ver⸗ leiht, und jedem Heil und Segen gibt, der ihn von Grund des Herzens liebt. 4. Mit Muth trag' ich des Lebens Leiden; ſie ſind ein herber Augenblick; doch des Gewiſſens inn're Freuden ſind ſüßer, als der Erde Glück: und was kann höhern Troſt verleih'n, als ohne Schuld in Leiden ſeyn! 5. Die Freudigkeit in mei⸗ nem Herzen verbreitet ſich auf mein Geſicht; ſie iſt mein Labſal in den Schmerzen, und in der Finſterniß mein Licht. Sie macht getroſt, wann eine Welt erzittert und in Trümmern fällt. 6. Der ———— * Ghriſen † Wer r den ii leben dn Gat emiching H 9 9 Geviſer ſen hr 3 i ds een 3 Himmelz te be, daß lucſj gü r Zeit: in han gibt es hier die n 1— 1 der Seele 8 Ich bebe ni iht. vn — t beden, daß Ge = und hellig it. Ma aibt Jengutz meineg — daß ich ui *rChrif. des göthlihe 7 as werth, der mich i — el wandelg N lehrt. —— Hetrof dag ichs, v = zu mten, und ihn X⁴ Jlanbensfrendigfeit als 1 an Maher azubeken, Ans ic habe, nir de⸗ u um jedem Heil und * gitt, der ihn da „—h des Herzens litt. — Ri nanaße 5 8₰ Leiden fr ſind ei — grorthe; doch m ens innre Fenhe z rißer, als der Er in und vas kann höhen en. als ohn in Leiden ſenn. ie Frendigkeit u ann herzen verbreitet an beſcht; 9 m n den Schmern n der Finſterniß min Sie nacht genut eine Welt erzt lter Trinmern r W 6. Der bangen Todes⸗ furcht entwöhnet, eil' ich der letzten Stunde zu; dem Lei⸗ be, der nach Raſt ſich ſeh⸗ net, zeigt ſich im Grabe ſanf⸗ te Ruh, indem mein Geiſt, der Gott gelebt, zu ſeinem Urſprung ſich erhebt. 7. Und droht mir ja noch ein'ge Sünde, mein Hei land gibt mir Troſt und Muth; ich weiß, daß ich ſtets Ruhe finde in der Verſuhnung durch ſein Blut: er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Miſſethat. 8. O Seele! darum ſei befliſſen, daß Frömmigkeit und Heiligkeit dir immerdar ein gut Gewiſſen und Glau⸗ benszuverſicht verleiht. Und du, mein Gott, regiere mich! Denn, o was könnt' ich ohne dich? Mel. Herzliebſter Jeſt 504 Wraie Wonne der Erlöoͤſten nach die⸗ ſes Lebens kurzem Kampfe tröſten? Wen ſchmückt im Himmel einſt vor deinem Throne des Mittlers Krone? Wer heilig wird; wer, 92nae vom Böſen ſich von der Sünde Herrſchaft läßt erlöſen; wer an den Sohn glaubt, ſeinen Herrn ihn nennet, ihn frei beken⸗ net; 3. Wer deine Wahrheit Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 397 unter Adams Kinder ver⸗ breitet, ſie erleuchtet, und die Sünder durch Thaten reizt, mit einem beſſern Le⸗ ben dich zu erheben; 4. Wer, was er glaubt, gewiſſenhaft auch übet, die Menſchen all' als ſeine Brü⸗ der liebet, nicht läſtert, ſie nicht kränkt, nicht ſtolz ſich blähet, und keinen ſchmähet; 5. Wer Sünden haſſet, und doch mit den Sündern Mitleiden fühlet, und an deinen Kindern die Gottes⸗ furcht und ihre Gaben ehret; hält, was er ſchwöret; 6. Wer nicht der Brüder Ruhm und Glück beneidet, ſelbſt reich, die Armen ſpeiſt, die Nackten kleidet, froh, ohne Wucher auch mit mil⸗ den Gaben, genützt zu haben; 7. Wer, züchtig in Ge⸗ danken, keuſch auch lebet; wer ſeines Werthes ſich nie überhebet, im Glücke mäßig, gütig und beſcheiden, getroſt im Leiden: 8. Den, den wird, Gott, die Wonne der Erlöſten nach dieſes Lebens kurzem Kampfe tröſten; den ſchmückt im Himmel einſt vor deinem Throne des Mittlers Krone. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 505 Wie groß iſt unſ⸗ 8 re Seligkeit, o Gott, ſchon in der Prüfungs⸗ zeit, iebſt unter viel Be⸗ ſchwer⸗ 398 ſchwerden, wenn unſer Herz ſich dir ergibt, und treu in Jeſu Dienſt ſich übt! Wie groß wird ſie einſt werden, wann ſich herrlich jenes Leben wird anheben, wo man Freu⸗ den ärntet von der Saat der Leiden! 2. O wie erhaben iſt das Recht, das du uns ſchenkeſt, dein Geſchlecht und Bundes⸗ volk zu heißen! Bei dir iſt unſer Vaterland; und wer will deiner ſtarken Hand, Allmächt'ger, uns entreißen? Wenn wir gleich hier müſſen ſtreiten, und zu Zeiten ſchwach uns ſinden, hillfſt du uns doch überwinden. 3. Du deckeſt unſre Schul⸗ den zu, gibſt unſern Seelen wahre Ruh', und ſtärkeſt uns mit Freude. Dein Sohn iſt unſer Haupt und Ruhm, wir ſein erkauftes Eigenthum, und Schafe ſeiner Weide. Gutes Muthes ſind auf Er⸗ den, in Beſchwerden, unfre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns widerfährt, verborgen hier auf Erden. Doch wann der Herr vor aller Welt in Majeſtät Gericht einſt hält, dann wird er ſichtbar wer⸗ den. Alsdann ſieht man ihn mit Kronen uns belohnen, als die Seinen, ewig uns mit ihm vereinen. Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 5. Wie glücklich, Gott, ſind wir alsdann! Wie viel haſt du an uns gethan! O laß uns unſre Würde vor Augen haben jederzeit; ſo tragen wir mit Willigkeit. der kurzen Leiden Bürde. Herr, gib den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und im Leben uns dir gänz⸗ lich zu ergeben. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 506 W heiter fließt mein Leben hin und jeder meiner Tage, wenn ich dir, Gott, ergeben bin, der Sündenluſt entſage, von jeder böſen Neigung frei, und deiner heil'’gen Vorſchrift treu, rechtſchaffen denk' und handle! 2. Sanft führt dann dei⸗ ne Vatertreu', mich auf des Lebens Wegen; mit jedem Morgen wird ſie neuszu reicherm Heil und Segen. Du, deſſen Allmacht mich beſchützt, gewährſt mir Alles, was mir nützt, lenkſt Boͤſes ſelbſt zum Guten. 3. Dich kennt, dich liebt, dir traut mein Herz; wie könnt' ich je verzagen! Ich dulde ſtandhaft jeden Schmerz; du hiilfſt die Laſt mir tragen. Verlaſſen kannſt du, Gott, mich nicht; ſtets warſt du meine Zuverſicht; du wirſt es ewig bleiben. 4. Wenn hriſte. — Die glücklich an uns 4 d 8 unſte Vülze ſ haben ſederzet, — wir mit Wili 1 nhen Leiden Jih ℳ—4b ne Win i „ dich zu wi 1 r Leben uns dr 8 ergeben. . — = hon iſt der Tag don gh 8 W haitrin mein 6 1 d jeder meine 3 1— cch dir, Gott urit 1— e Sirdenl lutt 1 ¹ adder böͤſen bi 1 und deiner ſühe f aifft treu, rttäin and handlel . Hanft führt dn n ertreu,, mich mi —ꝛ Wegen; nit jäe man wird ſtie 19 A—†n Heil l und W ddeſſen Allmacht un Stt, erüftren ur nitt, lenft B Aun Guten. ut mein Henn —** ſundhaff 1 33; du hilſt 7 tragen. Verli —2 du, Gott, 1 icht; du wirt E ſbe 4 S ich kennt, dih! 1 ſeets warſt du m Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 4. Wenn deine Gnade mich erquickt, und Ruh' ins Herz mir ſendet, Gott, wenn dein Friede mich be⸗ glückt, und keine Reu' mich kränket: wie ſelig bin ich dann in dir! Wie ahn' und fühl' ich dann ſchon hier des Himmels hohe Freuden! 5. Die Bahn der Tugend und der Pflicht führt hin zum ew'gen Leben! O Gott, mein Gott, ich zweifle nicht, du wirſt zu dem Beſtreben, ſte treu zu wandeln, deine Kraft, die Alles Gute wirkt und ſchafft, mir Schwachen nicht verſagen! Mel. Eins iſt Noth, ach 507 Leeblich ſind der Tugend Pfade, Heil des Himmels iſt ihr Ziel. Hier empfind' ich Got⸗ tes Gnade und der hohen Freuden viel. Was hilft es mir, wenn ich auch Welten gewinne? Vergänglich iſt jedes Vergnügen der Sinne. Nur Freuden der Tugend entfliehen mir nicht; ſie bleiben, wenn Alles auch wanket und bricht. 2. Die Natur ſtreut Luſt und Wonne Jedem in den Pilgerlauf; aber ſchoͤner geht die Sonne für den Freund der Tugend auf. Ihm ſtrahlet von Sternen ein hoͤh'res Entzücken; ihm pflegen die Auen ſich ſchö⸗ 399 ner zu ſchmücken. Die ir⸗ diſchen Gaben ſind Labſal ihm nur; drum beut ſie ihm ſüßer die milde Natur. 3. Furchtlos und mit ſich im Frieden geht er ſeine hohe Bahn. Keine Laſt kann ihn ermüden, täuſchen ihn kein eitler Wahn. Ihn leitet die Wahrheit durchs Lebensgetümmel; ſein Sinn und ſein Wandel iſt ſchon in dem Himmel. Ihm folget der Beifall der Edlen, und Ruh' ſtrömt ihm von dem Throne des Ewigen zu. 4. O wer wollte dieſe Freuden, dieſe Seligkeit verſchmäh'n? Wer nicht ſelbſt im tiefſten Leiden auf der Bahn der Tugend geh'n? Wenn oft auch die Kräfte des Pilgers ermatten; bald laben ihn wieder ſanft küh⸗ lende Schatten. Drum mu⸗ thig, ihr Chriſten! Das Ziel iſt nicht fern. Uns winket ein Vorbild; o fol⸗ get dem Herrn! Mel. Der unſre Menſchheit Zein Glaub' iſt 508 M meines Lebens Ruh' und führt mich dei⸗ nem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach gib mir, Herr, Beſtändigkeit, daß dieſen Troſt der Sterb⸗ lichkeit Nichts meiner Seele raube! Tief präg' es mei⸗ nem Herzen ein, welch' Glück —444 400 Glückſeligk Glück es ſey, ein Chriſt zu ſeyn. 2. Du haſt dem ſterblichen Geſchlecht zu deiner Ewig⸗ keit ein Recht durch deinen Tod erworben. Zum Stau⸗ be kehr' zurück der Staub; mein Geiſt wird nicht des Todes Raub, du biſt für mich geſtorben. Mir, der ich dein Erlöſer bin, iſt die⸗ ſes Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erloͤſt und bin ein Chriſt; mein Herz iſt ru⸗ hig und vergißt die Schmer⸗ zen dieſes Lebens. Ich dul⸗ de, was ich dulden ſoll, und bin des hohen Troſtes voll: Ich leide nicht vergebens. Gott ſelber mißt mein Theil mir zu: hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh'. 4. Was ſeid ihr Leiden dieſer Zeit, mir, der ich jener Herrlichkeit mit Ruh' entgegen ſchaue? Bald ruft der Herr, und ewiglich be⸗ lohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue; bald, bald verſchwindet al⸗ ler Schmerz, und Him⸗ melsfreuden ſchmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich ſchwach, ſo trag' ich doch nicht mehr der Sünden ſchimpflich Joch in meinem Lauf auf Erden. Die Tugend iſt mir ſüße Pflicht; und wenn ich gleich hienieden nicht ganz frei von Fehlern werde, ſo iſt mein eit wahrer Chriſten. Troſt: Gott hat Geduld und ſtraft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangſt, der du mich, Mittler, aus der Angſt, die ich verdient, geriſſen! Dir, dir verdank' ich meine Ruh', du heileſt meine Wunden zu; du ſtilleſt mein Gewiſſen; und fall' ich noch in meinem Lauf: ſo richteſt du mich wieder auf. 7. Gelobt ſei Gott! Ich bin ein Chriſt, und ſeine Gnad' und Wahrheit iſt an mir auch nicht vergebens. Ich wachſ' in meiner Hei⸗ ligung; ich ſpüre täglich Beſſerung des Herzens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geiſtes Kraft den neuen Menſchen in mir ſchafft. 8. Dank ſei dir, Jeſu, Dank und Ruhm! Mich lehrt dein Evangelium feſt glauben, hoffen, lieben! Es macht mich ruhig; es erfreut und führet mich zur Seligkeit: d'rum will ich's willig üben. Hier rühm' ich meines Glaubens mich; für ihn preiſ' ich dort ewig ich! Mel. Wer nur den lieben Gott 509 Do* Wandrer gleich, der auf der Reiſe das feſtgeſetzte Ziel verfehlt, durch Wüſten irrt, und ſich im Kreiſe von Furcht ¹ Schuld. B der du den di f hezwangſt, der dun Ir, aus der Angi, dient, geriſen! d rdank ich menegt ſetmen Bunda illeſt mein Geſt Aull ich nochin 3 2 ſo richteſt un — auf. — Gelobt ſei Gatt in Chriſt, un ſ am und Wahrhet in an auch nicht vaßa toachſ' in mein ⸗ 3; ich ſpün i nung des Herm uh S ebens. Ich füütſu = eiſtes Kraft dmn ſchen in mir ſtt = Dank ſei di, = und Nulm. 3 an dein Evangelun zen, hoffen, lu — nacht mich nih ut und fähren mif an kkeit: Vrum uil z üben. Hiet d Preines Glanbenz u —hn preiſ ich dortt A Wer uur den lieben 89 Da am'er Reiſe das fie verfehlt, durch N — und ſich in n Furcht und Hoffnung ſor⸗ gend quält, lebt auch der Chriſt, deß Leitſtern nicht iſt Jeſu Lehre helles Licht. 2. Er irrt umher auf düſterm Pfade, ſucht See⸗ lenruh' und find't ſie nicht; wünſcht den Beſitz von Got⸗ tes Gnade, allein er wan⸗ delt ohne Licht; greift nach dem Halm, der ihn verläßt: er zagt, ſein Glaube ſteht nicht feſt. 3. Willſt du das Glück des Chriſten kennen, ſo ſammle nur Erfahrung ein. Sie wird die Segnungen dir nennen, die ihn hienieden ſchon erfreun. Sein Glau⸗ be hebet über Zeit und Grä⸗ ber ſeine Seligkeit. 4. Betracht' ihn im Beſitz der Güter, der Ehr’' und Hoheit dieſer Welt: das Chriſtenthum iſt ſein Behü⸗ ter, daß er durch ſie nicht wankt und fällt; kein irdiſch Gut iſt ihm ein Reiz zur Wolluſt, UReppigkeit und eiz. 5. Gerührt durch Mitleid und Erbarmen beim Anblick Glückſeligkeit wahrer Chriſten. ſeiner Brüder Noth, deckt er die Blöße nackter Armen, theilt mit dem Hungrigen ſein Brod; er ſchmecket die Zufriedenheit, womit das Wohlthun uns erfreut. 6. Wirf einen Blick auf ihn, wann Leiden und Trüb⸗ ſal ihn zu Boden drückt. Mein Vater, ſpricht er, hat durch Freuden in guten Ta⸗ gen mich erquickt. Ich kenn“' in Leiden Gottes Huld, und trag' die Prüfung mit Ge⸗ duld. 7. Sieh hin im Kreiſe der Geſchäfte; wie würdig ſcheint der Ehriſt dir nicht! Gewiſſenhaft braucht er die Kräfte zur Uebung ſeiner heil'gen Pflicht. Sein Fleiß, dem Menſchenwohl geweiht, erfüllet ihn mit Seligkeit. 8. Schau' auf ihn hin, wann nun das Ende dem Wirkungskreiſe ihn ent⸗ reißt. Mein Gott, ſpricht er, in deine Hände befehl' ich ſterbend meinen Geiſt. Du biſt mein Troſt auch in der Nacht des Todes. Herr, es iſt vollbracht! Dritte 401 —;—x::õᷣᷣ-— “ͤ“ͤ“ͤö—ͤ—ͤͤ—ͤ—eqqͤZõ—1112111 1 1 8 3 Lie Dritte Abtheilung. der ü ber die Pflichten des Chriſten in beſonderen Verbindungen, Zeiten und Umſtänden. Geſinnung und Verhalten des Chriſten in beſon⸗ dern geſellſchaftlichen Verbindungen. Häusliche Geſellſchaft. Mel. Wer nur den lieben Gott 510 Wehl dem, der in dem Che⸗ bunde in feſter Lieb' und Eintracht lebt! Ihm wird ſo manche Lebensſtunde mit Luſt und Heiterkeit durch⸗ webt; er blickt mit ruhig frohem Sinn auf ſeiner Zu⸗ kunft Tage hin. 2. Wohl dem, dem from⸗ mer Kinder Segen den Ehe⸗ bund noch ſchöner macht; wenn ſie im Herzen Tugend hegen; in ihren Blicken Un⸗ ſchuld lacht; wenn ſie der Aeltern Beiſpiel rührt und auf den Weg zum Heile führt! 3. Wohl denen, deren Hausgenoſſen die Furcht des Herrn vor Augen ſchwebt; wenn Jeder treu und unver⸗ droſſen das, was er ſoll, zu leiſten ſtrebt, wenn Ein⸗ tracht und Zufriedenheit das Haus zum Sitz des Segens weiht! 4. Wohl uns, wenn auch bei unſern Freuden ſich freut der Nachbar und der Freund; wenn er, an unſerm Schmerz und Leiden theilnehmend, tröſtend, mit uns weint; die Bruderhand uns willig reicht und Hülf' und Bei⸗ ſtand gern erzeigt! 5. Ja, denen, die dich kindlich ehren, o Vater, ſtrömt dein Segen zu. Sie wandeln, folgſam deinen Lehren, und trau'n auf dich und finden Ruh'; ſie finden Freude, deren Werth und Dauer keine Zeit zerſtört. 6. Zwar wird auch oft der Kelch der Leiden den Dei⸗ nen, Herr, von dir geſandt; oft muß die Tod und Tren⸗ nung ſcheiden, die Blut und Treue feſt verband; oft ſtört des Grams, des Unfalls Wuth Zilung. dr un beſonden id Umſtänden. — =— Chriſten in ii Srbindungen und Zufriedendes — zum Sitz de dn — Wohl uns, went anſern Freuden ſihi achbar und der ze maer, an unſern dn E Leiden theilnen d, mit unm m ruderhand min 3 und Hülf' um gern erzeigt. Ja, denen, de mich ehren, 0 — t dein Segen zu. eln, folgſam i — n, und traun af finden Ruh', feft —n de, deren Wan Or keine Zeit zeſtt Zwar wird aut z der Leiden da — Herr, von dir giu ü auß die Tod ud 2— ſcheiden, die Bau⸗ me feſt verband; ti „Grams, des d 1 Geſinnung und Verhalten des Chriſten. 403 Wuth, oft Krankheit ihren heitern Muth. 7. Doch trinken ſie den Kelch gelaſſen, den du, ihr Vater, eingeſchenkt: du wirſt, du kannſt ſie nicht verlaſſen, du, Gott, der ſeiner Kinder denkt, und, wenn ihr Glaube ſtandhaft ringt, durch Leiden ſie zur Wonne bringt. 8. Drum mag des Todes Arm uns trennen: wir wer⸗ den einſt uns wiederſeh'n, vor Gottes Thron die Unſern kennen, mit ihnen dankend vor ihm ſtehn, da, wo nicht Tennung und nicht Tod den Neuvereinten ferner droht. Mel. In allen meinen Thaten 511 O ſelig. wer zu⸗ frieden mit dem, was Gott beſchieden, den Weg durchs Leben geht, von Herzen ihm vertrauet, und feſt auf das nur bauet, was mit der Frömmigkeit beſteht! 2. O ſelig, wenn die Her⸗ zen, gefaßt auf Freud' und Schmerzen, vereint durch Einen Sinn, ſich liebend hier verbinden, das wahre Gut zu finden, den ewig dauern⸗ den Gewinn! 3. Es wohnet ſchon hie⸗ nieden des Himmels hoher Frieden bei ſtiller Häuslich⸗ keit. Der Liebe reiner Seelen kann keine Freude fehlen, kein Segen der Zu⸗ friedenheit. 4. Sie mildert Sorg' und Leiden, verſüßt der Erde Freuden, führt Menſchen Hand in Hand, im feſt vereinten Streben, durch's kurze Pilgerleben, zum Ziel im beſſern Vaterland. Der Eheſtand. Mel. Wer nur den lieben Gott 512 Von dir, Gott, ſind der Ehe Freuden, du, der du Mann und Weib erſchufſt, und ſie im Glück, ſo wie im Leiden zu großer Pflichten Uebung rufſt! Uns dieſen Pflichten ganz zu weih'n, laß unſers Bundes Endzweck ſeyn. 2. Erhalt' uns ſtets auf deinen Wegen, nimm gnä⸗ dig unſers Thuns dich an! Laß Wohlſtand uns und je⸗ den Segen mit Dank aus deiner Hand empfah'n, und fördre unſrer Hände Fleiß, uns, Herr, zum Glück und dir zum Preis! 3. Verleih' uns deines Geiſtes Triebe; erfülle un⸗ ſer ganzes Herz mit reiner, feſter, treuer Liebe in Glück und Unglück, Freud' und Schmerz; mit Liebe, die in Froͤmmigkeit durch Blick und Wort und That erfreut! 4. Kein Theil verbitt're ſeine Tage dem andern je durch ————— 404 Geſinnung und Verhalten des Chriſten durch Ungeſtüm; und trifft den Einen Laſt und Plage: ſo mildre ſie der Andre ihm! Das Glück, deß ſich der Eine freut, ſchaff' auch dem Andern Heiterkeit! 5. Laßt uns einander, wo wir fehlen, ſanftmüthig nachſehn und verzeihn, und ſtets, mit dir geweihten See⸗ len, im Guten uns zu wach⸗ ſen freun! Dann wächſt in jedem Augenblick mit unſrer Tugend unſer Glück. Mel. Mein ganzer Geiſt 513 Der Eheſtand ſoll heilig ſeyn! Du, Schöpfer, ſetzteſt ſelbſt ihn ein, der Welt zum Glück und Segen. Noch immer fließt in dieſem Stand aus deiner milden Vaterhand den Frommen Heil entge⸗ gen. Vater! Vater! dich erhöhen, die in Ehen dein ſich freuen, durch dich blühen und gedeihen. 2. Wie glücklich lebt ein frommer Mann, wenn die ſein Herz ihm abgewann, die Gott ihm auserſehen! Wie glücklich lebt an ſeiner Hand die Fromme, die ihm Gott verband, ihm hülfreich bei⸗ zuſtehen! Wohl euch, Wohl euch, fromme Gatten! In dem Schatten ſeiner Güte jauchzt mit freudigem Ge⸗ müthe! 3. So ſtrecket weit ſich um ein Haus ein rebenreicher Weinſtock aus; ſo blühn auch Eh'genoſſen. Ringsum umringen ihren Tiſch die Kinder fröhlich, munter, friſch, wie junge Frühlings⸗ ſproſſen. Sorgt nicht! Sorgt nicht! Wie viel Beter zählt ihr, Väter, zählt ihr, Müt⸗ ter! Sorg' und Müh' iſt, hier nicht bitter. 4. Gott, die du hier ver⸗ bunden haſt, erleichtre ihres Lebens Laſt; gib, daß kein Segen fehle! Laß nie ſie ihren Bund entweihn, laß treu ſie, züchtig, friedſam ſeyn, Ein Herz und Eine Seele! Lenke, lenke, Geiſt der Liebe, ihre Triebe weg von Suüͤnden, daß ſie häus⸗ lich Glück empfinden! 5. O leite ſie von Ueppig⸗ keit auf Freuden, die man nie bereut, auf Freuden äch⸗ ter Tugend, damit auch einſt ihr Alter frei von drückenden Beſchwerden ſei, und heiter, wie die Jugend! Segne, ſegne, o du Vater und Be⸗ rather frommer Ehen, alle ſie, die auf dich ſehen! Bei Trauungen. Mel. Vom Himmel kam der 514 Gett. Schöpfer, 2. Stifter heil⸗ ger Eh', ſchau' auf dies Paar aus deiner Höh', das vor dir ſteht, den feſten Bund Jen des Chriſen kock ausz; ſe ti * Ehegenoſſen. Ri b mungen ihren dſc 7 wie junge Friülg — m. Sorginigildn * Wie viel Bete * Vater, zählt iſt 4 — Sorg und Aüf — nicht bitter. Gott, die du hirn uen haſt, erleichteit —is Laſt; gid, dit en fehle! Laß m * Bund entwein, — ſie, züchtig, ni a Ein Herz m l Lenke, lenke, 1liebe, ihre Tiun 8 Sünden, daß ſeiz „ Glück empfinden O leite ſie vonle ¹auf Freuden, wr d ereut, auf Freum⸗ augend, damit at allter frei von ditn =hwerden ſei, u — die Jugend! 6) —e, o du Vater w ger frommer(fet, die auf dich ſehn. Bei Trauungal del. Vom Himmtl iu ott, E 14 G Sij Gh', ſchau u 4 aus deiner — dir ſteht, i in beſonderen Verbindungen. Bund hier vor dir ſchließt mit Herz und Mund! 2. Mit Gnade ſchau' auf ſie herab, daß ſie zuſammen bis ins Grab verträglich, freundlich, gleichgefinnt, vor Allem gottesfürchtig ſind. 3. Laß ſie einander in⸗ niglich ſtets lieben, doch nie mehr, als dich; von Untreu' auch im Herzen rein, und keuſch in Wort und Werken ſeyn! 4. Zuſammen laß ſie dir vertraun, zuſammen ihre Seel' erbau'n; zuſammen deinen Ruhm erhöh'n und deinen Segen ſich erfleh'n! 5. Was ihnen ihr Beruf gebeut, das laß ſie thun mit Freudigkeit, und ſo geling' ihr frommer Fleiß zu ihrem Wohl und deinem Preis! 6. Empfinden und erfah⸗ ren ſie des Erdenlebens Laſt und Müh', ſo trage jeder gern ſein Theil zu ſeines Gatten Troſt und Heil! 7. Willſt du durch Kinder ſie erfreu'n, ſo gib zu ihrer Zucht Gedeih'n, daß an den Pfändern ihrer Eh' ihr Herz nie Gram und Jammer ſeh'! 8. Wenn dein Rath ihnen Trübſal ſchickt, laß ſie darin nicht unerquickt; gib heit're Tage nach dem Leid, und ſegn' es für die Ewigkeit! 9. Und trennet einſt auch ſie der Tod, ſo ſei ihr Troſt: daß unſer Gott, die tugend⸗ 405 haft ſich hier geliebt, ein⸗ ander ewig wieder gibt. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 515 Von dir, du Gott der Einigkeit, ward einſt der Ehe Bund ge⸗ weiht; o weih' auch ſie zum Segen, die hier vor deinem Angeſicht entſchloſſen ſteh'n, den Schwur der Pflicht ver⸗ einigt abzulegen! Laß ſie, Vater, dir ergeben, einig le⸗ ben, treu ſich lieben, treu die Pflicht der Chriſten üben! 2. O du, der du ſo gern beglückſt, ſo liebreich zu uns niederblickſt auf allen unſern Wegen, Herr, laß ſte ſtets ſich deiner freu'n; gib auch zu ihrem Thun Gedeih'n, und ihr Beruf ſei Segen! Laß ſie, Vater, dir ergeben, glücklich leben, freudig ſter⸗ ben und vereint den Himmel erben! Nach der Trauung. Mel. Mein Gott, das Herz 16 Geht hin! Der Gott der Ei⸗ nigkeit hat euern Wunſch erhört! Geht hin und macht durch Frömmigkeit euch ſei⸗ nes Segens werth! 2. Ihm heiliget Beruf und Stand! Ihm heiligt euer Herz, und folgt der Leitung ſeiner Hand durch Freude und durch Schmerz. 3. Euch —— 406 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 3. Euch nehme, ſchließt nach ſeinem Rath ihr einſt den Pilgerlauf, er, der euch hier vereinigt hat, in ſeinen Himmel auf. Aelternpflicht. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterb. enſchen weiſ' 517 M un gut er⸗ ziehen, die zum Leben Gott erſchuf: welch ein wichtiges Bemühen, welch ein ſeliger Beruf! Gott zum Ruhm, der Welt zum Segen, ihres eig'nen Heiles wegen, Kinder weiſ' und gut erzieh'n: welch ein wichtiges Bemüh'n! 2. Wächſt der Menſch in früher Jugend roh und ohne Zucht heran, ohn’ Erkennt⸗ niß, ohne Tugend: kann er dann des Lebens Bahn wür⸗ dig, mit Vernunſt betreten? würdig dich, o Gott, anbe⸗ ten? ſeinem Nächſten nütz⸗ lich ſeyn? deiner Liebe ſich erfreu'n? 3. Jeder, dem du hier auf Erden Kinder gnädig anver⸗ traut, ſorge, daß ſie weiſe werden, daß er ihre Wohl⸗ fahrt baut; lehre früh ſie Tu⸗ gend lieben, und das Gute willig üben! Dieſe Pflicht iſt ernſt und groß; Nichts, ihr Aeltern, ſpricht euch los. 4. Menſchenſchöpfer! Tu⸗ gendmehrer! Laß, zu för⸗ dern Menſchlichkeit, Väter, Mütter, Pfleger, Lehrer, Fürſten und die Obrigkeit mit vereinter Sorgfalt wa⸗ chen, unſre Jugend fromm zu machen; ſie durch Lehr' und Beiſpiel zieh'n, ſelber Sünd' und Laſter flieh'n! 5. Pflanz' in aller Kinder Herzen weiſen, frommen Tugendſinn, daß ſie nicht ihr Wohl verſcherzen; laß ſie Trägheit, Eigenſinn, 2 gerniß und Leichtfinn hen, und um Unſchuld ſich bemühen! Führe ſie auf ebner Bahn, daß ihr Fuß nicht gleiten kann! 6. Dort vor deinem An⸗ geſichte werden die Erzieher ſteh'n; ſelig, wenn ſie im Gerichte ihre Kinder vor dir ſeh'n, und dann ſagen kön⸗ nen: Keinen, Herr, verlor ſlie ich von den Meinen; und dann Kinder fleh'n für ſie: Gott, vergilt nun ihre Müh'! 7. Menſchen weiſ' und gut erziehen, die dein Wort zum Leben ſchuf: welch' ein wichtiges Bemuhen! welch' ein ſeliger Beruf! Laß, o Heil'ger, deinen Willen alle Aeltern treu erfüllen, lohne hier ſchon ihre Müh', lohn', Vergelter, ewig ſie! Mel. Wer nur den lieben Gott 518 Heni welch' ein wichtiges Ge⸗ ſchäfte für Aeltern: Kinder, zu erzieh'n! Gib Segen, Weis⸗ 4 — x gE Dten des Cri Ster, Pieger, 4 — ien und die Dr vvereinter S„Sorgiit „ unſte Ju nachen; 5 — Beiſpiel ziehen, ſ = d und Laſtet fit Pflang in ale —den weeſſen, ſm — Rendſinn, daß ſient l verſcherzen; 6 Sei⸗ Eigenm, iß und Leichfin — und um Uuſtz ühen! Führe i 2 r Bahn, daß 3 gleiten kann! Dort vor dein hte werden die n; ſelig, wem Sichte ihre Kinder =n, und dann ſe a Keinen, Her an von den Meinn. an Kinder flehrſt —t, vergilt nun ißul Menſchen di — erziehen, die da u Leben ſchuf: n jhtiges Venin 1 — ſeliger Bernf l'ger, deinen Ai tern treu erfülln! * ſchon ihre Nihe ggelter, ewig fir el. Wer nur den li ert! d 18 H wict ifte für Ae 6 erziehe! 4* 9 in beſonderen Verbindungen. Weisheit, Luſt und Kräfte zu jedem redlichen Bemüh'n, wodurch man unter weiſer Zucht der Kinder Herz zu bilden ſucht! 2. Du rufſt die Menſchen in das Leben und willſt, ſie ſollen glücklich ſeyn; haſt ih⸗ nen auch den Ruf gegeben, ſich gern zu Andrer Dienſt zu weihe'n. Durch Zucht zu beiden führet man ſie fruh zu weiſer Ordnung an. 3. Wohl Aeltern, welche deinen Willen hierin mit Redlichkeit vollzieh'n, und dieſe Abſicht zu erfüllen, ſich nach Vermögen treu be⸗ müh'n! Wohl ihnen hier in dieſer Zeit und einſt in jener Ewigkeit! 4. Sie bau'n das Wohlſeyn ihrer Jugend zu deines gro⸗ ßen Namens Preis; ſie leh⸗ ren Weisheit ſie und Tu⸗ gend durch eignen und durch Andrer Fleiß; und um Ge⸗ deih'n fleht ihr Gebet zu dir, in deſſen Hand es ſteht. 5. Sie prägen früh den jungen Seelen vor dir die tiefſte Ehrfurcht ein. Viel Gutes ihnen zu erzählen und ſich mit ihnen fromm zu freu'n, iſt guter Väter, Mütter Luſt, flößt Tugend in der Kinder Bruſt. 6. Mit weiſer Liebe ſie zu lenken, mit Freundlichkeit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu ſenken, iſt 407 ihre Sorgfalt ſtets bemüht. Doch, widerſtrebt das Kind der Pflicht, ſchont weiſe Zucht des Lieblings nicht. 7. O welch ein wonne⸗ reicher Segen für Aeltern, Kinder und die Welt, wenn fromme Zucht auf deinen Wegen, o Herr, der Abſicht nicht verfehlt! Luſt ſtrömt den Aeltern; Glück und Heil iſt hier und dort der Kinder Theil. 8. Und für ein Volk, für ganze Staaten, o welch' ein ſeliger Gewinn, wenn junge Bürger wohl gerathen, erzo⸗ gen, Herr, nach deinem Sinn! Fleiß, Ordnung, Wohlſtand, Fried' und Ruh' nimmt dann durch ſie auf Erden zu. 9. Ach aber, welche Peſt auf Erden bringt nicht ver⸗ ſäumte Kinderzucht! Sie häuft den Aeltern ſelbſt Be⸗ ſchwerden, die oft hernach ihr Herz verflucht. Die Opfer ihrer Läſſigkeit vermehren ſelbſt noch dort ihr Leid. 10. O Gott, lehr’ Aeltern dies erwägen; erweck! und ſtärke ihr Bemüh'n, daß unter deinem milden Segen, ſie ihre Kinder wohl er⸗ zieh'n! O laß ſie einſt ſo glücklich ſeyn, mit ihnen ſich noch dort zu freu'n! Mael. Wo Gott zum Heil 519 Goß iſt, ihr Aeltern, eure Pflicht! ———— 408 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Pflicht! Verwahrloſt eure Kinder nicht! Gewöhnet ſie von früher Zeit mit Gott zu frommer Thätigkeit. 2. Wohl euch, wenn kei⸗ nes je vergißt, was aller Weisheit Anfang iſt, daß Liebe gegen Gott und Scheu vor ihm die beſte Klugheit ſei! 3. Lehrt ſie, wenn ihr Verſtand kennen, ſeine Huld und Macht! Lehrt ſie auf ſeine Werke ſeh'n, und, was ſie lernen, auch verſteh'n! 4. Beſorgt für ihren Leib, doch mehr für ihren Geiſt, ſchaut ſtets umher, was ih⸗ rer Unſchuld ſchaden kann, und führt ſie ſelbſt zur Tu⸗ end an! 5. Erſtickt durch gute Lehr' und Zucht der erſten Sünden Keim und Frucht; ſorgt, daß ſie werden Gottes Bild, ge⸗ recht und liebevoll und mild! 6. Zerſtört des Lehrers Unterricht zu Haus durch bö⸗ ſes Beiſpiel nicht; ſchützt vor der Strafe ſeiner Hand nie ihren Trotz mit Unverſtand! 7. Wißt, daß ſie recht und irre gehn, ſo wie ſie euren Wandel ſehn! Sie ſind durch Beiſpiel leicht regiert; weh', weh' euch, wenn ihr ſie verführt! 8. Ihr junges Herz iſt ſchwach und weich; drum rühmt vor ihren Ohren erwacht, Gott euch der Uebertretung eurer Pflicht in eurer eignen Ju⸗ gend nicht! 9. Muthwillen nennt nie Witz; nie preiſt des Kna⸗ ben ſchadenfrohen Geiſt als Munterkeit, ein trüglich Herz und Lügen nie als Spiel und Scherz! 10. Lehrt friedlich ſie und g'nügſam ſeyn, entbehren und ſich dennoch freu'n; tilgt Geiz und Neid aus ihrer Bruſt, macht ihnen Chriſtenſinn zur Luſt! 11. Gewöhnt ſie an der Tugend Müh', an Ernſt und Fleiß, und lehret ſie, daß Arbeit keine Sklaverei, daß ſie das Glück des Menſchen ſei! 12. So nehmt euch ihrer 7 Seelen an: Gott richtet einſt und fordert dann, wenn ihr nicht, was ihr thun ſollt, thut, von eurer Hand der Kinder Blut. 13. Erwägt'’s und fürchtet ſein Gericht, um auch vor ſeinem Angeſicht euch ewig ihrer zu erfreun; denn ſie ſind ſein Geſchenk und ſein. Mel. Vom Himmel kam der 520 Die Kinder, de⸗ ren wir uns freu'n, ſind alle, Gott und Vater, dein; ſind deine beſte Gab', d Herr: bewahre ſie, Barmherziger! 2. Wenn treuer Aeltern Lie⸗ 1— — — ——— — B——. Ieen des Chrite — der lebertretun in na eurer einn Muthwillen rennt . nie preiſt des — adenftohen 4 A und Scherz Lehrt frielihſ Iſam ſeyn, kt n ſc 1 as Gl luck des R n . So nehmt eur Sen an: Gotn und fordert dam .nicht, was ii thut, von eum = Kinder Blut. 3. Erwägt's uiſt⸗ — Gericht, um an. — m Angeſich att — zu erfreun; i ſein Geſchent w del. Vom Himmel in 0 Dain ren u am n, ſind alle, Ot Arr, dein; ſind dn —, o Herr: h = Barmherziger 1 „Wenn treuer ie Liebe ſucht' ſie aufzuziehen in der Zucht; ſo ſteh', da⸗ mit ſie glücklich ſei, mit dei⸗ ner Weisheit ihnen bei! 3. Gib allen Kindern Lernbegier, zum Guten Lieb', und Luſt zu dir, und laß ſie meiden, ohne Zwang: Trotz, Eigenſinn und Muͤſ⸗ ſiggang! 4. Geſegnet ſei ihr Unter⸗ richt! Laß ſie durch deines Wortes Licht dich recht er⸗ kennen; laß ſie nie gefähr⸗ lich irren, leite ſie! 5. Im Glauben mache ſie gewiß, bewahre ſie vor Aer⸗ gerniß, und naht Verſu⸗ chung ihnen ſich, ſo ſtärke du ſie vaͤterlich! 6. Hilf, daß ſie dich an jedem Ort vor Augen haben und dein Wort, und ſich be⸗ fleißen jederzeit der Tugend, Zucht und Frömmigkeit; 7. Daß wir in ihnen Chri⸗ ſten ſehn, die freudig deine Wege gehn; und Bürger einſt, voll Luſt und Muth, zu thun, was edel iſt und gut! 8. Erhöͤre, Hoͤchſter, dies Gebet; verleih', was wir von dir erfleht! Dann dan⸗ ken einſt, Allvater, wir mit allen unſern Kindern dir! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 521 Mene Kinder, Gott, befehle ich dir an; du gabſt ſie mir. Preis ſei dir von ganzer in beſondern Verbindungen. 409 Seele, Preis und Dank, o Herr, dafür! Ach verlaß, verlaß ſie nie, ſegne und behüte ſie, daß ſie, dir zum Wohlgefallen, früh ſchon deine Wege wallen! 2. Aber ach, wie viel Ge⸗ fahren warten ihrer in der Welt! Wer vermag ſie zu bewahren, wenn nicht deine Hand ſie hält? Unbezwing⸗ lich laß ſie ſeyn allen Lüſten, fromm und rein nur nach deinem Beifall trachten, auf des Laſters Reiz nicht achten! 3. Nicht, daß du mit allen Leiden hier auf Erden ſie ver⸗ ſchonſt; nicht, daß du durch ſtete Freuden ihrer Tugend hier ſchon lohnſt, jeden ihrer Wünſche ſtillſt, jede Hoff⸗ nung gleich erfüllſt; nicht um Schätze, die vergehen, darf und will ich für ſie flehen. 4. Gib auf ihrer Lebens⸗ reiſe, wie es längſt dein Rath bedacht, ihnen das nur, was ſie weiſe und des Himmels würdig macht! Wichen ſie von dir zurück; ihr derlurnes Seelenglück wär' mit allen Erdenſchätzen nimmer ihnen zu erſetzen. 5. Doch die Bitte, die ich wage, finde gnädiges Ge⸗ hör! Laß nicht ihre Lebens⸗ tage, guter Gott, ganz freu⸗ denleer. Werden ſie geprüft durch dich, o ſo ſei es väter⸗ lich, und dann laß es ihren S Seelen —— 410 Geftnnun und Verhalten des Chriſten ——— Seelen nicht an Troſt und Stärkung fehlen! 6. Keins von meinen Kin⸗ dern werde durch das Laſter elend, Gott; keins dem Nächſten zur Beſchwerde, oder ſeiner Feinde Spott! Nützlich laß der Welt ſie ſeyn, keine Müh' und Arbeit ſcheu'n, ſtill ſich ihres Flei⸗ ßes nähren, und durch ihn dem Mangel wehren! 7. Jener Sieg'stag der Gerechten ſei auch mir ein Freudentag! Hilf, daß mir zu deiner Rechten ihrer kei⸗ nes fehlen mag! Dann froh⸗ lock' ich: Vater, ſieh, hier bin ich; hier ſind auch die, die mir deine Huld geliehen, ſie zum Himmel zu erziehen! Kindespflicht. Mel. Gott des Himmels und 522 Kinder⸗ die ihr noch im Kreiſe eurer guten Aeltern weilt, und um Kleidung, Trank und Speiſe ſorglos nur zu ihnen eilt; noch durch ſie in jeder Pflicht Lehr' empfangt und Unterricht! 2. Kinder, o bedenket frühe, was ſie thun für euer Glück! denkt der na⸗ menloſen Mühe, die ſich euch vom Augenblick eures Auf⸗ blühn's bis zur Zeit eurer Reife ſtets geweiht. 3. Aelternlieb' iſt ohne Schranken. Kinder, nie belohnt ihr ſie; danken aber könnt' ihr, danken euren Ael⸗ tern Lieb' und Müh', danken manche lange Nacht, ſorgen⸗ voll für euch durchwacht. 4. Sie aus reinem Herzen lieben, ihnen treu und folg⸗ ſam ſeyn; nie mit Vorſatz ſie betrüͤben, jede Kränkung ſchnell bereu'n; ohne Klü⸗ geln ihnen trau'n, und auf ihre Winke ſchau'n; 5. Ringen, daß der Treuen Pflege nicht an euch verloren ſei, daß ihr auf der Tugend Wege, eurem hohen Rufe treu, jedem La⸗ ſter trotzend, geht, bis ihr einſt am Ziele ſteht; 6. Eure Kraft den Aeltern leihen, wenn ſie kraftlos ſind und ſchwach; ſie mit Troſt und Hülf' erfreuen bei des Alters Ungemach: dies iſt Kindesdank und Pfiicht. Kinder, dies vergeſſet nicht! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 523 Gett, mein Va⸗ ter, Dank ſei dir: du haſt Gutes, Leib und Leben durch die Hand der Aeltern mir ohne mein Verdienſt gegeben. Mir beglückſt du ihre Müh', und auch mir erhältſt du ſie. 2. Oft hab' ich ſie zwar betrübt, ſie, die von den erſten Tagen doch ſo zärtlich mich geliebt, mich mit viel Ge⸗ ———— —— ſ ——=— mnn des Chriten aken. Sie aus reinen oe — ihnen treu nni eyn; nie mit W trüben, jede Kit 21 dereun. ohne = hnen traun, ui Linke ſchaun; — Ningen, 1 — n Pflege nicht un mn ſei, daß ißt ugend Wege, a * Rufe treu, 4 votzend, geht, Eim Ziele ſeit. ure Kraft den h ag wenn ſie kraftti Ichwach; ſie mü Aulf' erfreuen k * 1 uUungemach: mrsdank und F mar, dies vergeſet n Jeſus, meine Juuit 3 Gei⸗ mend ter, du du haſt Gutt,. Aeben durch de i +₰ mir— zenſt degeha. 1 kſt du ihre Niß erhältſt du ſi Oft nt, α Tagen doch ſo zi a geliebt, n t hab' ich ſetß ſie, die un 3 mich i in beſondern Verbindungen. Geduld getragen. Gott, da⸗ durch kränkt' ich auch dich: o wie beugt mein Undank mich! 3. Was ich ihnen ſchuldig bin, hafte tief in meinem Herzen! Laß mich ja durch Eigenſinn niemals ihre Gunſt verſcherzen; gib, daß meine Dankbarkeit, mein Gehorſam ſie erfreut! 4. Laß mich, Gott, wie du verlangſt, jede Kinds⸗ pflicht gern erfüllen! Denn wie oft hat Sorg' und Angſt ſie beſchwert um meinetwil⸗ len! Haben ſie nicht manche Nacht, wann ich ſchlief, für mich durchwacht? 5. Jeſus ſtelle ſich mir dar, er, das Beiſpiel aller Kinder, der der Herr vom Himmel war, Gottes Sohn, das Heil der Sünder; er war doch von Kindheit an ſeinen Aeltern unterthan. 6. Ihren Willen thun, ſei mir meine Luſt! Denn das iſt billig, auch gefällig, Gott, vor dir; dazu mache ſelbſt mich willig! Wohl mir dann! Dann wird auch mein dein verheißner Segen ſeyn! 7. Laß auf ihre Wünſche mich kindlich und mit Sorg⸗ falt achten; ja ſelbſt ihren Wünſchen mich noch zuvor⸗ zukommen trachten; nicht für ſie Be ſchwerden ſcheun, und ihr Gran mir Freude ſeyn! 411 8. Ehrerbietig laß mein Herz wirklich ſeyn, und nicht blos ſcheinen. Laß mich auch, trifft ſie ein Schmerz, zu dir heiße Thränen weinen; ihnen deine Hülf' erflehn, nach der Hülfe dich erhöhn! 9. Meiner Aeltern Schutz ſei du! Ihrer Wallfahrts⸗ zeit auf Erden legen viele Jahre zu: laß ſie alt im Segen werden und erhör' auch ihr Gebet, das für mich um Weisheit fleht! 10. Alles Kreuz mach' ih⸗ nen leicht; hilf es, Vater, ſelber tragen; und wenn ſie ihr Ziel erreicht nach den ſpätſten Lebenstagen, ſo gib du vor deinem Thron ihnen frommer Aeltern Lohn! Mel. Wer nur den lieben Gott 524 Wi flehn für un⸗ b ſrer Aeltern Leben dich, aller Menſchen Vater, an. Du haſt ſie uns zum Heil gegeben, ſie leiten uns auf deiner Bahn. Von ganzem Herzen danken wir für deine Vaterliebe dir. 2. Verleih' uns ſtets für ihre Lehren ein offnes, wei⸗ ſes, ſanftes Herz, und laß uns gern fie kindlich ehren, daß niemals Kummer, Gram und Schmerz der treuen Ael⸗ tern Herzen kränkt, und ihre Liebe von uns lenkt! 3. Gib ihnen deinen be⸗ ſten Segen und Alles, was S 2 ihr ihr Herz erfreut! Beſchirme ſie auf ihren Wegen in ihrer ganzen Lebenszeit! Geſeg⸗ net ſei ihr Erdenloos, und einſt ihr Lohn im Himmel groß! Geſchwiſterliebe. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 525 Wene Bfſohn⸗ und weiſe, nachſichtsvoll und gütig ſind; wenn in ihrem ſtillen Kreiſe ſtets des Frie⸗ dens Quelle rinnt: o dann ruht auf ihnen allen Gottes Blick und Wohlgefallen. 2. Durch das Band des Bluts verbunden, ſollen ſie durchs Leben gehn, und den Reiz der ſchnellen Stunden freundlich mehren und er⸗ höh'n; ſollen Haß und Neid entfernen, und auch Andre lieben lernen. 3. Mit entſchloßnem fro⸗ hen Herzen üben ſie, was Gott gebot; theilen Freu⸗ de, Gram und Schmerzen, mindern jedes Tages Noth; warnen ſich, ſo oft ſie fehlen, und veredeln ihre Seelen. 4. O wer wollt' in früher Jugend nicht ſchon ſanft und friedlich ſeyn? Aus den Häuſern dringt die Tugend in die große Welt hinein. Wer die Seinen kann be⸗ trüben, wird der Andre redlich lieben? 412 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 5. Nur das Haus, wo Liebe wohnet, wird geſegnet und erfreut. Aeltern ſeh'n ſich dort belohnet, Kindern iſt ihr Gluck bereit; alle Hausgenoſſen ſtreben, ſich mit Freunden zu umgeben. 6. Liebe! Komm' herab vom Himmel! Komm' in un⸗ ſer Herz herab! Leite durch das Weltgetümmel auch die Unſern bis ans Grab! Laß durch deine Macht auf Erden jedes Haus regieret werden! Für Herrſchaften. Mel. Nicht ſo traurig, nicht 526 AX u vertheilſt der 82 4 Menſchen Loos, Gott, nach deinem weiſen Rath, machſt oft Ei⸗ nen reich und groß, wenn der Andre Mangel hat; aber weiſe, gut, gerecht biſt du für den Herrn und Knecht! 2. Wer bei ärmerem Ge⸗ ſchick ſeine Zeit und Kraft mir leiht; wer zu meines Hauſes Glück treu ſich mei⸗ nem Dienſte weiht; wer durch Folgſamkeit mich ehrt: der iſt meiner Liebe werth. 3. Er hat Recht auf Güt' und Huld, wenn ihn Redlichkeit beſeelt; Recht auf Nachſicht und Geduld, wenn er ohne Vorſatz fehlt. Ich bin ſelbſt nicht fehler⸗ frei; kann ich fordern, daß er's ſei? 4. Hoch⸗ ſeine verſt es ij mir ler g er kr. 4. rechte n des Chſe — Nur das d wohnet, wird 4 Srfreut. Ael ltern ſ rt bel lohnet, Kine Glu berät, — enoſſen fireber teunden zu u Deiebe!„ immel! Kommen erz herab! Leite = eltgetümmel aate In bis ans Grah. deine Matht ui ü dhaus regieret n ür Herrſchaſtr . Nicht ſo trautig n — 6 Du derhn tuü n Gott, ua 3 in Rath, machſt arr eich und gtoß, n addre Mangel huu . gut, gerett i en Herrn und d Ver bei Keni 2 ſeine Zeit ud leiht; wer zum — Gluͤck treu ſiht — Dienſte weiſt; 2 Felgſankät nic m ſt meiner Liebe n Er hat Nett und Huld, unn chkeit beſeelt Nachſicht und 6 er ohne Votſtt⸗ in ſelbſt uitt — kann ich fotzenn ſei? 4 4. Hochmuth, Stolz und Eigenſinn iſt Verletzung meiner Pflicht. Wenn ich gleich beglückter bin; den⸗ noch ziemt mir Herrſchſucht nicht. Lieblos, hart und grauſam ſeyn, heißt: der Menſchheit Recht entweihn. 5. Herr der Herren, gib mir Kraft, daß ich ſtets ge⸗ recht und treu, liebreich und gewiſſenhaft gegen jeden Menſchen ſei! Jeder iſt dein Kind, wie ich, und erhält ſein Recht durch dich. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 527 Ducch dich, Gott, bin ich, was ich bin, und es iſt deine Gabe, daß ich, als Herr, ſo viel Gewinn vor ärmern Brü⸗ dern habe. Sie leihen ihre Dienſte mir: dies, höchſter Herr, verdank' ich dir. 2. Erfüllen ſie mit Red⸗ lichkeit und Aufwand ihrer Kräfte, was ihnen ihre Pflicht gebeut, in ihrem Dienſtgeſchäfte: ſo gib, daß ich für ihre Treu' auch dank⸗ bar und gefällig ſei! 3. Hilf, daß ich jedem ſeine Pflichk auf's Möglichſte verſüße; daß, wenn an Hülf' es ihm gebricht, er ſie von mir genieße; daß ich ihm Feh⸗ ler gern verzeih', und, wird er krank, ſein Pfleger ſei! 4. Gib, daß ich auch zu rechter Zeit Erholung ihm in beſondern Verbindungen. 413 vergoͤnne, gern ſeine treue Thäͤtigkeit, gern ſeinen Werth erkenne, und ja aus nicht'gem Vorwand nie ihm den verdienten Lohn ent⸗ zieh'! 5. Auch der geringſte Die⸗ ner iſt beſtimmt zu höherm Leben; für mich und ihn hat Jeſus Chriſt ſich in den Tod gegeben. Vor dir, o Gott, hat einſt der Knecht mit ſeinem Herrn ein glei⸗ ches Recht. 6. O präge dieſes tief mir ein! Nie müſſ' ich mich er⸗ kühnen, gefühllos gegen die zu ſeyn, die meinem Hauſe dienen. Der mir hier dient, iſt Menſch, wie ich; ich ſoll ihn lieben, gleich als mich. Für Dienende. Mel. In allen meinen Thaten 528 Gott, deinen wei⸗ ſen Willen ſoll Jeder hier erfüllen: laß ihn mir heilig ſeyn! Laß alle meine Kräfte mich eif⸗ rig dem Geſchäfte, zu dem du mich berufen, weihn! 2. Du heißt mich Andern dienen; und dien' ich redlich ihnen: ſo folg' ich dir, mein Gott. Drum laß der Herr⸗ ſchaft Willen mich gern und treu erfüllen; dies iſt dein Wille, dein Gebot! 3. Lehr' ohne bittre Kla⸗ gen des Lebens Laſt mich S 3 tra⸗ tragen, und Weichlichkeit verſchmäh'n; im Reden und im Schweigen mich ehrer⸗ bietig zeigen, und gern den Weg der Demuth geh'n! 4. Der Herrſchaft Wohl zu mehren, und Schaden ab⸗ zuwehren, ſoll meine Freude ſeyn! Ich will ſie herzlich lieben, mit Vorſatz nie be⸗ trüben, verdroß'nen Sinn und Frechheit ſcheu'n! 5. Ich will ſie nie be⸗ neiden; will alle Trägheit meiden, und alle Zankſucht flieh'n; will Recht thun, nicht betrügen, nicht läſtern und nicht lügen, und allem Leichtſinn mich entzieh'n! 6. In meinem Dienſt auf Erden geſchickter ſtets zu werden, ſei Freude mir und Pflicht! Wer treu iſt hier im Kleinen, den zählſt du zu den Deinen, und er be⸗ reut ſein Leben nicht. 7. Du biſt ſtets der Ge⸗ rechte, der Herr der Herrn und Knechte, und beider Troſt und Heil. Wer niedrig iſt auf Erden, kann groß im Himmel werden, hat an ihm, wie der Höchſte, Theil. 8. Dies laß mich ſtets er⸗ wägen; denn dies gibt Troſt und Segen, und reicht die Hoffnung dar: Einſt wirſt du, Herr der Welten, den Fleiß noch mehr vergelten, womit ich Menſchen nützlich war. 414 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis 529 Berufen haſt du mich, mein Gott, in Andrer Dienſt zu leben, um mir dadurch mein täglich Brod in dieſer Welt zu geben. 2. Auch ich ſoll hier in meinem Stand nach meinen Kräften nützen, und du, Gott, willſt mit Vaterhand mich dabei unterſtützen. 3. O laß in meinem Dienſt dies nie mich aus den Augen ſetzen, und ko⸗ ſtet mir's auch Kampf und Müh', nie meine verletzen! 4. Gib, daß ich, meinem Rufe treu, ſtets mein er Herr⸗ 2 ſchaft Willen, damit ſie mei⸗ nes Dienſt's ſich freu', mit Eifer mög' erfüllen! 5. Hilf, daß ich, wie mein eignes Gut, das Ihrige be⸗ trachte; auf Alles, was ſie meiner Hut vertraut, mit Sorgfalt achte. 6. Nie komme mir es in den Sinn, mit raubbegier'⸗ gen Händen, aus ſchnöder Liebe zum Gewinn, ihr Et⸗ was zu entwenden! 7. Die Freude, die ihr widerfährt, ihr Wohlſtand, ihre Ehre, das Alles ſei auch mir ſo werth, als ob's das Meine wäre! 8. Erkennt ſie meine Treue nicht, ſo ſei's mein Troſt auf Erden, daß ſie, Gott, dei⸗ nem Pflicht man des Chrite — lpein erſt Geſchäft 5 9 Beia en zne in dene — un mir dadurhn rod i e in dieſerg — Auch ich ſoll ſin n Stand nach nen —nn nützen, un = villſt mit Vatri dabei unterſtütnn — O laß in nid — dies nie wit lugen ſetzen, m nir's auch Kumft n, nie meine ſ zen! t Hib, daß ich, u aureu, ſtets meiner Willen, damit i ienſts ſich fre möͤg erfüllen! er Hilf, daß ich, un 8 Gut, das Ihr mae; auf Alles, u —er Hut vertran, „„ falt achte. Nie komme ni de Sinn, mit raulte =„Händen, aus ſh = zum gevim i zu entwenden! Die Freude, as fahrt, ihr Wſt a Fhre, das Alles ſl o werth, als ah ne wäre! 1 Erfennt ſeminf 3, ſo ſei's mein ai n. daß ſie, Si nem Angeſicht nicht kann entzogen werden. 9. Mit Wohlgefallen ſiehſt du ſie, und wirſt ſchon hier im Leben mir auch bei aller meiner Müh', Gott, deinen Frieden geben. 10. Kommt meines Le⸗ bens Abend dann, ſo nimmſt du, der die Müden gern aufnimmt, mich mit Chren an, und ſchenkſt mir ew'gen Frieden. Für Wittwen. Mel. In allen meinen Thaten 530 AufGoltnur will ich ſehen; er hört der Wittwen Flehen, und nimmt ſich ihrer an. In allem Schmerz und Leide iſt er mir Troſt und Freude, der Fels, auf den ich bauen kann. 2. Mich leitet ſeine Gnade auf meines Lebens Pfade bis an das ſtille Grab. Er wird mich nie verlaſſen! Dies Troſtwort will ich faſſen; es iſt mein ſtärkſter Wander⸗ ſtab. 3. Wo ſeit viel tauſend Jahren betrübte Wittwen waren, da ſah Gott gnädig hin. Er pflegte der Betrüb⸗ ten, wenn ſie nur ſtets ihn liebten, und wandelten nach ſeinem Sinn. 4. Auch mich wird er be⸗ merken, mich tröſten, ſeg⸗ in beſondern Verbindungen. 415 nen, ſtärken und mir zur Seite ſteh'n. Wie groß iſt ſeine Güte! Mit ruhigem Gemüthe will ich auf ſeinen Wegen geh'n. 5. Ich will ihn gläubig ehren, und meine Tugend mehren in ſtiller Einſam⸗ keit. Er ſieht ja, wie ich's meine; er ſieht auch, wann ich weine, und gibt mir, was mein Herz er⸗ freut. 6. Auch wenn ich mehr noch litte; bis zu dem letz⸗ ten Schritte will ich ihm folgſam ſeyn. Er prüft mich nur durch Leiden und führt zu höhern Freuden bewährt erfund'ne Dulder ein. 7. So eilen meine Tage mit jeder Laſt und Plage, wie Träume, leicht dahin; ich lege meine Glieder im Tode ruhig nieder, und weiß, daß ich erlöſet bin. 8. Einſt geh' ich, den zu ſchauen, der ewig mein Vertrauen, mein Gott iſt, und mein Freund. Wie will ich dann ihn ehren, ihm danken für die Zähren, die ich als Wittwe hier ge⸗ weint! 9. Dann find' ich, die ich liebte, und deren Tod mich trübte, in meines Gottes Hand; dann trennt kein Tod uns wieder, dann ſchallen unſre Lieder durch's thränenfreie Vaterland. S 4 Für ————p Für Waiſen. In voriger Melodie. 531 m Frühling mei⸗ ner Jahre, Gott ſah ich ſchon die Bahre des guten Vaters ſtehn; und ſie, die mich geboren, war früh fur mich verloren, als Kind mußt' ich ihr Grab ſchon ſehn. 2. Unwiſſend, was mir nütze, Stütze muß ich verlaſſen gehn! Wer wird mir Rath ertheilen, wer mir zu Huͤlfe eilen, wer hört auf armer Waiſen Fleh'n? 3. Doch wer war's, der mich beugte, ſo tief zum Staube neigte? Warſt du's nicht, großer Gott? Dein weiſer Rath regieret der Menſchen Schickſal, füh⸗ ret es fort durch Leben und durch Tod. 4. Du willſt dich an den Waiſen als Vater ja bewei⸗ ſen, und Armen Gutes thun; Verlaßne willſt du hören, die Aelternloſen nähren; dein Segen ſoll auf ihnen ruh'n. 5. Und ſeit viel tauſend Jahren haſt du, die Waiſen waren, ſo väterlich ernährt; die ſich auf dich verließen, ſah'n, Gott, zu deinen Fü⸗ ßen ihr heißes Fleh'n von dir erhört. 6. Auch mich kannſt du nicht haſſen, du wirſt mich nicht verlaſſen; ich will dir 416 Geßunung und Verhalten des Chriſten ſo ſchwach und ohne ganz vertrau'n. Dein Herz iſt mir ja offen, feſt will ic auf dich hoffen, nur dich in trüben Stunden ſchaun! 7. Ja, du wirſt mich ernäh⸗ ren, mir Rath und Hülf' gewähren: wo iſt ein Gott, wie du? Nur was mir nützt, das ſchenke mir, deinem Kind, und lenke mir from⸗ mer Menſchen Liebe zu! 8. Und wenn in dieſen Jahren Verführung und Gefahren und Laſter um mich ſind: o dann ſei, treuer Vater, mein Führer, Freund. Berather, ach dann verlaß nur nicht dein Kind! 9. Es ſchlag' von früher Jugend für Gottes ſurche und Tugend und Unſchuld nur mein Herz! Fromm ſeyn auf deinen Wegen, ſei meine Luſt, mein Segen, und Un⸗ recht thun und ſehn, mein Schmerz!— 10. Arbeitſamkeit und Treue, begangner Fehler Reue, ein wahres Chriſten⸗ thum; ein zärtlich Herz für Freunde, und Sanftmuth gegen Feinde, dies ſei mir mehr, als Glück und Ruhm! 11. Und die, die mich er⸗ ziehen mit redlichem Bemü⸗ hen, an Aeltern Statt mir ſind, mich warnen und be⸗ lehren, laß herzlich mich ver⸗ ehren, ſie dankbar lieben, wie ihr Kind. 12. Ihr Lohn ſei, Gott! dein n des Chrite ertrawn. dei ja offen du — ofen fefwl 1 Soffen, unr diht Stunden ſchaun, za, du wirſtmichen, 4 mir Rath umd 1 Aren: wo iſt ein ge 2 Nur was nir i 2 chenke mir, den 21 und lenke mir fwe * Kenſchen Liebe du — Und wenn in oin An Verführung n aren und Laſeet n kannd: o dann ſei tn 1 1 mein Führer, fum nszher, ach dann wait mucht dein Kind. — Ss ſchlag' von fie =—d für Gotteit =ngend und ute nan ein Herz! Fronnſn einen Wegen, ſinn —n nein Segen, ud h — thun und ſehn, m zerz. Arbeitſamkeit m =“, begangner Fi „ein wahres Chri dn:; ein zartlich Hetſi —de, und Sanftlt Feinde, dies ſeint als Glüͤck und Rub nd die, die nihh mit redlichem de an Aeltern Stattn — nich warnen n 3 a ⸗, laß herzlic mihtn —, ſie dankbar lüthe hr Kind. Ihr Lohn ſel 6 1 in beſondern Verbindungen. dein Segen! Auf allen ihren Wegen woll'ſt du ihr Führer ſeyn, und wenn ſie dann einſt ſterben und deinen Himmel erben, laß jenſeits mich mit ihnen freu'n. 13. Verklärt werd' ich dann ſtehen, die Aeltern wie⸗ der ſehen, um die ich hier geweint; ich werde vor dich treten, zu dir, Erlöſer, be⸗ ten: Lohn' ihnen ewig, Menſchenfreund! Dankbarkeit gegen Wohl⸗ thäter. Mel. Wer nur den lieben Gott 5 32 Wonn Menſchen ſtreben, dir an Güte und Wohlthun, Vater, gleich zu ſeyn; wenn ſie mit willigem Gemüthe durch Rath und Hülfe mich erfreu'n: mit reichem Segen ſegne dann ſie, die ich nicht belohnen kann! 2. Ich will mich aller ih⸗ rer Freuden und ihres Glücks von Herzen freun; voll Kum⸗ mer über ihre Leiden, gern, wie ich kann, ihr Trüöſter ſeyn; und kann ich lindern ihre Noth: mit Freuden will ich's thun, o Gott! 3. Und kann ich's nicht, dann, Vater, dringe mein eifrigſtes Gebet zu dir; was ihnen gut iſt, das gelinge! denn, Herr, ſie thaten wohl an mir. Auf Jeden komme 417 Freud' herab, der ſeinen Brüdern Freude gab! 4. Ich will ſie lieben und ſie ehren; will über mein Bedürfniß ſie mit meinen Klagen nicht beſchweren, beſcheiden ſtets und läſtig nie; will, wenn ihr Herz auch Andre liebt, nie nei⸗ diſch ſeyn und nie betrübt. 5. Erfreue ſie mit deiner Güte; dein Segen komme über ſie; ſei ſtets ihr Helfer und behüte vor Widerwär⸗ tigkeiten ſie! Empfinden ſie Gefahr und Schmerz: ſo tröſt' und heile ſelbſt ihr Herz! 6. Nimm ſie zu deines Reiches Erben, wann einſt ſie ſcheiden, gnädig an! Er⸗ quicke ſie mit Troſt im Ster⸗ ben, die mir im Leben wohl⸗ gethan; und dort, o Gott, vor deinem Thron ſei herr⸗ lich einſt und groß ihr Lohn! Kirchliche Geſellſchaft. Lehrer und Zuhörer. Mel. Wo Gott zum Haus 533 Dos Amt der Lehrer, Herr, iſt dein; dein ſoll auch Dank und Ehre ſeyn, daß du der Kirche, die du liebſt, noch immer treue Lehrer gibſt. 2. Geſegnet ſei ihr Amt und Stand! Sie pflanzen, Herr, von dir geſandt, von S 5 Zeit Zeit auf Zeit dein heil'ges Wort, und Licht mit ihm und Tugend fort. 3. Wie freut ein guter Lehrer ſich, wenn er, er⸗ leuchtet ſelbſt durch dich, den Jüngern Jeſu gleich geſinnt, viel Seelen für dein Reich gewinnt! 4. Dank dir, da du auch uns ſo liebſt, daß du uns treue Führer gibſt, die weiſe ſind und tugendhaft, in Lehr' und That voll Geiſt und Kraft! 5. Laß ihres Unterrichts uns freu'n, gewiſſenhafte Hörer ſeyn, und ſchätzen dei⸗ ner Wahrheit Werth, die uns ihr Unterricht erklärt! 6. Dein Wort iſt, was ſie lehren, Herr! Laß uns dadurch ſtets heiliger und beſſer werden; nur alsdann geh'n wir einher auf rechter Bahn. 7. Ermahnen, warnen, ſtrafen ſie; ſo weig're, wer ſie hört, ſich nie, zu haſſen, was du uns verbeutſt, zu thun, was du durch ſie ge⸗ beutſt. 8. Das iſt der Lehrer beß⸗ ter Lohn, wenn ihrer Mühe Früchte ſchon ſie hier in un⸗ ſrer Tugend ſeh'n, mit uns den Weg zum Himmel geh'n. 9. Fern ſei von uns der Frevel, Gott, durch Undank ſie, durch Haß und Spott zu kränken; daß ſie, was 418 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſie thun, mit Freuden, nicht mit Seufzen thun. 10. Ja, Gott, wir wol⸗ len ſie erfreu'n, und dank⸗ bar fromme Hörer ſeyn: ſo führſt du einſt auch uns zugleich mit ihnen in dein ew'ges Reich. Bei Einführung eines Religionslehrers. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 534 8 W ohl uns! Wohl uns, daß Gott uns liebt, uns immer treue Lehrer gibt, die uns zum Himmel führen; die, auf⸗ geklärt durch Wiſſenſchaft, voll Tugendliebe, Geiſt und Kraft, der Sunder Herzen rühren! Rühmet, preiſet ſeine Treue! Wieder neue ward ſie heute. Dank ſei unſre heil'ge Freude! 2. Wir reichen ſegnend ihm die Hand, den Gott zum Lehrer uns geſandt. Heil ihm zum Lehrgeſchäfte! Zu bilden uns hier in der Zeit, zum Leben in der Ewigkeit, gib, Herr, ihm Licht und Kräfte. Lehr' ihn, hilf ihm thun und leiden, dulden, ſtreiten, beten, wachen, ſelig ſich und uns zu machen. 3. Laß deinen Geiſt ſtets auf ihm ruh'n; laß ihn ſein Amt mit Freuden thun; Nichts ſei, was ihn betrübe! Gib für die Wahrheit, die er Aa ds Cgtſm 1n nit rea i — ußzen thun. Ja, Got„vit we erfreuen, und du mme Hörrrſe ſene du ein auch —ͤmit ihnen in w Reich an * dinführug a — ligionslehren. — MNein ganzer Geiſ ge & Wms uns, dazge bt, uns 3 n — gibt, die un g tal führen; 16,5 e durch Wiſſit ggendliebe, Geim r der Sünder 2 ☚ Rühmet, m reue! Witedet m aie heute. Dul eeil ge Freude Wir reichen ſcau e Hand, den Getze — uns geſandt aum Lehrgeſchäf ſie anns hier in 9 aeben in der Gritt herr, ihm lir .☛ cLcehr' ihn, hiff zan und leiden, d n 4, beten, wachen, ſ d uns zu macha. aß deinen Geiti n ruhy; laß ihat t amit Freuden ii ſei, was ihn bet Dir die Vuüxſit in beſondern er lehrt, ein Herz uns, das ſie willig hört, ein Herz voll reiner Liebe! Ueben hilf uns dann in Leiden, wie in Freu⸗ den, ſeine Lehre, uns zum Heil und dir zur Ehre! 4. Wann einſt dein großer Tag erſcheint, laß ihn, laß unſern beſten Freund uns dir entgegen fuͤhren! Die Seelen find ihm zugezählt; o gib, daß dort ihm keine fehlt! Laß keine ſich verlie⸗ ren! Gott, wie werden wir uns freuen um den Treuen, wenn zum Lohne deine Hand ihm reicht die Krone! Nach der Handlung. 5. So ſei geſegnet, Knecht des Herrn: Nie ſei dein Herz nun von uns fern; du kommſt in Gottes Namen. Wir reichen freudig dir die Hand; wir gehn mit dir in's Vaterland; du führſt uns. Amen! Amen! Heilig bleib' uns dieſe Stunde! Unſerm Bunde treu zu leben, ſei ſtets unſer freudig Streben! Bei der Konfirmation. Mel. Es iſt das Heil uns 535 Die hier vor dei⸗ nem Antilitz ſteh'n, ſind, Jeſu, deine Glieder. Blick', wenn ver⸗ eint wir für ſie fleh'n, er⸗ barmend auf ſie nieder; gib ihnen, Herr, durch deinen 419 Geiſt das Gute, das dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben! 2. Sie kennen dich, o Got⸗ tes Sohn, und deine heil'gen Lehren. Iſt Freude dort vor deinem Thron, wann Sün⸗ der ſich bekehren; ſo laß auch heute Freude ſeyn, da dieſe Kinder dir ſich weih'n, und ihren Bund erneuen! 3. O laß ſie Gnad' und nicht Gericht in dieſer Stund empfahen, wenn ſie mit Glaub' und Zuverſicht zu deinem Tiſche nahen! Es ſtärke ſie dies Lebensbrod, damit ſie, Jeſu, deinen Tod verkünd'gen durch ihr Leben! 4. Lacht ihnen bei dem edlen Lauf die falſche Welt entgegen, ſo hilf du ihrer Schwachheit auf; und wann ſich Lüſte regen: ſo laß ſie gläͤubig auf dich ſehn, die Welt mit ihrer Luſt ver⸗ ſchmäh'n, und muthig über⸗ winden! 5. Zeig', Herr, den Lohn der Ewigkeit von fern den theuren Seelen, die jetzt auf ihre Lebenszeit ſich hier mit dir vermählen! O treuer Heiland, ſie ſind dein! Schreib' heut in's Buch des Lebens ein die Namen die⸗ ſer Chriſten! Mel. Mitten wir im Leben 5 3 6 tärke, Mittler, S 6 Verbindungen. ſtarke ſie, deine theu'r theu'r Erlöſten! Laß ſie ihr Vertrau'n auf dich unaus⸗ ſprechlich tröſten! Wach' über ihre Seelen! Sie fleh'n und ſchwoͤren alle dir: Herr, dein Eigenthum ſind wir! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Dreieiniger Gott! Laß ſite nie vergeſſen ihr Gelübde: treu zu ſeyn dir bis an's Ende! 2. Ach, wie viele ſchwuren auch, feſt an dir zu halten, aber treulos ließen ſie ihre Lieb' erkalten; Verderben war ihr Ende. Beſtändig laß dir dieſe ſeyn, die dir ſchwören, dir ſich weih'n! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Dreieiniger Gott! Stärke ſie, die Deinen, in des Glaubens Zuverſicht und wahrer Tugend! 3. Locken wird ſie nun die Welt, Herr, zu ihren Luſten; ach, du wolleſt ſie mit Kraft aus der Höhe rüſten! Laß ſtreiten ſie und ſiegen! Die Triebe zu verbot'ner Luſt dämpfe früh in ihrer Bruſt! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Dreieiniger Gott! Laß ſie alle Feinde ihres ho⸗ hen Seelenheils weit über⸗ winden. 420 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Dreieiniger Gott! 4. In der Todesnoth laß ſie, deine theu'r Erlöſten, daß ihr Glaube ſtandhaft blieb, unausſprechlich trö⸗ ſten! Herr, laß ſie bei dir leben! Einſt ſammle ſie mit uns zugleich in dein unver⸗ gänglich Reich! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Laß ſte nie vergeſſen ihr Gelübde: treu zu ſeyn dir bis au's Ende! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 537 Sei getreu in dei⸗ — nem Glauben; laß dir deſſen feſten Grund ja nicht aus dem Herzen rau⸗ ben; halte treulich deinen Bund, den dein Herz durch's Waſſerbad feſt mit Gott geſchloſſen hat! Denn wie leicht geht der verloren, der ihm treulos hat geſchworen! 2 Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb' am Nächſten übe, wenn er dich gleich oft betrübt! Denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat! Du mußt, ſoll dir Gott verge⸗ ben, auch verzeihn und lieb⸗ reich leben. 3. Sei getreu in deinen Leiden, und laß dich kein Ungemach, keine Noth von Jeſu ſcheiden; murre nicht in AI des 85 üjen der T Todesnoih( ne theur 115 Glaube ₰ d aunas ji 2 ſerr, laß ſie bei d nnif ſammle ſie mi bei in dei d8 3 e Ir, Gott, ben V Gott! Heilg * Lehrer und Kriſer iger Gott! gaßſt = zeſſen ihr Gelütd. ſeyn dit bit ru S eu dich ſehr, v win ₰ Stipetene treu ug 5 nem Gluin deſſen feſten om I= aus den Herzen me zalte treulich dam den dein Herz duit f ind feſt mit(at ſen hat. Denn wt t Peht der verloren, a eulos hat geſchuan Sei getreu in h — eegen Gott, der ni — auch die Lichm ren übe, wenn ir h am oft betrubt, Dan n Heiland that, U 2 die Feinde bat! = ſoll dir Gott ung cch verzeihn und li A ben. — getreu in 6 — und laß dich ki ach, keine Noth üm 5₰ cheiden; murn ij in beſondern Verbindungen. in Weh! und Ach! Denn du macheſt deine Schuld größer durch die Ungeduld. Selig iſt, wer willig träget, was der Herr ihm auferlegt! 4. Sei getreu in deinem Hoffen, wenn dich Gott nicht bald erhört, und der Noth, die dich betroffen, nicht ſo, wie du wunſcheſt, wehrt. Halt' an ſeine Treu' dich feſt; glaub', daß er dich nie ver⸗ läßt; ſeine Hülf' iſt ſchon vorhanden. Wer ſo hofft, wird nie zu Schanden. 5. Sei getreu bis an das Ende, daß kein Leid und keine Noth je von deinem Gott dich wende; ſei ihm treu bis in den Tod! O das Leiden dieſer Zeit iſt nicht werth der Herrlichkeit, die dein Jeſus dir will geben dort in ſeinem Freudenleben! Mel. O du Liebe meiner [Mittler, ſchau' 538 M auf ſie her⸗ nieder, die ſich deiner Gnade freun, und als deiner Kirche Glieder dir geloben, treu zu ſeyn; dir, der mit der größten Treue auch für ſie dahin ſich gab! Segnend ſchau' bei ihrer Weihe, ſeg⸗ nend ſchau' auf ſie herab! 2. Laß die Blüthe ihrer Jugend dir, nur dir gehei⸗ ligt ſeyn, daß ſie nie vom Pfad der Tugend in der Irre ſich zerſtreu'n. Schütze ſie 421 vor allen Schlingen, vor den Lockungen der Welt; laß es nimmer ihr gelingen, daß ſie ihre Tugend fällt. 3. Laß ſie treu in deiner Liebe, feſt in deiner Lehre ſeyn, und durch deines Gei⸗ ſtes Triebe Wunſch und That des Boͤſen ſcheun! Stärke ſie durch deine Gnade, wenn zu dir ſie kindlich flehn, daß ſie auf der Unſchuld Pfade zu dem höhern Leben gehn! 4. Halte ſie mit ſtarken Armen, wenn ſie ſtraucheln wollen, feſt; laß ſie fühlen dein Erbarmen, das die Schwachen nie verläßt! Und wenn eins ſich je ver⸗ irrte und verließ' der Tugend Bahn; ach, dann nimm dich, treuer Hirte, des ver⸗ irrten Kindes an! 5. Keines, keines, ach, von Allen, die mit dir den Bund erneu'n, laß aus deiner Gnade fallen und von dir geſchieden ſein! Herr, ver⸗ ſiegle ihren Glauben, der ſie ewig glücklich macht: Kei⸗ nem laß die Krone rauben, die du Allen zugedacht! 6. Sieh hernieder auf die Deinen, die ſich jetzt zu dir gewandt; ſieh die Thränen, die ſie weinen, Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß die ſeligen Gefühle nie erkalten, nie vergehn; bis zu ihrem Lebensziele laß ſie treu im Glauben ſtehn! S 7 7. Samm⸗ 7. Sammle ſtie einſt Alle wieder dort in deines Vaters Reich! Sie ſind deines Bun⸗ des Glieder; einſt, den En⸗ geln Gottes gleich, ſingen ſie dir, Herr, zu Ehren, dann ihr Loblied hocherfreut, in der Auserwählten Chören, laut durch alle Ewigkeit. Vor der Einſegnung. (Die Gemeinde allein.) Mel. Chriſtus, der iſt mein 539 Sieh dieſe jun⸗ gen Seelen, die, Vater, dir ſich nah'n! Sie kommen, deinen Segen von Neuem zu empfah'n. 2. Sie kommen, dir, o Vater, ſich feierlich zu weih'n, und heilig zu gelo⸗ ben, dir ewig treu zu ſeyn; 3. Verſuchungen zur Sünde mit Muth zu wider⸗ ſteh'n; den Weg, den Jeſus lehrte und ſelbſt betrat, zu geh'n. 4. O blick' auf ſie mit Se⸗ gen, Allliebender, herab, daß ſie vom Weihaltare treu wandeln bis an's Grab! (Die Konfirmanden allein.) 5. Gott, welche gheil'ge Stunde! Laß ſie geſegnet ſeyn! Dir, Heiligſter, dir wollen wir Herz und Leben weih'n. „6. Dich immer kindlich lieben, gehorchen willig dir, 422 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und gern dem Nächſten die⸗ nen, ja, Gott, das wollen wir. 7. Wir wollen jede Sün⸗ de, das kleinſte Unrecht ſcheu'n und immer beſſer werden, und uns in Un⸗ ſchuld freu'n. 8. O blick' auf uns mit Segen von deinem Thron herab, uns laß uns dem Gelübde getreu ſeyn bis an's Grab. Nach der Einſegnung. (Die Gemeinde allein.) Mel. Wer nur den lieben Gott 540 O Kinder, dieſer N Tag des Bun⸗ des ſei eurem Herzen ewig werth; denn das Verſpre⸗ chen eures Mundes hat der Allwiſſende gehört. Ihr jun⸗ gen Chriſten denket nach, was heute euer Mund verſprach! 2. Bedenkt, wozu ihr euch verpflichtet, Gott und der Tugend treu zu ſeyn. Von Neuem habt ihr euch ver⸗ pflichtet, Gott euer Leben ganz zu weih'n. O heilig ſei euch dieſe Pflicht! Ver⸗ geſſet dieſes Tages nicht! (Die Konfirmirten allein.) Mel. Werde munter mein 3. Heilig ſoll uns dieſe Stunde, ewig unvergeßlich ſeyn! Mit dem Herzen, mit dem Munde ſchwuren wir, Gott ir wollen jede Eir „ ¹ lleinſte Unte un inmn heße und unz in k teu'n. i u 4 blick auf unz 1 von deinem Im r. uns laß unz ſa getreu ſeyn hisn —. R I der Einſegng =Cemeinde alen er nur den lieben zi 1 Kinder,ſt Tag desw⸗ f eurem Herzen i denn das Wiis ees Mundes hu iß ande gehört. Jhrjn 88) iſten denket nahm uer Mund verſpni Hedenkt, wozu iſt t —htet, Gott und p teu zu ſehn. R a habt ihr euch w mm:, Gott eutr di 1 u weihen. O hl — dieſe Plict. b — ieſes Tages rich Konſirmitten allin Werde munter nen Heilig ſoll und d “, ewig unpetgtßt MRit dem Herzen, Nunde ſchwurn 6 1 Gott treu zu ſeyn; nicht zu weichen von der Pflicht, bis das Aug' im Tode bricht. Gott, der Alles weiß und richtet, weiß, wozu wir uns verpflichtet. 4. Ja, wir wollen uns er⸗ geben unſerm Gott und nicht der Welt, und in unſerm gan⸗ zen Leben willig thun, was ihm gefällt! Wer hier ſäet in der Zeit, arntet einſt in Ewigkeit. Dort, dort wird der Herr der Welten Jedem nach Verdienſt vergelten! (Die Gemeinde allein.) Mel. Wer nur den lieben Gott 5. O wohl euch, wenn ihr Gott wollt leben, wenn euer Herz es redlich meint! Dann wird auch Gott euch Segen geben; dann bleibt Gott wig euer Freund; dann wird euch großes Gluck und Heil hier und in Ewigkeit zu Theil. (Die Gemeinde allein.) Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 541 Gottes Gnade ſei mit euch! Sie verleih' euch Kraft und Se⸗ gen! Wallet freudig, En⸗ geln gleich, eurem hohen Ziel entgegen! Groß iſt einſt der Tugend Lohn vor des Allvergelters Thron. 2. Heilig ſei euch dieſer Tag; heilig, was ihr jetzt verſprochen! Ach, was euer in beſondern Verbindungen. 423 Mund verſprach, werde nie von euch gebrochen! Bleibt auch in Gefahr und Noth fromm und treu bis in den Tod. (Die Konfirmirten allein.) 3. Ja, zu treuer Folg⸗ ſamkeit haben wir uns dir verpflichtet. Unſer Herz ſei dir geweiht; unſer Geiſt auf dich gerichtet! O wie ſelig werden wir in dem Bunde, Gott, mit dir! 4. Stärk' uns nur mit deiner Kraft! Schütz' uns vor der Macht der Sünden! Gib, daß wir gewiſſenhaft böſe Luͤſte überwinden! Hilf, daß unſer Herz dir treu, ſtandhaft unſre Tugend ſei. (Alle.) 5. Sieh, o Herr, wir Alle fleh'n; Stärke liebreich unſre Seelen! Laß uns niemals irre geh'n, nie die Bahn des Heils verfehlen! Alles ſchwindet mit der Zeit, nur nicht wahre Froͤmmigkeit. (Zum Schluß der Konfir⸗ mationshandlung.) Mel. Allein Gott in der Höh' 542 Henr Gott! was irdiſch iſt, ver⸗ geht, und ſchnell enteilt das Leben; Herr Gott! was ewig feſt beſteht, haſt du dem Geiſt gegeben: es bleibt der Wahrheit helles Licht, es bleibet Tugend, Recht und Pflicht ——nnn Pflicht und Jeſu heil'ge Lehre. 2. Die Lehre bleib' uns bis an's Grab ein Licht auf allen Wegen, der Jugend Schutz, des Alters Stab, des Herzens Troſt und Se⸗ gen! Sie leit' in aller Freud' und Noth, in jedem Kampf und durch den Tod uns in das beßre Leben. Bei Einweihung einer Kirche. Mel. Nun danket Alle Gott 543 Von heiligem Ge⸗ fühl der An⸗ dacht tief durchdrungen, ſei, Gott, dir heut' von uns Lob, Preis und Dank geſungen! Hier wollen wir vereint uns deiner Liebe freu'n; drum weihen wir dies Haus zu deinem Tempel ein. 2. Anbetend dir ſich nah'n, dich ehrfurchtsvoll erheben, wie ſüß iſt dieſe Pflicht, wie wichtig für das Leben! Drum wende zum Gebet, zum Dank, zu deinem Ruhm oft unſer Herz ſich hier in dieſem Heiligthum. 3. Hier ſollen wir den Sinn von Chriſti Lehren faſ⸗ ſen, und zur Befolgung uns, zur Treu' ermuntern laſſen; hier ſtrahlt dem Geiſte Licht, hier quillt dem Herzen Ruh'; hier ſpricht dein Wort, o Gott, Geduld und Troſt uns zu. 424 Geſfunung und Verhalten des Chriſten ren Lieb' und Treu', 4. Hier ſollen am Altar ſich dir, du Gott der Liebe, die Neuverbund'nen nah'n, dir heil'gen ihre Triebe; vor deinem Angeſicht ſich ſchwö⸗ damit ihr Leben dir ſtets wohlge⸗ fällig ſei. 5. Hier wird mit Dank⸗ gebet das Kind in früher Jugend geweiht dem Kin⸗ derfreund, dem Vorbild je⸗ der Tugend; hier ſchwört es einſt den Schwur: Gott ewig treu zu ſeyn, und tritt dann in den Bund erwachſ'⸗ ner Chriſten ein. 6. Hier ſollen wir vereint das Mahl der Liebe feiern, und ernſtlich den Entſchluß der Beſſerung erneuern: er⸗ innern uns an ihn, der auf der Liebe Bahn, durch Le⸗ ben und durch Tod, uns muthvoll ging voran. 7. Laß dieſer Wohlthat Werth uns, Vater, ſtets erwaͤgen, und dieſes Hauſes Zweck recht ernſtlich überle⸗ gen. Dann wird der Tag der Weih' ein Tag des Se⸗ gens ſeyn, und ſeiner wird ſich noch die ſpäte Nachwelt freu'n. Bei Einführung eines Schullehrers. Mel. Laß mich, o Herr 5 4 4 Loßt dankbar uns die Lehrer eh⸗ ren 8 des Chriſen eer ſollen an Al * du Gott der 8 verbund nen u . gen ihre Triehe; i E— Angeſict ſich ſe — und Treu', dam 1* 2n dir ſtets uil 4i. ier wird mit Da as Kind m friſt — geweiht dem zi d, dem Vorlid — and; hier ſgan en Schwur: Gt zu ſeyn, unt rden Bund erwut iſten ein. er ſollen wir ven hl der Liebe fa a ſtlich den Entii MPerung erneuen uns an ihn, dau e Bahn, durc 6d durch Tod n al ging voran. zaß dieſer Wohſi uns, Vater, i =, und dieſes Hu recht ernſtlich üün Dann wird der d. ih' ein Tag 385 ayn, und ſeiner ni h die ſpäͤte Nachu — Finführung üi Schullehrers. l. Laß mich, d den al Lene in beſondern Verbindungen. ren, die ſtets mit Ernſt und Sorgfalt ſich bemüh'n, den Geiſt der Jugend zu beleh⸗ ren, ihr Herz von ſeinen Fehlern abzuzieh'n! O wel⸗ che Saat wird durch ſie aus⸗ geſtreut! Sie keimt empor für Zeit und Ewigkeit. 2. Bedauernswürdig ſind die Seelen, die unbelehrt durch dieſes Leben gehn. Wie können ſie das Gute wählen, wenn ſie nicht auch das Licht der Wahrheit ſehn? Wo bleibt ihr Werth? Wo⸗ her kommt ihnen Kraft zum Kampfe gegen Welt und Lei⸗ denſchaft? 3. Preis dir und Dank, der du der Jugend, auch unter uns, mit Vaterhuld gedenkſt, und zu der Weis⸗ heit und der Tugend durch treue Führer ihre Schritte lenkſt! Wie weiſe, Gott, wie liebreich, Herr, biſt du! Durch Schulen auch ſtrömſt du uns Segen zu. 4. Froh ſeh'n der Zukunft wir entgegen, wenn unſer Blick auf gute Kinder fällt. Durch ſie verbreitet ſich dein Segen einſt weit umher in deiner Menſchenwelt; und naht ſich uns der Tod einſt auf dein Wort, ſo ſetzen ſie dein Werk auf Erden fort. 5. Drum gib, o Gott, du Lehrern Kräfte und re⸗ ge Trieb, die Kinder dir zu wihen! Laß treuen Fleiß 425 im Lehrgeſchäfte ſtets ihren Ruhm und ihre Freude ſeyn! Erfülle ſie mit Achtung für ihr Amt, aus dem das Heil ſo vieler Seelen ſtammt!! 6. Laß ſie durch Ernſt dem Leichtſinn wehren, durch Freundlichkeit die Herzen an ſich zieh'n, auch, wenn ſie ſtrafen, noch belehren, und ſorgſam ſelbſt den Schein des Unrechts flieh'n! Reli⸗ gion und reine Sittlichkeit verbreite ſich durch ſie zu jeder Zeit. 7. O welche Pflichten! Welche Würde! Gott, ſteh' auch dieſem neuen Lehrer bei! Erleichtre ſeines Amtes Bürde, damit er ſtets getroſt und muthvoll ſei, und gib auch uns ein Herz, das gern ihn ehrt und dankbar iſt, und ſeine Freuden mehrt! 8. Wenn ihn des Tages Laſten drücken, wenn ihm der heitre frohe Sinn ent⸗ weicht: dann laß ihn jenen Lohn erblicken, den deine Hand einſt treuen Lehrern reicht; und immer zeig' er dann ſich als ein Chriſt, der muthig wirkt, ſo lang' es Tag noch iſt. 9. O Gott, laß jede Schu⸗ le blühen und reich an Frucht für Welt und Nachwelt ſeyn! Laß jedes Lehrers Eifer glühen, die Dunkelheit der Seelen zu zerſtreu'n, und einſt erheb' ihn die beglückte Schaar Schaar, für die er hier ein weiſer Führer war! Bürgerliche Geſellſchaft. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich 545 Nach Gottes weisheits⸗ vollem Rath, der Alles angeordnet hat, wird Völ⸗ kern dauerhaftes Heil durch der Geſellſchaft Band zu Theil. 2. Nur durch vereinte Thätigkeit, die ſich dem Dienſt des Staates weiht, durch gegenſeitiges Be⸗ müh'n ſieht man der Bür⸗ ger Wohlfahrt blüh'n. 3. Bedürfniß und des Fleißes Gang wirkt Ord⸗ dnung und Zuſammenhang; der nützt durch Kunſt dem Vaterland und durch die Arbeit ſeiner Hand; 4. Der durch Verſtand und Geiſteskraft, durch Ein⸗ ſicht, Kenntniß, Wiſſen⸗ ſchaft; der nützt mit ſeinem kühnen Muth, und der mit ſeinem Erdengut. 5. So knüpfſt du, Gott, durch jeden Stand der all⸗ gemeinen Wohlfahrt Band; vertheilſt mit Weisheit und mit Wahl des Fleißes Gang, der Kräfte Zahl. 6. Glück, Segen, Reich⸗ thum, Ueberfluß und aller⸗ ſeitiger Genuß, Bequem⸗ lichkeit und Freud' und 426 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Ruh' fließt uns durch die⸗ ſe Ordnung zu. 7. Wer wollte denn nicht thätig ſeyn, nicht ſeines Standes ſich erfreu'n, auf der ihm angewieſ'nen Bahn nicht wirken, was er wirken kann? 8. Wer jede ihm verlieh'⸗ ne Kraft gebraucht, und durch ſie Gutes ſchafft, der le⸗ bet, wie es Gott gefällt, zum Segen ſich und für die Welt. Vaterlandsliebe. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 546 Das Land, das Gott mir vä⸗ terlich zur Wohnung ange⸗ wieſen, läßt ſeines treuen Schutzes mich in Glück und Noth genießen; es gibt mir Nahrung, Sicherheit, erhält Recht und Gerechtigkeit und ſchützt mein Gut und Leben. 2. Drum will ich ſtets er⸗ kenntlich ſeyn, durch nütz⸗ liche Geſchäfte mich der ge⸗ meinen Wohlfahrt weih'n, will Zeit, Beruf und Kräfte dem Vaterlande, das mich ſchützt, und mir und meinen Brüdern nützt, mit treuem Eifer widmen. 3. Nie will ich Ruh' und Sicherheit im Staate fre⸗ velnd ſtören; will meine Landesobrigkeit, als Gor⸗ tes Ordnung, ehren, und ih⸗ ren Willen jederzeit, mit treuer An des Ehrüte D ießt un ; dr ung zu. durg ſe zer wollte denn iih † mAi r 4 Engevieſmn 8 ) rken, was er dira Sder jede ihm veilit at gebraucht, n Gutes ſchaftt i b ke es Gott gefält 1 ⁸½ ſich und für deg aterlandsliebe — hon iſt der Tag n „(Das Lan, d' D Gott nie un zur Wohnung r läßt ſeines i u us nich in Glütt er enießen; es gitn eAng, Sicherheit, a mund Gerechtigketn mein Gut und ei — drum wvill ich ſiite - ich ſeyn, durch u Freſchäfte mich de ☛ Wohlfahrt vei 1 Jeeit, Beruf und i Baterlande, das u amn: und mir und unn dan en nützt, mit tm widmen. D lee will ich Kuß ta heit im Stake a ſtören; vil un aobrigkeit, als 1 ddnung, ehren, wh billen ſederzi in beſondern Verbindungen. treuer Unterwürfigkeit, nach Möglichkeit erfüllen. 4. Auch will ich meiner Brüder Glück durch meine Schuld nie hindern; will ſtets ihr widriges Geſchick, ſo viel ich kann, vermin⸗ dern; will freundlich die⸗ nen Jedermann, und helfen, wo ich helfen kann, zum allgemeinen Beſten. 5. Auf, Brüder, die ihr's redlich meint, nützt eurem Vaterlande, das euch zu gleichem Zweck vereint, in jedem Amt und Stande! Und fordert es des Landes Wohl, ſo opfert, wie es Jeder ſoll, ihm freudig Gut und Leben! 6. Gott ſteh' uns bei, daß Alle wir nach unſern Pflich⸗ ten leben, und ſchon, als gute Bürger, hier nach je⸗ nem Reiche ſtreben, in das nur treue Knechte geh'n, die in dem Dienſte hier beſteh'n, zu dem du ſie berufen! Obrigkeit und Unterthan. Mel. Vom Himmel kam der 547 Ges raeeun Welt uns Fürſten gibt und ſie erhält, du willſt, daß ih⸗ nen Jeder treu, gehorſam und ergeben ſei. 2. Sie wachen ſtets mit off'nem Blick und ſorgſam für der Länder Glück; durch 427 ſte gießt Sicherheit und Ruh' den Bürgern aller Stände zu. 3. Nicht Jeder iſt in Würden groß: oft iſt ein niedrer Stand ſein Loos; doch Jeder, ſei er noch ſo klein, kann achtungswerth als Bürger ſeyn. 4. Er iſt's, wenn er den Fürſten liebt, und den Ge⸗ ſetzen, die er gibt, Zeit, Kräfte, Sorgfalt, Eifer weiht, gern thut, was jedes ihm gebeut; 5. Wenn er gewiſſenhaft ſtets iſt, nie ſeines Bürger⸗ eids vergißt; und das, was er entrichten ſoll, gern bei⸗ trägt zu des Ganzen Wohl. 6. Er iſt's, wenn er als Bürger denkt, nie and'rer Bürger Rechte kränkt, und fern von ſchlauer Ränke Liſt, zum Wohl des Lan⸗ des thätig iſt. 7. Er weiß: Nur des Ge⸗ ſetzes Kraft, und wär' es auch noch mangelhaft, ge⸗ währt dem Volke Sicherheit und Ordnung und Zufrie⸗ denheit. 8. Er lebt, von Trug und Unrecht frei, ſtets folgſam dem Geſetz und treu, und fühlt, wenn er es gern voll⸗ führt, ſich dann ſo frei, als der regiert. 9. O Gott, laß mich ge⸗ wiſſenhaft, und ſtark durch deines Geiſtes Kraft, mich allen allen meinen Pflichten weihn; ſo kann ich deiner Huld mich freu'n. Mel. Aus der Tiefe rufe ich 548 W d Hosmi Luſt! Jeder Bürger, ſich be⸗ wußt, daß nicht Jeder herr⸗ ſchen kann, ſei ein guter Unterthan! 2. Biſt du niedrig, biſt du groß; ſei vergnügt mit deinem Loos! Schäm' dich deines Standes nicht; nö⸗ thig iſt ja Jedes Pflicht. 3. Zur gemeinen Wohl⸗ fahrt ſei dem Geſetze ſtets getreu! Wer ihm gern ge⸗ horchen kann, der nur iſt ein freier Mann. 4. Schaue Jeſum Chri⸗ ſtum an; er, wie du, ein Unterthan, und doch aller Fürſten Gott, that, was das Geſetz gebot. 5. Ehre dem, dem Ehr' gebührt! Schoß und Zoll dem, der regiert! Gib, als gäbſt du Gott, dem Herrn, was dir auferlegt iſt, gern! 6. Ordnung und Gerech⸗ tigkeit, Schutz und Fried' und Sicherheit, welch' ein Glück, das man nur hat durch der Obern Rath und That! 7. Lebe ſelbſt gewiſſen⸗ haft; ihres Wandels Re⸗ chenſchaft laß dem Herrn, 428 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und ſieh' nur du, daß du ſelbſt gerecht ſei'ſt, zu. 8. Obrigkeit und Unter⸗ than, betet Gott den Höch⸗ ſten, an! Fürchtet ihn; denn ſein Gericht wird gerecht ſeyn; ſündigt nicht! Hoher Stand. Mel. Vom Himmel kam der 549 Wor höher durch 6 Geburt ſchon iſt, als ſeine Brüder, kenn', als Chriſt, des beſſern Adels Werth und Pllicht; den fühl' er, den entehr' er nicht. 2. Er, ſind ihm Brüder unterthan, er ſei ihr Vater, kein Tyrann; ſo mild und liebreich als gerecht; er iſt, wie ſte, auch Gottes Knecht! 3. Nicht wähn' er, weil er groß und frei vor den Geringern iſt, er ſei erha⸗ ben über Recht und Pflicht und Rechenſchaft; das wähn er nicht! 4. Er ſehe, mehr beglückt von Gott, nicht mit Verach⸗ tung oder Spott auf den, von deſſen Schweiß er lebt, der ihm erwirbt, was ihn erhebt! 5. Er haſſe Grauſamkeit und Zwang, verpraſſe nicht durch Müßiggang, was Gott ihm gibt, beglückt zu ſeyn mit Andern, aber nie allein! 6. Froh neben ihm, mit ihm vergnügt ſei, wer ihn ei⸗ Ran des Chrita eh' nur du, Seen ſeiſt 1 3 Obrigket und ln betet Gott den ä — Fürchteihn n „(Gericht witd 5 — ſündigt nicht! Hoher Stand 1. Vom Himmel! un d er höherin —9 W Gebrriſ 8s ſeine Brüder 9 rriſt, des reſinte und Pliat du an entehr' er nicht Er, ſind ihn i ¼ 1 han, er ſei ihr e idyrann; ſo maa 4 ich als gerecht, i iee, auch Gott ten 8 Nicht wähn' a n ſooß und frei mi a angern iſt, er ſüch r über Recht und W „ſeechenſchaft; dem acht! Er ſehe, mehr bai — Gott, nicht mit a 1a oder Spott auf defen Schweiß e hn erwirbt, wu —— e haſſe Gruſit — Zwang, verpruſt — Müßiggang, ve — gibt, beglückt 1 aUndern, aber rie l Froh neben ün, „ vergnügt ſei, ne ſeine Felder pflügt! Wohl⸗ thätig ſoll er ſeyn; denn er ward darum nur des Armen Herr Er,(denn er hat mehr Macht und Zeit zu höhern Thaten) ſei bereit, auch mehr zu thun für Volk und Staat, von dem er ſeinen Vorzug hat! 8. Verächtlicher, als Skla⸗ ven, iſt im Tod einſt Jeder, der vergißt, daß er des Va⸗ terlandes Wohl auch mehr, als Andre, fördern ſoll. 9. Doch, wenn er's nicht vergißt, ſo freut der Nie⸗ drige ſich ohne Neid, weil der der Welt zum Segen lebt, der wohlzuthun ſich ſtets beſtrebt; 10. Und ſpricht in ſeinem Tode dann: Das war ein edler, großer Mann! Er, durch der Tugend Glanz verklärt, war ſeines Glücks und Vorzugs werth! Der Richter. Mel. Schon iſt der Tag von 550 Gewohne dich, durch Wort und That Gerechtigkeit zu üben, und wandle ſtets den rechten Pfad, den Gott dir vorgeſchrieben! Ein Richter, der dies je vergißt, partei⸗ iſch und beſtechlich iſt, zer⸗ ſtört das Glück der Erde. 2. O wehe denen, welche in beſondern Verbindungen. 429 nicht ihr Ohr zur Unſchuld neigen, die mit Verletzung ihrer Pflicht Geſetz und Rechte beugen! Sie ſäen Fluch und ärnten Fluch durch ihren feilen Richterſpruch, denn Gott beſchützt die Wahrheit. 3. Wenn ſie nicht treu im Amte ſind; Gott kennt der Wahrheit Sache. Der Unterdrückten Thräne rinnt und ſchreit zu ihm um Rache. Gefoltert von Gewiſſens⸗ qual, erſcheinen ſie im To⸗ desthal und am Vergel⸗ tungstage. 4. Der Redliche nur wird beglückt, der nie das Recht verdrehet, die Einfalt nie vulch Liſt berückt, und nie die Unſchuld ſchmähet. Er gibt und nimmt und redet Nichts, wodurch die Stätte des Gerichts entheiligt wer⸗ den könnte. 5. Er geht, entfernt von Sucht nach Geld, auf des Geſetzes Wegen, und jedes Urtheil, das er fällt, bringt ſeinem Herzen Segen. O wohl dem Land, wo jeder⸗ zeit nur Wahrheit und Ge⸗ rechtigkeit in allen Staͤnden blühen! 6. Laß Jeden hier ſein Amt getreu, o Gott, vor dir ver⸗ walten, und ſein Gewiſſen vorwurfsfrei bis in den Tod erhalten! In unſerm gan⸗ zen Vaterland bewahr', o Va⸗ ——— 430 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Vater, jeden Stand vor Un⸗ recht und vor Frevel. 7. Es ſuche Jeder, der dich kennt, im Guten ſich zu ſtaͤr⸗ ken, und wer den Namen Jeſu nennt, laß ab von böſen Werken! Gib deinen Knechten Kraft dazu! Wer kann es anders, Gott, als du? Du biſt der Tugend Quelle! 8. Gerechter Gott, beloh⸗ ne die, die ſich vom Unrecht wenden! Erquicke ſie nach Kampf und Müh', wenn ſie den Lauf vollenden! Zu deinen Freuden nimm ſie auf; denn ſie vollendeten den Lauf, der Tauſende be⸗ glückte. Der Soldat. Mel. Erhalt' uns, Herr, bei 551 B waffnete⸗ der Krieger Stand bewacht, beſchützt das Va⸗ terland und ſtehet dem Ge⸗ ſetze bei, damit ſein Aus⸗ ſpruch wirkſam ſei. 2. Gehorſam, Treu' und Tapferkeit zeigt drum vor Allem jederzeit; vergeßt in Krieg und Frieden nicht den edlen Endzweck eurer Pflicht! 3. Welch' wicht'ger Ruf, wie ehrenwerth! O daß ihr immer ihn nur hört! Weh! wer ihn aus den Augen ſetzt und frevelnd ſeine Pflicht verletzt! 4. Ehrt Wahrheit, Recht, und fürchtet Gott; nie wer⸗ de Tugend euer Spott! Die Krieger ſind zu keiner Zeit von ihrer Chriſtenpflicht befreit. 5. Zieht ihr in Krieg: ſo ſtöret nie die Rechte Andrer; ſchützet ſie! Gewalt übt ungeheißen nicht; ſtets leit! euch Ehrgefühl und Pflicht! 6. O daß nicht Einer Frevel treib'! Daß Jeder ſchone Greis und Weib und Kind und Säugling, wie den Mann, der widerſtehn nicht mag noch kann! 7. Wer vor euch nieder⸗ fällt, den hebt mit Brüder⸗ armen auf; wer bebt, den tröſtet, gießt Blut, wenn der Feind entwaffnet iſt! 8. Dann ſeid ihr wahre Helden, ſeid Vertheidiger der Menſchlichkeit, dem Volk, wie dem Regenten werth, von Vaterland und Gott geehrt. 9. Gott ſei mit euch in Fried' und Krieg, mit euch in jedem Kampf und Sieg, mit euch im Leben und im Tod! Hier ſegne, dort be⸗ glück' euch Gott! Der Landmann. Mel. Erſchienen iſt der herrlich 552 W ayfer denn Brüder: nie ver⸗ Dm des Ehriten Ahhrt Wahrher b Aühr eit, R Dachtet Gott; me 4 — ugend euet Spe — rieger ſind zu ſe un ihrer Chritenyit = zieht ihr in Kri. nie die Rechte Aum — t ſie! Gewalt i eißen nicht; ſtet — brg fütl um gi O daß nicht g —l treib! Daß 2 6 Greis und Pahn r i und Säugling, ne Rann, der woen ⸗ mag noch kann! Wer vor euch ih 1 den hebt mit dir nan auf; wer beig en, Brüder: un te Blut, wenn da iffnet iſt! 4 Dann ſeid iſt de an, ſeid Vertzi Menſchlichkeit, 1 2, wie dem Na c, von Vaterlah — geehrt. Gott ſei mitah ** und Krieg, nit dem Kampf ud? — euch im Leben n — t. Hier ſegne, dh — 82ℳ euch Gott. Der Landmam .f„–— =. Erſchienen iſt da 852 B in beſondern Verbindungen. denn mein Stand iſt auch von dir; du ſchufſt das Land für meinen Fleiß; und vä⸗ terlich beglückſt und ſegneſt du auch mich: gelobt ſeiſt du! 2. Gelobt ſei Gott! denn herrlicher und ſchöner und geſegneter wird jede Flur und jedes Feld durch mei⸗ nen Fleiß für Gottes Welt und auch für mich! 3. Im Schweiße meines Angeſichts arbeite ich: doch wann gebricht's mir, wann ich thu', was Gott gebeut, an Segen, an Zufriedenheit? Was brauch' ich mehr? 4. Wie lächeln freudig Au und Flur! in meiner Hütte wohne nur die Unſchuld, die nie Arges thut: und Gottes Wohlgefallen ruht und wohnt bei mir. 5. Was hat der Reiche dann voraus? Mehr Macht und Pracht, ein glänzend Haus; doch auch mehr Sorg' und Ueberdruß; bei allem ſeinem Ueberfluß mehr Furcht und Gram; 6. Nicht mehr Geſundheit, Ruh' und Kraft, wohl aber groß're Rechenſchaft. Und wenn ich fromm und gut bin, werd' ich ſelig, wie der Fürſt der Erd', wenn er gut iſt. 7. Mühſeligkeit iſt Aller Loos, der Menſch ſei niedrig oder groß; doch kommen wahre Ruh' und Luſt auch 431 gern, doch nur in deſſen Bruſt, der Gott gefällt. 8. In ſeiner Werke Herr⸗ lichkeit ſeh' ich ihn täglich; mich erfreut der Sonne Glanz, der ſtille Mond; Wald, Thal und Berg und Flur belohnt mir meinen Fleiß. 9. Des Weiſen Achtung fehlt mir nicht, erfüll' ich redlich meine Pflicht; ich bin ein Mann fürs Vaterland, ich nähr' es, und durch meine Hand lebt Volk und Fürſt. 10. Wohl mir, wohl mir! Ich baue gern den Acker Got⸗ tes, meines Herrn, und ärnt' ich nicht ſchon hier den Lohn, ich ärnt' ihn einſt vor Gottes Thron in Ewigkeit. Der Nachbar. Mel. Was Gott thut, das iſt 553 Giib, Hochſter, daß ich fromm und treu auch meine Nachbarn liebe; daß mir ihr Glück erfreulich ſei, ihr Unglück mich betrübe: daß ich mich nicht entzieh' der Pflicht, mit auf ihr Wohl zu ſehen, und ihnen beizuſtehen! 2. Laß mich durch mein Benehmen nie, Gött, ihnen Kummer machen! Mein Herz ſei willig, auch für ſie zu beten und zu wachen! Ermuntre mich, ſtets nach⸗ barlich das Gut, das ſie be⸗ ſitzen, ſitzen, nach Möglichkeit zu ſchützen! 3. Gib, daß ich gern ver⸗ ſchwiegen ſei und ſtets den Frieden ſuche; nie nähre Neid und Heuchelei, nie heimlich Nachbarn fluche! Und thun ſie mir auch Un⸗ recht hier; hab' ich's nur nicht verſchuldet: ſo wird es leicht erduldet. 4. Was hilft ein feind⸗ ſchaftlicher Sinn? Er führt nur ins Verderben. Wie ſchnell eilt unſre Zeit dahin! Wer weiß, wie bald wir ſterben? O Freunde, ſeid entfernt vom Streit! Denkt, daß ich euch im Grabe zu ſtillen Nachbarn habe. 5. Herr, präge du den Sinn mir ein, der mich vor Haß behutet, und laß mich auch als Nachbar ſeyn, was mir dein Wort gebietet! Wer liebreich iſt, wie du es biſt, wird einſt, wenn Feinde beben, in ew'gem Frieden leben! Umgang(zu Seite 390.) Mel. Schon iſt der Tag von Gott 554 Die Zunge, die De vernehmlich ſpricht, hat mir mein Gott gegeben. O, mißbraucht ich doch ihrer nicht! Sie bringet Tod und Leben; ſie ſtürzt in Unglück, hilft in Noth; ſie flucht und ſeg⸗ 432 Geſinnung und Verhalten des Chriſten net, fleht und droht; kann heilen und verwunden. 2. Hilf, daß in meines Herzens Grund, Herr, deine Furcht ſtets wohne, und daß gewiſſenhaft mein Mund der Wahrheit Rechte ſchone; daß ich, von niedrer Schmei⸗ chelei, von Schmähung und Verſtellung frei, was ſünd⸗ lich iſt, nie rede! 3. Auf deinen Ruhm und Andrer Wohl ſoll ſtets mein Sinn ſich lenken; hilf mir, ſo oft ich reden ſoll, mit Ernſte dies bedenken! Zum Guten rege ſelbſt mich an, damit ich, wo ich nützen kann, aus Menſchenfurcht nicht ſchweige. 4. O wehe dem verweg⸗ nen Mund, der Fluch und Schwur nicht ſcheuet! Wie bald wird da der Leichtſinn kund; wie oft zu ſpät be⸗ reuet! Ach, Fluchen bringet Fluch und Noth, entfernet immer mehr von Gott! Herr, lehr' es mich bedenken! 5. Auch Wehe dem, der Tücke liebt, und deſſen Wor⸗ te trügen; der ſeinen Näch⸗ ſten gern betrübt mit Falſch⸗ heit und mit Lügen! Nur Redlichkeit, nur off'ner Sinn, nur Wahrheitsliebe ſchafft Gewinn, der ewig uns begleitet. 6. Was züchtig, keuſch und ehrbar iſt, was wohl und lieblich klinget, das re⸗ en des Chriſa fleht und droht, 1 und vervunden 3 dilf, daß in m nns Grund, Herr, )t ſtets wohne, 1ii ſſenhaft mein Mm —rheit Nechte 1 — cch, von niedter dh —x, von Schmaͤhun Kellung frei, war iſt, nie rede! .Auf deinen Khn rer Wohl ſol ſit —n ſich lenken; hit A'ft ich reden ſil ſtee dies bedenin en rege ſelhſt n git ich, wo iht zm, aus Meſte m t ſchweige. . O wehe den un Mund, der fi = wur nicht ſchent nd wird da der ki *☛ᷣdd; wie oft zuſ et! Ach, Fluchat uch und Noth mer mehr wm er, lehr' es michte 5. Auch Weße i icke liebt, und det trügen; der ſeinn n gern betrültut it und mit kißt edlichkeit, ut inn, nur Waſth zafft Gewinn, ſ ns begleitet. 6. Was zucht ud ehrbar iſ, ¹ lehlich i durch ſanſten Blick; nd eblich 1 in beſondern Verbindungen. redet überall der Chriſt; ſpricht, wenn es Nutzen bringet, und ſcheut den Zorn der Menſchen nicht; doch wird auch Schweigen ihm zur Pflicht, wenn es die Liebe fordert. 7. O gib mir, Gott, ein reines Herz, und laß mich Spöttereien und frechen, ſit⸗ tenloſen Scherz mit from⸗ mem Eifer ſcheuen! Zum Sprechen gabſt du mir die Kraft; doch ſoll ich einſt auch Rechenſchaft von meinen Worten geben. Freundſchaft. Mel. Vom Himmel kam der 555 O welch ein Se⸗ gen iſt ein Freund, der, Gott, durch dich mit mir vereint, mit herzlichem Vertrau'n mich liebt, mit mir ſich freuet und betrübt! 2. Der, feſt vereinigt erſt mit dir, in Einem Geiſte dann mit mir für Wahrheit nur und Tugend lebt, mit mir nach einem Ziele ſtrebt! 3. Wir theilen brüderlich dein Licht, ermuntern uns zu jeder Pflicht; wir bitten dich vereint um Kraft, gleich fromm zu ſeyn, gleich tu⸗ gendhaft. 4. Vom Irren hält er mich zurück durch weiſen Rath, und 433 wenn er mir zu irren ſcheint, ſo warn' ich treulich ihn als Freund. 5. Nicht Argwohn, Miß⸗ trau'n oder Streit, nicht Freude und nicht Traurig⸗ keit, auch nicht des Glückes Unbeſtand trennt unſrer Freundſchaft feſtes Band. 6. Wir theilen Alles, Freud' und Leid mit brü⸗ derlicher Herzlichkeit; und treues Mitgefühl verſüßt uns Alles, was uns ſchmerz⸗ lich iſt. 7. Trennt auch das Schick⸗ ſal Freund von Freund; die Herzen bleiben doch vereint durch Liebe, durch Gebet und Rath, und, wo wir können, durch die That. 8. Vollenden wir einſt unſern Lauf, ſo nimmt uns dann Ein Himmel auf. Un⸗ endlich iſt die Seligkeit, die ewig uns vereint erfreut. In eigener Melodie. 5 56 H wrli iſt's, an Freundes Hand durch das Leben wandeln, und durch Tugend und Ver⸗ ſtand feſt vereinigt handeln! 2. Ohne Frreundſchaft gleicht die Welt einem öden Grabe. Wohl mir, daß ich mehr, als Geld, daß ich Freunde habe! 3. Aber da iſt Freund⸗ ſchaft nicht, wo nicht Tu⸗ gend wohnet, wo nicht auf T dem 434 Geſinnung und dem Angeſicht Herzensgüte thronet. 4. Sittſam iſt ſie; nicht beim Spiel; nicht bei Trink⸗ gelagen, nicht im lärmenden Gewühl darfſt du nach ihr fragen. 5. Aber o, du findeſt ſie bei unſchuld'gen Scherzen; nur bei der Verleumdung nie, nie bei böſen Herzen. 6. Freundſchaft lehrt be⸗ ſcheiden ſeyn, Andrer Vor⸗ zug' ehren; Freundſchaft wird dir manche Pein in Vergnügen kehren. 7. Freundſchaft zeigt dir klar und frei alle deine Fehle, ſchmeichelt nicht und macht dabei fröhlich deine Seele. 8. Lächelſt du, ſie lächelt mit, weint bei deinen Leiden; unter ihrem ſanften Tritt ſproſſen tauſend Freuden. 9. Möcht' ein Jeder doch recht früh ihrer würdig wer⸗ den! Dann vermehrte ſich durch ſie Menſchenglück auf Erden. Chriſtliches Verhalten in Anſehung der Thiere und Bäume. Mel. Es iſt das Heil uns 557 Der weiſe Schö⸗ 20 6¶ pfer, deſſen Ruf einſt mächtig ſcholl: Es werde! und aller Welt Be⸗ wohner ſchuf, beſtimmte dieſe Erde nicht für den Verhalten des Chriſten Menſchen nur allein, auch Thiere ſchuf er, ſich zu freu'n auf ſeiner ſchönen Erde. 2. Ihm, der fuͤr Alles Sorge hegt, dem Vater aller Dinge, iſt Nichts, was ſeine Erde trägt, zu klein und zu geringe. Er, deſſen Huld kein Engel mißt, er, der des Menſchen Vater iſt, iſt auch des Wurmes Schöpfer. 3. Und er, der alle Weſen liebt, er ſollte mir erlauben, dem Thiere, dem gibt, muthwillig es zu rau⸗ ben? Was gäbe mir wohl den Beruf, ein Leben, das die Allmacht ſchuf, gefühllos zu zerſtören? 4. Nein, das mit mir lebt, darf ich aus Frevel quälen; mag, was mich übers Thier er⸗ hebt, mag auch Vernunft ihm fehlen. Sie macht mich zu der Gottheit Bild; allein ſie lehrt auch, göttlich mild, Gluͤck um mich her ver⸗ breiten. 5. Vernunft, du ſollſt mich immer mehr die wahre Weisheit lehren! In der Geſchöpfe großem Heer will ich den Schoöpfer ehren. Wer ſtolz ein Mitgeſchöpf verſchmäht, das unter Gottes Aufſicht ſteht, entehrt auch ſeinen Schöpfer. 6. Wen eines Thieres Qual erfreut, der wird, das kann nicht fehlen, kalt und ge⸗ er Leben kein Geſchöpf, en des Chriin e, iſt Nichts, das ſ — eigtei klein m „ge. Er, deſen — Engel uin 41 = Nenſchen Vater R — des Wurmes Eih Und er, der aled — er ſollte mir ala = Shiere, dem a 1 muthwillig es nun = Was gäbe m * Beruf, ein Lehn „ illmacht ſchuf, mn arſtoren? Nein, kein G nit mir lebt, Frevel quälen a nich übers èh mag Ar ua fehlen. Sie mit i Gottheit Bidh ehrt auch, gitlit um mich a ten. „Vernunft, u ) immer mehr iei xsheit lehren!„ chopfe großen hn 2 den Schöpſet ſtolz ein Nih chmäht, das unter ſict ſteht, en n Schoͤpfer. * 5 eines! aal erfreut, der n nicht ſehlen, in beſondern Verbindungen. gefühllos mit der Zeit gewiß auch Menſchen quälen. Wer frech ſein Mitgeſchöpf be⸗ trübt, und Härt' und Grau⸗ ſamkeit verübt, der kann auch Gott nicht lieben. g Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 5 58 DiThiere, deren Herr du biſt, erwäg' es oft mit Ernſt, o Chriſt, ſind auch des Ganzen Glieder! Der Schöpfung Bürgerrecht verlieh Gott ihnen auch; drum blick' auf ſie nicht mit Verachtung nieder. 2. Sie, Wunder auch von Gottes Hand, ſind, ſtolzer Menſch, dir nah verwandt durch innern Bau und Trie⸗ be; ſie zeigen oft des Den⸗ kens Spur, ſind alle Kinder der Natur, und freun ſich ihrer Liebe. 3. Du haſt durch Geiſtes⸗ übermacht ſie unterwürfig dir gemacht, kannſt ihre Wildheit zähmen; darfſt, was dich ſtärket, was dich ſchützt, was dir zu deinem Leben nützt, von ihrem Le⸗ ben nehmen. 4. Doch ihnen auch, ver⸗ giß es nicht, verband der Schöpfer dich zur Pflicht; er hat der Thiere Leben, um milde gegen ſie zu ſeyn, und nicht dich ihrer Qual zu freun, o Menſch, dir untergeben. 5. Du kannſt, was de ine 435 Hand gemacht, was dein Verſtand hervorgebracht, ge⸗ fällt dir's nicht, vernichten; doch über eines Thieres Tod, der dir Nichts nützte, wird dich Gott, des Thieres Schöpfer, richten. 6. Zwar ſind für dich, der Thiere Herr, o Menſch, noch Pflichten wichtiger, die Pflichten für die Armen; doch ſollſt du auch, wie Gott gebot, des armen Thiers in ſeiner Noth dich mitleidsvoll erbarmen. Mel. Es iſt das Heil uns 5 59 Von deiner Weis⸗ heit, Gott der Macht, und deiner Vater⸗ güte zeugt auch der Baum in ſeiner Pracht, zeigt ſeine Frucht und Blüthe; zum Segen pflanzt' ihn deine Hand, zur Luſt und Zierde jedem Land, ſo weit als Menſchen wohnen. 2. Wie könnt' ich denn je einen Baum aus Frevelmuth zerſtören! O nein, in jedem Schattenraum will ich dich, Schöpfer, ehren; im Bau⸗ me, der die Erde ſchmückt, von dem man ſüße Früchte pflückt, erfreut Gott ſeine Kinder. 3. Wenn mich in ſeiner Blüthenpracht der Baum erfüllt mit Wonne, wenn er zur Kühlung Schatten macht bei heißem Strahl T 2 der 436 Geſimnung und Verhalten des Chriſten der Sonne; und wenn er reich die Zweige ſenkt und freundlich ſeine Gaben ſchenkt zur Nahrung und Erquickung; 4. Wenn mich ſein Holz erwärmt und ſchützt vor Froſt, um froh zu leben, wenn es der Hand des Künſt⸗ lers nutzt, mir Hausgeräth zu geben; wenn Wohnung und Bequemlichkeit, wenn Hain und Garten mich er⸗ freut: dann will ich freudig danken. 5. Kein guter Menſch, der böſe nur kann ſeine Würde ſchänden, nur der kann Gaben der Natur mit frevelhaften Händen aus Schadenfreud', aus Haß entweih'n, kann ſtrafbar ihr Zerſtörer ſeyn. Ich, ich will Gutes ſchaffen! 6. Ich will dem Urbild ähnlich ſeyn, mit ihm zum Wohl des Ganzen nach Kräften wirken, gern er⸗ freu'n, auch für die Nach⸗ welt pflanzen. In deiner Schöpfung Heiligthum, 0 Gott, laß nur zu deinem Ruhm mich, dein Geſchöpf ſtets leben! Geſinnung und Verhalten des Chriſten zu beſondern Zeiten. Am Morgen. Mel. Mein ganzer Geiſt 560 Dic ſeh' ich wie⸗ der, Morgen⸗ licht, und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchſten Lob zu ſingen. Ich will, ent⸗ brannt von Dankbegier, o mildeſter Erbarmer, dir mit heil'gem Muth lobſingen. Schoͤpfer, Vater, deine Treue rührt auf's Reue mein Gemüthe. Froh empfind ich deine Güte. 2. Du warſt auch dieſe Nacht um mich. Was wär' ich, hätteſt du nicht dich ſo hülfreich mir bewieſen? Zu meinem Leben ſetzeſt du jetzt einen neuen Tag hinzu, ſei hoch dafür geprieſen! Durch dich bin ich, und ich merke neue Stärke: dich erhebe Herz und Mund, ſo lang ich lebe. 3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie dieſe Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in chriſtlicher Zufriedenheit zu nützen mich bemühe! Prüfe, ſiehe, wie ich's meine, dir iſt keine meiner Sorgen, auch die kleinſte nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Chriſt, o Herr, verleih', daß ich des Namens würdig ſei! Mein Ruhm ſei deine Gnade! Denn ten des Chrien . 21 Gaben der * revelhaften böund denfreud', auß mihn, kann ſtrafter üörer ſeyn. Ih. * eEGutes ſchafen V Ich will dem i m ich ſeyn, mit ing l des Ganzen i — ten wirken, an n, auch für den — Gpfanzen. Jn i pfung Heiligtm —, laß nur zu ha um nich, dein git * leben! V tl des Chriſtaf iten. n neuen Tag hi ☚ dafür geprieſen d bin ich, und ihr Stärke: dic a z und Mun, ſi lebe. „Verleih', o Goh ˙ p und Macht die 4 Gram, wie diſe ma ewig von mir ſii 4 d die kurze Lekeiſt llicher Zuftidatt men mich bemühe d , wie ich's meine, 1 3e meiner Corga . Ich bin ein Gi r, verleih, dchi nens würdig ſie ☚ hm ſei deine Skleinſte nicht, valt zu beſondern Zeiten. Denn ach, was bin ich ohne dich? Ein Irrender! Erhalte mich, mein Gott, auf deinem Pfade. Stärk' mich, daß ich ſtets mich übe, deine Liebe zu betrachten, über Alles dich zu achten. 5. Auch im Geräuſch der Welt ſoll mich der heilige Gedank' an dich oft ſtill zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier; einſt nimmſt du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich! Herr, ich werde mich der Erde gern entſchwingen, dir dort ewig Lob zu ſingen. Mel. Wer nur den lieben Gott 561 Voll Dank an dieſem neuen Morgen, blick' ich zu dir em⸗ por, mein Gott! Du hörſt nicht auf, für mich zu ſorgen, mein Schutz zu ſeyn vor je⸗ der Noth; du ſchützteſt mich auch dieſe Nacht; durch dich geſtärkt, bin ich erwacht. 2. Wem dank' ich's ſonſt, als deiner Güte, daß mich, o Gott, kein Unfall traf? Mit innig freudigem Ge⸗ müthe dank' ich dir Stär⸗ kung, Ruh' und Schlaf! Auch heute wirſt du mit mir ſeyn, und Kraft zum Guten mir verleihn! 3. Wie viele Tauſend mei⸗ ner Brüder ſind jetzt nicht mehr mit mir erwacht; ſie 437 ſehen nicht die Sonne wieder, nicht deiner Schöpfung neue Pracht! Ich lebe noch, und mich erfreut des neuen Mor⸗ gens Heiterkeit! 4. Erhalter, dir ſoll jede Stunde auch dieſes Tages heilig ſeyn! Ich ſchwöre dir mit Herz und Munde, vor allem Unrecht mich zu ſcheun! Entzieh' zur Uebung meiner Pflicht mir, Herr, nur dei⸗ nen Beiſtand nicht. 5. Froh werd' ich dann den Tag vollenden, dir, Herr, getreu und meiner Pflicht. Mein Leben ſteht in deinen Händen; drum ſchrecket auch der Tod mich nicht; und endet heute ſich mein Lauf, ſo eilt mein Geiſt zu dir hinauf! In eigener Melodie. 562 Gtkdes Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geiſt, der es Tag und Nacht läßt werden, Mond und Sonne ſcheinen heißt, deſſen ſtarke Hand die Welt, und was drinnen iſt, erhält; 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieſer Nacht vor Gefahr, Angſt, Noth und Schmerzen haſt behütet und bewacht, und bei aller meiner Schuld mich noch trägſt mit Vaterhuld. 3. Gleich der Nacht laß meine Sünden vor der Gna⸗ T 3 de 438 Geſinnung und Verhalten des Chriſten de Glanz vergehn, die durch Chriſtum Alle finden, welche gläubig auf dich ſehn, der für unſre Miſſethat ſich am Kreuz geopfert hat. 4. Hilf, daß ich an dieſem Morgen geiſtlich auferſtehen mag und für meine Seele ſorgen, daß ich, kommt dein großer Tag, meines Richters Antlitz dann ohne Schrecken ſchauen kann. 5. Auf der Bahn der Tu⸗ gend leite du mich, Herr, verlaß mich nicht; und ver⸗ leihe mir auch heute Muth und Kraft zu jeder Pflicht. Dein Geſchenk, die Gnaden⸗ zeit, werde nie von mir ent⸗ weiht! 6. Deinem Schutze ſei ergeben Alles, was ich hab' und bin! Dir vertrau' ich Seel' und Leben, werf' auf dich die Sorgen hin. Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm, ſegne mich, dein Ei⸗ genthum! 7. Hülfe wolleſt du mir ſenden, wenn Gefahr und Noth mir droht; Alles mir zum Beſten wenden, es ſei Leben oder Tod! Sterb' ich, Herr, ſo nimm mich hin, wo ich nicht mehr ſterblich bin! Mel. Befiehl du deine Wege 63 L ſei Gott, der den Morgen uns ſendet nach der Nacht; der, wenn wir ohne Sorgen ent⸗ ſchlummern, für uns wacht; der uns im Schlaf erquicket und unſre Kraft erneut: Gott, der die Erde ſchmük⸗ ket, und, was er ſchuf, erfreut! 2. Von dir iſt mir gege⸗ ben, Herr, was ich hab' und bin. Und dies mein irdiſch Leben flieht ſchnell zum Tode hin. Bald iſt ſie ganz ver⸗ ſchwunden, der Wallfahrt kurze Zeit; doch hängt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit. 3. O ſüßer, hoher Glaube, vom Tod einſt aufzuſtehn! Mein Leib nur wird zu Staube; mein Geiſt wird nicht vergehn! Ach, laß mich's nie vergeſſen! Der heil'gen Hoffnung voll, laß täglich mich ermeſſen, was einſt ich werden ſoll! 4. Sollt' ich nach Wolluſt ſchmachten? Ihr Lohn iſt Reu' und Schmerz! Nach Reichthum ängſtlich trach⸗ ten? Nie komm' es in mein Herz! Hienieden ſchon auf Erden ſoll meine Seele rein, ein Tempel Gottes werden, ganz ihm geheiligt ſein! 5. Getroſt, mein Geiſt! Ermüde in deinem Kamp fe nicht! Dich ſtärket Gottes Friede mit Kraft und Zuver⸗ ſicht. Ermunt're dich und ſtreite: des Sieges Lohn iſt nah! Getroſt! Vielleicht iſt heute des Kampfes Ende da. In n d Gin an mern, füt uns u ee auſt Kruft errt e der die Gie ſtrt 8 dund, was er ſ mit! — Von dir it wir n herr, was ih ha 2 Und dies mein i —* ſleht ſchnluud — Dald iſ ſie gun — wa der Palg Zeit; doch buß z Stunden daß dn akeit. 5 O ſüßer, hoher glu Lod einſt aujmit 1 Leib mr 19 an e; mein Geim a veegehn! Ah nie verzeſ aen Hoffnung w duh mich ermeſen, ich werden ſol⸗ Scollr ich nac achten? Ihr K ☛ und Schmerſ ühthum ängflih, — Nie komm 8u — Hienieden ſca =n ſoll meine Seit 4₰ Tempel Gottes M a ihm geheiligt ſi ſt Getroſt, ment ude in deiten de „= t Dich ſtirtt e mit Kraft und — Ermunkte dn =ie: ds Sica Getroſt! Dalt J des Kanpfsb zu beſondern Zeiten. In eigener Melodie. 56 4 Mii erſt Ge⸗ fühl ſei Preis und Dank! Erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgeſang; lob⸗ ſtug' ihm, meine Seele! 2. Mich ſelbſt zu ſchützen ohne Macht, lag ich und ſchlief in Frieden. Wer ſchafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wann ich von mir Nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer ſtärkt mein Blut in ſeinem Fleiß, und ſchützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge ſeine Pflicht, ſich ſicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und ſeinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du biſt es, Herr und Gott der Welt, und dein iſt unſer Leben. Du biſt es, der es uns erhält, und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet ſeiſt du, Gott der Macht, gelobt ſei deine Treue, daß ich nach einer ſanften Nacht mich dieſes Tags erfreue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen; und lehre du mich ſelber thun nach deinem Wohlgefallen! 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft 439 meine Seele! Sei mir ein Retter in Gefahr, ein Va⸗ ter, wenn ich fehle! 9. Gib mir ein Herz voll Zuverſicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe; ein weiſes Herz, das ſeine Pflicht erkenn' und willig thue; 10. Daß ich mit Freudig⸗ keit und Muth mich ſtets zu beſſern ſtrebe, gottſelig, zuͤchtig, fromm und gut in Sinn und Thaten lebe; 11. Daß ich, dem Näch⸗ ſten beizuſtehn, nie Fleiß und Arbeit ſcheue, mich gern an Andrer Wohlergeh'n und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wann du gebeutſt, beſchließe! Mel. Von Gott will ich nicht 56 5 Almachtiger, ich hebe mein Aug' empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, und neuer Dank dafür! Herr, deine Huld iſt groß, und niemals hat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß! 2. Daß nicht in tiefem Schlummer des Lebens Licht verliſcht, und daß mich, frei von Kummer, ein ſanfter Schlaf erfriſcht: dies dank' ich deiner Macht und deiner Vatertreue. Durch ſie bin T 4 ich ich auf's Neue mit heitrem Muth erwacht. 3. Beſchützer unſrer See⸗ len, ich traue ſtets auf dich. Was ſoll ich für mich wäh⸗ len? O wähle du für mich! Gib, was mir heilſam iſt! Gott, dem ich Alles danke, mich ſtärke der Gedanke, daß du ſtets um mich biſt! 4. Er ſtärke mich, mit Freuden zu thun, was dir gefällt; er tröſte mich im Leiden: und will die Luſt der Welt mich jemals nach ſich zieh'n, helf' er mein Herz bewahren, helf' mir dis Gefahren der Sünde ſehn und ſliehn! 5. Beglücke du die Mei⸗ nen nach deiner Gutigkeit! Verlaß der Armen keinen; wend' alles Herzeleid! Du willſt zwar gern erfreu'n, eilſt Allen beizuſtehen; doch ſoll der Liebe Flehen dir auch gefällig ſeyn. 6. Gott, dem ich ange⸗ höre, dein Friede ruh' auf mir! Mein Seufzen, meine Zähre, Erbarmer, iſt vor dir. Deß ſoll mein Herz ſich freu'n. Wer dir nicht traut, der bebe; ich ſterbe oder lebe, ſo bin ich ewig dein! Mel. Gott des Himmels und 566 Gatt ſei Dank, ich lebe wieder, fühle und empfinde mich. Herr, dir bring' ich meine 440 Gefinnung und Verhalten des Chriſten Lieder, und mein Herz erhe⸗ bet dich; denn dein Aug' hat in der Nacht über mich, dein Kind, gewacht. 2. Wenn ich einſt vollen⸗ det habe dieſe meine Pilger⸗ zeit, ruh' ich auch alſo im Grabe, Samen für die Ewigkeit. Auch in dieſer langen Nacht wird mein Staub von dir bewacht. 3. Aber ich erwach' auch wieder, und mein Lobgeſang mit mir; dann erſchallen meine Lieder mächtiger und reiner dir. Ewig wird der Morg en ſeyn; ewig ſchlaf ich nicht mehr ein. 4. Wach' auch über meine Tage„ Gott, du meine Zuverſicht, daß mich keiner einſt verklage, wenn du kommſt zum Weltge rich t, daß ich hier der Pflicht ge⸗ treu und dort unerchocden ſei! 5. Keinen Tag zählſt du vergebens, Gott, durch den ich bin, mir zu. Jeder iſt ein Theil des Lebens, jeden, jeden richteſt du. Lehr' mich wachen, daß mir nie unge⸗ nützt ein Tag entflieh“ 6. Heute leb' ich; laß auch heute nicht umſonſt mein Leben ſeyn! Laß mich nach vollbrachtem Streite dieſes Tags auch mich er⸗ freun; recht zu handeln, gib mir heut Stärke, Luſt, Gelegenheit! Mel. 1ds Chüm — und mein der e ; denn dein Aup ſ 4 = acht uüͤber nn — ewacht. V Jenn ih einſ voller me ii ninelh — uf ich and Knn —1. Samen für ſ t. Auc i dir 1= Nutt vird m 1— von dit bewatt Aber ich erwach a m und mein kolgin 1 ii; dann erſ un Lieder mächte ihen 8e dir. Gwig wid man ſeyn; evwig ſt ſt mehr ein. Abach' auch überm Gott, du ne zeicht, daß michi eerklage, uen. en zum Welthet hier der gi mand dort unerſtuit Keinen Tag ziſt ens, Gott, durh „in, mir zu. Iä raheil des deban ſ — nichteſt du. Leſet n, a ein Tag entflin eute leb' ih heute nict m ben ſeyn, Li — vollbrachten d Tags auch mi ; recht zu hu 8 nir heut S Stärk, nheit. daß mir ni ¹ zu beſondern Zeiten. Mel. Chriſtus, der iſt mein 567 Noch läßt der ℳ Herr mich le⸗ ben! Mit fröohlichem Ge⸗ müth eil' ich ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgenſonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der ſie und mich gemacht. 3. Du, Herrſcher aller Welten, nimmſt dich auch meiner an; wie ſoll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirſt du nach Opfern ſchauen? Sie gelten Nichts vor dir. Du forderſt nur Vertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 5. Dein ſei mein ganzes Leben, mein Herz ſei ewig dein! Dir will ich Ehre geben und deiner Huld mich freu'n. 6. O Tilger meiner Sün⸗ den, mein Mittler, Jeſu Chriſt, laß mich den Troſt empfinden, daß du mir gnä⸗ dig biſt. 7. Dir hab' ich mich erge⸗ ben, ich freue mich in dir; du Beſter, mehr als Leben iſt deine Güte mir. 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad! Du, Ewigweiſer, leite mich ſelbſt nach deinem Rath! 9. Nur Eins laß mich er⸗ flehen: Gib mir ein weiſes 441 Herz; auf dich laß ſtets mich ſehen in Freude, wie im Schmerz! 10. Daß ich am erſten trachte nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt! 11. Daß ich, dir innig trauend, das Gute ſtandhaft thu' und froh, gen Him⸗ mel ſchauend, denk': Herr, mich ſieheſt du. 12. Bereit den Lauf zu ſchließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Ge⸗ wiſſen: ſo finde mich der Tod! Mel. Es iſt das Heil uns 5 68 In Gottes Namen fang' ich an, was mir zu thun gebühret. Mit Gott wird Alles wohlgethan und ſtandhaft ausgeführet. Was man in Gottes Namen thut mit frommem Sinn und feſtem Muth, das muß zuletzt gedeihen. 2. Gott iſt's, der das Vermögen ſchafft, das Gute zu vollbringen. Er gibt Verſtand und Luſt und Kraft und läßt das Werk gelingen. Iſt er mit uns, ſo fehlt uns nicht, was unſerm wahren Wohl gebricht; er krönet uns mit Segen. 3. Drum leite mich ſein guter Geiſt, den Müßiggang zu meiden, und das, was er T 5 mich ÿůÿ 442 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ——— 5— 2———— ————.:—— 4———— Ar ——————— —y—yõ——— mich wirken heißt, geſchehe ſtets mit Freuden! Er ſtärke mich, damit ich treu, gewiſ⸗ ſenhaft und redlich ſei und gern dem Nächſten diene! 4. Ja, ſegne, Gott, auch heute mir die Werke meiner Hände, und lenke meinen Blick zu dir, wenn ich ſie froh vollende! Vergänglich iſt der Erde Lohn; doch ewig iſt vor deinem Thron der Preis der Arbeitstreue. In eigener Melodie. 569 W* auf, mein Herz, und ſinge dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Gü⸗ ter, des Menſchen treuem Hüter! 2. Gott, Vater, mit Er⸗ barmen bedeckteſt du mich Armen; du ſprachſt: Schlaf' ohne Grauen; die Sonne ſollſt du ſchauen! 3. Dein Wort, Herr, iſt geſchehen; ich kann das Licht noch ſehen: du machſt, daß ich auf's Neue mich mei⸗ nes Lebens freue. 4. Steig' auf, mein Dank, zum Throne! Dem Vater und dem Sohne, dem Geiſt des Herrn ſei Ehre! Anbe⸗ tung Preis und Ehre! 5. Hör', Gütigſter, mein Flehen; du kannſt in's Herze ſehen: ach möchte dir gefal⸗ len, Herr, meines Herzens Lallen! 6. Dein Werk woll'ſt du vollenden; dich nimmer von mir wenden, und mich in meinen Tagen ſtets mit Verſchonen tragen! 7. In allen meinen Tha⸗ ten woll'ſt du mir ſelber ra⸗ then; mich ſtets zum Beſten leiten, zum Himmel mich bereiten! 8. Auf allen meinen We⸗ gen begleite mich dein Se⸗ gen: dein Wort ſei meine Speiſe auf meiner Pilger⸗ reiſe! Mel. Werde munter, mein 570 Wun ich einſt von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, auferſteh', und, von dieſes Lebens Kummer frei, den ſchönern Morgen ſeh': o dann wach' ich anders auf; ſchon am Ziel iſt dann mein Lauf! Träume ſind des Pil⸗ gers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 2. Hilf, daß keiner mei⸗ ner Tage, Geber der Un⸗ ſterblichkeit, einſt mich im Gericht verklage, daß ich ſträſtich ihn entweiht! Auch noch heute wacht' ich auf! Dank ſei dir! Zu dir hinauf müſſe jeder Tag mich leiten, zur Unſterblichkeit bereiten! 3. Daß ich gern ſie vor mir ſehe, wenn ihr letzter nun erſcheint; wenn zum dunklen Thal ich gehe, und mein *. d Chrien ein Da in a; dich ninm 4 aden, und m 9 1 Tagen in 5 luen nragen! allen meinen — 8 du mir ſühen ich ſtets zam i ₰ zum Himmel 5 1 — uf allen meinen h gleite mich dn d zein Wort ſei u = auf meiner Ni — ☛— ** & Werde munter, na „) Woe ihu von 8 (Mamer, welcher! † aauferſtel, unn ebens Kummti nern Morgm ſt da wach' ich andetza e eim Ziel iſt dam u Traume ſind d dan — Sorgen, großer 4 nem Nurit ☛ Hilf, daß ſin — age, Geber eb — hleit, einſ nit: at verklage, d .h ihn aünit 32 S beute vacſ it ſei dir! Irwit ider Tag nich l — inſeerbli lchkeit beu O Daß ich gern 1 wenn ihr l ſehe, —9 wenn! 4 erſcheint 1 aen Khal ic 9 mein Freund nun um mich weint. Lindre dann des Todes Pein, und laß mich den Stärkſten ſeyn, meinen Freund gen Himmel weiſen, und dich, Herr des Todes, preiſen. Am Sonntagmorgen. Mel. Es iſt das Heil uns 571 Fehlockenn Va⸗ ter, wach' ich auf am Tage deiner Ehre. Mein Morgenopfer dringt hinauf in's Lied der Engel⸗ chöre und dankt, daß deine Gütigkeit mir heute wieder Ruh' und Zeit zur Seelen⸗ bildung ſchenket. 2. Dich beten Erd' und Himmel an, o Schöpfer aller Dinge! Wohl mir! Auch ich darf mich dir nah'n: du hörſt, wenn ich dir ſinge. Du ſelbſt bedarfſt zwar meiner nicht; doch ewig bleibt es meine Pflicht, dich kindlich zu verehren. 3. Drum heilig ſei die Stätte mir, wohin, Gott, deine Frommen mit Dank und Luſt und Lehrbegier, dich anzubeten, kommen! Ich liebe ſie und walle gern zum Hauſe Gottes, meines Herrn, mit ihnen anzubeten. 4. Hier fühl' ich durch den frommen Dank, womit dich Chriſten loben, durch ihren heiligen Geſang zum Himmel zu beſondern Zeiten. 443 mich erhoben! Hier hör' ich, Gott, im Geiſte ſchon die Seligen vor deinem Thron ihr Heilig, Heilig! ſingen. 5. Hier ſeh' ich jeder Tu⸗ gend Preis an deinem Throne prangen, und ringe nun mit Ernſt und Fleiß, das Kleinod zu erlangen. Hier ſtärkſt du mich durch deine Kraft zur Treu in meiner Pilgerſchaft, zur Liebe und zur Hoffnung. 6. So wird dein Tag, o Vater, mir ein Tag des Segens werden! So ſeh' ich und empfind' ich hier den Himmel ſchon auf Erden! So werd' ich nach der Prü⸗ fungszeit einſt im Genuß der Seligkeit, verklärt, dich ewig preiſen. Beim Anblicke der auf⸗ gehenden Sonne. In eigener Melodie. 572 Sei mir gegrüßt zu meines Gottes Ehre, du, ſeiner Schöpfung Königin! Steig' auf und geuß aus deinem Flammenmeere Erſtaunen vor dich hin! 2. Daß alle Welt anbe⸗ tend niederfalle vor dem, der dich ſo ſchön gemacht, der Menſchen ſchuf und vä⸗ terlich für Alle mit ſeiner All⸗ macht wacht; 3. Daß überall bis zur entfernt'ſten Zone, die ſtau⸗ T 6 nend nend deine Größe ſieht, Zu⸗ friedenheit und Lieb' und Eintracht wohne, die oft den Erdkreis flieht! 4. Und ſo ſei du, was du ihm ſtets geweſen, dem Er⸗ denvolke Gottes Blick, dem Lande Frucht, dem Kranken froh Geneſen, dem Armen Troſt und Glück! 5. Auch mir, wenn ich in Unmuth aufwärts blicke, weil Gottes Weg ich nicht verſteh', gieß' Heiterkeit in's kranke Herz und ſchicke mir Kraft, daß ich's beſteh'! 6. Und lehre mich in Freu⸗ digkeit hienieden mich jeder Chriſtentugend weih'n; voll Duldſamkeit bereit zum ſel'⸗ gen Frieden und mild, wie du, zu ſeyn! Am Abend. Mel. In allen meinen Thaten 573 N une nie⸗ der, die ſtille Nacht kommt wieder und mit ihr Schlaf und Ruh'; ſie ſchenkt uns neue Kräfte, beſchließt des Tags Geſchäfte und drückt die müden Augen zu. 2. Noch wach' ich und er⸗ zaͤhle mit tiefgerührter See⸗ le, was Gott an mir ge⸗ than. Mit dankendem Ge⸗ müthe lobſing' ich ſeiner Gü⸗ te; er hört mein frommes Loblied an. 444 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Erden in Von ihm kommt jede Gabe: das Leben, das ich habe, die Ruhe dieſer Nacht. Er iſt der Quell der Güter, mein Schutz und treuer Hü⸗ ter, der, wenn ich ſchlummre, für mich wacht. 4. Er läßt es finſter wer⸗ den und hüllt den Kreis der ſchwarze Dunkel⸗ heil; doch auch in dunkler Stille wohnt er mit ſeiner Fülle, und zeigt mir ſeine Herrlichkeit. 5. Er führt aus dunkler Ferne den Mond und tauſend Sterne mit Majeſtät herauf. Sie leuchten, ihm zur Ehre, hoch über Erd' und Meere, und ſeine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wenn der Mor⸗ gen grauet; groß, wenn der Abend thauet; groß in der ſtillen Nacht, im Sonnen⸗ ſchein und Sturme, am Menſchen und am Wurme, groß, Vater, zeigſt du deine Macht. 7. Voll Majeſtät und Stäͤrke ſteh'n lauter Wun⸗ derwerke in deiner Schöp⸗ fung da. Wie kanu ich dir's vergelten? Du Gott und Herr der Welten, warſt auch mir Armen heute nahy. 8. Woher mein Glück, mein Leben? Du haſt es mir gegeben; du biſt's, der für mich wacht. Woher auf mei⸗ nen ——y ——,, 8 des Chriſe 3 n ihm konnt; das zube da Ruhe die er Nact miad Quell 1 a yut und teun e wenn ih ſch ſchlunm 1n waht. lßt es finſter ne⸗ (en hüüͤll lt dan Kui 8 43 ſhan ze Duke roch auch in dune Ruhn er mit ſin 1 und zeigt mi ſe 3 kkeit. er fährt aus duuit * n Mond und tuuſa 3m mit M wuüt ſetui I chten, ihm zurlie deer Erd un N. e Hand lenkt m 4 „eoß, wenn der lo⸗ ¼ net; groß, vem rthauet; groß un r ⸗Nacht, im Soa 1r i und Sturme, 1 Irgen und an Aum. bui ater, zeig du u e Lol Majeftit u w ſteh n l lutr h ke in deiner 8i da. Wie km rxgelten! Du — derr der 2 auch nir Armenbe 1ꝑ — — Woher mein gi = eben? Du u b. du biſts, det⸗ acht. Wehe in zu beſondern Zeiten. nen Wegen ſo mancher rei⸗ che Segen? Du biſt's, der Alles wohlgemacht. 9. Gott, groß von Macht und Treue, jetzt, da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die müden Glieder in deinem Namen nieder: ſo wacheſt du; ich ſorge nicht. 10. Soll mir der Schlaf zum Leben erneute Kräfte geben, ſo will ich deß mich freu'n. Soll er mein Leben enden, ſo wirſt du mich vol⸗ lenden, mein Gott auch noch im Tode ſeyn. Mel. O Gott, du frommer Gott 574 Der Tag iſt wie⸗ der hin; und dieſen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn vollbracht? Ent⸗ floh er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernſt dem Gu⸗ ten nachgeſtrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht mei⸗ ner Pflicht gelebt? 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefan⸗ gen? Mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Ver⸗ langen, als ein Geſchöpf von Gott, mich ſeinem Dienſt zu weih'n, und zuͤch⸗ tig und gerecht und Got⸗ tes Freund zu ſeyn? 3. Hab' ich in dem Beruf, den Gott mir angewieſen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, meinen Gott, geprieſen; 445 mir und der Welt genützt und jeden Dienſt gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Menſchen ſah'n? 4. Wie hab'’ ich dieſen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? Erfreut' ich mich des Herrn, der unſer Fleh'n bemerkt? Und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz geſtärkt? 5. Dacht' ich bei dem Ge⸗ nuß der Güter dieſer Erden an den Allmächtigen, durch den wir ſind und werden? Verehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich ſeine Huld? Trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Ge⸗ duld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs ſüße Stunden? Fühlt' ich der Freundſchaft Glück, ſprach ich, was ich empfunden? War auch mein Ernſt noch ſanft, mein Scherz noch un⸗ ſchuldsvoll? Und hab' ich Nichts geſagt, was ich be⸗ reuen ſoll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir ver⸗ pflichtet, ſie durch mein Bei⸗ ſpiel ſtill zum Guten unter⸗ richtet? War zu des Mit⸗ leids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Andre traf, war dies mir angenehm? X 7 8. War — 8. War mir der Fehltritt leid, ſobald ich ihn began⸗ gen? Beſtritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlan⸗ gen? Und wenn in dieſer Nacht Gott über mich ge⸗ beut, bin ich vor ihm zu ſteh'n auch willig und be⸗ reit? 9. Gott, der du Alles weißt, was könnt' ich dir verhehlen? Ich fühle täg⸗ lich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergib durch Chriſti Blut mir die verletzte Pflicht; vergib und gehe du nicht mit mir in's Gericht. 10. Ja, du verzeiheſt dem, den ſeine Sünden kränken; du liebſt Barmherzigkeit und wirſt auch mir ſie ſchenken. Auch dieſe Nacht biſt du der Wächter über mir; leb' ich, ſo leb' ich dir; ſterb' ich, ſo ſterb' ich dir! Mel. Beſiehl du deine Wege 575(rmüdel von den Sorgen und der Geſchäfte Laſt, die du mir jeden Morgen hier auferle⸗ get haſt, eilt, Herr, nach deinem Willen der Körper jetzt zur Ruh', weint dir vorher im Stillen Dank meine Seele zu. 2. Du gabſt Verſtand und Kraͤfte zu Allem, was ich that; gabſt Segen dem Ge⸗ ſchäfte, für das ich Segen 446 Geſinnung und Verhalten des Chriſten bat; du wandteſt allen Scha⸗ den, warſt mir Vertrau'n und Licht und übergabſt aus Gnaden mich dem Verder⸗ ben nicht. 3. Vergiß es nicht, o Seele, was Gott an dir gethan, verehr' des Herrn Befehle, bet' ihn in De⸗ muth an, ihn, der von ſeinem Sitze gern auf dein Flehen höͤrt, und auch der Laſt und Hitze der Kreuzes⸗ tage wehrt!— 4. Mit deinem Schilde decke dein Kind auch dieſe Nacht, auf daß mich Nichts erſchrecke, auf daß, wann ich erwacht, und durch den Schlaf erquicket, mein Geiſt befreit von Gram, froh nach der Höhe blicket, von wel⸗ cher Hülfe kam! 5. Die Meinen, Weib und Kinder und Freund'; und Hab' und Gut, auch meinen Feind nicht minder, nimm, Herr, in deine Hut! Nie wird dein Auge müde, nie, Hüter, ſchlummerſt du; gib unſerm Lande Friede, gib Jedem Glück und Ruh'! 6. Verſag' auch dieſe Bit⸗ te mir, mein Erbarmer, nicht: Wann dieſe morſche Hütte des Leibes einſt zer⸗ bricht, ſo laß, o Gott, mein Sterben dem Schlummer ähnlich ſeyn, und nimm mich, deinen Erben, in dei⸗ nen Himmel ein! Mel. C» 12 des Chrſin waunälnsze mir Vertr und tbapi ₰ mich dem Vene⸗ ergiß ds nicht, 1 was Gott t an 1 — verehr des ber ihn in =n. b der i 1 4*= DSitze gern auf de hoͤrt, und auch 11 dite der Kreuſe 44 hrt! Kit deinen Sihd in Kind aut wi dauf daß nich 1 dre, auf daß, v 1 mmacht, und durch e rauicket, mein i 1„on Gram, foh h bl licket, von R fe kam! die Meinen, M 1 inder und Freuu ab' und Gut, m dwan Feind nicht nin 1r Herr, in deine di 1¹ d dein Auge mi iter, ſchlummert u ſſerm Lande di it eem Glück un A erſag auch diſech 1, mein Erdum 1 Wann dieſe un ades deke ea t. M 4 1 ſeyn, 4 1 einen Erben, i nel ein. aumi. 4 zu beſondern Zeiten. Mel. In allengmeinen Thaten 576 H err, der du mir 9 das Leben bis dieſen Tag gegeben, dich bet' ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich ſinge, und die du heut' an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemü⸗ the freu' ich mich deiner Güͤ⸗ te; ich freue mich in dir. Du gibſt mir Kraft und Stärke, Gedeih'n zu mei⸗ nem Werke und ſchaffſt ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh' der Seele, nach deines Worts Befehle einher im Leben geh'n; auf deine Güte hoffen, im Geiſt den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens ſehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil! Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Him⸗ mel iſt mein Theil. 5. Bedeckt mit deinem Se⸗ gen, eil' ich der Ruh' entge⸗ gen; dein Name ſei gepreiſt! Mein Leben und mein Ende iſt dein; in deine Hände be⸗ fehl' ich, Vater, meinen Geiſt. In eigener Melodie. 577 So fliehen unſre Tage hin! auch dieſer iſt nicht mehr! Die 447 Nacht, der Müden Tröſterin, eilt wieder zu uns her. 2. Herr, du nur bleibeſt, wie du biſt; du ſchläfſt und ſchlummerſt nicht; die Fin⸗ ſterniß, die uns umſchließt, iſt deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb' ich voll Vertrau'n mich auch in die⸗ ſer Nacht; wovor, Herr, ſollte mir denn grau'n? Mich ſchützet deine Macht. 4. Hab' ich an deiner Gna⸗ de nur ſtets Theil, o Herr, mein Gott; ſo fürcht' ich Nichts in der Natur! ſo ſcheu' ich nicht den Tod. 5. Zwar ich erkenne mei⸗ ne Schuld, mit Reue fühl' ich ſie; doch, mein Erbar⸗ mer, deine Huld, wie troſt⸗ voll iſt mir die! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin, und weiß, wie ſicher ich im Schutze deiner All⸗ macht bin; dein Schirm be⸗ decket mich. 7. Flieht, finſtre Sorgen, weit von mir! Herr Jeſu, du allein ſeiſt mein Gedank'; o weihe dir mein Herz zum Tempel ein. 8. Vielleicht iſt dies die letzte Nacht in meiner Prü⸗ fungszeit; dann führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, dein bin ich auch im Tod. Du, mein Erretter, biſt bei mir und hilfſt aus aller Noth. Mel. Mel. In allen meinen Thaten 578 Die ſtillen Abend⸗ ſtunden, wie ſchnell ſind ſie entſchwunden in häuslich froher Ruh'! Nun ſenkt die Nacht ſich nieder und drückt uns allen wieder mit ſanfter Hand die Augen zu. 2. O laßt uns ihn erwä⸗ gen, den unverdienten Se⸗ gen, den uns der Tag ge⸗ bracht! Laßt uns von Dank entbrennen, und tiefgerührt bekennen: Der Herr hat Al⸗ les wohlgemacht! 3. Du haſt, o Gott, voll Gnade, auf ſegenvollem Pfade uns bis hierher ge⸗ führt. Nicht uns, nur dir ſei Ehre! Ein jeder Tag vermehre in uns den Dank, der dir gebührt. 4. Der Schlaf, den du den Müden nach Tageslaſt beſchieden, auch er ſei dir geweißt Wir ſchlummern ohne Sorgen; denn du er⸗ weckſt uns morgen hier oder in der Ewigkeit. Mel. So fliehen unſre Tage 579 Wer unter dei⸗ nem Schirme ruht, o Gott, von dir be⸗ wacht, der trotzt mit un⸗ erſchrocknem Muth dem Grauen dunkler Nacht. 2. Umringt von ſtiller Fin⸗ ſterniß ſing' ich dir, Herr, ein Lied. Mein Herz froh⸗ 448 Geſanuung und Verhalten des Chriſten lockt und iſt gewiß, daß mich dein Auge ſieht. 3. Der Tag iſt ſchnell da⸗ hin geeilt, und deine Vater⸗ hand hat mir viel Gutes zu⸗ getheilt, viel Böſes abge⸗ wandt. 4. Auch in der Noth und wenn ich litt, nahmſt du dich meiner an, und ſo iſt nun ein neuer Schritt zur Ewig⸗ keit gethan. 5. Du, Herr, wirſt auch noch immerdar mein guter Vater ſeyn, und jetzt und auch bei grauem Haar mich ſegnen und erfreu'n. Doch dir befehl' ich meine Zeit. Ich leb'’ in dieſer Welt, o Vater der Barm⸗ herzigkeit, ſo lang es dir gefällt . Ich trau' auf dich und zittre nicht; kein Unfall wird ſich nah'n: du warſt ja meine Zuverſicht von meiner Ju⸗ gend an. 8. Ich ſchließ' auch jetzt in dunkler Nacht getroſt die Augen zu; ich fürchte keine ird'ſche Macht: du ſicherſt meine Ruh'! Mel⸗ Freu' dich ſehr, o meine 580 Auf⸗ o Seele, ſei noch munter! Gottes Lob iſt deine Pflicht. Seine Sonne gehet unter, aber ſeine Güte nicht. Er hat mich auch heut⸗ ernährt, manche Freude mir gewährt, vor n des Chriſen i iſt gewi . gewiß, gaßmh — eur 8 du mi er Tag iſ ſthnal w auilt, und deine Pabe nat mir viel Gules B⸗ viel Böſes ah. A luch in der Noth u * Aich litt, nahmſt dunt — an, und ſo iſm duer Schritt zur be than. Du, Herr, uiſah mmerdar mein zu ten ſeyn, und jezt u ei grauem Haa u un und erfreu'n. 8 Doch dir befehl ur Zeit. Ich leb'ini o Vater der du zreit, ſo lang 6 zch trau' auf dihn a aricht; kein Unfaln enhy: du warſtjam na ſicht von meinn! an. Zoh ſchließ' auchtz m er Nacht gettot n zuz ich fürchte e Nacht: du ſ Ruh! Freu dich ſehr, om ft 0 2 4 ahm s Lob iſt deine —e Sonne gehet! am ſeine Güte nit nich auch heut in he Freude mir ga zu beſondern Zeiten. vor Gefahren mich beſchützet, mich in Schwachheit unter⸗ ſtützet. 2. Stets verehrt und hoch⸗ geprieſen ſeiſt du, treuer Gott, von mir! Was du Gutes mir erwieſen, danket meine Seele dir. Du haſt, war ich's gleich nicht werth, liebreich das Gebet erhört, das ich heut', als ich er⸗ wachte, dir im Namen Jeſu brachte. 3. Gib nun bis zum fro⸗ hen Morgen meinem Leibe ſanfte Ruh'! Durch dich ſchlaf' ich ohne Sorgen; wenn ich ſchlafe, wacheſt du. Leib und Seel' befehl' ich dir, walte gnädig über mir! Sei auch du der Gott der Meinen, zähl' ſie alle zu den Deinen! 4. Laß uns doch kein ban⸗ ges Schrecken, Räuber nicht, nicht Feuersgluth plötzlichaus dem Schlummer wecken, halt' uns feſt in deiner Hut! Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im ſichern Schlafe droht, oder laß uns, wenn wir ſter⸗ ben, deines Himmels Freuden erben! Mel. Werde munter, meine 81 Sink ich einſt in jenen Schlum⸗ mer, aus dem Keiner mehr er⸗ wacht, geh' ich aus der Welt voll Kummer, Todesruh', in deine Nacht: o dann ſchlaf' ich 449 anders ein. Weg aus dieſes Lebens Pein wall' ich hin zu deren Hütten, die, nun glücklich, hier auch ſtritten. 2. Jetzt entſchlaf' ich, auf⸗ zuwachen noch für Tage die⸗ ſer Zeit! Laß mich fertig ſtets mich machen, Vater, zu der Ewigkeit, daß ich Wanderer dann ſei leicht, bereit, von Bürden frei, von den Laſten dieſer Erde, wenn ich nun unſterblich werde. 3. Gern laß einſt den Tag mich ſehen, der als Retter mir erſcheint: wenn mit nicht erhörtem Flehen, wer mich liebet, um mich weint! Stärker, als mein Freund im Schmerz, ſei mein hoff⸗ nungsvolles Herz, und, noch ſterbend dich zu preiſen, laß mich ihn gen Himmel weiſen! Mel. Wo Gott zum Haus 0(chſeh' im Abend⸗ 582 rothe ſchön, Herr, deine Sonne, unter⸗ gehn. Noch untergehend freut ihr Glanz, erhebt ein fühlend Herz ſo ganz. 2. Von einer halben Welt nimmt ſie den Segen mit, und ſucht ihn nie. So geht von edler That dein Freund, entweicht dem Dank, den man ihm weint. 3. Sie ſinkt. Ich blick' ge⸗ rührt ihr nach; nicht mehr iſt jetzt mein Aug' zu ſchwach. So ſcheucht zu ſtarker Glanz zu zurück, beſcheid'ne Tugend ſtärkt den Blick. 4. Verſunken iſt ſie. verſinkt, ſobald, Herr, 4 Weisheit winkt, auch unſre Herrlichkeit und Pracht; all unſer Glanz verliſcht in Nacht. 5. Sie ſank und floh von uns, um ſchoͤn dort andern Brüdern aufzugeh'n, die jetzt ſich ihrer Ankunft freu'n, und dir nun Morgenlieder weih'n. 6. So gehn auch wir der⸗ einſt, erwacht vom Schlum⸗ mer unſrer letzten Nacht, ſchließt hier ſich unſer Lebens⸗ lauf, zu einer höhern Wall⸗ fahrt auf. Mel. In allen meinen Thaten 583 Der Mond iſt nhnangen 3 die goldnen Sterne prangen am Himmel hell und klar; der Wald ſteht ſchwarz und ſchweiget, und aus den Wie⸗ ſen ſteiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie iſt die Welt ſo ſtille, und in der Dämm'rung Hülle ſo feierlich und hold; gleich einer ſtillen Kammer, wo ihr des Lebens Jammer verſchlafen und vergeſſen ſollt. 3. Gott, laß dein Heil uns ſchauen, auf nichts Ver⸗ gänglich's bauen, dem Eit⸗ len nie uns weihn! Laß uns 450 Geſinnung und Verhalten des Chriſten nur weiſe werden und vor dir hier auf Erden von Her⸗ zen fromm und fröhlich ſeyn! 4. Woll'ſt endlich ohne Grämen aus dieſer Welt uns nehmen durch einen ſanften Tod; und wann du uns genommen, ſo laß uns zu dir kommen, du lieber, treuer, frommer Gott! 5. So legt euch denn, ihr Glieder, in Gottes Namen pieber; kalt iſt der Abend⸗ hauch. Verſchon’ uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig ſchlafen und unſre kranken Brüder auch! Unter eſtentm Himmel. Mel. um Reichthum 584 Een bin ich; 5„tiefe Stille herrſcht um mich in der Na⸗ tur! Unter einer dunkeln Hülle liegt der Farben⸗ ſchmuck der Flur. Alles ruht, ſich zu erquicken; mir noch lohnet wach die Zeit; aufge⸗ than vor meinen Blicken hat ſich die Unendlichkeit. 2. Welche Tiefen! Welche Höhen! Heil'ge Schauer faſ⸗ ſen mich! Wie viel tauſend Welten drehen hier um ihre Sonnen ſich! Und wo find des Raumes Gränzen, wo ſich keine Welt mehr dreht, keine Sonnenſtrahlen glän⸗ zen, und kein Lebensodem weht? 3. Wie Ae . des Chriten 4 ſe welden un 1 auf Erden von de. Im undf ſahig ſen Jolbſt endic dhne mn aus dieſer A hmen durch am Tod; und wam ſommen, ſo laß w — tommen, du lük — frommer Goitt —% legt euch dem, , in Gottes Nau — kalt iſt der Ne — Verſchor' uns G aſfen und laß n i ſchlafen und w — Brüder auch! 8 geſtirntem Him ☛ KRicct um Reichthm 8¹ʃ Enſu dii 4 um mich Unter einer dui ₰ liegt der za t der Flur. Allsn ð₰Kzn exquicken; min — wach die Zeit, n oor meinen Biikn ,e Unend lichi — Wlche Tiefen N Heiyge Schaun ich Wie viel u n drehen hier u =nn ſich din zaumes Gränza B—me Welt meſt Sonnenſtrahln 1 und kein Lohes — 3. Wie viel Millionen Le⸗ ben freuen ſich in jeder Welt, freuen ſich, den zu erheben, der ſie ſchuf und ſie erhält! Und wer iſt's, der ſtets ſie alle liebend, ſegnend über⸗ ſchaut? Wer, der ſeines Tempels Halle in's Unend⸗ liche gebaut? 4. Kann mich hier ſein Name trügen? hier mir leuchten ohne Sinn? Er ſchrieb ihn mit Flammen⸗ zügen; und ſein Name heißt; Ich bin. Ja du biſt, den GOTT wir nennen, dem das Weltall eigen iſt! Se⸗ ligkeit iſt's, dich zu kennen, der du Aller Vater biſt. 5. Deine ältre Offenba⸗ rung liegt jetzt aufgeſchlagen da; und im Lande der Erfah⸗ rung fand ich dich mir immer nah. Du, der wölbte dieſen Bogen und der Sterne Kreis bewegt, haſt den Puls auch aufgezogen, der in meinen Adern ſchlägt; 6. Haſt den Funken mir gegeben, der in mir die Nacht erhellt, dieſen Geiſt, der in das Leben aufſtrebt aus der Sinnenwelt, in das Leben, wo er freier, näher ſchaut dich, Weltengeiſt, dich, bei ſeiner heil'gen Feier, frei vom Staub der Erde, preiſt. 7. O dies Sehnen, o dies Streben, dieſer hohe Lebens⸗ ſinn bürgt mir ein unend⸗ zu beſondern Zeiten. 451 lich Leben, führt mich zur Vollendung hin! Nein, dein Kind wird nicht verſchmach⸗ ten in der tiefſten Dunkel⸗ heit; wird von Licht nach Lichte trachten in der Uner⸗ meßlichkeit. 8. Iſt mein Leben hier verronnen; wird es Nacht auf meiuer Bahn: o dann leuchten tauſend Sonnen mir den Stufengang hinan. Ich ſteig' auf zum Quell der Strahlen, ihn zu ſchau'n, der nie verſiegt, wo vor mir in tiefen Thalen dann der Welten Schöpfung liegt. Im Frühling. Mel. Allein Gott in der Höh' 585 Lob ſei Gott, der den Frühling ſchafft, Gott, der den Erd⸗ kreis ſchmücket! Preis ſei ihm, Ehre, Stärk' und Kraft, der, was er ſchuf, beglücket! Der Herr erſchafft, der Herr erhält; er liebt und ſegnet ſeine Welt: lobſinget ihm, Geſchöpfe! 2. Das Land, das erſt er⸗ ſtorben lag, erwacht und lebt nun wieder. Es ſtrömt an jedem neuen Tag ſein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube lebt, der Vogel, der in Lüften ſchwebt, erfreut ſich ſeines Lebens. 3. Der Erde Antlitz iſt verjüngt; erheitert glänzt der ——ilimͤͤͤ der Himmel; Gebirg' und Thal und Wald erklingt vom freudigen Getümmel. Mit Wohlgefallen ſchaut herab, der Allen Seyn und Leben gab, auf ſeiner Schoͤpfung Werke. 4. Lobſinget ihm, er iſt uns nah'! Singt, alle ſeine Heere! Der Herr iſt in den Himmeln da, auf Erden und im Meere. Ich preiſe dich, ich ſinge dir; denn du biſt, wo ich bin, bei mir mit All⸗ macht und mit Liebe. 5. Du rufſt die Wolken in das Land und ſtillſt den Durſt der Erde, daß mit den Gaben deiner Hand der Menſch geſegnet werde. Du macheſt Hagel, Thau und Wind, die deiner Allmacht Boten ſind, zu unſrer Freu⸗ de Quellen. 6. Selbſt, wann von Don⸗ nerſturm bedräut, erſchrock⸗ ne Länder zittern, ſtrömt Stärkung, Segen, Frucht⸗ barkeit aus Nacht und Un⸗ gewittern. Dann bricht die Sonne neu hervor, und Al⸗ les jauchzt zu dir empor, vor dem die Wetter ſchwei⸗ gen. 7. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunn⸗ quell aller Gaben. Dort wirſt du uns mit Seligkeit in reichern Strömen laben. Wohl, wohl den Menſchen, die ſchon hier ſich dir erge⸗ 452 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ben, und einſt dir, als Chri⸗ ſten freudig ſterben! Mel. Gott, der du die Menſchen 586 Hee hebt ſich Gottes Sonne, länger ſtrahlt uns nun ihr Licht; Alles athmet neue Wonne, wenn ſie durch die Wolken bricht. Schau', der Frühling ſenkt ſich nieder in die Wälder, auf die Flur. Die erſtorbene Natur lebet auf und wirket wieder. Opfre Gott, dem Schöpfer, Dank! Preiſ' ihn froͤhlich, mein Geſang! 2. Munter zu der Arbeit wallet nun der Landmann hin auf's Feld, und ſein fro⸗ hes Loblied ſchallet laut em⸗ por zum Herrn der Welt. Er vertraut die Saat der Erde, ehrt durch fromme Zuverſicht ſeinen Gott und zweifelt nicht, daß ſie wohl gerathen werde; bringt ſchon hoffnungsvoll ihm Dank. Preiſ' auch du ihn, mein Geſang! 3. Glänzend und im Feier⸗ kleide prangt die blüthen⸗ reiche Flur. Jede Blume duftet Freude, preiſt den Schöpfer der Natur, der den Thau ſchafft, den ſie trinket, daß ſie nicht zu bald verblüh', der ihr Saamen gibt, wenn ſie welkend end⸗ lich niederſinket. Bring' auch du ihm Lob und Dank, preiſ' —, A1 d bhiin deinſtir ich. 8 ti udig ſterben! 1 — ott, der du die Manäh ₰ Hir hebt ſh — Gottes Eun — ſrrahlt uns umn h — Alles athmet mn —,, wenn ſe durch dn bricht. Schau,i ng ſenit ſich nider alder, auf die ſi ſtorbene Natur d yirfet wieder di zem Schöpfer, Daſ d ihn froͤhlich, m ! Nunter zu der Ah nun der Lannu f's Feld, und ſeuf Klied ſchallet laute am„Herrn der A xtraut die Sat ehrt durch fim em icht ſeinen Gott u — tt nicht, daß ſi 1 een werde; bringiſt I ugsvoll ihm A — aauch du ihn, u —! —= Glänzend undinie prangt die blit Flur. Jede A n Freude, preit fer der Natut, hau ſchaff, da zt daß ſie nicht u ih', der ihr Su A wenn ſie welk. Aerintet Bringe mhm Lob und zu beſondern Zeiten. preiſ' ihn froͤhlich, mein Geſang! 4. Dieſer Frühling, wie geſchwinde, o wie ſchnell wird er verblüh'n! Wie die Spreu, verweht vom Win⸗ de, ſo wird ſeine Pracht ent⸗ flieh'n! Aber, Gott, vor dei⸗ nem Throne wird ein ew'ger Frühling ſeyn; ewig wird er uns erfreu'n, ringen wir nur nach dem Lohne reiner Tugend lebenslang. Gott, dich preiſe mein Geſang! 5. Alle Herrlichkeit der Erde iſt nur Schimmer von dem Licht, das ich ewig ſchauen werde dort vor Got⸗ tes Angeſicht. Auch das freudenreichſte Leben hier auf Erden iſt nur Tod ge⸗ gen jenes, dort verheißen hat zu geben. Dir, mein Gott, ſei Lob und Dank! Ewig preiſt dich mein Geſang! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 587 Da Erde Reize ſind erneut. Auf Bergen, wie im Thal, iſt Freud' an Freude hingeſtreut und Schönheit überall. 2. Belebend iſt der Wieſe Grün, entzückend jede Flur; und wie viel tauſend Blu⸗ men blüh'n im Garten der Natur! 3. Mit reichen Blüthen prangt der Baum, und oben ausgeſpannt, wie ſtrahlt der das mir Gott 453 blaue Himmelsraum, ein un⸗ bekanntes Land! 4. Blickt hin in Tiefen und auf Höhn, auf Flur und Wald und Feld! Fühlt, was unnennbar iſt: wie ſchön iſt unſers Gottes Welt! 5. Doch nur dem Tugend⸗ haften, nur dem Menſchen⸗ freunde lacht die ſchöne herr⸗ liche Natur in aller ihrer Pracht. 6. Drum ſeid und machet froh und gut; reicht gern die Brüderhand; naht dann der Tod, ſo geht mit Muth ins unbekannte Land. 7. Macht dieſe Erde ſchon ſo ſchön entfernter Sonnen⸗ ſchein; o Gott, wie wird in jenen Höh'n der Sel'gen Wohnung ſeyn! Im Sommer. Nel. Wie wohl iſt mir, o Freund 588 Weit um mich her iſt Alles Freude; verſchönt iſt, Schö⸗ pfer, deine Welt! Es prangt in einem Feierkleide Gebirg und Thal und Wald und Feld! Wie heilig wird mir jede Stätte! Wohin ich ſeh', wohin ich trete, biſt du mir nah, und fühl' ich dich; wo⸗ hin ich ſchau, auf allen Flu⸗ ren, in allen deinen Kreatu⸗ ren, erblick' ich, Welterhalter dich. 2. Wie m 454 Geſinuung und Verhalten des Chriſten 2. Wie haſt du, Gott der Macht und Güte, ſo liebe⸗ voll an uns gedacht! Schön war des Frühlings bunte Blüthe; reich iſt des Som⸗ mers ernſte Pracht. Zum vollen, fröhlichen Genuſſe empfängt von deinem Ueber⸗ fluſſe, o Gott, was lebet, Speiſ' und Trank. Gebirge geben, Thäler geben, was Allen nöthig iſt zum Leben; und Alle jauchzen froh dir Dank. 3. Weit um mich her iſt Alles Freude; o freu’ auch, meine Seele, dich in Gottes ſchönem Weltgebäude! Sein Segen reifet auch für mich. Hoch müſſe deſſen Lob er⸗ ſchallen, der mir ſo wohl thut, Allen, Allen, ſo wohl thut, der ſo freundlich iſt! Stimm' ein in der Geſchöpfe Chöre: dir, Gott, ſei Preis, dir Dank und Ehre, der du ſo mild und gnädig biſt! Mel. Wer nur den lieben Gott 589 Algütiger, dir will ich ſingen auf jeder ſegenreichen Flur; dir meine Dankgefühle brin⸗ gen im großen Tempel der Natur. Vom Aufgang bis zum Niedergang erſchalle, Gott, dein Wbgeſang! 2. Du biſt der Geber aller Freude, des Segens Schö⸗ pfer, biſt du, Gott! Den Heerden gibſt du ihre Weide und deinen Kindern allen Brod. Genährt, geſchutzt, gepflegt durch dich, freut Alles, was da lebet, ſich. 3. Und Leben ſtrömt mit deiner Sonne in jeden Halm, in jede Bruſt; ſie gibt den Blüthenthälern Wonne, und allen Weſen neue Luſt. Ver⸗ jüngt durch ihren milden Strahl, jauchzt Hain und Flur und Berg und Thal. Auf unſre Saaten träu⸗ felt Segen herab mit jedem Morgenthau. Gott, wie erfriſcht dein ſanfter Regen das Gras, die Blumen auf der Au! Der Bach, der aus dem Berge qulllt, den Wandrer und das Wild. 5. Da ſteh'n die Zeugen deiner Milde hier in der Schöpfung Heiligthum. Weit durch die reichen Korngefilde tönt himmelan dir Lob und Ruhm; ſie dringen, Herr, zu dir empor, aus aller We⸗ ſen frohem Chor. 6. Auch du frohlocke, mei⸗ ne Seele, und rühme deines Schöpfers Macht! Dein lauter Lobgeſang erzähle, wie herrlich Alles er gemacht! Vom Aufgang bis zum Nie⸗ dergang erſchall' ihm Ehre, Preis und Dank! „Herzliebſter Jeſu 590 Seweit nur Men⸗ ſchen deine Welt bewohnen, biſt du der Ma⸗ r erquickt ByI des Ehuitn inen Kin⸗ —. Gaane — dund h vas du lä fin ad Leben friint n *(Sonne in jſeden Hl ‧—¹ Bruſt; ſe gütn nthälern Wonne, Aeſen neue Luſt. Nh — durch ihren nie —, jauchzt Hain w Aund Berg un dl Aluf unſre Saatenti en herab mit jin Menthau. Gott, f itt dein ſanfter Ain caas, die Bluna u 8 Der Bach, w u eerge quillt, uu anndrer und dasdi 1 Da ſteh'n die zaa en NMilde hier i den ung Heiligthun. nsdie reichen Korn t zimmelan dir kaln a; ſie dringen, in empor, aus allerh m ohem Chor. — Auch du frohlocke n ele, und rühme du = fers Macht. Ä — Lob ſag a — urrlich Alles er gent d Aufgang bis zun ug erſchall ihn dh und Dank. Nel. Herzliebſter Ii — oweitmrge 20 Son deineg woſmen, bit un zu beſondern Zeiten. ter aller Nationen, die Zu⸗ flucht Aller, die auf Land und Meeren dein Heil begehren. 2. Du blickſt hernieder und die Fluren lachen, du wäſ⸗ ſerſt ſie mit Thau, ſie reich zu machen. Dein Strom iſt voll; du ſorgeſt für die Saaten, daß ſie gerathen. 3. Die tiefgepflügten Fur⸗ chen füllt dein Segen; das lechzende Gefild erfriſcht dein Regen. Der Sommer glüht; es reifet das Getreide zu unſrer Freude. 4. Die Höh'n und Tiefen ſchmückeſt du mit Heerden, und ſchaffeſt, daß ſie froh geſättigt werden. Dem Schnitter rauſcht der vollen Felder Segen zur Aernt' entgegen. 5. Und Dank und Freud' und Jubel jauchzt aus Allen, und Hain und Auen und Ge⸗ fild erſchallen vom lauten, dir frohlockenden Getümmel, bis in den Himmel. Im Herbſte. Mel. Vom Himmel kam der 91 Geurntet iſt der Felder Saat. Vom Herrn der Zeit geru⸗ fen, naht der Herbſt mit ſei⸗ ner Fülle ſich und nähret und erfreut auch mich. 2. Der ſegenreiche Garten prangt mit vollen Zweigen, und verlangt, von ſeiner 455 Frucht befreit zu ſeyn, um Gottes Menſchen zu erfreu'n. 3. Der Sänger in den Lüf⸗ ten ſchweigt, der hin in ferne Lande fleucht, wo Gott ſchon eine neue Saat und Frucht für ihn bereitet hat. 4. Auf traubenvollen Hü⸗ geln ſchallt des Winzers Lob und widerhallt von Berg auf Berg; auch Moſt und Wein gibt uns der Herr, uns zu erfreu'n. 5. Wie liebevoll, wie mild und gut iſt Gott, der ſo viel Wunder thut! Das Kind, der Jüngling, Mann und Greis ſei fröhlich, ihm zum Ruhm und Preis! 6. Auch, wenn du alterſt, ſorgt für dich dein Herr und Gott noch väterlich; er, der auch, wenn dein Herbſt ſich naht, für dich noch viel der Freuden hat. 7. Froh kannſt du ſterben, wenn du nur, wie ſeine ſeg⸗ nende Natur, geſegnet haſt, wenn er die Frucht, die er verlangt, umſonſt nicht ſucht. 8. So blüh' und reife in der Zeit zu größerer Voll⸗ kommenheit! Still keimt der Tugend Saat hervor und reift zur reichen Aernt' empor. Mel. Lobſinget Gott! 592 Fruhemit umwölk⸗ tem Angeſicht, geht ſchon die Sonne nieder 3 uun und ſpät erſcheint ihr ſchwä⸗ cher Licht am trüben Himmel wieder. Die ſchönſte Zeit iſt nun entfloh'n; die rauhen Stürme rauſchen ſchon durch die bereiften Felder. Die letzte Blume neigt ihr Haupt; des Herbſtes kalter Hauch entlaubt die ſchattenreichen Wälder. 2. Verlaſſen ſteht die öde Flur, entblößt von ihrem Segen; entkräftet ſieht nun die Natur der Winterruh' entgegen. Die Vögel, die dem Froſt entflieh'’n, begin⸗ nen ſchon daher zu zieh'n weit uͤber Land und Meere. Gott nimmt der Wandernden ſich an, bezeichnet ihnen ihre Bahn und ſättigt ihre Heere. 3. Uns, ſeine Menſchen, will er hier im Winter ſelbſt verſorgen. Ja, ſeiner Huld vertrauen wir; neu wird ſie jeden Morgen. Er ſchafft, daß wir in Sicher⸗ heit des Herbſtes rauhe Jah⸗ reszeit beginnen und vollen⸗ den. Die Erde ruht, doch er gewährt voll Liebe das, was uns ernährt, mit vä⸗ terlichen Händen. 4. Wie ſind nicht unſre Kammern voll von ſeiner Güte Gaben, vom Segen, der uns nähren ſoll, vom Vorrath, uns zu laben! Durch deine Vorſicht mußt' o Gott, das Land uns für den Winter Brod, dem Vieh 456 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſieht, iſt mächtiger Erhalter! ſein Futter geben; und Wein, der unſer Herz er⸗ freut, und unſers Lebens Kraft erneut, quillt aus der Frucht der Reben. 5. Wie jetzt das Feld um uns e verblüht verblüh'n auch wir im Alter. Doch wohl uns! Gott, der auf uns Er iſt es, der die Schwachen ſchützt, die Müden mächtig unterſtützt, die an dem Grabe wanken. Gebeugt vom Alter werden wir mit frohem Herzen, Vater, dir wie in der Zugend danken . Wohl Allen, die ſich ih⸗ 8 Pflicht von ganzem Her⸗ zen weihen! Sie werden ihre Jugend nicht im Alter einſt berenuen. Wohl dem, redlich ſich bemüht, weil ſei⸗ ner Jahre Kraft noch blüht, der Tugend Frucht zu tra⸗ gen! Ihm wird das Alter Jugend ſeyn, und dankbar wird er ſich noch freu'n in ſeinen letzten Tagen! der Im Winter. Mel. Vom Himmel kam der l⸗ 593 Nr Begen zur auch für den Schlummer der Natur, für Froſt und Win⸗ ter danken wir, Herr, unſer Gott und Vater, dir. 2. Zwar liegt ihr grü⸗ ner Schmuck zerſtört, von Schnee rneut, guillt cht der äe i ie jetzt das Feld n lüht, verbliyam — Altet. Doch we Hott, der auf m — nüchtiger Erhalt 1 18, der die Schahe die Miͤden mit = tt, die an in vanken. Gha teer werden wi n 12 Herzen, Varer, t ddeer Jugend duit 1 ohl Allen, die fht tht von ganzen i b aren! Sie werden *.] nicht im Altet i =. Wohl dem, t ſch bemuht, valſ Kee Kraft noch lli zend Frucht zu zhm wird das N — ſeyn, und du =c ſich noch freuni ar leßtzten Tagen. Im Winter. 9 Uhicht für dei E 3 N der Segnt P ür den Schlunma , für Froſt und 5 und Vater, Vem Himmel imi nken wir, Hett,ſ dit. = Zwar len 4 ¼ rſtöll, 'chmuck zer 9 Schnee und Eis und Sturm verheert; ein weites, weißes Grabgewand deckt Berge, Hügel, Thal und Land. 3. Doch hegt die Erde, ſtill und groß, die zarte Saat in ihrem Schooß, die ſich im Frühling ſegensvollentwickeln und uns nähren ſoll. 4. So nähret liebreich und geheim der holden Tugend erſten Keim die Mutter mit verborgner Luſt in ihrer zar⸗ ten Kinder Bruſt. 5. So thut, was Andre ſegnen kann, der gute, der beſcheid'ne Mann, ſucht, wenn ſein Thun nur Gott gefällt, nicht das Geräuſch des Ruhms der Welt. 6. Doch wachſen ſoll der Tugend Saat; aufblüh'n, was er im Stillen that, zu reichen Aernten in der Zeit, zu reichern in der Ewigkeit. 7. Mag brauſen dann wohl um uns her des Win⸗ ters Sturm: auch er, auch er iſt deines Segens Diener, Gott, ſo fürchterlich er im⸗ mer droht. 8. Und wie viel Freuden danken wir ſelbſt in des Win⸗ ters Tagen dir, der du ſo väterlich uns trägſt, und ſät⸗ tigeſt, erwärmſt und pflegſt! 9. Durch alle Zeiten, Va⸗ ter, ſei dir, wer dich kindlich ehrt, getreu! Laß Jeden deinen Ruhm erhöh'n und freudig deine Wege geh'n! in beſondern Verbindungen. 457 Mel. Auf, Chriſtenmenſch 59 4 VWerſchwunden iſt der Erde Pracht, nur Schnee bedeckt die Felder. Der Winter⸗ ſturm durchbrauſt mit Macht Gebirge, Thal und Wälder! Das Land erſtarrt vom Fro⸗ ſte nun, und ſeine Nah⸗ rungsſäfte ruh'n. 2. Wohl mir in dieſer rauhen Zeit! Ich darf vor Froſt nicht beben; mich ſchützt mein Dach, mich wärmt mein Kleid und Brod erhält mein Leben. In meinem Bette ſchlaf' ich ein und kann mich ſanfter Ruhe freu'n. 3. So hat's der arme Bru⸗ der nicht, dem Brod und Kleidung fehlen, er, dem das Nöthigſte gebricht, den Froſt und Hunger quälen. Und dreifach fühlt er ſeine Pein, wenn Krankheit plagt und Kinder ſchrei'n.. 4. O zaud're, zaud're nicht, mein Herz, ihm liebreich zu⸗ zueilen! Fühl' ſeinen Jam⸗ mer, ſeinen Schmerz, dein Brod mit ihm zu theilen! Wer ſeines Nächſten Noth vergißt, verdient nicht, daß er glücklich iſt. 5. Vor Tauſenden biſt du beglückt, die in der Stille klagen, da Wärm' und Nah⸗ rung dich erquickt in dieſen rauhen Tagen. Lobſfinge frohes Herz, in mir, und opfere Gott Dank dafür! U 6. Sieh —— 458 6. Sieh nicht auf das, was dir noch fehlt und Mancher mehr beſitzet; nein, auf die Noth, die Andre quält, auf Gott, der dich beſchützet! Ach Vater, lind're jeden Schmerz und gib mir ein mitleidig Herz! Zur Saatzeit. Mel. Allein Gott in der Höh' 595 E baut, o Gott, e„ auf dein Ge⸗ heiß der Menſchen Hand die Erde, voll froher Hoffnung, daß ihr Fleiß von dir geſeg⸗ net werde. Auf dein Ver⸗ ſprechen trauen ſie: Du ſollſt dein Brod bei Fleiß und Müh', ſo lang du lebeſt, eſſen! 2. Dies Wort traf, Herr, noch immer ein. Gib jetzt auch deinen Segen, daß Saat und Pflanzen wohl gedeih'n; gib Sonnenſchein und Regen! Der Landmann baut umſonſt das Land, wenn, Vater, deine All⸗ machtshand nicht ſeine Arbeit ſegnet. 3. D'rum kröne du mit Fruchtbarkeit das Land nach deiner Güte, und wenn die Ausſaat dann gedeiht: All⸗ vater, ſo verhüte, daß Kälte nicht, nicht Sonnengluth, nicht Hagelſchlag, noch Re⸗ genfluth ihr zum Verderben werde. und Eigenthum, Geſinnung und Verhalten des Chriſten 4. Wir traun auf dich, o großer Gott; du, du wirſt gnädig walten. Du kennſt am beſten unſre Noth, haſt lange hausgehalten. Ja, Herr, du wirſt zu deinem dein Werk auch dies Jahr wieder ſorgen. Ruhm für uns, Nach einer reichen Aernte Mel. Wie groß iſt des Allmächt. Kir Alle, Men⸗ 596 W tr ſchenvater, bringen dir unſern feierl lich⸗ ſten Dank, und unſre fro⸗ hen Herzen ſengen dir ihren lauten Preisge ſang! Ge⸗ krönt haſt du mit deiner Milde rings um uns her das ganze Land; dein Segen floß auf die Gefilde aus rei⸗ cher, väterlicher Hand. 2. Du ſchenkteſt Sonnen⸗ ſchein und Regen für jede Frucht zu rechter Zeit, und gabſt Gedeihen, Kraft und Segen dem Samen, den wir ausgeſtreut. Wie prangte nicht im Feierkleide das volle, ährenreiche Feld! Wie ſchlug von Hoffnung und von Freude dir unſer Herz, o Herr der Welt! 3. O welchen Reichthum deiner Gaben haſt du mit liebevoller Hand, uns zu er⸗ nähren und zu laben, von Neuem uns herab geſandt! Für Millionen deiner Kin⸗ er em üh . traun au dic, tt; du, 8, jalt ten. da tenn 1 unuſte duih h msgehalten. ar wirſt zu denm t uns, den Te nthun, auch in an der ſorgen. er reichen Aam groß iſt des Alnich. All „1 n in ir unſern feielt 2 C, und unſte ſr „a ſingen dir ihe Freisgeſang! G⸗ i du nit de angs um uns her and; dein Se die Gefilde aus u + licher Hand. ſchenkteſt Sonmn a Regen für ſd du rechter Zeit, u deihen, Kraft n naem Samen, den t — ut. Wie nh Feierkleide d ährenreiche d 30 1 t ug von Hofim * Freude dir 1 dert der Wllt welchen Reichär abe haſt du n Hand, uns uc bar ſeyn; der iſt jetzt ein voller Tiſch bereit; du nährſt den From⸗ men, nährſt den Sünder und Alles wird durch dich erfreut. 4. Wer kann die Güte ganz ermeſſen, die weiter als die Wolken reicht? Wer kann ſie undankbar vergeſ⸗ ſen, da jede Stunde von ihr zeugt? Nimm deiner Kin⸗ der Freudenzähren, nimm an, Allvater, unſern Dank! Wir wollen ewig dich ver⸗ ehren durch Thaten, wie durch Lobgeſang. 5. Was du uns gabſt, wohl anzuwenden, verleih' uns Weisheit und Verſtand. Nicht, um es üppig zu ver⸗ ſchwenden, empfingen wir's aus deiner Hand. Du willſt, wir ſollen froh genießen, doch mäßig, mild und dank⸗ ſo gütig, wie du dich bewieſen, ſoll jeder der Beglückten ſeyn. 6. Drum freu' den Armen auch der Segen, den deine Hand uns reichlich gab; wir wollen ſeiner liebreich pfle⸗ gen; wir trocknen ſeine Thränen ab! Er dank' auch heute mit uns Allen, frohlocke laut und bete an, daß du nach deinem Wohl⸗ gefallen, ſo viel, o Gott, an uns gethan. Mel. Wach auf, mein Herz t, laßt 597 K. Gant obfingen zu beſondern Zeiten. 459 und Preis und Dank ihm bringen für alle milde Ga⸗ heu die wir geärntet haben! .Aus ſeinem Ueberfluſſe 12 freudigem Genuſſe hat er uns, was zum Leben uns nöthig iſt, gegeben. 3. Die Scheuern find voll Segen; denn er gab Thau und Regen und Wachsthum und Gedeihen der Frucht, der wir uns freuen. 4. Preis, Herr, ſei deiner Milde, daß Gärten und Ge⸗ filde, was wir geſäet haben, ſo reichlich wieder gaben! 5. Preis ſei dir, unſerm Retter! Es drohten Sturm und Wetter, Verderben un⸗ ſern Saaten. Dank dir, ſie ſind gerathen. 6. Uns reiften ſüße Früch⸗ te im milden Sonnenlichte an Baum und Strauch und Reben; Herr, Preis ſei dir gegeben! 7. Du ließeſt froh uns ärnten. O daß wir dank⸗ voll lernten, dir ähnlich, uns der Armen mit mildem Sinn erbarmen. 8. Wenn wir die gern erquicken, die Sorg' und Mangel drücken, ſo wirſt du, was zum Leben wir brauchen, ferner geben. 9. Du wirſt einſt deine Treuen, die gute Saat hier ſtreuen, zu hoͤhern Feſten ſchmücken, und ewig ſie be⸗ glucken. U 2. Bei 460 Bei ſparſamer Aernte. Mel. Was Gott thut, das iſt iſt, Chriſten, 598 Prune Zuftieden⸗ heit, preiſt Gott, den Herrn der Aernte, daß ſich nicht ganz die Fruchtbarkeit von unſrer Flur entfernte! Noch ſtets erhält er ſeine Welt; was nöthig iſt zum Leben, wird er uns Allen geben. 2. Er iſt der Herr; in ſeiner Hand ſteht, was die Erde bringet. Der Men⸗ ſchen Mühe baut das Land; Gott gibt, daß ſie gelinget. Von ihm allein kommt das Gedeih'n; nur er, er läßt die Saaten blüh'n, reifen und gerathen. 3. Was trauern wir? Er ſorgt ja doch; Gott ſorgt für unſer Leben. O laßt uns ſelbſt beim Mangel noch ihm Ruhm und Ehre geben! Preis ſei dem Herrn! Von Unmuth fern laßt ihm zum Wohlgefallen ein frohes Lied erſchallen! 4. Wie manches ſegen⸗ reiche Jahr hat er uns ſchon beſcheeret; wie gnädig uns noch immerdar von Jugend auf ernähret! Wer ſollte nicht mit Zuverſicht auf dich, Allvater, ſchauen, und deiner Vorſicht trauen? 5. Ja, Hoöͤchſter, wir verehren dich in allen deinen Wegen, und trauen unver⸗ Geſinnung und Verhalten des Chriſten änderlich auf deinen milden Segen. Auch unſer Brod wirſt du in Noth und Theu⸗ rung uns gewähren, wenn wir dich kindlich ehren. 6. Wir beten demuths⸗ voll dich an, der Alles weis⸗ lich füget, deß Vorſicht nie⸗ mals irren kann, deß Wohl⸗ thun niemals trüget. Froh danken wir, Erhalter, dir, und preiſen deine Güte mit g'nügſamem Gemüthe. Flehen um Regen. Mel, Komm, o komm, du 599 G Süt Möcht. und Güte, deine Hülfe ſu⸗ chen wir; mit geängſtetem Gemüthe ſchauen wir em⸗ por zu dir. Herr, du weißt, was uns gebricht: o verlaß, verlaß uns nicht! 2. Ach, dem todten dürren Sande gleichet bald, Herr, unſer Land; und verſengt vom Sonnenbrande, welkt die Frucht, die kraftvoll ſtand. Schrecklich droht uns ihr Verluſt; Sorge nagt an unſrer Bruſt. 3. O erhalt' uns deinen Segen; laß uns wachſen unſer Brod! Ende bald durch milden Regen unſre Angſt und unſre Noth! Gott, wir trauen dir es zu! was uns gut iſt, ſchickeſt du. 4. Stäͤrke du uns dies Ver⸗ A des Chriſen V — au deinen nihen Auch unſet uh u Kuth mand ³ an, der Alezue —tt, daß Vorſcht i een kann, deß Vie malz trüget. ¹vir, Erhalte, an ſen deine Güt ni eem Gemithe — — An um Regun * Komm, o komm, d X Grt⸗ von ge 4 ßer t e, deine Hiſf 1 3 mit geängitm ſchauen wit w⸗ m it. Herr, du vij gebricht: obeilh as nicht! h, dem todten ſim a gleichet bald, üm m and; und veten onnenbrande, rn acht, die krat Sdreklic drtn uft; Sorge m zauer Bruſt. erhalt uns din = laß uns wuit Drod! Ende l ailden Regen un — und unſte Au 81 mm iir trauen dir d a att in, ſiki 3 „Ftärke du uns 4 zu beſondern Zeiten. Vertrauen; unſer Wohl ver⸗ ſäumſt du nicht. Auf dich, Gnadenvoller, bauen wir die feſte Zuverſicht: du, der helfen will und kann, nimmſt gewiß dich unſrer an. Nach verliehenem Regen. Mel. Kommt, kommt, den Herrn 600 Ein milder Re⸗ gen ſinket er⸗ quickend auf die dürre Flur; wie labt ſie ſich, wie trinket ihn jetzt die ſchmachtende Natur! Die ſanften Strö⸗ me kühlen die Lüfte weit umher, und die Geſchöpfe fühlen ſich nicht mehr träg' und ſchwer. Gott ſpricht: und Seufzer ſchweigen und Hitz' und Dürre flieh'n, und fromme Lieder ſteigen empor und preiſen ihn. 2. Mit Freud' im Ange⸗ ſichte beſchaut der Landmann nun ſein Feld. Erquickt hat Gott die Früchte; er iſt Verſorger ſeiner Welt. Wie wallen nun die Aehren vom Mark der Erde voll, das ſeine Menſchen nähren, das ſie erfreuen ſoll! Auf, preiſet Gottes Milde! Er iſt's, der Regen ſchickt und lechzende Gefilde voll Vater⸗ huld erquickt. 3. Erhalter unſers Le⸗ bens, Gott, dem wir uns jetzt dankbar nah'n, o laß uns nicht vergebens die Ga⸗ 461 ben deiner Hand empfahn! Du ſendeſt Thau und Regen, gibſt milden Sonnenſchein; du eilſt, mit deinem Segen uns Alle zu erfreu'n. Wir wollen dich erheben, dir Höchſter ſtets vertraun, und fromm und weiſe leben, bis wir dich ewig ſchaun. Flehen um Sonnenſchein. Mel. Mache dich, mein Geiſt 601 chmerz und Klage füllt das Land; traurig ſtehn die Früchte; hilft uns, Gott, nicht deine Hand, ſind ſie bald zu nichte. Zeig' uns doch Gnade noch! Vater, voll Erbarmen, hilf, ach hilf uns Armen! 2. Du regierſt der Wol⸗ ken Lauf und befiehlſt dem Regen. Sprich ein Wort, ſo hört er auf, und uns bleibt dein Segen. Steh' uns bei und zerſtreu', Herr, mit ſtarker Rechte unſers Kummers Naͤchte! 3. Sende warmen Son⸗ nenſchein, der die Frucht er⸗ quicke! Sieh', wir ſchaun auf dich allein mit des Glaubens Blicke. Guter Gott, gib uns Brod und nach mancher Plage wieder Freudentage! 4. Preis und Ruhm ſei dir geweiht, Vater aller Gnade! Hilf, daß uns die ſchwere Zeit nicht am Her⸗ u 3 zen zen ſchade! Dir, nur dir wollen wir gern zur Ehre leben und uns ganz ergeben. Nach verliehenem Son⸗ nenſchein. Mel. Nun laßt uns Gott b ertönt, ihr Freu⸗ 602 Enldr Fei⸗ ſcheint, ſie ſcheinet wieder! Wir ſeh'n ſie, welche Wonne! die lang verhüllte Sonne. 2. Uns drückten bange Sorgen an jedem meen Morgen, ſo oft ſich Wolken thürmten und Regenwetker ſtürmten. 3. Des Feldes Früchte ſahen ſdſr dem Verderben na⸗ hen. Was Thier' und Men⸗ ſchen nähret, ſchien ganz durch Fluth verheeret. 4. Da drang zu deinen Höhen, Gott, unſers Herzens Flehen. Du hörteſt, was wir baten, und ſchützteſt unſre Saaten. 5. Schon ſenkten ſte ſich nieder; doch du erhobſt ſte wieder. O Herr der milden Sonne, du ſegneſt uns mit Wonne. 6. Wir preiſen deine Güte mit fröhlichem Gemüthe. Ja, unſer ganzes Leben ſei ewig dir ergeben. Beim Gewitter. Mel. Wie groß iſt des Allmächt. M 603 Ded 4r aern de 462 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Götter, vor dem der Engel niederfällt, Gott redet don⸗ nernd aus dem Wetter und ruft voll Majeſtät der Welt. Anbetend ſinkt der Erdkreis nieder; der Wald ertönt, es bebt die Flur, und Blitze ſa⸗ gen's Blitzen wieder: Gott iſt der Herrſcher der Natur. 2. Auch dich laß ſeine Stimme rühren, ſei ganz Empfindung, o mein Herz! Den Dank, das Lob, die ihm gebühren, entweihe kein unheil'ger Scherz! Auch Donner rufen Gottes Kin⸗ dern des Weltenvaters Segen zu; ſte rufen ſchonend ſichern Sündern, und ihren Ruf ver ſtehſt auch du. 3. Verſtumme, freches Heer der Spötter! Furcht und Ver zweiflung warten dein. Der Herr iſt Gott! Es ſagtes das Wetter; die Welt, die ganze Welt iſt ſein. Ihr bebt? Elende, wollt ihr fliehen? Kein Ort ſchützt euch vor Angſt und Noth; Nichts kann dem Mächt'gen euch entziehen. Er kennt, er ſtraft euch; er iſt GOTT. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 604 D hohe Himmel 7 dunkelt ſich, ein Wetter Gottes dräut; ich bebe nicht: ich freue mich, Gott, deiner Herrlichkeit. 2. Du zürneſt, wenn du donnerſt, nicht; du biſt der Men⸗ des Chrim — d ſinkt der u —₰ der Wald ertünt Flur, und ihn S llitzen wieder. G4 deuſte der M. luch dich l ci ſu —e rühren, ſ ſiig dung, o mein hank, das Lob, führen, entweizein er Scherz! tr rufen G ttes t a Welt envaterseh t rufen ſchonend din knn, und ihren ir B dr. Verſtumme, fu — ———— er Spöotter h zerzweiflung um der Herr iſ 6t ſts das Wette, er die ganze Weltffſt — ebt? Elende, n hen? Kein Ouſth Bor Angſt und M an kann dem Ait ntziehen. Er emt: n uch; er iſ Gdn bt Gott, iht Götft 81d.n zetter Gottes ri — e richt: ich freu n deiner Herrl ithi ☛‿ du 1 ims. ven du h 3 ſ, nicht; 3 ſicht, W Menſchen Freund. bläſſer Nicht wird mein Ange⸗ wenn uns dein Blitz erſcheint. 3. Dem Sünder nur, der dich nicht kennt, biſt du, Herr, fürchterlich; dem aber, der dich Vater nennt, zeigſt du als Vater dich. 4. Uns Segen iſt der Sonne Licht, uns Segen Tag und Nacht; auch Se⸗ gen iſt uns dein Gericht und deines Blitzes Pracht. 5. Du reinigſt durch den Blitz die Luft; dein Regen tränkt die Saat; es ſtärkt ein balſamreicher Duft, was erſt geſchmachtet hat. 6. Laß frei das Herz von Aengſten ſeyn, wenn uns dein Wetter droht; Weg, bange Furcht, wir ſind ja dein; du biſt die Lieb', o Gott! Nach dem Gewitter. Mel. Wer nur den lieben Gott 605 Wie gnädig iſt des Höch⸗ ſten Wille! Der Donner ſchweigt; die Blitze flieh'n; es ſchmückt in angenehmer Stille der Sonne Glanz das friſche Grün. O du, mein Geiſt, nun opfre Dank! Erhebe deinen Lob⸗ geſang. 2. Ja, preiſe freudig den Erretter, der ſeine große zu beſondern Zeiten. 463 Kraft bewies, den Welten⸗ herrn, der ſich im Wetter ſo majeſtätiſch hören ließ, der Blitzen ihre Strahlen lenkt, und gnädig ſeines Volks gedenkt! 3. Nimm mit Bewun⸗ drung ſeine Güte auch ſelbſt im Ungewitter wahr; denn jedem forſchenden Gemüthe, ſtellt ſich auch hier ihr Schau⸗ platz dar. Zum Beſten jeder Kreatur bemerkt man ihres Segens Spur. 4. Wie kräftig hebt ſich das Getreide, getränket durch den Regenguß, und wie vergnügt betritt die Weide des neubelebten Thie⸗ res Fuß! Wie athmen wir ſo ſanft und leicht, wenn ſchwüle Luft dem Donner weicht! 5. Herr, deine Güte ſei erhoben, im Wetter wie im Sonnenſchein! Wer wollte dich nicht ewig loben? Du kannſt und willſt uns ſtets erfreun. Mich ſchrecken Blitz und Donner nicht; denn du biſt meine Zuverſicht. Beim Jahreswechſel. In voriger Melodie. 606 Deos neuen Jah⸗ res erſter Mor⸗ gen bricht, meine Seele, für dich an; ermuntre dich zu ed⸗ len Sorgen und wandle auf der Tugend Bahn. Bleibſt U 4 du du ihr treu, folgſt du ihr nach, ſo weckt dich einſt ein ſchönrer Tag. 2. Was iſt es anders denn, als Gnade, daß Gott dir dieſes Jahr noch ſchenkt, und dich ſo gern auf ſeine Pfade mit treuen Vaterhän⸗ den lenkt? Was iſt es an⸗ ders, als Geduld, als Nach⸗ ſicht gegen deine Schuld? 3. So nütz' auch dieſes Jahres Tage, als Tage dei⸗ ner Prüfungszeit, daß kei⸗ ner dich vor Gott verklage, daß keiner dich im Tode reut. Gott fordert, dem denk' im⸗ mer nach, einſt Rechenſchaft von jedem Tag. 4. Ermuntre dich zu dei⸗ nen Pflichten, ſei zu den ſchwerſten auch gefaßt: ſie gern und willig zu verrich⸗ ten, ſuch' dir den Muth, beſteg' die Laſt! Schnell fliehen deine Tage hin; ach, unbenutzt laß ſie nicht flieh'n! 5. Gebrauch', o Chriſt, dies Pilgerleben, wozu dir's Gott, dein Gott, verlieh'n; zur Tugend hat er's dir ge⸗ geben, ſo gib's denn auch der Tugend hin. Sie reichet dir nach kurzer Zeit das ſchönſte Loos der Ewigkeit. 6. Weih' jede Stunde dem Beſtreben für dein und dei⸗ ner Brüder Glück, ſo ſtehſt du einſt auf dieſes Leben mit ruhig heiterm Blick zuruck; 464 Geſinnung und Verhalten des Chriſten du ſagſt, o welche Wonne! dann: Ich habe meine Pflicht gethan; 7. Und ſegneſt noch an Gottes Throne dies Jahr als eine Zeit der Saat nimmſt du aus ſeiner Hand’ die Krone, die er für dich bereitet hat. Drum, Chriſt, halt' aus in deinem Streit, du kämpfeſt für die Ewig⸗ keit. Mel. Es iſt das Heil uns 607(Qu, Gott, du JU biſt der Herr der Zeit und auch der Ewig⸗ keiten. Laß mich auch jetzt mit Freudigkeit dein hohes Lob verbreiten! Ein Jahr iſt abermals dahin. Wem dank' ich's, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad' und Güte. 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, unwandelba⸗ res Weſen! dich, den kein Wechſel treffen kann. Wir werden, ſind geweſen, wir blühen und vergehn durch dich; nur du biſt unverän⸗ derlich, du warſt und biſt und bleibeſt. 3. Herr, ewig währet dei⸗ ne Treu', mit Huld uns zu begegnen: und jeden Mor⸗ gen wird ſie neu, mit Wohl⸗ thun uns zu ſegnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von ihr ſtets neues Glück mir zugefloſſen wäre. 4. Du In ds Cin o velche Nome! 1 36 habe meie püu b Snd ſegug dch m Throne dies A ime Zeit der Sat r du aus ſeiner Hu one, die er fit i —t hat. Dum, ghi dus in deinen ehi upftſ für die bai⸗ . Es iſt das Heil und 7 D' Gott, biſt de zn dtt und auch derg di Laß mich aug 1 zeudigkeit den ſiß Berbreiten! En ät rmals dahin. Jm ichs, Gott, cih in? Nur deiner Gw Jüute. = Dich,(wiger, i — cch an, unwandelr zeſen! dich, den iun — treffen kann. M , ſind geweſen, n ¹ und vergehn du nur du biſt uair⸗ AX, du warſt ud h Seibeſt Kern, ewig wäſkde u, nit Huld un wen: und jeden Mo- ard ſie neu, mit B⸗ ans zu ſegnen. keina Augenblik, von ihr ſtiets nene — nit zugeftſen nin. zu beſondern Zeiten. 4. Du haſt auch im ver⸗ floſſnen Jahr mich väterlich geleitet; und wann mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf' und Troſt bereitet. Von ganzer Seele preiſ' ich dich; auf's Neue, Gott, ergeb' ich mich ganz deiner weiſen Führung. 5. Vergib mir alle meine Schuld von den verfloſſnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Chriſto ferner tragen! Laß mich in deiner Gnade ruhn und lehre le⸗ benslang mich thun nach deinem Wohlgefallen! 6. Gib neue Luſt und neue Kraft, vor dir ge⸗ recht zu wandeln! Laß mich, Herr, ſtets gewiſſen⸗ haft mit mir und Andern handeln! Dein Geiſt belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchſtes Gut, und nicht die Welt, zu lieben! 7. Die Welt vergeht: dies reize mich, die Luſt der Welt zu fliehen; um beßre Freuden müſſe ſich mein Geiſt mit Ernſt bemühen! Den Engeln bin ich ja ver⸗ wandt, im Himmel iſt mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten! 8. O lehre ſelbſt mich mei⸗ ne Zeit recht weislich aus⸗ zukaufen; laß mich die Bahn zur Ewigkeit mit heil'ger Vorſicht laufen! Der Tage Laſt erleichtre mir, bis mei⸗ 465 ne Ruhe einſt bei dir kein Wechſel weiter ſtöret! Mel. Allein Gott in der Höh' 608 Geott ruft der Sonn' und ſchafft den Mond, das Jahr darnach zu theilen; er ſchafft es, daß man ſicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen; er ordnet Jahre, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Ehr' ertheilen! 2. Herr, der da iſt, und der da war, von dankerfüll⸗ ten Zungen ſei dir für das verfloſſ'ne Jahr ein heilig Lied geſungen; für Leben, Wohlfahrt, Troſt und Rath, für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen! 3. Laß auch dies Jahr geſegnet ſein, das du uns neu gegeben! Verleih' uns Kraft, die Kraft iſt dein, in deiner Furcht zu leben! Du ſchützeſt uns, und du vermehrſt der Maenſchen Glück, wann ſie zuerſt nach deinem Reiche ſtreben. 4. Gib mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden. Doch ſchadet mir das Glück der Welt: ſo gib mir Kreuz und Leiden. Nur ſtärke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. U 5 5. Hilf 5. Hilf deinem Volke vä⸗ terlich in dieſem Jahre wie⸗ der. Erbarme der Verlaß⸗ nen dich, und der bedräng⸗ ten Glieder. Gib Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf unſern Fürſten nieder; 6. Daß Weisheit und Ge⸗ rechtigkeit auf ſeinem Stuhle throne, daß Tugend und Zufriedenheit in unſerm Lande wohne; daß Treu' und Liebe bei uns ſei: dies, lieber Vater, dies verleih' in Chriſto deinem Sohne! Mel. Schwing' dich auf zu 6 0 3½ wig undumwan⸗ delbar, Gott iſt deine Gnade, und von dir ſtrömt immerdar Heil auf unſre Pfade. Tag und Jahre ändern ſich und wir ſelbſt veralten, doch du blei⸗ beſt, und durch dich werden wir erhalten. 2. Jedes unſrer Jahre ſchmückt deine Hand mit Se⸗ gen; deine Vaterhuld be⸗ glückt uns auf allen Wegen. Jeden Morgen ſendeſt du Le⸗ benskraft und Wonne; du verbreiteſt ſanfte Ruh⸗ mit der Abendſonne. 3. Auch des Jahres Lauf, den wir froh vollendet ha⸗ ben, war erfüllt, o Herr, von dir mit des Segens Ga⸗ b 466 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ben. Hüll' und Fülle, Trank und Brod haſt du mild ge⸗ währet, und in Wohlthat ſelbſt die Noth und den Schmerz verkehret. 4. Daß uns deiner All⸗ macht Hand liebevoll gelei⸗ tet; daß du über Stadt und Land Ruh' und Glück ver⸗ breitet; daß gewiſſenhafter Fleiß uns durch dich gelun⸗ gen: Gott, dafür ſei Dank und Preis herzlich dir ge⸗ ſungen. 5. Freudig, Vater, tre⸗ ten wir in dies Jahr des Lebens. Wann, o Herr, vertraute dir unſer Herz vergebens? Ja, du wirſt uns fernerhin, wenn wir dir nur leben, Unterhalt und frohen Sinn, und Kräfte geben. 6. Flüchtig iſt die edle Zeit, groß ſind unſre Pflichten; lehr“ uns für die Ewigkeit unſer Werk verrichten! Jede anse fromme That laß ns wohl gelingen! Frucht laß jede Tugendſaat für den Himmel bringen! Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 610 Gott, mit allen ſeinen Freuden ſchwand ein Jahr des Lebens hin, aber auch mit ſeinen Leiden ſchwand dies Jahr; und, Gott, ich bin, lebe noch und ſoll auf Erden noch eübt, gebildet werden. geübt, g 2. Vor Muth en des Chrin dhül und Fülle fn h ue d8 ** und in Wohlägt die Noth n 3 3 ver kehret. baß uns deiver * Hand liebevoll 3 * G du äͤher Etadd tu rrKuh' und Glück w. z daß gewiſſui Suns durch dich gia⸗ —* Gott, dafür 4 du- 3 herzlich di g Senn, Vrter, p er in dies zi 1 e. Wann, o ha A te dir mie 1 ns? Ja, du mi Drrerhin, wem m ur leben, Untehui — rohen Sinn, Auh ui geben. lüchtig itdieaͤledi — ſind unſte Plüchtn — uns für die Guiit ☛ Werkd utiin zä A fromme That 6 an gelingen! Frutt li — lrgerdſaat fir w mrnl bringen! — er, ich habe mißgehn it all 1) Gaar delba and ein Jahr des Aber auch mit fim * ſchwand dies Juh Gott, ich ch bin, 4 ad ſoll auf Erden 1 7 gebiddet mng ae — — zu beſondern Zeiten. 2. Vor ſo manchem, man⸗ chem Grabe führteſt du vor⸗ über mich. Im Genuß der hohen Gabe der Geſundheit preiſ' ich dich, preiſe dich für alle Freuden, preiſe dich für alle Leiden. 3. Ja, auch für die trü⸗ ben Stunden meines Lebens dank' ich dir; denn auch ſie ſind nun verſchwunden, und ſie wurden Wohlthat mir. Auch auf dornenvollen We⸗ gen führſt du mich dem Ziel entgegen. 4. Uebung iſt das Erden⸗ leben, Bildung für die beßre Welt. Meinen Wünſchen, meinem Streben iſt ein höh⸗ res Ziel geſtellt: ringen ſoll ich hier auf Erden, ew'ger Freuden werth zu werden. 5. Herr, dies ſoll mich Weisheit lehren! Jeder Tropfen meiner Zeit, ohne je zurückzukehren, ſtrömt in's Meer der Ewigkeit! Nichts kann Zeitverluſt erſetzen: laß den Werth der Zeit mich ſchätzen! 6. Laß auch dieſes Jahr des Lebens nützen mich zur Beſſerung; es verfließe nicht vergebens für des Geiſtes Heiligung! Laß mich, Gott, nach deinem Willen meine Pflichten treu erfüllen! 7. Alles, Alles, was ich habe, Leben und des Lebens Glück, Alles, Herr, iſt dei⸗ 467 ne Gabe! Dankend heb' ich meinen Blick auf zu dir, gelobe Treue heute dir, o Gott, auf's Neue! 8. Gib uns Allen deinen Segen! Knüpfe feſt der Liebe Band! Auf der Tu⸗ gend heil'gen Wegen laß uns wandeln Hand in Hand! Fried' und Heil dem Vater⸗ lande! Fried' und Heil in jedem Stande! Mel. O Jeſu Chriſt, mein's Lebens 611 Uwiderbrinalich ſchnell entfliehn die Tage, die uns Gott ver⸗ liehn. Ein Jahr tritt ein und eilt davon. Wie man⸗ ches iſt bereits entfloh'n! 2. Dank ſei dir, ewig treuer Gott, für deinen Bei⸗ ſtand in der Noth, für tau⸗ ſend Proben deiner Huld, für deine Schonung und Geduld! 3. Dank dir, wenn jetzt voll Freudigkeit das Herz ſich mancher That erfreut? Weß war die Kraft? Wer gab Gedeih'n? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein. 4. Doch oft verletzten wir die Pflicht; oft fehlten wir und merkten's nicht. Nimm an, Erbarmer, unſre Reu'; um Chriſti Willen ſprich uns frei! 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit ſtets näher hin zur Ewigkeit. Du haſt u 6 die 468 die Stundeun zugezählt, die letzte weislich uns verhehlt. 6. Du gibſt, uns länger zu erziehn, uns Tage, Mon⸗ den, Jahre hin; doch an dem Ziel der Pilgrimſchaft kommt unſre große Rechen⸗ ſchaft. 7. O dann laß uns, wir alle flehn, mit Freudigkeit vor dir beſtehn! Denn ach, wer dann vor dir erbebt; hat thöricht, hat umſonſt gelebt. Mel. Werde munter, mein 612 Nun iſt das alte Jahr entflohn; wir leben in dem neuen ſchon. O Chriſten, preiſet Gott, den Herrn! Er half bisher und hilft ſo gern. 2. Wie Mancher, der im alten Jahr froh und voll Kraft noch um uns war, ſank, eh' wir's dachten, ſchnell dahin; nun deckt des Gra⸗ bes Hügel ihn. 3. O Schauplatz der Ver⸗ gänglichkeit! O ſchnelle Flucht der Lebenszeit! Wie thöricht iſt, wer immer feſt ſich auf das nächſte Jahr verläßt! 4. Doch bin ich ſtets nur eifervoll, zu wirken, was ich kann und ſoll; dann fliehe meine Zeit dahin, ſte bringt doch herrlichen Gewinn. 5. Auch komm' ich durch die Flucht der Zeit dir nä⸗ her, Himmelsſeligkeit! Gott⸗ Geſinnung und Verhalten des Chriſten lob, des Lebens Ungemach folgt mir nicht in den Him⸗ mel nach. 6. Im Staube beug' ich mich vor dir. Bis hierher haſt du, Höchſter, mir mit liebevoller Vaterhand mehr, als ich werth bin, zuge⸗ wandt. 7. Sieh ferner, Gott, mit Freundesblick auf mein und meines Nächſten Glück! Entreiß uns jeder wahren Noth und gib uns unſer täglich Brod. 8. Behüt' uns in dem neuen Jahr vor Theurung und vor Kriegsgefahr! Uns treffe keiner Seuche Wuth, kein zehrend Feuer, keine Fluth! 9. Entferne jeden glücksfall! Gib Heil Wohlfahrt übe erall; und, bricht ein Kreuz von dir herein, ſo laß es uns er⸗ träglich ſeyn. 10. Ja, ſegn' uns, Herr, in dieſer Zeit und führ' uns dann zur Herrlichkeit! Da ſagen wir dir ewig Dank; da preiſt dich höhrer Lobge⸗ ſang! Mel. Wach' auf, mein Herz MNit Freuden laßt 6 1 3 M uns treten vor Gott, ihn anzubeten; vor Gott, der unſerm Leben bisher hat Kraft gegeben! 2. Wir Erdenpilger wan⸗ dern Un⸗ und dern ande der uns ſind wit der 4 har tera Gef bew 5 bene gebe beſe unt ¹ d Chriten s Lebens h . ugema Air nicht † n den dim⸗ h. dhim⸗ en Staube beug er dir. Bis ſiete „Höchſter, mi mt ¹ ler Vaterhand ni werth bi 8 1 erth bin, Tuh — lieh ferner, Gat ni . esblick auf mein u ². Niächſten Gut ii uns jeder wahee dund gib uns nſe Brod. —(Gehüt uns in ia — Jahr vor Theum er Kriegsgefahr Ue Veiner Seuche Ai a hrend Fenuer, in — Entferne jeden e rall! Gib Hel m ahrt überall; m. — ein Kreuz um w „ſo laß es une ch ſeyn. . Ja, ſegn' unt ſer Zeit und fähr n Izur Herrlikeit A wir dir ewig AM. kii dich höͤhter lup —2 Wath auf mein de . 4 git Freudenli 3 M uns tretenle ihn anzubeten; der unſerm 19 hat Kraft Pi Wir Erdenpilger ba⸗ * Wir Grdenpi m — zu beſondern Zeiten. dern von einem Jahr zum andern; die ſchnelle Flucht der Stunden wird kaum von uns empfunden. 3. Und dieſe Wandertage ſind nie ganz frei von Plage; wir gehn auf rauhen Wegen der Ewigkeit entgegen! 4. Doch du biſt voll Er⸗ barmen, und wirſt mit Va⸗ terarmen in Nöthen und Gefahren uns ſchützen und bewahren. 5. Erhalter unſers Le⸗ bens, wir ſorgen nur ver⸗ gebens, wenn du uns nicht beſchützeſt, mit Kraft uns unterſtützeſt! 6. Lob dir, o Gott, dem Treuen, durch den wir uns erfreuen; Lob deinen Va⸗ terhänden, die ſo viel Noth abwenden. 7. Hör' ferner unſer Fle⸗ hen, und eil', uns beizuſte⸗ hen! Gib Mäßigung in Freuden, Geduld und Troſt im Leiden. 8. Gib uns und allen de⸗ nen, die ſich von Herzen ſeh⸗ nen, zu thun, Herr, deinen Willen, auch Kraft, ihn zu erfüllen. 9. Herr, wehre du den Kriegen! Laß Menſchen⸗ liebe ſiegen; und wo nur Thränen fließen, ſich deinen Troſt ergießen. 10. Gib deinen milden Segen zu allen guten We⸗ gen, laß Großen, Herr, 469 und Kleinen die Gnaden⸗ ſonne ſcheinen. 11. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Be⸗ rather, der Unverſorgten Gabe, der Armen Hulf' und Habe! 12. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Ge⸗ danken den kummervollen Seelen, die ſich mit Sor⸗ gen quälen! 13. Vor Allem, Herr, ver⸗ leihe uns deinen Geiſt auf's Neue, der uns mit Tugend ziere, und ſo zum Himmel führe. 14. Das wolleſt du uns geben, du Herr von unſerm Leben: ſo gehen wir im Se⸗ gen der Ewigkeit entgegen. Beim Anfang des Kir⸗ chenjahres. Mel. Wer nur den lieben Gott 614 Fe ſteht dein Bund, wie Felſen ſtehen, du Gott der Gnade, Gott der Treu'! Jahr' und Jahrhunderte ver⸗ gehen; doch deine Güt' iſt täglich neu. Wie bringen heute, Vater, wir dir wür⸗ dig unſern Dank dafür? 2. Kein Feind zerſtörte die Altäre, kein Feind zer⸗ trat dein Heiligthum. Noch ſingen wir von deiner Ehre, noch predigt man von dei⸗ nem Ruhm. Durch Tau⸗ u 7 fe, fe, Abendmahl und Wort pflanzt ſich auch hier die Kirche fort. 3. Doch, fragſt du nach des Wortes Früchten, und bringſt, was wir gethan, an's Licht, nach unſern Wer⸗ ken uns zu richten: Gott, Richter! ſo beſtehen wir nicht. Du trugeſt uns mit viel Geduld; wir aber häuf⸗ ten Schuld auf Schuld. 4. O laß es deinem Geiſt gelingen, in dieſem neuen Kirchenjahr die mächtig zu bezwingen, wo ſie bisher noch herrſchend war! Heut ſchwören wir, o Gott, auf's Neu' dir und der Tugend ew'ge Treu'! 5. Laß ferner hier dein Wort erſchallen; gib, daß es frevle Sünder ſchreckt, ſo wie, die deine Wege wal⸗ len, zu freudenreicher Hoff⸗ nung weckt! Laß, wenn wir hier in Andacht flehn, uns Alle deine Gnade ſehn. 6. Gib, daß dich forthin Alle ehren, als dein geweih⸗ tes Heiligthum! Einſt führſt du uns zu jenen Chören, wo man, erfüllt von deinem Ruhm, das Leben, das uns dort beſeelt, nicht mehr nach Tag und Jahren zählt. Am Geburtstage. Mel. In allen meinen Thaten . dank' i 4 615 Du mean itir 470 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Sünde Gott, der du mir's gegeben; ich danke dir dafür. Du haſt, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, haſt mich bereitet, mich väterlich ge⸗ leitet bis dieſen Augenblick. Du gabſt mir frohe Tage, und ſelbſt der Leiden Plage verwandelteſt du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu ge⸗ ringe, mit der du mich be⸗ wacht. Damit ich, Staub und Erde, auf ewig glück⸗ lich werde, haſt du ſchon ewig mein gedacht. 4. Du hoͤrteſt ſchon mein Sehnen und zählteſt meine Thränen, eh' ich bereitet war; noch war mir nicht das Leben von dir, o Gott, gegeben, da wogſt du ſchon mein Theil mir dar. 5. Für alle deine Treue, Herr, deren ich mich freue, lobſinget dir mein Geiſt! Er, den du mir geſchenket, er iſt's, der dein gedenket, und freudig dich, o Vater, preiſt. 6. Daß du mit Kraft mich ruͤſteſt, und mir mein Leben friſteſt: dies Vater, dank' ich dir. Daß du mich lieb⸗ reich führeſt, mit deinem Geiſt regiereſt: dies Alles, Vater, dank' ich dir. 7. Was mir in dieſem Le⸗ ben noch nützt, wirſt du mir ge⸗ dher du nirz gu Se dir dafüt. dn b 4 bewogen, nich a wichi gezogen; du „Jüte bin ich hir, du, Hert, haſ 1 —, nich väͤterlich g. ¹ jis dieſen Augallt ubſt mir ftohe da Elbſt der Leiden 1 E delt du in mn =Ich bin, Hen ale an der Treu' dill g 82 nit der du mih e d Danit ich, Eiu gede, auf ewig ſii terde, haſt du ſſn ein gedacht. Au horteſt ſchon u Au und zähltet un =m, eh' ich len * noch war nir it aben von dir, Gch an, da wog du ſte A dheil mir dar. — Fuͤr alle deine da deren ich mihh fra te dir mein Geitl 6 un mir geſchentt, n dein gedenket, m m dich, oVater, pni aß du mit Kraft ri und mir mein dehe 2 7 dies Water, du Daj du mich li m ihreſt, mit deinn agiereſt: die Al dank ich dir jzas nir in dieſem e nit ih niß ui i 2 nem Dienſt geben; du gibſt's! Ich hoff' auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich kindlich Leib und Seele; Herr, ſegne, Herr, behüte mich! Mel. Mein Gott, das Herz 616 Du läßt den Tag mich wieder ſehn, da ich, nach deinem Rath, o Gott, zu meinem Wohlergehn, des Lebens Bahn betrat. 2. Von ganzem Herzen preiſ' ich dich, daß mich dein Arm bis jetzt ganz unver⸗ dient ſo väterlich geſegnet und beſchützt. 3. O! hätt' ich doch aus Dankbarkeit das nun ver⸗ floßne Jahr ſo dir und dei⸗ geweiht, als meine Pflicht es war! 4. Beſchämt, o Gott, fleh' ich zu dir: Vergib mir meine Schuld, und ſchaff' ein reines Herz in mir, nach deiner Vaterhuld! 5. Hilf, daß ich in der Folgezeit, gerührt von dei⸗ ner Treu', voll inniger Er⸗ kenntlichkeit dir thätig dank⸗ bar ſei! 6. Schnell fliehen meine Tage hin. Mein Auge ſieht nicht ein, wie lang ich noch auf Erden bin; dein Auge ſieht's allein. 7. Vielleicht iſt bald mein Ende da. Hilf, daß ich in der Zeit, die mein noch iſt, zu beſondern Zeiten. 471 mit Sorgfalt ja ſchaff' meine Seligkeit. 8. Dann darf ich von der Pilgerzeit den letzten Tag nicht ſcheun. Er wird zur frohen Ewigkeit mir mein Geburtstag ſeyn. Die Lebensalter. Mel. Wer nur den lieben Gott 2 er du den Men⸗ 617 D ſchen ſchaffſt und leiteſt, und huldreich ihn als Vater liebſt, was ihn erfreut, ihm mild berei⸗ teſt, Heil ihm in jedem Al⸗ ter gibſt: es lebe, Herr, zu deinem Preis der Jüngling und der Mann und Greis! 2. Verleih' dem Jüngling Kraft und lehre ihn Mäßi⸗ gung, wenn er ſich freut; gib Demuth auf der Bahn der Ehre, gib Muth ihm, wenn Gefahr ihm dräut! O laß ihn thätig, gut und rein und ſtark in der Verſuchung ſeyn. 3. Dem Mann hilf wir⸗ ken: hilf ihm ringen, den Eigennutz, den Hang zur Raſt, die Luſt der Welt, ſich ſelbſt bezwingen, und tra⸗ gen ſeiner Arbeit Laſt; ſein Lebenstag ſei nicht zu ſchwül, und immer vor ihm ſei ſein Ziel! 4. Erſcheint ſein Abend dann dem Greiſe, ſo gib dem Müden einen Stab; er freue was er hier that, was er hier gab; dies ſei ihm, wenn er ſterbend fällt, ein Führer zu der beſſern Welt! Für die Jugend. Mel. Werde munter, mein 618 Uir⸗ Kindheit, unſre Jugend, jedes Alter darf ſich freun. Auch die Fröhlichkeit iſt Tu⸗ gend, aber heilig muß ſie ſeyn; nicht ein Taumel, der bethört, der Gefühl und Kraft zerſtört; wilde Lüſte muß ſie ſcheuen und die Seele nicht entweihen. 2. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keu⸗ ſchen Bruſt toben nie der Reue Schmerzen, wohnet wahre Ruh' und Luſt. Un⸗ beherrſchte Sinnlichkeit töd⸗ tet die Zufriedenheit; ſie vergiftet alle Freuden und erzeuget bittre Leiden. 3. Reiner Sinn und Un⸗ ſchuld ſchmücket mehr, als Schönheit; denn ſie mehrt jede Luſt, die uns entzücket, jedes Glückes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell: ſie nur kön⸗ nen voll Vertrauen hoffen, Gott dereinſt zu ſchauen. 4. Drum, o Gott, laß uns geſellig, froh und willig zu erfreun, liebenswürdig 472 Geſinnung und Verhalten des Chriſten freue ſich des Guten weiſe, und gefällig, aber nur durch Tugend ſeyn, offen, ohne Schmeichelei, ſtets beſchei⸗ den und doch frei, ohne Frechheit, ſtets bedächtig, immer unſers Herzens mäch⸗ tig! 5. Laß die Frechheit wil⸗ der Sitten niemals unſer Herz entweihn! Laß, o Gott, Paläſt' und Hütten ſtets der Tugend Wohnung ſeyn! Jeder ſtrebe, wer ein Chriſt, weſſen Wunſch die Tugend iſt, daß ſein Haus und daß die Erde nur durch Tugend ſchöner werde. Macht Mel. Wie groß i 6 19 W dem, der ) ſeines Lebens Morgen nur ſeinem Herrn und Schöpfer weiht! Be⸗ ſchaͤftigt mit den edlen Sor⸗ gen der Ausſaat für die Ewigkeit, wird er die wilde Luſt der Jugend und jedes Laſters Reize fliehn; ſein Herz wird nur für Gott und Tugend, für Pflicht und Recht und Wahrheit glühn. 2. Von Sorgen frei, voll Muth und heiter wallt er der Weisheit Erdenbahn mit feſten Schritten immer wei⸗ ter und blickt getroſt zu Gott hinan, beſiegt durch fortge⸗ ſetztes Streben, durch Fleiß und Ernſt und Wachſamkeit, Verführer, wenn ſie ihn um⸗ I ds Chriſen — 6 abe unduh ſeyn, o teli, ins dit d doch frei, n at, ſtets baͤichig unſers herzens nit aß die Frechheit pi⸗ tten niemals uſt entweihn! Laß, — Paläſt und Hüütn er Tugend Vohum ⸗ Jeder ſtrebe, wir ät — weſſen Wunſt i 42 it„daß ſein Hu 8 die Erde nur mi . ſchöner verde ie groß iſt des Albi hl den, . Wſns an uur ſeinem öm = chöpfer weiht! d 2 t mit den edlen en er Ausſaat für d — it, wird er die vih n Jugend und ji ☛ Reize fiiehn; ſt = witd nur fit Gi = kugend, für Mh. —— kecht und Wahth 4 = on Sorgen frei 90 am und heiter valt 1 heit Erdenbahn u 8, Schritten inmer ni blict getrot ſu hüt beſtegt durch fori Streben, durch 1 Aruſt und Vathſenii an ter, weun ſe in u zu beſondern Zeiten. umgeben, und ſeine eigne Sinnlichkeit. 3. Wie freudenreich ſind ſeine Tage! Wie ſanft ent⸗ fließt ihm ſeine Zeit! Er fürchtet keiner Zukunft Pla⸗ ge, ihn reut nicht die Ver⸗ gangenheit. Er ſä't den Saamen jeder Tugend, und freut ſich ſeiner Aernte ſchon; die ſchöne Blüthe ſeiner Ju⸗ gend verheißet ihm im Alter Lohn. Mel. Warum ſollt' ich mich 620— Luſt, 1 o Jugend, im⸗ mer gern an dem Herrn, und dem Reiz der Tugend! Was dein ſchwaches Herz begehret, dein Verſtand nicht erfand, wird dir dann gewähret. 2. Schnell muß nicht vor⸗ überrauſchen dieſe Luſt; dei⸗ ne Bruſt muß ſie nicht ver⸗ tauſchen gegen Lüſte dieſer Erden, die dein Herz, vol⸗ ler Schmerz, bald vergiften werden. 3. Nicht erſt, wann des Alters Sorgen dich zer⸗ ſtreun, Jugend, nein, ſchon am frühen Morgen, in der Blüthe deines Lebens dien“ ihm gern, und dem Herrn dienſt du nie vergebens. 4. Glück, Geſundheit, lan⸗ ges Leben wird dafür willig dir dein Erſchaffer geben. Weisheit ſei nur dein Be⸗ 473 gehren; dann wird er dir ſchon mehr, wenn dir's nützt, gewähren. 5. Auch in den geſunden Tagen laß nicht ab, in das Grab einen Blick zu wagen. Suche fern von dem Ver⸗ derben Seelenruh'; dann wirſt du Himmelsſegen er⸗ ben. Für Jünglinge. Mel. Ermuntre dich, mein 621(ch trete vor dein ₰ Angeſicht, du Schöpfer meiner Jugend! Verwirf mein kindlich Fle⸗ hen nicht um Weisheit und um Tugend! O nimm dich meiner Schwachheit an, und wenn ſich mir Gefahren nahn: ſo ſtehe mir zur Seite, damit mein Fuß nicht gleite! 2. Mein Herz, von Laſtern zwar noch rein, doch jung und unerfahren, wird leicht geblendet durch den Schein, und ſtürzt ſich in Gefahren: o mache mich mir ſelbſt be⸗ kannt, und gib mir Weis⸗ heit und Verſtand, damit ich meine Wege unſträflich wandeln möge! 3. Zum Leichtſinn, der das Herz verführt, das Bö⸗ ſe zu erwählen; zum Ehr⸗ geiz, der den Stolz gebiert, dies Merkmal ſchwacher Seelen; zur Trägheit, die den Geiſt verzehrt und jeden Trieb 474 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Trieb zum Laſter nährt: laß nie zu dieſen Sünden in mir ſich Neigung finden! 4. Wenn mir auf meiner Jugendbahn, mich in ihr Netz zu ziehen, Verführer ſich voll Argliſt nah'n, ſo laß mich weislich fliehen. Ihr Beiſpiel, Herr, entferne nicht mein Herz von dir und mei⸗ ner Pflicht: ihr Spotten und ihr Lachen ſoll nie mich wan⸗ kend machen! 5. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schöpfer und Erhalter: ſie werden mei⸗ ner Jugend Glanz und einſt mein Troſt im Alter! Er⸗ halte mein Gewiſſen rein; laß keinen meiner Tage ſeyn, der nicht zu deiner Ehre wohl angewendet wäre! Für Jungfrauen. Mel. Ermuntre dich, mein 622 Qch will in ſtiller Einſamkeit zu dir mich, Gott, erheben! Dir ſei mein ganzes Herz ge⸗ weiht, geweiht zum frommen Leben! Gib du mir Kraft, ſie kommt von dir, und ſtärke den Entſchluß in mir, ſtets deinen heil'gen Willen mit Freuden zu erfüllen! 2. Du biſt mein Vater, ich dein Kind: mein Heil iſt, dich zu lieben; ach, mache mich dir gleichgeſinnt in allen meinen Trieben! Laß meine Seele keuſch und rein, unſträflich meinen Wandel ſeyn, um, Vater, dir vor Allen durch Unſchuld zu ge⸗ fallen! 3. Vor eitler Selbſtgefäl⸗ ligkeit bewahre meine Ju⸗ gend! Mein Vorzug ſei Beſcheidenheit und meine Schönheit Tugend! Gib mir den ſanften ſtillen Geiſt, der dich durch fromme De⸗ muth preiſt, den Nächſten liebt und achtet, ſich ſelbſt zu beſſern trachtet. 4. Sucht zu gefallen müſſe nicht mein ſchwaches Herz bethören; ſie wurde mein Gefühl für Pflicht und mei⸗ ne Ruh' zerſtören. Ein eit⸗ ler Glanz und Pracht der Welt iſt nicht der Schmuck, der dir gefällt; drum will ich mich beſcheiden in Zucht und Demuth kleiden. 5. Wenn Umgang mir Verführung droht: ſo lehre mich, ihn meiden, und lenke ſtets mein Herz, o Gott, zu reinen edlen Freuden! Die Unſchuld ſei mein höchſter Ruhm, ein guter Ruf mein Eigenthum, den Jeder gern mir gönne, und Niemand läſtern könne. 6. Die edle Freundin laß in mir ein Herz, wie ihres finden, damit in frommer Eintracht wir der Freund⸗ ſchaft Gluck empfinden! Laß unſre Liebe ſanft und rein, wie d Chriſen krum, Vater dt in b„dir ut .ucch Unſchuh A g 13 Zor eitler Selbſtgei⸗ b E wwrhre meine ae 2 Mein Vurm ſ denheit und mn heit Tugend! h A*u ſanften ſtllen gi ach durch fromme de 1 preiſ, den Nacſfe d actt, iih ſih eern trachtet. a zucht zu gefalln nij nein ſchwaches 4 Ain; ſie wünde ni 1e für Pflicht wm⸗ — y zerſtören. Gi⸗ alanz und Pratz *⸗ iſt nicht der Stmi — ir gefällt; drun ul ſich beſcheiden in u Demuth kleiden. — Wenn Umgang ui — hrung droht: ſo li zihn meiden, und lu an nein Herz, oGlh edlen Freuden— ild ſei mein liti⸗ am, ein guter Nuf m thum, den Jeder mm „ oönne, und Nunrh un könnde.* — Die edle Freundiu 11 tein Hetz, vie in ., damit in frenm zacht vir der du „ . Gluct emyfnden 49 „ 4 ft und un r iebe ſanft 1 zu beſondern Zeiten. wie deiner Engel Umgang, ſeyn, daß nimmer unſre Seelen Neid oder Argwohn quälen! 7. Der du mich ſelbſt durch dein Gebot den Weg zum Himmel lehreſt, ich will ihn wandeln, Herr, mein Gott, damit du mich erhöreſt. Durch Unſchuld, Sanſft⸗ muth, Frömmigkeit, durch frohen Sinn bei Häuslich⸗ keit laß, Vater, mich auf Erden geliebt und glücklich werden. Für das Alter. Mel. Mein erſt Gefühl ſei Preis 623 Stets warſt du meine Zuver⸗ ſicht, und biſt es noch im Alter; verlaß auch nun mich Schwachen nicht, mein Schöpfer, mein Erhalter! 2. Ich fühle die Beſchwer⸗ lichkeit gehäufter Lebensjahre, und ſteh' am Rande meiner Zeit. Nah' ſind mir Sarg und Bahre. 3. Gelobt ſei deine Vater⸗ treu', die mich bis hierher brachte, mir wohl that und mein Herz dabei mit dir zu⸗ frieden machte! 4. O ſei auch ferner noch mit mir, daß ich bis an mein Ende dir folg', und voll Vertrau'n zu dir, das Leben wohl vollende! 475 5. Viel heitre Tage gabſt du mir, von Sorgen frei und Grämen; wie ſollte ich denn nicht von dir jetzt auch die trüben nehmen? 6. Es währet ja nur kurze Zeit, was ich noch etwa lei⸗ de, und dann lohnt eine Ewigkeit mit ungetrübter Freude. 7. Dann drückt mich keine Schwachheit mehr; verjüngt iſt dann mein Leben; dann werd' ich, Gott, dir Preis und Ehr' im Chor der Engel geben. 8. Hilf, daß ich täglich meinen Blick auf dieſen Wechſel lenke, und dies mir immer näh're Glück zu meinem Troſt bedenke! 9. So bleib' ich in Zufrie⸗ denheit auch bei des Alters Schwäche, und harre, bis dein Wink gebeut, daß mei⸗ ne Hütte breche. Mel. In allen meinen Thaten 624 Du. Herr von meinen Ta⸗ gen, haſt mich voll Huld getragen von meiner Ju⸗ gend auf; auf allen meinen Wegen umgab mich, Gott, dein Segen; du lenkteſt mei⸗ nen Lebenslauf. 2. Ich hatt' oft große Sorgen; doch, wie ein hei⸗ trer Morgen durch dunkle Nächte bricht, ſo hab' ich's ſtets erfahren. Der Herr weiß weiß zu bewahren, und führt durch Finſterniß zum Licht 3. War Menſchenrath vergebens, ſo kamſt du, Herr des Lebens, und halfſt und machteſt Bahn. Dich ließ ich thun und rathen; denn du thuſt große Thaten und nimmſt dich unſer huldreich an. 4. Du willſt in meinem Alter mein Stab ſeyn, mein Erhalter, nach deiner Vater⸗ treu'. Bin ich gleich ſchwach und müde, bei dir iſt Troſt 476 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und Friede; du ſtehſt mir in der Schwachheit bei. 5. Wie flieh'n des Lebens Stunden, wie bald iſt es verſchwunden! Ich bin dem Ziele nah', dem Ziele aller Leiden. O welche hohe Freu⸗ den erwarten meine Seele da! 6. Ich harre fromm und ſtille, bis, Herr, mein Gott, dein Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende ſink' ich in Jeſu Haͤnde, denn er hat mich mit dir verſöhnt. Geſinnung und Verhalten des Chriſten unter beſondern Umſtänden. Bei allgemeinem Wohl⸗ ſtande. In eigener Melodie. 8 um Himmel er⸗ 625 3 hebe dich, Freu⸗ dengeſang! Hoch töne aus fröhlichem Herzen der Dank! Auf, Alle, von Vaterlands⸗ liebe durchglüht, ſingt mit uns dem Höchſten ein feiern⸗ des Lied! 2. Er läßt uns bewoh⸗ nen ein glückliches Land; be⸗ ſchirmt und erfreut es mit wohlthät'ger Hand, ſein Se⸗ gen ergießt ſich auf Alle herab, und väterlich wendet Gefahren er ab. 3. Die Berge, mit Bäu⸗ men und Reben beſetzt, die Auen, mit ſchlängelnden Bä⸗ chen benetzt, die Gärten, die Flächen der Felder umher, wie tragen ſie immer an Früchten ſo ſchwer! 4. Es blühen Gewerbe und Künſte im Land, und Nahrung und Wohlfahrt in jeglichem Stand. Mild wer⸗ den hier Fleiß und Ver⸗ dienſte belohnt; hier iſt es, wo Recht und Gerechtigkeit wohnt. 5. Religion ſtrahlt uns ſo himmliſch, ſo mild. Da, wo uns nicht leuchtet die Sonne, ihr Bild, erhellt ſie uns Erdenbewohnern den Pfad und gibt uns Erleuch⸗ tung, Erquickung und Rath. 6. Wünſcht s Chriſen ⁸ de, du ſeeſt wrn ſlehſt wrj vuhei bei. 1 a 1 lieyn deßhhas mu, wie hah ſts 1 henl Jch ha ih, den zil aler ih harre ftonn n) — 3 b4 men gtt ulle mich na tn kroͤnt. An 8 in Ende finb ihi ande, denn a ſi ttt dir verſöhnt *(hriſten und zen. ad Reben beſez je am nit ſchlängelndah⸗ nnetzt, die Gätten i = der felder wmie agen ſie inner n dm u ſo ſchwer! — 3e blühen Gedei ünſte im Land, u dig und Wohliahti un u Stand. Mih we⸗ er Fleiß und Ir d abelohnt; hier ilt d ht und Gerethij ☛ aceligion ſtrahlt un ch, ſo nih. I z nicht leuchtt a ihr Bibd erſell denbewohnen M n ibt uns Grlat⸗ .e uckung und Kulh E tmuitm⸗ au unter beſondern Umſtänden. 6. Wuͤnſcht, Glückliche, wünſcht dem Vaterland Glück! Ein Jeder bezeuge mit freudigem Blick: er ſchätze das Gute dem Höch⸗ ſten zum Preis; es jauchze der Jüngling, der Mann und der Greis! 7. Uns bleibe das Chri⸗ ſtenthum theuer und werth; Gott werde durch Weisheit und Tugend verehrt; Ge⸗ rechtigkeit ziere den fürſtli⸗ chen Thron, den Böſen zum Schrecken, den Guten zum Lohn. 8. Wohl Jedem, der's füh⸗ let, wie glücklich er iſt im Lande, wo Eintracht und Liebe ſich küßt! Ein Jeder beförd're, ſo viel er nur kann, des Vaterlands Be⸗ ſte, und freue ſich dann! 9. Gott, ſei uns ſtets freundlich, und fördere du das Werk unſrer Hände in Frieden und Ruh'; ſo leben wir glücklich und wallen von hier zum Vaterland droben, o Vater, zu dir! In allgemeiner Noth. Mel. Auf meinen lieben Gott 626 Es züchtigt deine Hand, o Höch⸗ ſter, jetzt das Land. Zu dei⸗ nem Vaterherzen erhebt in Furcht und Schmerzen ſich das Geſchrei der Armen; erhör' es mit Erbarmen! 477 2. Du ſiehſt des Landes Noth; ſie kam auf dein Ge⸗ bot. Du kannſt mit ſtarken Händen ſie lindern und auch enden. Ein Wort aus dei⸗ nem Munde verändert Zeit und Stunde. 3. O Herr, wir murren nicht. Gerecht iſt dein Ge⸗ richt bei Allem, was wir dulden; denn groß ſind unſre Schulden. Du züchtigſt doch noch minder, als wir's ver⸗ dient, wir Sünder. 4. Ja, Vater, deine Huld iſt größer als die Schuld. Gedenke denn der Deinen, die reuig vor dir weinen; laß tiefgebeugten Seelen nicht Troſt und Hoffnung fehlen! 5. Verkürze, guter Gott, die Dauer unfrer Noth, und die voll Kummer flehen, laß bald Erleicht'rung ſehen! Verwandle du ihr Leiden in neue Lebensfreuden! 6. Doch wenn, o Herr der Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trübſal zu ent⸗ fernen, ſo ſtärk' uns, daß wir lernen, mit ehrfurchts⸗ vollem Schweigen vor dir uns kindlich beugen! 7. Herr, deine Züchtigung leit' uns zur Beſſerung! Laß ſie die Sichern ſchrecken, die Schlummernden erwecken und Redlichfromme ſtärken, auf dein Gebot zu merken! 8. Wenn unſer Herz dich liebt, ſo wird, was uns be⸗ trübt trübt, uns doch zum Heil gedeihen und uns zuletzt er⸗ freuen; es wird uns deine Gnade ein Licht auf dunklem Pfade. 9. So ſtärke denn das Herz, daß auch im größten Schmerz es nie an Muth ihm fehle. O ſprich zu unſ⸗ rer Seele: Getroſt! dich ſoll kein Leiden von meiner Liebe ſcheiden. 10. Am Schluß von un⸗ ſerm Lauf klärt einſt ſich Alles auf! Dann wird die Ausſicht heiter; dann thränt kein Auge weiter; dann finden unſre Herzen nur Wonne nach den Schmerzen. In eigener Melodie. 627 Weun wir in höchſten Nöthen ſeyn und wiſſen nicht, wo aus, noch ein; und finden weder Hülf' noch Rath, ob wir gleich ſorgen früh und ſpat: 2. Dann bleibt das un⸗ ſer Troſt allein, daß wir uns deiner Hülfe freu'n; wir flieh'n zu dir, du treuer Gott, du einz'ger Helfer in der Noth! 3. Wir heben unſer Aug' und Herz hinauf zu dir in unſerm Schmerz und fleh'n dich um Begnadigung und unſers Elends Linderung. 4. Nach deiner Gnade ſa⸗ 478 Geſinnung und Verhalten des Chriſten geſt du ſie Allen, die d'rum bitten, zu durch den, der unſer Mittler iſt, durch un⸗ ſern Heiland Jeſum Chriſt. 5. D'rum kommen wir, Herr, unſer Gott, und kla⸗ gen dir all' unſre Noth. Ach, deine Vateraugen ſeh'n, wie hülflos, Herr, wir vor dir ſteh'n. 6. Nur du biſt unſre Zuverſicht! Vergilt nach unſrer Schuld uns nicht; ſteh; uns in unſern Nöthen bei und mach' uns aller Plage frei. 7. Dann danken und lob⸗ ſingen wir mit freudenvol⸗ lem Herzen dir; gehorſam deinem theuern Wort, Herr, preiſen wir dich hier und dort. In Kriegszeiten. Mel. Wer nur den lieben Gott 6 Es zieht, o Gott, 628 E Kriegeswet⸗ ter jetzt über unſer Haupt einher. Doch, biſt du unſer Schutz und Retter, ſo ſchreckt uns keines Feindes Heer, wie ſehr es auch Gefahr und Noth den Völkern und deu Ländern droht. 2. O gib in dieſen bangen Tagen uns, Herr, den Sinn, auf dich zu ſeh'n, und da, wo And're troſtlos zagen, mit Zuverſicht zu dir zu fleh'n, weil Menſchenhülfe wenig nützt ud In des Chriſen unter beſondern Umſtänden. 479 i ſie Alln, i dun — zu dur urch d 1 nützt, wenn deine Macht Steh' uns bei, Allliebender, ltter ii dn de uus nicht beſchützt. Herr der Welt, Allmächti⸗ unhm 3. Nicht blinder Zufall ger! Hör' uns, rett' uns aus * eiland Jeſun dhrn dumn konna nn Funſer Gott t, undle all' unſre dot herrſcht auf Erden: du biſt der Noth! Hilf; denn al⸗ es, der die Welt regiert. lenthalben droht Raub, Laß jetzt die Menſchen inne Verwüſtung, Elend, Tod! — katarugn ſhnn werden, daß deine Hand 2. Ach, des Krieges Flam⸗ ., derr, n das Ruder führt. Du, Herr, men glüh'n! Ordnung, Ruh ir u biſt unſre Zuverſicht! Wir und Segen fliehn. Keine — Aur du b trau'n auf dich, verlaß uns Hülfe ſehen wir, keine Hül⸗ ccht. Veni ii un nicht! fe, als bei dir. Denk' an ergilt in 4. Dir werfen wir uns uns in Gnad' und Huld, * Schuld uns ni in die Arme und flehen um nicht an unſrer Sünden as in unſer An Barmherzigkeit! Sei unſer Schuld; gib uns Hoffnung d mach' ma in Vater und erbarme dich und Geduld! K rkrii. über uns zur böſen Zeit! 3. Du, der zu dem Meere ann danken wile Beſchütze gnädig Stadt ſpricht: Bis hieher und wei⸗ * wir mit freiden und Land vor Blutvergießen ter nicht! Sprich, o Höch⸗ zerzen dir; geücſn und vor Brand! ſter, nur ein Wort, und die * theuern Vort zin 5. Doch findet dein allwei⸗ Schrecken fliehen fort; 2 wir dich hi ud ſer Wille noch härt're Prü⸗ Fried' und Ordnung, Glück R fungen uns gut; ſo faſſen und Ruh' eilen uns von wir in frommer Stille, voll Neuem zu. Unſere Zuflucht, Kriegszeite Zuverſicht und Glauben, Gott, biſt du! — Muth. Du biſt gewiß zu 4. Gibſt du Frieden: dann, Wer uur den liehn kt rechter Zeit zu retten uns, o Herr, bebet unſer Herz z zieht ir o Herr, bereit. nicht mehr. Ach, wir Alle =5 ein Krieeiun. 6. Froh werden wir dann beten dann deine Macht mit zt über mith rühmen müſſen, wenn du Freuden an. Aber jetzt noch Doch, biſt du vit uns wieder wohlgethan: ſeufzen wir, jetzt noch fleh'n u he tter, ſoſtri Gott brach nach uns ver⸗ wir angſtvoll hier um Er⸗ ines Feindes n borgnen Schlüſſen zum barmen, Gott, zu dir! tes at di Heil uns auch durch Noth 8 Volkern un n die Bahn. Du bleibeſt Mel. Wann mein Stündlein Ln B unſre Zuverſicht! Barm⸗ G30 Hei du denn ganz T d in diſen huu herziger, verlaß uns nicht. dein Angeſicht, 4 den Enn o Herr, vor uns verborgen? a bn un In eigener Melodie. Vernimmſt du unſre True⸗ 9* A, M m Erbarmen fle⸗ zer nicht; entgeh'n dir unſre * rretſtsa nua 629 U hen wir, Gott Sorgen? Uns drücket eine t; 2 un und Vater, jetzt zu dir. ſchwere Macht; Gott, wenn 1 duzazü iñj riß nicht nicht dein Vorſicht wacht, ſo müſſen wir verderben. 2. Der Krieg im blutigen Gewand verheeret die Ge⸗ filde, und Noth und Armuth drückt das Land, das ſonſt dein Segen füllte. Ach, Al⸗ ler Herz iſt freudenleer und keine Ruh' erquickt uns mehr; ſie iſt von uns gewichen. 3. Gefahr umgibt uns in der Nacht und wächſt mit jedem Tage. Sind wir von kurzem Schlaf erwacht, ſo wacht auch unſre Plage. Der harten Krieger wilde Wuth droht uns mit Feuer und mit Blut; o wer, wer kann uns ſchützen? 4. Du kannſt es, du er⸗ hab'ner Gott! Es ſteht in deinen Händen, uns zu er⸗ retten, unſre Noth zu un⸗ ſerm Glück zu wenden. Du kannſt dem Elend, das uns drückt, das dein Gericht uns zugeſchickt, allein allmächtig ſteuern. 5. Es haben Lanzen, Spieß und Schwert, mit welchen Feinde drohten, ſchon oft in Sicheln ſich verkehrt, ſo⸗ bald dein Wink geboten. So mächtig biſt du immer noch; ach ſo gebeut, ſo rede doch! Was du ſprichſt, muß geſchehen. 6. Vergib uns gnädig unſre Schuld, vertilge unſre Sünden! Du biſt ein Gott voll Vaterhuld: ſo laß auch 480 Geſinnung und Verhalten des Chriſten nun dich finden! Ach, dämpfe unſrer Feinde Wuth, löſch aus des Krieges wilde Glut, eh' ſie uns ganz verzehret! 7. Gib deiner Gnade theu⸗ res Pfand, gib uns den Frieden wieder! Errette das bedrängte Land, erhalt! uns unſre Güter, damit wir dir, von Angſt befreit, die Opfer unſrer Dankbarkeit in ſichern Tempeln bringen. 8. Regiere du ſelbſt unſern Sinn, daß wir, dir ganz ergeben, des Laſters Bahn mit Abſcheu flieh'n und uur der Tugend leben! Wir laſ⸗ ſen dich, Erbarmer, nicht, bis uns dein huldreich An⸗ geſicht zum Segen wieder ſtrahlet! Zur Friedensfeier. Mel. Herr Gott, dich loben 631 3* dir, Unendli⸗ cher, zu dir, All⸗ gütiger, der Voͤlkern ſtill zu ſeyn gebot und Frieden ſandte, zu dir, Gott, ſteigt unſer Jubelton empor! Zu unſrer höhern Brüder Chor ſingt unſer Herz, entflammt von Dank, den lauten hohen Lobgeſang: Gelobt, gelobt ſei Gott! der Weltbeherr⸗ ſcher, Gott! der Weltbe⸗ glücker, Gott! der Friedens⸗ geber, Gott!.. 2. Wer iſt an Majeſtät dir gleich! An Güte und an Macht = e An des Chriten Aa h finden! A 4 Feinde Anen s Krieges wihe Ga nuns ganz verxit hi dener Gucdt fand, gib ms den wieder ean edrängte Lan, etit iſre Güter, dani — on Angſt defit 1 unſrer Dankt lbeni — ern Tempeln htinn S egiere du ſalfi me — daß wir, dir e — des Laier M 8 a ſcheu fliehn wn ¹ gend leben A , Erbarmer uith us dein duiri * 7 zum Seza in :! ir Friedensfeir — Herr Gott, dich lobe u dir, Nuai -13 ſa ₰ der Völ en n r. gebot und Frie dde zu dir, Gott, fi Aubelton empor höhern Brinri⸗ nſer ben erfiuen aum, den 9 9 ag: Helii 3 Ka der 8 — ===— et dr dtin 3 ₰ Gett r üm Mr egn Nach Macht ſo reich. Du ſprichſt ein Wort: der Himmel ſchweigt. Du ſſprichſt ein Wort: der Erdkreis neigt ſich tief anbetend vor dir, Gott, und ehret ſchweigend dein Gebot! Du ſieeheſt Voöͤlker ſich entzwei'n, mit Schwert und Waffen ſich bedräu'n; die Waffen ſinken und der Streit wird ſtill, wird Ruh' und Einigkeit, ſobald, Herr, deine Rechte dräut, und Völkern ſtill zu ſeyn gebeut. 3. Wie ſchreckend, wie verheerend war empörter Völker Zwiſt! Gefahr und Angſt und Noth und Tod umgab uns drohend; offen ſtand das Grab, und unſre Brüder ſanken hin, bei Schaaren in das Grab da⸗ hin; und Schmerz der Mut⸗ terherzen brach, und blut'⸗ ge Thränen folgten nach. Gott, furchtbar war der Völker Zwiſt. Dank dir, Allgütiger, er iſt durch dich, der Erd' und Himmel trägt, geſchlichtet und nun beige⸗ legt! 4. Das Schwert, das Bruderblut vergoß, iſt weg⸗ gelegt, aus deinem Schooß ſtrömt uns des Friedens ſanfte Ruh' und Ueberfluß und Segen zu. Hier liegen wir und beten an dich, Gott, der dies an uns ge⸗ than! unter beſondern Umſtänden. 481 5. Laß ihn, laß ihn be⸗ ſtändig ſeyn, den Frieden, deß wir uns jetzt freun; in ſeinem Schooße laß uns nun, und ſpät noch unſre Nachwelt ruhn! O ſegne, Gott, das Vaterland, den Fürſten, ſegne jeden Stand! So lang du uns noch wallen heißt im Pilgerthal, laß dei⸗ nen Geiſt den treuen Führer Aller ſeyn! Dann führ' zur ew'gen Ruh' uns ein! Amen! Mel. Lobet den Herrn 632 Noet anbetend dem Gnädigen, nahet Beglückte! Singt ihm; er iſt's, der den Frie⸗ den vom Himmel uns ſchick⸗ ! Preiſet ihn hoch, weg 6 das härteſte Joch, das unſer Vaterland drückte. 2. Vater, du weißt es, was wir von der Zwietracht erfuhren; grauſe Verhee⸗ rungen ſind noch die trauri⸗ gen Spuren! Aber wie hell rinnt nun der Segnungen Quell durch die verwüſteten Fluren! 3. Hör', o Allgütiger, gnä⸗ dig das Jauchzen der Dei⸗ nen! Höre, Erretter, den Jubel der Großen und Klei⸗ nen! Friede gabſt du, Friede und ſichere Ruh, Freude nach Klagen und Weinen. 4. Dank dir, o Vater, und Ehre und Preis deinem Namen! Sie ſind erduldet, X die die Leiden, die über uns kamen; fern iſt die Noth! Segnend erhalt; uns, o Gott, was du verliehen haſt! Amen. In Theuerung. Mel. Von Gott will ich 63 3 Du beſter Troſt der Armen, Beherrſcher aller Welt, du Vater voll Erbarmen, der, was da lebt, erhält, ſchau' her auf unſre Noth; er⸗ barme dich der Deinen; wir Armen gehn und weinen und ſchmachten, Herr, nach Brod. 2. Erbarmender, ach wen⸗ de der Zeiten ſchweren Lauf! Thu' deine milden Hände, uns zu verſorgen, auf! Was irgend Leben hat, nährſt du mit Wohlgefallen. Nähr' uns auch, ſchaff' uns Allen bei unſerm Mangel Rath! 3. Den Reichen gib Er⸗ barmen, Gefühl für Andrer Schmerz, und zu erfreun die Armen, ein mitleidsvol⸗ les Herz, damit ſie mild ihr Brod troſtloſen Brüdern brechen und nicht gefühllos ſprechen: Geht hin; es helf' euch Gott! 4. Laß unſre Frucht gera⸗ then, uns wieder zu erfreun; und allen unſern Saaten gib Wachsthum und Gedeihn! Mit milder Vaterhand gib 482 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Wärme, Thau und Regen: ſo kehrt dein reicher Se⸗ gen zurück in unſer Land. In Waſſersnoth. Mel. Herzliebſter Jeſu ³◻Ꝙ ill d 634 J hoeuui zu je der Zeit vertrauen, und ſtets mein Heil auf dieſen Felſen bauen; auch in den nächſten ſchrecklichſten Ge⸗ fahren kann er bewahren. 2. Ich will ihm trauen auch in Ungewittern, vor denen ſelbſt der Erde Säu⸗ len zittern, und da, wo, Bergen gleich, empörte Wel⸗ len zum Himmel ſchwellen 3. Sei Alles Sturm und Aufruhr und Getümmel: Gott ſchuf das Meer, den Erdkreis und den Himmel. Was er gebeut im Himmel und auf Erden, das, das muß werden. 4. Zum wilden Strome ſpricht er: Fleuß mit Stille! und allgewaltig iſt ſein Herr⸗ ſcherwille; der Strom ge⸗ horcht, die Wogen ſinken nieder und ruhen wieder. 5. Wer händeringend ſein Geſchick beklagte, den Ab⸗ grund offen ſah und ſchon verzagte, frohlocket dann und rufet: Gott iſt Ret⸗ ter im Sturm und Wetter! 6. So mögen denn Ge⸗ fahren mich umſchweben und Cis⸗ ——N ☛— —— —, pS ͤSͤ— à— In des Chriſen i. V „ Dlau ud Re a. ii dein riihet ⸗ rüch in unſer dan 1 Waſſersnon b d. Herglicbſtet zy ü 81 J vill a 2D derrn zuſ eit vertrauen, u un Heil auf di bauen; auch in i —n ſchreclichſtn g⸗ un kann er bevahta ich will ihm im eebn Ungewitten, w „rſelbſt der Erde Enr ttern, und n 2* gleich, empüede mm Himnel ſcul ei Alles Stun w † ahr und Geuml. 1 ſchuf das Meu, n M is und den hinn mer gebeut in dum uf Erden, da, W a rerden. — Zum wilden Enn — a: Fleuß miteil a gevaltig it ſen e a ile; der Stron. die Wogen ſtu und uihen viin A ber duau 6 t heklagte, del e een ah mſt a offn ſah und ſ =, frohlocket un uft: Gott it d u — Suurn und Lan ögen denn Ge So mög er n men. mi iſß gl⸗ unter beſondern Umſtänden. Eisgebirge ſich im Strome heben, und furchtbar dro⸗ hend jeden Damm erſchüt⸗ tern; ich will nicht zittern. 7. Zu dir empor will ich am Strome ſchauen und das thun, was ich ſoll, und dir vertrauen. Du, Herr, kannſt ſtets uns retten und bewahren in den Gefahren. Mel. Was mein Gott will 635 Wi ſind in Noth: laß uns, o Gott, die Fluth nicht über⸗ ſchwemmen! Nimm uns in Acht; wehr' ihrer Macht! Du kannſt die Wogen hem⸗ Verbirg jetzt nicht dein Angeſicht, gedenk' an uns in Gnaden! Gott, wenn uns jetzt dein Arm beſchützt, was kann die Fluth uns ſchaden? 2. Ach, hilf uns, Herr, Allmächtiger, um Jeſu Chri⸗ ſti Willen! Ach, du allein kannſt uns befrein, kannſt Sturm und Wellen ſtillen. Erbarme dich, hilf väterlich; beſchütz' uns Gut und Leben! Dann wollen wir dir, Gott, dafür Dank, Preis und Ehre geben. Nach überſtandner Noth. Mel. Nun danket Alle Gott b, E 636 L⸗ Han hri und o großer Gott, geſungen, 483 daß du durch deine Macht die wilde Fluth bezwungen! Verheerend brach ſie los, gleich dem empörten Meer, die Wellen rauſchten ſchon faſt über uns daher. 2. Doch mitten in der Fluth bewieſeſt du Erbar⸗ men und halfſt uns väterlich. Du zeigteſt an uns Armen, daß du, Allvater, nie uns allzuſehr betrübſt, uns nie verlaſſen kannſt, uns auch im Leiden liebſt. 3. Dies thatſt du, Mäch⸗ tiger, der jeder Fluth ge⸗ bieten, der Meere zähmen kann, ſo mächtig ſie auch wüthen! Du ſchützeſt, du erhältſt, du hilfſt in jeder Noth; du biſt der Fluthen Herr, du biſt der Meere Gott. 4. Wer wollte dir, o Herr, durch Sünden widerſtreben, und nicht in Heiligkeit zu deiner Ehre leben? Folgt deinem Wink der Strom, gehorcht dir alle Welt: wie ſollten wir nicht thun, was, Vater, dir gefällt? Nach einer Feuersbrunſt. Mel. Wann wir in höchſteu 637 Gott, deſſen Macht des Feuers Kraft zum Segen und Verderben ſchafft; mit welcher ſchrecklichen Gewalt X 2 ver⸗ öb “———— —“ ÿÿÿÿÿääim 484 Geſinnung und Verhalten des Chriſten verwüſtet's, und wie leicht, wie bald! 2. Ach, manche Häuſer hat's verzehrt, und mancher Menſchen Glück zerſtört! Auch dies hat deine Hand gethan; wir weinen, Herr, und beten an. 3. Wir weinen und ver⸗ ehren doch auch deine Huld; ſie half uns noch und hielt der Flammen ſchnellen Lauf, der Uebrigen zu ſchonen, auf. 4. Mit unſern Brüdern ſeufzen wir in ihrem Jam⸗ mer, Gott zu dir. Laß ſie nicht hülflos, tröſte die, die du gebeugt haſt, ſegne ſie! 5. Ach, der Verſchonte fliehe nicht die Uebung ſei⸗ ner ſchoͤnſten Pflicht, der Pflicht: Betrübte zu er⸗ freun, barmherzig durch die That zu ſeyn! 6. Uns wieder ſegnen kannſt du, Gott, in Heil verwandeln jede Noth. Ja, weiſe, liebevoll, und gut iſt Alles, was dein Wille thut. 7. Gib Unterwerfung und Geduld, und laß uns deiner Vaterhuld mit frommer Zu⸗ verſicht vertraun, und ſtets auf deine Hülfe baun! 8. Schütz' unſer ganzes Vaterland vor Mangel, Seuchen, Krieg und Brand! Gib, weil du unſer Vater biſt, uns Allen, was uns heilſam iſt! Nach großem Verluſt. Mel. Herzliebſter Jeſu! 638 Du haſt es mir gegeben und genommen: Preis dir, o Herr! Zwar iſt mein Herz beklommen; doch mein Ver⸗ traun, mein Glaube ſoll nicht wanken; ich will dir danken! 2. Verborgen mir, doch gütig iſt dein Wille! Du biſt mein Gott, und meine Seel iſt ſtille. Du führſt gewiß mich auch auf rauhen Wegen dem Heil entgegen. 3. Wenn's nützlich mir und wenn es deiner Ehre, Allwiſſender, gemäß gewe⸗ ſen wäre; du hätteſt lieber Glück mir zugewendet, als Noth geſendet. 4. Du ſahſt vielleicht, ich würd' in guten Tagen nicht mehr nach dir und deinen Rechten fragen; ich würde ſtolz des Glücks mich über⸗ heben und ſündlich leben. 5. Gott, wenn ich dies im Stillen überlege, ſo preiſ' ich dich und ehre deine Wege. Was hülf' es mir, die ganze Welt zu erben und zu ver⸗ derben? 6. Und viel des Guten iſt mir noch geblieben, mein Name, Freunde die mich lieben, und, Dank ſei guter dir, es iſt mein gut Gewiſ⸗ ſen mir nicht enriſſen * ——— 8 ————— — ¹ N Chriſen ³ großem Vetut — derzliebſtr Jeſun D 8 ri gegeben m men: Preis dir, azwar iſ mein de een; doch mein e n mein Glaube ſ mkn ich vill i rerborgen mit, i ☛t dein Mile a * Gott, un ni i fülle. Du fiß uch auch auf mie * 1 dem Heil entgee Senn's nützlih m ann es deinun(ir Suer, gemiß zm aae e; du hiätteſ le Su zugewende, 1Beſendet. ſahſt vielleitt, t Mn guten Tagen utt an ach dir und dei u ftagen; ih die 4 GClückz mih in un ſündlich leha ott, wenn ih (Saa überlege, ſi ☚ und ehre deineN 1Wil es mir, diegut b 1en viel des Gulni —ch geblieben, nn — Aunt, Freunde ſh ben, und, Du 4 ij nein gut Ga d itt auifn 3 1 erben und u m unter beſondern Umſtänden. 7. Wie ſollt' ich nicht auf deine Güte ſchauen: nicht ruhig ſeyn und ſtandhaft dir vertrauen? Auch künftig wirſt du, was zu meinem Leben mir Noth iſt, geben. 8. Herr, ſegne du die Ar⸗ beit meiner Hände und leite gnädig mich bis an mein Ende! Mit Allem, was du fügſt und mir beſchieden, bin ich zufrieden. Auf der Reiſe. Mel. Befiehl du deine Wege 6 39 B⸗Kücke meine Reiſe; Gott, ich vertraue dir! Sei gnä⸗ dig und beweiſe, wie treu du biſt, an mir! Auf allen meinen Wegen begleite vä⸗ terlich mit deinem Heil und Segen, mit deinem Schutze mich! 2. Ich bin in deinen Hän⸗ den, deß darf mein Herz ſich freun; denn du kannſt Hülfe ſenden, wo mir Gefahren dräun. Bin ich bei dir in Gnaden, ſo fürcht' ich Nichts, o Gott, du wehreſt allem Schaden, mein Helfer in der Noth! 3. So will ich denn mein Leben, mein zeitlich Glück und Gut mit Ruhe übergeben, Gott, deiner treuen Hut. Erhalte mei⸗ ne Kräfte, beglücke mei⸗ nen Fleiß und meiner Pflicht 485 Geſchäfte zu deinem Ruhm und Preis! 4. Laß dir auch meine Lieben empfohlen ſeyn, o Gott! Nichts müſſe ſie be⸗ trüben, kein Unfall, keine Noth! Geſund laß ſie mich wieder bei froher Rückkehr ſeh'n; dann ſollen unſre Lieder, Herr, dankbar dich erhöhn! Der reiſende Jüngling. Mel. Lobt Gott ihr Chriſten 6 40 Auch außer mei⸗ nem Vaterland wirſt du, Gott, mit mir ſeyn. Wo immer nur mich deine Hand hinführt, da bin ich dein. 2. Vergeß' ich dieſer Wahrheit nicht, bin ich von Herzen gut und üb' ich treulich meine Pflicht, ſo hab' ich frohen Muth. 3. Doch, Herr, ich fühle mich noch ſchwach; drum ſtärke du mein Herz! O hilf du meinem Streben nach, und ſichre mich vor Schmerz! 4. Der Reiz der Sünd' und Eitelkeit entlocke dir mich nie! Was kurz ver⸗ gnügt und lang gereut, gib, daß ich's weislich flieh'! 5. Wo man mich ſieht und Freund mich nennt, laß tugendhaft mich ſeyn, und dort auch, wo kein Menſch X 3 mich 486 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mich kennt, das Laſter ernſt⸗ Fürbitte für liebe Ab⸗ lich ſcheun! d 6. Nur wer die Tugend weſende. ehrt und liebt, deß Bei⸗ ſpiel führt zu dir; o du, Mel. Der unſre Menſchheit der Alles hat und gibt, 6 41 Du⸗ welchen Gott, ſolchen Freund gib keine Welt mir! umſchließt, der du allgegen⸗ 7. Dem Freunde wilder wärtig biſt mit allen deinen Fröhlichkeit, dem Freund Segen, wo meine Lieben von Liſt und Spott, von ſind, auch da biſt du voll Wolluſt, Spiel und Ueppig⸗ Huld, biſt ihnen nah auf keit entreiße mich, mein allen ihren Wegen! Dies Gott! iſtes, was meine Thränen 8. Wer Wahrheit, Pflicht ſtillt, wenn banges Sehnen und Recht verdreht, der mich erfüllt. flöße Gram mir ein; vor 2. Mach' ihnen mild das dem Verruchten, der dich ferne Land, und laß, an ſchmäht, erzittre mein Ge⸗ deiner Vaterhand, ſie dort bein! auch Freunde finden. Sei 1 9. Mich lehre ſtets dein wenn ein Unfall ihnen droht, heilig Wort auf guten We⸗ ihr Schutz, ihr Retter in gen gehn, und, wenn ich der Noth; bewahre ſie vor kann, an jedem Ort im Sünden! Auch dort ſei Tempel dich erhöhn! ſtets der Tugend Ruhm ihr 10. Dann bin ich meiner unverletztes Eigenthum. Aeltern Luſt, im Alter einſt 3. O kehren ſie mir einſt ihr Stab und keines Laſters zurück: des Wiederſehens mir bewußt, begleit' ich ſie großes Glück macht froh an's Grab. ſchon meine Seele. Doch 11. Mir folgt ihr Se⸗ ſäh' ich auch ihr Angeſicht gen durch die Welt, bis nun ferner hier auf Erden einſt mein Auge bricht, nicht; was iſt's, daß ich und meinen Geiſt, der dir mich quäle? Ich weiß, o gefällt, erſchrecket kein Ge⸗ Gott, ein Tag erſcheint, der richt. wieder mich und ſie vereint. 12. Gedanke der Un⸗ 4. O wie gedenk' ich dein ſterblichkeit, erhebe meinen ſo gern, du Tag des Lebens, Geiſt! Wohl mir, es iſt Tag des Herrn! Wann die Ewigkeit, wohin der wird dein Licht erſcheinen? Glaube weiſt! O Tag, der die mir viede⸗ gibt, 9. des Chriſen Ae füt liebe R weſende. dDer unſre Merſchei u, velch keine h t, der du allgege iſ mit alln dun — wo meine Aahn — uch da biſt du n biſt ihnen naß a = hren Wegen di — as meine Tltin enn banges S zälllt. aach' ihnen nih and, und(i, n = Vaterhand, ſe ze eeunde finden dn n unfall ihnen itt hutz, ihr Niaa th; bewahre ſem d etztes Eigenthun — kehren ſie ni ii ☛ des Piari Glück mact ft 4** Seele. N. 2 8 e) auch ihr Ait ruer hier auf Ghr dc was iſes, 4— n Tag erſcheinen an nich und ſee vnn —2 vie gedenh itii — du Tag des Aüe Herrn! m des„ 9p W en Aict eithin die mir wi PE!, de de amn! Auch datt i ar Tugend Ruhn t Ktuile? Ich i unter beſondern Umſtänden. gibt, die trauernd meine Seele liebt, die Seligen, die Meinen! Wie wird ſich unſre Seele freu'n! Wie ſe⸗ lig werden dann wir ſeyn! Bei anſteckenden Krank⸗ heiten. Mel. Allgegenwärtiger, ich 6 42 Qan unſerm Kum⸗ mer fallen wir gebeugt und demuthsvoll vor dir, o Herr des Lebens, nieder. Ach, uns bedroht ein ſchneller Tod; ſchon würgt er unſre Brüder. 2. Der Seuchen Gift ver⸗ breitet ſich, und Gott, wen haben wir, als dich, der ſeine Wuth ihm raube? Wo deine Macht uns nicht be⸗ wacht, ſo werden wir zu Staube. 3. Ach, Viele ſanken ſchon ins Grab ſo unerwartet ſchnell hinab. Wie iſt um Hülf' uns bange! O ſchone noch! Entreiß uns doch dem nahen Untergange! 4. Oft retten Kunſt und Vorſicht nicht. Wir haben keine Zuverſicht, als nur zu deiner Güte; du biſt der Herr! Gib, daß nicht mehr der Tod ſo ſchrecklich wüthe! 5. Wir glauben an den Sohn und dich; o darum ſchaue väterlich auf tiefge⸗ beugte Sünder! Denn du 487 allein kannſt uns befrei'n, und wir ſind deine Kinder. 6. Jn deiner treuen Va⸗ terhand ruht Tod und Le⸗ ben, Volk und Land. Ent⸗ ferne jede Plage! Verzag⸗ ten Sinn nimm von uns hin! Gib wieder heit're Tage! 7. Doch willſt du uns noch nicht befrei'n, ſo lehr' uns doch geduldig ſeyn, und dir uns ganz ergeben: und ſterben wir, laß uns vor dir in deiner Wonne leben! 8. Zeig allen Sterbenden dein Heil, und gib, daß ſie ihr beſtes Theil im Himmel nicht verlieren! Laß ſie den Tod aus jeder Noth zum beſſern Leben führen! 9. Laß unſer gläubiges Gebet, das, Herr, zu dir um Gnade fleht, dir, Vater, wohlgefallen. Der reinſte Dank und Lobge⸗ ſang wird dann bei uns erſchallen. Dank für Gottes Hülfe. Mel. Ein Lämmlein geht 643 Wu⸗ kommen, Helfer, dir Geſang und Ruhm und Preis zu bringen. Des ganzen Volkes lauter Dank ſoll, Retter, dir lobſingen. Wir ſchwebten in Gefahr und Noth; wir ſahen uberall den Tod mit ſeinen Schrecken X 4 dro⸗ —— Verderben. drohen. Nun wüthet ſeiner Seuchen Heer durch unſer Vaterland nicht mehr; ſie ſind vor dir entflohen. 2. Wir ſahen dort und ſahen hier ſo viele Brüder ſterben, und allenthalben waren wir umfangen vom Da galt kein Schonen! Stündlich war uns nah und furchtbar die Gefahr und alle Kunſt ver⸗ gebens. Den Würger trieb kein Arzt zurück, auch ihm ſchien jeder Augenblick der letzte ſeines Lebens. 3. Allmächtiger, wir Alle ſchrie'n zu dir mit bangen Herzen. Wir ſind erhört! die Seuchen flieh'n; du hei⸗ leſt unſre Schmerzen. O du Erbarmer voll Geduld, du haſt nach unſrer Sünden⸗ ſchuld auch diesmal nicht gelohnet. Gezüchtigt, o wir preiſen dich, gezüchtigt haſt du väterlich und väter⸗ lich verſchonet. 4. Dich, der du von Ge⸗ fahr befreiſt, dich müſſen Alle loben! Sei ewig, Vater, Sohn und Geiſt, von deinem Volk erhoben! Dich, Retter, bete Jeder an! Es jauchze, wer nur danken kann, und ehre dei⸗ nen Namen, und rühme: Gott iſt unſer Gott! Er hilft uns gnädig in der Noth! Erhebt ihn! Amen! Amen! Pr 488 Geſinnung und Verhalten des Chriſten In Krankheiten. Mel. Wie groß iſt des 6 4 4 His lieg' ich⸗ Herr, in Angſt und Schmerzen und ſflehe, weil ich flehen kann, aus vollem, tiefgerührtem Her⸗ zen dich kindlich um Erbar⸗ men an. Wen hab' ich ſonſt in dieſen Stunden? Wer kennt ſo ganz mein Leid, wie du? Wer heilt die mir geſchlagnen Wunden? Wer ſendet mir Erquickung zu? 2. O Gott, du Vater aller Väter, der gern den Leidenden erfreut, zu dem ſo mancher fromme Beter, und nie umſonſt, um Hülfe ſchreit, auch mich laß nicht vergeblich flehen! Auch mei⸗ nes Herzens nimm dich an und lehre mich auf Alles ſe⸗ hen, was Freude mir ge⸗ währen kann! 3. Du wirſt ja nie des Helfens müde; du weißt es, was der Kranke fühlt, und gibſt ihm Hoffnung, Troſt und Friede, wenn Schmerz in ſeinem Innern wühlt. Dies ſagt mir, der ich dir vertraue, zu meiner Ruh⸗ dein göttlich Wort; dies treibt, ſo oft ich auf dich ſchaue, die Furcht aus mei⸗ ner Seele fort. 4. Auch dieſer Krankheit ſchweres. Leiden verhingſt du liebreich über mich. Auch hier —— 9- Reen des Chrin u Krankheitn Kel. Wie groß ii dh 4 4 He le i ett, 1 1 Schmerzen u 5 ic ſlehen kun u , tiefgerührten ich kindlich un Git —m. Wan ſab izſth rieſen Stunden? N ſo ganz men di u Wer heilt den t aagnen Wunden ie m mir Erauickung 8 O Gott, du Ww 21 Väter, der gn n r adeen erfreut, un ancher fromme r⸗ kannie umſonſ, u iß .t, auch mich lä blich flehen! Aahur herzens nimm uhn rlehre mich auf Alſ ⏑ was Freude ni „ een kann! Du wirſt ja neſß ens nüde; du nein dder Kranke fühl,n 3 iin hofuung, li Friede, wenn Stmn a inem Innen wit Cſſagt mir, d i V ane, zu meiner itlih Ven i A, die Furct au n Seele fort. = Aach dieſe duſi Ingi u 1 den der A res Leden de 9 7 ich über mich⸗ 1 M = ich iler hin hier, wie im Genuß der Freuden, erkennt mein Herz als Vater dich. O gib, daß ich dies ſtets empfinde! O ſtärke ſelbſt mich in Geduld! Vergilt mir, dem verirrten Kinde, nicht ganz nach mei⸗ ner Sunden Schuld! 5. Verlängre, Herr, mein Erdenleben, wenn's deinem weiſen Rath gefaͤllt! Und dann ſei es nur dir ergeben, nur dir, mein Retter, nicht der Welt! Doch ſoll ich mei⸗ nen Lauf vollenden! dann hebe meinen Geiſt zu dir, und iſt mein Geiſt in deinen Händen, o, guter Gott, was fehlet mir? Mel. Alles iſt an deinem Segen 645 Hitf mir, Gott, der Krankheit Plagen, die mich drücken, ſtill ertragen, und mit kind⸗ lichem Vertrau'n bei der Sehnſucht meines Herzens um Erleicht'rung meines Schmerzens nur auf deine Vorſicht ſchau'n! 2. Deiner Weisheit kann's nicht fehlen, immer das nur zu erwählen, was das Beſte für uns iſt. Dies will ich zu Herzen faſſen, und mich ganz dir überlaſſen, der du auch mein Vater biſt. 3. Sanfter Antrieb, ernſte Lehre, daß ich in mich ſel⸗ ber kehre, ſei der Schmerz, die Krankheit mir! Ihre unter beſondern Umſtänden. 489 Laſt nicht zu vergrößern, hilf mir meine Seele beſſern; alle Hülfe kommt von dir. 4. Vater, Helfer aller Kranken, Quelle tröſtender Gedanken, ſteh' mir bei mit deiner Kraft! Sie nur kann erretten, ſtärken; lehre mich auf ſie ſtets merken, die aus Leiden Freude ſchafft! 5. Guter Muth und heit⸗ res Weſen ſei in meinem Blick zu leſen; Ruh' er⸗ fülle meine Bruſt! Hoff⸗ nung ſtärke mich, und Freude ſei mein Glaube, wenn ich leide; dir zu fol⸗ gen, meine Luſt! Mel. Wer nur den lieben Gott 5 46 Niot mehr, als meine Kräfte tragen, Barmherziger, legſt du mir auf! Nicht immer wird der Schmerz mich na⸗ gen; es folgt gewiß Er⸗ quickung drauf. Auf meinem Krankenlager hier lobfing' ich, o mein Vater, dir. 2. Weil mich die Welt zu ſehr zerſtreute, rufſt du mich in die Einſamkeit; weil ich den Kampf zu ängſtlich ſcheu⸗ te, führſt du mich mitten in den Streit, und übſt durch körperlichen Schmerz, mein von Geduld entwöhntes Herz. 3. Den Kelch der Truͤbſal ſoll ich leeren! Ach, Herr, du weißt, das Fleiſch iſt X 5 ſchwach —-——— ſchwach! Vergib, wenn eine Fluth von Zähren hervor aus meinen Augen brach! O ſtärke, Gott, voll Vater⸗ huld, mein Herz durch Glau⸗ ben und Geduld! 4. Der Schmerz, der mei⸗ ne Glieder ſchwächte, berau⸗ bet mich der ſanften Ruh'; ich bring, o Gott, die lan⸗ gen Nächte auf meinem Lager ſchlaflos zu; der Men⸗ ſchen Hülf' iſt ſchwach und klein; doch du, du wirſt mein Helfer ſeyn. 5. Dein Wille mag allein entſcheiden, wie lang die Prüfungsſtunde waͤhrt! Und wenn auch ganz im Kampf der Leiden ſich meine Le⸗ benskraft verzehrt; wenn auch mein Herz im Tode bricht: Du, Herr, biſt meine Zuverſicht! Mel. Wer nur den lieben Gott 647 Getz, der du Schmerz und Freude ſendeſt, mit Weis⸗ heit unſer Schickſal lenkſt, und Alles uns zum Beſten wendeſt, was du nur über uns verhängſt, du haſt nicht Luſt an meiner Pein; auch ſie ſoll mir zum Heil gedeihn. 2. Auch durch die Noth führt mich zum Ziele der Seligkeit, Gott, deine Hand und deine Tröſtungen, wie viele haſt du mir ſchon ins Herz geſandt! Wie oft ruft —— 490 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mir dein Wort nicht zu: Gott iſt dein Bater; Kind biſt du! 3. O du, mein beſter Va⸗ ter, glaubte nur meine Seele kindlich dir! O daß mir doch kein Zweifel raubte den ſü⸗ ßen Troſt: Gott iſt bei mir! Ja, Vater deine Huld und Kraft iſt Allem nah, was ſie erſchafft. 4. Wenn Schmerz und Leiden mich beſturmen, ſo denk' ich dein und deiner Huld. In allem Weh, in allen Stürmen verleih’ mir Weisheit und Geduld! Be⸗ ruhige mein Herz, und ſprich: Sei nur getroſt und hoff' auf mich! 5. Wie litt im allerbäng⸗ ſten Leiden ſo ſtille duldend Jeſus Chriſt! Leid' ich ihm nach, ein Meer von Freu⸗ den, das ewig unerſchöpflich iſt, umfließt mich dann vor ſeinem Thron. Wie meine Leiden, ſo der Lohn! 6. Durch Leiden wird mein Herz ihm offen; durch Glauben naht ſich ihm mein Geiſt. Der ſtille Dulder nur darf hoffen, darf hoffen das, was Gott verheißt. Zu ſolcher Hoffnung ſtärke mich: So preiſ' ich auch in Schmerzen dich! Mel. Wann mein Stündlein 8 48 /6 iſt dein Wille Herr, mein ott, —ꝙꝙꝑͦ— — — — — — ———,——— A des Chrſ n Wort nicht ein Au 4 4* — du, mein beſtexge 1 4 3 meine dn O daß mir ih ena e d— t: Gott it bi nt tter deine Hulh m nege zenn Schmetz m e nich dium dein und diins In allem Wch, 1 rürmeu vetlh m um mein Hexz, „· 1 mich! = ihriſt! Leid ich in in Meer von ſur ewig unerſchäylt it zan ließt mich dann i 1r Thron. Wie mi ſo der Lohn! ä1 dn uuht ſich ihn ni der fülle Duͤn hoffen, darf o p as Gott Kan er bafuung ſin „o vreiſ ich urhi a dich Zann mein Stündlei Hert, me in .—— n 1 2 und Geduh 4* ei nur getrh 1 h litt im alletd Er en ſo ſtille duheh zurch Leiden uh tz ihn ofen; uit e it denPlle b, Gott, daß ich jetzt Schmer⸗ zen leide: doch du biſt Hel⸗ fer in der Noth und kehrſt ſie gern in Freude. Was ich bedarf, iſt dir bekannt; mein Leben ſteht in deiner Hand; deß ſoll mein Herz ſich tröͤſten! 2. Voll Hoffnung wend' ich mich zu dir; ich bleibe dir ergeben. Herr, wie du willſt, ſo ſchick's mit mir, zum Sterben oder Leben! Bei dir allein ſteht meine Zeit; nur mache mich der Selig⸗ keit durch deine Gnade wür⸗ din 3. Verhüte, daß der Krank⸗ heit Pein zu ſchwer mir Schwachen werde. Laß mir Erquickung angedeihn, er⸗ leichtre die Beſchwerde. Du Vater, weißt, was jeden Tag zu tragen ich, dein Kind, vermag; hilf und erbarm' dich meiner! 4. Erquicke, Gott, und ſtärke ſte, die liebreich meiner pflegen; lohn' ihnen ihre Treu' und Müh' mit deinem beſten Segen! Gib gegen ſie mir Freundlichkeit; gib ihnen, Gott, Gelaſſ en⸗ heit, Geduld mit meiner Schwäche. 5. Soll tödtlich meine Krankheit ſeyn, und ſteht mein Grab ſchon offen, ſo laß mich, Herr, von Sünden rein, auf deinen Himmel hoffen! Des letzten bangen unter beſondern Umſtänden. 491 Kampfes Schmerz erleichtre mir und laß mein Herz noch ſterbend dir vertrauen! 6. Doch willſt du wieder Kräfte mir zu längerm Le⸗ ben ſchenken: dann laß, ſo lang ich lebe hier, mich dank⸗ bar dein gedenken, damit ich künftig jederzeit, mit aller Treu' und Redlichkeit, der Tugend Wege wandle! Mel. Wer nur den lieben Gott 649 D'hommt, and meine Plage wird mit dem Morgen wieder neu. Wie traurig fließen meine Tage, wie bang die Nächte mir vorbei! Der Morgenſonne neues Licht erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der Erde, wo Schmerz und Kummer mich umringt, wo täglich größere Beſchwer⸗ de zu Klagen mich und Thrä⸗ nen zwingt; noch immer fleh' ich unerhört um Stärkung, die mein Herz begehrt. 3. Erbarm' dich! eil' mir beizuſtehn! verlaß mich, o mein Helfer, nicht! Ach zeig' mir wieder auf mein Flehen dein väterliches Angeſicht! Gib mir Geduld, gib mir im Schmerz ein ruhig dir ergebnes Herz. 4. Noch iſ mein Schickſal mir verborgen, das dieſen Tag mich treffen ſoll; doch X 6 ich ich bin ohne Gram und Sor⸗ gen, du, Vater, kennſt mein wahres Wohl. Und was dein Rath beſchließt und thut, iſt heilig, iſt gerecht und gut. 5. Soll ich die Laſt noch länger tragen, ich halte dei⸗ ner Fügung ſtill. Dein Will' geſchehe, will ich ſa⸗ gen, wie du, Herr, willſt, nicht, wie ich will! So, Vater, laß bei Schmerz und Pein geduldig mich, wie Jeſus, ſeyn! 6. Einſt kommen doch der Ruhe Stunden; einſt rückt mein Abend auch herbei! dann, dann iſt Alles über⸗ wunden, ich bin von aller Trübſal frei; dann folgt auf Sorgen, Gram und Leid, dort ewige Zufriedenheit. 7. Geſtärkt durch dieſen hohen Glauben, vollend' ich meiner Leiden Pfad. Nichts ſoll mir meine Hoffnung rau⸗ ben; auch dann Nichts, wann der Tod mir naht. Vielleicht noch heut erſcheint er mir, und führt mich, Gott, hin⸗ auf zu dir. Mel. Wann mein Stündlein 8 5 0 Nach einer ſchmer⸗ zenvollen Nacht ſeh' ich den Morgen wieder. Dein Auge, Gott, hat mich bewacht; dich preiſen meine Lieder. In großer Angſt verliehſt du mir nicht Lind⸗ 492 Geſinnung und Verhalten des Chriſten rung nur; ich danke dir auch Troſt, Geduld und Faſſung. 2. So trag ich ruhig mei⸗ nen Schmerz und dieſer Krankheit Plage; zu dir erhebe ſich mein Herz, du Schöpfer meiner Tage! Durch Leiden zogſt du mich zu dir, und nun, mein Va⸗ ter, biſt du mir ein Fels, auf den ich baue. 3. Du biſt es, der mich nicht verläßt, wenn auch der Tod erſcheinet, dich hält mein Glaube dann noch feſt, wann Alles um mich weinet. Ich bin getroſt, wenn gleich betrübt die Freunde, deren Herz mich liebt, jetzt um mein Leben zittern. 4. Auch ſie verlaß, o Va⸗ ter, nicht; ſtärk' ihre ban⸗ gen Herzen, erfülle ſie mit Zuverſicht und lindre ihre Schmerzen! Ja, dir empfehl' ich ſie, o Herr! Sei du ihr Schutz, Allgütiger, und trockne ihre Thränen! 5. Doch, ſollten meiner Tage viel noch unter Leiden werden; bin ich noch fern von meinem Ziel, dem Ende der Beſchwerden: ſo gib mir, Vater, deine Kraft, die Muth in jedem Leiden ſchafft, die kämpfen hilft und ſiegen. Mel. Wann wir in höchſten 6 51 chon wieder Nacht; und Gram 22 —nn des Chriten I ut; ich denkeͤr an Eind w o trag ich ruhigm, — Schmerz d d 1= jeit Plage; u ſ ſich mein Her, a ſer meiner iu 1 Leiden zogſt du 5 „und nun, mei Re ziſt du nir en f n ich baur. — du bit es, went erläßt, wem 1 d erſcheintt, dih * laube dann ꝛah ſ rmllles um mich gei Lun getroſt, vem zſi a: die Freunde, im uich lätt, ißn an eben zittern 8= luch ſie verla br züͤcht; ſtärk iſtea errzen, erfüll ſen A ſcct und ludte in erzen Ja,dir eagi e, o Herr Sä ui =z, Allgitiger, u — t ihre Thränen. .— Doch, ſollten ni a pill noch unter bha — bin ich voch fn einem Ziel, demb . Vatet, deine Ku 4 duth in jedmn di „*, die ümfa ſ egen. . Wann wit in dödin ¹ zeſchwerden: hon viüe Nacht⸗ und 1n unter beſondern Umſtänden. Gram und Schmerz zerna⸗ gen immer noch mein Herz! Wie manche, manche lange Nacht hab' ich ſchon ſeufzend durchgewacht! 2. Da ſchleicht ſo langſam mir die Zeit; da iſt ſo öd' die Einſamkeit! Ich ſeufz' und ring' umſonſt nach Ruh', kein Schlaf drückt mir die Augen zu. 3. Doch trenn' ich mich noch nicht von dir, o Hoff⸗ nung! Nein, du bleibeſt mir. Gelegt, zu lindern Noth und Schmerz, hat Gott dich liebend an mein Herz. 4. Er iſt's, der Muth und Zuverſicht durch dich zu dieſem Herzen ſpricht. Die Hülfe kommt; ich ſehe ſchon durch dich des frommen Dul⸗ ders Lohn. 5. O wär' kein Himmel, der einſt lohnt; du, Vater, hätteſt mich verſchont mit dieſem Kelch voll Bitter⸗ keit, verſüßt mir meine kurze Zeit. 6. Noch fleht vor dei⸗ nem Angeſicht dein leidend Kind: Iſt's möglich nicht, daß dieſer Kelch vorüber geh'? Doch nur dein Wille, Herr, geſcheh'! 7. Feſt halt' ich immer mich an dich! Ach, ſtärk' in meiner Schwachheit mich! Du biſt ſo reich, ſo reich an Ruh'; ſend mir nur ei⸗ nen Tropfen zu! 493 8. Doch bringt ihn nicht der Schlaf zu mir; ſo bringt mir doch gewiß von dir bald mehr ſein Bruder, ach, der Tod, der letzte treue Freund in Noth. 1 Mel. Wer nur den lieben Gott 4 o iſt mit aller 652 S ſeiner Plage nun abermals ein Tag voll⸗ bracht. Daß ich der Leiden Laſt ertrage, hilfſt du mir immer, Gott der Macht. Auch heute warſt du Bei⸗ ſtand mir, und herzlich dank' ich dir dafür. 2. Nur auf die Nacht wird mir jetzt bange; denn immer mehrt ſie meinen Schmerz. Da ſeufzet: Ach, mein Gott, wie lange! oft das beklommne matte Herz; da zähl' ich jeden Stunden⸗ ſchlag, und immer wird ſo ſpat es Tag. 3. Es flieht der Schlaf vor meinem Kummer; die Glücklichen beſucht er nur. Nur ſelten ſinkt ein leiſer Schlummer auf die entkräf⸗ tete Natur; doch ſchließt er mir die Augen kaum, ſo ſchreckt mich ſchon ein ſchwe⸗ rer Traum. 4. Wie traurig iſt ein ſolches Leben! Wie ſchwer ein Loos voll Noth und Schmerz! Ward dies mir nur zur Qual gegeben? zum Dulden nur ein füh⸗ lend —— lend Herz? Flieh, läſtern⸗ der Gedanke, flieh! Ein Gott der Liebe quälet nie. 5. Er läßt nur Trübſal mich ergreifen, um höhren Freuden mich zu weihn. Ich ſoll durch ſie zur Tugend rei⸗ fen, um ihrer ewig mich zu freun. Den innern Men⸗ ſchen weckt der Schmerz; er läutert und erhebt das Herz. 6. So wird das Leiden mir zum Segen; und kurz iſt hier mein Aufenthalt. Oft weht mir's auch ſchon kühl entgegen; heim ziehen die Gewitter bald. Viel⸗ leicht ſeh ich noch herbſtlich ſchön des Lebens Sonne niedergehn. 7. Drum will ich mich nicht troſtlos grämen, nein, ruhig ſeyn in meiner Noth. Das wunde Herz mir ab⸗ zunehmen, kommt endlich doch als Freund der Tod; er legt es ſanft und kühl zur Ruh': den Geiſt fuͤhrt er dem Himmel zu. Bei der Abendmahlsfeier in der Krankheit. Mel. Wer nur den lieben Gott 6 53 ch, könnt' ich doch mit mei⸗ nen Brüdern im Tempel, Jeſu, dich erhöhn, und froh mit deines Reiches Glie⸗ dern, Herr, deines Todes Mahl begehn! Doch da 494 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mich Schmerz und Krank⸗ heit plagt, iſt dieſe Freude mir verſagt. 2. Ach hier, wo ich im Stillen bete, fei'r ich dein Abendmahl allein; doch, Herr, ich weiß, an jeder Stätte haſt du verheißen, nah' zu ſeyn. Wo je ein Frommer ſeufzt und weint, da biſt du, großer Men⸗ ſchenfreund! 3. Laß das Gedächtniß deiner Leiden mir Schwa⸗ chen Troſt und Kraft ver⸗ leihn! Laß es die Quelle hoher Freuden und Vor⸗ gefühl des Himmels ſeyn. Dein Leiden, dein Verſoöh⸗ nungstod erquicke mich in meiner Noth! 4. Wohl mir! Ich ſeh den Himmel offen; ich fühle meine Seligkeit; ich kann von dir nun Alles hoffen der gnädig mir die Schuld ver⸗ zeiht. Umringt mich auch der Leiden Heer; mein Herz erbangt davor nicht mehr. 5. Erſcheint der Tod mit ſeinen Schrecken: ich bin getroſt und zage nicht. Wirſt du vom Tode mich erwecken: ich bebe nicht vor dem Ge⸗ richt. O mich erfüllt dein Leib und Blut ſo hier wie dort mit frohem Muth! Mel, Wer nur den lieben Gott 654 D un der mi Er⸗ ———— — des Chriſen b ¹ metz und ganß 2 t, üd an * 48 ſ dieſe dew hier, wo ich i * abete, feir ich de — hl allein; d, weiß, an ſin tjaſt du verheiſn 1 ſeyn. Wo je a —n ſeufzt und nen⸗ amn du, großer Na⸗ 4 nd! 8 das Gaͤächi A eiden mir Ete 84 ſt und Kraſt de⸗ 1 uß es die dul d reuden und Ue Aes Himmelz ſin A den, dein Aſ 1 erquicke ni n = Koth! — 5 nel ofen; ih fit ☛ nun Ales hofen w 3. air die Schuhd we 1— nringt mic uü 1en Heer; mein 11 Aren davor nicht mi ſſceint der Lo 1 rn ⸗chrecken: ich i al ip end zage nicht. I * Seligkeit; ich in 3 nuicht vor den 9⸗ 7 mich erfüllt di . Alut ſo ſie re 1 fufhen Nuth den lieben Got ank, Vuhe, — zer nur nn ekode mich erwecel. unter beſondern Umſtänden. Erbarmen auf ſeine ſchwa⸗ chen Kinder blickt! Wie haſt du, o mein Gott, mich Armen durch dieſes heil'ge Mahl erquickt! Du biſt die Liebe, wandelſt Noth in Segen und in Heil den Tod. 2. Nun laß mich ſterben oder leben, Herr, wie du willſt, ich folge gern; von Schmerz gequäͤlt, mit Angſt umgeben, freut meine Seele ſich des Herrn. Ich bin erlöſt; drum ſchreckt mich nicht des Grabes Nacht, nicht das Gericht. 3. Und kommt ſie dann, die ernſte Stunde, die mich dem Irdiſchen entreißt: wohl mir, ich ſteh' mit dir im Bunde, ein frohes Ur⸗ theil hofft mein Geiſt. Dein bin ich, dein, und ew'ges Heil iſt deiner Auserwähl⸗ ten Theil. Fürbitte für Kranke und Leidende. Mel. Befiehl du deine Wege 655 Bormherziger, er⸗ höre der Liebe heißes Fleh'n! Laß den (die) wir innig lieben, bald deine Hülfe ſeh'n! Er liegt und ringt und duldet, ge⸗ quält von vielem Schmerz; wir ſehn ihn an und wei⸗ nen: wie blutet unſer Herz! 495 2. Du pflanzteſt ja dem Menſchen des Mititleids Triebe ein; wie ſollteſt du nicht Helfer, du nicht Er⸗ barmer ſeyn? Wir würden gern ihn retten, doch ach, wir ſind zu ſchwach. Thu', Vater, thu', was Keiner von uns für ihn vermag. 3. Sieh', deine Kinder flehen für dieſen Kranken dich. Gieß Balſam in die Wunde und hilf ihm väter⸗ lich! O laß des Leidens Stunden bald, bald vorüber⸗ gehn! Doch nicht, Herr, unſer Wille, dein Wille ſoll geſchehn! 4. Neichſt du den Kelch des Todes vielleicht ihm heute ſchon und rufſt aus unſrer Mitte du ihn vor deinen Thron: dann ſteh' ihm bei und führe ihn ſelbſt durchs dunkle Thal; dann lindre ihm, Erbarmer, des Todes letzte Qual! Mel. Alle Menſchen müſſen 656 Geon der Tage, Gott der Näch⸗ te, unſre Seele harret dein, hofft auf deine ſtarke Rechte, weiß, du kannſt nicht ferne ſeyn. Auch in ſtiller Nächte Stunden hat dich manches Herz gefunden, wenn es im Gebete ſich ſehnte, Herr, zu ſinden dich. 2. Vater, viele Men⸗ ſchen weinen, viele Kran⸗ en ken ſchmachten jetzt! Aber du verläſſeſt keinen, der auf dich Vertrauen ſetzt; trockneſt liebreich Kummer⸗ thränen und erfüllſt der Deinen Sehnen, die um Ruh' und Lind'rung fleh'n und auf dich voll Hoffnung ſehn. 3. Sende, Vater, Muth den Schwachen, Licht in je⸗ des trübe Herz! Allen, die bekümmert wachen, mildre freundlich ihren Schmerz! Laß die Wittwen, laß die Waiſen deine Huld und Treue preiſen! Gib den Kranken ſanfte Ruh'! Sterbenden ſprich Trö⸗ ſtung zu! 4. O du treuer Menſchen⸗ hüter! Nacht iſt, wie der Tag, vor dir! Herr, all⸗ mächtiger Gebieter, deinen Schutz erflehen wir! Allen, Allen, die jetzt leiden, öffne bald den Quell der Freu⸗ den, daß ſie, frei von ihrer Pein, deiner Huld ſich dank⸗ bar freun! 5. Jeſus Chriſtus, viele Nächte haſt du für uns durchgewacht, und dem menſchlichen Geſchlechte durch dein Wachen Ruh' gebracht. Tröſter, willſt du deinen Kindern nicht durch Schlaf den Kummer lindern: o ſo lenke ihren Sinn hoffnungsvoll zum Himmel hin! 496 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Nach der Geneſung. Mel. Nun danket Alle Gott 657 Mit welchem Dank kann dich, o Gott, mein Lied erheben? Nur deine Va⸗ terhuld erhielt mir noch das Leben. Du ſtandſt mit deiner Kraft mir in der Schwachheit bei, und von Gefahr und Schmerz bin ich nun wieder frei. 2. Dem Tode war ich nah; ſchon ſah ich für mein Leben an meinem Lager, ach, Verwandte, Freunde, beben; allein ich bebte nicht; mich ſchreckte nicht das Grab; geſtärkt durch deinen Geiſt, ſah ich ge⸗ troſt hinab. 3. Allmächtig ſtärkteſt du die halb erſtorb'nen Glie⸗ der; ich fand in neuer Kraft auch neue Freuden wieder; und, Herr, nun gibſt du mich den Meinigen zu⸗ rück! Dir dank' ich, Gott, nur dir, des neuen Lebens Glück. 4. Herr, durch mein Le⸗ ben ſelbſt will ich dir Dank beweiſen, durch frommen Wandel dich an jedem Tage preiſen, und redlich meine Kraft dem Wohl der Men⸗ ſchen weihn, um ewig einſt be dt des Lebens werth u ſeyn. Vi de) Vor n des Chriſen b +† 3 hder Geneſung Nan danket Ale Gut 5 it velta 8' M Dank 5 o Gott, mein hh Nur deine A . echielt nit u en. Du ſunin Kraſt mit i i ¹ Phheit bei, und m und Stmen * vieder fre 4dem Tode vu hon ſih ich ſirm = an meinen lur erwandte, fn = allein ih bi 1. nich ſchrett n Arah; geſtirt i Geſt, ſaß i p inab. lnaͤchtig färkn alb erſiorhnen gi wich fand in um = auch neue Fra —; und, herr, uu dh den Meinigen w dir dank ich, Ee t, des neuen düden n, durch ftonmn dich an Lat unter beſondern Umſtänden. Vorbereitung auf den Tod und Troſt für Ster⸗ bende. Mel. Mein Gott, das Herz 8 58 Bol leg' ich Sorg' und Schmerzen ab, und dieſen Prüfungsſtand; die Erde nehme, was ſie gab; ich ruh' in Gottes Hand! 2. Ich geh' den Weg zum ew'gen Licht; er mag mir dunkel ſeyn; des Todes Schlaf erſchreckt mich nicht; ich geh' zum Leben ein. 3. Ich werde durch des Todes Nacht zum Himmel eingeweiht; die unerforſch⸗ lich weiſe Macht führt mich zur Seligkeit. Mel. Wann mein Stündlein 659 Gett, wann mein ſterbend Auge bricht, mein letzter Hauch verſchwindet, mein Leib er⸗ ſtarrt, und ſelbſt es nicht, daß er entſchläft, empfindet; wann um mich, den Ent⸗ ſchlummernden, nun alle meine Liebe ſteh'n, und angſtvoll mich beweinen: 2. Dann, Vater, nimm ihn auf, den Geiſt, der freudig zu dir fliehet, der dankbar deine Güte preiſt, daß er den Tod nicht ſiehet; dann tröſte, die betrübt um mich mit Thränen kla⸗ 497 gen; laß ſie ſich mehr mei⸗ ner Wonne freuen! 3. Mein hingefallner Leib bleibt hier, ihn wird das Grab verſchließen. Doch einſt wird es verkläret mir ihn wiedergeben müſſen. Du kommſt, Erwecker! Deine Macht, die ihn aus Nichts hervorgebracht, kann neu ihn wieder bauen. 4. Wie könnt' ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert? Wie könnt' ich klagen, da ihn Gott vom Tode wieder fo⸗ dert? O Hoffnung, daß nach kurzer Ruh mein Leib erwacht, wie groß biſt du, und welch' ein Troſt im Tode! 5. Des Todes Schmer⸗ zen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, nicht ach⸗ ten und mit getroſtem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Ziele freudig nah'n, mein himm⸗ liſch Kleinod zu empfahn, das Jeſus mir erworben. Mel. O Gott, du frommer Gott 660 Schon naht ſich meines Laufs und meiner Leiden Ende. Gott, meines Lebens Herr, ich fall' in deine Hände! Du biſt, o Vater, nie mit deiner Hülfe fern; du rufſt: hier bin ich, Herr, dir folgen will ich gern. 2. Preis 2. Preis dir, der ſeine Hand ſtets über mich ge⸗ breitet, dir Gott, der bis an's Grab mich wunderbar geleitet! Wie oft vergaß mein Herz ſein Heil und ſeine Pflicht; doch gingſt du, Heiliger, mit mir nicht ins Gericht. 3. Vernimm des Dankes Lied, das ſterbend ich dir bringe! Ich bin viel zu ge⸗ ring, der Treu' viel zu ge⸗ ringe und der Barmherzig⸗ keit, die du an mir gethan. Frohlockend bet' ich dich mit allen Himmeln an. 4. Du Heil der ganzen Welt, erfülle mein Ver⸗ trauen, und deine Herr⸗ lichkeit laß meine Seele ſchauen. Du biſt die Lieb', o Gott, und Gnade für und für; mein Geiſt wird ſelig ſeyn: denn ihn em⸗ pfehl ich dir. 5. Mit allen Heiligen von Herrlichkeit umgeben; unſterblich, Engeln gleich, werd' ich dich ſchau'n und leben. Nach einem kurzen Kampf: ſo krönt vor dei⸗ nem Thron, Erbarmender, auch mich der Ueberwinder Lohn! In eigener Melodie. 6 61 ch eile meiner Heimath zu in's ew'ge Paradies der Freu⸗ den; dort, dort nur iſt die 498 Geſinnung und Verhalten des Chriſten wahre Ruh' und Quelle al⸗ ler Seligkeiten; dort ärntet man der Tugeud Lohn, und bei dem Vater hat der Sohn auch eine Stätte mir berei⸗ tet, wohin er gnadenvoll mich leitet. Er iſt es, der nun meinen Geiſt auf ewig jeder Noth entreißt. 2. Hier lieg' ich, wie ge⸗ bunden, da; dort werd' ich voll von Kraft und Leben dem göttlichen Befreier nah, frohlockend weiter vorwärts ſtreben, in Weisheit, Tu⸗ gend, Heiligkeit, in edler Liebe Thätigkeit, befreit von Schwachheit und von Sünden, das Glück der Tu⸗ gend ganz empfinden. Dort keit ſeh ich Jeſu Herrlichkeit, und ſie wird meine Selig⸗ keit. 3. Dann, dann wird nim⸗ mermehr ein Schmerz mich, den Vollendeten, verletzen; dann wirſt du ewig dich, mein Herz, beglückt am Himmliſchen ergötzen. Ich eile über Welt und Zeit hin zu dem Sitz der Seligkeit, zu der verklärten Geiſter Chören; ich werde ihr: Willkommen hören, und wen ich hier im Herrn ge⸗ kannt, den finde ich im beſ⸗ ſern Land. 4. O drum getroſt, mein Geiſt! O ſieh, in welche göttlich große Freuden des kurzen Pilgerlebens Müh' ver⸗ des Chriſen „ duh und d. =— gkeiten; dule 3 hhin er guadenteſ tet. Er naen Geiſ auf h goth nudeſf. ier lieg ich, nie e da; beaf Kraſt un Lin 1(lccen Befreit u „ nd weiter vorvitz in Weisßeit, de . heiligkeit, in alt adhätigkeit, biiu Hvachheit un m In das Glück de de agz empfinden d ( Zeſu Heritzt ¹ 6 ann dann vidn⸗ mrir ein Schmerz ni Ii llendeten, vetlen rrt du ewig ſi ¹ herz, beglückt u „an iicien ergözen. N ar Pelt und zeitn 1 Si der Selhit 17 verklärten Giſt wird meine e 1an ich werde ir „Annen hören, W f hier im Herrn p a fide ih in be ſt oͤ. deun getroſt min 1 m d jih, in vilhe wyße Freuden do . Pilgerlebens Ri 2₰ Pilgerlebe 41 unter beſondern Umſtänden. verwandelt wird nach die⸗ ſem Leiden! Ergib in kind⸗ licher Geduld dich deines Vaters Lieb' und Huld! Dein Jeſus wird mit treuen Händen dich unausſprechlich ſchön vollenden, und ehe du dich wirſt verſehn, wirſt du verklärt dort oben ſtehn! Mel. Wer nur den lieben Gott 662 Sch faſſe, Vater, deine Hände, und halte ſie im Glauben feſt; verlaß den nicht an ſeinem Ende, der ewig ſich auf dich verläßt! Du biſt mein Gott von Jugend auf; hilf glücklich enden meinen Lauf! 2. Du haſt nach deiner Vatergüte beſtändig wohl an mir gethan, erhör' auch meine letzte Bitte: Nimm, Gott, mich dort zu Ehren an! Ach, Vater, ach noch Eins iſt Noth, ein gutes End', ein ſel'ger Tod! 3. Du haſt mich je und je geliebet, verſorgt, ge⸗ ſtärkt, geſchützt, regiert, mich oft erquickt, durch Leid geübet, oft wunderbar, ſtets wohl geführt, wohin ich ging, wohin ich ſah, war mir ſtets deine Güte ah. 4. Auch jetzt, auf meinem Sterbebette, ſieh meine Noth, o Vater, an! Er⸗ quicke, lindere, errette; 499 denn du biſt's, der mir hel⸗ fen kann. Stärk' mich im Guten bis ans End', damit ich treu den Lauf vollend'! 5. Mein Heiland treib' die Furcht zurücke, beſiege meinen letzten Feind! Lenk! auch im Sterben meine Blicke auf deinen Tod, o Seelenfreund; ſprich Muth mir, Troſt und Freude zu, mach' Ende, bringe mich zur Ruh'! 6. Ihr eitlen Güter dieſer Erden, ihr machet mir den Tod nicht ſchwer. Jetzt ſoll ich ewig ſelig werden; drum brauch' ich eurer nun nicht mehr. Du, Gott, biſt's, wann das ECEitle weicht, der mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich übergebe dir die Meinen, du Vater der Barmherzigkeit, laß ihnen ſtets dein Troſtlicht ſchei⸗ nen, und bleib' ihr Gott zu aller Zeit! Behüte ſie vor Ungemach, und bringe mir ſie ſelig nach! Mel. Chriſtus, der iſt mein 66 3 Bold iſt ſie nun vollendet, die kurze Prüfungszeit; mein Erdenlauf geendet, es naht die Ewigkeit. 2. Ich bin bei meinem Ende getroſt und hoffnungs⸗ voll; ſinkt doch in Gottes Hände mein Geiſt, und iſt ihm wohl. 3. Und 3. Und manche gute Tha⸗ ten, Heil mir, daß ich ſie that! ſtehn vor mir, ſchön, wie Saaten, die Gott ge⸗ ſegnet hat. 4. Sie reifen nun entge⸗ gen dem großen Aerntetag. Welch' ſchöner, reicher Se⸗ gen folgt mir im Tode nach! 5. Nun geh', mein Geiſt, geh' wieder zu Gott, von dem du biſt! Seht, Schweſtern, ſehet Brüder: ſo ſelig ſtirbt ein Chriſt! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 664 Selig ſind, die in dem Herrn, die in ihrem Schöpfer ſterben; denn es ſpricht der Geiſt des Herrn, daß ſie ew'ge Ruhe erben, daß von nun an Alle ſie ruhen von des Lebens Müh'. 2. Göttlich Wort, wie labeſt du jeden Schwachen, jeden Müden! Wie ſo trö⸗ ſtend ſenkeſt du in mein Herz des Himmels Frieden: ich ſoll einſt auch ſelig ſeyn, ewig mich der Ruhe freun! 3. Nun ſo komme denn, o Tod, wann du willſt, zu meiner Hütte; mich, mich macht das Wort von Gott ſtark, bei jedem deiner Schrit⸗ te. Da der Herr ſein Wort nicht bricht, ſchreckt mich auch dein Drohen nicht. 4. Schrecklich magſt du Zweiflern ſeyn; mir, ich 500 Geſinnung und Verhalten des Chriſten weiß, an wen ich glaube, mir macht Sterben keine Pein, keinen Schmerz dein Wort vom Staube. Staub bin ich und werde Staub, aber nicht des Moders Raub. 5. Aus dem Staube neu gebaut ohne Schwachheit, ohne Mängel ſchwebt mein Leib empor und ſchaut Nichts als Sel'ge, Nichts als En⸗ gel. Sterblichkeit, die hier gebeut, reicht nicht in die Ewigkeit. 6. Gönnet mir mein na⸗ hes Glück, weinet nicht, ihr meine Werthen! Nur noch einen Augenblick: dann, dann wohn’ ich bei Verklärten. Faſſet Muth, ich geh' voran, ihr, ihr folgt auf dieſer Bahn. 7. Der du mir mit deinem rungen, auch in meiner T desnoth, Jeſu, ſei dir Preis geſungen! Bald jauchz' ich im Engelchor dir ein höhres Lied empor. In eigener Melodie. 665 Chriſtus, der iſt mein Leben und Sterben mein Gewinn. Ihm hab' ich mich ergeben: in Fieden. ſcheid' ich hin. 2. Ich freue mich zu ſter⸗ ben; denn nach vollbrachtem Lauf ſoll ich den Himmel er⸗ ben: mein Heiland nimmt mich auf. 3. Bald lten des Chrife 4 , an wenj macht a 1, keinen Simen t vom Staube. 6 ich und wethe 8 nicht des odergt Aus den Stauhen lut ohne Schyut ene r und ſchaut Sel'ge, Nichts 5 neeihi dh aut, reicht nicht u net. tt uſtu Gonnet mir mein n Glück, weinet ue 1 meine Werthen ſh n einen Alujailt 2., dann wohr t Plärten. Faſi du leh voran, iht nig a dieſer Bahn. Der du mir mit enn E dieſe Hoffnung han —zen, auch in meinere Tooth, Jeſu, ſei di he Eugen! Vald jaut a ingelchot dir ein ſihn 2 empor. — In eigener Melodie 35 Crn zau 1 Syen mein Ceum hab ich mich ergin enrieden ſcheid ih ſi Ich freue mich zu er „ denn nach vollbrachen „ſel ich d hinmla „ mein Heiland umn a. 3 0 unter beſondern Umſtänden. 3. Bald hab' ich überwun⸗ den des Lebens Angſt und Noth; nach wenig Prü⸗ fungsſtunden, leb' ich bei dir, mein Gott! 4. Wann mir die Augen brechen, ſei, Jeſu, du mein Licht! Und kann ich nicht mehr ſprechen, verwirf mein Seufzen nicht! 5. Wann Sinnen und Gedanken, wie ein verlö⸗ ſchend Licht, bald hie⸗ bald dahin wanken, ach, dann verlaß mich nicht! 6. Es fliehe Furcht und Kummer, die Seele ſtärke ſich, und, wie des Müden Schlummer, ſanft ſei mein Tod durch dich! 7. Herr Jeſu, ich vollen⸗ de im Glauben meinen Lauf, nimm mich in deine Hände; o Jeſu, nimm mich auf! Mel. Wer nur den lieben Gott 666 Dug Herr und Vater meiner Tage, du weißt, daß ich, dein ſchwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern trage, die irdiſch und zer⸗ brechlich ſind; drum gib, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode ſei bereit! 2. Daß du hier meinem erſten Leben ein mir ver⸗ borgnes Ziel beſtimmt, und daß die Zeit, die mir ge⸗ geben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das flöße 501 mir die Weisheit ein, ſtets auf mein Heil bedacht zu ſeyn! 3. Hier hab' ich lebens⸗ lang zu lernen, mein Herz von Sünden abzuziehn, mich von der Weltluſt zu ent⸗ fernen und um den Him⸗ mel zu bemühn: o mache mich dazu geſchickt, eh' mich der Tod der Welt ent⸗ rückt. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben bei dir, Gott, meiner Seele Theil, iſt mir das Beſte aufge⸗ hoben; dort iſt für mich vollkommnes Heil. Wo Je⸗ ſus iſt, da ſei mein Herz! Herr, lenke ſelbſt es him mel⸗ wärts! 5. Hier allen Sünden ab⸗ zuſterben, zu leben der Ge⸗ rechtigkeit, um dort des Himmels Glück zu erben: dazu laß meine Sterblichkeit mir ſtets, mein Gott, vor Augen ſeyn, und deine Hülfe mich erfreun! 6. Willſt du mich länger leben laſſen, ſo laß es mir zum Heil geſchehn; doch ſoll ich heute noch erblaſſen, ſo höre, Vater, auf mein Flehn: ſei, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Troſt und meine Zuverſicht! 7. Dir will ich gänzlich mich ergeben, dir, deſſen Eigenthum ich bin; biſt du, mein Heiland, nur mein der en deͤzzͤͤͤͤ —n——— 4— 8 1.„ 2 111 4.“ n 3 8.—. 1 502 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ben, ſo bleibt ſelbſt Ster⸗ ben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich ſterbe dir; ſei nur mein Troſt, ſo gnüget mir. Mel. Herr wir ſingen deiner 67 H* dir, Seele! Gott erſcheinet. Mein Auge hat bald ausge⸗ weinet, der Himmel öffnet ſich vor mir. Gottes En⸗ gel ſteigen nieder; bald werd' ich nun, verklärte Brüder, an Gottes Thro⸗ ne ſtehn, wie ihr. Mein Leben endet ſchon; bald iſt es ganz entflohn: doch ein beßres, Gott, wartet mein, unſterblich ſeyn ſoll ich, ſoll ewig dein mich freun. 2. Welt und Sünde ſind bezwungen; bald iſt der hohe Lohn errungen, der nach dem Sieg den Strei⸗ ter krönt. Matt am ſchwe⸗ ren Pilgerſtabe, ſehnt' ich mich oft nach Ruh' im Grabe, wie ſich nach Ruh' der Wandrer ſehnt. Heil mir! Halleluja! ich bin dem Ziele nah! Von der Hülle der Sterblichkeit nun bald befreit, ſchwing' ich mich über Welt und Zeit! 3. Gott, mein Heil und mein Vertrauen, du führſt vom Glauben mich zum Schauen; Dank dir! Mir iſt der Tod Gewinn. Wer, wer winkt mir dort am Throne? Wer zeiget mir die Siegeskrone? Ich eile zu dem Throne hin. Wie wird mir! Wie entſtellt ſinkt unter mir die Welt! Bald, bald ſeh' ich von Angeſicht zu Angeſicht, in. deinem Lichte, Gott, das Licht. Mel. Ermuntre dich 6 668 Gott öffne deinen Himmel mir! Bald nahn die letzten Stun⸗ den; bald ſteigt mein Geiſt empor zu dir; bald hab' ich überwunden; bald troͤſtet mich nach Schmerz und Leid des höhern Lebens Herr⸗ lichkeit. Ich ſterbe hier auf Erden, um ſelig dort zu werden. 2. Herr, meine Seel' em⸗ pfehl' ich dir in deine Vater⸗ hände. Sei gnädig, Gott, mein Vater, mir, und mache ſanft mein Ende! Du, der mich für den Himmel ſchuf, ich hoͤre deiner Stimme Ruf, ich will mit Ruh' und Freuden von dieſer Erde ſcheiden. Der ſterbende Jüngling. Mel. Wann mein Stündlein 3 icht lang ein 669 N Pilger die⸗ ſer Zeit, ſchon reif zum beſſern Leben, ſteh' ich am Rand ſeſicht zu Angefict, 4 Lichte, Got 3 Mel. Ermuutre dch 68 Gtenm Hinmel nn d nahn die lezten en⸗ ; bald ſteigt main bi oor zu dir; babd hah rwunden; bad nit h nach Schue u e höhern buüas ger⸗ keit. Ich ſate ſir uf den, um ſäg wn dden. 2. Herr, meine del m⸗ hl ich dit in diue n⸗ dde. Sei grädig, Gi in Vater, mir, und madt ſt mein Endel N, N h für den Hunl tuj höre deiner Etinme f, ich vil mi duh Freuden un diſe e ſcheiden. t ſterbende Jünglin „ 5 in del. Wann mein Stündlii 69 Nrn 7 Zeit, ſchen tif zun aun keben, ſiſ t 9 unter beſondern Umſtänden. Rand der Ewigkeit, vom Himmelsglanz umgeben; bald geht der freie Geiſt hervor aus ſeiner Hütte, ſteigt empor, empor zum Sitz der Wonne. 2. O Heil mir! Heil mir, daß ich nie die edle Zeit der Jugend den eitlen Lüſten, daß ich ſie nur dir geweiht, o Tugend; und eingedenk der Rechenſchaft, und des Gerichts, das Süͤnder ſtraft, rein und unſchuldig lebte. 3. Nicht jenes Lebens Vorgefühl könnt' mich nun⸗ mehr erquicken, mit Schau⸗ dern ſäh' ich nun das Ziel des Lebens näher rücken; vor mir ſäh' ich den Rich⸗ terthron, an dem, zum wohlverdienten Lohn, Ver⸗ dammung mich durchbebte. 4. Jetzt kann ich freudig zu dem Thron des Welten⸗ richters treten; denn Jeſus Ehriſtus, Gottes Sohn, wird mich vor ihm vertre⸗ ten. Ihm war mein Daſeyn hier geweiht, und er hat meine Seligkeit mir hier und dort erworben. 5. O Troſt in meiner letzten Noth, daß ich an Jeſum glaube! Willkom⸗ men iſt mir nun der Tod; er hebt mich aus dem Staube; führt mich zur Ewigkeit empor, wo in der Auserwählten Chor mir neues Leben blühet. Das ſterbende Kind. Mel. Wer nur den lieben Gott 670 ch ſterbe ſchon, jedoch ich ſter⸗ be, damit ich ewig leben kann; daß ich nicht in der Welt verderbe, ſchließt ſich mein Lauf, der kaum be⸗ gann. Ich werd' in meiner Frühlingszeit als Himmels⸗ pflanze Gott geweiht. 2. An meiner Gruft ſtärkt euren Glauben, ihr Aeltern, die ihr mich geliebt! Der Tod kann mich nicht ganz euch rauben, da Gott mich einſt euch wieder giebt. Dank ſei dir, Vater! dar⸗ gebracht, für deine Sorg⸗ falt! Gute Nacht! 3. Nach langem Schmerz und kurzen Freuden reißt mich der Tod aus viel Ge⸗ fahr; doch ach, was fühlt das Herz für Leiden, darun⸗ ter ich gebildet war! Dir ſei der treuſte Dank ge⸗ bracht. Getreue Mutter; gute Nacht! 4. Beruhigt euch, ihr an⸗ dern Meinen, die ihr mir durch das Blut verwandt; ihr dürft um mich nicht troſtlos weinen, der Geiſt iſt ja in Gottes Hand; der Leib verweſ't zu ſchönrer Pracht; wir ſehn uns wie⸗ der; gute Nacht! 5. Gleich Frühlingsblu⸗ men wird mein Leben beim Auf⸗ 503 1 504 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Aufblühn ſchon des Todes Raub; dies kann dir, Menſch, die Lehre geben: du ſeiſt, wie ich, nur Aſch' und Staub. Bei meinem Grabe lenk' den Sinn vom Irdiſchen zum Ew'gen hin! 6. Ich ſterbe ſchon; lernt Alle ſterben! Vielleicht iſt euer Grab nicht weit. Sind eure Kinder auch bald Er⸗ ben, wie ich, der Himmels⸗ herrlichkeit; ſo denkt: Sie gehn uns nur voran, wir treffen ſie dort wieder an! Fürbitte für Sterbende. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 671 Utter manchen bangen Schmer⸗ zen iſt er(ſie) ſchon dem Tode nah. Er, ſo theuer unſerm Herzen, matt und hülflos liegt er da, iſt ſich ſeiner nicht bewußt, röchelnd athmet ſeine Bruſt; ohne Kraft, ſich auszudrücken, ſpricht er bloß in ſtarren Blicken. 2. Bald, ach bald ent⸗ flieht ſein Leben; hin, hin iſt der Jahre Zahl, die du ihm, o Gott, gegeben, hin auch ſeiner Schmerzen Qual; er wird nun der Welt entrückt; jede Laſt, die ihn gedrückt, ſeines Jammers bange Stunden ſind bald durch den Tod verſchwunden. 3. Nimm, da er uns nicht verſtehen, und zu dir nicht beten kann, ſeines Herzens ſtummes Flehen, ſeiner Lip⸗ pen Seufzer an; gib ihm Muth und Zuverſicht, und, durch deiner Lehren Licht, auf des Todes dunklem Pfade das Gefühl von dei⸗ ner Gnade! 4. Daß er vor dem Tod nicht bebe, frei den Blick hin auf die Gruft, froh den Geiſt zu dir erhebe, der den Staub ins Leben ruft; daß er ſicher deiner Huld, und befreit von Sünd' und Schuld, ruhig und gelaſſen ſterbe und das Glück des Himmels erbe! Mel. Dein ſind wir, Gott, in 672 D'“ woll'ſt erhö⸗ ren, Gott, ſein(ihr) Flehen, nicht ins Gerichte mit ihm gehn, der jetzo deiner Ewigkeit ſich naht, befreit nun bald von dieſer Eitelkeit! 2. Des Lebens und des Todes Herr! Nun iſt für ihn die Zeit nicht mehr. Du haſt gezählt des Haup⸗ tes Haar, ſein Todesjahr beſtimmt, als keine Zeit noch war.. 1 3. Erfüllt iſt ſeiner Lei⸗ den Zahl, er leidet jetzt zum letztenmal. Ach, ſei in ſeiner Todesnoth ſein Freund und Gott; ein Schlum⸗ Schl Tod. 4. nen! nem ihn, brich Her Gn 5. ten quick Dure und er e den 6. Ruh erqu tes, auf t ℳ 1 1 9 82 8 9„◻ 1 des Chrüten ümm, da et nnticht und zu di u t u⸗ ſeines hapnn * Fichen ſenr üe ufzer an; git ihn aud Juverſtct, m m) deiner hrer d 8 Todes uc † 5 fühl don h .u er vor dah Aebe, frei da l — die Gruft fiſn nn dir erſele,en ins Leben rif iß Rir deiner Hil — von Sim ruhig und galſa Lund das Güt de ais erbe! Dein ſind wir, Jtu u wolfſ i 1„D u ren, 4* Flehen, niti e nit ihm geu, —, einer Ewigkeit — un bald w 2m itelkeit! Des Lebens und d der Nun iſtf 1 eit nicht mi gezählt des Hm 8, ffn Todeiji nm dnt, a b an ii ſima rahl, er leidet enmal. Ah en Thenni ſ und e W fern: 1 als keine I unter beſondern Umſtänden. 505 Schlummer ſei für ihn der Tod. 4. Vollende, Vater, ſei⸗ nen Lauf; nimm ihn zu dei⸗ nem Frieden auf; Verlaß ihn, wenn ſein Herz nun bricht, verlaß ihn nicht, Herr, Herr, mit deinem Gnadenlicht! 5. Erleichtre ihm den letz⸗ ten Schmerz! Von dir er⸗ quicket, ruh' ſein Herz! Durch Jeſu Todesſchweiß und Blut, das ihm zu Gut er einſt vergoß, ſtärk' ihm den Muth! 6. In ihm vermehre deine Ruh', ſein armes Herz erquicke du! Geiſt Got⸗ tes, laß ihn mit Vertraun auf Jeſum ſchaun, und ſo entgehn des Todes Graun! 7. Mach' ihn getroſt, o Geiſt des Herrn! Zeig' ihm den Gnadenlohn von laß ihn den Himmel offen ſehn, und Jeſum ſtehn, bereit, ihn gnädig zu er⸗ höhn! 8. Ach Gnade, Gnad' er⸗ geh' für Recht! Denn von dem menſchlichen Geſchlecht iſt ſelbſt der Heiligſte nicht rein! Wer kann wohl dein, Gott, ohne deine Huld ſich freun? 9. Sei, Richter, ihm nicht fürchterlich! Erbarme ſeiner Seele dich! Auch aus der Tiefe rufet ſie; erhöre ſie, erlöſe Gott, erlöſe ſie! 10. Behüte ihn in ſei— nem Tod; ihn ſegne, ſeg⸗ ne, ſegne, Gott! Wann nun ſein Auge ſterbend bricht, leit' ihn dein Licht; tröſt' ihn vor deinem An⸗ geſicht! Einſegnung eines Ster⸗ benden. Mel. Herr, wir ſingen deiner 673 Sei geſegnet, Amen! Amen! Entſchlaf' in jenem großen Namen, vor dem ſich Erd' und Himmel beugt! Deine Laufbahn hat ein Ende! Dein Vater nimmt in ſeine Hände die Seele, die der Erd' entfleucht. Heil dir, erlöſter Geiſt, der bald am Thron ihn preiſt! Je⸗ ſus Chriſtus hat dich ver⸗ ſöhnt; von ihm gekrönt, empfängſt du nun des Glau⸗ bens Lohn. 2. Welcher Glanz wird dich umfangen, iſt nun der Tag dir aufgegangen, des Lebens Tag nach To⸗ desnacht! Sei geſegnet, Amen! Amen! Ruh' ſanft in Jeſu Chriſti Namen! Für dich auch ward ſein Werk vollbracht. Sie tru⸗ gen ihn ins Grab vom Golgatha herab, Gottes Opfer! Er überwand; der Herr erſtand, und der Er⸗ ſtandne nimmt dich auf. Y 3. Nimm 22 ℳnMMMſuſſſ 3 ————jjjj——————— 88“— —————— —— 3 — ö“ 1 506 3. Nimm von uns den letzten Segen! Zwar ſinkt dein Leib dem Grab entge⸗ gen; doch deine Seele zittre nicht! Irdiſch werden wir dich ſäen; doch himmliſch wirſt du auferſtehen und ſchauen deines Gottes Licht. Geh' ein zu deiner Ruh'! Du gehſt dem Vater zu, der dich geliebet. O Tod⸗ ter, du, nach kurzer Ruh' wirſt du zum Leben aufer⸗ ſteh'n. Der Tod Mel. In allen meinen Thaten 674 Wi ſanft ſeh'n wir den Frommen, wie frei, wie unbeklommen ſich ſeinem Ziele nah'n! Wo Erdenglück und Leiden von ihm auf im⸗ mer ſcheiden, wird ihm der Himmel aufgethan. 2. Er ſieht ſein Pilgerle⸗ ben gleich einem Traum ver⸗ des Frommen. ſchweben, ſteht ohne Reu' am Ziel. Es blühen ſeine Saaten; ſchon lohnt für ſeine Thaten ihm Ruh' und reines Selbſtgefühl. 3. Von keiner Angſt be⸗ troffen, ſieht er ſein Grab nun offen; er geht und fürch⸗ tet Nichts. Ein Strahl der ew'gen Gnade ſchwebt auf dem dunkeln Pfade ihm vor; nah iſt das Reich des Lichts. Geſinnung und Verhalten des Chriſten 4. Auf ſeinem Angeſichte ruht ſchon vom Himmels⸗ lichte ein ſanfter Wider⸗ ſchein. Oft ſpricht aus ſei⸗ nen Blicken ein ſeliges Ent⸗ zücken, ihn laden Boten Gottes ein. 5. Er ſegnet froh die Seinen, die um ſein Lager weinen, ermahnt und tröſtet ſie; und ſeiner Treue wegen erfüllt Gott dieſen Segen, verſäumet und verläßt ſie nie. 6. Er faltet noch am Ende zur Gottheit ſeine Hände, um dankend ſich zu freu'n: Preis dir, Herr! Ich be⸗ fehle dir, Vater, meine Seele! Er ſpricht's und ſchlummert lächelnd ein. 7. O laßt, wie er, uns le⸗ ben und nach dem Sinn uns ſtreben, der uns Glück erwirbt; damit auch wir als Erben der Selig⸗ keit einſt ſterben, wie der bewährte Fromme ſtirbt. Beim Tode guter Aeltern. Mel. Auf, ſchicke dich tt, welch eir 675 G Se welch ein unſer Herz! Wie groß und hart iſt dieſes unſer Leiden! Was ſehen wir? Den Va⸗ ter(die Mutter) hier ſo frühe ſchon aus Mitte ſcheiden. 2. Gott, welch Geſchre Ach dies unſrer Ach, (ſie) bang er erbl dahi 3 Thr Tro zen. Wai geh'n zen. en war ſein te; Got Kräͤf 5. ward gen in L allze will weih 6. in nun trͤſte nun ja ſt löſten 7. väͤter verla ſo m. ſer ſo gn Auf ſeinem ane ſchon vom— ein ſunſte d Oft ſprihtn 3 icken ein ſe ſelige ihn laden 8 ein. Er ſegnet fi En, die um ſat den, ermahnt und und vud ſ einerun at Gott dieſe en vmmet und veiij 1 Er faltet nohmt a Gottheit ſin ten des Ghri nend ſich uf dir, den 4 5 dir, Vater an c! Er ſprit w Hnmert lächelni O laßt, wiemul e und nach da in ſtreben, der mi erwirbt; dam als Erben du h Seinſt ſterben, ni wuhrte Fromme ſit Am TodeguierAr Mel. Auf, ſ 4 875 Geten 6 un. Ar Herz! Wie guußl wiſ dieſes unſerki A ſehen vir? Dat „(die Nutte) ſi e ſchon aus 1” A derne ris gi b unter beſondern Umſtänden. Ach, einen Blick warf er (ſie) noch ſelbſt auf unſern bangen Kummer. Doch ach, er(ſie) neigt das Haupt, erbleicht und ſinkt dahin, dahin in Todesſchlummer. 3. O Freunde, habt ihr Thränen; labt damit als Troſt die jammervollen Her⸗ zen. O weint für ſie, die Waiſen, die nun faſt ver⸗ geh'n in ihren tiefen Schmer⸗ zen. 4. Ach Sorg' und Müh' war ſpät und früh für uns ſein ſtetes eifrigſtes Geſchäf⸗ te; uns zu erzieh'n nach Gottes Sinn, dem weihte er mit Wonne Zeit und Kräfte. 5. Wie manche Nacht ward durchgewacht, zu pfle⸗ gen uns in Krankheit und in Leiden, die wir doch nicht allzeit nach Pflicht ganz willig ihm dankbare Herzen weihten! 6. Wer wird uns, Gott, in unſrer Noth erquicken nun und helfen, ſchützen tröſten? Du kannſt allein nun Helfer ſeyn, du biſt ja ſtets Erbarmer der Er⸗ löſten. 7. Du nenneſt dich ſelbſt väterlich den treuen Gott verlaßner, armer Waiſen: ſo mildre doch, Herr, un⸗ ſer Joch, wie du uns ſelbſt ſo gnädig haſt verheißen. 8. Sei unſer Licht, ſtaͤrk' 507 uns zur Pflicht, zur Tugend uns auf allen unſern We⸗ gen! Uns folge, Gott, bis in den Tod, wenn fromm wir ſind, des beſten Vaters Se⸗ gen! 9. Wir ſchauen hin mit Kindesſinn auf ſeinen Tod, auf ſeines Glaubens Ende! Wir folgen nach; doch wir ſind ſchwach, o reich' uns gnädig deine Vaterhände! 10. Gib, Herr, daß wir im Glauben hier getreu und feſt den Pfad der Tugend gehen, damit wir einſt, wann du erſcheinſt, im beſ⸗ ſern Land die Aeltern wieder ſehen! Beim Tode hoffnungs⸗ voller Kinder. Mel. Der unſre Menſchheit 4 Tuür deinen Hin 676 F mel reiften 4 ach, meinem Wunſch nach viel zu früh, doch, Herr, nach deinem Willen! Wie blutet mein verwundet Herz! Wie kämpf' ich wider meinen Schmerz! Was find' ich, ihn zu ſtillen? Zwar für den Himmel reiften ſie; doch meinem Wunſch nach viel zu früh! 2. Ach, meine Kinder ſind nicht mehr! Mein armes Herz iſt hoffnungsleer und freudenlos mein Leben! Ich ſah ſie, wie den Frühling, Y 2 blühn ˙˙ęęę/p—ꝑ———————— —*““—. 4— 8 5 1 blühn; dir, dir hofft ich ſie zu erziehn, Gott, der ſie mir gegeben! Mein Alter ſollten ſie erfreun, und Troſt mir noch im Tode ſeyn. 3. Da, Ew'ger, ſprachſt du: Gib ſie mir! Ich ſelbſt, ich ſelbſt erzieh' ſie dir; ich will ſie hoch erhöhen. Sie werden nicht dein Alter freun, im Tode ſeyn; du ſollſt ſie ſterben ſehen. Dein Wllle, Herr, mein Gott, geſchah; ich war es, der ſie ſterben ſah. 4. Herr, ich verehre dein Gebot; nur laß mich mei⸗ ner Kinder Tod, ach laß mich ihn beweinen! Du, der du aller Vater biſt, du weißt, wie ſchwer mein Herz mir iſt! Wie könnt' ich froh erſcheinen? Verzeih' Gefüh⸗ len der Natur! Nicht murren, weinen will ich nur. 5. Auch meine Thränen preiſen dich! Sie find die Zeugen, Gott, daß ich die liebte, die du liebeſt, und nun im Lichte deines Throns, in der Gemeinſchaft deines Sohns, in höhrer Tugend übeſt. Herr, meine Seuf⸗ zer danken dir; du, du ver⸗ rantef ſie nur mir. Mit Thränen preiſ' ich 1u auch einſt, wann du zum Weltgericht erſcheinſt; doch dann mit Freudenthrä⸗ nen! Dann werd' ich meine 508 Geſinnung und Verhalten des Chriſten nicht Troſt dir noch Kinder ſehn, mit ihnen dan⸗ kend vor dir ſtehn, mich nicht mehr troſtlos ſehnen. Dann werd' ich froh bei ihnen ſeyn und ewig mich mit ihnen freun. Mel. Der unfre Menſchheit 677 6 iſt nicht mehr, 2, für mich nicht mehr mein theures Kind! Wie freudenleer iſt nun mei Erdenleben? 2 Wie eine R Raſe 1 gC. 1 t * und Nanu es zu er ziehn, war immer mein Be eſtbeben Ach, meine Hoffnung ſank ins Grab, und alle Luſt mit ihr hinab. 2. Gott, wie verwundet iſt mein Herz. Der Morgen findet mich So Schmerz die Nacht in heißen Zäl hre en. Doch wider dich, Herr, klag' ich nicht; nein heiligi iſt mir ſtets die Pflicht, dich auch in Schmerz verehren. Auch weinend will ich dankbar ſeyn; du gabſt, du nahmſt, es war ja dein. 3. Wohl ihm! in Un⸗ ſchuld brach ſein Herz, ge⸗ ſichert nun vor Noth und Schmerz, genießt es höh're Freuden. Vielleicht war es zu ſchwach zum Streit mit Sünde, Welt und Eitelkeit, zu ſchwach für ſchwere Lei⸗ den. Gerettet iſt s in deiner Hand; ging mir voran ins Vaterland. Beim zu m dir n 2. ſal w ꝗ n deines duldig 4 das deine für mi elheitr — ſroh bei ihnen ſeh 1 mich mit ißten — der unfre Menſähhet 8 E it richt mig E fit mich ngt Jein theures Kin. denleer iſt uun nn en? Wie eine uſ a blühn; und di nnm es zu erziin, er mein Beſteten. mine Hoffnung ui 12, und alle uſ n 9.. tt, wie vervundet * 4 Herz. Der Aurgen m aich voll Sahnen [Vt in heißen zähre a der dich, Herr, laj 13 nein, heilig iſ mi Pliicht, dich auc ceez verehren. Aud 2m vil ich dankban — mbt, du nahmſ. da dein. A ihm! in Un⸗ Aac ſein her, ge⸗ n uur Nath un an geruießt es hühie * Veleit war e 0 zun Striit m *1 Welt und Ettelti 2 iih fir ſchwene bi rettet iſes in deier ging mir vorm 1 1 Bein Beim Tode eines guten Ehegatten, oder eines Freundes. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht 678 Aë, hier nicht mehr! ach, fern von mir! Du biſt nicht mehr auf Erden hier, o theure gute Seele! Dich ſucht umſonſt mein trüber Blick; du kehrſt nicht mehr zu mir zurück, was auch mit dir mir fehle. 2. Der Freundſchaft Lab⸗ ſal iſt dahin, dein Troſt, wann ich verlaſſen bin, dein Mitleid, wann ich leide. Es fehlt mir deine treue Hand auf meinem Pfad zum beſſern Land, und mit ihr alle Freude! 3. Doch, ſei mein Schmerz auch noch ſo groß, du ru⸗ heſt nun in Gottes Schooß: vor Gott will ich mich beu⸗ gen. Du lebſt, geliebte Seele, noch, erlöſt von deines Leibes Joch: ge⸗ duldig will ich ſchweigen. 4. Das Irdiſche nur deckt das Grab; Gott nahm dir deine Schmerzen ab und jede Laſt der Leiden. Emporge⸗ hoben iſt der Geiſt zu Gott, der Aller Vater heißt, zu ſeines Heilands Freuden. 5. O Troſt, o hoher Troſt für mich! mein banges Herz, erheitre dich, und ſtille deine unter beſondern Umſtänden. 509 Klagen! Die Seele, die hier heilig war, vereint ſich mit der Engel Schaar. Wie könnt' ich heidniſch zagen? 6. Zwar hört, wenn einſt mein Auge bricht, mein Ohr von dir, o Theurer,(Theure) nicht Gebet und Troſt und Segen; doch wenn durch Gottes Kraft mein Geiſt ſich auch dereinſt dem Staub entreißt, ſo eilſt du mir ent⸗ gegen. 7. Du Seliger(Selige) wirſt vor mir ſtehn; ich werde dich vollkommner ſehn: o freudenvolle Stunde! Ich eil' dir dann voll Wonne zu, unſterblich ich, unſterblich du, zum neuen Freund⸗ ſchaftsbunde. 8. Dann ſchau' und bet' ich an mit dir; Ein Herz und Seele ſingen wir von weggeweinten Leiden und von der Tugend hohem Lohn, und preiſen Gott und ſeinen Sohn für unſere höhre Freuden. 9. Gedanke der Unſterb⸗ lichkeit, erheitre jede Dun⸗ kelheit, und ſtärk' mich, wann ich wanke; veredle jede Lei⸗ denſchaft, erfülle mich mit Muth und Kraft, du himm⸗ liſcher Gedanke! Bei Begräbniſſen. Mel. Nun laßt uns den Leib 679 Wo gehn ans Grab und Y 3 hof⸗ — 3 hoffen doch: dein Geiſt, Entſchlafner, lebet noch, von Schmerz und Erdennoth befreit, im Lande der Un⸗ ſterblichkeit. 2. Ruh' ſanft! Dein Auge ſchloß ſich zu, und nun umgibt dich ſüße Ruh'! Dein Gott hat wohl an dir gethan; nun keine Qual mehr an. 3. Du gingſt voran, wir folgen dir! Auch deine Freunde wallen hier auf ihrer Pilgerbahn hinab zur Abendruh' ins ſtille Grab. 4. Du wirſt uns unver⸗ geßlich ſeyn; dein Herz war liebreich, fromm und rein, mit Liſt und Falſchheit un⸗ bekannt; nun ruht's in Got⸗ tes Vaterhand. 5. O Gott, nun blickt bei ſanftem Schmerz auch unſer Glaube himmelwärts, wo Jeſus Chriſtus, unſer Hirt, all' unſre Thränen trocknen wird. 6. Du, der einſt den ent⸗ ſchlafnen Freund, wie wir den unſ'rigen beweint, ſei, Jeſus, unſre Zuverſicht, wann unſer Herz im Tode bricht! In eigener Melodie. 680 Nun bringen wir den Leib zur Ruh' und decken ihn mit Erde zu, den Leib der nach des Schöpfers Schluß 510 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ruͤhrt dich zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Erd' und Staub, nicht im⸗ mer der Verweſung Raub; er wird, wann Chriſtus einſt erſcheint, mit ſeiner Seele neu vereint. 3. Hier, Menſch, hier lerne, was du biſt; lern' hier, was unſer Leben iſt! Nach Sorg' und Furcht, nach mancher Noth und Ar⸗ beit kommt zuletzt der Tod. 4. Schnell ſchwindet unſre Lebenszeit; auf’'s Sterben folgt die Ewigkeit; wie wir die Zeit hier angewandt, ſo folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichthum, Ehr' und Glück, wie wir ſelbſt, einen Augenblick; ſo währt auch Leid und Trau⸗ rigkeit, wie unſer Leben, kurze Zeit. 6. O ſichrer Menſch, be⸗ ſinne dich! Tod, Grab und Richter nahen ſich; in Allem, was du denkſt und thuſt, bedenke, daß du ſter⸗ ben mußt! 7. Hier, wo wir bei den Gräbern ſtehn, foll Jeder zu dem Vater fleh'n: Mein Gott, ich bitt' durch Chriſti Blut, mach's einſt mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun; vor unſerm Gott uns kindlich ſcheun! Wir ſind 1 d Chriſen 5 und Gde wed arr bläidt richt inn d Smnt ine t Verweſung Rah ²r), wann Chrituzin it, mit ſeiner du rreeint. Hier, Meuſch 1 —* was du biſt ſm — was unſer Laha z. — Sorg und iirt nancher Noih wit Aommt zuletzt der n an Schnell ſchwinde w Stzeit; aufs Eh 2 die Ewigkeit; nen wit hier angevnnt * der Lohn au at —* So währen Ate ae und Glück, nn 2, einen Augalit 8= auch Leid ui t, wie ufſer be 1 Zeit.. O ſichrer Naith dich! Tod, — Richter nahen ſt In, was du dei. ., bedenke, daß ni mußt! Hier, wo nieh Sbern ſiehn, ſil zem Vater ſle 1 t, ich bitt duc mach'einſnit gut!. 4 9 balle Sürd. a; vor unſe — iindlich ſchen unter beſondern Umſtänden. ſind hier immer in Gefahr; nimm Jeder ſeine Seele wahr! 9. Wenn unſer Lauf vol⸗ lendet iſt, ſo ſei uns nah, Herr Jeſu Chriſt! Mach' uns das Sterben zum Ge⸗ winn; zeuch unſre Seele zu dir hin. 10. Und wenn du einſt, du Lebensfürſt, die Grä⸗ ber mächtig öffnen wirſt, ſo laß uns fröhlich auferſteh'n und dann dein Antlitz ewig ſeh'n. Mel. Nun laßt uns den Leib 681 Berabt den Leib in ſeine Gruft, bis ihn des Richters Stim⸗ me ruft! Wir ſäen ihn; einſt blüht er auf und ſteigt verklärt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube ſchuf ihn einſt der Herr; er war ſchon Staub und wird's nur mehr. Er ſchläft, er ruht, und einſt erwacht er wieder aus des Todes Nacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der ſie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Miſſethat durch ſeinen Sohn erlöſet hat. 4. Hier hat ihn Trübſal oft gedrückt; nun wird er dort von Gott erquickt. Hier trug er Jeſu ſanftes Joch, entſchlief im Tod und lebt doch noch. 511 5. Gott blieb er treu bis an ſein Grab, nun wiſcht Gott ſeine Thränen ab. Was ſind die Leiden dieſer Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit! 6. Nun, du Erlöſter, ſchlaf' in Ruh'! Wir gehen unſern Hütten zu, und ma⸗ chen zu der Ewigkeit durch Glaub' und Tugend uns be⸗ reit. 7. Ach, Jeſu Chriſt, dein Mittlertod ſtärk' uns in unſrer letzten Noth! Laß unſre ganze Seele dein, und ſelig unſer Ende ſeyn. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 682 Senktden Leich⸗ nam, ſenkt ihn ein, ehret noch des Geiſtes Hülle; ruh' zerfal⸗ lendes Gebein, in des Tod⸗ tenackers Stille! Was da lebet, folget dir; wie du ruheſt, ruh'n einſt wir. 2. Was du, Todter, tha⸗ teſt, bleibt wohlbewahrt von Gottes Güte; ſo das Sa⸗ menkorn und treibt aus dem Boden Laub und Blüthe. Grüß' erfreut den neuen Tag; was du wirkteſt, folgt dir nach. 3. Die wir hier am Grabe ſteh'n, ſinken All' ins Grab einſt nieder: laßt an unſer Werk uns geh'n, weiſ' und redlich wirken, Brüder! Ach wer weiß den Todestag? Y 4 Wie Cͤͤͤͤöhöäétrmd r—— 512 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Was wir thaten, folgt uns nach. Mel. Nun laßt uns den Leib (Die Verſammlung.) 683 Sentt nun den Leib in ſeine Gruft, und preiſet Gott, der uns auch ruft! Hier ſind wir Saat; einſt blühn wir auf, zum beſſern Leben blühn wir auf. 1(Der Chor.) 2. Grabt mein verwesli⸗ ches Gebein, o ihr, noch Sterbliche, nur ein! Es bleibt, es bleibt im Grabe nicht, denn Jeſus kommt und haͤlt Gericht. 3.(Verſ.) Des Frommen Seele trifft dort nicht des Laſterhaften Strafgericht. Sie, ſelig auch im Tode ſchon, empfängt der Auser⸗ wählten Lohn. 4.(Chor.) Gott iſt allgü⸗ tig und vereint dereinſt mit ſich den Tugendfreund; ihn führet er zu höherm Licht; drum, Chriſten, bebt am Grabe nicht. 5.(Verſ.) Auch Jeſus litt hier Angſt und Qual, und ging durchs finſtre Todes⸗ thal. Auch du gingſt deinem Retter nach, auch dir glänzt nun der Freudentag! 6.(Chor.) Oft hat bei euch mich Gott erquickt; doch hat auch Trübſal mich gedrückt. Im finſtern Thale wandelt' ich, doch führte Gottes Rechte mich. 7.(Verſ.) Vollendeter, genieße du nun ungeſtört die ſtille Ruh'! Einſt gehn auch wir, o Herr der Zeit, durch Grab und Tod zur Ewigkeit. 8.(Chor.) Heil uns, wenn euch, die ihr jetzt weint, mit mir einſt wieder Gott ver⸗ eint! Dann werden wir uns ewig freun, dann ewig, ewig ſelig ſeyn. 9.(Verſ.) Nach dieſer kurzen Lebenszeit erwartet uns Unſterblichkeit; wenn wir uns hier der Tugend weih'n, kann uns der Tod nicht ſchrecklich ſeyn. (Æ R 3 4. 41 21 Mel. Schwing' dich auf zu 684 Lt dem Tode 2 ſeinen Raub, Würmern ihre Habe! See⸗ len werden nicht zu Staub, ſchlummern nicht im Grabe. Senkt auch dieſen Leichnam ein! Laßt ihn niederrollen, uns ihn ſegnen und uns freun, daß wir leben ſollen. 2. Seht, da liegt der Todte nun in geweihter Stille! Freunde, laßt den Theuren ruhn! Es iſt Got⸗ tes Wille. Weinet nicht; er hat nun ſchon, was wir erſt erſehnen. Ihn erweckt kein Klageton! Trocknet eure Thränen! 3. Stim⸗ dchte wich. di) Vollerdeie nun ungzlät Ruh' Einſ yhn „o dert der zät, drab und Toh 1 hor.) Heil uns,ven ihr jetzt weint nit t wieder Gott we⸗ inn werden wir me eun, dann eog g ſeyn. Jerſ.) Nach diſe Lebenszeit ernatt ſterblichkeit; pen z hier der dugud kann uns der doh grecklich ſeyn. Schwing dich af u — L' dem L KX ſeinen Naud rn ihre Habe! Eer den nicht zu Siau dern nicht im Grae rucch dieſen keichnm ißt ihn niederrollen ſegnen und un ß wir leben ſollen eht, da liegt de aun in geweite Freunde, laßt den ruhn Ct iſ Gor⸗ le. Weinet riht; run ſchon, vas vi hnen. Ihn eri Purim dutixt .' en. 3. Stimmet an das hohe Lied von der Auferſtehung! Wißt, als Jeſus einſt ver⸗ ſchied, folgte bald Erhö⸗ hung. Fromme ruhn in ſei⸗ ner Hand, ruhn in ſanftem Frieden. Er, der ſtarb und auferſtand, hat ihr Heil entſchieden. 4. Aerntefeld! Hier ru⸗ hen ſie, Chriſten, unſre Brü⸗ der: käͤmpften, aber käm⸗ pfen nie nun auf Erden wie⸗ der. Heil dem Guten, der hier fand ſanfte Ruh' der Müden! Für das beßre Va⸗ terland ſchlummre er hie⸗ nieden! 5. Saaten der Unſterb⸗ lichkeit! Heilige Gebeine! Bald verſtrömt auch unſre Zeit, ruft der Tod: Er⸗ ſcheine! Ruf' er dann; wir ſind bereit. Wer des Le⸗ bens Gabe nützet für die Ewigkeit, zittert nicht am Grabe. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 68 5 Ruhet wohl, ihr Todtenbeine, in der ſtillen Einſamkeit; ru⸗ het, bis der Herr erſcheine einſt am Ende dieſer Zeit, euch, die Nacht und Gräber decken, durch der Allmacht Ruf zu wecken. 2. Nur getroſt, ihr wer⸗ det leben! Der das Leben ſelber iſt, wird euch neues Leben geben! Er gelobt's, unter beſondern Umſtänden. er, Jeſus Chriſt: die in ſei⸗ nem Namen ſterben, ſollen nimmermehr verderben. 3. Und wie ſollt' im Grabe bleiben, der ein Tem⸗ pel Gottes war? den der Herr ließ einverleiben ſei⸗ ner auserwählten Schaar, die er ſelbſt durch Blut und Sterben hat erkauft zu Himmelserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glieder ſind. Laßt den Leib im Tod erkalten, laßt, weil wir von Erde ſind, in der Gruft ihn im⸗ mer modern! Gott wird ihn zurücke fodern. 5. Jeſus wird, wie er erſtanden, auch die Seinen einſt mit Macht führen aus des Todes Banden, führen aus des Grabes Nacht zu dem ew'gen Him⸗ melsfrieden, den er ſeinem Volk beſchieden. 6. Ruhet wohl, ihr Tod⸗ tenbeine, ungeſtört in eurer Gruft; ruhet, bis der Tag erſcheine, da des Richters Stimm' euch ruft! Nach des Lebens kurzen Leiden geht ihr ein zu ew'gen Freu⸗ den. Mel. Nun laßt uns den Leib 686 So gib denn, fromme Chri⸗ ſtenſchaar, was Erde war; 5 der Erde das, ſie beut dem dem Müden Ruhe hier in ihrem Schooß, ſo wie einſt dir. 2. O Ruhe, Wunſch des Leidenden, du letzter Troſt der Weinenden, wo alle Noth vergeſſen iſt, wo keine Thräne weiter fließt! 3. Hier endet ſich der Feinde Trutz; hier ſindet der Bedrängte Schutz, hier wird in ſüßem Schlaf er⸗ quickt, den manche ſchwere Laſt gedrückt. 4. Hier weicht die Hoheit mit dem Glück; es bleibt der bloße Menſch zuruͤck. Ein enger Sarg, ein Lei⸗ chenkleid ſind nun die ganze Herrlichkeit. 5. Hier hört der Kampf des Chriſten auf; vollendet iſt der ſchwere Lauf; der Geiſt eilt in ſein Vaterland zur Wonne, die er hier nicht fand. 6. Erinnre uns zu aller Zeit, o Gott, an Tod und Ewigkeit, damit wir ihren Wink verſtehn und freudig ihr entgegen gehn! Mel. So ſchlummerſt du 687 Noch ſtehen wir, o Gott, vor dir an dieſes Grabes Rande; noch erhält uns deine Macht hier im niedern Lande. 2. Wer weiß, wie bald dein Ruf erſchallt: Hinweg vom Erdenpfade! Sei uns - 514 Geſinnung und Verhalten des Chriſten dann nicht fürchterlich, nimm uns auf mit Gnade. 3. O gib uns Kraft, ge⸗ wiſſenhaft zu leben und zu leiden! Führ' uns alle durch den Tod zu des Himmels Freuden! Mel. In allen meinen Thaten 688 D' ſtehen wir, die Deinen, Unendlicher, und weinen ein Grablied an der Gruft. Wir ſingen auf vom Staube, uns ſtärkt der Chriſtenglaube, daß Gott uns einſt zum Leben ruft. 2. Fließt nur, ihr Thrä⸗ nen, fließet! Ein Sterbli⸗ cher beſchließet des Lebens kurzen Lauf. Nimm mütter⸗ liche Erde, dein Kind, frei von Beſchwerde, in deine mil⸗ den Arme auf! 3. Sei ihm ein Ruhebette, nachtvolle Grabesſtätte, und deck' ihn kühlend zu! Er ſchlafe hier in Frieden, den ſanften Schlaf der Müden; hier find' er die erſeufzte Ruh'! 4. So wie in heil'gen Hai⸗ nen naht ſich hier den Ge⸗ beinen nicht Froſt, nicht Sonnengluth. Ihr Stürme, brauſt gelinde, und wehet ſanft, ihr Winde, wo eines Chriſten Aſche ruht! 5. Senkt dann den Leich⸗ nam nieder zum Staube ſei⸗ ner Brüder, die längſt die Er⸗ n des Ghrin cht fürchterl er lic,n f mit Gnade, gib uns Fen aft zu leben 1 Führ' uns aled . zu des ün In allen meinen Du 5 Dit a ſtehen die dn licher, und weinn, ted an der Gruſt auf vom Stauhe,n er Chriſtenglauten uns einſt zun i Fließt nur, iſt. fließet! Ein Sat⸗ deſchließet des b Lauf. Nimm nir Erde, dein Kind heſchwerde, in deine lrme auf! Sei ihm ein Rußett volle Grabesſtätte u ſ kühlend; 1! d hier in Friden, n Schlaf der Mn ind er die eſuſt — So wie in heil gen bux naht ſich hier d G⸗ nict duß. 1 näin Ihr Stümm, zelinde, und reſt is Vinde, vo ei en Aſce raht. Senkt damn da gi⸗ nieder zun Shuieſt rüder, die ſäng 5* f die Erde deckt. Im Grab iſt ſanfter Schlummer; ihn ſtört kein Erdenkummer; Gott iſt es, der ihn einſt erweckt. 6. Zum Leben ohne Sor⸗ gen weckt ihn der frohe Mor⸗ gen, wo eine Welt erwacht. Heil dieſem todten Staube, ſo ſingt der Chriſtenglaube; auch er erwacht, auch er erwacht. 7. Schaut, ſchauet auf, Betrübte! Dort wandelt der Geliebte im hohen Himmels⸗ licht. Vergönnt ihm ſeine Freude und wehret eurem Leide, und wiſcht die Thrä⸗ nen vom Geſicht! Mel. Gott des Himmels und 689 Ruhig iſt des To⸗ des Schlummer und der Schooß der Erde kühl: da ſtört unſre Ruh' kein Kummer, nicht der Lei⸗ denſchaften Spiel. Unſre Sorgen, groß und klein, ſchlummern alle mit uns ein. 2. Ueber unſern Hügel ſchwinget die Vergeſſenheit den Stab und der Schmäh⸗ ſucht Stimme dringet nicht in’s dunkle, ſtille Grab. Feh⸗ ler, die uns hier beſtegt, wer⸗ den dann nicht mehr ge⸗ rügt. 3. Unſre Seufzer, unſre Thränen werden ewig dann unter beſondern Umſtänden. 515 geſtillt; unſre Wünſche, unſer Sehnen, Alles, Alles wird erfüllt. Herzen, die ſonſt heiß gewallt, liegen ruhig dann und kalt. 4. Läg' auch meines, von den Sorgen dieſes Lebens un⸗ empört, in der Erde Schooß verborgen, wo Nichts ſei⸗ nen Frieden ſtört! Kühles Grab, o wann nimmſt du mich in deine ſtille Ruh? Mel. Chriſtus, der iſt mein 690 Dos Grab iſt tief und ſtille, und ſchauderhaft ſein Rand; es deckt mit ſchwarzer Hülle ein unbekanntes Land. 2. Das Lied der Nach⸗ tigallen tönt nicht in ſeinen Schooß. Der Freundſchaft Roſen fallen nur auf des Hügels Moos. 3. Verlaßne Bräute rin⸗ gen umſonſt die Hände wund; der Waiſen Klagen dringen nicht in der Tiefe Grund. 4. Doch ſonſt an keinem Orte wohnt die erſehnte Ruh'; nur durch die dunkle Pforte geht man der Hei⸗ math zu. 5. Das arme Herz, hie⸗ nieden von manchem Sturm bewegt, erlangt den ew'gen Frieden nur, wo es nicht mehr ſchlägt. Y 6 Mel. — Mel. Seelenbräutigam 69 1 till erheben wir unſern Blick zu dir. Herr, wie könnten wir mit Grauen nur ins Grab hernieder ſchauen? Hoffnung ſendeſt du uns vom Himmel zu. 2. Du biſt's, der uns liebt, wenn er nimmt und gibt. Ja ſelbſt, was wir hier be⸗ weinen, wird einſt freuden⸗ reich erſcheinen, wenn auch uns zur Gruft deine Stimme ruft. 3. Gott, wir zagen nicht. Du gibſt Troſt und Licht, und du willſt zum beſſern Leben auch durch Leiden uns erheben. Bis zum Tode ſei unſer Herz dir treu! Bei Beerdigung eines Verunglückten. Mel. Chriſtus, der iſt mein 692 Verzeih der tie⸗ fen Trauer, die unſer Herz erfüllt! Wir ſehn mit bangem Schauer des Todes Schreckenbild. 2. Was iſt des Menſchen Leben! Was iſt des Men⸗ ſchen Kraft? Wie ſchnell, von Angſt umgeben, wird er dahin gerafft! 3. Geſund und muthig ſchreitet er durch die Welt einher. Ein Unglück wird bereitet, und ach, er iſt nicht mehr. 516 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 4. Wer zählet die Gefah⸗ ren, die uns auf Erden drohn? Willſt du uns nicht bewahren, ſo ſtürzen ſie uns ſchon. 5. Auf allen unſern We⸗ gen umhüllt uns Dunkelheit und oft iſt Noth zugegen, wo unſer Herz ſich freut. 6. Doch Alles, was ge⸗ ſchiehet, erfolgt auf dein Gebot. Du willſt; der Tod entfliehet. Du kommt der Tod. 7. Ach, dies nur macht uns ſtille: wir ſind in dei⸗ ner Hand, und gnädig iſt dein Wille, allweiſe dein Verſtand. 8. Wo wir oft ängſtlich zagen, erhöhſt du unſer Glück, und lenkſt von trü⸗ bern Tagen uns wunderbar zurück. 9. Auch wenn des Todes Grauen uns plötzlich nieder⸗ reißt, darf unſer Geiſt dir trauen. Du liebeſt unſern Geiſt. 10. Er kann und wird nicht ſterben, er eilet nur hervor, entreißt ſich dem Verderben und ſchwebt zu dir empor. 11. O lehr' uns wachen, beten, und ſtets beſonnen ſeyn, daß, wenn wir vor dich treten, wir deines Heils uns freun. 12. Da ſchwinden dann die Schrecken auf ewig von uns willſt; ſo 1 de Chrſen 1 hlet die C uns auf Gda Dilſt du me nn V „ſo frze ſenn jallen unſem N. üllt uns Dunkihät iſt Noth zugegn, t Herz ſich freut ch Alles, uas. erfolgt auf da Du willtt; der au V i. Du villtt der Tod. b z, dies nur mht : wir find in w⸗ 2, und gnädig ſ 31” allweiſe den wir gft nilth. a erhöhſt du uſt d und lenfſt vun ſi⸗ gen uns wundehn ich wenn des dae a uns plötlich nian „arf unſer Geit ſ * Du liebeſt uen - kann und vi ben, er fs 3 a entreißt ch d an un ſchwült rr. lehr uns watn annd ſiets beſenn 3, venn wit 1 2 u, wit deines Häb n. 25 ſchwinden h P fewi aien auf 9 uns hin. Da ſehen wir und ſchmecken: der Tod war nur Gewinn. Am Grabe Frühverſtor⸗ bener. In eigener Melodie. 69 3 ¹¹ frühen Gruft wirſt du von uns begleitet? So will es Gott, der dir dein Loos be⸗ reitet, und nun dich von uns zu ſich ruft. 2. Er nahm dich auf zum Kinde ſeiner Gnade; er führte dich auf ſeines Soh⸗ nes Pfade, und lenkte dei⸗ nes Lebens Lauf. 3. O kurze Bahn! Kaum kennſt du Welt und Freu⸗ den, ſo heißt dich Gott ſchon wieder von uns ſchei⸗ den. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. 4. Du biſt beglückt. Ent⸗ ronnen den Gefahren, trifft nun dich nicht, was oft in frühen Jahren dem Chriſten ſchon ſein Ziel verrückt. 5. In ſteter Ruh', in un⸗ geſtörtem Frieden, wohnt nun dein Geiſt, und trö⸗ ſtend ſieht hienieden Gott deiner Aeltern Thränen zu. 6. Klagt nicht ſo ſehr bei eures Kindes Bahre! Es ging zu Gott im Frühling ſeiner Jahre, und dieſer Gott iſt unſer Herr. 7. Es war ſein Pfand, er u unter beſondern Umſtänden. 517 hat es euch geliehen. O gebt's ihm gern! Laßt eu⸗ ren Liebling ziehen! Er zieht ja in ſein Vaterland. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 69 4 Wenn der Stifter der Geſchlech⸗ ter unſre Lieben zu ſich ruft; wenn die Söhne, wenn die Töchter ſinken in die frühe Gruft: ach, dann fühlen unſre Herzen unausſprech⸗ lich tiefe Schmerzen. 2. Wenn der Sänugling, kaum geboren, gleich der Blume, ſchnell verblüht, und die Mutter nun verloren ihre ganze Hoffnung ſieht: ach, dann will ihr Herz ver⸗ zagen, dieſer Trennung Schmerz zu tragen. 3. Wenn der Tod im edlen Sohne ſeine Luſt dem Va⸗ ter raubt; wenn des Hau⸗ ſes Stütz' und Krone ſinket mit des Vaters Haupt; Mütter von den Kindern ſcheiden: Gott, was glei⸗ chet dieſen Leiden! 4. Ach, es müßte unter⸗ liegen, dieſes arme, ſchwache Herz, hülfeſt du nicht, Herr, uns ſiegen über Tod und Trennungsſchmerz. Deine Rechte ſchlägt uns nieder; deine Rechte hebt uns wie⸗ der. 5. Wandeln nicht in hohen Freuden unſre Lieben dort am Thron? Sollten wir ſie Y 7 nicht ———. G=em 518 Geſinnung und Verhalten des Chriſten nicht beneiden um den früh errungnen Lohn? Du wirſt uns im beſſern Leben die Verlornen wieder geben! 6. Vater, deines Troſtes Quelle trocknet auch am Grabe nicht. Selbſt des Todes Nacht wird helle durch des Glaubens mildes Licht. Alles, was wir hier beweinen, wird uns dort als Glück erſcheinen. Mael. Alles iſt an deinem Segen 69 5 Ebentöchter⸗ Er⸗ denſöhne, ſeid nicht ſtolz auf Reiz und Schöne; trotzet nicht auf eure Kraft! Eures Mundes Hauch verflieget, eures Le⸗ bens Quell verſieget, und des Starken Arm erſchlafft. 2. Doch, ihr Chriſten, ſeid nicht traurig, wenn ſo früh, ſo dumpf, ſo ſchaurig euch die Sterbeglocke ruft: edler, kräftiger, verklärter, liebevoller, liebenswerther, überfliegt der Geiſt die Gruft. 3. O was iſt des Grabes Höhle! Eine tugendhafte Seele fürchtet nicht, hinab zu ſeh'n! Ueber Grab und Grabestrümmer wird der Geiſt im Sonnenſchim⸗ mer himmliſcher Erkenntniß ſteh'n. 4. Nein, umſonſt iſt Nichts geboren. Alles ruhet unver⸗ loren in des ew'gen Vaters Schooß! Süße Hoffnung! Holder Glaube! Alles windet einſt vom Staube herrlicher ſich wieder los. 5. Leibesſchönheit wird ver⸗ blühen; Seelenſchönheit nie entfliehen; ſie iſt für die Ewigkeit. Reiner Sinn und ächte Tugend lohnt mit ewig froher Jugend, lohnt mit Himmelsſeligkeit. 6. Himmelsſeligkeit beſte⸗ het; nur der Erde Glück vergehet, nur das Eitle bleibt zurück. Wie die Gott⸗ heit unvergänglich, wie der Himmel überſchwenglich, iſt des Chriſten wahres Glück. Am Grabe eines edlen und verdienten Mannes. Mel. Alle Menſchen müſſen 69 6 Wermit euſt und ) Eifer ſtrebte, ſeine Brüder zu erfreu'n; wer der Welt ⸗zum Segen lebte, ſoll uns unvergeßlich ſeyn! Sein Gedächtniß bleib' und daure! Seine Nach⸗ welt klag' und traure! Wo ſein Grab iſt, weine dann, wer, was gut iſt, ſchätzen kann. 2. Laßt uns Alle heute klagen, denn es ſtarb ein edler Mann! O wie Viele müſſen ſagen: Mir auch hat er wohlgethan! Ja, gerecht ſind unſre Zähren, die ihn noch im Tode ehren. Ihn und 3 Chrie Lüße drfnung 1be Ales di Auu herrliche * ſchönheitwitdtt. eelenſchönheit ni ſie iſt ſüt i Reiner Sinn h id lohnt mit ewt zend, lohnt wi igkeit. elsſeligkeit heſt mder Erde Glät a nur das Gile zck. Wie die Got⸗ mäͤnglich, wie de erſchwenglich, di En wahres Gläk. Abe eines dler dienten Maud. le Menſchen müſen IW mit euſ u Eifer ſtebte e dder zu erfteun, „Welt ⸗zum Segn uns unvergeßlch 2 n Gedächtniß blt gel Seine Nace⸗ 1 und traure! W E it, weine dam 8 gut it, ſchäte ns Ale lalt un! O wie il en: Mit auch hat 1 than: Ja, gert „Zihren, di il Ih und Tode ehren lieben heißt, und unſer eignes Herz ehret unſer Leid und Schmerz! 3. Seines ſchönen Lebens Thaten bleiben ſegnend uns zurück; und die Frucht der edlen Saaten ſei für Nach⸗ welt Heil und Glück! Preis und Ruhm dem theuren Na⸗ men! Seine Tugend nach⸗ zuahmen; edel, wie er war, zu ſeyn, wolle Gott uns Kraft verleih'n. Am Grabe eines ver⸗ dienſtvollen Lehrers. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind 697 Sanft, wie er gewandelt hat, endete, zum Troſt der Seinen, dieſes Edlen Erden⸗ pfad, und wir ſchau'n ihm nach und weinen. O er hat uns treu belehret und zum Guten hingekehret. 2. Was dein Wort uns Vater, das hat er verkündet, und, ge⸗ ſtärkt durch deinen Geiſt, Vieler Seelen Heil gegrün⸗ det. Uns zu Jeſu zu er⸗ heben, war ſein eifrigſtes Beſtreben. 3. Treulich ging er ſelbſt den Pfad hoher Tugend bis ans Ende, und gab nun nach deinem Rath ſeinen Geiſt in deine Hände. Nur die Kraft von ſeiner Lehre trocknet unſre Wehmuths⸗ zähre. unter beſondern Umſtänden. 519 4. In der Näͤhe ſeiner Gruft, die nur ſeine Hülle raubet, hören wir, wie Jeſus ruft: Selig iſt, wer an mich glaubet! Ja, des Himmels Heil und Frieden iſt den Red⸗ lichen beſchieden. 5. Laß, o Herr, die edle Saat, ausgeſtreut von un⸗ ſerm Lehrer, fruchtbar ſeyn in Wort und That, und uns würdige Verehrer wahrer Frömmigkeit auf Erden, dort des Himmels Bürger werden! Troſt und Gelübde auf Gräbern. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 698 Geweißter Ort, wo Saat, von Gott geſä't, dem großen Tage der Aernte reift! Sei mir gegrüßt, du Ort, wo jede Klage verſtummt, wo mancher Ruhe fand, der ſie auf Erden nie gekannt. 2. Zwar floſſen hier der Thränen viel, wenn von des Freundes Herzen den treuſten Freund das Schick⸗ ſal riß; mit tiefgefühlten Schmerzen hab' ich auch ſelbſt, ach, manchem Freund die Abſchiedszähre ſchon ge⸗ weint! 3. Doch Schlaf iſt ja des Menſchen Tod; er ſchaf⸗ fet Ruh' den Müden, nimmt Leidenden die Bürde ab, und bringt bringt zum ew'gen Frieden. Weint, Freunde, nicht; denkt: Wiederſehn! Die Todten werden auferſtehn! 4. Belebend ſinkt ein Sonnenſtrahl einſt auf die Gräber nieder; und was hier ſchläft, erwachet dann zum ſchoͤnern Leben wie⸗ der. Im Winter ſtarb die Blume; ſeht, ſie blüht, vom Fruͤhlingshauch um⸗ weht! 5. Und was man hier der Erde gibt, iſt nur des Gei⸗ ſtes Hülle. Unſterblich iſt des Menſchen Geiſt; Ver⸗ nunft und guter Wille er⸗ hebt uns über Welt und Zeit, die Tugend führt zur Seligtei . Drum kann mein Blick von Todtenfeld zum Himmel ſich erheben; und winkt auch mir das kühle Grab, darf ich nicht ängſtlich beben. Ich pflücke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unſterb⸗ lichkeit. 7. Was ihr einſt war't, das bin ich jetzt, ein Pilger hier auf Erden; was ihr, entſchlafne Brüder, ſeid, werd' ich vielleicht bald wer⸗ den. Nun dann; durch's Todesthal eilſt du, mein Geiſt, dem Vaterlande zu! 8. Doch dem nur wird der Uebergang zu jenem Vater⸗ lande ein Weg zum Heil, der muthig hier des Laſters 520 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Sklavenbande zerriß, der in der Prüfungszeit ſein Herz der Tugend treu ge⸗ weiht. 9. Auf Gräbern der Ent⸗ ſchlafnen ſei der Tugend Bund auf's Neue verſtegelt; hier gelobe ich der Tugend ew'ge Treue! Ja, heilig ſei mir jede Pflicht, bis einſt mein ſterbend Auge bricht! Mel. Es iſt das Heil uns ein Heiland 699 Mi lebt und hat die Macht des Todes ganz bezwungen, und ſieg⸗ reich aus des Grabes Nacht zu Gott ſich aufgeſchwun⸗ gen. Er iſt mein Haupt, ſein Sieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes Leben ſeyn; und ihm will ich auch ſter⸗ ben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jeſu, ſchauen. Das iſt's, was mich zufrieden ſtellt, ſelbſt bei der Gräber Grauen. Ich bin getroſt und unverzagt, weil du den Deinen zugeſagt: Ich leb', und ihr ſollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub; er wird doch wieder leben, und einſt aus der Verweſung Staub ſich neu gebild't erheben. Wann du, o großer Lebens⸗ fürſt, nun deinen Todten ru⸗ des Chriſe Nre ſ er Tugend ten —— uf Graͤbern der br 4 ſe der dum 1 uf's Neue werig 4 b ic der uin Treue!, 4 ir jede Ffltt, 6 mein ſterbend 1 el. Es iſt das Heil me 9 Mein ebe leht u die Macht des dh bezwungen, und 1 aus des Grabalt Hott ſich aufgite⸗ Er iſt mein zu Sieg iſt mein. dn nein ganzes daberſe ihm will ich uſ Nicht ewig vid, Wort hält, de d eſu, ſchauen. Daf mich zufrieden ſt 4 bei der Ei nen. Ich bin ſi unverzagt, weil ni den zugeſagt: K ihr ſollt leben. Wird gleich nut Todes Raub; en wieder leben, mi der Verweſung? neu gebildt a un du, o große dh „ nun deinn d unter beſondern Umſtänden. rufen wirſt, zum Leben auf⸗ zuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann vor dir, mein Heiland, ſtehen! Dann nimmſt du mich mit Ehren an, läßt in dein Reich mich gehen. Forthin von keiner Laſt beſchwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb' ich bei dir dann ewig. 5. O welch ein ſel'ges Theil iſt mir in jener Welt bereitet! Der Freuden Fülle iſt bei dir. Von dir, o Herr, geleitet, werd' ich in deinem Himmelreich, unſterblich, deinen Engeln gleich, voll⸗ kommne Luſt genießen. 6. Denn wo du biſt, da ſollen die, die dir hier fol⸗ gen, leben, und ewig frei von Schmerz und Müh', von Seligen umgeben, ge⸗ nießen deine Herrlichkeit. O was ſind Leiden dieſer Zeit, Herr, gegen jene Freuden! 7. Laß die zukünft'ge Herrlichkeit mir ſtets vor Augen ſchweben; und oft in dieſer Prüfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir, der Sterb⸗ lichkeit entrückt, frohlockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nach⸗ zuſtreben, und als dein Jüͤnger, dir zum Preis, nach 521 deinem Wort zu leben! Und fühl' ich hier noch Noth und Schmerz; ſo tröſte ſelbſt da⸗ mit mein Herz: Es kommt ein beßres Leben! In eigener Melodie. 700 wie ſelig ſeid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr ſeid entgangen allen Leiden, die uns noch um⸗ fangen. 2. Hier, ach hier iſt auch das beſte Leben immer noch mit Sorg' und Furcht um⸗ geben. Was wir hier ken⸗ nen, iſt noch kein vollkomm⸗ nes Glück zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in ſicherm Frieden, der euch nach dem Kampfe ward be⸗ ſchieden. Kein Schmerz, kein Leiden ſtört euch im Genuſſe reiner Freuden. 4. Abgetrocknet ſind all' eure Thränen, ihr genießt ſchon, wornach wir uns ſeh⸗ nen; ihr hört und ſehet, was des Menſchen Geiſt hier nicht verſtehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht fröhlich ſterben, und ſtatt Erdenglücks, den Him⸗ mel erben? Wer wollt' in Zeiten ſich auf dieſen Wech⸗ ſel nicht bereiten? 6. Hilf uns, Jeſu, ernſt⸗ lich darnach ſtreben! Komm' und führ' uns zu dem hö⸗ hern hern Leben, wo deine From⸗ men erſt zur vollen Ruh' und Freude kommen! Troſt des Wiederſehens. Mel. Wann mein Stündlein 701 chwer liegt der Trennung Laſt auf mir; wie lieb' ich ſie, die Meinen! O laß, mein Gott, mein Gott, vor dir mich dieſe Frage weinen: Werd' ich, nach meinem Tode gleich, werd' ich, o Herr, in deinem Reich die Meinen wieder ſehen? 2. Wohl mir, o Gott, ich höre ſchon des Geiſtes Stimme wehen; ſie ruft mir zu in ſanftem Ton: Du wirſt ſie wieder ſehen! Biſt du nur fromm, ſind ſie nur gut, dort oben unter Gottes Hut wirſt du ſie wieder ſehen! 3. Des Frommen Seele trennt ſich nicht von gleich⸗ geſinnten Frommen. Sie werden All' in Gottes Licht auf's Neu zuſammen kom⸗ men, forthin durch keinen Tod getrennt; denn Got⸗ tes Engel, der ſie kennt, führt Alle dort zuſammen. 4. Der Freund ſieht ſeine Freunde dann am Throne Gottes wieder; der Gatte trifft den Gatten an, der Bruder ſeine Brüder. Die 522 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mutter ſieht, umarmt ihr Kind; denn alle gute See⸗ len ſind in Gottes Stadt beiſammen. 5. Drum laßt uns hier ſchon, Hand in Hand, auf Gottes Wegen gehen, damit wir dort im Vaterland uns einſt beiſammen ſehen. Wie wird uns ſeyn, wann wir uns ſehn, wann wir uns froh entgegen gehn, fort⸗ hin uns nie zu trennen! 6. So ſeid getroſt und freuet euch; laßt nicht die Hoffnung ſchwinden: wir werden in des Vatero⸗ Reich uns alle wieder finden! O Wiederſeh'n, o Wiederſeh'n, wie wirſt du unſer Glück erhöh'n; wie tröſteſt du die Seele! Mel. Hallel uja! Brin get Ehre 6 iederſeh⸗ n! mit 70²2 Wi lauten Schlä⸗ gen klopft dir jede Bruſt entgegen! Nimmer kann das untergehn, was ins Herz wir liebend ſchloſſen; und wenn Abſchiedsthränen floſſen, hoffte Freundſchaft Wiederſeh'n. 2. Wiederſeh'n! In holden Bildern will uns die Natur dich ſchildern; drum ver⸗ jüngt ſie ſich ſo ſchön. Wenn der Morgenröthe Strahlen nach der Nacht die Berge malen; ſpricht die Sonne: Wiederſ eh'n! 3. Wie⸗ des Chriſen ieht, undrmt üht n alle gue e. in Gattes EiYt 1 im laßt ung ſin and in Hand, uf zegen gehen, ant im Vaterland ma ummen ſehen. N —ſeyn, wann pi 1¹, wann wit m zegen gehn, ſar⸗ nnie zu trennen, ſeid getroſt ui nch; laßt nicht ſchwinden: wi un des Vaters Ric 2 wieder finden e h'n, o Wisderſhe, ei du unſer glük t wie tröſteſt nie * Aulleluja! Bringet G Wehen lauten bili⸗ pft dir jede dui ! Nimmer im tergehn, was ih ir liebend ſchlſe m Apſchiedsthrine e hoffte Frunſſti d h'n. ederſeh'n! Intuin will uns die Nan ldern; dana en ſich ſo ſchön⸗ 1' rgenröth Stralle r Nacht die Da a ſptichi di Emm 1 eh n. 3 We 3. Wiederſeh'n! Zu dei⸗ nen Freuden wachſen Blu⸗ men friſch und kleiden herr⸗ lich ſich in Frühlingsweh'n! und der frohen Nachtigal⸗ len kummerfreie Lieder ſchallen: Hofft getroſt ein Wiederſeh'n! 4. Wiederſeh'n! Mit Gruß und Segen o wie ſchmacht' ich dir entgegen über Auen, Ström' und unter beſondern Umſtänden. 523 Höh'n! Theure, aller Welt Gewalten ſollen meinen Fuß nicht halten: ja, ich werd' euch wiederſeh'n! 5. Wiederſeh'n! Dich darf ich hoffen! O, ich ſeh' den Himmel offen, winkt der Herr mir, heim zu geh'n! Theure, in der letz⸗ ten Stunde ruf' ich mit ſchon blaſſem Munde: Ewig, ewig Wiederſeh'n! Nachtrag einiger, bei Mehreren beliebten, älteren Lieder. Mel. Wunderbarer König 7 0 3 Uunſ chränkte Liebe! gönne blöden Augen, die zum Ir⸗ diſchen kaum taugen, daß ſie in die Strahlen deiner Langmuth blicken, die den Erdkreis huldreich ſchmük⸗ ken, und zugleich freuden⸗ reich, Böſen und den Dei⸗ nen, wie die Sonne, ſcheinen. 2. Waſſer, Luft und Er⸗ de, ja dein ganz Gebiete iſt ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmuth CEhre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit ſtreckt ſie ihre Flügel über Berg' und Hügel! 3. Was wir davon den⸗ ken, was wir ſagen können, iſt ein Schatten nur zu nen⸗ nen. Tag vor Tag zu ſcho⸗ nen, Tag vor Tag zu dulden ſo viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruhe lieben, die dich haſ⸗ ſen! Herr, wer kann das faſſen? 4. Du vergiebeſt Sünde, hörſt der Sünder Flehen, wann ſie weinend vor dir ſte⸗ hen. Deine Rechte draͤuet, und erbarmt ſich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch ſte kaum weggeleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch Keiner, der zu dir ge⸗ gangen, ſtatt der Gnade Recht empfangen: wer zu deinen Füßen ſich mit Thrä⸗ nen ſenket, dem wird Straf' und Schuld geſchenket. Un⸗ ſer Schmerz rührt dein Herz und du willſt der Armen gnädig dich erbar⸗ men. 6. Höchſter! ſei geprie⸗ ſen, daß du ſo verſchoneſt, und uns nicht nach Werken lohneſt. Deiner Hand ſei Ehre, die ſo wohl regieret, und mit Ruhm den Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmuth auszu⸗ üben, und die Welt zu lieben! Mel. 5 2 9 neen, aͤlteren vergiebeſt Sünd, Sünder Flehe, einend vor dir ſe Zie Rechte drint, Lut ſich wieder lej * gerne nieder, i a wenn du nochſt eleget, dich um 9 get. Ir, es hat w nder zu di g⸗ ar ſtatt der Guad⸗ pfangen: wer zu zen ſich mit Thi⸗ *., dem wird Etuif =d grſchenket. le⸗ Sierz rührt dei du willt der nrüdig dich erbar⸗ d er! ſei gepri⸗ du ſe verſchouef zrcht nach Werin ideiner Hand ſi ſo wohl regiete „ Ruhm den Jepte Jahre fitt, a anamuth aubhl⸗ 4 1r Walt z Mel. vom Mel. Schon iſt der Tag von G. 704 Die Erd' iſt Jeſu Chriſti; ſein, wer auf der Erde wohnet! deß müſſe ſich die Erde freun, und wer auf Erden wohnet! Er ſchuf, er rettete die Welt; er trägt, er ſegnet, er erhält die Welt, die er beherrſchet. 2. Wer auf der Erde, wer gehört zum Volke der Erlöſten? Wer darf, des hohen Segens werth, ſich ſeiner Herrſchaft tröſten? Der, der zu dir, o Mitt⸗ ler, ſich bekehrt, und gläu⸗ big wird, und dich zu ſei⸗ nem Herrn erwählet. 3. Und wer, in deinem Blute rein, der Unſchuld ſich befleißet; wagt, ſich Wahne zu befrein, der nur den Lüſten gleißet; wer fromm iſt, wandelt, wie er glaubt, ſich keine Miſſe⸗ that erlaubt, nie bricht den Bund der Gnade. 4. Wer, auch umringt mit Leiden, gern erfüllet ſein Verlangen, der wird den Segen ſeines Herrn im vol⸗ len Maaß empfangen; den macht er ſeiner Herrſchaft werth; der iſt ſein Erbe, der gehört zum Volke der Erloͤſten. 5. Kommt, Sünder, kom⸗ met in ſein Reich! Macht weit der Herzen Thüren! Empfangt den König; er Nach 525 will euch auch ſegnen, auch trag. regieren. Wer, fragt ihr, iſt der Herr? Der Sohn! Der Himmel Himmel iſt ſein Thron, der Erdkreis ſeine Fußbank. 6. Kommt willig, willig in ſein Reich! Macht weit der Herzen Thüren! Em⸗ pfangt den König: er will euch auch ſegnen, auch re⸗ gieren. Wer, fragt ihr, dieſer König ſei? Der Sohn, der ſeinem Bunde treu, den Himmel gibt den Seinen. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 705 Triumpo⸗ Tri⸗ umph! und Lob und Dank dem, der des Todes Macht bezwang und uns, den Staub, er⸗ höhte. Der hohe Sieger überwand. Nacht war um ihn, und ſie verſchwand in helle Morgenröthe. Bebet! gebet, ſtolze Spötter, un⸗ ſerm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und ſeine Lehre. 2. Heil uns! Triumph! das Grab iſt leer. Feſt ſteht es, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er geſpro⸗ chen! O ſelig, wer ſich ihm vertraut! Er hat den Tem⸗ pel neu gebaut, den blinde Wuth gebrochen! Hölle! fälle nun den Sieger, Got⸗ tes Krieger, der erſtanden, macht macht nun deinen Stolz zu Schanden. 3. Leer iſt die Gruft, die ihn umgab. Sei mir ge⸗ grüßt, mein künftig Grab, du Wohnung ernſter Stille. Nur wenig Tage werden's ſeyn, o ſo empfängſt du mein Gebein in deiner Schatten Hülle. Ewig ſe⸗ lig werden wieder dieſe Glieder auferſtehen, werden die Verklärung ſehen. Mel. Es iſt das Heil uns 706 N it lautem Mo. Schall froh⸗ locken wir: Der Herr iſt auf⸗ gefahren: Wir ſind zwar Pilger noch allhier und un⸗ ter viel Gefahren; doch ſinkt drum unſer Muth nicht hin; durch Jeſum wiſſen wir, wohin uns unſre Wall⸗ fahrt führet. 2. Das Leben iſt ans Licht gebracht, uns ſteht der Him⸗ mel offen. Ihn ſchloß uns auf mit großer Pracht der Herr, auf den wir hoffen. Wer glaubt, deß Herz iſt freudenvoll, nur daß er ſich beſtreben ſoll, des Heilands Pfad zu wandeln. 3. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort ſei⸗ nes Heils genießen. Wer nicht ſein Wort hält, dem wird er den Himmel einſt verſchließen. Wer wünſcht, zum Himmel einzugeh'n, der . Nachtrag. läßt in ſeinen Thaten ſeh'n, ſein Wandel ſei im Himmel. 4. Uns treibt ſein Geiſt, daß wir der Welt uns im⸗ mer mehr entwöhnen; ſtets ſorgen, was dem Herrn gefällt; zu ihm hinauf uns ſehnen. Er aber ſieht auf uns herab; von uns läßt ſeine Treu' nicht ab, bis wir zuſammen kommen. 5. Tag, noch an größern 2 Freuden reich, wann wirf du uns erſcheinen? Gott macht uns dort dem Sohne gleich, und ſtillet Leid und Weinen. O Wonne, in Ewigkeit uns nun das höchſte Gut erfreut! O Gott, ſchenk' uns dies Le⸗ ben. — wWan! wann Mel. Nun danket Alle Gott 707 Gelobet ſeiſt du, o Gott, für deines Wortes Lehre! Gib Vater, daß ich ſie mit An⸗ dacht fleißig höre! O mache doch mein Herz von Vor⸗ urtheilen rein, und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen ſeyn. 2. Laß mich im Forſchen doch die Wahrheit nie ver⸗ fehlen, und nie, was ſchäd⸗ lich iſt, für wahres Heil er⸗ wählen! O Höchſter, leite ſelbſt den forſchenden Ver⸗ ſtand: ſo wird, was du mich lehrſt, auch recht von mir erkannt. 3. Wie 3 ſeinen Thuter 3 8 andel ſei im inme ins triitt ſen Git t der Welt un u. ehr entwhnen, b was den imn zu ihm hinauf n Er aber ſieht u erab; von uns liß Treu nicht ab, li ſammen kommen, lag, noch an giißen en reich, wann vit as erſcheinen? Gat uns dort dem Eaſee und ſtillet Leid nd n. O Wonne, denn vigkeit uns uun das 2 Gut exfreut, D ſchenk uns dies be⸗ V 1. Nun danket Alle Gott 7 Gf ſän, d Gott, fit Vottez kehre! Gil „dß ich ſie mi M⸗ ſeißig hure! O mache nein Hetz von Ber⸗ en rein, und laß dein rein lich auf meinen ſeyn. „Wahtheit nie wr und nie, was ſc 3 füt wahres Heil à O dötſiet li de ferſheidn dr ſo wird, was ſehrt, auch rect u 4e iß nich im Forſcha 3. Wie thöricht iſt es doch, blos andern Menſchen glau⸗ ben! Das heißt ſich ſelbſt den Grund zur ew'gen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu ſeiner Richt⸗ ſchnur macht, dem gibt es Licht und Troſt auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falſchen Leh⸗ re, und hilf, daß ich dein Wort mit feſtem Glauben ehre: Verleih' mir deinen Geiſt, der Luſt und Kräfte gibt, daß man die Wahr⸗ heit ſucht, prüft, glaubt, bewährt und übt! Mel. Auf, Chriſtenmenſch 708 Her⸗ du biſt meine Zu⸗ verſicht! Du lebſt, auch ich werd' leben! Du wirſt mir, was dein Wort ver⸗ ſpricht, Unſterblichkeit, einſt geben. Dein Jünger kommt nicht ins Gericht! Dies ſtärket meine Zuverſicht!! 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, den Saamen auszuſtreuen: dort wird der herrlichſte Gewinn der Aernte mich erfreuen. Ich leide, doch verzag' ich nicht: denn du biſt meine Zuver⸗ ſicht! 3. Hier trag' ich deine ſanfte Laſt. Wie groß iſt meine Würde! Jedoch die Welt, die ſie nicht faßt, Nachtrag. 527 nennt's fälſchlich ſchwere Bürde. Einſt trifft den Sünder dein Gericht, und dann ſiegt meine Zuverſicht! 4. Sink' immer hin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Hier werd' ich nur des Todes Raub; dort werd' ich ewig leben. Wie ſtark iſt dieſes Troſt's Gewicht! Wie ſicher meine Zuverſicht! 5. Herr, dieſen Segen dank' ich dir. Mich aus der Gruft zu heben, gingſt du aus deinem Grab herfür. Du lebſt und ich ſoll leben. Ich glaub' es dir und zweifle nicht: dein Wort iſt meine Zuverſicht! 6. In dieſem Glauben ſtärke mich! Laß mich den Troſt empfinden, den großen Troſt, daß ich durch dich den Tod ſoll überwinden. Grab und Verweſung ſchreckt mich nicht: denn du bleibſt meine Zuverſicht! Mel. Der unſre Menſchheit 709 Eyhohter Jeſu! Gottes Sohn! der du ſchon längſt der Him⸗ mel Thron als Herrſcher eingenommen, du wirſt der⸗ einſt zu rechter Zeit, in gro⸗ ßer Kraft und Herrlichkeit, vom Himmel wieder kommen. Gib, daß dann froh und mit Vertrau'n dich, Herr, auch meine Augen ſchau'n! 2. Wer 528 Nach 2. Wer faßt, o Heiland! jetzt die Pracht, die deinen Tag einſt herrlich macht? Wie groß wirſt du dich zei⸗ gen! Wann du auf lichten Wolken einſt mit deiner En⸗ gel Heer erſcheinſt, die ſich vor dir, Herr, beugen; dann ſieht die Welt die Majeſtät, zu der dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab mit allmachts⸗ voller Kraft hinab, und ſchafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer, das große unzählba⸗ re Heer der Todten wieder⸗ geben. Sie ſteh'n durch dich, Herr, neu beſeelt, nun alle auf und keiner fehlt. 4. Du ſammelſt ſie vor deinem Thron, um jedem den beſtimmten Lohn nach ſeiner That zu geben. Dann trifft den Böſen Schmach und Pein; den Frommen aber führſt du ein in das verheißne Leben. Nun zeigt die That, Herr Jeſu Chriſt, daß du der Erde Richter biſt. 5. O gib, wann nun dein Tag erſcheint, daß ich in dir dann noch den Freund und Heiland wieder finde; daß ich mit Freuden vor dir ſteh', und mit dir in den Himmel geh', befreit von Fluch und Sünde! Laß mich im Glauben ſtandhaft trag. ſeyn, und auch die kleinſte Sünde ſcheun! 6. Dein Name ſei mir ewig werth und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben! Nie⸗ mals ermüde hier mein Geiſt, dich, den ſchon jetzt der Himmel preiſt, aus al⸗ ler Kraft zu lieben; ſo hab' ich in der Ewigkeit auch Theil an deiner Herrlichkeit. Mel. 71 0 Ach denk' an dein A₰ ₰ Gerichte. du Richter aller Welt! Thor nennt's ein Gedichte, — ‚ das Schwachen nur gefällt! Befiehl du deine — Der — Mich ſoll ſein Wahn nicht. ſtören, weil mich dein gött⸗ lich Licht und mein Gewiſ⸗ ſen lehren: du halteſt einſt Gericht. 2. Ich höre die Poſaunen, o Herr, im Geiſte ſchon; ich ſehe mit Erſtaunen dich auf dem Richterthron, um den die heil'ge Menge erhabner Engel ſteht. Welch herrli⸗ ches Gepränge! Welch hohe Majeſtät! 3. Umſonſt ſucht nun der Sünder vor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle Men⸗ ſchenkinder wirſt du zur Rechnung ziehn. Du rufſt und ſie erſcheinen vor dei⸗ nem Richterthron; den Sündern und den Deinen gibſt du gerechten Lohn. 74. Froh⸗ neſt f 4. F. Fromme geſicht; entronne nicht. Hoffen; Müh', offen, ſie. 5. A ben, verhöhn lleiſchlie Herz v der S Theil i führeſt ner Fr 6. L richte ſeyn u wichte ein! Vö wandelt Zeit ſ handeln ſcheut. 7. J handen; vergehn mit St Thron mich dar aller Se mich mi deine§ 711 Mel. A thue, w 19. „ und auch d de cheun⸗ us Dein Name di n werth und wi di t von mir begene mich treulich thalg 3 ermüde hſ an d dich, da ſzai Himmel preit, ant Kraft zu liebe, 9 in der Grihiä 1 kan — il an deiner ritit Mel. Befiehlau 10 J wha mt baicie, u hter aller Alh. a or nennt' en Gäch Schwachen mn pfilt ch ſoll ſein Tahr uicht ren, weil ui din git⸗ Licht und nin Geui lehren: du dalct in richt. V 2. Ich höre de höſang zerr, im Geiſe ſtonzi e mit Erfrunen dih u u Richterthron, un heilge Menge etn gel ſteht. Salh ſm⸗ Gepraͤnge! Wlch jjeſtät! uder vor deiner at liehn. Hert ile Me⸗ akinder vitf 4 ſ hnung ziehn. A 4 ſie erſcheinen vor d Richterthron; i adern und da Dän eohr t du gerechien 3 i . Um ſonſ ſuct nun e 4. Frohlockend ſeh'n die Frommen dein göttlich An⸗ geſicht; ſchon hier dem Fluch entronnen, zagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen; erlöſ't von aller Müh', ſehn ſie den Himmel offen, und du, Herr, ſeg⸗ neſt ſie. 5. Wie angſtvoll aber be⸗ ben, die hier dein Wort verhöhnt, und durch ein fleiſchlich Leben das eitle Herz verwöhnt; Du gibſt der Sünde Knechten ihr Theil in ew'ger Pein; und führeſt die Gerechten zu dei⸗ ner Freude ein. 6. Laß, Jeſu, dein Ge⸗ richte mir ſtets vor Augen ſeyn und drücke ſein Ge⸗ wichte in mein Gewiſſen ein! Vor dir laß mich fromm wandeln, und hier zu aller Zeit ſo, wie ein Weiſer handeln, der ſeinen Richter ſcheut. 7. Iſt dann ein Tag vor⸗ handen; wird dieſe Welt vergehn: ſo hoff' ich nicht mit Schanden vor deinem Thron zu ſtehn. Du ſtellſt mich dann zur Rechten, von aller Schuld befreit; führſt mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott tt, hilf mir, 711¹1 G u g u⸗ thue, weil mich noch deine Nachtrag. 529 Stimme lockt. Bewahre mich vor falſcher Ruhe, da⸗ bei das Herz ſich leicht ver⸗ ſtockt, wenn du ſelbſt das Gewiſſen rührſt, und zum Gefühl der Sünden führſt. 2. Du willſt nach deiner großen Güte, nicht eines einz'gen Sünders Tod: drum weckſt du oftmals ſein Gemüthe, zu fühlen ſeine Sündennoth. Wohl dem, der deine Stimme hört, und redlich ſich zu dir bekehrt! 3. Den retteſt du von dem Verderben, nimmſt ſeine Buße gnädig an, machſt ihn zu deinem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen kann: Wie groß iſt Gottes Vaterhuld; er tilget meine Sündenſchuld! 4. Sollt' ich die Güte denn verachten, die mir noch Kraft zur Beßrung reicht? Vom Troſte leer muß der verſchmachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem zuletzt, der frevelhaft gering ſie ſchätzt. 5. So gib, daß deiner Gnadenlockung, o Gott, mein Herz ſtets offen ſei; damit mich ja nicht die Verſtockung, wenn ich mein Leben ohne Reu' im Sündendienſte zu⸗ gebracht, zu deinem Zorn⸗ gefäße macht. 6. Sich beſſern iſt der Weg zum Leben, drum laß 3 mich 530 mich in der kurzen Friſt, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich ſo wichtig iſt, nur dafür ſorgen, daß mein Geiſt dem Sünden⸗ elend ſich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Sün⸗ dendienſt befreit, und leite mich ſelbſt auf dem Pfade der chriſtlichen NRechtſchaf⸗ fenheit! Wie ſelig bin ich dann ſchon hier; wie glück⸗ lich einſt, mein Gott, bei dir! In voriger Melodie. 712 Main Herz, er⸗ muntre dich zum Preiſe des Gottes, der dein Vater iſt! Bedenke, auf wie viele Weiſe du ihm zum Dank verpflichtet biſt. Bring' ihm, der ſtets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr, deine Hand iſt immer offen, zu geben, was mir nützlich iſt. Und doch bin ich oft ſchwach im Hof⸗ fen auf dich, der du die Liebe biſt. Mein Gott, wie wenig bin ich's werth, daß mir noch Hülfe widerfährt. 3. Unendlich groß iſt dein Erbarmen. Nur wohl zu thun biſt du gewohnt. D'rum wird auch mir, mein Gott, mir Armen, von dir nicht nach Verdienſt ge⸗ lohnt. Noch immer ſteht Nachtrag. mir deine Treu' mit Segen, Troſt und Hülfe bei. 4. Du biſt es, der in mei⸗ nen Sorgen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn ſie, noch für mich verborgen, nach meinem Wahn zu lang verweilt, ſo kommſt du, eh' ich mich's verſehn, und hilfſt mir und erhörſt mein Fleh'n. 5. Du wählſt und wirkeſt ſtets das Beſte. Und wenn auch meine Noth ſich häuft, ſo ſteht durch dich mein Wohl doch feſte. Wenn mich das Elend ganz er⸗ greift, ſo legt ſich dein Er⸗ barmen drein, mich vom Verderben zu befrei'n. 6. Du biſt mein Heil Mein ganz Gemüthe iſt dei⸗ nes Ruhms, mein Retter. voll. O köͤnnt' ich deine große Güte doch ſo erhe⸗ ben, wie ich ſoll! Doch meine Kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie ſchwach ich bin! 7. Und hätt' ich auch viel tauſend Zungen, ſo würde deines Wohlthuns Preis nie würdig g'nug von mir be⸗ ſungen, auch bei dem aller⸗ größten Fleiß. Denn mehr, Herr, als ich rühmen kann, hat deine Huld an mir ge⸗ than. 8. Jedoch, du ſiehſt mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Redlichkeit; und höreſt ſelbſt das ſchwache Lal⸗ 9. eine Tre au dußeut Se 44 ubbiſt es, der; in me orgen mit Ketm utgegen eilt; uh och für mich veriethe, meinem Vahn al uan dilt, ſo unnte d, G dich's verſehn, roͤii jund erhörſt mein 1 Du wählſt und vat das Vi nue vm meine Rot ſant ieht durch 6 doch feſt. das Elend 8 4 „ſo Legt ſich dein 6 en drein, nich un Herben zu birin Du hiſt mein Heil Lu guz Gemüthe iſt dei⸗ Ruhms, men Neker, t O konut ich dem rie Güte doch ſo erhe 2, wie ich ſoll! Dat rie Kraft reicht nit In: du weißt es, Gt ſchwach ich bin! Und hätt ich auch nnd Zungen, 3 vin tes Wohlthuns Preizn dig gnug von mit ſen, auch bei dem ſten F leiß. Denn ui te, als ich rühmen 3 dine Huld an nit 1 Jus. du ii ülgeß allen auch h zens Redli 9 eſt ſelbſt das — 9a empfinden, Lallen der Deinen mit Zu⸗ friedenheit; du hörſt es, wie ein Vater pflegt, der ſeiner Kinder Schwachheit trägt. 9. Drum ſoll mir deine Huld und Güte beſtändig, Gott, vor Augen ſeyn. Ich will mit redlichem Gemü⸗ the mein Leben deinem Lobe weihn, bis ich vollkomm⸗ ner deinen Ruhm erheb' im höhern Heiligthum. Mel. Herzliebſter Jeſu! 713 ch will, mein Gott, du Kö⸗ nig, dir lobſingen, und ewig Ehre deinem Namen brin⸗ gen. Sei täglich, ewig ſei von mir erhoben! Dich will ich loben! 2. Der Herr iſt groß; wer kann ihn g'nug erhe⸗ ben; wer kann mit ſeinem eifrigſten Beſtreben, wie groß er iſt, begreifen und wer Gott er⸗ grüͤnden? 3. Von unſern Vätern wurdeſt du erhoben, dich werden unſrer Kinder Kin⸗ der loben, und deine Macht beſingen, deiner Stärke preisvolle Werke. 4. Wie herrlich biſt du, Gott, wie ſchön und präch⸗ tig, wie groß in deinen Wundern, Herr, wie mäch⸗ tig! Das preiſ' ich, daß dein Nam' erhoben werde, der ganzen Erde. Nachtrag. 531 5. Daß deiner Wunder Ruhm umher erſchalle, die Welt von deinen Thaten wiederhalle, und deine Wahr⸗ heit, deine Huld beſinge und Preis dir bringe. 6. Der Herr iſt mild, von duldendem Gemüthe, barm⸗ herzig, gnädig, und von großer Güte; erbarmt ſich ſeiner Werke, hat an allen ſein Wohlgefallen. 7. Jehovah, alle deine Werke ſollen dir jauchzend danken. Deine Frommen wollen aus allen ihren Kräf⸗ ten ſich beſtreben, dich zu erheben! 8. Ja, ewig will ich dei⸗ nen Namen loben! Von allen Menſchen werde Gott erhoben! Was lebet, müſſe, Herr, zu allen Zeiten dein Lob verbreiten. Mel. Allein Gott in der Höh' 71 4 timmt unſerm Gott ein Lob⸗ lied an mit freudigem Ge⸗ müthe; es rühm' und preiſe, wer da kann, den Geber al⸗ ler Güte! Er macht uns frei von aller Noth; drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket ſeinem Namen! 2. Lobt Gott, und rühmet allezeit die großen Wun⸗ derwerke, die Majeſtät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweiſt in aller Welt, indem 3 2 er er alle Ding' erhält: drum danket ſeinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns er⸗ ſchaffen hat, der Seele, Leib und Leben aus väterlicher Huld und Gnad' uns Allen hat gegeben; der uns durch ſeinen Engel ſchätzt; der täglich ſchenket: was uns nützt, drum danket ſeinem Namen! 4. Lobt Gott! Er gibt uns ſeinen Sohn, der ſelbſt für uns geſtorben, der uns die ew'ge Lebenskron' durch ſeinen Tod erworben, der Frieden hat mit Gott ge⸗ macht, und ſeinen ganzen Rath vollbracht: drum dan⸗ ket ſeinem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geiſt den Glauben angezündet und ſeinen Bei⸗ ſtand uns verheißt, wenn er uns treu erfindet; der uns ſtets durch ſein Wort re⸗ giert, und auf den Weg des Lebens führt: drum dan⸗ ket ſeinem Namen! 6. Lobt Gott! Er hat dies gute Werk ſelbſt in uns an⸗ gefangen, vollbringt es auch, gibt Kraft und Stärk', das Kleinod zu erlangen, das er am Ziel uns vorgeſtellt, und das den Himmel in ſich hält: drum danket ſeinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr ſtar⸗ ken Seraphim, ihr Engel und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', die hier auf Erden wohnen! Nachtrag. Lobt Gott, und preiſ't ihn früh und ſpat; ja Alles, was nur Odem hat, das danke ſeinem Namen! In eigener Melodie. 71 5 H ab' Acht auf mich 9 in aller Noth, o großer Gott, Herr aller Her⸗ ren, wann Satans Wuth die Höllenrott', den Rachen gegen mich aufſperren, wann ſie mich ſuchen zu verſchlin⸗ gen und in die höchſte Noth zu bringen, ſo bitt' ich dich herzinniglich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 2. Hab' Acht auf mich, wann mich die Sünd' will von dem höchſten Gut wenden, ſo halte mich, als dein Kind, mit deinen treuen Vaterhänden; bleib du mir ſtets in den Gedan⸗ ken; laß mich von deinem Wort nicht wanken; wann Sünden in mir regen ſich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 3. Hab' Acht auf mich, wann's gehet wohl, wann mir die Glückesſonn' will ſcheinen, die meine Seel macht freudenvoll, daß ſie Nichts wiſſen mag von Wei⸗ nen, daß ich dem blinden Glück nicht traue, vielmehr auf deine Güte ſchaue: weil oft das Glücksrad wendet ſich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. Herr, 4. Hab' 4. und das! daß ſei, deine wand wann Kohl bitter hab' 5. wann empf wanr Mun mein bei bar! daßi Vate 6. auch die ſchw und Arzen 2¹. und preifti ihe Aſput ja Alles, bas — agener Mel odie. ab'Achtan rit — H in aller dis — oll, Herr ülerge un Satans Va *(nrotke, den Rath h auff ſperren, wan — uchen zu verſchle⸗ an die höchſte Noch 1 n, ſo bitt ich diß rric, mein Watr, icht auf riß b Act auf nih. lich die Sünd' wil * höchſten Gut al⸗ — ſo halte nich Herr, — Kind, mi deinen aterhänden; blail riets in den Gedan⸗ mich von deinen cht vanken; wam e in nir regen ſich, ter, ſo hab' Act 4 3 » Act 3 mich, — a wohl, wann Glickes onn wil 2 die meine Seul udenvoll, daß fi 2 ſen mag von Wee z ich dem blinde t traue, vielm — Gite ſchaue: 1 Gluͤckrad wen iin Vater, ſo fwich. 4* 4. Hab' Acht auf mich, und ſteh' mir bei, wann mir das Unglück brauſ't entgegen, daß ich nicht zu verzaget ſei, und weichen mög' von deinen Wegen, die mir zu wandeln ſind befohlen; und wann mir auch des Kreuzes Kohlen mein Herze brennen bitterlich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 5. Hab' Acht auf mich, wann ich geſund, wann ich empfinde keine Schmerzen; wann keine K Klag' in meinem Mund, noch Trauren iſt in meinem Herzen; damit ich bei geſundem Leibe dir dank⸗ bar und gehorſam bleibe, auf daß ich nie vergeſſe dich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 6. Hab' Acht auf mich, auch wann ich krank, wann die Geſundheit will ver⸗ ſchwinden, daß ich geduldig und mit Dank annehm' die Arzenei der Sünden; laß Nachtrag. 533 mich nicht ungeduldig wer⸗ den, und denke, daß ich Staub und Erden; auch wann die Schmerzen mehren ſich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 7. Hab' endlich dann auch Acht auf mich, wann ich der Welt Valet ſoll geben, daß ich im Glauben halte dich, bis ich komm' in ein ander Leben, daß mir das frohe Glaubensende ertheilet werd' in deine Hände; daß ich bei dir leb' ewiglich, mein Vater, ſo hab' Acht auf mich. 8. Ach! laß mich doch nicht aus der Acht, wann uns dein jüngſter Tag erſcheinet: der Tag, da vor Gericht wird bracht auch das, ſo man hie nicht gemeinet; laß mich zu deiner Rechten ſteh'n, und zu des Lammes Hochzeit geh'n; mein Jeſu, dann hab' Acht auf mich, ſo will ich ewig preiſen dich. Regiſter. 9 Seite A bleib mit deiner 156 Ach endlich, Dulder, 126 Ach Gott, verlaß mich 300 Ach Gott, wie mancher 226 Ach, hier nicht mehr, 509 Ach könnt' ich doch mit 494 Ach ſieh ihn dulden, bl. 120 Ach welch ein Kampf 62 Allein Gott in der Höh' 29 Alle Menſchen müſſen 201 Allen Chriſten und auch 373 Aller meiner Brüder 378 Aller Welten Herrſcher, 28 Alles haſt du mir gegeb. 314 Alles iſt an deinem S. 42 Allgegenwärtiger! ich 13 Allgütiger, dir will ich 454 Allliebender du ſchufſt 377 Allmächtiger, ich hebe 439 Allmächtig großer Gott 50 Am Kreuz erblaßt 126 Anbetung ſei dir, Gott 138 Seite Anbetungswürd'ger G. 7 An deine Leiden denk. 100 An dich, mein Gott! 277 Auch außer meinem 485 Auf, Chriſten, bringet 316 Auf, Chriſten, laßt uns 66 Auf, dich, Erlöſer, ſtets 243 Auf Erden Wahrheit 90 Auferſtehn, ja auferſt. 195 Auf, freue dich, mein 65 Auf Gott nur will ich 415 Auf Gott und nicht auf 285 Auf, Jeſu Jünger fr. 137 Auf, meine Seele, auf 129 Auf, o Seele, ſei noch 448 Auf, ſchicke dich, recht f. 82 Aus des Grabes Band. 130 Ban iſt ſie nun voll. 499 Bald leg ich Sorg und 497 Bald oder ſpät des T. 251 3 3 Barm⸗ Barn Beſie Begl Begl Begr Beker Beru Beſit Beſte Bewe Bew Bilde Bis Blick Brin je r. — Sh engswürd'ger G. ne Leiden denk. l00 z, mein Gott! M. Z ußer meinen 4 Fähriſten, kenn 3 Fihriſten, laßt uns 66 Vich, Erlöſer, lan2 Vrden Wahrheit Fehr, ja auferſt 1 g reue ich mein 6; Futt nut will ich 415 dt und nicht auf W iſn Jünger ft fr. 137 Jene Selle, auf l3 Sell⸗ ſei noch 4 4 niicke dich, recht f. 8 T Srade Band. I3 6 — Sa ſie vun voll. leg ich Sorg un n Sa ſpät des 233 dül Vre⸗ Megi ttee t. Seite Barmherziger, erhöre Beſiehl du deine Wege Beglücke meine Reiſe Beglückt, beglückt iſt, Begrabt den Leib in ſ. Bekenner Jeſu, werdet Berufen haſt du mich Beſitz ich nur ein ruhig. Beſter, weiſeſter Reg. Bewaffnete, der Krieg. Bewahre meinen Mund, 495 287 485 250 511 106 414 3⁵⁵ 44 430 274 Bilden ſoll ich mich auf 221 Bis der Tod ihm winkt 358 Blick' hin in die vergang. 351 Bringt Preis und R. Chrin, aus deinem H. Sßriſe, du Sohn G.! Chriſt eile nie mit ſich Chriſtus der iſt mein L. Chriſt, wann dich Trüb⸗ Dam und Anbetung Dank, Vater dir, der Das Amt der Lehrer, Das Grab iſt tief und Das Land, das Gott Daß ich der Tugend Daß unſer Gott uns L Da ſtehen wir, die Dei, Dein bin ich Gott! D. Deines Gottes freue Dein Heil, o Chriſt, n Dein Volk, o Herr, ſ. Dein Wille iſt's, o G. Dein Wort, o Höchſt. 129 Seite Dem ganzen Erdkreis Dem großen Vater w. Demuthsvoll komm ich Dem Wand'rer gleich, Den größten Sterbend. Der am Kreuz iſt meine Der du den Menſchen ſ. Der du ſelbſt die Wahr. Der du ſtets unſre Zufl. Der du uns als Vater Der du uns das Heil er. Der du voll Blut und Der Der Eheſtand ſoll heilig Der Erde Reize ſind er. Der Freuden Quell iſt Der Heiland kommt, l. Der Herr iſt Gott und Der Herr iſt meine Der Herrſcher aller L. Der hohe Himmel dunk. Der Lenz erfreut, was Der Mächtige, der H. Der Mond iſt aufgeg. Der Morgen kommt u. Der Tag iſt wieder hin; Der weiſe Schöpfer, d. Der Wolluſt Reiz zu Des Leibes warten und Des neuen Jahres erſt. Dich bet' ich an, erſt. Dich kennen, Gott, iſt Dich ſeh ich wieder, Die auf der Erde wal. Die Erde iſt Jeſu Die hier vor deinem Die Himmel rühmen Die Kinder, deren wir Dies iſt der Tag, den Die ſtillen Abendſtund. 86 86 2 400 114 117 471 150 3 143 76 119 du von Jugend auf 317 404 453 211 75 5 288 108 462 195 462 450 491 445 434 337 336 463 128 269 436 179 525 419 34 408 88 448 Die Seite Die Thiere, deren Herr 435 Die Zunge, die vern. Dir dank ich für mein Dir ergeb' ich mich, Dir, Gott, der ſo gern Dir, Gott, ſei Preis u. Dir immer ähnlicher zu Dir trau' ich, Gott, u. Dir, unſer Gott, iſt Dir zu leben, dir zu Du, aller Menſchen V. Du beſter aller Menſch. Du beſter Troſt der A. Du biſt's, dem Ehr' und Dur deines Vaters Du denkeſt in der tief. Du, der kein Böſes thut, Du, der ſich einſt voll. Du, der ſo gern begl. D deſſen Auge floſſ. Du, deß ſich alle Himm. Du gabſt mir, Ew'ger Du, Gott, biſt über Al. Du, Gott, du biſt der Du haſt es mir gegebeu Du haſt uns, Herr, die Du, Herr, haſt aus B. Du, Herr und Vater Du, Herr von meinem Du kamſt herab zum Du klagſt und fühleſt Du läßt den Tag mich Du liebſt, o Gott, G. Durch dich, Gott, bin Durch dich, o großer G. Du ſagſt, ich bin ein Ch. Du ſchauſt, mein Sch. Du Vater deiner Men. Du vertheilſt der Men. Du weiſer Schöpfer 432 470 239 161 49 257 291 38 181 380 121 312 247 116 54 105 356 116 308 349 281 464 484 341 165 501 475 71 352 471 377 413 313 252 275 279 412 16 Regiſter. Seite Du, welchen keine Welt Du wirſt, o Vater, für Du wollſt erhören G. Ehe⸗ ſei Gott in der Ein feſte Burg iſt Ein Gott regiert; was Ein Herz, o Gott, in Ein Ein Ein ruhiges Gewiſſen Einſam bin ich; tiefe Eins iſt Noth: Und H. Einſt, als im Angſtgeb. Einſt freu iet euch, ein ſt Empfinde deinen hohen? Entehre nicht, mein H. Entfernet euch, unſel ge Entreiße dich, mein G. Entſchwinge dich, Erdentöchter, Erdenſ. Erfreue dich des Heils Erfülle redlich deine P. Erhabner Gott, was r. Erhalt' uns, Herr, bei Erhalt' uns, Herr, die Erhebt, den Herrn, ihr Erhöhter Jeſu! Erinnre dich, mein Gott Er iſt erſtanden, Jeſus 1 Er iſt gekommen, er, Erlöſer, der im Staube Ermüdet von den S. Erſcheine meinem Geiſt, Er ſtarb, der größte Fr. Ertöne, feiernder Geſ. Ertönt, ihr Freudenl. Es baut, o Gott, auf 3 4 milder Negen ſinket 4 Pilgrim bin ich in 2 mein 29 Gottes! 486 183 504 lchen keine A t, O Vater, für 18 lſt erhören G. il „ —ſei Gott in der dde Burg it ſüi nott regiert; vas 29 zerz, o Gott, in gh ailder Regen finktt di ilgrim bin ich in A zöhiges Gewiſſen a am bin ich; tiefe Pl ni Noth! Und H. A als im Angſtgeb. lo tfreuet euch, einſt A ande deinen hohen 2ll re nicht, mein 9. 358 net euch, mſelige 398 rße dich, men G. N. winge dich, mein L5 töchter, Erdenſ. öld de dich des heils d de reblich deine P. 24 aner Gott, was r. 9 2* uns, Herr, bei 154 99 uns, Herr, die 311 , den Herrn, ihr 68 der Jeſu! Gottes 577 zedich, mein Gott lal zerſtanden, Jeſus 13 geiommen, er, 1 ,, der im Staube 10 nt von den S. 411 eine meinem Geiſt eub, der grißte d l de, feierndet Geſ. 3, nt, ihr Freudenl. M uut, o Gott, al 68 4 66 Seite Es eilt der letzte von 350 Es freu' der Fürſt des 310 Es ging ein Mann voll 88 Es hebt ſich auf der A. 219 Es herrſcht ein Gott, d. 292 Es iſt dein Wille, Herr 490 Es iſt nicht mehr, für 508 Es iſt noch eine Ruh v. 203 Es iſt nur einer Herr 6 Es iſt vollbracht, ſo r. 124 Es lebt ein Gott, der 24 Es preiſe Gott, wer J. 246 Es werde Gott von dir 48 Es zieht, o Gott, ein K. 478 Es züchtigt deine Hand 477 Ewig, ewig bin ich dein, 163 Ewig, o Jeſu, wird dein 157 Ewig und unwandelbar 466 Fallet nieder, fallet 314 Ferne ſei der Irrthum 215 Feſt ſteht dein Bund, 469 Frohlockend, Vater, w. 443 Frohlockt ihr Chriſten, 132 Früh, mit umwölktem 455 Führer zur Vollkomm. 89 Für alle Menſchen bet. 311 Für deinen Himmel 507 Fürwahr, du biſt, o G, 40 (Grntet iſt der Feld. 455 Gedanke, der uns Leb. 64 Geht hin! der Gott 405 Geiſt vom Vater und 142 Gelobt ſeiſt du, o Gott 526 Gerechter Gott, vor d. 19 Regiſter. Seite Gern will ich mich erg. 182 Geweihter Ort, wo S. 519 Geweiht zum Chriſtent. 161 Gewöͤhne dich, durch 429 Gib, Gott, wenn ich d. 327 Gib Höchſter, daß ich 431 Gib mir, o Gott, ein 374 Gott, aus deinen Sch. 33 Gott, deine Gnade ſei 82 Gott, deine Güte, deine 46 Gott, deine Güte reicht 307 Gott, deinen heiligen 281 Gott, deinen weiſen W. 413 Gott, deine weiſe Macht 44 Gott, der an allen End. 40 Gott, der du die Men. 384 Gott, der du für uns 68. Gott, der du Herzensk. 276 Gott, der du Schmerz 490 Gott, der du unſre Zuf. 230 Gott der Liebe, wie er. 278 Gott der Tage, Gott d. 495 Gott, der zum Segen f. 427 Gott des Himmels und 437 Gott, deſſen Macht des 483 Göott, dir gefällt kein 253 Gott, dir vertrau'n iſt 293 Gott, du biſt von Ewig. 10 Gott, du erforſcheſt mich 217 Gott, durch den wir ſind 150 Gottes Gnade ſei mit 423 Gottes Sohn iſt kom. 81 Gott, heilig ſei dein N. 149 Gott, hilf mir, daß ich 529 Gott, ich will mich 254 Gott, immer groß an 359 Gott iſt die Liebe, Gott 26 Gott iſt getreu, ſein H. 21 Gott iſt mein Hort und 149 Gott iſt mein Lied, er 9 Gott Regiſter. Seite Gott iſt's der das Ver. 342 Gott, lehre mich verſt. Göttlicher, dich zu erh. Gott, mein Vater, D Gott, mit allen ſeinen Gott, öffne deinen Him. Gott ruft der Sonn' u. Gott, Schöpfer, St. Gott ſei Dank, ich lebe Gott ſei Dank in aller Gott ſorgt für uns. O Gott von großer Macht Gott, vor deſſen Angef. Gott, wann mein ſterb. Gott, welch ein Schm. Gott, wie ſchrecklich ſ. Großer Gott, erhabnes Groß iſt der Herr, die Groß iſt, ihr Aeltern, Groß wird des Suünd. ab' Acht auf mich in Habe deine Luſt am Habe deine Luſt, o J. Hallelujah, bringet Eh. Halte dich mit hoher L. Haſt du denn ganz dein Heiland, deine Mnſch. Heiland, den uns Gott Heiland, groß an Huld Heil dir, Seele, Gott Heil'ger Geiſt, von G. Heilig, heilig iſt das Heil ihm, dem Todes Herr, deine Allmacht Herr, deine Kirche dan. Herr, deine Sanftmuth Herr, dein Geſetz und Herr, der du Alles g. 225 248 410 466 50² 465 404 440 73 42 460 18 497 506 61 364 407 201 532 284 473 315 317 479 92 69 176 502 141 372 127 14 157 38⁵ 152 328 Seite Herr, der du dein th. Herr, der du mir das Herr, der du ſelbſt die Herr, du biſt meine Z. Herr, du erforſcheſt mich. Herr, du fährſt mit Herr, du wollſt ſie Herr Gott, dich loben Herr Gott, dich l.(b) Herr Gott, du biſt die Herr Gott, was irdiſch Herr, höre mein Gebet Herr, ich bin dein Eig. 2 Herr, ich hab' aus deiner 177 447 Herr, laß mich doch g. 344 Herr, lehre mich den w. Herrlich iſt's an Freund. Herrlich iſt's in deinem Herr, mache meine S. Herr, meiner Seele g. Herr, mein Licht erl. Herr, mein Verſöhner Herr, ſtärke mich, dein Herr und Richter aller Herr, unſer Gott, wer Herr, vor deinem Ang. Herr! welch ein wicht. Herr, wie lange muß Herr, wir feiern dein Herr, wir fingen dei. Herr, wir ſtehen hier Hier, bin ich, Jeſu, zu Hier iſt noch unſre P. Hier lieg ich, Herr, in Hilf mir, Gott, der K. Höchſter, denk' ich an Höchſter Gott, wir d. Höchſter, wer iſt's, der Höher hebt ſich Gottes Huldigt Gott, ihr froh. 8 45² 26 Jauchzt ( du dein t 4 du mir das 441 du ſeldſt die ll bit meine 3 N Herforſcheſt mich, 1 fährft mit welſſt ſe Ms Iti, dich lohen 3lh Att, dich l.(ö) 39 At, du biſt die l tt, mas itdiſch l Ite mein Gebet Eh * bin dein Eig. A hab' aus deiner l35 3 nich doch g. 346 ahre mich den w. äl iſes an Freund. 43 2 iſts in deinen 160 ‚uche meine S. 291 greiner Seile g. 330 „rin Licht erl. 19 nuin Verſöhner 38 märke mich, dein 4 *nd Richter aller 19) euſer Gott, wer I door deinem Ang. 1 velch ein wicht. 40 ie lange muß 255 dir feiern dein 173 it fingen dei. 67 oir ſtehen hir löl ea ich, Nſu, zu löß QꝘ Seite Jauchzt unſerm Gott 23 Ich bebe nicht vor Tod 193 Ich bin der reichſte M. 346 Ich bin ein Chriſt! G. 257 Ich bin getauft auf d. 161 Ich bin getauft nach J. 162 Ich bin in meinem G. 353 Ich bin, o Gott, dein 51 Ich bin zur Ewigkeit 194 Ich blick empor zu dir 222 Ich denk an dein G. 528 Ich eile meiner Heim. 498 Ich erhebe mein G. 220 Ich faſſe, Vater, deine 499 Ich freue mich mein G. 285 Ich geh' einſt ohne B. 188 Ich habe, Gott, mir e. 256 Ich hab' in guten St. 361 Ich hoff' ein ew'ges L. 204 Ich komme, Herr, und 167 Ich komme vor dein 302 Ich preiſe dich, o Herr, 167 Ich ſeh' im Abendrothe 449 Ich ſterbe ſchon, jedoch 503 Ich trete vor dein Ang. 473 Ich weiß, an wen mein 233 Ich will dem Herrn zu 482 Ich will den Bund mit 172 Ich will dich noch im 184 Ich will in ſtiller Einſ. 474 Ich will, mein Gott, du 531 Jeſu, deine tiefe Wund. 103 Jeſu, meine Freude, 242 Jeſu, meines Lebens L. 99 Jeſum ewig zu verehr. 240 Jeſus lebt, mit ihm 127 Jeſus, meine Zuverſicht 193 Im Frühling meiner J. 416 Immer näher kommt 197 Immer ſich beſtreben 88 Regi ſter. Seite In allen meinen Thaten 37 In Gottes Namen f. 441 In Trübſal, Chriſt, ſei 362 In unſerm Kummer 487 Iſt Gott für mich, ſo 231 K ein Lehrer, iſt dir J. 93 Kein Menſch, o Gott, 55 Kinder, die ihr noch im 410 Komm betend oft und 303 Komm, o komm, du G. 139 Kommt, die ihr nicht 94 Kommt, kommt den H. 39 Kommt, laßt uns Gott 459 Kommt mit Dank vor 65 Kommt und laßt uns 258 La deinen Geiſt mich 101 Laß doch, o Jeſu, laß 158 Laß, Herr, nach eitlen 347 Laß mich doch nicht, o 345 Laß mich, Höchſter, d. 388 Laß mich, o Herr, in 259 Laß mir die Feier deiner 97 Laß dankbar uns die 424 Laß das Vollendungsf. 135 Laßt dem Tode ſeinen 512 Laßt uns mit ehrfurchts. 79 Laßt uns unſerm Gott 80 Lehre mich, Herr, recht 333 Lieblich ſind der Tugend 399 Liebſter Jeſu, wir ſind 1 Lob, Ehr' und Dank ſei 483 Lob, Ehr' und Preis 322 Lobet den Herren, 321 Lob, Preis und Ehre br. 1 Lob Regiſter. Seite Lob ſei Gott, der den F. Loh ſei Gott, der den Lobſinge, meine Seele, Lobſinget Gott! Dank Lobſinget Gott, denn ſ. Lobſinget Gott, er ſchuf Lobt Gott, ihr Chriſten, Mawe dich, mein Mein Auge ſieht, o Gott Mein beſter Troſt in Meine Kinder, Gott, Meine Lebenszeit ver⸗ Meinen Jeſum laß ich Mein Erlöſer, auch für Mein Erlöſer, der du Mein Erlöſer, Gottes Mein erſt Gefühl Meines Herzens reinſte Mein ganzer Geiſt, G. Mein Glaub' iſt meines Mein Mein Mein Gott, Gott, Gott, ach lehre du wohneſt ich weiß Mein Gott, zu dem ich Mein Heiland, deine Mein Heiland lebt und Mein Herz, ermuntre d. Mein Herz, Gott, V. Mein Hort iſt Gott! Mein Jeſu, für dein Mein Leben ſteht in G. Mein Schöpfer, deſſen Mein Vater, und mein Menſchenfreund, nach 451 438 133 30 158 32 78 334 43 305 409 186 100 162 10²2 439 205 399 260 270 187 223 71 520 530 222 294 113 185 261 262 373 Menſchen weiſ' und gut 406 Mich ſelbſt muß ich bez. Mir nach, ſpricht Chr. 353 245 Mit Ernſt, o Menſchenk. Mit Freuden laßt uns Mit frohlockendem G. Mit lautem Schall fr. Mittler, ſchau auf ſie Mit welchem Dank Mit welcher Langmuth N. e d ach einer Prüfung Nach einer ſchmerzenv. Nach frommer Eintracht: Nach Gottes weisheits. Nach Jeſu Weisheitsl. D er ee e Nach meiner Seele Sel.: Nahet anbetend dem Naht dem Altare, Unſt. Naht mit Andacht im Nicht auf den Höh'n, n. Nicht, daß ich's ſchon Nicht für der Felder Nicht lang ein Pilger Nicht mehr, als meine Nichts iſt von ungefähr! Nicht um ein flüchtig Nicht um Reichthum, Nie biſt du, Höchſter, Nie will ich wieder fluch. Nimm unſre Dankgef. Noch immer wechſeln Noch läßt der Herr Noch leb ich. Ob ich m. Noch nie haſt du dein Noch ſtehen wir, o G. Nun bitten wir den h. Nun bringen wir den Nun danket Alle Gott Nimm hin den Dank Nun iſt das alte Jahr Seite 74 468 70 526 421 496 an 2 89828 9 S 8 8 688 80 68 8 SSSSSSSSS — 2—————¼— 1— 2 5. eAerhnn Seite en laßt u 4 b Nun laßt uns Alle fröhl. 67 3 tendem a ih Nun ſinkt die Sonne 444 rn Schall fr 7) Nur kurz iſt hier mein 179 1 9 ſie 42¹ em 8— h O. blickt hinauf zur C. 390 Pungunh Ob wir ſind, wie mir 390 O Durſt nach Blut, o 109 Oft klagt dein Herz, w. O Golgatha, zu deinen deer Prüfung A O Gott, den alle Weſen * ſchmerzenv. O t, der d ner Einttacht F O Guie de Lunmels es weisheitz. O Gott, deß ſtarke H. — Wiisheital. m O Gott, du biſt mein m er Seele Sal. M O Gott, du frommer etend den K. O großer Gott, du r. = llare, unſt. lb O Heiland, deſſen hoh. — Andacht im lih O heil'ger Geiſt, kehr' den Höhn,. M. O Herr, mein Gott, d. ichs ſchon M O Kinder, dieſer Tag 9 der ßelder i A p ein Pilger öh er t, als meine von ungefähr, 3 er ein llchtig l d Reichthum, 3 u, Höchſter, l 3 h wieder fiuch. R ſre Dankgef. G er nechſeln der dert 1 A ich. Obichn M er haſt du den H 8 en wir, o G. öle An ni in hWh A gen wit den it ä n 3 Raalcchkeit mit dir 3 3 pals zn Religion, von Gott, geg. a ₰ könnt' ich dich, mein —. Menſchenfreund, mit ſelig, wer zufrieden ſtimm' auch du mit welch' ein Glück, ein welch' ein Segen iſt welch' ein unſchätzb. Welt, ſieh' hier dein wie ſelig ſeid ihr wie ſanft iſt, Herr, hwie unausſprechlich 6 96089090099890 — reiſt, Chriſten, mit Preis und Anbetung t Nun 264 123 325 270 36 24 2 264 143 177 140 370 422 324 178 403 79 50 433 395 118 521 59 207 460 323 391 144 Regiſter. Seite Richte nicht mit harter Ruhet wohl, ihr Todt. Ruhig iſt des Todes Se deine Thränenſ. Sanft, o Chriſt, iſt J. Sanft, wie er gewand. Schaffet, ſchaffet, M. Scheint mir freudenleer Schicke dich, erlöſte S. Schmerz und Klage füllt Schon auf Erden könn. Schon iſt der Tag von 379 513 51⁵ 359 249 519 224 354 171 461 91 199 Schön iſt die Tugend, 267 Schon naht ſich meines 497 Schon wieder Nacht 492 Schöpfer der erſchaffn. 324 Schöpfer, Gott, Herr 1 Schütze die Deinen, d. 159 Schweiget, bange Zw. 236 Schwer liegt der Tren. 522 Schwingt, heilige G. 6 Seht, Chriſten, ſehet J. 124 Seht, welch' ein M.! 110 Sei, aller Wolluſt Reiz 337 Seid barmherzig, M. 383 Sei geſegnet! Amen, 505 Sei getreu in deinem 420 Sei Gott getreu, halt 282 Sei hochgeprieſen, H. 102 Sei mir gegrüßt zu 443 Sei zufrieden, mein G. 41 Selig, Jeſu, ſind, die 196 Selig ſind des Himmels 189 Selig ſind, die in dem 500 Selig, wer mit ſtillem 290 Senkt den Leichnam, 511 Senkt nun den Leib in 512 Sieh' dieſe jungen S. 422 Sink' Seite Sink' ich einſt in jenen 449 So fliehen unſre Tage 447 So gib denn fromme 513 So hoff' ich denn mit 236 So Jemand ſpricht, ich 376 So iſt mit aller ſeiner 493 Soll dein verderbtes 147 Sollt' es gleich bisw. 366 Sollt' ich jetzt noch, da 247 Sollt' ich meinem Gott 295 So ſchlummerſt du in 125 So wahr ich lebe! ſ. 226 So weit, Herr, deine H. 25 So weit nur Menſchen 454 So, wie du biſt, ſo 12 Standhaft ſei, o Gott, 338 Stimmt unſerm Gott 531 Stärke, Mittler, ſtärke 419 Stets warſt du meine 475 Still erheben wir unſ. 516 Sünde iſt nie klein zu 57 Thener ſei mir allezeit 90 Triumph! Triumph! u. 525 Uaber aller Himmel H. 136 Um Erbarmen flehn 479 Um Gnade für die S. 122 Unerforſchlich ſei mir 17 Unſchuldigſter, du hatt. 112 Unſer Gott, der Herr d. 63 Unſer Gott iſt groß u. 35 Unſer Wandel iſt im H. 335 Unſre Kindheit, unſre 472 Uns ſtrömt aus deiner 343 Regiſter. Unſterblichkeit, Unſterbl. 208 Wann wir unſer Lauf 47 4. W Seite Unter manchen bangen 504 Unumſchränkte Liebe 524 Unwiederbringlich ſchen. 467 Water, den uns Jeſus 309 Vater, heilig moͤcht' ich 55 Verbittre dir dein Leben 387 Vereinigt laßt uns Gut. 375 Vergelten wirſt du den 211 Verſammelt hatte Jeſus 164 Verſchwunden iſt der 457 Vertrauen iſt des Chr. 286 Verzeih' der tiefen Trau. 516 Viele Freuden ſtreuſt du 357 Vollbracht iſt nun die 178 Voll Dank an dieſem 437 Vollendet freudig euren 212 Vollendet hatte Gottes 139 Voller Ehrfurcht, Dank 170 Vom Geräuſch der W. 395 Vom Grab, an dem wir 84 Vom Todesthal hinauf 134 Von allen Himmeln t. 318 Von deiner Weisheit; 435 Von dir, der meine 391 Von dir, du Gott der 405 Von dir, Gott, ſind der 403 Von dir in dieſe Welt 392 Von Furcht dahin ger. 113 Von heiligem Gefühl 424 Von Herzen preiſ' ich 145 Vor dir, Herr, denken 154 Vor dir, o Gott, ſich 273 W auf, mein Herz, 442 42 Si uchen bangen 1 untte liebe önl bringlich ſchen. 467 k den uns Jeſus dh zjeilig mocht ich d Ce dir dein deben h 2tt laßt uns Gut. ah en wirſt du den A Jrelt hatte Jeſus lä Funden iſt der 4t an iſ des Chr. 3 der tiefen Trau öl euden ſtreuft du 34 Acht iſt nun die Mank an dieſen 431 Niet freudig euren 2l Deet hatte Gottes 119 2 Chrfurcht, Dan NNo „ Heräuſch det N. 35 e rab, an dem wir 8t odesthal hinauf— ellen Himmeln t. 38 eeiner Weisheit; 49 eir, der meiie R eeir, du Gott der 46 „ir, Gott, ſind der 16 wir in dieſe Welt M „furcht dahin ger. 1 elgem Gefih zerzen preif 4 derr, dente. dn,“ Cot, ſth N 19 auf, mein Herz r unſer Lauf A. Seite Warum erbebſt du, m. Warum, ſollt' ich mich Warum willſt du doch Was Gott thut, das iſt Was hilft es mir, ein Was ich nur gutes h. Was iſt im Himmel, Was iſt mein Leben Was iſt mein zeitlich Was iſt's, daß ich mich Was mein Gott will, Was ſoll ich ängſtlich Was ſorgſt du ängſtlich Was wär' ich ohne dich Was zagſt du? Gott Weicht, ihr Berge, fallt Weit um mich her, iſt A. Welch' hohes Beiſpiel Welch' hohes Vorrecht Welterlöſer, dich zu l. Wenn Chriſtus ſeine Wenn der Stifter der Wenn Geſchwiſter fr. Wenn gleich aus tiefer Wenn ich auf Gottes Wenn ich ein gut Gew. Wenn ich einſt von jen. Wenn ich, o Schöpfer, Wenn meine Zeit vorh. Wenn Menſchen ſtreb. Wenn mich die Sünd. Wenn oft zu jener S. Wenn ſich mein Geiſt Wenn wir in höchſten Wenn zur Erfüllung Wen wird, o Gott, die Wer auf ſeinen Gott v. Wer bin ich? welche Wer dieſer Erden G. Wer gehorcht, der 196 367 296 368 268 326 271 369 339 370 368 297 189 234 298 20 453 250 304 244 159 517 412 371 198 396 442 33 188 417 104 209 23 478 279 397 289 329 382 428 Regiſte. r. Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wer Wiederſehn! mit laut. Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie Seite „Gott, bei dei. 277 Gottes Wege g. 218 Gottes Wort n. 237 hat den Glauben, 215 höher durch Geb. 428 Jeſum kennt, ver. 213 kann die Leiden f. 107 könnte zweifeln, 4 machte dieſe ſchöne 31. mit Luſt und Eifer 518 nur den lieben G. nur ein Laſter l. 56 ſich mit Ernſt der 346 ſtets mit reinem Sünde thut, der 60 unter deinem Sch. 448 weiß, wie bald in weiß, wie nahe m. zählt, Unendl. 46 freu' ich mich der 209 getroſt und heiter gnädig iſt des Höch. 463 göttlich ſind doch 94 groß biſt du, o G. 272 groß iſt des Allm. 22. groß iſt unſre S. 397 groß, o Herr, erſ. groß, wie angebet. 72 gut, wie heilig iſt 151 heiter fließt mein 398 im Herbſte fällt 180 leicht verkenn' ich 327 mannigfaltig ſind 340 ſanft, mein Vater, 306 ſanft ſeh'n wir den 506 ſelig lebt ein M. 382 ſicher lebt der M. 182 ſoll ich dich empf. 75 theuer, Gott, iſt 299 Weie ———=— . 4 Ree g Seite Wie viele Freuden dank' 26 Wie wichtig iſt doch der 53 Wie wird mir dann, o 187 Wie wohl iſt mir, o Fr. 238 Will mich, o Gott, hie. 371 Willſt du der Weish. Willſt du die Buße noch 2 Wir Alle, Menſchenv. Wir flehn für unſrer A. Wir gehn ans Grab u. Wir glauben an den ein. Wir kommen, Helfer, d. Wir ſind in Noth, laß Wir trocknen unſre Th. Wo eilt ihr hin, ihr Leb. Wohl dem, der beßre 348 Wohl dem, der in dem Wohl dem, der richtig 389 2 11 ſt er. Seite Wohl dem, der ſeines 472 Wohl mir, o Schöpfer; 430 Wohlthätig ſind der C. 360 Wohl uns! Wohl uns 418 Wohlzuthun u. mitzuth. 381 Wo iſt wohl Noth und 60 Wort aus Gottes M. 153 Wo find die Weiſen, d. 16 3 4 dir erhebt ſich mein Zu dir, o Gott, das H. 307† Zu dir, Unendlicher, zu 480 Zum Fleiße ward das 341 Zum Himmel erhebe 476 Zur Arbeit, nicht zum 342 Zur frühen Gruft 517 „90 820h Zwar wird noch manche M. NMaue 51 373. 792. r. Säte en, der ſeins Moe emir, oSchüfer; 430 ſätig ſind der C. 360 Luns! Vohl uns 418 athun nizuß. z31 * wohl Auth und 60 us Guttes R. lö8 die Weſſen, d. 16 4 erhebt ich mein gh V Gott, das H. 30 luendlicher, zu 480 nerleiße ward das zul rnimmel erhebe Ii eit, nicht zum 342 ühen Gruſt ölf 2 vird noch manche 29