Allgemeines Evangeliſches Geſangbuch für das Großherzogthum Heſſen. — — 3 d 9— 4 3 1 . N 1 4 1 89 K Neunzehnte Auflage. 5 Im Verlage der Grohherzoglichen Invaliden⸗ — und Soldaten⸗Waiſen⸗Anſtalt. Darmſtadt 1836, gedruckt bei L. C. Wittich, Großherzogl. Hof⸗ und Kanzleibuchdrucker. 1 Alu 4 4 2 4 b 7 1 3 ℳ 4 4 A 2 A* e 4 1.„ b 2 3 ℳ 7 8 — es Aiͤa in ſech J 106 aiſ — Dihn 8 1 nd 62 8 ben Ewigkenm Un. dlhag„241 und. Almadkee ttes) 5 56.— b kica 3 ſ und u= ſetua b 3 herjigke) ſttes; d“ beke Inhalt. Allgemneine Lieder beim Anfange und Schluß der öffentlichen Gottesverehrung. Nro. 1— 9. Erſte Abtheilung. Lieder über die chriſtlichen Glaubenslehren. Nro. 10— 289. Von Gott, deſſen Weſen und Eigenſchaſten. Nro. 10— 41. Daſeyn Gottes 10. Einheit Gottes 11. 12. Majeſtät 1 und Größe Gottes 13— 17. Auch 11. 56. 57.1 Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes 18— 20.11 Allgegenwart und Allwiſſenheit Gottes 21. 22.24. 25. Allmacht Gottes 23. Auch 50. 72. Weisheit Got⸗ tes 26. 27. Auch 50.. 59. Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit Gottes 28.29. Auch 270— 275. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes 30— 31. Liebe, Guͤte und Barm⸗ herzigkeit Gottes 32— 39. Geduld, Langmuth und Gnade Gottes 40. 41. 703. Von der heiligen Dreieinigkeit. Nr. 42— 46. Von den Werken und Wohlthaten Gottes. Nr. 47— 242. Schöpfung 47— 53. Auch 420 und 589. Vorſehung oder Erhaltung und Regierung der Welt 54— 66. Auch 26. 34. 36. Von den Engeln. 67— 69. Der Menſch; ſeine Wuͤrde und Vorzüge. 70— 73. Beſtimmung des Menſchen 74—77. Erlöſung 78— 187. Suͤnd 1 78— 83. Folgen der Sünde 84— 88. Erlöſung und Veredlung des Menſchen durch Chriſtum 89— 100. Würde des Erlöſers 101— 103. Sendung und Geburt Jeſu.(Adventsl ieder) 104—109. 704. (Weihnachtslieder) 110— 119. Erſcheinung Chriſti 120. 121. Darſtellung Chriſti im Tempel 122. 123. Johannes, der Vorgänger Jeſu 124. 125. Lehre, Leben und Thaten Jeſu 126— 134. 333. 479. Leiden, Tod und Begräbniß Jeſu.(Paſſionslie⸗ der) 135— 173. Auferſtehung Jeſu(Oſterlie⸗ der) 174—184. 705. Chriſti Hingang zum Vater und Verherrlichung 185— 187. 706. Heiligung 188— 242. Sendung des heiligen Gei⸗ ſtes(Pfingſtlieder) 188— 197. Vom Worte 1 Gottes 198— 208. 707. Von der heiligen chriſtli⸗ chen Kirche 218— 309. Am Reformationsfeſt 210. Bei der heiligen Taufe 219— 224. Bei dem heili⸗ gen Abendmahle 225— 242. Auch 133. 161. 164. 165. 312. 335. ſtehung der Todten 264— 269. Auch 699. 708. Vom jüngſten Gerichte 29. 270— 275. 709. 710. Seligkeit der Frommen nach dem Tode 276— 287. 289. Auch 77. 178. 312. Verdammniß der Gott⸗ loſen 273. 275. 288. Zweite Abtheilung. Lieder über die chriſtlichen Lebenspfiichten. Nro. 290— 498. (Geſinnung und Verhalten des Chriſten im Allge⸗ I meinen. Nro. 290— 354. 4 Eigenſchaften des Chriſten überhaupt 290. 292. 293. 317. 325. 328. 336. 346. 347. 354. Werth und Wich⸗ haftigkeit des Menſchen 1 Von der Unſterblichkeit und Vergeltung nach dem (Vom Tode 243— 263. 665. 660. Bon der Aufer⸗ Geſnnung! a Her gleit der 2 t r38. 1 zut chriſtlr 4* Selbſtori einde 1 u Luße ddeics fen 2o9. 300 zun Gut⸗. 5 Auſſzub a fſe Außinge d Emim. 3 ger Glauln Ji ungen gm ſn‚ unſen Snd lichkeit un?e tiſchr 14.30 aS t. Ertemntniß Ge= 355 and Heilil a ngd zu Gott 3 h'. Fteude i 39 Jf1- 390 fhett Gott 40 4— 1. 713. 714. Glinnung un hale g nach dem t der Aufer⸗ h 699. 708. 5. 709. 710. 276— I. niß der Got⸗⸗ ö. flichten. im Allge⸗ e. 203, 317. und Wich⸗ tigkeit der chriſtlichen Tugend 291. 296. 310— 312. 314. 318. 319. 322. 324. 334.342. 353. Entſchluß zur chriſtlichen Tugend 297. 313. 323. 330. 341. Selbſtpruͤfung 295. 300.338. 349. Erkenntniß der Sünde und Reue 294. 306. Auch 78. 79. 83. Buße oder Sinnesänderung und Lebensbeſſerung 2988. 299. 301. 304. 711. Bitte um Gottes Beiſtand zum Guten 337. 339. 340. Auch 80. Wider den Aufſchub der Beſſerung 303. 307. Am allgemeinen Bußtage 309. Troſt der Sündenvergebung durch Chriſtum 302. 305. 308. 316. Auch 144. Thäti⸗ ger Glaube an Jeſum Chriſtum, und würdige Geſin. nungen gegen ihn 312. 320. 321. 326. 331— 333†. 335. 343— 345. 347. 348. 504. Wachſamkeit auf unſern Sinn und Wandel 81. 274. 349. Beharr⸗ lichkeit und Fortſchritte in der Beſſerung 315. 327. 332. 350— 352. Geſinnung und Verhalten des Chriſten in Hinſicht auf Gott. Nro. 355— 420. Erkenntniß Gottes 355— 358. Ehrfurcht vor Gott und Heilighaltung des Eides 359— 361.(c.) Liebe zu Gott 362. 365. Gehorſam gegen Gott 366. 367. Freude in Gott 368— 370. Vertrauen auf Gott 371— 390. Gebeth 391— 403. Dankbarkeit gegen gott 1104— 411. 712. Lob Gottes 412— 420. 13. 714. Geſinnung und Verhalten des Chriſten gegen ſich ſelbſt. Nro. 421—,476. Selbſterkenntniß und Demuth 421— 425. Selbſtliebe 426. Selbſtachtung 71. 73— 76. 443.(b) Sorge für die Seele 427— 431. Sorge für Leib, Leben und Geſundheit 432— 435. Deriſenr ue 436— 439. Würdigung und weiſer Gebrauch der irdiſchen VI Güter 440—448. Weiſer Gebrauch der Lebenszeit 445— 448. 260— 262. Genügſamkeit und Zu⸗ friedenheit 449— 452. Streben nach Herzens⸗ und Gewiſſensruhe 453. 454. 500— 503. Weiſer Ge⸗ nuß der Lebensfreuden 455— 458. Geduld und Gelaſſenheit im Leiden 459— 476. Geſinnung und Verhalten des Chriſten gegen andere Menſchen. Nro. 477— 408. Allgemeine Menſchenliebe 477— 482. Mitfreude und Mitleid 482.(b.) Gerechtigkeit und Billigkeit 483— 484.(c.) Wohlthätigkeit und Barmherzigkeit 485.486. Dienſtfertigkeit und Gefälligkeit 487. Sanftmuth, Friedlichkeit und Eintracht 488.(a) und(b) Verſöhn⸗ lichkeit und Feindesliebe 489— 491. Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit 492— 496. Gutes Beiſpiel 497. Beſcheidenheit 498. Auch 421— 424. Glückſeligkeit wahrer Chriſten 409— 509. Auch 316. 319. Dritte Abtheilung. Lieder über die Pflichten des Chriſten in beſon⸗ dern Verbindungen, Zeiten und Umſtänden. Nro. 510— 702. Geſinnung und Verhalten des Chriſten in beſondern geſellſchaftlichen Verbindungen. Nro. 510— 550. Häusliche Geſellſchaft 510— 532. Der Ehe⸗ ſtand 512. 513. Bei Trauungen 514. 515. Nach der Trauung 516. Aelternpflicht 517— 521. Kin⸗ despflicht 522— 524. Geſchwiſterliebe 525. Für Herrſchaften 526. 527. Für Dienende 528. 529. Für Wittwen 530. Für Waiſen 531. Dankbarkeit gegen Wohlthäter 532. Kirchliche Geſellſchaft 533— 544. Lehrer und Zuhörer 533. Bei Einführung eines Religionslehrers einnung und r 1 A 4 u r der Einſet n enet Kiche re 44. Fitgerliche 1 nndsbite 6ä. 56 Ar Soldat.. dar 68. U, ghrifliches 3 5 b nagient unp 3ers Tazszeiten. mgmotgen. Sonne 572 2 tem Hinme e V gaßteszeitens Sommer 58— g. Winter 593 Saat⸗ und Ae ei eine reicher, N te ner ſparamm= ite ſamkeit und 34 erzens⸗ un 3 8. Geduld uh en gegen anden 408. Mitfreude md Billigkeit 483— tzigkeit 485, 485 7. Sanftmut, und(b) Verſöhn⸗ Wahrhaftigfei, — 496. Gutes Auch 421— 06 n 499— 500 ung. ſten in beſon⸗ Umſtänden. in beſondern 510— 559, 2 Der Ehe⸗ 4. 515. Nach — 521. Kin⸗ be 525. Für nde 528. 509. . Dankharkeit 4. Lehrer und Religionslehrers . Weiſer Gt, 534. Bei der Konfirmation 535— 542. 198. 330. Vor der Einſegnung 539. Nach der Einſegnung 540. Nach der Konfirmation 541. 542. Bei Einweihung einer Kirche 543. Bei Einführung eines Schulleh⸗ rers 544. Bürgerliche Geſellſchaft 515— 556. Vater⸗ landsliebe 646. Regent, Obrigkeit u. Unterthan 402. 547. 548. Hoher Stand 549. Der Richter 550. Der Soldat 551. Der Landmann 552. Der Nach⸗ bar 553. Umgang 554. Freundſchaft 555. 556. Chriſtliches Verhalten in Anſehung der Thiere und Bäume 457— 559. Geſinnung und Verhalten des Chriſten zu beſonden Zeiten. Nr. 560— 624. Tagszeiten. Am Morgen 560— 570. Am Sonn⸗ tagmorgen 571. Beim Anblick der aufgehenden Sonne 572. Am Abend 573—583. Unter geſtirn⸗ tem Himmel 584. Jahreszeiten. 63. Im Fruͤhling 585— 587. Im Sommer 588— 590. Im Herbſte 591. 592. Im Winter 593. 594. Saat⸗ und Aerntezeit. Zur Saatzeit 595. Nach einer reichen Aernte 596. 597. Auch 62. Nach ei⸗ ner ſparſamen Aernte 598. Witterung. Flehn um Regen 590. Nach verliehe⸗ nem Regen 600. Flehn um Sonnenſchein 601. Nach verliehenem Sonnenſchein 602. Beim Gewitter 603. 604. Nach dem Gewitter 605. Jahreswechſel. Neujahrslieder 606.— 613. Beim Anfang des Kirchenjahrs 614. Auch 212. Lebenszeiten. Am Geburtstage 615. 616. 66. 407. 411. 418. 576. Die Lebensalter 617. Für die Ju⸗ gend 618. 620. Für Jünglinge 621. 134.(a) 433.(b) 447. 455. 457. Für Jungfrauen 622. 433.(c) Für das Alter 623. 624. 3 VIII Geſinnung und Verhalten des Chriſten unter be⸗ ſondern Umſtaͤnden. Nro. 625— 702. Bei allgemeinem Wohlſtand 625. In allgemeiner Noth 626. 627. In Kriegszeiten 628— 630. Zur Frie⸗ densfeier 631. 632. In Theuerung 633. In Waſ⸗ ſersnoth 634. 635. Nach überſtandener Noth 636. Nach einer Feuersbrunſt 637. Nach einem großen Verluſte 638. Auf der Reiſe 639. Der reiſende Jüngling 640. Fürbitte für liebe Abweſende 641. Bei anſteckenden Krankheiten 642. Nach denſelben 643. In Krankheiten 644— 652. 252. 378. 382. 462. 463. 474. Abendmahlsfeier eines Kranken 653. 654. Fürbitte für Kranke und Leidende 655. 656. Nach der Geneſung 657. 274. Vorbereitung auf den Tod, und Troſt für Sterbende 658— 668. 247. 260— 262. 268. 270. 282— 287. Der ſterbende Jüngling 669. Das ſterbende Kind 670. Fürbitte für Sterbende 671. 672. Einſegnung eines Ster⸗ benden 673. Der Tod des Frommen 674. Beim Tode guter Aeltern 675. Beim Tode hoffnungsvoller Kinder 676. 677. Beim Tode eines guten Ehegat⸗ ten oder eines Freundes 678. Bei Begräbniſſen 679— 702. Auch 243. 250. 258. 264. 265. 267. 269. 276. 278— 287. 289. Am Trauerhauſe und beim Zug zum Grabe 243. 246. 248. 253. 254. 258. 260. 262. 679. 680. Am Grabe 681— 691. Beim Grabe eines Verunglückten 692. Am Grabe Frühverſtorbener 693— 695. Am Grabe eines ver⸗ dienſtvollen Lehrers und Seelſorgers 697. Troſt und Gelübde auf Gräbern 698— 700. Troſt des Wie⸗ derſehens 701. 702. b * —— — —————— 5 Wn 19 S törfteh, 5e 25 der 4 Ptett Vater de Rtii, aler Welr WAlgierer! Ertea. 8 1 der öffenk ſe — Bei dem ang 4 un, ber Ei Erfül deed ſen ner Gläe, r entzuͤnd in ihr! ⸗ F dainer gittäche e, du durch Aum faltie der Zungen ³ 3 ganzen Weltveren elt ha Nin Einatit d fuben MHaleuja! Harn Jyeigener hie g Mitii en unter be, 5— 702. — 668. 247. Der ſterbende 70. Fürbitte g eines Ster⸗ n 674. Bein — gemeiner Noth Zur Frie⸗ boffnungsvoler guten Ehegat⸗ gräbniſſen 64. 205. 207. auerhauſe und 18. 253. 254. e 681— 691. 2. Am Grabe abe eines ve 7. Troſt und roſt des Wie⸗ Allgemeine Lieder bei der öffentlichen Gottesverehrung. Bei dem Anſang der Gottesverehrung. omm, heiliger Geiſt! Erfuͤll die Herzen dei⸗ ner Gläubigen, und entzuͤnd in ihnen das Feuer deiner goͤttlichen Liebe, der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der anzen Welt verſammelt haſt, in Einigkeit des Glaubens! Halleluja! Halleluja! In eigener Melodie. 2 Scöpfer, Gott, Herr der Zeit und Ewig⸗ keit, Vater der Barmherzig⸗ keit, aller Welt Erhalter und Regierer! Erbarme dich! 2. Chriſte, aller Welt Licht, unſer Heil und Troſt und Zu⸗ verſicht: du Gottes ew'ger Sohn, ach, unſer Mittler vor des Hoͤchſten Thron, Hei⸗ land! brünſtig ſeufzen wir zu dir! Erbarme dich! 3. Heiliger Geiſt, dich, dich flehen wir: führ uns, ſtaͤrk' uns, und erhalt uns dir! Mit deinem Troſt, o) Gott, verlaß uns nicht in unſrer letzten Noth! Erbar⸗ me dich! In eigener Melodie. 3 Qob, Preis und Ehre X bringen wir, Gott, Vater, Sohn und Geiſt, nur dir! Es muͤſſe jedes Land auf Erden mit deinem Ruhm er⸗ füllet werden! Wie ſelig, wie begnadigt iſt ein Volk, deß Zuverſicht du biſt! O Hoͤchſter, deinem großen Na⸗ men ſei ewig Ruhm und Ehre! Amen! Erhoͤr' uns, Gott, erhoͤr' uns, Gott! Vor der Predigt. In eigener Melodie. Liebſier Jeſuz wit ſad T hier, um dein goktlich 4 Wort zu hören; lenke Sin⸗ nen und Begier zu des Him⸗ A mels 2 Allgemeine Lieder mels heil'gen Lehren, daß das Herz itzt von der Erde ganz zu dir gezogen werde! 2. Dieſes Lebens Wiſſen⸗ ſchaft bleibt mit Finſterniß umhuͤllet, wenn nicht deines Geiſtes Kraft uns mit Licht von Gott erfuͤllet! Lehr' aufs Wort uns glaubend mer⸗ ken: laß es uns zur Tugend ſtärken! 3. O du Glanz der Herr⸗ lichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, dir ſei unſer Herz geweiht, dir zum Tem⸗ pel auserkohren! Lenke du Gebet und Lehre, uns zum Heil und dir zur Ehre! Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind hier err! vor deinem An⸗ 5 E geſicht hat die An⸗ dacht uns verſammelt. Ach, verwirf das Flehen nicht, das dein Volk dir, Hoͤchſter, ſtammelt! Hör' auf unſre ſchwachen Lieder und ſieh gnadig auf uns nieder! 2. Laß das Wort, das hier erſchallt, viele gute Früchte bringen und mit göttlicher Gewalt tief in unſre Seelen dringen; laß es unſern Sinn erneuen und des Irrthums Nacht zerſtreuen! 3. Mach uns ſo dein Wort bekannt, daß wir ſeine Vor⸗ ſchrift uͤben, dich und den, den du geſandt, Jeſum Chri⸗ ſtum herzlich lieben; daß kein Leid und keine Freude uns von dieſer Liebe ſcheide. In voriger Melodie. 6 Demuthavoll komm ich zu dir, dich im Gei⸗ ſte zu verehren, Vater! ach verleihe mir wahre Andacht, daß die Lehren deiner Weis⸗ heit mich recht ruͤhren, mich den Weg zum Himmel führen. 2. Ach gib, daß dein theu⸗ res Wort meine Seele ganz durchdringe, und in mir, o Herr, mein Hort, Frucht zum ew'gen Leben bringe; gib, daß es mich maͤchtig ſtaͤrke zur Vollbringung gu⸗ ter Werke. 3. Laß es ſeyn mein Troſt, mein Licht, Herr, auf allen meinen Wegen; meine ſtarke Zuverſicht, wann ſich Zwei⸗ fel in mir regen; meines Her⸗ zens hoͤchſte Freude, wann ich von der Welt einſt ſcheide. Mel. Vom Himmel kam der 7 Gott! du biſt mein — Preis und Ruhm: mein Herz ſei ganz dein Ei⸗ genthum! Laß mir den Sonn⸗ tag heilig ſeyn, und gern ihn deinem Dienſte weihn! 2. Gib, daß ich mein Ge⸗ muͤth bewahr, wann ich mit deiner Ehriſtenſchaar zu dei⸗ nes Hauſes Staͤtte geh, und ſo mit Ehrfurcht vor dir ſteh. 3. Erinn're ſelber meinen Geiſt, daß du mir gegenwaͤr⸗ tig ſei'ſt, damit ich deines Wortes Lehr' mit Andacht und mit Nutzen hör'. 4. Drück 8 . 8 b 1. ii, uch MVhan un. feiern ung, 4 m den Geiſt d iinr Tag ditt En 3 P4 Vos din e u um ſtaft, Nr aune Woche eine genze Lrn deinen Dienſt Fa⸗ eveißt! Na. derr N4. 9 Nr 4 3 8 Juſte hi ſan ung den f egſert, und un nr Vahrheit ut à Et ſtätktet pau den Wetſttnd, i dateuns dekan fia t Heiligket uch ſe⸗ ttt un des Eebee h.. astt 3 1 Gotte— 1 b NMal. der 2 ger Melodie. thsvoll kom 2 „ tomm c dit, dich im 65 ken, Vater! wahre Andacht ten deiner Weit cht rühren, mi Himmel führen, „daß dein theu⸗ eine Seele ganz und in mir, 4 Hort, Frucht eben bringe; mich maͤchtig eyn mein Troſt, Herr, auf allen n; meine ſtarke wann ſich Zwei⸗ gen; meines Her⸗ Freude, wann kelt einſt ſcheide. Himmel kam der t! du biſt mein is und Ruhm: ei ganz dein Ei⸗ ß wir den Sonn⸗ eyn, und gern Dienſte weihn! aß ich mein Ge⸗ :, wann ich mit enſchaar zu dei Staͤtte geh, umd icht vor dir ſteh⸗ ke ſelber meinen umir gegenwal⸗ mmit ich deines » mit Andach en hörr. hh Duit bei der oͤffentlichen Gottesverehrung. 3 a. Druͤck Alles tief ins Herz hinein, und laß mich nicht blos Hoͤrer ſeyn; ſteh mir mit deiner Gnade bei, daß ich des Wortes Thäter ei. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhetag zu meinem Segen feiern mag; bewahr mich vor dem Geiſt der Welt, der deinen Tag veraͤchtlich haͤlt. 6. Was dein Wort heute in uns ſchafft, behalt' die ganze Woche Kraft, und meine ganze Lebenszeit ſei deinem Dienſt und Ruhm geweiht! Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich Der du ſtets unſre 8 Zuflucht biſt, ſei mit den Deinen, Jeſu Chriſt! ſend' uns den Geiſt, der un regiert, und uns den Weg zur Wahrheit führt. 2. Er ſtärkt den wanken⸗ den Verſtand, macht deine Lehre uns bekannt; er flammt zur Heiligkeit uns an; er lei⸗ tet uns des Lebens Bahn. 3. Halleluja; einſt ſingen wir, Gott, beilig! heilig! heilig! dir, und ſchauen dich in deinem Licht, von Ange⸗ ſicht zu Angeſicht. Bei dem Schluße der öffent⸗ lichen Gottesverehrung. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind 9 Hahier Gott, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben; hilf uns ferner, daß auch wir nach demſelben heilig leben; gib dem Glauben ſolche Staͤrke, daß er thätig ſei durch Werke. 2. Uns, o Vater! lehreſt du, was wir thun und glau⸗ ben ſollen; ſchenk uns deine Kraft dazu! Gib zum Wiſſen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, ſo wird Alles wohl gelingen.. 3. Gott ſei Preis und Ddant gebracht! Auch jetzt haben wir vernommen, was uns fromm und weiſe macht, Gottes Wort, den Troſt der Frommen! Lehren, die zu s guten Werken unſern ſchwa chen Glauben ſtaͤrken. A. Unſer Gott erhört Ge⸗ bet, gibt uns ſeinen Vatere ſegen. Wer nur ſeine Wege geht, findet Heil auf dieſen Wegen. Laßt uns, um ihm zu gefallen, freudig ſeine Wege wallen! 5. Unſern Ausgang ſegne Gott, unſern Eingang und Geſchäfte; er ſei bei uns in der Noth, er verleih' zum Guten Kraͤfte, daß wir, ſei⸗ nes Himmels Erben, im nur leben, ihm nur ſter⸗ ben! 12 Erſte 10 Wer könnte zwei⸗ feln, daß du biſt, „ Gott! der ganze Weltbau iiſt eine Zeuge deines Lebens. 3n1 ſichtbar iſt's, uund Macht mit Weisheit ihn hervorgebracht. Erſte Abtheilung. Lie d e r ü ber die chriſtlichen Glaubenslehren. Von Gott, y Doſeyn Gottes. Mel. Kommt ber zu mir daß Guͤt' Nichts iſt E daran vergebens. 2. Wohin auch nur mein Auge blickt, da ſeh' ich Ord⸗ nung, die entzuͤckt, im Großen und im Kleinen; ich ſeh', und ganz erſtaunt bin ich, wie der Geſchöpfe Heere ſich zu einem Ziel vereinen. 3. Eins muß dem andern nutzbar ſeyn, daß die ſich ih⸗ res Daſeyns freun, die ſich empfinden koͤnnen. ünd wie? doch waͤre die Natur und ihre weiſe Ordnung nur des Zu⸗ falls Werk zu nennen? a. Nein, wahrlich nicht von ohngefähr entſtanden Him⸗ mel, Erd' und Meer: ſo konn⸗ te nichts entſtehen! Nur du, Gott, ſchufeſt die Natur, und finzig deine Kreatur iſt Alles, was wir ſehen. 5. Du biſt's, der die ge⸗ deſſen Weſen und Eigenſchaften. ſchaffne Welt in ihrer Ord⸗ nung ſtets erhält, mit Weis⸗ heit ſie regieret. Du biſt es, der nach ſeinem Rath, auch uns auf unſers Lebens Pfad mit weiſer Gnade fuͤhret. 6. O wohl mir, Höchſter, daß du biſt, daß dein Werk Erd und Himmel iſt! Nun iſt gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls„Spiel;; ich darf nach meiner Wuͤnſche Ziel nun nicht vergeblich ſtreben. 7. Mein Sehnen nach Zu⸗ friedenheit, mein Durſt nach ew'ger Seligkeit wird ſicher nun geſtillet, wenn nur zu dir mein Geiſt ſich hält und nicht die ſchnöde Luſt der Welt ch hier mein Gemüth erfüllet. 8. Drum ſoll es ſtets mir Freude ſeyn, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weih'n, zur Ehre dir zu leben. Du wirſt mir dann in jeder Noth hier reichen Troſt und einſt im Tod des Himmels Wonne geben. Einheit Gottes. Mel. Es iſt das Heil uns 11 8 er Herr iſt Gott und keiner mehr. Froh⸗ Vn Get 2 e 5 all 2* b 1 6 ben hann dI ſiranſtg. nd llich Pennn aWe z Er ſmid. en. Per ſtre aebens, in aute! Nrrernift die t KLehens? Vrge t dn geſtern her 2 Ene wor, we cher ad die 3 3. Um feiner V ſtint en Eit or uns verhü: ſu al eHinae aht i eeſeeſ n E het ewig, wir n ar borgen und afa t ind ſeiner Werke um m 4. Wo värn ſein Kraft untan 4 hitte? Eehmes ke das er ſchaft a 1 ganze Kette. Sts fe 11) Verſt— und Stirt ſ 2* n ſuannt En'. 1. Neet 1n ah Ing. — ütslehren, enſchaften. =t in ihrer Ord⸗ Dält, mit Weis⸗ Mret. Du biſte em Raty, ſi Ters Lebens Pfad znade fuͤhret. Smir, Höchſter, — daß dein Werk mel iſt! Nun iſt eben nicht eines malls Spiel; ich mer Wuͤnſche Ziel geblich ſtreben. a hehnen nach Zu⸗ Inein Durſt nach pkeit wird ſicher „, wenn nur zu Iſt ſich hält und „de Luſt der Welh — müth erfüllet. a ſoll es ſtets mikr dir, Gott, mein — zu weih'n, zur nleben. Du wirſt S jeder Noth hier — und einſt im Tod gs Wonne geben. et Gottes. t das Heil uns „Herr iſt Got nd keiner mehr Ir, Von Gott, deſſen Weſen und Eigenſchaften. 5 V Frolockt ihm alle Frommen! Wer iſt ihm gleich? Wer iſt, wie Er, ſo herrlich, ſo voll⸗ kommen? Der Herr iſt groß, ſein Nam' iſt groß, er iſt un⸗ endlich, grenzenlos in ſeinem ganzen Weſen. 2. Er iſt und bleibet, wie er iſt. Wer ſtrebet nicht ver⸗ gebens, ihn auszuſprechen? Wer ermißt die Dauer ſeines Lebens? Wir Menſchen ſind von geſtern her; eh noch die Erde war, war Er, noch eher als die Himmel. 3. Um ſeinen Thron her ſtroͤmt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet: ihn faſ⸗ ſen alle Himmel nicht, wie weit er ſie erfüllet. Er blei⸗ bet ewig, wie er war, ver⸗ borgen und auch offenbar in ſeiner Werke Wundern. 4. Wo wären wir, wenn ſeine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was er ſchafft, der Weſen ganze Kette. Bei ihm iſt Weis⸗ heit und Verſtand, und Kraft und Stärke; ſeine Hand um⸗ ſpannet Erd' und Himmel. 5. Iſt er nicht nah? iſt er nicht fern? weiß er nicht alle Wege? Wo iſt die Nacht, da ſich dem Herrn ein Menſch verbergen moͤge? Umſonſt huͤllt ihr in Finſterniß, was ihr beginnt; er ſieht's gewiß, er ſieht es ſchon von ferne. 6. Wer ſchützt den Welt⸗ bau ohne dich, o Herr, vor ſeinem Falle? Allgegeuwärtig breitet ſich dein Fittig uͤber Alle. Du biſt voll Freund⸗ lichkeit, voll Huld, barm⸗ herzig, gnaͤdig, voll Geduld, ein Vater, ein Verſchoner. 7. Gerecht biſt du, biſt hei⸗ lig, gut, und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltſt mit Wonne! Du haſt Unſterblichkeit allein, der Seligkeiten Fülle! 8. Du nur verdieneſt Lob und Dank, du nur Geſang und Ehre! Kommt, werdet Gottes Lobgeſang, ihr alle Der Herr iſt Gott, und keiner mehr! Wer ſeine Heere! iſt ihm gleich? wer iſt wie er, ſo herrlich, ſo vollkommene Mel. Mein erſt Geſchäft ſei s iſt nur Einer 12 E Herr und Gott im Himmel und auf Erden. Nur ſein allmaͤchtiges Gebot hieß Erd' und Himmel werden. 2. Was er erſchuf, das kann allein durch ſeine Kraft beſtehen; will er, die Welt ſoll nicht mehr ſeyn, ſo muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Ma⸗ jeſtaͤt iſt er nur Weltregierer; der Sterne, die er ausgeſät, und unſers Lebens Führer. 4. Groß iſt ſein Name, mit der That kann er's der Welt beweiſen. Herr! groß an Huld, an Macht und Rath! wer ſollte dich nicht preiſen 5. Dich 5. Dich preißt entzückt der Himmel Heer; es kennt nicht deines Gleichen! Nur du biſt Gott, ſonſt keiner mehr; ſollt' ich von dir je weichen? 6. Nein, ewig bleibſt du mir allein der Hery, dem ich anhange; und ewig ſolls kein Andrer ſein, von dem ich Heil verlange. 7. Mein ganzes Leben weih⸗ ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einſt noch mehr als hier in deiner Groͤße ſchaue. Maſjeſtät u. Größe Gottes. In hede meirdieit 2 wingt, heilige 13 S Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Schranken, iſt un⸗ ausſprechlich groß. Lobſinget Gott, lobſingt vor ſeinem An⸗ Keſichtet Er wohnt in einem ichte, zu dem kein Auge dringt. 2. Kein Sinn kann ihn er⸗ reichen, kein endlicher Ver⸗ ſtand; was kann ſich ihm ver⸗ gleichen? Wer hat ihn ganz erkannt? Macht euch von ihm kein Bild, der aller Welten Kreiſe, zu ſeinem ew'gen Preiſe, mit Herrlich⸗ keit erfüllt! 3. Die Sonn' in hoher Ferne mag ſtrahlenreicher gluͤhn; glänzt heller noch, ihr Perhe was ſeyd ihr gegen ihn? Ihr ſeyd mit eurer Pracht in eurem ſchunſten 6 Von Gott, deſſen Weſen Lichte, ſichte, nur Schimmer ſeiner Macht. 4. Wie ſollen wir dich nen⸗ nen, dich Vater der Natur? Was wiſſen wir? Wir ken⸗ nen der Weſen Huͤlle nur. Der Weiſen Scharfſinn ſteigt nie zur Natur der Geiſter. Hier ſtaunt der kluͤgſte Meiſter; er glaubet nur und ſchweigt. 5. Von dir ſtrömt alles Leben, du biſt der reinſte Geiſt; du haſt die Kraft ge⸗ geben dem Engel, der dich preiſt. In deinem Heilig⸗ thum ertönen Lobgeſaͤnge in ſeiner Brüder Menge, zu deines Namens Ruhm. 6. Stimm' in der Engel Chöre, o meine Seele auch; ſey voll von Gottes Ehre, du, ſeines Odems Hauch! Wie groß iſt dein Beruf! Auf, widme deine Kraͤfte dem würdi igſten Geſchaͤfte, wozu dich Gott erſchuf. 7. Im Geiſte bet' ihn, See⸗ le, bet' ihn in Wahrheit an! Liebſt du des Herrn Befehle, wie ſelig biſt du dann! Er hat Unſterblichkeit und Se⸗ ligkeit und Lehen; das Alles wird er geben dem, der ſich ganz ihm weiht. Mel. Nun danket Alle Gott 1 4 Abetungzwürdeger Gott, mit Ehr⸗ furcht ſtets zu nennen! du biſt unendlich mehr, ls wir begreifen konnen. O floͤße mei⸗ vor ſeinem Ange⸗ gaſſe di 4 en„und lai F. 1 5„ du biſt NI a, du weißt 1 31 Ane; hochgſein t mitſ d t 60 5 Diir ſt n lcchket, unh ohn E hiſt u vr ſiſt 4en Shöpfer der Nal. g dureftden g er, u eh 1 kiien auſe a 4 un dih ut n dubittdietiebe ſ faand und de In und du geotaut ſegnen, zu mun. 4. Du ſptic iu geſchjeht. Auf n n iig: Werde! enst b lißs Verk, N. n —.*.— un di En 1 ri räftigen Vort ng. ganze Wet, und e p lführt, was S üch fäͤt. 2 ſeinem A . nae Simmer ſeun llen wir dich nen⸗ Alter der Natur rund ſchweigt. ir ſtrömt alles Ahiſt der reinſt iſt die Kraft ge⸗ ingel, der dich Ideinem Heilig 2 Lobgeſaͤnge in nir Menge, zu uns Ruhm. a in der Engel nine Seele auch; — Gottes Ehre, Ddems Hauch! t dein Beruf! a deine Kraͤfte aten Geſchaͤfte, ohtt erſchuf. Ite bet' ihn, See⸗ an Wahrheit an! — Herrn Befehle, e du dann! Er Achkeit und Se⸗ ben; das Alles a dem, der ſich Sht. anket Alle Gott atungswürd'ger ott, mit Ehr⸗ zu nennen! du „ mehr, als wir Nen. d mes und Eigenſchaften. 7 meinem Geiſte die tiefſte De⸗ muth ein, und laß mich ſtets vor dir voll Ehrerbietung n! W 2. Du biſt das hoͤchſte Gut, du weißt von keinem Leide; höchſt ſelig in dir ſelbſt ſchmeckſt du vollkomm'ne Freude. Dein iſt die Herr⸗ lichkeit; auch ohne Kreatur biſt du dir ſelbſt genug, du Schoͤpfer der Natur. 3. Du riefſt dem, das nicht — 2 — war, um Luſt und Selig⸗ keiten aufs mannigfaltigſte rings um dich auszubreiten. Du biſt die Liebe ſelbſt; Ver⸗ ſtand und Rath ſind dein: und du gebrauchſt ſie gern, zu ſegnen, zu erfreun. 4. Du ſprichſt, und es geſchieht. Auf dein allmäch⸗ tig: Werde! entſtand dein großes Werk, der Himmel, und die Erde. Mit deinem kraͤft'gen Wort trägſt du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmög⸗ lich faͤlt. 5. Du biſt der Herren Herr, der Erde Majeſtaͤten ſind, Hoͤchſter, vor dir Staub; auch Geiſter kannſt du toͤd⸗ ten. Wen du erniedrigeſt, Gott, wer kann den erhoͤhn? wen du erhöͤhen willſt, deß Hoheit muß beſtehn. 6. Du biſt es, der allein Unſterblichkeit beſitzet, der Leben gibt und nimmt, der unſern Odem ſchützet; den Geiſt, der in uns lebt, den haben wir von dir. Willſt du, ſo wird er Nichts, doch u bleibſt fuͤr und für. 7. Wer hat, Unendlicher, wer hat dich je geſehen? Kein ſterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Hohen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickſt, und Alles, was da lebt, mit Se⸗ ligkeit begluͤckſt. 8. Was wir, Unendlicher, von deinem Weſen wiſſen, das haſt du ſelbſt zuvor uns offenbaren muͤſſen. Die Schö⸗ pfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deine Liebe kund. 9. Wir ſchaun dich nur von fern, noch ſchwach, noch unvollkommen; doch wird die grobe Hüll' dereinſt hinweg genommen, die, Unbegreifli⸗ cher! dich unſerm Blick ver⸗ ſchließt, dann ſehen wir dich, Gott, ſo herrlich, wie du hiſt. 10. Indeß ſei auch ſchon hier dein Ruhm von uns be⸗ ſungen. Verſchmaͤhe nicht ein Lob von lallend ſchwachen Zungen! Dort ſoll, wenn wir dereinſt vor dir verherr⸗ licht ſtehn, ein beßrer Preis⸗ geſang dich, großer Gott, erhoͤhn. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 1 5 Hchſane wer iſts der dir gleichet? Was ſind Engel? Was bin ich? Du, an den kein Seraph rei⸗ 8 Von Gott, deſſen Weſen dennoch bleib ich ſtets an dir. Welten ſinds, die von dir zeugen und mein Herz zum Glauben neigen. reichet, wer, ach! wer begrei⸗ fet dich? Niemand war und niemand iſt, was du warſt und immer biſt. Wer er⸗ ſteigt des Himmels Höhen, um dich ſelbſt im Licht zu ſehen? 2. Unerſchaffner, Erſter, Beſter, Schoͤpfer, Vater der Natur; du der höhern Gei⸗ ſter Gröſter, Gott der Men⸗ ſchen, Gott der Flur! du biſt ganz Vollkommenheit, lebſt und wirkſt von Ewigkeit. WVWer verkennt bei dem Ge⸗ danken ſeiner Einſicht enge Schranken? 3. Du, der Urſprung aller Gaben, und Beherrſcher je⸗ der Welt, uͤber Alles hoch er⸗ haben, was ihr Umfang in ſiich hält, du biſt unveraͤnder⸗ lich, Alles, Alles blos durch dich. Nur in deines Reiches Grenzen ſehn wir deine Wun⸗ ddeer glaͤnzen. a. Ja, du wohnſt in ei⸗ nem Lichte, das kein Menſch durchdringen kann. Deine Wege und Gerichte ſtaunet ſelbſt der Engel an. Kein Er⸗ ſchaffner ſieher ganz deiner Hoheit vollen Glanz. Stets wird neue Tiefen finden, wer's verſucht, ſie zu ergrün⸗ den. 5. Dennoch ſoll mir mei⸗ nen Glauben, daß du biſt, und auch für mich, nie der Thor und Spötter rauben, der vom Tugendpfade wich. Sei gleich unerforſchlich mir; ewig ſtehen. In eigener Melodie. 16 Ephabner Gott; was reicht an deine Grö⸗ ße? Denk ich an dich, ſo fühl ich meine Bloͤße; ich fühle, Herr, daß du unendlich biſt und daß umſchraͤnkt mein forſchend Denken iſt. 2. Du wohnſt im Licht, wozu kein Menſch kann kom⸗ men. Was haben wir von deinem Ruhm vernommen? Den kleinſten Theil von dei⸗ ner Majeſtät, die dir gebuͤhrt, und über Alles geht. 3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkommnes Weſen; das, was du wirkſt, und was dein Rath erleſen, iſt viel zu hoch für menſchlichen Verſtand: von Engeln ſelbſt wird es nie ganz erkannt. 4. Wie ſollt ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich voͤllig zu ergründen? O mache mich von ſolchem Duͤnkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtſchnur ſei. 5. Mein eigner Geiſt kann ſich leicht hintergehen. Dein Wort iſt wahr, es bleibet gleich dein goͤttlich Weſen nicht, ſo gnuͤge mir davon dein Unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu WPilen hanle: T 1 aiſ, ſo ſei i Krwich V ℳ tiher cffenzan 2 ic mar mn 12n etfahrn, venn d b ind uu a geglaubt, gef! 1 dich hier vertx 18. Drum hil 1 i (hrfurcht vor A ſar din allen Thund a 1 4 de Erforſch' ich ie du mich N ker u wich e Kd Hinmel füht . Dann nin h. b hellern Lihnzn z, ftoh in dr, in wie ajoßen! Herec ſſ n jeigſt eét s llendlich groß g ſuld Nacht und R In iigene u die 1709, 2 1 8, die von di ge 41 Relodie. bner Gott; waß — 29 iht an deine Gri⸗ du unendlich biſt nun vernommen? Fheſt von dei⸗ — die dir gebuͤhrt les geht.— vges Seyn, dein ich ſtets an 8 Herz zum — umnes Weſen; u wirkſt, und = ith erleſen, iſt kür menſchlichen on Engeln ſelbſt nz erkannt. lt ich denn, ich Ah unterwinden, — dich voͤllig zu — O mache mich = duͤnkel frei, daß rt des Glaubens Mfel.. ggner Geiſt kann eergehen. Dein rahr, es bleibet V 2 Erforſch' ich möttlich Weſen 2 üge mir davbt durch dich, i Aht. r, 17 und Eigenſchaftn.. 9 zu dir ſind alle Dinge; gib daß ich dir mich ſelbſt zum Opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt re⸗ gierſt, ſo ſei mirs g'nug, daß du mich ſelig führſt. 7. Einſt wirſt du mich mir naͤher offenbaren, einſt werd ich mehr von deinem Rath erfahren, wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle: zufrieden ſei, wie du mich hier regierſt, bis du mich einſt zu deinem Himmel fuͤhrſt. 9. Dann werd' ich dich im hellern Lichte ſehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhoͤhen! Herr! du biſt groß, und zeigſt es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. In eigener Melodie. ott iſt mein Lied! Er iſt der Gott der Stärke; groß iſt ſein Nam', und groß ſind ſeine Werke und alle Himmel ſein Ge⸗ biet. 2. Er will und ſprichts; ſo ſind und leben Welten. und er gebeut; ſo fallen durch ſein Schelten die Him⸗ mel wieder in ihr Nichts. 3. Licht iſt ſein Kleid, und ſeine Wahl das Beſte. Er herrſcht als Gott, und ſei⸗ nes Thrones Feſte iſt Wahr⸗ heit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer iſt dir gleich? 5. Was iſt und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und ſeiner Werke Heere ſind ewig vor ihm offenbar. 6. Er iſt um mich, ſchafft, daß ich ſicher ruhe; er ſchafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforſchet mich und dich. 7. Er iſt dir nah, du ſitzeſt oder geheſt. Ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöheſt; ſo iſt er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt mir gnädig beizuſtehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, ſchrieb auf ſein Buch, wie lang ich leben ſollte, da ich noch un⸗ bereitet war. 10. Nichts, nichts iſt mein, das Gott nicht angehöore. Herr! immerdar ſoll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde ſeyn! 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern faſſen? Ein jeder Staub, den du haſt werden laſſen, verkuͤndigt ſeines Schoͤpfers Macht. 3 12. Der Von Gott, 12. Der kleinſte Halm iſt deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr ſeid ſein Loblied und ſein Pſalm. 13. Du tränkſt das Land, führſt uns auf gruͤne Wei⸗ den; und Tag und Nacht und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; ſollt ich mein Herz nicht mit dem Troſte ſtillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Iſt Gott mein Schutz, will Gott mein Retter wer⸗ den, ſo frag ich nichts nach Himmel und nach Erden, und biete ſelbſt der Hoͤlle trutz. 10 Ewigkeit und Unverän⸗ derlichkeit Gottes. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind 1 8 ott, du biſt von G 7 Ewigkeit, und ddein herrlich großes Weſen andert ſich zu keiner Zeit. Du bleibſt ſtets, was du gewe⸗ ſen. Laß dies meinen Geiſt beleben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben! 2. Ewig und unwandelbar iſt, o Gott, dein hohes We⸗ ſen; was dir einmal Wahr⸗ H beit war, wird es ewig blei⸗ ben müſſen. Niemals kann dein Ausſpruch fehlen. Laß J deſſen Weſen mich zihn zum Leitſtern wäh⸗ len! 3. Herr! du biſt kein Men⸗ ſchenkind, daß dich etwas reuen ſollte; immer bleibſt du gleichgeſinnt. Was dein Rathſchluß vormals wollte, willſt du noch. O hilf uns Al⸗ len thun nach deinem Wohl⸗ gefallen! 4. Suͤnden bleibſt du ewig Feind; wehe denen, die ſie lieben. Ewig bleibſt du derer Freund, die, was recht und ut iſt, üben. Laß uns darin Wwon auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Deine Worte trügen nicht. Du biſt ewig der Ge⸗ treue, der da hält, was er verſpricht. O daß dieß mich ſtets erfreue! Laß nur dei⸗ nen Geiſt mich treiben, dir, Heur, auch getreu zu blei⸗ en. 6. Stets iſt Wohlthun deine Luſt: ewig waͤhret dei⸗ ne Liebe. Wohl mir, wenn ich auch mit Luſt mich in dei⸗ nem Willen übe! Dann, o Herr, wirds meiner Seelen nie an fehlen. 7. Erd' und Himmel wird vergehen; alle Welt wird mich verlaſſen. Nur durch dich kann ich beſtehen. Deine and wird mich umfaſſen, wann ich nun von hinnen ſcheide. Ewig biſt du meine 8. Laß Freude. wahrem Wohlſeyn 6 eit et d der Ehnn kiij ainen fith Jjtrauen, und ſmfiih un wm güni uch liſen ſuri Er dich zu n 7, dch 1n 3Hu 8 I A Ee 19 Fie, denn dut e Goo d Ju 2 aler Ewigkeiten. n diſcor, Ewim u verd, e n ſich uns geoffenbe. 2 Wa bin. mn alle Menſrm f Stub ſin vor T. at, Rr Sünder ſ entflieht das Let g g mwir! Du, Höd n leibeſt fir und 3, Du buſtvot m Uulbereitet; deinr N Gott tt, den Areitet. D Hien ſ Üch 1 tnalten wit ein N⸗ b 93 lleitſt in, k. kat. — — —— — — — — — — — — 4 — Ralitkeit? S 6 vormals woll 1 4. Ohilf uns N. ¹g bleibſt du derte was recht und . Laß uns darin 85 deinem Bilde zen. * Worte trügen ſt ewig der Ge⸗ a hält, was er 2 daß dieß mich 2. Laß nur dei⸗ ch treiben, dir, getreu zu blei⸗ —iſt Wohlthun vig waͤhret dei⸗ Johl mir, wenn uſt mich in dei⸗ Abe! Dann, = meiner Seelen rem Wohlſeyn 80 Himmel wird ſe Welt wird J. Nur durch Deſtehen. Deine aich umfaſſen, gu von hinnen — biſt du meine 9. Laß h deinem Wiit en bliibſt du erſ edenen, die 1 und Eigenſchaften. 11 g. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden! dieſe deine Ewig⸗ keit einen ſtarken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und mein Gluͤck auf dich zu bauen. Mel. Erhabner Gott err Gott, du biſt 19 H die Zuflucht aller Zeiten, denn du biſt Gott in allen Ewigkeiten. Du warſt es ſchon, eh' Erd' und Him⸗ mel ward, eh' noch dein Arm ſich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menſchenkinder? Staub ſind vor dir der Hei⸗ lige, der Sünder. Wie ſchnell entflieht das Leben doch von mir! Du, Hoͤchſter, du nur bleibeſt für und für. 3. Du haſt vorhin die Erde zubereitet; dein Arm hat, Gott, den Himmel ausge⸗ breitet. Doch ſie vergehn, veralten wie ein Kleid; du aber bleibſt in alle Ewig⸗ keit. 4. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand, von dir verwan⸗ delt werden, du bleibeſt, wie du biſt; denn welche Zeit umgränzet wohl, Herr, die Unendlichkeit? 5. Das iſt der Troſt, die Hoffnung deiner Knechte, du ſchützeſt ſie mit deiner ſtar⸗ ken Rechte, du läßt ihr Herz ſich ewig deiner freun, und bleibſt ihr Gott; denn ſie ſind ewig dein. 6. Das ſey mein Troſt in allen truͤben Stunden; vom Tode ſelbſt bleibt er unuͤber⸗ wunden. Grab trennt mich, o Gott, von dir; mein Fels, mein Heil, das bleibſt du ewig mir. Mel. Ich freue mich, mein Gott 20 o wie du biſt, ſo warſt du ſchon Gott, ehe du von deinem Thron Geſchoͤpfe, die nicht waren, beriefſt zu ſeyn, um deine Macht und Güte zu erfahrenn! 2. Du wirſt auch ſeyn, ſo wie du biſt, wenn laͤngſt die Erde nicht mehr iſt, wenn längſt ſchon Ewigkeiten uns Kämpfer kroͤnen, die wir hier um deinen Himmel ſtreiten! 3. Von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit kann deines Weſens Herr⸗ lichkeit ſich ſelbſt nicht un⸗ gleich werden: bedarf auch nie, ſich gleich zu ſeyn, der Himmel und der Erden. 4. Gott, mit dir unverän⸗ derlich, bezeugte deine Weis⸗ heit ſich Geſchöpfen, die da waren, und wird den Wel⸗ ten, die du ſchufſt, ſich fer⸗ ner offenbaren. 5. Ob Felſen weichen, Berg' ins Thal ſich ſtürzen, daß von ihrem Fall die Erde weit erzittert, bleibt deiner Liebe Bund mit mir doch ewig unerſchuͤttert. Kein Tod, kein 6.Was 4 3 3 I 8 1 ö 1 ö 1 12 6. Was zaget denn mein Herz in mir: was klag' ich aͤngſtlich, daß ich hier kein dauernd Gut genieße, und daß in Unbeſtäͤndigkeit dies Leben mir verfließe? 7. Was klag' ich, der dein Wort noch hat, den Troſt, Ddaß meine Miſſethat mich einſt gewiß nicht richte, und daß mein Erbtheil ewig ſei vor deinem Angeſichte? 8. Was klag' ich? Liebeſt du mich doch mit aller deiner Liebe noch, uund willſt mich ewig lieben? Haſt ſelber meinen Namen dir in deine Hand geſchrieben. 9. Ja, ich bin Gottes, Gott iſt mein; und ewig, ewig wirſt du's ſeyn. Von dir kann mich nichts ſchei⸗ den. Die Welr vergeht mit ihrer Luſt, nicht du und deine Freuden. Allgegenwart Gottes. Mel. Auf, Chriſtenmenſch ie diſ du, Hoͤch⸗ ſter, von uns fern; dn wirkſt an allen En⸗ den. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in dei⸗ nen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; denn dei⸗ ne Nechis ſchützet mich. . Was ich gedenke, weiſ⸗ ſeſt du; du prüfeſt meine 3 Seele. Du ſiehſt es, wann ich Gutes thu; du ſeehſ es, Von Gott, deſſen Weſen b tiger! wann ich fehle. nichts kann deinem An ent⸗ fliehn; und nichts mich dei⸗ ner Hand entziehn. 3. Wann ich in ſtiller Ein⸗ ſamkeit mein Herz an dich er⸗ gebe und über deine Huld erfreut, lobſingend dich er⸗ hebe: ſo hörſt du es, und ſtehſt mir bei, daß ich dir immer treuer ſei. 4. Du merkſt es, wann des Herzens Rath verkehrte Wege wählet; und bleibt auch eine böſe That vor aller Welt verhehlet, ſo weißt du ſie und ſtrafeſt mich zu mei⸗ ner Beßrung väͤterlich. 5. Du höreſt meinen Seuf⸗ zern zu, daß Hülfe mir er⸗ ſcheine. Von Mitleid, Va⸗ ter, zaͤhleſt du die Thraͤnen, die ich weine! Du ſiehſt und waͤgeſt meinen Schmerz, und ſtärkſt mit deinem Troſt mein Herz. 6. O druͤck, Allgegenwaͤr⸗ dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr! mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge ſcheu, und dir zu dienen eifrig ſei. 7. Laß überall gewiſſen⸗ haft nach deinem Wort mich handeln; und ſtaͤrke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroſt zu wandeln! Daß du, v Gott! ſtets um mich ſeiſt: das troͤſt' und beßre meinen Geiſt! In ———õõõ—————— gi gih an def 5 ie 3 in. uij ich e n hoch enpor, nia 2 en S weruntt 11 ſa d’ vtſttten; ſ Uäſt mih he N Saie wid w atr 3 Orix ih u fir Vron hinab in Gi 5 —————— — itſ nag, aa knh 3 u v 4 5 n 3 95 3 inſterniß, das 3 ach da zugegen ol wir den 17 1 auf ſchaueryolec ger 1 drans 11 all: b fürchter 1 vn 34 in aller Rran hb. Sie füchten hnn he i nun zittern 2 1 s. Der Gott de nn Wfenſe uſth,ns— —„— —= 6 VWir hunis daucht, du wa Ie Ktntt, n er ſei. jerkſt es wann 83 Rath verkert —et; und bleih e That vor alle Llet, ſo weißt d eſſt mich zu mei⸗ 2. vaterlich. n eeſt meinen Seuf Hülſe mir er⸗ oll Mitleid, Pa⸗ = du die Thraͤnen, *! Du ſiehſt und Den Schmerz, un Jinem Troſt mein =ck, Allgegenwar⸗ 5 tief in meine 2 wo ich bin, nur —! mein Herz zur Ahle; daß ich dein e ſcheu, und dir frig ſei. 1iberall gewiſſen⸗ inem Wort mich nd 439 mich mnit Kraft, vor 8 wandeln! Daß a. ſtets um mich d! „ sröſt' und heſtt und Eigenſchaften. 13 Ju eigener Melodie. 22 MAllgegenwaͤrtiger! ich e bin dir nicht ver⸗ borgen, wo ich bin, wollt' auch auf ſchnellen Schwin⸗ gen mich an die fernſten Mee⸗ re hin die Morgenröthe brin⸗ gen. 2. Flieg ich zum Himmel hoch empor, mich unter ſei⸗ nem Sternenchor im Glanze zu verſtecken; ſo biſt du da, ziehſt mich hervor, und Schande wird mich decken. 3. Steig ich vor deinem Thron hinab ins Haus der Finſterniß, das Grab; du biſt auch da zugegen; auch da folgt mir dein Richterſtab auf ſchauervollen Wegen. 4. Der Alles ſchuf, iſt uͤber⸗ all: o fürchterlicher Donner⸗ ſchall in aller Sunder Ohren! Sie fuͤrchten keinen Ueber⸗ fall: nun zittern ſie, die Tho⸗ ren. 5. Der Gott des Himmels iſt ſo nah, das Heiligſte der Weſen ſah, was wir im Her⸗ zen dachten; was in gehei⸗ mer Nacht geſchah, wann wir und Satan wachten. 6. Wir Thoren haben wohl gedacht, du wuͤrdeſt uns, o Mitternacht, mit ſchwarzen Fluͤgeln decken! Umſonſt! Gott wacht um uns, er wacht mit allen ſeinen Schrecken. 7. Noch keines Herzens boͤſer Rath, ihr Sünder, keine ſchnoͤde That iſt ſeinem Aug' entronnen. Er kennet den geheimen Pfad des Stau⸗ bes und der Sonnen. 8. O gehe nicht, Herr, ins Gericht, wann wider die gelobte Pflicht wir, deine Knechte, handeln! Laß uns vor deinem Angeſicht in from⸗ mer Ehrfurcht wandeln! 9. Daß deinem Blicke nichts entflieht, was war und iſt, und einſt geſchieht, ſey meine Ruh und Freude! Ein Gott, der Alles weiß und ſieht, der weiß auch, wann ich leide. Allmacht Gottes. In eigener Melodie. 93 err! deine Allmacht 20 9, reicht ſo weit, als ſelbſt dein Wollen reichet. Nichts iſt, das deiner Herr⸗ lichkeit und deinen Thaten gleichet. Was iſt zu groß, was iſt zu ſchwer, das dir zu thun unmöͤglich waͤr? 2. Du ſprichſt, und auf dein maͤchtig Wort faͤllt Al⸗ les dir zu Fuͤßen. Du füh⸗ reſt deinen Rathſchluß fort bei allen Hinderniſſen. Wenn du gebeutſt, ſo ſteht auch da, was noch zuvor kein Auge ſah. 3. Du haſt dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. Es bleibet ſtets dein Augenmerk, und wird durch dich regieret. Noch immerfort beſteht die Welt, weil deine Allmacht ſie e rhaͤlt. 4. Die Größe deiner Tha⸗ ten zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit uüber ai e 14 le Kräfte ſteigt, die die Na⸗ tur bewegen. Du bleibſt ihr Herr, in deiner Hand bleibt Alles, was durch dich ent⸗ ſand. 5. Was für ein Wunder deiner Macht wird unſer Aug' nicht ſehen, wann nach der langen Grabesnacht die Tod⸗ ten auferſtehen, wann du von unſerm Staub den Reſt zu neuen Körpern werden läßt. 6. Allmaͤchtiger! erſtaunt fall ich vor deinem Throne nieder; mein bloͤder Geiſt verlieret ſich, und lallt nur ſchwache Lieder, bewundert dich und deine Kraft, die aus dem Tode Leben ſchafft. 7. Ol ſchenke mir die Zu⸗ verſicht, die deiner Macht vertrauet; der Macht, die Hülf' und Troſt verſpricht, wenn man auf dich nur bauet; auf dich und deines Armes Kraft, die Alles kann und Alles ſchafft. Allwiſſenheit Gottes. Mel. O Gott, du frommer Gott 2ℳ(err, du erforſcheſt 24 9e mich, dir bin ich unverborgen; du kennſt mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. Was meine Seele denkt, war dir bereits be⸗ kannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entſtand. 2. Nie ſpricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wiſſeſt. Du ſchaffeſt, Von Gott, deſſen Weſen was ich thu; du ordneſt, du beſchließeſt, was mir begeg⸗ nen ſoll. Erſtaunt ſeh' ich auf dich: wie groß iſt dein Verſtand! wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin ſoll ich vor deinem Geiſte fliehen? Wo koͤnnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ ich gen Himmel auf, ſo biſt du, Höchſter, da; fuͤhr ich zur Tief hinab, auch hier biſt du mir nah. 4. Naͤhm ich auch, ſchnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; ſelbſt an dem fern⸗ ſten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da um⸗ ſchlöſſe mich doch deine All⸗ machtshand, denn du biſt uͤberall, und dein iſt jedes Land. 35. Spraͤch ich zur Finſter⸗ niß: ſei um mich, mich zu decken! ſo ſucht ich doch um⸗ ſonſt vor dir mich zu ver⸗ ſtecken; denn auch die Finſter⸗ niß iſt vor dir helles Licht; die Nacht glaͤnzt wie der Tag vor deinem Angeſicht. 6. Du warſt ſchon über mir, in meiner Mutter Leibe; du bildeteſt mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe! Ich danke dir, daß du mich wun⸗ derbar gemacht, und mei⸗ ner, eh' ich war, ſchon vä⸗ terlich gedacht. S kereiet wa ne nagbauf nans inbar. 1 Ta fir Ent 1 rboſtlicht e 1 tUbar ſid ſe nk Keſid iarStn B gefuucht vill ite dih, mein Schöt d ſe ii folgen, und it ſ out ich kann, e. Erforſche n Kn — —-—— 7. Du kannteſt mein Ge⸗ bein, eh' ich ans Licht gekom⸗ men, da ich im Dunkeln eeſt die k, d auf a dutt, und priftra weine; ob ich rim lin, wie ich von 2 ſo uen Sich, oh mer lictauf falſchewge und laite wich den z, nich zu dir erlt Nel. Vie gmß ſtuh ſ gen Güt 1 9 l ſnd. i dem iſr nkeunſer Gort allx h bet kann mir Su Klintn, vas ſen n ßt ind enmißt? 3 ivon Angeſt 35 her, 9 1 8 =en 2 du ordneſ, 1 „was mir begeg⸗ „Erſtaunt ſeh 1 1 groß iſt den „wie wunderbat n, wohin ſoll in Geiſte fliehen, löſt an dem fer = lieb ich dir nich —* Auch da um⸗ *) doch deine Al⸗ —, denn du biß d dein iſt jedes h ich zur Finſter⸗ mich, mich zu Zucht ich doch um⸗ — zir wich zu ver⸗ anauch die Finſter⸗ — dir helles Licht; Jlaͤnzt wie der Tag u Angeſicht. a varſt ſchon über ner Mutter Leibe „ nein Herz, Gott, zund bleibe! Ich aß du mich wun⸗ Zacht, und mi⸗ war, ſchon vi⸗ 1 mein Ge⸗ ans Licht gekom⸗ im Dunkeln 4 „ und Eigenſchaften. die Bildung angenommen. Dein Auge ſah mich ſchon, eh ich bereitet war, und mei⸗ ner Tage Lauf war dir ſchon offenbar. 4 8. Was für Erkenntniſſe, fuͤr köſtliche Gedanken! Un⸗ zählbar ſind ſie mir, denn ſie ſind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich ſtets auf dich, mein Schöpfer! ſehn, dir folgen, und dein Lob, ſo gut ich kann, erhoͤhn. 9. Erforſche mich, mein Gott, und pruͤfe, wie ichs meine; ob ich rechtſchaffen bin, wie ich von auſſen ſchei⸗ ne? Sieh, ob mein Fuß viel⸗ leicht auf falſchem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhoͤht. Mel. Wie groß iſt des Allmächt“⸗ gen Güte. o ſind die Weiſen, 25 W die mich lehren, wie unſer Gott allwiſſend iſt? Wer kann mir Forſchenden erklären, was ſein Verſtand faßt und ermißt? Wer ken⸗ net ihn von Angeſichte? Wer, wenn er noch ſo hoch ſich ſchwingt? Bekennt's: Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein ſterblich Auge dringt. 2. Könnt' ich die Sterne Gottes zaͤhlen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Gedanken aller See⸗ len von ihrem erſten Ur⸗ ſprung her; ſo waͤr ich wei⸗ ſer, als auf Erden ein Menſch 15 iſt, als am Strom des Lichts vielleicht ſelbſt Engel jemals werden; doch wuͤßt ich ge⸗ gen Gott noch nichts. 3. Nichts gegen ihn, der ſie durchſchauet, die Tiefe der Unendlichkeit und jede Welt, die er gebauet und je⸗ den Punkt der Ewigkeit. O du, der alles weiß und nen⸗ net, was iſt, was werden ſoll und war; wie biſt du jedem, der dich kennet, un⸗ endlich groß und wunderbar! 4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen, iſt meines Geiſtes erſte Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir ſchauen, doch dich begreifen kann ich nicht. Gott, nach dem Licht, in dem du wohneſt, ſchau ich mit heiliger Be⸗ gier, du ſieh'ſt es gnädig und belohneſt mit Weisheit meinen Blick nach dir. 5. Die Weisheit warnet mich vor Suͤnden, vor Selbſt⸗ betrug und Heuchelei. Ich denke ſtets: Gott kann mich finden, wie tief verborgen ich auch ſei. Vor ihm kann keine Nacht mich decken, kein falſcher Schein betrüget ihn. Mich wuͤrde ſtets ſein Da⸗ ſeyn ſchrecken, koͤnnt' ich gleich aus der Welt ent⸗ fliehn. 6. Wer kennet ſeines Her⸗ zens Tiefen? Wer darf, o Gott, ſich ſelber traun? All⸗ wiſſender! du wollſt mich prüfen, du wolleſt ganz men Her 16 HGHeerz durchſchaun. Erblickſt du mich auf böſen Wegen, ſo fuͤhre mich auf deine Bahn und laß mich einſt am Ziel den Segen der Frömmigkeit von dir empfahn! Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 26 Du weiſer Schöpfer aller Dinge, der Alles weiß, erkennt, ver⸗ ſteht! Nichts iſt ſo groß, nichts ſo geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht. Denn der Geſchoͤpfe ganzem Chor ſchreibſt du Maas, Ziel und Regel vor. 2. Die vielen wundervol⸗ len Werke, was unſern Au⸗ gen fern und nah, ſtehn als Beweiſe deiner Stärke, als Zeugen deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, iſt dein Verſtand: der ganze Welt⸗ bau machts bekannt. 3. Mit eben dieſen Mei⸗ ſterhänden, mit welchen du die Welt gemacht, regierſt du auch an allen Enden, was dein Verſtand hervorge⸗ bracht. Du brauchſt, o uner⸗ ſchaffnes Licht! der Menſchen Rath und Beiſtand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenommen, kroͤnt auch ſobald du willſt, die That; wenn tauſend Hinderniſſe kommen, ſo triumphirt dein hoher Rath. Den beſten Zweck waͤhlt dein Verſtand; die Mittel ſtehn in deiner Hand. Von Gott, deſſen Weſen 5. Die Menge ſo verſchied⸗ ner Willen, wo jeder ſeinen Weg erwählt, muß doch den Deinen bloß erfüllen, der ſei⸗ nes Zieles nie verfehlt, und aller Feinde ſtolzen Wahn als Unvernunft beſchämen kann 6. O Weisheit! decke mei⸗ ner Seele die angeborne Thorheit auf, damit ſie dich zum Leitſtern waͤhle auf ihrem ſonſt verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein ſichres Licht. 7. Du haſt mich durch mein ganzes Leben nach deinem weiſen Rath geführt. Mein Geiſt muß dir die Ehre ge⸗ ben, daß du aufs Beßte mich regiert: o leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit! Mel. 27 nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht ſey ohne Schim⸗ mer, die mich hier umſchattet hat: doch iſt Alles, was er thut, wie's auch ſcheine, weiſ' und gut. 2. Sollt' ich meinen Gott nur loben, wenn ich ſeine Abſicht ſeh? Pflicht iſts, ihn Gott des Himmels und der Erde. nerforſchlich ſey auch dann zu loben, wenn ich ſie noch nicht verſteh! Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht verſagt? mir immer mei⸗ ſn,1ochnichtvi ſe 4 Soltd er we h gen ſeiner Vart 1 3 meine liſt ſeche ii ordyel, thun, w fält Vohl unms in nie gewähtt, nigt Herz begeh 5. Hür in mei nr ſl ſande ſei mein TI N n dnheit; dort inmn t terlande wohnt 20 de Seligkeit. Fuͤhrige C zum Himmel e a immer duntel ſ n. 6. Wenn dua ch if len Wegen wan h i lagenicht. Waera h zet, wird dort Eren lier achtiſt wun a nwichfaßerſtG.2 ann ich Janz vora t V Halikit un=; b tigkeit G Ne in di ſihe e“ ümens An ſie unsdacht n „ 1b henge ſo verſchit, d je d ſeinen Sicheit! decke me die angeborne E zur Wohlfahtr 4 leite mich dein mich durch mein on nach deinen — geführt. Mein Daͤir die Chre ge⸗ * aufs Beßte wich n leite mich durch eit hinüber in dit A des Himmels und *Erde. rrforſchlich ſef —mwir immer mei⸗ — Veg und Na, ant ſey ohne Schim⸗ anh hier umſchattet t Alles, was er a uch ſcheine, weiſ mn ich meinen Gon wenn ich ſeint — Pflicht iſts, i loben, wenn ich — verſteh! Frepet llcher bane icht verſagt? hr Lich a en und Eigenſchaften. 17 3. Soll ein Vater unter⸗ laſſen, was dem Kinde Thor⸗ heit iſt? Kuͤhner Tadler! En⸗ gel faſſen das, wo du im Dunkeln biſt. Hier ſollſt du dem Herrn vertraun, glau⸗ ben, noch nicht voͤllig ſchaun. 4. Sollt' er zu Regiererin⸗ nen ſeiner Werke, ſeiner Welt meine Luͤſte ſetzen? ſinnen, ordnen, thun, was mir ge⸗ faͤllt? Wohl uns, wenn er nie gewaͤhrt, was ein thoͤ⸗ rigt Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilger⸗ ſtande ſei mein Theil Zufrie⸗ denheit; dort in meinem Va⸗ terlande wohnt die wahre Seligkeit. Fuͤhrt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel ſeyn. 6. Wenn du auch auf rau⸗ hen Wegen wandelſt, ach! ſo klage nicht. Was hier ſchmer⸗ zet, wird dort Segen; was hier Nacht iſt, wird dortLicht, und ich faß' erſt Gottes Sinn, wann ich ganz vollendet bin. Heiligkeit und Gerech⸗ tigkeit Gottes. Mel. Freu dich ſehr, o meine S. 28 Gotm vor deſſen An⸗ G◻ᷣ geſichte nur ein reiner Wandel gilt; ew'ges Licht, aus deſſen Lichte ſtets die reinſte Wahrheit quillt; deines Namens Heiligkeit werde ſtets von uns geſcheut! Laß ſie uns doch kraͤftig drin⸗ gen, nach der Heiligung zu ringen! 2. Heilig iſt dein ganzes Weſen, und kein Boͤſes iſt an dir. Ewig biſt du ſo geweſen, und ſo bleibſt du fuͤr und fuͤr. Was dein Wille waͤhlt und thut, iſt untadel⸗ haft, iſt gut; und mit deines Armes Staͤrke wirkſt du ſtets volkommne Werke. 3. Herr! du willſt, daß deine Kinder deinem Bilde aͤhnlich ſey'n. Nie beſteht vor dir der Suͤnder; denn du biſt vollkommen rein. Nur der Fromme darf ſich dein, deiner Gnad' und Huld er⸗ freun. Wer beharrt in ſei⸗ nen Suͤnden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. Ol ſo laß' uns nicht verſcherzen, was du uns noch zugedacht. ſtets reine Herzen; toͤdt' in uns der Suͤnden Macht! Denn was ſind wir, Gott! vor dir? Du biſt heilig, aber wir ſind verderbt, und wer kann zaͤhlen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Suͤnden zu erloͤſen, gabſt du deinen Sohn dahin. Ol ſo reinige vom Boͤſen unſern ganzen Sinn durch ihn. Gib uns, wie dein Wort verheißt, gib uns deinen guten Geiſt, daß er unſern Geiſt regiere, und uns zu dem Himmel fuͤhre. 6. Jede Neigung und Be⸗ gierde, jede That ſei dir B ge- Schaff in uns ——y—†¼ ¼¼¾——— i 1 4 ¹ 18 geweiht! Unſers Wandels groͤſte Zierde ſei recht⸗ ſchaffne Heiligkeit! Mach' uns deinem Bilde gleich; denn zu deinem Himmelreich wirſt du, Herr! nur die er⸗ heben, die im Glauben hei⸗ lig leben. Mel. Schon iſt der Tag von 29 Kerechter Gott; vor —₰ dein Gericht muß alle Welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem Angeſicht auch mir mein Urtheil faͤllen. O! laß mich jede Suͤnde ſcheun, und hier mit Ernſt befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen. 2. Du ſiehſt von deinem hohen Thron herab auf deine Kinder, beſtimmeſt jedem ſeinen Lohn, dem Frommen und dem Suͤnder. Nicht ſiehſt du die Perſonen an; auf das allein; was wir ge⸗ than, ſiehſt du, gerechter Richter. 3. Das Vorgefuͤhl der Se⸗ ligkeit gibſt du ſchon hier den Frommen; du ſchuͤtzeſt ſie vor manchem Leid, in das die Suͤnder kommen. So zeigeſt du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlge⸗ faͤllt, den man der Tugend widmet. 4. Du liebſt, was recht iſt, Herr! und gut, du biſt ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufgenommen. Sein Tugendfleiß gefaͤllt dir Von Gott, deſſen Weſen wohl, iſt er gleich nicht, ſo wie er ſoll, ganz heilig, ganz vollkommen. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht ſcheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geſetz und Recht ent⸗ weiht, biſt du ein ſtrenger Raͤcher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewiſ⸗ ſensmartern ſind ſein Lohn oft ſchon in dieſem Leben. 6. Bleibt hier viel Boͤſes ungeſtraft, viel Gutes unbe⸗ lohnet: ſo kommt ein Tag der Rechenſchaft, der keines Suͤnders ſchonet. Da zeigeſt du im hellſten Licht, wie recht und billig dein Gericht; dann triumphirt der Fromme. 7. Gerechter Gott! laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben; verleihe mir die Kraft dazu, es willig auszuuͤben! Regt ſich die Suͤnde noch in mir, ſo ſtaͤrke mich die Furcht vor dir, daß ich ſie uͤberwinde! Treue und Wahrhaftigkeit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 30 57 och nie haſt du dein & Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott! verletzt. was du verſprochen, voll⸗ fuͤhrſt, was du dir vorgeſetzt. Wenn Erd' und Himmel auch vergehn, wird ewig noch dein Wort beſtehn. 2. Du Du haͤltſt getreu, I 1 n deiner M.— Mer Treue brin I 2 1. tif ki dr dü gereue, 73 dn et verhet 1 peiſprichſt, 21 Scheint die Erfunm u wei ſo kan un rechlen dit. Nie wetde das n Wwagt, was dein r unterſcgt. küga ind 3. Und wiedu bar gicbeſ, was uns zlgedacht:* vann du Lergele n die Drohung a ¼ volbracſt: wer he ſeine Pflicht, enteeen Etrafe nicht. 1 4” dricke t mein herze, daßt⸗ zem Vort ſich mat; ſaß ich wieleichtſztn wit deiner Straff an; 5 Doch laß micn ſſten Glanben ¹ a. deinr Gnade tro.. kan den Troſt 1 3 b mben, de wi m Lerſcrecen baun dn fels, dein 1u fit wohh dem, 1 lt verläͤßt, 4 Erwäge die, eile und traue 12 zalih meint. ahſtaes Vort 3 ahhei Irm Als Ginag be ind,— „ — 8 Recht ent⸗ ou ein ſtrenger ü achtung, Clend, * ſind ſein Lohn dieſem Leben. hier viel Boͤſes — iiel Gutes unbe⸗ —kommt ein Tag haſt ber keines onet. Da zeigeſt * Licht, Beärif =u Gericht; dann Aer Fromme. ⸗hter Gott! laß * du, das Gute —; verleihe mir azu, es willig ¹ Regt ſich die a in mir, ſo ſaͤrke Siecht vor dir, daß inde! Wahrhaftigkeit ottes. ir den lieben Gott h nie haſt du dein — Wort gebrochen, Bund, o Gott — t haͤltſt getren ² ſprochen, vol⸗ Dyyu dir vorgeſet —— und Himmil hn, wird ewig Lort beſtehn. 2958 und Eigenſchaften. 19 2. Du biſt kein Menſch, daß dich gereue, was uns dein Wort verheißen hat; nach deiner Macht, nach deiner Treue bringſt du, was du verſprichſt, zur That. Scheint die Erfuͤllung gleich noch weit, ſo kommt ſie doch zur rechten Zeit. 3. Und wie du das unkehl⸗ bar giebeſt, was deine Lieb' uns zugedacht: ſo wird, wann du Vergeltung uͤbeſt, die Drohung auch gewiß vollbracht: wer hier verletzet ſeine Pflicht, entgehet deiner Strafe nicht. 4. O druͤcke tief dieß in mein Herze, daß es vor dei⸗ nem Wort ſich ſcheut; gib, daß ich nie leichtſinnig ſcherze mit deiner Strafgerechtigkeit. Nie werde das von mir ge⸗ wagt, was dein Befehl mir unterſagt. 5. Doch laß mich auch mit feſtem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Troſt uns jemals rauben, den wir auf dein Verſprechen baun? Du biſt ein Fels, dein Bund ſteht feſt; wohl dem, der ſich auf Gott verlaͤßt! 6. Erwaͤge dies, o meine Seele, und traue Gott, der's treulich meint. Sei Kets, nach ſeines Worts Befehle, der Wahrheit Freund, der Luͤgen Feind; beweiſe dich, als Gottes Kind, dem Treu⸗ und Wahrheit heilig ſind. Mel. Gott des Himmels 1 1(a) ³aeicht, ihr Ber⸗ 24 ₰☛ꝙ ge, fallt, ihr Huͤgel, brecht, ihr Felſen, ſtuͤrzet ein! Feſter wird, als Berg und Huͤgel, Gottes Vatertreue ſeyn, unbeweg⸗ ter noch, als ſie. Seine Wahrheit truͤget nie. 2. Gnade hat er mir ver⸗ ſprochen, das iſt Gottes Bund mit mir. Dieſer Bund wird nie gebrochen; ſeine Treue buͤrgt dafuͤr. Erd' und Himmel mag vergehen; was er zuſagt, muß geſchehen. 3. Nicht auf Menſchen will ich bauen; wie betruͤglich iſt die Welt! Meinem Gott will ich vertrauen, der, was er ge⸗ lobt, auch haͤlt! Er, ein Feind der Heuchelei, iſt wahrhaf⸗ tig, iſt getren. 4. Draͤut die Welt mir, mich zu haſſen, und verfolgt mich, will ich mich immer auf den Herrn verlaſſen; er erbarmt doch meiner ſich. Denn er bleibet immerdar, was er iſt, und was er war. 5. Scheint auch er mich nicht zu achten, und verbirgt ſein Angeſicht; laͤßt mich rufen, laͤßt mich ſchmachten: ſo vergißt er mich doch nicht; denn er bleibet immerdar, was er iſt, und was er war. 6. Friede will er mit mir halten, wenn ſich auch die Welt empoͤrt; ihre Liebe mag erkalten, bleib ich meinem Gott nur werth. Er, der B2 mei⸗ I ö 4 8 . 4 4 3 ———— 4 4 10 Von Gott, deſſen Weſen meinen Kummer ſiillt, bleibt mir immer Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, iſt mein Erbarmer; ſo hat er ſich ſelbſt genennt; das iſt Troſt genug: ich Armer werde nie von ihm getrennt. Er will meine Zu⸗ flucht ſeyn; ſollte nicht mein Herz ſich freun? 8. Ihm allein will ich ver⸗ trauen, will auf dieſem Fel⸗ ſen ruhn, will mein Gluͤck auf ihn nur bauen; was er ſagt, wird er auch thun! Erd' und Himmel mag ver⸗ gehn! Ewig wird ſein Bund beſtehn. In eigener Melodie. 31(b) Gett iſt getreu! Sein Herz, ſein Vaterherz verlaͤßt die Seinen nie. Gott iſt getren! Im Wohlſeyn und im Schmerz erfreut und ſchuͤtzt er ſie. Mich decken ſeiner Allmacht Fluͤgel. Stuͤrzt ein, ihr Berge; fallt, ihr Huͤgel; Gott iſt getreu! 2. Gott iſt getreu! Er iſt mein treuſter Freund! Dies weiß, dies hoff ich feſt; ich bin gewiß, daß er mich kei⸗ nen Feind zu hart verſuchen laͤßt. Er ſtaͤrket mich, nach ſeinem Bunde, in meiner Pruͤfung truͤbſter Stunde. Gott iſt getreuul 3. Gott iſt getreu! Er thut, was er verheißt. Er ſendet mir ſein Licht. Wenn dieſes mir den Weg zum Le⸗ ben weiſt, ſo irr' und gleit' ich nicht. Das Laſter ſoll mich nicht beluͤgen, mich um den Himmel nicht betruͤgen. Gott iſt getreu! 4. Gott iſt getreu! Er handelt vaͤterlich, und was er thut, iſt gut. Auch Truͤb⸗ ſal iſt's; mein Vater beſſert mich durch Alles, was er thut. Die Truͤbſal gibt Gevuld und Staͤrke zum Fleiß in jedem guten Werke. Gott iſt getreu! 5 Gott iſt getreu! Er, dem ich theuer bin, fuͤhrt mich nach weiſem Plan, im Wech⸗ ſellauf der Dinge zum Ge⸗ winn des ew'gen Heils hin⸗ an; vergibt mir gnaͤdig mei— ne Suͤnden, und laͤßt mich Troſt durch Chriſtum finden. Gott iſt getreu! 6. Gott iſt getreu! Stets hat ſein Vaterblick auf ſeine Kinder Acht. Auch freut es ihn, wenn ſchon ein irdiſch Gluͤck ſie froh und dankbar macht. Was uns zu ſchwer wird, hilft er tragen, und endlich ſtillt er alle Klagen. Gott iſt getreu!— 7. Gott iſt getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich Gottes ſtets zu freun? Sei Gott getreu und fuͤrchte nichts; mag doch die Welt volle Argliſt ſeyn. Selbſt falſcher Menſchen Neid und Tuͤcke gereichen mir alsdann zum Gluͤcke. Gott iſt getreu! 8. Gott iſt getreu! Vergiß, o Seel', es nicht, wie zaͤrt⸗ lich rihts den ſtarke 13 ruben: Gott iſ 2 ſib. git me Nnütit G2 eiener Nh a 32 Wa⸗ 3 it der ein Menſ t aht rigrt? derr tetem Gemüthe n nnükt, der iht 2 Rein, ſeine Lied u7 d ſen, ſei ewig nan Pficht. der Hihr och nie vergeſ t nein her,, auch u n 2 Ter hatmr dat bereitt? De weinet nicht beiß 2 ſit nit Langmutm tet; Er, deſſe V ſeeßen? Jen oſtverum. N. drieden in Gewire e iit den Geiſte 9⸗ Vr(ißt nich iiſt getreu! Er „etreu! Er Jalch und was — ſu. Au 4 iir Bane vin Ales, was er thut 1 gibt Gepuld und — Fleiß in jeden 2. Gott8iſt getreu getreu! Er, den in, fuͤhrt mich — Plan, im Wech⸗ dinge zum Ge⸗ ygen Heils hin⸗ nir gnaͤdig mei⸗ — und laͤgt mich ähriſtum finden. xreu! —t getreu! Stet erblick auf ſein . Auch freut es michon ein irdiſch — hh und dankbar uns zu ſchwer Mer tragen, und ter alle Klagen. reu! ſt getreu! Mein — fehlt dir noch, —ſtets zu freun? treu und fuͤrchte — doch die Welt ſeyn. = Gott iſt getreu⸗ A getreu! Vergit⸗ icht, wie zaͤrl⸗ ct, li Selbſt Iſchen Neid und m en mir alsdann und Eigenſchaften. lich treu er iſt! Ihm treu zu ſeyn, ſei deine liebſte Pflicht, weil du ſo werth ihm biſt! Halt feſt an Gott, ſei treu im Glauben! Laß nichts den ſtarken Troſt dir rauben: Gott iſt getren! Liebe, Guͤte und Barm⸗ herzigkeit Gottes. In eigener Melodie. 32 Iie groß iſt des All⸗ . maͤcht'gen Guͤte; iſt der ein Menſch, den ſie nicht ruͤhrt? der mit verhaͤr⸗ tetem Gemuͤthe den Dank erſtickt, der ihr gebuͤhrt? Nein, ſeine Liebe zu ermeſ⸗ ſen, ſei ewig meine groͤßte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergeſſen; vergiß mein Herz, auch ſeiner nicht. 2. Wer hat mich wunder⸗ bar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich ge⸗ leitet? Er, deſſen Rath ich oft verwarf. Wer ſtaͤrkt den Frieden im Gewiſſen? Wer gibt dem Geiſte neue Kraft? Wer laͤßt mich ſo viel Gluͤck genießen? Iſt's nicht der Herr, der Alles ſchafft? 3. Schau, o mein Geiſt! in jenes Leben, zu welchem du erſchaffen biſt; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig ſehn wirſt, wie er iſt. Du haſt ein Recht zu dieſen Freuden, durch Got⸗ tes Guͤte ſind ſie dein. Auch 21 darum mußte Chriſtus lei⸗ den, damit du koͤnnteſt ſelig ſeyn. 4. Und dieſen Gott ſollt ich nicht ehren, und ſeine Guͤte nicht verſtehn? Er ſoll te rufen, ich nicht hoͤren? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' iſt mir ins Herz geſchrieben; ſein Wort beſtaͤrkt ihn ewig⸗ lich. Gott ſoll ich uͤber Alles lieben, und meinen Naͤchſten gleich als mich. 5. Dies iſt mein Dank, dies iſt ſein Wille: ich ſoll vollkommen ſeyn, wie er. So lang ich dies Gebot er⸗ fuͤlle, ſtell ich ſein Bildniß in mir her. Lebt ſeine Lieb' in meiner Seele, ſo treibt ſie mich zu jeder Pflicht; und ob ich ſchon aus Schwach⸗ heit fehle, herrſcht doch in mir die Suͤnde nicht. 6. O Gott! laß deine Guͤt' und Liebe mir immerdar vor Augen ſeyn. Sie ſtaͤrk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie troͤſte mich zur Zeit der Schmerzen, ſie leite mich zur Zeit des Gluͤcks, und ſie be⸗ ſieg' in meinem Herzen die Furcht des letzten Augen⸗ Mel. Herzliebſter Jeſu! 33(Xauchzt unſerm Gott! ₰ Er iſt von großer Guͤte, barmherzig und von duldendem Gemuͤthe; will b Allen de Schuld und Schmerzen 22 Von Gott, deſſen Weſen mein Leben ſanft vor dir ver⸗ fließen, ſo werd' ich dort nit allen Engelchoͤren dich froͤhlich ehren. Mel. Mein Gott, das Herz 34(a) Menn ſi ſich mein Geiſt, 8 All⸗ maͤchtiger! der Gnaden Men⸗ ge denkt, womit bi mich, mein Gott und Herr! ſo un⸗ verdient beſchenkt 2. Dann iſt mein Herz ſo hoch erfreut, ganz deiner Guͤte voll, und weiß vor heiſ⸗ ſer Dankbarkeit nicht wie 4. Wem bleibt ſein Ant⸗ es danken ſoll. litz, wann er's ſucht, ver⸗ 3. Als ich noch in der Mut⸗ borgen? So weit der Abend ter Schooß, in Nacht ver⸗ iſt entfernt vom Morgen, borgen ſchlief, beſtimmteſt entfernt auch Gott der Suͤn⸗ du, o Herr! mein Loos, das mich zum Leben rief. 4. Du waͤhlſt des Sterb⸗ lichen Geſchick, eh' er gebo⸗ ren iſt; und ſo ward ich, o welch' ein Gluͤck! durch die Geburt ein Chriſt. 5. Schwach an der Bruſt, Allen Heil und ew'ge Luſt ge⸗ waͤhren, die ihn verehren. 2. Er handelt nicht mit 1 uns nach unſern Suͤnden, und laͤßt verſchonend uns das nicht empfinden, was wir, weil wir ihm unſer ⸗ Herz nicht gaben, verſchul⸗ det haben. 3. Hoch iſt der Himme! uͤber ſeiner Erde. So groß iſt auch, daß er geliebet wer⸗ de, die Huld des Herrn bei denen, die ihn lieben, und Gutes uͤben. von unſern Herzen. 5. So zaͤrtlich ſich ein Va⸗ ter ſeiner Kinder erbarmet, ſo erbarmt ſich Gott der Suͤn⸗ der, wenn ſie von Herzen ſich zu ihm bekehren, ihm Treue ſchwoͤren. vernahmſt du ſchon, was 6. Er ſchlaͤgt und heilt, kein Gebet noch war, und verwundet, laͤßt geneſen. neigteſt du des Weinens Ton Er weiß, der Menſch iſt ein zerbrechlich Weſen; er denkt daran, daß das Geſchoͤpf Ans Erde doch Aſche werde. 7. Von Ewigkeit zu Ewig⸗ keite n waͤhret die Guͤte Got⸗ bes jedem, der ihn ehret. Ach leite denn auch mich auf deinem Pfade, du Gott der Gnade! 8. So werd ich ewig dei⸗ ner Huld genießen, ſo wird dein Ohr gefaͤllig dar. 6. Wann ich als Juͤngling (Jungfrau) von dem Pfad der Tugend mich verirrt; hat mich unſichtbar, Herr! dein Rath oft wieder drauf gefuͤhrt. 7. Du warſt mein Schutz und meine Wehr vor Un⸗ gluͤck und Gefahr; und vor dem Laſter, das noch mehr, wie ſie, zu fuͤrchten war. 8. Ich ij urd dich win und dd— an nih, w aich entſtell k. Von de V 4 tmein B 3 SSn lihſ, 8 ngter Frend V wet, ihvits 4 Io Und velch Harlitrihtdi fitlen kann, die E den, das dan Ei Vas du an mir 1l. Kein Tale 3 ger wirvergehn Se n dir zum Preis; g ſockend dich 78 1 Waüng undn C In Stute, o jr und 4 1 ih auf dicd i getärkt, iſt mne ſer mir nicht mehr ai eer r eiener B 310 En3 elt! Ic ſeh 3 hick, am R A der Hinmel träͤbt 97 bi bauit. Ihſes mn lacht, vo⸗* 1 riſt mein Herz ſ =, ganz deiner and weiß vor heif 1 n noch in der Mut⸗ Akeit nicht wie —in Nacht ver⸗ —ef, beſtimmteſt n mein Loos, das eben rief. — ühlſt des Sterb⸗ ick, eh' er gebo⸗ dd ſo ward ic, Gluͤck! durch die Chriſt. ch an der Bruſt zu ſchon, waß noch war, und aes Weinens Tol faͤllig dar. nich als Juͤngling an von dem Piad mich verirrt; a ſichtbar, Herr. ft wieder drauf Irſt mein Schut „ Wehr vor lu⸗ efahr; und vor as noch mehr, uͤrchten war. 8. Jch und Eigenſchaften. 8. Ich ſah, vor Krankheit bleich, durch dich mein Leben hergeſtellt, und deine Gnade ſchmuͤckte mich, wann Suͤnde mich entſtellt. 9. Von Freubenſtrahlen glaͤnzt mein Blick, da du ſo hoch mich liebſt, und mir, in wahrer Freundſchaft Gluͤck, mehr, als ich wuͤnſchte, gibſt. 10. Und welche Wohlthat, Herrl iſt nicht dies Herz, das fuͤhlen kann, dies Herz, ganz dein, das dankbar ſpricht, was du an mir gethan! 11. Kein Tag ſoll wuͤrd'⸗ ger mir vergehn, als, Ew'ger, dir zum Preis; ich ſoll froh⸗ lockend dich erhoͤhn, als Juͤngling, und als Greis. 12. In Schrecken, Angſt, Gefahr und Noth, trau ich allein auf dich. Durch dich geſtaͤrkt, iſt ſelbſt der Tod mir nicht mehr fuͤrchterlich. In eigener Melodie. 4(b) 7¶s lebt ein Gott, 34 E der Menſchen liebt! Ich ſeh's, wohin ich bricke, am Nebel, der den Himmel truͤbt, ſo wie am Sonnenblicke. 2. Ich ſeh's an jeder dunk⸗ len Nacht, wo auch kein Stern mir leuchtet: am Mond, wann er in ſtiller Pracht mir meinen Pfad erleuchtet. 3. Ich ſeh's, wann Don⸗ nerwolken gluͤhn, und Berg und Wald bewegen, ich ſeh's, wann ſie voruͤber fliehn, am fruchtbar ſanften Regen. 1 23 8 8 4. Nicht nur, wann Fruͤh⸗ lingsluͤfte wehn durch Land und junge Bluͤthe, nicht nur, wann reife Saaten ſtehn, ſeh ich des Schoͤpfers Guͤte; 5. Ich ſeh ſie auch, wann tiefer Schnee die ſtarre Flur bedecket, und brauſend von des Himmels Hoͤh der Nord den Wandrer ſchrecket. 6. Ja, wie ſie ſich in der Na⸗ tur allliebend meinem Blicke entdeckt, ſo ſeh ich ihre Spur beim wechſelnden Geſchicke. 7. Ich ſehe ſie nicht nur im Gluͤck, bei dieſes Lebens Freuden: ich ſeh' ſie mit be⸗ thraͤntem Blick auch in des Lebens Leiden. 8. Einſt ſeh' ich ohne Thraͤ⸗ nen ſie, noch heitrer, als die Sonne, und ſinge, frei von aller Muͤh, ihr Lob in ew'ger Wonne. Mel. Mein ganzer Geiſt 3 5 O Gott, deß ſtarke Hand die Welt erſchaffen hat, und noch er⸗ haͤlt! Ich ſpuͤre deine Guͤte hier auf der Welt an jedem Ort. Sie hilft mir Schwa⸗ chen gnaͤdig fort; und wann ich mein Gemuͤthe von hier zu dir, o Gott! wende, ſtreckſt du Haͤnde voll Er⸗ barmen, und voll Wohl⸗ thun nach mir Armen. 2. Seh ich den weiten Him⸗ b mel an, ſo viel ich davon ſehen kann; ſo ſeh ich deine Guͤte. Der Himmelskoͤrper Lauf und Pracht, das Ster⸗ ner 36 24 Von Gott, nenheer, das du gemacht, erreget mein Gemuͤthe, maͤch⸗ tig, freudig, dir zu ſingen, dir zu bringen Ehr und Staͤr⸗ ke. Groß ſind deiner Haͤnde Werke. 3. So oft ich athme und den Hauch der Luͤfte fuͤhle, fuͤhl ich auch, Gott, deine große Guͤte. Wind, Waſſer, Feuer, Schnee und Eis ſind deines Wohlthuns lauter Preis, und ruͤhren mein Ge⸗ muͤthe, taͤglich hier mich dein zu freuen, und von neuem, Herr! mein Leben dir zum Dienſte zu ergeben. 4. Herr! dazu bitt ich, hilf du mir. Zeuch immer naͤher mich zu dir durch dei⸗ ne große Guͤte. O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank huͤte. Laß mich, was ich bitt', erlan⸗ gen; dir anhangen hier auf Erden; bis mir wird der Himmel werden. Mel. Wer nur den lieben Gott So weit, Herr! S deine Himmel reichen, reicht deine Huld, die uns erhaͤlt. Eh' werden Berg und Huͤgel weichen, als deine Gnade wankt und faͤllt; gleich maͤchtigen Gebirgen ſteht die Guͤte, die dein Volk erhöht. 2. Gott, dir iſt kein Ge⸗ ſchoͤpf verborgen; nicht Eins vom Seraph bis zum Thier. deſſen Weſen Du wuͤrdigſt Alle deiner Sor⸗ gen, ſie danken Luſt und Le⸗ ben dir. Es mag auch klein und niedrig ſeyn: dir, Gott! iſt nichts zu groß, zu klein. 3. Mit frommem, freudi⸗ gem Gemuͤthe, erheb ich, Gott der Gnade, dich; wie theuer iſt doch deine Guͤte! Wie liebſt du uns ſo vaͤterlich, uns, die wir ohne Furcht und Graun dem Schatten deiner Fluͤgel traun! 4. Mit welchem reichen Ueberfluſſe erfuͤllſt du dieſe Welt, dein Haus! Du theilſt ihn Allen zum Genuſſe ſo vaͤterlich, ſo reichlich aus. Herr! Unſers Lebens Quelle fließt aus dir, der du das Leben biſt. 5. Wir ſehn, o Herr, in deiner Sonne den Schatten deiner Huld, dein Licht. Entzeuch uns deiner Guͤte Wonne, dein gnadenvolles Antlitz nicht! Herr, deine Huld erfreue die, die dich verehren, ſegne ſie! Mel. Herzliebſter Jeſu! 37 Gett iſt die Liebe! Gott kann nur begluͤcken! Dies ruft uns Al⸗ les zu, wohin wir blicken. Sei blau der Himmel, ſei er ſchwarz und truͤbe: Gott iſt die Liebe! 2. Gott iſt der Menſchen Vater, und ich faͤnde, ſelbſt wenn ich an dem Saum der Erde gteſts,ſte ſceenliebe! We Ar 39 dan i ſſ I d ni,, Herr und wie viel Eir ah 1 in ditiſte Gr wn Gottde d V 3 So ſeh 6 fülles Jiel auf geit der Liebe 82 ſwerden; deſten erſe weiner us M Gür nir aus Gnade n jiehen! O Gon h nuth und Gedu l lich haͤuf ich wan k und deine Lonr h 2 Bedenk) ze deine Macht, Ferne, und ue che ſ mels Macht, 1au E Mandund Ste: 4 dih vollöhrfur e d der Menſch, u es ß du dih ſci3 ¹in hent; ſoa verloxen, nicht 3 nijtir das G ſin geboten;. ter,an derl.— lgſt verl ktunih u afjih jait3 — n Ze Luſt und d, m 64 * ag auch klein 1. dir — ommem, rendi * Kzeeude — ich; wie theuer — ie Guͤte! Wie 8 ſo vaͤterli, belchem reichen rfuͤllſt du dieſe aus! Du theilſt m Genuſſe ſo reichlich aus. = Lebens Quelle t, der du das nn, o Herr, in — u den Schatten * 1, dein Licht. ² deiner Güte —A gnadenvolles Herr, deine au die, die dih Ane ſie! I liebſter Jeſu! — 1t iſt die Liebe! Gott kann nur — ies ruft uns A⸗ a in wir blicken. ⸗= Himmel, ſei er — rruͤbe: Gott iſ der Menſchen hfaͤnde, ſelbſt em Saum der Erde — Alle deiner Sor⸗ und Eigenſchaften. 25 Erde ſtaͤnde, ſelbſt, wenn ich in die tiefſte Gruft mich gruͤ⸗ be, dich, Gott der Liebe! 3. So ſey es denn mein hoͤchſtes Ziel auf Erden, dir Geiſt der Liebe, aͤhnlich hier zu werden; der heißeſte, der erſte meiner Triebe ſey Men⸗ ſchenliebe! Mel. Es iſt das Peil uns Mie viele Freuden 38 W dank ich dir, die du mir, Herr, verliehen; und wie viel Suͤnden haſt du mir aus Gnaden ſchon ver⸗ ziehen! O Gott voll Lang— muth und Geduld! noch taͤg— lich haͤuf' ich meine Schuld, und deine Liebe waͤhret. 2. Bedenk ich, Schoͤpfer, deine Macht, blick ich in jene Ferne, und uͤberſeh des Him⸗ mels Pracht, und Sonne, Mond und Sterne; ſo bet ich dich voll Ehrfurcht an. Was iſt der Menſch, ruf ich alsdann, daß du dich ſein erbarmeſt! 3. Dein Auge ſchaut auf ihn herab: ſo geht er nicht verloren, nicht fuͤr die Welt, nicht fuͤr das Grab iſt er al⸗ lein geboren; die Welt ver⸗ geht mit ihrer Luſt; der du den Willen Gottes thuſt, dein Gluͤck ſoll ewig dauern. 4. Wann ich erwache, denk' ich dein, und wann ich ſchla⸗ fen gehe: denn du, mein Va⸗ ter, kannſt verleihn, um was ich kindlich flehe. Drum ſeufz ich kindlich ſtets zu dir; Herr, was mir nuͤtzet, ſchen⸗ ke mir um deiner Guͤte Willen! Mel. Herr, wir ſingen 39 ₰ frohen Triebe! Der Gott des Himmels iſt die Liebe! Er iſt's in alle Ewig⸗ keit! O wo kann ich Worte finden, den Ruhm der Liebe zu verkuͤnden, die ewig ſeg⸗ net und erfreut? Wer bin ich, Herr! vor dir? Nur ſtam⸗ meln kann ich hier: Liebe, Liebe! Kein Menſch ermißt, wie gut du biſt; ja ſelbſt der Engel faßt es nicht. 2. Wundervoll ſind deine Werke. Ich ſehe Weisheit, Macht und Staͤrke, und mei⸗ ne Seeke beuget ſich. Aber deine Liebe thronet da auch, wo Macht und Weisheit woh⸗ net; ich ſeh' es und erhebe mich. Was iſt's, das mich erſchreckt? Mein heller Blick entdeckt nichts, als Liebe. Der kleinſte Wurm, der Donner⸗ ſturm, und Alles, Alles prei⸗ ſet ſie. 3. Huldreich riefſt du mich in's Leben, um hohe Kraͤfte mir zu geben, um Freude um mich her zu ſtreun. Jeder Tag erzaͤhlts dem andern: die Erde, wo die Menſchen wan⸗ dern, ſoll Vorhof ihres Him⸗ mels ſeyn. Ich jauchze, daß ich bin, und oͤffne Herz und Sinn deiner Liebe. Von dir ge⸗ ſchuͤtzt und unterſtuͤtzt, durch⸗ lauf ich froͤhlich meine Bahn. 4. Truͤ⸗ Juldigt Gott, ihr 11 4 b —— Von Gott, 4. Truͤben ſich auch meine Tage; hinweg mit jeder Jammerklage! nur du, mein Vater, truͤbeſt ſie. Licht ent⸗ ſtroͤmt den Dunkelheiten; du willſt nur Segen mir be⸗ reiten, und Troſt und Hoff⸗ nung fehlt mir nie. Von dir entweicht der Schmerz, und froh erfaͤhrt mein Herz dei⸗ ne Liebe. Wenn Alles bricht; ich zage nicht! Du reichſt mir deine Vaterhand. 5. Ach! wie kann ich dir vergelten, was du, Beherr⸗ ſcher aller Welten, mir ar⸗ men Erdbewohner gibſt? Suͤnde haͤuf ich oft auf Suͤn⸗ de, und dennoch ſeh' ich und empfinde, daß du, Erbar⸗ mer, mich noch liebſt. Du haſt Geduldm mir, und lockſt mich hin zadir durch die Liebe. Und wer dich ehrt und wiederkehrt, o Preis dir! den begnadigſt du. 6. Ja, du willſt der Suͤn⸗ der Leben. Selbſt deinen Sohn haſt du gegeben, daß er ihr Seelenretter ſei. Weis⸗ heit kam mit ihm hernieder; er litt und ſtarb fuͤr ſeine Bruͤder, und ſprach ihr Herz von Aengſten frei. O Gott, was fuͤhlt mein Geiſt! Wie ſtaunt er nun und preiſt deine Liebe! Dein Sohn er⸗ ſchien, du ſandteſt ihn! Wie doch haſt du die Welt geliebt! 7. Gott, ich will dir folg⸗ ſam werden. Wer iſt im Himmel und auf Erden, der 8. 3 deſſen Weſen ſo, wie du, begluͤcken kann? Einſt umſtrahlet, gleich der Sonne, mich ewig, ewig Licht und Wonne, geh ich nur gern auf ſeiner Bahn. Dann ſchwebt mein Geiſt empor, und ſingt im Sternenchor: Liebe; Liebe! O Herr der Zeit und Ewigkeit! Ich weiß, daß du die Liebe biſt. Geduld, Langmuth und Gnade Gottes. Mel. Ein Lämmlein geht und à Git welcher Lang⸗ 40 M muth und Ge⸗ duld traͤgſt du die Men⸗ ſchenkinder, o Gott! Auch bei gehaͤufter Schuld traͤgſt du die frechen Suͤnder! Sie nahen dem Verderben ſich; du ſiehſt es und es jammert dich des Elends dieſer Ar⸗ men. Daß ſie demſelben noch entfliehn, ſuchſt du ihr Herz zu dir zu ziehn, anus innigem Erbarmen. 2. Du goöoͤnneſt ihnen Zeit und Raum, noch in ihr Herz zu gehen, du laͤßt den un⸗ fruchtbaren Baum nicht ohne Pflege ſtehen. Du ſchoneſt ſein von Zeit zu Zeit; ver⸗ zieheſt, voll Barmherzigkeit, ihn gaͤnzlich abzuhauen. O welche Langmuth und Ge⸗ duld! Wer ſollte deiner Va⸗ terhuld nicht inniglich ver⸗ trauen? 3. Erbarmeſt du dich ſchon ſo ſehr ſelbſt frevelhafter Suͤn⸗ . der: — ährt und t a ji b dur eide, 3 Huld! Rur dSn ſe Freude, danr Prüfungszeit 2 be deiner Gog, m a Beßrung lei In eigen od 41 N genz Gebiete, ſ Alat deiner G. 1 herrlict tägliſg uns Allen, dit a n Erden wallenn ir 3 Sünder. 2 Dieſer be t dt ſich zw 2 3 Uri O. Vate) 5 dalige— angmuth um * Cottes. umlein geht un welcher Lang⸗ nuth und Ge⸗ * du die Men⸗ Gott! Auch Schuld rgſt ☛ Sunder! Sie = Werderben ſich; nd es jammert — nds dieſer Ar⸗ — ſie demſelben —„ ſuchſt du ihr — zu ziehn, aus aarmen. — neſt ihnen geit — och in ihr Her laͤßt den un⸗ aum nicht ohne . Du ſchoneſt zu Zeit; ver⸗ „Iarmherzigkeit, Babzuhauen. 9 — nuth und Ge⸗ llte deiner Va⸗ = inniglich ver⸗ — du dich ſchonſſo — velhaſter Sün⸗ der. der: ſo traͤgſt du ſchonend noch vielmehr die Frommen, dei⸗ ne Kinder. Laͤßt ihrer Tugend Eifer nach, und werden ſie im Glauben ſchwach, und träͤg' zu guten Werken: ſo zuͤrnſt du nicht; du denkſt daran, wie leicht ein Herz ſich taͤuſchen kann, und elleſt, ſie zu ſtaͤrken. 4. Laß dieſe Langmuth und Geduld, Gott! unſre Her⸗ zen ruͤhren! Nie muͤſſe deine Vaterhuld zur Sicherheit uns fuͤhren! Ach, keiner haͤufe Schuld auf Schuld durch kuͤhnen Mißbrauch deiner Huld! Nur Tugend ſey uns Freude, damit uns in der Pruͤfungszeit der Reichthum deiner Guͤtigkeit zur wahren Beßrung leite. In eigener Melodie. 41 Aller Welten Herr⸗ ſcher! Gott! dein ganz Gebiete iſt ein Schau⸗ platz deiner Guͤte. Sie ver⸗ herrlicht taͤglich ſich auch an uns Allen, die wir noch auf Erden wallen. Ja, ſie pflegt, naͤhrt nnd traͤgt nicht nur deine Kinder, ſelbſt die groͤß⸗ ten Suͤnder. 2. Dieſer Langmuth Groͤße laͤßt ſich zwar empfinden; und Eigenſchaften. aber, wer kann ſte ergruͤn⸗ den? Suͤnder ſo verſchonen, Millionen Schulden mit ſo vieler Nachſicht dulden, und dabei doch ſo treu warnen, die dich haſſen: Herr! wer kann dies faſſen? 3. Doch du ſtrafſt nicht gerne; liebſt nur unſer Leben; Zeit zur Beßrung uns zu ge⸗ ben, dringt dich deine Liebe, zaͤrtliches Erbarmen. Darum haſt du mit uns Armen, ſo voll Huld, noch Geduld, daß wir darauf achten, und nach Beßrung trachten. 4. O daß doch der Reich⸗ thum deiner Vaterliebe uns zur Sinnesaͤndrung triebe! O daß wir, voll Reue, unſre Schuld bedaͤchten, und wir willig folgen moͤchten! Unſe Schmerz ruͤhrt dein Herz, Schulden, die uns kraͤnken, gnaͤdig uns zu ſchenken. 5. Dank ſey dir, o Vater, daß du unſrer ſchoneſt, und nicht nach Verdienſt uns loh⸗ neſt. Stets noch iſt uns Schwachen noͤthig deine Gna⸗ de, ſelber auf dem Tugend⸗ pfade. Leit uns doch damit noch, bis wir dich einſt dro⸗ ben ohne Suͤnden loben. Von der heiligen Dreieinigkeit. Gott; Vater, Sohn und heiliger Geiſt. In eigener Melodie. 42 S3ellein Gott in der ℳ Hoͤh ſei Ehr' und Dank fuͤr ſeine Gnade! Er ſorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Ungluͤck ſchade. Uns wohl zu thun, iſt er be⸗ reit; er will nur unſre Selig⸗ keit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja ₰— 4 1 1 G ———————— ͦ—— y —— —ÿõÿÿ— 2 28 8 2. Ja, Vater! wir erhe⸗ ben dich mit freudigem Ge⸗ muͤthe; du herrſcheſt unver⸗ aͤnderlich mit Weisheit und mit Guͤte. Unendlich groß iſt deine Macht, und was ſie wirkt, iſt wohl bedacht. Wohl uns, daß du regiereſt! 3. O Jeſu Chriſt, des Eingebornen, dich ſandte Gott vom Himmelsthron zur Rettung der Verlornen. Du Mittler zwiſchen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod: erbarm dich unſer Aller! 4. O heil'ger Geiſt, du Geiſt von Gott! erleuchte, beßre, troͤſte, die Jeſus Chriſt durch ſeinen Tod vom Guͤndendienſt erloͤſte. Auf deinen Beiſtand hoffen wir; Kaach! leit uns ſtets, ſo ſind wir hier begluͤckt, dort ewig ſelig. Mel. Erſchienen iſt der herrlich T. 43 DankundAnberung bringen wir, Herr, unſer Gott und Vater, dir. Du biſt es, der die ganze Welt erſchaffen hat und noch erhaͤlt. Halleluja! 2. Dank und Anbetung bringen wir, Sohn Gottes, Herr und Heiland, dir. Du littſt fuͤr uns des Todes Pein, uns vom Verderben zu befrein. Halleluja! 3. Gelobet ſeyſt du, Geiſt des Herrn! Wir waren einſt von Chriſto fern. Du haſt Von der heiligen Dreieinigkeit. Hoͤchſten Sohn! dich, ſeinen K durch deines Wortes Macht uns Allen Licht und Heil ge⸗ bracht. Halleluja! In eigener Melodie. 44 Wui glauben an den ein'gen Gott, Schoͤpfer Himmels und der Erden. Er, Aller Vater, unſer Gott, hieß uns ſeine inder werden. Er will uns auch ſtets ernaͤhren, jedes wahre Gut gewaͤhren. Er erwog ſchon, eh wir waren, unſre Rettung in Gefahren. Er iſt's, der fuͤr uns ſorgt, und wacht, und Alles ſteht in ſeiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jeſum Chriſt, Gottes Sohn, den Eingebornen, den Herrn, der Menſch geworden iſt, den Erretter der Verlornen. Er achtete ſein Leben nicht zu theu'r, fuͤr uns zu geben. Er erſtand; herrſcht, hoch er⸗ hoͤhet, in dem Reich, das nie vergehet. Er laͤßt uns auch im Grabe nicht, und kommt dereinſt zum Weltgericht. 3. Wir glauben an den heil'gen Geiſt, unſern goͤtt⸗ lichen Regierer, den Jeſus Chriſtus uns verheißt, uns zum Beiſtand und zum Fuͤh⸗ rer, der in Truͤbſal ſeine Chriſten eilt mit Muth und Kraft zu ruͤſten; der uns lehrt Vergebung finden, und der Tugend Werth empfinden. Er floͤßet uns im Todes⸗ ſchmerz des ew'gen Lebens Troſt in's Herz. Mel. Von b M. mein ganzer 1 1 3 3— Preis u pherm Gott ſe— rahs ken Ewigkeit lat er und henf und breit, n. Güp und Stif Ebringet fahe l A Nie Gottiſthl n magſprechlich grer e P Lobſinget Et Nriis und Ruhm diinem Eigenthu.. ii dir geſungen.— ler wiſchen unte laſt durch Gefmf zum Tod das Kun rragen, Heiliclgf; Freundſcheft a ſchaft aler Fum; durch dich zunat; mnchen und derg nd Alles V *.(St. ſte Duben auch an Gottes Sohn, en, den Herrn, — geworden iſt, —der Verlornen. in Leben nicht — uns zu geben. rrſcht, hoch er⸗ MReich, das nie = laͤßt uns auch it, und kommt ⸗= Weltgericht. — auben an den unſern gͤtt⸗ =r, den Jeſus verheißt, uns S und zum Fuͤh⸗ — Truͤbſal ſeine nit Muth und — der uns lehrt en, und der ) empfinden. 1 im Todes⸗ v'gen Lebens . Mel. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 45 Lobſingeteott Hank, Preis und Ehr' ſei unſerm Gott je mehr und mehr, fuͤr alle ſeine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt er und herrſchet weit und breit, mit Weisheit, Guͤt' und Staͤrke. Singet, bringet frohe Lieder; fallet nieder! Gott iſt herrlich; un⸗ ausſprechlich groß und ſelig. 2. Lobſinget Gott! Dank, Preis und Ruhm ſei von uns, deinem Eigenthum, Herr Je⸗ ſu, dir geſungen. Du Mitt⸗ ler zwiſchen uns und Gott, haſt durch Gehorſam bis zum Tod das Leben uns er⸗ rungen. Heilig, ſelig iſt die Freundſchaft und Gemein⸗ ſchaft aller Frommen, die durch dich zum Vater kom⸗ men. 3. Lobſinget Gott! DuGeiſt des Herrn, ſei nie von unſerm Geiſte fern, mit Kraft ihn auszuruͤſten! Du machſt uns glaͤubig, weiſ' und rein, hilfſt uns getroſt und ſiegreich ſeyn im Streit mit unſern Luͤſten. Leit' uns, ſtaͤrk uns, in der Freude, wie im Leide, Gott ergeben und der Tugend treu zu leben. Mel. Es woll' uns Gott 46 Heu unſer Gott, 2) wer iſt dir gleich? Du biſt das hoͤchſte Weſen: und doch haſt du, an Gnade reich, uns dir zum Dienſt er⸗ Von der heiligen Dreieinigkeit. 29 8 leſen. Gemeinſchaft ſollen wir mir dir, du Allerhoͤchſter, haben. Mit deinem Heil willſt du uns hier und ewig einſt begaben, du Quelle alles Segens. 2. Wir beten dich, o Va⸗ ter, an. Sind wir gleich vor dir Suͤnder, ſo nimmſt du dich doch unſrer an, wie Vaͤ⸗ ter ihrer Kinder. Du haſt fuͤr uns aus großer Huld ſelbſt deinen Sohn gegeben; dein Herz, voll Guͤte und Ge⸗ duld, verleih' uns Troſt und Leben, daß wir dich kindlich fuͤrchten. 3. O Jeſu, ew'ger Gottes Sohn! Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich ſteht zu des Vaters Thron der Weg uns wieder offen. Uns zu be⸗ frei'n von Suͤnd' und Tod, kamſt du zu uns auf Erden. O laß uns, unſer Herr und Gott! froh deines Segens werden, und dir im Glau⸗ ben dienen. 4. O heil'ger Geiſt, du Geiſt von Gott! wehr' uns in dem Verderben! Im Glauben an des Mittlers Tod hilf uns der Suͤnde ſterben! Du gibſt zum Guten Luſt und Kraft, laß es uns ſtets erfahren. Staͤrk' uns in unſrer Pilgrim⸗ ſchaft, bewahr uns vor Ge⸗ fahren, hilf uns dir willig folgen. 5. Laß, Gott! uns dein auf Erden ſchon, als unſers Gottes freunen. Herr, ſeg⸗ ne —-— —— ÿ — der, ne uns von deinem Thron, da wir vor dir gedeihen! ein iſt das Reich, die Herr⸗ motritſ dir wollen wir hier Werke und Wohlthaten Gottes. leben; und du wirſt, nach vollbrachter Zeit, uns einſt dahin erheben, wo wir dich ewig ſchauen. Von den Werken und Wohlthaten Gottes. Von der Schoͤpfung. Mel. Es iſt das Heil uns 47 W Ier machte dieſe . ſchoͤne Welt? das Nahe und das Ferne? Wer hat am Himmel hinge⸗ ſtellt, die Sonne, Mond und Sterne? Wer ſchuf die Waͤl⸗ Feld und Au? befahl dem Regen, ſprach zum T Thau: erquicke Saat und Bluͤthen? 2. Auf weſſen maͤchtiges Geheiß entſtanden Stroͤm' und Seen? Wer gab dem Winter Schnee und Eis? Wer hieß die Winde wehen? Wer rief der Thiere zahllos Heer in Flur und Wald, in Luft und Meer, in Staub ſelbſt frohe Weſen? 3. Das Alles, Alles, groß und klein, iſt dein Werk, Unſichtbarer! Du biſt der Erſte, du allein biſt Schoͤpfer und Bewahrer. Durch dei⸗ ne Macht und dein Gebot iſt Alles, liebevoller Gott, iſt auch der Menſch geworden. 4. Wie gut, wie liebevoll du biſt, ſeh ich, wohin ich blicke; denn gut iſt, was ge⸗ ſchaffen iſt, und dient zu mei⸗ nem Gluͤcke. Luft, Sonn' und Mond, und Pflanz' und Thie„ und Stein und Waſ⸗ ſer nuͤtzen mir, und nuͤtzen allen Menſchen. 5. Fuͤr dich nicht, fuͤr Ge⸗ ſchoͤpfe nur, daß jedes gluͤck⸗ lich werde, ſchufſt du die praͤchtige Natur, den Him⸗ mel und die Erde. O du, der uns als Vater liebt, und Allen alles Gute gibt, was kann der Menſch dir geben? 6. Wie bin ich froh! du machſt auch mich zum Zeu⸗ gen deiner Guͤte. Ich danke dir und denk' an dich mit freudigem Gemuͤthe. Ich ſeh' dich nicht, doch lieb' ich dich; du ſchufſt und du er⸗ haͤltſt auch mich zu immer groͤßern Freuden. In eigener Melodie. 48 Lobf ſinget Gott! er 4 ſchuf die Welt zum Schauplatz ſeiner Guͤte; lob⸗ ſingt ihm, der ſie noch er⸗ haͤlt, mit freudigem Gemuͤ⸗ the, Gott iſt die Liebe! ruͤhmt es laut, Geſchoͤpfe, die ihr ihm vertraut, die ihr ihn kennt und ehret! Ruͤhmt es, daß ſeine Guͤtigkeit mit jedem Morgen ſich erneut und ewig, ewig waͤhret! 2. Du wollteſt, daß vor dir nichts leer von Freud' und Le⸗ ben bliebe: drum ſchufſt du Gott, V Läg ſang errelces dirs angenehme r her Him e— Du ttbedurſter lun ſcher du 3 jiem Heil nurwens 9 r, dich erftert Loune, Alen uzt inn himmel lund, 3. Kein aA 1 aſ elſſtamißt 1u thun, deinen Sitn guß, vie weish’ biſ in allen dein⸗ Gott! deine Guncn tbeit, als deinesd andlichkit ſo u als dein Leben! ka ſud wir, de d us udtenSt tarrg bracht, und o 41 geben. 4 dun 4.1 ner gleicht an Stäͤrte! Kein n der deiner Vert it es nehr als J 2 gernin meiner be⸗ wennichdichthät; a barmen und V V 5 Dadiſdie 3— ſi dir, daß 93 dan, und dir da Troſte mir B Dan unne 14 2 Lenn lüric üchit nachen A reun; dl V gleiceen =ttes = du w nn Gottes. ir, und u Ren. nuͤtzen 4 nicht, fuͤr Ge⸗ — aß jedes gluͤc⸗ „ ſchufſt du de ſtur, den Him⸗ Erde. O du, ater liebt, und ute gibt, was ſch dir geben! 1 lich froh! du Liich zum Zeu⸗ — ne. Ich dauke — an dich mit jemuͤthe. Ich =—, doch lieb ich — iffſt und du er⸗ * mich zu immer den. r Melodie. Anget Gott! er u die Welt zum iner Guͤte; lob⸗ er ſie noch er⸗ udigem Gemi⸗ eiſt die Liebe! at, Geſchoͤpfe, ertraut, die ihr ehret! Ruͤhmt SGuͤtigkeit mit an ſich ernelt oig waͤhret! —eſt, daß vor dir = Freud' und ke⸗ 74 rrum ſchufft du Gott bll, — 24.: irſ, nadh V — zet⸗ uns ein — wo wir dich Schoͤpfung. 31 Gott, der Himmel Heer, ſchufſt unſre Welt aus Liebe. Du ſelbſt bedurfteſt ihrer nie: Unendlicher! du ließeſt ſie zu ihrem Heil nur werden. Dich aber, dich erfreuet nun die Wonne, Allen wohl zu thun im Himmel und auf Erden. 3. Kein Menſch, kein En⸗ gel ſelbſt ermißt dein Wohl⸗ thun, deinen Segen: wie groß, wie weisheitsvoll du biſt in allen deinen Wegen. Gott! deine Guͤte reicht ſo weit, als deines Reichs Un⸗ endlichkeit, ſo weit, Herr, als dein Leben! Ach! was ſind wir, die deine Macht aus todtem Staub hervorge⸗ bracht, uns ewig Heil zu geben. 4. O Vater, welchem Kei⸗ ner gleicht, an Liebe wie an Staͤrke! Kein Dank, kein Lobgeſang erreicht die Wun⸗ der deiner Werke; doch iſt dir's angenehmer Dank, dir iſt es mehr als Lobgeſang, wenn ich dich thaͤtig liebe, und gern in meiner Lebenszeit Er⸗ barmen und Wohlthaͤtigkeit an andern Menſchen uͤbe. 5. Du biſt die Liebe! Dank ſei dir, daß ich dich ſo er⸗ kenne, und dir zum Ruhm, zum Troſte mir, dich meinen Vater nenne! Auch will ich gerne liebreich ſeyn; will gluͤcklich machen; will er⸗ freun; will helfen und dir gleichen. Von dieſem Heil und dieſer Pflicht, o Gott der Liebe, laß mich nicht, ſo lang ich lebe, weichen! Mel. Gott, der du die Menſchen 49 Gottl aus deinen Schoͤpferhaͤnden ging die herrliche Natur. Solchen Bau ſo ſchoͤn vol⸗ lenden, konnte ſolch' ein Schoͤpfer nur. O wie koͤnnt' ich deine Werke, ihrs Regel⸗ maͤßigkeit, Pracht und Man⸗ nigfaltigkeit, wie die Zeu⸗ gen deiner Staͤrke, deiner Huld und Weisheit ſehn, und doch ſtumm voruͤbergehn? 2. Rings auf Erden hallt es wieder: Gut und groß iſt, der uns ſchuf! Betend werf' auch ich mich nieder: Herr! dein Preis ſei mein Beruf! Preis, daß ich dich Vater nenne, Preis, daß ich dich preiſen kann, daß auch ich durch dich begann, dich als meinen Schoͤpfer kenne, und, von hohem Eifer voll, mehr dich kennen lernen ſoll! 3. Ja, wenn Thraͤnen mir entgleiten: will ich deine Schoͤpfung ſehn, und durch ihre Herrlichkeiten ſtets mit offnem Herzen gehn. Alle ſtehn ja unverſchloſſen, ſind dem Aermſten ja bekannt. Naͤher werd ich dir gewandt, hab ich ſchuldlos ſie genoſſen. Still und heiter wird mein Sinn, wenn ich hier nicht fuͤhllos bin.“ 4. Du gedachteſt meiner Leiden, eh' noch dieſes Herz dir ſchlug; ſorgteſt ſchon fuͤr mein⸗ 32 meine Freuden vor dem er⸗ ſten Athemzug. Zum Genuß fuͤr Leib und Seele haſt du, Herr! mit Freundlichkeit ſo viel Gaben ausgeſtreut, daß ich im Genuß oft waͤhle. Wer ſo viel, ſo gern mir gibt, o der zeigt, daß er mich liebt. 5. O, wer wollte je ver⸗ meſſen mitten in der ſchoͤnen Welt deiner Macht und Huld vergeſſen, und nicht thun, was dir gefaͤllt? Du, der ſelbſt dem kleinſten Wurme ſeine Vaterſorge weiht, du biſt's, der auch mich erfreut, in der Stille wie im Stur⸗ me. Herr, dir will ich ganz vertraun, und mein Heil auf dich nur baun! Mel. Sei Lob und Ehr dem 50 Jenn ich, o Schoͤ⸗ SWBpfer! deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die fuͤr Alles wacht, anbetend uͤberlege; ſo weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben ſoll, mein Gott, mein Herr und Vater! 2. Mein Auge ſieht, wo⸗ hin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, praͤchtig ausgeſchmuͤckt, preiſt dich, du Gott der Staͤrke! Wer hat die Sonn' an ihm erhoͤht? Wer kleidet ſie mit Majeſtaͤt? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde ſei⸗ nen Lauf? Wer heißt die Him⸗ mel regnen? Wer ſchließt den Werke und Wohlthaten Gottes. Schooß der Erde auf, mit Vorrath uns zu ſegnen? Du Gott der Macht und Herrlich⸗ keit! Gott, deine Guͤte reicht ſo weit, als Erd' und Him⸗ mel reichen. 4. Dich predigt Sonnen⸗ ſchein und Sturm, dich preiſt der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringſte Wurm, bringt meinem Schoͤpfer Eh⸗ re! Mich, ruft der Baum in ſeiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringtunſerm Schoͤpfer Chre! 5. Der Menſch, ein Leib, den deine Hand ſo wunder⸗ bar bereitet; der Menſch, ein Geiſt, den ſein Verſtand, dich zu erkennen, leitet; der Menſch, der Schoͤpfung Ruhm und Preis, iſt ſich ein taͤglicher Beweis von deiner Guͤt' und Groͤße. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geiſt, erhebe ſeinen Namen! Gott, unſer Vater, ſei ge⸗ preiſt, und alle Welt ſag': Amen! Und alle Welt furdht ihren Herrn, und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? d eigener Melodie. 51 ie Himmel ruͤhmen Gottes Ehre, ihr Schall pflanzt ſeinen Namen fort. kr eis, Ihn ruͤhmt der Erd⸗ ihn die Meere; ver⸗ nimm, 0 Menſch, ihr goͤtt⸗ lich Wort! 2. Wer traͤgt die unzaͤhl⸗ baren Sterne? Wer fuͤhrt - die bonand le 43 viuihre 4 dieSol lah 4 1 Ln 4 Jaur dit auig n kuni aühed b Etzrie dir nih rn„ den Hern der 1 4 Taunſt du= Mbana heere der- ds wohl beſcha?t reniſ äles? G Mir, ruft t der 42 u vertraun. z. Mein ſind unn Ne dan, 24 Gemüthe, und a meiner Gnade* V ſin nguf un 8 grich tig, nun Petken keunſt dam uneſon e de, dei Gormn ewiglich,— 6. Ich bin de he Weisheit, Gut a drtduun, 1 Ih bins! Micn Ma. Herr, wir 21 2 laes Wlkowmen eit. 1 hen 3 Ohttes. 2 Erde auf, V zu ſegnen? Ddi tund Herrlich reGüte reic — Erd' und Him, 4 redigt Sonnen⸗ kurm, dich prei 2 Meere. Brin geringſte Wurn, a hädſerch er Baum licht, mich, ruft 8t Gott gemacht; =— SchoͤpferChre —.. enſch, ein Leib, E. nd ſo wunder⸗ — der Menſch, ſein Verſtand, u, leitet; der er Schoͤpfung — Preis, iſt ſich Beweis von nnd Groͤße. Dhn ewig, omein ſeinen Namen! Vater, ſei ge⸗ illle Welt ſag' Allle Welt fuͤrchl aund hoff aufiht m gern! Wer A nxnicht dienen? =er Melodie. Himmel ruͤhmen Zottes Ehre, ihr — It ſeinen Namen üͤhmt der Erd⸗ *˙ Meere; ver⸗ Tnſch, ihr gö ggt die unzͤh 22 Wer ſih le Schoͤpfung. 33 die Sonn in ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und laͤuft den Weg, gleich als ein Held. 3. Vernimms, und ſieh die Wunderwerke, die die Natur dir aufgeſtellt! Ver⸗ kuͤndigt Weisheit, Ordnung, Staͤrke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannſt du die unzaͤhl⸗ baren Heere der Weſen fuͤhl⸗ los wohl beſchau'n? Durch wen iſt Alles? Gib ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, ſollſt du vertraun.— 5. Mein ſind die Himmel, mein die Erde; an meinen Werken kennſt du mich. Ich werde ſeyn, der ich ſeyn wer⸗ de, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schoͤpfer, Weisheit, Guͤte, ein Gott der Ordnung, und dein Heil. Ich bin's! Mich liebe dein Gemuͤthe, und nehm' an meiner Gnade Theil. Mel. Herr, wir ſingen deiner 52 Inſer Gott iſt groß und maͤchtig, und ſeine Schoͤpfung ſchoͤn und praͤchtig, voll Weisheit und Vollkommenheit. O ihr, ſei⸗ ner Allmacht Heere, verkuͤn⸗ digt eures Schoͤpfers Ehre und preiſet ſeine Herrlichkeit! Sein Kleid iſt reines Licht, er haͤlt im Gleichgewicht gan⸗ ze Welten. Der Weſen Heer, das weite Meer, den Engel und den Wurm ſchafft er. 2. Allmacht ſprach zum Nichts: es werde! Da trat auch unſre ſchoͤne Erde vor ihren Herrn, um aufzubluͤhn. Allmacht ſpricht: ſo ſtuͤrzen Welten, die Berge fliehn vor ihrem Schelten, und ſinken vor dem Donner hin. Er hat wie ein Gewand, die Him⸗ mel ausgeſpannt. Durch ihn gehet, gleich wie ein Held aus ſeinem Zelt, die Sonne und erfreut die Welt. 3. Er, der auf den Win⸗ den ſchwebet, er ſchaut die Erde an, ſie bebet! Er ruͤhrt den Berg an, und er raucht, Voͤgel naͤhrt er, ſpeiſt die Heerde, erneuert die Geſtalt der Erde, erfreut, was in ihr lebt und haucht. Mit milder Freundlichkeit gibt er zu ſeiner Zeit Allen Speiſe, liebt und erhaͤlt die ganze Welt, und traͤnkt die Thiere auf dem Feld. 4. Kraͤuter ſchuf er, uns zu heilen; den Mond, das Jahr darnach zu theilen; der Sonne Licht zur Fruchtbar⸗ keit. Gott iſt gnaͤdig, Gott regieret, wenn er die Flur mit Blumen zieret, und ſie mit Saatan uͤberſtreut. Der Wallſiſch und der Wurm, der Bluͤthenduft und Sturm zeugt vom Schoͤpfer. Der Tag, die Nacht ruͤhmt ſeine Macht und ruͤhmt, daß er fuͤr Alles wacht. 5. Gott voll Weisheit, E Gott Gott voll Staͤrke! Wie viel und groß ſind deine Werke! Wie reich an Guͤtern iſt das Land! Schiffe gehn in wei⸗ ten Meeren; da wimmelts von den frohen Heeren der Thiere, zahllos wie der Sand. Mit Mannigfaltigkeit, mit Regelmaͤßigkeit prangt die Erde; wohin entzuͤckt mein Auge blickt, da iſt die Welt mit Reiz geſchmuͤckt. 6. Wer vergaͤnglich Gras bekleidet, die Fiſche naͤhret, Laͤmmer weidet, der ſorgt als Vater auch fuͤr mich. Seele, wollteſt du fuͤr mor⸗ gen ſchon heute bang und aͤngſtlich ſorgen? Nein, ſei getroſt, ermanne dich, ver⸗ traue Gott! Auf ihn werf alle Sorgen hin. Er wird ſorgen: er, der uns hoͤrt, und gern gewaͤhrt, was un⸗ ſer wahres Wohl vermehrt. 7. Dank dem guten Eott zu ſingen, und ſtets mein Heil ihm darzubringen, ſoll meine hoͤchſte Freude ſeyn; laut ſoll ihm mein Lob er⸗ ſchallen, mein Opfer wird ihm wohlgefallen; geruͤhrt will ich mich ſeiner freun. Sein Lob iſt Seligkeit! Es macht ſchon hier bereit fuͤr den Himmel. Dort werd ich ſtehn, entzuͤckt ihn ſehn, und ewig ſeinen Ruhm erhoͤhn. Mel. Wer nur den lieben Gott ℳ O Gott des Himmels 53—. und der Erden, Werke und Wohlthaten Gottes. der du allgegenwaͤrtig biſt; von niemand kannſt begriffen werden; vor dem kein Ding verborgen iſt. Ach ziehe mich doch ganz zu dir, und offen⸗ bar dich ſelber mir. 2. Wohin ich Herz und Augen kenke, da find' ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Andacht uͤberdenke dein Werk, die praͤchtige Na⸗ tur, ſo ruft mir Alles, Alles zu: wie groß iſt Gott! wie klein biſt du! 3. Mir zeigen alle Elemente Macht, Guͤt' und Weisheit uͤberall. O wenn das Stum⸗ me reden koͤnnte, wie groß waͤr ſtets der Jubelſchall: ruͤhmt, Menſchen! Gottes Guͤt' und Macht, die euch und uns hervorgebracht. 4. Herr Gott! wie groß iſt deine Liebe! Die Erd' iſt deiner Guͤte voll. O gib mir dankbar fromme Triebe, daß ich dich preiſe, wie ich ſoll. Nimm, was ich kann und hab und bin, zu deinem Dienſt auf ewig hin. 5. Hilf, daß die Guͤter dieſer Erden mich zu dir lok⸗ ken, hoͤchſtes Gut! daß ſie mir nicht zum Fallſtrick wer⸗ den, und ihr Genuß mir Schaden thut. Laß allen Miß⸗ brauch ferne ſeyn; mein letztes Ziel ſei du allein. 6. Hier iſt mein Leben eine Reiſe, ich geh' nach jener hoͤhern Welt. Drum mache du mich fromm und weiſe, daß 2 Er ſah vor. was kanfig wenm und nichts iſt, he ſeyn, als wasſeinmt wollte; und Al vill, iſt weiſe 24 gut. Owohl mi Glckin Gottes hcn 3 Wie dürſt 1 g ih n 8 ln e Mal. Nun dune N „ z Chicts ire 541Nule Got ngiert, ei en, ſige Welt mit re gen zieret. Auder zufal heißt, iſ, geſhieht, in ſeine n iimmt, und 1 Glied. mügt in meinen Ken Kannjemal was Gott mir 11 ben? Der Thor nnd nurtt, und La. b znaht hata 1 d ſ. und vil dr vrhr — ttes. genwaͤrtig biſ. ₰ annſt hegriffen dem kein Ding 1. ch ziehe mich — eoir — und offen⸗ er mir. ich Her; und 4 da ſind i eit Spur. Wen Dacht uberden aacht uͤberdente — ie präͤchtige Na⸗ mir Alles, Alle „G iſt Gottl wie Sen alleElemente =— und Weisheit Denn das Stum⸗ inte, wie groß er Jubelſchall: AMſchen! Gottes lacht, die euch A vorgebracht. Jott! wie groß el! Die Erd iſt Rvoll. O gib mir ume Triebe, daß = ſe, wie ich ſol. ⸗zich kann und hat deinem Dienſt . daß die Guter ¹³ mich zu dir lob As Gut! daß ſee a Fallſtrick wer⸗ hr Genuß mit —. Laßallen Miße de ſeyn; meil a ei du allein. mein Leben eine geh' nach jeuet — Drum mache Anm und weiſe daß Vorſehung. daß ich hier thu', was dir gefaͤllt. Und end' ich dieſen kurzen Lauf, ſo nimm zu hoͤherm Gluͤck mich auf. Vorſehung oder Erhaltung und Regierung der Welt. Mel. Nun danket Alle Gott 54 Nichts iſt von unge⸗ faͤhr! Ein großer Gott regieret, ein Gott, der ſeine Welt mit reichem Se⸗ gen zieret. Auch was uns Zufall heißt, iſt, eh es noch geſchieht, in ſeinem Plan be⸗ ſtimmt, und einer Kette Glied. 2. Er ſah vor aller Zeit, was kuͤnftig werden ſollte, und nichts iſt, nichts wird ſeyn, als was ſein Rathſchluß wollte; und Alles, was er will, iſt weiſe, recht und gut. O wohl mir, daß mein Gluͤck in Gottes Haͤnden ruht! 3. Wie duͤrft' ich mißver⸗ gnuͤgt in meinem Stande le⸗ ben? Kann jemals boͤſe ſeyn, was Gott mir pflegt zu ge⸗ ben? Der Thor nur klagt und murrt, und laͤſtert Got⸗ tes Rath; er hat nicht, was er will, und will nicht, was er hat. 4. Wer wahre Weisheit liebt, der liebt auch den Ge⸗ danken: Mein Heil, mein Fels iſt Gott, und wenn auch Welten wanken! Ich ſollte, was ich bin, nicht etwas anders ſeyn, und mein be⸗ 35 ſonders Loos ſtimmt mit dem Ganzen ein. 5. Mein Unmuth aͤndert nie die Ordnung aller Dinge. Ich quaͤle nur mich ſelbſt, wenn ich die Haͤnde ringe. Doch folg ich meinem Gott, ſo lindert ſich mein Schmerz; denn, was mich elend macht, iſt immer nur mein Herz. 6. Wie thoͤrigt wuͤrd' ich ſeyn, wenn ich begehren woll⸗ te, daß alles Ungemach nur mich verſchonen ſollte! Mein Vater liebt auch mich, und miſcht mit Freundlichkeit in ſeinen Segenskelch des Lei⸗ dens Bitterkeit. 7. Im Leiden lern ich mich und meinen Gott erkennen, und mich mit edlem Sinn von falſchen Freuden tren⸗ nen. Wie kann mir ſchreck⸗ lich ſeyn, was mich voll— kommner macht? Mehr iſt die Tugend werth, als Sin⸗ nenluſt und Pracht. 8. Die Tugend wird bald ſchwach im Schooße niedrer Freuden, und ſtark erſchei⸗ net ſie, umringt von ſtillen Leiden. Sie ſtrahlt am goͤtt⸗ lichſten aus tiefer Dunkel⸗ heit; da leuchtet ſie der Welt, und uͤberlebt die Zeit. 9. Hinweg mit bloͤder Furcht! Der Herr will mich regieren, mich auch auf rau⸗ her Bahn zu meinem Ziele fuͤhren. Hier bin ich, Herr, mein Gott! O ſtehe du mir bei, daß ſelbſt in Noth und C2 Tod W 36 b Werke und Wohlthaten Gottes. Tod mein Herz dir folgſam ſei! In eigener Melodie. BE Cxnallen meinen Tha⸗ e* ₰ ten laß ich den Hoͤchſten rathen, der Alles kann und hat. Er muß in allen Dingen, ſoll's anders wohl gelingen, mein Helfer ſeyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein ban⸗ ges Sorgen vom Abend bis zum Morgen, nichts meine Ungeduld. Er mags mit meinen Sachen nach ſeinem Willen machen; ich traue ſeiner Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts ge⸗ ſchehen, als was ſein Rath erſehen, und mir fuͤr heil⸗ ſam haͤlt. Mit dem, was Gott beſchieden, bin ich, ſein Kind, zufrieden: mir geh' es, wie es ihm gefaͤllt. 4. Ich traue ſeiner Gnade, die mich auf meinem Pfade vor allem Uebel ſchuͤtzt. Leb ich nach ſeinen Saͤtzen, ſo wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nuͤtzt. 5. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Mor⸗ gen wieder zu meines Lebens Pflicht; irr' ich auf finſtern Wegen, geh ich dem Leid entgegen: ſo ſei ſein Wort mir Troſt und Licht. 6. Was uͤber mich beſchloſ⸗ ſen, dem will ich unverdroſ⸗ ſen, getroſt entgegen gehn. Kein Unfall unter allen ſoll je zu hart mir fallen; ich will ihn maͤnnlich uͤberſtehn. 7. Ihm hab ich mich er⸗ geben, zu ſterben und zu leben, wie es ſein Wink ge⸗ beut. Sei mir mein End' verborgen, komm es deut oder morgen, er weiß dazu die beſte Zeit. 8. So ſei nun, Seele, ſtille, dich leitet deſſen Wille, der dich erſchaffen hat. Es gehe, wie es gehe! Dein Vater in der Hoͤhe, der weiß zu allen Sachen Rath. Mel. (ir, unſer Gott, iſt 56 O niemand gleich im Himmel und auf Erden. Du biſt der Hoͤchſte und dein Reich kann nie begriffen wer⸗ den. Unendlich iſt die Maje⸗ ſtaͤt, die uͤber Alle dich er— hoͤht, die Kron und Zepter tragen. 2. Wie weit erſtreckt ſich dein Gebiet! Wo iſt der, der es meſſe? Wohin auch nur mein Auge ſieht, da ſeh ich deine Groͤße. Weit, uͤber alle Himmel weit geht dei— nes Reiches Herrlichkeit. Du herrſcheſt uͤber Alles. 3. Du herrſcheſt weislich, recht und gut, nach heiligen Geſetzen. Du willſt auch dei— ner treuen Hut das Kleinſte wuͤrdig ſchaͤtzen. Auf Alles geht dein Augenmerk, und immer iſt's dein liebſtes Werk, Es iſt das Heil uns ſeh; auch mich 1 2 ſöhnet. 57 2 V dr groß 5 * ahu ſgien, iun a und, Jhinen, Gott! füteſl Und u drden weck e ee Nuns regieriſte ſe ſchwacher ln. bete dich ir demn ſieh auf mich mit? t 5 Ich bin ver z fählervoll, bin a — eendwegenichtſtei ſeeich ſol,, bin tug tn traͤge. Doch N di, und voll hu ce den Neuenden d Dum hoff ich wa. 6. I. hofem i der vertritt, de mt gegeben. Mufa; her fir mih mir Recht zum 1 Todmacht nich na frei, ob ich der 1 J Hart ewigl T nen Ruhm nité erſehen. Dir din Eigenthum tu Dienſt ergr. hhai ich bi nah deinen he, ſem he⸗ g dnd digen 2 V del d igener 1 Sdttes. 1 nun, Seele, ſti Ideſſen Wille, de =fen hat. Es gih She! Doſn. — e Dein Yau — ze, der weiß 1 en Rath. 3 iit das Heil uns —r, unſer Gott, iſ — iemand gleig e und auf Erden. * Hoͤchſte und den — nie begriffen wer⸗ lich iſt die Mae ber Alle dich er =Kron und zZepta weit erſtreckt ſih t! Wo iſt de, niſe? Wohin auch uge ſieht, da ſah roͤße. Weit, üͤber mel weit geht die . Herrlichkeit. A Aber Alles. —8 dein liebſte Wer Vorſehung. b 37 Werk, zu ſegnen, zu begluͤ⸗ cken. 4. Wohl uns, das du das Regiment, Gott! uͤber Alles fuͤhreſt! Und wohl dem, der den Zweck erkennt, dazu du uns regiereſt! Ich, dein ſo ſchwacher Unterthan, ich bete dich in Demuth an. O ſieh auf mich mit Gnade. 5. Ich bin verderbt und fehlervoll, bin auf dem Tu⸗ gendwege nicht ſtets ſo eifrig, wie ich ſoll, bin oft zum Gu⸗ ten traͤge. Doch du biſt gnaͤ⸗ dig, und voll Huld vergiebſt dem Reuenden die Schuld. Drum hoff ich auf Verge⸗ bung. 6. Ich hoffe, weil mich der vertritt, den du fuͤr mich gegeben. Mein Jeſus, wel⸗ cher fuͤr mich litt, erwarb mir Recht zum Leben. Sein Tod macht mich vom Zweifel frei, ob ich der Gnade faͤhig ſey; auch mich hat er ver⸗ ſoͤhnet. 7. Herr! ewig will ich dei⸗ nen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienſt ergeben. Mit Luſt will ich bis in den Tod nach deinem heiligen Gebot, durch deinen Beiſtand wan⸗ deln. In eigener Melodie. , ommt, kommt, den 2 4 K Herrn zu preiſen, der groß von Rath iſt, groß von That, den Guͤtigſten, den Weiſen, der keinen ſei⸗ nes Gleichen hat. Der Herr thut große Werke. Wer beu⸗ get ſeine Kraft? Wer ſeines Armes Staͤrke, die alles Gute ſchafft? Er dehnet, gleich Gezelten, den weiten Himmel aus; er ſpricht, ſo gehen Welten aus ihrem Nichts heraus. 2. Er will und Sonnen flammen; auch draͤngt das Waſſer, wenn er ſpricht, in Wolken ſich zuſammen, und ihre Schlaͤuche reiſſen nicht. Er ruft den Unge⸗ wittern, das Meer wird un⸗ geſtuͤmm, des Himmels Saͤu⸗ len zittern, die Erde bebt vor ihm. Er will und Blitze zuͤnden, daß Staͤdte flam⸗ mend ſtehn. Er winkt und droht den Winden, ſchnell wird ſein Himmel ſchoͤn. 3. Er, er gebeut den Wel⸗ len: bis hierher! Ihm gehorchen ſie. Er legt in Felſen Quellen; ſie rieſeln und verſiegen nie. Er fuͤllet Wuͤſteneien mit ſeinen Wun⸗ dern an; heißt Thiere da ſich freuen, wo kein Menſch woh⸗ nen kann. Wer kann die Sterne fuͤhren? Wer kann, als er allein, der Dinge Lauf regieren, zerſtoͤren und er⸗ neu'n? 4. Herr! dein iſt alle Staͤr⸗ ke, und alle Huͤlfe, Gott! iſt dein. Das preiſen deine Werke, die deiner Allmacht ſich 3 38 Werke und Wohlthaten Gottes. ſich erfreu'n. Auch wir er⸗ freu'n uns ihrer: ihr Lob ſei unſre Pflicht! O Vater, o Regierer, wen haͤlt, wen ſchuͤtzt ſie nicht? Du lebſt, du wirkſt in Allen; wir le⸗ ben nur in dir. Erhalter, wer kann fallen? Dir, dir vertrauen wir. Mel. Von Gott will ich, oder: Zeuch ein zu deinen Thoren. 58 Gon,, der zu allen 9 Enden viel große Wunder thut! Du biſt's, in deſſen Händen mein ganzes Schickſal ruht; haſt in der Pruͤfungszeit mir jeden mei⸗ ner Tage, mein Gluͤck und meine Plage beſtimmt von Ewigkeit. 2. Da ich noch tief ver⸗ borgen im Mutterleibe lag, wacht' uͤber mich dein Sor⸗ gen. Ach! Vater, wie ver⸗ mag mein duͤrftiger Ver⸗ ſtand das Gute zu erheben, das du in meinem Leben mir huldreich zugewandt? 3. Druͤckt mich auf mei⸗ nen Wegen gleich manche Laſt und Muͤh', ſo fuͤhrt auch ſie zum Segen, und du verſuͤſ⸗ ſeſt ſie. Du bleibeſt mitleids⸗ voll; hilfſt liebreich deinen Kindern ſie tragen und ver⸗ mindern; befoͤrderſt ſtets ihr Wohl. 4. Stets hat in meinem Leben mir dieſes Troſtes Licht von neuem Kraft gegeben und frohe Zuverſicht. Wenn ich bekuͤmmert war, ſo ſeufzt' ich und war ſtille, und dein ſtets guter Wille entriß mich der Gefahr. 5. Dein Name ſei geprie⸗ ſen, der jederzeit an mir ſo herrlich ſich erwieſen! Mein Herz und Mund ſoll dir, du Retter aus Gefahr! mein ſchuldig Opfer bringen, von deiner Guͤte ſingen jetzund und immerdar. 6. Du haſt mir wohl ge⸗ rathen und lauter Guts ge⸗ than, daß deiner Liebe Tha⸗ ten ich nicht ausſprechen kann. Hilf, Vater! daß ich dort verklaͤrt und ganz vollkommen, mit allen dei⸗ nen Frommen, dir danke fort und fort. Mel. Wer nur den lieben Gott 59 Firwahr, du biſt, o ?) Gott! verborgen, dein Rath bleibt fuͤr uns wunderbar. Umſonſt ſind alle unſre Sorgen; du ſorg⸗ teſt, eh' die Welt noch war, fuͤr unſer Wohl ſchon vaͤter⸗ lich. Dies ſey genug zum Troſt fuͤr mich. 2. Dein Weg iſt zwar in Finſterniſſen vor unſern Au⸗ gen oft verſteckt; doch, wenn wir erſt den Ausgang wiſſen, wird uns die ÜUrſach' auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns ſo dunkeln Weg gewaͤhlt. 3. Nie ſind die Tiefen zu ergruͤnden von deiner Weii⸗ eit eLernunft Aus Finſte udnütt; dirle fis unſte Dſi 4 Drum wilt kerlaſen nit 2 ich hab⸗ und bin un iic auc niht d 2 ſo au ich dr Sinn. Der Aus r nir endlich klarn dein Rath vol(2 5, Gib, daß* Vertrauen mehrin und Unglück, n ed; denn Aler deiner Ehreund nfe Segieit, und an. volkommen diemg deiner ewig m M. Vaun ſ 2 GSs en. iſtgut; was er* Lied und Güte. 1 in alen Sachen Nath wie von noßl zu macher 9. Veides, Eug Nuloreſſenſeine e uh muͤſſe n. Sony' unten in der— Rind zwegt, a B mir wohl ge⸗ V auter Guts ge einer Liehe Tha⸗ Aht ausſprechen 12. Vater! daß S laͤrt und ganz — miit allen dei⸗ Nen, dir danke ft. r den lieben Got b — Yahr, du biſt, ooett! verborgen, Scbleibt fuͤr un 22 Umſonſt ſind — rgen; du ſorg — Welt noch wan, —hl ſchon vaͤter 115 genug zun ich. Deg iſt zwar in ¹ vor unſern Au — ckt; doch, wem — usgang wiſſen, e Ürſach' auh um dein Rath, Ifehlt, den unz Je gewaͤhlt. V and die Tiefen iu n deiner Weid⸗ heit Vorſehung. 939 heit, deiner Macht; du kannſt viel tauſend Wege finden, wo die Vernunft ſie nie ge⸗ dacht. Aus Finſterniß bringſt du das Licht; dir folgen, ſei ſtets unſre Pflicht. 4. Drum will ich mich dir uͤberlaſſen mit Allem, was ich hab' und bin: und kann ich auch nicht Alles faſſen, ſo trau ich dir mit frohem Sinn. Der Ausgang macht mir endlich klar, daß ſtets dein Rath voll Guͤte war. 5. Gib, daß dieß mein Vertrauen mehre in Gluͤck und Ungluͤck, Freud' und Leid; denn Alles wirkt zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit, und einſt preiſ' ich vollkommen dich, und freue deiner ewig mich. Mel, Warum ſollt' ich mich ei zufrieden, mein 60 S Gemuͤthe! Gott iſt gut; was er thut, iſt voll Lieb' und Guͤte. Er nur weiß in allen Sachen, groß von Rath, wie von That, Alles wohl zu machen. 2. Beides, Erd' und Him— mel, preiſen ſeine Macht; Tag und Nacht muͤſſen ſie bewei⸗ ſen. Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, was ſich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die Werke ſeiner Haͤnde, Menſch und Thier melden dir ſeinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch ſo Klei⸗ nes nennen, Gras und Laub, ſelbſt der Staub, gibt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gruͤnden, in der Hoͤh', in der See, oder ſonſt zu fin⸗ den, ruͤhmt die Weisheit ſei⸗ ner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preiſen ſeine Staͤrke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? Wie ſo gar wunderbar gab er mir das Leben! Was ich hab', iſt ſein Geſchenke, auch der Geiſt, der ihn preiſt, mit dem ich ihn denke. 6. Wie mich ſein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Acht, das zeigt jeder Morgen. Ja, kein Au⸗ genblick verſchwindet, der mich nicht, Gott, mein Licht! dir zum Dank verbindet. 7. Setzten mir des Kreu⸗ zes Plagen heftig zu, ſo halfſt du, o mein Gott! ſie tragen. War kaum noch Geduld vor⸗ handen, deine Kraft hat ge⸗ ſchafft, daß ich uͤberſtanden. 8. Nun, mein Herz! das hat ſchon lange Gott gethan; denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlaſſen. Es geſchieht wahr⸗ lich nicht; er kann dich nicht haſſen. 9. Drum ergib dich ſei⸗ nem Willen, heiße gut, was er thut, er wirds auch er⸗ fuͤllen. Denn er iſt in allen Sachen groß von Rath, wie von 40 Werke und Wohlthaten Gottes. von That; er, er wird's wohl machen. In eigener Melodie. 3 lles iſt an deinem 61 2 Segen, großer Gott, allein gelegen; du biſt unſer hoͤchſtes Gut. Ueber Al⸗ les hoch dich ſchaͤtzen, und auf dich Vertrauen ſetzen, gibt allein getroſten Muth. 2. Du, der mich bisher ernaͤhrte, manche Freude mir gewaͤhrte, biſt und bleibeſt ewig mein. Du, mein Schoͤ⸗ pfer undRegierer, wirſt mein Helfer und mein Fuͤhrer durch mein ganzes Leben ſeyn. 3. Sollt’ ich aͤngſtlich mich um Sachen, die nur Sorg' und Unruh machen, nur um eitles Gluͤck bemuͤhn? Nein, Wich will nach Guͤtern ſtreben, die mir wahre Ruhe geben, und im Tode nicht entfliehn. c4. Auch die Hoffnung kann erquicken: was mir gut iſt, wirrſt du ſchicken: du biſt Herr 1 2 der ganzen Welt. Dir will ich mich froh ergeben; Gluͤck und Ungluͤck, Tod und Le⸗ ben, Alles ſei dir heimgeſtellt. 5. Iſt mein Wunſch nach deinem Willen, o ſo wirſt du ihn erfuͤllen, und gewiß zu hrechter Zeit. Dir hab ich nichts vorzuſchreiben; wie du willſt; ſo ſoll es bleiben; wmas du wilſſt, iſt Seligkeit. 6. Soll ich hier noch laͤn⸗ ger leben, o ſo wollſt du Kraft mir geben, daß ich ſtets dir folgſam ſei. Alles Irdiſche vergehet: nur die Froͤmmigkeit beſtehet und ſie macht mich ſorgenfrei. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten ott ſorgt fuͤr uns. 62 G Oſingt ihm Dank, ihr Chriſten ſingt ihm gern! Vom Aufgang bis zum Nie⸗ dergang traͤgt uns die Huld des Herrn. 2. Vom Menſchen bis zum kleinſten Wurm reicht ſeine Gnad' und Macht; im Son⸗ nenſchein, ſo wie im Sturm, iſt er auf Heil bedacht. 3. Mit frohgeruͤhrter See⸗ le bringt ein Herz voll Dank ihm dar. Die Aehre, die vom Segen ſinkt, iſt ſein; Gott kroͤnt das Jahr. 4. Ja, Hoͤchſter! wir ver⸗ ehren dich mit kindlich fro⸗ hem Dank; du naͤhrſt uns und gibſt vaͤterlich auch mehr als Speiſ' und Trank. 5. Fried und Geſundheit, Kraft, Gedeihn zu unſrer Haͤnde Fleiß, auch das gibſt du, und dir allein gebuͤhrt dafuͤr der Preiß. 6. Laß deines Segens Ue⸗ berfluß uns nun auch nuͤtz⸗ lich ſeyn, und hilf uns, daß wir beim Genuß uns deſſen maͤßig freun 7. Vermehr' in uns die Zuverſicht, dir ewig zu ver⸗ trau'n, bis wir dereinſt in deinem Licht des Glaubens Aernte ſchaun. Mel. Mll* V 5 dott, das 9 7S Nne fil und ſpär 17 din Segen, G don dir erfullee —— — teit ird Jahres Zein * Koch ifnf e .. de Hand, Har. 2 gethau; du ſegt fülſt das Land 1 d Gitern an. 3. Von deine Hächſter träͤuft(? Fruchtbarkeit; di r auf und bluͤht mu ſittigt und erfn. 4. Von dir g. der Baum, wentan ten ſacht, im um⸗ Zweigen Raumie und auch Frut 5. Vie froößlat. de Flur! es I mer gleich, der gi a and die Ratur ſran lic reich. b. Ven fr Euniing au? d gt, ſo tru, düterlich, wie 8 Herr! oh. 4 4 b danter's auch, 5 ſorgt fuͤr uns. ſingt ihm Dank ingt ihm gern! — g bis zum Nie⸗ — uns die Huld Senſchen bis zum — m reicht ſeine acht; im Son⸗ vie im Sturm, * bedacht. Azeruͤhrter See⸗ M herz voll dank —e Achre, die Finkt, iſt ſein; 18 Jahr. jſter! wir ver⸗ t kindlich fro⸗ du naͤhrſt uns rlich auch mehr ud Trank. d Geſundheik, Sihn zu unſrer auch das gibſt lein gebuͤhrt iß. 85. s Segens lle⸗ un auch nutz⸗ hilf uns, daß uß uns deſſen 1 7 in uns die — ewig zu ver⸗ r dereinſt in — es Glaubens 2 Yel Vorſehung. 41 Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten, oder: Mein Gott, das Herz ich bringe 63 Nohier urdenlih des Jahres Zeiten ab, und fruͤh und ſpaͤt ergießet ſich dein Segen, Gott, herab. 2. Noch oͤffneſt du die mil⸗ de Hand, Herr! wie du ſtets gethan; du ſegneſt und du fuͤllſt das Land mit deinen Guͤtern an. 3. Von deinem Himmel, Hoͤchſter! traͤuft Gedeihn und Fruchtbarkeit; die Saat geht auf und bluͤht und reift und ſaͤttigt und erfreut. 4. Von dir geſegnet gibt der Baum, wenn einer Schat⸗ ten ſucht, ihm unter ſeinen Zweigen Raum, Erfriſchung, und auch Frucht. 5. Wie froͤhlich laͤchelt je⸗ de Flur! es fließt, ſich im— mer gleich, der Freude Quell und die Natur iſt unerſchoͤpf⸗ lich reich. 6. Wem ſtroͤmt ſie nicht, von dir erfuͤllt, Luſt und Erquickung zu? Wer iſt ſo gut, ſo treu, ſo mild, ſo vaͤterlich, wie du? 7. Herr! ohne dich ver⸗ gingen wir, und wir ver⸗ dienten's auch, und dennoch leben wir in dir, beſeelt durch deinen Hauch. 8. Nicht einem mangelt deine Huld, wem ſtrahlet nicht dein Licht? Mit wel⸗ cher Langmuth und Geduld verſchonſt du unſrer nicht! 9. O betet, Menſchen, betet an! Erwaͤgt's, und den⸗ ket nun: was hat Gott ſchon an uns gethan? was will er nicht noch thun? Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe Hein Auge ſieht, Lo Gott, nach dir, von deinem Throne hilf du mir; mein Heil koͤmmt nur von deiner Macht, die dieſe Welt hervorgebracht. 2. Getroſt, mein Herz! Mein treuer Hirt ſchafft, daß mein Fuß nicht gleiten wird; der mich behuͤtet, ſchlummert nicht; in Finſter⸗ niß iſt er mein Licht. 3. Kein Uebel ſei mir fuͤrchterlich; denn Gottes Rechte ſchuͤtzet mich. Durch ſeine treue Vaterhand wird, was mir ſchadet, abgewandt. 4. Sein Schutz gewaͤhrt mir Sicherheit, ſein Troſt fuͤllt mich mit Freudigkeit. Er leitet mich auf ebner Bahn, und nimmt mich einſt zu Ehren an. 5. Herr! ſegne und behuͤte mich! Du biſt mein Heil: ich hoff' auf dich. Dein Segen folg' aus dieſer Zeit hinuͤber mir zur Ewigkeit! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 65(zott! deine weiſe 0 G Macht erhaͤlt die ganze lebenvolle Welt, und Aller Augen freuen ſich, und warten 3 “ 1 B B Werke und Wohlthaten Gottes. warten hoffnungsvoll auf Erde zeugt und naͤhrt, gleicht dich, auf dich, der du ſte Alle liebſt, und Allen ihre Speiſe gibſt. 2. Du oͤffneſt deine Hand, ſo fließt herab, was jedem noͤthig iſt; mit Wohlgefallen ſaͤttigt ſie dein Aufſehn, und verſaͤumt ſie nie. Nie ſind Geſchoͤpfe deiner Hand dir unwerth oder unbekannt. 3. Auch mir gabſt du, mein Gott und Heil! noch taͤglich mein beſchieden Theil, gabſt mir's mit Huld und Freundlichkeit, ſo lang ich bin, zu rechter Zeit. Kein Vater ſorgt ſo vaͤterlich fuͤr ſeinen Sohn, als du fuͤr mich. 4. Ich bin's gewiß, du kannſt mich nicht verlaſſen, meine Zuverſicht! Ich bin's gewiß, du thuſt mir wohl, ſo lang ich hier noch leben ſoll. Nicht Ueberfluß bitt' ich von dir; was ich bedarf, das gibſt du mir. 5. Der Vogel bauet nicht das Land: du naͤhrſt ihn doch mit milder Hand. Du ſchmuͤckſt die Blume koͤnig⸗ lich, die nicht zur Arbeit eilt, wie ich. Vergiß es, meine Seele, nie, weit mehr bin ich vor Gott, als ſie. 6. Mich ſchufſt du nicht fuͤr dieſe Zeit, mein Ziel iſt in der Ewigkeit. Du gabſt mir Weisheit und Verſtand, und machteſt ſelbſt dich mir bekannt. Nichts, was die mir an Hoheit und an Werth. 7. Von dir, der das an mir gethan, werd ich auch Speiſ' und Trank empfah'n. Selbſt dem, der dich mit Suͤnden ſchmaͤht, gibſt du ſie ohne ſein Gebet; und fleht⸗ ich nicht darum zu dir, ge⸗ waͤhrteſt du ſie dennoch mir. 8. Laß du mich nur genuͤg⸗ ſam ſeyn, und deiner Gaben mich erfreun, mehr aber Deiner, der du dich ſo freund⸗ lich zeigeſt gegen mich, der du des Lebens Quelle biſt, aus welcher alle Wohlfahrt fließt. 9. Bei deiner Gaben Ue⸗ berfluß erhalt mich maͤßig im Genuß; bewahr mich in der Duͤrftigkeit vor Schmach und Unzufriedenheit. Du naͤhrſt mich immer; Preis und Dank bring ich dir, Gott, mein Lebenlang. Mel. Jeſus, meines Lebens Leben 66 Beſter, weiſeſterRe⸗ 1) Hα gierer! Aller Wel⸗ ten Preis ſei dir! Dir, auch meines Lebens Fuͤhrer, ſei auch ewig Preis von mir! Unter allen Millionen, die dein weites Reich bewohnen, ſiehſt du huldreich auch auf mich, und verſorgſt mich vaͤterlich. 2. Kann ich dich genug er⸗ heben? Du, der Alles werden heißt, gabſt mir mit des Leibes Leben auch die Seele, die de h preſt. Gaker deiner gt ſaunenden ſ ſch ſelbſt F inn, ai en? 9 ih an.. 4 3 Auf der I ge Srife ſellt, 3 deine Hand, we wer deinen Nu gurte, frih ver i unendlichem Erttm du mich mi Bon n der Kindheit ſru⸗ 9 wie preiſ ir! 4. Tiglich wf n e; deine Wog wich. Was icho ich ſahe, zeigtüm⸗ ter! dich. 1 mit neuem Segtan gen nir entgeg je nir heilſam en deine hand mig 2 5. Wie ſo vie ge ſcenkte deir h Sendteſt dautrm. vſo iam auch 42 lndun ſijldee te nir, ſeit i un deine 82 nh? Nein, zu herr h 6 Sollpi itraden 47 zebet zund ſlehb um zu dir, ge⸗ ₰e dennoch mir. iich nur genig — d deiner Gaben -4, mehr aber V dich ſo freund⸗ gen mich, det Bns Quelle bit, V * alle Wohlfahrt =ur Gaben le⸗ t wich maͤßig ewahr mich in =tt vor Schmach medenheit. Du Mimmer; Prei — ring ich di ebenlang. ines Lebens Lebn D r, weiſeſtergie merer! Aller Wel ir! Dir, auch =s Fuͤhrer, ſä reis von mir! ra Millionen, die eeich bewohneln, reich auch auf zeerſorgſt mih dich genuger⸗ er Alles werden — mir mit des auch die Seele, die Vorſehung. b 43 die dich preiſt. Ich, ein Wunder deiner Guͤte, ſeh' mit ſtaunendem Gemuͤthe, das ſich ſelbſt nicht faſſen kann, als ein Bild von dir mich an. 3. Auf der Menſchheit ho⸗ he Stufe ſtellte, Herr! mich deine Hand, wo den Schall von deinem Rufe fruͤh ich hoͤrte, fruͤh verſtand. Aus unendlichem Erbarmen zogſt du mich mit Vaterarmen in der Kindheit ſchon zu dir. O wie preiſ' ich dich da⸗ uͤr! 4. Taͤglich wareſt du mir nahe; deine Weisheit lehrte mich. Was ich hoͤrte, was ich ſahe, zeigte mir, o Va⸗ ter! dich. Ja, du kamſt mit neuem Segen jeden Mor⸗ gen mir entgegen. Was nur je mir heilſam war, reichte deine Hand mir dar. 5. Wie ſo viele frohe Ta⸗ ge ſchenkte deine Guͤte mir! Sandteſt du auch eine Plage, o ſo kam auch Troſt mit ihr. Und wer zaͤhlt die Guͤter alle, die mir, ſeit ich hier ſchon walle, deine Vaterhuld ver⸗ lieh? Nein, zu zaͤhlen ſind ſie nie. ¹ 6. Sollt' ich dir denn nicht mit Freuden dankbar und er⸗ Die vorzuͤglichſten Geſchoͤpfe. Engel und Geiſter. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 67 Gett⸗ deine Guͤte, Pracht, und in den tiefſten deine Macht kann Schluͤnden: und noch begreif be b geben ſeyn? Sollt' ich zagen⸗ wenn mir Leiden widerfahren oder draͤun? Nein, o Herr! dich laß ich walten, du, du wirſt mich aufrecht halten. Sende Wonne,ſende Schmerz, dankvoll nimmt's von dir mein Herz. 7. Floͤhn mich auch die beſten Freunde, fehlt auch andre Freude mir, waͤren viel auch meine Feinde; den⸗ noch bleib ich ſtets an dir,f dennoch will ich nicht ver⸗ zagen, will aufs Ziel von meinen Tagen, auf die beßre Zukunft ſchaun, und von Herzen dir vertraun. 8. Beſſer noch, als ſelbſt das Leben, iſt, o Vater! deine Huld. Was mir nuͤtzt, wird ſie mir geben, und mich tragen mit Geduld. Laß mich nur, du Allerbeßter! immer inniger und feſter hier mit dir vereinigt ſeyn, dei⸗s ner Gnade mich zu frau. 9. O der ſeligen Verbin⸗ dung, Allerguͤtigſter, mit dir! Gib, o Vater, ſtets Empfindung deiner Vater⸗ liebe mir! Mache du mich immer reiner, daß mein Herz auch einſt noch deiner ſich in deinem Reiche freu, und in dir ganz ſelig ſey. nie ein Menſch ergruͤnden Sie zeigt ſich in der Erde aA4 bei aller Muͤh', der groͤſte Weiſe niemals ſie. 2. Du bildeteſt im Stu⸗ fengang, uns deiner zu er⸗ freuen, durch Ordnung und Zuſammenhang der Weſen lange Reihen; vom Menſchen bis zum Thier und Baum iſt nirgends leerer Zwiſchen⸗ raum. 3. Auch Engel, deren Geiſterblick kein ſchwaches Licht begrenzet, und denen hohes Himmelsgluͤck im rei⸗ chen Maaße glaͤnzet, ſchufſt du, o Gott, Unendlicher; der Weſen Vater und ihr Herr! 4. Fern von dem Hang zur Sinnlichkeit, die uns ſo oft entehret, vom Blendwerk jedes Wahns befreit, der die Vernunft bethoͤret, voll Kraft zu jeder guten That, betre⸗ ten ſie der Tugend Pfad. 5. Voll Eifer und voll Thaͤtigkeit ſucht jeder deinen Willen, und was dein hoher Wink gebeut, gehorſam zu erfuͤllen, und preiſt in lauten Jubeln gern dich, ſeinen Vater, ſeinen Herrn. 6. Auch Menſchengluͤck und Menſchenheil vermehret ihre Freuden, froh nimmt an ih⸗ nen jeder Theil, er wird ſie nie beneiden; wird, wenn der Suͤnder Reue weint, und Tugend liebt, des Suͤnders Freund. 7. Gott, laß mich, dei⸗ nen Engeln gleich, mit reinen, Werke und Wohlthaten Gottes. frommen Trieben, wie ſie, an Tugendfruͤchten reich, dich, und die Bruͤder lieben, ſo werd ich einſt ganz engel⸗ rein mich deiner, o mein Vater, freun. Mel. Vom Himmel kam der 2 Aer zaͤhlt, Unend⸗ 68 2 8 licher, die Reih'n der Weſen, die ſich deiner freu'n, hinauf zu dir, als Vater ſehn, aus allen Wel⸗ ten zu dir flehn? 2. Unzaͤhlbar iſt der See⸗ len Schaar, die einſt an Staub gefeſſelt war, nun losgebunden, dieſe Welt nicht mehr in ihren Schran⸗ ken haͤlt. 3. Unzaͤhlbar iſt der See⸗ len Schaar, die unbegreif⸗ lich wunderbar du noch zur Erde ſenden wirſt, und durch den Tod zum Leben fuͤhrſt. 4. Auf dieſem Erdball nicht allein ſind Weſen, die ſich deiner freun, hinauf zu dir als Vater ſehn, dir jauch⸗ zen, betend dich erhoͤhn. 5. Ein ungezaͤhltes Gei⸗ ſterheer riefſt du ins Leben, Gutigſter! Dein Reich iſt unermeßlich groß, iſt, Aller⸗ hoͤchſter! grenzenlos. 6. Wann einſt auf deinen Wink mein Geiſt ſich ſeinen Feſſeln auch entreißt, miſch ich in eure ſebgen Reihn, mich, Mitanbeter Gottes, ein. 7. Entzuͤckt vernimmt mein ſchaͤrfres Ohr das hoͤh're Lied im arſhwiſert ſd vann wir unſ= übergeden dei a lald indeinemeat Mellen wir aus. inzu deiner Ela. ſimücken, g in bikerchot, Sul frebt un ni, wann ſit= ft, den La nachtsruf auch ger Huͤlle hier 8 ſerblichketdu M M Ale Nr 0 Wue ewig, Gett, L ewig deiner uuße 2. Wir, zuant nommen, h nen voll Lertrau ſie mit alen en ne Herrlichken 8 Fleiche Hohet kes. ebe 2 crenve rüder i ieben, pun ei gel⸗ 1„ 0 mein himmel kam der — zaͤhlt, Unend, ber degr — die ſich deiner hau dir, als — uns allen hn? Ve⸗ ar iſt der See⸗ die einſt an ralt war, nun —n dieſe Welt ihren Schran⸗ r iſt der See⸗ die unbegreif⸗ ar du noch zur E irſt, und durch eeben fuͤhrſt. — u Erdhall nicht S eſen, die ſich ₰ hinauf zu dir Sun, dir jauch⸗ ich erhoͤhn. Aezaͤhltes Gei⸗ FI du ins Leben, hein Reich iſt eoß, iſt, Aller⸗ — zenlos. anſt auf deinen eiſt ſich ſeinen Antreißt, miſch en Reihn, mich, ottes, ein. ernimmt mein as hoßredin 67— reic, im Geiſterchor, und meine Srele ſtrebt und ringt euch nach, wann ſie dem Vater ſingt; 8. Dem Vater, deſſen All⸗ machtsruf auch ſie mit euch verſchwiſtert ſchuf, nur mei⸗ ner Huͤlle Hier ein Grab, Un⸗ ſterblichkeit dem Geiſte gab. Mel. All Menſchen müſſen ann wir unſern 69 2 B Lauf vollenden, wann wir unſre Seele nun uͤbergeben deinen Haͤnden, bald in deinem Schooße ruhn: eilen wir aus allen Leiden hin zu deiner Engel Freuden, ewig, Gott, bei dir zu ſeyn, ewig deiner uns zu freun. 2. Wir, zu Gnaden ange⸗ nommen, hoffen, Vater, voll Vertraun, auch wie ſie mit allen Frommen dei⸗ ne Herrlichkeit zu ſchaun. Gleiche Hoheit wird uns ſchmuͤcken, gleiche uns dann entzuͤcken: wir, erhoben in dein Reich, wer⸗ den deinen Engeln gleich. 3. Dieſes Heiles der Er⸗ loͤſten, dieſer Wonne, dich zu ſehn, duͤrfen wir im Tod uns troͤſten, wenn wir deine Wege gehn; wenn wir rin⸗ gen, ſchon auf Erden deinen Engeln gleich zu werden, ſtandhaft in der Heiligkeit, dir zu dienen ſtets bereit. 4. Wenn wir vor Begier⸗ de brennen, und, den Engeln gleich, uns freun, immer Wonn⸗ Vorſehung. 45 mehr dich zu erkennen, in⸗ mer heiliger zu ſeyn; wen wir huͤlfreich gern mi kanen unſern ſchwaͤchern Bruͤdern dienen, wenn ohn' allen Ei⸗ gennutz wir ihr Beiſtand ſind, ihr Schutz. 5. Welch ein Heil, Gott, ſchon auf Erden Engeln an Vollkommenheit immer aͤhn⸗ licher zu werden, aͤhnlich einſt an Seligkeit! Laß uns nicht in eitlen Traͤumen die⸗ ſes große Heil verſaͤumen; lehr' uns deine Wege gehn: einſt, wie ſie, dich auch zu ſehn. Der Menſch. Seine Wuͤr⸗ de und Vorzuͤge. Mel. Wer nur den lieben Gott 4 ein bin ich, Gott! 44* 9 D Dein iſt mein Le⸗ ben! Erfreulich iſt mein Ur⸗ ſprung mir! Du haſt das Daſeyn mir gegeben; mein ganzes Weſen kommt von dir. Du, Vater, riefſt mich aus dem Nichts zum frohen Anſchaun deines Lichts. 2. Du gabſt mir die ver⸗ nuͤnft'ge Seele; die nur ſo lang den Leib belebt, bis ſie, daß ihr kein Wohlſeyn fehle, dein Ruf zum hoͤhern Geiſt erhebt. Du gabſt Verſtand und Willen mir, Vernunft und Freiheit dank ich dir 3. Wenn ich auf meinen Koͤrper ſehe, den du ſo kunſt⸗ voll ausgeſchmuͤckt: ſo wird, o Vater in der Hoͤhe, mein Herz 21 ſeines Odems Hauch, mein — ——— —— — —— — —. DHeerz von Freude ganz ent⸗ uuͤckt. Ein jeder Sinn, ein jedes Glied erweckt zum Prei⸗ Wee mein Gemuͤth. 4. Ich bin nicht werth der großen Guͤte, die du, mein Gott, an mir gethan; voll Muͤhrung preiſt dich mein Gemuͤthe und betet dich in Demuth an. Dir will ich Herz und Leben weihn, und ſtets ein Freund der Tugend ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott Fs werde Gott von dir erhoben, du Geiſt! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes ſei⸗ ner Werke preiſt, ihn, der mich ſchuf, ſein Bild zu ſeyn und ſeiner Liebe mich zu freun? 2. Schoͤn iſt der ſonnen⸗ reiche Himmel, den er zu ſei⸗ nem Stuhle waͤhlt; doch iſt der ſonnenreiche Himmel gedankenlos und unbeſeelt: mir nur, dem Throne ſeiner Hand, gab er Gefuͤhl, gab er Verſtand. 3. Anmuthig, praͤchtig zum Entzuͤcken iſt ſeine ganze Koͤr⸗ perwelt. Wer zaͤhlt die Reize, die ſie ſchmuͤcken? Was ich nur ſehen kann, gefaͤllt; und dennoch kann ſie nicht, wie ſchoͤn, wie wundervoll ſie ſey, verſtehn. 4. Fuͤr Engel nur, und nur fuͤr Seelen, die Gott 46 Werke und Wohlthaten Gottes. zu ihrer Wuͤrd' erhob, ſind ſie ſo herrlich; ſie erzaͤhlen nur Geiſtern meines Schoͤ⸗ pfers Lob. O Seele jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiſte ſchuf. 5. Ich, Gott! kann den⸗ ken; ich gewinne, weil ich zu einem Geiſte ward, durch die Empfindung meiner Sin⸗ ne, Gedanken tauſendfacher Art. Auch ſtrebt ich, alle Gott zu weihn; wie ſelig koͤnnt ich hier ſchon ſeyn! 6. Ich kann ſie ſammeln, ſie verbinden; ſie trennen; wie es mir gefaͤllt, die Welt empfinden, mich empfinden, mich unterſcheiden von der Welt. Zu tauſend Thaten hab' ich Kraft; die gibt mir Gott, der Alles ſchafft. 7. Wie feurig duͤrſtet mei⸗ ne Seele nach Gluͤck und Luſt und Seligkeit! Nur daß ich oft betrogen waͤhle, was mich nach dem Genuſſe reut. Doch das iſt, Vater, meine Schuld, du ſchaffeſt, was du ſchaffſt, aus Huld. 8. Begabt mit wundervol⸗ len Sinnen, mit Freiheit, mit Vernunft von dir, ſollt' ich nur dich, Gott, liebge— winnen, dich nur, und was gebraͤche mir? Ach moͤgte meine Seele dein, mit allen ihren Kraͤften ſeyn! 9. Gott, meine Luſt ſei, dich zu kennen, dich, Urquell der Vollkommenheit; von deiner Liebe ganz zu brennen, das „e' uhm, † b dnsſnit iai Vinnſt d en ht, nich au. 8 ur ich, was! V 5 Eswerde Gr 1 eoben, du, ſeite Huuch, mein Geill anht meinen Laley ſedes ſeinr Ver, Shn, d nih ſi a Bid zu ſeyn, zu aich ihm zu weit A Git d 1n 2 O lacht! Dich ria ⸗ und Pſalter! A Tnnder deiner Acan Schopfet under ane ganzer Leib, erhr a ſein jeder Sinn e mir beweiſet dei 12 Haupr, Aur a Hen Nund undan in 1 di erhebe;, ſo lünglich ausge: V I Aden fein Gewu Glider ſagen u= 5 Gott, ein Ver ndeiner Veist) 1 D hitteſt lu nich ut w. be uu achagun e ſtmictg T 13hh, . chon ſeyn! = ſie ſammeln, — ſie trennen; faͤllt, die Welt mcch empfinden, ſiden von der zuſend Thaten die gibt mir — es ſchafft. =ig duͤrſtet mei⸗ — Gluͤck und Luſt I Nur daß ich — waͤhle, was „Genuſſe reut. Vater, meine uchaffeſt, was us Huld. aa iit wundervol⸗ mit Freiheit, P von dir, ſollte Gott, liebge⸗ Mnur, und was Ach moͤgte — ein, mit allen — ſeyn! dich, Urquell nz zu brennen, 13 das eine Luſt ſei⸗ muenheit; von Vorſehung. 47 das ſei mir Ruhm, und Se⸗ ligkeit! Nimmſt du zum Er⸗ ben, Gott, mich an; hab' ich nur dich, was fehlt mir dann? 10. Es werde Gott von dir erhoben, du, ſeines Odems Hauch, mein Geiſt! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes ſeiner Werke preiſt? Ihn, der mich ſchuf, ſein Bild zu ſeyn, zu lieben ihn, mich ihm zu weihn. Mel. Es iſt das Heil uns 72 5 ir, Gott, ſei Preiß und Dank ge⸗ bracht! Dich ruͤhme Harf' und Pſalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schoͤpfer und Erhalter! Mein ganzer Leib, erbaut von dir, ein jeder Sinn und Nerv an mir beweiſet deine Groͤße. 2. Haupt, Aug und Ohr, Herz, Mund und Hand, die ich zu dir erhebe; die Haut, ſo kuͤnſtlich ausgeſpannt, der Adern fein Gewebe und alle Glieder ſagen mir: ich ſei, o Gott, ein Werk von dir, und deiner Weisheit Spiegel. 3. O haͤtteſt du mein Au⸗ ge nicht ſo kuͤnſtlich zuberei⸗ tet, was nuͤtzte mir der Son⸗ ne Licht, der Glanz, den ſie verbreitet? dann ſaͤh' ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr, durch deine weiſe Macht die ganze Schoͤpfung ſchmuͤckteſt. 4. Ich jauchze, daß ich ſe⸗ hen kann und hoͤren und empfinden; froh bet' ich mei⸗ nen Schoͤpfer an; ihn uͤber⸗ all zu finden, in allen Wer⸗ ken, die er ſchuf, das iſt mein ſeligſter Beruf, mein Lobgeſang und Opfer. 5. Wer leitet meines Blu⸗ tes Lauf? Wer lenkt des Herzens Schlaͤge? Wer regt die Lung' und ſchwellt ſie auf, damit ich athmen moͤge; Gott iſt es, der dies Alles thut. Preis, Schoͤpfer, dir! Dir wallt mein Blut, mein Herz ſchlaͤgt dir, o Schoͤpfer! 6. Ja, dir ſei Lob und Dank gebracht! Dich ruͤh⸗ me Harf' und Pſalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schoͤpfer und Erhal⸗ ter! Gib, daß ich nie mich ſelbſt entweih', auf daß mein Herz ein Tempel ſey, in wel⸗ chem dein Geiſt wohnet. Mel. Mein erſt Geſchäft ſey 73 welch ein Gluͤck, ſeyn! Wer kann genug es preiſen? Laß des Berufs, ein Menſch zu ſeyn, Gott, wuͤrdig mich erweiſen! 2. Den Leib, die Sinne dank' ich dir; du gabſt mir auch die Seele, Verſtand, Vernunft, Gefuͤhl mit ihr, durch die ich denk und waͤhle. 3. Mich allen Weſen vor⸗ zuziehn, die auf der Erde leben, haſt du auch Freiheit mir ein Menſch zu 8 — 1 à8 mir verliehn, Gewiſſen mir gegeben. 4. Der Menſch nur iſt's, der reden kann, ſonſt kein Geſchoͤpf auf Erden; der Menſch nur ruft dich, Schoͤ⸗ pfer, an, kann Andrer Lehrer werden. 5. Ihn ſchufſt du zur Ge⸗ ſelligkeit, gabſt ihm ein Herz voll Triebe zum Mitgefuͤhl fuͤr Freud und Leid, zur Freundſchaft und zur Liebe. 6. Und dieſer Gaben Fuͤl⸗ le ſchafft mir unzaͤhlbare Freuden; gibt mir zu edlen Thaten Kraft und Ruh' und Troſt im Leiden. 7. Dich, meinen Gott, er⸗ kenn' ich hier in jedem deiner Werke. Du biſt, dieß find ich ſelbſt an mir, voll Weis⸗ heit, Guͤt' und Staͤrke. 8. Ich hoͤre deinen heil'⸗ gen Ruf; die Tugend iſt dein Wille! Du, deſſen Guͤte mich erſchuf, gib, daß ich ihn erfuͤlle! 9. Ich bin ein Menſch und darf vor dich getroſt und freudig treten, ich darf, du hoͤreſt liebreich mich, dich preiſen, zu dir beten. 10. Heil mir! o Heil der Zuverſicht, die ich im Staube habe; ich bin unſterblich! Gott, dein Licht erhellt die Nacht am Grabe! 11. O welch ein Gluͤck, ein Menſch zu ſeyn! Ich will es dankbar preiſen, und des Berufs, ein Menſch zu Werke und Wohlthaten Gottes. ſeyn, mich wuͤrdig ſtets er⸗ weiſen. Beſtimmung des Menſchen zur Gottaͤhnlichkeit. Mel. Nun dankbet alle Gott 74 llmaͤchtig großer Æ◻ AGoͤtt, wer kann dich g'nug erheben? Du gabſt der ganzen Welt Bewe⸗ gung, Kraft und Leben. Was Geiſt und Koͤrper heißt, was Erd' und Himmel hegt, hat deine Huld gebaut, die jetzt noch Alles traͤgt. 2. Du ſchuf'ſt, ich dank' es dir, auch mich zu deiner Ehre; und wolteſt, Guͤtig⸗ ſter! daß ich dein Bildniß waͤre. Darum haſt du den Geiſt, der in mir lebt und denkt, mir zur Unſterblichkeit aus deiner Huld geſchenkt. 3. O welch' ein großer Zweck, dazu du, Gott, mich ſchufeſt! Wie herrlich iſt das Theil, dazu du mich berufeſt! Dir, Hoͤchſter, aͤhnlich ſeyn, vollkommen ſeyn, wie du! O wohl mir, wenn ich's bin! Hilf du mir ſelbſt dazu. 4. Laß mir dies große Ziel doch ſtets vor Augen ſchwe⸗ ben; mein allerſtaͤrkſter Wunſch, mein eifrigſtes Be⸗ ſtreben in allem meinem Thun ſei dieß, o Gott, allein, daß ich auch, ſo wie du, geſinnet moͤge ſeyn. 5. Du biſt der Wahrheit Freund; laß mich auch Wahr⸗ heit lieben, und mit ſtets mun⸗ za das,—* zäͤynen, unras, 2 il, thun, des Gut ftun, und dem, 2 pill auch gernbeh J 7. Gib, daß i u, ein Freundt 2 ſchen werde, der r frude macht, d. nd Veſchwerde m ſen gern eſpartiaf ihm verſäßt, nna fen kann, zu helm n 8. Noch bin u fernt, o Gott, ma Ziele; du weißte noh fehlt, und ber füßle, wien n. noch in Guten(l a D üldde du nich e dir und deinen et a ein kebenslauf a. nann ich dir innn ſnn hier kamn a. n. Dann we an vit dir ve dn an iih ohrn — zen Welt Bewe⸗ nd Leben. Was rper heißt, was nmel hegt, hat ebaut, die jetz aͤgt. Eſſſ, ich danb nich zu deinen 1b Wollteſt, Gutig⸗ dein Bildniß — mm haſt du den — u mir lebt und rUnſterblichkeit huld geſchenkt. mich' ein großer = du, Gott, mih ☛ herrlich iſt das auu mich berufeſt Ir, aͤhnlich ſeyn, ſeyn, wie du! Ir, wenn ich às mir ſelbſt dazu. dies große Zill ör Augen ſchwe — n eifrigſtes Be⸗ aum meinem Thu ztt, allein, daſ jie du, geſinnet . 1 3₰n der Wahrhii — nich auch Wahr⸗ — und mit ſtetz muu⸗ allerſtaͤrkſtu TVorſehung. 9 munterm Fleiß in Allem dem mich uͤben, was mich zur Weisheit fuͤhrt, zur Weis⸗ heit, die dich ehrt, und Al⸗ lem Beifall gibt, was du uns ſelbſt gelehrt. b 6. Laß deine Heiligkeit mich ſtets zum Muſter neh⸗ men. Hilf mir die Suͤnde fliehn, des Fleiſches Luͤſte zaͤhmen, nur das, was recht iſt, thun, des Guten mich er⸗ freun, und dem, der's uͤben will, auch gern behuͤlflich ſeyn. 7. Gib, daß ich ſo, wie du, ein Freund der Men⸗ ſchen werde, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beſchwerde dem Naͤch⸗ ſten gern erſpart, ſein Leben ihm verſuͤßt, und wo er hel⸗ fen kann, zu helfen willig iſt. 8. Noch bin ich weit ent⸗ fernt, o Gott, von dieſem Ziele; du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich ſel⸗ ber fuͤhle, wie wenig ich dir noch im Guten aͤhnlich bin. O bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn! 9. Begluͤckt iſt nur alsdann mein Lebenslauf auf Erden, wann ich dir immer mehr ſchon hier kann aͤhnlich wer⸗ den. Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt ſeyn, und mich ohn' Unterlaß, Gott! deiner Guͤte freun. Mel. Mein Gott, das Herz 75 Sch bin, o Gott, ₰ dein Eigenthum. Du ſchufſt mich, dein zu ſeyn, mein ganzes Leben dir zum Ruhm, und deinem Dienſt zu weihn. 2. Du gabſt mir den ver nuͤnft'gen Geiſt, bewundernd einzuſehn, wie dich, Herr! deine Schoͤpfung preiſt, mit ihr dich zu erhoͤhn. 3. Was um mich iſt, ver⸗ kuͤndigt mir, Gott! deine Herrlichkeit; zu ihrem Preiſe reizt mich hier ſelbſt jede Jahreszeitt. 4. Und ich, ich ſollte fuͤhl⸗ los ſeyn? Ich ruͤhmte dich, Herr, nicht? Ein Herold dei⸗ nes Ruhms zu ſeyn, bleibt meine groͤßte Pflicht. 5. O mache dieſer Pflicht mich treu, ſo treu, Herr; als ich ſoll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel ſei ſtets deiner Ehre voll! 6. Wer dich verehrt, haͤlt dein Gebot, ihm iſt's nicht Laſt, nicht Pein. Drum gib auch mir die Kraft, o Gott! gehorſam dir zu ſen. 7. Was du gebeutſt, iſt fuͤr uns gut: du willſt nur unſer Heil. Wohl dem, der deinen Willen thut! Du biſt ſein Troſt und Theil. 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn, und ſelbſt in Traurigkeit ſchmeckt er, dir, Hoͤchſter! zugethan, in dir zug Zufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter Pruͤfungszeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! laß nach dH die⸗ 30 dieſer Seligkeit mein ganz Beſtreben ſeyn. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 76 Hen lehre mich, den 2 wahren Werth des Menſchen tief empſinden, und Allem dem, was mich entehrt, voll Abſcheu mich entwinden. mir aus meinem Sinn, was ich als Menſch vermag und bin durch deine weiſe Eute. 1 2. Ich, ich bin mehr, als Fleiſch und Bein. Du hauch⸗ teſt, Gott, aus Liebe mir auch die rege Seele ein, und gabſt ihr Kraft und Triebe, mehr als was dieſe Sinne ruͤhrt, und nur zu Sinnen⸗ freuden fuͤhrt, zu fuͤhlen und zu faſſen. 3. Gott, dieſen Vorzug gabſt du mir vor ſo viel Millionen, die auch beſeelt, genaͤhrt von dir, auf deiner Erde wohnen. Was ihnen fehlt, gabſt du mir hin, Vernunft und Freiheit und den Sinn fuͤr Wahrheit, Weisheit, Tugend. 4. Du ſchufſt mich zur Ge⸗ ſelligkeit und fuͤr der Freund⸗ ſchaft Freuden, gabſt mei⸗ nem Herzen Fuͤhlbarkeit fuͤr Andrer Gluͤck und Leiden, und ſetzteſt auch mich in den Stand, das, was ich dachte und empfand, in Worten auszudruͤcken. Werke und Wohlthaten Gottes. Nie komm es 5. Ich kann mich ſelbſt und deine Welt und dich er⸗ kennen lernen; ich kann von dem, was dir mißfaͤllt, mich ohne Zwang entfernen. Und wer, wer zeigt die Grenzen an, wo ich nicht weiter ſtre⸗ ben kann nach Licht und Herzensguͤte? 6. In ſtiller Andacht kann mein Geiſt ſich bis zu dir erheben, und dir, den Erd' und Himmel preiſt, auch Preis und Ehre geben. Ich kann mich deiner Liebe freun, dir folgen, dir ergeben ſeyn und deiner Vorſicht trauen. 7. Nicht blos fuͤr dieſe kur⸗ ze Zeit rufſt du mich in dies Leben. Zum Vollgenuß der Seligkeit ſoll einſt die Seele ſchweben. Und wird auch einſt mein Leib zu Staub, er bleibt doch nicht des Gra⸗ bes Ranb; du, Herr! wirſt ihn verklaͤren. 8. Vom Himmel kam, ge⸗ ſandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er kam und ward ein Menſch, wie wir, um Heiland uns zu werden. Wie hoch ſind wir durch ihn geehrt! wie ernſt⸗ lich durch ihn ſelbſt belehrt, der Menſchheit Werth zu ſchaͤtzen! 9. Und ich, ich ſollte mich entweihn, und gleich den Thieren handeln, der Flei⸗ ſchesluſt ergeben ſeyn, und Herr, vor dir nicht wandeln? Fern ſei ein ſolcher Sinn von mir att kwüüte d. 7 Piri der 1— uns der herr gegt un als uns deine 12 4 ie ſchuf ſie uns n zum Leben, wiag waͤhrt, das wehn Angſt beſchwert uns hier erſiek 4 Nicht bier un terland, alein öben, da iſt de deine Hand dasl r auſgehohen, das, 3 ig Erde nimm. —— wit nur von diez uns dau anzuſ e 3,D laß m droße Ziel durd ricet werden I nan ich au — 73 1 na — 40 Licht und r Andacht k= ſſich nehta — dir, den Em ᷣI preiſt, auch b re geben. 3 — ner Liebe freun — ir ergeben eyn 'orſicht trauen vs fur dieſe kur⸗ † ddu mich in diez — Vollgenuß der * einſt die Seele Und wird auch Weib zu Staub, nicht des Gra⸗ —uu, Herr wirſ immel kam, ge⸗ r, dein Sohn ² Erden; er kam ein Menſch, heiland uns u — e hoch ſind wir Dhrt! wie ernſt a ſelbſt belehrt, eit Werth zu ich ſollte mich ad gleich den weln, der Flei⸗ ben ſeyn, und 2 aicht wandeln? Alcher Sinn vol mit Vorſehung. mir! Bewahre mich, daß ich mich hier ſo frevelhaft nicht ſchäunde 10. Gib, daß ich jetzt, und allezeit auf mein Gewiſſen achte, nach Weisheit und Gerechtigkeit mit allem Eifer trachte, dich liebe und mich deiner freu', und ſo des Vorzugs wuͤrdig ſey, den du mir haſt verliehen. Mel. Es iſt das Heil uns 7 Wie wicheig iſt doch 2d der Beruf, den uns der Herr gegeben! Gott! als uns deine Liebe ſchuf, da ſchuf ſie uns zum Leben. Zum Leben, welches ewig waͤhrt, das weder Leid noch Angſt beſchwert, willſt du uns hier erziehen. 2. Nicht hier iſt unſer Va⸗ terland; allein bei dir, dort oben, da iſt der Ort, wo deine Hand das Gluͤck uns aufgehoben, das nie ein trau⸗ rig Ende nimmt. Hier ſind wir nur von dir beſtimmt, uns dazu anzuſchicken. 3. O laß mir doch dies große Ziel durch nichts ver⸗ ruͤcket werden, was hilfts, wenn ich auch noch ſo viel von Guͤtern dieſer Erden, von Ehre, Geld und Luſt ge⸗ winyn', wenn ich dabei nicht tuͤchtig bin, dein Himmel⸗ reich zu erben? 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier: laß' mich dieß nie vergeſſen; nur wenig Ta⸗ 51 ge haſt du mir zur Wallfahrt zugemeſſen. Schnell, wie ein Traum ſind ſie vollbracht, und dann wird dieſer Erde Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Herrlichkeit mich ſtets vor Augen haben. Laß mich in meiner Pruͤfungszeit, um jene beßre Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am erſten und mit Ernſt bemuͤhn, damit ich nicht einſt darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater, liebt, und deines Sohns ſich freuet, das in dem Glauben Tugend uͤbt, und ſich vor Suͤnden ſcheuet; ein ſolches Herz, das wird allein ſich ewig deiner Guͤte freun, und einſt dein Antlitz ſchauen. 7. Und ſolch ein Herz das wollſt du mir, Gott, aus Er⸗ barmen geben, damit ich moͤge auch ſchon hier nach den Geſetzen leben, die ſellſt im Himmel guͤltig ſind, bis ich, als dein bewaͤhrtes Kind, zu deiner Freude gehe. Die Erloͤſung von Suͤnden ddurch Chriſtum. Von der Suͤnde. Mel. Auf meinen lieben Gott 78 SNu, der kein Boͤſes 48. thut, du ſchufſt den Menſchen gut; du gabſt ihm Licht und Kraͤfte zum ſeligen Geſchaͤfte, in Heilig⸗ keit zu wandeln, und recht vor dir zu handeln. D2 2 28 52 2. Wo iſt der Unſchuld Ruhm? Ach, wir, dein Ei⸗ genthum, wie tief ſind wir gefallen, wo iſt jetzt unter Allen ein Menſch ganz rein von Suͤnden vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier iſt kein Unterſchied. Dein Auge, Hoͤchſter, ſteht auf alle Menſchenkinder, und ſieht ſie alle Suͤnder. Vor dir, o Herr, iſt keiner ganz ſchuldlos, auch nicht Einer. 4. Verderbt iſt unſer Sinn; die Weisheit iſt dahin, die uns regieren ſollte, nur, was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu waͤhlen und zu lieben. 5. Der Sinne Luſt und Schmerz ruͤhrt leider! unſer Herz mehr, als die hoͤhern Freuden, mehr als die groͤßern Leiden, die wir auf Ewigkeiten ſelbſtunſermGeiſt bereiten. 6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang: des Herzens boͤſer Hang reißt uns mit ſtarkem Triebe zu ſchnoͤder Suͤnden⸗ liebe: und wer vermags zu zaͤhlen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O Herr, gib uns dein Licht, daß wir, was uns ge⸗ bricht, beſchaͤmt vor dir be⸗ kennen, und ſtets von Ernſt entbrennen, der Suͤnde zu entſagen, der Beßrung nach⸗ zujagen. 8. Wohl dem, der ſie ge⸗ winnt! Gott, ſo verderbt Werke und Wohlthaten Gottes. wir ſind, ſo willſt du doch uns heilen, und neue Kraft ertheilen, durch Chriſtum ſchon auf Erden von Suͤn⸗ den frei zu werden. 9. Ach, laß durch unſre Schuld uns deine Vaterhuld nicht freventlich verſcherzen! Erwecke unſre Herzen, dir nicht zu widerſtreben, da⸗ mit wir ewig leben. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 79 Kein Menſch, oGott, iſt ſuͤndenfrei: wer duͤrfte ſich erheben? Was hilft uns Trug und Heuche⸗ lei? Du kenneſt Herz und Leben. Umſonſt, umſonſt verbergen wir ſelbſt die ge⸗ heimſten Triebe dir; dein Blick durchſchauet Alles. 2. Du weiſt, wie oft wir frevelhaft uns boͤſer Thaten freuen, und unſers Geiſtes edle Kraft dem Suͤnden⸗ dienſte weihen. Gereizt von Welt und Sinnlichkeit, ver⸗ ſcherzen wir oft unſre Zeit, und unſers Herzens Ruhe. 3. Wir ſollten ſtets auf dein Gebot mit frommer Seele merken: wir koͤnnen's auch; denn du, o Gott! willſt gern die Schwachen ſtaͤrken. Und dennoch un⸗ terdruͤcken wir ſo oft die Ehrfurcht, Herr! vor dir, und folgen unſern Luͤſten. 4. Wie leicht entwoͤhnt ſich unſer Herz, im Gluͤck auf dich zu ſchauen! Wie bald ver⸗ 8 — ſu t in Se3 lndih u vern e gitgreizenSto. mäclt reizen näſt ur Unu ni diner fteien e z Ddu haſt wic uns vereint, di angehoten; wir 2 Losheit Feind, R NFreuden nehren. it inner lieber firden lächſſen,= Per bilſt ſo, wie! Reippiels Macht. de, wie wir femn ſehn auf uns; vacht, das Böſe un len. Gleich uns ſe dene Hald; a derben, ihre uc mehret unſre Elun 7. O großeraßt ſtehen wir veril, n ſern Sünden. 4 Alheiliger! vorx z ner rein zu füra üumment unſte,— Wale ſhlen 1 Lram dih mſe M Ale Nanſcher * iſt der Tag von Got 7— rbot enfrei: w Werheben? Vn ug und Heuche, nueſt Herz und ſonſt, umſonſ hir ſelbſt die ge⸗ iebe dir; dein Ochauet Alles. — iſt, wie oft wit ns boͤſer Thaten — unſers Geiſtes — dem Suͤnden⸗ en. Gereizt von innlichkeit, ver⸗ — oft unſre Zei erzens Ruhe. vollten ſtets alf mit frommer — z:B wir koͤnnen, — du, o Gott —n die Schwachen dd dennoch un⸗ zir ſo oft die „herr! vor dit, miiſern Luͤſten. Ahtentwoͤhntſch im Biüc al IJen! Wie ba JVen! A 4 Erloͤſung. 53 geſſen wir im Schmerz, dir kindlich zu vertrauen! Wie maͤchtig reizen Stolz und Neid uns oft zur Unzufriedenheit mit deiner freien Guͤte! 5. Du haſt mit Menſchen uns vereint, die dir, Gott! angehoͤren; wir ſollen aller Bosheit Feind, auch ihre Freuden mehren. Doch wer iſt immer liebevoll? ſorgt fuͤr den Naͤchſten, wie er ſoll? Wer hilft ſo, wie er koͤnnte? 6. Oft wirkt auch unſers Beiſpiels Macht, daß An⸗ dre, wie wir fehlen. Sie ſehn auf uns; die Luſt er⸗ wacht, das Boͤſe zu erwaͤh⸗ len. Gleich uns, verſchmaͤhn ſie deine Huld; und ihr Ver⸗ derben, ihre Schuld ver⸗ mehret unſre Schulden. 7. O großer Gott! hier ſtehen wir verklagt von un⸗ ſern Suͤnden. Vor dir, Allheiliger! vor dir iſt kei⸗ ner rein zu finden. Wie kuͤmmert unſre Seele ſich! Wir Alle fehlen wider dich! Erbarm dich unſer Aller! Mel. Alle Menſchen müſſen ſterb. 80 Vater! heilig moͤcht' ich leben, Recht⸗ thun waͤre meine Luſt; aber Luͤſte widerſtreben dem Ge⸗ ſetz in meiner Bruſt, und der Suͤndentrieb im Herzen iſt noch oft mir Quell von Schmerzen. Mich beſchwert der Suͤnden Joch; was ich nicht will, thu' ich doch. lich Flehen! Du erquickſt 2. Sieh' um Kraft mich Schwachen beten, meinem Vorſatz trau ich nicht. Lok⸗ kende Begierden treten zwi⸗ ſchen mich und meine Pflicht. Selbſt den heil'gen Andachts⸗ ſtunden, wo, der niedern Welt entſchwunden, ich von dir und Tugend ſprach, folg⸗ ten Suͤndentage nach. 3. O wie oft hab ich ge⸗ weinet, ſchmerzlich meinen Fall bereut, glaͤubig mich mit dir vereinet, und mich deiner Huld gefreut! Gnaͤ⸗ dig ſahſt du zu mir nieder, aber bald vergaß ich wieder meine Pflicht und, Vater! dich, und die Welt beſiegte mich. 4. Du allein, du kannſt mich retten, wo mich Suͤnd' und Wahn zerſtreut; mach' mich ledig von den Ket⸗ ten truͤgeriſcher Sinnlichkeit! Tilg' die Quelle meiner Schmerzen, die Begier aus meinem Herzen! Tief im Staube bitt' ich dich: leite ſelbſt zur Tugend mich! 5. Sieh, mich duͤrſtet nach dem Guten. Fruͤh und ſpaͤt ruf ich zu dir: laß' mein Herz nicht laͤnger bluten; deinen Geiſt verleihe mir! Hilf die boͤſe Luſt bezwingen, und nach deinem Beifall ringen! Staͤrke mich mit hoher Kraft, das zu thun, was Segen cha t.„ f df Ja, du hoͤrſt mein kind⸗ mein 54 Werke und Wohlthaten Gottes. mein Herz mit Rub'! Leben werd' ich, nicht vergehen; meine Staͤrke, Gott! biſt du. Ueberwinden, uͤberwinden, werd' ich durch dich alle Suͤn⸗ den. Meine Seele, faſſe Muth! Endlich werd' ich fromm und gut. Mel. O Gott, du frommer Gott 812 Iner nur Ein Laſter 3 ₰ liebt, wie leicht faͤllt der in alle! Wer Ein Geſetz entweiht, entheiligt in dem Falle die andern auch zugleicht in ſeinem Herzen mit und ſchwaͤcht die Kraft in ſich, die ſonſt fuͤrs Gute ſtritt. 2. Ein Febltritt kann den Grund zu hundert andern legen und gibt nicht ſelten uns das ſchreckliche Ver⸗ moͤgen, dann dreiſt und ohne Furcht vor des Gewiſſens Pein, auch jede andre Pflicht vorſaͤtzlich zu entweihn. 3. Wie oft verſucht der Menſch, aus Scham, aus Furcht und Schrecken, durch eine zweite Schuld die erſte zu bedecken! So fuͤhrt zur Laſterbahn ein einz'ger Feh⸗ ler hin; und wo die Tugend weicht, muß auch die Ruhe fliehn. 4. So ſei es mir denn Pflicht, der kleinſten Schuld zu wehren, und jede Tugend ſtets mit Eifer zu verehren. KeinFehltritt ſcheine mir und kein Vergehen klein: dies koͤnnte leicht der Grund von ſchweren Suͤnden ſeyn. 5. Durch Tugend ſteigen wir zum goͤttlichen Geſchlech⸗ te, und ohne Tugend ſind ſelbſt Koͤnige nur Knechte. Sie, ſie nur macht uns erſt des Lebens Anmuth ſchoͤn, nur ſie kann uͤber Zeit und Schickſal uns erhoͤhn. 6. Im letzten Augenblick, wenn Alle von uns gehen, wird ſie in Lichtgeſtalt zu unſrer Seite ſtehen. Hell wird durch ſie der Blick auf die durchlaufne Bahn, und muthig treten wir die neue Walffahrt an. 7 Denn Tugend wird in's Reich der ew'gen Herrlich⸗ keiten den Geiſt, der ſie ge⸗ liebt, vor Gottes Thron be⸗ gleiten. Und wie? mir Sterblichen waͤr' dieſes Gluͤck zu klein, um ſtrenge gegen mich und tugendhaft zu ſeyn? Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 82 Siände; iſt nie klein zu ſchaͤtzen. Nennt ſie klein, doch bringt ſie Schuld. Denn ſie wider⸗ ſpricht Geſetzen, die mit Weisheit und voll Huld uns der Heilige gegeben, um durch ſie begluͤckt zu leben. 2. Sein Geſetz iſt gut und weiſe, wie ſein Wille ſelbſt es iſt. Menſch, befolg' es, und beweiſe, daß du ſeiner nicht vergißt! Ewig muß Gott pott Einde vie⸗ 2 V ritſ laffe b 413 lſ, die der— tnd ethöhn? Shubd iſ rich 9 b uennirſenGeſn 2* als wabrhaſtt ſſgaͤtzen, doch au r. ſoft verletzele 4 Sündgen ut b herlegung wider s ſeus Spruch; aile ds herens Regg. ds innern Richt t ſſritt das, was brachten, ſcon 1 Schuld zu achter 3 Hu dich En Hgejoden und berhäuft, und ue dum gewogen an Klliccht entgege di mehrt Undantdehn wihtiger witd(A r 6Fülleſt du NAriſte, Lietling a⸗ riane„und e de eſchäfte,w dich run entzi 8 gelärt durch ihe 1 ſet, ſo vird d nach gröͤßer. edenn dich d aazn reizet un, bäſeaſ blos — Wottes. ht der der Gr Sinden ſn ichen Geſchlech 4 Tugend ſim —* nur Knechte r machtt uns er Anmuth ſchoͤn —òn uͤber Zeit un ³⁴☛ 8 mashei im M ten Augenblic on uns gehen Lichtgeſtalt a —e ſtehen. Hel Le der Blick auf ine Bahn, und 5n wir die neu⸗ angend wird iwi vogen Herrlich⸗ eiſt, der ſie ge⸗ ottes Thron be⸗ nd wie? mit m aͤr dieſes Gluͤt — ſtrenge gega kandhaft zu ſeyn =* habe mißgehande — de iſt nie klein — ſchaͤtzen. Nenn ooch bringt ſi Snn ſie wider tzen, die mü a voll Huld uns (8! Ewig uuß Erloͤſung. 55 Gott Suͤnde haſſen, kann nie ungeſtraft ſie laſſen. 3. Aber gibt es nicht ſelbſt Dinge, die der Suͤnden Schuld erhoͤhn? O! die Schuld iſt nicht geringe, wenn wir ſein Geſetz verſtehn, es als wahrhaft gut zwar ſchaͤtzen, doch aus Leichtſinn oft verletzen. 4. Suͤnd'gen wir mit Ue⸗ berlegung wider des Gewiſ⸗ ſeus Spruch; achten nicht des Herzens Regung, nicht des innern Richters Fluch: ſo iſt das, was wir voll⸗ brachten, ſchon fuͤr groͤßre Schuld zu achten. 5 Hat dich Gott hervor⸗ gezogen und mit Wohlthun uͤberhaͤuft, und du bleibeſt dem gewogen, was der Pflicht entgegen laͤuft: ſo mehrt Undauk deine Suͤnden, wichtiger wird Gott ſie fin⸗ den. 6. Fuͤhleſt du in dir ſchon Kräͤfte, Lieblingsſuͤnden zu entfliehn, und eilſt doch zu dem Geſchaͤfte, welchem Gott dich wollt' entzieh'n, wirſt, geſtaͤrkt durch ihn, nicht beſ⸗ ſer, ſo wird deine Schuld noch groͤßer. 8 7. Wenn dich nichts von außen reizet, und nur inn're boͤſe Luſt blos nach ſolchen Dingen geizet, deren Unrecht dir bewußt; o! ſo iſt dann dein Vergehen groͤßer, als ſonſt, anzuſehen. 8. Machen ganz beſondre Dinge gutes Beiſpfel dir zur Pflicht, und du ſchaͤtzeſt ſie geringe, aͤrgerſt, aber beſſerſt nicht: groͤßer wird dann dein Verbrechen, und der Richter wird es raͤchen. 9. Doch wer kann das Alles zaͤhlen, was Trotz, Unbeſonnenheit, Wahn, Stolz, Heuchelei ſich waͤh— len, das der Thaten Suͤnd⸗ lichkeit vor dem Richter nur vermehret, weil es ſein Ge⸗ ſetz entehret! 10. Gott! laß mich dies wohl bedenken, und entfernt von Sicherheit, meines Lebens Gang ſo lenken, daß ich mit Behutſamkeit das nur thu', was dem gebuͤhret, der den Chriſtennamen fuͤhret! 11. Laß mir niemals eine Suͤnde klein und unbedeu⸗ tend ſeyn! Vater, ſloͤße dei⸗ nem Kinde Redlichkeit und Kraͤfte ein, folgſam dem Geſetz zu leben, und nach Tugend nur zu ſtreben. Mel. Alle Menſchen müſſen 83 Großer Gott! erhab⸗ ) ☚ nes Weſen, das, voll ſegnender Begier, Men⸗ ſchen ſich zum Dienſt erleſen; ach, was iſt der Menſch vor dir? Wenn ich deine Groͤß' erwaͤge, und was ich bin, uͤberlege: o wie niedrig und wie klein muß ich mir nicht ſelber ſeyne 2. Ach, es herrſcht der Trieb zur Suͤnbe maͤchtig oft in 56 in dem Gemuͤth, und macht mich zu einem Kinde, das vor ſeinem Vater flieht. Ach ich ſeh mit Reu' und Schrek⸗ ken tauſend Fehler, tauſend Flecken, und in der ver⸗ derbten Bruſt regt ſich oͤfters boͤſe Luſt. 3. Was ich Gutes an mir habe, iſt von deiner Vater⸗ hand. O! wie manche gute Gabe haſt du, Herr, mir zugewandt! Selber auf dem Suͤndenpfade traͤgt mich ſchonend deine Gnade. Naͤh⸗ meſt du zuruͤck, was dein, ach! was wuͤrd' mir uͤbrig ſeyn? 4. Doch die Menge deiner Gaben klagt nur meinen Un⸗ dank an, weil ich ſie oft ganz vergraben, oder damit groß⸗ gethan; oft voll Leichtſinn ſie verſchwendet, und zu Suͤnden augewendet. 9! wie haͤuft ſich meine Schuld durch Verachtung deiner Hul?! 5. Sieh, hier lieg ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebuͤckt: doch mein demuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Vaterguͤte, und mein tief beſchaͤmt Ge⸗ muͤthe, das den Muth faſt ganz verlor, hebt ſich noch zu dir empyr. 6. Ja, die Wunder dei⸗ ner Liehe ziehen ganz mein Herz zu dir Ach, erhalte ſelbſt die Triebe treuer Dank⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. barkeit in mir! Vater! laß das ſchwache Lallen meines Lobes dir gefallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. 7. Meine Kraͤfte, meine Glieder ſind zu deinem Dienſt bereit. Herr! ich falle vor dir nieder, voller Ehrerbie⸗ tigkeit. Was du willſt, zu thun und leiden, dies gelob' ich dir mit Freuden. Gott und Herr der ganzen Welt, thu' mit mir, was dir ge⸗ fällt! Folgen der Suͤnde. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht wie ſanft iſt, Herr, 840 dein Joch! Peot, leicht dein guter Wille! Oft gedenkt die Seele noch je⸗ ner Ruhe, jener Stille, die in reinen Herzen wohnt und den Fleiß der Tugend lohnt. 2. Aber, ach! iſt er ent⸗ flohn, des Gewiſſens ſanfter Friede; dann wird Qual der Suͤnde Lohn, und ihr Dienſt macht krank und muͤde. Keine wahre Freude bluͤht, wo des Herzens Unſchuld flieht. 3. Druͤckend iſt des Laſters Joch, ſchwer der Suͤnden harte Bande; und ihr Sklave waͤhlt ſie doch, taumelt an des Abgrunds Rande, duͤnkt ſich gluͤcklich, groß und frei bei der tiefſten Sklaverei. 4. In der ungeſtuͤmmen Bruſt weilet keine Freude lange eihyn wandelte en Blie; wi t uicht frätlih ſt ergangne widd, das herz n Mid, 6.= Fthjittit Gottesſchö 2 pelt it unſonfra ſtmickt; Blurn. Saatenfeld, n endſteund ent Ne ſein Herz ent g laß de ſumx 7. Hert, deinze richt triftt dihs dich haſen, ihrer Pflicht! un dich nie verlaſ n in Werſuchung? a halte ſellſt ni af,68 5 b 2 Wahn, nur 2 dn trüͤgen. 1 ſanſch ſelb n 1 dc vir Goh ku und fer, bennge ſei den, dies gellt mer Suͤnde. 2 meine Zuverſicht Aieſanft iſt Herr, ein Joch! d wie uter Wille! Off Seele noch je⸗ — ener Stille, die — rzen wohnt und Tugend lohnt ach! iſt er ent⸗ ewiſſens ſanftet An wird Qual ohn, und ihn krankund muͤde ☛ Freude bluͤht, rzens Unſchud ==d iſt des Laſterz —r der Suͤnden — und ihr Sklabt 8h, taumelt an a Nande, duͤnt 8. groß und frei den Sklaverei. . ungeſtuͤmmen A keine Freude lange — Erloͤſung. 57 lange. Unmuth folgt auf Suͤndenluſt; angſtvoll bebt ſein Herz und bange, ſucht vergebens Fried' und Rub, und eilt neuen Laſtern zu. 5. Unter ſchuldlos frohen Reih'n wandelt er mit truͤ⸗ bem Blicke; will, und kann nicht froͤhlich ſeyn, wuͤnſcht vergangne Zeit zuruͤcke, wird, das Herz voll Groll und Neid, Stoͤrer ihrer Froͤhlichkeit. 6. Gottes ſchoͤn geſchmuͤckte Welt iſt umſonſt fuͤr ihn ge⸗ ſchmuͤcket; Blumenau und Saatenfeld, was den Tu⸗ gendfreund entzuͤcket; dem ſein Herz entgegen wallt, laͤßt die ſtumpfe Seele kalt. 7. Herr, dein heiliges Ge⸗ richt trifft die Suͤnder, die dich haſſen, die Veraͤchter ihrer Pflicht! Herr, ich will dich nie verlaſſen; ſteh' mir in Verſuchung bei, und er⸗ halte ſelbſt mich treu. Heiligungsgeſchaͤfte. O Va⸗ ter, gib, daß nie mein Geiſt ſich ſeine Wuͤrde ſelbſt ent⸗ reißt! 3. Wer Suͤnde thut, der haßt das Licht, das Gott uns hat entzuͤndet; er kennt die wahre Weisheit nicht, die uns mit ihm verbindet. O lehre, Gott, mich weiſe ſeyn, und ſtets den Reiz zur Suͤnde ſcheun! 4. Wer Suͤnde thut, der trotzt dem Herrn, durch den wir ſind und leben; er bleibt von jenem Reiche fern, nach dem die Frommen ſtreben. Wie thoͤrigt und wie un⸗ 8 dankbar! Entreiße, Gott, mich der Gefahr! 5. Wer Suͤnde thut, ach! der entzieht ſich ſtolz dem Ruf der Gnade. Verkehrt, verſtockt wird ſein Gemuͤth, und tief ſein Seelenſchade. O! welch' ein frevelhafter Sinn, wenn ich dir, Gott, nicht folgſam bin! Mel. Auf, Chriſtenmenſch 85 Wner let nue Wahn, nur Traͤume, die ihn truͤgen. Er wandelt auf des Irrthums Bahn, und lernt ſich ſelbſt beluͤgen. O! hilf mir, Gott, daß ich dir treu, und fern vom Selbſt⸗ betruge ſei! 2. Wer Suͤnde thut, der unterdruͤckt und ſchwaͤcht die Seelenkraͤfte, wird frech und blind und ungeſchickt zum 6. Wer Suͤnde thut, ver⸗ wirft das Wort, das Heil und Frieden ſtiftet; er eilet auf dem Pfade fort, wo ſich ſein Herz vergiftet, wo ſein Gewiſſen einſt ihn nagt, und laut ihn, Herr, vor dir ver⸗ klagt.— 7. Wer Suͤnde thut, ſieht ſchreckenvoll die letzte Stunde kommen; die Hoffnung, die ihn troͤſten ſoll, iſt ſeinem Geiſt benommen. Er liebte Gott und Jeſum nicht; nun drohn 58 droh'n ihm Tod und Welt⸗ gerich. 8. So taͤuſcht die Suͤnde ihren Freund! So lohnt ſie ſchon auf Erden! Ach, wann die Ewigkeit erſcheinz, ach, wie wird's daͤnu ihm wer⸗ den? Viel Gutes, Herr, iſt mir verliehn: o lehre mich auch Suͤnden fliehn! Mel. Herzliebſter Jeſu! 86 N zo iſt wohl Noth 8 und Elend auf der Erde, das von der Suün⸗ de nicht geboren werde? Ver⸗ wandeln ſich nicht ſtets der Thorheit Freuden in bittre Leiden? 2. O waͤren wir vom Juͤng⸗ ling bis zum Greiſe dir, Gott, gehorſam, immer gut und weiſe; was wuͤrden wir mit freudigem Gewiſſen fuͤr Gluck genießen! 3. Erhoͤhet wuͤrde jede Luſt auf Erden, und jede Buͤrde uns erleichtert werden, wenn unſer Herz den Lockungen der Suͤnde ſtets widerſtuͤnde! 4. Doch ach, ſie herrſcht, um Alles zu zerruͤtten, er⸗ ſchuͤttert Thronen und ver⸗ wuͤſtet Huͤtten, truͤbt jeden Segensquell, droht unſern Tagen mit harten Plagen 5. Wann koͤnnen Suͤnder froh zum Himmel ſchauen, an dich, Herr, denken ohne Furcht und Grauen? an Tod und Grab und an der Zukunft Leben, und nicht erbeben? Werke und Wohlthaten Gottes. 6. Die Luſt zum Boͤſen feſ⸗ ſelt ſie, und wuͤthet; ſie leiden ſelbſt durch das, was ſie ge⸗ bietet, ſie bahnen ſich den Weg durch ihre Freuden zu Gram und Leiden. 7. O du, zu dem wir fromm die Haͤnde falten, gib, daß wir feſt uns an die Tu⸗ gend halten, und ſiegend in Verſuchung, uns zum Le⸗ ben in Gott erheben! Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 87 Gonl wie ſchreck⸗ G O₰ lich ſind Verbre⸗ chen, weil ſie, kaum vollen⸗ det, ſich ſelbſt verfolgen, furchtbar raͤchen, Richter, dein Geſetz und dich! Ach! dem Laſter folgt Verderben; Armuth, Schmach und fruͤ⸗ hes Sterben! 2. Und wie quaͤlt den ſein Gewiſſen, der verworfne Thaten uͤbt! Kann er jenes Troſt's genießen, den nur reine Tugend gibt? Kann er, ohne zu erbeben, denken an ein kuͤnftig Leben? 3. Nur Ein Fehltritt auf den Wegen, die wir wan⸗ deln ſollen, Gott! was ver⸗ nichtet der fuͤr Segen, wie verſenkt oft der in Noth! Ach, was muͤſſen wir oft leiden, blos fuͤr Einer Thor⸗ heit Freuden! 4. Starke, Gott, verfol⸗ gen Schwache; Schwache Schwaͤchre! Geiz und Neid, Menſchenhaß und Durſt nach Rache, Nahe Seluſ, 3 Teuiſti: wie ui lazen dein erlhen Klagen Wiedie An hritet Wie Ger 7. rannei, gleih 1 Mitag wüthet 34 ſern Heuchelell G 4 8 alle zeitm Fluc u. ner uu verbreit 2 6. Und wir E 2 tm wahnen, Go S Geerricht trafe 60 2 Atrinen, achs ſer nicht? der b Artrecher geln es ſey kein Rr a. 7. Waͤren wam wiſe, deinene than, gingen znt Greiſe immennn gendbahn; dia Heil und S. n von dir entge! 8 Virde bi ſchon auf Er 1 dr Roth en erlichtertwer.„ eluſterböht,* 3 d kungen der hez ſtis wa n 4 30 ena. ſhhbe, daß 1— —, und ſegend —, uns zum, echeben! = habe mißgehandel 4* wie ſchreck, 1* fiid Verbre⸗ 11 kaum vollen⸗ 2 diſ verfolgen, zen d ſicher ich! Ach! t derde naach und fru — ie quaͤlt den — dder verworſne 8 Mann er jenes zen, den nur = 1 gibt? Kann beben, denken Leben? — Fehltritt auf ie wir wan⸗ 'tt! was ver⸗ = Scgen, wie mer in Noth! m ſſen wir oft ☛ Einer Thor⸗ ² ott, verfol⸗ 8 Schwache am iz und Neid, end Durſtnach Nache, Erloͤſung. 59 Rache, Wolluſt, Stolz und Ueppigkeit: wie erfuͤllen die mit Plagen deine Welt, mit welchen Klagen! 5. Wie die Argliſt Frevel bruͤtet! Wie Gewalt und Ty⸗ rannei, gleich der Peſt im Mittag wuͤthet! wie im Fin⸗ ſtern Heuchelei trachtet, uͤber alle Zeiten Fluch und Jam⸗ mer zu verbreiten! 6. Und wir Suͤnder koͤnn⸗ ten waͤhnen, Gottes heiliges Gericht ſtrafe keines Elends Thraͤnen, acht' auf unſre La⸗ ſter nicht? der Gerechte, der Verbrecher gelu' ihm gleich; es ſey kein Raͤcher? 7. Waͤren wir nur gut und weiſe, deinem Willen unter⸗ than, gingen Juͤnglinge und Greiſe immer auf der Tu⸗ gendbahn; o wie ſtroͤmte Heil und Segen jeglichem von dir entgegen! 8. Wuͤrde nicht, wenn ſchon auf Erden keiner je der Noth entgeht, jede Laſt erleichtert werden; jede wah⸗ re Luſt erhoͤht, wenn den Lok⸗ kungen der Suͤnde unſer Herz ſtets widerſtuͤnde? 9. Ich erſchrecke, Herr, ich bebe, daß mein Herz ſo oft vergißt, daß, wenn ich nicht heilig lebe, eitel meine Hoffnung iſt: ſelig dort, und ſchon auf Erden ruhig und getroſt zu werden. 10. Laß des Laſters bittre Fruͤchte mir ſtets in Gedan⸗ ken ſeyn; mich nie zweifeln am Gerichte; auch den klein⸗ ſten Fehltritt ſcheun! Staͤrke mich, daß ich die Suͤnde immer glorreich uͤberwinde! Mel. Wie groß iſt des Allm. 8 chlwelch ein Kampf in meiner Seele, welch ſteter Widerſpruch in mir! Mein Geiſt will, daß ich Gutes waͤhle, er ſehnt ſich, Gott, ſo heiß nach dir: allein das Fleiſch verfuͤhrt den Willen, macht ihn den Sinnen unterthan, ſtrebt, ihre Luͤſternheit zu ſtillen, und ſchmiegt ſich, ach! den Suͤn⸗ den an. 2. Ein doppeltes Geſetz regieret mein Weſen; o wie raͤthſelbaft! Wenn mich der Wahrheit Strahl beruͤhret, dann ſchmeck ich Frieden, fuͤhle Kraft; doch ſchnell ent⸗ ziebt ein Todesſchatten mir dieſes himmliſch reine Licht, ich muß im halben Lauf er⸗ matten, ich will, doch ich vollbringe nicht. 3. Der gute Vorſatz, den ich faſſe, er bleibt ein Traum der Phantaſie; ich thu das Boͤſe, das ich haſſe, und ſcheue oft der Tugend Muͤh. Getrieben, wie ein Schiff vom Winde, dem Maſt und Steuerruder brach: reißt ſie mich hin, die Macht der Sunde; zu ſpaͤte Thraͤnen folgen nach. 4. Wer loͤſt mich von den Skla⸗ Sklavenketten? Wer ſchafft in meinem Innern Ruh? Wer kann mich von mir ſelbſt erretten? Nur du, Allmaͤch⸗ tiger, nur du! Ein Strahl von deiner Gnade gnuͤget zur ſeligſten Geneſung mir; o ſend' ihn, daß mein Glau⸗ be ſieget, und ſchenke Kraft zur Tugend mir! Von der Erloͤſung. (In eigener Melodie. 89 Her, wir ſingen deiner Ehre. Er⸗ barm dich unſer, und er⸗ hoͤre, nimm gnaͤdig unſer Loblied an! Herr, wir dan⸗ ken voll Entzuͤcken; wo iſt ein Gott, der ſo begluͤcken, ſo lieben und ſo ſegnen kann? Der Gott, den wir erhoͤhn, er, deſſen Heil wir ſehn, iſt die Liebe, ſchon vor der Zeit, in Ewigkeit war Gott die Liebe; wird ſie ſeyn. 2. Um zu dir uns zu erhe⸗ ben, hauchſt du in unſre Bruſt das Leben, und ſchen⸗ keſt uns der Erde Gluͤck. Um zu dir uns zu erheben, entziehſt du unſrer Bruſt das Leben, und ſchenkeſt uns des Himmels Gluͤck. Du gibſt das Leben, Gott, und fuͤhrſt auch durch den Tod uns zum Leben. Du ſuchſt allein, uns 60 Werke und Wohlthaten Gottes. zu erfreun; daß wir verder⸗ ben, willſt du nicht. 3. Als wir, von der Suͤnde Plagen gequaͤlt, in unſerm Elend lagen, und Nacht des Todes uns empfing, fern von deiner Wahrheit Pfade, da war es, Gott, als deine Gnade erbarmend vor uns uͤberging. Da rief dein Va⸗ terblick durch Jeſum uns zuruͤck von der Suͤnde. Aus ihrer Nacht ſind wir erwacht, erwacht, um Gottes Licht zu ſehn. 4. Preiſet ihn, ihr Jubel⸗ lieder! der Sohn des Hoͤch⸗ ſten ſtieg hernieder, ward Menſch und ſtarb der Suͤn⸗ der Tod. Chriſtus hat den Tod bezwungen; ein Sieges⸗ lied werd ihm geſungen! Uns ſegnet und begnadigt Gott. Wir ſind mit ihm verfoͤhnt; ihr Lobgeſaͤnge toͤnt! toͤnt zum Himmel! Herr, Preis ſei dir! Einſt knieen wir an deinem Thron, und beten an. Mel. Mache dich mein Geiſt bereit 90 Unſer Gott, der Herr der Welt, ſchaut der Zukunft Zeiten, kann, was ihm zu thun gefaͤllt, lange vorbereiten. Stets zur That wird ſein Rath; auf verborgnen Wegen kommt uns Heil entgegen. 2. Jeſus ward zum Hei b ber ſihh uurin r F iſn, füllt in „n Naſeſäg der Weltfiter u u mmdig, wien der hed; kam Ehhmach und d Alrn keben No aeben. 5 3 Seiner Nin geit litß in fu Gott mit itur* Eulkenn offenba— geſcah, fen undlr fer ianah 1 ühn zu ſchenken. 4 Win inTe ct, der die Vr aner witd,&r rict herrlch S. Ehra hn, der gh n Gott zu lum ihm wit Frer am Ma. Men ach 99 ann dih ganz an ze 6d 3 d L m 5 Aſp hat Gott 3 ſe ltt, unz ſi a ſ enken. 2 Hoch ibe 21 er tes. nicht. hn, ihr Jubel 2 Vn des Hüi * Lieeder, ward Starb der Sun⸗ — tiſtus hat den Anz ein Sieges⸗ im geſungen! — und begnadigt A₰ ſind mit ihm r Lobgeſaͤnge um Himmel üeei dir! Einſt Heinem Thron, ‿ — mein Geiſt berei V — Fott, der Herr V Welt, ſchaut eiten, kann, „Athun gefaͤllt, n. Stets zur Rath; auf egen kommt n ygen. V d zum heil der Erloͤſung. 61 der Welt einer unſrer Bruͤ⸗ der; freudig, wie zum Sieg der Held; kam zu uns er nieder; rang mit Noth, Schmach und Tod, um zu edlerm Leben Menſchen zu erheben. 1 1 3. Seiner Ankunft frohe Zeit ließ in fruͤhen Jahren Gott mit ihrer Herrlichkeit Voͤlkern offenbaren. Was geſchah, fern und nah, wußt' er dann zu lenken, um uns ihn zu ſchenken. 4. Preiſet ihn voll Zuver⸗ ſicht, der die Welt regieret! Immer wird, was er ver⸗ ſpricht, herrlich ausgefuͤhret. Ehret ihn, der erſchien, uns zu Gott zu leiten; folget ihm mit Freuden. Mel. Mein erſt Geſchäft ſey 91 Gebanka, der uns Leben gibt, wer kann dich ganz durchdenken? Alſo hat Gott die Welt ge⸗ liebt, uns ſeinen Sohn zu ſchenken. 2. Hoch uͤber die Vernunft erhoͤht, umringt mit Finſter⸗ niſſen, fuͤllſt du mein Herz mit Majeſtaͤt und ſtilleſt mein Gewiſſen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergruͤnden; und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Waͤrm' empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Jeſu Tod ergruͤnden; allein das Goͤtt⸗ liche der That, das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Troſt, daß Jeſus Chriſt nicht meine Schuld getragen, nicht Gott und mein Erloͤſer iſt: ſo werd' ich angſtvoll zagen. 6. Iſt Chriſti Wort nicht Gottes Sinn; werd' ich ſtets irren muͤſſen, und, wer Gott iſt, und was ich bin und werden ſoll, nicht wiſſen. 7. Nein, dieſen Troſt der Chriſtenheit ſoll mir kein Zweifel rauben; ich fuͤhle ſeine Goͤttlichkeit und halte feſt am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum, durch ihn des Himmels Erbe; dieß bin ich; und das iſt mein Ruhm, auf den ich leb' und ſterbe. 9. Du gibſt mir deinen Geiſt, das Pfand, im Glau⸗ ben mich zu ſtaͤrken, und bil⸗ deſt mich durch deine Hand zu allen guten Werken. 10. So lang ich deinen Willen gern mit reinem Her⸗ zen thue, ſo fuͤhl' ich eine Kraft des Herrn, und ſchmek⸗ ke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Suͤnde kraͤnkt, und ich zum Kreuze trete, ſo weiß ich, daß er mein gedenkt und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erloͤſer lebt, und mich einſt aus der Erde erweckt, und zu dem Reich erhebt, da ich dich ſchauen werde. 8 8„ 8— ——— 8 — ö ö ö V L 4 —————— —— 62 Werke und Wohlthaten Gottes. 13. Erfuͤlb mein Herz mit Dankbarkeit, ſo oft ich dich nur nenne; und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 14. Soll ich dereinſt auch wuͤrdig ſeyn, fuͤr deinen Ruhm zu leiden, ſo laß mich keine Schmach und Pein von deiner Liebe ſcheiden. 15. Hat Gott üns ſeinen Sohn geſchenkt, laß mich noch ſterbend denken: wie ſollt' uns der, der ihn ge⸗ ſchenkt, mit ihm nicht Alles ſchenken! Mel. Schwing dich auf, zu 92 4 K. ommt mit Dank Tvor Gottes Thron! Preiſet Gott auf Erden! Denn er ſandte ſeinen Sohn, unſer Heil zu werden. Ehret, preißt ihn, der da kam, daß wir ſelig wuͤrden! Er ward Menſch, und uͤbernahm ſchwerer Leiden Buͤrden. 6 2. Treu vollbracht' er ſeine Zeit. Seines Vaters Ehre, Wahrheit und Gerechtigkeit war des Heil'gen Lehre; Menſchen troͤſten und er⸗ freun immer ſein Beſtreben; und um Aller Heil zu ſeyn, ließ er ſelbſt ſein Leben. 3. Nun als Herr, von Gott rhoͤht⸗ nach vollbrachtem Werke, herrſchet er voll Ma⸗ jeſtät, und mit Gnad' und Staͤrke, ſammelt All' uns in ſein Reich, die wir darnach ſtreben. Fromme ſollen Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 4. Ehrfurcht und Gehor⸗ ſam ſoll ihm der Menſch be⸗ zeigen, Aller Knie ſich de⸗ muthsvoll vor dem Mittler beugen, freudig jede Nation es mit Dank bekennen: Er ſei Gottes hoͤchſter Sohn, unſer Herr zu nennen. 5. Wer ihn ehret, ehrt zugleich Gott, durch den wir leben; denn der Tugend hei⸗ lich Reich iſt ihm übergeben. Wer zu Jeſu: Herr, Herr! ſpricht, und doch Boͤſes uͤbet, kennt ihn und den Vater nicht, der nur Fromme liebet. 6. Laßt uns, Chriſten, laßt uns ihn reines Herzens lieben, auch die kleinſte Suͤn⸗ de fliehn, jede Tugend uͤben, eifrig thun, was er gebeut, auf ſein Vorbild ſehen, und wie er mit Freudigkeit auch durch Leiden gehen. 7. Koͤnnen wir: es iſt vollbracht! froh, wie er, einſt ſprechen, o dann ſchreckt uns nicht die Nacht, wann die Augen brechen. Sicher wird uns ſeine Hand zu den Seligkeiten ſeines Reiches, in das Land der Verklaͤrten, leiten. Mel. Vom Himmel hoch, da 932 Auf freue dich, mein Geiſt, in mir, und preiſe deinen Gott, der dir, ſelbſt ſeinen Sohn zum Hele eer taht pteiſ it r jih liebt! „d den dir d geſandt, er 12 u Kroſt bekannit un ſine Vaterit. ven ihu n deine— 5 3„durch ihn in thahn zur S kund daun du ſeriir Muth und. dſer Bahn zu gr ſan 4 Vergiß, ver nr Zeit, die G) ☛ an eit; dent cm lets mit drude n nte Gou: in Dun 5. Aus Geiten Dankbarkeit ſiin anzg es Herz güln den das di 8 ſelig iſ, inr bis ins öro 6 wende dank. tr au Nxinen 1 Erwecke m ieh da,s Sottes. Ih, mit ihm ewig u nennen. Ahn ehret, ehrt „ durch den wit an der Tugend hei⸗ ihm uͤbergeben. 1: Herr, Heur voch Boͤſes uͤbet, annnd den Vatet * nur Fromme mans, Chriſten, ₰☛ reines Herzens — die kleinſte Suͤn⸗ e Tugend üben, *& was er gebeut, iild ſehen, und x freudigkeit auch ggehen. an wir: es ſt Afroh, wie ey odann ſchrech Nacht, want eeechen. Sicha ie Hand zu dei r⸗ ſeines Reiches, der Verklaͤrten/ inmel hoch, A * reue dich, mii = ſt, in mir, und (— Gott, der 5 — 5ohn zum Hel⸗ L hn; fr Erloͤſung. fer gibt; preiſ' ihn, daß er ſv ſehr dich liebt! 2. Er, den dir Gott zum Heil geſandt, er machte di den Troſt bekannt, wie in⸗ nig ſeine Vatertreu, wie wenth ihm deine Wohlfahrt di. 3. Durch ihn hat er die ſichre Bahn zur Seligkeit dir kund gethan; durch ihn hat er dir Muth und Kraft auf dieſer Bahn zu gehn, ver⸗ ſchafft. 4. Vergiß, vergiß zu kei⸗ ner Zeit, die Groͤße ſeiner Guͤtigkeit; denk' oft und ſtets mit Freuden dran, und bete Gott in Demuth an. 5. Aus Gegenlieb' und Dankbarkeit ſei ihm dein ganzes Herz geweiht, dein Herz, das ihm ganz zugehoͤrt und ſelig iſt, wenn es ihn ehrt. 6. Dem, den er dir zum Helfer gab, dem folge red⸗ lich bis ins Grab; folg' ihm und wende dankbar an, was er zu deinem Heil gethan 7. Erwecke dich dadurch zum Fleiß der Heiligung: das iſt der Preis, den aͤchte Dankbarkeit dem gibt, der dich ſo goͤttlich groß geliebt. 8. In dieſem Preiſe uͤbe dich, mein Geiſt, ſo hilft er ſicherlich dir zu dem Gluͤck, das Gottes Rath durch ihn der Welt bereitet hat. 63 Mel. Allein Gott in der Höh⸗ ſ5 imm mufre⸗Dan⸗ 94 gefuͤhle an, die wir dir, Vater, weihen; durch Jeſum zeigteſt du die Bahn der Tugend uns von Neuem. Ja, ewig, ewig Dank ſei dir; belehrt durch Jeſum koͤnnen wir uns unſrer Wuͤrde freuen. 2. Sonſt ſahn mit Furcht im Angeſicht auf Graͤber unſre Bruͤder; doch bald er⸗ ſchien ein neues Licht dem bangen Herzen wieder. Des Menſchen Geiſt umſchließt kein Grab, nur ſeine Huͤlle ſinkt hinab; dies lehrte Je⸗ ſus glauben. 3. Mit edler Waͤrme lehrte er als erſte Pflicht die Lie⸗ be, und jedes Gute immer mehr zu thun aus reinem Triebe. Er ſelbſt, er gab ſein Leben hin, aus edlem, reinem Tugendſinn, zum Be⸗ ſten für die Bruͤder. 4. Auf Chriſten, ehrt ihn Lebenslang durch reine Tu⸗ gendliebe! O, daß ihm Kei⸗ ner dieſen Dank, kein Chriſt ihm ſchuldig bliebe! Wir ſind erloͤſet: Dank ſei dir, o Vater! Moͤchten Alle wir frei von der Suͤnde leben! Mel. Sei Lob und Ehr dem * 9z uf, Chriſten, laßt 95* uns unſern Gott mit frohem Dank erheben! Er hat nicht Luſt an unſerm Tod, will, daß wir ewig le⸗ beun. — 8 —————— 64 ben. Was uns zum Heile noͤthig iſt, das hat er uns durch Jeſum Chriſt erbar⸗ mungsvoll bereitet. 2. Nach ſeinem gnaden⸗ vollen Rath kam er, ſein Sohn, auf Erden, von unſ⸗ rer Schuld und Miſſethat ein Retter uns zu werden. Er ward's, und hat ſein Werk vollbracht, und ſich, nach kurzer Grabesnacht, gen Himmel aufgeſchwun⸗ en. 1 3. Wo iſt des Todes Herr⸗ ſchaft nun? Hier iſt ſein Ue⸗ berwinder; die Furcht davor hinweg zu thun, ſtarb er, das Heil der Suͤnder. Ge⸗ brochen iſt uns nun die Bahn, die von der Erd' uns Him⸗ melan zur ew'gen Wonne leitet. 4. Wie hat uns doch der Herr ſo lieb! Wie ſucht er un⸗ ſer Beſtes! Er gibt fuͤr uns aus freiem Trieb ſein Lieb⸗ ſtes und ſein Groͤſtes! Preis ihm, der ſo viel an uns thut! Preis ſeinem Sohn, der, uns zu Gut, ſich bis zum Tod erniedrigt! 5. Was er zu unſerm Gluͤck verſchafft, das iſt in ſeinen Haͤnden; ſein iſt das Reich, ſein iſt die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er ſo liebreich uns erwarb; als er fuͤr uns am Kreuze ſtarb. Wohl Allen, die ihm trauen. 6. O laßt uns ihm uns anvertraun, und ſeine Stim⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. me hoͤren, auf ſeine Mitt⸗ lershuͤlfe baun, ihn mit Ge⸗ horſam ehren! Das iſt der Weg zum ew'gen Wohl, der Weg, auf dem man frieden⸗ voll auch ſchon auf Erden wandelt. 7. Herr, leite ſelbſt uns dieſen Pfad, zeuch uns zu deinem Sohne, daß Glaub' an ihn auch mit der That in unſern Herzen wohne: ſo ha⸗ ben wir an ſeinem Heil, zur Freude fuͤr uns, ewig Theil; ſo preiſen wir dich ewig. Mel. Schon iſt der Tag von 96 Nun laßt uns Alle froͤhlich ſeyn, daß Gott uns Jeſum ſandte! Laßt uns des Gottes hoch er⸗ freun, den Jeſus Vater nannte; der Alles ſchuf und liebt und naͤhrt, der alle ſeine Kinder lehrt, und alle gut erziehet. 2. Zur menheit, die ſchon hienieden keimet, erzieht er Alle weit und breit; nicht Einer iſt ver⸗ ſaͤumet. O wohl mir, ich bin Gottes Kind! O wohl mir, alle Menſchen ſind des hoͤchſten Vaters Kinder! 3. Er ſchaut auf Alle mild herab, fuͤhrt auf verſchied⸗ nen Wegen uns Alle uͤber Tod und Grab zu hoͤherm Licht und Segen. Der Gott, den jede Sprache nennt, der Gott, den niemand ganz verkennt, hat Jeſum uns gegeben. 4. Ver⸗ Reife der Vollkon⸗ it; u witſtn Kn, viſu eiſten Licht b jih tunm den n in Lat ¹ Golt ſchn, zunn Men Hrauena2 de mjus iieret, 9 Zie ſchheit he tn hhat A ſan us gelehrt— dir gorieſen 6. Wit acernen ann uns jedene nehmen? Für um en, Schmach a Krkantheit, Eun R fff 5 Ne Wahrhe m erliegt; 9 1 n Wiüheit hal Augend iber Alet.— fit un Ziele warE. mn ihr Hohn== cſt, verkündigd tieſen! Grämen, und 4 en Sdrit an en Feſus einen fun m T: Gott 1 Gott ſei afür& . Dauter Gi. eit etheben. 2 A Lihte J. jAung derlla 1 küüt 3e Ma. zuchein ge Er dit a de —₰ ttes. auf ſeine Nie 3 ihn mit Ge⸗ m man frieden on auf Erden —, zeuch uns u ne, daß Glauh Smit der That if =n wohne: ſo ha⸗ einem Heil, zu us, ewig Thell r dich ewig. ua iſt der Tag bon * laßt uns All öbblich ſeyn, daß Jeſum ſandte — Gottes hoch er Jeſus Vater — Alles ſchuf und — yrt, der alle ſein⸗ 2;, und alle gu b. (ůä ife der Vollkon⸗ — 2 au ſchon hieniede — ht er Alle wei icht Einer iſt ver = wohl mir, ih — Kind! O wol enſchen ſind de — ers Kinder! ut auf Alle mih t auf verſchied — us Alle überdoh eu hoͤherm Lich — Der Gott, den R nennt, derGon, ganz verkentt, 18 egeben. ats geg 4 g0 Erlöfung. 65 A. Vertrauensvoll auf Gott zu ſehn, der mit Ver⸗ nunft uns zieret, und kind⸗ lich fromm den Weg zu gehn der uns zum Ziele fuͤhret, der Menſchheit hohen Zweck und Werth hat Jeſus Chri⸗ ſtus uns gelehrt: Gott ſei dafür geprieſen! 5. Wie Wahrheit nie dem Trug erliegt; wie Pflicht und Weisheit handelt; wie Tugend über Alles ſiegt; und feſt zum Ziele wandelt, auch wenn ihr Hohn und Marter droht, verkuͤndigt Jeſu Lehr' und Tod: Gott ſei dafür geprieſen! 6. Wir zagen nicht; was kann uns je des Vaters Liebe nehmen? Für Armuth, Sor⸗ gen, Schmach und Weh, für Krankheit, Schmerz und Grämen, und für den ſchwe⸗ ren Schritt ans Grab beut Jeſus einen feſten Stab; Gott ſei dafür geprieſen! 7. O guter Gott, wir zagen nicht; du wirſt zum höhern Leben, wirſt zu des Himmels reinſtem Licht einſt unſern Geiſt erheben. Wohl uns! Die Lehre Jeſu beut uns Hoffnung der Unſterblichkeit: ſei hoch dafuͤr geprieſen! Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 97 Frhebt den Herrn, ihr Frommen! Er hält, was er verſpricht. Der Heiland iſt gekommen, der Voͤlker Troſt und Licht. Gott, der uns nicht verſtoͤßt, hat uns zum Heil und Leben ſelbſt ſeinen Sohn gegeben; durch ihn ſind wir erloͤſt. 2. Erloͤſt! o welche Liebe hat uns der Herr erzeigt; mit welchem Vatertriebe ſein Herz zu uns geneigt! Von ſei⸗ nes Himmels Thron kommt, Rettung vom Verderben uns Sündern zu erwerben, ſein hocherhabner Sohn.. 3. Er kam zu uns auf Er⸗ den in tiefer Niedrigkeit, nahm auf ſich die Beſchwer⸗ den von unſrer Pilgerzeit, enthielt ſich ſeiner Macht, verläugnet Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden ſein großes Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht! O bringet Gott euren Lobge⸗ ſang! Erlöſte Menſchen, ſin⸗ get dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unſrer Seele Schaden. O nehmt ihn glaͤubig an! 5 Du Freund der Men⸗ ſchenkinder, verwirf' uns, Jeſu, nicht! Dein Name, Heil der Sünder, iſt unſre Zuverſicht! Drum kommen wir zu dir. Hilf jeden Reiz zu Sünden uns glücklich uͤberwinden; denn dein, o Herr, ſind wir. 6. Bei dir ſteht unſer Le⸗ ben. Zu unſerm ew'gen Heil haſt du dich hingegeben! Gib uns am Himmel Theil. Laß uns dir folgſam ſeyn! Was E wird — ÿ——õyÿõÿõ————.—— 2 ——— 1 —— 66 Werke und Wohlthaten Gottes. wird uns, Herr, dann fehlen? 7. Ach! lehre mich recht Dann werden unſre Seelen ſich Gottes ewig freun. Mel. Herzliebſter Jeſu! 98 ott, der du fuͤr 8 uns deinen Sohn gegeben: o wer kann g'nug⸗ ſam deine Huld erheben? Wie herrlich zeigſt du im Erloͤſunswerke der Gnade Staͤrke! 2. Dein ew'ger Sohn ſtirbt fuͤr die Menſchenkinder; der Heiligſte tritt an die Statt der Sünder; der Seligſte begibt ſich ſeiner Freuden, für uns zu leiden. 3. Er wird das Lamm, das aller Sünden traͤget, drauf du die Strafe weislich ſelbſt geleget: daß du die Schuld an den verlornen Schaafen nicht duͤrfteſt ſtrafen. 4. Was iſt der Menſch, daß du ſein ſo gedenkeſt, und deinen Sohn ihm zum Ver⸗ ſoͤhner ſchenkeſt? Was fin⸗ deſt du an mir und an uns Allen fuͤr Wohlgefallen? 5. Verdient Verachtung goͤttlicher Geſetze, verdient Verſchwendung unſchaͤtzba⸗ rer Schaͤtze, verdient ge⸗ häufte groͤbliche Verſchul⸗ dung ſo viele Duldung? 6. O welche Tiefe deiner Menſchenliebe! Wer faßt, o Gott, die Groͤße ihrer Trie⸗ be? Du thuſt weit mehr zu unſerm Wohlergehen, als wir verſtehen. deine Huld erkennen, voll Zuverſicht dich meinen Va⸗ ter nennen, und zum Ge⸗ horſam dir mein ganzes Le⸗ ben willig ergeben. 8. Was mir dein Sohn, da er für mich geſtorben, von deiner Huld durch ſeinen Tod erworben, das werde mir, zu meinem ew'gen Heile, nun auch zu Theile! 9. Dein Friede wohne ſtets in meinem Herzen, und tröſte mich bei des Gewiſſens Schmerzen; dein Geiſt ſei mit mir, deinen guten Wil⸗ len treu zu erfüllen. In eigener Melodie. 99 H and„ den uns Ve. Gott verhieß, den der Himmel jauchzend pries, als du, Sterblichen zum Dienſt, huldreich auf der Erd' erſchienſt. 2. Wie dein Nam' iſt auch dein Ruhm. Jeſu, wir, dein Eigenthum, ehren dankvoll und erfreut deine große Gü⸗ tigkeit. 3. Du, deß Handddie Him⸗ mel hält, du kamſt willig in die Welt, uns von Sünden zu befrein, unſer Licht und Troſt zu ſeyn. 4. Stark in deines Vaters Kraft, haſt du Leben uns ver⸗ ſchafft. Wir, von Rath und Hülf entbloͤſt, ſind, o Herr, durch dich erloͤſt. 5. Preis ſei dir in Ewig⸗ eit! ſr jat.. rtſ d libreis bn W ug s rnärs Hul fei a eigenet Ner t fl 100 Mn 4 (tau ich, Got,* gier, in de Nin güte, und verln n tr. O vie guit n Huld! Unſte ge. V tun 4 du u 1 kergehen, denn dos (uſt am Leben. 2 Ich verehre. liehe, dinet G1 Ran, die, a ſreitn diebe, ebarnet hat. pe mm zatteſt du Jan tdetben zuu, ug Kerwerben,g — —— Sen ſierben 3 Tin Rät r Ettaun oll S Jteunäiti V dacteit d. berlaſſne Dts „ 1 dnd 1n n 1f dein Sehs 6 4 * Friede wohn unem Herjen * bei des Gewiſſn *; dein Geiſt ſ — eiinen guten Wi cerfüllen. ener Melodie. — iland, den un — Gott verhieß, d 2AI jauchzend priez, Sterblichen zn uldreich auf de enſt. ein Nam' iſt au — Jeſu, wir, dei zn, ehren danknol —deine große Gi⸗ eß Handdie Hin⸗ u kamſt willigi — uns von Sündn * unſer Licht un n. a⸗ in deines Vatelt yu Leben uns ver⸗ xr, von Rath und At, ſind, o Herg rlüſ. nen⸗. an ſei dir in Ewig⸗ 3 ſii nr keitt und du ſelber, Erlöſung. 67 keit! Auf! die ihr erlöſet ſeid, ruͤhmt den, der mit Lehr' und That euch vom Tod erlöſet hauul! 6. Der du liebreich zu uns kamſt, unſre Rettung uͤber⸗ nahmſt, dein uns theur er⸗ worbnes Heil ſei auf ewig unſer Theil. 7. Unſre Seele trau' auf dich, unſer Leben preiſe dich; Heil der Welt, hilf uns thun, was dir gefaͤllt! In eigener Melodie. 100 Mit frohlocken⸗ dem Gemuͤthe ſchau ich, Gott, voll Dank⸗ begier, in die Tiefen deiner Guͤte, und verliere mich in ihr. 9 Huld! Unſre ganze Sünden⸗ ſchuld willſt du uns ſo gern vergeben; denn du haſt nur Luſt am Leben. 2. Ich verehre, Gott voll Liebe, deiner Gnade weiſen Rath, die, aus eignem freien Triebe, unſrer ſich erbarmet hat. Uns Verlor⸗ nen dachteſt du Rettung vom Verderben zu, und dies Heil uns zu erwerben, ſollte dein Geliebter ſterben. 3. O ein Rathſchluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der uns, uns verlaſſnen Armen, Gnad' und reichen Troſt verleiht! O wie haſt du uns geliebt, daß dein Sohn ſich fur uns O wie groß iſt deine gibt, die verſcherzten Selig⸗ keiten wiederum uns zu be⸗ reiten. b a. Ja, du zeigſt aus wei⸗ ſer Liebe uns zur Gnade ſelbſt die Bahn, führſt durch dei⸗ nes Geiſtes Triebe uns zu Buß' und Glauben an. Wer nicht in der Suͤnde bleibt, ſtandhaft an den Mittler gläubt, ſoll, befreit von dem Verderben, Himmelsſeligkei⸗ ten erben. 5. Du beſtimmteſt zum Verderben auch nicht Einen; deine Huld hilft auch Suͤn⸗ dern. Wenn ſie ſterben, ſterben ſie aus eigner Schuld. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, den trifft ſeines Fre⸗ vels Lohn; ſein beharrlich Widerſtreben raubt ihm Gna⸗ de, Heil und Leben. 6. Ewig ſei mit Dank be⸗ ſungen, was dein Rath be⸗ ſchloſſen hat. Mit uns prei⸗ ſen Engelzungen dieſen wei⸗ ſen, heil'gen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erſtaunend hoͤrt, wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergrün⸗ det. 7. Vater, hilf mir dar⸗ nach ſtreben, meines Heils gewiß zu ſein. Richte du mein ganzes Leben nur nach deinem Willen ein. Laß des Glaubens Frucht und Kraft, die dein Geiſt nur in uns ſchafft, mir das ſichre Zeug E 2 nis 1 KW B 1 6 1 6 — ö 3 ö 1 ——-— — 1 68 Werke und Wohlthaten Gottes. niß geben, ich ſei auf dem Weg zum Leben.. 8. Ueberzeugt von deiner Gnade, und gewiß, di einſt zu ſehn, will ich ſelbſt des Todes Pfade ohne Graun unnd muthig gehn. Hab' ich deine Gnade nur; ſo wird keine Kreatur mich von dei⸗ ner Liebe trennen, mich dir nichts entreißen können. Würde des Erlöſers. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 1 1 u kamſt herab 0 zum Staube, herab von deinem Thron; in dir erblickt mein Glaube des ew'gen Vaters Sohn, Glanz ſeiner Herrlichkeit! Wer kann dich g'nug erhe⸗ ben? Du ſchenkſt uns neues Leben und Herzensfreudig⸗ eit. 2. Wer reicht an deine Größe? Im weiten Schö⸗ pfungsreich fühlt jeder ſeine Blöße, fuͤhlt keiner dir ſich gleich. Du warſt, eh' Meer und Land, eh' Sonne, Mond und Erde durch jenes Macht⸗ voort: Werde: hervorging und entſtand. 3. Der hoͤchſte Seraph beu⸗ get ſich demuthsvoll vor dir, verhuͤllt ſein Antlitz, ſchwei⸗ get, bewundert dich, wie wir; und deiner Hoheit Glanz, wagt er's, ſie zu ergründen, wird er zu blendend finden; auch er ſchaut nie ſie ganz. a. Du haſt durch deine ch erfreut. Lehren des Irrthums Nacht zerſtreut. Wenn wir ſie folg⸗ ſam hoͤren, wird unſer Herz Es lernt mit Kraft und Muth nach wahrer Tu⸗ gend ſtreben, lernt für die Zukunft leben, gewinnt das hoͤchſte Gut. 5. Um unſer Heil zu gruͤn⸗ den, nahmſt du ſo bruͤder⸗ lich den Sold der ſchwerſten Sünden, des Kreuzes Laſt auf dich. Du tilgteſt fremde Schuld, ertrugeſt Haß und Bande, und ſtarbſt bei Qual und Schande mit goͤttlicher Geduld. 6. Doch, Herr, im Siegs⸗ gepränge kommſt du zur Welt zurück. Dann ſteht der Voͤl⸗ ker Menge vor deinem Rich⸗ terblick. O welche Angſt und Pein verfolget dann den Suͤnder! Und Gottes from⸗ me Kinder, wie wirſt du ſie erfreun! 7. Dich, Heiland, zu ver⸗ ehren, ſei ſtets mir theure Pflicht! Befolg' ich deine Lehren, ſo ſeh ich einſt dein Licht. Du biſt, was keiner war, im Himmel und auf Erden, was auch nicht En⸗ gel werden; du bleibſt es immerdar. Mel. Kommt, kommt, den 102 ein Heiland, dei⸗ ne Groͤße geht über alle Himmel weit. Wer iſt, der ſie ermeſſe? Du warſt Du bei Gott in Ewigkeit. S biſt Na uarf du üitt. ir iun 2 eiy urch deir —. — — — — — n ſchu t dis Heer d) dich noch n. in Erhe üdet I ſtdin ewger R an ammert dich derg Aeinem Eigenth n 3. du tragenlhe durch deiner Allee WVort. Das G1 iinge geht hlos n Vilen fort. Srn d regjereſt den a dr Wet; weil de führeſ, geſd. dir grfält. Sei n leen, drum ane Gkuft diede — nn wenn d r . 1 vüttt läßt— tu de 3 2— 8 Herr, im Sieg = imſtzu ur We I — mmn ſteht der Vi⸗ —vor deinem Rich. = welche Angſtun lget dann der nd Gottes fron⸗ wie wirſt du ſe = Heiland, zu ber⸗ = ſtets mir theule kfolg' ich dein —eh ich einſt den =biſt, was keink himmel und auf * auch nicht Er⸗⸗ 2 du hleibſt 6 mt, kommt, den in Heiland, dir ne Groͤße geht t(mel weit. Wer — zeſſe? Du warſt. Ewigkeit. Ddu — ewi biſt Erlöſung. biſt der Erſtgeborne vor aller Kreatur, kamſt zwar fuͤr uns Verlorne in menſchlicher Na⸗ tur; doch in der Menſchheit Orden tratſt du erſt in der Zeit; eh' noch die Welt ge⸗ worden, warſt du voll Herr⸗ lichkeit. 2. Der Himmel und dieEr⸗ de ſind durch dein kraͤft'ges Wort gemacht. Auf dein all⸗ mächtig: Werde! entſtand die Welt mit ihrer Pracht. Du biſt auch unſer Meiſter; auch uns ſchuf deine Hand, ſo wie das Heer der Geiſter, das dich noch nie erkannt. Ein Erbe über Alles! Das iſt dein ew'ger Ruhm; drum jammert dich des Falles von deinem Eigenthum. 3. Du trageſt alle Dinge durch deiner Allmacht ſtarkes Wort. Das Große und Ge⸗ ringe geht blos durch deinen Willen fort. Sohn Gottes, du regiereſt den ganzen Kreis der Welt; weil du das Ru⸗ der führeſt, geſchieht, was dir gefällt. Bei dir ſteht Tod und Leben; drum wird einſt jene Gruft die Todten wieder geben, wenn deine Stimme ruft. 4. Gott läßt dir Ehr' er⸗ zeigen, die keinem andern widerfaͤhrt. Dir ſoll ſich Alles beugen; denn goöͤttlich groß iſt, Herr, dein Werth. Du biſt das Heil der Erden. Wer auf dein Wort nicht hoͤrt, der kann nicht ſelig werden: 69 wer aber dich verehrt, dem hilfſt du vom Verderben, ſchaffſt ihm Zufriedenheit, und machſt ihn einſt zum Erben vollkommner Selig⸗ eit. 5. Wie herrlich iſt dein Name ſchon jetzt, o Herr, in aller Welt! Dich preiſt der Frommen Saame, der glaͤubig dir zu Fuße faͤllt. Dich preiſen Seraphinen, er⸗ habner Menſchenfoöohn! Mit Freuden dir zu dienen, ſtehn ſie vor deinem Thron. Wer ſollte dein ſich ſchämen? Werth biſt du, Preis und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem Ei⸗ genthum. V 6. Sohn Gottes, ich ver⸗ ehre und bete dich in Demuth an; beſchäme und bekehre die, die dir noch nicht zuge⸗ than, die deinem Wort nicht glauben, und dir, der für ſie litt, die ſchuld'ge Ehre rauben. Theil ihnen Gnade mit, dich glaͤubig zu erken⸗ nen; laß nichts, die dich er⸗ kannt, von deiner Liebe tren⸗ uen. Dein Ruhm füll' jedes Land! Mel. Mein ganzer Geiſt 2 eie groß, wie 103 W angebetet iſt dein Nam', o Heiland, Je⸗ ſu Chriſt! Wie theuer dei⸗ nem Volke! Welch Licht ging in der Finſterniß mit dir der Welt auf! Wie zerriß, wie 3 5 ——. 1 3 8 ö ken. 70 floh des Irrthums Wolke! Als du kameſt, hörten Taube, und der Glaube half den Kranken, Stumme ſangen, dir zu danken. 2. Nur Schwache waren's, die dein Licht verbreiteten, Wo ſind die Weiſen nicht. ſite? Wo die Hohen? und wo die Reichen? Wo die Macht, vor der des Götzendienſtes Nacht und ſeine Schatten flo⸗ hen? Macht nicht, Liſt nicht, deine Gaben, Mittler, haben dich verklaͤret, uns den Weg zu Gott gelehret. 3. Wir werden deinen Ruhm erhoͤhn; wir werden deinen Himmel ſehn, den Preis von deinem Leiden; ge⸗ nießen, was du uns erwardſt, da du für uns am Kreuze ſtarbſt, der Engel hohe Freu⸗ den. Welche Gnade, daß wir Suͤnder Gottes Kinder werden ſollen, wenn wir an dich glauben wollen! a. Du haſt dich deiner Herrlichkeit entaͤußert eine kurze Zeit, fuͤr uns von Gott verlaſſen. Und nun mit Ehr und Ruhm gekrönt, nun machſt du ſelig, die, ver⸗ ſoͤhnt, der Suͤnden Graͤuel haſſen. und Leben gerne geben, und uns Allen helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Vom Aufgang bis zum Niedergang erſchallet dir der Lobgeſang erretteter Gerech⸗ Unzaͤhlhar ſind die einſt zu deiner Ruh': Ihnen willſt du Heil Werke und Wohlthaten Gottes. Schaaren ſchon, die gerne dir vor deinem Thron ein wuͤrdig Loblied brächten. Ih⸗ rer mehr noch, Jeſu, wer⸗ den ſchon auf Erden dir lob⸗ ſingen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 6. Wie groß, wie angebe⸗ tet iſt dein Nam', o Heiland, Jeſu Chriſt! wie herrlich bei den Deinen! Führſt du uns o wie weit herrlicher wirſt du den Frommen dann erſcheinen! Ewig muͤſſe, dir zur Ehre, ihrer Choͤre Lob erſchallen, durch die Himmel wider⸗ hallen! Dankbares Andenken an die Sendung Jeſu. (Adventslieder.) Mel. Jeſu, komm doch ſelbſt zu 104 ott ſei Dank in aller Welt, der ſein Wort beſtändig häͤlt, und der Sünder Troſt und mafh zu uns her geſendet a 2. Was der frommen Vaͤ⸗ ter Schaar Wunſch und Troſt und Hoffnung war, was ſie fern im Dunkeln ſah, Heil uns! iſt im Lichte da. 3. Hier iſt mehr, als Da⸗ vods Sohn. Unvergänglich iſt ſein Thron, denn der Tu⸗ gend Reich iſt ſein, hier und dort uns zu erfreun. 4. Licht ———. K öttdrrie (rn durcht i 2 35 Vanſäf ic dir;, M 6 en iil auch n! Deinss Ser Nain lß mais he ſen, ma 5 i ſeder L la wit dee ut hät und Rt 2 b sinr ſ erſin — u nit Hilf mE Fr, won dir. „ diin Tah= 85 Herr, bei F ih hier zur 5 rein d 3 ſſche, 1, 2 4 8. Tiiff nis und Schwerz, än mein zagend* kein Menſch mila ſo ninm du dihra 9. Und, o Je einſ ſerih 8,8 ſheint, laß mi e dit gehn und. dit e beſtehn! —— Ml. Ans neinesr g W) Min nit eüch 4 un 1,das 8 „ t Rttee r unt, d ii deen 23 ber ſpronen 4 kunnt 11 12 2. 1 1m 2 Erlöſung. 71 t ahon. 1A nem die nen 4. Licht der Seelen, ew'ges Seelen, ſeid heilig, ſeid be⸗ 1 eed brächten mMmM Heil ward durch ihn der Welt reit, was ihm gefaͤllt, zu waͤh⸗ 2 y, Jeſu A zu Theil. Menſchenfreund, len, zu fliehn, was er ver⸗ 9 Erden der i wie dank ich dir; du ſchenkſt beut! Eilt willig in ſein Reich, —s und Dant dieſes Heil auch mir! verabſcheut z undz verlaſſet, =ringen. ¹u0 5. Deines Segens mich was euer König haſſet, ver⸗ 1 oß, wie ana, u freun, laß mein Herz dein traut ihm, beſſert euch! 61 am“. 7 ngebe eigen ſeyn, mach es von der 3. Das hat der Herr ge⸗ boten, ſein Sohn hat's ſelbſt gelehrt; das lehren ſeine Boten, und ſelig iſt, wer hoͤrt! Ach, leben wird, wer glaubt, und wer nicht glaubt, wird ſterben. Ein jeder wird ver⸗ derben, der noch ein Sün⸗ der bleibt. a. Wer wahre Demuth m 3 Helan V Sklaverei jeder Sünde völ⸗ ii n Fi⸗ been t lig frei. M du In 6. Und wie deine Ankunft war Hülf' und Rettung aus Gefahr: ſo erſcheine ſtets auch mir Hülf und Rettung, Herr, von dir. 7. Deine Wahrheit leuch⸗ te mir, Herr, bei Allem, was e Andenken m — dung Jeſu. =tzlieder, Sa deſtäͤndig häl, nder Troſt un ich hier zur Befoͤrdrung meiner Ruh', denke, wün⸗ ſche, wähle, thu'. 8. Trifft mich Traurigkeit und Schmerz, tröſte dann mein zagend Herz! Wann kein Menſch mir helfen kann, ſo nimm du dich meiner an! 9. Und, o Jeſu, wann du einſt herrlich zum Gericht er⸗ ſcheinſt, laß mich freudig zu dir gehn und gerecht vor dir beſtehn! liebet, den will Gott einſt erhöhn; wer aber Hochmuth übet, der wird ihn nimmer ſehn; wer ihm ſein Herz er⸗ gibt, wird gut und ſelig werden, nicht dort nur, ſchon auf Erden erfahren, wie Gott liebt. 5. Doch was vermag ich Schwacher, ich Suͤnder, oh⸗ ne dich? Mein Heil, mein Seligmacher, bereite ſelber mich! Schon ſeufzt mein Herz nach dir, es ſeufzet dir hanz her geſende Mel. Aus meines Herzensgrunde 1 0 5 it Ernſt, o Men⸗ 90 ſchenkinder, be⸗ reitet euch dem Herrn! Er kommt, das Heil der Suͤn⸗ der, er rettet ſie ſo gern. Er kommt, den Gott allein u hnaden uns zum Leben — denn der N veerſprochen hat zu geben; n ſein, hier und ihr könnt nun ſelig ſeyn. arfreun. 2. Kommt, reinigt eure 2. Licht entgegen: Komm, komm mit deinem Segen, und wohne he frommen V in mi 3 ſtets in mir! b unſch und Troi ſr= war, was ſt meln ſah, Hel iin mehr, als N unvergaͤnglih Mel. Mein aanzer Geiſt, Gort 41 er Heiland 106 D kommt, lob⸗ ſinget ihm, dem Herrn, dem alle Seraphim das: Heilig! Heilig! ſingen. Er kommt, der eingeborne Sohn, und ſteigr 72 Werke und Wohlthaten Gottes ſteigt von ſeines Himmels Thron, der Welt das Heil zu bringen. Preis dir, daß wir vor der Sünde Rettung finden, hoͤchſtes Weſen! durch dich werden wir geneſen. 2. Willkommen, Friede⸗ fürſt und Held, Rath, Va⸗ ter, Kraft und Heil der Welt, willkommen hier auf Erden! Du kleideſt dich in Fleiſch und Blut, wirſt Menſch, und willſt, der Welt zu Gut, ſelbſt unſer Bruder werden. Ja du, Jeſu, reichſt die Arme voll Erbarmen uns entgegen, und verwandelſt Weh in Segen. 3. Du bringſt uns Troſt, Zufriedenheit, Heil, Leben, ew'ge Seligkeit! Sei hoch da⸗ mfuir geprieſen! O Herr, wie viel zu ſchwach ſind wir, ddie Treue zu vergelten dir, die du an uns erwieſen! Von dir, da wir im Verderben müßten ſterben, kommt das Leben: o was kannſt du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein doankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit vor dir zu wandeln: na, dir und unſerm Naͤchſten treu, aufrichtig ohne Heuche⸗ lei, zu denken und zu han⸗ deln. Zu dir flehn wir: hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, und des Fleiſches Luſt be⸗ zwingen. 5. Laß uns zu unſerm ew'⸗ gen Heil an dir im wahren Glauben Theil durch deinen Geiſt erlangen, auch, wenn wir leiden, auf dich ſehn, im Guten immer weiter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den From⸗ men ewig kommen, dich er⸗ heben, und in deinem Rei⸗ che leben. Mel. Beftehl du deine Wege 107 ie ſoll ich dich — empfangen, Heil aller Sterblichen! Du Freude, du Verlangen der Troſtbedürftigen! Gib ſelbſt mir zu erkennen, wie, deiner Guͤte voll, dich meine Seele nennen, dich wuͤrdig prei⸗ ſen ſoll. 2. Einſt ſtreute man dir Palmen: jetzt ſoll die Dank⸗ begier, mein Heil, in Freu⸗ denpſalmen ergießen ſich vor dir! Dich, dich will ich erhe⸗ ben, ſo gut ich Schwacher kann, mein Herz will ich dir geben; o nimm ev gnaͤdig an! 3. Damit du mich befrei⸗ teſt, gabſt du dich ſelbſt für mich; mich zu retten, freu⸗ teſt du, Seligmacher, dich. Du ſaheſt, daß hier Keiner vermoͤgend war dazu: da jammerte dich meiner, da kamſt und halfeſt du! a. O du, an den ich glau⸗ be, was waͤr's, das dich bewog? Was waͤr's, das dich zum Staube, zu wir — ers⸗ äl rt ſe ſebſt, er F o Jlſ haſt Bee b uin ſchreibet na Betrübtele lagt nih tn, als b 8 De ihr mit ei ture Schul R „daß er euan luun, tuft„2 Sindern dr Ci. wvort u, wacht a⸗ tes Kindern, fan Seelentuh. 7.,. Er uͤher an nd weif, wasnc Haternicht ſter de WwrAnheginnbeſ ſein ihren eeid ſets gebußt? f 2 ſin in 1 ſiine aſſ. 8. Exmacht. Bande des M 1 w, enteiſet ug vi Sünd inh göt W n Meienund f b Tir ericent en, G!t„. 9,R tonn gericte, de 3 it, um e t duns * —— du deine Wege Kie ſoll ich dih erblichen! Du reute man dir .2 ſoll die Dank⸗ Heil, in Freu⸗ gießen ſich vor ich Schwacher ecerz will ich dir = um er guaͤdig uͤ mich befrei (dich ſelbſt für retten, freu⸗ macher, dich. ß hier Keiner r dazu: da „ i meiner, da a ſt du! dden ich glau⸗ be s, das dich m wär's, dae abe, zu mik her⸗ = hwill ich erhe⸗ Erlöſung. 73 hernieder zog? Dein goͤtt⸗ liches Erbarmen. Ja, du, o Jeſu, haſt mit mitleids⸗ vollen Armen die ganze Welt umfaßt. 5. Das ſchreibt in eure Herzen, Betruͤbte! klagt nicht mehr! Zagt nicht in euren Schmerzen, als ob kein Hel⸗ fer wär? O ſehet auf! Ihr habet den beſten Helfer nah, der eure Seele labet: der treue Freund iſt da. 6. Die ihr mit ernſter Reue ſtill eure Schuld beweint, wißt, daß er euch verzeihe. Er ſelbſt, der Menſchen⸗ freund, ruft Milbegier'gen Suͤndern der Gnade Troſt⸗ wort zu, macht ſie zu Got⸗ tes Kindern, ſchafft ihnen Seelenruh. 7. Er uͤberſiehet Keinen, und weiß, was jedem nützt. Hat er nicht ſtets die Seinen von Anbeginn beſchützt? Nicht ſie in ihren Leiden zu tröſten ſtets gewußt? Erfreun iſt ſeine Freude, und Wohlthun ſeine Luſt. 8. Er macht uns von dem Bande des Tod's auf ewig los, entreißet uns der Schan⸗ de der Sünd' und macht uns groß, gibt Weisheit, Muth im Leiden und Kraft zu jeder That, verſichert uns die Freu⸗ den, die Gott bereitet hat. 9. Er kommt zum Welt⸗ gerichte; der Boͤſewicht ver⸗ geht, wann da im hellen Lichte der Tugendfreund beſteht. Ruhm mit Recht. Wohl ewig allen denen, die ſeine Wege gehn, und einſt mit Freudenthraͤnen zu ſeiner Rechten ſtehn! Mel. Gott, der du die Menſchen 108 S ell eurungan Menſch geword'ner Gottes⸗ ſohn! Ewig ſei dir lobgeſun⸗ gen, daß du von des Him⸗ mels Thron, uns zu Gut, ins Fleiſch gekommen; der du voller Freundlichkeit laͤng⸗ ſtens ſchon vor meiner Zeit, dich auch meiner angenom⸗ men und mein Bruder wor⸗ den biſt, ſei gelobt, Herr Jeſu Chriſt! 2. Sei gelobt! denn dir gehoͤret Preis und Dank und O wie hoch haſt du geehret unſer ſterbliches Geſchlecht! Herr, du haſt es ſelbſt vermaͤhlet mit der goͤttlichen Natur, und vor aller Kreatur es zum Wohlthun dir erwaͤhlet; ja in dir, du Gottesſohn, herrſcht die Menſchheit auf dem Thron. 3. Du, du biſt der Völker Segen, kamſt, von Noth uns zu befrei'n; und wir koͤnnen deinetwegen jetzt ſchon Kin⸗ der Gottes ſeyn. Hat die Suͤnd' uns gleich verdorben: d ſo haſt du neue Kraft uns zur Heiligung verſchafft, und idie Tüchtigkeit erworben, einſt von Sünden voͤllig rein, ähn⸗ lich dir, o Herr, zu ſeyn. A. Du l 74 Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Du, du biſt der Mitt⸗ ler worden, der die Welt mit Gott verſoͤhnt; haſt der ſchwachen Menſchheit Orden wieder mit dem Recht belehnt, in den Himmel einzugehen, und da Gottes Herrlichkeit, nach vollbrachter Pruͤfungs⸗ zeit, ewig einſt verklärt zu ſehen. Fromme! faſſet Zu⸗ verſicht, glaubet feſt: nur ſündigt nicht. 5. Sollte mich wohl Gott verlaſſen, wenn ich krank und hülflos bin? Nein, ſein Heil wird mich umfaſſen, troͤſten den betrübten Sinn. Und da kann mich nichts anfech⸗ ten. Er, der meinen Jam⸗ mer kennt, und mich gnaͤdig Bruder nennt, ſitzt als Herr zu Gottes Rechten, durch ihn bin ich Gott vereint; Gott iſt Vater und mein Freund. 6. Herr, wie groß iſt dei⸗ ne Güte! Meine Seele freut ſich dein. Laß doch ſtets mein ganz Gemüthe voll von dei⸗ nem Ruhme ſeyn! Nimmer will ich dein vergeſſen; dir villl ich mich ganz vertraun, rreudig folgen, auf dich baun. Deine Huld iſt nicht zu meſſen: gib, daß ich für deine Treu' dir auf ewig dankbar ſei. Mel. Nun danket Alle Gott 2 r iſt gekommen ¹ 109 E er, 5 den die Vaͤter harrten, und laͤnger dürfen wir nun keines Andern warten. Sein Lob erſchalle laut in aller Welt umher! Wer brachte je der Welt mehr Licht und Heil, als Er? 2. Gott iſt mit uns! wir ſehn den Sohn, den Einge⸗ bornen, des Vaters Eben⸗ bild, den Retter der Verlor⸗ nen, der Reuevollen Troſt. Ihr Sünder, nehmt ihn an! Freut des Erloͤſers euch, der ſelig machen kann! 3. Gott iſt mit uns! nun hoͤrt der Arme ſeine Lehren, und, was er lehrt, iſt Heil. Er iſt's! die Tauben hoͤren; der Blinde ſieht, und ſchaut voll Dank zu Gott hinauf; des Lahmen Fuͤße gehn; die Todten ſtehen auf. 4. Er iſt gekommen, uns dem Vater zu verſoͤhnen, und mit der Tugend Kranz die Glaͤubigen zu kroͤnen. Gott iſt mit uns! Er will die Trau⸗ rigen erfreun: Er will der Schwachen Kraft, der Muͤ⸗ den Stärke ſeyn. 5. Gott ſei gelobt! Er iſt's, auf den die Väter harr⸗ ten. Heil uns! wir dürfen nun nicht eines Andern war⸗ ten. Er ſchließt den Him⸗ mel auf; er nimmt die Suͤn⸗ der an. Frohlockt, und betet ihn und ſeinen Vater an. Geburt Jeſu. (Weihnachtslieder.) Mel. Lobet den Herren 110(Fhre ſei Gott in der Höoͤhe! der Herr a ii georen 1 Heland vo. b m ſin dankvollk * e, uns fteun! Päas gedoren— ¹ Schatten 8 iir den Er— 5 Pölker u2 d en ſ herden, ves vinm. Jeſun ficte verſchwe? Nn, die auch ra gerwittten. z. Menſche durch Liebe die* hren, folgten d S And haßten ſich re taͤten. Itſus de es ward Frienc Friede! Singtan Ehren! 4 1. Unſchuld 5. entkeinten den Tiiten, Troſt 1a kung teug er enden Htten de teund, hute weint, ſelhtr litten. Hühel ein ewi Kuurch ihn, 4 ttbarmend E Wds Grah dnn u, 3 An himmel ee 0 8he 6= Reſun, ang, und mi d Herrlien br. 4 — nit uns! nu e ſeine Le re lohrt, iſ = Tauben hottn; t, und ſchau 1 Gott hinauf; näße gehn; di auf. kommen, un b perſohnen, un und — Dend Kranz 11 1ů kroͤnen. Gon xr will die Tr ad: Er wil de taft, der M⸗ yn. V V i gelobt! E — Die Väter har⸗ s! wir durfen Andern war⸗ = Jeßt den Hit⸗ — immt die Sür⸗ ockt, und betett u Vater an. 2 Jeſu. m tslieder.) den Herren V nr ſei Gott in er Höhe! det 1 A Erlöſung. 75 Herr iſt geboren, Suͤndern zum Heiland vom Hoͤchſten aus Gnaden erkoren. Laſſet uns ſein dankvoll, ihr Chri⸗ ſten, uns freun! uns auch gebyren 2. Schatten und Dunkel bedeckte den Erdkreis; es irrten Voͤlker umher, wie die Heerden, verlaſſen vom Hirten. Jeſus erſchien, Nächte verſchwanden durch ihn, die auch den Weiſen verwirrten. 3. Menſchen, berufen durch Liebe die Gottheit zu ehren, folgten der Zwietracht und haßten ſich vor den Al⸗ taͤren. Jeſus erſchien, und es ward Friede durch ihn. Friede! Singt's laut ihm zu Ehren! 4. Unſchuld und Tugend entkeimten des Göttlichen Tritten, Troſt und Erquik⸗ kung trug er in der Wei⸗ nenden Hütten, ward ihnen Freund, hatte oft ſelber ge⸗ weint, ſelber geduldet, ge⸗ itten. 5. Ehre ſei Gott in der Höhe! ein ewiges Leben hat er durch ihn, ſeinen Sohn, uns erbarmend gegeben. Bis in das Grab ſtieg er vom Himmel herab, einſt uns zum Himmel zu heben. 6. Selige Hoffnung, einſt Jeſum, den Retter zu ſehen, und mit den S Schaaren der Herrlichen ihn zu erhoͤhen! Iſt er nicht uns herab. wenn unſre Hülle fällt, uns weder Tod noch Grab. Voͤllig begluͤckt, ſing' ich dann himmliſch entzückt: Ehre ſei Gott in der Höͤhe! In eigener Melodie. 111 L Qobt Gott, ihr Chri⸗ ſten, freuet euch! Von ſemer Gnade Thron beruft er uns zu ſeinem Reich, und ſendet ſeinen Sohn. 2. Er kommt nach ſeines Vaters Rath, mit Heil uns zu erfreun, und auf des ew⸗ gen Lebens Pfad der Welt ein Licht zu ſeyn. 3. Bei ſeinem Eintritt in die Welt umgibt ihn keine Pracht, die glaͤnzend in die Augen fällt und groß vor Menſchen macht. . Er wird dem aͤrmſten Anrchtt gleich, begehrt kein Erdengluͤck, verlangt allhier kein Königreich von einem Augenblick. 5. Er kommt, durch ſeiner Wahrheit Macht zu Gott uns hinzuziehn. Vor ſeinem Lichte muß die Nacht des Aber⸗ glaubens fliehn. 6. Er lehret uns die Sün⸗ de ſcheun, ſpricht Muth dem Schwachen zu, und ſchafft uns, wenn wir ſie bereun, Peguad guing und Ruh. .Er bringt den Troſt der beſſern Welt vom Himmel Nun ſchreckt, 8. Er öffnet uns dereinſt die Thuͤr zu ſeinem Hinmel reich. 1 76 reich. Ihr Chriſten, wie beglückt ſind wir! Lobt Gott und freuet euch! Mel. Allein Gott in der Höh⸗ 112 Qaßt uns mit ehr⸗ 4&X furchtsvollem Dank den Gott der Lieb' er⸗ höhen, mit feierlichem Lob⸗ geſang des Heilands Feſt be⸗ gehen! Preis ſei dem Vater, der ihn gab! Preis ſei dem Sohn! Er kam herab, und ward das Heil der Men⸗ ſchen. 2. Iſt der ein Chriſt, der dieſes Heil nicht ſchaͤtzt und liebgewinnet? Nimm froh an ſeiner Liebe Theil und werd' Wer geſinnet iſt, der ehrt ihn nicht, der iſt kein Chriſt. Der Herr er⸗ Weennt die Seinen! 3. Im Durft'gen laßt uns ihn erfreun, bekleiden, ſpei⸗ Weſen, traͤnken! Ja, laßt uns frohe Geber ſeyn und ſein dabei gedenken! Was ihr den Meinen habt gethan, das, ſpricht er, habt ihr mir gethan; und er, er will's vergelten. 4. Wer ihn mit treuem Her⸗ Wen ehrt, den wird ſein Na⸗ me troͤſten. Vertraut auf ihn, von ihm gelehrt, lob⸗ ſingt ihm, ihr Erlöſten! Es freut ſich deine Chriſten⸗ heit, Herr, deiner Menſchen⸗ freundlichkeit. Dir, dir ſei ewig Ehre! ihm gleich geſinnet! nicht wie er, Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Mein ganzer Geiſt, oder: Wie ſchoͤn leucht uns du 113 O Kiam ehha Dank, mein Geiſt, in jenen Lobgeſang, von dem der Himmel tönte, als er zur Welt hernieder kam und un⸗ ſre Menſchheit an ſich nahm, der uns mit Gott verſoͤhnte! Freu dich innig! Er, dein Fuͤhrer und Regierer kam auf Erden, Licht und Heil auch dir zu werden. 2. Ja, Preis und Ehre, Gott, ſei dir! Wie gnaden⸗ voll biſt du auch mir in dei⸗ nem Sohn erſchienen! Du ſandteſt aus Erbarmen ihn, die dem Verderben zu ent⸗ ziehn, die ſchnoͤden Luͤſten dienen. Preis dir, daß mir neue Pfade zu der Gnade offen ſtehen, mich der Sünd' entruͤckt zu ſehen! 3. Und wie vergelt ich, Heiland, dir die große Treue, die du mir, ſchon eh' ich war, bewieſen? Du bahnteſt unter bitterm Leid auch mir den Weg zur Seligkeit: ſei hoch dafür geprieſen! Durch dich kann ich nun hienieden Got⸗ tes Frieden ſchon empfangen und einſt volles Heil erlan⸗ gen. a. O gib, daß ich an die⸗ ſem Heil nun auch im wah⸗ ren Glauben Theil durch dei⸗ nen Beiſtand nehme; daß ich hinweg vom Eitlen ſeh, die Wege deiner Wahrheit geh b un n eüt, u wann Uünan ſelbn an dinem Woꝛ ii u denken in Ftäblic 3 iocen dich er eiſt oben wone⸗ tvig loben. Näl. FröhlichM. aßt d 144O Gln hocherfreut la ihm Verehrungaien des Himmels a ſtinmet ein: an unſerm Gott ſun *. Jeder, d tloren, freue V ürits ſſt 4 der Anig aller— herab biß ng G du erlöſen. 2 Ver kannr uuß faſen? F ſwiß: wir da. Komh —— ich errem,, 5 erden 4 ch mir in dei⸗ chienen! Du = barmen ihn, erben zu ent⸗ nnoͤden Luͤſten ⸗ dir, daß mit der GEnnade ich der Sünd pen! vergelt ich, ggroße Treut, n eh') ich war, — bahnteſt unter uch mir den en eit: ſei hoch Durch dich jjenieden Got⸗ Deis und Ehre, yn empfangen — Heil erlan aß ich an dit⸗ zuch im wah⸗ ¹ eil durch dei⸗ me; daß ich llen ſeh, die zahrheit geb, und Erlöſung. 77 und deiner nie mich ſchäme; bis ich durch dich, wenn ich ſterbe, zu dem Erbe deiner Frommen auch dereinſt werd aufgenommen! 5. Ich bringe dir ein dank⸗ bar Herz, bereit in Freuden und in Schmerz, wie dirs gefaͤllt, zu wandeln. Ver⸗ leihe du mir ſelbſt die Kraft, nach deinem Wort gewiſſen⸗ haft zu denken und zu han⸗ deln. Fröblich will ich hier im Leben dich erheben, und einſt oben wonnevoll dich ewig loben. Mel. Fröhlich ſoll mein 11 4 Qaßt uns unſerm X Gott lobſingen! hocherfreut laßt uns heut ihm Verehrung bringen! In des Himmels hohe Chöre ſtimmet ein: Gott allein, unſerm Gott ſei Ehre! 2. Jeder, der ſich fuͤhlt verloren, freue ſich inniglich; Chriſtus iſt geboren. Er, der König aller Weſen, ſteigt herab bis ins Grab, Suͤnder zu erlöſen. 3. Wer kann Gottes Rath⸗ ſchluß faſſen? Aber dieß iſt gewiß: wir ſind nicht ver⸗ laſſen! Kommt ſein Sohn aus freien Trieben zu uns her; wie ſollt er nicht die Menſchen lieben? 4. Wenn er uns verwor⸗ fen haͤtte, nähm' er dann Menſchheit an? Er ſpricht: ich errette! Deß ſoll ſich der Erdkreis freuen! Zum Ge⸗ richt kommt er nicht, ſondern zum Verzeihen. 5. Eilt im Geiſt nach Beth⸗ lems Hütten, ſeht, was dort euer Hort ſchon fuͤr euch ge⸗ litten. Er wird niedrig euret wegen! Welch ein Freund! er erweint ſeinen Feinden Segen. b 6. Er, er will für eure uu Schulden, Armuth, Noth, Schmach und Tod göttlich⸗ groß erdulden. Lernt den Menſchenfreund erkennen: gnadenreich will er euch ſei⸗ ne Bruͤder nennen. 7. Dankt ihm, der euur innres Sehnen ſehen kann; betet an; weinet Freuden⸗ thränen; liebt ihn, der von Liebe brennet; preiſt den Herrn, der euch gern ſeine Brüder nennet. 8. Wenn euch eure Suͤn⸗ den kraͤnken, eilt herzu, ſu⸗ chet Ruh; er will ſie euch ſchenken. Schaut auf ihn mit Glaubensblicken; zittert nicht; denn er ſpricht: ich will euch erquicken. 9. Ihr Erdulder ſchwerer Tage, euren Schmerz fühlt ſein Herz. Kein Erloͤſter zage! Bringet ihm zu ſeinem Feſte Zutraun her! Wiſſet, er wählt für euch das Beſte. 10. Er verlaͤßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr als ihr litt er hier, euch beglückt a machen. Eure kleine Zeit der Leiden und der Muh’, was 8 was iſt ſie gegen ew'ge Freu⸗ den?: 11. Herr, du nahmſt auch meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und ſelig würde. Wer kann deine Lieb' ergründen? Ewig ſoll freu⸗ denvoll ſie mein Herz empfin⸗ den. 12. Dir, mein göttlicher Befreier, folg ich nach, ob⸗ wohl ſchwach, doch um ſo viel treuer. Keine Kreatur, kein Leiden, keine Noth und kein Tod ſoll von dir mich ſcheiden. 13. Du kömmſt einſt zum Weltgerichte. Dann werd ich, Richter, dich ſchaun von Angeſichte; und wenn dann die Frevler beben, ſo werd ich deiner mich freun und Wewig leben. Mel. Jeſu, meine Freude 11 5 ottes Sohn iſt kommen! Dankt ihm, ſeine Frommen, dankt ihm, daß er kam, daß er hier auf Erden, unſer Heil zu werden, ſeine Wohnung mnahm! Menſch, wie wir, Werſchien er hier, um an uns des Vaters Willen liebreich u erfüllen. 2. Laßt uns niederfallen, danken, daß er allen Freund und Bruder iſt! Gott, auf ſeinem Throne, liebt uns in dem Sohne, hilft durch Je⸗ ſum Chriſt. Welch ein Heil, Wan Chriſto Theil, Theil durch Werke und Wohlthaten Gottes. ſeiner Sendung Gaben ſelbſt an Gott zu haben! .3. Keine Macht der Leiden ſoll von ihm uns ſcheiden; er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Boͤſen völlig uns erlöſen; hier ſteht er uns bei. Unſer Freund, mit Gott vereint, kann nicht ſeine Brüder haſſen oder huͤlflos laſſen. 4. Wann wir einſt ermü⸗ den, führt er uns zum Frie⸗ den durch des Grabes Nacht. Unſre todten Glieder gibt die Erde wieder ihm, der ſie bewacht. Jeſus ruft uns aus der Gruft, er, der ſelbſt den Tod einſt ſchmeckte, den das Grab auch deckte. 5. Auf dem Richterthrone werden wir im Sohne un⸗ ſern Bruder ſchaun. Heil und ewig Leben wird er Allen ge⸗ ben, die ihm hier vertraun. Er ward hier verſucht, wie wir: uͤberſchwenglich wird er lohnen, und der Schwach⸗ heit ſchonen. 6. Eilet, eilt, ihr Sün⸗ der! Werdet Gottes Kinder! Werdet ſeiner werth! Eilet! eilt, ihr Frommen! Seid, wie er, vollkommen! Blei⸗ bet ſeiner werth! Preiſet ihn, daß er erſchien; daß er ſich für euch gegeben durch ein göttlich Leben. In eigener Melodie. 1 16 zuf! ſchicke dich, 1 recht feierlich des V * n Halut geſt: ſr i ds Hül.E ſich Buß und a ge len Namen. 21 ten utgtzen! d dur vr obgeſt der un tn, den! Fich nhuhen. „ bhrich daft ahb, iir hat Golis irſeinn Sohn gel 8 tt din ih— Her. ich ſ erlich he rer Elhn geliebe mſer Fi myirimt zur J— ſh ſeine Feinde 1 nd uns gleich, 1 ech und ſeine. —NMeſch zu offenbern 4. An ihm ni 2 ſicht, wer Hen pricht, und doch e ſein Beiſpiel nach a. z Jus Dankwill. ſnn dich, dich(r. ſllden, ſpeiſen?— de Trommen Hen tiet; mit Tn ind dein dabei gr= — — — —— —— — — — — — — ir einſt ermü⸗ — uns zum Frie⸗ = Grabes Nacht. — Glieder giͤt — hmeckte, den V ²⁴ Richterthrone n Sohne un⸗ jaun. Heil und 1’der Allen ge =thier vertraun. V ₰ verſucht, we venglich witd — der Schwach⸗ It, ihr Sün⸗ an zottes Kinder! ¹ werth! Eilet! Anmen! Seid, en. Melodie. d ſchicke dich echt feierlih de Ammen! Blei⸗ arth! Preiſet — tſchien; daß an gegeben durch troͤſten. Erlöſung.; 79 des Heilands Feſt mit Dan⸗ ken zu begehen! Lieb' iſt der Dank, der Lobgeſang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb' erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: alſo, alſo hat Gott die Welt in ſeinem Sohn geliebet! O! wer bin ich, Herr, daß du mich ſo herrlich hoch in dei⸗ nem Sohn geliebet? 3. Er, unſer Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch ſeine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und ſeine Lieb' als Menſch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er iſt das Heil. Thu taͤg⸗ lich Buß' und glaub an ſei⸗ nen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr! Herr! ſpricht, und doch nicht ſucht, ſein Beiſpiel nachzuahmen. 5. Aus Dank will ich in Bruͤ⸗ dern dich, dich Gottesſohn, bekleiden, ſpeiſen, traͤnken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Troſt erfreun, und dein dabei gedenken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und Alles iſt im Himmel und auf Er⸗ den! Die Chriſtenheit preiſt dich erfreut, und Aller Knie ſoll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern; und wer ihn ehrt, den wird ſein Name Gelobt ſei Gott! Gelobt ſei Gott! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlöſten! Mel. Ermuntre dich, mein 117 ott, deine Gna⸗ de ſei gepreiſt! Sie ſchuf uns Heil und Le⸗ ben. Ermuntre dich in mir, mein Geiſt, ihr Wohlthun zu erheben! Denk an die Nacht, da auf der Welt des Höchſten Sohn ſich darge⸗ ſtellt, um ſein ſo theures Leben für Suͤnder hinzugeben. 2. O große That! er⸗ wünſchte Nacht, von En⸗ geln ſelbſt beſungen! Du haſt den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erſchien der ſtarke Held, der Alles ſchuf und Alles haͤlt, der Freund der Menſchenkinder, des Todes Ueberwinder. 3. Der du, zu uns geſandt vom Herrn, aus deinem Himmel kameſt und unſer Fleiſch und Blut ſo gern in Demuth an dich nahmeſt, Sohn Gottes! o wie haſt du dich ſo tief erniedrigt auch fuͤr mich! wie arm biſt du erſchienen, um mir zum Heil zu dienen! d. O lehre mich den groſ⸗ ſen Werth von deiner Huld recht faſſen! Was reizte dich, auf dieſer Erd' dich ſo her⸗ ab zu laſſen? Hier warteten dein nichts als Noth, Ver⸗ achtung, Kummer, Schmerz und Tod, und doch kamſt du ———— du auf Erden, ein Men⸗ ſchenſohn zu werden. 5. Viel ſtärker, Herr, als Schmerz und Tod, war dei⸗ ne Menſchenliebe. Du ſa⸗ heſt unſre Suͤndennoth mit mitleidsvollem Triebe. Du ſtellteſt, unſer Heil zu ſeyn, nach deines Vaters Rath dich ein, wardſt Menſch und kamſt, mit Freuden, fuͤr uns den Tod zu leiden. 6. Dein, Sohn des Hoͤch⸗ ſten, freu ich mich; du biſt auch mein Erretter. mir zum Troſte ſandte dich der Herr, der Gott der Goͤt⸗ ter. Was mir ein wahres Wohl verſchafft, Erleuch⸗ tung, Friede, Beßrungs⸗ kraft, und Freuden, die ſtets währen, willſt du auch mir gewähren. 7. Was ſoll ich dir, mein gröſter Freund, fuͤr deine Treue geben? Du biſt's, der mich mit Gott vereint, du bringſt mir Heil und Leben. Herr! was ich hab' und was ich bin, das geb' ich dir zum Dienſte hin; ich will dich ohn' Aufhören mit Leib und Geiſt verehren. 8. Ich ſehe dich zwar hier noch nicht; doch du wirſt wieder kommen: und dann ſchaun dich von Angeſicht, Herr! alle deine Frommen. Dann werd auch ich, Jeſu Chriſt! dich ſchaun, ſo herrlich, als du biſt; dann Auch Herr Werke und Wohlöhmen Gottes. wirſt du mich zum Leben, das b bei dir iſt, erheben. Mel. Vom Himmel kam der 118 Dis iſt der Tag, den Gott ge⸗ macht; ſein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im Himmel und auf Erden iſt! 2. Die Völker haben dein eharrt, bis daß die Zeit er⸗ ullet ward; da ſandte Gott von ſeinem Thron das Heil der Welt, dich, ſeinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder faſſen will, ſo ſteht mein Geiſt vor Ehrfurcht ſtill; er betet an und er ermißt, daß Got⸗ tes Lieb unendlich iſt. 4. Damit der Suͤnder Gnad' erhält; erniedrigſt du dich, Herr der Welt, nimmſt ſelbſt an unſrer Menſchheit Theil, erſcheinſt im Fleiſch zu unſerm Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir! Ich komm, im Buche ſteht von mir; Gott! deinen Willen thu ich gern: Gelobt ſei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Menſch geboren wirſt, Immanuel, du Friedefürſt, auf den die Vaͤter hoffend ſahn, dich bet auch ich, mein Heiland, an. 7. Du, unſer Heil und hoͤchſtes Gut, verbindeſt dich mit Fleiſch und Blut, wirſt unſer Freund und Bruder hier — aan Ged 3 — —— Juucht, Hte . ieihn rfuhrt, 18 igien Geburt; RMihn heute t ſiht. m Herrn, ein?4 . disſn 9. Gott gemacht; m aller Welt get ne hreiſe, was d G rſt u Bimn Erden iſt Nel. Kommt, kr 6 t I om o 1 dem ſol, deune 39 1 empor m nel ſchallen 4 dat dtz u 12 bbotnen erften wſen; und 1,8 tez. un um Leben, we um Lehen, do heben. 4 b 1; dinmen kam der 3= ſt der Tag den Gott ge⸗ 1.— werd in alier — ¹ eſum Chriſtin 3= wauf Erden ſi lker haben Ri —— daß die Zeit 1 da ſandte Gon Thron das Hä 3= dich, ſam Lrniich dies Wunde V te* ſteht mein Geiſ A ſtill; er betn d rrmißt, daß Gl⸗ ndlich jſt. it der Sim St; erniedrigſe 1= her Welt, ninuf iſrer Menſchh heinſt im Fleiß Heil. =³☛ König, Zirn anir! Ich komm ſſteht von mi ra Willen thu Scobt ſei, der Herrn! 82, der du Mſth atſt, Immam e rſt, auf den =d ſahn, dicht eeiin Heiland, aunſer Heil w =—t, verbindeſtt und Blut, ul =— ind und An -— t! Ihn preiſ, Erlöſung. b 81 hier, und Gottes Kinder wer⸗ den wir. 8. Gedanke voller Maje⸗ ſtät! du biſt es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit! du biſt es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt. Ein Mittler iſts, der ſie erhalt. Was zagt der Menſch, da der ihn ſchuͤtzt, der in des Vaters Schooße ſitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligſten Geburt; und Erde, die ihn heute ſieht, ſing ihm dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dies iſt der Tag, den Gott gemacht; ſein werd in aller Welt gedacht! Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im Himmel und auf Erden iſt. Mel. Kommt, kommt deu 119 om Grab, an dem wir wal⸗ len, ſoll, Jeſu Chriſt, dein Lobgeſang empor zum Him⸗ mel ſchallen! Dir opfre jede Seele Dank; und jeder der Gebornen er freu ſich, Menſch zu ſeyn; und jeder der Ver⸗ lornen rühm' es, erlöſt zu ſeyn! Uns Sündern ward gegeben einſt Jeſus, Gottes Sohn: mit ihm erſchien das Leben, mit ihm des Him⸗ mels Lohn. 2. Kommt, laßt uns nie⸗ derfallen vor unſerm Mitt⸗ ler, Jeſus Chriſt, und dan⸗ ken, daß er Allen Erretter, Freund und Bruder iſt. Er gleicht der Morgenſonne mit ihrem erſten Strahl, verbrei⸗ tet Licht und Wonne und Le⸗ ben überall. Durch ihn kommt Heil und Gnade auf unſre Welt herab; er leuchtet un⸗ ſerm Pfade durch's Leben bis ans Grab. 3. Frohlockt, ihr Mitge⸗ noſſen der Schwachheit und der Sterblichkeit! Nicht laͤn⸗ ger iſt verſchloſſen der Ein⸗ gang zu der Herrlichkeit. Zu unſrer Erd' hernieder kam Gottes ew'ger Sohn: nun hebt er ſeine Bruͤder empor zu Gottes Thron. Er ward das Heil der Sünder, und der Verlornen Hort. Hier ſind wir Gottes Kinder, und Got⸗ tes Erben dort. b 4. O du, dem laut die Menge der Engel und Ver⸗ klärten ſingt, vernimm die Lobgeſänge, die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warſt einſt auf Er⸗ den, was deine Brüder ſind, ein Dulder der Beſchwerden, ein ſchwaches Menſchenkind. Was du nun biſt, das werden einſt deine Bruͤder ſeyn, wenn ſie entrückt der Erden, ſich deines Anſchauns freun. 5. Bald ſind wir zu dem Lohne der Himmelsbuͤrger dort erhöht. Nah ſind wie dann dem Throne und ſchau⸗ en deine Majeſtät. Nicht mehr aus dunkler Ferne F dringt —õöönnnn 82 dringt dann der Dank zu dir; weit über Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir. Mit aller Himmel Hee⸗ re ſchallt unſer Lobgeſang. Dem Ewigen ſei Ehre, dem Weltverſoͤhner Dank. Erſcheinung Chriſti. Mel. Was mein Gott will 120 erfreue dich des U Heils, mein Geiſt, das Gott für dich er⸗ kohren! Der Heilige, der Je⸗ ſus heißt, ward auch für dich geboren. Er machte klar, was dunkel war, daß uns kein Zweifel bliebe. Wem leuchtet nicht ſein reines Licht hinauf zum Gott der Liebe? 2. Der Menſch ſoll von der Sinnlichkeit die Freiheit ſich erringen, und, von der Sünde Macht befreit, zum hohen Leben dringen, gut⸗ thätig ſeyn, wie Gott, er⸗ freun, und ſtets zufrieden leben. Dazu verſchafft der Herr auch Kraft, den Gott uns hat gegeben. 3. Drum ſei uns ſein Er⸗ ſcheinungsfeſt ein Feſt der Liebe Gottes. Wohl dem, der ſich auf ihn verläßt, trotz aller Macht des Spottes! Der ihn uns gab, blickt hold herab auf ſeine frommen Kinder; und väͤterlich er⸗ barmt er ſich der reuerfuͤll⸗ ten Sünder. Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Mit dieſer frohen Zu⸗ verſicht geh ich dem Tod ent⸗ gegen. Ich weiß, mein dunk⸗ ler Pfad wird Licht, und Leid und Schmerz wird Segen. Schließt ſich mein Lauf, werd' ich hinauf zu Jeſu mich er⸗ heben und mit der Schaar, die treu ihm war, in ſeinem Himmel leben. Mel. Gottlob, ein Schritt zur 4014 Jem ganzen Erd⸗ 1 21 D kreis iſt vom Herrn ein helles Licht erſchie⸗ nen; es leuchtet nah, es leuchtet fern. Zahlloſe Völ⸗ ker dienen den todten Göt⸗ tern nun nicht mehr; ſie ken⸗ nen ihn, den Herrn, und er läßt ſie im Lichte wandeln. 2. Kaum ſandte Gott durch ſeinen Sohn der Erde große Freuden, ſo ſammelt er ſich ſelber ſchon die Erſtlinge der Heiden. Der Wahrheit Bild, ein ſchöner Stern führt ſie zu ihrem neuen Herrn. Sie kommen, anzubeten. 3. O waͤr uns nicht dein Licht, o Gott, ſo hell und rein erſchienen; wir würden der Vernunft zum Spott, noch jetzt den Goͤtzen dienen. Nicht ſie, nicht eigne Würdig⸗ keit, nur deine Huld hat uns befreit von jenen Finſter⸗ niſſen. 3 4. Drum laß mit froher Dankbarkeit uns nun im Lichte wandeln, uns in der gnadenreichen Zeit ſtets fromm inun a veſſe auf di, bei ne il, unftiden ” in Nolta hntulen. „, nüſſe, 7 Got, eennt, erin dhun un Wiſer run ſi bes den, der d und doch ſtets d ſVviſch dienet. e lnd wonochbe läheit und falſche= legen, wo Jrrth ind Sinnlichkeit e⸗ lche betragen, g un in Siegesleg ſee eicht der Wie Nurß alle Velt dade Duſtlung n. Tempe . hrittns deri, a 125 en e 18 nün Altat, je 812, ein Schrit * hem ganzen E krreis iſt won elles Licht erſzi uchtet nah, 12. Zahlloſe Ve 8* den todten Gh r mehr; ſe ka — yen Herrn, m —n Lichte wandeh 1= ſandte Gottdult a der Erde out „ ( ſammelt er ſc ſd die Erſtiinge ie =r Wahrheit n = Stern fuht muuen Herrn. 6 zubeten. ʒr uns nicht di ott, ſo hell w wen; wir wütde rmift zum Spei, nn Götzen dien cht eigne Wür deine Huld on jenen Finſtn ¼ ie laß mit ftoht „ uns nun ſt n, uns in n n Zeit ſit — — — ftonn 1 Erlöſung. 83 fromm und weiſe handeln, auf dich, bei treu erfüllter Pflicht, zufrieden und voll Zuverſicht in Noth und Tod vertrauen. 5. Es müſſe, wer dich, Gott, erkennt, erkennen dei⸗ nen Willen, und wer das Thun vom Wiſſen trennt, nun ſeine Pflicht erfuͤllen! Nichts helfen Opfer des Ge⸗ bets dem, der da glaubet und doch ſtets der Sünde ſklaviſch dienet. 6. Und wo noch bange Dun⸗ kelheit und falſche Schatten liegen, wo Irrthum, Wahn und Sinnlichkeit noch Sterb⸗ liche betrügen, auch da geh nun im Siegeslauf das ſchö⸗ ne Licht der Wahrheit auf, daß alle Welt dir diene. Darſtellung Jeſu im Tempel. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben 122 Nem großen Va⸗ —— ter weihte, am heiligen Altar, jetzt die Ge⸗ benedeite den Sohn, den ſie gebar. 2. Da betete im Tempel ein Greis zu ſeinem Gott, und ward uns ein Exempel von einem ſchoͤnen Tod. 3. Gott ſah ihn ſtill und weiſe den Weg der Tugend gehn, verhieß dem frommen Greiſe, den Heiland noch zu ſehhn 1 4. Jetzt lag vor ſeinen Blicken das Kind, des Him⸗ mels Luſt, er nahm es mit Entzücken und drückt' es an die Bruſt. 5. Und rief: nun, Herr, mit Freuden neig ich mein Zaupt zur Gruft; voll Dan⸗ kes will ich ſcheiden, ſobald dein Wink mich ruft. 6. Dein Heil hab ich ge⸗ ſehen; hier iſt der Völker Hirt, der Iſrael erhöhen, die Welt erleuchten wird. 7. So ſchloß am Pilger⸗ ſtabe der Fromme ſeinen Lauf; und, Gott, du thatſt am Grabe ihm deinen Him⸗ mel auf. 8. Gib, daß auch ich mit Treue den Weg der Tugend geh, wie er, den Tod nicht ſcheue⸗ mit Freuden Jeſum e 4 9. Zwar werd ich ihn nicht ſehen, nicht hier, wie Si⸗ meon, doch in des Lichtes Höhen erwartet er mich ſchon. 10. Dort tönen meine Lie⸗ der: Heil mir, nun ſeh ich ihn! Der Himmel toͤnet wie⸗ der: Heil dir, nun ſiehſt du * ihn! Mel. Kommt her zu mir 2/Fntreiße dich, mein 123E Geiſt, der Welt, dem, der fur dich ſich dar⸗ geſtellt, nun dich auch dar⸗ zuſtellen! Er iſt das Licht; drum ſei gewiß, er wird FJ2 auch —————— 84 auch deine Finſterniß durch ſeinen Glanz erhellen. 2. Er macht das Herz von Sünden rein, um dich zum Leben einzuweih'n, zum ſitt⸗ lich ſchoͤnen Leben. Er gibt dir Kraft zu jeder Pflicht, und ſtaͤrket deine Zuverſicht, zu Gott dich zu erheben. 3. Wer noch der niedern Sinnlichkeit, wer noch des Laſters ſich erfreut, ach, der verſcherzt den Segen! Nie wird ihm wahres Gluͤck und Heil, nie wird ihm Seelen⸗ ruh zu Theil auf ſeinen boͤ⸗ ſen Wegen. 4. Wer aber wünſcht, wie Simeon, das Heil der Welt, des Höchſten Sohn, zu ſeinem Heil zu haben; wer recht thut, ſich der Welt entwöhnt, nach wahrer Hei⸗ ligung ſich ſehnt, der opfert aͤchte Gaben. 5. Wer durch das Wort, darauf er traut, im Glau⸗ ben ſeinen Heiland ſchaut, kann einſt in Frieden fahren. Der Herr erfuͤllt, was er verſpricht;; er wird ſich einſt in ſeinem Licht ihm herrlich offenbaren. 6. Ich komme, Herr, mich dir zu weihn. O mache mich von Suͤnden rein, und laß mich heilig leben, bis du auch mich, wenn dirs ge⸗ faͤllt, im Frieden wirſt aus dieſer Welt zu deiner Wonn' erheben. Werke und Wohlthaten Gottes. Johannes, der Vorgänger Jeſu. In eigener Melodie. s ging ein Mann 124 E voll Gnad' und Segen, Johannes, dem Er⸗ loͤſer vor. Die Hugel bahnt' er ihm zu Wegen, hob Herzen aus dem Staub empor. Es bebte, wer ihn reden hörte, bekannte ſeine Fehler, kehrte gerührt, mit thraͤnenvollem Blick, zur Tugend und zu Gott zuruͤck. 2. Er ſchreckte Heuchler, ſtrafte Sünder. Er rief: das Himmelreich iſt nah! Thut Buße, werdet Gottes Kinder; denn der Verheißene iſt da! Er kommt und wird die Menſchheit ſichten, par⸗ theilos alle Thaten richten. Heil krönet die erfullte Pflicht, den Frevler trifft ſein Strafgericht. 3. Ein himmliſch Licht iſt ſeine Lehre, und Geiſt wird ſeine Taufe ſeyn. Ihm, ihm allein gebuͤhrt die Ehre! Er kommt, und jedes Herz iſt ſein. Schon wurden ganze Völker rege; ſchon ſtrömte froh es auf den Wegen nach dem erhellten Kanaan, und Heiden riefen Jeſum an. 4. Und wir, die Jeſu Stimme hoͤren, wir ſollten träg und ſicher ruhn? wir nicht ſtill weinend uns be⸗ kehren? nicht froh des Höch⸗ ſten Willen thun? Laßt un ent⸗ — entrinatr dn froum then, b zu ſi m Vi um eiſt im mmn men ſ ſen. 6 an eigener Menn b Pumer V 1053 ben, zis ſin güicht iuus V aun lit das ſ hricht: dienrs b 4 Jeſu Lehre het 1 Kunbi ein ahn„Tuget larhke —2 Heil wir ſch⸗ m, Freund det S nd ds Rechts! m. Lugend werenſlt göttlichen Geſchl de V r Leiden Pürle 6 unſre höe s 3. Co, in hir t, ſp umſtrahltn ütt t, ging d ſttericht feſte ſän Lebef dün um Opf 1. Und veraet 9 4, Uurer 8 Titn aw'ge r ſuct mit 4 jeugt we nd z. dum., K. ar,,Gat, Vile 0) em Jottes. 28, der Vorg 44 Jeſu. 3 . I ꝛigener Melodit. Fso ging ein E vollöcn Johannes, den 2 Die Hugel b A Wegen, hob H. ndtaub empot. r ihn reden an = Z— 1 11 — — — —— —— — ihreckte Heuchli inder. 8. 8 atelreich iſt m m, werdet Got — enn der Verheiße — kommt und wi Whheit ſichten, po e Thaten richte net die erfuh den Frevyler nif — gericht. himmliſch Licht , und Geiſt wi a ſeyn. Ihm, in hrt die Ehrel nd jedes Herz! yon wurden gan ðe; ſchon ſtrön af den Wegen ni ten Kanaan, anfen Jeſum an. A wir, die J ren, wir ſol a icher ruhn? weinend uns ht froh des Hi u thun? käfid Erlöſung. entrinnen dem Verderben, fromm leben, um einſt fromm zu ſterben! Dann werden wir nie muthlos ſeyn, wenn Trübſal, Noth und Tod uns dräun. In eigener Melodie. Ommer ſich beſtre⸗ 125 J ben, zu erfüllen ſeine Pflicht, fromm und gut zu leben, bis das Auge ſter⸗ bend bricht: dies nur iſt, nach Jeſu Lehre, wahre Weisheit, Tugend, Chri⸗ ſtenehre. 2. Heil mir ſchon auf Er⸗ den, Freund der Wahrheit und des Rechts! Denn durch Tugend werden Menſchen gottlichen Geſchlechts. Unter aller Leiden Bürde bleibt die Tugend unſre hoͤchſte Würde. 3. So, in höhrer Klar⸗ heit, ſo umſtrahlt mit Got⸗ tes Licht, ging den Weg der Wahrheit ein Johannes, wankte nicht, feſt entſchloſſen, ſelbſt ſein Leben fuͤr die wfücht zum Opfer hinzuge⸗ en 4. Und vergebens drohte Kerker, Marter, Blutgerüſt: treu dem Pflichtgebote, das Gebot des Ew'gen iſt, ſtirbt er, ſtirbt mit edlem Muthe, zeugt für Wahrheit ſelbſt mit ſeinem Blute. 5. Tugend, Segensfuͤlle, du, o Ziel des hoͤchſten Ruhms, du der Gottheit Wille, Geiſt des wahren 85 Chriſtenthums, durch dich kann der Menſch auf Erden Gottes höhern Geiſtern ähn⸗ lich werden. 6. Tugend, unter Fre⸗- den dieſes Lebens biſt du ſchön; doch nur unter Leiden kann man deinen Urſprung ſehn; ſehn, daß du vom Himmel ſtammeſt; und den Geiſt fürs Göttliche entflam⸗ meſt. 7. Du, o hehre Sonne, ſtrahlſt mit uͤberird'ſchem Schein, ſchaffſt dem Geiſte Wonne, weiſt zu Gottes Himmel ein; du veredelſt unſre Freuden, du veredelſt uns durch Schmerz und Lei⸗ den. 8. Unter deinem Strahle blühn auf Graͤbern Blumen auf; aus dem Todesthale ringen wir zum Ziel hinauf, wo in deinen lichtern Hoͤhen wir die Wunder Gottes hel⸗ ler ſehen. 9. Heil'ge mein Beſtreben; gib, o Gott, mir Kraft und Muth; tugendhaft zu leben, chriſtlich weiſe, chriſtlich gut, daß mich weder Schmerz noch Freude, noch der Tod von wahrer Tugend ſcheide. Lehre, Leben und Thaten Jeſu. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſind 126 Föbre zur Voll⸗ 20 kommenheit, Lehrer, Muſter uns zu bel⸗ ———=hhZ—8öZöoͤſͤſͤſͤſſſſſ 85 den hoher, reiner Sittlich⸗ keit, wurdeſt du ein Menſch auf Erden. Dir ſchlaͤgt un⸗ ſer Herz entgegen, Jeſu, dir der Menſchheit Segen! 2. Du gabſt unſerm Geiſte Licht, lehrteſt uns Gott naͤ⸗ her kennen, und mit froher Zuverſicht unſern Schöpfer, VPater! nennen, der uns liebt, verſorgt, beſchützet, und uns gibt, was wahrhaft nützet. 3. Du haſt uns der Menſch⸗ heit Werth durch dein Leben und die Lehre, die von Gott kommt, aufgeklaͤrt, uns ge⸗ lehrt, des Geiſtes Ehre nur auf wahre Tugend grün⸗ den, und das Laſter uͤber⸗ winden 4. Dann auch, wenn das Auge bricht, Todesſchrecken uns umgeben, blickt, erhellt von deinem Licht, unſer Geiſt in jenes Leben, in das Land vollkommner Freuden, um mit frohem Muth zu ſcheiden. 5. Danket, Chriſten, be⸗ tet an! Laßt uns Chriſtum herzlich ehren, wandeln auf der Tugend Bahn, willig folgen ſeinen Lehren, treu durch Noth und Leiden ge⸗ hen, um ſein ew'ges Lich zu ſehen! Mel. Wer nur f lieben Gott 9 ſuf Erden Wahr⸗ 127 A heit auszubrei⸗ ten, die Wahrheit, die vom Himmel ſtammt, und, uns zum ew'gen Glück zu leiten, Werke und Wohlthaten Gottes. das Herz zu Gottes Lieb' ent⸗ flammt: dazu erſchienſt du, Jeſus, hier, von Gott ge⸗ ſandt, zum Heil auch mir. 2. Dies war das tägliche Geſchäfte, darin dein Geiſt Vergnuͤgen fand. Wie emſig haſt du Zeit und Kräfte, be⸗ ſeelt von Liebe, angewandt, durch deiner Lehre hellen Schein der Menſchen See⸗ len-Licht zu ſeyn! 3. Ihr Licht, den Weg zu Gottes Gnade und ihrem Heil recht einzuſehn; ihr Licht, auf dieſem ſel'gen Pfa⸗ de mit ſicherm Schritt ein⸗ her zu gehn; ihr Licht, mit freudigem Vertraun hin in die Ewigkeit zu ſchaun. 4. Und um der Welt dies Licht zu werden, wie willig übernahmſt du nicht auch ſelbſt die groͤßeſten Beſchwer⸗ den: und drückte dich gleich ihr Gewicht, ſo trugſt du doch, voll Güt' und Huld, ſie gern mit himmliſcher Ge⸗ duld. 5. Fürwahr noch immer iſt das Leben, das du auf Er⸗ den haſt geführt, ein Se⸗ gen, den uns Gott gegeben, dafür ihm ew'ger Dank ge⸗ buͤhrt; ein Segen, deſſen auch mein Geiſt ſich freut, und dich Erloͤſer preiſt. 6. Ja, Preis ſei dir, du beſter Lehrer, auch mir zum Heil von Gott geſandt! O würde jeder dein Perehrer, der deinen Werth noch nicht 4 9 er⸗ ekaat. zer Wältt keu, zurc ſig ſt M Lrbſter Jeſu, 5 heuer aleir nin Hand, dein prn Helnd, dn⸗ d, dhich mit ee in wuit ihre V the, du, vas ſiey ttar, fſt mein Hit Jhrbeideiner’ ditt ernen wit G fennen, ihn wit fi? 1 h'gen Willen uns m tren erfulen! 3. Waz die Wn Nelt vor dir nichi⸗ ben, das haſt dun lhelt; und du dätes Gaben wiE anſern Seelen, daſr n Lehen wahlen 1. A entdeckſt Sähyid und der C d au. i je ———— — 8— ſa btan, dchr — —— — —— —— duns qller mr gädige Verr d. ers Aidreichn g u ttez. ¹che, aeie 12 Lehre helle m m eain ein a adas n der Pelt dies = du nicht auch Rſeien Beſchwer er rückte dich gleic , ſo trugſt w n und Huh, himmliſcher Ge⸗ = w'ger Daud g — Sehe, deſſat Feiſt ſich freu ie preiſt. eis ſei dir, A —, auch mir zunt t geſandt! D — dein Aenhie, V zerth noch hin V === —— ten treu erfüllen! — den, wie willi Ayr noch im meriſ das 3 auf En Dührt, ein Su 2 Gotf gegeben, daß ich dei⸗ erkannt! Hilf, ner Wahrheit treu, und ewig durch ſie ſelig ſei. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind heuer ſei mir 128 T allezeit, Herr 12 Heiland, deine Lehre! Gib, daß ich mit Folgſam⸗ keit treulich ihre Vorſchrift ehre, dem, was ſie verheißet, traue, feſt mein Hoffen dar⸗ auf baue. 2. Nur bei deiner Wahrheit Licht lernen wir Gott recht erkennen, ihn mit froher Zu⸗ verſicht unſern Gott und Va⸗ ter nennen, und nach ſeinem heil'gen Willen unſre Pflich⸗ 3. Was die Weiſen dieſer Welt vor dir nicht erforſchet haben, das haſt du uns auf⸗ gehellt; und durch deines Geiſtes Gaben wirkeſt du in unſern Seelen, daß wir Heil und Leben waͤhlen. 4. Du entdeckſt uns unſre Schuld und der Sünde gro⸗ ßen Schaden, doch auch dei⸗ nes Vaters Hi uld und den Neichthum ſeiner Gnaden; lehrſt uns aller unſrer Suͤn⸗ den gnaͤdige Vergebung fin⸗ den. 5. Huld: zu: kommt zu mir, beſchwer⸗ te Seelen; lus ſoll euch zu eurer Ruh nicht bei mir an Troſte fehlen, wollt ihr an⸗ ders von mir lernn. euch ntfernen. von Sünden zu e Erlöſung. reich rufeſt du uns 87 6. Herr, dein Evangelium hat viel taufend⸗. rauſend 3 Zeu⸗ gen, die zu deines Namens Ruhm dankbar ihre Kniee beugen, daß du noch dein Wort erfülleſt und der See⸗ le Kummer ſtilleſt. 7. O nimm gnädig an den Dank, den ich dir voll Ehr⸗ furcht bringe! Hoͤre meinen Lobgeſang, den ich hocher⸗ freut dir ſinge! Du befreiſt auch mich aus Gnaden von der Suͤnde Macht und Scha⸗ uu 8. Köſtlicher, als Gold, ſei mir, was dein Watulich Wort mich lehret! Dank, ja ewig Dank ſei dir fuͤr den Troſt, den es gewaͤhret! Werd' ich einſt zu dir erho⸗ ben, will ich wurdiger dich loben. 9. Stets, ſo lang ich hier noch bin, will ich dir zur Ehre wandeln, taͤglich mit erneutem Sinn nur nach dei⸗ nem Worte handeln: ſo nimmſt du mich einſt im Scheiden auf zu deinen höͤ⸗ ehern Freuden. 19 Liebſter Jefn! wir ſind 29 S chon auf Erden koͤnnen wir Veaeraſe empfinden 7 wenn Ur A keb und E 6 3 FEintracht hier unſre d zerzen feſ ver⸗ binden we un wir dich nach Jeſud Lehren, dich, o Gott der Liehe„ ehren.. 2. Dieſe Her zensfreudig⸗ keit —— m 88 keit danken wir dir, Gott der Gnade; Jeſu Chriſti Lehre ſtreut Freuden auf des Le⸗ bens Pfade, lehrt uns Maͤßi⸗ gung in Freuden, gibt uns hohen Muth im Leiden. 3. Sie gewaͤhrt uns Troſt und Rath in den allerbang⸗ ſten Leiden; ſie erleuchtet un⸗ ſern Pfad, wenn wir von der Erde ſcheiden; uns, von Todesnacht umgeben, leitet ſie zum beſſern Leben. 4. Wenn uns Erdenglück verläßt, unſre Lieben uns verlaſſen, hält ſie unſern Muth noch feſt, lehrt uns frohe Hoffnung faſſen; lehrt Geduld uns, gibt uns Staͤr⸗ ke zur Vollbringung guter Werke. 5. Sie lehrt: Menſchen zu erfreun, ſei des Herzens größter Segen; lehrt uns, Feinden ſelbſt verzeihn, die in Noth ſind, troͤſten, pfle⸗ gen, brüderlich die Menſchen lieben, ſegnen die, die uns betrüben. 6. Heil dem Menſchen, der ſie uͤbt, dieſe ſchoͤnen Tugend⸗ lehren! Heil dem, der die Brüder liebt, ſich beſtrebt, dich, Gott, zu ehren! Ewig ſelig wird er leben, ſtets nach hoͤhrer Tugend ſtreben. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele 2(Seiland, deine 30 H Menſchenliebe war die Quelle jener Trie⸗ be, die dein treues Herz re⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. gieret, und dich ſelbſt dahin gefuͤhret, daß du, unſerm Heil zu dienen, biſt in Knechts⸗ geſtalt erſchienen. O wer faßt die ſtarken Triebe deiner treuen Menſchenliebe! 2. Ueber ſeine Feinde wei⸗ nen, jedermann mit Hülf' erſcheinen, ſich der Blinden, Lahmen, Armen, mehr als vaͤterlich erbarmen, der Be⸗ trübten Klagen hoͤren, ſich in andrer Dienſt verzehren; das ſind Proben wahrer Gü⸗ te; und ſo, Herr, war dein Gemuͤthe. 3. O du Zuflucht der Elen⸗ den! Wer hat nicht von dei⸗ nen Haͤnden Segen, Troſt und Heil genommen, der ge⸗ beugt zu dir gekommen? Wie iſt dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angeſpro⸗ chen! Und wie pflegteſt du zu eilen, das Erbet'ne mitzu⸗ theilen! a. Die Betrübten zu er⸗ quicken, ſie dem Kummer zu entruͤcken, die Unwiſſenden zu lehren, die Verkehrten zu bekehren, Suͤnder, die ſich ſelbſt verſtocken, langmuths⸗ voll zu dir zu locken: das war täglich dein Geſchaͤfte, war's mit Aufwand aller Kräfte. 5. O wie hoch ſtieg dein Erbarmen, Heiland, da du fuͤr uns Armen, Angſt und unerhörte Schmerzen litteſt mit gelaßnem Herzen, dich von Sündern ließt verhöh⸗ nen Möuleten. ler Welten ing, Sohn des rie wenig haſt ahm getrachtett VWerſchenloh gent llg ünſt du, wa len deines Vatag lun, Armuth ud ungen. Lyb ſie eſungnn dan, u r Sc Domatnen, je beneewwerben, wi ar e zu ſterb z Diine Huld ennäen, Sanft gzuld zu üben, ſahnicht zu vergel 6.(aß wic, 41 ten Segen, dei 1 iſtervigen lafr gider Sinder Hilfetadirfn V uch meine Trie b ſtuffergjenſc. 9 jnmermch inen Bide. u Vihde n — Triebe dein = ſſchenliebe! D ſeine Feinde wi. nann mit iß ſich der Vlide, Darmen, der Be⸗ au hoͤren, i jenſt verzehren, 1— hben wahrer Gi⸗ berr war dein ullucht der Eley 3i It nicht von dei Scegen, Troſ ommen, der ge⸗ V jekommen? Wi * Herz gebrochen, ranke angeſpr⸗ je pflegteſt dug =Erbet'ne mitu⸗ ceetrübten zu er =em Kummer u — jie Unwiſſenden lje Verkehrten i ¹ uͤnder, die ſh 3= en, langmuths⸗ au locken: da = dein Geſchafte 1m Aufwand allet hoch ſtieg dei „heiland, da UA m en, Angſt un hmerzen lite Herzen, dih ma ließt van men. mehr 36 Erloſung. 89 nen, und zur Schmach mit Dornen krönen, ja, uns Le⸗ ben zu erwerben, willig warſt, am Kreuz zu ſterben. 6. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Haß mit Haß nicht zu vergelten, dei⸗ ne Schmäher nicht zu ſchel⸗ ten, Allen freundlich zu be⸗ gegnen, die dich läſterten, zu ſegnen, deine Moͤrder zu ver⸗ treten und fuͤr ſie zu Gott zu beten. 7. Aller Welten Herr und Koͤnig, Sohn des Höchſten, W o wie wenig haſt du je nach Ruhm getrachtet und auf Menſchenlob geachtet! Wil⸗ lig littſt du, um den Wil⸗ len deines Vaters zu erfül⸗ len, Armuth und Erniedri⸗ gungen. Lob ſei dir dafuͤr geſungen! 8. Laß mich, Herr, zu rei⸗ chem Segen, deinen Wandel oft erwaͤgen! Laß mich in der Angſt der Suͤnden Troſt und Hülfe bei dir finden! Heilige auch meine Triebe zu recht⸗ ſchaffner Menſchenliebe: laß mich immermehr auf Erden deinem Bilde aͤhnlich wer⸗ den! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 1 31 Kein Lehrer iſt dir 1 Jeſu, gleich! An Weisheit und an Liebe reich, biſt du ſowohl durch Wort als That der ſchwa⸗ chen Menſchen ſichrer Rath. Es freut mein Geiſt im Glau⸗ ben ſich, Herr Jeſu, dein, und lobet dich. 2. Du kamſt zu uns, von Gott geſandt, und machteſt uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Suͤnden⸗ ſchald, theilhaftig werden ſeiner Huld. Auf ewig ſei dir Dank und Ruhm, Herr, für dein Evangelium! 3. Du ſaheſt in der Gott⸗ heit Licht mit aufgeklärtem Angeſicht, was nach des Höchſten weiſem Rath die 6 elt noch zu erwarten hat; du machteſt ſelbſt durch dei⸗ nen Mund das Kuͤnftige den Menſchen kund. 4. Dies und die Wunder deiner Hand ſind uns einl gottlich Unterpfand, was man aus deinem Mund ge⸗ hoͤrt, ſei Wahrheit, die uns l Gott gelehrt. Nie ſchwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott! 5. Du lehrteſt uns durch Wort und That; man trifft der reinſten Tugend Pfad in deinem heil'gen Wandel an. Gib, Herr, daß ich auf die⸗ ſer Bahn, geſtaͤrkt von dir mit ſteter Treu dir nachzu⸗ folgen eifrig ſei! 6. Du biſt es, Herr, von dem das Amt, das die Ver⸗ ſoͤhnung predigt, ſtammt: du machſt durch treuer Lehrer Mund noch jetzt dein Hen en 90 8 erke und Wohlthaten Gottes. dem Menſchen kund. Be⸗ gleite ſtets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen ſchafft! V 7. Noch immer hilfſt du deinem Wort in ſeinem Sie⸗ ge maͤchtig fort; du ſendeſt, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geiſt, der dem, der Wahrheit ſucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte gibt. 1 8. Mein Heiland, ſend' ihn auch zu mir, daß ich mit heiliger Begier nach Wahr⸗ heit ſtrebe, fromm und treu den Lehren deiner Weisheit ſei, bis mich bei dir in Ewig⸗ keit ein heller's Licht dereinſt erfreut! Mel. Wer nur den lieben Gott 132 Wie göttlich ſind doch Jeſu Leh⸗ ren! wie überzeugend ſeine Macht! Wer könnte ſeine Thaten hoͤren, wer, was für Wunder er vollbracht, und ſtimmte nicht dem Glauben lf daß er der Welterloͤſer ei! 2 Erbarmen war es vol⸗ ler Gnaden, was man in ſei⸗ nen Zeichen ſah. Nie wirkte es zu Jemands Schaden, wie von Propheten ſelbſt ge⸗ ſchah; er raffte nie in ihrem Sinn die Sunder ſchnell im Zorne hin. 3. Er ſchenkte das Geſicht den Blinden, den Tauben gab er das Gehör, der Aus⸗ ſatz mußte vor ihm ſchwin⸗ den, der Stumme ſang ihm Dank und Ehr. Sein Macht⸗ wort hieß die Lahmen gehn, und ſelbſt die Todten aufer⸗ ſtehn. 4. Sein Segen ſpeiſte ganze Heere, da, wo es ſelbſt an Brod gebrach; und kaum gebot er Wind und Meere, ſo ließ ihr Sturm gehorſam nach. O ſah man nicht bei allem Thun auf ihm, der Gottheit Fülle ruhn? 5. Wir danken, Hoͤchſter, deiner Starke, die Jeſum vor der Welt verklaͤrt, der durch ſo große Wunderwerke als dein Geſandter ſich be⸗ waͤhrt. Wir nehmen ſolchen glaubig an, und ſind ihm willig unterthan. 6. Erfüll', o Herr, nur unſre Herzen mit ſeiner Lehre Goͤttlichkeit, damit wir nicht das Heil verſcherzen, das uns dein Sohn allein ver⸗ leiht, und ſchaffe, daß ihm unſre Treu' bis in den Tod ergeben ſei! Mel. Was mein Gott will 1 32 Sommt, die ihr 190 Nℳ nicht gewohnet ſeyd, daß ihr euch ſelbſt ent⸗ ſaget, die ihr nur ſtets nach Einelkeit, Ruhm, Vorthei,, Wolluſt fraget, kommt, ſchauet Jeſu Vorbild an! Dies dic, i uuß men. Fommt, de von aren Wahn eu ſübſt bezihw 2 Gott wat lu an den hing ze biebe. Dem in angenehm; te ſeine Trihe. ſtetz ſich villg diß: du ganzen! Mrert, weicher. holcommen zu er 3. Hoth üher? Einllteit, ganz h Gitt eigen, ver aus Schüchternhen ek war, zu aͤnß wann ir Bd ſſty, wwtervollch n, wann aber b geſchah, puol a ſeinen Henn. de fru Weltyerheißt, icht u ſchmecken.. hevarteſichſein Rin von glen Fle⸗ Alen ſch er ina ſir, ie un 82 4s, uns ſeints r güicht abe mm Thun auf orttheit Fülle 2Sken, Höchſter, n, die Jeſum verklaͤrt, der 2 Wunderwerke andter ſich be⸗ nehmen ſolchen und ſind ihm jan. —, o Herr, nur mit ſeiner Lehre — hamit wir nicht — eſcherzen, das — hn allein ver⸗ haffe, daß ihm zyis in den Toh nein Gott will — unt, die ihr ucht gewohnet a zeuch ſelbſt ent⸗ uur ſtets nach hm, Vorthei, an ſet, kommn, V — Vorbild an⸗ Dies Erlöſung. 91 Dieß, dieß muß euch beſchaͤ⸗ men. Kommt, lernt, geheilt von eurem Wahn, hinfort euch ſelbſt bezaͤhmen! 2. Gott war ſein Alles; nur an dem hing ſeine gan⸗ ze Liebe. Dem dienen war ihm angenehm; dem weiht' er ſeine Triebe. Wozu er ſtets ſich willig fand, war dieß: den ganzen Willen des Vaters, welcher ihn geſandt, vollkommen zu erfuͤllen. 3. Hoch über Welt und Eitelkeit, ganz heilig, ganz Gott eigen, vermied er nie aus Schüchternheit ſich, wie er war, zu zeigen; und wann er Bohheit freveln ſah, war er voll edler Schmer⸗ zen; wann aber Gottes Wort geſchah, quoll Freud' aus ſeinem Herzen. . Die Freude, die die Welt verheißt, verlangt' er nicht zu ſchmecken. Und rein bewahrte ſich ſein Geiſt, ganz rein von allen Flecken. In Allem ſah er immerdar mit Eifer, nie zum Scheine, auf das, was ſeinen Brüdern war, nicht aber auf das Seine. „5. Stets floh er das Ge⸗ räuſch des Ruhms, blieb niedrig und geringe, ent⸗ ſchlug ſich alles Eigenthums, der Erbe aller Dinge. Arm ward er ſelber, daß wir reich aus ſeiner Armuth würden. Er iſt der Herr, ſein iſt das Reich, doch trug er fremde Bürden. 6. War Gottes Hand auf ihm ſchon ſchwer: er fands doch gut und billig; den jeden Tropfen Blut war er ihm aufzuopfern willig. Stets zeigt er, daß ihn keine Noth auch nur zur Klage reize. Er ward gehorſam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. 7. Von Gott verlaſſen, blieb ſein Hergan ihm, trotz alles Spotres. Seir Sehnen war, im baͤngſten Schmerz, nichts, als das Antlitz Got⸗ tes. Folgt, Menſchen, ſei⸗ nem Vorbild nach! Er hat fuͤr euch gelitten; er ſelbſt hat euch; ihr ſeyd nicht ſchwach, die Kraft dazu er⸗ ſtritten. 8. Hilf meinem Glauben, daß ich dir, mein Heiland, ähnlich werde! Bezähm das Fleiſch, vertilg in mir die Liebe dieſer Erde, daß ich dein großes Beiſpiel mir all⸗ ſtets vor Augen ſetze; des Vaters Willen thun, gleich dir, für Freud' und Leben ſchätze! b Mel. O Gott, du frommer Gott 2ꝛℳ(ACa) Eriheine mei⸗ 134 E nem Geiſt, erhabnes Bild der Tugend, du Muſter jeder Pflicht, des Alters, wie der Jugend! O Jeſu, Himmliſcher, dein Bei⸗ — ſpiel 92 Werke und Wohlthaten Gottes. ſpiel leite mich! Ich irr und ſtrauchle nicht, ſeh ich nur feſt auf dich! 2. Wie unſchuldsvoll, wie rein, wie unentweiht von Suͤnde floh deine Jugend hin! Wie theuer war dem Kinde, wie lieb dem Jüng⸗ ling ſchon, was Gottes Wille waͤhlt! Doch ach, wie oft hab ich, noch jung, doch ſchon gefehlt! 3. So arm, ſo freuden⸗ los und allem Glanz ent⸗ riſſen, durch frühen Druck geübt in Müh' und Kuͤm⸗ merniſſen, floß dir das Le⸗ ben hin, und dennoch bliebſt du groß; nie riß das Elend dich von deinem Vater los. a. Gehorſam, warſt du ſtets bereit, des Vaters Wil⸗ len ſelbſt bis zum Kreuzes⸗ tod mit Frenden zu erfuͤl⸗ len; trugſt mit Geduld und Muth des Lebens herbſten Schmerz; du ſahſt die Glück⸗ lichen und neidlos blieb dein Herz. 5. Nie haſt du deine Pflicht, die kleinſte nie verletzet; nie keeidende geſehn und nicht mit Troſt ergötzet; ſtets haſt du Irrende gewarnt, belehrt, geruͤhrt und ſie mit Freun⸗ deshand auf beſſern Weg ge⸗ führt. 6. Verſuchung ohne Zahl, hier Ruhm und S chmeiche⸗ leien, dort lockender Gewinn, da bittrer Feinde Draͤuen umgaben, wo du gingſt, dich Heiliger, doch du gingſt mitten dulch ſie hin mit Fe⸗ ſtigkeit und Ruh'. 7. Voll ſtillen Friedens blieb dein Herz bis an das Ende: da gabſt du deinen Geiſt in deines Vaters Hän⸗ de. Vollendet war der Lauf; am Ziele deiner Bahn ſahſt du den großen Lohn der Ewigkeit dir nahn. 8. Vollendeter, auch ich auch ich kann ohne Beben am Ziele einſt den Geiſt dem Vater übergehen, wenn er dir ähnlich war an Tugend und Geduld; denn du, Er⸗ loͤſer, tilgſt der Schwach⸗ heitsſünden Schuld. 9. Schau drum, mein Geiſt, auf ihn; verſchmaͤh des Laſters Freuden! Der Suͤnden Sold iſt Tod und ihre Frucht ſind Leiden. Wie Jeſus, weihe Gott des Lebens kurze Zeit! Dann gehſt auch du, wie er, ins Reich der Herrlichkeit. In eigener Melodie. 13 4(b) 3 ¹ dir erhebt ſich mein Ge⸗ müthe, du Freund der Men⸗ ſchen, Jeſu Chriſt, der du durch deines Herzens Güte der Welt ein Vorbild wor⸗ den d7 10. le Sinderr um n. watt der ble 4 Stärke, und d tn zuverſcht. nur ſb, wie 0 vll Millid, Fra und Güte, umig nd Armen Br die Thtänen d 2 di Sehnſucht nn⸗ lebten; auf n entftoh dr d 3 du fünde Freun Lrdean ddu eine Nont⸗ du ſchmeckteſt⸗ Nuß und Freu a du Mrſchen leta Äfopfernd dii zeir. var 2 ches Gef ſchfte ſzefteim uni — ottes. — Feinde Drann 4 wo du gingſt 3 ue du gingi ſte hin mit Je Na mit — ſtillen Fried üherz bis an 3 gabſt du deine tes Vaters Hi ² eet war der Luf; d dßen uhu ſi 1 en ohn d I 1 nahn. Fdeter, auch ic nn ohne Beben ſtt den Geiſt dem Rhen, wenn er * war an Tugend —1; denn du, E⸗ ſt der Schwat⸗ ²₰ Schuld. — u drum, wei en ihn; verſchmih — Freuden! N old iſt Tod m at ſind Leiden an weiße Gott dd ze Zeit! Dam Sdu, wie er, 1 Aherrlichkeit. „ euer Melodie. —₰ hu dir erha ₰ ſich mein Ge a Freund der Mu⸗ Chriſt, der f Herzens Giit in Vorbild wor⸗ g in Vorh 1 Erlöſung. 93 den biſt. Du lebteſt Sün⸗ dern nur zum Beſten; ſie zu befreien, ſie zu tröſten, ent⸗ ſagteſt du der Herrlichkeit. Nur wohlzuthun war dein Beſtreben: der Zweck von deinem ganzen Leben war deiner Menſchen Seligkeit. 2. Nicht ſchrecklich waren deine Werke: du kamſt nicht Sündern zum Gericht. Du warſt der blöden Seelen Staͤrke, und der Bedräng⸗ ten Zuverſicht. Dein Blick war ſo, wie dein Gemuͤthe, voll Mitleid, Freundlichkeit, und Güte, und deine Hand gab Armen Brod. Du ſahſt die Thränen der Betrübten, die Sehnſucht derer, die dich liebten; auf deinen Wink entfloh der Tod. 3. Du füuͤhlteſt deiner Freunde Leiden mehr, als du eigne Noth empfandſt. Du ſchmeckteſt nichts von Ruh und Freuden, ſo oft du Menſchen leidend fandſt. Aufopfernd deines Lebens Kräfte, war es dein taͤgli⸗ ches Geſchäfte, als Men⸗ ſchenfreund umher zu ziehn. Eh' noch ein Leidender es wagte, und dir ſein Elend thränend klagte, erquickte ſchon dein Beiſtand ihn. 4. Errettung, Nachſicht, und Erbarmen fand jeder, der ſich dir genaht. Mit⸗ leidig ſchenkteſt du dem Ar⸗ men die Hülfe, die er ſich erbat. Dem Lahmen ſteaͤrk⸗ teſt du die Glieder, dem Stummen kam die Sprache wieder, dir dankten Blinde das Geſicht. Nie wurdeſt du des Wohlthuns muͤde. Reuvolle fuͤhlten Ruh' und Friede; ſie glaubten, und verzagten nicht. 5. Herr, wo du gingſt, auf jedem Schritte, da folg⸗ ten Lieb' und Mitleid nach; ſie folgten in des Reichen Huͤtte und unter der Ver⸗ laßnen Dach. Der Tempel, wie die oͤden Waͤlder, die Städte, wie die freien Fel⸗ der, empfanden deine Guͤtig⸗ keit. Wo Kummer war, warſt du zugegen; dein hol⸗ der Zuſpruch und dein Se⸗ gen vertrieb des Lebens Bit⸗ terkeit. 6. So gingſt du ſtill auf deinem Pfade dem dir be⸗ ſtimmten Tode zu. Noch war in deinen Blicken Gnade, in deiner Seele Himmels⸗ ruh. Auch dann, als Schrek⸗ ken und Gefahren von allen Seiten nahe waren, verliez dich nicht dein Edelmuth. Du bliebſt ein Schutzgott dei- ner Freunde, bliebſt ein Er⸗ barmer deiner Feinde, und liebteſt ſie bei ihrer Wuth. 7. O Jeſu, waͤre doch mein Leben dem deinen gleich! waͤr ich, wie du, ſo ganz der Menſchenlieb' ergeben, ſo ſanft, ſo mitleidsvoll, wie du! O pflanz in mich die holden Triebe des Milleids un 94 und der Menſchenliebe, und gib mir deinen edlen Sinn! So ziert mein Wandel deine Lehre; ſo krönt vor dir mich einſt die Ehre, daß ich dein Freund und Erbe bin. Leiden, Tod und Be⸗ gräbniß Jeſu. (Paſſionslieder.) Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 40 Oaß mir die Feier 135 L deiner Leiden, o großer Dulder, heilig ſeyn! Ste lehre mich die Sünde meiden, und dir mein gan⸗ zes Leben weihn, dir, der ſo ruhig und entſchloſſen für mich die Laſt des Kreuzes trug, deß Herz, als ſchon ſein Blut gefloſſen, fuͤr mich noch heiß von Liebe ſchlug. 2. In der Betrachtung heil'gen Stunden will ich am Leidenshuͤgel ehn, und dich uͤr deine Pein und Wunden mit tiefgeruͤhrtem Dank er⸗ höhn; ich will die Lieb' und Huld ermeſſen, womit dein Herz die Welt umfaßt, und nie gefühllos es vergeſſen, was du fuͤr mich erdulder haſt. 3. Mir ſollen dieſe Feier⸗ zeiten der grötten Liebe hei⸗ lig ſeyn; ſie ſoll mich ſtär⸗ ken, ſoll mich leiten, was dir nißfaͤllig iſt, zu ſcheun. Dein Leiden ſei auch mir zum Se⸗ gen, dein Tod mir ſeliger Werke und Wohlthaten Gottes. Gewinn. Dir ſchlage ſtets mein Herz entgegen, weil ich durch dich gerettet bin. àa. Bleiht mir in dieſen Tagen theuer, Gethſemane und Golgatha! Ihr Oerter, wo die Welt die Feier der allerhöchſten Liebe ſah! Nach euch will ich voll Andacht ſchauen, wo mein Erlöſer litt und ſtarb, und hoff⸗ nungsvoll auf den vertrauen, der mir die Seligkeit erwarb. 5. Da will ich lernen Tu⸗ gend uͤben, in Noth und Tod gelaſſen ſeyn, die Menſchen, ſo wie du, zu lieben, und ſelbſt dem Todfeind zu ver⸗ zeihn. Dann wird dein Leiden mir zum Segen, dein Tod mir ſeligſter Gewinn. Dir ſchlage ſtets mein Herz entgegen, da ich durch dich gerettet bin! Mel. Herzliebſter Jeſu 1 36 Her„ ſtaͤrke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu verſenken, die dich bewog, von aller Schuld des Boͤſen uns zu erloͤſen! 2. Vereint mit Gott, ein Menſch, gleich uns, auf Er⸗ den, und bis zum Tod am Kreuz gehorſam werden; an unſrer Statt gemartert und zerſchlagen, die Sünde tra⸗ gen! 3. Welch wundervoll hoch⸗ heiliges Geſchäfte! Sinn ich ihm nach, ſo zagen meine NKraͤf⸗ Träfie, nene* 1 th und ih 4 Fuc det Ein 1 n 4 7 gicher alles 2 ſt 4 ged, Welt erlöͤſen. 2 nein Geiſt 1 und Enzückhtt trblicn. 5 EE ſchläg? nnd uein Ierdiß dr;& ſarzis und ez erhebt iE. lehet mich meins nich aus Gottens Gottes Freumd .6. O Hert, den ich iodlcn —ͦ—ͦ—’:—ZB———OꝭCOQ—Q—QOCOQ—LQ—L—ꝭ—ᷣ—— liege hier vor ½ Staube, perl 11 mein Erlzſt f b, und üſ 12 f den vertraut, „ eligkeit erwatt⸗ Her llich lernen de = n Noth und Tuh esn, die Menſchen u lieben, un 1¹ nodfeind zu ber⸗ ann wird dein um Segen, der aiiſter Gewim. ſtets mein ge a ich durch dih ☛! — rzliebſter Jeſu , ſtaͤrke wih, 1 dein Leiden z — nich in das 4 verſenken, N von eller Schuh ns z erlöſen! — umir Gott, en ich uns, auf E. —is zum Tod au a ſam werden; an n tt gemartett tn — die Sünde kile — wunderrolllol, häfte! Sinn ſh agen meile ſo zagen anß Gnad' Erlöſung. 95 Kraͤfte, mein Herz erbebt; ich ſeh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott iſt gerecht, ein Raͤcher alles Böſen; Gott iſt die Lieb', und läßt die zelt erlöſen. Dieß kann mein Geiſt mit Schrecken und Entzücken am erblicken. 5. Es ſchlägt den Stolz und mein Verdienſt darnie⸗ der; es ſtürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an den ich kindlich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deine Güte. 7. Sie überſteigt die menſch⸗ lichen Gedanken; allein ſollt ich darum im Glauben wan⸗ ken? Ich bin ein Menſch, darf der ſich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Des Höͤchſten Thun iſt: und Lieb erweiſen. Uns kommt es zu, ſie de⸗ muthsvoll zu preiſen, zu ſehn, wie hoch, wann Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade ſteiget. 9. So ſei denn ewig auch von mir geprieſen fuͤr das Exdarmen, das du mir er⸗ wieſen, da du, mein Hei⸗ land, auch fuͤr mich dein Leben dahin gegeben. Kreuz 10. Du liebteſt mich; ich will dich wieder lieben, und ſtets mit Freuden deinen Willen üben! O gib zu die⸗ ſem heiligen Geſchaͤfte, Herr, ſelbſt mir Kräfte! In eigener Melodie. 27 Teſu, meines Le⸗ 137J bens Leben, deß ſich meine Seele freut„ der fuͤr mich ſich hingegeben, Stifter meiner Seligkeit, du, der lieber wollt erblaſſen, als mich im Verderben laſſen, ach, wie dank, wie dank ich dir, mein Erlöſer, g'nug dafür! 2. Menſchenfreund, von Gott geſendet, ſeines Raths Verkünder! längſt haſt du dein Werk vollendet: Preis ſei dir, Erhabener! Doch in den Gedächtnißtagen dei⸗ ner Leiden, Jeſu, ſagen dei⸗ ne Hochbegluckten dir billig neuen Dank dafür. 3. Du betratſt, für uns zu ſterben, willig deine Lei⸗ densbahn, ſtiegſt, uns Leben zu erwerben, gern den To⸗ desberg hinan, dachteſt nicht an deine Schmerzen, trugſt uns Menſchen nur im Her⸗ zen. Dieſe Liebe preiſen wir; unvergeßlich ſei ſie mir. 4. Meinetwegen trugſt du Bande, litteſt frecher Läſt⸗ rer Spott, achteteſt nicht Schmach und Schande, Elend nicht, nicht Kreuz und Tod, Du warſt werth der hoͤchſten Freu⸗ 96 Freuden und trugſt willig Gram und Leiden. O wie dank, wie dank ich dir wür⸗ dig, Heiligſter dafür! 5. Frevler kroͤnten dich zum Hohne; deine Stirne blutete unter einer Dornen⸗ krone, Koͤnig aller Könige! Mir zu Gut haſt du gelitten, mir die Lebenskron' erſtrit⸗ ten. Preis, Anbetung, Dank ſei dir, Ehrfurchtswuͤrdig⸗ ſter, dafür! 6. Du, der tauſendfache Schmerzen, mir zu Liebe, gern ertrug, deinem groß⸗ muthvollen Herzen war mein Heil Belohnung g'nug. Troſt in meinen letzten Stunden floß für mich aus deinen Wun⸗ den. Herr, ich dank, ich danke dir einſt im Tode noch dafuͤr! 7. Ruh' im Leben, Troſt am Grabe! unausſprechlicher Gewinn, den ich dir zu dan⸗ ken habe, du, deß ich nun ewig bin! Jeſu, dir mein Herz zu geben, deiner Tu⸗ gend nachzuſtreben, dir zu traun, zu ſterben dir, dies, dies ſei mein Dank dafür! Mel. O Jeſu Chriſt, mein's Leb. 2 n deine Leiden 138 2 denken wir, Herr Jeſu Chriſt, und dan⸗ ken dir, daß du ſo willig ihre Laſt zu unſerm Heil getra⸗ gen haſt. 2. Im Geiſte folgen wir dir nach von Schmerz zu Werke und Wohlthaten Gottes. Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir ſchaun zu dei⸗ nem Kreuz hinan, und beten dich mit Freuden an. 3. Auch uns zu Gut, o Herr, betrat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Auch uns ſtroömt Beßrungskraft und Ruh' aus deinem bittern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, gern Reuenden die Schuld vergibt; daß ewig unſre Seele lebt und ſich zur beſſern Welt erhebt; 5. Daß deine Lehre feſt be⸗ ſteht, und daß dein Reich nie untergeht; den großen Troſt von dir, o Gott, be⸗ lebt und ſtaͤrket Jeſu Tod. 6. Und wir, wir glaubten an dich nicht? Herr! Ohne ſichern Troſt und Licht, mit ungewiſſen Schritten geht des Lebens Pfad, wer dich ver⸗ ſchmäht. 7. Mit Dank und Freude folgen wir dir, unſerm Heil und Retter, hier; und du wirſt uns, wenn wir dich ſehn, zu deines Himmels Wonn' erhöoͤhn. Kel. Schwing dich auf, zu 2 ein Erloͤſer, 139 auch fur mich gingſt du hin zum Leiden, und begabſt, Exretter, dich aller deiner Freuden. Du ſahſt Bande, Schmerz und Hohn, ſahſt den Tod von ferne; doch ertrugſt du⸗ Bot⸗ Gates Eühn, erne. 8 9 AA entloh — Gefaſr, die 1 n als in jenen war, g. 4 Tode. Wit du dic in der 52 und bleſt u5 teu bis an dn 4 Lehte mich,¹ fill und ſo ftolr und, wenn es deinn wil, ſelig zu 2 Säͤrke mich, w nal ſterbend zua deich durch des? hne Schrecken. 4. Dant, oif ſei di für dein den, denn dad du mir deines ſi 1 den. Nunmehtne daß in Tod iiin ſterbe: denn ich a mit Gott, hin d. Etbe, RAll. herzlit 1* helnd, lehren d ih Kreuz im ih„ daß ein Jeruf der; Gts n. 8 a.2 Ddas Gut, Böſe ſn m un daſe wich denſeli ih ugläg V utei, uda 1 1un dank und Freu ndir, unſerm H1. lan, hier; und = wenn wir u au deines Hinne Ahn. 8 =cing dich auf, z ein Erlöͤſt, auch für mi m hin zum Ledn 8. Erretter, u Freuden. N =, Schmerz m ſſt den Tod hon M, Gol⸗ ch ertrugſt Erbe. Gottes Sohn, alle Leiden gerne. 2. Du entflohſt nicht der Gefahr, die dem Leben drohte; als die Stund' er⸗ ſchienen war, gingſt du froh zum Tode. Willig übergabſt du dich in der Feinde Hände, und bliebſt unverähnderlich treu bis an das Ende. 3. Lehre mich, wie du, ſo ſtill und ſo froh zu leiden, und, wenn es dein Rathſchluß will, ſelig zu verſcheiden. Stärke mich, wenn ich ein⸗ mal ſterbend zu dir flehe daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jeſu, Dank ſei dir fuür dein willig Lei⸗ den, denn dadurch erwarbſt du mir deines Himmels Freu⸗ den. Nunmehr weiß ich, daß im Tod ich nicht ewig ſterbe: denn ich bin verſöhnt mit Gott, bin des Himmels Mel. Herzliebſter Jeſu! LTaß deinen Geiſt 1740 L mich ſtets, mein Heiland, lehren, dein gött⸗ lich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich chriſtlich übe. 2. Das Gute thun, das Böſe fliehn und meiden, Herr, dieſe Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böſe mir er⸗ lauben, und an dich glauben? Erloͤſung. 9z) 3. Da du dich ſelbſt fuͤr mich dahin gegeben, wie konnt' ich noch nach meinem Willen leben? und nicht viel⸗ mehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich ſollte nicht, wann Leiden dieſer Erden, wann Kreuz mich trifft, gelaſſnen Herzens werden, da du ſo viel für uns, die wir's ver⸗ ſchuldet, liebreich erduldet? 5. Für welche du dein Le⸗ ben ſelbſt gelaſſen, wie könnt' ich ſie, ſie meine Brüder haſ⸗ ſen? und nicht wie du, wenn ſie mich untertreten, für ſie noch beten? 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich ſchilt, nicht raͤchenrd wieder ſchelten. Du, HeilixG. ger, du Herr und Haupt der Glieder, ſchaltſt auch nicht wieder! 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dieß iſt der Dank für deines Kreu⸗ zes Schmerzen. Und Gott gibt uns die Kraft in deinem Namen, dir nachzuahmen. 8. Unendlich Glück! du litteſt uns zu Gute. Ich bin verſöhnt in deinem theuren Blute. Du haſt mein Heil, da du für mich geſtorben, am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn ſchon ſelig hier im Glauben! So wird mir nichts, nichts mei⸗ ne Krone rauben! So werd ich dort, von Herrlichkeit G 3 um⸗ 98 Werke und Wohlthaten Gottes. umgeben, einſt ewig le⸗ ben! 10. Ja, wenn ich ſtets der Tugend Pfad betrete, im Glauben kämpf', im Glau⸗ ben wach und bete: ſo iſt mein Heil ſchon ſo gewiß er⸗ ſtrebet, als Jeſus lebet. 11. Lockt böſe Luſt mein Herz mit ihrem Reize: ſo ſchrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze! Und werd ich matt im Laufe guter Wer⸗ ke: ſo ſei mnirs Stärke! 12. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieſer Erden ein Aergerniß und eine Thorheit werden: ſo ſei's doch mir trotz alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes! 13. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken; ſo laß dein Kreuz mir wie⸗ der Ruhe ſchenken; den Tod einſt leide, mir Fried' und Freude! In voriger Melodie. 16/ 1 Dei hoch geprie⸗ — ſen, Herr, für deine Liebe! Sie drang dich zu dem mitleidsvollen Triebe, fur eine Welt voll Suünder, ſelbſt dein Leben dahin zu 2. Fürwahr, du trugeſt unſrer Sünde Schmerzen. O welch ein Herz gleicht dei⸗ nem edlen Herzen! Du ließeſt unſre Schuld an dir beſtra⸗ fen, uns Heil zu ſchaffen. du der Welt dein Kreuz, dieß ſei, wenn ich 3. O laß dies Heil doch auch mein Erbe werden! Was hab ich ſonſt für ſichern Troſt auf Erden? Was gibt mir ſonſt wohl wahren Grund zur Freude, wann ich einſt ſcheide? 4. Für mich, o Herr, biſt du ja auch geſtorben! Was durch deinen Tod erworben, das haſt du ja von großer Treu geleitet, auch mir bereitet. 5. O ſtärke ſelbſt mein Herz in dieſem Glauben! Kein banger Zweifel müſſe ihn mir rauben! Er müſſe mich zum Fleiß in guten Wer⸗ ken beſtändig ſtärken! 6. Sollt' ich mich nun noch frevelhaft erkühnen, der Sünde, die dich tödtete, zu dienen; ſo wär' ich ja, o Herr, nicht dein Erlöſter: du nicht mein Tröſter. 7. Nein, dir allein, der du durch deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienſt ver⸗ bunden, nur dir, mein Hei⸗ land, ſei mein ganzes Leben zum Dienſt ergeben! 8. Nichts ſoll mich je von deiner Liebe ſcheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirſt weiden, wo deine Liebe mit verklärten Zungen ſtets wird beſungen. Mel. Schwing dich auf, zu Vn Gilöſer, 142 Micg es Shn, und der du für mich litteſt, auch Mwi nreiſ ich n jung meiner: Uremszne war dir, Henn und du konntiſt let Freuden la o der gyßen Hul ſel vürde, übel. ni Geduld ſchm⸗ Bürde. 3 Nun kann it that noch Vergeh —dean du ſtarbſt Nath, auch für den. Uuſte Eſf d, ws vom à. ten, daß wir) Nuh', mi Goti ten. 4 Was uns rung ſchaff, n gend leitet, da neue Kraſt durche bereitt. Nicht, darf ich nun min bewerben, Gotts. u thun, Sind he d? Nun kann, deähal noch n ſän, und zu a eimal ohne 8 hen. D Her alln aah Ren kungen, und d, ereuzestnd mein ꝛwungen. 1 han, da ottes. dies Hel de [B tbe werden h ſon ſonſt für ada W ) ( nich, oden, elt durch deinen 12 en, das haſtd un Ber Treu geleite xreitet. färke ſelbſt mei i ieſem Glauben baar Zweifel müſſ i bben! Er miſſt 18 iiß in guten Wan 1 ſtarken! —' ich wich nm „ aft erkuhnen, der t dein Erlöſte. ti= in Tröſter. A dir allein, der u Wunden auf eui „᷑ nem Dienſt ber r= r dir, mein he⸗ ein ganzes Leben drn ergeben! 1== ſoll mich je un ve ſcheiden. Nh Ir= bis du mich dur =, wo deine Liit =nn Zungen ſieß Arun. ig dich auf, zu ein Erlöſtt, S Gottes Söht, e mich littſt 5 hl wahren 6e =¼ geſtorhen! A 4☛☚ dich tödtete, u ☛ wäry' ich ja,) Erlöſung.— 29 auch auf der Himmel Thron jetzt noch für mich bitteſt, welche Wohlthat iſt für mich dein verſöhnend Leiden! O wie preiſ' ich würdig dich, Urſprung meiner Freuden? 2. Unermeßne Herrlichkeit war dir, Herr, gegeben; und du konnteſt jederzeit vol⸗ ler Freuden leben. Aber, o der großen Huld! daß ich, ſelig würde, übernahmſt du mit Geduld ſchwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Miſſe⸗ that noch Vergebung finden; denn du ſtarbſt nach Gottes Rath, auch für meine Sün⸗, den. Unſre Strafe trugeſt du, uns vom Fluch zu ret⸗ ten, daß wir im Gewiſſen Ruh', mit Gott Frieden hät⸗ ten. 4. Was uns Luſt zur Beß⸗ rung ſchafft, was zur Tu⸗ gend leitet, dazu haſt du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen noch zu thun, Suͤnden abzuſter⸗ en. 5. Nun kann ich aufs To⸗ desthal noch mit Freuden ſehen, und zu jener Welt einmal ohne Schrecken ge⸗ hen. Du, Herr, haſt aus aller Noth Rettung mir er⸗ rungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod be⸗ zwungen. 6. Herr, was bin ich, daß Sünd' entweihn? Nein, ich G 2 b du mein ſo dich angenom⸗ men? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen, gib mir Weis⸗ heit, gib mir Kraft: du haſt ſie in Händen, was du mir zum Heil verſchafft, gläubig anzuwenden! 7. Laß das Wort von dei⸗ nem Kreuz mich mit Muth beleben, ſiegreich jedem Suͤn⸗ denreiz hier zu widerſtreben, und voll Dankes dir zum Ruhm, alle meine Pflichten, als dein theures Eigenthum treulich zu verrichten! 8. Druͤckt mich meine Sün⸗ dennoth, ſtraft mich mein Gewiſſen, o dann laß aus deinem Tod mich den Troſt genießen: daß du auch für meine Schuld büßend biſt ge⸗ ſtorben, und Vergebung, Gnad' und Huld mir bei Gott erworben! 9. Stärke mich durch dei⸗ nen Tod in den letzten Stun⸗ den! Wie du deine Todes⸗ noth ſiegreich uͤberwunden: o ſo hilf dazu auch mir! Laß mich fröhlich ſcheiden! Herr, ſo dank ich ewig dir für dein bittres Leiden. Mel. Freu' dich ſehr, o meine 1 3 Jeſu⸗ deine tiee J Wunden, dei⸗ ne Qual, dein bittrer Tod, geben mir in bangen Stun⸗ den Kraft zur Tugend, Troſt in Noth. Mich ſollt ich durch denk — — ͦ ꝗᷣ’Y8— 100 denk an deine Pein; ſie, ſie lehrt mich Suͤnden laſſen, ſie als mein Unglück haſſen. 2. Die Erinnrung deiner Leiden ſtärke mich mit Kraft und Muth, alle ſchnöde Luſt zu meiden, zu bekämpfen Fleiſch und Blut! Auch wenn meine Seele zagt, Gram an meinem Herzen nagt, laß im Glauben mich zu ſtärken, mich auf deine Leiden mer⸗ en. 3. Will die Welt mein Herz verführen auf der Eitelkeiten Bahn, wo ſo viele ſich ver⸗ lieren und ſich dem Verder⸗ ben nahn: dann denk' ich, o Jeſu nach über deine große Schmach, daß ich dir getreu verbleibe und die böſe Luſt vertreibe. 4. Gib bei Allem, was mich kränket, mir aus dei⸗ nem Leiden Ruh! Wenn mein Herz daran gedenket ſtröme neuer Troſt mir zu! Wenn mich meine Fehler reun, müſſe mich dein Tod erfreun; denn du haſt, da du geſtorben, dieſen Troſt auch mir erworben! 5. Auf dich ſetz ich mein Vertrauen, Jeſu, meine Zu⸗ verſicht. Du vertreibſt des Todes Grauen; durch dich ſchadet er mir nicht. Sicher iſt bei dir mein Heil! Hab' ich, Herr, an dir nur Theil, o ſo wirſt du ewig's Leben mir auch einſt aus Gnaden geben. Werke und Wohlthaten Gottes. 6. Hab ich dann in mei⸗ nem Herzen Hoffnung jener Herrlichkeit; ſo beſieg ich auch die Schmerzen von dem letzten Kampf und Streit. Wenn gleich meine Hülle bricht, quält doch Todesfurcht mich nicht; überwunden, über⸗ wunden hab ich, durch dich überwunden. In eigener Melodie. enn mich die 1 44 W Sünden krän⸗ ken, ſo laß, Herr Jeſu Chriſt, mich glaubensvoll bedenken, wie du geſtorben biſt, und Rettung von der Schulden⸗ laſt den reuerfüllten Sündern am Kreuz erworben haſt. 2. O wundervolle Liebe, bedenk's, o Seele, recht! Es ſtarb aus freiem Triebe der Herr für Selbſt ſeinen eignen Sohn gab Gott für mich verlor⸗ nen Menſchen in Marter, Schmach und Tod. 3. Was kann mir denn nun ſchaden der Fluch, der Sündern droht? Gott ſieht auch mich in Gnaden; durch Jeſu Mittlers Tod bin ich von dieſem Fluch befreit, und darf nicht ängſtlich fürchten Gericht und Ewigkeit. 4. Drum ſag ich dir von Herzen jetzt und mein Lebe⸗ lang für deine Todesſchmer⸗ zen, Erlöſer, Log und Dank. Hilf, daß ich dir für deine Treu ſeinen Knecht. Creu aff ewg en und lätg de z her, laß eeder nich ralze Ehrit mit allem uaden, was vo lch itt Rie kon weinem Sinn, dich gekoſtet, de bi. 6 Mein Kreuz. Aaagen, und ur Scmach und 9 nir geduldig tre. anr, mein Her ich fliehen jede du nnd dem Exem —————— ds du mir vorgl 1. Laß wich den, was du than, und mei lieben, gern u mann, ohn' En Heuchelei, und: erwieſen, aus 1n nd Treu. 8. In meinen la den erguicke mic daß ich, mi dr⸗ beſeg auch diſe lit e, dex, t Städ in Kode, daß ſtaul— 165 Dr lis um d düs dun d” m mibleidäetlen unſrer Rei 9 uner welchen 2 1 üte 1 ic, durc di I ner Melodie ge mich d — Sünden kriu Serr Jeſu Chrit lannsvoll bedenken ¹ Vorben biſt, 1 (= der Schulden nfüllten Sünden ⁴ rworben haſt. undervolle Lich, Seele, recht! 6. g Aeiem Triebe d ſeinen Kuect ann eignen Soi fͤr mich vellc⸗ laen in Mant, d Tood. ler kann mir dm p aoder Fluch, w oht? Gott ſit 6eGnaden; dumg 5 Tod bin ich vn Mh befreit, un angſllich fürchn Gvigkeit. dr ſag ich dir un e und mein Lels Se Todesſtun Le? und Dal⸗ ſch dir für deine ich m Erloͤſung. Treu auf ewig ganz erge⸗ ben und thätig dankbar ſei! 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Chriſt mit allem Ernſt zu meiden, was vor dir ſuͤnd⸗ lich iſt! Nie komme mir aus meinem Sinn, wie viel es dich gekoſtet, daß ich erlöſet bin! 6. Mein Kreuz und meine Plagen, und wär's auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Laß nur, mein Herr und Gott, mich fliehen jede Luſt der Welt, und dem Exempel folgen, das du mir vorgeſtellt! 7. Laß mich an Andern üben, was du an mir ge⸗ than, und meinen lieben, gern dienen jeder⸗ mann, ohn' Eigennutz und Heuchelei, und wie du mirs erwieſen, aus wahrer Lieb' und Treu! 8. Ju meinen letzten Stun⸗ den erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir verbunden, beſieg auch dieſe Noth! Du biſt es, Herr, auf den ich trau! Stärk' meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig ſchau! Mel. Befiel du deine Wege u, der ſich einſt 1 45 D voll Liebe ſelbſt bis zum Tod und Grab, aus mitleidsvollem Triebe, zu unſrer Rettung gab, ach unter welchen Plagen ſchloß Nächſten 101 ſich dein Lebenslauf! Mit Zittern und mit Zagen ſtiegſt du zum Oelberg anfyü. 2. Die ſchauervollen Stun⸗ den der Martern waren da. Du ſaheſt Hohn und Wun⸗ den, dein Kreuz auf Gol⸗ gatha, den Tod, die Grabes⸗ höhle, und fuͤhlteſt Angſt und Noth; betrübt war dei⸗ ne Seele, betrübt bis in den Tod. 3. Ach, welche Angſtge⸗ fuͤhle ergriffen da dein Herz! Im nagenden Gewühle von Bangigkeit und Schmerz lagſt du vor Gott im Stau⸗ be, mit Todesſchweiß be⸗ deckt. Wie kämpfte da dein Glaube, von banger Furcht erſchreckt. 4. Auf dich der Menſchen Beſter drang Angſt auf Angſt herzu, und doch hing nie⸗ mand feſter an ſeinem Gott, als du. Wie ſehnlich bat dein Flehen um Schonung, und wie ſtill: es ſoll nur das geſchehen, was Gott, mein Vater, will! 5. So wareſt du mit Freu⸗ den gehorſam und bereit, nach Gottes Rath zu leiden, und gingſt mit Willigkeit der fre⸗ chen Schaar entgegen, die blutbegierig kam, dir Bande anzulegen, und dich gefangen nahm. 6. Der Meuſchen Heil zu fördern, gabſt du mit ſanf⸗ tem Sinn dich willig deinen Mördern und ihren Martern hin 102 Werke und Wohlthaten Gottes. hin. Um dich war Alles trü⸗ be; doch du bliebſt ruhevoll. So ſtark war deine Liebe zu uns und unſerm Wohl! 7. ‚O Freund der Menſchen⸗ kinder, den nun kein Leid mehr drückt, wie hoch haſt du uns Sunder durch dieſe Huld beglückt! Dich wollen wir erheben, ſo viel die Schwachheit kann, und dir zur Ehre leben. Nimm un⸗ ſer Opfer an. Mel. Wenn mich die Sünden inſt, als im 146 E Angſtgebete, Herr, deine Seele rang, und immer heißer flehte; ſo tief⸗ gebeugt, ſo bang: da fandſt du keinen Troſt, kein Licht, da ſchwebte nichts als Mar⸗ ter vor deinem Angeſicht. 2. Auch ſie, die ſo ent⸗ ſchloſſen, ſo männlich dich bekannt, ſind muthlos, ſind verdroſſen, vom Schlummer übermannt. Sie ſchauen dei⸗ ner Seele Schmerz und kei⸗ ner deiner Brüder ſpricht Lab⸗ ſal in dein Herz. 3. Doch dieſe ſchwachen Seelen trägt deine Lieb' und Huld, wie ſehr ſie gleich⸗ wohl fehlen, mit ſchonender Geduld. Erbarmend ſprichſt du: Freunde, wacht! o wacht mit mir und betet, nah iſt des Feindes Macht! 4. Du Träöſter ſchwacher Brüder, Herr, nimm dich meiner an! Wie leicht fall ich auch nieder, verfuhrt durch ſtolzen Wahn! Ach! oftmals ſchlumm'r ich ſorg⸗ los ein, bin ruhig bei Ge⸗ fahren, die meiner Seele dräun. 5. Herr,'rette du mich Schwachen, wenn Stolz und Sicherheit den Geiſt verdroſ⸗ ſen machen. Gib Kraft und Muth im Streit; flöß' mei⸗ ner Seele Tröſtung ein; ſprich zu ihr: kämpf' und bete! bald iſt die Krone dein! Mel. Herzliebſter Jeſu! ekenner Jeſu, 147 B werdet nie vermeſſen! Der Fall iſt na⸗ he, wenn wir je vergeſſen, Beſtändigkeit und Sicherheit vor Suͤnden auf Gott zu gründen. 2. Dann gleichen ſelbſt die feurigſten Entſchluͤſſe den lich⸗ ten Dünſten, die durch Fin⸗ ſterniſſe ſchnell in die Höhe ſchimmern und vergehen, wie ſie entſtehen. 3. Die Jünger ſtärkten in der ernſten Stunde durch Wachen und Gebet, ſich nicht im Bunde mit ihrem Herrn; ſie fielen ſelbſt vor Kummer in tiefen Schlummer. 4. Als der Verräther kam mit ſeinen Schaaren, wie bebten ſie vor drohenden Ge⸗ fahren! Wo war ihr Muth, für ihren Herrn mit Freuden den Tod zu leiden? 5. Un⸗ 3 lhrugden ie Sc ten flin die S da wallſſen, nit Enafe ſt dr, daß ſeile retet werde. i. D wache daß der Mernſch freure ach lus 9 zvefener G Glauben vanken! 117 Mer dich funchte, Herr 3 von ſeiner Schwa⸗ dent des Fallet Anger, ſteb er: lauen auf dich 8. La deine Nerr, zar Sein lehrt uns wachl eernſtlich beten! wiir in Kanpf gen; wir werden Mel O kamm Gau 1ʃ8 E9. ch ruhig bei 2 —,, rette du mi l. F.⸗ zliebſter J Jeſu! 7* Jekenner Jeß werdet n. 1 Der Fall iſt w wir je vergeſſe at St und Saes 4 auf Golt 4—9 gleichen ſelbſt 3* iſſchlüſſe den lit 1e, die durch f 6 nell in die Ha = and vergehen, ti 6b* —manger ſtärkten 1 Stunde dun Gebet ſich nit — iit ihrem Herm — /ſ vor Kummn 'ylummer. Verräther imn Schaaren, we drohenden Ge war ihr Mul nn mit Freuden leiden? iſt die Krau 5 1n, Erloſung. 5. Uueingedenk des Hir⸗ ten fliehn die Schaafe. Er er, der ward verlaſſen, unſre Strafe ſo willig dul⸗ dete, daß ſeine Heerde ge⸗ rettet werde. 6. O welche Liebe! Jeſu, welche Treue!“ Du zweifelnden Gedanken im Glauben wanken! 7. Wer dich bekennet, fürchte, Herr, auch Alles von ſeiner Schwachheit! Ein⸗ gedenk des Falles der beſſern Jüͤnger, ſtreb er, ſein Ver⸗ trauen auf dich zu bauen! 8. Laß deinen Geiſt uns, Herr, zur Seite treten! Er lehrt uns wachen, lehrt uns ernſtlich beten! So werden wir im Kampfe nicht erlie⸗ gen; wir werden ſiegen. Mel. O Lamm Gottes, unſchuldig öſer, der im 148 Eſa⸗ einſt lag mit Angſtſchweiß bedecket, dein tröſte ſich mein Glaube, wenn Tod und Sünde mich ſchrecket; dein tiefer Schmerz, dein Klagen, dein Todes⸗ kampf, dein Zagen ſei meine Ruhe, Herr Jeſu! 2. Du litteſt ganz unſchul⸗ dig von Frevlern Schmähung und Schmerzen, und trugſt allzeit geduldig ſie mit verzeihendem Herzen. Dein Geiſt ſoll uns beleben, zu dulden, zn vergeben, wie litteſt, daß der Menſch ſich deiner freue; ach laß uns nie mit 103 du, zu lieben, Herr Jeſu! 3. Am Kreuze hingſt du kläglich entſtellt, gemartert, verſchmachtet. Dein Tod be⸗ lehr' uns täglich, wie hoch du Seelen geachtet! Er ſchreck uns ab von Sünden; er müͤß' uns dir verbinden zu ew'ger Liebe, Herr Jeſu! In eigener Melodie. 1 hriſte, du Sohn Gottes! der du trägſt die Sunde der Welt; erbarm dich unſer! 2. Chriſte, du Sohn Got⸗ tes, der du trägſt die Sünde der Welt: erbarm dich unſer! 3. Chriſte, du Sohn Got⸗ tes, der du trägſt die Sunde der Welt: gib uns deinen Frieden! Amen. Mel. In allen meinen Thaten er kann die Lei⸗ 1 50 W den faſſen, die du, o Herr, gelaſſen fuͤr mich erduldet haſt? Daß ich ge⸗ rettet würde, trugſt du die ſchwerſte Bürde, und über⸗ nahmſt auch meine Laſt. 2. Laß deine letzten Stun⸗ den, und was du da em⸗ pfunden, mich tröſten und erfreun! Es lehre mich dein Leiden, den Dienſt der Sun⸗ de meiden, und dir mich jetzt und ewig weihn. 3. Du ſtarbſt mit einem Herzen, das auch in Todes⸗ ſchmerzen für deine Feinde bat. Wie du, will ich mich üben, auch meinen Feind 3 zu 104 Werke und Wohlthaten Gottes. zu lieben; oft wußt' er auch nicht, was er that. 4. Du tröͤſteteſt den Ar⸗ men, der ſich auf dein Er⸗ barmen am Krenze feſt ver⸗ ließ. Auch ich bin, wann ich ſterbe, war ich dir treu, dein Erbe, und folge dir ins Paradies. 5. Du ſorgteſt, voll von Liebe aus regem Mitleids⸗ triebe, noch fuͤr der Deinen Ruh'. Ach, wenn auch ich muß leiden und von den Meinen ſcheiden: ſo ſende Troſt und Muth mir zu! 6. Du mußteſt, matt von Plagen, auch uͤber Durſt noch klagen und keiner labte dich. Warum ſollt ich denn beben, wann Leiden mich umgeben? Du labſt ja und erquickeſt mich. 7. Du riefſt voll tiefer Trauer im bangen Todes⸗ ſchauer: verläßt du mich, mein Gott? Nun mag ich einſt erblaſſen, du wirſt mich nie verlaſſen; dn fühlteſt ſelbſt des Todes Noth. 8. Du ſprachſt am Ziel der Leiden mit namenloſen Freuden, mein Werk iſt nun vollbracht! Lehr es auch mich wollbringen, und einſt zum Ziele dringen durch meines Todes dunkle Nacht! 9. Du gabſt am Leidens⸗ ende in deines Vaters Hände getroſt die Seele hin. Wann ich auch meine Seele ihm einſt, wie du, befehle: dann iſt auch mir der Tod Ge⸗ Mel. Befiehl du deine Wege 5 er Herrſcher al⸗ 191 D ler Lande muß ſich gebunden ſehn, er muß, bedeckt mit Schande, vor ſeinen Knechten ſtehn, und hier ſich richten laſſen. Sie ſuchen ihre Wuth, womit ſie längſt ihn haſſen, zu ſättigen mit Blut. 2. Die Unſchuld ſeiner Leh⸗ ren, wem war ſie unbewußt? Wer wars, der ihn mehr eh⸗ ren, wer, der ihn ſchützen mußt’? Wem waren dies ſonſt Pflichten, als denen, die ihr Stand, ein recht Ge⸗ richt zu richten, aufs heilig⸗ ſte verband? 3. Doch hier wird falſcher Zeugen Verläumdung gern gehoͤrt, hier wird durch Lä⸗ ſterungen der Heiligſte ent⸗ ehrt; hier wird das Recht gebeuget, entweiht das Rich⸗ teramt; hier wo die Falſch⸗ heit zeuget, die Unſchuld frech verdammt. 4. Entweiht iſt zwar die Stätte, entheiligt dies Ge⸗ richt, in dem man Jeſum ſchmähte, doch ſeine Unſchuld nicht. Er ſchweigt; es macht ſein Schweigen, und ſelbſt der Lügner Mund, die wi⸗ der ihn hier zeugen, ſchon ſeine Unſchuld kund. 5. O würde nie mit Rän⸗ ken der Ungerechtigkeit, die Recht it ud Unſch i Jichtertuhl entvait an keine Pattheit und de nne durch Läſt Anſchald leiden 6. Leht wich ih ſchweigen, riden ſoll! Min und meit Zelg und wahrfeisvol ven Mand nie i nich von Falſchhe ich ein Feind der Fannd der Wahr 17. Laz mich ſchelten, wenn mi heit ſchilt, nie H vergelten! Mei ſanft und wild⸗ die Rache n⸗ muß ich ohne Schmach und: de, ſo wiſt; Huld Yel. Eo ſchlu 4 Puth, die kaun worden, den Erl 33 Rauſam ſthe den. —Wut, womit ſ 1 d ar ſie unbewußt 4der ihn uruſ d der ihn ſchütze m waren die Hein, als denen ad, ein recht Ge 1en, aufs heill ier wird ſalſchen Zlaͤumdung gen e wird durch Lh 6mrr Heiligſte em h vird das Neh = weiht das Nic⸗ r* wo die Falſ⸗ — tt iſt zwar d ⸗eiligt dies Cb m man Jeſun h ſeine Unſchud peigt; es mact en, und ſelt kund, die w n zeugen, ſchan 1 8, kund. e nie mit Rät⸗ — aſen, zu ſaͤtign ſſchuld ſeiner deh (— ie Unſchuld freg Jerechtigkeit, de Jerechtig gut Erloͤſung. Recht und Unſchuld kränken, ein Richterſtuhl entweiht! entweiht an keinem Orte die Wahrheit und das Recht, daß nie durch Läſterworte die Unſchuld leiden möcht'! 6. Lehr mich, Herr, wo ich ſchweigen, und wo ich reden ſoll! Mein Schweigen und mein Zeugen ſei klug und wahrheitsvoll! Laß mei⸗ nen Mund nie trügen, mach mich von Falſchheit frei, daß ich ein Feind der Lügen, ein Freund der Wahrheit ſei! 7. Laß mich nie wieder ſchelten, wenn mich die Bos⸗ heit ſchilt, nie Haß mit Haß vergelten! Mein Herz ſei ſanft und mild: Lehr mich die Rache meiden; und muß ich ohne Schuld doch Schmach und Unrecht lei⸗ den, ſo tröſt mich deine Huld! Mel. Spo ſchlummerſt du Durſt nach 15 2 O Blut, o blinde Wuth, die kaum erhört iſt worden! den Erlöſer will ſein Volk grauſam ſchändlich mor⸗ den. 2. Da geht er hin, ach ſeht auf ihn! gefeſſelt durch die Straßen, muß vom heidni⸗ ſchen Gericht ſich verdammen laſſen. 3. Sein Richter ſieht, wie Alles glüht von Grimm und wilder Rache, und vertheidiget zuerſt des Gerechten Sache. 105 4. Doch zittert er, wankt hin und her, verlangt des Volkes Stimme; und ſie ru⸗ fen: Barrabaß! mit erbo⸗ ſtem Grimme. 5. Da gibt er ihn zur Geißlung hin, die Wache darf ihn höhnen; die mit ei⸗ nem Dornenkranz ihn zum König krönen. 6. Wer hat ein Herz, und fuͤhlt den Schmerz des Hei⸗ ligen, des Beſten nicht mit Wehmuth? Möchte ihn doch ein Mitleid tröſten! 7. Seht, welch ein Menſch! ſeht, welch ein Menſch! l ſpricht ſelbſt Pilatus, ſtelle ihn zur Schau dar, eh' er l noch ihm ſein Urtheil fället! 8. Ans Kreuz mit ihm! aus Kreuz mit ihm! ſo ſchreit die tolle Menge. Und der feige Richter kommt endlich ins Gedränge. 9. So ſterb er dann! ſprach jetzt der Mann, der ihn er⸗ retten ſollte, aber nie um Recht und Pflicht etwas lei⸗ den wollte. 10. Ach uns zu Gut floß hier dein Blut, trugſt du mit ſtillem Herzen deiner ed⸗ len Seele Qual, alle deine Schmerzen. 11. Du haſt's gethan. Wir beten an mit dankendem Ge⸗ müthe, mit Bewunderung und Preis, deine Treu' und Guüte. 12. Dir wollen wir, o Herr, dafür uns ſelbſt zum Opier 106 Opfer bringen. Gib dem guten Willen Kraft, gib ihm das Vollbringen. Mel. Schon iſt der Tag von 1 53 Seen dlt gein lag ſo ſchwer auf ihm die Laſt der Sünden! Wie unaus⸗ ſprechlich duldet er für euch, ihr Menſchenkinder! So lei⸗ den ſah von Anbeginn die Erde keinen je, As ihn, ſo wird auch keiner leiden. 2. Der Sohn des Höchſten, Eins mit Gott, ein Helfer, ein Gerechter, ward frecher Miſſethäter Spott, und ſei⸗ nes Volks Gelächter. Wie ein Verbrecher ſtand er da, verklagt, verläumdet. Wer ihn ſah, der ſah ihn mit Verachtung. 3. Geſchäftig war der Frevler Wuth, erfindriſch, ihn zu plagen. Sein Leib war ganz bedeckt mit Blut, voll Striemen und zerſchlagen. Mit einer Dorunenkron' ge⸗ rkront, in Königskleidern aus⸗ gehöhnt, ſtand er vor ſeinen Feinden. 4. Den Heiden, der ſein Richter war, ergriff ein menſchlich Schrecken; er ſtellt ihn ſeinen Brüdern dar, ihr Mitleid zu erwecken Seht, welch ein Menſch! Ich kann ihn nicht verdammen; denn die Unſchuld ſpricht zu mäch⸗ tig für ſein Leben. Werke und Wohlthaten Gottes. 5. Vergeblich, ach! ver⸗ geblich war die Menſchlich⸗ keit des Heiden: die aufge⸗ brachte wilde Schaar ſah' Jeſu Schmach mit Freuden. Sein Tod befriedigt ſie allein, ſie ſtüͤrmten auf den Richter ein, und ſchrie'n: Er ſterb' am Kreuze! 6. Du denkeſt ohne Schau⸗ dern nie an dieſe Wuth der Sünder, du ſprichſt: die Rache ſtrafet ſie! noch ſtraft ſie ihre Kinder. O Seele, denkſt du auch dabei an deine Suͤnden? Biſt du frei von Schuld am Tode Jeſu? 7. Sieh, welch ein Menſch! er wird füͤr dich verſchmähet und zerſchlagen! Hör' ihn, er ſpricht: ich ſelber, ich muß deine Suͤnden tragen. Die Schuld iſt dein, durch mei⸗ nen Tod verſöhn' ich, Sün⸗ der, dich mit Gott, und ſterb' um deinetwillen. 8. O hochgelobter Gottes⸗ ſohn, du Tilger meiner Sün⸗ den, erhöht auf deines Va⸗ ters Thron, ach, laß mich Gnade finden! Laß deines Todes Schmach und Pein Gerechtigkeit und Heil mir ſeyn, um deiner Liebe Willen! 9. Ich ſchwöre, Welter⸗ löſer, dir, und willig will ichs halten: ſo wahr du le⸗ beſt, ſoll in mir nie deine Lieb erkalten! Dein Leiden und dein Tod ſoll mich, ſo lang ich lebe, Herr, an dich und deine Lieb' erinnern! 2 -o Kc nich lock heſch und auf an Teg die nich m Muh, daß ich ſ Daun rufe du zu, dent, welc ich war! undd teſt mich nict In voriger7 157S auf deinen Lei M welcher hoh rih gehſt du den ſehen! Voll Zir (delnuth warſt ur us zu Gu Schmach zu ne 2. Die Me. EGowigkeit boll A iehen, war ſie Lebenszeit dein mmuſen, und ſelb wollteſt du für Tooſt und Ser Großmuth noch X Dum ſie der keidensbahn dennuth, mi deſt aff Gola dn Krazesn deigeſt du d A1elch ein Menſch d diich verſchmähe e= Jen! Hor ihn ſelber, ich mi Sürin tragen. De dmeein, durch mi⸗ ſöhn⸗ ich, Sür d nit Gott, umd uf netwillen. Js gelobter Gotte⸗ 1= zer meiner Siy 1= auf deines Jo⸗ hau ach, laß mih n! Laß dein ach und Pei und Heil m. 1 uer kiebe Willen hywöre, Weltm r. 1 und willig ni ſo wahr du b mir nie deue m! Dein Lodde = d ſoll mich, ſ —, Herr, an dit eb' eriuem, Erlöſung. 10. Lockt mich die Welt, lockt Fleiſch und Blut mich auf den Weg der Sünde; ſo rüſte mich mit Kraft und Muth, daß ich ſie überwinde. Dann rufe du mir liebreich zu, denk, welch ein Menſch ich war! und du, du woll⸗ teſt mich nicht lieben? In voriger Melodie. ie groß, o Herr, 154 W erſcheineſt du auf deinen Leidenswegen! Mit welcher hohen Seelen⸗ ruh gehſt du dem Tod ent⸗ gegen! Voll Zärtlichkeit und Edelmuth warſt du bereit, nur uns zu Gut, des Kreuzes Schmach zu tragen. 2. Die Menſchen für die Ewigkeit voll Weisheit zu er⸗ ziehen, war ſtets bei deiner Lebenszeit dein ernſtliches Be⸗ mühen, und ſelbſt im Tode wollteſt du für ſie Heil, Troſt und Seelenruh voll Großmuth noch erwerben. 3. Drum ſtiegſt du auf der Leidensbahn, voll Hel⸗ denmuth, mit Freuden ge⸗ troſt auf Golgatha hinan, den Kreuzestod zu leiden; hier zeigeſt du dich, Gottes Sohn, bei Schmerzen, Mar⸗ tern, Spott und Hohn in deiner wahren Größe. 4. Mit hoher Würde dul⸗ deſt du des Kreuzes Schmach und Schmerzen, ſprichſt Troſt betrübten Seelen zu, und bitt'ſt mit edlem Herzen ſelbſt in der letzten Todesnoth für deine Mörder noch zu Gott; du ſtirbſt als Menſchenret⸗ ter. 5. Ach, ſieh ihn hier, er⸗ löſter Chriſt, ſchuldlos zum Kreuze bringen! Sieh, wie ſein Blut zur Erde fließt; ſieh ihn zum Tode ringen! Sieh ſeine Wunden, ſeinen Schmerz! Denk an ſein lie⸗ bevolles Herz! Ach! ſieh ihn duldend ſterben! 6. Hier denk an jenen Zweck zurück, der ihn hie⸗ her getrieben! Nun ſag' bei dieſem Tranerblick: willſt du noch Sünden lieben? Nein, hier, o Chriſt, entſchließe dich bei ſeinem Tode feierlich, dein Leben ihm zu weihen! 7. Entſag' den Sünden dieſer Welt und ſündenvol⸗ len Freuden; flieh Menſchen⸗ haß, der ihm mißfällt; ſuch. Alles zu vermeiden, was dich zur Sünde reizen kann; geh ſtandhaft auf der Tugend⸗ bahn der beſſern Welt ent⸗ gegen! 8. O Jeſu! der du für uns ſtarbſt zur Rettung vom Ver⸗ derben: uns ſo viel Heil und Troſt erwarbſt durch Leh⸗ ren, Leiden, Sterben, ſteh uns mit deiner Hülfe bei, daß wir, ſtets unſrer Pflicht getreu, nach deiner Lehre leben! 9. Doch auch bei unſrer Sündenſchuld und bei dem Druck der Leiden wollſt 3 un ich mich 108 uns Troſt, Muth und Ge⸗ duld durch deinen Tod be⸗ reiten; und naht einſt unſer Tod heran, ſo laß uns die⸗ ſe Pilgerbahn als Gläubige beſchließen! Mel. Herzliebſter Jeſu! 155 Uſchuldigſter, du hatteſt nichts verbrochen, doch ward das Todesurtheil dir geſprochen! Du, Heiligſter, biſt ja in Miſ⸗ ſethaten niemals gerathen. 2. Und doch wirſt du verworfen und verhöhnet, mit einem Dornenkranz zur Schmach gekrönet, gegeiſelt, und, von Schmerzen ſchon eentkräftet, ans Kreuz gehef⸗ tet. 3. Was iſt die Urſach al⸗ ler ſolcher Plagen? Ach, unſre Sünden haben dich geſchlagen! Zu ihrer Tilgung haſt du, Herr, erduldet, was wir verſchuldet. 4. O große Lieb'! o Lie⸗ be, kaum zu faſſen! Auch mir zum Heil haſt du dich mmartern laſſen. Damit ich lerne Sünden ernſtlich mei⸗ den, willſt du, Herr, leiden. 5. Ach, großer Mittler, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugſam deine Treu' ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Proben genng erhoben? 6. Doch dir gefällts, wenn dir folge, und des Fleiſches ————— ſelbſt bekämpfe, Werke und Wohlthaten Gottes. Lüſte dämpfe; ſo ſei denn auch forthin mein ganzes Leben nur dir ergeben! 7. Gib ſelbſt zu dieſem heiligen Geſchäfte mir Schwa⸗ chen deines guten Geiſtes Kräfte, daß er mich auf den Pfad der Tugend führe, und mich regiere! 8. Dann werd' ich dank⸗ voll deine Huld betrachten, dich lieben und die Luſt der Welt verachten, mit allem Eifer ſuchen, deinen Willen treu zu erfüllen. 9. Zu deiner Ehre will ich Alles wagen, kein Drohen achten, keine Schmach, noch Plagen; mich ſollen auch des bängſten Todes Leiden nicht von dir ſcheiden. 10. Empfang ich einſt vor unſers Gottes Throne, wie du empfingſt, die Seligkeit zum Lohne, dann will ich würdiger dein Lob beſingen, und Dank dir bringen. Mel. Auf meinen lieben Gott ein Jeſu, für 1 56 Mein Veſn welch ein ſo herber Schmerz, den du weit mehr als Striemen, Schläg' und Wunden! Die kleine Zahl von Freunden kränkt dich, gleich deinen Feinden. 2. Kaum naht ſich die Ge⸗ fahr: ſo bebt der Jünger Schaar. Die erſt ſich hoch vermeſſen, eh' ſie der Treu' vergeſſen, den Tod ſelbſt vor⸗ zu⸗ empfunden, zrüchen berlaf ſuſn t kir b gün, dein acitt; er ſi de dohen; ſche gelohen: t dit verwegen N entgegen. in aen, ſchwach! Eo vitr terſprach; dort!: in Stanbe; erlor Glaube, ſein kr ſoͤampfet. Ach wacht und kämp Nel. Wenn wich I Ve läugnet Petrus⸗ ſtraft ihn ſein weint e bitterii get iſm dein B er feht zu dir n do ſälſt ſein „Wie wuchs Kaugen Beſtind NMRanh! Furch iiht metr beuge ſeß ſatt ſen ſeiten Herm ¹et, verherrlic za verherrliche auch ith ichag vergib, vergit len. Zu 2 ger Ehre will ic wag, kein Drohen Ir Schmach, noc 1 u ſollen auch des en=dhes Leiden nich ir Mden. -. ang ich einſt e (— s Throne, mi em:, die Seliii . dann vill i de n Lob beſinga, da r bringen. A. einen lieben Get —hei Jeſu, ſi — dein Herz wel Schmerz, da in hr empfunden, Hr=u, Schläg' un iee kleine Zä mn kränkt dic en Feinden. raht ſich die Ge 1r t der Jünga We erſt ſich ba „ ſie der Tral ☚ Tod ſelhſt vr zu mit allen deinen Wila Erloſung. zuziehen, verlaſſen dich und fliehen. 1 3. Der kühn ſein Schwert gezückt, dein Petrus ſelbſt erſchrickt; er flieht, eh Ban⸗ de drohen; ſchämt ſich, daß er geflohen: kehrt um und eilt verwegen dem tiefern Fall entgegen. 4. Wie iſt der Menſch ſo ſchwach! So viel ſein Muth verſprach; dort liegt er, tief im Staube; erloſchen iſt ſein Glaube, ſein kühner Muth gedämpfet. Ach, Chriſten, wacht und kämpfet! Mel. Wenn mich die Sünden on Furcht dahin 1 57 V geriſſen, ver⸗ läugnet Petrus dich. Bald ſtraft ihn ſein Gewiſſen, da weint er bitterlich. Tief drin⸗ get ihm dein Blick ins Herz, er fleht zu dir um Gnade, und du ſtillſt ſeinen Schmerz. 2. Wie wuchs nun deinem Zeugen Beſtändigkeit und Muth! Furcht konnt' ihn nicht mehr beugen; fur dich floß ſelbſt ſein Blut. Dich, ſeinen Herrn und ſeinen Gott, verherrlichte ſein Le⸗ ben, verherrlichte ſein Tod. 3. Bewegt iſt meine See⸗ le, erfüllt mit Reu' und Schmerz, was hilfts, daß ich's verhehle? Du ſchauſt mir ja ins Herz! Beken⸗ nen will ichs, Jeſu, dir: auch ich hab dich verläugnet; vergib, vergib es mir. pfinde die 109 4. Wenn deines Namens Spötter dich ſchmähten; wenn ihr Spott dich höhnte, Welterretter! dich, ihren b Herrn und Gott; dann ſchwieg ich furchtſam, ſchäm⸗ te mich, ein Chriſt zu ſein, und ſcheute mehr ihren Spott, als dich. 5. O du, der du dein Le⸗ ben, du Herr der Ewigkeit, ſo willig hingegeben fuͤr mei⸗ ne Seligkeit, wie undankbar, wie ſchwach war ich, daß ich den Spott der Sünder mehr fürchtete, als dich! 6. Ach Vater, ich em⸗ Größe meiner Schuld. Vergib auch dieſe Sünde nach deiner großen Huld! Erbarmend ſahſt du Petrum an; laß eine gleiche Gnade mich, o mein Heil, empfahn! 7. Laß mich bei meiner Reue den Bund mit dir er⸗ neun, Standhaftigkeit und Treue, dir mein Verſöhner, weihn! Dich zu verlaugnen, Herr, mein Gott, das fürchte meine Seele weit mehr, als ſelbſt den Tod. 8. Ich will dich frei beken⸗ nen. Wann Gott Gericht einſt hält, wirſt du mich auch be⸗ kennen dem Richter aller Welt. Dein Kreuz iſt meine Zuver⸗ ſicht, dein Krenz iſt meine Ehre; dich laß ich ewig nicht. 9. Beſchirmt von deiner Gnade, fürcht ich ſelbſt nicht den Tod. Wer iſt es, der * mir 110 mir ſchade? Du biſt mein Schild; o Gott; von mei⸗ nem Haupte fällt kein Haar, und drohte mir von allen die ſchrecklichſte Gefahr. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund größten en 158 8 Sterbenden zu ſehen, ſchwing dich, mein Geiſt, auf Golgatha, wo man des Mittlers Kreuz er⸗ höhen, den Weltbeglücker bluten ſah! Erwäg an die⸗ ſem heil'gen Orte des ſterben⸗ den Erlöſers Worte und rufe Gott um Glauben an: ſie können dir den Troſt im Le⸗ ben und einſt den Troſt im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr tröſten kann. 2. Geduldig bei den größ⸗ ten Schmerzen nimmt er ſich ſeiner Feinde an und ruft mit ſanftmuthsvollem Herzen: ſie wiſſen nicht, was ſie gethan! Der göttliche, der größte Beter fleht liebreich noch für Miſſethäter, Werkzeuge ſeiner Pein und Schmach. Menſch, wenn dich Rach' und Zorn verführen, laß dich durch die⸗ ſes Beiſpiel rüͤhren, und bete deinem Heiland nach. 3. Welch Beiſpiel kindlich⸗ frommer Triebe, als unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Juünger ſeiner Liebe die Mutter ſterbend noch em⸗ pfahl! Ach! wird mein Aug' einſt um die Meinen in mei⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. nen letzten Stunden weinen: ſo ſoll dieß Wort mir Troſt verleihn. Der, als der Tod ſchon um ihn ſchwebte, die Seinen noch zu ſchützen ſtreb⸗ te, wird auch der Meinen Pfleger ſeyn. 4. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hört, was zu dem gebeug⸗ ten Schächer der Mund der Liebe ſterbend ſpricht: du wirſt, ſo ruft er ihm ent⸗ gegen, noch heute, deines Glanbens wegen, mit mir im Paradieſe ſein! O Herr, laß an des Todes Pforte einſt dieſe troſtesvollen Wor⸗ te mich auch im letzten Kampf erfreun! 5. Wer kann die hohen Lei⸗ den faſſen, als Chriſtus an dem Kreuze rief: mein Gott, wie haſt du mich verlaſſen! Wie beuget ihn die Laſt ſo tief, die freche Suͤnder auf ihn brachten! Vor Angſt und Pein müßt' er verſchmachten, wär Gott nicht ſeine Zuver⸗ ſicht. Herr, der für mich zum Tod gegangen, fuͤr mich verlaſſen da gehangen, o Herr, mein Troſt, verlaß mich nicht! 6. Der Herr des Himmels und der Erde, von allem Labſal jetzt entblößt, wünſcht, daß ſein Durſt geſtillet werde. O Menſch, der dich ſo theu'r erlöſt, der Heiland rufet dich noch heute im Armen, den an deire Seite D fſ und Mal O ſilg, wer dei le! Denn wer NMngel ſillt, helund ſelbſt er 7. Nan end ſchweten Leiden: ſpricht: es It be Port des Siches Freuden! du Tode ſene Macht wer darf es nur m, mns, die C lenagen? Der: nit Gott geme an Ende u. an auch ich, o Hen. den ſage,& iſ des iſt volldracht 8. Das letzt deinem Munden auch das meine in meiner Todr Mutß und Zun kein! Du nuf ch befeßle in d weine Seele: d Allen Heil erwe: war das gößte eudet, wozu der. geſenet, du n din Haupt und Neuſch! h fronne Zihren Gann ſerden ſ ☛ den egen, mit mi an i ſein! O Han 2 C Todes Pfom det ſſtsvollen Wo h lim letzien Kamf n A ann die hohen bi af ꝛals Chriſtus n r=tief: mein Git, a mich verlaſen ber. pihn die Laſtſ dit che Sünder af 26= Vor Angſt un m er verſchmachten budcht ſeine Zurer =⸗, der für miß Daugen, für mü 8 gehangen, — Troſt, ver 1 err des Himma an de, von alun 1 atblößt, wünſch n clgeſtilltt wen der dich ſo thel eeiland ufet dit am Armen, 9 * n Erlöſung. an deiner Seite auch Hunger Durſt und Mangel drückt. O ſelig, wer den Ruf erfül⸗ let! Denn wer des Armen Mangel ſtillet, der hat den Heiland ſelbſt erquickt. Nun enden ſich die ſchweren Leiden: der Heiland ſpricht: es iſt vollbracht! O Wort des Sieges, Wort der Freuden! du nimmſt dem Tode ſeine Macht. Heil uns! wer darf es nun wohl wa⸗ gen, uns, die Erlöſten, zu verklagen? mit Gott gemacht. Gib, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freu⸗ den ſage: es iſt vollbracht! es iſt vollbracht! 8. Das letzte Wort aus deinem Munde, ſoll Jeſnu, auch das meine ſeyn! Laß es in meiner Todesſtunde mir Muth und Zuverſicht ver⸗ keihn! Du rufeſt: Vater, ich befehle in deine Hände meine Seele: du, der du Allen Heil erwarbſt. Nun war das größte Werk voll⸗ endet, wozu der Vater dich geſendet, du neigteſt ſanft dein Haupt und ſtarbſt. 9. Menſch! kannſt du ohne fromme Zähren den Liebling Gottes ſterben ſehn? Mußt du ihn nicht mit Freuden eh⸗ dank ich dir; du brachteſt ren und willig ſeinen Ruhm erhöhn? O weine fromm bei ſeinen Plagen, und fröhlich ſteh ihn nach drei Tagen aus ſeinem Grabe auferſtehn! Der Friede iſt 111 Und wenn ihn Spoͤtter hier entehren, dort wirſt du ihn als den Verklärten, zur Rech⸗ ten ſeines Vaters ſehn! Mel. O Jeſu Chriſt, mein's (Iu denkeſt in der 1 59 O teſſten Noth, ergriffen, Herr, von Qual und Tod an deiner Freunde Gram und Schmerz, und flößeſt ihnen Troſt ins Herz. 2. Du ſiehſt die Mutter, ſiehſt den Freund, und ſprichſt zu ihr, die troſtlos weint: ſieh Mutter, dieſer Sohn iſt dein; was ich dir war, wird er dir ſeyn. 3. So innig bis zum Tod, ſo treu ſei meine Zärtlich⸗ keit; ich fei ſo willig, An⸗ dern beizuſtehn, und ihnen Beiſtand zu erflehn! 4. Wenn euch, die hier mein Herz geliebt, ihr Freun⸗ de, einſt mein Tod betrübt: dann übergeb ich euch dem er ſegnet gern. 3 5. Froh geh ich, wenn es ihm gefällt, den Weg zu je⸗ ner beſſern Welt, euch ſag' ich, die ihr um mich weint: getroſt, bald werden wir vereint! 6. Den Troſt, o Jeſu, Herrn, er hört, er hilft, ihn vom Himmel mir. Du haſt verheißen ihr ſeid mein; wo ich bin, ſollt ihr ewig ſein! 3 112 Mel. Befiehl du deine Wege „(Nu, deſſen Augen 1 60 D's floſſen, ſobald ſſie Zion ſahn, zur Frevelthat entſchloſſen, ſich ſeinem Falle nahn; wo iſt das Thal, die Höhle, die, Jeſu, dich ver⸗ birgt? Verfolger ſeiner Seele, habt ihr ihn ſchon erwürgt? 2. Welch jammervolles Klagen ſeufzt in Gethſemane! Wer iſt der Mann der Pla⸗ gen, der langſam Sterbende? Iſt Jeſus das, der Beſte, den je die Erde ſah? Er fühlt der Qualen größte! Er iſt dem Tode nah! 3. Ach, wie er tief im Staube, bedeckt mit Angſt⸗ ſchweiß, liegt, mit dem Ge⸗ fühl ſein Glaube im Kampfe dennoch ſiegt! Schon kommt der Mörder Rotte, die kein Erbarmen rührt, die ihn zu Hohn und Spotte, ihn, ach, zum Kreuze fuhrt. 4. Sein Volk im bittern Grimme erweicht ſein An⸗ blick nicht, nicht fremden Mitleids Stimme, die von dem Richtſtuhl ſpricht: er iſt ihr Hohngelächter: ſie drohn mit wildem Ton: Auf uns, auf Söhn' und Töchter, komm feines Blutes Lohn! 5. Zur fernen Schädelſtät⸗ te trägt er ſein Kreuz hinan. Sie kreuz'gen ihn! O bete, mein Geiſt, mit Wehmuth an. Noch höhnt in frechen Mienen das Jolk des Dul⸗ ders Schmerz. Er ruft: Werke und Wohlthaten Gottes. vergib es ihnen! Vergebend bricht ſein Herz. 6. Es bricht, und ſchwer von Kummer ſinkt auf die Bruſt zur Ruh ſein Haupt; nun ſchließt der Schlummer ſein müdes Auge zu. Am Kreuze ruht die Hülle, der Geiſt ſchwebt ſanft entrückt zu Gott, wo ihn die Fülle des hohen Lohns erquickt. 7. O Freund der Men⸗ ſchenkinder, wir danken dir gerührt! Dein Leiden hat uns Sünder zu großem Gluͤck geführt! Dich ehre unſer Glaube, Anbetung ſei dein Dank; hör' ihn, vernimm vom Staube den ſchwachen Lobgeſang. Mel. Werde munter, mein er am Kreuz iſt 161 D meine Libbe! Meine Lieb' iſt Jeſus Chriſt. Weich von mir, des Eitlen Liebe, Alles, was nicht ewig iſt! Was du gibſt, iſt nicht von Gott; und, womit du lohnſt, iſt Tod! Der am Kreuz iſt meine Liebe, dem ich tren zu ſeyn mich uübe. 2. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Frevler, was befrem⸗ dets dich, daß ich Jeſum Chriſtum liebe? Jeſus gab ſich ſelbſt fur mich; ſollt ich nicht ſein eigen ſein, mich ganz ſeinem Dienſte weihn? Der am Kreuz iſt meine Lie⸗ be, dem ich treu zu ſeyn mich 3. Der übe. 3 Dran Kre giebel Sünde, d verich Seh n ich der hetrube, d an Keuz erblaf fir ſ nirie 6 beſece er mein an Kreuz iſt u⸗ 4 Der am d giebe Was ikuir merlich, Nuh, E,, die li 2, 2 jn auch für kn. dannt kuun Gol Got verzeiht durc ir. de am Kr 5 Der am Kre⸗ Kertaauen! Nic⸗ furchlbar ed auch keines Lodes C von dir mich, Nicht Gewalt, richt Ruhm. 1 kein Fürſtenthun will ih lebend u kend dr! Dich ſchauen! I 6. Der am Kreli ſ(ebe⸗ Konm, üiſt men pruhl wie en Staub, wir ind, mein Geſſ men Da, 8 zu großem Glit ich ehre unſe t.=de munter, men 1— am Kreu meine Liee e= iſt Jeſus Chrſt ſrnir, des Eile 1= was nicht ern . ua gibſt, iſt ni 56.— und, womit d „= Kod! Der a ir= ine Liebe, da nauſeyn mich übe d Kreuz iſt mein —„ was bih ¹— daß ich Jeſin —d Fh g Ir nich; ſoltt i de Dienſte weihl! Su iſt meine li reu zu ſeyn niſ 3 De terlich! 113 ben! Dein Heil ſinkt in den Erlöſung. 3. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Sünde, du biſt mir verhaßt! Weh mir, wenn ich den betruͤbe, der für mich am Kreuz erblaßt! Undank für ſo herben Schmerz, nie beflecke er mein Herz! Der am Kreuz iſt ꝛc. 4. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Was iſt mir noch fürch⸗ Ruh, Gewiſſen! Er, die Liebe, Jeſus ſtarb ja auch für mich. Wer ver⸗ dammt nun? Gott iſt hier; Gott verzeiht durch Chriſtum mir. Der am Kreuz iſt ꝛc. 5. Der am Kreuz iſt mein Vertrauen! Nichts, wie furchtbar es auch iſt, keines, keines Todes Grauen reißt Du gingeſt meinetwe⸗ von dir mich, Jeſu Chriſt! gen dem Todeskampf entge⸗ Nicht Gewalt, nicht Gold, gen mit wahrem Heldenmuth; nicht Ruhm! Engel nicht, du ſtarbſt, mir vom Verder⸗ kein Fürſtenthum! Dir, dir ben Errettung zu erwerben, will ich lebend trauen; ſter⸗ und litteſt Alles mir zu Gut. bend dir! Dich werd ich 5. Wie bin ich dir ver⸗ ſchauen! bunden, durch den ich Heil 6. Der am Kreuz iſt meine gefunden, zur tiefſten Dank⸗ Liebe! Komm, o Tod! du barkeit! Dir ſei mein ganzes biſt mein Freund! Wenn ich, Leben zum Opfer hingegeben, wie ein Staub, verſtiebe; dir, Jeſu, Leib und Seel' wird, mein Geiſt mit Gott geweiht! vereint. Da, da ſchau ich 6. Es ſoll dein Tod und Gottes Sohn, aärnte ſeiner Leiden, bis Leib und Seele Leiden Lohn. Der am Kreuz ſcheiden, mir ſtets vor Au⸗ iſt meine Liebe, dem ich treu gen ſeyn, von meinen Chri⸗ zu ſeyn mich übe. ſtenpflichten mich täglich un⸗ Mel. In allen meinen Thaten terrichten, und mir zur Tu⸗ 4. gend Kraft verleihn! zier. Dei ſpiel 162 O de t leh hie 7. Dein Beiſpiel ſoll mich Stamm des Kreuzes ſchwe⸗ Tod. Der große Herr der Ehren läßt willig ſich beſchwe⸗ ren mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott.* 2. Komm, ſchaue ſeine Schmerzen! Erwäge, was im Herzen der Unſchuldvolle fühlt, was er am Leibe lei⸗ det, wie, bis er endlich ſchei⸗ det, die Qual in ſeinen Adern wühlt! 3. Wer iſt's, der dich ge⸗ ſchlagen, mein Heil, und dieſe Plagen dir aufgeburdet hat? Du warſt ja nicht ein Sünder, wie andre Men⸗ ſchenkinder, und rein von aller Miſſethat. lehren, den Rath des Höch⸗ ſten ehren, ihm gern gehor⸗ H ſam 114 ſam ſeyn; auch meine Brü⸗ der lieben, und, wenn ſie mich betrüben, mit edlem Wohlthun ſie erfreun. 8. Als Chriſt will ich mich üben, die Feinde ſelbſt zu lieben, wie du, der für ſie bat. Ich will des Lebens Plagen getroſt und willig tragen, und thun, wie mein Erlöſer that. 9. Nie will ich wieder ſchel⸗ ten, nie Spott mit Spott vergelten, nie, wenn ich leide, dräun. Selbſt Un⸗ rreecht will ich dulden, dem Nächſten ſeine Schulden, wie du, von Herzen gern verzeihn. 10. Gerührt von deinen Plagen will ich mit Ernſt entſagen dem, was dir nicht gefällt; was deine Augen haſſen, das will ich fliehn und laſſen, gefiel es auch der ganzen Welt. 11. Und ſoll ich endlich ſterben, ſo laß dein Reich mich erben, mich ſo getroſt, wie du, in deine Vaterhände den Geiſt an meinem Ende empfehlen zu der ew'gen Ruh. Mel. Befiehl du deine Wege „WDer du voll Blut 163 D und Wunden für uns am Kreuze ſtarbſt, und unſern letzten Stunden den höchſten Troſt erwarbſt; der du dein theures Leben, noch eh ich war, auch mir Werke und Wohlthaten Gottes. zur Rettung hingegeben: mein Heil, wie dank ich dir! 2. Wie viel haſt du erdul⸗ det, erhabner Menſchenſohn, als du, der nichts verſchul⸗ det, empfingſt der Sünder Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angſt, die das Herz dir brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menſchen wohl⸗ gefällt, hingſt du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du warſt der Leute Spott; dich höhnten deine Feinde: wo iſt denn nun dein Gott? 4. Wer kann dir nachem⸗ pfinden den Schmerz, die Todesangſt, mit welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangſt? Die Laſt gehäufter Plagen fiel da ſo ſchwer auf dich, daß ſie dich drang zu klagen: Gott, wie ver⸗ läßt du mich! 5. Ach, dieſe Laſt und Mü⸗ he hab ich auch dir gemacht! O mein Erlöſer, ſiehe vom Throne deiner Macht in Gna⸗ den auf mich Armen, der ſich verſchuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Miſſethat! 6. Ich will auf dich ſtets ſehen mit aller Zuverſicht; wohin ſoll ich ſonſt gehen? Verwirf nur du mich nicht! Wo ſoll ich Ruhe finden, nene u du wich, ber, wo Renigung ve wenn du ſie mir 7 du haſt m ahen zur Tugen Kaatt, in Lruͤbſ Fteuden, die verſchafft. O 9. Gnade auch mei ben Thell, unde bens Pfade mi Kuſt, Troſt und § Gol ich, o. ſcheden, o ſo v ait: ſei du in d rein Troſt, mein eicht! Wenn mir bängſten wird in zen ſehn, ſo rei den Aengſten g Angſt und Pein. 9. Laß du n Hoffen dann in geehn, und mich offen, Herr, dei ſhn. Mi he zütten will ich d benzvol nach dir, nd bliken. W der ſintt vohl 3 — b. eigener N. ln: Arie dankätn ,; ich di B haſt du en d? Menſchenit (ee ichts verſcl =ugſt der Sünde * felgte Schme Azen; da traf 1 ng uf Schmach; uf ³ em Herzen Ang as dir brach. emößt von ala „= Menſchen we t, Anſt du an deinen ze2 Fluch vor al h flohen dei nd warſt der Len t höhnten dar 8»j iſt denn m = kann dir nachn ent n Schmerz, 84, mit welcher Su uns zu errenn 1l ie Laſt gehauſt en Il da ſo ſchwe di— aß ſie dich du Jt= Gott, wie m danh! I. ieeſe Laſt und N t= auch dir gemat ne löſer, ſiehe a er Macht in Gi a ich Armen, n — uldet hat, u 1 s Ertarmen Kſethat! Shu auf dich h n aller Zuverſtt = ich ſonſtga 1 r du nij 4 Nuhe fnden 3 —— —— Angſt und Pein! ch, ſieh ihn dul— 164 A den, bluten, ſterben, weil Menſchenliebe 115 Erlöſung. du mich, Herr, nicht liebſt? wo Reinigung von Sünden, wenn du ſie mir nicht gibſt? 7. Du haſt mir durch dein Leiden zur Tugend Muth und Kraft, in Truͤbſal Troſt und Freuden, die ewig ſind, verſchafft. O gib an dieſer Gnade auch meinem Glau⸗ ben Theil, und auf des Le⸗ bens Pfade mir Muth, Kraft, Troſt und Heil! §. Soll ich, o Herr, einſt ſcheiden, o ſo verlaß mich nicht: ſei du in Todesleiden mein Troſt, mein Heil„mein Licht! Wenn mir am aller⸗ bängſten wird in dem Her— zen ſeyn, ſo reiß mich aus den Aengſten Kraft deiner 2. Ja, mir zum Troſt und ihm zur Ehre gereicht ſein ganzer Kampf, ſein Kreuzes⸗ tod; beſtätttgt iſt nun ſeine Lehre: ich baue feſt darauf in jeder Noth. Unſchuldig litt er zwar; doch Preis und Ruhm iſt auch im Kampf der Unſchuld Eigenthum. 3. Mich ſoll das Beiſpiel Jeſu lehren, der frommen Unſchuld Lohn ſei Seligkeit. Auch ich will Gott durch Tu⸗ b gend ehren, und willig thun, was ſein Geſetz gebeut, Die Pflicht des Danks dringt in⸗ nig mich dazu, und Tugend gründet wahre Seelenruh. 4. Nie will ich mich am Feinde rächen: auch dies lehrt Jeſn hohes Beiſpiel mich; in bange Klagen nie ausbrechen, verlör auch gleich mein Pfad im Dunkel ſich. Durch Leiden ging zum Ziele Jeſus hin; ich folge ihm, weil ich ſein Schüler bin. 5. Was fürcht' ich noch des Todes Schrcken? Im Grabe ſchlief auch einſt der Men⸗ ſchenfreund. Mag Erde mei⸗ ne Aſche decken, wenn einſt des Todes dunkle Nacht er⸗ ſcheint! Der Gott, der ihm das Leben wieder gab, ruft einſt auch mich aus meinem dunklen Grab. 6. Nimm hin den Dank für deine Liebe, mein Ret⸗ ter, den mein ganzes Herz dir bringt! Dort dank ich dir mit reinem Triebe, wenn 2 dich 9. Laß du mein ganzes Hoffen dann in Erfüͤllung gehn, und mich im Geiſte offen, Herr, deinen Him— mel ſehn! Mit heiligem Ent⸗ zuͤcken will ich dann glau⸗ bensvoll nach dir, mein Hei— land blicken. Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl! In eigener Melodie. ſterben! O meine Seele! ſag ihm frommen Dank! Sieh Gottes einz'gen Sohn dort ihn ſo heftig drang! Wo iſt ein Freund, der je, was er, gethan, der ſo, wie er, für Suͤnder ſterben kann? 116 dich einſt mein Geiſt unſterblich beſingt. Dann ſtim⸗ men alle Sel'gen fröhlich ein; dann ſoll der ganze Himmel Zeuge ſeyn! Mel. Wer unur den lieben Gott (r ſtarb, der größ⸗ 165 E te Freund der Tugend, er ſtarb, von ſeinem Volk verkannt, das nicht in ihm den Freund der Ju⸗ gend, des Mannes und des Greiſes fand; in ihm, der nie auf Rang und Pracht, nur Anſpruch auf das Herz gemacht. 2. Wie aber werden wir erkennen, daß wir den größ⸗ ten Menſchenfreund nicht auch, wie einſt ſein Volk, verkennen, daß unſer Herz es beſſer meint mit Jeſu, deſſen Tod uns rührt, dem unſer ganzer Dank gebührt? Wenn ſeinem liebevol⸗ len Herzen auch unſer Herz an Liebe gleicht; wenn unter Leiden, unter Schmerzen, es nie von ſeinen Pflichten weicht; wenn wir dem Feinde ſelbſt verzeihn, und ihn mit Rath und Troſt erfreun; 4. Wenn wir ſtets reines Herzens leben; wie Jeſus, uns der Tugend weihn: und unſer eifrigſtes Beſtreben nur das iſt: Gott ergeben ſeyn; und wenn wir jede böſe That vermeiden, wie es Jeſus that: 5. Dann können wir den Troſt uns geben, daß unſer Werke und Wohlthaten Gottes. Herz ihn ehrt und liebt, und hoffen, daß nach dieſem Le⸗ ben Gott jene Seligkeit uns gibt, mit der er in der Ewig⸗ keit den, der die Tugend ehrt, erfreut. In voriger Melodie. der, wie martert dich voll blinder Wuth der Frevel ausgelaßner Suͤnder! Aus allen Adern ſtrömt dein Blut, und tiefer, nie gefühlter Schmerz durchdringet Glie⸗ der, Sinn und Herz. 2. Doch Sanftmuth iſt in deinen Mienen, in deiner Seele Zuverſicht; du flehſt: vergib, o Vater„ ihnen; was ſie jetzt thun, verſtehn ſie nicht! Und ruhig, bis dein Herz dir brach, trugſt du des Kreuzes Qual und Schmach. 3. Dein hohes Beiſpiel ſoll mich lehren, das Un⸗ recht dulden und verzeihn. Will Rachſucht meinen Geiſt empören, Gekreuzigter, dann denk' ich dein, wie du, ge⸗ martert und geſchmäht, für deine Peiniger gefleht. 4. Wie ſollt ich nun nicht Alle lieben, für welche du geſtorben biſt? Wie könnt' ich Einen noch betruͤben, fur den du litteſt, Jeſu Chriſt? Wie! nun nicht freudig Gutes thun, und ſtill in Gottes Willen ruhn? 5. Schreckt u Beſter aller 166 D Menſchenkin⸗ 5 Scht t nid der del fertreter, die Stud der 8 dan denk ich, Vatetet, mit ſe fut in dih. A ni hat dein daang und dd Ml. Bmiihl lih lieb 16; lla rifft 1 mein Kau, geguält v Sünder Rotten. des bedrängte K. dichbeideinem herd die Böſewichter ſeeſt wit ſegen ſon ihnen weg rück, den dieſen ddir entehr; m Ei' und Hit Vergi, o Gott, aict ſe ins 1 was ſie thun richt. .2(rſtaunend n. Wie nit de Geduld, die iha 1 Ihr 1 dännd ehit, 3ʃ t und k⸗ n nd liebt en„ R A mac dien 11 4 Seligkeit m A er in der Enf de dij Ga die Tuge 8 tiger Melodi „ odie, 1 r Beſter a Menſchenin ne urchdringet Gi 8 t nund Herz. 1„Sanftmuth iſt en ü enen, in dei let x erſicht; du ſie i Vater, ihmn 6tt thun, verſik ni Und ruhig, h La* dir brach, ii de reuzes Qual u = =n hohes Vejft 1 ᷑ lehren, das l =un und verzal ſucht meinen Gi r. Bekreuzigter, dur eein, wie du, d geſchmaͤht, iger gefleht. 1 ſoll ich nun rih ☛, für welche! ſt? Wie kaus frühe 1 ben itaſ 5 Seſu Chriſt? I be frreudig Gut ,) ſüll in Gon n? V 1 5 Sind 5. Schreckt mich der Lohn der Uebertreter, und quält die Schuld der Sünder mich; dann denk' ich, göttlicher Vertreter, mit froher Zuver⸗ ſicht an dich. Auch mir, auch mir hat dein Gebet Begna— digung und Heil erfleht. Mel. Herzlich lieb hab ich dich 8— m Gnade fuͤr 1 6 f U die Sünderwelt rufſt du, mein Heil, am Kreuz gequält von frecher Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wann dich bei deinem herben Schmerz die Böſewichter ſpotten. Du ſiehſt mit ſegensvollem Blick von ihnen weg auf den zu— rück, den dieſe Schaar in dir entehrt; rufſt, daß es Erd' und Himmel hört: Vergib, o Gott, und führe nicht ſie ins Gericht; denn was ſie thun, verſtehn ſie nicht. 2. Erſtaunend ſeh ich dieſe Huld. Wie mitleidsvoll iſt die Geduld, die Mörder ſo erträget! Ihr, die ihr euren Heiland ehrt, fuͤhlt ſeiner Großmuth hohen Werth, und danket ihm beweget! Er hat durch ſegnendes Gebet auch uns ein ewig Ruh, Erbarmen und Verge⸗ bung zu. Herr Jeſu Chriſt! gelobt ſeyſt du für deinen Erlöſung. b Heil erfleht. Er ſagt auch uns zu unſrer 117 Tod! Gott iſt durch dich noch unſer Gott! 3. Daß Gott mit Lang⸗ muth und Geduld, auch ſelbſt bei ſehr gehäufter Schuld, der Suünder dennoch ſchonet, daß er ſo liebreich ihrer denkt, und ihnen Friſt zur Buße ſchenkt, eh nach Verdienſt er lohnet; daß ich noch fröh⸗ lich ſagen kann: auch mich, mich Sünder, nimmt Gott an; haſt du durch deines Fürſpruchs Kraft, mein treu⸗ er Heiland, mir verſchafft. O Jeſu Chriſt, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! vertritt du mich bis an den Tod! 1 4. Wird je mein Herz von Troſte leer, weil meiner Sün⸗ den furchtbar Heer aufs neue mich erſchrecket: o dann ver⸗ ſichre mich aufs neu, du ſte⸗ heſt mir als Mittler bei, der meine Schuld bedecket! Mein Geiſt blickt glaubensvoll auf dich. Sei du mir nur nicht fürchterlich! und ſchließt ſich meine Pilgrimſchaft, ſo ſtärke mich mit neuer Kraft, Herr Jeſu Chriſt! Der letzte Kampf wird mir verſüßt, wenn du mein Troſt im Tode biſt. 5. Den ſanften liebevol⸗ len Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöß, Herr, in meine Seele; gib, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Sach' em⸗ pfehle. Beſänftige mein re⸗ ges 118 ges Blut; und flammt des Zornes wilde Glut mein Herz zur Rachbegierde an; o ſo erinnre mich daran, Herr Jeſu Chriſt, wie du am Kreuz durch dein Gebet ſelbſt deinen Mördern Gnad' er⸗ fleht! 6. Mich tröſte dein Ver⸗ ſöhnungstod; es bilde mich dein Geiſt, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde! O zeuch mich, du erhöhter Held, zur dir hinauf vom Dienſt der Welt, zum Himmel von der Erde! Du biſt der Dei⸗ nen Schutzpanier. Zeuch dir uns nach, ſo laufen wir, ſo wollen wir uns deiner Pein und deiner Fürbitt' ewig freun. Herr Jeſu Chriſt! wie ſelig iſt„ wie ſelig iſt der Menſch, dem du ein Heiland biſt. Mel. Wer nur den lieben Gott 1 68 Golgatha, zu deinen Höhen erheb ich andachtsvoll mein Herz. Ich will den Heil'gen Gottes ſehen in ſeines Opfer⸗ todes Schmerz: ſeine Todespein mein gan⸗ zes Leben ihm nur weihn. 2. Wie rührend ſcheidet der Gerechte, im Tod als Gottes Sohn bewährt! Zwar leidet er den Tod der Knechte, von Frevlern noch am Kreuz entehrt: doch ſeines Muths Erhabenheit zeugt laut von ſeiner Göttlichkeit. ich will fuͤr Werke und Wohlthaten Gottes. 3. Er fleht für die, die ihn verkannten, mit himmliſcher Gelaſſenheit; bemerkt die traurigen Verwandten, und ſorgt füͤr ſi ſie voll Zärtlichkeit; ſpricht hohen Troſt und Fried und Ruh den kummervollen Seelen zu. 4. Stets eifrig, ſeines Va⸗ ters Willen, auch wann er Leiden vor ſich ſah, durch Lehr' und Thaten zu erfüllen, fühlt er ſich nun dem Ziele nah, und, Demuth auf dem Angeſicht, freut er ſich der vollbrachten Pflicht. 5. Jetzt nähert ſich die ernſte Stunde, wo Mancher ſchon nicht Faſſung hielt; doch ſeht, wie er, mit Gott im Bunde, getroſt ihm ſei⸗ nen Geiſt empfiehlt, und unſrer Seelen hohen Werth durch dieſes letzte Wort er⸗ klärt! 6. So ſtirbt denn Jeſus, ſeine Lehren von Tugend und Unſterblichkeit der Welt als göttlich zu bewähren, und macht die Seinigen bereit, Verkündiger des Worts zu ſeyn, und weder Schmerz noch Tod zu ſcheun. 7. Er ſtirbt, der Wohl⸗ thun ausgebreitet, oft Nächte im Gebet durchwacht, der Irrende zu Gott geleitet, und Leidende geſund gemacht! So freudenvoll ſtirbt auch der Chriſt, dem Jeſus Licht und Beiſpiel iſt. 8. Schon 8. Sch n b wmm⸗ ſhieden 1 rit ſean anden jenen O 1 nurdie Tuge ht Itr wi mein deben weil mein Tod, wie In vorier? 69 G ⁵⁴ 199 wie er ſiandhaſt iſt, wie läunngien Edenl lnge ſich ſo rut ind wißt, daß, r ———P—x—x⸗——yy——— gendbahn ſtets v ſig ſterben kand 2 Die Welt nnthn⸗ des eitlen Glanz ber Kugend lir in jedem dune ſi das un Golgatha man d ſiaben ſab, 3. 7 d ewig g. Wilen duch ſei benszeit treu un, daſt afäüllen, wa te Geligkeit 3 Ond und zul z ott war „4 8 lihte 1 üde ſbi t no. ugattt dita er geſcht dn, 3 bden de 3 Und dieſe N 6 1 tfür die, die 1. i 1ſ8e; bemerkt 4 t ferwandten, 60 voll Zärtlicht =7 1 aroſt und 6„ee. i eifrig, ſein 6s M A„ au 8 nähert ſich h e hhe, wo Mantz Faſſung hit ſe wie er, mit Gi 3= getroſt ihm ſ O empfiehlt, un er= len hohen Vat h s letzte Wort a 1 —tirbt denn Jein * von Tugend u eteit der Welt ich bewähren, m. t am Seinigen beui ut,— des Wortz 1 weder Schmn 1A☛ᷣ2 ſcheun. — ürbt, der h 4=Sbreitet, oft Nütt 8= durchwacht, in 1 dr„ott geleitet, 1 d. eeſund gemach ſic woll ſtirbt u (. dem Jaſus ie 4*0 iſt. 8 Sta 8. Schon viele tauſend Fromme ſchieden, dir, Jeſu, nach mit Freudigkeit, em⸗ pfanden jenen Seelenfrieden, den nur die Tugend uns ver⸗ leiht. Ihr will ich denn mein Leben weihn: ſo wird mein Tod, wie deiner, ſeyn. In voriger Melodie. eht, Chriſten, 169 S ſehet Jeſum ſcheiden, wie er im Tode ſtandhaft iſt, wie nach dem bängſten Erdenleiden ſein Auge ſich ſo ruhig ſchließt; und wißt, daß, wer die Tu⸗ gendbahn ſtets wandelt, ru⸗ hig ſterben kann! 2. Die Welt mit ihrer Luſt verachten, des Reichthums eitlen Glanz verſchmähn, und Tugend uͤber Alles achten, in jedem Tugendkampf be⸗ ſtehn, das machte, daß auf Golgatha man Jeſum ruhig ſterben ſah. 3. Des ewig guten Vaters Willen durch ſeine ganze Le⸗ benszeit treu und gewiſſen⸗ haft erfüllen, war Jeſu größ⸗ te Seligkeit. Ihn ſchreckte Grab und Zukunft denn Gott war ſeine Zuver⸗ ſicht. 4. Er liebte herzlich ſeine Bruͤder, ſelbſt noch im letzten Augenblick; ſchalt nie, ward er geſcholten, wieder; be⸗ förderte des Feindes Glück. Und dieſe Menſchenfreund⸗ Erlöſung. nicht; 119 lichkeit gab ſterbend ihm noch Heiterkeit. 5. Auf! laßt an Jeſu To⸗ destage den Vorſatz lebhaft uns erneun: wir wollen unſre Lebenstage, wie Je⸗ ſus, nur der Tugend weihn! Dann ſtrahlt auch uns ein helles Licht, wenn ſterbend unſer Auge bricht. In voriger Melodie. s iſt vollbracht! 170 E ſo ruft am Kreu⸗ ze des ſterbenden Erlöſers Mund. O Wort voll Troſt und Leben; reize zur Freu⸗ de meines Herzens Grund! Das große Opfer iſt ge⸗ ſchehn, das Gott auch mir zum Heil erſehn. 2. Mein Jeſus ſtirbt, die Felſen beben, der Sonne Schein verlieret ſich, in Todte dringt ein neues Le- ben, der Heil'gen Gräber öffnen ſich, der Vorhang reißt, die Erde kracht, der Welt Verſöhnung iſt voll⸗ bracht. 3. Wie viel, mein Heil, haſt du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du haſt den Fluch hinweggewen⸗ det, der auf der Welt voll Sünder lag, und uns die Bahn durchs Todes Nacht zur frohen Ewigkeit gemacht. 4. Dankvolle Thränen, netzt die Wangen! Mein Glaube ſieht nun offenbar die Schuld⸗ ſchrift an dem Kreuze han⸗ gen, 120 gen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Troſt gemacht, rief auch für mich: Es iſt vollbracht! 5. O hilf mir, Herr, nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt! Laß nach der Heiligung mich rin⸗ gen, dazu dein Tod mir Kraft gewähn ct! O ſtärke mich dazu mit Macht, bis meine Beß⸗ rung iſt vollbracht! 6. Du littſt ſo viel zu mei⸗ nem Leben. Wie ſollt' ich nicht voll Eifer ſeyn, mich deinem Dienſte zu ergeben? Sollt' ich dabei vor Schmach mich ſcheun? Dein Dienſt, mein Heiland, ſei mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eigenthum. 7. Soll ich, bei dir ergeb⸗ nem Herzen, auch hier durch manche Truͤbſal gehn, und hat mein Gott gehäufte Schmerzen zu meiner Prü⸗ fung auserſehn; ſo laß die Hoffnung mich erfreun: auch das wird einſt geendigt ſeyn! 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, ſo ſtär⸗ ke mich in ſolcher Laſt; laß mich den Troſt auch ſterbend ſchmecken, daß du ihn über⸗ wunden haſt! So tret' auch ich in's Todes Nacht mit dem Triumph: Es iſt vollbracht! In eigener Melodie. o ſchlummerſt 1 7 1 S du in ſtiller 17 der du fuüͤr uns geſtor⸗ feſſelt hält, mich drum Werke und Wohlthaten Gottes. ben, uns am Kreuz in ſchwerer Muͤh' ew'ges Heil erworben! 2. Du biſt erblaßt, o Herr, und haſt doch in dir ſelbſt das Leben. Gleich als Sterb⸗ liche hält dich nun das Grab umgeben. 3. Doch Heil ſei mir! Herr, du willſt hier nicht die Ver⸗ weſung ſehen; ſondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirſt, mein Lebensfürſt, wie dich, auch mich erwecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erſchrecken? 5. Hier werd' ich einſt, bis du erſcheinſt, in ſanftem Frieden liegen, denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab beſiegen. 6. Ihr, die die Welt ge⸗ zagt nur vor der Verweſung! Ich, ich hoff in Chriſto einſt meines Leibs Erlöſung. 7. Nein, nichts verdirbt! Selbſt das, was ſtirbt, der Leib wird auferſtehen, und zu Himmelsglanz verklaͤrt aus dem Grabe gehen. 8. So ſink ins Grab, mein Leib, hinab; ich will nicht kränken; Jeſu, an dein Grab will ich mir zum Troſt geden⸗ ken. In an vvriger 1 M 1 77 der und 88 uale de nein Erüſe grabe Friede. ² En hei durchdringt me Hert, was ku b Rur au meine dihh tef garütnat 3 D! ſchüttze iher dich gehn Neter; ſterben ſii mich, einzi V 4. Dl nns ber ich an, d llüſten! dei Acdde wich gla⸗ eſten. 5. Es iſt v du mit Mach daß du dein Verſähner, gö⸗ beſt hingegeben t. Hochheilg Höchſſen Nath Danuh thre; Nms d eint ailären 7 Nlna nig. üülf, din eſinden; leich da ehteſiſ 6 Vanden. 71. 6 . Aüweiß, du win L fürſt, wie dh m. Lrwecken. Selt u e iläubig Herz w i rſchrecken? 1 derd ich einſt, er⸗ ſiſt, in ſanfte dt zen, denn dmf = kann ich N) G Pöheſiegen. 1— die die Wetty tIrr, zagt nur w Vriung! Ich, i in= iſto einſt mein mung. 1☚ nichts verdit t=, was ſtirbt, n u= auferſtehen, u — alsglanz verkif de kabe gehen. an ſink ins Gm⸗ 1 hinab; ich 1u nicht kränka dein Grab ul m Troſt gede 1 N In voriger Melodie. m Kreuz erblaßt, 172 Am Martern Laſt und Todesqualen müde, fin⸗ det mein Erlöſer erſt in dem Grabe Friede. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und Herr, was kann ich ſagen? Nur an meine Bruſt kann ich tief gerühret ſchlagen. 3 Du ſchützeſt mich, und über dich gehn aller Trübſal Wetter; ſterben wollteſt du für mich, einziger Erretter! 4. Du haſts gethan: dich bet' ich an, du König der Erlöſten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll ge⸗ tröſten. 5. Es iſt vollbracht! riefſt du mit Macht; du zeigſt, daß du dein Leben, mein Verſöhner, göttlich frei ha⸗ beſt hingegeben. 6. Hochheil'ge That! des Höchſten Rath will ich in Demuth ehren; der Erwer⸗ ber meines Heils wird mirs einſt erklären. 7. Allmächtig rief er, der entſchlief, den Todten; ſie erſtanden; leicht entſchwingt der Lebensfürſt ſich des To⸗ des Banden. 8. Das finſtre Thal will ich einmal durchwandeln oh⸗ ne Grauen; denn durch dich, Erlöſer, iſts mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preiſe dich, erfor⸗ Erlöſung. 121 ichs meine: ja du ſiehſt es, wenn ich ſtill meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, ſo werde mein in Ewigkeit ver⸗ geſſen! Herr, ich will, ſo lang ich bin, deine Lieb er⸗ meſſen. b Mel. Nun laßt uns den Leib ch endlich, Dul⸗ 173 Aen findeſt du ein ſtilles Grab zu deiner Ruh, das nach der Noth, die dich gedrückt, mit ſanf⸗ tem Schlummer dich erquickt! 2. Wohl dir, daß du ge⸗ funden haſt, wo, nach des heißen Tages Laſt, dein Haupt du legteſt; einmal nun von langer Arbeit auszuruhn! 3. Nicht modernder Ver⸗ weſung Raub wird, Heili⸗ ger des Herrn, dein Staub. Aus dunklen Todesnächten bricht bald deiner Auferſte⸗ hung Licht. 4. O daß, wenn einſt mein ew'ger Geiſt der Erdenhülle ſich entreißt, auch ich von edlen Thaten ruh! auch Ruhf verdiene, Herr, wie du! Auferſtehung Jeſu. (Oſterlieder.) Mel. Wer nur den lieben Gott — Todesuüberwin⸗ ſch der! Aus ſeiner Gruft geht ſche mich, und ſiehe, wie er hervor. Als Retter der ver⸗ 122 empfunden; verlornen Sünder empfängt ihn nun der Engel Chor, und aller Himmel Jubelton preiſt ihn, den großen Got⸗ tes Sohn. 2. Er hat des Grabes Ruh doch kurzer Schlummer war ſein Tod. Er hat gekämpft und über⸗ wmunden; dahin iſt alle ſeine ——— — —— ddes Irrthums iſt Noth. Ihm, der das Fel⸗ ſengrab durchdrang, erſchallt nun ein Triumphgeſang. 3. Das ſegenreichſte ſeiner Werke, die Rettung einer Menſchenwelt, vollendet iſts mit Gottes Stärke, die Nacht erhellt. Sein göttlich Evangelium ſteht feſt zu ſeines Namens Ruhm. 4. Auf Felſen ruht des Chriſten Glaube, da ſein Erlöſer ewig lebt, und einſt mit Macht aus ſeinem Stau⸗ be ihn zur Unſterblichkeit er⸗ hebt. Nun wird der Tod an Jeſu Hand ihm Hingang in ein beßres Land. 5. Ja, Chriſten, ſingt; er iſt erſtanden! Singt ihm Triumph und Preisgeſang! Entfeſſelt von der Suünde Banden, ſei nun Gehorſam eeuer Dank! Nicht mehr der Welt und Eitelkeit, nein, ihm weiht eure Lebenszeit! „6. Ein Tag erſcheint, er⸗ löſte Brüder! Freut euch, es iſt ein Wonnetag! Dann kommt der Herr von neuem wieder, und Engelheere fol⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. gen nach. Dann dringet auch in euer Grab des Todtenwek⸗ kers Ruf hinab. 7. Dann werdet ihr zum höhern Leben, zum Lohn der Frommen auferſtehn, und, mit des Himmels Glanz um⸗ geben, getroſt zum Richter⸗ ſtuhle gehn, dann wird euch der erſtandne Held ein Fuͤh⸗ rer in der beſſern Welt. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht (Neſus lebt, mit 179 J ihm auch ich. Tod, wo ſind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Tod⸗ ten auferwecken. Er verklärt mich in ſein Licht; dies iſt meine Zuverſicht. 2. Jeſus lebt; ihm iſt das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zu— gleich ewig herrſchen; ewig leben. Gott erfüllt, was er verſpricht; dies iſt meine Zuverſicht. 3. Jeſus lebt; wer nun verzagt; läſtert ihn und Got⸗ tes Ehre. Gnade hat er zu⸗ geſagt, daß der Suünder ſich bekehre. Gott verſtößt in Chriſto nicht; dies iſt meine Zuverſicht. 4. Jeſus lebt; ſein Heil iſt mein; ſein ſei auch mein ganzes Leben! Reines Her⸗ zens will ich ſeyn, und den Lüſten widerſtreben. Er ver⸗ läßt den Schwachen nicht, dies iſt meine Zuverſicht. 5. Je⸗ 5 Tſa l ui, nüb gei ſceden, der Finerniß, lihkel, kein b güht Kraft zu dies it meine 6 Jeſus le dod wir der Leben. Wälchen desnotl wid er le gehen, wanng zu ihm ſpricht weine Zuverſicht Mel. Vom Him 160 Erreter einer du, unſte Zu für, froh huld le dir! 2 Um deine erviß ſteßt, gla Hei und Majeſ nich voll Zuver denn du verwirff 3. Herr, mein ſe dicl Gliſt du mich, ſo w vom Himmel külen gabſt nach; inn dri ler(d 6 Nu J. nget auch d ſſerrn Welt 3 = meine zuver — ihm auch n ad 4 cker rr, er lebt, un du en) von den Tah ſer n. Er verklän in— Licht; dies i 4 icht. Je=ebt; ihm iſt dat üh eWelt gegeben mnd auch ich z et herrſchen; ewi (= erfüllt, was a ich hies iſt mein ſch J lebt; wer um t art ihn und Geh öre nade hat er zo „[=der Sünder ſc ott verſtößt in IrA dies iſt mein 34lebt; ſein Hi ſei auch men ( Reines Her⸗ U te ſeyn, und de dter eben. Er ver = wacen ui m Zuverſicht. * 3 N odtenwe ict —, 0 eſus lebt, mi tuun dein Leben Erlöſung. 123 5. Jeſus lebt; ich bin ge⸗ wiß, nichts ſoll mich von Jeſu ſcheiden, keine Macht der Finſterniß, keine Herr⸗ lichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieſer Pflicht; dies iſt meine Zuverſicht. 6. Jeſus lebt; nun iſt der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Troſt in To⸗ desnoth wird er meiner See⸗ le geben, wann ſie gläubig zu ihm ſpricht: Herr, Herr, meine Zuverſicht! 1 Mel. Vom Himmel kam der 1 76 Di bet' ich an, er⸗ f/ ſtandner Held, Erretter einer Sündenwelt; du, unſre Zuflucht fuͤr und fuͤr, froh huldigt meine See⸗ le dir! 2. Um deinen Thron, der ewig ſteht, glänzt Wahrheit, Heil und Majeſtät. Ich nahe mich voll Zuverſicht zu dir; denn du verwirfſt mich nicht. 3. Herr, meine Seele prei⸗ ſet dich! Erlöſt, erlöſet haſt du mich, ſo wahr du ſelbſt vom Himmel kamſt, dein gabſt und wieder nahmſt. 4. Wer iſts, der mich ver⸗ dammen kann? Ich glaub' an dich und ſage dann: der Gott, durch den die Him⸗ mel ſind, der iſt mein Va⸗ ter, ich ſein Kind. 1 5. Nun iſt dieß erſte Leben mir ein ſegenreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Herr, mein Heil, hab ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdſelig ſprachſt du; Erde, ſei der Schauplatz meiner Huld und Treu'! Wir ſehen deine Huld und Treu' auf deiner Erde täglich neu. 7. Zwar trifft noch man⸗ cher Schmerz uns hier; noch, o Erbarmer, ſterben wir! Doch du regierſt, und wir ſind dein, und Herr, wir werden's ewig ſeyn! 8. Ich weiß, daß mein Erlöſer lebt! Du Troſt, der meinen Geiſt erhebt, ich ſeh, durch dich geſtärkt, aufs Grab mit unerſchrocknem Aug' hinab. 9. Welch neue Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieſer Zeit! Dort findet der verklärte Chriſt das Heil, das unausſprechlich iſt. 10. Der du für unſre Seelen wachſt, ſie zu dir ziehſt, und ſelig machſt, laß mich mit freudigem Vertraun im Tod auf dich, Vollen⸗ der, ſchaun. Mel. Wer nur den lieben Gott 1 Auß meine Seele, auf zur Freude! denn dein Erretter, Jeſus, lebt, der dich nach überwund⸗ nem Leide einſt zur Unſterb⸗ lichkeit erhebt. Halt im Ge⸗ dächt⸗ 124 dächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 2. Denk lebend ihn, wenn dich die Suͤnde mit der Ver⸗ ſuchung überfällt. Er lehrte dich die ſtärkſten Gründe, ſie zu beſiegen und die Welt. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt. 3. Denk ihn im Leben, wenn die Buüͤrde des Stan⸗ des und Berufs dich druckt, denn, wer ſie trägt, wird einſt mit Würde zum Lohne ſeines Kampfs geſchmückt. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 4. Fühlſt du die Schmer⸗ zen harter Leiden, denk, wie's dem frommen Dulder ging. Sein neues Leben iſt voll Freuden, die er von Gott zum Lohn empfing. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt. 5. Dich ſchrecket Tod und Grabeshöhle? Denk ihn, den Sieger, der erſtand, im Tode ſtärke deine Seele mit Hinblick in das beßre Land. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! 6. Du weinſt beim Grabe deiner Lieben, Schuͤler ihn beweint; doch, wie Jeſu Werke und Wohlthaten Gottes. wie ſie nicht verlaſſen blie⸗ ben, wird auch mit dir dein Freund vereint. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt. 7. Ja, ewig werth ſei dir das Leben des Ueberwinders Jeſu Chriſt! Folg' ihm, ſo wird er dir auch geben die Stärkung, die dir nöthig iſt. Halt im Gedächtniß Je⸗ ſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt! Mel. Chriſt lag in Todesbanden ringt Preis und 1 78 B Ruhm dem Hei⸗ 17 dar! Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, der iſt dem Grab entnommen. Sei ge⸗ lobt, o Jeſu Chriſt, daß du fur uns geſtorben biſt, und ſiegreich auferſtanden! Hal⸗ leluſa! 2. Dein Leben in der Ma⸗ jeſtät befeſtigt unſern Glau⸗ ben. Wer kann nun, da dich Gott erhöht, den gro⸗ ßen Troſt uns rauben, daß du von der Sünde Macht Befreiung haſt ans Licht ge⸗ bracht, den Himmel haſt geöffnet? Halleluja! 3. Gott ſelbſt, der dich dem Grab entrückt, hat dem, was du gelehret, der Wahr⸗ heit Siegel aufgedruückt und dich als Sohn geehret. Dei⸗ nes Todes hohen Werth hat er 2——— —ÿ—ꝑ—O᷑—᷑B: 1 auß ſenli da iih ufer uin Eiſtandne tediz mein 16 Leben! D ſenſt geſt, um ew ges Heit zu ner Senle Tuſ Tugend Kunft din, und nich fi äihren. Halleln U 5 Mein Her fiif mir dazu, von Sünden! meine Seele Rul mi Gott finde deinen Sinn in ich, Gon aige dein Gllbſter lelujal 6. Dein iſ dein iſt die Ma ne zu erweckel einſ, und der( viüd Todte nicht Wie du auferſia werd auch ich, Chrſt, duch d erſteen, Halll 9 en nd 4ig werth ſei d eb g inder er in auch gohen“ en auch geben di ad ie dir nttig 4 edächtniß von dn erſſ iſtt u 3I Chi— in Todesbanden 8 Slingt Preis un — Nuhm dem Ho d KFeohlock ihm, dorn! Er, der fi eto=var, der iſt den ett umen. Sei g⸗ *1ß= Chriſt, daß d 18 erben biſt, md h an rſtanden! da D ben in der Mo be.t unſern Glao⸗ 1— kann nun, d zot höht, den gm ss nauben, daß = Sünde Math i ſt ans Licht g „ Himmel huü t leluja! Gm elbſt, der dih nn uüuckt, hat dem Srret, der Waſr⸗ 4 aufgedrückt und ia a gechret. Dii 1Zohen Weng h Erlöſung. er aufs herrlichſte erklärt, da er dich auferwecket. Hal⸗ leluja! 4. Erſtandner, ich froh⸗ locke dir; mein iſt dein Sieg und Leben! Du lebſt und herrſcheſt, um auch mir ein ew'ges Heil zu geben, mei— ner Seele Troſt zu ſeyn, zur Tugend Kraft mir zu ver⸗ leihn, und mich zu Gott zu führen. Halleluja! 5. Mein Herr, mein Heil, hilf mir dazu, befreie mich von Sünden! Laß mich für meine Seele Ruh' im Frieden mit Gott finden! Pflanze deinen Sinn in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Erlöſter wandle! Hal⸗ leluja! 6. Dein iſt das Reich; dein iſt die Macht, Verſtorb⸗ ne zu erwecken. einſt, und der Gräber Nacht wird Todte nicht mehr decken. Wie du auferſtanden biſt, ſo werd auch ich, Herr Jeſu Chriſt, durch dich einſt auf⸗ erſtehen. Halleluja. 7. O laß, ſo lang ich hier noch bin, mich treu im Glau⸗ ben wandeln; und jederzeit nach deinem Sinn rechtſchaf⸗ fen ſeyn und handeln, daß ich, wann ich auferſteh, und dich, der Menſchen Richter ſeh, vor dir nicht angſtvoll bebe! Halleluja! 8. Da, wo du biſt, ſoll auch dein Freund, mit Herr⸗ lichkeit umgeben, mit al⸗ Du rufſt 125 len Seligen vereint, durch Ewigkeiten leben. Laß dies Heil mein Erbe ſeyn, ſo werd ich ewig deß mich freun, daß du vom Tod erſtanden! Hal⸗ leluja! Mel. Jeſu, meine Freude us des Grabes 179 A Banden iſt der Herr erſtanden, er, des Höchſten Sohn. Jeſus hat geſieget: Alles, Alles lieget unter ſeinem Thron. Unſer Freund hat jeden Feind unſ⸗ rer Seligkeit bezwungen: Lob ſei ihm geſungen! 2. O wie hoch erhoben lebt nun Jeſus oben in der Herr⸗ lichkeit! Seiner Herrſcher⸗ ehre jauchzen Engelchöre, ihm zum Dienſt bereit. Er hat nun, uns wohlzuthun und ſein Heil uns zuzuwenden, alle Macht in Händen. 3. Freu dich deß, o Seele, bring ihm Preis und wähle ihn zum Führer dir! Auf die ſichren Pfade zu des Höch⸗ ſten Gnade bringt er dich ſchon hier. Welche Ruh ſtromt dann dir zu! Und wie wird zum höhern Leben er dich einſt erheben! 4. Eitelkeit der Erde, flieh von mir! ich werde nie dein Sklav, o Welt! Unter allen Gaben wünſch ich nichts zu haben, als was Gott gefällt. Mich erquickt, wenn Noth mich drückt, dort, nach über⸗ ſtand⸗ 126 ſtandnen Leiden, Gott mit ſeinen Freuden. 5. Sterb' ich: meine See⸗ le, die ich Gott empfehle, ſteigt zu ihm empor. An des Heilands Throne ſtrahlt des Sieges Krone glänzend mir herpor. Möcht' ich hier doch mehr nach ihr, als nach al— len eitlen Dingen dieſer Erde ringen! 6. O der hohen Freude, wenn im Siegeskleide der Erlöſte prangt! Herr, zu deinen Frommen und zu dir zu kommen, iſt, was mich verlangt! Hilf du mir, daß ich bei dir einſt in ſteter Wonne lebe, und dich froh erhebe! Mel. Vom Himmel kam der rinnre dich, mein 180 E Geiſt, erfreut des hohen Tags der Herr⸗ lichkeit: halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt. 2. Fühl' alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erſchien, als ſpräch er: Frie⸗ de ſei mit dir! O freue dich, mein Geiſt, in mir! 3. Schau über dich, und bet' ihn an; er mißt den Sternen ihre Bahn: er lebt und herrſcht mit Gott ver⸗ eint, und iſt dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Ho⸗ heit immerdar dem, der da iſt, und der da war! Sein Werke und Wohlthaten Gottes. Name ſei gebenedeit, von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz erhöht, was iſt der Erde Ma⸗ jeſtät, wenn ſie mein Geiſt mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht? 6. Vor ſeinem Thron in ſeinem Reich, unſterblich, hei⸗ lig, Engeln gleich, und ewig, ewig ſelig ſeyn; Herr, wel⸗ che Herrlichkeit iſt mein! 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr, Lieb' und Ver⸗ wundrung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht, fall ich, Herr, auf mein Angeſicht. 8. Du, der du in dem Himmel thronſt, ich ſoll da wohnen, wo du wohnſt! Und du erfuüllſt einſt mein Vertraun, im höhern Lichte dich zu ſchaun! 9. Ich ſoll, wann du, des Lebens Fürſt, in Wolken gött⸗ lich kommen wirſt, erweckt aus meinem Grabe gehn, und rein zu deiner Rechten ſtehn! 10. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit ſoll ich mich freun in Ewigkeit! 11. Zu welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Chriſtenthum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, ſind wir auch auferſtanden ſchon. 12. 1 Ne komi einem Einn, 1 de dr ſchul nitich mich, zu deinem Bid 13. Er iſts, uns ſchafft ſei ſein it die Ku Gedächtnß J der von dem den iſt Nel. Tas Gott rohl 181 Fr ſas lebt! Lobſir berwinder! Ob hebt, erhebt de ler Sunder! ſie, er ſtarb fi uns, nun lebt aalle ſeine Brid 2 Er lat, weiht ihm Dan frommer Secle! ſe ſeder Feſcgeſe des Herz enahl er litt, wie ge um tauſend Set amen zu bereite 7 Er t mit Heiligkeit; deblerhänden) ſie Garechtikei ar in Angeſicht. — der du in den nelt Inſt, ich ſoll en, o du wohnf du ellſt einſt mii aut n höhern Lic ll 1„n! IdJ, wann du, w 3 3— in Wolken gitt om*= wirſt, erwei me= Grabe gehy, eit deiner Rechte „* Engeln und m hit it Thronen un hir an, mit aln e er Zeit ſoll i e Ewigkeikk Zna chem Glück, u nuxm erhebt und 3 S iſtenthum! M * 3. Gottes Sohßt, de th auferſtanden 12 Erlöſung. 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir ſchuldig bin, da⸗ mit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde ſtets erneu! 13. Er iſts, der Alles in uns ſchafft: ſein iſt das Reich, ſein iſt die Kraft. Halt im Gedächtniß Jeſum Chriſt, der von dem Tod erſtan⸗ den iſt! Mel. Was Gott thut, das iſt CCrohlockt, ihr 181 F Chriſten, Je⸗ ſus lebt! Lobſingt dem Ue⸗ berwinder! O betet an; er⸗ hebt, erhebt den Retter al⸗ ler Sünder! Er ſtarb für ſie; er ſtarb für uns. Heil uns, nun lebt er wieder für alle ſeine Brüder! 2. Er lebt, Er lebt! O weiht ihm Dank mit reiner, frommer Seele! Ihn prei⸗ ſe jeder Feſtgeſang, und je⸗ des Herz erzähle, wie viel er litt, wie gern er ſtarb, um tauſend Seligkeiten uns Armen zu bereiten! 3. Er ſtarb, geſchmückt mit Heiligkeit; er ſtarb von Frevlerhänden! Wo waltet hier Gerechtigkeit? wie konnt' er hier ſchon enden? O Chri⸗ ſten, jauchzt! Er iſt erhöht! Er drang durch Todesnächte an ſeines Vaters Rechte. 4. Beſiegt iſt ſeiner Feinde Macht, und er mit Ruhm gekrönet. Er hat ſein gro⸗ ßes Werk vollbracht, und 127 uns mit Gott verſöhnet. Wer an ihn glaubt, wird ſelig ſeyn. O laßt euch dieſen Glauben durch keine Leiden rauben! 5. Schaut hin zu ſeiner Herrlichkeit, und lernt als Helden leiden! Schaut hin! die Leiden dieſer Zeit ſind Keime hoher Freuden. Seid unverzagt! Seid hoffnungs⸗ volll Nach wenig bangen Stunden iſt Alles üͤberwun⸗ den. 6. Was iſt der Tod? Ein Schlaf iſt er. O ſanſter Schlaf des Muͤden! Bald glänzt ein ſchönrer Tag da⸗ her: dann ſtehn wir auf 1im Frieden. O Tag des Danket O Tag des Heils! Gern wol⸗ len wir nun ſterben; wir wiſe. ſen, was wir erben. 7. Erſtandner, gieb nur, daß wir hier auf deinen Pfa⸗ den wandeln, und ſtets mit reinſter Dankbegier als Kin⸗ der Gottes handeln! Un⸗ ſterblich ſeyn, unſterblich ſeyn, und einſt dir näher kommen; o welch ein Lohn der Frommen! Mel. Erſchienen iſt der herrlich T. 1 r iſt erſtanden, 182 E Jeſus Chriſt, der unſer Troſt und Helfer iſt. Als Sieger trat er auf den Staub, hinfort nicht mehr des Todes Raub. Frohlocket ihm! 2. Er hat erfüllt, was er ver⸗ 128 verhieß, eh er für uns ſein Leben ließ. Drei Tage ſol⸗ len nicht vergehn, ſo wer⸗ det ihr mich wieder ſehn. Er hats erfüllt. 3. Ich lebe, ſprach er, und auch ihr ſollt leben, ſelig ſeyn mit mir. Ich komme, meine Stimme ruft auch euch, ihr Lieben, aus der Gruft zur Herrlichkeit. 4. Er wirds erfüllen„ Je⸗ ſus Chriſt, der ſelbſt vom Tod erſtanden iſt! auch mich: und volles Heil iſt dann gewiß bei ihm mein Theil in Ewigkeit. 5. Auch führt er nach des Grabes Ruh mir meine from⸗ men Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, uns wieder ſehn in ſeinem Reich. Gott ,‚ welch ein Tag! 6. Wie ſollt' ich, Herr, den Tod noch ſcheun? Nein, fromm will ich mich ſeiner freun; dich preiſen noch an meiner Gruft, wenn lieb⸗ reich deine Stimme ruft: Entſchlafe nun! 7. Gib nur, daß ich im Glauben treu, und treu in meinem Wandel ſei! So komm ich nicht in dein Ge⸗ richt, wenn deine Stimme zu mir ſpricht: Erwache nun! 8. Herr, rufe mich, wenn dirs gefällt, von dieſer un⸗ vollkommnen Welt, und fuͤh⸗ re mich an deiner Hand einſt in das beßre Vaterland! Preis ewig dir! Er weckt Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Kommt, kommt, den obſinge, meine 1 83 Lot„Seele, dem WBelſellöſen bet ihn an! Lob ſing ihm und erzaͤhle, was er aus Huld für dich. gethan! Er hat. fuͤr dich gerungen; durch ſeine Macht hat er des Todes Macht, bezwungen, und ſeiner Schrecken Heer. Du darfſt nun nicht mehr be⸗ ben; ſein Sieg hat dich be⸗ freit. Dein iſt unſterblichs Leben, dein, Gdkter Seligkeit. 2. Froh fuͤhrte Gottes Sonne den feſtlich hohen Tag herauf. Da ſtand, belohnt mit Wonne⸗ nach kurzem Schlaf mein Jeſus auf. Ge⸗ danke, der zu Freuden des Himmels mich erhebt! Ge⸗ danke, der in Leiden mein Herz mit Troſt belebt; der ſchönſten Hoffnung Quelle, wenn die Zerſtörung droht! Wo iſt dein Sieg, o Hölle? Wo iſt dein Stachel, Tod? 3. Der Felſen Grund er⸗ bebet; die Huͤter fliehn; das Grab iſt leer. Der todt war, Jeſus lebet, und geht vor ſeinen Freunden her! Die ſchwachen Junger wanken; er ſtärkt die Wankenden. Sie ſehn ihn, freun ſich, danken dem Auferſtandenen. Sie ſehn empor ihn ſteigen, und gehn, wie er gebot, mit Freuden hin und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten ſie⸗ gen, von dir und deinem Geiſt — Gei utin lliegen h 5 u 4 ven ich gla denwoll ein Ch ich an in Stau nenn Retter i iin ewig ſchau auch mich erhen itt mein Wrru ſür mic und lei M Loht Gott, 8 8 atett ich w Sieger über Gr erſchallet laut m 2. Die Son Majeſtät erhell Nacht, al als Je auferſteht und! wacht. 3. Die Edde der held aus ſei ſtez; ſinauf bi demut eiſch de s Seeſtlich hohh anh uf. 8 1 ſtand, belohn Tran nachi kun laf e Jeſus auf 6 te,= Czu Freuden h um nich erhebt! G. ke,= in Leiden 1 AAvoſt belebtz d nſtt hoffnung Qu n= zenſtörung du i1= a. Sieg, o Häll iſ=n Stachxl, dh Felſen Grund düter fliehn; z 2I r. Der todt we 3, und geht n 1= anden her! dir und deinm di und gi „(— n iſt unſeertit Gottes Selie führee Gete ddmn Junger, wantg 1= Wankeuden, ih— teuu ſich, dnn andenen.& el en ihn ſteigen eK ſer gehot, m 2 und zeugen u deine Boten ſi Erloͤſung. Geiſt belehrt; die Götzentem⸗ pel liegen, der Erdkreis wird zu Gott bekehrt. an wen ich glaube, bin freu⸗ denvoll ein Chriſt. Ihn bet ich an im Staube, ihn, der mein Retter iſt. Ich werd ihn ewig ſchauen, wann er auch mich erhebt. Der Herr iſt mein Vertrauen; er ſtarb für mich und lebt! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten h, om Todesthal 1 84 V hinauf zu Gott erhebt ſich mein Geſang; dem Sieger über Grab und Tod erſchallet laut mein Dank. 2. Die Sonn' in ihrer Majeſtät erhellet kaum die Nacht, als Jeſus Chriſtus auferſteht und herrlicher er⸗ wacht. 3. Die Erde bebte, als der Held aus ſeinem Grabe ſtieg; hinauf bis zu dem Sternenzelt erſchallete ſein Sieg. 4. Fallt nieder vor ihm in den Staub, der ſich dem Grab entſchwang! Er iſt nicht mehr des Todes Raub; Erloſte, ſingt ihm Dank! 5. Sein großes Werk iſt nun vollbracht; errungen iſt ſein Sieg, weil er aus ſei⸗ ner Todesnacht empor zum Leben ſtieg. 6. Heil, Leben und Un⸗ ſterblichkeit, im Tode Troſt und Ruh, und Hoffnung ho⸗ Ich weiß, 129 her Seligkeit ruft uns ſein Grabmal zu. 7. Gedanke, der das Herz erhöht: wir werden aufer⸗ ſtehn; auf Hoffnung in das Grab geſät, um ſchöner auf⸗ zugehn. 8. Heil dir, wenn dieſer Hoffnung Licht dein Herz für ihn durchglüht, dich ſtärkt zu jeder Chriſtenpflicht und ganz zu ihm dich zieht! 9. O Auferſtehungsfeſt, du biſt des beßren Lebens Pfand! Dich feire dankbar jeder Chriſt, Troſt empfand. Chriſtt Hingang zum Vater, und Ver⸗ herrlichung. (Himmelfahrtslieder.) Mel. Freu' dich ſehr, o meine Jerr, du faͤhrſt 1 8 5 H mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herr⸗ lichkeit: doch mich drücken noch die Leiden dieſes Lebens, dieſer Zeit. Gib mir, Jeſu, Muth und Kraft, daß ich meine Pilgerſchaft, ſo in dir zuruͤcke lege, daß ich ſtets dein bleiben möge! 2. Laß mir deinen Geiſt zurücke, dir mein ganzes Herz zu weihn! Wenn ich nach dem Himmel blicke, laß mich ſeinen Troſt erfreun! Steigt mein Flehn zu dir hinauf, helf er meiner J Schwach⸗ der deine Schwachheit auf, und du ſelber wollſt im Beten bei dem Vater mich vertreten! 3. Lehre mich die Welt ver⸗ achten, und was in ihr Eit⸗ les iſt, und nach dem, was dort iſt, trachten, wo du, mein Erloͤſer, biſt! Wol⸗ luſt, Ehrſucht und Gewinn ſoll mich nicht zur Erde ziehn, da ich jenſeits überm Grabe eine größre Hoffnung habe. 4. Dieſe müſſe nichts mir rauben; du erwarbſt ſie theuer mir! Jetzo ſeh ich ſie im Glauben; dort find' ich ſie ſelbſt bei dir. Dort belohnſt du das Vertraun deiner Gläu⸗ bigen durch Schaun, und verwandelſt ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit auch mir die Stätte in des Vaters Hauſe zu! Rufſt du frühe oder ſpaäte mich zu meines Grabe Ruh, du die Nacht, die des Todes Thal mir macht! Du haſt ja den Tod bezwungen, und den Sieg fur uns errun⸗ gen. 6. Kommſt du endlich glor reich wieder an dem Ende die⸗ — Zeit, d ſ kntmtan meine vefdin Helaglat und 1* aͤhnlich deinem Leibe werde und Pein ſo erleuchte et Säsbe, Macht; überwunden. vor des Graͤbes Nacht; ſſe Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Es iſt das Heil uns 1 86⁰ Leßt das Vol⸗ lendungsfeſt uns heut in heil'gen Freuden feiern; froh ſchaun uͤber Welt und Zeit, und das Ge⸗ lübd' erneuern: Gott und der Tugend treu zu ſeyn, treu auch in Trübſal, Schmach wie Jefus„ zu vollenden! 2. Er kam zu uns von Gott geſandt, und heiligte die Erde, daß ſie der Eintracht ſtilles Land, ein Sitz der Tu⸗ gend werde. Nach ſeinem Beiſpiel ſollen wir uns Alle bilden, Alle hier, daß wir zum Vater kommen. 3. Zum Vater! O wir kennen ihn: um üünnch ihm zu werden, folgt Jeſu; denn in ihm erſchien ſein Ebenbild auf Erden. Sein Gruß war Friede, ſein Gevot nur Lieb' und Tugend, bis zum Tod war That auch ſeine Lehre. 4. Wie groß, wie edel durch ſein Herz, wie treu der hohen Sendung, wie herrlich unter Spott und Schmerz, rang er ſich zur Vollendung! Die Krone ward ihm dargereicht. Nun macht ſein Sieg den Kampf Fh 9 3 uns leicht, ſein Lohn die Zu⸗ e geber de kunft heiter 3 Agel 5. Zerſibteid war der er hat ſie Wir bebten iſt durch ihn verſchwunden. Seit V in 1 ſ 1 1 dhe, n 8 bekelten. agdt gün in .Aoge ähke —— o dah ſegt unſer thinen Woinung n fir Hh 6 mas 4 uhn in Schoos tet dem Laſe n dee zeit hwerder de ſen, ſchaut hun ℳ eilet, u vet dehrm 4 el, den dt 1 9 „e K. eg jſie e ³as ein Sitz dera Ie. Nach ſei viel Eſen wir uns N , hier, daß w E zumen. 4 3 Sat D ſen n um aͤhnlich ert ⸗ zfolgt Jeſu; de m ejien ſein Edeub Er Sein Grit n de= Geropt ntt 9 1), bs zuu 8 uch ſeine ſetr gtoß, wie a Her, wie m hot= Sendung, icht ſter Spott u neſ paug fr ſich n Seitdem er ſich dem Grab entſchwang, iſt uns der Tod nur Nebergang zu einem beß⸗ ren Leben. 6. Er ſchwang zum Him⸗ mel ſich hinauf, die Staͤtt' F mel geht nun unſer Lauf; zu ew'gen Seligkeiten. Sohoch, ſo hoch ſteht unſer Ziel! Der ſchönen Wohnungen ſind viel in ſeines Vaters Hauſe. 7. Wie ſinkt das Schatten⸗ werk der Zeit! Wer kann noch darnach ſtreben? Wer ruhn im Schoos der Sinn⸗ lichkeit? dem Laſter ſich erge⸗ ben? Die Zeit iſt raſch, oft ſchwer der Lallf; ſchaut, Chri⸗ ſten, ſchaut zum Ziel hinauf, und eilet, zu vollenden. 8. Ein Himmel wird ſchon unſre Welt, wenn wir einan⸗ der lieben, mit Freuden thun, was Gott gefäaͤllt, treu unſre Kraͤfte uüben, Dann führ ans Grab uns die Natur; aus ei⸗ nem Himmel gehn wir nur in einen ſchönern Himmel. Mel. Herr, wir fingen 1 GEHCb); feberaller Him⸗ 1 801Ie bed hobſt du dich im Sieg und Ehre, du Geber der Unſterb⸗ lichkeit! Engel ſingen Freu⸗ denlieder, und alle die er⸗ löſten Bruͤder verehren dei⸗ ne Herrlichkeit. Du, du biſt Gottes Sohn! Gott hebt dich auf den Thron ſeiner Ehre! Wir ſtehn von Erloͤſung. zu bereiten. Zum Him⸗ 131 fern, freun uns des Herrn, vertraun und dienen ihm nun ger. 2. Der du, deines Vaters Willen zu unſerm Heile zu erfüllen, gehorſam warſt bis in den Tod, du regierſt nun auf dem Throne; Gott gibt dir ſeine Welt zum Lohne; dich nennt dein Volk nun Herr und Gott! Erhöhter Gottes Sohn, wie herrlich iſt dein Lohn nach dem Sie⸗ ge! Wir folgen dir mit Freu⸗ den hier; einſt lohnet Gott auch uns, wie dir. 3. Deine trauernden Er⸗ löſten im Kampf zu ſtärken und zu tröſten, gabſt du vom Himmel deinen Geiſt. Gib auch uns in unſern Lei⸗ den den Geiſt des Troſtes und der Frenden, den uns dein treues Wort verheißt! Er zieh uns in dein Reich, mach unſer Herz dir gleich, dir zu folgen! Du gingſt voran; wir ſehn die Bahn, die uns zum Himmel führen kann. 4. Uns die Stätte zu be⸗ sreiten, um die wir Pilger hier noch ſtreiten, gingſt du voran ins Vaterland. Herr⸗ lich wirſt du wiederkommen. dann fuͤhrſt du alle deine Frommen mit dir hinauf ins Vaterland. Durch dei⸗ nen Mittlertod ſind wir ver⸗ ſöhnt mit Gott. Wo du le⸗ beſt und Gott mit dir, da ſol⸗ len wir auch mit dir leben für und für. J2 5. Welch 5. Welch ein Jubel wird es werden, wenn wir dich wieder ſehn auf Erden in aller Majeſtat des Herrn! Das wird ſeyn kein Tag des Bebens, p nein, ein Tag des höhern Lebens, dann ſchaun wir dich nicht mehr von fern; dann ſehn wir, hocherfreut, ganz deine Herrlichkeit, Welt⸗ erlöſer; dann führeſt du der Wonn' uns zu, dort in des Himmels ew'ger Ruh. Mel. Vom Himmel kam der 187 uf, Jeſu Jun⸗ ger, freuet euch Der Herr fährt auf zu ſei⸗ dan Reich. Er triumphirt! obſinget ihm! Lebſſ nget 8— mit hoher Stimm 2. Sein Werk auf Erden iſt vollbracht; zerſtört hat er des Todes Macht; er hat die Welt mit Gott verſöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönten 9 313. Weit üͤber alle Himmel weit geht ſeine Macht und Herrlichkeit;. ihm dienen ſelbſt die Seraphim. m. Lobſin⸗ get ihm mit hoher Stimm⸗ uun Gottes. 1n. 8 33 Rn lasafi⸗per) Auaht. ich Preit, 7. wer urch. Jeſum Chriſt erleuch⸗ Mel. Vom Hin met hoch 8 tet und he ſd iſth icdir, 188 Aenn da Du haſt uns dieſen Tag ge⸗ Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Sein ſind die Völker al⸗ ler Welt; er herrſcht als ſieg⸗ gewohnter Heldz er herrſcht, bis unter ſeinem Fuß der Feinde Heer ſich beugen muß. 5. Er ſchutzet ſeine Chri⸗ Saeie terhalt ſie bis in Ewigkeit. Er iſt ihr Haupt. Lobſinget ihm! Lobſinget ihm mit hoher Stimm. 6. Ja, Heiland, wir erhe⸗ ben dich; und unſre Herzen freuen ſich der Herrlichkeit und Majeſtät, wozu dich Gott, dein Gott, erhöht. Wobl. nun auch uns! denn, Herr, hei dir ſteht Kraft und Macht„und dein ſind wir. Nimmſt du dich unſrer hülfreich an: was iſt, das uns gebrechen kann? 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit ſtärkf uns in unſ⸗ rer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinſt dein Antlitz ſchaun. 9. Dann werden wir uns ewig⸗ dein, du größter Men⸗ ſchenfreunde, erfreun; dann ſingen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heilig thum 27 Heilhn e Renſchen u3 8 den Geic er Erdkreis kag in Nacht perhullt,„ mit Wahn und Götzendienſt erfüllt; z da am kam vol deine dt 1 Wahkfel icht 3 uf Jeſted — t kent wit harlit In fr hen than iht J 6 gießen 7 7 4 Potehn ſ ſie nun geit 1 Jinne ien e Aufhang ſ f ſen wd dles kohgeſtng, * Umſonſt 1 b grimn und Spt en tak durch i 1 Schutz i y—— — 8—— 3— dr Ruhm ſein th felimm. id 6. Und ihter her Schall erfal kreis übemll, du fernſe ation ſen Jeſun, deinen 6 17 Nach dauen ſen ſott⸗ 5 A cſte vozu ſ tt,* Gott, erhöh .telanun auch a n, bei dir h aft e Nacht, und d Ninmſt du ſree ffreich an: wgßf ³ kbrachen iamß 9 wezeit, nur g ee pi trann,(uf reitt in Antlitz ſchan 4m werden wir i t= du grißter enmsd, erfreune in ge== von deinem lan Lied im he HN m 1 13I . 4 4 erieat ſtärf und i 18 Pullt, 8 11, 4⁷ winte kam von deinem Angeſicht dein Geiſt, mit ihm der Wahrheit Lichht... 3. Auf Jeſu Boten ließ er ſich herab mit Segen ſicht⸗ barlich. In fremden Spra⸗ chen that ihr Mund, Gott, deine großen Thaten kund. 4. Von ihm geſtarkt, gehn ſie nun gern und ſammeln Juͤnger ihrem Herrn. Vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang wird alles Licht und kobgeſeng. 5. Umſonſt beſtuͤrmt ſie Grimm und Spott; ſie ſie⸗ gen ſtark durch ihn, o Gott Ihr Schutz iſt Jeſus, und ihr Ruhm ſein theures Evan⸗ gelium.(hisrilug rt 6. Und ihrer Predigt fro⸗ her Schall erfuͤllt den Erd⸗ kreis uͤberall; und ſelbſt die fernſte Nation kennt dich und Jeſum, deinen Sohn. 7. Roch dauert dieſer Se⸗ gen fort; noch ſiegt, o Ewi⸗ ger, dein Wort; und daß wir glauben, danken wir dem Glanze jenes Lichts von 8. Erhalt uns deiner Wahrheit treu, mach' uns von Sünd und Irrthum zum Guten an, und leit' uns auf der Tügend Bahn!i⸗ 9. Bis wir dereinſt im hellern Liiht von Angeſicht zu Angeſicht dich ſchaun, und in des Himmels Hoͤhn durch dich auch uns verherrlicht ſehn. Heiligung. In eigener Melodie. 89 Nun bitten wir 1.09 N den heil'gen Geiſt, welchen Jeſus Chri⸗ ſtus uns verheißtt, daß er uns behüte vor falſcher Leh⸗ re, Alle, die im Irrthum ſind, bekehre. Erbarm dich, 2. Du Geiſt der Weisheit und der Kraft, mach uns durch dein Wort auch tugend⸗ haft; hilf uns feſt ihm glau⸗ ben, dem treuen Heiland, der uns bringt zum himmli⸗ ſchen Vaterland! Erharm dich, Herr 3. Du Geiſt der Lieb' und Einigkeit, mach uns alle⸗ ſammt dazu bereit, daß wir uns von Herzen einander lie⸗ ben, gern verzeihen, Nie⸗ mand gern betrüben! Er⸗ barm dich, Herr: 4. Du hochſter Troſt in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Grab noch Tod; laß, wenn wir einſt ſterben, uns nicht verzagen, ſondern mach uns frei von allen Plagen! Erbarm dich, Herr! n Mele Kommt her zu mir, frei; dein Geiſt treib' uns 4 Tollendet hatt 190 VeGrnes Oane ſein großes Werk auf Erden zagten. Doch Gottes Geiſt gab ihgen Ma tho, daß ſie bald Alles, Gur und Blut, für Jeſu Lehre wagten. 2. Da —— — — — 13⁴ Werke und Wohlthaten Gottes. 2. Da that der Ungelehr⸗ ten Mund des Welterlöſers Thaten kund, die Völker zu bekehren. Der Heiden Tem⸗ pel wurden leer; es ſtürzte jenes Götzenheer von ſeinen Prunkaltären. 3. Umſonſt, umſonſt em⸗ pörten ſich ſelbſt Furſten, Jeſu, wider dich, lan toͤd⸗ teten die Jünger. Unüber⸗ windlich war ihr Muth; und ſchwiegen ſie, ſo ſprach ihr Blut, und zeugte neue Jün⸗ ger. 4. Wie Gottes Sonne, ging dein Wort bis an der Erde Gräaͤnzen ſort; der Fer thum wich dem Lichte. Die Völker wurden menſchlicher, die Menſchen lebten heiliger vor Gottes Angeſichte. 5. Auch wir begehn, o Gott, dies Feſt, das deine Huld uns feiern laͤßt, dem Chriſtenthum zur Ehre. Wir leben froher, und, helf uns Gott! auch heiliger, durch deines Soh⸗ nes Lehre. om In eigener Melddie. 4114* komm, 1943 nn,3 kanm, Lebens; Hilf uns Schwachen mächtig auf! Wir bemühn uns ſonſt vergebens hier in unſerm Pilgerlauf uͤm das Heil, das Gottes Rath für uns auserſehen hat. . Gib in unſer aller See⸗ ten wahre Weisheit, helles glüͤcklicher, Licht, daß wir uns zur Richt⸗ ſchnur waͤhlen Jeſu Wort und Unterricht! Stehe du uns kraͤftig bei, und mach uns vomn Irrthum frei! 3, Zeig uns ſelbſt die rech⸗ ten Stege zu der wahren Wohlfahrt an, räume Alles aus dem Wege) was daran uns hindern kann! Wirke Reue nach der That, wenn der Fuß geſtrauchelt⸗ hat! 4. Laß uns ſtets dein Zeug⸗ niß haben, daß wir Gottes Kinder ſi nd Starke uns mit deinen Gaben, wenn ſich Noth und Trübſul findt! Lehr uns, daß des Vaters Zucht einzig unſer Beſtes 57 Treib uns, daß wir zu ihm treten kindlich zund mit Freudigkeit, nur nach ſei⸗ nem Willen beten, und ver⸗ tritt uns alle Zeit; ſo wird unſer Flehn erhörtz und: die Zuerſicht gemehrt. Wird uns auch um Hulfe bange, ſeufzt das Herz voll Traurigkeit: ach, mein Gott, mein Gott! wie lan⸗ ge! os ſo wende unſer Leid! Sprich der Seele tröſtend zu, gib mir Math, Geduld und Ruhl d du Geiſt der Kraf und Staͤrke,„ der in uns das Gute ſchafft, fordre in uns deine Werke, und im Kampfe gib uns Kraft, wenn Ver⸗ ſuchung auf uns dringt, daß uns dann der Sieg gelingt. 8. Herr, 8. hen ben ſen d gum, Schmach Maue üt w hen Du. ciſt 4 Get Sw glih mweith 9. ar⸗ ſetben, 9ſ ans fei. Iih 1 Gettes— läfeterfen, d Goth beſtimmt cn 4h unm u hn eng 1929 din, und laß w nung ſeyn, du ſrer Seelen⸗ durch dein gitt dieh uns deine und heig uns, len Tnebe, 8 du läben, wilſt weng wir bete 4 * 1 1 1 1 p 1 eu, nar nach 1 n ben ane 11lle Jait; ſg er m erhöttz und ver gemehrt 1d uns auth — wende unfer h 1 444* ke und in Kan aft) wen deif uns dringt, N ean der Sieg gelul 8. Herr, bewahr uns un⸗ ſern Glauben, daß Verfol⸗ gung, Schmach und Spott niemals ihn uns möge rau⸗ o. Gott! Spricht das Herz gleich zweifelnd; nein! laß dein Wort gewiſſer ſeyn! 9. Wenn wirendlich ſollen ſterben, oſy ſteh mit Troſt uns bei: gib,„daß uns, als Gottes Erben, jene Herr⸗ lichkeit erfren, die uns unſer Gott beſtimmt, und die nie ein Ende nmmt Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 0 ☚ heil'ger Geiſt, 192 O Heirger Seh ein, und laß uns deine Woh⸗ nung ſeyn, du Beiſtand un⸗ ſrer Seelen! Erleucht' uns durch dein göttlich Licht, ent⸗ zieh uns deine Huͤlfe nicht, und zeig uns, was wir feh⸗ lent Triebe, Triebe, fromm zu leben, willſt du geben, wenn wir beten, gläubig vor den Vater treten. 2. Du Quell, woraus die Wahrdeit ſießt, die ums zum Heil ſo nöthig iſt, o ſchenk aus deiner Fuͤlle uns ſo viel Einſicht und Verſtand, daß heilſam von uns werd er⸗ kannt des Höchſten gnäd'ger unſren Seelen, nur zu waͤh⸗ len und zu üben, was er uns hat vorgeſchrieben! .3. Steh uns ſſtets bei mit deinem Rath, und führ uns Heiligung. 135 an den rechten Pfad des Heils, den wir nicht wiſſen Verleih uns Willigkeit, daß wir dir treulich folgen, wenn wir hier auch darmm leiden müſſen. Drückt Laſt uns faſt muthlos nieder, laß uns wie⸗ der Troſt empfinden, und die Truübſal überwinden! A. Stärk' uns durch dei⸗ ner Wahrheit Kraft zum Kampf mit jeder Leidenſchaft, darüber Herr zu werden! Und ſind wir wo dem Fallà nah, ſo ſei mit deiner Huͤlfe da, erheb uns von der Er⸗ den! Neue Treue gib uns Schwachen; du kannſt ma⸗ chen, daß wir ſiegen, und im Kampf nicht unterliegen. 5. Erhalte bei uns immer⸗ fort den Glauben an dein göttlich Wort! Nichts müſſ' uns von ihm trennen! Gib, daß wir ihn von Herzens⸗ grund mit Thaten, ſo wie mit dem Mund, vor aller Welt bekennen! Jeſum Chri⸗ ſtum ohn Aufhören vecht zu ehren, mach uns tüchtig, und ſein Heil uns werth und wichtig 1 e e. 6. Hilf, daß in wahrer Heiligkeit wir fuhren unſre Lebenszeit; du kannſt uns dazu ſtärken. Es bleibe uns iſtets unbewußt die Eitelkeit, die Sinnenluſt, mit ihren boͤſen Werken! Vater, Pa⸗ ter, laß uns ſtrehen, ſo zu leben hier auf Erden, daß wir gut und ſelig werden! Mel. 136 Mel. Gott des Himmels und 1 9 3 Hailger Geiſt, von Gott gegeben, komm, erleucht und heil'ge mich! Weiſe, fromm und gut zu leben: dies vermag ich nur durch dich. Mache täglich Ernſt und Treu', mich zu beſſern, in mir neu! 2. Ach, ich irr in Finſter⸗ niſſen, Geiſt der Wahrheit, ohne dich; von Begierden hingeriſſen, tauſcht die trunk⸗ ne Seele ſich, ſuchet Ruh' und findet ſie in der Erde Gütern nie. 3. Hilf mir nach dem Him⸗ mel ſtreben, der den Lohn mir aufbehaͤlt, hilf mir Gott und Jeſu leben, nicht den Lüſten dieſer Welt; lehre mich von Suünden rein, heilig wie mein Heiland ſeyn! 4. Leite du mich auf dem Pfade deines Lichts zum Le⸗ ben hin; und mich ſtaͤrke dei⸗ ne Gnade, wenn ich ſchwach und muthlos bin, daß ich näher jedem Tag meinem Zie⸗ le kommen mag b 5. Gib zu jedem guten Werke meiner Seele Kraft und Luſt und im Kampfe flöße Stärke mir in meine ſchwache Bruſt; gib mir Troſt in jeder Noth; hilf mir treu ſeyn bis zum Tod! 6. Sei mein Beiſtand, wann ich ſterbe; zeige mei⸗ nem Geiſt von fein das mir aufbehaltne Erbe in der Herrlichkeit des Herrn! So Werke und Wohlthaten Gottes. geſtärkt durch deine Kraft, end' ich froh die Pilgerſchaft. Mel. Mein Gott, das Herz 4 0 4 Hhicht um ein flüch⸗ 1 9 4 N tig Gut der Zeit, ich fleh um deinen Geiſt, Herr, den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Himmel ſtammt, o Vater, lehr er mich, die Weisheit, die das Herz entflammt zur Liebe gegen dich! 3. Dich lieben, Gott, iſt Seligkeit. Gern thun was dir gefaͤllt, wirkt reinere Zu⸗ friedenheit, als alles Glück der Welt. 4. Vertrauen hab ich dann zu dir; dann ſchenket ſelbſt dein Geiſt das freudige Be⸗ wußtſeyn mir, daß du mir gnaͤdig ſeiſt. 5. Er leite mich zur Wahr⸗ heit hin, zur Tugend ſtärk er mich, und zeige, wenn ich traurig bin, auch mir als Tröſter ſich! 6. Er ſchaff in mir ein rei⸗ nes Herz, voll Dank für deine Huld, und er bewaffne mich im Schmerz mit mit Geduld! Mel. Freu: dich ſehr, meine Muth und eedie ſeen 195 Gei vom⸗ Soh⸗ ne, der du unſer Tröſter biſt, und von unſers Gottes Thro⸗ ne hülfreich auf uns Schwa⸗ che ſiehſt, ſtehe du mir mäch⸗ tig V b 1 bei, daß l 3 z1 ſb witd Erden üun 4 tes werden! 2 Laß au Mge dei ſeyt; wanni hege, däne erfreun te nen Sinn au Poßſſeyn n nas recht ſt, ih nie mein he 3 Heilige Tribe) daß i tru meinen ter liebe, daß wichtig ſei, Huld zu ſtehn men zu erhöhr en za volb mir dunt dich rn SEtärke n Sünde mein tſet wih dat itmades hä nich vetint hio wein heg nde Neur und Schn Gut detbet weirhe ſ giee Hem thun m heſg vvirkt reinere z ent Zals alles Gli We Ienuen hab ich dm ”r;=m ſchenket ſeh Gmus freudige A iſet ir, daß dun Eſ Je mich zur ht hi ur Tugend ſii ich u zeige, wemit rigun auch mir d ter b et a Ereiffin mir ein n det l Dank fürde ,I Der bewaffne it d, n 4 Jr⸗dich ſehr, män m eiſt vom Van 32 und vom Ei er mumſer Tröſter on r urs Gottes Thn⸗ ſi Eotuf uns Schpe üf he du mir 1 Heiligung. tig bei, daß ich Gott ergeben ſei: o ſo wird mein Herz auf Erden ſchon ein Tempel Got⸗ tes werden 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir hege, deine Wahrheit mich erfreun! Lenke kraͤftig mei⸗ nen Sinn auf mein wahres Wohlſeyn hin Lehrſt du mich, was recht iſt, wählen, werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über Alles treu meinen Gott und Va⸗ ter liebe, daß mir nichts ſo wichtig ſei, als in ſeiner Huld zu ſtehn! Seinen Na⸗ men zu erhöhn, ſeinen Wil⸗ len zu wollbringen, müͤſſe mir durch dich gelingen! ma. Starke mich, ſo oft zur Suͤnde mein Gemuth verſu⸗ chet wird, daß ſie mich nicht uͤberwinde Hab ich irgend mich verirrt) o ſo ruhre du mein Herz, daß ich unter Reu' und Schmerz mich vor Gott darüber beuge, und mein Herz zur Beßrung nei⸗ el offerse an 18 95. Reize mich, mit Flehn und Beten, wenn mir Hülfe nöthig iſt, zu dem Vater hin⸗ zutreten, egib, daß ich auf Jeſum Chriſt, als auf mei⸗ nen Mittler, ſchau, und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad' um Gnad' auf mein Verlan⸗ gen von dem Vater zu em⸗ pfangen! 137 6. Stehe mir in allen Lei⸗ den ſtets mit deinem Troſte bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Fuührung folgſam ſei! Gib mir ein gelaßnes Herz; laß mich ſelbſt im Todesſchmerz, bis zum frohen Ueberwinden, deines Geiſtes Traſt empfinden! Mel. Wer nur den lieben Gott 19 6 O großer Gott, du reines We⸗ ſen, du haſt nur reine Her⸗ zen dir zu deiner Wohnung auserleſen: ach, ſchaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das unbefleckt und frei von allen böſen Luͤſten ſei! 2. Laß, guter Vater, mein Gemüthe der ſteten Beſſe erung ſich weihn; dein Geiſt ver⸗ mehr des Herzens Güte, ſo werd ich Jeſu Schuler ſeyn. Dann fühl ich hier ſchon in der Zeit der Tugend Werth und Seligkeit. 3. Dein guter Geiſt, o Gott, regiere mein ganzes Herz, und ſtehe mir in mei⸗ ner Schwachheit bei, und führe mich von der Eitel⸗ keit zu dir! Gib einen Geiſt der dir getreu und willig zu gehorchen ſei! 4. Entzieh mir Schwa⸗ chen, wann ich fehle, nur deine Vaterliebe nicht, und gib, damit ich Gutes wähle, mir deines Geiſtes Kraft und Licht. Im Kampfe laß ni 138 feſt beſtehn, um einſt zum Himmel einzugehn! 5. Nimm deinen Geiſt, den Geiſt der Liebe, den Geiſt des Glaubens, nie von mir und ſtärke mich durch ſeine Triebe, durch ſeinen Bei⸗ ſtand für und für! So leite durch die Pilgerzeit mich aus der Welt zur Seligkeit! Mel. Freu dich ſehr, o meine 1 97 Der du uns als A Vater liebeſt, treuer Gott und deinen Geiſt denen, die dich bitten, giebeſt, jaruns um ihn bitten heiß't: demuthsvoll fleh ich zu dir Vater, ſend ihn auch zu mir, daß er meinen Geiſt erneue, und ihn dir zum Tempel weihe! Na 2. Ohne ihn fehlt meinem Wiſſen, Leben, Kraft und Perhwherkei gund mein derz bleibt dir entriſſen und dem Dienſt der Welt geweiht wenn er nicht durch ſeine Kraft die Geſinnung in mir ſchafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebel umn unnd ichun 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jeſu, noch mit ächter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen ſtehet mir dein Geiſt nicht bei. Drum ſo laß ihn kraͤftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als⸗ Mittkler eh⸗ re, und auf deine Stimme Dhe. i 1) 1. d e Werke und Wohlthaten Gottes. 4. Ew'ge Quelle heil'ger Güte; hochgelobter Gottes⸗ geiſt, der du menſchliche Gemüther beſſerſt und mit Troſt erfreuſt; nach dir, Herr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Prei⸗ ſe heilig und zum Himmel weiſe! drli t; 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, daß ich Gott, mein höchſtes Gut, über Alles möge lieben, daß ich mit ge⸗ troſtem Muth ſeiner Vater⸗ huld mich freu, und mit wah⸗ rer Kindestreu' ſtets vor ſei⸗ nen Augen wandle und recht⸗ ſchaffen denk und handle. 6. Geiſt des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleichtrung der Beſchwerden, kann dem Nächſten nützlich werden. 7. Lehre mich, mich ſelber kennen, die verborgnen Feh⸗ ler ſehn, ſie voll Demuth Gott bekennen, und ihn um Vergebung flehn. Mache täglich Ernſt und Treu', ſie zu beſſern in mir neu; zu dem Heiligungsgeſchafte gib mir immer neue Krafte. 118. Wenn der Anblick mei⸗ ner Sünden mein Gewiſſen niederſchlägt, wann ſich in mir Zweifel finden, die mit Angſt Angſimeith mein d in Seele un Starkun e Mais finder, id in mir; ſat du enthinde hrn, derlan Dſſe ſete dar dene Gnaden zü ſe darch nnit ſh a 1N meinem hene duntel iſt de Lebenem, der dicht enbehrt. fätnt an fch Mger te is tes. — 8 B& Quelle he * elobter— 1n meen it che zu 4 Gei 1. tes Uu eil „ 2 d aum Jan⸗ 30. 3üich uit bei den eich Gat n ſes⸗ St, über„ elis t 2 daß ich nis b em 1a 3z ſeiner Pater mid u„und mit wah Kind au' ſtets vor ſii Auge udle und rech ffen= und handle. .* ſes Friedens w eies äͤlde mich nat em un, daß ich di Sißuth übe, uw K Se dzum Gean n idie in Friedensban pfen an, wenn men d.=frleichtrung d hwe kann w hſtetr— zlich werden. Le= nich mich ſalh en, erborguen 6 ſel e vol Dem t b4 ann, und ihn den ee flehn. Na ch 1— Treu, ſ nir neuz 4 4 gsgeſchäſt h b 915 geue Kräſte. der Anblick ine 2 mein Gewiſet 4 wonn ſn = fnden, di n — V findet, Herr, O ſo ſetze durch dein Wort Angi Heiligung. Angſt mein Herze hegt; wann mein Aug' in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören ſcheint: und Stärkung fehlen. 9. Was ſich Gutes in mir iſt dein Gnadenwerk in mir; ſelbſt den Trieb haſt du entzündet, daß mich, verlangt nach dir. deine Gnadenwirkung fort bis ſie durch ein ſelig Ende herrlich ſich an mir vollende Das Waur G53. Mel⸗ Wer nur den lieben Gott 9 8 Religian,„von Gott gegeben, ſei ewig meinem Herzen werth! Wie dunkel iſt der Weg durchs Leben dem, der dein himmliſch Licht entbehrt! Nur du, du fuͤhrſt an ſichrer Hand den Pilger hin ins beßre Land. 2. Du biſt es, die mich Gott erkennen, mich meinen Schöpfer lieben lehrt. Ich darf getroſt ihn Vater nen⸗ nen, darf ſicher ſeyn, daß er mich hört. Du rufſt mir zu: dein Gott iſt gut! Wohl dem, der ſeinen Willen thut. ſich ſelbſt zu richten? Wer zur hellen Einſicht meiner Pflichten, und ſchreckt vom Böſen mich zurück? Du ſtär⸗ o dann laß es mei⸗ ner Seele nicht an Troſt 139 V keſt den Gewiſſenstrieb, und nachſt mir Recht und Tugend 4. Du leiteſt mich auf al⸗ len Wegen; du zeigeſt mir das höchſte Gut; du machſt mir jedes Glück zum Segen, und gibſt im Unglück frohen Muth. Wo nichts, ſonſt nichts mich tröſten kann, da hebt dein wahrer Troſt erſt an. — und Maeen den ſichren Stab der Hoffnung hin. In Angſt, Gefahr und Todesſchmerze erquickt und heilt dein Troſt das Herz 6. Du lehrſt mich glau⸗ ben, lieben, hoffen, ver⸗ kündigſt mir Unſterblichkeit. Der Himmel ſteht durch dich mir offen, und mein iſt ſei⸗ ne Seligkeit. Ich glaube feſt und zweiſle miche du, du biſt meine Zuverſicht 97. Ja, du, des Lebens reinſte Wonne, begleitet du mich bis ans Grab, aund leuchte dann mir, gleich der Sonne, den Weg ins Todes⸗ thal hinab! Mein erſter Laut an Gottes Thron ſei Dank fuͤr dich, Religiom 1154ä4äS 3. Wer reitzt mein Herz, Mal. Nun danket Ae Gott ſchärfet meines Geiſtes Blick An. on Herzen preiſ' 199 V iich dich, Gott, für der Biber Lehre, die ich als dein Geſchenk mit Danr⸗ ar⸗ 140 barkeit verehre. Sie iſt das Glück der Welt der Ruhm der Chriſtenheit, mein Klei⸗ nod, Troſt und Licht bis in die Ewigkeit. 2. Zum Licht, in dem du wohnſt, kann die Vernunft nicht dringen; mit Zweifeln und mit Wahn müßt ich voll Unruh ringen, hätt' ich dein göttlich Wort, den klaren Unterricht von dir und dei⸗ nem Sohn und meiner Seele, 83. Wie kraftig iſt dein Wort! Gott, vielen tauſend Chriſten gab deine Bibel Sieg im Kampf mit böſen Lüſten Sie beſſert ſanft das Herz! ſtarkt mich zu meiner Pflicht, iſt in Gefahr mein Schutz, in Finſterniß mein Licht. nannal nacle ann 44. der Fromme wird ge⸗ ſtärkt, der Sünder tief er⸗ ſchuͤttert; der Zweifler wird beſchamt des Spötters See⸗ le zittert; es troͤſtet ſich am Grab der Seinigen der Ehriſt, wenn er vom Wiederſehn im beſſern Leben ließ't. 5. Hier lernt der Weiſeſte der wahren Weisheit Schä⸗ tze; hier faßt der Blodeſte die göttlichen Geſetze; hier findet jeder Stand fuͤr jede Lebenspflicht in allen Faͤllen Rath und hellen Unterricht. 6. Wer fuhkt nicht deinen Geiſt und ſeiner Wirkung Stärkelwer micht des Glau⸗ bens Kraft, und Trieb zum Werke und Wohlthaten Gottes. guten Werke, der mit dem lautern Wunſch nach Licht und Frömmigkeit mit Ehr⸗ furcht und Gebet der Schrift die Andacht weiht! 7. So kann kein anders Buch die Größe Gottes prei⸗ ſen, ſo faßlich ruͤhrend nicht den Weg zur Tugend weiſen. Durch keine Rednerkunſt wird ſo das Herz erquickt, zu jeder guten That ſo willig und geſchickt. 8 8. Bei dieſem Unterricht laß deinen Geiſt mich ruhren, und ſeine Gotteskraft an meinem Herzen ſpüren! Wer deinen Lehren folgt, füͤhlt ihre Göttlichkeit; ſie geben Licht und Troſt, im Tode Freudigkeit. 49 Mel. Wer nur den lieben Gott - ein Wort, o 200 D Höchſter, iſt vollkommen; es lehrt uns unſre ganze Pflicht; es gibt dem Suͤnder wie dem From⸗ men zum Leben ſichern Unter⸗ richt. O ſelig, wer es acht⸗ ſam hort, bewahrt und mit Gehorſam ehrt 2. Es leuchtet uns auf unſren Wegen, zerſtreut des Irrthums Finſterniß, ver⸗ kündigt Gnade, Heil und Segen, und machet unſer Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchſter, was du biſt, und was dir wohlgefällig iſt. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, und lehrt, wie R As wit vil du d dein Gebot üben, vie d unilus. A dein Mund ve 4. Gott⸗ gen ſud de der Gehuiich Gelh; ein Sc liher und gre S häte dieſer gen thut, we geheut, dem i ſtets bereit. 5 8o laß! Auſtbetrachten de dein Wor La wich auf achten was nir begehrt; und Seelenru deinem Wone 69 ſl Beic ſem Unterict eine iſt mich rütmn ſein dotteskraft mH ſpüren! Wa n en folgt, füͤhl Gieitz ſie gebn un eoſt, im Toh dig en nageg Wer r den lieben Gatt — ein Wort, 0 Hacſr mmn es lehrt und gg flicht; es g Sün Svie dem fin um a ſſchern Um *, wer es ach ort wahrt und mi ſat 1 V 1 ne, det im machet unſt uIs. 2 Irt erweckt und, =ön, und lein V I wie wie viel du denen gibſt, die dein Gebot mit Freuden üben, wie du ſo väterlich uns liebſt. Was uns darin dein Mund verſpricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht. 4. Gott, deine Tröſtun⸗ gen ſind beſſer, und mehr der Sehnſucht werth, als Geld; ein Schatz, weit köſt⸗ licher und größer, als alle Schätze dieſer Welt. Wer gern thut, was dein Wort gebeut, dem iſt dein Segen ſtets hbereit. 5. So laß mich denn mit Luſt betrachten die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt! Laß mich auf das gehorſam achten, was dein Befehl von mir begehrt; ſo fließen Troſt und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. Mel. Liebſter Jeſu! wir ſiud 201 H erleuchte mich, daß ich mich und dich erken⸗ ne, daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne! Hoͤchſter, laß mich doch auf Erden weiſe zu dem Himmel werden! Kern 2 Lauter Wahrheit iſt dein Wort. Lehre mich es recht verſtehen! Hilf ſelbſt mei⸗ nem Forſchen fort, richtig daraus einzuſehen, was zu meinent Heil mich führet, und mir, deinem Kind, ge⸗ buhret. Heiligung. 141 3. Aber laß mich nicht al⸗ lein deines Wortes Sinn ver⸗ ſtehen; laß mein Herz auch folgſam ſeyn, den erkann⸗ ten Weg zu gehen! Denu ſonſt würd' ich bei dem Wiſ⸗ ſen doppelt Strafe leiden 2 müſſen om 4. Gib, daß ich den Un⸗ terricht deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir verſpricht, reichlich an mir ſelbſt erfahre! Ja, es ſei in meinem Leiden mir ein Quell von Troſt und Freu⸗ denn 111 5. Hilf, daß ſich von Zeit zu Zeit meine Kenntniſſe ver⸗ mehren! Find’ ich manche Dunkelheit bei geheimniß⸗ vollen Lehren, laß mich Zwei⸗ felſucht entfernen, und in Demuth glauben lernen lit 6. Laß mich, Herr, in dei⸗ nem Licht immer ruhrender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glucklich der zu nennen, der darnac mit Eifer trachtet, und die Luſt der Welt verachtet!n 12 Cwerbtes Herz zur Heiligung geneſen, Chriſt, 3 142 ſo verſäume nicht, das Wort des Herrn zu leſen; beden⸗ ke, daß dies Wort das Heil der ganzen Welt, den Rath der Seligkeit, den Geiſt, aus Gott enthält. 2. Merk auf, als ob d Gott, dein Gott, gerafen hätte; merk auf, als ob er ſelbſt zu dir vom Himmel redte! So ließ, mit Ehr⸗ furcht ließ„ mit Luſt und mit Vertraun, und mit dem frommen Ernſt, dich zu erbaun. 3. Sprich fromm: o Gott, vor dem ich meine Haͤnde fal⸗ te, gib, daß ich dein Gebot fur dein Wort ewig halte, und laß mich deinen Rath empfindungsvoll verſtehn, die Wunder am Geſetz, am Wort vom Kreuze ſehn! 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht irren laſſen. Ließ, Chriſt, ſein heilig Buch, lie eß oftz du wirſt es faſſen, ſo viel dein Heil verlangt. Gott iſts, der Weisheit gibt, wenn man ſie redlich ſucht,. und aus Gewiſſen liebt. 5. Ließ, frei von Peiden⸗ ſchaft und ledig von Geſchaͤf⸗ ten, und ſammle deinen Geiſt mit allen ſeinen Kräf⸗ ten. Der beſte Theil des Tags, des Morgens Heiter⸗ keit, und dann der Tag des Herrn, der ſei der Schrift geweiht! Gott Werke und Wohlthaten Gottes. 6. Rührt dich ein ſtarker Spruch: ſo ruf ihn, dir zum Glücke, des Tags oft in dein Herz, im Stillen oft zurücke: empfinde ſeinen Geiſt, und ſtärke dich durch ihn, zum wahren Edelmuth, das Gute zu vollziehn. Um tugendhaft zu ſeyn, dazu ſind wir auf Erden. Thu, was die Schrift gebeut; dann wirſt du inne werden, die Lehre ſei von Gott, die dir verkündigt iſt, und dann das Wort perſtehn, dem du gehorſam biſt. 8. Sprichr ſie geheimniß⸗ voll; ſo laß dich dies nicht ſchrecken. Ein endlicher Ver⸗ ſtand kann Gott nie ganz entdecken, Gott bleibt un⸗ endlich hoch. Wenn er ſich dir erklärt, ſo glaube, was er ſpricht, nicht was dein Witz begehrt.— 9. Sich ſeines ſchwachen Lichts bei Gottes Licht nicht ſchämen, iſt Ruhm; und die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott ſich of⸗ fenbaret, iſt der Geſchöpfe Pflicht; und weiſe Demuth iſts, das glauben, wo Gott ſpricht. 10. Drum laß dich from⸗ mer Chriſt, durch keinen Zweifel kränken. Hier biſt du Kind, Gott mtehr Licht dir ſchen⸗ ken. Dort wächſt mit dei⸗ nem Glück dein Licht in Ewigkeit⸗ dort iſt die Zeit des doch dort wird zes Schaun Glauben zeit 4 NMerehre etuſ und fälheien: tl haand, der ſeht, leiten. der beſſun Schrift t gerwii latgend den Dunkeljet 1, Halt ſe Pett, eg it de Endn. und wi batiſ d dein o nel werden. Ve ſchgroß des Spott. Die d ſhmaht, Keit Vot aug Gat Ma. Vn 1 dl. jasGn unt Jendhaf zuſen hur auf En Boſ ffrti, denn 5 e ene S 18 ſie geheimn ſ6* dich dies nich 1* endlicher Ver „a Gett nie gem d hott bleiht m⸗ ch. Wenn er ſch kla o glaube, wa rich nicktt was den begr=. S innes ſchwaten bm tttes Licht mit ſen Ruhunt; und d unfſt= dann gefanzu en, rxan Gott ſich df ren der Geſcho t;te weiſe Dema dare uben, wo Gon b . — laß inh an dürch kenen enken. Hier hi nd och dort wid icht dir ſchen b d. wächſt mit der dein lict i „Irt iſt die Zt ei n ſſ dd Heiligung. des Schaun's, und hier des Glaubens Zeit. 11. Verehre ſtets die Schrift; und ſiehſt du Dun⸗ kelheiten: ſo laß dich deinen Freund, der mehr als du ſteht, leiten. Ein forſchen⸗ der Verſtand, der ſich der Schrift geweiht, ein heilver⸗ langend Herz hebt manche Dunkelheit. 12. Halt feſt an Gottes Wort; es iſt dein Gluck auf Erden, und wird, ſo wahr Gott iſt, dein Glück im Him⸗ mel werden. Verachte chriſt⸗ lichgroß des Bibelfeindes Spott. Die Lehre, die er ſchmäht, bleibt doch das Wort aus Gott. Mel. Vom Himmel hoch, da 2 ott, heilig ſei 203 G dein Rams und Recht dem ganzen menſchli⸗ chen Geſchlecht! Dich bete, wer dich denken kann, im Geiſt und in der Wahrheit an! b 2. Verbreite deines Wor⸗ tes Schall, wie deine Werke, überall, daß Alle lernen, wer du ſeiſt: der reinſte, aller⸗ höchſte Geiſt. 3. Durch Jeſum Chriſt, den du geſandt, werd immer mehr der Welt bekannt, daß du, Gott, unſer Vater biſt, 4. Lehr uns, die deinen Rath verſtehn, gehorſam und er der Völker Heiland 143 deine Wege gehn. Durch deines Geiſtes Licht und Kraft mach weiſe uns und tugend 5. Durch Wahrheit daͤmpfe jeden Wahn; erleucht uns Allen unſre Bahn; das La⸗ ſter tilg aus unſrer Bruſt und tödt' in uns die böſe Luſt.„ 6. So preiſet deine ChrixX. ſtenheit, Herr, deinen Na⸗ men in der Zeit; ſie iſt und bleibt dein Eigenthum, und ihre Thaten ſind dein Rhum. 7. Du ſättigſt ſie mit Se⸗ ligkeit von nun an bis in Ewigkeit, und ewig iſt ihr frommer Dank, Herr, dei⸗ nes Namens Lobgeſang. Mel. Ach Gott und Herr 26(„FKott iſt mein Hort, 2046G und auf ſei Wort ſoll meine Seele trauen! Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. 721 2. Dein Wort iſt wahr; laß immerdar mich ſeine Kräfte ſchmecken. Laß kei⸗ nen Sport, o Herr, mein Gott, mich von dem Glau⸗ ben ſchrecken 3. Wo hätt' ich Licht, wo⸗ fern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne ſie verſtünd ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unſterblichkeit und Leben; daß dieſe Zeit zur —“ — 144 zur Ewigkeit mir ſei von dir gegeben. 5. Den ew'gen Rath, die Miſſethat der Sünder zu ver⸗ ſühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erſchienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu' und Schmerz der Suͤn⸗ den nicht verzagen; nein, du verzeihſt, lehrſt meinen Geiſt im Glauben: Vater! ſagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, iſt meines Heils Geſchafte! Durch meine Müh vermag ichs nie; dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unſer Hort, laß dieſes Wort mir Licht und Freude geben! Es ſei mein Theil, es ſei mein Heil und Kraft zum ew'gen Leben! Mel. Freu dich ſehr, o meine 0 ott, durch den 205 G wir ſind und leben, deine Güte ſei ge⸗ preiſt, daß du uns dein Wort gegeben, das zum Heil uns unterweiſt, das uns unſre Pflichten lehrt, warnt, er⸗ mahnet, ſtraft, bekehrt, und wenn uns ein Leiden druͤ⸗ cket, uns mit reichem Troſt erquicket. 2. Gib, daß wir es innig lieben; ernſtlich ohne Heu⸗ chelſchein, das darin Befohl⸗ ne üben: und nicht bloße Hoͤrer ſeyn; denn, wer dei⸗ nen Willen weiß, und ihn doch nicht thut mit Fleiß, Werke und Wohlthaten Gottes. der iſt arger als die Heiden und muß doppelt Strafe leiden. 3. Darum präge deine Leh⸗ ren tief in unſre Seelen ein; laß ſie uns mit Nutzen hö⸗ ren, und derſelben Thäter ſeyn; treib uns dadurch kräf⸗ tig an, daß wir dich vor jedermann froh bekennen, kindlich lieben, und mit Sün⸗ den nicht betrüben. 4. In der Seele Finſter⸗ niſſen ſei dein Wort uns ſtets ein Licht! Laß uns Troſt dar⸗ aus genießen, wenn es uns an Troſt gebricht! Es ver⸗ ſüß' uns jede Noth; es er⸗ erquick uns auch im Tod durch die Hoffnung, ganz zu ſchau⸗ en, was wir deiner Wahr⸗ heit trauen. Mel. Schwing dich auf, zu G 8 er du ſelbſt die 206 D Wayrheit biſt, Gott, zu dem ich ſinge, Gott, den kein Verſtand ermißt, Urſprung aller Dinge: alle Weisheit kommt von dir zu den Menſchenkindern; ſie er⸗ leuchtet uns, wenn wir ſelbſt ihr Licht nicht hindern. 2. Vorurtheil und Fin⸗ ſterniß füllen unſre Seelen; unſer Blick iſt ungewiß, un⸗ ſre Schlüſſe fehlen: aber dein Verſtand weicht nicht von der lautern Wahrheit. Was du denkeſt, das iſt Licht, Richtigkeit und Klarheit. 3. Wirf dich, ſterbliches Ge⸗ lara en ürs hret. 14. Gott, n Wort verptich muß geſcehen, hung kann nun wetüſeneten. ſende nicht ſchon, un waren, dei deinen Lohn, dir afaften? 73 Seele, wol Gott zuverſicht Soll der Leich Spotl deinen; ben? Die die gebaut, kam luͤgen? Kann ihr vertaut, zer krügen? 6 Ed un h ergeten, Gutt, witd bleiten. iie es ſcmahen richt verteiben Staub vor dir, Reten. Du lutn ihr u emporn. M als di.. b dm aus die Heide den. doppelt Stti 2 21 11 hrigedemet deine 1. YE t Seele finſn en ſen i Wort uns ſi licht R ß uns Troſt d ger en, wenn esm Tron bricht! Es de umf e Noth; es wich= uch im Tod dm Hoſ-, ganz zu ſch „we ir deiner Wah t tr= b Rel. ing dich auf, ſ ) 1b Ne du ſelbſt 6 Wahrheithi tt, mich ſinge, Elt ke Lerſtand ermi pru ller Dinge: u isdt imt von di MHenkindem; ſit btelmm, wenn wir ſii Licht aht hindem. a utheil und fi niß i=in unſre Serlat r iſt ungewiß, n Sr Je fehlen: t und weicht nit R utern Watia dz keſt, das iſ lit tiigtAund Klarheit = dich, ſirtbli 9 Geſchlecht, dankbar ihm zu Füßen! Seine Wahrheit und ſein Recht laͤſſet er dich wiſ⸗ ſen. Weit erſchallt das Wort des Herrn, das die Welt be⸗ kehret; glaubt es freudig, folgt ihm gern, Völker, die ihrs höret! 4. Gott, was uns dein Wort verſpricht, wird und muß geſchehen; deine Dro⸗ hung kann auch nicht leer vorübergehen. Haben Tau⸗ ſende nicht ſchon, welche vor uns waren, deine Strafen, deinen Lohn, dir zum Ruhm erfahren? 5. Seele, wollteſt du nicht Gott zuverſichtlich glauben? Soll der Leichtſinn, ſoll der Spott deinen Troſt dir rau⸗ ben? Die die Himmel auf⸗ gebaut, kann die Wahrheit lügen? Kann ſie den, der ihr vertraut, heuchleriſch be⸗ trügen? 6. Erd' und Himmel wird vergehen; Gott, dein Wort wird bleiben. Laſterhafte, die es ſchmähen, werdens nicht vertreiben. Koͤnige ſind Staub vor dir, ſie mit ihren Heeren. Du im Himmel lacheſt ihr, wann ſie ſich empören. 7. Du biſt Wahrheit! Ewig ſoll mich von dir nichts tren⸗ nen, mich die Welt, von Argliſt voll, nicht erſchüttern können. Muß ich hier gleich um dein Wort Schmach und Trübſal leiden, ſo belohnſt Heiligung ſoll heilig ſeyn. K du mirs doch dort, Gott, mit Ehr und Freuden. Geſetz. In eigener Melodie. 55a) Jraie gut, wie 207 heilig iſt, was Gott den Kindern Abra⸗ hams gebot! Verehre keinen Gott, als mich: mich liebe, mir vertraue dich. So ſprach der Herr! 2. Mißbrauche meinen Na⸗ men nicht. Weh dem, der laͤſternd von mir ſpricht! Mit Ehrfurcht nenn den Schöp⸗ fer nur, und halte redlich deinen Schwur. Das will dein Gott! 4 3. Stets heilig ſei mein Sabath dir: dein Knecht auch ruh und weih ihn mir Da ſtärke dich zu dem Beruf, zu dem dich meine Gute ſchuf. Das will dein Gott. 4. Ehr deinen Vater, ehre ſte die dich gebahr, und ſaͤu⸗ me nie, den Aeltern liebreich wohl zu thun; dann wird auf dir mein Segen ruhn. Das will dein Gottt 5. Du ſollſt nicht tödten; ſollſt dich ſcheun vor Zorn und Haß; die Rach' iſt mein. Wem ich die Sund erlaſſen ſoll, der thu auch ſeinen Fein⸗ den wohl. Das will dein Gott!„ 6. Die Ehe halte keuſch und rein: auch ſelbſt dein Herz Dein Leib und 146 und Geiſt ſei mir geweiht; dein Ruhm ſei Zucht und Maͤßigkeit. Gott! 7. Mit Unrecht nehre nicht dein Gut. Der Fluch Et den, der Unrecht thut. Be⸗ truͤge mie, und wuchre nicht. Den Armen zu erfreun, iſt Pflicht. Daͤs will Gott! 1 8. Du ſollſt kein fal ſcher Zeuge ſeyn; ſollſt Lügen und Verlaumdung ſcheun. Des Nachſten Unſchuld rette du, und ſeine Fehler deckt zu. Daß will dein Gott!“ 9. Des Nächſten Haus be⸗ gehre nis, auch nicht ſein Weib, Geſt nd noch Vieh. Wenn: meine Huld auch ihn erfreut, gönn ihm ſein Glück, und flieh den Neid. Das will dein Gott! 101 Und wiſſtes: eifrig iſt der Herr; die Uebertretung ſtrafet er, doch lohnt er auch dem treuen Knecht bis in das taufendſte Geſchlecht. Drum folg ihm trei. miee e de Jeſum hat be⸗ Golt, was er durch Moſe einſt gebot. Von gan⸗ zem Herzen liebe mich, und deinen Nachſten gleich als dich. So ſprach der Herr! 12. Dieß, Chriſten, kaßt zu aller Zeit erfüllen n mit Freudigkeit⸗ erfüllen⸗ treu bis in den Tad, was Gott aus Liebe nur Febvri er ſei gelobt! Das will dein dein Werke und Wohlthaten Gottes. Mel. Putnos, 8 Seatätt zur 1 Se9s. esih Vibe libevol⸗ vertran, üllein Se ſäe und liebe, auf Menſchenhuͤlf al⸗ lein nicht bau, in deiner Furcht mich ude, daß Bei⸗ fall, Lob und Menfe chengunſt, Gewalk, Pracht, Reichthum, Witz uſd Künſt mir nicht zum Abgottwerde. 3. Hilf, daß ich redlich mich bemuh, dich, VPater, zu erkennen; und laß mich deinen Namen nie ohn Ehr⸗ erbietung nennen. Gott, unvergeßlich ſei es mir, was ich in meiner Taufe dir f feierlich verſprochen. 41. 4. Am Tag dexr dir, geweih⸗ ten Ruh!„laß mich, Gott, mit den Deinen in der Ver ſammlung, ſo wie du be⸗ fiehlſt, vor dir erſcheinen: dann deiner im Geber mich freun, ein Hoͤrer deines Wortes ſeyn, und, wie ich ſoll, ein Thaͤter. b 5. Gib, daß ich Aeltern, Obrigkeit lund Lehrer ehr und liebe, ſie nie durch Wider⸗ ſetzlichteit und boͤſes Herz betrüͤbe; vielmehr für ihre Sorg' und Treu⸗ erkeimtlich un 8 15 uin — — = — — — 2——— — 5. 2—— 2 —— 21 .— 8. 4. — 5——— *— 3= 5 —— 4—— A — 2. —— 4 — 3 —.—. 2— 3 ——. —— 4— — =é — — * *— 4 2 — 2* — — — — Beiligung. 1³7 und gehorſam ſei, und dei⸗ doch laß mich auch das größte nen Segen erbe.(Gut, ein ruhig Herz und 26. de daß ich nie ntit frohen Muth und deine Gna⸗ bitterm Sinn, Haß, Rach' de haben. und Feindſchaft uͤbe, und 11. Wie gern möcht' ich, wenn ſch auch heleidigt bin, o Herr, mein Gott, nach verzeih und Feinde liehe deinem heil'gen Willen, wie und jedem gönne, was er gern mocht ich ganz dein hat, und Alle ſegne, mit der Gebot, daß du mir gabſt, That gern jedem Menſchen erfüllen: allein du weißt, diene. was mir gebricht; ich Schwa⸗ 17. Laß mich, wie du ge⸗ cher, ich vermag es nicht boten haſt, unkeuſche Werke aus meinen eignen Kräften. meiden. Unreinigkeit iſt dir. 12. Drum gih du mir verhaßt; auf Wolluſt folgen von deinem Thron, Gott Leiden. Schaff du in mir Vater, Gnad, und Stärke, ein reines Herz, das Ueppig⸗ daß ich, o Jeſu, Gottes keit und frechen Scherz ſich Sohn, ſtets auf dein Vor⸗ nimmermehr erlaube. bild merke! O heil'ger Geiſt, 8. Gih, Herr, daß ich mich hilf mir, daß ich Gott uͤber redlich naͤhr, und böͤſer Rän⸗ Alles, und, wie mich, auch ke ſchäme, mein Herz vom meinen Nächſten liebe., Geiz und lünrecht fehr, durh Macht und Liſt nicht nehme; ee e daß ich nie Fleiß und Arbeit E vg n ge li u m. ſcheu, wohlthatig und zufriz den d, nch fani und nict Kar Ze, Rage Srän⸗ verſchwendriſch 0 Nort aus Got⸗ 19. Silſg daß ich meines 208 Wtes Mande, Nächſten Ehr, zu retten mich Wort vom Friedensbunde, befleiße, das, was ich kann, Evangelium! Quelle wahrer zum Beſten kehr, doch Bö⸗ Troſt in allen L ſes nicht gut heiße; ſtets zeige Treu und Redlichkeit, und Abſchen trage jederzeit an Falſchheit, Schmähn und Lügen e nicht hegehren: das gher, was mir nöthig iſt, wollſt du mir, Goft? gewaͤhren, 2 4 14⁸ Daß ſein Eid ihn nicht ge⸗ reut, rühmen wir; in Jeſu Namen wird er Ja und Amen. 3. Alles iſt vollendet; Gott hat den geſendet, der ver⸗ heißen war. Jeſus hat ſein Leben für uns dargegeben, willig gab ers dar. Ja, er hat des Höchſten Rath ganz vollbracht zu ſeiner Ehre. O erwünſchte Lehre! 4. Da uns Strafen droh⸗ ten, riefen ſeine Boten: Hei⸗ ligt euch und glaubt! Gott will euch vergeben; ewig ſollt ihr leben, wenn ihr Jeſu glaubt! Seine Huld tilgt eure Schuld; nur müßt ihr die Sünden haſſen, Muth zur Tugend faſſen! 5. Jeſu„ voll Vertrauen will ich auf dich bauen und in dir mich freun, dir nur will ich leben, dir mich ganz ergeben, ewig treu dir ſeyn. So werd' ich auch einſt durch dich, o mein Heiland, ſelig ſterben, und den Himmel erben! Die heilige chriſtliche Kirche. In eigener Melodie. 2 09 Ebalt uns, Herr, bei deinem Wort; den finſtern Irr⸗ thum treibe fort; bewahr uns vor Gewiſſ enszwang, ſo preiſt dich unſer Lobgeſang! Werke und Wohlthaten Gottes 2. Die Völker ſei'n dir unterthan! Es weiche fal⸗ ſcher Lehre Wahn vor deiner Wahrheit klarem Licht! Ge⸗ walt hilft dem Gewiſſen nicht. 3. Die Herrſchſucht, die den fremden Knecht, er glau⸗ be falſch, er glaube recht, gewaltſam zieht vor's Rich⸗ teramt, bleib unter unſerm Volk verdammt! 4. Nur geiſtlich ſei der Wahrheit Krieg! Gib wider Irrthum ihr den Sieg. Durch Gründe ſieg ſie und Beweis, und durch des from⸗ men Beiſpiels Fleiß. 5. Wir gehn in Dämm'⸗ rung, irren bald! Die Weis⸗ heit übet nicht Gewalt. Laß Fried und Duldung allge⸗ mein, nicht mächtig die Ver⸗ folger ſeyn! 6. Der Scepter übe Bil⸗ ligkeit, verbiete nicht der Gründe Streit! Wer fried⸗ ſam iſt, nicht Laſter lehrt, deß ſtört. Zerbrich des Zwanges hartes Joch: die freie Wahr⸗ heit ſieget doch. Sie mache uns von Irrthum frei und von der Sünde Selaverei! Am Reformationsfeſte. Mel. Allein Gott in der Hoͤh' 21 00 a Mezdir Herr, denken wir, erfreut an unſrer Väter Glau⸗ Freiheit bleibe unge⸗ Glauben. Der ſch kühr zum larun. der Wel ſ türr kämpf getärt 4, Alma dich; ſie kam ſegten. 2. Dein 1 nen Schwerd Schut, Heeres gen, Lang war eingeflt, der mnzahen: ſie br zer an das licht en Gefahren nic ten heldenmüthi In eigenet; 3. Kin iſt unſer Go Wehr u Wa uns fre aus all uns jett hat b alt biſe Fein, rrs jest meint, und viel k ſ füſung i auf ties gie 4. Mit unſre tichts üen 1 dald ver oren! E uns der rechte T ſottes 3— — Herrſ en f rn Kn ſchſa 1,4 = gehn in Dam ung, A bald! Die Me eit icht Gewalt. riedte d Duldung dh tein ryt mächtig dieh dgemell b.* Scepter übe ¹ gkei erbiete nich rüt— SStreit! Werffi im nicht Laſter lät brich des Jom rte=ch: die freie G it= doch. Sieni t Irrthum ftii n n r= Sünde Sclaun In AMoormationsſtht V 1. An Gott in dr E V denken 3 unſrer Lu 1t an Glal 8t deit bleihe m Heiligung. 149 Glauben. Der Feind erhob ſich kühn zum Streit, dein Wort der Welt zu rauben ſie aber kämpften ritterlich, geſtärkt, Allmäͤchtiger! durch dich; ſie kämpften und ſie ſitegten.. 2. Dein Wort war ih⸗ nen Schwerd und Schild, Schutz, Heereskraft und Bo⸗ gen. Lang war's in Dunkel eingehüllt, der Chriſtenwelt entzogen: ſie brachtens wie⸗ der an das Licht, und achte⸗ ten Gefahren nicht, ſie ſan⸗ gen heldenmüthig: es ſoll uns doch gelingen. Der Furſt dieſer Welt, wie ſau'r er ſich ſtellt, thut er uns doch nichts; das macht, er iſt gericht; ein Woͤrtlein kann ihn fäͤllen. 6. Das Wort ſie ſollen laſ⸗ ſen ſtahn, und kein Dank dazu haben; er iſt bei uns wohl auf dem Plan, mit ſeinem Geiſt und Gaben. Nehm'n ſie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin, ſie haben's kein Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben.⸗ In eigener Melodie. Mel. O Gott, du frommer Gott, 3.„Ein' feſte Burg 7. So ſangen ſie: und iſt unſer Gott, ein' gute weit erſchollen ihre Lieder: Wehr und Waffen; er hilft die Völker kehrten froh zum uns frei aus aller Noth, die freien Glauben wieder. Der uns jetzt hat betroffen; der Aberglaube floh, es wich die alt böſe Feind, mit Ernſt duſtre Nacht, das Evange⸗ ers jetzt meint, groß Macht lium ward an das Licht ge⸗ und viel Liſt ſein grauſam bracht. Rüſtung iſt: auf Erd iſt nicht 8. ſein's Gleichen. 4. Mit unſrer Macht iſt nichts gethan, wir ſind gar bald verloren! Es ſtreit't für Triumph! die Wahr⸗ heit ſiegt! Gott war mit ih⸗ ren Streitern! Gott iſt und bleibt mit ihr; er wird ihr Reich erweitern. Auf! die uns der rechte Mann, den ihr ſie erkennt, und dankbar Gott ſelbſt hat erkohren. ſie verehrt, auf! haltet feſt Fragſt du: wer er iſt? Er an ihr! Sie ſei uns ewig hecßi Jeſus Chriſt, der Herr werth! 38 Zebaoth, und iſt kein andrer Mel. Set Los und Ehr dem Gott; das Feld muß er be⸗ halten. O9O4 710b) Jein Volk, o 5. Und wenn die Welt voll 2 1 0 O Herr, ſingt frohen Dank zu deines Na⸗ mens Ehre. Es ſtimm auch un⸗ Teufel war, und wollten uns verſchlingen; ſo fürch⸗ ſer Lobgeſang in alle heil'gen u Chöre ten wir uns nicht ſo ſehr; 1 1 1 als tauſend haſt, trotz aller Feinde Macht, bracht. 150— Werke und 8 Wh lhaten Gottes. Ehöre,„ ie hent in deinem Heiligthum, zu deines gro⸗ ßen Namens Ruhm, dir Ju⸗ bellieder ſingen. 3* 2. Dies iſt ein Tag, von dir gemachſt. Von dir, Herr, iſts geſchehſen, daß wir, frei von des Jrrthums Nacht, das Licht der Wahrheit ſehen, daß wir, von Menſchentand befreit, dich, wie dein eignes Wort gebeut, vernünftig eh⸗ n rordutns 1260 O welche Wohlthat, Gorr, iſt dies, was uns iſt widerfahren! Es lag dein Wort in Finſterniß ſeit mehr Jahren. Du es wieder an das Licht ge⸗ ſer Gnade. 4. Du läßeſt hier im Hei⸗ ligthum dein lautes Wort uns hören, zu unſerm Heil, zu deinem Ruhm läßt du es Freichlich lehren. „Häuſern iſt es auch zu un⸗ ſerm täglichen Gebrauch. Lehrdieſes⸗ Glück uns ſchäͤtzen. 5. In unſern Schulen bil⸗ det man Verſtand und Herz der Jugend. Man führt nach odeinem Wort ſie an zur Weisheit und zur Tugend. „Das Anſehn unſrer Obrig⸗ keit bleibt ungekrankt; und 1 Sicherheit und Ruh⸗ und Ordnung herrſchen. 6. So können wir bei dei⸗ nem Licht ein frohes Leben fuͤhren, wenn wir nach un⸗ Wir freun uns die⸗ In unſern fens Wandels Pache nur da ne Lehre zieren. Und bricht einſt unſer Tod herein; ſo ſpricht dein Geiſt den Troſt uns einz von nun an ſeyd 4hr. ſelig.— „So gläskllc 1 gemacht v 3 Workee Lehre. Dir, Hexr, ſei ewig Dank gebracht, dir Ruhm und Preis und Ehre! Dir jguchzet unſer Hexz und Mund. Es mach⸗ auch unſer Leben kund, daß wir dich dankbar preiſen! 8 Mel. Chriſtus, de d mein 21 1½ Iich. bleib mit dei⸗ aner Gnade bei uns, Herr Jeſu Chriſt! da⸗ mit kein Feind uns ſchade mit ſeiner Macht und Liſt. 2. Entzieh uns deine Leh⸗ re, das Wort der Wahrheit nicht. Durch ihre Kraft ge⸗ waͤhre uns immer Troſt und Licht. 3. Laß deinen Geiſt uns treiben, daß wir von Irr⸗ thum frei, bei deiner Rede bleiben, dir gkolgſam,„ dir getreu.. 4 Komm uns mit Kraft entgegen, hilf unſrer Schwach⸗ heit auf, und ſtaͤrke das Ver⸗ 1 mögen zum erſten Tugend⸗ 5. Hilt dng, die Luſte daͤm⸗ Wbelt und ſhren Kaos be⸗ Held. pfen, hilf uns den Reiz der naue Hei, in Neli 9 8 4 1 21 ſ 8n ni 8us,— ut ſe= acht und 6 4 24un uns deine ort der Wait — e 3.= delnan g 1 teibe aß wir. pen zum, bel deine leibe— dir folgſan, etret Sbin uINI 4 nn Äns uh 1 11 eit g— ind. ſarke de g Er 1 erſeen Tif uf n teu 1 64 12), ihren ur 1? du ſi duuie eld 3 — Jeſ Sen— it eind uns 3 ſch 6. Ja bleib mit deiner Treue bei uns, Herr, unſer Dekei ierin ei verleihe, „en wEin⸗ 8 Purs ute 0 Gerxrr, deine Kir⸗ „L= che danket dir! noch wohſ dein Wort im Lande! Von deiner Gnade haben wir uich deinen Geiſt zum Pfand e. Kommt ſte in Befahr durch der Feinde Schaar: dann, Jeſu Chriſt, beſiege Macht und Liſt, und herrſch in jedem Lande! 2, Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie, uns, deines Leibes Glieder. Huf deiner Kirch, und ſchütze ſie; denn wir ſind deine Bruder. Sie, die dir vertraut, haſt du ſelbſt erbaut Ach, erhalt ſie rein; und die den Bund ent⸗ weihn die hellige dir wieder. 3. Eins iſts, was deine Treuen kränkt: daß unter deinen Chriſten noch man⸗ cher deiner nicht gedenkt, etereſa von ſeinen Lüſten. Vieler Glaub' iſt ſchwach, kalt die Lieb', und, ach, ſie bedenken nicht: es wart“ ein ſchwer Gericht auf träge, ſichte Chriſten. 4. Und du, Jeſu biſt ounſt treuf Ach, daß wir fröm⸗ mer waren! Mach alle Her⸗ zen rein und neu, laß alle ſich bekehren. Gib uns Wiſ⸗ ſenſchaft, Glaube) Lieb' und gibi Entſchluß und. 5 Kraft, Heiligung. 151 Muth, zu wagen Ehr' und Blut zum Preiſe deiner Leh⸗ ren. 99 8 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord, erhalt uns Ruh' und Frieden. Laß uns, geſtarket durch dein Wort, im Guten nie ermüden. Ma⸗ che leicht, was drückt, gib uns, was beglückt. Nach dey Prufungszeit ruf uns zur Seligkeit, zu deines: Him⸗ mels Freuden.. 6. Herr, deine Kirche ſtreitet noch: hilf deiner Kir⸗ che ſiegen! Wie ſchwer ihr Kampf iſt: müſſe doch kein Kämpfer unterliegen! Höor' ihr kindlich Flehn. Eil', ihr beizuſtehn, daß ſie ſtandhaft ſei, ſtets deiner Wahrheit treu. Hilf deiner Kirche ſie gen! n Nel. Herzitebſter; Jelun 213 Ei9, Jelu, beſtehen, und Erd' und Him⸗ mel werden eh' vergehen, eh' eine Macht das Reich, das du Serichteeß emals vernich⸗ tet. 2. Immer Moch ſammelſt du dir auf der Erden Men⸗ ſchen, die willig dir gehor⸗ ſam werden und deinen Frie⸗ den hier ſchon im Grwiſſen fröhlich genießen. 32 3. Reitzt blendende Ver⸗ ſuchung ſie zu Sunden, biſt di ihr Beiſtand und hilfſt idenwindem Nichts wird 152 Werke und Wohlthaten Gottes. ſie jemals deiner Hut ent⸗ reißen. Du haſts verheißen. 4. Wohl Allen denen, die dir, Jeſu, traun! Was ſie dir glauben, wird ihr Aug' einſt ſchaun, dich, und die Freuden, womit du belohneſt da, wo du throneſt. 3. Dann ſchallen froͤhlich von der deinen Menge dir, unſerm Haupte, höh're Lob⸗ geſaͤnge, wenn einſt dein Volk, das hier dein Geiſt regieret, dort triumphiret. Mel. Erſchienen iſt der 34(Lobſinget Gott! 2 14 L s ſeine Machtt vertrieb des Aber⸗ glaubens Nacht. Uns deckte bange Finſterniß; der Herr wars, der uns ihr entriß. Lobſinget ihm! 2. Verdunkelt war der Wahrheit Licht; ſelbſt Chri⸗ ſtenlehrer ſahn es nicht. Aus Unterricht ward Glaubens⸗ zwang; in harte Sklaverei verſank das Volk des Herrn. 3. Wie tobte der Verfol⸗ ger Wuth! Wie ſtrömte treu⸗ er Chriſten Blut! Und ihre Würger rühmten doch ſich ihrer Gottesliebe noch. O welch ein Wahn! 4. Gott kam und ſtand der Kirche bei; da wurden die Gewiſſen frei; da ſchwanden Aberglaub' und Wahn. Das hat der Herr, der Herr ge⸗ than. Singt, ſingt, ihm Dank! 5. Vereint nun, Chriſten, jederzeit mit Wahrheitsſinn Verträglichkeit. Die Liebe ſei der Kirche Zier. Dann ſieget ſie; Gott iſt mit ihr: er iſt ihr Schutz. 6. Und wenn auch ſeines Wortes Licht nicht gleich durch alle Nebel bricht, und Spötter ſtolz die Wahrheit ſchmähn; verzaget nicht! ſie wird be⸗ ſtehn; ſie iſt von Gott. Schaut auf zur Sonne; ſie erhellt nicht gleich den gan⸗ zen Raum der Welt. Laßt, Chriſten, unſers Lichts uns freun, und Gott durch Tha⸗ ten dankbar ſeyn, wie er ſie liebt. 8. Lobſingt, lobſingt dem Herrn, und freut voll Hoff⸗ nung euch der Ewigkeit! Dort wird nur Liebe, dort allein ein Hirt und eine Heer⸗ de ſeyn. Lobſingt dem Herrn! Mel. Herzliebſter Jeſu! 9 215 Lns doch o Jeſu, — laß dein Reich auf 89, nie unterdrücket, ſtets erweitert werden! Gib allen Menſchen deiner Leiden wegen, Licht, Heil und Se⸗ gen! 2. Erleuchte ſie, daß ſie dich recht erkennen. und glaubensvoll dich ihren Hei⸗ land nennen! O lehre ſie mit Eifer deinen Willen ſchon hier erfüllen 3. Laß ſie die Schrift mit frommer Achtung ehren; denn ſie enthalt der wahren Wei b Weisbei keſr dieſe ſaht man 6e 1 den Weg 4 7c, ſteur Tberdeiner e den Irthum, zreunde! Gid. fen, und dem de dntn 5, Sei duit gen—— ſeltt ihr ſchafe ſen! Erhehe tr ſe kunner nied auc wieder hen,, ſchi ig vot der kif iis du von ihr wirſt erloſen, Kreſſe det ver men frohlocken Jn voriger 216S: dir ſch nennen Nfu, vur der ken. Laß dein wie du ſ ſelbſt tichs V eentreiß daß dei erzekündgrr dr iege herr . Die i 4 he Zier. d 6. Uzenn auch ſer korteſt a Inicht ſeg NezA wchkgleihte 6 d 3 4 von Gott „ tauf zur Eune erhelta it gleich den gu Ra mer Welt. da niſten: ſſers eichts w un, ie Gott durch Th daſ g Gſeyn, wie er dt. — 8 errn freut voll hf ug der Ewigin ort[*n nur Liebe, za ein rirt und eine ha ſeyt s ſingt dem Hem — A rzliebſter Jeſul n doch og „laß dein Nah⸗ E= nie unterdrih 6ch eert werden! 9 n 9 ahen deiner kein gen— t, Heil undg 1 .S ahte ſie, daß j 1ee erkeunen, m be 4 dich ihren hi nn! O letre Fiſt men Wilen ſtn e 2* 4 e die Schrit Achtung eie thaͤlt der 1 WabAr : Wahrheinſn — R, lobſingt i Weisheit Lehren; und ohne dieſe ſucht man doch verge⸗ bens den Weg des Lebens. 4. Ach, ſteure Herr, dem Toben deiner Feinde, und vor dem Irrthum, warne deine Freunde! Gib, daß ſie prü⸗ fen, und dem Aberglauben die Herrſchaft rauben. 5. Sei du ihr Licht in ban⸗ gen Finſterniſſen, und wecke ſelbſt ihr ſchlafendes Gewiſ⸗ ſen! Erhebe tröſtend, ſchlägt ſte Kummer nieder, ihr Herz auch wieder! 6. Herr, ſchütz uns mach⸗ tig vor der Liſt der Böſen, bis du von ihnen ganz uns wirſt erlöſen, und wir zum Kreiſe der verklärten From⸗ men frohlockend kommen. In voriger Melodie. 504 Scjcchütze die Dei⸗ 2 1 6 S nen, die nach dir ſich nennen, und dich, o Jeſu, vor der Welt beken⸗ nen. Laß deinen Händen, wie du ſelbſt verheißen, nichts ſie entreißen. 2. Laß deine Wahrheit rein verkuͤndigt werden; mach ihre Siege herrlicher auf Er⸗ den. Gib Muth und Weis⸗ heit denen, die ſie lehren, dein Reich zu mehren. 3. Du haſt noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen, führe die Deinen, wie du ſelbſt verſprochen, führe ſie endlich aus dem Kampf hie⸗ nieden zum ewe'gen Frieden. Heiligung. 153 4. Ewig, o Heiland, ſey dein Nam' erhoben! Ewig frohlockend müſſe dich einſt loben, o du Beſchirmer dei⸗ ner ſchwachen Heerde, Him⸗ mel und Erde Mel. Ein' feſte Burg iſt 3 17 Wenn Chriſtus -17 ☛ ſeine Kirche ſchützt, ſo mag die Hölle wuͤ⸗ then; er, der zur Rechten Got⸗ tes ſitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er iſt mit Hülfe nah; wenn er gebeut, ſtehts da. Er ſchützet ſeinen Ruhm, und halt daß Chriſtenthum. Mag doch die Holle wuthen. 2. Und wenn auch Fuüͤrſten auf dem Thron ſich wider ihn empören; ſtets werden ihn, des höchſten Sohn, zahlloſe Völker ehren. Sein Wort iſt wahr; nichts iſt der Großen Macht und Liſt. Wie lange währt ihr Spott? Auch ſie ſind Staub vor Gott. Sie mögen ſich emporen. 3. Der Frevler mag die Wahrheit ſchmähn; uns kann er ſie nicht rauben, Der Un⸗ chriſt mag ihr widerſtehn; wir halten feſt am Glauben. Gelobt ſei Jeſus Chriſt! Wer hier ſein Juͤnger iſt, ſein Wort von Herzen halt, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4 4. Auf, Chriſten, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erſchrecken! Der Gott, der von dem Himmel ſchaut, wird 15⁴ wird uns gewiß bedecken. Der Herr, der ſtarke Gott, haͤlt uͤber ſein Gebot, gibt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod. Was kann uns denn er⸗ ſchrecken? Mel. Gott des Himmels und 218 Heie iſts in deinem Reiche, Koͤnig der erlöſten Schaar! Jede Sinnenluſt entweiche; dennoch beutſt du Wonne dar, Wonne, die den Geiſt er⸗ höht, und dem Strom der Zeit entgeht. 2. Was ſind Rang und eit⸗ le Schatze? Was ſind Kro⸗ nen dieſer Welt? Freunde deiner Reichsgeſetze ſind einſt „Engeln zugeſellt. Edel han⸗ deln, iſt ihr Ruhm, deine Huld ihr Eigenthum. 3. Hier iſt Weisheit, hier iſt Tugend, wo dein großer Geiſt regiert, wo das Alter wo die Jugend ſich mit dei⸗ nem Sinne ziert. Selbſt der Sunder preißt ſein Gluck, 3 eilet er zu dir zurück. 4. Ja,, du herrſcheſt nicht mit Strenge; mnur von Liebe rwallt dein Herz und du lockſt der Menſchen Menge nur 8 hinweg von „Angſt und „„Schmerz. Selig„ wer dir ſeine Zeit, feinr⸗ rai⸗ ſein dees en anefele, 1 Werke und Wohlthaten Gottes. all dein Lohn. Jeder, jeder, der dich ehrt, iſt Und bleibt dir ewig werth. 6. Drohn dir gleſch die Freyler alle, rüſtet ſich der Spötter Heer; ach, ſie na⸗ hen ſich dem Falle, und dann toben ſie nicht mehr Ewig wird dein Reich beſtehn; Wahrheit kann nicht inter⸗ gehn. 7. Reiche dieſer Welt ver⸗ ſchwanden, Kronen ſanken in den Staub; aber ſeit dein Reich entſtanden„ward es nie der Zeiten Raub. Jetzt noch blickt dein Unterthan hochentzuͤckt zu dir hinan. 8. In den fernſten Him⸗ melsſtrichen glänzt, o Herr, dein mildes Licht. Thoren nur, die von dir wichen, ſehen ſeine Strahlen nicht; doch der Weiſe bleibt dir treu und du machſt ihn groß und frei. 9. Mehre ſelbſt die Zahl der Weiſen! Herr, erweitre dein Gebiet, und laß einſt auch den dich preiſen, der noch blind vor Götzen kniet! Zeig uns Allen nach der Zeit deines Neiches Herrlichkeit Heilige Taufe. (Vor der Taufe.) 4 Mel. Soit 83 gleich de 0 214 9— 6* ir 7 Go ft. ſo gern afgen⸗ 7. et, immer ſeine Huld erneuet, wei⸗ 1, Ai 8 d Gat, en 1¹ da 66 ſ befennen, 3 pyn dr treun anf der Aagen und Raheh N. Na nt un len, dir, ze wandell, ſes Kind em 68 e di Jſſegne es, h der du der da M. Lälſter⸗ 3el d. aß dies ſen; Armend en wir, und ban lat it u Er. aa Erb (Nac d NR le 225 me, ikdiee — 6 A dieſer Weitt wan* Kronen ſaß den 2 15; abet ſetſe eich 1 nden, wan e der& gen Nanb, 4 ch 9 den. Unter dchen 48 zt dir hinat 1 n fernſten he 7— Altgt, d ſh ein 1. Licht. Toen ur,'on dir wt hen ſt Strahlen nn ch— Keiſe bleibt eu 9 achſeſ ſi Me den, un 1— und laſti cch mdich preiſen,n ch b vor Göen in ig llen nach derſt ies hes Heniif 4 38 dauf en Ta üfe V hne ir Goi N. Pin h rel 1 ie Hulh 9 wechen durch die Taufe wir dißſes Kind, o Vater dir. Gib ihm Wachsthum Pnd Gedeihen,„laß es ſtets das Böſe ſcheuen, und be⸗ gluͤcke das Bemühn, es zum Himmel zu erziehn. Staͤrke küͤnftig ſeinen Gkaens laß ihm den die Welt nicht rauben; nicht den Troſt, daß es ein Chriſt, daß du, Gott, ſein Vater biſt. 4. Laß es ſtets dich froh bekennen, daß es niemand von dir trennen, niemand auf der Tugend Bahn Heil und Ruh' ihm rauben kann. Mel. Wer nur den lieben Goßt ̈c err, der du ſelb 2 20H die Tauf befoh⸗ len, dir, deſſen Treu' un⸗ wandelbar, dir ſei auch die⸗ ſes Kind empfohlen! Wir bringen es dir flehend dar: o ſegne es, Herr Jeſu Chriſt, de du der Taufe Stifter biſt! Mel. Liebſter Jeſu!. 22 1(4) err, wir ſte⸗ hen hier vor dir: laß dies Kind auf un⸗ ſern Armen dir gefallen, bit⸗ ten wir, und erzeuge dein Er⸗ wir ſind barmen, laß es hier be⸗ Himmels Erbe werden! (Nach der Taufe.) Mel Kommt, kommt, den b b 2216 Gewt zum me, iſt dieſes Kind, dir, Gott, geweiht. Erzieh es dir zum Ruhme, zur Tugend und zur Heiligung. 155 Seligkeit. Gib, daß es dei⸗ ner Liebe ſich immer dankbar freu, und durch des Geiſtes Triebe dir ſtets gehorſam ſei; daß fröhlich es dem Lohne der Treu' entgegen geh, und vor des Mittlers Throͤne ſich einſt verherrlicht ſeh i⸗ Mel. Wer nur den liehen Gott 222 Srch bin getauft A. auf deinen Na⸗ men, Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt! Ich bin Bezaͤhlt zu deinem Saamen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. O welch ein Glück ward dadurch mein Laß, Herr, mich deſſen würdig ſeyn! 2. Du haſt mich fuͤrt dein Kind erklaret, mein Vater, und ein ſelig Theil haſt du, Gohn Gottes, mir gewähret an dem von dir erworbnen Heil! Du willſt, mein Leben Gott zu weihn, Geiſt Gottes ſelbſt mein Beiſtand ſen. 3. Die Liebe iſt nicht zu ermeſſen, die du, mein Gott, mir zugewandt. O. laß mich nie die Pflicht verge en, da⸗ zu ich ſelbſt anich dir ver⸗ band, als du in deinen Bund mich nahmſt, und mir mit gluͤckt auf Erden, dort des Heil entgegen kamſt! 176 Du biſt getreiz auf deier Seite bleibt dieſer Bund ſtets feſtt ſtehn. Ja ſelbſt, wann ich ihn über⸗ ſchreite, kaßt. du dein Vater⸗ therz mich ſehn. Du⸗ Du wegeſt mein Gewiſſen an ünd lenkſt mich auf die rechte Bahn. 5.1 156 5. Ich gebe, o mein Gott, aufs neue mich ganz zu dei⸗ nem Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue, nnd bilde mich nach deinem Sinn. Weich, eitle Welt! O Sünde, weich, Gott hoöͤrt es: jetzt entſag ich euch. 6. Befeſtige dies mein Ver⸗ ſprechen, mein Vater, und bewahre mich, daß ich es nie⸗ mals möge brechen! Mein ganzes Leben preiſe dich! Gott meines Heils, ſei ewig mein, und laß mich dein auch ewig ſeyn! Mel. Liehſter Jeſu! w lun (a) ein Erlöſer, 223 M der du mich dir zum Eigenthum erkaufet; als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort ge⸗ taufet. O erwecke mich zum Flleiße, recht zu ſeyn, das was ich heiße. 2. Laß mich oft mit Acht⸗ ſamkeit meiner Taufe Bund betrachten, und nur das zu jeder Zeit für mein größtes Wohlſeyn achten, daß ich, Jeſu, deinen Willen treulich ſuche zu erfüllen! 3. Dieſer Erde Gut und Ruhm bleibt im Tode doch zurücke; nur ein wahres Chri⸗ ſtenthum folgt uns nach zum ew'gen Gluücke. Davon iſt guch, nach dem Sterben, ewig Segen zu ererben. 4. Laß mich denn, wie dirs gefällt, deinem Dienſt, Herr, ganz ergeben, und entfernt vom Sinn der Welt, als dein Werke und Wohlthaten Gottes. treuer Jünger leben, daß ich einſt auch, wann ich ſterbe, das verheißne Leben erbe! Mel. Wer nur den lieben Gott 00 2(b)Sch bin getauft 23 Nnach Jeſu Leh⸗ ren, dich, Vater, deinen Sohn und Geiſt ſo zu beken⸗ nen und zu ehren, daß Herz und Mund und That dich preißt, und dann des Glücks, ein Chriſt zu ſeyn, mich hier ſchon und einſt dort zu freun. 2. Du haſt zu deines Rei⸗ ches Erben, o treuer Vater, mich erklaͤrt; es hat die Frucht aus ſeinem Sterben dein Sohn, mein Heiland mir ge⸗ währt; und dir mein Leben ganz zu weihn, ſoll ſelbſt dein Geiſt mein Beiſtand ſeyn. 3. Gelobt, mein Gott, ſei deine Liebe, die mir, noch eh ich dich gekannt, aus freiem väterlichem Triebe ſchon ſo viel Gutes zugewandt! Wie huldreich haſt du mein ge⸗ dacht, und für mein wah⸗ res Wohl gewacht! 4. Dir geb ich mich, mein Gott, aufs neue, nun ganz aus Dank und Liebe, hin. Erwecke mich zu ſteter Treue, und bilde mich nach deinem Sinn. Was dir mißfallt, ſei fern von mir, und hei⸗ lig ſei mein Leben dir. 5. Damit ich, was ich hier verſpreche auch redlich halte und getreu, nie mein Ge⸗ lübd' aus Leichtſinn breche, ſteh, Gott, mit deiner Kraft mir bei, und fall ich, ſo ver⸗ wirf win mit nih deinen ugeſ 6. Erwecke ne Ghade zun der deſerung auf ſicherm 9 bens und d Gott weines mein, und dein eigen ſin 11 S, 2E di, mein Gott, auf dich, um Latet, Sohn raufet Deſſen ſch freun; e ich dein! 2. Welchei Taufe Gabe, und Ethe bin „Düm zu deines gt Erh y treuer Van erklä as hat die Frut ſein urSterben de dn, d ms heiland mir dit; dir mein Lein a zu==, ſoll ſelbſtden it m eiſtand ſeyn. 6 Ge= mein Gott, ne kis die mir, noch t dich= Ant, aus fren erlich ndriebe ſchong [Gut ggewandt! M dreicht—k du mein ht,[n für mein wu⸗ Woſe vacht! . Die ich mich, unt it, q⸗= ieue, nun gan da ud beebe, ſt vecke azu ſteter Tru bilt cch nach deinen n.* 4 dir mißfl fem e mir, und ſi ei m ben dir. 48433, was ichti precht ch redlich halt b et nie mein G” „al ichtſinn brect G it deiner Kun dei, as allich, ſ 7 wirf mich nicht, o Herr, von deinem Angeſicht! 6. Erwecke mich durch dei⸗ ne Gnade zum ſteten Ernſt der Beſſerung, und leite mich auf ſicherm Pfade des Glau⸗ bens und der Heiligung. Gott meines Heils, ſei ewig mein, und laß mich ſtets dein eigen ſeyn. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 09 ſEwig, ewig bin 2 24 E ich dein, theuer dir, mein Gott, erkaufet; bin auf dich, um dein zu ſeyn, Vater, Sohn und Geiſt, ge⸗ taufet! Deſſen ſoll mein Herz ſich freun; ewig, ewig bin ich dein! 2. Welch ein göttlicher Ge⸗ winn, daß ich durch der Taufe Gabe, Gottes Kind und Erbe bin, daß ich ihn zum Vater habe! Heilig, heilig will ich ſeyn; ewig, Vater, bin ich dein! 3. Ich gelobt' es, und den⸗ noch brach ich oft den Bund der Taufe, kaͤmpfte ſchon, und wurde doch ſchwach im Kampf und matt im Laufe. Dennoch will noch Jeſus mein, Gott will noch mein Vater ſeyn! 4. Dies, o Gott, ver⸗ ſprachſt du mir; das hat Je⸗ ſus mir verheißen. Und ich ſollte, Suͤnde, dir, dir, o Welt, mich nicht entreißen? Ja, ich wills; ich will nicht Heiligung. 157 dein, ich will meines Gottes ſeyn! 5 Jeſum dem ich bin getauft, bin von ihm ſo hoch erhoben, bin ihm durch ſein Blut erkauft, Jeſum ſoll mein Leben loben Ihm will ich, denn ich bin ſein, mei⸗ ne ganze Seele weihn. 6. Wachen will ich, flehn um Kraft, daß ich ſtets auf ſeinen Wegen, heilig und ge⸗ wiſſenhaft und im Glauben wandeln möge. Und er wird mir Kraft verleihn: treu bis in den Tod zu ſeyn. 7. Höre mich, denn ich bin dein, theuer dir, mein Gott erkaufet; bin auf dich, um dein zu ſeyn, Vater, Sohn und Geiſt, getaufet! Ewig, ewig laß mich dein, ewig laß mich ſelig ſeyn. Das heilige Abendmahl. Mel. Befiehl du deine Wege 06 Lerſammelt hat⸗ 225 V te Jeſus die Jünger feierlich; es nahte ſeine Stunde, die Abſchieds⸗ ſtunde ſich. Die ſich der Hoffnung freuten, mit ihm zum Thron zu gehn, ſie ſoll⸗ ten nun ihn dulden, ach, blu⸗ ten, ſterben ſehn. 2. Sie ſollten nun Beken⸗ ner der heil'gen Wahrheit ſeyn; für ſie, und für die Brüder, wie er, den Tod nicht ſcheun. Ach, wie er jetzt ſo rührend beim from⸗ men men Abſchiedsmahl den Freunden, den Erwäahlten, noch Lieb' und Treu empfahl! 3. Er ſah am Kreuz ſi ſich ſterben, und weihte Brod und. Wein, den Vlick zu Gott erhoben, für ſie laut dankend ein. Nehmt, ſprach er, dieſe Gabe, das iſt mein Leib, mein Blut; o denket mein, ihr Lieben, ſo oft ihr ſolches thutlh 4. Wie konnten ſie vergeſ⸗ ſen, zwas jetzt ihr Lehrer that, der ſcheidende Geliebte jetzt, ach! ſo zärtlich bat! Nehmt hin, fur euch gegeben wird diefer Leib, dies Blut; o denket mein, ihr Lieben, ſo ofte ihr ſolches thut! 5. Nun ward dies Mahl zux Feier; ſtets ſchwebte lieb⸗ eich mild und hehr vor ihren Blicken des treuſten Freundes Bild: gab ihnen reinre Liebe, zur Tugend höhern Muth. Sie opfer⸗ ten der Wahrheit mit Freu⸗ den Gut und Blut. 6 ⸗„Auch uns zum Heil ge⸗ ſtifteh ward ſein Gedäͤchtniß⸗ mahlz für uns auch ſtarb aus Liebe er unter Schmach und Qual, Wer könnte ſein nengeſſen, vergeſſen, was er bat, eh ex den Weg des Todasa au unſerm Heil⸗ be⸗ mr ſeiner dankbar freun, und froh den Bund der Lie⸗ be⸗ der Tugend Bund er⸗ 38 ernn laßt uns Cnins Alltare n Wökkes. neun! Sein Mahl ſtärk un⸗ ſern Glauben, ſtäark ihn in Schmerz und Noth, mach heilig unſer Leben, mach' freudig unſern Tod. „Mel. Liebſter Immanuel. 8SAGhaht dem Alta⸗ 2 92 6 R re, Unſterbli⸗ che nahet, und feiert hier den Tag der Beſſe erung! Seg⸗ net den Feſttag? des Bundes! Empfahet bei Jeſu Mahle Kraft zur Heiligung, Fühlt Gottes Frieden, Dann ſchon hienieden gewahrt die Tu⸗ gend euch Beſeligung. 2. Aber gebieker auf rau⸗ heren Wegen die Tugend euch zu gehn; o wanket nicht! Blicket auf Jeſum! mit ewi⸗ gem Segen, mit Ruhm vor Gott belohnt erfüllte Pflicht. Auf, auf„ und ringet zum Ziel! Vollbringet den Ruf der Gottheit! Auf, und wan⸗ ket nicht! 3. Bei dem Gedächtniß des Heiligen ſchwöret, dem hohen Tugendbund getreu zu ſeyn! Schwört bei dem Tode des ihr Mit⸗ Heiligen! Höret, unſterbliche, den Schwur: Wir weihn in dieſer Stun⸗ de dem großen Bunde der wahren Tugend uns. Gott, wir ſind dein! 4. Singt dem erhabenen Muſter der Frommen, des Bundes Erſtem, Preis und Lobgeſang! Er iſtzum Segen der Menſchheit gekommen; vom 97 69 Gnaden, dts Erſen eit wo⸗ Feltder idu ſeilſe, kmt köute, Heilan ei ich meine dang mi deine ſi duch memn heil mein Lch we ic fe 2. Ja, mei ſid weit meßt mug zu zatl es pol. and Unruh meinet, dthſk menne Verlaß mit d nich nitz du ſtue Ehäm 4 adig an du en. wil und 1 nnn he etft nich 4. Gedachtuß lige e vöret, dem hohn — getreu zu ſe wih i dem Tode lige hörtt, ihr terht I, den Schlwn r unn in dieſer Sm den'ßen Bunde di rer jſend uns. Gat ſin=l Jan dem erhaben dei ie Frommen, We de Ee kem, Preis M 1 SEr itum an heit gekommel Mfe shei delaunn Heiligung 139 vnn Lieennden zegt an 227 u, Herr, haſt aus Barmher⸗ 31 Gnaden, das ganze Volk der Chriſtenheit wohlthätig ein⸗ geladen. Du rufſt: Muh⸗ ſeel'ge, kommt zu mir! Ich komme, Heiland; ja zu dir erheb ich meine Seele. Ent⸗ zeug mir deine Gnade nicht, ſei auch mein Troſt, mein Heil, mein Licht. Du ſtehſt, wie oft ich fehle. 2. Ja, meiner Schulden ſind weit mehr, als ich ver⸗ mag zu zählen. Ich fühl es wohl, und leide ſehr vor Unruh meiner Seelen. Doch du biſt meine Zuverſicht. Verlaß mit deinem Troſt mich nicht; du ſieheſt meine Reue. Erbarmer, nimm ſie gnädig an; du biſt, der hel⸗ fen will und kann, daß ſich mein Herz erfreue. 3. Nach deinem Troſte ſehn ich mich, gebückt vor dir im Staube. Dein tröſt ich mich, und nur auf dich, Erlöſer, hofft mein Glaube. Gebengte willſt du nicht ver⸗ ſchmähn, verſprichſt, den Schwachen beizuſtehn, die nach der Beßrung trachten. Stets bleibſt du deinen Wor⸗ igkeit zum Denkmal deiner ten treu, und wirſt ein gläu⸗ big Herz voll Reu, und mei⸗ nes nicht verachten. 4. Regiere nur auch kuͤnf⸗ tig mich, daß ich vorſichtig handle, und heilig„₰ voll Vertraun auf dich, nach dei⸗ nem Willen wandle. Gib, daß, aus Dank für deine Huld, in Liebe, Glauben und Geduld ich dir auf Erden le⸗ be, bis ich dereinſt in dei⸗ nem Reich, verklart, un⸗ ſterblich Engeln gleich, dich ewig froh erhebe. eht Mel. Wer nur den lieben Gott 30((ier bin ich, Je⸗ 228 2 ſu, zu erfüllen, was du in deiner Leidens⸗ nacht, nach deinem gnaden⸗ vollen Willen, zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih zur Uebung dieſer Pflicht mir deines Geiſtes Kraft und Lichtt! 2. Es werde, Herr, für mein Gewiſſen, dein Mahl ein tröſtlich Unterpfand, daß ich, der Sundenſchuld ent⸗ riſſen, durch dich bei Gott Vergebung fand. So freuet meine Seele ſich in deinem Heil, und lobet dich.. 3. Bewundernd denk ich an die Liebe, womit du un⸗ ſer Heil bedacht. Wie ſtark ſind deine Mitleidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! Oigib von deinem Todesſchmerz jetzt neuen Ein⸗ druck in mein Herz! 4. Laß 1060 4. Laß mich mit Ernſt die Sunde ſcheuen, für welche du, dich opfernd, ſtarbſt; durch ſchnöden Mißbrauch nie entweihen, was du ſo theuer mir erwarbſt! Nie führe mich zur Sicherheit der Troſt, Tod verleiht! 5. Ich uͤbergebe mich aufs neue, o du, mein Herr und Gott, an dich; ich ſchwöre dir beſtänd'ge Treue vor deinem Tiſche feierlich. Dein eigen will ich ewig ſeyn. Du ſtarbſt fuͤr mich: drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spoöttern ſchämen des Dien⸗ ſtes, den man dir erweiſt; mich nie zu einem Schritt be⸗ quemen, den mein Gewiſſen ſündlich heißt. O flöͤße mir den Eifer ein, wie du, v Herr, geſinnt zu ſeyn! 7. Laß mich mit Ernſt den Nachſten lieben, und, wenn er ſtrauchelnd ſich verſieht, Verſöhnlichkeit und Sanft⸗ muth üben! Nie komm es mir aus dem Gemüth, welch eine ſchwere Sündenlaſt du mir aus Huld erlaſſen haſt! Es ſtäͤrke ſich in mir der Slaube daß meine See⸗ le ewig lebt, und daß einſt aus des Grabes Staube mich dein allmächt'ger Ruf erhebt, wenn du dich, großer Le⸗ bensfürſt, den Volkern ſicht⸗ bar zeigen wirſt! 9. Bebeugt lieg ich zu dei⸗ den mir dein Werke und Wohlthaten Gottes. nen Füßen mit Dank und Lob, Gebet und Flehn. Laß auf mich neue Gnade fliezen Mein Heiland, laͤß es doch geſchehn, daß mir zur tär⸗ kung meiner Treu; dein Abeudmahl geſegnet ſei Mel. Eim Lämmleiu zeht und ch komme, Herr, 220* und ſuche dich, mühſelig und heladen. Gott, mein Erbarmer, würd'ge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Got⸗ tes und des Menſchen Sohn, mich deiner zu g getröſten. ge füͤhle meiner Sünden Muh; ich ſuche Ruh, und finde ſie im Glauben der Erloſten. 2. Dich bet ich zuverſicht⸗ lich an: du biſt das Heil der Sünder, haſt ihre Schulden abgethan, und wir ſind Got⸗ tes Kinder. Ich denk an deines Leidens Nacht, und an dein Wort: es iſt voll⸗ bracht! Du haſt mein Heil verdienet. Du haſt für mich dich dargeſtellt; Gott war in dir, und hat die Welt in dir mit ſi ch verſohnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir Er tilget dei⸗ ne Suͤnden, und läaßt an ſei⸗ ner Tafel hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufſt, und er erhört dich ſchon, ſpricht liebreich: ſei getroſt, mein Sohn! die Schuld iſt dir vergeben. Du biſt in mei⸗ ——— meinen dod du virt dem, kauft, don g leben. 14 dein iſ Säſt de in Glauben, teine Sichen Krone rauben vereine wich m der Weinſock, ſ wirt du Friͦ Ith ſelfe dir; i und durch die nich wird dir Üngen. 5 Ja, herr iſt dein Gebot tten etfüllen, durch deinen in meinen We von mm an mein ganzes he zu weihn, und u nreſſn de Ennt der Heil ine wahre B6 1 n D meinem Tod getauft, und du wirſt dem, der dich er⸗ kauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein iſt das Gluͤck der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinſtock; bleib an mir: ſo wirſt du Fruͤchte bringen. Ich helfe dir; ich ſtaͤrke dich; und durch die Liebe gegen mich wird dir lingen. 5. Ja, Herr, mein Gluͤck iſt dein Gebot, ich will es treu erfüllen, und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zzn meinem Willen. Laß mich von nun an würdig ſeyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preiſen! Laß mich den Ernſt der Heiligung durch eine wahre Beſſerung mir und der Welt beweiſen! Mel. Es iſt das Heil uns „ SEch preiſe dich, o ZE 30 J Herr, mein Heil, für deine Todesleiden. Hab ich an ihren Früchten Theil, was fehlt dann meinen Freu⸗ den? Du wardſt ein Opfer auch für mich: o gib, daß meine Seele ſich deß ewig freuen möge! 2. Was kann mein Geiſt durch deinen Tod nicht noch für Segen finden! Erquik⸗ — JIch dent t nes ens Nacht, i an. es ſe cht i haſt mein 6 dien du haſt fürn da= llt; Gott wun ati t die Weltu ſich=eöhnet. 1 dich, mä ,i r. Er tilgety Su= und läßt anſt hier dich Gm Sn 2 einden. Dunſt d ſört dich ſchh as. ſe 8 4 die Gun en du 1n Heiligung. wiſſensruͤh, Kraft: das haſt du, auch mir verſchafft, da du am Kreuze ſtarbeſt. der Sieg ge⸗ ßen Zweck mir ſtets vor L 161 kung in der Todesnoth, Ver⸗ gebung aller Sünden, Ge⸗ zur Beßrung Herr, 3. Dein Mahl iſt mir ein Unterpfand von deiner gro⸗ ßen Güte. du an mich gewandt! O ſtärke mein Gemüthe zum gläubigen Vertraun auf dich, daß ich, mich an deine Gnade halte! Wie viel haſt ſo lang ich lebe, 4. Ich fühle, Herr, voll Reu und Schmerz, die Laſt von meinen Sünden. mein Herz den ſüßen Troſt empfin⸗ den, daß ich ters Huld gewiß Vergebung meiner Schuld finden werde! Laz vor dir gebeugtes in deines Va- auf Buße 5. Der Troſt, den mir dein Tod verſchafft„ werd' ewig mir zum Segen! Er ſtärke mich mit neuer Kraft, auf allen meinen Wegen, nur das fällt, Luſt der Welt überwinden! zu thun, was dir ge⸗ und alle Furcht und ſtandhaft zu 6. Laß mich mit Glaubens⸗ freudigkeit vom Bundesmah⸗ le eſſen, und der Verbrüd'⸗ rung heil'gen Eid undankbar nie vergeſſen, daß ich aus ächter Gegentreu' zum Tod ergeben und den Brüdern lebe! dir bis ſei, dir 7. Laß deines Leidens gro⸗ Au⸗ gen 162 gen ſtehen! Nimm alle Hin⸗ derniſſe weg, die ebne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weiſt, und die einſt den erlöſten Geiſt zu deiner Freude führet! 8. Zum ew'gen Leben haſt du dich für mich dahin gege⸗ ben. Dein Abendmahl er⸗ wecke mich, mit Ernſt dar⸗ nach zu ſtreben! Herr, mache mich dazu geſchickt, und werd' ich einſt der Welt entrückt, ſo ſei dein T ö8 mein Leben! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 2 310 Chriſt, eile nie mit ſicherm Sinn zum Liebesmahle Jeſu hin, denk nicht des großen Dul⸗ ders Blut macht jedes Sun⸗ ders Laſter gut! Weh dem, der dieſes Mahl entweiht durch Selbſthetrug und Si⸗ cherheit! 2. Wer ſich zu hm un⸗ würdig naht, der häuft die Schuld der Miſſethat. Sei nicht dein Feind; empfah es nicht dir, ach, zum ſtren⸗ geren Gericht! Nein, erſt empfinde tief dein Herz der Sünde Schmach, der Reue Schmerz! 3. Erſt ſei dein Vorfatz feſt und rein, nicht mehr der Sünde Sklav zu ſeyn; erſt gib zurück, was deine Hand durch eiſt, durch Trug, durch Raub entwand; erſt, Zürnender, verſöhne dich Werke und Wohlthaten Gottes. mit deinem Bruder bruͤdex⸗ lich! 1. 4. Beſie* du ſo in deiner Bruſt des Laſters Macht, die böſe Luſt; hiſt du entſchloß⸗ ſen und hereit, zu kampfen manchen harten Streit: dann nahſt du dich der Tugend⸗ bahn, dann gehe zum Altan hinans— Beſchämt und mit ge⸗ bengten Sinn ſchau auf den groben Dulder hin, der lieh⸗ reich für die Sunder ſtarb, und ihnen Gottes Huld er⸗ warb; dann glaube froh, daß Gokt uns lieht, gern Nerigen die Schuld vergibt. So, frei von Heuche⸗ lei und Wahn, müſſ' jeder ſich dem Mahle nahn, das du in deiner letzten Nacht, o Herr, zum Denkmahl uns gemacht! Da dämpfe der Gedank' ans Kreuz der Thor⸗ heit Luſt, der Suͤnde Reiz, 7. Da ruͤhr uns tief dein gottlich Bild, und mach uns liebreich, ſanft und mild; da ſchenkt dein Geiſt uns Muth und Kraft zum Kam⸗ pfe mit der Leidenſchaft, daß heilig wir durchs Leben gehn, dem Tode froh entgegen. ſehn!— Mel. Meinen⸗ Jeſum laß ich nicht 232Neegee Brüder /48 chriſtlich dem Al⸗ tare; wer in Jugendfüll e blüht, und der Greis im Silberhaare, hoch und nie⸗ drig ——ÿ—ÿ—ÿ—ᷣ̃˖̃—— —— 4* 7 - d. f nuiß 1 u in=ier letzten N t der um Denzmallg emag en Da bun. hedat 5 Kreuz der d eit 39— zer Sünzh) hr. ans ii ui 4= ungußs reee ſanftzg 1. — dein kutht et u enm Leidenſchatz 1 amdurchs 5 m m tige aß i 7=u3enn Ghc 4 3 n 9 S, S Her 3 83 3 8 e 3 1* 2 ei igung. 2 rke für den Himmel ſich! 3. Stärkt euch! bkeibet rein und 8 esenteh Alle. wit ſn nd Brüder! 2 ſcheiwuͤrdé, uns zu aen 12 2%. Der uns ke ehrte, Kraft und Gut fuͤr der Bruder Wohl zu gebeſt, gab für Wahrheit hifte ſein Blut, gab für Tugend hin ſein Le⸗ ben⸗ hate Was er empfahl, geübt. wie hat er uns geliebt. Thra⸗ 5. Denket feinek; nen fließtin Freudenthranen weiner, Brüder! Wer vom Brode jett genießt, wer vom Weine trinket, Brüder, den⸗ ket an den Menſchenfreund, denkt an Jeſum⸗ denkt, und weint! 6. Laßt mit vheilshem Ge⸗ müth' All' uns nahen dem Altare; wer von Lebens⸗ kräften glühet, und der Kreis an naher Bahre) hoch und niedrig, arm und reich! Vrader hier ſind Alle gleich! lle gehn wir eine Bahn, Alle gehn wir zu dem Ziele edler Menſchlichkeit hinan. 4 S 35 4 Entzuͤcken inniglich aufs neue„ L 2 Poll derx ſetigſt en Grfühie! te jeder inni 3 ſtaͤxke, fuͤr den Himmel 9 ch b §. Wer den Relch. des Nachtmahls trinkt, wer vom Prodf jetzt genießet wer in Andacht fromm verſi inkt, wim der Reue Thraͤne flie⸗ „iſt mein B iſt abe 5 Freund; und, i 89. Flent der bh 87 keinen Feind. aſt im i⸗ den fuhlt⸗ Al⸗ als Men⸗ ſchen gleich, fühlt als Hißn⸗ melsbuͤrger euch 4 19. Jeſus Ghriſra hat ſein Blut fur der Menſchen Wohl gegeben; laßt, uns Krafte, Geiſt und Gut Men⸗ ſchen widmen, fuͤr ſie leben 4 laßt uns zu des Himn lels Höhn auf der er Hahn der r Kie⸗ be gehn⸗ Mel. Ftei 8 ſehe⸗ 33 ehe 23 2 Waler Ehrfurcht, — Dank und Freu⸗ den komm ich, Herr, auf dein Gebot, zu dem Denk⸗ mahl deiner Leiden, und ge⸗ denk an deinen Tod. Mitt⸗ ler, der du fuͤr mich ſtarbſt, mix ein ewig Heil erwarbſt, dir zur Ehre ſtets zu le⸗ ben, ſei mein eifrigſtes Be⸗ ſtreben! 2. Ich empfind es jetzt was ich dir Herr, —— — ——— ö — Herr, ſchuldig bin. Du, du gabſt mit großer Treue ganz dich mir zum Dienſte hin; wieſeſt mir den Weg zu Gott, und ertrugſt den ſchwerſten Tod, mir im Le⸗ ben und im Sterben ſichre Tröſtung zu erwerben. 3. Durch dich iſt zu Got⸗ tes Gnade freier Zutritt und die Kraft, auf der Tugend ſel'gem Pfade feſt einherzu⸗ gehn, verſchafft. Und du rufſt aufs neue mir durch dein Nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem Segen nehme und mich deiner nie⸗ mals ſchäme. 4. Sollt' ich, Jeſu, denn vergebens dieſe deine Huld empfahn? Nicht zur Beß⸗ rung meines Lebens mich zu deinem Tiſche nahn? Ja, mit neuem Ernſt will ich mich vor Sünden ſcheun, und dich durch ein dir ge⸗ heiligt Leben mit vermehr⸗ tem Fleiß erheben. 5. Dieſen Vorſatz, den ich habe, thätig dankbar dir zu ſeyn, präg ihn, Jeſu, bis zum Grabe tief in meine Seele ein! Gib mir Kraft, ihn zu vollziehn! Lehre mich mit Vorſicht fliehn, was ihn könnte bei mir ſchwächen, was mich reizt, ihn gar zu brechen! 6. Laß mich über Alles ſchätzen dein mir theu'r er⸗ worbnes Heil, und nie aus den Augen ſetzen, wie nur 764 Werke und Wohlthaten Gottes. der daran hat Theil, der auf deine Stimme hört, mit Gehorſam dich verehrt, und in deinem Dienſt auf Erden immer beſſer ſucht zu wer⸗ den! 7. Geh mir, wo ich bin und wandle, immerfort mit Hülfe nach, daß ich als ein Chriſt ſtets handle; und wird je mein Glaube ſchwach, d ſo hilf mir liebreich auf, daß ich in dem Tugendlauf nim⸗ nie ermüde! So erquicke mich dein Friede! mer wanke, 8. Ewig will ich dir es danken, daß du ſo barmher⸗ zig biſt, daß auch, wenn wir Schwache wanken, deine Treu' beſtaͤndig iſt. Herr ich hoff“ es froh und feſt, daß ſie mich auch nie verlaßt. Zu des Himmels Seligkeiten wird ſie mich gewiß auch leiten. Mel. Schmuͤcke dich, oliebe Seele 02 1¶1 C6☚☚ chicke dich, er⸗ 2 34 S löſte Seele, glaͤubig nach des Herrn Be⸗ fehle, ſeinen Mittlertod zu feiern, deinen Dank ihm zu erneuern. Auch für dich hat er ſein Leben in den hangſten Tod gegeben, dir auf Zeit und Ewigkeiten Heil und Wohlfahrt zu bereiten. 2. Zum Genuſſe ſeiner Gnaden wirſt du von ihm eingeladen; eil ihm demuths⸗ voll entgegen, und nimm Theil an ſeinem Segen. Konm ſekrſ Pill, konm! Fn Fill ne 1 Frebe iine liebe. 8 Hen Piue enpfangen. 66 ſlärken du gum Per hin A lch 1od no! 6 dr dan ken, dines Te hate tes 4 da f dein 5 J imme ho 1 ehorſg* Ne hört, m. 31“ derin, n 3 1 mer auf Ehn n! M we — 4* 193ne hilfm breich auf, ig in dei ugendlauf un rwo nie ermih erg dich dein ziah * will ich di kten, ſe du ſp bame n, e uc, wemg wa e ſten geinedm ſtandi=. Rär c froh= ſt, daß ſte mt ch nit rlaßt. Zu ſ mmel ſeligkeiten un nice In Küch ſiin 11t. 1.Sdmdich, liheds — 1. 3= n e ud= des Hermb le,= Prkals ern, an Dank ihm euen luch für dih 1 ein 89 1, dif aſ Ge ken heil u lfa a bereiten i Genuſſ fin den enſt du von it tlaß riilihm deniult en an n, und imn 1 ſeinem Segel 1. f fm Heiligung. 165 Komm getroſt, es iſt ſein unvergeßlich, daß ich dich Wille, komm und ſchöpf aus aus frommem Triebe thätig ſeiner Fülle neuen Muth und ehre, folgſam liebe! neue Triebe zur Verehrung 7. Du, dem dort der ſeiner Liebe. Frommen Schaaren, die „3. Hexr, ich komme mit wie ich auch Sünder wa⸗ Verlangen, Seelenruhe zu ren, ewig Dank und Jubel empfangen. Deine Liebe ſoll ſingen, daß ſie hier dein Heil mich ſtaͤrken in dem Fleiß empfingen, laß auch mich zu guten Werken. Mit den einſt dahin kommen, daß ich heiligſten Entſchlüſſen will mich mit allen Frommen ewig ich Brod und Wein genießen, deiner Huld erfreue, und mich der Bruderliebe wei⸗ dir einſt mein Danklied hen, deines Todes mich er⸗ weihe! 4. O, wie ſehnt ſich mein Mel. Schon iſt der Tag von Gemuthe, Menſchenfreund,.. will den Bund nach deiner Gutt! Ich ge⸗ 2.35) J wil den Bund loß dir neue Treue; ſiehe, Herrn bei ſeinem Mahl er⸗ Herr, mein Herz voll Reue! neuern, ich will, von Welt⸗ Meinem kindlichen Begehren geſchäften fern, heut ſein Ge⸗ wollſt du deinen Troſt ge⸗ dächtniß feiern. Der Tag ſei währen, meiner Sunden hehr und heilig mir! Froh nicht gedenken, mir Gewiſ⸗ ſoll mein dankbar Herz zu ſensruhe ſchenken. dir Erlöſer ſich erheben! 3. Ja, ich hoff auf deine 2. Mich führe nicht Ge⸗ Snade, daß ſie mich der wohnheit hin, nicht der Be⸗ Schuld entlade, und mit trug der Sünde, als ob ein nener Kraft zum Werke mei⸗ unbekehrter Sinn dadurch ner Heiligung mich ſtaͤrke. ſchon Gnade finde. Nein, Was du, da du fuͤr uns frei von niedrer Heuchelei, ſtarbeſt, jedem, der Gott von eitlem Selbſtbetruge ſucht, erwarbeſt, Seelenruh frei, will ich dein Mahl heut und ew'ges Leben, wirſt du feiern! mir gewiß auch geben. 3. Zum Eigenthume will 6. Deiner will ich mich ich mich aufs neue dir erge⸗ ſtets freuen, ganz mich mei⸗ ben; bekennen will ichs bf⸗ nen Pflichten weihen, nur fentlich, dein Sterben ſet nach deinem Willen leben, mein Leben. So lang ich und dich dankbar froh erhe⸗ athme will ich dein, und ben. Deine Huld iſt uner⸗ deiner Liebe mich erfreun, meßlich; Herr, ſie ſei mir und ſie noch ſterbend Preiſen⸗ Mit 166 4. Mit Reue willich meine Schuld vor meinem Gott ge⸗ Eehene unde unwerth ſeiner ihn um Verge⸗ en Laß mich mit Gke deh Vertraunauf dich, mein treuer Mittler, ſchaun, und Seelenruhe finden⸗ 1 Es gi daß Maht der Liebe mir ein Pfand von „Gottes Gnade, daß ich mit frohem Muthe dir folg' auf der Tugend Pfade, mich im⸗ mer meines Vaters freu, und voll der frohen Hoffnung ſei, den Hummef einſt zu erben l 6. Huf. daß an har Sünde Feind, Gott über Alles liebe, durch dein Ver⸗ dienſt mit ihm pereint, das Gute eifrig übe! Gefällig ziſt dir dieſer Dank; ihn will ich dir mein Lebenlang mit reinem Dern bringen. 5. 1 Mer⸗ das, wir Augen deiner 658(err, wir Ffeiern 909 dein Gedächt⸗ bs Uns freut das heilige Vermächtniß vor deinem blut'gen Opfertod. Deiner nimmer zu vergeſſen, nahn wir ans dem Altar und eſ⸗ ſen mit Dankgefuhl des Bun⸗ des Brod. Wir trinken, Herr, mit Dank des Bundes heil⸗ gen Trank, und gelsben vor dir aufs neu der Tugend Mabhl’ geweiht. liebreich, zu handeln,„gind wir ent⸗ ſchloſſen und bereit. Reicht, Chriſten, euch die Hand Wir gehn ins Vaterland beß⸗ geht im Geleit durch Gefahr und Streit! Werke und Wohlthaten Gottes. Treu„daß zuns Dein Tod es Segen ſei. 2. Zut der Tugend höhern Werken,; zur Liebe jedes Herz zu ſtärken, dazu⸗ Ward dieſes Wie ſein Stifter hier zu Wandeln, ſtets guf und fromm rer Weſen. Mit Freudigkeit der Liebe 3. Sie erfuͤllt mit Muth die Herzenz ſie duldet Alles. Denkt der Schmerzen, die Feſus für uns Menſchen litt Laßt uns treu einander lie⸗ den, 4 uns üben,„ffuͤr ſie auch ſtrei⸗ ten, wie er ſtritti Der Men⸗ treu jede Lebenspflicht ſchenliebe weihn bei ſeinen Brod und Wein wir ung Alle. Wer Mitleid uͤbt, gern hilſt und gibt, der iſts⸗ den 3 Je⸗ ſum Chriſtum liebt. g, ns 4. Gott zu leben, Wom z zu Rerben⸗ und ſeinen Himmel zu ererben, dieß iſt des e⸗ bens hohes Ziel⸗ Jeſus, hilf es uns erringen; hilf Sünd und Laſter uns bezwingen; richt’ auf den Schwachen, 1 welcher ſiel! O ſtärk uns All' eim Lauf; 3 Himmel auf, wenn wir ſter⸗ ben! Von dir herab ſtrömt ſchließ uns den Licht ins Grabz wir trock⸗ nen unſre Thranen ab. Der 92 uudden en u, 9,t 63 1M. den ſann Trittheu Brider, gl e gestet. n h Boodtic wardig mne d nd ir inn — Zein Der Janid uü ind 3 . zu leben, Gen erben dd ſeinen hin vere— dieß iſt dh 11 O lnsne 1 wſchließ ni V e,nen 1 -t 41 = Thamm a —— 8— ——— —— 5 5= B———— Heiligung. འsDer Chor. Mel. Herr, wir ſingen deiner 09 Gerr, du wolltt ſie fo⸗ vorbereiten zu deines Mahles Seligkeiten; ſei mitten unter ihnen, Gott! Heil und Leben zu empfahen, laß ſie, o Sohn, ſich würdig nahen, durch dich vergeſſen Sünd und Tod) Denn nur von Hünden rein, ſind ſie, de. Laß, laß ſie ſehn in jenen Hohn von fern der Ueberwinder Lohn Die Gemeinde. Mel. Jeſus meine Zuverſicht 1. Die ihr ſeine Laufbahn lauft theure, miterlöſte Brüdir, All, glf Chriſti Tod getauft, Alle ſeines Leibes Glſjeder, kommt, Verſöhnte, kommt, erneut euren Bund der Seligkeit. Iinn ſein Brod! Jeſus Chriſtus wardegegeben für die Sün⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! ihr trinkt das Leben! Seht, wie er die Sunder liebt, da er ſelbſt ſich für ſie giebt. 133. Die mit voller Zuver⸗ ſicht deines Heils, o Sohn, dieſem Licht wandeln, ewig dir ſich weihen! Laß ihr Herz vom Stolze rein, voll von deiner Demuth ſeyn! 4. Tröſte, die in Trau⸗ 167 rigkeit über ihre Seele wa⸗ chen; ſtärke, Herr der Herr⸗ lichkeit, ihren Glauben; hilf den Schwachen! Die gebeugt von ferne ſtehn, köͤnnen uner⸗ hört nicht flehn. 5. Nehmet hin, und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sünder in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Leben! Hin⸗ gegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod! 6. Hoherpriſter, ja, du biſt auch fuͤr dieſe eingegan⸗ gen in das Heeligthum, du biſt als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Alſo biſt du durch den Tod eingegan⸗ gen, Sohn, zu Gott 7. Hoherpriſter, ja, du biſt auch für dieſe eingegan⸗ gen! Sprich ſie los, Gott, Jeſu Chriſt, wann ſie nun b dein Mahl empfangen! Laß ſie fühlen, ins Gericht kom⸗ men, die da glauben, nicht! 8. Augenblick voll heil'gen Grauns, voller Wonn' und ſüßen Bebens! Theures Pfand des künft'gen Schauns, Ueber⸗ zeugung jenes Lebens! Schüt⸗ ste deine Gnad' auf ſie, alle deine Gnad' auf ſie! 9. Nehmet hin, und eßt ſein Brod! Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Leben! Hingegeben in den Tod ward er in der Sün⸗ der Tod! 1 Der 168 Der Chor. 2. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben! Nehmt hin, und trinkt zum ew'gen Le⸗ ben! Der Friede Chriſti ſei mit euch. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben! Nehmt D hin, und trinkt zum ew'gen Leben! Ererbt, re Seele ſei bis in den Tod getren! Amen! Amen! Der Weg iſt ſchmal, klein iſt die Zahl der Sieger, die der Richter krönt! Die Gemeinde. dO. Jeſu Chriſti Mittler⸗ tod werd’ in aller Welt ver⸗ kündigt! Jeſu Chriſti Mitt⸗ lertod, der vorm Richter uns emtfündigt! Jeſus Chriſt, mit Preis gekrönt, hat uns Staub mit Gott verſöhnt. 41. In das Chor der Him⸗ mel ſchwingt, Herr, ſich un⸗ ſer ſtammelnd Lallen. Wann, von Seligen umringt, wir vor dir einſt niederfallen, ſingt ein beßrer Lobgeſang für dein Sterben Preis und Dankooi 1* 2 ¹Aegeſähitte wareſ „Deine Todes⸗ wundem oſen. über, ach, vom Blut, dei⸗ nes großen Opfers Blut! 13. Nehmet hin und egt ſein Brod Jeſus Chriſtus ererbt des Mittlers Reich! Wacht! Eu⸗ Romten 23. Werke und Wohlthaten Gottes. ward gegeben für die Sün⸗ der in den Tod Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Le ben! Hingegeben in den Tod ward er in der Suͤnder Tod 14. Deiner Zunge Durſt war heiß; heißer noch der Durſt der Seele! Mud', in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte ſchmachtender zum Herrn! Doch ſchien ſeine Sülfe fern. 15. O wie warſt du fuͤrch⸗ terlich, Tod der Sünder Sterben, ſterben ſollte 6 Verſöhner, dich, dich retten vom Verderben! Lwig faſſen dein Gericht endliche Gedanken nicht!! 16. Jeſus rief; Mein Gott! mein Gott! warum haſt du mich verlaſſen? ſtarb darauf des Kreuzes Tod. Wer kann dieſe Liebe faſſen! Fluch und Tod ſind nun nicht mehr! Gebt 3 ach, geht dem Mittler Ehr⸗ Nehmet hin, und eßt ein Beasſ Jeſus Chriſtus ward gegeben für die Sun⸗ der in den Tod! Nehmt und trinkt! Ihr trinkt das Leben! Hingegeben in den Tod ward er, in z der Sün⸗ der Dodn 3 Der Gpors 3. Die dein Kreuz i in je⸗ nen Tagen der Märtyrer dir nachgetragen, verließen eft de u 1Sns. Tüütgettt dir 2 all gtedde d fen däken auch: ſiht Keid d uin di de l ſädi d ien Pi 1 Eerun b 8 ie(ihe, eh Pſc Eorit tun mit Frei dit, Hert n 68 müͤſſe den nir immerd fm 1.2 del m wend⸗ mir 9 kränt, Herr, des Wein. Po ichd dir betſpr e Lade treu hmachtender Dmachtendan i 1 ch ih 1— ſerrhen dlte =n Verdetben 6 eſt. in Gexict endl eſus nef M tein Vott! wm ich verlaſſenz i at 1 Kreuzes Tod h. Liebe faſſen zu — ind nun nichtnen — t„ gedt dem Ri 1 7ahn — hmet hin, ude r= Jelus C 1 mneben für die en den Tod! N =t! JIhr trint. 5 5 ingegeben ii i d a„ R tß 8 1 4 4 .„ 13 1 A r Chot. er 421 7. 4 S5 64 ³ dein Kraiz il . t der Maminn nen, verließen npen 1 1 Heiligung. des Bundes Mahl, um vorm Blutgericht zu ſtehen, mit dir bis in den Tod zu gehen, voll Freuden in des Todes Qual! Gib, Herr, Beſtaͤn⸗ digkeit auch uns; nicht Luſt, nicht Leid laß uns ſcheiden von dir, daß treu die See⸗ le ſei dir, der uns bis ans Kreuz geliebtt! Mei. Wer nur dei lieben Gott ¶ imm hin den 238 N Dank für dei⸗ ne Liebe, erhabner Mittler, Jeſus Chriſt! Gib, daß ich nun mit Freuden übe, was dir, Herr; wohlgefällig iſt Es müſſe deine Todes⸗Pein mir immerdar zum Segen ſeyn! 1 2. Heil mir, dein Brod ward mir gebrochen; ich trank, Herr, deines Bun⸗ des Wein. Von Herzen hab ich dir verſprochen, dir bis zum Tode treu zu ſeyn: und feierlich gelobt' ichs dir: ſei du nun Hulf und Veiſtand mir! Mel. Schmücke dich,oliebe Seele 586 Weiland, groß an 2 39 H uld und Treue, ſieh, ich widme dir aufs neue bei dem Denkmal deiner Liebe, dies mein Herz voll heißer Triebe, dir in mei⸗ nem Lauf auf Erden immer dankbarer zu werden, und 169 an deines Segens Gaben auch auf immer Theil zu haben. 2. Laß dies Opfer dir ge⸗ fallen! Du verſprichſt ja ſelbſt es Allen, die nach dei⸗ nem Heil verlangen, daß ſie gen, und, wenn ſie dich lieben wollen, Kraft dazu empfan⸗ gen ſollen. O wie könnteſt du das Flehen meines Her⸗ zens dann verſchmähen! 3. Nein, ich trau auf dein Verſprechen. Herr, du kannſt es mir nicht brechen; denn du ſieheſt mein Beſtreben, nur nach deinem Wort zu leben. Stärke mich denn zum Genuſſe deines Heils in dem Entſchluſſe, dich und deine heil'gen Lehren mit Gehor⸗ ſam zu verehren! 8 4. Dieſen Dank für deine Liebe, wenn ich den dir ſchul⸗ dig bliebe, wie verwerflich würd' ich handeln, wie der Huld zuwider wandeln, die dich trieb auch mir zum Le⸗ ben in den Tod dich hinzu⸗ geben! Welche Oualen im Gewiſſen würd' ich einmal fühlen müſſen. 5. Nein, ſo ſtrafbar, ſo vermeſſen will ich nie der Pflicht vergeſſen, die dir, Herr, von mir gebühret, die zum wahren Heil mich füh⸗ ret. Ewig dir nur anzuhan⸗ gen, iſt mein ſeligſtes Ver⸗ langen. Hilf du ſelbſt nur meiner Seele, daß ſie nicht „Brin⸗ 470 Werke und Wohlthaten Gottes. 16. Bringe mich durch dei⸗ ne Gnade auf des wahren Glaubens Pfade immer nä⸗ her zu dem Ziele, wo ich ganz mich ſelig füͤhle. Laß indeſ⸗ mir erworbnen Frieden im⸗ mer reichlicher genießen, bis ſich meine Tage ſchließen. 7 O wie wird mein Herz ſich freuen! Welche Jubel wird dirs weihen, wenn du mich dorthin erhebeſt, wo du ewig herrſchend lebeſt! Nichts wird dann mich wei⸗ ter ſtören, dankvoll, Hei⸗ land, dich zu ehren; und du wirſt mich mit den Freu⸗ den deines Himmels ewig weiden. 1 den Mel, Wann mein Stündlein il„ deſ⸗ 240 O. J end der Werth des Sünders Herz em⸗ pfinder, der reuvoll ſich zu Heil nur grundet; auch ich, ich Sünder ſuche dich; erbar⸗ me dich auch über mich, und laß mich Gnade ſinden 2. Ich nehm an deinem Segen Theil; daß ich nicht troſtlos bliebe, reichſt du allch mir zu meinem Heil, dein Mahl dies Pfand der Liebe Ich nehm es und empfinde dann, wie viel du auch für mich gethan, wie viel, mich au beglücken. .33. Hier iſt dein Leib; hier iſt dein Blut, fuͤr mich da⸗ 241 hin gegehen du ſtarbſt, der ganzen Welt zu Gut; er⸗ warbſt auch mir das Lehen. Ich eß das Brod, und trink den Wein, um ganz mit dir vereint zu ſeyn, um ganz für dich zu leben.. 4. O laß mich deines Mah⸗ les Kraft in meinem Glauben ſtärken! Die Zuverſicht, die es verſchafft treib mich zu gu⸗ ten Werken, zum Eifer in der Heiligung, zur wahren Her⸗ zensbeſſerung, zum Kampf mit böſen Luͤſtenn) 5. Wie? ſollt, ich dieſen Lüſten noch zu meinen Schan⸗ de dienen? Ich trüge noch ihr ſklaviſch Joch? Ich ſoll⸗ te mich erkühnen, den Hei⸗ land, der für mich auch ſtarb, mir Gnade, Troſt und Heil erwarb, durch Sünden zu verläugnen? 6. Nein, göttlicher Exret⸗ ter, nein, laß mich das Böſe haſſen, mich jeden Reiz der Sünde ſcheun, und Muth zum Kampfe faſſen, dein Mahl nicht unbekehrt ent⸗ weihn und den Entſchluß, dir treu zu ſeyn, mit Freu⸗ digkeit vollbringen. 0 0 Nnl. Schmichedich oizebe Sett Verr, der du dein I theures Leben für mich in den Tod gege⸗ ben, mich ſoll deine Liebe dringen, deinen Willen zu vollbringen; drum komm ich, von dir geladen, zu dem Mah⸗ Mahle nei wein gtzes muen 3 hna ein Befreie md ma Fanzen Geel Wom unem nich ſoll ue 5 diteſcheden 33 30 gü henſen weint ud Scheter, Ktecich pl de ic kan Ich galbbe a leiden, ihdenezg t R 1 ſeinem Glauhn 4* Zuverſaht,) ſch Freib michzug zun wahren ho eſe ra, zum Kam enc Jenſ. W eSull ich di nn ge meinen Scha mete ch trüge u dlas e oh? Jch lich anen, den ſt uür mich a „31Snade, 1n iden erläugnen?n Ne. dttlicher Em nein Anwich das b en, u jeden Nei M 1eubbekethnt a n eden Entſth rea on, mis Is eit woAtgen. AbkA Seh ee ith tes =m der du nl 79— debet 1' 6 theures Keh V en Tod peßt mich ⁸. Mahle deiner Gnade, dir ſchrecken, und der Unſchuld mein ganzes Herz zu wei⸗ Freuden ſchmecken! n hen,“ And den Bund leut zu 6. Laß mich deine Treu drneuen 60 7 3n6 33 5 ermeſſen, deine Liebe nie ver⸗ 11An Jay dir ſchwot ichs, geſſen! Laß mich, weich, ich mein Befreier von dem Tode, ab vom Guten, Herr, dich hoch und theuer, dich will ſehn am Kreuze bluten! Lie⸗ ich mun allen Trieben meiner be ſchlug dir deine Wunden; will ich mich beſtreben, nur Stunden, wenn mich Angſt nach deinem Sinn zu leben; und Zweifel drücken, wit mich ſoll weder Luſt, noch erhabnem Troſt erguickene Leiden, Herr) von deiner 7. Gib, daß ich und alle Liebe ſcheiden! umegense Chriſten ſich auf deine Zu⸗ 3. Ich gelvb aus treuem kunft rüſten, daß, wenn heut Herzen meiner Brüder Noth dein Tag ſchon kame) keiner, und Schmerzen täglich brü⸗ Herr, vor dir ſich ſchäme! derlich zu lindern; Elend, Großes Abendmahl der From⸗ wo ich kann, zu mindern. men, Tag des Heils, wänd Ich gelobe dir) mit Freu wirſt du kommen? daß wir den auch das Unrecht ſtill mit der Engel Chören, Herr, zurleiden, ungeduldig nie zu dich ſehn und ewig ehren. klagen, an Gott niemals zu anlene verzagend 1 n K lt nh. Was durhaſſeſt, will ſch haſſen/ ganz von dir mich 2 b leiten laſſen, nie mit Vor⸗ 0 42 Mollbracht iſt wal du liebeſt, lieben. Doch ge⸗ Feierz verkündigt wa rd ich kenns meine Schwäche, von uns dein Tod. Oedein Jeſn, da ich dies verſpreche. Gedaͤchtniß fei uns theuer, Morgen iſt wohl ſchon ge⸗ und⸗ unvergeßlich dein Ge⸗ brochen, was ich heute dir bot! Laß nie des Himmels verſprochen. LVorxgefuͤhle in uns erkalten 3 Drum hilf du mir, und vergehn; laß würdig und ſtärke mich zu jedem gu⸗ einſt am Kronenziele⸗ Herr, ten Werke; komm und eile, deine Herrlichkeit uns ſehn! mich vom Böſen, das ich 1ai0 ee 36* thun will, zu erlöſen; hilf or vuct od b* den erſten Reiz der Sünden, Mel. Beſihz' ich nnr ein ruhiges den, ach, den mir überwin⸗ Menſchenfreund, mein den; laß mich ehre Folgen 5 Heiland ſei geprieſen ür f (Rach der Kommunſon.) — — für alle Treu', die du an mir erwieſen! durch dich bin ich mit Gott vereint. 2. Dein Beiſpiel zeigt den — Werke und Wohlthaten Gottes. Pfad, den ich ſoll wallen. O führe mich nach deinem Wohlgefallen, bis ſich mein Haupt im Tode neigt. Anſerblichkeit und Vergeltung. 6 1 ¶Der Tod. Mel. Beſiehl dn deine Wege 2 ie auf der Erde 24 nnwallen, die Sterblichen, ſind Staub. Sie blühen auf und fallen, des Todes ſichrer Raub. Ver⸗ borgen iſt die Stunde, da Gottes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt näher uns zur Gruft. 2. Getroſt gehn Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn, zu der verſtockte Suͤnder ver⸗ zweiflungsvoll ſich nahn, wo ſelbſt der freche Spötter nicht mehr zu ſpotten wagt, vor dir, vor ſeinem Retter er⸗ zittert und verzagt. 3. Wann dieſe Bahn zu gehen, dein Will einſt mir gebeut; wann vor mir offen ſtehen Gericht und Ewig⸗ keit; wann meine Kräfte be⸗ ben und nun das Herz mir bricht: Herr uͤber Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! 1 4. Hilf, Todesuüberwin⸗ der, mir dann in meiner Angſt, der du zum Heil der Sühnder ſelbſt mit dem Tode rangſt! Und wann des mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erloͤſet e 5. Des Himmels Wonn' und Freuden ermißt kein ſterblich Herz. O Troſt für kurze Leiden, fur kurzen To⸗ desſchmerz! Dem Sünden⸗ überwinder ſei ewig Preis und Dank! Preis ihm, der für uns Suͤnder den Kelch des Todes trank! 6. Heik denen, die auf Erden ſich ſchon dem Him⸗ mel weihn, die aufgelöſt zu werden, mit heil'ger Furcht ſich freun! Bereit, es ihm zu geben, wenn Gott, ihr Gott gebeut, gehn ſie ge⸗ troſt durch's Leben hin zur Unſterblichkeit. Mel. Was Gott thut, das iſt E, ur kurz iſt hier 24 4 N meir Aufent⸗ halt; ich bleibe nicht auf Er⸗ den. Das Herz, das jetzt noch kräftig wallt, wird einſt entkräftet werden. Zerrüt⸗ tet ſinkt, wann Gott mir winkt, mein Staub zum Staube nieder; mich ſelbſt erhebt Gott wieder. 1 Kampfes Ende gewaltiger 21 weit meſr— iſt nur men in din ni Nauh, nein fle. Wenn un Trummer daß er noch den Truͤnme 13. A. ns 77 nich nicht en kümnert rich Nact? Sie n weitm. de Preigeſa virt du weine ut Thale 14 Hg kann die En gitt, And g. i de eien Wai. 1 19.. e) zebtten Für nur als Hel icht genloren. on und ſche den mg, 6 nde ehu 8 4* den dür nin 1 1 jimmelz d Aun ermißt ßt k O Tati 4 ür kurzen 1 E em Sünda vi— ſe ewig Pr Press üm, — den Ki 18 Tol= Lank —¹ denen, die w 1Achon den 9 2 die aufgelnn enten helege Furt re Bereit, es i ebet ſenn Golt, 3—, gehn ſe 9g Leben hin ſ i.t. 1 11=un thut, das it kurz it N mein aufg 1— be nicht auf br 8 den, das jat trä Mall, wird eiſt fte rden. nkt un 4 Sr 18 Zier Zerrü Gott mit Staub zun mich ſeht 2, 9 „Der Tod. 2. Ich ſelbſt bin mehr, weit mehr als Staub; er iſt nur meine Hülle. Ich ſelbſt bin nicht des Todes Raub, mein Geiſt hat Lebens⸗ fülle. Wenn auch die Welt in Trümmer fallt; er jauchzt, daß er noch lebet, und aus den Trümmern ſchwebet. 3. Was fürcht' ich, denn des Todes Macht? Sie kann mich nicht erreichen. Was kümmert mich des Grabes Nacht? Sie muß dem Tage Weichen. OTag des Danks, des Preisgeſangs! Wann wirſt du meinen Blicken das dunkle Thal entrücken. 4. Hier glänzt noch nicht mein höchſtes Ziel. Was kann die Erde geben? Sie gibt, und gäh ſie noch ſo viel, kein reines Freuden⸗ leben. Mein Geiſt begehrt, was ewig waͤhrt, und ihn auch dann erheitert, wenn Alles andre ſcheitert. 5. Er iſt ein Glied der höern Welt; er iſt von Gott geboren. Für ihniſt, kaͤmpft er nur als Held, die Krone nicht verloren. Er tritt her⸗ vor, und ſchaut empor; die Krone. ſtrahlt im Himmel, 8 nicht hier im Erdgetümmel. froher Geiſt! Sei muthig: du wirſt ſi ſiegen. Leibes Band zexreißt; Dein Lebensguell fließt ewig hell; er tränkt nach kurzen bekannt. Nur deines 1 173 Leiden dich mit des Siegers Freuden. 7. Nur kurz iſ hier dein Aufenthalt. O dank dem Freudengeber! Wer weiß, wie bald die Stimme ſchallt: Verlaß das Land der Grä⸗ ber. Dein Vaterland iſt dir O ſei nur gut und weiſe und rüſte dich zur Reiſe! 29 5y Mel. Jeius, zerfallen; wirſt verſtälben, Staub zu Staub, und, wie leicht Gewölk, verwallen, ruhen in des Gtabes Schoos, jedes Erdenkummers los. 2. Doch nicht für die Erde nur gab der Vater mir das Leben: Uebungsſtand: jenſeits iſt , lnein Vaterland. 3. Jenſeits überm Staub beginnt erſt mein ächtes, wahres Leben; dort erſt reift 4 zum Mann das Kind, dort erſt werd ich mich erheben zu der Tugend, die nicht fehlt, Irrthum ꝛeicht füͤr T Wahrheit 6. So kampfe denn, mein 1 wählt. giebt mich reines Licht: dort wird Alles mir zur Klarheit, dort erſcheint mir unver⸗ hüllt 1 1 meine Zuverſicht. b 2 45 9 Wfn das ane wirſt du einſt, mein Leib, ich bin höherer Na⸗ tur, ſoll vom Staube mich erheben, hier iſt nur mein 4. Dort erſt iſt mein Auge 1u nicht trüb und ſchwach mehr für die Wahrheit; dort um⸗ ſelbſt wirſt nicht Feer — 174 ſſſ hullt ſie, die Wahrheit, nicht ihr Bild. 6 139„34330 5. Auf der immer lichtern Bahn ſeh ich dann mit hellern Blicken, was Erbarmer, du gethan, Menſchen ewig zu beglücken. Dunkel war mir hier Hende h. S, 6 Seele, füh⸗ 3. le dich t, Einſt ſchwingſt du dich auf vom Staube! Heil mir Einſt, Helohnet mich, wenn er thätig war, mein Glaube! Furchtbar iſt mir nicht der Tod, wenn ich that, was Gott gebot. 7. Ohne Furcht und ohne Graun werd ich ihm entgegen gehen, werde Gott anbetend ſchaun, werde, wie er iſt, ihn ſehen, weil mein Tod durch Jeſum Chriſt Eingang in den Himmel iſt. Mel. Alle Menſchen müſf en ſterb. 246—+ dir zu ſterben, ewig, Vater dein zu ſeyn, mit des Himmels frommen Erhen hier ſchon deiner mich zu freun, und mit ruhigem Gewiſſen, einſt mein Auge ſanft zu ſchließen; dieſe Gna⸗ de wünſch ich mirz die er⸗ bitt ich mir von dir! 2. Daß ich's könne, laß mich ſtrehen, frei vom Wahn und gſaubensvoll und ge⸗ recht vor dir zu leben, und zu leiſten, was ich ſoll! Ja, mein Gott, gib Licht und ir zu leben, ¹Unſterblichkeit und Vergeltung Stärke, daß im Fleiße gu⸗ ter Werke ich 39 getreu, jeder dild ſei!an Tigend Vor⸗ werden, ungehorſam keiner Pflicht, nie ein Aergerniß auf Erben, nauch nach mei⸗ nem Tode nicht. Seelen noch nach ſeinem Sterben ihre Freuden azu verderben, ſie zu reitzen, dich zu fliehn⸗ welch ein Fluchowie fürcht ich ihn! 3613 3 4. O wer wollte nicht auf Erden immer Ltreben; gut zu ſeyn, um ein Denkmahl einſt zu werden deß ſich die Gerechten freun? Ja ſſch will die Sunders locken, daß ſie nie ihr Herz verſtocken, und mit mir zum Ziele gehn 5. Daß auch, was ich hin⸗ terlaſſe, nie zur Ungerech⸗ tigkeit, nie zu Zank und bit⸗ term Haſſe meinen Erben Reiz verleiht, will ich früh ſchon weislich ſorgen; denn mein Tod iſt nicht verbor⸗ gen. Freudig ſcheid ich von der Welt), hab ich ſo mein Haus beſtellt. ⸗ 21 6. In den letzten Au gen⸗ blicken ſei mein Herz von Sorgen frei! Sagen müͤſſ' ich voll Entzücken: Du, mein Vater, ſtehſt mir bei, du, dem ich nun meine Seele und die Meinigen empfehle! Welch ein Ende! Guter Gott! gib mir einen ſolchen Tod! Mel. eſtändig dir neige Seele ich ihn ſeſehn 2 E. 1 Sehmazenl u nen zu ekom ne herzen, zu det Kah D deinen Mund vich zu Kfrer letten Etunde hen ſeynn lücken, den⸗ zucken laß me wie in Gerig du mit dem e wie dü, Ueder 14. Der fre Nute. Priü dodh, ſaͤrbe richt wanke in noth! So iſt ſenbe, doch en ſe mein — rden deßfſh ded, freun 7ucha 1=ndenl„4 1 Hg Knin je linken zrißt uch, waihit aſt. ie zuͤr thant eit=2 zu Zaif md ni meinen dh mt, uituſ nſi iich ſun reiſt nicht vett 5 ſcheid i 8 hab itin ss Sitt. m letten 3 7 mein Sagen niſ 4 ntzucken: 7 ſmn, ſiehſt mt ei tw aun meine 26 Anigen enpiil 91 adel Gunr n n en ſolchen 8 dich zu verlaſſen, Welt: ich geh zum beſſern Leben, ſo⸗ bald es Gott gefällt. wärs, wus mich betruͤbte? Dort ſchau ich ewig den, den meine Seele liebte, noch⸗ eh ich ihn geſehn d. 23 Er ruft zur Zeit der 8 uns voll Erbar⸗ men zu: kommt her, belad⸗ ne Herzen, zu mir und fin⸗ det Ruh! Dies Wort aus deinem Munde laß, Herr, mich zu erfreun, zuin meiner en Stunde mir Geiſt u und Leben ſeyn auen n 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu uͤber⸗ ſtehn. Im glaͤubigen Ent⸗ zuͤcken laß meine Seele ſehn, wie im Gericht für Sünder du mit dem Tode rangſt, und wie du, Ueberwinder, all⸗ mächtig ihn bezwangſt. 4. Der frohe Siegage⸗ danke: Wo iſt dein Stachel, Tod?, ſtärk' mich, daß ich nicht wanke in meiner Toͤdes⸗ noth!„So iſt, obgleich ich ſterbe, doch Sterben mein Gewinn. Ich bin des Him⸗ mels Erbe; dein Wort ſagt, daß ichs bin. 5. Du ſchriebſt ins Buch des Lebens auch meinen Na⸗ men ein. Dein Blut kann nicht vergebens für mich ver⸗ goſſen ſeyn. Dir trauet mei⸗ ne Seele, dich lobt, was Der Tod. ‿ Aeban⸗ Was 175 in mir iſt, Erlöſer meiner Seele, der du die Liehe biſt. Rel. Nun late aus den Leit 2 4 8 I ſichg lebt U der Menſch, der Staub, ſein Leben iſt ein fallend Laub; und dennoch ſchmeichelt er ſich gern, der Tag des Todes ſei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greiſes Ziel, der Mann noch ſeiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Itrthum wahr. 8 A 3. Sprich nicht, ich denf im Glück und Noth i im Her⸗ zen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiſer macht, hat nie mit Ernſt an ihn gedacht. 1 4. Wir leben hier zur Ewig⸗ keit, zu thun, was uns der Herr gebeut; und unſers Le⸗ dens kleinſter Theil iſt eine Friſt zu unſerm Heil— 5. Der Tod ruft Seelen vors Gericht, da bringt Gott Alles an das eicht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut, ſo ſei ſtets wachſamm und bereit⸗ draft dei⸗ Thron vſerchen zu bon dies macht —· 176 macht dich nicht von Sün⸗ den rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folgt und ſich vom Böſen kehrt, ein gläubig Herz, von Lieb' er⸗ füllt: dies iſt es, was vor Gott nur gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh'; du wirkſt ſie nicht, Gott wirket ſie. Du aber ringe ſtets nach ihr, als wäre ſie ein Werk von dir! 10. Der Zweck, zu wel⸗ chem du hier lebſt, dein Ziel, wornach du weiſe ſtrebſt, und was dir ewig Heil verſchafft, iſt Tugend durch des Glau⸗ bens Kraft. 11. Ihr alle ſeine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes ſeyn; und wachſen in der Heiligung, iſt wahre Todserinnerung. 12. Wie oft vergeſſ' ich dieſe Pflicht; Herr, geh mit mir nicht ins Gericht; drück tief des Todes Bild mir ein und laß es in mir wirkſam ſeyn; 3 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o Gott, erforſchen mag, ob Liebe, Demuth, Fried und Treu' die Furcht des Geiſtes in ihm ſei; 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh, ſtets meiner Schwachheit widerſteh, und freudig durch des Glaubens Macht im Tode ruf: es iſt vollbracht! b Unſterblichkeit und Vergeltung. Mel. Wann mein Stündlein /Ju wirſt, o Va⸗ 249 O ter, für mein Wohl auch einſt im Tode ſor⸗ gen; nur wann nnd wie ich ſterben ſoll, das haſt du mir verborgen. Mein Ende ſteht allein bei dir. Erhalte nur den Glauben mir, daß du es weislich ordneſt! 2. Gib, daß ich meine höchſte Luſt an meinem Hei⸗ land habe, und, ſeiner Lie⸗ be mir bewußt, ihm folge bis zum Grabe! Auf ihn, der für die Sünder ſtarb, und Troſt und Hoffnung mir erwarb, laß freudig mich vertrauen! 3. Die Kraft, zu denken, bleibe mir, wenns ſeyn kann, bis ans Ende, damit mein Geiſt ſich ſtets zu dir und deiner Gnade wende, und voll Gedanken, Gott, an dich zuletzt von dieſem Leibe ſich getroſt und ruhig ſcheide. 4. Soll ich gewaltſam, o mein Gott, und ſchnell und angſtvoll ſterben; ſo führe nur auch dieſer Tod mich zu des Himmels Erben! Ach hilf nur, daß ich allezeit zur Rechenſchaft vor dir bereit, als Chriſt die Welt ver⸗ laſſe! 5. Empfind ich keine Freu⸗ digkeit, entweicht in großen Schmerzen die Stille der Ge⸗ laſſenheit aus meinem ban⸗ gen Herzen; dann, guter Va⸗ ter, rechne du die Schwach⸗ heits⸗ Pea Aa. Ber uu b dit heilig ſeyn. — 2 Gatt, wei inda, wann wed enzeh 2 mein Stndle I u wirſt 6% . ter, für men Awin Tin p und wien astatun n e Endeſt r. Exhalten Q den mir, daß 8 ordneſt 4 meinem ſ 1 und, ſeiner 44 wußt, ihm fa Frabe! Auf 1e Sünder ſu I Hend Hoffnungt aſ S freudig n ,— .= raft, zu den de wenns ſeyn a a ade, damit m ſt m ſtets zu dirn erade wende, M — Got, 1 1 von dieſen kal 94und ruhig ſte S ich gewaltſan, 1= und ſchnel w a erben; ſe ſin a Keeſer Tod mi .— els Erben! 1 nt aß ich aläetn et At vor dir be die Wil w 1 ( und ich keine im veicht in goße d Sie Stle derge us meinem bau⸗ heitsfehler mir nicht zu, ich begehen konnteee— 6. Nimm auch verborgne Seufzer an, und laß, wenn ich nicht heten, nicht den⸗ ken und empfinden kann, mich deinen Sohn vertreten! Geheiligt muſſ' ich dir nur ſeyn; dann bin ich, Gott, mein Vater, dein im Keben die und im Todel wo ich bin, nur dir, o Herr, ergeben, dann iſt der Tod nur mein Gewinn, und Chri⸗ ſtus iſt mein Leben. Und geh ich nur zum Himmel ein, ſo will ich mich des Endes freun, ich ſterb' auch, wie ich wolle. Mel. Wer nur den lieben Gott Cpch will dich noch 250 im Tod erheben ſelbſt nah am Grabe preiſ' ich dich: zum Segen gabſt du mir mein Leben, nimmſt du es mir, du ſegneſt mich. Mein Leben ſucht ich dir zu weihn: mein Tod ſoll auch dir heilig ſeynn! 2. Gott, welche feierliche Stunden, wann du mich nun der Erd entziehſt, auf mich, den du getreu befunden, voll ſchonender Erbarmung ſiehſt! Allmachtiger, in dein Gericht gehſt du mit mir Erloſten nicht. 3. Der Leib wird ſchwach, die morſche Hütte, in der mein Geiſt hier wohnt, zer⸗ fallt; ich eile hier mit jedem 7. Ja, bleib ich immer, 177 Schritte entgegen einer beß⸗ ren Welt. ich bin getroſt, und zittre nicht; denn Gott iſt meine Zuverſicht. 4. Wie ſollt' ich vor dem Tode beben, da du für mich, Erlöſer, ſtarbſt? Er iſt durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbſt. Du gingſt voran; ich folge dir; zum Leben wird der Tod auch mpir. 1 5. Laß Qual und Leid mein Grab umringen, und mir den letzten Schrecken draͤun: du halfſt mir, Herr, die Welt bezwingen; den Tod darf ich mit dir nicht ſcheun. So nah dem Lohn, den Gott verſpricht, ſo nah am Ziele ſink ich nicht.. 6. Du wacheſt über meine Seele, wann ihre Stärke ſich verliert, gibſt deinem Engel ſchon Befehle, der ſie zu deinen Freuden führt, des Todes Nacht um mich ver⸗ ſcheucht, und mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich will dich noch im Tod erheben, Herr, noch am Grabe preiſ' ich dich; denn ewig werd' ich bei dir leben, und ewig freu ich dei⸗ ner mich. Durch dich iſt Ster⸗ ben mir Gewinn! Wohl mir, daß ich erlöſet bin! Mel. Jeſus meine Zuverſicht err iih dach dh 251 H. uch bah aus b mir zum Heil, noch Zeit in M Haͤn⸗ 178 Händen. Gib, daß ich ſtets eifrig ſei, ſie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorſicht Wink uns ruft! 2. Schnell und unaufhalt⸗ bar fliehn die mir zugezählten Stunden. Wie ein Traum ſind ſie dahin, und auf ewig dann verſchwunden. Dieſer Augenblick iſt mein: wird es auch der künft'ge ſeyn? 3. Laß mich auch ver Flüch⸗ tigkeit meiner Tage nie vergeſſen, wie unſchätzbar ſei die Zeit, die du, Herr, uns zugemeſſen; wie, was hier von uns geſchieht, ew'ge Folgen nach ſich zieht! ł4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohl⸗ fahrt, dir zum Preis, jede Stunde auszukaufen, die zu meiner Seligkeit deine Gna⸗ de mir verleiht! 5. Deine ſchonende Ge⸗ duld trage hier mich nicht vergebens! Herr, verzeihe mir die Schuld, wenn ich manchen Theil des Lebens nicht zu meiner Seele Wohl ſo benutzte, wie ich ſoll! 6. Laß mich meine Beſſe⸗ rung für mein Hauptgeſchäf⸗ te achten und nach meiner Heiligung mit ſo treuem Ei⸗ fer trachten, als erwartete noch heut mich Gericht und Ewigkeit.. 7. Deine Gnade ſteh mir bei, daß mein Leben auf der —ÿy—nnn ten ſei, Unſterblichkeit und Vergeltung. Erde reich an Tugendfrüch⸗ und ich reif zum Himmel werde! Nahet dann mein Ende ſich, o ſo ſtärk und tröſte mich! Mel. Dein ſind wir, Gott, in ein Leben ſteht in 92 5 2 M Gottes Handz er thu, was er mir heilſam fand! Er zählte mir, ſo wie mein Haar, ſchon eh ich war, auch meine Lebensſtunden dar. 2. Ich nütze mit Zufrie⸗ denheit die Tage meiner Sterblichkeit. Wie väterlich verſuͤßt ſie Gott! Doch Müh' und Noth ſind ihr Gefolg', und dann der Tod. 3. Die Blume pranget und fällt ab; ſo blüht der Menſch und ſinkt ins Grab. Nicht Jugend ſchützt, nicht Stand, noch Geld; nichts in der Welt iſt, was ihn davor ſicher ſtellt. 4. Wer rüſtet mich mit Muth und Kraft aufs Ende meiner Pilgerſchaft? Und wer beruhiget mich hier? v Herr, Allein von dir, kommt Muth und Ruhe mir. 5. Du bringſt mich, bin ich nur bereit, zum ſichern Glück der Ewigkeit, wo man des kurzen Grams vergißt, wo mancher Chriſt ſchon froh vyrangegangen iſt. 6. Froh werd' auch ich, wenn dirs gefallt, ein Bür⸗ ger der vollkommnen Welt. Den Meinen ſag ich auf dein Wort —— Wem: Got verein und dort. z Den dunk ich die iſt vom He faſes verhe mein, auch wo ich bin, freun Ml. Jeſub, LM lindlich eil ie be. Und was tieleict hier ten habe? D an deinen To denn Eins iſ 2 kebe, w iröſt, winſ lebt zu haben du ſier ervin nie dir Me 48 witd die fheun, dieſe G din. aind ich re en Aerde Naze e ſi nd* 5 ſ el. ſind wir, Gut, ein beben J M Geeni r mir heilſanit 1Aenir, ſo vin aaſ is yneh ich won ein ensſtunden i 2. nütze mit I mh wie Tage m tet as eit. Wie vat Gott. Doch! nd= ſind iör Gh nd=i der Tod. 3= Blume prang al amn ſo blüht der h nd ins Grat. uge ſchützt, nich en dd—ld; nichtt n , was ißr u Hn lt.„ 4. der rüſtet mi 3 ad Kraft aſt dr= Pilgerſchaft! eht ruhiget mich lanvon dir, 0 nt Nuth und Nue bringſt ri, bereit, zun ſt — Ewigkeit, ven Jen Grams un 1 ter Ehrit ſu 9ö fd 1 3 Der Tod. 1* Wort: Gott, unſer Hort, vereint uns bald auf ewig dort. 7. Den Troſt, o Jeſu, dank ich dir; du brachteſt ihn vom Himmel mir. Du haſt's verheißen: Ihr ſeyd mein, auch ihr ſollt ſeyn, wo ich bin, und euch ewig freun. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht — ine Leb 253 Mn werherezſ ſtündlich eil ich zu dem Gra⸗ be. Und was iſts, das ich vielleicht hier noch zu erwar⸗ ten habe? Denk, o Menſch, an deinen Tod, ſaͤume nicht: denn Eins iſt Noth. 2. Lebe, wie du, wann du ſtirbſt, wuͤnſchen wirſt, ge⸗ lebt zu haben! Güter, die du hier erwirbſt, Würden, die dir Menſchen gaben, nichts wird dich im Tod er⸗ freun; dieſe Güter ſind nicht dein. 1 1 3. Nur ein Herz, das Gu⸗ res liebt, nur ein ruhiges Gewiſſen, das vor Gott dir Zeugniß gibt, wird dir deinen Tod verſuͤßen; dieſes Herz, von Gott erneut, gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wann in deiner letzten Noth Freunde hülflos um dich beben, dann wird über Welt und Tod dich dies rei⸗ ne Herz erheben; dann er⸗ ſchreckt dich kein Gericht! Gott iſt deine Zuverſicht. 7 5. Daß du dieſes Herz erwirbſt, fürchte Gott, und bet und wache. Sorge nicht, wie bald du ſtirbſt; deine Zeit iſt Gottes Sache. Lern nicht nur, den Tod nicht ſcheun, lern auch, ſeiner dich erfreun! 6. Ueberwind ihn durch Vertraun, ſprich: ich weiß, an wen ich glaube; weiß, ich ſchwinge, Gott zu ſchaun, mich empor einſt aus dem Staube. Er, der rief: es iſt vollbracht! nahm dem Tode ſeine Macht. 7. Tritt im Geiſt zum Grab oft hin, ſiehe dein Gebein verſenken; ſprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich ſelbſt bedenken; lehre du michs jeden Tag, daß ich weiſer werden mag! Mel. Wer nur den lieben Gott — ein Gott, ich 254 M weiß wohl, daß ich ſterbe; ich bin ein Menſch, der bald vergeht, und finde hier kein ſolches Erbe, das ewig dauert und beſteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht ſelig ſterben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich ſterbe; kein Augenblick geht ſicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! die Blumen müſ⸗ ſen bald verblühn. Drum mache du mich ſtets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit! M 2 3. Mein 180 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich ſterbe, weil auch der Tod viel Wege hält Dem einen wird das Schei⸗ den herbe, ſanft geht ein andrer ans der Welt. Doch wie du willſt, gib nur dabei, daß ich wohl zubereitet ſei. 4 Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich ſterbe, und welcher Sand mich einſt be⸗ deckt. Doch wenn ich nur den Troſt ererbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt; ſo nehm ich jede Stelle ein: die Erd' iſt allenthalben dein. 5. Drum, liebſter Gott, wann ich nun ſterbe, ſo nimm du meinen Geiſt zu dir! Bin ich durch deinen Sohn dein Erbe, und hab' ich ihn im Glauben hier, ſo gilt mirs gleich, und geht mirs wohl, wann, wie und wo ich ſterben ſoll. Mel. Mein ganzer Geiſt 25 5 Wi wird mir 4 ᷣ dann, o dann mir ſeyn, wann ich, mich ganz des Herrn zu freun, in ihm entſchlafen werde? von kei⸗ ner Sünde mehr entweiht, entladen von der Sterblich⸗ keit, nicht mehr der Menſch von Erde! Freu dich innig, meine Seele, und erwähle ſchon hienieden, was dir dient zum ew'gen Frieden. 2. Beſiege denn des Todes Graun, mein Geiſt; er iſt ein Weg zum Schaun, der Unſterblichkeit und Vergeltung. Weg im finſtern Thale. Er ſei dir nicht mehr fürchter⸗ lich! Ins Allerheilichſte führt dich der Weg im finſtern Thale. Gottes Ruh iſt un⸗ vergänglich, überſchwäng⸗ lich! Die Erlöſten wird ſie unausſprechlich tröſten. 3. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten ſammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Macht, eh' ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgeſtammelt. Vater, Vater, ich befehle meine Seele deinen Händen; laß mich meinen Lauf gut enden! 4. Vielleicht ſind meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone ſchimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit; die Hütte meiner Sterb⸗ lichkeit, wird ſie erſt ſpät zer⸗ trümmert: laß mich, Vater, reiche Saaten guter Thaten dann begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! 5. Wie wird mir dann, o dann mir ſeyn, wann ich mich ganz des Herrn zu freun, ihn dort anbeten wer⸗ de? Von keiner Sunde mehr entweiht, ein Mitgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Menſch von Erde! Heilig! heilig! heilig! ſingen wir dir, bringen Preis und Ehre! Dir, der war und ſeyn wird, Ehre! Mel. b RalEhräu, 5n3 nen Tade hi tusiſtmein den mei Ge 2 c ſ Schrecken de Gruft; Gott erwecken, der he vuft 33 Und ne ſheden, auch nen Gott; ſ tit Freuden, in Gebot. 4 Ich hof ten, das vir lleßt. Ein ungeben, de 5. Dann gegen mein haupt, und ſe Gegen des He geglauht. Nal. Wann m b von dieſer We nlovn mant, michen n Eanein Auge ti dei dodten ſauvt lei nimgibt mih i cht ich dies Flh Aacht, mein au in ummelt. Uu erſi befehle m Aen Händen; Hhtt ar Kauf gut ert nicht ſind mer 4.1 ge= ich vin vebe 8en Ziel, u L ſchimmen. 1 einem zil n t. ü ütte meinen keit— dd ſee ert ſbitſ m laß miich, Au he=ten guter Ue m— iten vor den (eiten! 3= wid mit m da amir ſeyn, 1 anz des hem Der Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben Crch geh einſt ohne 25 6 J Beben zu mei⸗ nem Tode hin; denn Chri⸗ ſtus iſt mein Leben, und Ster⸗ ben mein Gewinn. 2. Ich ſcheue nicht die Schrecken der nahen dunklen Gruft; Gott wird mich auf⸗ erwecken, der mich zum Gra⸗ be ruft. 3. Und rief mich abzu⸗ ſcheiden, auch heute ſchon mein Gott; ſo geh' ich hin mit Freuden, und ſterb auf ſein Gebot. 4. Ich hoff ein beßres Le⸗ ben, das nimmermehr ver⸗ fließt. Ein Leib wird mich umgeben, der ewig herrlich iſt. 5. Dann ell' ich dir ent⸗ gegen mein triumphirend Haupt, und ſeh entzückt den Segen des Heils, das ich geglaubt. Mel. Wann mein Stündlein 2 5 J Wenn meine Zeit vorhanden iſt, von dieſer Welt zu ſcheiden, ach, ſo verlaß, Herr Jeſu Chriſt, mich nicht in meinen Leiden! an meinem End' em⸗ pfehl' ich dir, Herr, meine Seele, die du hier zum Him⸗ mel haſt gebildet. 2. Wenn Angſt und Todes⸗ furcht mich drückt, mich mein Gewiſſen naget; ſo wird mein Herz mit Troſt beglückt, das ſonſt voll Unruh zaget. 181 Tod. Mich tröoſtet in der letzten Noth dein Leiden und dein Kreuzestod, dadurch du mich erlöſet.. 3. Ich bin, o Herr, mit dir vereint: deß freu ich mich von Herzen; ich weiß, du bleibeſt auch mein Freund in Todesnoth und Schmer⸗ zen. Und ſterb' ich, o ſo ſterb ich dir, die frohe Hoff⸗ nung haſt du mir durch dei⸗ nen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod er⸗ ſtanden biſt, werd' ich einſt auferſtehen, ins Reich, das mir verheißen iſt, aus mei⸗ nem Grabe gehen; denn wo du biſt, ſoll ich auch ſeyn, und deiner Herrlichkeit mich freun, die dir dein Gott ge⸗ geben. W 1 5. So wird mein Ster⸗ ben mir verſüßt; der Tod kann mich nicht ſchrecken: er iſt ein Schlaf auf kurze Friſt, und Jeſus wird mich wecken. Er, mein Erlöſer, Gottes Sohn, wird mich mit ſich zu Gottes Thron ins ew'ge Leben führen. Mel. Herr, wir ſingen deiner [„QWelig ſind des 258 S uflu de⸗ ben, die Todten, die im Herren ſterben, zur Aufer⸗ ſtehung eingeweiht. Nach den letzten Augenblicken des Todesſchlummers folgt Ent⸗ zücken, folgt Wonne der Unſterblichkeit. Im Frieden ruhen 182 Unſterblichkeit und Vergeltung. ruhen ſie frei von der Erde Müh'. Gelobt ſei Gott! Vor ſeinen Thron, zu ſeinem Sehr begleiten ihre Werke je. In eigener Melodie. 259 Wos ſorgſt du ängſtlich für dein Leben? Es Gott gelaſſen uͤbergeben iſt wahre Ruh' und deine Pflicht. Du ſollſt es lieben, weislich nützen, es dankbar, als ein Glück, beſitzen, verlieren, als ver⸗ lörſt du's nicht. 2. Der Tod ſoll dich nicht traurig ſchrecken; doch dich zur Weisheit zu erwecken, ſoll er dir ſtets vor Augen ſeyn. Er ſoll den Wunſch zum Le⸗ ben mindern, doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr dir Kraft dazu verleihn. 8 88 3. Ermatteſt du in deinen Pflichten: ſo laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage ſind! Sprich; ſollt ich Gutes wohl ver⸗ ſchieben? Nein, meine Zeit, es auszuüben, iſt kurz, und ſie verfliegt geſchwind. 4. Denk an den Tod, wann böſe Triebe, wann Luſt der Welt und ihre Liebe dich rei⸗ zen, und erſticke ſie, Sprich; kann ich nicht noch heute ſter⸗ lich kommt er, ſie zu rächen, de Lockung folg ich nie. 5. Denk an den Tod, wann Ruhm und Ehren, wann dei⸗ ne Schätze ſich vermehren, daß du ſie nicht zu heftig liebſt. Denk an die Eitel⸗ keit der Erden, daß, wann ſie dir entriſſen werden, du dann dich nicht ſo ſehr be⸗ trübſt. 6. Denk an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Luſt ſein Bild vertragen, ſo iſt ſie gut und unſchuldsvoll. Sprich, dein Vergnügen zu verſuͤßen; welch Glück werd' ich erſt dort genießen, wo ich unendlich leben ſoll! 7. Denk an den Tod, wann deinem Leben das fehlt, wor⸗ nach die Reichen ſtreben. Sprich: bin ich hier, um reich zu ſeyn? Heil mir, wann ich in Chriſto ſterbe! Dann iſt ein unbeflecktes Er⸗ be, dann iſt des Himmels Reichthum mein. 8. Denk an den Tod, wann Leiden kommen. Sprich: alle Trübſal eines Frommen iſt zeitlich und im Glauben leicht. Ich leide zu doch von allem Böſen wird mich der Tod bald, bald erlöſen; er iſts, der mir die Krone reicht. 9. Denk an den Tod, wann freche Rotten des Glaubens und der Tugend ſpotten, und Laſter ſtolz ihr Haupt erhöhn. Sprich bei dir ſelbſt: Gott und plötzlich werden ſie ver⸗ gehn. oS).. l. 9 4 5— 10. 8—— V 10. Dank zeit der S pfeile Golte du ufſt, un rict. Epric tenn der He⸗ r wird wich zetlaſſen da fin Angeſcch 14. So ſu Fäͤllen den votzuſtellen: iictziternd er di ein Tr iin weiſer Fr Tagen, ein Rerſuchung ſer Na. Wer nur 250 G nein Ende?7 ds kommt der geſchvind ach kann kommen n— ſen werden, w 1 M lächt ſo ſehr i n n. Kann diu ld vertragen 4 and unſchuldaunl c) u Vergnügag e elch Gluck vi⸗ rſtt at genießen, h ne ic) leben ſolll d Panden Tod, vn en Kandas fehlt, m =Reichen ſtret rd i ich hier, x eyn? heil n un tin Chriſto ſtt an=an unbefleckne hF iſt des him hi mein. e nen. Spit bſ ines Fromnn a6 id eim Glnne t= leide rdoch 9=m wird nic hmm bald ellſane ir die Kront un (— ten des Gldüt gend ſpotten l ihr Haupt ei 11 Arr ifelbk 3 mnn den To nm 10. Denk an den Tod zur Zeit der Schrecken, wann Pfeile Gottes in dir ſtecken; du rufſt, und er antwortet nicht. Sprich: nein, mich kann der Herr nicht haſſen; er wird mich ſterbend nicht verlaſſen dann zeigt er mir ſein Angeſicht. 11. So ſuche dir in allen Fäͤllen den Tod oft lebhaft vorzuſtellen: ſo wirſt du ihn nicht zitternd ſcheun; ſo wird er dir ein Troſt in Klagen, ein weiſer Freund in guten Tagen, ein Schild in der Verſuchung ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 260 Woer weiß, wie nahe mir mein Ende? Die Zeit geht hin, es kommt der Tod. Ach, wie geſchwind ach, wie behende kann kommen meine Todes⸗ noth! Gott, gebe dann mir Kraft und Muth, und machs mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; ſo lang ich lebe auf der Erden, leb ich in ſteter Todsgefahr. Ich, der ich jetzt geſund noch bin, ſink, Kehllichs denke, kraftlos 3. Herr lehr' mich ſtets ans Ende denken, und laß mich, eh' ich ſterben muß, das Heil der Seele wohl be⸗ denken, und nicht verſchie⸗ ben meine Buß', denn jener er Tod. 183 ernſte Augenblick beſtimmt mein ewiges Geſchick. 4. Laß zeitig mich mein Haus beſtellen, daß ich be⸗ reit ſei für und für, und ſagen könn' in allen Fäͤllen: Herr, wie du willſt, ſo ſchicks mit mir! Hilf, daß bei je⸗ dem Glockenſchlag ich an mein Ende denken mag! 5. Erhebe meinen Sinn zum Himmel, verbittre mir der Sünden Luſt. Gib, daß in dieſem Weltgetümmel mir nichts, als Unſchuld, ſei bewußt; ſo eilt, wann die⸗ ſe Hütte fällt, der Geiſt in eine beßre Welt. 6. Ach, Vater, deck all' meine Sünden um Jeſu Chri⸗ ſti Willen zu, damit ich hier Vergebung finden, und dort bei dir vollkommne Ruh'! Du warſt mein Gott in je⸗ der Noth; drum ſei auch Vater mir im Tod! 7. Nichts iſt, das mich von Jeſu ſcheide, nichts, es ſei Leben oder Tod; er bleibt im Leiden meine Freu⸗ de, mein Schutz, mein Alles in der Noth. Er endet ſe⸗ lig meinen Lauf und nimmt mich adann im Himmel auf. 8. So komm' mein End' heut oder morgen; ich weiß, daß mirs mit Jeſu glückt. Er iſts, der mich in allen Sorgen, er iſts, der mich im Tod erquickt. Er ſtärket mir dann meinen Muth, und machts mit meinem Ende gut. In 184 In voriger Melodie. och leb ich. Ob 261 N ich morgen le⸗ be, ob dieſen Abend, weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebe, und treu erfülle meine Pflicht! Dann bin ich, ruft er mich noch heut, zu meiner Rechen⸗ ſchaft bereit. 2. Am Morgen blüͤht und glaͤnzt die Blume, und fällt oft ſchon am Abend ab. So ſinkt mit ſeinem Glück und Ruhme der Menſch, oft eh ers' denkt, ins Grab; und Seele, du mißbrauchſt ſo leicht ein Leben, das ſo ſchnell entfleucht? 3. Entziehe dich dem Welt⸗ getümmel hier iſt der Kampf, dort iſt die Ruh'. Auf! ſtreb und ringe nach dem Himmel, eil deiner beßren Heimath zu! Wie bald verfließt der Prüfung Zeit, und dann, dann kommt die Ewigkei! 4. Verſchiebe niemals dei⸗ ne Pflichten. Was du zu thun jetzt ſchuldig biſt, das eile heute zu verrichten; wer weiß, obs morgen möglich iſt? Nur dieſer Augenblick iſt dein; der nächſte wirds vielleicht nicht ſeyn. 5. O Gott, verleihe mir die Gnade, führ du mich ſelbſt durch deine Kraft der Tugend ebne, ſichre Pfade, erhalte mich gewiſſenhaft und immer treu in dem Beruf, Unſterblichkeit und Vergeltung. zu dem mich deine Liebe ſchuf! 6. dann wird mir jeder Theil des Lebens ein Segen für die Ewigkeit; ich lebe dann hier nicht vergebens, und nütze redlich meine Zeit, und ſeh, mit dir ergebnem Sinn, auf Tod und Grab und Zukunft hin. In voriger Melodie. 1(er weiß, wie 262 W bald in tiefer Stille die Stunde meines Abſchieds ſchlägt, wie bald man meines Geiſtes Hülle zu meinen Vätern ſchlafen legt? Wer weiß, ach, wer beſtimmt die Zeit des Ein⸗ tritts in die Ewigkeit? 2. Du weißt es, Gott, der meine Tage ſchon längſt mit Weisheit niederſchrieb, du, der im Gluͤck und unter Plage mein liebevoller Vater blieb. Von dir der mir den Odem gab, hängt auch mein letzter Odem ab. 3. Vielleicht in wenig Augenblicken rückt ſchon das große Ziel heran, wo ich nicht Andre mehr beglücken, nicht an mir ſelbſt mehr beſ⸗ ſern kann. Wie bald, wie ſchnell erſcheint die Nacht, die meinem Thun ein Ende macht 4. Vielleicht iſt dies der letzte Arme, der kläglich mich um Hülfe fleht. Wenn ich mich heute nicht erbarme, viel⸗ wieleit it zu ſoit; u bringt die? Fruct der z. Mein gen wuchen en Gedand Kann ich N erblaſſen, Morgens f Manch, a Wohlthun n iſ Weisheit 5 Die Kr heſten Jahrer heiligen, gen bis ins Al ſchreckliche V ſpat verſch Wahn, da fend ſterben 7. Weelei und Fieberh gung und J ich in Todess wer macht di bekannt? lächt en Fe beſtmmt wir 1 ung. Uum wird mirj — ebens ein d digkeit; ich ne nicht vergehen n edlich meine ä — nit dir ergetnen n Jod und Jrr bn. 1* iger Melodi. 9) er weih,n “ bald in iß Ue& Stunde nen i Stlägt, wie t 1 s Geiſtes ji m* Vätern ſchl 1 A weiß, ach im ie Zeit des ts nie Ewigkeit Li weißt es, r⸗Tage ſchon it tr Zheit niederſhht =—n Glück un m ag ren liebevolle ui eb. on dir der nit dei,„, hängt ucn te=em ab. 3. A leeicht in n get= een rück ſcn di heran, h 6 an miirr ſelbſt ma ne ſcheint die⸗ ich deine die Der Tod. vielleicht iſts morgen ſchon zu ſpät; und dann, was bringt die Aerntezeit? Die Frucht der Ungerechtigkeit. 5. Mein Pfund erſt mor⸗ gen wuchern laſſen, welch ein Gedanke voll Gefahr! Kann ich nicht Abends ſchon erblaſſen, wenn ich noch Morgens fröhlich war? O Menſch, ach, ſäum' im Wohlthun nicht! Nur dies iſt Weisheit und iſt Pflicht! 6. Die Kraft von meinen beſten Jahren ſei Gott, dem Heiligen, geweiht. Die Buße bis ins Alter ſparen, iſt ſchreckliche Vermeſſenheit. Zu ſpät verſchwindet oft der Wahn, da man auch ſchla⸗ fend ſterben kann. 7. Wie leicht raubt Schmerz und Fieberhitze mir Ueberle⸗ gung und Verſtand! Wenn ich in Todesängſten ſchwitze, wer macht mich dann mit dir bekannt? O Gott, viel⸗ leicht ein Fall, ein Schlag beſtimmt mir meinen Ster⸗ betag. 18 8. Laß, Höchſter, deinen Geiſt mich leiten! Er mache mich von Sünden rein! Dann wird der Tod zu allen Zeiten mir nur ein Friedensbote ſeyn. Du kommſt, vielleicht zu Mitternacht! O wohl dann ewig dem, der wacht! Ceſus, meine 3. ¹ 2 64 Jſua ueine har Mei. Was Gott thut, das iſt 2 6 3 bebe nicht vor ₰ Tod und Grab! 185 Im Grabe ruht der Müde; auf den Entſchlummernden herab ſinkt ſchon des Him⸗ mels Friede. Aus aller Noth erlöſt der Tod; der Augen⸗ blick des Scheidens iſt auch das Ziel des Leidens. 2. Es gibt ja nichts auf dieſer Welt, was meine Sehnſucht ſtillet; nur dann, wann dieſe Hütte fällt, wird erſt mein Wunſch erfüllet. Zum Sternenchor ſteig ich empor, zur Klarheit, von Täuſchung zu der Wahrheit; 3. Von hier, wo oft die Unſchuld weint, und oft das Laſter ſieget, bis der Ver⸗ geltungstag erſcheint, wo dieſes unterlieget. Die Kla⸗ geſchweigt; der Jubel ſteigt! Der Unſchuld ſchönſte Freu⸗ den blühn aus der Saat der Leiden. 4. Drum freu' ich mich im Glauben ſchon auf jenes beßre Leben, denn unſrer Tugend vollen Lohn will Gott uns dort erſt geben. Was Tod uns heißt, befreit den Geiſt; er muß zu allen From⸗ men als Engel Gottes kom⸗ men. Die Auferſtehung. In eigener Melodie. und ich ſoll mit ihm leben! Dieſes weis ich; ſollte nichi 1 4 vom Schattenthal V ihm verbunden. 8365 AUnſterblichkeit ſich mein Herz zufrieden ge⸗ ben, was die lange Todes⸗ nacht mir auch für Gedan⸗ ken macht? 2. Jeſus, mein Erlöſer, lebt, ich erwarte mit Ver⸗ trauen, daß er mich zu ſich erhebt; warum ſollte mir denn grauen? Läſſet auch ein Haupt ſein Glied, welches es nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch der Hoff⸗ nung Band zu genau mit Er, der ſelbſt den Tod empfand, hat für mich ihn überwunden; auch im Tode bleib ich ſein, ewig ſeiner mich zu freun. 4. Dieſer Körper nur iſt Staub; er nur ſinkt zurück zum Staube. Nie wirſt du des Todes Raub, du, mein Geiſt! O. ſel'ger Glaube, Heil mir! Mein Erlöͤſer lebt, der mich einſt zu ſich erhebt. 5. Dann wird mich, ſtatt dieſer Haut, ein verklärter Leib umgeben, fuͤr die neue Welt gebaut, ein Gebild' fürs hohere Leben; und in dieſem Leib' ſeh ich, mein Erlöſer, ewig dich!. 6, Ob dies Aug' im Tod auch bricht wirds doch ſei⸗ 5 nen Retter kennen; und wie freudig werd ich nicht dann ihn den Vollender nennen, wann er von der Sterblich⸗ und ufleht; wirnd und kann nithu untergehen. Irdiſch und Fergelkung. werd' ich ausgeſät, liſch werd' ich auferſtehen. Nimm, Verweſung, mein Gebein; ich, ich werd' un⸗ ſterblich ſeyn! 8. Seid getroſt und hoch⸗ erfreut: Jeſus kennt euch, ſeine Glieder! Chriſten, wehrt der Traurigkeit; ſterbt ihr, Jeſus weckt euch wie⸗ der, wenn ſein mächt'ger Ruf erſchallt, der durch alle Gräber hallt! 9. Wo iſt dein Triumpf, o Tod? Nimm den Staub hin. Ohne Graun folgen wir, wir werden Gott, wer⸗ den den Erlöſer ſchaun. Unſer iſt der Sieg, und Heil ewig, ewig unſer Theil. 10. Darum, Chriſten, auf! erhebt euren Geiſt von die⸗ ſer Erden, lebet hier dem Heiland, lebt ihm, dem ihr ſollt ähnlich werden! Wer ſich ſeiner dort will freun, muß hier rein und heilin ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gokt 9 265 5 Jo bin zur Ewig⸗ keit geboren, für eine beßre Welt beſtimmt; mein Leben geht dann nicht verloren, wann hier das Grab den Leichnam nimmt. Zu groß bin ich für dieſe Zeit; mein Loos iſt die Unſterd⸗— keit dieſer Erde mich befreit! 150) 2 Was hier leidet, ſeufzt lichkeit.*) 2. Was iſt die Welt, was Gluͤck und Ehre? Wär auch ihr ganzer Reichthum mein; er himm⸗ ————— ——————— —-——y— et blibe w mel wite, ft ce doch zu dn fnde n Nu meil tmn zu 3, Es ſch gott der Kie Glüc, m b gflanzte ſel de ſo ſtar, grut Er, ut nich erf lih ſe j nicht 14 der W. tu u lieben Wahrheit Lich ſier noch uner uuß einſt noc ſehn. Sd en Trieb m er nimmer i 5 Gott vind einſt n zend wird dun Er witd, wa en tien; le nan hier rete ſer nag s ſott kann 5 iih fenn 7n 4 ggeſät, lin 3 20 aufenſähe eſung, mi 4 E ich werd vn⸗ b 9 di und hog ennt eug Der! Chrtn er Wit dein Tuumf d2m den Si Sr. Graun folle wi den Gott, we A bliſer ſchar üc en und H. [nmſer Theil. .3,—, Ghriſten, an ’t u Geiſt von i Ert lebet hier da an t ihm, den chu werden W ein ort will fem htin und ßilt AA 1 den liim 66 5) cchbin; urEn, 14— ti ſu ne aWelt beſtimm Uregeht nus tei dan hier d eichnam nun 8 achfür dieſ zi 9= dien uin e Mn 4 ren nai meinem Staube: Die er bliebe wenn kein Him⸗ mel wäre, für meine Wün⸗ ſche doch zu klein. Mein Geiſt findt' nicht im Staube Ruh': er eilt erhabnern Gü⸗ tern zu. 3. Es ſchuf mich ja der Gott der Liebe, zum höh'ren Gluͤck, zu höh'rer Luſt, und pflanzte ſelbſt dazu die Trie⸗ be ſo ſtark, ſo tief in meine Bruſt. Er, der mit Sehn⸗ ſucht mich erfüllt, läßt wahr⸗ lich ſie nicht ungeſtillt. 4. Der Wunſch, ihn ewig treu zu lieben, der höh'ren Wahrheit Licht zu ſehn, der hier noch unerfüllt geblieben, muß einſt noch in Erfüllung gehn. So wahr Gott die⸗ ſen Trieb mir gab, erſtirbt er nimmer in dem Grab. 5. Gott iſt gerecht, er wird einſt richten: die Tu⸗ gend wird durch ihn gekront. Er wird, was ſie gedrückt, vernichten;“ man hier verhöhnt. Das La⸗ ſter mag es hier ſich freun; e dort kann es nimmer, glück⸗ lich ſeyn— 6.70ſt's. mögküch, kann Gott anders handeln? Gilt denn kein Recht in ſeinem Reich? Die Frommen, die hiernvor ihm wandeln, ſind die den Uebelthatern gleich? Nein, Tugend ſiegt! Ich ſterbe drauf: Gott weckt anüche zur Vergeltung auf. Ernweckt mich auf aus dies hofft uferſtehung. terhöhen, die winkt in höhrer Luſte mir 187 mein Herz, dies ſagt ſein Wort. Dies Wort, laut triumphirt mein Glaube, treibt mächtig alle Zweifel fort. Wie froh erhebt ſich nun mein Geiſt, da Gott in ſelbſt unſterblich heiſfe. 8. Mein Jeſus lebt! Wer will mich tödten? Er ſichert mir Unſterblichkeit. Er gibt mir Muth in Todesnöthen, und leitet mich zur Seligkeit. Auch dieſer Leib muß aufer⸗ ſtehn, vollkommner einſt zum Himmel gehn. 9. Ihr Thäler ſinkt! Fallt, Berge, nieder! Mein feſter Glaube fürchtet nichts. Ich ſterbe; doch erwach ich wieder am Morgen eines ewigen Lichts. dann fängt mein neues Leben an, und, Gott, u wie e ſelig t bim ich dann In voriger Mandie er Lenpenſtewet, -& was dallebet; er bricht des Winters Feſſeln los; der Blumen ſchöner Flor erhebet verjüngt ſich nusder Erde Schooß⸗ und freund⸗ lich lächelt ger mir zus un⸗ ſterblich⸗ freu bie 7. Manſchen biſt duln 2. Die Sonne lſt; demmr Schmetterlingen das Band mit ihrer ſieh„Fer erhebt die zarte Strahlenmacht, Schwinge ⸗e geſchmuückt mit neuer Fruͤhlingspracht, und zu: 188 zu: Unſterblich, freu' dich, Menſch, biſt du! 3. Mir hat Gott For⸗ ſchungsgeiſt gegeben, und Wünſche, die die Welt nicht ſtillt. Heil mir! ſie bür⸗ gen mir ein Leben, wo ſich des Höchſten Rath enthüllt. O, Himmelsahnung ruft mir zu: unſterblich, freu' dich, Menſch, biſt du! In eigener Melodie. 2 67 Jkuferſtehn, ja 97 auferſtehn wirſt du mein Staub nach urzer Ruh; unſterblich Le⸗ ben wird der dich ſchuf, dir geben! Halleluja! ich geſat. Der Herr der Aern⸗ te geht, und ſammelt Gar⸗ ben uns ein, nns ein, die ſtarben. Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! Wann ich im Grabe genug ge⸗ ſchlummert habe, erweckſt du mich. b 4. Wie den Träumenden wirds dann mir ſeyn. Mit Jeſu geh' ich einſt zu ſeinen Freuden. Der müden Pil⸗ ger Leiden ſind dann nicht mehr. 18 5. Ach ins Allerheiligſte führt mich mein Mittler dann; lebt' ich im Heiligthume zu ſeines Namens Ruhme! Halleluja. Unſterblichkeit und Vergeltung. Mel. Wer nur den lieben Gott 26 8 Watum erbebſt du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich um⸗ ſchließt einſt ſeine Höhle; nur deine Hülle ſinkt hinab. Nur ſie, weil ſie Gott ſchuf aus Staub, nur ſie wird der Verweſung Raub. 2. Du, zur Unſterblichkeit erleſen, ſchwingſt dich empor zu Gottes Licht, und ſchauſt den Urſprung aller We⸗ ſen von Angeſicht zu Ange⸗ ſicht; bewunderſt deines Gor⸗ tes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 3. Dann, Seele, wirſt . du das verſtehen, was hier 2. Wieder aufzublühn„werd h kein Sterblicher erklärt, was hier vollkommen einzuſehen der Weiſeſte nmſonſt begehrt. dann täuſcht dich Wahn und Irrthum nicht, und ſelbſt die Finſterniß wird Licht. 4. Dann wirſt du den, o den erblicken, den hier allein der Glaube ſieht, den, der, dich ewig zu begluͤcken, nach Gottes Rath am Kreuz ver⸗ ſchied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott, dich hier getrennt von deinem Gott! 5. Wenn nun der Tag des Herrn erſcheint, verläßt dein Leib der Gräber Ruh. Zum zweitenmal mit dir vereint, wird er unſterblich, ſo wie du. O Seele, zittre länger nicht, daß deiner Huͤtte Bau zerbricht! Mel. N.Jis. he on in ftied 1* des nhn, und ſch aae ein dns freun, n uthſten ſun 2 dag du ten woch mi Alher ttten. daſtdes Joch bens Krot' er dch aher führt duc b, wie 3 du, du jier tormals ſitten. Noch ii wit, daſt gllitten. S Kampf mich dich, Vollend 4 Aui eit auch nare degegen jene dn der kurzen dis prage i'ge Wonr 65 Gii uns ung Kuft, vofl zu nütze tluß derit diuns mn au dih uns f dei kgähen, . Daß wi nicht mn wirſt auſe Kraſt der d 1 ſchmecken ltung. nur da iih 4 3 ₰ arum erhh Ku =o. Matnan inſt ſeine hit Hülle ſntt ſt — eil 3, 1 , nur ſie wind u a Nau. zur Unſterzlit, t wingſt dich 4 * zs Licht, und 3ſta aung aller 1 de ugeſicht zu A anderſt deines G Jaui jener We u*☛ Nxacht. b à=n, Seele, erſtehen, waiſ 18n nicher erklan, n ammumen einit 1 te nmſonſtkeye nmht dich Wifn th nicht, und ſeh F niß wird dtt .=n wirſt duda drn, den hier il (e ſieht, den, n 1 zzu beglücke u = ih an Knar dn jauchze, dcßt Ni= 1 Spett, dih er yn deinem Gutt nun mn eeiint, verlaßt 1 täber Ruh. 4 * it dir vere rn mit dir i aerblich, in eele, zittre li ener Hütte deiner h Mel Die Auferſtehung. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 6 Selig, Jeſu, 2 9 S ſind, die nun ſchon im friedenvollen Gra⸗ be von des Lebens Arbeit ruhn, und ſich Gottes größ⸗ ter Gabe, eines ew'gen Le⸗ bens freun, möchten wir es auch ſchon ſeyn! 2. Doch du willſt, wir le⸗ ben noch mühſam hier in Pilgerhuͤtten. einſt dies Joch, die des Le⸗ bens Kron' erſtritten. End⸗ lich aber führt der Tod uns auch ſo, wie ſie, zu Gott! 3. Du, du ſelber lebteſt hier vormals auch in Pilger⸗ hütten. Noch unendlich mehr, als wir, haſt du, Göttlicher, gelitten. Standhaft laß im Kampf mich ſtehn, ſtets auf dich, Vollender, ſehn! 4. Was iſt dieſe Lebens⸗ zeit? auch nur eine kurze Stun⸗ de gegen jene Ewigkeit. Aber an der kurzen Stunde hängt (dies präge tief uns ein) ew'ge Wonn’ und ew'ge Pein. 5. Gib uns Weisheit, gib uns Kraft, dieſe Stunde wohl zu nützen, und beim Schluß der Pilgerſchaft wol⸗ leſt du uns unterſtützen! Laß auf dich uns freudig ſchaun, dein begehren, dir vertraun! 6. Daß wir dein ſind, nicht der Welt, daß du uns wirſt auferwecken, dieſe Kraft der beßren Welt laß uns, wenn wir ſterben, ſchmecken! flöß' uns jetzt Alle trugen freuden ſchmachtet, Geiſtes Wohl verſäumt, Men⸗ ſchen quälet und verachtet, 189 den Muth ſchon ein, in dem Tod getroſt zu ſeyn! 7. Und wenn wir vom Kampfplatz nun zu den Tod⸗ ten Gottes gehen, wollſt du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verſtehen. Auch für unſre Todesnacht riefſt du einſt: Es iſt voll⸗ bracht! 1 Das Gericht. In voriger Melodie. apee n Lhe 270 u eunms he Zeit, ſtündlich eil' ich ihr entgegen, wo der Herr auch mir gebeut meine Rechnung abzulegen. Dann wird Al⸗ les, Alles klar, wie ich leb⸗ te, wer ichwar. 2. Selbſt des Herzens ſtil⸗ len Rath wird der Richter offenbaren. Jedem wird für jede That dann Vergeltung widerfahren; wie er hier den Saamen ſtreut, ärntet er in Ewigkeit 3. Dann verſtummt der Thoren Spott, Freyler ſte⸗ hen dann, und beben. Hei⸗ lig und gerecht iſt Gott, und er ſah ihr Sundenleben. Wer beſchränkt des Richters Kraft, wenn er ruft zur Rechenſchaft? 4. Wer hier ſeine Zeit ver⸗ träumt, nur nach Sinnen⸗ ſeines und ————————ÿöööÿm44———————————— — 9ᷣ—— ͦꝛ— ——=— 190 und ſich reuvoll nicht bekehrt, fühlt ſich dann der Strafe werth. 4 5. Nur ein weiſes from⸗ mes Herz darf nicht vor dem Richter zittern; nur den Chriſten wird kein Schmerz dort am Gnadenthron er⸗ ſchüttern. Heilig war ihm ſeine Pflicht; es verdammt ſein Herz ihn nicht. 6. Chriſten, Chriſten, rich⸗ tet nicht! Laßt den Herrn das Urtheil faͤllen! Er bringt Al⸗ les einſt ans Licht, wird einſt jede Nacht erhellen. Lieber duldet, lieber weint, bis ſein großer Tag erſcheint! 7. Laßt uns nur gewiſſen⸗ haft ſtets nach Gottes Willen handeln, eingedenk der Re⸗ chenſchaft, fromm auch im Verborgnen wandeln, ſelbſt die kleinſte Suͤnde ſcheun, und Verehrer Jeſu ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 271 Wenn ich auf — Gottes We⸗ gen wanke, und ſtraucheln will, ſo ſchrecke mich der herzerſchütternde Gedanke: Gott richtet einſt die Welt und dich! Er hats verkün⸗ digt, ſein Gericht iſt unaus⸗- bleiblich, ſtrauchle nicht! 2. Der Weg der Tugenb, den ich walle, ſei rau und ſteil, wo führt er hin? Zum Him⸗ mel, wenn ich Gott gefalle, wenn ich getreu und ſtand⸗ haft bin, geſtarkt, o Gott, Unſterblichkeit und Vergeltung. durch deine Huld zur Selbſt⸗ verläugnung, zur Geduld. 3. Oft will ich zu mir ſelber ſagen: die Welt vergeht mit ihrer Luſt! Wohl mir, bin ich bei allen Plagen nur kei⸗ nes Frevels mir bewußt! Es kommt, es kommt die Ewigkeit, die mich aus jeder Noth befreit. 4. Einſt werd ich Jeſu Stimme hören: der du zu meiner Rechten biſt, du warſt gehorſam meinen Lehren; nimm hin, was dir berei⸗ tet iſt! Komm, erbe meines Vaters Reich; ſei ſelig und den Engeln gleich! 5. Solch eine Wonne war⸗ tet meiner, wenn ich mit brü⸗ derlichem Sinn den Nächſten lieb', und gern mich ſeiner erbarm', und Jeſu ähnlich bin. Wie könnt' ich hart und lieblos ſeyn? Betrübte ſehn, und nicht erfreun? 6. Dort, dort trifft den, der ohn' Erbarmen nie men⸗ ſchenfreundlich ſich beweiſt, der, fuͤhllos bei der Noth der Armen, Bedrängte nie er⸗ quickt, noch ſpeißt, den Hung⸗ rigen ſein Brod nicht bricht ein unbarmherziges Gericht. 7. Fühlloſe, wird der Richter ſagen, verſchloſſen habt ihr eure Hand, verach⸗ tet eurer Brüder Klagen. Entweicht! Ich hab euch nie erkannt! Fuͤr den, der Brüu⸗ der nicht erfreut, iſt freu⸗ denleer die Ewigkeit! 8. So 8 60 w de rictten, wenn du en ten ilter. Majeſtat wird der fteun, de ſchrechlich 9. Gib Muth und nein Glau geübt in jed bewährt und ſo werd ich nich ewig d freun. N Aut N2 auch mir Jeſu, nim Aaß ich ein 2 Mache den frei, fe getreu; ſo d Gerict, Geele nicht. 3 Millon deine Hülfe Jöereite au lügeſänge Die dir dn ſcher dei Führ duch em, unr de ſeyn. 5 Fälger Lort; ſiß im fort, bis eſu Chrſt lendet jt. 2 Huld zur Eelh , zur Gedulh 1 zu wir el — mir bevij I Sen, es ue ge— ie mich autj r. 4 werd ih g di un ren: der uf ier 1ten biſt, dua drſe meinen kehne mi was dir ba ſti nIn, erbe um er ch; ſei ſelig ᷣ Neic .— eine Wonnene = wenn ich uiſ lih am dinn den Nach „= gern nich ſa 6 zund Jeſu äßt W— könnt' ih k 2r ſeyn? rit n, m nicht erfteun! 6. um, dott tiift n oh barmen m 11 nffwn lich ſich hmi os bei der R 92= Bedrängte nn kt=) ſpeißt, denge u= S Brod nicht hit un. berziges Geitt — loſe, wid k 8 gen, verſc lſt b te Hand, vent — Bruder Alat Ich hab a⸗ 4 tur den, der dh erfreut, iſt fn A Ewigtit 8. 5 Das Gericht. — 8. So wirſt du jede Sün⸗ de richten, gerechter Richter, wenn du einſt den Uebertre⸗ tern ihrer Pflichten in deiner Majeſtät erſcheinſt. Dann wird der Fromme ſich er⸗ freun, dem Böſen Alles ſchrecklich ſein. 9. Gib mir, o Vater, Muth und Stärke, damit mein Glaube, dir getreu, geübt in jedem guten Werke, bewährt und dir gefällig ſei; ſo werd ich ewig ſelig ſeyn mich ewig deiner, Gott, er⸗ freun. Mel. Aus der Tiefe rufe ich 272 Hen und Richter aller Welt, der auch mir mein Urtheil fällt, Jeſu, nimm dich meiner an, daß ich einſt beſtehen kann! 2. Mache mich von Sün⸗ den frei ,„feſt im Guten, dir getreu⸗ ſo erſchrickt, hältſt du Gericht, vor dir meine Seele nicht. 3. Millionen preiſen ſchon deine Hülfe, Gottes Sohn. O bereite auch an mir ſolche Lobgeſänge dir! 4. Die dir folgen, führeſt du ſicher deinem Himmel zu. Führ' auch mich einſt dahin ein, nur der Deine will ich ſeyn. 5. Folgen will ich deinem Wort; hilf mir gnädig da⸗ rin fort, bis mein Lauf, Herr Jeſu Chriſt, ſelig hier vol⸗ lendet iſt. heit unterliegen. 191 6. Fröhlich hör' ichs dann von dir: Komm, Geſegne⸗ ter, zu mir! Nimm an mei⸗ ner Wonne Theil! Dein iſt nun mein ganzes Heil! 7. Und frohlockend preiſ' ich dann, was du, Herr, an mir gethan; freue mit den Deinen mich deiner Güte ewiglich. In eigener Melodie. 27 3S Sochon iſt der Tag von Gott beſtimmt, da, wer auf Erden wandelt, ſein Loos aus Got⸗ tes Händen nimmt, nach⸗ dem er hier gehandelt. Er kommt, er kommt, des Men⸗ ſchen Sohn; er kommt, und Wolken ſind ſein Thron, der Erde Kreis zu richten. 2. Hier, an dem Rand der Ewigkeit, verſammeln ſich die Schaaren, die ſeit dem erſten Tag der Zeit der Er⸗ de Bürger waren, nur dem Allwiſſenden bekannt, un⸗ zählbar, wie des Meeres Sand; hier ſtehn ſie vor dem Richter. b 3. Hier muß der falſche Wahn der Welt der Wahr⸗ Hier, wo das Recht die Waage hält, wird keine Sünde ſiegen. Hier iſt zur Buße nicht mehr Friſt, hier gilt icht mehr Betrug und Liſt; nhier gilt kein falſcher Zeuge 4. Der Richter ſpricht; der Himmel ſchweigt, und alle alle Völker hören erwar⸗ tungsvoll und tief gebeugt: Kommt, erbt das Reich der Ehren! So ſpricht er zu der frommen Schaar; zu der, die ihm nicht folgſam war: Hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn; Stürtzt über uns zuſammen, ihr Welten, fallt, daß wir vergehn, die wir uns ſelbſt verdammen! Die Frommen aber ſtehn im Licht des Friedens, und ihr Angeſicht ſtrahlt ſeliges Ent⸗ zücken. 6. Frohlockend ziehn ſie in das Reich, das Gott für ſie bereitet, wo er ſie, ſeinen En⸗ geln gleich, von Licht zu Lichte leitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit; kein Kum⸗ mer, keine Traurigkeit ſtort ihre ſel'gen Freuden. 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernſt bedenken! Es ſtärke mich mit Zuverſicht, ſo oft mich Leiden kränken! Es reitze mich, gewiſſenhaft und eingevenk der Rechenſchaft, nach deinem Wort zu wan⸗ ddeln! Mel. Straf mich nicht in deinem „ Serr, ich bin dein 274 H Eigenthum; dein iſt auch mein Leben! Mir zum Heil und dir zum Ruhm haſt du mirs gege⸗ ben! Väterlich führſt du mich Unſterblichkeit und Vergeltung. auf des Lebens Wegen mei⸗ nem Ziel entgegen. 2. Einſt kommſt du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden: dann ſoll ich zur Rechenſchaft vorgefordert werden. Dein Gericht ſcho⸗ net nicht; Richter aller Wel⸗ ten, du, du wirſt vergelten. 3. Weh dann mir in Ewig⸗ keit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit hier gemißbraucht habe! Weh dann mir, hab ich hier ſie nicht treu verwendet, ſorg⸗ los ſie verſchwendet! 4. Möchte täglich dein Ge⸗ richt mir vor Augen ſchwe⸗ ben! Möcht' ich mich, ſtets meiner Pflicht treu zu ſeyn, beſtreben, daß ich nie thö⸗ rigt ſie aus den Augen ſetze, nie ſie frech verletze! 82 5. Lehre mich gewiſſenhaft meine Tage zaͤhlen, einge⸗ denk der Rechenſchaft, nur was gut iſt, wählen! Gib, daß ich ernſtlich mich täglich und auch heute, darauf vor⸗ bereite! 6. Zeigt ſich erſt die Ewig⸗ keit furchtbar in der Nähe, o, dann iſt es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad' erflehe! Wann der Tod ſchon mir droht, kann ich deinen Wil⸗ ken, Herr, nicht mehr erfül⸗ en. a 7. Mein Gewiſſen ſtrafe mich gleich bei jeder Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade ſuch' und finde! Rufe Rufe du! ſerſ du d iir vergäe 8 Euſt 1 ichts, we ſwmmen; dines Lich wonmen. oll dich dann mein M Wau 1756 eyn,unendl hen. Ach, u eens Pein; gagen, war dur Buße Weltgerich Rechenſcha 2. Ver Gnadenzei ner Stund Dienſt der hens ihm en fat des be felt; o wel und quält; Seele 4 Woble dengut, wor ſch lenkte? dinz und! ut er andre beug it den„ud nun in 8 4 Dunl 4. Nun des Aaſtn verführt, 88 dnß un ſolli 8 haft vorgefbede — eein Genict ſte nig= üchter aller N d wirtt vergale l* ann mir in Eu : ich deine Ga neſse, meine Zeitſe ißte Iſt habe! N 7 hab ich bie t un ewendet, ſan ſie aſwendet! ſ Setaglich deinz t=or Angen ſch 1= ich wih, ne Micht tren zuſ ret Idaß ich ne ſden Augenſe ſie— verletzeſ ⸗ nich gewiſunt ne— e zählen, ige 61.— techenſchaſt, u 8 1 x, wählen. 6 i ſtlich mich ti Ir Jeute, daraufut 1 1 s ſich erſt die br dar in der R Ariſt es nich 3 — Gnad enlt ð Tod ſchon m Ueer mich deinen N 12 nicht mehr tit —n Gewiſer ii bei jeder in ¹ttler, baldu ee ſach und ſi Rufe du dann mir zu: beſ⸗ ſerſt du dein Leben, ſo iſt dir vergeben. 8. Einſt am Tage des Ge⸗ richts, werd ich mit den Frommen zu dem Auſchaun deines Lichts gnädig aufge⸗ nommen. Wonnevoll, Jeſu, ſoll dich dem höhern Leben dann mein Dank erheben! Mel, Wann mein Stündlein (roß wird des 2 7 4 Suͤnders Elend ſeyn, unendlich ſchwer zu tra⸗ gen! Ach, unter des Gewiſ⸗ ſens Pein wird ſeine Seele zagen, wann ihn, den nichts zur Buße weckt, der Tag des Weltgerichts erſchreckt, zur Rechenſchaft ihn fordert! 2. Verſchwendet iſt die Gnadenzeit! Wie viele ſei⸗ ner Stunden ſind, in dem Dienſt der Eitelkeit, verge⸗ bens ihm entſchwunden! Er hat des Lebens Zweck ver⸗ fehlt; o welche Reu ergreift und quaͤlt zu ſpät nun ſeine Seele! 3. Wo bleibt nun jedes Er⸗ dengut, worauf ſein Wunſch ſich lenkte? Wo bleibt der Stolz und Uebermuth, wo⸗ mit er andre kränkte? Ge⸗ beugt iſt jetzt ſein trotzig Herz, und jede Luſt wird nun in Schmerz, in Pein und Qual verwandelt. 4. Nun flucht ihm, wer des Laſters Bahn, durch ihn verführt, erwählte. Nun Das Gericht. 193 klagen ihn die Seelen an, die er aus Bosheit quälte; und jeder Schmerz, durch ihn ver⸗ mehrt, und jedes Gluͤck, durch ihn geſtört, tritt furcht⸗ bar ihm vor Augen. 5. Des Richters ernſte Stimme ſpricht: Weicht von mir, Uebelthäter! und in ihm ſein Gewiſſen ſpricht: Du biſt ein Uebelthäter! Von Gott und Seligen verbannt, fühlt er, was er ſonſt nie empfand: gerecht ſei ſeine Strafe. 6. O Sünder, ſichre Sun⸗ der, eilt, euch reuvoll zu bekehren! Laßt nicht, weil das Gericht verweilt, euch durch den Wahn bethören: zur Beßrung ſei noch immer Zeit, und fern ſei noch die Ewigkeit, fern noch Gericph und Strafe! 7. Sie kommt, ihr mögt, was Gott euch droht, be⸗ zweifeln oder glauben. Wie leicht kann euch ein ſchneller Tod die Zeit zur Beßrung rauben! Jetzt noch will Gott Erbarmer ſeyn, will eure Suͤnden noch verzeihn. O ſuchet ſeine Gnade! Das künftige Leben. In eigener Melodie. lle Menſchen 2 76 A müſſen ſter⸗ ben; ihre Heerrlichkeit verblüht! Keiner kann den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht ſieht. N Staub 194 Staub wird dieſer Leib von Erde; doch, damit er himm⸗ liſch werde, wird er einſt von Gott erneut, und erhält Unſterblichkeit. 2. Willig werd ich dieſes Leben, wenn es deinem Rath gefällt, dir, mein Vater, wieder geben, gern verlaſſen dieſe Welt; denn nach dieſem Erdenleiden warten meiner höhre Freuden. Ich, als Chriſt, ich fürchte nicht Grab und Tod und Weltgericht. 3. Nichts ſoll mir den Troſt entreißen, er ſoll mir ſtets heilig ſeyn: Gott er⸗ füllt, was er verheißen; ſei⸗ ner will ich ſtets mich freun. Mir macht nun der Tod nicht bange, weil durch Jeſum ich erlange eine frohe Seligkeit, wenn ich nüuͤtze dieſe Zeit. 4. Dort bei ihm iſt wah⸗ res Leben; Millionen ſtehen ſchon, ihren Retter zu er⸗ heben, und erwarten ihren Lohn; hohe Himmelsgeiſter ringen, mitanbetend ihm zu ſingen, der des Ruhms ſo würdig iſt, dem Erlöſer, Jeſu Chriſt. 5. Vaterland verklärter Frommen! Heil, Unſterblich⸗ keit und Ruh; was kein Sterb⸗ licher vernommen, Gottes Heil gewähreſt du! Freu⸗ denärnten ſchenkt Gott denen, welche hier geſä't mit Thraä⸗ nen; alle Thränen trocknet er; Sünd' und Elend ſind nicht mehr. Unſterblichkeit und Vergeltung. 6. Möcht ich doch, ſie zu empfangen, dieſe große Herr⸗ lichkeit, hier nur thun und nur verlangen, was im Tode hoch erfreut! Dieſe Hülle mag zerſtäuben; denn mein Geiſt wird ewig bleiben. Mir iſt Sterben ein Gewinn; denn ich geh zum Vater hin. 7. Welche Tröſtung, dies zu wiſſen! Dieſer großen Hoffnung voll, zag ich nicht in Kümmerniſſen, die ich hier noch dulden ſoll. Leicht und kurz ſind dieſe Leiden; ſie verwandeln ſich in Freuden: wenn ich chriſtlich ſie ertrug, bis Gott ſpricht: es iſt ge⸗ nug. Mel. Wanu mein Stündlein — in Pilgrim bin 277 Ei 8 dr Welt, und kurz ſind meine Tage. So manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, jene Ewigkeit verſüßt mir meine Pilgrimszeit, und ſtärket mich im Leiden. 2. Jetzt, da die Süunde mich noch drückt, ſeufzt mei⸗ Wie bald ne bange Seele. iſt nicht mein Herz berückt! Wer merkt, wie oft es fehle? Doch einſt werd ich vollkom⸗ men rein, ganz heilig und ganz ſelig ſeyn; dies tröſtet meine Seele. 5 3. In ſtiller Nacht wein ich, o Herr, hinauf zu dei⸗ ner Höhe. Mein ſchwaches Herz ſehen. 4 Wenn Ethickal ſe det femeen in mir die oh ih ſie a ſärke vich d bei dem Ele neinn Glaube 5 Wenn nich ferne d nir naͤher nach der Am mein Haupt ſinket; ſo die Ewigkei Himmels f großen Lohn 6. den, d uich erfteut meinem Hen nich die Ewi Rüh und ſevig unverga nattet mich Jhel„ wenn h. wanſt ich in Freud in i t= ſtlich ſeem Goſe icht: es ü 3. tel. 1i. 1 mein Etiui 7m in Pilgrni nrn kuff d meine d ma r Noth, de n ull, †— mich hie n Kle— Doch, Au Ep it verſüſtt ne Srimszeit, N tet ſim keiden JA*△ da die emn not ückt, ſeuftm an eele. Wei icht n Hen beict u 2wie oſt es l ei— erd ich rolle rei anz heili ⁰ ſel! in; dies nit — [. 31ſi er Nach val hinauf zu w d3 Meir ſchvattt 3u hen iſe Leiden,j Das kuͤnftige Leben. Herz ſeufzt freudenleer, wenn ich den Morgen ſehe. Ein Blick gen Himmel tröſtet mich; denn meine Thränen ſtillen ſich einſt ganz in jenem Leben. 4. Wenn mich der Zukunft Schickſal ſchreckt, die Noth der fernen Tage, wenn ſie in mir die Sorg' erweckt, ob ich ſie auch ertrage: ſo ſtärke mich die Ewigkeit, daß bei dem Elend dieſer Zeit mein Glaube nicht erliege. 5. Wenn einſt, der jetzt noch ferne draut, der Tod mir näher winket; wenn nach der Arbeit dieſer Zeit mein Haupt zum Schlummer ſinket; ſo ſterb ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, den großen Lohn der Treue. 6. Herr, dieſen Troſt, der mich erfreut, vermehr in meinem Herzen! Es ſtärke mich die Ewigkeit hier unter Muͤh' und Schmerzen! Ein ewig unvergänglich Heil er⸗ wartet mich und wird mein Theil, wenn ich am Ziele ſtehe. Mel. Wer nur den lieben Gott 278 s iſt noch eine Ruh' vorhan⸗ den für jeden Gottergebnen Geiſt, wenn er ſich dieſes Körpers Banden nach Got⸗ tes Willen einſt entreißt, und 195 dann nicht mehr ſo einge⸗ ſchrankt, als hier auf Erden lebt und denkt. 2. Zu dieſer Ruhe werd ich kommen; und, Gott, wie ſelig bin ich dann! In deinen Himmel aufgenom⸗ men, fang ich das beßre Le⸗ ben an, wo nach der Laſt, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kin⸗ der tröſten, ſo tröſtet deine Freundlichkeit mich mit der Wonne der Erlöſten nach wohl vollbrachter Uebungs⸗ zeit; dann wird mir hell und offenbar, wie gut hier deine Führung war. 4. Da ſchweigen alle meine Klagen: da bringt mein froher Lobgeſang dir ſelbſt für dieſes Lebens Plagen mit nie gefühlter Regung Dank. Froh jauchz ich dann; es iſt vollbracht; der Herr hat Alles wohl gemacht! 5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwach⸗ heit mehr, ich fühle dann die reinſten Freuden, gekrönt von dir mit Preis und Ehr'. Feſt ſteht mein Glück, und Herr, dein Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 6. Gott, laß mich das zu Herzen faſſen, daß du den, der dich redlich liebt, nicht ſtets willſt in der Unruh laſ⸗ ſen, die dieſes Leben noch umgibt! Dies flöße Kraft N 2 und 196 b und Muth mir ein, dir auch im Leiden treu zu ſeyn! 7. Mein Heiland, der du ſelbſt auf Erden der Leiden Joch getragen haſt! will ich des Lebens müde werden, und fühl ich dieſer Tage Laſt ſo ſtärke mächtig meinen Geiſt, daß er dem Unmuth ſich entreißt. 8. Gib, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einſt der Frommen Erbtheil iſt, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild biſt; ſo lohnt nach dieſer Prüfungszeit mir einſt voll⸗ kommne Seligkeit. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren Cch hoff ein ew'ges 279J Leben und 9. ne Seligkeit, die einſt der Herr wird geben dem, der in dieſer Zeit gern ſeinen Willen that, der ſich ſchon hier auf Erden, vollkomme⸗ ner zu werden, mit Ernſt bemühet hat. 2. Die Tugend lohnt mit Freuden: doch kämpft ſie hier noch oft mit unverdien⸗ ten Leiden; das Glück, das ſie gehofft, umwölkt der Haß der Welt: dort aber wird ſie ſiegen, dort ärntet ſie Ver⸗ gnügen, wo ſie den Preis erhält. 3. Demkaſter folget Schan⸗ de. Zwar geht es oft um⸗ her im glänzenden Gewande, gekroönt mit Ruhm und Ehr'; Unſterblichkeit und Vergeltung. doch wird den Böſewicht ge⸗ wiß ein Tag mit Schrecken aus ſeinem Taumel wecken: dem Tag entflieht er nicht! 4. Ich hoff ein ew'ges Le⸗ ben! Kann meine Seele hier ſich ſchon zu Gott erheben, wünſcht ſie ſich mit Begier des Daſeyns ſtets zu freun: ſo wird auch unſern Seelen ihr heißer Wunſch nicht feh⸗ len, unſterblich dort zu ſeyn. 5. Dies tröſtet mich in Tagen der Widerwärtigkeit Ich darf nicht troſtlos kla⸗ gen, und kann nun ohne Neid den Nächſten glücklich ſehn. Gott leitet und regie⸗ ret mein Schickſal; wie ers führet, dient mirs zum Wohl⸗ ergehn. 6. Bei Reizungen zu Sün⸗ den gibt dieſe Hoffnung Kraft und Muth, zu überwinden die böſe Leidenſchaft. Iſt auch die Mühe groß, ſo werd ich dennoch ſiegen, und gött⸗ liches Vergnügen iſt nach dem Kampf mein Loos. 7. Wie ruhig kann ich ſter⸗ ben! Ich furchte uicht den Tod. Die Seligkeit zu er⸗ ben, eilt dann mein Geiſt zu Gott, der ihn zum Leben ſchuf. Dort wird von beß⸗ ren Freuden der Tod mich nicht mehr ſcheiden. Wie groß iſt mein Beruf! 8. Laß mich ihm würdig wandeln, o Herr der Ewig⸗ keit! Laß immer recht mich handeln in dieſer Prüfungs⸗ zeit geit! Nac dauf wid nir dot riih rimnt In eig 280 wird entzi auf zun. hin dein Na deine milde teuen Wur faunt, die treitet. M ſetrieben, d um eben, vill erhebe 2. Was dieſer Zeit, Herrlichkei zu finden? auf Erden deiner Gute ſih engffn ſind wir bei nit Leiden Dort nur i ſeben. 3. Kein ind kein Gr. ſeſt du die deier Kinde ſt on keid te denn Mu Ales eraa dort 8 kereht, le zur Prüͤfun lat. Indei aget—: Wideruint h re nicht troſlt n, mm kann mn t eid—m Nächſten git dn. tt leitet un t m schickſal; ve ire n nt mirs zun geh 6. 2m eizungenzue ng aſe Hoffmung d h, zu ubenmm [ 7 Leidenſchat. icht ühe groß on m ſiegen, mg hes ⸗=znügen iſ mit am in Loos. rtig kanitt n= furchte uiht d.=e Seligkei n 7, um dann men di G an der ihn zun i uff! ort wird vl en der 8 bt umr ſcheide 5 niein Benf 1 mich in ni nn o hen dndg = immer nactn 1= defe hn zeit! Nach dieſem kurzen Lauf wird ewig ſel'ges Leben mir dort bei dir gegeben; mich nimmt der Himmel auf! In eigener Melodie. ein ganzer 280 M Geiſt, Gott wird entzückt, wenn er hin⸗ auf zum Himmel blickt, da⸗ hin dein Rath uns leitet: wo deine milde Vaterhand aus neuen Wundern wird er⸗ kannt, die du daſelbſt ver⸗ breitet. Mächtig fühl ich mich getrieben, dich zu lieben, der zum Leben, das dort iſt, mich will erheben.* 2. Was ſind die Freuden dieſer Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu ſinden? Du ſtellſt uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar, daß wir ſie froh empfinden; doch hier ſind wir bei den Freuden noch mit Leiden ſtets umgeben. Dort nur iſt vollkommnes Leben. 3. Kein Tod iſt da mehr und kein Grab. Dort trock⸗ neſt du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen; da iſt kein Leid mehr, kein Ge⸗ ſchrei; denn du, o Herr, machſt Alles neu: das Alte iſt vergangen. Hinfort ſind dort fuͤr Gerechte, deine Knechte, keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In deinem höhern Hei⸗ ligthum ſchallt deines Na⸗ das kuͤnftige Leben. 197 mens hoher Ruhm von lau⸗ ter frohen Zungen. Da ſtrahlt die Herrlichkeit des Herrn; da ſchaut man ſie nicht mehr von fern; da wird ſie neu beſungen. Heller, ſchneller, als hienieden, ohn' Ermüden ſehn wir droben, Gott, wie hoch du biſt zu loben. 5. Mit höhrer Liebe lieben wir dich, Vater, dann und dienen dir mit reinerem Ge⸗ müthe. Nichts ſtört den Frieden unſrer Bruſt und unſre tauſendfache Luſt an deiner großen Guͤte. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe dieſer Liebe unter See⸗ len, die dann weiter nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schaar iſt dort vereint! Die From⸗ men, die ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort ſammelt deine Vater⸗ hand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich frei von Mängeln, mit den Engeln mir zum Segen, da die reinſte Freundſchaft pflegen. Mel. Wer nur den lieben Gott ach einer Pruͤ⸗ 281 N fung kurzer Tage erwartet uns die Ewig⸗ keit. Dort, dort verwan⸗ delt ſich die Klage in gött⸗ liche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und 198 Unſterblichkeit und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr iſts, der From⸗ me ſchmeckt auf Erden ſchon manchen ſel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, ſind ihm ein unvoll⸗ kommnes Glück. Er bleibt ein Menſch, und ſeine Ruh nimmt in der Seele ab und u. 3. Bald ſtören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräuſch der eitlen Welt; bald kämpft in ſeinem eig⸗ nen Herzen ein Feind, der öfter ſiegt, als faͤllt; bald ſinkt er durch des Nächſten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laſter öf⸗ ters gluͤcklich iſt; wo man den Glücklichen beneidet, und des Bekümmerten vergißt: hier kann der Menſch nie frei von Pein, nie frei von eig⸗ ner Schwachheit ſeyn. 5. Hier ſuch ichs nur; dort werd ichs ſinden; dort werd ich, heilig und verklart, der Tugend ganzen Werth em⸗ pfinden den unausſprechlich großen Werth: den Gott der Liebe werd ich ſehn, ihn lie⸗ ben ewig ihn erhöhn. 6. Da wird der Vorſicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt ſeyn, und lieblich Weſen, Heil die Fuͤl⸗ le, am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Ge⸗ und Vergeltung. winn ſtets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel ſah; das wun⸗ derbar und heilig nennen, was unerforſchlich hier ge⸗ ſchah; da denkt mein Geiſt mit Preis und Dank die Schickung im Zuſammen⸗ hang. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott mein Heil ſich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig! ſin⸗ gen dem Lamme, das erwür⸗ get ward, und Cherubin zund Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig ſehn, das nie geſtörte Gluͤck erfahren, mit Frommen ſtets fromm umzugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Gluͤck ihr Gluͤck. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch ſegnen, daß er mir ihn wieß; da find ich in des höchſten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil ſei dir! denn du haſt nein Le⸗ ben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Gluͤck Gluck erf iiner Seel gegen ſie genblick Mhel. Alel 2905 ig werden ihnl Da, mzäͤßlig Füütte ei ſeid und; den ewig) welchet( uns durch den gromn zereitt za n geig hein*ᷣ eili en dt tamme, aͤnbm nit=men ſtets fn 1 8; da wiͤd den: igenblick in neit l, mein Glili li and 16: werd ich dan dan Bahlen, der b Leg en) gehen hit einnwwt an aß er nir iſne 8 in des ſit an Freund, in fan fand.. 124 tuft, à u ben] viellitſ Herz gekommen. Glück erfreun, der Retter einer Seele ſeyn. 12. Was ſeid ihr Leiden dieſer Erden doch gegen jene Herrlichkeit, die offen⸗ bart an uns ſoll werden, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen ſie, iſt doch ein Au⸗ genblick voll Müh'! Mel. Alle Menſchen müſſt en ſterb. 282 O wie unaus⸗ ſprechlich ſe⸗ lig werden wir im Himmel ſeyn! Da, da äaͤrnten wir unzahlig unſers Glaubens Früchte ein; da wird ohne Leid und Zähren, unſer Le⸗ ben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit führſt du uns durch dieſe Zeit! 2. Hier iſt zwar, was du den Frommen dort für Glück bereitet haſt, noch in Keines d Welcher Menſch auf Erden faßt dei⸗ nes Himmels große Freu⸗ den. Doch nach dieſes Le⸗ bens Leiden werden Alle, die dir traun, mehr noch, als ſie hoffen, ſchaun. 3. Neue Wunder deiner Güte werden da ihr Glück er⸗ höhn. Mit erſtaunendem Ge⸗ müthe wird dann unſer Auge ſehn, deine Huld ſei über⸗ ſchwenglich und die Wohl⸗ fahrt unvergaͤnglich, die dem, der dich redlich liebt, deine Vaterhand dort giebt. 4. Dann wirſt du dich un⸗ Das kuͤnftige Leben. ſren Seelen offenbaren, wie du biſt. Keine Wonne wird uns fehlen da, wo Alles Wonne iſt. Zu vollkomm⸗ nen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieſes Heil erwarb, als am Kreuz er für uns ſtarb. 5. Da wird deiner From⸗ men Menge Ein Herz, Eine Seele ſeyn, Dienſt und Dank und Lobgeſänge dir, erhabner Gott, zu weihn, dir und dem, der ſelbſt ſein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unſerm größten Freund, ſind wir ewig dann vereint. 6. O, wer ſollte ſich nicht ſehnen, aufgelöſt und da zu ſeyn, wo nach ausgewein⸗ ten Thränen ew'ge Güter uns erfreun, wo ſich unſer Kampf in Palmen, unſer Klagelied in Pſalmen, unſre Angſt in Luſt verkehrt, die forthin kein Kummer ſtört! 7. Was iſt unſer Loos auf Erden? Obs auch noch ſo köſtlich ſei, iſts doch nie ganz von Beſchwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Luſt oft Weinen: dort nur wird die Zeit erſcheinen, wo kein Wechſel mehr uns beugt, wo das Glück beſtäaͤndig ſteigt. 8. Sei, o Seele, hoch erfreuet über das erhabne Glück, das dir einſt dein Gott verleihet! Richte deines Glaubens Blick oft nach je⸗ ner Ewigkeiten. 200 ner Stadt der Frommen, mit dem Ernſt, dahin zu kommen! Trachte, weil du hier noch biſt, nur nach dem, was droben iſt! 9. Ohne Heiligung wird Keiner, Herr, in deinen Himmel gehn; o ſo mache immer reiner hier mein Herz, dich einſt zu ſehn! Hilf, o Vater, meiner Seele, daß ſie nicht den Weg verfehle, der mich ſicher dahin bringt, wo man ewig dir lobſingt! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 28 3 Einf freuet euch einſt reift die Saat zum Tag der frohen Garben. Nicht hier wird jede gute That der Edlen, welche ſtarben, belohnt mit voller Seligkeit; drum hofft mein Geiſt Unſterblichkeit, ein Leben ohne Ende. 6 2. O Glaube, der das Herz erhebt, du, Gott, ſchufſt unſre Seele; du, der erhält, was iſt und lebt, erhältſt auch unſre Seele; zum ſteten Wirken ſchufſt du ſie. Heil uns! Darum ver⸗ geht ſie nie; ſie lebt für 3. Nun können wir hier in der Zeit voll froher Hoff⸗ nung leben! Gott wird die größte Seligkeit dem Tu⸗ gendfreunde geben, der das, was ihm die Pflicht gebot, mit reinem Herzen bis zum Tod treu ſuchte zu erfuͤllen. Unſterblichkeit und Vergeltung. 4. Nach dieſem Glück der Ewigkeit laßt uns mit Eifer ringen; laßt, Chriſten, uns in dieſer Zeit treu unſre Pflicht vollbringen! Belohnt wird einſt der Tugend Müh', ein guter Gott belohnet ſie in jenem beſſern Leben! Mel. Der unſre Menſchheit 107. 1 knſterblichkeit! 284 U Unſterblich⸗ keit! Gedanke, der das Herz erfreut, den Geiſt zu Gott erhebet, der Troſt für alle Schmerzen ſchafft, mit ho⸗ hem Muth, mit Gotteskraft zum Todeskampf belebet! Fühlt des Gedankens Selig⸗ keit; denkt, Menſchen, daß ihr ewig ſeid! 2. Sei's, daß der Erde Bau zerbricht, erlöſche einſt der Sonne Licht: wir, mehr als Erd und Sonne, wir le⸗ ben für die Ewigkeit! Schon in des Daſeyns erſter Zeit fühlt dies das Herz mit Won⸗ ne; und ſeine Würde fühlt der Geiſt, der ewig ſeinen Schöpfer preißt. 3. Gott, dir ſei Dank Gott, dir ſei Dank! Nun miſcht ſich in den Schmerzge⸗ ſang an unſrer Bruͤder Gra⸗ be der Ewigkeit Triumphlied ein. Nur unſer ſterbliches Gebein wird, Erde, deine Gabe. Hoch ſchwingt ſich, wenn die Hülle fällt, der Geiſt empor zu jener Welt. 4. Gott, 4. Got hott, di unſer wit ſei in ei Gott, Hei ins dit; wollen w Beſtreben Saamen die Aemte Nel. Scho 2857 nein Geiſt get, und: erſteut, de lid ſinget nic dir leicht wirr die ſonſt 2. 80 elß ſin ten ühet; darf der ſia und Tugend imack jen ntflamme Iruſt den gend. 13 Dont, du mein 0 tung. 1 E dieſem Gluc 1 4 ißt uns mit 8 1*. Chriſten der Tugend R ä 1 9= Gett belohna jet mheſſern Lemſ del ee unte Naſ Ae. nſterdliſ 88 U Unſartt t mke, der daß h freu en Geiſt a ded zer Tot ſi vm am ſchaff, m m mm), mit Gottet m Deskampf bit t;—, Menſcm, eed! 2.e I, daß de t au ü icht, erliſchn r Sr** Licht: wi, n 5 C. ad Sonnt, n nfit Ewigkeit d aſeyns erſer bltſt Jas Herz milh ; teeine Wünde r( der ewig ſi chößt= preißt. 3.**☚, dir ſei di ütl= Gedankenz ag ſſrer Brüder den sgkeit Tiumni beit g gwiz Das kuͤnftige Leben. 4. Gott, dir ſei Dank! Gott, dir ſei Dank! und unſer würd'ger Lobgeſang ſei hier ein heil'ges Leben! Gott, Heiligſter! wir weihn uns dir; nach Jeſu Beiſpiel wollen wir mit eifrigſtem Beſtreben der Tugend edlen Saamen ſtreun; dort wird die Aernte uns erfreun. Mel. Schon iſt der Tag von ft je⸗ 285 Wear⸗ Sehgkeit mein Geiſt empor ſich ſchwin⸗ get, und über ſie ſchon hier erfreut, dem Herrn ein Lob⸗ lied ſinget; dann fühl' ich mich hier nur als Gaſt, und leicht wird dieſes Lebens Laſt, die ſonſt ſo oft ermüdet. 2. So kann auch hier ſchon ſelig ſeyn, wer ſich im Gu⸗ ten übet; auf Erden ſchon darf der ſich freun, der Gott und Tugend liebet. O Vor⸗ ſchmack jener Himmelsluſt, entflamme doch in meiner Bruſt den Trieb zu jeder Tu⸗ gend. 3. Dort, Gott, belohnſt du mein Vertraun vor dei⸗ nem Angeſichte; führſt mich vom Glauben hin zum Schaun, vom Dunkel hin zum Lichte. Dich preiſ' ich dann und deinen Sohn, der mich des Himmels Vor⸗ ſchmack ſchon im Glauben laßt genießen. 4. An Kenntniß und an Herrlichkeit wachſ' ich durch ten Wallfahrtstage! ) Ewigkeiten. Verwandelt iſt in Gluͤck mein Leid, und in Triumph mein Streiten. Und dieſe hohe Seligkeit hat nie ein End', iſt ohne Zeit; kein Tod iſt mehr, kein Wei⸗ nen. 5. Dann heb ich meine Händ' empor, und falle jauchzend nieder und ſtim⸗ me mit der Engel Chor in frohe Jubellieder; und un⸗ ſ'ren hohen Lobgeſang, voll Halleluja, Preis und Dank, hallt jeder Himmel wieder. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 2 8 6 9 8 ie freu ich mich der Wonne⸗ zeit, wenn bald der Herr der Herrlichkeit mir winket, heimzugehen! Gedanke, wie entzuckeſt du: Gott läßt des letzten Abends Ruh' mich in der Nähe ſehen! Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung ge⸗ ben, ihre Hoffnung neu be⸗ leben! 2. Drum, o mein Geiſt, ermanne dich! Nimm deine Laſt, und gürte dich zum letz⸗ Bald legſt du deinen Pilgerſtab, legſt deine Laſt auf ewig ab, mit aller ihrer Plage. Bange, lange Pilgerſtunden ſind ver⸗ ſchwunden; allen Kummer tilgt ein fuͤßer Abendſchlum⸗ mer. 8 3. Und wenn nach einer kurzen Raſt du, Müder! aus⸗ ge⸗ 201 b 202 geſchlummert haſt, weckt dich ein ſchönrer Morgen. Dann ſchreckt dich Finſterniß nicht mehr, kein banger Traum ſchwebt um dich her, dich beugen keine Sorgen. Eine reine Frühlingswonne ſtrömt die Sonne dort herunter, lä⸗ chelt ewig, geht nie unter. 4. Dann kämpfſt du nicht mit Krankheit mehr, ſiehſt hinter dir der Schmerzen Heer, kennſt keine Noth, kein Leiden, mit neuer Kraft mit neuem Sinn eilſt du von Welt zu Welten hin, trinkſt ſtuͤndlich neue Freuden. Rei⸗ ner, feiner fühlſt du immer; wechſelſt nimmer im Gemü⸗ the; dein Genuß iſt ew'ger Friede. 5. Dort ſchielet nicht mit gift'gem Blick die Mißgunſt nach der Geiſter Glück; dort flicht der Neid nie Netze; die Rache gräbt dir da kein Grab, kein Stolzer drückt auf dich herab; dort ſtiehlt kein Geiz dir Schätze. Dro⸗ ben toben keine Feinde: En⸗ gel, Freunde, Brüder üben ewig ſich mit dir im Lieben. 6. Hier nähret oft zu ſei⸗ nem Schmerz, ſtatt eines Freunds, das traute Herz die Natter in dem Schooße; oft welkt in einem Augen⸗ blick ſein treuſter Freund, mit ihm ſein Glück, gleich ei⸗ ner Frühlingsroſe. Druüben lieben deine Werthen, die Verklärten, dich auf immer, Unſterblichkeit und Vergeltung. deine Seligkeit wankt nim⸗ mer. 7. Wie freu ich mich der Wonnezeit, wenn bald der Herr der Herrlichkeit mir winket, heimzugehen! Ge⸗ danke, wie entzückeſt du: Gott läßt des letzten Abends Ruh' mich in der Nähe ſehen! Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ihre Hoffnung neu beleben! 8. Nun trag ich meiner Bürde Laſt, die du mir, Gott, gegeben haſt, froh bis zur Wallfahrt Ende. War ſie ſonſt ſchwer, jetzt iſt ſie leicht; denn meine ſchönſte Hoffnung reicht mir lächelnd ihre Hände. Tröſtlich, köſt⸗ lich Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ſie mit Himmels⸗ kraft beleben! Mel. Sei Lob und Ehr dem 2 8 7Der Freuden Quell 3 iſt, Gott, bei dir; dort in dem höhern Le⸗ ben wird deine Vaterhuld auch mir in vollem Maaße geben, was mich mit reiner Luſt erfüllt, was meiner See⸗ le Sehnſucht ſtillt, und ſich ohn' Ende mehret. 2. Dich lern ich dann in hellerm Licht, in deiner Grö⸗ ße kennen, und mit voll⸗ kommner Zuverſicht dich mei⸗ nen Vater nennen. Mit ho⸗ her Freude bet ich dann auf ewig V ewig der ich zun ui 4 Geſt da lul vertro nunſchra heller i welche W wie werd freun! fühlen! 4 Noch dann von als ich au und mein vetliert vo de ſich in! die ich im blicke. 5. Da heilgen) hier, ver daß du! Tugend ſelbſt du pei mih, Ewigkeit ritt. 6. I nenſeit we dic liben Wile mir den herzen Melle rei d 4 ung. eeke V Bkeit 4 .2 wandt m. .ru ich m 1 2 dei 1 4 1— Herrlichkeit 1 ke imzugeden! g fe e entzüͤckeſt de tt i des letzten lhe 1 Ken der Nähe ehe ſill— iſtlic, Venn 3 annſt du Me un Pu, i 1— ihre defm 8. n naag ich mn unde= ſc, die 4, 1 ettſeben haſt, zu P lffahrt Erdech ſoh hwer, jett ili ſcht un meine ſcii offn Seicht mir latt re— Tröſtlic, h h voom Fu unſt— Müden ken ben mit hinn aſt u un! Ra. Lod ind ehn er Freudendi 8 2) 1 Gott „. Preen dem ütten 1 NiE deine Vauit ch nn volen N hen w— mich mi ſt G, was meinerde Se um ht ſtill, unſ ewig deine Güte an, die mich zum Himmel führte. 3. Wenn mein erhöhter Geiſt da ſieht, wo er hier ſtill vertrauet, wenn er dein unumſchränkt Gebiet weit heller überſchauet; Gott, welche Wonne iſt dann mein! wie werd ich deiner da mich freun! wie ſelig da mich fühlen! 4. Noch größre Werke ſeh ich dann von deiner Vatergüte, als ich auf Erden ſehen kann und mein entzückt Gemuthe verliert voll Dank und Freu⸗ de ſich in deiner Herrlichkeit, die ich im vollen Glanz er⸗ blicke. 5. Da werd' ich deinen heil'gen Rath noch mehr, als hier, verſtehen, dir danken, daß du mich den Pfad der Tugend hießeſt gehen, und ſelbſt durch Leiden dieſer Zeit mich zu dem Glück der Ewigkeit ſo väterlich be⸗ reitet. 6. In höherer Vollkom⸗ menheit werd ich dann, Gott, dich lieben, und was dein Wille mir gebeut, mit fro⸗ hem Herzen üben. O welche Quelle reiner Luſt, ſich kei⸗ ner Suͤnde mehr bewußt, in Allem richtig handeln! 7. Mit allen Bürgern je⸗ ner Welt werd ich dich dann erheben, werd' ich dort, ih⸗ nen zugeſellt, in reinſter Freundſchaft leben. Es ſchlägt dann froh in meiner Das kuͤnftige Leben. 203 Bruſt mein ganzes Herz voll Lieb' und Luſt, die ich mit ihnen theile. 1 8. Ja, ewig iſt, mein Gott, bei dir der Freuden reinſte Ouelle! Sie fließet täglich und bleibt mir ſtets unverſiegt und helle. Mein Gluͤck währt da in Ewigkeit; nichts fehlt ihm an Vollkom⸗ menheit. Herr, hilf es mir erreichen. Mel. Schon iſt der Tag von G. 8 8 Vergelten wirſt du 2 denen, Gott, die hier die Tugend ubten; doch auch beſtrafen nach dem Tod, die ſtets das Laſter liebten. Vergebens iſt dann ihr Bemühn, ſich und dir, Richter, zu entfliehn und deiner heil'gen Ordnung. 2. O ſchrecklich wird es für ſie ſeyn, ſich ſelbſt dann anzuklagen, die Leiden alle, jede Pein, durch eigne Schuld zu tragen: die ſie verführten, ſelbſt zu ſehn, wie ſie um⸗ ſonſt Erbarmung flehn, und ihrem Beiſpiel fluchen. 3. Weh' dem, der nun ein höhres Glück als wirk⸗ lich vor ſich ſiehet, und doech bemerkt, wie es zurück vor ihm unwürd'gen fliehet, wie Sinnenluſt im Tod zer⸗ floß, und Freuden, die er hier genoß, er nun vergebens heiſchet! 4. Welch Elend, ſich ſo weit vom Ziel mit dem Be⸗ wußt⸗ 204 wußtſeyn ſehen: Auch dir gab Gott der Mittel viel, zum Heile einzugehen; und doch ſelbſt keines Troſtes Spur, des innern Richters Stimme nur zu ſteter Qual zu hören! 5. Verbunden überdies zu ſeyn mit vielen Laſterhaf⸗ ten, die nur an Bosheit ſich erfreun und Wuth der Lei⸗ denſchaften, und gegenſeitig ſich zur Laſt, weil jeder nur den andern haßt, zur ew'⸗ gen Marter werden. 6. Und wer in dieſer Lei⸗ dennacht ſein Ungluck ganz empfindet, vom Laſterſchlafe nun erwacht, und ſich doch kraftlos findet zum Streben nach Vollkommenheit: o, Qual für eine Ewigkeit liegt dann in dem Gefühle! 7. Das iſt das Feuer, wel⸗ ches brennt im Innerſten des Herzens; das ſind Gefühle, die nur kennt der Jammer⸗ ſohn des Schmerzes! O Va⸗ ter, Vater, welch ein Bild! wenn ſichs ſo jammervoll vergilt; von unſrer Pflicht zu weichen. 8. Was könnt' uns alſo eine Welt mit ihrem Reich⸗ thum nützen, wenn wir nicht das was dir gefällt, der Tugend Schatz, beſitzen? Nur ſie währt ewig, ſie beglückt! D, hilf mir, Gott, daß ſie ich ſchmückt und ſchützt vor ſolchem Elend, Unſterblichkeit und Vergeltung Mel. Gottlob, ein Schritt zur 2 89 V’lendet freudig euren Pfad, bleibt, Chriſten! Gott er⸗ geben; einſt wird vergolten jede That in jenem beßren Leben. Der Fromme harret wonnevoll des Richters; denn wer glaubt, der ſoll Gott nicht als Richter fürchten. 2. Die ſtillſte That, der Pflicht geweiht, wird Gott einſt offenbaren. Lob wird der wahren Frömmigkeit vor Allen widerfahren. O welch ein Ruhm, den ſie gewinnt! Selbſt heilige Gedanken ſind beſtimmt, belohnt zu werden. 3. Wen keine Wolluſt, wen kein Geiz, kein eitles Lob be⸗ thörte: wer, ſelbſt bei aller Lüſte Reiz, die Stimme Got⸗ tes ehrte; wer ſtrebte, mäßig, keuſch und rein, demüthig, ſanft und mild zu ſein, dem wird Gott reichlich lohnen. 4. Wer eines der geringſten ſich erbarmte, was ihn drück⸗ te ihm tragen half und brü⸗ derlich die Leidenden erquick⸗ te, das ſiehet der Gerechte an, als hätt' er ſolches ihm ge⸗ than; und er wills ihm ver⸗ gelten. 5. Laßt, Chriſten! tugend⸗ haft und rein uns wandeln hier im Leben; dort wird uns Gott Vergelter ſeyn und ew⸗ ge Wonne geben; dort reift die hier geſtreute Saat, dort lohnet jede gute That mit himmliſchem Entzuͤcken. Zweite — die Mel. Schon 2002 Ehrt, und li Sünde ſche kömmigte ſch der D ſeines De gißt, nur ¹ ung — en Schit 6 8 S olende freud —— en. Fromme nne ee hücteni „n, der ſüll ſt däcchter fürchen ilſte Than, w t Frömmigietn len ſm fahren. Du 942 den ſie geum lbſt= ige Gedantai in(i Hkein eitles i orte rm r, ſelbſt bai t ſte die Stimnet zeht ver ſtrebte, nit iſch um rein, deuutz aft mildd zu ſen e rd 1e reichlich lamt 4 Ir anes der henu hen=te, was ihn it iht agen half wiif glich! CLeidenden mit da et der Gerettel — ſolches in n ter will ionm ten . ☛ Chriſten 6 1= ein uns vnne an ern; dort vidn t ke ſeyn undes Wungeben; 42 treute Sact, 1 et e gute 6 et* 4 12 Entzu u dort n 3.= eine Wollfn 205 Zweite Abtheilung. Lie der uͤ ber die chriſtlichen Lebenspflichten. Geſinnung und Verhalten des Chriſten im Allgemeinen. Mel. Schon iſt der Tag von Gott 2 9 0 Wotennt beun ehrt, und liebt, mit Ernſt die Sünde ſcheuet, wer in der Frömmigkeit ſich übt, und ſich der Tugend freuet, nie ſeines Daſeyns Zweck ver⸗ gißt, nur der wird als ein wahrer Chriſt ſtets denken, leben, handeln. 2. Gott iſt es, den er kindlich ehrt; bekannt mit ſeinem Willen, ſucht er als Chriſt, von ihm belehrt, ihn treulich zu erfuͤllen; liebt jede Vorſchrift, jede Pflicht, und unterwirft mit Zuverſicht ſich ihm, dem Menſchenvater. 3. Wie edel iſt des Chri⸗ ſten Herz, wie liebreich ge⸗ gen Brüder! Er theilt mit ihnen ihren Schmerz; und freuet ſich auch wieder, wenn ihnen auf des Kummers Nacht ein heitrer Tag der Freude lacht und ihre Kla⸗ gen ſchweigen. 4. Er dienet ihnen, wo er kann, hört des Bedräng⸗ ten Flehen, als Menſchen⸗ freund, erbarmend an, kann ihn nicht leiden ſehen, eilt ihn zu retten und erquickt den, den die Laſt der Sor⸗ gen drückt, durch ſeines Wohlthuns Segen. 5. Er betet: und er betet gern, weil ihn ſein Herz dies lehret, und weil er Gott, der Welten Herrn, als Va⸗ ter fromm verehret, entfernt von aller Heuchelei, vom Wahn des Aberglaubens frei mit Andacht und mit Eifer. 6. Er freut ſich der Gele⸗ genheit, den Vortrag heil'⸗ ger Lehren, und jede Pflicht, die Gott gebeut, auch öffent⸗ lich zu hören. Der Brüder Andacht reitzet ihn, ſich der Zerſtreuung zu entziehn, im Guten ſich zu ſtarken. 7. Gott, laß mich jede Chriſtenpflicht mit frommem Eifer üben! Aus Wahn und Leichtſinn laß mich nicht den Schein der Tugend lieben! Laß, deines Beifalls mich zu freun, den Verſtand. 206 Geſinnung und Verhalten des Chriſten freun, laß meine Pflicht mir heilig ſeyn; als Chriſt ſtets denken, handeln! Mel. Erſchienen iſt der Smpfinde deinen 29 1 E hohen Werth; Gott ſelbſt, o Menſch, hat dich geehrt, hat mit Verſtand dich ausgeſchmückt, und über Staub empor gerückt. Ver⸗ giß es nie! 2. Du ſchmäͤheſt, was dein Gott dir gab, du würdigſt dich zum Thier herab, wenn deines Lebens kurze Zeit in Thorheit dir und Eitelkeit vorüberflieht. 3. Gebrauchen ſollſt du Nur darum gab ihn Gottes Hand. Du ſollſt ihn treu der Wahrheit weihn, ihn bilden, und ihm Licht verleihn, ſo viel du kannſt. 4. O ſieh umher, wie roh, wie blind noch viele deiner Brüder ſind! Ihr Geiſt um⸗ huͤllt von dunkler Nacht, iſt immer noch nicht aufgewacht. Bedaure ſie! 5. Entreiße dich der Dun⸗ kelheit! Erwache, Sohn der Ewigkeit, und ſtrebe mit ent⸗ züͤcktem Sinn zum hohen Ziel der Weisheit hin! Das fordert Gott! 6. Die tauſend Wunder in der Welt hat er umſonſt nicht aufgeſtellt. Mit Froh⸗ gefühl ſollſt du ſie ſehn, und ihres Schöpfers Ruhm er⸗ höhn und dankbar ſeyn. 7. Er lenkt mit Liebe, was er ſchuf, und dir ertönt der ſanfte Ruf: o ſiehe, wie dein Gott regiert, und Alles, Alles herrlich führt und nichts verſäumt. 8. Bedenke, was die Menſchheit ehrt und reine Freuden ihr gewährt! Er⸗ hebe deines Geiſtes Blick vom wandelbaren Erdenglück zum höchſten Gut! 9. Dich ſelbſt, dein Stre⸗ ben, deine Kraft erforſche ſtets gewiſſenhaft, und lerne ſchnödem Wahn entflohn, von Jeſu die Religion, die dich verklärt. 10. Ja ſey ein Chriſt, ein wahrer Chriſt; dann ſie⸗ heſt du, was Weiszheit iſt, dann ſtürzet des Unglaubens Reich, dann ſchwingt dein Geiſt ſich, Engeln gleich, zum Licht empor. 11. O Weisheit Jeſu, leite mich! Ich bin ein Chriſt und liebe dich. Ich fühle ſie, die rege Kraft, die Gott in mei⸗ ner Seele ſchafft, dir treu zu ſeyn. 12. Mag jeder Reiz der Welt verbluͤhn, und meines Lebens Hauch entfliehn; o Weisheit, du wirſt mich er⸗ freun und meines Geiſtes Zierde ſeyn in Ewigkeit. Mel. Ml. Mene Paln. ſch zu nſten, hut gethan, und Erlöſen wenn man! de Chriſten 3 Schan ſun kennt, Sändenlebe lichen beken auch ernſt zu wandeln wo uns Je 4 Gott, geiſl„daß rer Glaube, duth Worte frommen Ei durch Wer ſehes Unrahht 5 vs wi vir Reiche tn dem ſäte ſier fü beßt ür lich Saanen b dort da Ae b 9 1 eigen 2932 4— Vhriſen — Bu ſe ſein, m ers Ruhn 1. us ſibar ſeyn. C nit dieh nit liebe, w huf— dir ertont 1 6— o ſiehe, wi 9 ſiert, und glih her I führtundij dun Irtund nig * aike, was i nſch en ehr und udeſtn gewahrt d edei heiſtes Vlihtn ndel u Erdenglütſm hſten= 9. 2Albſt, dein en n, r Kraft erf ts ge thaft, udim node Dahn enſſtt n I e Relzin,i h re—:. 10. ſey ein Gm wa= Shriſt; dauf ſtdu s Weisheti unn ſt am des Unglahn eich,*n ſchwinzt ſt eſt= Engel m mpor. 11. eisheitgeſt n ch ʒMin ein Chritch bedd Sch füleſten ge K die Gott in r S= chaff, di m ſeyt Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht erne ſei der Irr⸗ 292 F u fern, daß auch dieſe Chriſten wä⸗ ren, welche Jeſum zwar als Herrn wohl mit ihrem Mun⸗ de ehren, aber ihm nicht gleich geſinnt, nicht der Tu⸗ gend Freunde ſind! 2. Ferne ſei von uns der Wahn: ſich mit dem allein zu tröſten, was einſt Jeſus hat gethan, einen Chriſten und Erlöſten ſich zu nennen, wenn man nicht treu erfüllt des Chriſten Pflicht! 3. Schände nie, wer Je⸗ ſum kennt, Jeſum durch ein Sündenleben! Wer den Gött⸗ lichen bekennt, der muß ſich auch ernſt beſtreben, ſtets zu wandeln auf der Bahn, wo uns Jeſus ging voran. 4. Gott, ergreife meinen Geiſt, daß kein unfruchtba⸗ rer Glaube, der dich nur durch Worte preißt, mir den frommen Eifer raube, Chriſt durch Werk und That zu ſeyn, jedes Unrecht ſtets zu ſcheun! 5. was wir ſäen, ärnten wir. Reicher Segen wird gegeben dem, der treulich ſä'te hier fuͤr daß künftge beßre Leben. Laß mich reich⸗ lich Saamen ſtreun, und mich dort der Aernte freun! In eigener Melodie. 293 W“* Wlauben⸗ im Allgemeinen. ) 207 deſſen Fruͤchte beweiſen, daß er Gott gefällt, und einſt vor ſeinem Angeſichte der Tu⸗ gend hohen Preis erhält? 2. Der, der durch ſeines Geiſtes Triebe zu allem Gu⸗ ten ſich entſchließt, und Gott, aus Dankbarkeit und Liebe hehorſam und ihm ähnlich iſt; 3. Der, der vor Gott unſträflich wandelt, nichts lieber thut, als ſeine Pflicht; der heilig denkt und heilig handelt und gern die Wahr⸗ heit ſucht und ſpricht; 4. Der alle Menſchen herzlich liebet, gerecht, ge⸗ lind, voll Redlichkeit und mild iſt, keinen je betrübet, und, Andre zu erfreun, ſich freut; 5. Der gern verzeiht dem, der ihn ſchmaͤhet, an Feinden auch das Gute ſchätzt, nicht läſtert und nicht ſtolz ſich blähet und ſeinen Nächſten nie verletzt; 6. Der die Verehrer Got⸗ tes ehret, und thut, wie ſie was Gott gefaͤllt; der, was er ſeinem Näͤchſten ſchwoͤret, und ſchwür er ſich zum Scha⸗ den, hält;. 7. Der nie, zum Trotze der Geſetze, auf ungerechten Wucher leiht, und durch ge⸗ recht erworbne Schätze der Armen trauernd Herz er⸗ freut; 8. Der 208 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 8. Der die Bedrängten und die Armen erquickt, in Schutz die Unſchuld nimmt: der findet auch bei Gott Er⸗ barmen, dem iſt des Glau⸗ bens Preis beſtimmt. 9. Der, der im Glücke ſtets beſcheiden, in Truͤbſal ſtets geduldig iſt, der, Gott! erbt deines Himmels Freu⸗ den: der iſt dein Kind, der iſt ein Chriſt! Mel. Freu⸗ dich ſehr, o meine 29/ Hißſten⸗ denk ₰+ ich an die Gü⸗ te, die du mir bisher erzeugt, o ſo wird mein ganz Gemü⸗ the zu der tiefſten Schaam gebeugt, daß ich dich gering geſchätzt, häufig dein Ge⸗ bot verletzt, und dich, der mich ſo geliebet, mit Ver⸗ gehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräf⸗ te, meine Glieder ſind ja dein, und ſie ſollten zum Ge⸗ ſchäfte deines Dienſtes fer⸗ tig ſeyn; doch hab ich der Eitelkeit unbedachtſam ſie geweiht; ja zum ſchnöden Dienſt der Sünden ließ ich mich oft willig ſinden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir o Vater, neu. Von wie manchen ſchweren Sorgen machteſt du das Herz mir frei! Was mir nützte, gabſt du mir; aber, ach, wie dankt' ich dir? O wie hab ich ſo ver⸗ meſſen deines Wohlthuns Zweck vergeſſen! 4. Bei ſo hellem Licht der Gnaden ſollt ich ja die Sunde fliehn, und um Ret⸗ tung vor dem Schaden mei⸗ ner Seele mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor ihrem ſanften Locken, ſuchte mich ſelbſt zu verſtocken. 5. Ich erkenne meine Sün⸗ den, beuge mich, mein Gott, vor dir. Laß mich bei dir Gnade finden; neige, Herr, dein Ohr zu mir! Ach, ver⸗ gib, was ich gethan! Nimm mich doch erbarmend an! Fuͤhre mich vom Sünden⸗ pfade ſchnell zuruck durch deine Gnade! 6. Dir ergeb ich mich aufs neue. Gib, daß mein ge⸗ beugter Geiſt deiner Vater⸗ huld ſich freue, die dein troö⸗ ſtend Wort verheißt! Was dein Sohn auch mir erwarb, als er für die Suünder ſtarb, Fried' und Freude im Ge⸗ wiſſen, ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke ſelbſt in meiner Seele den Entſchluß, mich dir zu weihn; gib, daß mir's an Kraft nie fehle, lolgſen ei⸗ — —ͦ—ᷣ—’—— — zeinem We nir ſtet 1 du nich ſe zu ltten, nein ernſtl Nel. OGo⸗ 295 ann ich zm ſeheſt eeden Nath lehe, Her uldvoll mi gein herz, zuſcht es ſe 12 Ich Päücht d und kamen that, aus hflicht?? ier nur, lick. 4 Hab elt, und hen der; 4.=5 td nad ollt ich ſi and f hn, und 4 1 1g zem Schrdan n te lockte nit r— aber ich ſul rem ten Locken it ich zu verſoin 5. ☛ tennemirt en, n mich, mene or— Laß nich br Hnadf fhen; neige, h dein Hu nir 4o,- ib, ſuzich getſan h nich ſte erbarmen Füͤhrt ch vom 9 fade tell; beinent ide! 6. 1 Aergeb icrißu teue. 53 daß un deagt eiſt deiner de uld a eue, die li tend—tt verheiſt dein= auch mitne 18 G5 die Sinakt Frie, Fran⸗ in wiſſt h, das lah9 nich nßen! „a ke ſil eti uee Sedl 4 ns, dir 1 n; g an 5 i nie neſchl, i 1 deinem Wort zu ſeyn! Stehe mir ſtets mächtig bei: mache du mich ſelbſt getren! Dich zu lieben, dir zu leben, ſei mein ernſtlichſtes Beſtreben! Mel. O Gott, du frommer Gott, ott, du erfor⸗ 295 G weſ michz dir kann ich nichts verhehlen; du ſieheſt jede That, kennſt jeden Rath der Seelen. Ich flehe, Herr, zu dir; erhöre huldvoll mich: entdecke mir mein Herz, denn ach, oft täuſcht es ſich. Ich bin ein Chriſt, o getauft auf deinen Namen. Erfüllt' ich jede Pflicht des Chriſtenthums und kamen die Werke, die ich that, aus Frömmigkeit und Pflicht? Bin ich ein Heuch⸗ ler nur, ſo ehr ich Chriſtum nicht Gott, Hab ich dich, Gott, ge⸗ liebr, und durch ein weiſes Leben der Tugend mich ge⸗ weiht, mein Herz dir ganz ergeben? Hat mich dein Un⸗ terricht gebeſſert und erfreut? War ich, was er beſiehlt, auch ſtets zu thun bereit? 4. Dankt' ich dir für mein Gluͤck, für jede meiner Freu⸗ den? Vertraut' ich ſtandhaft dir in Kummer, Noth und Leiden? War ich beim Reiz der Welt aufs Ewige be⸗ dacht? Und hab ich jeden Tag, o wie ich ſoll, voll⸗ bracht? im Allgemeinen. 209 5. Gebraucht' ich meinen Geiſt mit allen ſeinen Kräf⸗ ten zu meiner Brüder Wohl, zu nützlichen Geſchäften? Hab ich für meinen Leib mit Weisheit ſtets gewacht, und keine böſe Luſt genährt und angefacht? 6. Hab ich die, welche du zur Aufſicht mir vertrauet, durch eignes Beiſpiel gern ge⸗ beſſert und erbauet? Sorgt' ich ſtets für ihr Wohl und ihre Seligkeit, und ſtraft' ich ihr Vergehn mit Ernſt und Freundlichkeit? Blieb ich der Wahrheit treu? 2 war ich voll Menſchen⸗ liebe, und regten ſich in mir des Mitleids edle Triebe? Brach ich dem Hnngrigen mit Freudigkeit mein Brod? Half ich durch Rath und That Bedrängten aus der Noth? 8. War ich der Unſchuld Troſt, und hab ich ſie ver⸗ theidigt? Hab ich durch Här⸗ ie nie den Dürftigen belei⸗ digt? Floh ich den Ueber⸗ muth, des eitlen Stolzes Reiz? Verſchloß ich Aug' und Herz der Mißgunſt und dem Geiz? 9. Hab ich, wie Jeſus that, geſegnet, die mir fluchten? geliebet, Jeſu gleich, die mir zu ſchaden ſuchten? be⸗ herrſchet ſtets den Zorn? gezeigt Verſöhnlichkeit? mich nie am Feind gerächt? ver⸗ mieden Zank und Streit? O 10. 210 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 10. Allwiſſender, wer kann, wie oft er fehlet, mer⸗ ken? Sei gnadig, handle nicht mit mir nach meinen Werken! Vergebung iſt bei dir; laß ihren Troſt auch mein, und mich durch ihn geſtarkt zum Fleiß der Beß⸗ rung ſeyn. In voriger Melodie. 02 Gottes W 296 Wo⸗ gehr,* der hat Seelenfrieden. Wie herrlich iſt ſein Lohn, ihm ſelbſt von Gott beſchieden Voll Glaubens widerſteht er jeder böſen Luſt, iſt ſeiner Tugend ſich, ſich ihres Werths bewußt. 2. Er merkt auf ſeinen Gang, geht ihn mit feſtem Muthe, wird in der Schwach⸗ heit ſtark, liebt immer mehr das Gute. Ihn machet Got⸗ tes Geiſt gerecht und tugend⸗ haft, und er nimmt immer zu an Einſicht und an Kraft. 3. Gott hat er allezeit vor Augen und im Herzen, bekämpft die Sinnlichkeit, ſcheut nicht des Kampfes Schmerzen. Er eilet, wenn er fehlt, den Fehler zu be⸗ reun, und ſtrebt mit ernſtem Fleiß, der Tugend ſich zu weihn. 4. Getreu in ſeinem Stand, genießt er Gottes Gaben vergnügt, wenn andre gleich mehr Glück und Anſehn ha⸗ ben, als Chriſt, bei Weni⸗ gem zufrieden, frei von Neid, von Habſucht und von Geiz, von Stolz und Eitelkeit. 5. Schenkt Gottes Hand ihm viel, ſo wird er vielen nützen, des Freundes Glück erhöhn, verlaßne Tugend ſchützen. Auch ſelbſt Belei⸗ diger wird er in Noth er⸗ freun, und wie ſein Gott geſinnt, wird er auch gütig ſeyn. 6. Er kraͤnkt den Bruder nicht, er ſchützt ſein Gluͤck, ſein Leben. Er iſt, nach Jeſu Sinn, ſtets willig zum Vergeben, voll Achtung eh⸗ ret er in ihm des Höchſten Bild, denkt: Gott, der Hei⸗ lige, iſt gegen mich ja mild. 7. Im Guten ſucht ſein Herz die Brüder zu beſtär⸗ ken; er muntert Alle auf zu guten, edlen Werken. Mit Chriſtenſinn nimmt er an ih⸗ rer Tugend Theil, und denkt: wir haben ja nur Einen Herrn, Ein Heil! 8. Das Heil der Ewig⸗ keit, das hier der Fromme ſchmecket, erhält ſein Glück und macht, daß keine Noth ihn ſchrecket, giebt ihm im Leiden Muth und ſtillet jeden Schmerz. Im Tode freut ſich noch ſein Gott ergebnes Herz. In eigener Melodie. 2s hebt ſich auf der 2 9 7 Enda ſrgcwin gen, Unendlicher, mein Geiſt 8 ———— 2. Wol Auge wend ter liehe E wactefir ſpendet der nns durch d heine Liebe dt wit Gwwiger, da 3. Wenn bang und herzen tru Gefährten nun Schwe jede Hoffn will ich a Vate cha Sthmer, d verttaun. . Nie wi zu Frenden T'gend und fi rt? Nie nzu er Jrund von 3i S Snd Citelket 2 Eat Grttez hu 2— wird er di — Freundes Gl ohn dune utzet uch ſelbſt ger ei er in Nath eun,t a wie ſen ie ſinnt iar d er aug 1 on. frei von Ne 6. ankt den Jnd icht,— hützt ſein hu in de ⸗ Er iß, u eſu Sien ſtets wiligg drgeh voll Achtumn et er: jm des hath did, umn: Gott, dia ge, 12 ſen mich jin 7. uten ſahti derz rüder zu Wi en; antert Aeu nten*☛ n Werfen. briſter— nimmt er a er T en Theil, unhi eir Uu ja nur oe derm=i Heill 8.= Heil der eh it, iier det fne bmech. rrwält ſein nd 1 daß keine M i ſo. 4, giebt ist iden=th und tli chme. Im Lüh fe S nd in Gott tgte erz. ner Meltdie. 4 Ss hebt ſich ai 9„ArdachtSch „, uadlicer, — „ Gott, im Allgemeinen. Geiſt zu dir empor, den frommen Vorſatz dir zu brin⸗ gen: den Tugendpfad, den ich ſo oft verlor, will ich, mit neuer Treue gehn, und groß durch ſie, der Sünde Reiz verſchmähn. 2. Wohin ſich nur mein Auge wendet, erblick ich dei⸗ ner Liebe Segensſpur. Wer wachte für mein Glück? Wer ſpendet der Freuden Fülle aus durch die Natur? Gott, deine Liebe! Liebe weih ich dir mit Freudenthränen, Ewiger, dafür! 3. Wenn einſt vielleicht ſich bang und leiſe zu meinem Herzen trübe Sorge ſchleicht, Gefährten meiner Pilgerreiſe nun Schwermuth wird, und jede Hoffnung weicht; dann will ich auf zu dir, mein Vater, ſchaun, und ſelbſt im Schmerz dir kindlich noch vertraun. 4. Nie will ich fragen: ob zu Freuden der Pfad der Tugend und des Rechtthuns führt? Nie zaghaft ihn zu wandeln meiden, wenn er in Nacht und Dunkel ſich verliert. Du winkſt, o Gott; Gehorſam iſt mir Pflicht: mein Glaube gibt mir Muth und Zuverſicht. 5. Dir will ich ſuchen nach⸗ zuahmen, o Jeſus! Men⸗ ſchenfreund, der du ſo gern den Leidenden, die zu dir kamen, Erretter warſt, nie ſoll mein Herz mehr fern dem 211 Armen, der verlaſſen trau⸗ ert, ſeyn, ich will ihm Huͤl⸗ fe, Troſt und Liebe weihn! 6. Mit warmem, liebevol⸗ lem Herzen, will ich mich immer mit den Frohen freun, der unverdienten Kränkung Schmerzen nicht ahnden, dem Beleidiger verzeihn. Be⸗ ſcheidenheit und Sanftmuth ſei mein Ruhm, Gewiſſens⸗ ruh' mein großes Eigen⸗ thum! 7. Die Kräafte, die du mir gegeben, will ich getreu zu nützen mich bemuͤhn; zu großen Zwecken war dies Leben, von dir, o Gott, aus Liebe mir verliehn. Um herr⸗ licher dort wieder aufzu⸗ blühn, ſinkt es auf deinen Wink zum Grab einſt hin. 8. Wenn von Verſuchun⸗ gen umgeben, mein Blick in Labyrinthe ſich verirrt; der Sünde Reiz zu widerſtreben, die täuſchend lockt, oft ſchwer den Herzen wird: blick ich zu dir; du wirſt mir Muth verleihn, kein Opfer, das die Pflicht gebeut, zu ſcheun. 9. Ja, treu zu ſeyn, bis einſt am Ziele auch mir dort der Vergeltung Palme weht, gelobt mit heiligem Gefühle dir jetzt mein Herz, das kind⸗ lich zu dir fleht; gib Kraft dazu und leit an deiner Hand den müden Pilger hin ins Paterland! O 2 212 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Alle Menſchen müſſen 298 Ech erhebe mein Gemüthe ſehn⸗ ſuchtsvoll, mein Gott, zu dir. Ich verehre deine Gu⸗ te; o wie theuer iſt ſie mir! Gott der Liebe und des Le⸗ bens, keiner harrt auf dich vergebens; nur Verächter deiner Huld ſtürzet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine — zeige deinen Willen mir; leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg mich verführ'! Gott, du ſieheſt mein Vertrauen! Sicher kann ich auf dich bauen; deine Va⸗ tertreue iſt ewig, wie du ſel⸗ ber biſt. 3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht! Laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht! Alle Sünden, die uns reuen, willſt du vä⸗ terlich verzeihen. O ſo höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willſt des Sünders Leben; dir iſt ſeine Seele werth. Gnädig willſt du ihm vergeben, wenn er ſich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Suͤndenwege machſt du ſein Gewiſſen rege. Wohl dem, der zu ſeiner Pflicht umkehrt! Den verwirfſt du nicht. 5. Allen, die zu dir ſich wenden, über ihre Schuld betrübt, willſt du Troſt und Rettung ſenden, wenn ihr Herz ſich dir ergibt. Freude ſchenket deine Güte dem ge⸗ angſteten Gemüthe, dem du ſeine Sündenlaſt liebreich ab⸗ genommen haſt. 6. Herr, zu was für Se⸗ ligkeiten du in jener beſſern Welt jeden Sterblichen willſt leiten, der dir Treu und Glauben hält, offenbarſt du allen Seelen, die zu ihrem Heil dich wählen. Deinen ganzen Gnadenbund machſt du deinen Kindern kund. 7. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, treu ſehn meiner ganzen Pflicht Keine ſchöde Luſt der Sun⸗ den ſoll mich ferner überwin⸗ den. Nimm du dich nur meiner an, daß ich ſtand⸗ haft bleiben kann! Mel. Sollt' ich meinem Gott ½ ilden ſoll ich 299 B mich auf Er⸗ den, Gott, für deine Ewig⸗ keit; hier, in ungewiſſer Zeit, täglich weiſer, beſſer werden; und nach dieſer großen Pflicht richtet mich einſt dein Gericht. 2. Jede Stunde meines Lebens, ſelbſt Minuten, zaͤhl⸗ teſt du, wogeſt jede Kraft mir zu; keine gabſt du mir vergebens! Wuchern ſtets mit Kraft und Zeit ſoll ich für die Ewigkeit. 3. Und 3. Und Erden,! woll zu t und ſcher glätlich nu hemin d in Augent 4. Gott Geiſt vet Tage ſind nütt zum. viel Kräͤft det! Doch die Pflich, änget rich z. Zu b den Hang hen Begi ſchwetet! ſanicht, deine Lan wann me 6. Dru zer weile nich belü 4 heil Gott, 8 Vatn un ziel 7. Ihw vingen etenſch wit zeit nich durch zen um d tehn d gehn. Mel. dG 300 ger, der e- eu un 2 bält, offnbant u ülen, die zr ige ¹ waͤhlen. Denm Tnadenbund mauſ —* Kindern kn. will ich mi emn ² Gott, meu Gat ich nicht! beß mih er dir lehen, tel rner ganzen pfütt döͤde Luſt der öin enich ferner übennn inm du dich m un, daß ich a dben kann! V Al ich meinem Gllt ilden ſoll ic B mich auf E⸗ t, für deine Ewiß⸗ r, in ungewiſtr lich weiſer, heſſer und nach dieſer lliht richtet mih Gericht. b Stunde meines iſt Minuten, zäl⸗ vogeſt jede Arſt ine gabſt du nun Wuchern ſitz und Zeit ſolch igkeit 3 hd im Allgemeinen. 3. Und ich lebte nur auf Erden, um den Sinnen wohl zu thun, konnte trag und ſicher ruhn; ſuchen, glücklich nur zu werden durch Gewinn der Eitelkeit, den ein Augenblick zerſtreut! 4. Gott, wie war mein Geiſt verblendet! Wie viel Tage ſind mir ſchon unge⸗ nützt zum Heil entflohn! wie viel Kräfte ſchon verſchwen⸗ det! Doch mich rufet noch die Pflicht, und ich ſaume länger nicht. 5. Zu befrein mich von dem Hange meiner ſündli⸗ chen Begier, wurde täglich ſchwerer mir; und ich weiß ja nicht, wie lange mich noch deine Langmuth tragt, nicht, wann meine Stunde ſchlägt. 6. Drum will ich nicht län⸗ ger weilen, wo das Eitle mich belügt, mich um ew'⸗ ges Heil betruͤgt; eilen will ich, Gott, nun eilen, auf der Bahn der Beſſerung zu dem Ziel der Heiligung. 7. Ich will ſtets mich ſelbſt bezwingen; eingedenk der Rechenſchaft, wuchern noch mit Zeit und Kraft; will mich durch Verſuchung rin⸗ gen, um vor dir einſt zu be⸗ ſtehn, und zum Leben einzu⸗ gehn. Mel. O Gott, du frommer Gott, nn Cch blick empor zu 300 J dir, du Ewi⸗ ger, der Allen, die durch der Prüfung Land zum gro⸗ ßen Ziele wallen, Vergelter, Richter iſt, und fleh voll In⸗ nigkeit: gedenk der Sünden nicht, die tief mein Herz bereut! 2. Wie oft gelobt' ich dir in ernſter Andacht Stille: mein heiligſtes Geſetz, o Gott, ſei ſtets dein Wille! Du kennſt mein Herz; du weißt, es war der Vorſatz rein, dir treu auf jedem Pfad, den du mich führſt, zu ſeyn. 3. Und dennoch fehlt' ich oft! Wer kennt des Herzens Tiefen? Ach, böſe Luſte, die ſo tief verborgen ſchlie⸗ fen, erwachten, aufgereizt vom Sturm der Leidenſchaft: betäubt und überraſcht erlag bald meine Kraft. 4. Nun ſchau ich prüfend hin auf die durchlebten Tage; ſie bringt kein Wunſch zuruͤck und keine bange Klage; doch ihre Thaten führt mit rich⸗ terlichem Blick mir ernſt und warnend oft Erinnerung zu⸗ rück. 5. Der Edle, der ſein Herz ſchon früh der Tugend weih⸗ te, fühlt hohe Seligkeit, ſieht er an ihrer Seite auf die durchlaufne Bahn mit ſtiller Heiterkeit. Er hat ge⸗ ſät in ihr für eine Ewigkeit. 6. Und dieſe Seligkeit, des Herzens ſuͤßen Frieden, das höchſte Gut, das hier den Sterblichen beſchieden, er⸗ warb ich mir noch nicht! Den 214 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Den bleibenden Gewinn gab ich, von Schein getäuſcht, für kurze Luſt oft hin. „7. Ich unterließ die Pflicht, die Reitzungen zu Sünden, durch Weisheit und durch Muth geſtärkt, zu uͤberwin⸗ den, ergebungsvoll und ſtill mit ruhigem Vertraun, auf dornenvollem Pfad zu Gott empor zu ſchaun. 8. Verzeih, Allgütiger! Du ſiehſt der Reue Zähren. Du wirſt dem Schwachen Kraft und Huͤlfe gern ge⸗ währen. Mit neuer Treue will ich deine Wege gehn; laß einſt am großen Ziel, o Gott, dein Heil mich ſehn! Mel. Nun iſt der Tag geendet 8 Mein Herz, 301 ℳ. Gott Vater, will ich dir zum Eigenthume weihn. Es forderts ja dein Wort von mir; drum ſei es ewig deiin 2. Zwar hat es durch den Hang der Welt, durch Luſt und Eitelkeit, die, Heiliger, dir nicht gefällt, ſich oft, ach oft, entweiht. 3. Doch ſieh, ſeine Schuld, Beſſerung und um Gnad' und Huld, um Kraft zur Heiligung. 4. Verwirf, verwirf mein Flehen nicht; ſei mir mit nade nah! Zu dir ſteht meine Zuverſicht; mein Va⸗ es fühlet gelobt dir fleht zu dir — d 2* “ 2 5. Dies bürgte mir, ge⸗ ſandt von dir, dein Sohn mit ſeinem Blut; verleih durch deinen Geiſt nun mir zur Beßrung Kraft und Muth! 6. Hilf, daß ich dir, mein Herr und Gott, im Glauben ſtets getreu, und gegen Leiſt, Gewalt und Spott im Gu⸗ ten ſtandhaft ſei! 7. Hilf, daß ich ſei im Leiden feſt, durch Hoffnung und Geduld; mein Troſt, wenn Alles mich verläßt, ſei deine Vaterhuld! 8. Hilf, daß ich gegen jedermann, von Stolz und Neide frei, aufrichtig und ſo viel ich kann, zu dienen willig ſei! 9. Hilf, daß ich wohl zu thun mich freu, und, fern von Rachbegier, ſelbſt mei⸗ nem Feinde gern verzeih; denn du verzeihſt auch mir. 10. Dich, Gott, verehren, ſei mein Ruhm, entfernt von Heuchelei, damit mein gan⸗ zes Chriſtenthum dir wohl⸗ gefällig ſei! 11. So nimm es denn zum Tempel ein, mein Herz, hier in der Zeit; und laß es deine Wohnung ſeyn auch in der Ewigkeit! 12. Weg Welt und Suünd'! Euch dien' ich nicht! Nur Gott, nur Gott allein: dies, dies iſt meine Zuver⸗ ſicht, kann ewig mich er⸗ freun.. Mel. ———— 6 20 302 rend ſeſe dndes d itt von gtadenvol Lergb n richt mit ins Gerie 2 Te ſchon ver⸗ vol ich un ift verſpra ben, gerei tat; wie nein Ed: dr From 3. Ach nich wie ihre Luſt nen from und herr in wir. riel zu ſchn ſuden ge 4. Wie Jage dute As in d nelte mir, 4 und lend ka gtete mer nei j 0 Ünte 4 ter Ern iſt um dn ge; wa ner Noih um mich — und l ewal e n, Srai 1ſia tt ſeil den ſer durch dei nd 4=; mein 2 enn,— mich verlch, ane ſt. huld! §8. Sf daß ich a dermmm von Stu 1 leide= aufrichug vielt= kann, zud dilig 9. 1 daß ich wal dun Afreu, und, ſ on RAgier, ſelhin em ſene gem vae enn d tzeihſt auch n 10.. 3 Gott, wenem à mei AMhm, entfemu deuche hamit mein ai 8 Eſf thum dir ut efälliſ 7 11.= nimm es im t eel ein, I erz,= in der R nd lq*= deine Wehm Dn dm der Euf 12.= belt unch uch—m ich nn 9, A☛☚ Gon a aſt meine Jte ed, 1 ich 9 ht, ewig mnich tun R ſen im Allgemeinen. Mel. Wer nur den lieben Gott 2A Mein Gott, zu 302 dem ich wei⸗ nend flehe, erbarme deines Kindes dich! Ach, ſieh auch jetzt von deiner Höhe mit gnadenvollem Blick auf mich! Vergib mir, Vater; gehe nicht mit mir, dem Sünder, ins Gericht! 2. Wie oft haſt du mir ſchon vergeben, wenn reu⸗ voll ich um Gnade bat; wie oft verſprach ich dir ein Le⸗ ben, gereiniget von Miſſe⸗ that; wie feierlich war dann mein Eid des Glaubens und der Frömmigkeit! 3. Ach, aber bald ergriff mich wieder die Sünd' und ihre Luſt mit ihr, riß mei⸗ nen frommen Vorſatz nieder, und herrſchte, wie zuvor, in mir! Zum Widerſtande viel zu ſchwach, floh ich nicht, ſondern gab ihr nach. 4. Wie viele ſündenvolle Tage durchlebt' ich, Vater, als im Traum, und ſam⸗ melte mir Schmach und Pla⸗ ge, und fühlte dies mein Elend kaum! Verwundet blutete mein Herz: betäubt empſand ich keinen Schmerz. 5. Ich ging den Weg zum Untergange, den dein gerech⸗ ter Ernſt mir droht. Jetzt iſt um Troſt mir Sunder ban⸗ ge; wer rettet mich aus mei⸗ ner Noth? Mein richtendes Gewiſſen wacht, und Alles um mich her iſt Nacht. 6. Zu wem, o Vater, ſoll ich fliehen? Wo findet meine Seele Ruh? Wer kann ſie aus dem Elend zie⸗ hen, in dem ſie ſeufzet, als nur du? Mein ganz Ver⸗ traun ſetz' ich auf dich: du Freund des Lebens, retteſt mich! 7. Für alle, auch für mei⸗ ne Sunden, floß einſt des Welterlöſers Blut. O laß durch ihn mich Gnade ſin⸗ den, du meiner Seele höch⸗ ſtes Gut! Noch einmal, Vater, ſprich zu mir: auch dieſe Schuld erlaß ich dir. 8. Gott ſei mein Zeuge, da ich ſchwöre: mein Herz ſoll dir geheiligt ſeyn! Dir, deinem Willen, deiner Ehre will ich mein ganzes Leben weihn; der Suͤnde will ich widerſtehn und ſtandhaft dei⸗ ne Wege gehn! 9. Vergiß nicht wieder, meine Seele, wie oft du ſchon gefallen biſt. Vergiß nicht mehr des Herrn Be⸗ fehle, nicht mehr, daß er dein Retter iſt! Ruf ihn im Glauben täglich an: erhalt mich, Herr, auf ebner Bahn! Mel. Freu dich ſehr, o meine S. ₰ Sschaffet, ſchaf⸗ 303 Sfet, Menſchen⸗ kinder, ſchaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie ſichre Sün⸗ der, auf die ungewiſſe Zeit! Unverweilt bekehret euch! Rin⸗ 216 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Ringet nach dem Himmel⸗ reich! Strebet, beilig hier auf Erden, ſtrebet, dort zu werden! 2. Doch ſoll dieſes recht geſchehen, ſo müßt ihr mit feſtem Muth jeder Sunde widerſtehen; nur was Gott, das höchſte Gut, von euch fordert, muß allein eures Lebens Richtſchnur ſeyn; es mag eurem ſchwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 3. Selig, wer im Glau⸗ ben kämpfet, ſelig, wer im Kampf beſteht, wer des Flei⸗ ſches Lüſte dampfet, und den Reiz der Welt verſchmäht! O, ſo ſtrebt dem Guten nach, ſeht dabei auf Chriſti Schmach! Wer den Him⸗ mel will ererben, muß erſt ſeinen Sünden ſterben. 4. Werdet ihr nicht ſtand⸗ haft ringen, ſondern träg und läſſig ſeyn, eure Nei⸗ gung zu bezwingen: wie kann euch der Sieg erfreun? Ohne tapfern Streit im Krieg fol⸗ get nie Triumph und Sieg. Nur den Sieger ſchmückt, zum Lohne ſeines Kampfs, die Himmelskrone. 5. Sich voll Leichtſinn ſtets zerſtreuen, thun, was Fleiſch und Welt uns heißt, und den Kampf der Lüſte ſcheuen, iſt der Welt, nicht Chriſti Geiſt. Wer ihn haben will, der kann auf der Tugend rauhen Bahn nicht im ſichern Stolze ſelig leben, und den Lüſten ſich ergeben. 6. Brünſtig beten, allzeit wachen, die Verſuchung weislich fliehn, ſich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt ſich be⸗ mühn, ſelbſt beim Spott und Hohn der Welt das zu thun, was Gott gefällt: dies nur wollen und voll⸗ bringen, heißet: nach dem Himmel ringen. 7. Drum entreißet euch den Lüſten, die ihr noch ge⸗ feſſelt ſeid, und beweiſet euch, als Chriſten, muthig und getroſt im Streit! Schont der liebſten Neigung nicht; uͤbet auch die ſchwerſte Pflicht Denket oft an Chriſti Worte: dringet durch die enge Pforte! 8. Zittern muß ich vor der Sünde, und auf Jeſu Vor⸗ bild ſehn! Suchen will ich, daß ich finde, was mein Glück einſt wird erhöhn! Fehl ich, o ſo gehe nicht, Richter, mit mir ins Ge⸗ richt! Gib mir deines Gei⸗ ſtes Waffen, meine Seligkeit zu ſchaffen! 9. Gib zum Wollen das Vollbringen! Gib mir Muth und Kraft zum Streit! Lehre mich mit Ernſt bezwingen, Alles, was mein Herz ent⸗ weiht! Zeige mir von dei⸗ nem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe und empor zum Mel. Himmel dringe! Rel. Wer / 304 iaſen/ buße ſei ren ernſt ihhne keßte, ſ hir, Her 2 De pricht;7 geßre dein ten Gott; ei nicht m bothin; ve zottes K thalich ihr 3. Be de Aebe Sündeh dem gute erweck lieh, ſi Welt, und gefällt! 4 Exſta ſen wiede Unrecht ih liite die Arück zur hand den Kvoll th ſände, w 5 Nlieh dung ha zehr nct en ſt; ſcheu vor ein Feind ſei friedl bereit, zu bott gele ring ich die enge hi 8. inn muß ich wm Sund nd auf Jeiuk ild ſr= Suchen wli aß. nde, was Blüchum ſt wird an fehl o ſo gehe 9 ſicht— nit mir int icht mir deines d 2s Ah n, meine Silit ſchf! 5 zum Walln ollbh=! Gib wir N d Ap= zum Strett ich Ernſt bezwin les eus mein hega eiht e ige mir won d den vethein V V nade In, daß ic mnt Mel. Wer nur den lieben Gott 30 7 Gott, lehre mich ₰+ O verſtehn und faſſen, was Buße, wahre Buße ſei! Hilf mir die Sün⸗ den ernſtlich haſſen, damit ich ohne Heuchelei mein Leben beßre, ſelbſt mir treu, und dir, Herr, wohlgefällig ſei! 2. Dein Wort gebeut und ſpricht; Thu Buße, verändre, beßre deinen Sinn; fall dei⸗ nem Gott voll Reu' zu Fuße; ſei nicht mehr Sünder, wie vorhin; von nun an ſei, als Gottes Kind, ihm folgſam, ahnlich ihm geſinnt! 3. Bezähme ſtets in dir die Liebe zu Allem dem, was Sünde heißt, und folge je⸗ dem guten Triebe, den Gott erweckt durch ſeinen Geiſt; flieh, flieh die Lüſte dieſer Welt, und thue nur, was ihm gefällt! 4. Erſtatte deinem Naͤch⸗ ſten wieder, was du mit Unrecht ihm entwandt, und leite die verführten Bruüͤder zurück zur Tugend; beut die Hand dem Unterdrückten lie⸗ bevoll; thu jedem, auch dem Feinde, wohl! 5. Flieh Neid, Verläum⸗ dung, Haß und Lugen, be⸗ gehr nicht, was des Näch⸗ ſten iſt; zeig durch den Ab⸗ ſcheu vor Betrügen, daß du ein Feind des Laſters biſt; ſei friedlich, weiſe, ſtets bereit, zu ſterben, wenn dein Gott gebeut! im Allgemeinen. 217 6. Herr, dies befiehlt mir deine Lehre. Du weißt am beſten, wie ich bin; hilf, daß ich deine Stimme höre, und ändre du ſelbſt meinen Sinn. Sieh, Beſſerung ge⸗ lob ich dir; gib Kräfte zum Vollbringen mir! Mel. Gott Vater, an Erbarmen Ar o wahr ich lebe! 305 S ſpricht dein Gott, mir iſt nicht lieb des Sünders Tod; ich will, daß er vom Böſen ſich mit Ernſt bekehr und ſuche mich; vom Elend ſeiner Sünden frei, geheiligt mir und ſelig ſei. 2. Vernimm, o Menſch, dies Gnadenwort, und wand⸗ le nicht zum Tode fort! Gern will dein Gott dir gnädig ſeyn; gern alle Sünden dir verzeihn. Sei reuvoll; doch verzage nicht, und faſſe Muth zu deiner Pflicht. 3. Nur huüte dich vor Si⸗ cherheit! Denk nicht: noch iſt zur Beßrung Zeit; erſt will ich mit der Welt mich freun, und werd ich ihrer müde ſeyn, dann beß'r ich, dann bekehr ich mich, und Gott erbarmt noch meiner ſich. 4. Wiß, der jetzt liebreich dir verzeiht, übt auch als Gott Gerechtigkeit; und, Sünder, dir iſt unbewußt, ob du nicht morgen ſterben mußt. Dann wehe dir, ſinkſt du ins Grab frech von des Laſters Pfad hinab! 5. He 218 5. Heut lebſt du; heut bekehre dich! Eh’ Morgen kommt, kanns andern ſich. Wer jetzt geſund iſt, ſtirbt vielleicht, eh er den Abend noch erreicht. Drum wandle nicht in Sünden fort; du weißt, zu Paät iſt Buße dort. 6. Hilf denn, o Vater, hilf, daß ich noch heute, heute beßre mich, eh meine Schuld noch mehr ſich häuft, eh mich ein ſchneller Tod er⸗ greift, damit ich heut und jederzeit zu meinem Ende ſei bereit. Mel. Wer unr den lieben Gott G. 300 AArGerte wit den Tagen der mir beſchied⸗ nen Lebenszeit floh ſchon da⸗ hin, mich anzuklagen, ins Meer der langen Ewigkeit! Nicht jeden hab' ich dir ge⸗ lebt, nicht ſtets der Tugend nachgeſtrebt. 2. Gar oft empörte ſich im Leiden mein murrend Herz voll Ungeduld: und ſchenkteſt du, mein Gott, mir Freuden, o dann vergaß ich deiner Huld; genoß nicht jede, wie ich ſoll, nicht im⸗ mer reinen Dankes voll. 3. So war mein Herz auch gegen Brüder nicht immer ſanft und liebevoll. Schlug mich erlittnes Unrecht nieder, ſo übernahm mich oft der Groll; und ich vergaß der —ͤͤ Geſinnung und Verhalten des Chriſten Sanftmuth, Pflicht und folgte Jeſu Vorbild nicht. 4. Dir, Herzenskündiger, iſt keine von meinen Sünden unbekannt. Vergib, ich vor dir beweine, und lei⸗ te mich an deiner Hand zu beſſerer Geſinnung hin, bis ich ganz frei von Fehlern bin! Mel. O Gott, du frommer Gott, Irillſt du die 307 W Buße noch, die Gott gebeut, verſchieben, ſo ſchändeſt du ſein Wort, und mußt dich ſelbſt nicht lie⸗ ben. Iſt deine Beſſerung nicht deiner Seele Glück? Und wer verſchiebt ſein Heil gern einen Augenblick? 2. Allein wie ſchwer iſts nicht, ſein eignes Herz be⸗ kämpfen, Begierden wihder⸗ ſtehn, und ſeine Lüſte däm⸗ pfen? Ja, Sünder, es iſt ſchwer; allein zu deiner Ruh iſt dies der einz'ge Weg. Und dem entſageſt du? 3. Iſt deine Pflicht von Gott, wie kannſt du ſie ver⸗ geſſen? Nach deinen Kräf⸗ ten ſelbſt hat er ſie abgemeſ⸗ ſen. Was weigerſt du dich noch? Gott iſt nicht ein Ty⸗ rann, der mehr von mir ver⸗ langt, als ich ihm leiſten kann. b 4. Sprich ſelbſt: gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und ſeiner werth zu ſeyn, im Glauben mich er⸗ kühne was fühne? J lbſt, die gebeut, pingf d Selgeit? 5. Was och, das! Weil es d ſeehlt es veigerſt Tugend Weil ſſe d hefiehlt ſie 6. Gott an, das zm. Soll dich, ihm x gin? Er nunft: ur ſe? Erſer dereinſt,; ſter lozure tk zu ſh Stwierigte dich erſche nicht durch 8. Jebf ens gleſc la ſe ſtärt iie That Schent du des ſohſie um wie du dich me 4., G Werk von cen? Ka ler Tod d denenstini dell meinen Sin lel.= du frommact 11 llſt u 1) K Beße e G deit, uan ſch du ſein de M ich ſelbſt nich 4 dei Biſen ut ar Seele guh Ind ſa erſchiebt ſ ſu hem t- 1 Augenlit 2. n wee ſchweri lcht †= eignes het umpf Begierden w tedn= ſeine küſt fen.—„ Sünder 3 twe em f Jeſt du? 3. deine Pfütt n Bott—n kannſt duſen eſſen lach deinen 5 en at er ſie e un — weigert u 16 n ſt nict unn ann medr von mru 3g; ich ihn li un. ihn kun lein zu deiuri t die eing ge Wen l 1ee et pnn im Allgemeinen. kühne? Wenn du die Tugend übſt, die Gott, dein Herr, gebeut, wem dienſt du? Ringſt du nicht nach deiner Seligkeit 2 5. Was weigerſt du dich noch, das Laſter zu verlaſſen? Weil es dein Unglück iſt, be⸗ fiehlt es Gott zu haſſen. Was weigerſt du dich noch, der Tugend Freund zu ſeyn? Weil ſie dich glücklich macht, befiehlt ſie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbrin⸗ gen. Soll er durch Allmacht dich, ihm zu gehorchen, zwin⸗ gen? Er gab dir die Ver⸗ nunft: und du verläugneſt ſie? Er ſendet dir ſein Wort: und du gehorchſt ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz; ich hab es ihm verheißen, mich noch dereinſt, mich bald vom La⸗ ſter loszureißen; jetzt iſt dies Werk zu ſchwer. Doch dieſe Schwierigkeit, die heute dich erſchreckt, wächſt ſie nicht durch die Zeit? 8. Je öfter du vollbringſt, was Fleiſch und Blut befoh⸗ len, je ſtärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheuſt du dich heute nicht, des höchſten Feind zu ſeyn; um wie viel weniger wirſt du dich morgen ſcheun! 9. Iſt denn die Buß' ein Werk von wenig Augenbli⸗ cken? Kann dich kein ſchnel⸗ ler Tod der Welt noch heut 219 entrücken? Iſt ein Geſchrei zu Gott, ein Wunſch nach Beſſerung, und Angſt der Miſſethat, die wahre Heili⸗ gung? 10. Iſts gnug zur Selig⸗ keit des Glückes der Erlö⸗ ſten, wenn uns der Tod er⸗ greift, ſich ſicher zu getröſten; iſt das Bekenntniß gnug, daß uns die Sünde reut; ſo iſt kein leichter Werk, als deine Seligkeit. 1 11. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der See⸗ len; iſt keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehlen; iſt dieſes dein Beruf, Gott die⸗ nen; den dn liebſt; ſo zittre vor dir ſelbſt, wenn du dies Werk verſchiebſt. 12. Der Glaube heiligt dich. Iſt dieſer dein Ge⸗ ſchäfte? Nein, Menſch! Und du verſchmähſt des Geiſtes Gottes Kräfte? Erſchreckt dich nicht ſein Wort? Gibt in verkehrten Sinn den Sün⸗ der, der beharrt, nicht Gott zuletzt dahin? 13. Hat Chriſtus uns er⸗ löſt, damit wir Sünder blei⸗ ben, und, ſicher durch ſein Blut das Laſter höher trei⸗ ben? Gebeut uns Chriſti Wort nicht Tugend, Recht und Pflicht; ſo iſt es nicht von Gott. Gott widerſpricht ſich nicht. 14. Noch heute, weil du lebſt, und ſeine Stimme hö⸗ reſt, noch heute ſchicke dch 9 220 Geſinnung und Verhalten des Chriſten daß du vom Böſen kehreſt. Begegne deinem Gott, willſt du zu deiner Pein dein hier verſäumtes Gluͤck nicht ewig noch bereun? 15. Entſchließe dich be⸗ herzt, dich ſelber zu beſiegen; der Sieg, ſo ſchwer er iſt, bringt göttliches Vergnügen. Was zagſt du? Geht er gleich im Anfang langſam fort; ſei wacker: Gott iſt nah, und ſtärkt dich durch ſein Wort! 16. Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich ſein Geſetz erſt ihren Fluch empfinden: ſo widerſtreb ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 17. So ſüß ein Laſter iſt, ſo gibts doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beſchieden. Ein Menſch, der Gott ge⸗ horcht, erwählt das beſte Theil; ein Menſch, der Gott verläßt, verläßt ſein eignes Heil. 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Lei⸗ den; Gott kennt und liebt dein Gluͤck; ſie fuͤhrt zu dei⸗ nen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuverſicht, gibt Weisheit und Verſtand, und Muth zu deiner Pflicht. 19. Sprich ſelbſt: iſt dies kein Glück, mit ruhigem Ge⸗ wiſſen die Güter dieſer Welt, des Lebens Glück genießen, und mäßig und gerecht in dem Genuße ſeyn, und ſich der Seligkeit ſchon hier im Glauben freun? Mel. Wer nur den lieben Gott 8 ie theuer, 308 Gott, iſt deine Güte, die alle Miſſe⸗ that vergibt, ſobald voll Reue das Gemuͤthe die Sün⸗ den, die es ſonſt geliebt, er⸗ kennt, bereut und ernſtlich haßt, und Zuverſicht zum Mittler faßt! 2. Doch laß mich ja nicht ſicher werden, weil du ſo reich an Gnade biſt! Wie kurz iſt meine Zeit auf Er⸗ den, die mir zum Heil ge⸗ geben iſt! Gib, daß ſie mir recht wichtig ſei, daß ich ſie meiner Beßrung weih'! 3. Zwar deine Gnade zu verdienen, ſind Reu' und Beßrung viel zu klein: doch darf ſich auch ein Menſch erkühnen, zu glauben, dir verſöhnt zu ſeyn, wenn er noch liebt, was dir mißfäͤllt, und nicht dein Wort von Herzen hält? 4. Nie kannſt du dem die Schuld erlaſſen, der frevelnd Schuld auf Schulden häuft. Der kann kein Herz zu Jeſu faſſen, der zwar auf ſein Verdienſt ſich ſteift, doch in der Suͤnde noch beharrt, da⸗ für er ſelbſt ein Opfer ward. 5. Drum 5. Dr nädig me teile mein ſen mit Naterhuld Erſt die willg dir 6. Da auch Stä verliehen lebrang g. ſen; mach herr, in dch! Sie lcen, de was du lieben, w Laß, Van rein und! del ſeyn. n allgen . Herz 3000 herr, unſ der Gnad derif un men vor de Niſezr von uns 1 du Gott Geduld ſe Flein heil Ere leſe Chriſien 1 ſet n Huͤte 1 d— Glüch genieße el. Tuur den lieden h 0 42 W gin — ott, i „=„die alle 1 lat ibt, ſobalh n teut= Gemütze dn en, ss ſonſt gelitt ennt: reut und emi aßt Nitt 2* Claß mich ſin ichet rndden, weil n teich— Gnade biſt! d ur teine Zeit au den— mir zum hel, gedet Gib, daß ſer techt ctig ſei, dazih nein: kßrung weih! 33rar deine Gra verd, ſind Nalt Best= viel zu kleinew derf Jauch ein MM erfüſ— zu glaube verſttexzu ſeyn, van noch=, was dir niſ Ind rt dein Pattt ält? dee kannſt du duſ 3 Faſen, derins Schi auf Schulden 9 der tar kein Henz il⸗ aſſe dwa ger an ſcch ſe d Zuveritt aßt im Allgemeinen. 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füßen: vergib mir gnädig meine Schuld, und heile mein verwund't Gewiſ⸗ ſen mit Troſt aus deiner Vaterhuld! Ich will mit Ernſt die Sünde ſcheun, und willig dir gehorſam ſeyn. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stärke zur Tugend mir verliehen ſei, laß mich durch Uebung guter Werke bewei⸗ ſen; mache ſelbſt mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! Sie leite und regiere mich! 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Miſſe⸗ that vergibſt, das haſſen, was du mir vergeben, das lieben, was du ſelber liebſt! Laß, Vater, mein Gewiſſen rein und heilig meinen Wan⸗ del ſeyn! Am allgemeinen Bußtage. Mel. Herzlich tieb hab ich dich C„ d 2 309 Ger⸗ Zunaßt une. Herr, unſer Mittler, Jeſu Chriſt, Geiſt Gottes, Geiſt der Gnaden! Unendlicher, verwirf uns nicht! Wir kom⸗ men vor dein Angeſicht, mit Miſſethat beladen. Nimm von uns unſre Sündenſchuld, du Gott der Langmuth und Geduld! Erhöre gnädig un⸗ ſer Flehn, daß wir dein Heil, Erbarmer, ſehn! Herr, 221 unſer Gott, verbirg uns nicht dein Angeſicht, und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unſres Bundes Eid, dein Weg von uns verlaſſen, o ſieh, wir kehren voller Reu' zurück zu dir; laß, Herr, aufs neu uns deine Gnade faſſen! Sie leit uns auf den ebnen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß Irrthum und Verſuchung nie uns auf die Bahn des Laſters zieh! Herr, unſer Gott, groß von Geduld, vor neuer Schuld behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unſer Land, laß es beſchirmt von deiner Hand, des Frie⸗ dens Ruh' genießen! Wend ab von uns der Flammen Wuth, und die Verwüſtung wilder Fluth, des Krieges Blutvergießen! Sei unſer Retter, wenn uns Noth des Mangels und der Seuchen droht! Du, Vater, wolleſt mit uns ſeyn, daß wir uns deines Schutzes freun Herr, unſer Gott, verleih uns Muth! In deiner Huth ſind wir; und was du thuſt, iſt gut. 4. Gib Frieden, wo ſonſt Zwietracht war; vereine, was getrennet war; ſchenk uns der Eintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geiſt, und was dein theures Wort 222 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Wort verheißt, ſei Licht auf unſern Wegen! Laß, Herr, in Ehr und Wandel rein die Diener deines Wortes ſeyn, und bringe zu der Wahrheit Glück, zu dir, die Irrenden urück! Herr, unſer Gott, reit aus dein Wort an je⸗ dem Ort; gib Geiſt und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regenten lenke du, daß weiſe ſie in ſichrer Ruh', der Völker Wohlſtand heben! Dem Fürſten, der uns ſchützt und liebt, gib, der in ihm ſo viel uns gibt, ein frohes, langes Leben! Noch lange ſei ſein Vater⸗ blick, uns, ſeinen Kindern, Schutz und Glück! O ſchutt' auf ihn und auf ſein Haus und ſeine Räthe Segnung aus! Herr, unſer Gott, in deiner Hand iſt unſer Land; beglück es, ſegne jeden Stand 1 6. Vernimm der Leiden⸗ den Gebet! Wer in ber Noth um Rettung fleht, dem hilf aus ſeinen Nöthen! Gib Kranken Linderung und Ruh'; die Sterbenden erlöſe du, erhör' ihr letztes Beten! Sei aller Unterdrückten Heil, der Wittwen und der Waiſen Theil; vereitle der Verfol⸗ ger Rath und lehre ſie den rechten Pfad! Herr, unſer Gott, durch alles Leid der Pilgerzeit führ' uns zu dei⸗ ner Herrlichkeit! 7. Du thuſt weit mehr, als wir verſtehn, kannſt mehr gewähren, als wir flehn; laß uns Erhorung finden! O neig auf unſer Flehn dein Ohr, heb unſer Herz zu dir empor und mach uns rein von Sünden! Laß uns dir nun geheiligt ſeyn, im Leben und im Tode dein! Wir ſind durch Chriſti Blut erlöſt: o du, der Sünder nicht verſtößt, Herr, unſer Gott, erbarme dich, erbarme dich! Vergib uns, leit uns väͤterlich! Mel. Beſiehl du deine Wege 2 rſt Gott für mich, J 1 0 ſo trete gleich Alles wider mich! So oſt ich zu ihm bete, verliert mein Kummer ſich. Hab ich nur ihn zum Freunde, wie ſelig bin ich dann! Was acht' ich alle Feinde? Er nimmt ſich meiner an. 2. Ja, dies iſts, was mich ſtärket: ich glaube feſt, als Chriſt, daß Gott auch mich bemerket, auch mir ein Va⸗ ter iſt; daß er zu allen Zei⸗ ten mit Huld hernieder blickt, im Kampfe mir hilft ſtreiten, in Angſt mein Herz erquickt. 3. Wenn ich aus Schwach⸗ heit fehle und nur aus Vor⸗ ſatz nicht, ſo ſtärket meine Seele die hohe Zuverſicht: den, Herr, der deinen Wil⸗ len, ſo gut er immer kann, ſucht redlich zu erfüllen, ſiehſt du mit Gnade an. 4. Dein Geiſt wohnt mir im Herzen und tröſtet mei⸗ nen neh Sinn ccun Sorge lü Erdenleber ten ſei n Treir. Hiumel alch unte nche ral nich doch dcteinſt au h. Dier in keiden zuſeyn! nich ſchei größte P mir zum mit Tyyſt die Noth deine Hülj Kein (ehen, nic un Mach Slhe ſe tim, G. nichts ſoll bei an dein windern nichs, wa wal mn als wit 4 Srhörung 1— Sr, e Aunſer Rlhad Wu fidm erliſt: g mur nicht venth en e Gott, ettn it.— eme dich Ie ns väterlih! Rel.= du deine N dſt Gott fürn 31 8 ſo n,n Ales 4½ mich! S ch i m bete, 5 nein teaner ſch. bat nur zum Freunde, ſlig r= ich dam. aicht’ mulle dinn inu meiner an. hies iſts, wal 1 1 ui H glaube feß Shriſt uz Gott auc eemer Tauch mir tun er iſt ß er zu ala en ld ſeun 1 m Ke= mir hilft iin n An ein Herz enut 3. deis ause eit fn„ und nur aui d 16 N ſo ſtärket na beelg= hohe Zübeßß en,— der deinen J 2. 2,¹ t er immer li ich zu erfült t Gnade 34 . und nͤſts ¹ zu ſeyn! im Allgemeinen. nen Sinn; ſtillt alle meine Schmerzen, nimmt jede Sorge hin; zeigt mir, daß Erdenleben nicht zu verglei⸗ chen ſei mit jenen Himmels⸗ freuden, dem Lohn bewährter Treu'. 5. Auf dies mein Heil und Erbe ſeh ich voll Zuver⸗ ſicht. Wenn ich gleich fall und ſterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Geh auch unter Zähren; hier manche rauhe Bahn, nimmt mich doch Gott zu Ehren 8 dereinſt auf ewig an. 6. Dies ſtaͤrkt mich, auch im Leiden dir, Höchſter, treu Nichts ſoll von dir mich ſcheiden, auch nicht die größte Pein; du lenkſt ſie mir zum Beſten, biſt mir mit Troſte nah; und wann die Noth am größten, iſt deine Hülfe da. 7. Kein glänzend Loos im Leben, nicht Anſehn, Ruhm und Macht, wornach nur Stolze ſtreben, nicht Reich⸗ thum, Glück und Pracht, nichts ſoll mir je den Glau⸗ ben an deine Vatertreu ver⸗ mindern oder rauben; nichts, was es immer ſei! 8. Was könnte ſonſt mich ſcheiden von deiner Lieb', o Gott? Verfolgung, Trüb⸗ ſal? Leiden? Schwert? Hunger? Blöße? Tod? Nichts, nichts! Ich über⸗ winde in dem, der mich ge⸗ liebt, und ſich für meine ich, Sünde zum Opfer elber gibt. 9. Iſt Gott für mich, ſo trete gleich Alles wider mich! So oft ich zu ihm bete, ver⸗ liert mein Kummer ſich Deß iſt mein Herz voll Won⸗ ne! Was iſts, das mir ge⸗ bricht? Der Herr iſt meine Sonne, mein Schutz, mein Heil, mein Licht! Mel. Warum ſollt' ich mich 6. 2* 8 31 1 Mimn⸗⸗ Freude iſt nur die, daß ich nie mich von Jeſu ſcheide, daß ich ihn durch Glauben ehre, jeder⸗ zeit hocherfreut ſeine Stim⸗ me höre. 2. Freundlich ruft er alle Müden und erfüllt, ſanft und mild, ihren Geiſt mit Frieden; ſeine Laſt iſt leicht zu tragen; er macht Bahn, geht voran, tröſtet, wenn wir zagen. 3. Ja, er kennt die Leidensſtunden; größern Schmerz hat kein Herz, als ſein Herz empfunden. Da⸗ rum blickt, wenn ſeiner Brüder einer weint, unſer Freund mitleidsvoll hernie⸗ der. 4. Will das Herz der Noth erliegen, dann hilft Er, unſer Herr, kämpfen uns und ſiegen. Die auf ihn zu allen Zeiten folgſam ſchaun, ihm vertraun, ärnten Se⸗ ligkeiten. 5. Je⸗ 223 224 5. Jeſu, treuſter Freund von Allen, mit dir will, froh und ſtill, ich durchs Leben wallen! Auch der Tod kann mich nicht ſchrecken; denn du wirſt, Lebensfürſt, einſt mich anfevecken, 4 ½ 8 5* Mel. Wann mein Sthdlein 31 2 Srch weiß, an wen — mein Glaub' ſich hält; kein Feind ſoll ihn mir rauben! Als Bürger einer beßren Welt, leb ich hier nur im Glauben: dort ſchau ich, was ich hier ge⸗ glaubt. Wer iſt, der mir das E Erbtheil raubt, das Je⸗ ſus mir erworben? 2. 2. Mein Leben iſt ein kur⸗ zer Streit, und herrlich iſt die Krone, die Gott dem Ueberwinder beut, zum ew'⸗ gen Siegeslohne. Ob auch des Kampfes Müh' mich ſchreckt: du, der den Tod für mich geſchmeckt, du ſtärkſt mich, daß ich ſiege. 3. O Herr, du biſt mein höchſter Ruhm, mein beſter Troſt im Leben; einſt wirſt du mich, dein Eigenthum, zu deinem Reich erheben. Der Freuden Fülle iſt bei dir; dort hab ich Alles, was ich hier nur ſuche und nicht finde. 4. Herr, lenke meines Geiſtes Blick von dieſer Welt Getümmel auf dich, auf mei⸗ ner Seele Glück, auf Ewig⸗ keit und Himmel! Kurz iſt der Erde Herrlichkeit, vergäng⸗ Geſinnung und Verhalten des Chriſten lich alles Glück der Zeit: im Himmel ſei mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieſer Leib beſchwert, iſt mir noch nicht erſchienen, was uns die künft'ge Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, wann mein Vollen⸗ dungstag erſcheint, dann werd ichs froh empfinden. 6. Im Dunkeln nur, Herr, ſeh ich hier, wo ich dir gläu⸗ big traue, die Seligkeit, die dort bei dir in vollem Licht ich ſchaue. Hier iſt mein Werth mir noch verhüllt: dort wird er ſichtbar, wann dein Bild in mir ſich ganz verkläret. 7. Zu dieſem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch dei⸗ ne Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft; wer kann mich von dir ſcheiden? Nicht Glück und Luſt, nicht Leid und Noth, das Leben nicht und nicht der Tod! Mein ſind des Himmels Freuden! 8. Wie groß iſt meine Herr⸗ lichkeit! Empfinde ſie, o See⸗ le! Vom Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Nichts vergeht; nur des Ge⸗ rechten Glück beſteht durch alle Ewigkeiten. In eigener Melodie. 1 1n eiäena 313 Metuen Jeſh Er hat ſich für mich gegeben or⸗ ——— fodert fn, leben? ſich; nei ricſt ſandt, 3 räten, um Pfa önade höi. Feſutn la 3 Dur duntzar ſa, den er 9 di ſeiner mas er v lch ihn 4. 89 und Ru debens zum Eig lin in ſ neine 3 pun ſa 5 Wen eüſcht, ſih entfar ſelr uiſt 1 mir nätte de 1 weinen d dar 1ken, unftg=l gewithn, dir G n iadienen. da vann= Auge nicht n deint, Fmin mein Ma ungst erſcheint, m verd i Seoh empfmda 56. f mkeln nur in eh ich am wo ich drſ dig ta dee Selixict, dort d e in volen i ich ſchan Hier ii u Werth n noch waſt dor Ar ſcchtbar, n. dein an mir ſig verklaß— 7. 1 ſen Glutb etaun Herr, durt! ne Leimn auf dein! bin ich auft; wa mich u. I ſcheiden Glück m Luſt, niti und NI das keüm und 1= der Tod 1 ind dit— mmels Fnur 8. 1== coß iſt meint lichken) upfindeſſ,ie le= ⸗ Tand du unentu, erhebe bu Seele 4 Ene Nichtt Feht; nurdet na. ir befttt ale qi ceiten. euer Nebhi- einen I 31 M ggu⸗ fordert es nicht Dank und Pflicht, ihn zu lieben, ihm zu leben? Er iſt meines Lebens Licht; meinen Jeſum laß ich nicht! 2. Er, in dieſe Welt ge⸗ ſandt, uns zu lehren, uns zu retten, gab ſein Leben uns zum Pfand, daß wir Gottes Gnade hatten. O wie bin ich ihm verpflicht't! Meinen Jeſum laß ich nicht! 3. Durch ein Herz voll Dankbarkeit, durch Gehor⸗ ſam, den ich übe gegen das, was er gebeut, halt ich feſt an ſeiner Liebe, traue dem, was er verſpricht, und ver⸗ laß ihn ewig nicht! 4. So iſt er mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende; ihm geb ich zum Eigenthum ganz mich hin in ſeine Hände. Er iſt meine Zuverſicht; meinen Jeſum laß ich nicht:t! 5. Wenn mein Auge ſchon erliſcht, Wang' und Lippen ſich entfärben, mich kein Lab⸗ ſal mehr erfriſcht, alle Sin⸗ nen mir erſterben, und das matte Herz nun bricht: laß ich meinen Jeſum nicht! 6. Dort auch laß ich Je⸗ ſum nie, hange ſtets an ſei⸗ nen Blicken; denn nach die⸗ ſes Lebens Muüh will er ewig mich erquicken. Ewig ſtrahlt mir dort ſein Licht; meinen Jeſum laß ich nicht! 7. Nichts auf dieſer Erde iſts, was des Herzens Wün⸗ im Allgemeinen. 2253 ſche ſtillee. Du, o Jeſu, du nur biſts, du nur, der ſie ganz erfüllet. Dich, mein Reichthum, Ruhm und Licht, dich, mein Jeſu, laß ich nicht! 8. Dich, mein Jeſu, halt ich feſt, laſſe nichts von dir mich ſcheiden. Weh euch, die ihr ihn vergeßt; ihr beraubt euch ew'ger Freuden. Se⸗ lig, wer in Wahrheit ſpricht: meinen Jeſum laß ich nicht! Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. „. as waͤr ich oh⸗ 3 14 W ne dich gewe⸗ ſen, was würd ich ohne dich, Herr, ſeyn? Zu Furcht und Aengſten auserleſen, ſtaͤnd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich ſicher, was ich liebte; die Zukunft wäar ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz ſich tief be⸗ trübte, wem thät ich meine Sorge kund? 3 2. Einſam verzehrt von Lieb' und Sehnen, erſchien mir finſter jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thrä⸗ nen dem wilden Lauf des Le⸗ bens nach; ich fande Unruh' im Getümmel und hoff⸗ nungsloſen Gram zu Haus. Wer hielt denn ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Chriſtus ſich mir kund gegeben, und bin ich ſeiner erſt gewiß, wie ſchnell verzehrt ein lichtes Leben die P boden⸗ 225 Geſinnung und Verhalten des Chriſten bodenloſe Finſterniß, Mit ihm bin ich erſt Menſch ge⸗ worden: das Schickſal wird verklärt durch ihn, und Eden muß an allen Orten um den Geliebten wieder blühn. 4. Das Leben ward zum Freundſchaftsbunde; die gan⸗ ze Welt ſpricht Lieb' und Luſt. Ein Balſam träuft für jede Wunde, und frei und voll klopft jede Bruſt. Durch ihn erhalt ich tauſend Ga⸗ ben; durch ihn bin ich ja Gottes Kind; gewiß, ihn unter uns zu haben, wo zwei auch nur verſammelt ſind. O geht hinaus auf allen Wzen, und holt die Irren⸗ den herein! Reicht jedem eure Hand entgegen und la⸗ det froh zu uns ihn ein! Der Himmel iſt bei uns auf Erden; im Glauben ſchauen wir ihn an. Die Eines Glaubens mit uns werden, auch denen iſt er aufge⸗ than. 6. Ein alter ſchwerer Wahn von Sünde war feſt an unſer Herz gebannt. Wir irrten in der Nacht, wie Blinde, von Reu' und Luſt zugleich entbrannt. Ein je⸗ des Werk ſchien uns Ver⸗ brechen, der Menſch ein Got⸗ tesfeind zu ſeyn. Bang hörten das Geſetz wir ſpre⸗ chen; denn ach, es drohte Tod und Pein. 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, ein böſes geheiligt, Weſen wohnte drinn: und ward's in unſerm Geiſte hel⸗ le: ſo ward nur Unruh' der Gewinn. Ein eiſern Band hielt an der Erde den beben⸗ den Gefangnen feſt; und Furcht, daß er vernichtet werde, verſchlang der Hoff⸗ nung Ueberreſt. . Da kam der Heiland, des Befreier„ ein Menſchen⸗ ſohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unſerm Innern angefacht. Nun ſahen wir erſt den Him⸗ mel offen, als unſer heil'⸗ ges Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott ver⸗ wandt. 9. Seitdem verſchwand die Macht der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt. Man gab zum ſchönſten An⸗ gebinde ven Kindern dieſen Glauben mit. Durch ihn zog das Leben vorüber, wie ein ſel'ger Traum; und ew'ger Lieb' und Treu' ergeben, bemerk⸗ te man den Abſchied kaum. 10. Noch ſteht im wunder⸗ vollen Glanze der heilige Geliebte hier. Gerührt von ſeinem Dornenkranze und ſeiner Treue weinen wir. Ein jeder Menſch iſt uns willkommen, der ſeine Hand mit uns ergreift, und, in ſein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieſes reift. Mel. Nu 2 4 rſt 3. 4 kbe Viter, d ung dad ir ſeinen 2 He ſcrechich reiner Gn dan hinm zet durch dic ſieben ven deines 3 Dein der Selic lihe Ju rir es t ſpricht u zu, verſu Nuh, und fhren. 4 Er ani Hert den gottl nes Namen miin lich ihn täglie erieun nn erüllen. A. Jeſn, und dg 5 allelehendz n unſ unnem Run ſor vir erſt daſt nel of n als unſer des Vd nd; wir lan glaudeſtem und heſen⸗ fühltent mit Get wandt. 9.= cem vexit die Mai er Sünt, frodlich a—de jeder Stt Nan uum ſchönſtt! gebinde, Kindem ui Glaubz it. Da a zog das vorübee die ein ſh Traum dd ewer ind D argeben, her e man— lſchied lun 10.= ſteht in m ollen Mize der geliebt. Geriſtt einem enkranzt mer= 2* weinen n einer=* weinen a 1— Nenſch 1 4 Mel. Kommt her zu mir, „o hoff ich denn 31 5 ¹ mit feſtem Muth auf Gottes Gnad' und Chriſti Blurz ich hoff' ein ewig Leben. Gott iſt ein Vater, der verzeiht, hat mir das Recht der Seligkeit 2. Herr; welch ein unaus⸗ ſprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben; im Her⸗ zen durch den Glauben rein, dich lieben und verſichert ſeyn von deines Geiſtes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt gött⸗ liche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es ſpricht uns Troſt im Elend zu, verſüßet uns des Lebens Ruh, und ſtärkt uns in Ge⸗ fahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort, um dei⸗ nes Namens Willen: laß ihn mein Licht auf Erden ſeyn, ihm täglich mehr mein Herz erneun und mich mit Troſt erfüllen. 4 Mel. Jeſu, meines Lebens Leben 31 6 Schweiget, bange Zweifel, ſchwei⸗ get! Mein Erlöſer iſt getreu, und ſein Geiſt in mir bezeu⸗ get, daß ich Gott verſöhnet ſei. Mag auch ſelbſt mein Herz mich richten, mich ver⸗ dammen, mich vernichten: im Allgemeinen. 227 Gott iſt größer, als mein Herz und gibt Ruh auf ban⸗ gen Schmerz. 2. Er, der das Verborg⸗ ne kennet, kennt auch mich und weiß allein, wie mein Herz von Eifer brennet, ganz ſich ſeinem Dienſt zu weihn; ſchaut den Kummer meiner Seele, der mich beugt, ſo oft ich fehle, und ſieht nicht, was ich gethan, ſondern mehr den Willen an. 3. Wer will ferner den verklagen, welchen Gott zum Kind erwählt? Wer darf zu verdammen wagen, den Gott ſelber losgezählt? Menſchen zwar, und ſelbſt die Engel, ſind vor ihm nicht ohne Män⸗ gel; doch das menſchliche Geſchlecht wird in ſeinem Sohn gerecht. 4. Mir iſt auch ſein Sohn gegeben; durch den Glauben iſt er mein. Ja, ich weiß, ich werde le⸗ ben, und in ihm einſt ſelig ſeyn. Such' ich nur den Hang zu Suͤnden immer treu zu überwinden, mich der Tugend ſtets zu weihn, ſo will Gott mir gnädig ſeyn. 5. Theuer bin ich ihm er⸗ worben! Wohl mir, hier iſt Jeſus Chriſt, Er, der auch für mich geſtorben, auch für mich erſtanden iſt, nun zur Rechten Gottes ſitzet, auf mich ſieht, mich mächtig ſchützet, mich vertritt, mich P 2 nie 228 Geſinnung und Verhalten des Chriſten nie verſtößt, mich aus aller hält, in dem iſt wahrlich Noth erlöſt! 6. Nun ſo mag das Un⸗ glück ſtürmen! Alles um mich her ſei Nacht! Gott, mein Gott wird mich be⸗ ſchirmen, der für ſeine Kin⸗ der wacht. Wenn ich hier auch hülflos bliebe, leitet mich doch deine Liebe durch die Leiden dieſer Zeit zur be⸗ glückten Ewigkeit. Mel. Auf, Chriſtenmenſch! 4—8 er Gottes 31/ W Wort nicht hält, und ſpricht: ich kenne Gott; der trüget: in ſolchem iſt die Wahrheit nicht, die durch den Glauben ſieget. Wer aber ſein Wort glaubt und haͤlt, der iſt von Gott, nicht von der Welt. 2. Der Glaube, den ſein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß ſteigt, je mehr wird dieſe ſteigen. Der Glaub erleuchtet nicht al⸗ lein; er ſtärkt das Herz und macht es rein. b 3. Durch Jeſum rein von Miſſethat, ſind wir nun Gottes Kinder. Wer ſolche Hoffnung zu ihm hat, der flieht den Rath der Sünder; folgt Chriſti Beiſpiel als ein Chriſt, und reinigt ſich, wie er rein iſt. 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, wann ich Gehor⸗ Arm ſam ube. Wer die Gebote Gottes Liebe. Ein täglich thätig Chriſtenthum, das iſt des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' iſt's, die die Cherubim Gott zu gehorchen treibet. Gott iſt die Lieb', an ſeinem Heil hat ohne Liebe niemand Theil. Mel. Jeſu, meine Freude Wie getroſt und 9₰ 1 8 W heiker Herr, mein Licht und Leiter, machſt du meinen Geiſt! Alle, die dir trauen, führſt du zu den Auen, wo du ſie erfreuſt. Niemals wird bei dir, Hirt, Freund und Tröſter unſrer Seelen, mir Erquif⸗ kung fehlen. 2. Deinem Rath ergeben, freu ich mich zu leben; was du willſt, iſt gut. Nichts vermag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, rüſteſt mich mit Muth. Ob auch Noth und Elend droht! Ob guch Furcht und Angſt mich ſchrecken: du wirſt mich be⸗ decken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräͤber vor mir ſchauen: mein Erlöſer lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich ſein erhebt. Todestag, dein Schrecken mag frecher Sün⸗ Siten 19 Jur docß ichi ſätt dur iſt noch niich wie nich. T Schuld, ten Kne desrechte. Daß und ihn ich dir all an Grobe nung hab ſem; daß unterweiſt aif deine deiner G 6. Der hin für in mein⸗ hülflos h lilh, ſ Din, und deiner Hu frun? dir M 1=êF, neine au 2 ie getnit 91 9* heiter, mein Ir and keiter un du mer 1Geiſſt! Ae dir e führſt dug Auen= du ſee en iemn ird dei w dirt, ud un d unſrer een, nir hh lung. 2 m Rath ent fre iſ i ub du w iſt gut. vernaſt— Schwaien mein zmacher, d. mich ¼—= Ruth. Dt Noth klend drt 1 auch Ir und Angi 1 chreckk= u wirſt ni ecken de, Sünder Herz ich, ich darf nicht zittern! 4. Auch in mir iſt Sünde; doch ich überwinde ſie, ge⸗ ſtärkt durch dich. Sink ich du erhebſt oft noch nieder: mich wieder und begnadigſt mich. Deine Huld tilgt alle Schuld, und dem reuerfüll⸗ ten Knechte ſchenkſt du Kin⸗ desrechte. b 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, dank ich dir allein. Daß ich hier am Grabe Troſt und Hoff⸗ nung habe, ewig dein zu ſeyn; daß dein Geiſt mich unterweiſt, und mich führt auf deinem Pfade, dank ich deiner Gnade! 6. Der du Leib und Leben hin für mich gegeben, daß in meiner Noth ich nicht hülflos bliebe, groß iſt deine Liebe, ſtärker, als der Tod. Herr, und ich, ich ſollte mich deiner Huld nicht dankbar freun? dir mein Herz nicht weihn 7. Wuͤrdig dir zu leben, dies ſei mein Beſtreben, ſei mir heil'ge Pflicht! Was die Welt erfreuet und ſie oft ge⸗ reuet, das genügt mir nicht. Hab ich dich: wie gern will ich das, wornach die Eiteln trachten, reich in dir, nicht achten! 8. Macht ein Gut der Er⸗ in der Ewigkeit? Sind nicht hohe Würden oft nur ſchwe⸗ im Allgemeinen. erſchuͤttern; daß ich glücklich werde zum mir dann? Du ſorgſt für 229 ) re Bürde, Traum und Eitel⸗ keit? du erfreuſt nur ſtets den Geiſt, und du willſt, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden ſchmeck ich ſchon hienieden; und was hoff ich dort? Un⸗ begrenzte Zeiten voller Se⸗ ligkeiten hoff ich auf dein Wort! Sie ſind mein, durch dich allein. Bleib ich dir getren im Glauben, wer kann ſie mir rauben? 10. Voll von deiner Gute jauchzet mein Gemüthe, Herr, mein Heiland, dir! Dieſer Geiſt der Freuden ſtärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich ſo beherzt und froh einſt durchs Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu ſingen! In eigener Melodie. ie wohl iſt mir, 31 9 W o Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich traure nicht; was kann mich qualen? Mein Licht, mein Troſt, mein Heil biſt du. Bei dir vergeß ich meine Leiden; denn o wie viele hohe Freuden genieß ich nicht, vereint mit dir! Hier iſt mein Himmel ſchon auf Erden; wie könnt' ich je⸗ mals muthlos werden? Du, du biſt uͤberall mit mir! 2. Hab ich, Erlöſer, dich Freunde: was fehlt mich 230 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mich. Hätt' ich auch eine Welt voll Feinde: ich bin getroſt; ich trau auf dich. Auch wenn die Suünden mich verklagen, darf ich nicht hoff⸗ nungslos verzagen: ich weiß, was du für mich gethan. Trät' Alles wieder mich zu⸗ ſammen: ich bebe nicht; wer will verdammen? Gott nimmt ſich meiner gnädig an. 3. Hier wall' ich zwar auf rauhen Wegen; doch du biſt meine Zuverſicht. Auch Leiden werden mir einſt Se⸗ gen; aus dunkler Nacht ſtrahlt mir dein Licht. Nur Sünder zittern vor dem Grabe, ich, der ich dich zum Freunde habe, kann über Tod und Grab mich freun; denn ich gehöre zu den Dei⸗ nen. Bald wird nicht mehr mein Auge weinen, hald werd ich völlig ruhig ſeyn. 4. Gelobt ſeiſt du, o Freund der Seelen! In deiner Hand wie wohl iſtmir! Was kann, da du mich liebſt, mir feh⸗ len? Ich ſinde jedes Heil bei dir. In noch ſo drük⸗ enden Beſchwerden hab ich⸗ den Himmel ſchon auf Er⸗ den: denn du biſt durch den Glauben mein. Ich darf, ich will nicht aͤngſtlich kla⸗ gen; wer kann, wo Je⸗ ſus iſt, verzagen? Mein Freund iſt mein, und ich bin ſein! Mel. Seelenbräutigam ir ergeb' ich — mich, Jeſu, der du dich auch zu meinem Heil und Leben in den Tod haſt hingegeben Ewig will ich dein, mein Erlöſer, ſeyn! 2. Laß mich dir zum Ruhm, als dein Eigenthum, recht und nach Gewiſſen handeln, meinen Weg dann freudig wandeln! Hilf mir, ſunden⸗ rein hier auf Erden ſeyn! 3. Nach dir bilde mich, Jeſu, daß auch ich gegen Feinde Sanftmuth ube, alle ohne Ausnahm liebe! Haß und Rachbegier bleibe fern von mir! 4. Neiget ſich mein Sinn zu dem Ird'ſchen hin; o dann warne meine Seele, daß ſie nicht ihr Ziel verfeh⸗ lel Denn ein wahrer Chriſt ſucht, was ewig iſt. 5. Wecke mich ſtets auf, meinen Pilgerlauf nur nach deinem Wort zu enden, lei⸗ te mich mit treuen Händen auf der Tugendbahn: leit mich himmelan. ezat 6. Stärke mich und gib mir des Geiſtes Trieb, laß mich wachen und mit Beten kindlich vor den Vater tre⸗ ten; ſo erliſcht das Licht meines Glaubens nicht. 7. Ohne Prüfung iſt hier kein wahrer Chriſt. Willſt du mich ins Leiden führen, laß mich nur dich nicht ver⸗ lieren! In der Trübſal Nacht Nacht 1 in Act. 3 En aut G un deine des gleiſ z deiner und weh⸗ hier, wa ker, über deine fer ein 9 ſtandhaft 10. T geha w ſtehn, mi thul begl nem Hi ich da n freun Mel. Go 9040 J21. ſantt, ze ne weish gchen me⸗ und zuj jibt ſein; Etaͤrke. 2 S dantbar tha— Chriſten NR 1 elendräntizan 32— Nir erch der d 7 N — 1 auch zu neine deil 1chen uü n den in den?, eb e deitt in Euliſe 28 Elliſe, e ägenthun, und n zhewiſſen dent neiner Sa g dam fig wand e dilf mit ia rein 1 Erden ſin 3.*) dir bidden Veſu mn auh ih Feinde ftmuth ih, ohne 1e hrt litd und Jgier blcht von ☛ r 4 t at ſch went zn de rd'ſchen zi dann e meint i daß ſuAt ihr zielm le! Drrrrin waßrerh ch dirzungun ſucht,*u ewig iſt 5. ☛nich feti meinet Azerlauf nru deinem Akt zu enden t 1 trauen hi auf mich Hr⸗flan. 6. t nich un mir d eiſtes Tit nich Iee f und u h n r den Vaern llſiht das t ubens richt —* Prüfung ſt in Iüt Ehrit 4 1 m. s keden ſt af ur dic niten — n der Trit eren Na unnt 93 1 ugendbaht Nacht nimm mich, Herr, in Acht! 8. Einen Heldenmuth, der auch Gut uund Blut gern um deinetwillen laſſe, und des Fleiſches Lüſte haſſe, gib zu deiner Ehr' mir je mehr und mehr! 9. Jeſu, hilf, daß ich Alles hier, was mich von dir lok⸗ ket, uͤberwinde, und durch deine Kraft empfinde, daß ein wahrer Chriſt treu und ſtandhaft iſt! 10. Wird's von hinnen gehn, wollſt du bei mir ſtehn, mich durch's Todes⸗ thal begleiten, und zu dei⸗ nem Himmel leiten, daß ich da mich dein ewig möge freun! Mel. Gott im Himmel und auf 32 1 eſum ewig zu ver⸗ Hehren, iſt mir ſanfte, heil'ge Pflicht; ſei⸗ ne weisheitsvollen Lehren geben meinem Geiſte Licht, und zu jedem guten Werke gibt ſein Beiſpiel Kraft und Stärke. 2. Sollt' ich den nicht dankbar preiſen, der das Heil der Menſchheit iſt? Nennt den Edlen, nennt den Weiſen, welcher ſo, wie Je⸗ ſus Chriſt, reine Tugend, die er lehrte, durch ein gött⸗ lich Leben ehrte; 3. Der mit liebevollem Herzen hohen, feſten Muth verband; der ſelbſt bei des im Allgemeinen. 231 Todes Schmerzen Mitleid gegen die empfand, die mit Grauſamkeit ihm fluchten, ſeine Qual zu mehren ſuch⸗ ten; b 4. Den kein Sturm des Schickſals beugte, der ge⸗ recht und tadellos ſich in Wort und Werken zeigte, göttlich edel, göttlich groß, willig, freudig Glück und Leben für die Menſchheit hin⸗ gegeben! 5. O ich weil' an deinem Bilde gern, erhabener Men⸗ ſchenfreund, wo mit ſo viel ſanfter Milde hohe Würde ſich vereint; und zu jedem guten Werke find ich Antrieb hier und Stärke. 6. Durch mein Leben dich zu preiſen, ſei mir hohe, heil'ge Pflicht: dich, den Liebevollen, Weiſen, dich der Menſchheit Heil und Licht! Aehnlich, Jeſu, dir zu werden, ſei mein höchſtes Ziel auf Erden! b In eigener Melodie. 0 ins iſt Noth! 322 Ei Und, Herr, dies Eine iſt, was alles Heil umfaßt. Alles Andre, wie's auch ſcheine, iſt nur Tand und ſchwere Laſt, wor⸗ unter das Herz ſich oft ang⸗ ſtigt und qualet, und immer der Ruhe, der wahren, ver⸗ fehlet. Es wohnet kein Frie⸗ de im Reich der Natur; die Sinn⸗ 232 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Sinnlichkeit täuſchet den Suchenden nur. 2. Dich erwählen, iſt das Eine. Welches Theil! O gib, daß ich ewig mich mit dir vereine, nichts ſo innig lieb, als dich! Es möogen die Klugen der Welt dich verachten; ich will dein Ver⸗ dienſt, Herr, mit Ehrfurcht betrachten. Wer war je die Zierde der Menſchheit, wie du? Wer brachte mehr Licht ihr, mehr Segen und Ruh? 3. In dir iſt der Weisheit Fuͤlle. Du nur zeigſt, was mich begluͤckt, durch dein Wort nur wird mein Wille niedrer Erdenluſt entrückt. Gern will ich mich ſammeln, die heiligen Lehren der himm⸗ liſchen Weisheit mit Andacht zu horen, um fern in den Rathſchluß der Gottheit zu ſehn, und freudig die Wege der Tugend zu gehn. 4. Mit Vergebung meiner Sünden, Herr„ begnadigſt du mich dann, läſſeſt mich den Frieden finden, den die Welt nicht geben kann. Was kann mir dann fehlen, was jemals mir ſchaden; ich bin ja beim Vater, dem Höch⸗ ſten, in Gnaden. Fallt, Welten! Ich ſchwebe ver⸗ herrlicht empor; ein Him⸗ mel erſetzt mir, was hier ich verlor. 5. Jeſu, du biſt meiner Seele auch zur Heiligung ge⸗ macht. Daß ich dich zum Vorbild wähle, haſt du treu dein Werk vollbracht. In dir ging die Tugend hier ſichtbar durchs Leben; wie ſollt ich, nach dir mich zu bil⸗ den; nicht ſtreben! Dir ähnlich zu werden, welch hoher Beruf! Dann bin ich deß Bild erſt, der dazu mich ſchuf. 8 6. Darum ſollſt du mir das Eine, Jeſu, du mein Alles ſeyn. Siehe, daß ichs redlich meine! Ewig, ewig bin ich dein! So ſegne mit Kraft mich, ſtets weiſer auf Erden, entſündigt, gehei⸗ ligt, dir ähnlich zu werden, und treu dir zu bleiben im Leben und Tod! Dies, Herr, iſt das Eine: dies Eine iſt Noth. In eigener Melodie. 080 Jaß ich der Tu⸗ 323 O gend Höh' er⸗ klimme, wo unten tief die Erde liegt, wo Glaube der Verführung Stimme und jedes Hinderniß beſtegt, wo in des Himmels reinem Scheine dies eine Ziel nur glänzend ſteht;— ach, Gott erhöre mein Gebet!— nur darum bet' ich, flehe, weine. 2. Es ſtieg voran die ſtei⸗ len Stufen der Menſchen⸗ ſohn mit Kraft und Muth. Er hört im Jordan ſich ge⸗ rufen, und nimmt den Ruf mit aus der Fluth; und geht, daß er zur That ſich rüſte ie du aiß begreiſt Seele n ket in d 3. D Steider ſcauder aler anf ſein Peahl. ſchen ne lre lie tächer rErde wundto gegen; Goldes des Ber ſten Ne folge u kaleend! 5. N. nn and Sturms umſchling ig wich. h fͤle meine N 346 E mnem ins Ge ümpfet und üben und halt gf Wwähle, haſt du — vollbrach. 9 die Tugen 3l= durhs Kaden 4 rach dit michu 1e. ſtreden u= zu wedden, n eu Dann a 3 erſt, der daun 1 arum ſollt u d i, Jeſt, 4 on. Siehe, di dn Mneine. Ewi rn din dein So ſeme Krich, ſtets weſet 1 entſündigt, ügt ähnlich zu ue untn dir zu bleke. 8 ad Tod! Diez, iſt Eine: dies En N— = eigener Meconi * aß ich ni 9 O gend h klitmm wo unten m 8 gt, wo Glauk Beſt umg Stimm 3 inderniß beſfeg, Himmels 3 Sdam dies eine 3r gl= ſteht;— ch, e— nein ebet- datret' ich, flehe, de,r 1e= ſtieg voran ii en=fen der Maiſh 9 Kraft und Ie rr eim Jordan ſch — nd nimmt un) 1'e Peun 97 u im Allgemeinen. die außer ihm kein Menſch begreift, die nur in ſeiner Seele reift, zum ſtillen Den⸗ ken in die Wüſte. 3. Da ſteht er an dem Scheidewege; vor ihm die ſchauderhafte Wahl; hier aller Leiden Donnerſchläge auf ſeinem Weg zum blut'gen Pfahl. Gott, was nur Men⸗ ſchen reitzt, verlaſſen, ſelbſt ihre Liebe? Müh' und Noth und Angſt und Schmach, zuletzt den Tod mit ſeiner ſchärfſten Qual umfaſſen? 4. Dort liegt der Erde reicher Segen; dort hängt der Erde ſchoner Kranz; Be⸗ wundrung jauchzet mir ent⸗ gegen; die Ruhe winkt, des Goldes Glanz. Ich ſehe von des Berges Spitze die ſchön⸗ ſten Reiche ausgedehnt. Auf folge! und Judaa krönt dich, knieend vor dem Königsſitze. 5. Nein, Gott gebeut Weicht, Erdenfreuden! Fort Satan, hebe dich von mir! Ich tret in dieſe Nacht der Leiden, und hange, Vater, nur an dir. Selbſt in des Sturms ergrimmten Fluthen umſchlingt dein Arm allmach⸗ tig mich. Ich fühle dich, ich fühle dich, wenn alle meine Adern bluten. 6. Entſchloſſen nun, voll innern Frieden, wirft er ſich ins Gedraͤng der Welt; er kämpfet, ohne und überwindet als ein Held; und häaͤlt ſein Werk nicht für zu ermüden, geendet, bis er, nah an die Todesnacht zum lauten Sie⸗ gesruf: Vollbracht! den letz⸗ ten Athemzug verwendet. In azener Melodie. 3 24 1. eſu, meine Freu⸗ de: beſter Troſt im Lik Meines Herzens Theil! Deine Mittlertrene macht, daß ich mich freue deiner, Herr, mein Heil! ich! Ohne dich kann ich auf Erden werden. 2. Unter deinem Schirme können keine Stürme mir erſchrecklich ſeyn. nie recht glücklich ſturz dräun! Was iſt's mehr? Rings um mich her mag es ſtürmen, donnern, blitzen! Er, er wird mich ſchützen. 3. Wenn der Sünde Schrecken Angſt in mir er⸗ wecken, Jeſus ſtillet ſie. Mag der Tod ſich nahen, mich das Grab umfahen, Jeſus läßt mich nie. Mich ſchreckt nicht das Weltge⸗ richt: freudig, daß ich Je⸗ Höhe. 4. Wer iſt, der den Glau⸗ ben meinem Herzen rauben, ihn erſchuͤttern kann? Bei der Feinde Toben ſtimm ich, Gott zu loben, Freudenlie⸗ der an. Ich vertrau auf Gottes Macht; er wird, wenn 8 5 233 Laß auch Felſen ſplittern; laß den Erdkreis zittern und den Ein⸗ ſum ſehe, blick ich auf zur Hab ich dich, wie reich bin 1 234 Geſinnung und Verhalten des Chriſten wenn mich Feinde haſſen, niemals mich verlaſſen. 5. Lockt nur, Gold und Schätze! Ehre ſei der Götze der betrognen Welt! Mich ſollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhält. Elend, Noth und Schmach und Tod ſoll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jeſu ſchei⸗ den. 6. Weicht, verbotne Liebe! Weicht, der Wolluſi Triebe! Thoren lockt nur ihr. Mich ſollt ihr, ihr Suͤnden, nim⸗ mer willig finden; fliehet fern von mir! Ueppigkeit, Geiz, Schmaähſucht, Neid, ihr beſchweret das Gewiſſen; euch will ich nicht wiſſen. 7. Weichet Sorg' und Za⸗ gen! Schweichet, bange Kla⸗ gen! Jeſus iſt ja mein. Je⸗ den, der ihn liebet, muß, was erſt betruͤbet, noch zu⸗ letzt erfreun. Hab ich hie ſelbſt Noth und Müh; Je⸗ ſu, auch im bängſten Leide bleibſt du meine Freude. Mel. Wie wohliſt mir, d Freund 32 5 Auf dich, Erlöſer, ſtets zu ſehen, ſo wie du warſt, geſinnt zu ſeyn, der Tugend Weg dir nach zu gehen, der Brüder Gluͤck ſich ganz zu weihn, haſt du den Deinen, die dich lieben, als Pflicht aus Liebe vorgeſchrieben; wie dringend iſt ſie, Herr, wie ſüß! Wenn jeder Menſch nach deinem Bilde ſo eifrig ſeine Pflicht erfüllte, die Erde waͤr' ein Paradies. 2. Entflammt war deine ganze Seele von reinſter Lie⸗ be gegen Gott, war ſeinem heiligen Befehle gehorſam bis zum Kreuzestod. Du ſuchteſt nur des Vaters Eh⸗ re; im Tempel ward ſie deine Lehre, und was dem Heilig⸗ ſten gefällt. Den Schöpfer aller Kreaturen verkündigteſt du auf den Fluren als Va⸗ ter, der die Welt erhält. 3. Wie eifrig warſt du, ſeinen Willen, als Bürger und als Unterthan, als Sohn, als Bruder zu er⸗ füllen, auf deiner ganzen Lebensbahn! als Freund, wie zärtlich gegen Freunde! Verfolgt, wie duldend ge⸗ gen Feinde! Für Aller Wohl ſchlug deine Bruſt. Die Menſchen troͤſten und er⸗ quicken, erfreuen, heilen und beglücken, war dein Geſchäaft, war deine Luſt. 4. Tief rührte dich die Noth der Sünder: Wie ſorgſam gingſt du ihnen nach! Wie viele wurden Gottes Kinder, wenn rüh⸗ rend deine Liebe ſprach! Du kämpfteſt, Wahrheit zu ver⸗ breiten, und Alle zu dem Heil zu leiten, das nicht mit Welt und Zeit vergeht. Ent⸗ zogſt du matt dich dem Ge⸗ tümmel, da war die Einſam⸗ eit heit dein „ heil en Darad 5 3 d 1 t war dn e= von reinſtr t, war ſinn igent fehle gehnd 6 zu enzeztrd. d e, im Zel wardſewn ten ge nd. Den Stzi ller Karen verkündii du auf*m Flure a er, de Welt erſt 3. um eifrig wantd ſeinen im u, als din und qa Sohn, ☚ꝙ Bruder g füllen u☚ꝙſ deiner ſih Lebenseee als ſi vie zän gegen Fund 5 ie dulden, zen Fei- c Für Allerli clug u e Bruf. 1 Rerſch nöſten un gicken ue euen, heienr eglüch— dein Grii var de lſt. b 4— rührte dit rgſau ugſt. du in ach viele und ottes* der, ven 1 ud d Siebe ſprach mpft— Dahrheit zu Unterthan, 4 im Allgemeinen. keit dein Himmel, dein Geiſt beim Vater im Gebet. 5. Du warſt demüthig und beſcheiden, ein Freund er⸗ laubter Heiterkeit; bewieſeſt bei den ſchwerſten Leiden Ge⸗ duld, Muth und Gelaſſen⸗ heit; vergabſt, von Liebe tief durchdrungen, die här⸗ teſten Beleidigungen, im Le⸗ ben, und dem Tode nah; und ſtarbſt ſo rührend und erbauend, ſo freudig, ſtand⸗ haft, Gott vertrauend, ſo göttlich groß auf Golgatha! 6. Wie du geſinnt zu ſeyn, zu handeln, iſt deiner Schü⸗ ler höchſte Pflicht; der muß nach deinem Vorbild wan⸗ deln, der von Verehrung Chriſti ſpricht. Dann wird zum Fleiß in guten Werken uns göttlich der Gedanke ſtärken, daß wir des Vaters Willen thun, und daß ſein heilig Wohlgefallen, ſein Geiſt und Segen auf uns Allen hier und im Himmel lohnend ruhn. Mel. Gott, der du die Menſchen *88 Aelterlöſer, dich 326 W zu lieben, bis das Aug' im Tode bricht, mit des Herzens reinſten Trieben, iſt uns theure, heil'⸗ ge Pflicht. Von der Liebe Gluth durchdrungen, kamſt du, wardſt uns Menſchen gleich, gründeteſt ein neues Reich, haſt uns Ruh' nnd Heil errungen. Froher Her⸗ 23 5 zen Preisgeſang ſagt nun deiner Liebe Dank. 2. Keine lockende Begierde drängte ſich zum Eitlen hin; Heiligkeit war deine Zierde, Menſchenrettung dein Ge⸗ winn. Willig trugſt du dei⸗ ne Bürde, trateſt ſanft und ſtill hervor, hobſt die Welt zu Gott empor, daß ſie ewrig ſelig würde. Niedrigkeit war, Herr, dein Loos, und doch dein Verdienſt ſo groß! 3. Mächtig ſelbſt im tief⸗ ſten Staube, ſchufeſt du der Seelen Gluͤck. Zweifelſucht und Aberglauben ſchwanden in die Nacht zuruͤck. Hin zum Heiligthum der Wahr⸗ heit führteſt du der Deinen Schaar, und wer dir nur folgſam war, ſah ſein Heil in voller Klarheit. O wer bebt vor Freude nicht? Uns, auch uns umglänzt dein Licht. 4. Nun entfliehen Furcht und Schrecken vor dem gro⸗ ßen Weltenherrn. Nichts kann Sorg' in uns erwecken; er iſt nimmer von uns fern. Seine Liebe, nichts als Liebe predigt uns die ſchöne Welt, die er taglich noch erhalt, daß ſie uns im Lieben übe. Men⸗ ſchenfreund, ſeit du er⸗ ſchienſt, iſt die Liebe Gottes⸗ dient. 5. Selbſt der Suünder darf nicht beben, eilt er nur zu dir zurück. Deine Stimme: du ſollſt leben! heitert ſei⸗ nen Thränenblick. Nch du U⸗ bluteteſt am Kreuze, trugeſt Schmach und Angſt und Noth; ſtarbſt für ihn, damit dein Tod ihn zum frommen Leben reize! Folgt er dir, o welche Huld! ausgetilgt iſt ſeine Schuld. b 6. Dank ſei dir von allen Frommen, Preis und Dank ſei dir geweiht! Ja, durch ddich iſt Heil gekommen in das Land der Sterblichkeit. Wer dir folgt durchs Erdenleben, aathmet hier ſchon Himmels⸗ luſt; Friede wohnt in ſeiner Bruſt; einſt wird Gott die Kron' ihm geben. Wie ver⸗ klärt des Todes Thal, Herr, ihm deines Lichtes Strahl! Mel. Auf, Chriſtenmenſch 205 Ipir nach, ſpricht 327 Chriſtus, un⸗ ſer Held, folgt meinem Vor⸗ bild, Chriſten! Verlaugnet euch, beſiegt die Welt mit ihren ſchnöden Lüſten; gebt ihren Reizungen nicht nach, erduldet lieber Ungemach! 2. Ja, Herr, dein Vor⸗ bild leuchte mir zu einem heil'gen Leben! Wem ſollt' ich auch, wem ſonſt, als dir, zu folgen mich beſtre⸗ ben? Duzeigſt den Weg zum wahren Wohl, zeigſt mir, wie ich ihn wandeln ſoll. 3. Dein Herz voll Gotter⸗ gebenheit war auch voll Menſchenliebe, voll Demuth, Sanftmuth, Freundlichkeit, 236 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und reger Mitleidstriebe; ſelbſt deinen Feinden wand⸗ teſt du großmüthig Hülf' und Wohlthat zu. 4. Dein Beiſpiel lehrt, was ſchändlich iſt, mit weiſer Vorſicht fliehen; es lehret mich, mein Herz der Liſt und Heuchelei entziehen. O wohl mir, wenn mit from⸗ mem Sinn ich dir, mein Heiland, ahnlich bin! 5. Du gingſt als Führer einſt voran, ſtehſt mir auch noch zur Seite; du kämpf⸗ teſt ſelbſt und brach'ſt die Bahn, ſtärkſt nun auch mich zum Streite. Wie könnt; ich denn ſo zaghaft ſeyn und mich, dir nachzufolgen“ ſcheun?* 6. Wer hier ſeyn Glück zu finden meint, wird's ohne dich verlieren, wer's bei dir zu verlieren ſcheint, den wirſt du dazu führen. Wer dich als ſeinen Herrn und dir nicht folgt, iſt dein nicht werth. 7. So will ich denn dir, meinem Herrn, getreu und froh nachgehen, will wohl⸗ gemuth, getroſt und gern der Tugend Kampf beſtehen; denn wer nicht kämpft, trägt einſt die Kron' des ew'gen Lebens nicht davon. Mel Es wolle Gott uns gnädig 0027(&s preiſe Gott, 328 E wer Jeſum Chriſt, als ſeinen Heiland ken⸗ verehrt, tennet, det ſe Miglied iſt, Hemn in nennet! iei zil Hieniede trnach ſeinet det won aller Heuche tig ihn weretre dhritusjünger 2 Der ächke. halt ſtets feſtanſe ben. Er läßt hohn der Welt Kleinod rauben. ſer Glaube gitt und Muth zum ben, vor ſeiner tugendhaft und! zuleben, zu du ſterden. 3. Der achte lemt von Got trieben, und vo Pfad eutfennt, cher ihn lieben vas Jeſus that Sünder zu be Rßlt dazu ſic an rüm an luch nic it, Der achte weiht dem ſchäfte die Tage Chriſte ⁸ 8 len true bſt 1Sn muͤthi nden n— ü 5 fig Hülpm V in Beiſpiel llah 9. di iſt niten vorſt flieh zen; 6s la t nch, um in Herz der nd ſu elei entziehm e wem aßß ꝙ ich dir„ m dels hul lich tin gingſt als fin unn A, ſtehſt mi n noch t— Seite; du 4 teſt un und' bracht Badn rkſt nun unhn 4 ite. Wie im ch ſrr ſo zaghaft ſ und ee dir nachzujigt ſcheun 6, Lhier ſeyn Glit fndenrint, wirds i dich ſa rn, wer diſ zu ve= n ſcheint, daun dud 4 Aühren. Pa als— Herrn 7 und i cht folgt, ün b nicht. vill ich dn nein ernn, geiun m froh um ehen, wil n gemu Zetroſt ud der 4.„Kampf Du denn e em icht kämpft un int= tron' des euß leben umt davon. 4 e Gott uns ti Rel 392 7 m d dr ſeinen Hei 1 s preiſ O0 im Allgemeinen. kennet, wer ſeiner Kirche Mitglied iſt, und ſeinen Herrn ihn nennet! Sein höch⸗ ſtes Ziel hienieden ſei, daß er nach ſeiner Lehre, entfernt von aller Heuchelei, aufrich⸗ tig ihn verehre als ächter Chriſtusjünger 2. Der achte Jünger Jeſu halt ſtets feſt an ſeinem Glau⸗ ben. Er läßt durch allen Hohn der Welt ſich nie dies Kleinod rauben. Denn die⸗ ſer Glaube gibt ihm Kraft und Muth zum edlen Stre⸗ ben, vor ſeinem Schöpfer tugendhaft und kindlich froh zu leben, zu dulden und zu ſterben. 3. Der achte Jünger Jeſu lernt von Gottes Geiſt ge⸗ trieben, und von des Laſters Pfad entfernt, ſtets herzli⸗ cher ihn lieben. Er weiß, was Jeſus that und litt, die Sünder zu beglücken. Er zählt dazu ſich ſelber mit, und rühmt es mit Entzucken: Auch mich hat er geliebet! 4. Der achte Jünger Jeſu weiht dem Heiligungsge⸗ ſchäfte die Tage ſeiner Lebens⸗ zeit und alle ſeine Kräfte. Er glaubt und liebt; wie ſollt' er nicht der Lüſte Reiz ver⸗ ſchmähen, und unverrückt den Weg der Pflicht, wie Jeſus Chriſtus, gehen, um ähnlich ihm zu werden? 5. Der ächte Jünger Je⸗ ſu liebt die Menſchen edel⸗ muͤthig; er tröſtet, beſſert, hilft und gibt, iſt gegen Fein⸗ de gütig, und liebreich eilt er jedermann, der ſein be- darf, entgegen. Er ſtiftet Gutes, wo er kann, und lebt der Welt zum Segen, wie Jeſus ihm gebietet. trägt Bürde. Auch Noth, die Gott ihm auferlegt, erhöhet ſeine 1 Würde. Er bleibet ſelbſt im herben Schmerz noch muthvoll und geduldig; des Gottes tröſtet ſich ſein Herz, vor dem er hier unſchuldig zur Ehre Jeſu wandelt. 7. Der achte Jünger Je⸗ ſu ſiegt auch über Todes⸗ ſchrecken, denn ſeinen Geiſt, der aufwärts fliegt, wird Grabesſtaub nicht decken. Er kennet den, der für ihn ſtarb, und ihm durch To⸗ desleiden des Himmels Se⸗ ligkeit erwarb; drum jauchzt er im Verſcheiden: Ich weiß, an wen ich glaube! 8. Gib, Jeſu, daß der Deinen Schaar ſi ſich ſtets auf Erden mehre, und daß auch ich dich immerdar im Glau⸗ ben recht verehre! Nimm nach vollbrachtem Pilgerlauf zu jenen Seligkeiten den Geiſt, der dich verehret, auf! Ihm Wohnung zu bereiten, biſt du vorangegangen. Mel. Auf, Chriſtenmenſch! 329 D e Erenane, ihm 6. Der ächte Jünger Jeſu getroſt des Lebens 238 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ihm gleich an Menſchenliebe, du warſt, o Jeſu, ganz er⸗ füllt mit gottgeweihtem Trie⸗ be! Er war dein Ziel, dein höchſtes Gut; ihm folgteſt du mit Heldenmuth. 4 2. Du warſt mit ihm Ein Sinn, Ein Herz; ſein Wille war dein Wille; du ehrteſt auch im größten Schmerz ihn mit zufriedner Stille. Selbſt auf der allerrauhſten Bahn ſahſt du ihn noch als Vater an. 1 3. Du ſuchteſt nichts als ſein Gebot vollkommen zu er⸗ füͤllen, und unterwarfſt dich bis zum Tod ganz deines Vaters Willen. Dein Haupt⸗ geſchäft war das allein, Vol⸗ lender deines Raths zu ſeyn. a. Zum Kreuze gingſt du ruhig hin, uns Ruhe zu er⸗ werben; bereit, mit gött⸗ lich großem Sinn zum Heil der Welt zu ſterben, warſt du zur tiefſten Schmach ge⸗ faßt, und trugſt der ſchwer⸗ ſten Leiden Laſtä. 5. Herr, lehre mich, dein Eigenthum, nach deiner Tu⸗ gend ſtreben! ſinnt ſeyn, ſei mein Ruhm, und Wonne, ſo zu leben! O hilf, daß ich ſo gern, wie du, den Willen deines Va⸗ ters thu! Mel. Schwing dich auf, zu b Sollt'ich jetzt noch, 330S da mir ſchon deine Gut' erſchienen, dich Dir gleich ge⸗ verlaſſen, Gottes Sohn, und der Sünde dienen? mit den Lüſten dieſer Zeit wieder mich beflecken, 4 die Freudigkeit deiner Liebe ſchmecken d in 2. Hab ich doch allein bei dir meine Ruh' gefunden; Mittler, heilteſt du doch mir liebreich meine Wunden; und ich ſollte dein Gebot, wie die Suünder, haſſen, und mein Recht an deinem Tod wie⸗ der fahren laſſen?. 3. Nein, ich bin und bleib ein Chriſt, folge deinen Leh⸗ ren, laſſe weder Macht, noch Liſt meinen Glauben ſtören. Fielen tauſend ab; nicht ich; mags die Welt verdrüßen! Sie wird mein Vertraun auf dich mir doch gönnen müſſen. 4. Zeigt ſe mir ein Heil, wie du? Bringt ſie Kraft den Müden, den Bedräng⸗ ten Troſt und Ruh', Sun⸗ dern Gottes Frieden? Gibt ſie mir die Zuverſicht, daß ich, trotz dem Grabe, dei⸗ ner Ewigkeiten Licht zu er⸗ warten habe?.4 5. Rettet ſie mich, wann vor Gott einſt die Völker ſtehen, und das Le⸗ ben und den Tod ihm zur Seite ſehen; wann der Sichre nun zu ſpät aus dem Schlaf erwachet, und der Spötter, der hier ſchmäht, glaubt und nicht mehr lachet? 6. O und nicht mehr 1 . 1 1 16, d wie thor ich nichuch verf Jeſu, da ih ſe dic Goltes Hul d ich weiß, Luniih die hoff de, daß auch ie Korn Gnad und 1. Nicht das der Tod, Trütſel Freuden, ſolen! herr und Gott, dir ſcheiden. 1 Sind und Eit d Fleiſches I iberwind ich n. durch deine Lied Nl. Frei dch 331 G. mit froumer zu ner Tugend iſt dein Rufund Sieh, ein Bei di, ſprihſt dun folge mir dw ſender Gleichen Geit, es nu erg falgung, Schn uſil un 4 magiſt mit e 2. Ammuth 71 àN n thin wyblet WR n lge deinen det⸗ n, der Madi, nach it 1 ue Glauben ſtren ielet amnd ab; wicht i aags Welt verdrüße 3ie ſt mein Vertind ſe 4 ☛☚☛ ſe mir en he die d= Bringt ſie ii en Jtamn, den Bäͤn en Ii und Ruh eh ern ts Frieden? h f Zuverſcct, , 1n dem Guten er 9 reiten ſicht 1 be? uf Srnir doch om im Allgemeinen. 6. O wie thöͤrigt, wenn ich mich noch verführen ließe, Jeſu, da ich ſchon durch dich Gottes Huld genieße, da ich weiß, auf weſſen Wort ich die Hoffnung grün⸗ de, daß auch ich unfehlbar dort Gnad’ und Leben finde! 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübſal nicht, noch Freuden, ſollen mich, mein Herr und Gott, jemals von dir ſcheiden. Welt und Sünd' und Eitelkeit und des Fleiſches Triebe, Alles uͤberwind ich weit, Herr, durch deine Liehe! Mel. Freu dich ſehr, o meine 3 31 Göttlicher, dich zu erheben und mit frommer Zuverſicht dei⸗ ner Tugend nachzuſtreben, iſt dein Ruf und meine Pflicht! Sieh, ein Beiſpiel laß ich dir, ſprichſt du: komm und folge mir! O welch Beiſpiel ſonder Gleichen! Streb, o Geiſt, es zu erreichen! 2. Armuth, Haß, Ver⸗ folgung, Schmerzen trugſt du ſtill und mit Geduld; du vergabſt mit edlem Herzen deinen Feinden ihre Schuld; hörteſt der Verlaßnen Flehn, eilteſt ihnen beizuſtehn; kann⸗ teſt keine höhre Freuden, als die Lindrung ihrer Leiden. 3. Ich auch will in Noth und Schmerzen ſtandhaft und geduldig ſeyn; will mit liebevollem Herzen meinen 230 Feinden gern verzeihn. Nie ſoll mir des Elends Flehn unerhört vorüber gehn; feſt und innig will ich ſtreben, deinem Beiſpiel nachzuleben. 4. Du, den ich zum Vor⸗ bild wähle, hebeſt meine Seel'; empor. Wann ich wanke, wann ich fehle, ſchwebe mir dein Beiſpiel vor! Dir geheiligt ſei mein Geiſt! Wann er ſich dem Staub entreißt; dann, o dann werd ich im Sterben Freud' und Wonn auf ewig erben. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht 0 020 anft, d Chriſt, 332 Satt n Shrin und was kann bei ihm uns fehlen? O wie ſelig ſind wir doch durch den Retter unſrer Seelen! Welche Wonn' und Herrlichkeit wartet unſrer nach der Zeit. 2. Freue deines Glau⸗ bens dich, deines Gottes, ſeines Sohnes! Deine See⸗ le rühme ſich ihrer Hoffnung, ſeines Lohnes, voller Muth und unverſtellt freudig vor der ganzen Welt! 3. Hat gleich ſein Bekennt⸗ niß hier ſeine Leiden und Be⸗ ſchwerden; dennoch ſei ihm treu: denn dir ſollen ew'ge Freuden werden. Was iſt egen ſolch ein Glück dieſes Lebens Augenblick. 4. Schäme ſeines Worts dich nie vor den Frevlern, vo r —— 240 Ge vor den Spöttern, wenn ſie ihn verſchmähn, wenn ſie ſich und ihren Witz vergöt⸗ tern! Was vermag der Läſt⸗ rer Spott wider Jeſum, wider Gott? 5. Was vermag er, tobt er gleich wider dich und dei⸗ nen Glauben? Gottes Bei⸗ fall, Gottes Reich kann doch keine Macht dir rauben. Halte dich an dem nur feſt, der die Seinen nie verläßt. 6. Welchen Kampf hat nicht dein Herr für dein ew'⸗ ges Heil geſtritten? Jene Schaar der Märtirer, was hat die fuͤr ihn gelitten? Schmach und Marter, ſelbſt den Tod, litten ſie getroſt fuͤr Gott. 7. Und der Spötter Witz und Hohn, könnte je dein Herz verführen, deinen Antheil an dem Lohn deines Glau⸗ bens zu verlieren? Nein, o Chriſt, nein, wanke nie fleh um Rettung auch für ſie! 8. Sei getreu bis in den Tod' denn du glaubeſt nicht vergebens, nach dem Tode führt dich Gott zu der Won⸗ ne jenes Lebens. Und auf einen kurzen Streit krönt dich ſeine Herrlichkeit. Mel. Auf, Chriſtenmenſch! 3332 Jelch hohes Bei⸗ 390 2 ſpiel gabſt du mir, mein Heiland, durch dein Leben! Sollt' ich nicht gern und mit Begier, dir gehn den Weg, ſinnung und Verhalten des Chriſten nachzuahmen ſtreben? nicht den du be⸗ tratſt, nicht freudig thun, was du, Herr, thatſt? 2. Dein Herz, von Sün⸗ den nie entweiht, war rein, wie deine Lehre; dein ganzer Wandel Heiligkeit; dein End⸗ zweck Gottes Ehre; hier Lei⸗ tung zur Vollkommenheit und dort der Menſchen Se⸗ ligkeit. 3. Drum fuͤhrteſt du zur Tugend an, und, ſtandhaft ihr ergeben, gingſt du uns ſelbſt den Weg voran, mit Muth uns zu beleben; und wenn du litteſt ohne Schuld ertrugſt du Alles mit Geduld. 4. Der Kummervollen Troſt zu ſeyn; zu wehren jedem Leide, nur wohlzuthun, nur zu erfreun, war deine Sorg' und Freude; und jede Thrä⸗ ne, jeder Schmerz drang in dein liebevolles Herz. muth und mit Huld die Schwachheit deiner Freunde; mit Sündern hatteſt du Ge⸗ duld und batſt für deine Feinde. Du warſt gehorſam bis zum Tod und ehrteſt ſelbſt im Tode Gott. 6. Dies große Beiſpiel haſt du mir zum Vorbild hin⸗ terlaſſen, daß ich geſinnet ſei, gleich dir, in meinem Thun und Laſſen. Komm, ſprichſt du, nimm mein Joch auf dich, komm, folge mir und ſieh auf mich! 7. Ich 5. Du trugſt mit Sanft⸗ Jhtume,! 1en s, hel entme, de Sängerſti, und nur den deinen d ni ih deinem V auch Andern gt ſel Rel. Wer ur de 99% Boi⸗ 39 1in den mit allen ſer ten ſrebt, an edl reich zu werden, für dieſe Welt nus worwärts dringtu vergißt, daß ſeine ſerblchiſt. 2. Er forſat Tugend Wegen und Pflicht iſin thun, ſpricht) chen nur die Ti will ich ſchlung noch ruhn. Er ſi nittzt die Zeit 2 ———— fir die Ewigkeit. 3. Erfüllet dn gend Sorgen de denkt mit Luſt tr hier ſchtbann aagen, ein gut eäin kam, uln da Jugeblik und ſn Triderd „ nſcrace d, duch. 1n r2 ſtreben? na atſt 8. 88, den du 4 1 frendig 1 2 and 1e an af 1 war nn Da 2 d) dein gang 8e98 i ig 4 dene Ehre; hier nd 18a linmn 1 Men en G. gkei. ſchen 6 3. D. mrährteſt du zu ugend tn und, tandin t erge s Jungſ du uns dſt d reg voran, mi Nud nn dleden; u wenn ateſt ohne Siu Ku— les wit Genut ammervollen u gu 6— zu wehren ja keide!!* wohlzuthun, zu erf umm war deine n und Jan:; und jede dh ne, t 1Schmerz dran dein 1☚olles dern 5. ctrugſt nit dr mutht mit n San it deiner gun mit r urn duns u dr= batſt f 3 r du warſtgebi d und ehrtet 1 roße Dhſ 6. k ir Wutni erls dt ich geicn im Allgemeinen. Ich komme, Herr! Gib Heil erkenne, dein wahrer Jünger ſei, und nicht mich nur den deinen nenne, da⸗ mit ich deinem Vorbild treu auch Andern gutes Beiſpiel ſei! Mel. Wer nur den lieben Gott 02/Meglückt, beglückt 354 Boß wer auf Er⸗ den mit allen ſeinen Kräf⸗ ten ſtrebt, an edlen Thaten reich zu werden, und nicht für dieſe Welt nur lebt, ſtets vorwärts dringt, und nie vergißt, daß ſeine Seel' un⸗ ſterblich iſt. 2. Er forſchet nach der Tugend Wegen, was gut und Pflicht iſt, ſchnell zu thun, ſpricht nicht(ſo ſpre⸗ chen nur die Trägen): noch will ich ſchlummern, will noch ruhn. Er ſäet früh und nützt die Zeit zur Ausſaat für die Ewigkeit. 3. Erfüllet von der Tu⸗ gend Sorgen denkt er, und denkt mit Luſt daran, wie er hier ſichtbar, dort ver⸗ borgen, ein gutes Werk vol⸗ lenden kann, und nutzet je⸗ den Augenblick für Tugend und für Brüderglück. 4. Ihn ſchrecken keine Hin⸗ derniſſe, durch edle Thaten ſtärkt er ſich, und ſeine hei⸗ ligen Entſchlüſſe ſind feſt und unerſchütterlich. Wie ſehr er auch zu kämpfen hat, reift jeder Vorſatz doch zur Kraft und Licht, daß ich mein Th at. 5. Er widerſetzt mit feſtem Muthe dem Unrecht ſich ge⸗ ſtarkt durch Gott. Träͤf ihn im Kampfe für das Gute der Welt Verfolgung oder Spott; ſo bleibt ihm doch der preis im Streit. Er kämpft, weil es die Pflicht gebeut. 6. So laßt auch uns als Chriſten handeln, aus rei⸗ ner Achtung für die Pflicht; laßt uns die Bahn der Tu⸗ gend wandeln: da ſtrahlet immer helles Licht, und un⸗ ſer Loos in Ewigkeit iſt rei⸗ ner Tugend Seligkeit! Mel. Auf, Chriſteumenſch C ald oder ſpät 335 des Todes Raub, wall ich noch hier auf Erden; doch nur mein Leib wird wieder Staub, ich ſoll unſterblich werden. Und dann, dann iſt mein ew'ges Theil, o Gott, Verwerfung oder Heil. 2. Mit Ernſt und Eifer ſoll der Chriſt nach ſeinem Heile ringen; gern laſſen, was auf Erden iſt; hinauf zu Gott ſich ſchwingen; ge⸗ troſt den Pfad der Trubſal gehen; und ſtandhaft in Ver⸗ ſuchung ſtehen. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß: noch bin ich in den Schranken, noch nicht am Ziele; doch mein Fuß beginnet oft zu wanken. Herr, 241l —— Geſinnung und Verhalten des Chriſten 242 Herr, ſtärke mich durch dei⸗ ne Kraft, auf dieſer kurzen Pilgrimſchaft! 4. So lang ich noch, ein Fremdling hier, in dieſem Leibe walle, ſchaff du ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geiſt zu dir hinan! 5. Es ſei mein Ruhm, dir werth zu ſeyn, was du ge⸗ beutſt, zu uͤben: mein höch⸗ ſtes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben, mein Troſt, auf deinen Schutz zu baun, und dir, Alllie⸗ bender, zu traun! 6. Nie ſoll des Zweifels Dunkelheit mir dieſen hohen Glauben, dies Vorgefühl der Seligkeit, des Himmels Hoffnung rauben. Was lin⸗ dert ſonſt des Lebens Noth? Und was verſußt mir einſt den Tod? 7. Du, der mir dieſes Heil erwarb, laß, Jeſu, mich's erwerben; du, der für ſeine Menſchen ſtarb, laß, Jeſu, dir mich ſterben! Gib, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir ſei! Mel. O Gott, du frommer Gott, 08u ſagſt: ich bin 3360 ein Chriſt! Wohl dir, wenn Herz und Leben dir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugniß geben! Wo iſt ein höhrer Ruhm? Welch Glück kann größer ſeyn, als Gottes We⸗ ge gehn und ſeiner Huld ſich freun? 2. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt! Der iſts, der Chri⸗ ſtum kennet, nicht mit dem Munde nur ihn Herr und Heiland nennet, nein, gern und willig thut, was auch ſein Herr gebeut. Thuſt du das nicht, ſo iſt dein Ruhm nur Eitelkeit. 3. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt! Mit Ernſt das Böſe haſſen, den Lüſten widerſtehn, gewohnte Sünden laſſen, dies iſt des Herrn Befehl; dies ſeiner Lehre Sinn; kein todter Glaube führt zur ew'⸗ gen Wohlfahrt hin. 4. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, getauft zu Gottes Erben, ſein Kind und Freund zu ſeyn und ſelig einſt zu ſter⸗ ben! Du biſt's, doch prufe dich, erfülleſt du auch gern treu deiner Chriſtenpflicht, den Bund mit deinem Herrn? 5. Haſt du nicht dieſen Bund ſchon läͤngſt und oft gebrochen? Du haſt, als Gotteskind Gehorſam ihm verſprochen; haſt du mit Treue denn dem Guten nachgeſtrebt? Hat nicht die Sünde noch ſehr oft in dir gelebt? b 6. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, betrachte, leſ' und höre, vom Irrthum unver⸗ führt, des Heilands reine 1 Leh⸗ —— 4 deſre Baldir! du auch, was Go dich lent⸗ Nur werz thut, nicht, leſtundhökt. 7 Du ſagſt: öhrſt! mi Go werbinden; nehm ſu Mahl; nicht Sünden. Dach bei dir indeinen 9 rechtſhaffne deſe dieſes Mahls Geb⸗ 8 Nur dann dein Sinn, wenn Tuiebe dem Herr ſind in reiner 9 wenn du, wie( ein Freund der bſt, gerecht un mild: dann ſat Chriſt 9. Wenn, 6 ſtreuen, die Un ſciten, und eind, ſo viel kannſt, zu nütze gennutz und E hen ſins will wenns Vendug. dam ſiz: ichi 2 ſt: j ſt: ich bun driſt Liſts, der 8 dd wil ut, was a i Der ig eut. Thuſ as nicht iſt dein Nuhn gen W Iltt hin. 4 1 gtt ich bna Shritt, Muft zu Gote Erden, t IKind und piu zu ſeyn en ſſelig einſtzuſe den 1 1's, doch mi dich,(.iſt du auh m treu rm Ghriſtnxich den B dt deinen hm 5. 1 du nickt di Sund e längſt un, gebroch Du haſt d 9 Gehorſan verſoro.—— haſt dun. Traue=n dem bu machge? Hat richt 5 1 ſehr oſt un fun me „„Heilandt u ädrt, 6 Lehre! Wohl dir! Doch thuſt du auch, was Gottes Wort dich lehrt? Nur ſelig iſt wers thut, nicht, wers blos lieſ't und hört. W 7. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt! mit Gott mich zu verbinden; nehm ich oft Je⸗ ſu Mahl; mich reuen meine Sünden. Doch zeiget ſich bei dir in deinen Werken auch rechtſchaffne Beſſerung nach dieſes Mahls Gebrauch? 8. Nur dann erſt, wenn dein Sinn, wenn alle deine Triebe dem Herrn geheiligt ſind in reiner Kindesliebe, wenn du, wie Criſtus war, ein Freund der Menſchen biſt, gerecht und wahr und mild: dann ſag: ich bin ein Chriſt! 9. Wenn, Gutes auszu⸗ ſtreuen, die Unſchuld zu be⸗ ſchuͤtzen, und ſelbſt dem Feind, ſo viel du immer kannſt, zu nützen, ohn' Ei⸗ gennutz und Stolz, dein Herz ſtets willig iſt, auch wenns Verläugnung gilt; dann ſag: ich bin ein Chriſt 10. Denn, wenn noch Lei⸗ denſchaft dir dein Gemüth regieret, wenn Wolluſt, Ei⸗ telkeit und Schmähſucht dich verführet, wenn Geiz und Haß und Neid noch über dich gebeut: ſo kenneſt du noch nicht die wahre Hei⸗ ligkeit. 11. Sprich nicht: ich bin ein Chriſt! bis daß dir Herz im Allgemeinen. 243 und Leben von dieſem Ruh⸗ me erſt ein ſichres Zeugniß geben. Der Nam' iſt nicht genug. Ein Chriſt muß ohne Schein, das, was er heißen will, in ſeinem Wandel ſeyn. 12. Ach Gott, gib mir doch Kraft, mich ernſtlich zu befleißen, ein wahrer Chriſt zu ſeyn und nicht blos ſo zu heißen! Denn, wer den Namen hat und nicht die That zugleich, betrügt ſich und gelangt nicht in dein Himmelreich. Mel. Wer nuur den lieben Gott 20⸗7(Gott, dir gefällt 3 5/ L kein gottlos Weſen; wer böſ' iſt, bleibet nicht vor dir. Drum laß von Sünden mich geneſen, und ſchaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das ſich vom Sinn der Welt entfernt und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die be⸗ gangnen Suünden mit inni⸗ ger Beſchaämung ſehn; durch Chriſtum vor dir Gnade fin⸗ den, und ſtandhaft deine We⸗ ge gehn! Ich will forthin die Suͤnde ſcheun, und deinem Dienſt mein Leben weihn. 3. Du kennſt und lenkeſt die Gedanken! Gib meinem Vorſatz Feſtigkeit; und will mein ſchwaches Herz je wan⸗ ken; ſo hilf der Unentſchloſ⸗ ſenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! Nimm dei⸗ nen Geiſt nur nicht von mir! Q2 4. Gib —— 2a4 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 4. Gib, daß er mir ſtets Hulfe leiſte, und Muth und Krafte mir verleih, daß ich mit kindlich treuem Geiſte dir bis zum Tod ergeben ſei; ſo ſieg ich über Fleiſch und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Doch wann ich je aus Schwachheit fehle, mein Vater, dann verwirf mich nicht! Verbirg nicht der be⸗ drängten Seele, wann ſie dich ſucht, dein Angeſicht; und mache in Bekümmerniß mich deiner Gnad' und Huld ge⸗ wiß! 6. Erquicke mich mit dei⸗ nen Freuden; ſchaff ein ge⸗ troſtes Herz in mir, und ſtärke mich in allen Leiden; ſo halt ich mich, mein Gott, zu dir, bis nach vollbrachter Prüfungszeit der Deinen Erbtheil mich erfreut. Mel. Freu dich ſehr, o meine S. 3 38Gu“ ich will mich ernſtlich prü⸗ fen, ob ich redlich bin vor dir! Du kennſt meines Her⸗ zens Tiefen; ach, entdecke ſie auch mir! Laß mich ſe⸗ hen, ob ich treu dir in mei⸗ nem Wandel ſei: ob ich recht zu thun mich übe, weil ich dich von Herzen liebe! 2. Eitelkeit und Eigenlie⸗ be ſind die Götzen dieſer Welt: aber nie ſind ſie die Triebe, deren Wirkung dir gefällt. Wer das Gute, das er übt, nicht mit reiner Seele liebt, Richter, dem gibſt du die Krone der Ge⸗ rechten nicht zum Lohne. 3. Die um deiner Liebe Willen wandeln, wie dein Wort gebeut, dieſe, dieſe nur erfüllen das Geſetz der Frömmigkeit. Nicht nur das, was wir gethan, auch die Abſicht ſiehſt du an; dei⸗ ne Liebe ſoll uns dringen; gute Werke zu vollbringen! 4. Wie ein leichter Nebel ſchwinden meine Tugenden vor dir; denn noch trennen Lieblingsſünden mich, o Hei⸗ ligſter, von dir! Deine Liebe trieb mich nicht zur Erfül⸗ lung meiner Pflicht; ich ver⸗ gaß, an dich zu denken, ließ von Eigennutz mich lenken. 5. Oft gehorcht ich dei⸗ nem Rechte nur, daß meine Folgſamkeit mir bei Men⸗ ſchen Ehre brächte und den Ruhm der Frömmigkeit. Wenn ihr Beifall mich er⸗ hob, o wie ſüß war mir dieß Lob! Nur von ihm ließ ich mich treiben, deinen Rech⸗ ten treu zu bleiben. 6. Ach wie könnt' ich dich vergeſſen, wie ſo undank⸗ bar dir ſeyn, deine Liebe nicht ermeſſen, deines Bei⸗ falls mich nicht freun! Mei⸗ nen Lohn hab ich dahin; eit⸗ ler Ruhm ward mein Ge⸗ winn; aber ihn ſollt ich ver⸗ achten, nur nach deinem Beifall trachten. 7. Gott 77, Gett, der voll Reit gern Tui gfen, ſi An 9 theihe di fuamigtet N meinen Sinn; dem Einen nin, ben, und vor dchſter, zu gef V daß, hen Werke Frichte ari K t Stärſe, ganz 1 wich zu weihn. Gott„dein kigen ſi mit der ho: Was iſt mit dart de, wenn ich d erde! Nl. dGott, e 330 29 Sn es dir gefallent ganzer Ernſt, an zu wallen. Ein Hen, den San dir ſleit, ver niczt, de mig geht 2 Dawillſg treu in wanſs derGlaube, 7 ſlſuchthar d 1 müer heilg Miſen ſeyn. hen an zes eaweh 4 Dial Kugt d eele, und Nei, daß b 4 n Abſi an„u „) wvoolbbringen! 5. ſe„gehorcht ihy nem Riam nur, daß mn Folgſad 3 mir bei N ſchen(=n brächte mudſe Ruhm: Frömuſit Wenn r Beifallmit; bob, u üß war mi Lob! Pt. dvon ihm liß⸗ nich M, deinen N ten trigm bleihen 5. 1Wie könnt itlt wie ſo und dar hn, dein 1 achten Beifal= tten. 18 7. Gott, der jedes Herz voll Reue gern mit ſeinem Troſt erfreut, ſei mir gnädig und verzeihe die unlautre Frömmigkeit! Mache reiner meinen Sinn; lenk ihn zu dem Einen hin, dich zu lie⸗ ben, und vor Allem dir, o Höchſter, zu gefallen! 8. Laß, Herr, alle meine Werke Früchte deiner Liebe ſeyn; gib mir täglich neue Stärke, ganz der Tugend mich zu weihn! Ich bin, Gott, dein Eigenthum: dieß ſei mir der höchſte Ruhm! Was iſt mir das Lob der Er⸗ de, wenn ich deiner würdig werde! Mel. O Gott, du frommer Gott, 20 err, höre mein 339 H Gebet, und laß es dir gefallen! Es iſt mein ganzer Ernſt, auf deiner Bahn zu wallen. Ergreife, leite, Herr, den Schwachen, der dir fleht; verwirf die Bitte nicht, die mir von Herzen geht! 2. Du willſt, daß ich mich treu in jeder Tugend übe. Der Glaube, ſagt dein Wort, ſoll fruchtbar durch die Liebe in wahrer Heiligkeit, in guten Werken ſeyn; dir ſoll ich, Herr, mein Gott, mein gan⸗ zes Leben weihn! 3. Dieß will ich, und doch macht die Schwäche meiner Seele, und der Verſuchung Reiz, daß ich ſo oft noch im Allgemeinen. 245 ) fehle. Ich ſeh der Tugend Gluͤck; ich wünſche gut zu ſeyn: und immer hab ich doch ſo viel noch zu bereun. 4. Das ſiehſt du, Herr, mein Gott; o ſieh es mit Er⸗ barmen, und reiche deine Hand voll Vaterhuld mir Armen! Gib meinem Geiſte Licht: gib meinem Vorſatz Kraft, ſo kämpf ich glück⸗ licher mit Welt und Leiden⸗ ſchaft. 5. Eröffne den Verſtand, ſtets heller einzuſehen, daß Sünd' uns elend macht; daß wahres Wohlergehen und innrer Friede nur aus rei⸗ nem Herzen fließt; daß du mit deiner Huld der Freu⸗ den Quelle biſt. 6. Laß in Verſuchung mich nicht zaghaft unterliegen; ermuntre mich zum Muth und hilf dem Schwachen ſie⸗ gen. Mein Auge laß allein auf deine Weisheit ſchaun, mein Herz dir folgſam ſeyn und dann dir froh vertraun. 7. Ich bin ein Pilger hier, umringt von vielen Sün⸗ dern; ihr Beiſpiel könnte leicht der Tugend Eifer min⸗ dern. Wenn der Verfüh⸗ rung Gift, des Leichtſinns frecher Spott dem Geiſt ge⸗ fährlich wird; dann ſteh mir bei, mein Gott! 8. Bewahre mein Gemuth, daß mich, bis an mein En⸗ de, die falſche Fröhlichkeit der Sünder nie verblende! Der —— 246 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Der Thoren Jauchzen wird bald lange Reu' und Pein; laß dieſen Wechſel mir doch ja vor Augen ſeyn! 9. So werd' ich, Herr, mein Gott, dir nicht umſonſt vertrauen; einſt, wenn ich treu dir war, der Freuden Fülle ſchauen, und, wann du ewig lohnſt fuͤr jede gute That, frohlocken, daß mein Herz ſich dir geheiligt hat. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 34 0 Ha⸗ wie lange 4 muß ich ringen, eh ich auf der ſteilen Bahn deines Rechts zum Himmel dringen, und vom Kampfe ruhen kann? Werd ich mei⸗ nen Hang zu Suͤnden endlich völlig überwinden? 2. Ach, wenn mich die Luſt der Erde, oder kühner Sün⸗ der Spott reizet, daß ich träger werde, wirſt du mein vergeſſen, Gott? Wirſt du mich zu unterſtützen, eilen? wirſt du dann mich ſchützen? 3. Ach, ich zittre, Gott! wie lange ſoll ich kampfen? Die⸗ ſer Streit meiner Schwach⸗ heit macht mir bange, bei ſo viel Gefährlichkeit, daß cch doch noch unterliege und mmein Kleinod nicht erſiege. 4. Schaue her zu deinem Kinde; höre mich und ſteh mir bei! Herr, bewahre mich vor Sünde; mache mich ge⸗ troſt und treu, daß ich ſtand⸗ haft deine Wege wandeln, und nicht ſtraucheln möge; 5. Daß die Welt mich nicht verfuͤhre, daß ſie mich nicht untreu mach', und ſpottend triumphire, daß ich auch ge⸗ fallen ſei, daß ſie ſich nicht ihrer Siege ruͤhme, weil ich unterliege! 6. Der du Kraft und Muth gewähreſt, hilf des Schwa⸗ chen Schwachheit auf! Ja, ich hoffe, daß du höreſt, und ich freue mich darauf. Rüh⸗ men will ichs, und dir ſin⸗ gen, daß du Stärke gibſt zum Ringen. Mel. Herzliebſter Jeſu! Q Czich habe, Gott, 4 1 mir ernſtlich vorgenommen, nie auf der Uebertreter Pfad zu kom⸗ men, vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben treu zu ergeben. 2. Erforſche mich, ſieh, ob ichs redlich meine; gib, daß ich nicht blos, was ich ſeyn ſoll, ſcheine; mit allen Kräften ſtrebe, deinen Wil⸗ len froh zu erfullen. 3. Wenn deine Furcht mich überall begleitet, und mei⸗ nen Gang, wo mich kein Menſch ſieht, leitet; wie ſicher werd ich deine Wege wallen! Wie kann ich fallen? 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge ſcheuen, nicht achten auf der Suͤnde Schmeicheleien, anſmerſſam es bi mih dein Beiſ ich mit Freuden leiden. 8 du anr Anſehn der her rect wirt du⸗ und belohnen, w kat und Ehre d nit Schmach die 7 Vollend idh tens Hrifungs wend ich bis erfunden; wie deln ſicch dann i ew'ge Fre Mel. Waun!l 2710(Cch 9½⁰ 4 Freund! In Wiürde ſteh ien keinen Feind, meine Vürde. meines Gottes ic ſede keiden den wie im H. 2 Mein G tantet nicht;, a gründet! dche zuverſt⸗ ſich, ud finde Räühe, Aath. 3. Mih, Eitelkit ½ ſüinſ= Chriſten haft und n Dege wanden 5 1 ucheln nig Arer—e, a ſe ſch nt inte Uhme, weil ü rlie d. De 0” rwäͤdre eeu Sa 3 Sch andeit auf! In 6 off, iatuhöreſt, und freue hinarauf. Rät⸗ nen will iih und dir ſi⸗ gen, da d. State goſt zum Rig ar. 2 Diiebſter Jiſu 2 2 habe, Git 9 11— nir mſtt vorgeno n, nie auf h Ueberrt nbfad zu in nen, o r zu wude dir micht d men lit treu zu Men. 2 Erdhe mich, ſt ob ichs üch meine, daß ich ken blos, wahi ſenn ſoll ine; mit l Kraften mmt, deinen G len froß erfüllen. 3. W üͤberall—itet, un m nen Ga mäch N Menſch=, leitet; m icher 1= d deine 9 vallen, kannich fun b 4 ch im Dautt — des Gewiſſens Stimme hö⸗ ren, dich thätig ehren! 5. Gib Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten; ſo mag die Welt, wie ihrs gefällt, mich richten! Ehrt mich dein Beifall, ſo kann ich mit Freuden Verachtung leiden. 6. Du aachteſt nicht das Anſehn der Perſonen; ge⸗ recht wirſt du einſt richten und belohnen, wie Herrlich⸗ keit und Ehre deine Kinder, mit Schmach die Sünder. 7. Vollend ich meines Le⸗ bens Prüfungsſtunden, und werd ich bis zum Tode treu erfunden: wie ſchön verwan⸗ deln ſich dann meine Leiden in ew'ge Freuden! Mel. Wann mein Stündlein O/ACch bin ein Chriſt! 342 J Gott iſt mein Freund! In dieſer hohen Würde ſteh ich und fürchte keinen Feind, trag muthig meine Bürde. Heil mir! In meines Gottes Kraft beherrſch ich jede Leidenſchaft, im Dul⸗ den wie im Handeln. 2. Mein Glaube ſteht und wanket nicht; ſtark, feſt iſt er gegründet! Er ſtuützt voll hoher Zuverſicht auf Jeſum ſich, und findet bei ihm Kraft, Ruhe, Rath und Heil, und nimmt an jedem Segen Theil, den er nns hat erworben. 3. Mich ſoll daher nicht Eitelkeit, nicht Bitterkeit der im Allgemeinen. glaubt 247 Leiden, auch nicht ein Schlaf der Sicherheit von Gottes Liebe ſcheiden. Wer Jeſu bt und freudig thut, wie Jeſus will, hat hohen Muth im Leben und im Ster⸗ ben. 4. Was ſind die Leiden die⸗ ſer Zeit doch gegen jene Kro⸗ nen, womit Gott in der Ewigkeit die Frommen will belohnen? Was iſt die eitle Luſt der Welt, wenn man das Glück dagegen haͤlt, das Gott uns dort will ſchen⸗ ken? 5. So ſoll denn ſelbſt des Todes Macht mein Herz von Gott nicht ſcheiden! Er füͤhrt mich durch des Grabes Nacht zu jenem Licht der Freuden, wo, frei von allem Erdenleid in ſeines Himmels Herrlich⸗ keit ich ewig mit ihm lebe. Mel. Ach, ſiey ihn dulden Q Dir immer ähn⸗ 3 licher zu wer⸗ den, du hohes Urbild der Vollkommenheit, das ſei mein Ziel ſchon hier auf Er⸗ den, das bleibt mein Ziel, dem in der Ewigkeit mit höhrer Kraft mein Geiſt ent⸗ gegen ſtrebt, ob er ſich gleich nie ganz zu ihm erhebt. 2. Wenn ich aus reiner Menſchenliebe, die ſelbſt den Schein des Eigennutzes flieht, des Wohlthuns edle Pflich⸗ ten uͤbe, auch wenn mein Thun kein ſterblich Auge ſieht; 8 — ſieht; dann bin ich ähnlich dem, der einſt die Welt aus Liebe ſchuf, aus Liebe noch erhält. 3. Wenn ich auf ſeine Weisheit achte, die nicht dem kleinſten ſeiner Werke fehlt; wenn ich den edlen Zweck betrachte, zu dem er ſtets die beſten Mittel wählt, und ſelbſt mit Weisheit hand⸗ le, ſo wie er; dann werd ich meinem Vorbild ähnlicher. 4. Wenn ich mit immer re⸗ gem Triebe das Böſe haſſe, das mich elend macht, und als mein Glück das Gute lie⸗ be, wie ſinnenreizend auch das Laſter lacht; und in Ge⸗ fahr mein Herz ſich nie ver⸗ gißt: dann gleich ich dem, der rein und heilig iſt. 5. Wenn ich, um Tugend auszubreiten, Verdienſten helfe, lohne Fleiß und Treu'; wenn ich, zur Beßrung ihn zu leiten, den Frevler ſtrafe; ſelbſt das Unrecht ſcheu: dann gleich ich dem, der mit Ge⸗ rechtigkeit belohnt und ſtraft, ſo gern ſein Herz verzeiht. 6. Wenn ich durch Täu⸗ ſchung nie betruͤge, die Wahrheit ehre, Feind der Falſchheit bin, mein Wort nie breche, niemals lüge, und brächt' es mir auch einer Welt Gewinn: dann gleich ich dem, der es auf⸗ richtig meint, und ſtets es iſt, dem großen Wahrheits⸗ freund. 248 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 7. Wenn ich mich Leiden⸗ der erbarme mit brüderli⸗ chem, liebevollem Sinn: nicht ſtolz erſt frage, ob der Arme es werth ſei, daß ich ſein Erretter bin, dann gleich ich dem, der ewig gutig iſt, und keines Menſchen, kei⸗ nes Wurms vergißt. 8. So ſei, dir ähnlicher zu werden, du hohes Urbild der Vollkommenheit, mein höch⸗ ſtes Ziel ſchon hier auf Er⸗ den, mein Ziel, zu welchem einſt in Ewigkeit mit höhrer Kraft mein Geiſt zu dringen ſtrebt, ob er ſich gleich nie ganz zu ihm erhebt. Mel. Freu' dich ſehr, o meine ommt und laßt 244 K uns Chriſti Leh⸗ ren, laßt uns, was er uns verheißt, Wahrheit Gottes von ihm hören, hören, wen er ſelig preiſt! Die im Glau⸗ ben feſt beſtehn, freudig Got⸗ tes Wege gehn, den Erlöſer frei bekennen, dürfen ſich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in Demuth lebet, ſeiner Schwachheit nie vergißt, nie ſich ſelbſt voll Stolz erhebet, wenn er groß und glücklich iſt! Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Himmelreich iſt ſein. Gott wird Heil und ew'ges Leben ihm zum Lohn der Tu⸗ gend geben. 3. Selig iſt, wer ſeine Sünde wehmuthsvoll vor Gott Encde ind, ſit Sünden ſcheut. Vm die Schuld ve 15 Guten Krc foh in Geiſ ſ lden, ſoll e glückich werden 4. Selig ſf muth übet, men Feinde fluct; g gunz vergieet, zu rchen ſucht; pfücht vollbring eignes Herz beyr ait iber ihn und ihn reich achen. 5. Selig, verlangen, bei u Zw ſeyn, welat ten hangen, n Guten Schein richt mehr beg iſte Tugend wird ihr Venl ſee mit höhrer g. 6. Selig ſß ᷓ lig ſi in an hi mit höhre e heiſt ſu dunge tredt, At ſich gleich n gan S„Aahebt. „Nel. an dich ſer, dmi 9, hemmt und J„e us Erſüt 2 ren, ſans, was ern verheiſ Vahrheit Gt von ihſi een, hoten, n mer 5—ſt! Dee imt ben feſr ehn, freudigd tes Waehn, den elt fri be an, dinfaſt Seinen) nen. 2() ver in Dm lebet,—zier Schwult nie vei— nie ſchſelte „ und Dich iſt C deben a um kohnder 1 95 g it, 4 t Sind lhmuthͤbo 1 im Allgemeinen. Gott bereut, und, damit er Gnade finde, ſich vor neuen Sünden ſcheut. Gott will ihm die Schuld verzeihn, und zum Guten Kraft verleihn; froh im Geiſt ſchon hier auf Erden, ſoll er dort ganz glücklich werden. 4. Selig iſt, wer Sanft⸗ muth übet, niemals ſeinem Feinde flucht; gern Beleidi⸗ gung vergiebet, nie ſich ſelbſt zu rächen ſucht; ruhig ſeine Pflicht vollbringt, und ſein eignes Herz bezwingt. Gott wird über ihn ſtets wachen, und ihn reich an Segen machen. 5. Selig, die mit Ernſt verlangen, heilig und gerecht zu ſeyn; welche feſt am Gu⸗ ten hangen, nicht blos an des Guten Schein; deren Herz nicht mehr begehrt, als was ihre Tugend mehrt. Gott wird ihr Verlangen ſtillen, ſie mit höhrer Kraft erfüllen. 6. Selig ſind, die voll Erbarmen, keinem ihre Hülf entziehn; bei dem Kranken, bei dem Armen nie des Elends Anblick fliehn; gern behülf⸗ lich ſind mit Rath, und nach Kräften mit der That. Dieſe werden Hülf' empfangen, und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig ſind, die ihrer Herzen reine Unſchuld nie entweihn: züchtig, auch in ihren Scherzen, den Ver⸗ dacht des Leichtſinns ſcheun, die dem Reize böſer Luſt, 219 regt er ſich in ihrer Bruſt, den⸗ noch ſtandhaft widerſtehen, werden Gottes Antlitz ſehen. 8. Selig, wer in Frieden lebet, wer ſtets Ruh und Ei⸗ nigkeit zu erhalten ſich beſtre⸗ ber, und, wenn Feindſchaft, Haß und Streit ſeiner Brü⸗ der Glück zerſtört, ſie die Pflicht der Eintracht lehrt! Die des Friedens ſich beflei⸗ ßen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die des Guten wegen dulden Schmach und Haß und Pein! Ihrer wartet Heil und Segen, wenn ſie hier den Kampf nicht ſcheun. Gott ſteht ihnen mächtig bei, und wird ſie fuͤr ihre Treu' einſt mit Wonn' und Sieges⸗ kronen in der Ewigkeit be⸗ lohnen. b 10. Herr, du wolleſt ſelbſt mich leiten auf der Tugend ſichrer Bahn, wo ich dieſer Seligkeiten hier und dort mich freuen kann! Gib, daß ich in Freud' und Schmerz treu dir bleibe, daß mein Herz ſich durch deines Geiſtes Stärke ſtets befleiße guter Werke. In eigener Melodie. 5O7/ Taß mich, o Herr, 34 9 L 6 allen Dingen, auf deinen Willen ſehn, und dir mich weihn; gib ſelbſt das Wollen und Vollbringen, und laß mein Herz dir ganz geheiligt ſeyn! Nimm mei⸗ nen — nen Leib und Geiſt zum Opfer hin; dein, Herr, iſt Alles, was ich hab und bin. 2. Gib meinem Glauben Muth und Stärke, und laß ihn in der Liebe thätig ſeyn, daß man an ſeinen Fruͤchten merke, er ſei kein eitler Traum und falſcher Schein. Er ſtärke mich in meiner Pil⸗ grimſchaft, und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft! 3. Laß mich, ſo lang ich hier ſoll leben, in gut und bö⸗ ſen Tagen ſeyn vergnügt, und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Beſten Alles weislich fügt; gib Furcht und Demuth, wann du mich be⸗ gluckſt; Geduld und Troſt, wann du mir Trübſal ſchickſt! 4. Ach, hilf mir beten, wachen, ringen; ſo will ich dir, wenn ich den Lauf voll⸗ bracht, ſtets Dank und Ruhm und Ehre bringen, dir, der du Alles haſt ſo wohl ge⸗ macht. Dann werd ich heilig, rein und unentweiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott Q ein Gott, ach 346 M lehre mich er⸗ kennen den Selbſtbetrug und Heuchelſchein, daß tauſend, die ſich Chriſten nennen, mit nichten Chriſti Glieder ſey'n. Ach, wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 2. Hilf, daß ich dir allein 250 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ergeben, der Sünde abge⸗ ſtorben ſei; laß mich dir ſter⸗ ben und dir leben, und mach' in mir, Herr, Alles neu! Ach wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 3. Reiß los mein Herz von dieſer Erden, laß mich, der ich unſterblich bin, nach dei⸗ nem Bild erneuert werden, und gib mir meines Heilands Sinn! Ach wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 4. Regiere du ſelbſt meine Seele, damit ich Chriſto folge nach, und ſtets den ſchmalen Steg erwähle, ja Ehre ſuch in Chriſti Schmach. Ach wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 5. Gib mir zum Streite Muth und Kräfte; hilf, daß ich dir verbleibe treu, daß ich an Chriſti Kreuz mich hefte, und mir die Welt ge⸗ kreuzigt ſei. Ach, wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe, beſtändig feſt und thaͤtig ſeyn; daß ich bis an mein Ende übe das Chriſtenthum ohn' Heuchel⸗ ſchein. Ach, wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! 7. So hab' ich ſchon auf dieſer Erde, was mich be⸗ ruhigt und erfrent; wann ich ich wit Gott veren ſhn ij de hi ligkeit Ach, w iren Ruhm, is valre Chriſt F.d Gott,di 39 nich, udtm Etn Sinn und Vemmun in Ehrio mich en gien ſerner mich guten Geiſt, daß lung dich, Gon Schopfer preiſt. 72 kaß, da du ich alle Luſte: vich nur um der droben iſt, be Stärke zu dem mit der Welt m Hoffnung zu de teun allein vi kaß mich, Ehrit, 5 wandeln; mein tesdienſt ſei Gler 1 Pndan em Geſetz itm der Welt, die 6 4 ler liebt, der Te⸗ t. 1 d Ertinde a un pinmigkei n 3, d ich aun den uunſen L und ſegne men Herr, was ih B in 2 f und 4 eines Heiland 4 nein henn 1us nich, g „ nach d werdan mir, i 4 2 28 kenhan menn Stelt, it ich Chriſf folge 8 und 8* ſhmat en erwähle, Ehre— Chriſi Schmu 1 Ach nir, zudm huöm. in Got, d — wahre ☛☚ ſtenthun! 5. nir zum Em Muth räfte; hif h ich dit eꝛiileibe tna, 9 ich ar riſtti Kreu n defte, kanmir die W kreuzi Ach, witin zu 2 Auuhm, nentt das 1,— C Chriſtenthmr 6. † iin mir Glut efne. Liebe, beltn feſt ui diig ſeyn; Ait — öm, mein. 4 der Chriſtenten ab' ich ſchone 1 dieſer e, was ni big=s) erfrent; We 1 im Allgemeinen. ich mit Gott vereinigt werde, ſchmeck ich des Himmels Se⸗ ligkeit. Ach, wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Chriſtenthum! Mel. O Gott, du frommer Gott 3 8 5 Mein Schöpfer, 4 deſſen Hauch, mich, todten Staub, beſeelte; Sinn und Vernunft mir gab, in Chriſto mich erwählte, re⸗ giere ferner mich mit deinem guten Geiſt, daß jede Hand⸗ lung dich, Gott, meinen Schöpfer preiſt. 2. Laß, da du heillig biſt, mich alle Lüſte fliehen, und mich nur um den Schatz, der droben iſt, bemühen; gib Stärke zu dem Streit, Herr, mit der Welt und mir; und Hoffnung zu dem Sieg; er kommt allein von dir. 3. Laß mich, ich bin ein Chriſt, nach Chriſti Lehre wandeln; mein ganzer Got⸗ tesdienſt ſei Glaub' und rich⸗ tig Handeln! Die Luſt an dem Geſetz iſt mehr, als Luſt der Welt, die nur der Frev⸗ ler liebt, der Thor fuür Freude hält. 4. Entzünde du mein Herz mit Frömmigkeit und Liebe; gib, daß ich auch, wie mich, den ärmſten Bruder liebe, und ſegne meinen Feind! Herr, was ich hab, iſt dein. Laß mich im Ungluck groß, im„lück beſ ſcheiden ſeyn! Dein 91 mmel ſei mein Günc; das Irdif ſche vergehet: weh jedem„deſſen Herz mit 251 ihm im Bunde ſtehet! Wohl dem, deß erſter Wunſch, Gott, dein Erkenntniß iſt! Er hat Zufriedenheit, wann er auch Alles mißt. 6. Nimm alle Laſter weg, die der Geſellſchaft ſchaden. Wir ſind ja, was wir ſind, aus unverdienten Gnaden. Haß, Falſchheit, Heuchelei, und Stolz und Bruderneid ſind unſrer Tage Peſt; und kurz iſt unſre Zeit. 7. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Schutz in allen Nöthen, früh ſuch ich dich; des Nachts will ich zu dir auch beten. Mein Stand ſei dir geweiht, bei meines Amtes Pflicht vergeſſe ja mein Herz des Chriſten Pflichten nicht! 8. Zuletzt erlöſe mich von mir beſchiednem Leiden; laß meinen Geiſt voll Troſt aus ſeiner Hütte ſcheiden! Herr, ihn befehl ich dir; mich führe deine Hand durchs öde Todes⸗ thal ins rechte Vaterland. Mel. O Gott, du frommer Gott 2 ‿½ 8 Mein Vater und mein Gott, der du in dieſem Leben, zur Leuchte meinem Fuß, dein heil'ges Wort gegeben, re⸗ giere doch mein Herz durch deinen guten Geiſt, daß ich dem folgſam ſei, was, Gott, dein Wort mich heißt! 2. Verleih, daß ich zuerſt nach deinem Reiche trachte, und kein vergänglich Gut mehr, als es werth iſt, ach⸗ te! Wer nach dem Ewigen 252 Geſinnung und Verhalten des Chriſten mit rechtem Eifer ringt, em⸗ pfängt ſchon hier zum Lohn, was wahre Ruhe bringt. 3. Gib, daß ich von der Welt mich unbefleckt erhalte, und daß in mir der Trieb zum Guten nie erkalte; hilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoffnung ſtark und feſt gegruͤndet ſei! 4. Gib, daß ich als ein Chriſt mich Chriſto ähnlich zeige, und achtſam mein Ge⸗ müth zu ſeiner Lehre neige! Sein Geiſt regiere mich, und nicht der Geiſt der Welt! So wandl' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele lie⸗ be, und Lieb' und Gutigkeit auch an dem Nächſten übe! Laß fern von Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und frei von Ungeduld in trüben Tagen ſeny 6. Nie müſſe ſich mein Herz des Fleiſches Luſt ergeben, und nie dem ſchnöden Geiz! Mein dir geweihtes Leben ſei von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, von un⸗ gerechtem Gut und ſtolzem Sinn befreit! 7. Will deine Hand mich hier auf ranhe Wege leiten; ſo unterſtütze mich, wann meine Tritte gleiten! Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe baun, und auch, wann ſie verzieht, dir doch getroſt vertraun. 8. Erlöſe endlich mich von allen meinen Leiden; und iſt die Stunde da, aus dieſer Welt zu ſcheiden, o Vater, ſo verlaß, wenn meine Hütte bricht, mich Sterbenden mit Troſt und froher Hoffnung nicht! Mel. Wer nur den lieben Gott 3 7 99 icht, daß ichs 49Rſchon ergriffen hätte, die beſte Tugend bleibt noch ſchwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag ich dem Kleinod eifrig nach. Denn Tu⸗ gend ohne Wachſamkeit ver⸗ liert ſich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das ſtrauchelnd geht. Der ſehe zu, daß er nicht falle, der, wenn ſein Nächſter faͤllt, noch ſteht. Auch die bekämpfte böſe Luſt ſtirbt nie⸗ mals ganz in unſrer Bruſt. 3. Nicht jede Beſſerung iſt Tugend, oft iſt ſie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hitze roher Jugend wird mit den Jahren Sittſamkeit; und was Natur und Zeit ge⸗ than, ſieht unſer Stolz für Tugend an. 4. Oft iſt die Aendrung deiner Seelen ein Tauſch der Triebe der Natur. Du fühlſt, wie Stolz und Ruhmſucht quälen, und dämpfſt ſie; doch du wechſelſt nur: dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wolluſt oder Geiz. 5. Oft iſt es Kunſt und Eigen⸗ Nritt eweckten d fen geud; dun hunn s ſa de Schmäh den Schein. 6. Du denkſt, dich richt rühen, der Andern dugen wetde nichts dein füren, doch jedes ſeie Welt. Den Stand und Gold hat oſt ein Blic, herführt. . Oit ſchlafte deinem Herzen. von Rachſucht jetzt ſellſt du e verſchmerzen, un Herz wallt auf und ſchilt ſo lie hatt, als es zu ten ward. Oft denkt, der Still pflegen in Stilen ugend hh nn den zen ſo regt ſic deuſcheft ur Wauſche ſchwa malch fraſ du opfe läihtm die ſtrengn Ktzeng opferſ d wilbe ihm auch die let auf? diß dies der fu Chriſt entrißen erhalte allen Welt Chrittn 8 Aadlich m he 8 d 15 a, aus din . en, o Pan ſef kenn mein 5 5 t Sterberde koſt rfroher huftu nicht! Ne 1 r den lieben gi 340 65 daß i b 2 ſchon erati datte, d ze nheuuſ noch ſch une, doch, daß i — Pott jag ich de Kleinod afß nach, Dennè dend ¹1aszachſamteit ve len ſ ³. din Sichertt die& *2.* Aang ich hirt 1. e, ſede 1 Leide—r bin ic ein in n das(t nelnd geht. d aß er nicht 1 it der, a ſein Nitz fäͤllt u* ſteht. Aaht h bekam Züſe euſt titt d malsſt in unſter dui n 3- jede deſen Tugen— fft iſt ſie nni Werk— eit. di n — Hitze Vnnden 1 den J⸗ Sittſamtitzt was ar und Ji d= unſe er Ent „Tuge Trieh! cNatur. duſi deine= en ein Tuſ — — — und Nuhe qud 10 R ddämpfſtſen du mf eſt nur: du fühlt e n andem guin 6— Woluſ odun — it es za — —— e it de Aun im Allgemeinen. Eigenliebe, was Andern ſtren⸗ ge Tugend ſcheint. Der Trieb des Neids, der Schmähſucht Triebe erweckten dir ſo man⸗ chen Feind; du wirſt behut⸗ ſam, ſchrankſt dich ein, fliehſt nicht die Schmähſucht, nur den Schein. 6. Du denkſt, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fallt; ſo werde nichts dein Herz ver⸗ führen; doch jedes Herz hat ſeine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verfühet. .Oft ſchläft der Trieb in deinem Herzen. Du ſcheinſt von Rachſucht dir befreit; jetzt ſollſt du eine Schmach verſchmerzen, und ſieh, dein Herz wallt auf und draut, und ſchilt ſo lieblos und ſo hart, als es zuerſt geſchol⸗ ten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entge⸗ gen: ſo regt ſich unſre Lei⸗ denſchaft. Wir werden im Geräuſche ſchwach, und ge⸗ ben endlich ſtrafbar nach. 9. Du opferſt Gott die leichtern Triebe durch einen ſtrengen Lebenslauf; doch opferſt du, will's ſeine Liebe, ihm auch die liebſte Neigung auf? Dieß iſt das Auge, dies der Fuß, die ſich der Chriſt entreißen muß. 25⁵³ 10 Du ehſt, geneigt Ruh' und Stille, die elr und liebſt die Einſamkeit; doch biſt du, forderts Got⸗ tes Wille, auch dieſer zu ent⸗ fliehn bereit? Dein Herz haßt Habſucht, Neid und Zank; flieht's ünmuth auch und Müßiggang? 11. Du biſd gerecht: biſt du beſcheiden? biſt mäßig; uͤbſt du auch Geduld? Du dieneſt gern, wenn Andre leiden; vergiebſt du Fein⸗ den auch die Schuld? Von allen Laſtern ſollſt du rein, zu aller Tugend willig ſeyn. 12. Sei nicht vermeſſen! Wach und ſtreite: denk nicht, daß du ſchon gnug gethan. Dein Herz hat ſeine ſchwache Seite, die greift, der Feind der Wohlfahrt an. Die Si⸗ cherheit droht dir den Fall; drum wache ſtets, wach über⸗ all! In eigener Melodie. r△* Gott, du from⸗ 350 mer Gott, du Quelle aller Gaben, ohn' den nichts iſt, was iſt, von dem wir Alles haben, erhalte mei⸗ nen Leib geſund und gib da⸗ bei, daß auch mein Geiſt geſund, rein mein Gewiſſen ſei. 2. Gib, daß ich fleißig thu, was mir zu thun ge⸗ büͤhret, wozu mich dein Be⸗ fehl in meinem Stande füh⸗ ret! Gib, daß ich bald es thu 252 Geſinnung und Verhalten des Chriſten thu, zu der Zeit, da ich ſoll; und was ich alſo thu, Herr, das gerathe wohl! 3. Hilf, daß ich rede ſtets, womit ich kann beſtehen; laß kein unnützes Wort aus mei⸗ nem Munde gehen! Wenn aber Amt und Pflicht zu re⸗ den mir gebeut, dann gib den Worten Kraft, doch ohne Bitterkeit! 4. Gerath ich in Gefahr, ſo laß mich nicht verzagen: gib wahren Chriſtenmuth, das Kreuz hilf ſelber tragen! Gib, daß ich meinem Feind mit Sanftmuth überwind'’, und ſende Hülf und Rath, wenn ſie mir nöthig ſind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Eintracht le⸗ ben, ſo weit es chriſtlich iſt! Willſt du mir etwas geben an Reichthum, Ehr' und Glück: ſo gib auch dieß dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht ſtolz, noch ſicher ſei! 6. Soll ich in dieſer Welt mein Leben höher bringen; durch manchen ſauren Tritt hindurch ins Alter dringen; ſo gib nur, daß ich ſtets ein frommes Herz bewahr, auf daß ich tragen mag mit Eh⸗ ren graues Haar! 7. Laß mich auf Chriſti Tod getroſt von hinnen ſchei⸗ den; die Seele nimm zu dir, hinauf zu deinen Freuden; es ruhe ſanft der Leib in ſei⸗ ner ſtillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort ins neue Leben ruft! 8. Wenn alle Todten dann auf dein Gebot erwachen, ſo wird auch meinen Staub dein Ruf lebendig machen. Dann führe mich verklärt in deinen Himmel ein, und laß mich ſelig dort mit allen Frommen ſeyn! Was mein Gott will Mel. 2* ft klagt dein 39— 1 Heerz, wie ſchwer es ſei, den Weg des „Herrn zu wandeln, und täg⸗ lich, ſeinem Worte treu, zu denken und zu handeln. Wahr iſts, die Tugend koſtet Müh', ſie iſt der Sieg der Lüſte; doch richte ſelbſt, was wäre ſie, wenn ſie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die ſich ihrer La⸗ ſter freun, Schmerz hienieden? Sie ſind die Sclaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüſte dampft, hat oft auch ſeine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwan⸗ delt ſich in Freuden. 3. Des Laſters Bahn iſt Anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein ſein Fortgang wird Gefahr, ſein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad iſt Anfangs ſteil, laͤßt nichts als Mühe blicken; doch weiter fort trifft die kein 4 iirt a un Hei ſa mäntün ,4 Ninm an, es uns bergönnt, fen fleſtes Wi Lalui, Nedm trennt, die Lüſte len nimm an G⸗ Undant zu, den zu keaͤnken, den haß; was würde dieſen Gottedenke 5 Gott wil, lickich ſeyn; d 2, uns Geſetze. dee das Herz erfre des kebens Schat in uns durch der und ſpricht dure wiſſen, was wie ſeiner Hand, wählen müſſen. 6. Ihn fürch Weisheit nur, iſbs, ſie wahlen folgt geſſeln der Menſch dem licht Kas iſt des Ge thum? Was ſei Erden? die Tu Nel. aKmein Gott wi 351 lch, ſt aa 22 Meree neu, denten uhandeln. Ga 1 ſte i *(Sieg der dn jdoch ſt Sſelbſt, was ne ſie, 1an ſe nicht iimi 1 nüßte b 2. 4 die ſich in ſter u triff de t Schm die C. Jen eigner ſa und[& keinen fui der ane, der diit daͤmp at oft aug Leidet lein der Ste mit 1 kämpft, veme delt Freuden. 17 daſters dani Anfa= zwar ein hi Weg Auen; alein dort n wird Gefaht, Fort 2ᷣ Ende Kcht und Gmu — de Pfadit un teil, nichts 1us fft 65 da 991 erz, wi ſtun den Weg de Dern a andeln, und tag ſſs,— eend koſtet M zenieden? Enuh im Allgemeinen. führt er zum Heil, und end⸗ lich zum Entzücken. 4. Nimm an, Gott hätt' es uns vergönnt, nach un⸗ ſers Fleiſches Willen, wann Wolluſt, Neid und Zorn ent⸗ brennt, die Lüſte frei zu ſtil⸗ len nimm an Gott ließ den Undank zu, den Frevel, dich zu kraͤnken, den Menſchen⸗ haß; was würdeſt du von dieſem Gotte denken? 5. Gott will, wir ſollen glücklich ſeyn; drum gab er uns Geſetze. Sie ſind es, die das Herz erfreun, ſie ſind des Lebens Schätze. Er red't in uns durch den Verſtand, und ſpricht durch das Ge⸗ wiſſen, was wir, Geſchöpfe ſeiner Hand, fliehn oder wählen müſſen. 6. Ihn fürchten, das iſt Weisheit nur, und Freiheit iſt's, ſie wählen. Ein Thier folgt Feſſeln der Natur, ein Menſch dem Licht der Seelen. Was iſt des Geiſtes Eigen⸗ thum? Was ſein Beruf auf Erden? die Tugend! Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig aͤhnlich werden! 7. Lern nur Geſchmack am Wort des Herrn und ſeiner Gnade finden, und übe dich getreu und gern, dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekom⸗ men; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen. 255 8. Du ſtreiteſt nicht durch eigne Kraft; drum muß es dir gelingen. Gott iſt es, welcher beides ſchafft, das Wollen und Vollbringen. Wann gab der Vater einen Stein dem Sohn, der Brod begehrte? Bet' oft; Gott müßte Gott nicht ſeyn, wenn er dich nicht erhörte. 9. Dich ſtärket auf der Tu⸗ gend Pfad das Beiſpiel ſel'⸗ ger Geiſter; ihn zeigte dir, und ihn betrat dein Gott und Herr und Meiſter. Dich muſ⸗ ſe nie des Frechen Spott auf dieſem Pfade hindern! Der wahre Ruhm iſt Ruhm bei Gott, und nicht bei Men⸗ ſchenkindern. 10. Sei ſtark, ſei männ⸗ lich allezeit, tritt oft an deine Bahre; vergleiche mit der Ewigkeit den Kampf ſo kur⸗ zer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, wird ueuen Muth dir geben; und Kräfte der zukünft'gen Welt, die werden ihn bele⸗ ben. 11. Und endlich, Chriſt, ſei unverzagt, wenn dir's nicht immer glücket; wenn dich, ſo viel dein Herz auch wagt, ſtets neue Schwach⸗ heit drücket! Gott ſieht nicht auf die That allein, er ſieht auf deinen Willen. Ein göttliches Verdienſt iſt dein! Dies muß das Herz dir ſtil⸗ len.. Mel. ————— 2 Mel. Wer nur den lieben Gott AAer ſtets mit rei⸗ 352 W nem Wohlge⸗ fallen der Tugend hohe Schönheit ſieht, und, frei von Stolz und Eigennutze, für alles wahre Gute glüht, wer jedem Laſter ſich entreißt, der ſammelt Schätze für den Geiſt. 2. Er trachtet nach dem höchſten Gute, nach Weis⸗ heit und Gerechtigkeit: denn wenn ihr das beſitzt, ſpricht Jeſus, iſt Alles Andre euch bereit; ihr habt dann Frie⸗ de, Seelenruh', und Alles Andre faͤllt euch zu. 3. Doch hoffe nicht, o Chriſt, daß Tugend dir ſtets auch Erdenglück verſchafft! Wie Mancher fand ſeit frü⸗ her Jugend an ihrer Seite Licht und Kraft; wie Man⸗ cher ſorgte fuͤr ſein Herz, und fühlte dennoch oft auch Schmerz. 4. Die Tugend nur, nur Herzensgüte, nur das, was innern Werth verleiht, nicht eitles Glück, nicht Macht und Schimmer beruh auf deiner Thätigkeit. Wer blos nach äußerm Glanze ſtrebt, der täuſcht ſich ſelbſt, ſo lang er lebt. 5. höchſten Zwecke den Vortheil, den die Tugend bringt! Sei fromm! ſei fromm, wenn auch nicht immer die from⸗ me Abſicht dir gelingt! Frag 56 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Nie mache dir zum nicht: was bringt die That mir ein? Sie ſelbſt, o Menſch, muß Lohn dir ſeyn. 6. Doch übſt du redlich deine Pflichten; ſo ſei ge⸗ troſt und zage nie! Dein Gott war Zeuge deiner Tu⸗ gend, und er, dein Gott, belohnet ſie. Ein Herz, von Sünd' und Laſtern rein, kann nicht auf immer elend ſeyn. 7. Ja, leb und ſterb für alles Gute; es folgt gewiß Vergeltung, einſt, und du gewinneſt noch im Tode, in⸗ dem du zu verlieren ſcheinſt! Auch Jeſus gab ſein Leben hin, und Herrlichkeit war ſein Gewinn. 8. Im Himmel dort iſt nicht nur Tugend, dort iſt auch hohe Seligkeit. Hier ſind oft beide nicht vereinet; nur droben iſt Vollkommenheit. Da ſchwingt der Edle ſich empor, der hier im Dunkeln ſich verlor. 9. Drum will ich, Gott, ſtets edel handeln, dem Mu⸗ ſter treu, das Jeſus gab! Nichts ſoll den hohen Muth mir rauben, und führt er auch ins öde Grab! Mein höchſter Wahlſpruch ſei al⸗ lein: wer chriſtlich denkt, wird ſelig ſeyn. In voriger Melodie. α ¶☛chbn iſt die Tu⸗ 353 S9 gend, mein Verlangen, und meiner gan⸗ zen Liebe werth. Mit Kraft aller raft ir nzuhe Tef e Ach kum ichs, ih vi femm ſ, nuß heili ſer 72 Lett iſt de en Füle von( wigkeit; dem tand it Lich, ſi Dednung und heit, Lor Grigkei er gul, und rechti was er thut. 3 Wie ſchnell Finſerniſe nich, auch erleuchtet b. ſieſn die heilie ſcluſe, den 3 men gleich, da wahl ich, was gefällt, bald d vendienſt, o We 4. Ich Arm. ommt kein Fii verſchmachtendes. Ve bin ich dieſ müde! Wann w in Guten ſeyn? nehr ſtraucheln, dinen dienſt, veiht? 5. Unwandel, Wiütheit, Herr., Aöe SDe ni poller K mache nein Erke „6. Oide te Seele 3es ülde ſe, daß i nicht, ne elend ſen . d und ſterb ſ alles M es folgt 6 Vergel ann einſt, und d gewin och in Tode, in dem dun neerlieren ſcheinſt Auch e d gad ſein Lohe dm,rn Herrüickeit m d ſein** im. b 8 8 a immeldottiſtnt 2 rur And, dott iſt u ", hohe Sigkeit. Hiet ſi⸗ te oft Heucht vereinet;: a, drob l Vollkommant „, Dat angt der Eli t empen r hier in dut ſich M. 9. n wil ic, 3 ſtets 2mn handeln, de zt ſter.— das Jeütb at Nich I den tohenge if mir n, und fün 6 auch— ide Grüt 1 döchſ Waßlſprat ſi t lein t t chritts 8 wim an ſeyn. 1 riger nu „ n iſ du = chon iſt 4 39& g,⸗ 1 1„ 4 2 Ver ND“ 1nng 4 g zen[e wen. uſf Kraft ihr anzuhangen, hat meine Seel' auch oft begehrt. Ach könnt' ichs, wie würd' ich mich freun! Wer heilig iſt, muß heilig ſeyn. 2. Gott iſt der Seligkei⸗ ten Fülle von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn ſein Ver⸗ ſtand iſt Licht, ſein Wille iſt Ordnung und Vollkommen⸗ heit. Von Ewigkeit her war er gut, und recht iſt immer, was er thut. 1 3. Wie ſchnell umhüllen Finſterniſſe mich, wenn ich auch erleuchtet bin! Dann fliehn die heiligſten Ent⸗ ſchlüſſe, den Morgenträu⸗ men gleich, dahin. Bald wähl ich, was dir, Gott, gefällt, bald deinen Skla⸗ vendienſt, o Welt! 4. Ich Armer! Darum kommt kein Friede in mein verſchmachtendes Gebein. Wie bin ich dieſes Wechſels müde! Wann werd ich feſt im Guten ſeyn? wann nicht mehr ſtraucheln, allzeit nur deinem Dienſt, o Gott, ge⸗ weiht? 5. Unwandelbar iſt deine Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell! Sie leuchte mir in voller Klarheit und mache mein Erkenntniß hell, daß nie der Sünde Täuſche⸗ rei gefährlich deinem Kinde ei! 6. O bilde, Vater, mei⸗ ne Seele nach deinem Willen, bilde ſie, daß ich das Gute im Allgemeinen. ſtets erwähle, das Böſe im⸗ mer ernſtlich flieh! Um die⸗ ſe Gnade bitt' ich dich; ich weiß es, du erhöreſt mich. Mel. Ein Lämmlein geht und 35 4 Wuztbi ſeyn, wenn ich nicht chriſtlich lebe, wenn ich nicht fromm, gerecht und rein zu wandeln mich beſtrebe? Wenn ich dem ſeligen Beruf, zu wel⸗ chem mich mein Gott erſchuf, nicht würdig mich beweiſe, und den, der mich erlöͤſet hat, in Worten bloß, nicht Werke preiſe. 2. Was hilft der Glaub' an Jeſum Chriſt, den ich im durch die That und gute Munde führe, wenn nicht mein Herz rechtſchaffen iſt und ich die Frucht verliere 2 Wenn mich die Eitelkeit der Welt mit ihrer Luſt gefangen hält, ich ihre Feſſeln liebe, und fühlbar, für der Sünde Reiz, Zorn, Hoffart, Flei⸗ ſcheslüſte, Geiz und andre Laſter übe? 3. Weit ſtrafenswerther bin ich dann, ich, der ich Chriſtum kenne, weiß, was er einſt für mich gethan, ihn Herrn und Meiſter nenne, als der, der in der Finſter⸗ niß des Irrthums tappt, noch ungewiß, ob er auch richtig wandle. Was nützet mir der Wahrheit Licht; was hilft mir aller Unterricht, R wenn ————õ————————õ—————— —————————— ——y— —— —y— —— —— ———ÿü 258 Geſinnung und Verhalten des Chriſten wenn ich nicht darnach hand⸗ le? 5 4. Und woher nehm ich Troſt und Ruh', wann Lei⸗ den mich umgeben, und meine Suͤnden noch dazu mir dann vor Augen ſchweben? Was hilft mir in der letzten Noth, wann ſich der ſchauervolle Tod mir zeigt mit ſeinen Schrecken, und mein Gewiſ⸗ ſen wachet auf, von meinem ganzen Lebenslauf die Schuld mir aufzudecken? 5. Weh mir! Was hilft es mir einſt dort, erweckt aus meinem Grabe, daß ich an Chriſtum und ſein Wort zum Schein geglaubet habe, wenn keine fromme gute That mein Leben hier bezeich⸗ net hat, den Glauben zu bewei⸗ ſen? Nur Glaub', durch ächte Frömmigkeit bewährt, wirkt meine Seligkeit, kann wahrer Glaube heißen. 6. Gott, dieſer Hoffnung werth zu ſein, hilf, daß ich chriſtlich lebe und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich beſtrebe! Gib Weisheit mir und Muth und Kraft, damit ich Welt und Lei⸗ denſchaft im Glauben uͤber⸗ winde, und dann, nach wohl⸗ durchlebter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit für meine Werke finde! Geſinnung und Verhalten des Chriſten in 4 Hinſicht auf Gott. Erkenntniß Gottes. Mel. Lobſinget Gott! er 3 5 5 D9 kennen, Gott, 2998 iſt Seligkeit; und ſich zu dir erheben, iſt Wonne, die nicht Welt und Zeit mir ſonſt vermag zu geben! Sie ſtärkt mein Herz, ſich dir zu weihn, und laͤßt das Glück, ein Menſch zu ſeyn, mich inniger empfin⸗ den; lehrt mich, daß du mein Vater biſt, und daß dein weiſer Rathſchluß iſt, ſchon hier mein Heil zu gründen. 2. Leicht kann ich deiner Größe Spur bei jedem Blick entdecken. Die ganze herr⸗ liche Natur, in allen ihren ſich zu dir erheben. Zwecken, zeigt Ordnung und Zuſammenhang; ja aller dei⸗ ner Werke Gang, vom Stau⸗ be bis zur Sonne und der Geſtirne fernſtem Heer, zeigt deine Macht mir täglich mehr, gibt ſtets mir neue Wonne. 3. Je mehr ich lerne, was du biſt, je mehr ich deine Wege, und was mit mir dein Rathſchluß iſt, nach⸗ denkend überlege: je mehr entdeckt mein froher Blick das mir beſtimmte ew'ge Gluͤck, ein künftig beß'res Aa. Bam 356 M Leben. Ich weiß, der mir geſchenkte Geiſt, der ſich dem Erdenſtaub entreißt, wird 4. O Olzten uihkei nih inme deca, undwenn ſch ier freut, nehr erwecken, Paltheit ſucht doch, wenn er, ſchen ubt, laßi kelheiten, woe au weit verien, ſchun leict in die Pllicht des leiten 5. Denn ganz te Faſuungskraft Gthße ſehen, 1 was dein Rathſe ergründen und Wagt darum u viel; wil ſi fer Ziel aus? ſchreiten: ſo la⸗ Vorwit ſchenn wir einſt mehr nuach dieſes beben 5 Dam wer it ſier nt wei nd verſeen, d Geiſtes reger Fl uer weiter ſehen ir Ales offenb ter merforſch dner Trehe b aün iber We⸗ eil ih dumn de melitt ud r entgegn. deilig, aum und rein wandell u beſtrebe C Weishei m und Muth u Kraft,d umhWelt und’⸗ denſcha u. Glauben übe vinde, mrann, vach wah 1 darch 8 Ien, den ku t in jen † aigkeit für m 1, Wer un nhalte hriſten i t auf G— Zweck. igt Ordnune Zaſan—m ang; jacll ner 1 A Hang, vonen t, be bit s Sonmne m Geſtit: uſtem hen ſt deine Aͤcht mir un d mehr,t ſtets mt u denket entdeſ ein frohn 4. O laß von deiner Herr⸗ lichkeit mich immer mehr ent⸗ decken, und wenn mein Geiſt ſich ihrer freut, ihn immer mehr erwecken, daß er nur Wahrheit ſucht und liebt; doch, wenn er ſich im For⸗ ſchen übt, laß ihn bei Dun⸗ kelheiten, wo er ſich leicht zu weit verliert, wo Täu⸗ ſchung leicht ihn irre führt, die Pflicht des Glaubens leiten! 5. Denn ganz kann mei⸗ ne Faſſungskraft nicht deine Größe ſehen, nicht Alles, was dein Rathſchluß ſchafft, ergründen und verſtehen. Wagt darum die Vernunft zu viel; will ſie das ihr ge⸗ ſetzte Ziel aus Vorwitz über⸗ ſchreiten: ſo laß mich dieſen Vorwitz ſcheun; du wirſt mir einſt mehr Licht verleihn, nach dieſes Lebens Zeiten. 6. Dann werd ich, was ich hier nicht weiß, erfahren und verſtehen; dann läßt des Geiſtes reger Fleiß mich im⸗ mer weiter ſehen, dann wird mir Alles offenbar, was mir hier unerforſchlich war in deiner Weisheit Wegen. Er⸗ haben über Welt und Zeit, eil ich dann der Vollkom⸗ menheit und reinem Licht entgegen. Mel. Wer nur den lieben Gott 4 ein Gott, du 3 5 6 Moun neſ zwar im Lichte, dahin kein ſterb⸗ in Hinſicht auf Gott. 259 lich Auge dringt; doch gibſt du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Aller⸗ höchſter, biſt, und was mit uns dein Endzweck iſt. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernſtlich es betrach⸗ te, ſo hilf ſelbſt meinem Forſchen fort! Laß für der Wahrheit hellen Schein mein Aug' und Herz ſtets offen ſeyn! b— 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, wenn es mich warnt; ermahnt, belehrt; daß weder Luſt noch Wahn mir raube, was mir den beſten Troſt gewährt! Kein Spott der Welt verführe mich, kein Zweifel ſei mir hinderlich! 4. Das iſt der Weg zum ew'gen Leben, daß wir, v Vater, dich und den, den du zum Heil uns haſt gege⸗ ben, erkennen, lieben und erhöhn. O führe du auf die⸗ ſer Bahn mich ſelbſt durch deine Wahrheit an! 5. Vor Allem gib, daß ſtets lebendig bei mir, Gott, dein Erkenntniß ſei, und daß ich dir darnach beſtändig Lieb', Ehrfurcht und Gehor⸗ ſam weih! Hilf, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß! 3 6. Washilft das richtigſte Erkenntniß, wenns nicht zu —r———ꝛꝛↄ⸗r—ro-——eäe-—--——— dei⸗ ————ÿ—————— ſſſſ —— 260 deiner Liebe treibt? Was nützt ein aufgeklärt Ver⸗ ſtändniß, wenn doch das Herz noch böſe bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu, und daß mein Glaube thätig ſei! 7. Laß dein Erkenntniß mir im Leiden die Ouelle wahren Troſtes ſeyn! Laß, wann ſich Leib und Seele ſcheiden, mich deiner noch im Glauben freun! Dort ſeh ich dich im hellen Licht von Angeſicht zu Angeſicht. b Mel. Schon iſt der Tagvon Gott 7 O Gott, der du 35 mein Schöpfer biſt, Herr, dem ich angehö⸗ re, dich richtig zu erkennen, iſt mir ewig Pflicht und Eh⸗ re. Stets heiliger durch dich zu ſeyn, mich deiner immer mehr zu freun, dich immer mehr zu lieben, will ich mich täglich üben. 2. Ich kann ja, Ewiger, ſchon hier durch eifriges Be⸗ ſtreben, wie ſchwach ich bin, nicch doch zu dir mit meinem Geiſt erheben. Nur laß mich auf den Unterricht in dei⸗ ner Offenbarung Licht, und, wie in deinen Werken du dich uns zeigeſt, merken! 3. Dann wird mir nicht aus eigner Schuld entgehn, was du mich lehreſt, wie du voll Weisheit, Macht und Huld, nus jeden Tag ernäh⸗ reſt; wie Alles ſchön geord⸗ Erkenntniß Gottes. net ſich vereinigt, wie ſo vä⸗ terlich du uns auf tauſend Wegen entgegen kommſt mit Segen. 4. Ich ſehe dann, und ſeh erfreut die täglichen Beweiſe von deiner Huld und Freund⸗ lichkeit, zu deinem Ruhm und Preiſe. Zum Licht wird mir die Finſterniß, die dich verbirgt; und wirds gewiß, es ſeien deine Pfade ſtets Herrlichkeit und Gnade. 5. Und welchen Aufſchluß gibt mir nicht vom Ziele mei⸗ nes Lebens dein Wort, das ew'ges Heil verſpricht! Nie merk ich drauf vergebens. Ich lerne dich und deinen Sohn, der Seele Werth, der Tugend Lohn, was wahres Gluͤck zu nennen, daraus ſtets beſſer kennen. 6. So werd ich ſtets er⸗ leuchteter, von Vorurtheilen freier, zum Guten immer williger ſtandhafter und ge⸗ treuer, ein größres Maaß der Weisheit gibt dem, der die Wahrheit ſucht und liebt mehr Troſt in ſeinen Leiden, und ſelbſt im Tode Freuden. 7. Gewährt der Morgen⸗ röthe Licht mir hier ſchon ſo viel Wonne, wie viel ver⸗ ſchafft mir künftig nicht des vollen Tages Sonne! Dann Vater, wirſt du näher dich mir offenbaren, dann werd' ich, was wir hier dunkel nennen, im höhren Licht er⸗ kennen. 3 8. O wir nux gier mi 1 brennen, dich, inn bohn ſche uſfe uu reme on Wahn undJ i inmet maͦ ſi und täͤglich ibe, vGott, in In eitener J Pe 958 mel was auf Erden wie du, verdient werden? Nurde dubitt der Weſer weiſe, heiligiſtd 2. Dich ker erſte meiner So gleich unerforſc borgen; ſo kör überall dich fin nen Rath mit un 3 Mitlauter ren deine Werk Weisheit, deine Etärke:; die Nat dir, von dirdie Pracht der B der Sterne. 4 Nuft de niht in unſrer, dd iſe ſieß näile Pard und gan ichte dein Koin zun gegeben⸗ 5 Und inm du dih ifan dein wahren, u nigt, wie ſ auf tauſan een kommſt m u4 1 ge 8 undſ⸗ eut mglichen Bewei von deſ m uld und de uu demnem uh es n H bna 8 heng inid Enade. U dlchen Aufſchli K t2 vom ziele me nes deh Snein Won, d 1 ew ch vesſpuch u mert Ftauf vergehe e Ich Aꝛich und di , Sohn: Seele Weth n, Tuget m, was dn „ Glück. nennen, im ch ſiets ſkennen. er 6.= erd ich ſit er eunt= von Vorun 9 n Guten in — ndhafter ui 5 r, treuetf gröͤßtts N e, der 2 Bu gibt den die S iit ſ ücht ue m mehr= in ſeinen in den h undſ cim Tode 9. hrt der Ner , rithe st mir ſiet h ſo vi—yme, neien 8 künftig nit freier 1 8. O laß von heiliger Be⸗ gier mich immer mehr ent⸗ brennen, dich, Gott, und deinen Sohn ſchon hier ſtets beſſer zu erkennen, daß ich von Wahn und Irrthum frei, dir immer mehr gehorſam ſei, und täglich mehr mich übe,» Gott, in deiner Liebe! In eigener Melodie. 9 58 W*s iſt im Him⸗ mel, Höchſter, was auf Erden, das ſo, wie du, verdient erkannt zu werden? Nur du biſt groß; du biſt der Weſen Fülle, und weiſe, heilig iſt dein Wille. 2. Dich kennen, ſei die erſte meiner Sorgen! Biſt du gleich unerforſchlich und ver⸗ borgen; ſo können wir doch überall'dich finden, und dei⸗ nen Rath mit uns ergründen. 3. Mit lauter Stimme leh⸗ ren deine Werke uns deine Weisheit, deine Huld und Stärke; die Näh' erzählt von dir, von dir die Ferne; die Pracht der Blumen, wie der Sterne. 4. Ruft deine Stimme nicht in unſrer Seele uns zu: das Böſe flieh, das Gute wähle? Ward nicht, um uns zum Lichte zu erheben, dein Sohn zum Führer uns gegeben? 5. Und immer mehr willſt du dich offenbaren, wenn wir nur deine Lehren treu bewahren, und auch den Erkenniniß Gottes. Weg, den wir betreten ſol⸗ len, mit Ernſt und Eiſer wandeln wollen. 6. Zu dieſem großen, hei⸗ ligen Geſchäfte erheb' und ſtärke meiner Seele Kräfte; gib, daß ich dich in deinem Worte höre, aus deinen Werken mich belehre! 7. Gib, daß ich demuths⸗ voll aus meinem Staube zu dir hinauf ſchau; freudig an dich glaube; mit Eifer mich durch Trug und Zwei⸗ fel ringe und immer näher zu dir dringe! 8. So werd ich immer beſſer dich erkennen, und immer findliche dich: Va⸗ ter nennen: dir feſt ver⸗ trauen, fröhlich dich erhe⸗ ben, o großer Gott, und ganz dir leben. Ehrfurcht vor Gott. Mel. O großer Gott, von 359 W 3,tade groß iſt, Herr, dein Reich! Wer iſt auf Erden dir, wer dir im Himmel gleich? Die Welt erbebt, dan Licht wird Nacht, gehſt du einher in deiner Macht; es muß mit tiefem Schweigen ſi ch Alles vor dir beugen. 2. Du haſt durch deine Kraft die Himmel ausge⸗ ſtreckt, der Erde Grund ge⸗ legt, dem Meer ſein Ziel geſteckt. Dein Wort bewegt 261 b ——————— ————————————— —— ——yW——,——— —— der der Berge Grund und ſtürzt ſie in des Meeres Schlund. Wer kann, wer kann entflie⸗ hen, um dir ſich zu entzie⸗ hen? 3. Wir alle ſind durch dich, ſind Werke deiner Hand; Leib, Seele, Hab und Gut haſt du uns zugewandt. Du lehrſt das menſchliche Ge⸗ ſchlecht, Herr, durch Ver⸗ nunft und Schrift dein Recht; willſt, daß wir deinen Wil⸗ len mit Kindestreu erfuͤl⸗ len. 4. Erleuchte meinen Geiſt mit immer hellerm Licht; be⸗ lebe täglich mehr mein Herz für Recht und Pflicht, damit ich, als dein Unterthan, auf meiner ganzen Lebens⸗ bahn mit Eifer mögeſtreben, gefäͤllig dir zu leben. 5. Laß deine Gegenwart mir immer heilig ſeyn; laß auch im Dunkeln mich dein helles Auge ſcheun. Erinnre mich an meine Pflicht, an deine Macht, an dein Ge⸗ richt bei jedem Reiz zur Suͤnde; daß ich ihn über⸗ winde! 6. Doch gib, daß meine Furcht vor dir nie knechtiſch ſey; befreie mein Gemüth von Zwang und Heuchelei daß ich, was dein Geſetz ge⸗ beut, erfuͤlle ſtets mit Freu⸗ digkeit, aus Ehrfurcht nur und Liebe mich im Gehor⸗ ſam übe. nicht. Ehrfurcht vor Gott. Mel. Wer uur den lieben Gott 360 Vr dir, o Gott, 1 ſich kindlich ſcheuen, iſt unſre allergroͤßte Pflicht. Kein Menſch kann deiner Huld ſich freuen, ſcheut er dein heilig Auge Drum wirk in mir durch deinen Geiſt die Ehr⸗ furcht, die dich kindlich preiſt. 2. In Allem, was ich thu und denke, laß, Herr, das meine Weisheit ſeyn, daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, vor jeder Sünde mich zu ſcheun. Denn wer noch Luſt zur Sünde hat, der fürch⸗ tet dich nicht in der That. 3. Gib, daß ich ſtets zu Herzen nehme, daß du allge⸗ genwärtig biſt, und das zu thun mich ernſtlich ſchäͤme, was dir, mein Gott, zuwider iſt. Der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nicht, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Gericht mich ſcheuen, und wirke ſte⸗ ten Ernſt in mir, mein Leben deinem Dienſt zu weihen, daß ich die Gnade nicht verlier', die mich bei mancher Miſ⸗ ſethat, ſo liebreich noch ge⸗ tragen hat. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Zittern mich ſchaffen meine Seligkeit! Soll nichts mein ewig Glück erſchüttern; ſo laß mich in der Gnadenzeit mit Vorſicht alles Unrecht fliehn; mich nur um deine Gunſt bemühn! Er⸗ 5———Y·õUõ·jgỹ q g q y˙:e·˙— —— V 6. Erhalt in m Gewiſfe, das we 2 ſau dn wahren d ih fteil Nie und kuſtder Wel uthun, was die 7. In deiner wil ich wandell ic ſei auch, wo deinen feilgen? deln, entfernt von chelei. Nur wer! dich verehrt, nur Pater, werth. 8. Im deiner nich auch ſterben das dunkle Gra ich weide deinen ben, dich ſch kommnerm Lich ich dann mich wie ſelig, Go ſeyn In voriger⸗ 351N Duelle kennen? Furcht vor Gott Nur der it wei dennen, der all nn gem, weil ghant, vollhr gleit dau kein wing. den Gatt empfnden, 4 Nichtigkei ſo dich untervind ugter Lemeſſ t 3, 3, u, — — — — — — — —‿ — — — — — 9 genw t Abiſt, und dan 1 thun u ennttlich ſte was.— iin Gott, unn iſt. 2. neifall einer en Welt m dem ja nih dir mt. 4. † Ammer deinont mich— en, und witzi ten C u mit, mentlt deine— enſt zu weiha ich d) nde nicht dn die I.— bei mancher ſetha liebreich u trag — Vater, dir zurh id Zätm ſhaf meine Siiſ Soll e mein mmi erſch r; ſo laß 3 der(i enzeit n ales Mecht u 3 nur rine Gu 4 6. Erhalt in mir ein gut Gewiſſen, das weder Spott noch Trübſal ſcheu', und mache von den Hinderniſſen der wahren Tugend ſelbſt mich frei! Nie ſtöre Furcht und Luſt der Welt mich, das, zu thun, was dir gefällt! 7. In deiner Furcht nur will ich wandeln, und ſtets ich ſei auch, wo ich ſei, nach deinem heil'gen Willen han⸗ deln, entfernt von aller Heu⸗ chelei. Nur wer von Herzen dich verehrt, nur der iſt dir, o Vater, werth. 8. In deiner Furcht laß mich auch ſterben: ſo ſchreckt das dunkle Grab mich nicht: ich werde deinen Himmel er⸗ ben, dich ſchaun in voll⸗ kommnerm Licht. Wie werd ich dann mich deiner freun: wie ſelig, Gott, wie ſelig ſeyn! In voriger Melodie. a) Jxaillſt du der 361 W Weisheit Quelle kennen? Es iſt die Furcht vor Gott, dem Herrn. Nur der iſt weiſ' und klug zu nennen, der alle ſeine Pflich⸗ ten gern, weil Gott ſie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Menſch ihn zwingt. 2. Lern Gottes Größe recht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit, ſo wirſt du nie dich unterwinden, mit thö⸗ rigter Vermeſſenheit zu ta⸗ Ehrfurcht vor Gott. 263 deln, was ſein Rath be⸗ ſchließt, der wunderbar, doch heilig iſt. 3. Wirſt du den Höchſten kindlich ſcheun; ſo wird dir keine Pflicht zur Laſt. Nur das wirſt du vor ihm be⸗ reuen, daß du ſie oft ver⸗ ſäumet haſt. Wer Gott als Zeugen vor ſich hat, der freut ſich jeder guten That. 4. Wann Nacht und Dun⸗ kelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleihn, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, was Un⸗ recht iſt, auch dann zu ſcheun. Denk nur vor ſeinem Ange⸗ ſicht iſt Finſterniß, wie Mit⸗ tagslicht. 5. Den Höchſten öffent⸗ lich verehren ſowohl als in der Einſamkeit, auf des Gewiſſens Stimme hören, und willig thun, was ſie ge⸗ beut, auch das lehrt dich die Furcht des Herrn, auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Läßt dich der Thor Ver⸗ achtung merken, wenn du dich fromm von ihm ent⸗ fernſt; die Furcht des Herrn, die wird dich ſtärken, daß du dich edel ſchätzen lernſt. Wer Gott, dem Höchſten, wohlgefäͤllt, iſt glücklich, ſelbſt beim Spott der Welt. 7. Sich ſtets vor dem All⸗ mächt'gen ſcheun, gibt Hel⸗ denmuth und Freudigkeit, wenn uns der Menſchen ſtol⸗ zes Drä uen, was Unrecht iſt, zu —— ———— 2— ——— — ö ͦõ— ———————— ——õ—yyy———õyyy—õ— — —* —j——õõ——— Ehrfurcht vor Gott. 2b4 zu thun gebeut. Iſt Gott mein Schutz, mein Heil und Licht, ſo beb ich vor den Men⸗ ſchen nicht. 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich ſtets auf dich, den Höchſten, ſehn! Laß ſie mich hier zur Weis⸗ heit führen: ſo werd ich nie⸗ mals irre gehn. Wohl dem der ſtets dich kindlich ſcheut! Dich fürchten, Gott, iſt Se⸗ ligkeit. Mel. O Gott, du frommer Gott, b) Mewahre mtei⸗ 361 B nen Mund, ſo oft er, Gott, dich nennet, dich, den mit heil'ger Furcht der Geiſter Heer erkennet, daß nie durch Unbedacht ich ſtrafbar ihn entweih; daß nie mir Spiel und Scherz dein großer Name ſei! 2. Stets heilig bleib er mir! Und muß mein Ohr es hören, daß Andre dich, o Herr, und dein Gebot enteh⸗ ren; ſo reiße nie der Strom der Frevler mich dahin! Die Schuld wird mein, wenn ich ihr Mitgenoſſe bin. 3. Auch Jeſus Chriſtus ſei zu jeder Zeit und Stun⸗ de, ſo oft ich ſein gedenk, ſo oft in meinem Munde ſein hoher Name tönt, mir hei⸗ lig! Ihn entweiht nur der, der ihn nicht kennt, nicht ſeines Heils ſich freut. 4. Von meinen Lippen fern ſei Fluch und freches Schwö⸗ ren! Fern ſei ſchamloſer Scherz! Der Mund kann ich nicht ehren; auf deſſen Lippen ſchwebt, was wahre Tugend ſchmäht. Den Beter orſt du nicht, der dich ohn' hrfurcht flehtt. Mel. Es woll' uns Gott 361 2Duſchauſt,mein Schöpfer und mein Herr, ins Innerſte der Seelen, und niemand kann, Allwiſſender, dir, was er denkt, verhehlen. Laß dei⸗ ne Macht und Hoheit mich mit Ehrfurcht ganz erfüllen, wann ich als Wahrheitszeu⸗ ge dich„nach meiner Obern Willen, anruf und bei dir ſchwöre! 2. Argliſtig können Men⸗ ſchen zwar oft Menſchen hin⸗ tergehen; doch dir iſt Alles offenbar; du ſiehſt, was ſie nicht ſehen. Im Zorn ſchauſt du die Lügner an. Verheim⸗ lichte Verbrechen, die Men⸗ ſchenmacht nicht ſtrafen kann, wird deine Macht einſt rächen, die jeden Fre⸗ vel richtet. 3. Und ich, ich könnt' aus Geiz, aus Neid, aus falſcher Scham, aus Rache verkehren die Gerechtigkeit und meines Nächſten Sache; könnt' ihm durch Meineid frech den Ruhm der Redlich⸗ keit entwenden, und ſo der Unſchuld Eigenthum, die Wahrheit, ſrevelnd ſchn den ſtunzen, J den und wich 4 Gott! nei d frrentlih ber deine Rechte, ſwerten Flu durch ſolch Verh uel Ach, en wͤtd ich ſeyn, dieſem keben, d GewiſensPein, übergeben; was de zakanft? 3 Nein, Lu wil ich, oGott, Herzen haſſen, d treu bis in de deinem Wort Ken Glick, ſoll wich je rei ren, daß ich ſentlich deßwe ſchworen, und mel raube. Nel. Der unſt 301 6 ner biſt, dem ein Greuel iſt ein Verbrechen ſcicht j ein e Nviſſender, d und eint wirſt h jdenzeit en aufticti 1 4 che 3 ſei ſchante di an lund 1* b n: au dt, 1 Nel.= pöl' und Git H uſt, 361 Naen nein f pfer m n Frns Innerſte Seelen u niemand kan Alwiſſe ag dir, was! denkt, nlen. Laß de ne Ma and hezeit mi „ nüt Ganht anz erfüͤlt t, wann Wahrheitzg t ge dic, ch neiner da n, Wilee muf und bi ch ſchwoh 4 2. ſig köunen h z ſchen um oft Menſchen tergeh: doch dir iſ er offent— u ſiehſt, wa hr nicht ☚ꝙ Im zomſte 0 du diſt Ner an. Nait e lichte ctechen, den n ſchenn ted nicht ſi le kann=nd deine N h eint ſ= T, die jedaf lri==„ 3 8= ih, it i „ aus(. aus Nih 3 falſch— ham, ald 4 verket ₰ Heußf ua e ds 3e inch atuhm deRi „aiden, udſ 1 Eigenb = ſevelnd t deinem Himmel ſeh, den und mich ins Elend ſtürzen? 4. Gott! nein, ſo frech, ſo freventlich beug ich nicht deine Rechte, daß ich den ſchwerſten Fluch auf mich durch ſolch Verbrechen bräch⸗ te! Ach, ein Verdammter würd ich ſeyn, ſchon hier in dieſem Leben, des nagenden GewiſſensPein, von mir ſelbſt übergeben; was bräͤchte mir die Zukunft? 5. Nein! Lug und Trug will ich, o Gott, aus vollem Herzen haſſen, der Wahrheit treu bis in den Tod, von deinem Wort nicht laſſen. Kein Glück, ſo groß es ſei, ſoll mich je reizen und bethoͤ⸗ ren, daß ich es wage, wiſ⸗ ſentlich deßwegen falſch zu ſchwören, und mir den Him⸗ mel raube. Mel. Der unſre Menſchheit 361 dGete, der du Herzensken⸗ ner biſt, dem Falſchheit ſtets ein Greuel iſt, und Lügen ein Verbrechen, kein Wort ſpricht je ein falſcher Mund: Allwiſſender, dir iſt es kund, und einſt wirſt du es rächen. Laß jederzeit mein Ja und Nein aufrichtig und voll Wahrheit ſeyn! 2. Gott, wenn ich ſchwö⸗ rend vor dir ſteh, hinauf zu und meine Hand erhebe; wenn mit des Geiſtes Sammlung Heilighaltung des Eides. ich zum Zeugen dich anrufe, dich, durch den ich bin und lebe: dann ſey von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei! 3. Wenn Freyler auch noch da dich ſchmahn, und frech vor dir mit Lügen ſtehn; dann laß mein Herz erſchrek. ken. Weh dem, der dich und deine Macht zur Hülle ſeiner Bosheit macht, ſie V vor der Welt zu decken! Weh ihm, er ſtürzet frepentlich in ewiges Verderben ſich. 4. O Seele, wenn du noch dich liebſt, bedenk, was du zum Pfande gibſt: dein Gluͤck, dein ew'ges Leben! Verwirf nicht mit Verwegenheit dein Theil an Gott und Seligkeit: wer kann dirs wiedergeben? Was hilft dir dann die gan⸗ ze Welt? Nichts hat ſte, was dich ſchadlos hält. 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr biſt, dein Sohn nicht mehr mein Hei⸗ land iſt, dein Himmel nicht mein Erbe, wenn bei den Leiden dieſer Zeit dein Troſt nicht mehr mein Herz erfreut, dein Troſt nicht, wenn ich ſterbe: wer wird mich dann von Oual befrein? Dann beſſer, nie geboren ſeyn! 6. Wie thörigt, wer noch denkt und ſpricht: Gott ſieht es nicht, Gott achtet's nicht! So läſtern Frevelrotten. Zwar ſeine Langmuth iſt be⸗ kannt, er lähmt nicht jede fal⸗ ———— —— ————õ—,— Heilighaltung des Eides. falſche Hand; doch läßt er ſein nicht ſpotten; iſt Richter uns ſchon in der Zeit, einſt Richter in der Ewigkeit. 7. Drum ſoll nicht Ehre, Gut und Geld, und nicht die Macht der ganzen Welt mich blenden und verfüh⸗ ren; und drohten mir auch Schmerz und Leid, ich will doch meine Seligkeit muth⸗ willig nicht verlieren. Es gilt kein Leid, kein Gluͤck der Zeit, nein es gilt Gott und Ewigkeit! 8. Gott, heilige du ſelbſt mein Herz, daß ich nicht fre⸗ velnd Spott und Scherz mit Wort und Eidſchwur treibe; daß ich der Wahrheit treuer Freund, auch, weun es mir zu ſchaden ſcheint, mit fro⸗ hem Muthe bleibe! Dann kann ich ohne Furcht und Graun dem Tode ſelbſt ins Antlitz ſchaun. Mel. Wer nur den lieben Gott 361 Wer⸗. Gott, bei deinem ſein Verſprechen bricht, der iſt ein Frevler, denn er ehret dich, Gott, den Gott der Wahrheit, nicht. Er kann nicht froh, nicht mit Ver⸗ traun zu dir hinauf gen Himmel ſchaun. 2. Wir ſollen ja nach dei⸗ nem Willen, wie du, der Wahrheit Freunde ſeyn, und, des Eides Richter, Namen ſchwöret und treulos was ſie fordert, gern erfül⸗ len und uns vor keinen La⸗ ſten ſcheun. Wer ſie verletzt, verwirft ſein Heil; ihm wird des Meineids Oual zu Theil. 3. Wie darf der hoffen, dich zu ſehen, der hier die Wahrheit frech entehrt, den Nächſten ſucht zu hinterge⸗ hen und falſch bei deinem Namen ſchwört? Vor dei⸗ nem heiligen Gericht beſteht ein ſolcher Frevler nicht. 4. Und flöh er zu dem fernſten Meere: du findeſt allenthalben ihn! Wenn er auch noch ſo mächtig wäre, kann er der Allmacht ſich ent⸗ ziehn? Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Bei⸗ fall, Gunſt und Schutz der Welt. 5. Drum laß mich eher nichts betheuern, bis ich er⸗ wogen, was ich thu, und den Gedanken oft erneuern: Gott, biſt du! Du ſchauſt ins Herz und dein Gericht bringt auch mein Innerſtes ans Licht. Liebe zu Gott. Mel. Von Gott will ich 4 n dich, mein 362 Gott! geden⸗ ken, iſt Pflicht und Troſt für mich. Wann Sorg' und Gram mich kränken, ſo ſieht mein Aug' auf dich; dann mindert ſich mein Schmerz, dann fliehn die bangen Sor⸗ gen, wie Nebel vor dem Mor⸗ Rorgm, und! in Helz. en dn ich ar vie veld ich k Mt dantbar fr fil ih mich ir ganz mein dich freudig zu Ehre dir zu led den michzu ſche 3. Mit frolie the den ich an denn, Vater, it all Morgen ich nur ſtets au giſt du Muth nir auch zun Werke; es wir durch dich. 4. Du gabſ barmen den S mich ſtarb, un Armen die Sel Mit ihm iſt A wilſt mirz gna willſt liebreich kmn und ſtets ſeyn. 5. Wie gut; denken, Die M merhin ihr Her lenken; wit ſ Gewinn! ich 1 atz dieß bri n, Prnde, die wamich led, Toſimand üdg des— r lem 4 nen hei aß Gericht beſtt eiſolch vler nicht. 4 l gah er zu de d fenſten We: du finde alentza mdehn! Wenn i aach no mächtig ware e kann er ra lmacht ſchen t piehn?— zäzlſt nicht En 3 Matzt F zzeld, nict er falk,(nmnd Stzu ir Welt. „ 5. ſe laß nic n richts 1. Jenn, bis i d wegen a s ich thu, n 8 den Gerrn oft emen des E S= lichter, dn biſt duſ ſchauſt ins und dei licht bringtu nein It=es ans lict Nel.— Gott vili Liebe zu Gott. Morgen, und Ruh erfüllt mein Herz. 2. Denk ich an deine Liebe wie werd ich hoch erfreut! Mit dankbar frohem Triebe fühl ich mich dann bereit, dir ganz mein Herz zu weihn, dich freudig zu erheben, zur Ehre dir zu leben, vor Sun⸗ den michzu ſcheun. 3. Mit fröhlichem Gemuͤ⸗ the denk ich an deine Treu; denn, Vater, deine Guͤte iſt alle Morgen neu. Seh ich nur ſtets auf dich, ſo gibſt du Muth und Stärke mir auch zum ſchwerſten Werke; es wird mir leicht durch dich. 4. Du gabſt mir aus Er⸗ barmen den Sohn, der fuͤr mich ſtarb, und liebevoll mir Armen die Seligkeit erwarb. Mit ihm iſt Alles mein: du willſt mirs gnädig ſchenken, willſt liebreich an mich den⸗ ken und ſtets mein Vater ſeyn. 5. Wie gut iſts, dein zu denken! Die Welt mag im⸗ merhin ihr Herz aufs Eitle lenken; wie ſchlecht iſt ihr Gewinn! ich halte feſt an Gott; dieß bringt mir wah⸗ re, Freude, dieß ſtärkt mich, wann ich leide, und iſt mein Troſt im Tod. 6. Drum will ich an dich denken, ſo lang ich denken kann. Mag man ins Grab mich ſenken; mein Geiſt ſteigt himmelan! Vergeſſe mich die ) 267 Welt; du, Herr, gedenkſt noch meiner, wenn auch auf Er⸗ den Keiner mich im Gedächt⸗ niß hält. Mel. Alle Menſchen müſſen 3 6 3 Geott der Liebe, wie erhebet meine Seele ſich in mir! Wie getröſtet, wie belebet fühl ich mich, o Gott, von dir! Je⸗ der Blick auf deine Werke, deine Weisheit, Huld und Stärke, wie befreiet er mein Herz von Bekümmerniß und Schmerz. 2. Floß aus deiner Se⸗ gensfülle mir nicht ſtuͤndlich Gutes zu? Daß ich ward, das war dein Wille; daß ich noch bin, das ſchaffſt du. Daß ich denke, daß ich waͤh⸗ le, dankt dir, Vater, meine Seele; dankt dir, daß ſie dich erkennt, dich durch Je⸗ ſum Vater nennt. 3. Heil und unvergänglich Leben thatſt du, Gott, durch ihn mir kund. Um zu dir mich zu erheben, ſchloß dein Sohn der Liebe Bund, den er, in dem bangſten Streite, ſelbſt mit ſeinem Blute weih⸗ te. Und nun zeigt den Weg zu dir nur der Geiſt der Liebe mir. 4. Und ich ſollte dich nicht lieben, der du mich zuerſt geliebt? Nicht aus Liebe Gu⸗ tes üben, auch wenn ſich mein Leben trübt? Könnt' ich ohne ſie auf Erden ruhig und ———=——— ———;—x———xxxꝛjjn——— ——— 268 und zufrieden werden? ohne ſie nach dieſer Zeit würdig ſeyn der Seligkeitte? 5. Heil mir, daß ich es empfinde, welcher Liebe werth du biſt, meiner das nur würdig finde, was dir wohlgefaͤllig iſt! Einſt, Herr, werd ich deinen Willen ganz erkennen und erfüllen, mich der reinſten Liebe freun, und in dir ganz ſelig ſeyn. Mel. Wer nur den liehen Gott 364 Zu Vater deiner Menſchenkin⸗ der, der du die Liebe ſelber biſt, und deſſen Herz auch ge⸗ gen Sünder noch gütig und voll Mitleid iſt, laß mich von ganzem Herzen dein, laß michs mit allen Kräften ſeyn! 2. Gib, daß ich als ein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebſt, und ſo geſinnt zu ſeyn mich übe, wie du mir ſelbſt die Vorſchrift gibſt! Was dir gefäͤllt, ge⸗ fall auch mir; nichts ſcheide mich, mein Gott, von dir! 3. Bewahre mich durch deine Liebe vor Allem, was das Herz verführt, und gib, daß ich Verlaugnung übe, wenn Sinnenluſt zu ſehr mich rührt! Wie ſollt ich je die Kreatur dir vorziehn, Schö⸗ pfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe Willen gern thun, was mir dein Wort gebe ut! Kann Liebe zu Gott. ichs nicht, wie ich ſoll, er⸗ füllen: ſo ſieh auf meine Wil⸗ ligkeir und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir o Gott, miß⸗ fällt; drum laß es mich mit Ernſt vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt! Die kleinſte Suͤnde ſelbſt zu ſcheun, laß, Vater, mich befliſſen ſeyn! 6. Aus Liebe laß mich Al⸗ les leiden, was mir dein weiſer Rath beſtimmt! Du führſt durch Trübſal den zu Freuden, der ſeine Laſt gern auf ſich nimmt; und wer ſein Leiden weislich nützt, wird mächtig von dir unter⸗ ſtützt. b 7. In deiner Liebe laß mich ſterben: dann wird ſelbſt Sterben mein Gewinn: dann werd ich deinen Himmel er⸗ ben, wo ich dir, Vater, näher bin; dann liebt dich meine Seele rein, und lie⸗ bend wird ſie ſelig ſeyn. In eigener Melodie. 365 Wnan denne Pflicht dich Gottes Liebe nicht beſeelet, ſo rühme dich der Tugend nicht, und wiſſe, daß dir Alles fehlet. Wenn Vortheil, Wolluſt, Eigen⸗ ſinn und Stolz dir nur das Gute rathen: ſo thue doc ſo on 5 bohn do *. Sei durch Natur das a Glück auf lückeſt du die mm vor der werden, erfüll dein Herz: größten Gaben, ſiand, den Euge Gott doch nur ei 3 Erbaue Ki dein Brod, da Armen zu verp riiß die Wittwe und ſei der I und Segen; habe hin: vor noch nichts ge Led und Pfl beleben, ſo iſt Gewinn. 4. Thu Th Heldenmuth ne ernicten könn füts Vaterland laß deinen Lei brennen! Beſe died und Pfli Aüſcht deiner ſchütz und ret ein; Gott acht bnit ater 3 zur Schuh der m. fiht dih n thut, 1e ai Freudm d 6. 1 sbe laß mich A les lei n was wit dii t weiſer a beſämmt! d „ füdrſt n.a Trübſal den, d Freud ar ſeine kaſt g ch auf ſ. umt; undu 7, ſein: weizli N en wird ig von dirm ſttzt. n 7. ſt iner liebellin h ſterben ann wird ſ b Sterh um in Gewinn. u e werd einen Hinn t ben, eich dir, M naber es dann litt „ meine=c rein, ud) bend ie ſelig ſen 4 ener Melodie Hdan zur di 96 d lung de Liebe zu Gott. ſo große Thaten: du haſt vor Gott den Lohn dahin. 2. Sei durch Gaben der Natur das Wunder und das Glück auf Erden! Be⸗ glückeſt du die Menſchen nur, um vor der Welt geehrt zu werden, erfullt die Liebe nicht dein Herz: ſo biſt du bei den größten Gaben, bei dem Ver⸗ ſtand, den Engel haben, vor Gott doch nur ein tönend Erz. 3. Erbaue Kirchen; brich dein Brod, das Volk der Armen zu verpflegen, ent⸗ reiß die Wittwen ihrer Noth und ſei der Waiſen Schutz und Segen; gib alle deine Habe hin: vor Gott haſt du noch nichts gegeben. Wenn Lieb und Pflicht dich nicht beleben, ſo iſt dir Alles kein Gewinn. 4. Thu Thaten, die der Heldenmuth noch jemals hat verrichten können; vergieß fürs Vaterland dein Blut; laß deinen Leib für Andre brennen! Beſeelet dich nicht Lieb und Pflicht; biſt du die Abſicht deiner Thaten: ſo ſchütz und rette ganze Staa⸗ ten; Gott achtet deiner Wer⸗ ke nicht. 5. Läg ihm an unſern Wer⸗ ken uur: ſo könnt' er uns, ſte zu vollbringen, ſehr leicht durch Feſſeln der Natur, durch Kräfte ſenner Allmacht zwingen. Vor ihm, der Al⸗ les ſchafft und gibt, gilt Weisheit nichts, nichts Macht 269 und Staͤrke. Er will die Ab⸗ ſicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. 6. Ein Herz, von Eigen⸗ liebe fern, fern von des Stol⸗ zes eitlem Triebe, geheiligt durch die Furcht des Herrn, erneut durch Glauben zu der Liebe, dies iſt's, was Gott von uns verlangt. Und wenn wir nicht dies Herz be⸗ ſitzen: ſo wird ein Leben uns nichts nützen, das mit den größten Thaten prangt. 7. Drum täuſche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh nicht auf dei⸗ ne Werk' allein; ſie auf den Quell; aus dem ſie kamen. Prüf' dich vor Gottes Ange⸗ ſicht, ob ſeine Liebe dich be⸗ ſeelet. Ein Herz, dem nicht der Glaube fehlet, dem fehlet auch die Liebe nicht. 8. Wohnt Liebe gegen Gott in dir: ſo wird ſie dich zum Guten ſtärken. Du wirſt die Gegenwart von ihr an Liebe zu dem Nächſten mer⸗ ken. Die Liebe, die dich ſchmuͤcken ſoll, iſt guͤtig, ohne Neid und Tuͤcke, iſt ſittſam, iſt nie ſtolz im Glücke, lang⸗ müthig und erbarmenvoll. 9. Sie deckt des Nächſten Fehler zu; und freut ſich nie⸗ mals ſeines Falles. Sie ſu⸗ chet nicht blos ihre Ruh'; ſie hofft und glaubt und duldet Alles. Sie iſts, die dir den Muth verleiht, des Höchſten Wort b 4 * ———— Gehorſam gegen Gott. 270 Wort gernzu erfuͤllen; macht ſeinen Sinn zu deinem Wil⸗ len, und folgt dir in die Ewigkeit. Gehorſam gegen Gott. Mel. So fliehen unſre Tage a) In, Gott, biſt 366 D über Alles Herr; die ganze Weltiſt dein. Wer ſollte dir, Allgütiger, uicht gern gehorſam ſeyn? 2. Was du gebeutſt, iſt recht und gut, iſt fuͤr uns Seligkeit. Wohl dem, der deinen Willen thut, und gut zu ſeyn ſich freut! 3. Wer aber ſeine Pflicht vergißt, und bringt ſich ſelbſt in Noth; denn nur, was bös und ſchäadlich iſt, ver⸗ beutſt du uns, o Gott! 4. Du biſt, wenn du Ge⸗ ſetze gibſt, nur Vater, nicht Tyrann; und hältſt uns blos, weil du uns liebſt, dir zu gehorchen an. 5. Nehm ich auf mich dein ſanftes Joch, ſo ſetz ich mei⸗ nen Lauf mit Freuden fort. Und fall ich noch; ſo hilfſt du ſelbſt mir auf. 6. Mich warnt dein Wort; es droht, verheißt, legt Heil und Tod mir vor. Und ich verſchlöße deinem Geiſt ge⸗ fühllos Herz und Ohr? 7. Wie köoͤnnte der, der dich nicht hört, dein Kind, o Vater, ſeyn? Nur die ſind dieſes Namens werth, die deinem Dienſt ſich weihn. 8. So ſei dir denn mein Herz geweiht! Ich bin dein Eigenthum. Gib dieſem Wil⸗ len Feſtigkeit; dir folgen, ſei mein Ruhm! Mel. Wer nur den lieben Gott 366⁰* Kott, deinen heiligen Be⸗ fehlen will ich, dein Kind, gehorſam ſeyn, ſie nur zu meiner Richtſchnur wählen und dir mein ganzes Leben weihn. Dein Willle iſt ge⸗ recht und gut; wohl dem, der ihn mit Freuden thut? 2. Gehorſam forderſt du von Allen, die dich zu kennen fähig ſind. Auch ich kann dir nur wohlgefallen, wenn ich, dir folgſam, als dein Kind, thu, was du willſt, aus Lieb und Dank und nicht aus Sclavenfurcht und Zwang. 3. Dein Sohn gehorchte dir ſo gerne; ohilf mir, daß ich immerdar dir, Vater, ſo gehorchen lerne, wie Je⸗ ſus dir gehorſam war! Er wars auch unter Schmach und Noth, er wars ſelbſt bis zum Kreuzestod. 4. Laß deine heiligen Ge⸗ ſetze mir immer gegenwärtig ſeyn; laß mich, daß ich ſie nie verletze, dich, den All⸗ wiſſenden, ſtets ſcheun! Dein Joch iſt ſanft, leicht iſt die Laſt, die du uns aufgeleget haſt. 5. Sobald ich deine Stim⸗ me hore, ſo mache du mich auch bereit, daß ich ſie 6 e⸗ ———P2ö:n:n——⏑———— ——————— Gehorſan ehre vas ſe nit gbe nicht hörer nar aljanlach auch 6. Veut mird auſend Freude nubten Wegen mich, Hert, n ten. Was its geben kann? Jn am Ende Pein, guof und ſhrecli 7. Wemn ich! hotſem übe und len treulich thu⸗ Golt, in deiner hub ich des Gen den Himwel! der Zeit, und der Ewigkeit! Mel. Was m 3578 Bund; beken dein Lehen!. rüſtauf fetem llei imm ſtts er nie er dich be⸗ durch ſeine Hul ſei treu dem wandle gern ſchr faden 7 gegen d.a 8 9 der dir denn un Eigent 4 bdt len F* dieſen ſei mein u dir falm Mel. M 29 V 3)0h(Fjat, de „ ſſe un weihn. Wile i ncht und nz wohl 19 der in duden thut? 4 2. 0 Hem fotdert ven Alt t dich zakenn t fädig— Auch ich wf t dir r efallen, m s ich, dita Jſam, alsw „ Lind, a was du wl aus Li ud Dank u e richt au avenfurttu t Zwang. 3 1r iSohn gen 1 dir ſo 42 ohilf wi ich img fet dir, M a ſo geboe leme, nin 2 us dir= rſam un . war dunter Stu t und N. eer wan bis zun zestod. 4 1 riine helliz ſete 15 Ghan ſeyn;! üh 65 je ver ich, de“ as uſuan Gehorſam ehre und thue, was ſie mir gebeut! Ich ſoll nicht Hörer nur allein; ich ſoll zugleich auch Thaͤter ſeyn. 6. Beut mir die Welt auch tauſend Freuden auf uner⸗ laubten Wegen an; ſie ſoll mich, Herr, nicht irre lei⸗ ten. Was iſt's, das ſie mir geben kann? Im Anfang Luſt, am Ende Pein, und die wird groß und ſchrecklich ſeyn. 7. Wenn ich mich im Ge⸗ horſam übe und deinen Wil⸗ len treulich thu; ſo bleib ich, Gott, in deiner Liebe, und hab ich des Gewiſſens Ruh', den Himmel hier ſchon in der Zeit, und mehr noch in der Ewigkeit! Mel. Was mein Gott will 367 Sei Gott getreu, — halt ſeinen Bund; bekenn ihn durch dein Leben! Dein Glaube ruht auf feſtem Grund: drum bleib ihm ſtets ergeben! Denk, wie er dich verpflichtet ſich durch ſeine Huld und Gnade: ſei treu dem Herrn und wandle gern der Tugend ſichre Pfade! 2. Sei Gott getreu! Du mußt, als Kind, ihn auch im Leiden ehren; dein Vater waltet ja gelind und bildet dich zum Höh'ren. Ein ed⸗ ler Muth macht ſtill und gut: der wird durch Gott dir wer⸗ den, wenn Jeſus Chriſt dein Führer iſt zum Himmel hier auf Erden. Gehorſam gegen Gott. 271 3. Sei Gott getreu von Jugend auf! Laß dich nicht eitle Freuden in deinem gan⸗ zen Lebenslauf von ſeiner Lie⸗ be ſcheiden: denn ſeine Treu⸗ iſt täglich neu; ſein Wort kann niemals trügen. Was er verſpricht, das bricht er nicht; daran laß dir genügen! 4. Sei Gott getreu in je⸗ dem Stand, in welchen er dich ſetzet; dann ſchützt dich ſeine ſtarke Hand. Wer iſt, der dich verletzet? Schau nur auf ihn voll Glaubens hin und folge dem Gewiſſen: dir wird, was dir begegnet hier, zum Beſten dienen müſſen. 5. Sei Gott getreu, ſein theures Wort freimüthig zu bekennen, vor Jedermann an jedem Ort dich ſeinen Freund zu nennen! Was dieſe Welt nur in ſich hält, muß Alles einſt vergehen: nur Gottes Wort wird hier und dort zu unſerm Heil beſtehen. 6. Sei Gott getreu in je⸗ dem Streit: dann wirſt du überwinden: denn er läßt Muth und Freudigkelt den treuen Kämpfer ſinden. Ver⸗ letze nicht die kleinſte Pflicht; doch wirſt du dich vergehen: daß dann die Reu nur ernſt⸗ lich ſei, um kuͤnftig zu be⸗ ſtehen! 7. Sei Gott getreu bis in den Tod; laß nichts von ihm dich wenden! Er kann, er will in jeder Noth dir ſeinen ſeinen Beiſtand ſenden. Der Leiden Nacht, der Bosheit Macht laß nie dein Herz er⸗ ſchrecken! Es iſt dir ja dein Retter nah; ſein Schild wird dich bedecken. 8. Bleibſt du ſo deinem Gott getreu, ſo wirſt du's auch erfahren, daß er dein lieber Vater ſei; und nach voll⸗ brachten Jahren der Sterb⸗ lichkeit kommt dort die Zeit, wo Gott einſt ſeine Treuen durch ſeinen Sohn mit höh⸗ rem Lohn auf ewig wird er⸗ freuen. Freude in Gott. MNel. Schwing dich auf, zu 8 eines Gottes 368 D freue dich, dank ihm, meine Seele! Sor⸗ get er nicht vaterlich, daß kein Gut dir fehle? Schützt dich ſeine Vorſicht nicht, wann Gefahren dräuen? Iſt's nicht Seligkeit und Pflicht, ſeiner dich zu freun? 2. Ja, mein Gott, ich hab an dir, was mein Herz begehret, einen Vater, welcher mir, was mir nützt, gewähret, der mich durch ſein göttlich Wort hier zum Guten lenket, und mit Him⸗ melswonne dort meine See⸗ le traͤnket. 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich ehr, und liebe; wenn ich redlich dein Gebot und mit Freu⸗ den übe: o wie iſt mir dann Frreude in Gott. ſo wohl; müthe ſeliger Empfindung voll, voll von deiner Güte! 4. Dann darf ich mit Zu⸗ verſicht nach dem Himmel blicken; meine Leiden acht ich nicht, wie ſie mich auch drük⸗ ken. Hoffnung und Zufrie⸗ denheit wohnen mir im Her⸗ zen, tröſten und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du biſt mein! ſo jauchz ich dann; wer iſt, der mir ſchade? Heil mir, daß ichs ruͤhmen kann, mein iſt deine Gnade! Dir iſt meine Wohl⸗ fahrt werth! Du gabſt mir mein Leben, wirſt auch, was mein Leben nährt und er⸗ freut, mir geben. 6. Jeſus iſt nach deinem Rath in die Welt gekommen; alle meine Miſſethat hat er weggenommen. Ihm ver⸗ trau ich, bet' ihn an, glaub' an ſeine Leiden, folg ihm treulich, und ſo kann nichts von dir mich ſcheiden. 7. Dich, du Troſt der Sterblichkeit, Heil des beß⸗ ren Lebens, himmliſche Vollkommenheit, ſuch ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet iſt, und voll⸗ bracht mein Leiden, ruft mein Mittler, Jeſus Chriſt, mich zu ſeinen Freuden. 8. Meine Freud' an dir, mein Gott, wird dann ewig währen. Noch ſo furchtbar ſei der Tod: er wird ſie nicht ſtoͤren. Willig werd ich mein e⸗ wie iſt mein Ge⸗ ——— 4—.——.ß geben du er tcn, Seaben frei bol Hein, reuen keben. 9 Gib mir nur ſerinder Fremd zewyßtſeyn, d zen, wein Ge dieſe ſanfte Fre ch zu dir habe hell in dieer zei duoſt am Grabe. 10. eaß die ku ze nie dieſes dei zen! Rüſte ſelb zer ſe mit De⸗ blaiben. Gib geſt, der wid dhon regere, Vertraun auf d verliere. Mel. Jeſus, me 369 he den Henn iſ In ben; und er win güt gem, dir au den geben beut dir an, wo zur wünſchen 1. H9 2 denheit an nir in e ten, triſ anddenäßnn weit üben An Schn du gabſt n mem dah u 83 freut, en. 46, 6 44 nach der r. Nathin—celt gekoum aß alle meſ äſſethat hit zt weggen n. Im n t, wau ich ihn an, ſu 7 an ſein den, falgi ed treulich=) ſo kam 7 ven dir= ſcheiden 7. 12 du Kuir Se= Heil a e eit, ſat Vollko—„Lenn —— n Lauf v= t iſt, un ¹ 3 und Jufn it, dern ſchade? inir, daß ih rmen k unmein iſ dei nade! ri meine Woh dct a hirſtauch,n wein d nährt und, b dienet, geben. —, hinutt U Freude Gebein der Verweſung ge⸗ ben; Sterben macht mich frei von Pein, führt zum neuen Leben. 9. Gib mir nur, ſo lang ich hier in der Fremde walle, das Bewußtſeyn, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle! Dieſe ſanfte Freudigkeit, die ich zu dir habe, ſey mein Heil in dieſer Zeit, und mein Troſt am Grabe. 10. Laß die Luſt zur Sün⸗ de nie dieſes Heil mir rau⸗ ben! Rüſte ſelbſt mich wi⸗ der ſie mit Vernunft und Glauben! Gib mir deinen Geiſt, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 3 69 Ha⸗ deine Luſt 1 am Herrn! Bei dem Herrn iſt Freud' und Le⸗ ben; und er wird, denn er gibt gern, dir auch, was dir Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünſchen kann. 2. Laß der Welt die eitle Luſt, die in Weinen ſich ver⸗ kehret. Wiſſe, wer in ſei⸗ ner Bruſt Gottes Liebe fühlt und näahret, findet ſtets auf ſeiner Bahn, was das Herz nur wunſchen kann. 3. Luſt am Herrn erfüllt mit Licht, wenn man ihn durchs Wort erkennet. Luſt am Herrn ſtärkt den zur in Gott. 273 Pflicht, der von ſeiner Liebe brennet, Luſt am Herrn beut Alles an, was das Herz nur wünſchen kann. 4. Wer die Luſt am Höch⸗ ſten hat, hat auch Luſt an ſeinem Willen, ſuchet ihn durch Wort und That unver⸗ droſſen zu erfüllen, und ſo trifft er Alles an, was das Herz nur wünſchen kann. 5. Bleibſt du auch nicht ohne Laſt; trage willig die Beſchwerden. Wenn du wohl gelitten haſt, wird dir ew'ge Freude werden; und im Himmel haſt du dann, was dein Herz nur wünſchen kann. In eigener Melodie. 2-/27 Srch freue mich, 3/ 0 J hen Gott, in dir! Du biſt mein Troſt, und was kann mir in deiner Liebe fehlen? Du, Herr, biſt mein und ich bin dein! Was mangelt meiner Seelen? 2. Du haſt mich vor der Welt erwählt und deinen Kindern zugezählt, nie willſt du mein vergeſſen! Du liebſt mein Wohl, haſt gnadenvoll mein Glück mir zugemeſſen. 3. Du trägſt mich liebreich mit Geduld, vergibſt in Chri⸗ ſto mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibſt mir Theil an ſei⸗ nem Heil; dies tröſtet mei⸗ ne Seele. V S 4. Du ————— ——————— Du ſtehſt mir bei und ble mir treu, wann Berg und 271 4. Du biſt mir der be⸗ währte Freund, der es aufs Beſte mit mir meint, wo ſind' ich deines Gleichen 2 Abſt Hügel weichen. 18 1 13 c. 5. Du biſt mein Leben, Troſt und Licht, mein Fels und Heil; drum frag ich nicht nach allem Tand der Erde. Herr, ohne dich iſt nichts für mich, das mir erfreulich werde 5. Du biſt mein allerhoͤch⸗ ſtes Gut, darauf mein wah⸗ res Wohl beruht. In dir leb ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeſchieden. 7. Du ſegneſt mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben ſucht, dem wirds doch nicht gelin⸗ gen. Selbſt was mich kränkt, das muß, gelenkt von dir, mir Segen bringen. 8. Du laͤßt mirs ewig wohlergehn. Einſt werd ich dich noch naher ſehn; du Urſprung wahrer Freuden! An dir wird ſich dann ewig⸗ lich mein ganzes Herz, Herr, weiden. 9. Noch hats kein menſch⸗ lich Ohr gehört, was uns dein Himmel einſt gewahrt; doch ſeh ichs ſchon im Glau⸗ ben. Vollkommnes Heil iſt da mein Theil, das wird mir niemand rauben. Pflichten gegen Gott. Vertrauem̃tuf Gott. 02 luf Gott, und 3 7 1 4 ℳ nicht auf Men⸗ ſchen⸗Rath, will ich mein Glucke bagen, und dem, der mich erſchaffen har, mit gan⸗ zer Seele trauen. Er) der die Welt allmächtig halt, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er ſah von aller Ewig⸗ keit, wie viel mir nützen wür⸗ de, beſtimmte meine Lebens⸗ zeit, mein Glück und meine Bürde, Was zagt mein Herz? Iſt auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu beſiegen ware? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns ſeine Weisheit litte. Er ſorgt für mich ſtets vaterlich. Nicht, was ich mir erſehe, ſein Wil⸗ le, der geſchehh! 4. Iſt nicht ein ungeſtör⸗ tes Gluͤck weit ſchwerer oft zu tragen, als ſelbſt das wid⸗ rige Geſchick, bei deſſen Laſt wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod: und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe.. 5. An dem, was wahr⸗ haft gluͤcklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Ge⸗ ſundheit, Ehre, Gluck und Pracht ſind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath m guden dieſer . ſn nn retymt Dmd nen Fnechken A„ eA leed ld No MA Wasmein in kndliches gebricht, dhe nur ſchauenz du den Fromn kannſt ijn nie du ſegneſt und und zöreſt auf 2 Doch mie Zuverſcht die ſe wagen, du werd Thoren nicht, gehrt verſagen. bei aller unſret der noch lieh niht Agen wan 3[a ma uthn de at, md t dl, eh iche tengewäͤhn, u ſeine A⸗it ktte Ei für md* vaterlih was ich tem erſehe, ſeil lt, der ehe! 1 mas 8„mir guh ſie verſchwunden? Was iſt das Leiden dieſer Zeit? Wie bald iſts überwunden Hofft gern. Send fröhlich, ihr Ge⸗ nen Knechten. 46 9un 1 22 iMel. Was mein Gott wil 5SA 1 ertrauen iſt des ein kindliches Vertrauen. Er ſoll, wenns ihm an Gluck gebricht, o Herr, auf dich nur ſchauenz und nie biſt du den Frommen fern: du kannſt ihn nie verſchmaͤhen, du ſegneſt und erretteſt gern; und höreſt auf ſein Flehen. 2. Doch nie darf er voll Zuverſicht die ſtolze Hoffnung wagen, du werdeſt auch dem Thoren nicht, was er be⸗ gehrt, verſagen. Wenn gleich bei aller unſrer Schuld dein Herz noch liebreich denket, ſo wird doch deine Vater⸗ huld von Weisheit nur ge⸗ lenket. 1 6 3. Wie leicht, o Gott, kann deine Macht des Men⸗ ſchen Wunſch erfüllen! Wie leicht, noch eh er es gedacht, des Herzens Klage ſtillen Doch dem, der Wunderkraft begehrt und Wunder hofft zu ſehen, wird nie ſein küh⸗ 275 ner Wunſch gewährt; er fün⸗ digt durch ſein Flehen aA. Wer deiner Huld ver⸗ ſichert iſt, darf deinen Segen hoffen. IEhm ſteht, weil di ſein Vater biſt, der Himmel immer offen. Doch wer dich nicht als Pater liebt, und auf der Bahn des Lehens nicht dir ſein ganzes Herz ergibt, der ſucht ſein Gluck vergebens. e 5. Ja, wen 1 er auch mit Sicherheit ſich deiner Andacht freuet, und dabei, fern von Sünde heutt nu ma ſein heuchleriſches Herz nur um⸗ mer Hoffnung faſſen; er fühlt bei des Gewiſſens Schmerz ſich endlich doch Suuſfee. 6. Wie mancher, der noch wirken kann, bleibt muͤßig oder träge, perfolgt mit Blindheit ſeinen Plan, geht ungerechte Wege! Er hofft umſonſt, du werdeſt ihn den Uebeln doch entziehen. Der Thor! Will er ſie ſelbſe nicht fliehn, ſie durfen ihn nicht 7. Du, weiſer Gott, ent⸗ fernſt uns nicht von drohen⸗ den Gefahren, die ohne Nach⸗ theil unſrer Pflicht leicht zu vermeiden waren. MWir ſol⸗ len mit Beſonnenheit auch Rath⸗ und Warnung nutzen; denn nie wird deine Heilig⸗ keit uns auch. beim Leicht: ſinn ſchuͤtzen. 4 S 2 8. Gott, 8. Gott, laß verwegne Zuverſicht doch nie mein Herz verführen! Sie ſchafft mir deinen Beifall nicht: ſie laßt mich ihn verlieren. Nur kindlich ſoll ich dir vertraun, nie thöricht, nie vermeſſen; ſoll, um getroſt auf dich zu ſchaun, nie meiner Pflicht vergeſſen. In eigener Melodie. les, was dich krankt, der treuen Vaterpflege deß, der den Himmel lenkt. Der Ster⸗ nen, Wolken, Winden bezeich⸗ net ihre Bahn, der wird auch Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's ſoll wohl ergehn: auf ſein Werk mußt du ſchauen, wenn dein Werk ſoll beſtehn. Er läßt durch Sorg und Grämen und ſelbſtgemachte Pein ſich keine Wohlthat nehmen; ſie muß erbeten ſenny. 3. Dir, Vater voller Gna⸗ de, dir iſt allein bekannt, was gut ſey oder Schade Ge⸗ ſchöpfen deiner Hand: und was du auserſehen zum Be⸗ ſten deiner Welt, das wird und muß geſchehen, ſobald es dir gefallt. 4. An Mitteln und an We⸗ gen fehlt dir's, Allweiſer, nicht. Dein Thun iſt lauter Segen; dein Gang iſt lauter 2892 Meſiehl du deine / 3 B Wege und Al⸗ Pflichten gegen Gott. Licht. Wenn du, Herr, dei⸗ nen Kindern ein Glück haſt zugedacht, ſo kann dein Werk nichts hindern: du willſt, ſo iſts vollbracht! 5. Und wollten Welt und Teufel dir boshaft wider⸗ ſtehn; o nahre keinen Zwei⸗ fel; dein Glück wird doch be⸗ ſtehn. Was er ſich vorgenom⸗ men, was er vollenden will: aufs herrlichſte wird's kom⸗ men zu dem beſtimmten Ziel. 6. Hoff nur, bedräaͤngte Seele, hoff und ſey unver⸗ zagt, was dich auch immer quale, ein ſchönrer Morgen tagt! Gott läaͤßt nicht von den Seinen, erwarte nur die Zeit: dir wird die Sonne ſcheinen mit neuer Heiterkeit. 7. Auf, auf! Gib deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht! Verbann aus deinem Herzen, was dich ſo trau⸗ rig macht. Du biſt ja nicht Regente, der Alles führen ſoll. Gott ſitzt im Regi⸗ mente, und er führt Alles wohl. §. Ihn, ihn laß thun und walten: er iſt ein weiſer Fürſt und wird ſich ſo verhal⸗ ten, daß du ihn preiſen wirſt, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Verzög der Troſt auch lange, weil dir es heilſam iſt, ſo werde dir nicht ban⸗ ge, daß deiner Gott vergiß. r —j——— Er wid di 9. wenn dus an Jluuſt ud äl wenden, wenn Rlebſt 10. Wohl d reut Sie tti davon. Daß die licht reue, dlic ren bohr; ſteh zu Lade, das! ann, bald bri derFnude, des! dens in. 1l. Mach, H' ich Ende mit doth; ſtak un 5 uns Tr dod Loß ſe dlegt und 8 ſeyn, ſo gehen gewiß zum Hi Mel. Was get 97 Aer 97% D n nein höchſer Tr den fezltes nie lict, der ſich d geben. Gonti auf ſein Gebot dezen ſille a Waens Will. 4 Ter woll niit wrnann 4. V A r chvorgem nen, w d vollenden vl anfs he ahe wird' ka geſtinmten i 4 enzu d Fur, bedraͤn 3 ſchein un neuer heitit 5 Sa Gü n 11 San m Sergen et Jact ham außii in herzen! Fſe it ag m Du bitſtt en Kegen„ er Allz ſir ch ſell un ſict in 1 ſit nente er fün wohl. „ S1r⸗ün laß that t, waltef r iſt in m ee Fürſt= ir ſich ſorn d ten, Af ihn nnian e wenn ne üi d mit m an baren Aat— . Werk n 1sgefühnä, uange Eerl di 4s dich ſeth dich nn zu Vertrauen Er wird dir Huͤlfe ſenden, wenn du's am mind'ſten glaubſt, und all dein Unglück wenden, wenn du nur treu verbleibſt. 10. Wohl dir und deiner Treue! Sie traͤgt den Sieg davon. Daß dich der Kampf nicht reue, blick hin auf ſei⸗ nen Lohn; ſteh feſt im größ⸗ ten Leide, das dir begegnen kann, bald bricht der Tag der Freude, des ew'gen Frie⸗ dens an. 11. Mach, Herr, ein fröh⸗ lich Ende mit aller unſrer Noth; ſtärk unſer Herz und ſende uns Troſt bis in den Tod! Laß ſtets uns deiner Pflege und Treu' empfohlen ſeyn, ſo gehen unſre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. Was Gott thut, das iſt 37 74 er Herr iſt mei⸗ . ₰+ 12 ne Zuverſicht, mein hoͤchſter Troſt im Leben! Dem fehlt es nie an Troſt und Licht, der ſich dem Herrn er⸗ geben. Gott iſt ſein Gott; auf ſein Gebot wird's in dem Herzen ſtille. Ihm gnuͤgt des Vaters Wille. 4 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du biſt des Schwachen Stärke. Die Au⸗ gen, welche auf dich ſchaun, ſehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und ſtark von That, mit gnaden⸗ vollen Händen wirſt du dein Werk vollenden. auf Gott. 3. Noch nie hat ſich, wer dich geliebt, verlaſſen ſehen müſſen, du läß't ihn, wann ihn Noth umgibt, Beruhi⸗ gung genießen. men Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten weißt du, Herr, zu zernichten.— 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Der Thoren Troſt verſchwindet, wenn der Gerechte in der Noth Hülf und Errettung findet. Wenn jener fällt, iſt er ein Held; er ſteht, wenn jene zittern, ein Fels in Unge⸗ wittern. 1 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Vergebens wird zu Menſchen fliehn, wer von dem Höchſten weichet. Dein Heiland ſtarb, und er erwarb, auf ſeines Todes Hügel, dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wann um dich her ſich Ungewitter ſammeln! Gott hilft, wenn Chriſten freudenleer zu ihm um Gnade ſtammeln. Die Zeit der Qual, der Thrä⸗ nen Zahl zählt er, und deine Schmerzen nimmt er dir von dem Herzen. 7. Herr, du biſt meine Zuverſicht; auf dich hofft meine Seele! Du weißt, was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich ſorgend quäle. Wer wollte ſich nicht ganz auf dich Des From⸗ 278 dich, Aumachtiget, verlaſ ken, aund ſich im Kummer aſſen?z? faſß In deine Hand befehle ich mein Wohlſeyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott und einſt im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz ſchauue. „Mäl. Jeſus meine Zuverſicht 5—8 Naer auf ſeinen 9/) D Gottvertraut, angſtigt ſich durch keine Sor⸗ enz; ihm, auf den er ſicher Jaut, bleibt ſein Kummer nicht verborgen. Gott ver⸗ läßt die Seinen nicht: dies iſt meine Zuverſicht! 2. Er, der Schöpfer aller Welt, der Verſorger ſeiner Kinder, der, was er ver⸗ ſpricht, auch haͤlt, huldreich ſelbſt noch gegen Suünder, er, der uns hervorgebracht, hat auch, uns zu helfen, Macht. 823. Ihm, ihm iſt es immer leicht, unſre Wunſche zu er⸗ füͤllen; wie unmöglich es uns däucht, kann er doch den Kummer ſtillen, helfen ſtets, wenn Noth uns quält, wenn uns Rath und Beiſtand fehlt. 112☛ 118 dem He aun? wer ſb reich, wie et, an Segen? Niemand hilft, wie er) ſo gern auf des Lebens rauhen Wegen, er, der liebreich unſrer denkt, Pflichten gegen Gott. und zum Glück die Trubſal lenkt. Ie i n ½ 5! Wenn mein Auge lange weint ich nicht ſeine Hulfe ſehe, und ſie nicht ſo früh erſcheint, als ich ſie von ihm erflehe; weiß ich doch voll Zuverſicht, daß ſie mir nicht ſtets gebrichtt oſt noce u6. Dann auch, wann, wie mir es ſcheint; ſelbſt der Hoffnung Troſt verſchwindet, weiß ich doch: Gott iſt mein Freund, der auch da noch Wege findet, wo ſich keiner mir entdeckt, wo der Zukunft Nacht mich ſchreckt. 7. Drum ſei ihm, dem Herrn der Welt, ganz mein Schickſal uberlaſſen Er, der auch den Wurm erhalt, kann und wird mich nicht verlaſ⸗ ſen. Bleib ich nur der Tu⸗ gend treu; ſo ſteht er mir huldreich bei in Mel. Sollt' ich meinem Gott gelig, wer mit 3/76⏑ ſtillem Herzen vem Allweiſen, der uns liebt, ganz ſein Schickſal ubergibt und auch in den Tiefſten Schmerzen ſeinem Kummer muthig wehrt, durch Geduld den Herrn verehrt.— 2. Ach kein Schickſal mei⸗ nes Lebens, ſorgt ich aumd von Jugend aufg nimmt drum einen andern Lauf Sorge quält, und quält ver⸗ gebensz meine Kräfte zehrt ſie ſit ab, fützt ins Grab. 0 1 ich na atlike, wog ſeben gab, me zummer druch neine Thränen Gott ſchon gnät 4 Daufbarn und Freuden au ſen nider Han Krret mit zuer faß ich Muh, Gutiſtlles, wa vwilig duld ich, 5. Will me nicht gedeihen ungt wir m denk ich: was ſchien, muß i bereuen. Wel mich gewiß, d nißlingen ließ. 6. Wenn( reichen Segen Nächſten nir durch Andter Neid in meine gen! Frenden ich mich fren Alic wird da weiß ich 1 Gott it n und, 36 auch da m 6f 3 we ſcch ier mit ent weo der d 4 23 3 Bna ar auch d Enn ttlh 9 ſen. hees zn 41 teit nr Vertrauen ſie ab, ſtürzt nur früͤher mich ins Grab. 8. Eh ich noch das Licht erblickte, wog er, der mir Leben gab, meines Lebens Schickſal abz ehe mich noch Kummer drüͤckte, eh noch meine Thräne rann, ſah mich Gott ſchon gnädig an 4. Dankbar nehm ich Gluͤck und Freuden aus des Höch⸗ ſten milder Hand: und iſt Kreuz mir zuerkannt; o ſo faß ich Muth, zu leiden Gut iſt Alles, was Gott will; willig duld ich, dulde ſtill. 5. Will mein Anſchlag nicht gedeihen, und miß⸗ lingt mir mein Bemuhn denk ich: was mir Glück erſt ſchien, muß ich oft nachher bereuen. Wohlthat iſts für mich gewiß, daß mirs Gott mißlingen ließ. 6. Wenn Gott nicht ſo d reichen Segen, als dem Nächſten, mir verlieh; ſoll durch Andrer Wohlſtand nie Neid in meiner Bruſt erre⸗ gen! Fremden Glücks will ich mich freun; Fremdes Glück wird dadurch mein. 7. Wenn mir Frevler Angſt erwecken, wenn ihr Haß mich drückt und kränkt: halt ſie Gottes Macht umſchränkt. Droht der Tod mit ſeinen Schrecken; der vom Tode retten kann, nimmt ſ ch mei⸗ ner gnädig an. 8. Ich bin unverzagt und heiter; im Vertraun auf auf Gott. 279 Gottes Wort ſetz ich meine Wallfahrt fort. Der bisher half, hilft mir weiter; er hält feſt, was er verſpricht! Gott, mein Gott verlat mich nicht 3 Mel. Herzlich tieb 3b ich dich 5 Air trauich Gott, 379 D und wanke er. wenn gleich von mei⸗ ner dHoffnung Licht der letzte Schimmer ſchwindet. Mein Helfer und mein Gott hiſt du, durch den mein Herz doch endlich Ruh und Freude wieder findet. Von jeher haſt du mich gefuͤhrt, und meines Lebens Lauf regiert; mit ſegensvoller Vaterhand ſo manche Noth von mir ge⸗ wandt. Unendlicher ich trau auf dich; du leiteſt mich. Ich ümpf und ſiege, Gott, durch 12. Zwar iſt der Kampf der Leiden ſchwer; oft fühl ich kaum noch Stärke mehr, zu kampfen und zu ſiegen: doch ewig, Vater, währt er nicht. Wenn mir dein Beiſtand nicht gebricht, ſo werd' ich nicht erliegen. Bald iſt der Thra⸗ nen Maaß gefüllt, bald mei⸗ ner Seele Schmerz geſtillt; bald haſt du, Gott, mein Flehn erhört, mich ganz ge⸗ prüft und mich bewahrt. Du Gott der Huld; erhört von dir, lobſing ich hier mit dank⸗ erfüllter Seele dir. 3. Ach, alle Leiden dieſer Zeit 280 Zeit ſind doch nicht werth der Herrlichkeit, die du wirſt offenbaren. Bald wird auch mir des Dulders Lohn; bald ſteh auch ich vor deinem Thron, mit treuer Käͤmpfer Schaaren, und danke dann dir, Gott, verklärt, der jetzt mich prüft, mich dann bewährt, daß ich, von allen Leiden frei, ein Seliger des Himmels ſei. Barmherziger! feſt, ohne Graun will ich dir traun; denn einſt werd ich dein Antlitz ſchaun! Mel. Wer nur den lieben Gott 378 K err, mache mei⸗ 2 ne Seele ſtille! Bei jedem Leiden, das mich kräaänkt, geſchieht doch nur dein weiſer Wille, der Alles mir zum Beſten lenkt. Du biſts, der Alles ändern kann; und, was du thuſt, iſt wohl gethan. 2. Du führſt uns ſelbſt auf rauhen Wegen zu höhe⸗ rer Vollkommenheit. Auch Widerwärtigkeit wird Se⸗ gen für Jeden, welcher dir ſich weiht. Sieht's gleich der blöde Geiſt nicht ein, wird doch der Ausgang herr⸗ lich ſeyn. 3. Drum laß mich ſtille ſeyn und hoffen! Haſt du mir Prüfungen beſtimmt; ſo ſteht dein Vaterherz dem offen, der ſeine Zuflucht zu dir nimmt. Wer ſtill in dei⸗ 24 ner Fügung ruht, mit dem machſt du es immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns nuͤtzt, verborgen; genug für uns, du haſts erkannt' Wie oft ſind unſre Wünſch' und Sorgen kurzſichtig und voll Unverſtand! Du ſiehſt, was ſchädlich iſt, von fern, und deine Guͤte hinderts gern. 5. Nur du erkennſt und wählſt das Beſte! O Vater, mache ſelbſt mein Herz in dieſem hohen Glauben feſte; dann überwaͤltigt mich kein Schmerz. Ich duld ihn mit Gelaſſenheit; was mein Gott will, geſcheh allzeit. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut; denn endlich führeſt du die Frommen zur völligen Zu⸗ friedenheit: und dann wird Jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beſte war. 7. Dann wird auch mich von allen Plagen ein ewiger Gewinn erfreun; dann wird mein Herz ſtatt aller Kla⸗ gen, voll Dankes und voll Lobes ſeyn: der Herr hat für mein Heil gewacht, hat Alles mit mir wohl gemacht! Mel. Auf, ſchicke mich O⸗ s herrſcht ein 379 E Gott, der ſchuͤtzt in Noth, und hilft, wenn ſie ihm traun, ſo gern den Sei⸗ nen! Drum ſei vergnägt, wie er es fügt! Bald kolge ir ——— b 4 ma Sünd7 zem Peinen. 2 9 nurte dir gebricht, w ſet den betho Dir nütt der iitles Hetz s Ewge; 3. Erkenn? äb Geduld, deine Sünden den Flehitnu ſeinen Pfad g. laß von ſein ſceeiden. 4 Dannfüt väterlich die die dein Heil! ſſe auch hier entzuͤckt wirf anſt ſehn un 5. Drum Weg alhier gehn in mei Stande Se⸗ Venn ichdir! auf ijm zum lande. 0 ⁴ 980 G te Pflicht, i taa Se zurſitt un Predd zeben Nit wii ſet Uns Neri diicht ermüͤden „2 Auf ins Grah 8 agn eid 9x ruht, mit 4s d immer t glt 4 2 B oft, wazn — gen; genugf 1 4 etaun Sorg p 1 3 Rſcch 4* 1 Bit und n ſchädlt e deine hindents gen 5. 1 erkennſt u wählſt Beſte! O Va nache it mein Hen deeſem 44 Glauben fen 8 dann zealtigt wich k Säm 3350 duld idar Gelaſ Mr was mend⸗ ul.— chhit. 2 8 uude win el endlid ke mmen, dam 8— s Gluͤck eri e denn führeſt uid 1 Fromtf nur völliga zdu friedet? a der beſte un A wird aud u 1 . l dein t von 14 dn llagen en— Gewiſj reun; damn f 1 in a ſtcatt alle h 6 7, Dankes 9— k der dne 3 nein.. wacht, da „ vit hl gematt 3 u, ſitt nt 1 371„San wit 1 K* — — — — . und dam Jed 1 abar, daß, e Vertrauen dir Ruh und Troſt nach kur⸗ zem Weinen. 2. O murre nicht, dir gebricht, was öfters lü⸗ ſtet den bethörten Sinnen! Dir nützt der Schmerz, dein eitles Herz zu beſſern und fürs Ew'ge zu gewinnen. 3. Erkenn die Schuld und üb' Geduld, wann du um deine Sunden hier mußt lei⸗ den! Fleh ihn um Gnad', geh ſeinen Pfad getroſt, nichts laß von ſeiner Lieb' dich ſcheiden. 4. Dann führt er dich ſtets väterlich die ſichern Wege, die dein Heil bezielen, Sey'n ſie auch hier oft dunkel dir: entzückt wirſt du ihr End' einſt ſehn und fühlen. 5. Drum gnüge mir der Weg allhier, den ich muß gehn in meinem Amt und Stande! Sei er auch rauh! Wenn ich dir trau, komm ich auf ihm zum wahren Vater⸗ lande. „ Was Gott thut, das iſt Mel 3 Gott, dir ver⸗ 380 G traun, iſt mei⸗ ne Pflicht, iſt Seligkeit im Leben Sie kann dem Herzen Zuverſicht und Troſt und Freude geben. Des Lebens Müh' verſüßet ſie, und läſ⸗ ſet uns hienieden im Laufe nicht ermuden. 2. Auf Erden wechſeln bis ins Grab Zufriedenheit und Sorgen beſtaͤndig mit einan⸗ auf Gott. der ab, wie Mitternacht und „. Morgen. Das Unglück flieht, wann die Freude blüͤht; und kaum iſt ſie empfunden, iſt wieder ſie verſchwunden. 3. Wie würde da voll Aengſtlichkeit uns jeder Tag verfließen, und bei des Le⸗ bens Heiterkeit das Herz ſchon beben müſſen, wenn Zuverſicht zu dir uns nicht dann Sicherheit gewährte, und ruhig bleiben lehrte? 4. Du theilſt das Alles aus, was hier den Sterblichen be⸗ gegnet. Im Glück und Un⸗ gluͤck werden wir von dir doch ſtets geſegnet. Wenn wir nur er durch den Gebrauch ſo weiſe werden wollten, als wir, o Gott, es ſollten! 5. Nicht unſer Wille ſoll geſchehn; du wähleſt ſtets das Beſte. Wenn Erd' und Himmel untergehn, ſteht dieſe Wahrheit feſte. O daß wir ſie durch Leichtſinn nie an unſern Seelen ſchwäch⸗ ten, ſie nie verkennen mög⸗ ten! 6. Dann würde dieſe Ue⸗ bungszeit nicht traurig uns verſchwinden, des Lebens Widerwärtigkeit uns nie⸗ mals muthlos finden. Dann ſaähen wir, voll Hoffnung hier, mit Palmen und mit Kronen die Ueberwinder loh⸗ nen. 7. Gott, heilige du ſelbſt mein Herz, damit ich dir vertraue, und mit Gelaſſen⸗ heit heit im Schmerz hinauf gen Himmel ſchaue. Einſt preiſ auch ich auf ewig dich für überſtandne Leiden im Lande ſichrer Freuden. Mel. Befiehl du deine Wege 381 hriſt, wann dich 20 Trübſal kranket, vertraue nur dem Herrn! Er, der die Himmel lenket, iſt auch von dir nicht fern. Erwach aus deinem Schlum⸗ mer, zu Gott erhebe dich; er ſiehet deinen Kummer; er liebt dich vaterlich! 2. Sei auch in deinem Lei⸗ den ein Chriſt, voll Muth und Kraft; einſt kommen deine Freuden, bleibſt du nur tugendhaft. Erwarte nur im Glauben, getroſt die Ewigkeit; wer kann das Heil dir rauben, das ewig dich erfreut? 3. Sei froh, dein Gott reegieret, ſein Rath iſt wun⸗ derbar. Einſt wirſt du über⸗ führet, daß er der beſte war. Und denkeſt du vermeſſen; Der Herr erbarmt ſich nicht, der Herr hat mein vergeſſen; ſo höre was er ſpricht: ne, die ihres Kinds vergißt? Denk an dieß Wort und wei⸗ ner Gott Freudenthräanen, Chriſt! Und könnt ſie es vergeſſenz ich will doch dei⸗ ner nicht, ich deiner nicht vergeſſen! Der Herr iſt's; der es ſprichtt/ Pflichten gegen Gott. 5. Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich feſt, weil ſeine Vatergüte dich ewig nicht verläßt. Was iſt das größte Leiden, das dir be⸗ gegnen kann, hricht einſt der Tag der Freuden, des ew'⸗ gen Friedens an 2 Mel. Wer nur den lieben Gott OOC ein Hort iſt 382 M Gott! Ihn laß ich walten; ich hoff auf ihn: er kennet mich. Ihm fehlts, die Seinen zu erhal⸗ ten, an Mitteln nie, und ſein bin ich! Ich gründe meine Zuverſicht auf dieſen Fels und wanke nicht. 2. Was quäl ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffnung iſt? Nein; das iſt meines Her⸗ zens Freude, daß du mein Gott und Helfer biſt. Hilf, mein Erbarmer, ſtärke mich, denn nichts vermag ich ohne dich. b 3. Der Herr erzieht hier ſeine Kinder zur Ewigkeit mit weiſer Huld. Er ſchont, er züchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat Ge⸗ duld. Er hat nicht Luſt an unſerm Schmerz; er hat ein väterliches Herz. 4. Gott iſt die Lieb', wie kann ich zagen? Gab er fuͤr Was könnte mir ein Gott verſagen, der ſo unendlich gü⸗ tig iſt? Erhabner Troſt, der nim⸗ —õ—— denzett. Erl ſeinen Ran Ft un V. Foumt. 383; doffe dann mi Gott ſorgt u für deines L Gluck, zu d nen Blich) himmel trüb nd Die Wo verziehn, im nenſcheine bl neue Freuden. Wehlthat dir veredelt werd nicht 4 Sun ch eng Raäl. Be e leiengi in Hon 05 82 te 3 ſchli, d S en 1 erhd leln nie, w „ ſein 5 28 Ich grun d meine Jht auf di n fels un e nicht. 4 2 W. al ich u e di ich 1 ie, der ch e Gett u hoffnung h 8 Nein; d. 4 meines hi 3 zuns 59= daß dum Gott un fer biſt ü t vein Err-r, ſtärken denn nicht armagic t. 4 dich. 4 dem ritt ſeine'„zur Evib mit weiſ ld. Erſcn ex züchtti 1 geina wir ve verl und de9 duld. C richt kut — e ua vaͤterli 4 die w6,7 Vertrauen nimmer truͤgt, und jeden Zweifel überwiegt! 5. Ich harre ſeiner und bin ſtillen Wie bald ver⸗ ſtreicht die Prüfungszeit! Dann nehm ich dort aus ſei⸗ ner Fülle unendliche Zufrie⸗ denheit. Er leitet mich nach ſeinem Rath, wie er mir zu⸗ eſager hat! Kommt lher zu mir, 38 3 Erfull⸗ redlich dei⸗ ne Pflicht, und hoffe dann mit Zuverſicht; Gott ſorgt mit Vaterliebe für deines Lebens wahres Gluck, zu ihm erhebe dei⸗ nen Blick, waͤr auch dein Himmel trübe. 2. Die Wolken werden ſich verziehn, im milden Son⸗ nenſcheine blühn dir wieder neue Freuden. Oft wird zur Wohlthat dir der Schmerz; veredelt werden Geiſt und Herz durch Prüfungen und Leiden. 3. Oft führt die dornen⸗ volle Bahn weit ſichrer dich zum Ziel hinan, als ſanfte Blumenpfade. Drum dulde fromm, mit feltemm Muth! Was Gott, der Menſchen Vater, thut, iſt Weisheit, Huld und Gnade 4. Doch deines Gottes dich zu freun, im Sturme, wie im Sonnenſchein, Beru⸗ higungmzu finden, benutzt ſelbſt gewiſſenhaft Verſtand und Zeit und jede Kraft, auf Gott. 283 den wahres Woht zu grün⸗ en 5. Daß ich gewiſfenhaft und treu in meinem Amt und Stande ſei und meine Pflicht erfülle; zu dem Ent⸗ ſchluſſe ſtärke mich, und dannm vertrau ich, Gott, auf dich! Herr, es geſcheh dein Wille b In eigener Melodie. 5 7. 6 84 h Snn, ich meinem —9 Gott nicht trauen, 4.5 mich liebt ſo vä⸗ terlich? der ſo herzlich ſorgt für mich? Sollt' ich⸗ auf den Herrn nicht bauen, welcher, unbewegt und feſt, ſeine Kin⸗ der nie verlaßt? 4 2. Er weiß Alles, was mich drücket, mein Anliegen, mei⸗ ne Noth; zöer ſteht bei mir bis in Tod; er weiß, was mein Herz erquicket. und Vatertreu' wird mir je⸗ den Morgen neu. 3. Der die Vögel alle näh⸗ ret, königlich die Blumen ſchmuckt, jedes dürre Land erquickt, Speiſe jedem Wurm gewaͤhret: ſollte der verlaſ⸗ ſen mich? Neinz weit mehr, als ſie, bin ich! on 32 4. Wenn natch ſeinem Reich 1 ich trachte, wenn ich nur in Frömmigkeit ſuche meine Se⸗ ligkeit, und ſteüber Alles ach⸗ te: ſegner Gott mir früh und ſpat Wort! und Werke, Rath und That. b 55. Heiter ſei der Wdre Morgen, oder nicht; was b künf⸗ Seine Lieb künftig iſt, qualt mich nicht; ich bin ein Chriſt. Ich laß meinen Vater ſorgen, froh bei Allem, was ſein Rath über mich beſchloſſen hat. 6. Gott ſei Lob! Was mich erfreuet, ſtehet unerſchutter⸗ lich: er, der Höchſte, ſorgt fuͤr mich. Ewig wird ers mir beweiſen; Seele, freue ſſeiner dich! Ewig ſorget Gott fur mich! Mel. Wer nur den lieben Gott 38 5 Entſchwinge dich, 1 mein Geiſt, den Nächten, in welche dich die Schwermuth hüllt! Willſt du mit deinem Schöpfer rechten, ddaß er nicht jeden Wunſch feerfullt? Jetzt kennſt du, was dir gut iſt, nicht; einſt ſtrah⸗ let dir ein höhres Licht. 2. JIn Finſterniſſen wankt hienieden des Menſchen un⸗ gewiſſer Schritt: was Got⸗ tes Vorſicht ihm beſchieden, was ihn erfreute, was er litt, klart ſich am Ziel von ſeinem Lauf für ihn als glei⸗ che Wohlthat auf. 3. Dort findeſt du von icht umfloſſen, auch deiner Erdenthränen Lohn. Schau, Wihre Saat iſt aufgeſchoſſen: ſie bluͤht der nahen Aernte ſchon. Im Kummer ward ſſiie ausgeſtreut; bald reift ſie fuͤr die Ewigkeit. 4. Drum heb empor die trüben Blicke, wann ſich in Nacht dein Weg verliert! Pflichten gegen Gott. Dich leitet Gott. O Denk zu⸗ rücke, wie gut er immer dich geführt; wie oft, wann Dun⸗ kel um dich lag, das Licht dir ſelbſt aus Nächten brach! 5. Gott! gnädig, wenn du uns erhoreſt, oft gnädi⸗ ger, wenn du den Plan, den unſre Thorheit ſchuf, zerſtö⸗ reſt, dich, Vater, bet ich kindlich an. Ich hoff auf dich mit feſtem Muth, denn was du ſendeſt, iſt mir gut. 6. Die Liebe hat den Pfad beſtimmet, den ich auf Er⸗ den wandeln ſoll. Ob er ſich auch durch Dornen krümmet, ich geh ihn hoher Ahnung voll. Einſt werd ich in des Himmels Höhn ganz deiner Führung Weisheit ſehn. Mel. Fröhlich ſoll mein Herze 386 Marum willſt du —0O09 doch für Mor⸗ gen, banges Herz, dir zum Schmerz, immer ängſtlich ſorgen? Wozu dient dein täglich Grämen? Nur dazu, dir die Ruh ohne Noth zu nehmen. 2. Wer, als Gott, gab mir das Leben? Wer, als er, hat bisher Alles mir gegeben, was, mein Leben zu erhalten, nöthig war, immerdar laß ich, Gott, dich walten. 3. Der das Groͤßre uns gegeben, einen Geiſt, der ihn preiſt, dieſen Leib, dies Leben, wird uns auch das Kleinre ſchenken. Sein bir i ih; al an dinß ein 4. Pas aut hensteiſe wir was mich duc der Alweiſe nerje vergeſſ heil, bat mei nir zugemeſer 5 Nähtt der eiften nicht de det er nicht de Ariten? Kleide ſes Kume nich ſeuer Macht, zun Ruhme? 6. Nar auf ticht achten? ließ mein Got verſchmachten ſoll vor nicht Jäterlich lieh will ich venn 7 Nützen w Kräfte; mͤm ftih nitlicen mmer gehn an 3 wird es Ner mangeln V 8. Vor der zagen will ich diißt kenem hute leb ich icht viell m. ziſ lchte Wa ſorgen! . Enngedu fehle glaudens ſ0„ dir, 6 Seele. Sorge dj ſill ic Kt, dig ater, bet tmlth- aIt hof a dich wit upr Muth de H Himmel k— hn ganz da 6 Führan Misheit ſen. Räl. n an ſel mein he hun wili ¹ 380 Hdochfin d „ gen, bq** Her, un „ Schmen umer älhſt t ſorgen?— zu dient n m täglich tt en? Nu 1 dir dieſt. wohne A nehme ich; auch an mich wird er liebreich denken. 4. Was auf meiner Le⸗ bensreiſe mir noch fehlt, was mich qualt, weiß er, der Allweiſe. Sollt' er mei⸗ ner je vergeſſen? Er, mein Heil, hat mein Theil längſt mir zugemeſſen. 5. Nährt den Vogel in den Lüften nicht der Herr? Wei⸗ det er nicht das Thier auf Triften? Kleidet er des Gra⸗ ſes Blume nicht mit Pracht, ſeiner Macht, ſeiner Huld zum Ruhme? 6. Nur auf mich ſollt' er nicht achten? In der Noth ließ mein Gott hülflos mich verſchmachten? Nein, mir ſoll vor nichts mehr grauen. Väterlich liebt er mich: ihm will ich vertrauen. 7. Nützen will ich Zeit und Kräfte; widmen ſie ſpät und früh nützlichem Geſchäfte; immer gehn auf ſeinen We⸗ zen: wird es mir dann all⸗ hier mangeln je an Segen? 8. Vor der fernen Zukunft zagen will ich nicht; es ge⸗ bricht keinem Tag an Plagen. Heute leb ich; bin ich Mor⸗ gen nicht vielleicht ſchon er⸗ bleicht? Warum will ich ſorgen? 9. Sorge du nur; ich be⸗ fehle glaubensvoll, wie ich ſoll, dir, Herr, Leib und Seele. Sorge du; dir halt ich ſtille; ich ſoll dein ewig ſeyn: es geſcheh dein Wille Vertrauen auf Gott. 285 Mel. In allen meinen Thaten 202 Nas ſoll ich aͤngſt⸗ 38 7W lich klagen Sn in der Noth verzagen? Der Höchſte ſorgt fuͤr mich. Er ſorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohlſeyn fehle. Ge⸗ nug zum Troſt, fuͤr dich! ⸗ 2. Was nützt es, ängſt⸗ lich ſorgen und jedem neuen Morgen mit Furcht entge⸗ gen gehn? Du, Vater mei⸗ ner Tage, kennſt, eh ich dirs noch klage, mein Leid und eilſt mir beizuſtehn. 3. Auf deinen Wink zu ſchauen, dir kindlich zu ver⸗ trauen, das, Herr, iſt mei⸗ ne Pflicht. Ich will ſie treu⸗ lich üben und dich, mein Vater, lieben; denn du ver⸗ ſäumſt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen kleideſt, und alle Thiere wei⸗ deſt, du Schöpfer der Na⸗ tur, ſiehſt Alles, was mir fehlet. Drum Seele, was dich qualet, beſiehl dem Herrn und glaube nur! 5. Herr, alle meine Sor⸗ gen, die Noth, die oft ver⸗ borgen an meinem Herzen nagt, werf ich auf dich, den Treuen; du weißt den zu er⸗ freuen, der fromm nach dei⸗ ner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thranen, und ſich nach Hül⸗ fe ſehnen, ſo klag ich dirs, dem Herrn. Dir, Vater! dir befehle ich jeden Wunſch der mein Herz, hilfſt, du ſegneſt gern. n 7 Der du mir hier im Le⸗ ben ſchon größres Heil gege⸗ ben, und deinen Sohn ge⸗ ſchenkt, du wirſt mir Alles ſchenken, und aſtets zum Beſten lenken, was mich be⸗ kümmert, quält und kraͤnkt. 8. Du ſühreſt, Herr, die Deinen nicht ſo, wie ſie es meinen, doch ſtets nach wei⸗ ſem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That. 9 Wenn ich hier Tiefen ſehe, und es nicht ganz ver⸗ ſtehe, was du mit mir ge⸗ than, kann ich doch deß mich tröſten: du nimmſt mich, den Erlöſten, gewiß dereinſt zu Ehren an. 34 10. Dort, bei der From⸗ men Schaaren, dort werd ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da bring ich dir mit Freuden, nach über⸗ ſtandnem Leiden, den Dank, der deiner Mel. Was Gott thut, das iſt 00 Nhas zagſt du?2 8 83 3 8 Bent regiert die Welte und Gott iſt ja allmächtig. Den Arm, der dieſes Weltall hält, was retten. Huld gebührt. dir den verdachtig?. Wenn Meeres fluth und Feuersgluth uns ſchom ereiler hatten, ſo kann er doch nocht 3393682 Fromme nicht. Drum ſey ge⸗ wiß, Pflichten gegen Gott. 8124 Was zagſt du 216 Gott regiert die Welt; und Gott iſt ja allwiſſend. Selbſt was dein Herz verborgen hält), iſt dennoch ihm wohlwiſſend. Sein Auge ſieht in dein Ge⸗ muth. Die Bitte, die du thateſt, vernahm erh eh du 3. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt der Allweiſe. Stets dient der Weg, der ihm gefällt, zum Heil dir, ihm zum Prei⸗ ſe. Er führt gewiß durch Finſterniß, durch jede Nacht der Leiden zum Lichte reinrer Freuden. 4n 4. Was zagſt du? Gott regiert die Welt und iſt all⸗ gegenwartig. Der Fromme, der an ihn ſich halt, iſt ſeines Heils gewartig. O glaub es gern! Gott iſt nicht fern; er, wo auch jeder walle, hält allenthalben Alle 5. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt ja die Liebe. Nichts iſt, was dem, der ihm gefällt, ein Quell des Elends bliebe. Auf, faſſe Muth! Selbſt Jeſu Blut ſagt dir bei jedem Leiden: Gott ſegnet uns mit Freuden. 6r6. Was zagſt du? Gott regiert die Welt; und Gott iſt auch geduldig. Zwar wenn er vors Gericht uns ſtellt, ſind ſelbſt die Frommen ſchul⸗ dig. Doch ſein Gericht trifft ———————— ſchauen Die vertralen r äigenet R 9000 Dvan ne auf Gottes We doch laß den Mut ken, nein wirke, fteund, voll G. auf Eren! Es beſſer werden 2 Nie werden den von alem freit, nur uͤber Bl denn Vollkammne erwartet nicht a doch beſen wird b 3. Wir ſchaffen kiden durch ſ heit, durch Keder Therhet und Ung Wenn wit nur egen Goſ regiert di ſuiema& A der keide ang Lichte nim „ Freuden 1un 44 W gſt du⸗ 4 h regiert elt md üß n gegenwi ee Der Fom u der an iſ hält ſtſſin deils ig. D „ es gern t it rithhin d er, wa m jeder nu u dält alln ben Ale 5. W agſt duh „ ngien ſ zeltz u 6. it ja d be. ut Vertrauen auf Gott. wiß, er ſchone auch dein in ſeinem Sohne. 97. Nun, Gott! da du die Welt regierſt; wie dürft' ich angſtlich zagen? Ein Leid, in welches du mich fuͤhrſt, ſoll nie mich niederſchlagen. Ich hoff' auf dich. Du läſ⸗ ſeſt mich bald deine Hülfe ſchauen. Dir, dir will ich vertrauen! 4 In eigener Melodie. 6 a) war wird noch 38 9 3 manche Thrä⸗ ne auf Gortes Welt geweint, doch laß den Muth nicht ſin⸗ ken, nein wirke, Menſchen⸗ freund, voll Glauben fort auf Erden! Es wird doch beſſer werden! 2. Nie werden wir hienie⸗ den von allem Schmerz be⸗ freit, nur uͤber Blumen wan⸗ deln. Vollkommne Seligkeit erwartet nicht auf Erden. Doch beſſer wird es werden! 3. Wir ſchaffen ſelbſt uns Leiden durch Unzufrieden⸗ heit, durch Leidenſchaft und Thorheit und Ungerechtigkeit. Wenn wir nur weiſer wer⸗ den, wirds beſſer auch auf Erden. 4. Wenn wir beſcheidner wünſchen, und uns zufried⸗ ner freun; wenn Pflicht uns über Alles wird theu'r und heilig ſeyn; wenn wir ſelbſt beſſer werden: wirds beſſer auch auf Erden.. 3. Wenn nun des Irr⸗ 287 thums Binde von unſern Au⸗ gen fällt: wenn wir das Un⸗ recht meiden, und dann zum Wohl der Welt vereinigt wir⸗ ken werden; wirds beſſer auch auf Erden. 6. Uins ſelbſt hier zu ver⸗ edlen, und dann mit Thätig⸗ keit zum Wohl der Welt zu wirken; dies iſts, was Gott gebeut. Gott, laß uns dei⸗ nen Willen zu unſerm Heil erfüllltnte. Mel. Was Gott thut, das iſt 0206*b) Ein Gott re⸗ 9 8 9 E giert! Was zagen wir? Ein Gott erzieht durch Freuden und durch des Schmerzes Druck uns hier! Was iſt des Lebens Leiden? Ein ernſter Streit um Seligkeit. Es mag uns übel gehen: uͤberſtehen! 2 2. Wir werden, was am Herzen nagt, mit Hoffnung überleben, und über Alles, was uns plagt, uns ſiegend einſt erheben. Die Welt ver⸗ geht, der Geiſt beſteht. O laßt den Schöpfer walten! Er will den Geiſt erhalten. 3. Der Geiſt erkennt des Höchſten Spur, des Vaters Macht und Milde im großen Reiche der Natur, in Wäl⸗ dern, im Gefilde, im klein⸗ ſten Wurm, im Winterſturm, im Frühlingsſchmuck, im Re⸗ gen, und in des Herbſtes Segen. nan 4. Der wir werdens ſhweren 4. Der Gott, durch wel⸗ chen Alles iſt, der ſelber im Gewimmel der Thiere keines Wurms vergißt, der unter ſeinem Himmel, was lebet, ſpeiſt, wird unſern Geiſt für Licht und Heil erhalren. O laßt den Höchſten walten! 5. So mag denn, was die Welt uns gad, zerfallen und zerſtäuben! So drohe Krank⸗ heit, Tod und Grab! Des Schöpfers Huld wird blei⸗ ben. Er leitet gut, wir haben Muth; es mag uns übel ge⸗ hen: wir werdens überſtehen! 6. Wir zagen nicht: du Gott, regierſt, und wenn du Menſchenherzen durch Leiden für das Gute rührſt, ſo ſeg⸗ nen wir die Schmerzen. Wir haben Muth; ſind wir nur gut, ſo mags uns übel ge⸗ hen: wir werden's überſte⸗ hen! In eigener Melodie. 8390 Weeu pben Gott läßt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wun⸗ derbar erhalten in aller Noth und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchſten, traut, der hat auf einen Fels gebaut! 2. Was helfen uns die Sorgen? Was hilft uns unſer Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beſeufzen unſer Ungemach? Wir ma⸗ chen unſer Kreuz und Leid — pf ichten gegen Gott. nur größer durch die Trau⸗ rigkeit. 3. Man halte nur ein we⸗ nig ſtille und ſey doch in ſich ſelbſt vergnuͤgt, wie unſers Gottes Gnadenwille, wie ſein allweiſer Rath es fügt! Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwaͤhlt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenſtunden, er weiß, wann Hülfe nützlich ſey. Wenn er uns nur hat treu erfunden, geduldig, ohne Heuchelei; ſo kommt er, eh wirs uns verſehn, und läſſet uns viel Guts geſchehn. 5. Denk nicht in deiner Drangſalshitze, daß du von Gott verlaſſen ſeyſt und der dem Gluck im Schooße ſitze, den alle Welt für glücklich preiſt! Die Zukunft ändert oft ſehr viel und ſetzet jeg⸗ lichem ſein Ziel. 6. Es ſind ja Gott ſehr leichte Sachen, und ſeiner Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Er iſt der Herr, der Jedermann leicht hoch er⸗ höhn, leicht ſtürzen kann! 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, ſo wird er bei dir werden neu. Denn, welcher ſeine Zuver⸗ ſicht auf Gott ſetzt, den ver⸗ läßt er nicht. Gebet. 6 be Nel.Gett duftr „ 1Oich Go 301Ams mie ſelbſt de ig die Pilgrimſe tuns wohl volle in finſtem Thal ſellſt mein licht, nein Hort, men Ach Gott, berlaß 2 Ac Gott,v ticht, lehr deinen valen und laß u nehr in Sünd u ſalen, Gib wir geſt, des Glau ſcht, und wan ceeln will, Got nich nicht! „3 Ach Got. nicht in Nöthen ren, und laß zu ni hulf maer gein Gemüth ſtzittr' ich in ſn de W Kgen n ngkei. ni 3 mlte nur inn ſelbſt a 1. wie ſ tuch die dm . ut die reche Freuden enn, er wa wam nützlich ſe Dem t it nur hat m * funder: dulddig, ohß Heuchel ir kommt er, u wirs ut E ſehn, und li du uns d ts geſchehr e 5. a ncht in in 8, Drang tze, daß duß di Gott 1½ Jen ſeyſt udf zur dem Gn Schooßt ſ ge den al iilt für glutt e, preiſt.— Zukunft inn oſt ſeh= und ſczt lchem e Ziel. 6. 01 d ja Gett — ze, leichte Jen, und f tt Almat t es glech on Neichet i und n un, mache= Armen di V 3 und r— Er iſ ms tt, der Je= un leicht bi der hohn, t= ſtünze kan 1( bet und 8 4 Gotte en, nni us Deine un getreu me Gebet. Gebet. Mel. O Gott, du frommer Gott, 39 1 AA ntcheena du mir ſelbſt die Hände, daß ich die Pilgrimſchaft des Le⸗ bens wohl vollende! Irr ich im finſtern Thal; ſo ſei du ſelbſt mein Licht, mein Stab, mein Hort, mein Schutz! Ach Gott, verlaß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, lehr deinen Weg mich wallen und laß mich nimmer mehr in Suͤnd und Thorheit fallen! Gib mir den guten Geiſt, des Glaubens Zuver⸗ ſicht; und wann ich ſtrau⸗ cheln will, Gott, ſo verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefah⸗ ren, und laß zu rechter Zeit mir Hülfe widerfahren. Iſt mein Gemüth in Angſt, erzittr' ich in der Noth, o ſo verlaß mich nicht mit deinem Troſt, o Gott! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, gib Wollen und Ver⸗ moͤgen, in allem meinem Thun begleite mich dein Se⸗ gen! Die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht laß, Herr, vor dir gedeihn! Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht; hilf, daß ich dir erge⸗ ben voll Lieb' und Hoffnung ſei; feſt glauben, chriſtlich le⸗ 289 ben und ſelig ſterben mag, um dich von Angeſicht zu An⸗ geſicht zu ſchaun! Ach Gott, verlaß mich nicht! Mel. Wer nur den lieben Gott 392 Dein Heil, o ¹ Chriſt, nicht zu verſcherzen, ſei wach und nüchtern zum Gebet. Ein kindlich Flehn aus reinem Herzen hat Gott, dein Va⸗ ter, nie verſchmäht. Er iſt die Liebe ſelbſt; er hört, was ſeiner Kinder Herz begehrt. 2. Erhebe dich zu ſeinen Höhen mit Dank und Fle⸗ hen oft und gern. Er laͤſſet, was dir nützt, geſchehen, iſt dir zu helfen niemals fern; er thut, ſo du nur zu ihm flehſt, mehr als du bitteſt und verſtehſt. 3. Welch Gluͤck, ſo hoch ge⸗ ehrt zu werden, und im Ge⸗ bet vor Gott zu ſtehn! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Men⸗ ſchen Flehn? Er will blos deine Seligkeit, wenn er zu beten dir gebeut. 4. Sagt Gott nicht: bit⸗ tet, daß ihr nehmet? Iſt des Gebetes Frucht nicht dein? Wer ſich der Pflicht zu beten ſchämet, der ſchaͤmt ſich, Got⸗ tes Freund zu ſeyn, und ſtoßt das ihm beſtimmte Glück, feindſelig gegen ſich, zurück. 5. Sein Glück von dir, o Gott, begehren, wie leicht, wie ſüß iſt dieſe Pflicht! Des T Her⸗ —————— - 290 Pflichten gegen Gott. Herzens Wünſche dir erklä⸗ reu, wie ſtarkt das meine See⸗ le nicht! Gebet gibt Muth; Gebet gibt Kraft zur Däͤm⸗ pfung jeder Leidenſchaft. 6. Was kann zum Fleiß in guten Werken mir kräftiger den Geiſt erhohn? Was mehr in Leidensſtunden ſtär⸗ kren, als glaubig, Gott, auf dich zu ſehn? Ich treffe nichts ſey auf Erden an, was mich ſo ſehr erquicken kann. 7. Gott! laß mich nicht mein Heil verſcherzen, gib Luſt und Kraft mir zum Ge⸗ bet! Und wenn aus rei⸗ nem, frommem Herzen mein Mund zu dir um Hülfe fleht: ſo höre mich von deinem Thron durch Jeſum Chri⸗ ſtum, deinen Sohn! In eigener Melodie. 393 Chch komme vor 2 ₰ dein Angeſicht; verwirf, o Gott, mein Fle⸗ hen nicht; vergib mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und der Huld! 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb’ und Furcht vor dir, ein Herz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Lebenlang! 3. Sey mein Beſchützer in Gefahr, ich harre deiner im⸗ merdar. Iſt wohl ein Uebel, das mich ſchreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt 2 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir em⸗ pfing ich den Verſtand; er⸗ halt ihn mir, o Herr, mein Hort, und ſtäaͤrk ihn durch dein göttlich Wort! 5. Laß, deiner Liebe mich zu freun, ſie ſtets vor mei⸗ nen Augen ſeyn! Laß, mei⸗ nes Glaubens mich zu freun, ihn ſets durch Liebe thatig eyn 6. Das iſt mein Glück, was du mich lehrſt. Das ſey mein Glüͤck, daß ich zuerſt nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten ſey. 7. Ich bin zu ſchwach aus eigner Kraft zum Siege mei⸗ ner Leidenſchaft; ziehſt mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erringen kann. 8. Gib von den Gütern dieſer Welt mir, Herr, ſo viel, als dir gefällt; bei Wenigem Zufriedenheit; zur Arbeit Muth und Heiter⸗ keit. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß: ſo laß mich maͤßig im Genuß, ſo laß mich mild und gütig ſeyn, und dürft ge Brüder gern erfreun! 10. Gib mir Geſundheit und verleih, daß ich ſie nuͤtz⸗ und dankbar ſey, doch, ſie zu ſchonen, zaghaft nie mich einer höhern Pflicht entzieh'! 11. Erwecke mir ſtets einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint: mit mir in deiner Furcht ſich übt, du aber —— zit, nirih und eipiel gik. 12, Leſtmmſt längres ziel, u meiner Tage vie Far, weine Jube liß wich auch in 43. Und wid nein Ende nabn. dich weiner gnid ſey durch Ghritr Sohn, mein Schi Schid und gooßer Nl. Wer nur den domm Jol K ägen, o Chriſ dd Aageſicht. Traͤgheit dich be Erfülung dieſe ibe ſe zu Gotte deinem heil mitt 2 Set oft in zer Seelen: Got derz, Got it ein kann es dir an T len, wenn nur dei keten hefßt? Der Gott und ſeinen ihn, nich leerer 4 Wer das um Frieden di ain ſücht, der 5 Ermner liche m zu freſ Ie ſtets vor wi nen A nesſeyn! Laß, m 3 GA. 8) m ns Gl s mich zu fren n ſtet cch Liebe tſat ſeyn! 4 56. 1 snt mein Glit was d n h lehrſt. A t ſey n Dt daß ich zun d nach N a Neicche trach und m alen men 8“ Pflicht y. V in. azu ſchwacha dt: eigner A zun Siegen zm ner 14 ſchaft; d t dre ziehſttn nft wich au ich deſ=g ernngen t 8. von den Gin dieſer= mit, hm, vor wiel,= dit geſältz ht; Weric ufriedenhetz le, Arbeit— uh und d feit. — 45 ett deine Huͤdt der.5 4 der=s ſo laßmn Ueber ſo laßm 34— ſo laß mi ans in Cſ nn, udn vell und yl, u e dir. Brude n erfreun 8 7 e m Ois n md= daß ichſen 1 V erz und ☚ T ni 92 uu(c= Zaghäft ne in zu ſch= zage⸗ u i h ventehret Gott. übt, mir Rath und Troſt und Beiſpiel gibt. 12. Beſtimmſt du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel; ſo ſey, Herr, meine Zuverſicht: ver⸗ laß mich auch im Alter nicht! 13. Und wird ſich einſt mein Ende nahn: ſo nimm dich meiner gnädig an, und ſey durch Chriſtum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn! Mel. Wer nur den lieben Gott 39 4 Somm betend oft = 0 und mit Ver⸗ gnügen, o Chriſt), vor Got⸗ tes Angeſicht. Nie müſſe Trägheit dich beſiegen in der Erfüllung dieſer Pflicht! O übe ſie zu Gottes Preis und deinem Heil mit treuem Fleiß! 2. Bet oft in Einfalt rei⸗ ner Seelen: Gott ſleht aufs Herz, Gott iſt ein Geiſt. Wie kann es dir an Worten feh⸗ len, wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub an Gott und ſeinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was ihm zum Frieden dienet, durch Beten ſucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten ſich erküh⸗ net, was er nicht wünſcht, Wer ſchnell vergißt, was er ihm ſchwur, der ſpottet ſeines Schöpfers nur. 4. Bet oft zu Gott, und ſcchhmeck in Freuden, wie Gebet. 2 Brüder, für alle Menſchen, 291 freundlich er, dein Vater, iſt! Ber oft zu Gott, und fühl im Leiden, wie göktlich er das Leid verſüßt! Gott hörts, Gott iſts, der Hulfe ſchafft. Er gibt den Müden Troſt und Kraft. 5. Bet oft, und heiter im Gemuͤthe ſchau dich an ſei⸗ nen Wundern ſatt! Schau auf den Ernſt, ſchau auf die Güte, womit er dich geleitet hat! Oft irrteſt du: er trug Geduld; erkenn und preiſe ſeine Huld! 6. Bet oft, durchſchau mit frohem Muthe das Wunder der Barmhherzigkeit deß, der mit ſeinem theuern Blute uns von der Sünde Joch be⸗ freit: und eigne dir, zu dei⸗ ner Ruh' und Heiligung, ſein Opfer zu! 7. Bet oft; Gott wohnt an jeder Staͤtte, in keiner minder oder mehr; denk nicht: wenn ich mit Vielen bete, ſo find ich eh'r bei Gott Gehör. Iſt, was du wün⸗ ſcheſt, recht und gut, ſo, ſey gewiß, daß Gott es thut! 1 8. Doch ſaͤume nicht, in den Gemeinen auch öffent⸗ lich Gott anzuflehn, und Fi⸗ nen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern zu er⸗ höhn! Fühl der vereinten Andacht Werth, die deine eigne ſtärkt und nährt: 9. Bet oft zu Gott für deine als 292 als ihr Freund; denn wir ſind Eines Leibes Glieder: es ſey kein Glied des andern Feind! Solch Bitten, das aus Liebe fließt, ehrt Gott, der ſelbſt die Liebe iſt. 10. Bet oft, ſo wirſt du Glauben halten, dich prüfen und das Böſe ſcheun, an Lieb' und Eifer nicht er⸗ kalten, und reich an guten Werken ſeyn. Denn Muth und Kraft und Seelenruh ſagt Gott dem frommen Be⸗ ter zu. Mel. Was Gott thut, das iſt 39 5 Nelch hohes⸗Vor⸗ 920 recht ſchenkſt du mir, o du, dem Sera⸗ phinen mit Ehrfurcht und mit Dankbegier im höhern Leben dienen! Es darf mein Geiſt, wie ſchwach er heißt, ſich aus dem Staube ſchwin⸗ gen, und betend zu dir drin⸗ en. e g 2. Ich darf mit froher Zu⸗ verſicht vor deinem Thron erſcheinen, und du, mein Gott, verwirfſt mich nicht; du zählſt mich zu den Dei⸗ nen. Du zeigteſt dich mir väterlich, ſo oft ich zu dir trete, und kindlich vor dir bete. 3. Erſtickt die Sinnlichkeit in mir des Herzens fromme Triebe; ſo ſtärkt mich das Gebet zu dir in neuer Tu⸗ gendliebe. Was ſündlich iſt, kann ich, als Chriſt, durch Pflichten gegen Gott. deine Kraft bezwingen, und ſo den Sieg erringen. b 4. Gebricht es mir an ſanftem Sinn, an Liebe ge⸗ gen Bruͤder; ſo flieh ich be⸗ tend zu dir hin, und haſſe nun nicht wieder. Mein Herz verzeiht mit Freundlich⸗ keit, und ſucht der Feinde Schelten mit Großmuth zu vergelten. 5. Betracht ich im Gebet, mit Schmerz mein fehlervol⸗ les Leben; ſo wird und kann ſich nie mein Herz, von Stolz gereizt, erheben. Ich fleh' zu dir, verzeihe mir! und du willſt gern verzeihen, und mich mit Troſt erfreuen. 6. Wenn Kummer mich zur Erde zieht, und wenn mich Sorgen quaͤlen, wenn mir des Lebens Glück ent⸗ flieht, und edle Freunde feh⸗ len; ſo wend ich mich getroſt an dich; du lehrſt mich mit Entzücken im Elend Heil er⸗ blicken. 7. In ſtillen Stunden denk ich oft: was ſeyd ihr, eitle Freuden? Ach, wie ge⸗ ſchwind, wie unverhofft ver⸗ kehrt ihr euch Und denk ich dies, ſo fühlt gewiß mein Herz ſich ange⸗ trieben, nur dich, ſtets zu lieben. 8. O welchen Muth gibt das Gebet mir in Berufs⸗ geſchäften! Du lohneſt dem, der zu dir fleht, mit Weis⸗ heit und mit Kraͤften. Wer ir in Leiden! Herr, ——-—-— d vettnit und lalt, den kron Segut auf alen gen. 3 du Geiſt de ni Gebets, d einſten diebe, firie du mr dacht meine C kann ich nicht n zu meinen Vate lehte du mich be Mä. Wer nur den 396 R. hen iſt ein Geb Gott. Dies ka in Schwachhei⸗ duld und M Noth; bei jed jedem Schmer zufriednes Her Ruhe finden, Gewiſſen mich ye hei der Nenge den mein hen Rihter agth ich demutsdol meinem Gon. Schrein, un ſch meiner. ruf der Tugen b 4 Jih wil 1 Leins ſen bezwinge eengen, 1 1 erringen. 1 1 nun aei wieder. N ¹ Derz e ht mit Freuni ¹ keit, en ſucht der Fan „ Schel mut Großmut an vergel an 1 5. Wicht ich im Gi d vit§ argz mein fehlen de les ſo wird und k ſch 1e uhen venE ger theden. Ich G u 1— erzeihe wirln Jor⸗ du 1 1— Jern veneihenn nic m Trof erſten a enm Kumm und zur Fer zieht, und b mich Sügen quälen, u mir Lebens Glit liehr dedle Freud len win⸗ an Ada lehrſt ric En tim(lend 8 3 üllen Stndan ſch wwas ſeyd ie Fre: Ac, E Dei⸗ ſhut wie u wir keht euch in T . Ur1ck ich dies, 4 den ein den ſhe 4 dic, d 20ℳ jeben. ſa l tan In a,end ich wichſt Gebet. dir vertraut und auf dich baut, den kröneſt du mit Segen auf allen ſeinen We⸗ en. 99. Du Geiſt der Kraft und des Gebets, du Geiſt der reinſten Liebe, erweck und ſtärke du nur ſtets zur An⸗ dacht meine Triebe! Und kann ich nicht mit Zuverſicht zu meinem Vater treten; ſo lehre du mich beten! Mel. Wer nur den lieben Gott 39 6 Mein beſter Troſt 3 in dieſem Le⸗ ben iſt ein Gebet zu meinem Gott. Dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, Ge⸗ duld und Muth in jeder Noth; bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ruhiges, zufriednes Herz. 2. Wie kann ich Troſt und Ruhe finden, wann mein Gewiſſen mich verklagt, wann bei der Menge meiner Sün⸗ den mein Herz vor ſeinem Richter zagt? Nichts tröſtet mehr, als ein Gebet, das Gott, bei dir um Gnade fleht. 3. Muß ich, um des Ge⸗ wiſſens Willen, ein Spott der Laſterhaften ſeyn: ſo bet ich demuthsvoll im Stillen zu meinem Gott. Er hört mein Schrei'n, nimmt väterlich ſich meiner an und ſtaͤrkt mich auf der Tugend Bahn. 4. Ich will mich nie zu rä⸗ 293 chen ſuchen, wann mich ein Feind zu kränken ſucht; und dem will ich nicht wieder flu⸗ chen, der mir aus Unver⸗ ſtande flucht. Nein, meine Rach' ſey ein Gebet, das Gnade ihm von Gott erfleht 5. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf ich Gott, der mich er⸗ höret, um Troſt in dieſem Kummer an. Wer ihm ſein Leid mit Zuverſicht entdecket, den verwirft er nicht. 6. Ruf ich ihn an bei dem Geſchäfte des Standes, den ter mir verlieh: ſo fleh ich nie umſonſt um Kräfte; der Gott der Stärke gibt mir ſie. Er gibt, aus väterlicher Huld, mir Segen, Klugheit und Geduld. 7. Wann, böſer Lüſte Macht zu daͤmpfen, mir Schwachen Muth und Kraft gebricht: dann bitt ich Gott; er hilft mir kaͤmpfen er gibt mir Muth zu jeber Pflicht; und ſtark durch meines Got⸗ tes Kraft, beſieg' ich jede Leidenſchaft. b 8. Wann ich im letzten Kampf des Lebens bei Nie⸗ mand Hülfe finden kann: ſo ruf ich Gott doch nicht vergebens um ſeinen Troſt und Beiſtand an, der, wenn die Sprache mir vergeht, ſelbſt meine Seufzer noch verſteht.. Mel. Mel. Ermuntre dich, mein 39 7 Irie ſanft, mein / ☛ Vater, iſt die Pflicht, als Kind zu dir zu treten, voll Demuth und voll Zuverſicht zu dir, o Gott, zu beten! Welch Gluck, das Alles uͤberſteigt, wird im Gebete mir erzeigt, wenn ich mit Kindestreue mein Herz, o Gott, dir weihe! 2. Allwiſſender! zwar bet' ich nicht, um dich erſt zu belehren; nicht mit dem Wahn, was mir gebricht, das müſſeſt du gewaͤhren; nicht, Wunder von dir zu er⸗ flehn; nicht, andern Pflich⸗ ten zu entgehn; nicht, trage, dich zum Segen durch Bitten zu bewegen; 3. Nein, guter Vater, nur um dich recht innig zu empfinden, zum Dank, zur Ehrfurcht feierlich die Seele zu entzünden, zur Demuth, Liebe, Freundlichkeit, zu kindlicher Ergebenheit, zum Fleiß in guten Werken mein Herz vor dir zu ſtärken. 4. Denn, wann ich in der Einſamkeit mein Herz zu dir erhebe, dir, Vater, voll Zufriedenheit mein Schickſal uͤbergebe; dann ſchöpf ich fuͤr die Tugend Kraft, Muth in dem Kampf mit Leiden⸗ ſchaft, Erquickung in dem Leiden und Hoffnung ew'ger Frenden. 5. Mit keiner Welt ver⸗ tauſche ich die wonnevollen pfand, Pflichten gegen Gott. Stunden, wo betend dich mein Herz, o dich, mein Vater, hat empfunden; wo ich mit Thränen vor dir ſtand, tief deine Vaterhuld em⸗ die liebevoll mich führte, mit Weisheit mich regierte. 6. Wie wird vor deinem Angeſicht der Chriſten Glaube wichtig; wie warm mein Herz für jede Pflicht; zu je⸗ der Tugend tüchtig! Wann böſe Luſt in mir ſich regt, eil ich, von deinem Geiſt be⸗ wegt, mich im Gebet mit Thränen nach Kraft von dir zu ſehnen. 7. Dein denk ich, froh von Dank gerührt, wann ich mich niederlege, die Pfade, die du mich geführt, bewun⸗ drungsvoll erwäge. Dich rühm ich, wann nach ſanf⸗ ter Nacht zu neuer Luſt mein Aug' erwacht, das die Na⸗ tur entzücket, zu neuer Luſt erquicket. 8. Bin ich, am Ziel von meinem Lauf zu ſchwach, noch laut zu beten; dann blick ich, Gott, zu dir hin⸗ auf, und will im Geiſte be⸗ ten. Noch ſterbend, Vater, dank ich dir, der du ſo vie⸗ les Gute mir im Leben haſt erwieſen. Sei ewig, Herr, geprieſen! Mel. Wer nur den lieben Gott 308 Jabane ben ben u dir n Andatt ſetn, Huten zu beleben dunad zu eiſ Befehl und me and ſtarket mein 2 Laß diſſe rie vergeſſen; karnt mit ihrem taglich und mit *„welch heil widerſäürt von! Merſcien liet, gern das Gute 3 Wennichv Water, trete, ſillen Wunſchve ich in meinem und auf zu di ſchau: dann von heuchelei Eigendünkel fr 4 Nie müſſ dir begehren, Weisſeit nicht itten, das mir ten, was Ander fahrt raubt! hoteſt kein Get des Andern S 5. Winſch i dieſer dau o wein herzlich 1 deſt nir Mitt Bider Wohle höhr, dß ich V Habſuctfen, ſe gebrucen Rgen 42 n mein 3 beted 3 8 Yater ⸗ 84* d 1 ich mie upfunden, mt r en vor dir iin I tief d 9 1 Taterhul t pfand lrdauldn 8 18 lebevoll i * führe m Weisheit 9 n regiert u 6. 1 Siid vor din i Angeſcc 283 Chriſten Gia „ichtigz t e warn u i der ſi ai Pflct; u in der Tu rruchtig! W en doſe Gi mr ſch n dt, eil iche„otinem Geiſt mn; wegt, a in Gete e. Dran: h Kraſt vaß Uch⸗ zu ſeh. 1 a9t, 7.[* dunt ich, uten von D=rührt, wan nich nn cgge, di he ater, die 4 geführt, un 7 um exaul 4 2 8. Ecch, an zür meiner uf zu ſtn nder noch—tu lamn dir dlic 1— ott, zu 4 voll auf, 1 vill im Srin cſal ten. ⁸ ſet 3 ich dank t, der Luch les Gül m bin den⸗ erwit dem geprt ſger 1 — Sei ewig, 4=n den läat 3 hu dir, 1 u 30 huuhe an 99 Gebet. ben, zu dir mit frommer Andacht flehn, um uns zum Guten zu beleben, und unſre Tugend zu erhöhn, iſt dein Befehl und meine Pflicht, und ſtärket meine Zuverſicht. 2. Laß dieſe Pflicht mich nie vergeſſen; laß mich, be⸗ kannt mit ihrem Werth, es täglich und mit Dank ermeſ⸗ ſen, welch Heil von dir mir widerfährt, von dir, der alle Menſchen liebt, und Allen gern das Gute gibt. 3. Wenn ich vor dich, mein Vater, trete, dir meinen ſtillen Wunſch vertrau; wenn ich in meinem Kummer bete, und auf zu dir nach Huͤlfe ſchau: dann ſei mein Geiſt von Heuchelei und ganz von Eigendünkel frei! 4. Nie müſſ' ich das von dir begehren, was deine Weisheit nicht erlaubt: nie bitten, das mir zu gewäh⸗ ren, was Andern ihre Wohl⸗ fahrt raubt! Denn du er⸗ hoͤreſt kein Gebet, das zu des Andern Schaden fleht. 5. Wuͤnſch ich mir Güter dieſer Erde; ſo ſei auch dieß mein herzlich Flehn, daß ihr Beſitz mir Mittel werde, der Brüder Wohlfahrt zu er⸗ höhn, daß ich, von Geiz und Habſucht fern, mit Weisheit ſie gebrauchen lern. 6. Wünſch ich bei kummer⸗ vollen Leiden von ihrer Laſt mich frei zu ſehn, und ſehn 295 ich mich nach Lebensfreuden; ſo laß mich doch um das nur flehn, was deine Weisheit, Gott, beſchließt, und was mir gut und nützlich iſt! 7. Dann wird dir mein Gebet gefallen, und nie werd ich mich troſtlos ſehn; du, Herr und Vater von uns al⸗ len, erhörſt gewiß mein kind⸗ lich Flehn; gibſt mir im Gluͤck Zufriedenheit, in Truͤbſal Ruh' und Heiterkeit. Mel. Es iſt das Heil uns 399 Gen ins win. ſo weit die Wolken gehen; du krönſt uns mit Barmher⸗ zigkeit, und eilſt, uns bei⸗ zuſtehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, ver⸗ nimm mein Flehn, merk auf mein Wort: denn ich will vor dir beten! 2. Ich bitte nicht um Ue⸗ berfluß und Schätze dieſer Erden. Laß mir, ſo viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verſtand, dich, Gott, und den, den du geſandt, und mich ſelbſt zu erkenen. 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, ſo ſehr ſie Men⸗ ſchen rühren; des guten Na⸗ mens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm ſei meine Pflicht, der Ruhm vor dei⸗ nem 296 Pflichten gegen Gott. nem Angeſicht und frommer Freunde Liebe! 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollteſt du mir geben! In deiner Hand ſteht meine Zeit; laß du mich nur Barmher⸗ zigkeit vor dir im Tode fin⸗ den! In eigener Melodie. 400 Nicht um Reich⸗ thum, nicht um Ehre bitt ich, Gott, mein Vater, dich. Wenn ich Welt⸗ beſitzer waͤre; ohne dich, wie arm wär' ich! Nicht um thränenloſe Tage ſteigt mein Flehn zu dir hinan; ſende Freude, ſende Plage, wenn ich dich nur lieben kann. 2. Weisheit nur, dich zu erkennen, dich in Freude, dich in Schmerz meinen Va⸗ ter froh zu nennen; dieß er⸗ flehet ſich mein Herz! Dank⸗ gefüͤhl bei deinen Gaben, Luſt am Guten, Freud' in dir, und Gewiſſensruh' zu haben; dies, Allgüt'ger, wünſch ich mir. 3. Kraft und Muth und b Heerzensfreude, meinen Näͤch⸗ ſten wohlzuthun; Troſt und Stärke, wann ich leide, ſanft und ſtill in dir zu ruhn; Muth, die Laſter zu bekam⸗ pfen, ihre Reize zu ver⸗ ſchmähn, jede Leidenſchaft zu dämpfen: dieß, Herr, iſt mein kindlich Flehn. 4. Nur auf deinen Willen ſehen, dich, o Gott, ſonſt Niemand ſcheun, feſt in dei⸗ ner Liebe ſtehen, und dir, Vater, ähnlich ſeyn; dieſen heißen Wunſch zu ſtillen, wer vermag es? Du allein. Ja, um deiner Liebe Willen wirſt du, was ich bat, verleihn. Das Gebet des Herrn. Mel. Erſchienen iſt der 4( deß ſi 401 0 D'auei mel freun, auch unſre Seele freut ſich dein, daß du, deß Macht unendlich iſt, daß du Gott, unſer Vater biſt, in Ewigkeit. 2. Weit, über unſer Den⸗ ken weit, geht deines Na⸗ mens Herrlichkeit. Ihn hei⸗ lige, von Lieb' entbrennt, wer deinen großen Namen nennt, Unendlicher! 3. Verbreite deines Rei⸗ ches Ruhm durch Jeſu Evangelium! Mach unſer Herz ihm unterthan; ſo be⸗ ten wir dich freudig an, Allgütigerlr! 4. Der du in deiner Wahl nie irrſt, und wohlzuthun nie müde wirſt, dein Wil⸗ le, Weiſeſter, geſcheh auf Erden ſo wie in der Höh, mit Freudigkeit! 5. Sei mit uns in des Le⸗ bens Noth, und gib uns un⸗ anſer aglie afſee en Schmen ſei ſtil foh das Herz u traun! 6. Vergib, v nſre Schult öchwachheit n vir wollen auch ſucht rein, de Fehler gern ber wollens, Herr! 17 34 hart ſe ſuchung nicht; uns, wann und bricht; ſteh uns mächtig beiz r Guten feſt und mendet! 8. Erloͤß, unſer Gott, Rath aus aller nach volbbrachte lauf uns zu dem auf, Alliebende 19. In deine heiligthum, auf erſchalt dein R iſt die Macht, lichkeit von zu Ewigkeit In eigener * ich zu ſillen, 1 ma 5 4 allein. a " un dei mebe Willen n 6 du, wa 1 bat, velein Das at des Hern c⸗ A* hienen ſt der 2 40)(NI, deß alleii d 4 ft naut un 8 wie freut gein, 8 ug um Mach an udlich iſ, ſ nein du G. aunſer bu edde diſt, in iigkett zen 2. ſt= dber mſel . k w zeht deinen hzu nens ichkeit. Inle ade, lige= Lieb' entden da, wer degroßen Aan er⸗ dent Aliber ank 3. üu deines ben, ches Mm durh 5 „ in crang. all Mach n. „zn den interthan;9 ger, ten en. ich freudh Algit r In ſuchung nicht; Gebet. 2097 unſer täglich Brod; in dieſer Erde Freud und Schmerz ſei ſtill in dir und froh das Herz und voll Ver⸗ traun! 6. Vergib, vergib uns unfre Schuld; trag unfre Schwachheit mit Geduld; wir wollen auch, von Rach⸗ ſucht rein, des Nächſten Fehler gern verzeihn. Wir wollens, Herr! 7. Zu hart ſei die Ver⸗ Herr, ſtärk uns, wann uns Kraft ge⸗ bricht; ſteh uns zum Siege mächtig bei; mach uns im Guten feſt und treu, Erbar⸗ mender! 8. Erlöſ', erlöſ' uns, unſer Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! Nimm nach vollbrachtem Prüfungs⸗ lauf uns zu dem beſſern Leben auf, Allliebender! 9. In deines Himmels Heiligthum, auf deiner Erd' erſchallt dein Ruhm. Dein iſt die Macht, die Herr⸗ lichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Hallelujah! an eigener Melodie. (b) ater, den 401 V uns Jeſus offenbaret, den der Geiſt mit hoher Andacht nennt; Vater, den kein Himmel von der Erde, keine Welt von ſeinen Kindern trennt! 2. Hochgelobet ſei dein großer Name, angebetet deine Herrlichkeit! Heilig ehre dich der Menſch im Staube von der Wiege bis zur Ewigkeit. 3. Dein Reich komme! Jenes Reich des Friedens, das durch Weisheit und durch Liebe blüht; jenes Reich, das Jeſus Chriſtus baute, das die Menſchen fuͤr den Himmel zieht! 4. Es geſcheh⸗ dein Wil⸗ le hier auf Erden, wie in jenem hohen Geiſterreich; und die Wahrheit und die Tugend mache alle Menſchen deinen Engeln gleich! 5. Gib uns, ewigtreuer Menſchenvater, gib uns, was wir brauchen in der Noth! Ach wir bitten nicht um Gold und Schätze; gib uns, Herr,. und Brod! 6. Wann wir auf dem Pfad der Tugend ſtraucheln, ſo vergib uns Schuld und Miſſethat; ſo wie wir auch gern vergeben wollen, wann ein Naͤchſter uns gekraͤnket hat. 7. Schütze uns in der Ver⸗ ſuchnngsſtunde, wo die Tugend mit dem Laſter ringt; laß uns auf die Himmelskrone blicken, wann die Erde unſer Herz um⸗ ſchlingt! I 8. So erlöſe uns von al⸗ lem Uebel, das den Geiſt und unſer Herz bedroht! Gram und Reue werden dann Zufriedenheit — öö—————— Pflichten gegen Gott. 298 dann verſchwinden, und wir ſiegen über Welt und Tod. 9. Dein, Herr, iſt das Reich, die Macht und Stär⸗ ke! Ewig währet deine Herr⸗ lichkeit! Alle Himmel rüh⸗ men deine Ehre, und dein Tempel iſt die Ewigkeit. Fürbitte für den Regen⸗ ten und die Obrigkeiit. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten (a) ☚s freu der 402 E Fürſt des Ländes ſich, Gott, deiner allezeit! Sein Auge ſehe ſtets auf dich; ſein Herz ſei dir ge⸗ weiht! 2. Begnadigt, Herr, mit deiner Kraft und deines Gei⸗ ſtes voll, gedenk er ſtets der Rchenſchaft, die er dir ge⸗ ben ſoll! 3. Sehr groß und ſchwer iſt ſeine Pflicht, und er, ein Menſch, wie wir, wie ſehr braucht er vor andern Licht und Rath und Kraft von dir! 4. Verleih ihm das! Wenn er begehrt, dir ahnlich, Gott, zu ſeyn, ſo hilf ihm, in dein Bild verklärt, ſein Volk, wie du, erfreun! 5. Er fördre willig deinen Ruhm; er denke gern daran: das Land ſei, Herr, dein Ei⸗ genthum, und er dein Unter⸗ than! 6. Der über Chriſten, Gott, von dir zum Herrn verord⸗ net iſt, ſei deiner Kirche Schutz und Zier, ein edler Menſch und Chriſt! 7. Er zeig in ſeinen Tha⸗ ten ſich als deinen treuſten Sohn! Den Laſtern ſei er fürchterlich, der Tugend Schutz und Lohn! 8. Der Unterthanen Liebe ſei ſein edelſter Gewinn, und kein gerechter Seufzer ſchrei um Rache wider ihn! 9. Um ſeinen Thron ſei immerdar Recht und Ge⸗ rechtigkeit, und dann beſchütz ihn in Gefahr, wann ihm und uns ſie dräut! 10. Sein eignes Beiſpiel wirke mehr, als jede Strafe thut, und es verbreite um ihn her zu jeder Tugend Muth! 11. Verdienſte heb' er gern empor; er folge weiſem Rath und öffne freundlich Herz und Ohr, wann ihm ein Armer naht! 12. Auch ihm beſtimmteſt du das Ziel, das er errei⸗ chen ſoll; Herr, mache ſeiner Tage viel und jeden ſegens⸗ voll! 13. Sein werd' in jedem Flehn zu dir mit Lieb und Dank gedacht! Erhör uns, Gott: dann jauchzen wir und preiſen deine Macht. Mel. Sei Lob und Ehr dem. b)(Crhal 5 402 4 Erhr, die Obrigkeit! Du gabſt ſie uns, auf Erden mit Wohlſtand und mit Sicherheit durch fie e⸗ tegläct u vedd ihr Paicheit, Kraft, was w dem Laude ſchaf falt wahrzunehn 2 Gib, daß Porbild gleich, fegiere, zu un und dein Neic Anſtalt fülne, Schirm und! Verdient und erfreu, dem Un ſteunel 3 Laß uns, Schutz bewacht dens Glück ge rabig unterihr beden uns ver daß wir in G dienen, und Zeit die Fruch arnten! 4 Beſchirme nen Schuz, d Uebels gonnen it, Gewalt 1 niemals ſchaden fehle jedet gut ſſe ſich vorger dein ſegnendes d. Gib denen und Treu, di rageen daß Ksii ſi, nach in Suu ah— .d. I nerthanen 46 ſei ſeinſ ar Gewinn a' kein get zſt Seußter ſt un Na auader ihn! immerd d. acht und det rechtigh ad dann beſth des in inſ ſar, wann. mer und un 1m diaute iets 10. eigaes Biß ege⸗ wirte 1K als jede dii thut, Ut verbreiten nit her zu ☚ Tugend M Gei 11. ſte heb ug der emperſ= lgeweiftnlt ge⸗ und iſſt undlih henr DOhr, z ihm en M wer nahtt. ein 12.„ ihm beſtri ſehr du das kae, das etm ſicht chen ſol! mieſ dir! Tage ½.—d jedaſ an voll! . 19, lch, 13.= wetd u 9*. U nen Thru rr, magſeſd beglückt zu werden! Verleih ihr Weisheit, Trieb und Kraft, was wahres Wohl dem Lande ſchafft, mit Sorg⸗ falt wahrzunehmen! Vorbild gleich, uns väͤterlich regiere, zu uns den Segen und dein Reich durch gute Anſtalt fuͤhre, der Unſchuld Schirm und Waͤchter ſei, Verdienſt und Redlichkeit erfreu, dem Unrecht kruͤftig ſteure! 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Frie⸗ dens Glück genießen; laß ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen! Hilf, daß wir in Gottſeligkeit dir dienen, und ſchon in der Zeit die Frucht der Tugend ärnten! 4. Beſchirme ſie durch dei⸗ nen Schutz, daß, die ihr Uebels gönnen, mit aller Liſt, Gewalt und Trutz ihr niemals ſchaden können! Nie fehle jeder guten That, die ſie ſich vorgenommen hat, dein ſegnendes Gedeihen! 5. Gib denen Eifer, Fleiß und Treu', die du ihr un⸗ tergeben, daß jeder freudig thätig ſei, nach ſeiner Pflicht zu leben! Erleichtre ihres Amtes Müh'; mit deinem Segen kröne ſie, und ſei ihr Lohn auf ewig! 6. Laß ſie mit uns befliſ⸗ ſen ſeyn, in deiner Furcht zu leben, uns deiner Ober⸗ 299 herrſchaft freun, mit ihr dein Lob erheben; daß ſo vor deiner Majeſtät, die über alle Hoheit geht, Regent und Volk ſich benge! 2. Gib, daß ſie, deinem Allgemeine Fürbitte. Mel. Wo Gott zum Haus 403 Fur alle Menſchen beten wir, o Höchſter, wie für uns, zu dir. Du, der du Aller Va⸗ ter biſt, gib jedem, was ihm heilſam iſt. 2. Dir tönet unſer Lobge⸗ ſang; wir bringen Ehre dir und Dank, daß du ſie Alle, Alle liebſt, und liebend Allen Gutes gibſt. b 3. Deß freun wir uns; dies preiſen wir, und beten herzlicher zu dir für Alle, die dein hoher Ruf, wie uns, o Gott, zu Menſchen ſchuf. 4. Nimm Aller vaͤterlich dich an, und leite ſie auf ebner Bahn; es ſei zu dei⸗ nem Preis und Ruhm ein jedes Volk dein Eigenthum! 5. Verirrte fuͤhre, Herr, zurück zu dir, zu ihrem wah⸗ ren Glück; und wer von dir ſich führen läßt, der werd' im Guten treu und feſt! 6. Entreiß der Laſter Ty⸗ rannei die Sünder; mache, Gott, ſie frei, daß ſie der Tugend Pfade gehn, und freudig einſt dein Antlitz ſehn! 7. Gib allen Menſchen frohen Muth; bewahr ihr Leben und ihr Gut; laß hrer —ÿ ſn—— ⁰—— Pflichten gegen Gott. 300 ihrer Hände Werk gedeihn, verdiente Achtung ſie er⸗ freun. 8§. In ihrer Noth verlaß ſie nie: und ſind ſie traurig, tröſte ſie! Gib ihnen hier Zufriedenheit, und dort der Frommen Seligkeit. 29. Wir Alle einſt den En⸗ geln gleich, erheben dich in deinem Reich, und ewig, ewig danken wir, dir, un⸗ ſer Aller Vater, dir. Dankbarkeit. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. 404 Du biſt's, dem -% CEhr' und Ruhm gebührt; und das, Herr, bring ich dir. Mein Schickſal haſt du ſtets regiert und ſtets warſt du mit mir. 2. Wann Angſt und Noth ſich mir genaht; ſo hörte Gott mein Flehn, und ließ durch ſeinen gnäd'gen Rath mich nicht darin vergehn. 3. Wann ich in Schmerz und Krankheit ſank, und rief: Herr, rette mich! ſo half mir Gott. Mit welchem Dank, mein Gott! erheb ich dich? 4. Betrübte mich des Fein⸗ des Haß: ſo klagt' ich Gott den Schmerz. Er half mir, daß ich ihn vergaß, und gab Geduld ins Herz. 5. Wenn ich den richt'gen Pfad verlor und mich ver⸗ ſchuldet ſah, rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Huͤlfe war mir nah. 6. Oft, wann nach Troſt die Seele rang, Gott ſich von mir gewandt, rief ich voll Sehnſucht; Herr, wie lang! und mich hielt ſeine Hand. 7. Er half; noch hilft er ſtets, der Herr, denn er iſt fromm und gut. Aus der Verſuchung rettet er, und gibt zur Tugend Muth. 8. Herr, für die Leiden dank ich dir, dadurch du mich geübt, wie fuüͤr die Freu⸗ den, welche mir dein milder Segen gibt! 9. Dir dank ich, Herr, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich ſchmeck in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 10. Ich danke dir für dei⸗ nen Sohn, der für mich Sünder ſtarb und der zu deinem Gnadenthron den Zutritt mir erwarb. 11. Lobt Gott in ſeinem Heiligthum! Erheb ihn, Volk des Herrn! Die Erd' iſt voll von ſeinem Ruhm; er hilft und rettet gern. 12. Er hilft und laßt die Traurigkeit bald uns vor⸗ übergehn, will uns, nach kur⸗ zer Prüfungszeit, zu ew'gem Glück erhöhn. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott; was er an dir gethan! Verehr und halte ſein Gebot und bet' ihn ewig an! 8 Mel. Mal. Nun danke dn; die Himn Heet ſid durch eitſtanden. 2 du ſprichſt geſc du gtbeutſ, ſi⸗ Almacht biſt de auch mi Güte 2 A biſt d Kraſt; dich preiſ Meere, und Hie zen die Wunder dich bet ich d Mein Heil kom herrn. Du hi ſchen Flehn, teſt gern. 3. Und wei Huld, v Got werde, was f dir nach allem de! Im Him du, und Schrec kand: doch fürc denn du decſt: in 5 4. Wenn i ſeh, die du 4 breitet, der So⸗ den Mond, den ſe ſprech ich: dn Maſch, den und da in gegen ſa 1 8, mein b d“ war 2 npor, und d 6. 1n V 3 de n,Gruü 8 d Wg, Gott ſchn 4 Ee 4t. rief ichn ehnſ t Herr, vie m e und 1 maiel ſeine han . f. noch h „ ſtets, d 19 ma in ſtonm irn gut. Aaz 3, Jerſuch agurettet er, u ue gdt zu nd Muth, 3. d nür die deh dant nn, dadurch nich g weefürdießß den, K vit dein mh ia Segen den 9.rkich, da 1 und die Mieanich nähn 1 das, mich t At. Ich ſte⸗ Rein ir jede F Aatur, Gotm gen Freunttt. i. 10. † anke di füt doth nen(l☚ der fiür n örte Sündz rb und ließ deinen: nadentren n jath Zutritſ er erwar 11. Gott in ſn 9 heilig. Erhes in 4 und des r Die Er it ſo don 12 Ruhm; af n. nb rae an⸗ Aderg—„ e ott zer D un ſezelt ug ir, Glücſ An Dankbarkeit. Mel. Nun danket Alle Gott 405 Durch dich, o großer Gott, durch dich bin ich vorhan⸗ den; die Himmel und ihr Heer ſind durch dein Wort entſtanden. Denn, wenn du ſprichſt, geſchiehts; wenn du gebeutſt, ſtehts da. Mit Allmacht biſt du mir, und auch mit Güte nah. 2. Du biſt der Gott der Kraft; dich preiſen Erd' und Meere, und Himmel predi⸗ gen die Wunder deiner Ehre. Dich bet' ich dankend an! Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hörſt der Men⸗ ſchen Flehn, und du erret⸗ teſt gern. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott, gewürdigt werde, was frag ich außer dir nach allem Gluͤck der Er⸗ de! Im Himmel donnerſt du, und Schrecken füllt das Land: doch fürcht' ich nichts; denn du deckſt mich mit dei⸗ ner Hand. 4. Wenn ich die Himmel ſeh, die du, Herr, ausge⸗ breitet, der Sonne Majeſtät, den Mond, den du bereitet: ſo ſprech ich: was iſt doch der Menſch, daß du ſein denkſt, und daß du täglich uns unzählig Gutes ſchenkſt! 5. Voll Güte läßt du uns auf grünen Auen wei⸗ den, näahrſt uns mit Speiſ' und Trank, und füllſt das Herz mit Freuden. Du dach⸗ 301 teſt mein, eh mich die Mut⸗ ter noch gebar, ja ſahſt mich, eh der Grund der Welt ge⸗ leget war.. 6. Du wogſt mein Gluͤck mir ab, und Leiden, die mich üben; und meiner Tage Zahl war in dein Buch ge⸗ ſchrieben. Du biſt der From⸗ men Schutz, du biſt der Mü⸗ den Ruh: ein Gott, der gern verzeiht. Wie gnädig, Gott, biſt du! 7. Wem ſollt' ich ſonſt ver traun, als dir; du Gott der Götter? wen ehren ſo, wie dich, mein Schutz und mein Erretter? Wie ſanft iſt dein Befehl: gib mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg: ich bin dein Schild und Lohn! 8. Herr, dein Gebot iſt Heil, dein Weg iſt Fried' und Leben! Wie könnt' ich einem Gott der Liebe wi⸗ derſtreben? Der Laſterhafte mag in ſtolzem Glücke blühn; mich ſoll er dennoch nicht in ſeine Netze ziehn! 9. Auch wenn kein Menſch mich ſieht, will ich die Suͤn⸗ de fliehen; denn du wirſt Aller Werk vor dein Gericht einſt ziehen. Ich will, wenn meinem Fleiſch was Böſes noch gelüſt't, bedenken, daß mein Leib, o Gott, dein Tempel iſt. 10. Sollt' ich nach Ehr' und Ruhm mit Sünd' und Umecht trachten? Nein, Herr, —ſſ— Pflichten gegen Gott. 392 Herr, wenn du mich ehrſt, mag mich die Welt verach⸗ ten! Du biſt es, dem zum Dienſt ich Leib und Seele weih; gib, daß mein Wan⸗ del ſtets dir wohlgefuͤllig ſey! Mel. Alle Menſchen müſſen 406 Falat nieder! fal⸗ Y let nieder! Be⸗ tet Gottes Hoheit an! Men⸗ ſchen, Chriſten, Freunde, Brüder! viel hat er an uns gethan. Seht, wir ſchöpfen, was wir haben, aus dem Strome ſeiner Gaben, jedes Gut, das uns entzückt, jeden Vorzug, der uns ſchmückt! 2. Keiner rühme ſeiner Stäͤrke, ſeiner Kunſt und Weisheit ſich! Jeder rühme deine Werke, Vater, jeder rühme dich! Voll von tiefer Demuth preiſe dich der Star⸗ ke, dich der Weiſe! Ihre Kraft und ihr Verſtand ſind Ge⸗ ſchenke deiner Hand. 3. Dich, mein Vater, will ich loben demuthsvoll bis in den Tod. Ewig ſey von mir erhoben über Alles, o mein Gott! Angebetet ſollſt du werden, weil im Himmel und auf Erden keiner dir an Groͤße gleicht, keiner je dich ganz erreicht! Mel. Sollt' ich meinem Gott 3 407 2 lles haſt du mir 8 gegeben, Alles Gott, bin ich durch dich; du, nur du begluͤckteſt mich! Glieder, Kraͤfte, Sinne; Leben, Triebe, Freiheit und Verſtand, gab mir deine Schöpferhand. 2. Eh ich noch dich Vater nannte, eh ich reif zum Da⸗ ſeyn war, eh ich Schmerzen und Gefahr, eh ich Glück und Freude kannte, ſorgteſt du ſchon väterlich für mein Daſeyn und fuͤr mich. 3. In den Jahren meiner Iugend, wo ich ſchwach an Einſicht war, warnteſt du mich vor Gefahr, gabſt du mir Gefuͤhl für Tugend, ſeg⸗ neteſt du mein Bemuhn, mich Verführern zu entziehn. 4. Alle meine Lebensfreu⸗ den hab ich, Vater, nur von dir: Glück und Wohlfahrt gibſt du mir, frohen Muth in meinen Leiden: und wie oft tragt deine Huld meine Fehler mit Geduld! 5. Täglich kann ich es er⸗ fahren, wie du deine Men⸗ ſchen liebſt, ihnen Schutz und Beiſtand gibſt, ſie vor Uebeln zu bewahren; wie du ſie verſorgſt und nährſt, ih⸗ nen manchen Wunſch ge⸗ wäͤhrſt. 6. Wie du ſtets mich weiſe führeſt, vaͤterlich an mich ge⸗ denkſt, Uebel auch zum Gu⸗ ten lenkſt, wie du mein Ge⸗ ſchick regiereſt, meine Wohl⸗ fahrt zu erhöhn, lern ich immer mehr verſteh'n. 7. Mit dem freudigſten Gemüthe fühl ich jeder W dht⸗ ja 3 that Weth den widerfältt, pr waſe Güte, und kinſtg nir Sen und Hell von di In eigtnet? oO Gale 708 Hr und Ruhm, ir, jauchzt, Beſeligte Bringet Auhm, ſchne, ſinget eure et, de herr, be gim! 2 Gollen wir nict ſingen, ihm dopſer bringe ſchafft und er e in Staub veret der, Kinder he uns Sünder; ſeiner Welt! 3 Zwar ſein merſchüͤtter,, un Schöpfung zitte bangt vor ihre weun gleich un ſchwagen ſeht d 1 eugen, laut p den Herrn! 4. Aber unſte inſiczum Gli ten ſhon des H den dier Welch ſahe Peeden, we ür alle gaden fühlen wr. 5. Wenn der( ſch vaget en andem ſgget. . e. „ kLelen, e te, Smm 5 derü † Freißeit 1 R 5 1 8½— HA Schoy 7. Gliede 4* mir den kea m dih dn wnes e reif zan d ſeyn w ich Schmeng „ und Gte ch ih G ¹ urd Fr„Wannte, otzi — d ſchot ss erlich für mn ¹ Daſeyn arür mich. 3. R Wezahren man 8 Jugend eercch ſchwach a 7, Emſicht z. wernteſtt eim mich vo ahr, gabſtt des wir Ge da Tugend, h da mieſt d m Vemühn,g 8! Vafiht ean entiichr ner 4. A dne dr: G und Wail eder gibſt d ren, frohen N eſer in meic iden: ud tan eſt tratt ne Häd ruft Fehler zeduld 65 4 I kann ichet fahren,* edu dei hh will ſchen 1 ihnen 6 din ind 80= güöſ, ſih nir Uebein! vahren; n wenn ſie derſtt zund nüſch dr um mt Wunſt mel währſt. dir 2 je führeſt, denkſt, ine kedenm und den hal ☚ Vater, mm A 6. N ſeets mihn Alcch an u Dankbarkeit. that Werth, die mir täglich deine weiſe Guͤte, und erfleh auch widerfährt, preiſe künftig mir Segen, Troſt und Heil von dir. In eigener Melodie. 408 Habelrjs Brin⸗ get Ehre, Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre; jauchzt, Beſeligte des Herrn! Bringet Ruhm, ihr Erden⸗ ſöhne, ſinget eure Jubeltöne; er, der Herr, begluͤckt uns gern! 2. Sollten wir dem Herrn nicht ſingen, ihm nicht Freu⸗ denopfer bringen? Er er⸗ ſchafft und er erhäͤlt! Tief im Staub verehrt ihn, Kin⸗ der, Kinder heißt er uns, uns Sunder; er iſt Vater ſeiner Welt! 3. Zwar ſein Thron ſteht unerſchüttert, und die weite Schöpfung zittert tief ge⸗ beugt vor ihrem Herrn; wenn gleich unſre Lieder ſchweigen, ſeht die Millionen Zeugen, laut verkünden ſie den Herrn! 4. Aber unſre Seelen he⸗ ben ſich zum Glück der Engel; leben ſchon des Himmels Le⸗ ben hier. Welche göttlich⸗ hohe Freuden, welchen Troſt für alle Leiden, welche Ruhe fühlen wir: 5. Wenn der Geiſt zu ihm ſich waget, ein Gedank' dem andern ſaget: er iſt Vater ſeiner Welt; ſtill entzuckend 303 dem Gemüthe dann die Fuͤlle ſeiner Güte ſich zum großen Zeugen ſtellt! 6. Naht euch zu ihm, ſei⸗ ne Kinder! Zittert nicht, ſeyd ihr gleich Sunder, Sünder ihr: die Lieb' iſt er! Denkt den göttlichen Gedanken, fühlt die Wonne, ihm zu danken: groß und gnädig iſt der Herr! 7. Halleluja! Bringet Ehre, Preis und Ruhm, ihr Jubelchöre; jauchzt, Be⸗ ſeligte des Herrn! Bringet Ruhm, ihr Erdenſohne, ſin⸗ get eure Jubeltöͤne; er, der Herr beglückt uns gern. In eigener Melodie. 409 Nundentet al⸗ zen, Mund und Händen, der große Dinge thut hier und an allen Enden, der uns ſo väterlich von unſrer Kind⸗ heit an bis dieſen Augenblick unzählig Guts gethan! 2. Der ewigreiche Gott woll' uns, ſo lang wir leben, ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in ſeiner Gnad' erhalten fort und fort, und uns aus al⸗ ler Noth erlöſen hier und dort!— 3. Lob, Ehr' und Preis ſey Gott, dem Vater und dem Sohne und ſeinem heil'gen Geiſt! Er, der vom Him⸗ melsthrone voll Liebe auf uns uns ſieht, bleibt, wie er ewig war, unendlich groß und gut. Lob ſey ihm immer⸗ dar! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten Auf„ Chriſten, 410 bringet Preis und Ehr dem Herrſcher aller Welt, dem Mächtigen, der Erd' und Meer und alle Him⸗ mel hält! 2. Frohlockt mit jubelrei⸗ chem Schall Gott, unſerm höchſten Gut, der große Wunder überall, auch an uns Menſchen, thut! 3. Von unſrer zarten Kind⸗ heit an hat er uns unterſtutzt, er, der allein uns helfen kann, und gern uns hilft und ſchützt. A. Aus ſeiner Fülle neh⸗ men wir, noch immer, was uns nährt, und unſern See⸗ len auch ſchon hier Zufrie⸗ denheit gewährt. 5. Er ſtreut auf dieſes Lebens Pfad viel Freuden um uns her. Die Noth, wo⸗ mit ſein weiſer Rath uns prüft, erleichtert er. 6. Er fordert uns zur Tu⸗ gend auf, die hin zum Glück uns führt, er iſt's, der un⸗ ſern Lebenslauf mit weiſer Hand regiert. 7. Er bleibt uns treu; ſein Wort ſteht feſt. Wer hier ſich zu ihm haͤlt, kommt, wenn er dieſe Welt verläßt, zum Gluͤck der beßren Welt. 8. Singt, Chriſten, ſingt Pflichten gegen Gott. ihm Preis und Dank fuͤr ſeine Guͤtigkeit! Einſt wird ſie euer Lobgeſang noch mehr in Ewigkeit. Mel. Jeſu, meines Lebens 1 A(a)(Nalte dich mit 411 H hoher Liebe an dem Herrn und opfre Dank! Weih ihm jeden dei⸗ ner Triebe! Seele, Gott ſey dein Geſang! Selig einſt vor ihm zu werden, ſchuf er mich, und ſchon auf Erden ſeh und fühl ichs wonnevoll, was ich künftig werden ſoll. 2. Jeder Tag gebiert mir Freude, Freude jeder Au⸗ genblick; ſelbſt die Schmer⸗ zen, die ich leide, werden Segen mir und Gluck. Rie⸗ ſeln nicht im Pilgerlande Quellen auch im durrſten Sande? Immer ſtrahlt die Sonne nicht: aber auch die NRacht hat Licht. 3. Jedes Glück, das ich gewinne, wer gewährt mirs, Herr, als du? Ströͤmen nicht durch alle Sinne Luſt mir und Vergnügen zus? Iſt's, o Gott, nicht deine Gabe, daß ich dieſe Sinne habe, und zum täglichen Genuß Nothdurft und oft Ueber⸗ 4. O wie viele frohe Tage floſſen, weil mir nichts ge⸗ brach, ruhig hin und frei von Plage, frei von jedem Unge⸗ mach! Hatt' auch einer Müh⸗ und Sorgen; ſie inſlohn un und jeden Nor⸗ ich deir Conte neue Frenden da 5. Ian! he füll was wer wünſchen mag, tuant und Dac Schutz und Hül ommer lam und Segen unervan gegen, und, llebel dott,) Tuoſt in Noth. 6 Nuh und Lande, Ordnun⸗ und Recht, dieſ ſein Bande fur liche Geſchlech Umgangs ſüße der Freundſch Leiden, Rath hab auch ich vreiß ich wi 7. Dieß g ſem keben, Uebungszeit. du, Herr, n in jener Ewig lig dort zu n du mich; und den ſeh'ichs, evoll, was den ſoll. N. Nun da 41 5) aif ntt h te für m geſorgt, mit muͤthe dent Nach, was d 1 A- 8, meines 90 b e 4 41 alte dahr 9 1. hoher he 3 a de e i i der Dauk h ijm jeden n ner Th he Seele, Gott 3— G un Selig einte en Umzu gan, ſchuf ern un und ſd mf Enen ſehr oße fühl i g mmevoll, wa au künſti Maden ſol. 1. Tag gebienr ind⸗ Freuh nade jedr ätt, gendll alböſt die Em⸗ an, zen, ah leide, ver ütt. Seget r.r und Glut k ned ſeln ☚ im Pilete was Quell uch in din Ser⸗ Sand Immer ſtrit frie⸗ 14— aber autt ieſes 3. und jeden Morgen, wenn ich deine Sonne ſah, waren neue Freuden da. 5. Ja, ich hab aus deiner Fülle, was mein Herz nur wünſchen mag, Speiſ und Trank und Dach und Hülle, Schutz und Hülfe jeden Tag. Immer kam und kommt dein Segen unerwartet mir ent⸗ gegen, und, wo mir ein Uebel droht, Rettung oder Troſt in Noth.; 6. Ruh' und Sicherheit im Lande, Ordnung und Geſetz und Recht, dieſe ſtarken, fe⸗ ſten Bande für das menſch⸗ liche Geſchlecht, und des Umgangs ſüße Freuden, und der Freundſchaft Troſt im Leiden, Rath und Beiſtand hab auch ich; Gott, wie preiß' ich würdig dich! 7. Dieß gewährſt du die⸗ ſem Leben, dieſer kurzen Uebungszeit. O was wirſt du, Herr, mir geben einſt in jener Ewigkeit! Ewig ſe⸗ lig dort zu werden, ſchufſt du mich: und ſchon auf Er⸗ den ſeh' ichs, fühl ichs won⸗ nevoll, was ich künftig wer⸗ den ſoll. Mel. Nun danket Alle Gott 7 11 b) Der du von ₰. Ingend uf mit Huld und Vatergü⸗ te für mich, mein Gott, geſorgt, mit dankendem Ge⸗ müthe denk ich voll Rüͤhrung nach, was du an mir gethan, Dankbarkeit. 305 wie wenig ich verdient, wie ſchwach ich danken kann. 2. An treuer Aeltern Hand entfloh die erſte Iugend; ſie zeigten ſorgſam mir den Weg zur wahren Tugend. Wann ihre Stimme ſchwieg, ſprach guter Lehrer Mund, und machte redlich mir der Weis⸗ heit Schaͤtze kudn. 3. Wie weit waͤr ich viel⸗ leicht vom Tugendpfad ent⸗ fernet, haͤtt' ich durch ihren Rath nicht die Gefahr geler⸗ net, zu der das Laſter führt! Leicht werden wir ſein Raub; uns mache Leichtſinn nie für ihre Lehren taub! 4. Wie Manchem ward das Glück, das du mir gabſt, entzogen; wie Mancher von der Luſt der Sinnlichkeit be⸗ trogen, weil ungewarnt ſein Fuß nicht jene Schlange mied, die unter Blumen lauſcht, verletzt, eh' man ſie ſieht! 5. Was gut und edel iſt, was dir gefaͤllt, was nützet, was auf der Lebensbahn uns vor dem Fall beſchützet, was Muth im Leiden gibt, vor guten Menſchen ehrt, haſt du mich, guter Gott, von Kindheit an gelehrt. 6. Die ächte Frömmigkeit, die nicht in Mienen heuchelt, die aus dem Herzen quillt, mit falſchem Troſt nicht ſchmeichelt, die Jeſu Geiſt und Sinn nachahmt und in ſich nährt, haſt du von Ju⸗ u gend gend auf mich, guter Gott, gelehrt. 7. Wie dank ich würdig dir? Durch Thaten will ich danken. Und wollte ja mein Fuß vom Tugendwege wan⸗ ken; o dann erinnre du mit deiner Gotteskraft, durch mein Gewiſſen, mich der ſchweren Rechenſchaft. Lob G otte s. Mel. Mein Gott, das Herz 7 1 2 Von allen Him⸗ 1 meln tönt dir, Herr, ein froher Lobgeſang. Zu dir, Anbetungswürdiger, ſteig auch der Dank! 2. Du brauchſt zwar un⸗ ſers Preiſes nicht, wirſt durch ihn größer nie; doch bleibet ſtets dein Lob uns Pflicht: und, Gott, wie ſchön iſt die! 3. Dich preiſen, iſt uns Seligkeit: dir danken, hohe Luſt; ſchon hier fühlt, wer ſich deiner freut, den Him⸗ mel in der Bruſt. 4. Wir ſtammeln zwar dein Lob hier nur, ſo heiß das Herz auch glüht; denn deinen Ruhm, Herr der Na⸗ tur, erreicht kein ſterblich Lied. 5. Doch du verſchmähſt das Opfer nicht, das dir die Andacht bringt, die ſich mit Kindeszuverſicht zu dir, Erhabner, ſchwingt. 6. So ſoll dein Lob denn allezeit in unſerm Munde Menſchen Pflichten gegen Gott. ſeyn; ſtets unſer Herz voll Dankbarkeit ſich deiner Güte freun. Das Te Deum. In eigener Melodie. 3 a)(Werr Gott, 41 2 dich loben wir! Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! Der Höchſte iſt von Ewigkeit! Er ſchuf die Welt, das Werk der Zeit. Die ganze weite Schöpfung preiſt Gott Vater, dich; dich Sohn! dich Geiſt! Die Cherubim, die Seraphim, die Himmel alle ſingen ihm: Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt un⸗ ſer Gott! Heilig iſt unſer Gott, der allgewalt'ge Gott! Weit, über alle Himmel welt geht deine Macht und Herr⸗ lichkeit! Sie, die den Erd⸗ kreis wunderbar bekehrten, deiner Boten Schaar, der Lehre, Jeſu Märtyrer, ſie preiſen ewig dich, o Herr! Auch deine ganze Chriſten⸗ heit preiſt dich auf Erden weit und breit, dich, Vater, auf der Himmel Thron, dich, Jeſu Chriſt, Sohn, und dich, o Geiſt, deß Wunderkraft in Suͤndern neues Leben ſchafft! Du Hoherprieſter! du Pro⸗ phet! du König, deß Reich nie vergeht! Du wardſt ein Menſch, doch ſuͤndenrein, um uns von Sünden zu befrein. Dem Tode nahmſt du ſeine des Vaters Matt, un Hin uns getract. 5 Gottes ſbeſtdu: und Gite herrſeh der für uns 9 ewürgt für unſt inGrabeläſſeſt du kommſt, da Einſtſeyimhi deil nit alen ſer Thell, hiffde Jeſu Ctnſt, was dein Erdth ans durch unſte züt den Weg Gwigkeit. Die Erd iſt ligehum, auch tets dein Ru unſter Pilgerſe dein Wort u Kraft. Es iſ ſelles Licht, ſorcht, der ſe und wer noch bereut, der find kerzigkeit. Die hert, ſtets de vie des Him thum Amen! In vorige 9 b( 19. Len Ean, w. Denn Eyer deine Welt auch ndh ſeig in lole unſer Lid zu Unendiithen, Anfe Her e 3— 2 einer Gi b 8 d=ee Deun 4 A er Melodie, (Gerr 6 71*1 dich lan vir! arßott, wir 1 te die r Hochſteſſn Swigkei ſchuf die A das Wgher zeit. 1 3 Fanzen g chöpfung un. n. Got I Taich; dichSt Rr, dich G ☛☚ Die Cher Sen, die him ger, alle ſit ⸗hm: Helh ten unſer(r Heilig zu ſer Gik heilig it m un Gott, 1 igewaltgect urch Weit, ille Himmln det geht d== kacht udhr ct: lichkeit=, die dach die! kreis re rbar beittt uns deiner um n Schau. obe behre Märtynt ng. die S wer preiſen u dich, on dun, Auch ſken ganze eind det= dich auf d war weit uſ it, di deiß auf 1 mel Throth — dn enn Jeſu ſ⸗ de3 6 4 di 9 0 Na⸗ 59 dich, 8 des V 70. ſt neues 1du dSuae 4 — 39 „— Du wandt ir, me ber 4 1.. e wein. „ b ündenteil, Macht, zum Himmel haſt du uns gebracht. Zur Rechten Gottes ſitzeſt du: mit Macht und Güte herrſcheſt du. O der für uns geblutet hat, erwürgt für unſre Miſſethat, im Grabe läſſeſt du uns nicht; du kommſt, du kommſt und hältſt Gericht. Einſt ſey im Himmel ew'ges Heil mit allen Frommen un⸗ ſer Theil, hilf deinem Volke, Jeſu Chriſt, und ſegne, was dein Erbtheil iſt! Leit' uns durch unſre Prüfungs⸗ zeit den Weg zur frohen Ewigkeit. 8 Die Erd' iſt auch dein Hei⸗ ligthum, auch ſie erfülle ſtets dein Ruhm! In dieſer unſrer Pilgerſchaft iſt, Herr, dein Wort uns Licht und Kraft. Es iſt ein reines, helles Licht; wer ihm ge⸗ horcht, der fündigt nicht; und wer noch faͤllt und es bereut, der findet da Barm⸗ herzigkeit. Die Erd' erfüll, Herr, ſtets dein Ruhm, ſo wie des Himmels Heilig⸗ thum! Amen! In voriger Melodie. 41 0 b) K err Gott, dich 9— loben wir! Herr Gott, wir danken dir! Dein Segen ſtrömt durch deine Welt; du biſt es, der auch uns erhält! Drum ſteig im hohen Jubelton, auch unſer Lied zu deinem Thron! Unendlicher, wer iſt, wie Freuden mehrt. u2 Lob Gottes. 307 du? Uns rufen alle Himmel zu: Der uns erſchuf, iſt groß, an Macht und Weis⸗ heit groß, an Huld und Liebe groß, iſt unermeßlich groß. Wie groß war deine Herr⸗ lichkeit ſchon vor dem Anbe⸗ ginn der Zeit! Doch wollteſt du, und es geſchah: zahlloſe Welten ſtanden da, und jede trat die weite Bahn, auf deinen Wink, mit Freuden an. Nie hob ihr Gleichge⸗ wicht ſich auf, noch immer lenkſt du ihren Lauf, und froh iſt jeder, der es denkt: du biſts, der auch die Erde lenkt. Wie weiſe, groß und herrlich iſt, Allherrſcher, was dein Rath beſchließt! Die Kronen ſind in dei⸗ ner Hand; den Weiſen gibſt du den Verſtand, den Helden ihren Hel⸗ denmuth: und Alles, was du thuſt, iſt gut. Durch dich erringt ein Volk den Sieg: durch dich entfleucht der wilde Krieg, und Friede führt uns Ruh und Gluͤck, die Ordnung und das Necht zurück. Das Feld belohnt durch dein Geheiß des treuen Landmanns regen Fleiß; es blühe Kunſt und Wiſſen⸗ ſchaft, und Alles, Herr, durch deine Kraft. In unſrrm Staube flehen wir voll froher Zuverſicht zu dir, zu dir, der uns im Him⸗ mel hört, und liebreich unſre Kein We⸗ ſen ſen iſt vor dir zu klein; du willſt ſein milder Vater ſeyn Von deines hohen Na⸗ mens Ruhm erſchall auch jetzt dein Heiligthum! Wie wohl haſt du an uns ge⸗ than! Nimm unſers Dankes Opfer an, und öffne deine Vaterhand auch ferner noch für unſer Land! Laß jeden Stand geſegnet ſeyn, und fromm ſich deines Segens freun! Dann tönt einſt lau⸗ ter noch, als hier, Gott, unſer Dank hinauf zu dir! Amen. b Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 7 1 4 Prtöne, feiernder 4◻ 4 Geſang, An⸗ betung Gott und Ruhm und Dank vor ſeinen Thron zu bringen! Er hört der Men⸗ ſchen Loblied gern, obgleich die Engel ihm, dem Herrn, in höh'ren Pſalmen ſingen. Darum hat er mit den Hee⸗ ren, die ihn ehren, zu den Stufen ſeines Throns auch mich gerufen. 2. Wie groß iſt Gottes Herrlichkeit! Er ſprach zu ſeinen Himmeln: Seid! und zu dem Erdkreis: Werde! Da ſtanden ſie voll Reiz und Pracht vor ihm, zum Preiſe ſeiner Macht, die Himmel und die Erde. Wie ers aus⸗ rief, da begonnen tauſend Sonnen und erhellten ein unzählbar Heer von Welten. Pflichten gegen Gott. 3. Er hat der Sonnen ho⸗ hes Zelt, die Himmel, über dieſe Welt für mich auch aus⸗ gebreitet; hat ſeiner Erde Luſtgeſild fuͤr mich auch lie⸗ bevoll und mild bepflanzet und bereitet. Lachen mir nicht alle Waͤlder, alle Fel⸗ der froh entgegen, reich für mich von ſeinem Segen? 4. Wem blüht das Thal? Für wen erhebt ſich das Ge⸗ birg? Wem tönt und ſchwebt der Sänger in den Lüften? Fuͤr wen bivölkert ſich das Meer? Wem lebt der Thiere zahllos Heer auf ſeinen grü⸗ nen Trifften? Quellen rie⸗ ſeln, Winde wehen, Flüſſ' und Seen werden Meere mir zum Segen, ihm zur Ehre. 5. Noch ſtrahlt mir unge⸗ ſchwaͤcht ſein Licht; noch wei⸗ gert die Natur ſich nicht; die Welt für mich zu ſchmücken. Noch ſtrömt ihr Freuden⸗ quell für mich; noch iſt ſie ſchön und jugendlich, mein Auge zu entzücken. Seine Güte wird die Werke ſeiner Staͤrke ſtets erhalten; ſchü⸗ tzend über mich auch wal⸗ ten. 6. So hat der Herr an mich gedacht! So ſorgt für mich die Huld und Macht, die mich ſo hoch erhoben! O ſtrömt aus meiner vollen Bruſt, ſtrömt hin, Empfin⸗ dungen der Luſt, den Guͤti⸗ gen zu loben! Schoͤpfer! Va⸗ ———— OO——-—— In eigener— 415 ‧ℳ Känig der Ehre den Veltenbehen nuth vereſren. an; ſtimet ein an, des Höchſten mehten 4 Lobet den! Mlezaufs Beſte uns mit Weishe lit hierher gefü atalt in der Welt, daß ma herz ſpüret! 3. Lobet de unſerer Seelen lichen Segen Gütern uns das Gemuͤt n nelwoirts zieht lic Trübſal e 4. Lohet den (roße Varnhe der, wam mit Sünden; rübet, noch lüüüir Gna ud tra gjeden K md 1à Lbet d Nahyng ret, det us Freudemd h 9 wie viel gnädige 4 Freunde 5 5 und emtt. Lach des richt] e Välde,, ale — zah nen ſeln, und „ mir Ehre b 5. ſtrahlt mi ſchoe M inlicht; nin gleich gert ntur ſichnit „Welir imich au ſhrt Noci mt ihr im auell mich; mii ſon e jugendlih, 1 1 entück. 6 Güti=— y die Len ottes Stäß ts erhalte, E= er auf ſeinan mn? Oueles de wehen, h * werden nSegen, ing 4 — — — — O und ten. 1 Bp* ſend Bruſ 6 uſt, dert St rſe ben! 1 gegen, niſt u bend t 2. nich aut Vater! dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, meine hochbeglückte Seele! In eigener Melodie. Lobet den Herren, 415„ den mächtigen König der Ehren! Laßt uns den Weltenbeherrſcher in De⸗ muth verehren! Tretet her⸗ an; ſtimmet ein Freudenlied an, des Höchſten Lob zu ver⸗ mehren! 2. Lobet den Herren, der Alles aufs Beſte regieret, der uns mit Weisheit und Güte bis hierher geführet, der uns erhält in der gefährlichen Welt, daß man ſein Vater⸗ herz ſpüret! 3. Lobet den Herren, der unſerer Seelen gedenket, geiſt⸗ lichen Segen in himmliſchen Gütern uns ſchenket, der das Gemüth troͤſtet und him⸗ melwärts zieht, wann zeit⸗ lich' Trübſal es kränket! 4. Lobet den Herren, der große Barmherzigkeit übet, der, wann wir Menſchen mit Sünden ihn häufig be⸗ trübet, noch mit Geduld göttlicher Gnade und Huld uns trägt und Sünden ver⸗ giebet! 5. Lobet den Herren, der Nahrung dem Leibe beſche⸗ ret, der uns Geſundheit und Freude und Hülfe gewähret! In wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott das Leid in Freude verkehret! Lob Gottes. 309 6. Lobet den Herren, der unſer Thun ſichtbar geſeg⸗ net! Ströme des Guten hat auf uns ſein Wohlthun ge⸗ regnet. Denket daran, was der Allmächtige kann, wie er uns huldreich begegnet! 77. Lobet den Herren, der, wenn wir als Chriſten einſt ſterben, uns auch im Tode nicht läſſet vergehn und ver⸗ derben, und nach dem Tod uns liebet und ſegnet als Gott, ewige Freuden läßt erben! 8. Lobet den Herren und ſeinen hochheiligen Namen! Lobt ihn mit Allen, die von ihm das Leben bekamen! Nahe und fern frohlocket Alle dem Herrn; lobt ihn, in Ewigkeit! Amen! Mel. Allein Gott in der Höh 416 Lob, Ehr' und Preis dem höch⸗ ſten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der ſo viel Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit ſeinem reichen Troſt erfüllt, dem Gott, der allen Jammer ſtillt! Gebt unſerm Gott die Ehre! 2. Es danket dir des Him⸗ mels Heer, Beherrſcher aller Thronen; und die, die in der Luft, im Meer und auf der Erde wohnen, die Alle preiſen deine Macht, die uns und ſie hervorgebracht. Gebt unſerm Gott die Ehre! 3. Was — 310 freudig ehren; meinen Lobgeſang auch deine —— 3. Was unſer Gott ge⸗ ſchaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und ſpat mit ſeiner Güte walten. In ſeinem ganzen Könizreich iſt Alles recht, iſt Alles gleich. Gebt unſerm Gott die Ehre. 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth; ach Gott, ver⸗ nimm mein Weinen! Da half mein Helfer; da ließ — Gott mir Heil und Troſt er⸗ ſcheinen. Drum dank ich, Gott, drum dank ich dir! Ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unſerm Gott die Ehre! 5., Gott iſt uns nah und niemals nicht von ſeinem Volk geſchieden; er, er iſt ſeine Zuverſicht, ſein Segen, Heil und Frieden. Mitt ſei⸗ ner Allmacht leitet er, der Herr, durchs Feuer und durchs Meer. Gebt unſerm Gott die Ehre! 6. Wenn Menſchenkraft nicht helfen kann, kein Ret⸗ ter uns ſich zeiget, nimmt Gott ſich unſer mächtig an; der Allerbarmer neiget zu un⸗ ſerm Angſtgebet ſein Ohr; ſein ſtarker Arm hält uns empor. Gebt unſerm Gott die Ehre! 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o Gott, dich inſt ſollen Himmel hören! Mein Geiſt, o Gott, exrhebe dich; mein und Preis zu bringen! Pflichten gegen Gott. ganzes Herz erfreue ſich! Gebt unſerm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chriſti Namen nennt, gebt unſerm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, gebt unſerm Gott die Ehre! Der Suͤnde Götzen macht zu Spott! Der Herr iſt Gott! Der Herr iſt Gott! Gebt unſerm Gott die Ehre! 9. Kommt, kommet vor ſein Angeſicht; ihm Dank Be⸗ zahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich ſingen: Der Herr hat Alles wohl be⸗ daht und Alles recht und gut gemacht! Gebt unſerm Hott die Ehre! In eigener Melodie. 7/ 4 2 Preis und Anbe⸗ 4 1 tung ſey unſerm Gotte! Denn er iſt ſehr freundlich; weit über Erd' und alle Himmel gehet ſeine Gnad' und Gute. Laßt uns mit Danken vor ſein Antlitz kommen, und unſerm Gotte mit Pſalmen jauchzen. 2. Väͤterlich liebt er uns, ſeine Kinder: ſingt zu ſei⸗ nem Preiſe! Ein Loblied ihm ſey unſer ganzes Leben! Ihn, ihn laßt uns lieben, der vor der Welt Beginn uns ſchon geliebt hat! Wer wollte Gott nicht von Herzen lieben? 3. Zwar kann der Menſch nicht ihn wuͤrdig preiſen; doch mit Wohlgefallen ver⸗ nimmt ——— ͤ— nimmt ei hac ſeinen binme Danklied, und Fratden vie in wenn wir iom Pnadenvollen. 14 Schon h zuill Freud aus ſeiner gtößte Seliſe reitet denen, wenn ſe derein ſeinen Bide, heilg, von ſſ 5. Laßt unſe twig freuen! Amen! O w ids, ſei ſi und einſt in gan ſih h ihm leben! er uns, ſeine Mel. Jeſu, me 1 8 6 re, freudig r Nacht, daß net Chre haſt Welt gebrach 4 Geel' um eine Huldge Schüpfer, n Dank und Co 1 Punder reitet und n geziert, wun geleitt, me gefürt. terpflege, ner Wage err iſ En e 8 der 4— ei 4 Da unſerm 5 Ehrel leß 4 4 kommetn t; ihm d . umt A 1 bringen! dir zu ltſ S obte Hfüccht ert lant 4 Antlch ſm atäles mi . Ales rechn —t Gedt um amem Gott. wel er⸗ ſein J.= ner Neo tſe,(1 ſreis ud „der 1 tungſeym und Getteſ un er itt gſerm freund ½ ₰z wett il i und a nmel ne t Gnadt ⸗Güt. iet, mit I= vor er mmt omm Ind unſem h an; nt ſt Jr nahn, umn 2 ſeüch bu Ohr; ſeine r: ſug uns nem L Ein kollh * . nzes kebm d Gott ſer e bleten, 9 3e h 8— naun 1 nimmt er hoch herab von ſeinem Himmel unſer frohes Danklied, und geußt der Freuden viel in unſre Seele, wenn wir ihm danken, dem Gnadenvollen. 4. Schon hier auf Erden quillt Freud' und Leben uns 8 ſeiner Gnade. Doch größre Seligkeit iſt dort be⸗ kenet denen, die ihn lieben, e wenn ſie dereinſt, erneut zu ſeinem Bilde, verklärt und heilig, vom Tod erwacht ſind. 3. Laßt Uifers Gottes uns ewig freuen! Hallelujah! Amen! O welche Seligei iſt's, ſein ſich freuen; und einſt im Himm el ihm ganz ſich heiligen und ganz ihm leben! Denn ewig liebt er uns, ſeine Kinder. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben 41 8 S yfe der er⸗ ſchaffnen Hee⸗ re, freudig rühm ich deine Macht, daß du mich zu dei⸗ ner Ehre haſt ans Licht der Welt g gebracht! Sinne, Leib und Seel' und Leben hat mir deine Huld gegeben. Großer Schöpfer, nimm dafür ewig Danf und Lob von mir! 2. Wunderbar bin ich be⸗ reitet, und mit Kräften aus geziert, wunderbar ward ich geleitet, meinem Glucke zu⸗ geführt. Für die treue Va⸗ terpflege, für die Güte dei⸗ ner Wege, wunderbarer Lob Gottes. hier 1 311 Gott, ſey dir ewig Dank und Lob von mir! 3. Weislich haſt du Ort und Zeiten für mein Daſeyn auserwählt. Hat mir's an Gelegenheiten, fromm zu werden, je gefehlt? mals haſt du mein vergeſſen, immer Heil mir zugemeffen. Weiſer Gott, ich bringe dir ewig Preis und Dank dafür! 4. Herr, du zaͤhlteſt mei⸗ ne Thränen„eh' ich weinte, ſahſt du ſi ſie. Liebreich merk⸗ teſt du mein Sehnen unter dieſes Lebens Müh; und an jedem Leidenstage linderteſt du meine Plage. Nimm, D Vater, nni im dafür ewig frohen Dank von mir! 1 5. Hatr ich, Heiligſter, mit Sünden mein verführ⸗ tes Herz befleckt: o dann ließeſt du mich finden Gnade, die zur Buße weckt. Mit unendlichem Erbarmen über⸗ ſtrömteſt du mich Armen. Nimm, Barmherziger, da⸗ für reinen Herzensdank von mir! 6. O was bin ich Menſch von Erde, daß du meiner ſo gedenkſt, und, damit ich heilig werde, mich ſo treu⸗ lich zu dir lenkſt, daß ſo viele deiner Gaben mich an jedem Tage laben? Dir, du ew'ge Liebe, dir opfr' ich heißen Dank dafür! 7. Treu im Glauben laß mich enden, meinen Lebenslauf! Führ', o Nie⸗ Vater, 312 o führ' an deinen Händen mich zum hohen Ziel hinauf! Mit des Himmels Erſtge⸗ bornen, mit des Mittlers Auserkohrnen jauchz ich dann einſt, Höchſter, dir ewig, ewig Dank dafür. Mel. Wer nur den lieben Gott k 4 O könnt' ich dich, 41 9 mein Gott! recht preiſen, wie du des Preiſes würdig biſt! Könnt' ich dir ganz den Dank be⸗ weiſen, den dies mein Herz dir ſchuldig iſt, dies Herz, das deiner Gütigkeit ſich taͤg⸗ lich mit Entzücken freut! 2. Wer überſtrömet mich mit Segen? Wer theilt mir mit, was mir gebricht? Wer ſchützet mich auf mei⸗ nen Wegen? Wer ſchenkt dem Geiſte Troſt und Licht? Wer gibt zu meinem Thun Gedeihn? Allgütiger, du biſts allein. 3. Zu zählen ſind ſie nicht, mein Vater, die Werke dei⸗ ner Segenshand. Du warſt ſchon meines Wohls Bera⸗ ther, eh mein Bedürfniß ich empfand. Noch eh' ich war, da maßeſt du mir ſchon mein Schickſal liebreich zu. 4. Du ſtärkſt mir das ge⸗ ſchenkte Leben, und läſſeſt es nie freudenleer; zum höh'⸗ ren Glück mich zu erheben, ſchickſt du auch manche Truüb⸗ ſal her; doch ſtehſt du auch mit Kraft mir bei, daß Pflichten gegen Gott. ich, 0 Herr, nicht muthlos ſei. 5. Schon oft hat dies in meinen Tagen zu Freuden⸗ thränen mich gerührt, wie du mich unter manchen Pla⸗ gen, zwar dunkel oft, doch gut geführt. In wie viel drohender Gefahr halfſt du mir treu und wunderbar. 6. Wie ſollt' ich denn nicht voller Freuden, beſtändig deinen Ruhm erhöhn? Wie ſollt' ich, auch im tiefſten Leiden, nicht freudigtrau⸗ end auf dich ſehn? Ja, tritt die größte Noth auch ein, wirſt du doch, Gott, mein Helfer ſeyn. 7. Von deiner Güte will ich ſingen, ſo lange ſich die Zunge regt; dir will ich Dank und Ehre bringen, ſo lange ſich mein Herz be⸗ wegt; und wird mein Mund einſt kraftlos ſeyn, ſo ſtimm ich noch mit Seufzen ein. 8. Nur Dank und Lob kann ich dir geben; nimm es, mein Gott, mit Gnaden an, bis ich in jenem beſſern Leben dich würdiger erheben kann! Da ſteigt in ſel'ger Geiſter Chor mein Lobgeſang zu dir empor. In voriger Melodie. 2 Gott, den alle 420 O Weſen ehren, von dir kommt aller Welten Pracht. Was wir empfin⸗ den, ſehn und hören, hat der⸗ 8 3 ——y dine hud ſer Herr, deier ho Eict eforſch Weife nicht. 2 Du bh ſöpfe weide 1 und Woh dubiſt es, derd und ſe mit T trankt; du bif deſſen Kraſt ſeine Aumuth ſ 3 Daß Flu ſih verüngen, neues deben fü Binme Blütb das Feld in te ſpielt. Der d rach und Pra Schöpfer, de 4. Du ga alles Liches Pärne, gab du biſt der S ſichtes, und durch uns erf de Schönheit hellſteahlend fäͤllt. 5. Wasleh tauſend Ster Erkennen ſoll nen die Größ eenacht. S ggm e n ich,. 1 /uh un 5. * 6 eft hat die † ſen zu Frehe a thran ührt. 1 gerührt, n 1, dum t e manchen n gen, durkel ift, 4 zut nt. In wie drohet aßefahr halft „nir tr ud wundertn 1. 6. L aillv ich denn es peller aff den, beſtid ar deinen aa erhöhn? n de⸗ ſollt Kuch im tict erz Leiden kt frendign , end ſich ſehn? dy mitt uͤfte Naha das Feld in tauſend Farben ſpielt. Der Blume Wohlge⸗ hen, zun du doch, Fh nich mein r ſeyn⸗ dir J. te deiner Ginw dr ich ſit en ſo lange ſh mei Zungm t; dir uli eukt Dank a Ehre bin 6t? ſo laß ac mein üng dan wegt E wird milte du eine 1M s ſeyn, pim ich u it Seufſae ct, 8. t. 1 Dank m de⸗ kann it gecerin deie kann Wir g ei arſt es, ott, mi 1 „re, an, br= in felem 1 ich keden— würdiget ne geigt in it aar, kaun! ſeeigt mu a Gei ermu iß u Rnl. ge⸗ an iger Mebodi 1 „ 42 deine Huld hervorgebracht. Herr, deiner hohen Weisheit Licht erforſcht der größte Weiſe nicht. 2. Du biſt'’s, der die Ge⸗ ſchöpfe weidet, und ihnen Luſt und Wohlſeyn ſchenkt; du biſt es, der die Erde kleidet und ſie mit Thau und Regen tränkt; du biſt's, Erhabner, deſſen Kraft dem Frühling ſeine Anmuth ſchafft: 3. Daß Fluren, Gärten ſich verjüngen, und Alles neues Leben fühlt; daß alle Baume Blüthen bringen, ruch und Pracht verkündigt, Schöpfer, deine Macht. 4. Du gabſt, o Urquell alles Lichtes, der Sonne Wärme, gabſt ihr Schein; du biſt der Schöͤpfer des Ge⸗ ſichtes, und willſt auch da⸗ durch uns erfreun, daß uns die Schönheit deiner Welt bellſärahlend in die Augen fällt. 5. Was lehrt das Licht von tauſend Sternen, der Wel⸗ ten Abglanz in der Nacht? Erkennen ſoll ich, fuͤhlen ler⸗ nen die Größe deiner Schö⸗ pfermacht. Weit, über meine Faſſung weit, geht, Schö⸗ pfer, deine Herrlichkeit. 6. So oft ich ſie bewun⸗ dernd ſehe, führ' mich ihr Aublick, Gott, auf dich: und wo ich ſteh und wo ich gehe, erfülle heil'ge Ehrfurcht mich Lob Gottes. 313 ) vor dir, der du ſtets um mich biſt und meines Her⸗ zens Tiefe ſiehſt. 1 7. O laß mich ſtets mit frommen Blicken die Wun⸗ der deiner Werke ſehn! Laß mich, mit dankendem Ent⸗ zücken dich, ihren Schöpfer, gern erhöhn, mich deiner ſchönen Schöpfung freun, dir meines Herzens Andacht weihn! Selbſterkenntniß und Demuth. Mel. In allen meinen Thaten h, 21 Was ich nur Gu⸗ 4 tes habe, iſt Gottes milde Gabe; nichts iſt mein Eigenthum! Fuͤr das, was ich beſitze, wo⸗ durch ich Andern nütze, ge⸗ bührt, Herr dir, nicht mir der Ruhm! 2. Mit Einſicht und mit Kräften zu des Berufs Ge⸗ ſchäften beſchenkt mich deine Huld. Durch dich allein ge⸗ rathen mir meine guten Tha⸗ ten; an Fehlern bin allein ich Schuld. b 3. Das Glück, deß ich mich freue, ſchaffſt du nach deiner Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordneſt unſre Tage, ihr Glück und ihre Plage, wie deiner Weis⸗ heit es gefällt. 4. Sollt ich mich nun er⸗ heben, wenn mir in dieſem Leben viel Gutes widerfährt? Was 314 Was hat dich, Herr, bewo⸗ gen, daß du mich vorgezo⸗ gen?. Bin ich auch jemals deſſen werth? 5. Nein, ich bin zu geringe der Huld, die ich beſinge, und werd es ewig ſeyn. Dies will ich nie vergeſſen, ſo werd ich nicht vermeſſen durch Stolz und Hochmuth mich entweihn. 6. Das weislich anzuwen⸗ den, was du mit Vaterhän⸗ den mir gütig zugewandt: dies ſey in dieſem Leben mein eifrigſtes Beſtreben! Dazu gib Demuth und Ver⸗ ſtand. In eigener Melodie. f 22 Nie leicht ver⸗ 2 kenn ich mei⸗ nes Herzens Schwäche, wenn ich zu viel mir von mir ſelbſt verſpreche, und dann aus Wahn, aus Stolz und Ei⸗ genſinn nicht ſehen will, wie klein, wie ſchwach ich bin! 2. Gib, Gott, daß ich mir keine Nachſicht gönne, daß ich mich ſelbſt und meine Fehler kenne, auch jeden Trieb, der ſich in mir empört, zum Böſen reizt und meine Ruhe ſtört! 3. Entdecke mir der Tu⸗ gend wahre Größe und je⸗ des Laſters Niedrigkeit und Blöße; daß nie ſein Reiz mich blendet und verführt; daß immer nur der Tugend Werth mich rührt. Pflichten gegen uns ſelbſt. 4. Nie laß, v Herr, mich ſelbſt die kleinſten Suͤnden entſchuldigen und unerheb⸗ lich finden! Gib, daß ich ſie voll tiefer Scham bereu' und ernſtlich auch den kleinſten Fehler ſcheu'! 5. Wenn mein Gemüth der Wahrheit Weg verfehlet, gern gut ſeyn will, und doch das Böſe wählet, leichtſinnig iſt und nicht den Irrthum ſieht: ſo gib ihm Licht, daß es den Irrthum flieht! 6. Verhehl' ich mir beim Heiligungsgeſchaͤfte aus ſtol⸗ zem Wahn den Mangel mei⸗ ner Krafte: ſo lehre mich ihn redlich mir geſtehn, und voll Vertraun zu dir um Hülfe flehn! 7. Wenn ich mich meines Sinns und Wandels freue, und doch nicht ganz mich wahrer Tugend weihe: ſo gib, daß ich, von Eigendün⸗ kel frei, ſie recht zu wuͤrdi⸗ gen ſtets ſorgſam ſey! 8. Wie manche That ent⸗ ſpringt aus niedrem Triebe, aus Eigennutz, und nicht aus Menſchenliebe! Wie manche That gewinnt den Ruhm der Welt, die doch nicht dir, Allſehender, ge⸗ Eel Peül ud d icht inmer, w un Olehre wieſtnel ich ih ucch mich zerzelle, und neinem wahre mn nich ſelbſt Herz zrrück Mel. In allen eit 4236' daß ich mich darüber ſtolz kaun bei ſeine oſt er ſedlet: it von Mang 2. Sach i Willen ſo ei als es dein Trag ich de aus Kenntn auch immer heit 3. Entziet Sinden auch ten Grunden Frommigeit guten Trieb deiner diebe der Natur! 4. Der Iagend, de ner Tugend dente mät, deinen Knei verdienten, ſie Alle dei 5. Doch zur Chre, gend waͤre: ge , ud ⸗ 44 . Ler⸗ der, voll—run zu R⸗ Ny denn A⸗ * 14* ich gen ſte ent wie gb, di b R bm 4 einſten E Sinde und urrt voll 5 ernſt 5 1. ainot Wahr 1. eg verfeil 1,8 gut ſeg c, und diß „doſe ſe e, l leicht ftſinng und ni 411 Irtthum 1 † Sd rict, daß ett 6 ☛ ich wir tzeſchafte ausſ b 1' dem den Nangin ner 4 d: ſo lehnn 5 n imir geſtetn,n 342: 7.= ich mich ſeldſt Simn Pandels bh aus und wahrs= gend weie „von Eih 41 Aäticht gunn recht zu gſam eh fel fr 8 und ſpri 8* niedren i auch aus Jaanche Ut V aula und 1 V Vuim—8 3 u 8 Selbſterkenntniß und Demuth. Wohl: und doch thu ich nicht immer, was ich ſoll. 10. O lehre mich, wie oft, wie ſchnell ich fehle, wie gern ich noch mich vor mir ſelbſt verhehle, und führe du, zu meinem wahren Glück, mich in mich ſelbſt und in mein Herz zurück! Mel. In allen meinen Thaten ib, Gott, 4 2 3 Gi ich dr dine. daß ich mich nie erkühne, darüber ſtolz zu ſeyn! Wer kann bei ſeinen Werken, wie oft er fehlet; merken? Wer iſt von Mängeln völlig rein? 2. Such ich ſtets deinen Wilten ſo eifrig zu erfüllen, als es dein Wort gebeut? Trag' ich der Tugend Bürde aus Kenntniß ihrer Würde, auch immer mit Zufrieden⸗ heit? 3. Entzieh' ich mich den Suͤnden auch ſtets aus rech⸗ ten Gründen? aus wahrer Frömmigkeit? Oft ſind die guten Triebe nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. 4. Der Sünden meiner Jugend, der Mängel mei⸗ ner Tugend„ o Herr, ge⸗ denke nicht! Willſt du mit deinen Knechten, wie ſie's verdienten, rechten, ſo trifft ſie Alle dein Gericht. 5. Doch wenn auch, dir zur Ehre, rein meine Tu⸗ gend wäre: weß iſt dieß Ei⸗ und 315 genthum? Wer ließ mich un⸗ terrichten? Wer ließ in mei⸗ nen Pflichten mein Gluͤck mich ſehn und meinen Ruhm? 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Gebot zu üben, die Luſt und Freudig⸗ keit? Wer ſtärkte meine Kräfte im Heiligungsge⸗ ſchäfte? Wer gab mir Muth Kraft im Streit? 7. Du ſchaffſt, daß ich dich wähle; du rufſt mich, wann ich fehle, auf rechten Weg zurück, du ziehſt mich ab von Sünden, und läßt mich Gnade finden, und gibſt zu meiner Beßrung Gluͤck. 8. Sollt' ich mich deß er⸗ heben, was du mir, Herr, gegeben? Hab ich zum Stolz ein Recht? Könnt' ich auch Alles üben, was du mir vor⸗ geſchrieben, wer bin ich? Ein unnützer Knecht. Mel. O Gott, du frommer Gott, 424 err, der du Alles * gibſt, von dem ich Alles habe, was iſt mein Stand, mein Glück und je⸗ de gute Gabe? Es iſt nicht mein, es iſt ein unverdientes Gut, darum bewahre mich vor Stolz und Uebermuth! 2. Wenn ich vielleicht der Weit mehr, als mein Naͤch⸗ ſter nütze, und wenn ich mehr Verſtand, als er beſitzt, be⸗ ſitze; bin ich drum mehr als er? O nein! Wer ſchenkte mir mir Verſtand und Tüchtig⸗ keit? Ach, Alles kommt von dir. 3 3. Wenn mir ein größer Glück nach deinem Rath be⸗ gegnet und deine Gütig⸗ keit mich mehr, als Andre, ſegnet, gibt dieſe deine Huld mir wohl zum Stolz ein Recht? Bin ich darum nicht auch, was Andre ſind, dein Knecht? 4. Wenn ich geehrt und groß in hohen Würden ſtehe, und Andre unter mir in klei⸗ nerm Glücke ſehe; wer machte ſie gering, und wer erhöhte mich? Iſt nicht mein Naͤchſter oft viel würdiger, als ich? 5. Wie könnt ich mich, o Gott, des Guten überhe⸗ ben? Was ich beſitz', iſt dein. Du ſprichſt: ſo bin ich Leben; du ſprichſt: ſo bin ich Nichts. Von dir kommt das Gedeihn. Drum laß mich ewig fern von Stolz und Hochmuth ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott er bin ich? 425 W Welche wich⸗ t'ge Frage! Gott, lehre ſie mich recht verſtehn! Gib, daß ich mir die Wahrheit ſage, um mich, ſo wie ich bin, zu ſehn! Wer ſich nicht ſelbſt recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von 315 Pflichten gegen uns ſelbſt. 1 deinen Händen; geſchaffen, Gott, zu deinem Preis. Mein Leben nützlich anzu⸗ wenden, will mein Beruf und dein Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich ſoll, zu dei⸗ nem Ruhm? 3. Ich bin ein Chriſt nach dem Bekenntniß; doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne ſelbſt mir das Verſtändniß, recht einzu⸗ ſehn, ob ich den Pfad, den Jeſus mir gewieſen, geh', und ob ich auch im Glauben ſteh“! 4. Du kenneſt meines Her⸗ zens Tiefen, die mir ſelbſt unergründlich ſind: drum laß mich oft und ernſtlich prüfen, ob ich ſei Chriſto gleich geſinnt? Befreie mich vom falſchen Wahn, der auch den Klügſten täuſchen kann! 5. Wer Alles weiß, und doch verborgen und unbe⸗ kannt ſich ſelbſt noch bleibt, wie will der für ſein Beſtes ſorgen? Was iſt, das den zur Beßrung treibt? Sich ſelbſt recht kennen, iſt Ver⸗ ſtand, drum mache mich mit mir bekannt! 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Va⸗ ter, das entdecke mir! Hab ich der Wahrheit Weg er⸗ wählet; ſo gib, daß ich ihn nicht verlier'! Erleuchte mich mit deinem Licht, ſo täu⸗ ſchen mich Verfuͤhrer nicht. 7. Bin 7. 8 ihh echten tege, rwintinſt nich zurück der ins Verd len Gib mi daſt und Kraf beides in mir 8. Ich m doch erfahten war, und hie laß nich nich ſparen, voRe helfen teun! H zun Himmel von Wahn! tg! Sel Mel. d Gott, 4²6· ſoll mich ſer laß mich die deiner Vorſch ſchänte ſelh ſrah und be den du mir, ald en Chri füct ae was wder Menſtzenin 3. Kein nutz behen, nd wenn: dm uns 3. deinen ¹ San. eh .— ſem 8 wenden f und dei Siäſ. Doch 3 4 1 Eigerthe „ auch, 1. ſoll, zuw d nem R mn n 3. 3n Ehriſ m t den Ba riß; doh n ich das n der T der, ꝛ amſelbſt mit d Jerſtund recht en e, ſehn, ch en Yſad, i Jeſus 1 wieſen, 4 der und od a h im Glatz der ſtehy! din 4. Dſttneinin zun, zens Ti die miiſt unergriſ i 2 ſird: w ,o laß mid und ank rde prüfen, Mich ſei Cii ſt aleich g4 Vefteielt dn vom falſt Vahn, dau ſe den Klü täuſtenin dr 5. W kes weß v en und W. run doch ve= dolz kannt ſif Iſt nach wie wil n für ſein di Zatt zur Be treibt? 3 ch? ſelbſt re ich⸗ V ſte mir bekt t 1 eergen?As iſ, uh nnen, ij 9 dand, he nache min 1 tt 3u um Auge kindlich ſcheue! Selbſtliebe. 7. Bin ich noch fern vom rechten Stege, der mich zum ew'gen Leben führt; ſo bringe mich zurück vom der ins Verderben ſich ver⸗ liert! Gib mir zur Beßrung Luſt und Kraft; du biſts, der beides in mir ſchafft! 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. O laß mich nicht bis dahin ſparen, wo Reue nichts mehr helfen kann! Hier mache mich zum Himmel klug und frei von Wahn und Selbſtbe⸗ trug! Selbſtliebe. Mel. O Gott, du frommer Gott, / ein Wille iſts, 426 D o Gott; ich ſoll mich ſelber lieben. O laß mich dieſe Pflicht nach deiner Vorſchrift üben, und ſchränke ſelbſt den Trieb: froh und beglückt zu ſeyn, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Grenzen ein! 2. Gib, daß mein ganzes Herz ſich deiner Liebe weihe, und daß in Allem ich dein Wer als ein Chriſt ſich liebt, der flieht auch als ein Chriſt, was wider Gottesfurcht und Menſchenliebe iſt. 3. Kein ſchuöder Eigen⸗ nutz beherrſche meine Seele! Und wenn zu meinem Glück Wege, 317 ich Weg und Mittel waͤhle, ſo laß mich ſtets dabei auf Recht und Wahrheit ſchaun, auch nie mein Wohlergehn auf Andrer Elend baun! 4. Der Fluch trifft jedes Gluͤck, dabei die Tugend lei⸗ b det, dabei der, der es ſucht/,; Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, hat deinen Beifall nicht. Nie treffe mich, o Gott, dies ſchreckliche Gericht! 5. Nie blende mein Ge⸗ müth der Eitelkeiten Schim⸗ mer! Der Erde Reiz ent⸗ flieht ja doch im Tod auf im⸗ mer. Was hilft uns kurze Luſt? Was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergäng⸗ lich Gut iſts, was uns ſelig macht. 6. Ein Gott⸗ergebnes Herz, ein unverletzt Gewiſſen, nur das kann mir allein des Le⸗ bens Laſt verſüßen; das bleibt mir auch im Tod, und folgt mir aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. O ſelig, wer darnach mit heilgem Eifer trachtet, und für ſein größtes Glück, Gott, deinen Beifall achtet. Der liebt allein ſich recht: der findet in der Zeit ſchon wahre Ruh' und einſt voll⸗ kommne Seligkeit! 8. Dies ſei auch mir mein Ziel! O laß es mir gelingen, des Herzens wahres Glück nach Wunſche zu erringen! Laß 318 Laß mich verachten, Herr, die Eitelkeit der Welt, gib, daß ich ſo mich lieb, wie dir es wohlgefällt. Sorge für die Seele. Mel. Kommt her zu mir, 4273 ĩHe.e ßen Werth, den mir Vernunft und Schrift erklaͤrt, laß mich mit Ernſt bedenken und auf die Sorge für ihr Wohl ſo unermüdet, als ich ſoll, den großten Eifer lenken! 2. Wie huldreich haſt du uns bedacht, wie viel hat deine weiſe Macht ſchon hier an uns gewendet! Du ſchufſt uns, Gott, dein Bild zu ſeyn, und haſt, in uns es zu erneun, ſelbſt deinen Sohn geſendet. 3. Zu groß für dieſe kurze Zeit, beſtimmt zum Glück der Ewigkeit, genieß ich dieſes Leben, durch Glauben und durch Frömmigkeit zu höhe⸗ rer Vollkommenheit dereinſt mich zu erheben. 4. Mit großer Treue willſt du mich auf dieſem Pfade väͤ⸗ terlich zu jenem Ziele führen. O laß mich nicht durch eigne Schuld das Heil, das deine lieren. 5. Mit dir, o Gott, ver⸗ eint zu ſeyn, mich ewig dei⸗ ner Huld zu freun und dich zum Troſt zu wahlen: das Vaterhuld mir zugedacht, ver⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. ſey mein Ziel und mein Be⸗ mühn! Laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtſinn nicht verfehlen! 6. Wer böſe iſt, bleibt nicht vor dir. Drum ſchaffe ſelbſt, o Gott, in mir ein Herz, das Unrecht fliehet, das auch die kleinſte Schuld bereut, mit Vorſatz keine Pflicht ent⸗ weiht, für alles Gute glühet! 7. Wie werd ich dann ſo ſelig ſeyn! Schon hier werd ich mich deiner freun, in dir, Gott, ruhig leben; und du wirſt nach vollbrachter Zeit auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben! Mel. Es iſt das Heil uns 45 27 b) Nach meiner 142 ¾ Seele Se⸗ ligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen! Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit ver⸗ bringen? Wie wuͤrd ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein Reich wünſcht einzugehn, muß reines Herzens werden. 2. Erſt, wann die letzten Stunden nahn, erſt, wann wir ſterben ſollen, zu dir ſich wenden, und die Bahn der Sünde meiden wollen; das iſt der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Un⸗ terricht durch Jeſum Chri⸗ ſtum zeiget. 3. Du rufeſt uns zur Hei⸗ ligung; drum ſoll ſchon hier auf Erden mir meines Her⸗ zens ———ꝛ—ꝛ—-— e Sotze werden. zu zur Luſt und ſey zu grß mr der Tugend es 4 Gewann galze Welt mie den Sinnen un ſen woblgefäll ich dann gewin hülfen Glüct mir, was Macht wenn ich daftr Haik verſcherzte! z. Was führt friddenheit ſchon ſem Leben? W Toſt und F b.) und Tod .t Menſche idiſch Glück, Gnade und der nes debens Fre 1d herr, la Kleinod nich v gen trachten; Neligſter, au echt und Tu Daß ich auf d geh, und im G ſeſth, ſey Sorge! Ml. Cott ate . me dmen g mühn! 3 9 4 Weg ich den rehte 3 dm nict u 6.URA i bleite dt a= ſchaffe ic t weiht, fi An Gite glitt . Wi ard ich damn ij ſelig ſeyt ſon hier w ſo ich mich Mor freun, in di, Goſ m ig lden; n du wir. h volleratd du Zeit an ich gewißg dat herllich an deinem dier erheden zuft zu Nel. ſt das huln 4 0* ach mn bohn 42—M Sali ligkeit 1— zerr, miti ringen!= t ich deh lder Gnaden m iSichetahn bringen e wun iſſ vor dir 1 Ii? Wer ul uuß n de denens nan △4d nde ane Sande cht eihut 2. G= ann ä vilſt Stunde r i, en, 4 wir ſet ullen, u i Um. die Burl um Lebel 0 Sorge fuͤr zens Beſſerung die höchſte Sorge werden. Gib mir da⸗ zu nur Luſt und Trieb; nichts ſey zu groß mir und zu lieb, der Tugend es zu opfern! 4. Gewänn'’ ich auch die ganze Welt mit Allem, was den Sinnen und meinen Lü⸗ ſten wohlgefaͤllt, was würd' ich dann gewinnen? Was hülfen Glückt und Schätze mir, was Macht und Glanz, wenn ich dafuͤr mein ewig Heil verſcherzte? 5. Was führt mich zur Zu⸗ friedenheit ſchon hier in die⸗ ſem Leben? Was kann mir Troſt und Freudigkeit in No⸗h und Tod noch geben? Micht Menſchengunſt; nicht irdiſch Glück, nur Gottes Gnade und der Blick auf je⸗ nes Lebens Freuden. 6. Herr, laß nach dieſem Kleinod mich vor allen Din⸗ gen trachten; mich immer, Heiligſter, auf dich, auf Recht und Tugend achten! Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht vor dir beſteh', ſey meine größte Sorge! Mel. Gott Vater, an Erbarmen 74 28 Jier iſt noch unſre * Prüfungszeit. Hier ſind wir immerdar im Streit; hier, wo uns Irr⸗ thum leicht beruückt, das ſchwache Herz ſich bald ver⸗ ſtrickt, die Sinne jedes die Seele. 319 Blendwerk rührt, auch bbö⸗ ſes Beiſpiel oft verführt. 2. Oft nehmen Laſter über⸗ hand und ſtrömen übers ganze Land. Drum hüte dich! das Weltgericht bringt alle Sunden an das Licht. Chriſt, ſey zum Kampfe ſtets bereit, und flieh den Schlaf der Sicherheit. 3 3. Mein Vorſatz iſt: ich will ihn fliehn! Doch, wie gelingt mir mein Bemühn? Gefahr nehm' ich hier bei Gefahr, ein Netze bei dem andern wahr. Wie ſo viel Feinde drohen mir! Ich Schwacher, wie entrinn' ich hier? 4. Die Welt hüllt in der Tugend Schein oft ihre La⸗ ſter künſtlich ein, preiſt den Genuß des Lebens an, ſchilt Frömmigkeit für finſtern Wahn. Ihr Weyg iſt luſtig, breit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen ſoll. 5. Du, Jeſn, mußt das Beſte thun! Mein Hoffen ſoll auf dir beruhn. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein! Du wolleſt Stärke mir verleihn, daß ich unüber⸗ windlich treu, o Herr, in jeder Prüfung ſey! 6. Der Sündendienſt ſcheint zu erfreun, und en⸗ digt ſich in Schmach und Pein. Drum ſteh dein guter Geiſt mir bei, daß ich kein Knecht der Sunde ſey. Geſtatte dem Verſucher d da 320 daß er mich deiner Hand entzieh! I 7. Zwar iſt mein Glaub' oft klein; doch du, du ſtar⸗ ker Held, ſagſt Hülfe zu. Mein ganzes Herz ergibt ſich dir. Ich weiß, durch dich gelingt es mir. Auf dich verläßt in aller Noth mein Herz ſich feſt bis in den Tod. 8. Wenn ſchon die Trüb⸗ ſal auf mich dringt, und Augſt mich uͤberall umringt, bleib ich doch ſtets in deiner Hand, und halt in jeder Prüfung Stand. Du, du biſt durch den Glauben mein, nun muß mir Alles heilſam ſeyn. 9. Mit dir, o Herr, kann ich beſtehn, ſollt'; auch der Weltkreis untergehn. Es fuͤrchte ſich der Heuchelchriſt, und wer ein Sklav der La⸗ ſter iſt! Ich will nicht zagen. Ins Gericht kommt, Herr, wer an dich glaubet, nicht. 10. Dir, Höchſter, will ich ſtets vertraun, ſtets freu⸗ dig hoffend auf dich ſchaun. Bis dort, wohin mein Herz ſich ſehnt, den Sieger Preis und Ehre kröͤnt, ſteh, Herr, in jedem Streit mir bei, daß ich durch dich ein Sieger ſey! 400 Lehr⸗ mich, Herr, ken, ſteh mir ſelbſt mit Gna⸗ A recht bedenken, was wahrhafte Weisheit ſey, meinen Fleiß darauf zu len⸗ 3 Pflichten gegen uns ſelbſt. de bei Denn was eitler Wahn der Welt oft für hohe Weisheit halt, fördert nicht mein Wohlergehen und kann nicht vor dir beſtehen. 2. Weisheit iſts, wenn unſre Seelen ſich, Herr, deines Wortes Licht nur allein zum Leitſtern wählen, und mit feſter Zuverſicht dieſem Licht ſich anvantrann. Denn die folgſam darauf ſchaun, ihre Hoffnung darauf grün⸗ den, werden Heil und Leben finden. 3 94 3. Weisheit iſt es, dar⸗ nach trachten, recht mit ſich bekannt zu ſeyn; ſich nicht ſchon vollkommen achten und den Eigendünkel ſcheun; oft auf ſeine Fehler ſehn, reuig ſie vor Gott geſtehn; eifrig ſtets nach Beßrung ſtreben, und doch nie ſich ſtolz er⸗ heben. b 4. Weisheit iſt es, Chri⸗ ſtum ehren, ſeiner Mittler⸗ huld vertraun; ſo auf ſeine Stimme hören, und auf ſeinen Wandel ſchaun, daß man falſche Wege flieht und mit Eifer ſich bemüht, ſei⸗ nem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. 5. Weisheit iſt es, Alles ee, es R22.4. Maarahen meiden, was mit Reu' das Mel. Freu dich ſehr, omeine S. 1. Herz beſchwert; fern ſichhal⸗ ten von den Freuden, die der Sündendienſt gewahrt; eitlen Ruhm, der bald ver⸗ blüht, Luſt, die im Genuß noch flieht, nicht für wahre 3 Waſlel ahte beſſemn Gütem t G.Wethet iſ Graäde ſch zu erihn, ud auf hen lſas dieſe gecen gehn; ge⸗ 9 Glle th ſiter Fügung wann Leden; ren, hofend mi ehren. 7. Wiizheit bedenken, daß, iſ, veneht; haffnung dabin dis Jiel des G ſeine Blicke und dem ew gen V ten, und ſich wie man dre leben. 8. Dieſe W Erden, Höchſt tes Theil. di ſeitet werden, it licht und! Weishet kom Gon! verleihe laß ſie mih auf den Weg leiten! It eigene OM wache het 1 auch in de dein Glaube iſt nie der C auch die Fr ſüchung kon Et A.e bedchen 4 2 E eit iſts, ſhn * deines uin den 9 dnn Kichtgſg — zum n wählen, 1 d. mit fo. uverſict 85 tud⸗ Licht ſ. agt, ir h aans ner den, v gr Heil und geder findet 8 hewet ita, nen, nach ſ an, rechtm. alſan detan ſchen M mmenjatzn kann den(= Rut ünkel ſchea h de auf ſ un ſehler ſn Es ſie o tt geſter, ſchrit, ſtets Leßrug er da, und t== rie ſih zagen. deden her, nicht. 16„ ſein ſ „wil buld dr aun; ſ i freu 4— hören, M chaun. ſeine an 4 Her u= 14 — hier uf Herr, ten un Frn aten, der itſe, ae, e. , hlüh den. 4 ni Ptraun. und die fol an d darauf ſchg ſe, 7 4. i heit iſ a eld s us nite ite S. 2e S ſes and tenſt 5 Wohlfahrt achten; rein, nach beſſern Gütern trachten. 6. Weisheit iſt es, Gottes Gnade ſich zu ſeinem Ziel erſehn, und auf ſeiner Wahr⸗ heit Pfade dieſem Glück ent⸗ gegen gehn; gern auch Got⸗ tes Willen thun; froh in ſeiner Fügung ruhn, und wann Leiden uns beſchwe⸗ ren, hoffend mit Geduld ihn ehren. 7. Weisheit iſt es, ſtets bedenken, daß, was irdiſch iſt, vergeht; Wunſch und Hoffnung dahin lenken, wo das Ziel des Glaubens ſteht; ſeine Blicke unverwandt nach dem ew'gen Vaterland rich⸗ ten, und ſich hier beſtreben, wie man droben lebt, zu leben. 8. Dieſe Weisheit iſt auf Erden, Höchſter, unſer be⸗ ſtes Theil. Die von dir ge⸗ leitet werden, deren Weg iſt Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir, Gott! verleihe ſie auch mir; laß ſie mich zu allen Zeiten auf den Weg des Friedens leiten! In eigener Melodie. —As* ache dich, mein 430 Geiſt, bereit; wache, bet und flehe, daß auch in der böſen Zeit feſt dein Glaube ſtehe. Sicher iſt nie der Chriſt; Gott läßt auch die Frommen in Ver⸗ ſüchung kommen. Sorge fuͤr die Seele. 321 2. Sage nicht; ich habe Zeit, jetzt noch darf ich ſchla⸗ fen. Denk an Tod und Ewig⸗ keit, an der Sünde Strafen; ſieh', der Tod, der dir droht, kann dich leicht in Sünden unbereitet ſinden. 3. Wache! Dir iſt unbe⸗ kannt, ob dich nicht auf Er⸗ den Prüfungen von Gottes Hand noch betreffen werden. Der fällt leicht, dem es däucht, daß er ſicher ſtehe auf der Tugend Höhe. 4. Wache! Denn hier hat der Chriſt noch von allen Seiten, was der Seele ſchäͤd⸗ lich iſt, muthig zu beſtrei⸗ ten. Gott läßt zu, daß auch du, wenn du ſorglos wal⸗ leſt, in Verſuchung falleſt. 5. Wache, daß die Macht der Welt, nicht dein Herz ver⸗ kehre; nicht, wenn ſie ſich freundlich ſtellt, dich durch Liſt bethöre. Wach' und ſieh', daß dich nie die Verführer fällen, die dir Netze ſtellen. 6. Wach' und hab' auf dich wohl Acht, daß dich nicht die Sünde, wenn zu ihr die Luſt erwacht, ſchimpflich über⸗ winde. Sie betrügt und be⸗ ſiegt leicht den, der ſich heu⸗ Ghelt„feſt zu ſtehn ſi ch ſchmei⸗ 7. Bete aber auch dabei, bete bei dem Wachen; das wird dich von Trägheit frei und behutſam machen. Gott verleiht Feſtigkeit dir, durch F ſeine 322 ſeine Gnade, auf dem rech⸗ ten Pfade. 8. Drum ſo will ich im⸗ merdar wachen, beten fle⸗ hen, um in jeglicher Gefahr glorreich zu beſtehen! Kurze Zeit waͤhrt der Streit, und dann wird zum Lohne mir die Siegeskrone. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren 7 37 a) Mich ſelbſt 434 A*o muß ich bezwingen, um dir, Gott, treu zu ſeyn: das Gute zu vollbringen, die Suͤndenluſt zu ſcheun; muß ich mit ed⸗ lem Muth mich auf den Kampfplatz wagen, mir man⸗ chen Wunſch verſagen und 7 jedes falſche Gut. 2. Ich ſoll kein Uebel flie⸗ hen, wenn mir die Pflicht gebeut, mich ihm zu unter⸗ ziehen, ſoll mit Entſchloſſen⸗ heit da, wo Gefahren ſind, auch die Gefahr nicht ſcheuen, um mich des Lohns zu freuen, den Kampf und Sieg ge⸗ wint. 3. Wer gibt mir zum Ge⸗ ſchaäfte der Selbſtbeherr⸗ ſchung Kraft? Wie ſchwach ſind meine Kraͤfte? Wie ſtark die Leidenſchaft! Du, Va⸗ ter, kannſt allein zu meinem treuen Streben mir Muth und Staͤrke geben, und mir den Sieg verleihh 4. Auf jeden meiner Triebe, laß Herr, mich acht⸗ ſam ſeyn; laß mich die Ei⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. genliebe und jeden Duͤnkel ſcheun, Will Wolluſt, Zorn und Geiz mein ſchwaches Herz beruͤcken, hilf mir ſie unterdrücken, beſiegen ihren Reiz. 5. Auf dich nur will ich ſehen; geſtaͤrkt durch dich, o Herr, den Streit mit mir beſtehen, er ſey mix noch ſo ſchwer. Du unterſtützeſt mich, mich ſelber zu bekaͤm⸗ pfen: der Luüſte Macht zu dämpfen; ich ſiege, Gott, durch dich! Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben 7 3 1 ⁸) Lluſer Wandel iſt im Him⸗ mel! Köſtlich Wort, wie ſtromeſt du mir, umringt vom Weltgetümmel, Muth und ſuͤße Hoffnung zu! Je⸗ der Fußtritt, den ich thue, bringet mich dem Land der Ruhe naͤher, immer naͤher zu. Wort, wie hoch er⸗ freueſt du! 2. Haltet's feſt, ihr theu⸗ ren Brüder, haltet’s feſt, dies werthe Wort! Nichts ſchlag' eure Hoffnung nieder! Wallet immer muthig fort! Muthig blicket hin zum Ziele; viele ſchon ergriffen's, viele⸗ Wir, ſo wahr es verhieß, wir ergreifen's guch 3. Nur, wie fromme Pil⸗ ger müſſen, hleibet wacker, ſeyd nie laß! Stets des ho⸗ hen Zwecks befliſſen, wacht und es Gott —————/—;;’’’x:— 1nd iörſt ch det, wt kit rizes e i däh dis bes lirett, dett kampſt and ſere valaßt uicht en ſis ſelbſt ging Unſer W unel Koſt ſteömeſt du vm Weltgett und ſiße Hoff mein Geiſt e Schon ſehn Schinmer 2 Banie a ſt das Joch. Sarge fürt Ne. Wehr 1 92- rſten dag ka Bun biete nt d O ſeſemen daß dist ſey! nn Varlets and mir in rden din ie Hen edähe tir umerd 3 befeeni n Jei inſagn in .1 2h Nur wil m hen Kait 2 ldſt ch att, d Aun von 6 5 2 19 Streit N ehen ey vir 9 ſcwer. t wich,1 6 lber zu hei dim: ne Nas anpfe nſege, 4 durch ſ aa AE den niſan 1 ₰ nſer 3 iſt inäi 16 h Wen, trömeſ mir, um 1AM etümmel⸗ und ſdi offnungz. der Ar, den ih Sringeſ ur:) dem 10 Rude—:, imma i u. ſe i ftruſſ— ſ 3 ſeh — — * er mu 4 unterſi 4 1hes 16 Ten 4 vielt annf 4 b und kampft vhw Unterlaß! Feinde ſtehn an euren We⸗ gen; Stuͤrme toben euch ent⸗ gegenz Nebel, Kluͤfte, Fel⸗ ſen drohn; faßzt nur Mirß groß iſt der Lohn. 4. Was kein Auge je ge⸗ ſehen, was kein Ohr gehöret hat, was kein Herz hier zu erflehe en je ſich unterwunden hat, das, das hat Gott dem hier tapfer Drum verlaßt nicht eure Bahn! 3 Je⸗ bereitet, der kämpft und ſtreitet. ſus ſelbſt ging euch voran 5. Unſen Wandel iſt im Himmel! Köſtlich Wort, wie ſtrömeſt du mir, umxringt vom, Weltgetümmel, Muth und ſuͤße Hoffnung; zu Auf, mein Geiſt, ermüde nimmer! Schon ſeh ich des Wieles Schimmer. Wenig, weni Schritte noch, und beragen iſt das Joch. Sorge fur Leib, Leben und Geſundheir Mel. Wer nur den lieben Gott hb es Leibes war⸗ 132 D ten und ihn hA das iſt, v Schöpfer, meine Pflicht. Muthwillig ſeinen Bau verſehren, ver⸗ bietet mix dein Unterricht. Oſſtehe mir mit Weishe it bei, dieſe Pflicht mir beiig 2. Sollt ich mit Vorſatt das verletzen, was deine Hand mir anvertrank? Sollt' Sorge fuͤr die Seele. te leiden, mein Geiſt 323 ich gering ein Kunſtwerk ſchätzen, das du, 5 Schop⸗ fer, ſelbſt erbaut? Weß iſt mein Leib? Er iſt ja dein. Sollt⸗ dch denn ſein Zerſtö⸗ rer ſehn? Ihn zu eihalten, zu beſchützen, 1 gibſt dut mit mil⸗ der Vaterhand die Mittel, die dazu uns nützen, und zum Gebrauch gibſt du Ver⸗ ſtand. Dir iſt die S orge nicht zu klein: wie ſollte ſi ſie denn mir es ſeyn.... 4. Geſunde Glieder, muntr räfte, o Gott, wie viel ſnd die nicht werth! Wer taugt zu des Berufs Ge ſchäfte, wenn Krankheit ſeinen Leib beſchwert? Iſt nicht der Erde groͤßtes Gut Gefundheit und ein heitrer Muth? 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was mei⸗ nes Körpers Wohlſeyn ſtört, daß nicht, wenn meine Kraͤf⸗ den intern Vorwurf hoͤrt z du ſelbſt biſt Stoͤrer deiner Rut du zogſt dir ſelbſt dein Ue⸗ bel zu. b 6. Laß jeden Sinn dund al⸗ le Glieder mich zu bewahren achtſam ſeyn! Druckt mich die Laſt der Krankheit⸗ nie⸗ der; ſo flöße ſelbſt Gebuld mir ein! Gib heitern Muth und dann verkeih, daß uh des Atztes Rath gebeihkt 7. Doch gib, daß ich nicht ibettreibe, was auf des Lei⸗ 2 bes 3 3 4* 324 bes Pflege zielt; nein, ſtets in jenen Schranken bleibe, die dein Geſetz mir anbe⸗ ſiehlt! Des Koörpers Wohl laß nie allein der Endzweck meiner Sorge ſeyn! 8. Mein größter Fleiß auf dieſer Erde ſei meiner Seele Wohl geweiht, daß ſie zum Himmel weiſe werde und reife zur Vollkommenheit! Dazu, Herr, ſegne meinen Fleiß, ſo leb und ſterb ich dir zum Preis. Mel. Wer nur den lieben Gott dee. Wel nun e eee Wol⸗ 433 Deunn Nei zu widerſtreben, laß, Höch⸗ ſter, meine Weisheit ſeyn! Sie iſt ein Gift fuͤr unſer 1 Leben, und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh ich demuthsvoll zu dir: o ſchaff ein reines Herz in mir! 2. Die Wolluſt kürzet unſre Tage: ſie raulbt dem Körper ſeine Kraft; und Armuth, Seuchen, Schmerz und Pla⸗ ge ſind Fruchte dieſer Leiden⸗ ſchaft. Der haßt ſich ſelbſt, der Wolluſt liebt, und ſich 3. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke: ſchwaͤcht den Verſtand, der Seele Licht; erſtickt den Eifer edler Werke) deu Exnſt, die Luſt zu jeder Pflicht: füͤhrt Rene und Gewiſſensſchmerz in das ihr hingegebne Herz.— 4. Der Menſch ſinkt unter 4339= Pflichten gegen uns ſelbſt. ihrer Buͤrde noch tiefer, als zum Thier, herab; er ſchän⸗ det und entehrt die Würde, die ihm ſein weiſer Schöp⸗ fer gab; vergißt den Zweck, zu dem er lebt, wenn er nach niedern Luſten ſtrebt. 5. So ſchimpflich ſind der Wolluſt Bande! Schon vor der Welt ſind ſie ein Spott; ſte ſind vor dem Gewiſſen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! Wer ſich in ihre Knechtſchaft gibt, wird nicht von dir, o Gott, geliebt. b 6. Den übergibſt du dem Verderben ſchon hier, der ſeinen Leib entweiht; und nie wird deinen Himmel er⸗ ben, wer ſich unreiner Luͤſte freut. Ach laß mich ihre Reizung fliehn, und keuſch zu ſeyn mich ſtets bemühn! . Gib, daß ich allen bö⸗ ſen Luſten mit Muth und Nachdruck widerſteh, und ſtets, dawider mich zu ruͤ⸗ ſten, auf dich, Allgegen⸗ wärt'ger, ſeh'! Wer dich, 4. o Gotk, vor Augen hat, flieht auch verborgne Miſſethat. ey aller Wol⸗ O S luſt Reiz zu wehren, Menſch, ein Freund der Nuͤchternheit! Laß Speiſ' und Trank dich nie beſchweren und ſteure deiner Sinnlichkeit! Sey deiner Schwachheit dir be⸗ Sorgef ußt, 1 3 mhn euſt „ Un tohe düke, ſe ſ deinen Keid, Unge di ged ſhetea des frechen Scheh en dittt das Her 3 Ernieſ Friie ürch, Tlüngteit Sputwehr ſe Träͤgheit icſket. Dei dei Mußigg ieder hoſe 4 Wilſt Woluſt da Freiheit dir du ihn un pfen, ſoba empört!/ H ſchon fruh en er dann nich 5 Oſttäu ſters Triee richt die G zu unenlau ſchaft war; Nat magh wegiſ hat. em wird ſich na b ſcheuen, Weſ ent 1 3 i woch iefa, 1 e at; gſts ſt die in nes fer ga eiſg St ' 1 4 3 ſitdn g Kle 5. nen Scha ſh in wird Del, ß.“ Verde ſänen nie wf ben, freut. Ne au d 75 ſen L Nachd ſtets, ſien, Na hoch⸗ ſeyn! enſer euden ed ich ſchaff 1 unſte deper auutd, Pla⸗ V ſe, d ſch derzen inch r wächt 10 eele af nach* düſen in uarg Vott — SS ledt, wenn 8 nc , Got 5 dechichaſ ee dn. 8 on = Aitmeſt ien vm 2 ch irrreitet ² laf wi e m t ih ſtets f4 — dußichaln — mit Mut N△ 1 der mit dich, — Pun doler uir kuſt Freun 1 Kene daß S 1das nie deiner Iter deiner ☛ Sorge fuͤr Leib, wußt, und meid' uft ſelbſt erlaubte Luſt 9. Um kohe Triebe zu ver⸗ huten, ſey ſchamhaft gegen deunen Leib; laß nicht dein Auge dir gebieten; flieh' eit⸗ len Scherz und Zeitvertreib! Des frechen Witzlings freier Scherz erniedrigt und ver⸗ dirbt das Herz. 3. Entzieh der Wolluſt ihre Kraͤfte durch Fleiß und edie Thätigkeit! Der Keuſchheit Schutzwehr ſind lichkeit. Bei Spielſucht und bei Mßiggang beſiegt uns jeder böſe Hang. 4. Willſt du den Trieb der Wolluſt dämpfen, eh er die Freiheit dir Seinehn, mußt du ihn ungeſaumt bekäm⸗ pfen, ſobald er ſich in dir hheneen Haſt du ihn nicht „ſchon fruͤh erſtickt, leicht wird her dann nicht unterdruͤckt. 5. Oft täuſchen dich des La⸗ ſters Triebe, und du erblickſt nicht die Gefahr; oft wird zu unerlaubter Liebe, was Anfangs nichts als Freund⸗ ſchaft war; ein langer Um⸗ gang macht dich dreiſt, und du heise Siſe⸗ was Unſchuld heißt 6. Dein fuͤhlend Her; wird ſich's verzeihen,„ es des Laſters Triebe nahrt; es wird nur ihren Ausbruch ſcheuen, weil dieſer vor der Welt entehrt; wird kleine Leben und Geſundheit. Geſchafte; die Trägheit nährt die Sinn⸗ daß 3 325 Fehler überſehn, und 3 zu größern übergehn. 7. Iſt's Sünde nur, die That vollbringen? Iſt, der's nicht thut, ſchon tugendhaft? 2 Nein, auch den Trieb ſoll ich bezwingen, den Hang und Wunſch der Leidenſchaft! Nicht unſer Wandel nur ſoll rein, auc unſte Seele fol es ſeyn. 8. Die Lüſte ſind es, die uns ſchänden, und ſie ver⸗ letzen unſre Pflicht, auch oh⸗ ne daß wir ſie vollenden. Drum ruͤhme dich der Keuſch⸗ heit nicht, ſo lange nicht dein guter Geiſt der Lüſte Herr⸗ ſchaft dich entreißt. 9. Denk oft den mächtigen Gedanken: die Unſchuld iſt der Seele Gluͤck, und werfe, fäangſt du an zu wanken, auf Gott und Zukunft deinen Blick! Dir gibt dein ganzer Lebenslauf ſie nicht zurück, gibſt du ſie auf. 10. Drum fliehe vor der Wolluſt Pfade, und lockt dich ſchmeichelnd ihre Bahn, ſo rufe bruͤnſtig Gott um Gnade und Weisheit in Ver⸗ ſuchung an. Erzittre vor dem erſten Fall; du falſ ge wiß mehr, als Einmal Mel. Werde munter, mein 7(O S tandhaft fey 433—o Gott, mein 30. züchtig ſtets und keuſch zu ſeyn; in der Unſchuld hei⸗ tern Stille deiner Gnade mich zu 326 zu freun! Keine Frende die⸗ ſer Welt, wenn ſie noch ſo fehr gefallt; laß mich wider mein Gewiſſen wünſchen, ſu⸗ When und genießen! 4 2. Weiß ich doch, daß dei⸗ ne Güte, die ſo reich und 3 freundlich iſt, niemals etwas uns verſuͤßt. Uns zum Be⸗ ſten nur gebeut dein Geſetz b Enthaltſamkeit, Zuchten und Ordnung im Genuſſe e, Mäaͤſ⸗ ſigung im Ueberfluſſe. 3. Unſre⸗ Kindheit, unfre Jugend, unſer Alter darf ſich freun. Auch die Freude, Gott, iſt Tugend, aber hei⸗ lig mus. ſie ſeyn; nicht ein Taumel, der bethort, der Gefühl und Kraft zerſtört; wilde Lüſte ſoll ich ſcheuen, und die Seele nie entweihen. 4. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keuſchen Bruſt toben nie der Reue mir rauben? O Herr;, laß Schmerzen, wohnet Ruh' und wahre Luſt. Unbeherrſch⸗ te Sinnlichkeit tödtet die Zu⸗ fFriedenheit; ſie vergiftet alle Freuden und verwandelt ſie autſt Leiden. 2 5. O ſo will ich ernſtlich 4 ſtreben, rreines Herzens ſtets zu ſeyn; keuſch und züchtig 1 will ich leben, jeden Reiz der Luſte ſcheun. Keine Lockung taneſche mich, und mein Herz — kergebe ſichl keiner ſchandlichen Wegierds! einigkeif 5 mei⸗ ne⸗ Zierde! 86 60 R: Dann umgibt mich Pflichten gegen uns ſelbſt. Heil und Segen: himmliſche Zufriedenheit leitet auf der „Unſchuld Wegen mich uzu größrer Seligkeitn; Herzen ſließt der Quell jeder Wonne rein und hell und ſie können feſt vertrauen, Got⸗ Etes Antlitz eitiſt zuf ſchänen uns verbiete, was das Leben Rrinen Mel. 3a allen mieinen Thaten as iſt mein 43 W zeitlich Le⸗ ben, 48 du mir, Gott, gegeben! Ein unſchäͤtzbares Gut. Du gabſt mirs, hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wah hres Gluͤck beruht. 2. Hier wird die Saat ge⸗ ſtreuet;; dort, wenn ſie wohl gedeihet, wird reich die Aern⸗ te ſeyn. Je laͤnger ich hier lebe, und gut zu handeln ſtrebe, je größer wird mein Glück dort ſeyn. 3. Sollt' ich dies Glück mir, im Glauben der kunft'⸗ gen Aerntezeit, mein Leben hier auf Erden ſo werth und wichtign werden, wie mir's dein heilig Wort ge⸗ beut! 4. Mir ſelbſt es zu ver⸗ kuͤrzen, mich in den Tod zu ſtürz ſen, iſt wider meine 3 8 Pflicht. Du, Herr, rieſſt mich ins Leben, dir ſoll ichs wieder geben, wenn du ge⸗ beneſe, doch früher nicht. V 5. Was leicht in Krank⸗ heit ſtürzet, das Leben leicht ver⸗ ſeh wein ga hier zumi H Dien dumn unſelt zufln C 7 Ar 1 keben, wenn Fott ergeben, dugend ſtrebt ind Menſche ſch in Glah der hat lan ſät in aos Ba Gaben, wo Güte nährt ſtärken, und nll des Gut Ja) Abts, zu ber lich, Gett, 2 D bet de m Frachtbarke Kaliche Mi n Jahr 8 ei, ſch dar ſete 4 3. du Mangelle unferig d⸗ 3 Keum eingge 4 heſetz„ nd 8 W 9 nd heitie. Naf⸗ 2 zudu n 4 gegt erEin unſ unſte G. 9 darf auf en zund Hinm teude, zu een, worai ◻☛luͤck beruht 1 ki⸗ wa ein der ſir 1☛ v vitd dee 35 heuen, keſ I kmt deiden. leh d 1 einen ſtrt 2u e größer 1. euſchen 615 Akt ſeynn ne* lt' ich⸗ 88 Nay nite venf D hm errſch⸗ mir Glaubetenü ir Zu, ge S nezet, nat a. Ih f Enn Leben,„ Gott ergeben, nach wahrer Tugend ſtrebt? Wer Gott u gabſt ni — dort, wenn i riort 3 wind nißd 435 htig werdch, delt ſie u in hriig dlich beim ctig ki mich uie 5 der zu n ae itm 91 vrn„ ☛ Du, den 1 der ebeu Wmi ſoin wſ ſtben, vne doch faümü, eer a ic lat n 11 net, daß kein Gefilde Sorge fuͤr Leib, Leben und ᷣ verkuͤrzet, laß mich mit Sorg⸗ Ffalt fliehnz doch auch nicht angſtlich zagen, es fuͤr die icht zu wagenz auch dazu Snn du miris verliehn. 3 B In deine Vaterhande befei hl'* ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage Lauf. Es ſey mein ganzes Leben dir hier zum Dienſt ergeben; hilf du nur ſeluſt der Sehwachheit auf! 7. Was nätzt ein langes wenn man nicht, und Menſchen liebet, und ſich im Glauben übet, nur der hat lang und wohl ge⸗ lebt. i ⸗ — Pe nur den lieben Gott ie mannigfal⸗ Gaben, womit uns deine Güte nährt, die, uns zu ſtärken, und zu laben, ſo viel des Guten uns gewaͤhrt! Ja, Alles, was der Menſch genießt, bewriſt, wie freund⸗ lich, Gott, du biſt! 2. Du ſegneſt Anen und mit unerſchöpfter Fruchtbarkeit, die deine vä⸗ terliche Milde und Allmacht jedes Jahr erneut, damit der Menſch, von Sorgen frei, ſich ſattige und dank⸗ bar ſey. 3. Du läſſeſt uns nicht Mangel leiden; du gibſt uns unſer taglich Brod; du gibſ tig ſind die 327 noch mehr, du gibſt Uns auch Freuden für einen jeden Sinn, o Gott! Wie groß, u zum Wechſel im Genuß„iſt deiner Gaben Ueberfluß. 4. Drum will ich maͤßig im Genuſſe der Gaben dei⸗ ner Guͤte ſeyn, und nichts von meinem Aeberfluſſe durch niedre Schwelgexrei entweihn. Denn ſchon des Dankes Pflicht gebeut mir Maͤßi⸗ gung und Nüchternheit. .Mit Speiſ und Trank den⸗ Leib beſchweren, iſt ſchimpflich, ziemet Chriſten nicht. Gott gibt ſſe uns, daß ſie uns naͤhren, uns ſtärken zu Beruf und Pflicht. Was iſt, das mehr den Geiſt entweiht und ſchwächt, als rohe Sinnlichkeit? 6. Unmäßigkeit lahmt alle Kraͤfte, bringt Krankheit, Armuth, Zank und Streit; macht trenlos im Berufsge⸗ ſchäfte, raubt des Gewiſſens Seligkeit: ſetzt zu den Thie⸗ ren uns herab, und ſtürzet vor der Zeit ins Grab. 7.. Ach, mancher ſtarb ſchon laängſt und modert durch Trunk zu fruh ins Grab geſtreckt, von Gott zur Rechenſchaft gefordert, mit Schmach im Grabe noch be⸗ deckt. Gott, laß mich ja dies Laſter ſcheun; enthalt⸗ ſam, mäßig, nüchtern ſeyn! 8. So oft ich Speiſ' und Trank genieße, ſo laß es mit⸗ Vernunft geſchehn, und, deut, SPann 328 ich beides mir verſüße, mit Dank auf dich, den Geber, ſehn; auf dich, der du uns zärtlich liebſt und Nahrung und Erquickung gibſt! Arbeitſamkeit und Be⸗ rufstreue. Mel. O Gott, du frommer Gott, 436(Au haſt uns . 0 Herr, die Pflicht zur Arbeit auferleget, und Fleiß in dem Beruf uns ernſtlich eingepräget. Dir iſt, v Heiligſter, der Müßig⸗ Jang verhaßt: für uns des Unheils Quell, für Andere der Laſt. 2. In deine Ordnung Herr, laß willig mich beque⸗ men, und Buͤrden des Berufs entſchloſſen auf mich nehmen! Wenn auch mein Angeſicht der Arbeit Schweiß benetzt: wohlauf du haſt mich ſelbſt in den Beruf geſetzt. 3.[ Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungsſorgen! Gib mir mein täglich Brod, und ſorge du für morgen! Ich will an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuverſicht in dei⸗ ner Fügung ruhn. 4. Auch fördre, großer Gott, die Werke meiner Hände, den Anfang ſegne du, beglücke du das Ende! Leben ſehn, wo wir — reuem Fleiß zu deiner 9 gehn.— Pflichten gegen uns ſelbſt. Mel. In allen meinen Thaten 437 Z* Fleiße ward das Leben vom Schöpfer uns gegeben, und nicht zu träger Ruh'. Wie Fruchtbarkeit dem Regen, ſo folgt dem Fleiße Segen; er ſtromt uns Gluck und Freuden zu. 6 24 Er ſtärkt des Leibes Kräfte; er fördert die Ge⸗ ſchäfte, gibt uns ein froͤh⸗ lich Herz; er ſchafft uns ſü⸗ ßen Schlummer, erleichtert Gram und Kummer, und lindert oft den herbſten Schmerz. 11 3. Er hilft den Hang be⸗ ſiegen zu ſündlichem Vergnü⸗ gen. Was mehr, was ſtets erfreut: der Unſern Wohl⸗ fahrt ſchützen, der Welt und Nachwelt nuͤtzen, das iſt das Glück der Thatigkeit. 4. Drum laß uns, Gott, auf Erden nie trag im Guten werden: du gabſt der Kraft uns viel! Dich, unſern Herrn, zu ehren, und Men⸗ ſchenglück zu mehren, ſey immer unſer ſchönſtes Ziel! 5. Wenn Andre troſtlos klagen, dann werden wir nicht zagen, und keinen Tug bereun. Wenn Träge trau⸗ ern müſſen: dann ſpricht uns das Gewiſſen getroſten Muth und Hoffnung ein. 6. Wenn einſt viel edle Thaten um uns, gleich reifen Saaten, mit reichen Fruͤchten ſtehn, wenn Tau⸗ f„ ſende fedd ſi fteu „Dant duum unſer ko Ar Ans we Es i 380 hringen; er Müh und ſee uns gelin mit ijm nu wird, wenn Wälen ſtimn degen bleibe 82. Wer Sorge mach recht dad nach ſeinen dem gibt e vom dif Hand ſo⸗ in ſeinem mahrhaftig 73, Gott Schild und iſſe mit Gr wicht der keine Miße ſeinem Sch und ſegne Mißhihr. doffnung. b 35 Rh ich au Atheiſah gegen cſenn 1 nit „ 5 uneinm ahun — um Fleiß e * das Keben nd 1 13 de⸗—* dem . n 8 iſſe 4 mn dat, dag 4* d ms 2* Idarit dest die Käft; forden m. egtt ſcäft n dt uns eni uns bch 1ier ſchaftu dir hen immer, elt fätßig, Graßr d Kumma, ft dm 8 d des linde ndere S 5 dnung ee mind degue⸗ gen.—s mehr, d Beruſs ents er lnſen emen! fahrt Men, der Aa geſicht Nach=nützen, dwih denctt: Sii inh ſeldſt n laß m. af uni jetrigin wehren, un 1 aa Dank uns weihen: dann unſer Lohn 3 ilft den 4 orgen! uns ☛ di,t Arbeit ſehe! Arbeitſamkei und Berufstreue. ſende ſich freuen und heißen wie iſt ii ſo ſchön! 3 Mel. Es it das Heit uns 1 4 438 8 ott iſts, der ) das Vermögen 1 das Gute zu voll⸗ bringen; er gibt zur Arbeit Muth und Kraft und laͤßt ſie uns gelingen. Was man mit ihm nur unternimmt, wird, Willen ſtimmt, nicht ohne Srgen bleiben. 812. Wer ſich's zur erſten Rag⸗ macht, vor ihm ge⸗ recht zu werden, und erſt nach ſeinem Reiche tracht't, dem gibt er auch auf Erden vom Irdiſchen mit milder Hand ſo viel, beim Fleiß in ſeinem Stand, als ihm wahrhaftig nützet. 3. Gott iſt der Frommen Schild und Lohn; er krönet ſie mit Gnade, daß ihnen nicht der Feinde Hohn und keine Mißgunſt dn Mit ſeinem Schutz bedeckt er ſie, und ſegnet bei des Lebens Müßh' ihr Herz mit Troſt und Hoffnung. 4. Drum gib, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Mit Licht und Weisheit ſegne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut! Nach deines Reichs Gexech⸗ tigkeit laß mich vor Allem trachten, wenns mit ſeinem 329 5. Laß Müßiggang und Trägheit mich mit aller Sorgfalt meiden; thun, was ich ſoll, geſtärkt durch dich, gehorſam und mit Freuden, daß ich in mei⸗ nem Stande treu, und mei⸗ nen Brüdern nützlich ſey, und dir zur Ehre lebl 6. Sey überall, mein Gott, mit mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, Allerhoch⸗ ſter, dir; hilf, daß ich ſie vollende zu deines großen Namens Preis, und daß die Frucht von meinem Fleiß in- jene Welt mir folge! Mel. Schon iſt der Tag von Gott (a) ur Arbeit 439 8* nicht zum Müßiggang, ſind wir, o Herr, auf Erden; drum laß auch mich mein Lebenlang durch Arbeit nützlich werden! Gib mir Verſtand und Luſt und Kraft, geſchickt, treu und gewiſſenhaft mein Werk hier zu verrichten. 2. Haſt du ein Amt, ſo warte ſeyn; das iſt, o Gott, dein Wille. O flöße ſ ſelbſt den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle; hilf,, daß ich ſtets an Willigkeit, an Ein⸗ ſicht und an Tuͤchtigkeit zu meinem Amte wachſe. b 3. Laß auch vor traͤger Weichlichkeit mich ſtets mein Herz bewahren! Laß mich, wenn es die Pflicht gebeut, nie meine Kraͤfte ſparen! Wann 330 Wann ſie ermatten nur, will ich durch reme ſtille Freu⸗ den mich zu neuer Arbeit ſtärken. ind. Gib Weisheit, Herr, und laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen und mit Verſaumniß meiner Pflicht verſchwenderiſch verbringen! Das muüſſe mein Vergnügen ſeyn, mich den Geſchaͤften ganz zu weihn, die du mir auferleget! 5. Ein heil'ger Trieb be⸗ lebe mich, o Hochſter, meine Pflichten in deiner Furcht, geſtärkt durch dich, mit Freu⸗ den zu verrichten! Ein Herz, das ſich des Guten freut, gibt zu der Arbeit Munterkeit, verſuͤßt uns ihre Laſten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unverruückt mit einem Herzen wandeln, das Geiz und Ehr⸗ ſucht nie beſtrickt. Gewiſſen⸗ haft zu handeln; mein Leben deinem Dienſt zu weihn; ſo nuͤtzlich, als ich kann, zu ſeyn, das ſey mir Ehr⸗ und Reichthumt 7. Mir ſey bei Allem, was ich! tthu, mein Heil dein Wohlgefallen, ſo werd ich mit Gewiſſensruh⸗ auf ebnem Wege wallen! Denn wer dir, Heiliger, mißfäͤllt, was nützet dem die ganze Welt mit allen ihren Schätzen? 8. Laß⸗ mir den zritlichen Beruf,„dazu mich, Herr, auf Erden dein weiſes All⸗ machtswort erſchuf, doch nützlich werde. Pflichten gegen uns ſelbſt. eine Leiter werden, worauf ich einſt in jener Welt, die höheren Beruf enthält, zu hoͤhern Würden ſteige A Mel. JAllein Gait. in det 86 43903 1 2 genshand, Herr; täglich Heil entgegen. Durch dich erhebt ſich Meer und Land zur Fruchtbarkeit, zum Se⸗ gen. Durch dich ſtromt vings aus der Natur Gedeihn auf jede Kreatur; du biſt des Segens Quelle. 2. Von dir kommt Weis⸗ heit und Verſtand; du machſt die Reiche bluͤhen; du füh⸗ reſt Weiſe in das Land, und ſegneſt ihr Bemühen; d gibſt dem Geiſte Thatizfeit; du biſt's, der jedem raft verleiht, den Nächſten zu begluͤcken. 3. Durch dich, Herr, bringt uns Land und Meer die Guͤter deiner Erde von weit entlegnen Volkern her, damit geſegnet werde mit allen Gütern deiner Hand das fernſte Volk, das fernſte Land und deine Liebe preiſe. 4. Du zeigeſt ihren Wir⸗ kungskreis den Buͤrgern die⸗ ſer Erde, daß jeglicher durch ſeinen Fleiß dem Andern Daß jeder, den dein Wink erſchuf, froh ſey im eigenen Beruf, 3 iſt dein allweiſer Wille! 5. Gib üm le m Feglichem Ritſter, Br verth; ld Pn begehrt ſath th und B 7. Du bif türan, v Segen; du nen ſeyd be dern gem du die dieh ſo ſey eine nach Jeſu’e Pärdizu ſet Gebra 1ℳ hrn ſi nein u wältent 8. heit tgbi ſoih tautzat nütt und ich nicht ew gen Gh JMei unm e —bwerden, wn m, ich e wöne dat bae e⸗ tner Wel 2— dauf entit, en,* linm ſtigl ut Ae Rr Ei in dt A[.. 11 O ffnttin. mm* 1 dem agen grn, Herr iſten Ha e gegen dn mir 5 ch Meer und udh htbarkeit, mi de⸗ get k= dh dich ſnang neine al= Natur Gadtht ercht, jeit fatur; du Iren⸗ Irer⸗ Duele. Hen, f freut, herkru, den, 4 ihr Bemithe hegen git u Geiſte Tehi dEhr, ds, der jidn ⸗ wiffe⸗ vet—, den Nächin deden En n, ſo Durch dit 4, zu uns Land mi md 9. Klegnen Välim , was d1* geſegnet vn damm 5 ih nſe Lalt n n deine jebet er zei geſt ihreu d. was 4 h vinn Bel 2 daß Tlu 32 ſe Be, Wink erſtll, d. ahnmn dn R weiſer Sl ahn dit unnn d Verſtand; du dA che blüher 1 m Piſe in das du dern gern entgegen! dO ter deiner E 2 S Zütem deinn Arbeitſamkeit und Berufstreue. 5 Gib uns, o Vater, Redtichkeit sin des Berufs Geſchaͤften! Lehr weiſ uns brauchen unfre Zeit, nach unſern beſten Kräften! Hilf nützlich werden zedermann, wenn Rath und That ihm elfen kann r ſeinem beſ⸗ ſern Gluͤcke! 6. Wie du fuͤr Alle Vater biſt, für Böſe und Gerechte, ſo ſey, zuwer Erdenbuͤrger iſt, von jeglichem Geſchlechte uns Nächſter, Bruder, ſey uns werth; und wenn er Hülfe, Troſt begehrt, find' er ſtets Nath und Beiſtand! 7. Du biſt der Vater, der erfreut, verbreiteſt deinen Segen; du rufſt: zum Seg⸗ nen ſeyd bereit, geht Bruͤ⸗ Wie du die Lieb und Güte biſt; ſo ſey ein jeder, der ſich Chriſt nach Jeſu Chriſto nennet! Wuͤrdigung und wei⸗ ſer Gebrauch der irdi⸗ 9, ſchen Guͤter. k 3 an Es iſt das Heil uns 40 K err, laß mich 1 44. doch gewiſſen⸗ haft mein zeitlich Gut ver⸗ wälten! 1 Gib ſelbſt mir Weis⸗ heit, gib wir Kraft, damit ſo hauszuhalten, wie es mir nützt und dir gefällt, damit ich nicht in jener Welt an wigen Gütern darbei 2. Mein Hab und Gut kommt ja von dir, es iſt 331 dein milder Segen. Richt zum Verderben gabſt du mir mein zeitliches Vermögen; du gabſt es mir zum wah⸗ ren Wohl. So hilf denn, daß ichs, wie ich ſoll, nach deiner Vorſchrift brauche! 3. Was iſt das mir ge⸗ ſchenkte Gut? Berguͤnglich, wie die Erde. Gib, daß ich nie zum Uebermuth da⸗ durch verleitet werde! Nie reiß' ein irdiſcher Gewinn mein Herz ſo weit zum Eit⸗ len hin, daß ich mein Heit vergeſſe! 4. Was hulfe mir die V ganze Welt mit allen ihren b Schätzen, verführt' mich zeit⸗ lich Gut und Geld, ſorglos hintan zu ſetzen, was mei⸗ aner Seele Heil begehrt, und mir ein ewig Glück gewährt? Wie iſtrafbar würd' ich hanu⸗ den Mein erſtes Trachten ſey allhier nach deines Gei⸗ ſtes Gaben! Wie reich bin ich, o Gott, in dir, wenn ich nur dich kann haben! Hab ich nur, Hochſter, dei⸗ ne Huld, bin ich voll Glau⸗ ben und Geduld, was fehlt dann meiner Seele? im 6. Den Geiz laß ferne von mir ſeyn, die Wurzel alles Böſen! Von Unruh und Ge⸗ wiſſenspein kann, Reichthmn nicht erlöfen. Er hilft in Todesſtunden nnichts, und tlichts am Tage des Gerichts. Da ſchützt er keinen Sünder. 7. Lehrr 3 332 Sparſamkeit, um das nicht zu verſchwenden, was du mir gabſt; nein, in der Zeit es nuͤtzlich anzuwenden! Gib mir die Klugheit, daß ich hier dadurch dem Nächſten, ſo wie mir, des Lebens Muͤh' erleichtre! 8. Es kommt ein Tag der Rechenſchaft; das laß mich ſtets bedenken, und mein Gemüuͤth gewiſſenhaft zur Treu im Ird'ſchen lenken: Daß ſelbſt von Guͤtern dieſer Zeit ich einſt noch in der Ewigkeit den reichſten Segen Mel. O Gott, du frommer Gott A 4 Kas mich doch nicht, o Gokt, den Schaͤtzen dieſer Erden ſo meine Neigung weihn, daß ſie mein Abgott werden! Oft fehlt beim Ueberfluß doch die Zufriedenheit, und was 2 iſt ohne ſie des Lebens Herr⸗ lichkeit? 2. Kann ein pergäͤnglich 3 Gnt auch unſre Wuͤnſche ſtil⸗ en? Es ſteht ja ſein Beſitz nicht ſtets in unſerm Willen; nicht ſtets wird dem zu Theil, der aͤngſtlich darnach ringt; 0 und ſchnell verlierts oft der, dem ſein Bemuhn gelingt. 3 ſeiſt wahrhaftig ſoll beglu⸗ 3,3, Ein Gut, das unſern 8 9 4 Tken, d arf nicht vergaͤnglich ſeyn, muß für den Geiſt ſich ſchicken. Der Thor hat Geld truͤgen. den Wunſch vom irdiſchen größte Schatz gewäͤhrt. 48 Pflichten gegen uns ſelbſt. und Gut; er hats und wunſcht noch mehr; er darbt in ſeinem Gluͤck, ſein Herz bleibt frendenleer. 4. O Gott, ſo wehre doch der Habſucht niedern Trie⸗ ben, und heilige mein Herz, nie das zu ſehr zu lieben, was man mit Muͤh' gewinnt, bald ſchwelgeriſch verzehrt, bald unruhvoll bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weiſes frommes Herz, das ſey mein Schatz auf Erden! Sonſt Alles, nur nicht dies, kann mir entriſſen werden. Dies bleibt im Tod auch mein; dies folgt mir aus der Zeit, zum ſe⸗ ligſten Gewinn, bis in die Ewigkeit. 5 6. Was ſind, wenn dieſes fehlt, die herrlichſten Ver⸗ gnuͤgen? Nur ſuße Traͤüme ſind's, die unſern Geiſt be⸗ Drum lenke, Gott, Gewinn, durch deines Gei⸗ ſtes Kraft, zu ew'gen Gü⸗ tern hin! Mel. Wer nur den lieben Gott 42 J hena ae Erden: ich hab genug; drum hab ich viel! Ein Andrer mache ſich Beſchwerden, wie er den Mammon finden will! „Wer mehr nicht ſucht, als Gott beſchert, dem iſt der ver Vel bleiten a item, den inmet melr. ſelber ni be Sbatz der. Pens ſoinem Gran Sunge Fü hats, und d nichts nehmen, iner ſehſt alß ſch ſelbſt eene ſrat ſein Ge 4.Wee un dagegen weir rügſamteit! Gott nur E ich ſchon ve und denke: Tag mehr, thum vermag 5. Ein Ge Verderben, Geld und G ſterben, we mein Hetz aürt die ih bei Gott NM ga 8 Tuhen a Freund d e ſcheut ſ den. du Kicke i egen u 12 ſe und zt ni c 5 3 1& EAu es 1 it 6 denle eer — ot ſe döhn 4 der üt wedem 4 4, heilige wen 45 ne 1 ida was aunt N d er tald lgeiſt m ih bald ein hvoll dewahh in dall e Fluch ua dur weiſes fen en: hes ü ſey nes ejer auf=n Srnt der un emn dies, im gen entt verden d in ſas uch mein nir an der Zeit, 1 Gätt ligſ zewin, 6 dach Er 3. Sſid, um rden 1 f ☚ Nur ſlielt den! ſiud— unſert tril. 2 Drum leik, den nſch von i Geun durch dn b 2 zu ew 1 d kertithſt b Weiſer Gebrauch der irdiſchen Guͤter. 333 2. Der Reichthum liegt in den Gemüthern; wer ſich begnügt, iſt nimmer leer. Viel bleiben arm bei großen Gütern; denn ſie verlangen immer mehr: und wer ſich ſelber nicht beſitzt, hat einen Schatz, der Niemand nützt. 3. Ein Geizhals hat bei ſeinem Graͤmen nicht Eine Stunde Fröhlichkeit. hat's, und darf ſich deen nichts nehmen, weil er ſi ich's immer ſelbſt verbeut: mehr als ſich ſelbſt, liebt er die Welt, verzehrt ſich ſelbſt und ſpart ſein Geld. 4. Wie ungetrübt verfließt dagegen mein Leben bei Ge⸗ nügſamkeit! Gibt mir mein Gott nur Einen Segen, bin ich ſchon voll Zufriedenheit, und denke: Gott gibt jeden Tag mehr, als ein Kaiſer⸗ thum vermag. 5. Ein Geizhals gehet zum Verderben, weil er nach Geld und Gut nur ſtrebt; ich aber kann mit Freuden ſterben, weil an der Welt mein Herz nicht klebt. So fährt die Seele ſelig hin, wo ich bei Gott der Reichſte bin. „Ml. Kommt her zu mir, a) er ſich mit 4 48 Ernſt der Tugend weiht, iſt auch ein Freund der Sparſamkeit: er ſcheut ſich, zu verſchwen⸗ den. Du, Vater, du be⸗ glückteſt ihn: nun ſorgt er, niederlegen. was du ihm verliehn, ſtets weislich anzuwenden. 2. Dies Gut iſt nicht ſein Eigenthum; er ſoll es nur zu deinem Ruhm mit Red⸗ lichkeit verwalten. Er weiß es, und voll Dankbarkeit ſorgt, ſtrebt er, wie dein Wort gebeut, damit wohl hauszuhalten. 3. Er ſchwelget nie beim Ueberfluß, iſt immer maͤßig im Genuß erlaubter S Smnee Freuden. Er thut, was Wohlſtand ihm gebeut; doch truͤgend Spiel und Ueppig⸗ keit heißt ihn die Klugheit meiden. 4. Er ſuchet, was ſein Fleiß gewinnt, und was oft leicht und ſchnell zerrinnt, mit Sorgfalt zu bewahren; er weiß, der Wechſellauf der Zeit bringt Mangel oft und Dürftigkeit und mancherlei Gefahren. 5. Doch nie verletzt er ſeine Pflicht. Aus Geiz und Habſucht ſpart er nicht; er ſpart mit mildem Herzen. Wie rührt ihn ſeiner Brüder Noth! Er theilt mit Hung⸗ rigen ſein Brod: er lindert Gram und Schmerzen. 6. Er hilft i im Stillen, wo er kann; was er durch Spar⸗ ſamkeit gewann, wird zu der Menſchheit Segen, Ihm ſtrömet Dank und Freude zu, und froh kann er ſich einſt zur Ruh des Gräbes 7. Sollt' 33 17. Sollt' ich, o Gott, nicht ſparſam ſeyn, nicht weislich die Verſchwendung ſcheun, den Mißbrauch dei⸗ ner Gaben? Ja, heilig ſey mir dieſe Pflicht! Ich kann zu dir dann Zuverſicht auch ſelbſt im Mangel haben. Mel. Wann mich die Sunden 3 b) Laß, Herr, nach 44 eitlen Ehren mich niemals geizig ſeyn! Laß deinen Geiſt mich leh⸗ ren, der Ehre mich zu freun, die ſelbſt vor dir, o Gott, beſteht, und mit mir von der Erde zum Himmel über⸗ geht bens 2 Nie blende mich der Schimmer des Anſehns vor der Welt! Nur das ſey, Vater, immer mein Ruhm, was dir gefällt! Wie bald verführt ein ſtolzer Sinn mich von der Demuth Pfa⸗ dest verbirgt mir, wer ich binu 23. Nicht im Beſitz von Schätzen und Gütern dieſer Zeit laß meinen Ruhm mich ſetzen; ſie ſind doch Eitel⸗ keitz ſie ſind doch nur des Thoren Gluck: verlaſſen uns im Tode, und bleiben hier zutuͤck. 1 — 4 Nicht Stand und außre Wuͤrde verblenden meinen Sinnl Wie oͤft zieht ihre Bürdenden Geiſt zur Erde hin! Werdienſt und Tugend ſey allein der Ruhm, nach liebt, Plichten gegen uns ſelbſt. ewig mein. 5. Dich Pflichten mit Fleiß und Red⸗ lichkeit, mit Muth und Treut verrichten, wie, Herr, dein Wort gebent, und überall mein Chriſtenthum nach Je⸗ ſu Beiſpiel uͤben, das ſey mir wahrer Ruhm! 6. Es ſey, daß auf der Erde das Gute, das ich that, verkannt, vergeſſen werde; es bleibt doch ſtille Saat, die aufkeimt fuͤr die Ewig⸗ keit; und o dein Beifall loh⸗ net mich mit Zufrieden⸗ heit. b 7. Wenn einſt die ernſte Waage du, Weltenrichter, nimmſt, und am Vergel⸗ tungstage der Thaten Werth beſtimmſt; dann muſſe mei⸗ nem ew'gen Geiſt des Him⸗ mels Krone werden, die mir dein Wort verheißt! Mel. Auf, Chriſtenmenſch 7Ah) Xrxohl dem, der W beßre Sthäͤtze als Schätze dieſer Erden! Wohl dem, der ſich mit Eifer uͤbt, an Tugend reich zu werden, und in dem Glauben, deß er lebt, ſich üͤber dieſe Welt erhebt. 2. Wahr iſt es, Gott ver⸗ wehrt uns nicht, hier Guͤter zu beſitzen. Er gab ſie uns, und auch die Pflicht, mit Weisheit ſie zu nützen. Sie duͤrfen unſer Herz erfreun 9 un kennen: meine 8 f—— Wiiſe und Inen eyn. 8 1a dieſer Zeit zu ſchrachten den Gerechtig ten Roicht te es eines Me Golt zur Ei 4. Der Gei en Herz, elſ ditbe. Dee ſammernd C der Togend L at der 1 Spott ein deinem Gott 5. Det G genießenz er ſücht deinen tet dein Ge⸗ duncj ſchmei dich blind, hin. 6. Um wird er ſche gen, der A. reiſzuch vird in d Aehn, der Wdenſtehn. u on Get that ſaie een Nuſz And wo 1 Antehrt än 8. Dah me zent, urd i eiſtenthun unh 1 1 ⅝ el übet, d mit er Rahm! d= ſe, daß i Erd eGin, Na t verer pexgeſſet e et doch ſblle d die † aint ſür dah leit u o dein Veittl l nit in 1 ei 4n einſt der Of gdu, Waltene und an N tuni—e der Thend 4 z dam wftt nent en Geiſt det 1 me werdn, 1 12. der 1 Irt verheißt! M luf, Sttes oßl dn — bins 6(2as. 1 a dem/ N n=n ilt, udh tt lin 4 etdet — 1 iſt ed, Gtr 34 stb nicht,) werden, undn Weiſer Gebrauch der eritten Guter. und unſers Fleißes Antrieb ſeyn. 33. Doch nach den Gütern G dieſer Zeit mit ganzer Seele ſchmachten, nicht erſt nach der Gexechtigkeit und Got⸗ tes Reiche trachten; iſt die⸗ ſes eines Menſchen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erſchuf? 4. Der Geiz erniedrigt un⸗ ſer Herz, erſtickt die edlern Triebe. der Tugend Liebe, und ma⸗ chet der Vernunft zum Spott ein elend Gold zu deinem Gott. 5. Der Geiz, ſo viel er an ſich reißt, läͤßt dich kein Gut genießen; er quaͤlt durch Hab⸗ ſucht t deinen Geiſt, und töd⸗ tet dein Gewiſſen, und reißt durch ſchmeichelnden Gewinn dich blind zu jedem Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er ſchon aus dir mit Meineid ſprechen, dich zwin⸗ gen, der Arbeiter Lohn un⸗ menſchlich abzubrechen; er wird in dir der Wittwen Flehn, der Waiſen Thraͤnen widerſtehn. 7. Wie könnt' ein Herz, vom Geize hart, der Wohl⸗ that Freuden ſchmecken; und in des Unglücks Gegenwart den Ruf zur Huͤlf entdecken? Und wo iſt eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht* 8. Du biſt ein Vater; und Die Liebe für ein ſchimmernd Erz verdrängt 335 aus Geiz entziehſt du dich den Kindern, und läſſeſt dich des oldes Reiz, ihr Herz zu bil⸗ den, hindern, und glaubſt, du habſt ſie wohlbedacht, wenn du ſie reich, wie dich„ gemacht. 9. Du haſt ein richterli⸗ ches Amt; und du wirſt dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt, aus Habſucht recht zu ſprechen; und ſelbſt der Tugend größ⸗ ter Feind erkauft an dir ſi 8 einen Freund. 10. Gewinnſucht raube dir Muth und Geiſt, die Wahrheit frei zu lehnens du ſchweigſt, wann ſie dich re⸗ den heißt, ehrſt, wo du nicht ſollſt ehren, und wirſt um ein verächtlich Geld ein Schmeichler und die Peſt der Welt. 11. Erhalte mich, b Gott, dabei, daß ich mir gnügen laſſe, Geiz ewig als Abgöt⸗ terei von mir entfern' und haſſe! Ein weiſes Herz und guter Muth ſey meines Le⸗ bens groͤßtes Gut: n. Weiſer Gebrand der Lebenszeit. Mel. Wer nur den lisben 3, 4½ 7Ju gabſt mir, 5 Ewyger, die⸗ 11 49. nicht fuͤr den Au⸗ genblick der Zeit: du haſt es mir, mein Gott, gegeben zur Ausſaat fuͤr die Ewigkeit. Hier 336 Pflichten gegen uns ſelbſt. I— zu jenem tüchtig ſey! Voll⸗ kommne Freude wohnt nicht ſtatt zu klagen, ſte ſey zu kurz, gebrauch ſie treu! Nimm 18 Hiier iſt der Vorbereitungs⸗ hier, wohnt nur im Himmel, erkentlicen ort: Beſtrafung und Beloh⸗ Gott, bei dir. hen Stunden nung dort. 7. Wohl mir, wenn ich es Gett 2. Du ſchenkteſt mir Ver⸗ muthig wage, der großen Kanghiten, ſtand und Willen; die Wahr⸗ Hoffnung werth zu ſeyn, und ans(eben heit zu erkennen, Licht, Kraft, dieſe kurze Uebungstage Gott ſtielſt dein deine Vorſchrift zu erfuͤllen und der Tugend ganz zu zeiten, und und lehrteſt ſelbſt mich meine weihn, wenn nie mein Fuß Fahte weg. Pflicht. Fuür Tugend gabſt den Pfad verliert, der mich ner Steih i du mir Gefüͤhl, und Frei⸗ zum beßren Leben führt! Auguölices heit, was ich waͤhlen will. 8. Wohl mir, wenn ich 7 Enwi 3. Du goſſeſt zwar auf den Hang zur Suͤnde, die beſtzen, ſollſt dieſer Erde viel Anmuth, Luſt des Fleiſches und der eebes Zeit n Pracht und Schönheit aus Welt, und jede Lockung über⸗ eih weilchn und ſchmuͤckteſt durch dein winde, die meinem Herzen vas ir der h mächt'ges: Werde! auch Netze ſtellt, wenn ich: o ſeli⸗ ruft dir mer meiner Seele irdiſch Haus, ger Gewinn! als Sieger au ſt,Ens gabſt mir der Sinne fein dort gekrönet biinn— ſaumiſt du Gefuͤhl und auch dadurch der 9. O gib mir deines Gei⸗ 4 Dume Freuden viel! ſittes Starke, der du in Schwa⸗ ne Selle, 1 4. Doch einſt muß ich dieß chen mächtig biſt, mir, der ein andermal Leben ſchließen, weil dies zu dieſem großen Werke zu bet' md ibe mein irdiſch Haus zerbricht. ſchwach und noch ſo ſinnlich chenage kle Drum ſoll ich zwar die Welt iſt! Das Eitle lehre mich fronim und n genießen, doch als genöß' ich verſchmähn, und auf das Herrn, wäͤr' a ihrer nicht. Ich ſoll der Ewige nur ſehn! noch ſt fem. Sinne Luͤſte fliehn, wann ſie 10. Laß mich oft in geſun⸗ 5. Mt jede mich zu der Erde ziehn. den Tagen im Geiſt zu mei⸗ D rgete 5. Der Freude ſoll ich oft nem Grabe gehn, und da bei deſer Pfücht nicht achten, ſo ſehr ſie auch Freuden und bei Plagen auf rGot, ſt me die Sinne reizt; nach Wol⸗ dich, und jenes Leben ſehn: ich bin vor de luſt, Ehr' und Gold nicht damit ich, meiner Pflicht ge⸗ und wil, mia trachten, wonach der Menſch treu, der höhren Freuden uuſtemn, me ſo lüſtern geizt; nie ſcheuen, würdig ſey!— er Tigend t was die Pflicht gebeut, und d Eleuct wär' es auch voll Bitterkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott mein enie 6. Dein Unterricht ſey nicht 5 4 6 Es eilt der letzte ch attt vergebens! Gib, Vater, daßs[◻10 Q. von den Ta⸗, ſchenſt,d ich ihm getreu und beim Ge⸗ gen, die du hier lebeſt, Menſch, erwäͤlle, ehu nuſſe dieſes Lebens einſt auch herbei; erkauf die Zeit, und ieſen Ta e löſt. die im Hinme 89 Puur in dimm — chl mir, wenn äh mu wage, der Jut dot= zwanh ſon⸗ die—ze Uebungstagets unam Tugend gn we ⸗ wenn nie men. t det—dd verliett, dnn „zut ren Leben fühn (Wobhl mir, vm ng zur Sünd, Fleiſches m And jede dotu — die meinen h NAelt, wenn ich. ewinnl alz àn an d kröͤnet bin! de gib wir deini 1 ike, der duinb iei( 311 Ht. ſ achtig bit, m = em großen Aa t.=) und vochſoſt ſelt i. has Eille len ich— un, und ai (r unr ſehn. 5. V ſe Laß wich iſtut agen im Gein ft Irnrabe gehl, un 4— und bei Plin dl. uund jenes ämt at ſum ich, meinet ſ ſch ☛☚ der ſähru ſe en, ☛☚ι½ ſey! 3 edrſeerleußet 3Ee 172 feſ 8. ashan, Ie aht g ſie treu Weiſer Gebrauch der Lebenszeit. erkenntlichem Gemuͤth der na⸗ hen Stunde wahr: ſie flieht! 2. Getäuſcht von eitlen Kleinigkeiten, verlierſt du deines Lebens Zweck, ver⸗ ſchiebſt dein Heil auf ferne Zeiten, und wirfſt ſo ſicher Jahre weg. Biſt du, zu küh⸗ ner Sterblicher, des naͤchſten Augenblickes Herr? 3. Ein ewig Gluck einſt zu beſitzen, ſollſt du des kurzen Lebens Zeit, als deine Saat⸗ zeit, weislich nutzen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menſchenfreundlich zu: ſien, Eins iſt Noth! Was ſäumeſt duu— 4. Drum el' und rette dei⸗ ne Seele, und denke nicht; ein andermal! Sey wacker, bet' und überzähle der Men⸗ ſchentage kleine Zahl. Sey fromm und wandle vor dem Herrn, wär' auch dein Ende noch ſo fern! 5. Mit jedem neugeſchenk⸗ ten Morgen erwecke dich zu dieſer Pflicht! Sprich: dir, o Gott, iſt nichts verborgen; ich bin vor deinem Angeſicht, und will, mich deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn. 4 6. Erleucht' und ſtärke meine Seele, weil ohne dich ich nichts vermag. Du ſchenkſt, daß ich mein Heil erwähle, ſo huldvoll mir noch dieſen Tag. Was iſt nicht eine Stunde werth, die deine Güte mir gewäaͤhrt! 1 337 7. Wohl mir, wenn ich aus allen Kräften nach Got⸗ tes Reiche hier geſtrebt, in Gott gefäalligen Geſchäften die Pilgertage durchgelebt, und einſt im Glauben ſagen kann; du nimmſt mich, Herr, zu Ehren an! 8. Mein ſprachlos Flehn an meinem Ende hörſt du dann, Herzenskündiger; in deine treuen Vaterhände be⸗ ſehl ich meinen Geiſt, o Herr! Er ſchwingt ſich über Grab und Welt zu dir, wann ſeine Hütte faͤllt. e s Mel. Wer nur den lieben Gott. o eilt ihr hin, 447 W ihr Lebens⸗ ſtunden? Zeit, edle Zeit, wo fliehſt du hin? Wie man⸗ cher Tag iſt ſchon verſchwun⸗ den, ſeit ich der Erde Pilger bin! Ein großer Theil von meiner Zeit iſt ſchon im Meer der Ewigkeit. 2. Ermuntre dich aus dei⸗ nem Schlummer! Auf, auf, mein Geiſt, ermuntre dich! Dies ſey dein Gram, dies ſey dein Kummer, daß man⸗ cher Tag umſonſt verſtrich! Den ungenützten Augenblick bringt keine Reue dir zu⸗ rück. 3. Der Thor durchlebet ſeine Jahre, eh' er des Le⸗ bens Werth verſteht; er na⸗ het früher ſich der Bahre, als er den Weg der Tugend geht. Was iſt das Menſchen⸗ Y leben — 338 leben werth, das ungenützt vorüber fährt? 4. Menſch, ſey ein Menſch! Fang an zu leben und nütz⸗ lich für die Welt zu ſeyn; fang an, dem Guten nachzu⸗ ſtreben, bring das Verſaͤum⸗ te doppelt ein; daß, wenn man deinen Leib begräbt, dein Werk und dein Gedächt⸗ niß lebt! 5. Sey nicht den kleinſten Zeitpunkt müßig, da du nicht deine Pflicht erfüllſt; du haſt den Tag nicht überflütig, den du ſo frech verſchwenden willſt. Wiſſ', ein Verluſt, der ewig reut, iſt der Verluſt der edlen Zeit. 6. Gib dir von einem jeden Tage, den dir Gott ſchenket, Rechenſchaft: durchdenk ihn, leg ihn auf die Waage: voll⸗ brachteſt du ihn tugendhaft? Haſt du nach Möglichkeit ge⸗ than, was Gott von dir einſt fordern kann? 7. Herr meines Lebens, ſey doch künftig mein Heil und meines Lebens Kraft; ſo wandle ich als Menſch ver⸗ nünftig, ſo leb als Chriſt ich tugendhaft; ſo dank ich dir in Ewigkeit für die mir hier verlieh'ne Zeit. Mel. Wer nur den lieben Gott h lick hin in die 448 B vergangnen Zeiten, mein Geiſt, und ſammle Weisheit ein, um frei vom Dienſt der Eitel⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. keiten, der Tugend dich al⸗ lein zu weih'n. Nur ſte ſchafft dir zu aller Zeit das wahre Glück; Zufriedenheit. 2. Dank ihm, dem Herrn, für alle Freuden, womit dich ſeine Huld erquickt; doch dank ihm auch für jedes Lei⸗ den, das er dir liebreich zu⸗ geſchickt. Denn Alles, was er an dir thut, iſt weiſe ſtets, iſt ewig gut. 3. Vergiß nicht, wie er dich beſchützte, wenn ſich Gefahren dir genaht; dir ſchenkte, was dir wahrhaft nützte, oft eh' ihn noch dein Flehen bat; und wie er oft dir mehr gewährt, als je dein Wunſch von ihm be⸗ gehrt. 4. Denk an die hingeſloß⸗ nen Stunden, die der All⸗ liebende dir gab. Sind ſie in ſeinem Dienſt verſchwun⸗ den, dann ſchrecken dich nicht Tod und Grab; dann iſt die hier verfloßne Zeit Gewinn dir für die Ewig⸗ keit. 5. Doch blick auch voller Scham und Reue auf Fehler vor'ger Zeit zurück, und lern aus ihnen beßre Treue und größre Sorge für dein Glück: ſo werden Fehler, die dich reun, ſelbſt Mittel dir zur Weisheit ſeyn. 6. Ermanne dich, dies kurze Leben dem weiſeſten Gebrauch zu weihn; es ward vom Schöpfer dir gegehe ier 2 hier guten O Ewigkeit am dich erfreut. 7. Dann ziel der Zeit das Vergan fteueſt dich des Himmell Sim, der? den umgibt, treurim Gute Getigſan fried Nel Wie groß 4 499 8 Beſchwerden in dem du! Deia und ſiehſt, do ſtrebſt., uluiſ die enk im Klag ſt denn des begehren, für Tugend dih Lugend dih beihn. ant ₰ iw 3 u aller Jeiti 1 j iim, dem hen ſur raden wonti ſeine rd erguick, . dent 1 auch für ſede den en er dir leörit * geſch* Denn Alls, er a r Cihut, iſt weſei a ſtgzut. b . 48;ß nicht, we ſt dich hützte, wn Geſr⸗ dir gmu in ſchey was dir ui t, nüt ſt eh ihn win uſt Fle mat; und wiet dir* gewaͤhrt, 1) de deit mſch von ir ket, 7 2* dn,[ hk an die hen l, nen=uden, dien t? lics= dir gab. 69 ge lmn Dienſt veſte ded ann ſchreca nige d und Gr t„ hier verſon 64 3 dir fir de ſi: 3 ich blick autt 1 Sſt und Reue alt 6 6 worge fürdeult E Genuͤgſamkeit und Zufriedenheit. hier guten Saamen auszu⸗ ſtreun, der, reifend fuͤr die Ewigkeit, am Tag der Aernte dich erfreut. 7. Dann blickeſt du am Ziel der Zeiten mit Ruh' in das Vergangne hin, und freueſt dich der Seligkeiten des Himmels mit entzücktem Sinn, der Wonne, die dort den umgibt, der hier ſich treu im Guten übt. Genügſamkeit und Zu⸗ friedenheit. b Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. u klagſt und 449 D fühleſt die Beſchwerden des Stands, in dem du duürftig lebſt, du ſtrebeſt glücklicher zu werden, und ſiehſt, daß du vergebens ſtrebſt. Ja, klage! Gott erlaubt die Zahren, doch denk im Klagen auch zurück: iſt denn das Glück, das wir begehren, für uns auch ſtets ein wahres Glück? 2. Nie ſchenkt der Stand, nie ſchenken Güter dem Men⸗ ſchen die Zufriedenheit; die wahre Ruhe der Gemüther iſt Tugend und Genügſam⸗ keit. Genieße, was dir Gott beſchieden, entbehre gern, was du nicht haſt. Ein je⸗ der Stand hat ſeinen Frie⸗ den, ein jeder hat auch ſei⸗ ne Laſt. 3. Gott iſt der Herr, und ſeinen Segen vertheilt er ſtets mit weiſer Hand; nicht ſo, wie wirs zu wünſchen pflegen, doch ſo, wie er's uns heilſam fand. Willſt du zu denken dich erkühnen, daß ſeine Liebe dich vergißt? Er gibt uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns ſchädlich iſt. 4. Verzehre nicht des Le⸗ bens Kräfte in traͤger Unzu⸗ friedenheit; beſorge deines Stands Geſchäͤfte und nütze deine Lebenszeit. Bei Pflicht und Fleiß ſich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoffnung ſehn, dies iſt der Weg zu Ruh' und Leben. Herr, lehre dieſen Weg mich gehn! In voriger Melodie. 450 Entehre nich, 339 N mit Klagen, den Gott, der dich zum Gluück erſchuf! Des Lebens Mühe zu ertragen, und froh zu ſeyn, iſt dein Beruf. Erdulde ſtandhaſt die Beſchwerden, die keine Klugheit hindern kann; ſchaff nur, daß ſie dir heilſam wer⸗ den, und bete Gottes Wil⸗ len an. 2. Gott ſelbſt hat dir dein Loos beſchieden; nimm's dankbar aus der Vorſicht Hand; erfuͤlle jede Pflicht zufrieden, die ſie mit dieſem Loos verband! Sie gibt dir Munterkeit und Kräfte, und nährt und ſtärkt ſie vaäterlich. Sie brauchen, das iſt dein N 2 Ge⸗ 340 Pflichten gegen Geſchäfte und ihr Gebrauch iſt Glück für dich. 3. Hat Andern deines Va⸗ ters Segen mehr Güter an⸗ vertraut, als dir: darf dies wohl deinen Neid erregen? Denk: wer iſt Gott? und wer ſind wir? Weiß er nicht beſſer, was dir nützet, und deinem Nächſten frommt, als du? Wenn er dich naͤhrt, regiert und ſchützet: was fehlet dann noch deiner Ruh'? 4. Du prangeſt nicht in hohen Würden; beneide nicht der Großen Glück. Sie ſeuf⸗ zen unter ſchweren Bürden, und oft ſtürzt ſie ein Augen⸗ blick. Dir ward kein Ueber⸗ fluß gewahret; wünſch' ihn auch nicht aus Selbſtbetrug! Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, der iſt begluͤckt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum frohen Leben, was ich be⸗ darf, und mehr verliehn, laß eifrig ſich mein Herz beſtreben, die Unzufrieden⸗ heit zu fliehn! In Demuth laß mein Herz ſich üben, Gott deiner Güte ſich zu freun; dich ehren, dir ver⸗ traun, dich lieben, muͤſſ' ewig meine Wonne ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 5 1 uch bin in meinem ₰ Gott zufrieden, mit dem, was er zu meinem uns ſelbſt. Theil an Gluͤck und Unglück mir beſchieden: ſein weiſer Rath ſucht ſtets mein Heil. Ob er mir gleich oft widrig ſcheint, doch weiß ich, daß er's treulich meint. 2. Er weiß allein, wo⸗ durch auf Erden ſein großer Name für und für muß herr⸗ lich und geprieſen werden. Erreicht er dieſen Zweck an mir, ſo bin ich ruhig und vergnügt mit Allem, wie er's mit mir fügt. 3. Muß mir die Freuden⸗ ſonne ſcheinen: ſo dank ich fröhlich ſeiner Huld; muß aber ich in Trübſal weinen; ſo nehm ichs auch an mit Geduld. Denn das, was ſeine Weisheit thut, iſt Alles ewig recht und gut. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt cheint mir freu⸗ 452 S denleer das Leben, freudenleer mein Stand, mein Loos; iſt mein höchſter Wunſch, mein Stre⸗, ben, reich zu ſeyn, geehrt und groß; dann verfließen meine Tage mir in Mißmuth, Sorg und Plage. 4 2. Lernt' ich mäßiger be⸗ gehren, mäßiger im Wün⸗ ſchen ſeyn, jetzt genießen, dann entbehren: o wie gluͤck⸗ lich würd' ich ſeyn! Meine Freuden, meine Schmerzen fließen nur aus meinem Herzen. 3. Hoher Stand und Droße 88 5 U⸗ Dein Reich Getuͤnmel ( Gitet ſchaft denheit: wa Gemüther wu nigſamkeit, hett ſch ver Glück auf⸗ 4. Gott Segen ſtets techand; nie wüͤnſchen p er es heilſa nich hat er auch mein. neſſe. 5 Ninget Wilen, Bri fricdenheit! ten zu erfi Geiſtesheite herzen ti macht zu j droſſen. 6. Laß meinem Leb Pfichten te linhlich dir in deiner Fů ein Blick auf ſtabke dann keiden. Streben und Gen Ieigen 4439 in den ſil ſüßer 48 der Paradie 1 4 1 u Glüch Glück und da 1 ſchieden: ſein 1 4 1Rſact ſtets wein mir gleich oft w 8 ſF=„ doch weiß 1 anle ma h à r weiß alln, ti ddr auf Edmn ſen 2d Jua für undfir m 1, 1. and gepritſen m m,(nt er dieſen zu 43 ſo bin ich ntg ner duͤgt mit Allem,n ſir fügt. in Eä Muß mir die zu ucht(e u ſcheinen: ſo u ſeuf, Fech ſeiner Huht den, ü ich in Trüdſaln gen hm ichs auchu = ld. Denn dui ihn nan Weisheit thut Srccht und gu⸗ derrich habemit eint n *—+02 S* denle , venele a d, mein Loot e Wunſch, ra m reich zu ſeyn,gu⸗ dann verfürin mir in Miul Genuͤgſamkeit und Zufriedenheit. 3241 Güter ſchaffen nicht Zufrie⸗ denheit: wahre Ruhe der Gemüther wohnt nur bei Ge⸗ nügſamkeit, die mit Weis⸗ heit ſich verbindet, und ihr Glück auf Tugend gründet. 4. Gott vertheilet ſeinen Segen ſtets mit weiſer Va⸗ terhand; nicht, wie wir's zu wünſchen pflegen; nur wie er es heilſam fand. Auch mich hat er nicht vergeſſen; auch mein Theil mir zuge⸗ meſſen. 5. Ringet um der Tugend Willen, Brüder, nach Zu⸗ friedenheit! Schwere Pflich⸗ ten zu erfüllen, hilft nur Geiſtesheiterkeit. Gram, im Herzen tief verſchloſſen, macht zu jeder Pflicht ver⸗ droſſen. 6. Laß mich, Gott, in meinem Leben redlich meine Pflichten thun, ſtill und kindlich dir ergeben, fromm in deiner Fügung ruhn; und ein Blick auf ew'ge Freuden ſtärke dann mich auch im Leiden. Streben nach Herzens⸗ und Gewiſſensruhe. In eigener Melodie. icht auf den 453 RN Höhn, nicht in den ſtillſten Grunden biſt, ſüßer Friede, du zu finden, der Paradieſespalmen träͤgt! Dein Reich iſt nicht der Welt Getüͤmmel; du herrſcheſt ſegnend in dem Himmel und in der Bruſt, die für ihn ſchlägt. 2. Du weinſt, o Menſch, dich treffen ſchwere Leiden: du ringeſt mit dem Druck der Zeiten vergebens, biſt du nicht ein Chriſt? Hier weilen Kampf und Streit und Mü⸗ hen; willſt du ins Land des Friedens ziehen, ſo lerne, wo der Himmel iſt. 3. Nicht Alle, die zu Chri⸗ ſtus ſich bekennen, nicht Alle, die ihn Herr, Herr! nennen, ſind würdig, auserwählt zu ſeyn. Drum ſuchen viele falſch hienieden in Gold und Ehre ihren Frieden, und ge⸗ hen nicht zum Himmel ein. 4. Es iſt und bleibt, wie's immer iſt geweſen. Wer mag von Diſteln Feigen le⸗ ſen; und bringt der Dorn auch ſüßen Wein? Die Welt kann dir mit nichten geben, was ſie jnicht hat. Das rechte Leben hüllt ſtill in frommer Bruſt ſich ein. 5. In Gottes Gnade ſuche deinen Frieden. Wirſt du das Göttliche behüten, dann haſt du, was dich ſtill er⸗ hält. Laß toben Schrecken und Gefahren; du kannſt nur Himmliſches bewahren! Das Andre aber, das zerfallt. In eigener Melodie. 45 4 B unthes Ge wiſſen: 342 wiſſen: ſo iſt fuür mich, wenn Schreckliches in der Natur. 2. Dies ſey mein Theil! Dies ſoll mir niemand rau⸗ ben. Ein reines Herz von ungefärbtem Glauben, der Friede Gottes nur iſt Heil. 3. Welch ein Gewinn, wenn meine Sunde ſchwei⸗ get und Gottes Geiſt in mei⸗ nem Geiſte zeuget, daß ich ſein Kind und Erbe bin! 4. Und dieſe Ruh', den Troſt in meinem Leben, ſollt ich für Luſt, für Luſt der Sinne geben? Dies laſſe Gottes Geiſt nicht zu! 5. Mag auch die Pflicht, mich ſelber zu beſiegen, die ſchwerſte ſeyn! Sie iſt's; doch welch Vergnügen wird ſie nach der Vollbringung nicht! 6. Welch Gluͤck, zu ſich mit Wahrheit ſagen koͤnnen: ich fühlt' in mir des Böſen Luſt entbrennen, doch, Dank ſey Gott! ich ſchuͤtzte mich! 7. Was kann im Glück den Werth des Glücks erhöhen? Ein ruhig Herz verſüßt im Wohlergehen mir jeden fro⸗ hen Augenblick. 8. Was kann im Schmerz den Schmerz der Leiden ſtil⸗ len; im ſchwerſten Kreuz mit Frieden mich erfüllen? Ein in dem Herrn zufried⸗ nes Herz. 9. Was gibt mir Muth, die Güter zu verachten, wo⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. nn nach ſo aͤngſtlich niedre See⸗ b Andre zagen müſſen, nichts len trachten? Ein ruhig Herz, dies größte Gut. 10. Was iſt der Spott, den ein Gerechter leidet? Sein wahrer Ruhm! Denn wer das Böſe meidet, das Gute thut, hat Ruhm bei Gott. 11. Im Herzen rein, hin⸗ auf zum Himmel ſchauen, und ſagen: Gott, du Gott, biſt mein Vertrauen! Welch Glück, o Menſch, kann grö⸗ ßer ſeyn? 12. Wenn Alles weicht, und du wirſt ſterben müſſen; was kann alsdann dir deinen Tod verſüßen? Ein gut Ge⸗ wiſſen macht ihn leicht. 13. Heil dir, o Chriſt, der dieſe Ruh' empfindet, und der ſein Glück auf das Bewußtſeyn gründet, daß lichts Verdammlichs an ihm iſt! 14. Laß Erd' und Welt, ſo kann der Fromme ſprechen, laß über mir den Bau des Himmels brechen! Gott iſt es, deſſen Hand mich hält. Weiſer Genuß der Lebensfreuden. Mel. Nun danket alle Gott 455 u, der ſo gern beglückt, gern Freuden uns bereitet, wie ſelig, wer von dir an Va⸗ terhand geleitet, nur dann ſich glücklich fühlt, wann er zu 91 * zu dr ſc Vergnügen Got,, ge * KWie ſ geiſ zu dir, bet, durch wählt, ſich hebet: wenl kennt, dir i ſeyt, erſtat Macht und fremn 4 Wee ſe ſellſt der Erd den mit Ma heit wählt! widd Leiden. voller Mü Genuß; we ledt, fuhlt drß. 4 O gib daß auch m ſie nach Fr. jene Freuder dereinſt geren meine Vruſt nie entweiht reine Luſt! 5. Laß m darch eitles een; die Un egen ſEe 1l. m n ts l 1 3, de Gerechter ge G— urr zuine G u meidet, 7, G2, Ri ür e n Im hexzen rin in ae i Himnel ſie ch u. zen. Gott, un t a Venrauen d den( o Menſch,in, ſollt ſ ju? b d Wenn Allesn laſe* a wirt ſterben i Sun alsdann dan lict,(A☚—☚ erſüßen? Eng „de ſ macht ihn laut ſes; ☛ Heil dir, o wird— ieſe Ruh' emf aung m er ſein Glütti —ihtſeyn gründe ſich ☚☚ Verdammlicst nen: ½ b aſen H.„Laß Erd udl dank nen der Froume ſi eich! iber mir den d den r zaels brechen! de e eeſſen Hand nit 1 im„ w eiſer Gena kebensfreude merj Nun danktt ch ſtil⸗ xʃ 6 u, der lenj 8 5 beglitt 3 eun uns berein an ner von di n = geleitet, un Auclich fitl,n 42 uglc nin I 4— aßte Go Weiſer Genuß der Lebensfreuden. zu dir ſich haͤlt, und nur Vergnügen ſucht, das dir, v Gott, gefällt. 2. Wie ſelig, wenn ſein Geiſt zu dir, durch den er le⸗ bet, durch den er denkt und wählt, ſich oft und gern er⸗ hebet: wenn er die Freude kennt, dir näher, Gott, zu ſeyn, erſtaunt, ſich deiner Macht und deiner Huld zu freun! b 3. Wie ſelig, wenn er ſelbſt der Erde kleinre Freu⸗ den mit Maaß und Weis⸗ heit wählt! Ihr Uebermaaß wird Leiden. Nach arbeit⸗ voller Müh' erquicket der Genuß; wer nur der Freude lebt, fühlt endlich Ueber⸗ druß. 4. O gib, Allgütiger, gib, daß auch meine Seele, wenn ſte nach Freude ſtrebt, nie jene Freuden wähle, die uns dereinſt gereun! Es ſchlage meine Bruſt, durch Laſter nie entweiht, nur für die reine Luſt! 5. Laß meine Tage mich durch eitles Spiel nicht töd⸗ eten; die Unſchuld müſſe nie vor meinem Scherz erröthen! Nach treu vollbrachter Pflicht darf ich der Ruh' mich freun; doch keinen Augenblick den falſchen Freuden weih'n. 6. Vernunft und Tugend, ſeyd Gefährten meiner Freu⸗ den! Dem Schwelger will ich nie ſein kurzes Gluͤck 343 beneiden! Was mir anReich⸗ thum fehlt, erſetzt Zufrie⸗ denheit: der frohſte Sinn wohnt gern bei frommer Hauslichkeit. 7. Der Tag der Fröhlich⸗ keit ſey niemals ganz ver⸗ loren! Ich ward zum Dienſt der Welt, zum Spielwerk nicht geboren. Erholung ſey er mir! Es ſtaͤrke ſich mein Muth, des Guten mehr zu thun, ſo oft ich ausgeruht! 8. Nie ſoll durch meine Luſt der arme Bruder leiden! Der Tag, der mich beglückt, ſey ihm auch Tag der Freu⸗ den! Iſt er verlebt, wohl mir, wenn er mich nie ge⸗ reut! Nie ſcheid er ohne Dank für den, der mich er⸗ freut! Mel. Mache dich, mein Geiſt, ber. , iele Freuden 456 V ſtreuſt du hin auf den Weg des Lebens. Schöpfer, dieſen Vaterſinn zeigſt du nicht vergebens. Du erfreuſt unſern Geiſt, um ihn anzutreiben, ſtets dir treu zu bleiben. 2. O wie ſchön iſt deine Welt und wie reich an Se⸗ gen! Nur ein Thor, dem nichts gefällt, ſinkt dem Gram entgegen. Was iſt Noth, was der Tod gegen ſo viel Gaben, die den Wei⸗ ſen laben? 3. Uns, o Gott, gabſt du Gefühl für den Reiz der Er⸗ de de, daß der Lauf zum hohen Ziel uns erleichtert werde; und auch ich freue mich; denn du haſt mir Leben und Gefühl gegeben. 4. Doch ich ſoll des Le⸗ bens Luſt menſchlich nur ge⸗ nießen, meiner Würde mir bewußt, jeden Tag beſchlie⸗ ßen. Deine Hand gab Ver⸗ ſtand, Triebe zu beſchränken, die zum Böſen lenken. 5. Nie darf das Vergnü⸗ gen mich meiner Pflicht ent⸗ locken; nie mich, Vater, gegen dich und mein Heil verſtocken. Wer vergißt, was er iſt, und nur thieriſch le⸗ bet, ſteht einſt da und bebet. 6. Ach, wie mancher hangt ſein Herz feſt an Erdenfreu⸗ den! Und wie tobt in ihm der Schmerz, wenn ſie von ihm ſcheiden! Gott, laß nie mich an ſie ganz den Geiſt gewöhnen, nie den Sinnen fröhnen. 7. Wilde Freude kann gar leicht die Geſundheit ſchwä⸗ chen. O wie wird ſich, wenn ſie weicht, das Gewiſſen rächen! Steh mir bei! Gott verleih, daß, wenn ich erkran⸗ ke, doch mein Troſt nicht wanke! 8. Nur ein mäßiger Ge⸗ nuß ſtärkt des Lebens Kraͤfte; er verſcheucht den Ueberdruß, fördert die Geſchäfte, und mein Geiſt, der dich preißt, wird dabei getrieben, ewig dich zu lieben. Augen ſtaͤnde, Pflichten gegen uns ſelbſt. 9. Gib denn, daß ich weiſe ſey, wenn mir Freuden win⸗ ken! Laß mich nie, dir un⸗ getreu, in den Taumel ſin⸗ ken! Leite mich, daß ich dich auch in Freuden ehre, und mein Heil nicht ſtöre! 10. Alle Luſt der Sinn⸗ lichkeit wird vorüberfließen; nur was Geiſt und Herz er⸗ freut, werd ich ſtets genie⸗ ßen. Guter Gott, laß im Tod, wenn die Sinne ſchwin⸗ den, mich dies Gluck em⸗ pfinden. Mel. Gott des Himmels und is der Tod ihm 457 B winkt zum Grabe, danke ſeinem Gott der Chriſt, dem die theure Seelengabe, Heiterkeit, ver⸗ liehen iſt, der auch nie ſie frech entweiht, immer ſich in Unſchuld freut. 2. Er verzehret ſeine Kräfte nicht in unzufriednem Sinn; unter nützlichem Geſchäfte fliehen ſeine Tage hin. Heit⸗ rer glänzt ſein Angeſicht im Gefuͤhl erfullter Pflicht. 3. Leichtſinn, der ſich Freude nennet, aber von der Tugend gern ſich im wil⸗ den Taumel trennet, bleibet von dem Chriſten fern, deſ⸗ ſen heitrer feſter Muth auf der Tugend nur beruht!. 4. Wenn auch jedes Glück ihm ſchwände, und die Erde freudenleer ihm vor ſeinen Hoffnung flieht V V V 1 füet inn nim voll geht an ins beßte Va 3 Etarke meme Seele zun Guten! ich den Pfa mir Feſu det ſtort meinen wenn ich fr in. 4580 deß wollen und von der Grab ihm! neuen. 2. Denn gab uns Go das Leben u nach dem⸗ mehr zu ge⸗ 4 Die haucht ſein G lung wehn d diumel zeir Bund der ſ ger. 4. Und G Betg und ſeine Gnade ſirer Güte din inſtr ,. Deu fro n Imem Segen van anne ſiie herab auf d auch gern„ n d d uden eüre 7 mein,(nicht ſe u nem richtſän e Luſt der 8. d⸗ liche rd vonde nur ſ Errheiſt und he i. ſteut e d ich ſtet 8 ſen. Dter Gott, l. u⸗ Tod die Sinnitt ate den dies Gii er, pfent—1 deil das Nel t des Hinne e Mis der dn dt. 3 wit angt Gra—anke ſeim ne, der m, dem dit ihm See e, Heiteritz von liede. der auch u nie frech n)eiht, inm geiſt in Urddd freut. nen 2nehretſeintd nicht zzufriednen gat unteſt lichem 3 wä⸗ fliehſ⸗Ve Tagedin ann rer. ſein Angeſtt gſen Geft ültter iu det A btſim, an, Freu ennet, ahn der ee ¹d gen ſchin den tel trennet, N 1ien m feſter Mn 1e5 5 4 nur bauſ — 4 uch jede V flieht ihn nimmermehr; muth⸗ voll geht an ihrer Hand er ins beßre Vaterland. 5. Stärke, Gott, auch meine Seele, daß ſie ſich zum Guten neigt: gib, daß ich den Pfad erwähle, den mir Jeſu Lehre zeigt! Nichts ſtört meinen heitren Sinn, wemn ich fromm und weiſe in. Mel. Mein erſt Geſchäft ſey 4 58 Jaß unſer Gott uns Leben gab, deß wollen wir uns freuen, und von der Wiege bis ans Grab ihm unſern Dank er⸗ 2. Denn auch zur Freude gab uns Gott auf dieſer Welt das Leben und hat verheißen, nach dem Tod der Wonne mehr zu geben. 3. Die Fruͤhlingswärme haucht ſein Mund, und Küh⸗ lung wehn die Wogen. Am Himmel zeigt von ſeinem Bund der ſchöne Regenbo⸗ gen. 4. Und Gärten, Wälder, Berg und Flur verkünden ſeine Gnade. Wir finden ſeiner Güte Spur auf je⸗ dem unſrer Pfade. 5. Drum können wir bei frommem Fleiß getroſt auf Segen warten. Von heitrer Stirne fließt der Schweiß herab auf Feld und Garten. 6. Doch geben wollen wir auch gern, die wir von Gott Weiſer Genuß der Lebensfreuden. 345 genommen, und ahnlich wer⸗ den unſerm Herrn, zu dem dereinſt wir kommen. 7. Wir ſchaun die Wunder ſeiner Hand aus unſern tie⸗ fen Fernen, und wiſſen: un⸗ ſer Vaterland iſt über jenen Sternen. 8. Auf unſerm Leben ſchwimmt, wie Schaum, ein wenig Müh' und Kum⸗ mer. Das Leben iſt ein Morgentraum, der Tod ein kurzer Schlummer. 9. Wir ſinken frendig in den Staub, der unſre Vater decket, und gönnen Würmern ihren Raub; weil Gott uns auferwecket. Geduld und Gelaſſen⸗ heit im Leiden. Mel. Was mein Gott will 459 Gett, immer groß 2 an weiſer Huld, du Geber meiner Freuden, behüte mich vor Ungeduld bei dieſes Lebens Leiden! Auch ſie verhängſt du über mich nach ewig weißen Schluͤßen; ſie werden mir, trau ich auf dich, zum Beſten dienen müſſen. 2. Ich raube mir durch Ungeduld ſelbſt viele meiner Freuden, verkenne deine Va⸗ terhuld, vermehre meine Lei⸗ den, vergeß oft des Berufes Pflicht und quäl' mich jeden Morgen, beim Mangel ſer⸗ 6 346 Pflichten gegen uns ſelbſt. her Zuverſicht, mit immer neuen Sorgen. 3. Mein banges unruhvol⸗ les Herz, unfahig ſich zu faſ⸗ ſen, wird ſich dem Gram, dem kleinſten Schmerz ganz troſtlos überlaſſen, bekäm⸗ pfet ſeinen Kummer nie; wünſcht zwar, ihn zu ver⸗ mindern: und ſucht doch, ohne Fleiß und Müh', um⸗ ſonſt ihn zu verhindern. 4. Du, Vater, weißt, was mir gebricht; du kenneſt meine Leiden. verwandeln ſie ſich nicht, wenn du es willſt, in Freu⸗ den! Die Laſt, die du mir auf⸗ erlegt, kann mich nicht nie⸗ derdrücken, wenn ſie mein Herz nur willig trägt, wirſt du mich bald beglücken. 5. Gott, deine Hülfe iſt nicht fern, wenn man ſich ganz dir weihet; du retteſt, tröſteſt, ſegneſt gern den, der ſich ihrer freuet. O laß mein dir ergebnes Herz auf dieſe Hülfe ſehen: ſo werd' ich auch im größten Schmerz durch dich, mein Gott, be⸗ ſtehen! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 460 Säe deine Thrä⸗ —= nenſaat, from⸗ mer Dulder, hier im Glau⸗ ben! Noch ſo dunkel ſey dein Pfad: laſſe dir den Troſt nicht rauben, daß nach die⸗ ſer Dunkelheit dich ein helles Licht erfreut! Wie leicht 2. Ausgerungen haben ſchon Viele, die im Glauben litten. Sieh', ſie ſtehn vor Gottes Thron; ihre Krone iſt erſtritten. Du, auch du wirſt Sieger ſeyn, und dich bald der Krone freun. 3. Weislich hat des Va⸗ ters Hand manches Kreuz dir auferleget. Ihm iſt deine Noth bekannt; er iſt's, der dich liebreich träget. Väter⸗ lich iſt ſein Bemühn, dich zum Himmel zu erziehn. 4. Es iſt Liebe, wenn er dir Lebensglück und Freude ſchenket; es iſt Liebe, wenn dich hier Angſt und Schmerz und Kummer kränket. Gott iſt Vater, mild und gut: Lieb iſt Alles, was er thut. 5. Lerne denn Gelaſſen⸗ heit, Unterwerfung und Ver⸗ trauen! Einſt am Ziel der Prüfungszeit wirſt du froh hernieder ſchauen auf den Weg, der durch die Nacht dich ins Land des Lichts ge⸗ bracht. 6. O dann fließt ihr nicht mehr, Thränen, die ihr hier gefloſſen! Wie ein Strom von oben her, wird dann Troſt ins Herz gegoſſen, und vor dem verklaͤrten Blick ſchwebt des Himmels ew'ges Glück. 7. Drum ſey, Dulder, un⸗ verzagt, harr' in deiner Näch⸗ te Grauen! Wann der große Morgen tagt: wirſt du die Gefilde ſchauen, die dem Sie⸗ ger Ge get offe ſe ne winken ſ §. Dortb daid, wie de Senne: vo Evigkeit kand der Himath 9e ſelig da zu Mel. Wer 612 den. Dies murte nicht! gen ihnen Nacht und Sonnenlich wit Gelaſſ die Leiden 2 Dure Gott bewe von der L Peisheit ren, mit was ihm 9 nit kindliche iin und ſein degen 2 dlhſt. b .S ixng le, die im Gl l. anh NN Sieh⸗ 4 G„ſie ſeinn Thron; ihre K 7, iſt=itten. Meger ſem, udd 2 59 r Krone frein. e eislich hat da⸗ er, té. ad manches eng ch, al get. Ihm ſtd . NArkannt; er jiz, df veich träget. n ſt— ſein Bemühn, neſt. Rimmel zu erin icht—s iſt Liebe, in icht,* ensglück und ſe reu u:; es iſt kieben auf d ker Angſt und ig rie 1, cummer kränkte mein i! uer, mild mf wirt 1t Alles, wann. kerne denn b fen Alluterwerfungm ſich re al Einſt an i tet, igszeit wiſt den, In ader ſchauen ai Nlaß der durch di 3 auf and des bi en ₰ werd. neh O damm fuißtin de⸗. Thränen, dei ſen! Wi ei A ben her, wiin mi6t— ins detz geppſu „= dem verklinn 4 btt des Himneldh 8 Drum ſeh, de tt, harr in deinen Troſt r, Wam du . men! P d' 3 84 raat: Wl en tagt: Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. ger offen ſtehn; dir die Kro⸗ ne winken ſehn. S. Dort verſchwindet alles Leid, wie der Nebel vor der Sonne: vor dir liegt die Ewigkeit und das heil'ge Land der Wonne. In die Heimath gehſt du ein, ewig ſelig da zu ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 461 W ohlthatig ſind O der Erde Lei⸗ den. Dies glaube feſt und murre nicht! Am Ende fol⸗ gen ihnen Freuden; auf Nacht und Graun folgt Sonnenlicht. Drum dulde mit Gelaſſenheit und Muth die Leiden dieſer Zeit! 2. Durch Leiden will dich Gott bewähren, entwöhnen von der Luſt der Welt, zur Weisheit leiten und dich leh⸗ ren, mit Ernſt zu thun, was ihm gefällt: du ſollſt mit kindlichem Vertraun auf ihn und ſeine Hülfe ſchaun. 3. Wirſt du bei lauter Erdenfreuden und in des Glückes Sonnenſchein ſo leicht der Thorheit Bahn vermeiden? ſo gern der Sünde Lockung ſcheun? Wird nicht, wenn nie ein Schmerz dich rührt, dein ſchwaches Herz gar leicht verfuͤhrt? 4. Was predigt ſtarker dir die Lehre: Vergänglich iſt die Luſt der Welt! als wenn in Trübſal manche Zähre herab von deinem Auge fäͤllt? Was lehrt dich mehr Abhän⸗ gigkeit, mehr Demuth, Gott⸗ ergebenheit? 4 5. Wenn alle deine Stützen brechen, auf welche ſich dein Arm geſtützt, wenn Krank⸗ heit, Gram und Schmerz dich ſchwächen, und Macht und Reichthum dich nicht ſchützt; dann lernſt du freu⸗ dig Gott vertraun, und nur auf ſeine Hülfe bau'en. 6. Ja, der Allweiſe ſchickt dir Leiden, damit er dich zur Tugend führt; ſchafft dir durch ſie ſelbſt künft'ge Freu⸗ den, indem er dein Gewiſſen rührt. Verehre ſeine Weis⸗ heit, Chriſt, die ſtrafend ſelbſt noch Güte iſt! 7. Gott will, wie gute Väter handeln, durch weiſe Zucht dich auferziehn; gut ſollſt du und unſträflich wandeln, die Welt und ihre Lüſte fliehn, dich bilden in der Prüfungszeit zum Leben der Unſterblichkeit. 8. So nimm in Demuth und Vertrauen den Kelch des Leidens willig an, und walle ohne Furcht und Grauen auch auf der allerrauhſten Bahn! Ihr Ende wird dich einſt erfreun, und Wonne, Ruh' und Friede ſeyn. Mel. In allen meinen Thaten 462 Cech hab' in guten L J Stunden des Lebens Glück empfunden und 3à8 und Freuden ohne Zahl: ſo will ich denn gelaſſen mich auch in Leiden faſſen; welch' Leben hat nicht ſeine Quallz 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und ſtets ſtrafſt du gelinder, als es der Menſch verdient. Will ich, beſchwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Beſten dient? 3. Dir will ich mich erge⸗ ben: nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menſchen bauen; du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sün⸗ den erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geiſt noch Kräfte: ſein Heil laß mein Geſchäͤfte, dein Wort mir Troſt und Leben ſeyn. 5. Wenn ich in Chriſto ſterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was ſchreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, biſt bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird Alles lenken: und was mir gut iſt, wird geſchehn. 34 Pflichten gegen uns ſelbſt. Mel. Allgegenwärtiger, ich 46 3 In Trübſal, Chriſt, ſey unverzagt! Wann Schwermuth an dein Herz ſich wagt, erheitre dein Gemüthe; du weißt, auch dich liebt vaterlich der Vater aller Güte. 2. Kein Leiden kommt von ohngefähr; dein Gott ſchickt dir es zu, und er zeigt ſich in ſeinen Wegen ſo groß von Rath, als groß von That und reich an Gnad und Segen. 3. Der dich in Jeſu herz⸗ lich liebt, ſucht, wann er dich durch Kreuz betrübt; das wahre Heil der Seele, weckt dich, daß nicht zu dei⸗ ner Pflicht dir Trieb und Eifer fehle. 4. Das Kreuz beugt Stolz und Uebermuth; erſtickt der Wolluſt wilde Gluth; bricht die Gewalt der Sinne; er⸗ weicht das Herz, daß Andrer Schmerz dein Mitleid leicht gewinne. 5. Auch übt das Kreuz dich in Geduld; erhöht den Werth von Gottes Huld; ſtärkt mäachtig dein Vertrau⸗ en; lehrt im Verluſt dich nun mit Luſt aufs Unſicht⸗ bare ſchauen. 6. Der Leiden Zucht er⸗ hebt dich ſtets zu größrer Andacht des Gebets und ſtarket deinen Glauben. Weit minder kann Verfuh⸗ rung dann dir deine Krone rauben. 7. Zwar Gedu 7. Zwar ſte oi deine Ruh hriner ſdeſt viel Beſchwe zukreichen Ae § Verſchm irdiſch Leid: genblick der? ewig währet naß ohn l ihn der Geiſ 9 Auch ble Gött getreu; Jater liebreie daß er dich ſchaft dir— kaſt dich mi drice. 10. Verb ngeſch Mith dir! ſein Kind n ihn mir liebe den wird laſſe 1l. Durc zu aler Zei in lie Her Jeſu, eingt denn nur du die Krone z 12 Demn d ſe glei jage tie; de den flehen dein Lad; win dihd Nal 9 de Selbſt uerentin 1 ** rmuth rn a Hrr ſe: G etein ain Leiden fomn ch oh hr; dein b au d u, und er din inn Wegen ſo in RAls groß von Je e a Gnad und 8 an cxr dich in qii 5 i kt, ſucht, na d d nch Kreuz d duf dt ahre Heil int dilſt u iich, daß nitt n ſicht dir Tm nade ür rehle. Sun,— das Kreuz beuſt tml! beruut 6 — 4 dn der u — das Hen, dain 4 1n dein Milleh rit ſ.u übt das nels Geduld; e nich 4ꝗ von Gottes! auf M näctig dein do nich ehrt im 6 dert, nüt Luſt auf li bhauen. —de Leiden 30 uid 84 ias 20 — tt des 2 deius 4 „minder kau 1 am di deine Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 7. Zwar ſtöoört das Kreuz oft deine Ruh'; mit bangen Thränen ſäeſt du und unter viel Beſchwerden. Chriſt, hoffe doch! Es wird dir noch zur reichen Aernte werden. 8. Verſchmerzt iſt bald ein irdiſch Leid: kurz iſt der Au⸗ genblick der Zeit; doch ewig, ewig währet dort dein Ge⸗ nuß ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geiſt begehret. 9. Auch bleibet ſtets dein Gott getreu; ſteht dir als Vater liebreich bei; ſorgt, daß er dich erquicke. Er ſchafft dir Raſt, daß deine Laſt dich nie ganz nieder⸗ drücke. 10. Verbirgt er auch ſein Angeſicht, dies raube deinen Muth dir nicht! Gott kann ſein Kind nicht haſſen. Wer ihn nur liebt, ſich ihm ergibt, den wird er nicht ver⸗ laſſen. 11. Durch Trübſal ſind zu aller Zeit die Frommen in die Herrlichkeit, gleich Jeſu, eingegangen. Denkſt denn nur du, in träger Ruh' die Krone zu erlangen? 12. Demüthige dich, gleich als ſie; gleich ihnen bet und zage nie; denn Gott erhört dein Flehen. dein Leid; zu ſeiner Zeit wird dich dein Gott erhöhen! Mel. Herzliebſter Jeſu! in Herz, o Gott 464 E in Leid und Bald weicht 349 Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile ſchul⸗ dig. Laß mich die Pflicht, die wir ſo oft vergeſſen, täglich ermeſſen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu ich zu viel, wenn ich die ſchweren Tage ſtandhaft ertrage? 3. Wie oft, o Gott, wann wir das Böſe dnlden, er⸗ dulden wir nur unſrer Thor⸗ heit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient be⸗ kommen, Trübſal der From⸗ men! 4. Iſt Dürftigkeit, in der die Trägen klagen, ſind Haß und Pein, die Stolz und Wolluſt tragen, des Schwel⸗ gers Schmerz, des Neids vermißte Freuden, des Chri⸗ ſten Leiden? 5. Iſt deren Qual, die deinen Rath verachtet, nach Gottesfurcht und Glauben nie getrachtet, und die nun büßen ihrer Thorheit Freu⸗ den, chriſtliches Leiden? 6. Doch ſelbſt, o Gott, in Strafen unſrer Sünden laͤßt du den Weg zu unſerm Heil uns finden, wenn wir ſie uns, die Miſſethat zu haſſen, züchtigen laſſen. 7. Streb ich nur nach dem Frieden im Gewiſſen: wird Alles mir zum Beſten dienen müſſen. Du, Herr, regierſt und 350 und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 8. Ich bin ein Gaſt und Pilger auf der Erden; nicht hier, erſt dort, dort ſoll ich glücklich werden: und was ſind gegen euch, ihr ew'gen Freuden, dieſer Zeit Leiden 9. Wenn ich nur nicht mein Elend ſelbſt verſchulde, wenn ich als Chriſt gelaſſen leid' und dulde; ſo kann ich mich der Huͤlfe der Erlöſten ſicher getröſten. 10. Ich bin ein Menſch, und Leiden müſſen kränken; doch in der Noth an ſeinen Schöpfer denken, und ihm vertraun, dies ſtärket unſre Herzen mitten in Schmer⸗ en.. 11. Schau über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Merk auf! Wer ſpricht: bis hieher, zu dem Meere? Iſt er nicht auch dein Helfer und Berather, dein beſter Vater? b M12. Willſt du ſo viel, als der Allweiſe, wiſſen? Jetzt weißt du nicht, warum du leiden müſſen: allein du wirſt, was ſeine Wege wa⸗ ren, nachmals erfahren. 13. Er züchtigt uns, da⸗ mit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geiſtes zu empfahen, und mit dem Troſt der Hülfe, die wir merken, Andre zu ſtärken. 14. Das Kreuz des Herrn ee Pflichten gegen uns ſelbſt⸗ wirkt Weisheit und Erfah⸗ rung; Erfahrung gibt dem Glauben Muth und Nah⸗ rung. Ein ſtarkes Herz ſteht in der Noth noch feſte. Hoffe das Beſle. Mel. Wer nur den lieben Gott ſ(rpoß iſt der Herr, 465 G die Berge zit⸗ tern vor ſeiner Gottesma⸗ jeſtät, wenn er in dunklen Ungewittern, der Heilige, vorübergeht. Doch Liebe ſtrömt aus ſeiner Hand in vollen Wolken auf das Land. 2. Vom Raum, wo ſich der Halm entfaltet, bis zu der letzten Sonn' hinaus, herrſcht ſein Geſetz; als Va⸗ ter waltet er durch das große Weltenhaus. Der Leben gibt und Freude ſchafft, mit Liebe waltet er und Kraft. 3. Was dich auch drückt, mein Herz, er rettet! Ver⸗ traun zu ihm iſt deine Pflicht. Er, der den Wurm im Lager bettet, der Gott verläßt den Menſchen nicht. Der ſo viel gibt und mehr verheißt, er⸗ hebe dankend ihn, mein Geiſt! 4. Vermiß dich nicht, mit ihm zu rechten; mit Demuth nahe dich dem Herrn! In trauervollen Mitternächten iſt dir der Ewige nicht fern. Mit deinen Leiden, nem Harm wirf ſeiner Huld dich in den Arm! — dei⸗ Ged 5. d ſtwin vom Snube deine age ſi auf, und bet beſſagend ſel dic; doch n Ungeduld das ſeiner Huld! z. Gott fe Seele, thue,) ſe ftomm u ſagedit nicht ihr ewacht d der, wenn da umſürmt, un ſtet ebt und 7 Verttau terhänden, fromwſten 4 waz hier be vollenden, Leben tagt. engen Rau Keime deine Wel Wann 466 5 ti Nel.(r aur den laing 8A„ u tt 46 jfhümt 4 ten ſeſtatſarum er in en; Land nen 2.1 Raum, 4 im der 14.2 entfaltet nſte der(☛. Sonn i ner, derrſſi u Geſetz, A ter w Aer durch dig Wer Welt M 3. Der lin ere? und de e ſchaff, ni icht: walz: und Krii ne? 3 dich acht lfer mein 3, er rett ſter trauſ an m iſt deint Er,=en Wurmu . Gott velt als bette b gegzt Met a richt de du gütſi. mehr vettet du bebe ☛☚ kend iſn, wa, Gei : wit da olken ah b end dit ia 5. O ſchwinge dich empor vom Staube, verfinſtern deine Tage ſich; zu ihm blick auf, und bet und glaube; verſagend ſelbſt erhört er dich; doch nie enthüllt die Ungeduld das heil'ge Dunkel ſeiner Huld! 6. Gott fehlet nicht! O Seele, thue, was dir gebührt, ſey fromm und gut! Ver⸗ ſage dir nicht dieſe Ruhe; aus ihr erwacht der hohe Muth, der, wenn das Unglück uns umſtürmt, uns rettet, trö⸗ ſtet, hebt und ſchirmt. 7. Vertraue Gottes Va⸗ terhänden, wenn er den frömmſten Wunſch verſagt; was hier beginnt, wird dort vollenden, wo dir ein neues Leben tagt. Es ruhn im engen Raum der Zeit die Keime deiner Ewigkeit. Mel. Wann mein Stündlein 466 Wi trocknen unſre Thrä⸗ nen ab: erhebet euch, Gefuhlel Wir ſchauen vorwärts auf das Grab; und weiterhin zum Ziele; und drückt uns auch die größte Noth, aus allen Leiden führt der Tod: wir wollen nicht verzagen! 2. Und wäͤren wir auch noch ſo arm und hatten nichts als Sorgen, und Mangel, Bloͤ⸗ ße, Froſt und Harm, und ach! kein Brod für morgen; zur Weisheit führt des Le⸗ bens Noth, und Glück und Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 351 Fülle bringt der Tod: wir wollen nicht verzagen! 3. Und wären wir auch noch ſo krank; zur Tugend führen Schmerzen. Für je⸗ des Leiden Preis und Dank! Erhebt euch, bange Herzen! Durch immer wechſelndes Geſchick zieht Gott uns zu des Himmels Glück: wir wollen nicht verzagen! 4. Wir blicken auf ſo man⸗ ches Grab geliebter Men⸗ ſchen nieder, und manche Thräne rollt herab; doch Eins erhebt uns wieder: Gott Lob, ſie ſind im Vater⸗ land. Was hier zerſtäubt, war nur Gewand. Wir wol⸗ len nicht vergagen. 5. Sie wandeln dort auf höhrer Bahn, ſie blühn in neuer Jugend; wie frei iſt nun ihr Geiſt von Wahn, wie lauter ihre Tugend! Drückt uns auch mancher heiße Tag;, ſie gingen vor, wir kommen nach. Wir wol⸗ len nicht verzagen! 6. Das Leid, das ſchmerz⸗ lich uns zerreißt, veredelt die Gefuͤhle, es ſtaͤrkt und läutert unſern Geiſt, und führt empor zum Ziele. Wir trocknen unſre Thränen ab, und ſchauen über Tod und Grab, und wollen nicht ver⸗ zagen. Mel. Jeſu, meine Freude 467 6 hriſt, aus dei⸗ nem Herzen ban⸗ ne ne Gram und Schmerzen! Faſſe neuen Muth! Wenn ſchon Kreuz dich druͤcket: Gott iſt's, der es ſchicket, was er ſchickt, iſt gut. Wenn dich Noth ringsum bedroht, Sor⸗ gen ſtets mit dir erwachen: doch wirds Gott wohl ma⸗ en. 2. Iſt der Himmel trübe: wankt der Freunde Liebe, ſtehſt du, wie verwaiſt; ſchreckt mit jedem Tage ei⸗ ne neue Plage den bedräng⸗ ten Geiſt; weicht das Gluͤck auch ſtets zurück; ſcheints dich nie mehr anzulachen: doch wirds Gott wohl ma⸗ en. 1.W 3. Bürden abzunehmen; dazu dient kein Grämen: Gram ſey dir verhaßt! Un⸗ geduld macht Bürden, die dir leicht ſeyn würden, erſt zur Felſenlaſt. Zagend Herz, beſieg den Schmerz! Drückt die Bürde gleich den Schwa⸗ chen; doch wirds Gott wohl machen. 4. Du führſt Chriſti Na⸗ men; men, das iſt deine Pflicht. Werde nicht erſchüttert, wenn die Erde zittert und der Him⸗ mel bricht! Der ſteht feſt, wer Gott nicht laßt. Laß rings um dich Wetter kra⸗ chen: doch wirds Gott wohl machen. 5. Herrlich iſt die Krone, die der Chriſt zum Lohne ſei⸗ nes Kampfs empfängt. Nur treu ihm nachzuah⸗ Pflichten gegen uns ſelbſt. nicht ſelbſt verſchuldet, und dann froh erduldet, was dein Gott verhängt! Steh als Held vor aller Welt! Mag ſie deiner Hoffnung lachen; doch wirds Gott wohl ma⸗ chen. 6. Dabei ſoll es bleiben! Nie will ich mich ſtrauben, Gott getreu zu ſeyn. Stets, im Tod und Leben, bleib ich ihm ergeben; ich bin ſein, er mein. Was er will, ſey ſtets mein Ziel! Er weiß alle meine Sachen ewig wohl zu machen. In eigener Melodie. — ollt' es gleich 468 S deneülen ſcheinen, als verließ der Herr die Seinen: auch im Sturm und Finſterniß glaub ich doch: er hilft gewiß! 2. Wird die Huͤlfe gleich verſchoben, ſieht er doch mein Leid von oben. Hilft Gott nicht zu jeder Friſt; hilft er doch, wanns nöthig iſt. 3. Pflegen Väter ſtets zu geben, wornach ihre Kinder ſtreben? Weiſ' iſt Gott, ich harre ſtill; er gibt, wann und wie er will. 4. Kann ich, iſt die Noth am größten, mich doch na⸗ her Hülfe tröſten: er iſt ge⸗ gen mich, ſein Kind, mehr als vaterlich geſinnt. 5. Laß den Feind mir bange machen: Gott, mein Schutz, wird fuͤr mich wachen!: W Schwer Gedl Schwet ſei n lebet noch ii Flißt ſ Thäne, wen nulhe ſehne: Auge weint, Menſchenfren J. Werdi von Neide; ich in Stre Spott und! Gott tilgt e Schmach. 8. Wil mie vertteben, der himmel folgt Ruhe! und die Pal Siez. 9. Ich wi laſſen; Fürſ erblaſſen; mert, undd Dulder aus 10 à, dichnurhabe gute Gabel durchs dund zum himmel In eige 4692 grmen? 9 dann ende 11 as alsh äller Vhn . d d Hoffnung la „doch CGott weſl ai chen. 6.— ſoll s bleb e, m N d Pbe iiz un tn; ichhi lid nen en ewig n ants nach. 1 hen: ener Melti 1 g Koll' an mer 46 0 bä nm: ſchent— 5 verlien ln, die Irrn: auch it die und † niß glaulch den, 2 dee hilt rich ven—, ſieht erui Wwa, keid t oben. Ali wohl nicht der Friſz doch= ns nithiji Nu 3. zen Vätet t ¹ 2h nich is 2erzu ſeyn.. „ Was et un , ſets eel! Ervit Schwer ſei meines Kreuzes Joch: Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Fließt ſo manche ſtille Thräne, wenn ich mich nach Ruhe ſehne: jede, die mein Auge weint, zählt der treue Menſchenfreund. 7. Werd' ich gleich verfolgt vom Neide; leb mit Böſen ich im Streite; folgt mir Spott und Läſtrung nach: Gott tilgt alle Noth und Schmach. 8. Will mich auch die Welt vertreiben, muß mir doch der Himmel bleiben. Dort folgt Ruhe nach dem Krieg, und die Palme ſchmuͤckt den Sieg. 9. Ich will gern das Eitle laſſen; Fürſt und Bettler muß erblaſſen; Glück verſchim⸗ mert, und der Tod führt den Dulder aus der Noth. 10. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, fehlt mir keine gute Gabe! Aus der Welt durchs dunkle Grab führt zum Himmel mich dein Stab! In eigener Melodie. 469 Warum ſollt' ich mich denn grämen? Hab ich doch Chri⸗ ſtum noch. Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir ſchon Gottes Sohn bei⸗ gelegt im Glauben? 2. Nichts bracht' ich in dieſes Leben, da es mir Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 353 einſt allhier ward von Gott gegeben: nichts nehm ich mit von der Erde, wann ich ſie, nach viel Müh, einſt ver⸗ laſſen werde. 3. Gut und Blut, Leib Seel' und Leben, iſt nicht mein: Gott allein hat es mir gegeben. Soll ich es ihm wiedergeben, geb' ichs hin, preiſe ihn, blick aufs beßre Leben. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angſt und Pein: ſollt ich drum verzagen? Der es ſchickt, der wirds auch wenden; er weiß wohl, wie er ſoll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei gu⸗ ten Tagen oft ergötzt, ſollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Liebt er mich drum doch nicht minder! Nie zu ſchwer züchtigt er ſeine treuen Kinder! 6. Stolz, Haß, Neid und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner ſpotten. Laß ſie ſpotten, laß ſie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil' ſie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen ſoll ein Chriſt, wo er iſt, ſeinem Gott vertrauen. Was ſollt er zu ſchmerzlich finden? Selbſt den Tod hilft ihm Gott freudig überwin⸗ den. 8. Kann mich doch der Tod nicht tödten, nein, 3541 reißt meinen Geiſt aus viel tauſend Nöthen; endet die⸗ ſes Lebens Leiden, und gibt mir einſt dafuͤr alle Him⸗ melsfreuden. 9. O dann wird an ho⸗ hern Schäͤtzen Geiſt und Herz, frei vom Schmerz, ewig ſich ergötzen. Bleibend Gut iſt nicht zu finden in der Welt, ſie enthält Güter, die ver⸗ ſchwinden. 10. Sind nicht dieſes Le⸗ bens Güter Unbeſtand, eitler Tand, Laſten der Gemüther? Dort, dort ſind die edlern Gaben; denn mein Hirt, Chriſtus, wird dort mich ewig laben. 11. Herr, mein Heil, Qnell aller Freuden, du biſt mein, ich bin dein! Niemand kann uns ſcheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu Gut in den Tod gegeben. 12. Du biſt mein, weil ich dich faſſe und dich nicht, o mein Licht, aus dem Her⸗ zen laſſe. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd' umfangen. In eigener Melodie. 7 0 as Gott thut, 09 9 das iſt wohl⸗ gethan! Voll Weisheit iſt ſein Wille. Ihn bete ich in Demuth an, und halt' ihm kindlich ſtille. Er iſt mein Gott, der in der 7 Pflichten gegen uns ſelbſt. Noth mich wohl weiß zu er⸗ halten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Sein Wort kann ja nicht trügen; er füh⸗ ret mich auf rechter Bahn zum ſeligſten Vergnügen. Troſt und Geduld gibt ſeine Huld; er wird mein Unglück wenden; es ſteht in ſeinen Händen. 3. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Er wird mich wohl bedenken; wenn ich mir ſelbſt nicht helfen kann, wird er mir Hülfe ſchenken. Ja, ſeine Treu iſt täglich neu: drum will ich auf ihn bauen und ſeiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Er iſt mein Licht und Leben, der nie mein Ungluͤck wollen kann: ihm will ich mich ergeben in Freud und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich erſchei⸗ net, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Muß ich den Kelch gleich ſchmecken, der bitter iſt nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht ſchre⸗ cken; weil mich zuletzt mein Gott ergötzt mit ſüßem Troſt im Herzen: da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das iſt wohlgethan! Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf Ge auf de mut 9od und El wird Gott m lic in ſeinen teu. Drum walten. In eige 4712 alzeit! Se der beſte. dem bereit, d ben feſte. T hilſt in der tiget mit Me veitraut, fe den wird er 2. Er iſ Zuverſicht, Freude, L. er will, d unmuthign Vont iſt we Haar auf i zallet! Des die für mich ſtetz, was! 4. Wann gebent, da laſſen: ſon benzeit in ſaſen. Di ih meine lehen Stun * Got, ha Kcrlag igh a un rlaß ic inn iſt wa n K alen b⸗ lam 2 4 Sen 1 nugen; eri (uf rechte de i Tooſt heduld git t Huld ſ m ird men lit 9 dan 1 ſteht in ſe de, 3.8 4 Gett tr, ler iſt wi Jhan! Er er? mich i adedenka, d ern ich w. lbſt nict dut, fern Tend et mu nich ſchent Ja, ſeineki täglig r 1: drum i heil, auff auen ud du Gute d en. 4=² Gott tin den. iſ wice han! Erü dein kicht ☛☚ Leben, N er zu mein Aück weln m. im Enh nich enge weil zreult 1 Leid. ncht, die z Loͤfentiche der, net,*☚ treulih! „du 5. Gett ku verd iſt wid hal 2 551⸗ Gott 2 4 m iſt im 1: dah ch Sa Get in elt: d. han! Dat rit ik m ich 31 hen. E auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben: ſo wird Gott mich doch väter⸗ lich in ſeinem Schutz erhal⸗ ten. Drum laß ich ihn nur walten. In eigener Melodie. 471 Nas mein Gott ₰☛̊ wil, geſcheh' allzeit! Sein Will iſt ſtets der beſte. Zu helfen iſt er dem bereit, der an ihn glau⸗ bet feſte. Der treue Gott hilft in der Noth und züch⸗ tiget mit Maßen. Wer ihm vertraut, feſt auf ihn baut, den wird er nie verlaſſen. 2. Er iſt mir Troſt und Zuverſicht, Ruh, Hoffnung, Freude, Leben: drum, was er will, dem will ich nicht unmuthig widerſtreben. Sein Wort iſt wahr: er hat mein Haar auf meinem Haupt ge⸗ zaͤhlet! Des Höchſten Macht, die für mich wacht, gibt mir ſtets, was mir fehlet. 3. Wann es ſein Wille mir gebeut, das Leben zu ver⸗ laſſen: ſo will ich voll Erge⸗ benheit in ſeinem Rath mich faſſen. Dir, Gott, befſehl' ich meine Seel' in meinen letzten Stunden: dein Sohn, o Gott, hat Höll' und Tod für mich auch überwunden. Mel. Wer nur den lieben Gott Mas iſt mein Le⸗ 472 ben auf der Erde? Ein Wechſel iſts von Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 355 Freud und Leid. Hier ſtört oft Unruh und Beſchwerde mein Wohl und meine Hei⸗ terkeit; hier wohn ich noch in einer Welt, die kein voll⸗ kommnes Gluück enthäͤlt. 2. Weß ſoll ich mich, o Herr, denn tröſten? Nur deiner Huld. Du biſt mein Heil, und bleibſt, wenn auch die Noth am größten, doch meines Herzens Troſt und Theil; und ſtehſt, nach dei⸗ ner Vatertreu mir ſtets mit Rath und Hülſe bei. 3. Du ſtärkſt mir unter aller Plage, o Gott, auf mein Gebet den Muth, daß ich gelaſſen ſie ertrage, und macheſt endlich alles gut. Auf Kummer folgt zufried⸗ ner Dank, auf Klagen fro⸗ her Lobgeſang. 4. Erwarte nicht beſtänd'ge Freuden, mein Geiſt, in deinem Uebungsſtand; denn bleibſt du frei von allen Lei⸗ den, wie würde deine Treu erkannt? Vollkommne Ruh und Sicherheit iſt nur ein Glück der Ewigkeit. 5. Was biſt du denn, o meine Seele, in deiner Noth ſo kummervoll? Vertraue Gott! Nur ihn erwähle zu deinem Troſt: er ſchützt dein Wohl. Einſt dankſt du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es ſeyn! Ruf in Gefahren ihn gläaubig nur als Helfer an! Er weiß 9 dich — dich machtig zu bewahren, und da, wo niemand hel⸗ fen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht! Dies ſtärke deine Zuverſicht! 7. Beſiehl dich ſeiner Va⸗ terpflege; hoff' und vertrau ihm allezeit! Auch auf dem allerrauhſten Wege ſieh fröh⸗ lich hin zur Ewigkeit: da wirſt du, frei von aller Pein, ganz ſelig, ganz zufrieden ſeyn. 1 8. So laß' mich, Gott, ſtets dahin ſchauen und dann mit ſtarkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen! Du biſt bei mir; dies ſtärke mich! Wer deſſen ſtets verſichert iſt, der lebt und ſtirbt getroſt als Chriſt. In eigener Melodie. 473 O Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, gib, daß ich mich in deinen Rath ergebe; laß ewig deinen Wil⸗ len mein, und was du thuſt, mir theuer ſeyn! 2. Du, du regierſt, biſt Weisheit, Lieb' und Stärke. Du, Herr, erbarmſt dich aller deiner Werke. Was zag' ich einen Augenblick? Du biſt mein Gott, und willſt mein Glück. 3. Von Ewigkeit haſt du mein Loos entſchieden. Was du beſtimmſt, das dient zu meinem Frieden. Du wogſt mein Glück, du wogſt mein t Pflichten gegen uns ſelbſt. Leid, und was du ſchickſt, iſt Seligkeit. 4. Gefällt es dir, ſo müſſe keine Plage ſich zu mir nahn; gib mir zufriedne Ta⸗ ge. Allein verwehrts mein wig Heil; ſo bleibe nur dein Troſt mein Theil. 5. Du gibſt aus Huld uns dieſer Erde Freuden; aus gleicher Huld verhängſt du unſre Leiden. Iſt nur mein Weh' nicht meine Schuld: ſo zag' ich nicht. Du gibſt Geduld. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabſt, verlieren, und willſt du, Gott, mich rauhe Wege fuͤhren: ſo wirſt du, denn du höoͤrſt mein Flehn, mir dennoch eine Hülf' er⸗ ſehn. 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen ſterben. Herr, wie du willſt! Soll ich den Himmel erben, und dieſer iſt im Glauben mein, wie kann der Tod mir ſchrecklich ſeyn? Mel. In allen meinen Thaten 47 as iſts, daß ich mich quaͤle? Harr' Seiner, meine Seele, harr und ſei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nützet; Gott weiß es, und Gott ſchü⸗ tzet, er ſchützet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Gluͤck und meine Plage, eh' ich die Welt noch ſin. Gel Ehichnichſe chichihn Va errirſchonn 3 Die kle gen iſt dem borgen, der halt; und ſchieden, d 1 nen Friede grißte Laſ 4. Jch le den, um g wedden; die verſeſt. J Sezen den zu legen, mein Geiſt 5. Was mehtet, ſe wäͤhret! es gern. velletzet, auch ſchätz Gett, mir 6 Sind heit Page keid, az d ſg 486SMn ßs 84 d, ans ſmi — i n ſ bleten en dein di 5. 1 ſ aus huhn da dieſer 1 1 Freuden; 1 7 gleichet&.d verdäͤnſf de unſre 1. It wun Wey’ neine Sth Kt, ſo zag Neicht. A ann Geduh dich 6. 4☛☚ h ein GElit, oth du mit de i, verlienr ui; willſt— hott, wita eſſen Wege n: ſo wi leht dennſ urſt wu grſſt. mir d„ eine hif ſehn. — „ it act mßut mein wenig du ſterben urh wie aſt! Soli 345, Himm den, udf Rath iſt m Eeuben man, Bil, kann—od mit ſti 2 1„ †* , ſeyn . 1„ 6 „ Han cer, meineds d z, was dim 4 ³ Al. ² len meinn de Da dar=i mvenan 1n ⸗v, und in K Geduld und Gelaſſenheit im Leiden. 357 Eh ich mich ſelbſt noch kannte, eh ich ihn Vater nannte, war er mir ſchon mit Hülfe nah. 3. Die kleinſte meiner Sor⸗ gen iſt dem Gott nicht ver⸗ borgen, der Alles ſieht und hält; und was er mir be⸗ ſchieden, das dient zu mei⸗ nem Frieden, wär's auch die größte Laſt der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Er⸗ den, um glücklich hier zu werden; die Luſt der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geiſt, beſteht. 5. Was dieſes Glück ver⸗ mehret, ſei mir von dir ge⸗ währet! Gott, du gewährſt es gern. Was dieſes Glück verletzet, wenn's alle Welt auch ſchätzet, ſei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krank⸗ heit Plagen, der Mangel ſchwer zu tragen, noch ſchwe⸗ rer Haß und Spott: ſo harr ich, und bin ſtille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur geſcheh', o Gott! 7. Du biſt der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmſt du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich will bewah⸗ ren? Und er, mein Gott, bewahret mich! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 47 5 Naenn gleich aus tiefer Mitter⸗ nacht Gewitter um mich bli⸗ tzen, ſo zag' ich nicht, mein Vater wacht, er wacht und wird mich ſchützen. Die Güte, die mich werden hieß, die den Bedrängten nie ver⸗ ließ, die wird mich nie ver⸗ laſſen. 2. Sein Auge ſchaut auf meinen Schmerz, und ſeine Blicke zählen die Sorgen, die mein armes Herz mit Angſt und Kummer qualen. Er ſandte mir das Leiden zu, daß nicht mein Herz in ſtol⸗ zer Ruh des Ewigen ver⸗ geſſe. 3. Geſegnet ſind die Lei⸗ den mir, die mich der Welt entziehen; mich lehren, Gott, allein zu dir nach Troſt und Hülfe fliehen. Ich weiß, einſt bringſt du meinem Blick der Sonne ſanftes Licht zu⸗ rück, das Dunkel mir ver⸗ hüllet. 4. Wie will ich dann vom Schmerz befreit, Herr, dei⸗ ne Huld erheben; wie freu⸗ dig dir ſelbſt fuͤr das Leid, Lob, Preis und Ehre geben! Wohl denen, die dem Herrn vertrau'n, und ihre Hoff⸗ nung auf ihn bau'n! Nie werden ſie zu Schanden. Mel. In allen meinen Thaten Lill mich, oGott, 7 9 ½ ½½ 476 W hienieden des Lebens Laſt ermüden, ſo ſtär⸗ ke meinen Geiſt! Wann mich die Leiden kränken, ſo laß mi 358 mich wohl bedenken: auch das ſei gut, was Trübſal heißt! 2. Nicht ewig ſoll ſie waͤh⸗ ren: oft werden unſre Zäͤh⸗ ren ſchnell von dir abge⸗ wiſcht. Und ſeufzen wir: wie lange iſt meiner Seele bange! ſo wird mit Troſt das Herz erfriſcht 3. Du wendeſt ſolche Buͤr⸗ den, die uns erdrücken wür⸗ den, Gott, gnädig von uns ab. Du ſiehſt bei unſern Plagen auch auf die Kraft zu tragen, die deine Hand uns ſelber gab. 4. Dein väterlich Bemu⸗ hen will deine Kinder ziehen, zu thun, was dir gefällt. Du willſt die Lüſte ſchwächen, den eignen Willen brechen, uns bilden für die beßre Welt. b 5. Du willſt den Eifer mehren, gehorſam dich zu ehren mit Glauben und Ge⸗ duld; daß, wenn uns Fein⸗ de haſſen und Freunde uns verlaſſen, wir ſtets vertrauen deiner Huld. 6. Was will uns, Herr, auch ſcheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns erſehn? Wir leben oder ſterben, ſo wird uns, dei⸗ nen Erben, des Himmels Wonne nicht entgehn. 7. Zu jenem beſſern Leben willſt du auch mich erheben; der Tod iſt mein Gewinn. Muß gleich mein Leib ver⸗ Pflichten gegen den Naͤchſten. weſen, wird doch mein Geiſt geneſen, er eilt zu ſeinem Schöpfer hin. 8. O drücke meinem Her⸗ zen bei Sorgen, Gram und Schmerzen dieß doch aufs tiefſte ein: der, den du, Vater, liebeſt, kann, wenn du ihn betrübeſt, doch nie⸗ mals unglückſelig ſeyn. Allgemeine Menſchen⸗ liebe. Mel Schwing dich auf, zu 477 Weilig, heilig iſt / I.) das Band, das die Menſchen bindet; iſt ge⸗ knuͤpft von deſſen Hand, der die Welt gegründet; iſt geknuͤpft, daß beſſer mir ſeine Welt gefalle! Einen Schöpfer haben wir, Einen Vater Alle; 2. Einen Vater, Einen Gott, der uns Alle liebet, der uns täglich unſer Brod, Kraft und Freude giebet; der nicht nur mit Freundlich⸗ keit ſchaut auf Furſtenthro⸗ nen, der auch ſegnet und er⸗ freut, die in Hütten wohnen. 3. Wohl mir! Auch auf mich, ſein Kind, blickt er freundlich nieder. Nah und fern die Menſchen ſind alle meine Brüder. Froh und herzlich ſollen wir uns einan⸗ der lieben; wohlthun, Elend mildern hier, keinen je be⸗ trüben. 4. Und ——————— 4. Undi Scunn b Leiten? K blie) mein ders Freude in meiner? Haß entbre dann wohl nen Vater; 3. Brit Herz ſoll i verſchließen Sofg' und euch verſüße ben wir, glücken; un theirer mit den druͤcker 6. Jum ich kann, gen: kann tröſten da euch klagen an meiner: verweinen, neue Luſt en ſcheinen. „7. O ger ihr froh de und auch; mir hülfre werdet, ſ nich, wam cen, mitleit lch triſten Na. Nii / 4/, Herr die euren Ri euch ſelſſ den den d weſen, u dl aeneeh 7 och wen i Krneſel alt zu ſ Schorſn. hn 8. h mei „ 8 de mweinen ie 7 zen de=en, Gran ze⸗ Sch ,5 4 4 e Schme tam dieß doch a t. tieſſte En der, in tt Later, ſ, kann,m. ait du idn Abeſt, dhr nals u T ſelig ſen ir⸗ ar⸗ * Alg* ze Manſth em be. taft[1 and Nae ing dich unn 7—]p llig, bei mü⸗ das Bu den, die Mte=i bindet i ſalt. küpft deſen d ten, der dit t gegrin cen, geknüg Haß beſt ere ſeine 1. gefalle! Schöpf! ben wiht Eiſer Dater ☚ Vutn, 1 D io Vater, G 2 ☛ ge, Gott,— uns Alel gein der un lch mſat uns Kraft 1 ans Kraft Frelde auen der nid mit Freu keit ſch zuuf Fürtt 12= b ſegnerm 3 en, d 1 der, nn. Hütten ui und freu 6 mir! Auh V fur 41— 9.. bhä — 4 Kind, Uu der mich, 4* aut dei⸗— B uſſhe ſndt . 11„ els fem) Fu „ 19 àn bentiſ wetw t n; der den moft n. nildern/ keun 4 ʃ ac wüden. 4. Und ich fühlte keinen Schmerz bei des Bruders Leiden? Kalt und fühllos blieb mein Herz bei des Bru⸗ ders Freuden? Und es ſollt' in meiner Bruſt Stolz und Haß entbrennen? Koͤnnt' ich dann wohl Gott mit Luſt mei⸗ nen Vater nennen? 5. Brüder, nein, dieß Herz ſoll nie ſich vor euch verſchließen; immer will ich Sorg' und Muh' liebreich euch verſüßen. Alle, Alle le⸗ ben wir, um uns zu be⸗ glücken; und ihr ſeid nur theurer mir, wenn euch Lei⸗ den drücken. 6. Immer will ich, wie ich kann, ſie euch helfen tra⸗ gen: kann ich's nicht, euch tröſten dann, tröſten, mit euch klagen. Dann ſollt ihr an meiner Bruſt euren Gram verweinen, bis die Sonne neue Luſt euch ins Herz wird ſcheinen. 7. O gewiß, dann werdet ihr froh den Vater preiſen, und auch Duldern gern mit mir hülfreich euch erweiſen; werdet, ſüßer Troſt! auch mich, wann mich Leiden druͤ⸗ cken, mitleidsvoll und brüder⸗ lich tröſten und erquicken! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 4 7 8 Mlen Chriſten und auch mir hat der Herr dieß vorgeſchrieben: euren Nächſten ſollet ihr, als euch ſelbſt, von Herzen lie⸗ Allgemeine Menſchenliebe. 359 ben! Heilig ſei uns allezeit, was der Herr uns hier gebeut! 2. Wir ſind Bürger Einer Welt, Kinder Eines Vaters, Brüder, die er huldreich all' erhält: Alle Eines Leibes Glieder, die ſein weiſer All⸗ machtsruf Alle, ſich zu lieben, ſchuf.— 3. Eine ſterbliche Natur hat er Allen uns gegeben, und auch Eine Hoffnung nur: Hoffnung auf ein beßres Le⸗ ben, wenn wir hier in dieſer Welt redlich thun, was ihm gefällt. 4. Und wir ſollten uns ent⸗ zwein? Lieblos uns einander haſſen? Uns, zu unſrer eig⸗ nen Pein, Stolz und Neid beherrſchen laſſen? Wer kein Freund des Nächſten iſt, iſt ürwahr kein Menſch, kein Chriſt. 5. Was wir auch aus Got⸗ tes Hand reichlicher, als Andre, haben: Anſehn, Reich⸗ thum, hoher Stand, Leibes⸗ kräfte, Geiſtesgaben, Alles dieß befreit uns nicht von der Menſchenliebe Pflicht. 6. Nein, der Gaben Un⸗ terſchied knüpft das große Band auf Erden, und wohl dem, der ſich bemüht, nütz⸗ lich, wie er kann, zu wer⸗ den; ſich der Menſchheit Dienſt zu weihn, auch im Kleinſten treu zu ſeyn. 7. Darum gib uns, Gott, ein Herz, voll von wahrer Menſchenliebe, das an And⸗ rer 360 Pflichten gegen den Naͤchſten. rer Freud' und Schmerz An⸗ theil nehm' und gern das übe, was der Liebe Pflicht begehrt, wie ſie uns dein Sohn erklärt. 8. Dieſem großen Men⸗ ſchenfreund laßt uns Alle ähnlich werden, daß wir, hier mit ihm vereint, nach vollbrachtem Lauf auf Erden, dort verklaͤrt, auf ewig ſein, ſeiner Lieb' uns ganz erfreun! In eigener Melodie. 479 Menſchenfreund, nach deinem Bilde, bilde ſich mein ganzer Sinn! Deine Sanftmuth, deine Milde neig auch mich zur Güte hin! Unwerth wär' ich, dich zu kennen, liebt' ich meine Brüder nicht; un⸗ werth, mich nach dir zu nen⸗ nen, wich ich von der Liebe Pflicht! 2. Wo du, Jeſu! Men⸗ ſchen nahteſt, folgte Wohl⸗ thun deiner Spur; wo du, ſegnend Gutes thateſt, in den Hütten, auf der Flur, an dem Lager kranker Brü⸗ der, wo du je nur hinge⸗ blickt, kehrte Freud' und Hoffnung wieder, und die Menſchheit ward erquickt. 3. Menſchenfreundlichſter von Allen, keinen haſt du je verſchmäht. Wer verirrt war und gefallen, wer um Troſt zu dir gefleht, hat für alle ſeine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung, Heil und Troſt gefunden, Huͤlfe, wie er nirgends fand. 4. Brüder, kommt in meine Arme, wer da leidet, ruhe hier! Wenn ich ſein mich nicht erbarme, wende ſich mein Gott von mir! Ohne Liebe iſt kein Leben; liebend nur gleich ich dem Herrn; ſein Verſchonen, ſein Ver⸗ geben, o mein Herz, ſtets ub' es gern! 5. Ob mich auch mein Nächſter kraͤnket; Jeſus, denk ich, litt wohl mehr. Ob er Böſes von mir denket: beſſer will ich ſeyn, als er. Wenn mir jemand Gram bereitet: irrt vielleicht nur ſein Verſtand, und ich reich' ihm, wenn er gleitet, den⸗ noch liebreich meine Hand. 6. Nimmer ſoll mein Herz ermüden, reiner Liebe ſich zu weihn! O es ſchafft ſo ſüßen Frieden, wohlzuthun und zu erfreun! Wer nach Dank und Lohn nur ringet, hat ſchon ſeinen Lohn dahin: wen das Herz zur Liebe dringet, aͤrntet dauernden Gewinn. 7. Zwar der Wehmuth Zähr' entfließet dem, der reiche Saat geſtreut, wenn der Hoffnung Feld nicht ſprießet, oder wenig Frucht ihm beut; doch des Segens ſeiner Gute freut er einſt ſich, wär's auch ſpaät; endlich, Heil uns! ſteigt zur Blüthe, was die Liebe ausgeſa't. Mel 2⁴ Nal. d Gott, 1800 jeden Menſe ſeinem Woh⸗ ſind Nott der, das Neid und 3 ich um A. 10 ſein Gl * Seh ic ſo aaß mich den, was ihm hülfreie nicht aus d groß vor d und mich nein, Men 8. Dieß dienſt! A ihuen, m mein Her Hilfe dien nicht, erſt Wohlthat a Bridern th Gott, getha 4 Ein mein Dien begegnet;, mit dem me ſegnet; ei mein Mun Audte ſtärt ſe klein es unbemetkt iommtinn dein 29 ver da ledt,n len⸗ nid 1 5) 8 barwe, wende ule meh itt von wir. 3 rn, Lie t kein Leben; 1 dach nu g ch ich dem he de, ſeit ſchonen, ſin ſan. ge u m mein den, an. üd Sern! b nich auh; NEe nnnan sund, de:„, litt waſlr inen O am ͤſes von wire anzer de ill ich ſeyn, 4 auth, Mr mir jemamd nich de ☚: irtt vieleitn wwar ſeſ rſtand, unditt d ich ii enn er gleitt, breich meinehr nen⸗ immer ſoll naſ diehe er An, reiner b Mnn! O en ſtä Men⸗ ſi ras frieden, wg Bol⸗ u erfreunl Wm du, Dk und Loßn men i n ſeinen kind as Hen ir arntet dau Ht s! ſeeigt; biebe ausgeſ Mel. O Gott, du frommer Gott 480 Güb mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menſchen liebet, bei ſeinem Wohl ſich freut, bei ſeiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennutz und Neid und Härte flieht; und ſich um Andrer Glück als um ſein Glück bemüht! 2. Seh ich den Dürftigen, ſo laß mich gütig eilen, von dem, was du mir gibſt, ihm hülfreich mitzutheilen: nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu ſeyn, und mich verehrt zu ſehn; nein, Menſchen zu erfreun. 3. Dieß ſei mein Gottes⸗ dienſt! Auch unbemerkt von ihnen, müſſ' Andern ſtets mein Herz mit Rath und Hülfe dienen! Mich treibe nicht, erſt Dank zu milder Wohlthat an; nein, was ich Brüdern thu', das ſei dir, Gott, gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienſt dem Durſtigen begegnet; ein Blick voll Troſt, mit dem mein Herz Bedrängte ſegnet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre ſtäͤrkt: nichts bleibt, ſo klein es iſt, von dir, Herr, unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, ſo laß mich ſorgſam ſeyn, der Brüder Zwiſt zu ſchlichten. Aus Schmähſucht kränke nie mein Mund des Nächſten Allgemeine Menſchenliebe. 361 Ruh': er rühme ſein Ver⸗ dienſt: deck ſeine Fehler zu. 6. Die Rach iſt dein: o Gott, du ſprichſt: ich will vergelten. Drum laß mich ſtille ſeyn, wenn Menſchen auf mich ſchelten! Gib, daß ich dem verzeih, der mir zu ſchaden ſucht, den liebe, der mich haßt, den ſegne, der mir flucht! 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlerge⸗ hen mit eingeſchranktem Blick bei meinem Nächſten ſehen! Noch ſtaͤrker müſſe mich ſein ewig Glück erfreun; noch mehr ſein Seelenheil mir angelegen ſeyn. 8. Den, der im Glauben wankt, im Glauben zu be⸗ ſtärken: den, der noch ſicher iſt bei ſeines Fleiſches Wer⸗ ken, von der verkehrten Bahn des Laſters abzuziehn, dazu verleih mir Kraft und ſegne mein Bemuͤhn! 9. O heilige du ſelbſt, Herr, meiner Seele Triebe, durch deine Lieb und Furcht zu wahrer Menſchenliebe! Wer nicht den NRächſten liebt, geht nicht zum Him⸗ mel ein. Laß dieſe Wahr⸗ heit, Gott, mir ſtets vor Augen ſeyn! Mel. Wer nur den lieben Gott 481 Vereinigt laßt uns Gutes wirken! O Chriſten, füget Hand in Hand! Es ſchlinge ſie 362 ſich um unſre Herzen der Menſchenliebe ſanftes Band; und jeder liebe Recht und Pflicht, bis einſt ſein Aug' im Tode bricht! 2. Wir ſind ja Eines Va⸗ ters Kinder, in jedem Stande vor ihm gleich; ſind ohne Unterſchied hier Brüder, wir mögen arm ſeyn, oder reich. In Eintracht ſollen wir uns freun, einander Hülf' und Beiſtand ſeyn. 3. So ſchlage denn fuͤr Menſchenfreude, für Men⸗ ſchenwohl auch unſer Herz! Und leidet irgendwo ein Ar⸗ mer, gemildert ſei durch uns ſein Schmerz! Sein heitrer, dankerfüllter Blick erhöhet unſer eignes Glück. 4. O Wonne, Menſchen glücklichmachen! O Wonne, Menſchen glücklich ſehn! Durch ſie wird Gottes ſchö⸗ ne Erde dem Herzen noch einmal ſo ſchön. Ja, eine freudenreichre Pflicht, als Menſchenliebe, gibt es nicht. 5. Erſcheint des Todes ernſte Stunde dir, Menſchen⸗ freund, ſo naht mit ihr ein Engel Gottes und verkün⸗ digt den Lohn der Menſchen⸗ liebe dir. Des Grabes Nacht wird dir erhellt; du ſäteſt für die beßre Welt. 6. Ja, Chriſten, wer ſein Herz hienieden der wahren Menſchenliebe weiht, der ſtreut zu einer reichen Aernte den Samen für die Ewig⸗ Pflichten gegen den Naͤchſten. keit. O laßt uns dieſen Sa⸗ men ſtreun! Olaßt uns Men⸗ ſchenfreunde ſeyn! Mel. Auf, Chriſtenmenſch b I(a) o Jemand 482 S ſoricht, ich liebe Gott! und haßt doch ſeine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und handelt ganz dawider. Gott iſt die Lieb' und will, daß ich den Naͤchſten liebe, gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, ſind Eines Lei⸗ bes Glieder: drum diene deinem Nächſten gern, denn wir ſind alle Bruͤder. Gott ſchuf die Welt nicht blos für mich, mein Nächſter iſt ſein Kind, wie ich. 3. Ein Heil iſt unſer Aller Gut. Ich ſollte Brüder haſ⸗ ſen, die Gott durch ſeines Sohnes Blut ſo hoch er⸗ kaufen laſſen? Daß Gott mich ſchuf, und mich ver⸗ ſühnt, hab' ich dieß mehr, als ſie, verdient? 4. Du ſchenkſt mir täglich ſo viel Schuld, du Herr von meinen Tagen! Ich aber ſollte nicht Geduld mit mei⸗ nen Brudern tragen, dem nicht verzeih'n, dem du ver⸗ gibſt, und den nicht lieben, den du liebſt? 5. Was ich den Frommen hier gethan, dem Kleinſten auch von dieſen, das ſiehſt du, mein Erlöſer, an, als häͤtt' Ein gerüht wird hen, der i ſſt, der nich in flehen. Gott, durch Herz, das preit! Mifreude Mel.NMein erſt 482⁰ mein Herz, ſten Freud freun, und dann auch: 2. Olaß Pflcht nie ſetzen, und 8 ni G ohlſeyn ſe 3 Nie Räckſten C gunſt und Andrer wid niedrer Sch 44 Hif: Andrer Wo agnes finde gern ihre den!— d. d meinem Fe mit hülfe, — „ lui, Cititamag ſi ider, de it de Go e Wahrhet 6 a mf e del t ganz de 4 die ket m uh aſ r den Natfn⸗ für 3 s mich. den ſ ir haben Ein detz. un nn, ſind En rAr, de ieder: drurt uns deſ tar Nachſien gend itrer, wi alle Brüde. dohet ſcht Welt rittt mi Seein Nächſta i ſchen K— jie ich. onne, ff ſehn! 6 ch ſollte Bride ſchö⸗ ſett Gott nahf noch Am Blut ſo n eine katr laſſen? d als m zuf, und nih. nicht. odes 1 verdient? chen⸗ K ſchenkſt ni „ein r 1e ud, u fun⸗ 1 ilen— M den⸗ 4 scht Gedu 1 mnn 1 acht 76 üdern tragen, 8 teſt ni pheihn, dun 4 31= den m rict h 8ʃ 9 — 1 dc Dlitſt 4 Gyst emn Sas ich den fur d 7 3 6 ean dem Alelt n Heil iſt wn i bab' ich uin Gerechtigkeit und Billigkeit. hätt' ich's dir erwieſen. Und ich, ich ſollt' ein Menſch noch ſeyn, und dich in Brüdern nicht erſreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den erge⸗ hen, der nicht barmherzig iſt, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geiſt ein Herz, das dich durch Liebe preiſt! 1 Mitfreude und Mitleid. Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis 4 82 9(b) liebender, du ſchufſt mein Herz, 2 meines Näch⸗ ſten Freuden mich mit zu freun, und fühlt er Schmerz, dunn auch mit ihm zu leiden. 2. O laß mich dieſe heil'ge Pflicht nie aus den Augen ſetzen, und auch an dem Ge⸗ ringſten nicht gering ſein Wohlſeyn ſchätzen. 3. Nie reize mich des Nächſten Glück zur Miß⸗ gunſt und zum Neide; nie Andrer widriges Geſchick zu niedrer Schadenfreude! 4. Hilf mir vielmehr, in Andrer Wohl, o Gott, mein eignes finden, und, wenn ich kann, auch, wie ich ſoll, gern ihre Wohlfahrt gruͤn⸗ den! 5. Laß mich auch ſelber meinem Feind des Mitleids Thräne weihen, und ihn, wenn er im Unglück weint, mit Hülfe gern erfreuen! 363 6. Gott, welch ein ſeliger Gewinn iſt dann ſchon mein auf Erden, wenn ich an lie⸗ bevollem Sinn dir lerne ähnlich werden! 7. Dein Beifall iſt mir dann gewiß und unter dei⸗ nem Segen geh' ich, dein Wort verſpricht mir dieß, froh jener Welt entgegen. 8. Da wirſt du dann, mein Vater, mir das Glück des Himmels geben; ich werd' erfreut, belohnt von dir, im Reich der Deinen leben. Gerechtigkeit und Billig— keit. Mel. Kommt her zu mir, . 83 D' liebſt, o Gott, 4 Gerechtigkeit, und ſtrafeſt den, der ſie ent⸗ weiht, am Nächſten Unrecht übet. Du biſts, der jedem ſeinen Lohn, ohn' alles An⸗ ſehn der Perſon, nach ſeinen Werken giebet. 2. Gerechter Gott, laß deinen Geiſt zu dem, was recht und billig heißt, ſtets meine Seele lenken! Nie komm' es mir doch in den Sinn, aus ſchnöder Hab⸗ ſucht, um Gewinn, des Nächſten Recht zu kränken! 3. Pflanz Redlichkeit in meine Bruſt, und laß mich ſtets mit wahrer Luſt der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf Unrecht denkt, nur 364 nur Schaden ſucht und Andre kränkt: wie kann das Brüder lieben? A. Nie ſeufze jemand über mich! Mein ganzes Herz be⸗ ſtrebe ſich, dem Nächſten gern zu geben, was er mit Recht verlangen kann, und immer⸗ fort mit Jedermann in Einig⸗ keit zu leben! 5. Laß mich beſtändig da⸗ hin ſehn, mit jeglichem ſo umzugehn, wie ichs von ihm begehre; damit ich keines Menſchen Herz durch Druck und Härte je mit Schmerz und Kümmerniß beſchwere! 6. Herr, mit dem Maaß, womit ich hier dem Nächſten meſſe, wirſt du mir dereinſt auch wieder meſſen. Dies reize mich zur Billigkeit und laſſe mich zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergeſſen! Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben h, a) Ikller meiner 484 A Brüder Rechte laß mir, Gott, ſtets heilig ſeyn! Wenn ich ſie zu kranken dächte, ihres Kum⸗ mers mich zu freun, über ſie mich zu erheben, oder mir allein zu leben; dann verletzt' ich meine Pflicht, ehrte deinen Willen nicht. 2. Könnt' ich, taub bei ihren Klagen, ihnen das aus Eigenſinn oder Neid und Geitz verſagen, was ich ihnen ſchuldig bin; koͤnnt' ich ohne Treu' und Glauben Pflichten gegen den Naͤchſten. Andern Gut und Ehre rau⸗ b ben; welchen Haß verdient ich nicht, welch ein ſchreck⸗ liches Gericht! 3. Nein, ich will das Un⸗ recht haſſen, Recht erzeugen Jedermann, jedem geben, jedem laſſen, was er hat und fordern kann. Lieber will ich Unrecht leiden, als bege⸗ hen, und mit Freuden lieber niedrig ſeyn und bloß, als durch Unrecht reich und groß. 4. Würden der Bedräng⸗ ten Zähren, würden ihre Seufzer nicht Rettung, Gott, von dir begehren, und er⸗ ſchweren mein Gericht? Würd ich nicht einſt zittern müſſen? Würde nicht ſelbſt mein Gewiſſen mir mit Angſt und Schrecken dräun, und ihr erſter Räͤcher ſeyn? 5. Eines Unterdrückten Thränen, o wie furchtbar ſind nicht die! Eh' es Unge⸗ rechte wähnen, trifft, Herr, deine Strafe ſie. Und wenn du nicht eilen ſollteſt, wenn du, Richter, ſäͤumen wollteſt, harrt gewiß dem Böſewicht einſt ein ſchreckliches Ge⸗ richt. 6. Nein, ich will gerecht und billig ſelbſt auch gegen Feinde ſeyn; keinen drücken, vielmehr willig dem Beleidi⸗ ger verzeihn. Hab ich Macht: ich will ſie nützen, den Be⸗ drängten zu beſchuͤtzen: eilen, wo Verlaß'ne flehn, ihnen liebreich beizuſtehhhn. 7. Schützen ———— ⁰—— G 7 Stllten Reckte, cher Gedid. Wir Kreßte; und denehuld!? mine Schul denn kein nicht gelind fteun, wie verzähn? 8. Hilf mi wandeln, un Unracht fern, nend, liebl ähnlih Jeſu, Du, der Ric ten, wirſt vergalten, Bruͤdern t grofer Tag Mel. zn 4 48½ lehrer darf geht ei„ wa⸗ dere A 66G 1= ücten Haß in diber zt walch ein ſte wner= genat! ſh ade⸗. Ken in ef agem 1 ⸗ee ic wild dt.nſen Nat g t n, jeden a ner⸗ 1; eha 1 den 1laſſen, was erſ 9 n kann. liehn i recht leiden, a 3 Ra„und mit Freudm en ſo 1 esz ſeyn und 1le „Alnrecht reih m. Würden derde 1er nicht Nettun dereinſt Dies ett und eit der n? Wirde it —Gexiſſen nir ui † Schrecken drun Eines Uarni Anen, o wie ſt Eiicht die! Eyi 8 wähnen, tift ſterden neiner Jrüder „ſters Zicht eilm ſollett ſe zu Aücchter, ſaunen Kun. gewiß den dit iber— ein ſchreclittz 3 br 8 Nein, ich nlp dict, e kllg ſehi an ht. eſeyn; kein 1 bei ü ehr willg 19 das hjeihn. Neid il ſie nüba 1, 2 u ten zubeſchüt. * Derlaß ne ſin uben Bich beizu 7 26 Druck azähren, wihn 1. erirr begehten, 38, a ren mein i nſt d ich nicht ein ſter Rächer ſia Strafe ſie. Uil Gerechtigkeit und Billigkeit. 7. Schützen will ich meine Rechte, aber ſanft und mit Geduld. Wir ſind Alle deine Knechte; und wie groß iſt deine Huld! Du vergibſt mir meine Schulden; ſollt' ich denn kein Unrecht dulden, nicht gelind ſeyn, mich nicht freun, wie du, Vater, zu verzeih'n? 8. Hilf mir immer richtig wandeln, und, von allem Unrecht fern, billig, ſcho⸗ nend, liebreich handeln, ähnlich Jeſu, meinem Herrn! Du, der Richter aller Wel⸗ ten, wirſt mir Alles einſt vergelten, was ich meinen Brüdern that, wenn dein großer Tag ſich naht. Mel. In allen meinen Thaten b) ach Jeſu 484 N Weisheits⸗ lehren darf ich nicht ſtets be⸗ gehren, was vor dem Rich⸗ ter gilt; nicht immer darauf dringen, den durch Gewalt zu zwingen, der meine For⸗ d'rung nicht erfüllt. 2. Oft mangelts ihm an Kräften, an Fortgang in Geſchäften, bei aller Thä⸗ tigkeit; und bei dem beſten Willen kann er oft nicht er⸗ füllen, was ihm Geſetz und Pflicht gebeut. 3. Wie ſollt' ich es denn wagen, dem Nachſicht zu verſagen, der nicht mit Vor⸗ ſatz fehlt: und, ſtaub bei ſeinem Flehen, es ohne 365 Rührung ſehen, wie ſehr ihn meine Strenge quält? 4. Nein, lieber will ich dulden, als deſſen Gram verſchulden, für den ſein Un⸗ glück ſpricht! Zur Schonung mich zu neigen, und Billig⸗ keit zu zeigen, das fordert meine Chriſtenpflicht. 5. Auf ſeine Rechte drin⸗ gen, gewaltſam ſie erzwin— gen, und keine Härte ſcheun; ſich nicht der Noth des Ar⸗ men und Dürftigen erbar⸗ men, heißt ſchändlich alles Recht entweih'n. 6. Wenn du mit deinen Knechten, o Höchſter, woll⸗ teſt rechten, wer könnte dann beſtehn? Doch wirſt du ſtreng die richten, die trotzend allen Pflichten der Billigkeit, aufs Recht nur ſehn. 7. Daß ich einſt Gnade finde, laß mich, o Gott, gelinde, mild und barmher⸗ zig ſeyn, mein Recht nicht übertreiben, und immer bil⸗ lig bleiben von aller Streng' und Härte rein! Mel. Gott des Himmels und c) ichte nicht 484 R mit harter Strenge, wenn du Andre fehlen ſiehſt. Groß iſt auch der Fehler Menge, die du ſelber noch nicht fliehſt. Sei bedachtſam, richte nicht! Schonung iſt des Chriſten Pflicht. 2. Siehſt du ſtets die tie⸗ fern 366 fern Grüͤnde von des Näch⸗ ſten Handlung ein? Iſt auch, was du tadelſt, Sünde? oder trüget dich der Schein? Urtheilſt du gewiſſenhaft? oder reizt dich Leidenſchaft? 3. Haſt du auch in ſeiner Jugend ſtets den Blick ihm zugewandt? Und die Feinde ſeiner Tugend, ſind ſie alle dir bekannt? Ach, was rech⸗ neſt du ihm zu, daß er Menſch iſt, ſo wie du? 4. Oft vollbringt er nur im Stillen, was vor Gott ihm rühmlich bleibt; fehlt auch oft mit Widerwillen, oft nur, weil ihn Irrthum treibt, zeigt nicht Klugheit bei der Pflicht, aber Bos⸗ heit übt er nicht. 5. Chriſt, vergiß nicht, zu bedenken, was dein Nächſter fordern kann! Ach, wie würd' es dich nicht kranken, griff er deine Ehre an! Deiner ſchont ja auch der Herr; zeig dich nachſichtsvoll, wie er! 6. Selbſt bei wirklichem Vergehen meide mit Be⸗ ſcheidenheit alles unbefugte Schmähen, Haͤrte, Spott und Bitterkeit! Menſchen⸗ freundlich decke du deines Nächſten Fehler zu. 7. Mit dem reinſten Her⸗ zen biete ihm die Hand zu ſeinem Glück! Bringe, wenn du kannſt, voll Guͤte, aus der Irre ihn zurück! Hüte ſelbſt dich, wenn du ſtehſt, daß du keinen Fall begehſt! Pflichten gegen den Naͤchſten. 8. Siehe nicht des Näch⸗ ſten Leiden gleich als Strafe Gottes an! Gönne dem er⸗ laubte Freuden, der ſie noch genießen kann! Rie gib ſei⸗ nen frohen Sinn ſcheinbar⸗ frommer Schmähſucht hin! 9. Laß die Liebe dich be⸗ ſeelen, die nur ungern Arg⸗ wohn hegt, und, wenn Andre wirklich fehlen, ihre Fehler ſanft erträgt! Mehre niemals ihren Schmerz! Rühre, beßre nur ihr Herz! 10. Gott, der Richter aller Welten richtet mit Gerech⸗ tigkeit. Jedem wird er einſt vergelten, wie er lebt in dieſer Zeit. Ueberlaß ihm das Gericht! Richte du den Nächſten nicht. Wohlthaͤtigkeit und Barm⸗ herzigkeit. Mel. In allen meinen Thaten (a) u, aller Men⸗ 485 D ſchen Vater, du gütigſter Berather in Al⸗ lem, was uns drückt! Was wir hier Gutes haben, ſind einzig deine Gaben; du biſt's, der unſer Herz erquickt. 2. Du laäͤſſeſt von uns Sündern durch Undank nie dich hindern, uns ſegnend zu erfreun! Zu ew'gen Se⸗ ligkeiten uns Sterbliche zu leiten, wird ewig dein Ver⸗ gnügen ſeyn. 3. Wie groß iſt deine Mil⸗ de! Barmherz'ger Vater, bilde Wo bilde mein He Sinn Daß i Armen mich barnen, nin ven nir hin! 4. Gib, gebe; mid beſtrebe, ſo land that, d barwer, der ter Armer v Hülfe bat. 3, Erhalt be dor mitlei Wie du mir ſo laß um d Andrir Notd oſt ich ſie u 6. Jum Waken laf nunz ſtaͤrke Herrn der Geber liebel willg giebet dir wohlgefe 7. Laß m. ſaen; denn geſchehen, fo Zeit. Wer ſten liebet uin thun übet, die Geligkeit Ad hu i * 4856 zutheilen, G geſſet nicht ten zuzueile ſtehn, iſ iner friur Schmähſuct d .8 dee ucben unde ſes Krdie nur ungen! ale wi mnhegt, und, nad⸗ A virklich fehlen, eſch Few anft ertäg n, ihren etn. un Ar beßre nurin Gott(— hott, der ütn fehlt A 1 uichtet miit eillen, 1 † Jedem witez nhun r xen, wie ai agdeit d— Zeit. lei Bes⸗ di Imn nicht. dt, zu atſte 1hätigkeitundt würd„ wird herzigktt F. Deiner In allen meina! zeig er! ahem ur ägſter Berathert 4 1 4 Be⸗ zvas uns drich .. fugte —— Spett(☛ aſchen⸗ deines M deine Gaben; u un! Zu w ad zu. aun und ⸗ wen, wird eniſte an ſeyn. 1 rricht! Richng ——)Dim Jier Gutes hahd, iſer Herz erut Du läſſeſt u — Du läſſſt u⸗ dern, uns e .. 6 dun(. ge gro ſtt 1 1 Bannhetz gel Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit. bilde mein Herz nach deinem Sinn! Daß ich der Noth der Armen mich willig mög' er⸗ barmen, nimm alle Häͤrte von mir hin! 4. Gib, daß ich willig gebe; mich, wohlzuthun, beſtrebe, ſo wie mein Hei⸗ land that, der göttliche Er⸗ barmer, den kein bedräng⸗ ter Armer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt in mir die Trie⸗ be der mitleidsvollen Liebe! Wie du mir Guts gethan, ſo laß um deinetwillen mich Andrer Nothdurft ſtillen, ſo oft ich ſie nur ſtillen kann! 6. Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoff⸗ nung ſtärken: vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, ſei, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefällt! 7. Laß mich hier reichlich ſäen; denn das, was hier geſchehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier den Näch⸗ ſten liebet und ſich im Wohl— thun übet, der ärntet dort die Seligkeit. — Mel. Herr, ich habe mißgehandelt Noohlzuthun (b 485 W und mit⸗ zutheilen, Chriſten, das ver⸗ geſſet nicht! Den Bedräng⸗ ten zuzueilen, Armen beizu⸗ ſtehn, iſt Pflicht; Pflicht, die Jeſus ſelbſt uns lehret, 367 und die Gott, den Höchſten, ehret! 2. Speiſet die, die Hun⸗ ger leiden, und die durſtig ſind, die tränkt; kommt, die Nackenden zu kleiden, tröſtet die, die Kummer kränkt: Schwache eilt zu unterſtützen, Unterdrückte zu beſchützen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, und zu euch um Hülfe flehn, Allen eilt, von Gott getrieben, nach Ver⸗ mögen beizuſtehn; führt zu unverhofften Freuden die auch, die im Stillen leiden! 4. Liebe ſei dir keine Bür⸗ de, keine Laſt, beglückter Chriſt! Hoheit iſt es, Ruhm und Würde, wenn du mild und hülfreich biſt! Welch ein Ruhm für den Erlöſten, arme Brüder Chriſti tröſten! 5. O wie lohnt's mit ſü⸗ ßen Freuden, der Verlaßnen Helfer ſeyn; ſehn, wie ſie in ihren Leiden ſich, durch uns geſtärkt, erfreun! Ein betrübtes Herz erquicken, ſchaffet himmliſches Ent⸗ zücken! 6. Heil und Glück auf un⸗ ſern Wegen, innige Zufrie⸗ denheit, Huld bei Menſchen, Gottes Segen folgen auf Barmherzigkeit! Was iſt Mühe, was Beſchwerden, wenn ſie ſo belohnet wer⸗ den! 7. Laßt uns eilen, unſre Gaben, weil es Zeit iſt, aus⸗ zu⸗ zuſtreun! Was wir hier ge⸗ ſaet haben, ärnten wir dort reichlich ein. Seid barm⸗ herzig; helft den Armen! Gott wird euer ſich erbar⸗ men! Mel. Auf, Chriſtenmenſch 48 6 Wer dieſer Er⸗ den Güter hat und ſieht den Nächſten lei⸗ den, und macht den Hung⸗ rigen nicht ſatt, laßt Nacken⸗ de nicht kleiden; der uber⸗ tritt die erſte Pflicht und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 2. Wer ſeines Naͤchſten Ehre ſchmäht und gern ſie ſchmäͤhen höret; ſich freut, wenn ſich ſein Feind ver⸗ geht, und nichts zum Beſten kehret; nicht dem Verlaum⸗ der widerſpricht: der liebet ſeinen Nächſten nicht. 3. Wer zwar mit Rath, mit Troſt, mit Schutz den Naͤchſten unterſtützet, doch nur aus Stolz, aus Eigen⸗ nutz, aus Weichlichkeit ihm nützet; nicht aus Gehorſam, nicht aus Pflicht; auch der liebt ſeinen Nächſten nicht. 4. Wer harret, bis, ihn anzuflehn, ein Dürft'ger erſt erſcheinet; nicht eilt, dem Frommen beizuſtehn, der im Verborgnen weinet; nicht gütig forſcht, ob's ihm ge⸗ bricht: auch der liebt ſeinen Nächſten nicht. 5. Wer Andre, wenn er ſie beſchirmt, mit Härt' und Pflichten gegen den Naͤchſten. Vorwurf qualet, und ohne Nachſicht ſtraft und ſtuͤrmt, ſobald ſein Näͤchſter fehlet, wie bleibt bei ſeinem Unge⸗ ſtümm, Gott, deine Liebe wohl bei ihm? 6. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet; dem Uebel nicht zu wehren ſucht, das oft ſie dürftig machet; nur ſorglos ihnen Gaben gibt: der hat ſie wenig noch geliebt. 7. Zwar du, mein Herz, vermagſt es nicht, ſtets durch die That zu lieben. Doch biſt du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünſcheſt dir die Kraft dazu, und ſorgſt dafür: ſo liebeſt du. 8. Ermattet dieſer Trieb in dir, ſo ſuch ihn zu bele— ben! Denk oft: Gott iſt die Lieb und mir hat er ſein Bild gegeben. Ja, Höchſter, was ich hab', iſt dein, ſollt ich, wie du, nicht gütig ſeyn? Mel. O Gott, du frommer Gott, (a) ie ſelig lebt 487 W ein Menſch, der Dienſtbegierde kennet, und Andern wohlzuthun, aus Menſchenliebe brennet; der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienſt der Welt verbind't, Beruf und Eid und Amt ſchon in ſich ſelber find't! 2. Dir, Höchſter, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch Dienſebefüf en⸗ ——y. —————O—B—O,Bℳ——— — W ſenheit ſaht chen. Et Wohl ſch nattz et h Pelt von die 3. Die hat Recht a und Kraͤfte: fur vich ei te. As G Gott, als Bi in der des Hand des A 4, So den freund; und ſtreben, ſot lebt, zum zu loben. Nachſten Himwelrei de Noth, der Streich 5. Er ei darf mit ſein Anſehn ſein Gtand! ſin Mittel, wohl hätig auch den de — — ſcenlüde. opmut tigkeit, er Got, der den ¹ ſei Nachſter i chſtet ſig 4— leibt bei Fnſ a dat. lei⸗ dung⸗ acker⸗ T aat ſie wenigmagt uͤder⸗ Zwar du, nu dledt= agſt es nicht ſeid nicht. †.AThat zu lieben! achſten.3 du nur genit en ſie bt getreulich aun freut,— wünſcheſt dir di d ver⸗ umn:, und ſorgſt dit Deſten ſt dud. kdaum-. Ermattet diſt ledet um irr, ſo ſuch ing 1e Denk oft: Cut aa= ud nirinni 16 den eben. J, hötſn ¹doch hab, iſ dein, Eigen u du, nicht güigſ et im funmn , O Gott, du eſan 6 mef 87N ncht.—.. dbegier 3 egierde 18, ibt— dunn vßeh erlus An 4 in ge= n cch ſebrſh hHäcſin, — in ſich V ſeinen* 6 aſa * Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit. ſenheit ſucht er dieß zu errei⸗ chen. Er hält fuͤr eignes Wohl ſich nicht allein ge⸗ macht; er hält ſich fuͤr die Welt von dir hervorgebracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienſt und Kräͤfte; ihr nützen, iſt für mich ein ſeliges Geſchäf⸗ te. Als Glieder ſchuf uns Gott, als Bürger Einer Welt, in der des Einen Hand die Hand des Andern häaͤlt. 4. So denkt der Menſchen⸗ freund; und das iſt ſein Be⸗ ſtreben, ſo treu, als er ſich lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Nächſten Heil ſein eignes Himmelreich; er fühlet frem⸗ de Noth, als träf' ihn ſelbſt der Streich. 5. Er eilt, dem, der's be⸗ darf, mit Hülfe beizuſtehen; ſein Anſehn und ſein Freund, ſein Stand und Wohlergehen ſind Mittel, die er braucht, wohlthätig ſtets zu ſeyn, und auch den Leidenden gern trö⸗ ſtend zu erfreun. 6. Was Andrer Nothdurft heiſcht, das reizet ſeine Triebe, auch ohne Ruhm und Lohn, zu wahrer Men⸗ ſchenliebe. Nicht Stolz, nicht Eigennutz treibt ihn zur Gü⸗ tigkeit; er ſieht auf ſeinen Gott, der Liebe ihm gebeut. 7. So laß mich auch ge⸗ ſinnt, mein Gott, durch Chri⸗ ſtum werden! Voll regen Eifers ſei mein Leben hier 369 auf Erden, ſo nützlich als ich kann, dem Nächſten ſtets zu ſeyn; dann geh ich einſt, o Gott, ins Reich der Liebe ein. Mel. Gott im Himmel und auf eid barm⸗ (b) 487 S herzig, Menſchen! Höret, hoͤrt das heilige Gebot, das uns Je⸗ ſus Chriſtus lehret: ſeid barmherzig, ſeid's, wie Gott! Gebt, ſo wird euch auch ge⸗ geben, was euch Noth iſt, Heil und Leben. 2. So viel Menſchen, ſo viel Brüder; Ein Gott iſts, der uns erſchuf. Wir ſind Alle Chriſti Glieder; allge⸗ mein iſt Gottes Ruf. Seine Sonne läßt er ſcheinen ſo den Böſen, wie den Seinen. 3. Gleicht dem Vater im Erbarmen! Seid barmher⸗ zig, ſeid's, wie er! Gebt den Dürftigen und Armen; was ihr gebt, empfängt der Herr. Helft und eilt, auch ungeſehen, euern Brüdern beizuſtehen! 4. Hülfreich zu Bedräng⸗ ten eilen, ihnen Schutz und Retter ſeyn, Kummer lin⸗ dern, Wunden heilen, wohl⸗ thun, tröſten und erfreun, und dieß thun aus edlem Triebe, das iſt wahre Men⸗ ſchenliebe! 5. Herr, wir geben von dem Deinen, was wir ge⸗ ben; laß uns nie fühllos Aa ſeyn, 370 ſeyn, wo Brüder weinen; unſer Mitleid tröſte ſie, daß, wenn wir zu dir uns nahen, wir auch Troſt und Hülf' empfahen! Sanftmuth, Friedlich⸗ keit und Eintracht. In eigener Melodie. (a) Foxott, der du 488 G die Men⸗ ſchen liebeſt, der du nicht ein ſtrenges Recht, ſondern lau⸗ ter Gnade übeſt an dem ſün⸗ digen Geſchlecht: laß mich dei⸗ nen Geiſt beleben, daß ich, Vater, als dein Kind lieb⸗ reich ſei, wie du, geſinnt! Herr, du wollſt den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachſicht zeigt, und mit Sanftmuth ſpricht und ſchweigt. 2. Laß mich meines Näch⸗ ſten ſchonen, ihm erleichtern ſeine Laſt: und ſo lang ich hier ſoll wohnen, bleibe Zankſucht mir verhaßt. Denn das iſt, o Gott, dein Wille; Fried und Eintracht liebeſt du: o ſo hilf auch mir dazu! Gib ein Herz mir, das die Stille und den Frieden ſucht und liebt, das, ſtatt Rache, Sanftmuth übt! 3. O wie wird das Herz beſchweret durch des Zornes Leidenſchaft! Zwietracht, Zorn und Haß verzehret ſelbſt des Stärkſten Lebenskraft; kürzt den Lauf von unſern Pflichten gegen den Naͤchſten. Jahren, macht zum Himmel ungeſchickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, ach, du wolleſt mich bewahren, daß des Jähzorns Raſerei nie des Herzens Meiſter ſei! 4. Wer mir flucht, den will ich ſegnen, ſo wie mein Erlöſer that, will dem nach⸗ ſichtsvoll begegnen, der zum Streiten Neigung hat; fuͤr die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedens⸗ fürſt, wenn du Menſchen richten wirſt, ausgeſöhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens, ſtärke du mich mit deiner Kraft dazu! 5. Ewig Heil iſt dem be⸗ ſchieden, der nach frommer Eintracht ſtrebt! Höchſter, gib mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; denn, wenn er das Herz re⸗ giert, wird, was zu der Zwie⸗ tracht führt, niemals Ueber⸗ macht gewinnen: bis einſt in der Herrlichkeit ew'ger Frie⸗ de uns erfreut. Mel. Beſiehl du deine Wege (b) ach frommer 488 R Eintracht ſtreben, mit Allen in der Welt, iſt's möglich, friedlich leben, dieß iſt's, was Gott ge⸗ faͤllt. Doch dem nur kann's gelingen, der ſeinen Näch⸗ ſten liebt, ſich ſelbſt weiß zu bezwingen, Beleidigung ver⸗ gibt. 2. Nach ooaoaoaͤaͤoͤöͤöͤͤſſ- 2 V Sanf 2 Nachg. lig, des Feind, zeigt ſelig, ert Freund. E zu meiden, der krankt, beſcheiden, lich denkt. 3 Goo gen, ſo eile nit lughei ſtifit Einig eilung Sünd ſein herz, ſicht finden Unmuths C 4. Nieſ der, ſo vie und zuͤrne der, wem hitzt. Er Frelden, nicht, und ſcheiden, w derſtiht .). So Fr lebrn, 5 und Streit ge trüben Gotr db ler Noth d an t Herr, der⸗ zuf d 1 ich bewitn mich bevihn = Fädzorns Naia i nen, ſo wiem Erloſ d t, will denm ſchts K Jegegnen, N mn Suei— ieigung hu Na⸗ die un wil ih i tteinn und ich, du fun tlaus fürſt ar an du Nur afün nichte arſt, ausgeſtn cdes ihnen eten. Gat tich, Frieg d ſtärke du mi lied⸗ deine F—ift dazul ſimrt! 5 ☚mz hell ſtm Sinn ſchiech, der nach fe gehlem Eint Mhrbt hict 1 1 d mit mir ren Frieden, a und Sanſan und ertct ngis erz und en Näch⸗ denn—n er das he attem giert—e, was ude ang ich trach te⸗ t niemall lede machde innen: it 1 Dan der=chkeit eugit Wile; de u reut. lrdet a nhl du dins W— Eu 7 dat di/ 2. Nachgebend und gefaͤl⸗ lig, des Haders größter Feind, zeigt er ſich ſtets ge⸗ ſellig, erhält ſich ſeinen Freund. Er ſucht mit Ernſt zu meiden, was ſeine Brü— der kraͤnkt, weil er von ſich beſcheiden, von ihnen rühm⸗ lich denkt. 3. So oft ſie Zwiſt erre⸗ gen, ſo eilet er, den Streit mit Klugheit beizulegen und ſtiftet Einigkeit. Der Ueber⸗ eilung Sünden entrüſten nie ſein Herz, er läͤßt ſie Nach⸗ ſicht finden und hemmt des Unmuths Schmerz. 4. Nie ſpottet er der Brü⸗ der, ſo viel er Witz beſitzt; und zürnet nicht gleich wie⸗ der, wenn ſie ihr Zorn er⸗ hitzt. Er freut ſich ihrer Freuden, trotzt und erbittert nicht, und hält ſich ſtets be⸗ ſcheiden, wenn man ihm wi— derſpricht. 5. So Fried und Eintracht lieben, und nie durch Haß und Streit des Nächſten Ta⸗ ge trüben, iſt Pflicht, die Gott gebeut. Sie, Herr, ſtets hoch zu ſchaͤtzen, ihr ganz mein Herz zu weihn, ſie nimmer zu verletzen, ſoll meine Weisheit ſeyn! 6. Mich ſelbſt zu überwin⸗ den, gib Eifer, Muth und Kraft; dann werd ich froh empfinden, welch Glück die Eintracht ſchafft. Von al⸗ ler Noth geſchieden, werd ich einſt ſelig ſeyn, und mich Sanftmuth, Friedlichkeit und Eintracht. 371 in ew'gem Frieden des Lohns der Liebe freun! Verſöhnlichkeit und Feindesliebe. Mel. Herzliebſter Jeſu! 489 Hen, deine Sanftmuth iſt nicht zu ermeſſen. Wie viel haſt du vergeben und vergeſ⸗ ſen! Ach führe mir doch deine große Güte recht zu Gemüthe! 2. Du ſegneteſt, die dir, Erlöſer, fluchten; du heil⸗ teſt ſelbſt, die dich zu fangen ſuchten; du zeigteſt ſtets bei deiner Feinde Toben der Sanftmuth Proben. 3. Ach, glich ich dir, o Heiland! Ich bekenne, daß ich noch oft von ſchnellem Zorn entbrenne, und mich vor dir gar leicht durch eigne Rache verwerflich mache. 4. Ich muß es wehmuths⸗ voll, ach Herr, dir klagen: mein ſtolzes Herz kann noch ſo wenig tragen; wie ſchwer weiß ich, wenn andre mich haſſen, mich recht zu faſſen! 5. Vergib mir, Herr, und wende mein Verderben! Bei Zorn und Haß läßt ſich dein Reich nicht erben, und jener Tag vergilt nach ſtrengem Rechte dem harten Knechte. 6. So hilf mir denn die Rachbegier erſticken! Laß ſich dein Bild in meine Seele drücken! So werd'ich mich Aa2 ver⸗ 372 verſöhnlich finden nicht wieder haſſen. 7. Flucht mir mein Feind; ſo gib, daß ich ihn ſegne, und ſeinem Grimm mit Freundlichkeit begegne, daß mich das Böſe, das ich dann empfinde, nicht überwinde. 8. Verleih mir das um deiner Sanftmuth Willen: ſo erb' ich auch im Lande deiner Stillen die Seligkeit, wozu ſie jenes Leben einſt wird erheben. Mel. Herzliebſter Jeſu! 49 0 err, mein Ver⸗ 1* 2 ſoöhner, der du für mich litteſt, und noch zur Rechten Gottes für mich bitteſt, erweck' in mir, du Muſter wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe! 2. Wann haſt du jemals Haß mit Haß vergolten? Du ſchaltſt nicht wieder, als man dich geſcholten. Du ſegneteſt mit Wohlthun nicht blos Freunde; auch deine Feinde! b 3. Und ich, Herr, ſollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen Andre brennen? Ich ſollte feindlich Haß mit Haß ver⸗ gelten und wieder ſchelten? 4. Wie kann ich: Vater! zu dem Höchſten ſagen, und Groll im Herzen gegen Brü⸗ der tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzei⸗ hen, und Rache ſchreien? laſſen, — Pflichten gegen den Naͤchſten. 5. Wer nicht vergibt, der wird für ſeine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Ver⸗ gebung ſinden. Dein Jün⸗ ger iſt nur, wer, wie du, vergiebet und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seele Triebe, mein Heiland, durch den Geiſt der wahren Liebe, daß nie die ungluͤck⸗ ſel'ge Luſt der Rache mich ſtrafbar mache! 7. Wenn Brüder ſich an mir worin vergehen, ſo leh⸗ re mich ihr Unrecht über⸗ ſehen, und ſollten ſie mich noch ſo bitter kränken, an dich nur denken! 8. Erwecke dann, o Herr, in meinem Herzen aufs neue das Gedaͤchniß jener Schmerzen, die du in dei⸗ nen ſchweren Leidensſtunden für mich empfunden! 9. Laß mich mit Sanft⸗ muth meinem Feind begeg⸗ nen, den, der mir flucht, voll Großmuth, wie du, ſegnen, Herr, mache gegen Alle, die mich haſſen, mein Herz gelaſſen. 10. Will zu der Rachſucht mich die Furcht verführen, als würd' ich ſonſt mein gan⸗ zes Gluͤck verlieren: o Herr, ſo laß mich, ihr zu wider⸗ ſtehen, auf dich dann ſe⸗ en! 11. Du ſchützeſt den, der redlich vor dir wandelt, und überall nach deinem Vorbild handelt. Drun a —— —— laß in Alet auf Eden den. b Nal. Ehr gte chen, wen flucht; nie chen, dern 2 Ichr gegten, ni er Roht, ich ſognen, Gebtt. 3 Mein rechte, ver wit Huld; ter Knec Geduld. d. So ſchelten, ſchalt? vergelten, vergalt? eind, leh ſaüten, ind mt d — ige denn ma 9 Se aiebe, mein hei u dut u Geitt der h 1 len: die— aß nie die un nde ſel ſtt der Putt keit, ſirt a mache! ent enn Bruͤder i mi r rii vergehen, re e ihr ÜUnrett ſet, uund ſollen ſi nd bitter kranke. der du mr e denken! roch wwecke dann, nich inre inem Henm , du ne. as Gedacni „der Sazen, die duit b ner weren Leideni mals fum h empfunden! lten? aß nich mn „als m neinem Fend du m— en, der mit nicht vf großmuth, 4. deine ſe*, Herr, matt Aie nich haſen, 3 en. ſollte 80 un nen, 7— fie Furcht une da djich ſonſ 6 der, 36 ück verlieren. — laß in Allem mich ſchon hier auf Erden dir ähnlich wer⸗ den! MNel. Chriſtus, der iſt mein 91⁰ Nie will ich wieder flu⸗ chen, wenn mir mein Haſſer flucht; nie dem zu ſchaden ſu⸗ chen, der mir zu ſchaden ſucht. 2. Ich will ihm ſanft be⸗ b gegnen, nicht drohen, wenn er droht, ſchilt er, ſo will ich ſegnen, dieß iſt des Herrn Gebot. 3. Mein Jeſus, der Ge⸗ rechte, vergalt die Schmach mit Huld; die Wuth ergrimm⸗ ter Knechte ertrug er mit Geduld. 4. Sollt ich denn wieder ſchelten, da er nicht wieder ſchalt? nicht ſo den Haß vergelten, wie er den Haß vergalt? 5. Verläumdung dulden müſſen, iſt ſchwer; doch die⸗ ſe Pflicht wird leicht, wenn das Gewiſſen für meine Unſchuld ſpricht. 6. Dieß will ich treu be⸗ wahren: ſo beſſert mich mein Feind, lehrt weiſer mich ver⸗ fahren, indem ers böſe meint. 7. Ich will die Fehler meiden, die er von mir er⸗ ſann; auch die will ich be⸗ ſtreiten, die er nicht wiſſen kann. 8. Durch Huld will ich mich rächen, an ihm das Gu⸗ te ſehn, und Gutes von Verſoͤhnlichkeit und Feindesliebe. 373 ihm ſprechen, wie koͤnnt er länger ſchmäͤhn? 9. Im Haß ihn zu ermuͤ⸗ den, will ich ihm gern ver⸗ zeihn, und als ein Chriſt zum Frieden, zu Dienſten willig ſeyn. 10. Wann, mich zu un⸗ tertreten, ihn Güte mehr erhitzt: ſo will ich für ihn eten, und Gott vertraun, Gott ſchuͤtzt! Mel. Auf Chriſtenmenſch (b) IAerbittre dir 491 V dein Leben nicht, o Chriſt, durch eigne Rache! Vergeben iſt des Menſchen Pflicht; vergelten Gottes Sache. Die Sanft⸗ muth, die ſein Wort gebeut, liebt Feinde, ſegnet und er⸗ freut. 2. Wahr iſts, empfindlich iſt der Schmerz, Unrecht und Kränkung leiden; und den noch ſoll des Chriſten Herz Zorn, Haß und Rachſucht meiden; ſoll nicht ſein eig— ner Richter ſeyn, vergeſſen ſoll er und verzeihn. 3. So ſchwer auch dieſe Pflicht dir ſcheint, ſo mußt du ſie doch üben; ſonſt biſt du nicht des HeilandsFreund, der ſie dir vorgeſchrieben. Empört dein Herz dawider ſich: ſo ſieh auf ihn, beſiege dich! 4. Wer hat wohl größern Widerſpruch von Sündern hier erduldet, als er, der Herr, — 374 Herr, der Schmach und Flluch von andern nie ver⸗ ſchuldet? Und dennoch fleht' er langmutbsvoll zum Vater für des Feindes Wohl. 5. Ihm folgen, iſt dein größter Ruhm! Beleidigern verzeihen, gebietet dir das Chriſtenthum. Dich ihres Falls nicht freuen; den, der dich ſchmäht, nicht wieder ſchmähn, gereicht dir ſelbſt zum Wohlergeh'n. 6. Im Zorne denket nie⸗ mand nach, was Gott ge⸗ fallen ſollte; die Rach' ver⸗ mehret noch die Schmach, die man beſtrafen wollte. Kein Schimpf wird ungeſcheh'n gemacht, wenn wilde Rach⸗ begier erwacht. 7. Die Rachgier reißt der Menſchlichkeit Gefühl aus deinem Herzen, zerſtört des Geiſtes Freudigkeit, und ſtraft mit bittern Schmerzen; ſie hindert Dank, Gebet, Vertrau'n, und raubt den Muth, auf Gott zu bau'n. 8. Durch Sanftmuth, übe nur die Pflicht! wirſt du den Feind beſiegen. O raube dei⸗ ner Seele nicht dieß göttliche Vergnügen; dann wird der Herr auch dir verzeihn, dein Vater und Vergelter ſeyn! Wahrhaftigkeit, Aufrichtig⸗ keit und Redlichkeit. Mel. Alle Menſchen müſſen 49 2 Lr n d nuch Pflichten gegen den Naͤchſten. ſtreben, ſtets der Wahrheit Freund zu ſeyn! Vor dir muͤſ⸗ ſen Lügner beben und dein heilig Auge ſcheun; ja vor deinem Angeſichte werden ſie beſchämt zu nichte, weil Ver⸗ ſtellung, Trug und Liſt, dir o Gott, ein Abſcheu iſt. 2. Andern zu Gefallen luͤ⸗ gen, leeren Schwätzern gleich zu ſeyn, und durch Heuche⸗ lei betrügen, Herr, das falle mir nicht ein! Wahrheit leit an allen Orten mich in Wer⸗ ken und in Worten; redlich ſei des Herzens Grund, red⸗ lich ſprech' auch ſtets der Mund! 3. Die der Falſchheit ſich ergeben, ſind vor dir, o Gott, ein Graul, und ein unglück⸗ ſel'ges Leben iſt gewiß ihr künftig Theil. Hier ſchon trifft verdiente Schande ſie bei Redlichen im Lande; denn ein jeder Menſchenfreund iſt der Falſchheit Ränken Feind. 4. Schmäht mich, ohne mein Verſchulden, der Ver⸗ läumder Läſtermund, Herr, ſo laß mich's ſtill erdulden; einſt wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht län⸗ ger ſchweigen, meine Un⸗ ſchuld zu bezeugen, o ſo gib, daß ſtets dabei Herz und Mund voll Sanftmuth ſei! 5. Daß du, Herr, an je⸗ dem Orte Zeuge meines Wandels biſt; daß kein einz'⸗ ges meiner Worte deinem Ohr verborgen iſt: dieß er 2 wecke Wahrha wecke mein ich nich ve denn dulieb freund, und heit Feind. Mel. Befi 403 delt, der al freund in⸗ handelt, un ſcheint; nie ſchmeichelt, ſpricht, nie heuchelt, nie ben biicht! 2 Woh haſſet, de gebeit, faſſet, und nicht ſche nie verletze Ort es ſül Gott merkt 3. Woh und(ehen, fahr und. wilig ſtt ihn erhöhen iirem Licht ruth ſiehen din Gerich dü derr, ugen ſet ſeyn: behi gen mit gle rinure m haſſet He Vahrhett be 3 der W dhn 1 2 6 Uurni eden u den del 3 eaen nin deu Kichte wen 5. 6 nichte, wellge 45 ſtellu Trug und eät 35 o Ge n Aöſchen i. s 2 m zuGeilu + gen, 1Schwiteng Mde zu 1 2 und durc hau ſeldſt lei 1 an, Herr, di ir in! Wate tnie, an r. Drten mihun d gee ken f in Worta,n 7 der, ſeih erzens Gumr ich, de lich t auch ſi Kei Mu ſche;n J= der falſtte Nach⸗ ergt dan ind vordi tin l, und enm iüt der ſelt eeben iſ gii A aus kin ddeil. haf art des tnſſe diente Sta und dei E* chen in Lane terzen; ein Menſcheuim Gedet, 17— ihes un dt den ſ hmaht man don. mei ſchulden, N d, ide lau bieeaun du den ſe Küchs ſt de dei ein rd doch d 4* 8 2„ üttliche kut jdarfitſun der g heigen 4 dein ſch— bezeuge dn dabei 4 N Sanim nchtig⸗. iß du, den, 6 mllg tte Zeuge t. de s. daßken f ☛ 5 biſt;— da N Porte h e, ael ns ier ſrd dr On borgen ii 6 danach 9 Y heit hinzugeben, bereit und Wabhrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit. 375 wecke mein Gemüthe, daß ich mich vor Lügen hüte; denn du liebſt den Wahrheits⸗ freund, und biſt aller Falſch⸗ heit Feind. Mel. Befſiehl du deine Wege 8. Wol dem, der 493 S richtig wan⸗ delt, der als ein Wahrheits⸗ freund in Wort und Werken handelt, und das iſt, was er ſcheint; nie täuſchet und nie ſchmeichelt, nie doppelzüngig ſpricht, nie Redlichkeit blos heuchelt, nie Treu' und Glau⸗ ben bricht! 2. Wohl dem, der Lügen haſſet, der, wie die Pflicht gebeut, ſtets ſeine Reden faſſet, und Spott und Drohn nicht ſcheut; die Wahrheit nie verletzet, weil er an jedem Ort es ſich vor Augen ſetzet: Gott merkt auf jedes Wort! 3. Wohl dem, der Gut und Leben, droht ihm Ge⸗ fahr und Liſt, für Wahr⸗ 5. Laß niemals mich ver⸗ ſprechen, was ich nicht hal⸗ ten kann, mich nie Zuſagen brechen, die ich einmal ge⸗ than; nie Leichtſinn mich ver⸗ leiten und nie des Beiſpiels Macht, als Wahrheit aus⸗ zubreiten, was Schmähſucht nur erdacht! 6. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb' und wiſſe: wann ich für Andrer Wohl, wann für mich reden müſſe, und wann ich ſchweigen ſoll! 7. Wann je, um mich zu drücken, des Feindes Rath gelingt; wann er mit böſen Tücken in Kümmerniß mich bringt: ſo ſtärke meine See⸗ le, daß ſie nicht unterliegt, und Alles dir befehle, durch den die Unſchuld ſiegt! 8. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das, Gott, zu dir ſich häͤlt, das ſoll mir Nie— mand rauben! So kann ich aus der Welt einſt mit der Hoffnung gehen: ich werde, als dein Kind, dich mit den Frommen ſehen, die reines Herzens ſind. Mel. Allein Gott in der Höh' 9 7 blickt hinauf 4+ zur Ewigkeit, empor vom Staube, Brü⸗ der! Was unſre Sinne nur erfreut, vergeht und kommt nicht wieder. Die Tugend bluͤ⸗ willig iſt! Du, Gott, wirſt ihn erhöhen, wenn einſt in ihrem Licht die Lügner ſcham⸗ roth ſiehen, enthüllt durch dein Gericht. 4. Herr, laß drum alles Lügen ſtets ferne von mir ſeyn; behüte mich vor Trü⸗ gen mit gleißneriſchem Schein! Erinnre mein Gewiſſen: du haſſeſt Heuchelei, damit ich ſtets befliſſen der Treu' und Wahrheit ſei! 376 blühet ewig ſchön; drum laßt des Lebens Pfad uns gehn, geleitet von der Tu⸗ gend. 2. O, was ſind Schäͤtze, was iſt Geld? Und wären's Millionen. Was ſind die Reiche dieſer Welt? Was aller Reiche Kronen? Wer gäbe fuͤr der Welt Gewinn des Herzens innern Frieden hin? Hinweg mit Trug und Lügen! 3. Ach! Alles, was die Welt verleiht, enteilt, als hätt' es Flügel; ein enger Sarg, ein Todenkleid und ein bemooſter Hugel iſt hier des Menſchen letztes Loos; fürwahr! drum iſt der Menſch zu groß, für Welt⸗ gewinn zu lügen. 4. Wir ſind nicht blos für dieſe Zeit Gefaͤhrten, Freund' und Brüder; im Reiche der Vollkommenheit begegnen wir uns wieder. Drum auf! bis Herz und Auge bricht, entweihet Recht und Treue nicht; hinweg mit Trug und Lügen! 5. Es winde ſich der Treue Band um jedes Reich der Er⸗ de; die Treue ſchütze jedes Land, und wohn' an jedem Heerde; o Menſchen, Brü⸗ der, brechet nicht, was Wort und Hand und Schwur ver⸗ ſpricht! Hinweg mit jeder Lüge! 6. Hinauf, hinauf zur Ewigkeit, o blickt gen Him⸗ Pflichten gegen den Naͤchſten. mel, Bruͤder! Im Reiche der Vollkommenheit begeg⸗ nen wir uns wieder. Der Weg der Pflicht, der Wahr⸗ heit Bahn leit uns zum ſchö⸗ nen Ziel hinan, und fern ſei Lüg' und Laſter. Mel, Werde munter, mein /A Ab wir ſind, wie 49 5 wir erſcheinen, ob wir reden recht und wahr, wie wir denken, wie wir's meinen, iſt dir, Höchſter, offenbar. Heilig, liebevoll und rein ſoll des Menſchen Innres ſeyn, und du wägſt an jedem Orte jedes Men⸗ ſchen Herz und Worte. 2. Herr, du gabeſt uns die Sprache; was uns deine Huld verleiht, werde dir, der guten Sache und dem Menſchenwohl geweiht! Un⸗ ſer Ja und unſer Nein möge feſt und redlich ſeyn! Wir ſind deines Reiches Glieder, deine Kinder; wir ſind Brüder. Mel. Schwing dich auf, zu 49 6 Relichkeit mit dir im Bund auf der Erde wandeln; red⸗ lich ſeyn mit Herz und Mund, nach Gewiſſen handeln; ſon⸗ der Trug und Heuchelei Recht und Waͤhrheit lieben, und entfernt von Menſchen⸗ ſcheu, Recht und Wahrheit üben: 2. Dieſer ſchönen Tugend⸗ pflicht Wahthafti fütt ſi me Redlichbis n redlih wil ic went die I nolic ohne was auch de Gott die Na 3. Finſte Lch Mite gen. Oſt b doch licht n borgen. We thu, erſpät Lichtz; und entgeht ſeine 4. Meine ſter Rahm u dern, und genthum ſe dern. Wer zen iingt, und Plage nur bringt Tage, 5. Zwa Böſewicht, t velli und nicht Titeie nie aus d gen, ihnen ſen ſie de gen. 6. Nen und Gut; ſmeren: Munh, J zen, Rad und Tat viſſen laß bendpfud ſen; r d dum mn de Lüg rn »* g5 kaſter. Der N dewian/— Freden 2z und obne kerde muta 4 doos; ſche z und Wn ſt der— n, du geß r Welt, die=che; was u Hut rleiht, wa blos für dert in Sache n Freund Mi wohl geutt ache der ſer nd unſer Nu egegnen ſeſt r uredlich ſen um auf! ſint? ces Neiches t bricht, dei inder; U. Treue Br= mg nn. m Scwitg dihn m Trr/ Nalthe der Er⸗ 4 dn ſden lih* mit Her uns „Briü⸗= 1 nen 37g Ha „ 1n. ernt von N 4 Feder c echt und W di ſu ii= er ſzun, ahe ee — Erde wandtl na viſſen dandh Wahrhaſtigkeit, Aufrichtigkeit und Redlichkeit. 377 pflicht ſei mein Herz ergeben! Redlich bis mein Auge bricht, redlich will ich leben, redlich, wenn die Welt mich ſieht, redlich ohne Zeugen. Kann, was auch dem Tag entflieht, Gott die Nacht verſchweigen? 3. Finſterniß iſt ihm, wie Licht: Mitternacht, wie Mor⸗ gen. Oft bin ich der Welt, doch nicht meinem Gott ver⸗ borgen. Was ich denk' und thu', erſpaͤht er im hellſten Lichte; und kein Lügengeiſt entgeht ſeinem Strafgerichte. 4. Meines Namens höch⸗ ſter Ruhm unter meinen Brü⸗ dern, und mein liebſtes Ei⸗ genthum ſei der Ruf des Bie⸗ dern. Wer nach eitlen Schäz⸗ zen ringt, ringt nach Sorg' und Plage; aber Redlichkeit nur bringt Muth und frohe Tage. 5. Zwar ſucht mancher Böſewicht, Redliche zu drü⸗ cken, weil ihr Freimuth ſtraft, und nicht ſchweigt zu ſeinen Tücken. Aber dieſes ruͤckt ſie nie aus der Wahrheit We⸗ gen, ihnen wird, das wiſ⸗ ſen ſie, dennoch Gottes Se⸗ gen. 6. Menſchenvater, Geld und Gut will ich gern ver⸗ ſchmerzen; aber einen frohen Muth, Redlichkeit im Her⸗ zen, Redlichkeit in Wort und That und ein rein Ge⸗ wiſſen laß mich auf dem Le⸗ anapſad nie, o nie vermiſ⸗ en! 7. Ich will redlich ſeyn, bis ich hier vollendet habe! Gute Menſchen ſegnen mich dann noch einſt im Grabe. In ihr Herz geſchrieben bleibt meine Tugend immer; und wann auch mein Leib zerſtänbt, ſtirbt mein Name nimmer. Gutes Beiſpiel. Mel. Gott Vater, an Erbarmen h 97 Von dir, der 49, meine Freude ſchuf, iſt auch mein heiliger Beruf, im Herzen und im Wandel rein, und nützlich in der Welt zu ſeyn. Wer dieſe große Pflicht nicht ehrt, iſt keiner wahren Freude werth. 2. Es war, o Vater, dei⸗ ne Hand, die mit den Men⸗ ſchen mich verband. Ich ſollte redlich mich bemühn, auch ſie zum Guten hinzu⸗ ziehn; und leuchtet ihnen ſtets mein Licht: ſo fehlt mir deine Liebe nicht. 3. Wie groß iſt jedes Bei⸗ ſpiels Macht! O würd' es ſtets von uns bedacht, wie viel im Stillen um ſich her es wirkt und täglich mehr und mehr die ſchwächern Herzen, die es rührt, zum Guten oder Böſen führt! 4. O wehe dem, der ſorg⸗ los bleibt und kühn des La⸗ ſters Werke treibt; den nicht der Blick der Unſchuld ſchreckt, und aus des Laſters Taumel weckt; 378 weckt; der ſelbſt die Schwa⸗ chen gern beruͤckt und liſtig in ſein Netz verſtrickt! 5. Wie troſtlos wird er einſt ſich ſehn, wenn um ihn die Verführten ſtehn, und wenn nun jeder laut ihm flucht, ihm ſeine Qual zu mehren ſucht, vor dir, o Richter, ihn verklagt, und dann ſein frecher Geiſt ver⸗ zagt! 6. Fern ſei ſo ſchwere Schuld von mir! Ja, Va⸗ ter, ich gelob es dir! Mein Beiſpiel reize jederzeit zur Tugend nur und Frömmig⸗ keit! Gib ſelbſt, o Gott, gib mir die Kraft zu dem, was Heil und Segen ſchafft! Beſcheidenheit. Mel. Wer nur den lieben Gott 7 on dir in dieſe 498 Welt gerufen, ſtehn, Vater, alle Menſchen hier auf niedern und auf hö⸗ hern Stufen, und, was ſie haben, kommt von dir; du macheſt arm, du macheſt reich: doch vor dir ſind wir Alle gleich. 2. Nicht jeder hat, was Andre haben; und das iſt Gute; denn du gibſt dem dieſe, jenem andre Gaben, weil du, als Vater, Alle liebſt; es ſollen Alle gluͤcklich ſeyn und jeder ſich des An⸗ dern freun. 3. Beglücken und ſelbſt Pflichten gegen den Naͤchſten. glücklich werden, iſt Aller Ruf, iſt Aller Loos. Darum iſt dieſer hier auf Erden ge⸗ ring und arm, der reich und groß; der hat mehr Kraft, der mehr Verſtand und je⸗ ner braucht, was der erfand. 4. Wer hat mich Andern vorgezogen? Wer wieder andre Menſchen mir? Du, Gott, durch freie Huld be⸗ wogen; denn alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin Alles, was ich bin, durch dich. 5. Und ich, ich ſollte nicht beſcheiden und fern von al⸗ lem Stolze ſeyn; ich den, der mehr empfing, beneiden, mit ihm mich ſeines Glücks nicht freun? Wär ich wohl, hätt' ich mehr als er, auch beſſer dann und ſeliger? 6. Nein, gerne will ich Andre ehren; wie arm, wie niedrig ſie auch ſey'n. Sie können meiner nicht ent⸗ behren; ich kann mich ohne ſie nicht freu'n. Nähm keiner meines Glücks ſich an: wie arm, wie hülflos wär' ich dann! 7. Wer eitler Ehre gern entbehrt, und Tugend an Geringen gern erkennt und ſchätzet, der verehret der Nie⸗ dern und der Hohen Herrn! Wohl ihm! Denn mit Zu⸗ friedenbeit lohnt Demuth und Beſcheidenheit. 8. Sie ſchmuckt das Alter, gi oooooͤoöoͤöoöoöoddſſ“ gibt der Jg benzwirdigte gibt Aurd'u Tuend, die —— Mel. Wie gr. 49 ter! Ihr; Fromme gla hat enen G. und eite hof raubt. Ich ſ land lehen; nicht ſterben verflärtem ſchau ich i mel an. 2. Wa Weltbezwit die größte Dem höchſ geringer, al ve, den ihr Zeit nit i genießt ihr Raub! M heute„ haß ihr waret Staub. à Was ſin ut Freuden zeuch tru Chrit ſalte den? Ful Grabes Na mit erhitze nen Tages nahe ſhrec euer Glück dr, o vorg n? Ver d 1, und and nſchen ude it ver⸗ Got rrch freie he 2. wog denn al ſchwere fomn an dir. h a, Bar dir ſ zuvor, wi Mein Alll as ich bit git zur dich nanig.h ich, ich ſat hett, gid beſ und femat m, was lem=Slze ſeyn; aft! der*r empfing mit t emich ſeinez! rich Im? Warih. hat= mehr als n. deſ! u und ſeügt ( in, gemet An ebren; uml witt rrig ſee aut Sit e=en meinet it den ich kam ni ſe Mireun. än nei 5⸗ Hlück ſih l. am k hülſlos w eit. den Gott in dieſe gerufen, Nenſchen auf do⸗ was ſie gibt der Jugend Reiz, Lie⸗ benswürdigkeit und Werth; gibt Würd' und Hoheit jeder Tugend, die eitlen Schim⸗ t g Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 379 mer gern entbehrt. Sie ſei o Gott, mein Eigenthum, vor dir und vor der Welt mein Ruhm! Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 499 Emnferge nor⸗ ter! Ihr zittert, wo der Fromme glaubt: mein Herz hat einen Gott zum Retter, und eine Hoffnung, die nichts raubt. Ich ſehe meinen Hei⸗ land leben; ich weiß, daß ich nicht ſterben kann; weiß, mit verklärtem Leib umgeben, ſchau ich ihn einſt im Him⸗ mel an. 2. Was ſeid ihr ſtolze Weltbezwinger, wenn euch die größte Hoffnung fehlt? Dem Höchſten ſeid ihr viel geringer, als euch der Skla⸗ ve, den ihr quält. Wie kurze Zeit, mit wie viel Sorgen genießt ihr eurer Ehrſucht Raub! Man rühmt euch heute, haßt euch morgen; ihr waret Götter, und ſeid Staub. 3. Was ſind, Weltmenſchen, eure Freuden? Die Wolluſt, die euch trunken macht? Ein un Chriſt ſollt euer Gluͤck benei⸗ den? Folgt es euch in des p Grabes Nacht? Ihr rechnet mit erhitztem Blute des fer⸗ Inen Tages Wolluſt aus? Die nahe ſchreckliche Minute tilgt euer Glück auf ewig aus. 4. Ihr ſeid dabin. Des Chriſten Größe geht auf, be⸗ ſiegt die kurze Nacht, am Tage, da Gott eure Blöße zum Abſcheu aller Augen macht. Der Tag macht Kö⸗ nige den Knechten und Bett⸗ ler den Monarchen gleich; der Tag gibt Adel dem Ge⸗ rechten, und macht des Chri⸗ ſten Seele reich. 5. Ein Blick in meine Zu⸗ kunft treibet Verdruß und Angſt aus meiner Bruſt; ein Herz, das nicht auf Erden bleibet, iſt ſich des Himmels ſtets bewußt. Kein Unglück kann mich niederſchlagen; ich weiß, mein Glück ent⸗ gebt mir nie: ich darf vor Feinden nicht verzagen; ich weiß, mein Tod entwaffnet e. 6. Du letzte Stunde mei⸗ nes Lebens, die du den Chri⸗ ſten heilig biſt, ich warte nicht auf dich vergebens; ich thu, was deiner würdig iſt. Du lehrſt mein Leben mich genießen; du biſt mein Lohn aus Gottes Hand. Wie ſanft wird ſich mein Auge ſchließen! Mein Geiſt er⸗ blickt ſein Vaterland. 380 Mel. In allen meinen Thaten 5 00 Ein ruhiges Ge⸗ wiſſen laß, Herr, mich ſtets genießen; denn hab' ich dieſes nur, ſo iſt für mich in Tagen, wann Andre ängſtlich zagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Sünde ſchweiget und mir dein Geiſt bezeuget, daß ich begnadigt bin, wenn mich dein Troſt erquicket, ſo oft mich Trüb⸗ ſal drücket: wie unſchatzbar iſt mein Gewinn. 3. Sollt ich ſolch ruhig Leben für Luſt der Sinne ge⸗ ben, und dann die inn're Pein, mich ſelber zu verkla⸗ gen, in meinem Buſen tra⸗ gen? Groß würde meine Thorheit ſeyn. 4. Sein eignes Herz be⸗ kämpfen, und ſeine Neigung dämpfen, iſt freilich ſchwere Pflicht: doch, wenn wir uns beſiegen, welch ſeliges Ver⸗ gnügen gewährt der Pflicht Erfüllung nicht! 5. Nichts kann im Wohl⸗ ergehen ſo unſer Glück erhö⸗ hen, als ein geruhig Herz; das ſchaffet innre Freuden, ſelbſt in den größten Leiden, und ſtillt in Schmerzen ſelbſt den Schmerz. 6. Die Güter zu verach⸗ ten, wornach die Thoren ſchmachten, was gibt uns dazu Muth? Was tröſtet Gottes Kinder beim Spotte Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. frecher Sunder? Ein ruhig Herz, dieß größte Gut. 7. Zu dir gen Himmel ſchauen, o Gott, und mit Vertrauen ſich rühmen: ich bin dein; gezaͤhlt zu den Er⸗ löſten, darf ich mich deiner tröſten, welch' Glück, mein Gott, kann größer ſeyn! 8. Laßt du mich im Gewiſ⸗ ſen einſt dieſen Troſt genie⸗ ßen, wann Alles von mir weicht; wann ich den Lauf vollendet, und ſich mein Le⸗ ben endet: ſo wird mir ſelbſt das Sterben leicht. 9. O laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache ſelbſt mich treu! Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung ſtaͤr⸗ ken, daß nichts verdammlich an mir ſei! Mel. Schon iſt der Tag von Gott 5 01 O welch ein un⸗ . ſchätzbares Gut iſt, Herr, ein gur Gewiſſen! Wer dieſes hat, der hat auch Muth, wenn Andre zagen müſſen. Sein ruhig Herz erzittert nicht; ihn ſchreckt kein Tod und kein Gericht; denn mit dir hat er Friede. 2. Sich deines Beifalls, Gott, bewußt, ruht er in deiner Gnade. Dein Friede wohnt in ſeiner Bruſt; und wer iſt, der ihm ſchade? Auf dich ſieht er in aller Noth, wo⸗ mit die Zukunft ihn bedroht. Ihn tröſtet deine Vorſicht. 3. Trifft 6 3. Tiſſtih weilen noch d ſterungen, wi zens Nuhe doe ganz bezbung weiß dabon ſiieht auch Schein. Go ſchuld retten. 4 Sein Zufriedenheit Weltentgegen Muth and allen ſeinen— dort macht ſ dein Nud Werth der 4 da wird der 5 Go bil mir zum he Gewiſſen, d beſten Theil befliſen.. ausgeſöhnt heiſig Recht weihn: das ter Eifer! 6. Gib, do wiſſene Spr. Stimwe ehr aufmerkſam ne Warnung dann löͤſt. 4 uchts trö gn welih' Glät, Aum. Gc. un grizr e din= gezitt un f Linde[ t du mihin in Geiſt ſen r 3 dieſen Tni emnadigt ſet! ann Alcz u n Troſt we e wann ich d d Trüb⸗ vo F at, und ſih nn ſchaßdar beſ r edt: ſö widn da S rben leicht ch rubßig laß zu abt Sinne ge⸗ mit ine Weistet e inn'te unt icchhe ſelhſt we u verkla⸗ 3 reiß in guin nſen tra⸗ lq— h die Hoffa de meine ke! ß nichts benr ai rar ſei! her be⸗ N 1 heniſtderdyr Naigang 7 ſchwere— 5 nih vit uns V——». 1. 1 aes Ver⸗ i n, ein ſn a Pfücht 1 Meſes e de 4 ☛ van un 6 in nu in Webl F. 3 1 12. 1 od und keln —» — — , „ 8 4 ¹ uin ſeiner d ach⸗ r e i 1nat,= drrihnſss Deren a ht er in alltre f „ Zukunft 4 ſt dir bat u en dit dir 27 Sich deines d 3. Trifft ihn auch hier zu⸗ weilen noch das Gift der Lä⸗ ſterungen, wird ſeines Her⸗ zens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Genug, er weiß davon ſich rein, und flieht auch ſorgſam böſen Schein. Gott wird die Un⸗ ſchuld retten. 4. Sein Geiſt ſieht mit Zufriedenheit der künft'gen Welt entgegen. Die gibt ihm Muth und Freudigkeit auf allen ſeinen Wegen. Denn dort macht ſelbſt, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menſchen kund; da wird der Fromme ſiegen. 5. So hilf denn, daß ich, mir zum Heil ein unverletzt Gewiſſen, des Lebens aller⸗ beſten Theil, zu haben, ſei befliſſen. Mit dir, Gott, ausgeſöhnt zu ſeyn; dein heilig Recht nicht zu ent⸗ weihn: das ſei mein größ⸗ ter Eifer! 6. Gib, daß ich des Ge⸗ wiſſens Spruch als deine Stimme ehre, und immer aufmerkſam genug auf ſei⸗ ne Warnung höre. Erin⸗ nert's mich an meine Schuld, ſo laß mich, Vater, deine Huld voll Reu' und Glau⸗ ben ſuchen! 7. Mit deiner Gnade trö⸗ du ſte mich, und ſtärke meine Seele, daß ſie vor Sünden hüte ſich, und nie aus Vor⸗ ſatz fehle. Denn wer nur 17 reines Herzens iſt, hat im⸗ Gläͤckſeligkeit wahrer Chriſten. Gnade. 381 mer dich, durch Jeſum Chriſt, Allwiſſender, zum Troſte. Mel. Schrlücke dich, o liebe Seele 502 Nom Geräuſch )992 D der Welt ge⸗ ſchieden, ſchmeck ich des Er⸗ löſers Frieden und die Freu⸗ de ſchon auf Erden, Herr, mit dir vereint zu werden. Dieſe Welt mit ihren Sün⸗ den ſeh ich unter mir ver⸗ ſchwinden, und das Heil von jenem Leben den entzückten Geiſt umgeben. 2. O was achten weiſe Chriſten jenen Reiz von nie⸗ dern Lüſten, jenen Glanz der eitlen Freuden, und des Lebens kurze Leiden, wenn ſie ſchon im Geiſt am Thro⸗ ne deiner treuen Streiter Krone und den hohen Lohn erblicken, der ſie dort einſt wird entzücken? 3. Mag doch Trübſal mich umſtürmen: deine Huld wird mich beſchirmen. Kurz nur ſind des Jammers Pfade: ewig waͤhrt der Lohn der Mit des Dankes ſtillen Zähren will ich deinen Rath verehren, unter keiner Bürde ſinken, und den Kelch in Ruhe trinken. 4. Du haſt ſelbſt der Men⸗ ſchen Plagen, Heiland, voll Geduld ertragen, tauſend⸗ faches Leid gelitten, und den ſchwerſten Kampf geſtritten⸗ Gib, wann ich ermattet bebe, daß 382 daß mich deine Kraft belebe! Hilf mir wachen, kämpfen, ſiegen! Friede lohnet nach den Kriegen. Mel. Wer nur den lieben Gott 5 03 Wem⸗ ich ein gut Gewiſſen ha⸗ be, ſo hab ich große Selig— keit; es iſt des Himmels be⸗ ſte Gabe, das höchſte Glück in dieſer Zeit: in Freud' und Leiden gibt es hier die wah⸗ re Ruh' der Seele mir. 2. Ich bebe nicht, wann Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig iſt. Mein Herz gibt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Chriſt; des göttlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt. 3. Getroſt wag ich's, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubensfreudigkeit als meinen Vater anzubeten, der, wmas ich habe, mir verleiht, und jedem Heil und Segen gibt, der ihn von Grund des Herzens liebt. 4. Mit Muth trag ich des Lebens Leiden; ſie ſind ein herber Augenblick; doch des Gewiſſens innre Freuden ſind ſüßer als der Erde Glück: und was kann höhern Troſt verleihn, als ohne Schuld im Leiden ſeyn! 5. Die Freudigkeit in mei⸗ nem Herzen verbreitet ſich auf mein Geſicht: ſie iſt mein Labſal in den Schmerzen, und 1 Gluckſeligkeit wahrer Chriſten. in der Finſterniß mein Licht. Sie macht getroſt, wann ei⸗ ne Welt erzittert und in Trümmern faͤllt. 6. Der bangen Todes⸗ furcht entwöhnet, eil ich der letzten Stunde zu, dem Lei⸗ be, der nach Raſt ſich ſeh⸗ net, zeigt ſich im Grabe ſanf⸗ te Ruh', indem mein Geiſt, der Gott gelebt, zu ſeinem Urſprung ſich erhebt. 7. Und droht mir ja noch ein'ge Suͤnde, mein Hei⸗ land gibt mir Troſt und Muth; ich weiß, daß ich ſtets Ruhe finde in der Ver⸗ ſohnung durch ſein Blut: er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Miſſethat. 8. O Seele! darum ſei be⸗ fliſſen, daß Frömmigkeit und Heiligkeit dir immerdar ein gut Gewiſſen und Glaubens⸗ zuverſicht verleiht. Und du, mein Gott, regiere mich! Denn, o was könnt' ich ohne dich! Mel. Herzliebſter Jeſu! 50 h rden wird, o 2 ₰+ b Gott, die Wonne der Erlöͤſten nach die⸗ ſes Lebens kurzem Kampfe tröſten? Wen ſchmuückt im Himmel einſt vor deinem Throne des Mittlers Krone? 2. Wer heilig wird; wer, abgewandt vom Böſen, ſich von der Sünde Herrſchaft laßt erlöſen; wer an den Sohn glaubt, ſeinen Herrn ihn ————— ihn nennet, net; 3. Wer d unter Adam breitet, ſſe de Günder riit, mit ei ben dich zu 4. Wer, gewiſſenhaft Menſchen all der liebet, n nicht tankt, blähet, und ke 5. Per und doch mit Mitled füt deinen Kinde Nuhm und ſelbſt reich, die Nackten ohne Wüche den Gaben, J. Per; danken, keut wer ſeines T übethehet, in gütig und be in Leiden; Nel. Mein 50: N 1 n gut letz dunde zu, n ſen da⸗ be 5 2 7 b 8 4* LTrach Naſ it Selig net—₰ ſich im Grat nelt de⸗ te im. indem mn te glic der Ent gelebt, ui ud und Urr az ſich erhent ie wah⸗ d droht wig au. ein= 5unde, un „wann laß ibt mir am 8 Geit MeA ich wei, . Mein ſie? ihe finde üdg meinem ſoſen durch ſeinen wandelt de ſe nich gettt ttlichen til! le meine Mi dich in Seele! dum n. ſl am daß Frumm cs, vor Hmeit dir imm und ün gi viſen udet gkeit als zu r ht verleit ten, der, m an ott, nm derleigt, I o was ie d Segen ol mich! d„1,Si uund des.. Herzliebſtn. .—/ en M ich des.1 4 find ein 2* ba 8 24, 1* e der Erlöſtn d dens kunen ,de Wen 6 11.. dok abödem Ir ul eint lal 4 ohne †— des Milnn 1 4 V Der heilig 3 tu. 1— 1 „4m anndt vom W⸗ mei 4. Sünde 3“ rer η. attt ſich Jn. we nan l a tlöſen; 3 ane. glaukt, ſun nzin,„ doch des . Nou Freuden Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. ihn nennet, ihn frei beken⸗ net; 3. Wer deine Wahrheit unter Adams Kinder ver⸗ breitet, ſie erleuchtet, und die Sünder durch Thaten reizt, mit einem beſſern Le⸗ ben dich zu erheben; 4. Wer, was er glaubt, gewiſſenhaft auch übet, die Menſchen all' als ſeine Brü⸗ der liebet, nicht läſtert, ſie nicht kränkt, nicht ſtolz ſich blähet, und keinen ſchmäͤhet; 5. Wer Sünden haſſet, und doch mit den Sündern Mitleid fühlet, und an deinen Kindern die Gottes⸗ furcht und ihre Gaben ehret; hält, was er ſchwöret. 6. Wer nicht der Brüder Ruhm und Glück beneidet, ſelbſt reich, die Armen ſpeiſt, die Nackten kleidet, froh, ohne Wucher auch mit mil⸗ den Gaben, genützt zu haben; 7. Wer zuüͤchtig in Ge⸗ danken, keuſch auch lebet; wer ſeines Werthes ſich nie überhebet, im Glücke mäßig, gütig und beſcheiden, getroſt im Leiden; 8. Den, den wird, Gott, die Wonne der Erlöſten nach dieſes Lebens kurzem Kampfe tröſten; den ſchmuͤckt im Him⸗ mel einſt vor deinem Throne des Mittlers Krone. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 5 ie groß iſt unſ⸗ 505 W re Seligkeit, o 383 Gott, ſchon in der Prüfungs⸗ zeit, ſelbſt unter viel Be⸗ ſchwerden, wenn unſer Herz ſich dir ergibt, und treu in Jeſu Dienſt ſich übt! Wie groß wird ſie einſt werden, wenn ſie herrlich jenes Leben wird anheben, wo man Freu⸗ den ärntet von der Saat der Leiden! 2. O wie erhaben iſt das Recht, das du uns ſchenkteſt, dein Geſchlecht und Bundes⸗ volk zu heißen! Bei dir iſt unſer Vaterland; und wer will deiner ſtarken Hand, Allmächt'ger, uns entreißen? Wenn wir gleich hier müſſen ſtreiten, und zu Zeiten ſchwach uns finden, hilfſt du uns doch überwinden. 3. Du deckeſt unſre Schul⸗ den zu, gibſt unſern Seelen wahre Ruh, und ſtärkeſt uns mit Freude. Dein Sohn iſt unſer Haupt und Ruhm; wir ſein erkauftes Eigenthum und Schaafe ſeiner Weide. Gutes Muthes ſind auf Er⸗ den, in Beſchwerden, unſre Seelen, Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der ho⸗ he Werth der Gnade, die uns widerfährt, verborgen hier auf Erden. Doch wann der Herr vor aller Welt in Majeſtaͤt Gericht einſt halt, dann wird er ſichtbar wer⸗ den. Alsdann ſieht man ihn mit Kronen uns belohnen⸗ als 384 als die Seinen, ewig uns mit ihm vereinen. 5. Wie glücklich, Gott, ſind wir alsdann! Wie viel haſt du an uns gethan! O laß uns unſre Würde vor Augen haben jederzeit; ſo tragen wir mit Willigkeit der kurzen Leiden Bürde. Herr, gib den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und im Leben uns dir ganzlich zu ergeben! Mel. Schon iſt der Tag von 5 06 Wes heiter fließt . ☛ mein Leben hin und jeder meiner Tage, wenn ich dir, Gott, ergeben bin, der Sündenluſt entſage, von jeder böſen Neigung frei, und deiner heil'gen Vor⸗ ſchrift treu, rechtſchaffen denk und handle! 2. Sanft führt dann dei⸗ ne Vatertreu mich auf des Lebens Wegen; mit jedem Morgen wird ſie neu zu reicherm Heil und Segen. Du, deſſen Allmacht mich beſchutzt, gewährſt mir Alles, was mir nützt, lenkſt Böſes ſelbſt zum Guten. 3. Dich kennt, dich liebt, dir traut mein Herz; wie könnt ich je verzagen! Ich dulde ſtandhaft jeden Schmerz; du hilfſt die Laſt mir tragen. Verlaſſen kannſt du, Gott, mich nicht, ſtets warſt du meine Zuverſicht; du wirſt es ewig bleiben. 4. Wenn deine Gnade mich Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. erquickt, und Ruh ins Herz mir ſendet, Gott, wenn dein Friede mich beglückt, und keine Reu mich kränket: wie ſelig bin ich dann in dir! Wie ahn' und fuͤhl' ich dann ſchon hier des Himmels hohe Freuden! 5. Die Bahn der Tugend und der Pflicht führt hin zum ew'gen Leben! O Gott, mein Gott, ich zweiſle nicht, du wirſt zu dem Beſtreben, ſie treu zu wandeln, deine Kraft, die alles Gute wirkt und ſchafft, mir Schwachen nicht verſagen! Mel. Eins iſt Noth, ach 2 lieblich ſind der 507 L Tugend Pfade; Heil des Himmels iſt ihr Ziel. Hier empfind ich BGottes Gnade und der ho⸗ hen Freuden viel. Was hilft es mir, wenn ich auch Welten gewinne? Vergänglich iſt je⸗ des Vergnügen der Sinne. Nur Freuden der Tugend ent⸗ fliehen mir nicht; ſie bleiben, wenn Alles auch wanket und richt. 2. Die Natur ſtreut Luſt und Wonne jedem in den Pilgerlauf; aber ſchöner geht die Sonne für den Freund der Tugend auf. Ihm ſtrah⸗ let von Sternen ein höhres Entzücken; ihm pflegen die Auen ſich ſchöner zu ſchmuͤ⸗ cken. Die irdiſchen Gaben ſind Labſal ihm nur; deun beu beut ſe imm Natur. 3. Furchtl in Fiieden hohe Bähn. in ernüder kein eiller W die Wahrhei getümmel; ſein Wandel Himmel. 3 Beial der ſtrönt ihm d des Epigen dw — Uin tieſſten Bahn der Wenn oft des Vilger laben ihn! lende Schan thig, ihr Ch it nicht fen en Vyrbild. herrnt Na. Dar 5089 Aah) und fü dinnal zu, ich laubel den deſ dieſen duſ keit nichts deren in ſei ein Er vich krauie der Wie ud fihl it ei; ſo ſchon des nnn giei der Freu gen hm, 5. Bahn de du Selen, und ra Pfüct fig mkedm zun en keben di erzeden! mein E, ich ſwiſt⸗ du an dem i dag dan 3 m dh er fließt Krat alles Gw. leden hin und Qt, mir etn te, wenn nich agen! eden din, age, den 17 akins iſ a 3 5= Lrusn en Dor⸗ Tn gtſchafen Hei= Hium. Zis Hier engf dann dei Go= Fnade md auf des den nden vill A at jedem es ndemn ic 9 gelt 12 Verginnſt neu zu gert Veigute Segen. den Agnügen mi aht mich uden deröun ralle, i ir nät ſi ait Böſes wi lls ch vui w lles au 11 liebt,dir wie konnt un 1 onne jan ach dulde 1. Schwerz; kragen. d Sternen a 1, Gott, de naſt du d war uoderich ſ 1 „. beut ſie ihm Natur. 3. Furchtlos und mit ſich 1— ich dam i im Frieden geht er ſeine hohe Bahn. Keine Laſt kann ihn ermüden, täuſchen ihn kein eitler Wahn. Ihn leitet die Wahrheit durch's Lebens⸗ getümmel; ſein Sinn und ſein Wandel iſt ſchon in dem Himmel. Ihm folget der Beifall der Edlen, und Ruh' ſtrömt ihm von dem Throne des Ewigen zu. 4. O wer wollte dieſe Freuden, dieſe Seligkeit ver⸗ ſchmähn? Wer uicht ſelbſt im tiefſten Leiden auf der Bahn der Tugend gehn? Wenn oft auch die Kruͤfte des Pilgers ermatten; bald laben ihn wieder ſanft küh⸗ lende Schatten. thig, ihr Chriſten! Das Ziel iſt nicht fern. Uns winket ein Vorbild; o folget dem Herrn! Mel. Der unſre Menſchheit 508 Mein. Glaub iſt b—meines Lebens Ruh' und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach gib mir, Herr, Beſtaͤndigkeit, daß dieſen Troſt der Sterblich⸗ keit nichts meiner Seele rau⸗ X Gluackſeligkeit wahrer Chriſten. ſüßer die holde Drum mu⸗ 388 Geſchlecht zu deiner Ewig⸗ keit ein Recht durch deinen Tod erworben. Zum Stau⸗ be kehr zurück der Staub; mein Geiſt wird nicht des Todes Raub, du biſt für mich geſtorben. Mir, der ich dein Erlöſter bin, iſt die⸗ ſes Leibes Tod Gewinn 3. Ich bin erlöſt und bin ein Chriſt; mein Herz iſt ru⸗ hig und vergißt die Schmer⸗ zen dieſes Lebens. Ich dul⸗ de, was ich dulden ſoll, und bin des hohen Troſtes voll: ich leide nicht vergebens. Gott ſelber mißt mein Theil mir zu; hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh. b 4. Was ſeid ihr Leiden dieſer Zeit, mir, der ich je⸗ ner Herrlichkeit mit Ruh' entgegen ſchaue? Bald ruft der Herr, und ewiglich be⸗ lohnet und erquickt er mich weil ich ihm hier vertraue; bald, bald verſchwindet al⸗ ler Schmerz, und Him⸗ melsfreuden ſchmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich ſchwach, ſo trag ich doch nicht mehr der Suͤnden ſchimpflich Joch in meinem Lauf auf Erden. Die Tugend iſt mir ſüße Pflicht: und wenn ich gleich hienieden nicht ganz frei von Fehlern werde, ſo iſt mein Troſt: Gott hat Geduld und ſtraft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod fuͤr Bb mich mich bezwangſt, der du mich, Mittler, aus der Angſt, die ich verdient, geriſſen! Dir, dir verdank ich meine Ruh', du heileſt meine Wunden zu; du ſtilleſt mein Gewiſſen; und fall ich noch in meinem Lauf, ſo richteſt du mich wie⸗ der auf. 7. Gelobt ſei Gott! Ich bin ein Chriſt, und ſeine Gnad und Wahrheit iſt an mir auch nicht vergebens. Ich wachſ' in meiner Heili⸗ gung; ich ſpüre täglich Beſ⸗ ſerung des Herzens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geiſtes Kraft den neuen Menſchen in mir ſchafft. 8. Dank ſei dir, Jeſu, Dank und Ruhm! Mich lehrt dein Evangelium feſt glau⸗ ben, hoffen, lieben! Es macht mich ruhig, es er⸗ freut und führet mich zur Seligkeit, drum will ich's willig üben. Hier rühm' ich meines Glaubens mich, für ihn preiſ' ich dort ewig dich! Mel. Wer nur den lieben Gott 5 09 Dem Wandrer gleich, der auf der Reiſe das feſtgeſetzte Ziel verfehlt, durch Wuͤſten irrt, und ſich im Kreiſe von Furcht und Hoffnung ſor⸗ gend quält, lebt auch der Chriſt, deß Leitſtern nicht iſt Jeſu Lehre helles Licht. 2. Er irrt umhex auf düſterm Pfade, ſucht See⸗ Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. lenruh', und find't ſie nicht; wünſcht den Beſitz von Got⸗ tes Gnade, allein er wan⸗ delt ohne Licht; greift nach dem Halm, der ihn verläßt; er zagt, ſein Glaube ſteht nicht feſt. 3. Willſt du das Gluͤck des Chriſten kennen, ſo ſammle nur Erfahrung ein. Sie wird die Segnungen dir nennen, die ihn hienieden ſchon er⸗ freu'n. Sein Glaube hebet über Zeit und Gräber ſeine Seligkeit. 4. Betracht' ihn im Beſitz der Guͤter, der Ehr' und Hoheit dieſer Welt: das Chriſtenthum iſt ſein Behü⸗ ter, daß er durch ſie nicht wankt und faͤllt; kein irdiſch Gut iſt ihm ein Reiz zur Wolluſt, Ueppigkeit und Geiz. 5. Gerührt durch Mitleid und Erbarmen beim Anblick ſeiner Brüder Noth, deckt er die Blöße nackter Armen, theilt mit dem Hungrigen ſein Brod; er ſchmecket die Zufriedenheit, womit das Wohlthun uns erfreut. 6. Wirf einen Blick auf ihn, wann Leiden und Truüb⸗ ſal ihn zu Boden drückt. Mein Vater, ſpricht er, hat durch Freuden in guten Ta⸗ gen mich erquickt. Ich kenn' in Leiden Gottes Huld, und trag die Prüfung mit Ge⸗ duld. 7. Sieh ihn im Kreiſe der Ge⸗ erfüllet ihn 8. Scho die gi Geſinnu Häusli Mel. Wer 5105 5 bunde in Eintracht des Leber nit hoher webt; er frohmn Si Fal der J *. Wat mer gand bund no wenn ſe hegen; ſchaldlas nenem n ch wie⸗ „ Chriſ Anmun, ſoſg 81 Ich — I icht. 3 idudasc Ich nur re ung ein. n d ſeine die ngen dem üt an die gnen, fiu⸗ renieden ſtut ſein Glalte deili über—0 und Giit ch Beſ⸗ und des daß des meuen nch, fur wig dich! en Gett Wandrer ch, der ngeſetzte Müſten eiſe von ag ſer⸗ uuch der gel 3 a nicht inſut 18tt. Ir da an uit Se⸗ Seliſ.. 4 1 Aacht' ihn n der i, der Er do ieſer Uch Chri Anun iſ ſa , ter, den er durch ſe t wan te h fäͤltt; kii „ Gut ihm ein N ³ Woſ 7 lexpig d Gei . 3SS ährt dur! — 8 und r rmen hem ſein! üder Nolh. er d öße nactr theit it dem hu ſin ☛☚; er ſut 3uf E zheit, vm Dn uns erm It if eine d in yu Leiden ml ſal zu Boda M! tter, ſortt 91 E ruden in 9 Geſchaͤfte; wie würdig ſcheint der Chriſt dir nicht! Ge⸗ wiſſenhaft braucht er die Krafte zur Uebung ſeiner heil'gen Pflicht. Sein Fleiß, dem Menſchenwohl geweiht, erfullet ihn mit Seligkeit. 8. Schau auf ihn hin, Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 38 wann nun das Ende dem Wirkungskreiſe ihn entreißt. Mein Gott, ſpricht er, in deine Hände befehl ich ſter⸗ bend meinen Geiſt. Du biſt mein Troſt: auch in der Nacht des Todes. Herr, es iſt vollbracht! Dritte Abtheilung. Lie der uͤber b 4 die Pflichten des Chriſten in beſondern Verbin⸗ dungen, Zeiten und Umſtaͤnden. b Geſinnung und Verhalten des Chriſten in beſondern geſellſchaftlichen Verbindungen. Hausliche Geſellſchaft. Mel. Wer nur den lieben Gott 5 1 0 Wohl dem, der in dem Ehe⸗ bunde in treuer Lieb' und Eintracht lebt! Ihm wird des Lebens ſchnelle Stunde mit hoher Seligkeit durch⸗ webt; er blickt mit heiterm frohen Sinn auf Pfad und Ziel der Wallfahrt hin. 2. Wohl dem, dem from⸗ mer Kinder Segen den Ehe⸗ bund noch ſchöner macht; wenn ſie im Herzen Tugend hegen; in ihren Blicken Un⸗ ſchuld lacht; wenn ſie der Ael⸗ tern Beiſpiel rührt und auf den Weg zum Heile führt! 3. Wohl denen, deren Hausgenoſſen die Furcht des Herrn vor Augen ſchwebt; wenn jeder treu und unver⸗ droſſen das, was er ſoll, zu leiſten ſtrebt, wenn Ein⸗ tracht und Zufriedenheit das Haus zum Sitz des Segens weiht! 4. Wohl uns, wenn auch bei unſern Freuden ſich freut der Nachbar und der Freund; wenn er an unſerm Schmerz und Leiden theilnehmend, tröſtend, mit uns weint; die Bruderhand uns willig Bb2 reicht reicht und Huͤlf und Bei⸗ ſtand gern erzeigt! 5. Ja denen, kindlich ehren, ſtrömt dein Seßen zu. Sie wandeln, folgſam deinet Lehren, und trau'n auf dich und finden Ruh'; ſie ſinden Freude, deren Wer eth und Dauer keine? Zeit zerſt ſtö ört. 6. Zwar wird auch oft der Kelch der Leiden den Deinen, Herr, von dir geſandt; oft muß die Tod und Tren⸗ nung ſcheiden, die Blut un Treue feſt verband; oft ſti rt des Grams, des Unfalis Wuth, oft Krankheit ihren heitern Mu th! 7. Doch trinken ſie den Kelch gelaſſen, den du, ihr Vater, eingeſchenkt: du wirf ſt, du kannſt ſie nicht verlaſ⸗ ſen, du, Gott, der ſeiner die dich Vater, Kinder denkt und, wenn ihr Glaube ſ andhaft t xingt, durch Leiden ſs zur Won⸗ ne bringt. 8. Drum mag des Tode 5 Arm uns trennen; wir wer⸗ den einſt uns wiederſehn, vor Gottes Thron die Unſern kennen, mit ihnen dankend vor ihm ſtehn, da, wo nicht Trennung und nicht Tod den Neuvereinten ferner droht. Mel. In allen meinen Thaten 5 1 1 X ſelig, wer zu⸗ frieden mit dem, was Gott beſchieden, den Weg durchs Leben geht; r bauet, bin v vertrauet, Fr römmmigkei vereint durch liebend hier wahre Gut Ka ◻☚ 2 6** 8 1 N„ *— 8 8³ 4 4 SS 2 44 4 4 1— LLU⸗ V p— F.r Len kanun p 18 5 g lten kallu kere Krende ſe len, h.g—. 411 N8 2 einten Stre durch’s k .. — Pil SrIohef, 4m gerl eben,* Der Eheſtand. Mel. Wer n b 3 Aon dir, G . 12 V ſind der Ehe Freuden„du, der du Mann und Wei b erſchufſt, und ſie im Glück ſo wie im Leiden zu großer Pflichten Uebung rufſt! Uns dieſen Pflichten ganz zu weihn, laß unſers Bundes Endzweck ſeyn. 2. Erhalt uns ſtets auf deinen T Wegen: nimm gnäͤ⸗ dig uners Thuns dich an! Laß Wohlſtand uns und je⸗ den Segen mit Dank aus deiner Hand empfah'n, nn br⸗ —— fördre unſ uns, helt, dir 1 um hr 3. Terle geiſts Tri ganzes Her ſter, treue⸗ urd Ungli Schmerz; Frunigie Wortund 4. Kein ſeine Tage durchUnzeſ den Linen ſo mihre ſ Das Glu Eine freut Andecn K 5. Laß wir fehl nachſehn ſtets, m Seelm, wachſen fre in jegem 2 ſrer dugen Mel. N 5136 Schüßfer in der Wo Eegen. N ' di en ni dal Vat ter d dir en dein dich bli luhe 2 Wie frommer hac det zu⸗ 6 L adcn, 1 5 4 inet E=n, ſic litbend 4 f rel das wamt den aun! .☛☚ kiebe rai X frel führt M tün vettea das nr bu 3 ven uh 1 rauf Freud — —, vereint w 3 6 den ewig de eine Freudeit der Zuftih — nuilldert Sen t 2 hand, imſi eeden, durtt eben, zun a terland. — Cheſtan ☛ rur den liäal [Dſn du, dru 2h erſchuft, 3 . an ſo wie in Pflicten lo ns dieſen dit 5 1 Frönn 1 6 5132 fördre unſrer Hände Fleiß, uns, Herr, zum Glück und dir zum Preis! 3. Verleih uns deines Geiſtes Triebe; erfülle unſer ganzes Herz mit reiner, fe⸗ ſter, treuer Liebe im Glück und Unglück, Freud' und Schmerz; mit Liebe, die in Frömmigkeit durch Blick und Wort und That erfreut! 4. Kein Theil verbitt're ſeine Tage dem andern je durch Ungeſtümm; und trifft den Einen Laſt und Plage: ſo mildre ſie der Andre ihm! Das Gluͤck, deß ſich der Eine freut, ſchaff auch dem Andern Heiterkeit! 5. Laßt uns einander, wo wir fehlen, ſanftmuͤthig nachſehn und verzeihn, und ſtets, mit dir geweihten Seelen, im Guten uns zu wachſen freun! Dann wächſt in jedem Augenblick mit un⸗ ſ'rer Tugend unſer Gluͤck. Mel. Mein ganzer Geiſt Der Eheſtand ſoll heilig ſeyn! Du Schöpfer ſetzteſt ſelbſt ihn ein, der Welt zum Gluck und Segen. Noch immer fließt in dieſem Stand aus deiner milden Vaterhand den From⸗ men Heil entgegen. Vater! Vater! dich erhöhen, die in Ehen dein ſich freuen, durch dich blühen und gedeihen. 2. Wie glücklich lebt ein frommer Mann, wenn die in beſondern Verbindungen. 389 ſein Herz ihm abgewann, die Gott ihm auserſehen! Wie glücklich lebt an ſeiner Hand die Fromme, die ihm Gott verband, ihm hulfreich beizuſtehen! Heil euch, Heil euch, gute Gatten! In dem Schatten ſeiner Güte jauchzt mit freudigem Gemüthe. 3. So ſtrecket weit ſich um ein Haus ein rebenreicher Weinſtock aus; ſo bluhn auch Eh'genoſſen. Ringsum um⸗ ringen ihren Tiſch die Kinder fröhlich, munter, friſch, wie junge Fruͤhlingsſproſſen. Sorgt nicht! Sorgt nicht! Wie viel Beter zählt ihr Vä⸗ ter, zählt ihr Muͤtter! Sorg' und Müh' iſt hier nicht bitter. 4. Gott, die du hier ver⸗ bunden haſt, erleichtre ihres Lebens Laſt; gib, daß kein Segen fehle! Laß nie ſie ih⸗ ren Bund entweihn, laß treu ſie, zuͤchtig, friedſam ſeyn, Ein Herz und Eine Seele! Lenke, lenke, Geiſt der Liebe, ihre Triebe, weg von Sünden, daß ſie haus⸗ lich Glück empfinden! 5. O leite ſie von Ueppig⸗ keit auf Freuden, die man nie bereut, auf Freuden äch⸗ ter Tugend, damit auch einſt ihr Alter frei von druͤckenden Beſchwerden ſei, und helter, wie die Jugend! Segne, ſegne, o du Vater und Be⸗ rather frommer Ehen, alle ſie, die auf dich ſehen! Bei 390 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Bei Trauungen. Mel. Vom Himmel kam der 514 ott, Schöpfer, Stifter heil'⸗ ger Eh', ſchau auf dies Paar aus deiner Höh', das vor dir ſteht, den feſten Bund hier vor dir ſchließt mit Herz und Mund! 2. Mit Gnade ſchau' auf ſie herab, daß ſie zuſammen bis in's Grab verträͤglich, freundlich, gleichgeſinnt, vor Allem gottesfürchtig ſind. 3. Laß ſie einander innig⸗ lich ſtets lieben, doch nie mehr, als dich; von Untreu' auch im Herzen rein, und keuſch in Wort und Werken n! 4. Zuſammen laß ſie dir vertrau'n, zuſammen ihre Seel' erbau'n; zuſammen deinen Ruhm erhöh'n und deinen Segen ſich erfleh'n! 5. Was ihnen ihr Beruf gebeut, das laß ſie thun mit Freudigkeit, und ſo geling' ihr frommer Fleiß zu ihrem Wohl und deinem Preis! 6. Empfinden und erfah⸗ ren ſie des Erdenlebens Laſt und Mül', ſo trage jeder gern ſein Theil zu ſeines Gatten Troſt und Heil! 7. Willſt du durch Kinder ſie erfreu'n, ſo gib zu ihrer Zucht Gedeih'n, daß an den Pfändern ihrer Eh' ihr Herz nie Gram und Jammer ſeh'! 8. Wenn dein Rath ihnen Trübſal ſchickt, laß ſie darin nicht unerquickt; gib heit're Tage nach dem Leid, und ſegn' es für die Ewigkeit. 9. Und trennet einſt auch ſie der Tod, ſo ſei ihr Troſt: daß unſer Gott, die tugend⸗ haft ſich hier geliebt, einan⸗ der ewig wiedergiebt. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott on dir, du Gott 5 1 5 V der Einigkeit, ward einſt der Ehe Bund ge⸗ weiht; o weih auch ſie zum Segen, die hier vor deinem Angeſicht entſchloſſen ſteh'n, den Schwur der Pflicht ver⸗ einigt abzulegen! Laß ſie, Vater, dir ergeben, einig leben, treu ſich lieben, treu die Pflicht der Chriſten uͤben! 2. O du, der du ſo gern begluͤckſt, ſo liebreich zu uns niederblickſt auf allen unſern Wegen, Herr, laß ſie ſtets ſich deiner freu'n; gib auch zu ihrem Thun Gedeih'n, und ihr Beruf ſei Segen! Laß ſie, Vater, dir ergeben, glücklich leben, freudig ſterben und vereint den Himmel erben! Nach der Trauung. Mel. Mein Gott, das Herz 5 1 6 Geie hin! Der Gott der Ei⸗ nigkeit hat euern Wunſch er⸗ hört! Geht hin und macht durch Fröͤmmigkeit euch ſei⸗ nes Segens werth! 2. Ihm heiliget Beruf und Stand! ihm heiligt euer herz,! tung ſier den und dur 3 En nack ſeiner den Pilger hier vereit Himmel a Ael. Me⸗Allel 17 hen, die z ſchuf: w Bemühen Beruf! Wek zu nen Hei weiſ un ein wich 2. 1 früͤher, Zucht p niß, oht dann der dg, nit würdi ten? lich ſey erfreun 3. auf Erd verttau werden fahn Tugen te wil iſt ern ihr Ae 48 gendm 8 daß 1 ot, wi 1 in haſt ſ ker geltht n düeßt der ee Wiederzitt daf n. 3 zune unnen 1 e Kon dir d * 1 49 der dt * — ward i der Che an 6. dn weitſ: veih aut ſad. Segz de hier dat unig, Ang Mentſchlſe; — me den ur der hitt Unmen einig— ulegen! di 8 1 6 n. und Patſ ir ergeben, Werken lebett u ſcch lain dieſ m. der Chuſini ſſe di— u, der u en ihre begl f 1 ſe liebret rſammen nied e ſt auf alat er und Te m hen, lch ſehn! ſch Frer freur r Beruf ui a Thun Gedet dhan mit uͤr re ſei Erſe gelug Ba ergtten zn ihum let„reudig ſeir Ureis! ver Er ren Hiun ad erfad⸗ dens kat ſi der 4 age jed kein Gett, ge ſe 1.2 Sug . 4 6 Gott l 4 Kin iu euem U u irer di. he mt euer Herz, und folgt der Lei⸗ tung ſeiner Hand durch Freu⸗ den und durch Schmerz. 3. Euch nehme, ſchließt nach ſeinem Rath ihr einſt den Pilgerlauf, er, der euch hier vereinigt hat, in ſeinen Himmel auf. Aelternpflicht. Mel.Alle Menſchen müſſen ſterben 5 1] enſchen weiſ und gut erzie⸗ hen, die zum Leben Gott er⸗ ſchuf: welch ein wichtiges Bemühen, welch ein ſeliger Beruf! Gott zum Ruhm, der Welt zum Segen, ihres eig— nen Heiles wegen, Kinder weiſ' und gut erziehn: welch ein wichtiges Bemuͤhn! 2. Wächſt der Menſch in fruͤher Jugend roh und ohne Zucht heran, ohn' Erkennt⸗ niß, ohne Tugend: kann er dann des Lebens Bahn wür⸗ dig, mit Vernunft betreten? würdig dich, o Gott, anbe⸗ ten? ſeinem Nächſten nütz⸗ lich ſeyn? deiner Liebe ſich erfreun? 3. Jeder, dem du hier auf Erden Kinder gnädig an⸗ vertraut, ſorge, daß ſie weiſe werden, daß er ihre Wohl⸗ fahrt baut; lehre früh ſie Tugend lieben, und das Gu⸗ te willig üben! Dieſe Pflicht iſt ernſt und groß; nichts, ihr Aeltern, ſpricht euch los. 4. Menſchenſchöpfer! Tu⸗ gendmehrer! Laß, zu fördern in beſondern Verbindungen. 391 Menſchlichkeit, Vaͤter, Müt⸗ ter, Pfleger, Lehrer, Furſten und die Obrigkeit, mit ver⸗ einter Sorgfalt wachen, un⸗ ſre Jugend fromm zu machen; ſie durch Lehr' und Beiſpiel ziehn, ſelber Sünd' und La⸗ ſter fliehn! 5. Pflanz' in aller Kinder Herzen weiſen, frommen Tu⸗ gendſinn, daß ſie nicht ihr Wohl verſcherzen; laß ſie Trägheit, Eigenſinn, Aer⸗ gerniß und Leichtſinn fliehen, und um Unſchuld ſich bemü⸗ hen! Führe ſie auf ebner Bahn, daß ihr Fuß nicht gleiten kann! 6. Dort vor deinem Ange⸗ ſichte werden die Erzieher ſtehn; ſelig, wenn ſie im Gerichte ihre Kinder vor dir ſehn, und dann ſagen kön⸗ nen: Keinen, Herr, verlor ich von den Meinen; und dann Kinder flehn für ſie: Gott, vergilt nun ihre Muͤh'! 7. Menſchen weiſ' und gut erziehen, die dein Wort zum Leben ſchuf: welch ein wichtiges Bemühen! welch ein ſeliger Beruf! Laß, o Heil'ger, deinen Willen alle Aeltern treu erfüllen, lohne hier ſchon ihre Müh, lohn', Vergelter, ewig ſie! Mel. Wer nur den lieben Gott 5 8 Hem. welch ein 1 wichtiges Ge⸗ ſchäfte fuͤr Aeltern: Kinder zu erziehn! Gib Segen, Weis⸗ Weisheit, Luſt und Kräfte zu jedem redlichen Bemühn, wodurch man unter weiſer Zucht der Kinder Herz zu bilden ſucht! 2. Du rufſt die Menſchen in das Leben, und willſt, ſie ſollen glücklich ſeyn; haſt ih⸗ nen auch den Ruf gegeben, ſich gern zu Andrer Dienſt zu weihn. Durch Zucht zu beiden führet man ſie fruͤh zu weiſer Ordnung an. 3. Wohl Aeltern, welche deinen Willen hierin mit Redlichkeit vollziehn, und dieſe Abſicht zu erfuͤllen, ſich nach Vermögen treu bemühn! Wohl ihnen hier in dieſer Zeit und einſt in jener Ewigkeit! 4. Sie baun das Wohlſeyn ihrer Jugend zu deines gro⸗ ßen Namens Preis; ſie leh⸗ ren Weisheit ſie und Tugend durch eignen und durch An⸗ derer Fleiß; und um Gedeihn fleht ihr Gebet zu dir, in deſ⸗ ſen Hand es ſteht. 5. Sie prägen fruh den jungen Seelen vor dir die tiefſte Ehrfurcht ein. Viel Gutes ihnen zu erzahlen und ſich mit ihnen fromm zu freun, iſt guter Väter, Mut⸗ ter Luſt, flößt Tugend in der Kinder Bruſt. 6. Mit weiſer Liebe ſie zu lenken, mit Freundlichkeit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu ſenken, iſt ihre Sorgfalt ſtets bemüht. Doch, widerſtrebt das Kind der Geſinnung und Verhalten des Chriſten Pflicht, ſchont weiſe Zucht des Lieblings nicht. 7. O welch ein wonnerei⸗ cher Segen fuͤr Aeltern, Kin⸗ der und die Welt, wenn fromme Zucht auf deinen Wegen, o Herr, der Abſicht nicht verfehlt! Luſt ſtrömt den Aeltern, Glück und Heil iſt hier und dort der Kinder Theil. 8. Und für ein Volk, fuͤr ganze Staaten, o welch ein * ſeliger Gewinn, wenn junge Bürger wohl gerathen, erzo⸗ gen, Herr, nach deinem Sinn! Fleiß, Ordnung, Wohlſtand, Fried und Ruh' nimmt dann durch ſie auf Erden zu. 9. Ach aber, welche Peſt auf Erden bringt nicht ver⸗ ſäumte Kinderzucht! Sie hauft den Aeltern ſelbſt Be⸗ ſchwerden, die oft hernach ihr Herz verflucht. Die Opfer ihrer Läſſigkeit ver⸗ mehren ſelbſt noch dort ihr Leid. 10. O Gott, lehr' Aeltern dieß erwaͤgen; erweck' und ſtärke ihr Bemühn, daß, unter deinem milden Segen, ſie ihre Kinder wohl erziehn! O klaß ſie einſt ſo gluͤcklich ſeyn, mit ihnen ſich noch dort zu freun! Mel. Wo Gott zum Haus 5(&roß iſt, ihr Ael⸗ 519 tern, eure Pflicht! Verwahrloſt eure Kinder nicht! Gewöhnet ſie von von fruͤhe fromma 2 Wet nes je be Weishiit liebe gege vorihm d 3. Kel Verſtand nen, ein Lehrt ſie ſehn, und 4 beſt ſie werd recht un 6. ger kerricht; Beiſpiel der Stra ihren T. 1.T irre geh Vabe deiſxiel der leb in eurer 4N Wi rihn, daier 5 emn wen 1 1 8— iir Aelten 1 ſchen den 9 dt, M de Wen. it un an 5* 36 herr, der dh 4. 4 mcht LNlt duſt 1 dn 3. G is mi M 1 8 1 at nu Theil 1 dan da l. 2 fruh 8. Kruür en A ane Weten„oh nüit ſeüg dige Srinn wem 4 mit Bu rg e i gentt dan b und gen, 7 dach deinens m, ſich Fleih( dung, Vüis 1 du—. Ruhy rim et durch aif Erden 9. AM ber, u auf 6 cbningt unt er ſaum indenudt ſie lede be zuft— leltem ali ſch 9e de ſt ihr f 81 w 1 hrt, ler dir die dißß en; ennt Mel ſt fich Venin Ken und u 81= em nitena an zu 7— deni Rut inſt ſo 7 Mut⸗ O 11 l din der ſern☚ üimn ſt dert un. eſein a Gett er⸗ Nickeit 3 28 an 4 Frhu t 8 7 w tern, 4 Vervahuli . ht! Gevif M. von früher Zeit mit Gott zu frommer Thätigkeit. 2. Wohl euch, wenn kei⸗ nes je vergißt, was aller Weisheit Anfang iſt, daß Liebe gegen Gott und Scheu vor ihm die beſte Klugheit ſei! Lehrt ſie, wenn ihr Beiftand erwacht, Gott ken⸗ nen, ſeine Huld und Macht! Lehrt ſie auf ſeine Werke ſehn, und, was ſie lernen, auch verſtehn! 4. Beſorgt für ihren Leib, doch mehr fur ihren Geiſt, ſchaut ſtets umher, was ih⸗ rer Unſchuld ſchaden kann, und füt hrt ſie ſelbſt zur Tu⸗ gend an! 5. Krſthrt d irch gute Lehr Keim und Frucht; dorgt, daß ſie werden Gottes Bild, ge⸗ recht und liebevoll und mild! 6. Zerſtört des Lehrers Un⸗ terricht zu Haus durch böſes i Beiſpiel nicht; ſchützt vor der Strafe ſeiner Hand nie ihren Trotz mit Unverſtand! 7. Wißt, daß ſie recht und irre gehn, ſo wie ſie euren Wandel ſehn! Sie ſind durch Beiſpiel leicht regiert; weh', weh' euch, wenn ihr ſie ver⸗ führt! 8. Ihr junges Herz iſt ſchwach und weich; drum rühmt vor ihren Ohren euch der Uebertretung eurerPflicht in eurer eignen Jugend nicht! 9. Muthwillen nennt nie Witz; nie preiſt des Knaben in beſondern Verbindungen. 393 ſchadenfrohen Geiſt als Mun⸗ terkeit; ein truͤglich Herz und Lügen nie als Spiel und Scherz— 10. Lehrt friedlich ſie und g'nügſam ſeyn, entbehren und ſich dennoch freun; tilgt Geiz und Neid aus ihrer Bruſt, macht ihnen Chriſten⸗ ſinn zur Luſt! 11. Gewöhnt ſie an der Tugend Muh', an Ernſt und Fleiß, und lehret ſie, daß Arbeit keine Sklaverei, daß edas Gluͤck des Menſchen ei! 12. So nehmt euch ihrer Seelen an: Gott richtet einſt und fordert dann, wenn ihr nicht, was ihr thun ſollt, thut von eurer Hand der Kinder Blut. 13. Erwägt's und fürchtet ſein Gericht, um auch vor ſeinen Angeſicht euch ewig hrer zu erfreun; denn ſie ſ ind ſein Geſchenk und ſein. Mel. Vom Himmel kam der 45 52 0 F Jie Kinder, de⸗ ren wir uns freun, ſind alle, Gott und Vater, dein; ſind deine beſte Gab', o Herr: bewahre ſie, Barmherziger Wenn treuer Aeltern eicke ſucht ſie aufzuziehen in der Zucht; ſo ſteh, damit ſie glücklich ſei, mit deiner Weisheit ihnen bei! 3. Gib allen Kindern Lern⸗ begier, zum Guten Lieb' und Luſt 394 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Luſt zu dir: und laß ſie mei⸗ den, ohne Zwang, Trotz, Eigenſinn und Muͤſſiggang! 4. Geſegnet ſei ihr Unter⸗ richt! Laß ſie durch deines Wortes Licht dich recht er⸗ kennen; laß ſie nie gefäͤhr⸗ lich irren, leite ſie! 5. Im Glauben mache ſie gewiß, bewahre ſie vor Aer⸗ gerniß, und naht Verſu⸗ chung ihnen ſich, ſo ſtaͤrke du ſie väterlich! 6. Hilf, daß ſie dich an jedem Ort vor Augen haben und dein Wort, und ſich be⸗ fleißen jederzeit der Tugend, Zucht und Frömmigkeit; 7. Daß wir in ihnen Chri⸗ ſten ſehn, die freudig deine Wege gehn; und Bürger einſt, voll Luſt und Muth, zu thun, was edel iſt und gut! 8. Erhöre, Höchſter, dieß Gebet; verleih', was wir von dir erfleht! Dann dan⸗ ken einſt, Allvater, wir mit allen unſern Kindern dir! Mel. Freu' dich ſehr, o meine 52 1 Meine Kinder, 4 Gott, befehle ich dir an; du gabſt ſie mir. Preis ſei dir von ganzer Seele, Preis und Dank, o Herr, dafür! Ach verlaß, verlaß ſie nie, ſegne und behüte ſie, daß ſie, dir zum Wohlgefallen, früh ſchon deine Wege wallen! 2. Aber ach wie viel Ge⸗ fahren warten ihrer in der Welt! Wer vermag ſie zu bewahren, wenn nicht deine Hand ſie hält? Unbezwing⸗ lich laß ſie ſeyn allen Luſten; fromm und rein nur nach deinem Beifall trachten, auf des Laſters Reiz nicht achten! 3. Nicht, daß du mit allen Leiden hier auf Erden ſie ver⸗ ſchonſt; nicht, daß du durch ſtete Freuden ihrer Tugend hier ſchon lohnſt, jeden ih⸗ rer Wünſche ſtillſt, jede Hoff⸗ nung gleich erfüllſt; nicht um Schätze, die vergehen, darf und will ich für ſie flehen. 4. Gib auf ihrer Lebens⸗ reiſe, wie es längſt dein Rath bedacht, ihnen das nur, was ſie weiſe und des Himmels würdig macht! Wichen ſie von dir zurück: ihr verlornes Seelenglück wär mit allen Erdenſchätzen nimmer ihnen zu erſetzen. 5. Doch, die Bitte, die ich wage, finde gnädiges Ge⸗ hör! Laß nicht ihre Lebens⸗ tage, guter Gott, ganz freu⸗ denleer. Werden ſie gepruͤft durch dich: o ſo ſei es väter⸗ lich, und dann laß es ihren Seelen nicht an Troſt und Staͤrkung fehlen! 6. Keins von meinen Kin⸗ dern werde durch das Laſter elend, Gott; keins dem Nächſten zur Beſchwerde, oder ſeiner Feinde Spott! Nützlich laß der Welt ſie ſeyn, keine Muh' und Arbeit ſcheu'n; ſchern, ſi ßes nͤhrer dem Mang 7. Nene gerechten Freudento zu demer nes ſehle bin ih: die mir d ſee un H din Mel G * 50⁰2 enrer g und un und S. ihnen e jeder und Un. 2. K he„ wa Glück; ſen Muͤl Angenbe bis zur geweiht 3.4 Schran lhnt it dnnte i tern die ken m ſorgenr wackt. 46 lieben, ſam ſen ſie betr 3 Achten, 9G 1 A. 9 des d— Neiz richt e Leidet— auf Enaſ Verjü⸗ ſc onſ t ht, daß d 8 karte ſtete een ihret du 24. dier 1& lohnſ, jan 1 d rer If zeſillſt n Daden umg— erfülſt, Rh Ich de Scha ie vergeten Lunrrd, undMh für ſe ſi eit: 4 auf ihrer n en Ehrw giſe t e es lung ig deine Rat acht, ihmn Bürger nur, ſie weiſe m t und Dit at von N ihr r. Srmes Sele 6 8 das wir nimt—nen zu eit un dan 5— die Am r dor nicht ihrebh wene den erden ſet einder, dun—: dſo ſei in AA 8„ zefehle lich, dann ii de mir. Ses icht n 3 ganzer Etj fehlen! = von mau k,“( vonm dus den we durch dabs 1 1 verla„ zott; kent 8 * .* g 5 zur Aiie n n jer Feinde d dem Mangel wehren! ſcheu'n, ſtill ſich ihres Flei⸗ ßes nähren, und durch ihn 7. Jener Sieg'stag der Gerechten ſei auch mir ein Freudentag! Hilf, daß mir zu deiner Rechten ihrer kei⸗ nes fehlen mag! Dann froh⸗ lock' ich, Vater, ſieh, hier bin ich: hier ſind auch die, die mir deine Huld geliehen, ſie zum Himmel zu erziehen! Kindespflicht. Mel. Gott des Himmels und 522 Kinder, die ihr b X noch im Kreiſe eurer guten Aeltern weilt, und um Kleidung, Trank und Speiſe ſorglos nur zu ihnen eilt; noch durch ſie in jeder Pflicht Lehr empfangt und Unterricht! 2. Kinder, o bedenket frü⸗ he, was ſie thun für euer Glück; denkt der namenlo⸗ ſen Mühe, die ſie euch vom Augenblick eures Aufblüh'ns bis zur Zeit eurer Reife ſtets geweiht. 3. Aelternlieb' iſt ohne Schranken. Kinder, nie be⸗ lohnt ihr ſie, danken aber könnt' ihr, danken euren Ael⸗ tern Lieb' und Müh', dan⸗ ken manche lange Nacht, ſorgenvoll für euch durch⸗ wacht. 4. Sie aus reinem Herzen lieben, ihnen treu und folg⸗ ſam ſeyn; nie mit Vorſatz ſie betrüben, jede Krankung in beſondern Verbindungen. 395 ſchnell bereu'n; ohne Klügeln ihnen trau'n, und auf ihre Winke ſchau'n; 5. Ringen, daß der Treuen Pflege nicht an euch verloren ſei, daß ihr auf der Tugend Wege eurem hohen Rufe treu, jedem Laſter trotzend, geht, bis ihr einſt am Ziele ſteht; 6. Eure Kraft den Aeltern leihen, wenn ſie kraftlos ſind und ſchwach; ſie mit Troſt und Hülf' erfreuen bei des Alters Ungemach: dieß iſt Kindesdank und Pflicht. Kin⸗ der, dieß vergeſſet nicht! Mel,. Jeſus, meine Zuverſicht 8 ſCott, mein Va⸗ 523 ◻ ter, Dank ſei dir: du haſt Gutes, Leib und Leben durch die Hand der Aeltern mir ohne mein Verdienſt gegeben. Mir be⸗ glückſt du ihre Müh', und auch mir erhältſt du ſie. 2. Oft hab ich ſie zwar be⸗ trübt, ſie, die von den erſten Tagen doch ſo zärtlich mich geliebt, mich mit viel Ge⸗ duld getragen. Gott, da⸗ durch kränkt' ich auch dich; o wie beugt mein Undank mich! 3. Was ich ihnen ſchuldig bin, hafte tief in meinem Herzen! Laß mich ja durch Eigenſinn niemals ihre Gunſt verſcherzen, gib, daß meine Dankbarkeit, mein Gehorſam ſie erfreut! .La 4. Laß mich, Gott, wie du verlangſt, jede Kind's⸗ pflicht gern erfüllen! Denn wie oft hat Sorg' und Angſt ſie beſchwert um meinetwil⸗ len! Haben ſie nicht manche Nacht, wenn ich ſchlief, für mich durchwacht? 5. Jeſus ſtelle ſich mir dar, er, das Beiſpiel aller Kinder, der der Herr vom Himmel war, Gottes Sohn, das Heil der Sünder, er war doch von Kindheit an ſeinen Aeltern unterthan. 6. Ihren Willen thun, ſei mir meine Luſt! Denn das iſt billig, auch gefaͤllig, Gott, vor dir; dazu mache ſelbſt mich willig! Wohl mir dann! dann wird auch mein dein verheiß'ner Segen ſeyn! 7. Laß auf ihre Wünſche mich kindlich und mit Sorg⸗ falt achten; ja ſelbſt ihren Wünſchen mich noch zuvor⸗ zukommen trachten; nicht für ſie Beſchwerden ſcheun, und ihr Glück mir Freude ſeyn! 8. Ehrerbietig laß mein Herz wirklich ſeyn und nicht blos ſcheinen. Laß mich auch, trifft ſie ein Schmerz, zu dir heiße Thränen weinen; ihnen deine Hülf' erflehn, nach der Hülfe dich erhöhn! 9. Meiner Aeltern Schutz ſei du! Ihrer Wallfahrtszeit auf Erden lege viele Jahre zu; laß ſie alt im Segen werden, und erhör' auch ihr 396 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Gebet, das für mich um Weisheit fleht! 10. Alles Kreuz mach ih⸗ nen leicht; hilf es, Vater, ſelber tragen; und wenn ſie ihr Ziel erreicht nach den ſpätſten Lebenstagen, ſo gib du vor deinem Thron ihnen frommer Aeltern Lohn! Mel. Wer nur den lieben Gott Wir flehn für un⸗ ſ'rer Aeltern Leben dich, aller Menſchen Vater, an. Du haſt ſie uns zum Heil gegeben, ſie leiten uns auf deiner Bahn. Von ganzem Herzen danken wir für deine Vaterliebe dir. 2. Verleih' uns ſtets für ihre Lehren ein offnes, wei⸗ ſes, ſanftes Herz, und laß uns gern und kindlich ehren, daß niemals Kummer, Gram und Schmerz der treuen Ael⸗ tern Herzen kraͤnkt, und ihre Liebe von uns lenkt! 3. Gib ihnen deinen be⸗ ſten Segen und Alles, was ihr Herz erfreut! Beſchirme ſie auf ihren Wegen in ihrer ganzen Lebenszeit! Geſegnet ſei ihr Erdenloos, und einſt ihr Lohn im Himmel groß! Geſchwiſterliebe. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt weiſe, nachſichtsvoll und gü⸗ tig ſind, wenn in ihrem ſtil⸗ len Kreiſe ſtets des Friedens Quelle Quelle rim auf ihnen? und Wehle 2 Dure Fluts Jerb durchs Keb Reiz der freundlch höhn; ſol entfernen, lieben ler 3. Mit hen Hexzer Gott gbo Gram imd dern jedes nen ſich, und vere 4. O Jugend! friedlich Hauſern in die Wer die ben, wid oß eiebe woh und erfre ſich dort iſt ihr( Dausgent mit Freuk d. Aie vom Hem ſer dent das Welt nſein b durch dei den jed werden! , die . 3 dm 10 d. dinſt nen l älhen nu aie ſcben S lfs,d nanche ihr n; und den ſir ſpre kiict mt 1in pätſiſ e matnna „1 nr ſun en nß ſomn 1 Alt i don Ncl. ſ Su derlänt 5„„. 4 4 1 4 0* 8 feinf dar d ſum ſemen Leden aller N Vater zan, ſei zum inn das uns a „ Gott, game e ſeldſt fürde donn! 9 4 Fnade ſten 1 hhr 4 legeden,ſen er Bahn. then darin — aterlieben ih uns ein offe Hen, m. und kindlche nmn Kummer dJrenz der tran 1— kräͤnk m. an ins lenkt 3 n ihnen deir und Ali freut! Bt ſe a er n Wanmi eit = uszeit. Ehe 5 cht ganze nich fei i= amloos, m harerz, ihr t H inni enn viſerlitt ehr, d hebentzt dehn! Nel. nGeſte. werden! 1 Quelle rinnt: o dann ruht auf ihnen Allen Gottes Blick und Wohlgefallen. 2. Durch das Band des Bluts verbunden, ſollen ſie durchs Leben gehn, und den Reiz der ſchnellen Stunden freundlich mehren und er⸗ höhn; ſollen Haß und Neid entfernen, und auch And're lieben lernen. 3. Mit entſchloſſ'nem fro⸗ hen Herzen üben ſie, was Gott gebot; theilen Freude, Gram und Schmerzen; min⸗ dern jedes Tages Noth; war⸗ nen ſich, ſo oft ſie fehlen, und veredlen ihre Seelen. 4. O wer wollt' in früher Jugend nicht ſchon ſanft und friedlich ſeyn? Aus Hauſern dringt die Tugend in die große Welt hinein. Wer die Seinen kann betrüu⸗ ben, wird der Andre redlich der lieben? 5. Nur das Haus, wo Liebe wohnet, wird geſegnet und erfreut. Aeltern ſeh'n ſich dort belohnet, Kindern iſt ihr Glück bereit; alle Hausgenoſſen ſtreben, ſich mit Freuden zu umgeben. 6. Liebe! Komm herab vom Himmel! Komm in un⸗ ſer Herz herab! Leite durch das Weltgetümmel auch die Unſern bis ans Grab! Laß durch deine Macht auf Er⸗ den jedes Haus regieret in beſondern Verbindungen. Für Herrſchaften. Nel. Nicht ſo traurig, nicht Loos, Gott, nach deinem weiſen Rath; machſt oft Ei⸗ nen reich und groß, wenn der And're Mangel hat; aber weiſe, gut, gerecht biſt du für den Herrn und Knecht! 2. Wer bei ärmerem Ge⸗ ſchick ſeine Zeit und Kraft mir leiht; wer zu meines Hauſes Glück treu ſich mei⸗ nem Dienſte weiht; wer durch Folgſamkeit mich ehrt, der iſt meiner Liebe werth. 3. Er hat Recht auf Güt' und Huld, wenn ihn Kedlichkeit beſeelt; Recht auf Nachſicht und Geduld, wenn er ohne Vorſatz fehlt. Ich bin ſelbſt nicht fehler⸗ frei; kann ich fordern, daß er's ſei? 4. Hochmuth, Stolz und Eigenſinn iſt Verletzung mei⸗ ner Pflicht. Wenn ich gleich beglückter bin: dennoch ziemt mir Herrſchſucht nicht. Lieb⸗ los, hart und grauſam ſeyn, 4 heißt: der Menſchheit Recht entweihn. 5. Herr der Herrn, gib mir Kraft, daß ich ſtets ge⸗ recht und treu, liebreich und gewiſſenhaft gegen jeden Menſchen ſei! Jeder iſt dein Kind, wie ich, und erhält ſein Recht durch dich. Mel. 10s Geſinnung und Verhalten des Chriſten Mel. Auf, Chriſtenmenſch urch dich, Gott, 527 D bin ich, was ich bin, und es iſt deine Gabe, daß ich, als Herr, ſo viel Gewinn vor ärmern Brü⸗ dern habe. Sie leihen ihre Dienſte mir: dieß, höchſter Herr, verdank' ich dir. 2. Erfüllen ſie mit Redlich⸗ keit und Aufwand ihrer Kräͤf⸗ te, was ihnen ihre Pflicht gebeut, in ihrem Dienſtge⸗ ſchafte, ſo gib, daß ich für ihre Treu' auch dankbar und gefaͤllig ſei! 3. Hilf, daß ich jedem ſei⸗ ne Pflicht auf's möglichſte verſuüße, daß, wenn an Hülf' es ihm gebricht, er ſie von mir genieße, daß ich ihm Fehler gern verzeih', und wird er krank, ſein Pfleger ſei! 4. Gib, daß ich auch zu rechter Zeit Erholung ihm vergönne, gern ſeine treue Redlichkeit, gern ſeinen Werth erkenne, und ja aus nicht'gem Vorwand nie ihm den verdienten Lohn ent⸗ zieh! 5. Auch der geringſte Die⸗ ner iſt beſtimmt zu höherm Leben; fuͤr mich und ihn hat Jeſus Chriſt ſich in den Tod gegeben. Vor dir, o Gott, hat einſt der Knecht mit ſei⸗ nem Herrn ein gleiches Recht. 6. O präge dieſes tief mir ein! Nie müſſ' ich mich er⸗ kühnen, gefühllos gegen die zu ſeyn, die meinem Hauſe dienen. Der mir hier dient, iſt Menſch, wie ich, ich ſoll ihn lieben, gleich als mich. Für Dienende. Mel. In allen meinen Thaten Cott, deinen wei⸗ 528 G ſen Willen ſoll Jeder hier erfuͤllen; laß ihn mir heilig ſeyn! Laß alle mei⸗ ne Krafte mich eifrig dem Geſchäfte, zu dem du mich berufen, weihn! 2. Du heißt mich Andern dienen; und dien' ich redlich ihnen: ſo folg' ich dir, mein Gott. Drum laß der Herr⸗ ſchaft Willen mich gern und treu erfüllen; dieß iſt dein Wille, dein Gebot! 3. Lehr' ohne bitt're Kla⸗ gen des Lebens Laſt mich tra⸗ gen, und Weichlichkeit ver⸗ ſchmäh'n; im Reden und im Schweigen mich ehrerbietig zeigen, und gern den Weg der Demuth gehn! 4. Der Herrſchaft Wohl zu mehren, und Schaden ab⸗ zuwehren, ſoll meine Freude ſeyn! Ich will ſie herzlich lieben, mit Vorſatz nie be⸗ trüben, verdroßnen Sinn und Frechheit ſcheun! 5. Ich will ſie nie beneiden; will alle Trägheit meiden, und alle Zankſucht fliehn; will recht thun, nicht betrü⸗ gen, nicht läͤſtern und nicht lügen, und allem Leichtſinn mich entziehn! 6. In meinem Dienſt auf Erden Erden geſ werdetz ſe Pfüchel S im Kinen zu den De wut ſein 7. Du rechte, de und Kne Troſt und iſt arf E im Hunme ihm, wie 8. Dieß wägen, d und Sege Hoffnung du, Her Flecß ve womit i war. Mel. 529 Gott, in leben; un täͤglich zu geben 2. 4. meinem iene iet „den, iſt J 6 r int nas ihn 1 es 6 Sabe, Hei hr il dienemne 1 u(len meinaa nür da: 51 SJi deh t. Jede e riaa 4 1 Redl„ wir h ur dai dij h er Kruf ne 1☛ wich eiß 1 1 Geſg zu den uiae deru weihn! ich fur 2 D bheißt mih dar und dien= nd dier ihr üns feolg ihne eden ſei Gott un laß w. noglichſte ſcaa Qelen mich ſ an hulf treu len; dißi tſie ven Wit in Gebot J ohne bi y, und gen ebens katm dil den u Weichlittt zu ſchi im Naat 54=n wich ti ge treue zeiß und gm n der euth geil dia aus r daniit ne n; 81 n, ud Ssn V n ſoll ninf de ſch will ſ ſ 1 die⸗ 1 amit Verſt r verdriſtg — chbeit tſte „„ ihn hat 4 4* idn da S wil ſe nt ebe Erden geſchickter ſtets zu werden, ſei Freude mir und Pflicht! Wer treu iſt hier im Kleinen, den zählſt du zu den Deinen, und er be⸗ reut ſein Leben nicht. 7. Du biſt ſtets der Ge⸗ rechte, der Herr der Herrn und Knechte, und beider Troſt und Heil. Wer niedrig iſt auf Erden, kann groß im Himmel werden, hat an ihm, wie der Höchſte, Theil. 8. Dieß laß mich ſtets er⸗ waͤgen; denn dieß gibt Troſt und Segen„ und reicht die Hoffnung dar: einſt wirſt du, Herr der Welten, den Fleiß noch mehr vergelten, womit ich Menſchen nützlich war. Mel. Mein erſt Geſchäft ſei 529 Beuufen haſt du mich, mein Gott, in And'rer Dienſt zu leben; um mir dadurch mein täglich Brod in dieſer Welt u geben. 42 Auch ich ſoll hier in meinem Stand nach meinen Kräften nützen, und du, Gott, willſt mit Vaterhand mich dabei unterſtützen. 3. O laß in meinem Dienſt dieß nie mich aus den Au⸗ gen ſetzen; und koſtet mir's auch Kampf und Müh', nie meine Pflicht verletzen! 4. Gib, daß ich, meinem Rufe treu, ſtets meiner Herr⸗ ſchaft Willen, damit ſie mei⸗ in beſondern Verbindungen. 399 nes Dienſt's ſich freu', mit Eifer mög erfüllen! 5. Hilf, daß ich, wie mein eignes Gut, das Ihrige be⸗ trachte; auf Alles, was ſie meiner Hut vertraut, mit Sorgfalt achte. 6. Nie komme mir es in den Sinn, mit raubbegier'⸗ gen Händen, aus ſchnöder Liebe zum Gewinn, ihr et⸗ was zu entwenden! 7. Die Freude, die ihr widerfährt, ihr Wohlſtand, ihre Ehre, das Alles ſei auch mir ſo werth, als ob's das Meine wäre! 8. Erkennt ſie meine Treue nicht, ſo ſei's mein Troſt auf Erden, daß ſie, Gott, dei⸗ nem Angeſicht nicht kann entzogen werden. 9. Mit Wohlgefallen ſiehſt du 9. ſie, und wirſt ſchon hier im Leben mir auch bei aller meiner Muͤh', Gott, deinen Frieden geben. 10. Kommt meines Lebens Abend dann, ſo nimmſt du, der die Müden gern auf⸗ nimmt, mich mit Ehren an, und ſchenkſt mir ew'gen Frie⸗ den. Fuͤr Wittwen. Mel. In allen meinen Thaten 5 30 Auf Gott nur will ich ſehen; er hört der Wittwen Flehen, und nimmt ſich ihrer an. In allem Schmerz und Leide iſt er mir Troſt und Freude, der der Fels, auf den ich bauen kann. „ 2. Mich leitet ſeine Gnade auf meines Lebens Pfade bis an das ſtille Grab. Er wird mich nie verlaſſen! Dieß Troſtwort will ich faſſen; es iſt mein ſtärkſter Wanderſtab. 3. Wo ſeit viel tauſend Jahren betruͤbte Wittwen waren, da ſah Gott gnädig hin. Er pflegte der Betruͤb⸗ ten, wenn ſie nur ſtets ihn liebten, und wandelten nach ſeinem Sinn. 4. Auch mich wird er be⸗ merken, mich troſten, ſeg⸗ nen, ſtärken, und mir zur Seite ſtehn. Wie groß iſt ſeine Güte! Mit ruhigem Gemüthe will ich auf ſeinen Wegen gehn. 5. Ich will ihn gläͤubig ehren, und meine Tugend mehren in ſtiller Einſamkeit. Er ſieht ja, wie ichs meine; er ſieht auch, wann ich weine, und gibt mir, was mein Herz erfreut. 1 6. Auch, wenn ich mehr noch litte, bis zu dem letz⸗ ten Schritte will ich ihm folgſam ſeyn. Er prüft mich nur durch Leiden und führt zu höhern Freuden bewäͤhrt erfundne Dulder ein. mit jeder Laſt und Plage, wie Traͤume, leicht dahin; ich lege meine Glieder im Tode ruhig nieder, und weiß, daß ich erlöſet bin. 7. So eilen meine Tage 400 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 8. Einſt geh ich, den zu ſchauen, der ewig mein Ver⸗ trauen, mein Gott iſt, und mein Freund. Wie will ich dann ihn ehren, ihm danken für die Zähren, die ich als Wittwe hier geweint! 9. Dann find ich, die ich liebte, und deren Tod mich trübte, in meines Gottes Hand; dann trennt kein Tod uns wieder: dann ſchallen unſre Lieder durchs thranen⸗ freie Vaterland. Fur Waiſen. In voriger Melodie. 33 1. J ner Jahre, Gott, ſah ich ſchon die Bahre des guten Vaters ſtehn; und ſie, die mich geboren, war fruͤt für mich verloren, als Kind nuß ich ihr Grab ſchon ſehn. 2. Unwiſſend, was mir nutze, ſo ſchwach und ohne Stütze muß ich verlaſſen gehn! Wer wird mir Rath ertheilen, wer mir zu Hülfe eilen, wer hört auf armer Waiſen Flehn? 3. Doch wer war's, der mich beugte, ſo tief zum Staube neigte? Warſt du's nicht, großer Gott? Dein weiſer Rath regieret der Menſchen Schickſal, fuͤhret es fort durch Leben und durch Tod. 4. Du willſt dich an den Waiſen als Vater ja bewei⸗ ſen, und Armen Gutes thun; Ver⸗ Verlaß e die Jelternl Segen ſl 5, Und Jahren ha paren, ſo die ſich au ſahn, Go ßen ihr! dir erhort 6. Auch nicht haſe nicht verla ganz vertr iſt mir ne auf dich h trüben Et 7. R, nahren, gewahren wie du nützt, da nem Kin frommer 3 8. Un Jahren Ve fahren un ſind: oda ter, wei Beratker nur nicht 9. Es Lugend f 3 en ger deinen euſ, mei recht thu Schmen 10. Treue Neue, dert kapend lieh 1 4 9 8 end Uebte deren doh. man trüͤdte meines t A 83 Dand Sn tremt n Detrab⸗ uns ½: damn ſtt ets ion unfre.= durchs ka en nach freie †. xland. dabe ſt Waiſen i, ſeg⸗ äier Ma nir zur a Frütt aß t 9] Furrör ndigem ſah i In die Vat ei. rz(.gn. n a ſemen guten f Lrs ſtehn, u die Teboren, ua ländig für Zerloren, d ugend uuß rab ſolt⸗ nſamkeit... boiſend, vi meine; nüte pe ſchwach w. 4 z 4 t Gen A** 1 uß ich ein Herz gehn* widd m. 4 2 1*. a erthe wer mr 3 a ehr eilen! hört aaf r “. ſen, 1 t geweitt Verlaß'ne willſt du hören, die Aelternloſen nähren; dein Segen ſoll auf ihnen ruhn. 5. Und ſeit viel tauſend Jahren haſt du, die Waiſen waren, ſo väterlich ernährt; die ſich auf dich verließen, ſahn, Gott, zu deinen Fü⸗ ßen ihr heißes Fleh'n von dir erhört. 6. Auch mich kannſt du nicht haſſen, du wirſt mich nicht verlaſſen; ich will dir ganz vertraun. Dein Herz iſt mir ja offen, feſt will ich auf dich hoffen, nur dich in trüben Stunden ſchaun! 7. Ja, du wirſt mich er⸗ nähren, mir Rath und Hülf' gewähren: wo iſt ein Gott, wie du? Nur was mir nützt, das ſchenke mir, dei⸗ nem Kind, und lenke mir frommer Menſchen Liebe zu! 8. Und wenn in dieſen Jahren Verführung und Ge⸗ fahren und Laſter um mich ſind: o dann ſei, treuer Va⸗ ter, mein Führer, Freund, Berather, ach dann verlaß' nur nicht dein Kind! 9. Es ſchlag' von fruͤher Jugend für Gottesfurcht und Tugend und Unſchuld nur mein Herz! Fromm ſeyn auf deinen Wegen, ſei meine Luſt, mein Segen, und Un⸗ recht thun und ſehn, mein Schmerz! 10. Arbeitſamkeit und Treue, begang'ner Fehler Reue, ein wahres Chriſten⸗ in beſondern Verbindungen. 401 thum; ein zaͤrtlich Herz für Freunde, und Sanftmuth gegen Feinde, dies ſei mir mehr, als Gluͤck und Ruhm! 11. Und die, die mich er⸗ ziehen mit redlichem Bemü⸗ hen, an Aeltern Statt mir ſind, mich warnen und be⸗ lehren, laß herzlich mich ver⸗ ehren, ſie dankbar lieben, wie ihr Kind. 12. Ihr Lohn ſei, Gott, dein Segen! Auf allen ihren Wegen wollſt du ihr Fuͤhrer ſeyn und wenn ſie dann einſt ſterben und deinen Himmel erben, laß jenſeits mich mit ihnen freun! 13. Verklärt werd' ich dann ſtehen, die Aeltern wieder ſehen, um die ich hier ge⸗ weint; ich werde vor dich treten, zu dir, Erlöſer, be⸗ ten: lohn' ihnen ewig, Men⸗ ſchenfreund! Dankbarkeit gegen Wohlthäter. Mel. Wer nur den lieben Gott M 5 3 2 Wn ebeenſchen an Güte und Wohlthun, Vater, gleich zu ſeyn; wenn ſie mit willigem Gemüthe durch Rath und Hülfe mich erfreun: mit reichem Segen ſegne dann ſie, die ich nicht belohnen kann! 2. Ich will mich aller ih⸗ rer Freuden und ihres Glücks von Herzen freun; voll Kum⸗ mer über ihre Leiden gern, Ce wie 402 Geſinnung und Verhalten des Chriſten wie ich kann, ihr Tröſter ſeyn; und kann ich lindern ihre Noth: mit Freuden will ichs thun, o Gott! 3. Und kann ichs nicht, dann, Vater, dringe mein eifrigſtes Gebet zu dir; was ihnen gut iſt, das gelinge! denn, Herr, ſie thaten wohl an mir. Auf jeden komme Freud' herab, der ſeinen Brüdern Freude gab! 4. Ich will ſie lieben und ſie ehren; will über mein Bedürfniß ſie mit meinen Klagen nicht beſchweren, beſcheiden ſtets und läſtig nie: will, wenn ihr Herz auch Andre liebt, nie nei⸗ diſch ſeyn und nie betrübt. 5. Erfreue ſie mit deiner Guüte; dein Segen komme über ſie; ſei ſtets ihr Helfer und behüte vor Widerwär⸗ tigkeiten ſie! Empfinden ſie Gefahr und Schmerz: ſo tröſt und heile ſelbſt ihr Herz! 6. Nimm ſie zu deines Reiches Erben, wann einſt ſie ſcheiden, gnädig an! Er⸗ quicke ſie mit Troſt im Ster⸗ ben, die mir im Leben wohl⸗ gethan; und dort, o Gott, vor deinem Thron ſey herr⸗ lich einſt und groß ihr Lohn! Kirchliche Geſellſchaft. Lehrer und Zuhörer. Mel. Wo Gott zum Haus 533 D tanen dein; dein ſoll auch Dank giheſthe und Ehre ſeyn, daß du der Kirche, die du liebſt, noch immer treue Lehrer gibſt. 2. Geſegnet ſei ihr Amt und Stand! Sie pflanzen, Herr, von dir geſandt, von Zeit auf Zeit dein heil'ges Wort, und Licht mit ihm und Tugend fort. 3. Wie freut ein guter Lehrer ſich, wenn er erleuch⸗ tet ſelbſt durch dich, den Jün⸗ gern Jeſu gleich geſinnt, viel Seelen für dein Reich ge⸗ winnt! 4. Dank dir, daß du auch uns ſo liebſt, daß du uns treue Führer gibſt, die weiſe ſind und tugendhaft, in Lehr' und That voll Geiſt und Kraft! rer Tucend: den Weg zun g fen ſe Frvel, Got ſe, durch zu kranken; ſie thun, m mit Seufße r10., ſie erfreun fromme hore du einſt au mit ihnen Reich. Bei Einf Relizi Rel. Ni 0/G 534 uns liebt, 5. Laß ihres Unterrichts ehter geel uns freu'n, gewiſſenhafte hiumel i Hörer ſeyn, und ſchäͤtzen getlͤrt 1 deiner Wahrheit Werth, voll Tu en di duns ihr Unterricht er⸗ Kuaft, 3 1 rühren! 6. Dein Wort iſt, was ſie men lehren, Herr! Laß uns da⸗ ward ſen durch ſtets heiliger und beſe unſte 1 ſer werden; nur alsdann 7 Gir⸗ pin wir einher auf rechter dehand, ahn. rer in 4 7. Ermahnen, warnen, zun le ſtrafen ſie; ſo weigfre, wer uns bene ſie hört, ſich nie, zu haſſen, dLeben nt was du uns verbeutſt, zu herk, iſ thun, was du durch ſie ge⸗ eir' kn beutſt. b und leiden 8. Das iſt der Lehrer be⸗ heten, nn ſter Lohn, wenn ihrer Muühe ing⸗ wac Früch⸗ du ma in beſondern Fruͤchte ſchon ſie hier in unß⸗ rer Tugend ſeh'n, mit uns den Weg zum Himmel geh'n. 9. Fern ſei von uns der — Sie rn Frevel, Gott, durch Undank ſie, durch Haß und Spott at zu kränken; daß ſie, was ſie thun, mit Freuden, nicht ſennt und ad ſon. mit Seufzen thulhl tſeiun 3.† fraut an, 10. Ja, Gott, wir wollen ehr n weman ſie erfreun, und dankbar ten ind tet ſe Fuchdih a fromme Hörer ſeyn: ſo führſt en mein* uupan du einſt auch uns zugleich neinen Ser 9 4 R mit ihnen in dein ew'ges ſcweren, wint Reich. lg ldi an Bei Einführung eines r den u ,u Religionslehrers. nie neie treu=ter git de Mein ganzer Geiſt, Gott zeriit. ſud u wme Mel. Me Lanzer Weiſt Wunt nit deinet keht un That u 534 W uns, daß Gott en kemne ud rt! uns liebt, uns immer treue dr hafer 5 ünsln Lehrer giebt, die uns zum Dderwär uns fin, guf Himmel führen; die, auf⸗ ſinden ſe hot un, m geklart durch Wiſſenſchaft, nenn: ſo deit. Wahtet voll Tugendliebe, Geiſt und der die tem ihr Uun Kraft, der Sünder Herzen dhr Herz! die 3 8 1 4— la rühren! Rühmet, preiſet eni( 1Werin ſeine Treue! Wieder neue n enf 1. en! uin ward ſie heute. Dank ſei n Emm da banns unſre heil ge Freudel 1in in Lden; m 2. Wir reichen ſegnend ihm den neßh ſe eaa u die Hand, den Gott zum Leh⸗ 70 Golt, gi: rer uns geſandt. Heil ihm ſey derr⸗ 5— tnen, 3um Lehrgeſchäfte! Zu bilden Lohn! mn an uns hier in der Zeit zum der toßnt e ie, ſeun uns hier in der Zeit zu ſtr ſchne 9 Leben in der Ewigkeit, gib, u Lehr' ihn, hilf ihm thun uhörer. t d und leiden, dulden, ſtreiten, dun 68 t drlh beten, wachen, ſelig ſich und , is ſenin uns zu machen. 3 au, 6 3 Verbindungen. 403 3. Laß deinen Geiſt ſtets auf ihm ruhn; laß ihn ſein Amt mit Freuden thun; nichts ſei, was ihn betrübe! Gib für die Wahrheit, die er lehrt, ein Herz uns, das ſie willig hört, ein Herz voll reiner Liebe! Ueben hilf uns dann in Leiden, wie in Freu⸗ den, ſeine Lehre, uns zum Heil und dir zur Ehre! 4. Wann einſt dein großer Tag erſcheint, laß ihn, laß unſern beſten Freund uns dir entgegen fuͤhren! Die Seelen ſind ihm zugezählt; o gib, daß dort ihm keine fehlt! Laß keine ſich verlie⸗ ren! Gott, wie werden wir uns freuen, um den Treuen, wenn zum Lohne deine Hand ihm reicht die Krone! Nach der Handlung. 5. So ſei geſegnet, Knecht des Herrn! Nie ſei dein Herz nun von uns fern; du kommſt in Gottes Namen. Wir reichen freudig dir die Hand! wir gehn mit dir ins Vaterland; du führſt uns; Amen! Amen! Hei⸗ lig bleib uns dieſe Stunde! Unſerm Bunde treu zu leben, ſei ſtets unſer freudig Stre⸗ ben! Bei der Konfſirmation. Mel. Es iſt das Heil uns 0 Die hier vor dei⸗ 535 1¹ nem Antlitz ſtehn, ſind, Jeſu, deine 4 Ec 2 Glie⸗ 404 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Glieder. Blick', wenn ver⸗ eint wir für ſie fleh'n, er⸗ barmend auf ſie nieder; gib ihnen, Herr, durch deinen Geiſt das Gute, das dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben! 2. Sie kennen dich, o Got⸗ tes Sohn, und deine heil'ge Lehren. Iſt Freude dort vor deinem Thron, wann Sün⸗ der ſich bekehren; ſo laß auch heute Freude ſeyn, da dieſe Kinder dir ſich weih'n, und ihren Bund erneuen! 3. O laß ſie Gnad und nicht Gericht in dieſer Stund empfahen, wenn ſie mit Glaub' und Zuverſicht zu deinem Tiſche nahen! Es ſtärke ſie dies Lebensbrod, damit ſie, Jeſu, deinen Tod verkünd'gen durch ihr Leben! 4. Lacht ihnen bei dem ed⸗ len Lauf die falſche Welt entgegen, ſo hilf du ihrer Schwachheit auf; und wann ſich Lüſte regen: ſo laß ſie läubig auf dich ſehn, die elt mit ihrer Luſt ver⸗ ſchmahn, und muthig uͤber⸗ winden! 5. Zeig, Herr, den Lohn der Ewigkeit von fern den theuren Seelen, die jetzt auf ihre Lebenszeit ſich hier mit dir vermählen! O treuer Hei⸗ land, ſie ſind dein! Schreib heut ins Buch des Lebens ein die Namen dieſer Chri⸗ Rel. Mitten wir im Leben tärke, Mittler, 530 Sſaneſie, dein theur' Erlöſten! Laß ſie ihr Vertraun auf dich unaus⸗ ſprechlich tröſten! Wach' über b ihre Seelen! Sie flehn und Herr, ſchwören Alle dir: dein Eigenthum ſind wir! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Dreieiniger Gott! Laß ſie nie vergeſſen ihr Gelübde; treu zu ſeyn di, bis an's Ende! b 2. Ach, wie viele ſchwu⸗ ren anch, feſt an dir zu hal⸗ ten, aber treulos ließen ſſe ihre Lieb' erkalten; Ver⸗ derben ward ihr Ende. Be⸗ ſtändig laß dir dieſe ſeyn, die dir ſchwöͤren, dir ſch weihn! Heiliger, Schöpfer, Gott! Heiliger, Mittler Gott! Heiliger, Gott, Let⸗ rer und Tröſter! Dreieinigen Gott! Stärke ſie, die Dei nen, in des Glaubens Zu⸗ verſicht und wahrer Tugend! 3. Locken wird ſie nun die Welt, Herr, zu ihren Lüſten; ach, du wolleſt ſie mit Kraft aus der Höhe rüſten! L46 ſtreiten ſie und ſiegen! Die Triebe zu verbot'ner Lu dampfe früh in ihrer Bruſt. Heiliger, Schöpfer, ott! Heiliger, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Lehrer und Tröſter! Dreieiniger Laß ſie alle Feinde ihres 1 hen. Seeſen winden. 4 Ju de ſie deine th ihr Glaube unausſprech Herr, laß Einſt ſam gleich ind Reich! H Gott! H. Gott! Hei rer und Ir Gott! deß ihr Gelibd dir, bis zn Mel. Freu⸗ 5370 laß dir d ja nicht a ben; halt Bund, den Waſerbad ſchloſſen ha geht der d⸗ kreulos ha 2. Se. geliebt. a ücßſen i gt eſt wie dan h er fir de⸗ mußt, ſl en, auh reich leben 3. Se 0 9 keden, Ungemach 1 gemach 3 dahe nun Girin dn t n 9 Nitten wit in 2 86 1 2 Sun hen Weeelenheils weit über⸗ 4 nnm E nd 6 4. In der Todesnoth laß dal dein Aoſ ud ſg A hniſen ge den e unausſprechlich Dan auf di Güpe, Gott! da dieſe 7 7. Dreani h'n, und S. tie venſt m he; treu u 5 5 Endel 2 ch, wie bi rier Stund tt ch, feſt aif 4 nu bber nealt werſcht zu iet' eiiin ahen s wan irte ledensdrrd,[nn laß di dh deinn dd ſcuöm, ür kodm! Heilige dei den de t& Heilzet, lſche Welt—= Heiliger du idrer aid Tüſſer d und wam— Stärke ſt) ſe laß ſe r in d hu ſon, die en t ud nem ban der Se kocen i atdig üder⸗ ½ ₰ Herr, lin gahn †ader Hole 1 den kodn 8d 3 fem den die jett auf c dier mit teuer Hei⸗ 3l Säreb as kedens denn Orr Gndd und dir, bis an's Ende! treulos hat geſchworen! reich leben. un Ungemach, keine Noth von in beſondern Verbindungen. ſie, deine theu'r Erlöſten, daß ihr Glaube ſtandhaft blieb, tröſten! Herr, laß ſie bei dir leben! Einſt ſammle ſie mit uns zu⸗ Fleich in dein undergänglich Rieich! Heiliger, Schöpfer, un Sin, et, Ntla Heiltger⸗ Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Leh⸗ rer und Tröſter! Dreieiniger Gott! Laß ſie nie vergeſſen ihr Gelübde: treu zu ſeyn Mel. Freu'dich ſehr, o meine S. ₰ ¶Zei getreu in dei⸗ 5 3 7 S nem Glauben; laß' dir deſſen feſten Grund ja nicht aus dem Herzen rau⸗ ben; halte treulich deinen Bund, den dein Herz durch's Waſſerbad feſt mit Gott ge⸗ ſchloſſen hat! Denn wie leicht geht der verloren, der ihm 2. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt: auch die Lieb' am Nächſten übe, wenn er dich gleich oft betruͤbt! Denke, in wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat! Du mußt, ſoll dir Gott verge⸗ ben, auch verzeihn und lieb⸗ 3. Sei getreu in deinen Leiden, und laß dich kein 405 Jeſu ſcheiden; murre nicht in Weh! und Ach! Denn du macheſt deine Schuld größer durch die Ungeduld. Selig iſt, wer willig träget, was der Herr ihm auferleget! Sei getreu in deinem Hoffen, wenn dich Gott nicht bald erhört, und der Noth, die dich betroffen, nicht ſo, wie du wuünſcheſt, wehr't. Halt an ſeiner Treu' dich feſt; glaub', daß er dich nie ver⸗ läßt; ſeine Hülf' iſt ſchon vorhanden. Wer ſo hofft, wird nie zu Schanden. 5. Sei getreu bis an das Ende, daß kein Leid und keine Noth je von deinem Gott dich wende; ſei ihm treu bis in den Tod! O das Leiden dieſer Zeit iſt nicht werth der Herrlichkeit, die dein Jeſus dir will geben dort in ſeinem Freudenleben! Mel. O du Liebe meiner 5 3 8 Mittler, ſchau'auf ſie hernieder, die ſich deiner Gnade freun, und als deiner Kirche Glie⸗ der dir geloben, treu zu ſeyn; dir, der mit der größten Treue anch für ſie dahin ſich gab! Segnend ſchau' bei ih⸗ rer Weihe, ſegnend ſchau auf ſie herab! 2. Laß die Blüthe ihrer Jugend dir, nur dir gehei⸗ ligt ſeyn, daß ſie nie vom Pfad der Tugend in der Irre ſich zerſtreun! Schütze ſie vor 4 6 Geſinnung und Verhalten des Chriſten vor allen Schlingen, vor den Lockungen der Welt; laß es nimmer ihr gelingen, daß ſie ihre Tugend fäͤllt. 3. Laß ſie treu in deiner Liebe, feſt in deiner Lehre ſeyn, und durch deines Gei⸗ ſtes Triebe Wunſch und That des Böſen ſcheun! Stärke ſie durch deine Gnade, wenn zu dir ſie kindlich flehn, daß ſie auf der Unſchuld Pfade zu dem höhern Leben gehn! * 4, Halte ſie mit ſtarken Armen, wenn ſie ſtraucheln wollen, feſt; laß ſie fuͤhlen dein Erbarmen, das die Schwachen nie verlaͤßt! Und wenn eins ſich je verirrte und verließ der Tugend Bahn; ach, dann nimm dich, treuer Hirte, des verirrten Kindes an! 5, Keines, keines, ach von Allen, die mit dir den Bund erneun, laß' aus deiner Gnade fallen und von dir geſchieden ſeyn! Herr, ver⸗ ſiegle ihren Glauben, der ſie ewig gluͤcklich macht: Kei⸗ nem laß die Krone rauben, die du Allen zugedacht! 6. Sieh hernieder auf die Deinen, die ſich jetzt zu dir gewandt; ſieh die Thraͤnen, die ſie weinen, Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß die ſeligen Gefühle nie erkalten, nie vergehn; bis zu ihrem Lebensziele laß ſie treu im Glauben ſtehn! 7. Sammle ſie einſt Alle wieder dort in deines Vaters Reich! Sie ſind deines Bun⸗ des Glieder; einſt den En⸗ geln Gottes gleich, ſingen ſie dir, Herr, zu Ehren, dann ihr Loblied hocherfreut, in der Auserwählten Chören, laut durch alle Ewigkeit. Vor der Einſegnung. Mel. Chriſtus, der iſt mein (Die Gemeinde allein.) On iteh dieſe jun⸗ 539 S gen Seelen, die, Vater, dir ſich nah'n! Sie kommen, deinen Segen von neuem zu empfah'n. 2. Sie kommen, dir, Vater, ſich feierlich zu weihn, und heilig zu geloben, dir ewig treu zu ſeyn; 3. Verſuchungen zur Sünde mit Muth zu wider⸗ ſtehn; den Weg, den Jeſus lehrte und ſelbſt betrat, zu gehn. 4. O blick auf ſie mit Se⸗ gen, Allliebender, herab, daß ſie vom Weihaltare treu wandeln bis ans Grab! (Die Konfirmanden allein.) 5. Gott, welche heil ge Stunde! Laß ſie geſegnet ſeyn! Dir, Heiligſter, dir wollen wir Herz und Leben weihn. 6, Dich immer kindlich lie⸗ ben, gehorchen willig dir, und gern dem Nächſten die⸗ V nen, ja, Gott, das wollen wir. 7. Wirn das kleinſt und inme und uns ie 8& Ot Segen vo herab, und lubde ze Grab! Nach de (Die oe Mel. Wer 5 0 des ſei en werth; d chen eure Alwiſen gen Chri heute eu 2, Be verpflich Tugend neuem h pflichtet, ganz zun euch dieſe dieſes. 7. Wir ar; einſt den g ſe 28 gleich, ſingenſe 3 Ehren, dam d hocherfrelt, u 1rwaͤhlten Ginn, ¹) alle Ewigiet Einſegnng iiſtus, der iſt ni emeinde allei) 4 Se dieſe jn n Seli er, dir ſcch utte aren, deine degn an zu enpfahn. ⁵ kommen, dir h feierlich zuwt —g zu geloben, i d zu ſeyn; zerſuchungen ſ 1it Muth zu wie n Weg, den JId d ſelbſt betrat, Slick auf ſie mite liebender, heu m Weihaltare — bis ans Gra Chriſten 5 4 rin dein 1 es Vaterz ſind deines 8 V nfirmanden ale ott, welche tä « Laß ſie geit ir, Heiligſter, „ir Herz und b eh immer tidͤlt horchen wilig! dem Näͤchſtan 7 Gott, das i 1 7. Wir wollen jede Sünde, das kleinſte Unrecht ſcheun und immer beſſer werden, und uns in Unſchuld freun. 8. O blick' auf uns mit Segen von deinem Thron herab, und laß uns dem Ge⸗ lübde getreu ſeyn bis an's Grab! Nach der Einſegnung. (Die Gemeindeallein.) Mel. Wer nur den lieben Gott 540 O Kinder, dieſer 4 Tag des Bun⸗ des ſei eurem Herzen ewig werth; denn das Verſpre⸗ chen eures Mundes hat der Allwiſſende gehört. Ihr jun⸗ gen Chriſten denket nach, was heute euer Mund verſprach! 2. Bedenkt, wozu ihr euch verpflichtet, Gott und der Tugend treu zu ſeyn. Von neuem habt ihr euch ver⸗ pflichtet, Gott euer Leben ganz zu weihn. O heilig ſei euch dieſe Pflicht! Vergeſſet dieſes Tages nicht! (Die Konfirmirten allein.) Mel. Werde munter, mein 3. Heilig ſoll uns dieſe Stunde, ewig unvergeßlich ſeyn! Mit dem Herzen, mit dem Munde ſchwuren wir: Gott treu zu ſeyn; nicht zu weichen von der Pflicht, bis das Aug' im Tode bricht. Gott, der Alles weiß und richtet, weiß, wozu wir uns verpflichtet. in beſondern Verbindungen. ewig euer Freund; 407 4. Ja, wir wollen uns er⸗ geben unſerm Gott und nicht der Welt, und in unſerm gan⸗ zen Leben willig thun, was ihm gefaͤllt! Wer hier ſäet in der Zeit, aͤrntet einſt in Ewigkeit. Dort, dort wird der Herr der Welten Jedem nach Verdienſt vergelten! (Die Gemeinde allein.) Mel. Wer nur den lieben Gott 5. O wohl ench, wenn ihr Gott wollt leben, wenn euer Herz es redlich meint! Dann wird auch Gott euch Segen geben; dann bleibt Gott dann wird euch großes Glück und Heil hier und in Ewigkeit zu Theil. (Die Gemeinde allein.) Mel. Jeſus, meine Zuverſicht ottes Gnade ſei 541 G mit euch! Sie verleih euch Kraft und Se⸗ gen! Wallet freudig, Engeln gleich, eurem hohen Ziel entgegen! Groß iſt einſt der Tugend Lohn vor des All⸗ vergelters Thron. 2. Heilig ſei euch dieſer Tag; heilig, was ihr jetzt verſprochen! Ach, was euer Mund verſprach, werde nie von euch gebrochen! Bleibt auch in Gefahr und Noth fromm und treu bis in den Tod! G Die —— 408 Geſinnung und Verhalten des Chriſten (Die Konfirmirten allein.) 3. Ja, zu treuer Folgſam⸗ keit haben wir uns dir ver⸗ pflichtet. Unſer Herz ſei dir ge⸗ weiht; unſer Geiſt auf dich ge⸗ richtet! Owie ſelig werden wir in dem Bunde, Gott, mit dir! 4. Stärk uns nur mit dei⸗ ner Kraft! Schuüͤtz uns vor der Macht der Suͤnden! Gib, daß wir gewiſſenhaft böſe Lüſte überwinden! Hilf, daß unſer Herz dir treu, ſtand⸗ haft unſ're Tugend ſei! (Alle.) 5. Sieh, o Herr, wir Alle flehn, ſtärke liebreich unſ're Seelen! Laß uns niemals irre gehn, nie die Bahn des Heils verfehlen! Alles ſchwin⸗ det mit der Zeit, nur nicht wahre Frömmigkeit. (Zum Schluß der Konfirmations⸗ handlung.) Mel. Allein Gott 8 der Höß. err Gott! was 542 H irdiſch iſt, ver⸗ geht, und ſchnell enteilt das Leben; Herr Gott! was ewig feſt beſteht, haſt du dem Geiſt gegeben: es bleibt der Wahrheit helles Licht, es bleibet Tugend, Recht und Pflicht und Jeſu heil'ge Lehre. 2. Die Lehre bleib' uns bis an's Grab ein Licht auf allen Wegen, der Jugend Schutz, des Alters Stab, des Herzens Troſt und Segen! Sie leit' in aller Freud' und Noth, in jedem Kampf und durch den Tod uns in das beßre Leben! Bei Einweihung einer Kirche. Mel. Nun danket Alle Gott on heiligem Ge⸗ 543 V fühl der An⸗ dacht tief durchdrungen, ſei, Gott, dir heut von uns Lob, Preis und Dank geſungen! Hier wollen wir vereint uns deiner Liebe freun; drum weihen wir dies Haus zu deinem Tempel ein. 2. Anbetend dir ſich nahn, dich ehrfurchtsvoll erheben, wie ſüß iſt dieſe Pflicht, wie wichtig fuͤrdas Leben! Drum wende zum Gebet, zum Dank, zu deinem Ruhm oft unſer Herz ſich hier in dieſem Hei⸗ ligthum! 3. Hier ſollen wir den Sinn von Chriſti Lehre faſſen, und zur Befolgung uns, zur Treu“ ermuntern laſſen; hier ſtrahlt dem Geiſte Licht, hier quillt dem Herzen Ruh'; hier ſpricht dein Wort, o Gott, Geduld und Troſt uns zu. 4. Hier ſollen am Altar ſich dir, du Gott der Liebe, die Neuverbund'nen nah'n, dir heil'gen ihre Triebe; vor deinem Angeſicht ſich ſchwö⸗ ren Lieb' und Treu', damit ihr Leben dir ſtets wohlge⸗ fällig ſei. 5. Hier wird mit Dank⸗ gebet das Kind in fruͤher Jugend geweiht dem Kin⸗ derfreund, dem Vorbild je⸗ der Tugend: hier ſchwör e der Beſſe innern u der Liebe und dure voll ging 7. ka Werth u erwaͤgm, Zweck re gen. D der Wei Sorgfäl Geiſt d CLhrſn irche. hei eihung eine ddanket Alle oit Jenbeilge Ge . fühl der Jn Vurchdrungen 1 eut von un 3 Dank geſtnga Ewir verent m e freun; dm =r dies Hauß g 4* fr end dir ſich naßn chtsxul ban b jdieſe Hfüct, wie das Leben Demn — Gebet, um Duf 8 Ruhm oſt une Aier in dieſen he⸗ Sollen wirden Ein *i Lehre faſſen, u Dung uns, zur Teu laſſen; hierſtrahl „Licht, hier quil * Rul'; hier ſpric 1 o Gott, Gedah oms zu. V ſollen am Al Du Gott der dih serbund'nen na *n ihre Triebe N ggeſicht ſih ſte emd Treu', dar s dir ſtets woſſ 2* g wird mit di „ Kind in ſi leweiht dem d 2, dem Vorbih in beſondern Verbindungen. es einſt den Schwur: Gott ewig treu zu ſeyn, und tritt dann in den Bund erwachſ'⸗ ner Chriſten ein. 6. Hier ſollen wir vereint das Mahl der Liebe feiern, und ernſtlich den Entſchluß der Beſſerung erneuern; er⸗ innern uns aͤn ihn, der auf der Liebe Bahn, durch Leben und durch Tod, uns muth⸗ voll ging voran. 7. Laß dieſer Wohlthat Werth uns, Vater, ſtets erwägen, und dieſes Hauſes Zweck recht ernſtlich überle⸗ gen. Dann wird der Tag der Weih' ein Tag des Se⸗ gens ſeyn, und ſeiner wird ſich noch die ſpaͤte Nachwelt freun. . Bei Einfuhrung eines Schullehrers. Mel. Laß mich, o Herr 5 7 4 Laßt dankbar uns — die Lehrer eh⸗ ren, die ſtets mit Ernſt und Sorgfalt ſich bemühn, den Geiſt der Jugend zu beleh⸗ ren, ihr Herz von ſeinen Fehlern abzuziehn! O wel⸗ che Saat wird durch ſie aus⸗ geſtreut! Sie keimt empor für Zeit und Ewigkeit. 2. Bedauernswürdig ſind die Seelen, die unbelehrt durch dieſes Leben gehn. Wie können ſie das Gute wählen, wenn ſie nicht auch das Licht der Wahrheit ſehn? Wo bleibt ihr Werth? Wo⸗ her kommt ihnen Kraft zum des Unrechts fliehn! vS—(.(,̃2ez 409 Kampfe gegen Welt und Lei⸗ denſchaft? 3. Preis dir und Dank, der du der Jugend, auch unter uns, mit Vaterhuld gedenk'ſt, und zu der Weis⸗ heit und der Tugend durch treue Fuͤhrer ihre Schritte lenk'ſt! Wie weiſe, Gott, wie liebreich, Herr, biſt du! Durch Schulen auch ſtröm'ſt du uns Segen zu. 4. Froh ſehn der Zukunft wir entgegen, wenn unſer Blick auf gute Kinder fäͤllt. Durch ſie verbreitet ſich dein Segen einſt weit umher in deiner Menſchenwelt; und naht ſich uns der Tod einſt auf dein Wort; ſo ſetzen ſie dein Werk auf Erden fort. den Lehrern Kräfte und re⸗ gen Trieb, die Kinder dir zu weihn! Laß treuen Fleiß im Lehrgeſchäfte ſtets ihren Ruhm und ihre Freude ſeyn! Erfülle ſie mit Achtung für ihr Amt, aus dem das Heil ſo vieler Seelen ſtammt! 6. Laß ſie durch Ernſt dem Leichtſinn wehren, durch Freundlichkeit die Herzen an ſich ziehn; auch, wenn ſie ſtrafen, noch belehren, und folgſam ſelbſt den Schein Reli⸗ gion und reine Sittlichkeit erbreite ſich durch ſie zu je⸗ der Zeit! b 7. O welche Pflichten! Wel⸗ ——— 5. Drum gib, o Gott, 410 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Welche Würde! Gott, ſteh' 3. Beduͤrfniß und des Flei⸗ auch dieſem neuen Lehrer bei! ßes Gang wirkt Ordnung Erleichtre ſeines Amtes Bür⸗ und Zuſammenhang; der de, damit er ſtets getroſt und nützt durch Kunſt dem Va⸗ muthvoll ſei, und gib auch terland und durch die Arbeit uns ein Herz, das gern ihn ſeiner Hand; ehrt und dankbar iſt, und 4. Der durch Verſtand und ſeine Freuden mehrt! Geiſteskraft, durch Einſicht, 8. Wenn ihn des Tages Kenntniß, Wiſſenſchaft; der Laſten drücken, wenn ihm nützt mit ſeinem kühnen der heitre frohe Sinn ent⸗ Muth, und der mit ſeinem weicht, dann laß ihn jenen Erdengut. Lohn erblicken, den deine 5. So knüpf'ſt du, Gott, Hand einſt treuen Lehrern durch jeden Stand der all⸗ reicht; und immer zeig' er gemeinen Wohlfahrt Band; dann ſich als ein Chriſt, der vertheilſt mit Weisheit und muthig wirkt, ſo lang es mit Wahl des Fleißes Gang, Tag noch iſt. der Krafte Zahl. 9. O Gott, laß jede Schule 6. Gluck, Segen, Reich⸗ blüben, und reich an Frucht thum, Ueberfluß, und allerſei⸗ für Welt und Nachwelt ſeyn! tiger Genuß, Bequemlichkeit Laß jedes Lehrers Eifer gluͤ⸗ und Freud' und Ruh' fließt ben, die Dunkelheit der uns durch dieſe Ordnung zu. Seelen zu zerſtreun, und 7. Wer wollte denn nicht einſt erheb' ihn die beglückte thäͤtig ſeyn, nicht ſeines Schaar, für die er hier ein Standes ſich erfreun: auf weiſer Führer war! der ihm angewieſ'nen Bahn . nicht wirken, was er wirken Bürgerliche Geſellſchaft. kann? Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich 8. Wer jede ihm verliehne 5 4 5 ach Gottes Kraft gebraucht, und durch 4 weisheits⸗ ſie Gutes ſchafft, der ebet, vollem Rath, der Alles ange⸗ wie es Gott gefällt; zum ordnet hat, wird Völkern Segen ſich und für die Welt. dauerhaftes Heil durch der Geſellſchaft Band zu Theil. Vaterland sliebe. 2. Nur durch vereinte Thä⸗ Mel. Schon iſt der Tagvon Gott tigkeit, die ſich dem Dienſt 5 f, 6 Das Land, das des Staates weiht, durch ge⸗ 40 D Gott mir va⸗ genſeitiges Bemühn ſieht terlich zur Wohnung ange⸗ man der Bürger Wohlfahrt wieſen, läßt ſeines treuen blühn. Schutzes mich in Glück und —— Noch ger Nahrung Recht un ützt m ſi 8 kenntlich liche Ge meinen will ze dem Be ſchüͤßt, Brüder! Eifer w 3. Ri Sicherh velndſt desobii ſo viel will fie mann, helfen nen B 5.5 redlich Vaterl 1Chriſte küiß und desgl, Birkt Orduun 1 dunſ dem a unth de Ati 2. c eAüit rch Verſtand unh * durch Eiſct. ziſſenſchaſt, w ſeinem kühna A der mit ſenen = ipfſt du, Gat = Stand der ale ohlfatnt Band; it Weisßeit und s Fleißez Gang Zahl. 4 ¹ Segen, Reic⸗ duß, und allere⸗ —, Bequemlichiet und Ruhy fliht eſe Ordnung ſu ollte denn nich —, nicht ſeinen herfreun: auf wewieſ'nen Bahn a was er wirke nde ihm verliehn ucht, und dun jafft, der letn —tt gefällt; ſu⸗ And für die Wl andsliebe Ider TagvonGi Das Land„d Gott mirdh in beſondern Verbindungen. Noth genießen; es gibt mir Nahrung, Sicherheit; erhält Recht und Gerechtigkeit und ſchützt mein Gut und Leben. 2. Drum will ich ſtets er⸗ kenntlich ſeyn, durch nütz⸗ liche Geſchäfte mich der ge⸗ meinen Wohlfahrt weihn, will Zeit, Beruf und Kräfte dem Vaterlande, das mich ſchützt, und mir und meinen Brüdern nützt, mit treuem Eifer widmen. 3. Nie will ich Ruh' und Sicherheit im Staate fre⸗ velnd ſtören; will meine Lan⸗ desobrigkeit, als Gottes Ord⸗ nung, ehren, und ihren Wil⸗ len jederzeit, mit treuer Un⸗ terwuͤrfigkeit, nach Möglich⸗ keit erfuͤllen. 4. Auch will ich meiner Brüder Glück durch meine Schuld nie hindern; will ſtets ihr widriges Geſchick, ſo viel ich kann, vermindern; will freundlich dienen jeder⸗ mann, und helfen, wo ich helfen kann, zum allgemei⸗ nen Beſten. 5. Auf, Bruder, die ihr's redlich meint, nützt eurem Vaterlande, das euch zu gleichem Zweck vereint, in jedem Amt und Stande! Und fordert es des Landes Wohl, ſo opfert, wie es jeder ſoll, ihm freudig Gut und Leben! 6. Gott ſteh uns bei, daß Alle wir nach unſern Pflich⸗ ten leben, und ſchon, als 411 gute Bürger, hier nach je⸗ nem Reiche ſtreben, in das nur treue Knechte gehn, die in dem Dienſte hier beſtehn, zu dem du ſie berufen! Obrigkeit und Unterthan. Mel. Vom Himmel kam der 5 47 Gou, der zum Segen fuͤr die Welt uns Fürſten gibt und ſie erhält, du willſt, daß ih⸗ nen jeder treu, gehorſam und ergeben ſei. 2. Sie wachen ſtets mit offnem Blick und ſorgſam für der Länder Glück; durch ſie fließt Sicherheit und Ruh' den Bürgern aller Stände zu. 3. Nicht Jeder iſt in Würden groß: oft iſt ein niedrer Stand ſein Loos; doch Jeder, ſei er noch ſo klein, kann achtungswerth als Bürger ſeyn. 4. Er iſt's, wenn er den Fürſten liebt, und den Ge⸗ ſetzen, die er gibt, Zeit, Kräfte, Sorgfalt, Eifer weiht, gern thut, was jedes ihm gebeut: 5. Wenn er gewiſſenhaft ſtets iſt, nie ſeines Bürger⸗ eids vergißt; und das, was er entrichten ſoll, gern bei⸗ trägt zu des Ganzen Wohl. 6. Er iſts, wenn er als Bürger denkt, nie andrer Bürger Rechte krankt, und fern von ſchlauer Ränke Liſt, zum Wohl des Landes thä⸗ iig ü 7. Er deinem 7. Er weiß: nur des Ge⸗ ſetzes Kraft, und wär' es auch noch mangelhaft, ge⸗ währt dem Volke Sicherheit und Ordnung und Zufrie⸗ denheit. 8. Er lebt, von Trug und Unrecht frei, ſtets folgſam dem Geſetz und treu, und fühlt, wenn er es gern voll⸗ führt, ſich dann ſo frei, als der regiert. 9. O Gott, laß mich ge⸗ wiſſenhaft, und ſtark durch deines Geiſtes Kraft, mich allen meinen Pflichten w eihn; ſo kann ich deiner Huld mich freun. Mel. Aus der Tiefe rufe ich 5 48 INer gehorcht, der thu's mit Luſt! Jeder Bürger, ſich be⸗ wußt, daß nicht jeder herr⸗ ſchen kann, ſei ein guter Un⸗ terthan! 2. Biſt du niedrig, biſt du groß; ſei vergnügt mit Loos! Schäm' dich deines Standes nicht; nöthig iſt ja Jedes Pflicht.. 3. Zur gemeinen Wohl⸗ fahrt ſei dem Geſetze ſtets getreu! Wer ihm gern ge⸗ horchen kann, der nur iſt ein freier Mann. 4. Schaue Jeſum Chri⸗ ſtum an; er, wie du, ein Unterthan, und doch aller Fürſten Gott, that, was das Geſetz gebot. 5. Ehre dem, dem Ehr' 412 Geſinnung und Verhalten des Chriſten gebührt! Schoß und Zoll dem, der regiert! Gib, als gäbſt du Gott, dem Herrn, was dir auferlegt iſt, gern! 6. Ordnung und Gerech⸗ tigkeit, Schutz und Fried' und Sicherheit, welch' ein Gluͤck, das man nur hat durch der Obern Rath und That! 7. Lebe ſelbſt gewiſſenhaft; ihres Wandels Rechenſchaft laß dem Herrn, und ſieh' nur du, daß du ſelbſt gerecht ſeiſt, zu! 8. Obrigkeit und Unter⸗ than, betet Gott den Höch⸗ ſten, an! Fürchtet ihn: denn ſein Gericht wird gerecht ſeyn: ſündigt nicht! Hoher Stand. Mel. Vom Himmel kam der er höher durch 549 W Geburt ſchon iſt, als ſeine Brüder, kenn', als Chriſt des beſſern Adels Werth und Pflicht; den fühl er, den entehr' er nicht! 2. Er, ſind ihm Bruͤder unterthan, er ſei ihr Vater, kein Tyrann; ſo mild und Aebreich als gerecht; er iſt wie ſie auch Gottes Knecht! 3. Nicht wähn' er, weil er groß und frei vor den Ge⸗ ringern iſt, er ſei erhaben über Recht und Pflicht und Rechenſchaft; das wähn' er nicht! 4. Er ſehe, mehr begluͤckt von Gott, nicht mit Verachf G tung tung od von deſ der ihm erhebt! 5. Er und Zw durch M ihm gie mit And 6. † ihm ver ſeine ſe thäͤtig ſ ward d herr! 7.& Macht Thaten zuwhm von de 8.2 ven, i der ver terland als An 9. T vergißt, diige ſt der der der wo ſtrebt. 10. Toded ler, geo de du wat ſe zugs NRäl. ſt gewiſaſt dls Rechenſhii en, und ſieymn ſelbſt gentt Seit und Unte⸗ a Hott den hih⸗ chtet ihn: dan — wird gench —t nicht! Stand. rhimmel kam der zer höher durch —=) Geburt ſchon Brüder, kenn, 8 beſſern Adels Sicht; den fühl ad er nicht! d ihm Bruͤden er ſei ihr Vaten *; ſo mild und Igerecht; er iſ Gottes Knecht hhn'er, weil e vor den Gr⸗ er ſei erhaben and Pfliht m „ das waͤhn g —, mehr begluüt cht mit Veruth ren in beſondern Verbindungen. tung oder Spott auf den, von deſſen Schweiß er lebt, der ihm erwirbt, was ihn erhebt! 5. Er haſſe Grauſamkeit und Zwang, verpraſſe nicht durch Müßiggang, was Gott ihm giebt, beglückt zu ſeyn, mit Andern, aber nie allein! 6. Froh neben ihm, mit ihm vergnügt ſei, wer ihm ſeine Felder pflügt! Wohl⸗ thätig ſoll er ſeyn; denn er ward darum nur des Armen Herr 7. Er,(denn er hat mehr Macht und Zeit zu höhern Thaten) ſei bereit, auch mehr zu thun für Volk und Staat, von dem er ſeinen Vorzug hat! 8. Verächtlicher, als Skla⸗ ven, iſt im Tod einſt jeder, der vergißt, daß er des Va⸗ terlandes Wohl auch mehr, als Andre, fördern ſoll. 9. Doch, wenn er's nicht vergißt, ſo freut der Nie⸗ drige ſich ohne Neid, weil der der Welt zum Segen lebt, der wohlzuthun ſich ſtets be⸗ ſtrebt. 10. Und ſpricht in ſeinem Tode dann: das war ein ed⸗ ler, großer Mann! Er, durch der Tugend Glanz verklärt, war ſeines Glücks und Vor⸗ zugs werth! Mel. Schon iſt der Tag von 550 G'darß Bor 413 und That Gerechtigkeit zu üben, und wandle ſtets den rechten Pfad, den Gott dir vorgeſchrieben! Ein Richter, der dies je vergißt, partheiiſch und beſtechlich iſt, zerſtört das Glück der Erde. b 2. O wehe denen, welche nicht ihr Ohr zur Unſchuld neigen, die mit Verletzung ihrer Pflicht Geſetz und Rech⸗ te beugen! Sie ſaͤen Fluch und arnten Fluch durch ihren feilen Richterſpruch, denn Gott beſchützt die Wahrheit. 3. Wenn ſie nicht treu im Amte ſind; Gott kennt der Wahrheit Sache. Der Un⸗ terdruͤckten Thräne rinnt und ſchreit zu ihm um Rache. Ge⸗ foltert von Gewiſſensqual, erſcheinen ſie im Todesthal und am Vergeltungstage. 4. Der Redliche nur wird beglückt, der nie das Recht verdrehet, die Einfalt nie durch Liſt berückt, und nie die Unſchuld ſchmähet. Er gibt und nimmt und redet nichts, wodurch die Stätte des Gerichts entheiligt wer⸗ den könnte. b 5. Er geht, entfernt von Sucht nach Geld, auf des Geſetzes Wegen, und jedes Urtheil, das er fällt, bringt ſeinem Herzen Segen. O wohl dem Land, wo jeder⸗ zeit nur Wahrheit und Ge⸗ rechtigkeit in allen Staͤnden blüͤhen! 6. Laß jeden hier ſein Imt ge⸗ —— 41 4 Geſinnung und Verhalten des Chriſten getreu, o Gott, vor dir ver⸗ und frevlend ſeine Pflicht walten, und ſein Gewiſſen verletzt! vorwurfsfrei bis in den Tod 4. Ehrt Wahrheit, Recht, erhalten! In unerm ganzen und fürchtet Gott; nie werde Vaterland bewahr', o Vater, Tugend euer Spott! Die jeden Stand vor Unrecht und Krieger ſind zu keiner Zeit vor Frevel. von ihrer Chriſtenpflicht be⸗ 7. Es ſuche jeder, der dich freit. kennt, im Guten ſich zu ſtäar⸗ 5. Zieht ihr in Krieg: ſo ken, und wer den Namen ſtöret nie die Rechte Andrer; Jeſu nennt, laß ab von bö⸗ ſchützet ſie! Gewalt übt un⸗ ſen Werken! Gib deinen geheißen nicht; ſtets leit' euch Knechten Kraft dazu! Wer Ehrgefühl und Pflicht! kann es anders, Gott, als 6. O daß nicht einer Fre⸗ du? Du biſt der Tugend vel treib! Daß jeder ſchone Quelle! Greis und Weib und Kind 8. Gerechter Gott, belohne und Säugling, wie den die, die ſich vom Unrecht Mann, der widerſtehn nicht wenden! Erquicke ſie nach mag noch kann! Kampf und Muh', wenn ſie 7. Wer vor euch nieder⸗ den Lauf vollenden! Zu dei⸗ fällt, den hebt mit Brüder⸗ nen Freuden nimm ſie auf; armen auf; wer bebt, den denn ſie vollendeten den Lauf, tröſtet, Brüder: nie vergießt der Tauſende beglückte. Blut, wenn der Feind ent⸗ waffnet iſt! Der Soldat. 8. Dann ſeid ihr wahre el. Erhalt' uns, Herr, bei M Helden, ſeid Vertheidiger 5 5 1 Bewaffnere, der der Menſchlichkeit, dem Volk, Krieger Stand wie dem Regenten werth, von bewacht, beſchützt das Va⸗ Vaterland und Gott geehrt. terland und ſtehet dem Ge⸗ 9. Gott ſei mit euch in ſetze bei, damit ſein Aus⸗ Fried' und Krieg, mit euch in ſpruch wirkſam ſei. jedem Kampf und Sieg, mit 2. Gehorſam, Treu und euch im Leben und im Tod! Toapferkeit zeigt drum vor Allem jederzeit: vergeßt in Krieg und Frieden nicht den edlen Endzweck eurer Pflicht! 3. Welch wicht'ger Ruf, wie ehrenwerth! O daß ihr immer ihn nur hört! Weh', euch Gott! Der Landmann. Mel. Erſchienen iſt der 552 Wwiger; Hier ſegne, dort beglück wer ihn aus den Augen ſetzt denn mein Stand iſt guch vo von dir; b fuͤr meine terlich be du auch m 2 Gel herrlicher geſegneten jedes Fell für Gott für mich, 3. Im Angeſichte wann gel ich thu, an Segen Was bra 4 Wee und Flur wohne die nie Gottes und woh 5. W dann vor und Pra Haus: do und Uebe ſeinem Uel und Gra⸗ 6. Na Ruh und größre 9 — . ahrheit, Rech — ott; ni me werde d. Spott! de — zu keiner zit eiſtenpflicht 3 b r in Krieg: — Rechte Andue Ahewalt übt m = ſtetslete d Pfücht! eine Pflcht Aicht einer gue — t jeder ſchut Jeib und fid Dung, wit det er viderſtehn nict Am! ir euch nieder — zt mit Brüͤder wer bebt, den ir: rie vergießt der Feind ent⸗ iid ihr wahre LVertheidiger „ eit, dem Volk, ten werth, von d Gott geehn i mit euch in — ieg, mit euch in an und Sieg, ui S. und im Tod — dort beglit — Indmann. Vienen iſt det bl mir, BSsörn „ 5tand iſt 5 in beſondern Verbindungen. von dir; du ſchufſt das Land fuͤr meinen Fleiß; und vä⸗ terlich beglückſt und ſegneſt du auch mich: gelobt ſeiſt du! 2. Gelobt ſei Gott! denn herrlicher und ſchöner und geſegneter wird jede Flur und jedes Feld durch meinen Fleiß für Gottes Welt und auch für mich!. 3. Im Schweiße meines Angeſichts arbeite ich: doch wann gebricht's mir, wann ich thu, was Gott gebeut, an Segen, an Zufriedenheit? Was brauch ich mehr? 4. Wie lächeln freudig Au und Flur! In meiner Hütte wohne nur die Unſchuld, die nie Arges thut: und Gottes Wohlgefallen ruht und wohnt bei mir. 5. Was hat der Reiche dann voraus, mehr Macht und Pracht, ein„länzend Haus: doch auch mehr Sorg' und Ueberdruß; bei allem ſeinem Ueberfluß mehr Furcht und Gram; b 6. Nicht mehr Geſundheit, Ruh und Kraft, wohl aber größre Rechenſchaft. Und wenn ich fromm und gut bin, werd' ich ſelig wie der Fürſt der Erd', wenn er gut iſt. 7. Müͤhſeligkeit iſt Aller Loos, der Menſch ſei niedrig oder groß; doch kommen wahre Ruh' und Luſt auch gern, doch nur in deſſen Bruſt, der Gott gefällt. 8. In ſeiner Werke Herr⸗ lichkeit ſeh' ich ihn täglictht;l mich erfreut der Sonne Glanz, der ſtille Mond; Wald, Thal und Berg und Flur belohnt mir meinen Fleiß. 9. Des Weiſen Achtung fehlt mir nicht, erfüll' ich redlich meine Pflicht; ich bin ein Mann fürs Vaterland, ich nähr es und durch meine Hand lebt Volk und Fuͤrſt. 10. Wohl mir, wohl mir! Ich baue gern den Acker Got⸗ tes, meines Herrn, und ärnt ich nicht ſchon hier den Lohn, ich ärnt' ihn einſt vor Gottes Thron in Ewigkeit. Der Nachbar. Mel. Was Gott thut, das iſt. 553 Git, Hachſter, daß A²⁹ ich fromm und treu auch meine Nachbarn liebe; daß mir ihr Glück erfreulich ſei, ihr Unglück mich betrübe; daß ich mich nicht entzieh der Pflicht, mit auf ihr Wohl zu ſehen, und ihnen beizuſtehen! 2. Laß mich durch mein Benehmen nie, Gott, ihnen Kummer machen! Mein Herz ſei willig, auch für ſie zu beten und zu wachen! Er⸗ munt're mich; ſtets nachbar⸗ lich, das Gut, das ſie be⸗ ſitzen, nach Möglichkeit zu chützen! 3. Gib, daß ich gern ver⸗ ſchwiegen ſei und ſtets den Frieden ſuche; nie nähre — 8 4 1 5 t 1 5 G 1 Neid 416 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Neid und Heuchelei, nie heimlich Nachbarn fluche! Und thun ſie mir auch Un⸗ recht hier; hab ichs nur nicht verſchuldet: ſo wird es leicht erduldet. 4. Was hilft ein feind⸗ ſchaftlicher Sinn? Er führt nur ins Verderben. Wie ſchnell eilt unſre Zeit dahin! Wer weiß, wie bald wir ſterben? O Freunde, ſeid entfernt vom Streit! Denkt, daß ich euch im Grabe zu ſtillen Nachbarn habe. 5. Herr, präge du den Sinn mir ein, der mich vor Haß behütet, und laß mich auch als Nachbar ſeyn, was mir dein Wort gebietet! Wer liebreich iſt, wie du es biſt, wird einſt, wenn Feinde be⸗ ben, in ew'gem Frieden leben. uUumgang Gu Seite. 376) Mel. Schon iſt der Tag von Gott 5 5 4 Die Zunge, die vernehmlich ſpricht, hat mir mein Gott gegeben. O, mißbraucht' ich doch ihrer nicht! Sie brin⸗ get Tod und Leben; ſie ſtürzt in Unglück, hilft in Noth; ſie flucht und ſegnet, fleht und droht; kann heilen und verwunden. 2. Hilf, daß in meines Herzens Grund, Herr, deine Furcht ſtets wohne, und daß gewiſſenhaft mein Mund der Wahrheit Rechte ſchone; daß ich von niedrer Schmeiche⸗ lei, von Schmaͤhung und Verſtellung frei, was ſuͤnd⸗ lich iſt, nie rede. 3. Auf deinen Ruhm und Andrer Wohl ſoll ſtets mein Sinn ſich lenken; hilf mir, ſo oft ich reden ſoll, mit Ernſte dies bedenken! Zum Guten rege ſelbſt mich an, damit ich, wo ich nützen kann, aus Menſchenfurcht nicht ſchweige. 4. O wehe dem verweg'⸗⸗ nen Mund, der Fluch und Schwur nicht ſcheuet! Wie bald wird da der Leichtſinn kund; wie oft zu ſpaͤt be⸗ reuet! Ach, Fluchen bringet Fluch und Noth, entfernet immer mehr von Gott! Herr, lehr' es mich bedenken! 5. Auch wehe dem, der Tuücke liebt, und deſſen Worte trügen; der ſeinen Nächſten gern betrübt mit Falſchheit und mit Lügen! Nur Red⸗ lichkeit, nur off'ner Sinn, nur Wahrheitsliebe ſchafft Gewinn, der ewig uns be⸗ gleitet. 3 6. Was züchtig, keuſch und ehrbar iſt, was wohl und lieblich klinget, das redet überall der Chriſt; ſpricht, wenn es Nutzen bringet, und ſcheut den Zorn der Men⸗ ſchen nicht; doch wird auch Schweigen ihm zur Pflicht, wenn es die Liebe fordert. 7. O gib mir, Gott, ein reines Herz, und laß mich Spöttereien und frechen, ii b en⸗ tenloſen 6 mem Eifer Sprechen Kraft; d auch Reche nen Wott Fre Mel. Vo 5553 Freund, he mit mir ve chem Vert mir ſich f 2 Der wit dir, dann wi nur und mir nach 3. Wi dein kich zu jeder dich verei fronm zu gendhaft. 4. Vom zurück du durch ſa wenn er ſo warn dend Ni tramn— Freude keit, aug Unbeſtan Freundſe 6.Wn und Lei Shriſte . und E kei, was ſund. — und, rede. ſin V en Ruhm ud ²⁵ ſoll ſtetz nen nin; üilfm (eden ſol,, n — bedenten zu — ſelbſt mich t .(wo ich nütn d Menſchenit — e. he dem verne — 1, der Fluch wh = ht ſcheuet! Ui da der keihhmn — oft zu ſpät he⸗ — Fluchen bringet — Noth, entfernt — von Gott! hen, — ch bedenken! = wehe dem, de ₰ und deſſen Won rſeinen Näͤchſte ddt mit Falſchhei ggen! Nur Red⸗ k. offner Sim in ſeitsliebe ſchaff „ er ewig uns be Unbeſtand, in beſondern Verbindungen. tenloſen Scherz mit from⸗ mem Eifer ſcheuen! Zum Sprechen gabſt du mir die Kraft; doch ſoll ich einſt auch Rechenſchaft von mei⸗ nen Worten geben. Freundſchaft. Mel. Vom Himmel kam der 555 ,O eln en n Freund, der, Gott, durch dich mit mir vereint, mit herz i⸗ chem Vertraun mich liebt, mit mir ſich freuet und betrübt! 2. Der, feſt vereinigt erſt mit dir, in Einem Geiſte dann mit mir für Wahrheit nur und Tugend lebt, mit mir nach Einem Ziele ſtrebt! 3. Wir theilen brüderlich dein Licht, ermuntern uns zu jeder Pflicht; wir bitten dich vereint um Kraft, gleich fromm zu ſeyn, gleich tu⸗ gendhaft. 4. Vom Irren hält er mich zurück durch weiſen Rath, durch ſanften Blick; und wenn er mir zu irren ſcheint: ſo warn' ich treulich ihn als Freund. 5. Nicht Argwohn, Miß⸗ traun oder Streit, nicht Freude und nicht Traurig⸗ keit, auch nicht des Glückes trennt unſrer Freundſchaft feſtes Band. 6. Wir theilen Alles, Freud und Leid mit brüderlicher Herzlichkeit: und treues Mit⸗ 417 gefuͤhl verſüßt uns Alles, was uns ſchmerzlich iſt. 7. Trennt auch das Schick⸗ ſal Freund von Freund; die Herzen bleiben doch vereint durch Liebe, durch Gebet und Rath, und, wo wir können, durch die That. 8. Vollenden wir einſt unſern Lauf; ſo nimmt uns dann Ein Himmel auf. Un⸗ endlich iſt die Seligkeit, die ewig uns vereint erfreut. In eigener Melodie. 5 56 K errlich iſt's, an 8 Freundes Hand durch das Leben wandeln, und durch Tugend und Ver⸗ ſtand feſt vereinigt handeln! 2Sünegreuiͤſchattgleicht die Welt einem öden Grabe. Wohl mir, daß ich mehr, als Geld, daß ich Freunde habe! 3. Aber da iſt Freundſchaft nicht, wo nicht Tugend woh⸗ net, wo nicht auf dem Ange⸗ ſicht Herzensgüte thronet. 4. Sittſam iſt ſie; nicht beim Spiel, nicht bei Trink⸗ gelagen, nicht im lärmenden Gewühl darfſt du nach ihr fragen. 3. Aber o, du findeſt ſie bei unſchuld'gen Scherzen; nur bei der Verläumdung nie, nie bei böſen Herzen. 6. Freundſchaft lehrt be⸗ ſcheiden ſeyn, Andrer Vor⸗ Freundſchaft züg' ehren; 9 gnügen kehren. Dd — 5. wird dir manche Pein in Ver⸗ 7. Freund⸗ 418 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 7. Freundſchaft zeigt dir klar und frei alle deine Fehle, ſchmeichelt nicht und macht dabei fröhlich deine Seele. 8. Lächelſt du, ſie lächelt mit, weint bei deinen Leiden, unter ihrem ſauften Tritt ſproßen tauſend Freuden. 9. Möcht ein jeder doch recht früh ihrer würdig wer⸗ den! Dann vermehrte ſich durch ſie Menſchenglück auf Erden. Chriſtliches Verhalten in Anſehung der Thiere und Baume. Mel. Es iſt das Heil uns 5 57 er weiſe Schö⸗ D˖ pfer, deſſen Ruf einſt mächtig ſcholl: 6 werde! und aller Welt Be⸗ wohner ſchuf, beſtimmte dieſe Erde nicht für den Menſchen nur allein, auch Thiere ſchuf er, ſich zu freun auf ſeiner ſchönen Erde. 2. Ihm, der für Alles Sorge hegt, dem Vater aller Dinge, iſt nichts, was ſeine Erde trägt, zu klein und zu geringe. Er, deſſen Huld kein Engel mißt, er, der des Menſchen Vater iſt, iſt auch des Wurmes Schöpfer. 3. Und er, der alle Weſen liebt, er ſollte mir erlauben, dem Thiere, dem er Leben gibt, muthwillig es zu rau⸗ ben? Was gäbe mir wohl den Beruf, ein Leben, das die Allmacht ſchuf, gefuͤhl⸗ los zu zerſtören? 4. Nein, kein Geſchöpf, das mit mir lebt, darf ich aus Frevel quälen; mag, was mich übers Thier er⸗ hebt, mag auch Vernunft ihm fehlen. Sie macht mich zu der Gottheit Bild; allein ſie lehrt auch, göttlichmild Glück um mich her verbrei⸗ ten. 5. Vernunft, du ſollſt mich immer mehr die wahre Weisheit lehren! In der Ge⸗ ſchöpfe großem Heer will ich den Schöpfer ehren. Wer ſtolz ein Mitgeſchöpf ver⸗ ſchmäht, das unter Gottes Aufſicht ſteht, entehrt auch ſeinen Schöpfer. 6. Wen eines Thieres Qual erfreut, der wird, das kann nicht fehlen, kalt und ge⸗ fühllos mit der Zeit gewiß auch Menſchen qnuälen. Wer rech ſein Mitgeſchöpf be⸗ trübt, und Härt' und Grau⸗ ſamkeit verübt, der kann auch Gott nicht lieben. Mel. Kommt her zu mir, 5 8 D' Thiere, deren Herr du biſt, erwäg es oft mit Ernſt, 9 Chriſt, ſind auch des zen Glieder! Der Schöpfung Bürgerrecht verlieh Gott ih⸗ nen auch; drum blick auf ſie Gan⸗ — nicht mit Verachtung nieder. 2. Sie, Wunder auch von Gottes Hand, ſind, ſtolzer Menſch, dir nah verwandt, durch innern Bau und Tebe; ſe ſee zeigen Spur, ſtt Natur, ur Liebe. 3 Dul übermacht dir gema Wildheit was dich ſchützt, Leben nit ben nehm 4. Doc giß es n Schöpfet er hat der rrilde geg⸗ niht de freun, o tergeben. 5. D Hand g Verſtand fällt dirs doch über der dir n dich Got Pllicten Pflichten doch ſoll Fäot, d ſeiner Ro erbarnen Ma. 550 Macdt, güte ze Chriſtna —, kein Gez 1 lebt, dar 1 —„Aualen; ma übers Tlie a — au Verui = Sie mact 1 theit Bid; ilein uch, gättlitnh — mich her petti —— = tunft, du ſih mehr die wan a hren! In derb = hem heex vilh as fer ehren. WM * Mitgeſchopf in — has unter Gate it, entehrt uz =opfer. ines Thieres Dul er wird, das kem AMn, kalt und„⸗ — t der Zeit geut „ chen quälen. Wai Miteeſchöpf beſ e härt und Grau auͤbt, der kan meaucht lieen. mmt het zu wir Aie Thiere, dan * Herr du ſi as oft mit Ernſt, d auch des Er — t verlieh Gate drum blic au erachtung nid Wunder auch and, ſind, ſeh ir nab verwun in Bau undi —— ———— — in beſondern ſie zeigen oft des Denkens Spur, ſind alle Kinder der Natur, und freun ſich ihrer Liebe. 3. Du haſt durch Geiſtes⸗ übermacht ſie unterwürfig dir gemacht; kannſt ihre Wildheit zähmen; darfſt, was dich ſtaͤrket, was dich ſchützt, was dir zu deinem Leben nützt, von ihrem Le⸗ ben nehmen. 4. Doch ihnen auch, ver⸗ 1 es nicht; verband der chöpfer dich zur Pflicht; er hat der Thiere Leben, um wilde gegen ſie zu ſeyn, und nicht dich ihrer Qual zu freun, o Menſch, dir un⸗ tergeben. 5. Du kannſt, was deine Hand gemacht, was dein Verſtand hervorgebracht, ge⸗ faͤllt dirs nicht, vernichten; doch über eines Thieres Tod, der dir nichts nützte, wird dich Gott, des Thieres Schöpfer richten. 6. Zwar ſind für dich, der Thiere Herr, o Menſch, noch Pflichten wichtiger, die Pflichten für die Armen: doch ſollſt du auch, wie Gott gebot, des armen Thiers in ſeiner Noth dich mitleidsvoll erbarmen. Mel. Es iſt das Heil uns 5 5 9 Von deiner Weis⸗ 2 heit, Gott der Macht, und deiner Vater⸗ güte zeugt auch der Baum Verbindungen. 419 in ſeiner Pracht, zeugt ſeine Frucht und Blüthe; zum Segen pflanzt' ihn deine Hand, zur Luſt und Zierde jedem Land, ſo weit als Menſchen wohnen. „2. Wie könnt ich denn je einen Baum aus Frevelmuth zerſtören! O nein, in jedem Schattenraum will ich dich, Schöpfer, ehren; im Bau⸗ me, der die Erde ſchmückt, von dem man ſüße Früchte pflückt, erfreut Gott ſeine Kinder. 3. Wenn mich in ſeiner Blüthenpracht der Baum erfüllt mit Wonne, wenn er zur Kühlung Schatten macht bei heißem Strahl der Son⸗ ne; und wenn er reich die Zweige ſenkt und freundlich ſeine Gaben ſchenkt zur Nah⸗ rung und Erquickung; Wenn mich ſein Holz erwärmt und ſchutzt vor Froſt, um froh zu leben, wenn es der Hand des Künſtlers nützt; mir Hausgeräth zu geben; wenn Wohnung und Be⸗ quemlichkeit, wenn Hain und Garten mich erfreut: dann will ich freudig dan⸗ ken. 5. Kein guter Menſch, der böſe nur kann ſeine Würde ſchaänden, nur der kann Gaben der Natur, mit fre⸗ velhaften Händen aus Scha⸗ denfreud', aus Haß ent⸗ weihn, kann ſtrafbar ihr Dd2 Zer⸗ —— 420 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Zerſtörer ſeyn. Ich, ich will Gutes ſchaffen! 6. Ich will dem Urbild ahnlich ſeyn, mit ihm zum Wohl des Ganzen nach Kraften wirken, gern er⸗ freun, auch für die Nachwelt pflanzen. In deiner Schö⸗ pfung Heiligthum, o Gott, laß nur zu deinem Ruhm mich, dein Geſchöpf, ſtets leben! Geſinnung und Verhalten des Chriſten zu be⸗ ſondern Am Morgen. Mel. Mein ganzer Geiſt 5 6 0 Di⸗ ſeh' ich wie⸗ Uᷣ der, Morgen⸗ licht, und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchſten lobzuſingen. Ich will, ent⸗ brannt von Dankbegier, o mildeſter Erbarmer dir, mit heil'gem Muth lobſingen. Schoöpfer, Vater, deine Treue rührt auf's neue mein Gemüthe. Froh empfind' ich deine Güte. 3 2. Du warſt auch dieſe Nacht um mich. Was wär' ich, hatteſt du nicht dich ſo hülfreich mir bewieſen? Zu meinem Leben ſetzeſt du jetzt einen neuen Tag hinzu; ſei hoch dafür geprieſen! Durch dich bin ich, und ich merke neue Stärke: dich erhebe Herz und Mund, ſo lang ich lebe. 3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie dieſe Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in ſchriſtlicher Zufriedenheit zu nützen mich bemühe! Prüfe, Zeiten. ſiehe, wie ich's meine, dir iſt keine meiner Sorgen, auch die kleinſte nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Chriſt; o Herr, verleih', daß ich des Namens würdig ſei! Mein Ruhm ſei deine Gnade! Denn ach, was bin ich ohne dich? Ein Irrender! Erhalte mich, mein Gott, auf dei⸗ nem Pfade. Stärk' mich, daß ich ſtets mich übe, deine Liebe zu betrachten, uͤber Alles dich zu achten. 5. Auch im Geräuſch der Welt ſoll mich der heilige Gedank' an dich oft ſtill zu dir erheben. Im dunllen Thale wall' ich hier; einſt nimmſt du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff, ich! Herr, ich werde mich der Erde gern entſchwingen, dir dort ewig Lob zu ſingen. Mel. Wer nur den lieben Gott 561 Vol Dank an dieſem neuen Morgen, blick ich zu dir em⸗ por, mein Gott! Du hörſt nicht auf, für mich zu ſor⸗ gen, 560 gen, mein jeder oth; auch dieſe geſtitt, 2 Wen als deiner 9 Gott, Mit inni müthe de kung,— Auch heut ſeyn, und mir verlii 3. Wie ner Bruͤde mehr mit ſehen nich der, vicht neue Pro und mich Morgene 4. Ec Stunde heilig ſeh mlit Her dhen Unre ntzieh zu Püut a nen Beiſt 5. Fo den Ta⸗ Herr„ g Pflicht. in deinen ſchractt nicht, m mein Lauf zu dir h In eChriim für die Nätan n deiner ech⸗ nthum„o Gi deinem Nun *. Geſchöpf, ſag = iſten zu b⸗ Iich's meine, ner Sorgen un richt, verbongn in ein Chrit,, =äh', daß ich i ürdig ſei! Mm — deine Gral was bin ich in an irrender Erhale *=n Gott, auf ⸗ —:. Stark mih an mich übe, dem an betrachten, übe — zu achten. — in Geräuſch der K enich der heilige dich oſt ſtlllz . Im dunllen e ich hier; ein — mich hinauf fe — üicht und hütm uf dich hoff i , werde mich n — entſchwingen, z'ob zu ſingen. unr den lieben 6 oll Dank dieſem tun vlickich zudi „ Gottl Du 6 — für mich h zu beſondern Zeiten. gen, mein Schutz zu ſeyn vor jeder Noth; du ſchützteſt mich auch dieſe Nacht; durch dich geſtärkt, bin ich erwacht. 2. Wem dank’ſch's ſonſt, als deiner Güte, daß mich, o Gott, kein Unfall traf? Mit innig freudigem Ge⸗ müthe dank' ich dir Stär⸗ kung, Ruh' und Schlaf! Auch heute wirſt du mit mir ſeyn, und Kraft zum Guten mir verleihn! 3. Wie viel Tauſend mei⸗ ner Brüder ſind jetzt nicht mehr mit mir erwacht; ſie ſehen nicht die Sonne wie⸗ der, nicht deiner Schöpfung neue Pracht! Ich lebe noch, und mich erfreut des neuen Morgens Heiterkeit! 4. Erhalter, dir ſoll jede Stunde auch dieſes Tages heilig ſeyn! Ich ſchwöre dir mit Herz und Munde, vor allem Unrecht mich zu ſcheun! Entzieh zur Uebung meiner Pflicht mir, Herr, nur dei⸗ nen Beiſtand nicht. 5. Froh werd' ich dann den Tag vollenden, dir, Herr, getreu und meiner Pflicht. Mein Leben ſteht in deinen Händen: drum ſchrecket auch der Tod mich nicht; und endet heute ſich mein Lauf: ſo eilt mein Geiſt zu dir hinauf! In eigener Melodie. F zott des Himmels 9 6 2 8 und der Erden, 421 Vater, Sohn und heil'ger Geiſt, der es Tag und Nacht läßt werden, Mond und Sonne ſcheinen heißt, deſſen ſtarke Hand die Welt, und was drinnen iſt, erhaͤlt; 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieſer Nacht vor Gefahr, Angſt, Noth und Schmer⸗ zen haſt behuͤtet und bewacht, und, bei aller meiner Schuld, mich noch trägſt mit Vater⸗ huld. 3. Gleich der Nacht laß meine Suͤnden vor der Gna⸗ de Glanz vergehn, die durch Chriſtum Alle finden, welche gläubig auf dich ſehn, der für unſre Miſſethat ſich am Kreuz geopfert hat. 4. Hilf, daß ich an dieſem Morgen geiſtlich auferſtehen mag und für meine Seele ſorgen, daß ich, kommt dein großer Tag, meines Richters Antlitz dann ohne Schrecken ſchauen kann. 5. Auf der Bahn der Tu⸗ gend leite du mich, Herr, verlaß mich nicht; und ver⸗ leihe mir auch heute Muth und Kraft zu jeder Pflicht. Dein Geſchenk, die Gna⸗ denzeit, werde nie von mir entweiht! 6. Deinem Schutze ſei er⸗ geben Alles, was ich hab' und bin! Dir vertrau' ich Seel und Leben, werf auf dich die Sorgen hin. Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm —141111öäöä 442 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Ruhm, ſegne mich, dein Ei⸗ genthum! 7. Hülfe wolleſt du mir ſenden, wenn Gefahr und Noth mir droht; Alles mir zum Beſten wenden, es ſei Leben oder Tod! Sterb' ich, Herr, ſo nimm mich hin, wo ich nicht mehr ſterblich bin! Nel. Befiehl du deine Wege 8O(ob ſei Gott, der 563 L den Morgen uns ſendet nach der Nacht; der, wenn wir ohne Sorge ent⸗ ſchlummern, für uns wacht, der uns im Schlaf erquicket und unß'’re Kraft erneut; Gott, der die Erde ſchmücket, und, was er ſchuf, er⸗ freut! 2. Von dir iſt mir gege⸗ ben, Herr, was ich hab' und bin. Und dies mein irdiſch Leben flieht ſchnell zum Tode hin. Bald iſt ſie ganz ver⸗ ſchwunden, der Wallfahrt kurze Zeit: doch häͤngt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit. 3. O ſüßer, hoher Glaube, vom Tod einſt aufzuſtehn! Mein Leib nur wird zu Staube: mein Geiſt wird nicht vergehn. Ach, laß mich's nie vergeſſen! Der heil'gen Hoffnung voll, laß täglich mich ermeſſen, was einſt ich werden ſoll. 4. Sollt' ich nach Wolluſt ſchmachten? Ihr Lohn iſt Reu und Schmerz! Nach Reichthum ten? Nie komm' es in mein Herz! Hienieden ſchon auf Erden ſoll meine Seele rein ein Tempel Gottes werden, ganz ihm geheiligt ſeyn! 5. nicht! ſicht. In eigener Melodie. angſtlich trach⸗ Getroſt, mein Geiſt! ermude in deinem Kampfe Dich ſtärket Gottes Friede mit Kraft und Zuver⸗ Ermunt're dich und ſtreite: des Sieges Lohn iſt nah! Getroſt! Vielleicht iſt heute des Kampfes Ende da. A/ ein erſt Ge⸗ b 564 M ſchäft ſei Preis und Dank; erhebe Gott, o Seele! Der Herr hoͤn deinen Lobgeſang; lobſing ihm, meine Seele! 2. Mich ſelbſt zu ſchuͤtzen ohne Macht, lag ich und ſchlief im Frieden. Wer ſchafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wann ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer —-—— ſtarkt mein Blut in ſeinem Fleiß, und ſchützt mich vor Gefahren? 4. Wer ſeine Pflicht, ſich ſicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und ſeinem Licht, die Seele Herr, dein iſt un⸗ zu erwecken? 5. Du biſt es, Gott der Welt, und lehrt das Auge unſer Let der es ul jetzt neu 6. Gei der Mach Treue, ſanften Tags erj 7. Laj mir rah wallen; ſelber i Wohlget 8. N. gnädig i meine S Retter i ter, wer 9. G. Zuverſic und Ru das ſe willig 10. 7 keit und beſſern zichtig, b Sinn un 41. 8 ſten bii und A. gern an und ihre 12. 7 Poengze gerieße, mit F gebent Nel. J eheiligt ſeyn Doſt, mein 9 b deinem gauf ch ſtärket Gn Kraft und zan =nunt're dich m 8 Sieges(olti oſt! Wellicti Kampfes Enen gener Melodie. ein eri h — M ſbiiti a dank erhebe Gin = Der hen ii — ggeſang; lobin —e Seele! *☛ ſelbſt zu ſchütz tt, lag ich un en Frieden. We 4 Sicherheit de 1 Ruhe für 1 g e wacht, wami uchts weiß, u m bewahren? Blut in ſemn 1d ſchützt mich unſer Leben. Du biſt es, der es uns erhalt, und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet ſeiſt du, Gott der Macht, gelobt ſei deine Treue, daß ich nach einer ſanften Nacht mich dieſes Tags erfreue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen; und lehre du mich ſelber thun nach deinem Wohlgefallen! 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele! Sei mir ein Retter in Gefahr, ein Va⸗ ter, wenn ich fehle! 9. Gib mir ein Herz voll Zuverſicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe; ein weiſes Herz, das ſe ne Pflicht erkenn' und wallig thue; 10. Daß ich mit Freudig⸗ keit und Muth mich ſtets zu beſſern ſtrebe, gottſelig, zuͤchtig, fromm und gut in Sinn und Thaten lebe; 11. Daß ich, dem Näch⸗ ſten beizuſtehn, nie Fleiß und Arbeit ſchene, mich gern an Andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wann du gebeutſt, beſchließe! Mel. Von Gott will ich nicht „‿☚ Ipllmäachtiger, ich 565 hebe mein Aug' zu beſondern Zeiten. empor zu dir. 7 Preis dir, durch den ich lebe, und neuer Dank dafür! Herr, deine Huld iſt groß, und niemals hat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß! 2. Daß nicht in tiefem Schlummer des Lebens Licht verliſcht, und daß mich, frei von Kummer, ein ſanf⸗ ter Schlaf erfriſcht: dies dank ich deiner Macht und deiner Vatertreue. Durch ſie bin ich auf's neue mit heitrem Muth erwacht. 3. Beſchützer unſrer See⸗ len; ich traue ſtets auf dich. Was ſoll ich für mich wäh⸗ len? O wähle du für mich! Gib, was mir heilſam iſt! Gott, dem ich Alles danke, mich ſtärke daß du ſtets um mich biſt! 4. Er ſtärke mich, mit Freuden zu thun, was dir gefallt; er tröſte mich im Leiden; und will die Luſt der Welt mich jemals nach ſich ziehen, helf' er mein Herz be⸗ wahren, helf' er mir die Ge⸗ fahren der Sünde ſehn und fliehn! 5. Beglücke du die Mei⸗ nen nach deiner Guͤtigkeiit! Verlaß der Armen keinen; wend' alles Herzeleid! Du willſt zwar gern erfreun, eilſt Allen beizuſtehen; doch ſoll der Liebe Flehen dir auch gefällig ſeyn. 6. Gott, dem ich ange⸗ höore, der Gedanke, b lan Geſinnung und Verhalten des Chriſten höre, dein Friede ruh' auf mir! Mein Seufzen, meine Zähre, Erbarmer, iſt vor dir. Deß ſoll mein Herz ſich freun. Wer dir nicht traut, der bebe, ich ſterbe oder lebe, ſo bin ich ewig dein! Mel. Gott des Himmels 5 6 6 Gott ſei Dank, ich 9U L lebe wieder, fühle und empfinde mich. Herr, dir bring' ich meine Lieder, und mein Herz er⸗ hebet dich: denn dein Aug' hat in der Nacht uͤber mich, dein Kind, gewacht. 2. Wenn ich einſt vollen⸗ det habe dieſe meine Pilger⸗ zeit, ruh ich auch alſo im Grabe, Samen für die Ewig⸗ keit. Auch in dieſer langen Nacht wird mein Staub von dir bewacht. 3. Aber ich erwach' auch wieder, und mein Lobgeſang mit mir; dann erſchallen meine Lieder mäachtiger und reiner dir. Ewig wird der Morgen ſeyn; ewig ſchlaf' ich nicht mehr ein. 4. Wach' auch uͤber meine Tage, Gott; du meine Zu⸗ verſicht, daß mich keiner einſt verklage, wenn du kommſt zum Weltgericht, daß ich hier der Pflicht getreu und dort unerſchrocken ſei! 5. Keinen Tag zählſt du vergebens, Gott, durch den ich bin, mir zu. Jeder iſt ein Theil des Lebens, jeden, jeden richteſt du. Lehr' mich wachen, daß mir nie unge⸗ nützt ein Tag entflieh'! 6. Heute leb' ich; laß auch heute nicht umſonſt mein Leben ſeyn! Laß mich nach vollbrachtem Streite dieſes Tags auch mich erfreun; recht zu handeln, gieb mir heut Stärke, Luſt, Gelegenheit! Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben 5 67 och läßt der Herr mich le⸗ ben! Mit fröhlichem Gemüth eil' ich ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgenſonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der ſie und mich ge⸗ macht. 3. Du, Heerrſcher aller Welten, nimmſt dich auch meiner an; wie ſoll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirſt du nach Opfern ſchauen? Sie gelten nichts vor dir. Du forderſt nur Vertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 5. Dein ſei mein ganzes Leben, mein Herz ſei ewig dein! Dir will ich Ehre geben und deiner Huld mich freun. 6. O Tilger meiner Sün⸗ den, mein Mittler, Jeſu Chriſt, laß mich den Troſt empfinden, daß du mir gnä⸗ dig biſt. 7. Dir 7. Dr ben; ich du Veſte iſt deine 8. Sie heute al Pfad! leite mic Rath! 9. N. flehen;; Herz; al ſehen in Schmen 10. 1 trachte n gefallt, achte, d Welt. 11. 1 trauend thu', u mel ſche mich ſiel 12. 3 ſchließen * Gott, wiſſen: Tod!, 568 mir zu t Got wit = hriten — du. Lchn uir nie unin g entflieh 4 eb'ich; laß auc umſonſt men — Laß mich m — Streite dieſ ich erfreun u b gieb mir in —, Gelegenheil der iſtmein ig det un Herr mich 6 V xhlichem Genit — zu erheben;„ Arühes Lied. n entzück ni . Morgenſenn f falle vor iſn ¹ ſie und nich g⸗ Herrſcher ale umft dich auch m wie ſoll ich dir vas du an mir Foru nach Opfen ie gelten nichtt zu forderſt m ꝛnur Liebe, Gath an ſei mein gant an derz ſei en Zil ich Ehre gein a uld mich freu zer meiner Ei Mittler, 3i — nich den am daß du ma I 11 zu beſondern Zeiten. 7. Dir hab' ich mich erge⸗ ben; ich freue mich in dir; du Beſter, mehr als Leben iſt deine Güte mir. 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad! Du, Ewigweiſer, leite mich ſelbſt nach deinem Rath! 9. Nur eins laß mich er⸗ flehen; gieb mir ein weiſes Herz; auf dich laß ſtets mich ſehen in Freude, wie im Schmerz! 10. Daß ich am erſten trachte nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt. 11. Daß ich, dir innig trauend, das Gute ſtandhaft thu', und froh, gen Him⸗ mel ſchauend, denk: Herr, mich ſieheſt du. 12. Bereit den Lauf zu ſchließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Ge⸗ wiſſen: ſo finde mich der Tod!, Mel. Es iſt das Heil uns. 5 6 8 Crn Gottes Namen Ifang⸗ ich an, was mir zu thun gebühret. Mit Gott wird Alles wohlgethan und ſtandhaft ausgeführet. Was man in Gottes Namen thut mit frommem Sinn und feſtem Muth, das muß zuletzt gedeihen. 2. Gott iſts, der das Ver⸗ mögen ſchafft, das Gute zu 425 vollbringen. Er gibt Ver⸗ ſtand und Luſt und Kraft und läßt das Werk gelingen. Iſt er mit uns, ſo fehlt uns nicht, was unſerm wahren Wohl gebricht, er krönet uns mit Segen. 3. Drum leite mich ſein guter Geiſt, den Müſſiggang zu meiden, und das, was er mich wirken heißt, geſchehe ſtets mit Freuden! Er ſtärke mich, damit ich treu, gewiſ⸗ ſenhaft und redlich ſey und gern dem Nächſten diene! 4. Ja, ſegne Gott, auch heute mir die Werke meiner Hände, und lenke meinen Blick zu dir, menn ich ſie froh vollende! Vergänglich iſt der Erde Lohn; doch ewig iſt vor deinem Thron der Preis der Arbeitstreue. In eigener Melodie. 569 Wach auf, mein Herz, und ſinge dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, des Menſchen treuem Hüter! 2. Gott, Vater, mit Erbar⸗ men bedeckteſt du mich Ar⸗ men; du ſprachſt, ſchlaf ohne Grauen: ſollſt du ſchauen. 3. Dein Wort, Herr, iſt geſchehen; ich kann das Licht noch ſehen: du machſt, daß ich aufs neue mich meines Lebens freue. 4. Steig auf, mein Dank, zum — die Sonne 426 Geſinnung und Verhalten des Chriſten zum Throne! Dem Vater und dem Sohne, dem Geiſt des Herrn ſei Ehre! Anbe⸗ tung, Preis und Ehre! 5. Hör' Gütigſter, mein Flehn; du kannſt in's Herze ſehn: ach möchte dir gefal⸗ len, Herr, meines Herzens Lallen! 6. Dein Werk wollſt du poollenden; dich nimmer von mir wenden, und mich in mei⸗ nen Tagen ſtets mit Ver⸗ ſchonen tragen. 7. In allen meinen Tha⸗ ten wollſt du mir ſelber ra⸗ then; mich ſtets zum Beſten leiten, zum Himmel mich be⸗ reiten! 8. Auf allen meinen We⸗ gen begleite mich dein Segen: dein Wort ſei meine Speiſe auf meiner Pilgerreiſe! Mel. Werde munter, mein 570 Wenn ich einſt von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, auferſteh, und von dieſes Lebens Kummer frei, den ſchönern Morgen ſeh'; w dann wach ich anders auf; ſchon am Ziel iſt dann mein Lauf! Traume ſind des Pil⸗ gers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 2. Hilf, ner Tage, ſterblichkeit, Gericht verklage, ſträflich ihn entweiht! noch heute wacht' ich auf! Geber der Un⸗ einſt mich im daß ich ſelbſt bedarfſt daß keiner mei⸗ Auch Dank ſei dir! Zu dir hinauf müſſe jeder Tag mich leiten, zur Unſterblichkeit bereiten! 3. Daß ich gern ſie vor mir ſehe, wenn ihr letzter nun erſcheint; wenn zum dunklen Thal ich gehe, und mein Freund nun um mich weint. Lindre dann des To⸗ des Pein, und laß mich den ſtärkſten ſeyn, meinen Freund gen Himmel weiſen, und dich, Herr des Todes, preiſen. Am Sonntagmorgen. Mel. Es iſt das Heil uns 571 Trohlockend, Va⸗ / 41 ter, wach' ich auf am Tage deiner Ehre. Mein Morgenopfer dringt hinauf in's Lied der Engel⸗ chöre und dankt, daß deine Gütigkeit mir heute wieder Ruh' und Zeit zur Seelen⸗ bildung ſchenket. 2. Dich beten Erd' und Himmel an, o Schöpfer aller Dinge! Wohl mir! Auch ich darf mich dir nah'n: du hörſt, wann ich dir ſinge. Du zwar meiner ewig bleibt es nicht; doch dich kindlich meine Pflicht, zu verehren. 3. Drum heilig ſei die Stätte mir, wohin, Gott, deine Frommen mit Dan und Luſt und Lehrbegier, dich anzubeten, kommen! Ich liebe ſie und walle gern zum Hauſe Gottes, meines Herrn, mit ihnen anzubeten. 4. Hier de ——-— 4. Hie frommen Ehriſten heiligen nich erho Gott, ir Seligen ihr Heile 5. H. gend Pr prangen Ernſt um zu erlan mich duu Treu' in zur Lieh 6. 8 d Vate⸗ Segers und e Himm So w. Shriten 4, 1.. *1 Zu dir hina nich leitm ſſeit bereiten! b dern ſee w ** 1 lette ) wenn zuu — ich gehe i e dann des di meinen Framd deiſen, unddit, — des, preiſen = atagmorgen = das Heil mt hlaaa b ter, wach ih e deiner d6 Sgenopfer dii Lied der Enzt⸗ ankt, daß deie nir heute wiedt ceit zur Seelen⸗ lkket. Meten Erd' und my Schöpfer aller Il wir Auch ich gir nahn: de maachdir ſinge. d „ eſt zwar meine 2 ewig bleibt =t, dich kundi — heilig ſei ☛ wohin, Gi men mit Di n und Lehrbegt en, kommen! —, wale gem es, meines hin zubeten. 17 zu beſondern Zeiten. 4 Hier fühl' ich durch den frommen Dank, womit dich Chriſten loben, durch ihren heiligen Geſang zum Himmel mich erhoben! Hier hör' ich, Gott, im Geiſte ſchon die Seligen vor deinem Thron ihr Heilig, Heilig! ſingen! 5. Hier ſeh' ich jeder Tu⸗ gend Preis an deinem Throne prangen, und ringe nun mit Ernſt und Fleiß, das Kleinod zu erlangen. Hier ſtärkſt du mich durch deine Kraft zur Treu' in meiner Pilgerſchaft, zur Liebe und zur Hoffnung. 6. So wird dein Tag, o Vater, mir ein Tag des Segens werden! So ſeh' ich und empfind ich hier den Himmel ſchon auf Erden! So werd' ich nach der Pruͤ⸗ fungszeit einſt im Genuß der Seligkeit, verklärt dich ewig preiſen. Beim Anblicke der auf⸗ gehenden Sonne. In eigener Melodie. ei mir gegrüßt 572 S zu Hegene Gottes Ehre, du, ſeiner Schöpfung Königin! Steig auf und geuß aus deinem FlammenmeereErſtaunen vor dich hin! 2. Daß alle Welt anbe⸗ tend niederfalle vor dem, der dich ſo ſchön gemacht, der Menſchen ſchuf und vä⸗ terlich fuͤr Alle mit ſeiner Allmacht wacht; 3. Daß überall bis zur entfernt'ſten Zone, die ſtau⸗ nend deine Größe ſieht, Zu⸗ friedenheit und Lieb' und Eintracht wohne, die oft den Erdkreis flieht! 4. Und ſo ſei du, was du ihm ſtets geweſen, dem Er⸗ denvolke Gottes Blick, dem Lande Frucht, dem Kranken froh Geneſen, dem Armen Troſt und Gluͤck! 5. Auch mir, wenn ich in Unmuth aufwäaͤrts blicke, weil Gottes Weg ich nicht verſteh', gieß Heiterkeit in's kranke Herz und ſchicke mir Kraft, daß ich's verſteh! 6. Und lehre mich in Freu⸗ digkeit hienieden mich jeder Chriſtentugend weihn; voll Duldſamkeit bereit zum ſel'⸗ gen Frieden und mild, wie du, zu ſeyn. Am Abend. Mel. In allen meinen Thaten 57 3 Pun ſinkt die . Sonne nie der, die ſtille Nacht kommt wieder und mit ihr Schlaf und Ruh'; ſie ſchenkt uns neue Kräfte, beſchließt des Tags Geſchaͤfte und drückt die müden Augen zu. 2. Noch wach' ich und er⸗ zuhle mit tiefgerührter See⸗ le, was Gott an mir ge⸗ than. Mit dankendem Ge⸗ müthe lobſing' ich deiner Gü⸗ te; er hört mein frommes Loblied an. 3. Von —— 2— 4272 428 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 3. Von ihm kommt jede Gabe: das Leben, das ich habe, die Ruhe dieſer Nacht. Er iſt der Quell der Güter, mein Schutz und treuer Hü⸗ ter, der, wenn ich ſchlumm'⸗ re, fuͤr mich wacht. 4. Er läßt es finſter wer⸗ den und hüllt den Kreis der Erden in ſchwarze Dunkel⸗ heit; doch auch in dunkler Stille wohnt er mit ſeiner Düra und zeigt mir ſeine Herrlichkeit. b 5. Er führt aus dunkler Ferne den Mond und tauſend Sterne mit Majeſtät her⸗ auf. Sie leuchten, ihm zur Ehre, hoch uͤber Erd' und Meere, und ſeine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wenn der Mor⸗ gen grauet: groß, wenn der Abend thauet; groß in der ſtillen Nacht, im Sonnen⸗ ſchein und Sturme, am Menſchen und am Wurme, groß, Vater! zeigſt du dei⸗ ne Macht. 7. Voll Majeſtat und Stäaͤrke ſtehn lauter Wun⸗ derwerke in deiner Schö⸗ pfung da. Wie kann ich dirs vergelten? Du Gott und Herr der Welten warſt auch mir Armen heute nah. 8. Woher mein Glück, mein Leben? Du haſt es mir gegeben; du biſt's, der für mich wacht. Woher auf mei⸗ nen Wegen ſo mancher rei⸗ che Segen? Du biſt's, der All swohlgemacht. 9. Gott, groß von Macht und Treue, jetzt da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die müden Glieder in deinem Namen nieder: ſo wacheſt du; ich ſorge nicht. 10. Soll mir der Schlaf zum Leben erneute Kräfte geben: ſo will ich deß mich freun. Soll er mein Leben enden, ſo wirſt du mich vol⸗ lenden, mein Gott auch noch im Tode ſeyn. Mel. O Gott, du frommer Gott er Tag iſt wie⸗ 574 D der hin. und dieſen Theil des Lebens, wie hab ich ihn vollbracht? Ent⸗ floh er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernſt dem Gu⸗ ten nachgeſtrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht mei⸗ ner Pflicht gelebt? 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefan⸗ gen? Mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Ver⸗ langen, als ein Geſchöpf von Gott, mich ſeinem Dienſt zu weihn, gerecht und zu ſeyn? 3. Hab ich in dem Beruf, den Gott mir angewieſen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, meinen Gott, geprieſen, mir und der Welt genützt Gottes Freund und züchtig und und ——— und jehe weil ilnd weil mich 4 Wie mein eig Hat mich Blick ar Erfreuti der unſ Und hab auf ihn! 5. D nuß der an den den wir Verehrt' Empfand Trugich den Un⸗ 6. 1 Herz d Stunder Freundſ ich, wa War au ſanft, unſchulde nichts ge reuen ſol 7. Ha durch So hriſten du biſes, dr aacht. oß von Mackt 4* dn ich dei — wird auch di — t rihn er in deine — t: ſo wach nicht. lir der Solijſ rrneute Kriſt en ich deß mh er mein debn du nich vol, n Hott auch no Fßg u frommer Git — Tag iſt wie — der hin; und M es Lebens, wie lbracht? Ent⸗ gebens? Hab Frnſt dem Gu⸗ t? Hab' ich rrut,, nicht mei⸗ g ebt? Sde Furcht des a inn angeim A hank und mit r eifrigem Ver⸗ . ein Geſchöpf an hſeinem Dienſ ſfamg und Cottes Freund win dem Veruſ Ir angewieſen Ind durch Flei „—'ott, geprieſe nitt * Welt ge m, zu beſondern Zeiten. und jeden Dienſt gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht weil mich Menſchen ſah'n? 4. Wie hab ich dieſen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? Erfreut ich mich des Herrn, der unſer Fleh'n bemerkt? Und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz geſtärkt? 5. Dacht ich, bei dem Ge⸗ nuß der Güter dieſer Erden, an den Allmächtigen, durch den wir ſind und werden? Verehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich ſeine Huld? Trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs ſüße Stunden? Fuͤhlt' ich der Freundſchaft Glück, ſprach ich, was ich empfunden? War auch mein Ernſt noch ſanft, mein Scherz noch unſchuldsvoll? Und hab' ich nichts geſagt, was ich be⸗ reuen ſoll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflich⸗ tet, ſie durch mein Beiſpiel ſtill zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Andre traf, war dies mir angenehm? 8. War mir der Fehltritt leid, ſobald ich ihn began⸗ gen? Beſtritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? Und wenn in dieſer Nacht ꝑocꝑocoo-·--m—,— 429 Gott uͤber mich gebeut; bin ich vor ihm zu ſtehn auch willig und bereit? 9. Gott, der du Alles weißt, was könnt ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergib durch Chri⸗ ſti Blut mir die verletzte Pflicht, vergib und gehe du nicht mit mir ins Gericht! 10. Ja, du verzeiheſt dem, den ſeine Sünden kränken; du liebſt Barmherzigkeit und wirſt auch mir ſie ſchenken. Auch dieſe Nacht biſt du der Wächter über mir; leb' ich, ſo leb ich dir; ſterb ich, ſo ſterb' ich dir! Mel. Befiehl du deine Wege 57 5 rmüdet von den Sorgen und der Geſchäfte Laſt, die du mir jeden Morgen hier auferleget haſt, eilt, Herr, nach dei⸗ nem Willen der Körper jetzt zur Ruh', weint dir vorher im Stillen Dank meine See⸗ le zu. 2. Du gabſt Verſtand und Kräfte zu Allem, was ich that; gabſt Segen dem Ge⸗ ſchafte, für das ich Segen bat; du wandteſt allen Scha⸗ den, warſt mir Vertrau'n und Licht und übergabſt aus Gnaden mich dem Verder⸗ ben nicht. 3. Vergiß es nicht, o See⸗ le, was Gott an dir gethan; verehr' des Herrn Veſehle⸗ et 4 1 430 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 2. Mit dankendem Gemü⸗ bet' ihn in Demuth an, ihn, t dan freu ich mich deiner Guͤ⸗ der von ſeinem Sitze gern the auf dein Flehen hört, und te; ich freue mich in dir. auch der Laſt und Hitze der Du gibſt mir Kraft und Kreuzestage wehrt! Stärke, Gedeihn zu mei⸗ 4. Mit deinem Schilde nem Werke und ſchaffſt ein decke dein Kind auch dieſe reines Herz in mir. Nacht, auf daß mich nichts 3. Gott, welche Ruh' der erſchrecke, auf daß, wann Seele, nach deines Worts ich erwacht, und durch den Befehle einher im Leben Schlaf erquicket, mein Geiſt gehn; auf deine Güte hoffen, befreit von Gram, froh nach im Geiſt den Himmel offen der Höhe blicket, von wel⸗ und dort den Preis des Glau⸗ cher Huͤlfe kam! 4 bens ſehn! 5. Die Meinen, Weib und 4. Ich weiß, an wen ich Kinder und Freund⸗ und glaube und nahe mich im Hab' und Gut, auch mei⸗ Staube zu dir, o Gott, mein nen Feind nicht minder, Heil! Ich bin der Schuld nimm, Herr, in deine Hut! entladen, ich bin bei dir in Nie wird dein Auge müde, Gnaden, und in dem Him⸗ nie Huter, ſchlummerſt du, mel iſt mein Theil. gib unſerm Lande Friede, 5. Bedeckt mit deinem Se⸗ gib jedem Gluͤck und Ruh! gen, eil ich der Ruh entge⸗ 6. Verſag' auch dieſe Bit⸗ gen; dein Name ſei gepreiſt! te mir, mein Erbarmer, Mein Leben und mein Ende nicht: wann dieſe morſche iſt dein; in deine Hände be⸗ Hütte des Leibes einſt ver⸗ fehl' ich, Vater, meinen bricht, ſo laß, o Gott, mein Geiſt. Sterben dem Schlummer ahnlich ſeyn, und nimm mich, deinen Erben, in dei⸗ nen Himmel ein! In eigener Melodie. 577 Jo fliehen unſre Tage hin; auch dieſer iſt nicht mehr! Di Nacht, der Müden Tröſterin, eilt wieder zu uns her. 57 6 Heu, der du mir 2. Herr, du nur bleibeſt, 1 das Leben bis wie du biſt; du ſchlafſt und dieſen Tag gegeben, dich ſchlummerſt nicht; die Fin⸗ bet ich kindlich an! Ich bin ſterniß, die uns umſchließt, viel zu geringe der Treue, iſt deinem Auge Licht. die ich ſinge, und die du 3. Dir übergeb' ich heut an mir gethan. Vertraun mich auch in Mel. In allen meinen Thaten voll — die⸗ ſer ſer Nalſt ſolltemird ſchüͤtzet dei 4 Hab he nur ſte⸗ mein Got nichts in ich vicht 5. Zwe ne Schult ich ſie: mer, dei voll iſti 6. Ich dir hin, ich im macht bit decket m 11 8 weit ve du allei o weihe Tempel 8. T letzte Re fungszei durch de der Ewi 9. J dir, d Tod. biſt bei aller No Nl. ſchnell in haäus ſenkt di drückt ¹ ſanfter Chriſten b nkendem Gen iich deiner 6i ne ur Kraft uh *n deihn 3 5 A und ſchafffa iin mir. Mwel lche Ruhyn ) deines L — her im Len Mene Güte hefn n Himmel üf CPreis des Gla⸗ ß, an verit — nahe mith in r»Gott wei bin der Stuh .h bin bei diit ad in dem hn mn Theil. ct mit deiumd der Ruh enn iane ſei geprei B und mein End deine Hände be be re⸗ meine = net Melcdie. oo flliehen un age hin; au icht mehr! 1 Niden Troſten nicht; die 1 e uns unſſchli ſer Nacht; wovor, Herr, ſollte mir denn grauen? Mich ſchützet deine Macht. 4. Hab ich an deiner Gna⸗ de nur ſtets Theil, o Herr, mein Gott; ſo fürcht' ich nichts in der Natur; ſo ſcheu ich nicht den Tod. 5. Zwar ich erkenne mei⸗ ne Schuld; mit Reue fühl' ich ſie: doch, mein Erbar⸗ mer, deine Huld, wie troſt⸗ voll iſt mir die! 6. Ich eil im Glauben zu dir hin, und weiß, wie ſicher ich im Schutze deiner All⸗ macht bin; dein Schirm be⸗ decket mich. 7. Flieht, finſtre Sorgen, weit von mir! Herr Jeſu, du allein ſeiſt mein Gedank; o weihe dir mein Herz zum Tempel ein. 8. Vielleicht iſt dies die letzte Nacht in meiner Prü⸗ fungszeit; dann führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, dein bin ich auch im Tod. Du, mein Erretter, biſt bei mir und hilfſt aus aller Noth. Mel. In allen meinen Thateu 5 7 8 Die ſtillen Abend⸗ G ſtunden, wie ſchnell ſind ſie entſchwunden, in häuslich froher Ruh! Run ſenkt die Nacht ſich nieder und drückt uns Allen wieder mit ſanfter Hand die Augen zu. zu beſondern Zeiten. meiner an, und ſo iſt nun —— 431 2. O laßt uns ihn erwägen, den unverdienten Segen, den uns der Tag gebracht! Laßt uns von Dank entbren⸗ nen, und tiefgerührt beken⸗ nen: der Herr hat Alles wohl gemacht! 3. Du haſt, o Gott, voll Gnade, auf ſegenvollem Pfade uns bis hierher ge⸗ führt. Nicht uns, nur dir ſei Ehre! Ein jeder Tag vermehre in uns den Dank, der dir gebührt! 4. Der Schlaf, den du den Müden nach Tageslaſt beſchieden, auch er ſei dir geweiht! Wir ſchlummern ohne Sorgen; denn du er⸗ weckſt uns morgen hier oder in der Ewigkeit. Mel. So fliehen unſre Tage hin 579 Wreu erhidei ruht, o Gott, von dir be⸗ wacht, der trotzt mit uner⸗ ſchrocknem Muth dem Grauen dunkler Nacht. 2. Umringt von ſtiller Fin⸗ ſterniß ſing' ich dir, Herr, ein Lied. Mein Herz froh⸗ lockt und iſt gewiß, daß mich dein Auge ſi ſieht. Der Tag iſt ſchnell da⸗ hin geeilt, und deine Vater⸗ hand hat mir viel Gutes zu⸗ getheilt, viel Böſes abge⸗ wandt. 4. Auch in der Noth und wenn ich litt, nahmſt du dich ein 432 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ein neuer Schritt zur Ewig⸗ keit gethan. 1 5. Du Herr wirſt auch noch immerdar mein guter Vater ſeyn und jetzt und auch bei grauem Haar mich ſegnen und erfreu'n. 6. Doch dir befehl ich meine Zeit. Ich leb in die⸗ er Welt, o Vater der Barm⸗ ſerzigkeit, ſo lang es dir gefällt. 7. Ich trau anf dich und zittre nicht, kein Unfall wird ſich nah'n: duwarſt ja meine Zuverſicht von meiner Ju⸗ gend an. 8. Ich ſchließ' auch jetzt in dunkler Nacht getroſt die Augen zu; ich fürchte keine ird'ſche Macht: du ſicherſt meine Ruh'! Mel. Freu dich ſehr, omeine 580 Auf, o Seele, ſei noch munter! Gottes Lob iſt deine Pflicht. Seine Sonne gehet unter; aber ſeine Güte nicht. Er hat mich auch heut ernäͤhrt, manche Freude mir gewährt, vor Gefahren mich beſchützet, mich in Schwachheit unter⸗ ſtützet. 2. Stets verehrt und hoch⸗ geprieſen ſeiſt du, treuer Gott, von mir! Was du Gutes mir erwieſen, danket meine Seele dir. Du haſt, war ichs gleich nicht werth, liebreich das Gebet erhört, das ich heut', als ich er⸗ wachte, dir im Namen Jeſu brachte. 3. Gib nun bis zum fro⸗ hen Morgen meinem Leibe ſanfte Ruh'! Durch dich ſchlaf' ich ohne Sorgen: wenn ich ſchlafe, wacheſt du. Leib und Seel' befehl ich dir, walte gnädig über mir! Sei auch du der Gott der Mei⸗ nen, zähl' ſie Alle zu den Deinen! 4. Laß uns doch kein ban⸗ ges Schrecken, Räuber nicht, nicht Feuersglut plöotzlich aus dem Schlummer wecken, halt uns feſt in deiner Hut! Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im ſichern Schlafe droht, oder laß uns, wenn wir ſter⸗ ben, deines Himmels Freu⸗ den erben! Mel. Werde munter, mein 581 Sink ich einſt in jenen Schlum⸗ mer, aus dem keiner mehr er⸗ wacht, geh ich aus der Welt voll Kummer, Todesruh', in deine Nacht: o dann ſchlaf ich anders ein. Weg aus dieſes Lebens Pein, wall ich hin zu deren Hütten, die, nun glücklich, hier auch ſtritten. I 2. Jetzt entſchlaf' ich, auf⸗ zuwachen noch für Tage die⸗ ſer Zeit! Laß mich fertig ſtets mich machen, Vater, zu der Ewigkeit, daß ich Wanderer dann ſei leicht, bereit, von Buͤrden frei, von den Laſten dieſer dieſer Eid lie unſterb 3. Gen mih ſehe mirerſchein tthörtem liebet, Stärker 1 im Schm nungsvall ſterbend d mich iſn g Mel. 3 582 Herr, der gehn. Noe ihr Glar lend Her 2. Vor nimmt ſi und ſucht von edler entweicht man ihm! 3. Sit rüͤhrt ihr iſt jetzt me⸗ So ſchens zuruck, ſtärkt den 4. Yer Nrſiukt, ne Weist unſre Herr all unſer Nacht. 1 3 Sie n„ un Brüdern ſich ihre thriſten —n Namen A du bis zum ſn. — weinem Aeie 1 Durch iih öhne Sorgen. ufe, wacheſtu. — l befehl ich über mir! di 2(Gott der M de Alle zum an doch kein bw⸗ b — t, Räuber nich, lut plotzlichan ner wecken, ſal einer Hut! hih bheit oder dh n Schlafe dah 14, wenn wir ſey Himmels Fuew — — he munter, mein iink ich einſt i S jenen Schlum⸗ ud keiner mehr er⸗ 4 ans der Welt m, Todetruh, M odann ſchlafit Weg aus diſt — wal ich hin die, uI ier auch ritee zu beſondern Zeiten. dieſer Erde, wenn ich nun unſterblich werde. 3. Gern laß einſt den Tag mich ſehen, der als Retter mir erſcheint: wenn mit nicht erhörtem Flehen, wer mich liebet, um mich weint! Stärker, als mein Freund im Schmerz, ſei mein hoff⸗ nungsvolles Herz, und, noch ſterbend dich zu preiſen, laß mich ihn gen Himmel weiſen! Mel. Wo Gott zum Haus 005 Cch ſeh im Abend⸗ 9 8 2 J rothe ſchon, Herr, deine Sonne unter⸗ gehn. Noch untergehend freut ihr Glanz, erhebt ein füh⸗ lend Herz ſo ganz. 2. Von einer halben Welt nimmt ſie den Segen mit, und ſucht ihn nie. So geht von edler That dein Freund, entweicht dem Dank, den man ihm weint. 3. Sie ſinkt; ich blick ge⸗ rührt ihr nach, nicht mehr iſt jetzt mein Aug' zu ſchwach. So ſcheucht zu ſtarker Glanz zurück, beſcheidne Tugend ſtärkt den Blick. 4. Verſunken iſt ſie; ſo verſinkt, ſobald, Herr, dei⸗ ne Weisheit winkt, auch unſre Herrlichkeit und Pracht; all unſer Glanz verliſcht in Nacht. 5. Sie ſank und floh von uns, um ſchön dort andern Bruüdern aufzugehn, die jetzt ſich ihrer Ankunft freun, 433 und dir nun Morgenlieder weihn. 6. So gehn auch wir der⸗ einſt, erwacht vom Schlum⸗ mer unſrer letzten Nacht, ſchließt hier ſich unſer Le⸗ benslauf, zu einer höhern Wallfahrt auf. Mel. In allen meinen Thaten 583 Dor Mond iſt aufgegangen; die goldnen Sterne prangen am Himmel hell und klar; der Wald ſteht ſchwarz und ſchweiget, und aus den Wie⸗ ſen ſteiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie iſt die Welt ſo ſtille, und in der Dämmrung Hülle ſo feierlich und hold; gleich einer ſtillen Kammer, wo ihr des Lebens Jammer venſchlafen und vergeſſen ollt. 3. Gott, laß dein Heil uns ſchauen, auf nichts Ver⸗ gänglichs bauen, dem Eit⸗ len nie uns weihn! Laß uns nur weiſe werden und vor dir hier auf Erden von Her⸗ zen fromm und fröhlich ſeyn! 4. Wollſt endlich ohne Grämen aus dieſer Welt uns nehmen, durch einen ſanften Tod; und wann du uns genommen, ſo laß uns zu dir kommen, du lieber, treuer, frommer Gott! 5. So legt euch denn, ihr Glieder, in Gottes Namen nieder; kalt iſt der Abend⸗ Ee hau h. 434 Geſinnung und Verhalten des Chriſten hauch. Verſchon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig ſchlafen und unſre kranken Brüder auch! Unter geſtirntem Himmel. Mel. Nicht um Reichthum 58 4(Einiam bin ich; ℳ ttiefe Stille herrſcht um mich in der Na⸗ tur! Unter einer dunklen Hülle liegt der Farben⸗ ſchmuck der Flur. Alles ruht, ſich zu erquicken; mir noch lohnet wach die Zeit; aufge⸗ than vor meinen Blicken hat ſich die Unendlichkeit. 2. Welche Tiefen! Welche Höhen! Heil'ge Schauer faſ⸗ ſen mich! Wie viel tauſend Welten drehen hier um ihre Sonnen ſich! Und wo ſind des Raumes Gränzen, wo ſich keine Welt mehr dreht, keine Sonnenſtrahlen glän⸗ zen, und kein Lebensodem weht? 3. Wie viel Millionen Le⸗ ben freuen ſich in jeder Welt, freuen ſich, den zu erheben, der ſie ſchuf und ſie erhält! Und wer iſt's, der ſtets ſie Alle liebend, ſegnend über⸗ ſchaut? Wer, der ſeines Tempels Halle ins Unend⸗ liche gebaut? 4. Kann mich hier ſein Name trügen? hier mir leuchten ohne Sinn? Er ſchrieb ihn mit Flammen⸗ zügen; und ſein Name heißt: Ich bin. Ja, du biſt, den GOTT wir nennen, dem das Weltall eigen iſt! Seligkeit iſts, dich zu kennen, der du Aller Vater biſt. 5. Deine alt're Offenba⸗ rung liegt jetzt aufgeſchlagen da; und im Lande der Erfah⸗ rung fand ich dich mir immer nah. Du, der wölbte die⸗ ſen Bogen, und der Sterne Kreis bewegt, haſt den Puls auch aufgezogen, der in mei⸗ nen Adern ſchlägt; 6. Haſt den Funken mir gegeben, der in mir die Nacht erhellt; dieſen Geiſt, der in das Leben aufſtrebt aus der Sinnenwelt; in das Leben, wo er freier, näher ſchaut dich, Weltengeiſt, dich, bei ſeiner heil'gen Feier, frei vom Staub der Erde, preiſt. 7. O dies Sehnen, o dies Streben, dieſer hohe Lebens⸗ ſinn buͤrgt mir ein unend⸗ lich Leben, fuͤhrt mich zur Vollendung hin! Nein, dein Kind wird nicht verſchmach⸗ ten in der tiefſten Dunkel⸗ heit; wird von Licht nach Lichte trachten in der Uner⸗ meßlichkeit. 8. Iſt mein Leben hier verronnen; wird es Nacht auf meiner Bahn: o dann leuchten tauſend Sonnen mir den Stufengang hinan. Ich ſteig auf zum Strahlen, ihn zu der nie verſiegt, in tiefen Thalen ſchau'n, Quell der wo vor mir dann der Welten Schöpfung liegt. Im erhält, e ſeine We Geſchöpſt 2. Das ſtorben la nun wier jedem ne⸗ neu hern der in de Vogel, erfreut 3. 1 verjüng. der Hin Thal und freudigen Wohlgef de Alle gab, au Werke. 4. L = dhriſten ennen, dem da . 8 2 iſt Selighet s kennen biſt. tden alrre Offente b tt aufgeſchlen kande der Eit⸗ 9 dich mir inne der wölbte i er und der Stem Sgen, der in ns ichlaͤgt; men Funken m er in mir d t; dieſen Geſ „ Leben aufftet = menwelt; in i er freier, nitn = Weltengeiſt,dh⸗ — il gen Feier, ſi a der Erde, prel s Sehnen, odi eſer hohe keben — nir ein unen 8 führt mich zu a hin! Nein, dei ucht verſchmach⸗ veſſten Duykel ven Ucht nau Sten in der Una = V mein Leben ſ wid es Na 1— Lahn: d 1 4 1 lſend Sonnen halen damn d zu beſondern Zeiten. Im Frühling. Mel. Allein Gott in der Höh! 58 f Lb ſei Gott, der 9 ◻ den Frühling ſchafft, Gott, der den Erd⸗ kreis ſchmücket! Preis ſei ihm, Ehr', Stärk' und Kraft, der, was er ſchuf, beglucket! Der Herr erſchafft; der Herr erhält, er liebt und ſegnet ſeine Welt: lobſinget ihm, Geſchöpfe! 2. Das Land, das erſt er⸗ ſtorben lag, erwacht und lebt nun wieder. Es ſtrömt an jedem neuen Tag ſein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube lebt, der Vogel, der in Lüften ſchwebt, erfreut ſich ſeines Lebens. 3. Der Erde Antlitz iſt verjüngt; erheitert glänzt der Himmel; Gebirg und Thal und Wald erklingt von freudigem Getümmel. Mit Wohlgefallen ſchaut herab, der Allen Seyn und Leben gab, auf ſeiner Schöpfung erke. 4. Lobſinget ihm; er iſt uns nah! Singt, alle ſeine Heere! Der Herr iſt in den Himmeln da, auf Erden und im Meere. Ich preiſe dich, ich ſinge dir: denn du biſt, wo ich bin, bei mir mit Allmacht und mit Liebe. 5. Du rufſt die Wolken in das Land und ſtillſt den Durſt der Erde, daß mit den Gaben deiner Hand der Menſch geſegnet werde. Du 435 macheſt Hagel, Thau und Wind, die deiner Allmacht Boten ſind, zu unſrer Freu⸗ de Quellen. 6. Selbſt, wann von Don⸗ nerſturm bedräut, erſchrockne Länder zittern, ſtrömt Stär⸗ kung, Segen, Fruchtbarkeit aus Nacht und Ungewittern, dann bricht die Sonne neu hervor, und Alles jauchzt zu dir empor, vor dem die Wetter ſchweigen. 7. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunn⸗ quell aller Gaben. Dort wirſt du uns mit Seligkeit in reichen Strömen laben. Wohl, wohl den Menſchen, die ſchon hier ſich dir erge⸗ ben und einſt dir, als Chri⸗ ſten, freudig ſterben! Mel. Gott, der du die Menſchen 586 Hhr hebt ſich 3 Gottes Sonne, länger ſtrahlt uns nun ihr Licht; Alles athmet neue Won⸗ ne, wenn ſie durch die Wolken bricht. Schau, der Früh⸗ ling ſenkt ſich nieder in die Waͤlder, auf die Flur. Die erſtorbene Natur lebet auf und wirket wieder. Opfre Gott, dem Schöpfer, Dankl Preiſ' ihn fröhlich, mein Geſang! 2. Munter zu der Arbeit wallet nun der Landmann hin aufs Feld, und ſein fro⸗ hes Loblied ſchallet laut em⸗ por zum Herrn der Welt. Fe? Er e 436 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Er vertraut die Saat der Erde, ehrt durch fromme Zuverſicht ſeiuen Gott und zweifelt nicht, daß ſie wohl gerathen werde; bringt ſchon hoffnungsvoll ihm Dank. Preiſ' auch du ihn, mein Geſang! 3. Glänzend und im Feier⸗ kleide prangt die bluͤthen⸗ reiche Flur. Jede Blume duftet Freude, preiſt den Schöpfer der Natur, der den Thau ſchafft, den ſie trinket, daß ſie nicht zu bald verblüh', der ihr Samen gibt, wenn ſie welkend end⸗ lich niederſinket. Bring auch du ihm Lob und Dank, preiſ' ihn fröhlich, mein Ge⸗ ſang! 4. Dieſer Fruͤhling, wie geſchwinde, o wie ſchnell wird er verblühn! Wie die Spreu, verweht vom Winde, ſo wird ſeine Pracht ent⸗ fliehn! Aber, Gott, vor dei⸗ nem Throne wird ein ew'ger Frühling ſeyn, ewig wird 7 er uns erfreun, ringen wir uur nach dem Lohne reiner Tugend lebenslang. Gott, dich preiſe mein Geſang! 5. Alle Herrlichkeit der Erde iſt nur Schimmer von dem Licht, das ich ewig ſchauen werde dort vor Got⸗ tes Angeſicht. Auch das freudenreichſte Leben hier auf Erden iſt nur Tod gegen je⸗ nes, was mir Gott dort ver⸗ heißen hat zu geben. Dir, mein Gott, ſei Lob und Dank! Ewig preiſt dich mein Ge⸗ ſang! Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 587 OEne veſ Auf Bergen, wie im Thal, iſt Freud' an Freude hingeſtreut und Schönheit überall. 2. Belebend iſt der Wieſe Grün, entzückend jede Flur; und wie viel tauſend Blu⸗ men blühn im Garten der Natur? 3. Mit reichen Blüthen prangt der Baum, und oben ausgeſpannt, wie ſtrahlt der blaue Himmelsraum: ein unbekanntes Land! 4. Blickt hin in Tiefen und auf Höhn, auf Flur und Wald und Feld!] Fühlt, was unnennbar iſt; wie ſchön iſt unſers Gottes Welt! 5. Doch nur dem Tugend⸗ haften, nur dem Menſchen⸗ freunde lacht die ſchöne herr⸗ liche Natur in aller ihrer Pracht. 6. Drum ſeid und machet froh und gut; reicht gern die Brüderhand; naht dann der Tod, ſo geht mit Muth ins unbekannte Land. 7. Macht dieſe Erde ſchon ſo ſchön entfernter Sonnen⸗ ſchein; o Gott, wie wird in jenen Höh'n der Sel'gen Wohnung ſeyn! h g ſey Im In Mel. Wie p 588 Freude;! pfer, deine in einem und Tha eld! L jede Stät wohin ich nah, und hin ich ſch ren, in turen, e halter, d 2. W war de Blüthe; mers e vollen, Fhriſen dob und dut b n, ihr Chriteg S Erde Riie — ſind dn vie im Thal,ih Bude hin e 4. b Hr Kbenahe 2ch iſt der Wieſ Mend jede Flur, = tauſend Blu⸗ am Garten der A eeichen Blüthen = aum, und obn r wie ſtrahlt de r nelsraum: ün Land! min in Tefen und auf Flur md 6 feld Fübl aar iſt; wie nſers Gottes urr dem Tugend⸗ dem Meuſchen⸗ 2 die ſchone herr⸗ — in alle ihne zu beſondern Zeiten. Im Sommer. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund 588 W kerun All Freude; verſchönt iſt, Schö⸗ pfer, deine Welt! Es prangt in einem Feierkleide Gebirg und Thal und Wald und Feld! Wie heilig wird mir jede Stätte! Wohin ich ſeh, wohin ich trete, biſt du mir nah, und fühl ich dich; wo⸗ hin ich ſchau, auf allen Flu⸗ ren, in allen deinen Krea⸗ turen, erblick ich, Welter⸗ halter, dich. 2. Wie haſt du, Gott der Macht und Güte, ſo liebe⸗ voll an uns gedacht! Schoͤn war des Frühlings bunte Blüthe; reich iſt des Som⸗ mers ernſte Pracht. Zum vollen, fröhlichen Genuſſe empfäangt von deinem Ueber⸗ fluſſe, o Gott, was lebet, Speiſ' und Trank. Gebirge geben, Thäler geben, was Allen nöthig iſt zum Leben; und Alle jauchzen froh dir Dank. 3. Weit um mich her iſt Alles Freude; o freu auch, meine Seele, dich in Gottes ſchönem Weltgebäude! Sein Segen reifet auch für mich. Hoch müſſe deſſen Lob er⸗ ſchallen, der mir ſo wohl thut, Allen, Allen, ſo wohl thut, der ſo freundlich iſt! Stimmt ein in der Geſchöpfe Chöre; dir, Gott, ſei Preis, —— 4337 dir Dank und Ehre, der du ſo mild und gnäaͤdig biſt. Mel. Wer nur den lieben Gott 589 Algütiger, dir will ich ſingen auf jeder ſegenreichen Flur; dir meine Dankgefühle brin⸗ gen im großen Tempel der Natur. Vom Aufgang bis zum Niedergang erſchalle, Gott, dein Lobgeſang. 2. Du biſt der Geber aller Freude, des Segens Schoͤ⸗ pfer biſt du, Gott! Den Heer⸗ den gibſt du ihre Weide und deinen Kindern allen Brod. Genährt, geſchützt, gepflegt durch dich, freut Alles, was da lebet, ſich. 3. Und Leben ſtroͤmt mit deiner Sonne in jeden Halm, in jede Bruſt; ſie gibt den Blüthenthälern Wonne, und allen Weſen neue Luſt. Ver⸗ jüngt durch ihren milden Strahl, jauchzt Hain und Flur und Berg und Thal. 4. Auf unſre Saaten träu⸗ felt Segen herab mit jedem Morgenthau. Gott, wie erfriſcht dein ſanfter Regen das Gras, die Blumen auf der Au! Der Bach, der aus dem Berge quillt, erquickt den Wandrer und das Wild. 5. Da ſtehn die Zeugen deiner Milde hier in der Schöpfung Heiligthum. Weit durch die reichen Korngefilde tönt himmelan dir Lob und Ruhm; ſie dringen, Herr, zu —. zu dir empor, aus aller We⸗ ſen frohem Chor. 6. Auch du frohlocke, mei⸗ ne Seele, und ruͤhme deines Schöpfers Macht! Dein lau⸗ ter Lobgeſang erzähle, wie berrlich Alles er gemacht! Vom Aufgang bis zum Nie⸗ dergang erſchall ihm Ehre, Preis und Dank! Mel. Herzliebſter Jeſu! 5 0 0 So weit nur Men⸗ A ſchen deine Welt bewohnen, biſt du der Va⸗ ter Aller Nationen, die Zu⸗ flucht Aller, die auf Land und Meeren dein Heil begehren. 2. Du blickſt hernieder und die Fluren lachen, du wäͤſ⸗ ſerſt ſie mit Thau, ſie reich zu machen. Dein Strom iſt voll; du ſorgeſt für die Saaten, daß ſie gerathen. 3. Die tiefgepflügten Fur⸗ chen füllt dein Segen; das lechzende Gefild erfriſcht dein Regen. Der Sommer glüht; es reifet das Getraide zu unſrer Freude. 4. Die Höhn und Tiefen ſchmückeſt du mit Heerden, und ſchaffeſt, daß ſie froh ge⸗ ſättigt werden. Dem Schnit⸗ ter rauſcht der vollen Felder Segen zur Aernt' entgegen. 5. Und Dank und Freud' und Jubel jauchzt aus Allen, und Hain und Auen und Ge⸗ fild erſchallen vom lauten, dir frohlockenden Getüm⸗ mel, bis in den Himmel. 438 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Im Herbſt. Mel. Vom Himmel kam der 5 9 1 Gekntet iſt der Felder Saat. Vom Herrn der Zeit geru⸗ fen, naht der Herbſt mit ſei⸗ ner Fülle ſich und nähret und erfreut auch mich. 2 Der ſegenreiche Garten prangt mit vollen Zweigen, und verlangt von ſeiner Frucht befreit zu ſeyn, um Gottes Menſchen zu erfreun. 3. Der Saͤnger in den Luͤf⸗ ten ſchweigt, der hin in fer⸗ ne Lande fleucht, wo Gott ſchon eine neue Saat, und Frucht für ihn bereitet hat. 4. Auf traubenvollen Huͤ⸗ geln ſchallt des Winzers Lob und wiederhallt von Berg auf Berg; auch Moſt und Wein gibt uns der Herr, uns zu erfreun. 5. Wie liebevoll, wie mild und gut iſt Gott, der ſo viel Wunder thut! Das Kind, der Jüngling, Mann und Greis ſei froͤhlich, ihm zum Ruhm und Preis! 6. Auch, wenn du alterſt, ſorgt für dich dein Herr und Gott noch väterlich; er, der auch, wenn dein Herbſt ſich naht, für dich noch viel der Freuden hat. 7. Froh kannſt du ſterben, wenn du nur, wie ſeine ſeg⸗ nende Natur, geſegnet haſt, wenn er die Frucht, die er verlangt, umſonſt nicht ſucht. 8. So blüh' und reife in der der Zeit z menheit! gend Saa zur reiche Mel. L b 590 geht ſcho! und ſpat cher Lich wieder. iſt nun e Stürme die berem letzte Blu des Her entlaudt Wälder. 2. Ve Flur, Segen; die Natu gegen.. Froſt er ſchon da über Lan nimmt d an, ben Bahn un 3. l will er ſelbſt ver duld ve wid ſie ſchaft, heit des reszeit den. T er gewa was und lichen Vähriſten Verbſt. 1 Aimmel kam dd ſarnet iſt da ſFelder Saun der Zeit gen en a undna A i hret 11 ollen Zweign, Iert von ſen zu ſeyn, m Shen zu erfrem. . 12 der hin in fen 1 ict, wo Gat ue Saat, un — n bereitet hat. er ubenvollen hi⸗ rr des Winzers(ah e allt von V dr auch Moſt m = uns der Hen, u un. Ur ſevoll, wie mid 1 wott, der ſo viel 4 3! Das Kind, 1, Maun und 1* vlch, ihn dun teis! Awemn du alten h di Herr 1 Kaäterlich; er, — dun hea 1“ noch viel d I a ann nreiche Gaun merin den üh der Zeit zu größerer Vollkom⸗ menheit! Still keimt der Tu⸗ gend Saat hervor und reift zur reichen Aernt' empor. Mel. Lobſinget Gott, er 592 Früh, mit umwölk⸗ ‿ tem Angeſicht, geht ſchon die Sonne nieder; und ſpät erſcheint ihr ſchwä⸗ cher Licht am trüben Himmel wieder. Die ſchönſte Zeit iſt nun entflohn; die rauhen Stürme rauſchen ſchon durch die bereiften Felder. Die letzte Blume neigt ihr Haupt; des Herbſtes kalter Hauch entlaubt die ſchattenreichen Waͤlder. 2. Verlaſſen ſteht die öde Flur, entblößt von ihrem Segen; entkräftet ſieht nun die Natur der Winterruh ent⸗ gegen. Die Vögel, die dem Froſt entfliehn, beginnen ſchon daher zu ziehn weit über Land und Meere. Gott nimmt der Wandernden ſich an, bezeichnet ihnen ihre Bahn und ſättigt ihre Heere. 3. Uns, ſeine Menſchen will er hier im Winter ſelbſt verſorgen. Ja, ſeiner Huld vertrauen wir; neu wird ſie jeden Morgen. Er ſchafft, daß wir in Sicher⸗ heit des Herbſtes rauhe Jah⸗ reszeit beginnen und vollen⸗ den. Die Erde ruht, doch er gewäͤhrt voll Liebe das, was uns ernährt, mit väter⸗ lichen Händen. mmmmmmᷓAA——— zu beſondern Zeiten. 439 4. Wie ſind nicht unſre Kammern voll von ſeiner Güte Gaben, vom Segen, der uns naͤhren ſoll, vom Vorrath uns zu laben! Durch deine Vorſicht mußt', o Gott, das Land uns für den Winter Brod, dem Vieh ſein Futter geben; und Wein, der unſer Herz erfreut, und unſers Lebens Kraft erneut, quillt aus der Frucht der Reben. 5. Wie jetzt das Feld um uns verblüht, verblühn auch wir im Alter. Doch wohl uns! Gott, der auf uns ſieht, iſt maͤchtiger Erhalter! Er iſt es, der die Schwachen ſchützt, die Müden mäͤchtig unterſtuͤtzt, die an dem Grabe wanken. Gebeugt vom Alter werden wir mit frohem Herzen, Vater, dir, wie in der Jugend danken. 6. Wohl Allen, die ſich ih⸗ rer Pflicht von ganzem Her⸗ zen weihen! Sie werden ihre Jugend nicht im Alter einſt bereuen. Wohl dem, der redlich ſich bemüht, weil ſei⸗ ner Jahre Kraft noch blüht, der Tugend Frucht zu tra⸗ gen! Ihm wird das Alter Jugend ſeyn, und dankbar wird er ſich noch freun in ſeinen letzten Tagen! Im Winter. Mel. Vom Himmel kam der 5 9 3 icht für der Fel⸗ Lder Segen nur, auch — 4u0 Geſinnung und Verhalten des Chriſten auch fuüͤr den Schlummer der Natur, fuͤr Froſt und Win⸗ ter danken wir, Herr, unſer Gott und Vater, dir. 2. Zwar liegt ihr grüner Schmuck zerſtört, von Schnee und Eis und Sturm ver⸗ heert; ein weites, weißes Grabgewand deckt Berge, Hügel, Thal und Land. 3. Doch hegt die Erde ſtill und groß, die zarte Saat in ihrem Schooß, die ſich im Frühling ſegensvoll entwi⸗ ckeln und uns nähren ſoll. 4. So nähret liebreich und geheim der holden Tugend erſten Keim die Mutter mit verborgner Luſt in ihrer zar⸗ ten Kinder⸗Bruſt. 5. So thut, was Andre ſegnen kann, der gute, der beſcheinne Mann, ſucht, wenn ſein Thun nur Gott gefallt, nicht das Geräuſch des Ruhms der Welt. 6. Doch wachſen ſoll der Tugend Saat; aufblühn, was er im Stillen that, zu reichen Aernten in der Zeit, zu reichern in der Ewigkeit. 7. Mag brauſen dann wohl um uns her des Win⸗ ters Sturm: auch er, auch er iſt deines Segens Diener, Gott, ſo fürchterlich er im⸗ mer droht. 8. Und wie viel Freuden danken wir ſelbſt in des Win⸗ ters Tagen dir, der du ſo väterlich uns trägſt, und ſat⸗ tigeſt, exwaͤrmſt und pflegſt! 9. Durch alle Zeiten, Va⸗ ter, ſei dir, wer dich kind⸗ lich ehrt, getreu! Laß jeden deinen Ruhm erhöhn und freudig deine Wege gehn! el. Auf, Chriſtenmenſch! M 59 4 Vllerwopn iſt der ErdePracht, nur Schnee bedeckt die Fel⸗ der. Der Winterſturm durch⸗ braußt mit Macht Gebirge, Thal und Waͤlder. Das Land erſtarrt vom Froſte nun, und ſeine Nahrungsſafte ruhn. 2. Wohl mir in dieſer rau⸗ hen Zeit! Ich darf vor Froſt nicht beben: mich ſchuͤtzt mein Dach, mich wäͤrmt mein Kleid und Brod erhält mein Leben. In meinem Bette ſchlaf ich ein, und kann mich ſanfter Ruhe freun. 3. So hats der arme Bru⸗ der nicht, dem Brod und Kleidung fehlen, er, dem das Nöthige gebricht, den Froſt und Hunger qualen. Und dreifach fuͤhlt er ſeine Pein, wenn Krankheit plagt und Kinder ſchrei'n. 4A. O zaudre, zaudre nicht, mein Herz, ihm liebreich zu⸗ zueilen! Fuhl' ſeinen Jam⸗ mer, ſeinen Schmerz, dein Brod mit ihm zu theilen! Wer ſeines Nächſten Noth vergißt, verdient nicht, daß er glücklich iſt. 5. Vor Tauſenden biſt du beglückt, die in der Stille klagen, da Wärm' und Nah⸗ raug — rung dich rauhen frohes opfere G 6. Siel dir noch mehr beſ Noth, d Gott, Ach Vo Schmerz mitleidi 3u Mel. Al heiß der Erde, v daß ihr net wer ſprechen dein B Müßy, eſſen. 2. Die noch im auch de Saat w gedeihn und Res baut u wenn, machtohe beit ſegn 4. D Frudhte deiner Ausſaa vater, te nicht nicht. hriſtn Ble eit„ u wer dich und eu! Laß jaden * edähn m un — Tege gehnl hriſtenmenſt Riſchwunden z der Erdepratt * Hhedeckt die 5 Dterſturm durz Aach Gebirg, der. Das Land e nun, und — giſ afte ruhn. M i i dieſer rau h darf vor Fo m nich ſchüßt ma rnh warmt wen rod erhalt mn ²½. meinem Bm — und kann mic r e freun. Se As der arne Jn ¹ dem Brod ud Klen, er, dem ne gebricht, den S unger quälen. 19 7 fühlt er ſeint *:„Krankheit plag eſchrein. b — dee, zaudre nich üm! liebreich i 1 üͤhl ſeinen 4 Schmerz, de k— Im zu dhin Nachſſten 4 5 dient nicht, N Siſt 4— ¹ auſenden biſt! ie in der 2i Warm umn 3 zu beſondern Zeiten. rung dich erquickt in dieſen rauhen Tagen. Lobſinge, frohes Herz„ in mir, und opfere Gott Dank dafür! 6. Sieh nicht auf das, was dir noch fehlt und mancher mehr beſitzet; nein, auf die Noth, die Andre qualt, auf Gott, der dich beſchützet! Ach Vater, lind're jeden Schmerz und gib mir ein mitleidig Herz! Zur Saatzeit. Mel. Allein Gott in der Höh' 59 5 s baut, o Gott, auf dein Ge⸗ heiß der Menſchen Hand die Erde, voll froher Hoffnung, daß ihr Fleiß von dir geſeg⸗ net werde. Auf dein Ver⸗ ſprechen trauen ſie, du ſollſt dein Brod bei Fleiß und Muͤh', ſo lang du lebeſt, eſſen. 2. Dies Wort traf, Herr, noch immer ein. Gib jetzt auch deinen Segen, daß Saat und Pflanzen wohl gedeihn; gib Sonnenſchein und Regen! Der Landmann baut umſonſt das Land, wenn, Vater, deine All⸗ machtshand nicht ſeine Ar⸗ beit ſegnet. 3. Drum kröne du mit Fruchtbarkeit das Land nach deiner Güte, und wenn die Ausſaat dann gedeiht: All⸗ vater, ſo verhüte, daß Käͤl⸗ te nicht, nicht Sonnengluth, nicht Hagelſchlag, noch Re⸗ 441 genfluth ihr zum Verderben werde. 4. Wir traun auf dich, o großer Gott; du, du wirſt gnädig walten. Du kennſt am beſten unſre Noth, haſt lange ausgehalten. Ja, Herr, du wirſt zu deinem Ruhm für uns, dein Werk und Eigenthum,, auch dies Jahr wieder ſorgen. Nach einer reichen Aernte. Mel. Wie groß iſt des Allm. 59 6 Wir Alle, Men⸗ ſchenvater, bringen dir unſern feierlich⸗ ſten Dank, und unſre fro⸗ hen Herzen ſingen dir ihren lauten Preisgeſang! Ge⸗ krönt haſt du mit deiner Milde rings um uns her das ganze Land: dein Segen floß auf die Gefilde aus rei⸗ cher, vaͤterlicher Hand. 2. Du ſchenkteſt Sonnen⸗ ſchein und Regen für jede Frucht zu rechter Zeit, und gabſt Gedeihen, Kraft und Segen dem Samen, den wir ausgeſtreut. Wie prang⸗ te nicht im Feierkleide das volle, ährenreiche Feld! Wie ſchlug von Hoffnung und von Frer ude dir unſer Herz, o Herr der Welt! 3. O welchen Reichthum deiner Gaben haſt du mit liebevoller Hand, uns zu er⸗ nähren und zu laben, von neuem uns herab geſandt! Für Millionen deiner Kin⸗ der ———— 442 Geſinnung und Verhalten des Chriſten der iſt jetzt ein voller Tiſch bereit; du nährſt den From⸗ men, nährſt den Sünder und Alles wird durch dich erfreut. 4. Wer kann die Güte ganz ermeſſen, die weiter als die Wolken reicht? Wer kann ſie undankbar vergeſſen, da jede Stunde von ihr zeugt? Nimm deiner Kinder Freu⸗ denzahren, nimm an, All⸗ vater, unſern Dank! Wir wollen ewig dich verehren durch Thaten, wie durch Lobgeſang. 5. Was du uns gabſt, wohl anzuwenden, verleih uns Weisheit und Verſtand. Nicht, um es üppig zu ver⸗ ſchwenden, empfingen wir's aus deiner Hand. Du willſt, wir ſollen froh genießen, doch mäßig, mild und dank⸗ bar ſeyn; ſo gütig, wie du dich bewieſen, ſoll jeder der Beglückten ſeyn. 6. Drum freu' den Armen auch der Segen, den deine Hand uns reichlich gab; wir wollen ſeiner liebreich pfle⸗ gen: wir trocknen ſeine Thrä⸗ nen ab! Er dank' auch heute mit uns Allen, frohlocke laut und bete an, daß du, nach deinem Wohlgefallen, ſo viel, o Gott, an uns gethan. Mel. Wach auf, mein Herz 597 Koumt, laßt uns 2 Gott lobſingen, und Preis und Dank ihm bringen für alle milde Ga⸗ ben, die wir geärntet haben! 2. Aus ſeinem Ueberfluſſe zum freudigen Genuſſe hat er uns, was zum Leben uns nöthig iſt, gegeben. 3. Die Scheuern ſind voll Segen; denn er gab Thau und Regen und Wachsthum und Gedeihen der Frucht, der wir uns freuen. 4. Preis, Herr, ſei dei⸗ ner Milde, daß Gaͤrten und Gefilde, was wir geſuͤet haben, ſo reichlich wieder gaben! 5. Preis ſei dir, unſerm Retter! Es drohten Sturm und Wetter, Verderben un⸗ ſern Saaten. Dank dir! ſie ſind gerathen. 6. Uns reiften ſüße Fruͤch⸗ te im milden Sonnenlichte an Baum und Strauch und Reben; Herr, Preis ſei dir gegeben! 7. Du ließeſt froh uns ärnten. O daß wir dank⸗ voll lernten, dir ähnlich, uns der Armen mit mildem Sinn erbarmen. 8. Wenn wir die gern er⸗ quicken, die Sorg' und Man⸗ gel drücken: ſo wirſt du, was zum Leben wir brau⸗ chen, ferner geben! 9. Du wirſt einſt deine Treuen, die gute Saat hier ſtreuen, zu höhern Feſten ſchmuͤcken, und ewig ſie be⸗ glücken.. b Bei Bei ſp Mel. Wa 598 heit, prei der Aern ganz die unſrer F ſtets erh was no wird er 2. Er ner Han de bringe Mühe ba gibt, daß ihm alle deihn: u Saaten gerathen 3. W ſorgt ja für unſer ſelbſt bein Nußm Preis ſei Unmuth; Wohlaef Vohlgefa erſchallen 4. Wie che Jahr beſcheret; noch imme auf ernahn friſten d Dant„ ale milde Ga⸗ an zaͤrntet haben em Ueberfluſe — Genuſſe dai * Aum Lehen un = eeben. uern ſind ul er gah Nu d Wachsthun 3 der Fruct 6 Srreuen. Sherr, ſei de SGarten und = wir geſaet ceichlich wieden (Sei dir, unſern = drohten Stum 4,— Verderben u⸗ 2n. Dank dir r chen. nten ſuße Frich 1 n Sonnenlicht 1 d Strauch ud = Nreis ſei di 1 dn fet froh uns daß wir dor⸗ diraͤbnlich u 1mit mildem Sin 1, Urwit die gern Bei ſparſamer Aernte. Mel. Was Gott thut, das iſt 598 Preiß⸗ Chriſten, * mit Zufrieden⸗ heit, preiſt Gott den Herrn der Aernte, daß ſich nicht ganz die Fruchtbarkeit von unſrer Flur entfernte! Noch ſtets erhält er ſeine Welt; was nöthig iſt zum Leben, wird er uns Allen geben. 2. Er iſt der Herr; in ſei⸗ ner Hand ſteht, was die Er⸗ de bringet. Der Menſchen Mühe baut das Land: Gott gibt, daß ſie gelinget! Von ihm allein kommt das Ge⸗ deihn: nur er, er läßt die Saaten blühn, reifen und gerathen. 3. Was trauern wir? Er ſorgt ja doch, Gott ſorgt für unſer Leben. O laßt uns ſelbſt beim Mangel noch ihm Ruhm und Ehre geben! Preis ſei dem Herrn! Unmuth fern, laßt ihm zum Wohlgefallen ein frohes Lied erſchallen! 4. Wie manches ſegenrei⸗ che Jahr hat er uns ſchon beſcheeret; wie gnädig uns noch immerdar von Jugend auf ernähret! Wer ſollte nicht mit Zuverſicht auf dich, Allvater, ſchauen, und dei⸗ ner Vorſicht trauen? 5. Ja, Höchſter, wir ver⸗ ehren dich in allen deinen Wegen, und trauen unver⸗ änderlich auf deinen milden Segen. Auch unſer Brod zu beſondern Zeiten. b Von 443 wirſt du in Noth und Theu⸗ rung uns gewähren, wenn wir dich kindlich ehren. 6. Wir beten demuthsvoll dich an, der Alles weislich füget, deß Vorſicht niemals irren kann, deß Wohlthun niemals trüget. Froh dan⸗ ken wir, Erhalter, dir, und preiſen deine Güte mit gnüg⸗ ſamem Gemüthe. Flehn um Regen. Mel. Komm, o komm du 599 Get, von großer Macht und Gü⸗ te, deine Hülfe ſuchen wir; mit geängſtetem Gemüthe ſchauen wir empor zu dir, Herr, du weißt, was uns gebricht: o verlaß, verlaß uns nicht! 2. Ach dem todten dür⸗ ren Sande gleichet bald, Herr, unſer Land; und ver⸗ ſenkt vom Sonnenbrande welkt die Frucht, die kraft⸗ voll ſtand. Schrecklich droht uns ihr Verluſt: Sorge nagt an unſrer Bruſt. 3. O erhalt uns deinen Segen: laß uns wachſen un⸗ ſer Brod! Ende bald durch milden Regen unſre Angſt und unſre Noth! Gott, wir trauen dir es zu, was uns gut iſt, ſchickeſt du. 4. Stärke du uns dies Vertrauen, unſer Wohl ver⸗ ſäumſt du nicht. Auf dich, Gnadenvoller, bauen wir die feſte Zuverſicht; du, der helfen ö—ö———ͤoͤoͤöoooſſſſſoſdoödbdbdbſdſdſſſſſſſſ 445 Geſinnung und Verhalten des Chriſten helfen will und kann, nimmſt gewiß dich unſrer an. Nach verliehenem Regen. Mel. Kommt, kommt, den 6 00 Ein milder Re⸗ —*4 gen ſinket er⸗ quickend auf die dürre Flur; wie labt ſie ſich, wie trin⸗ ket ihn jetzt die ſchmachtende Natur! Die ſanften Ströme kühlen die Lüfte weit umher, und die Geſchöpfe fühlen ſich nicht mehr träg und ſchwer. Gott ſpricht: und Seufzer ſchweigen und Hitz' und Duͤr⸗ re fliehn, und fromme Lie⸗ der ſteigen empor und prei⸗ ſen ihn. 2. Mit Freud' im Ange⸗ ſichte beſchaut der Landmann nun ſein Feld. Erquickt hat Gott die Früchte; er iſt Ver⸗ ſorger ſeiner Welt. Wie wal⸗ len nun die Aehren, vom Mark der Erde voll, das ſeine Menſchen nähren, das ſie erfreuen ſoll! Auf, prei⸗ ſet Gottes Milde! Er iſts, der Regen ſchickt und lech⸗ zende Gefilde voll Vaterhuld erquickt. 3. Erhalter unſers Lebens, Gott, dem wir uns jetzt dankbar nahn, o laß uns nicht vergebens die Gaben deiner Hand empfahn! Du ſendeſt Thau und Regen, gibſt milden Sonnenſchein; du eilſt, mit deinem Segen uns Alle zu erfreun. Wir wollen dich erheben, dir Höchſter, ſtets vertraun, und fromm und weiſe leben, bis wir dich ewig ſchaun. Flehn um Sonnenſchein. Mel. Mache dich, mein Geiſt, ber. b chmerz und Kla⸗ 601 S ge füͤllt das Land; traurig ſtehn die Früchte; hilft uns, Gott, nicht deine Hand, ſind ſie bald zu nichte. Zeig uns doch Gnade noch! Vater, voll Er⸗ barmen, hilf, ach hilf uns Armen. 2. Du regierſt der Wol⸗ ken Lauf, und beſiehlſt dem Regen. Sprich ein Wort, ſo hört er auf, und uns bleibt dein Segen. Steh uns bei und zerſtreu, Herr, mit ſtarker Rechte unſers Kummers Nächte! 3. Sende warmen Son⸗ nenſchein, der die Frucht er⸗ quicke! Sieh, wir ſchaun auf dich allein mit des Glau⸗ bens Blicke. Guter Gott, gib uns Brod und nach mancher Plage wieder Freudentage! 4. Preis und Ruhm ſei dir geweiht, Vater aller Gnade! Hilf, daß uns die ſchwere Zeit nicht am Her⸗ zen ſchade! Dir, nur dir, wollen wir gern zur Ehre le⸗ ben und uns ganz ergeben. Nach verliehenem Sonnenſchein. Mel. Nun laßt uns Gott (Ertönt, ihr Freu⸗ 602 E Nnleeder Sie ſcheint ſcheint; Wir ſehl die lang 2 Un Sorgen Morgen, thürmten ſtrmten. 3. d. ſahen n nahen. Menſcher ganz dure 4. d. höhen, zens Fle was wir teſt unſre 5. Sc nieder: wieder. Sonne, Wonne. 6. Wir mit fröh Ja, unſer ewig dir e Bein Mel. Wies 603, Gite vo. nedeüllt, nernd au ruft vollg Anbetend nieder; de bebt die ſegens ſſt der Her S hriden vertraun,„ ſe leben, in Sſchaun. mnenſchein rneinGeih chmerzund —n fin 11 g ſtehn i n ſt uns, Ge, 1 and, fnd p ad Zeig und 1 ethater, voll Eh 4 f, ach hit 3 enſ der Wi 1 d beſiedlſt den = ein Won 1 auf, und m W St 9 zerſtreu, Hin 1.= Rechte urſet 6 Fcchte! ( warmen Sw rdie Frucht en m wir ſchaun ali 1 rruit des Glau 1 ₰ Guter Gott, git 1. ud nach manchen rJreidenage = und Nuhm ſt Vater all 4 ilf, daß unsd 1 lha am 3 an⸗ nur ⁵ rn zur Ehrel ſga ergeben be nem Sonnenſci 64 laßt 11 3 — 6= nieder: zu beſondern Zeiten. ſcheint; ſie ſcheinet wieder! Wir ſehn ſie, welche Wonne! ddie lang verhüllte Sonne. 2. Uns drückten bange Sorgen an jedem neuen Morgen, ſo oft ſich Wolken thürmten und Regenwetter ſtürmten. 3. Des Feldes Früchte ſahen wir dem Verderben nahen. Was Thier und Menſchen nähret, ſchien ganz durch Fluth verheeret. 4. Da drang zu deinen Höhen, Gott, unſers Her⸗ zens Flehen. Du hörteſt, was wir baten, und ſchütz⸗ teſt unſre Saaten. 5. Schon ſenkten ſie ſich doch du erhobſt ſie wieder. O Herr der milden Sonne, du ſegneſt uns mit Wonne. 6. Wir preiſen deine Güte mit fröhlichem Gemüthe. Ja, unſer ganzes Leben ſei ewig dir ergeben! Beim Gewitter. Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 6 03 Mächtige, Dit der Herr der Götter, vor dem der Engel niederfällt, Gott redet don⸗ nernd aus dem Wetter und ruft voll Majeſtät der Welt. Anbetend ſinkt der Erdkreis nieder; der Wind ertönt, es bebt die Flur, und Blitze ſagen's Blitzen wieder: Gott iſt d der Herrſcher der Natur. 445 2. Auch dich laß ſeine Stimme rühren, ſei ganz Empfindung, o mein Herz! Den Dank, das Lob, die ihm gebuhren, entweihe kein unheil'ger Scherz! Auch Donner rufen Gottes Kin⸗ dern des Weltenvaters Se⸗ gen zu; ſie rufen ſchonend ſichern Sündern, und ihren Ruf verſtehſt auch du. 3. Verſtumme, freches Heer der Spötter! Furcht und Verzweiflung warten dein. Der Herr iſt Gott! Es ſagt's das Wetter; die Welt, die ganze Welt iſt ſein. Ihr bebt? Elende, wollt ihr fliehen? Kein Ort ſchützt euch vor Angſt und Noth; nichts kann dem Mächt'gen euch entziehen. Er kennt, er ſtraft euch; er iſt GOTT. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 60 4 D' hohe Him⸗ mel dunkelt ſich, ein Wetter Gottes dräut; ich bebe nicht: ich freue mich, Gott, deiner Herrlichkeit. 2. Du zuͤrneſt, wenn du donnerſt, nicht; du biſt der Menſchen Freund. Nicht bläſſer wird mein Angeſicht, wenn uns dein Blitz erſcheint. 3. Dem Sünder nur, der dich nicht kennt, biſt du, Herr, fürchterlich; dem aber, der dich Vater nennt, zeigſt du als Vater dich. 4. Uns Segen iſt der S So n⸗ ne Licht, uns Segen Waiim und aeh —— 446 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Nacht; auch Segen iſt uns 4. Wie kräftig hebt ſich das dein Gericht und deines Getraide, getränket durch Blitzes Pracht. den Regenguß, und wie ver⸗ 5. Du reinigſt durch den gnügt vetritt die Weide des Blitz die Luft; dein Regen neubelebten Thieres Fuß! tränkt die Saat; es ſtaͤrkt Wie athmen wir ſo ſanft ein balſamreicher Duft, und leicht, wenn ſchwuͤle was erſt geſchmachtet hat. Luft dem Donner weicht. 6. Laß frei das Herz von 5. Herr, deine Güte ſei Aengſten ſeyn, wenn uns erhoben, im Wetter wie im dein Wetter droht! Weg, Sonnenſchein! Wer wollte bange Furcht, wir ſind ja dich nicht ewig loben? Du dein, du biſt die Lieb', o kannſt und willſt uns ſtets Gott! erfreun. Mich ſchrecken Blitz und Donner nicht; denn du Nach dem Gewitter. biſt meine Zuverſicht. Mel. Wer nur den lieben Gott 605 Wie gnädig iſt Beim Jahreswechſel. — des Höchſten 1. Mel. Wer nur den lieben Gott Wille! Der Donner ſchweigt, 606 Des neuen Jah⸗ res erſter Mor⸗ die Blitze fliehn; es ſchmückt in angenehmer Stille der friſche gen bricht, meine Seele, fuͤr dich an; ermuntre dich zu Sonne Glanz das Grün. O du mein Geiſt, nun opfre Dank! Erhebe dei⸗ nen Lobgeſang. edlern Sorgen und wandle auf der Tugend Bahn. Bleibſt 2. Ja, preiſe freudig den du ihr treu, folgſt du ihr Erretter, der ſeine große nach, ſo weckt dich einſt ein Kraft bewieß, den Welten⸗ ſchönrer Tag. herrn, der ſich im Wetter 2. Was iſt es anders denn, ſo majeſtätiſch hören ließ, als Gnade, daß Gott dir die⸗ der Blitzen ihre Strahlen ſes Jahr noch ſchenkt, lenkt, und gnädig ſeines dich ſo gern auf ſeine Pfa⸗ Volks gedenkt. de mit treuen Vaterhänden 3. Nimm mit Bewund⸗ lenkt? Was iſt es anders, rung ſeine Güte auch ſelbſt als Geduld, als Nachſicht im Ungewitter wahr; denn gegen deine Schuldd? jedem forſchenden Gemuͤthe 3. So nütz auch dieſes ſtellt ſich auch hier ihr Schau⸗ Jahres Tage, als Tage dei⸗ platz dar. Zum Beſten jeder ner Pruͤfungszeit, daß kei⸗ Kreatur bemerkt man ihres ner dich vor Segens Spur. und Gott verklage, daß keiner dich im Tode reut. reut. Go immer u ſchaft bor 4 Ern nen Pflie ſchwerſter gern und ten, ſuch ſieg die deine Ta nutzt laß 5. Ge dies Pilo Gott, de zur Tugen ben, ſo Tugend nach kur Loos der 6. W Beſtrebe ner Bruͤ du einſt b ruhig he du ſagſt, dann, ich gethan; „1. Un Gottes eine Zeit du aus ne, die hat. Dru in deinem pfeſt fir Shriſtn ꝛig hebtſichdaz tranket durh , und wie ve die Weide de a Tlieres du viir ſo ſui wem ſoyvie ꝛnner weicht. deine Gütſt n Wetter wien * Wer weh An ig loben? A apilſt uns ſu My ſchrecken Arrr richt; demn 1 werſicht. „— hreswech 1 au den lieben Ge — Nes neuen 3i · res erſter N c meine Seele,ſ a rmuntre dich 1 =en und wand, e nd Bahn. Blei d rr, folzſt du i „uect dich einſt e 1 4 es anderd den daß Gott did 3och ſchenit, auf ſeine 45,„ rena 8 zu beſondern Zeiten. reut. Gott fordert, dem denk immer nach, einſt Rechen⸗ ſchaft von jedem Tag. 4. Ermuntre dich zu dei⸗ nen Pflichten, ſei zu den ſchwerſten auch gefaßt: ſie gern und willig zu verrich⸗ ten, ſuch dir den Muth, be⸗ ſieg die Laſt! Schnell fliehen deine Tage hin; ach, unbe⸗ nutzt laß ſie nicht flieh'n! 5. Gebrauch', o Chriſt, dies Pilgerleben, wozu dirs Gott, dein Gott, verliehn, zur Tugend hat ers dir gege⸗ ben, ſo gibs denn auch der Tugend hin. Sie reichet dir nach kurzer Zeit das ſchönſte Loos der Ewigkeit. 6. Weih jede Stunde dem Beſtreben für dein und dei⸗ ner Brüder Glück, ſo ſiehſt du einſt auf dieſes Leben mit ruhig heiterm Blick zurück; du ſagſt, o welche Wonne dann, ich habe meine Pflicht gethan; 7. Und ſegneſt noch an Gottes Throne dieß Jahr als eine Zeit der Saat, nimmſt du aus ſeiner Hand die Kro⸗ ne, die er fuͤr dich bereitet hat. Drum, Chriſt, halt aus in deinem Streit, du käͤm⸗ pfeſt für die Ewigkeit. Mel. Es iſt das Heil uns 607D“ Gott, du biſt der Herr der Zeit und auch der Ewigkei⸗ ten. Laß mich auch jetzt mit 447 Freudigkeit dein hohes Lob verbreiten! Ein Jahr iſt abermals dahin. Wem daakl ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad' und Guͤte. 2. Dich, Ewiger, dich bet ich an, unwandelbares Weſen! dich, den kein Wech⸗ ſel treffen kann. Wir wer⸗ den, ſind geweſen, wir blü⸗ hen und vergehn durch dich; nur du biſt unveränderlich, du warſt und biſt und blei⸗ beſt. 3. Herr, ewig währet dei⸗ ne Treu', mit Huld uns zu begegnen: und jeden Mor⸗ gen wird ſie neu, mit Wohl⸗ thun uns zu ſegnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von dir ſtets neues Glück mir zugefloſſen wäre. 4. Du haſt auch im ver⸗ floßnen Jahr mich väterlich geleitet, und wann mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf' und Troſt bereitet. Von ganzer Seele preiſ' ich dich; aufs neue, Gott, er⸗ geb ich mich ganz deiner weiſen Führung. 5. Vergib mir alle meine Schuld von den verfloßnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Chriſto ferner tragen! Laß mich in deiner Gnade ruhn und lehre le⸗ benslang mich thun nach dei⸗ nem Wohlgefallen! 6. Gib neue Luſt und neue Kraft, vor dir gerecht zu wan⸗ aus Geſinnung und Verhalten des Chriſten wandeln! Laß mich, Herr, ſtets gewiſſenhaft mit mir und Andern handeln! Dein Geiſt belrbe Herz und Muth, dich, o du allerhöchſtes Gut, und nicht die Welt, zu lieben 7. Die Welt vergeht: dies reize mich, die Luſt der Welt zu fliehen; um beßre Freu⸗ den müſſe ſich mein Geiſt mit Ernſt bemühen! Den En⸗ geln bin ich ja verwandt, im Himmel iſt mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten! 8. O lehre ſelbſt mich mei⸗ ne Zeit recht weislich auszu⸗ kaufen; laß mich die Bahn zur Ewigkeit mit heil'ger Vor⸗ ſicht laufen! Der Tage Laſt erleichtre mir, bis meine Ruhe einſt bei dir kein Wech⸗ ſel weiter ſtöret! Mel. Allein Gott in der Höh' 6 08 zott ruft der Sonn' und ſchafft den Mond, das Jahr darnach zu theilen: er ſchafft es, daß man ſicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen; er ordnet Jahre, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Ehr' ertheilen! 2. Herr, der da iſt, und der da war, von dankerfüll⸗ ten Zungen ſei dir für das verfloßne Jahr ein heilig Lied geſungen; für Leben, Wohl⸗ fahrt, Troſt und Rath, für Fried' und Rub', für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr ge⸗ ſegnet ſeyn, das du uns neu gegeben! Verleih uns Kraft, die Kraft iſt dein, in deiner Furcht zu leben! Du ſchü⸗ tzeſt uns, und du vermehrſt der Menſchen Glück, wann ſie zuerſt nach deinem Reiche ſtreben. 4. Gib mir, woſfern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden. Doch ſchadet mir das Glück der Welt: ſo gib mir Kreuz und Leiden. Nur ſtaͤrke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. .5. Hilf deinem Volke väͤ⸗ terlich in dieſem Jahre wie⸗ der. Erbarme der Verlaß⸗ ——— nen dich, und der bedrängten Glieder. Gib Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und auf unſern Fuͤrſten nieder; Rath 6. Daß Weisheit uad Ge⸗ rechtigkeit auf ſeinem Stuhle throne; daß Tugend und Zufriedenheit in unſerm Lan⸗ de wohne; daß Treu⸗ und Liebe bei uns ſei; dies ber Vater, dies verlei Chriſto, deinem Sohne! Mel. Schwing dich auf, zu h in „lie⸗ 609 Erbheude, iſt deine Gnade, und von dir ſtrömt tromt in unſre Pf re aͤndern veralten, und durch erhalten. 7 Je ſchmückt d gen; dem glückt un Jeden M benskraft verbreiteſ der Aben 3. Auc den wir ben, wa von dir u ben. Hüͤl und Bro wahret, ſelbſt d Schmerz 4 Da macht He fet; daß kand Run treitt, Fleiß uns riſtten 1 1 f für jede 16 durch dich m dies Jahr g⸗ — ad du uns m ih uns Kif — dein, in dein en! Du ſci 1d du vernäſt 1 Gliück, wm deinem Ret 1 ei, wofem 1 1 Lebens Ruh 6* 0 Doch ſchadt der Welt: ſ — in ud Leidn iit Geduld man a laß wich it 4 d Schmerz d beneiden. — einem Volkew 7 eſem Jahre wi ne der Verlii 9 der bedrängte 45 Glück zu jedn a und laß dit „r deil und Nt Keishei nad C. 0 ſtrömt immerdar Heil auf unſre Pfade. Tag und Jah⸗ re ändern ſich und wir ſelbſt veralten, doch du bleibeſt, und durch dich werden wir erhalten. 2. Jedes unſrer Jahre ſchmückt deine Hand mit Se⸗ gen; deine Vaterhuld be⸗ glückt uns auf allen Wegen. Jeden Morgen ſendeſt du Le⸗ benskraft und Wonne; du verbreiteſt ſanfte Ruh' mit der Abendſonne. 3. Auch des Jahres Lauf, den wir froh vollendet ha⸗ ben, war erfüllt, o Herr, von dir mit des Segens Ga⸗ ben. Hüll' und Fülle, Trank und Brod haſt du mild ge⸗ währet, und in Wohlthat ſelbſt die Noth und den Schmerz verkehret. 4. Daß uns deiner All⸗ macht Hand liebevoll gelei⸗ tet; daß du uͤber Stadt und Land Ruh' und Glück ver⸗ breitet, daß gewiſſenhafter Fleiß uns durch dich gelun⸗ gen: Gott, dafür ſei Dank und Preis herzlich dir ge⸗ ſungen. 5. Freudig, Vater, tre⸗ ten wir in dies Jahr des Le⸗ bens. Wann, o Herr, ver⸗ traute dir unſer Herz verge⸗ bens? Ja, du wirſt uns fer⸗ nerhin, wenn wir dir nur leben, Unterhalt und fro⸗ hen Sinn, Muth und Kräf⸗ te geben. 6. Flüchtig iſt die edle Zeit, zu beſondern Zeiten. 4 49 groß ſind unſre Pflichten; lehr uns für die Ewigkeit unſer Werk verrichten! Jede gute fromme That laß uns wohl gelingen! Frucht laß jede Tugendſaat für den Himmel bringen! Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 6106 Zzott, mit allen ſeinen Freuden ſchwand ein Jahr des Lebens hin, aber auch mit ſeinen Leiden ſchwand dies Jahr; und, Gott, ich bin, lebe noch und ſoll auf Erden noch geübt, gebildet werden. 2. Vor ſo manchem, man⸗ chem Grabe führteſt du vor⸗ über mich. Im Genuß der hohen Gabe der Geſundheit preiſ' ich dich, preiſe dich für alle Freuden, preiſe dich für alle Leiden. 3. Ja, auch für die trü⸗ ben Stunden meines Lebens dank' ich dir; denn auch ſie ſind nun verſchwunden, und ſie wurden Wohlthat mir. Auch auf dornenvollen We⸗ gen führſt du mich dem Ziel entgegen, Uebung iſt das Erden⸗ leben, Bildung fuͤr die beſſ're Welt. Meinen Wünſchen, meinem Streben iſt ein höh⸗ res Ziel geſtellt, ringen oll ich hier auf Erden, ew'ger Freuden werth zu werden. 5. Herr, dies ſoll mich Weisheit lehren! Jeder Tro⸗ pfen meiner Zeit. ohne je buruc ukehren, ſtromt ins Ff Meer 450 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Meer der Ewigkeit! Nichts Weß war die Kraft? Wer kann Zeitverluſt erſetzen: laß gab Gedeihn? Dir, den Werth der Zeit mich gebührt der Ruhm allein. ſchaätzen! 4. Doch oft verletzten wir 6. Laß auch dieſes Jahr die Pflicht; oft fehlten wir des Lebens nützen mich zur und Beſſerung, es verfließe nicht an, vergebens für des Geiſtes um Chriſti Willen ſpri Heiligung! Laß mich, Gott, uns frei! nach deinem Willen meine Pflichten treu erfüllen! 7. Alles, Alles, was ich hin zur Strom der Zeit ſtets näher Ewigkeit. Du haſt habe, Leben und des Lebens die Stunden zugezählt, die Herr, iſt dei⸗ letzte weislich uns verhehlt. Gluͤck, Alles, ne Gabe! Dankend heb ich meinen Blick auf zu dir, ge⸗ zu erziehn, uns Tage, Mon⸗ lobe Treue heute dir, o Gott, den, Jahre 6. Du gibſt, uns länger H err, 1 merkten's nicht. Nimm Erbarmer, unſre Ren, 5. Wir eilen mit dem hin; doch a aufs neue. dem Ziel der 8. Gib uns Allen deinen kommt unſre große Segen! Knüpfe feſt der Liebe ſchaft. Band! Auf der Tugend heil⸗ 7. O gen Wegen laß uns wandeln Alle flehn, mit Freudigket Hand in Hand! Fried' und vor dir beſtehn! Denn ach, Heil dem Vaterlande! Fried, wer dann vor dir erbebt, hat und Heil in jedem Stande! thöricht, hat umſonſt geleht Mel. O Jeſu Chriſt, mein’s Mel. Werde munter, mein nwiederbringlich Dun iſt das alte b 6 1 1 U ſchnell entfliehn 6 1 2 R Jahr entflohn; die Tage, die uns Gott ver⸗ wir leben in dem neuen ſchon. liehn. Ein Jahr tritt ein O Chriſten, preiſet Gott den und eilt davon. Wie man⸗ Herrn! Er half bisher un ches iſt bereits entflohn! hilft ſo gern. b 2. Dank ſei dir, ewig 2. Wie mancher, der in treuer Gott, für deinen Bei⸗ alten Jahr froh und vol ſtand in der Noth, für tau⸗ Kraft noch um uns war, ſend Proben deiner Huld, ſank, eh wirs dachten, ſchnel für deine Schonung und Ge⸗ dahin, nun deckt des Gra⸗ duld! bes Hügel ihn. 3. Dank dir, wenn jetzt 3. O Schauplatz der Ver⸗ voll Freudigkeit das Herz ganglichkeit! O ſchnelleFlucht ſich mancher That erfreut! der Lebenszeit! Wie thorin dann laß uns, wi Pilgrimſchaft Rechen⸗ iſt, wer das näch 4. Doc eifervoll, ich kannu meine Ze doch hern 5. Ar die Fluch Himmelw des Lebe mir nich nach. 6. Jn mich vor haſt du, liebevolle als ich w 1.8 Freundt meines! reiß un und git Brod. 8. 2 — Auüm allen“ d nicht. Niwr =n, uſſre Nal, b 1 at Wilen ſn reilen mit 3 zeit ſtets naͤt mshkeit. du zugezählt, n 1=ih uns nn iſt, uns länge mms Tage, Mo ☛ᷣhn doch a Jer Pilgrimſche mne große Rechn. nn laß un, k nit heuiſ 4 tehn! Demn i dam or direrbebt, t umſonſt gele † munter, meit 1Au itt das a 1„» Jahr eatlch an adem neuen ſch *, preiſet Gott ir ha lf ff bisher Kit verletzten v 9 oft ſehlten— zu beſondern Zeiten. iſt, wer immer feſt ſich auf das nächſte Jahr verläßt! 4. Doch bin ich ſtets nur eifervoll, zu wirken, was ich kann und ſoll; dann fliehe meine Zeit dahin, ſie bringt doch herrlichen Gewinn. . Auch komm ich durch dis F lucht der Zeit dir naͤher, Himmelsſeligkeit! Gottlob, des Lebens Ungemach folgt mir nicht in den Himmel nach. 6. Im Staube beug' ich mich vor dir. Bis hieher haſt du, Höchſter, mir mit liebevoller Vaterhand mehr, als ich werth bin, zugewandt. 7. Sieh ferner, Gott, mit Freundesblick auf mein und meines Nächſten Glück! Ent⸗ reiß uns jeder wahren Noth und gib uns unſer täglich Brod. 8. Behüt' uns in dem neuen Jahr vor Theurung und vor Kriegsgefahr! Uns treffe keiner Seuche Wuth, kein zehrend Feuer, keine Fluth! 9. Entferne jeden Un⸗ gluͤcksfall! Gib Heil und Wohlfahrt üͤberall; und, bricht ein Kreuz von dir herein, ſo laß es uns er⸗ träglich ſeyn. 10. Ja, ſegn' uns, Herr, in dieſer Zeit und führ uns dann zur Herrlichkeit! Da ſagen wir dir ewig Dank; da preiſt dich höhrer Lobge⸗ ſang! 451 Mel. Wach auf, mein Herz 6 1 3 Mit Freuden laßt uns treten vor Gott, ihn anzubeten; vor Gott, der unſerm Leben bisher hat Kraft gegeben! 2. Wir Erdenpilger wan⸗ dern von einem Jahr zum andern; die ſchnelle Flucht der Stunden wird kaum von uns empfunden. 3. Und dieſe Wandertage ſind nie ganz frei von Plage; wir gehn auf rauhen Wegen der Ewigkeit entgegen! 4. Doch du biſt voll Er⸗ barmen, und wirſt mit Va⸗ terarmen in Nöthen und Ge⸗ fahren uns ſchützen und be⸗ wahren. 5. Erhalter unſers Lebens, wir ſorgen nur vergebens, wenn du uns nicht beſchützeſt, mit Kraft uns unterſtützeſt! 6. Lob dir, o Gott, dem Treuen, durch den wir uns erfreuen; Lob deinen Vater⸗ händen, die ſo viel Noth abwenden. 7. Hör ferner unſer Fle⸗ hen, und eil', uns beizuſte⸗ hen! Gib Mäßigung in Freuden, Geduld und Troſt im Leiden. 8. Gib uns und Allen dee nen, die ſich von Herzen ſeh⸗ nen, zu thun, Herr, deinen Willen, auch Kraft, ihn zu erfüllen. 9. Herr, wehre du den Kriegen! Laß Menſchenliebe Ff 2 ſiegen 452 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſi egen: und wo nur Thrä⸗ nen ſließen, ſi ſich deinen Troſt ergießen! 10. Gib deinen milden Segen zu allen guten We⸗ gen; laß Großen, Herr, und Kleinen die Gnadenſon⸗ ne ſcheinen! 11. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Bera⸗ ther, der Unverſorgten Ga⸗ be, der Armen Hülf' und Habe! 12. Hilf gnädig allen Kran⸗ ken, gib fröhliche Gedanken den kummervollen Seelen, die ſich mit Sorgen quälen! 13. Vor Allem, Herr, ver⸗ leihe uns deinen Geiſt aufs neue, der uns mit Tugend ziere und ſo zum Himmel führe. 14. Das wolleſt du uns geben: du Herr von un⸗ ſerm Leben, ſo gehen wir im Segen der Ewigkeit ent⸗ gegen. Beim Anfang des Kirchenjahrs. Mel. Wer nur den lieben Gott „ 61 4 eſt ſteht dein Bund, wie Felſen ſtehen, du Gott der Gnade, Gott der Treu! Jahr und Jahrhunderte ver⸗ gehen; doch deine Güt' iſt täglich neu. Wie bringen heute, Vater, wir dir wür⸗ dig unſern Dank dafür? 2. Kein Feind zeiſtörte die Altäͤre, kein Feind zertrat dein Heiligthum. Noch ſin⸗ gen wir von deiner Ehre, noch predigt man von dei⸗ nem Ruhm. Durch Taufe, Abendmahl und Wort pflant ſich auch hier die Kirche tort 3. Doch, fragſt du nach des Wortes Früchten, und bringſt, was wir gethan, ans Licht, nach unſern Wer⸗ ken uns zu richten: Gott, Richter! ſo beſtehn wir nicht. Du trugeſt uns mit viel Geduld; wir aber häuften Schule auf Schuld. . O laß es deinem Geiſt xae„in dieſem neuen Kirchenjahr die Sunde mäͤch⸗ tig zu bezwingen, wo ſie bis⸗ her noch herrſchend war! Hent ſchwören wir, o Gott, auf's neu' dir und der Tu⸗ gend ew'ge Treu! 5. Laß ferner hier dein Wort erſchallen; gib, daß es frevle Sünder ſchrec len, zu freudenreicher doſ⸗ nung weckt! Laß, wenn wir hier in Andacht flehn, uns Al⸗ deine Gnade ſehn. 6. Gib, daß dich forthin nlle ehren, als dein geweih Heiligthum! Einſt führ du uns zu jenen Chören, 8 man, erfüllt von deinem Ruhm, das Leben, das uns dort beſeelt, nicht mehr nach Tag und Jah⸗ ren zählt. Am ——-——— An Mel. I Gott, de ich dante von Hul dem Ni deine G 2. D bereitet; leitet bi Du gal und ſell verwand Gluͤck. 3. 2 Dinge, ringe, wacht. und Erd werde, mein e 4 d. Sehnen Thränen 8 — — S 1 Durch Taf. Aa Won lin u mer die Kin A. fragſt da uh * szrüchten, ui wir gathu, har h unſern Wn 8 nrrichten: Get onehn wir nict us mit vil d a aber häufta d= Schuld. Ds denem Gei 1 dieſem neua 1 r ie Sünde mäch bzen, wo ſie bi i errichend wu 4 en wir, o Ge nr und der do en an reu! b eln ner hier dei d anhen; gib, daß c inder ſchrech „3 ine Wege wal uf enreicher de un Laß, wenn i ntamicht flehn, u d nade ſehne„ G„ aß dich i mils dein 58 dA m. Einſt füf 8 aen Chören, in von deim z Leben, n d ſeelt, u 1— b ſerl g 1☛ Tag ud M. 4 4 Am Geburtstage. Mel. In allen meinen Thaten 61 5 Dir dank ich für 91 mein Leben, Gott, der du mirs gegeben; ich danke dir dafür. Du haſt, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, haſt mich bereitet; mich väterlich ge⸗ leitet bis dieſen Augenblick. Du gabſt mir frohe Tage, und ſelbſt der Leiden Plage verwandelteſt du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu ge⸗ ringe, mit der du mich be⸗ wacht. Damit ich, Staub und Erde, auf ewig glücklich werde, haſt du ſchon ewig mein gedacht. . Du hörteſt ſchon mein Sehnen und zählteſt meine Thränen, eh ich bereitet war; noch war mir nicht das Le⸗ ben von dir, o Gott, gege⸗ ben, da wogſt du ſchon mein Theil mir dar. 5. Für alle deine Treue, Herr, deren ich mich freue, lobſinget dir mein Geiſt! Er, den du mir geſchenket, er iſt's, der dein gedenket, und freudig dich, o Vater, preiſt. 6. Daß du mit Kraft mich rüſteſt und mir mein Leben friſteſt: dies, Vater, dank ich dir. Daß du mich lieb⸗ reich führeſt, mit deinem zu beſondern Zeiten. 453 Geiſt regiereſt: dies Alles, Vater, dank ich dir. 7. Was mir in dieſem Le⸗ ben noch nützt, wirſt du mir geben: du gibſt's! Ich hoff' auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich kindlich Leib und Seele; Herr, ſegne, Herr, behüte mich! Mel. Mein Gott, das Herz 6 16 Du läßt den Tag mich wieder ſehn, da ich, nach deinem Rath, o Gott, zu meinem Wohlergehn, des Lebens Bahn betrat. 2. Von ganzem Herzen preiſ' ich dich, daß mich dein Arm bis jetzt noch unverdient ſo väterlich geſegnet und be⸗ ſchützt. 3. O! häͤtt' ich doch aus Dankbarkeit das nun ver⸗ floßne Jahr ſo dir und dei⸗ nem Dienſt geweiht, als meine Pflicht es war! 4. Beſchämt, o Gott, fleh ich zu dir; vergib mir meine Schuld, und ſchaff ein reines Herz in mir, nach deiner Vaterhuld! 5. Hilf, daß ich in der Folgezeit, gerührt von dei⸗ ner Treu', von inniger Er⸗ kenntlichkeit dir thaätig dank⸗ bar ſei! 6. Schnell fliehen meine Tage hin. Mein Auge ſieht nicht ein, wie lang ich noch auf Erden bin: dein Auge fieht's allein. J. Viel⸗ ——— —— ———— —— —— ——— — —— —— Ende da. 95ʃ Geſinnung und Verhalten des Chriſten 7. Vielleicht iſt bald mein Hilf, daß ich in der Zeit, die mein noch iſt, mit Sorgfalt ja ſchaff' meine Seligkeit. 8. Dann darf ich von der Pilgerzeit den letzten Tag nicht ſcheun. Er wird zur frohen Ewigkeit mir mein Geburtstag ſeyn. Die Lebensalter. Mel. Wer nur den lieben Gott 18 Jer du den Men⸗ 617 Deſcene ſchafff und leiteſt, und huldreich ihn als Vater liebſt, was ihn erfreut, ihm mild berei⸗ teſt, Heil ihm in jedem Al⸗ ter gibſt: es lebe, Herr, zu deinem Preis der Jüngling und der Mann und Greis! 2. Verleih dem Jüngling Kraft und lehre ihn Mäſſi⸗ gung, wenn er ſich freut; gib Demuth auf der Bahn der Ehre, gib Muth ihm, wenn Gefahr ihm dräut! O laß ihn thätig, gut und rein und ſtark in der Verſuchung ſeyn. 3. Dem Mann hilf wir⸗ ken: hilf ihm ringen, den Eigennutz, den Hang zur Raſt, die Luſt der Welt, ſich ſelbſt bezwingen, und tra⸗ gen ſeiner Arbeit Laſt; ſein Lebenstag ſei nicht zu ſchwül, und immer vor ihm ſei ſein Ziel! 4. Erſcheint ſein Abend dann dem Greiſe, ſo gib dem Müden einen Stab; er freue ſich des Guten weiſ, was er hier that, was er hier gab; dies ſei ihm, wenn ar ſterbend fallt, ein Führen zu der beſſern Welt! Für die Jugend. Mel. Werde munter, mein 61 8 Unfe Kindheit 1 0 unſre Jugend, jedes Alter darf ſich freun. Auch die Fröhlichkeit iſt Tu gend, aber heilig muß ſe ſeyn; nicht ein Taumel, der bethört, der Gefühl und Kraft zerſtört; wilde Lüſt muß ſie ſcheuen und die Seele nicht entweihen. 2. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keuſchen Bruſt toben nie der Reue Schmerzen, wohnet wahre Ruh' und Luſt, Unbeherrſh te Sinnlichkeit tödtet die Zufriedenheit; ſie vergiftet alle Freuden und erzeuget bittre Leiden. 3. Reiner Sinn und Un⸗ ſchuld ſchmücket mehr, ale Schönheit; denn ſie mehtt jede Luſt, die uns entzücket jedes Glückes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell, ſie nur koönnen voll Vertrauen hoffen, Gott dereinſt zu ſchauen. 4. Drum, o Gott, laß uns geſellig, froh und willig zu erfreun, liebenswürdig und gefäͤllig, aber nur durch Tugend Tugend Schmeich den und Frechheit mer unſer 5. Laß der Sitt Herz ente Paläſt? Tugend der ſtreb weſſen1 iſt, daß die Erde ſchöner i NMel. Wi 619 Morgen und Se ſchäftigt gen der? keit, win der Juge Reize fli nur für für Pfli lanft 2. Vo Muth der Wei feſtem e ter und! hinan, 7 4 uten weſ n, was afs E ihm, wenn; 7 jein Fihßa n Welt e Jugend = mnter, mi 31 iſte Kindh * unſre Jugen A aarf ſich frau 8 S lüchkeit iſt d heilig muß in Taumel, d t r Gefühl w tgn:; wide diß 1r und die Sen a hen. min einem rein en m in einer kegit 1m nie der N net wohnet va Su. aſt. Unbehentt Mhkeit tidtit i ieit at; ſie velgſt Jiun und eheut etn. *3r Sinn ud dtm ücket mehr, 1 au denn ſie me ie uns entzüt 3=ckes Nei à iren herzen ſi n 3 eder Wonne n Re nur konnent Shriſen inen Stad; Tugend ſeyn; offen ohne Schmeichelei, ſtets beſchei⸗ den und doch frei, ohne Frechheit, ſtets bedächtig, im⸗ mer unſers Herzens mächtig! 5. Laß die Frechheit wil⸗ der Sitten niemals unſer Herz entweihn! Laß, o Gott, Paläſt' und Hütten ſtets der Tugend Wohnung ſeyn! Je⸗ der ſtrebe, wer ein Chriſt, weſſen Wunſch die Tugend iſt, daß ſein Haus und daß die Erde nur durch Tugend ſchöner werde. Mel. Wie groß iſt des Allm. 619 Wgnes Kebens Morgen nur ſeinem Herrn und Schöpfer weiht! Be⸗ ſchäftigt mit den edlen Sor⸗ gen der Ausſaat für die Ewig⸗ keit, wird er die wilde Luſt der Jugend und jedes Laſters Reize fliehn; ſein Herz wird nur für Gott und Tugend, für Pflicht und Recht und Wahrheit glühn.. 2. Von Sorgen frei, voll Muth und heiter wallt er der Weisheit Erdenbahn mit feſtem Schritte immer wei⸗ ter und blickt getroſt zu Gott hinan, beſiegt durch fort⸗ geſetztes Streben, durch Fleiß und Ernſt und Wachſamkeit Verführer, wenn ſie ihn umgeben, und ſeine eigne Sinnlichkeit. b 3. Wie thatenreich ſind ſeine Tage! Wie ſchoͤn ent⸗ zu beſondern Zeiten. 455 fließt ihm ſeine Zeit! Er fürchtet keiner Zukunft Pla⸗ ge, ihn reut nicht die Ver⸗ gangenheit. Er ſa't den Saamen jeder Tugend, und freut ſich ſeiner Aernte ſchon; die ſchöne Blüthe ſeiner Ju⸗ gend verheißet ihm im Al⸗ ter Lohn. Mel. Warum ſollt' ich mich (Jabe deine L 620 Ho uonn, a. mer gern an dem Herrn, und dem Reiz der Tugend! Was dein ſchwaches Herz begeh⸗ ret, dein Verſtand nicht er⸗ fand, wird dir dann gewäh⸗ ret. 2. Schnell muß nicht vor⸗ überrauſchen dieſe Luſt; dei⸗ ne Bruſt muß ſie nicht ver⸗ tauſchen gegen Lüſte dieſer Erden, die dein Herz, vol⸗ ler Schmerz bald vergiften werden. 3. Nicht erſt, wann des Alters Sorgen dich zerſtreun, Jugend, nein, ſchon am fruͤhen Morgen, in der Blü⸗ the deines Lebens dien' ihm gern, und dem Herrn dienſt du nie vergebens. 4. Glück, Geſundheit, lan⸗ ges Leben wird dafür willig dir dein Erſchaffer geben. Weisheit ſei nur dein Be⸗ gehren; dann wird er oft ſchon mehr, wenn dirs nützt, gewähren. 5. Auch in den geſunden Tagen laß nicht ab, in das Grab 456 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Grab einen Blick zu wagen. Suche, fern von dem Ver⸗ derben, Seelenruh'; dann Wirſt du Himmelsſegen er⸗ en. 3 Fur Jünglinge. Mel. Ermuntre dich, mein 62 1 Cch trete vor dein 6 ₰ Angeſicht, du Schöpfer meiner Jugend! Verwirf mein kindlich Flehen nicht um Weisheit und um Tugend! O nimm dich meiner Schwachheit an, und wann ſich mir Gefahren nahn: ſo ſtehe mir zur Seite, damit mein Fuß nicht gleite. 2. Mein Herz von Laſtern zwar noch rein, doch jung und unerfahren, wird leicht geblendet durch den Schein, und ſtürzt ſich in Gefahren: o mache mich mir ſelbſt be⸗ kannt, und gib mir Weis⸗ heit und Verſtand, damit ich meine Wege unſträflich wandeln möge! 3. Zum Leichtſinn, der das Herz verführt, das Bö⸗ ſe zu erwählen: zum Ehr⸗ geiz, der den Stolz gebiert, dies Merkmal ſchwacher Seelen: zur Trägheit, die den Geiſt verzehrt und jeden Trieb zum Laſter nährt; laß nie zu dieſen Sünden in mir ſich Neigung finden! Wenn mir auf meiner Jugendbahn, mich in ihr Netz zu ziehen, Verfuͤhrer ſich voll Argliſt nahn, ſo laß mich weislich fliehen. Inr Beiſpiel, Herr, entferne nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht: ihr Spotten und ihr Lachen ſoll nie mich wankend machen b 5. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schöpfer und Erhalter; ſie werde mei⸗ ner Jugend Glanz und einſt mein Troſt im Alter! Er⸗ halte mein Gewiſſen rein laß keinen meiner Tage ſeyn, der nicht zu deiner Ehre wohl angewendet wäare! Für Jungfrauen. Mel. Ermuntre dich, mein 6 Cxch will in ſtille 22 Einſamkeit zu dir mich, Gott, erheben! Dir ſei mein ganzes Herz ge⸗ weiht, geweiht zum frommen Leben! Gib du mir Kraft, ſe kommt von dir, und ſtaͤtke den Entſchluß in mir, ſtets deinen heil'gen Willen mit Freuden zu erfüllen! 2. Du biſt mein Vater, ich dein Kind: mein Heil it dich zu lieben; ach, mache mich dir gleichgeſinnt in allen meinen Trieben! Laß meine Seele keuſch und rein, unſträflich meinen Wandel ſeyn, um, Vater, dir vor Allen durch Unſchuld zu ge⸗ fallen! 3. Vor eitler Selbſtgefällig⸗ keit bewahre meine Jugend Mein Vorzug ſei Beſchei⸗ denheit und meine Schön⸗ heit ſ T ſanften durch den Nä tt/ ſ trachtet nicht bethore Gefüh ne Nu ler G Welt i der dir ich mich und D 5. Verfüt mich i ſtets n reinen Unſch Ruhm Eigenn mir g. läͤſtern 6. 7 wande! damit Durch 1— i J m 1 d en! ugend S hrſten 18 ſſiehen. 1 ir, entfemn uun dim Spotta oll nie mc a— mein Schiyfe 9 ſie werde i belh ge Wlanz und enn 2 Fn Alter! G. m gzewiſſen ren⸗ ns ar ner Tage ſem it deiner Enn an andet ware! 1= ngfrauen. 1r ntee dic, wein —ch wil in ſtlle 4,— Einſamkeit id hott, erhebe ei= ganzes hen T..— du mir Aht zum fronna Kraftſſ tr ddir, und ſint Er ß in mir, ſch a=zen Wilen n den rffüllen! iſt mein Van er=: mein hili 4,in; ach, nat g lecchgeſimt 1 Aum Tiieben,— „ keuſch und rei . u Wand . Jater, dir mlnſchuld zug — erSelbſtgeiäl 17*, meine JIuge —en ſa Bet e St 1 einen 1n mein ne Ruh zerſtören. heit Tugend! Gib mir den ſanften ſtillen Geiſt, der dich durch fromme Demuth preiſt, den Nächſten liebt und ach⸗ tet, ſich ſelbſt zu beſſern trachtet. 4. Gucht zu gefallen müſſe nicht mein ſchwaches Herz bethören; ſie würde mein Gefühl für Pflicht und mei⸗ Ein eit⸗ ler Glanz und Pracht der Welt iſt nicht der Schmuck, der dir gefällt: drum will jch mich beſcheiden in Zucht und Demuth kleiden. 5., Wenn Umgang mir Verführung droht: ſo lehre mich ihn meiden, und lenke ſtets mein Herz, o Gott, zu reinen edlen Freuden! Die Unſchuld ſei mein höchſter Ruhm, ein guter Ruf mein Eigenthum, den jeder gern mir gönne, und Niemand läſtern könne! 6. Die edle Freundin laß in mir ein Herz, wie ihres finden, damit in frommer Eintracht wir der Freund⸗ ſchaft Glück empfinden! Laß unſre Liebe ſanft und rein, wie deiner Engel Umgang, ſeyn, daß nimmer unſre Seele Neid oder Argwohn quãle! 7. Der du mich ſelbſt durch dein Gebot den Weg zum Heile lehreſt, ich will ihn wandeln, Herr, mein Gott, damit du mich erhöreſt. zu beſondern Zeiten. Durch Unſchuld, Sanft⸗ 457 muth, Frömmigkeit, durch frohen Sinn bei Häuslicha⸗ keit laß, Vater, mich auf Erden geliebt und glüͤcklich werden. Für das Alter. Mel. Mein erſt Geſchäft ſei Preis QMʒtets warſt du 623 S meine Zuver⸗ ſicht, und biſt es noch im Alter; verlaß auch nun mich Schwachen nicht, mein Schöpfer, mein Erhalter! 2. Ich fühle die Beſchwer⸗ lichkeit gehaͤufter Lebensjah⸗ re, und ſteh am Rande mei⸗ ner Zeit. Nah ſind mir Sarg und Bahre. 3. Gelobt ſei deine Va⸗ tertreu, die mich bis hie⸗ her brachte, mir wohl that und mein Herz dabei mit dir zufrieden machte! 4. O ſei auch ferner noch mit mir, daß ich bis anm mein Ende dir folg', und, voll Vertraun zu dir, das Leben wohl vollende! 5. Viel heitre Tage gabſt du mir, von Sorgen frei und Gramen; wie ſollte ich denn nicht von dir jetzt auch die trüben nehmen? 6. Es währet ja nur kurze Zeit, was ich noch etwa lei⸗ de, und dann lohnt eine Ewigkeit mit ungetrübter Freude. 7. Dann drückt mich keine Schwachbeit mehr; verjuͤngt iſt dann mein Leben; dann . werd 458 Geſinnung und Verhalten des Chriſten werd' ich, Gott, dir Preis und Ehr' im Chor der Engel geben. 2 8. Hilf, daß ich täglich meinen Blick auf dieſen Wech⸗ ſel lenke, und dies mir immer nah're Glück zu meinem Troſt bedenke! 9. So bleib ich in Zufrie⸗ denheit auch bei des Alters Schwäche, und harre, bis dein Wink gebeut, daß mei⸗ ne Hütte breche. Mel. In allen meinen Thaten 624 Du⸗ Herr von meinen Ta⸗ gen, haſt mich voll Huld getragen von meiner Jugend auf; auf allen meinen We⸗ gen umgab mich, Gott, dein Segen; du lenkteſt meinen Lebenslauf. 2. Ich hatt' oft große Sorgen; doch, wie ein heit⸗ rer Morgen durch dunkle MNachte bricht, ſo hab' ich's ſtets erfahren. Der Herr weiß zu bewahren, und führt durch Finſterniß zum Licht. treu'. Bin ich 3. War Menſchenrath ver⸗ gebens, ſo kamſt du, Herr des Lebens, und halfſt und machteſt Bahn. Dich ließ ich thun und rathen; denn du thuſt große Thaten und nimmſt dich unſrer huldreich an. 4. Du willſt in meinem Alter mein Stab ſeyn, mein Erhalter, nach deiner Vater⸗ gleich ſchwach und müde, bei dir iſt Troſt und Friede; du ſtehſt mir in der Schwachheit bei. 5. Wie fliehn des Lebens Stunden, wie bald iſt es verſchwunden! Ich bin dem Ziele nah, dem Ziele aller Leiden. O welche hohe Freu⸗ den erwarten meine Seele da! 6. Ich harre fromm und ſtille, bis, Herr, mein Gott, dein Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende ſink ich in Jeſu Hände, denn er hat mich mit dir verſöhnt. Geſinnung und Verhalten des Chriſten unnter beſondern Umſtaͤnden. Bei allgemeinem Wohlſtande. In eigener Melodie. 62 5 Z3* Himmel er⸗ A* hebe dich, Freu⸗ dengeſang! Hoch töne aus fröhlichem Herzen der Dank! Auf, Alle von Vaterlands⸗ liebe durchglüht, ſingt mit uns dem Höchſten ein feiern⸗ des Lied. 2. Er läßt uns bewoh⸗ nen ein glückliches Land; be⸗ ſchirmt und erfreut es mit wohlthät'ger Hand, ſein Segen ergießt ſich auf Alle herab; ——— herab; Gefah 4.1 men un Nuen! chen be Fläche wie t b Fric und Nahrl jeglich den h dienſte wo R wohnt . 5. b himm wo Sonr uns Pfad tung, wünſch Glück mit ſchͤtze ſten der und d — iſt en du, Hen dd iſ und =. Dich liez Zuachen; u Tlaten und 1ſe huldrit ◻ in menm ei S ſeyn, min 1 22 deier di i teilleich ſchwah d☛ dir iſ Tui „ ie aſtehſt mirn 1 ät bei. 3 hn des Leben ent e bald iſt ei 2= Ich bin den 4 em Ziele alln r- che holee Frey⸗ du 3 meine Sull 30 re fromm 1 bis n, mein Get W iich nach da ſe An meinn in We ſink ich u H4*&b denn er ha mitt erſöhnt. nt Fhriſten nſt m. S enraihun unter beſondern Umſtaͤnden. 459 herab; und vaͤterlich wendet Gefahren er ab. 1 3. Die Berge mit Baäu⸗ men und Reben beſetzt, die Auen mit ſchlängelnden Bä⸗ chen benetzt, die Gärten, die Flachen der Felder umher, wie tragen ſie immer an Fruͤchten ſo ſchwer! 4. Es blühen Gewerbe und Künſte im Land, und Nahrung und Wohlfahrt in jeglichem Stand. Mild wer⸗ den hier Fleiß und Ver⸗ dienſte belohnt; hier iſt es, wo Recht und Gerechtigkeit wohnt. 1 5. Religion ſtrahlt uns ſo himmliſch, ſo mild. Da, wo uns nicht leuchtet die Sonne, ihr Bild, erhellt ſie uns Erdenbewohnern den Pfad und gibt uns Erleuch⸗ tung, Erquickung und Rath. 6. Wuͤnſcht, Glückliche, wünſchet dem Vaterland Glück! Ein jeder bezeuge mit freudigem Blick; er ſchatze das Gute dem Höch⸗ ſten zum Preis; es jauchze der Jüngling, der Mann und der Greis! 7. Uns bleibe das Chri⸗ ſtenthum theuer und werth; Gott werde durch Weisheit und Tugend verehrt; Ge⸗ rechtigkeit ziere den fürſtli⸗ chen Thron, den Böſen zum Schrecken, den Guten zum Lohn. 8. Wohl jedem, ders füh⸗ let, wie glücklich er iſt im Liebe ſich küßt! Lande, wo Eintracht und Ein jeder beförd're, ſo viel er nur kaͤnn, des Vaterlands Be⸗ ſte, und freue ſich dann! 9. Gott, ſei uns ſtets freundlich und fördere du das Werk unſrer Hände im Frieden und Ruh; ſo leben wir glücklich und wallen von hier, zum Vaterland droben, o Vater, zu dir! In allgemeiner Noth. Mel. Auf meinen lieben Gott 626 s züchtigt deine Hand, o Höch⸗ ſter, jetzt das Land. Zu dei⸗ nem Vaterherzen erhebt i Furcht und Schmerzen ſich das Geſchrei der Armen; er: hör' es mit Erbarmen! 2. Du ſiehſt des Landes Noth, ſie kam auf dein Ge⸗ bot. Du kannſt mit ſtarken Händen ſie lindern und auch enden. Ein Wort aus dei⸗ nem Munde verändert Zeit und Stunde. 3. O Herr, wir murren nicht. Gerecht iſt dein Ge⸗ richt bei Allem, was wir dulden; denn groß ſind unſre Schulden. Du züchtigſt doch noch minder, als wirs ver⸗ dient, wir Sünder. 4. Ja, Vater, deine Huld iſt größer, als die Schuld. Gedenke denn der Deinen, die reuig vor dir weinen; laß tiefgebeugten Seelen nicht Troſt und Hoffnung fehlen! 5. Ver⸗ 460 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 5. Verkürze, guter Gott, die Dauer unſrer Noth, und die voll Kummer flehen, laß bald Erleichtrung ſehen! Verwandle du ihr Leiden in neue Lebensfreuden! 6. Doch wenn, o Herr der Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trübſal zu ent⸗ fernen, ſo ſtärk uns, daß wir lernen, mit ehrfurchts⸗ vollem Schweigen vor dir uns kindlich beugen! 7. Herr, deine Züchtigung leit uns zur Beſſerung! Laß ſie die Sichern ſchrecken, die Schlummernden erwecken, und Redlichfromme ſtärken, auf dein Gebot zu mer⸗ fFen 8. Wenn unſer Herz dich liebt: ſo wird, was uns be⸗ trübt, uns doch zum Heil gedeihen und uns zuletzt er⸗ freuen; es wird uns deine Gnade ein Licht auf dunk⸗ lem Pfade. 9. So ſtärke denn das Herz, daß auch im größten Schmerz es nie an Muth ihm fehle. O ſprich zu unſrer Seele: Getroſt! dich ſoll kein Leiden von meiner Liebe ſcheiden. 10. Am Schluß von un⸗ ſerm Lauf klärt einſt ſich Alles auf! Dann wird die Ausſicht heiter; dann thraänt kein Auge weiter; dann finden unſre Herzen nur Wonne nach den Schmer⸗ zen. In eigener Melodie. 6 2—₰ oenn wir in 2/ 28 h'chſten Nöthen ſeyn und wiſſen nicht, wo aus, noch ein; und finden weder Hülf noch Rath ob wir gleich ſorgen fruͤh und ſpat; 2. Dann bleibt das unſer Troſt allein, daß wir uns deiner Hülfe freun; wir fliehn zu dir, du treuer Gott, du einz'ger Helfer in der Noth! 3. Wir heben unſer Aug' und Herz hinauf zu dir in unſerm Schmerz und flehn dich um Begnadigung und unſers Elends Linderung. 4. Nach deiner Gnade ſa⸗ geſt du ſie Allen, die drum bitten, zu, durch den, der unſer Mittler iſt, durch un⸗ ſern Heiland Jeſum Chriſt. 5. Drum kommen wir, Herr, unſer Gott, und kla⸗ gen dir all' unſre Noth. Ach deine Vateraugen ſehn, wie hülflos, Herr, wir vor dir ſtehn. 6. Nur du biſt unſre Zu⸗ verſicht! Vergilt nach unſrer Schuld uns nicht; ſteh uns in unſern Nöthen bei und mach uns aller Plage frei! 7. Dann danken und lob⸗ ſingen wir mit freudevol⸗ lem Herzen dir; gehorſam deinem theuern Wort; Herr, preiſen wir dich hier und dorrt. n 4 Mel. Wet 698 ter jetzt: tinher. Schutz ur uns kei wie ſehr Noth de Ländem 2 dg Tagen un auf dich wo Andre Zuverſicht weil M nuͤtzt, uns nich 3. N kaß jetzt werden, das Rude biſt unſre trau'n au nicht! — ſorgen fuuz; 1 eeibt das urſe 1* daß wir uß 1i freun; wi 18, du treue 1* f Helfer n Aan unſer Auh er k auf zu dir i erz und fleh mE Inadigung m 4r Linderung. dat iner Gnade ſe⸗ (leen, die duu unrch den, da MI=* iſ, durch uw eit geſum Chriſ. Umn kommen win u„Jott, und kla⸗ Jdr iſre Noth. A Ve we gen ſehn, w 6,—, wit vor i m biſt unſre 3u⸗ teiilt nach unſrer d= üct; ſieh und ie üithen bei un un de k Nlage frei⸗ d anken und lob ui dd udirz e nA N Wort; h n* dich hier m 4 rit freuderele r; gehorſat unter beſondern Umſtaͤnden. In Kriegszeiten. Mel. Wer nur den lieben Gott 62 8 Es zieht, o Gott, ein Kriegeswet⸗ ter jetzt uber unſerm Haupt einher. Doch, biſt du unſer Schutz und Retter, ſo ſchreckt uns keines Feindes Heer, wie ſehr es auch Gefahr und Noth den Völkern und den Ländern droht. 2. O gib in dieſen bangen Tagen uns, Herr, den Sinn, auf dich zu ſehn, und da, wo Andre troſtlos zagen, mit Zuverſicht zu dir zu flehn, weil Menſchenhülfe wenig nützt, wenn deine Macht uns nicht beſchützt. 3. Nicht blinder Zufall herrſcht auf Erden: du biſt es, der die Welt regiert. Laß jetzt die Menſchen inne werden, daß deine Hand das Ruder führt. Du, Herr, biſt unſre Zuverſicht! Wir trau'n auf dich, verlaß uns nicht! 4. Dir werfen wir uns in die Arme und flehen un Barmherzigkeit! Sei unſer Vater und erbarme dich über uns zur böſen Zeit! Beſchü⸗ tze gnädig Stadt und Land vor Blutvergießen und vor Brand! 5. Doch findet dein allwei⸗ ſer Wille noch härt're Prü⸗ fungen uns gut; ſo faſſen wir in frommer Stille, voll Zuverſicht und Glauben, 461 Muth. Du biſt gewiß zu rechter Zeit zu retten uns, o Herr, bereit. 6. Froh werden wir dann rühmen müſſen, wenn du uns wieder wohlgethan: Gott brach nach uns ver⸗ borgnen Schlüſſen zum Heil uns auch durch Noth die Bahn. Du bleibeſt unſre Zuverſicht! Barmherziger, verlaß uns nicht. In eigener Melodie. 8 m Erbarmen fle⸗ 629 U hen wir, Gott und Vater, jetzt zu dir. Steh uns bei, Allliebender, Herr der Welt, Allmächti⸗ ger! Hör uns, rett uns aus der Noth! Hilf, denn al⸗ lenthalben droht Raub, Ver⸗ wüſtung, Elend, Tod. 2. Ach des Krieges Flam⸗ men glühn! Ordnung, Ruh' und Segen fliehn. Keine Hülfe ſehen wir, keine Hül⸗ fe, als bei dir. Denk an uns in Gnad' und Huld, nicht an unſrer Sünden Schuld; gib uns Hoffnung und Geduld! 3. Du, der zu dem Meere ſpricht: bis hierher und wei⸗ ter nicht! Sprich, o Höch⸗ ſter, nur ein Wort, und die Schrecken fliehen fort; Fried' und Ordnung, Glück und Ruh' eilen uns von neuem zu. Unſre Zuflucht, Gott, biſt d. 4. Gibſt du Frieden: dann o Heer, 462 Geſinnung und Verhalten des Chriſten zugeſchickt, allein allmachtig ſteuern. 1 5. Es haben Lanzen, Spieß und Schwert, mit welchen Feinde drohten, ſchon oft in Sicheln ſich verkehrt; ſo⸗ bald dein Wink geboten. So mächtig biſt du immer noch; ach ſo gebeut, ſo rede doch! Was du ſprichſt, muß ge⸗ ſchehen. 6. Vergib uns gnädig unſre Schuld, vertilge unſre o Herr, bebet unſer Herz nicht mehr. Ach, wir Alle beten dann deine Macht mit Freude an. Aber jetzt noch ſeufzen wir, jetzt noch flehn wir angſtvoll hier um Er⸗ barmen, Gott, zu dir! Mel. Wann mein Stündlein 5 aſt du denn ganz 630H dein Angeſicht o Herr, vor uns verborgen? Vernimmſt du unſre Seuf⸗ zer nicht; entgehn dir unſre Sorgen? Uns drücket eine ſchwere Macht; Gott, wenn nicht deine Vorſicht wacht, ſo müſſen wir verderben. 2. Der Krieg im blutigen Gewand verheeret die Gefil⸗ de, und Noth und Armuth drückt das Land, das ſonſt dein Segen füllte. Ach, Aller Herz iſt freudenleer und kei⸗ un nit w ne Ruh erquickt uns mehr; dir, von Angſt befreit, die ſie iſt von uns gewichen. Opfer unſrer Dankbarkeit in 3. Gefahr umgibt uns in ſichern Tempeln bringen. der Nacht und wächſt mit 8. Regiere du ſelbſt unſern jedem Tage. Sind wir von Sinn, daß wir, dir ganz kurzem Schlaf erwacht, ſo ergeben, des Laſters Bahn wacht auch unſre Plage. Der nit Abſcheu fliehn und nur harten Krieger wilde Wuth droht uns mit Feuer und mit Blut; o wer, wer kann uns ſchützen! 4. Du kannſt es, du, er⸗ habner Gott. Es ſteht in deinen Händen, uns zu er⸗ retten, unſre Noth zu un⸗ ſerm Glück zu wenden. Du kannſt dem Elend, das uns drückt, das dein Gericht uns voll Vaterhuld; ſo laß auch nun dich finden! Ach dämpfe unſrer Feinde Wuth, löſch aus des Krieges wilde Glut, eh ſie uns ganz verzehret! 7. Gib deiner Gnade theu⸗ res Pfand, gib uns den Frieden wieder! Errette das bedrängte Land, erhalt uns unſre Guüter, damit wir ſen dich, Erbarmer, nicht, bis uns dein huldreich An⸗ geſicht zum Segen wiedet ſtrahlet! Zur Friedensfeier. Mel. Herr, Gott, dich loben 631 34 dir, Unendli⸗ Sünden! Du biſt ein Gott der Tugend leben! Wir laß cher, zu dir, All- gütiger, der Völkern ſin i ſeyn get ſandte,; unſer Ju unſter ſingt unſ von Dan kobgeſan ſei Got ſcher, gluͤcker, densgebe 2 dir gleich Macht ſo ein Wo ſchweigt. Wort: ſch tief Gott, dein( Völker Schwer bedräun und der wird R ſobald, dräut, u ſeyn gebe 3. W verheere Völker; Angſt u umgab; ſtand da Vruͤder Schaaret hin; und terherzen hraͤnen furchtha Zwiſt. ger, er hriſten d ein allnaͤch Lanzen, Spie * 2 mit welchen Sn, ſchon tt j verkehrt; ſ⸗ 1 it geboten. Mu inmer not, U 9, ſo rede du u chſt, muß g Bi uns gri 5 vertilge unſt 1 E biſt ein Go at Mh ſo laß au ch nl Ach dampi Wath, löſß e3r ges wilde Glt aanz verzehret Gurr Gnade the pf= gib uns d du ieder! Exrn dedrte Land, rtg un üͤter, damit m “t gſ befreit, i r Darnkbarkell nm aeln bringen. R w duſelbſt unſe , mm wir, dir om en zitn 4 ie n und 1—₰ ſhan Witli rbarner, ih mt n huldreih d glel un 1. ſeyn gebot und Frieden ſandte, zu dir, Gott, ſteigt unſer Jubelton empor! Zu unſrer höhern Brüder Chor ſingt unſer Herz, entflammt von Dank, den lauten hohen Lobgeſang. Gelobt, gelobt ſei Gott! der Weltbeherr⸗ ſcher, Gott! der Weltbe⸗ glücker, Gott! der Frie⸗ densgeber, Gott! 2. Wer iſt an Majeſlaͤt dir gleich! An Güte und an Macht ſo reich! Du ſprichſt ein Wort: der Himmel ſchweigt. Du ſprichſt ein Wort: der Erdkreis neigt ſich tief anbetend vor dir, Gott, und ehret ſchweigend dein Gebot! Du ſſiteheſt Völker ſich entzwei'n, mit Schwert und Waffen ſich bedräun: die Waffen ſinken und der Streit wird ſtill, wird Ruh' und Einigkeit, ſobald, Herr, deine Rechte dräut, und Völkern ſtill zu ſeyn gebeut. 3. Wie ſchreckend, wie verheerend war empörter Völker Zwiſt! Gefahr und Angſt und Noth und Tod umgab uns drohend; offen ſtand das Grab, und unſre Brüder ſanken hin, bei Schaaren in das Grab da⸗ hin; und Schmerz der Mut⸗ terherzen brach, und blut'ge Thränen folgten nach. Gott, furchtbar war der Völker Zwiſt. Dank dir, Allgüti⸗ ger, er iſt durch dich, der unter beſondern Umſtaͤnden. 463 Erd und Himmel trägt, ge- ſchlichtet und nun beigelegt! . Das Schwert, das Bruderblut vergoß, iſt weg⸗ gelegt, aus deinem Schooß ſtromt uns des Friedens ſanfte Ruh und Ueberfluß und Segen zu. Hier liegen wir und beten an dich, Gott, der dies an uns gethan! 5. Laß ihn, laß ihn beſtaͤn⸗ dig ſeyn, den Frieden, deß wir uns jetzt freun; in ſei⸗ nem Schooße laß uns nun, und ſpät noch unſre Nachwelt ruhn! O ſegne, Gott, das Vaterland, den Fürſten, ſegne jeden Stand! So lang du uns noch wallen heißt, im Pilgerthal, laß deinen Geiſt den treuen Führer Aller ſeyn! Dann führ' zur ew'gen Ruh' uns ein! Amen! Mel. Lobet den Herren, den 632 Nabet anbetend 2 dem Gnädigen, nahet Beglückte! Singt ihm; er iſt's, der den Frieden vom Himmel uns ſchickte! Preiſet ihn hoch; weg iſt das härteſte Joch, das unſer Vaterland druͤckte. 2. Vater, du weißt es, was wir von der Zwietracht erfuhren; grauſe Verhee⸗ rungen ſind noch die trauri⸗ gen Spuren! Aber wie hell rinnt nun der Segnungen Quell durch die verwuſteten Fluren! 3. Hör, o Allgütiger, gnä⸗ dig dig das Jauchzen der Dei⸗ nen! Hoͤre, Erretter, den Jubel der Großen und Klei⸗ nen! Friede gabſt du, Frie⸗ de und ſichere Ruh, Freu⸗ de nach Klagen und Weinen. 4. Dank dir, o Vater, und Ehre und Preis deinem Namen! Sie ſind erduldet, die Leiden, die über uns ka⸗ men; fern iſt die Noth! Segnend erhalt uns, o Gott, was du verliehen haſt! Amen. In Theuerung. Mel. Von Gott will ich nicht 63 3 D“ beſter Troſt der Armen, Beherrſcher aller Welt, du Vater voll Erbarmen, der, was da lebt, erhält, ſchau her auf unſre Noth; erbar⸗ me dich der Deinen; wir Ar⸗ men gehn und weinen und ſchmachten, Herr, nach Brod. 2. Erbarmender, ach, wen⸗ de der Zeiten ſchweren Lauf! Thu deine milden Hände, uns zu verſorgen, auf! Was ir⸗ gend Leben hat, nährſt du mit Wohlgefallen. Nähr' uns auch, ſchaff uns Allen bei unſerm Mangel Rath! 3. Den Reichen gib Erbar⸗ men, Gefuͤhl für Andrer Schmerz, und zu erfreun die Armen, ein mitleidsvol⸗ les Herz, damit ſie mild ihr Brod troſtloſen Brüdern bre⸗ chen und nicht gefühllos ſpre⸗ chen: geht hin; es helf euch Gott! 464 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 4. Laß unſre Frucht gera⸗ then, uns wieder zu erfreun; und allen unſern Saaten gib Wachsthum und Gedeihn! Mit milder Vaterhand gib Wärme, Thau und Regen: ſo kehrt dein reicher Segen zurück in unſer Land. In Waſſersnoth. Mel. Herzliebſter Jeſu! — „CEch will den 634 ₰ Herrm ha ſede Zeit vertrauen, und ſtets bauen; auch in den nächſten ſchrecklichſten Gefahren kann er bewahren. 2. Ich will ihm trauen auch in Ungewittern, vor denen ſelbſt der Erde Sau⸗ len zittern, und da, wo, Bergen gleich, empörte Wel⸗ len zum Himmel ſchwellen. 3. Sei Alles Sturm und Aufruhr und Getümmel; Gott ſchuf das Meer, den Erdkreis und den Himmel. Was er gebeut im Himmel und auf Erden, das, das muß werden. mein Heil auf dieſen Felſen 4. Zum wilden Strome ſpricht er: fleuß mit Stille! und allgewaltig iſt ſein Herr⸗ ſcherwille, der Strom ge⸗ horcht, die Wogen ſinken nieder und ruhen wieder. 5. Wer händeringend ſein Geſchick beklagte, den Ab⸗ grund offen ſah und ſchon verzagte, frohlocket dann und und rufe im Sturm 6. So ren mich Eisgebirg heben, u hend jede tern; ich 7. Zu am St das thun dir vertra kannſt ſte bewahren Mel. W 635 1 Gott, d ſchwemm Acht; Du kant men. Ve Angeſicht Gnaden! jetzt dein kann die; ſi Wilen 1m ersnotz V . raöſter Jeſul 1 4 4* und ſtetz dieſen Felſen 3n dau naͤchſta ie Gefahten kam in. lewittem, vo ſi Ider Erde Säu⸗ itt= und da, wo e—, empörte We un mel ſchwelen S es Sturm md bt a) Getümmel ſch’ zus Meer, der eit us den Himmel dzmut in Hinm au** hen, das, d — m wilden Stru e: leuß mit Stit al.aſtig it ſein hm ſ der Strom 9 & Wogen ſane (⁸ zuben wiede = .e ſah und ſt⸗ ſat ue i —— frohlocke 1 Iu ll ihm rrauen 1 aͤrderingend i lagie, den 0 und rufet: Gott iſt Retter im Sturm und Wetter! 6. So mögen denn Gefah⸗ ren mich umſchweben und Eisgebirge ſich im Strome heben, und furchtbar dro⸗ hend jeden Damm erſchüt⸗ tern; ich will nicht zittern. 7. Zu dir empor will ich am Strome ſchauen und das thun, was ich ſoll, und dir vertrauen. Du, Herr, kannſt ſtets uns retten und bewahren in den Gefahren! Mel. Was mein Gott will 6 3 5 Wir ſind in Noth; laß uns, o Gott, die Fluth nicht uͤber⸗ ſchwemmen! Nimm uns in Acht; wehr ihrer Macht! Du kannſt die Wogen hem⸗ men. Verbirg jetzt nicht dein Angeſicht; gedenk an uns in Gnaden! Gott, wenn uns jetzt dein Arm beſchützt, was kann die Fluth uns ſchaden! 2. Ach, hilf uns, Herr, Allmächtiger, um Jeſu Chri⸗ ſti Willen! Ach du allein kannſt uns befrein, kannſt Sturm und Wellen ſtillen. Erbarme dich, hilf väterlich; beſchütz uns Gut und Leben! Dann wollen wir dir, Gott, dafür Dank, Preis und Ehre geben. Nach überſtandener Noth. Mel. Nun danket Alle Gott 6 3 6 Lotank bh diud großer Gott, geſungen, daß unter beſondern Umſtaͤnden. 465 du durch deine Macht die wilde Fluth bezwungen! Verheerend brach ſie los, gleich dem empörten Meer, die Wellen rauſchten ſchon faſt über uns daher. 2. Doch mitten in der Fluth bewieſeſt du Erbar⸗ men und halfſt uns väterlich. Du zeigteſt an uns Armen, daß du, Allvater, nie uns allzuſehr betrübſt, uns nie verlaſſen kannſt, uns auch im Leiden liebſt. 3. Dies thatſt du, Mäch⸗ tiger, der jeder Fluth gebie⸗ ten, der Meere zaͤhmen kann, ſo mächtig ſie auch wüthen! Du ſchützeſt, du erhältſt, du hilfſt in jeder Noth; du biſt der Fluthen Herr, du biſt der Meere Gott. 4. Wer wollte dir, o Herr, durch Sünden widerſtreben, und nicht in Heiligkeit zu deiner Ehre leben? Folgt deinem Wink der Strom, gehorcht dir alle Welt: wie ſollten wir nicht thun, was, Vater, dir gefällt? Nach einer Feuersbrunſt. Mel. Wann wir in höchſten 6 37 ott, deſſen Macht des Feuers Kraft um Segen und Verderben ſchafft; mit welcher ſchreck⸗ lichen Gewalt verwüſtet's, und wie leicht, wie bald! 2. Ach, manche Häuſer. hats verzehrt, und mancher⸗ Menſchen Gluͤck zerſtörtt e= genommen; 466 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Auch dies hat deine Hand gethan; wir weinen, Herr, und beten an. 3. Wir weinen und ver⸗ ehren doch auch deine Huld; ſie half uns noch und hielt der Flammen ſchnellen Lauf, der Uebrigen zu ſchonen, auf. 4. Mit unſern Brüdern ſeufzen wir in ihrem Jam⸗ mer, Gott, zu dir. Laß ſie nicht hülflos, tröſte die, die du gebeugt haſt; ſegne ſie! 5. Ach, der Verſchonte fliehe nicht die Uebung ſeiner ſchönſten Pflicht, der Pflicht: Betrübte zu erfreun, barm⸗ herzig durch die That zu ſeyn! 6. Uns wieder ſegnen kannſt du, Gott, in Heil verwandeln jede Noth. Ja, weiſe, liebevoll, und gut iſt Alles, was dein Wille thut. 7. Gib Unterwerfung und Geduld, und laß uns deiner Vaterhuld mit frommer Zu⸗ verſicht vertraun, und ſtets auf deine Hülfe baun! 8. Schütz unſer ganzes Vaterland vor Mangel, Seu⸗ chen, Krieg und Brand! Gib, weil du unſer Vater biſt, uns Allen, was uns heil⸗ ſam iſt! Nach großem Verluſt. Mel. Herzliebſter Jeſu! 638 5 u haſt es mir gegeben und Preis dir, o Herr! Zwar iſt mein Herz beklommen; doch mein Ver⸗ trau'n, mein Glaube ſoll nicht wanken; ich will dir danken! 2. Verborgen mir, doch gütig iſt dein Wille! Du biſt —— mein Gott, und meine Seeb iſt ſtille. Du führſt gewiß mich auch auf rauhen We⸗ gen dem Heil entgegen. 3. Wenn's nützlich mir und wenn es deiner Ehre, Allwiſſender, gemäß gewe⸗ ſen wäre; du hätteſt lieber Glück mir zugewendet, als Noth geſendet. 4. Du ſahſt vielleicht, ich würd' in guten Tagen nicht mehr nach dir und deinen Rechten fragen; ich wuͤrde ſtolz des Glücks mich über⸗ heben und ſündlich leben. 5. Gott, wenn ich dies im Stillen überlege, ſo preiſ ich dich und ehre deine Wege⸗ Was hülf' es mir, die ganze Welt zu erben und zu ver⸗ derben?. 6. Und viel des Guten iſt mir noch geblieben, mein guter Name; Freunde, die dir, es iſt mein gut Gewiß ſen mir nicht entriſſen. 7. Wie ſollt' ich nicht auf deine Güte ſchauen: nicht mich lieben, und, Dank ſei ruhig ſeyn und ſtandhaft dü vertrauen? Auch künftig witſ du, was zu meinem keben mir Noth iſt, geben. 8. Herr, ſegne du die Ar⸗ beit meiner Haͤnde, und leite gnädig aidg I nde fügſt un bin ich zuß Auf Mel. Bo 639 ich vertre dig und du biſ„. meinen I terlich mi Segen, u wich! 4 36 dn, 8 freun; d ſenden, dräun. Gnaden, “ Gott, Schaden, der Noth! 3. So deben, m und Gut ben, Ge Hut. Erhe beglücke meiner deinem R 4 Kaß en enpit Richts n kein Unf ſund laß froher R ſollen Un dankbar 1 b Shriſten — dach men ga, „ Glaube ſil 3 z ich wil d we ns deiner Ehe ſe e gemäß gew va e hätteſt liet agewendet, A Nt. G9: ſt vielleicht, i d ten Tagen nit 1 Adir und deim zteiFgen; ich win d ütk nich in n 1indlich leben .d, wenn ich i Sti reberlege, ſo bii ich t nehre deine o unter beſondern Umſtaͤnden. naͤdig mich bis an mein Ende Mit Allem, was du fügſt und mir beſchieden, bin ich zufrieden. Auf der Reiſe. Mel. Befiehl du deine Wege 639 B alte, Gon⸗ ich vertraue dir! Sei gnä⸗ dig und beweiſe, wie treu du biſt, an mir! Auf allen meinen Wegen begleite vä⸗ terlich mit deinem Heil und Segen, mit deinem Schutze mich! 2. Ich bin in deinen Hän⸗ den, deß darf mein Herz ſich freun; denn du kannſt Hülfe ſenden, wo mir Gefahren dräun. Bin ich bei dir in Gnaden, ſo fürcht ich nichts, o Gott, du wehreſt allem Schaden, mein Helfer in der Noth! 3. So will ich denn mein Leben, mein zeitlich Glück und Gut mit Ruhe überge⸗ ben, Gott, deiner treuen Hut. Erhalter meiner Kräfte, beglücke meinen Fleiß und meiner Pflicht Geſchäfte zu deinem Ruhm und Preis! 4. Laß dir auch meine Lie⸗ ben empfohlen ſeyn, o Gott! Nichts müſſe ſie betrüben, kein Unfall, keine Noth! Ge⸗ ſund laß ſie mich wieder bei froher Rückkehr ſehn; dann ſollen unſre Lieder, Herr, dankbar dich erhöhn! 467 Der reiſende Jüngling. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten uch außer mei⸗ 640 2 nem Vaterland wirſt du, Gott, mit mir ſeyn. Wo immer nur mich deine Hand hinführt, da bin ich dein. 2. Vergeß ich dieſer Wahr⸗ heit nicht; bin ich von Her⸗ zen gut und uüb' ich treulich meine Pflicht, ſo hab ich frohen Muth. 3. Doch, Herr, ich fühle mich noch ſchwach; drum ſtärke du mein Herz! O hilf du meinem Streben nach, und ſichre mich vor Schmerz! 4. Der Reiz der Sünd“ und Eitelkeit entlocke dir mich nie! Was kurz vergnügt und lang gereut, gib, daß ichs weislich flieh! 5. Wo man mich ſieht und Freund mich nennt, laß tu⸗ gendhaft mich ſeyn, und dort auch, wo kein Menſch mich kennt, das Laſter ernſtlich ſcheu'n! 6. Nur wer die Tugend ehrt und liebt, deß Beiſpiel führt zu dir; o du, der Al⸗ les hat und gibt, Gott, ſol⸗ chen Freund gib mir! 7. Dem Freunde wilder Fröhlichkeit, dem Freund von Liſt und Spott, von Wolluſt, Spiel und Ueppig⸗ keit entreiße mich, mein Gott! 4 8. Wer Wahrheit, Pflicht 692 und 468 Geſinnung und Verhalten des Chriſten und Recht verdreht, der floͤ⸗ ße Graun mir ein; vor dem Verſuchten, der dich ſchmäht, erzittre mein Gebein! 9. Mich lehre ſtets dein heilig Wort auf guten We⸗ gen gehn, und, wenn ich kann, an jedem Ort im Tem⸗ pel dich erhöhn! 10. Dann bin ich meiner Aeltern Luſt, im Alter einſt ihr Stab und keines Laſters mir bewußt, begleit ich ſie ans Grab. 11. Mir folgt ihr Segen durch die Welt, bis einſt mein Auge bricht, und mei⸗ nen Geiſt, der dir gefaͤllt, erſchrecket kein Gericht. 12. Gedanke der Unſterb⸗ lichkeit, erhebe meinen Geiſt! Wohl mir, es iſt die Ewig⸗ keit, wohin der Glaube weiſt! Fürbitte für liebe Abweſende. Mel. Der unſre Menſchheit u, welchen keine 641 D Welt um⸗ ſchließt, der du allgegen⸗ wärtig biſt mit allen deinen Segen, wo meine Lieben ſind, auch da biſt du voll Huld, biſt ihnen nah auf allen ihren Wegen! Dies iſt's, was meine Thränen ſtillt, wenn banges Sehnen mich erfüllt. 2. Mach ihnen mild das ferne Land, und laß, an deiner Vaterhand, ſie dort der Noth; bewahre ſie vor auch Freuden finden. Sei, wenn ein Unfall ihnen droht, ihr Schutz, ihr Retter in Sünden! Auch dort ſei ſtets der Tugend Ruhm ihr un⸗ verletztes Eigenthum. 3. O kehren ſie mir einſt zurück! Des Wiederſehens großes Glück macht froh ſchon meine Seele. Doch ſäh ich auch ihr Angeſicht nun ferner hier auf Erden nicht; was iſt's, daß ich mich quäle? Ich weiß, o Gott, ein Tag erſcheint, der wieder mich und ſie vereint. 4. O wie gedenk ich dein ſo gern, du Tag des Lebens, Tag des Herrn! Wann wird dein Licht erſcheinen? O Tag, der die mir wieder gibt, die trauernd meine Seele liebt, die Seligen, die — —ęęOꝑęQC—C—CQOCꝭQꝭ—ᷣ—C— Meinen! Wie wird ſich unſre Seele freun! Wie ſelig wer⸗ den dann wir ſeyn! Bei anſteckenden Krankheiten. Mel. Allgegenwärtiger, ich 9 642 mer fallen wir gebeugt und demuthsvoll vor dir, o Herr des Lebens, nieder. Ach, uns bedroht ein ſchneller Tod; ſchon würgt er unſre Brüder. 2. Der Seuchen Gift ver⸗ breitet ſich, und Gott, wen haben wir, als dich, der ſeine Wuth ihm raube? Irn unſerm Kum⸗ Wo deine deine M wacht, Staube. 3 Ach ins Gre ſchnell h Hülf un noch! E nahen U 4. 9 Vorſicht keine Zul deiner C Herr!( der Tod 5. W Sohn m ſchaue beugte allein ka wir ſind 6. J. terhand Volk u jede Pla nimm vo der heitr 7. Do nicht bei doch ge uns gal hen wir in deinen 8 Zer Frien el ihnen wit ihr 4 1 or Retter in datt ſeiſes 1W luin i w te enthum. wahre ſie dor 9 ean ſee mir in Wiiederſehen 1 macht fr V m zrn Seele. Da h aun ihr Angeſit en er auf Erden ifs, daß it zu= Ich weiß, Heſſceent, de —r und ſe vereit -. gedenk ich der m an dag des keben 8 dein En! Wann uch m erſcheinen? d (die mir wiin = rrauernd men eledie Seligen Ä. net e wird ſich ur e m Wie ſelig we at ſeyn! em ſteckenden b 4 akheiten. 1. m henwärtiger it e a unſmn 1 mer fallen n 48 d demuttn 1n herr des Lc e uns bedrotte zſchon win Herr! unter beſondern Umſtaͤnden. deine Macht uns nicht be⸗ wacht, ſo werden wir zu Staube. 3. Ach, viele ſanken ſchon ins Grab ſo unerwartet ſchnell hinab. Wie iſt um Hülf uns bange! O ſchone noch! Entreiß uns doch dem nahen Untergange! 4. Oft rettet Kunſt und Vorſicht nicht. Wir haben keine Zuverſicht, als nur zu deiner Guͤte; du biſt der Gib, daß nicht mehr der Tod ſo ſchrecklich wüthe! 5. Wir glauben an den Sohn und dich; o darum ſchaue vaͤterlich auf tiefge⸗ beugte Sünder. Denn du allein kannſt uns befrein, und wir ſind deine Kinder. 6. In deiner treuen Va⸗ terhand ruht Tod und Leben, Volk und Land. Entferne jede Plage! Verzagten Sinn nimm von uns hin! Gib wie⸗ der heitre Tage! 7. Doch willſt du uns noch nicht befrein, ſo lehr uns doch geduldig ſeyn, und dir uns ganz ergeben: und ſter⸗ ben wir, laß uns vor dir in deiner Wonne leben! 8. Zeig allen Sterbenden dein Heil, und gib, daß ſie ihr beſtes Theil im Himmel nicht verlieren! Laß ſie den Tod aus jeder Noth zum beſ⸗ ſern Leben führen! 9. Laß unſer gläubiges Gebet, das, Herr, zu dir um Gnade fleht, dir, Va⸗ 469 ter, wohlgefallen. Der rein⸗ ſte Dank und Lobgeſang wird dann bei uns erſchallen. Dank fuͤr Gottes Hülfe. Mel. Ein Lämmlein geht und 6 h 3 Wir kommen, 4 Helfer, dir Geſang und Ruhm und Preis zu bringen. Des ganzen Volkes lauter Dan ſoll, Retter, dir lobſingen. Wir ſchwebten in Gefahr und Noth; wir ſahen üherall den Tod mit ſeinen Schrecken drohen. Nun wüthet ſeiner Seuchen Heer durch unſer Vaterland nicht mehr; ſie ſind vor dir entflohen. 2. Wir ſahen dort und ſahen hier ſo viele Brüder ſterben, und allenthalben waren wir umfangen vom Verderben. Da galt kein Schonen! Stündlich war uns nah und furchtbar die Gefahr und alle Kunſt ver⸗ gebens. Den Würger trieb kein Arzt zurück, auch ihm ſchien jeder Augenblick der letzte ſeines Lebens. 3. Allmächtiger, wir Alle ſchrie'n zu dir mit bangem Herzen. Wir ſind erhört! die Seuchen fliehn; du hei⸗ leſt unſre Schmerzen. O du Erbarmer voll Geduld, du haſt nach unſrer Sünden⸗ ſchuld auch diesmal nicht gelohnet. Gezüchtigt, o wir preiſen dich, gezüchtig ha haſt du väterlich und väter⸗ lich verſchonet. 4. Dich, der du von Ge⸗ fahr befreiſt, dich muͤſſen Alle loben! Sei ewig, Va⸗ ter, Sohn und Geiſt, von deinem Volk erhoben! Dich, Retter, bete jeder an! Es jauchze, wer nur danken kann, und ehre deinen Na⸗ men, und rühme, Gott iſt unſer Gott! Er hilft uns gnädig in der Noth! Er⸗ hebt ihn! Amen! Amen! In Krankheiten. Mel. Wie groß iſt des Allmächt'. 6/ 4 K ier lieg' ich, 644 Herr, in Angſt und Schmerzen und fleht, weil ich flehen kann, aus vollem, tiefgerührtem Her⸗ zen dich kindlich um Erbar⸗ men an. Wen hab' ich ſonſt in dieſen Stunden? Wer kennt ſo ganz mein Leid, wie du? Wer heilt die mir geſchlagnen Wunden? Wer ſendet mir Erquickung zu? 2. O Gott, du Vater al⸗ ler Väter, der gern den Lei⸗ denden erfreut, zu dem ſo mancher fromme Beter, und nie umſonſt, um Hülfe ſchreit, auch mich laß nicht vergeblich flehen! Auch mei⸗ nes Herzens nimm dich an und lehre mich auf Alles ſe⸗ hen, was Freude mir ge⸗ währen kann! 3. Du wirſt ja nie des Helfens müde; du weißt es, 470 Geſinnung und Verhalten des Chriſten was der Kranke fühlt, und gibſt ihm Hoffnung, Troſt und Friede, wenn Schmer in ſeinem Innern wühlt. Dies ſagt mir, der ich dir vertraue, zu meiner Ruh' dein göttlich Wort, dies treibt, ſo oft ich auf dich ſchaue; die Furcht aus mei⸗ ner Seele fort. 4. Auch dieſer Krankheit ſchweres Leiden verhingſt du liebreich über mich. Auch hier, wie im Genuß der Freuden, erkennt mein Herz als Vater dich. O gib, daz ich dich ſtets empfinde! OQ ſtärke ſelbſt mich in Geduld! Vergilt mir, dem verirrten Kinde, nicht ganz nach mei⸗ ner Sünden Schull,! 5. Verlängre, Herr, mein Erdenleben, wenns deinem weiſen Rath gefaͤllt! Und dann ſei es nur dir ergeben, nur dir, mein Retter, nicht der Welt! Doch ſoll ich mei⸗ nen Lauf vollenden, dann hebe meinen Geiſt zu dir, und iſt mein Geiſt in deinen Händen, o guter Gott, was fehlet mir? Mel. Alles iſt an deinem Segen 8 Sif mir, Got, 6 45 H der Krankheit Plagen, die mich drücken, ſtill ertragen, und mit kind⸗ lichem Vertraun bei der Sehnſucht meines Herzens um Erleicht'rung meines Schmer⸗ Schmene Vorſcht 2 Dein richt fehle zu erwähl für uns zu Herzer ganz dir auch mei 3. Sal Lehre, da ber kelre, die Kran Laſt nicht; mir meinee Hülfe kom 4, Va Ktanken, der Gede mit deine kann err mich auf aus Leide 5. Gu res Weſe Blick zu! meine Bra mich, un Glande, zu folgen 7 Mel. Wel 8 f 4 6460. luagen, du wir wird der gen; es zuickung Krankenle ich, o mei Wei 1 u, der ichſ 4 Wort, die „tic auf u zu 4 Lurh aus m A Kieſer Kranihe les wen verhingtt ch Nu nich. Aui en Genuß d det eunnt mein Hen zat h. O gio, da 18 empfinde! d eſti uich in Geduh ſilt—m, dem verir e, i ganz nach mh Sü a Schuld! B ggre, Herr, mai ule wenns deim en= gefällt! Uu ſerur dir ergeben dir wen Netter, nich De dch ſoll ich me⸗ Lal m lenden, dam u Geſſt d iſt 2, Geit in deine 3 ater Gott, wa tu 9 an deinem Et Schmerzes nur auf deine Vorſicht ſchaun! 2. Deiner Weisheit kann's nicht fehlen, immer das nur zu erwählen, was das Beſte für uns iſt. Dies will ich zu Herzen faſſen, und mich ganz dir überlaſſen, der du auch mein Vater biſt. 3. Sanfter Antrieb, ernſte Lehre, daß ich in mich ſel⸗ ber kehre, ſei der Schmerz, die Krankheit mir! Ihre Laſt nicht zu vergrößern, hilf mir meine Seele beſſern; alle Hülfe kommt von dir. 4. Vater, Helfer aller Kranken, Quelle tröſten⸗ der Gedanken, ſteh mir bei mit deiner Kraft! Sie nur kann erretten, ſtaͤrken, lehre mich auf ſie ſtets merken, die aus Leiden Freude ſchafft! 5. Guter Muth und heit⸗ res Weſen ſei in meinem Blick zu leſen; Ruh' erfülle meine Bruſt! Hoffnung ſtärke mich, und Freude ſei mein Glaube; wenn ich leide, dir zu folgen, meine Luſt! Mel. Wer nur den lieben Gott 6 46 icht mehr, als meine Kräfte tragen, Barmherziger, legſt du mir auf. Nicht immer wird der Schmerz mich na⸗ gen; es folgt gewiß Er⸗ quickung drauf. Auf meinem Krankenlager hier lobſing ich, o mein Vater, dir. 2. Weil mich die Welt zu unter beſondern Umſtaͤnden. 471 ſehr zerſtreute, rufſt du mich in die Einſamkeit; weil ich den Kampf zu ängſtlich ſcheu⸗ te, führſt du mich mitten in den Streit, und übſt durch körperlichen Schmerz, mein von Geduld entwöhntes Herz. 3. Den Kelch der Trübſal ſoll ich leeren! Ach, Herr, du weißt, das Fleiſch iſt ſchwach! Vergib, wenn eine Fluth von Zähren hervor aus meinen Augen brach! O ſtär⸗ ke, Gott voll Vaterhuld, mein Herz durch Glauben und Geduld! 4. Der Schmerz, der mei⸗ ne Glieder ſchwächte, berau⸗ bet mich der ſanften Ruh'; ich bring, o Gott, die lan⸗ gen Nachte auf meinem La⸗ ger ſchlaflos zu; der Men⸗ ſchen Hülf' iſt ſchwach und klein; doch du, du wirſt mein Helfer ſeyn. 5. Dein Wille mag allein entſcheiden, wie lang die Prüfungsſtunde währt! Und wenn auch ganz im Kampf der Leiden ſich meine Lebens⸗ kraft verzehrt; wenn auch mein Herz im Tode bricht: du, Herr, biſt meine Zuver⸗ ſicht! Mel. Wer nur den lieben Gott 647 Lott, der du 4 Schmerz und Freude ſendeſt, mit Weis⸗ heit unſer Schickſal lenkſt, und Alles uns zum Beſten wendeſt, was du nur Pber un 472 Geſinnung und Verhalten des Chriſten uns verhängſt, du haſt nicht Luſt an ſeiner Pein; auch ſie ſoll mir zum Heil gedeihn. 2. Auch durch die Noth führt mich zum Ziele der Seligkeit, Gott, deine Hand und deine Tröſtungen, wie viele haſt du mir ſchon ins Herz geſandt! Wie oft ruft mir dein Wort nicht zu: Gott iſt dein Vater; Kind biſt du! 3. O du, mein beſter Va⸗ ter, glaubte nur meine Seele kindlich dir! O daß mir doch kein Zweifel raubte den ſü⸗ ßen Troſt: Gott iſt bei mir! Ja, Vater, deine Huld und Kraft iſt Allem nah, was ſie erſchafft. 4. Wenn Schmerz und Lei⸗ den mich beſtürmen: ſo denk ich dein und deiner Huld. In allem Weh, in allen Stuͤr⸗ men verleih mir Weisheit und Geduld! Beruhige mein Herz, und ſprich: ſei nur getroſt und hoff auf mich! 5. Wie litt im allerbäng⸗ ſten Leiden ſo ſtille duldend Jeſus Chriſt! Leid ich ihm nach, ein Meer von Freu⸗ den, das ewig unerſchöpflich iſt, umfließt mich dann vor ſeinem Thron. Wie mein Leiden, ſo mein Lohn! 6. Durch Leiden wird mein Herz ihm offen; durch Glau⸗ ben naht ſich ihm mein Geiſt. Der ſtille Dulder nur darf hoffen, darf hoffen das, was Gott verheißt. Zu ſol⸗ pflegen; cher Hoffnung ſtärke mich: ſo preiſ' ich auch in Schmer⸗ zen dich. Mel. Wann mein Stündlein 6 48 Es iſt dein Wille, Herr, mein Gott, daß ich jetzt Schmer⸗ zen leide; doch du biſt Hel⸗ fer in der Noth und kehrſt ſie gern in Freude. Was ich bedarf, iſt dir bekannt; mein Leben ſteht in deiner Hand; deß ſoll mein Herz ſich tröſten! 2. Voll Hoffnung wend ich mich zu dir; ich bleibe dir ergeben, Herr, wie du willſt, ſo ſchicks mit mir, zum Sterben oder Leben! Bei dir allein ſteht meine Zeit; un mache mich der Seligkeit durch deine Gnade würdig. 3. Verhüte, daß der Krank⸗ heit Pein zu ſchwer mir Schwachen werde. Laß mir Erquickung angedeihn, er⸗ leichtre die Beſchwerde. Du Vater, weißt, was jeden Tag zu tragen ich, dein Kind, vermag; hilf und erbarm dich meiner!— 4. Erquicke, Gott, und ſtaͤr⸗ ke ſie, die liebreich meiner lohn' ihnen ihre Treu' und Müh' mit deinem beſten Segen! Gib gegen ſe mir Freundlichkeit; gib ih nen, Gott, Gelaſſenheit, Ge⸗ duld mit meiner Schwäche. 5. Soll tödtlich meine Krankheit ſeyn, und ſteht mein mein G laß nich rein, a hoffen! Kampfen mir und ſterbend 6. D Kräfte ſchenken ich lebe dein ge künftig Treu' u Tugend Mel. N Kumme täglich zu Kla⸗ zwingt unerhöt mein H à6 beizuſe mein H mir wi dein w Gib m im Sc ergebne D hriſten dd e) ſtärke m Dag i Sim V Uaein Stündlin V in dein Wi derr, nei „=c jtt Stnn ei och du biſt h oth und fehe en ni Freude. Nu da t dir bekann ☛ — ieht in den d; ne ſoll mein a Sl nen he M)afnung wen mi= dir ich ble erg— Hert, wiey t, cso mit mir i rde ar Leben! Vein in t⸗Tneine Zeit; m he feu der Selhſit hdan Inade wirdp .Wt c, daß der Kranl Jmm ſchwer ul wa mverde. Laß wl uich Hungedeihn, 9 tre Sßeſchwerde. D er, wenzt, was jedr — 8 2 nich dein Kih ma f und erdan LL E um, Gott, und ſi ſe, 1e liebreich min ter 4 a müh' mit dene 8 Sn eS Gäai aickkeit 36 G Szelaſenhel, b me iner Schwale e üddtlih ma d ſen ni m eyn, und a unter beſ ondern Umſtaͤnden. 473 mein Grab ſchon offen: ſo laß mich, Herr, von Sünden rein, auf deinen Himmel hoffen! Des letzten bangen Kampfes Schmerz erleichtre mir und laß mein Herz noch ſterbend dir vertrauen! 6. Doch willſt du wieder Kräfte mir zu längerm Leben ſchenken: dann laß, ſo lang ich lebe hier, mich dankbar dein gedenken, damit ich künftig jederzeit, mit aller Treu' und Redlichkeit, der Tugend Wege wandle! Mel. Wer nur den lieben Gott 649 D ume nd meine Plage wird mit dem Morgen wieder neu. Wie traurig fließen meine Tage, wie bang die Nächte mir vor⸗ bei! Der Morgenſonne neues Licht erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der Erde, wo Schmerz und Kummer mich umringt, wo täglich größere Beſchwerde zu Klagen mich und Thränen zwingt; noch immer fleh' ich unerhört um Stärkung, die mein Herz begehrt. 3. Erbarm dich; eil' mir beizuſtehen! verlaß mich, o mein Helfer, nicht! Ach zeig mir wieder auf mein Flehen dein väterliches Angeſicht! Gib mir Geduld, gib mir im Schmerz ein ruhig dir ergebnes Herz. 4. Noch iſt mein Schickſal mir verborgen, das dieſen Tag mich treffen ſoll; doch ich bin ohne Gram und Sor⸗ gen: du, Vater, kennſt mein wahres Wohl. Und was dein Rath beſchließt uad thut, iſt heilig, iſt gerecht und gut. 5. Soll ich die Laſt noch langer tragen, ich halte dei⸗ ner Fügung ſtill. Dein Will' geſchehe, will ich ſagen, wie du, Herr, willſt; nicht, wie ich will! So, Vater, laß bei Schmerz und Pein ge⸗ duldig mich, wie Jeſus, ſeyn! 6. Einſt kommen doch der Ruhe Stunden; einſt rückt mein Abend auch herbei; dann, dann iſt Alles über⸗ wunden, ich bin von aller Trübſal frei; dann folgt auf Sorgen, Gram und Leid, dort ewige Zufriedenheit. 7. Geſtärkt durch dieſen hohen Glauben, vollend ich meiner Leiden Pfad. Nichts ſoll mir meine Hoffnung rau⸗ ben; auch dann nichts, wann der Tod mir naht. Vielleicht noch heut erſcheint er mir, und führt mich, Gott, hin⸗ auf zu dir. Mel. Wann mein Stündlein 650 Rrrvollen Rache ſeh ich den Morgen wieder. Dein Auge, Gott, hat mich bewacht; dich preiſen meine Lieder. In großer Angſt ver⸗ 474 Geſinnung und Verhalten des Chriſten verliehſt du mir nicht Lind⸗ rung nur; ich danke dir auch Geduld und Faſſung. 2. So trag ich ruhig mei⸗ und dieſer zu dir ſich mein Herz, du Tage! Durch Leiden zogſt du mich zu dir, und nun, mein Va⸗ Troſt, nen Schmerz Krankheit erhebe Schöpfer Plage; meiner ter, biſt du mir ein Fels, auf den ich baue. 3. Du biſt es, der mich nicht verläßt, wenn auch der Tod erſcheinet; dich haͤlt mein Glaube dann noch feſt, wann Alles um mich weinet. Ich bin getroſt, wenn gleich betrübt die Freunde, deren Herz mich liebt, jetzt um mein Leben zittern. 4. Auch ſie verlaß, o Va⸗ ter, nicht; ſtaͤrk' ihre ban⸗ gen Herzen, erfülle ſie mit Zuverſicht und lindre ihre Schmerzen! Ja, dir empfehl ich ſie, o Herr! Sei du ior Schutz, Allgütiger, und trock⸗ ne ihre Thraͤnen! 5. Doch, ſollten meiner Tage viel noch unter Leiden werden; bin ich noch fern von meinem Ziel, dem Ende der Beſchwerden: ſo gib mir, Vater, deine Kraft, ie Muth in jedem Leiden ſchafft, die kämpfen hilft und ſiegen. Mel. Wann wir in höchſten —— Gram und Schmerz zerna⸗ b Herz! gen immer noch mein Wie manche, manche lange Nacht hab ich ſchon ſeufzend durchgewacht! 2. Da ſchleicht ſo langſam mir die Zeit; da iſt ſo öd Ich ſeufßy die Einſamkeit! und ring' umſonſt nach Ruh', kein Schlaf drückt mir die Augen zu. 3. Doch trenn' ich mich noch nicht von dir, o Hoff⸗ nung! Nein, du bleibeſt mir. Gelegt, zu lindern Noth und Schmerz, hat Gott, dich liebend an mein Herz. 4. Er iſt's, der Muth und Zuverſicht durch dich zu die⸗ ſem Herzen ſpricht. Die Hülfe kommt; ich ſehe ſchon durch dich des frommen Dul⸗ ders Lohn. 5. O wär' kein Himmel, der einſt lohnt; du„Vater, hätteſt mich verſchont mit dieſem Kelch voll Bitterkeit, verſüßt mir meine kurze Zeit. 6. Noch fleht vor deinem Angeſicht dein leidend Kind: iſt's möglich nicht, daß die⸗ ſer Kelch vorüber geh'? Doch nur dein Wille, Herr, ge⸗ ſcheh'! 1 7. Feſt halt ich immer mich an dich! Ach, ſtärk in mei⸗ ner Schwachheit mich! Du biſt ſo reich, ſo reich an Ruh'; ſend mir nur einen Tropfen zu! Schon wieder 8. Doch bringt ihn nicht 651 Nacht und der Schlaf zu mir; ſo bringt mir mir doch mehr ſenn Tod, der in Noth. Mel. Wer 652 nun abe bracht. Laſt ertr immer, Auch heut mir, un dir dafür 2. Nu wir jetzt mehrt ſ Da ſeuft wie lane ne, matt jeden S immer m 3. E vor meit Glüͤcklich Nur ſelte Schlumm tete Natt mir die ſchreckt n ein fähle läſternden ein Gott Shrſſte Schnen zern — ch mein Han 4 ſund lang con ſeuffe — eict ſo langſan I 1 6 da iſt ſo id m it! J 1 A8 ſonſt nach Ruh d es drückt mir R — 1 Ptrenn' ich mi 1* dir, o Hoß⸗ nn da bleibeſt mi lndem Not d ein Her. S 7, der Muth ud ſet rch dich zu de 94 ¾ ſpricht. I kr a; ich ſehe ſthe 3 ☛ᷣ frommen Da⸗ Lo nſſmm k; du, Vattt 1 we verſchont mt 14 n voll Bitterkeit t tn Teine kurze Zeit. Re eht vor deinem ſch ee leidend Kind⸗ nd ben nicht, daß die did ber geh'? Da deit Ale, Herr, gy = ichimmermß ch„ ſtärk in 1 f ich dam eit mich! ſo reich au ſod .1r amwir nur eing 1K nct 9 ringt ina r ſo brinſt 1” nir; ſo e — har Gott, dih Orn kein Himme, läſternder Gedanke, unter beſondern Umſtaͤnden. 47 mir doch gewiß von dir bald mehr ſein Bruder, ach, der Tod, der letzte, treue Freund in Noth. Mel. Wer nur den lieben Gott 6 52 So iſt mit aller . ſeiner Plage nun abermal ein Tag voll⸗ bracht. Daß ich der Leiden Laſt ertrage, hilfſt du mir immer, Gott der Macht. Auch heute warſt du Beiſtand mir, und herzlich dank ich dir dafür. 2. Nur auf die Nacht wird mir jetzt bange; denn immer mehrt ſie meinen Schmerz. Da ſeufzet: Ach, mein Gott, wie lange! oft das beklomm⸗ ne, matte Herz; da zähl' ich jeden Stundenſchlag, und immer wird ſo ſpät es Tag. 3. Es flieht der Schlaf vor meinem Kummer; die Glücklichen beſucht er nur. Nur ſelten ſinkt ein leiſer Schlummer auf die entkräf⸗ tete Natur; doch ſchließt er mir die Augen kaum, ſo ſchreckt mich ſchon ein ſchwe⸗ rer Traum. 4. Wie traurig iſt ein ſol⸗ ches Leben! Wie ſchwer ein Loos voll Noth und Schmerz! Ward dies mir nur zur Qual gegeben? zum Dulden nur ein fühlend Herz? Flieh, flieh: ein Gott der Liebe qualet nie. 5. Er läßt nur Trübſal mich ergreifen, um höhren 1 Freuden mich zu weihn. Ich ſoll durch ſie zur Tugend rei⸗ fen, um ihrer ewig mich zu freun. Den innern Men⸗ ſchen weckt der Schmerz; er läutert und erhebt das Herz. 6. So wird das Leiden mir zum Segen; und kurz iſt hier mein Aufenthalt. Oft weht mir's auch ſchon kühl entgegen; heim ziehen die Gewitter bald. Vielleicht ſeh ich noch herbſtlich ſchön des Lebens Sonne niedergehn. 7. Drum will ich mich nicht troſtlos graͤmen, nein, ruhig ſeyn in meiner Noth. Das wunde Herz mir abzu⸗ nehmen, kommt endlich doch als Freund der Tod; er legt es ſanft und kühl zur Ruh: den Geiſt führt er dem Him⸗ mel zu. Bei der Abendmahls⸗ feier in der Krankheit. Mel. Wer nur den lieben Gott 6 53 ſch, könnt' ich b doch mit mei⸗ nen Brüdern im Tempel, Je⸗ ſu, dich erhöhn, und froh mit deines Reiches Gliedern, Herr, deines Todes Mahl be⸗ gehn! Doch da mich Schmerz und Krankheit plagt, iſt die⸗ ſe Freude mir verſagt. 2. Ach, hier, wo ich im Stillen bete, fei'r ich dein Abendmahl allein; doch, Herr, ich weiß, an jeder Stäͤtte haſt du verheißen, nah zu ſeyn. Wo je ein Frommer ſeufzt ſeufzt und weint, da biſt du, großer Menſchenfreund! 3. Laß das Gedächtniß dei⸗ ner Leiden mir Schwachen Troſt und Kraft verleih'n! Laß es die Quelle hoher Freu⸗ den und Vorgefühl des Him⸗ mels ſeyn. Dein Leiden, dein Verſöhnungstod er⸗ quicke mich in meiner Noth! 4. Wohl mir! Ich ſeh den Himmel offen; ich fühle mei⸗ ne Seligkeit; ich kann von dir nun Alles hoffen, der gnä⸗ dig mir die Schuld verzeiht. Umringt mich auch der Lei⸗ ddeen Heer; mein Herz erbangt dapor nicht mehr. 553. Erſcheint der Tod mit ſeinen Schrecken: ich bin getroſt und zage nicht. Wirſt du vom Tode mich erwecken: ich bebe nicht vor dem Ge⸗ richt. O mich erfüllt dein Leib und Blut ſo hier wie dort mit frohem Muth! Mel. Wer nur den lieben Gott 6 5 4 Dank, Vater, dir, der mit Erbar⸗ men auf ſeine ſchwachen Kin⸗ der blickt! Wie haſt du, o mein Gott, mich Armen durch dieſes heil'ge Mahl er⸗ quickt! Du biſt die Liebe, wandelſt Noth in Segen und in Heil den Tod. 2. Nun laß mich ſterben oder leben, Herr, wie du willſt; ich folge gern; von Schmerz gequält, mit Angſt umgeben, freut meine Seele 476 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſich des Herrn. Ich bin er⸗ löſt; drum ſchreckt mich nicht des Grabes Nacht, nicht das Gericht. 3. Und kommt ſie dann, die ernſte Stunde, die mich entreißt: Wohl mir! ich ſteh mit dir im Bunde, ein frohes Ur, theil hofft mein Geiſt. Dein bin ich, dein, und ew'ges Heil iſt deiner Auserwahl⸗ dem Irdiſchen ten Theil. Fürbitte fuͤr Kranke und Leidende. Mel. Befiehl du deine Wege 6 5 5 BWamherzigen er⸗ höre der Liebe heißes Flehen! Laß, den(die) wir innig lieben, bald deine Huͤlfe ſehn! Er liegt und ringt und duldet, gequält von vielem Schmerz; wir ſehn ihn an und weinen. wie blutet unſer Herz! 2. Du pflanzteſt ja dem Menſchen des Mitleids Trie⸗ be ein; wie ſollteſt du nicht Helfer, du nicht Erbarme ſeyn? Wir würden gern ihn retten, doch ach, wir ſind zu ſchwach. Thu, Vater, thu, was keiner von uns füͤr ihn vermag. 3. Sieh, deine Kinder fle⸗ hen für dieſen Kranken dich. Gieß Balſam in die Wunde und hilf ihm vaterlich! Olaß des Leidens Stunden bald, bald vorüber gehn! Doch nicht richt, f dein Wil . 4. Re des Tode te ſchon! Mitte de Thron; und füh dunkle; ihm, En letzte O Mel. A ſeyn. 2 Stunden Herz ge Gebete 1 und ew iſt ier Auserw Ausma 5 für Krau u veidende. . Al du deine Wh armherjiger 5=) höre der 16 hesſt an Laß, den(h int bben, bald den lſe! Er liegt u 3 1duldet, geaul 1v= Schmer; u t und weinen. blun niſer Hetz! „1 2 anzteſt ja den nſch! Miülledds Tri ein am ſollteſt du nit ſfer: nicht Erbam n?=würden 5 ten= h ach, wir ſ ſ Thu, Vai „ WSiner von und ve 1 5 E deine Kinder fl as ſen Kranken— m in die We bif vaͤterlich! 9 nicht, Herr, unſer Wille, dein Wille ſoll geſchehen! 4. Reichſt du den Kelch des Todes vielleicht ihm heu⸗ te ſchon und rufſt aus unſrer Mitte du ihn vor deinen Thron; dann ſteh ihm bei und führe ihn ſelbſt durchs dunkle Thal; dann lindre ihm, Erbarmer, des Todes letzte Qual! Mel. Alle Menſchen müſſen 6 5 6 Gn ke Tagee 6 te, unſre Seele harret dein, hofft auf deine ſtarke Rechte, weiß, du kannſt nicht ferne ſeyn. Auch in ſtiller Nächte Stunden hat dich manches Herz gefunden, wenn es im Gebete ſich ſehnte, Herr, zu finden dich. 2. Vater, viele Men⸗ ſchen weinen, viele Kranken ſchmachten jetzt! Aber du verläſſeſt keinen, der auf dich Vertrauen ſetzt; trock⸗ neſt liebreich Kummerthrä⸗ nen und erfuͤllſt der Deinen Sehnen, die um Ruh' und Lindrung flehn und auf dich voll Hoffnung ſehn. 3. Sende, Vater, Muth den Schwachen, Licht in je⸗ des trübe Herz! Allen, die bekümmert wachen, mildre freundlich ihren Schmerz. Laß die Wittwen, laß die Waiſen deine Huld und Treue preiſen! Gib den Kranken unter beſondern Umſtaͤnden. 477 ſanfte Ruh'! Sterbenden ſprich Tröſtung zu! 4 4. O du treuer Menſchen⸗ hüter! Nacht iſt, wie der Tag, vor dir! Herr, all⸗ mächtiger Gebieter, deinen Schutz erflehen wir! Allen, Allen, die jetzt leiden, öffne bald den Quell der Freuden, daß ſie, frei von ihrer Pein, deiner Huld ſich dankbar freun! 5. Jeſus Chriſtus, viele Nächte haſt du für uns durch⸗ ewacht, und dem menſch⸗ lichen Geſchlechte durch dein Wachen Ruh gebracht. Trb- ſter, willſt du deinen Kin dern nicht durch Schlaf den Kummer lindern; o ſo lenke ihren Sinn hoffnungsvoll zum Himmel hin! Nach der Geneſung. Mel. Nun danket alle Gott 6 57 Mit welchem Dank kann dich, o Gott, mein Lied er⸗ heben? Nur deine Vaterhuld erhielt mir noch das Leben. Du ſtandſt mit deiner Kraft mir in der Schwachheit bei, und von Gefahr und Schmerz bin ich nun wieder frei. 2. Dem Tode war ich nah; ſchon ſah ich für mein Leben an meinem Lager, ach, Ver⸗ wandte, Freunde, beben; allein ich bebte nicht; mich ſchreckte nicht das Grab; ge⸗ ſtärkt durch deinen Geiſt ſah ich getroſt hinab. 3. All⸗ 478 Geſinnung und Verhalten des Chriſten 3. Allmächtig ſtärkteſt du die halb erſtorbnen Glieder; ich fand in neuer Kraft auch neue Freuden wieder; und Herr, nun gibſt du mich den Meinigen zurück! Dir dank ich, Gott, nur dir, des neuen Lebens Glück! 4. Herr, durch mein Le⸗ ben ſelbſt will ich dir Dank beweiſen, durch frommen Wandel dich an jedem Tage preiſen, und redlich meine Kraft dem Wohl der Men⸗ ſchen weihn, um ewig einſt bei dir des Lebens werth zu ſeyn. Vorbereitung auf den Tod und Troſt für Sterbende. Mel. Mein Gott, das Herz 65 8 B u e Sorg und Schmerzen ab, und dieſen Prüfungsſtand; die Erde nehme, was ſie gab: ich ruh in Gottes Hand! 2. Ich geh den Weg zum ew'gen Licht: er mag mir dunkel ſeyn; des Todes Schlaf erſchreckt mich nicht: ich geh zum Leben ein. 3. Ich werde durch des Todes Nacht zum Himmel eingeweiht; die unerforſch⸗ lich weiſe Macht fuͤhrt mich zur Seligkeit. Mel. Wann mein Stündlein =cXott, wann mein 6 59 G ſterbend Auge bricht, mein letzter Hauch verſchwindet, mein Leib er⸗ ſtarrt, und ſelbſt es nicht, daß er entſchläft, empfindet; wann um mich, den Ent⸗ ſchlummernden, nun alle meine Lieben ſtehn, und angſtvoll mich beweinen: 2. Dann, Vater, nimm ihn auf den Geiſt, der freu⸗ dig zu dir fliehet, der dank⸗ bar deine Guͤte preiſt, daß er den Tod nicht ſiehet; dann tröſte, die betrübt um mich mit Thränen klagen; laß ſie ſich mehr meiner Wonne freuen! 3. Mein hingefallner Leib bleibt hier, ihn wird das Grab verſchließen. Doch einſt wird es verkläret mir ihn wiedergeben müſſen. Du kommſt, Erwecker! Deine Macht, die ihn aus Nichts hervorgebracht, kann neu ihn wieder bauen. 4. Wie könnt' ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert? Wie könnt ich klagen, da ihn Gott vom Tode wieder fordert? O Hoffnung, daß nach kur⸗ zer Ruh mein Leib erwacht, wie groß biſt du, und welch ein Troſt im Tode! 5. Des Todes Schmerzen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, nicht achten und mit getroſtem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Zielf freudig nahn, mein himmliſch Klei⸗ nod zu empfahn, das Je⸗ ſus mir erworben. —— Mel. —— 1— Mel. d bringe! ring, ringe keit, die Frohloch allen H 4. 4 J Vater, nim uf e heiſt, der ſi 1der het, der de ein en tee preiſt, d A t ſiehet; dan „d trübt um mit er llagen; laß me einer Wonm n! 1 Aringefallner dei 't= ihn wird da b= liießen. Do tw. 4 verklaret m wie dhen müſen. d mſt*— wecker! Din cht, † eihn aus Nict vorgeſt, kann m ui— uen. 1 ut ich trauern im e mein keih ſ uib rodert? Wi ntich mln, da ihn Gott L Soieder fordert⸗ doſſ r.u, daß nach i Rlan n keib erwach e an r du, und welt a zb, wenn er u s utm n n Blcc auf dt ich m Zieh frendg ne, himmliſch 1 5 2) des Schmeng Mel. O Gott, du frommer Gott 660 S on naht ſch und meiner Leiden Ende. Gott, meines Lebens Herr, ich fall in deine Hände. Du biſt, o Vater, nie mit deiner Hülfe fern; du rufſt: hier bin ich, Herr, dir folgen will ich gern. 2. Preis dir, der ſeine Hand ſtets über mich gebrei⸗ tet, dir Gott, der bis an's Grab mich wunderbar ge⸗ leitet! Wie oft vergaß mein Herz ſein Heil und ſeine Pflicht; doch gingſt du, Hei⸗ liger, mit mir nicht ins Ge⸗ richt. 3. Vernimm des Dankes Lied, das ſterbend ich dir bringe! Ich bin viel zu ge⸗ ring, der Treu' viel zu ge⸗ ringe und der Barmherzig⸗ keit, die du an mir gethan. Frohlockend bet ich dich mit allen Himmeln an. 4. Du Heil der ganzen Welt, erfülle mein Vertrau⸗ en, und deine Herrlichkeit laß meine Seele ſchauen. Du biſt die Lieb, o Gott, und Gnade für und für; mein Geiſt wird ſelig ſeyn: denn ihn empfehl ich dir. 5. Mit allen Heiligen von Herrlichkeit umgeben; un⸗ ſterblich, Engeln gleich, werd ich dich ſchaun und leben. Nach einem kurzen Kampf: ſo krönt vor deinem Thron, unter beſondern Umſtaͤnden. 479 Erbarmender, auch mich der Ueberwinder Lohn! In eigener Melodie. b 661 Cch eile meiner b Heimath zu, ins ew'ge Paradies der Freu⸗ den; dort, dort nur iſt die wahre Ruh' und Quelle voller Seligkeiten; dort aͤrntet men der Tugend Lohn, und bei dem Vater hat der Sohn auch eine Stätte mir berei⸗ tet, wohin er gnadenvoll mich leitet. Er iſt es, der nun meinen Geiſt auf ewig jeder Noth entreißt. 2. Hier lieg ich, wie ge⸗ bunden da; dort werd ich voll von Kraft und Leben, dem göttlichen Befreier nah, frohlockend weiter vorwärts ſtreben, in Weisheit, Tu⸗ gend, Heiligkeit, in edler Liebe Thätigkeit, befreit von Schwachheit und von Sün⸗ den, das Glück der Tugend ganz empfinden. Dort ſeh ich Jeſu Herrlichkeit, und ſie wird meine Seligkeit. 3. Dann, dann wird nim⸗ mermehr ein Schmerz mich, den Vollendeten, verletzen; dann wirſt du ewig dich, mein Herz, beglückt am Himmliſchen ergötzen. Ich eile über Welt und Zeit hin zu dem Sitz der Seligkeit, zu der verklärten Geiſter Chören: ich werde ihr: Will⸗ kommen hören, und wen ich hier im Herrn gekannt, den 480 Geſinnung und Verhalten des Chriſten den finde ich im beſſern Land. 4. O drum getroſt, mein Geiſt! O ſieh, in welche gött⸗ lich große Freuden des kurzen Pilgerlebens Müh' ver⸗ wandelt wird nach dieſem Leiden! Ergib in kindlicher Geduld dich deines Vaters Lieb' und Huld! Dein Je⸗ ſus wird mit treuen Händen dich unausſprechlich ſchön vollenden, und ehe du dich wirſt verſehn, wirſt du ver⸗ klärt dort oben ſtehn! Mel. Wer nur den lieben Gott 662 ch faſſe, Vater, deine Hände, und halte ſie im Glauben feſt; verlaß den nicht an ſei⸗ nem Ende, der ewig ſich auf dich verläßt! Du biſt mein Gott von Jugend auf; hilf glücklich enden meinen Lauf! 2. Du haſt nach deiner Vatergüte beſtändig wohl an mir gethan, erhör auch meine letzte Bitte; nimm, Gott, mich dort zu Ehren an! Ach, Vater, ach noch Eins iſt Noth: ein gutes End', ein ſel'ger Tod! 3. Du haſt mich je und je geliebet, verſorgt, geſtärkt, geſchützt, regiert, mich oft erquickt, durch Leid geübet, oft wunderbar, ſtets wohl geführt, wohin ich ging, wohin ich ſah, ſtets deine Gute nah. 4. Auch jetzt, auf meinem war mir Sterbebette, ſieh meine Noth, o Vater, an! Erquicke, lin⸗ dere, errette; denn du biſt's, der mir helfen kann. Stärb mich im Guten bis ans End', damit ich treu den Lauf vollend'! 5. Mein Heiland, treib die Furcht zurücke, beſiege meinen letzten Feind! Lenk auch im Sterben meine Bli⸗ cke auf deinen Tod, o See⸗ lenfreund; ſprich Muth mir, Troſt und Freude zu, mach' bringe mich zur Ruh'! 6. Ihr eitlen Güter dieſer Erden, ihr machet mir den Tod nicht ſchwer. Jetzt ſoll ich ewig ſelig werden; drum brauch ich eurer nun nicht mehr. Du, Gott, biſts, wenn das Eitle weicht, der mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich übergebe dir die Meinen, du Vater der Barmherzigkeit; laß ihnen ſtets dein Troſtlicht ſcheinen, und bleib ihr Gott zu aller Zeit! Behüte ſie vor Unge⸗ mach, und bringe mir ſee ſelig nach! Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben 663 Berae kurze Prüfungszeit: mein Erdenlauf geendet, es naht die Ewigkeit. 2. Ich bin bei meinem Ende getroſt und hoffnungs⸗ voll; ſinkt doch in Gottes J ſatt doch in Gain Haͤnde iſt iim u 3 Und ten, Hei that! ſtel wie En egnet he ſin Si gen dem Welch ſ gen folg 5. Nu geh wied du biſt ſehet Bri ein Chriſ Mel. 3 / 60 die in ih denn es Herrn, erben, d ſie ruhe Müh', 2 G5 beſt duj den Muͦ⸗ ſendeſt Himmel meiner macht d ſtarl ber te. Da nicht h auch de 4 S ſ Thriſten ehͤeh — Zſeh meine Nah -1 Lrauick ie en A denn du biſ ir Wkann. 9 im an n bis ans End teu den ka nd' . 12 Heiland, in Sut aurücke, beſtg n 1en Feind! dan im in cben meine N fLn Tod, o Ee 1 ich Muth min aande zu, mac 7, cge wich zu ! .3= en Giter diee en, t machet mir de dnist wer. Jett ſt ewit e werden; dum uch Aurer nun nict r. 1.& Gott, biſt un d ille weicht, d des= s Krone reit 1 bergebe dir di inen i Vater de imhe mit; laß ihna den W lllct ſcheinen, ble Gätt zu aller 1 ae ſe vor Unge⸗ ch, um bringe wir ſe ig 1 el 1 de itmein La 1„„„— abd iſt ſie un 6 vollendet, d tamgszeit: ut 9 Fendet, es m b „ 4 win bei neim de 4 und ſoſten deg buſgan l; doc hmm 1 unter beſondern Umſtaͤnden. Haͤnde mein Geiſt, und iſt ihm wohl. 3. Und manche gute Tha⸗ ten, Heil mir, daß ich ſie that! ſtehn vor mir, ſchön, wie Saaten, die Gott ge⸗ ſegnet hat. 4. Sie reifen nun entge⸗ gen dem großen Aerntetag. Welch ſchoͤner, reicher Se⸗ gen folgt mir im Tode nach! 5. Nun geh, mein Geiſt, geh wieder zu Gott, von dem du biſt! Seht Schweſtern, ſehet Brüder; ſo ſelig ſtirbt ein Chriſt! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 5 eli d, di 6 6 4 Seladim Perdi die in ihrem Schöpfer ſterben: denn es ſpricht der Geiſt des Herrn, daß ſie ew'ge Ruhe erben, daß von nun an Alle ſie ruhen von des Lebens Müh'. 2. Göttlich Wort, wie la⸗ beſt du jeden Schwachen, je⸗ den Müden! Wie ſo tröſtend ſendeſt du in mein Herz des Himmels Frieden: ich ſoll einſt auch ſelig ſeyn, ewig mich der Ruhe freun! 3. Nun ſo komme denn, o Tod, wann du willſt zu meiner Hütte; mich, mich macht das Wort von Gott ſtark bei jedem deiner Schrit⸗ te. Da der Herr ſein Wort nicht bricht, ſchreckt mich auch dein Drohen nicht. 4. Schrecklich magſt du Zweiflern ſeyn; mir, ich weiß, an wen ich glaube, mir macht Sterben keine Pein, keinen Schmerz dein Wort vom Staube. Staub bin ich und werde Staub, aber nicht des Moders Raub. 5. Aus dem Staube nam gebaut, ohne Schwachheit, ohne Mängel ſchwebt mein Leib empor und ſchaut nichts als Sel'ge, nichts als Engel. Sterblichkeit, die hier ge⸗ beut, reicht nicht in die Ewigkeit. 6. Gönnet mir mein na⸗ hes Gluͤck, weinet nicht, ihr meine Werthen! Nur noch einen Augenblick; dann, dann wohn ich bei Verklär⸗ ten. Faſſet Muth, ich geh' voran, ihr, ihr folgt auf dieſer Bahn... 7. Der du mir mit deinem Tod dieſe Hoffnung haſt er⸗ rungen, auch in meiner To⸗ desnoth, Jeſu, ſei dir Preis geſungen! Bald jauchz ich im Engelchor dir ein höhres Lied empor. In eigener Melodie. 665 Cteiſns, der iit mein Leben und Sterben mein Gewinn. Imm hab ich mich ergeben: in Frieden ſcheid ich hinä. 2. Ich freue mich zu ſter⸗ ben; denn nach vollbrachtem Lauf ſoll ich den Himmel er⸗ Hh ben: 481 482 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ben; mein Heiland nimmt mich auf.— 3. Bald hab ich überwun⸗ den des Lebens Angſt und Noth; nach wenig Pruͤfungs⸗ ſtunden leb ich bei dir, mein Gott. 4. Wann mir die Augen brechen, ſei, Jeſu, du mein Licht! Und kann ich nicht mehr ſprechen, verwirf mein Seufzen nicht! 5. Wann Sinnen und Ge⸗ danken, wie ein verlöſchend Licht, bald hie⸗bald dahin wanken, ach, dann verlaß mich nicht. 6. Es fliehe Furcht und Kummer; die Seele ſtärke ſich, und, wie des Müden Schlummer, ſanft ſei mein Tod durch dich. 7. Herr Jeſu, ich vollen⸗ de im Glauben meinen Lauf, nimm mich in deine Hände; o Jeſu, nimm mich auf! Mel. Wer nur den lieben Gott Ju, Herr und 666 Vater meiner Tage, du weißt, daß ich, dein ſchwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern tra⸗ ge, die irdiſch und zerbrech⸗ lich ſind: drum gieb, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode ſei bereit! 2. Daß du hier meinem erſten Leben ein mir verborg⸗ nes Ziel beſtimmt, und daß die Zeit, die mir gege⸗ ben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das flöße mir die Weisheit ein, ſtets auf mein Heil bedacht zu ſeyn! 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, mein Herz von Sünden abzuziehn, mich von der Weltluſt zu entfernen und um den Himmel zu bemühn; o mache mich dazu geſchickt, eh' mich der Tod der Welt entrückt. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben bei dir, Gott, meiner Seele Theil, iſt mir das Beſte aufgehoben; dort iſt für mich vollkomm⸗ nes Heil. Wo Jeſus iſt, da ſey mein Herz! Herr, lenke ſelbſt es Himmel⸗ wäaͤrts! 5. Hier allen Suͤnden ab⸗ zuſterben, zu leben der Ge⸗ rechtigkeit, um dort des Himmels Glück zu erben: dazu laß meine Sterblicſeit mir ſtets, mein Gott, vor Augen ſeyn, und deine Hül⸗ fe mich erfreun! 6. Willſt du mich länger leben laſſen, ſo laß es mir zum Heil geſchehn: doch ſoll ich heute noch erblaſſen, ſo höre, Vater, auf mein Flehn; ſei, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Troſt und meine Zuverſicht. 7. Dir will ich gärzlich mich ergeben, dir, deſſen Eigenthum ich bin: biſt du, mein Heiland, nur mein Le⸗ ben, ſo bleibt ſelbſt Eter⸗ be ben m dir ich mein d Mel. 66 Mein weinet ſich vo ſteigen ich nun an Go⸗ ihr. M bald i doch ei tet m ſoll ic freun. 2. bezwu he Lo dem Matt ſtabe, Nuhi n Wihriſten gar bald in Ro uf der En n dben bei di 2 Seele Thei irdo Wie aufgehoben iſt uich vollkomn dei Wo Jeſus ſi ſeh—n Herz! hHen⸗ 4 ſtE es Hinm ts! Hie am in Sünden o erden as leben der Ge⸗ tigte um dort dei zmel ück zu erben, laß mare Sterblichlt ſtets m i Gott, vor en ſe annd deine Hül⸗ ich ee An vich langer n la an ſo laß es mit dei Shehn: doch ſcl beut a) erblaſſen, „[i*, auf m n; 3 in T T zſt, mein Ti meit verſicht. Sdr l ich ganli e, dir, deſe attt h bin: bit 1Hr) nur meint „Düt ſelhſt En unter beſondern Umſtaͤnden. bn 483 ben mein Gewinn. Ich lebe Welt! Bald, bald ſeh ich dir, ich ſterbe dir; ſey nur von Angeſicht zu Angeſicht, mein Troſt, ſo gnüget mir. Mel. Herr, wir ſingen 667 eil dir, Seele! 2 Gott erſcheinet. Mein Auge hat bald ausge⸗ weinet, der Himmel öffnet ſich vor mir. Gottes Engel ſteigen nieder; bald werd ich nun, verklärte Brüder, an Gottes Throne ſtehn, wie ihr. Mein Leben endet ſchon; bald iſt es ganz entflohn: doch ein beßres, Gott, war⸗ tet mein, unſterblich ſeyn ſoll ich, ſoll ewig dein mich freun. 2. Welt und Suͤnde ſind bezwungen; bald iſt der ho⸗ he Lohn errungen, der nach dem Sieg den Streiter krönt. Matt am ſchweren Pilger⸗ ſtabe, ſehnt ich mich oft nach Ruh' im Grabe, wie ſich nach Ruh' der Wandrer ſehnt. Heil mir! Halleluja! Ich bin dem Ziele nah! Von der Hülle der Sterblichkeit nun bald befreit, ſchwing ich mich über Welt und Zeit! 3. Gott, mein Heil und mein Vertrauen, du führſt vom Glauben mich zum Schauen; Dank dir! Mir iſt der Tod Gewinn. Wer, wer winkt mir dort am Throne? Wer zeiget mir die Sieges⸗ krone? Ich eile zu dem Thro⸗ ne hin. Wie wird mir! Wie entſtellt ſinkt unter mir die in deinem Licht, Gott, das Licht. Mel. Ermuntre dich 6 6 8 Gt⸗ öffne deinen Himmel mir! Bald nahn die letzten Stun den; bald ſteigt mein Geiſt empor zu dir; bald hab ic überwunden; bald tröſtet mich nach Schmerz und Leid des höhern Lebens Herrlich⸗ keit. Ich ſterbe hier auf Er⸗ den, um ſelig dort zu werden. 2. Herr, meine Seel' em⸗ pfehl ich dir in deine Vater⸗ Sei gnädig, Gott, hände. mein Vater, mir, und mache ſanft mein Ende! Du, der mich für den Himmel ſchuf, ich höre deiner Stimme Ruf, ich will mit Ruh und Freu den von dieſer Erde ſcheiden. Der ſterbende Jüngling. Mel. Wann mein Stündleinm 6 6 9 Nicht lang ein Pil⸗ N ger dieſer Zeit, ſchon reif zum beſſern Leben, ſteh ich am Rand der Ewig⸗ keit, vom Himmelsglanz um⸗: geben; bald geht der freie Geiſt hervor aus ſeiner Hütte, ſteigt empor, empor zumm Sitz der Wonne. 2. O Heil mir! Heil mir, daß ich nie die edle Zeit der Jugend den eitlen Lüſten, daß ich ſie nur dir geweiht, o Tugend; und eingedenk § h 2 der der Rechenſchaft und des durchbebte. — Gerichts, das Sünder ſtraft, rein und unſchuldig lebte. 3. Nicht jenes Lebens Vor⸗ ſefuhl könnt mich nunmehr kerquicken, mit Schaudern ſah ich nun das Ziel des Le⸗ b bens näaher rücken; vor mir ah ich den Richterthron, an dem, zum wohlverdienten Lohn, Verdammung mich 4. Jetzt kann ich freudig zu dem Thron des Welten⸗ V V richters treten; denn Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, wird mich vor ihm vertre⸗ ten. Ihm war mein Daſeyn hier geweiht, und er hat mei⸗ ne Seligkeit mir hier und dort erworben. 5. O Troſt in meiner letz⸗ ten Noth, daß ich an Jeſum glaube! Willkommen iſt mir nun der Tod; er hebt mich Klaus dem Staube; führt mich zur Ewigkeit empor, wo in der Auserwählten Chor mir neues Leben blühet. Das ſterbende Kind. Mel. Wer nur den lieben Gott 670 ch ſterbe ſchon, be, damit ich ewig leben kann; daß ich nicht in der Welt verderbe, ſchließt ſich mein Lauf, der kaum be⸗ gann. Ich werd in meiner Frühlingszeit als Himmels⸗ pflanze Gott geweiht. jedoch ich ſter⸗ 484 Gefinnung und Verhalten des Chriſten 2. An meiner Gruft ſtärkt euern Glauben, ihr Aeltern, die ihr mich geliebt! Der Tod kann mich nicht ganz euch rauben, da Gott mich einſt euch wieder gibt. Dank ſei dir, Vater! darge⸗ bracht, für deine Sorgfalt! Gute Nacht! 3. Nach langem Schmerz und kurzen Freuden, reißt mich der Tod aus viel Ge⸗ fahr; doch ach, was fühlt das Herz für Leiden, darun⸗ ter ich gebildet war! Dir ſei der treuſte Dank gebracht! Getreue Mutter; gute Nacht! 4. Beruhigt euch, ihr an⸗ dern Meinen, die ihr mir durch das Blut verwandt; ihr dürft um mich nicht troſt⸗ los weinen, der Geiſt iſt ja in Gottes Hand; der Leib verweſ't zu ſchönrer Pracht: wir ſehn uns wieder; gute Nacht!, 5. Gleich Fruͤhlingsblu⸗ men wird mein Leben beim Aufbluͤhn ſchon des Todes Raub; dies kann dir, Menſch, die Lehre geben; du ſeiſt wie ich, nur Aſch und Staub. Bei meinem Grabe lenk den Sinn vom Irdiſchen zum Ew'gen hin! 6. Ich ſterbe ſchon; lernt Alle ſterben! Vielleicht iſt euer Grab nicht weit. Sind eure Kinder auch bald Erben, wie ich, der Himmelsherr⸗ lichkeit; lichkeit uns nl ſie dorr mlbit Mel. 67 zen iſt de nal ſerm. los lie nicht met ſei ſich au blos i 2. 1 ſlieht iſt de ihm, auch er wi rückt: drückt bange durch 399 verſteh beten ſtunm in 4 darge⸗ 1 r Sorgialt lach eem Schme 1 Irzet uden, ri er Gus viel Ge⸗ d0 18, was fühle derz an iden, darun⸗ (1 war! Dir 6g rtrei ant gebracht! 4 Rteer; gur 1 Deuch, ihr an⸗ Mei mn die ihr mir dat t verwandt, arft ich nicht troſ⸗ deine GEeit iſt ja ottes id; der keih ſt mer Pracht: en 1 Sitder; gute 711 Gle ſtühüngzblu⸗ wird urni Loen beim lühn.di des Todes ; din an dir, Nenſch ehr 5= h und Staub. an aobe lenk den 1 90 diſchen Gun 81 de D iien 2 Gl e Gnft ſt en; du ſeiſ zimmelsher. 4,= 5 lickät lichkeit; ſo denkt: ſie gehn uns nur voran, wir treffen ſie dort wieder an. Fürbitte für Sterbende. Mel. Freu dich ſehr, o meine 671 1 nter manchen / bangen Schmer⸗ zen iſt er(ſie) ſchon dem To⸗ de nah. Er, ſo theuer un⸗ ſerm Herzen, matt und hülf⸗ los liegt er da, iſt ſich ſeiner nicht bewußt, röchelnd ath⸗ met ſeine Bruſt; ohne Kraft, ſich auszudrücken, ſpricht er blos in ſtarren Blicken. 2. Bald, ach bald ent⸗ flieht ſein Leben; hin, hin iſt der Jahre Zahl, die du ihm, o Gott, gegeben, hin auch ſeiner Schmerzen Qual; er wird nun der Welt ent⸗ rückt: jede Laſt, die ihn ge⸗ drückt, ſeines Jammers bange Stunden ſind bald durch den Tod verſchwunden. 39 Nimm, da er uns nicht verſtehen, und zu dir nicht beten kann, ſeines Herzens ſtummes Flehen, ſeiner Lip⸗ pen Seufzer an; gib ihm Muth und Zuverſicht, und, durch deiner Lehren Licht, auf des Todes dunklem Pfade das Gefühl von deiner Gnade! 4. Daß er vor dem Tod nicht bebe, frei den Blick hin auf die Gruft, froh den Geiſt zu dir erhebe, der den Staub ins Leben ruft; daß er ſicher deiner Huld, und befreiit von Sünd' und unter beſondern Umſtaͤnden. 485 Schuld ruhig und gelaſſen ſterbe und das Gluͤck des Himmels erbe! Mel. Dein ſind wir, Gott 672 D. wolnt ers. ren, Gott, ſein (ihr) Flehn, nicht ins Ge⸗ richte mit ihm gehn, der jetzo deiner Ewigkeit ſich maht, befreit nun bald von dieſe Eitelkeit! 2. Des Lebens und des Todes Herr! Nun iſt fuͤr ihn die Zeit nicht mehr, Du haſt gezählt des Hauptes Haar,f ſein Todesjahr beſtimmt, als keine Zeit noch war. 3. Erfuͤllt iſt ſeiner Leiden Zahl, er leidet jetzt zum letz⸗ tenmal. Ach ſei in ſeiner Todesnoth ſein Freund und Gott; ein Schlummer ſei für ihn der Tod. 4. Vollende, Vater, ſei⸗ nen Lauf; nimm ihn zu dei⸗ nem Frieden auf! Verlaß ihn, wenn ſein Herz nun bricht, verlaß ihn nicht, Herr, Herr, mit deinem Gnadenlicht! 5. Erleichtre ihm den letz⸗ ten Schmerz! Von dir er⸗ quicket, ruh' ſein Herz! Durch Jeſu Todesſchweiß und Blut, das ihm zu Gut er einſt ver⸗ goß, ſtärk ihm den Muth! 6. In ihm vermehredeinh Ruh', ſein armes Herz er⸗ quicke du! Geiſt Gottes, laß ihn mit Vertraun auf Jeſum ſchaun, ETodes freun? —— ſchaun, und ſo entgehn des Graun! 7. Mach ihn getroſt, o Geiſt des Herrn! Zeig ihm den Gnadenlohn von fern: laß ihn den Himmel offen ſehn, und Jeſum ſtehn, be⸗ reit, ihn gnädig zu erhöhn! 8. Ach Gnade, Gnad' er⸗ ſoeh für Recht! Denn von dem menſchlichen Geſchlecht ſiſtt ſelbſt der Heiligſte nicht lerein! Wer kann wohl dein, Gott, ohne deine Huld ſich 9. Sei, Richter, ihm nicht furchterlich! Erbarme ſeiner Seele dich! Auch aus der Tiefe rufet ſie; erhöre ſie, erlöſe Gott, erlöſe ſie! 10. Behute ihn in ſeinem Tod; ihn ſegne, ſegne, ſeg⸗ ne, Gott! Wann nun ſein Auge ſterbend bricht, leit ihn dein Licht; tröſt ihn vor ddeinem Angeſicht! Einſegnung eines Sterbenden. Mel. Herr, wir ſingen deiner 073 S Ameuelimen! Entſchlaf in jenem großen Namen, vor dem ſich Erd' und Himmel beugt! Deine Laufbahn hat ein Ende; dein Vater nimmt in ſeine Hände die Seele, die der Erd ent⸗ Paucht. Heil dir, erlöſter eiſt, der bald am Thron ihn preiſt! Jeſus Chriſtus Y hat dich verſöhnt; von ihm Geſinnung und Verhalten des Chriſten gekrönt, empfängſt du nun des Glaubens Lohn. 2. Welcher Glanz wird dich umfangen, iſt nun der Tag dir aufgegangen, des Lebens Tag nach Todesnacht! Sei geſegnet! Amen! Amen! Ruh ſanft in Jeſu Chriſti Namen! Für dich auch ward ſein Werk vollbracht. Sie trugen ihn ins Grab vom Golgatha herab, Gottes Opfer! Er überwand; der Herr erſtand, und der Er⸗ ſtandne nimmt dich auf. 3. Nimm von uns den letzten Segen! Zwar ſinkt dein Leib dem Grab entge⸗ gen; doch deine Seele zittre nicht! Irdiſch werden wir dich ſaͤen; doch himmliſch wirſt du auferſtehen und ſchauen deines Gottes Licht. Geh ein zu deiner Ruh'! Du gehſt dem Vater zu, der dich geliebet. O Todter, du, nach kurzer Ruh wirſt du zum ke⸗ ben auferſtehn! Der Tod des Frommen. Mel. In allen meinen Thaten 67 4W ſanft ſehn wir den From⸗ men, wie frei, wie unbe⸗ klommen, ſich ſeinem Ziele nahn! Wo Erdenglück und Leiden von ihm auf immer ſcheiden, wird ihm der Himmel aufgethan. 2. Er ſieht ſein Pilgerle⸗ ben gleich einem Traum ver⸗ ſchweben, ſteht ohne Reu' am am ziel Saaten; ſeine Th reines 3. Vo roffen, nun offe tet nich ew'gen dem d vor; n Lichts. zucken Gotte Seine weinen ſie; un erfüllt verſäu nie. ne n fer dich auf. 4 non uns den n S= Iwuar ſilt keiht Grab entge⸗ 4— e Seele zit „N werden wit ſaen: ch himmliſ du am erſtehen und en 3 Gottes Licht ein.ier Ruh'! Du dem Ir zu, der dich bet. 1 teer, du, nach rNul dent du zuu ke⸗ auferf 16 Tod Fronneny. . JtreAmeinen Thaten e ſanft ſehn 7 Zuane From⸗ „v Ki, wie unbe men 7 ſeinem Ziele 2 2 dengluͤck un r i auf imme den,* b ihm de el than. e ſein Pilgerl leich=im Traum ber ben f jt ohne 6 unter beſondern Umſtaͤnden. 487 am Ziel. Es blühen ſeine Saaten; ſchon lohnt für ſeine Thaten ihm Ruh' und reines Selbſtgefühl. 3. Von keiner Angſt be⸗ troffen, ſieht er ſein Gra nun offen; er geht und fürch⸗ tet nichts. Ein Strahl der ew'gen Gnade ſchwebt auf dem dunklen Pfade ihm vor; nah iſt das Reich des Lichts. 4. Auf ſeinem Angeſichte ruht ſchon vom Himmels⸗ lichte ein ſanfter Wider⸗ ſchein. Oft ſpricht aus ſei⸗ nen Blicken ein ſeliges Ent⸗ zücken, ihn laden Boten Gottes ein. 5. Er ſegnet froh die Seinen, die um ſein Lager weinen, ermahnt und tröſtet ſie; und ſeiner Treue wegen erfuͤllt Gott dieſen Segen, verſäumet und verläßt ſie nie. 6. Er faltet noch am Ende zur Gottheit ſeine Hände, um dankend ſich zu freun: Preis dir, Herr! Ich befehle dir, Vater, meine Seele! Er ſprichts und ſchlummert lächelnd ein. 7. O laßt, wie er, uns le⸗ ben und nach dem Sinn uns ſtreben, der uns dies Glück erwirbt; damit auch wir als Erben der Seligkeit einſt ſterben, wie der be⸗ währte Fromme ſtirbt. unſer Herz! Wie groß und b hart iſt dieſes unſer Leiden! Beim Tode guter Aeltern. Mel. Auf, ſchicke dich 67 5 ott, welch ein Schmerz trifft Was ſehen wir? Den Vater (die Mutter) hier ſo fruͤhe ſchon aus unſrer Mitte ſchei⸗ den. G 2. Gott, welch Geſchick! Ach, einen Blick warf er(ſie) noch ſelbſt auf unſern bangen Kummer. Doch ach, er(ſie) neigt das Haupt, erbleicht und ſinkt dahin, dahin in Todesſchlummer. 3. O Freunde, habt ihr Thränen; labt damit als Troſt die jammervollen Her⸗ zen. O weint für ſie, die Waiſen, die nun faſt vergehn in ihren tiefen Schmerzen. 4. Ach Sorg' und Müh; war ſpat und fruͤh für uns ſein ſtets eifrigſtes Geſchäf⸗ te; uns zu erziehn nach Got⸗ tes Sinn, dem weihte er mit Wonne Zeit und Kräfte. 5. Wie manche Nacht ward durchgewacht, zu pflegen uns in Krankheit und in Leiden, die wir doch nicht allezeit nach Pflicht ganz willig ihm dank bare Herzen weihten! 6. Wer wird uns, Gott, in unſrer Noth erquicken nun und helfen, ſchützen, trö⸗ ſten? Du kannſt allein nun Helfer ſeyn, du biſt ja ſtets Erbarmer der Erlöſten. 7. Du nennſt dich ſelbſt vaͤter 488 b Geſinnung und Verhalten des Chriſten väͤterlich den treuen Gott verlaßner, armer Waiſen: ſo mildre doch, Herr, unſer Joch, wie du uns ſelbſt ſo gnadig haſt verheißen. 8. Sei unſer Licht, ſtärk uns zur Pflicht, zur Tugend uns auf allen unſern Wegen! Uns folge, Gott, bis in den Tod, wenn wir fromm ſind, des beſten Vaters Segen! 9. Wir ſchauen hin mit Kindesſinn auf ſeinen Tod, auf ſeines Glaubens Ende! Wir folgen nach; doch wir ſind ſchwach, o reich uns gnädig deine Vaterhände! 10 Gib, Herr, daß wir im Glauben hier getreu und feſt den Pfad der Tugend gehen, damit wir einſt, wann du erſcheinſt, im beſſern Land die Aeltern wieder ſehen! Beim Tode hoffnungs⸗ voller Kinder. Mel. Der unſre Menſchheit 67 6 Fin deinen Him⸗ mel reiften ſie, ach, meinem Wunſch nach viel zu früh, doch, Herr, nach deinem Willen! Wie blutet mein verwundet Herz! Wie kämpf ich wider meinen Schmerz! Was find ich, ihn zu ſtillen? Zwar für den Him⸗ mel reiften ſie; doch meinem Wunſch nach viel zu früh! 1f2. Ach meine Kinder ſind nicht mehr! Mein armes Herz iſt hoffnungsleer und freudenlos mein Leben! Ich ſah ſie, wie den Fruhling blühn; dir, dir hofft ich ſie zu erziehn, Gott, der ſie mir gegeben! Mein Alter ſollten ſie erfreun, und Troſt mir noch im Tode ſeyn. 3. Da, Ew'ger, ſprachſt du: Gib ſie mir! Ich ſelbſt, ich ſelbſt erzieh ſie dir; ich will ſie hoch erhöhen. Sie werden nicht dein Alter freun, nicht Troſt dir noch im Tode ſeyn: du ſollſt ſie ſterben ſehen. Dein Wille, Herr, mein Gott, geſchah; ich war es, der ſie ſterben ſah. 4. Herr, ich verehre dein Gebot, nur laß mich mei⸗ ner Kinder Tod, ach laß mich ihn beweinen! Du, der du Aller Vater biſt, du weiſt, wie ſchwer mein Herz mir iſt! Wie könnt ich froh erſcheinen? Verzeih Gefüh⸗ le der Natur! Nicht mur⸗ ren, weinen will ich nur. 5. Auch meine Thraͤnen preiſen dich! Sie ſind die Zeugen, Gott, daß ich die liebte, die du liebeſt, und nun im Lichte deines Throns, in der Gemeinſchaft deines Sohns, in höhrer Tugend übeſt. Herr, meine Seuf⸗ zer danken dir; du, du ver⸗ trauteſt ſie nur mir. 6. Mit Thränen preiſ ich dich auch einſt, wann du zum Weltgericht erſcheinſt; doch dann mit Freudenthrä⸗ nen! Dann werd ich meine Kinder Kinder kend vor mehr teo eth ich und ewie fteun. Nel. T 677 mehr m Wie freu Erdenleb ſah ichs und fro war imn Ach me ins Gra ihr hine 2. G iſt mein ſindet die Na⸗ Doch wi dh nat ſtets die in dein Alte 1, u Kerroſt 3 ſt dir noc en ſ 72 Dein Wile 1, UrAſet, geſchah war ddr ſe ſterben dei h verehte dei dot, imn laß nich me Kin— od, ach la hibn’r inen! Du, d Alleſ! ter biſt, d ſe, w ver mein ha riſ!t könnt ich fua heinee erzeih Gefüh der J. Nicht mur⸗ „wec nill ich nur. Aut u ine Thränen ſen d †(See ſind die gen, ni, daß ich die te, liebeſt, und — min en heines Thrond der(mnſchaft deine ans,* aöhrer Tugen ſi. 1*= meine Seif dank K; du, du van uteſt ſun mir.. .Mid Inen preiſ ic an St, wann d TT t erſcheinſtt danf t Freudentini 1 Da ode igs du ſollſt ſt zerd ich mein Kindet unter beſondern Umſtaͤnden. Kinder ſehn, mit ihnen dan⸗ kend vor dir ſtehn, mich nicht mehr troſtlos ſehnen. Dann werd ich froh bei ihnen ſeyn, und ewig mich mit ihnen freun. Mel. Der unſre Menſchheit 677 Es 84 niht, meüy⸗ mehr mein theures Kind! Wie freudenleer iſt nun mein Erdenleben! Wie eine Roſe ſah ichs blühn; und weiſ' und fromm es zu erziehn, war immer mein Beſtreben. Ach meine Hoffnung ſank ins Grab, und alle Luſt mit ihr hinab. 2. Gott, wie verwundet iſt mein Herz, der Morgen findet mich voll Schmerz; die Nacht in heißen Zähren. Doch wider dich, Herr, klag ich nicht, nein, heilig iſt mir ſtets die Pflicht, dich auch in Schmerz verehren. Auch weinend will ich dankbar ſeyn; du gabſt, du nahmſt, es war ja dein. 3. Wohl ihm! in Un⸗ ſchuld brach ſein Herz; ge⸗ ſichert nun vor Noth und Schmerz, genießt es höhre Freuden. Vielleicht war es zu ſchwach zum Streit mit Sünde, Welt und Eitelkeit, zu ſchwach fuͤr ſchwere Lei⸗ den. Gerettet iſts in deiner Hand; ging mir voran ins Vaterland. Beim Tode eines guten Ehegat⸗ ten, oder eines Freundes. Mel. Kommt her zu mir, 678 Al eie ie fern von mir! Du biſt nicht mehr auf Erden hier, o theu⸗ re gute Seele! Dich ſucht umſonſt mein trüber Blick: du kehrſt nicht mehr zu mir zurück; was auch mit dirr mir fehle. 2. Der Freundſchaft Lab2«. ſal iſt dahin, dein Troſt, wann ich verlaſſen bin, dein Mitleid, wann ich leide. Es fehlt mir deine treue Hand auf meinem Pfad zum beſſern Land und mit ihr alle Freude! 3. Doch, ſei mein Schmerz auch noch ſo groß; du ru⸗ heſt nun in Gottes Schooß: vor Gott will ich mich beugen. Du lebſt, geliebte Seele, noch, erlöſt von deines Lei⸗ dens Joch: geduldig will ich ſchweigen. 4. Das Irdiſche nur deckt das Grab; Gott nahm dir deine Schmerzen ab und jede Laſt der Leiden. Emporge⸗ hoben iſt der Geiſt zu Gott, der Aller Vater heißt, zu ſei⸗ nes Heilands Freuden. 5. O Troſt, o hoher Trot für mich! mein banges Herz, erheitre dich, und ſtille dei⸗ ne Klagen! Die Seele, die hier heilig war, vereint ſich mit der Engel Schaar. Wie könnt ich heidniſch zagen! 6. Zwar 489 490 Geſinnung und Verhalten des Chriſten ſchloß ſich zu, und nun um⸗ 6. Zwar hört, wenn einſt mein Auge bricht, mein Ohr von dir, o Theurer,(Theure) nicht Gebet und Troſt und Segen; doch wenn durch Gottes Kraft mein Geiſt ſich auch dereinſt dem Staub entreißt, ſo eilſt du mir ent⸗ gegen. 7. Du Seliger(Selige) wirſt vor mir ſtehn; ich wer⸗ de dich vollkommen ſehn: o freudenvolle Stunde! Ich eil dir dann voll Wonne zu, unſterblich ich, unſterblich du, zum neuen Freund⸗ ſchaftsbunde. 8. Dann ſchau und bet ich an mit dir; Ein Herz und Seele ſingen wir von wegge⸗ weinten Leiden und von der Tugend hohem Lohn, und preiſen Gott und ſeinen Sohn für unſre höhre Freuden. 9. Gedanke der Unſterb⸗ lichkeit! erheitre jede Dun⸗ kelheit, und ſtärk mich, wann ich wanke; veredle jede Lei⸗ denſchaft, erfülle mich mit Muth und Kraft, du himm⸗ liſcher Gedanke. 1 Bei Begräbniſſen. Mel. Nun laßt uns den Leib 679 Wir gehn ans Grab und hoffen doch: dein Geiſt, Ent⸗ ſchlafner, lebet noch, von Schmerz und Erdennoth be⸗ freit, im Lande der Unſterb⸗ lichkeit. 2. Ruh ſanft! Dein Auge 3. hie gibt dich ſuͤße Ruh'. Dein lerne, w Gott hat wohl an dir gethan; nun rührt dich keine Qual mehr an. 3. Du gingſt voran, wir folgen dir! Auch deine Freunde wallen hier auf ih⸗ rer Pilgerbahn hinab zur Abendruh' ins ſtille Grab. 4. Du wirſt uns unver⸗ geßlich ſeyn; dein Herz war liebreich, fromm und rein, mit Liſt und Falſchheit un⸗ bekannt; nun ruht's in Got⸗ tes Vaterhand. 5. O Gott, nun blickt bei ſanftem Schmerz auch unſer Glaube himmelwaͤrts, wo Jeſus Chriſtus, unſer Hitt, all' unfre Thränen trocknen wird. 6. Du, der einſt den ent⸗ ſchlafnen Freund, wie wir 8 den unſrigen beweint, ſei, Jeſus, unſre wenn unſer Herz im Tode bricht! In voriger Melodie. 680 Nrehen Ruh' und decken ihn mit Zuverſicht, Erde zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Erd und Staub, nicht im⸗ mer der Verweſung Raub; er wird, wann Chriſtus einſt erſcheint, mit ſeiner Seele 3. Hier b neu vereint. — hier, wa Nach Sor, mancher kommt zul 4. Schl Lebenszei folgt die die Zeit folgt der Hand. 5. Eo Ehr und ſelbſt, ein währt auc keit, wie ze Jeit. 6. O ſinne die Richter r was du denke, de 7. Hi Graͤbern dem Vate! ich bitt machs ein de gut! 8. Laß bereun; uns kind ſind hier nimm jede 25 et i den gi ar 1 hin! 1 10. U du eben tr ſt uns unpe ire dein Herz wer ich reich: um und nn diſ ms Falſchheit w annt. whti 5 2 E B 5 8=:, un blick aſtem=nerz auch uſt laubet emelwans, u ſus e tus, unſer hit dun hränen trocn d. 6. T. reinſt den en gllafntt eund, wie wi n un e beweint, ſe ſus, a ſre Zuverſcch cht! 3 2 e Nähdie. „0,] Nu biingen wi 8 den Leib i uh E decken ihn de“ n keib, der 1 3 Geser Schluß taub eArde werden n 2( bt nicht inm d ttaub, nichi un t Sherz im Tohl 3. Hier, Menſch, hier lerne, was du biſt; lern hier, was unſer Leben iſt! Nach Sorg und Furcht, nach mancher Noth und Arbeit kommt zuletzt der Tod. 4. Schnell ſchwindet unſre Lebenszeit; aufs Sterben folgt die Ewigkeit; wie wir die Zeit hier angewandt, ſo folgt der Lohn aus Gottes⸗ Hand. 5. 5. So währen Reichthum, Ehr und Glück, wie wir ſelbſt, einen Augenblick; ſo waͤhrt auch Leid und Traurig⸗ keit, wie unſer Leben, kur⸗ ze Zeit. 6. O ſichrer Menſch, be⸗ ſinne dich, Tod, Grab und Richter nahen ſich; in Allem, was du denkſt und thuſt, be⸗ denke, daß du ſterben mußt! 7. Hier, wo wir bei den Grabern ſtehn, ſoll jeder zu dem Vater flehn: mein Gott, ich bitt durch Chriſti Blut, machs einſt mit meinem En⸗ de gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun; vor unſerm Gott uns kindlich ſcheun! Wir ſind hier immer in Gefahr; nimm jeder ſeine Seele wahr! 9. Wenn unſer Lauf voll⸗ endet iſt, ſo ſey uns nah, Herr Jeſu Chriſt! Mach uns das Sterben zum Gewinn; zeuch unſre Seele zu dir hin! 10. Und wenn du einſt, du Lebensfürſt, die Gräber unter beſondern Umſtaͤnden. 491 mächtig öffnen wirſt, ſo laß uns frohlich auferſtehn und dann dein Antlitz ewig ſehn! Mel. Nun laßt uns den Leib 68 1 Begrabt den Leib in ſeine Gruft, bis ihn des Richters Stim⸗ me ruft! Wir ſäͤen ihn; einſt bluͤht er auf und ſteigt ver⸗ klärt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube ſchuf ihn einſt der Herr; er war ſchon Staub und wirds nunmehr. Er ſchläft, er ruht, und einſt erwacht er wieder aus des Todes Nacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der ſie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Miſſethat durch ſeinen Sohn erlöſet hat. 4. Hier hat ihn Trübſal oft gedrückt; nun wird er dort von Gott erquickt. Hier trug er Jeſu ſanftes Joch, entſchlief im Tod und lebt doch noch. 5. Gott blieb er treu bis an ſein Grab, nun wiſcht Gott ſeine Thraͤnen ab. Was ſind die Leiden dieſer Zeit, Got ,gegen deine Herrlich⸗ eit 6. Nun, du Erlö'ſter, ſchlaf in Ruh'! Wir gehen unſern Hütten zu, und ma⸗ chen zu der Ewigkeit durch Glaub und Tugend uns be⸗ reit. 7. Ach, Jeſu Chriſt, dein Mittlertod ſtärk uns in unſ⸗ rer 492 Geſinnung und Verhalten des Chriſten rer letzten Noth! Laß unſre ganze Seele dein, und ſelig unſer Ende ſeyn! Nel. Jeſus, meine Zuverſicht 682 Seukt den Leich⸗ nam, ſenkt ihn ein, ehret noch des Geiſtes Hülle, ruh, zerfal⸗ lendes Gebein in des Tod⸗ tenackers Stille! Was da lebet, folget dir, wie du ruheſt, ruhn einſt wir. 2. Was du, Todter, tha⸗ teſt, bleibt wohlbewahrt von Gottes Guͤte; ſo das Samen⸗ korn und treibt aus dem Boden Laub und Blüthe. Grüß erfreut den neuen Tag; was du wirkteſt, folgt dir nach. 3. Die wir hier am Grabe ſtehn, ſinken All ins Grab einſt nieder: laßt an unſer Werk uns gehn, weiſ' und redlich wirken, Brüder! Ach wer weiß den Todestag? Was wir thaten, folgt uns nach. Mel. Nun laßt uns den Leib (Die Verſammlung.) 09 MWenkt nun den 683 S Leib in ſeine Gruft, und preiſet Gott, der uns auch ruft! Hier ſind wir Saat, einſt blühn wir auf, zum beſſern Leben blühn wir auf. (Der Chor.) 2. Grabt mein verweßli⸗ ches Gebein, o ihr, noch Sterbliche, nur ein! Es bleibt, es bleibt im Grabe nicht, denn Jeſus kommt und hält Gericht. 3.(Verſ.) Des Frommen Seele trifft dort nicht des La⸗ ſterhaften Strafgericht. Sie, ſelig auch im Tode ſchon, empfängt der Auserwahlten Lohn. 4.(Chor.) Gott iſt allgi⸗ tig und vereint dereinſt mt ſich den Tugendfreund; iſn führet er zum höhern Licht; drum, Chriſten, bebt am Grabe nicht! 5.(Verſ.) Auch Jeſus lit hier Angſt und Qual, und ging durchs finſtre Todes⸗ thal. Auch du gingſt deinen Retter nach, auch dir gläͤnzt wir uns weihn, l nicht ſchre Wel. Sc 849 3 Würmern len werde ſchlummer Senkt aus ein! Laßt uns ihn freun, daß 2 Seht, nun in Freunde, ruhn! Es Weinet ſchon, u nen. Ihn nun der Freudentag! eten 6. disNre Oft hat bei nnu euch mich Gott erquickt: doh 3 Enn hat auch Trübſal mich ge Lied n drückt. Im finſtern Thale Wißt, ale wandelt' ich, doch führe ſchied, Gottes Rechte mich. dung. Fr 7.(Verſ.) Vollendeten, ner Hand genieße du nun ungeſtort die Frieden. ſtille Ruh'! Einſt gehn auc auferſtand wir, o Herr der Zeit, durch ertſciede Grab und Tod zur Ewigket. 4 Nen 8.(Chor.) Heil uns, wemn ſee, Ghrit euch, die ihr jetzt weint, nit kängfin mir einſt wieder Gott ver, nun auf eint! Dann werden wir uns dem Gut ewig freun, dann ewig, ſanfte R ewig ſelig ſeyn. 4 Für das 9.(Verſ.) Nach dieſer ſchlummr kurzen Lebenszeit erwartet 5. 8 uns Unſterblichkeit; ven lichkeitſ te 3 E Chriſten 65 10 S n 1 g d bleibt im G 11e Jeſus im 3 4 ericht. 3.*) Des Funn don nn i0 krafgercht 8 mfß e. ae e. der Auderwiſt 4(a8 Gott iſt i 3u eint dereinſt d gendfreund; ühre a m höhern(it 393. iſten, bebt rab mnt! 2 ¹) Auch Jeſtz ier— und Qual,1 ging s finſtre T dal. zm du gingſt deir Rette r, auch dir git nun d eerdentag! 6.=r) Oft hat euch t M. ott erquickt: d hat 6Mkrübſal mich! drückte i finſtern Thl vande*), doch fühl Hottet †ſte wich. J. ☛0 Volendett genieſ* nun ungeſtdtt ſille u Einſt gehnan rr der Zeit, d — —. 8&☛) Heil uns, ſ euch, mir eint! ewig wig 8 90.ſ.) Nach d urze zenszeit ern ns m erblichkeit; Gra dn Tod zur Ewiſt unter beſondern Umſtaͤnden. wir uns hier der Tugend weihn, kann uns der Tod nicht ſchrecklich ſeyn. Mel. Schwing dich auf, zu Tode 684 Leenden mnde Würmern ihre Habe! See⸗ len werden nicht zu Staub, ſchlummern nicht im Grabe. Senkt auch dieſen Leichnam ein! Laßt ihn niederrollen, uns ihn ſegnen und uns freun, daß wir leben ſollen. 2. Seht, da liegt der Todte nun in geweihter Stille! Freunde, laßt den Theuren ruhn! Es iſt Gottes Wille. Weinet nicht, er hat nun ſchon, was wir erſt erſeh⸗ nen. Ihn erweckt kein Kla⸗ geton! Trocknet eure Thrä⸗ nen! 3. Stimmet an das hohe Lied von der Auferſtehung! Wißt, als Jeſus einſt ver⸗ ſchied, folgte bald Erhö⸗ hung. Fromme ruhn in ſei⸗ ner Hand, ruhn in ſanftem Frieden. Er, der ſtarb und auferſtand, hat ihr Heil entſchieden. 4. Aerntefeld! Hier ruhen ſie, Chriſten, unſre Brüder: kampften, aber kämpfen nie nun auf Erden wieder. Heil dem Guten, der hier fand ſanfte Ruh der Müden! Fuͤr das beßre Vaterland ſchlummre er hienieden! 5. Saaten der Unſterb⸗ lichkeit! Heilige Gebeine! 493 Bald verſtrömt auch unſre Zeit, ruft der Tod: erſcheine! Ruf er dann; wir ſind be⸗ reit. Wer des Lebens Gabe nützet für die Ewigkeit, zit⸗ tert nicht am Grabe. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 68 5 Ruhet wohl, ihr Todtenbeine, in der ſtillen Einſamkeit; ruhet, bis der Herr erſcheine einſt am Ende dieſer Zeit; euch, die Nacht und Graber decken, durch der Allmacht Ruf zu wecken. 1 2. Nur getroſt, ihr wer⸗ det leben! Der das Leben ſelber iſt, wird euch neues Leben geben! Er gelobts, er, Jeſus Chriſt: die in ſeinem Namen ſterben, ſollen nim⸗ mermehr verderben. 3. Und wie ſollt' im Gra⸗ be bleiben, der ein Tempel Gottes war? den der Herr ließ einverleiben ſeiner aus⸗ erwahlten Schaar, die er ſelbſt durch Blut und Ster⸗ ben hat erkauft zu Himmels⸗ erben 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glieder ſind. Laßt den Leib im Tod erkalten, laßt, weil wir von Erde ſind, in der Gruft ihn immer modern! Gott wird ihn zurücke fordern. 5. Jeſus wird, wie er erſtanden, auch die Seinen einſt mit Macht führen aus des 494 Geſinnung und Verhalten des Chriſten des Todes Banden, führen aus des Grabes Nacht zu dem ew'gen Himmelsfrieden, den er ſeinem Volk beſchieden. 6. Ruhet wohl, ihr Tod⸗ tenbeine, ungeſtört in eurer Gruft; ruhet, bis der Tag erſcheine, da des Richters Stimm euch ruft! Nach des Lebens kurzen Leiden geht ihr ein zu ew'gen Freuden. Mel. Nun laßt uns den Leib 8 So gib denn, 6 6 fromme Chri⸗ ſtenſchaar, der Erde das, was Erde war; ſie beut dem Müden Ruhe hier in ihrem Schooß, ſo wie einſt dir. 2. O Ruhe, Wunſch des Leidenden, du letzter Troſt des Weinenden, wo alle Noth vergeſſen iſt, wo keine Thräne weiter fließt! 3. Hier endet ſich der Fein⸗ de Trutz; hier findet der Bedraͤngte Schutz; hier wird in ſüßem Schlaf erquickt, den manche ſchwere Laſt ge⸗ drückt. 4. Hier weicht die Hoheit mit dem Glück; es bleibt der bloße Menſch zurück. Ein enger Sarg, ein Leichen⸗ kleid ſind nun die ganze Herr⸗ lichkeit. 5. Hier hört der Kampf des Chriſten auf, vollendet iſt der ſchwere Lauf; der Geiſt eilt in ſein Vaterland zur Wonne, die er hier nicht fand. 6. Erinnre uns zu aller Zeit, o Gott, an Tod und Ewigkeit, damit wir ihren Wink verſtehn und freudig ihr entgegen gehn! b Mel. So ſchlummerſt du 687 Noch ſtehen wir, o Gott, vor dir an dieſes Grabes Rande; noch erhält uns deine Macht hier im niedern Lande. 2. Wer weiß, wie bah dein Ruf erſchallt: Hinweg vom Erdenpfade! Sei und dann nicht fürchterlich, nimm uns auf mit Gnade. 3. O gib uns Kraft, gewis ſenhaft zu leben und zu le⸗ den! Führ uns Alle dur den Tod zu des Himmele Freuden! Mel. In allen meinen Thata a ſtehen win 688 D die Deinen, Unendlicher, und weinen en Grablied an der Gruft. Wi ſingen auf vom Staube, uns ſtärkt der Chriſtenglaube daß Gott uns einſt zum e ben ruft. 2. Fließt nur, ihr Thri nen, fließet! Ein Sterblichn beſchließet des Lebens kutzen Lauf. Nimm, mütterli t Erde, dein Kind, frei von Beſchwerde, in deine milden Arme auf! 3. Sei ihm ein Ruhebette nachtvolle Grabesſtätte, und 3 ühlend zu! deck ihn kühlend 3 ſalui —— nam nied ner Brül Erde dec ſanfter ſtört ke Gott iſt erweckt. 6. Zu gen wech gen, wo Heil die ſo ſingt auch er erwacht 7. Sch Betrübte! Geliebte licht. V Freude keide, un nen vom Nal.( 680 und der kühl: d kein Kun denſchaft orgen, Nelh ſchlunmerſt u 3 4 0 i 8—— ch ſtehen wh o Gott, 44 Grabes Ja ich et ums deine Ma n kande. 2. I reiß, wie em J ſſchallt: Hinn dom* fade! Sei u dann ecdärchterlich, ni uns R tGnade. 3 Sn uns Kraft, gn ſenzaf an ſeben und zul den!* uns Alle du den a des Hinm Jreud 2 Rel. e ittn meinen Tſe 68' h ſtehen n ( 71 die Deim Unend actund weinen Grabli g eder Gruft. W ngen †mom Staybe, u darkt 1& Chriſtenglaut daß Gt ans einſt zun den— 23 nu, ihr Ä Ein Sterbli beſchl= des Lebend kan Lauf. Em, müͤttni Erde* e Kind, frt Seſch ar in deine ri r 2 190 unr am ein acht J1Grabesſtätt, t Süühlend u, ſchlafe hier in Frieden den ſanften Schlaf der Müden: hier find' er die erſeufzte Ruh'! 4. So wie in heil'gen Hai⸗ nen naht ſich hier den Gebei⸗ nen nicht Froſt, nicht Sonnen⸗ gluth. Ihr Stürme brauß't gelinde, und wehet ſanft, ihr Winde, wo eines Chriſten r Aſche ruht. 5. Senkt dann den Leich⸗ nam nieder zum Staube ſei⸗ ner Brüder, die längſt die Erde deckt. Im Grab iſt ſanfter Schlummer; ihn ſtöort kein Erdenkummer; Gott iſt es, der ihn einſt erweckt. 6. Zum Leben ohne Sor⸗ gen weckt ihn der frohe Mor⸗ gen, wo eine Welt erwacht. Heil dieſem todten Staube, ſo ſingt der Chriſtenglaube: auch er erwacht, auch er erwacht! 7. Schaut, ſchauet auf, Betrübte! Dort wandelt der Geliebte im hohen Himmels⸗ licht. Vergönnt ihm ſeine Freude und wehret eurem Leide, und wiſcht die Thrä⸗ nen vom Geſicht! Mel. Gott des Himmels 689 Nataeae: und der Schooß der Erde kühl: da ſtört unſre Ruh' kein Kummer, nicht der Lei⸗ denſchaften Spiel. Sorgen, groß und klein unter beſondern Umſtaͤnden. Unſre ſchlummern alle mit uns ein. 2. Ueber unſern Hügel ſchwinget die Vergeſſenheit den Stab und der Schmäh⸗ ſucht Stimme dringet nicht ins dunkle, ſtille Grab. Feh⸗ ler, die uns hier beſiegt, werden dann nicht mehr ge⸗ ügt. 3. Unſre Seufzer, unſre Thränen werden ewig dann geſtillt: unſre Wünſche, un⸗ ſer Sehnen, Alles, Alles wird erfüllt. Herzen, die ſonſt heiß gewallt, liegen ruhig dann und kalt. 4. Läg auch meines, von den Sorgen dieſes Lebens un⸗ empört, in der Erde Schoos verborgen, wo nichts ſeinen Frieden ſtört! Kühles Grab; o wann nimmſt du mich in deine ſtille Ruh? Mel. Chriſtus, der iſt mein 690 D s Grab iſt tief und ſtille, und ſchauderhaft ſein Rand; es deckt mit finſtrer Hülle ein unbekanntes Land. 2. Das Lied der Nachti⸗ gallen tönt nicht in ſeinen Schoos. Des Frühlings Blü⸗ then fallen nur auf des Hü⸗ els Moos. 3. Verlaßne Theure rin⸗ gen auf ihm die Hände wund; der Waiſen Klagen dringen nicht in der Tiefe Grund. 4. Doch ſonſt an keinem Orte wohnt die erſehnte Ruh, 9s 496 Geſinnung und Verhalten des Chriſten Ruh', nur durch die dunkle ſchen Kraft? Wie ſchnel, von Angſt umgeben, wir er dahin gerafft! 3. Geſund und muthig b ſchreitet er durch die Welt bewegt, erlangt den ew'gen einher. Ein Unglück wird Frieden erſt, wann es nicht bereitet, und ach, er iſt nicht mehr ſchlägt. mehr! 4. Wer zaͤhlet die Gefah⸗ ren, die uns auf Erden drohn? Willſt du uns nicht bewahren, ſo ſtürzen ſie uns chon. Pforte geht man der Hei⸗ math zu. 5. Das arme Herz hienie⸗ den von manchem Sturm Mel. Seelenbräutigam till erheben 691 S wir unſern Blick zu dir. Herr, wie 05 Auf al r nif b könnten wir mit Grauen nux 5. Auf allen unſern Wegen ins Grab hernieder ſchauen? umhüllt uns Dunkelheit und Hoffnung ſendeſt du uns vom oft iſt Noth zugegen, wo Himmel zu. unſer Herz ſich frau5t. 2. Du biſts, der uns liebt, heß Doh las was ppſch b wenn er nimmt und gibt. Du willſt dein Gebol⸗ 1 4 Du willſt, der Tod entſlie⸗ &. ⸗ Ja ſelbſt, was wir hier alir, ver Too beweinen, wird einſt freu⸗ het. Tdu willſt; ſo kommt denreich erſcheinen, wenn 4 ch geſche dd⸗ 7. Ach, dieß nur mach auch uns zur Gruft deine Stimme ruft. uns ſtille: wir ſind in dei 3. Gott, wir zagen nicht. ner Hand, und gnaͤdig ſt Du gibſt Troſt uceeicht, cht dein Wille, allweiſe dem du willſt zum beſſern Leben Verſtand. zaf auch durch Leiden uns erhe⸗ 8. Wo wir oft ängſtlih ben. Bis zum Tode ſei un⸗ zagen, erhöhſt du unſt ſer Herz dir treu! Gluck, und lenkſt von trie bern eaden uns wunderba g i un— zuru. Beiern vgkuat ines 9. Auch wenn des Tade 68 Grauen uns plötzlich nieder Mel. Chriſtus, der iſt mein reißt, darf unſer Geiſt di 69 2 Vernzei der tie⸗ trauen. Du liebeſt unſen fen Trauer, Geiſt.“*“ die unſer Herz erfüllt! Wir 10. Er kam und wid ſehn mit bangem Schauer nicht ſterben, er eilet nu des Todes Schreckenbild. bervor, entreißt ſich dem 2. Was iſt des Menſchen Verderben und ſchwebt i Leben! Was iſt des Men⸗ dir empor. 11. 9 daß/ wen wir dein 12. 8. Schrecke hin. Da ceen der An In 69 begleiten dir dein dich vor 2. E Kinde dich au und len 3. L kennſt ſo heiß der von Gott th 4 D. ronnen dieniede hränen 6. 8 .. ſt deGit .N s auf Enn n 1 du uns ni 4 1 ſtürzen ſie u 5. d T ranſern Wem thüllt a dankelheit m te zugegen, w ſer I sch fteut. „De es, was geſch t, erfft Puf dein Gelt u wil— er Tod enſſe t. Ir Üſt; ſo konn 7. A ieß nur ma as ſil wdrr ſind in de er Ha und gnädig i in A* Talweiſe den erſtanht 8 Wam oſt aͤngſtlich aſſt du wuſer arleniſt von tri⸗ n Duns wunder zrauet t aplötlich ni eunſer Geiſt n 8 liebeſt uüſin d am und w 7 8, er eilet mu rijt ſch i ebenn des Lü 11. Olehr uns wachen, be⸗ ten, und ſtets beſonnen ſeyn, daß, wenn wir vor dich treten, wir deines Heils uns freun. ö12. Da ſchwinden dann die Schrecken auf ewig von uns hin. Da ſehen wir und ſchme⸗ cken, der Tod war nur Gewinn. Am Grabe Frühver⸗ ſtorbener. In eigener Melodie. 69 3 Ie ſe benan ett wirſt du von uns begleitet! So will es Gott, der dir dein Loos bereitet, und nun dich von uns zu ſich ruft. 2. Er nahm dich auf zum Kinde ſeiner Gnade; er führte dich auf ſeines Sohnes Pfade, und lenkte deines Lebens Lauf. 3. O kurze Bahn! Kaum kennſt du Welt und Freuden, ſo heißt dich Gott ſchon wie⸗ der von uns ſcheiden. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. 4. Du biſt beglückt. Ent⸗ ronnen den Gefahren, trifft nun dich nicht, was oft in frühen Jahren dem Chriſten ſchon ſein Ziel verrückt. 5. In ſteter Ruh, in unge⸗ ſtörtem Frieden, wohnt nun dein Geiſt, und tröſtend ſieht hienieden Gott deiner Aeltern Thränen zu. 6. Klagt nicht ſo ſehr bei eures Kindes Bahre! Es ging zu Gott im Frühling ſeiner Jahre, und dieſer Gott iſt un⸗ ſer Herr. 7. Es war ſein Pfand, er hat es euch geliehen. O gebt's unter beſondern Umſtaͤnden. 497 ihm gern! Laßt euren Lieb⸗ ling ziehen! Er zieht ja in ſein Vaterland. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt enn der Stifter 69+ Weun⸗ Geſchlech⸗ ter unſre Lieben zu ſich ruft; wenn die Söhne, wenn die Töchter ſinken in die frühe Gruft; ach dann fühlen un⸗ ſre Herzen unausſprechlich tiefe Schmerzen. 2. Wenn der Säugling, kaum geboren, gleich der Blume, ſchnell verblüht, und die Mut⸗ ter nun verloren ihre ganze Hoffnung ſieht; ach, dann will ihr Herz verzagen, dieſer Trennung Schmerz zu tragen. 3. Wenn der Tod im edlen Sohne ſeine Luſt dem Vater raubt; wenn des Hauſes Stuͤtz und Krone ſinket mit des Va⸗ ters Haupt; Mütter von den Kindern ſcheiden: Gott, was gleichet dieſen Leiden! 4. Ach, es müßte unterlie⸗ en, dieſes arme, ſchwache Herz, hilfſt du nicht, Herr, uns ſiegen über Tod und Trennungsſchmerz. Deine Rechte ſchlägt uns nieder; deine Rechte hebt uns wieder. 5. Wandeln nicht in hohen Freuden unſre Lieben dort am Thron? Sollten wir ſie nicht beneiden um den fruh errungnen Lohn? Du wirſt uns im beſſern Leben die Verlornen wieder geben! 6. Vater, deines Troſtes Quelle trocknet auch am Gra⸗ Ji be 498 be nicht. Selbſt des Todes Nacht wird helle durch des Glaubens mildes Licht. Alles, was wir hier beweinen, wird uns dort als Glück erſcheinen. Mel. Alles iſt an deinem Segen 80(Ekdentöühter Er⸗ 6 9 5 denſohne, ſeyd nicht ſtolz auf Reiz und Sahd⸗ ne; trotzet nicht auf en Kraft! Eures Mundes Hanch verflieget, eures Lebens Quell verſieget, und des Starken Arm erſchlafft. 2. Doch, ihr Chriſten, ſeyd nicht traurig, wenn ſo früh, ſo dumpf, ſo ſchaurig euch die Sterbeglocke ruft: edler, kräfriger, verklärter, liebe⸗ voller, llebenswerther über⸗ fliegt der Geiſt die Gruft. 3. O was iſt des Grabes Höhle! Eine tugendhafte Seele fürchtet nicht, hinab zu ſehn! Ueber Grab und Grabestrümmer wird der Geiſt im Sonnenſchimmer himmliſcher Erkenntniß ſtehn. 4. Nein, umſonſt iſt nichts geboren. Alles ruhet unver⸗ loren in des ew'gen Vaters Schooß! Süße Hoffnung! Holder Glaube! Alles win⸗ det einſt vom Staube herr⸗ licher ſich wieder los. 5. Leibesſchönheit wird ver⸗ blühen; Seelenſchönheit nie entfliehen; ſie iſt für die Ewig⸗ keit. Reiner Sinn und ächte Tugend lohnt mit ewig froher Ingend, lohnt mit Himmels⸗ ſeligkeit. Geſinnung und Verhalten des Chriſten 6. Himmelsſeligkeit heſte⸗ het; nur der Erde Gluch zurück. Wie die Gotth heit un⸗ vergänglich, wie der Hin mel überſchwenglich, iſt des Chriſten wahres Glück. Am Grabe eines edeln und verdienten Mannes. Mel. Alle Menſchen müſſen t Luſt u b 696 Weeme ſre ſeine Brüder zu erfrenn, wer der Welt zum Seg 9 3 lebte, ſoll uns unvergeßlich ſeyn! Sein Gedäͤchtniß bleibt Lachweit Wo ſein und daure! Seine N klag und traure! Grab iſt, weine dann, wer, was gut iſt, ſchaͤtzen kann. 2. Laßt uns Alle heut klagen, denn es ſtarb ein edler Mann! O wie viele müſſen ſagen: mir auch hat er wohlgethan! Ja, gerecht ſind unſre Zähren, die ihn noch im Tode ehren. Ihn und unſer eignes Herz, ehret unſer Leid und Schmerz! 3. Seines ſchönen Lebens Thaten bleiben ſegnend uns zurück, und die Frucht der edlen Saaten ſei fuͤr Nach⸗ velt Heil und Glück! Preis vergehet, nur das Eitle bleibt und Ruhm dem theuren Na⸗ men! Seine Tugend nachzu⸗ ahmen; edel, wie er war, zu ſeyn, wolle Gott uns Kraſt verleihn! Am Am Gr dienſt Mel. Li 697 endete, zu dieſes Ed wir ſchau nen. O und zum 2. W lieben l hat er v ſtärkt dur ſer Seele Uns zu war ſein 3 Tre. Ende, u. Rath ſei de. Nur Lehre muthezi 4 Ind die nur ſe ren wir,) iſt, wer a des Him iſt den 5. La Saat, V ſerm der in Vont ten ſe 2 eſ hriſten eſligen in „ dihte⸗ gehe„ Erde Güt . 8 Eitle blet rgin n ottheit w 3 6 2 we der 3 1 untt rdienten Nel. 1Srenſchen miſßn 96 8 Eifer ſtret 6 *☛ u erften b z remn. 4 18. zum Sem 4 1s unvergeßlit mn= edaͤchtniß blei ad dal E deine Nachwe ag unt ure! Wo ſit rab iſt ine dam, wan a8 39† J ſchätzen kan⸗ 2 s Ale heu agen, es ſtarb di ler Ns O wie viel iſſen ſinr mir auch hat wohlg ach. Ja, gerecht d unſt ſren, die ihh h im 2. ohren. Ihr d unſ*r zes Herz ehre ſer de d Schmerz. 3. S= ſchönen Leben haten= ſegnend u rück, Ndie Frucht M. gn ſei für Nat H Glück! Pue m theuren R gugend nach ven: ☛☚᷑, wie er we ern,= Gott uns Km lihi 1 3 eines eden tmit euſt m Am Grabe eines ver⸗ dienſtvollen Lehrers. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind 697 Sehandeir hat⸗ endete, zum Troſt der Seinen, dieſes Edlen Erdenpfad, und wir ſchaun ihm nach und wei⸗ nen. O er hat uns treubelehrt und zum Guten hingekehrt. 2. Was dein Wort ins lieben heißt, Vater, das hat er verkuͤndet, und, ge⸗ ſtärkt durch deinen Geiſt, vie⸗ ler Seelen Heil gegründet. Uns zu Jeſnu zu erheben, war ſein eifrigſtes Beſtreben. 3. Treulich ging er ſelbſt den Pfad hoher Tugend bis ans Ende, u. gab nun nach deinem Rath ſeinen Geiſt in deine Hän⸗ de. Nur die Kraft von ſeiner Lehre trocknet unſre Weh⸗ muthszähre. 4. In der Nähe ſeiner Gruft, die nur ſeine Hulle ranbet, hö⸗ ren wir, wie Jeſus ruft: Selig iſt, wer an mich glaubet! Ja, des Himmels Heil und Frieden iſt den Redlichen beſchieden. 5. Laß, o Herr, die edle Saat, ausgeſtreut von un⸗ ſerm Lehrer, fruchtbar ſeyn in Wort und That, und uns würdige Verehrer wahrer Frömmigkeit auf Erden, dort des Himmels Bürger werden— Troſt und Gelübde agauf Grabern. Mel. Auf, Chriſtenmenſch 69 8(Feweihter Ort, 098 9 wo Saat von unter beſondern Umſtaͤnden. b 499 Gott geſaͤ't, dem großen Tag der Aernte reift! Sei mir ge⸗ gruͤßt, du Ort, wo jede Klage verſtummt, wo mancher Ruhe fand, der ſie auf Erden nie gekannt! 3 2. Zwar floſſen hier der Thränen viel, wenn von des Freundes Herzen den treuſten Freund das Schickſal riß; mit tiefgefühlten Schmerzen hab ich auch ſelbſt, ach, manchem Freund die Abſchiedszähre ſchon geweint! 3. Doch Schlaf iſt ja des Menſchen Tod; er ſchaffet Ruh' den Müden, nimmt Leidenden die Bürde ab, und bringt zum ew'gen Frieden. Weint, Freunde, nicht: denkt: Wiederſehn! Die Todten werden auferſtehn! 4. Belebend ſinkt ein Son⸗ nenſtrahl einſt auf die Grä⸗ ber nieder; und was hier ſchläft, erwachet dann zum ſchönern Leben wieder. Im Winter ſtarb die Blume; ſeht, ſie blüht, vom Früh⸗ lingsbauch umweht! 3. Und was man hier der Erde gibt, iſt nur des Geiſtes Hülle. Unſterblich iſt des Menſchen Geiſt, Vernunft und guter Wille erhebt uns über Welt und Zeit, die Tu⸗ gend führt zur Seligkeit! 6. Drum kann mein Blick vom Todtenfeld zum Him⸗ mel ſich erheben; und winkt auch mir das kuͤble Grab, darf ich nicht ängſtlich beben. Ich J12 pflücke 500 Geſinnung und Verhalten des Chriſten pflücke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unſterblichkeit. 7. Was ihr einſt war't, das bin ich jetzt, ein Pilger hier auf Erden, was ihr, entſchlafne Brüder, ſeyd, werd ich viel⸗ leicht bald werden. Nun dann; durchs Todesthal eilſt du, mein Geiſt, dem Vaterlande zu! 8. Doch dem nur wird der Uebergang zu jenem Vater⸗ lande ein Weg zum Heil, der muthig hier des Laſters Sklavenbande zerriß, der in der Prüfungszeit ſein Herz der Tugend treu geweiht. 9. Auf Gräbern der Ent⸗ ſchlafnen ſei der Tugend Bund aufs neue verſiegelt; hier gelobe ich der Tugend ew'ge Treue! Ja, heilig ſei mir jede Pflicht, bis einſt mein ſterbend Auge bricht! Mel. Es iſt das Heit— ein Heiland lebt 69 Mrhardie Racht des Todes ganz bezwungen, und ſiegreich aus des Grabes Nacht zu Gott ſich aufge⸗ ſchwungen. Er iſt mein Haupt, ſein Sieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes Leben ſeyn: und ihm will ich auch ſterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jeſu, ſchauen. Das iſt's, was mich zufrieden ſtellt, ſelbſt bei der Gräber Grauen. Ich bin getroſt und unverzagt, weil du den Deinen zugeſagt: ich leb', und ihr ſollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub; er wird doch wieder leben, und einſt aus der Verweſung Staub ſich neuge⸗ bild't erheben. Wann du,o großer Lebensfürſt, nun deine Todten rufen wirſt, zum Le⸗ ben aufzuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd ich dann vor dir, mein Heiland, ſtehen! Dam nimmſt du mich mit Ehren an; läßt in dein Reich mich gehen. Forthin von keiner Laſt beſchwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb ich bei dir dann ewig. 5. O welch ein ſel'ges Theil iſt mir in jener Welt bereitet Der Freuden Fülle iſt beidir Von dir, o Herr, geleitet, wen ich in deinem Himmelreich, un⸗ ſterblich, deinen Engeln gleich, vollkommne Luſt genießen. 6. Denn wo du biſt, da ſollen die, die dir hier folgen, leben, und ewig frei von Schmenz und Müh, von Seligen umge⸗ ben, genießen deine Herrlich⸗ keit. O was ſind Leiden dieſer Zeit, Herr, gegen jene Freudenl 7. Laß die zukünft'ge Her⸗ lichkeit mir ſtets vor Augen ſchweben; und oft in dieſer Prüfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir der Sterblichkeit entrückt, froh⸗ lockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nach⸗ zuſtreben, und als dein Jun⸗ ger; deinem fühl ich Schmerz; mit mein ein beßte In 7⁰⁰ Fromme Tod zu ſeid ent, die uns 2. Hie das beſte mit Sor geben. nen, iſt nes Gl. 3. J ſicherm nach de ſchieden. keiden reiner 4. Ab eure Th ſchon, w nen: ihr des Mer verſtehe §. Ac richt fru n Erd mel erb Zeiten euc . H. b und fü hern b men erſt Irende! — eenEngeln glei ollion rüuſt geniezen 6. De debiſt da ſolen ie, die ar folgen, leben nd em i von Schmen nd Mü am Seligen umge⸗ n, gen ae deine Hertüͤch⸗ it. O.ad eiden deeſe eit,de= fen jeneFrenda 7.da ezukunft'ge de ichkeit uſtets vor Augt twehe d oſt in die brüfm es meinherz dan theben ine chwache 13 me as ckt, wo wir eertlit1entrückt, fi cend ir wandeln. 8. Einn mich dadm m Fl. krTugend nnd trebe e als deim 1 ger; dir zum Preis, nach deinem Wort zu leben! Und fuͤhl ich hier noch Noth und Schmerz; ſo tröſte ſelbſt da⸗ mit mein Herz: Es kommt ein beßres Leben! In eigener Melodie. 700 O wie ſelig ſeid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr ſeid entgangen allen Leiden, die uns noch umfangen. 2. Hier, ach hier iſt auch das beſte Leben immer noch mit Sorg' und Furcht um⸗ geben. Was wir hier ken⸗ nen, iſt noch kein vollkomm⸗ nes Glück zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in ſicherm Frieden, der euch nach dem Kampfe ward be⸗ ſchieden. Kein Schmerz, kein Leiden ſtört euch im Genuſſe reiner Freuden. A. Abgetrocknet ſind all' eure Thränen; ihr genieß't ſchon, wornach wir uns ſeh⸗ nen: ihr hört und ſehet, was des Menſchen Geiſt hier nicht verſtehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht fröhlich ſterben, und ſtatt Erdenglücks, den Him⸗ mel erben? Wer wollt' in Zeiten ſich auf dieſen Wech⸗ ſel nicht bereiten? 6. Hilf uns, Jeſu, ernſt⸗ haft darnach ſtreben! Komm und führ' uns zu dem hö⸗ hern Leben, wo deine From⸗ men erſt zur vollen Ruh' und Freude kommen! unter beſondern Umſtaͤnden. 501 Troſt des Wi ederſehens. Mel. Wann mein Stündlein 701 Sver liegt der Trennung Laſt auf mir; wie lieb ich ſie, die Meinen! O laß, mein Gott, mein Gott, vor dir mich dieſe Frage weinen: werd ich, nach meinem Tode gleich, werd' ich, o Herr, in deinem Reich die Meinen wieder ſehen? 2. Wohl mir, o Gott, ich höre ſchon des Geiſtes Stim⸗ me wehen; ſie ruft mir zu mit ſanftem Ton; du wirſt ſie wie⸗ der ſehen! Biſt du nur fromm, ſind ſie nur gut, dort oben un⸗ ter Gottes Hut wirſt du ſie wieder ſehen. 3. Des Frommen Seele trennt ſich nicht von gleich⸗ geſinnten Frommen. Sie werden All' in Gottes Licht aufs neu zuſammen kommen, forthin durch keinen Tod ge⸗ trennt; denn Gottes Engel, der ſie kennt, fuͤhrt Alle dort zuſammen. 4. Der Freund ſieht ſeine Freunde dann am Throne Gottes wieder; der Gatte trifft den Gatten an, der Bru⸗ der ſeine Brüder. Die Mutter ſieht, umarmt ihr Kind, denn alle gute Seelen ſind in Got⸗ tes Stadt beiſammen. 5. Drum laßt uns hier ſchon Hand in Hand, auf Gottes Wegen gehen, damit wir dort im Vaterland uns einſt beiſammen ſehen. Wie wird uns ſeyn, wann wir uns 502 Geſinnung und Verhalten des Chriſten zc. uns ſehn, wann wir uns froh entgegen gehn, forthin uns nie zu trennen. 6. So ſeyd getroſt und freuet euch; laßt nicht die Hoffnung ſchwinden: wir werden in des Vaters Reich uns Alle wieder ſinden! O Wiederſehn, o Wiederſehn, wie wirſt du unſer Glück er⸗ höhn; wie trͤſteſt du die Seele! Mel. Halleluja! Bringet Ehre 7 02 Wderſehe Ahn lauten Schlä⸗ gen klopft dir jede Bruſt ent⸗ gegen! Nimmer kann das un⸗ tergehn, was ins Herz wir lie⸗ bend ſchloſſen; und wenn Ab⸗ ſchiedsthraͤnen floſſen, hoffte Freundſchaft Wiederſehn. 2. Wiederſehn! In holden Bildern wall uns die Natur ſich ſchildern; drum verjüngt ſie ſich ſo ſchön. Wenn der Morgenröthe Strahlen nach ben, de der Nacht die Berge mahlen: wer kam ſpricht die Sonne: Wieder, ſehn! 3. Wiederſehn! Zu deinen Freuden wachſen Blumen friſch und kleiden herrlich ſich im Früͤhlingswehn; um der frohen Nachtigallen kum⸗ merfreie Lieder ſchallen: hofft getroſt ein Wiederſehn! 4. Wiederſehn! Mit Gruß und Segen, o wie ſchmacht ich dir entgegen über Auen, Ström' und Höhn! Theun,, aller Welt Gewalten ſollen meinen Fuß nicht halten: ja ich werd' euch wiederſehn! 5. Wiederſehn! Dich darf ich hoffen! O, ich ſeh den Himmel offen, winkt der Herr mir, heim zu geini Theure! in der letzten Stunde ruf ich mit ſchon blaſſem Mu⸗ de: ewig, ewig Wiederſeſn. Nach trag einiger, bei Mehreren beliebten, aͤlteren Lieder⸗ Mel. Wunderbarer König 7 0 3 UIuunſchrämete Liebe! gönne blöden Augen, die zum Ir⸗ diſchen kaum taugen, daß ſie in die Strahlen deiner Lang⸗ muth blicken, die den Erdkreis huldreich ſchmücken, und zu⸗ gleich freudenreich, Böſen und den Deinen, wie die Sonne ſcheinen. 2. Waſſer, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete iſt ein Schauplatz deiner Gütt Deiner Langmuth Ehre wind durch neue Proben immel herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit ſtreckt ſie in Fluͤgel über Berg und Hügel! 3. Was wir davon den⸗ ken, was wir ſagen können, iſt ein Schatten nur zu nen⸗ nen. Tag vor Tag zu ſcho⸗ — nen, Tag vor Tag zu dul⸗ b den, ſo viel Millionen Schul⸗ den, und dazu ohne Ruh lie⸗ ben, 4, Du hörſt de wann ſt ſtehen.. und erbe die Pfei man do kaum w Zorn er 5. He ner, de ſtatt der pfangen ßen ſich dem wir geſchent rührt willſt d erbarme 6. H. daß du uns nic neſt. D die ſo we Ruhm Fahre Langmu die Wel Mel. S 704 wer auf deß muſ und wer Er ſchu er tragt die Wer 2. A gehört ten? 5 di a hen uber Aun Aron an hahn Then derr—n heim zu gih heun an eer letten Simn uf ich BDMon blaſſem Mu e: 1 T vig Wiederſeil — r d L ebtet deren Leder. chau r deiner Git deine= muth Ehre wih urch= Proben inmn enlih thoben. O w eit, 3 dr ereitſtreckt ſein lügel a chergund Hüg 3 17 viir davon da n,w rſagen könne an uedten nur zu ner 1 20 r Tag zuſt 11 en Inun. d an Nillonen Süil 1 un. u ohne Ruh th geſchenket. Nachtrag. ben, die dich haſſen; Herr, wer kann das faſſen? 4. Du vergiebeſt Suͤnde, hörſt der Sünder Flehen, wann ſie weinend vor dir ſtehen. Deine Rechte dräuet, und erbarmt ſich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch ſie kaum weggeleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch kei⸗ ner, der zu dir gegangen, ſtatt der Gnade Recht em⸗ pfangen: wer zu deinen Fü⸗ ßen ſich mit Thränen ſenket, dem wird Straf und Schuld Unſer Schmerz rührt dein Herz und du willſt der Armen gnädig dich erbarmen. 6. Höchſter! ſey geprieſen, daß du ſo verſchoneſt, und uns nicht nach Werken loh⸗ neſt. Deiner Hand ſei Ehre, die ſo wohl regieret, und mit Ruhm den Zepte führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmuth auszuüben, und die Welt zu lieben. Mel. Schon iſt der Tag von Gott / Die Erd iſt Jeſu 704 O Chriſti; ſein, wer auf der Erde wohnet: deß müſſe ſich die Erde freun, und wer auf Erden wohnet! Er ſchuf, er rettete die Welt: er trägt, er ſegnet, er erhält die Welt, die er beherrſchet. 2. Wer auf der Erde, wer gehört zum Volke der Erlöſ' ten? Wer darf, des hohen Segens werth, ſich feiner Herrſchaft tröſten? Der, der 5 dir, o Mittler, ſich be⸗ ehrt, und glaͤubig wird, und dich zu ſeinem Herrn erwählt. 3. Und wer, in deinem Blu⸗ te rein, der Unſchuld ſich beflei⸗ ßet; wagt, ſich vom Wahne zu befrein, der nur den Lüſten gleißet; wer fromm iſt, wan⸗ delt, wie er glaubt, ſich keine Miſſethat erlaubt, nie bricht den Bund der Gnade. 4. Wer auch umringt mit Leiden, gern erfuͤllet ſein Ver⸗ langen, der wird den Segen ſeines Herrn im vollen Maaß empfangen; den macht er ſeiner Herrſchaft werth; der iſt ſein Erbe, der gehört zum Volke der Erlöſ ten. 5. Kommt, Sünder, kom⸗ met in ſein Reich Macht weit der Herzen Thüren! Em⸗ pfangt den König: er will euch auch ſegnen, auch regieren. Wer, fragt ihr, iſt der Herr? Der Sohn! Der Himmel Himmel iſt ſein Thron, der Erdkreis ſeine Fußbank. 6. Kommt willig, willig, in ſein Reich! Macht weit der Herzen Thüren! Em⸗ pfangt den König: er will euch auch ſegnen, auch re⸗ gieren. Wer, fragt ihr, dieſer König ſey? Der Sohn, der ſeinem Bunde treu, den Himmel gibt den Seinen. Mel. Mein ganzer Geiſt, Gott 7 05 riumph, Tri⸗ 090 umpf! und Lob und 3 8 — 1 5 3 4 50⁴ und Dank dem, der des Todes Macht bezwang und uns, den Staub erhöhte. Der hohe Sie⸗ ger überwand. Nacht war um ihn, und ſie verſchwand in helle Morgenröthe. Bebet! gebet, ſtolze Spötter, un⸗ ſerm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und ſeine Lehre. 2. Heil uns Triumph! das Grab iſt leer. Feſt ſteht es, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er geſprochen. O ſelig, wer ſich ihm vertraut Er hat den Tempel neu ge⸗ baut, den blinde Wuth gebro⸗ chen. Hölle! fälle nun den Sieger, Gottes Krieger, der erſtanden, macht nun deinen Stolz zu Schanden. 3. Leer iſt die Gruft, die ihn umgab. Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, du Wohnung ernſter Stille. Nur wenig Ta⸗ ge werden's ſeyn, o ſo em⸗ pfangſt du mein Gebein in deiner Schatten Huͤlle. Ewig ſelig werden wieder dieſe Glieder auferſtehen, werden die Verklärung ſehen. Mel. Es iſt das Heil uns 7 0 6 Mit lautem Schall frohlocken wir: der Herr iſt aufgefahren! Wir ſind zwar Pilger noch allhier und unter viel Gefah⸗ ren; doch ſinkt drum unſer Muth nicht hin; durch Je⸗ ſum wiſſen wir, wohin uns unſre Wallfahrt führet. 2. Das Leben iſt ans Licht gebracht, uns ſteht der Him⸗ MNachtrag. mel offen. Ihn ſchloß uns auf mit großer Pracht der Herr, auf den wir hoffen. Wer glaubt, deß Herz iſt freu⸗ denvoll, nur daß er ſich be⸗ ſtreben ſoll, des Heiland Pfad zu wandeln. 3. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort ſei⸗ nes Heils genießen. Wer nicht ſein Wort hält, dem wird er den Himmel einſt verſchließen. Wer wuünſcht zum Himmel einzugehn, der laßt in ſeinen Thaten ſehn, ſein Wandel ſei im Himmel. 4. Uns treibt ſein Geiſt daß wir der Welt uns in⸗ mermehr entwöhnen: ſtets ſorgen, was dem Herrn ge⸗ fällt; zu ihm hinauf un ſehnen. Er aber ſieht auf uns herab; von uns luͤßt 1 ſeine Treu nicht ab, bi wir zuſammen kommen. 5. Tag, noch an großem Freuden reich, wann wirſ du uns erſcheinen? Gon macht uns dort dem Sohne gleich, und ſtillet Leid und Weinen. O Wonne, wanß in Ewigkeit uns nun das höchſte Gut erfreut! O Gott, ſchenk uns dieß Leben. Mel. Nun danket Alle Gott 707 Gelobt ſeiſt du, Gott, fur dei⸗ nes Wortes Lehre! Gib, Va⸗ ter, daß ich ſie mit Andacht flei⸗ ßig höre! O mache doch mein Herz von Vorurtheilen rein und — und laß 4. 2 mich y und hi mit fe Verleil kuſt un die We glaubt, Mel. d ge Hi rſchli 4 minel Kn st in u Thaten ſen in W e ſei im Himm 4l ect ſein Geh 36 w Welt uns in erneß; bwöhnen: ſii rgen, dem Hern allt; ahm hinauf m nen.= aber ſieht an ns 6 von uns liß ine 1.—= richt ab, be ir zu ern kommen. 5 NMoch an größen reuden unn, wann wirſt uns ag heinen? Gott acht Sart dem Sohnt dich, naa ſtillet Lid un Beine Wonne, wan En= uns nun da ochſte K zerfreut, OGet henk Sieß keben. Ml. mnanket Alle Gott M elobt ſeiſt d 0 Gott, für d 33hind. „daß Aemitändachtih mache dehi orurtheilen un 1 r orurthei 3 Nachtrag. und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen ſeyn! 2. Laß mich im Forſchen doch die Wahrheit nie verfeh⸗ len, und nie, was ſchaͤdlich iſt, fuͤr wahres Heil erwäahlen! O Höchſter, leite ſelbſt den forſchenden Verſtand: ſo wird, was du mich lehrſt, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thörigt iſt es doch, blos andern Menſchen glau⸗ ben! Das heißt ſich ſelbſt den Grund zur ew'gen Ruhe rau⸗ ben. Wer treulich hier dein Wort zu ſeiner Richtſchnur macht, dem gibt es Licht und Troſt auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falſchen Lehre; und hilf, daß ich dein Wort mit feſtem Glauben ehre! Verleih mir deinen Geiſt, der Luſt und Kräfte gibt, daß man die Wahrheit ſucht, prüft, glaubt, bewaͤhrt und übt! Mel. Auf, Chriſteumenſch! 7 08 H err, du biſt mei⸗ 2 ne Zuverſicht! Du lebſt: auch ich werd le⸗ ben! Du wirſt mir, was dein Wort verſpricht, Unſterblich⸗ keit, einſt geben. Dein Junger kommt nicht ins Gericht! Dieß ſtärket meine Zuverſicht. 2. Hier geh ich oftmals weinend hin, den Saamen auszuſtreuen: dort wird der herrlichſte Gewinn der Aern⸗ te mich erfreuen. Ich leide, doch verzag ich nicht: denn du biſt meine Zuverſicht! 505 3. Hier trag ich deine ſanfte Laſt. Wie groß iſt meine Würde! Jedoch die Welt, die ſie nicht faßt, nennt's fälſchlich ſchwere Bürde. Einſt trifft den Sün⸗ der dein Gericht, und dann ſiegt meine Zuverſicht! 4. Sink immer hin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Hier werd ich nur des Todes Raub; dort werd ich ewig leben. Wie ſtark iſt dieſes Troſts Gewicht! Wie ſicher meine Zuverſicht! 5. Herr, dieſen Segen dank ich dir. Mich aus der Gruft zu heben, gingſt du aus deinem Grab herfür. Du lebſt, und ich ſoll leben. Ich glaub' es dir und zweifle nicht: dein Wort iſt meine Zuverſicht. 6. In dieſem Glauben ſtärke mich! Laß mich den Troſt em⸗ pfinden, den großen Troſt, daß ich durch dich den Tod ſoll überwinden. Grab u. Verwe⸗ ſung ſchreckt mich nicht! denn du bleibſt meine Zuverſicht. Mel. Der unſre Menſchheit 709 Erbohter Jeſu! Gottes Sohn! der du ſchon längſt der Him⸗ mel Thron als Herrſcher eingenommen, du wirſt der⸗ einſt zu rechter Zeit, in gro⸗ ßer Kraft und Herrlichkeit, vom Himmel wiederkommen. Gib, daß dann froh und mit Vertraun dich, Herr, auch meine Augen ſchaun! 2. Wer faßt, o Heiland, jett deinem Thron, 506 jetzt die Pracht, die deinen Tag einſt herrlich macht? Wie groß wirſt du dich zeigen! Wann du auf lichten Wolken einſt mit deiner Engel Heer er⸗ ſcheinſt, die ſich vor dir, Herr, beugen; dann ſieht die Welt die Majeſtät, zu der dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tont dein Ruf in jedes Grab mit allmachts⸗ voller Kraft hinab, und ſchafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer, das große unzählbare Heer der Todten wiederge⸗ ben. Sie ſtehn durch dich, Herr! neu beſeelt, nun Alle auf und keiner fehlt. 4. Du ſammelſt ſie vor um jedem den beſtimmten Lohn nach ſeiner That zu geben. Dann trifft den Böſen Schmach und Pein; den Frommen aber führſt du ein in das verheißne Leben. Nun zeigt die That, Herr Jeſu Chriſt, daß du der Erde Richter biſt. 5. O gib, wann nun dein Tag erſcheint, daß ich in dir dann noch den Freund und Heiland wieder finde; daß ich mit Freuden vor dir ſteh', und mit dir in den Himmel geh', befreit von Fluch und Sünde! Laß mich im Glau⸗ ben ſtandhaft ſeyn; und auch die kleinſte Sünde ſcheun! 6. Dein Name ſei mir ewig werth und was dein Wort von mir begehrt, das Nachtrag. laß mich treulich uͤben Nie⸗ mals ermüde hier mein Geiſ, dich, den ſchon jetzt der Hin⸗ mel preiſt, aus aller Kraft zu lieben; ſo hab ich in der Ewigkeit auch Theil an dei⸗ ner Herrlichkeit. Mel. Befiehl du deine Wege 7 1 0 J denk an dein Gerichte, du Richter aller Welt! Der Thor nennts ein Gedichte, das Schwachen nur gefäͤllt! Mich ſoll ſein Wahn nicht ſtören, weil mich dein göttlich Licht und mein Gewiſſen lehren, du halteſt einſt Gericht. 2. Ich höre die Poſaunen, o Herr, im Geiſte ſchon; ich ſehe mit Erſtaunen dich auf dem Richterthron, um den die heilge Menge erhabner Engel ſteht. Welch herrliches Gepränge! Welch hohe Ma⸗ jeſtät! 3. Umſonſt ſucht nun der Süͤnder vor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle Menſchen⸗ kinder wirſt du zur Rechnung ziehn. Du rufſt, und ſie erſcheinen vor deinem Rich⸗ terthron; den Sundern und den Deinen gibſt du gerech⸗ ten Lohn. 4. Frohlockend ſehn die Frommen dein göttlich Ange⸗ ſicht; ſchon hier dem Fluch ent⸗ ronnen, zagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen; erlöſ't von aller Muͤh', ſehn ſie den Himmel offen, und du, Herr, ſegneſt ſie. 84 9 5. Wie 5. 1 ben, die höhnt, lich kel wöhnt! Knecht Pein; rechten nen Ri 7. hander verge mit E Thron mich d aller mich m deine Nel. 11 thue, Stimm AI deine Wen denk an de When 8 t derd 1t! Oer nts 1⁄ dichte, 3 ſwacht rgefällt! Mt ſein 2= niht ſör il nic üttlich ei d neiſ viſen lehra dalteſ 4 Gericht. 2. Ic= ddie Poſaunm den, i ds iſte ſchon; i he— dich au n Rich—on, um d 1 9 erhabne agelſih Felch hertiche Prun elch hohe Ma⸗ kat. 3 Un Nucht nun der under v ner Macht zu dn. Nuarle Menſchen⸗ der wi f zur Rechmung dn. 1. ſſſt, und ſ ſcheinet— deinem Rich e ern und in Deih bſt du gerech n Lod 4 3 ſehn d 4,7 en göttlich Ange tt; ſch dem Fluch en mer, z: are Seele nicht 74. c 1 n tril fatt ihr Hofin er Müh' ſeit 5. Wie angſtvoll aber be⸗ ben, die hier dein Wort ver⸗ höhnt, und durch ein fleiſch⸗ lich Leben das eitle Herz ver⸗ wöhnt! Du gibſt der Sünde Knechten ihr Theil in ew'ger Pein; und führeſt die Ge⸗ rechten zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jeſu, dein Gerich⸗ te mir ſtets vor Augen ſeyn, und drücke ſein Gewichte in mein Gewiſſen ein! Vor dir laß mich fromm wandeln, und hier zu aller Zeit, ſo wie ein Weiſer handeln, der ſei⸗ nen Richter ſcheut. 7. Iſt dann dein Tag vor⸗ handen; wird dieſe Welt vergehn: ſo hoff ich nicht mit Schanden vor deinem Thron zu ſtehn. Du ſtellſt mich dann zur Rechten, von aller Schuld befreit; führſt mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. Mel. Wer unr deu lieben Gott 711 Gete⸗ hilf mir, daß ich Buße thue, weil mich noch deine Stimme lockt. Bewahre mich vor falſcher Ruhe, da⸗ bei das Herz ſich leicht ver⸗ ſtockt, wenn du ſelbſt das Gewiſſen rührſt, und zum Gefühl der Sünden führſt. 2. Du willſt nach deiner großen Guͤte, nicht eines einz'gen Suͤnders Tod: drum weckſt du oftmals ſein Ge⸗ müthe, zu fühlen ſeine Sün⸗ dennoth. Wohl dem, der Nachtrag. 507 deine Stimme hört, und) red⸗ lich ſich zu dir bekehrt! 3. Den retteſt du vor dem Verderben, nimmſt ſeine Buße gnädig an: machſt ihn uu dei⸗ nem Kind und Erben, daß er frohlockend ruͤhmen kann: wie groß iſt Gottes Vaterhuld: er tilget meine Sündenſchuld! 4. Sollt' ich die Güte den verachten, die mir noch Kraft zur Beßrung reicht? Vom Troſte leer muß der ver⸗ ſchmachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem zuletzt, der frevelhaft gering ſie ſchaͤtzt. 5. So gib, daß deiner Gnadenlockung, o Gott, mein Herz ſtets offen ſey; damit mich ja nicht die Verſtockung, wenn ich mein Leben ohne Ren im Sündendienſte zugebracht, zu deinem Zorngefäße macht. 6. Sich beſſern iſt der Weg zum Leben: drum laß mich n der kurzen Friſt, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich ſo wichtig iſt, nur bafür ſorgen, daß mein Geiſt dem Suͤndenleben ſich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Sün⸗ dendienſt befreit, und leite mich ſelbſt auf dem Pfade der chriſtlichen Rechtſchaffen⸗ heit! Wie ſelig bin ich dann ſchon hier; wie glücklich keinſt, mein Gott, bei dir! In voriger Melodie. Wein Jerz, er⸗ 10 M in Derz, e 7 1 4 mumtre dich. zum † 11 1 8 3 1 * * 1 4 1 3 1 3 1 4 3 B ——— ——— 503 zum Preiſe des Gottes, der dein Vater iſt! Bedenke, auf wie viele Weiſe du ihm zum Dank verpflichtet biſt. Bring ihm, der ſtets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr, deine Hand iſt immer offen, zu geben, was mir nützlich iſt. Und doch bin ich oft ſchwach im Hof⸗ fen auf dich, der du die Lie⸗ be biſt. Mein Gott, wie wenig bin ichs werth, daß mir noch Huͤlfe widerfährt. 3. Unendlich groß iſt dein Erbarmen. Nur wohl zu thun biſt du gewohnt. Drum wird auch mir, mein Gott, mir Ar⸗ men, von dir nicht nach Ver⸗ dienſt gelohnt. Noch immer ſteht mir deine Treu' mit Se⸗ gen, Troſt und Hülfe bei. 4. Du biſt es, der in mei⸗ nen Sorgen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn ſie, noch für mich verborgen, nach meinem Wahn zu lang verweilt, ſo kommſt du, eh ich michs verſehn, und hilfſt mir und erhörſt mein Flehn. 5. Du wählſt und wirkeſt ſtets das Beſte. Und wenn auch meine Noth ſich häuft, ſo ſteht durch dich mein Wohl doch feſte. Wenn mich das Elend ganz ergreift, ſo legt ſich dein Erbarmen drein, mich vom Verderben zu befrein. 6. Du biſt mein Heil! Mein ganz Gemüthe iſt dei⸗ nes Ruhms, mein Retter, Nachtrag. voll. Q könnt ich deine große Güte doch ſo erheben, wie ich ſoll! Doch, meine Kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie ſchwach ich bin. 7. Und hätt ich auch viel tauſend Zungen, ſo würde deines Wohlthuns Preis nie würdig gnug von mir beſun⸗ gen, auch bei dem allergroß⸗ ten Fleiß. Denn mehr, Henn, als ich rühmen kann, hat deine Huld an mir gethan. 8. Jedoch du ſiehſt mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Redlichkeit; und ho⸗ reſt ſelbſt das ſchwache Lal⸗ len der Deinen mit Zufrie⸗ denheit; du hörſt es, wie ein Vater pflegt, der ſeinen Kinder Schwachheit traͤgt. 9. Drum ſoll mir deime Huld und Güte beſtändig, Gott, vor Augen ſeyn. Ih will mit redlichem Gemi⸗ the mein Leben deinem Lobe weihn, bis ich vollkommnet deinen Ruhm erheb' im hô hern Heiligthum. Mel. Herzliebſter Jeſu! 7 1 3 2ch will, mein Gott du König, dit lobſingen, und ewig Ehre deinem Namen bringen. Sii täglich, ewig ſei von mir erho⸗ ben! Dich will ich loben! 2. Der Herr iſt groß; wer b kann ihn g'nug erheben, wer kann mit ſeinem eifrigſten Beſtreben, wie groß er iſt⸗ begreifen und empfinden; wer Gott ergründen 1. 4 — 3.9 deſt du unſter unddeit ner Et 4 wie ſch groß Herr, preißi ben w 5. Ruh Welt v derhall heit, de Preis 6. 7 dulden herzig, ßer G Werke Wohlg & 1 4 Jl n h dein unß b ueben 4 1 V ſes Wr ns Prii n dig g on mir beſar⸗ auch em allergri leiß. 3 mehr, hen, ich vgrn kann, ſa ne 8— Sui gethan 8. IKuu ſiöhſt n — auch auf de erens hkeit; und ſo t ebſ ſthwücz da nder 1.n mit Juftt enheit; um hörſt es, m n Ve gt, der fein inder Sr cheit trägt 9. Dr moll mir dein uld. üte beſtändig hott, vo= ſen ſeyn. Ic ill nit ichem Gemü⸗ e mein*ea deinem Lobe eihn, dr vollkommner nen R arerheb im ho⸗ mn de 8* Nel. Sthſtet Jiſul — wu⸗ mein Gott 71 24 König, d 9 t 6 d ewig — bringen. E 1 ic, i zvon mir etht iſt groß; ne t 5 erbeben, u m. em eiftigſe cirebe z groß er i greifet d empfida er G uunden 4 8 3. Von unſern Vatern wur⸗ deſt du erhoben, dich werden unſrer Kinder Kinder loben, und deine Macht beſi ingen, dei⸗ ner Stärke preisvolle Werke. 4 Wie herrlich biſt du, Gott, wie ſchön und prächtig, wie groß in deinen Wundern, Herr, wie mächtig! Das preiß ich, daß dein Nam' erho⸗ ben werde, der ganzen Erde. 5. Daß deiner Wunder Ruhm umher erſchalle, die Welt von deinen Thaten wi⸗ derhalle, und deine Wahr⸗ heit, deine Huld beſinge, und Preis dir bringe. 6. Der Herr iſt mild, von duldendem Gemüthe, barm⸗ herzig, gnädig, und von gro⸗ ßer Güte; erbarmt ſich ſeiner Werke, hat an allen ſein Wohlgefallen. 7. Jehova, alle deine Werke ſollen dir jauchzend danken. Deine Frommen wollen aus allen ihren Kräften ſich be⸗ ſtreben, dich zu erheben! 8. Ja ewig will ich deinen Namen loben! Von allen Menſchen werde Gott erho⸗ ben! Was lebet, müſſe, Herr, zu allen Zeiten dein Lob ver⸗ breiten. Mel. Allein Gott in der Höh 71 4 S Stimmt unſerm Gott ein Lob⸗ lied an mit freudigem Gemü⸗ the; es rühm' und preiſe, wer da kann, den Geber aller Gü⸗ te! Er macht uns frei von al⸗ ler Noth; drum lobet ihn, Nachtrag. 509 drum lobet Gott, und danket ſeinem Namen! 2. Lobt Gott, und rühmet allezeit die großen Wunder⸗ werke: die Majeſtaͤt und Herr⸗ lichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweiſt in aller Welt, indem er alle Ding' erhält: drum danket ſeinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns er⸗ ſchaffen hat, der Seele, LeiLl und Leben aus väterlicher Huld und Gnad uns Allen hat gegeben; der uns durch ſeinen Engel ſchützt; der täglich ſchenket, was uns nützt; drum danket ſeinem Namen. 4. Lobt Gott! Er gibt uns ſeinen Sohn, der ſelbſt für uns geſtorben, der uns die ew'ge Lebenskron' durch ſei⸗ nen Tod erworben, der Frie⸗ den hat mit Gott gemacht, und ſeinen ganzen Rath voll⸗ bracht: drum danket ſeinem Namen. 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geiſt den Glauben angezündet, und ſeinen Bei⸗ ſtand uns verheißt, wenn er uns treu erfindet; der uns ſtets durch ſein Wort regiert, und auf den Weg des Lebens führt: drum danket ſeinem Namen.* 6. Lobt Gott: er hat dies gute Werk ſelbſt in uns an⸗ gefangen, vollbringt es auch, gibt Kraft und Stärk', das Kleinod zu erlangen, das er am Ziel uns vorgeſtellt, und das 510 Nach das den Himmel in ſich hält: drum danket ſeinem Namen. 7. Lobt Gott: ihr ſtarken Seraphim, ihr Engel und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', die hier auf Erden wohnen Lobt Gott, und preiſ't ihn früh und ſpat; ja Alles, was nur Odem hat, das danke ſeinem Namen! In eigener Melodie. 7 1 5 Habe acht auf mich in aller Noth, o großer Gott, Herr aller Her⸗ ren, wann Satans Wuth die Höllenrott, den Rachen gegen mich aufſperren, wann ſie mich ſuchen zu verſchlingen und in die höchſte Noth zu bringen, ſo bitt' ich dich herz⸗ inniglich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 2. Hab' acht auf mich! wann mich die Sünd' will von dem höchſten Gut abwenden, ſo halte mich, Herr, als dein Kind, mit deinen treuen Va⸗ tershänden; bleibſt du mir ſtets in den Gedanken; laß mich von deinem Wort nicht wanken; wann Sünden in mir regen ſich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 10 3. Hab' acht auf mich, wanns gehet wobl, wann mir die Glückesſonn' will ſcheinen, die mein? Seel' macht freu⸗ denvoll, daß ſie nichts wiſſen mag von Weinen, daß ich dem blinden Glück nicht traue, vielmehr auf deine Güte trag. rad wendet ſich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 4. Hab' acht auf mich, und ſteh mir bei, wann mir das Unglück brauſ't entgegen, daß ich nicht zu verzaget ſey, und weichen mög' von deinen We⸗ gen, die mir zu wandeln ſind befohlen; und wann mir auch des Kreuzes Kohlen, mein Herze brennen bitter⸗ lich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 5. Hab' acht auf mich, wann ich geſund, wann ich empfi⸗ de keine Schmerzen; wann keine Klag'in meinem Mund, noch Trauren iſt in meinem Herzen; damit ich bei geſun⸗ dem Leibe dir dankbar und gehorſam bleibe; auf daß ich nie vergeſſe dich, mein Ja⸗ ter, ſo hab' acht auf mich. 6. Hab' acht auf mich, auch wann ich krank, wann die Ge⸗ ſundheit will verſchwinden, daß ich geduldig und mi Dank annehm' die Arzene der Sünden; laß mich nicht ungeduldig werden, und den⸗ ke, daß ich Staub und Erden; auch wann die Schmerzet mehren ſich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 7. Hab endlich dann auch acht auf mich, wann ich der Welt Valet ſoll geben, daß ich im Glauben halte dich, bis ſchaue: weil oft das Glüͤcks⸗ ee ich komm in ein ander Leben, daß mir das frohe Glaubens⸗ ende ertheilet werd' in deiße Haͤnde: Hande: ewiglich acht aut § Äcg aus der jingſter Tag, d 'n. %44 Ac) Got . Ach hier Ach?† ch könn uma Ach welch les iſ Alle 3 gegen Allgürige 1 Alllieben Allmaͤcht Allmaͤcht Am Kre Aabetung A zaget ſey, und Ry, den echon deinen W⸗ di e zu wanden bef; und wan nuchSreuzes Koßlen De rennen bitten nater, ſo hab 38 7 ſo Hat„ Jauf mich, wann geſitt umich empfin⸗ keins nerzen; wam eKlſt meinem Mun The iſt in meinen gen; mt ich bei geſw mLe r dankbar ud erjat be; auf daßi ver ſyich, mein J „ſo Mict auf mich. 1 d= tauf mich, auch mn it da wann die Ge⸗ heit unn verſchwinden, ich s dig und mit tan dee Arenei 3—₰ laß mihi du eerden, und del 9 5 aub und Erden b n die Schmern 4 A mein Vater, mich. V Hände: daß ich bei dir leb' ewiglich, mein Vater, ſo hab' acht auf mich. 8. Ach! laß mich doch nicht aus der Acht, wann uns dein jüngſter Tag erſcheinet; der Tag, da vor Gericht wird Nachtrag. 511 bracht auch das, ſo man hie nicht gemeinet; laß mich zu deiner Rechten ſtehn, und zu des Lammes Hochzeit gehn: mein Jeſu, dann hab' acht auf mich, ſo will ich ewig preiſen dich. 4 3-G·E+⁸8. O·88⁸ε433·O·KE24.· O·gE23· G··*ss· O·x·47s· O· Ex·z4 Regiſter. A Seite Ich bleib mit deiner 150 Ach endlich, Dulder, 221 Ach Gott, verlaß mich n. 289 Ach Gott, wie mancher 218 Ach hier nicht mehr, ach 489 Ach könnt ich doch mit 475 Ach ſieh ihn dulden, bl. 115 Ach welch ein Kampf in 59 Allein Gott in der Höh 27 Alle Menſchen müſſen 193 Allen Chriſten und auch 359 Aller meiner Brüder 364 Aller Welten Herrſcher, 27 Alles haſt du mir gegeb. 302 Alles iſt an deinem Seg. 40 Allgegenwärtiger! ich b. 13 Allgüriger, dir will ich 437 Allliebender, du ſchufſt 363 Allmächtiger, ich hebe 423 Allmächtig großer Gott 48 Am Kreuz erblaßt 121 Anbetung ſei dir Gott 132 Seite Anbetungswürdger G. 6 An deine Leiden denken 96 An dich, mein Gott, ge. 266 Auch außer meinem 467 Auf,Chriſten, bringet Pr. 304 Auf, Chriſten, laßt uns 63 Auf dich, Erlöſer, ſtets 234 Auf Erden Wahrheit 86 Auferſtehn, ja auferſtehn 188 Auf, freue dich mein Geiſt 62 Auf Gott nur will ich 399 Auf Gott und nicht auf 274 Auf, Jeſu Jünger, fr. 132 Auf, meine Seele, auf 123 Auf, o Seele, ſey noch m. 432 Auf, ſchicke dich, recht f. 78 Aus des Grabes Banden 125 B ald iſt ſie nun vollend. 480 Bald leg ich Sorg und 478 Bald oder ſpät des T. 241 Barmherzigen, erhöre 476 Be⸗ 1 Seite Beſiehl du deine Wege 276 Beglücke meine Reiſe 467 Begluͤckt, beglückt iſt, w. 241 Begrabt den Leib in ſeine 491 Bekenner Jeſu, werdet 102 Berufen haſt du mich 399 Beſitz ich nur ein ruhiges 341 Beſter, weiſeſter Regier. 42 Bewaffnete, der Krieger 414 Bewahre meinen Mund 264 Bilden ſall ich mich auf 212 Bis der Tod ihm winkt 344 Blick hin in die vergang. 338 Bringt Preis und Ruhm 124 Chrit, aus deinem H. 351 Chriſte, du Sohn Gottes 103 Chriſt, eile nie mit ſich. 162 Chriſtus, der iſt mein L. 481 Chriſt, wann dich Truͤb. 282 Dant und Anbetung B8 Dank, Vater, dir, der 476 Das Amt der Lehrer, H. 402 Das Grab iſt tief und 495 Das Land, das Gott mir 410 Daß ich der Tugend Hoh 232 Daß unſer Gott uns L. 345 Daſtehen wir, die Dei. 494 Dein bin ich Gott, dein 45 Deines Gottes freue 272 Dein Heil, o Chriſt, n. 289 Dein Volk, o Herr, ſingt 149 Dein Wille iſts, o Gott 317 Dein Wort, o Höchſter, 140 Dem ganzen Erdkreis iſt 82 Dem großen Vater weih: 83 Demuthsvoll komm ich 2 Dem Wandrer gleich, d. 386 Den größten Sterbend. 110 Der am Kreuz iſt meine 112 Der du den Menſchen ſ. 454 ——— Regiſter. „Seite Der du ſelbſt die Wahr. 144 Der du ſtets unſre Zufl. 3 Der du uns als Vater 135 Der du uns das Heil er. 73 Der du voll Blut und 114 Der du von Jugend auf 305 Der Eheſtand ſoll heilig 389 Der Erde Reize ſind ern. 436 Der Freuden Quell iſt 2 Der Heiland kommt, l. 7½ Der Herr iſt Gott und 4 Der Herr iſt meine 277 Der Herrſcher aller L. 104¼ Der hohe Himmel dunk. 445 Der Lenz erfreuet, was 187 Der Mächtige, der H. 456 Der Mond iſt aufgeg. 43 Der Morgen kommt u. 43 Der Tag iſt wieder hin 428 Der weiſe Schöpfer d. 448 Der Wolluſt Reiz zu 34 Des Leibes warten und Des neuen Jahres er. Dich bet ich an, erſtand. Dich kennen, Gott, iſt Dich ſeh ich wieder, — 8 Die auf der Erde wal. 173 Die Erd iſt Jeſu 5 Die hier vor deinem 40 Die Himmel ruͤhmen Die Kinder, deren wir Ies Dies iſt der Tag, den 8 Die ſtillen Abendſtund. 4 Die Thiere, deren Herr 44 Die Zunge, die vernehm. 4 Dir dank ich fur mein 45 ——y — Dn neeeee Dir ergeb ich mich 20 Dir, Gott, der ſo gern 154 Dir Gott ſei Preis u. 4 Dir immer ähnlicher zu M Dir trau ich Gott und 24 f F; lieb Durch d Durch d du ſag Dn ſche Du Va Du ver Du wer Du, we Du wir Du wo E. Eim⸗ Ein En 9 in mi Ein pi t* 2 er he 11 komnt,1. 1 er He is Gott und e Hef meine er 4 raller L. 1 der mel dunk 4 der euet, was 19 der Ie, derh. 4 der Mſt aufgeg. 49 l l 1 der Ir wieder hin 1i 2 des= warten und Il des 1= Jahres er. 41 dich Hirn an,erſtand. 10 ich ſun wieder, 4 ¹ eau uo Erde wal. 171 eEG Rſu 5. ee hir t deinem 40 ie ſt al rüͤhmen ¹ ie= deren wit 3 ies ☛ Tag, den 1 e ir Slbendſtund. ſe Ire deren Herr 3 u die vernehn. rd 2) fur mein —— ———— — 4 —— J- — 8 —,— —4 8₰ — 1 — — — — — ₰ — — —ε — — — Du, Gott, du biſt der Reg i ſter. b Seite Seite Dir, unſer Gott, iſt 36 Ein ruhiges Gewiſſen 380 Dir zu leben, dir zu 174 Einſam bin ich; tiefe 434 Du aller Menſchen V. 366 Du beſter aller Menſch. 116 Du beſter Troſt der A. 464 Du biſts, dem Ehr und 300 Du, deines Vaters 237 Du denkeſt in der tief. 111 Du, der kein Böſes thut 51 Du, der ſich einſt voll 101 Du, der ſo gern begl. 342 Du, deſſen Augen floſſen 112 Du, deß ſich alle Himmel 296 Du gabſt mir Ew'ger 335 Du, Gott, biſt über Al. 270 447 Du haſt es mir gegeben 466 Du haſt uns, Herr, die 328 Du, Herr, haſt aus 159 Du, Herr und Vater 482 Du, Herr von meinem 458 Du kamſt herab zum 68 Du klagſt und fühleſt 339 Du läßt den Tag mich 453 Du liebſt, o Gott, G. 363 Durch dich, Gott, bin 398 Durch dich, o großer 301 Du ſagſt, ich bin ein 242 Du ſchauſt, mein Sch. 264 Du Vater deiner Men. 368 Du vertheilſt der Men. 397 Du weiſer Schöpfer 16 Du, welchen keine Welt 468 Du wirſt, o Vater, fuͤr 176 Du wollſt erhören, G, 485 Ehre ſei Gott in der H. 74 Ein' feſte Burg iſt 149 Ein Gott regiert, was 287 Ein Herz, o Gott, in L. 349 Ein milder Regen ſinket 444 Ein Pilgrim bin ich in 194 Eins iſt Noth! Und, H., 2311 Einſt, als im Angſtgeb. 1022] Einſt, freuet euch, einſt 200 Empfinde deinen hohen 206 Entehre nicht, mein H. 333] Entfernet euch, unſel'ge 370 Entreiße dich, mein G. 88 Entſchwinge dich, mein 284 Erdentöchter, Erdenſ. 498 Erfreue dich des Heils, 82 Erfülle redlich deine P. 283 Erhabner Gott, was r. 8 Erhalt uns, Herr, bei 148 Erhalt uns, Herr, die 298 Erhebt den Herrn, ihr 65 Erhöhter Jeſu, Gottes 505 Erinnre dich, mein G. 126 Er iſt erſtanden, Jeſus 127 Er iſt gekommen, er 74 Erlöſer, der im Staube 103 Ermüdet von den S. 429 Erſcheine meinem Geiſt u9 Er ſtarb, der größte Fr. 116 Ertöne, feiernder Geſ. 308 Ertönt ihr Freudenl. 444 Es baut, o Gott, auf 441 Es eilt der letzte von 336 Es freu der Fürſt des 298 Es ging ein Mann voll 84 Es hebt ſich auf der A. 210 Es herrſcht ein Gott, d. 280 Es iſt dein Wille, Herr 472 Es iſt nicht mehr, fuͤr 489 Es iſt noch eine Ruh v. 195 Es iſt nur Einer Herr 5 Es iſt vollbracht, ſo r. 119 Es lebt ein Gott, der 23 Es preiſe Gott, wer J. 236 Es werde Gott von dir 46 Es zieht, o Gott, ein K. 461 K f Es Seite Es züchtigt deine Hand 459 Ewig, ewig bin ich dein 157 Ewig, o Jeſu, wird dein 151 Ewig, und unwandelbar 448 (hallet nieder, fallet 302 Ferne ſei der Irrthum 207 Feſt ſteht deiin Bund 452 Frohlockend, Vater, w. 426 Frohlockt, ihr Chriſten 127 Früh, mit umwölktem 439 Führer zur Vollkommen. 85 Für alle Menſchen beten 299 Für deinen Himmel 488 Fürwahr, du biſt, o G. 38 eärntet iſt der Felder 438 Gedanke, der uns Leben 61 Geht hin, der Gott der 300 Geiſt vom Vater und 136 Gelobt ſeiſt du, o Gott 505 Gerechter Gott, vor d. 18 Gern will ich mich erg. 175 Geweihter Ort, wo S. 499 Geweiht zum Chriſtenth. 155 Gewöhne dich durch W. 413 Gib, Gott, wenn ich d. 315 Gib, Höchſter daß ich 415 Gib mir, o Gott, ein 361 Gott, aus deinen Schöp. 31 Gott, deine Gnade ſei 79 Gott, deine Güte, deine 43 Gott, deine Güte reicht 295 Gott, deinen heiligen 270 Gott, deinen weiſen W. 398 Gott, deine weiſe Macht 41 Gott, der an allen End. 38 Gott, der du die Menſchh 370 Gott, der du für uns 66 Gott, der du Herzensk. 265 Gott, der du Schmerz u. 471 Regiſter. Seite Gott, der du unſre Zufl. 221 Gott der Liebe, wie er. 257 Gott der Tage, Gott d. 477 Gott, der zum Segen f. 411 Gott des Himmels u. 421 Gott, deſſen Macht des 405 Gott, dir gefäallt kein 243 Gott, dir vertraun iſt 2814 Gott, du biſt von Ewig. 10 Gott, du erforſcheſt mich 200 V Gott, durch den wir ſind 144 Gottes Gnude ſei mit 407 Gottes Sohn iſt kom. 8 Gott, heilig ſei dein N. 143 Gott, hilf mir, daß ich 507 Gott, ich will mich e. 24 Gott, immer groß an 345 Gott iſt die Liebe, Gott A Gott iſt getreu, ſein H. A Gott iſt mein Hort u. 18 Gott iſt mein Lied, er 4 Gott iſts, der das Ver. 39 Gott, lehre mich verſt. Al Göttlicher, dich zu erh. WW. Gott, mein Vater, D. 39 Gott, mit allen ſeinen F. 49 Gott, öffne deinen Him. 483 Gott ruft der Sonn u. 48 Gott, Schöpfer, St. 300 Gott ſei Dank, ich lebe 4 Gott ſei Dank in aller 0 Gott ſorgt für uns. O 1. Gott von großer Macht A Gott, vor deſſen Angeſ. 11 Gott, wann mein ſterb. 4 Gott, welch ein Schm. 49 Gott, wie ſchrecklich ſind 58 Großer Gott, erhabnes 55 Groß iſt der Herr, die 35=0 Groß iſt, ihr Aeltern, 392 ünders 193 Groß wird des Sün Hah ab Habe dei Habe dei Halleluje Halte di Haſt du Heiland Heiland Heiland Heil die Heil ger Heilig, Heil ihn Herr, d Herr, d Herr, d Herr, Herr, Herr, Herr, Herr, Herr, Herr, d Herr, d Herr Go Her G Herr G Herr C Herr, Herr„ err, i 8 ett, Herrüid Herrli Herr„ Hen, Herr, Herr, Hen, — — —— g — — — — ——— tt, du an wir ſind 1 ttes umn ſei mit A te e iſ kom. tt, dein N. §n him, daß ich 3 ott iſt= Hort u. 1. uctt iſ? a Lid, er oitt iſt ott, lücch verſt. M ottlich— ch zu erh. M 4 ott iſtt au, ſein H. 1 1 1 ott, mrater, D. 300 ott, m icg tſeinen F. 440 ett, öf u Zinen him. 483 ztt ruf aG Sonn u. 44 tt,& s er, St. 300 att ſe ek, ich lebe M ott t in aller ſott ſg ir 9 3 1 ott vi e Fer Macht I ott,* ſen Angeſ. 1 dtt, iramein ſterb. att in Schm. att, 15 arecklich ſind roßer 2 e erhabnes oß i Herr, die oß i Aeltern, 1 1 E Jes Sünder —— —— ——= —2 das Vet. M H Seite ab' acht auf mich 510 Habe deine Luſt am 273 Habe deine Luſt, o J. 455 Hallelujah, bringet Ehre 303 Halte dich mit hoher L. 304 Haſt du denn ganz dein 462 Heiland, deine Menſch. 88 Heiland, den uns Gott 66 Heiland, groß an Huld 169 Heil dir, Seele, Gott 483 Heil'ger Geiſt, von Gott 136 Heilig, heilig iſt das 358 Heil ihm, dem Todes. 121 Herr, deine Allmacht 13 Herr, deine Kirche dan. 151 Herr, deine Sanftmuth 371 Herr, dein Geſetz und 146 Herr, der du alles g. Herr, der du dein th. Herr, der du mir das Herr, der du ſelbſt die 155 Herr, du biſt meine Z. 505 Herr, du erforſcheſt m. 14 Herr, du fahrſt mit 129 Herr, du wollſt ſie 167 Herr Gott, dich loben w. 306 Herr Gott, dich lob.(b) 307 Herr Gott, du biſt die 11 Herr Gott, was irdiſch 408 Herr, höre mein Gebet 245 Herr, ich bin dein Eig. 192 Herr, ich hab aus deiner. 177 Herr, laß mich doch g. 331 Herr, lehre mich den w. 50 Herrlich iſts an Freund. 417 Herrlich iſts in deinem 154 Herr, mache meine S. 280 Herr, meiner Seele g. 318 Herr, mein Licht, erl. 141 Herr, mein Verſöhner, 372 Herr, ſtärke mich, dein 94 170 430 Regiſter. Hier iſt noch unſre P. Seite Herr und Richter aller 191 Herr, unſer Gott, wer 29 Herr, vor deinem Ang. 2 Herr, welch ein wichtig 391 Herr, wie lange muß 246 Herr, wir feiern dein 166 Herr, wir ſingen dei. 60 Herr, wir ſtehen hier 155 Hier bin ich, Jeſu, zu 159 3¹9 Hier lieg ich, Herr, in 470 Hilf mir, Gott, der K. 470 Höchſter, denk ich an 208 Höchſter Gott, wir d. 3 Höchſter, wer iſt's, der 7 Höher hebt ſich Gottes 435 Huldigt Gott, ihr froh. 25 315 C Jauchzt unſerm Gott, 21 Ich bebe nicht vor Tod u. 185 Ich bin der reichſte M. 332 Ich bin ein Chriſt, Gott 247 Ich bin getauft auf d. 155 Ich bin getauft nach J. 156 Ich bin in meinem G. 340 Ich bin, o Gott, dein E 49 Ich bin zur Ewigkeit g. 186 Ich blick empor zu dir 213 Ich denk an dein Gericht 506 Ich eile meiner Heimath 479 Ich erbebe mein G. 212 Ich faſſe, Vater, deine 480 Ich freue mich mein G. 273 Ich geh einſt ohne Beben 181 Ich habe, Gott, mir e. 246 Ich hab' in guten St. 347 Ich hoff ein ew'ges Le. 196 Ich komme, Herr, und 160 Ich komme vor dein 290 Ich preiſe dich, o Herr, 161 Ich ſeh im Abendrothe 433 Ich Seite Ich ſterbe ſchon, jedoch 484 Ich trete vor dein Angeſ. 456 Ich weiß, an wen mein 224 Ich will dem Herrn zu j. 464 Ich will den Bund mit 165 Ich will dich noch im 177 Ich will in ſtiller Einſ. 456 Ich will, mein Gott, du 508 Jeſu, deine tiefe Wund. 99 Jeſu, meine Freude 233 Jeſu, meines Lebens L. 95 Jeſum ewig zu verehren, 231 Jeſus lebt, mit ihm 122 Jeſus, meine Zuverſicht 185 Im Frühling meiner J. 400 Immer näher kommt 189 Immer ſich beſtreben 85 In allen meinen Thaten 36 In Gottes Namen fang 425 In Trübſal, Chriſt, ſei 348 In unſerm Kummer 468 Iſt Gott für mich, ſo 222 ein Lehrer iſt dir, J. 89 Kein Menſch, o Gott, iſt 52 Kinder, die ihr noch im 395 Komm betend oft und 291 Komm, o komm du G. Kommt, die ihr nicht 90 Kommt, kommt den H. 37 Kommt, laßt uns Gott Kommt mit Dank vor 62 Kommt und laßt uns 2 Las deinen Geiſt mich 97 Laß doch, o Jeſu, laß 152 Laß Herr, nach eitlen 334 Laß mich doch nicht, o 332 Laß mich, Höchſter, d. 374 Laß mich, o Herr, in 249 Laß mir die Feier deiner 94 Regiſter. „Seite Laßt dankbar uns die L. 400 Laßt das Vollendungsf. 130 Laßt dem Tode ſeinen 493 Laßt uns mit ehrfurchtsv. 76 Laßt uns unſerm Gott 77 Lehre mich, Herr, recht 320 Lieblich ſind der Tugend 384 Liebſter Jeſu, wir ſind 1 Lob, Ehr' und Dank ſei 465 Lob, Ehr' und Preis 300 Lobet ben Herren 300 Lob, Preis und Ehre br. 1 Lob ſei Gott, der den F. 435 Lob ſei Gott, der den M. 42 Lobſinge meine Seele 18 Lobſinget Gott! Dank 22 Lobſinget Gott, denn ſ. 15 Lobſinget Gott, er ſchuf 3) Lobt Gott, ihr Chriſten 7 ache dich, mein Geiſt 30 Mein Auge ſieht, o Gott 4 Mein beſter Troſt in Ie Meine Kinder, Gott bef. 30 Meine Lebenszeit ver. 170 Meinen Jeſum laß ich A Mein Erlöſer, auch für 06 Mein Erlöſer, der du 176 Mein Erlöſer, Gottes V Mein erſt Geſchäft 402 b Meines Herzens reinſte 223 Mein ganzer Geiſt, G. 19 Mein Glaub iſt meines 385 Mein Gott, ach lehre 240 —= Mein Gott, du wohneſt 15 V Mein Gott, ich weiß 175 Mein Gott, zu dem ich 21 Mein Heiland, deine 3 I Mein Heiland lebt und zi Mein Herz ermuntre d. 50 b in Herr V. 244 Mein Herz, Gott, Men Mein Mein9 Mein k Mein E Mein ¹ Menſch Menſch Mich Mirn Mit E Mit F Mit fr Mit lal Mittler Mit w Mit w a Nach Nach Nach! Nach Nach! Nahet Naht d Naht Nicht, Nicht, Nicht Nicht Nicht Nichts Nicht; d ſei(A er den F. d ſei C Zder den MN. 40 ſinge au n Serle Il öbſinge et! Dank 'bſirge, denn ſ. ſi vſinge—:t, er ſchuf d bt Got„Chriſten 1 acht r imein Geiſt 3ll dein Aht aht, o Gott dein be u roſt in M leine l☚☚ Gott bef, 304 keine aSeit ver. 179 einen u laß ich A4 ein Er amhauch für 96 ein G gpeder du 15 lin E Gottes 0 dein ei) chäft 40 deines= us reinſte u dein„„Heiſ, G. 19 Lein Seite Mein Hort iſt Gott, 282 Mein Jeſu, für dein 108 Mein Leben ſteht in G. 178 Mein Schöpfer, deſſen 251 Mein Vater und mein 251 Menſchenfreund, nach 360 Menſchen weiſ' und gut 391 Miich ſelbſt muß ich bez. 322 Mir nach, ſpricht Ch. 236 Mit Ernſt, o Menſchenk. 71 Mit Freuden laßt uns 451 Mit frohlockendem G. 67 Mit lautem Schall fr. 504 Mittler, ſchau auf ſie 405 Mit welchem Dank 477 Mit welcher Langmuth 26 Nach einer Prüfung 197 Nach einer ſchmerzenv. 473 Nach frommer Eintracht 370 Nach Gottes weisheitsv. 410 Nach Jeſu Weisheitsl. 365 Nach meiner Seelen Sel. 318 Nahet anbetend dem 463 Naht dem Altare, Unſt. 158 Naht mit Andacht im G. 162 Nicht auf den Höhn, 341 Nicht, daß ichs ſchon 252 Nicht für der Felder 439 Nicht lang ein Pilger 483 Nicht mehr, als meine 471 Nichts iſt von ungefähr 35 Nicht um ein flüchtig 136 Nicht um Reichthum 296 Nie biſt du, Höchſter, 12 Nie will ich wieder fluch. 373 Nimm unſre Dankgef. 63 Noch immer wechſeln 41 Noch laäßt der Herr 424 Noch leb ich. Ob ich m. 184 Noch nie haſt du dein 18 Regiſter. 4— Seite Noch ſtehen wir, o Gott 404 Nun bitten wir den h. 133 Nun bringen wir den 490 Nun danket Alle Gott 30 3]⁰ Nimm hin den Dank für 1600] Nun iſt das alte Jahr 450 Nun laßt uns Alle fröhl. 64 Nun ſinkt die Sonne nie. 427 Nur kurz iſt hier mein 172. O. blickt hinauf zur E. 375 Ob wir ſind, wie wir 376 O Durſt nach Blut! o 105 Oft klagt dein Herz, w. 254 O Golgatha, zu deinen 118 O Gott, den alle Weſen 312 O Gott, der du mein 260 O Gott des Himmels 34 O Gott, deß ſtarke H. 23 O Gott, du biſt mein 2 O Gott, du frommer 253h O großer Gott, du rein. 137 O Heiland, deſſen hohen 170 O heil'ger Geiſt, kehr 135 O Herr mein Gott, d. 356 O Kinder, dieſer Tag d. 407⁰ O könnt ich dich, mein 312 O Menſchenfreund, m. 171 O ſelig, wer zufrieden 388 O ſtimm auch du mit 76 O welch ein Glück, ein 47 O welch ein Segen iſt ein 417 O welch ein unſchätzb. 380 O Welt, ſieh hier dein L. 113 O wie ſelig ſeid ihr 501 O wie ſanft iſt, Herr, 56 O wie unausſprechlich 199 Prei, Ehriſten, mit 443 Preis und Anbetung 310 Red⸗ Saff, ſhaffet M. Regiſter. Seite Ralichkeit mit dir im 376 Religion, von Gott gege. 139 Richte nicht mit harter 365 Ruhet wohl, ihr Todt. 493 Ruhig iſt des Todes S. 495 Sae deine Thränenſ. 346 Sanft, o Chriſt, iſt Jeſu 239 Sanft, wie er gewandelt 499 215 Scheint mir freudenleer 340 Schicke dich, erlößte S. 164 Schmerz und Klage füllt 444 Schon auf Erden koöͤnn. 87 Schon iſt der Tag von 191 Schön iſt die Tugend, 256 Schon naht ſich meines 479 Schon wieder Nacht 474 Schöpfer der erſchaffn. 311 Schöpfer, Gott, Herr 1 Schütze die Deinen, d. 153 Schweiget bange Zw. 227 Schwer liegt der Trenn. 501 Schwingt, heilige G. 6 Seht, Chriſten ſehet J. 119 Seht, welch ein Menſch 106 Sei, aller Wolluſt Reitz 324 Seid barmherzig, M. 366 Sei geſegnet, Amen, A. 486 Sei getreu in deinem 405 Sei Gott getreu, halt 271 Sei hoch geprieſen, H. 98 Sei mir gegrüßt zu m. 427 Sei zufrieden, mein G. 39 Selig, Jeſu, ſind, die 189 Selig ſind des Himmels 181 Selig ſind, die in dem 481 Selig, wer mit ſtillem 278. Senkt den Leichnam, 492 Senkt unn den Leib in 492 „ Seite Sieh dieſe jungen Seel. 405 Sink ich einſt in jenen 432 So fliehen unſre Tage 430 So gib denn, fromme 494 So hoff ich denn mit 22 So jemand ſpricht: ich 362 So iſt mit aller ſeiner 475 Soll dein verderbtes 141 Sollt es gleich bisweilen 352 Sollt ich jetzt noch, da 238 Sollt ich meinen Gott 283 So ſchlummerſt du in 120 So wahr ich lebe, ſpricht 21 So weit, Herr, deine 14 So weit nur Menſchen 498 So, wie du biſt, ſo 11 Standhaft ſei, o Gott, 35 Stimmt unſerm Gott 509 Stärke, Mittler, ſtaͤrke 404 Stets warſt du meine 451 Still erheben wir unſ. 406 Sünde iſt nie klein zu ³ Theuer ſei mir allezeit 8 Triumpf! Triumpf! u. 5306 U aller Himmel 131 Um Erbarmen flehen 461 Um Gnade für die S. 117 Unerforſchlich ſei mir 46 Unſchuldigſter du hatt. 103 Unſer Gott der Herr d. 60 Unſer Gott iſt groß und 33 Unſer Wandel iſt im H. 322 Unſre Kindheit, unſre 54 Uns ſtrömt aus deiner 330 Unſterblichkeit, Unſterbl. 200 Unter manchen bangen 485 Unumſchränkte Liebe! 502 orbrmalich ſchn. 450 Unwiederbringlich ſch atat ——ͤͤ Va Pater, Verbitte Vereini Vergelt Verſan Verſche Vertra Verzei Viele; Vollbra Voll D Vollend Vollend Voller Vom( Vom Von di Von F Von he Von d Von d 3 a duu Warup Waru 4 arun Was V Was Was Was: Was i 4 3 n ijen eea 4 fie in jenen 4 b 15 Tage 4 na fromme 4* en mit uhf hin ickt: ich 3h 1 n er ſeiner g l dei erbtes 8 3 n bisweilen ö tichſ eoch, da p lt ich Fan Gott h ſchlut g n. du in 100 Bwatt dee ſpricht 2l weit,. dene 4 weit rankerſchen 49 6,wieſ, ſo l tandhaſſ Po Gott, M iumt u Gott äh ärke, P r, ſtärke g. ets we It meine 451 il erde ua vir unſ. 40 inde i kin zu 3— „ umpf e npf u. 50 ber a! zimmel 131 Erde da ſlehen 161 Gnd die S. ll erforſt de jſei mt chrldd Du hatt. 10 er G herr d. I erblit 1nc bangen i nſch eiebe! 13 ideſe li ſu Von dir, du Gott der Von dir, Gott, ſind der 388 beuer zr allezeit Regiſter. Seite Seite V. Was iſt mein zeitlich 326 DOater, den uns Jeſus 297 Vater, heilig möcht ich 53 Verbittre dir dein Leben 373 Vereinigt laßt uns Gut. 361 W Vergelten wirſt du den. 203 Verſammelt hatte Jeſus 157 Verſchwunden iſt der E. 440 Vertrauen iſt der Chr. 275 Verzeih der tiefen Trau. 496 Viele Freuden ſtreuſt du 343 Vollbracht iſt nun die 171 Voll Dank an dieſem 420 Vollendet freudig euren 201 Vollendet hatte Gottes 133 Voller Ehrfurcht, Dank 163 Vom Geräuſch der Welt 381 Vom Grab an dem wir 81 Vom Todesthal hinauf 129 Von allen Himmeln tönt 306 Von deiner Weish. G. 419 Von dir der meine 377 390 378 109 408 139 148 262 Von dir in dieſe Welt Von Furcht dahin ger. Von heiligem Gefühl Von Herzen preiſ' ich Von dir, Herr, denken Von dir, o Gott, ſich ach auf, mein Herz 425 Wann wir unſern Lauf 45 Warum erbebſt du, mei. 188 Warum ſollt ich mich 353 Warum willſt du doch 284 Was Gott thut das iſt 354 Was hilft es mir, ein 257 Was ich nur Gutes habe 313 Was iſt im Himmel 261 Was iſt mein Leben 355 Was iſt's, daß ich mich 356 Was mein Gott will 355 Was ſoll ich ängſtlich 285 as ſorgſt du ängſtlich 182 Was wär ich ohne dich 225 Was zagſt du? Gott 286 Weicht, ihr Berge, fallt 19 Weit um mich her iſt all. 437 Welch hohes Beiſpiel g. 240 Welch hohes Vorrecht 2922 Welterlöſer, dich zu lieb. 35] Wenn Chriſtus ſeine 153⁰% Wenn der Stifter der 407 Wenn Geſchwiſter from. 306 Wenn gleich aus tiefer 357 Wenn ich auf Gottes W. 190 Wenn ich ein gut Gew. 382 Wenn ich einſt von jen. 426 Wenn ich, o Schöpfer, 32 Wenn meine Zeit vorh. 181 Wenn Menſchen ſterben, 401 Wenn mich die Suͤnd. 100 Wenn oft zu jener S. 201 Wenn ſich mein Geiſt, 22 Wenn mir in höchſten N. 460 Wenn zur Erfuͤllung dei. 268 Wenn wird, o Gott, die 382 Wer auf ſeinen Gott v. 278 Wer bin ich? welche w. 316 Wer dieſer Erd. G. 368 Wer gehorcht, der thu's 412 Wer, Gott bei deinem 2566 Wer Gottes Wege geht 2120 Wer Gottes Wort n. 228 Wer hat den Glauben 207 Wer höher durch Geburt 412 Wer Jeſum kennt, ver. 205 Wer kann die Leiden f. 103 Wer könnte zweifeln, d. 4 Wer machte dieſe ſchöne 30 Seite Wer mit Luſt und Eifer 498 Wer nur den lieben G. 288 Wer nur Ein Laſter liebt 54 Wer ſich mit Ernſt der 333 Wer ſtets mit reinem 256 Wer Sünde thut, der 57 Wer unter deinem Sch. 431 Wer weiß, wie bald in 184 Wer weiß, wie nahe m. 183 Wer zählt, Unendlicher, 44 Wiederſehn, mit lauten 502 Wie freu ich mich der W. 201 Wie getroſt und heiter 228. Wie gnädig iſt des Höch. 446 Wie göttlich ſind doch 90 Wie groß biſt du, o Gott 261 Wie groß iſt des Allm. 21 Wie groß iſt unſre S. 383 Wie groß, o Herr, erſch. 107 Wie groß, wie angebetet 69 Wie gut, wie heilig iſt 145 Wie heiter fließt mein 384 Wie im Herbſte fäͤllt 173 Wie leicht verkenn ich 314 Wie mannigfaltig ſind 327 Wie ſanft, mein Vater, 294 Wie ſanft ſehn wir den 486 Wie ſelig lebt ein M. Wie ſicher lebt der M. 175 Wie ſoll ich dich empfang. 72 Wie theuer, Gott, iſt d. 220 Wie viele Freuden dank 25 Wie wichtig iſt doch der 51 Regiſter. 368 Seite Wie wird mir dann, o 180 Wie wohl iſt mir, oFr. 229 Will mich, o Gott, hien. 357 Willſt du der Weish. 263 Willſt du die Buße noch 218 Wir Alle, Menſchenvater 441 Wir flehn fuͤr unſrer Ael. 306 Wir gehn ans Grab und 400 Wir glauben an den ein. N Wir kommen, Helfer, d. 400 Wir ſind in Noth, laß 405 Wir trocknen unſre Thr. 35 Wo eilt ihr hin, ihr Leb. 337 Wohl dem, der beßre Wohl dem, der richtig Wohl dem, der ſeines Wohl mir, o Schöpfer —— — 2 Wohlthaͤtig ſind der Ex, 300 an Kag Wohl uns, wohl uns, d. 403 Wohlzuthun und mitzu. 36 Wo iſt wohl Noth und Wort aus Gottes M. 14 ——— —— „) Sieben! 1 1 1 1 Wo ſind die Weiſen, die 1 u dir erhebt ſich mein M Zu dir, o Gott, das Herz*) 4 daß die 22 7 5 Wohl dem, der in dem 387 unſer 96 1, laſſet un die Wer mern un „1h 4 ziehet an doch alſe E Ia ſee Zu dir, Unendlicher, zu 497 und ſ Zum Fleiße ward das uh de bi Zum Himmel erhebe 455 u Zur Arbeit, nicht zum 39h nir. 1 Zur frühen Gruft d g Zwar wird noch manche M bui duße dan d no dir Al neuuna 4 ſleh unſterll ir geh ur Grab und dr gla rZm den ein. i om ahelfer,d, dir ſind woth, laß. di in Sſte Thr 5 Vo eilt n,ihr Leb. 39 Behl Irbeßre 39 ohld rin dem F Dohld„r nchig. Vohl de ar ſeines 4i Vohlm Schöpfer 4 Wohlthi d der Er 30 dotl u hl uns,d 1 Dehlzut und mitzu. IM Do iſt 1rARoth und Vort al e ttes M. 14 Vo ſind am eiſen, die li udir ang ſch mein 99 ldir, o us das her 204 dir, eeüicher, zu 460 um Fl whald das M um Nra erhebe ur Ach, aicht zum uur fti an Hrift 41 war wi ch manche J 1 8 — piſteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feſte. Am I. Sonntage des Advents. Epiſtel, Röm. 13, v. 11⸗14. Leben Brüder, weil wir ſolches wiſſen, nemlich die Zeit, daß die Stunde da iſt, aufzuſtehen vom Schlaf,(ſintemal unſer Heil jetzt näher iſt, denn da wirs glaubten), die Nacht iſt vergangen, der Tag aber herbeikommen. So laſſet uns ablegen die Werke der Finſterniß, und anlegen die Werke des Lichts. Laſſet uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Freſſen und Saufen, nicht in Kam⸗ mern und Unzucht, nicht in Hader und Neid; Sondern ziehet an den Herrn Jeſum Chriſt, und wartet des Leibes, doch alſo, daß er nicht geil werde. Evangelium, Matth. 21, v. 1⸗9. De ſie nun nahe bei Jeruſalem kamen, gen Bethphage an den Oelberg, ſandte Jeſus ſeiner Jünger zween, und ſprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eſelin finden, angebunden, und ein Füllen bei ihr; löſet ſie auf, und führet ſie zu mir. Und ſo euch jemand etwas wird ſagen, ſo ſprecht: der Herr bedarf ihr; ſobald wird er ſie euch laſſen. Das geſchah aber alles, auf daß erfüllet würde, das ge⸗ ſagt iſt durch den Propheten, der da ſpricht: Sage der Tochter Zion, ſiehe, dein König kommt zu dir ſanftmü⸗ thig, und reitet auf einem Eſel, und auf einem Füllen der laſtbaren Eſelin. Die Jünger gingen hin, und tha⸗ ten, wie ihnen Jeſus befohlen hatte. Und brachten die Eſelin und das Füllen, und legten ihre Kleider deraur und a etzte 3 Cpiſtelu ſetzen ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleidei an den Weg, die andern hieben die Zweige von den Bäumen, und ſtreueten ſie auf den Weg. Das Volk ahe das vorging uünd nachfolgete, ſchrie und ſprach: Hoſiann, dem Sohn David! Gelobet ſey, der da kommit in den Namen des Herrn! Hoſianna in der Höhe! —— Am II. Sonntage des Advents. Epiſtel, Röm. 15, v. 413. V 2 X uns zur Lehre geſchrieben, auf daß wir durch Gedud V dect ber der 2 Geduld und des Troſtes gebe euch, daß ihr einerlei ge — V unſers Herrn Jeſu Chriſti. Darum nehmet euch unt einander auf, gleichwie euch Chriſtus hat aufgenommn zu Gottes Lobe, ich ſage aber, daß Jeſus Chriſtus ſa ein Diener geweſen der Beſchneidung um der Wahthe willen Gottes, zu beſtätigen die Verheißung, den Väen geſchehen. Daß die Heiden aber Gott loben um de Barmherzigkeit willen, wie geſchrieben ſtehet: Darum m ic dich loben unter den Heiden, und deinen Namen ſi⸗ gen. Und abermal ſpricht er: Freuet euch, ihr Hedm mit ſeinem Volk. Und abermal: lobet den Herrn, ale SHeiden, und preiſet ihn, alle Völker. Und abeimd ſrricht Jeſaias: er wird ſeyn die Wurzel Jeſſe, und du Wluaaurferſtehen wird zu herrſchen über die Heiden, auf di werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfüle (leach mit aller Freude und Friede im Glauben, daß i zjl ooslige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geiſt Evangelium, Lucä 21, v. 25⸗36. eſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Es werden Zeichen J geſchehen an der Sonne und Mond und Sternem öD und auf Erden wird den Leuten bange ſein, und wei⸗ den zagen, und das Meer und die Waſſerwogen weidi brauſen, und die Menſchen werden verſchmachten vu Furcht und Warten der Dinge, die da kommen ſollen A Fr. Erden, den. U kommen keit. P und hebe ſung na an den ſchlagen Somme angehen lich ich daß es hen; abe „6 9 511 p (Nafür ner, ſuchet ma ſie treu ich von Tage: 1 nichts be der Hen vor der; Lict brt Rath der chen von . 1 d. in d 4 nnnt in i — I — bents. 15, 13. dt gi chen iſ, de 3 du S durch Ged 23 1 12 Gott aber dh, ihr einerlei in a, auf drßt dedif*, und den Pm Damſt ſmet euch m Ghrſt tt aufgenunn daſ us Chrifu neidutt der Wähttt eVerfr ing, den Vim dder ſ cloben un d driebs et: Darum ul 1, ut t nen Namen ſ Fi ch, ihr Heid l: Adeen Hern, all e V Und aberma e W e Xiſſe, ud d bet uden, auf in 1 de= doffuung un dde i uuben, dh Kraſſ e cheiligen Giit gern S verden Zeicin nd e und Stena len U u ſein, und ni⸗ de erwogen wain werdt! rchmachten 8 4 . anen ſöllen die 3 —— und Evangelien. W 3 Erden, denn auch der Himmel Kräſte ſich bewegen wer⸗ den. Und alsdann werden ſie ſehen des Menſchen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlich⸗ keit. Wenn aber dieſes anfähet zu geſchehen, ſo ſehet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß ſich eure Erlö⸗ ſung nahet. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume.„Wenn ſie aus⸗ ſchlagen, ſo ſehet ihr am ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe iſt. Alſo auch ihr, wenntihr dieß alles ſehet angehen, ſo wiſſet, daß das Reich Goltes nahe iſt War⸗ lich ich ſage euch: dies Geſchlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geſchehe. Himmel und Erde werden verge⸗ hen; aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beſchweret werden mit Freſſen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme die⸗ ſer Tag ſchnell über euch; denn wie ein Fallſtrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So ſeid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget zu entfliehen dieſem allen, das geſchehen ſoll, und zu ſtehen vor des Menſchen Sohn. Am III. Sonntage des Advents. Epiſtel, 1 Kor. 4, v. I⸗5. Dafüt halte uns jedermann, nemlich für Chriſti Die⸗ ner, und Haushalter über Gottes Geheimniſſe. Nun ſuchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß ſie treu erfunden werden. Mir aber iſts ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menſchlichen Tage: auch richte ich mich ſelbſt nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt: aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget. Der Herr iſts aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finſtern verborgen iſt, und den Rath der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jegli⸗ chen von Gott Lob widerfahren. Evangelium, Matth. 11, v. 2⸗10. a aber Johannes im Gefängniß die Werke Chriſti hörete, ſandte er ſeiner Jünger zween, und ließ ihm ſagen: Biſt da, der dn kommen ſoll, oder ſollen wir ei⸗ a 2 nes 4 Epiſteln nes andern warten? nen: gehet hin und ſaget Johanni und höret. Die Blinden ſehen, die Lahmen gehen, die Ausſätzigen werden rein, die Tauben hören, die Tod⸗ ten ſtehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget. Und ſelig iſt, der ſich nicht an mir ärgen Da ſie hingingen, fing Jeſus anzu reden zu dem Volk von Johanne: Was ſeyd ihr hinausgegangen in die Wiſt zu ſehen? Wollet ihr ein Rohr ſehen, das der Wind hi und her wehet? Oder was ſeyd ihr hinausgegangen zu ſehen? Wollet ihr einen Menſchen in weichen Kleiden ſehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, ſind i der Könige Häuſer. Oder was ſeyd ihr hinausgegangen i ſehen? Wollet ihr einen Propheten ſehen? Ja ich ſage euch, der auchmehr iſt, denn ein Prophet. Denn dieſer iſt von dem geſchrieben ſtehet: Siehe ich ſende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten ſoll. 53 —— Am IV. Sonntage des Advents. Epiſtel, Phil. 4, v. 4⸗7. ieben Brüder! Freuet euch in dem Herrn allewe T und abermal ſage ich: Freuet euch. Eure Lindigtt laſſet kund ſeyn allen Menſchen. Der Herr iſt nahe Sorget nichts; ſondern in allen Dingen laſſet eure Bit im Gebät und Flehen mit Dankſagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher iſt, dein 1 alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne i Chriſto Jeſu. Evangelium, Joh. 1, v. 19⸗28. U!d dieß iſt das Zeugniß Johannis, da die Juden ſand ten von Jeruſalem Prieſter und Leviten, daß ſie i fragten: Wer biſt du? Und er bekannte und leugnen nicht. Und er bekannte: Ich bin nicht Chriſtus. Und ſt fragten ihn: Was denn? Biſt du Elias? Er ſprach: 36 bins nicht. Biſt du ein Prophet? Und er antwortet⸗ Nein. Da ſprachen ſie zu ihm: Was biſt du denn? di wir Antwort geben denen, die uns geſandt haben. Wh ſageſt du von dir ſelbſt? Er ſprach: Ich bin eine Stin eine Jeſus antwortete und ſprach zu 1 tines) wieder, was ihr ſehet errn, Siun b fragten i denn, ſo phet? J mit Wa⸗ ihr vicht welcher ich ſeine bara, je —. — 4——⸗ 2—— 2 — — et ſich „— ₰ N ‿— — —— — — mann Stadt. der Stat die da h und Geſ mit M ger. U. bären ſ wickelte denn ſi dd iht nausgegangen! aſchen rveihen dine Klt wragen, ſidi ſerd ſ dausgegangen, ddeten= Ja ich ſi n Prg= Denn diſfer i iehe ii de meinen Shf dor di Aiiten ſoll e de E vents. 1 4, 37. d in— Henn allwae reuet Eure Lindig hen. Herr iſt nit i D rleſſet eure Bi dankſt mn vor Gott ku 8, u ac höher iſt, de 6 9 Gend Simei b oh. 19⸗28. bhen. die Juden ii run Ike, daß ſtit der F ante und bauge din ehriſtus. a- du? Er ſprah:s T d er untnan r obet 1— 4 iſt du denn *— 33 un indt haben. M 1 V Pbin eine Sim dh und Evangelien. 5 eines Predigers in der Wüſten; richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jeſaias geſagt hat. Und die geſandt waren, die waren von den Phariſäern, und fragten ihn, und ſprachen zu ihm: Warum taufeſt du denn, ſo du nicht Chriſtus biſt, noch Elias, noch ein Pro⸗ phet? Johannes antwortete ihnen, und ſprach: Ich taufe mit Waſſer; aber er iſt mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der iſts, der nach mir kommen wird, welcher vor mir geweſen iſt, deß ich nicht werth bin, daß ich ſeine Schuhriemen auflöſe. Dies geſchah zu Betha⸗ bara, jenſeits des Jordans, da Johannes taufete. — Am heiligen Chriſttage. Epiſtel, Tit. 2, v. 11⸗14. Fs iſt erſchienen die heilſame Gnade Gottes allen Men⸗ ſchen, und züchtiget uns, daß wir ſollen verläugnen das ungöttliche Weſen, und die weltliche Lüſte, und züch⸗ tig, gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt, und warten auf die ſelige Hoffnung und Erſcheinung der Herrlichkeit des großen Gottes, und unſers Heilandes Jeſu Chriſti, der ſich ſelbſt für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöſete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm ſelbſt ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium, Luc. 2, v. 1⸗14. Es begab ſich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kai⸗ ſer Auguſto ausging, daß alle Welt geſchätzet würde. Und dieſe Schätzung war die allererſte, und geſchah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jeder⸗ mann ging, daß er ſich ſchätzen ließ, ein jeglicher in ſeine Stadt. Da machte ſich auch auf Joſeph aus Galliläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdiſche Land, zur Stadt David, die da heißet Bethlehem, darum, daß er von dem Hauſe und Geſchlechte David war, auf daß er ſich ſchätzen ließe mit Maria, ſeinem vertrauten Weibe, die war ſchwan⸗ ger. Und als ſie daſelbſt waren, kam die Zeit, daß ſie ge⸗ bären ſollte. Und ſie gebahr ihren erſten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn ſie hatten ſonſt keinen Raum in der Herberge. ünd b e Epiſteln es waren Hirten in derſelbigen Gegend auf dem? Sf ſchrieen d bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Heen⸗ ten einm Und ſiehe, des Herr Engel trat zu ihnen, und die Kla⸗ ſin heit des Herrn leuchtete um ſie und ſie fürchteten ſich ſehr. ihre Keei Und der Engel ſprach zu ihnen:; Fürchtet euch nicht. Si⸗ Sulis he, ich verkündige euch große Freude, die allem Vol ſprach: 4 widerfahren wird. Denn euch iſt heute der Heiland gebr aber ni jed ren, welcher iſt Chriſtus, der Herr in der Stadt Davi Sünde n Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden d EE Kind in Windeln gewickelt, und in einer Krippe liegen 7 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge da Gyer. himmliſchen Heerſchaaren, die lobeten Gott, und ſpir⸗ jn chen: Ehre ſei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden wi und den Menſchen ein Wohlgefallen. b defech etliche we Am Tage St. Stephani, des erſten Maͤrtyrers verfol über euch iſt auf E 15 neuen Teſtaments. Epiſtel, Ap. Geſch. 6. und 7. Kapitel. tephanus aber voll Glaubens und Kräfte, that We 86 der und große Zeichen unter dem Volk. Da ſtandn 3½ ag etliche auf von der Schule, die da heißt d der Libenmn kommer und der Cyrener und der Alexanderer, und derer, 1 9 aus Cilicia und Aſia waren, und befragten ſich mit r uſt habe phano. Und ſie vermochten nicht zu widerſtehen der B 4 Henm be heit und dem Geiſte, der da redete. Da ricetta 1 W habt. zu etliche Männer, die ſprachen: wir haben ihn vear uin 1 ſterworte reden wider Moſen und wider Gott. Und bewegtean von jetzt das Volk und die Aelteſten, und die Schriftgelehrten, un lor traten herzu, und riſſen ihn hin, und führeten ihn vor der— Rath, und ſtellten falſche Zeugen dar, die ſprachen: Ne: An dem ſer Menſch höret nicht auf zu reden Läſterworte wid dieſe heilige Stätte und das Geſetz. Denn wir haben ihr hn hi— ren ſagen: Jeſus von Nazareth wird dieſe Stätte uM ren, und ändern die Sitten, die Moſes gegeben li Glches Und ſie ſahen auf ihn alle, die im Rath ſaſſen, und ſchen ud ſein Angeſicht, wie eines Engels Angeſicht. Als er aba Und ſiew voll heiligen Geiſtes war, ſah er auf gen Himmel, und Bſahm ſah die Herrlichkeit Gottes, und Jeſum ſtehen zur Jit Diod des ten Gottes, und ſprach: Siehe, ich ſehe den Hinnet iſa ſe Weis und des Menſchen Sohn zur Rechten Gottes ſtel he 3 ſiehen kan P koyh 34 öp helet Und t ¹ aac nicht.& 15,1, die allem Pah Heiland gehe Ihr net ſinden d in Krixpe la En e Nenge d oden ztt, und ſa⸗ d, uſ ede auf Ed 3. des n Naͤryra⸗ tamel—, 6. u. Kapitll b ens u te iſte, that An ner do lk. Da finda ie= der Lhetm randd aund derer, d und d r ſich mit Er ht zu* iiehen der V⸗ mredd Nh niteten ſ vir Ar ihn gehört 2e widet ac Und bewegke ddie Wtgelehtten, u und Hnnen ihn vor gen dd! ſprachen: 9 zu rc. aäſfterworte vin s. D Stit haben ün th wit! ſe Stätke dne die s gegee Iin 1 aſen, und ia V V 3 3 im Ad r 4 els 1 t. u 6 Himmel, 913 leha ur 3 een Hiam c ht. ottes ſtehen. dr und Evangelien. 7 ſchrieen aber laut, und hielten die Ohren zu, und ſtürme⸗ ten einmüthiglich zu ihm ein und ſtießen ihn zur Stadt hinaus, und ſteinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Und ſteinigten Stephanum, der ausrief und ſprach: Herr Jeſu, nimm meinen Geiſt auf! Er kniete aber nieder, und ſchrie laut: Herr, behalte ihnen dieſe Sünde nicht! und als er das geſagt, entſchlief er. Evangelium, Matth. 23, v. 34⸗39. Der Herr ſprach zu den Phariſäern und Schriftgelehr⸗ ten und Oberſten der Juden: Siehe, ich ſende zu euch Propheten und Weiſen und Schriftgelehrten, und derſelbigen werdet ihr etliche toͤdten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet ſie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme alles das gerechte Blut, das vergoſſen iſt auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis auf das Blut Zacharias, Barachiä Sohn, welchen ihr getödtet habt, zwiſchem dem Tempel und Altar. Wahrlich ich ſage euch, daß ſolches Alles wird über dies Geſchlecht kommen. Jeruſalem, Jeruſalem, die du tödteſt die Propheten, und ſteinigeſt die zu dir geſandt ſind! Wie oft habe ich deine Kinder verſammeln wollen, wie eine Henne verſammelt ihre Küchlein unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus ſoll euch wüſte gelaſſen werden. Denn ich ſage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht ſehen, bis ihr ſprecht: Gelobet ſey, der da kommt in dem Namen des Herrn! An dem Tage St. Johannes des Apoſtels und Evangeliſten. Epiſtel, Sirach 15, v. 1⸗8. Selches thut niemand, denn der den Herrn fürchtet; und wer ſich an Gottes Wort hält, der findet ſie. Und ſie wird ihm begegnen, wie eine Mutter, und wird ihn empfahen wie eine junge Braut. Sie wird ihn ſpeiſen mit Brod des Verſtandes, und wird ihn tränken mit Waſſer der Weisheit. Dadurch wird er ſtark werden, daß er feſt ſtehen kann, und wird ſich an ſie halten, daß er richt zu Schan⸗ — 1 3 5 3 i Epiſteln 9 8 Schanden wird. Sie wird ihn erhöhen über fins Nächſten, und wird ihm ſeinen Mund aufthun in dar Gemeine. Sie wird ihn krönen mit Freude und Wonne und mit ewigem Namen begaben. Aber die Narren fh den ſie nicht, und die Gottloſen können ſie nicht erſehn Denn ſie iſt ferne von den Hoffärtigen, und die Heuthe wiſſen nichts von ihr. b Evangelium, Joh. 21, v. 15⸗24. D ſie nun das Mahl gehalten hatten. ſpricht Iiu zu Simon Petro: Simon Johanna, haſt du mit lieber, denn mich dieſe haben? Da ſpricht zu ihm: dn Herr, du weißeſt, daß ich dich lieb habe. Spricht a ihm: Weide meine Lämmer. Spricht er zum andam zu ihm: Simon Johanna, haſt du mich lieb: Er ſput zu ihm: Ja Herr, du weißeſt, daß ich dich lieh hat 2 1.. Spricht er zu ihm: Weide meine Schaafe. Spticht t zum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, haſt du mit lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu i fagte: Haſt du mich lieb; und ſprach zu ihm: Hen,in weißeſt alle Dinge: Du weißeſt, daß ich dich lieb hi Spricht Jeſus zu ihm: Weide meine Schaafe. Wahlt wahrlich, ich ſage dir: da du Jünger wareſt, gürteteſtu dich ſelbſt, und wandelteſt, wohin du wollteſt; wem in aber alt wirſt, wirſt du deine Hände ausſtrecken, und i anderer wird dich gürten, und führen, wo du nict 19 willſt. Das ſagte er aber zu deuten, mit welchem ai er Gott preiſen würde. Da er aber das geſagt, ſpricht! zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber wandte ſcch mn und ſahe den Jünger folgen, welchen Jeſus lieb hitt der auch an ſeiner Bruſt am Abendeſſen gelegen war, geſagt hatte: Herr! wer iſts, der dich verräth? Da Jei dieſen ſah, ſpricht er zu Jeſu: Herr, was ſoll aber diſß Jeſus ſpricht zu ihm: ſo will ich, daß er bleibe, buſt komme, was geht es dich an? Folge mir nach. Da g die Rede aus unter den Brüdern: Dieſer Jünger fie nicht. Und Jeſus ſprach zu ihm: er ſtirbt nicht, ſe dern: ſo ich will, daß er bleibe, bis ich komme, 9 gehet es dich an? Dies iſt der Jünger, der von dieſn — — gen zeu daß ſein — A Ich ſ Ju wohl Vormü Vater. wir gef die Zeit von ein er die, die K. hat G zen, d kein der, ſ en n über ſä fthun in de.*« Und Pmm 1 kö„ di Narren 1 fürti r. ſe nihh eniza und dit Hue 2* 1 15;24, ten li. Spiiht e ep er zum ae t d A lieb: Er ſt t, Scch dich lis ſ eine uafe. Spiit; a Ju, haſt du m er adrittenmal zu in ſor ꝛ ihm: Her,) t,= ch dich lab zi meiſt haafe. Vahni ünz! nef, gürtetef dinſ zollteſt; wenn dän in ftrecken, und i füh nwo du nicht i 1 t welchem di ¹h E geſagt ſoriht uus. wandte ſih i 3— Jeſus lih jn en gelegen wat, un Ta Da Pei der ur ſoll aber ditſe bleibe, bü n nach. Da g 1 ſer Jünger ſi 1 fiibt niht, ſi ich komme, ud 1n don uien und Evangelien. gen zeuget, und hat dies geſchrieben. und wir wigſen, daß ſein Zeugniß wahrhaftig iſt. — Am Sonntage nach dem Chriſttage. Epiſtel, Gal. 4, v. 1⸗7. b Sch ſage aber, ſo lange der Erbe ein Kind iſt, ſo iſe unter ihm und einem Knechte kein Unterſchied, ob er wohl ein Herr iſt aller Güter; ſondern er iſt unter den Vormündern und Pflegern bis auf die beſtimmte Zeit vom Vater. Alſo auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, ſandte Gott ſeinen Sohn, geboren von einem Weibe, und unter das Geſetz gethan, auf daß er die, ſo unter dem Geſetze waren, erlöſete, daß wir die Kindſchaft empfingen. Weil ihr denn Kinder ſeyd, hat Gott geſandt den Geiſt ſeines Sohnes in eure Her⸗ zen, der ſchreiet: Abba, lieber Vater! Alſo iſt nun hie kein Knecht mehr, ſondern eitel Kinder. Sind aber Kin⸗ der, ſo ſinds auch Erben Gottes durch Chriſtum. Evangelium, Lucä 2, v. 33⸗40. U ſein Vater und Mutter wanderten ſich deß, das von ihm geredet ward. Und Simeon ſegnete ſie, und ſprach zu Maria, ſeiner Mutter: Siehe, dieſer wird geſetzt zu einem Fall und auferſtehen vieler in Iſrael, und zu einem Zeichen, dem widerſprochen wird. Und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Ge⸗ ſchlechte Aſſer, die war wohl betaget, und hatte gelebet ſieben Jahre mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauſchaft, und war nun eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren. Die kam nimmer vom Tempel, dienete Gott mit Faſten und Bäten Tag und Nacht. Dieſelbe trat auch hinzu zu derſelbigen Stunde, und preiſete den Herrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erlöſung zu Jeruſalem warteten. Und da ſie alles vollendet hatten nach dem Geſetz des Herrn, kehrten ſie wieder in Galliläam zu ihrer Stadt 1 9. Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm. — Am neuen Jahrstage. Epiſtel, Gal. 3, v. 21:29. Fhe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter den K Geſetz verwahret, und verſchloſſen auf dem Glauben der da ſollte offenbaret werden. Alſo iſt das Geſetz un ſer Zuchtmeiſter geweſen auf Chriſtum, daß wir durch des Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommn ſtark im Geiſß E b d im Trau⸗ Kindlein land, un handen, bringen. und ſeir in Egyp rodis, den Pro iſt, ſind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeiſter. Dem habe ich ihr ſeyd alle Gottes Kinder, durch den Glauben a Chriſtum Jeſum. Denn wie viel euer getauft ſind, die haben Chriſtum angezogen. Hie iſt kein Jude noch Giieth⸗ hie iſt kein Knecht noch Freier, hie iſt kein Mann nod Weib; denn ihr ſeid allzumal einer in Chriſto iu Seyd ihr aber Chriſti, ſo ſeid ihr ja Abrahams Samn und nach der Verheißung Erben. Evangelium, Lucä 2, v. 21. Urd da acht Tage um waren, daß das Kindlein he ſchnitten wurde, da ward ſein Name genennet Jeſt welcher genennnet war von dem Engel, Mutterleibe empfangen ward. — Am Sonntage nach dem neuen Jahre. Deaber erſchien die Freundlichkeit und Leutſeligte Gottes, unſers Nicht um der Weulk willen der Gerechtigkeit nach ſeiner Barmherzigkeit machte er uns ſelig durch des Bad der Wiedergeburt und Erneuerung deß heiligen Gei⸗ ſtes, welchen er ausgegoſſen hat über uns reichlich duic Jeſum Chriſtum, unſern Heiland, auf daß wir durch deſſelbigen Gnade Lebens nach der Hoffnung; das iſt gewißlich wahte Heilandes. an⸗ „die wir gethan haben, ſondemn ehe denn er in 4 hor⸗ 1195 . die aa wen gerecht, und Erben ſeyen des ewigen Am F e Völt Herrlicht in deine! über dir H werden etzogen prs brechen ten, war die Mac det Kam ln 8 1n= nade Sfn im Ga 9 —— aht l. t. , 1- n wir unter d 2 uf dem Glauht das Geſehn 8 ß wir durch d 84 Glaube komm de= htmeiſter. D Da 5 den Glauben; yetuuſt ft ſind, ü Huͤde noch Grich p kein Mann 1 1— in Chriſto d 2 brahams en lä v. 21. das Kindlein! in n genennet Jeje d— che denn er in maen Jahte. 1 477. 44 zund Leutſelt mn un der W. *. haben, ſon 5 ſin durt 6 adeß h hei ligen! — auns reichlich d 90 f daß wir d = 8 des ew 1 ißlich uahe — und Evangelien, 11 Evangelium, Matth. 2, v. 13⸗15. die Weiſen aus Morgenland hinweg gezogen wa⸗ ren, ſiehe da erſchien der Engel des Herrn dem Joſeph im Traum, und Prach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und ſeine Mutter zu dir, und fleuch in Egypten⸗ land, und bleib allda, bis ich dir ſage; denn es iſt vor⸗ handen, daß Herodes das Kindlein ſuche, daſſelbe umzu⸗ bringen. Und er ſtund auf, und nahm das Kindlein und ſeine Mutter zu ſich bei der Nacht, und entwich in Egyptenland, und blieb allda bis nach dem Tode He⸗ rodis, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten geſagt hat, der da ſpricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Am Feſte Epiphanid, oder der Erſch zeinung Chriſti. Epiſtel, Jeſaias 60, v. 1⸗6. Moche dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, l und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. Denn ſiehe, Finſterniß bedecket das Erdreich, und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und ſeine Herrlichkeit erſcheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und ſiehe um⸗ her: dieſe alle verſammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von Ferne kommen, und deine Töchter zur Seiten erzogen werden. Dann wirſt du deine Luſt ſehen und aus⸗ brechen und dein Herz wird ſich wundern und ausbrei⸗ ten, wann ſich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, und die Läufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des Herrn Lob verkündigen. Evangelium, Matth. 2, v. 1712. Dr Jeſus geboren war zu Bethlehem im jüdiſchen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, ſiehe, da kamen die Weiſen vom Morgenlande gen Jeruſalem und pra⸗ 12 Epiſteln ſprachen: wo iſt der neugeborne König der Juden? Vi haben ſeinen Stern geſehen im Morgenlande, und ſin kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herode hörete, erſchrack er, und mit ihm das ganze Feruſalen und ließ verſammeln alle Hoheprieſter und Schriftgelenr ten unter dem Volk, und erforſchete von ihnen, wo Chn ſtus ſollte geboren werden. Und ſie ſagten ihm: Bethlehem, im jüdiſchen Lande. Denn alſo ſtehet g. ſchrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem i jüdiſchen Lande biſt mit nichten die kleinſte unter de Fürſten Juda, denn aus dir ſoll mir kommen der Herza der über mein Volk Iſrael ein Herr ſey. Da berief Herohe die Weiſen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen wann der Stern erſchienen wäre. Und weeiſete ſie ge Bethlehem und ſprach: Ziehet hin, und forſchet fleißt nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, ſo ſagt mit wieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als ſie mn den König gehöret hatten, zogen ſie hin. Und ſiehe i Stern, den ſie im Morgenlande geſehen hatten, ging m ihnen hin, bis daß er kam und ſtund oben über, da un Kindlein war. Da ſie den Stern ſahen, wurden ſte heh erfreut und gingen in das Haus, und fanden das Ki lein mit Maria, ſeiner Mutter; und fielen nieder une beteten es an, und thaten ihre Schätze auf, und ſchen ten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott be fahl ihnen im Traum, daß ſie ſich nicht ſollten wieden zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Waß wieder in ihr Land. — A Am I. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſi Epiſtel, Röm. 12, v. 1⸗6. ITch ermahne euch, lieben Brüder, durch die Barmir zigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Oxſe das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ſey, ni ches ſey euer vernünftiger Gottesdienſt. Und ſtellet euh nicht dieſer Welt gleich, ſondern verändert euch durch Ver⸗ neuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, wl ches da ſey der gute, der wohlgefällige und der dul kommene Gottes Wille. Denn ich ſage durch die Gned die mir gegeben iſt, jedermann unter euch, daß nieman weitet d dern da dem Go Denn'gle der habe alſo find iſt einer ben nas ten ihn ſie ihn und ſu fanden daß er zuhörete Antworn ſeine M uns das mit Sch iſts, dae ſeyn m ſunden er ging war ihn Worte: heit, A — Am II He li le ier Audenz g Dl A Ex ude und ſ n 1 d — — — — — — — — nd eete. Als ſien ee ul. Und ſiehe, ge= hatten, ging ſt gen über, da e, wurden ſie 8, anden das h 3[M feelen nieder u 2Sſ Fauf, und ſcher Amn Und Gott! 2ſi ht ſollten wied rd Mnen andern W 1 rOrreinung Che l 1˙6. üde! urch die Bat eegebet zum d etEagefällig ſey, 3: Und fillin aitt euch duntt 5 üfen muget 5ls Rige und da ch— e durch die 66 ug uch, daß W — — 7- und Evangelien. weiter von ihm halte, denn ſie gebühret zu halten, ſon⸗ dern daß er von ihm mäßiglich halte, ein jeglicher nach⸗ dem Gott ausgetheilet hat das Maas des Glaubens. Denn gleicher Weiſe, als wir in einem Leibe viel Glie⸗ der haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geſchäfte haben: alſo ſind wir viele ein Leib in Chriſto, aber untereiander iſt einer des andern Glied. Und haben mancherlei Ga⸗ ben nach der Gnade, die uns gegeben ſit. Evangelium, Lucä 2, v. 42⸗52. Da Jeſus zwölf Jahre alt war, gingen ſeine Eltern hinauf gen Jeruſalem, nach Gewohnheit des Feſtes. Und da die Tage vollendet waren, und ſie wieder zu Hauſe gingen, blieb das Kind Jeſus zu Jeruſalem, und ſeine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagreiſe, und ſuch⸗ ten ihn unter den Gefreunden und Bekannten. Und da ſie ihn nicht fanden, gingen ſie wiederum gen Jeruſalem, und ſuchten ihn. Und es begab ſich nach dreien Tagen fanden ſie ihn im Tempel ſitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und ſie fragte. Und alle, die ihm zuhöreten, wunderten ſich ſeines Verſtandes und ſeiner Antwort. Und da ſie ihn ſahen, entſetzten ſie ſich. Und ſeine Mutter ſprach zu ihm: Mein Sohn, warum haſt du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen geſucht. Und er ſprach zu ihnen: Was iſt's, daß ihr mich geſucht habt? Wiſſet ihr nicht, daß ich ſeyn muß in dem, das meines Vaters iſt? Und ſie ver⸗ ſtunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und ſeine Mutter behielt alle dieſe Worte in ihrem Herzen. Und Jeſus nahm zu an Weis⸗ heit, Alter und Gnade bei Gott und den Menſchen. Am 11. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, Röm. 12, v. 7⸗16. H't jemand Weiſſagung, ſo ſey ſie dem Glauben ähn⸗ lich. at jemand ein Amt, ſo warte er des h. P, Amts. 13 ——— 14 Epiſteln Amts. Lehret jemand, ſo warte er der Lehre. Er mahnet jemand, ſo warte er des Ermahnens. Gelt jemand, ſo gebe er einfältig. Regieret jemand, ſo ſe er ſorgfältig; übet jemand Barmherzigkeit, ſo thue en mit Luſt. Die Liebe ſei nicht falſch. Haſſet das Ang hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter eina der ſei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehr⸗ bietung zuvor Seid nicht träge, was ihr thun ſoll Seid brünſtig im Geiſt. Schicket euch in die Zeit. Sa fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübſal. Haltet a am Gebät. Nehmet euch der heiligen Nothdurft an. Han berget gerne. Segnet, die euch verfolgen, ſegnet und ſi⸗ chet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weint mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einande Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet eug herunter zu den Niedrigen. n F 3 Evangelium, Joh, 2, v. 1711. Un am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kangait Galliläa, und die Mutter Jeſu war da. Jſtt aber und ſeine Jünger wurden auch auf die Hochztt geladen. Und da es am Wein gebrach, ſpricht die Mule Jeſu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jeſus ſpricht zu in Weib, was habe ich mit dir zu ſchaffen? Meine Stunde ge Seine Mutter ſpricht zu ds Es waren abe iſt noch nicht kommen. Dienern: Was er euch ſaget, das thut. allda ſechs ſteinerne Waſſerkrüge geſetzt, nach der Pih de der jüdiſchen Reinigung, und gingen je in einen züen oder drei Maas. Jeſus ſpricht zu ihnen: Füllet die Wiſſen krüge mit Waſſer. Und ſie fülleten ſie bis oben an. Un er ſpricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringts det Speiſemeiſter, und ſie brachtens. Als aber der Spiſß meiſter koſtete den Wein, der Waſſer geweſen war, n wußte nicht von wannen er kam, die Diener aber wußkans dis das Waſſer geſchöpfet hatten, rufet der Speiſemeſſe den Bräutigam, und ſpricht zu ihm: Jedermann gut zum erſten guten Wein, und wenn ſie trunken word ſind, alsdann den geringern, du haſt den guten Wih bisher behalten. Das iſt das erſte Zeichen, das I — V ha, n Herrlich — —— Amll. altet H B6 jederman mit alle meine Li Denn es vergelten, ſo ſpeiſe 4 71 5 zh 1 ½ 8 uſt, 0 1. ſe. Da Hauptma Krecht li Qual. G geſund m A Perr, ich ſondern Denn und habe einem:( lr, ſo — el warte 2 dde— de ehn P. nahnens. varm ſn ſ thurn rüdes äſſt das 4 in t Whſat. Haltt, verf. ſegnet und 1 n F I en, und wei unter einam ngen t dem haltet 1 1½ 1*II. nne eeit zu Kanan⸗ er Irr war da. Iiſ G auf die Hochzt eb Apricht die Mutt gein* us ſpricht zu ihr ſch u Meine Stund 1 un ſpticht zu de 48. Cs waten ah 5 nach der M. — ait— je in einen g i m Füllet die We 1 a is oben an. nd bringtän 3.2. aber der 6 1 woeſen war, 1 xer aber wuif ſeder Speiſm = Jedermann 2 trunken nm 1 den gum ſ= ichen, das 1— 1 und Evangelien. 15 that, geſchehen zu Kanaa in Galliläa, und offenbarete ſeine Herrlichkeit, und ſeine Jünger glaubten an ihn. ——— 7 —* Am III. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, Röm. 12, v. 17:21. ſol Haltet euch nicht ſelbſt für klug. Vergeltet niemand 9 Böſes mit Böſem; fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Iſts möglich, ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Friede. Rächet euch ſelber nicht, meine Liebſten, ſondern gebet Raum dem Zorn(Gottes). Denn es ſtehet geſchrieben: die Rache iſt mein, ich will vergelten, ſpricht der Herr. So nun dein Feind hungert, ſo ſpeiſe ihn; dürſtet ihn, ſo tränke ihn; wenn du das thuſt, ſo wirſt du feurige Kohlen auf ſein Haupt ſammeln. Laß dich nicht das Böſe überwinden, ſondern überwinde das Böſe mit Gutem. Evangelium, Matth. 8, v. 1⸗13. De Jeſus vom Berge herab ging, folgete ihm viel — Volks nach. Und ſiehe, ein Ausſätziger kam, und bätete ihn an und ſprach: Herr, ſo du willſt, kannſt du mich wohl reinigen. Und Jeſus ſtreckte ſeine Hand aus, rührte ihn an, und ſprach: Ich wills thun, ſei gereini⸗ get. Und alsdann ward er von ſeinem Ausſatz rein. Und Jeſus ſprach zu ihm: Siehe zu, ſags niemand, ſon⸗ dern gehe hin, und zeige dich dem Prieſter, und opf e die Gabe, die Moſes befohlen hat zu einem Zeugniß über ſie. Da aber Jeſus einging zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und ſprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hauſe und iſt gichtbrüchig, und hat große Qual. Jeſus ſprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn geſund machen. Der Hauptmann antwortete und ſprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach geheſt, ſondern ſprich nur ein Wort, ſo wird mein Knecht geſund. Denn ich bin ein Menſch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte, noch wenn ich ſage zu einem: Gehe hin, ſo gehet er; und zum andern: Komm her, ſo kommt er. Und zu meinem Knechte: Thur de 1 0 16 zu ihm, und weckten ihn auf, und ſprachen: Herr, Epiſteln ſo thut ers. Da Jeſus das hörete, verwunderte er und ſprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich 3 Am V. ſage euch, ſolchen Glauben habe ich in Iſrael nicht gefunden Aber ich ſage euch: Viel werden kommen von Morguf und vom Abend, und mit Abraham und Iſaac und Jaal im Himmelreich ſitzen. Aber die Kinder des Reitz werden ausgeſtoßen in die äußerſte Finſterniß hinau da wird ſein Heulen und Zähnklappen. Und Jeit ſprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geſchehe ul du geglaubt haſt. Und ſein Knecht ward geſund zu de ſelbigen Stunde. —— Am VI. Sonntage nach der Erſcheinung Chrift Epiſtel, Röm. 13, v. 8⸗101. Sod niemand nichts ſchuldig, denn daß ihr euch unt einander liebee. Denn wer den andern liebet, den thu hat das Geſetz erfüllet. Denn das da geſagt iſt u Geo⸗ ſollſt nicht ehebrechen; Du ſollſt nicht tödten; Du ſit nicht ſtehlen; Du ſollſt nicht falſch Zeugniß geben; D ſoll nichts gelüſten; und ſo ein ander Gebot mehr in das wird in dieſem Wort verfaſſet: Du ſollſt deimn 4 1 Nächſten lieben, als dich ſelbſt. Die Liebe thut de 7 Nächſten nichts Böſes. So iſt nun die Liebe des Ge ſetzes Erfüllung. d.m Evangelium, Matth. 8, v. 23⸗27. Ieſus trat in das Schiff, und ſeine Jünger folgett lichkeit, einer dey jemand euch vere an die Und der chem ihr bar. Laf in aller NAſ⸗ NMahnon alen ihm. Und ſiehe, da erhob ſich ein groß Ungeſtint Woher im Meer, alſo, daß auch das Schifflein mit Walnt bedeckt ward, und er ſchlief. Und die Jünger trae — — uns, wir verderben. Da ſagte er zu ihnen: Ihr Ki⸗ gläubigen, warum ſeid ihr ſo furchtſam? Und fuund auf, und bedrohete den Wind und das Meer; da wul es ganz ſtille. Die Menſchen aber verwunderten ſih und ſprachen: was iſt das für ein Mann, daß ihr Wind und Meer gehorſam iſt? 3 wilſt du Er. ſprach ausrauſet mit eina Erndte zuvor da man 5 meine 8 erCen irung Chii Smß ir euch m ee mndenn libet, 1 geſagt iſth ſt t tödten; Du ſi elſc gniß geben; A in ☛☚☚ Gebot meht rfaſ Du ſolſt den dſt.= liebe thut de rie Liehe des G. . 4§. B:A. und= Jünger fultt groß Ungtüm 3 dn flein mit Bi ie Jünger e un achen: Han, d mu)nen: Ihr d ſam? Und h 3 Meer; R an verwunderten 1= Mann, doßſ und Evangelien. 17 Am V. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. (SSo ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Hei⸗ 8= ligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld; und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, ſo 3 jemand Klage hat, wider den andern: gleichwie Chriſtus euch vergeben hat alſo auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da iſt das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euern Herzen, zu wel⸗ chem ihr auch berufen ſeid in einem Leibe, und ſeid dank⸗ bar. Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch ſelbſt mit Pſalmen und Lobgeſängen und geiſtlichen lieblichen Lie⸗ dern, und ſinget dem Herrn in eurem Herzen. Und alles was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Jeſu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium, Matth. 13, v. 24⸗30. SLeſus legte ihnen ein anderes Gleichniß vor, und ſprach: 8 das Himmelreich iſt gleich einem Menſchen, der gu⸗ ten Samen auf ſeinen Acker ſäete. Da aber die Leute ſchliefen, kam ſein Feind und ſäete Unkraut zwiſchen den Waizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand ſich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und ſprachen: Herr, haſt du nicht guten Samen auf deinen Acker geſäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er ſprach zu ihnen: das hat der Feind gethan. Da ſprachen die Knechte: willſt du denn, daß wir hingehen, und es ausjäten? Er ſprach: nein! auf daß ihr nicht zugleich den Waizen mit ausraufet, ſo ihr das Unkraut ausjätet. Laſſet beides mit einander wachſen bis zu der Erndte, und um der Erndte Zeit will ich zu den Schnittern ſagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, das man es verbrenne; aber den Waizen ſammelt mir in meine Scheuern. b Am 3 1 . — ——— —— ——— —— — —— —— —— 18 Epiſteln Am VI. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, 2 Petri 1, v. 16⸗21. Wir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wit — euch kund gethan haben die Kraft und Zukunſt unſers Herrn Jeſu Chriſti; ſondern haben ſeine Hern⸗ lichkeit ſelbſt geſehen, da er empfing von Gott dem V⸗⸗ ter Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihm ga⸗ ſchah von der großen Herrlichkeit dermaßen: Dies i mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. un dieſe Stimme haben wir gehört vor Himmel gebracht da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wi hahen ein feſtes prophetiſches Wort, und ihr thut woll daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da ſcheinet in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenſtern aufgehe in euern Herzen, und das ſolt ihr für das erſte wiſſen, daß keine Weiſſagung in Schrift geſchiehet aus eigener Auslegung. s iſt noch nie eine Weiſſagung aus menſchlichem Willen he⸗ vorgebracht; ſondern der heiligen Menſchen Gottes halen geredet, getrieben von dem heiligen Geiſt. *† Ne! 5. Denn Evangelium, Matth. 17, v. 1⸗19. Und nach ſechs Tagen nahm Jeſus zu ſich Petrum und Jacobum und Johannem, ſeinen Bruder, und rete ſie beiſeits auf einen hohen Berg, und ward 8 44% 1u fh⸗ V Und ſiche, da erſchien imnen Moſes und Elias, die redeten mit Petrus aber antwortete und ſprach zu Jeſu: Herr, iſt gut ſeyn; willſt du, ſo wollen wir hier drei Hütten W machen, dir eine, Moſi eine, und Elia eine. Da er noh alſo redete, ſiehe, da überſchattete ſie eine lichte Weltt Und ſiehe, eine Stimme aus der Wolke ſprach: Die iſt mein lieber Sohn, an welchem ich. Wohlgefallen hake 9 = f Berge he (Ihr ſollt 3 8 Sohn von Epiſte iſfet W die Laufet nu der da kä ſie eine ve vergänglich wiſſe; ich ſondern ich 1 4. 4 icht den All on win euch geif ze 3 —8 — — 1 „,⸗ loich G leich bbeiter zu 2 — — * „ — ——2— — — — —— — — G& 2 — — 2 lehen und ſim — däta din iien Berge 8 e d. u — eamaßn. . nd ihr 4 68 dſ eſegungj 1 4 1 ¹ 9 1719. auſch Pettum u 8 Gruder, und ii d und watd beii rut,, wie die Sem 8 Licht Und ſit e redeten wit 19 5 dſu: Her, * i hier dii gü ſita 5 tin N erwh meir licke Walt te 14 de pptach: De bölgefellen ho böreten, ſiekn ſ 3 Seſus ebtt tu 1 Stehtt auſ, m 4 Auxen al uſein und de 19 ae In uſgh, und Evangelien. Jeſus und ſprach: bis des Menſchen⸗ Berge herab gingen, gebot ihnen Ihr ſollt dieß Geſicht niemand ſagen, Sohn von den Todten auferſtanden iſt Am Sonntage Septuageſima. Epiſtel, 1 Koör 9, v. 24 bis Kap. 10, v. 5. Wiſe ihr nicht, daß die, ſo in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanger das Kleinod? Laufet nun alſo, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet ,enthält ſich alles Dinges; jene alſo, daß ſie eine vergängliche Krone empfangen: wir aber eine un⸗ vergängliche. Ich laufe aber alſo, nicht als aufs Unge⸗ wiſſe; ich fechte alſo nicht als der in der Luft ſtreichet: ſondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige, und ſelbſt verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unſere Väter ſind alle unter der Wolke geweſen, und ſind alle durch das Meer gegangen und ſind alle unter Moſe getauft mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle ei⸗ nerlei geiſtliche Speiſe gegeſſen, uud haben alle einerlei geiſtlichen Trank getrunken; ſie tranken aber von dem geiſtl lichen Fels, der mit folgte, welcher war Chriſtus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen; denn ſie ſind niedergeſchlagen in der Wüſte. Evangelium, Matth. 20, v. 1⸗16. eſus ſprach zu ſeinen Jüngern: das Himmelreich iſt § gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu miethen in ſeinen Weinbergt Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groſchen zum Tagkohn, ſandte er ſie in ſeinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und ſah andere auf dem Markt müßig ſtehen und ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg ich will euch geben was recht iſt. Und ſie gin⸗ gen hin. Aberm! ging er aus um die ſechſi und neunte Stunde, und that gleichalſo. Um die eilfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müßig ſtehen und ſprach zu ihnen: was ſtehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie ſprachen zu ihm: Es hat ns mie na gedinget. 2 Er Heraih 20 Epiſteln ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg und was recht ſein wird, ſoll euch werden. Da es nm Abend ward, ſprach der Herr des Weinberges zu ſeinen Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn, und hebe an an dem Letzten bis zu dem Erſten. Da ke men die um die eilfte Stunde gedinget waren, und em pfing ein jeglicher ſeinen Groſchen. Da aber die Erften kamen, meinten ſie, ſie würden mehr empfangen, um ſie empſingen auch ein jeglicher ſeinen Groſchen. ſie den empfingen, murreten ſie wider den Haushalta und ſprachen: die ſe letzten haben nur eine Stunde gear⸗ beitet, und du haſt ſie uns gleich gemacht, die wir des Te ges Laſt und Hitze getragen haben. Er antwortete abn und ſagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue di nicht unrecht. Biſt du nicht mit mir eins geworden um einm Groſchen? Nimm was dein iſt, und gehe hin. Ich wil aber dieſem Letzten geben gleich wie dir. Oder habe ſh nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Sie heſt du darum ſcheel, daß ich ſo gütig bin? Alſo wamf die Letzten die Erſten, und die Erſten die Letzten ſi * Denn viele ſind berufen, aber wenige ſind auserwähle. Am Sonntage Serxageſimaͤ. Epiſtel, 2 Kor. 11, v. 19. bis Kap. jieben Brüder! Ihr vertraget gern Narren X ihr klug ſeid. Ihr vertraget, ſo euch jemand zu K ten mache, ſo euch jemand ſchindet, ſo euch jemand umm 4— 9 2 G2 4169 Uie Na nd 1 1* 5 4 3 ſo euch jemand trotzt, ſo euch jemand in das Angeſiit wil ſtreichet. Das ſage ich nach der Unehre, als wären tieu ſchwach geworden. Worauf nun jemand kühn iſt, i thü rede in Thorheit) darauf bin ich auch kühn. Sie uh Hebräer, ich auch; ſie ſind Israeliten, ich auch; ſie ſa Abrahams Samen, ich auch. Sie ſind Diener Chriſtz (ich rede thöricht) ich bin wohl mehr. Ich habe neſt gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öftn gefangen, oft in Todesnöthen geweſen. Von den Juden ho⸗ be ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eine Ich bin dreimab geſtäupet, einmal geſteinigt, dreimal he be ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich dun rac 4 Und d n,*„ 41 V bracht in ich bin in ter den Gefahr un in Gefahr in Gefah und Arbei in viel Fe zuträgt, trage So⸗ werde nic nicht? Se Schwachhe Jeſu Chrif ich nicht l A ²* Vor⸗ vr b Arela ver Kandon KAalNen. — m komm p / A Mo Dille!, enthalte m achte, den. auf daß hebe, iſ Satanz( ich mich geflehet 1 geſagt; 9 9 5 wir des? antwortete i — und ich thue — worden um iin 1 hin. Ich n „Oder habei n Meinen? 8 d G in? Alſo wa ie G= die Letzten ſ ₰ die Letzten ſi wenit d auserwaäͤhll ——— Sei ina. iap. 12, 9. 9 gerd ues Narren, diewi berttmand zu Kne d, jemand vimm jem ☚ n das Angeſt Um als wären mi 1 2 d kühn iſ G. [E kühn. E fn 1cch auch; ſeſh 4 Diener(hii Ich huhe un ne In, ich biüi 1 m den Loda t X₰ che weniger ii 1igt, dreina 9 nt Ah habe ihin — 1 * und Evangelien. 21 bracht in der Tiefe des Meeres. Ich bin oft gereiſet; ich bin in Gefahr geweſen zu Waſſer, in Gefahr un⸗ ter den Mördern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüſte, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falſchen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durſt, in viel Faſten, in Froſt und Blöße: ohne was ſich ſonſt un zuträgt, nemlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer iſt ſchwach, und ich werde nicht ſchwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen ſoll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, welcher ſei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damaskus der Landpfleger des Königs Aretä verwahrte die Stadt der Damasker, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenſter aus durch die Mauer niedergelaſſen, und entrann aus ſeinen Händen. Es iſt mir ja des Rühmens nichts nütze, doch will ich kommen auf die Geſchichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menſchen in Chriſto, vor vierzehn Jahren(iſt er in dem Leibe geweſen, ſo weiß ich es nicht; oder iſt er außer dem Leibe geweſen, ſo weiß ich es auch nicht; Gott weis es;) derſelbige ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denſelbigen Menſchen.(Ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe geweſen iſt, weiß ich nicht; Gott weis es.) Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unausſprechliche Worte, welche kein Menſch ſagen kann. Davon will ich mich rühmen; von mir ſelbſt aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und ſo ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thöricht; denn ich wollte die Wahrheit ſagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir ſiehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung über⸗ hebe, iſt mir gegeben ein Pfahl ins Fleiſch, nehmlich des Satans Engel, der mich mit Fäuſten ſchlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir geſagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn wenie 8. Kra — —— — ——— —— 22* Epiſteln — Kraft iſt in dem Schwachen mächtig. Darum will ſch 4 mich am allerliebſten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chriſti bei mir wohne. Evangelium, Luca 8, v. 4:15. b a nun viel Volks bei einander war, und aus den — Städten zu Jeſu eilten, ſprach er durch ein Gleichniß. Es ging ein Sämann aus zu ſäen ſeinen Samen, und indem er ſäete, ſiel etliches an den Wag⸗ und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himme ſraßen es auf. Und etliches fiel auf den Fels, und da c aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dor⸗ nen gingen mit auf und erſtickten es. Und etliches ſe auf ein gutes Land, und es ging auf und trug hunden⸗ fältige Frucht. Da er das ſagte, rief er: Wer Ohimn hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber ſeine Fän⸗ ger, und ſprachen, was dieſes Gleichniß wäre? Er aber ſprach: Euch iſt es gegeben, zu wiſſen das Geheimuh des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie es ſchon ſehen, unb nit rerſtehen, ob ſie es ſchon hören. Das iſt abe des Gleichniß: Der Same iſt das Wort Gottes. Die a an dem Wege ſind, das ſind, die es 3 darn kommt der Teu el, und nimmt das Wort von ihrem Hee zen, auf daß ſie nicht glauben und ſelig den. N aber auf dem Fels, ſind die, wenn ſie d men ſie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben ſie und zur Zeit der ki⸗ fechtung fallen ſie ab. Das aber unter die Dornen ſit ſind die, ſo es hören, und gehen hin unter den Sorge 8 2 5„ A 5* hoͤren, Nei⸗ Reichthum und Wolluſt dieſes Lebens, und erſticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande . ⸗* 8.„„ 2 uon ſind die, die das Wort hören und behalten in eing Geduld. —— feinen guten Herzen, und bringen Frucht in Am Sonntage vor der Faſten, Eſtomihi. Epiſtel, 13 Kor. 1, v. 1⸗13. Kieben Brüder! wenn ich mit Menſchen⸗ und mit Erge zungen redete, und hätte der Liebe nicht, ſo wäre icn knendes! weiſſagen Erkenntniß verſetzte, Und wenn ließe mein wäre wir ſreundlich Muthwill ungebärdi — —= ☚——— — x— ——*—— 8— —₰—, 2. — 82 — — —. übören g —= —» — — — — eſus n A Sehe wird alles Mopheten antwortet und gaſch ihn geißel wieder al die Rede das geſas Jericho ke ni 2. Daxum wil mei — eha hwadhen, nca 4. 115 1* dar Guulſ. t, und a3 1 mer durch un=— zu ſien ſ f lelt yes an den A 4 ter dem Him auſ ee Fels, und da 88 ir ht Saft ha 4„und die d iten— un etlices anng ad trug hum ke 2 er: Wer dh fures aber ſeine 3— nni wäre! „ zu un n das Geheim 1₰ 481 ſ dern in Gleichni 8 8 dſehen, unb m hären as iſ aber 3 8 ottes. Die a d,'ören; dar nd von ihrem H. r un g werden. 2 went i es hören, n Nan u die daben 1 ſie u Zeit der) det— die Dorneni den unter den E n Lehen aud erſtickenn r a. em guten i mn u chhalten in in zen e in Gedu 1 n V 1—1; 3. dieb— ſo 84 4 ungebärdig, und Evangelien. 23 toͤnendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weiſſagen könnte, und wüßte alle Geheimniſſe, und alle Erkenntniß, und hätt e allen Glauben, alſo daß ich Berge verſetzte, und hätte der Liebe nicht, ſo wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, ſo wäre mir es nichts nütze. Die Liebe iſt lan gmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, ſie blähet ſich nicht, ſie ſtellet ſich nicht ſie ſuchet nicht das Thle, ſie läßt ſich nicht ſie trachtet nicht nach Schaden, ſie freuet ſich ſie freuet ſich aber der Wahr⸗ ſie verträgt alles, ſie glaubet alles, ſie hoffet abes ſie duldet alles. Die Liebe hört nimmer auf, ſo doch die Weiſſagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenntniß aufhören wird. Denn unſer Wiſſen iſt Stückwerk, und unſer Weiſſagen iſt Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Voll⸗ kommene, ſo wird das Stückwerk aufhören; da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindiſche Anſchläge; da ich aber ein Mann wehd, that ich ab, was kindiſ war. Wir ſehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angeſicht zu Angeſicht. Jetzt erkenne ich es ſtückweiſe: dann aber werde ich es erkennen, gleichwie ich erkangt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liehe, dieſe drei: aber die Liebe iſt die größeſte unter ihnen. 8 erbitten, nicht der Ungere chtigkeit, heit, Evangelium, Lucä 18, v. 31743. eſus nahm zu ſich die Zwölfe, und ſprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jeruſalem, und es wird alles vollendet werden, das geſchrieben iſt durch die Propheten von des Menſchen Sohn. Denn er wird über⸗ antwortet werden den Heiden, und er wird verſpottek, und geſchmähet, und verſpeiet werden; und ſie werden ihn geißeln und tödten, und am dritten Tage wird er wieder auferſtehen. Sie aber vernahmen der keins, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das geſagt war. Es geſchah aber, da er nahe zu Jericho kam, ſaß ein Blinder am Wege, und bectetn — 24 Epiſteln Da er aber hörete das Volk, das durchhin ging, fer⸗ ſchete er, was das wäre. Da verkündigten ſie ihm, Jeſus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und ſprach: Jeſu, du Sohn Davids, Die aber vorne angingen, bedrohten ihn, erbarme dich meiner er ſelle ſchweigen, er aber ſchrie vielmehr: Du Sohn Davidz erbarme dich meiner! ihn zu ſich führen. Da ſie ihn aber nahe bei ihn brach⸗ ten, fragte er ihn, und ſprach: Was willſt du, daß ich dir thun ſoll? Er ſprach: Herr, daß ich ſehen möge Und Jeſus ſprach zu ihm: Sei ſehend; dein Glaube het dir geholfen. Und alsbald ward er ſehend, und folgte ihm nach, und pries Gott. Und alles Volk, das ſolches ſah, lobte Gott. Jeſus aber ſtand ſtill, und hiez Am J. Sonntage in der Faſten, Invocavit. Epiſtel, 2 Kor. 6, v. 1⸗10. Lieben Brüder! wir ermahnen euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget Denn er ſpricht: Ich habe dich in der angenehmen Fi erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. het, jetzt iſt die angenehme Zeit, jetzt iſt der Heils. Laſſet uns aber niemand irgend ein geben, auf daß unſer Amt nicht verläſtert werde; ſet dern in allen Dingen laſſet uns beweiſen als die Di⸗ ner Gottes, in großer Geduld, in Trübſal, in Näthen, in Aengſten, in Schlägen, in Gefängniſſen, in Auf⸗ ruhren, in Arbeit, in Wachen, in Faſten, in Keuſce heit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichteit, in dem heiligen Geiſt, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, 44 ¾ fen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, un als die Verführer, und doch wahrhaftig; 48 Ehre und Schande, durch böſe Gerüchte und gute Ge⸗ rüchte; die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbeu⸗ den, und ſiehe wir leben; als die gezüchtigten, und doch nicht ertödtet; als die Traurigen, aber allezeit fröh als die Armen, aber die doch viele reich machen; lich; als die nichts inne haben, und doch alles haben. durch Waf Evan⸗ vierzig 2 gerte ihn. Biſt du werden. ſchrieben: ſondern? Gottes g heilige E pels, und dich hina 6 7 8 A31 Engell Lllet 4 25 4 1 U empfangen fallen, d —— rR, Juvocaui 6,— 1,t. n en 3 Nithelfer, ottes empfan = angenehmen* des Ss geholfen. 6 geit i iſt der Tag d 6 0 and ☛☛ed ein Aergerm icht Sett werde; ſon ns itnien als die Di in ir Sſal, in Nöther C. niſen, in Ä ſten, in Kuuſt 1, in Freundlich 1* Liebe, inw =tes, durch 3⸗ ur Linken, uh 1 f 1 1 . f raff 84ʃ d wahthaftig; alls die Stalt 4„. 6 31 azzüchtigten,„ ri aber allezeit ſ ele reich matne V d— 5 haben. 6 b 5 ote und guth den Händen tragen, und Evangelien. 25 Evangelium, Matth. 4, v. 1-11. ENa ward Jeſus vom Geiſt in die Wuüſte geführet, —— auf daß er vom Teufel verſuchet würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefaſtet hatte, hun⸗ gerte ihn. Und der Verſucher trat zu ihm und ſprach: Biſt du Gottes Sohn, ſo ſprich, daß dieſe Steine Brod werden. Und er antwortete und ſprach: Es ſtehet ge⸗ ſchrieben: der Menſch lebet nicht vom Brod allein, ſondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da führete ihn der Teufel mit ſich in die heilige Stadt, und ſtellte ihn auf die Zinne des Tem⸗ pels, und ſprach zu ihm: Biſt du Gottes Sohn, ſo laß dich hinab; denn es ſtehet geſchrieben: Er wird ſeinen Engeln über dir Befehl thun, und ſie werden dich auf auſ daß du deinen Fuß nicht an einen Stein ſtößeſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Wieder⸗ um ſtehet auch geſchrieben: Du ſollſt Gott, deinen Herrn, nicht verſuchen. Wiederum führte ihn der Teufel mit ſich auf einen ſehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und ſprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, ſo du nieder⸗ fällſt und mich anbäteſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan; denn es ſtehet geſchrieben: Du ſollſt anbäten Gott deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel, und ſiehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm. b Am 11 Sonntage in der Faſten, Remi⸗ niſcere. Epiſtel, 1 Theſſ. 4, v. 1⸗7. IJdeiter, lieben Brüder, bitten wir euch: und ermah⸗ d nen euch in dem Herrn Jeſu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr ſollt wandeln und Gott ge⸗ fallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wiſſet, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jeſum. Denn das iſt der Wille Gottes, eure Heili⸗ gung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wiſſe ſein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Luſtſeuche, wie die Heiden, die von 5 Herr, 26 von Gott nichts wiſſen; und greife, noch ver rvortheil e ſeinen Bruder im Handel; denn der Herr iſt vor geſaget und bezeuget haben. nicht berufen zur Unreinigkeit, dondern zur Heiligung. Epiſteln daß niemand zu wiit der Rächer über das alles, wie wir euch zu⸗ Denn Gott hat unz Evangelium, Matth. 15, v. 21⸗28. U Jeſus Gegend näiſches Weib ging aus derſelbigen Gränze, und ihm nach, erbarme dich übel geplaget. traten zu ihm ſeine Jünger, Laß ſie doch von dir antwortete aber und ſprach: nur zu den verlornen Schafen von dem Hauſe Iſal Sie aber kam, hilf mir. iſt nicht fein, und werfe es vor die Hunde. aber doch eſſen die Hündlein von den von ihrer Herren Tiſche fallen. ging aus von da unnen, und entwich in die Tyrus und Sidon. Und ſiehe, ein Laße und ſprach: Ach Herr, du So hn Deui meiner; meine Tochter wird vom Teuil Und er antwortete ihr kein Wort. Da baten ihn und ſprachen; ; denn ſie ſchreiet uns nach. G Ich bin nicht geſandt, dem und fiel vor ihm nieder, und ſpratt Aber er antwortete und ſprach: daß man den Kindern ihr Brod nehunn Sie ſprach; Ja, Riit Broſar men 861 4 ant F† wo Or 1 tet 9 n A 2 Da und ſprach zu ihr: O Weib, dein Glaube iſt groß! geſchehe, w zu derſelbigen Stunde. ie du willſt. Und ihre Tochter ward geſum — Am III. o ſeid nun Gottes Nachfolger, den. und wandelt in der Liebe, uns hat geliebet, Gabe und Opfer, Gott rey aber und alle Unreinigkeit, von euch geſagt werden, Auch ſchandbare welche Scherz, Dankſagung. rer, oder Unreiner, Sonntage in der Faſten, Oeuli. Epiſtel, Epheſ. 5, v. 1⸗9. als die lieben n gleichwie Chriſte und ſich ſelbſt dar gegeben für uns ſr zu einem ſüßen Geruch. Hulk⸗ oder Geiz, laſſet uich wie den Heeiligen zuß ehel. Worte und Narrentheidinge, odet euch nicht ziemen, ſondern dielmät Denn das ſollt ihr wiſſen, daß kein Hu oder Geiziger,(welcher iſt ein 43 tes, Laſf Wertai tes über ihre Mitg nun aber die Kinde Gütigleit 8 eſus t 1 es ge Stumme. unter ihn Beelzebub verſu dien 6. Himme 41 zu tnen zendiene r) und wer durhan ih hrer nich mein 9 kommt, ket. de ſich. die ommen, nd 5 ienend 1 4 n Handè; 3 b wie au 3 deh fuu netuiu h.. t).. A*. nen u— entwich j in . iehe, tetſ N kein Wort. ba nn und dn 1 ſe 1— uns nach. ch dt geſandt, d de n 0 m Hau N Iſu dn am der, und ſpen 80 dund ſprach: 3 ihr Bai nei Gf ach:„r 1 dn ddn . antwortete Jiſt din Sbe iſt groß! d iht K zter wan geſun —— dien, Oeuli b 1 1:9. nn die lieben 9 9 gleichwie G ſ 15 für us we Geruch. Hle⸗ m Ssei, laſſt tn 5 r eiligen ut 4 r antheidinge, 1 3 — — ſondern vieln dß kein 4 uce iſt e 44— und Evangelien, 27 4.) tzendiener) Erbe hat an dem Reich Chriſti und(Fot⸗ tes. Laſſet euch niemand verf ühren mit vergeblichen Worten; denn um dieſer willen kommt der Zorn Got⸗ tes über die Kinder des Unglaubens. Darum ſeid n icht ihre Mitgenoſſen. Denn ihr waret weiland Finſterni iß; nun aber ſeid ihr ein Licht in dem Wandelt wie die Kinder des Lig chts. Die Frucht des Geiſtes iſt alle rlei t Gütig Zieit, und Gexechtigkeit, und Wahrheit. 11 rrn. Evangeliu m, Lucä 11, v. 14.28. UInd da redete der Etliche a ber eſus trieb einen Teufel aus, der war ſtumm. . es geſchah, da der Teufel ausfuhr, Stumme. Und das Volk verwunderte ſich. unter ihnen ſprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Oberſten der Teufel. Die andern a ber verſuhten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und ſprach zu ihnen! Ein jegliches Reich, ſo es mit ihm ſelbſt une ins wird, das wird wüſte, und ein Haus fällt über das andere. Iſt denn der Satanas auch mit ihm ſelbſt um⸗ eins, wie will ſein Reich beſtehen? Dieweil ihr ſaget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Bcelzebub austreibe, durch wen trei⸗ ben ſie eure Kinder aus? Darum werden ſie eure Rich⸗ ter ſeyn. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel⸗ austreibe, ſo kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenr ein ſtarker Gewapneter ſeinen Pallaſt bewahret, ſo blei⸗ bet das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkere über ihn kommt, und überwindet ihn, ſo nimmt er ihnt ſeinen Harniſch, darauf er ſich verließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir iſt, der iſt wider mich, und wer nicht mit mir ſammelt, der zerſtreuet. Wenn der unſaubere Geiſt von dem Menſchen ausfähret, ſo durchwandelt er dürre Stätte, ſuchet Ruhe und findet ihrer nicht; ſo ſpricht er: ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus jch gegangen bin. Und wenn er kommt, ſo findet ers mit Beſen gekehret und geſchmli⸗ cket. Dann gehet er hin, und nimmt ſieben Geiſter zu ſich, die ärger ſind, denn er ſelbſt. Und wenn ſie hinein kommen, wohnen ſie da, und wird hernach mit Phngene igen von der Freien, iſt durch die Verheißung Epiſteln 28 bigen Menſchen ärger, denn vorhin. Und es begab ſich, da er ſolches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme, und ſprach zu ihm: Selig iſt der Leib, der dich getragen hat, und die Brüſte, die du geſogen haſt. Er aber ſprach: Ja, ſelig ſind, die Gottes Won hören und bewahren. — Am IV. Sonntage in der Faſten, Laͤtare. Epiſtel, Gal. 4, v. 21⸗31. V I Sßaget mir, die ihr unter dem Geſetze ſeyn wollt, habt ihr das Geſetz nicht gehöret? Denn es ſtehet ge⸗ ſchrieben, daß Abraham zween Soͤhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, iſt nach dem Fleiſch geboren: der aber geboren. Weorte bedeuten etwas. Denn das ſind die zwei Teſt⸗ mente, eins von dem Berge Sina, das zur Knechte ſai gebieret, welches iſt die Agar. Denn Agar heißt in Ara⸗ bia der Berg Sina, und langet bis gen Jeruſalen Rdah zu dieſer Zeit iſt, und iſt dienſtbar mit ſeinen Kina in Aber das Jeruſalem, das droben iſt, das iſt die d 3 die iſt unſer aller Mutter. Denn es ſtehet geſchrie Berg, ul war aber ſeine Auge und ſptich dieſe eſſen er wußte wortete i nicht gen nig nehn dreas, d hier, der was iſt d fet, daß an dem Jeſus ah Jüngern, Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebiere ſ, und Da Jeſ brich hervor, und rufe, die du nicht ſchwanger biſt tdenn die Einſame hat vielmehr Kinder, denn die den M hat. Wir aber, lieben Brüder, ſind Iſaaks nachd d Verheißung Kinder. Aber glei chwie zu der Zeit, der nach dem Fleiſch geboren war, verſolgte den, der nach dem Geiſt geboren war, alſo gehet es jetzt auch. Mer was ſpricht die Schrift? Stoße die Magd hinaus mit ihrem Sohne; denn der Magd Sohn ſoll nicht erben mit dem Sohn der Freien. So ſind wir nun, leln Brüder, nicht der Magd Kinder, ſondern der Freien. Evangelium, Joh. 6, v. 1⸗15. TNStad fuhr Jeſus weg über das Meer an er Se. Stadt Diberias in Galliläa. Und es zog ihm viel Violks nach, darum, daß ſie die Zeichen ſahen, die er an dein Kranken that. Jeſus aber ging bmmanf auf SnA Am 8 4 3 kommnert das iſt Böcke de 4 lut ein wige Er Söcke Bl heiliget d öret e atte, einen u dr n. Aber derm Fieiſ boren: der in del ig geboren.) das eu die zwei Ti An Fzur Knechiſte Den ar heißt in h 1 bi Jeruſalem, i ſbar a ſeinen Kindn en as iſt die fu eenn= ehet geſchriebe die ht gebiereſt, un nicht Moanger biſt, den er,* die den Man „ſſaaks nach d dw der Zeit, d vd re den, der uu e*= jetzt auch. N 6d agd hinalbt ſoll nicht uu ſeSvir nun, in 11n der Freien. 1⸗15. — es zog ihn 1 1— ſeyn woll, ze =n es ſtehet und Evangelien. 29 Berg, und ſetzte ſich daſelbſt mit ſeinen Jüngern. Es war aber nahe die Oſtern, der Juden Feſt. Da hob Jeſus ſeine Augen auf, und ſiehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und ſpricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß dieſe eſſen?(Das ſagte er aber, ihn zu verſuchen; denn er wußte wohl, was er thun wollte.) Philippus ant⸗ wortete ihm: Zweihundert Pfennigenwerth Brods iſt nicht genug unter ſie, daß ein jeglicher unter ihnen ein we⸗ nig nehme. Spricht zu ihm einer ſeiner Jünger, An⸗ dreas, der Bruder Simonis Petri: Es iſt ein Knabe hier, der hat fünf Gerſtenbrode und zween Fiſche; aber was iſt das unter ſo Viele? Jeſus aber ſprach: Schaf⸗ fet, daß ſich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten ſich bei. fünftauſend Mann. Jeſus aber nahm die Brode, dankte und gab ſie den Jüngern, die Jünger aber denen, die ſich gelagert hattenz deſſelbigen gleichen auch von den Fiſchen, wie viel er wollte. Da ſie aber ſatt waren, ſprach er zu ſeinen Jün⸗ gern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts um⸗ komme, da ſammelten ſie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken, von den fünf Gerſtenbroden, die überblie⸗ ben denen, die geſpeiſet worden. Da nun die Menſchen das Zeichen ſahen, das Jeſus that, ſprachen ſie: Das iſt wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen ſoll. Da Jeſus nun merkte, daß ſie kommen würden, und ihn haſchen, daß ſie ihn zum König machten, entwich er abermal auf den Berg, er ſelbſt allein. Am V. Sonntage in der Faſten, Judica. Epiſtel, Hebräer 9, v. 11⸗15. Ehriſtus aber iſt gekommen, daß er ſei ein Hoherprieſter der zukünftigen Güter, durch eine größere und voll⸗ kommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht iſt, das iſt, die nicht alſo gebaut iſt; auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, ſondern er iſt durch ſein eignes Blut einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlöſung erfunden. Denn ſo der Ochſen und der Böcke Blut, und die Aſche von der Kuh geſprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit; bois viel⸗ Epiſteln vilmehr wird das Blut Chriſti, der ſich ſelbſt ohne allen Wandel durch den heiligen Geiſt Gott geopfert hat, unſer Gewiſſen reinigen von den todten Werken, zu diemen dem lebendigen Gott! Und darum iſt er auch ei Mittler des neuen Teſtaments, auf daß durch den Tod ſo geſchehen iſt zuͤr Erlöſung von den Uebertretungen, die unter dem erſten Teſtamente waren, die, ſo berufen ſind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium, Joh. 8, v. 46⸗59. eſus ſprach zu den Juden: Welcher unter euch kam äuße 2 So ich euch aber die aleich w warum glaubet ihr mir nicht? We an 2 mich einer Sünde zeihen? Wahrheit ſage, von Gott iſt, der höret Gottes Wort. ihr nicht, denn ihr ſeid nicht von Gott. teten die Juden, und ſprachen zu ihm: 1 De Darum hötet war antwor⸗ 5 Sagen wit g nicht recht, daß du ein Samariter biſt, und haſt den Namen keinen Teufh Kimmel iin ich fen. Ab hinaus, — A Teufel? Jeſus antwortete: Ich habe 1 ſondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich, alle Zun Ich ſuche nicht meine Ehre; es iſt aber Einer, der ſe Her ſei ſuchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich ſage eih: So jemand mein Wort wird halten, der wird den dde nicht ſehen, ewiglich. Da ſprachen die Juden zu ihn: Slehe Nun erkennen wir, daß du den Teufel haſt. Abrahan; iſt geſtorben und die Propheten, und du ſprichß: 6o— jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht ſchm⸗ Am cken ewiglich. ham, welcher geſtorben iſt? ſtorben. wortete: So ich mich ſelbſt ehre, ſo iſt meine Ehre nichts⸗ Es iſt aber mein Vater, der mich ehret, welchen i ſprechet, er ſei euer Gott, und kennet ihn nicht. K aber kenne ihn. Und ſo ich würde ſagen: Ich kenne ihs nicht, ſo würde ich ein Lügner, gleichwie ihr ſedd Aber ich kenne ihn, und halte ſein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag ſehen ſoll und er ſah ihn, und freuete ſich. Da ſprachen die Ni den zu ihm: Du biſt noch nicht fünfzig Jahre alt, und haſt Abraham geſehen? Jeſus ſprach zu ihnen: Wahe⸗ lich, wahrlich, ich ſage euch: Ehe denn Abraham ujn Und die Propheten ſind g⸗ Was machſt du aus dir ſelbſt? Jeſus aue Biſt du mehr denn unſer Vater Abra⸗ Eerd — weni um feget SA. Leig ſeld ben auch opfett. T Sauertei Schalthen Wahrheit G V nd da 19 1 Nag 1 i, d. b 3 lt a den n Leopfet Und n Verken „ 8 h iſt er auch 4 durch den A 2 1 Uebertrenng 2 unter euch 1 h auch abn ubet air nicht? dtts. E. Darum ſe dt 9” ſtt. Da antn chen ihm: Sagen marih ſ, und haſt Ichrece keinen Ta r, eihr unehret n 6— r Einer, da 3, ich ſage en er wird den d e Juden zu ihr den ſt 2l haſt. Abrahe en, ſt u du ſprichſ: 6 vird ⸗Tod nicht ſche de g ſet Vater A we 9 9„ zalte 2 1 r Kiun 4 — k, — „* . 4½ 1d 5 E inde mn: Ich d eichwie ihr 1 Wort. vſt? Jeſus meine Ehre n hret, welchat ihn nicht Abre 1* 1Tag ſehen 4 ₰ ſprachen d 7 Jahre dhe ſr 8 Mzu ihnen: 5 in Inrhes⸗ d toopheten ſind, äußerte ſich ſelbſt, und Seagel 31 bin ich. Da hoben ſie Steine auf, daß ſie auf ihn wür⸗ fen. Aber Jeſus verbarg ſich, und ging zum Tempel hinaus, mitten durch ſie linſirichend. „Am VI. Sonntage in der Ballen, dal marum. b Epiſtel, P hilippi 2, v. 5⸗11. Fin jeglicher ſei geſinnet wie Jeſus Chriſtus auch war. Selcher, ob er wohl in goͤttl icher Geſtalt war, hielt er es nicht für einen Raub, Gott gleich ſeyn; ſondern und nahm Knechtsgeſtalt an, ward gleich wie ein anderer Menſch, und an Gebärden als ein Menſch erfunden. Er erniedrigte ſich ſelbſt, und ward gehorſam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm einen Namen deeben der über alle Name iſt: daß in dem Namen Jeſu ſich beugen ſollen alle derer Kniee, die im Kimmel und auf Erden, und unter der Erde ſind; und alle Zungn bekennen ſollen, M Jeſus Chriſtus der Herr ſei zur Ehre Gottes des Vaters. Evangelium, Matth. 21, v. 1⸗9. das Evangelium am erſten Sonn⸗ tage des Advents. Seite 1. Am heiligen dferrage. Epiſtel, Kor. 5, v. 6⸗8. Fuer Ruhm iſt nicht fein. Wiſſe ihr nicht, daß ein —*wenig Sauerteig den ganzen Teig verſäuert? Dar⸗ um feget de alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig ſeid, gleichwie ihr ungeſäuert ſeid. Denn wir ha⸗ ben auch ein Oſterlamm, das iſt Chriſtus, für uns ge⸗ opfert. Darum laſſet uns Oſtern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, ſondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. Siehe 9 .0 Evangelium, Mark. 16, v. 1⸗8. Un da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Masdalena„ und Maria Jakobi und Salome Spe⸗ zerei, 32 Epiſteln zerei, auf daß ſie kämen und Jeſum ſalbeten. Und ſie kamen zum Grab an einem Sabbats ſehr frühe, da die Sonne aufging. Und ſie ſprachen unter einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thür? Und ſie ſahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abge⸗ wälzt war; denn er war ſehr groß. Und ſie gingen hinein in das Grab, und ſahen einen Jüngling zur rech⸗ ten Hand ſitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und ſie entſetzten ſich. Er aber ſprach zu ihnen: Entſetzet euch nicht. Ihr ſuchet Jeſum von Nazareth, den Ge⸗ kreuzigten; er iſt auferſtanden, und iſt nicht hier. Siehe da die Stätte, da ſie ihn hinlegten. Gehet aber hin, und ſaget es ſeinen Jüngern und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galiläa: da werdet ihr ihn ſehen, wie er euch geſagt hat. Und ſie gingen ſchnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war ſie Zittern und Entſetzen angekommen: und ſagten niemand nichts; denn ſie fürchteten ſich. — Am Oſtermontage. Epiſtel, Ap. Geſch. 10, v. 34⸗41. Peltu⸗ aber that ſeinen Mund auf, und ſprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Perſon nicht anſiehet; ſondern in allerlei Volk, wer ihn fürch⸗ tet und recht thut, der iſt ihm angenehm. Ihr wiſſet wohl von der Predigt, die Gott zu den Kinder Iſrael geſandt hat, und verkündigen laſſen den Frieden durch Jeſum Chriſtum(welcher iſt ein Herr über alles), die durch das ganze jüdiſche Land geſchehen iſt, und ange⸗ gangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes pre⸗ digte: wie Gott denſelbigen Jeſum von Nazareth geſal⸗ bet hat mit dem heiligen Geiſt und Kraft, der umher⸗ gezogen iſt, und hat wohl gethan und geſund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Und wir ſind Zeugen alles deß, das er ge⸗ than hat im jüdiſchen Lande und zu Jeruſalem. Den haben ſie getödtet, und an ein Holz gehänget. Den⸗ ſelbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und ihn laſſen offenbar werden, nicht allem Volk, ſondern uns ns d und en uterwählten in gegeſan und* fanden ſt von den S Kerangeliun id ſec, zween au 1 gen an demſelbigen oon Jeuſten ſechszig ümmagu Und ſie te en Giſtidten. Und e geragm ſih mitmand dandete mit ihnen. en, di ſie ion nihti Bas ſiad das föt Re delt unterwegs, ud mit Ramen Kleophas, unter den Fremdlinge vas in dieſen Tagt präch zu ihnen: B Das dan Jeſu von nachtg von Thaten Lolkſ wie ihn unſe aidvirte haben zur teuzget. Wir abe nd uer das alles tes gichehen iſt diß de Unſe, n hhen ſeinen Lei eücen einen Geſ Ilib Und etliche nn fanden es alſo — ſchen tf frühe, daw 1 eiander: . 9 Thür? 4 e, der ees th en ein nglin en eit zur u in laß= veißes n leid G ſpr ihnen: Entſet n von Tareth, den „und K icht h hier. Ei No und di er vore a wer Jy ihn ſehen, ginge ill Vanen an e ſie Zittern 1! ſagtent zand nichts; — — — 8 ch. 1„ 34,41. ad al nd ſra dheit,— c Gott die 19 lerleſt e ꝛ, wer ihn für im nehm. Ihr wi de zen Kinder I laſt aen Fieden d 35. über alles) 1 zen iſt, und die dohan 1 Nazarett 1 CKraft, der gethd d geſund gi⸗ 3 denn Get — Venſun in 7 a gehaͤnget. 2 in Tage, m bbeten. V Und 1 hineg— Gehet aber 4 und Evangelien. 33 uns den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegeſſen und getrunken haben, nachdem er aufer⸗ ſtanden iſt von den Todten. Ev enelzun, Lucã 24, v. 13⸗ 135. U ſebe, zween aus den Jüngern des Herrn gin⸗ gen an demſelbigen Tage in einen Flecken, der war von Jeruſalem ſechszig Feldwegs weit, deß Name heißt Emmahus. Und ſie redeten mit einander von allen die⸗ u ſen Geſchichten. Und es geſchah, da ſie ſo redeten und befragt en ſich miteinander, nahete Jeſus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehal⸗ ten, daß ſie ihn nicht kannten. Er ſprach aber zu ihnen: Was ſind das für Reden, die ihr unter einander han⸗ delt unterwegs, und ſeid traurig? Da antwortete einer, mit Namen Kleophas, und ſprach zu ihm: biſt du allein unter den Fremplingen: zu Jeruſalem, der nicht wiſſe, was in dieſen Tagen darinnen geſchehen iſt? Und er ſprach zu ihnen: Welches? Sie aber ſprachen zu ihm: Das von Jeſu von Nazareth, welch her war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten, vor Gott und allem Boldz wie ihn unſere Hohenptieſter und Dherſten über⸗ ntwortet haben zur Verdammniß des Tod und ge⸗ Renzige Wir aber hofften, er ſollte Ifraei erlöſen. Und über das alles iſt Nrun der dritte Tag, daß ſyl⸗ ches geſchehen iſt. Auch haben uns er rſchreckt etliche Weiber der Unſern, die ſind frühe bei dem Grabe gewe⸗ ſen, haben ſeinen Leib nicht gefunden, kommen und ſagen, ſie haben einen Geſicht der Engel gei ſehen, welche ſagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden es alſo, wie die Weiber ſagten, aber ihn fanden ſie nicht. Und er ſprach zu ihnen: O ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben allem dem, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht Chriſtus ſolches leiden, und zu ſeiner Herrlichkeit eingehen? und fing an von Moſe und allen Hropheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm geſagt waren. Und ſie kamen nahe zum Flecken, da ſie hingingen; und er ſeni c ich 34 Epiſteln ſich, als wollte er weiter gehen. Und ſie nothigten ihn, und ſprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat ſich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geſchah, da er mit ihnen zu Tiſche ſaß, nahm er das Brod, dankete, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verſchwand vor ih⸗ nen. Und ſie ſprachen unter einander: Brannte nicht unſer Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und ſie ſtanden auf zu derſelbigen Stunde, kehrten wieder gen Jeruſalem, und funden die Eilfe verſammelt, die bei ihnen waren, wel⸗ che ſprachen: Der Herr iſt wahrhaftig auferſtanden und Simoni erſchienen. Und ſie erzählten ihnen, was auf dem Wege geſchehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brod brach. ſtua Am Oſterdienſtage. a Spiſtel, Ap. Geſch. 13,v. 26:33. hr Männer, lieben Brüder, ihr Kinder des Geſchlechts „J Abrahams, und die unter euch Gott ſürchten, euch iſt das Wort dieſes Heils geſandt. Denn die zu Jeru⸗ ſalem wohnen, und ihre Oberſten, dieweil ſie dieſen nicht kannten, noch die Stimme der Propheten, welche auf alle Sabbather geleſen werden, haben ſie dieſelben mit ihren Urtheilen erfüllet., Und wiewohl ſie keine Ur⸗ ſache des Todes an ihm fanden, baten ſie doch Pilatum, ihn zu tödten. Und als ſie alles vollendet hatten, was von ihm geſchrieben iſt, nahmen ſie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auf⸗ erwecket von den Todten. Und er iſt erſchienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galliläa gen Jeru⸗ ſalem gegangen waren, welche ſind ſeine Zeugen an das Volk. Und wir auch verkündigen euch die Verheißung, uns, ihren Kindern, erfüllet hat, in dem, daß er Jeſum auferwecket hat. 1 Evan⸗ die zu unſern Vätern geſchehen iſt, daß dieſelbige Gott und Ehaugeliun 6 dſe aber davon 1 O dn unter ſie, und duch! Eit elſchracken a e, ſaten inen Geift. ür ſo enchrodken: Und are Hazen? Sehet m es ſeba; fühlet mich leiſch un Bein, wie das ſagte,zeigte k ihn och nicht gaubten ve rach ſtſu ihnen: H eaten im vot ein Siü ſim. Und er nahm au iigen: Das ſind ſch woch bei euch wa vas von wit geſchti oheten und in den Verſändniß, daß ſprach zu ihnen: A Chriſtus leiden, und in Tage und pred ind Vergebung der aaheben zu Jeruſalen aull Sonntage Cryiſel 8 was von Welt; und un mrunden hat.. 1 ohne der dag Aſſet iſt es, der de 1 6 ü iſus, nicht mi wru Und de dit Wahrheit iſt. mmel: Der P dii; und dif 4 kugen auf E 9 dem W je ſtanden Snnenas a ſi inen waren, y dahr.* au ferſtanden! mi eihnen, was! d ni= von unen erke d bn — dieige. h. 1 26:33. ür Jer des Geſchtt — t au itt ſürchten, n ſenn die zu 3 5 jeweil ſie, die ropheten, wel erd 11 ben ſie dieſel Uid=ooyl ſie keine en, ¹ ſee doch Pilt alled n endet hatten, nen on von dem Jott hat ihe u- d aiſt erſchienen auf da Halliläa gan e ſit ine Zeugen a ige emh die Verli en daß dieſelbi 2 zem, daß a 6 : Brannte u und Evangelien. Evangelium, Lncä 24, v. 36⸗17. D. ſie aber davon redeten, trat er ſelbſt, Jeſus, mit⸗ ten unter ſie, und ſprach zu ihnen: Friede ſei mit fuch Sie erſchracken aber, und fürchteten ſich; gweinten, e fähen einen Geiſt. Und er ſprach zu ihnen: Was ſeid r ſo erſchrocken! Und warum kommen ſolche Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße!l ich vin es ſelber; fühlet mich und ſehet: denn ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſehet, daß ich habe. Und da er das ſagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. Da ſie aber noch nicht glaubten vor Freuden, und ſich verwunderten, ſprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu eſſen? Und ſie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fiſche und Honig⸗ ſeim. Und er nahm es und aß vor ihnen. Er aber ſprach zu ihnen: Das ſind die Reden, die ich zu euch ſagte, da ich noch bei euch war: denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geſchrieben iſt im Geſetz Moſis, in den Pro⸗ pheten und in den Pſalmen. Da ffnete er ihnen das Verſtändniß, daß ſie die Schrift derſtanden. Und er ſprach zu ihnen: Alſo iſt es geſchrieben, und alſo mußte Chfriſtus leiden, und auferſtehen von den Todten am drit⸗ ten Tage und predigen la ſſen in ſeinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern, und anheben zu Jeruſalem. Am I. Sountage nach Oſtern, Onaſimodogeniti. Epiſtel, 1 Joh. 5, v. 4⸗10. Aucs was von Gott geboren iſt, überwindet die Welt; und unſer Glaube iſt der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer iſt aber, der die Welt überwin⸗ det, ohne der da glaubet, daß Jeſus Gottes Sohn iſt? Dieſer iſt es, der da kommt mit Waſſer und Blut, Jeſus Chriſtus, nicht mit Waſſer allein, ſondern mit Waſſer und Blut. Und der Geiſt iſt es, der da zeuget, daß Geiſt Wahrheit iſt. Denn drei ſind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort und der heilige Geiſt; und dieſé drei ſind Eins. Und drei ſind, die da zeugen auf Erden. Der Geiſt, das Waſſer und 2 das 35 ——— ———— — ———ÿõ ÿÿõ·õ — hat 36 Epiſteln das Blut und die drei ſind beiſam. men. So wir der Menſchen Zeugniß annehmen, ſo iſt Gottes Zeugniß größer; denn Gottes Zeugniß iſt das, das er gezeuget von ſeinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat ſolches Zeugniß bei ihm. Evangelium, Joh. 20, v. 19⸗23. Am Abend aber deſſelbigen Sabbaths, da die Jünger ** verſammelt, und die Thüren verſchloſſen waren, aus 8 Furcht vor den Juden, kam trat mitten ein, und ſpricht zu ihnen: Friede Und als er Jeſus und ſei mit euch; das ſagte, zeigte er ihnen die Hände und ſeine Seile, Da wurden die Jünger froh, daß ſie den Herrn ſahen 8⸗ 5 . 51 Friede ſei mit euch! Da ſprach Jeſus abermal zu ihnen: ſei mit euc geſandt hat, alſo ſende ich Gleichwie mich der Vater euch. Und da er das ſagte, blies er ſie an, und ſpricht zu ihnen: Nehmet hin den heil ligen Geiſt; welchen ihr die Sünden erlaſſet, denen ſind ſie e aſten, und welchen ihr 4à ſie ————y ñ-⸗— behaltet, denen ſind ſie behalten. Am 11. Sonntage nach O ſtern,„Miſericordias Domini. Epiſtel, 1 Petri 2, v. 21⸗25 enn ühl ſeid ihr berufen. Sintemal auch Chriſtüs 8 gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelaſſen, daß ihr ſollt nachfolgen ſeinen Fußtapfen; welcher keine Sünden gethan hat, iſt auch kein Betrug in ſeinem Mun⸗ de er un en; welcher nicht wieder ſchalt, da er geſcholten ward, nicht drohete, da er litte; er ſtellte es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unſere Sünden ſelbſt ge opfert hat an ſeinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir, der Sünde abgeſtorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunder ihr ſeid hei geworden. Denn ihr waret, wie die irrenden Schaafe; aber ihr ſeid nun bekehret zu dem Hirten und Biſchoff eurer Seele. Eyaugelium, Joh. 10, v. 12⸗ 16. Ich bin ein guter Hirte. E Ein guter Hirte läßt ſein Le⸗ ben für die Schaafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte iſt, deß die Schaafe nicht eigen ſind, 1 fiehet den Wolf unt und ol zaier haſchet nchn vr 3 4 4 Schanſe m ich — vie ffich 4,8 n lſt mein deh ncch aner Schaaft, Und dieſebigen muß ich Stimme hiren, und werden. An III. Soun Epiſel, (neden Brüdkr, ie & und Pilgtimme: welche wider die ten Wandel unter d afteirden, als von und Gott ttpreiſen, m Seih unterthan al Hertn dihen es ſe da gruple uten, a ter die Uebelt zäter siin der Wille 6 Unwiſſenheit trin, und nicht dr Vosheit; ſan dh iddermann. bnt den Küönig. Purcht den Herren, ſenern auch den ütnand un des das e Aber we Gnl, das 3 en v S ſſe u waren, Nſus. trat mit üten ſei ch. Und als ie Hund ſeine ei dan A den Herrn ſat hnen= dde ſei mit a kſand, alſo ſende des e an, und ſy ſeiſt; welchen „ und wel — e zſen — 9— 5 — 12 AC„ d Tſtf 1 Miſericord. 2,— 1125. (nal auch Chrit d u de Vorbild gelaſt 1 71 55 wel lier 1 n in ſinem M der da er gaſchebe te; clle ds aber do4 en ir Sünden uſ—! Holz, au 1' erechtigkeit l ſidt geworden. 1 . aber 4 ihr ſäd et 3 rer Seele. h.. 12 16. — Hirte läßt ſe ſü [ 1g aber, der A— n ſind, in 0 163 F Und ich laſſe meind aba— Udr d.. Jün die Unwiſſenheit der der Bosheit; und Evangeln en. 3*½ Wolf kommen, und verläßt die Schaafe, und fliehet und der Wolf erhaſchet und zerſtreuet die Schaafe. Der Miethling aber fliehet, denn er iſt ein Miethling, und achtet der Schaafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen: wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Leben für die Schaafe. Und ich habe noch andere Schaafe, die ſind nicht aus dieſem Stalle. Und dieſe lbigen muß ich herführen, und ſie werden meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. Alun III. Sountage nach Oſtern, I zubilate. Epiſtel, 1 Petri 2, v. 11⸗20. Kieben Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge T und Pilgrimme: enthaltet euch von fleiſchlichen Lüſten, welche wider die Seele ſtreiten, und führet einen gu⸗ ten Wandel unter den Heiden, auf daß die, ſo von euch afterreden, als von Uebelthätern, eure gute Werke ſehen, und Gott preiſen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid unterthan aller menſchlichen Ordnung, um des Herrn willen, es ſei dem Könige, als dem Oberſten, oder den Hauplleuten, als den Geſandten von ihm zur Rache über die Uehelthäter, und zum Loͤbe der Frommen. Denn das iſt der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verſtopfet thörigten Menſchen, als die und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel zſondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte ſeid unterthan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, ſondern auch den wunderlichen. Denn das iſt Gnade, Freien, ſo jemand um des Gewiſſens willen zu Gott das Uebel verträgt, und leidet das Unrecht. Denn was iſt das für ein Ruhm, ſo ihr um Miſſethat willen Streiche lei⸗ det? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erduldet, das iſt Gnade bei Gott. Evan⸗ 38 Epiſteln Evangelium, Joh. 16, v. 16:23, Uter ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen; und aber über ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen; denn ich gehe zum Bater. Da ſprachen etliche unter ſeinen Jün⸗ gern unter einander: Was iſt das, das er ſaget zu uns: über ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber über ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen, und daß ich zum Vater gehe? Da ſprachen ſie: Was iſt das, daß er ſaget, über ein kleines? Wir wiſſen nicht, was er redet. Da merkte Jeſus, daß ſie ihn fragen wollten, und ſprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, daß ich ge⸗ ſagt habe: Ueber ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber über ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen. Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird ſich freuen: ihr aber werdet traurig ſeyn, doch eure Traurigkeit ſoll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn ſie gebieret, ſo hat ſie Traurigkeit; denn ihre Stunde iſt gekommen. Wenn ſie aber daß Kind geboren hat, denkt ſie nicht mehr an die Angſt, um der Freude willen, daß der Menſch zur Welt geboren iſt Und ihr habt auch nun Traurigkeit! aber ich will euch wieder ſehen, und euer Herz ſoll ſich freuen; und eure Freude ſoll niemand von euch nehmen. Und an demſelbigen Taye werdet ihr mich nichts fragen. — Am 1V. Sonntage nach Oſtern, Cantate. Epiſtel, Jacobi 1, v. 16⸗21. Au⸗ gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von * oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem iſt keine Veränderung, noch Wechſel des Lichts und der Finſterniß. Er hat uns gezeuget nach ſeinem Willen, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erſt⸗ linge ſeiner Kreaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeg⸗ licher Menſch ſei ſchnell zu hören, langſam aber zu reden, und langſam zum Zorn. Denn des Menſchen Zorn thut nicht, was vor Gott recht iſt. Darum ſo leget ab alle uUnſauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet iſt, welches kann Heure Seele ſelig machen. ———-— Evan⸗ und Fyangeliut Pun aber gehe ich h 4uiin am desß frafen, un de Sund um das Geiicht. Um un nich Un die Ger gehe, und ir wich daß der Fülſ dieſer noch piel zu ſagen; Wend abet jenet d der wird euch in nicht von iym ſelbſt das wird er reden, verkündigen. Derſe dem Meinen wird Ales, was der Vo ſh geſagt: Er wie euch berkündigen. Am V. Son ESgvyiſte 8” aber Thäte O damit ihr er ſten Hörer des2 geic inem Mann del heſchauet. Der t don Stund an d Ve aber durchſche di und darinnen net, ſondern ein ſire That. So len, et diene Got ſondern derführet h dr .2 nicht„— wee ma ſeben; g den— ſehen de dag,„ unter ſäien R 5 ſaget zu un r m wi da und a ſie u u daß a alten, und ſn 1n 2 der, daß ih 1 4 4 mich nicht 1 21 t ihr mich ſa hr werdet wan nit fruen: ihr a ke J um kei ſell in Fre wenf gebieret, ſo hat de iſgommen. Wenni den nicht mehr an N Manſch zur R ucht. Trautigkeit! a de erz ſoll ſich fen d1 uch nehmen. h ir ETicts fragen. — 4 chm, Cantate. 1 1005:2A. 1 koſ urr Gabe kommt h tet lichts, bei wiber e= des Lichts un d ch ſeinem Wla rug — wir wäͤren 0 —i Brider, dl 1n ee ſam aber zu nan n E NMerſchen Zn tt mn ſo legel b 4, dhmet das Tont M E.t if, walßs in i ſt, mis b Enn und Svangelien, 39 Evangelium, Joh. 16. v. 5⸗15. —un aber gehe ich hin zu dem, der mich geſandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo geheſt du hin? Sondern, dieweil ich ſolches zu euch geredet habe, iſt euer Herz voll Traurens geworden. Aber ich ſage euch die Wahrheit: Es iſt euch gut, daß ich hingehe. Denn ſo ich nicht hingehe, ſo kommt der Tröſter nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch ſen⸗ den. Und wenn derſelbige kommt, der wird die Welt ſtrafen, um die Sünde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht. Um die Sünde, daß ſie nicht glauben an mich Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht ſehet. Um das Gericht, daß der Fürſt dieſer Welt gerichtet iſt. Ich habe euch noch viel zu ſagen; aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geiſt der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm ſelbſt reden; ſondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig iſt, wird er euch verkündigen. Derſelbige wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das iſt mein. Darum habe ich geſagt: Er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen. — 7 7 Am V. Sonntage nach Oſtern, Rogate. Epiſtel, Jac. 1, v. 22⸗27. Sid aber Thäter des Worts, und nicht Hörer allein, damit ihr euch ſelbſt betrüget. Denn ſo jemand iſt ein Hörer des Worts, und nicht ein Thäter, der iſt gleich einem Manne, der ſein leibliches Angeſicht im Spie⸗ gel beſchauet. Denn nachdem er ſich beſchauet hat, gehet er von Stund an davon, und vergißt, wie er geſtaltet war. Wer aber durchſchaut in das vollkommene Geſetz der Frei⸗ heit und darinnen beharret, und iſt nicht ein vergeßlicher Hörer, ſondern ein Thäter, derſelbige wird ſelig ſeyn in ſeiner That. So aber ſich jemand unter euch läßt dün⸗ ken, er diene Gott, und hält ſeine Zunge nicht im Zaum, ſondern verführet ſein Herz, deß Gottesdienſt iſt eitel. Ein 44 ken⸗ 40 Epiſteln reiner und unbefleckter Gottesdienſt vor Gott, dem Va⸗ ter, iſt der: die Weiſen und Wittwen in ihrer Trübſal beſuchen, und ſich von der Welt unbefleckt behalten. Evangelium, Joh. 16, v. 23⸗30. 1 Mahrlich, wahrlich, ich ſage euch: So ihr den Vater d etwas bitten werdet in meinem Namen, ſo wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, ſo werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen ſey. Solches habe ich zu euch durch Sprüchwort geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprüchwort mit euch reden werde, ſon⸗ dern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An denſelbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Na⸗ men. Und ich ſage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will: denn er ſelbſt, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausge⸗ gangen und gekommen in die Welt; wiederum verlaſſe ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm ſeine Jünger: Siehe, nun redeſt du frei heraus, und ſagſt kein Sprüchwort. Nun wiſſen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfſt nicht, daß dich jemand frage. Darum glau⸗ ben wir, daß du von Gott ausgegangen biſt. ———— ——— 2 Am Tage der Himmelfahrt Chriſti. Epiſtel, Ap. Geſch. 1, v. 1⸗11. ie erſte Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von allem dem, daß Jeſus anfing, beides zu thun, und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Apoſteln, welche er hatte erwählet, durch den heiligen Geiſt Befehl gethan hatte. Welche er ſich nach ſeinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancherlei Er⸗ weſſungen, und ließ ſich ſehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er ſie verſammelt hatte, befahl er ihnen, daß ſie nicht von Jeruſalem wichen, ſondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret(ſprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft; ihr aber ſollt wit 1124 de 5 .4 4 dun beilzen Geiſt gei dm beilt den d und ſn Tagel. D abe fngten ihn und ſern wieden aufrichten ds Unen Es gebühret en welche det Vater ſeinet t wirdet de Kraft d der duf euch kommeg ſyn zu Jerſilem, i und bis an das Ende ſagt, wad er aufget nahm ihn auf vor r achiahen gen Hinn dhren zween Männe ſagtcn ihr Männe ſet gen Hunmel? aufgemommen gen 5 geſeten habt gen H Evangel Nulezt, da die 2) der Herr, un Herzens Härtigkeit die n geſehen he ihng: gehet hin i gelizm aller Kreatt der wid ſelig w virh berdammt we gen werden denen nem Ramen wer Lungen reden, S Aittüches trinken die Kranken wer ſet mit ihnen i ihnen geredet ne., und ſitet Angen aus, un Her virkte mit miſolgende Zeich idr in nei ꝛem t. d h den Vater i ſt, ſt„Pater, hat eun det, ☛☚ glaubet, dß g BE— wiederum iſ eer.=cchen zu iſie frelt, und ſa ſtin 3 daſ— all der viß man e Darum du 39,7 uj bif. 1— unc 2 Chriſti. ch. 41 l: ll.— 1 7 lieber Theoyft ſus † z, beides zu uw 1n leunnamn te te erwihlet uch n.„Wälte er tt uch manchenl, en! hnen einiif „N ottes. Undd ri daß ſie nicht! 4 art uf die Verheizun 1 3 pnch er) ben 1 irr aber l 3” — y y 60 om Vater dlie und Evangelien. 41 dem heiligen Geiſt getauft werden, nicht lauge nach die⸗ ſen Tagen. Die aber, ſo zuſameugekonnden waren, fragten ihn, und ſprach en: Herr, wirſt du auf dieſe Zeit wieder aufrichten das Reich Fid l? Er ſprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht u wiſſen Zeit oder Stunde, welche der Bater ſeiner Macht vorbehalten hat; ſondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geiſtes empfangen, wel⸗ cher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen ſeyn zu Jeruſalem, und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und da er ſolches ge⸗ ſagt, ward er aufgehoben zuſehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als ſie ihm nachſahen gen Himmel fahrend, ſiehe, da ſtanden bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch ſagten: ihr Männer von Galliläa, was ſtehet ihr und ſeht gen Himmel? dieſer Jeſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habt gen Himmel fahren. Evangelium, Marc. 16, v. 14⸗20. Zuletzt, da die Eilfe zu Tiſche ſaßen, offenbarte ſich der Herr, und ſchalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß ſie nicht geglaubt hatten denen, die ihn geſehen hatten auferſtanden. Und er ſprach zu ihnen: gehet hin in alle Welt, und prediget das Evan⸗ gelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da fol⸗ gen werden denen, die da glauben, ſind die: In mei⸗ nem Namen werden ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und ſo ſie etwas Tödtliches trinken, wird es ihnen nicht ſchaden. Auf die Kranken werden ſie die Hände legen, ſo wird es beſſer mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Him⸗ mel, und ſitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. 71 ſ Am Epiſteln Am VI. Sonntage nach Oſtern, Exaudi. Epiſtel, 1 Petri 4, v. 8⸗11. So ſeid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor O allen Dingen aber habt unter einander eine brün⸗ ſtige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gaſtfrei unter einander ohne Murmeln, und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Got⸗ tes. So jemand redet, daß er es rede als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß er es thue, als aus dem Vermögen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott geprieſen werde durch Jeſum Chriſt, in welchem ſey Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangeliu m, Joh. 15, v. 26 bis Kap. 16, v. 4. Wenn aber der Tröſter kommen wird, welchen ich euch ſenden werde vom Vater, der Geiſt der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr ſeid vom Anfang bei mir geweſen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch tödtet, wird mei⸗ nen, er thue Gott einen Dienſt daran. Und ſolches wer⸗ den ſie euch darum thun, daß ſie weder meinen Vater, noch mich erkennen. Aber ſolches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran ge⸗ denket, daß ich es euch geſagt habe. Solches aber habe ich euch vom Anfang nicht geſagt: denn ich war bei euch, — Am heiligen Pfingſttage. Epiſtel, Ap. Geſch. 2, v. 1⸗13, 1* als der Tag der Pfingſten erfüllet war, waren ſie X alle einmüthig bei einander. Und es geſchah ſchnell ein Brauſen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da ſie ſaßen. Und man ſah an ihnen die Zungen zertheilet, als wären ſie feurig. Und er ſetzte ſich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geiſtes, und fingen an zu pre⸗ b digen Spract ceten. detten ſch, und ſprach und undern Zunge aotzufärechen. GS 4 rnnd, die waren got polk, dis unter den gſchah, kom die Re fürſt; dem es hits tedeten. Ste iunn nü nict dieſ ale, die dr wir denn en jeglicher joten ſindt Parther: wir wohnen in Meſop ondoczz, Tontd und— ten, ud an den Ausländer von Rom er und Araber: w goßen Thaten Go alle und wurden irr Was will das wer Spott, und ſprache Evangel Ne mich liebet nein Vater! ihm kommen und 2 nich ſicht liebet, d Pont das jht höre der nih geſandt ha ſh bejeuch geweſen nelchen mein Vate ſäbige wird es eue d das ich euch neinen Frieden ger de Welt gibt. E ſc richt. Ihr ha gehe hin, und ko ſit ſo würdet ih dehe zum Vater; nun habe ich es 1 ig es wun der rherlei Gnade 6 1 83 e als * Gottes N t, G ſin allen dn ſſun g i, in welchem t Saiit ana. d. 65 Kap. 16, 9 mmet an, welchen it n a, aaſt der Wahui wirz een en von mit. 1 2 vom Anf mn h m☚h geredet, dißi en 1 den Ban 1 wer e tödtet, wird m ſtAr ünd ſolhez n — 5 ſ* er meinen Bit bes! ich iu euch gerede t Gdaß ihr dug de. Solches aber hi agt* g ich war bei at — ——— dſi gſttagt t. 1b. 1733, den 5⁵* et war, wamn 1.1 68 geſcha bſh 1 Huelige Wn 1 ſaßen. in s wären 1 alir— unter ihnen; M ſu d figen al i — — —== —— —— digen mit andern Zungen, nend, die waren gottes fürchtige Männer, Was will das werden? und Evangelien, 43 nachdem der Geiſt ihnen gab Es waren aber Juden zu Jeruſalem woh⸗ aus allerlei Volk, das unter dem Himmel iſt. Da nun dieſe Stimme geſchah, kam die Menge zuſammen, und wurden ver⸗ ſtürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten. Sie entſetzten ſich aber alle,“ verwun⸗ derten ſich, und ſprachen unter einander: Siehe, ſind nicht dieſe alle, die da reden, aus Galliläg? Wie hören wir denn ein jeglicher ſeine Sprache, darinnen wir ge⸗ boren ſind? Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Meſopotamia, und in Judäa und Kap⸗ padocia, Ponto und Aſia, Phrygia und Pamphilia, Egyp⸗ ten, und an den Ende en der Lybien bei Kyrene, und Ausl änder von Rom, Juden und Judengenoſſen, Kre⸗ ter und Araber: wir hörxen ſie mit unſern Zungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entſetzten ſich aber alle und wurden irre, und ſprachen einer zu dem andern: Die andern aber hatten ihren Spott, und ſprachen: Sie ſind voll ſüßen Weins. Evangelium, Joh. 14, v. 23⸗31, der wird mein Wort halten, und und wir werden zu auszuſprechen. Naer mich liebet, mein Vater wird ihn lieben, ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, iſt nicht mein, ſondern des Vaters, der mich geſandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch geweſen bin. Aber der Tröſter, der heilige Geiſt, welchen mein Vater ſenden wird in meinem Namen, der⸗ ſelbige wird es euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch geſagt habe. Den Frieden laſſe ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erſchrecke nicht, und fürchte ſich nicht. Ihr habt gehört, daß ich euch geſagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, ſo würdet ihr euch freuen, daß ich geſagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater iſt größer, denn ich. Und nun habe ich es euch geſagt, ehe denn es geſchieht, auf daß, wenn es nun geſchehen wird, daß ihr glaubet. Ich wer⸗ 44 Epiſteln werde hinfort mehr nicht viel mit euch reden: denn es kommt der Fürſt dieſer Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich alſo thue, wie mir der Vater geboten hat, und laſſet uns von hinnen gehen. 9——— Am Pfingſtmontage. Epiſtel, Ap. Geſch. 10, v. 42 48. Jer Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk, uns —* zu zeugen, daß er iſt verordnet von Gott ein Rich⸗ ter der Lebendigen und der Todten. Von dieſem zeugen alle Propheten, daß durch ſeinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen ſollen. Da Petrus noch dieſe Worte redete, ſiel der heilige Geiſt auf alle, die dem Wort zuhöreten. Und die Gläubigen aus der Beſchneidung, die mit Petro gekommen waren, ent⸗ ſetzten ſich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heili⸗ gen Geiſtes ausgegoſſen ward. Denn ſie höreten, daß ſie mit Zungen redeten, und Gott hoch prießenn Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Waſſer weh⸗ ren, daß dieſe nicht getauft werden, die den heiligen Geiſt empfangen haben, gleich wie auch wir? Und befahl ſie zu taufen in dem Namen des Herrn. Evangelium, Joh. 3, v. 16⸗21. Seſus ſprach zu Nikodemo: Alſo hat Gott die Welt J geliebet, daß er ſeinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſon⸗ dern das ewige Leben haben. Denn Gott hat ſeinen Sohn nicht geſandt in die Welt, daß er die Welt richte, ſondern daß die Welt durch ihn ſelig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubet, der iſt ſchon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das iſt aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen iſt; und die Menſchen liebten die Finſterniß mehr, denn das Licht. Denn ihre Werke waren böſe. Wer Arges thut, der haſſet das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß ſeine Werke nicht geſtraft werden. Wer aber die Wahrheit chut der kommt ſtehet auf, und unt an des Licht, de nn ſte ſid in Gon g — An Pft Eaiſtel Apo a aher di Jyoſtel! rig da Wort Ge ſezu ihm Mtrum und anen beteten ſe anhfingen. Denn er en mehn allein ge da legen ſie die Hä eiligen Geiſt. — — t tn Sdangelin eſus ſprach iu de 36. 8 ace euch: Wer ſiſ Schaa fe i 8 :ſ vernahme ihnen ſagte. 2 Lahrlic wrth 8 Nüſ, wahrlich, 9 Sthaafen. Alle ſn Debe und Mö nen richt gehorchet nich engehet, der wehten und W enn da er ſtehle, nen, daß ſie das und Evangelien. 45 rden. a. tz an mir 1 kommt an das Licht, daß ſeine Werke offenbar werden; — Vnter lihe, denn ſie ſind in Gott gethan. nhet, t,ſha——— ſn See Am Pfingſtdienſtage. 9.1 8 Epi ſtel⸗ Apoſt. Geſch. 8, v. 14⸗ 17. * X. 2: u⸗ 8. 3—a aber die Apoſtel höreten zu Jeruſalem, daß Sama⸗ do 3 mdem 1, N Aees das Wort Gotktes angenommen hatte, ſandten „ an Geet M ſie zu ihm Petrum und Johannem. Welche, da ſie hin⸗ ddig on dieſem; in ab damnen; beteten ſie über ſie, daß ſie den heiligen Geiſt ſeinet; nen alle, die empfingen. Denn er war noch auf keinen gefallen, ſon⸗ rS enfanzen ſu ulr dern waxen allein getauft in dem Namen Chriſti Jeſu. ndet der heilge e Da legten ſie die Hände auf ſie, und ſie empfingen den ten. die Gäuhxane heili daän Geiſt.. hir derof amen waret,. 39 Hei is Gabe 8 Svange um, Johe 10, v. 1⸗ 11. à lra ſſie höreten, N 4 d G noch prießen A Leſus ſprach zu den Juden: Wahrlich, wahtlich, ich ch jer 1 das Waſer u ſage euch: Wer nicht zur Thür hinein gehet in den wer e die den hein Schaaf ſtall, ſondern ſteigt anderswo hinein, der iſt ein d witt rrkuatg Die und ein Mörder. Der aber zur Thür hinein gehet, des der iſt ein Hirt der Schaafe. Demſel lbigen thut der Thür⸗ 9 büter auf, und die Schagfe hören ſeine Stimme, und er 5h. 12 16,2!. uruft ſein e Schaafe mit Namen und führet ſie aus. Und wenn er ſeine Schaafe ausgelaſſen hat, gehet er vor 1 Gatt die 1 ihnen hin, und die Schaafe folgen ihm nach; denn ſie aged Sohn gad, a kennen ſeine Stimme. Einem Fremden aber folgen ſie nich oren werden, 1 nicht nach, ſondern fliehen vor ihm; denn ſie kennen der den=t hat ſeinen 4 fremden Stimme nicht, Dieſen Spruch ſagte Jeſus zu rctt uchte, inm ihnen: ſie vernahmen aber nicht, was es war, das er und zer an üi 6 zu ihnen ſagte. 4 5 ſprach Jeſus wieder zu ihnen: 2 4 glaubet, N Wahrlich, wahrli ich ſ ge euch: ich bin die Thür zu dunen den Schaafen. be die vor mir gekommen ſind, die ſind Diebe und Mörder geweſen; aber die Schaafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Thür: ſo jemand durch n mich eingehet, der wird ſelig werden, und wird ein⸗ und ausgehen, und Weide finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß er ſtehle, würge und umbringe. Ich bin gekom⸗ men, daß ſie das Leben und volle Genüge haben ſollen. e Am Epilicli Am Sonntage Trinitatis. Epiſtel, Röm. 11, v. 33⸗36. welch eine Tiefe des Reichthums beides der Weisheit 2) und Erkenntniß Gottes! Wie gar unbegreiflich ſind ſeine Gerichte, und unerforſchlich ſeine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder, wer iſt ſein Rathgeber geweſen? Oder, wer hat ihm etwas zuvor gegeben, — das ihm werde wieder vergolten; Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm ſind alle Dinge. Ihm ſei Ehre in Ewigkeit! Amen! 4 Evangelium, Joh. 3, v. 1:15. Es war aber ein Menſch unter den Phariſäern, mit Na⸗ men Nicodemus, ein Oberſter unter den Juden; der der Nacht, und ſprach zu ihm: Mei⸗ ſter, wir wiſſen, daß du biſt ein Lehrer von Gott gekom⸗ men: denn niemand kann die Zeichen thun, die du thuſt, es ſei denn Gott mit ihm Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Es ſei denn daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht ſehen. Nicodemus ſpricht zu ihm: Wie kann ein Menſch geboren werden, wenn er alt iſt? Kann er auch wiederum in ſeiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jeſus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Es ſei denn, daß jemand geboren werde aus dem Waſſer und Geiſt, ſo kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleiſch geboren wird, das iſt kam zu Jeſu bei Fleiſch, und was vom Geiſt geboren wird, das iſt Geiſt. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir geſagt habe: Ihr müſſet von neuem geboren werden. Der Wind bläſet, wo er will, und du höreſt ſein Sauſen wohl: aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fähret. Alſo iſt ein jeglicher, der aus dem Geiſt geboren iſt. Nico⸗ demus antwortete und ſprach zu ihm: Wie mag ſolches zugehen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Biſt du ein Meiſter in Iſrael, und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Wir reden, das wir wiſſen, und zeugen, das wir geſehen haben; und ihr nehmet unſer Zeug⸗ niß nicht an. Glaubet ihr nicht, von tot jinmlichen wenn ich euch von irdi⸗ ſchen Dingen ſage; wie würdet ihr glauben, wenn ich euch und Dinge At gelt Himmel, de dh, auf daß alle, die aaden, ſonden das ee — 1 3 An 1 Sonn yt ſtdie Liebe, blebet in Gott, giebe vilig bei und, ſen am Tage des ſud auch wit in d lihe, ſondern die ſenn de Furcht hat nicht völlig in de Gott, und haſſfet Donn Wor ſoj P Denn ver ſeinen L linn et Gott lieben ſot haben wir von juch ſeinen Bruder * Edangelt 8 ver ein reiche N pur und köſt ic enlich und in Frer Vamen Lazarus, de in und begehrte e von des Reichen und lcten ihm ſe det Arme ſtarb n lbrahams Scho⸗ vd hegraben A dual war, *— 3136.— ch 44 ides der M 64 une eneiſi ſi 9 ü je Vea DA annt r, wet iſt ſe 8 1 15. ter d s uſtern, mith aſter a den Juden; 1 und e) zu ühm: A tin d von Got geie Zeich in, die du i Jeſug e wortete und ſe⸗ ſoe ic dir: Es ſei u in= ann er des mus zu khm: K den, et alt iſt? fu utter M ehen, und görn 45* lich, ichſe ga 3nn wird, das ddorg er d da i ich ſagt hobe: 3 E: nd läſtn ll e l: ater du uſ 4 An an er ſäht li Jeboren iſt 5 den, and 8₰ werde aus d ni er Nas Riich Gon und Evangelien. 47 von himmliſchen Dingen ſagen würde? Und niemand fähret gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder ge⸗ kommen iſt, nemlich des Menſchen Sohn, der im Him⸗ mel iſt. Und wie Moſes in der Wüſte eine Schlauge erhöhet hat, alſo muß des Menſchen Sohn erhöhet wer⸗ auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſondern das ewige Leben haben. Am I. Sanntoge nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Joh. 4, v. 16⸗21. G ott iſt die Liebe, und wer in der Liebe bl eibet, der ) b lleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran iſt die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit ha⸗ ben am Tage des Gerichts; denn gleich wie er iſt, ſo ſind auch wir in dieſer Welt. Furcht iſt nicht in der Liebe, ſondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus denn die Furcht hat Pein. Wer ſich aber fürchtet, 85 iſt nicht völlig in der Liebe. Laſſet uns ihn lieben, denn denn er hat uns erſt geliebet. So jemand ſpricht: Ich liebe Gott, und haſſet ſeinen Bruder, der iſt ein Lügner. Denn wer ſeinen Bruder nicht liebet, den er ſiehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht ſiehet? Und dies Ge⸗ bot haben wir von ihm, daß wer Gott liebet, daß er auch ſeinen Bruder liebe. Evangelium, Lucä 16, v. 19-31. Es war ein reicher Mann, der kleidete ſich mit Pur⸗ pur und köſt icher Le inwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor ſeiner Thür voller Schwi⸗ ren, und begehrte ſich zu ſättigen von den Broſamen, die von des Reichen Tiſche fielen. Da kamen die Hunde, und leckten ihm ſeine Schwären. Cs begab ſich aber, daß der Arme ſtarb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber ſtarb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er ſeine Augen auf, und ſah Abra⸗ ham von ferne, und Lazarum in ſeinem Schoos, rief und ſprach: Vater Abraham erbarme dich meiner, und ſende 48 Aeußerſte meines Fingers ins Waſſer tauge, und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieſer Flamme. Abraham aber ſprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen haſt in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böſes empfangen: nun aber wird er getröſtet und du wirſt gepeiniget. Und über das alles iſt zwiſchen uns und euch eine große Kluſt befeſtiget, daß, die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da ſprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn ſendeſt in meines Vaters Haus. Denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß ſie nicht auch kommen an dieſen Ort der Qual. Abraham ſprach zu ihm: Sie haben Moſen und die Propheten; laß ſie dieſelbigen hören. Er aber ſprach: Nein, Vater Abraham; ſondern wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, ſo würden ſie Buße thun. Er ſprach zu ihm: Hoͤren ſie Moſen und die Propheten nicht, ſo werden ſie auch nicht glauben, ob jemand von dem Tode auferſtünde. ſende Lazarum, daß er das N. 2 Br Am II. Sonntage nach Trinitatis⸗ Epiſtel, 1 Joh. 3, v. 13⸗18 18. Rrrde⸗ Brüder, Uyerwundert euch nicht, meine Wir wiſſen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen ſind? denn wir lieben die Bru⸗ Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode⸗ ſſet, der iſt ein Todtſchläger: und r nicht hat das ewige Darum haben wir erkannt die für uns gelaſſen hat; und wir ſollen auch das Leben für die Brüder laſſen. Wenn aber jemand dieſer Welt Güter hat, und ſiehet ſeinen Bruder darben, und ſchließt ſein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, laſſet uns nicht lieben mit Worten, noch mir der Zunge, ſondern mit der That und mit der Wahrheit.. Evan⸗ ihr wiſſet, daß ein Leben bei ihm bleibend. Liebe, daß er ſein Leben ob euch die und Erangeliun 3 war ein Menſch, D und lud viele daz lar Stunde des Abend 2 1 femmt: denn es iſt a gcheinander ſch zu er m: Ich habe anen in und ihn beſchen: und der ander ſprach: guſt, und ich gehe jet niſchuldige mich. Und Beib genommen, dar der Kwicht kam, vn da wadd der Haus nechte: Gehe aud! ztadt, und führe d und Bünden herein. t geichehen, was du da. Und der Herr ie Landſtraßen und in zu kommen, al age euh aber, daß nein Abendmahl ſch — Am III. S Lyiſtel 87 demüthiget nüthiget e Gottes, daz ue Sorge werfet a ictem und wachen it umher, wie ein 7 uch= So hitte ichd n nies Vaters 1 = er ihnen bezn ſen Ort der d * 1 e Neſen und Ex aber ſme a einer von 3 — vus 2e Buße thun Noſ d die Nruphe R g n, ob ſenande 4 ————. 4 SS,Is. I Wit aus dem 3f ddir liben die ge ibd bleibet in Im. iſt idetſtlän, m ieed erik hat d ahe un= X wir tani d . ud w 5 5* iſſen. Am het ſeinen Duh „1 m zu, nir bi hei. adlein, lſttm „ Zunge, ſande Eom 1 ug niritatis, und Evangelien. 49 Evangelium, Lucä 14, v. 16⸗24. G war ein Menſch, der machte ein großes Abendmahl — und lud viele dazu. Und ſandte ſeinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu ſagen den Geladenen: Kommt: denn es iſt alles bereit. Und ſie fingen an alle nacheinander ſich zu entſchuldigen. Der erſte ſprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus ge⸗ hen und ihn beſehen; ich bitte dich, entſchuldige mich. Und der andere ſprach: Ich habe ſünf Joch Ochſen ge⸗ kauft, und ich gehe jetzt hin, ſie zu beſehen; ich bitte dich, entſchuldige mich. Und der dritte ſprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und ſagte das ſeinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und ſprach zu ſeinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gaſſen der Stadt, und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht ſprach: Herr, es iſt geſchehen, was du befohlen haſt; es iſt aber noch Raum da. Und der Herr ſprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landſtraßen und an die Zäune, und nöthige ſie her⸗ ein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich ſage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen ſind, mein Abendmahl ſchmecken wird. ine dir„ob euch Am III. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Petri 5, v. 6⸗11. So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, das er euch erhöhe zu ſeiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er ſorget für euch. Seid nüchtern und wachet; denn euer Widerſager, der Teufel, gehet umher, wie ein brüllender Löwe, und ſuchet, welchen er verſchlinge. Dem widerſtehet feſt im Glauben, und wiſſet, daß eben dieſelbigen Leiden über euere Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu ſeiner ewigen Herrlichkeit in Chriſto Jeſu, derſelbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vorbe⸗ reiten, ſtärken, kräftigen, gründen. Demſelbigen ſey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. d Evan⸗ 50 Evangelium, Lucä 15, v. 1:10. Jeſu allerlei Zöllner und Sünder, Und die Phariſäer und Schrift⸗ d ſprachen: Dieſer nimmt die Er ſagte aber zu ihnen ſt unter euch, (Fs naheten aber zu daß ſie ihn hoͤreten. gelehrten murreten un Sünder an und iſſet mit ihnen. dies Gleichniß und ſprach: Welcher Menſch i der hundert Schaafe hat, nicht laſſe die neun und neunzig in der Wüſte, und hin⸗ gehe Uach dem verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, ſo legt er es auf ſeine Achſeln mit Freuden. Und wenn er heimkommt, ruft er ſeine Freunde und Nachbarn, und ſpricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich ſage euch: alſo wird auch Freude ſeyn im Sünder, der Buße thut vor neun und die der Buße nicht bedürfen. Oder, at, ſo ſie den Einen kehre das Haus, e? Und wenn ſie Himmel über einen neunzig Gerechten, welches Weib iſt, die zehn Groſchen h verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und und ſuche mit Fleiß, bis deß ſie ihn find 1 14 ihn gefunden hat, ſo ruft ſie ihre Freundinnen und Nach⸗ barinnen, und ſpricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groſchen gefunden, den ich verloren hatte. Alſo auch, ſage ich euch, wird Freude ſeyn vor den En⸗ geln Gottes, über einen Sünder, der Buße thut. — Am 1v. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Röm. 8, v. 18⸗23. Denn ich halte es dafür, daß dieſer Zeit Leiden der — Herrlichkeit nicht werth ſei, die an uns ſoll geoffen⸗ baret werden. Denn das ängſtliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sinte⸗ mal die Kreatur unterworfen iſt der Eitelkeit, ohne ihren Willen, ſondern um deß Willen, der ſie unterworfen hat, auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienſt des vergänglichen Weſens, zu der herrli⸗ chen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wiſſen, daß alle Kreatur ſehnet ſich mit uns, und ängſtigt ſich noch immerdar. Nicht allein aber ſie, ſondern auch wir ſelbſt, 1 die Epiſteln de wit und ſo er Eins verlieret, det und bben des Go j unz ſibſt nach d t unz ſelſt na⸗ untcs keibes Erlöſung. Edangeliu Jatum ſid barmhe D'eig ſt Kichte zerichtet. Verdammet ummet. Vetgebet, ſ ditd euch gegeen. überſlüßiz Naaß wir zenn eben mit dem N ruch wider meſſen. Mag zuch ein Bünd Verden ſie vicht al zünget iſt vicht ül t wie ſein Meiſter du adet einen Splt Balkens in deinem wie kannſt du ſager der! Ich will der und du ſiehſt ſelbf Du Keuchler, ziehe und biſſehe dann, des Jage jiceſt Am V. S b Epiſte Indlih aber ſeid e briüderlih, bar däſes mit döſem, ean gagegen ſegn 5 daß ihr den d gute Tage ſeh itt Jiſes 4 4 6. winde ſich vo ſiiden und jage khn auf die Gen 5 Wngeſicht abe diſteln 0. Kuca 9Y. 1:10, u aller Und die e V et äe 1 prachen jant und St hnen. Welche — und ſ rerlieret, nzig i Wüſt, 4 daß ſa finde? Und 1 es ſeine Achſeln . i er ſeine Fie u er Freuet euch [Aa, das veut Uh Gaf ₰ Freude ſeyn der anthut vor neun⸗ Duzeſ i bedürfen. d Groſcht ſo ſie den nzünd t d kehre das f ſie 1 dde? Und wenf dre en dinnen und euet ee ait mir; dem nden, t hich verloten di wird 12 ſeyn vor den ünder*.„Buße thut. ——— o 9 1 — e na? rinitatis. . 84— 8:23. da Ir Zeit Le 8 n uns ſoll gffe dnaſt harren der an der* Gottes. En V ſt telkeit, ohne n vmnT sie unterwei! Imar frei werdn! Mens, zu der wir wiſſn, , ☚ ängftigt ſch 8/ Pasi wir Nen n . 8 e jch⸗ — 96 19* 7 bei uns ſelbſt nach der Kundſchaft, das Angeſicht aber des Herrn liehet auf die, 6 d 2 und Evangelien. 51 die wir haben des Geiſtes Erſtlinge, ſehnen uns auch 8 ac und warten auf unſers Leibes Erlöſung. Evangelium, Lucã 6, v. 36242. Darum ſeid barmherzig, wie auch euer Vater barm⸗ herzig iſt. Richtet nicht, ſo werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, ſo werdet ihr auch nicht ver⸗ dammet. Vergebet, ſo wird euch vergeben. Gebet, ſo wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüßig Maaß wird man in euren Schoos geben; denn eben mit dem Maaß, da ihr mit meſſet, wird man euch wieder meſſen. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weiſen? Werden ſie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger iſt nicht über ſeinen Meiſter; wenn der Jünger iſt wie ſein Meiſter, ſo iſt er vollkommen. Was ſieheſt du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirſt du nicht gewahr? Oder wie kannſt du ſagen zu deinem Bruder: Halt ſtille, Bru⸗ der! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen: und du ſiehſt ſelbſt nicht den Balken in deinem Aüge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge, und beſiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bru⸗ ders Auge zieheſt. Am V. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Petri 3, v. 8⸗15. Eudlich aber ſeid alleſammt gleich geſinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böſes mit Böſem, oder Scheltwort mit Scheltwort: ſon⸗ dern dagegen ſegnet, und wiſſet, daß ihr dazu berufen ſeid, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will und gute Tage ſehen, der ſchweige ſeine Zunge, daß ſie nicht Böſes rede, und ſeine Lippen, daß ſie nicht trügen. Er wende ſich vom Böſen, und thue Gutes; er ſuche Frieden, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn ſehen auf die Gerechten, und ſeine Ohren auf ihr Gebät; ſo Böſes thun. 52 Epiſteln thun. Und wer iſt, der euch ſchaden könnte, ſo ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Ge⸗ rechtigkeit willen, ſo ſeid ihr doch ſelig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erſchrecket nicht. Hei⸗ liget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium, Lucä 5, v. 1211. Es begab ſich aber, da ſich das Volk zu Jeſu drang, zu hören das Wort Gottes; und er ſtand am See Genezareth, und ſah zwei Schiffe am See ſtehen; die Fiſcher aber waren ausgetreten, und wuſchen ihre Netze: trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er ein wenig vom Lande führete. Und er ſetzte ſich, und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehöret zu reden, ſprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet euer Netz daß ihr einen Zug thuet. Und Simon te und ſprach zu aus, antwortete ihm: Meiſter, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da ſie das thaten, beſchloſſen ſie eine große Menge Fiſche, und ihr Netz zerriß. Und ſie winkten ihren Geſellen, die im andern Schiffe waren, daß ſie kä⸗ men und hülfen ihnen ziehen. Und ſie kamen und fülleten beide Schiffe voll, alſo, daß ſie ſanken. Da das Petrus ſah, ſiel er Jeſus zu den Knieen, und ſprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein fündiger Menſch. Denn es war ihm ein Schrecken angekommen, und alle, die mit ihm waren, über dieſen Fiſchzug, den ſie mit einander gethan hatten: deſſelbigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Zebedäi, Simonis Geſellen. Und Jeſus ſprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirſt du Menſchen fangen. Und ſie führeten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach. Simon — . Am VI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Röm. 6, v. 3:11. Wiſſet ihr nicht, daß alle, die wir in Jeſum Chriſt getauft ſind, die ſind in ſeinen Tod getauft? So ſind und nid vit ſ mi üim e gleihwie Chr u, dich die Henlih 19 8 in einem neuen Le in gegflandel werden Auferſtehung a unſet alte Menſch en, ſo glauben wir, dn, und wiſen, da ſinfort nicht firbt; d ferrſchen. Denn daß e geſtaiten zu einen n Gott. Alo auch künde geſtorden ſeid anſerm Herrn. att von der Cünde. Evangelit Denꝛ ich ſoge e & biſſer, denn d werdet ihr nicht in hört, daß zu den en; wer aber tödte c aber ſage euch: ſ des Genccts ſoht ſgt: Kacha, der iſt du Narr, der iſ de renn du deine Gabe dr eingedenken, da laß allda vor den in, und berſöhne di zan, und opfere Bderſecher bald, di iſt, auf daß dich antwone dem Rich ic den Diener d 3 ſage dit: Va As kommen bih ₰ 4 Sde en, u es 68, p ig de Nalt „ — — * —— — — G N — s — — — ſte 1 deß 4 ſch M 8₰ 11 and ſchd wſie mit einn Aleich 3= zu 3 a ner ſ and am s 8 See ſiehen; ſcen ihre N 2 Eimonis n = de führete. hem Schiffe. d =b er zu Ein detz aus, doß 2 ccte und ſprat Aht gearbeittt, e vill ich dasſ eſchloſſen ſien Und ſie winte = aren, daß ſei 2F Skamen und fülle 4* Da das Sim d. ken, und ſprat in ſündiger Menſ ma znen, und alle, * 8h Jakodum n ii, tm nis Geſellen. M rcht 1e nicht; dem un nall d olgten inne un t in Jeſen 6 8 1 23 dod Leuu 1 auf daß, gleichwie Chriſtus iſt auferwecket ſu dra und Evangekien. 53 find wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, von den Tod⸗ ten, durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo ſollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber ſamt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, ſo werden wir auch der Auferſtehung gleich ſeyn; dieweil wir wiſſen, daß unſer alter Menſch ſamt ihm gekreuziget iſt, auf daß der ſündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer geſtorben iſt, der iſt gerechtfer⸗ tiget von der Sünde. Sind wir aber mit Chriſto geſtor⸗ ben, ſo glauben wir, daß wir auch mit ihm leben wer⸗ den, und wiſſen, daß Chriſtus von den Todten erweckt, hinfort nicht ſtirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrſchen. Denn daß er geſtorben iſt, das iſt er der Sün⸗ de geſtorben zu einem mal: daß er aber lebet, das lebet er Gott. Alſo auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sündse geſtorben ſeid, und lebet Gott in Ehriſto Jeſu, unſerm Herrn. Evangelium, Matth. 5, v. 20⸗26. Jenn ich ſage euch: Es ſei denn eure Gerechtigkeit — beſſer, denn der Schriftgelehrten und Phariſäer, ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten geſagt iſt: Du ſollſt nicht töd⸗ ten; wer aber tödtet, der ſoll des Gerichts ſchuldig ſeyn. Ich aber ſage euch: wer mit ſeinem Bruder zürnet, der iſt des Gerichts ſchuldig; wer aber zu ſeinem Bruder ſagt: Racha, der iſt des Raths ſchuldig; wer aber ſagt: Du Narr, der iſt des hölliſchen Feuers ſchuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferſt, und wirſt allda eingedenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; ſo laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin, und verſöhne dich mit deinem Bruder; und alsdann komm, und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widerſacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege 21 Krinitati 6 3l. biſt, auf daß dich der Widerſacher nicht dermaleins über⸗ antworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und du werdeſt in den Kerker geworfen. Ich ſage dir: Wahrlich, du wirſt nicht von dannen her⸗ aus kommen, bis du auch den letzten Heller hehaßlteſt. m 54 Epiſteln Am VII. Sonntage nach Trinitatis, Epiſtel, Röm. 6, v⸗ 19⸗23, Sch muß menſchlich davon reden, um der Schwachheit J willen eures Fleiſches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienſt der Unreinigkeit, und von einen Ungerechtigkeit zu der andern: alſo begebet nun auch eure Glieder zum Dienſt der Gerechtigkeit, daß ſie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt ſchäö⸗ met; denn das Ende derſelbigen iſt der Tod⸗ Nun ihr aber ſeyd von der Sünde frei, und Gottes Knechte ge⸗ worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod iſt der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes iſt das ewigs Leben, in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn. Evangelium, Marc. 8, v. 1⸗9. u der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts ₰ zu eſſen, rief Jeſus ſeine Jünger zu ſich, und ſprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn ſie haben nun drei Tage bei mir verharret, und haben nichts zu eſſen und wenn ich ſie ungegeſſen von mir heim ließe gehen, würden ſie auf dem Wege verſchmachten. Denn etliche waren von Ferne gekommen. Seine Jünger ant⸗ worteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüſte, daß wir ſie ſättigen? Und er fragte ſie: Wie viel habt ihr Brode? Sie ſprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß ſie ſich auf die Erde lagerten. Und er nahm die ſieben Brode, und dankete, und brach ſie, und gab ſie ſeinen Jüngern, daß ſie dieſelbigen vor⸗ legten. Und ſie legten dem Volke vor. Und hatten ein wenig Fiſchlein; und er dankte, und hieß dieſelbigen auch vortragen. Sie aßen aber und wurden ſatt, und hoben die übrigen Brocken auf, ſieben Körbe. Und ihrer waren bei vier tauſend, die da gegeſſen hatten. ſie von ſich. —o ſin Und er ließ Am und Epiſtel, 2e ſind wir nun, U den Feiſc dß w ihr nach dem Fleiſ n; wo ihr aber dur aat, ſo werdtt ih zattes treibet, die ſi ſcht einen kwechtiſchen hermal fürcten müſſ ſhhen Geiſt empfanger ſeber Pater! Derſe geiſt, daß wir God zinder ſo ſind wir und Meerben Chrif uß wit auch mit zu Evangeli Sehet euch vor Schaafskleider fnd ſie reißende We kennen. Kann n gen, oder Feigen ſuter Baum bringet dringet arge Früchte. hrüchte drngen und grüchte biingen, rüchte bringet, wi en. Darum an ihr derden nicht all, ns Hinmeleich ko eines Vaters im en an jenen Tac denem Ramen en Namen Teufel aus amen viele That ennen: Ich nir, iit Uebelthät deln ³ e na in, nale muitatis, und Evangelien. 55 Am VIII. Sonntage nach Trinitatis. 1 1,23 dden, 1 Epiſtel, Röm. 8, v. 12⸗17. 6 ihr Sban So ſind wir nun, lieben Brüder, Schuldner, nicht Unnt, und vur 12 dem Fleiſch, daß wir nach dem Fleiſch leben. Denn n: a gebet nar wo ihr nach dem Fleiſch lebet, ſo werdet ihr ſterben müſ⸗ Geret iit, diß ſe u ſen; wo ihr aber durch den Geiſt des Fleiſches Geſchäfte Sünd iechte wn tödtet, ſo werdet ihr leben. Denn welche der Geiſt tctjg„ Waz hatt Gottes treibet, die ſind Gottes Kinder. Denn ihr habt Del ayr euch metn nicht einen knechtiſchen Geiſt empfangen, daß ihr euch lbigen r Tod pa abermal fürchten müſſet, ſondern ihr habt einen kind⸗ 6i., Un un lichen Geiſt empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, .„ act, nn heilig wan teden. n der Tod iß od iſt Hah 4. ſt das g b b Mar d, 1˙9, b ² und hatten ſi — n ſich, und ſge ᷑☛ denn ſie hah 1. haben nichts geegeſe mir heim A Vegt mohmachten. Des omma eine Jünger a nen tod hiet in fuaggte ſie: ſorad 1 Sieben. l ſch die Erde lil de, 1 ankete, u dern,= ſie dieſelhi Volk.. Und patn zte, 1 ceß dieſelbigen und ran ſatt, und n Und ihrer vin. ggeſſe ¹tten. Und a 22— — — — — — —— — — — — — — — — — — lieber Vater! Derſelbige Geiſt gibt Zeugniß unſerm Geiſt, daß wir Gottes Kinder ſind. Sind wir denn Kinder, ſo ſind wir auch Erben, nemlich Gottes Erben, und Miterben Chriſti; ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium, Matth. 7, v. 15⸗23. Seet euch vor vor den falſchen Propheten, die in 1 Schaafskleidern zu euch kommen; inwendig aber ſind ſie reißende Wölfe. An ihren Früchten ſollt ihr ſie erkennen. Kann man auch Trauben leſen von den Dor⸗ nen, oder Feigen von den Diſteln? Alſo ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte; aber ein fauler Baum pringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer gewor⸗ fen. Darum an ihren Früchten ſollt ihr ſie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir ſagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen; ſondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir ſa⸗ gen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweiſſaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen be⸗ kennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Uebelthäter! Am 56 Epiſteln Am IX. Sountage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Kor. 10, v. 6⸗13. Os iſt aber uns zum Vorbilde geſchehen, daß wir und nicht gelüſten laſſen des Boͤſen, gleichwie jene gelü⸗ ſtet hat. Werdet auch nicht Abgöttiſche, gleichwie jener etliche wurden, als geſchrieben ſtehet: Das Volt ſetzte ſich nieder zu eſß n und zu trinken, und ſtand auf zu ſpielen. Auch laſſet uns nicht Hurerei trei iben, wie etliche unter jenen Hurerei triebe n, und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig ta ſend. Laſſet uns aber auch Ehriſtum nicht verſuchen, wie etliche von jenen ihn Schlangen umgebracht. auch nicht, gleichwie jener etliche eeten wurden umgebracht von dem Verder⸗ ber. Solches dlles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es iſt aber geſchrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekormen iſt. Darum, wer ſich läßt dünken, er ſtehe, mag wohl zuſehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menſchliche Verſuchung betreten: aber Gott iſt getreu, der euch nicht läßt verſuchen über euer Vermögen, ſondern macht, daß die Verſuchung ſo ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen. verſuchten, und wurden von den Murret Evangelium, Lucä 16, v. 1⸗9. s war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter: der ward von ihm berüchtiget, als hätte er ihm ſeine Güter umgebracht. Und er forderte ihn, und ſprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannſt hinfort nicht mehr Haushal⸗ ter ſeyn. Der Haushalter ſprach bei ſich ſelbſt: Was ſoll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir. Gra⸗ ben mag ich nicht, ſo ſchäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt geſetzt werde, daß ſie mich in ihre Häuſer nehmen. Und er rief zu ſich alle Schuldner feines Herrn, und ſprach zu dem erſten: Wie viel biſt du meinem Herrn ſchuldig? Er ſprach: Hundert Tonnen Oel. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen Brief, ſetze dich, und ſchreib flugs fünfzig. Darnach ſprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bif du But Er ſen R eſasta u ihm: Unrd der Hert 4 r küglich g4. Welt ſind klüger, d Geſchlechte. Un, 4 mit dem ungerechien darbet, ſt euch auſ — An X. S Epiſtel en den geiſtliche Brüder, nicht ſeid geweſen, und wie ihr gefühte w niemand Jeſum v tedetz und nien 92 durch den he aber es iſt Ein G aber es iſt Ein aber es iſt Ein 6 einen jeglichen z gemeinen Nutzen. zu reden von der teden von der Er 4 der Glaub die Gabe, geſund andern, Vnde einem andern G mubeie Sprach dulegen. Dies e und theilt einem uun V di Stadt a Wenn du ed wü ſer deiner Zeit, iſe wor deinen ite dich konn hwie jene 3 4 gleichwie ſ afa etliche unterj drei Und zwan ei rricht verſuchen, 9, puna von 11 gleichwie ohn n dem Ven dt ihn 14= Vorbilde; 6 raung,, alce das End n, 298 läßt dünken, wer ur alle. Es hata T ☛g betreten: 1 ich 1 Zerſuchen über n daß 88= erſuchung ſot 5 mnet yrn. 8 Lucd Bb. 1⸗ 9, der H rinen Haushalte biget, Flätte er ihm ſei dane and ſptach zu ihr ſhe Tdus nung von diin dir 1tt 4 dn⸗ ſor 1 ſich elbſtn 13 immt 11 nt von mit, b ne ich reu zu betteln. 1 1, w 21 nun von du n it in ü1ſer nebwen 7 ſein ern, und ſoti du Mauu Herrn chun Oel 2* er ſprach; zwi b, 9 reib flugs fin dern=— aber, wie diell 1 — Biß a daß win du ſchuldig? Er ſprach: Hundert Malter Waizen. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen n Brief, und ſchreibe acht⸗ zig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gethan hätte. Denn die Kinder dieſer Welt ſind klüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geſchlechte. Uno ich ſage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, ſie euch aufnehmen in die ewige Hütten, — Am X. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Kor. 12, v. 1⸗11. S Pon den geiſtlichen Gaben aber will ich euch, lieben —₰ Brüder, nicht verhalten. Ihr wiſſet, daß ihr Heiden ſeid geweſen, und hingegangen zu den ſtummen Götzen, wie ihr geführet wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand Jeſum verfluchet, der durch den Geiſt Gottes redet; und niemand kann Jeſum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geiſt. Es ſind mancherlei Gaben, aber es iſt Ein Geiſt. Und es ſind mancherlei Aemter, aber es iſt Ein Herr. Und es ſind mancherlei Kräfte, aber es iſt Ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen zeigen ſich die Gaben des Geiſtes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geiſt zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demſelbigen Geiſt; einem andern der Glaube, in demſelbigen Geiſt; einem andern die Gabe, geſund zu machen, in demſelbigen Geiſt; einem andern, Wunder zu thun; einem andern Weiſſagung; einem andern Geiſter zu unterſcheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern die Sprachen aus⸗ zulegen. Dies alles aber wirkt derſelbige einige Geiſt, und theilt einem jeglichen ſeines zu, nachdan er will. Evangelium, Lucä 19, v. 41⸗48. U als er, der Herr Jeſus, nahe dent deunn. ſah er die Stadt an, und weinete über ſie. Und ſprach: Wenn du es wüßteſt, ſo würdeſt du auch bedenken zu die⸗ ſer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun iſt es vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden über dich und ei⸗ angelien. 572 5ss Epiſteln dir eine Wagenburg ſchlagen, dich ängſtigen; und werden und keinen Stein auf dem andern laſſen, du nicht erkannt haſt die Zeit, darinnen Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauf⸗ ten. Und ſprach zu ihnen: Es ſtehet geſchrieben: Mein Haus iſt ein Bethaus; ihr habt es gemacht zur Mör⸗ dergrube. Und er lehite täglich im Tempel. Aber die Hohenprieſter und Schriftgelehrten und die Vornehmſten im Volk trachteten ihm nach, daß ſie ihn umbrächten; und fanden nicht, was ſie ihm thun ſollten; denn alles Volk hing ihm an und hörete ihn, deine Kinder mit belagern und an allen Orten dich ſchleifen, darum, daß du heimgeſucht biſt. ——— Am XI. Sonntage nach Trinitatis⸗ Epiſtel, 1 Kor. 15, v. 1⸗10. (Sch erinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangeli, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch an⸗ genommen habt, in welchem ihr auch ſtehet, durch wel⸗ ches ihr auch ſelig werdet, welchergeſtalt ich es euch ver⸗ kündiget habe, ſo ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es umſonſt geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuvörderſt gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Chriſtus geſtorben ſei für unſere Sünden, nach der Schrift; und daß er begraben ſey, und daß er auferſtan⸗ den ſey am dritten Tage nach der Schrift; und daß er geſehen worden iſt von Kephas, darnach von den Zwöl⸗ fen; darnach iſt er geſehen worden von mehr denn fünf⸗ hundert Brüdern auf einmal, derer noch viele leben, et⸗ liche aber ſind entſchlafen. Darnach iſt er geſehen wor⸗ den von Jacobo, darnach von allen Apoſteln; am letzten nach allen iſt er auch von mir, als einer unzeitigen Ge⸗ burt, geſehen worden. Denn ich bin der geringſte unter den Apoſteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apoſtel heiße, darum, daß ich die Gemeine Gottes ver⸗ und ſeine Gnade an mir iſt nicht vergeblich geweſen, ſon⸗ dern ich habe viel mehr gearbeitet, denn ſie alle; nicht aber ich, ſondern Gottes Gnade, die mit mir iſt, 3 . Evan⸗ folget habe, Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, un Evangelit 1 Xer Heir ſagte zu d 845 ſomm fin olche Gleichniß: duf in den Tempel, andere ein zlner. ſih ſelhſt alp: 3ch wie andete Leult, Ra juch wie dieſe zällne und gebe den Zehnte zöllner ſand von ſe auſheben gen Himme ſprach; Golt, ſin Dieſer ging vinab Denn wer ſich ſeld und wer ſch ſelbſt Am Xll. Epiſt Ei ſolches Ver twas zu denken, tüchtig ſind, iſt vor hat, das Amt zu Buchſtabens, ſon tüͤdtet, aber der G das hurh die Bu bildet, Klarheit h konnten anſehen d willen ſeines Ang dielmehr das Am denn ſo das Am ſat; bielmehr har lberſchwengliche. let war, iſt nic ſtumglichen glc zuſhöret; vielmet Evang P da det d den Tyrud 1 8 Vagt m 3 ſchlagen, i uin 3 und wen 1 mn andern laſe 3,—₰ eit, darim ninen— auften del, n 3 6= auften und fa 4 b ſchrieben; M 8 1 nacht zur M ſach it; mpel. Aber nm 1 ndie Vornehnſ hn mah —— — b—— tiitatis, . 15,:10. den 8-— des(vang zade, 12 ihr 24 1 ir adh het, durch u pelcherg ich es eu n 1 alte 8 es wäre dem dättet.—en ich habe elt 6 1 npfongen habe unſens= den, nach der ſer, 11 iß er au ferſtan der S frc und daß er da Dun den Zwäh uden an deht denn füff derer s leben,9 damach r geſehen w alln i eln; am len abn unzeitigen 1 1 1p b* geringſte un in, daß ih d „*— ine Eottts n Gned t eich, das ih n cht ve ach geweſen ſi int,— ſie all; Im 2,dit* mir iſ Ehar — 20 ” und Evangelie. 59 Evangelium, Lucä 18, v. 9⸗14. Ser Herr ſagte zu etlichen, die ſich ſelbſt vermaßen. — daß ſie fromm wären, und verachteten die andern, ein ſolches Gleichniß: Es gingen zween Menſchen hin⸗ auf in den Tempel, zu bäten; einer ein Phaxiſäer, der andere ein Zöllner. Der Phariſäer ſtand, und betete bei ſich ſelbſt alſo: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieſer Zöllner. Ich faſte zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem was ich habe. Und der Zöllner ſtand von ferne, wollte auch ſeine Augen nicht aufheben gen Himmel; ſondern ſchlug an ſeine Bruſt ud ſprach: Gott, ſei mir Sünder gnädig, Ich ſage euch: Dieſer ging hinab gerechtfertigt in ſein Haus vor jenem, Denn wer ſich ſelbſt erhöhet, der wird erniedrigt werden; und wer ſich ſelbſt erniedrigt, der wird erhöhet werden. Am XII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 2 Kor. 3, v. 4⸗11. E- ſolches Vertrauen aber haben wir durch Chriſtum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig ſind von uns ſelber, etwas zu denken, als von uns ſelber; ſondern daß wir tüchtig ſind, iſt von Gott: welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Teſtaments; nicht des Buchſtabens, ſondern des Geiſtes. Denn der Buchſtabe tödtet, aber der Geiſt macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchſtaben tödtet und in die Steine iſt ge⸗ bil det, Klarheit hatte; alſo, daß die Kinder Iſrael nicht konnten anſehen das Angeſicht Moſis, um der Klarheit willen ſeines Angeſichts, die doch aufhöret, wie ſollte nicht vielmehr das Amt, das den Geiſt giebt, Klarheit haben? Denn ſo das Amt, das die Verdamniß prediget, Klarheit hat; vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, überſchwengliche Klarheit. Denn auch jenes Theil, das ver⸗ kläret war, iſt nicht für Klarheit zu achten gegen dieſer über⸗ ſchwenglichen Klarheit. Denn ſo das Klarheit hatte, das da aufhöret; vielmehr wird das Klarheit haben, das da bleibet. Evangelium, Mark. 7, v. 31⸗37. ü da der Herr Jeſus wieder ausging von den Gren⸗ zen Tyrus und Sidon, kam er an das Galliiſche eer 60 8 Epiſteln Meer mitten unter die Grenze der zehn Städte. Und ſie brachten zu ihm einen Tauben, ſie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. nahm ihn von dem Volk beſonders, Finger in die Ohren, und ſpützete, Zunge. Und ſah auf gen Himmel, zu ihm: Hephata, das iſt, thue dich auf. Und alſobald thaten ſich ſeine Ohren auf, und das Band ſeiner Zunge ward los, und er redete recht. Und er verbot ihnen, ſie follten es niemand ſagen. Je mehr er aber verbot, je mehr ſie es ausbreiteten. Und verwunderten ſich über die Maaße, und ſprachen: Cr hat alles wohlgemacht, die Tauben macht er hörend, und die Sprachloſen redend. der ſtumm war, und Und er und rührete ſeine —— Am XIII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 3, v. 15⸗22. jeben Brüder, ich will nach menſchlicher Weiſe reden: DX verachtet man doch eines Menſchen Teſtament nicht, wenn es beſtätigt iſt, und thut auch nichts dazu. Nun iſt je die Verheißung Abraham und ſeinem Samen zuge⸗ ſagt. Er ſpricht nicht durch die Samen, als durch viele, ſondern als durch Einen, durch deinen Samen, welcher iſt Chriſtus Ich ſage aber davon: Das Teſta⸗ ment, das von Gott zuvor beſtätiget iſt auf Chriſtum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung ſollte durch das Geſetz aufhören, welches gegeben iſt über vier hundert und dreißig Jahre hernach. Denn ſo das Ende durch das Geſetz erworben würde, ſo würde es nicht durch Ver⸗ heißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Ver⸗ heißung frei geſchenkt. Was ſoll denn das Geſetz? Es iſt dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geſchehen iſt, und iſt geſtellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber iſt nicht eines einigen Mittler, Gott aber iſt einig. Wie? Iſt denn das Geſetz wider Gottes Verheißungen? Das ſei ferne! Wenn aber ein Geſetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen; ſo käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Geſetz. Aber die Schrift hat es alles beſchloſſen unter die Sünde, auf daß die Verheißung kanne dur — und legte ihm die ſeufzete und ſprach un durch den Glauben ii da gluuben. Evangtlit Geſus wande ſcch J ſoidehetz Selig ir ſehet. Denn nige wollten ſehen, ſehen; ud hölen, d höret. Und ſiehe, d ſuchteſiha, us Kte ich das evige Leden ſeehet in Geſetz geſe und ſpach: Du ſo zem Herzen, don von gandem Gemü Er ader ſprach zu das, ſo wirſt du fertigm, und ſpre ſter? Da antwor Nenſch, der gin und ſiel unter di ſchlugen ihn, und todt ſiegen. Es Prieſtet dieſelbige ging er vorüber. er kom bei die( Ein Samariter at ſ ſah, jammerte fine Wunden, un n auf ſein Thier ſſtegte ſein. Des ans zween Groſch Aihn: Phege ſe 1 duts dazahle Uedh dich, der wein dem, der hng: Der die Iels zu ihm: 7ad= initatis. 3, 1. 4122. d meni ger Weiſe nin Nenſe an eſtament rith, ut aut hts dazu. M und tm Samen zu die Den, als dauh n, deinen Senn abet ten: Das Jeſt beſtäß Aet auf Chrifun, eSt eng ſolle durch geben Fher viet hundert un ſt u& Ende durch das irde accht durch Ver at e8 † Dham durch Va⸗ 1ℳM V ri n bis der ent dehe und iſ gät 88 n rs. Ein Mich e, t aber iſt ein 1 12 Vetemna a eben wäre, 3 8 6 5* Gerechtgtit 1 hrift hat 7 dlti 2 zerbeißung käm aß? zerhei un ſter? 3 Geſet? Gf und Evangelien. 61 durch den Glauben an Jeſum Chriſtum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium, Lucä 10, v. 23⸗37. (Teſus wandte ſich zu ſeinen Jüngern, und ſprach in⸗ ₰ ſonderheit; Selig ſind die Augen, die da ſehen, das ihr ſehet. Denn ich ſage euch: Viele Propheten und Kö⸗ nige wollten ſehen, das ihr ſehet, und haben es nicht ge⸗ ſehen; und hören, das ihr höret, und haben es nicht ge⸗ höret. Und ſiehe, da ſtand ein Schriſtgelehrter auf, ver⸗ ſuchte ihn, u. ſprach: Meiſter, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber ſprach zu ihm: Wie ſtehet im Geſetz geſchrieben? Wie lieſeſt du? Er antwortete und ſprach: Du ſollſt Gott, deinen Herrn, lieben von gan⸗ zem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemüth; und deinen Nächſten als dich ſelbſt. Er aber ſprach zu ihm: Du haſt recht geantwortet; thue das, ſo wirſt du leben. Er aber wollte ſich ſelbſt recht⸗ fertigen, und ſprach zu Jeſu: Wer iſt denn mein Näch⸗ Da antwortete Jeſus und ſprach: Es war ein Menſch, der ging nach Jeruſalem hinab gen Jericho, und ſiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und ſchlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab ſich aber ohngefähr, daß ein Prieſter dieſelbige Straße hinab zog: und da er ihn ſah, ging er vorüber. Deſſelbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte, und ſah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiſete, und kam dahin, und da er ihn ſah, jammerte ihn ſein, ging zu ihm, verband ihm ſeine Wunden, und goß drein Oel und Wein, und hob ihn auf ſein Thier, und führte ihn in die Herberge, und pflegte ſein. Des andern Tages reiſete er, und zog her⸗ aus zween Groſchen, und gab ſie dem Wirth und ſprach zu ihm: Pflege ſein, und ſo du mehr wirſt darthun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dünkt dich, der unter dieſen Dreien der Nächſte ſey ge⸗ weſen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er ſprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da ſprach Jeſus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. 1 b Am 62 Expiſteln Am XIV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 5, v. 16 24. Kieben Brüder, wandelt im Geiſt, ſo werdet ihr die Lüſte X des Fleiſches nicht vollbringen. Denn gelüſtet wider den Geiſt, und den Geiſt wider das Fleiſch. Dieſelbige ſind wieder einander, das ihr nicht thut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geiſt, ſo ſeid ihr nicht unter dem Geſetz. Offenbar ſind aber die Werke des Fleiſches, als da ſind Chebruch, Hurerei, Unreinig⸗ keit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindſchaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Freſſen, Saufen und dergleichen; von we hen ich euch habe zuvor geſagt, und ſage noch zuvor, daß, die ſol⸗ ches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geiſtes iſt die Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuſchheit. Wider ſolche iſt das Geſetz nicht. Welche aber Chriſto angehören, die kreuzigen ihr Fleiſch ſammt den Lüſten und Begierden. Evangelium, Lucä 17, v. 11⸗19. Und es begab ſich, da Jeſus reiſete gen Jeruſalem, zog er mitten durch Samariam und Galliläam. Und vls er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aus⸗ ſätzige Männer, die ſtanden von ferne, und erhuben ihre Stimme, und ſprachen: Jeſu, lieber Meiſter, erbarme dich unſer! Und da er ſie ſah, ſprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Prieſtern. Und es ge⸗ ſchah, da ſie hingingen, wurden ſie rein. Einer aber unter ihnen, da er ſah, daß er geſund geworden war, kehrte er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und ſiel auf ſein Angeſicht zu ſeinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. und ſprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo ſind aber die neun? Hat ſich ſonſt keiner gefunden, der wieder umkehrte, und gäbe Gott die Ehre, denn dieſer Fremdling? Und er ſprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen. Am das Fleiſch Jeſus aber antwortete, ur An XV. Ge Eyiſtl, Gal vir in Geiſt *6) wandeln. kaſſe untet einandet zu ente ſ ein Menſch etwa jelfet ijm wider i hr geiſtäch ſid. Ur auch vggluht werdeſ werdet iht das Geſe mand läßt dünken, e der beträgt ſih ſelbe Werk, und alsdan und nict an eine ſeine Lit tragen, Wort, der theile: ichtet. Irtet eus Denn was der ¹ auf ſein Fleiſch ſä derben ernten. T n dem Geiſt de nun it haben, allermeiſt aber an Evange Gſienand kann; 3 einen haſſen enem anhängen, nicht Gott dienen euch: Sorget nie ninken werdet; a ſen werdet. Iſt und dir Leib met untet den Himn ſie ſemmeln nicht Vater erhähret dem ier Wer .N riaitatiz 9, 1 7ℳ4. Heiſt, 8 tinge et ir di h 1 5 ndſchaft, Hann cht, Fe, Haß, M hen; Swa en ich en noc„an,, daß, die Got acht ererben. 9. die 1. Frede, Fii igkeitt ube, Senftnt das tz nict Vi kreuzj dan ihr Fleiſch ſim ca. 11/19. ſuos e gen Jeruſale ne dn Galllcam. l begl wrt ihm zehn aut u fe atnd anhuben i ,. Näiſter, eban ſch„7 ch er zu 64 5— ern. Und es, ndes rein. nr 17 dd gewordan un „ 11 V 117 ter Stimme, und 11 — 1 4 1 gewurdi 9t ner gef funden, A e Ehre, denn did 1 Stehe ui 9 V en. 1 1 urerei, ha. und dankt in aber antwortie unter dem Himmel an: ſie ſäen nicht, und Evangelien. 63 Am XV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 5, v. 25 bis Kap. 6, v. 10. So wir im Geiſt leben, ſo laſſet uns auch im Geiſt wandeln. Laſſet uns nicht eitler Ehre geitzig ſeyn, unter einander zu entrüſten und zu haſſen Lieben Brüder, ſo ein Menſch etwa von einem Fehler übereilet würde, ſo helfet ihm wieder zurecht mit ſanftmüthigem Geiſt, die ihr geiſtlich ſeid. Und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſucht werdeſt. Einer trage des andern Laſt, ſo werdet ihr das Geſetz Chriſti erfüllen. So aber ſich je⸗ mand läßt dünken, er ſei erwas, ſo er aber doch nichts iſt, der betrügt ſich ſelbſt. Ein jeg icher aber prüfe ſelbſt ſein Werk, und alsdann wird er an ihm ſelber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird ſeine Laſt tragen, der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes, dem, der ihn unter⸗ Irret euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpotten. Denn was der Menſch ſäet, das wird er ernten. Wer auf ſein Fleiſch ſäet, der wird von dem Fleiſche das Ver⸗ derben ernten. Wer aber auf den Geiſt ſäet, der wird von dem Geiſt das ewige Leben ernten. Laſſet uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu ſeiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, ſo laſſet uns Gutes thun an jedermann, allermeiſt aber an des Glaubens Genoſſen. Evangelium, Matth. 6, v. 24⸗34. Spiemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen haſſen, und den andern lieben; oder er wird einem anhängen, und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum ſage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr eſſen und trinken werdet; auch nicht für euern Leib, was ihr anzie⸗ hen werdet. Iſt nicht das Leben mehr, denn die Speiſe? und der Leib mehr, denn die Kl leidung? Sehet die Vögel ſie ernten nicht; ſie ſammeln nicht in die Scheunen; und euer himmliſcher Vater ernähret ſie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn ſie? Wer iſt unter euch, der ſeiner Länge eine Elle zu⸗ richtet. 64 Epiſteln gleich darum ſorget? Und warum dung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie ſie wachſen: ſie arbeiten nicht, auch ſpinnen ſie nicht. Ich ſage euch, daß auch Salomo in aller ſeiner Herrlichkeit nicht bekleidet geweſen iſt, als derſelben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde alſo kleidet, das doch heute ſtehet, und morgen in den Ofen geworfen wird, ſollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Klein⸗ gläubigen; darum ſollt ihr nicht ſorgen und ſagen: Was werden wir eſſen? was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach ſolchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmliſcher Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am erſten nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Gerechtigkeit; ſo wird euch ſolches alles zufallen. Darum ſorget nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine ſorgen. Es iſt genug, daß ein jeder Tag ſeine eigene Plage habe. zuſetzen moͤge, ob er ſorget ihr für die Klei —— ——— Am XVvI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 3, v. 13⸗21. jieben Brüder! darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübſalen willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre ſind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der der rechte Vater iſt über alles, was da Kinder heißet im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum ſeiner Herrlichkeit, ſtark zu werden durch ſei⸗ nen Geiſt an dem inwendigen Menſchen, und Chriſtum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden; auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da ſei die Breite, und die Länge, und die Tiefe, und die Höhe; auch erkennen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottes⸗ fülle. Dem aber, der überſchwenglich thun kann über alles, was wir bitten oder verſtehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem ſei Ehre in der Gemeine, die. in Chriſto Jeſu iſt, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen⸗ van⸗ und Goan gelint ſh endtthor kam, ſiehe, er ein einziget Sohr ine Wittwe; und tr. Und da ſi der! und ſprach zu ihr: 2 ührete den Sarg an prach: Jönging, i Codte tichkete ſich auf gab ihn ſener Mutte un, und prieſen Go⸗ prophet umter uns a geimgeſucht. Und d ganze jidiſche Land, — Am XVII.( Epiſt (d ermahne nu daß ihr wan darinnen ihr berufe muth, mit Geduld der Liche, und ſ Geiſt, dutch dasz 2 Geiſt, Wie Vr a kures Bewfs. Ein Gott und ale, und durch e Evang n begab ſit der Phariſäer und ſie hielten au⸗ im, der war we ſagte zu den Sch K auch recht den fill Und ¹ 3e iiß, daß ihr d lſien 1 An Neiche d ⸗ uch ſolches al⸗ ſine e Aage habe ena rinitatis. . 3, 322. ich, ihr nicht mad rwile t ich für euch lene Derh us beuge ich mein He. meſu Chriſti, der u 3e. Kinder heißtt in r cu ſt gebe nach di ſict E wenden durh N2 und(hrifurd ründt werden; adh deii awecches da ſid d die Höhe, un na Jit alerlei Gün hwe thun kam 4 ehen a der Krt, 5 Sae i Ewg Cta derſelben ein 1t aandern Morge eine ſotgen. G alle, tzen, und uoo. und Evangelien. Evangelium, Lucä 7, v. 11,17. Und es begab ſich hernach, daß Jeſus in eine Stadt, mit Namen Nain ging; und ſeiner Jünger gingen viele mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, ſiehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war ſeiner Mutter, und ſie war eine Wittwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da ſie der Herr ſah, jammerte ihn derſelbigen, und ſprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührete den Sarg an; und die Träger ſtanden. Und er ſprach: Jüngling, ich ſage dir, ſtehe auf. Und der Todte richtete ſich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn ſeiner Mutter. Und es kam ſie alle eine Furcht an, und prieſen Gott, und ſprachen: Es iſt ein großer Prophet unter uns auferſtanden, und Gott hat ſein Volk heimgeſucht. Und dieſe Rede von ihm erſcholl in das ganze jüdiſche Land, und in alle umliegende Länder. Am XVII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 4, v. 1⸗6. (Sso ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, S daß ihr wandelt, wie ſich gebühret eurem Beruf, darinnen ihr berufen ſeid, mit aller Demuth und Sanft⸗ muth, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe, und ſeid fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt, durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geiſt, wie ihr auch berufen ſeid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, Ein Glaube; Eine Taufe, Ein Gott und Vater(unſer) aller, der da iſt über euch nd durch euch alle, und in euch allen. Evangelium, Lucä 14, v. 1⸗11. ut es begab ſich, daß er kam in ein Haus eines Oberſten der Phariſäer, auf einen Sabbath, das Brod zu eſſen; und ſie hielten auf ihn Und ſiehe, da war ein Menſch vor ihm, der war waſſerſüchtig. Und Jeſus antwortete, und ſagte zu den Schriftgelehrten und Phariſäern, und ſprach: Iſt es auch recht auf den Sabbath heilen? Sie aber ſchwie⸗ gen ſtill. Und er griff ihn an, und heilete ihn, und tis e ihn 66 ESgpyiſteln ihn gehen. Und antwortete, und ſprach zu ihnen: Wel⸗ cher iſt unter euch, dem ſein Ochſe oder Eſel in den Brunnen fällt, und er ihn nicht alſobald herausziehet am Sabbathtage? Und ſie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er ſagte aber ein Gleichniß zu n ₰e den Gäſten, da er merkte, wie ſie erwählten oben an zu ſitzen, und ſprach zu ihnen: Wenn du von jemand ge⸗ laden wirſt zur Hochzeit, ſo ſetze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen ſey; und ſodann kommt, der dich und ihn geladen hat, ſpreche zu dir: Weiche dieſem; und du müſſeſt dann mi Scham unten an ſizen. Sondern wenn du geladen wirſt, ſo gehe hin, und ſetze dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, ſpreche zu dir: Freund, rücke hinauf. Dann wirſt du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tiſche ſitzen. Denn wer ſich ſelbſt erhö⸗ het, der ſoll erniedriget werden; und wer ſich ſelbſt er⸗ niedriget, der ſoll erhöhet werden. Am XVIII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Kor. 1, v. 4:9. 8 danke meinem Gott allezeit eurethalben für die „Gnade Gottes, die euch gegeben iſt in Chriſto Jeſu, daß ihr ſeid durch ihn an allen Stücken reich gemacht an aller Lehre, und in aller Erkenntniß. Wie denn die Pre⸗ digt von Chriſto in euch kräftig geworden iſt, alſo, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unſers Herrn Jeſu Chriſti, wel⸗ cher auch wird euch feſt behalten bis ans Ende, daß ihr unſträflich ſeid auf den Tag unſers Herrn Jeſu Chriſti. Denn Gott iſt treu, durch welchen ihr berufen ſeid zur Gemeinſchaft ſeines Sohnes Jeſu Ehriſti, unſers Herrn. Evangelium, Matth. 22, v. 34⸗46. D aber die Phariſäer höreten, daß Jeſus den Saddu⸗ cäern das Maul geſtopfet hatte, verſammelten ſie ſich. zUnd einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, verſuchte ihn, und ſprach: Meiſter, welches iſt das vornehmſte Gebot im Geſetz? Jeſus aber ſprach zu ihm: Du ſollſt lieben Gott, — deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und von ganzem Gemüthe. Dies iſt das vornehmſte un größte deine un giit Gtbot des 1 n Nächſten li er anen hinget das zun die hariſäer bei und ſprach: Wie dür et? Sie ſorachen gie nennet denn rſagt: der Hert he Köſar neinr Rehh zum Stemel deiner errn nennet, wie mand konntt ihm ein niemand von dem Ta — ꝙ— Am XIX. S Epiſtel o ſeget nun vor den alten Me⸗ ſich verderbet Em müths, und jiehet Gott geſchaffen iſti ligkeit. Datun leg heit, ein jeglicer n enander Glieder ſit die Sonne nicht ül nicht Raum dem nicht mehr, ſonder etwas Gutes, au Evang De, Neder her. da brachten ſie einem Bette. dt zu dem Gicht Sünden ſind d Schritzelehrten üt. Da abe wanm denktt ches iſ leichte he r in; oder zu b zu dir: Fm du(za haben min . Daer ſich ſelbſt a eerdenze. wer ſich ſelhſ werden. 1 tage 1 Trinitatis. Kor. 49. alle teethalben ſir h gegl zm iſt in Ghtiſu d len S*n rich gemacht: kennta KHie denn die tig get Kuu iß, alſo, daßi bend e 12-abe, und war ſerz e Jeſu Chiiſi n zalten † zms Ende, daßt a un E Herrn Jiſu Gini welch d berufen ſi’ ul Jeſu Kt, unſers Hmm ath.?„ b. 344. eimn,& ceſus den bih et 89 eſenmelte ſiſt Scin& prrer, verüch ſtar neenſt Gän in iſolſt lieben an von ganzze 50 9 ſte l dis as uuntkaiß und Evangelien. groͤßte Gebot. Das andere aber iſt ihm gleich: Du ſollſt deinen Nächſten lieben als dich ſelbſt. In dieſen zweien Geboten hänget das Ganze Geſetz und die Propheten. Da nun die Phariſäer bei einander waren, fragte ſie Jeſus und ſprach: Wie dünket euch um Chriſto? Weß Sohn iſt er? Sie ſprachen: Davids. Er ſprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geiſt einen Herrn, da er ſagt: der Herr hat geſagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun Darvid ihn einen Herrn nennet, wie iſt denn ſein Sohn? Und nie⸗ mand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. 8 — Am XIX. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 4, v. 12⸗28. So leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menſchen, der durch Lüſte in Irrthum ſich verderbet. Erneuert euch aber im Geiſt eures Ge⸗ müths, und ziehet den neuen Menſchen an, der nach Gott geſchaffen iſt in rechtſchaffener Gerechtigkeit und Hei⸗ ligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahr⸗ heit, ein jeglicher mit ſeinem Nächſten, ſintemal wir unter einander Glieder ſind, Zürnet und ſündiget nicht; laſſet die Sonne nicht über euerm Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Läſterer. Wer geſtohlen hat, der ſtehle nicht mehr, ſondern arbeite, und ſchaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben den Dürftigen. Evangelium, Matth. 9, v. 1⸗8. D⸗ trat er, der Herr Jeſus, in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in ſeine Stadt. Und ſiehe da brachten ſie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jeſus ihren Glauben ſah, ſprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getroſt, mein Sohn; deine Sünden ſind dir vergeben. Und ſiehe etliche unter den Schriftgelehrten ſprachen bei ſich ſelbſt: Dieſer läſtert Gott. Da aber Jeſus ihre Gedanken ſah, ſprach er: Warum denket ihr ſo Arges in euren Herzen? Wel⸗ ches iſt leichter, zu ſagen: Dir ſind deine Sünden verge⸗ ben; oder zu ſagen: Stehe auf und wandle? Auf d e2 ihr Epiſteln . ſanden Bäſe! ihr aber wiſſet, daß des Menſchen Sohn Macht habe u nn Da ging der auf Erden, die Sünden zu vergeben, ſprach er zu dem ll um ih alda ein Sichtbrächigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf, und tleaes Kü an, und gehe heim. Und er ſtand auf, und ging heim. Da das beten ehnmen, Volk das ſah, verwunderte es ſich, und pries Gott, der hid ant iber v ſolche Macht den Menſchen gegeben hat. A fine dimm: t Am XX. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 5, v. 15⸗21. o ſehet nun zu, wie ihr vorſichtiglich wandelt, nicht als die Unweiſen, ſondern als die Weiſen. Und ſchicket euch in die Zeit; denn es iſt böſe Zeit. Darum werdet nicht unverſtändig, ſondern verſtändig, was da ſei des Herrn Wille. Und ſaufet euch nicht voll Weins, dar⸗ aus ein unordentliches Weſen folgt; ſondern werdet voll Geiſtes, und redet unter einander von Pſalmen und Lob⸗ geſängen und geiſtlichen Liedern, ſinget und ſpielet dem Herrn in eurem Herzen; und ſaget Dank allezeit für alles, Gott und dem Vater, in dem Namen unſers Herrn Jeſu Chriſti, und ſeid unter einander Ünterthan in der Furcht Gottes. Evangelium, Matth. 22, v. 1⸗14. pond Jeſus antwortete, und redete abermal durch Gleich⸗ Pniſſe zu ihnen, und ſprach: Das Himmelreich iſt gleich einem Könige, der ſeinem Sohne Hochzeit machte; und ſandte ſeine Knechte aus, daß ſie die Gäſte zur Hochzeit riefen, und ſie wollten nicht kommen. Abermal ſandte er andere Knechte aus, und ſprach: Saget den Gäſten: Siehe meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochſen und mein Maſtvieh iſt geſchlachtet, und alles bereit, kommt zur Hoch⸗ zeit. Aber ſie verachteten das, und gingen hin, einer auf ſeinen Acker, der andere zu ſeiner Handthierung! Etliche aber griffen ſeine Knechte, höhneten und toͤdteten ſie. Da das der König hörte, ward er zornig, und ſchickte ſeine Heere aus, und brachte die Mörder um, und zün⸗ dete ibre Stadt an. Da ſprach er zu ſeinen Knechten:⸗ Die Hochzeit iſt zwar bereitet, aber die Gäſte waren es nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und wen ihr findet. Und die Knechte ladet zur Hochzeit, zingen aus auf die Straßen, und brachten zuſammen, wen ſyn H er wefige ſid auben ——— Am IMII. So Epiſel, uletzt, mene drüͤde 3 in der Aact ſei riſch Gottes, du ihr Unläufe des Teuſels. und Blut zu kämpſen zen, nämlih wit den ſerniß dieſe Velt unter dem himel. riſch Gottes, auf de land thut, und alle ſalten mögt. So nit Waͤhrheit, und nchtigkeit, und an den das Cdangeliu ſeyd. Vot allen T Glaubens, wit w en Pfeile des Bi heils, und das Vort Gottes. Evange hn K es war eir Kahernaun. Idia in Galiläar dh ir hinah läͤm ſedtrank. Und e zeicen und Vun Ne 1 1 in Nach 1 . den 5 er zu auf, un dit auf, u 63 5 1s hein. Da c dinrie e. ries Gott, —— ge ng Krinitatik. Rj. 5,— 15⸗21. dr vorſt a h „y wandelt, w ſe Zeit. Dm ſondem 48 adh ſet euch s voll Weins, en folg ndern werdt 1 ander r ſalmen und dan, und ſpielet und= Dauk allzei in det= nen unfers 9r t ein d„Unterthan n dndetſt rmal durch Glh 8: Da. nnelreich iſ gli Sohne it machte; u 6 ſie Kizäſe zur Hoch kommt bermal ſandte! 6: S ann Gäſten: Si ttet, 1r 1 Ochſen und um alless kommt zur 90 8, un= pn hin, einaf thierung! Citt ſeiner 4! Ei dit r und tüdtem vnd nmig, un ſtitt „ nd h9 die e er um, AUo ſti ſeinen Kntüit ach V A a Gäfte waten gin jie Etraßen, 3 achten zufamma dr achten ni. und Evangelien. 69 wen ſie fanden, Boͤſe und Gute. Und die Tiſche wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäſte zu beſe⸗ hen, und ſah allda einen Menſchen, der hatte kein hoch⸗ zeitliches Kleid an, und ſprach zu ihm: Freund, wie biſt du herein gekommen, und haſt doch kein hochzeitliches Kleid an? Er aber verſtummte. Da ſprach der König zu ſeinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die äußerſte Finſterniß hinaus; da wird ſeyn Heulen und Zähnklappen. Denn viele ſino berufen, aber wenige ſind auserwählet. Am XXI. Sonntage nach Trinitatis. Zulest, meine Brüder, ſeyd ſtark in dem Herrn, und in der Macht ſeiner Stärke. Ziehet an den Har⸗ niſch Gottes, daß ihr beſtehen könnet gegen die liſtigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleiſch und Blut zu kämpfen, ſondern mit Fürſten und Gewalti⸗ gen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Fin⸗ ſterniß dieſer Welt herrſchen, mit den böſen Geiſtern unter dem Himmel. Um deswillen ſo ergreifet den Her⸗ niſch Gottes, auf daß ihr an dem böſen Tage Wider⸗ ſtand thut, und alles wohl ausrichten und das Feld be⸗ halten möget. So ſtehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Ge⸗ rechtiakeit, und an Beinen geſtiefelt, als fertig zu trei⸗ ben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet ſeyd. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöſchen könnet alle feuri⸗ gen Pfeile des Böſewichts. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerdt des Geiſtes, welches iſt das Wort Gottes. b Evangelium, Joh. 4, v. 47⸗54. nd es war ein Königiſcher, deß Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieſer hörete, daß Jeſus kam aus Judäa in Galiläam, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab käme, und hülfe ſeinem Sohne: denn er war todtkrank. Und Jeſus ſprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder ſehet, ſo glaubet ihr nicht. Der Kö⸗ Kind ſtirbt. 70 Epiſteln zigiſche ſprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein wgiſche Deſus dahe zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Der Menſch glaubte dem Wort, das Jeſus zu ihm ſagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begeg⸗ neten ihm ſeine Knechte, verkündigten ihm, und ſprachen; Dein Kind lebt. Da forſchete er von ihnen die Stunde, in welcher es beſſer mit ihm geworden war. Und ſie ſprachen zu ihm: Geſtern um die ſiebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jeſus zu ihm geſagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit ſeinem ganzen Hauſe. Das iſt nun das andere Zeichen, das Jeſus that, da er aus Judäa in Galiläam kam. b — Am XXII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Philipp. 1, v. 3⸗11. Sch danke meinem Gott, ſo oft ich eurer gedenke(wel⸗ ches ich allezeit thue in allen meinem Gebet für euch alle, und thue das Gebet mit Freuden, über eurer Ge⸗ meinſchaft am Evangelio, vom erſten Tage an bis hieher. Und bin deſſelbigen in guter Zuverſicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollfüh⸗ ren, bis an den Tag Jeſu Chriſti. Wie es denn mir billig iſt, daß ich dermaßen von euch allen halte; darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in dieſem meinem Ge⸗ fängniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig ſeid. Denn Gott iſt mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Herzensgrund in Jeſu Chriſto. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beſte ſey: auf daß ihr ſeid lauter und unanſtößig bis auf den Tag Chriſti, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jeſum Chriſtum ge⸗ ſchehen(in euch) zur Ehre und Lobe Gottes. Ebangelium, Matth. 18, v. 23 ⸗35. D⸗ Himmelreich iſt gleich einem Könige, der mit ſei⸗ —₰ nen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu nit ſchuldig biſt: bat ihn, und ſorach: alles bezahlen. Er und walf ihn ind C t ſchuldig wat. 1 wurden ſie ſeht bet hren Herrn alles, on ſein Hert vor fnecht, alle dieſe S nich bateſt. Soll über deinen Mitkr habe? Und ſein ihn den Peinigern m ſchuldig war. er auch thun, ſe in jeglicher ſeinem — Am XXII. Epiſte Frget mir, lieb wandeln, wie zudin von n dher ſage ich au Chriſti: dau Bauch ihr Golti dere, die idiſ im Himmel, von Läu Ghnſſi, — — indere ☛☚ am kan —, daß es un 2h it ſeinem gu 1 n das Jeſust 1 — ᷣ— ——:— age n E Nrinitatis, ipp. I ſo oft allen wit Fr dom erſ t Zuve Jerk, de Ihriſti. euch all habe, mit m Zeuge unch eſu Chriſto. 1 4 grund Liebe 4 — 3·II. uurer gedenke m Gebet für —, über eurer — aage an bis hit ³☛ doß, der in d es auch volli es denn mir bil le; darum, d ſem meinem G zni verantworte w. ze. Gnade theihhaf e mich nach a 4 r und mehrit if un) ſahrung, dafſ ſie ſey en To die de und L atth. einet wollt an daß iht ſeid l iſi, erfüllin eſum Chriſun oettes. b b. 23/15. ic, der vit ¹ nigge, der mi und ad et oh 1 und Evangelien. 71 zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tau⸗ ſend Pfund ſchuldig. Da er nun nicht hatte zu bezahlen, u hieß der Herr verkaufen ihn, und ſein Weib, und ſeine „h Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. ſen der Knecht nieder und betete ihn an, und ſprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da fiel Da jammerte den Herrn deſſelbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging der⸗ ſelbige Knecht hinaus, und fand einen ſeiner Mitknechte, m geſagt 9 der war ihm hundert Groſchen ſchuldig: und er griff ihn an, und würgete ihn und ſprach: Bezahle mir, was du mir ſchuldig biſt. Da fiel ſein Mitknecht nieder, und bat ihn, und ſprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht; ſondern ging hin, und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlete, was er ſchuldig war. Da aber ſeine Mitknechte ſolches ſahen, wurden ſie ſehr betrübt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn alles, was ſich begeben hatte. Da forderte ihn ſein Herr vor ſich, und ſprach zu ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle dieſe Schuld habe ich dir erlaſſen, dieweil du mich bateſt. Sollteſt du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und ſein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himmliſcher Va⸗ ter auch thun, ſo ihr nicht vergebet von euren Herzen, ein jeglicher ſeinem Bruder ſeine Fehler. Am XXIII. Sonntage nach Trinitatis. Folget mir, lieben Brüder, und ſehet auf die, die alſo wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele von welchen ich euch oft geſagt habe; nun aber ſage ich auch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Chriſti: welcher Ende iſt die Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott iſt, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdiſch geſinnet ſind. Unſer Wandel aber iſt im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jeſu Chriſti, des Herrn, welcher unſern lichtiger wandeln, Epiſteln Leib verklären wird, daß er ähnlich werde ſeinem ver⸗ klärten Leibe nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen. Evangelium, Matth. 22, v. 1522. De gingen die Phariſäer hin und hielten einen Rath⸗ wie ſie Jeſum fingen in ſeiner Rede. Und ſandten zu ihm ihre Jünger, ſammt Herodis Dienern, und ſpra⸗ chen: Meiſter wir wiſſen, daß du wahrhaftig biſt, und kehreſt den Weg Gottes recht, und fragſt nach niemand: denn du achteſt nicht das Anſehen der Menſchen. Darum ſage uns, was dünkt dich? Iſt es Recht, daß man dem Kaiſer Zins gebe, oder nicht? Da nun Jeſus merkte ihre Schalkheit, ſprach er: Ihr Heuchler, was verſuchet ihr mich? Weiſet mir die Zinsmünze. Und ſie reichten ihm einen Groſchen dar. Und er ſprach zu ihnen: Weß iſt das Bild und die Ueberſchrift? Sie ſprachen zu ihm: Des Kaiſers. Da ſprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, und Gott, was Gottes iſt. Da ſie das höreten, verwunderten ſie ſich, und ließen ihn, und gingen davon. Am XXIV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Koloſſ. 1, v. 9⸗14. erhalben auch wir, von dem Tage an, da wir es gehöret haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Er⸗ kenntniß ſeines Willens, in allerlei geiſtlicher Weisheit und Verſtand; daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar ſeyd in allen guten Werken, und wachſet in der Erkenntniß Gottes, und ge⸗ ſtärket werdet mit aller Kraft, nach ſeiner herrlichen Macht, in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden; und dankſaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erdtheil der Heiligen im Licht; welcher uns er⸗ rettet hat von der Obrigkeit der Finſterniß, und hat uns verſetzet in das Reich ſeines lieben Sohnes; an welchem wir haben die Erlöſung Vergebung der Sünden. Evan⸗ durch ſein Blut, nämlich die u grangelit a Jejus ſolches 1 Oberſten einet herr mäünt Tochter ſege deine Hand auf trat von hinten zu bige ganze Land. Am XXVY Epif Wie wollen ten von do traurig ſeid, w Denn ſo wir gl ſtanden iſ; alſe durch Jeſum m als ein Wort überbleiben in nicht vorkomme Hert wird mit engels und m dom Himmel, ehen zuer. ben, werden in den Wolken werden alſo tuch nun mit 4 oiſteln er ah irkung mathn Natth. 9 15 3 * ¹ hi. 4 ins ilen eine Ri Herod e en lid ine daß du jnt 1 Jeſus mt 1 b Sa vas verſit insmüf— Und ſie reiht Und 6 zu ihnen: 9 ſamn⸗ Sſporachen zu zu iſ b 1 1 So gebet de 1 un= was Gotttz undert 1 ſich, und lin 6 4 age Nrinitatis, eſ. 1=„I.. dem 21 3 da wit wir ni auf, für euch ihr e ◻ wendet mit 6. n aller äſtlicher Weitti andel e iglih dem Hm nia d in allen 3 1 5 tes, m 1— ſeiner h ſa din r keit ni Fun der 5 htig demaß 1 in ſi welcher 4 der I* Fiß, und hal nes; u 5 Sr lii 4 und Evangtlien. 73³ Evangelium, Matth. 9, v. 18⸗26. D⸗ Jeſus ſolches mit ihnen redete, ſiehe, da kam der Oberſten einer, und fiel vor idm nieder, und ſprach: Herr meine Tochter iſt jetzt geſtorben; aber komm, und lege deine Hand auf ſie, ſo wird ſie ler bendig Und Jeſus ſtand auf, und folgte ihm nach, und ſeine Jünger. Und ſiehe, ein Weib, das zwölf Jahre einen Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rührte ſeines Kleides Saum an. Denn ſie ſprach bei ihr ſelbſt: Möchte ich nur ſein Kleid anrühren, ſo würde ich geſund Da wandte ſich Jeſus um, und ſah ſie und ſprach: Sei getroſt, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und dos Weib ward geſund zu derſelbigen Stunde. Und als in des Oberſten Haus kam, und ſah die Pfeifer und das Getümmel des Volks„ſprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein iſt nicht todt, ſondern es ſchläft. Und ſie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff ſie bei der Hand; da ſtand das Mägdlein auf. Und dies Gerücht erſcholl in daſſel⸗ bige ganze Land. —— 3 Am XXV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Theſſ. 4, v. 13⸗18. Wir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhal⸗ ten von denen, die da ſchlafen, auf daß ihr nich: traurig ſeid, wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn ſo wir glauben, daß Jeſus geſtorben und aufer⸗ ſtanden iſt; alſo wird Gott auch, die da entſchlafen ſind, durch Jeſum mit ihm führen. Denn das ſagen wir euh als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben un⸗ überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da ſchlafen. Denn er ſelbſt, der Herr wird mit einem Feldgeſchrei und Stimme des Erz⸗ engels, und mit der Poſaune Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Todten in Chriſto werden aufer⸗ ſtehen zuerſt. Darnach wir, die wir leben und überblei⸗ ben, werden zugleich mit denſelbigen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden alſo bei dem Herrn ſeyn allezeit. So troͤſtet euch nun mit dieſen Worten unter einander. Evan⸗ 74 Epiſteln Evangelium, Matth. 24, v. 15⸗28. enn ihr nun ſehen werdet den Gräuel der Verwü⸗ ſtung, davon geſagt iſt durch den Propheten Daniel, daß er ſtehe an der heiligen Stätte;(wer da lieſt, der merke darauf!) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdiſchen Lande iſt. Und wer auf dem Dache iſt, der ſteige nicht hernieder, etwas aus ſeinem Hauſe zu holen. Und wer auf dem Felde iſt, der kehre nicht um, ſeine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geſchehe im Winter, oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübſal ſeyn, als nicht geweſen iſt, von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo dieſe Tage nicht werden verkürzet, ſo würde kein Menſch ſelig: aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet. So alsdann jemand zu euch wird ſagen: Siehe, hier iſt Chriſtus oder da; ſo ſollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falſche Chriſti und falſche Propheten aufſtehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in dem Irrthum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor geſagt. Darum, wenn ſie zu euch ſagen werden: Siehe er iſt in der Wüſte, ſo gehet nicht hinaus: Siehe, er iſt in der Kammer; ſo glaubet es nicht. Denn gleich wie der Blitz ausgehet vom Auf⸗ gang, und ſcheinet bis zum Niedergang; alſo wird auch ſeyn die Zukunft des Menſchen Sohns. Wo aber ein Aas iſt, da ſammlen ſich die Adler. Am XXVI. Sonntage nach Trinitatis. Cpiſtel, 2 Theſſ. 1, v. 3⸗10. Wir ſollen Gott danken allezeit um euch, lieben Brü⸗ W der, wie es billig iſt. Denn euer Glaube wächſet ſehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen einander; alſo, daß wir uns eurer rühmen unter den Gemeinen Gottes, von eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Trübſa⸗ len, die ihr duldet; welches anzeigt, daß Gott rrch rich⸗ zhten wid, un iich hen i . wenn nun d dn vom Himmel, nit Feuerflanmen, nicht erkennen, un dem Evangelio unſe Nein leiden, das des Herrn, und be kommen wid, daß und wunderbar mi niß an euch von! Evangel Denn aber de W ner Herrli dann wird er ſt und werden voß Und er wird ſie die Schaafe von zu ſeiner Rechter wird daͤnn der Kommt her, ih Reich, das euch ich bin hungig bin duſſig gem bin ein Gaſt g. bin nackend g bin krank gewe gefangen geweſ werden ihm d wann haben p geſpeiſet? Oder haben wir dich nackend, und! krank oder gef Und der Kör Wahrlic ich V 1 Denn es wi en. ccht geweſen i und Such nicht wern nicht n verkützet, ader 1er Auserwählt ünet.=— alsdann jemah bin ſtt nus oder d; denn eſrden falſche Chri en, u ofße Zeichen w et wer*n dem Irntu die 7 Soählten. Ei ggt. Imn, wenn ſen iſ in= Wüſte, ſo gete in der de mer; ſo glaube dr Blz gehet bom Al Nieder un alſo wird aug en Sl un Wo aber ein ler. .— 11 ge n erinitatis. et di, letben hi 54— Glaube wütſt ben Armuch allen rim 1i N S eunr rümm 911 rer Gedud Idd in und drübſe zeb e n un t ntt 21 4 dij Gu tih⸗ und Evangelien. 75 richten wird, und ihr würdig werdet zum Reich Gottes, über welchem ihr auch leidet: nachdem es recht iſt bei Gott, zu vergelten Trübſal denen, die euch Trübſal an⸗ legen. Euch aber, die ihr Trübſal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jeſus wird geoffenbaret wer⸗ den vom Himmel, ſammt den Engeln ſeiner Kraft, und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, ſo Gott nicht erkennen, und über die, ſo nicht gehorſam ſind dem Evangelio unſers Herrn Jeſu Chriſti; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben vor dem Angeſicht des Herrn, und vor ſeiner herrlichen Macht: wenn er kommen wird, daß er herrlich erſcheine mit ſeinen Heiligen, und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unſer Zeug⸗ niß an euch von demſelbigen Tage habt ihr geglaubet. Evangelium, Matth. 25, v. 31⸗46. Aenn aber des Menſchen Sohn kommen wird in ſei⸗ ner Herrlichkeit, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker verſammelt werden. Und er wird ſie von einander ſcheiden, gleich als ein Hirt die Schaafe von den Böcken ſcheidet, und wird die Schaafe zu ſeiner Rechten ſtellen, und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten: Kommt her, ihr Geſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich geſpeiſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend geweſen, und ihr habt mich bekleidet. Jo bin krank geweſen, und ihr habt mich beſuchet. Ich bin gefangen geweſen, und ihr ſeid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten anworten und ſagen: Herr, wann haben wir dich hungrig geſehen, und haben dich geſpeiſet? Oder durſtig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gaſt geſehen, und beherberget? Oder nackend, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen geſehen, unb ſind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und ſagen zu ihnen: Wahrlich ich ſage euch: Was ihr gethan habt einem unter diee Ich 4 ½ 4 4 4 ö“ 1 1 6 3 3 — 76 b Epiſteln dieſen meinen geringſten Brüdern, das habt ihr mir ge⸗ than. Dann wird er auch ſagen zu denen zur Linken: Ge⸗ het hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich nicht geſpeiſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Eaſt geweſen, und ihr habt mich nicht beher⸗ berget. Ich bin neckend geweſen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank habt mich nicht beſuchet. worten und ſagen: Herr, hungrig, oder durſtig, Da werden ſie ihm auch ant⸗ wann haben wir dich geſehen oder ein Gaſt, oder nackend, oder krank, oder gefangen, und haben dir nicht gedie⸗ net? Dann wird er ihnen antworten und ſagen: Wahr⸗ lich, ich ſage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter dieſen Geringſten, das habt ihr mir auch nicht ge⸗ than. Und ſie werden in die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben. Am XXVII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 2 Petri 3, v. 3⸗14. ieben Brüder! wiſſet das aufs erſte, daß in den letz⸗ D ten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüſten wandeln, und ſagen: Wo iſt die Verheißung ſeiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entſchlafen ſind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Creatur geweſen iſt. Aber Muthwillens wollen ſie nicht wiſſen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dozu die Erde aus Waſſer, und im Waſſer beſtanden durch Gottes Wort: Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieſelbigen mit der Sünd⸗ fluth verderbet. Alſo auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch ſein Wort geſparet, daß ſie zum Feuer behal⸗ ten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der oottloſen Menſchen. Eins aber ſei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn iſt wie tauſend Jahre, und tauſend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzeihet nicht vie Verheißung, wie es etliche für einen Vorzug achten; ſondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, ſondern daß ſich jedermann zur Buße — kehre. und gefangen geweſen, und ihr ſol zergehen, wie ſe Wandel und gottſel zu der zukunft des Himmel vom Feuer zerſhmelzen werden. mels, und einer n in welchem Gerecht dieweil ir daraui n ihm unbeſleckt urd Evangel Siehe dad Evang Eiſch Eviſtlr auf die A —— Eyi dr Denn ſo daß er der Herr n Gott von den Denn ſo man ve denn die Schri r zu Stendef Iuden und Grie üder ale, die i Herrn wid an abet anuſen, 4 adi t geſpeiſet. a t h n.. 1 bagnn nicht geträni nd ihr ſen, nut nicht be 28 dir nicht gai than habt ein habt* anr auch nict 1 leden. b — age n Mrinitatis tri 3 3:714. aufs 1 daß in den ſ en Sſ die nach ihre agen:* 21 dee Verheißung die urd entſchlafen ſind Arian ag Creatur geweſe n ſe W wiſſen, daß de dnn 2Zädde aus Woſe rch K Wott: Dand ch die n mit der En Hing k und und dee et, dd f um Fuer⸗ bäh a unverhalten, it Hen tauſend Juſn vezeibet itt I n Vorzug adin; icht, dß— 4 ur Buſe mam; 24 und ſc d ſagen: Wch zein gehen; dt rits r Perdammnum und Evangelien. b 77 kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht; in welchem die Himmel zergehen wer⸗ den mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze zerſchmelzen, und die Erde und die Werke, die darinnen ſind werden verbrennen. So nun das alles ſoll zergehen, wie ſollt ihr denn geſchickt ſein mit heiligem Wandel und gottſeligem Weſen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerſchmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Him⸗ mels, und einer neuen Erde, nach ſeiner Verheißung, in welchem Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten ſollet; ſo thut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unſträflich im Frieden erfunden werdet, Evangelium, Matth. 8. v. 23⸗27. Siehe das Evangelium am vierten Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Seite 16. Epiſteln und Evangelien auf die Apoſteltage und einiger anderen kirchlichen Feſte. Am St. Andreastage. Epiſtel, Röm. 10, v. 8-18. ies iſt das Wort vom Glauben, das wir predigen. =— Denn ſo du mit deinem Munde bekenneſt Jeſum, daß er der Herr ſei, und glaubeſt in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Todten auferwecket hat; ſo wirſt du ſelig. Denn ſo man von Herzen glaubt, ſo wird man gerecht; und ſo man mit dem Munde bekennet, ſo wird man ſelig. Denn die Schrift ſpricht: Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. Es iſt hier kein Unterſchied unter Juden und Griechen; es iſt aller zumal Ein Herr, reich uͤber alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, ſoll ſelig werden. Wie ſollen ſe aber anrufen, an den ſie nicht glauben? Wie ſollen ſie b aber 78 Epiſteln aber glauben, von dem ſie nichts gehört haben? Wie ſollen ſie aber hören ohne Prediger? Wie ſollen ſie aber predigen, wo ſie nicht geſandt werden? Wie denn ge⸗ hrieben ſtehet: Wie leiblich ſind die Füße derer, die den Frieden verkündigen, die das Gute verkündigen. Aber ſie ſind nicht alle dem Evangelio gehorſam. Denn Jeſaias ſpricht: Herr, wer glaubt unſern Predigten. So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich ſage aber: Haben ſie es nicht gehöret? Zwar es iſt je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte. Evangelium, Matth. 4, v. 18⸗22. A nun Jeſus an den Galiläiſchen Meere ging, ſah er zween Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andream, ſeinen Bruder; die warfen ihre Netze in das Meer, denn ſie waren Fiſcher. Und er ſprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menſchenfiſchern machen. Bald verließen ſie ihre Netze, und folgten ihm nach. Und da er von dannen fürbaß ging, ſah er zween andere Brüder, Jakobum, den Sohn Zebedäi, und Jo⸗ hannem, ſeinen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedäo, daß ſie ihre Netze flickten; und er rief ſie. Bald verließen ſie das Schiff und ihren Vater, und folgten ihm nach. ——— Am St. Thomastage. Epiſtel, Epheſ. 1, v. 3⸗6. Gelobet ſey Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der uns geſegnet hat mit allerlei geiſtlichem durch Chriſtum. Wie er Segen in himmliſchen Gütern, ehe der Welt uns denn erwählet hat durch denſelbigen, Grund gelegt war, daß wir ſollten ſeyn heilig und un⸗ ſträflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verordnet zur Kindſchaft gegen ihn ſelbſt, durch Jeſum Chriſtum, nach dem Wohlgefallen ſeines Willens, herrlichen Gnade, durch welche er uns gemacht in dem Geliebten. hat angenehm Evan⸗ zu Lobe ſeiner Evangelit honaz äber, der ing war nicht die andein Jünger Er aber ſptach zu! Hände ſehe die Ro de Nägelmale, und ih es richt glauben ſeine Jünger darin Feſus, da die Thür ein, und ſprich: er zu Lhoma: Rei Hände; und reiche Seite; und ſei nie mas antwortete u mein Gott! Sp! geſehen haft, The nicht ſehen, und that Jeſus vor ſe in dieſem Buch. glaubet, Jeſus ihr ducch den Gl Am Ta Epiſte Suls aber wieder die benprieſte, und die Schulen, au Nänner und W ſalen. Und da Damaskus kam dimmel, und 4 Süimme, di ſpra piſten Matth 3 4). 18⸗22, 8uilt— Jen in, non, d* heißt Petrus,n die w ihre Netze inſ ie. II. ſorcch zu in wil ei 1 Nerſcheniſte eihre und folgten ten für ing, ſah er zen den Et„Zebedä, und in SF mit ihrem A ze flickt und er rif ſ ciff u Oren Vater, w — —— chom M. heſ. 1 3¹6. b a Bs nſes hem ii net dder alletlei geft 5„Chriſtum. Re 5 en, ehe da L al m hellg nu ebe; phat uns 5 liſt, er Jeſum Ghihn 8es 1, z 1 ha und Evangelien. Evangelium, Joh. 20, v. 24⸗31. homas aber, der Zwölſen einer, der da heißt Zwil⸗ D/ ling, war nicht bei ihnen, da Jeſus kam. Da ſagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn geſehen. Er aber ſprach zu ihnen: Es ſei denn, daß ich in ſeinen Hände ſehe die Nägelmale, und lege meinen Finger in die Nägelmale, und lege meine Hand in ſeine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal ſeine Jünger darinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jeſus, da die Thüren verſchloſſen waren, und tritt mitten ein, und ſpricht: Friede ſei mit euch! Darnach ſpricht er zu Thoma: Reiche deine Finger her, und ſiehe meine Hände; und reiche deine Hand her, und lege ſie in meine Seite; und ſei nicht ungläubig, ſondern gläubig. Tho⸗ mas antwortete und ſprach zu ihm: Mein Herr, und mein Gott! Spricht Jeſus zu ihm: Dieweil du mich geſehen haſt, Thoma, ſo glaubeſt du. Selig ſind, die nicht ſehen, und doch glauben. Auch viele andere Zeichen that Jeſus vor ſeinen Jüngern, die nicht geſchrieben ſind in dieſem Buch. Dieſe aber ſind geſchrieben, daß ihr glaubet, Jeſus ſei Chriſt, der Sohn Gottes; und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in ſeinem Namen. Am Tage St. Pauli Bekehrung. Epiſtel, Ap. Geſch. 9, v. 1⸗22. Saulus aber ſchnaubte noch mit Drohen und Morden wieder die Jünger des Herrn, und ging zum Ho⸗ henprieſter, und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, ſo er etliche dieſes Weges fände, Männer und Weiber, er ſie gebunden führete gen Jeru⸗ ſalem. Und da er auf dem Wege war und nahe bei Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, und er ſiel auf die Erde, und hörete eine Stimme, die ſprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgeſt du mich? Er aber ſprach: Herr, wer biſt du? Der Herr ſprach: Ich bin Jeſus, den du verfolgeſt. Es wird dir ſchwer werden, wider den Stachel lecken. Und er ſprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willſt du, daß ich thun ſoll? Der Herr ſprach zu ihm: Stehe auf, und gehe din 1 die ——————— — 8———— ————— ͦõ———— — —— — —— — 80 Epiſteln die Stadt; da wird man dir ſagen, was du thun follſt. Die Männer aber, die ſeine Gefährten waren, ſtanden und waren erſtarret: denn ſie hörten eine Stimme und ſahen niemand. Saulus aber richtete ſich auf von der und als er ſeine Augen aufthat, ſah er niemand. Hand, und führten ihn gen , Der Herr ſprach zu Hand auf ihn legen, nias aber antwortete: gethan hat zu Jeruſalem; den Hohenprieſtern, zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr ſprach zu ihm: Gehe hin, denn die⸗ ſer iſt mir ein auserwähltes Rüſtzeug, daß er meinen Namen trage von den Heiden, und von den Königen, und vor den Kindern von Iſrael. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muß um meines Namens willen. Ananias ging hin, und kam in das Haus, und legte die Hände auf ihn, und prach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich geſandt(der dir erſchienen iſt auf dem 1Iu Und Wege, da du herkameſt) daß du wieder ſehend und mit dem heiligen Geiſt erfüllet werdeſt. Und alſobald ſiel es von ſeinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder ſehend; und ſtand auf, ließ ſich taufen und nahm Speiſe zu ſich, und ſtärtte ſich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jüngern zu Damaskus. Und alſobald predigte er Chriſtum in den Schulen, daß derſelbige Gottes Sohn ſey. Sie entſetzten ſich aber alle, die es höreten, und ſprachen: Iſt das nicht, der zu Jeruſalem verſtörte alle, die dieſen Namen anrufen, und darum hergekommen, daß er ſie gebunden führe zu den Hohenprieſtern? Saulus aber ward je mehr kräftiger, und trieb die Juden ein, die zu Damaskus wohneten, und bewäͤhrte es, daß die⸗ ſer iſt der Chriſt. Evan⸗ un Evängelin. Aüſus aber ſprach J ſage eich: Ein uß ein Kameel du gäicher ins Jeich 6 ſlärten, entſetzten ſe kann denn ſelig wetd zu ihnen: Bei den Gott ſind alle Dinge prach zu ihm: Eit ind dit nachgefolget prach zu ihnen: W nir ſeid nachgeſolget, Sohn wid ſitzen au get ihr zuch ſitzen wölf Geſchlechter der Bruder, oder det Weib, oder K willen, der wird es leben ererben. Ab d die Letzten, un Am T 2 Etge 8 iich will den Veg bet finem Tumpel der des Bundes, deß er Herr Zebaoth. ſunft erleiden möe nnd erſcheinen?; twiedes, und wi ud ſchmelzen, und a Levi keinigen wetden ſie dem H u u am Ada und Jeruſal Ldange amen 1 bracht s du th 1 d 8 un ſel Gdr In waren, ſtandz 3 Stimmt u „= ſch auf von gen 3 ſ et niema — ddd fühnm ihn „ 7 4 ht ſeend, und un(in Jünger zu d 4 1 1 8 ſprach der Hen dnc irr bin ich, he H Ric und frage in 34 1 von Tarſen; d ehen ſ ſicht einen M im hien kommen, und wieß hend werde. n ich u. von vielen geüir de de Aer deinen Heit und d e alhier Machtn nden= die deinen Nun zu ihg ehe hin, dem 63 N d„, daß er meinn den, † Tvon den Könie Iſrac h villl ihm zeig wein neus willen. h n in d eus, und lege d „Leit a zruder Saul, d tr dir renen iſt auf d 36 du Wott ſehend und n wen. N Und alſobah f cupt„äd er ward mi ſ m und nahm hnt Sauli r war etliteli esks t d alſobald nätt er al es böretn, m r zu t aälem verſtört den Meprieſtern 2 em er, ¹ ieb die Inden dh 1 un † dährte, daß w 1 1 Eyat 35. und gehe ſn ſ⸗ 4 an cbige Gottez e und an hergekommen, und Evangelien. 81 Evangelium, Matth. 19, v. 23,30. eſus aber ſprach zu ſeinen Jüngern: Wahrlich, ich a ſage euch: Ein Reicher wird ſchwerlich ins Himmel⸗ reich kommen. Und weiter ſage ich euch: Es iſt leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das ſeine Jünger hörten, entſetzten ſie ſich ſehr und ſprachen: Je, wer kann denn ſelig werden? Jeſus aber ſah ſie an, und ſpraͤch zu ihnen: Bei den Menſchen iſt es unmöglich, aber bei Gott ſind alle Dinge möglich. Da antwortete Petrus, und prach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlaſſen, und ſind dir nachgefolget; was wird uns dafür? Jeſus aber ſprach zu ihnen: Wahrlich, ich ſage euch, daß ihr, die ihr mir ſeid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menſchen Sohn wird ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit, wer⸗ det ihr auch ſitzen auf zwölf Stühlen, und richten die zwölf Geſchlechter Iſraels. Und wer verläßt Hänuſer, oder Bruder, oder Schweſter, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Acker, um meines Namens willen, der wird es hundertfältig nehmen, und das ewige Leben ererben. Aber viele, die da ſind die Erſten, wer⸗ den die Letzten, und die Letzten werden die Erſten ſeyn. Am Tage Mariaͤ Reinigung. Epiſtel, Malachia 3, v. 1⸗4. Siiehe, ich will meinen Engel ſenden, der vor mir ber den Weg bereiten ſoll. Und bald wird kommen zu ſeinem Tempel der Herr, den ihr ſuchet, und der Engel des Bundes, deß ihr begehret. Siehe, er kommt, ſpricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag ſeiner Zu⸗ kunft erleiden mögen? Und wer wird beſtehen, wenn er wird erſcheinen? Denn er iſt wie daß Feuer eines Gold⸗ ſchmiedes, und wie die Seife der Wäſcher. Er wind ſitzen und ſchmelzen, und das Silber reinigen; er wird die Kin⸗ der Levi reinigen und läutern, wie Gold und Silber: dann werden ſie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtig⸗ keit. Und wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jeruſalem, wie vorhin und vor langen Jahren⸗ Evangelium, Lucä 2, v. 22 ⸗ 52. Ur“ da die Tage ihrer Reinigung nach dem Geſetz Moſis kamen, brachten ſie das Kind Jeſum gen Jeruſalem, f auf V —ͤ —— — 82 Epiſteln uf daß ſie ihn darſtellten dem Herrn;(wie denn ge⸗ ſchrieben ſtehet in dem Geſetz des Heern: Allerlei Männ⸗ lein, daß zum erſten die Mutter bricht, ſoll dem Herrn geheiliget heißen) und daß ſie gäben das Opfer, nach⸗ dem geſagt iſt im Geſetz des Herrn: ein Paar Turtel⸗ tauben oder zwei junge Tauben. Und ſiehe, ein Menſch mit Namen Simeon: und derſelbe er hätte denn zu⸗ aus An⸗ die Eltern das Kind Jeſum in den Tempel brachten, daß ſie für ihn ; da nahm er nun läſſeſt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du geſagt haſt; denn meine Augen haben deinen Heiland ge⸗ zu erleichten die Heiden, und zum Preis deines Volks Iſrael ge Matehiaͤ. Epiſtel, Ap. Geſch. 1, v. 15⸗26. 11“n in den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger, und ¾ ſprach,(es war aber die Schaar der Namen zu Hauſe bei hundert und zwanzig) Ihr Männer und 2 üde mußte die Schriſt erfüllet werden, welche zuvor hat der heilige Geiſt durch den Mund David, der ein Vorgänger war derer, die Jeſum fingen. Denn er war mit uns gezählet, und hatte das Amt mit uns über⸗ nommen. Dieſer hat erworben den Acker um den ungerech⸗ ten Lohn, und ſich erhängt, und iſt mitten entzwei gebor⸗ ſten, und alle ſein Eingeweide ausgeſchüttet. Und es iſt kund geworden allen, die zu Jeruſalem wohnen, alſo, daß derſelbige Acker genennet wird auf ihre Sprache: Hakel⸗ dama, das iſt, ein Blutacker. Denn es ſtehet geſchrieden „0„ 0 44 4 8 „412 5„* Alge, „ ) im Pſalmbuch: Ihre Behauſung müſſe wüſte werden, und ſey niemand, der darinnen wohne, und ſein Bißthum ſes empfahe ein anderer. So muß nun einer unter dieſen Männern, die bei uns geweſen ſind die ganze Zeit über, iß welche der Herr Jeſus unter uns iſt aus und eingegan⸗ gen von der Taufe Johannes an, bis gauf den Tag, da er von 1 Wit un won uns genommen. ü uns werden. Und ſie ſübas, mit dem June ud ſprachen: Herr welchen du gewählet m fahe dieſen Dir ögewichen it, daß varſen das Loos übe hiam, und er ward Evangeliur Ju derſalbigen Zeit ) preiſe dic, Vater ſen, daß du ſolche jaſt, und haſt es der denn es iſt alſo wol t ſind mir übergeb ennet den Sohn de net den Vater, denn dil offenbaren. K ig und heladen ſer uf euch mein Joch anſtmüthig und v uhe finden für eu ud meine daſt iſt Am Kage 7 Eyiſtel id der dat n „ Fodere dir ein ſſey unten in de lhas ſprach: Ich verſuche. Da luſt Dadid; ſſt iget, iht müſſet 9 diſſeln dem Nutter ſie g des H. uben. amen 1 heil nicht ſ geſeh Temg empel 4 lach d — lobete(2 er in ugen h haſt ve zum ge M Geſch. — 4 — —— —2 —,— x. 2 — F 2 5 des 4 gew „ MArdavid, von Iw rt mit unz in i dal uf den Tch⸗ 4 ehn —I Alerle 1 1 ſol dem 9 = das Opfer, u Iar dm , und wartat Zeiſt war. in von den ſeiß r er hitte dem ind kam aus) add da die E —an daß fe fun iſet; da nahn —₰ und ſprach: h in fahren, wen = deinen Heilan, n Vüölkem ein * deines Volks n —˖˖5ͤᷓ— aͤ. . 15⸗26. meer die Jünger, m r Nawen zu Hu mer und Brüder elche zuvor geſ 4 4 6 1r ſingen. Dem⸗ Xr um den unnna tten entzwei gie Hüttet. Un 4 wohnen, ah d e Eprache: R z ſeehet geſhna ſſee wüſte mi r und ſein Bü —. — — — — — x ie ganze zä. 3 aus und lngegtt 9 ne Jungfrau iſt ſchwanger, d. einer unter deſt ren, den wird ſie heißen Immanuel. at üs wird er eſſen, daß er wiſſe Böſes zu verwerfen, und und Evangelien. 83 von uns genommen iſt, ein Zeuge ſeiner Auferſtehung mit uns werden. Und ſie ſtellten zween, Joſeph, genannt Bar⸗ ſabas, mit dem Zunamen Juſt, und Matthiam; beteten und ſprachen: Herr aller Herzen Kündiger, zeige an, welchen du gewählet haſt, unter dieſen zween, daß einer em fahe dieſen Dienſt und Apoſtelamt, davon Judas abgewichen iſt, daß er hinginge an ſeinen Ort. Und ſie warfen das Loos über ſie, und das Loos fiel auf Mat— thiam, und er ward zugeordnet zu den eilf Apoſteln. Evangelium, Matth. 11, v. 25⸗30. Zu derſelbigen Zeit antwortete Jeſus, und ſprach: Ich preiſe dich, Vater und Herr des Himmels und der Er⸗ den, daß du ſolches den Weiſen und Klugen verborgen haſt, und haſt es den Unmündigen offenbaret. Ja, Vater, denn es iſt alſo wohlgefällig geweſen vor dir. Alle Din⸗ ge ſind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater. Und niemand ken⸗ net den Vater, denn nur der Sohn, und wenn es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühſe⸗ lig und beladen ſeyd; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir; denn ich bin ſanftmüthig und von Herzen demüthig; ſo werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch iſt ſanft, und meine Laſt iſt leicht. — Am Tage der Verkuͤndigung Maris. Epiſtel, Jeſaias 7, v. 10⸗16. Unn der Herr redete abermal zu Ahas, Fodere dir ein Zeichen vom Herrn, es ſey unten in der Hölle oder droben in der Ahas ſprach: Ich will nichts fodern, nicht verſuche. Da ſprach er: Wohlan, Hauſe David; iſts euch zu wenig, daß und ſprach: deinem Gott; Höhe. Aber daß ich den Herrn ſo höret ihr vom ihr die Leute belei⸗ diget, ihr müſſet auch meinen Gott beleidigen? Darum ſo wird euch der Herr ſelbſt ein Zeichen geben: Siehe, ei⸗ und wird einen Sohn gebä⸗ Butter und Honig Gutes zu erwählen. Denn ehe der Knabe lernet Böſes 2 ver⸗ Epiſteln wird das Land, davor verwerfen, und Gutes erwählen, and Königen. dir grauet, verlaſſen ſeyn von ſeinen zween Evangelium, Lucä 1, v. 26⸗38. U im ſechſten Mond ward der Engel von Gott in eine Stadt in Galilaͤa, die heißet Naza⸗ die vertraut war einem Man⸗ ne, mit Namen Joſeph, vom Hauſe David: und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hin⸗ ein, und ſprach: Gegrüßeſt ſeyſt du Holdſelige, der Herr iſt mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da ſie aber ihn ſah, erſchrack ſie über ſeine Rede, und gedachte, welch ein Gruß iſt das? Und der Engel ſprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du haſt Gnade bei Gott ge⸗ funden. Siehe du wirſt ſchwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebähren, deß Name ſollſt du Jeſu heißen. Der wird groß, und ein Sohn des Höchſten genennet wer⸗ den! und Gott der Herr wird ihm den Stuhl ſeines Va⸗ ters Davids geben; und er wird ein König ſeyn über das reth, zu einer Jungfrau, Haus Jakob ewiglich, und ſeines Königreichs wird kein Ende ſeyn. Da ſprach Maria zu dem Engel: Wie ſoll das zugehen? Sintemal ich von keinem Manne weiß. Der En⸗ gel antwortete, und ſprach zu ihr: Der heilige Geiſt wird über dich kommen, und die Kraft des überſchattenz darum auch das Heilige, boren wird, wird Gottes Sohn genennet werden. Und ſiehe, Eliſabeth, deine Freundin, iſt auch ſchwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und gehet jetzt im ſechsten Mond, die im Geſchrei iſt, daß ſie unfruchtbar ſey. Denn bei Gott iſt kein Ding unmöglich. Maria aber ſprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geſchehe, wie du geſagt haſt. Und der Engel ſchied von ihr. —⏑⏑⏑—⏑—ꝛ—ꝛ—— — ne— Am Tage Pbilippi und Jakobi. Epiſtel, Epheſ. 2, v. 19‧22. jieben Brüder! ſo ſeyd ihr nun nicht mehr Gäſte und X Fremdlinge, ſondern Brüder mit den Heiligen, und Gottes Hausgenoſſen, erbauet auf den Grund der Ae e Gabriel geſandt Höchſten wird dich das von dir ge⸗ Yhilippus: Herr m a, und Pwopheten, ſa cem der ga A 1 17. ſet zu einem heiligen hem auch ihr mit e gottes im Geiſt. Evangel Qeſus ſprach zu ſe nicht. Glaubet an mich. In mein gen. Wunns icht Ich geht hin, en ich hingehe, euch wieder kommen,! ſehd wo ich bin. den Weg wiſſe ih wir wiſſen nicht, den Wez wiſſen? und die Wahrheit zum Vater, denr ſo kennetet ihr a⸗ kennet ihr ihn, u Jeſus ſpricht zu du kenniſt mich n het den Vater. 5 Vater? Glaudeſt Vater in mir iſt! tede ich nicht v nir wohnet, de diß ich im Vate ſo glaubet mir ahrlich ich ſag die Werke auch denn dieſe thun, iht bitten werdet auf daß der Pat ihr bitn werdet iſen hlen, an ſein de Ann, dun en Künigen dd del vein * 2 Gabriel geſe ¹ ₰, die häßet A ver mwar einem M dom David: und à der ſaer kam zu ihr ſeyſt 3E dſeig. 1 3 aunter er Weibern. Da ber ſeſ de, und genat und deſr Tl ſprach zu h du ha* ade bei Golt wangeſ rren in Leibe, n Namt un i du Jeſu hein ehn des ſten genennetm ird idn Stuhl ſeines h. wird&. uig ſeyn lir ſeines ⸗Jigreichs witd ſi angel: Wie ſoll w —— in zu d keinen Tnne weiß. Der h. zu idr=— heilie Geſt m Kraſſ*. Hochſen witd i das N i das von dir Sohn rrtet werden. 1 indin,: Fich ſchwanger ad jetzt im ſechin zdaß ſis ur uachtbar ſey. Om ſchi= ihr. Ich gehe hin, umd Evangelien. 85 ſtel und Propheten, da Jeſus Chriſtus der Eckſtein iſt, auf welchem der ganze Bau in einander gefüget wäch⸗ ſet zu einem heiligen Tempel in dem Herrn; auf wel⸗ chem auch ihr mit erbauet werdet, zu einer Behauſung Gottes im Geiſt. Evangelium, Joh. 14, v. 1⸗14. (Xeſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Euer Herz erſchrecke J nicht. Glaubet ihr an Gott, ſo glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hauſe ſind viele Wohnun⸗ gen. Wenns nicht ſo wäre, ſo wollte ich zu euch ſagen: euch die Stätte zu bereiten. Und ob euch die Stätte zu bereiten, will ich doch und euch zu mir nehmen, auf daß ihr ſeyd wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wiſſet ihr und den Weg wiſſet ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wiſſen nicht, wo du hingeheſt; und wie können wir den Weg wiſſen? Jeſus ſpricht zu ihm: Ich bin der Weg, und die Wahrheit, und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, ſo kennetet ihr auch meinen Bater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn geſehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, ſo genüget uns⸗ Jeſus ſpricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kenneſt mich nicht? Philippe, wer mich ſiehet, der ſie⸗ het den Vater. Wie ſprichſt du denn: Zeige uns den Vater? Glaubeſt du nicht, daß ich im Vater, und der Vater in mir iſt? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir ſelbſt. Der Vater aber, der in mir wohnet, derſelbige thut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater und der Vater in mir iſt: wo nicht, ſo glaubet mir doch um der Werke Willen. Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird größere denn dieſe thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet, in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohn. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun. Am ich hingehe, wieder kom men, 86 Epiſteln Am Tage Johannis des Taͤufers. Epiſtel, Jeſaias 40, v. 1⸗5. Jröͤſtet, tröſtet mein Volk! ſpricht euer Gott. Redet TD mit Jeruſalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterſchaft ein Ende hat; denn ihre Miſſethat iſt verge⸗ ben: denn ſie hat Zweifältiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Sünde. Es iſt eine Stimme eines Predigers in der Wüſte: bereitet dem Herrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unſerm Gott. Alle Thale ſollen erhöhet werden und alle Berge und Hügel ſollen erniedriget werden, und was ungleich iſt, ſoll eben, und was höckericht iſt, ſoll ſchlecht werden. Denn die Herrlichkeit des Herrn ſoll offenbaret werden, und alles Fleiſch mit einander wird ſehen, daß des Herrn Mund redet. 1 Evangelium, Lucä 1, v. 57⸗80. Urd Eliſabeth kam ihre Zeit, da ſie gebären ſollte, und ſie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Freunde höreten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten ſich mit ihr. Und es begab ſich am achten Tage, kamen ſie zu beſchneiden das Kind⸗ lein, und hießen ihn nach ſeinem Vater Zacharias. Aber ſeine Mutter antwortete und ſprach: Mit nichten, ſon⸗ dern er ſoll Johannes heißen. Und ſie ſprachen zu ihr: Iſt doch niemand in deiner Freundſchaft, der alſo heiße. Und ſie winkten ſeinem Vater, wie er ihn wolle heißen laſſen? Und er foderte ein Täflein, ſchrieb und ſprach: Er heißet Johannes. Und ſie verwunderten ſich alle. Und alsbald ward ſein Mund und ſeine Zunge aufgethan, und redete und lobte Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn, und dieſe Geſchichte ward ruchtbar auf dem ganzen jüdiſchen Gebirge. Und alle die es höreten, nahmen es zu Herzen und ſprachen: Was, meineſt du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und ſein Vater Zacharias ward des heiligen Geiſtes voll, weiſſagete, und ſprach: Gelo⸗ bet ſey der Herr, der Gott Iſrael: denn er hat beſucht und erlöſet ſein Volk. Und hat uns aufgerichtet ein Horn prophe ten, ul ds Heils in dem ervor Zeſten geredet daß er und von der Hande jerzigkeit erzeugte un ſäligen Bund; und unſerm Pater Abrah aus der Hand unſe unſer Leben lang, m gefällig iſt l des Höchſten heißen; duß du ſeinen Weg gebeſt ſeinem Volk, den; duch die her zurch woche uns be zuf daß eer erſchein und Schatten des een Weg des Fried ward ſtatk im Geiſ ollte hervortreten v Am T Epiſtel, ſn dieſelbe geit Ran etliche der der Jachbum, Is id da er ſeh, d fing Petrum ſüßen Brode. efängniß, und übe nahten, ihn zu dern dem Volk ve efngriß gehalten ören füt inn zuC ellen, in derſelbig triegeknechten, gen ir der Thüte hi ingel des Herrn annis gias„ kkl ſor d, un ☛ enn— y Sünde— * 9,½ 1 efilde e erhähet a et werd 1. — d was un A ſchlecht wenn offenbatet wann n, daß des Hm in cericht b den der win 0.1.2 Alca 9 57;80. . deit, de 1.. * Fhebären ſollt 1 te Nachbarn w Barmherzigkit 1 ten ſich* hr. Und es beag ſie Ahneiden das fi ſeinem d. t Zacharias. 1 ind ſon Mit dinihtn. ah kuada ir 1— e, i wolle heißt din tin 1— ied und uin 9 derw LTaen ſich älle. 1 ad ſei— te. auſgethmn a0 ind e be eine Funcf in Geſcſ an ward ruchhn ir ge. uM all die es ſtünan ſorach Vos, meinef d R. mn die Hand d — —— —— — ſdes Heils, Gott„ Propheten, herzigkeit erzeugte unſern Vätern, heiligen Bund; Munſerm Vater Abraham, aus der Hand unſerer Feinde, unſer Leben lang, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, ihm gefällig iſt. des Höchſten heißen; du wirſt vor dem Herrn hergehen, daß du ſeinen Weg bereiteſt, „der alſo hi Ber Vatuts 4 15 1 e den Sha gebunden mit zwo Ketten, und die Hi vor der Thüre hüteten des Gefängniſſes. und Evangelien. 87 in dem Hauſe ſeines Die ners Davids. Als er vor Zeiten geredet hat durch den Mund ſeiner heiligen daß er uns errettete von unſern Feinden, und von der Hand aller, die uns haſſen; und die Barm⸗ und gedächte an ſeilen und an den Eid, den er geſchworen hat uns zu gebe in, daß wir, erlöſet ihm dieneten ohne Furcht die Und du, Kindlein, wirſt ein Prophet und Erkenntniß des Heils gebeſt ſeinem Volk, die da iſt in Vergebung ihrer Sün⸗ den; durch die herrliche Barmherzigkeit unſers Gottes, durch welche uns beſucht hat der Aufgang aus der Höhe; auf daß er erſcheine denen, die da ſitzen in Finſterniß und Schatten des Todes, und richte unſere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs und ward ſtark im Geiſt, und war in der Wüſte, bis dß er ſollte hervortreten vor das Volk Iſrael. Am Tage Petri und Pauli. b Epiſtel, Apoſt. Geſch. 12, v. 1⸗11. U- dieſelbe Zeit legte der König Hersdes die Hände an etliche der Gemeine, ſie zu peinigen. Er tödtete Johannes Bruder, mit dem Schwert. Und da er ſah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort, und fing Petrum auch. Es waren aber eben die Tage der ſüßen Brode. Da er ihn nun ergriff, legte er ihn ins Gefängniß, und überantwortete ihn vier Viertheilen Kriegs⸗ knechten, ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach den Oſtern dem Volk vorzuſt ellen. Und Petrus ward zwar im Gefängniß gehalten, aber die Gemeine bätete ohne Auf⸗ hören für ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vor⸗ ſtellen, in derſelbigen Nacht ſchlief Petrus zwiſchen zureen üter Und ſiehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht ſchien in dem Ge⸗ aber Jacobum, 88 Epiſteln Gemach, und ſchlug ihn auf, und ſprach: Petrum an die Seite, und weckte Stehe behend auf. Und die Ketten fielen ihm von ſeinen Händen. Und der Engel ſprach zu ihm: Gürte dich und thue deine Schuhe an. Und er that alſo. Und er ſprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich, und folge mir nach. Und er ging hinaus, und folgte ihm, und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig ſolches geſchehe durch den Engel, ſondern es däuchte ihn, er ſähe ein Geſicht. Sie gingen aber durch die erſte und andere Hut, und kamen zu der eiſernen Thüre, welche zur Stadt führet; die that ſich ihnen von ihr ſelbſt auf. Und traten hinaus, und gingen hin eine Gaſſe lang; und alsbald ſchied der Engel von ihm. Und da Petrus zu ihm ſelber kam, ſprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr ſeinen Engel geſandt hat, und mich errettet aus der Hand *„ Herodis, und von allem Warten des jüdiſchen Volks. Evangelium, Matth. 16, v. 13⸗20. D a kam Jeſus in die Gegend der Stadt Cäſarea Phi⸗ — lippi, und fragte ſeine Jünger, und ſprach: Wer, ſagen die Leute, daß des Menſchen Sohn ſey? Sie ſprachen: Etliche ſagen, du ſeyeſt Johannes der Täu⸗ fer; die andern, du ſeyeſt Elias; etliche, du ſeyeſt Jere⸗ mias, oder der Propheten einer. Er ſprach zu ihnen! Wer ſaget denn ihr, daß ich ſey? Da antwortete Simon Petrus, und ſprach: Du biſt Ehriſtus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jeſus antwortete, und ſprach zu ihm: Selig biſt du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleiſch und Blut hat dir das nicht offenbaret, ſondern mein Va⸗ ter im Himmel. Und ich ſage dir auch: du biſt Petrus, und auf dieſen Felſen will ich bauen meine Gemeine, und die Pforten der Hölle ſollen ſie nicht überwältigen. Und ich will dir des Himmels Schlüſſel geben. Alles, was du auf Erden binden wirſt, ſoll auch im Himmel gebunden ſeyn; und alles, was du auf Erden löſen wirſt, ſoll auch im Himmel los ſeyn. Da verbot er ſei⸗ nen Jüngern, daß ſie niemand ſagen ſollten, daß er Je⸗ ſus, der Chriſt, wäre. Am Am Kag b Epiſte De icbe ſey nic dem Guten an der ſey hetzlich 2 bietung zuvor. Seyd brünſtig im ftöhlich in Hoffnung Gebät. Nehmet euc get getne. Segnei nicht. Freuet euch den Weinenden. Trachte nicht nach herunter zu den klug Vergeltet duch der Ehrbarke ſo diel an euch iſt Evang Mrin aber ſta das Gehbirge in das Haus Zac begab ſich, als E das Kind in ihren Geiſtes voll, und du unter den W deines Leibes. Nutter meines g Stimme meines Lind in meinen geglaubet haſt; dir geſagt iſt e Neine Seele erh ſih Gottes meir digkeit ſeina g werden wich d jut gaiß dan eß Name heiu . heili nmmtt fü 1 der dut etnen JI o. W„ maaall. eine dauf Ünd ta Und Matth I b. 13,20, V egend* Stadt Ciſert d ne Juüf r und ſprach: N den e Sohn ſey! du ſes dhaunes der dn Elias; e, du ſeyef Ja 8 — . M [ einer r ſorach zu ihne ſeh? mtwortete Sim diſ ſ* 2 5, des lebendiht ant ck, und ſornc ſ a, zohn; denn flit offen?— ſondern mi e 8. h: du bif Kn d be en meine bemine olls— nich überwiign umels iſſel geben 1- 1 w auch im Hum 11 auf Etden hu 1103& Da verbot e G 15 1 und ſollten, daß a 1 Gebät. und Evangelien. 89 Am Tage Mariaͤ Heimſuchung. Epiſtel, Röm. 12, v. 9⸗13. (ie Liebe ſey nicht falſch. Haſſet das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einan⸗ der ſey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrer⸗ bietung zuvor. Seyd nicht träge, was ihr thun ſollt. Seyd brünſtig im Geiſt. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübſal, haltet an am Nehmet euch der heiligen Nothdurft an. Herber⸗ get gerne. Segnet die euch verfolgen: ſegnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu den Riedrigen. Haltet euch nicht ſelbſt für klug. Vergeltet nicht Böſes mit Böſem. Befleißiget euch der Ehrbarkeit gegen Jedermann. Iſt es möglich ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Friede⸗ Evangelium, Lucä 1, v. 39⸗56. Maria aber ſtand auf in den Tagen, und ging auf M das Gebirge endlich zu der Stadt Judäa. Und kam in das Haus Zacharias, und grüßete Eliſabeth. Und es begab ſich, als Eliſabeth den Gruß Mariä hörete, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Eliſabeth ward des heiligen Geiſtes voll, und rief laut und ſprach: Gebenedeiet biſt du unter den Weibern, und gebenedeiet iſt die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme meines Grußes hörte, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und, o ſelig biſt du, die du geglaubet haſt; denn es wird vollendet werden, was dir geſagt iſt von dem Herrn. Und Maria ſprach: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geiſt freuet ſich Gottes meines Heilandes. Denn er hat die Nie⸗ drigkeit ſeiner Magd angeſehen. Siehe, von nun an werden mich ſelig preiſen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir gethan, der da mächtig iſt, und deß Name heilig iſt. Und ſeine Barmherzigkeie währet jmmer für und für, bei denen, die ihn fürchten. r Ubtle 50 Epiſtein übte Gewalt mit ſeinem Arm, und zerſtreuet die hoffärtig find in ihres Herzens Sinn. Er Eſtößet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebet die Niedrigen. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läſſet die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft ſeinem Diener Iſrael auf; wie er geredet hat unſern Vätern, Abraham und ſeinem Saamen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden: darnach kehrte ſie wiederum heim. — Am Tage St. Jakobi. Epiſtel, Röm. 8, v. 28739. Wi wiſſen aber, daß denen, die Gott lieben alle Dinge zum Beſten dienen, die nach dem Vorſatz berufen ſind. Denn welche er zuvor verſehen hat, die hat er auch verordnet, daß ſie gleich ſeyn ſollten dem Ebenbilde ſeines Sohnes, auf daß derſelbige der Erſtge⸗ borne ſey unter vielen Brüdern. Welche er aber verord⸗ net hat, die hat er auch berufen: Welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber ge⸗ recht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn hiezu ſagen? Iſt Gott für uns, wer mag wider uns ſeyn? Welcher auch ſeines eianen Soh⸗ nes nicht hat verſchonet, ſondern hat ihn für uns alle dahin gegeben: wie ſollte er uns mit ihm nicht alles ſchenken? Wer will die Auserwählten Gottes beſchuldi⸗ gen? Gott iſt hie, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Chriſtus iſt hie, der da geſtorben iſt: ja viel⸗ mehr, der auch auferwecket iſt, welcher iſt zur Rechten Gottes, und vertritt uns. der Liebe Gottes? Trübſal oder Angſt, oder Verfol⸗ gung, oder Hunger, oder Blöße, oder Fährlichheit, oder Schwerdt? Wie geſchrieben ſtehet: Um deinetwillen wer⸗ den wir getödet den ganzen Tag; wir ſind geachtet wie Schlachtſchaafe. Aber in dem allen überwinden wir weit, um deßwillen, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürſtenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes⸗, noch keine andere Kreatur, mag uns ſcheiden von der Liebe Gottes, 1* Evan⸗ die in Chriſto Jeſu iſt, unſerm Herrn. Wer will uns ſcheiden von Evangelin a ttat zu Jeſu O ihren Söhnen, von ihm. Und er ſprach zu ihm: Laß nem Reich, einen z deiner Anken. Abe⸗ wiſſet nicht, was i fen, den ich tinken Taufe, da ich mlt Ja woͤhl. Und er ſo zwar trinken, und weide ſollt ihr gete ner Rechten und D ſondern denen es be OO— Am Epiſte Wi haben abe 5D auf daß die nicht von uns wir ängſt gen uns nich Wir leiden Verfol Vir werden unte! nd tragen um al unſerm Leibe, auf unſerm Leibe offen Evange 8 erhob ſich au unter ihnen Eraber ſprach 3 und de Gewalti⸗ ber nicht dlſo: ſeyn wie der Jün ner. Denn wel der der da dien de Ic aber iſtin n, . zuf d un—. E— put dieh t die Ger — e et aber veut e er aber ben zema velche er aber r l zerwa geret =) gemacht. A. tt für uns, de „ c ihn für uns all ihm nicht alles 8 Gottes beſchuldi⸗ der d moa rben iſt: ja dill 61 Wet oder iße, dedet Ta der 3 noch n, alt; 1 Mat iſt zur Nechten dar uns ſcheiden von Fährlicheit, n deinetwillen ut iir ſind getht überwinden w Denn h 1 het. ant Gegenwiris iefes, vodh käin ee der litte Gutth, Jfät ewaltige 1 dErvines eionen Soh updern ¹ acht. Wer will At, dder Veit — Ebau 4 ſitzet? Ich aber bin unter euch wie ein Dienex. und Evangelien. 91 Evangelium, Matth. 20, v. 20 23. Za trat zu Jeſu die Mutter. der Kinder Zebedäi, mit ihren Söhnen, ſiel vor ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er ſprach zu ihr: Was willſt du? Sie ſprach zu ihm: Laß dieſe meine zween Söhne ſitzen in dei⸗ nem Reich, einen zu deiner Rechten, und den andern zu deiner Linken. Aber Jeſus antwortete und ſprach: Ihr wiſſet nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den Kelch trin⸗ ken, den ich trinken werde, und euch taufen laſſen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie ſprachen zu ihm: Ja wohl. Und er ſprach zu ihnen: Meinen Kelch ſollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, ſollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu mei⸗ ner Rechten und Linken zu geben, ſtehet mir nicht zu, ſondern denen es bereitet iſt von meinem Vater. 1 Am Tage Bartholomaͤi. Epiſtel, 2 Kor. 4, v. 7⸗10. Wir haben aber ſolchen Schatz in irdiſchen Gefaͤßen, — auf daß die überſchwengliche Kraft ſey Gottes, und nicht von uns wir haben allenthalben Trübſal, aber wir ängſtigen uns nicht. Uns iſt bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlaſſen. Wir werden untergedrückt, aber wir kommen nicht um. Und tragen um alle Zeit das Sterben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe, auf daß auch das Leben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe offenbar werde. Evangelium, Lucä 22, v. 24⸗30. Es erhob ſich auch ein Zank unter den Jüngern, welcher & unter ihnen ſollte für den Größeſten gehalten werden? Er aber ſprach zu ihnen: Die weltliche Könige herrſchen, und die Gewaltigen heißet man gnädige Herrn. Ihr aber nicht alſo: ſondern der Größeſte ſeyn wie der Jüngſte, und der Vornehmſte wie ein Die⸗ ner. Denn welcher iſt der Größeſte? Der zu Tiſche ſitzet, oder der da dienet? Iſts nicht alſo, daß der zu Tiſche aber unter euch ſoll Ihr 92 Epiſteln aber ſeids, die ihr beharret habt bei mir in meinen An⸗ fechtungen. Und ich will euch das Reich beſcheiden, wie mirs mein Vater beſchieden hat, daß ihr eſſen und trinken ſollt über meinen Tiſch in meinem Reich, und ſitzen auf Stühlen, und richten die zwölf Geſchlechter Iſrael. Am Tage St. Mathaͤi. Epiſtel, 1 Kor. 12, v. 4⸗11. E ſind mancherlei Gaben, aber es iſt Ein Geiſt. Und F es ſind mancherlei Aemter, aber es iſt Ein Herr. Und es ſind mancherlei Kräfte, aber es iſt Ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzei⸗ gen ſich die Gaben des Geiſtes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben, durch den Geiſt zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntniß, nach demſelbigen Geiſt. Einem andern der Glaube in demſelbigen Geiſt; einem andern die Gabe, geſund zu machen, in demſelbigen Geiſt; einem andern Wunder zu thun, einem andern Weiſſagung, einem an⸗ dern Geiſter zu unterſcheiden, einem andern mancherlei Sprachen, einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derſelbige einige Geiſt, und theilet einem jeglichen Seines zu, nachdem er will. Evangelium, Matth. 9, v. 9⸗13. Uud da Jeſus von ſah er einen Menſchen am Zoll ſitzen, ſprach zu ihm: Folge mir. Und er ſtand auf und folgte ihm. Und es begab ſich, da er zu Tiſche ſaß im Hauſe, ſiehe, da kamen viele Zöllner und Sünder, und ſaßen zu Tiſche mit Jeſu und ſeinen Jüngern. Da das die Phariſäer ſa⸗ hen, ſprachen ſie zu ſeinen Jüngern: Warum iſſet euer dannen gina, der hieß Matthäus, und Meiſter mit den Zöllnern und Sündern? Da das Jeſus Starken bedürfen des hörete, ſprach er zu ihnen: Die Arztes nicht, ſondern die Kranken. Gehet aber hin, und lernet, was das ſey: Ich habe Wohlgefallen an Buem her⸗ u ſezigket, und 5 die Sündet zur Am Epiſtel, S r es echob ſic ſeine Engel fte fritt und ſeine Eng Stätte nicht mahr ausgewotfen der g da heifet der Teuf verführc: und wo Engel wurden aut gioße Simme, di Heil, und die Kra ſers Gottes ſeines unſerer Brüder ve Nacht vor Gott. des Lammes Blut und haben ihr Lel tum ſteuet euch, Ebange 9u derſelbigen E 9 ſprachen: Wer nef ein Kind zu und ſprach: Wah ir euch umkehret it nicht in das F mniedriget, wie d nelteict. Und w Namen, der nim wennſe einen aß ein Mühlien tt erſäͤuft 12 der Welt der A kommen: do gerniß kommt! e, ets iſ Ein G . enn jeglichen ie iies gemeinen Nue den= zu reden on Ras zu reden vont Es Einem anden ei am anden die bi n Si einemn ande mſ agung, einen a di erander mancen prat m ruszulegen. Di einit eiſt, und 6 dem jll — e, air einen Manſtn 20, und ſor u nd.A und folgt in. ſch) im Hauße ſähe det d ſaßen zu T NS= die Pharſire Warum iſn tut 31 Da das N aken bedürin d Syet cber ſu⸗ 1 Defellen an 4 9 und Evangelien. 3 herzigkeit, und nicht am Opfer. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Frommen. Am Tage St. Michaelis. Epiſtel, Offenb. Joh. 12, v. 7⸗12. 1 Und es erhob ſich ein Streit im Himmel. Michael und ſeine Engel ſtritten mit dem Drachen, und der Drache ſtritt und ſeine Engel; und ſiegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet: und ward geworfen auf die Erde, und ſeine Engel wurden auch dahin geworfen, Und ich hörte eine große Stimme, die da ſprach im Himmel: Nun iſt das Heil, und die Kraft, und das Reich, und die Macht un⸗ ſers Gottes ſeines Chriſtus geworden, weil der Verkläger unſerer Brüder verworfen iſt, der ſie verklaget Tag und Nacht vor Gott. Und ſie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß, und haben ihr Leben nicht geliebet, bis an den Tod. Da⸗ rum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen. Evangelium, Matth. 18, v. 1⸗11. Ju derſelbigen Stunde traten die Jünger zu Jeſu, und 2 ſprachen: Wer iſt der Größeſte im Himmelreich? Jeſus rief ein Kind zu ſich, und ſtellte es mitten unter ſie, und ſprach: Wahrlich, ich ſage euch: es ſei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer ſich nun ſelbſt erniedriget, wie dies Kind, der iſt der Größeſte im Him⸗ melreich. Und wer ein ſolches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieſer Geringſten einen, die an mich glauben, dem wäre beſſer, daß ein Mühlſtein an ſeinen Hals gehänget würde, und er erſäuft würde im Meer, da es am tiefſten iſt. Wehe der Welt der Aergerniß halben! Es muß ja Aergerniß kommen: doch wehe dem Menſchen, durch welchen Aer⸗ gerniß kommt! So aber deine Hand oder dein Fuß dich ar⸗ 94 Egpiſteln ärgert, ſo haue ihn ab, und wirf ihn von dir: es iſt dir beſſer, daß du zum Leben lahm, oder als ein Krüppel ein⸗ geheſt, denn daß du zwo Hände und zween Füße habeſt, und werdeſt in das ewige Feuer geworfen. Und ſo dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf es von dir, es iſt dir beſſer, daß du einäugig zum Leben eingeheſt, denn daß du zwei Augen habeſt, und werdeſt in das hölliſche Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von dieſen Kleinen verachtet; denn ich ſage euch: Ihre Engel im Himmel ſehen allezeit das Angeſicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menſchen Sohn iſt ge⸗ kommen, ſelig zu machen, das verloren iſt. *——— Am Tage Simonis und 2 Epiſtel, 1 Petri 1, v. 3⸗9. Gelsbet ſey Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu 2) Chriſti, der uns nach ſeiner großen Barmherzigkeit wieder geboren hat zu einer lebendigen Hoffnung, durch die Auferſtehung Jeſu Chriſti von den Todten; zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche zubereitet iſt, daß ſie offenbar werde zu der letzten Zeit; in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit(wo es ſeyn ſoll) traurig ſeyd in mancherlei Anfechtungen: auf daß euer Glaube recht⸗ ſchaffen und viel köſtlicher erfunden werde, denn das vergängliche Gold, des durchs Feuer bewähret wird zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jeſus Chriſtus. Welchen ihr nicht geſehen, und doch lieb habet, und nun an ihn glaubet, nicht ſehet; ſo werdet ihr euch freuen mit unausſprech⸗ licher und herrlicher Freude, und das Ende eures Glau⸗ bens davon bringen, nemlich der Seelen Seligkeit. Evangelium, Joh. 15, v. 17⸗21. daß ihr euch untereinander liebet. haſ⸗ wiewohl ihr ihn eſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Das gebiete ich euch, So euch die Welt habe: Der Knecht it ſe wich verfolget, b ſie mein Worl gehal ten. Aber das Ale Vaters willen; denn ſandt hat. ——— Am T Epiſtel, * ich ſch einen Denn der erſt nd das Meer iſt eilige Stadt, da Himme! herad fo Braut ihrem Ma⸗ von dem Stuhl, fes bei den Menſe und ſie werden ſem inen, wird ihr ſcen all Thränen ncht mehr ſeyn, r in wird mehr ſein ar auf dem Stu dn. Und er ſpri iad wahrhaftig un — 1 NA Evange nd Jeſus dog . ſiehe, da wat ein Oberſter der Jeſum zu ſ then dem Polk; 8 n I, Vaten iner 1 Andie on d ten imwm Hui „d r 1 . 6s daß —. — . adt woſſenbaret nn 2 — Iudaͤ. — z⸗ 9. ers Herrn 34 —³„Barmherjiti noffnung, da ¹ dten; zu einen * unverwelklice h, die ihr au * ahret werdet zu⸗ oefenbar weede 1] traurig ſeyd 2r Glaube recht⸗ de, denn do bewähret wid 4 diewohl ih nit unausſit⸗ de eures Gu u Seligkeit. ahen, und wi 1 bet * 17˙21. 1* gebitt ih auch d euch die Pet I bi 12 fieuen werdet, und Evangelien. 95 haſſet, ſo wiſſet, daß ſie mich vor euch gehaſſet hat. Wäret ihr von der Welt, ſo hätte die Welt das Ihre lieb. Dieweil ihr aber nicht von der Welt ſeyd, ſondern ich habe euch von der Welt erwählet, darum haſſet euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch geſagt habe: Der Knecht iſt nicht größer, denn ſein Herr. Haben ſie mich verfolget, ſie werden euch auch verfolgen; haben ſie mein Wort gehalten, ſo werden ſie eures auch hal⸗ ten. Aber das Alles werden ſie euch thun um meines Vaters willen; denn ſie kennen den nicht, der mich ge⸗ ſandt hat. — Am Tage der Kirchweihe. Epiſtel, Offenb. Joh. 21, v. 1⸗5. Und ich ſah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erſte Himmel und die erſte Erde verging, und das Meer iſt nicht mehr. Und ich Johannes ſah die heilige Stadt, das neue Jeruſalem, von Gott aus dem Himmel herab fahren, zubereitet als eine geſchmückte Braut ihrem Manne. Und hörete eine große Stimme von dem Stuhl, die ſprach: Siehe da, eine Hütte Got⸗ tes bei den Menſchen; und er wird bei ihnen wohnen, und ſie werden ſein Volk ſein; und er ſelbſt, Gott mit ihnen, wird ihr Gott ſeyn. Und Gott wird abwi⸗ ſchen alle Thränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr ſeyn, noch Leid, noch Geſchrei, noch Schmer⸗ zen wird mehr ſein; denn das Erſte iſt vergangen. Und der auf dem Stuhl ſaß, ſprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er ſpricht zu mir: Schreibe; denn dieſe Worte ſind wahrhaftig und gewiß. Evangelium, Lucä 19, v. 1⸗10. Urd Jeſus zog hinein, und ging durch Jericho. Und F ſiehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, der war ein Oberſter der Zöllner, und war reich; und begehrte Jeſum zu ſehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk: denn er war klein von Perſon. Und er lief vor⸗ 96 Epiſteln und Evangelien. vorhin, und ſtieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn ſähe: denn allda ſollte er durchkommen. Feſus kam an dieſelbige Stätte, ſah er auf, und ward ſein gewahr, und ſprach zu ihm: Zachäe, ſteig eilend hernieder: denn ich muß heute in deinem Hauſe einkehren. und nahm ihn auf mit Und er ſtieg eilend hernieder, murreten ſie alle, daß er Freuden. Da ſie das ſahen, bei einem Sünder einkehrete. Zachäus aber trat dar, und ſprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und ſo ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jeſus aber ſprach zu ihm: Heute iſt dieſem Hauſe Heil widerfahren, ſintemal er auch Abrahams Sohn iſt; denn des Men⸗ ſchen Sohn iſt gekommen, zu ſuchen und ſelig zu machen, was verloren iſt. Und als G a d —— 3 Norgel ſtroßer und heilg Himmels und; heit und Güte, un auf Erden und in und gellebt zu wer deinen mannigfaltie die Meinigen und breitet haft, für d der abgewichenen) Pohlthaten, die wirſt. Deine Wei zu deiner feierliche ater Ruhe in dir, nähern Vorbereitt geheilget. O wie ich ihn nach dieſer kung und Heiligu hendes Wort anz Flobet, daß du und frohen Tages feiheit verleiheſt! n den öffntliche neinen Segen! h lits und unſerer der Wihrheit and derheit meinen un dnß un auch her lſd an unſen Se Kaſefenhet den und und durz diie Tuſr zum zwigen Lehen wi— Jeſus aber 1 7 Keil widerfahn denn des M d ſelig zu mage gelobet, zur Hausandacht. NKorgengebaͤt am Sonntage. Goßer und heiliger Gott! du Schöpfer und Herr des Himmels und der Erden! Bei dir iſt Allmacht, Weis⸗ heit und Güte, und du biſt würdig, von allem„ was auf Erden und im Himmel iſt, verehret, gefürchtet und geliebt zu werden! Dich preiſet meine Seele für deinen mannigfaltigen Segen, den du über mich und die Meinigen und in der zurückgelegten Woche ausge⸗ breitet haſt, für deinen väterlichen Schutz über uns in der abgewichenen Nacht, und inſonderheit für die großen Wohlthaten, die du an dieſem heiligen Tage erneuern wirſt. Deine Weisheit und Gnade hat uns denſelben zu deiner feierlichen Verehrung, zur Beförderung unſe⸗ rer Ruhe in dir, dem lebendigen Gott, und zu unſerer nähern Vorbereitung zu deiner ewigen Gemeinſchaft geheiliget. O wie geſegnet wird er auch mir ſeyn, wenn ich ihn nach dieſer deiner liebreichen Abſicht, zur Erquik⸗ kung und Heiligung meiner Seele durch dein ſeligma⸗ chendes Wort anzuwenden ſuche! Dein großer Name ſei daß du mir die öffentliche Feier dieſes heiligen und frohen Tages in Geſundheit, Ruhe und Gewiſſens⸗ freiheit verleiheſt! Verherrliche dich heute, o Gott, in den öffentlichen Verſammlungen durch einen allge⸗ meinen Segen! bäts und unſerer Lieder, daß wir dich im Geiſte und in der Wahrheit anbeten. Allwiſſender! du kenneſt inſon⸗ derheit meinen und der Meinigen Seelenzuſtand. Ach laß uns auch heute die göttliche Kraft deines Wortes alſo an unſern Seelen erfahren, daß wir nach unſerer Beſchaffenheit dadurch wahrhaftig gebeſſert, im Glau⸗ ben und allen dir wohlgefälligen Tugenden geſtärket, durch deine Tröſtungen beruhigt, und in deiner Gnade zum ewigen Leben befeſtigt werden! Laß uns nicht nur a ie 8——ͤͤͤ——— — 5————— ſſͤ—— —————y——ÿ————— heilige du ſelbſt die Opfer unſers Ge⸗ 2 Morgengebät am Sonntage. Abenda in deinem Heiligthume deine wohlthätigen Abſichten er⸗ ſes Wor zu birer füllen, ſondern auch in unſerm ganzen Verhalten uns it und auf die 85 dir geheiliget befleißigen daß wir werden. Die Ruhe, die du uns heute von unſern leiblichen Geſchäften ver⸗ inſonderheit zur wahren Erholung unſerer Kräfte, zur Sammlung des Gemüths, und zu deſſen Richtung auf unſer ewiges Heil angewandt! Be⸗ wahre uns, gütiger Gott, daß wir nicht durch unnöthige Geſchäfte und unnützige Zerſtreuungen den Segen dieſes Tages und deines Wortes an uns vereiteln. Unſer gan⸗ zer Wandel müſſe dich verherrlichen, und es 3 daß wir dir dienen. Inſonderheit laß uns dieſes als⸗ dann beweißen, wann du uns Gelegenheit giebſt, unſere Liebe zu dir, durch eine thätige Liebe gegen unſern ſtatteſt, werde doch Nächſten an den Tag zu legen. Heilige, o Gott, auch alle unſere Vergnügungen an dieſem heiligen Tage. Laß uns nichts vergnügen, als was mit Verſicherung dei⸗ ner Gnade genoſſen werden kann. Laß uns durch die Freuden, die uns deine Freundlichkeit auch im Leiblichen ſchenket, immer mehr zu dir, der Quelle aller Freuden, geführet werden, damit alſo dein Tag uns in allem eine wahre Vorbereitung zu deiner ewigen Anbätung und zu der ewigen Ruhe und Seligkeit ſeyn moͤge, die du den Deinigen verheißen haſt. 4 Segneſt du, Herr, deinen Tag zum 8 ewigen Heil unſerer Seele, ſo wirſt du uns auch im Leiblichen nicht verlaſſen. Du, mein himmliſcher Vater, weißt, was wir bedür⸗ fen. Dir ſey unſer Leben und unſere ganze Wohlfahrt auch heute, auch auf dieſe Woche, und auf die ganze Zeit unſerer hieſigen Wanderſchaſt empfohlen! Leite du uns nach deinem Rath, und nimm uns endlich zu Ehren an, um Jeſu Chriſti willen, Amen. Abendgebaͤt am Sonntage. (Grätiger unde ehreiehe Gott! dein Name iſt herr⸗ lich in allem, was auf Erden iſt, und dein Ruhm höher, denn die Himmel. Dank ſei dir für die erneuer⸗ ten Gelegenheiten, die ich dieſen Tag gehabt habe, dich in deinem Hauſe anzubäten, mich mit andern Chri⸗ ſten zu deinem Dienſte zu vereinigen, die Erklärung de ne ſäitet zu werden!. de Vortzeile, died ge, und es nicht ondetn hurch die d ſchten, du denen mich geſchickt, daß be, gemäß den Ni gemäß den Verſeihn Vergib mir, gül ten, die meine Ande gib die Trägheit u gen, di Zerſtreuun merkſamkeit meiner daß ich deine Ruhe weiſer und ernſthe innter werden mös ſebe mich über dier nich nicht den irdi daſe Welt dloß in ſchöner Erbt nich eckennen daß ſondern, daß mi vorbehalten werde. It und Fremdling mels lebe. Ich m ott, geſchickt, Geſahren und T auf meinem Wege duch einen täglich mmer des glorn diner Heiligen in Gelobet ſei der nich dis auf dieſe lhaten on Leid un Empfindungen de tühten, und gie Worte, ſond Und nun 8„ b dein gnädige A Jr ange 6 n „ 7 Erhald ing Hemüths, und 88 ß un 8e angewandt! 1 4 aI durch unitz Kuu en den Segen di mns Liteln. Ünſer 1 dh rn und es bewii er a uns — G. 7. G ui giebſt, une Deſ dde gegen un n. e, o Gott, a dis Aligen Tage. res n Verſicherung p kann aß uns durh endli— auch im Leültt „dEn elle aller Fum 2 d = ewigen Aubiwr und ikeit ſeyn mi ag r roigen Heil unſn „ tea nigt reraſſe d d 1 9 amze Wohlſahh dd auf die gtm⸗ Loc V chas gfohlen! Lit w tine endlih zu(im 1 ttage. b t Nme iſ ſn A und den in 4 1 * „ an für die ennu di ag gehabt bi 1 1 „ 9 —₰³ — — = — — —z2 — —— — — ſchten Perhalten m „ Die Ao dieſes a Abendgebät am Sonntage. 3 nes Worts zu hören, uund dadurch unterrichtet, geſtär⸗ ket und auf die Wege der wahren chriſtlichen Tugend ge⸗ leitet zu werden! Gib mir, o Gott, daß ich nun auch die Vortheile, die du mir verſchafft, gehörig nutzen mö⸗ ge, und es nicht bloß bei dem Hören bewenden laſſe, ſondern durch die That beweiſe, daͤß ich iſie zu den Ab⸗ ſichten, zu denen ſie gegeben ſind, anwende. Mache mich geſchickt, daß ich meinem hohen Beruf gemäß le⸗ be, gemäß den Pflichren, die mir auferlegt find, und gemäß den Verheißungen, die ich zu gewarten habe. Vergib mir, guͤtiger Vater, die Unvollkommenhei⸗ ten, die meine Andacht heute noch begleitet haben. Ver⸗ gib die Trägheit und Unthätigkeit meiner Empfindun⸗ gen, die Zerſtreuung meiner Gedanken, die wenige Auf⸗ merkſamkeit meiner Seele auf deine Gebote. O gib, daß ich deine Ruhetage immer heiliger zubringe, immer weiſer und ernſthafter, andächtiger und himmliſchge⸗ ſinnter werden möge, als ich bisher geweſen bin. Er⸗ hebe mich über dieſe Welt, ſo lange ich in ihr lebe. Laß mich nicht den irdiſchen Dingen ſo nachjagen, als ob ich dieſe Welt bloß zu meinem Antheil erwählet, und auf kein ſchöner Erbtheil die Ausſicht hätte: ſondern lehre mich erkennen daß hier nicht meine bleibende Stätte ſei, ſondern, daß mir eine feſtgegründete ewige Wohnung vorbehalten werde. Gib, daß ich mich hier als ein Pil⸗ ger und Fremdling anſehe, und als ein Bürger des Him⸗ mels lebe. Ich mache mich durch deine Kraft, o gütiger Gott, geſchickt, alle Schwierigkeiten, Beſchwerniſſe, Gefahren und Verſuchungen zu überwinden, die mir auf meinem Wege zum Himmel auſſtoßen, und laß mich durch einen täglichen Zuwachs an Heiligkeit und Tugend immer des glorreichen Erbtheils fähiger werden, das deiner Heiligen im Lichte wartet. Gelobet ſei dein Name, o liebreicher Gott, der du mich bis auf dieſen Tag mit ſo vielen und großen Wohl⸗ thaten on Leib und Seele begnadigeſt haſt! O laß die Empfindungen deiner unverdienten Güte ſtets mein Herz rühren, und gieb, daß ich dich nicht nur durch meine Worte, ſondern auch durch mein Leben preiſen möge. Und nun, o Gott, nimm mich auch dieſe Nacht unter deine gnädige Aufſicht! Beſchütze mich vor allem Uebel und a 2 4 Morgengebät am Montage⸗ und erquicke mich durch eine ſanfte und ſtärkende Ruhe. Deiner liebreichen Fürſorge empfehle ich alle die Meini⸗ gen. Thue ihnen Gutes, und ſegne ſie mit allen ſol⸗ chen geiſtlichen und leiblichen Gütern, von denen du weißt, daß ſie derſelben am meiſten bedürfen. Stehe den Unglücklichen bei. Breite deine wohlthätige Barm⸗ 1 herzigkeit über das ganze menſchliche Geſchlecht aus. Erhöre, gütiger Vater, dies mein unvollkommenes Gebät, und laß dir mein demüthiges Lob und Flehen in Gnaden gefallen! Erhalte mich mein kurzes und unge⸗ wiſſes Leben hindurch in der Liebe zu dir. Tröſte und ſtärke mich in meinen letzten Augenblicken, und nach dem Tode ſei du mein Theil und großer Lohn, durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn. Dir, mein himmliſcher Vater, ſei Lob, Preiß und Chre, jetzt und immerdar! Amen. b Morgengebaͤt am Montage. O Herr! durch deine große Barmherzigkeit fange ich mit dieſem Morgen meine Wochenarbeit von neuem an. Deine ewige Liebe und Treue, die mit deinem Se⸗ gen mich und die Meinigen bisher überſchüttet hat, gehe denn auch heute mir von neuem auf, wie die Morgen⸗ röthe! Wer bin ich, o Gott, daß du mich hierher ge⸗ bracht haſt? Ich bin ja, leider! noch immer ein Sünder, dem es an allem Ruhme mangelt, den er vor dir haben ſollte. Ich thue, leider! nicht immer, noch völlig, was ich thun ſollte. Meine Gedanken ſind eitel; mein Herz iſt bald trotzig, bald verzagt. Ach ſo ſiehe denn, mein Gott, mich auch heute ja nicht an, wie ich an mir ſelbſt von Natur und in meinen Sünden bin! Gedenke aber, lieber Vater, an deines Sohnes Gehorſam und Gerech⸗ tigkeit daß ich durch ihn vor dir gerecht, und von dir geſegnet ſey. Verlaß mich nicht, und thue nicht die Hand von mir ab, Gott, mein Heil! Lehre mich auch heute und die ganze Woche thun nach deinem Wohlge⸗ fallen; dein guter Geiſt führe mich auf ebener Bahn. Ich weiß nicht, was mir in dieſer angefangenen Woche begegnen wird: Behüte du mich aber vor allem Uebel, behüte meine Seele, behüte meinen Leib, behüte wesnen ein⸗ Morgen Gedeihen. Erhalte! haſt zufließen laß beſchirme mich. G unzuwenden. Legeſt nir auch, und laß n der uns vonl allem erlöſen vid. Ses dein Heil. Und tet, ſo ſegne auch Nahrung und dit in jeder dabei ſi Gewiſſen vor dir alenthalben auf, Pohlgefallen. De die dich fürchten, je mehr und m Chriſti, und um Abe ehrihe Gott! und Güte an heutigen Tag e nich dis hierher tiel Gukes getha Von deiger Gna din, und deine haſt du auch he ſerblichen Leibes biit geſegnet, n meine geiſtliche geſehen, ſ, Kraſt mächtig g du dich ſo hoch b en. Er — wehlthätige P 9 14 0. W iſch= zeſclecht au. deſt an unvollkomge d nvollkommt nätht Lob und Flehen un i karzes durch Iii * 4 9„ am Shutage. ſe herzigkeit fai ne E narbeit von nan — ie mit deinen e ishe d rſchüttet hat, 1 Tre 6 uen d.4 wie die Mag t, P au nich hierher rlln cinmer ein Sünd 4 oel n er vor dir hal ti arn, noch völlig, 1 aig itel; mein g AAd ſiche denn, un dt die ich an un e Sir Sbin! Geden in. ne orſem und h J uccht, um m nid nnd thue iitl ai All Lehre nia 31 ch deigem Bi auf ebenen 1 1 angefangenen vor alet 1 4 4 — ———— . er ei tan meiner Arbeit dem Leibe 2.— mein himniſ jetzt und immedt Morgengebät am Montage. 5 Eingang und Ausgang. Wehre allem Böſen, welches Ah mir das Ziel meines Chriſtenthums verrücken könnte. Laß mich leben im Glauben deines Sohnes, und da⸗ durch alles, was ich thue, in dir gethan ſeyn. Gib zu Kraft und Geſundheit, dem Gemüthe Ruhe und Freudigkeit, bei einer gewiſſenhaf⸗ ten Sorgfalt, und erfreue mich mit deinem göttlichen Gedeihen. Erhalte mir den Segen, den du mir bisher haſt zufließen laßen. Ernähre mich, verſorge mich, beſchirme mich. Gieb mir Weisheit, meine Zeit wohl anzuwenden. Legeſt du mir dabei eine Laſt auf, ſo hilf mir auch, und laß mich allezeit erfahren, daß du der ſeiſt, der uns von allem Uebel erlöſet hat, und noch ferner erlöſen wird. Segne die Meinigen, und zeige ihnen dein Heil. Und wie alles auf dich, mein Gott, war⸗ tet, ſo ſegne auch heute und in dieſer Woche alle gute Nahrung und dir wohlgefällige Arbeit, und gieb, daß ein jeder dabei ſich redlich nähre, und mit allem guten Gewiſſen vor dir wandele. Ja, thue deine milde Hand allenthalben auf, und erfülle alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Denke an uns alle, und ſegne uns; ſegne, die dich fürchten, beide, Kleine und Große; ſegne uns je mehr und mehr, um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti, und um ſeiner kräftigen Fürbitte willen. Amen. Abendgebaͤt am Montage. Liebreicher Gott! ich danke dir, und bete deine Macht und Güte an, die ich und die Meinigen auch dieſen heutigen Tag erfahren haben. Was bin ich, daß du mich bis hierher gebracht, beim Leben erhalten, mir ſo viel Gutes gethan, und mich ſo reichlich geſegnet haſt? Von deiner Gnade, o mein Gott, bin auch ich, was ich bin, und deine Gnade iſt nicht von mir gewichen. Alſo haſt du auch heute meiner armen Seele und meines ſterblichen Leibes dich herzlich angenommen, meine Ar⸗ beit geſegnet, meinen Unterhalt mir verſchaffet, alle meine geiſtliche und leibliche Nothdurft in Gnaden an⸗ geſehen; ja, überhaupt meiner Schwachheit mit deiner Kraft mächtig geholfen. Wer iſt, o Herr, wie du, der du dich ſo hoch geſetzet haſt, und doch auf das Niednige 4 6 Abendgebät am Montage. ſo gnädig ſieheſt? Nun, o mein Gott, da du nicht nnui wohneſt in der Höhe und im Heiligthum, ſondern auch bei denen, die zerbrochenes und zerſchlagenes Geiſtes ſind, auf daß du erquickeſt den Geiſt der Gedemüthig⸗ ten und das Herz der Zerſchlagenen; ſo bitte ich de⸗ müthig: tilge alle an mir noch beſindliche Sündenflecken durch das Blut deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti. Du biſt der Herr, nach deſſen Willen alles geſchehen, und dem alles dienen ſollte: wie finde ich hingegen mei⸗ nen Willen deinem heiligen Willen ſo ſehr zuwider, und mein Herz ſo kalt gegen das Andenken deiner Gna⸗ dengegenwart! Um Chriſti willen, ſchone meiner! ver⸗ gib mir alle, auch meine verborgene Fehler! Erfülle ferner an mir deine gnadenreiche Verheißung: Ich will dich nicht verlaſſen, noch verſäumen. Du biſt ja nicht ein Gott, der ferne ſei; du erfülleſt vielmehr Himmel und Erde, und umgiebſt auch mich, wo ich ſitze oder liege. So ſei demnach auch in dieſer Nacht nicht ferne von mir; eile auch mir beizuſtehen, Gott, meine Hülfe! Beweiſe auch an mir deine große Gnade, du Heiland derer, die auf dich hoffen! Beſchirme mich und alles, was du mir verliehen haſt, unter dem Schatten deiner Flügel. Sey du für mich, ſo wird nichts wider mich ſeyn. Ja, Vater, wie du deines geliehten Sohnes nicht verſchonet, ſondern ihn für uns all auch für alle, und mich dahin gegeben haſt, ſo ſchenke mir und allen, die ihn angenommen haben, heute und allezeit mit demſel⸗ ben alles andere, was wir an Leib und Seele bedürfen, Amen, um Jeſu willen, Amen. Morgengebaͤt am Dienſtage. C ott, deine Güte iſt alle Morgen neu, und deine Treue, die du an mir beweiſeſt, iſt ſehr groß! Ein Tag ſagt es dem andern, und eine Nacht thut es kund der andern, wie geſchäftig, du Herr! in jedem Augenblicke meines Daſeins, zu meiner Erhaltung, zu meiner Freu⸗ de und Glückſeligkeit biſt; du ſchaffeſt es, daß ich ſich er ruhe. Wann Finſterniß die Erde bedeckt, und wann ich ſelbſt nichts von mir weiß, dann wacheſt du, mein Leben zu bewahren: aber auch du biſt es, Herr Cd ott Norgei jetzt, in diſſer ie ſchäft! Meine Se was in wit iſt, de lobe dich, und ver ſen Auſenblick, an ruhig zeſchlaſen h Nacht beroffen ha⸗ ſo geſund wieder ſah, daß ich nich dieſes Tages w neuerten Kräften ich verüünftig der fen meinet See⸗ der einem verni o Golt, habe Verleihe mir nur der Güter, die gleichſem von ne zen, und daß ic welcher du ſie in allem was weinen Vergni bindungen, in und im Herzen din heiliges( ſchaft vor dir, Dadurh werde ich in keine Si ſat thue, was auch an dieſen mmen fürchte kenen Nange dg 6. nein d V und; chle ſonden 1 * A f me meirel 5 22 Fehler! Ei et— heißung: Jhn er Du liſt ja erſ— vielmehr Hit (Au. ich ſiße in Nact nicht ſ ſehen ſtt, meine Hi o ade, du H 5 2 mich und 9 Schatten di [Rä nichts wider ni 9 bten Sohnes ii n, und auch ſ ſch Zir und allen, e ut tzeit mit demſ 1 e u 5 Seele bedürß m* ſtage. Ma, neu, und und mn wef viſt ſehr gui ön eine dr! thut es und d un jedem anaſ tha n zu meiner ſaa Morgengebat am Dienſſage. 7 Gott der Welt, der an jeglichem Morgen dem Tage und ſeinem Lichte wieder ruft, die Sele zu erwecken; du macheſt es, daß ich nach einer ſanften Nacht mich wieder eines neuen Tages erfreuen kann. Was iſt denn billiger, was iſt eines vernünftigen Geſchöpfes, welches dich zu erkennen fähig iſt, würdiger, als dir, dem Gott und Vater meines Lebens, aus deſſen Hand ich es auch jeßt wieder, wie neu, empfangen habe, dafür zu dan⸗ ken und ſeinen Namen zu preiſen? Dies ſei denn auch jetzt, in dieſer frühen Morgenſtunde, mein erſtes Ge⸗ ſchäft! Meine Seele lobe dich, den Herrn, und alles, was in mir iſt, deinen heiligen Namen! Meine Seele lobe dich, und vergeſſe das Gute nie, das du, bis die⸗ ſem Augenbl lick, an mir gethan haſt! Daß ich ſicher und ruhig geſchl afen habe, daß kein Unfall mich in dieſer Nacht betroffen hat, daß ich das Licht dieſes Tages eben ſo geſund wieder erblicke, als ich es geſtern verlöſchen ſah, daß ich nicht nur meine Glieder zu den Geſchäften dieſes Tages wieder brauchen, ſondern auch mit er⸗ neuerten Kräften brauchen, und was noch mehr iſt, daß ich vernünftig denken, und von den ſämmtlichen Kräf⸗ ten meiner Seele einen ſolchen Gebrauch machen kann, der einem vernünftigen Weſen anſtändig iſt: das alles, o Gott, habe ich deiner Güte und Treue zu danken. Verleihe mir nun auch die Gnade, daß ich den Werth der Güter, die deine Hand mir an dieſem Morgen gleichſam von neuem geſchenkt hat, erkennen und ſchäz⸗ zen, und daß ich ſie zu der Abſicht anwenden möge, zu welcher du ſie mir gegeben haß. Gib, daß ich heute in allem was ich beginne, in meinen Geſchäften, in meinen Bergnügung gen, in allen Umſtänden und Ver⸗ bindungen, in we lche ich kommen kann, dich vor Augen und im Herzen habe, und an deine Gexechtigkeit, dein heiliges Gebot, und an meine zukünftige Rechen⸗ ſchaft vor dit, dem Allwiſſenden, fleißig denken möge. Dadurch werde ich am ſicherſten bewahret werden, daß ich in keine Sünde wil lige, noch irgend etwas mit Vor⸗ ſatz thue, was wieder dein Gebot iſt. Erhalte mein Herz auch an dieſem Tage bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte; denn die dich, Herr, fürchten, haben keinen Mangel an irgend einem Gute, das wahrhaf⸗ tig 8 Abendgebät am Dienſtage. tig glücklich macht! erhöre mich um des Mittlers willen, in deſſen Namen ich zu dir bäte. Abendgebaͤt am Dienſtage. Sch freue mich deiner Güte, o Gott, und komme mit Danken vor dein Angeſicht; jeder Tag, jede Stun⸗ de, jeder Augenblick meines Lebens gibt mir neue Be⸗ weiſe von deiner väterlichen Huld und Gnade, und legt mir neue Verpflichtungen zur Dankbarkeit und zum Gehorſam gegen dich, meinen Vater und Wohlthäter, auf. Auch heute haſt du dich an mir Unwürdigen nicht unbezeugt gelaſſen; auch heute haſt du mir in allen Abſichten viel Gutes gethan. Wie viel bekannte und unbekannte Gefahren und Uebel haſt du durch deine gnä⸗ dige Vorſehung von mir abgewandt! Wie viel geiſtliche und leibliche Wohlthaten habe ich aus deiner freige⸗ bigen Hand empfangen! Wie kann ich dir, dem Herrn, meine Dankbarkeit genugſam beweiſen? Nimm mei⸗ nen Leib und meine Seele zum Opfer hin. Sie ſind dein, und deinem Dienſte, deiner Verherrlichung ſol⸗ len ſie auf ewig geheiligt ſeyn! Möchte nur mein Eifer, die zu gefallen, beſtändiger, möchte der Gehorſam, den ich dir leiſte, reiner und vollkommener ſeyn! Aber, o mein Gott wie weit bin ich noch von dem Ziele der chriſtlichen Vollkommenheit entfernt! Wie vieler Nach⸗ läſſigkeit und Trägheit im Guten, wie vieler Vergehun⸗ gen und Fehler muß ich mich täglich vor deinem Ange⸗ ſichte beſchuldigen! Wie beſchämt bin ich, wenn ich an meine Sünde gedenke! Ach Herr! ich bereue ſie von gan⸗ zem Herzen. Ich entſchließe mich, in deiner Furcht mich immer mehr von allen Befleckungen des Fleiſches und des Geiſtes zu reinigen, und meine Heiligung zu vollen⸗ den. Stärke mich ſelbſt, o Gott in dieſem guten Vor⸗ ſatze. Stehe mir in der Ausführung deſſelben mächtig bei. Gib, daß ich alles, was dir zuwider iſt, haſſe, und als das größte Uebel meide und fliehe. Gib, daß ich alles, was dein heiliger Wille von mir fodert, auf⸗ richtig und mit Freuden thue. Laß mir den morgenden Tag heiliger ſeyn, als den heutigen; laß mich täglich an Weisheit und Tugend wachſen, und immer mehr nach dei⸗ Norgen 7 mein Gott ‚ Leite mich nach dein endlich in deine Her ſes alles in dem Ra unſers Mitlers und Morgen Goett Schöpfer! den, barmherz ſhen! dich bete ie nes Lebens, als de und unerſchöpfliche higſt an. Ich dar für meine Geſundh lche und leibliche ih insbeſondere da dinem mächtigen ſahren die mit de neinen Leib durc nir neue Kraft u in ich, o Gott, talich annimſt? deſetzen übertrete nißbraucht, der dih ſchuldig geme made und Straf nt uns nach u nich unſern Miſ in Vater ſeines Ienge. 1 g t. Mitlets wl 7 1 An tage. und unme kag, jede Eh 59 t mir neue g — arkeit und n und Wſt 5 Unwürdigen i nit 3 di i in 1 Wa ll bekannte m el* durch deine mi zie viel gi 5 deiner fni nm di, dem Hm n beſt i? Ninn m zum c hin. ¹ dei rherrlchung * nur mein 8 5— Gehorſmm, d lkomg. ſeyn! I noch a e dem Zille ed tiern ie vieler Nach⸗ ten, Wiieler Vergehun⸗ täg. li 1 imt di wenn ich i n! teu ſie von gw ich, † nwer Furcht 9 dung k Fleiſches d) neins gung zu mis Gott t ſem guken din zführ geſſel lben mätih 5 12 itt,, ide 1 cehe. Gi,d gille 1 pir fodert, 95 ao5 d den morgend 44 9 wich t täglch en uni ner t mehr 49 nd Gnade, h deinem Ange terlich annimſt? ein Vater ſeines Sohnes ſchonet. Morgengebät am Mittwochen. 9 deinem Ebenbilde erneuert werden. Dein mächtiger Schutz bedecke mich und die Meinigen auch in dieſer Nacht, damit uns kein Unglück begegne, und keine Plage ſich zu unſrer Wohnung nahe. Schenke mir ei⸗ nen ſanften und erquickenden Schlaf. Laß mich morgen, wenn es dir gefällt, mit neuen Kräften wieder aufwa⸗ chen, und gib, daß ich ſie nach deinem Willen und zu deiner Ehre anwende. Tröſte, barmherziger Gott, trö⸗ ſte alle Elenden, die in dieſer Nacht durch Schmerzen und Krankheit, oder andere Trübſale der ſüßen Ruhe be⸗ raubet ſind. Erbarme dich aller Menſchen. Dir, Herr, mein Gott übergebe ich meinen Leib und meine Seele. Leite mich nach deinem weißen Rath, und nimm mich endlich in deine Herrlichkeit auf. Ich bitte dich um die⸗ ſes alles in dem Namen und als ein Jünger Jeſu Chriſti unſers Mittlers und Sel igmachers. Amen. Morgengebaͤt am Mittwochen. Gott, Schöpfer und Herr des Himmels und der Er⸗ den, barmherziger Wohlthäter und Vater der Men⸗ ſchen! dich bete ich als den Urheber und Erhalter mei⸗ nes Lebens, als den Gott meines Heils, als die ewige und unerſchöpfliche Quelle meiner Glückſel igkeit demü⸗ thigſt an. Ich danke d mit Freuden für mein Leben, für meine Gefundheit⸗ für meine Kräfte, für alle geiſt⸗ liche und leibliche Vortheile, die ich beſitze. Dir danke ich insbeſondere dafür, daß du mich in diefe Nacht mit deinem mächtigen Schutze bedecket, daß du alle Ge⸗ fahren die mir droheten, von mir abgewandt, daß du meinen Leib durch einen ſanften Schlaf erquicket, und mir neue Kraft und neues Leben eingeflößet haſt. Wer bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du dich meiner ſo vä⸗ Ich bin ein Sünder, der deine heiligen Geſetzen übertreten, der deine Wohlthaten öfters ge⸗ mißbraucht, der ſich des ſchändlichen Undanks gegen dich ſchuldig gemacht, und als ein ſolcher nichts als Un⸗ gnade und Strafe verdienet hat. Aber du handelſt nicht mit uns nach unſern Sünden, und vergilſt uns nicht nach unſern Miſſethaten. Noch ſchoneſt du meiner, wie Moch fährſt du fort, mich 10 Morgengebät am Mittwochen mich zu ſegnen und mir Gutes zu thun. Noch willſt du mich durch Güte zur Buße leiten. Wie reuet es mich, o Gott, daß ich dich, meinen Vater und Wohlthäter, ſo oft beleidiget, und dir den ſchuldigen Gehorſam ver⸗ weigert habe! Ach ſtrafe mich nicht, wie ich es ver⸗ dienet habe. Sei mir gnädig in Chriſto, deinem Soh⸗ ne, und verzeihe mir um ſeinetwillen alle meine Sünden. Siehe, ich heilige mich dir ganz und gar. Ich verab⸗ ſcheue das Böſe, das ich bisher gethan habe. Ich er⸗ neuere hiermit in deiner Gegenwart, o Gott, den auf⸗ richtigen Vorſatz, alle unordentliche Begierden, die in mir aufſteigen, zu unterdrücken, alle böſe Gewohnhei⸗ ten, die ich noch an mir habe, zu beſtreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten nicht nach dem Willen meines Fleiſches, oder nach dem Beiſpiel der Laſterhaf⸗ ten, ſondern allein nach deinen guten und heiligen Ge⸗ boten zu richten. Ach Herr! ſtehe mir ſelber mit deiner Gnade bei, dieſen guten Vorſatz mit Treue zu erfül⸗ len; denn ohne dich vermag ich nichts. Bewahre mich auch heute vor allen Verſuchungen zur Sünde, und wenn ich verſucht werde, ſo laß mich nicht fallen. Laß 8 ligkeit. Verleihe mir Geſundheit und Kräſte zu meinen Berufsgeſchäften, und begleite ſie mit deinem Segen. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Men⸗ ſchen. Segne inſonderheit diejenigen, die du durch die Bande des Blutes und der Freundſchaft mit mir ver⸗ bunden haſt. Gib, daß wir alle die Pflichten unſers Berufs treulich erfüllen, und deine Ehr und das Heil unſerer unſterblichen Seele zum letzten Endzweck aller unſerer Bemühungen machen. Erhöre mich, Vater der Parmherzigkent, und ſei mir gnädig um Jeſu willen. men. Abendgebaͤt am Mittwochen. Barmherziger Gott! nach deiner Verordnung bedecket jetzt wiederum Finſterniß unſer Erdreich; bei dir aber, du Vater des Lichts, muß auch die Finſterniß Licht ſeyn. Auch dieſen Tag lege ich unter deinem gnä⸗ . digen ſondern au und Wott noch immer als ein Licht auf mein Gott, au ſtets noch dieſm! aber weine heutige Zorne vor dih, Licht vor deinem dich zurick, und Bleibe du nun ſe Abend vorden iſ vor wem ſollte i bens Kraft; ver Augen geſchloſſe offen ſtehen. L alles, was ich wohl verwahret gen; ſorge für men, aller Kra dere ihren Schm liche Gedanken, und laß ſie dein nach deinem gn ſo laß wich 8 von deiner Güt Erfüllung deir aber in dieſer Ewigkeit aufht ſem großen E willen, und e nich um ſeiner dat annehmen Erhöte wich, Chriſtun, Am nen zzen * Geherſan mnen und heiligen g feehdm ſelber mit di derſaſſem Treue zu di 1 ich n s. Bewahre n nhug t azur Sünde,„ laß d inicht fallen, di 3 G und an die Ei deiſe an zur ewigen heit † · Kräſte zu mein te ſt t deinem Semn dtt, rhle ich ale Na dijg r die du dun r Fü arnzaſt mit mir ve 2l e Kächen unſe d Sht und das R un an Erdzwet än (e nich, Vain 1g nn J un Am ochen. dei! erordnung hach Erdreih; hin uch die zunm unter deinem gn lg m. do ——— 1 1 en ſ und Wohlhi Abendgebät am Mittwochen. 11 digen Schutze zurück, und preiſe deinen heiligen Namen, für alle deine gute und vollkommene Gaben, die mir deine Gnade heute geſchenket, und erhalten hat. Ich danke dir nicht nur, daß du mir das Licht meiner leiblichen Augen verliehen und bisher bewahret haſt, ſondern auch und vornehmlich, daß du dein heiliges Wort noch immerfort meiner Seele leuchten läſſeſt, als ein Licht auf meinen Wegen. Zwar muß ich, o mein Gott, auch heute vor dir bekennen, daß ich nicht ſtets noch dieſem heiligen Lichte gewandelt habe; ſtelle aber meine heutige mir bewußte Uebertretung nicht im Zorne vor dich, noch meine unerkannten Sünden ins Licht vor deinem Angeſichte: ſondern wirf ſie hinter dich zurück, und ſei mir um Chriſti willen gnädig. Bleibe du nun ſerner bei mir, mein Gott, da es jetzt Abend worden iſt. Biſt du mein Licht und mein Heil; vor wem ſollte ich mich fürchten? Biſt du meines Le⸗ bens Kraft; vor wem ſollte mir grauen? Wann meine Augen geſchloſſen ſind, ſo laß deine Augen über mir offen ſtehen. Laß meine Seele und meinen Leib und alles, was ich habe, unter deiner liebevollen Fürſorge wohl verwahret ſeyn. Sorge für mich und die Meini⸗ gen; ſorge für alle Menſchen! Erbarme dich aller Ar⸗ men, aller Kranken und Elenden! Hilf ihnen, und lin⸗ dere ihren Schmerz und ihren Kummer! Gib ihnen tröſt⸗ liche Gedanken, die ſie aufrichten und ſtärken können, und laß ſie deine Macht und Liebe empfinden. Soll ich nach deinem gnädigen Willen noch länger hier leben, ſo laß mich morgen mit einer dankbaren Empfindung von deiner Güte erwachen, und mich den Tag zu der Erfüllung deiner gütigen Abſichten anwenden. Sollte aber in dieſer Nacht die Zeit meiner Vorbereitung zur Ewigkeit aufhören; o ſo vergib mir, was ich von die⸗ ſem großen Endzwecke verſäumt habe, um Jeſu Chriſti willen, und erfülle deine theure Verheißung, daß du mich um ſeiner großen Erlöſung willen als völlig begna⸗ digt annehmen, und bei dir ewig ſelig machen wolleſt. Erhöre mich, mein Gott! mein Vater! durch Jeſum Chriſtum, Amen. Morgen⸗ Morgengebaͤt am Donnerſtage. Gott! Quelle meines Lebens und deſſelben Erhalter! S) mein Gott! durch deſſen Güte ich von neuem einen Tag anfange, ſei du mein erſter Gedanke! Dankbarkeit und Liebe gegen dich müſſen die erſten meiner heutigen Empfindungen ſeyn! Noch ſind Leben und Geſundheit mein; beide haſt du mir auch in dieſer Nacht erhalten; deine Güte wachte über mich, daß kein Unglück ſich mir nahen durfte. Daß ich heute von neuem thätig in meinen Geſchäften, und zu meinem und meines Nächſten Nutzen wirkſam ſein kann, das iſt dein Geſchenk und kommt nur von dir. Was habe ich, das ich nicht von dir empfangen hatte? Wer iſt mein Vater, mein Wohl⸗ thäter, mein Freund, wenn du es nicht biſt? Wer iſt mehr, als du, meine ſicherſte Zuflucht? Du Allmäch⸗ tiger, Allweiſer, Gütigſter, du biſt mein Schöpfer, mein Gott, mein Vater! Wie glücklich bin ich! Könnte ich es wohl mehr ſeyn, als ich es dadurch bin, daß ich von dir, von dir allein abhänge? Dein bin ich, und dein will ich ewig bleiben; dir ſei mein Schickſal gänzlich heimgeſtellt; regiere du es nach deinem Wohlgefallen; dein Wille iſt auf alle Weiſe der beſte; dein Wille ge⸗ ſchehe! Führe mich immer nach deinem Rath; dein Rath iſt Seligkeit für mich, ich kenne kein ſeliger Glück, als das, dir zu gehorchen; dein Wille allein ſei mein Geſetz! Sei du allein der Herr meines Herzens! Herrſche du über ſeine Geſinnungen, über ſeine Neigungen, über ſeine Wünſche; verſtatte nicht, daß irgend etwas, das dir zuwider iſt, ſich in daſſelbe einzuſchleichen ſuche! Fehle ich, ſo lehre mich meine Fehler erkennen und ver⸗ beſſern. Dir zu gefallen, iſt mein erſter Wunſch; ſo lange ich denken kann, will ich ſo denken. Ich emfehle mich und die Meinigen auch an dieſem Tage deinem mächtigen Schutze. Laß deine Huld mich auch heute begleiten, auch heute über alle meine Schritte wachen; ſei mein, ſei aller Menſchen Beſchützer! Sollen meiner Tage noch mehr werden; ſo ſeien ſie dir alle geheiligt! Laß mich keinen, und auch dieſen nicht verleben, ohne daß ich beſſer werde. Gott, deine Güte müſſe ſich mit jedem Tage über mich erneuern; aber auch mit jedem Tage IIIma 1ʃ —„ 5 8 Schop ditten, d wie du e n urch Chiif wan Ewißtit zu 6 Abendg Nlermat it von d vorbei. Die war, dir wüſen el weihet, di mäſſen dungen bellg ſet gütiger Gott! dabe hierher geholfen haf habe bin ich und h Gutes haſt du mi dein gnädiget Sähl nur allein mein we wirſt es ewig ſei Himmel und Ed ſche vergnügen meiner gnügen meines L weit entfernt von deiner Güte! Wo die Fülle vor dei deiner Rechten i auf mich in dem wirſt W. Vate⸗ Hausgenoſſen Leben dir imme immer gefallen! mein Herz. O rechtſchaffen von dd dir und will ten dener Gere bei meinet nat Unvermögen du deines Geiſtes was meine w übenaſſe ich m 8 a ſinge. ns M. eu feün Erhele rſier(☛☛ 1— 1d. Dankbant in Smiiner heutige 3 1 8 Geſundie — Nach erhalten . ein Unglick ſi bn neuem thüti 4 Aa meines Näiſſ 4 n Geſchenk u leſ as ich nicht u d. er, mein Va n du Siͤcht biſt? I. iſte 2n Du Alnij dui⸗ mein Schöhſ 1 gui bin ich! Kin ch 3 h bin, daßi nge!= in bin ih, m 4 Sciickſol gänſh dch it in Wohl lgeſalln derſ dein Will g. 4 Lem Naty; da t rein eliger Glüt deintn— allein ſei mein 4 8* mei erzens! Herxſcht er ſ Srleigungen, üba „dr end etwas, de dlbs F auſchleichen ſute 4 nkennen n ſter Wunſch m Ich en a an um Tage d ciem * mich auc hele tam Schritte te wuim; 1! Sollen me nen dir alle geheiit 5 nt verleben, ohl ⸗ te müſſe ſih n M 44ʃ n 6 ¹ auch mit un d Abendgebät am Donnerſtage. 13 Tage laß mich deiner Liebe und Güte würdiger werden! Erhöre mich, und erfülle meine dir wohlgefällige Wün⸗ ſche, wie du es mir und allen die nach deinem Willen bitten, durch Ehriſtum verheißen haſt. Dir ſei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Abendgebaͤt am Donnerſtage. Nkermal iſt von der mir beſtimmten Lebenszeit ein Tag vorbei. Dir, gütigſter Vater, deſſen Geſchenk er dir müſſen auch noch ſeine letzten Augen blicke ge⸗ dir müſſen die letzten meiner heutigen Empfin⸗ dungen heilig feyn Nur deiner Huld allein, unendlich gütiger Gott! habe ich es zu danken, daß du mir bis hierher geholfen haſt; alles, was ich bin, und was ich habe bin ich und habe ich nur allein von dir. Wie viel Gutes haſt du mir heute erwieſen! Wie viel Böſes hat dein gn nädiger Schutz von mir abgewen det! Du biſt doch nur allein mein w dahres und auch mein hoͤchſtes Gut; du wirſt es ewig ſein. Da ich dich habe, was ſind mir Himmel und Erde? Deine Huld verwandelt das Miß⸗ vergnügen meiner Tage in Heil, und erhöhet das Ver⸗ gnügen meines Lebens zur Seligkeit. Dieſe Welt, ſo weit entfernt von deinem Himme l, iſt doch ſo voll von deiner Güte! Was wird denn jene ſeyn, wo der Freuden die Fülle vor deinem Angeſichte, und volle Seligkeit zu deiner Rechten iſt! Welche Glückſeligkeit wartet dann auf mich in dem Stande meiner Vollendung! O, wann wirſt du, Vater, mich würdig finden, mich unter deine Hausgenoſſen aufzunehmen? Könnte doch nur mein Leben dir immer angenehm ſeyn, und mein Wandel dir immer gefallen! mit allſehenden Blicken erforſcheſt du mein Herz. O, möchte es doch immer rein, doch immer rechtſchaffen von dir erfunden werden! Herr, ich gelobe es dir und will es auch halten, daß ich nach den Rech⸗ ten deiner Gerechtigkeit leben will. Hilf du mir nur, bei meiner natürlichen Schwachheit, und erſetze mein Unvermögen durch den kräftigen Einfluß der guten Triebe deines Geiſtes. Auf dich verlaß ich mich in allem, was meine wahre Glückſeligkeit befördern kann. Jetzt überlaſſe ich mich der Ruhe; laß mir, laß den Meini⸗ gen, war, weihet het, 14 Morgengebät am Freitage. gen, laß dieſem Hauſe, laß allen Menſchen deine mäch⸗ tige Beſchirmung wiederfahren; verhüte gnädig Unglück und Schaden! Soll ich in dieſer Welt wieder erwachen, ſo ſei ferner mein Gott, wie du es bisher geweſen biſt; ſo führe mich an deiner Hand auf dem Lpege, den ich noch durch dieſe Welt zu gehen habe; ſo laß dein Auge mich leiten, daß ich nicht von deinen Geboten abweichen ſo regiere mich, daß ich, als ein Erbe der Unſterblich keit, mich immer würdig in meinem Berufe betrage, und ſchon auf Erden mein Wandel im Himmel ſei! Amen. Morgengebaͤt am Freitage. Seiland der Welt! 2 für alle geſtorben, fort nicht ihnen ſelbſt leben, Treueſter Mittler! du biſt darum auf daß die ſo da leben, 0 ſondern dir der du für ſie geſtotben und auferſtanden biſt Dir widme ich heute mein Leben und Denken von neuem, da ich mich erin⸗ nere, daß du an einem Freitage dein theures Leben aus Liebe für mich gelaſſen haſt. Ach, laß mich nie ver⸗ geſſen, wie viel Mühe und Arbeit dir meine Sünden ge⸗ macht haben, damit ich keinen derſelben gering achte In deinem Leiden laß mich die Güte und den Ernſt Gottes ſchauen. Gieb, daß ich mich dieſer Güte im Glauben freue, und dich, o Gottes Sohn, lebenslang für mei⸗ nen höchſten und beſten Freund halte, indem ja niemand größere Liebe hat, als die, daß er ſein Leben läſſet für ſeine Freunde. Und da ich in deinen Leiden, mein Bür⸗ ge, ſehe, wie ernſtlich Gott die Sünde haſſe und ſtrafe, ſo gieb mir Gnade, ſo lche auch ernſtlich zu haſſen und zu vermeiden. Du riefeſt an deinem Kreuze: Mein Gott, mein Gott! warum haſt du mich verlaſſen? Ach bitte deinen himmliſchen Vater für mich, daß er weder heute noch jemals mich verlaſſe noch verſäume. Du trugeſt dein Kreuz ſelbſt zu deinem Tode, und unterwarfeſt deinen Willen dem Willen deines himmliſchen Vaters. Gib, daß auch ich mich dieſem heil igen Willen in kind⸗ lichem Gehorſam unterwerfe, mein Kreuz auf mich neh⸗ me, und dir auf allen Wegen deiner Tugenden beſtän⸗ dig nachfolge. Und wie du mitten in deiner Pein der Deinen nicht vergaſſeſt, ſondern auch auf deren leitlict Wohl⸗ Norge un d ale ne mir zu nur ahe und Se ſerm Fleiſche leiden deinſelbigen Sinne welchem du gelitte Krenze ein Fluch in dir J eine t wi e en an Selle un enz ſ eßen Bildd du ſogar füt dein voll Saäite a Sanſtmußh bei all ttwa heute durch? Lamm Gottes, d hat, erbarme dich rkennen, die dich verwerfen, gen. Laß das W zöttliche Kraft u an mich und alle diner Herrlichkeit dir im Parad ieſe und allezeit meine Herr! du getreuer Ad Gott, der ich danke d gegen mich. Gilt mein aufrichti ges allen Dingen zu Vergevung wegen nig genact hrb daß ich) wich ni laſe, als werde nicht ich ſe auch nich mich feſt überz lJ(l du biſt dam da leben, i *. dir der du firſ ₰ vidme ich ha nel an da ich mich o age r iheures Leben a p nich nie m teeit*r neine Sünden p derſ—n gering achte 1 Süte iden Ernſt Gott die üte im Glauba ohn A nslang für me bhal dem ja nieman 65 6 keben läſet fü tein en, wein Bir e E haſſe und fkif er zzu haſſen und u nem Mlze: Mein 6 mic 5 eiſſen? Ac) llt nic r j er wede fült 5† ame. OA taget und unterpuf eine mliſchen Vnn 1 i Willn in u nei uz auf wich 1 11* 12ugenden kiiſ 7* deiner Min d 4 kibltt Muf deten P Morgengebät am Freitage. 15 i Wohlfahrt und Erhaltung dachteſt, ſo laß mich auch heute dieſer deiner treuen Fürſorge ebenfalls genießen. Wende dadurch alles Uebel von mir ab, und alles nöthige Gute mir zu. Bewahre mich und die Meinigen vor Krankheiten und Schmerzen; oder wenn wir ja an un⸗ ſerm Fleiſche leiden ſollten, ſo gieb, daß wir uns mit demſelbigen Sinne gegen alle Ungeduld waffnen, mit welchem du gelitten haſt. O Herr Jeſu! du biſt am Kreuze ein Fluch für uns worden; auf daß alle Völker in dir geſegnet würden; laß auch mir deinen reichen Segen an Seele und Leib, und zu allen guten Verrichtun⸗ gen zufließen. Bilde mich nach deinem Sinn; und wie du ſogar für deine Feinde, die dich gekreuzigt haben, voll Sanftmuth bateſt, ſo gieb auch mir ſtandhafte Sanftmuth bei allen unangenehmen Vorfällen, die mir etwa heute durch Menſchen begegnen möchten. Ja, du Lamm Gottes, das der ganzen Welt Sünden getragen hat, erbarme dich aller, und belehre alle, die dich noch nicht erkennen, die nicht wiſſen, was ſie thun, wann ſie dich verwerfen, und durch vorſätzliche Sünden beleidi⸗ gen. Laß das Wort von deinem Kreuze immer mehrere göttliche Kraft und göttliche Weisheit werden. Gedenke an mich und alle die meinen, Herr! der du im Reiche deiner Herrlichkeit herrſcheſt, und laß uns dereinſt mit 4 ir im Paradieſe ſeyn. In deine Hände befehle ich heute und allezeit meinen und ihren Geiſt, du haſt uns erlöſet, Herr! du getreuer Gott! Amen. Abendgebaͤt am Freitage. Gott, der du mich auch dieſen Tag erhalten haſt, ich danke dir für deine fortgeſetzte Sorge und Güte gegen mich. Gib, daß ich dir meine Dankbarkeit durch mein aufrichtiges Beſtreben bezeige, deinen Willen in allen Dingen zu erfüllen. Ich bitte dich demüthig um Vergebung wegen jedes Vergehens, deſſen ich mich ſchul⸗ dig gemacht habe, und es iſt mein ernſtlicher Wunſch, daß ich mich nie den gefährlichen Selbſtbetrug verleiten laſſe, als werdeſt du mir meine Sünden vergeben, wenn ich ſie auch nicht von nun an zu vermeiden ſuche. Laß mich feſt überzeugt ſeyn, daß ich nie dir wohlgeſallen önne, 16 Abendgebät am Freitage. könne, wofern ich nicht ein heiliges und nutzliches Leben führe, und daß, wo ich mir irgend eine Art des Ver⸗ brechens erlaube, ſelbſt mein Gebät dir ein Abſcheu ſeyn werde. Gib mir die Gnade, ſo zu leben, daß ich vor deiner Allgegenwart nie erſchrecken darf: und da wir alle meine Gedanken, Worte und Werke bekannt ſind, ſo laß mich niemals weder dem Willen nach, noch in der That, irgend einer Sache ſchuldig ſeyn, die dir miß⸗ fallen könnte. Laß mich in der Tugend und Frömmig⸗ keit täglich zunehmen, jede üble Gewohnheit abzulegen ſuchen, und jeder laſterhaften Neigung widerſtehen. Erleuchte du mich ſelbſt, daß ich mein Verderben immer lebendiger erkenne, und mit wahrer Ueberzeugung ein⸗ ſehen möge, wie nothwendig mir deine Gnade ſei, und wie ſehr ich der beſtändigen Führung deines Geiſtes be⸗ Laß mich als ein weiſer Ehriſt, vorſichtig auf mich oft an den Tod geden⸗ ken, damit ich nicht vergeſſe, wie eitel dieſe Welt und iſt nicht müde werd den Weg Lebens, wenn ich auch oft muß, fortzuſetzen. Wache mich, über die Meinigen und ber alle nothleidende u den Freuden ð und bekümmerte Menſchen, mit deiner gnädigen und allmächtigen Fürſorge! und wenn es dein gnädiger Wille 4⸗ △r*. ar 5 morgenden Tage nicht wider zu laß mich zu ner liebreichen Verheißung, ſollen, wo er iſt. Gefällt es aber deiner Weisheit und Güte, daß ich hier noch länger leben ſoll, die noch übrige Zeit des noch flüchtigen Lebens Lobe und zum dankbaren Gehorſam gegen ten, wozu du deinen Menſchen Leben und mit redlicher Sorgfalt anwenden. an, durch Jeſum Chriſtum, deinen ewigen und einge⸗ bornen Sohn, um deſſen Willen du auch mich und zu erhören verheißen haſt. Amen. zu deinem die Abſich⸗ Kräfte gibſt, Ich rufe dich hierum Morgen⸗ zu lieben Porgen lwäͤchtiger, bar 3 Morgen unde tadurch du mir Stunde, ſo viel G Luch den kebten 8. Gäte etlebt. Ih zählige Wohlthrten ih deiner großen dich wit ſteten Da dir, o alwiſſender und ftomn ſeyn. du mein ſeter urd Worte häteſt, al Gedanken bemerke Laß auch heute al nem Namen fange zu deinet Ehre! gerathen. Laß n Berufe, darin ie treu und fleißig ſchen, ſondern d danken und Hand oft erinnere, w dern dein Knech wirſ, was er( aus Liebe zu dir, ten, daß ich d und deinen Wi pondern von He meine Arbeit, daß ich für mi durſt hahen mög deſen Jage, o werden; ſo vic nicht verzage: aufdicn daft Güte, aller M aller Nothlei ethünt 3 ſeyn, b weiſet Sſt, mich In den Tod Ei cht u Verde, wenn ih aud ttzuſeten. A . die Anin w heit.. nden e nicht wider 1 G . on, die dir m der” und Fünn „Tohnheit ahzil zule 11ung widerſt Verderben inn w leberzeugung 4 nade ſei, n — deines Geifs vorſichtig n dl dieſe Wetty den I alle nothledden ri Der gnädigen u wenn Stin gnäͤdiger Wi p nit mrich, als din d, N abarmung an, u⸗ „ odenden, nach ſi ge da 1 ten da ſor ner Weisheit mh ſoll, ſo laf 1ij ſis beie zu üng Sehe gegen di 1 9 41 31 aer e — . en. — und Krife — mſe dich 3 8* mixen um n Morga Morgengebaͤt am Sonnabend. Umächtiger, barmherziger Gott! ich erkenne in dieſer Morgenſtunde deine väterliche Gnade nnd Huld, dadurch du mir, von meiner Geburt an bis auf dieſe Stunde, ſo viel Gutes an Leib und Seele erwieſen haſt. Auch den letzten Tag dieſer Woche habe ich durch deine Güte erlebt. Ich preiſe dich, o Vater, für ſolche un⸗ zählige Wohlthaten, und bitte dich herzlich, gib, daß ich deiner großen Gnade nimmermehr vergeſſe, ſondern dich mit ſtetem Danke dafür ehre. Laß mich ſtets vor dir, o allwiſſender und gegenwärtiger Gott, wandeln, und fromm ſeyn. Laß mich immer wohl bedenken, daß du mein ſteter und genauer Aufſeher ſeyeſt, alle meine Worte höreſt, alle meine Werke ſchaueſt, alle meine Gedanken bemerkeſt, und alle meine Wege erforſcheſt. Laß auch heute alles mein Thun geſegnet ſeyn. In dei⸗ nem Namen fange ich es an. Sei mit mir, und laß es zu deiner Ehre und meinem und anderer Nutzen wohl gerathen. Laß mich, o Herr, auch in dem äußerlichen Berufe, darin ich nach deiner Regierung mich befinde, treu und fleißig ſeyn, und dabei nicht blos auf Men⸗ ſchen, ſondern auf dich, den Richter aller meiner Ge⸗ danken und Handlungen, ſehen. Verleihe, daß ich mich oft erinnere, wie ich nicht blos Menſchen diene, ſon⸗ dern dein Knecht ſei, der du einem jeglichen vergelten wirſt, was er Gutes oder Böſes gethan hat. Laß mich aus Liebe zu dir, auch meine weltlichen Geſchäfte ſo verrich⸗ ten, daß ich dir zu gefallen ſuche, redlich dabei handle, und deinen Willen nicht allein mit Dienſt vor Augen, ſondern von Herzen und mit gutom Willen thue. Segne meine Arbeit, und was mir deine Hand gegeben hat, daß ich für mich und die Meinigen die tägliche Noth⸗ durft haben möge. Soll ich, nach deinem Willen, an dieſem Tage, oder ſonſt, mit Trübſal und Noth beleget werden: ſo reiche mir Schwachen deine Hand, daß ich nicht verzage; ſtärke mich, daß ich Geduld habe, und auf dich hoffe Erbarme dich, nach deiner unendlichen Güte, aller Menſchen, die dich ſuchen und lieben. Laß aller Nothleidenden und Verlaſſenen Gebät von dir erhöret ſeyn, und ſchaffe ihnen Rath Anb Troſt. Inſon⸗ er⸗ 18 Abendgehät am Sonnabend. derheit gib mir ein Herz, das dich ehret, liebet und dir vertrauet. Verlaß mich nicht, mein Gott! denn ich hoffe auf dich. Meinen Leib und Seele, und alle die Meinigen, meine Ehre, und alles, was ich habe, em⸗ pfehle ich jetzt und allezeit in deine mächtige Obhut. Ach Herr! ſei mein Schutz und mein Heil, mein Helfer und Erretter, heute und ſo lange ich hie bin. Erhöre mich, mein Gott, um Jeſu Chriſti willen. Amen. Abendgebaͤt am Sonnabend. Durch deine Güte, o Gott, Schöpfer und Erhalter meines Lebens! habe ich nun von neuem eine Woche verlebet um einen beträchtlichen Theil bin ich nun auf dem Wege dieſes Lebens dem erſten Augenblicke näher gekommen, der alle meine Wochen und Tagen endigen wird. Wie ſchnell ſind mir auch diejenigen entflohe 1 1 Ue, welche die vergangene Woche ausmachten! Wie geſchwind habe ich das Ende derſelben wieder erreicht! Vergnü⸗ gen und Mißvergnügen, Freude und Kummer, Zufrie⸗ denheit und Unruhe, Empfindungen von verſchiedener Natur machen ihren Inhalt aus. Gott, Vater der Zeit und Ewigkeit! wie wenig wichtig, wie gar nichts würde mir mein Leben ohne dich ſeyn, Urheber meines Daſeyns, und meines Daſeyns höchſtes Gut! Nur deine Güte gibt den Augenblicken meiner Tage einen Werth. Du ließeſt mich werden, um mich glücklich zu machen; du läſſeſt meiner Tage mehr werden, um mein jetziges Glück zu verlängern, und mir Zeit zu geben, ſür mein künftiges wirkſam ſeyn zu können. Unter der Leitung deiner gnädigen Vorſehung ſind alle Theile meines Schickſals Mittel zu meiner Seligkeit, und muß alles, ſelbſt das, was mir Böſe ſcheint, zu meinem wahren 194 Beſten dienen. Wie voll von Spuren deiner Huld iſt die zurückgelegte Woche geweſen! In wie vielen Fällen habe ich in derſelben den Segen deiner weiſen Führung * empfunden! Dank ſey dir dafür, ewig gütiger und lieb⸗ reicher himmliſcher Vater! Wie ſoll ich deine Wohltha⸗ W ten vergelten? wie deine Güte würdig genug preiſen? ᷣ* 0 4*.*„ 4 5 1* Ich will dich lieben, dir vertrauen, dir gehorchen: dieſe ſollen mir die heiligſten meiner Pflichten ſein. Schon hier 4 will Abendae in will ich nach mein il bei dir i tffüllen; 4 vollkommenſer tha de meinigmn; delne nach deiner u dg, ldeine die du deinem Obh wenn ich dawider ichtige Reue dat Ausübung gutet 5 gefaſſet habe, nic nicht in die votg Sünden begehe Deiner gnäͤigen die mir aagehören, und Feinde. Laß deinem Preiſe ern gehe, wie es dir ſt. Erhöte wich Erlöſers Jeſu Chr Gebaͤt um r O9 heiliger un vich bekenne heit, daß ich mei noch ſo herglich ſender Gott! da ins Licht vor de Loſcheulichkeit rcht zu erkenne ünter die Auge! Lage unter die Engeln und Me und erweiche f voit, daß ich Eine jede Sü ſageſt ſelbſt: 9 eſetzes erfülle das ht, Ai, liebet und ſ — un„Gut. denn V al deie, und al G in W ic hahe⸗ 1 und. machtige d lang ti, niin H Cͤrd Lale bin. e en. Amen. b Smnbend. tt, achfe und Grhit er SR neum eine V S in ich um: 3 8s Augenblick 3 2 d Tage agen ende M au ienigen entſl auen: Wir de aricht! Van Kummer, aw ind de von n veſſti Pian 1 19 Hott, Vater d 1 S, wie gar nite 8 84E„ Urheber mein e zr Nur dei mein gge einen Wettz mit 2 lich ju nachen wer n um mein jet 1 34& AKeen, ſüt muü anef mter der keim ſint Theile mius S. und ruß hein 1 meinem pue ia nan deiner gan en— wie vielen ſua enſ et weiſen züh al r Ar güt iger und 3 1 Ldeh Vehlier 113 genug 5 ul gehorchen: de 8 fein. Ehm 3 4 —— Abendgebät am Sonnabend. 19 will ich nach meinem beſten Vermögen deine Gebote erfüllen; bei dir in der Ewigkeit werde ich es einſt vollkommener thun können. Deine Abſichten ſind auch die meinigen; dein Wille iſt mein Geſetz. Vergib mir gnä⸗ dig, nach deiner unendlichen Barmherzigkeit und Güte, die du deinem Sohne, Jeſu Chr iſto, geoffenbaret haſt, wenn ich dawider gehande elt habe. Laß dir meine auf⸗ richtige Reue darüber wohlgefallen. Stärke mich in der Ausübung guter Vorſätze und Entſ chließungen, die ich gefaſſet habe, mich zu beſſern, di verhüte, daß ich nicht in die vorigen Sünden zurückfalle, oder neue Sünden begehe. Sei in dieſer Nacht mein Schutz. Deiner gnädigen Obhut empfehle ich mich und alle, die mir angehören, Bekannte und Unbekannte, Freunde und Feinde. Laß mich den morgenden bellgen Tag zu deinem Preiſe erwachen, und gib, daß ich ihn ſo be⸗ gehe, wie es dir angenehm und meiner Seele heilſam iſt. Erhöre mich, mein Gott, um meines theuerſten Erlöſers Jeſu Chriſti willen. Amen. — Gebaͤt um wahre Erkenntniß und Be⸗ reuung der Suͤnden. Sheiliger und gerechter Gott, barmherziger Vater! ich bekenne und klage dir meine angeborne Blind⸗ heit, daß ich meine Sünden nicht ſo vollkommen erkenne, noch ſo herzlich bereue, als es wohl ſeyn ſollte. Allwiſ⸗ ſender Gott! du ſtelleſt auch unſere unerkannten Sünden Ach! gib mir die Größe, ins Licht vor denem Angeſichte. Abſcheulichkeit und Mannigfaltigkeit meiner Sünden recht zu erkennen, und ſtelle ſie mir in dieſem Leben unter die Augen, auf daß ſie mir nicht am jüngſten Tage unter die Augen geſtellt, und ich dadurch vor Engeln und Menſchen zu Schanden werden möge. Rühre und erweiche mein hartes Herz durch dein kräftiges Wort, daß ich meine Sünden recht ernſtlich bereue. Eine jede Sünde verdienet ja den Fluch; denn du ſageſt ſelbſt: Verflucht iſt, wer nicht alle Worte dieſes Geſetzes erfüllet, daß er darnach bhue⸗ und wer auch 2 nur 20 Gebät um wahre Erkenntniß und Bereuung ꝛc. nur an Einem Gebot ſündiget, der iſt das ganze Geſetz ſchuldig. Iſt der Fluch ſchon da, wenn nur ein Gebot übertreten wird, ach! ſo habe ich unzähligen Fluch ver⸗ weil ich unzähligmal geſündiget und deine Ge⸗ bote übertreten habe. Dies laß mich doch, o gerechter Gott, lebendig erkennen, und zugleich den Reichthum deiner Güte recht bedenken, die du an mir Unwürdigen, mit ſo väterlicher Langmuth bis hieher bewieſen haſt, um mich dadurch zur Buſe zu leiten: die ich Undankbarer aber oft ſo gering geſchätzet, und wohl gar gemißbrau⸗ chet, une verachtet habe. O Herr Jeſu, der du dein hei⸗ liges Blut am Stamme des Kreuzes um meiner Sünden willen vergoſſen haſt, laß mich aus dieſer theuern Er⸗ löſung lebendig erkennen, wie ſchwer die Schuͤld meiner Sünden ſei, da es dich ſo viel gekoſtet hat, ſie zu bezah⸗ len, auf daß ich ſo mühſelig und beladen zu dir kommen möge, daß ich deiner Erquickung fähig, und dein heili⸗ ges Blut und theures oren ſei O heiliger Geiſt, der du dein Gnadenwerk in der Seele mit einer kräftigen Ueberzeugung von der Sünde an⸗ fängſt, erleuchte auch mein Herz, daß ich das große Elend deſſelben aufrichtig erkenne, meine Sünde herzlich be⸗ reue, und ſo zu Jeſu, meinem Erlöſer, in hre Glauben fliehe, daß er auch mir zur Weisheit, ec tigkeit, Heiligung und Erlöſung gemacht werde Erhöre mich, o Gott, der du nicht willſt den Tod des Sünders, ſondern daß er ſich bekehre und lebe. dienet, wahrem Gerech— — Gebaͤt um Vergebung der Suͤnden. Herr du haſt liebreich geſprochen: Wer zu mir kommt „) den werde ich nicht hinausſtoßen. Auf ſolche deine Verheißung komme ich zu dir, und glaube feſt, ich werde nicht hinausgeſtoßen werden. Ich komme aber als ein Mühſeliger und Beladener. Es drückt und beſchweret mich der Sünden Laſt. Ach Vater! vor dir habe ich ge⸗ ſündiget, und bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße. Wie oft habe ich dich beleidiget! Wie unvollkommen iſt die Beobachtung meiner Pflicht bisher geweſen! Wie oft habe ich deinem heiligen m.d guten Willen entgegen gehan⸗ üich unwürdig bin. den Vndankoaren eine Ueberttetung gem und glaubigen ſiehe auch meine väterlichem Erbarn Chriſti willen gnäd von deiner Unwür deine freee Erbarm der ohne ſein Ver ganzes Verttauen als die durch de Vergib mir um erbarmungsvollen befeſtige meinen Treue und Son nen Verſtand, meinen Willen mit ich in dei zum Genuß de Erhöre mein Barmhetzigkeit, löſets, willen! — Gebaͤt Gütliche viß der Stunden 4 mahl, zum ihres Glauber ſet Gnadenta opierten Leide A das ga da en m 3 1 19 S lln u — b 0 d Erh da n 4 Puuſi haſt, u Undank is 8 gar gemißor Hen der du din rel en meiner Sünd 6 jeſer theuern 6 ie ſch die Schuld dein a hat, ſie zu beu 5 1 0 40 Seen zu dir kom m ung. e, und dei i tan Fen nicht verlorn a Gſt⸗perk in der e. zung der Sünde n erz. Th das große Ee meitt ünde heylih! eineg) uſer, in waßue mit Weisheit, Gench ng rrit werde Ehhü lſt Ker od des Sünden 6 t z u4* Auf tbe ſiſ dens 8 nme aber db l 61E r ckt und biſtwe yr dir habe ih u 4 dein Kid b Bertuung 1 6 n Neich icthe löſers, Gebät um Vergebung der Sünden. 21 gehandelt! wie oft in Gedanken, Worten und Werken auch noch unwiſſentlich gefündiget! und wie wenig geneigt und tüchtig bin ich von Natur zu allem geiſtli⸗ chen Guten! Ich erkenne, daß ich, durch mich ſelbſt, deiner Gnade und der Vergebung meiner Sünden gänz⸗ lich unwürdig bin. Aber, o Gott, der du auch gegen den Undankbaren barmherzig biſt, und ihm gern alle ſeine Uebertretungen vergibſt, wenn er mit bußferti⸗ gem und glaubigem Herzen in Chriſto deine Gnade ſucht: ſiehe auch meine aufrichtige Reue und Betrübniß mit väterlichem Erbarmen an, und ſei auch mir um Jeſu Chriſti willen gnädig; ich ſetze in völliger Ueberzeugung von deiner Unwürdigkeit und Verwerflichkeit, allein auf deine freie Erbarmung in Chriſto Jeſu, welche den Sün⸗ der ohne ſein Verdienſt gerecht ſpricht, mein inniges und ganzes Vertrauen, und habe keine andere Gerechtigkeit, als die durch den Glauben an Jeſum Chriſtum kommt. Vergib mir um ſeines theueren Leidens, und um deiner erbarmungsvollen Güte willen alle meine Sünden, und befeſtige meinen guten Vorſatz, dir künftig mit mehr Treue und Sorgfalt gehorſam zu ſeyn. Erleuchte mei⸗ nen Verſtand, deinen Willen zu erkennen, und heilige meinen Willen nach deinem Wohlgefallen zu thun, da⸗ mit ich in deiner Gnade bleiben, und dadurch endlich zum Genuß der vollkommenſten Güter gelangen möge. Erhöre mein demüthiges Gebät, nach deiner großen Barmherzigkeit, um Jeſu Chriſti, meines theuerſten Er⸗ willen! Amen. Gebaͤt vor dem Genuß des hellde Abendmahls. Göttlicher Erlöſer! Herr Jeſu! du haſt ein Gedäͤcht⸗ niß der Wunder deiner Liebe geſtiftet. Nur wenige Stunden vor deinem Leiden ſetzteſt du das heilige Abend⸗ mahl, zum Troſte deiner Verehrer und zur Stärkung ihres Glaubens, ein, und du läſſeſt mich noch jetzt zu die⸗ ſer Gnadentafel einladen, wo ich deines für mich ge⸗ opferten Leidens uod deines für mich vergoſſenen Blutes⸗ er 22 Gebät vor dem Genuß des heil. Abendmahls. der Siegel und Unterpfaͤnder meines Heils, theilhaftig werden ſoll. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkommenen Mittler zwiſchen Gott und den Menſchen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne, daß ich dich meinen Herrn und Gott nennen, mich deiner ſeligen Gemeinſchaft rühmen, und zu deinen Erlöſten und Freunden zählen darf! O wie viel habe ich dir, meinem Heilande, zu danken! Wie unwiſſend, wie verderbt, wie troſtlos, wie elend würde ich ohne dich und deine Gnade ſeyn! Wie unerträglich würde mir die Laſt meiner Sünden, wie fürchterlich die Er⸗ wartung der damit verdienten Strafen, wie ſchrecklich der Anblick des Todes und des Grabes ſeyn, wenn du uns nicht ſelbſt den gnädigen Willen Gottes bekannt ge⸗ macht wenn du dich nicht zum Opfer für unſere Sün⸗ den dahingegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erworben hätteſt! Ja, alles Licht das mich erleuchtet, aller Troſt, der mich erquicket, alle Hoffnung, die mich belebet, ſind Geſchenke dei⸗ ner unverdienten Liebe. Wie theuer ſollt mir dann nicht dein Gedächtniß ſeyn;! Würde ich nicht der undank⸗ barſte, und niederträchtigſte unter den Sterblichen ſeyn, wenn ich deiner vergäſſe, wenn ich mit Kaltſinnigkeit und Gleichgültigkeit an dich gedächte, wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und den Dank zu geben, die dir gebühren? Nein, göttlicher Erlöſer, ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde und Freude. Ich komme, mich öffentlich für deinen Jünger und Vereh⸗ rer zu bekennen. Ich komme als ein mühſeliger und beladener Sünder, Ruhe für meine Seele zu ſuchen, und ergreife mit bußfertigem Glauben die Gnade, die du mir anbieteſt, und das große Heil, das du geſtiftet haſt. Ich komme, dir für dein Leiden und Sterben feierlich zu danken, mich dir zum Eigenthum aufzu⸗ orfern, und den heiligen Vorſatz zu erneuern, nicht mehr mir ſelber, ſondern nur dir zu leben, der du für mich geſtorben und auferſtanden biſt. Ich komme, meine Gemeinſchaft mit den Glaubigen zu unterhalten, und mich aufs neue zu einer aufrichtigen Liebe gegen ſie zu verpflichten. O Herr! laß mein Vorhaben geſegnet ſeyn. Gib nicht zu, das ich bloß mit den Lippen zu 4 1 nahe 7 chungen, die i u halten. Liebe wilet Gebät nat Gütige Gott — auch vich ſondern deinen nem Mittler un ſeinem göttlichen bin ich gewiß n diget. Deſſen t durch das heilig ſti, durch welche gen habe, da daß ich alle D rigen Lebens ſch tigen Vyrſatz ſoll ich dr für ſam danken? rührten Herzer weiſet, daß in bin. Ich will ſoll einen blei meine Geſinnn ten. O Herr mahls ſo an! getrieben werd aller chriſtlich Ieſa Lehre zu d Lehre und um Gott tt nen — 8 und zu der Na n — Wie u unniſt ſ * wünde ih a 7, mertigich ni 1, Sürch Fterlich die dos wie ſchrect 45 1s fim, wem I FJottes be kannt, n für unſere En ³ di inen Tod Em en inſt ds er I der mith aach n Geſchenien dde Enicht der una unte Sterblichen ſa veng= mit Kaltſinnigt ge et wenn ich m den erzu geben, die En ich folge dein egid 3nd Freude. 2 deint uger und Ven XI mühſeliger w 11 Secl zu ſun 8 die Gnade, ih =. das du g V 5= iden und en lien (igenthun aljr 1 unni de leben, der A ſt 18 n un ins e unterhaltn, m 518. a Liebe gegen 1r Perhben gicn 4⸗ den kiypen in 4 ewigen Liebe willen! ſondern deinen Sohn, =It mir dann uu Gebät nach dem Genuß des heil. Abendmahls. 28 nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir ſei. Sende mir dein Licht und deinen Geiſt, und laß den Gedanken, daß du Herz nnd Nieren prü feſt, alle Falſchheit und Verſtellung aus meiner Seele vertreiben. Laß mich die Wunder deiner Barmherzigkeit ſo bedenken, daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir geſtärket, und ich auf das kräftigſte bewogen werde, die Verſpre⸗ chungen, die ich dir thue, mit unverbrüchlicher Treue zu hglten. Erhöre mich, mein Heiland, um deiner men. Gebaͤt nach dem Geunß. des heiligen Abendmahls. Gütiger und Vater! ich preiſe dich, daß du ) auch ſündhaften Menſch nicht verworfen, Jeſum Chriſtum, auch zu mei⸗ nem Mittler und Seligmacher verordnet haſt. Wenn ich ſeinem göttlichen Worte glaube, und darnach lebe, ſo bin ich gewiß mit dir verſöhnet, völlig von dir begna⸗ diget. Deſſen tröſte ich mich mit freudigem Vertrauen, Gott mich durch das heilige Abendmahl meines Erlöſers, Jeſu Chri⸗ iſti, durch welches ich jetzo die Verſicherung davon empfan⸗ gen habe, da ich mir in meinem Gewiſſen bewußt bin, daß ich alle Vergehungen und Fehltritte meines bishe⸗ rigen Lebens ſchmerzlich vor dir bereue, und den aufrich⸗ tigen Vorſatz der Beſſerung bei mir hege. Ach! wie ſoll ich dir für deine unverdiente Barmherzigkeit genug⸗ ſam danken? Nimm das ſchwache Lobopfer meines ge⸗ rührten Herzens gnädig an, bis mein künftiges Leben be⸗ weiſet, daß ich ganz von deiner Vaterhuld durchdrungen bin. Ich will deine Gnade nicht vergeblich empfahen. Sie ſoll einen bleibenden Eindruck auf mein Gemüth machen, meine Geſinnungen regieren, und meinen Wandel lei⸗ ten. O Herr! ſegne den Genuß des heiligen Abend⸗ nahls ſo an meiner Seele, daß ich dadurch kräftig an⸗ getrieben werde, der Sünde zu wiederſtehen, und mich aller chriſtlichen Tugenden zu befleißigen. Und da ich jetzt den redlichen Vorſatz, mich deinem Dienſte nach Jeſu Lehre zu widmen, an ſeiner Gnadentafel Aheben abe; 24 Gebät nach dem Genuß des heil. Abendmahls. habe; ſo bitte ich in Demuth: hilf du ſelbſt, der du alles Gute in uns ſchaffeſt, mir ihn treulich vollbringen. Laß mich, durch das Andenken des Todes deines Sohnes, die Sünden in mir tödten, damit, ſo lange ich noch in der Welt lebe, ich im Glauben an dieſen deinen Sohn lebe, der auch mich geliebet, und ſich ſelbſt für mich gegeben hat. Gib mir Kraft, dich auch in den Trüb⸗ ſalen dieſes Lebens mit Geduld und Vertrauen zu ehren, und im Leben, Leiden und Sterben meine künftige Ver⸗ herrlichung bei dir in völliger Gewißheit zu hoffen: bis ich endlich zu deiner vollkommenen Anbätung und zu der himmliſchen Gemeinſchaft mit dir in der Ewigkeit gelange, wozu mich dein Sohn, mein theueſter Heiland, erlöſet hat. Erhöre mich, Gott, mein verſoͤhnter Vaten, um deiner Barmherzigkeit willen! Amen. mein Heiland! du haſt mich abermals in dem Genuß kräftigſte O deines heiligen Abendmahls auf das verſichert, daß du auch für mich deinen heiligen Leib in den Tod gegeben, und dein theures Blut vergoſſen haſt. Durch dich habe ich Friede mit Gott, und einen freien Zutritt zu deiner Gnade. Durch dich bin ich von der Gewalt der Sünde und des Todes erlöſet, und darf mich der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit rühmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals vergel⸗ ten! Ich will dich ewig lieben: denn du zuerſt, du haſt mich bis in den Tod geliebet. Du biſt für mich geſtorben. Du haſt dich ſelbſt für mich geopfert. Ich will ganz der Deinige ſeyn. Dir will ich leben, dir will ich ſterben. Dir ſei mein Leib und meine Seele, dir ſei mein ganzes Leben heilig! Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu geherchen, deinem Beiſpiele zu folgen, deinen Namen unter den Menſchen zu verkündigen, dein Reich hier auf Erden zu erweitern, und mich zu deiner nähern Gemeinſchaft im Himmel geſchickt zu machen: dies ſoll meine Ehre, mein Ruhm, mein vornehmſtes und beſtändiges Geſchäft, meine ganze Seligkeit ſeyn! Stärke mich, o Herr, in dieſem heiligen Vorſatze, und erhalte mich in deiner Treue bis an mein Ende! Amen Hebät haſt mich begegnen kann, alück, aus deiner habe ich geſproc wird dir mein M ich denn zun wi derholet hat? D in tiefſter Demut lige Regierung allen deinen Wes daß ich ales verdienet habe. mit mir aus iſt wegen meiner C mit dem ewig Richter! ich ur in deinem Em zigen, als m Ich weiß, da wahre Glückſe Trübſal ſoll die Folgen m ſoll die Liebe Herzen vermin nen Gott, zz dir zu vertra wahren Selig Herr!) lat werden, und deiner gaͤdd die dich in du wirſt ummt. Di Aheräͤnaig th: b 1[Hu ſeb nit a alabſt, d . 2 ulih deltn n deines Soh den lange ich 1 V 1 ieſen deinen S 1 85 ſelbſt fü uh in den d Snt i ufs der Eviſ 8 n,» theueſter Heir . detſöhnter 2 „— nich 3 eaals in dem a dma auf das kri 6 nich m n heiligen Leti ein ſt 28 Blut t vergſt 1 Gott, und en 4. dich bin(h d— odes erlöſet er Ziihen denit deit? be jemals bern un2 n du haſt m 12 G 4 Du bifſ efür mich gelyin n. 1vill ich kebe, ſ en= und meine eit 9☛) zu kennen T dh e Beipile Räg c Vetümimn 3 1 1 9 de —— dd mich zu de hickt zu 5 Am nein temähnit ze Selikät ſen el m in deinem Ernſte verehre ich dich, dir zu vertrauen. 2 8* 25 Gebaͤt in Noth und Truͤbſal. Großer und leiliger Gott, der du die ganze Welt mit höchſter Weisheit regiereſt! ich glaub deine allge⸗ meine Vorſehung, und glaube von Herzen, daß alles, was mich und die Umſtände meines Lebens betrifft, durch deine weiſe, heilige und gütige Veranſtaltung ſo einge⸗ richtet ſei, wie es iſt, daß mir ohne deinen Willen nichts begegnen kann, und beides, mein Glück und mein Un⸗ glück, aus deiner Hand kommt. Wie oft, mein Gott, habe ich geſprochen: Dein Wille geſchehe! Und nun wird dir mein Wille ſchwer, und faſt unerträglich. Soll ich denn nun widerrufen was mein Mund ſo oft wie⸗ derholet hat? Das ſei ferne! Viel lieber will ich mich in tiefſter Demuth vor dir niederwerfen, und deine hei⸗ lige Regierung verehren. O Herr! du biſt gerecht in allen deinen Wegen! Ich bekenne vor deinem Angeſichte, daß ich alles, was ich leide, und noch weit mehr, verdienet habe. Blos Güte iſt es, wenn es nicht gar mit mir aus iſt; unverdiente Güte iſt es, wenn du mich, wegen meiner Sünden, mit zeitlichen Plagen, und nicht mit dem ewigen Verderben, heimſucheſt. Gerechter Richter! ich unterwerfe mich deinem Willen. Aber auch als meinen barmher⸗ zigen, als meinen in Chriſto Jeſu verſöhnten Vater. Ich weiß, daß deine heilige Abſichten allein auf meine wahre Glückſeligkeit abzielen. Anch meine gegenwärtige Trübſal ſoll zu meinem Beſten dienen. Sie ſoll mich die Folgen meiner Vergehungen empfinden laſſen; ſie ſoll die Liebe der Welt und ihrer Eitelkeit in meinem Herzen vermindern; ſie ſoll mich antreiben, dich, mei⸗ nen Gott, zu ſuchen, dich zu lieben, dich zu fürchten, und mein ganzes Leben zu meiner wahren Seligkeit nur nach deinem Willen einzurichten. O Herr! werden, und erfreue mich wieder zu rechter Zeit mit deiner gnädigen Hülfe. Du erhöreſt, du erretteſt alle, die dich in kindlichem Vertrauen in der Noth anrufen. Du wirſt auch mir helfen, wenn meine Stunde kommt: Dirſe will ich in Demuth und Getaſſ enheit 8 von laß dieſe geſegnete Endzwecke an mir erreicht 1 26 Gebät eines Kranken. von deiner Weisheit erwarten. Laß unterdeſſen deine Kraft in meiner Schwachheit mächtig ſeyn! Unter dei⸗ nem Schutz, mit Hülfe deiner göttlichen Liebe, kann ich alles ertragen. Ich will auch gerne alles ertragen, alles ausſtehen und erdulden, was du mir auflegeſt. Stärke du nur meine Geduld und meine Hoffnung auf deine gnädige Hülfe! Die Tage meiner Trübſal werden ein Ende haben! Ja endlich wird die Stunde erſcheinen, die ſelige Stunde, da all mein Kummer und Schmerz auf einmal verſchwinden wird, da ich aus dieſen Hüt⸗ ten des Elends in das Land der Freiheit, des Friedens und der Freude hinüber gehen werde! Dann wird meine Trübſal die zeitlich und leicht iſt, eine ewige und über alle Maaße wichtige Herrlichkeit ſchaffen. Was betrübſt du dich denn, meine Seele, und biſt ſo unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, ewig danken, daß er meines Angeſichts Hülfe und mein Gott iſt! Amen. — Gebaͤt eines Kranken. daß alles, was mir begegnet, damit ich bei allen Leitungen deiner gnädigen auf dich ſehen, und ſie mir zu deiner, als ihres Urhe⸗ bers, Ehre, zu Nutze machen möge. Du haſt mich jetzt mit einer Krankheit heimgeſucht, von der ich nicht weiß, was ſie für Folgen für mich haben kann. Ich nehme indeſſen meine einzige Zuflucht zu dir, und bitte dich um deinen väterlichen Beiſtand. Erleichtere meine Schmer⸗ zen, befreie mich, wenn es dein heiliger Wille iſt, bald wieder davonz verleihe mir aber vornehmlich die Gna⸗ de, daß ich dieſe Krankheit, wenn ſie länger anhalten ſollte, nicht nur mit Geduld und Gelaſſenheit ertragen, ſondern ſie auch zu meiner Heiligung anwenden möge. Gib, daß ich dadurch gebeſſert werde, und auf die 5 icht muntern, Sünd zerigen Vethallen richtig zu bereuen, und rechtſchaffener in keiner andem efallen, und nei dieſem Endzwech l meiner vorigen Gr Gnade, ſie al den. Soll abet gen Krankht ſer rechtſchaffener Ghr verlaſſe mit eine Vergehungen und auf meinen göt einer freudigen benen ewigen E meiner Weele i meines Schöpf ters! Erhöre, Gebäͤt eiliger, al die Men cheſt auch ver ihrer Noth am auf mir liegt, mit meinem verſage mir heit deine gnädig o Go meine Gebein vilen! Sie Clad zu He 3 G * 2 Karn. Schi Hinmels und i en,* äheſundheit und) aber n wieder ninm mich a mnen, daß alei ner une kommt, dam 31 gs. Vorſchung u u d aer als ihres Uie 1n=— Du haſt mih ſt t, Weer ich nicht u h dan kann. Ic üne = und bite dih m Ei ede meine Ehmet in ir Vile ii lut abe zWiehmlich dit bm w re länger nnaütl ſenheit enragen un lſeenheit enan il annerda m I un auf iie ſc muntern, die Sünden, Elend zu Herzen gehen! Von dir allein kann meine Hülfe Gebät bei heftiger und anhaltender Krankheit. 27 ſicht die du bei dieſer Züchtigung haſt, merke, damit ſie auch an mir erreicht werde. Iſt ſie eine Strafe für meine Sünden: ſo laß mich meine Seele kräftig er⸗ deren ich mich in meinem bis⸗ herigen Verhalten ſchuldig weiß, zu erkennen, ſie auf⸗ richtig zu bereuen, und dir künftig in wahrer Heiligkeit und rechtſchaffener Gerechtigkeit zu dienen. Laß mich in keiner andern Abſicht mein Leben lieben, als dir zu gefallen, und meine Seele zu erretten. Wenn ich zu dieſem Endzweck leben ſoll: ſo ſchenke mir den Genuß meiner vorigen Geſundheit und Stärke wieder, und die Gnade, ſie auch alsdann zu dieſem Endzweck anzuwen⸗ den. Soll aber der Tod das Ende meiner gegenwärti⸗ gen Krankheit ſeyn: ſo gib, daß ich dieſe Welt als ein rechtſchaffener Chriſt verlaſſen möge! Gib, daß ich ſie verlaſſe mit einer ungeheuchelten Bereuung aller meiner Vergehungen und Sünden, mit einem feſten Vertrauen auf meinen göttlichen Erlöſer, Jeſum Chriſtum, mit einer freudigen Erwartung der mir durch ihn erwor⸗ benen ewigen Seligkeit und mit einer willigen Ergebung meiner Weele in deine Hände, als in die treuer Hände meines Schöpfers und barmherzigen himmliſchen Va⸗ ters! Erhöre, mich, o Gott, um Chriſti willen! Amen. — 1 Gebaͤt bei heftiger und anhaltender Krankheit. Seiliger, aber auch barmherziger Gott! der du über ꝛ die Menſchen, deine Kinder, bei ihren Leiden wa⸗ cheſt auch verheißen haſt, die zu erretten, welche dich in ihrer Noth anrufen: Ich komme jetzt, da deine Hand ſchwer auf mir liegt, und deine Pfeile tief in mich gedrungen find, mit meinem Gebät vor dich, und bitte dich demüthig, verſage mir in dieſer heftigen und anhaltenden Krank⸗ heit deine Hülfe und deinen Beiſtand nicht! Sei mir gnädig o Gott! denn ich bin ſchwach: heile mich; denn meine Gebeine ſind erſchrocken: hilf mir um deiner Güte willen! Siehe an meinen Jammer, und laß dir mein kom⸗ 28 Gebät nach der Geneſung von einer Krankheit. kannſt du mir wohl helfen, meine Schmerzen lindern, und mich wieder geſund ma⸗ chen. Ich bekenne zwar, daß ich noch weniger leide, als ich verdient habe, wenn es noch nicht gar aus mit mir iſt. Ich weigere mich auch deiner Züchtigung nicht, und bin nicht ungeduldig über deine Strafe; denn ich weiß, daß du meine Beſſerung und Heiligung dabei zur Ah⸗ ſicht haſt. Indeſſen wage ich es dennoch, deine Barm⸗ herzigkeit anzuflehen, daß du nicht nach meinen Ueber⸗ kommen; wenn du willſſt, tretungen und Sünden, ſondern nach deiner großen Güte mit mir handeln, und mich nicht in deinem Zorn, ſondern mit Maaße, züchtigen wolleſt. Befreie mich, bald wieder ich jetzo ſo empfindlich Weisheit gemäß iſt, die wenn es deiner allen meinen Schmerzen, AAA von leide. Segne diejenigen Mittel, welche ich in dieſen Abſicht gebrauche. In allem aber, was du auch über mich beſchloſſen haſt, gib daß ich mich deinem heiligen und weiſen Willen, mit einer gänzlichen Ergebung in denſelben, und mit einem völligen Vertrauen, daß du, Herr, alles mit mir wohl machen werdeſt, unterwerfe. Erhalte mir den Glauben an deine alles regierende Vor⸗ ſehung, und laß auch dieſe ſchmerzhafte Krankheit da⸗ zu dienen, mich in demſelben zu ſtärken! Gib, daß ich auch in dieſer Anfechtung bewährt vor dir möge erfun⸗ den werden, damit ich die Krone des Lebens empfahe, die du verheißen haſt denen, die dich lieb haben! Ge⸗ währe mir meine demüthige Bitte; ich flehe darum um Jeſu Chriſti, meines Heilandes, willen! Amen. 4 Gebaͤt nach der Geneſung von einer in Krankheit. Gott, von unendlicher Erbarmung, der du gnädig biſt allen, die auf dich trauen! auch ich weiß es jetzt aus eigener Erfahrung, daß du mit deiner Hülfe nahe biſt denen, die dich mit Ernſt darum anrufen; denn da ich in meiner Noth zu dir rief, da erhörteſt du mich und halfeſt mir wieder von meiner Krantheit, Gobitkuch de dſh jett m ich d 3e dess denn, iß vicht, was n en vom Tod en Bermherzigkeit 8 Tohlthat ſo geri wollte, eine ſo a ſondern jeden Ta hinzuthuſt, zu a ſetze, und zu dein nun wieder geneſen an fleißig hüten, d mir nicht noch etw Erinnerung det den habe, einen machen, daß i was mich von und in Gefahr ſh in Erfüllung ſie, und mit al ſhenkeſt mir nun in Herz, das ſ bedenken, daß i blötzlich ſterben Krankheit geweſe die meinem Leb mit ich bei Zei gethan zu haben keine Verſuchur theuren Pllicht ſchuldig bin, nur das Wol Guten nach de dem Tage zu ſchickter; und ſe Todes erlo beſſere Lehen n wird! A 1 2 10h has du auch in ch deinem helg mer Frchen Exgehun dälligt ertrauen, daßn mach erdeſt, untemi n deit es regierende de ſcht Aſte Krankheit d nznſt In! Gib, doi dewah r dir möͤge erin Krot bebens emyſu Bitts d ſeehe darum u 8, 1 Anen. 1 3 eneſt z von eint b khei 1 be der du mü ua e auch it bi d0 t mit deinn d „ darum annlienſ — —— —— — —. — m f, de aini Krantleit, iu ir hi „. 6„. 4 daß ich dich jetzt mit fröhlichem Herzen dafür preiſen kann. Lobe denn, meine Seele, den Herrn, und ver⸗ 1 ☛ lieb haben! G Gebät nach der Geneſung einer Krankheit. 29 giß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der mein Le⸗ ben vom Tod errettet, und mich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit! O, daß mein Herz durch dieſe neue Wohlthat ſo gerührt würde, daß ich es nie wider wollte, eine ſo außerordentliche Güte zu mißbrauchen, ſondern jeden Tag, den du, Gott, zu meinem Leben hinzuthuſt, zu einer treuen Beobachtung deiner Ge⸗ ſetze, und zu deiner Verherrlichung anwendete: Ich bin nun wieder geneſen. Möchte ich mich doch auch von nun an fleißig hüten, daß ich nicht wieder dich ſündige, damit mir nicht noch etwas Aergeres widerfahre! Laß die öftere Erinnerung der Umſtände, in welchen ich mich befun⸗ den habe, einen ſo ſtarken Einfluß auf mein Gemüth machen, daß ich alles dasjenige ſorgfältig vermeide, was mich von neuem auf das Krankenbette werfen, und in Gefahr des Todes bringen könnte. Gib, daß ich in Erfüllung aller meiner Pflichten emſig und treu ſei, und mit allem Ernſt für meine Seele ſorge. Du ſchenkeſt mir nun Zeit zur Beſſerung; gib mir denn auch ein Herz, das ſich zu beſſern bemühet ſei. Lehre mich bedenken, daß ich nicht nur ſterben muß, ſondern auch plötzlich ſterben kann, und daß, wenn es nicht dieſe Krankheit geweſen, es vielleicht eine andere ſeyn wird, die meinem Leben hier auf Erden ein Ende macht, da⸗ mit ich bei Zeiten das thue, was ich ſterbend wünſche gethan zu haben. Laß keine Sünde über mich herrſchen, keine Verſuchung mich überwinden, oder mich auf die Erlöſer theuren Pflichten, die ich dir und meinem ſchuldig bin, unachtſam machen. Wirke in mir nicht nur das Wollen, ſondern auch das Vollbringen des Guten nach deinem Wohlgefallen. Mache mich mit je⸗ dem Tage zu deinem ewigen himmliſchen Reiche ge⸗ ſchickter; und wann du mich endlich von dem Leibe die⸗ ſes Todes erlöſen wirſt, ſo führe meine Seele in das beſſere Leben ein, wo kein Schmerz und kein Tod mehr ſeyn wird! Amen. Gebaͤt 30 Gebaͤt eines Sterbenden. mich 0& in der tiefſten Demuth bitte dich innbrünſtig, du wolleſt mich auch bei meinem Uebergange in die 3 men. Wende dich, o Vater, keit zu mir! Siehe an meinen Jammer und Noth, und vergib mir alle meine Sünden! Erleichtere mir mein Leiden, und verkürze mir die Schmerzen des To⸗ des! Erhalte mich bei dem wahren beſtändigen trauen auf das blutige Verdienſt deines lieben Sohnes, meines göttlichen Mittlers, Jeſu Chriſti! Laß deinen freudigen Geiſt, den rechten Tröſter, in meinem Herzen bleiben, daß er alle Furcht, Bekümmerniß, Ungeduld, Seelenangſt und Anfechtung von mir treibe, und mir das Zeugniß gebe, daß ich um Chriſti willen in deiner Gnade ſtehe, und vor nichts erſchrecken dürfte! Laß mich mein Leben ſelig beſchließen! In deine Hände befehle ich meinen Geiſt; du haſt ihn erlöſet, Herr, du treuer Gott! Ach, Herr Jeſu! auf dich gründet ſich mein gan⸗ zes Vertrauen. Du wirſt mich auch in meiner Todes⸗ ſtunde nicht verlaſſen. In dir allein habe ich die Ge⸗ rechtigkeit gefunden, die vor Gott gilt. Durch dein Blut bin ich rein von allen Sünden, und völlig gewiß, daß auch der Tod mich nicht von dir ſcheiden wird. Hilf mir durch deine Gnade, wenn meine ſchwache Natur davor erzittern will, und gib mir Luſt abzuſcheiden, und bei dir in der Seligkeit ſein, die du mir ſo theuer erworben haſt. Ach, Gott, heiliger Geiſt! verlaß mich nicht in dieſer letzten Noth! Hilf meiner Schwach⸗ heit auf, und vertritt mich mit unausſprechlichem Seuf⸗ zen. Verkläre meinen Heiland in meiner Seele, und bringe mich vom Glauben zum Schauen. Dreieiniger Gott! dir befehle ich mich mit Leib und Seele, die du erſchaffen, die du erlöſet, die du geheiligt haſt, und die erwecke und verkläre Gebät der Umſte 1 rieden fah en Leben, wie d Chriſti willen! Ame ——— Gebaͤt de Marmhaticger 6 & Lebnn in dei dich in der Roth und Gnahe. Darz muth vor dein ſe kranke Perſ d Noth, auß d' die und mand hat, der Namen Feſu C theure Verheißur und barmherzig! Heilige und ſte Geiſtes! Laß ſt den; ſondern laf ges Ende gewit Schwachheit mä 9.— U 1(Sch 24 nd Schwerzen! ihr du ſtarker erquicke ſie mit lgkeit; Göttlic un deiner ewia und Sterbens; ſeebende Perſon kräͤftige Virkun ihr Herz nad giche nun auch wies Leihes zu Ende in den 5 aus der Unruhe 1 us für deine thaten die du — erze oleſt— iget haß 1 auch bei mei iner Bunnza 1 Ier und meine R cteitin w chmwerzen des d n u eäändin 1 dienſ Les lieben Sth Jeſt riſti! Laß die Triſ ein meinem Han „Ir irmiz, Ungeda den f r treibe, and a um Aü villen in di eiſch e dürte! Laß ni e Hände beſt —n ede] Herr, du trut dich ahet ſich mein gu ich on meiner Tode ir 4 Ssehabe ich die G G git. Durch di ünt and böllig geni von heiden wird. gf 1 1 2 ib ſ= Luſt albzuſtän, ſin du mir ſo Kl Ar Geiſt dal t meiter Etuut rit* pſprechlicen u⸗ dt äiner Seele, In 2,, deu Dind Skele, de l theiligt haß, = uen. Orüime Gebät der Umſtehenden für einen Sterbenden. 31 die alſo dir allein zugehören, demüthig und glaubig. Herr, laß mich, deinen Diener(deine Dienerin) im Frieden fahren; nimm meinen Geiſt in deine Hände, und erwecke und verkläre dereinſt auch meinen Leib zum ewi⸗ gen Leben, wie du verheißen haſt. Erhöre mich um Chriſti willen! Amen. Gebaͤt der Umſtehenden fuͤr einen Sterbenden. SMarmherziger Gott und Vater, der du den Tod und das Leben in deinen Händen haſt! du willſt, daß wir dich in der Noth anrufen, und verheißeſt uns Erhörung und Gnade. Darum treten wir auch jetzt in tiefſter De⸗ muth vor dein heiliges Angeſicht, und bitten dich für dieſe kranke Perſon, die in ihrer äußerſten Schwachheit und Noth, außer dir, ihrem mächtigen Schöpfer nie⸗ mand hat, der ihr helfen kann; wir bitten dich in dem Namen Jeſu Chriſti, in wahrem Glauben auf ſeine theure Verheißung: Sei ihr um Chriſti willen gnädig und barmherzig! Vergib ihr alle begangene Sünden! Heilige und ſtärke ſie mit der Kraft deines heiligen Geiſtes! Laß ſie nicht über ihr Vermögen verſucht wer⸗ den; ſondern laß auch dieſe ihre letzten Leiden ein gnädi⸗ ges Ende gewinnen! Sei durch deine Kraft in ihrer Schwachheit mächtig! Lindere und verkürze ihre Angſt und Schmerzen! Tröſte ſie, du kräftiger Tröſter! Hilf ihr du ſtarker Nothhelfer! Beruhige ihre Seele, und erquicke ſie mit der gewißen Hoffnung der ewigen Se⸗ ligkeit; Göttlicher Erlöſer, Herr Jeſu! wir bitten dich um deiner ewigen Liebe und um deines bittern Leidens und Sterbens willen: erbarme dich auch jetzt über dieſe ſterbende Perſon! Wie du ſie in ihrem Leben durch die kräftige Wirkung deines Geiſtes zu dir gezogen, und ihr Herz nach dir und deinem Heil gelenket haſt; ſo ziehe nun auch ihre Seele aus der einfallenden Hütte ihres Leibes zu dir, daß ſie bald mit Freuden von der Erde in den Himmel, von der Sünde zur Gerechtigkeit, aus der Unruhe zur Ruhe, aus der Finſterniß ingdas Licht, ———— — ————— 2— ———ʒõ —ͤJ — 32 Gebät der Umſtehenden für einen Sterbenden. Licht, aus allem Jammer in die Herrlichkeit, ja aus dem Vode in das Leben komme. Wenn ihre Augen finſter worden ſind: ſo erhalte in ihrem Herzen das Licht des ſeligmachenden Glaubens, damit ihre Seele dich an⸗ ſchauen, und in dir ſich erfreuen möge. Ohren verſchloſſen ſind, daß ſie nichts mehr hören, ſo erquicke und tröſte ſie durch das innerliche Zuſprechen des heiligen Geiſtes. Wenn ihr Mund nicht mehr reden kann, ſo ſei, Herr Jeſu! ihr Fürſprecher bei deinem und ihrem Vater, und laß auch deinen Geiſt in ihr mit unausſprechlichen Seufzern für ſie bitten. Nimm treuer Heiland, nimm ihren Geiſt, wenn er ſich mu voom Leibe ſcheidet, zu dir auf, und laß ihn bei dit einer ewigen und vollkommenen Ruhe genießen. Erhüt uns, o Herr, und erfülle unſere demüthige Bitte, um deiner allerhöchſten Liebe willen! Amen. Wenn ihre 7 4 Ja, Herr. Daher, daß ic Herrn Jeſu Ehriſi, glaube. Welches Die in den S Apoſtel verfaſſet und Wie diel He Fünf. Die zehn Gebote Die Artikel des d Das Gebet des H. Das Sakranent de Das Abendmahl d Leibes und Blutes: M Wd ehe Daß A erkende wir mit unſerm! ſer Herr Gott ſey ſöhnt und vereinig Das Von den V ah lin der He den Götter haben d ſollen Got und ihm allein ver 4 — Biſt du ein Chriſt? 1 Ja, Herr. 34 nen Geiſt in 9 Woher weißt du das? — 1 bitten. No Daher, daß ich getauft bin auf den Namen unſers n. wenn er ſchy Herrn Jeſu Chriſti, und die chriſtliche Lehre weiß unb auf e laß ihn di glaube. mnen 1 genießen. 6. Welches iſt denn die chr iſtliche Lehre? unſer e Sühig Jite, Die in den Schriften Moſis, der Propheten und len! ſ. 8 Apoſtel verfaſſet und begriffen iſt. Wie viel Hauptſtuͤcke hat die chriſttiche Lehre FSFünf. Das erſte? Die zehn Gebote Gottes. — Das andere? Die Artikel des chriſtlichen Glaubens. Das dritte? Das Gebet des Herrn. b Das vierte? — Das Sakrament der hei lüihen Taufe. Das fuͤnfte Das Abendmahl des Her ern, oder das Sakrament des Leibes und Blutes unſers Herrn Jeſu Chriſti. Wozu dienen uns dieſe alleſammt insgemein? Daß wir erkennen: erſtlich, wer wir ſeyen, und wie wir mit unſerm Herr Gott ſtehen. Darnach, wer un⸗ ſer Herr Gott ſey, und wie wir mit ihm mögen ver⸗ ſöhnt und vereinigt werden. — V Das erſte Hauptſtü ck. Von nen zehn Geboten Gottes. Wie lautet das erſte Gebot? Ich bin der Herr, dein Gott. Du ſollſt nicht an⸗ dere Götter haben neben mir! Was iſt das? Wir ſollen Gott über alle Dinde fürchten, leeben, und ihm allein vertrauen. 1 42— 72 Das erſte Hauptſtück. 4 b Das andere Gebot? Du ſollſt den Ramen Gottes, deines Herrn, nicht unnütlich führen! 8 8 ch hr Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei ſeinem Namen nicht fluchen, ſchwören, zaͤubern, lügen oder trügen; ſondern denſel bigen in allen Nöthen an⸗ rufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot? Du ſollſt den Feyertag heiligen! Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, Predigt und ſein Wort nicht verachten; bige heilig halten, gerne hören und lernen. Deßs vierte Gebot? Du ſollſt deinen Valer und deine Mutter ehren, daß dirs wohlgehe, und du lange lebeſt auf Erden! Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, daß wir un⸗ ſere Aeltern und Herren nicht verachten, noch erzürnen ſondern ſie in Ehren halten, ihnen dienen, e ſie lieb und werth haben. Oas fuͤnfte Du ſollſt nicht tö ten! Wir ſollen Gott f daß wir die ſondern daſſel⸗ ISAAE Gebot? irchten daß wir unſerm Nächſten an ſeinem Le be kein Sch⸗ aden noch 8* id thun; ſondern ihm helfen und fördern in ad len Leibesnöthen. Das afſ⸗ Gevot? Du ſollſt nicht ehebrechen! De s iſt das- Wir ſollen Gott fürchten und ſirbené, und züchtig leben in Worten und jeglicher ſein Gemahl liebe und ehre Das fern 8 nte Du ſollſt nicht ſtehlen Wir ſollen Gott ſarchten daß wir keuſch Werken, und ein ⸗ Gebot 1 und lieben, daß wir un⸗ ſerm Nächſten ſein Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit ſalſcher Waare oder Handel an uns bringen; ſon⸗ dern ihm ſein Gut und behüten. Nahrung helfen beſſern und Dasßs achte Gebot? Du ſollſt kein falſch Zeugniß reden wider deinen Nächſten! ſern auf Das ir ſollen Gott Nächſen nicht ceteden, oder böſer iyn entſchü uldigen, Beßten kehren. du ſolſt nicht be Wir ſollen Gott ſern Nächſten ni Hauſe ſtehen, n an uns ben förderlich und dienſt d ſollſt nicht echt, Magd, Vi Wir ſollen Got brm Nächſten nie abſpannen, abdrir dern bei denſelbig thun, was ſie ſchu Was ſagt! Er ſagt alſo: ſtarker eifriger G die Sünde der V ins dritte und vie ben, und weine( tauſende Glied. Gott drohet zu ten: darum ſollen und nicht wider aber Gnade und halten; darum ſe vettrauen, und ger Wezu du zweierlei:( offebaren Gottes verunſacht werden, wider Gottes Zorn Harn und Heiland 1 un=. b ſch mn, daß wir aubern, i ken. te Ge b 8 an,. daß wi 3 ſondern af un men. 1 ede Geto aäutter ehren, ( auf Erden, und n, daß wi Gt vetien, noch erzin 1 jenen, gehonn und h= daß wir unen Odoch Leid tu leibesnöthen. ’ 8ʃ 1 N AAr 1 69 8t, daß ri w Gg. nhrufan lfen beſſenn un G/becc„ V geden—t deinen kich ues herm, 1 eee un gäe tauſende Glied. und, daß wir ih zerken, u7 b halten; + nehmen, 1 wwider Gottes Zorn und den t Das erſte Hauptſtück. . 4. Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, ſern Nächſten nicht fälſchlich belügen, terreden, oder böſen Leumuth machen; ſondern ſollen ihn entſchuldigen, Gutes von ihm reden, und alles zum Beßten kehren. Das neunte Gebot? 4 Du ſollſt nicht begehren deines Nächſten Haus Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, ſern Nächſten nicht mit Liſt nach ſeinem Erbe oder Hauſe ſtehen, noch mit einem Schein des Rechtens an uns bringen; ſondern ihm, förderlich und dienſtlich ſeyn. Das zehnte Gebot? Du ſollſt nicht begehren deines Nächſten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was ſein iſt! Was iſt das? Wir ſollen Gott fürchten und lieben, 8 ſerm Nächſten nicht ſein Weib, Geſinde oder Vieh abſpannen, abdringen, oder abwendig machen; ſon⸗ dern bei denſelbigen anhalten, daß ſie bleiben und thun, was ſie ſchuldig ſind. Was ſagt nun Gott von dieſen Geboten allen? Er ſagt alſo: Ich, der Herr, dein Gott, ſtarker eifriger Gott, der über die, ſo mich haſſen, die Sünde der Väter heimſuchet an den Kindern ben, und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins Waz iſt das? Gott drohet zu ſtrafen alle, die dieſe ten: und nicht wider ſolche Gebote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute denen, die ſolche Gebote darum ſollen wir ihn auch lieben und ihm vertrauen, und gerne thun nach ſeinen Geboten. Gebote übertre⸗ Wozu ſind uns die zehn Gebot nu⸗ Zu zweierlei: Erſtlich zeigen ſie die Sünde an, und offenbare verurſacht werden, Vergebung der Sünden und Troſt ewigen Tod, bei unſerm Herrn und Heiland Jeſu Chriſto zu ſuchen.. daß wir un⸗ daß wir un⸗ daſſelbe zu behalten, daß wir un⸗ bin ein bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, ſo mich lie⸗ darum ſollen wir uns fürchten vor ſeinem Zorn n Gottes Zern über die Sünde, dadurch wir 5 5 3 8 4 5 Das erſte Hauptſtuͤck. Zum andern lehren ſie, welches die guten Werke ſeyen, ſo die Glaubigen und Neugebornen zu thun ſchuldig ſind, ihren Gehorſam und Dankbarkeit gegen den gnä⸗ digen Vater im Himmel damit zu beweiſen. Koͤnnen wir denn auch mit unſern guten Werken Gottes Gebot und Geſetz erfüllen? Ach nein, denn unſere guten Werke ſind nicht vol⸗ kommen gut, dieweil wir arme Sünder ſind, und wenn wir ſchon wollen Gutes thun, ſo liegt uns doch Röm am 7. als ob wir hätten. Und um deſſelbigen wil gefallen Gott auch unſere guten Werke, die wir dure Gottes Gnade im Glauben thun, ihm zu ſeinem Lob und Ehren, und unſern Nächſten zum Dienſt, ob⸗ ſchon Mangel an denſelbigen iſt. Das andere Hauptſtück. Von den Alrtikeln des chriſtlichen Glaubens. Welches ſind die Artikel des chriſtlichen Glaubens? Dieß ſind ſie: Der erſte, von der Schöpfung, der andere, von der Erlöſung, der dritte, von der Heiligung. Wie lautet der erſte Artikel? Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott, den Vater, allmächtigen Schöp⸗ fer Himmels und der Erde. Was iſt das? Ich glaube, daß mich Gott erſchaffen hat, ſammt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle 6— Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat, und noch erhält, dazu Kleider und Schuh, Eſſen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Aecker, Vieh und alle Güter, mit aller Nothdurft und Nahrung des Leibes und Lebens, reich⸗ lich und täglich verſorget, wider alle Gefährlichkeit be⸗ ſchützet und beſchirmet, und vor allem Uebel behütet und bewahret, und das alles aus lauter väterlicher göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienſt und Das üidigkeit, das dl 3 4 d dafüt; äuldi bin. Oasi ſchuldig b di sch glaube an Sohn, unſern He Geiſt, geboren d unter Pontio Nic graben, nicdergefe wieder auferſtanden Himmel, ſitzend gen Vaters, von die Lebendigen und Ich glaube, d vom Vater in E ger Menſch von d Herr, der mich ar ſchen erlöſet hat, Sünden, vom T nicht mit Gold d gen theuren Blut und Sterben, au nem Riiche unter Gerechtigkeit, Un auferſtanden von Ewigkeit Das iſ „Ich zlaube an ſche Kurthe, die ar Sünden, A. henſ= d elches d den eſes erſa uten C arme aes thu und de 8 üut: f und der hat ht, 14 und 1 guten T 1 thun, Nächſter Niſ. — 2Haet 5 chriſt des chriß 2, bon er dritt teſte Schöͤpfh. †9 4 Daler 4. 1 eele, 1 6 un9- en 1en 1 un dn G — ui Gottes A ſin nicht u — der ſind, w liegt und 4 ote Gottes Ne 1= Sohn, dn ᷣns dem 66 — wir ſelbſ ſſelbigen wl 12 die wir m ₰ zu ſeinem! zn Dienſt, Eick —n Glauben 8 Hlaubens? * Schipfung, d 5 der Hel u S Lrictige 4 t, ſammtun 1S Lebens, „ Gefährlichet 4 lebel lbehünt en hat, und 1 * Trinken, he dal alle Güt 1. tterlicher güttte in Veninſ berufet, Das andere Hauptſtück. 3 Würdigkeit, das alles ich ihm zu danken und zu lo⸗ ben, und dafür zu dienen, und gehorſam zu ſeyn, ſchuldig bin. Das iſt gewißlich wahr. Wie lautet der andere Artikel? Von der Erlöſung. Ich glaube an Jeſum Chriſtum, ſeinen eingebornen Sohn, unſern Herrn, der empfangen iſt vom heiligen Geiſt, geboren von Maria, der Jungfrau gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, geſtorben und be⸗ graben, niedergefahren zur Höllen, am dritten Tage wieder auferſtanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, ſitzend zur Rechten Gottes, des allmächti⸗ gen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Was iſt das? Ich glaube, daß Jeſus Chriſtus wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhafti⸗ ger Menſch von der Jungfrau Maria geboren, ſey mein Herr, der mich armen, verlornen und verdammten Men⸗ ſchen erlöſet hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod, und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, ſondern mit ſeinem heili⸗ gen theuren Blut, und mit ſeinem unſchuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich fein eigen ſey, und in ſei⸗ nem Reiche unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unſchuld und Seligkeit; gleichwie er iſt auferſtanden von dem Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das iſt gewißl ich wahr. Wie lautet der dritte Art Von der Heiligung. Ich glaube an den heili gen Geiſt, eine heilige⸗ Griſt⸗ liche Kirche, die Gemeinſchaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferſtehung und ewiges Leben. Amen. Was iſt das? daß ich nicht aus eigner Vernunft noch ikel? Ich glaube, Kraft an Jeſum Chriſtum, meinen Herrn, glauben, oder zu ihm kommen kann, ſondern der heili ige Geiſt hat mich durch ben erleuchtet, halten, das Evangelium berufen, mit ſeinen Ga⸗ im techten Glauben geheiliget und er⸗ gleichwie er die ganze Chriſtenheit auf Erden ſammlet, erleuchtet,„Helliher und bei Teſu 4 8 Das andere Hauprſtück. Chriſto eerhält, im rechten einigen Glauben, in wel⸗ cher Chriſtenheit er mir und allen Glaubigen 8 lich alle Sünden reichlich vergibt, und am jüngſten Tage mich und alle Todten auferwecken wird, und mir ſammt allen Glaubigen in Chriſto Jeſu ein ewiges Leben geben wird. Das iſt gewißzich wahr. ri 5 enen uns die A Lrtikel des Verkugen Glaubens!? Daß unſern Gott daraus etkennen lernen, wer ar ſey in ſe nem Weſen, und was ſein gnädiger Wille gegen uns ſey. Wer iſt nun Gott in ſeinem Weſen? Er iſt Gott, der Vater, Sohn, und heilige Geiſt, drei unterſchiedliche Perſonen, in einem einigen, ewie⸗ gen, unzertrennlichen Weſen. Sind denn drei Goͤtter? Nein: es iſt nur ein einiger Gott, welcher ſich in dreien unterſchiedlich en Perſonen geoffenbaret hat. Was iſt der gnaͤdige Wille Gottes? Daß er uns will unſere Sünre vergeben, und mit⸗ theil en das ewige, ſelige Lebe Wozu nuͤzt uns die Erker nnt it na des goͤttlichen Weſens 867 und Willens? Daß wir daraus einen rechten Glauben überkom⸗ Weite und durch den Glauben ſelig werden. Welcher unter den dreien Perſonen iſf Menſch geworden? Die andere Perſon, als nämlich der ewige Sohn Gottes. 4 Wer iſt nun Chr iſtus unſer Erloͤſer in ſeiner Perſon? Er iſt wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren und auch aoghs haftiger Menſch von der Jung⸗ frau Maria geboren, mein Herr. Oder karzer? Er iſt wahrhaftige zer Gett und Menſch, oder: Gottes e Wieien Sohn. 19i* 4 W ithes ſ d den in die goßt n. Woh kthat ten dieſes deines Frloͤſers Jeſu Chriſti? Er hat Wichr⸗ amen, verlornen, und verdammten Menſchen exlöſe erworben und gewonnen, von allen Sünszn, vom ade und von der Gewalt des Teufels 6. Warum hat er dich er lͤſet? 8— Auf daß ich ſein eigen ſey, und in ſeinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in twiger Gerechtig Ii, Un ſchuld und Selgreit Das „ dat Kir 9 4 lhier Ja, mtin lieber Menſch, ein Herr b ung bei mit und al n und König, 4 alſo ſchützet und ſa endlich in ſein herr nehmen. Geurk Podurch wit Durch kein andere heiligſten Gehorſam Chriſti und durch ben, daß halr ich ſehet all meines He Woher kommt d Es iſt eine Gal und gibt mir ſie, gelium und die heil Das Vom C Wie Vater u unſer, der Gott will uns len, er ſey u Kinder; auf daß ün bitten uüln, Vater. daüi werde wit aue) m die eiliget werde. Wi das Vat tzen vir auc he dher. Daß dii ber anders lehret 11 a — Nall 3 atet in Enil anh von der 2) en Glaitene t annen lernen, i gniͤdiger d amnfn? und heilige ge em iinigen 1 4—* 1 —, welczer ſh e bant hat. es) geben, und n clichen Weſens tch hlauben iin en ſelt dden.. iner herſen? 7 G—₰ 1 biſs ri, 1 81— und. aan Wne Glaubeſt du auch, daß Chriſtus, dein Heyr. bei ſeiner lieben Kirche allhier auf Erden und auch bei dir ſei? „Ja, mein lieber Herr Chriſtus, wahrer Gott und Menſch, ein Herr über Alles, iſt nach ſeiner Verhei⸗ ßung bei mir und allen ſeinen Glaubigen, der iſt mein Herr und König, welcher, wie er mich erlöſet hat, alſo ſchützet und ſchirmet er mich auch, und will mich endlich in ſein herrliches Reich nach dieſem Leben auf⸗ nehmen. Wodurch wirſt du vor Gott. gentcht und ſelig? Durch kein anderes Werk, als durch den ganzen aller⸗ heiligſten Gehorſam meines Herrn und Erl öſers Jeſu Chriſti und durch ſein allerbitterſtes Leiden und Ster- ben, das halt' ich mit feſtem Glauben, und darauf ſtehet all meines Herzens Vertrauen und Zuverſicht. Woher kommt die Bekehrung zu Gott und der Glauße an Jeſum Chriſtum? Es iſ eine Gabe des heiligen Geiſtes, der wirket und gibt mir ſie, durch ſein heiliges Wort und Evan⸗ — Das d dritte Hauptſtück. Vom Gebet des Herrn. Wie lautet das Gebet des Herrn? Vater unſer, der du biſt im Himmel. Was iſt das? Gott will uns damit locken, daß wir glauben ſol⸗ len, er ſey unſer rechter Vater, und wir ſeine rechten Kinder; auf daß wir getroſt und mit aller Zuverſicht ihn bitten ſollen, wie die lieben Kinder ihren liehen. gelium und die heiligen Sacramente. Die erſte Bitte! Geheil iget werde dein Name! Was iſt das? Gottes Name iſt zwar an ihm ſelbſt heilig, aber wir bitten in dieſem Gebet, daß er auch bei uns ge⸗ heliget werde. Wie geſchiehet das?. Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird und wir auch heilig als die Kinder Gottes, darnach 3 lehen. Das hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und Pbet. denn das Wort Gottes ——õ ——— I 8 Das dritte Hauptſtück. lehret, der entheiliget unter uns den Namen Goties; dafür behüte uns lieber himmliſcher Vater. Die andere Bitte? Dein Reich komme! Was iſt das? Gottes Reich kommt wohl ohn' unſer Gebet von ihm ſelbſt; aber wir bitten in dieſem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geſchiehet das? Wenn der himmliſche Vater uns ſeinen heiligen Geiſt gibt, daß wir ſeinem heiligen Wort durch ſeine Gna⸗ de glauben, und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. . Die dritte Bitte? Dein Wille geſchehe, wie im Himmel, alſo auch auf Erden! 1 Was iſt dass. Gottes guter gnädiger Wille geſchiehet wohl ohn un⸗ ſer Gebet; aber wir bitten in dieſem Gebet, daß er auch bei uns geſchehe. Wie geſchiehet das? Wenn Gott allen böſen Rath und Willen bricht, und ar hindert, ſo uns den Namen Gottes nicht heiligen, und ſein Reich nicht kommen laſſen wollen, als da iſt des Teufels, der Welt und unſers Fleiſches Wille; ſondern ſtärket und behält uns feſt in ſeinem Wort und Glauben bis an unſer Ende. Das iſt ſein gnädiger und guter Wille. Die vierte Bitte? Unſer täglich Brod gib uns heute! — Was iſt das? Gott gibt das tägliche Brod auch wohl ohn' unſere Bitten, allen böſen Menſchen; aber wir bitten in dieſem Gebet, daß er uns ſolches erkennen laſſe und wir mit Dankſagung empfahen unſer täglich Brod. Was heißt denn taͤglich Brod? Alles, was zur Leibesnahrung und Nothdurft gehöret, als Eſſen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kin⸗ der, fromm Geſinde, fromme und getreue Oberherrn, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Geſundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn, und deßgleichen, . Die fuͤnfte Bitte Und vergib uns unſere Schuld, als zuch wir vergeben unſern Schuldigern! Das „ litten in di ir bitten in 6. anſehen woll verdienen. So vergeben und verfündigen. Und fähte uns Gott verſucht ſem Zebät, daß auf daß und der Fleiſch nicht betri zweiflung und an wir damit ange gewinnen und de Sondern erlöſ Wir bitten in daß uns der T bes und der Se wenn unſer Sti⸗ und mit Gnaden in den Himmel Daß ich ſoll ter im Himme hat uns gebote uns wolle erhö es ſoll alſo geſ Vo Daß wir er Ge man n a und es ſen und ren heiligen 1 u ſeine G 1 zeitlich um Dimg ſt auchaufEin ² JE ket wohl ohnen Inn e Gebet, daß 4 u ällen bricht, n Gott ht heiligen, u eſſen H◻ᷓ, als da iſ d ſers Wile; ſmd a ſeinz: port und Glabe 1 iſt ſeiz ddger und gan b 3 ted u u unir cht d bitten in din er Maße und win 4 tung sna, 73 tä 1R△X' 4g d— aus, e, 5 4 1 um— i. Rn 3 „ 5 5 n, Sjllih 5 R1s3 wi hs b Das deitte Hauptſtück. Was iſt das?2 Wir bitten in dieſem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht anſehen wolle unſere Sünde, und um derſelben willen ſolche Bitte nicht verſagen; denn wir ſind der keines werth, daß wir bitten, habend auch nicht ver⸗ dienet; ſondern er wolle uns alles aus Gnade geben, denn wir täglich viel ſündigen, und wohl eitel Strafe 4 8* verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohlthun denen, die fich an uns verſündigen. Die ſechſte Bitte? Und führe uns nicht in Verſuchung! Was iſt das? Gott verſucht zwar niemand, aber wir bitten in die⸗ ſem Gebät, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt, und unſer eigen Fleiſch nicht betrüge, noch verführe in Mißglauben, Ver⸗ zweiflung und andere große Schand und Laſter, und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. Die ſiebente Bitte? Sondern erlöſe uns von dem Uebel. Was iſt das? Wir bitten in dieſem Gebet, als in einer Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Uebel Lei⸗ „und zuletzt, bes und der Seele, Gutes und Ehre erlöſe wenn unſer Stündlein kommt, ein ſeliges Ende beſchere, und mit Gnaden von dieſem Jammerthale zu f ſich nehme, in den Himmel. Amen. Was heißt Amen? Daß ich ſoll gewiß ſeyn, ſolche Bitten ſeyen dem Va⸗ denn er ſelbſt ter im Himmel angenehm und erhöret, hat uns geboten alſo zu beten, und verheißen, daß er uns wolle erhören. es ſoll alſo geſchehen. Wozu dienet uns das Gebet des Herer7 Daß wir erkennen alles, was zur Aufenthaltung die⸗ zzeitlichen, und Erlangung des ewigen Lebens gehöret, Ge man nirgends anders woher haben, denn von 1 und es derohalben von ihm mit glaubigem Her. 3ai ten und erlangen. ——— u————— Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, ————— ——— — — 4⁰ b Das vierte Hauptſtück. Das vierte Hauptſtück. Vom Satkrament der heiligen Taufe. Was ſind die heiligen Sakramente? Es ſind gött liche Handlungen, darinnen uns Gott mit ſichtbaren Zeichen(oder in ſeinem Wort verfaßten Ele⸗ menten,) die unſichtbaren, verheißenen Gnadengüter ver⸗ ſiegelt und übergibt. Wozu ſind die Sakrawente e eingeſetzt? Zur Beſtätigung unſers Glaubens an die göttliche Berheizung. Wie viel ſind Sakramente im neuen Teſtamente? Zwei: Die Taufe; und das Abendmahl des Herrn. Zum erſten: Was iſt die Taufe? Die Taufe iſt eine e göttliche Handlung, in welcher uns Gott durchs Waſſerbad und Wort unſere Sünde gnädig⸗ lich um Jeſu Chriſti Willen vergibt, nimmt uns an zu ſeinen Kindern, und macht uns zu Erben aller ſeiner himmliſchen Güter. Oder: Die Taufe iſt nicht allein ſchlecht Waſſer, ſondern ſie iſt das Waſſer in Gottes Gebot gefaſſet, und mit Gottes Wort verbunden. Welches iſt denn ſolch Wort Gottes? Da unſer Herr Chriſtus ſpricht, Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, und lehret alle Völker und tau⸗ ſet ſie im Namen Gottes, des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geiſtes. Zum andern: Was gibt oder nutzt die Taufe? Sie wirket Vergebung der Sünden, erlöſet vom Tod und Teufel, und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißungen Gottes lauten. Welches ſind denn ſolche Worte urd Verheißungen Gottes? Da unſer Herr Chriſtus ſpricht, Marci Wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. M Zum dritten: . Wie Pann Waſſer ſolche große Dinge dhun 7 Wane thuts freilich nicht, ſondern das Wort Gotte⸗ ſo. mit und bei dem Waſſer itt und der Glaube, ſo 2 chem Wort Gottes im Waſſer trauet. Denn ohne 3 810 4 am letzten: Das fes Wort iſt B aber mit dem znn uf daß wir durch Fe des ewizen gewißlich waht.“ Was be (s bideutet, d Reu' und Buße ſ len Sünden und aus kowmen und Gerechtigkeit und Sanct Paulus Wir ſind ſamm den Tod, daß, auferwecket durch len wir auch in Daß wir dan ſeien Kindern Dingen als ein Mrum ſorich Taufe wirket Teufel und F Der Herr C ſeinem dei den u ha er erz uns à uns geſ Da Vom Aber I 8 eenan 8 Hingl Wente, 88 n die gi lit in re en⸗ 5 d er ldes Hern. ſen: Taufe Dang viin welcher u er ₰ Sünde gnädg antt, amt Uns a en aler 8 8 iſt nicht alin xſ er in Gotte —unden. Vert? ehret Zölker und tau . den äſet vom 4 1 26 alln, deßz b . 1 E 16 d,len eisu?„ Gottes lalln. — 8 aagen Gotte t. Ta am, län 8 8. 8d ſ 91 mn Shä am letzttne Vatert t des Sohnes, tes Wort iſt das Waſſer ſchlecht Waſſer, und keine Taufe, aber mit dem Wort Gottes iſt es eine Taufe, das iſt, ein gnadenreich Waſſer des Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geiſt, wie Sauct Paulus ſagt zum Tito am dritten Kapitel: Danc das Bad der W Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geiſtes, welchen er ausgegoſſen hat über uns reichlich durch Jeſum Chriſtum, unſern Heiland, auf daß wir durch deſſelbigen Gnade gerecht und Erhen ſeyen des gewißlich wahr.“ Zum vierten: Was bedeutet denn ſolch Waſſertaufen? Es bedeutet, Reu' und Buße ſoll erſäuft werden, len Sünden und böſen Lüſten, und wiederum täglich her⸗ aus kommen und auferſtehen ein neuer Menſch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo ſtehet das geſchrieben? Sanct Paulus zu den Römern am ſechſten richt: Wir ſind ſammt Chriſto durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichwie Chriſtus iſt von den Todten auferwecket durch die Herrlichkeit des Vaters, len wir auch in einem neuen Leben wandeln. Wozu nutzet uns die Taufe? Daß wir damit verſichert werden, Gott habe uns zu ſeinen Kindern angenommen, und wolle ſich in aller Dingen als ein gnädiger Vater gegen uns erzeigen. Farum ſprichſt du in der Auslegung des Karechismi: die Jaufe wirket Vergebung der Suͤnden, erloͤſet vom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit, ſo doch allein der Herr Chriſtus ſolches gethan hat? Na Der Herr Chriſtus hat uns dieſes alles erworben in ſeinem Leiden und Sterben, aber mit der heäligen Taufe het ers uns geſchenket und zugeeignet. Das fünfte Hauptſtück. Vem Abendmahl des Herrn, oder vom Sakrament des Llltars. 4 2 Was iſt das Nbendmahl des Herrn? 4 Agendmahl des Herrn iſt 8 Handlung, da der O as vierte Haup ptſtück. 12 ewigen Lebe ns, nach der Hoffnung. Das iſt daß der alte Adam in uns durch tägliche und ſterben mit all alſo ſol⸗ ein Sahhament oder 8 err Chriſtus ſ Aiſ gegent 12 Das vierte Hauptſtück. wärtig iſt, und übergibt uns mit Brod und Wein ſei⸗ nen wahren Leib und Blut, zur gewiſſen Verſicherung, daß wir Vergebung der Sünden haben, und mit ihm in Ewigkeit leben ſollen. Was iſt das Sakrament des Altars? Es iſt der wahre Leib und Blut unſers Herrn Jeſn Chriſti, unter dem Brod und Wein, uns Chriſten zu eſſen und zu trinken, von Chriſto ſelbſt eingeſetzt. Wo ſtehet das geſchrieben? So ſchreiben die heiligen Evangeliſten und Apoſtel, Matthäus, Markus, Lukas und Sankt Paulus: „Unſer Herr Feſus Chriſtus, in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete, und brachs, und gabs ſeinen Jüngern, und ſprach„Nehmet hin und eſſet, das iſt mein Leib, der für euch gegeben wird; ſolches thut zu meinem Gedächtniß. 4 Deſſelbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankete, und gab ihnen den, und 8 ſp Arach „Nehmet hin, und trinket alle daraus, dieſer Kelch i das neue Teſtament in meinem Blut, das für euch 6 für viele vergoſſen wird, zur Vergebung der Sünden; ſolches thut, ſo oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtniß.“ Was nutzt denn ſolch Eſſen und Trinken? Das zeigen uns dieſe Worte an:„Für euch gegeben und vergoſſen, zur Vergebung der Sünden.“ Nämlich daß uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch ſolche Worte gegeben wird; denn wo Ver⸗ gebung der Sünden iſt, da iſt auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Eſſen und Trinken ſolche große Dinge thun? Eſſen und Trinken thuts freilich nicht, ſondern die Worte, ſo da ſtehen:„Für euch gegeben und vergoſſen zur Vergebung der Sünden.“ Welche Worte ſind neben dem leiblichen Eſſen und Trinken als das Hauptſtück im Sakrament, und wer denſell Abigen Worten glaubet, der hat, was ſie ſagen, und wie ſie lauten, näm alich: Vergebung der Sünden.. Wer empfäͤngt denn ſolch Seknent wuͤrdig? Faſten und leiblich fich zubereiten, iſt wohl eine fein äußerl iche Zufht. Haber der iſt recht würdig und wo! geſchickt, der den Glauben hat an dieſe Worte: eüch gegeben und vergoſſen, zur Vergebung der h doch ſolches ttſe und bleihen. ſicherung, daß n das Abendmahl al nicht will entgelden Was emp Den wahren Le unter dem Brod! Warun Daß ich mein durch die Nießung meine arme Seel Glaubeſt du und b der chr Ja, Herr. Willſt du dich Kirche egeden Hinfort thun und; Ja, Herr, Jeſu Gniſ. V di Beichte man die Sünd Abſoluiion ode als von Gott gegeben 1f 1 Am Kelch m = den, und ſpruh 1 1 — dieſer Kelhi 2 145 für Sü und ¹üuir euch gegeken = den“ Namlch 1 dden, Leben und 1 dem 14 d ten ſo 5 den freilih t, a E en und t 4 1 — Berte ſud ia das duß V Vorten glule, 6 tuten, nin 4 244 1= winti. woh eine 8 i b den.“ Wer aber dieſe Worte nicht glaubet, ſng Das fünfte Hauptſtück. 13 oder zwei⸗ felt, der iſt unwürdig und ungeſchickt, denn das Wort: Für euch,“ erf ordert wahrhaft glaubige Herzen. Wozu iſt nun das Abendmahl des Herrn nutz? Wir werden damit verſichert, daß, ob wir gleich unſern Vater im Himmel erzürnet haben, will er uns doch ſolches verzeihen, und unſer gnädiger Vater ſeyn und bleiben. Und iſt alſo die Taufe eine gewiſſe Ver⸗ ſicherung, daß uns Gott zu Kindern angenommen hat; das Abendmahl aber, daß er uns unſers Ungehorſams nicht will entgelden laſſen. Was empfaͤngſt du im heiligen Abendmahl? Den wahren Leib und Blut unſers Herrn Jeſu Chriſt unter dem Brod und Wein. Warum gehſt du zum Tiſch des Herrn? Daß ich meinen Glauben an den Herrn Chriſtunm, durch die Nießung ſeines Leibes und Blutes ſtärke, und meine arme Seele tröſte. V Glaubeſt du und bekenneſt dieſes alles von Herzen, was du von der chriſtlichen Lehre jetzund geſagt haſt? Ja, Herr. Willſt du dich denn auch in den Gehorſam der Kirche ergeben, und nach dem du glaubeſt und be hinfort thun und leben, und was du allhier verhe tfeſt und zuſagſt, thun und getreulich halten? Ja, Herr, durch die Gnade und Huülſe unſers Herrn Jeſu Chriſti. 4⁴ ühriſtlichen en 3 üeſ „Von der Beichte. Was iſt die Beichte? 8 Die Beichte begreiſt zwei Stücke in ſich: Eins, daß man die Sünden bekenne; das andere, daß man die b Abſolution oder Vergebung vom Beichtiger empfahe, als von Gott ſelbſt, und ja nicht daran zweifle, ſon⸗ b b Bon der Beichte. dern feſt glaube, die Sünden ſeyen dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Welche Suͤnden ſoll man denn beichten? Vor Gott ſoll man ſich aller Sünden ſchuldig geben, rauch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unſer thun. Aber vor dem Beichtiger ſollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wiſſen und fühlen im Herzen. b Welche ſind die! b Da ſiehe deinen Stand an nach den zehn Geboten: Ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd ſeyeſt; Ob du ungehorſam, untreu, unfleißig, zornig, unzüchtig, gehäſſig gewe⸗ ſen ſeyeſt? Ob du jemand Leid gethan habeſt, mit Worten oder Werken? Ob du geſtohlen, verſäumet, verwahrloſet, oder ſonſt Schaden gethan habeſt? Eine Beichte. Ich, armer Sünder, erkenne in meinem Herzen, und bekenne mit meinem Munde, daß ich nicht allein in Sünden empfangen und geboren, ſondern auch mit böſen Gedanken, Wor⸗ * Solches nun iſt mir von Gruud meines Herzens leid; habe aber Zuflucht zu ſeiner Gnade und Barmherzigkeit, und bitte ihn demüthig, daß er, Chriſti, ſeines lieben Sohnes und len, mir meine Sünden verzeihen wolle. Ich will ins künftige, durch die Gnade Gottes und den Beiſtand des heiligen Geiſtes, mein Leben beſſern und frömmer werden.— Oder: Du ſieheſt, o Gott! mein Innerſtes, und weißt, wie mancher Uebertretung deiner heiligen Gebote ich mich ſchuldig gemacht habe. Du ſieheſt aber auch meine herz⸗ liche Beſchämung und Reue darüber, daß ich damit dei⸗ b nem, meines himmliſchen Wohlthäters und Vaters, 8 uten Willn zuwide ten und ewigen 1n ch der Barn Eine Würdiger, liebe daß ich ein armer diget wider Gott u in allen Geboten( Herzen leid: abe beſſern und mit de Mit herzlicher 9 Gott! meine Sü vielfältig übertrete macht. Vergib m deinem frrällichen rung; ſtärke mich Hand, damit ich Amen! O N& Den Biſchö Ein Biſchoff ſe nüchtern, mäßi Haushalter Gotte nicht unehrliche nicht haderhaſtig ohl vorſtehe, Ehrbarkeit, nicht das gewiß iſt, u den ſ dadurch bergi aller. wiſt in ſtudi 4 im Pater iger 1—— wir allein Aſſen Sühlenj t; ha 1 Su ungeherin 5 e gehäſſig gem dei e Zian habet, rkenne lunde, gedore bo rmit Srad e. Barnberjigki es Erlöſers wi ade Gottes m Sſa n keben kiſn ni en, verſäung AE= habeſt: n. neinem Herm ich nicht alen 1r in Henn, gr⸗ her und ewiger ess Herzene led, g'es Todes Jl zuten Willen zuwidergehandelt und mir an meinem wah⸗ ¹ andern auch nit eddanken, Vor 5 „ ld jebote ich m 1- 14; und wiſt, ni = ————— — auch meine hen⸗ S ic demit di — — und Paket 4 ———öͤͤöͤſͤſſſſſſſſſſſſ⁄ſ⁄— Von der Beichte. 18 G ren und ewigen Wohl ſo ſehr geſchadet habe. mir nach der Barmherzigkeit, die du in Jeſu Chriſto, deinem Sohn geoffenbaret haſt, alle meine Sünden; und hilf mir zur Ausführung des gefaßten ernſtlichen Vorſatzes beſſer zu werden und als ein gewiſſenhafter, frommer Chriſt zu leben! Amen!“ Vergib Eine kurze Beicht e. Würdiger, lieber Herr, ich bekenne Gott und daß ich ein armer Sünder bin. Denn diget wider Gott und meinen Nächſten; in allen Geboten Gottes ſträflich. Das iſt mir nun von Herzen leid: aber ich bitte um Gnade, ich will mich beſſern und mit der Hülfe Gottes frömmer werden. euch, ich habe geſün⸗ bin auch ſonſten Oder: Mit herzlicher Reue und Betrübniß bekenne ich dir, o Gott! meine Sünden. Ich habe deine heiligen Gebote vielfältig übertreten und mich deiner Liebe unwürdig ge⸗ macht. Vergib mir, o Vater! gehe nicht ins Gericht mit deinem ſträflichen Kinde! Ich gelobe dir ernſtliche Beſſe⸗ rung; ſtärke mich, wann ich wanke, leite mich an deiner Hand, damit ich der Tugend getreu bleibe bis in den Tod! Amen! Tp nA—A Die Haustafel. Den Biſchöffen, Pfarrherrn und Predigern. Ein Biſchoff ſoll unſträflich ſeyn, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, ſittig, gaſtfrei, lehrhaftig, als ein Haushalter Gottes, nicht ein Weinſäufer, nicht gehäſſig, nicht unehrliche Handthierung treiben, ſondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der ſeinem eigenen Hauſe wohl vorſtehe, der gehorſame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Wort halte, das gewiß iſt, und lehren kann, auf daß er mächtig ſei 16 Die Haustafel. zu ermahnen, durch die heilſame Lehre, und zu ſtrafen die Widerſprecher. 4 Tim. 3, 2 Tit. 1, 6. Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelſorgern zu thun ſchuldig ſind. Eſſſet und trinket, was ſiie haben, denn ein Arbeiter iſt ſeines Lohnes werth. Luk. 10, 7. Der Herr hat befohlen, daß die, ſo das Evangelium verkündigen ſollen, ſich vom Evangelio nähren. 1 Kor. 9, 14. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet: Irret euch nicht, Gott läſſet ſich nicht ſpotten. Gal. 6, 6. 7. Die Aelteſten, die wohl vorſtehen, die halte man zweifacher Ehre werth, ſonderlich die da arbeiten im Wort und in der Liebe. 1 Tim. 5, 17. Wir bitten euch, lieben Brüder! daß ihr erkennet, die an euch arbeiten, und euch vorſtehen in dem Herrn, und euch ermahnen. Habt ſie deſto lieber, um ihres Werks willen, und ſeid friedſam mit ihnen. 1 Theſſ. 5, 12. 13. Gehorchet euren Lehrern und ſolget ihnen, denn ſie wachen über eure Seelen, als die da Rechenſchaft dafür geben ſollen, daß ſie es mit Freuden thun, und nicht mit Seuſzen, denn das iſt euch nicht gut. Hebr. 13, 17. Von der weltlichen Obrigkeit. Jedermann ſei unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es iſt keine Obrigkeit ohne von Gott. Wo aber Obrigkeit iſt die iſt, von Gott geordnet. Wer ſich nun wider die Obrigkeit ſetzet, der widerſtrebet Gottes Hrdnung; die aber widerſtreben, werden üͤber ſich ein Urtheil empfahen. Denn ſie trägt das Schwert nicht umſonſt, ſie iſt Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böſes thut. Röm. 13. Von den Unterthanen. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, und Gott, was Gottes iſt! Matth. 22, 21. 7 — Von d So ſeid nun aus Strafe willen„ ſend t i Derohalben müſſt dem der Schoß 9 Furcht, dem die S 3 0 ebühret. Jöm. 1. So ermahne ih thue Bitie, Gebct, ₰ Menſchen, füt die daß wir ein geruhi aller Goitſeligkeit dazu auch angeneh . 2. 3. Erinnete ſie, de terthan und gehor Seid unterthan Herrn willen, den Hauhtle Rache über die 1. Petr. 2, 13. NI der „— Ihr Männer und gehel dem ſeine Eßre als? euer Gebät nich ſeid nicht bitter Die Weiber Herrn, wie S Herr, welcher und nicht ſo ſe Ihr Väter ſie nicht ſcheu und Vermahnn Ihr Kinder A 1 Lehren dg. huldig. ſenmn haben m en ſg a 97 ſ men ühin eß die daz 1 * Evangeln dem, der theilen unteni † 2 Irrt euch iih irära T 1 a.. vorf e: die halte nn c Sda arbeiten i 4 9=n in dem Hen daß ihr erkem Freud icht g io um ihres Ain eg Keſſ 5 12 R = ihnen, dem ſ dig de Hechenſchaft diſd 7 7 n, und nicht mi oebr. 13) 17. 4 e vos—t geordnet. 9 der widefttt widt ein, werd ther 3z ohne von Glt takit. it, die Gevi igt das Eind eine Rihen ker 1 2 Goh 3 Fs if, und 60 ön. 1.. jen. dem der Schoß gebüret; ſeid nicht bitter gegen ſie. Herr, welcher Töchter ihr worden Die Haustafel. Von den Unterthanen. So ſeid nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, ſondern auch um des Gewiſſens willen. Derohalben müſſet ihr auch Schoß geben, denn ſie ſind Gottes Diener, die ſolchen Schutz ſollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr ſchuldig ſeid: Schoß, Zoll, dem der Zoll gebühret; Furcht, dem die Furcht gebühret; gebühret. Röm. 13, 5. 6. 7. So ermahne ich nun, daß thue Bitte, Gebät, Fürbitte und Dankſagung, für alle Menſchen, für die Könige, und für alle Obrigkeit; auf daß wir ein geruhiges und ſtilles Leben führen mögen, in aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit. Denn ſolches iſt gut, dazu auch angenehm vor Gott, unſerm Heiland. 1 Tim. 2, 1. 2. 3. Erinnere ſie, daß ſie den Fürſten und der Obrigkeit un⸗ terthan und gehorſam ſind. Tit. 3, 1. Seid unterthan aller menſchlichen Ordnung um des Herrn willen, es ſei dem Könige, als dem Oberſten, oder den Hauptleuten, als den Geſandten von ihm, zur Rache über die Uebelthäter, und zum Lobe der Frommen. 1. Petr. 2, 13. 14. 1 Den Ehemännern. Ihr Männer wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem Weibe, als dem ſchwächeren Werkzeuge, ſeine Ehre als Miterbe der Gnade des Lebens, auf daß 1. Petr. 3, 7. Und euer Gebät nicht verhindert werde. Koloſſer 3, 18. Den Ehefrauen. Die Weiber ſeien unterthan ihren Männern, als dem Herrn, wie Sara Abraham gehorſam war, und hieß ihn 3 ſeid, ſo ihr wohl thut, und nicht ſo ſchüchtern ſeid. 1 Petr. 3, 6. Den Aeltern. Ihr Väter reizet eure Kinder nicht zum Zorn, daß ſie nicht ſcheu werden, ſondern ziehet ſie auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn. Epheſ. 6, 4. 4 Den Kindern. Ihr Kinder ſeid gehorſam euren Mlltern in dem Herrn; denn 17 Ehre, dem die Ehre man vor allen Dingen zuerſt 1K Die Haustafel. denn das iſt billig. Ehre Vater und Mutter, das iſt das erſte Gebot, das Verheißung hat; auf daß dirs wohl gehe, und du lange lebeſt auf Erden. Epheſ. 7, 1. 2. 3. Den Knechten, Mägden, Taglöhnern und Arbeitern. Ihr Knechte, ſeid gehorſam euren leiblichen Herren, mit Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Chriſto: nicht mit Dienſt allein vor Augen, als den Menſchen zu gefallen: ſondern als die Knechte Chriſti, daß ihr ſolchen Willen Gottes thut von Herzen, mit gutem Willen. Laſſet euch dünken, daß ihr dem Herrn dienet, und nicht den Menſchen: und wiſſet, was ein jeglicher Gutes thun wird, das wird er von dem Herrn empfahen, er ſei Knecht oder ein Freier. Epheſ. 6, 5. 6. 7. 8. Den Hausherren und Hausfrauen. iſt, und iſt bei ihm kein Anſehen der Perſon. Epheſ. 6, 9. Den Alten. Du aber rede, wie es ſich geziemet, nach der heilſamen Lehre. geſund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld. Den alten Weibern deſſelbigen gleichen: daß ſie ſich ſtellen, wie den Heiligen geziemet, nicht Läſterinnen ſeien, nicht Weinſäuferinnen, gute Lehrerinnen, daß ſie die jun⸗ gen Weiber lehren, züchtig ſeien, ihre Männer lieben, Kinder lieben, ſittig ſeien; keuſch, häuslich, gütig, ihren Männern unterthan, auf daß nicht das Wort Gottes verläſtert werde. Tit. 2, 1⸗5. Der gemeinen Jugend. Ihr Jungen, ſeid den Alten unterthan, und beweiſet darinnen die Demuth: denn Gott widerſtehet den Hoffär⸗ tigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade. So demü⸗ thiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu ſeiner Zeit. 1 Petr. 5, 5. 6. Den Jungfrauen. Eine fromme chriſtliche Jungfrau ſoll nicht ſorgen, wie ſle den Leuten, ſondern wie ſie Gott gefalle,(wie Maria, die Den alten, daß ſie nüchtern ſeien, ehrbar, züchtig, die Muttt eſn n it, rone geweſe § am Leibe un je Aeltern de elben Rath und 48 4 B. Mof Welche eine ree re Hoffnung au Nacht. Welche⸗ todt. 1 Tim. 5, Liebe deinen? ſind all Gebot mit Bäten für Ein jed So wit Das L unſers nach E war nah heißet, u wiſſet, daß nac ſchen Sohn w get werde. Da verſamr lehrten und d henprieſters, Rath, wie ſie er u 54 8ud MM en. G irs wohl h 5 4 1. 2. 3 lagde 19 öh 1* beiter nen c 1 4 Gne A litlche Han zen i als t Augen, als dat 1 lecht Chrſ d daß dzen, mit ua nd n a was ein ee Henn enziw 55. 6. 7. 8 —— Lph und Ir frauen. auch— derr im Hin den 5 en. Ephe 6, Ulte gezien ich der heiſann fciem e, thth itzh eitbe, r Geduldd igen 2 n: daß ſi ſt 1 met, †itläfeerinnen ſeien trerig r daß ſie die jun ſeien, ☚¶ Männer liehn uſch, ß ni s Wort Gats ). 4 un J and. 1 un dn, und biiſt oft 1tehet den Hefüw git ade. So de tige te Gottts, dcß Petr. 4* 6. fra rau Dicht ſaßn⸗ 1 el,(vie Mam 8 . am Hertn den jegite ſind alle Gebote verfaſſet. um ich, gütig, iimnm ——öxx Die Haustafel. 19 die Mutter Jeſu, welche allen Jungfrauen eine rechte Krone geweſen iſt, gethan hat, auf daß ſie heilig ſei, bei⸗ des, am Leibe und auch am Geiſte. 1 Kor. 7, 34. Und ſo ſie Aeltern oder Oberherrn hat, ſoll ſie ſich ohne der⸗ ſelben Rath und Willen nicht verändern, oder verheira⸗ then. 2 B. Moſis 22, 17. Den Wittwen. Welche eine rechte Wittwe und einſam iſt, die ſtellt ih: re Hoffnung auf Gott, und bleibet am Gebät Tag und Nacht. Welche aber in Wollüſten lebt, die iſt lebendig todt. 1 Tim. 5, 5. 6. Der Gemeine. 4 Liebe deinen Nächſten als dich ſelbſt; in dem Worte Röm. 13, 9. Und haltet an mit Bäten für alle Menſchen. 1 Tim. 2, 3. Ein jeder lern ſeine Lektion, So wird es wohl im Hauſe ſtohn! Das Leiden und Sterben unſers Herrn Jeſu Chriſti, nach den vier Evangeliſten. AMAV 1. z war nahe das Feſt der ſüßen Brode, das da Oſtern — heißet, und Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Ihr wiſſet, daß nach zween Tagen Oſtern wird, und des Men⸗ ſchen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuzi⸗ get werde.. Da verſammelten ſich die Hohenprieſter und Schriftge⸗ lehrten und die Aelteſten im Volk, in dem Pallaſt des Ho⸗ henprieſters, der da heißet Kaiphas, und hielten einen Rath, wie ſie Jeſum mit Liſt griffen und tödteten: denn 1 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. ſie furchten ſich vor dem Volke. Sie ſprachen aber: Ja nicht auf das Feſt, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk. 2. Und da nun Jeſus war zu Bethanien im Hauſe Simo⸗ nis, des Auſſätzigen, trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit unverfälſchtem und köſtlichen Nardenwaſſer; und ſie zerbrach das Glas, und goß es auf ſein Haupt, da er zu Tiſche ſaß. Da das die Jünger ſahen, wurden ſie un⸗ willig, und ſprachen: Was ſoll doch dieſer Unrath! Man könnte das Waſſer um mehr denn um dreihundert Gro⸗ ſchen verkauft haben, und daſſelbige den Armen geben; und ſie murreten über ſie. Da das Jeſus merkte, ſprach er zu ihnen: laſſet ſie zufrieden, was bekümmert ihr das Weib, ſie hat ein Gutes Werk an mir gethan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und, wenn ihr wollet, könnet ihr ihnen Gutes thun; mich aber habt ihr nicht allezeit: ſie hat gethan, was ſie konnte. Waſſ auf meinen Leib gegoſſen, damit iſt ſie zuvor kommen, meinen Leichnam zu ſalben, zu meinem Begräbniß Wahr⸗ lich, ich ſage euch, wo dieß Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch ſagen zu ihrem Gedächt⸗ niß, was ſie jetzt gethan hat. Es war aber der Satan geſahren in den Judas, genannt Iſcharioth, der da war aus der Zahl der Zwölfen, und er ging hin und redete mit den Hohenprieſtern und mit den Hauptleuten, daß er ihn verrieth, und ſprach: Was wollt ihr mir geben? ich will ihn euch verrathen. Da ſie das höreten, wurden ſie froh, und boten ihm dreißig Sil⸗ berlinge, und er verſprach ſich. Und von da an ſuchte er Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Rumor. Aber am erſten Tage der ſüſſen Brode, auf welchen man mußte opfern das Oſterlamm, traten die Jünger zu Jeſu, 20 und ſprachen zu ihm: wo willſt du, daß wir hingehen, und dir bereiten das Oſterlamm zu eſſen? Und er ſandte Petrum und Johannem, und ſprach: Gehet hin in die Stadt, ſehet, wenn ihr hinein kommt, wird euch ein Menſch begegnen, der trägt einen Waſſerkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hinein geht, und ſaget zu dem Hauswirth: der Meiſter läßt dir ſagen: Meine Zeit iſt her⸗ Hjſſo herbei konmen, 4 das Gaſthaus, d zmnen Jüngern“ meinen Jünger ſterten Saal zage und fanden, wi das Oſterlamm. Und am Abend zwölf Apoſteln. lich verlanget, d ich leide Denn ich ſage eſſen werde, bis er nahm den Ke ſelben, und the ich werde nicht! bis das Reich C neu trinken wer Und, indem ward, nahm brachs, und g. eſſet, das iſt ſolches thut zu Deſſelbigen dem Ahendmah Trinket alle da in meinem Blu wird, zur V oft ihrs trinke alle dataus. Vor dem 7 gen Abend, d war, daß er hatte geliebet liebte er ſie b Und nach d dem Judas verrieth; wuf ſeine Hände bünger A daoc t denn Da das den, we — ahren id wölfen, m iſtern und ut 8 d ſprach: der Z4 6 H⁰ Horr) t Nil 1 ihn er und be 6. u 1 u alezit ſ 1n ſie dies Vaſt uvor komng. — femſ ſer; m. . Armen geh gean than. Ihr llet, könnet i Bmput 4 deſſebi bi 4 8* G 1 merkte, ſcu ümmert i ihr d — räbniß Va ren gepredigt un ag ihrem Ged M (Judas gennn athen. Da ſt m dreißgg E a da an ſahe verantn ſeen B traten ſt dd mlſt de m zu— ſoraſ ³⁴ ohne Aum „ cauf vilhnm 4 i Jünger zu de Und er ſ ehet hiu in d bh duin get in 1 dn at 6 I 5 wir hungin ſe lben, war, ‧‧‧‧‧‧‧‧‧ Hiſtorie d vom Eeden chriſt⸗ 21 Wo iſt darin ich das Oſterlamm eſſen möge mit herbei kommen, ich will bei dir die Oſtern halten. das Gaſthaus, meinen Jüngern? und er wird euch einen großen gepfla⸗ ſterten Saal zei gen, daſelbſt bereitet es. Sie gingen hin, und fanden, wie er dehenen geſagt hatte, und bereiteten das Oſterlamm. Und am Abend kam er, und ſetzte ſich zu Tiſche mit den zwölf Apoſteln. Und er ſprach zu ihnen: mich hat herz⸗ lich verlanget, das Oſterlamm mit euch zu eſſen, ehe denn ich leide 3l Denn ich ſage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon eſſen werde, bis daß erfüllet werde im Reich Gottes. Und er nahm den Kelch, dankete, und ſprach: Nehmet den⸗ und theilet ihn unter euch: Denn ich ſage euch: ich werde nicht trinken von dem Gewächs des Weinſtocks bis das Reich Gottes komme, bis an den Tag, da ichs neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. 4. da er verrathen Und, indem ſie aßen, in der Nacht, ward, nahm der Herr Jeſus das Brod, dankete, und brachs, und gabs den Füngern, und ſprach: Nehmet, eſſet, das iſt mein Leib, der für euch gegeben wird: ſol ches thut zu meinem Gedächtniß. Deſſelbigen gleichen nahm er auch den Kelch, nach dem Abendmahl, dankete, gab ihnen den, und ſprach: Trinket alle daraus; in meinem Blut, wird, zur Vergebung der Sünden. oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtniß. alle daraus. das für euch und für viele vergoſſen Solches thut, ſo Und ſie tranken 5. Vor dem Feſte aber der Oſtern, gen Abend, da Jeſus erkennete, das iſt, auf denſelbi⸗ daß ſeine Zeit kommen hatte geliebet die Seinen; die in der Welt waren, ſo liebte er ſie bis ans Ende. Und nach dem Abendeſſen, da ſchon der Teufel hatte dem Judas Iſcharioth ins Herz gegeben, daß er ihn verrieth; wußte Jeſus, daß ihm der Vater hatte alles in ſeine Hände gegeben, und daß er von Gott kommen war, und dieſer Kelch iſt das neue Teſtament daß er aus dieſer Welt ging zum Vater; wie er 22 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. und zu Gott ging; ſtand er vom Abendmahl auf, legte ſeine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete ſich; darnach goß er Waſſer in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waſchen, und trocknete ſie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus, und derſelbe ſprach zu ihm: Herr, ſollteſt du mir die Füße waſchen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Was ich thue, das weißeſt du jetzt nicht: du wirſts aber hernach erfahren. Da ſprach Petrus zu ihm: Nimmermehr ſollſt du mir die Füße waſchen. Jeſus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waſchen, ſo haſt du keinen Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr! nicht die Füße allein, ſondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Je⸗ ſus zu ihm: wer gewaſchen iſt, der darf nicht, denn die Füße waſchen, ſondern er iſt ganz rein: und ihr ſeid rein, aber nicht alle. Denn er wußte ſeinen Verräther wohl; darum ſprach er: ihr ſeid nicht alle rein. 6. Da er nun ihre Füße gewaſchen hatte, nahm er ſeine Kleider, und ſetzte ſich wieder nieder, und ſprach aber⸗ mal zu ihnen: Wiſſet ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heißet mich Meiſter und Herr, und ſaget recht daran, denn ich bins auch. So ich nun, euer Meiſter und Herr, euch die Füße gewaſchen habe, ſollt ihr euch auch untereinander die Füße waſchen. Ein Beiſpiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch ge⸗ than habe. Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Der Knecht iſt nicht größer, denn ſein Herr, noch der Apoßtel größer, denn der ihn geſandt hat. So ihr ſolches wiſſet, ſelig ſeid ihr, ſo ihrs thut. Niiht ſage ich von allen: Ich weiß, welche ich erwäh⸗ let habe, ſondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brod iſſet, der tritt mich mit Füßen; jetzt ſage ichs iſt, ihr glaubet, daß ichs bin. Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Wer aufnimmt, ſo ich jemand ſenden werde, der nimmt mich auf. Wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich geſandt hat. 7. euch, ehe denn es geſchieht, auf daß, wenn es geſchehen ihnen bange, von zu fragen unter ihnen, der das nach dem andem bin ichs? Er a Zwölfen, der mit mich verthen. wie von ihm beſ dem Menſchen, rathen wird: es nie geboren wärt rieth, und ſprach du ſagſts. Es war aber ſaß, an der Br winkte Simon? wäre, von dem Jeſu, und ſpra wortete: Derj gebe. Und er! Simonis Iſca Satan in ihn. Da ſprach bald. Daſelt ers ihm ſagte. Beutel hätte, noth iſt aufs Da er nun der hinaus; und e Da aber Ir Zank unter i Größeſten gehe Die weltlichen 5 paſchen? 8 1 ſ ag Jnach erfahren. M. Jinn ayr ſollſt duwm e de Werde ich di K Lüße allin 35*t! Spricht R. M 4 ſid nich: rein. aſchen ſt ¹ nahm er ſein der nied 33 icht= gethan habel aſchen* e, ſoll ihr eu waſ r Ein Beißpil ihr thi! ie ich euch ih.— ich: Der Kut 4 4 . n 1 ½2 4* 5 r ellche ich mih adt h erſelbe ſora Th t nir. Sprit tf nicht, du 3aſt n: und ihr ſh de win ſſeinen Verrät Innd ſprach aber nd ſaget uth So ir t, euer Miiſt Awoſel gri o ihnt ces wiſſt, H ſtit Slet werde: N — ers ihm ſagte. Hiſtorie vom Leiden Chriſti. — Da Jeſus ſolches geſagt hatte, ward er betrübk im Geiſte, und zeugete, und ſprach: Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch, einer unter euch, der mit mir iſſet, der wird mich verrathen. räthers iſt mit mir über Tiſche. Und die Jünger wurden ſehr traurig, ſahen ſich unter einander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Und ſie ſingen an zu fragen unter ſich ſelbſt, welcher es dech wäre unter ihnen, der das thun würde? und ſagten zu ihm einer nach dem andern: Herr, bin ichs? und der andere, bin ichs? Er antwortete und ſprach: einer aus den Zwölfen, der mit mir in die Schüſſel tauchet, der wird mich verrathen. Des Menſchen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm beſchloſſen und beſchrieben iſt; doch wehe dem Menſchen, durch welchen des Menſchen Sohn ver⸗ rathen wird: es wäre ihm beſſer, daß derſelbige Menſch nie geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn ver⸗ rieth, und ſprach: bin ichs, Rabbi? er ſprach zu ihm: du ſagſts. Es war aber einer unter ſeinen Jüngern, der zu Tiſche ſaß, an der Bruſt Jeſu, welchen Jeſus lieb hatte, dem winkte Simon Petrus, daß er forſchen ſollte, wer es wäre, von dem er ſagte? denn derſelbige lag an der Bruſt Jeſu, und ſprach zu ihm: Herr, wer iſts? Jeſus ant⸗ wortete: Der iſts, dem ich den Biſſen eintauche, und gebe. Und er tauchte den Biſſen ein, und gab ihn Juda Simonis Iſcharioth. Satan in ihn. Da ſprach Jeſus zu ihm: Was du thuſt, das thue bald. Daſſelbige aber wußte niemand über Tiſche, wozu Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hätte, Jeſus ſpräche zu ihm: Kaufe, was uns noth iſt aufs Feſt; oder daß er den Armen etwas gäbe. Da er nun den Biſſen genommen hatte, ging er alsbald hinaus; und es ward Nacht. 8. Da aber Judas hinausgegangen war, erhob ſich ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen ſollte für den Größeſten gehalten werden. Er aber ſprach zu ihnen: Die weltlichen Könige herrſchen, und die Gewalrigen heij⸗ 28 Siehe, die Hand meines Ver⸗ Und nach dem Biſſen fuhr der f 24 Hiſtorie vom Leiden C Chriſt. heißet man gnädige Herren: Ihr aber nicht alſo; ſon⸗ dern der Größeſte unter euch ſoll ſeyn wie der Jüngſte. und der Vornehmſte wie ein Diener. Denn welcher iſt der Größeſte, der zu Tiſche ſitzet, oder der da dienet? Iſts nicht alſo: der zu Tiſche ſitzet? Ich bin aber mitten unter euch wie ein Diener. Ihr aber ſeios, die ihr bei mir beharret habt in meinen Anfe chtungen: und ich will euch das Reich beſcheiden, wie mirs mein Vater beſchie⸗ den hat, daß ihr eſſen und trinken ſollt, über meinem Tiſche, in meinem Reiche, und ſitzen auf Stühlen, und richten die zwölf Geſchlechter Ifraels. Da ſprach Jeſus: Nun iſt des Menſchen Sohn ver⸗ kläret, und Gott iſt verkläret in ihm. Iſt Gott ver⸗ kläret in ihm: ſr wird ihn Gott auch verklären in ihm ſelbſt, und wird ihn bal eld verklären. Lieben Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch: Ihr werdet mich ſuchen, und, wie ich zu den Juden ſagte, wo ich hingehe, da könnet ihr nicht hinkommen. Und ich ſage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliel bet habe, auf daß auch ihr einander 1 et. Dabei wird jeder⸗ man erkennen, daß ihr meine Jünger ſeid ſo ihr Liebe unter einander habet. 2 Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo geheſt du hin? Jeſus antwortete: Da ich hingehe, kannſt du mir dießmal nicht folgen; aber du wirſt mir hernachmals folgen. Petrus ſpricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir dießmal nicht folgen? ich will mein Lehen bei dir laſſen. Jeſus antwortete ihm: Sollteſt du dein Leben bei mir laſſen? Simon, Simon, ſiehe, der Satanas hat euer begehret, daß er euch möchte ſichten, wie den Weizen; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre, und wenn du dich dermaleinſt bekehreſt; ſo ſtärke deine Brüder. Er aber ſprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir in Gefängniß und in den Tod zu gehen. Er aber ſprach: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, ehe denn du dreimal geläugnet haſt, daß du mich kenneſt. Und er ſprach zu ihnen: So oft ich euch geſandt habe ohne Beutel, ohne Taſchen und vhnt Schuhe, habt ihr auch Sd wett. aber n 6 die uebel tthäter 4 ben iſt, das ha ſiehe, hier ſind zr Es iſt genug. Und da ſie den hinaus, nach ſein an den delberg. Da ſprach er zu alle an mir ärger den Hirten ſchlag ſich zerſtteuen.— hingehen in Gal⸗ zu ihm Wenn mich doch nimn ihm: Wahrlich ehe der Hahn z leugn en Er 1 mit dir ſterben Deſfelbiga glei Da kam Jeſ ſemane, da wa Jünger, Juda auch; denn Je Jüngern. Da auf daz ich de Petrum, und trauren, und ihnen: Meine hier, wachet Anfechtung ſa Und er ri kniete nieder, bätete, daß, ⸗ ich din du wu „ loin alel* 1= Daeer heſtit dbet bei wird jder di Glaube nt ihr 8: und ich 8 — ber mene 1 t ahen Sohn 2*1 F Gott ber erkläten in in nne 71½„Weile bei eud 1= zu den Jun cht hinkomm 7. 1 dt wiich euch df 6= geliebet hatz =, ſo ihr Lite — wo geheſt du I kannſt du mi † Leben bei di d du dein Leben r Satanas li i den Weiatt ehreſt; ſoſi du oſt nd ohl r hernachmat n tum kann ih ihnen: Meine Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 3 4 25 8G auch je Mangel gehabt? Sie ſprachen: Nie keinen. Da ſprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, deſſelbigen gleichen auch die Taſche. Wer aber nicht hat, der verkaufe ſein Kleid, und kaufe ein Schwert. Denn ich ſage euch: Es muß das auch vollen⸗ det werden an mir, das geſchrieben ſtehet: Er iſt unter die Uebelthäter gerechnet. Denn, was von mir geſchrie⸗ ben iſt, das hat ein Ende. Sie ſprachen aber: Herr, ſiehe, hier ſind zwei Schwerter. Er aber ſprach zu ihnen: Es iſt genug. 1 W 10 Und da ſie den Lobgeſang geſprochen hatten, ging Jeſus hinaus, nach ſeiner Gewohnheit, über den Bach Kidron, an den Oelberg. Es folgten ihm aber ſeine Jünger nach. Da ſprach er zu ihnen: In dieſer Nacht werdet ihr euch alle an mir ärgern. Denn es ſtehet geſchrieben: Ich werde den Hirten ſchlagen, und die Schaafe der Heerde werden ſich zerſtreuen. Wenn ich aber auferſtehe, will ich vor euch hingehen in Galiläa. Petrus aber antwortete, und ſprach zu ihm: Wenn ſie ſich auch alle an dir ärgern: ſo will ich mich doch nimmermehr an dir ärgern. Jeſus ſprach zu ihm: Wahrlich! ich ſage dir: Heute, in dieſer Nacht, ehe der Hahn zweimal krähet, wirſt du mich dreimal ver⸗ leugnen. Er redete aber noch weiter: Ja, wenn ich mit dir ſterben müßte, wollte ich dich nicht verläugnen. Deſſelbigen gleichen ſagten auch alle Jünger. Da kam Jeſus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Geth⸗ ſemane, da war ein Garten, darein ging Jeſus und ſeine Jünger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jeſus verſammelte ſich oft daſelbſt mit ſeinen Jüngern. Da ſprach Jeſus zu ihnen: Setzet euch hier, auf daß ich dort hingehe und bäte. Und er nahm zu ſich Petrum, und Jakobum und Johannem, und fing an zu trauren, und zu zittern, und zu zagen, und ſprach zu Seele iſt betrübt bis in den Tod; bleibet hier, wachet mit mir, und bätet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß ſich von ihnen bei einem Steinwurf, und kniete nieder, fiel auf ſein Angeſicht auf die Erde, und bätete, daß, ſo es möglich wäre, die Stunde vorüber ging 26 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. ging, und ſprach: Abba! mein Vater! Es iſt dir alles möglich, überhebe mich dieſes Kelchs! doch nicht, was ich will, ſondern was du willſt. b Und er kam zu ſeinen Jüngern, und fand ſie ſchlafend, und ſprach zu Petro: Simon, ſchläfeſt du? Vermöchteſt du nicht, eine Stunde mit mir zu machen? Wachet und bätet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geiſt iſt willig; aber das Fleiſch iſt ſchwach. Zum andernmal ging er aber hin, bätete und ſprach: Mein Vater! iſts nicht möglich, daß dieſer Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, ſo geſchehe dein Wille. Und er kam, und fand ſie abermal ſchlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was ſie ihm ant⸗ worteten. Und er ließ ſie, und ging abermal hin, und bätete zum drittenmal dieſelbigen Worte, und ſprach: Vater, willſt du, ſo nimm dieſen Kelch von mir; doch nicht mein Wille, ſondern dein Wille geſchehe! Es erſchien ihm aber ein Engel vom Himmel und ſtär⸗ kete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und er bätete heftiger. Es war aber ſein Schweiß wie Bluts⸗ tropfen, die ſielen auf die Erde. 12. Und er ſtand auf von dem Gebät, und kam zu ſeinen Jüngern, und fand ſie ſchlafend vor Traurigkeit, und ſprach zu ihnen: Ach! wollt ihr nun ſchlafen und ruhen? Was ſchlafet ihr? Es iſt genug. Sehet, die Stunde iſt kommen, und des Menſchen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände. Stehet auf, und laßt uns gehen; ſiehe, der mich verräth, iſt nahe. Bätet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und alsbald da er noch redete, ſiehe, da kam Judas, der Zwölfen einer. Da er nun zu ſich hatte genommen die Schaar, und die Diener der Hohenprieſter und Phariſäer, der Aelteſten und Schriftgelehrten, ging er zuvor der Schaar, und kommt dahin mit Fackeln, Lampen und Schwertern und mit Stangen. Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und geſagt: Welchen ich küſſen werde, der iſts, den grei⸗ fet, und führet ihn gewiß. Als nun Jeſus wußte alles, was ihm begegnen ſollte, ging er hinaus, und ſprach zu ihnen: Wen ſuchet ihr? »* Sie b Hiſtorie „antwotitten ih Sie andwoſtk n Ieſud antwortete: Wort erfüllet wünd nen verloten, dee Und Iädas nah alsbald trat et zu Nabbi! und klüſſe Freund, watum! des Menſcen Soh und legten die He Da aber ſahen wollte, ſorachen Schwert drein ſe Schwert, und zu prieſters Knecht, der Knecht hieß ſprach: Laſſet ſi Petro: Stecke das Schwert nit Oder meineſt du ten, daß er wir Soll ich den Ke ben hat? Wie alſo geſchehen. Zu der Stun Haupileuten de ihn gekommen! Schwertern und bin ich doch täs Tempel, und ih dies iſt eure S — daß erfüllet w. ließen iin alle n, ſc= vind 4 ſluſa 3 8—— d deſ nz doch nicht n man c ict mn Engel! himmel und ſh 1 mit* Tode tang, m der ſei=)weiß wie Ble⸗ de. 2 Sehd d kam zu ſeine afend= Traurigkeit, u ihr nu ſe afen und ruhat 3* die Stundei dd überantwon t au 1*. laßt uns gehen ahe* tt aber, auf 1 te, ſt kam Judas, datte mmen die er tieſen t 4 Jhariſ fn 1 ing=wor der n, und— hne Zeichen ghin V 2* er iſts, den gu b eanen el 7 8 en Sie antworteten ihm: Jeſum von Nazareth. Jeſus ſprach ließen ihn alle Jünger, und flohen. Hiſtorie vom Leiden Chriſti. zu ihnen: Ich bins. Judas aber, der ihn verrieth, ſtand auch bei ihnen. Als nun Jeſus zu ihnen ſprach: Ich bins! wichen ſie erüie⸗ und fielen zu Boden. Da fragte er ſie abermal: Jen ſuchet ihr? S85 aber ſprachen: Jeſum von Nazareth. Wdn⸗ antwortete: ich habe euch geſagt, daß ichs ſei. Suchet ihr denn mich, ſo laſſet dieſe gehen; auf daß das Wort erfüllet würde, wel lches er ſagte: Ich habe der kei⸗ nen verloren, die du mir gegeben haſt. 13. Und Judas nahete ſich zu Jeſu, ihn zu küſſen: Und alsbald trat er zu ihm, und ſprach: Gegrüſſet ſeiſt du, Rabbi! und küſſete ihn. Jeſus aber ſprach zu ihm: Mein Freund, warum biſt du gekonmen? Fuda⸗ verräthſt du des Menſchen Sohn mit einem Kuß? Da traten ſie hinzu und legten die Hände an Jeſum, und griffen ihn. Da aber ſahen, die um ihn waren, was da werden wollte, ſprachen ſie zu ihm: Herr, ſollen wir mit dem Schwert drein ſchlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwert, und zog es aus, und ſchlug nach des Hohen⸗ prieſters Knecht, und hi ieb ihm ſein recht Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jeſus aber antwortete, und ſprach: Laſſet ſie doch ſo ferne machen. Und ſprach zu Petro: Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer das Schwert nimmt, der ſoll durchs Schwert umkommen. Oder meineſt du, daß ich nicht könnte meinen Vater bit⸗ ten, daß er mir zuſchickte mehr denn 12 Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gege⸗ ben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß alſo geſchehen. Und er rührte ſein Ohr an, und heilte ihn. 14. Zu der Stunde ſprach Jeſus zu den Hohenprieſtern, und Hauptleuten des Tempels, und den Aelteſten, die über ihn gekommen waren: Ihr ſeid, als zu einem Mörder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen mich zu fangen; pin ich doch täglich geſeſſen bei euch, und habe gelehret im Temvel, und ihr habt keine Hand an mich geleget. Aber dies iſt eure Stunde, und die Macht der Finſterniß, auf daß erfüllet werde die Schrift der Propheten. Da ver⸗ Und 28 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut, und die Jünglinge griffen ihn; er aber ließ den Leinwand fahren, und ſlohe bloß von ihnen. 15. Die Schaar aber und der Oberhauptmann, und die Diener der Juden, nahmen Jeſum, und banden ihn, und führeten ihn aufs erſte zu S. uannas, der war Kaiphas Schwäher, welcher des Jahrs Hoherprieſter war. Es war aber Kaiphas, der den Juden rieth: Es wäre gut, daß ein Menſch würde umgebracht für das Volk. Und ſie führten ihn zu dem Hohenprieſter Kaiphas, das iſt, zu dem Fürſten der Prieſter, dahin alle Hohenprie⸗ ſter und Schriftgelehrten und Aelteſten ſich verſammelt hat⸗ ten. Simon Petrus aber folgte Jeſus von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Pallaſt des Hohenprie⸗ ſters. Derſelbige Jünger war dem Hohenprieſter bekannt, und ging mit Jeſu hinein in des Ho henprieſters Pallaſt; Nerus aber ſtand draußen vor der Thür. 3 Da ging der andere Jünger, der dem Hohenprieſter bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führete Petrum hinein. Es ſtanden aber die Knechte und Diener, ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Pallaſt: denn es war kalt, und wärmten ſich. Petrus aber ſtand bei ihnen, u und wärmte ſich, auf daß er ſähe, wo es hinaus wollte. Die Magd aber des Hohenprieſters, die Thürhü⸗ terin, ſah Petrum bei dem Lichte, da er ſich wärmte, und ſahe eben auf ihn, und ſprach: Und du wareſt auch mit Jeſu von Galiläa; biſt du nicht auch dieſes Menſchen Fündger einer? Er leugnete aber vor allen, und ſprach: Weib, ich bins nicht: ich kenne ſein nicht: ich weiß auch nicht, was du ſageſt. und hatten 16. Aber der Hoheprieſter fragte Jeſum um ſeine Jünger, und um ſeine Lehre. Jeſus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt, ich habe allezeit ge⸗ lehret in der Schule, und in dem Tempel, da alle Ju— den zuſammen kommen, und habe nichts im Winkel ge⸗ redet. Was frageſt du mich darum? Frage die darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, die⸗ Fü dieſelbigen iſe 1 ches redete, g te Jeſu einen Balten Hoh enprieſter alſo ic übel geredet,— ich aber recht gered halte ihn hn gebunder Simon Petrus eine kleine Weil, hinaus ging nach eine andre Magd gen denen di 3 ſu von Nazrreth ſeiner Jünger 4 auch der einer dazu, und ſprat ahch des Menſch Und über eine tigte es ein and ſprach: Wahrle ein. Ga llläer; de pricht des d dem Pettu nicht im Garter chen, u und zu ſ von dem ihr ſa Und alsbald andermal. Ung nn. Da gedas ihm geſagt ha du mich dreine te bitterlich. Die Hoheng pene Kath daß ſie ihm zu wohl viele f ni ſtimmten nicht herzu zwei fiſ des dor de ger, edet dte unt ner, und ſete den mſr eim Jalaſt: dn ſich 1* aus aber ſtandk ſnl Hohen ers, die Thüt V 7 ſich wärmte, m wareſt auch n am dieſes Menſta und ſont daß zt⸗ ſchte, d: d- nichte n! aber d nee ſeit ar dn e anprieſter beß 3 ant 1 2 hrrſts Duli er K m Hobenwiiß 1 der T utäm e, wo es hinm dn, 2 — um ſeine Junn 3 habe i hui⸗ allzei l, da all I — 30 8 as in Wint 1 rrum d e die darumn, 5— nt t he 1 „ 4 — — —. —— 1 3 3 in ſ. mnt: ich weiß mi eine kleine ein Galiläer; 2 ——————b iſirie vom Leiden Chriſti. 29 dieſelbigen wiſſen, was ich geſagt habe. Als er aber ſol⸗ ches redete, gab der Diener einer, Jeſu einen Wakenſlieiih, und ſprach: Sollteſt du dem Hohenprieſter alſo antworten? Jeſus antwortete: Habe ich übel ete a ſo beweiſe es, daß es unrecht ſei: Habe ich aber recht geredet, was ſchlägeſt du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden geſandt zu dem Hohenprieſter Kaiphas. 17. Simon Petrus aber ſtand und wärmete ſich Und liber Weile, nach dem erſten Verleugnen, als er hinaus ging nach dem Vorhof, krähete der Hahn, und eine andre Magd ſah ihn, und hob abermal an zu ſa⸗ gen denen die dabei ſtanden: Dieſer war auch mit Je⸗ ſu von Nazareth. Da ſprachen ſie zu ihm: Biſt du nicht ſeiner Jünger einer? Und ein anderer ſprach: Du biſt auch der einer. Und er leugnete abermal, und ſchwur dazu, und ſprach: Menſch, ich bins nicht, und kenne auch des Menſchen nicht. Und über eine kleine Weile, bei einer Stunde, bekräf⸗ fanden, und tigte es ein anderer, mit denen, die da denn du biſt ſprach: Wahrlich, du biſt auch deren einer, deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenprieſters Knecht, deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an, ſich u verflu⸗ chen, und zu ſchwören: Ich kenne des Menſe hen nicht, von dem ihr ſaget. Und alsbald, da er noch redete, krähete der Hahn zum andermal. Und der Herr wandte ſich, und ſahe Petrum nn. Da gedachte Petrus an die Worte Jeſu, als er zu ihm geſagt hatte: Ehe der Hahn zweimal krähet, du mich dreimal verleugnen, und ging hinaus, und wein⸗ te bitterlich. 18. Die Hohenprieſter aber, und die Aelteſten, und der ganze Rath ſuchten falſche Zeugniſſe wider Jeſum, auf daß ſie ihm zum Tode hülfen, und fanden keines, wohl viele falſche Zeugen herzutraten: denn ihre Zeugniſſe ſtimmten nicht überein. Zuletzt ſtanden auf, und traten herzu zwei falſch Zeugen, und gaben falſches Zeugniß wider ihn, die dabei ſtanden, ein Gefreundter wirſt wie⸗ 3⁰ Hiſtorie vom Leiden Chriſti. ihn, und ſprachen: Wir haben gehört, daß er ſagte: Ich kann und will abbrechen den Tempel Gottes, der mit Händen gemacht iſt, andern bauen, der nicht mit Händen gemacht iſt. Und ihr Zeugniß ſtimmte noch nicht überein. Und der Hoheprieſter ſtand auf unter ihnen, und fragte Jeſum und ſprach: Antworteſt du nichts zu dem, das dieſe wider dich zeugen? Jeſus aber ſchwieg ſtille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hoheprieſter abermal, und ſprach zu ihm: Biſt du Chriſtus, der Sohn des Hochgelobten? Ich beſchwöre dich bei dem lesendigen Gott, daß du uns ſageſt, ob du ſeyeſt Chriſtus der Sohn Gottes? Jeſus ſprach: Du ſagſtss, ich bins. Doch ich ſage euch: Von nun an werdet ihr ſehen des Menſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der Kraft, und kommen in den Wolken des Him⸗ mels. Da zerriß der Hoheprieſter ſeine Kleider, und ſprach: Er hat Gott geläſtert! Was dürfen wir weiter Zeugniß? Siehe, jetzt haben wir ſeine Gottesläſterung ge⸗ höret: Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle, und ſprachen: Er iſt des Todes ſchuldig. 19. Die Männer aber, die Jeſum hielten, verſpotteten ihn, und ſchlugen ihn mit Fäuſten. Etliche aber verdeckten ihn, und ſchlugen ihn ins Angeſicht, beſonders die Knechte, und ſprachen: weiſſage uns, Chriſtus, wer iſts, der dich ſchlug? und viel andere Läſterungen ſagten ſie wider ihn. Des Morgens aber verſammelten ſich alle Hoheprieſter, Schriftgelehrten, und die Aelteſten des Volks, und der ganze Rath, und hielten Rath über Jeſum, daß ſie ihm zum Tode hülfen, und führeten ihn hinauf vor ihren Rath, und ſprachen: Biſt du Chriſtus? ſags uns. Er aber ſprach zu ihnen: Sage ichs euch, ſo glaubet ihr nicht; Frage ich aber, ſo antwortet ihr nicht, und laſſet mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Men⸗ ſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da ſprachen ſie alle: Biſt du denn Gottes Sohn? Er ſprach zu ihnen: Ihr ſagts; denn ich bins. Sie aber ſprachen: Was dürfen wir weiter Zeugniß? Wir habens ſelbſt ge⸗ höret aus ſeinem Munde. und in dreien Tagen will ich einen wiedet her die die Aelteſten und ſpr ſchuldig Blut der und das an? da ge in den Tempil und iſt mitten er ausgeſchüttet. Aber die Hohe ſprachen: Es tau ſegen; denn es j Sie hielten ab berlinge, um den Acker, zum Begre allen, die zu I Acker genennet k heißt ein Blutac erfüllet, das ge da er ſyricht: dawit bezahlet n den Kindern J Töpfers Acker, Die Juden a daß ſie nicht un en. Da ging dringet ihr für antworteten abe ei lebelthäter Da ſprach Pil ichtet ihn nach ühm: Wir dürf de das Wort I des Todes er Ot, d dden=, Aß er ſa 8 11 Gotte, da V it S den wil ſh tt, emacht iſ. u dt ü— W d auf; uuf ihnen, und fa⸗ Rieſt ichts zu den riiſt e rmal, und ſa des Hochgelan Rendie Hott, daß dr 1 enſchen men i heprief ah ddammten iſn d des ig. Sür terund gten ſie witt melte d ale Hohegrich eltea 3 Volks, udU th i ſum, daß ſeic ten e hinauf dot in du Cf 3 ⁷ ſags us d d5 G2 d glauber irni tiht et, und laſer R „zann wird de Na⸗ 7 Kraft Go inb 4 niß 6— : habens =m Gettes? age euch: Vng —n ſitzen zur uit — Wolken des 4 ine Kleider, u 4 dürfen wit nin 1 Gottesläßeenng 12, verſpotteten t Waber verdeckten in „a aders die An V r= wer iſts, drh 4 Da ſprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Geſetz. Da ſprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand tödten. Auf daß erfüllet wür⸗ Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 31 . 20. Und der ganze Haufe ſtand auf, und banden Jeſum, führten ihn von Kaiphas vor das Richthaus, und über⸗ antworteten ihn dem Landpfleger, Pontio Pilato, und es war noch frühe.. Da das Judas ſah, der ihn verrathen hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn, und brachte wieder her die dreißig Silberlinge den Hohenprieſtern und Aelteſten, und ſprach: Ich habe übel gethan, daß ich un⸗ ſchuldig Blut verrathen habe. Sie ſprachen: Was gehet uns das an? da ſiehe du zu. Und er warf die Silberlin⸗ ge in den Tempel, hob ſich davon und erhängte ſich ſelbſt, und iſt mitten entzwei geborſten, und ſeine Eingeweide ausgeſchüttet. Aber die Hohenprieſter nahmen die Silberlinge, und ſprachen: Es taugt nicht, daß wir ſie in den Gotteskaſten legen; denn es iſt Blutgeld. Sie hielten aber einen Rath, und kauften um die Sil⸗ berlinge, um den Lohn der Ungerechtigkeit, eines Töpfers Acker, zum Begräbniß der Pilger. Und es iſt kund geworden allen, die zu Jeruſalem wohneten, alſo, daß derſelbige Acker genennet wird auf ihre Sprache Hakeldama, das heißt ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da iſt erfüllet, das geſagt iſt durch den Propheten Jeremias, da er ſpricht: Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen ſie kauften von den Kindern Iſrael, und haben ſie gegeben um eines Töpfers Acker, als mir der Herr beſohlen hat. 21. Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß ſie nicht unrein würden, ſondern die Oſtern eſſen möch⸗ ten. Da ging Pilatus zu ihnen hinaus, und ſprach: Was bringet ihr für eine Klage wider dieſen Menſchen? Sie antworteten aber und ſprachen zu ihm: Wäre dieſer nicht ein Uebelthäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. de das Wort Jeſu, welches er ſagte, da er deutete, wel⸗ ches Todes er ſterben würde. 22. Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 22. Da fingen an die Hohenprieſter und Aelteſten, hart zu verklagen, und ſprachen: Dieſen fingen 33 Kaiſer zu geben, und ſpricht: er ſei Chriſtus, ein König. Da ging Pilatus wiederum hinein in das Nichibans⸗ und rief Jeſum, und fragte ihn, und ſprach: B iſt du der Juden König? Jeſus ſtand vor ihm, und te: Redeſt du das von dir ſelbſt, oder habens dir andere von mir geſagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? mir übe 12 Dein Volk und die Hohenprieſter haben dich antwortet: Was haſt du gethan? Jeſus antwortete Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt; wäre von dieſer Welt, neine Diener würden daß ich den Juden icht überantwortet würde. Da ſprach Pilatus zu ihm: So biſt du dennoch ein König? Jeſus antwortete: Du ſagſts. Ich bin ein König ich bin dazu geboren, und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit zeugen ſoll. Wer an der Wahrheit iſt, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm Was iſt Wahrheit? Und da er das geſa den, und ſpricht zu ihnen: Ich fin Und da er verklaget ward von Aelteſten, antwortete er nichts. abermal, und ſprach: Antwort wie hart ſie dich verklagen:§. du nich antwortete ihm nicht auf ein Wort mehr, alſo auch der Landpfleger ſehr verwunderte. Sie aber hielten an, und ſprachen: Er hat das Volk erreget, damit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdiſchen Lande, und hat in Galiläa angeſangfn bis hieher. Da aber Pilatus Galiläa hörete, fragte er, ob er aus Galiläa wäre? Und als er vernahm, daß er unter Herodes Obrigkeit war, welcher in denſelbigen Tagen auch zu Jeruſalem war. 23. Jeſum ſahe, ward er ſehr froh, rAe 211 o n⸗ 9 5 n den) 8 8 one chuld an ihm gt 88„ A Da aber Herodes benn er hätte ihn längſt gerne geſehen 1 ———— — — — — ihn wir, daß er das Volk abwendet, und verbeut, den Schoß dem — — — — — Gv = tete- mein Reich drob kämpfen, überſandte er ihn zu Herodes, erodes einander feind Pilatus cber ri und das Volk; habt digſen Menſ abwende: und und finde an de inhn beſchuddiget, zu ihm geſandt, bes ct, das des zäüchtigen und lo Auf das Feſt heit dem Volke begehrten. Er der war übel Mörder, der h. ſchen war ins der in der Sta Und des Volk er pflegte. Ur ihnen Pilatus: einen losgebe euch lod gebe! Juden, den ma ihn die Hohenp Und da er au zu ihm, und! lie uiͦ di ſen Ger Traum 8 Aber die H denn er holte und Kihien be und ſorachen⸗ prachen: D 3 fingen „ Ane derbeut, den Etoß endt; er ſii Chrifus, in Fi das Fißths „ das Nätha a n fragte ihn, und ſpa⸗ Neſcs ſinnd vor ihn, 9 ſelhſ ſeloſt, oder habenz di 1 waA* 4 4 1 1 aus anweren: Bin ich a il N Deheaprieſter haben dich min 1 rhon! Q.ſ, 9. pehan: Jeſu⸗ antwene den dieſer Welt; wäre menſſh eine D — 9„ nicht überantwortet wüdde : So biſt du dennoch en 4i u ſagſis. Ich bin en iin end in die Mol n, und in die Welt gekomnen 1 5. 4 p ugen ſoll. Wer aus der Wih n Stimme. Spricht Pilatus pi zat, aing et wieder heraus zu da nen: Ich finde keine Shuld enn et ward von den Hohenprifttng Tllatus cher ficie hts? G. „ „ “ Atehfs N⸗ . 3 Aro 9' c: Intworteſt du lch 7 . 4 p zen: Hörſſt du nich: ln 7„„ 58 8 4. 1 ur ein Wat mehr, aſd, d ſehr verwunderte. 3 5 und ſprachen: Er bot dos — 1 2217 in und ſer er gelehre hat hin und 11 ha 1 ade, und hat in — er als * V 1 Galiläa härtte, fich d überſandke e faun wit. a Jerpſolen ee auch in mi — 3 2* 1 4 A Tagen 1 23. ſehr fu ar Nh Jdum ſaht, vnd denn ei 1 de5 5 und antwan Diener würden dud ſthn A züchtigen und los geben. Auf das Feſt aber mußte der Landpfleger nach Gewohn⸗ heit dem Volke einen Gefangenen losgeben, welchen ſie euch los gebe? 1 Juden, den man nennet Chriſtum? Denn er wußte, daß . in Galitr awnm Juden, d Wun ihn die Hohenprieſter aus Neid überantwartet hatten. wuntet im Traum von ſeinetwegen. und reizten das Volk, daß ſie b St, Hiſtorie vom Leiden Chriſti. viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm ſehen. Und er fragte ihn mancherlei; er ant⸗ wortete ihm aber nichts. Die Hohenprieſter aber und Schriftgelehrten ſtanden und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit ſeinem Hofgeſinde verlachte und verſpottete ihn, legte ihm ein weißes Kleid an, und ſandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit einander; denn zuvor waren ſie einander feind. b 24. b Pilatus aber rief die Hohenprieſter, und die Oberſten, und das Volk zuſammen, und ſprach zu ihnen: Ihr habt dieſen Menſchen zu mir gebracht, als der das Volk abwende: und ſehet, ich habe ihn vor euch verhöret, und finde an dem Menſchen der Sache keine, die ihr ihn beſchuldiget, Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm geſandt, und ſehet, man hat nichts auf ihn ge— bracht, das des Todes werth ſei; darum will ich ihn begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, der war übel berüchtigt, nehmlich ein Uebelthäter und Mörder, der hieß Barrabas, der mit den Aufrühreri⸗ ſchen war ins Gefängniß geworfen, welcher im Aufruhr, der in der Stadt geſchah, einen Mord begangen hatte. Und das Volk ging hinauf, und bat, daß er thäte, wie Und da ſie verſammelt waren, antwortete ihnen Pilatus: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen losgebe auf Oſtern: Welchen wollt ihr, daß ich Barrabam oder Jeſum, den König der er pflegte. 25. Uund da er auf dem Richtſtuhl mit dieſem Gerechten, denn ich habe heute viel erlitten Aber die Hohenprieſter und die Aelteſten überrebeten 4 ſoll⸗ 2s wverautn, uh d uf; ſaß, ſchickte ſein Weib s er deinen ar hatde zu ihm, und ließ ihm ſagen: Habe du nichts zu ſchaffen um Barrabam bitten 34 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. follten, und Jeſum umbräͤchten. Da antwortete nun der Landpfleger, und ſprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter dieſen zweien, den ich euch ſoll losgeben? Da ſchrie der ganze Haufe, und ſprach: hinweg mit dieſem, und gib uns Barrabam los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jeſum los laſſen, und ſprach: Was ſoll ich denn machen mit Jeſu, den man † Chriſtum nennet? Sie ſchrieen abermal: Kreuzige, kreu⸗ zige ihn! Er aber ſprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? Ich finde keine Urſache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslaſſen. Aber ſie ſchrieen noch vielmehr, und ſprachen: Kreuzige ihn! Und ſie lagen ihm an mit großem Geſchrei, und forderten, daß er gekreuziget würde; und ihr und der Hohenprieſter Geſchrei nahm überhand. 26. Da nahm Pilatus Jeſum und geiſelte ihn. Die Krieasknechte aber des Landpflegers führten ihn binein in das Richthaus, und riefen zuſammen die ganze Rotte, und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an, und ſlochten eine Krone von Dornen, und ſetzten ſie auf ſein Haupt, und gaben ihm ein Rohr in ſeine rechte Hand, und beugten die Kniee vor ihm und ſpotte⸗ ten ihn, und ſingen an ihn zu grüßen, und ſprachen: Gott grüße dich, lieber König der Juden. Und ſchlu⸗ gen ihn ins Geſicht und ſpeieten ihn an, und nahmen das Rohr und ſchlugen damit ſein Haupt, und ſielen auf die Kniee, und beteten ihn an. b Da gina Pilatus wieder heraus, und ſprach zu ihnen: ſehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Alſo ging Jeſus heraus, und trug eine Dornenkrone und ſein Purpurkleid. Und er ſprach zu ihnen: Sehet, welch ein Meyſch! Da ihn die Hobenprieſter und die Diener ſahen, ſchrieen ſie, und ſorachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus ſpricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin, und kreuziget ihn: denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Geſetz, und nach dem Geſetz ſoll er ſierben; denn er hat ſich ſelbſt zu Gottes Sohn dentacht. d ſelon 1 ns Oa Platus das neht, und ging n fpricht zu Jeſu: S ihm keine Antwort da nicht wit mit⸗ dich zu kreuzigen, Aeſus antwortete: wenn ſie dir nitt der mich dir übe Von dem an trach Die Auden abe dieſen lot, ſo bif wer ſich zun Kin Da Platus da und ſetzte ſich ar da heißet Hocht Es war aber de Stunde, und er euer König. Ei kreuzige ihn! Er König heuzigen haben keinen Kät Da aber Pilat daß ein viel gr Volk genug zu! ſchähe, nahm T Volke, und ſpta dieſes Grrechten; Volk, und ſprach h. Kinder. Da gab er ihr Norndd wileen 3 ſie batenz Feſun 3 et ihren Wi Da nahmen Mantil aus, un ten ihn hin, da Kreuz And in ad wollte de m denn machen mit J ſchrieen abermal: nach zun dri uremadi. gethan! Jch finde kei e Ui erum will id ihn zu güctan een noch vie imehr, und bn agen ihm an mit großem Geſt gekreuziart wünde; ud ihrn ii nahm überhand. P. 1 me Jeſum id geiſ ſelte 2. andvfle ihn. d gers führten ihn lim nieſen zuſammen die ganze A ſeaten idm einen Purpunm Krone von Dornen, un nſ d zaden ihm ein Jar i ſin en die Kniee vor ihm und ſel⸗ in ihn zu grüfen, und ſeratm. 3 König der Jnden. lhd ſik ad ſpeieten un at, and nahmen n damit ſi Hunt, ud ſtin aeten ihn an. y. der beraus, ud ſbtad hi im eraus zu euc, deß ihr d de an ihn finde. Tlſo oim 9 tail e D one nd ſin un ornenkron Neri. 8 ſtimin ihm Volke, und ſprach: dit rh * ihn hin, daß ſie ihn kreuzigten. dhn kaa Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 485 Da pilatus das Wort hörte, fürchtete er ſich noch mehr, und ging Wieder hinein in das Richthaus, und ſpricht zu Jeſu: Von wannen biſt du? Aber Jeſus gab keine Antmget ee Da ſprach Pilatus zu ihm: Redeſt da nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich los zu geben? Jeſus antwortete: Du hätteſt keine Macht über mich, wenn ſie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet, der hat größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber ſchrieen, und ſprachen: Läſſeſt du dieſen los, ſo biſt du des Kaiſers Freund nicht; denn wer ſich zum Könige macht, der iſt wider den Kaiſer. 28. Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jeſum heraus, und ſetzte ſich auf den Richtſtuhl„an der Stätte, die da heißet Hochpflaſter, auf hebräiſch aber Eabbatha. Es war aber der Rüſttag in den Oſern, um die ſechſte Stunde, und er ſprach zu den Juden: Sehet, das iſt euer König. Sie ſchrieen aber: Weg, weg, mit dem! kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenprieſter antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiſer. Da aber Pilatus ſah, daß er nichts ſchaffte, ſondern daß ein viel größeres Getümmel ward, gedachte er dem Volk genug zu thun, und urtheilte, daß ihre Bitte ge⸗ ſchähe, nahm Waſſer, und wuſch die Hände vor dem Ich bin unſchuldig an dem Blute dieſes Gerechten; ſehet ihr zu. Da antwortete das ganze Volk, und ſprach: Sein Blut komme über uns und un⸗ ſere Kinder. a gab er ihnen Barrabam los, der um Aufruhrs und Mad⸗ willen war ins Gefängniß geworfen, um welchen ſie baten; Jeſum aber, gegeiſſelt und verſpottet, uber⸗ gab er ihien Willen, daß er gekreuziget würde. 29. Da nahmen die Kriegsknechte Jeſum, zogen ihm den nMantel aus, und zogen ihm ſeine Kleider an, und führ⸗ Und er trug ſein Und indem ſie hinausgingen, fanden ſie einen c 2 Men⸗ 36 Menſchen, Simon, der vom Felde kam, der ein Vater von Alexan⸗ der und Rufus war, den zwangen ſie, daß er ihm ſein Kreuz trüge; und legten das Kreuz auf ihn, daß ers Jeſu nachtrüge. Es folgten ihm G Weiber, die klagten und beweinten ihn. wandte ſich um zu ihnen, und ſprach: Ihr Jeruſalem, weinet nicht über mich, euch ſelbſt und über eure Kinder. Denn ſehet, es wird die Zeit kommen, in welcher man ſagen wird: Selig ſind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren ha⸗ ben, und die Brüſte, die nicht geſäuget haben! Dann werden ſie anfangen zu ſagen zu den Bergen: Fallet über uns! Denn ſo man das thut am grünen Holze, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zween andere Uebel⸗ thäter, daß ſie mit ihm hingethan würden. 30. Hiſtorie vom Leiden Chriſti. Jeſus aber Töchter von ſondern weinet über — die Stätte, die da heiſſet auf und ſie brachten ihn an t hebräiſch Golgatha, das iſt verdolmetſchet, Schädelſtätte, und ſie gaben ihm Eſſig und Wein, mit Myrrhen und Gallen vermiſcht, zu trinken, und da ers ſchmeckte, woll⸗ te ers nicht trinken. Und ſie kreuzigten ihn an der Stätte Golgatha und zween Uebelthäter mit ihm, einen zur rechten, den andern zur linken Hand, Jeſum aber mitten inne. Und die Schrift iſt erfüllet, die da ſaget: Er iſt unter die Uebelthäter ge⸗ rechnet. Und es war die dritte Stunde, da ſie ihn kreu⸗ zigten. Jeſus aber ſprach: Vater, vergib ihnen; denn ſie wiſſen nicht, was ſie thun! B 131. Pilatus aber ſchrieb eine Ueberſchrift, enthaltend, was man ihm Schuld gab, die Urſache ſeines Todes, und ſetzte ſie auf ſein Kreuz, oben an ſeinem Haupte. Es war aber darauf geſchrieben: Jeſus von Nazareth, der Juden König Dieſe Ueberſchrift lafen viele Juden, denn die Stätte, da Jeſus gekreuziget iſt, war nahe bei der Stadt. Und e war geſchrieben in hebräiſcher, griechiſcher und lateini⸗ ſcher Sprache. Da ſprachen die Hohenprieſter der Juden 4. zu der vorüber ging von Cyrene, mit Namen aber noch ein großer Haufe Volks, und und durch. den nicht theilen, Auf daß erfült haben meine Kleid meinen Rock das und hüteten ſein. das Volt ſand, Es ſtanden it ſeiner Nutter E Maria Masdale und den Jünger er zu ſeinet M. Darnach ſpticht Mutter Und zu ſich. Die aber do ten die Köpfe, brichſt du den hilf dir ſelber vom Kreuze. ſpotteten ihn und Allteſten andern geholf er Chriſtus, Gottes, ſo h auf daß wir traut, det erli ich bin Gotte die Mürder, heten ihn. traten zu ihe Biſt du der im Leiden nim, der nzwangen 1 das Are och ein gr d beweing „ und ſp üder nich Kinde. ſher man die Leider die nicht ſagen zu d thut am — hingefüh hingethan 30. an die S it verde ig und T akeu, und a an de A8. die da heiſet au = het, Schädelſtätte a mit Myrthen un — ts ſchmeckte, woll ſe, mit Nana — daß auſe Polkz m ² Iyr — ſehet, es win S nicht geboren o * ſiet haen! Dam agen: Fallt iher * in Holze, was vil tee Golgathe und n, einen tachten, den anden der mitt r:. Und de Schi „Er iſt 1 2de debelthäler g e dritte ach: Vat thun! 31. eine h ſe uiſic* me, da ſie ihn kren ergib ihnen; dem Juden Ke an die Stätte iing don b ta don Aan eet ihm ſen hn. Jfis an Rock aber war ungenähet, von oben an gewirket, 4, 3 8. Läcte in — hern neinet ubn vird: Siß ſnn meinen Rock das Loos geworfen. und hüteten ſein. Solches thaten die Kriegsknechte, und een anden lehe en. * 3 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. zu Pilato: Schreibe nicht: Der Juden König; ſondern, daß er geſagt habe: Ich bin der Juden König. Pitatus ant⸗ wortete: Was ich geſchrieben habe, das habe ich geſchrieben. Die Kriegsknechte, da ſie Jeſum gekreuziget hatten, nah⸗ men ſeine Kleider, und machten vier Theile, einem jegli⸗ chen Kriegsknecht ein Theil, dazu auch den Rock. Der durchh und durch. Da ſprachen ſie unter einander: Laſſet uns den nicht theilen, ſondern darum looſen, weß er ſeyn ſoll. Auf daß erfüllet würde die Schrift, die da ſaget: Sie haben meine Kleider unter ſich getheilet, und haben über V Und ſie ſaßen allda, das Volk ſtand, und ſah zu. 32. Es ſtanden aber bei dem Kreuz Jeſu ſeine Mutter, ſeiner Mutter Schweſter, Maria, Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jeſus ſeine Mutter ſah, und den Jünger dabei ſtehen, den er lieb hatte, ſprach er zu ſeiner Mutter: Weib, ſiehe, das iſt dein Sohn. Darnach ſpricht er zu dem Jünger: Siehe, das iſt deine Mutter. Und von der Stund' an nahm ſie der Jünger zu ſich. Die aber vorüber gingen, läſterten ihn, und ſchüttel⸗ ten die Köpfe, und ſprachen: Pfui dich, wie fein zer⸗ brichſt du den Tempel, und baueſt ihn in dreien Tagen: hilf dir ſelber. Biſt du Gottes Sohn, ſo ſteig herab vom Kreuze. Desgleichen auch die Hohenprieſter ver⸗ ſpotteten ihn untereinander, mit den Schriftgelehrten und Aelteſten, ſammt dem Volke, und ſprachen: er hat andern geholfen, und kann ſich ſelber nicht helfen. Iſt er Chriſtus, der König von Israel, der Auserwählte Gottes, ſo helfe er ſich ſelber, und ſteige nun vom Kreuz, auf daß wir ſehen, und glauben ihm. Er hat Gott ver⸗ traut, der erlöſe ihn nun, gelüſtet es ihm, denn er hat geſagt: ich bin Gottes Sohn. Daſſelbige rückten ihm auch auf die Mörder, die mit ihm gekreuziget waren, und ſchmä⸗ heten ihn. Es verſpotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Eſſig, und ſprachen: Biſt du der Juden König, ſo hilf dir ſelber. 12ne 33 und 3s Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 33. Aber der Uebelthäter einer, die da gekreuzigt waren, läſterte ihn, und ſprach: Biſt du Chriſtus, ſelbſt und uns. Da antwortete der andere⸗ ſtrafte ihn, und ſprach: Und du fürchteſt dich ich nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verd ammniß biſt und zwar wir ſind billig drinnen, denn wir empfahen, was Unſere Thaten werth. ſind; dieſer aber hat nichts Unrechts gethan. Und ſprach zu Jeſu: Herr, gedenke an mich, wen du in dein Neich kot mmſt. UUnd Jeſus ſprach zu im Pargdieſe ſeyn. ich ſage dir: 4 34. Und da es um die ſechste Stunde kam, Finſterniß über das ganze Land, bis Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jeſus laut, und ſprach: Eli! Eli! lamga abſathani! Das iſt verdoln netſchet Mein Gott! mein Gott! warum ha äſt du mich verlaſ⸗ ſen? Etliche aber, die da ſtanden, da ſie das Hört en, ſprachen ſie: er ruft dem Elias. Darnach, als Jeſus wußte, daß ſchon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, ſprach er: Mich ward eine um die neunte 4 * dürſtet. Da ſtand ein Gefäß mit Eſ ſſig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und füllte ihn mit Eſſig und BYſopen, und ſteckte ihn auf ein Rohr, und hielts ihm dar zum Munde, und tränkte ihn, und ſprach mit den andern: Halt, laßt ſehen, ob Elias komme, und ihn herab nehme. Da nun Jeſus den Eſſig genommen hatte, ſprach er: Es iſt vollbracht! Und abermal rief er laut, und ſprach: Vater, ich befehle meinen Geiſt in deine Hände! Und als er das geſagt, neigte er das Haupt, und gab ſeinen Geiſt auf. Und ſiehe da, der 1 Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von ober an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die Felſen zerriſſen, und die Gräber thaten dch auf, und ſtanden auf viele Leiber der Heiligen, die da ſchliefen, und gingen aus den Gräbern, nach ſeiner Auferſtehung, und kamen in die heilige Stadt, und erſchienen vielen. Aber ſo hilf dir da ſi und w andten vid 65 fanden 6 und vill Weiber, iger und ſaben dalena, und à R. Mutter, und E welche ihm nach und gdienet ha hinauf n Jeru Die Juden a nicht die Leichn (denn deſſelbigen tum, daß ihre( den. Da kame erſten die Beine get warz als ſi er ſchon geſtorbe ſondern der Kr. einem Speer, r Und der das g⸗ Zeugnſß iſt wa heit ſaget, auf geſchehen, daß ſein Bein zer Schrift: Sie n Datnach am ches iſt der Vo Stadt t der tin guter 8 ihren Nath u wartete, denn 95 ſius m eekreuigt e derlor nef Jeſun i! Das warun ☚ ſtanden, nahn ein Yepen, der zum! andern: rab nedt genomne adermal meinen G gte er da Jeſus ſprac 1 b irſt du mi mir m, watd ein um die neunt = Schein. Un 11, und ſyrach, verdolmetſhet: u mich vellie — ſiie das hütten, dß alles vollbracht ied kach er: Mich * und hald lie hwamn, und ſeeckte ihn auf 12, und trinkte en, laßt ſehen, r te, ſorach e: er laut, und deine Hände! E. upt, und gab rhang in iele Leidt e us den G* in die vel zerriß in E und die Erde S Hräber thahen Heiligen, die GIn, nach ſeiner Stadt, und da ſie ſahen, daß ähe Hiſtorie vom keiden Thriſti. Aber der Hauptmann, der dabei ſtand gegen ihm üͤber, und die bei ihm waren, und bewahrten Jeſum, er mit ſolchem Geſchrei verſchied, und ſahen das Erdbeben, und was da geſchah, erſchracken ſie ſehr, und preiſeten Gott und ſprachen: Wahrlich, dieſer iſt ein frommer Menſch geweſen, und Gottes Sohn. und alles Volk, das dabei war, und zuſah, da ſie ſahen, was geſchah, ſchlugen ſie an ihre Bruſt, und wandten wieder um. Es ſianden aber alle ſeine Verwandten von ferne, und viel Weiber, die ihm aus Galiläg waren nachge⸗ ſolget, und ſahen, das alles, unter welchen Maria Mag⸗ dalena, und Maria, Jakobs des jüngern und Moſes Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, welche ihm nachgefolget waren, da er in Galiläa war, und gedienet hatten, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jeruſalem gegangen waren. 35. Die Juden aber, dieweil es der Rüſttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben am Sabbath,. (denn deſſelbigen Sabbathstag war groß) baten ſie Pila⸗ tum, daß ihre Gebeine gebrochen, und abgenommen wür⸗ den. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem erſten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuzi⸗ get war; als ſie aber zu Jeſu kamen, da ſie ſahen, daß er ſchon geſtorben war, brachen ſie ihm die Beine nicht. ſondern der Kriegsknechte einer öffnete ſeine Seite mid einem Speer, und alsbald gina Blut und Waſſer heraus. Und der das geſehen hat, der hat es bezeuget, und ſein Zeugniß iſt wahr, und derſelbige weiß, daß er die Wahr⸗ heit ſaget, auf daß auch ihr alaubet. Denn ſolches iſt geſchehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr ſollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal ſpricht eine andere Schrift: Sie werden ſehen, in welchen ſie ageſtochen haben. Darnach am Abend, dieweil es der Rüſttag war, wels ches iſt der Vorſabbath, kam Joſeph von Arimathia, der Stadt der Juden, ein reicher Mann, ein Rathsherr, ein guter frommer Mann, der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel, welcher auf das Reich Gottes wartete, denn er war ein Jünger Jeſu doch büin⸗ b— lich, 40 Hiſtorie dom Leiden Chriſti lich, aus Furcht vor den Juden; der wagts und ging hinein zu Pilato, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jeſu. Pilatus aber verwunderte ſich, und rief den Hauptmann, und fragte ihn, ob er längſt geſtorben wäre? Und als er es erkundiget von dem Hauptmann, gab er Joſeph den Leichnam Jeſu, und befahl, man ſollte ihn ihm geben. Und Joſeph kaufte eine Leinwand. Es kam aber auch Nikodemus, der vor⸗ mals bei der Nacht zu Jeſu kommen war, und brachte Myrrhen und Aloen unter einander, bei hundert Pfunden. Da nahmen ſie den Leichnam Jeſu, der abgenommen war, und wickelten ihn in reine Leinwand und banden ihn in leinene Tücher, mit Spezereien, wie die Juden pflegten zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreutziget war, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, das war Jo⸗ ſephs, welches er hatte laſſen hauen in einen Felſen, in welches niemand je geleget war; daſelbſt hin legten ſie Jeſum, um des Rüſttags willen der Juden, weil der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war; und wälz⸗ ten einen Stein vor die Thür des Grabes, und gingen davon. Es war aber allda Maria Magdalena, und Ma⸗ ria Joſes, die ſetzten ſich gegen das Grab, auch andere Weiber, die da Jeſu auch waren nachgefolget nach Gali⸗ läa, und beſchaueten, wohin, und wie ſein Leib geleget war. Sie kehrten aber um, und bereiteten die Spezereien und Salben; und den Sabbath über waren ſie ſtille nach dem Geſetze. 1 b Des andern Tages, der da folget nach dem Rüſttage, kamen die Hohenprieſter und Phariſäer ſämmtlich zu Pilato, und ſprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieſer Ver⸗ führer ſprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Ta⸗ gen wieder auferſtehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht ſeine Jünger kommen und ſtehlen ihn, und ſagen zum Volke: Er iſt auferſtanden von den Todten, und werde der letzte Betrug ärger, denn der erſte. Pilatus ſprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter, gehet hin, und ver⸗ wahrets, wie ihr wiſſet. Sie gingen hin, und verwahr⸗ ten das Grab mit Hütern, und verſtegelten den Stein. —— daß er ſchon todt war, b Zerſürdg J ruſalen war V ☛ Ine der grißt jer war der p ur Verehrung (und der nach hergeſtell worde Schönheit, Na vewundertſten T wohnten die A her waren noch ſtücke der Baut fluß ſtrömten a Die Einwohnen als hunderttau Kenntniſſe, al des, und we⸗ mehr Aufforde zu einem gott Alcein, alle munterungen den von den ſie von der! gewichen, u daß auch ein ſchreibt: D an Laſtern; tigkeit nahn Schwächern ßen; Liebe der Nartheie Emprung Nun nahe der auch a koumer emande, hnam 3 n reine n Spezen tätte, da ſa haue ; 1 wün 3 Grad ne hür des( 4 Maria 1 gegen daß waten 4 und wie bereitete über un n ein 2* da fün ˖Pdarſſät daden gedg 2 a lach dreien Ta⸗ edte:. Darum be dratten 3 ſteblen von den ann der Hüter, Sie ging und de En — Jeſu, und d deſeh wi emus, der dor =r, und brache à undert Pfunden er abgenonnen m und und banden vie die Su A eekreutiget wer ab, das war go⸗ r Ainen Felſ en, in X₰ hin legten ſe auden, weil der Sar; und wiß EA und gingen * allena, und Ma⸗ =b, auch andere S liget nach Gal⸗ in eid geleget war. SSpezereien und ſtille nach dn ₰ dem Rüſt d. daß dieſer h auf f daß nicht . nd ſagen zun nan, und werde 2 Hilnus ſplac * und vey und verwar den Sen 1 C, 5 ſtücke der Baukunſt in derſelben. de daß man de eefaiste der Arrlürung: der Stadt Hunnhnnn Feruſatm Jerufalem war die Hauyfſadt des jüdiſchen Reichs, und eine der größten und ſchönſten Städte im Morgenland. Hier war der prächtige Tempel, den der König Salomo zur Verehrung des wahren Gottes hatte erbauen laſſen, (und der nach ſeiner erſten Zerſtörung durchaus wieder hergeſtellt worden war.) Dieſes Tempelgebäude war an Schoͤnheit, Majeſtät und Größe eines der herrlichſten und bewundertſten Denkmäler der Welt. In der großen Stadt wohnten die Angeſehenſten von der jüdiſchen Nation: da⸗ her waren noch ſehr viele prächtige Palläſte und Meiſter⸗ Reichthum und Ueber⸗ fluß ſtrömten aus allen Gegenden an dieſen Ort zuſammen. Die Einwohner Jeruſalems, deren Anzahl ſich über mehr als hunderttauſend belief, hatten auch meiſtens mehr Kenntniſſe, als die übrigen Bewohner des jüdiſchen Lan⸗ des, und wegen der Nähe des großen Tempels, deſto mehr Aufforderung zur wahren Verehrung Gottes, und zu einem gottgefälligen Wandel. Allein, alle dieſe göttlichen Wohlthaten, alle dieſe Auf⸗ munterungen zum Danke und Gehorſam gegen Gott, wur⸗ den von den Einwohnern nicht geachtet; vielmehr waren ſie von der wahren Religion ihrer frommen Vorfahren ab⸗ gewichen, und waren ſo gottlos und laſterhaft geworden, daß auch ein damals lebender gelehrter Jude, Joſephus, ſchreibt: Die Juden wären ſo ruchlos geworden, daß ſie an Laſtern die Heiden übertroffen hätten. Alle Ungerech⸗ 4 ligkeit nahm überhand. Die Mächtigen unterdrückten die Schwächern; die Niedrigen waren untreu gegen die Gro⸗ ßen; Liebe und Eintracht hörten auf; Verfolgung, Haß der Partheien, und Feindſeligkeiten brachen in Aufruhr und Empörung aus. 8 Nun nahete ſich dis Zeit, wo das in Erfüllung gehem muß⸗ ten die Waffen wider die Römer ergriffen, der Oberherrſchaft derſelben zu befreien. das Volk die Tyrannei und Bedrückung des römiſchen —õ— tert, Sie griffen die römiſche Beſatzung zu Jeruſalem an und tödteten ſie. das ganze Königreich aus. Morden und alle tödteten die Römer und die Römer die ſenden. Syrien, Ceſtius Gallus, ſchen nieder und zog endlich vor Jeruſalem. tiate ſich wirklich des arößten Theils der Stadt; aber die Gegend um den mußte ſich mit großem Verluſte zurückziehen. den Muth der ruſalem und Idumäa beſondere Befehlshaber ſetzten, den Krieg gegen die Römer deſto nachdrü icklicher fortzu⸗ die Jeſus ihnen gegeben hatte; 42 Geſchichte der Zerſtoͤrung Jeruſalems. mußte, was Jeſus einſt mit Thränen des Mitleids über die Bewohner Jeruſalems geſprochen hatte:»Es wird die Zeit kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg ſchlagen, und wer⸗ den dich belagern und allen Orten ängſtigen; und wer⸗ den dich ſchleifen, und keinen Stein auf dem andern laſ⸗ ſen; darum, daß du die Zeit der angebotenen Gnade nicht erkennen wollteſt.& Das Unglück über die Juden nahm ſeinen Anfang im Jahre 66 nach Chriſti Geburt, da ſie an verſchiedenen Or⸗ um ſich von Hierzu reizte Statthalters Geſſius Florus, und es fehlte nicht an Ver⸗ führern des Volks, welche ſich zum Theil, wie Jeſus vor⸗ her geſagt hatte, für den Meſſias, oder für Propheten ausgaben. Der König Agrivpa der jüngere gab ſich zwar alle Mühe, das Volk zu beſänfrigen, und ein Theil deſ⸗ ſelben wollte auch zur Treue gegen den römiſchen 4 Kaiſer zurückkehren; aber die übrigen wurden noch mehr erbit⸗ da ſich Räuber und Mörder mit ihnen verbanden. Nun breitete ſich der Geiſt des Aufruhrs über Man ſahe nichts als Rauben, Arten von Grauſamkeit. Die Juden bei Unterdeſſen rückte der römiſche Statthalter in mit einem Kriegsheere in Judäa machte viele Men⸗ Er bemäch⸗ konnte Tempel nicht erobern, ſondern Dieß erhob daß ſie über Galiläa, Je⸗ um 8 Uden ‿— ¶ 8, A 1 2 ein, brannten Städte und Dörfer ab, Juden ſo ſehr, fetzen. Jetzt ſahen die Chriſten in Jeruſalem die Merkmale, der Gräuel der Verwü⸗ ſtung nahete in den römiſchen Kriegsheeren, und fie ſuch⸗ ten ſich durch die Flucht aus Jeruſalem und Judäa zunret⸗ ten. 4 ³ —,———— 38, ſicher warel. ges Im Jahre 67 F ſche Fedhe 5 5 in Gat itäa ein bei viele tauſend Jag err g d der Fe ver wefele d 1 ſian ließ auf Sk klaven ne na 11 von Koöriath zu ven verkalfen; zweifläng von wüſtungen rückt Jeruſalem imme die Juden dur auf. Es gab rer, walche vo⸗ ſtritten und de N doth den Meſ bekamen großen waren, richtete gar die Dume ihnen in die E heprieſter und menſchlicher G Im Jahre Kaiſer von R Fortſetzung der Dieſer fing di nach Chriſti große Menge willen, ſich dert Lauſende wurden. Dieß brauthten au⸗ vande anii die Vorrathst ſo auch einen 4— aus ſ ſalems. fa 3 in iir Fei d wir bende E 1 um dich und drten gen und wen, Steu= n; Und wer⸗ dr aag e en andem liſ 4 en Gaade niht den nah t, da ſie ¹ Wmet erac „und es ch zum. Meſſias, don derj ſänſtigen, K gegen den wurd Märder n adung zu c der Ge Man ſabe in Frauſe Kömer d der römif en Aniang im jrſchiedenen Or * un ſich don * Hierzu reie 1des römiſchen d nict an Ver⸗ wit Neius vor⸗ = für Prophetm — gab ſich zwar u eiin Theil der nmiſchen Kaiſer zch mehr erbit⸗ nen verbanden. = ſalem an und 8☛ Aufruhrs über 3 s als Rauben, Die Iuden * den bei Tal⸗ „ Ftattholter in einem K ärfer ad dor Jeru 1 Theils emdel nich= bern, ſondem aurü. ſeß ei Galiläa, ere Befehſ e(k ſetten, um uſte 7, des i e deſtr Spere in Adän au wale Men⸗ Er brwch „tadt; konntt Dieß elbob an cklicer ſottzle Geſchichte der Zerſtörung Jeruſalems. 43 ten. Die mehrſten begaben ſich in das Städtchen Pella, jenſeits des Jordans, wo ſie vor den Gefahren des Krie⸗ „ ges ſicher waren. Im Jahre 67 nach Chriſti Geburt rückte nun der römi⸗ ſche Feldherr, Beſpaſian, auf Befehl des Kaiſers Nero, in Galiläa ein und verbrannte Städte und Dörfer, wo⸗ bei viele tauſend Juden erſchlagen wurden. Bei der Be⸗ lagerung der Feſtung Jotapata wehrten ſich die Juden ſo verzweifelt, daß vierzig Tauſend dabei unkamen. Beſpa⸗ Tauſend junge Männer als Sklaven nach Achaja wegführen, um an der Landenge zweiflung von hohen Felſen herab. 4 wüſtungen rückte Veſpaſtan mit ſeinem Heere der Stadt Jeruſalem immer näher. I die Juden durch Parteiſucht und innere Unruhen ſelbſt auf. Es gab falſche Propheten und Zeloten, oder Eife⸗ rer, welche vorgaben, daß ſie aus Eifer für die Religion ſtritten und dem Volke einbildeten, Gott werde in der Noth den Meſſias ſenden und ſie retten. Dieſe Menſchen bekamen großen Anhang, und da ſie in Partheien getheilt waren, richteten ſie ſich ſelbſt zu Grunde. Sie riefen ſo⸗ gar die Idumäer oder Edomiter zu Hülfe, drangen mit ihnen in die Stadt Jeruſalem ein, und mordeten zwei Ho⸗ heprieſter und zwölf Tauſend vornehme Juden mit un⸗ menſchlicher Grauſamkeit. Im Jahre 60 nach Ehriſti Geburt ward Veſpaſian zum Kaiſer von Rom ausgerufen; und er übergab nun dieſe Fortſetzung des jüdiſchen Krieges ſeinem Sohne Titus. Dieſer fing die Belagerung Jeruſalems an im Jahre 70 nach Chriſti Geburt, eben um das Oſterfeſt, da eine große Menge Juden aus allen Gegenden, um des Feſtes willen, ſich in Jeruſalem befand, ſo, daß mehrere hun⸗ dert Tauſende von dem römiſchen Heere eingeſchloſſen wurden. Dieß war ein Unglürk, denn ſo viele Menſchen brauchten auch viele Lebensmittel, wovon es bald zu mangeln aneing. Denn die Aufrührer hatten einander die Vorrathshäuſer ſelbſt zerſtört und geplündert, und ſo auch einen großen Theil des Volks ſeiner Nahrungsmittel ee beraubt. ar reitet, die nun bald nebſt der Peſt ausbrach. Hungersnoth aufs höchſte. nern mehr als einmal Gnade und Friede anbieten ließ, wenn ſie ſich ergeben wollten; ſo wieß ihr Stolz und ihre Hartnäckigkeit zurück. Der Feldherr Titus ergriff daher noch ſtrengere Maaßregeln. Die Römer fingen die Juden, welche aus der Stadt kamen, um ſich Nahrungsmittel zu ſuchen, auf 44 G Geſchichte der Zerſtörung Jeruſalems. So ward die ſchrecklichſte Hungersnoth vorbe⸗ Titus rückte der Stadt immer näher; er veroberte die untere Stadt und ließ einen Theil der Mauer einreißen; ſchloß die Stadt durch einen hohen Erdwall ein, und ließ gar keine Lebensmittel mehr hinein. Dadurch ſtieg die Obgleich Titus den Einwoh⸗ doch jedesmal ſolche Friedensvorſchläge und kreuzigten ſie nahe bei der Stadt zum Schrecken der übrigen. der Gekreuzigten waren ſo viele, daß es zuletzt an Holz zu Kreuzen ſehlte. In einer Nacht wurden 5000 eingebracht, und In der Stadt ſelbſt waren die Lebensmittel dergeſtalt aufgezehrt, daß manche Reiche alle ihre Habſeligkeiten für ein Maaß Korn, oder Gerſte hingaben. Vor Hunger aßen die, welche noch etwas Getreide erkaufen konnten, die Körner ungemahlen. Die Stärkern, beſonders die Re⸗ bpellen, liefen in den Häuſern wüthend umher, und raub⸗ ten alle Speiſen, die ſie noch fanden. Da ward kein Al⸗ ter und keine Jugend verſchont. Kindern das Eſſen vor dem Munde weg; ſogar Frauen riſſen ihren Männern, Söhne ihren Aeltern, Mütter ih⸗ ren Kindern die Speiſe aus dem Munde. Zuletzt wurde Man nahm Greiſen und &* die Noth ſo groß, daß man vor Hunger lederne Gürtel, Schuhe und das Leder an den Schilden zernagte, altes abgegangenes Heu zur Speiſe nahm, und eine Hand voll davon mit 16 Groſchen bezahlte; ja man ſuchte ſogar ſeine Nahrung an unflätigen Orten, und verzehrte vor Hunger Kuhmiſt und dergleichen unreine und ungeſunde Dinge. Dadurch entſtanden Peſt und das ſchrecklichſte Elend. Die Dächer lagen voll Frauen und kleiner Kinder, die verhun⸗ gert waren, und die Straßen waren mit erblaßten Grei⸗ ſen angefülkt. Jünglinge und Knaben, wenn ſie ſchon zu ſchwellen anfingen, ſchlichen als Schattenbilder umher, und ſielen auf öffentlicher Straße todt zur Erde. Die An⸗ zahl derer, die von Peſt und Hunger hingerafft wurden⸗ die, welche d ie zanze 3e hinaus getrage dert Tauſend. Da nun u mehr war, mer. Gab n. hungerten ͤu wurden eine Soldaten lel dieſen bekam verſchluckt ge zu bringen glaubten nu ten deshald auf. Titus zu tödten, verkauft. Indeſſen nach dem die Soldat in Brand Mühe hatt geriethen ihnen vork alles lag vym Blu⸗ geſchrei er ſchon viele das Aller. römiſcher in Brand es nicht z ſchen Krit darnieder, Fuuer an glliſcht w hrannt un rng— m lems. it 4 tana vorbe. er näher. 4 1 rberte die 4 3 der einreißen; dnein= ein und liß mei ech ſiieg die dund 3.e den Eimi 2 1 üanditten iiß 5 1 1 dtolz und ihre iche Ensvorſchlägt arff 4 och ſtrengere ir welche aus n ſuchen, auf der Stad Schrecken der die bebe ratel dergeſtt e alle ihre? celigkeiten fir ingaben. Hunger aßen trreide erka Skonnten, die Stärkem, Pders die R⸗ n wüthend et, und nab⸗ c fanden. 1* Cvard kein A⸗ ont. Man Greiſen und Nunde w e dgar Frauen ee ihren A d Nülker ij⸗ dem Mund lltt wurde vor Hun dne Gühtd nagte, altes che Hand voll t ſogar ſein Schild een Schilde ſe nahm, t Kls za me e; 3 me en, und ved bol Hunger * nd Na ſunde Dinge. d das ſchre Glend. Die nd kleiner*, die verhun⸗ en waren † u laßten Och d Kntben Ne ſie ſchon! Die Ww Kn ider umher, Snaße todt ⸗* uft wurden 5d Hungt. ſ dert Tauſend. Geſchichte der Zerſtörung Jeruſalems. 45 iſt unglaublich groß. Nur zu einem Thore wurden in Zeit von 6 Wochen hundert und fünfzehn Tauſend, acht Hun⸗ dert und achtzig Todte hinausgetragen, nicht gerechnet die, welche von ihren Verwandten begraben wurden. Die ganze Zahl der Verſtorbenen, welche zu den Thoren hinaus getragen wurden, ſchätzt man auf Sechsmal Hun⸗ — Da nun in der Stadt keine Speiſe und Sicherheit mehr war, ſo flohen viele daraus in das Lager der Rö⸗ mer. Gab man ihnen hier Speiſe, ſo ſielen die Ausge⸗ hungerten zu gierig darüber her und ſtarben. Dann aber wurden eine Menge ſolcher Ueberläufer von den römiſchen Soldaten lebendig aufgeſchnitten. Denn es war unter dieſen bekannt geworden, daß manche Juden Goldſtücke verſchluckt gehabt, weil ſie es ſonſt nicht aus der Stadt zu bringen ſich getraut hatten. Die römiſchen Soldaten glaubten nun bei allen Juden Gold zu finden, und ſchnit⸗ ten deshalb in einer Nacht über 2000 ſolcher Ueberläufen auf. Titus verbot aber, die Ueberläufer aus der Stadt zu tödten, und ſo wurden ſie ſehr wohlfeil als Sklaven verkauft. Indeſſen eroberten die Römer einen Theil der Stad nach dem andern. Titus aber hatte den Befehl gegeben die Soldaten ſollten des Tempels ſchonen und ihn nichtt in Brand ſtecken. Da aber die römiſchen Soldaten viel Mühe hatten, dieſen höchſten feſten Platz zu erobern; ſ geriethen ſie in große Wuth. Sie mordeten alles, wa ihnen vorkam, Kinder und Greiſe, Laien und Prieſter alles lag voller Leichname. Der ganze Hügel ſchwamr vom Blute der Getödteten. Das furchtbarſte Jammer geſchrei erſcholl in dem Tempel. Die Flammen hatte ſchon viele Theile des Tempels ergriffen; doch ſuchte Titt das Allerheiligſte zu retten; aber es war vergebens. Ei römiſcher Soldat ſteckte den innern Theil des Tempels aus in Brand, und das Feuer nahm ſo ſchnell überhand, daß es nicht zu löſchen war. Unterdeſſen metzelten die roͤm ſchen Kriegsleute ohne Barmherzigkeit bis in die Nach darnieder, was ihnen vor die Hände kam, ſo, daß da Feuer an manchen Orten durch das daher ſtrömende Blu gelöſcht ward. So ward der prächtige Tempel völlig ve brannt und zerſtört, der ſeit der Rückkehr der Juden 3 486 Geſchichte der Zerſtörung Jeruf ſalems. der Babyloniſchen Gefangenſchaft, vor 600 Jahren, wie⸗ der hergeſtellt worden war. Titus hätte gern der Stadt und des Tempels geſchont und ſuchte die Juden durch gelinde Vorſtellungen zu be⸗ Aeußerſte kommen. Er hatte auch als ein gelinder Her befohlen, der Wehrloſen, der Alten und Schwa achen zu ſchonen; aber die Soldaten übertraten ſeinen Befehl und ſerwürgten alles, was ihnen vorkam Die Zahl derer, welche während der Belagerung ums Leben kamen, beläͤuft ſich auf elf mal hundert Tauſend, und die ganze Anzahl, die in dieſem letzten jüdiſchen Kriege ihr Leben verlor, ſoll ſich an anderthalb Millionen belau⸗ fen. Die, welche bei der Zerſtörung Jeruſalems am Leben plieben, wurden zu Gefangenen gemacht. Titus übertrug dem Fronto, ſeinem Freunde, das Schickſal der Juden zu entſcheiden. Dieſer ließ alle, als Anführer oder Stra⸗ ßenräuber angeklagte, hinrichten; auserleſene, wohlgeſtaltete Jünglinge beſtimmte er zum Friumphe. Von den übrigen kieß er die, welche über 17 Jahre alt waren, in Feſſeln ſchlagen, und Titus ſchickte ſie nach Aegypten, um daſelbſt in den Berawerken zu arbeiten. Die meiſten verſchenkte der römiſche Feldherr in die Provinzen des römiſchen Reichs, zu Fecht⸗ und Kampfſpielen mit wilden Thieren. Die unter 17 Jahr waren, wurden als Sclaven verkauft. Und indem Fronto ſo ihr Schickſal entſchied, verhungerten noch an zwölf Tauſend, weil ihnen die Wache aus Haß 6 nicht Speiſe gab, und viele auch ſich weigerten von Hei⸗ b zen. als Unreinen, ſie anzunehmen. Die ganze Anzahl der Gefangenen, während des gan⸗ gen Krieges, betrug an 97 Tauſend. Die, welche davon ſbrig blieben, wurden von nun an in alle Gegenden der Erde zerſtreuet, und wurden nie wieder ein eignes Volk; ondern ſind abhänaig und dienſtbar. Hier traf das ein, vas Moſes im 5. Buch im 28. Kapitel ſagt:»Der Herr vird dich, o Molk, zerſtreuen unter alle Völker, von einem Ende der Welt bis zum andern. Du wirſt unter dieſen poöl kern kein bleibend Weſen haben. Der Herr wird dir enſ geben ein bebendes Herz und eine kraftloſe Seele.« o wandeln denn noch die Nachkommen jener verderbten Borfahren, zum warnenden Exempel für alle Vefke über⸗ wegen; aber ſie waren verblendet und ließen es aufs bra überall auf d. das Licht der Feſum dim an ihn, der ſcho bane wolte, Ae S wie abet Volke in Eifül Nattb. B, 38. ſen werden; un ſchleifen 4 kei der Feldherr Te zu ſe hleifen, u gemacht, daß es thedem hier ein geſtanden habe. erfüllt werden, fallen durch de et werden und treten werden erfüllet wird.« Alſo fügte e Staat ſammt die Juden geg dankbar warer Chriſtum kreut Gottes des V ausgebreitet n öber ein Volk den war, un wollte: ſonde ſich ſiiß 9 m üchten nehmen! Mz dankbar erten: zur Wahrheit erderhens at ten ſie ihre T baim, u Au leppi eft „wr(Jahren Rund dee — blinde T— mels geſchont 4 „ alten * r⸗ euraten 8 1 w . adrend den uf elf ma dieſem letz; „ andertbal ſörung Je le, als It a; auserle friumpbe. 146 lf 1 re alt ungen zu be, en es auft ½ ind 46 als amn zelinder Her zchwachen zu — Befehl und agerung uns Mert Tauſend, ſſchen Kriege SE lionen belau⸗ ns am Leben en cemacht 2, das tus übertrug l der Juden AMr oder Stra⸗ an vohlgeſtaltee A den übriren al, in Feſeln nach Ieg um daſelbſt * 2 Trevinz en. Die — mn derſchenkte s rümiſchen ſpielen m e den Thieren. erden alsun en berkauft. ckſal entſc erhungerten ihnen die 6 d ſch W n onn He⸗ nie wieder enſiber. 8. Kavite nter alle! an. Du e aus Haß And des gan⸗ elche davon S egenden der mignes Volk; „ araf das ein, * Der Herr „ wie von einem anter dieſen merr wird dir loſe Seele⸗ — üüberall auf der Erde umher, ulen noch immer nicht das Licht der Wahrheit achten undurch den Glauben an Jeſum Chriſtum den Weg zu ihr“ Heil nicht einſchlagen, an ihn, der ſchon einſt ihre Vorhren in Jeruſalem ver⸗ ſammeln wollte, wie eine Hennehre Küchlein unter ihre Flugel. 4 So wie aber jener Ausſpruch iſ Buche Moſis an dem Volke in Erfüllung ging; ſo ay der Ausſpruch Jeſu: Mattb. 23, 38. Siehe, euer Haz ſoll euch wüſte gelaſ⸗ ſen werden; und Luc. 19, 24. TDne Feinde werden dich ſchleifen und keinen Stein auf del andern laſſen. Denn der Feldherr Titus gab den Befeh Mauern und Gebäude zu ſchleifen, und es ward alleso dem Erdboden gleich gemacht, daß es in der Folge kan glaublich war, daß ehedem hier eine ſo große, prächtie und volkreiche Stadt geſtanden habe. Und ſo iſt denn auch das Wort Teſu erfüllt worden, daß wir Lucä. 21, 4. leſen: Sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen gefüh⸗ ret werden unter alle Völker; un Jeruſalem wird zer⸗ treten werden von den Heiden, bit daß der Heiden Zeit erfüllet wird.« Alſo fügte es der heilige und Alldeiſe, daß der jüdiſche Staat ſammt Jeruſalem zu Grund gehen mußte; weil die Juden gegen alle Erweiſungen der Huld Gottes un⸗ dankbar waren, die Propheten tödteen und ſelbſt Jeſum Chriſtum kreuzigten; damit die Ehr Jeſu als Geſandten Gottes des Vaters gerettet, und ſein beglückende Reliaion ausgebreitet werde! So ging das ſhwere Gericht Gottes über ein Volk, das ganz ausgeartet und laſterhaft gewor⸗ den war, und ſich auch nicht lehren und beſſern laſſen wollte: ſondern alle Belehrung und Vermahnung von ſich ſtieß. O, mzchten doch dieß alle chriſtlichen Völker zu Herzen nehmen! Mzächten ſie die Gnade Gotte; in Chriſto Jeſu dankbar erkennen, im Glauben an ihn ſich vom Irrthum zur Wahrheit, vom Laſter zur Tugend, vom Wege des Verderbens auf den Weg des Lebens leiten laſſen! Möch⸗ ten ſie ihre Tempel und das Wort Gottes immer heilig halten; und nicht durch Verachtung des Evangelii, nicht durch Ueppigkeit und Sicherheit und Zwietracht, Geſchichte der Zerſtörun Jeruſalems. 47 Got⸗ 2 9* » Sottes des Allmächen Mißfallen und Strafen ſi zuziehen!.““ Die Zerſtörung Iuſalems und der Untergang des un jüdiſchen Staates, bätiget auch die Wahrhaftigkeit der w Ausſprache Jeſu; der er hat dieſe ſchrecklichen Schickſale A 38 Jahre vorher verndiget, und zwar mit einer Be⸗ ſtimmtheit, ganz w es ergangen iſt. Dieß beſtärke 49 Geſchichte d Zerſtörung Jeruſaleä. t unſern Glauben an it, an ſeine Lehren, Verheißungen er und Drohungen, undnache unſere Herzen geneigt, ihm in allem zu folgen! Dann werden wir, unter dem Le Schutze Gottev, des allmächtigen Vaters, unter der r Leitung Jeſu Chriſti, unſers Herrn, geheiliget durch den Geiſt der Wahr heit nd der Liebe, ein Gott geſälliges und friedenvolles Lebe führen, in Nöthen und Gefahren Troſt und Rettung ſiden, und endlich durch den Tod in das beſſere Vaterlad hinüber gehen, wo wir die Selig⸗ u keit genießen ſollen, jie uns der himmliſche Vater durch zu Ker. 7 15 ½ Chriſtum verheißen ud bereitet hat. Das helfe uns Ji Gott, durch Chriſtum Amen. 8 “ 1 nA — ööoöͤoͤoͤͤͤhͤhſtteeen Aöju 6 ĩd euſn Lüilens 4.= urtergang d 2 ftigkeit d e diſl e küchen Scicſt anigt, und= mit einer 3 1 agg Dieß beſtät d. an ſeine, Verheißunge dade uuſere den geneigt, in Dan vad wir, unter da di allmächtige Sa, unter d unſers Hand ſaüget durch da 1d der kich Gott gefällige t führn, uſ m und Gef dum iden, und e 1 durch den To lnd hinüber g v'o wir die Selig⸗ ie uns der* e Pater durh nd bereitet— Das h 3 uns 4 Amen. 8 — *