G X ò —— A .— 1* 2—— àA 8 3. 1 ldschmidt — waarenhandlung isenmarkt. . ———— Evangeliſches Geſang-Buch. 4 Herausgegeben nach. den Beſchlüſſen der Synoden Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafſchaft Mark. Mit Genehmigung eines Hohen Miniſterii der geiſtlichen Angelegenheiten. ——— Elberfeld. Druck und Verlag von Sam. Lucas. Natden d ud dn gegenwa ſmpbucs fühlbe in jlhen angeordnet eimen gegeben ir Grufſchaft jFnade von J d wecmäßig unde, daß die ſhräuchlichen G nſt ausgefuchten m u uſpu jtiiſkt, Erbe Senuug bend dnberändert bei 'iraden haber i effr beger 9 5 4 4 iantuhs⸗ in ur Braut heini und lixnde Re dnj iiſs G R iatvirdg „ 1 Vorwort. Nachdem das Bedürfnis eines gemeinſamen, vollſtändigen und den gegenwärtigen kirchlichen Verhältniſſen angemeſſenen Ge⸗ ſangbuchs fühlbar geworden war und ſich von vielen Seiten zu erkennen gegeben hatte, ſo wurden durch die Geſamt⸗Synode der Grafſchaft Mark und bald nachher durch die Provinzial⸗ Synode von Jülich, Kleve und Berg Kommiſſionen zur Redaktion eines zweckmäßigen Geſangbuchs und darnach zur Reviſion des⸗ ſelben angeordnet, wobei der Grundſatz aufgeſtellt und feſtgehalten wurde, daß die beliebteſten Lieder der in dieſen Landesteilen gebräuchlichen Geſangbücher beibehalten, die Sammlung derſelben mit ausgeſuchten Kernliedern aus älterer und neuerer Zeit vermehrt, und der urſprüngliche Text der Lieder, ſo weit es mit Sprach⸗ richtigkeit, Erbaulichkeit und Verſchiedenheit der bisher ſchon im Gebrauch befindlichen Recenſionen vereinbar ſein würde, möglichſt unverändert beibehalten werden ſollte. Dieſe Kommiſſionen beider Synoden haben zuerſt abgeſondert von einander ihre Arbeit mit Eifer begonnen und fortgeſetzt, darnach, da von der märkiſchen Geſangbuchs⸗Kommiſſion ſchon ein Probe⸗Geſangbuch gedruckt und zur Begutachtung vorgelegt war, ſich brüderlich mit einander vereinigt und unter dem göttlichen Segen und Beiſtande das vorliegende Werk zu Stande gebracht. Nachdem nun der Ent⸗ wurf dieſes Geſangbuchs durch die Präſides beider Synoden an die Hochwürdigen Konſiſtorien zu Koblenz und Münſter, und von ““—— 4 IV denſelben an das Königliche Hochpreisliche Miniſterium der geiſt⸗ lichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten zur Geneh⸗ migung eingereicht worden iſt, ſo hat das gedachte Hohe Miniſte⸗ rium ſich wohlgefällig über die Vereinigung beider Synoden zur Bearbeitung eines gemeinſchaftlichen Geſangbuchs geäußert, die verſtändige Berückſichtigung der noch beſtehenden Geſangbücher beifällig anerkannt und den Druck des vorliegenden Geſangbuchs, ſo wie die Einführung desſelben in den evangeliſchen Gemeinen, bei welchen ſie zur Zufriedenheit derſelben bewerkſtelligt werden könne, hochgeneigt genehmigt. Der gnadenreiche Gott, der dieſes Werk bisher augenſchein⸗ lich gefördert hat, bahne dem Geſangbuch den Weg in Kirche und Schule, in Haus und Herz, und ſegne es zur Erhebung des Gemüts und zur meinſamer Gottesverehrung im Geiſt und in der Wahrheit und zur Vereinigung im Glauben und in der Liebe, ſegne es zur Erbauung auf den einigen Grund alles Heiles und zur Aus⸗ breitung des Reiches unſers hochgelobten Heilandes, des Sohnes Gottes, welchem ſamt dem Vater und dem heiligen Geiſte ſei Ehre und Anbetung in alle Ewigkeit! Amen. gfin 1p 1nd d Erweckung frommer Andacht, ſegne es zu ge⸗ kirchlie rdr fir rch lenzl Nventslieder. Griheilitde Neui jebrsieder funütde Hferlieder. dimmeffähts 1 1 4 4 5 64 4 4 3 Buße. 347— N Reſormations 390-40). llieder für kirch 1 Lidder von de ſonfirmations Wrrtereitung Dwmion u dii Berdigu Grrgleche A 1 4 t nnäſ 9 niſterium der geſt heiten zur Genel⸗ ote dohe Miiſe 1. iniſte ider S r er Synoden zu Erſte Abteilung. chs geäußert, die Kirchliche Zeiten und kirchliche Handlungen. den Geſangbülhe I. Lieder für kirchliche Zeiten. Inhalts-Anzeige. 1. Sonntagslieder. 1—21. der Geſangluch 2. Lodent eieber. 22— 35. -liſche 3. Chriſtfeſtlieder. 36—56. ſchen Gemeine, 4. Neujahrslieder. 57— 64. erſſelin unn. Pichenee i6 Iau 7. Himmelfahrtslieder. 136—146. is. 8. Pfingſtlieder. 147— 174. taher augenſchein⸗ 9. Buß⸗ und Bettagslieder. 175— 191.(S. auch die Lieder von der Jeg in Kirche und Buße. 347— 356). 10. Reformationsfeſtlieder. 192—194.(S. auch die Lieder von der Kirche. zur Erhebung des 390— 400). ſe II. Lieder für kirchliche Handlungen. ſegne es zu ge⸗ 1. Lieder von der heiligen Taufe. 195— 199. er Wahrheit und 2. Konfirmationslieder. 200— 208. . 3. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 209— 217. be, ſegne es zur 4. Abendmahlslieder. 218— 237. 5. Ordination und Einführung eines Predigers. 238— 240. es und zur Aus⸗ 6 Bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 241—260. des, des S ohnes(Vergleiche Abteilung III. 12). (ligen Geiſte ſei Zweite Abteilung. Gottes Weſen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. I. Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 261—283. II. Gottes Werke und Wohlthaten. A. Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. 284—298. B. Erlöſung des Menſchen. 1. Die Sünde und ihre Folgen. 299—306. 2. Die Erlöſung im allgemeinen. 307— 316. 3. Der Erlöſer. a) Jeſu Geburt ꝛc. bis zu ſeiner Himmelfahrt.(S. die Lieder in der erſten Abteilung). b) Jeſu göttliche Würde. 317. c) Jeſu Name. 318— 320. d) Jeſu Wandel. 321— 325. e) Jeſu prophetiſches Amt. 326—329. f) Jeſu hoheprieſterliches Amt. 330— 332. g) Jeſu königliches Amt. 333— 336. n) Jeſu Wiederkunft zum Gerichte. 337— 344. 1. 2. C. Heiligung durch den heiligen Geiſt. 1. Lieder von der Ausgießung des h. Geiſtes und ſeinen Wiruugen. 2(Sr in der erſten Abteilung die Pfingſtlieder). .Die Heilsordnung. a) Erweckung und Erleuchtung. 345. 346. b) Buße. 347— 356.(S. auch die Buß⸗ und Bettagslieder in der erſten Abteilung). c) Glaube und Rechtfertigung. 357— 377. d) Wiedergeburt, Erneuerung und Heiligung. 378—385. e) Verſiegelung und Verherrlichung. 386— 389. 3. Die Kirche. 390—- 400.(S. auch die Reformationsfeſtlieder in der erſten Abteilung). 4. Die Gemeinſchaft der Heiligen. 401. 402, 5. Das Wort Gottes. 403— 408. Dritte Abteilung. Das chriſtliche Leben. Sorge für die Seele. 409— 417. Das Gebet. 418—424. 3. Lob und Dank. 425— 437. 1. Liebe zu Gott und Jeſu. 438—473. . Ehrfurcht und Demut. 474—478. .Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 479—520. Gehorſam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 521—531. .Nachfolge Jeſu. .Nächſtenliebe. 541— 545. .Geiſtlicher Kampf und Sieg. 546—558. .Würde und Seligkeit der Gläubigen in dieſem Leben. 559—565. .Tod, Gericht und Ewigkeit. 566— 598.(Vergl. auch die erſte Abt. II. 6.) Himmliſcher Sinn. Selbſtverleugnung. 532- 540. Vierte Abteilung. Beſondere Zeiten und Verhältniſſe. I. König und Obrigkeit. 599. 600. II. Allgemeine Landesangelegenheiten. Saat und Ernte. 601— 605. 2. Offentliche Not im allgemeinen. 606— 611. 3. Krieg und Friede. 612—621. 4. Dürre. Näſſe. Teurung. 622— 626. 5. Feuersnot. 627—629. 6. Seuchen. 630. 631. III. Lieder, zunächſt für Läueliche Erbauung. 1. Morgenlieder. 632— 643 2. Mittagslieder. 644— 646. 3. Abendlieder. 647—655. 4. Ermunterung zur Gewiſſenhaftigkeit, zum Leſen der heiligen Schrift, zum Gebet, zur Selbſtprüfung. 656— 662. 8 Für Jünglinge, Greiſe, Eheleute, Eltern, Witwen. 663—ß 670. 6. Für Kranke, Geneſende, Sterbende. 671—681. —— — airzlühe 1 Eigne Alen A Ehr! gnde, Dar rmmermehr! cde. Ein 3 dns hat, Nun rtera,Alcs 2 Lr obe Lanm Gotte Got, Nimn rur räut E 4 Dieil Gut, du 1 lat it diege geoße Mart dvend al R, Dazu nd ſſeinen Wi 1 n Wirk un Bettagslieder in 38,8 3 ormationgfeſtlieder in 72]1 541—531. eugnung. 532- 540, t Leben. 559— 565. chde erſte Abt. II. 6) niſte. de heiligen Schriſ, 1 163— 670. ungen, Erſte Ab Kirchliche Zeiten und teilung. kirchliche Handlungen. J. Lieder für kirchliche Zeiten. 1. Sonnt Eigne Melodie. 1 Allein Gott in der Höh ſei X CEhr Und Dank für ſeine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann ein Schade. Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat, Nun iſt groß Fried ohn Unterlaß, AllFehd hatnun einEnde. 2. Wir loben, preiſ'n, anbeten dich Für deine Ehr, wir danken, agslieder. Eigne Melodie. 2 Es wolle Gott uns gnädig * ſein Und ſeinen Segen geben, Sein Antlitz uns mit hel⸗ lem Schein Erleucht zum ewgen Leben, Daß wir erkennen ſeine Werk Und was ihm lieb auf Erden, Und Jeſu Chriſti Heil und Stärk Bekannt den Heiden werde, Und ſie zu Gott ſich kehren. Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierſt ohn alles Wanken. Ganz unermeſſ'n iſt deine Macht, Fort g'ſchieht, was dein Will hat be⸗ dacht; Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jeſu Chriſt, Sohn ein⸗ gebor'n Deines himmliſchen Va⸗ ters, Verſöhner der'r, die war'n verlor'n, DuStiller unſers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt von unſrer Not, Erbarm dichunſeraller. 2. So danken dir und loben dich, Herr Gott, die Heiden alle; Und alle Welt, die freue ſich, Und ſing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter biſt Und läßt die Sünd nicht wal⸗ Weide iſt, Die alles Volk er⸗ halten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das Volk in guten Thaten; 4. O heilger Geiſt, du höchſtes Das Land bring Frucht und beßre Gut, Du all'rheilſamſter Tröſter, Vors Teufels Gewalt fortan be⸗ Uns ſegne Vater und der Sohn, ſich, Dein Wort laß wohl geraten. hüt, Die Jeſus Chriſt erlöſte Durch Uns ſegne Gott der heilge Geiſt, große Mart'r und bittern Tod; Abwend all unſern Jamm'r und Not, Dazu wir uns verlaſſen. ten. Dein Wort die Hut und Dem alle Welt die Ehre thu, Vor ihm ſich fürchte allermeiſt. Nun ſprecht von Herzen: Amen! ——n 8 Sonntagslieder. Eigne Melodie. 3 Jehovah! Jehovah! Jeho⸗ . J vah, deinem Namen Sei Ehre, Macht und Ruhm! Amen, „Amen! Biseinſt der Tempel dieſer Welt Auf dein Wort in Staub zerfällt Soll in unſern Hallen Das Heilig, Heilig, Heilig! er⸗ ſchallen. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. 4 Liebſter Jeſu, wir ſind hier, * Dich und dein Wort an⸗ zuhören. Lenke Sinnen und Begier Auf die ſüßen Himmelslehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen werden. 2. Unſer Wiſſen und Verſtand Iſt mit Finſternis umhüllet, Wo nicht deines Geiſtes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, thun und dichten Mußt du ſelbſt in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, Mach uns alleſamt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren. Unſer Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jeſu, wohl gelingen. Eigne Melodie. Angeſicht In ewger Freud und ſelgem Licht. 4. Ehr ſei dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geiſt in einem Thron; Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit. Mel. Kommt her zu mir. 6 Ac, Herr Gott, gieb uns ** deinen Geiſt Von oben, der uns Beiſtand leiſt Im Be⸗ ten und im Lehren. Die Sünd vergieb, Andacht verleih, Das ſchickt, dich zu verehren. 2. Den Glauben mehr, die Hoff⸗ nung ſtärk, Laß unſre Seel bei dieſem Werk Zu dir, Gott, ſich erheben. Gieb, daß wir Hörer nicht allein, Vielmehr auch wahre Thäter ſei'n Und nach dem Worte leben. Mel. Wunderbarer König. 7 Gott iſt gegenwärtig! Laſſet * uns anbeten Und in Ehr⸗ furcht vor ihn treten. Gott iſt in der Mitte! Alles in uns ſchweige, Demutsvoll vor ihm ſich beuge. Wer ihn nennt, Wer ihn kennt: Fallt in Demut nieder, Gebt das Herz ihm wieder. 5 Herr Jeſu Chriſt, dich zu . uns wend, Den heilgen Geiſt du zu uns ſend; Mit Hülf V und Gnad er uns regier Und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, Bereit das Herz zur An⸗ dacht fein, Den Glauben mehr, ſtärk den Verſtand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. Bis wir ſingen mit Gottes Heer Das Heilig, heilig iſt der Herr! Und ſchaun dich dort von 2. Gott iſt gegenwärtig, Dem die Seraphinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! Singen Engelchöre, Ihm, dem Herrn, ſei Preis und Ehre! Herr, vernimm Unſre Stimm, Wenn auch wir Geringen Unſre Opfer bringen. 3. Wir entſagen willig Allen Eitelkeiten, Die uns Sünd und Welt bereiten. Wir geloben heilig, Seele, Leib und Leben Dir zum Herz bereite, daß es ſei Ge⸗ uns veinen He dine Klarheit ſt und Wa 12 himmewe do wi gehr aij ms dich: it uns ſcice 4 N leine b 3 Ln 1 uyaütt;( üt Meuen inn Vitg tmite mei deunar — oger Freud und Vaeer und dem ſen Giſt in einem gen Dreieinigkeit eis in Ewigkeit her hu mir. Got, gieb uns Geiſt Von oben, d leit Im Be⸗ en. Die Sünd delleih, Das aß es ſei Ge⸗ rehren. nmehr, die Hoff⸗ unſt: Seel bei dir, Gott, ſi daß wir Hörer tehr auch wahre nachdem Worte arer Känig. nwärtig! Laſſet en Und in Chr⸗ en. Gott iſt in n urs ſchweige, hm ſich beuge. Ver ihn kennt: eder Gebt das nwertig, Dem ag lund Nacht Heiiig, heilig, gelcöͤre, Ihm, eis und Ehre! nſr Stimm, eriygen Unſre mwillig Allen ünd und gel'ben heilig, ben Dir zum Sonntagslieder. 9 Eigentum zu geben. Du allein Sollſt es ſein, Unſer Herr und Meiſter, Vater aller Geiſter. 4. Majeſtätiſch Weſen, Möch⸗ ten wir dich preiſen Und im Geiſt dir Dienſt erweiſen! Möchten wir wie Engel Immer vor dir ſtehen Und dich gegenwärtig ſehen! Laß uns dir Für und für, Einzig dir vor allen Trachten zu gefallen. 5. Du durchdringeſt alles; Herr, ach, zieh und richte Doch auch mich zu deinem Lichte. Wie die zarten Blumen Willig ſich ent⸗ falten Und der Sonne ſtille halten: Laß mich ſo, Still und froh, Deine Strahlen faſſen Und dich wirken laſſen. 6. Mach uns nur einfältig, Innig, abgeſchieden, Sanft und ſtill in deinem Frieden. Mach uns reinen Herzens, Daß wir deine Klarheit Völlig ſchaun in Geiſt und Wahrheit. Laß das Herz Himmelwärts Wie ein Adler ſchweben Und in dir nur leben. 7. Komm, in uns zu wohnen, Und laß ſchon auf Erden Uns zum Heiligtum dir werden. Wollſt, o nahes Weſen, Dich in uns verklären, Alles Nichtige verzehren. Wo wir gehn, Wo wir ſtehn, Laß uns dich erblicken, Ganz zu dir uns ſchicken. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 8 Licht vom Licht, erleuchte 4 mich Bei dem neuen Tageslichte; Gnadenſonne, zeige dich Meinem frohen Angeſichte; Deiner Weisheit Himmelsglanz Schmücke meinen Sabbath ganz. 2. Brunnquell aller Seligkeit, Laß mir deine Ströme fließen, Mache Sinn und Herz bereit, Ihre Fülle zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, Laß es reich an Früchten ſein. 3. Zünde ſelbſt das Opfer an, Das auf meinen Lippen lieget, Und erhelle mir die Bahn, Wo kein Irrtum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, Wel⸗ ches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, heilig, heilig! ſingen, Und mich in die Ewigkeit Mit des Geiſtes Flügeln ſchwingen. Selig ſchmeck ich dann ſchon hier, Wie's im Himmel iſt bei dir. 5. Dieſer Tag ſei dir geweiht; Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zubereiten, Nichts ſonſt wollen, nichts ſonſt thun, Als in deiner Liebe ruhn. 6. Du biſt mehr als Salomo, Laß mich deine Weisheit hören. Ich will dich vor deinem Thron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis das Licht der Ewigkeit Mich mit vollem Glanz erfreut. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu. 9 O Gott, du höchſter Gna⸗ . denhort, Verleih, daß uns dein göttlich Wort Von Ohren ſſo zu Herzen dring, Daß es auch reiche Früchte bring. 2. Der wahre Glaube iſt die Kraft, Die Heil durch Jeſum Chriſtum ſchafft. Die Menſchen⸗ lieb iſt deſſen Frucht, Die man an Chriſti Jüngern ſucht. 3. Verſchaffe bei uns, lieber Herr, Daß wir durch deinen Geiſt 10 Sonntagslieder. noch mehr In Heilserkenntnis nehmen zu Und endlich bei dir finden Ruh. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 10 Der Herr, in deſſen Güte 6 Sich Erd und Himmel freun, Der ſegne, der behüte Dich, ſeines Volks Verein! 2. Der Herr, reich ohne Gren⸗ zen An Gnad und an Geduld, Laß hell und mild dir glänzen Das Antlitz ſeiner Huld! 3. Der Herr, dein Gott, er⸗ hebe Den Blick voll Freundlich⸗ keit, Daß er dir Frieden gebe, Wie keine Welt ihn beut! 4. Geſegnet bleib im Namen Des dreimal heilgen Herrn! Sein ganzes Volk ſprech: Amen! Er ſegnet ja ſo gern. Mel. Werde munter, mein. 11 Hehr und heilig iſt die — Stätte, Wo die From⸗ men zu dir flehn. Laß, ſo oft ich ſie betrete, Mich, o Herr, dein Antlitz ſehn. Überall, wohin ich ſeh, Fühl ich deines Geiſtes Näh, Doch die Welt und ihr Getümmel Trübt mir meinen Blick zum Himmel. 2. Von dem Irdiſchen ge⸗ ſchieden, Von dem Ewigen er⸗ nieder, Hebt der Glaube mich empor. Bruͤderlieb erfüllt mein Herz, Es vergißt der Kränkung Schmerz, Seh zu den geweihten Hallen, Ich die Mitanbeter wallen. 4. Heilges Wort der ewgen Wahrheit, Das dem Irrtum uns entreißt, Du erhellſt die Nacht zur Klarheit, Du durchſtrahlſt mit Licht den Geiſt. Nichts verhehlet ſich vor dir, Fehl und Schuld ent⸗ hüllſt du mir. Wo du, heilges Wort, erklungen, Haſt du Mark und Bein durchdrungen. 5. Weinend und mit bangem Zagen Trat ich oft ins Heilig⸗ tum; Doch bald ſtillte meine Klagen, Herr, dein Evangelium. Ich gab mich in Gottes Hand, Und, zum Mittler hingewandt, Hab ich, ganz in ihn verſunken, Gern den Leidenskelch getrunken. 6. Sink ich an des Altars Stufen, Ein gebeugter Sünder, hin, Hör ich heilge Stimmen rufen: Sei getroſt, dir iſt ver⸗ ziehn! Dann ſteh ich begnadigt auf, Fördre fröhlich meinen Lauf, Und das Herz hofft voll Ver⸗ trauen, Was es glaubt, dereinſt zu ſchauen. 7. Sieht mein Auge, naß von Thränen, Der Geliebten Stellen füllt, Find ich hier den hohen leer: Hier ſtillt ſich mein banges Frieden, Der des Geiſtes Sehn⸗ Sehnen Bei dem Zuruf: weint ſucht ſtillt. An dem Strom der nicht mehr! Aus der Welt voll Erdenluſt Darbet doch zuletzt die Kampf und Streit Zu des Him⸗ Bruſt, Und es wird dem Herzen mels Herrlichkeit, Zur Gemeine bange Bei des Lebens wildem ſelger Frommen Hat der Herr Drange. 3. Hör ich hier der Andacht ſie aufgenommen. 8. Teuer bleibſt du meiner Lieder, Dünkt es mir ein Engel⸗ Seele, Haus des Herrn, ſo lang cher; Sink ich bang und zweifelnd ich bin. Nimmt des Grabes dunkle —— —. — —— — —y =— —— — — — — — — — — — — —— — — — — — — — — äte geh, frct vor di 3 „Erinnne — er lälaube mich rlieb erfüllt mein at der Kränkun zu den geweihten (ital beter wallen er er dem Irrtum un rhellt die Nacht . duſchſtrahlſt mit Nihhts verhehlet un) Schuld ent— 0 du heilges Worg 4 ¹ Mark und n. und mit bangem vof ins Heilig lllte meinelagen, gelinm. Ich gal Han), Und, zum and, Hab ich, unken, Gern den unhn. at des Altars ebeugter Sünder, heille Stimmen roſt dir iſt ver⸗ eh ich begnadigt liich meinen Lauf, hofft voll Ver⸗ gluubt, dereinſt n Auge, naß von HGeliebten Stellen ſich mein banges m zuruf: weint s der Welt voll eit Zu des Him⸗ t, Zur Gemeine z Pat der Herr 1. eihtt du meiner Lerrn, ſo lang des Hrabes dunkle 13 O Gott, du unſer Va⸗ Sonntagslieder. 11 Höhle Einſt den Staub des Pil⸗ gers hin, Dann ſchweb ich mit Preis und Ruhm In das höhre Heiligtum, Daß ich ewig mich ver⸗ eine Mit der himmliſchen Gemeine. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich. 12 Gott, du biſt mein . Preis und Ruhm, Mein Herz ſei ganz dein Eigen⸗ tum! Laß mir den Sabbath hei⸗ lig ſein, Laß mich ihn deinem Dienſte weihn. 2. Gieb, daß ich mein Gemüt bewahr, Wenn ich mit deiner Chriſtenſchar Zu deines Hauſes Stätte geh, Daß ich mit Ehr⸗ furcht vor dir ſteh. 3. Erinnre ſelber meinen Geiſt, Daß du mir gegenwärtig ſeiſt, Damit ich deines Wortes Lehr Mit Andacht und mit Nutzen hör. 4. Drück alles tief ins Herz hinein, Und laß mich nicht bloß Hörer ſein; Steh mir mit dei⸗ ner Gnade bei, Daß ich des Wortes Thäter ſei. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhe⸗ tag Zu meinem Segen feiern mag. Bewahr mich vor dem Geiſt der Welt, Die deinen Tag verächtlich hält. 6. Doch laß mich nicht dabei beſtehn, Dich nur am Sabbath zu erhöhn: Herr, meine ganze Lebenszeit Sei deinem Dienſt und Ruhm geweiht. Eigne Melodie. ter biſt, Durch Je⸗ Wahrheit leite. Erhör uns doch zu dieſer Stund, Offne den Mund Dein's Dieners, daß er dein Wort rein Und freimütig ausbreite. Dazu, o Herr, ge⸗ nädiglich Offne uns Herz und Ohren, Daß wir das hören fleißig⸗ lich Und ſtets getreu bewahren, Auf daß wir mögen fruchtbarlich Dein Lob allzeit verklären. —————ſͤſſſſſ Mel. O Gott, der du ein Heerfürſt biſt. 14 Wie reizend ſchön, Herr * Zebaoth, Iſt deine Wohnung, o mein Gott! Wie ſehnet ſich mein Herz zu gehen, Wo du dich haſt geoffenbart, Und bald in deiner Gegenwart, Im Vorhof, nah am Thron zu ſtehen! Dort jauchzet Fleiſch und Geiſt in mir, O Gott des Lebens, auf zu dir. 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, Sie brüten ihre Jungen aus; Du giebſt Befrie⸗ digung und Leben. Herr Zebaoth, du wirſt auch mir, Mein Herr, mein Gott, ich traue dir, Bei deinem Altar Freude geben. O ſelig, wer dort allezeit In deinem Lobe ſich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt Dich, Herr, für ſeine Stärke hält, Von Herzen deinen Weg erwählet. Geht hier ſein Pfad durchs Thränenthal: Er findet auch in Not und Qual, Daß Troſt und Kraft ihm nimmer fehlet. Von dir herab fließt mild und hell Auf ihn der reiche Segensquell. 4. Wir wallen in der Pilger⸗ ſum Chriſt, Gieb deinen Geiſt ſchaft, Und gehen fort von Kraft Der uns zur uns all gemein, zu Kraft, Vor Gott in Zion zu 12 Sonntagslieder. erſcheinen. Hör mein Gebet, Herr Zebaoth, Vernimms, vernimms, o Jakobs Gott, Erquicke mich auch mit den Deinen, Bis wir vor deinem Throne ſtehn Und dort anbetend dich erhöhn. 5. Du, unſer Schild, Gott, ſchau uns an, Schau uns in dem Geſalbten an. Ein Tag in deinem Haus iſt beſſer, Denn tauſend ohn dich nah zu ſehn; Ja, auf der Schwelle nur zu ſtehn An meines Gottes Haus iſt größer, Als lang in ſtolzer Ruh der Welt Zu wohnen in der Böſen Zelt. 6. Denn Gott der Herr iſt Sonn und Schild, Er deckt uns, er iſt gut und mild, Er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not Auf Gott vertraut; er hilft im Tod. Er ſelber iſt der Frommen Leben. Heil dem, der ſtets in dieſer Welt, Herr Zebaoth, an dich ſich hält! Eigne Melodie. 1 5 Dies iſt der Tag zum Segen * eingeweihet, Ihn feiert gern, wer deiner, Gott, ſich freuet. O laß auch mich mit Freuden vor dich treten, Dich anzubeten. 2. Dich rühmt der Lobgeſang der Himmelsheere; Auch unſer Tempel ſchallt von deiner Ehre, Auch unſer Dank und unſers Geiſtes Flehen Soll dich erhöhen. 3. Wie freu ich mich, die Stätte zu begrüßen, Wo Dürſten⸗ den des Lebens Bäche fließen, Und ſich auf Gottes Auen weiden. Sein heilges Wort, das ſeine Boten lehren, Das will ich hören. 5. Mit Andacht will ich, Höch⸗ ſter, vor dich treten. Ich weiß, du liebſt, die kindlich zu dir beten. Der Thoren Glück, die ſich der Sünde freuen, Wirſt du zerſtreuen. 6. O laß auch heute deinen Geiſt mich lehren, Vom Weg, der dir mißfällt, mich abzukehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele Zum Troſt dich wähle. 7. Dein Tag ſei mir ein Denk⸗ mal deiner Güte, Er bring mir Heil, und lenke mein Gemüte Auf jenen Troſt, den uns dein Sohn erworben, Da er geſtorben. 8. Dich bet ich an, du Todes⸗ überwinder, Der du an dieſem Tag zum Heil der Sünder, Die fern von Gott im Todesſchatten ſaßen, Dein Grab verlaſſen. 9. Dein Siegstag iſt ein Tag des Heils der Erde; Gieb, daß er mir zum wahren Sabbath werde. Lob ſei, Erlöſer, deinem großen Namen Auf ewig. Amen. Mel. Schmücke dich, o liebe. 16 Zeige dich uns ohne Hülle, *— Geuß auf uns der Gna⸗ den Fülle, Daß, o Herr, an deinem Tage Unſer Herz der Welt ent⸗ ſage. Komm, Herr, der du ſtarbſt, vom Böſen Uns Gefallne zu er⸗ löſen, Daß die glaubende Gemeine Mit dem Vater ſich vereine. 2. O daß unſre Seele würde wo dein Heil von der Erlöſten Frei vom Druck der Erdenbürde, Zungen Froh wird beſungen! Frei von Sünde unſer Wille, 4. Vergebens lockt die Welt zu Unſer Herz voll Sabbathſtille! ihren Freuden, Mein Geiſt ſoll Daß von fern aus deinen Höhen b ſaün daß i Deinen Her ticeiwen; Do⸗ a Gnaden U Naden Wodie kinyen Voſſiee k, die ſich der ſt du zerſtreuen, heute deinen „ Vom Weg, lich abzukehren. meine ganze t dich wihe mir ein Denk⸗ Er bring mir n Gemüte Auf ns dein Sohn geſtorben. an, du Todes⸗ an dieſem Tag der, Die fern ſchatten ſaßen, en a iſt ein Tag e; Gieb, daß ren Sabbath rlöſer, deinem ewig. Amen. ich, o liebe. s ohne Hülle, uns der Gna⸗ err, an deinem der Welt ent⸗ der du ſtarbſt, ffallne zu er⸗ ende Gemeine h vereine. Seele würde r Erdenbürde, unſer Wille, Sabbathſtille! deinen Höhen Sonntagslieder. 13 Wir des Lichtes Aufgang ſähen, Das uns alle dann verkläret, Wenn der Sabbath ewig währet. 3. Was ich ſtrahlen ſeh am Throne, Iſt es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab dort höre, Sinds nicht Über⸗ winderchöre? Feiernd tragen ſie die Palmen, Ihr Triumph er⸗ ſchallt in Pſalmen. Herr, du wolleſt ſelbſt mich weihen Dieſem Sabbath deiner Treuen. 4. Möge dein Verdienſt be⸗ decken Meiner Seele Schuld und Flecken, Daß ich dort kann mit den Deinen Herrlich und geſchmückt erſcheinen; Dort, wo du voll Huld und Gnaden Uns zu deinem Mahl geladen, Wo die Streiter nicht mehr ringen, Wo ſie Siegeslieder ſingen. Mel. Die Tugend wird durchs. 17 Beſchwertes Herz, leg 4 ab die Sorgen, Er⸗ hebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, Da Gott zu ruhen uns erlaubt Die Ruhe hat er vorgeſchrieben Und ſelbſt den Ruhetag geweiht. Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, Zu ſeinem Dienſt ſei gern bereit. 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne, Dein irdiſch Werk muß ferne ſtehn. Du ſollſt zu höherem Gewinne In deines Gottes Tempel gehn, Ihm zu erfüllen deine Pflichten, Froh zu vermehren ſeinen Ruhm, In tief⸗ ſter Demut zu verrichten Dein geiſtlich Werk und Prieſtertum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erſchienen, Und fleh um deines Geiſtes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, Wenn er nicht in mir wirkt und ſchafft? Wie ſoll ich freudig vor dich treten, Wenn er nicht ſtillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, Wenn er nicht ſtärkt mein blödes Herz? 4. Kann meines Herzens Harfe klingen, Wenn ſie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich ſchwingen, Wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, In mir verzehrt die Luſt der Erden Und mich belebt für jene Welt? 5. Erkauft hat Jeſus mich ſo teuer, Zu ſeinem Tempel mich geweiht. Hier ſei dein Herd, hier ſei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, Neig auch zu mir dein Angeſicht; Dann iſt der Seele aufgegangen Des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 18 Herr, es iſt der Tag 2 erſchienen, Der mich dein gedenken heißt Und mich zu dem Himmel weiſt. Sieh, ich komme, dir zu dienen, Richte du mich ſelber zu, Daß ich deinen Willen thu. 2. Halte fern an dieſem Morgen Von mir das Geräuſch der Welt, Die mir nur zu leicht gefällt. Brich die Macht der eitlen Sor⸗ gen, Daß ich heut, von allem frei, Dir allein ergeben ſei. 3. Schmücke mich mit deinen Gaben, Stärke mich mit deiner 14 Sonntagslieder. Kraft, Die den neuen Menſchen ſchafft. Welche Wonne werd ich haben, Wenn in heiliger Begier Ich mich freue, Herr, in dir! 4. Gieb, daß mich dein Wort durchdringe, Steh mit deinem Geiſt mir bei, Daß es in mir kräftig ſei. Wenn ich bete, wenn ich ſinge, Siehe du mich gnädig an Und laß mich dein Heil empfahn. 5. Laß mich nicht in Sünde fallen, Laß mich feſt im Glauben ſtehn, Voll Vertrauen auf dich ſehn. Lieber Vater, hilf uns allen, Daß der Ruhe heilger Tag Uns ein Segen werden mag. Mel Wie ſchön leucht't uns der. 19 Sei uns geſegnet, Tag 2 des Herrn! Zu Gottes Preiſe, nah und fern, Erwacht der Chriſten Menge; Ihr Lob⸗ geſang tönt ſpät und früh, Zum Heiligtume wallen ſie In feſt⸗ lichem Gedränge. Froher Schallen Hier die Lieder, wo die Brüder, anzubeten, Sind vereint vor Gott getreten. 2. Komm, Geiſt der Andacht und der Ruh, Auch unſern Tem⸗ pel weihe du Zu feierlicher Stille. Mach unſer Herz vom Irrtum los, Uns werde Gottes Name groß, Sein Wille unſer Wille. Fromme Liebe, Brudertreue mög aufs neue uns beleben, Jeſu Vorbild nachzuſtreben. Mel. Aus meines Herzens Grunde. ohlauf, Herz und Ge⸗ 20. W müte, Der Tag des Angſt und Plag. Güte, Die er an uns gethan. Weg, weg, was irdiſch heißt, Weich, fleiſchliches Beginnen, Weich, Welt und ſündlich Sinnen, Komm an, du Himmelsgeiſt! 2. Mein Gott, hilf mir be⸗ denken, Wie heilig dieſer Tag; Was ſündlich, hilf verſenken, Da⸗ mit ich ruhen mag. Erwecke Luſt in mir, Ihn chriſtlich zu begehen, Laß Gnade mir geſchehen, Wend Herz und Sinn zu dir. 3. Mein Gott, hilf mir anheben Der Seelen Ruhetag. Laß mich dir ſein ergeben, Wend ab all Erfriſch Herz, Sinn und Mut, Dir heut feſt an⸗ zuhangen, Ach, ſtille mein Verlan⸗ gen, Schenk mir der Seelen Gut. 4. Hilf, daß ich ſreudig höre Der Kirchen Ton und Klang. Ach Gott, zu mir dich kehre, Führ du ſelbſt meinen Gang; Führ mich zur Wohnung hin, Da ſchön und lieblich Weſen, Da kann und muß geneſen Mein Wille, Herz und Sinn. 5. Hilf Gott, daß ich anhöre Mit Andacht deine Lehr, Hilf, daß ich mich bekehre Und ſich mein Glaube mehr. Laß mich in Hoff⸗ nung treu Nach dir allein mich richten, Hilf, daß mein Sinn und Dichten In dir recht heilig ſei. 6. Hilf, daß ich meine Liebe Dem Nächſten willig zeig, Im Wohlthun mich ſo übe, Daß ich ſein Herze beug. Laß mich den Nächſten nicht Ohn Wohlthun laſſen ſtehen, Laß mirs zu Her⸗ zen gehen, Wenns ihm an Hülf Herrn bricht an, Gott zeiget ſeine gebricht. Nch ſ 4, ewie t der Srad e finfte rrvir iſtone, U inder Kohn deinem bengtvor dei in dt ſſ keine —— 8. uns gethan Deginnen, ſündlich Sinnen, bimmelsgeiſt! lig dieſer Tag; ff verſenken, Dar ag. Erwecke Luſt ſtlich zu begehen, geſchehen, Wend zu dir. hilf mir anheben hetag. Laß mich „Wend ab al Erfriſch Herz Dir heut feſt an⸗ lle mein Verlan⸗ der Seelen Gut. ich freudig höre on und Klang. nir dich kehre, meinen Gang; Wohnung hin, ieblich Weſen, geneſen Mein Sinn. daß ich anhöre Lehr, Hilf, daß Und ſich mein ß mich in Hoff⸗ dir allein mich nein Sinn und recht heilig ſei. h meine Liebe illig zeig, Im hübe, Daß ich Laß mich den Ohn Wohlthun mirs zu Her⸗ ihm an Hülf Adventslieder. 15 7. Hilf mir den Tag vollbrin⸗ gen Zu deines Namens Ehr, Mein Beten, Leſen, Singen Zur Selig⸗ keit erhör. Laß dieſes Tages Ruh Mich führen zu den Tagen, Die ohne Weh und Klagen Der Himmel bringet zu. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 2 1 Unſ ern Ausgang ſegne, Gott, *** Unſern Eingang gleicher⸗ maßen, Segne unſer täglich Brot, Segne unſer Thun und Laſſen. Segne uns mit ſelgem Sterben, Und mach uns zu Himmelserben. 2. Adventslieder. Mel. Wer nur den lieben Gott. . och ſteht dein Bund, 22. R wie Felſen ſtehen, Du Gott der Gnade, Gott der Treu! Jahr' und Jahrhunderte vergehen, Doch deine Huld iſt täglich neu. Auch heute noch erheben wir Mit Freuden unſern Geiſt zu dir. 2. Kein Feind zerſtörte die Al⸗ täre, Kein Feind zertrat dein Hei⸗ ligtum, Noch ſingen wir zu dei⸗ ner Ehre, Noch predigt man von deinem Ruhm. Durch Tauf und Abendmahl und Wort Pflanzt ſich auch hier die Kirche fort. 3. Doch fragſt du nach des Wor⸗ tes Früchten, Und bringſt, was wir gethan, ans Licht, Um nach den Werken uns zu richten, O Rich⸗ ter, ſo beſtehn wir nicht. Du trugſt uns immer mit Geduld, Wir aber häuften Schuld auf Schuld. 4. Verwirf uns nicht, o Herr, verſchone, Und gieb uns nicht der Sünder Lohn. Wir ſchaun empor zu deinem Sohne, Und flehn ge⸗ beugt vor deinem Thron: Vergieb dem ſündigen Geſchlecht! Vor dir iſt keiner ja gerecht. 5. O laß es, Vater, uns ge⸗ lingen In dieſem neuen Kirchen⸗ jahr, Die Macht der Sünde zu bezwingen, Reich uns von oben Kräfte dar. Mach uns durch deinen Geiſt geſchickt, Zu thun, was ewig uns beglückt. 6. Laß ferner hier dein Wort erſchallen, Daß es zum Heil den Sünder ſchreckt, Und alle, die dir wohlgefallen, Zu freudenreicher Hoffnung weckt. So oft wir hier verſammelt flehn, Laß, Herr, uns deine Gnade ſehn. Mel. Heilig iſt Gott der Vater. 23 Dein König kommt, o . Zion, Er kehret bei dir ein, Auf, laſſet uns ihm Palmen ſtreun! 2. Sanftmütig kommt er in ſein Reich, Jauchzt ihm, alle Lande, freuet euch! Hoſianna in der Höhe! 3. Der Herr iſt da! Halleluja! Preiſet ſeinen Namen! Hoſianna! Amen! Amen! Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 24 Kommſt du, kommſt du, * Licht der Heiden? Ja, du kommſt und ſäumeſt nicht, Weil du weißt, was uns gebricht. O du ſtarker Troſt im Leiden! Jeſu, meines Herzens Thür Steht dir offen, komm zu mir. 16 Adventslieder. 2. Ja, du biſt bereits zu⸗ gegen, Du Weltheiland, Gottes⸗ ſohn! Meine Seel empfindet ſchon Deinen gnadenvollen Segen, Dei⸗ nes Geiſtes Wunderkraft, Welche neue Herzen ſchafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jeſu, nimm mein Flehen hin, Schaffe, daß mein Geiſt und Sinn Sich in deinem Lieben übe; Sonſt zu lieben dich, mein Licht, Steht in meinen Kräften nicht. 4. Jeſu, rege mein Gemüte, Jeſu, öffne mir den Mund, Daß ich dich von Herzensgrund Innig preiſe für die Güte, Die du mir, o Seelengaſt, Lebenslang er⸗ wieſen haſt. 5. Laß durch deines Geiſtes Gaben, Liebe, Glauben und Ge⸗ duld, Durch Bereuung meiner Schuld, Mich mit dir Gemein⸗ ſchaft haben. O dann will ich für und für Hoſianna ſingen dir. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 2 5 Auf, auf, ihr Reichsgenoſ⸗ — ſen, Der König kommt heran. Empfangt ihn unverdroſſen, Den großen Wundermann. Em⸗ pfangt ihn nach Gebühr, Laßt uns vor allen Dingen Ihm hoſianna ſingen, Mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König iſt euch nah. Hinweg all Angſt und Schmerzen! Der Helfer iſt ſchon da. Seht, wie ſo mancher Ort Hochtröſtlich iſt zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König iſt nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenſtern. Der Herr will in der Not Mit reichem Troſt euch ſpeiſen, Er will euch Hülf erweiſen Und retten von dem Tod. 4. Seid fromm, ihr Unterthanen, Der König iſt gerecht, Laßt uns den Weg ihm bahnen, Wir ſind ja ſein Geſchlecht. Fürwahr, er meint es gut, Drum laſſet uns die Plagen, Die er uns ſchickt, er⸗ tragen Mit unerſchrocknem Mut. 5. Und wenn gleich Krieg und Flammen Uns alles rauben hin, Stürzt auch die Welt zuſammen, Uns iſt es doch Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod, Die wir geliebt, genommen: Getroſt! ſie ſind gekommen Ins Leben aus der Not. 6. Friſch auf in Gott, ihr Ar⸗ men, Der König ſorgt für euch. Sein gnädiges Erbarmen Macht auch die Armſten reich. Der ſelbſt des Tiers gedacht, Der wird auch euch ernähren. Was Menſchen nur begehren, Das ſteht in ſeiner Macht. 7. Hat endlich uns betroffen Viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, welche auf ihn hoffen Mit echter Zuverſicht. Von ihm kommt alles her, Er läſſet auch im Sterben Die Seinen nicht ver⸗ derben, Kein Kreuz kann ſein zu ſchwer. 8. Drum auf, ihr Hochbetrübten, Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten, Hat er ſchon längſt gedacht. Nun wird nicht Angſt noch Pein, Noch Tod hinfort uns ſchaden, Weil Gott nun läßt aus Gnaden Uns ſeine Kinder ſein. — — 2— — * dam wollen all mm och erſchr 1 ianaſingen, Ur — — — — αε — — — ——— ————=— ———— ——— —— —= — 2—= tern. D en, Er wil an nd retten von eihr Untertha ereht dan— ahnen, Wir ind dt. Fürwaht, a Drum laſſet uns er uns ſchickt,e⸗ rſchrocknem Mut. gleich Krieg und alles rauben hin, Welt zuſammen Gewinn. 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Drum wollen alle wir Die Stim⸗ men hoch erſchwingen, Das Ho⸗ ſianna ſingen, Und ewig danken dir. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 26 Mit Ernſt, o Menſchen⸗ 4 kinder, Das Herz in euch beſtellt. Es kommt das Heil der Sünder, Der große Wunder⸗ held. Er, den aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Der Vater hat gegeben, Will bei uns kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gaſt, Macht ſeine Steige richtig, Räumt fort, was ihm verhaßt. Die Thäler füllet aus, Erniedriget die Höhen, Und laßt ihm offen ſtehen Ein jedes Herz und Haus. 3. ⸗Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchſten ſteht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angſt zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig iſt, Und folget Gottes Leiten, Das kann ſich recht bereiten, Zu dem kommt Jeſus Chriſt. 4. Ach, mache du mich Armen Zu dieſer heilgen Zeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jeſu, ſelbſt bereit. Zeuch in mein Herz hinein, Mach es zu deiner Krippe, So werden Herz und Lippe Dir allzeit dankbar ſein. Mel. Nun komm, der Heiden. 27 Gott ſei Dank in aller 2 Welt, Der ſein Wort beſtändig hält, Und der Sünder Troſt und Rat Zu uns herge⸗ ſendet hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchſter Wunſch und Sehnen war, Was ſie haben prophezeit, Iſt erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hülfe, Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Der erhabne Wunderheld Hat ſich treulich eingeſtellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hoſianna, du mein Teil! Richte du dir eine Bahn Auch in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Dir gehört das Herz allein; Mach es, wie du gerne thuſt, Rein von aller Sündenluſt. 1 6. Und wie du voll Sanftmut kamſt, Meine Laſten auf dich nahmſt: Alſo ſei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröſte, tröſte meinen Sinn, Weil ich ſchwach und blöde bin, Und des Satans Macht und Liſt Wider mich geſchäftig iſt. 8. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Angſte 2 18 Adventslieder. frei, Dir in meiner Glaubens⸗ bahn Selig bleibe zugethan. 9. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürſt Herrlich wiederkommen wirſt, Freudig dir entgegen gehn, Und gerecht vor dir beſtehn. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 28 Marum willſt du draußen ſtehen, Du Geſegne⸗ ter des Herrn? Laß dir, zu mir einzugehen Wohlgefallen, du mein Stern. Du, mein Jeſu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o Jeſu, meinem Herzen Von den Wunden, die mich ſchmerzen. 2. Meine Wunden hat geſchla⸗ gen Das Geſetz mit ſeinem Fluch, Und es bringt mich zum Verzagen Auch des Teufels Lug und Trug, Der mir Gottes Gnad abſagt, Mich bei Tag und Nacht verklagt, Und alſo mein Herz zerſchläget, Daß ſich all mein Blut beweget. 3. Will ich dann mein Elend lindern, Und erleichtern meine Not Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich nur in neue Not. Da iſt Freude, die betrübt, Troſt, der nicht Erquickung giebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Falſche Freunde, die mein lachen. 4. In der Welt iſt alles nichtig, Nichts iſt, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die iſt flüchtig, Hab ich Reichtum, was iſts mehr, Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Luſt, was iſt ſie wert? Was iſt, das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet? 5. Aller Troſt und alle Freude Ruht in dir, Herr Jeſu Chriſt! Dein Erfreuen iſt die Weide, Wo man immer fröhlich iſt. Leuchte du, o Freudenlicht, Eh mein armes u Herz mir bricht, Laß an dir es ſich erquicken! Jeſu, komm, laß dich erblicken! 6. Freu dich, Herz, du biſt er⸗ höret, Denn er ziehet bei dir ein. Sein Gang iſt zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen ſein Und bereite dich ihm zu, Gieb dich ganz zu ſeiner Ruh, Offne ihm Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle. 7. Nun haſt du ein ſüßes Le⸗ ben: Alles, was du willſt, iſt dein. Chriſtus, der ſich dir gegeben, Läßt dich reich durch Gnade ſein. Seine Gnad iſt deine Kron, Und dein Heil ſein ſchönſter Lohn. Innig hält er dich umſchloſſen, Nennt dich ſeinen Reichsgenoſſen. 8. Seines Himmels goldne Decke Spannt der Heiland um dich her, Daß dich fort nicht mehr erſchrecke zur Seite, wenn du dich Hier willſt, oder dorthin wenden, Tra⸗ gen dich auf ihren Händen. 9. Was du Böſes haſt be⸗ gangen, Das iſt alles abgeſchafft; Gottes Liebe Deiner Sünden Macht und Kraft. Chriſti Sieg behält das Feld, Und was Böſes in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 10. Alles dient zu deinem From: men, Was dir bös und ſchädlich ſek ſcheint, Weil dich Chriſtus ange⸗ nommen, Und es treulich mit dir meint. Bleibſt du ihm nur wie⸗ ——— —— e Deiner Feinde großes Heer. Seine Engel ſtellen ſich Ddir 4 nimmt gefangen ——,—— 5— — -— — — — — — — — 8 5 nt es kan. 9* öſſen gid, J uen iſt die Weide N. r fröhliſh iſt Leuc 4. Oerz du biſt er. t zie et bei dir ein g iſt z dir gekehre nur wilkommen ſeir dich ihn zu, Gieb d ner Seed i er Ru), Offne ihn d Seeh, Klag ihn rück unt quäle. haſt du ein ſüßes g was dußvillſt, iſt dein der ſich dir gegeben eich durh Gnade ſein iſt deine Kron, Und ſein ſchönſter Lohn. zer di umſſchloſſen ſeinen Neichsgenoſſen. es Hitimels goldme ant der Heiland um iß dich ſort nicht mehr deiner(Feinde großes Engel ſtellen ſich Dir wenn zdu dich Hier orthin wenden, Tra⸗ ihren Händen. du Boſes haſt be⸗ s iſt alls abgeſchafft de nimmt gefangen den Maht und Kraft. behält has Feld, Und n der Aöelt Sich wilt regen, Wird zu lauter Segen. ient zudeinem From⸗ dir ba ai ſhunn dich(Ehriſtus ange⸗ d 4 eulih mit dir ʒiſt duſihm mnr wi⸗ uh dabei, Daß du mit den Engeln ums droben Ihn dort ewig werdeſt loben. 6 „lcj ich dir? O aller Welt Verlangen, „O meiner Seelen Zier! O Jeſu, meinen Sinn. Es ſoll mein Herz Plagen Und ihrer Jammerlaſt, ch Die kein Mund kann ausſagen, Adventslieder. 19 der treu, Iſts gewiß und bleibt Eigne Melodie. 29 Wie ſoll ich dich empfan⸗ * gen, Und wie begegn' Jeſu, zünde Mir ſelbſt die Fackel an, Auf daß mein Herz ergründe, Was dich ergötzen kann. 2. Dein Zion ſtreut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Pſalmen Ermuntern dir grünen In ſtetem Lob und Preis, Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was haſt du unterlaſſen, Zu bringen Troſt und Freud? Als Leib und Seele ſaßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried und Freude lacht, Biſt du, mein Heil, gekom⸗ men Und haſt mich froh gemacht. 4. Ich lag in ſchweren Banden, Du kommſt und machſt mich los. Ich ſtand in Spott und Schanden, Du kommſt und machſt mich groß Und hebſt mich hoch zu Ehren Und ſchenkſt mir großes Gut, Das ſich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum thut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Womit du alle Welt In ihren tauſend So feſt umfangen haſt. 6. Das ſchreibt in eure Herzen, Drückt euch die Laſt ſo ſchwer, Ihr, denen Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr. Seid un⸗ verzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Thür, Der enre Herzen labet Und tröſtet, ſteht ſchon hier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch ſorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht; Er kommt, er kommt mit Willen, Iſt voller Lieb und Luſt, All Angſt und Not zu ſtillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erſchrecken Vor eurer Sündenſchuld; Nein, Jeſus will ſie decken Mit ſeiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zu Troſt und wahrem Heil, Schafft, daß bei Gottes Kin⸗ dern Verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird ſie zerſtreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und Liſt Der Feinde viel zu wenig Zum Widerſtande iſt. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und ſüßem Lichte Dem, der ihn liebt und ſucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und leit uns allzumal Zum Licht der ewgen Wonne In deinen Freudenſaal. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 30 Auf, meine Seele, ſei er⸗ *& freut, Das Kirchenjahr wird heut erneut, Da dir aufs neu das Heilwort klingt, Das dich erfreut, das dich verjüngt, Ja, das aus Gott dich neu gebiert, Und ſelbſt zu Gott ins Leben führt. 2. Der Geiſt aus Gott erfülle 2* —— 2 1— 20 Adventslieder. mich, Damit mein Geiſt erneure ſich, Und ich, vom alten Menſchen frei, Ganz rein, ganz neu und chriſtlich ſei, Damit mein Mund ermuntre ſich, Und Gott lobſinge ewiglich. 3. So findet auch, mehr als zuvor, Dein teures Wort ein offnes Ohr, Das Wort, das dem das Leben giebt, Der darnach thut, und Glauben übt. Ach Jeſu, gieb, daß dies in mir Zur Frucht gedeihe für und für. Eigne Melodie. 31 Ho ianna, Davids Sohn, 4 Der in ſeines Vaters Namen Sich erhebet auf den Thron Über Jakobs Haus und Samen! Welchem Gott ein Reich beſtimmt, Dem die Reiche dieſer Erden Endlich müſſen dienſtbar werden, Und das ſelbſt kein Ende nimmt. 2. Sei geſegnet, teures Reich, Das ein ſolcher Herr beſitzet, Dem kein Herr auf Erden gleich, Der das Recht mit Nachdruck ſchützet! Schwinge dich in ſtetem Flor, Groß durch Frieden, reich an Freuden, Unter Juden, unter Hei⸗ den, Mit vermehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs Majeſtät Müſſe jedes Volk verehren, Und ſo weit die Sonne geht, Müſſe ſich ſein Ruhm vermehren. Selbſt der kleinen Kinder Mund Mache zum Verdruß der Feinde Und zur Freude ſeiner Freunde Sei⸗ nen großen Namen kund. 4. Schreibe, Herr, mich auch mit an Unter deine Unterthanen! Ich will dir, ſo gut ich kann, In mein Herz die Wege bahnen. Ich geſelle mich im Geiſt, Herr, zu jenen frohen Chören, Die mit lautem Dank dich ehren. Sohn des Höchſten, ſei gepreiſt! 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, Seid ermuntert, meine Sin⸗ nen! Jeſus und ſein Gnadenreich Wird in euch nun Raum gewinnen. Kommt und ſchwört den Huld'⸗ gungseid, Kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach, daß nie⸗ mand draußen bliebe! Hier, o hier iſt Seligkeit! Mel. Ich dank dir ſchon. 32 Gedanke, der uns Leben * giebt, Wer kann dich Sohn zu ſchenken.“ 2. Hoch über die Vernunft er⸗ höht, Umringt mit Finſterniſſen, Füllſt du mein Herz mit Majeſtät, Und ſtilleſt mein Gewiſſen. 3. Ich kann der Sonne Wun⸗ der nicht, Noch ihren Bau ergrün⸗ den, Und doch kann ich der Sonne Licht Und ihre Wärm empfinden. 4. So kann ich auch nicht Got⸗ tes Rat Von Jeſu Tod ergründen, Allein das Göttliche der That, Das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Troſt, daß Jeſus Chriſt Nicht meine Schuld getragen, Nicht Gott und mein Erlöſer iſt, So werd ich angſtvoll zagen. 6. Iſt Chriſti Wort nicht Got⸗ tes Sinn, So werd ich irren müſ⸗ ſen, Undwer Gott iſt, und was ich bin Und werden ſoll, nicht wiſſen. 7. Nein, dieſen Troſt der Chriſ⸗ tenheit Soll mir kein Spötter rau⸗ fühl ic ein lu ſhmece; 11. Und w ennde hänkt, n, So beiß ganz durchdenken?„Alſo hat Gott die Welt geliebt, Uns ſeinen m Fi Gönadenreit aut gewinen Den Huld⸗ ommt und küßt 1 Liehe! A h, daß nir ußen bliebe Hier, eligkeit Ich dank di ſchon. danke, der zuns Leben giebt, Wer kann di denken?„Alio hat Goh liebt, Uns ſeinen ſchenken. über die Vernunft er ingt mit Fiiſterniſſen nein Herz mi Majeſtät mein Geuſſen. ann der Sunne Wurn⸗ loch ihren Bnu ergrün⸗ ch kann ichider Sonne are Wärm mpfinden. n ich auch nicht Got⸗ nJeſu Tod ergründen, Göttliche der That, mein Herz empfinden. mmir den KTroſt, daß t Nicht mene Schuld icht Gott zund mein So werd ig angſtvoll riſti Wort nicht Got⸗ zo werd ichirren müß⸗ Gott iſt, nnd was ich den ſoll, nicht wiſſen. jeſen Troſt der Chriſ⸗ mir kein Spötter rau⸗ —— Adventslieder. 21 eiſt de ben] Ich fühle ſeine Göttlichteit, Und halte feſt am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigen⸗ tum, Durch ihn des Himmels Erbe: Dies bin ich, und das iſt mein in Ruhm, Auf den ich leb und ſterbe. 9. Er giebt mir ſeinen Geiſt, das Pfand, Im Glauben mi zu ſtärken, Und bildet mich durch ſeine Hand Zu allen guten Werken. 10. So lang ich ſeinen Willen gern Mit reinem Herzen thue, So fühl ich eine Kraft des Herrn, Und ſchmecke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, Und ich zum Kreuze trete, So weiß ich, daß er mein gedenkt, Und thut, worum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöſer lebt, Der mich einſt aus der Erde Erweckt und zu dem Reich erhebt, Da ich ihn ſchauen werde. 13. Kann unſre Lieb im Glau⸗ ben hier Für ihn jemals erkalten? Dies iſt die Lieb, o Gott, zu dir: Dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, So oft ich dich nur nenne, Und hilf, daß ich dich alle⸗ zeit Treu vor der Welt bekenne. 15. Soll ich dereinſt noch wür⸗ dig ſein, Für dich hier Schmach zu leiden, So laß mich keine Schmach noch Pein Von deiner Liebe ſcheiden. 16. Und ſoll ich, Gott, nicht für und für Des Glaubens Freud empfinden, So wirk er doch ſein Werk in mir, Und rein'ge mich von Sünden. 17. Hat Gott uns ſeinen Sohn geſchenkt:(Laß mich noch ſterbend denken,) Wie ſollt uns der, der ihn geſchenkt, Mit ihm nicht alles ſchenken? Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 33 Der Heiland kommt, lob⸗ *+☛ ſinget ihm, Dem Herrn, dem alle Seraphim Das Heilig, ch Heilig, ſingen! Er kommt, der ein⸗ geborne Sohn, Verläßt des Him⸗ mels hohen Thron, Um Heil der Welt zu bringen. Preis dir, Daß wir Von den Sünden Rettung finden, Gnad empfangen, Und zum Himmelreich gelangen. 2. Willkommen, Friedensfürſt und Held, Erlöſer, Mittler, Heil der Welt, Willkommen hier auf Erden! Du kommſt, der ſündgen Welt zu gut, Du lleideſt dich in Fleiſch und Blut, Willſt unſer Bruder werden. Ja du, Jeſu, Kommſt uns Armen voll Er⸗ barmen mild entgegen, Wandelſt unſern Fluch in Segen. 3. Du bringſt uns Troſt, Zu⸗ friedenheit, Heil, Leben, ewge Se⸗ ligkeit, Sei hoch dafür geprieſen! O Herr, zu arm und ſchwach ſind wir, Die Treue zu vergelten dir, Die du an uns erwieſen. Da wir Ganz hier Im Verderben müßten ſterben, bringſt du Leben; O was kannſt du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, Und wollen fromm in Freud und Schmerz Nach deinem Vor⸗ bild wandeln. Verwirf dies unſer Opfer nicht, Und gieb uns deines Geiſtes Licht, Wie dirs gefällt, zu handeln. Zeig dich Freundlich, Hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, Und zu deinem Reiche dringen. 22 Adventslieder. Eigne Melodie. 34 Macht hoch die Thür, * die Thore weit, Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit ſich bringt. Deshalben jauchzt, mit Freuden ſingt: Gelobet ſei mein Gott, Mein Schöpfer, reich von Gnad. 2. Er iſt gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit iſt ſein Gefährt, Sein Königskron iſt Heiligkeit, Sein Scepter iſt Barm⸗ herzigkeit, All unſre Not zu Ender bringt. Deshalben jauchzt, mit Freuden ſingt: Gelobet ſei mein Gott, Mein Heiland, groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, Die dieſen König bei ſich hat! Wohl allen Herzen ins⸗ gemein, Da dieſer König ziehet ein. Er iſt die rechte Freuden⸗ ſonn, Bringt mit ſich lauter Freud und Wonn. Gelobet ſei mein Gott, Mein Tröſter früh und ſpat. 4. Macht hoch die Thür, die Thore weit! Eu'r Herz zum Tem⸗ pel zubereit't! Die Zweiglein der Gottſeligkeit Steckt auf mit An⸗ dacht, Luſt und Freud; So kommt der König auch zu euch, Ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet ſei mein Gott, Voll Rat, voll That, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jeſu Chriſt, Des Herzens Thür dir offen iſt. Ach, zeuch mit deiner Gnade ein, Dein' Freundlichkeit auch uns erſchein, Dein heilger Geiſt uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit, Und deinem Namen, Herr, Sei ewig Preis und Ehr. Mel. Nun danket alle Gott. 35 Komm, Tochter Zion, komm, Den König zu empfangen, Der unſer Heiland iſ Und aller Welt Verlangen. Er⸗ hebe ſeinen Ruhm, Stimm Hoſi⸗ anna an, Bring, was zu ſeinem Dienſt Die Liebe bringen kann. 2. Statt ihm den Weg zu ſtreun Mit grünem Laub der Pal⸗ men, Empfang ihn hocherfreut Mit deines Dankes Pſalmen, Und ſprich: geprieſen ſei Der Heiland Jeſu Chriſt, Der aus des Vaters Schoß Auf Erden kommen iſt. 3. Wir danken dir, o Herr, Daß du zu uns gekommen, Daß du haſt Fleiſch und Blut Wie Kinder angenommen. Sanftmütig kamſt du, arm, Ein König ohne Pracht, Und doch der ewge Sohn Voll Herrlichkeit und Macht. 4. Erſcheinſt du, Gottes Sohn, Als Menſchauf dieſer Erden: Muß dann nicht unſer Herz Voll Troſt und Frieden werden? Drum haſt du deinen Glanz In Niedrigkeit gehüllt, Daß unſre Angſt und Furcht Auf ewig ſei geſtillt. 5. Erſcheinen wirſt du einſt Zum großen Weltgerichte, O laß uns wandeln ſtets In deiner Wahrheit Lichte, Daß wir dann auch getroſt Dir, unſerm Richter, nahn, Und unſern Gnadenlohn Aus deiner Hand empfahn. 6. Das Hoſianna wird Alsdann von neuem klingen; Dann werden wir vereint Mit Engelſcharen ſingen: Gelobt ſei Gottes Sohn, Der ewig war und iſt! Gelobet ſei der Herr, Der Heiland Jeſus Chriſt! g Latet an — =—— — — — — — — — — — — — — — — — — — —— — — — — — 3 ———y ——————— ——— —— = —— ——— —— —— —— — — —— 2— — — — —— — — — —— — — — — — — —— — — — — — — — — —— — — — — —-==— .— —= — — — — —— —— —— —— — — 3 e= — —— = — — G 23 Simm aa 36. N rde. Pal fprach noch ſeinn einmal Gott: es werde! Und Licht kam entſtrömte ſeinem Thron. Chriſtns arünem gijkam, das Licht der Heiden, Der rſengeneaub derge Hirt will ſelbſt die Herde weiden, 3 Tucheſn Seht, Gottes Sohn wird Weun 1„Un ſchenſohn. Er hat in unſre Nacht 158 ſei Der Heilm Der Wahrheit Licht gebracht. f Cerſedee Danchet alle! Nus ihm 85 auiüt dnkn id, ac 3g Zagerſdhr erfuit, ee i nuns gehemmen, Di ſeiſch und Blut W wieder, Sie ſtrahlt ſtets neu auf enommen Sanftmünz Menſchen nieder, Die ſonſt in öde arm, Eit König ohn Nacht gebannt. Wahrheit geht von ad doch der ewge Soh Volk zu Volke, Vertreibt des Irr⸗ licheit und Macht. tums düſtre Wolke, Denn Jeſus einſt du, ſöottes Sohn Chriſtus wird erkannt. Ihr Völ⸗ hauf dieſe Erden: Mu ker, nehmt ihn auf, Und richtet unſer Hei; Voll Trof euern Lauf Froh zum Himmel. Er n werden“ Drum haf geht voran, Und macht euch Bahn, Glanz 65 Niedrigte Am Ziel die Krone zu empfahn. aß unſr Angſt und jewig ſe geſtilt. Chöre, Auf, bring auch du ihm einen wrſt du einſ Preis und Ehre, Bring ihm dich en Weltgerichte, Olaj ſelbſt zum Opfer dar! Du auch biſt eln ſtes In dein zum Feſt geladen, Nimm aus der Lichte, Daß wir dam Fülle ſeiner Gnaden! Ein jedes Dir, unſerm Richter Herz ſei ein Altar; Da brenne h unſern Gnadenloht Licht und Glut, Da flamme Glau⸗ Hand enpfahn. bensmut, Hoffnung, Liebe. Empor⸗ zianna voird Alsdam empor, Schallt unſer Chor, Zu linen Dann werda Gott, der uns zum Licht erkor. Mit Engelſcharn lobt ſei Chottes Sohn var und iſt! Gelobe r. Der Peiland Jeſut Mel. Wir Chriſtenleut. 7 Auf, ſchicke dich Recht . feierlich, Des Heilands Feſt mit Danken zu begehen! Lieb 2. Dieſe Sonn erliſcht nicht 3. Hör im Geiſt der Engel 3. Chriſtfeſtlieder. iſt der Dank, Der Lobgeſang, Durch den wir ihn, den Gott der Lieb, erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Gott hat alſo Die Welt in ſeinem eingen Sohn geliebet! O wer bin ich, Herr, daß du mich So herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 3. Er, unſer Freund, Mit uns vereint Zur Zeit, da wir noch ſeine Feinde waren, Er wird uns gleich, Um Gottes Reich Und ſeine Lieb als Menſch zu offenbaren. 4. Aus Dank will ich In Brü⸗ dern dich, Dich, Gottes Sohn, be⸗ kleiden, ſpeiſen, tränken, Der Frommen Herz In ihrem Schmerz Mit Troſt erfreun und dein dabei gedenken. 5. Rat, Kraft und Held, Durch den die Welt Und alles iſt, im Himmel und aufErden! DieChriſ⸗ tenheit Preiſt dich erfreut, Und aller Knie ſoll dir gebeuget werden. 6. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern, Und wer ihn ehrt, den wird ſein Name tröſten. Gelobt ſei Gott! Gelobt ſei Gott! Freut euch des Herrn, und lobt ihn, ihr Erlöſten. Mel. Vom Himmel hoch. 38 Wir ſingen dir, Immanuel, Du Lebensfürſt und Gnadenquell, Dir, Himmelslicht und Morgenſtern, Dir, Gottes Sohn, Herr aller Herrn! 2. Wir ſingen dir in deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang ge⸗ 24 Chriſtfeſtlieder. wünſchter Gaſt, Dich nunmehr eingeſtellet haſt. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat manches Herz nach dir gewacht, Dich hat gehofft ſo lange Jahr Der Väter und Pro⸗ pheten Schar. 4. Ach, daß der Herr aus Zion käm, Und unſre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hülfe bräch her⸗ ein, So würde Jakob fröhlich ſein! 5. Nun biſt du hier, mein Heiland du, Hältſt in der Krippe deine Ruh, Biſt klein und machſt doch alles groß, Bekleid'ſt die Welt und kommſt doch bloß. 6. Bin ich gleich Sünd und Schwachheit voll, Hab ich gelebt nicht wie ich ſoll, So kommſt du ja deswegen her, Daß ſich der Sünder zu dir kehr. 7. So faß ich dich nun ohne Scheu, Du machſt mich alles Jam⸗ mers frei, Du trägſt den Zorn, du würgſt den Tod, Verkehrſt in Freud all Angſt und Not. 8. Du biſt mein Haupt, mein Heil, mein Ruhm, Ich bin dein Glied, dein Eigentum, Und will, ſo viel dein Geiſt mir giebt, Dir dienen ſtets, wie dirs beliebt. Eigne Melodie. 39 Gelobet ſeiſt du, Jeſus . ☛ Chriſt, Daß du Menſch geboren biſt, Von einer Jungfrau, wunderbar, Des freuet ſich der Engel Schar. Halleluja! 2. Des ewgen Vaters einig Kind Dort man in der Krippe find't, Mit unſerm armen Fleiſch und Blut Bekleidet ſich das ewge 3. Den aller Weltkreis nie be⸗ ſchloß, Schoß, Er iſt ein Kindlein wor⸗ allein. Halleluja! herein, Giebt der Welt ein'n neuen Kindern macht. Halleluja! 5. Des Vaters Sohn geoffen⸗ Und führt uns aus dem Jammer⸗ melsſaal. Halleluja! Halleluja! 7. Das hat er alles uns gethan, Seine Lieb zu zeigen an. Des freu ſich alle Chriſtenheit, Und dank ihm das in Ewigkeit. Halleluja! Mel. Wir Chriſtenleut. 40 Bringt frohen Dank Und Lobgeſang Dem Herrn, der uns zum Heile ward geboren! Sein Licht erhellt Die dunkle Welt; Des Lichtes Kinder gehen nicht verloren. 2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht Wich vor dem Glanz der frohen Himmelschöre, Die Erd erklang Vom Lobgeſang, Der jauchzend rief: Gott in der Höh' ſei Ehre! 3. So tönt es laut, Der Vater Ri ſchaut Verſöhnt herab, auf Erden herrſcht ſein Friede. Wem ſchlägt die Bruſt Nicht jetzt voll Luſt, ui Voll Seligkeit bei dieſem Segens⸗ iſ Gut. Halleluja! liede? Der liegt in Mariens den klein, Der alle Ding erhält 4. Das ewge Licht geht da Schein, Es leuchtet mitten in der Nacht, Und uns zu Lichtes bart, Gaſt in dieſer Welt er ward, thal Zum Erbteil in den Him⸗ 6. Er iſt auf Erden kommen arm, Daß er unſer ſich erbarm, Uns in dem Himmel mache reich, Und ſeinen lieben Engeln gleich. — 2 — —2 — — — — ———— ——— ——— — —— — — —— —— —— d— — — — —— — — — —— ———— 85————————— ——=———— —————— —=———— ———— ————— — — —— — — — — — — — — — — — — — — — — 82 — — == — — nd —— ⅜2 —— =— ——— — — — — — — — — — -—— —=— — —— = ——— ———— —— —=BV— Chriſtfeſtlieder. 25 r We thegt in 4. So ſingt auch ihr, Und danket riiſt ſin Kindlei aren hier Dem, deſſen Ruhm die Him⸗ er alle Din un mel wiederhallen; Und lebt hin⸗ alleluja! g aht fort Nach ſeinem Wort, Dann ruht ewee Licht auf euch ſein gnädig Wohlgefallen. geht) 5. Auch mein Geſang, Herr, s lauchtet en nanbringt dir Dank, Denn mir auch mitten bringt dein Sohn des Himmels Hallelu ichn Segen. Tod und Gericht Erſchreckt e mue mich nicht, Der Zukunft Nacht in dieſer Welt daft geh ich getroſt entgegen. uns zus dem gan ah Mel. Warum ſollt ich mich denn. Erbeil in den umne 41. Fööhlich laßt uns Gott dallujal n 1. lobſingen, Hocherfreut ſt af Erden Laßt uns heut Dank und Ruhm er unſer ſich a ihm bringen! Euch iſt heut der n Hitumel erbam Herr geboren! Hört, wies ſchallt, liehmn E mache reitß Wiederhallt: Chriſtus iſt geboren! liebn Engeln glett 2. Heute geht aus ſeiner Kam⸗ ht mer Gottes Held, Der die Welt ſat eralles uns getha Reißt aus allem Jammer. Gott zuzeigen an. Des fu wird Menſch, dir, Menſch, zu hriſtaiheit, Und da gute, Es vereint Unſer Freund En gkeit Hallelun Sich mit unſerm Blute. Wir ohriſtenleut. 3. Wer kann Gottes Ratſchluß igt foohen Dank Un faſſen? Aber dies Iſt gewiß: Er ögeſang Dem Hern kann uns nicht laſſen. Gott giebt, tHeile ward geboren unſerm Leid zu wehren, Seinen erhellt Die dun Sohn Von dem Thron Seiner Lichtes Kinder gehen Macht und Ehren. en. 4. Sollt er von uns ſein ge⸗ nne Nacht! Der Stern kehret, Der ſein Reich Und zugleich h vo dem Glanz da Selbſt ſich uns gewähret? Sollt anellchöre, Die En uns Gottes Sohn nicht lieben, ſm obgeſang, Da Der jetzt kömmt, Mächtig hemmt, ef: Gott in der Höh Was uns will betrüben? 5. Wenn er uns Pnwerfhn hätte, laut, Der Vater Nähm er dann Menſchheit an, 8 auf Erden Daß er uns errette? Hätt er Luſt Fruͤde. Wem ſchlägt an unſerm Schaden: Gnaden⸗ ſicht jetzt voll Luſt, reich B ½ e dieſem S 8⸗ uU ſich laden. t ij ieſe Leſer 6. Was ihm Schweres wird reich Würd er euch Dann nicht auf Erden Angethan, Er nimmts an, Unſer Schutz zu werden; Unſer Lamm, das für uns ſtirbet, Und bei Gott Durch den Tod Fried und Heil erwirbet. 7. Seht, er liegt in ſeiner Krippe, Ruft zu ſich Mich und dich, Spricht mit ſüßer Lippe: Laſſet fahren, liebe Brüder, Was euch quält! Was euch fehlt, Bring ich alles wieder. 8. O ſo laßt uns zu ihm eilen, Stellt euch ein, Groß und Klein, Laßt von ihm euch heilen! Liebt ihn, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern Unſern Herrn, Der uns Leben gönnet. 9. Die ihr ſteht in großen Lei⸗ den, Sehet, hier Iſt die Thür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Wo hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer noch iſt beſchwert im Herzen, Eil herzu, Suche Ruh Für Gewiſſensſchmerzen. Sei ge⸗ troſt, er iſt gefunden, Iſt dein Teil, Machet heil Deine tiefſten Wunden. 11. Die ihr angſtvoll ſchaut aufs Ende, Kommt herbei, Füllet frei, Glaubensvoll die Hände! Hier ſind alle guten Gaben, Reines Gold, Und ihr ſollt Euer Herz nun laben. 12. Süßes Heil, laß dich um⸗ fangen, Laß an dir, Meine Zier, Unverrückt mich hangen! Du biſt meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zu⸗ frieden geben. 13. Forthin ſoll ich nicht ver⸗ zagen Denn du haſt Meine Laſt Selbſt für mich getragen. Du 26 Chriſtfeſtlieder. willſt keine Schuld mehr finden, Frei werd ich, Herr, durch dich, Frei von meinen Sünden. 14. Rein bin ich um deinet⸗ willen, Du giebſt Mut, Ehr und Gut, Kannſt mein Sehnen ſtillen. In mein Herz will ich dich ſchließen, Dich, mein Heil Und mein Teil Selig zu genießen. 15. Treu ſoll dich mein Herz bewahren, Ich will dir Leben hier Und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich ſchweben, Ganz erneut, Hoch erfreut, Dort im ſelgen Leben. Eigne Melodie. land, den der Himmel preiſt, Mit Freuden zu empfangen! Dies iſt die Nacht, in der er kam Und menſchlich Weſen an ſich nahm. Er will durch ſein Erſcheinen Uns ganz mit Gott vereinen. 2. Willkommen, Held aus Da⸗ vids Stamm, Du König aller Ehren! Willkommen, Jeſu, Gottes Lamm, Ich will dein Lob vermeh⸗ ren, Ich will dir all mein leben⸗ lang Von Herzen ſagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns biſt Menſch geboren. 3. O wie iſt deine Huld ſo groß, Ich kann ſie nimmer faſſen! Du haſt dich aus des Vaters Schoß Zu uns herabgelaſſen. Hier wartete dein nichts als Not, Ver⸗ achtung, Kummer, Schmerz und Tod, Und doch kamſt du auf Erden, Der Menſchen Heil zu werden. 4. O große That, o Wunder⸗ nacht, Von Engeln ſelbſt beſungen! iſſtor Du haſt den Helfer uns gebracht, Der Sünd und Tod bezwungen,) Und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, Herrſcht auf dem Thron der Ma⸗ jeſtät, Um Heil und ewges Leben Den Gläubigen zu geben. 5. O du, des Vaters einges Kind, Du Hoffnung aller From⸗ men! Durch den nun Gottes Kin⸗ der ſind, Die dich, Herr, aufge⸗ nommen, Komm, Jeſu, in mein Herz hinein, Und laß es deine Woh⸗ nung ſein; Dahin geht mein Ver⸗ langen, Dich würdig zu empfangen. 6. Du, des ſich meine Seele freut, Mein höchſtes Gut, mein f 42 Ermuntre dich, mein Leben, Was ſoll ich dir aus Dank⸗ . ſchwacher Geiſt, Und trage groß Verlangen, Den Hei⸗ barkeit Für deine Treue geben? — ——— —— —— Herr, was ich hab und was ich mi bin, Das geb ich dir zu eigen hin, Mich ſoll kein Glück, kein m Leiden Von deiner Liebe ſcheiden. e 7. Noch ſieht dich zwar mein Auge nicht, Doch du wirſt wieder⸗ kommen; Dann ſchauen dich von Angeſicht, Herr, alle deine From⸗ men. Dann werd auch ich, Herr Jeſu Chriſt, Dich ſehn, ſo herrlich wie du biſt, Und ewig dich dort oben Mit allen Selgen loben. Mel. Lobe den Herren, den. 43 Ehre ſei Gott in der Höhe! 4 der Herr iſt geboren! Sün⸗ dern zum Heiland vom Höchſten aus Gnaden erkoren! Laſſet uns ſein, Seiner Erbarmung uns freun! Iſt er nicht uns auch geboren? 2. Dunkel bedeckte den Erdkreies,f in Finſternis irrten Völker um⸗ her, wie die Herden verlaſſen vom 6 Hirten. Jeſus erſchien, Nächte zt Chriſtfeſtlieder. 27 dn Helfer mis gebrazverſchwanden durch ihn, D und Tod den Weiſen verwirrten. 3. Menſchen, berufen ſich unter ſeinander zu lieben, Folgten der A Zwietracht und Bitterkeit ſchänd⸗ lichen Trieben. Jeſus erſchien, des Vaers ein Lehrte den Menſchenhaß fliehn, doffnung iller Frn Lehrte den Frieden uns lieben. hden nun ijottes gi 4. Wahrheit und Tugend ent⸗ die dich, gerr, au keimten des Göttlichen Schritten, domm, Jau un uf Troſt und Erquickung trug er in Und laß es deine d der Weinenden Hütten. Selbſt er, Dahin gehl mein d9 ihr Freund, Hatte vielfältig ge⸗ zwürdig zu mpfan weint, Laſten getragen, gelitten. des ſich neine Ce 5. Ehre ſei Gott in der Höhe! n höchſtes Gut ein ewiges Leben Hat er durch ſollich ditau s Dan ihn, ſeinen Sohn, uns erbarmend deine Tuune len gegeben. Bis in das Grab Stieg üch hab ud u en er vom Himmel herab, Einſt uns i ia e as i zum Himmel zu heben. ſol bein Gölic 6. Seliger Glaube, daß einſt deiner d uck, kii meinen Retter ich ſehe, Ihn mit ſieht di cfe ſcheiden den Scharen Vollendeter ewig er⸗ ſecht dih war mai höhe! Völlig beglückt, Sing ich Doch du wrſt wiede dann, himmliſch entzückt: Chre ann ſchautt dich vo ſei Gott in der Höhe! eerr, alle diine From Mel. Solklt ich meinem Gott. 5 werd aut) ich, Hen Dich ſehn, ſo herrlit wig ſei dir Lob geſun⸗ 222 E gen Hier und einſt vor dem Tynnd „* Und ewi dich dor allen Selzen loben deinem Thron, Daß du uns das Heil errungen, Menſchgewordner de den Herttt, den. Gottesſohn. Uns zu gut ins ſei Gott in der Hböhe Fleiſch gekommen Biſt du voller derr iſtgebgren! Sün Freundlichkeit; Ja du haſt vor eiland von Höchſte alter Zeit Dich ſchon unſer an⸗ erkoren! eaſſet un genommen. Sei gelobt, Herr Jeſu erbarmungunsfreun Chriſt, Daß du unſer Bruder biſt. t uns aud geboren! 2. Sei gelobt, Herr, dir ge⸗ bedeckte de Erdkreiß bühret Unſer Dank in Wort und irrten Aölker um That; Herrlich haſt du ausgefüh⸗ derden ver aſſen von ret Deines Vaters Gnadenrat. ie auch Unſrer menſchlichen Natur, Und vor aller Kreatur Sie allein dir ausgewählet. Du erbhobſt ſie, Gottesſohn, Mit dir auf der Gottheit Thron. 3. Du erſchieneſt hier auf Er⸗ den, Mittler zwiſchen uns und Gott, Unſer Friedensfürſt zu wer⸗ den, Retter aus der Sündennot. Herr, du haſt das Kreuz erduldet, Haſt mit Gott uns ausgeſöhnt Und mit ſeiner Huld gekrönt Uns, die wir ſo viel verſchuldet. Dies iſt unſre Zuverſicht Einſt im Tod und im Gericht. 4. Nein, Gott kann mich nim⸗ mer haſſen, Ob ich gleich ein Sünder bin; Nimmer kann mein Gott mich laſſen, Denn er heget Vaterſinn. Gnade ſchenkt er ſei⸗ nen Knechten In dem Sohne, der mich kennt, Und mich ſeinen Bruder nennt. Chriſtus ſitzt zu Gottes Rechten; Durch ihn bin ich Gott vereint, Gott mein Vater, Gott mein Freund. 5. Wird das Leben doch mein Leben, Leuchtet mir doch ſelbſt das Licht. Alles Heil iſt mir ge⸗ geben, Was iſt, das mir noch ge⸗ bricht? Seht, es fleußt der Quell der Freuden Aus dem hohen Him⸗ melsſaal In das niedre Erden⸗ thal, Und erquickt mich unter Leiden. Meine Lieb und Selig⸗ keit, Chriſtus, iſt geboren heut. 6. Du, o Gottes höchſte Gabe, Du, des Vaters einger Sohn, Du, der Seelen reichſte Habe, Und des Glaubens größter Lohn! Laß mich neu geboren werden, Bilde mich nach deinem Sinn, ſus erſchitz, Nächt Huldreich haſt du dich vermählet Nimm mich ganz zu eigen hin, 28 Daß ich dein ſchon ſei auf Erden; Dann lobſingt mein Leben dir, Treuer Heiland, für und für. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 4 5 Gottes und Mariens Sohn, *☛☚ Den, um unſer Leid zu wenden, Gott von ſeinem Himmels⸗ thron In die Welt hat wollen ſen⸗ den, Sei willkommen, großer Held, Du geprieſnes Licht der Welt! 2. Deine Freudenankunft macht, Daß wir alle fröhlich ſingen, Da die Engel in der Nacht Die ge⸗ wünſchte Botſchaft bringen: Kommt, nun iſt der Heiland da! Gott ſei Dank, Halleluja! 3. Uns zu Liebe kommſt du hier In das dunkle Thal der Erde; Ach, daß Herz und Zunge dir Ewig, ewig dankbar werde! Jauchzt, ihr Völker, rühmt und preiſt Den, der euch nun leben heißt. 4. Jetzt iſt alles wieder da, Was uns Adam einſt verloren. Menſchen, ſingt: Halleluja! Got⸗ tes Sohn iſt Menſch geboren! Stimmet mit den Engeln an, Rühmt, was er an euch gethan. 5. Ehre ſei Gott in der Höh, Und auf Erden lauter Friede. Ferner mache Leid und Weh Nim⸗ mermehr die Chriſten müde, Bis du uns, o Lebensfürſt, Zu dem Vater führen wirſt. Mel. Vom Himmel hoch, da. 46 ies iſt der Tag, den * Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht, Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt Chriſtfeſtlieder. — harrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward, Da ſandte Gott von ſei⸗ nem Thron Das Heil der Welt, dich, ſeinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder faſſen Ehrfurcht ſtill, Er betet an, und er ermißt, Daß Gottes Lieb un⸗ endlich iſt. b Fleiſch, wirſt unſer Heil. von mir, Gott, deinen Willen thu ich gern, Gelobt ſei, der da kommt vom Herrn. 6. Herr, der du Menſch ge⸗ boren wirſt, Immanuel und Frie⸗ densfürſt, Auf den die Väter hoffend ſahn, Dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 7. Du, unſer Heil und höchſtes Gut, Vereinigſt dich mit Fleiſch und Blut, Wirſt unſer Freund Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majeſtät, Du biſt es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, Du biſt es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler iſts, der ſie erhält. Was zag ich nun, wenn der mich ſchützt, Der in des Va⸗ ters Schoße ſitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heilig⸗ ſten Geburt! Und Erde, die ihn Im Himmel und auf Erden iſt. 2. Die Väter haben dein ge⸗ heute ſieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. will, So ſteht mein Geiſt vor 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigſt du dich, Herr der Welt, Nimmſt ſelbſt an unſrer Menſchheit teil, Erſcheinſt im 5. Dein König, Zion, kommt zu dir, Er ſpricht: im Buche ſteht und Bruder hier, Und Gottes ach. iudt, N fen drit ij M. Wer * SDis iſ D 41 aajengotte F d Rn al doyyt Lict ſt lid diſes — 1 3 M 8 d erfülle t 4 ſer efaſſe ſt do i1, und Sünden Gin ſt du dich Hen ſt 89 an unſre „Lrſcheinſt i ſer Heil 4 g, Zion, komm im Butee ſte deinen Willen elobt ſei, her da rn —— du Menſh ge⸗ nanuel un Frie⸗ den die Väter dich, Gott mein an veil und höchſtes dich mit leiſch t unſer ſireund r. Und ſFottes ir. oller Mijeſtät, as Herz zrhöhte eligkeit, Phu biſt erfreut. § Sünde ſiel die ler iſts, ber ſie ich nun wenn Der in ds Va⸗ immel, ie ihr Tag der heilig⸗ Erde, die ihn jim, dem ſherrn, er Welt un⸗ Chriſtfeſtlieder. 29 11. Herr, der du uns den Tag gemacht, Der uns ſo großes Heil gebracht, Dich preiſe, was durch Jeſum Chriſt Im Himmel und auf Erden iſt. Mel. Wer nur den lieben Gott. 47 Dies iſt die Nacht, da 8 mir erſchienen Des großen Gottes Freundlichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkel⸗ heit; Und dieſes Welt⸗ und Him⸗ melslicht Weicht hunderttauſend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Verſäume nicht den Gna⸗ denſchein. Der Glanz in dieſer kleinen Höhle Dringt bald in alle Welt hinein; Er treibet weg der Hölle Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In dieſem Lichte kannſt du ſehen Das Licht der klaren Se⸗ ligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht gar bald in letzter Zeit, Wird dieſes Licht mit ſeinem Schein Dein Himmel und dein alles ſein. 4. Laß nur indeſſen helle ſchei⸗ nen Dein Glaubens⸗ und dein Lebenslicht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonſt hilft dir dieſe Sonne nicht. Willſt du genießen dieſen Schein, So darfſt du nicht mehr dunkel ſein. 5. Drum Jeſu, ſchöne Weih⸗ nachtsſonne, Beſtrahle mich mit deiner Gunſt. Dein Licht ſei meine Weihnachtswonne, Und lehre mich die Weihnachtskunſt, Wie ich im Lichte wandeln ſoll, Und ſei des Weihnachtsglanzes voll. Chor. Mel. Vom Himmel hoch, da. 48 Empor zu Gott, mein 8 Lobgeſang! Er, dem der Engel Lied erklang, Der Tag, der Freudentag iſt da. Ihr Chriſ⸗ ten, ſingt Halleluja! Alle. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 2. Vom Staub, in dem wir wallen, Soll, Jeſu Chriſt, dein Lobgeſang Empor zum Himmel ſchallen, Dir opfre jede Seele Dank. Und jeder der Gebornen Sei froh, ein Menſch zu ſein, Und jeder der Verlornen Rühm ſich, erlöſt zu ſein. Uns iſt das Kind gegeben, Geboren uns der Sohn, Mit ihm erſcheint das Le⸗ ben, Mit ihm des Himmels Lohn. Chor. 3. Er kommt, des Vaters Eben⸗ bild, Von ſchlichtem Pilgerkleid umhüllt, Und macht uns ſeiner Hoheit gleich Auf Erden und im Himmelreich. Alle. 4. O du, dem jetzt die Menge Der Engel und Verklärten ſingt, Vernimm die Lobgeſänge, Die dir dein Volk im Staube bringt. Du kamſt, ſo geht die Sonne, Die Welt zu ſegnen, auf, Verbreitet Licht und Wonne In ihrem ho⸗ hen Lauf. Du brachteſt Heil und Gnade Auf unſre Welt herab, Ein Licht dem dunkeln Pfade, Ein Licht dem finſtern Grab. Chor. 5. Vom Himmel kam in dunk⸗ ler Nacht, Der uns des Lebens 30 Chriſtfeſtlieder. Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl, Wie Morgen⸗ rot im dunkeln Thal. Alle. 6. Frohlockt! ihr war't Ge⸗ noſſen Der Sünde wie der Sterb⸗ lichkeit; Nun iſt euch aufgeſchloſſen Der Eingang in die Herrlichkeit. Zu unſrer Welt hernieder Kam Gottes ewger Sohn, Nun hebt er ſeine Brüder Empor zu Gottes Thron. Er war das Heil der Sünder, Und bleibt es fort und fort, Hier ſind ſie Gottes Kinder Und Gottes Erben dort. Chor. 7. Er führet uns auf ebner Bahn, Zum Himmel führt er uns hinan, Und wandelt unſer Pilger⸗ kleid In Sternenglanz und Herr⸗ lichkeit. Alle. 8. Und ſind wir einſt zum Lohne Der Himmelsbürger dort erhöht, Dann ſtehen wir am Throne, Und ſchaun, Herr, deine Majeſtät. Nicht mehr aus tiefer Ferne Dringt unſer Dank zu dir, Denn über Sonn und Sterne Erhoben, jauchzen wir. Und in des Himmels Chöre Schallt unſer Lobgeſang: Dem Ewigen ſei Ehre. Dem Welterlöſer Dank! Chor. 9. Rein, wie der Engel Harfen⸗ klang, Steig auf, du hoher Lobge⸗ ſang! Der Tag, der Freudentag iſt da; Ihr Chriſten, ſingt Halleluja! Eigne Melodie. 49 Vom Himmel hoch da . komm ich her, Ich bring euch gute neue Mär, Der guten Mär bring ich ſo viel, Davon ich ſing'n und ſagen will. 2. Euch iſt ein Kindlein heut gebor’'n Von einer Jungfrau aus⸗ erkor'n, Ein Kindelein, ſo zart und fein, Soll eure Freud und Wonne ſein. 3. Es iſt der Herr Chriſt, un⸗ ſer Gott, Der will euch führ'n aus aller Not, Er will eu'r Hei⸗ land ſelber ſein, Von allen Sün⸗ den machen rein. 4. Er bringt euch all'n die Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt ewig leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippe, Windelein ſo ſchlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 8. Lob, Ehr ſei Gott im höch⸗ ſten Thron! Er ſchenkt uns ſei⸗ nen eingen Sohn; Des freuet ſich der Engel Schar Und ſinget uns ein neues Jahr. Eigne Melodie. obt Gott, ihr Chriſten, 50. L allzugleich, Vor ſeinem höchſten Thron, Der heut auf⸗ ſchleußt ſein Himmelreich Und ſchenkt uns ſeinen Sohn.:; — = ——— —— —— ——— —— — m 3 ſogen wile e Nind ein hen Jung raug ndelein, ſo 1lo zar eure Feud un derr Ctriſt, m vill eun) führen 3 5 euch llln die zott de Vaten Vihr mit uns Sollt 4 ig leben — -un das Zeichen Windöilein ſo ihr des Kind Telt er ält und alle fröſlich ſein ten geht hinein, dtt hat beſcher Sohn verehrt. n edler der niht ver⸗ ĩd komunſt ins Wie ſoll ich Gott it höch⸗ ceenkt uns ſei⸗ „ Des freuet ar Unt ſinget hr. ſodie. ihr Chriſten, „Vor ſſeinem Der hent auf⸗ nelreich Und Sohn.ü: */ Chriſtfeſtlieder. 31 2. Er kommt aus ſeines Vaters 2 Schoß, Ein Heiland uns zu ſein, Er liegt dort elend, arm und u bloß, Uns ewig zu erfreun.:, 3. Er äußert ſich der Allgewalt, Wird niedrig und gering, Und nimmt an ſich die Knechtsgeſtalt, Der Schöpfer aller Ding.:,: 4. Er wechſelt mit uns wun⸗ derbar, Nimmt unſre Armut an, Uns aber beut er Güter dar, Die niemand ſchätzen kann.“ 5. Er wird ein Knecht, und ich ein Herr, Das mag ein Wechſel ſein! Wie könnte er doch freund⸗ licher, Der teure Jeſus ſein?;,: 6. Heut ſchleußt er wieder auf das Thor Zum ſchönen Paradeis, Der Cherub ſteht nicht mehr davor, Gott ſei Lob, Ehr und Preis.:, Mel. Der Tag, der iſt ſo. 51 Ein Kindelein höchſt lo⸗ . benswert Auf Erden iſt erſchienen; Des Höchſten Sohn iſt uns beſchert, Dem Himmels⸗ geiſter dienen. Wär uns das Kindlein nicht gebor'n, So wär'n wir allzumal verlor'n, Das Heil iſt unſer aller. O du ſüßer Jeſus Chriſt, Der du Menſch geboren biſt, Behüt uns vor der Hölle. 2. Die Zeit iſt nun ganz freu⸗ denreich, Zu loben Gottes Namen, Daß Chriſtus iſt vom Himmel⸗ reich Auf Erden zu uns kommen. Es iſt ein' groß' Barmherzigkeit, Die Gott vom Himmel uns ver⸗ leiht. Ein Knecht iſt Chriſtus wor⸗ den, Uns, doch ohne Sünde, gleich, Daß wir werden ewig reich, Trug unſrer Sünden Bürde. 3. Wohl dem, der dieſes Glau⸗ bens iſt, Mit ganzem Herzen trauet, Dem wird die Seligkeit gewiß, Wohl dem, der darauf bauet, Daß Chriſtus hat genug gethan Für uns, damit wir Heil empfahn Von Gott, dem ewgen Vater. O wie große Wunderthat, Er trägt unſre Miſſethat, Und ſtillet unſern Hader! 4. Des dank ihm alle Chriſten⸗ heit Für ſolche große Güte, Und bitte ſein' Barmherzigkeit, Daß er uns fort behüte Vor falſcher Lehr und böſem Wahn, Der unſern Seelen ſchaden kann; Er woll all Schuld vergeben. Vater, Sohn und heilger Geiſt, Gieb uns, was dein Wort verheißt: Laß uns in Frieden leben. Mel. Nun freut euch, liebe. 0) Cch ſteh an deiner Krippe 52. I hier, O Jeſu, du mein Leben! Zu dir komm ich und ſchenke dir, Was du mir haſt ge⸗ geben. Nimm hin, es iſt mein Geiſt und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin, Und laß dirs wohlgefallen. 2. Du haſt mich ganz und gar erfüllt Mit deiner Lieb und Güte, Dein hoher Glanz, dein göttlich Bild Liegt ſtets mir im Gemüte; Und wie könnt es auch anders ſein? Wie könnt ich deinen Gnadenſchein Aus meinem Herzen laſſen? 3. Da ich noch nicht geboren war, Biſt du mir ſchon geboren, Und haſt mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren. Noch war ich nicht ans Licht gebracht, Da haſt du ſchon bei dir bedacht, Wie mein du wollteſt werden. 32 Chriſtfeſtlieder. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht, Du wurdeſt meine Sonne, Die mir im Herzen angefacht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die des Glaubens Licht In meinem Herzen aufgericht't, Wie ſchön ſind deine Strahlen! 5. Mit Freuden blick ich auf dich hin, Und kann nicht ſatt mich ſehen, Doch nimmer wird mein blöder Sinn Dein Weſen ganz verſtehen. O daß mein Geiſt ein Abgrund wär, Und meine Seel ein tiefes Meer, Daß ich dich möchte faſſen! 6. Wenn bitterlich mein Herze weint, Und keinen Troſt kann finden, Dann rufſt du mir:„Ich bin dein Freund, Ich tilge deine Sünden! Was trauerſt du in deinem Sinn, Da ich dein Bruder worden bin, Die Kindſchaft dir zu geben?“ 7. So hoff ich denn, du wer⸗ deſt mir Dies Eine nicht verſagen: Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. In mir ſoll deine Wohnung ſein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden. Mel. Jeſu, meine Freude. 53 Neſus iſt gekommen! Dan⸗ d ket ihm, ihr Frommen, Dankt ihm, daß er kam, Daß er hier auf Erden, Unſer Heil zu werden, Seine Wohnung nahm. Menſch, wie wir, erſchien er hier, Um des Vaters gnädgen Willen An uns zu erfüllen. 2. Laßt uns niederfallen, Dan⸗ ken, daß er allen Freund und Bruder iſt. Gott auf ſeinem Throne Liebt uns in dem Sohne, Hilft durch Jeſum Chriſt. Welch ein Heil, an Chriſto teil, Teil an ſeines Geiſtes Gaben, An Gott ſelbſt zu haben! 3. Keine Macht der Sünden Wird uns überwinden, Er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Bö⸗ ſen Gänzlich unserlöſen, Hier ſteht er uns bei. Unſer Freund, mit Goti ih vereint, Wird uns immer Hülfe in ſenden, Daß wir ſiegreich enden. 4. Auf dem Richterthrone Wer⸗ den wir im Sohne Unſern Retter ſchaun. Heil und ewig Leben Wird er allen geben, Die ihm feſt ver⸗ Ne traun. Er ward hier verſucht, wie gt wir, Drum wird er der Schwachheit ſchonen, Und aus Gnaden lohnen. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. 5 4 Was in der heilgen Nacht erklang Aus ſelger Das ſei auch Geiſter Heer, Gott in der unſer Lobgeſang: Höh ſei Ehr!:“ 2. Von aller Welt erſchalle dir, O Jeſu, Dank und Lob! Dich, unſern Retter, preiſen wir, Der uns vom Staub erhob.:;: 3. Du ſprachſt zur Finſternis: entweich! Da floh des Irrtums Nacht. Du haſt das lichte Gottes⸗ reich In Herz und Welt gebracht.: 4. Nun bürgen Sorge ſelbſt und Schmerz Für unſrer Kind⸗ ſchaft Recht; Zum Vater hebt ſich unſer Herz, Wir ſind ja ſein Geſchlecht.: 5. Dank dir, daß du uns Brüder nennſt! Darauf ruht unſer Heil; Wen du als Bruder anerkennſt, Hat ewig an dir teil.:,: t wirder vom g in, Hi er Freutd, n uns itimer Hiſ dir ſiegreich ende Richten hrone We hne Unſſern Rett d zufe Wi Die im feſt ver hier kerſucht, w er der öchwachhe Gnaden lohnen dtt, ihr Chriſten. der heilgen Nach klang Aus ſelg⸗ Das ſei au 9: Cott in d Welt erſchalle di und ob! Dih preiſen wir, De b erheb.:; ſt zur Finſternis loh 3 Irrtum das lihte Gotten SWell gebracht. gen Sorge ſelh ür uiſrer Kind m Vater hebt ſi ir ſtid ja ſei aß dunns Brüde ruht inſer Heit ruder anerkennſ teil., Chriſtfeſtlieder. 33 Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 55 Wer im Herzen will er⸗ 4 fahren, Und darum bemühet iſt, Daß der König Jeſus Chriſt Sich in ihm mög offenbaren, Der muß ſuchen in der Schrift, Bis er dieſen Schatz antrifft. 2. Er muß gehen mit den Weiſen, Bis der Morgenſtern aufgeht Und im Herzen ſtille ſteht. Dann kann man ſich ſelig preiſen, Weil des Herren Angeſicht Glänzt von Klarheit, Recht und Licht. 3. Denn wo Jeſus iſt geboren, Da erweiſet ſich gar bald Seine göttliche Geſtalt, Die im Herzen war verloren. Seine Klarheit ſpie⸗ gelt ſich In der Seele kräftiglich. 4. Alles Fragen, alles Sagen Iſt von Jeſu nur allein Und von deſſen Gnadenſchein, Dem ſie fort und fort nachjagen, Bis die Seele in der That Dieſen Schatz ge⸗ funden hat. 5. Ach wie weit ſind die zu⸗ rücke, Die nur fragen in der Welt: Wo iſt Reichtum, Gut und Geld, Wo iſt Anſehn bei dem Glücke, Wo iſt Wolluſt, Ruhm und Ehr? Und nach ſolcher Thorheit mehr. 6. Ja, unſelig ſind die Herzen, Und in ihrem Wandel blind, Die alſo beſchaffen ſind, Weil ſie dieſen Schatz verſcherzen, Wählen, was die Erde bot, Das nichts hilft in Not und Tod. 7. Auch heißt nicht nach Jeſu fragen, Wenn man nur zur Kirche geht, Und in der Ver⸗ ſammlung ſteht, Eine Beichte herzuſagen, Um zum Nachtmahl dann zu gehn, Meinend, dann ſei g'nug geſchehn. 8. Nein, wenn dies in deinem Leben Nach Gewohnheit nur ge⸗ ſchicht, So iſt noch nichts aus⸗ gericht't. Du mußt dich Gott ganz ergeben, Und im Glauben Nacht und Tag Deinem Jeſu folgen nach. 9. Dann läßt er ſich auch bald finden In dem Tempel, bei der Beicht', In dem Nachtmahl, und bezeugt, Daß die vorbegangnen Sünden Sind vergeben, und ſein Blut Reinigt Seele, Geiſt und Mut. 10. Dann kann man recht freudig treten Zu dem Gnaden⸗ ſtuhl und Thron, Und den König mit der Kron Als ein treuer Knecht anbeten, Der nichts ſuchet auf der Welt, Als was ſeinem Herrn gefällt. 11. Jeſu, laß mich auf der Erden Doch nichts ſuchen, als allein, Daß du mögeſt bei mir ſein, Und ich dir mög ähnlich werden In dem Leben dieſer Zeit Und in jener Ewigkeit. 12. So will ich mit allen Weiſen, Die die Welt für Thoren acht't, Dich anbeten Tag und Nacht, Und dich loben, rühmen, preiſen, Liebſter Jeſu, und vor dir Chriſtlich wandeln für und für. Mel. Wie ſchön leucht't uns. erzage, Volk der Chriſ⸗ 56. V ten, nicht! Die Heiden ſehen auch ſein Licht, Und finden den Erretter. Des wahren Gottes Sohn und Ruhm Stürzt aller Götzen Säulen um, Die Bilder falſcher Götter. Gott wird Selbſt 3 34 Neujahrslieder. Hirt Seiner Herde, und die Erde ſieht voll Freuden Gott ſelbſt ſeine Herde weiden. 2. Der Gottheit Fülle wohnt in dir, Durch dich, mein Heil, kommt Gott zu mir Und ſchenkt mir ſeine Liebe. Wie dank ich dir, wie preif ich dich? Du wirſt mir gleich, ein Menſch, wie ich, Daß ich nicht hülflos bliebe. Dank⸗ voll, Herr, ſoll Mein Gemüte deine Güte hoch erheben; Du, mein Heiland, biſt mein Leben. 3. Es deckte Finſternis die Welt, Du haſt die finſtre Welt erhellt, Des freuen ſich die From⸗ men. Vom Aufgang bis zum Niedergang Erſchallt der Völker Lobgeſang, Die anzubeten kommen. Wie blind, Herr, ſind, Die dich haſſen, ſich nicht laſſen Gott be⸗ lehren, Sich zum Vater zu bekehren. 4. Ein Herz, das deine Wahr⸗ heit, liebt, Und ſich dir willig übergiebt, Das kannſt du nicht verſchmähen. Wer ſeine Hoff⸗ nung auf dich ſetzt, Und ſich in deinem Wort ergötzt, Der ſoll dich ſelbſt einſt ſehen. Dein Licht Iſt nicht Bei dem Sünder, deine Kinder ſind die Frommen, Welche gläubig zu dir kommen. 5. Mein Glaube ſei mein Dank⸗ altar, Hier bring ich mich zum Opfer dar, Dir, der Verlaſſnen Tröſter. Ich bete dich in Demut an; Wer iſt, der mich verdammen kann? Ich bin ja dein Erlöſter. Von dir Strömt mir Gnaden⸗ atun fülle; Ruh und Stille, Licht und Segen Find ich, Herr, auf deinen Wegen. 6. Dir will ich ewig dankbar mi ſein, Mich gläubig deiner Liebe freun Und immer dein gedenken. Mein Weihrauch ſei Gebet und Flehn; Hin auf dein Beiſpiel will ich ſehn, Wenn hier mich Leiden kränken. Hab ich Wenig Gold im Leben hinzugeben! voll Erbarmen Dien ich, wie ich kann, den Armen. 7. Verſichre mich durch deinen Geiſt, Daß du für mich erhöhet ſeiſt, Den Himmel mir zu geben. Bin ich nur meines Heils gewiß, Soll keine Macht der Finſternis Mich hindern, dir zu leben. Für mich Kann ich Nichts vollbringen; hilf mir ringen, Freund der Seelen, Ich will deinen Ruhm erzählen, 4. Neujahrslieder. Mel. Jeſu, meiner Seelen Ruh. 57 N enſchen, unſer Leben . eilt, Immer eilt es unverweilt, Als im Flug eilt es da⸗ von, Und bald iſt es ganz entflohn. 2. Unachtſam auf ſeine Pflicht Merket dies der Jüngling nicht, Sieht vor ſich ein fernes Ziel, Rechnet noch der Jahre viel. 3. Ihm dehnt ſich die kurze Zeit Aus zur langen Ewigkeit, Aber ſchaut der Greis zurück, Dünkt ſie ihm ein Augenblick. 4. Leicht entflieht ein Morgen⸗ n traum, Leicht zerſchmilzt des Waſ⸗ ſers Schaum, Steigend noch zer⸗ geht der Rauch: So iſt unſer Leben auch. —— — —— ——— — — —— — — — 2 d ſlegt ſe nehiger G h aaͤes Fromen. N bbe ſei mein Dan ug ich mich 1 d, der Verlaſſ ete dic in Dem mich verdamm ja den Erliſte nt mir Gnade Stillt, Licht m Herr auf deim ich eig danke ubig deiner Lit ier dein gedenke ih ſei Gebet un dein Leiſpiel wi hier znich Leide Wengz Gold i i! voll Erbarm kann, ſen Arme nich drrch deim für nich erhöß mel mir zu geben ines Hils gewif ht der Finſterm ir zu leben. Fuͦ ichts vollbringen reund er Seelen Ruhn erzählen 4 t ſich die kur langen Ewigkei r Grits zurüt ein Abgenblick. jeht ein Morgen chmilz des Wa bteigen noch zel . So iſt unſe 5. Selbſt an Glück und Freuden Neujahrslieder. 35 reich Iſt es doch nur Blumen gleich; Die man früh noch pran⸗ gen ſieht Sind am Abend ſchon verblüht. 6. Wellenreich und ohne Ruh Stürzt ein Strom dem Meere zu; Wenn dich ſtolzer Wahn erfüllt, Schau in ihm, oMenſch, dein Bild. 7. Schau, wie keine Welle bleibt, Eine ſtets die andre treibt; Sie verſchlingt das volle Meer, Hier iſt keine Wiederkehr: 8. So vertreibet immerdar Die⸗ ſes Jahr das nächſte Jahr, Und das letzte rauſcht vorbei, Eh mans merkt, wie nah es ſei. 9. Auch auf Stunden habet acht! Wirket Gutes, denn die Nacht Kommt und rücket ſchon heran, Wo man nicht mehr wirken kann. 10. Jetzt noch währt der Tag des Heils. Trefft die Wahl des beſten Teils, Stellt euch dieſer Welt nicht gleich, Seid an guten Werken reich. 11. Wenn ihr eure Zeit ver⸗ träumt, Sie in träger Ruh ver⸗ ſäumt, Sie in eitlem Tand ver⸗ derbt: Weh alsdann euch, wann ihr ſterbt! 12. Der Verſäumnis eurer Pflicht Folgt im göttlichen Gericht, Wann der Tod euch hingerafft, Eine ſtrenge Rechenſchaft. 13. Aber ſo iſt nicht der Chriſt, Der es in der Wahrheit iſt: Ein⸗ gedenk der Ewigkeit Kauft er ſorg⸗ ſam ſeine Zeit. 14. Jede Stunde, da ſein Geiſt Sich der Erde mehr entreißt, Blei⸗ bet, flieht ſie ſchon dahin, Ihm ein ewiger Gewinn. Waiſen beiſteht, Witwen ſchützt, Arme ſpeiſt: die dauert dort Stets in ihrem Lohne fort. 16. Wohl dem, der an Jeſum gläubt, Männlich kämpft, ſein Fleiſch betäubt, Seine Zeit zu nützen ſtrebt, Gott und ſeinem Nächſten lebt. 17. Wenn nun ſeine Stunde kömmt, Wird er nicht vor Angſt beklemmt, Daß er nicht ſein Heil bedacht, Und ſein Lauf iſt wohl vollbracht. 18. Wohl ihm!l er entſchläft im Herrn, Stirbt getroſt, gelaſſen, gern, Und ſchaut, Gott, in deinem Licht Ewig dort dein Angeſicht. Mel. Vom Himmel hoch. 58 Das alte Jahr vergangen . iſt, Wir danken dir, Herr Jeſu Chriſt, Daß du in mancherlei Gefahr Behütet uns auch dieſes Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn Des Vaters auf dem höchſten Thron, Du wollſt dein arme Chriſ⸗ tenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heil⸗ ſam Wort, Es iſt der Seelen Heil und Hort. Vor falſcher Lehr, Abgötterei, Behüt uns, Herr, und ſteh uns bei. 4. Hilf, daß wir meiden Sünd und Wahn, Und fromm zu wer⸗ den fangen an. Der alten Schuld nicht mehr gedenk, Ein gnaden⸗ reiches Jahr uns ſchenk. 5. Hilf chriſtlich leben, ſeliglich Einſt ſterben, Und dann froh durch dich Am jüngſten Tage auferſtehn, Und mit dir in den Himmel gehn, 15. Jede Stunde, wo er nützt, 6. Zu loben und zu preiſen dich 3* 36 Neujahrslieder. Mit allen Engeln ewiglich. O Jeſu, unſern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 59 Hiff, Herr Jeſu, laß ge⸗ Se. lingen, Hilf, das neue Jahr geht an, Laß es neue Kräfte bringen, Daß aufs neu ich wan⸗ deln kann. Laß mich dir befohlen ſein, Auch daneben all das Mein'. Neues Heil und neues Leben Wollſt du mir aus Gnaden geben. 2. Laß es ſein ein Jahr der Gnade, Laß mich haſſen meine Sünd, Hilf, daß ſie mir nimmer ſchade, Sondern bald Verzeihung find; Auch durch deine Gnad verleih, Daß ich herzlich ſie bereu. Hilf mir, Herr, denn du, mein 5 Leben, Kannſt die Sünde mir vergeben. 3. Tröſte mich mit deiner Liebe, Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Weil ich mich ſo ſehr betrübe, Und voll Angſt und Zagen bin. Wenn ich ſchlafe oder wach, Sieh du, Herr, auf meine Sach, Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd und Tod nicht töten. 4. Herr, du wolleſt Gnade ge⸗ ben, Daß dies Jahr mir heilig ſei, Und ich chriſtlich möge leben, Ohne Trug und Heuchelei, Dich und meinen Nächſten lieb, Und denſelben nicht betrüb, Auf daß ich noch hier auf Erden Fromm und ſelig möge werden. 5. Jeſu, laß mich fröhlich enden Dieſes angefangne Jahr. Trage mich auf deinen Händen, Halte bei mir in Gefahr; Steh mir bei in aller Not, Auch verlaß mich nicht im Tod. Freudig will ich dich umfaſſen, Wenn ich ſoll die Welt verlaſſen. Mel. Nun laßt uns Gott dem. 60. Nun laßt uns gehn und treten Mit Singen und mit Beten Zum Herrn, der unſerm Leben Bis hieher Kraft gegeben. 2 Wir gehn dahin und wan⸗ dern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen; 3. Durch ſo viel Angſt und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müt⸗ tern Bei ſchweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: Läßt Gott uns, ſeine Kinder, Wenn Not und Trübſal blitzen, In ſeinem Schoße ſitzen. 6. Ach, Hüter unſers Lebens, Fürwahr, es iſt vergebens Mit nicht dein' Augen wachen. 7. Gelobt ſei deine Treue, Die alle Morgen neue, Lob ſei den leid wenden. ſerm Kreuz und Leide Ein Brun⸗ nen unſrer Freude. dir und deiner Treue, Ein Herz, das dein ſich freue. 10. Schleuß zu die Jammer⸗ pforten, Und laß an allen Orten 5. Alſo und auch nicht minder unſerm Thun und Machen, Wo ſtarken Händen, Die alles Herz⸗ 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In un⸗ 9. Gieb mir und allen denen, Die ſich von Herzen ſehnen Nach ll Dalls d Nenes Lebe ſchn ſp bewat nun w. —— — — —— — — — — — — — —=B— — —. — — — Fteudg wiſ 1 enn ich ſoll d t uns Cott dem, ßt uns gehn un Mit Singe m Herrn, per unſen er Kraßt gegeben Dahin und wan Jahr zum anden d gedeiſen Van neuen; viel Lgſt un Zitternund dunt Krieg ſund grof alle Welt bedecken von troten Müt eren Ungewitter, er auf Erden M werden auch niht minde s, ſein: Kinden d Trühgal blitzen poße ſttzn. er unſens Lebens ſt vergibens M und Michen, Ae gen wachen. deine Treue, Di häue, Lo) ſei der „Die zlles den ) rdich abitten, ib mitten In me Leide Lin Brm ude. und aben denmn erzen ſoynen Na Treue, Ein Her reue. zu die Jamme aß an aͤllen Orte Neujah rslieder. 37 Nach ſo viel Blutvergießen Die Freudenſtröme fließen. 11. Sprich deinen milden Se⸗ gen Zu allen unſern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadenſonne ſcheinen. 12. Sei der Verlaſſnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Un⸗ verſorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gieb fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die ſich mit Schwermut quälen. 14. Meiſte, Füll uns mit deinem Geiſte, Der hier uns herrlich ziere, Und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollſt du geben, O meines Lebens Leben! So ſegne, ſo bewahre Uns in dem neuen Jahre. Mel. Es iſt das Heil uns. 61 Gott, du biſt der Herr 3 der Zeit Und auch der Ewigkeiten. Laß mich mit froher Dankbarkeit Auch jetzt dein Lob verbreiten. Ein Jahr iſt aber⸗ mal dahin; Wem dank ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Macht und Güte! 2. Dich, Ewiger, dich bet ich an, Unwandelbares Weſen, Dich, den kein Wechſel treffen kann! Wir werden, ſind geweſen! Wir blühen und verblühn durch dich, Nur du biſt unveränderlich: Du warſt, du biſt und bleibeſt. 3. Herr, ewig währet deine Treu, Mit Huld uns zu begegnen, Mit jedem Morgen wird ſie neu, Mit Wohlthun uns zu ſegnen. Und endlich, was das Ich weiß von keinem Augenblick, Da nicht von ihr ſtets neues Glück Mir zugefloſſen wäre. 4. Du haſt auch im vergangnen Jahr Mich väterlich geleitet, Und wenn mein Herz voll Sorgen war, Mir Hülf und Troſt bereitet. Von ganzer Seele preif ich dich, Aufs neue übergeb ich mich, Gott, deiner weiſen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld Von den verfloßnen Tagen; Du wolleſt mich mit Vaterhuld In Chriſto ferner tragen Laß mich in deiner Gnade ruhn, Und lehre du mich ſelber thun Nach deinem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Luſt und neue Kraft, Vor dir gerecht zu wandeln. Laß, Herr, mich ſtets gewiſſenhaft Vor deinen Augen handeln. Dein Geiſt belebe Herz und Mut, Dich, o du allerhöchſtes Gut, Und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht, dies reize mich, Die Luſt der Welt zu flie⸗ hen; Um beßre Freuden müſſe ſich Mein Geiſt ſchon jetzt bemühen. Der Ewigkeit bin ich verwandt, Im Himmel iſt mein Vaterland, Dahin laß, Herr, mich trachten. 8. O lehre ſelbſt mich, meine Zeit Mit Weisheit, Herr, verwen⸗ den, Und laß den Lauf zur Ewig⸗ keit Mit Treue mich vollenden. Der Tage Laſt erleichtre mir, Bis meine Seligkeit bei dir Kein Wechſel weiter ſtöret. Mel. Valet will ich dir geben. 62 Mis hieher iſts gelungen, * Vorüber iſt das Jahr. Ich bin hindurch gedrungen Durch 38 Neujahrslieder. Sorgen und Gefahr. Nun ſchweige jede Klage, Mein ganz Gefühl ſei Dank. Dir, Hüter meiner Tage, Erſchalle Lobgeſang. 2. Der du mich haſt erhalten, Mein Schöpfer und mein Hort, Dich laß ich ferner walten, Und traue deinem Wort. Dir iſt mein Will ergeben, Er iſt nicht weiter mein; Mein Herz, mein ganzes Leben Soll dir geheiligt ſein. 3. In deinen Rat ſich ſchicken, Iſt Weisheit und giebt Ruh. Soll mich die Armut drücken: Mein höchſtes Gut biſt du; Soll mich Verfolgung plagen: So ſchützeſt du mich doch; Soll ich Verachtung tragen: Ich trage, Herr, dein Joch. 4. Soll ich verlaſſen leben: Verlaß nur du mich nicht. Soll ich in Angſten ſchweben: Sei meine Zuverſicht. Und ſoll ich Krankheit leiden: Wollſt du Geduld verleihn. Soll ich von hinnen ſcheiden: Führ mich zum Leben ein. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. 63 Heir⸗ den die Sonnen und * die Erden Durch ihren Bau voll Pracht erhöhn, Durch deſſen Machtwort Welten werden, Und Welten wieder untergehn! Herr, den durch laute Lobgeſänge Der Kreaturen ganze Menge In aller Zeiten Lauf erhob! Der Engel Chöre nachzuahmen, Preiſt unſre Seele deinen Namen, Und unſern Mund erfüllt dein Lob. 2. Wie, Gott, dein Arm die Welt bewahre, Verkündigt jeder Tag der Nacht; Ein Jahr erzählt dem nächſten Jahre Die großen Wunder deiner Macht. DeinStuhl, o Gott, bleibt ewig ſtehen, Du biſt und bleibeſt, wir vergehen, Wie ſchnell verſtrömet unſre Zeit! Schon wieder iſt ein Jahr vom Leben, Das uns dein Gnadenrat gegeben, Im Abgrund der Vergangenheit. 3. Kommt, heut ſei uns eii Tag des Bundes! Dem frommen Bunde bleibet treu, Und den Ge⸗ lübden unſres Mundes Stimm ohne Falſch das Herz auch bei. O Land, gelobe Gott zu dienen, Um du wirſt wie ein Garten grünen Den er ſich ſelbſt gepflanzet hau Laß wandeln uns auf ſeinen Wegen, Dann macht mit ihrem vollen Segen Uns ſeine Vatergüte ſatt 4. Gott, ſchau herab aus deinen Höhen Mit Huld auf unſer Vol und Land. Gieb uns, was wir in Chriſto flehen, Aus deiner milden Vaterhand. Gott, ſättige mit langem Leben Den König, den du uns gegeben, Durch Frömmigkei beſteh ſein Thron; Lehr du ihn ſelbſt das Land beglücken, Daß win in ihm dein Bild erblicken, Um ſei 5. Tritt den Gewaltigen zu Seite, Die um den Thron dee Königs ſtehn, Daß ihren Ral die Weisheit leite, Und ſie de 3 Volkes Wohl erhöhn. Sei mit den Obern unſers Landes, Auf daß zur Wohlfahrt jedes Standes Ihn Amt und Wirken wohl gedeih⸗ Du wolleſt deiner Güte Segel Auf alle treue Bürger legen, Daf jeder dir gehorſam ſei. 6. Des Heiligtumes Dienet ſtärke Der Geiſt des Lichtes und der Kraft Er, der zu ihrem Se⸗ genswerke Das Wollen und Voll⸗ ein Schild und großer Lohn 64 1 dif Jür h mate bt ewig ſtehenh * iſt wir pergehen, metunſt; Zeit t ahr von Leben,J adenrat gegeben, † Vergangenheit „heut ei uns des! Dim fromn Itreu, lind den § Mundes Stin as Herznuch bei. Vott zuſdienen, ein Gatten grün elbſt geſflanzet usaufſ inen Weg mit tirem vol eine Va ergüte ſa au herg aus dein uld auf unſer Vo eb uns was wir Aus diner mih Gott, ſſättige n Den Kinig, den Durch ffrömmigt hron; ſeehr du i beglüden, Daß w Bild erylicken, Un und proßer Loh⸗ en Genaltigen zu i den Thron de Di ihren R leite, lind ſie d rhöhn. Sei mit d Lande’, Auf d jedes ötandes erken pyohl gede einer Czüte Sey Bürge legen, D ſam ſfit. eiligtuties Dien ſt des Lichtes u der zi ihrem E Wolnn und Vo Paſſionslieder. 39 ¹bringen ſchafft. Der Lehrer Arbeit laß geraten, Wenn ſie mit treuer Hand die Saaten Der Weisheit und der Wohlfahrt ſtreun. Bild; auch das zarte Herz der Jugend, Laß wahre Weisheit, fromme Tugend Die Zierde unſrer Ju⸗ gend ſein. 7. Dies Flehn ſei vor dir Ja und Amen, Du kannſt mehr thun, als wir verſtehn; Erhör uns, Gott, in Jeſu Namen, Und laß uns deine Hülfe ſehn. Wir trauen deiner Macht und Gnade, Erhalt uns auf dem ebnen Pfade, Den unſer Herr uns wandeln lehrt. O ſegne, Vater, dir zum Preiſe Auch dieſes Jahr, und ſo beweiſe, Du ſeiſt es, der Gebet erhört. Mel. Es iſt das Heil uns. 64 Gott ruft der Sonn und 3 ſchafft den Mond, Das Jahr darnach zu teilen. Er ſchafft es, daß man ſicher wohnt, Und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht; Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank erteilen! 2. Herr, der da iſt und der da war, Von dankerfüllten Zungen Sei dir für das verfloßne Jahr Ein heilig Lied geſungen! Für Leben, Wohlfahrt, Troſt und Rat, Für Fried und Ruh, für jede That, Die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr geſegnet ſein, Das du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, denn ſie iſt dein, In deiner Furcht zu leben. Du ſchützeſt uns, und du ver⸗ mehrſt Der Menſchen Glück, wenn ſie zuerſt Nach deinem Reiche ſtreben. b 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, Des Lebens Ruh und Freuden. Doch ſchadet mir das Glück der Welt, So gieb mir Kreuz und Leiden; Nur ſtärke mit Geduld mein Herz, Und laß mich nicht in Not und Schmerz Die Glücklichern beneiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich In dieſem Jahre wieder; Erbarme der Verlaßnen dich, Und der be⸗ drängten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, Und laß dich, Gott, mit Heil und Rat Auf unſern König nieder. 6. Daß Weisheit und Gerech⸗ tigkeit Auf ſeinem Stuhle throne, Daß Tugend und Zufriedenheit In unſerm Lande wohne, Daß Treu und Liebe bei uns ſei: Dies, lieber Vater, dies verleih In Chriſto, deinem Sohne. — 5. Paſſionslieder. Mel. Der am Kreuz iſt meine. 8 WSenke dich auf uns her⸗ 65. S nieder, Geiſt, der uns mit Feuer tauft! Alle ſind wir Chriſti Glieder, Alle durch ſein Blut erkauft. Füll mit Andacht unſern Geiſt, Daß er ſich der Welt entreißt, Und in Chriſto Ruhe finde Für die ſchwere Laſt der Sünde. 2. Lehre ſelbſt uns würdig feiern Jeſu Chriſti Leidenszeit, Laß uns 40 jenen Tag erneuern, Wo er ſich dem Tod geweiht. Fülle mit der Wehmut Schmerz Das zu ihm gewandte Herz, Und von deinem S Strahl getroffen Steh es heilger Rührun g offen. 1 3. Laß den Mittler unſres Bun⸗! des Uns in ſeiner Schönheit ſehn. Laß die Reden ſeines Mundes Nicht vor uns vor übergehn. Führ uns nach Gethſemane, Dieſen Ort voll Angſt und Weh, Wo die Todes znacht ihn ſe chrecket, Und mit Paſſ ſionslieder. Geſ ſchäfte! Sinn ich ihm nach, ſo zagen meine Kräfte, Mein Herz erbebt, ich ſeh und ich empfinde Den Fluch der Sünde. 4. Gott iſt gerecht, ein Rächer b 1 alles Böſen, Gott iſt die Lieb, und läßt die Welt erlöſen: Dies kann mein Geiſt mit Schrecken und Entzücken Am Kreuz erblicken. 5. Es ſchlägt den Stolz und mein Verdienſt darnieder; wieder, Entſündigt mich, macht blutgem Se Schweiß bedecket. nich aus Gottes Feinde Zu 4. Zeig uns ihn, den Welt⸗ Gottes Freunde. verſöhner, Unter ſeiner Mörder 6. O Herr, mein Heil, an Schar, Wie auf Erdeu einer deſſen Bint ich glaube, Ich liege ſchöner, Keiner ſo vera vor dir gebückt im Staube, Wie er unter Spott und vohn, re mich mit dankendem Ge⸗ Unter ſeiner D ennttren C decnte mant In deine Güte. ſchläg'n und Todeswunden So 7. Sie überſteigt die menſch⸗ geduldig ward erfunden. lichen Gedanken! Allein ſollt ich If! 5. Ja, du heilige Gemei inde, Blick zu deinem Haupt empor, Zum Erlöſer, deinem F Freun de, Den zum Retter Gott erkor. Wel lche Wonn und Seligkeit Schafft die ſtille Leidenszeit! Sie entreißt dem Weltgetümmel, Hebt den Geiſt empor zum Himmel. 66. err, ſtärke mich, dein Lei⸗ den zu bedenken, Mich in das Meer der Liebe zu verſenken, Die dich bewog, von aller Schuld des Böſen Uns zu erlöſen! 2. Vereint mit Gott, ein Menſch gleich uns auf Erden Und bis zum Tod am Kreuz gehorſam werden, An unſrer ſtatt gemartert und erſolenen Die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Mel. Herzliebſter Jeſu. darum im Glauben wanken? Ich bin ein Menſch, darf der ſich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt' in Gott iſt Gnad und Lieb erweiſen; Uns kommt es zu, ſie demutsvoll zu preiſen, Zu ſehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, Die Gnade ſteiget. 9. Mein Herz ergreift, Herr, dein Verdienſt im Glauben, Nichts ſoll den Troſt, den du erwarbſt, mir rauben. Du ſtarbſt für mich, nun bin ich, wenn ich ſterbe, Des Himmels Erbe. Mel. Herzliebſter Jeſu. 67. Laß deinen Geiſt mich ſtets, mein Heiland, lehren, Dein Kreuz im Glauben dankbar zu verehren, Daß ich getreu in Es t i beugt mich tief und es erhebt mich ale de vic dr nac bete f Ic wi gkichen gaß nn mich ſch Fharſclin. enn und 3 llt uc 7 En ren umn nien N fir de Und Gott tgie lun 8 icſ ihm nach, ſ dſich empfind dide pfinde ech, ein Räch tt jiſt die Lich tellöſen: Die it Köchrecken un reu erblicken. der Stolz und darnieder; C de erhebt mit gt mich, mach 28 Feinde 3. men Heil, an lauze, Ich lieg ickt im Staube dan kendem Ge⸗ hüt. jgt die menſch⸗ Apein ſollt it en pyanken? Jc „parf der ſit tt z ergründen! gt en Gott iſ erpyeiſen; Ung e dmutsvoll zu wi hoch, wemn d G zeiget, Die z errreift, Her, Glzuben, Nichte den pu erwarbſt ſtatbſt für mich mic ſterbe, De iebſte Jeſu. aGsſt mich ſet 38 lehren Glanben dankba aß iih getreu 1 , d uf Li 1 jſt⸗ t. Mein 15 dem Beruf der Liebe Mich chriſt⸗ haſt mein Heil, da du für mich 41 10. Ja, wenn ich ſtets der Tu⸗ lich übe. gend Pfad betrete, Im Glauben 2. Das Gute thun, das Böſe kämpf, im Glauben wach und fliehn und meiden, Herr, dieſe bete: So iſt mein Heil ſchon ſo Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. gewiß erſtrebet, Als Jeſus lebet. Könnt ich zugleich das Böſe mir 11. Lockt böſe Luſt mein Herz erlauben, Und an dich glauben? mit ihrem Reize, So ſchrecke mich 3. Da du dich ſelbſt für mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; dahin gegeben: Wie dürft ich noch Und werd ich matt im Laufe guter nach meinem Willen leben? Und Werke, So ſei's mir Stärke. nicht vielmehr, weil ich dir an⸗ 12. Seh ich dein Kreuz den gehöxe, Zu deiner Ehre? Klugen dieſer Erden Ein Arger⸗ Paſſionslieder. Sie ſollt ich nicht des Lebens nis und eine Thorheit werden: So Kreuz und Plagen Mit ſtiller ſei's doch mir, trotz alles frechen Demut und Geduld ertragen, Da Spottes, Die Weisheit Gottes. du ſo viel für uns, die wirs 13. Wenn endlich, Herr, mich verſchuldet, Liebreich eiulete meine Sünden kränken, So. laß 5. Wie ſollt ich meine Miter⸗ dein Kreuz mir wieder Ruhe löſten haſſen, Für welche du dein ſchenken. Dein Kreuz, das ſei, Leben ſelbſt gelaſſen? Ich will für wenn ich den Tod einſt leide, alle, die mich untertreten, Gleich Mir Fried und Freude. dir, noch beten. V 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, Wenn man mich ſchilt, nicht rächend wiederſchelten. Du Heiliger, du ſchlummerſt ein, Mir den größten Herr und Haupt der Glieder, Troſt zu geben, Der die Seele Schaltit anh dt wiedleig der fannrferhün Anf di Werſähnar nem reinen Herzen, Dies iſt de Haüpt. herab, Du, de irbſtr Dank für deine Todesſchmerzen, dein Tod iſt Friede, Ruh und Und Gott giebt uns die Kraft in Ehre iſt dein Grab. deinem Namen, Dir nachzuahmen. 2. Ruhe ſanft im Schoß der ſ. Welch proßes Hei 1 du lit⸗ Erde, eeihergn meim Srr mir teſt uns zu gute,— in ver⸗ ein, Daß auch mir die Hoffnung ſöhnt in deinem teuren Blute; Du werde, Meiner Ruhe mich zu freun. Ach, du haſt nun ausgelitten, Wie noch nie ein Dulder litt, Haſt den größten Sieg erſtritten, Wie kein Mel. O du Liebe meiner Liebe. 68 Teſu, meines Lebens Le⸗ — I ben, Du, mein Heiland, geſtorben, Am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn ſchon ſelig hier im Glauben, So wird mir Sieger ihn erſtritt. nichts, nichts meine Krone rauben, 3. Alle Früchte deiner Leiden, So werd ich dort, von Herrlich⸗Deiner Siege ſind auch mein, Ich keit umgeben, Einſt ewig leben. ſoll aller deiner Freuden Froher 42 Paſſionslieder. Mitgenoſſe ſein. Welche Wonne, welcher Segen Fließt aus deinem Tod mir zu! Führe du auf meinen Wegen Mich auch dieſer Wonne zu. 4. So ſei denn dein bittres Leiden Ewig unvergeßlich mir. Dankbar ſchlag im letzten Scheiden Noch der letzte Pulsſchlag dir. Dann ſoll mich die Hoffnung tröſ⸗ ten, Dich, der für mich ſtarb, zu ſehn, Und im Kreiſe der Erlöſten Dir zur Rechten einſt zu ſtehn. Mel. Die Tugend wird durchs. 69 daß mir die Feier deiner * ⁵⁴ Leiden, Erhabner Mitt⸗ ler, heilig ſein. Sie lehre mich die Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben weihn. Ich ſeh auf dich, der ſo entſchloſſen Für mich die Laſt des Kreuzes trug, Der mir zum Heil ſein Blut vergoſſen, Des Herz noch ſterbend für mich ſchlug. 2. Wie ſeid ihr mir ſo lieb und teuer, Gethſemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe ſah! Hier lern ich jede Tugend üben, In Not und Tod gelaſſen ſein, Hier ſtärkt mein Herz ſich, Gott zu lieben, Und ſelbſt dem Todfeind zu verzeihn. 3. Drum in den ſtillſten mei⸗ ner Stunden Will ich nach deinem Kreuze ſehn, Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tief ge⸗ rührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermeſſen, Mit der dein Herz die Welt umfaßt, Und nie im Undank es vergeſſen, Was du für mich erduldet haſt. 4. Mir ſollen dieſe Feierzeiten Der größten Liebe heilig ſein, Still ſoll dein Kreuz mich ſtets begleiten, Und jede meiner Stun⸗ den weihn. Dein Leiden ſei mein höchſter Segen, Dein Tod mein ſeligſter Gewinn; Mein Herz ſchlägt dir voll Dank entgegen Daß ich durch dich erlöſet bin. 5. Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethſemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe ſah! Nach euch will ich voll Andacht ſchauen, Wo meinErlöſer litt und ſtarb. Heil uns, wenn wir auf dich vertrauen, Der uns die Seligkeit erwarb. Mel. Ach Herr, mich armen. 70 Meg, Welt, mit deinen ☛” Freuden Und dem, was dir gefällt! Schau meines Jeſu Leiden, Der ſich zum Opfer ſtellt! Entſagt den Fleiſcheslüſten, Der Herr trägt Qual und Pein: Wie können wahre Chriſten Sich eitler mu Weltluſt freun? 2. Ach, ſeht ſein Seelenſchrecken! Er zagt, er wird betrübt, Er muß den Zornkelch ſchmecken, Den ihm ſein Vater giebt. Seht, wie er uns zu gute Selbſt mit dem Tode ringt, Und wie ſein Schweiß mit Blute Ihm aus den Adern dringt! 3. Wie frech wird er verraten! Man legt ihm Feſſeln an! Ach, unſre Miſſethaten, Die haben dies gethan. Er läſſet ſich verklagen, Er wird verhöhnt, verſpeit, Ver⸗ ſpottet und geſchlagen, Der Herr der Herrlichkeit. 4. Man ſchlägt im wilden Hohne Mit Geißeln auf dich zu; Du trägſt die Dornenkrone, Du Him⸗ melskönig, du! Du wirſt ans Kreuz geheftet, Das du getragen —— jede zneiner Stu den ſei me dich ſerlöſet bi nir zu alln 3 dane und Golgatz vo die Velt dieß en Lighe ſah! R ”l Anzacht ſchau er litt 5 ſtarb.. auf dich vertrau Seliſkeit enn derr, mich armen. Welt, mit dein uden nd dem, w ſchau neines 3⸗ zum Opfer ſtel geiſcheslüſten, D al un Pein: N Gyriſtn Sich it 1. ein Sellenſchrecke ed betzübt, Er m chmeden, Den in öt. L'eht, wie Abſt mit dem To ſein Schweiß m den ildern dring wirdeer verrate rFeſſiln an! A ten, Tie haben di ſſet ſich verklage int, verſpeit, Ve ſchlagmn, Der H 1 gtim ilden Hog auf dich zu; 1 tenkrone, Du Hin : Di wirſt au Das du getrage Paſſionslieder. 43 haſt; Doch, was dich mehr ent⸗ kräftet, Iſt unſre Sündenlaſt. 5. Wer hätte bei den Mördern Den Heiligſten geſucht? Den Segen zu befördern, Wirſt du für uns verflucht. Die dich zu Boden treten, Dich ſchmähn ins Angeſicht, Für die ſelbſt willſt du beten, Denn Rache kennſt du nicht. 6. Dein Durſt, o Lebensquelle, Geht auf mein Seelenheil; Du ringſt mit Tod und Hölle, Das Leben iſt mein Teil. Du wirſt von Gott verlaſſen, Damit er bei mir ſei, Und weil du mußt er⸗ blaſſen, Bin ich vom Tode frei. 7. Die Welt mag voller Freu⸗ den Den Weg zur Hölle gehn; Ich will bei Jeſu Leiden Und ſeinem Kreuze ſtehn. O Jeſu, deine Liebe Trieb dich in Tod und Grab; Ich ſterb aus gleichem Triebe Nun meinen Lüſten ab. 71 Seht die Mutter dort voll . Schmerzen, Weinend mit zerrißnem Herzen, Zu des Sohnes Kreuze gehn! Seht in tiefen Gram verloren, Den vor allen er erkoren, Seinen Jünger bei ihr ſtehn! 2. Was iſt ohne ihn ihr Le⸗ ben? Nein, ſie können nicht er⸗ beben, Dem Getreuen treu zu ſein. Seiner Liebe Segen erben, Mit ihm leiden, mit ihm ſterben, Iſt für ſie noch Troſt allein. 3. Er erkennet bald die Seinen, Hört ihr Klagen, ſieht ihr Weinen, Sieht durchbohrt der Mutter Herz. In den letzten Kreuzes⸗ Eigne Melodie. Wunden, Fühlt nur der Ver⸗ laßnen Schmerz. 4. Tröſtend blicket er hernieder, Legt ſein teures Erbe nieder, Giebt der Treue ewgen Lohn. Weib, ſo ſpricht er, nicht mehr Mutter, Du biſt dieſes Jüngers Mutter, Du, mein Jünger, biſt ihr Sohn. 5. Aller Erdenſorg enthoben Wendet ſich ſein Geiſt nach oben, Sieht erhellt die dunkle Nacht, Sieht am Ziel ſein Werk verkläret, Sieht den letzten Kelch geleeret, Jeſus ruft: es iſt vollbracht! 6. Nein, nicht troſtlos, nicht verlaſſen, Sahn, Vollender, dich erblaſſen Sie, die du ſo treu geliebt. Weihe, Herr, auch unſre Herzen Durch dein Licht, das Freud in Schmerzen, Himmels⸗ ruh im Sterben giebt. 7. Deine Jünger, die mit Freu⸗ den Thränen trocknen und im Leiden Den Bedrängten gern er⸗ freun, Die, gleich dir, in eigner Plage Tröſtend ſtillen fremde Klage, Können nie verlaſſen ſein. 8. Wenn ich recht die Meinen liebe, Redlich ſorge, Sanftmut übe, Treu das Herz dem Freunde ſchlägt: Hab ich ſchon die Hand gefunden, Die auf meine letzten Wunden Sanft der Liebe Bal⸗ ſam legt. 9. Treu der Heil'gung nachzu⸗ jagen, Treu das Kreuz dir nach⸗ zutragen, Treu zu wirken vor der Nacht: Leuchtet dazu mir dein Leben, Wird dein Tod mir Mut einſt geben, Wenn mein Lauf nun iſt vollbracht. 10. Ach, wie du zurück dann ſtunden Fühlt er nicht mehr eigne ſchauen Kann ich nicht, doch mit 44 Paſſionslieder. Vertrauen, Wenn das Herz nur treu mich heißt. Treue rühmet ſich der Gnade, Spricht mit dir am letzten Pfade: Gott, empfange meinen Geiſt. 11. O du, der die Deinen kenneſt, Mutter, Bruder, Freund ſie nenneſt, Du biſt ſelbſt ihr Troſt und Teil, Biſt ihr Freuden⸗ quell im Leiden, Biſt ihr Schirm und Fels im Scheiden, Ewig, ewig dort ihr Teil. Eigne Melodie. Mel. Der am Kreuz iſt meine. 7 4 Mrange, Welt, mit dei⸗ . nem Wiſſen, Das du jetzt ſo hoch gebracht! Ich kann deine Weisheit miſſen, Die mich doch nicht ſelig macht. Meines Jeſu Kreuz und Pein Soll mein liebſtes Wiſſen ſein; Weiß ich das im wahren Glauben, Wer will mir den Himmel rauben? nen, Was hier in die Augen fällt, Ob ſie gleich den nicht erkennen, Deſſen Weisheit alles hält. Mir eine Liebe hängt am Kreuz, Ich will ihn daſelbſt umfaſſen Und nicht laſſen, Daß er durch ſein teures Blut Mache mich gerecht und gut. 2. Meine Liebe hängt am Kreuz, 356 2 Bas Mit Beſchwerde? Wäre nur die Welt doch mir, Und auch ich gekreuzigt ihr! 3. Meine Liebe hängt am Kreuz, Ich will ſeiner ſtets gedenken, Wenn mich kränken Sünde, Teu⸗ ) fel, Höll und Tod, Er erlöſt aus aller Not. 4. Meine Liebe hängt am Kreuz, Darauf will ich fröhlich ſterben, Und ererben, Was mein Gott mir hält bereit In der ewgen Seligkeit. Mel. Chriſtus, der uns ſelig. 7§ hilf, Chriſte, Gottes 73. O Sohn, Durch dein bittres Leiden, Daß wir, dir ſtets unterthan, All Untugend meiden, Deinen Tod und ſein' Urſach Fruchtbarlich bedenken, Dafür, wiewohl arm und ſchwach, Dir Dankopfer ſchenken. hang ich noch an der Erde ſoll meines Jeſu Pein Meine Kunſt und Weisheit ſein; Das Geheimnis ſeiner Liebe Iſt die Schul', da ich mich übe. 3. Andre mögen ihre Sinnen Schärfen durch Verſchlagenheit, Daß ſie Lob und Ruhm gewinnen Bei den Großen dieſer Zeit. Ich will meines Heilands Schmach Ganz alleine denken nach; Chriſ⸗ ten will es nicht geziemen, Daß ſie ſich des Eitlen rühmen. 4. Andern mag es wohl beha⸗ gen, Wenn ſie hurtig und geſchickt Große Schätze ſich erjagen, Und wenn ihnen alles glückt. O mein Reichtum, Glück und Teil Iſt der armen Sünder Heil; Dieſes weiß mein Herz zu finden, Und die Welt zu überwinden. 5. Ei, ſo komm, mein wahres Leben, Komm und unterweiſe mich, Dir will ich mein Herz ergeben, Daß es wiſſe nichts als dich. Teure, liebſte Wiſſenſchaft, Ach, beweiſe deine Kraft, Daß ich ein⸗ zig an dir hange, Und nichts außer dir verlange. 6. Weiß ich keinen Troſt auf 2. Andre mögen Weisheit nen⸗ (2— —— — —— —— —— —— ——— —— — 8— ——= ——== —— — T. Wi vul 71 Rold d ſege ade Thar fij und zn g Vhes fhr, haniwibig en dey de digſtin tmſen rbarnen dſ d iihn d iſt meine. t, mit de 1 vrachtſ Ich mach. Meim ein; Peiß ich d auben Wer wi el rauhen? den Wisheit nn n die ſlugen fült en nicht erkenne eſu Pein Mein isheit ſſein; Da der Lihbe Iſt d mich zoe. gen ihre Sinne Verfßhlagenhei dRuhf gewinm Ldii Zeit. deiland Schma enken dach; Chri ht geztmen, Da len rünmen. nag es wohl behr urtig und geſchit ſich eragen, Un 8s glüct. O mei äck un) Teil J uder Leil; Dieſe 3 zu fynden, Un berwinten. mm, n ein wahre nd unterweiſe mit rein Herz ergeben nicht: als di Wiſſn chrft A rraft, Daß ich ei — ange, Und niche ange. Pein Soll ma Paſſionslieder. 45 Erden, Klagt mich mein Gewiſſen an, Will mir angſt und bange Das d werden, Iſt nichts, das mir hel⸗ fen kann, Drückt mich des Geſetzes Joch: So laß mich bedenken doch, Daß du haſt mit deinem Blute Gnad erlanget mir zu gute. 7. Ach, mein Jeſu, pflanze wei⸗ ter Dieſes Wiſſen in mein Herz; Sei mein treuer Freund und Leiter, Und laß deines Todes Schmerz, Deine ſchwere Kreuzes⸗ pein Mir ſtets in Gedanken ſein. Du haſt dich mir wollen ſchenken, Daran laß mich ewig denken. 8. Endlich, wann des Todes Grauen Alles Wiſſen von mir treibt, So laß meine Augen ſchauen Dieſen Troſt, der ewig bleibt. Jeſu Leiden, Kreuz und Pein Soll mein letztes Wiſſen ſein. Jeſu, hilf mir dies vollbrin⸗ gen, So will ich dir ewig ſingen. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. 7 5 Voll Liebe war, o Herr, 8 dein Leben, Von Liebe zeugte jede That. Zum Opfer dich für uns zu geben, War deines Vaters heilger Rat. Ihn zu voll⸗ ziehn mitwill'’gem Herzen, Betrateſt du den Weg der Schmerzen, Und gingſt in tauſendfache Not; Warſt voll Erbarmen gegen Feinde, Du liebteſt deine ſchwachen Freunde, Und liebteſt ſie bis in den Tod. 2. O Liebe, Liebe ſondergleichen, Wie göttlich groß, wie wunder⸗ bar! Kein Sterblicher kann dich erreichen, Und keiner aus der Engel⸗ ſchar. Des ewgen Vaters Thron verlaſſen, Um hier am Kreuze zu 25§ me Tuſt erblaſſen, Und uns vom Tode zu keinel befrein, Des Himmels unnennbare Freuden Vertauſchen mit der Erde Leiden: Kann eineLiebe größer ſein? 3. Wer dieſe Liebe kennt, der bete Sie mit der tiefſten Ehrfurcht an. Wir wollen deiner Todesſtätte, O Herr, uns gläubig dankbar nahn. Hier ſtehn wir unter deinem Kreuze, Daß uns dein hohes Vorbild reize, Zu thun, was Liebe uns gebeut. Du lehrſt uns, ohne Drohn und Klagen Die Laſten unſrer Brüder tragen, Wir ſind zufolgen dir bereit. 4. Das Herz zur Liebe zu ent⸗ zünden, Blick ich hinauf nach Gol⸗ gatha; Der Kränkung Schmerz zu überwinden, Erwäg ich fromm, was dort geſchah. Auch meine Feinde will ich lieben, Der Brüder keinen je betrüben, Für welche du geſtorben biſt. Auch unter Opfern und Beſchwerden Will ich des Nächſten Helfer werden: Hilf mir dazu, Herr Jeſu Chriſt. Mel. Da Jeſus an dem Kreuze. 76 Mit tiefer Ehrfurcht bete . ich, Am Kreuzesſtamme ſeh ich dich Für meine Schuld er⸗ blaſſen. Laß deiner Worte Gottes⸗ kraft Mich tief zu Herzen faſſen. 2. Dich traf der Feinde Hohn und Spott, Da flehteſt du: vergieb, o Gott! Du willſt der Sünder Leben. Mich rege deiner Liebe Macht, Dem Feinde zu vergeben. 3. Noch heute ſollſt du dich er⸗ freun, Mit mir im Paradieſe ſein, Sprachſt du zum Sünderherzen, Sprich auch zu mir dies ſelge Wort In meinen Todesſchmerzen. 4. Sieh, Mutter, ſieh, da iſt dein Sohn, Ich bin des Jüngers 46 Paſſionslieder. großer Lohn! O welcher Troſt im Leide! Gedenke, Herr, der Meinen auch, Wenn ich von hinnen ſcheide. 5. Wie flehteſt du für meine Ruh: Mein Gott, mein Gott, war⸗ um haſt du Mich, deinen Sohn, verlaſſen? In Todesqualen liebſt du treu, Drum will ich dich umfaſſen. 6. Mich dürſtet! rufſt du in dem Schmerz; Nach mir verlangt dein brechend Herz, Ich falle dir zu Füßen. Laß, Herr, wenn meine Zunge lechzt, Mir deinen Troſt⸗ uell fließen. 7. Es iſt vollbracht! ſo ſprach dein Mund, Verſiegelt iſt der neue Bund, Errungen iſt mein Erbe. Ich ſinge froh: es iſt vollbracht! Wenn ich mit dir einſt ſterbe. 8. Ruf mich zu deinen Sieges⸗ höhn, Daß ich mit dir kann freu⸗ dig flehn An meinem letzten Ende: O Vater, dir befehl ich nun Die Seel in deine Hände! 9. Wo flieh ich hin, wenn alles weicht, Wenn ſich mein Tag des Lebens neigt? Zu dir, zur Gnaden⸗ pforte! Zum Himmel führeſt du mich ein Durch deine letzten Worte. 10. Wenn ſich mein Pfad in Nacht verliert, Mich deine Hand in Tiefen führt, Den Glauben zu bewähren: Dann laß der letzten Worte Licht Mir meine Nacht verklären. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 77 Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Der Welt und ihrer Kinder; Es geht und büßet in Geduld Die Sünden aller Sünder; Es geht dahin, wird matt und krank, Und giebt ſich auf die Marterbank, Entſaget allen Freuden; Es duldet willig Hohn und Spott, Angſt, Wunden, ſpricht: ich wills gern leiden. 2. Dies Lamm iſt Jeſus, unſer Freund, Der Heiland unſrer See⸗ len, Den wollte Gott, der Sünde Feind, Zum Sündentilger wählen. Sohn, ſprach er, nimm dich derer Sohn, Selbſt Schuld und Strafe brachten. Die Schuld iſt ſchwer, die Strafe groß, Doch du vermagſt es, mache los, Die tief im Elend ſchmachten. 3. Ja, ſprichſt du, und von Her⸗ ensgrund, Leg auf, ich will es ragen. Mein Wille hängt an dei⸗ nem Mund, Mich magſt du für ſie ſchlagen! O unerhörte Liebes⸗ macht, Daß Gott, was nie ein Menſch gedacht, Uns ſeinen Sohn gegeben. O Liebe, Liebe, du biſt groß, Du ſenkeſt den ins Grabes Schoß, Vor dem die Felſen beben! 4. Du führeſt ihn zum Kreu⸗ zesſtamm, Damit wir Gnade fin⸗ den. Du läßt ihn ſchlachten, wie ein Lamm, Zum Opfer für die Sünden. Für alle ſtirbt er, auch für mich Ergießt ſein teures Le⸗ ben ſich In milden Strömen Blu⸗ tes. Lamm Gottes, o wie ſoll ich dir Genug es danken, daß du mit Erzeigeſt ſo viel Gutes? 5. Mein ganzes Leben will ich dich Aus meinem Sinn nicht laſ⸗ ſen; Dich will ich ſtets, gleich wie du mich, Mit treuer Lieb umfaſſen. Du biſt mein Troſt, du bleibſt mein Licht, Selbſt wenn mein Herz im Tode bricht, Sollſt du 2 5 4 1 — mein Leben bleiben. Ich will mich Striemen, Kreuz und Tod, Und an, Die über ſich im blinden Wahn Wanicherfte Htt um meir Diſt miné Git Joſöher den Gar Un den, Gs lar nnit hel, In. Leeaegnl Gfager m uldet willig H Angſt, Vum uz un) Tod, Un ls gein leiden, im iſt Jeſus, un land unfrer S e Got, der Sün. indentilger wähle r, nimm dich den in binden Bi indSteafe brachte ſchwer, die Stu verma 1 es, mal Elen) ſchmacht ſt du⸗ nndunahn Pauf, ich will Wille ſängt an d Nich ragſt du ft unerhörte Liebe zat awas nie e .n ſeinen Sot ſiebe, Piebe, du l iſt de ins Gral m dieſßelſen beben eſt ihl zum Km mit wir Gnade ſf ihn ſihlachten,— um Ahfer für alle ſirbt er, al eeßt ſtin teures! (den 6 trömen A Hottes o wie ſoll danket, daß dun iel Gn. tes? anzes ſeben wi rem Sinn nicht Uichſ ſtis⸗ gle treuer ieb unf ſ r Troſt, du bl Selbſt e brich eiben. 8 — — 5 2 — t, Sollſt ich! dſſt 1 Paſſionslieder. 47 dir, mein höchſter Ruhm, Hiermit zu deinem Eigentum Auf ewig nun verſchreiben. 6. Ich will von deiner Lieblich⸗ keit Bei Nacht und Tage ſingen, ſ Mich ſelbſt auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen. Mein Lebensquell ſoll ſich nur dir, Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen; Und was du mir zu gut gethan, Das will ich ſtets, ſo gut ich kann, In nein Gedächtnis ſchließen. 7. Wohlan, mein Herz, ſo öffne dich, Dir ſoll ein Kleinod werden; Kein Schatz wie dieſer findet ſich Im weiten Schoß der Erden. Weg, Ehr und Luſt der eitlen Welt! Was mich erfreut, was mir gefällt, Hat nun mein Herz gefunden. Dies iſt mein Schatz und höchſtes Gut: Verſöhnung, Jeſu, durch w dein Blut, Und Heil aus deinen h Wunden. 8. Dies Heil will ich mir allezeit Im Herzen tief erwägen. Es ſei mein Schild in allem Streit, Im Mangel reicher Se⸗ gen. Es leuchte in der Nacht mir hell, In Wüſten ſei's mein Lebensquell, Beim Hunger Seelen⸗ ſpeiſe, In Freuden ſei's mein höch⸗ ſtes Glück, Zum Himmel leit es mei⸗ nen Blick Auf meiner Pilgerreiſe. 9. Was ſchadet mir des Todes Gift? Du, Heiland, biſt mein Le⸗ ben. Ob auch die Trübſalsglut mich trifft, Dein Kreuz muß Schat⸗ ten geben. Zieht auch das Wet⸗ ter um mich her, Mag auf dem m tiefbewegten Meer Mein Lebens⸗ ſchiff oft ſchwanken: Du biſt mein Ich will m Anker in der Flut, Du ſtärkſt mich durch dein teures Blut, Drum kann ich nimmer wanken. 10. Wenn endlich ich ſoll tre⸗ ten ein In deines Reiches Freu⸗ den, Werd ich durch dich, Herr, ſelig ſein, Durch deine Todeslei⸗ den. Dann reichſt du mir die Eh⸗ renkron, Mit welcher ich will zu dem Thron Des höchſten Vaters gehen, Und dir, dem er mich an⸗ vertraut, Auf den im Leben ich gebaut, Geſchmückt zur Seite ſtehen. Mel. Herr Gott, nach deiner. 78. Mein Lebensfürſt, mein auserkornes Teil, Wie kann ich g'nug in Ewigkeit erkennen Die Liebesglut, darin du wollteſt brennen, Und öffnen mir den Weg zum wahren Heil? O daß mein Herz ſo ſchmelzen möcht, wie du, Und dir in voller Dank⸗ barkeit zufließen, Dir dann die Früchte wieder bringen zu, Die mir aus deiner Todesangſtentſprießen! 2. Du hobſt dein Leiden an in dunkler Nacht, Um mir die Nacht der Sünden zu zerteilen. Ich ſehe dich aus Salems Pforten eilen, Und mir des Himmels Pforten auf⸗ gemacht. Du ſchwebſt dahin durch Kidrons ſchwarzes Thal, Um aus dem Schlamm der Sünden mich zu heben. Am Olberg wartet auf dich Angſt und Qual, Um deines Friedens Olzweig mir zu geben. 3. Im Garten ward die To⸗ desfrucht gepflückt, Im Garten war das höchſte Gut verloren; Und du haſt einen Garten dir er⸗ koren, Wo du der Strafe Gottes mich entrückt. Hier wurdeſt du in Traurigkeit verſenkt, Mit Furcht 48 Paſſionslieder. und Schrecken um und um befan⸗ gen, Daß ich von allem, was mich nagt und kränkt, In deiner Angſt Befreiung möcht erlangen. 4. Der Lebensſaft zerbrach der Adern Band, Und drang mit Macht durch alle deine Glieder. Du ſankeſt in den Staub der — Erde nieder, Wardſt als ein Wurm bedeckt mit Blut und Sand. Sonſt müßt ich vor der Hölle Qual und Macht In Todesangſt und rettungslos erbeben; Ich läge in des Abgrunds tiefſter Nacht, Dem ewigen Gexichte übergeben. 5. Der Übelthäter Schar dringt auf dich ein In großem Grimm, mit Fackeln, Schwert und Stan⸗ gen, Ein einzeln unbewehrtes Lamm zu fangen. Ach, ohne dich würd ich gefangen ſein, Es würde ja der Hölle finſtre Schar Als ein verlornes Schäflein mich ver⸗ ſchlingen, Hätt'’ſt du dich nicht dem Wolf geſtellet dar, Als Hirte ſeinen Raub ihm abzuzwingen. 6. Du ließeſt deinen anmuts⸗ vollen Mund Mit einem ſchnöden Judaskuß beflecken, Um meines Herzens Falſchheit zu bedecken Und deine Felſentreu zu machen kund. Die Jünger flohen, denn du wollt'ſt allein, Ohn allen Troſt, des Zornes Kelter treten, Für die, die ſonſt in ſteter Höl⸗ lenpein Von dir verbannt zu ſein verdienet hätten. 7. Man ſtellte dich vors ſcharfe Blutgericht, Die falſchen Zeugen brachten ihre Klagen: Und du haſt nicht ein Wort drauf wollen ſagen, Weil ich auf tauſend konnt Namens Heiligkeit Mit Mund und That verläſternd Hohn ge⸗ ſprochen, Drum wurde dir in Ungerechtigkeit Als einem Läſterer der Stab gebrochen. 8. Die Backenſtreiche, die die die hatt' ich verſchuldet. Du haſt die allerherbſte Schmach erduldet, 5 fel Spott. Vornehmlich hat man deines Lehramts Ehr, O mein Prophet! recht freventlich ver⸗ höhnet, Daß die Verachtung deiner Gnadenlehr, Die ich begangen, möchte ſein verſöhnet. 9. Hat Petrus dreimal dich aus Furchtſamkeit Verleugnet, und da⸗ mit dein Herz durchſtochen: Ach wie viel öfter hab ich Treu gebrochen! Doch iſt es mir, o Herr, wie Petro, leid; Und darum haſt du den treuloſen Knecht Beſtändig noch zu lieben fortgefahren. Ach bring mich auch, wenn ich verirrt, zurecht, Laß deinen Geiſt dies ſchwache Rohr bewahren! 10. Man ſchleppt dich frühe vor Pilatus Haus; Weil du auch willſt für Unbeſchnittne lei⸗ den, So giebt man dich an Sün⸗ der aus den Heiden. Man ſchreit Friedensfürſt, den König aller Welt! Herr, ich bekenn die Schuld, ich war verloren, Weil ich mich deinen Feinden zugeſellt, Und meine Luſt zum König hatt'erkoren. 11. O Unrecht, daß man dich mit Barrabas, Dem Mörder, auf die Wagſchal durfte ſetzen! Greuel, daß man dich durft antworten nicht. Ich hatte deines ſchlimmer ſchätzen! O Raſerei, d böſe Rott' Mit Speichel miſchte, Sonſt wär ich worden aller Teu⸗ . als einen Aufruhrſtifter aus Dich, —— —— ———= —— —— — — — — — — — — — ——— — —— — — ——= — — — igkeit Mit Muu läſtern) Hohn g im wirde dir Als einem Lüſten ochen. kenſtrieche, die Speithel miſct ſchuldlt. Du h Schmch erduld worden aller T rnehm ich hat m ts Elr, O m t fretentlich u Verahtung dein Die in) begange rſöhmt. s dragmal dich a Serleunnet, und d rchſtohen: Achv h Träu gebrochen nir, Herr, w ind darum haſt Knecht Beſtämd fortgffahren. 9 , wenn ich verm deinet Geiſt de keutirnf 4 chleptt dich fruͦ Haus; Weil Unbſſchnittne l man ich an Si iden. Man ſch uhrſtäter aus Di den König al ich bekenn rverl ren, Weili inden zugeſellt, l Köni hatt'erkont echt, ſaß man d Den Mördel, durfte ſetzen! mat dich du ten! O Raſerei, Paſſionslieder. 49 mehr als Kains Haß! Doch war⸗ um zürn ich mit der Juden Wut? Bin ich nicht ſelbſt ſo arg und blind geweſen, Da i elenden Dampf fürs höchſte Gut, Da ich den Tod fürs Leben auserleſen? 12. Das Mordgeſchrei, das an den Himmel ſtieß, War nicht ſo ſchwer, als meine Sünden riefen. Die Ströme Bluts, die dir vom Leibe triefen, Da dich Pilatus ſcheußlich geißeln ließ, Sind mir zum Spiegel der blutroten Schuld, Der Höllenſtreiche, die du haſt empfunden, Da du für mich ge⸗ litten in Geduld, Daß ich geneſen möcht durch deine Wunden. 13. Der Ehrenkönig trägt ein Purpurkleid, Damit ich möcht in reiner Seide glänzen. Den blutgen Scheitel müſſen Dornen kränzen, Zu ſchenken mir den Kranz der Herrlichkeit. Man tritt den Glanz der höchſten Majeſtät Durch ſpöt⸗ tiſch Krönen freventlich mit Füßen, Weil ich ſonſt ewiglich verdienet hätt’, Als Frevler wider Gottes Kron zu büßen. 14. O Gottes Lamm, wie wil⸗ lig trägeſt du Das Fluchholz, um den Fluch von mir zu heben, Das Holz, das mir ſollt Lebensfrüchte geben, Und unter ſeinem Schatten ſchaffen Ruh! Du Himmelszierde, du hängſt nackt und bloß, Um meiner Nacktheit Schande zu be⸗ decken; Du wirſt zum Scheuſal für mich Erdenkloß, Um von dem Sündendienſt mich abzuſchrecken. 15. Du biſt, du ſchauervolles Golgatha, Das Trau rgerüſte, drauf der Schöpfer litte, Der Kampfplatz, da der Weibesſame ſtritte, Der Schauplatz, da man 'shöchſte Wunder ſah. Hier hänget ch aller Opfer Gegenbild, Der Bürge zahlet hier den letzten Scherfen, Hier wird durchbohrt mein ein'⸗ ger Glaubensſchild Vom Pfeil, den Gottes Zorn auf mich wollt werfen. 16. Der zwiſchen Erd und Him⸗ mel Frieden ſchafft, Hängt als ein Scheuſal zwiſchen Luft und Erden. Sollt ich der Engel Mit⸗ genoſſe werden, Er mußte zwiſchen Mördern ſein verhaft't. Sein gan⸗ zer Rock und ſein gevierteilt Kleid Zur Beute ward den Knechten überlaſſen: So ſollt das Kleid der Blutgerechtigkeit Die Welt in allen Teilen ganz umfaſſen. 17. Des Bundes Blut erwies die erſte Kraft Am Schächer, der noch in den letzten Stunden Durch wahre Buß und Glauben Gnad gefunden. Für alle Sünden war nun Rat geſchafft. Doch iſt aus tauſend einem dies geſchehn, So iſt dem ſichern Fleiſch nichts ein⸗ geräumet; Der andre Schächer muß zu Grunde gehn, Weil er die rechte Gnadenzeit verſäumet. 18. Der Tag ging Jeſu unter und mir auf. Dem Sonnen⸗ ſchöpfer will kein Licht mehr ſchei⸗ nen, Der Helfer muß als ein Verlaßner weinen, Sein Angſt⸗ geſchrei hemmt der Geſchöpfe Lauf. Wer zittert nicht? der Löw' aus Juda brüllt! Den Sohn der Liebe trifft des Vaters Rute! Was Wunder, daß ſich die Natur ver⸗ du mir zu gute! 4 hüllt? O Seelenlicht, was trägſt 50 Paſſionslieder. 19. Nun weiß ich, daß die Macht der Finſternis Zerſtöret iſt; muß ich ſchon ratlos gehen Durch dunkle Thäler, und verlaſſen ſtehen Von allem Troſt, ſo bin ich doch gewiß: Die Sonne muß vorher von Glut und Schein Beraubet in des Abgrunds Kluft ſich ſen⸗ ken, Eh ich von Jeſu werd ge⸗ ſchieden ſein, Und eh er nicht wird meiner mehr gedenken. 20. Du wirſt, o Lebensborn, vor Durſt verzehrt, Kaum iſt ein Tröpflein Eſſig, dich zu laben, Und alle Ströme deiner Himmels⸗ gaben Sind meinem Durſt im Überfluß beſchert. Du giebſt dein Leben endlich in den Tod, Dringſt durch den Tod ins Paradies zum Leben, Um mir in meiner letzten Todesnot Aus freier Gnad die Lebenskron zu geben. 21. Drum ſoll, ſo lang ein' Ader in mir ſchlägt, Mein Herz dein Kreuzesbildnis in ſich ſchlie⸗ ßen, Mein Mund in Lobgeſängen ſich ergießen, Mein Alles ſein zum Opfer dargelegt. Die Sünde, die dir ſolche Centnerlaſt Hat aufgebürdet, will ich ſtets ver⸗ fluchen, Und was du für mich abgetragen haſt, Mit treuer Liebe zu vergelten ſuchen. 22. Die Seite, die dir iſt mit einem Speer Durchſtochen, ſoll mir ſein zur Zufluchtskammer, Darin ich mich feſt an dein Herze klam⸗ mer', Wenn Belial mich jagt mit ſeinem Heer. Dein Blut mir ſtets ein offner Brunnen ſei, In deſſen Abgrund ſich die Schuld verliere. dabei, Der mit dem Schmuck der Heiligkeit mich ziere. 23. Kommſt du mit Blut und Waſſer dann zu mir, Ich will dir Blut und Waſſer wieder bringen, Ich will nun durch den offnen Vorhang dringen, Mich nahen in Freimütigkeit zu dir. Ich will in Kraft, desGeiſtes Pfandanrühren; Dein Blut wird mich befrein vom ewgen Tod, Wird mich ver⸗ klärt ins Himmelserbteil führen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, mein's. 70 err Jeſu Chriſt, dein 1 9. 9 teures Blut Iſt mei⸗ ner Seelen höchſtes Gut, Daß ſtärkt, das labt, das macht allein Mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck mein Ehrenkleid, Dein' Unſchuld und Gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott beſtehn, Und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, Mein Troſt, mein Heil und Gnadenthron! Dein Blut, das mir Vergebung ſchafft, Giebt mir auch neue Lebenskraft. 4. Herr Jeſu, in der letzten Not, Wenn mich ſchreckt Teufel Höll und Tod: So laß dein Blut mein Labſal ſein, Und mache mich von Sünden rein. Mel. 80. Du Jeſu, nimm mich mit. Laß mih an deine Seite treten, Ich weiche von dir keinen Schritt; Und ſehen will ichs andachtsvoll, Wie man gehſt zum Garten, um Schenk deines Geiſtes Waſſer mir lim Glauben beten ſoll. meiner letzten Todesnot Des Blutes Wer nur den lieben Gott. zu beten, O treuer ni eſenne Aurirff ettbäprict. in nanen e Ctvut ud A d Man ſh Schmerz A Vaterſen. rit Kndehe Bin ufoir richgetnſt, Vur füte n 6. Anm däch i. Ic — = — 2— = — — K dem Gchmst ziere. tdu mi Blut m u mir, zoch will ſer wieder bring durch den offn den, Mith nahen zu dir. Ich will odesnot Des Blu⸗ es Pfan anrühke wird mich befne d, Wir) mich! melserbteil fühn bſu Chrit, meime Jeſu(hriſt, d ares Bht Iſt m öchſtes Gut, D. t, das macht alle allen Sünden re lut, mei! Schm eid, Dei Unſch fteit Matht, daß dtt beſtehn, Und freud eingehn. u Chritte, Got Troſt, mein 9 hhron![HDein Be ebung ſcafft, Gi e Leben kraft. Jeſu, in der let mich ſcheeckt Teui —: So leß dein d ſein, Unt mache n rein. nur den ſieben Get ehſt zum Garten,! . u beten O t mich mi. Laßr te tretet, Ich ve⸗ n Schrit; Und ſ achtsvol, Wie n beten ll. Paſſionslieder. 51 2. Du geheſt zitternd und mit Zagen, Und biſt bis in den Tod betrübt. Ach, dieſes ſoll ans Herz mir ſchlagen, Mir, der viel Sün⸗ den ausgeübt. Du willſt es, daß ein Herz voll Ren Mein Anfang zum Gebete ſei. 3. Die Jünger müſſen ferne bleiben, Du ſuchſt die ſtille Ein⸗ ſamkeit. O hilf mir, alles zu vertreiben, Was im Gebet mein Herz zerſtreut. Fern ſei die Welt, nimm mich allein, Und laß nur uns beiſammen ſein. 4. Du wirfſt dich knieend hin zur Erden, Fällſt nieder anf dein Angeſicht. So ſoll die Demut ſich gebärden, Wenn ſich das Herz mit Gott beſpricht. Tief beug ich vor ihm meinen Sinn, Ich, der ich⸗ Staub und Aſche bin. 5. Man ſah dich in den tiefſten Schmerzen Als Sohn zu deinem Vater flehn. Ach, laß auch mich mit Kindesherzen Zum lieben Vater aufwärts ſehn. Ich halte mich getroſt an dich Und rufe: Vater, höre mich! 6. Lamm Gottes, o wie biſt du ſtille, Hältſt in der Bitte drei⸗ mal an; Ich ſoll, das iſt dein Liebeswille, Stets alſo thun, wie du gethan. Hilft Gott nicht gleich, wenn ich gefleht, Will ich doch halten am Gebet. 7. Dein Wille ſenkt ſich in den Willen Des allerbeſten Vaters ein. So ſoll auch mein Gemüt ſich ſtillen, Dann wird mein Flehn erhöret ſein. Drum bet ich in Gelaſſenheit: Was mein Gott will!, geſcheh allzeit. 8. Obgleich die Jünger dein vergeſſen, Du denkſt an ſie mit treuem Sinn, Und ob dich alle Martern preſſen, Voll Sorge gehſt du dreimal hin. Mein Beten blei⸗ bet ohne Frucht, Wenn es des Nächſten Heil nicht ſucht. 9. Den frommen Betern wirds gelingen; Es hörte Gott dein heißes Flehn, Und ſandte, Stär⸗ kung dir zu bringen, Den Engel von des Himmels Höhn. Auf gleiches Beten folgt auch mir Der gleiche Segen, Herr, wie dir. 10. Drum hilf mir, Jeſu, ſo zu beten, Wie mich dein heilig Vorbild lehrt; So kann ich frei zum Vater treten, So werd ich ſtets von ihm erhört, So geh ich betend himmel⸗ ein; Und will dir ewig dankbar ſein. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 81 So gehſt du, Jeſu, wil⸗ * liglich, Dein Leiden an⸗ zutreten, Mit heißen Thränen auch für mich Zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen haſt, Gehſt hin, um aller Sünden Laſt Auf dich allein zu laden. Da ſchon das Schwert gezücket war, Stellſt du dich ſeinen Streichen dar, Da⸗ mit ſie uns nicht ſchaden. 2. Du Held, der andern Stärke giebt, Was kann dich ſo erſchüttern? Ach, ſeine Seele wird betrübt, Des Helden Glieder zittern. Ach, hin⸗ geſunken auf die Knie, Arbeitet er in ſchwerer Müh, Und kämpfet im Gebete. Er wünſcht den ban⸗ gen Kampf verkürzt. Wer ſieht dies, und wird nicht beſtürzt? O ſchaudervolle Stätte! 3. Gott, wie biſt du ſo wun⸗ derbar In allen deinen Werken! 4* 52 Paſſionslieder. Ein Knecht, ein Engel muß ſogar Den Herrn vom Himmel ſtärken. Er ringt, von ſeinem Angeſicht Träuft Schweiß, ach, wer entſetzt ſich nicht? Für Schweiß träuft Blut zur Erden! Der du in rein⸗ ſter Unſchuld prangſt, Wie konn⸗ teſt du von ſolcher Angſt, O Herr, beſtürmet werden? 4. Ach Herr, der Sündenknecht war ich, Ich ſollte Blutſchweiß ſchwitzen; Es ſollten billig nur auf mich Der Rache Wetter blitzen. Ich Armer, wie entränn' ich da? Vor Gottes Zorne müßt ich ja Ohn allen Troſt verſinken. Und da kommſt du, daß du ihn ſtillſt, Sohn Gottes, du, du ſelber willſt Den ganzen Zornkelch trinken. 5. Heil mir! der Sohn des Höchſten hat Für mich ſich richten laſſen. Gott, welch ein wunder⸗ voller Rat! Wer kann dein Thun doch faſſen? Ach, da uns Fluch und Strafe drohn, Da richtet Gott für uns den Sohn, Den er uns ſelbſt gegeben. Nun jauchze, Seele, du kommſt nicht In Got⸗ tes ſchreckliches Gericht, Du dringſt hindurch ins Leben. 6. Doch denk, um welchen teu⸗ ren Preis Dein Heiland dich er⸗ kaufet! Für dich rang er im Todesſchweiß, Für dich mit Blut getaufet! Ach, Seele, ſorge, daß dich nie Die Sünd in ihre Netze zieh, Nichts deine Treu erſchüttre. Reizt dich das Fleiſch: ach, höre nicht! Schau hin ins furchtbare Gericht, Das Jeſum traf, undzittre! Mel. Wenn meine Sünd mich. in an dein Kreuz zu tre⸗ 82. 9 ten, Verſöhner, ſtärke mich, Dich gläubig anzubeten, Sehnt meine Seele ſich. Laß mich mit Zittern und Vertraun, Was du für uns erlitten, In heilger Andacht ſchaun. 2. Des großen Mittlers Seele Iſt bis zum Tod betrübt. innig, meine Seele, Hat, Jeſus dich geliebt! In heißen Angſten ſchwebt er da, Mit unſrer Schuld beladen, Dem Opfertode nah. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sün⸗ der, Verhüllt das Angeſicht! Jetzt iſt für Adams Kinder Der Mitt⸗ ler im Gericht. Wer nun der Sünden Greu'l nicht haßt, Häuft auf den Tag des Zornes Sich ſelbſt des Zornes Laſt. 4. Es präge eurem Herzen Sich tief und kräftig ein: Der Preis ſo vieler Schmerzen Soll eure Rettung ſein. O nehmt an ſeiner Gnade teil, Erkennet ſeine Liebe, Verwerft nicht euer Heil. — 5. Vernehmt es auch, ihr Spöt⸗ l ter, Die ihr den Mittler ſchmäht; Kommt her zu eurem Retter, Ach, höret ſein Gebet: Sie wiſſen nicht, was ſie begehn, Vergieb, o Vater, ihnen! War auch für euch ſein Flehn. 6. Ihr, eurer Brüder Feinde, O ſchlagt an eure Bruſt, Und werdet Menſchenfreunde, Ver⸗ dammt der Rache Luſt. Vergeltet euren Haſſern nie, Selbſt denen, die euch fluchen, Vergebt, und ſegnet ſie. 7. Noch währen ſeine Qualen, Noch trägt er unſre Schuld: Er trinkt die vollen Schalen Des Leidens mit Geduld. So hoch hat Gott die Welt geliebt, Daß in So — de Td Sirns ſ Korſine Eibhidrén ſexiſe ditn⸗ niſſ md ſthen Dut, Nel Chrin 4 Mi u liteſ dimt Thr glänbig anzubenn Seele ſig. Laß nit und Vertraun, Wa eüiten In heilge oßen Mitlers Se Tod ktrübt, Seele, Hat, Jeſt In heiten Angſt lit unfrer Schu Opferode nah. ſeder, bett, ihr Sin das Anfeſicht! Je⸗ 8 Kindel Der Mit cht. Wer nun d a’l nicht haßt, Häm des Zornes Sit rnes Lat. b e eurem Herzen Sit tig ein: Der Pre chmerzen Soll em . O 35 an ſein Erkennet ſeine Lieh ht euer hheil. mt es aufh, ihr Spü⸗ den Mitzler ſchmäßt u eurem Retter, Act Gebet: Sie wiſſe ſie begehn, Vergit nen! Wir auch ſi ehn.. urer Brider Feind an eure Bruſt, Un nſchenfraimde, Ve NRache Lut. Vergelt nie, Leelbſt dene chen, Lergebt, un 1 1 vaähren ſrine Quale er unſre Schuld: 6 83. Paſſionslieder. 53 den Tod am Kreuze Er ſeinen Sohn uns giebt. 8. Vor ſeines Todes Schrecken A Erblaßt der Sonne Licht, Und Fin⸗ ſterniſſe decken Des Himmels An⸗ geſicht. Nun ſinkt er in des Todes Nacht: Erbarm, o Gott, dich un⸗ ſer! Er ſtirbt: es iſt vollbracht! Mel. O Lamm Gottes, unſchuldig. rlöſer, der im Staube Mit Angſtſchweiß lag bedecket, Dein tröſte ſich mein Glaube, Wenn Tod und Sünd mich ſchrecket Dein tiefer Schmerz, dein Klagen, Dein Todeskampf, dein Zagen Sei meine Ruhe, Herr Jeſu! 2. Du litteſt ganz unſchuldig Von Frevlern Schmach und Schmer⸗ zen, Und trugſt ſie doch geduldig Mit ſanftem, ſtillem Herzen. Dein Geiſt ſoll uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, Herr Jeſu! lich Gemartert und verſchmachtet. Dein Tod belehr uns täglich. er ſchrec uns ab von Sünden, Er müſſ' uns dir verbinden Zu Wie hoch du uns geachtet. ſtetem Danke, Herr Jeſu. Mel. Chriſtus, der uns ſelig. 84 Mein Erlöſer! Gottes * Sohn, Der du für mich litteſt, Und auch auf der Himmel Thron Jetzt noch für mich bitteſt, Welche Wohlthat iſt für mich Dein verſöhnend Leiden! O wie preiſ' ich würdig dich, Ur⸗ ſprung meiner Freuden? 2. Unermeſſne Herrlichkeit War dir, Herr, gegeben, Und du konn⸗ teſt jederzeit Voller Freude leben. Aber, o der großen Huld! Daß ich ſelig würde, Ubernahmſt du in Geduld Schwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Miſſethat Noch Vergebung finden, Denn du ſtarbſt nach Gottes Rat Auch für meine Sünden. Unſre Strafe trugeſt du, Uns vom Fluch zu retten, Daß wir im Gewiſſen Ruh, Mit Gott Frieden hätten. 4. Was ein neues Leben ſchafft Und zur Beßrung leitet, Hat uns deines Leidens Kraft Und dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun Mich um Kraft be⸗ werben, Gottes Willen noch zu thun, Sünden abzuſterben. 5. Nun kann ich aufs Todesthal Noch mit Freuden ſehen, Und zu jener Welt einmal Ohne Schrecken gehen. Du, Herr, haſt aus aller Not Rettung mir errungen, Und durch deinen Kreuzestod Meinen 3. Am Kreuze hingſt du kläg⸗ Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein So dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein Nun auch auf mich kommen. Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, Du haſt ſie in Händen, Was du mir zum Heil verſchafft, Gläubig an⸗ zuwenden. 7. Laß das Wort von deinem Kreuz Mich mit Mut beleben, Standhaft jedem Sündenreiz Hier zu widerſtreben. Treib mich mäch⸗ tig dadurch an, Gottes Zorn zu ſcheuen, Was ich Unrecht je ge⸗ than, Innig zu bereuen. 8. Drückt mich meine Sünden⸗ not, Straft mich mein Gewiſſen, 54 Paſſionslieder. — O dann laß aus deinem Tod Mich den Troſt genießen, Daß du auch für meine Schuld Büßend biſt ge⸗ ſtorben, Daß du Gnade haſt und Huld Mir bei Gott erworben. 9. Stärke mich durch deinen Tod Auf die letzten Stunden. Wie du deine Todesnot Sieg⸗ reich überwunden: O ſo hilf da⸗ zu auch mir, Laß mich fröhlich ſcheiden, Herr, ſo dank ich ewig dir Für dein bittres Leiden. Mel. Ach Herr, mich armen. 85 Du, deſſen Augen floſſen, ☛ Sobald ſie Zion ſahn, Zur Frevelthat entſchloſſen Sich ſeinem Falle nahn: Wo iſt das Thal, die Höhle, Die, Jeſu, dich verbirgt? Verfolger ſeiner Seele, Habt ihr ihn ſchon erwürgt? gen Hörſt du, Gethſemane? Wer iſt der Mann der Plagen, Der langſam Sterbende? Es iſt das Heil der Sünder, Der Mittler für die Welt, Der ſtatt der Menſchen⸗ kinder Hier ins Gericht ſich ſtellt. 3. Seht, wie er tief im Staube Und doch ſein ſtarker Glanbe Im heißen Kampfe ſiegt! Schon naht die freche Rotte, Die kein Erbar⸗ men rührt, Die unter Hohn und Spotte Ihn zu demRichtſtuhl führt. 4. Sein Volk im wilden Grimme Erweicht ſein Anblick nicht, Und nicht des Mitleids Stimme, Die aus dem Heiden ſpricht. Mit frechem Hohngeläch⸗ ter Ruft ihre blinde Wut: Auf unſre Söhn' und Töchter Komm, ihnen! 5. Sie häufen ſeine Plagen Noch auf der Todesbahn. Er wird ans Kreuz geſchlagen, O Seele, bet ihn an. Ihn höhnt in Wort und Mienen Sein Volk bei ſeinem Schmerz. Er ruft: vergieb es den, Des Todes ſtille Nacht. Nun enden ſeine Leiden, Er ſtirbt, es iſt vollbracht. Es hat nun überwunden Aus Judas Stamm der Held, Verſöhnung iſt gefun⸗ den Für die gefallne Welt. 7. Der du zum Heil der Sünder Dein Haupt am Kreuz geneigt, Du Freund der Menſchenkinder, Hier liegen wir gebeugt, Dir danken wir im Staube, Dir, der uns Heil gewann, Dich preiſt der Deinen —— 1 o 7.. 1 2. Welch ängſtlich banges Kla⸗ Glaube, Nimm unſer Opfer an Mel. Wenn meine Sünd'n mich. 86 Von Furcht dahingeriſſen GU. D Verleugnet Petrus dich; Bald ſtraft ihn ſein Gewiſſen, Da weint er bitterlich. Dein Blick, o Jeſu, rührt ſein Herz, Bedeckt mit Angſtſchweiß liegt, Er fleht zu dir um Gnade, Und du ſtillſt ſeinen Schmerz. 2. Betrübt iſt meine Seele, Mit Reu und Schmerz erfüllt; Wenn ich es auch verhehle, Dir iſt es doch enthültt. Bekennen will ich ſes vor dir: Oft hab ich dich ver⸗ leugnet, Vergieb, vergieb es mir! 3. Du haſt ſogar dein Leben, Zum Segnen ſtets bereit, So wil⸗ lig hingegeben Für meine Selig⸗ keit. Wie undankbar, wie ſchwach war ich, Daß ich den Haß der wie auf uns, ſein Blut! Sünder Mehr fürchtete als dich! In Liebe bricht ſein Herz. 6. Bald nahet ſich ſein Schei⸗ — en ſeine Jagen Nah bbahn. E wird ans gen, O Deele, bet höhnt in Wort und in Volk hei ſeinen r ruft: vergieb ebe bricht ſein Herz ahet ſich eein Sche⸗ Codes ſtile Nacht ine Leiden Er ſtirbt acht. Es hat um Aus Judes Stamn rſöhnung iſt gefan⸗ gefallne Welt. zum Heilſer Sünden m Kreuz zeneigt, D Nenſchenkuder, Hier eugt, Dindanken wi Dir, de uns Hei ih preiſt per Deinen im unſer Opfer m meine Suͤd'n mich Furcht dehingeriſſa leugnet Petrus dit ihn ſein Gewiſen er bitterlich. Dei ſu, rührt ſein Hen dir um Gnade, Um. nen Schgerxz. iſt meine Seele, M hmerz erffllt; Wem verhehle, Dir iſt Bekenten will 1 Oft habich dich we gieb, vert ieb es mir aſt ſogar dein Lebe Kſtets beteit, So ui en Für tieine Selt dankbar, wie ſ hver daß ich den Haf d ehr fürchtete als dic Paſſionslieder. 55 4. Ich ſeh jetzt, ich empfinde Die Größe meiner Schuld. Ver⸗ gieb mir meine Sünde Nach dei⸗ ner großen Huld. Voll Mitleid ſahſt du Petrum an, Der reuig vor dir weinte: Auch mich ſieh gnädig an! 5. Laß dieſes Herz voll Reue Den Bund mit dir erneun, Dir Folgſamkeit und Treue Und feſten Glauben weihn. Dich zu verleug⸗ nen, Gottes Sohn, Das fürchte meine Seele Weit mehr, als Qual und Hohn. 6. Bewahr ich deine Gnade, Folg ich dir ſtandhaft nach: Wer iſt, der dann mir ſchade? Was fürcht ich Hohn und Schmach? zu allen Zeiten, Wie kann ich Der Spötter mag mich hier ver⸗ ſchmähn, Einſt wird er mich mit Ehren Vor dir verherrlicht ſehn. 7. Von dir ſoll nichts mich trennen, Dich will ich frei und gern Vor aller Welt bekennen, Dich, meinen Gott und Herrn. Dann tret ich freudig vor Gericht, Und du, o Herr, verleugneſt Mich vor dem Vater nicht. Eigne Melodie. 87 Herliebſter Jeſu, was haſt ☛ du verbrochen, Daß dir das Todesurteil ward geſprochen? Was iſt die Schuld, in was für Miſſethaten Biſt du geraten? 2. Du wirſt gegeißelt und zum Spott gekrönet, entkräftet Ans Kreuz geheftet. 3. Was iſt doch wohl die Ur⸗ ſach ſolcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geſchlagen, Ins Angeſicht geſchlagen und verhöhnet, Mit Eſſig tränkt man dich, du wirſt Ich ſelbſt, Herr Jeſu, habe das verſchuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich iſt doch dieſe Strafe: Der gute Hirte lei⸗ det für die Schafe, Die Schuld bezahlt der Herr, er, der Gerechte, Für ſeine Knechte! 5. Der Fromme ſtirbt, der recht und richtig wandelt, Der Böſe lebt, der wider Gott mißhandelt, Der Menſch verwirkt den Tod, und iſt entgangen, Der Herr gefangen! 6. O große Lieb! o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf dieſe Marterſtraße! Ich lebte mit der Welt in Luſt und Freuden, Und du ſollſt leiden! 7. Ach, großer König, groß g'nugſam ſolche Treu ausbreiten? Kein Menſchenherz vermag es aus⸗ zudenken, Was dir zu ſchenken. 8. Ich kanns mit allen Sin⸗ nen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen, Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten Im Werk erſtatten? 9. Doch eines weiß ich, das wirſt du annehmen: Ich will des Fleiſches böſe Lüſte zähmen, Daß ſie mein Herz aufs neue nicht entzünden Mit alten Sünden. 10. Weil aber dies nicht ſteht lin eignen Kräften, Dem Kreuze die Begierden anzuheften, So gieb mir deinen Geiſt, der mich re⸗ giere, Zum Guten führe. 11. Dann werd ich dankvoll deine Huld betrachten, Aus Liebe gegen dich die Welt nicht achten, Ich werde mich bemühen, deinen Willen Stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren 56 Paſſionslieder. alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach, nochPlagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesſchmerzen Nehmen zuHerzen. 13. Dies alles, ob's gering zwar iſt zu achten, Wirſt du doch, mein Erbarmer, nicht verachten, Du wirſt dies Opfer gnädig von mir nehmen, Mich nicht beſchämen. 14. Wenn dort, Herr Jeſu, einſt vor deinem Throne Auf meinem Haupte glänzt die Ehren⸗ krone, Dann will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Mein Loblied ſingen. Mel. Ach Herr, mich armen. 88 O Haupt, voll Blut und . Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott umwunden Mit einer Dornenkron! O Haupt, ſonſt ſchön gekrönet Mit höchſter Ehr und Zier, Jetzt aber gar ver⸗ höhnet, Gegrüßeſt ſeiſt du mir! 2. Du edles Angeſichte Voll Huld und Freundlichkeit, Und den⸗ noch im Gerichte Geſchlagen und verſpeit, Wie biſt du nun erbleichet, Wie iſt dein Augenlicht, Dem ſonſt kein Licht mehr gleichet, So ſchänd⸗ lich zugericht't! 3. Die Farbe deiner Wangen, Der roten Lippen Pracht Iſt hin, iſt ganz vergangen. Des blaſſen Todes Macht Hat alles hinge⸗ nommen, Hat alles hingerafft, Und daher biſt du kommen Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erdul⸗ det, Iſt alles meine Laſt, J hab es ſelbſt verſchuldet, Was du getragen haſt. Schau her, hier ſteh ich Armer, Der Zorn ver⸗ dienet hat, Gieb mir, o mein Er⸗ barmer, Den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an Du haſt, Herr aller Güter, Viel Gutes mir gethan: Oft haſt du mich gelabet, Mit Himmelsbrod geſpeiſt, Mit Troſt mich reich be⸗ gabet, Durch deinen freudgen Geiſt. 6. Ich will hier bei dir ſtehen, Verachte mich doch nicht. Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht; Wenn dein Haupt wird erblaſſen Im letzten Todesſtoß, Dann willich dich noch faſſen In meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freu⸗ den, Und thut mir herzlich wohl, Daß ich mich in dein Leiden, Mein Heil, verſenken ſoll. Ach, könnt ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben, Wie wohl geſchähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O Jeſu, liebſter Freund, Für deine Todesſchmerzen, Da du's ſo gut gemeint. Ach, gieb daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu, Und wenn ich einſt erkalte, In dir mein Ende ſei. 9. Wenn ich einmal ſoll ſchei⸗ den, So ſcheide nicht von mir. Wenn ich den Tod ſoll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn 5 mir am allerbängſten Wird um d das Herze ſein, So reiß mich aus den Angſten, Kraft deiner Angſt und Pein. 10. Erſcheine mir zum Schilde ch Zum Troſt in meinem Tod, Und laß mich ſehn im Bilde, Herr, deine Kreuzesnot. Da will ich nach dir — —= — — — * ——— ———— — —— -—— — — — —— — — — — — — — ———— ——— — — — — —— — . S —= — = — L — — ſae D . deinen frendgen Geſ hier bei dir ſteſe ch doch nicht. Va nicht gehin, Va e bricht; Wenn d erblaſſen Im letzte dann willich dich na inen Armfind Schof nt zu menen Frel ut mir heßzlich voh⸗ ich in din Leiden verſenken ſoll. Ach nein Leben, An deinen Mein Lehen von nit wohl 7 mir inke dir dn Herzen ter Freund Für dein zen, Da du's ſo gu , gieb daß ich mi r und de ner Tren h einſt erkalte, In de ſei. ich einmz ſoll ſche⸗ dedee nicht von mit en 23 leiden dann herfir; Wen bängſten Wird un in, So reiß mit gſten, Kraft deine ein. ine mir zim Schihd meinen Tod, Um m Bilde, err, dein Da will ſich nach di Paſſionslieder. 57 blicken, Da will ich glaubensvoll Feſt an mein Herz dich drücken; Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl! Mel. Chriſtus, der uns ſelig. 89 Jeſu⸗ deine Paſſion Will * D ich jetzt bedenken, Wol⸗ leſt mir vom Himmelsthron Dazu Andacht ſchenken. In dem Bilde jetzt erſchein, Jeſu, meinem Her⸗ zen, Wie du, unſer Heil zu ſein, Litteſt alle Schmerzen. 2. Gieb, daß ich recht ſehen mag Deine Angſt und Bande, Deiner Leiden tiefe Schmach, Deine Kreu⸗ zesſchande, Deine Geißel, Dornen⸗ kron, Speer⸗ und Nägelwunden, Dadurch du, o Gottes Sohn, Dir mich haſt verbunden. 3. Laß mich aber nicht allein Deine Marter ſehen, Laß mich auch die Urſach fein Und die Frucht verſtehen. Ach, die Ur⸗ ſach war auch ich, Ich und meine Sünde, Dieſe hat gemartert dich, Daß ich Gnade finde. 4. Lehre dies bedenken mich, Herr, mit Buß und Reue. Hilf, daß ich mit Sünde dich Mart're nicht aufs neue. Weg mit aller Sündenluſt, Alles will ich mei⸗ den, Was du ſelber büßen mußt Mit ſo großem Leiden. 5. Wenn der Sünde tiefe Not Hat mein Herz zerriſſen, Stille du durch deinen Tod, Herr, mir mein Gewiſſen. Dich und deine Paſſion Laß mich gläubig faſſen; Liebſt du mich, du Gottes Sohn, Wie kann Gott mich haſſen? 6. Gieb auch, Jeſu, daß ich gern Dir das Kreuz nachtrage, Daß ich Demut von dir lern, Und Geduld in Plage, Daß ich dir geb Lieb um Lieb; Ach, laß doch dies Lallen, Bis es kommt aus reinerm Trieb, Jeſu, dir gefallen. Mel. O Welt, ſieh hier dein. 90. Laß deine letzten Stun⸗ den, Da du ſo viel em⸗ pfunden, O Herr, mir heilig ſein. Es lehre mich dein Leiden Den Dienſt der Sünde meiden, Und dir mich jetzt und ewig weihn. 2. An deinem Todestage, Bei deiner letzten Klage Gelob ich treu zu ſein. Du warſt's, der ängſt⸗ lich klagte, Und zitterte und zagte, In namenloſer Todespein. 3. Und ich, für den du litteſt, Im Todeskampfe ſtritteſt, Für den dein Herz dir brach; Ich folgte ohne Sorgen, Am Abend wie am Morgen, Der Welt und ihren Lüſten nach. 4. Nein, nein, ich will ſie laſ⸗ ſen, Sie ernſtlich fliehn und haſ⸗ ſen, Weil ſie dich tief gebeugt. Du haſt, von allem Böſen Mich ewig zu erlöſen, Am Kreuz dein ſterbend Haupt geneigt. 5. Du ſtarbſt mit einem Her⸗ zen, Das ſelbſt in Todesſchmer⸗ zen Für ſeine Feinde bat. Wie du, will ich mich üben, Auch mei⸗ nen Feind zu lieben, Und beten, wie mein Heiland that. 6. Du tröſteteſt den Armen Am Kreuz, den dein Erbarmen Vom Himmel nicht verſtieß. O ſprich auch, wenn ich ſterbe, Zu mir: du biſt mein Exbe, Und folgeſt mir ins Paradies. 7. Du ſaheſt auf die Deinen, Sahſt ſie am Kreuze, weinen, Und 58 Paſſionslieder. ach! wie ſchlug dein Herz! Du linderteſt voll Liebe, Und aus dem wärmſten Triebe Der Mut⸗ ter und des Jüngers Schmerz. 8. Bei deiner Leiden Dauer, Im bängſten Todesſchauer Warſt du voll Zuverſicht. Du klagteſt, ach, verlaſſen, Doch hingſt du, ſtets gelaſſen, An deinem Gott und wankteſt nicht. 9. Du mußteſt, matt von Pla⸗ gen, Auch über Durſt noch kla⸗ gen, Und wer, wer labte dich? Wie ſollt ich denn nun beben, Wenn Leiden mich umgeben? Du labſt durch deine Freunde mich. 10. Es naht das Ziel der Lei⸗ den, Wir ſehn dich betend ſchei⸗ den, Du rufſt: es iſt vollbracht! O hilf auch mir's vollbringen, Hilf lieben, dulden, ringen, Zum Ziele gehn durch finſtre Nacht. 11. Du ſprichſt, o ſelges Ende! Ich geb in deine Hände Den Geiſt, mein Vater, hin! Mir, der ich meine Seele Ihm einſt, wie du, befehle, Auch mir iſt Ster⸗ ben nur Gewinn. 12. Für mich und meine Brü⸗ der Senkt, Herr, dein Haupt ſich nieder, Im Frieden ſchläfſt du ein. In meinen letzten Stunden, Da ſollen deine Wunden Mir Labſal und Erquickung ſein. 13. Wird mir nach kurzen Ta⸗ gen Die Scheideſtunde ſchlagen, Und öffnet ſich mein Grab, Wird meiner Seele bange, Fließt über meine Wange Der kalte Todes⸗ ſchweiß herab: 14. Dann ſei mir dieſe Feier, Dein Sterbetag noch teuer, Mit ihm begann mein Glück, Daß ich alsdann nicht zage, Dies dank ich dieſem Tage Und deinem letz⸗ ten Augenblick. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. 91 Begleite mich, o Chriſt, . wir gehen Zum ſchmer⸗ zensvollen Golgatha, Auf deſſen ſchauervollen Höhen, Was nie ein Engel faßt, geſchah. Erwäg an dieſem heilgen Orte Des ſter⸗ benden Erlöſers Worte, Und rufe Gott um Glauben an. Sie kön⸗ nen reichen Troſt im Leben, Und einſt im Tode Troſt dir geben, Wenn hier dich nichts mehr tröſ⸗ gten kann. 2. Schon zeigt der Blutberg ſich von weitem: Erſchrick und zittre, frommes Herz! Sieh dei⸗ nen Retter, ſieh ihn ſtreiten, Und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern über⸗ geben, Am Holze Gottes Sohn, dein Leben, Hier trug er unſrer Sünde Schuld, Empfand in je⸗ nen bangen Stunden, Was nie ein Sterblicher empfunden, Und bracht uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmerzen Nimmt er ſich ſeiner Feinde an; Vergieb! fleht er mit heilgem Herzen, Sie wiſſen nicht, was ſie gethan! Der göttliche, der größte Beter Fleht liebreich noch ffür Miſſethäter, Werkzeuge ſeiner Pein und Schmach. den Rach und Zorn verführen, Laß dich durch dieſes Vorbild rüh⸗ O Menſch, ren, Und bete dem Verſöhner nach. 4. Welch Beiſpiel kindlich from⸗ mer Triebe, Als unter Leiden ohne Zahl Der Herr dem Jünger ſeiner —44— —— — — — — — — — — =—— — — — — — — = —— — —— — — — — =SS= —— — — — 705b — — —— — — — — — —2 —— . nicht zage age Und hei Und peinem Dis S le Lie 4 ohl iſt mir il iſt mit o Freun ite mich, o C tgehen zum Bolgatha, Au Höhen, Was 8 ſchme t, geſchtth. Erm brit *. f deſſe gen Ort: Des ſer ers Worte, Und ni auben al. Sie ka rroſt im eeben, ln de Troſt dir gehe ich nichtt mehr i zeigt der Blutbe em: Etichrick m. es Herz Sieh de ieh ihn ſreiten, Un efühl, gaz Schmen den Mäſdern übe Holze Ghttes Sohn Hier tru er unſen Id, Emffand inf⸗ Stunden Was u er empfunden, Un dieder Gottes Huld g bei di größten limmt e ſich ſeim Vergieblffleht er mi en, Sie piſſen nict n. Der zöttliche, d Fleht lbreich nit er, Werkzeuge ſein zmach. O Meſtz d Zorn verführan dieſes Vorbild rif dem Verlöhner nat eiſpiel ktadlich frou ls unter Leiden ohn rdem Jinger ſein Paſ ſionslieder. be Die Mutter ſterbend anbe⸗ fahl! Ach, wird mein Aug einſt um die Meinen In meiner letzten Stunde weinen, So ſoll dies Wort mir Troſt verleihn: Der, als der Tod ihn ſchon umſchwebte, Die Seinen noch zu ſchützen ſtrebte, Wird auch der Meinen Pfleger ſein. I 5. Frohlockt, bußfertige Ver⸗ brecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht; Hört, was zu dem gebeugten Schächer Der Mund der Liebe ſterbend ſpricht: Du wirſt, ſo ruft er ihm entgegen, Noch heute, deines Glaubens we⸗ gen, Mit mir im Paradieſe ſein. O Herr, laß an der Todespforte Einſt dieſe gnadenvollen Worte Auch meiner Seele Troſt verleihn! 6. Wer kann die hohen Leiden faſſen, Als Chriſtus an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie haſt du mich verlaſſen! Wie beuget ihn die Laſt ſo tief, Die unſre Sün⸗ den auf ihn brachten! Vor Angſt und Pein müßt er verſchmachten, Wär Gott nicht ſeine Zuverſicht. Herr, der für mich zum Tod ge⸗ gangen, Ich will dich glaubens⸗ voll umfangen, Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht. 7. Der Fürſt des Himmels und der Erde Rief ſchmerzlich aus: es dürſtet mich! So trug er jegliche Beſchwerde, So nahm er jede Qual auf ſich. Mich dürſtet! ruft er noch zur Stunde, Ruft es aus jedes Armen Munde, Den Not und Mangel niederdrückt. O ſelig, wer den Ruf erfüllet! Denn wer den Durſt des Armen ſtillet, Der 8. Nun enden ſich die ſchweren Leiden, Der Heiland ſpricht: es iſt vollbracht! O Wort des Sieges, Wort der Freuden, Du nimmſt dem Tode ſeine Macht. Heil uns, wer darf es nun noch wagen, Uns, die Erlöſten, zu verklagen, Da er für uns genug gethan? Gieb, daß am Ende meiner Tage Auch ich, o Herr, mit Freuden ſage: Vollbracht iſt nun des Leidens Bahn! 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Verſöhner Gottes, ſei auch mein; Laß es in meiner Todes⸗ ſtunde Mir Mut und Zuverſicht verleihn. Du rufeſt: Vater, ich befehle In deine Hände meine Seele, Die armen Sündern Heil erwarb. Nun war das große Werk vollendet, Zu dem der Va⸗ ter ihn geſendet: Da neigt er ſanft ſein Haupt und ſtarb. 10. Bewein ihn fromm mit ſtil⸗ len Zähren, O Chriſt, du haſt ihn ſterben ſehn. Bald wirſt du ihn durch Freuden ehren, Und jauchzend ſeinen Ruhm erhöhn. Den deine Thränen jetzt beklagen, Der wird als Held nach dreien Tagen Vom Grabe ſiegreich auferſtehn. Den freche Rotten hier entehrten, Den wirſt du dort bei den Verklärten Zur Rechten ſeines Vaters ſehn. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 92 Schwing dich auf gen 9 K⸗ Golgatha, Chriſt, an deines Heilands Kreuze, Nimms zu Herzen, wie dich da Chriſti Tod zur Buße reize. Härter wärſt du noch als Stein, Könnteſt du hat den Heiland ſelbſt erquickt. hier fühllos ſein. 60 Paſſionslieder. 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild Zwiſchen Erd und Himmel hangen, Wie ſein Blut in Strö⸗ men quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen. Schau, ach ſchau, er⸗ ſchrickſt du nicht? Wie ſein ſter⸗ bend Herz ihm bricht! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab ich verſchuldet, Und du haſt aus freier Huld Pein und Schmach für mich erduldet. Aus der ewgen Feuersglut Mich zu retten, fließt dein Blut. 4. Du für uns erwürgtes Lamm, Groß, ach groß iſt deine Liebe! Schau vondeines Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe! Ich bin ſchuldig, aller Schmerz, Der dich trifft, durchbohrt mein Herz. 5. Herr, was kann ich dir dafür, Daß du mich ſo liebeſt, geben? Nimm, was ich vermag, von mir, Dir, nur dir gehört mein Leben. Wie du mein, ſo will ich dein, Lebend, leidend, ſterbend ſein. 6. Nur bei dir allein ſuch ich, Hülfe in den bängſten Stunden. Schmachtend, lechzend ſehn ichmich Nach dem Troſt aus deinen Wun⸗ den, Wie ein Hirſch nach Waſſer ſchreit, Bis er meine Seel erfreut. 7. Kreuzige mein Fleiſch und Blut, Lehre mich die Welt ver⸗ ſchmähen, Laß auf dich, du höch⸗ ſtes Gut, Immer unverwandt mich ſehen; Und im Krenze führe mich Selig, wenn ſchon wunderlich. 8. Endlich laß mich alle Not Freudig ſterbend überwinden. Nir⸗ gend müſſe mich der Tod, Als bei dir, mein Heiland, finden. Wer nur dich zur Zuflucht macht, Mel. Mein Jeſu, dem die. Kreuz erhebet, Heut iſt des Heilands Todestag! Schaut ihn, durch deſſen Tod ihr lebet, Auf dem auch eure Sünde lag! Ihr Chriſten, laßt der Erde Freu⸗ den Und ihre Kümmernis zurück Und richtet eures Geiſtes Blich Auf eures Heilands Todesleiden. Sei auch von uns dein Ruhm geſungen. 3. Wenn uns die Schuldgefühle drücken, Iſt's Golgatha, wohin wir fliehn, Wo wir des Blutes Ström' erblicken, Die auch für und wo für unſre Sünden Du dich am Kreuz geopfert haſt, Die Frei⸗ heit von der Sünde Laſt Und von der Sünde Herrſchaft finden. 4. Dahin, wo dein Blut Heil erſtritten, Gehn wir, dir unſer Blut zu weihn. Wo du für unz den Tod gelitten, Werd unſer Leben gänzlich dein. Wie du, o Herr, um unſertwillen Gehorſam wurdeſt bis zum Tod, So wollen freudig dein Gebot Auch wir, treu bis zum Tod erfüllen. 5. Dein Leidenskampf, o Hei⸗ Mut und Kraft Zum Glaubens⸗ Spricht getroſt: es iſt vollbracht! kampf, zu jedem Werke, Das Ehre 93 Kommt, die ihr Jeſu e um Gnade ſchrien. Wir wollen, land, ſtärke, Dein Sieg befeure dir und Freude ſchafft. Wie und 4 G= —2— — —— — — — — —— — — — —— — — — — ——— —— —— ——— — — — — — —= —— —-— = —— 1 te, 3 de ihr 1 keuz ephebet, 9⸗ de de ta ls eiſen Tod ihr l ich eure Sünde 1 jlaßt de Erde Fu eKümmernis uri eures(Heiſtes B eilands Todesleid ugen Dank aus ftu In Lito entbran Scham, Dir, der ern Schmerzen d wauf ſit) nahm. 5 das Leil errung ſchweret Todesſtre 8, bis in Ewiht on uns dein Ruh unsd·e zſchuldgefüt 8 Golzatha, woß Wo wit des Blu cen, Di auch ürm chrien. Wir wolle e Sünden Du de pfert haft, Die Fu Sünd Laſt Un de Herr chaft finde wo deir Blut He ehn wi, dir unſt hn. 3 du für m litten, Werd unſ h dein. Wie du, ſertwillin Gehorſe um Tot, So woll Gebot Auch mi Tod rfüllen. jeidensk mpf, oH. Dein Sieg befeu äft dun Glaubent em Weree, Das E de ſchafft. Wie m Paſſionslieder. durch Luſt die Sünd auch reize, Sie hat an uns nicht weiter teil, Wir fliehn zu dir, zu deinem Heil, Und holen Kraft von dei⸗ nem Kreuze. 6. Wir follten Stolz und Un⸗ recht üben, Und du trägſt Elend, Kreuz und Schmach? Wir ſollten dich nicht herzlich lieben, Für die dein Herz in Liebe brach? Der Rachſucht ſollten wir nicht wehren, Nicht auch dem Feinde gern ver⸗ zeihn? Verſöhner, o der iſt nicht dein, Den nicht dein Tod kann Liebe lehren. 7. Wir ſollten je in Trübſal klagen, Da wir dich ſchweigend dulden ſehn? Wenn uns Verfol⸗ gung droht, verzagen, Da Leiden deinen Sieg erhöhn? Befiehlſt, in dunkler Nächte Grauen, Von Gott verlaſſen, du dich Gott: So wollen wir in Schmach und Spott, Wie du, dem Vater uns vertrauen. 8. Auch in den bängſten To⸗ desſtunden Bleibſt du, Herr, unſre Zuverſicht. Im Glaubensblick auf deine Wunden Erſchreckt des Gra⸗ bes Nacht uns nicht. Wenn ſich das Auge ſchon verdunkelt, So ſei des Geiſtes Aug' erfüllt Von deines Heldentodes Bild, Das wie der Morgenſtern uns funkelt. Eigne Melodie. 94 O Welt, ſieh hier dein 4 Leben, Am Stamm des Kreuzes ſchweben! Dein Heil ſinkt in den Tod! Der große Fürſt der Ehren Läßt willig ſich beſchwe⸗ ren Mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott. 2. Tritt her und ſchau mit Fleiße: Mit Blut und Todes⸗ ſchweiße Iſt ganz ſein Leib bedeckt; Und namenloſe Schmerzen Fühlt er in ſeinem Herzen, Da er den Kelch des Todes ſchmeckt. 3. Wer hat dich ſo geſchlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht't? Du biſt ja nicht ein Sünder, Wie wir und unſre Kinder, Von Miſſethaten weißt du nicht! 4. Ach, ich und meine Sünden, Der ſich ſo viele finden, Wie Körn⸗ lein Sand am Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich ſchlä⸗ get, Und das betrübte Marterheer. 5. Ich bin's, ich ſollte büßen In ewgen Finſterniſſen, Was nun dein Tod verſühnt; Die Geißeln und die Banden, Und was du ausgeſtanden, Das alles, Herr, hab ich verdient. 6. Dunimmſt auf deinen Rücken Die Laſten, die mich drücken, Du duldeſt meine Pein. Du wirſt ein Fluch, dagegen Schenkſt du mir allen Segen, Dein Schmerz muß mir ein Labſal ſein. 7. Du giebſt dich hin zum Bür⸗ gen, Du läſſeſt dich erwürgen Für mich und meine Schuld. Für mich läßt du dich krönen Mit Dornen, dich verhöhnen, Und leideſt alles mit Geduld. 8. Du gehſt ins Todes Rachen, Mich frei und los zu machen, Mit frohem Heldenmut. Du ſtirbſt, daß ich nicht ſterbe, Nicht ewiglich verderbe; O unerhörte Liebesglut! 9. Hoch bin ich dir verbunden, Mein Heil, zu allen Stunden, Ich bin dein Eigentum. Was Seel und Leib vermögen, Das will ich 62 Paſſionslieder. dankbar legen Allein zu deinem Dienſt und Ruhm. 10. Ich kann zwar nicht viel geben In dieſem armen Leben, Eins aber will ich thun: Es ſoll dein Tod und Leiden, Bis Seel und Leib ſich ſcheiden, Mir tief in meinem Herzen ruhn. 11. Ich will's vor Augen ſetzen, Mich ſtets daran ergötzen, Ich ſei auch, wo ich ſei. Es ſoll mir ſein ein Spiegel Der Unſchuld, und ein Siegel Der Lieb und unverfälſchten Treu. 12. Wie furchtbar unſre Sün⸗ den Des Richters Blick entzünden, Wie ſeine Strafen gehn, Wie ſchrecklich ſeine Ruten, Wie voll des Zornes Fluten, Will ich aus deinen Leiden ſehn. 13. Ich will darin erblicken, Wie ich mein Herz ſoll ſchmücken Mit ſtillem, ſanftem Mut, Und wie ich mich ſoll üben, Aus Her⸗ zensgrund zu lieben, Wenn mich verfolgt der Feinde Wut. 14. Wenn giftge Zungen ſtechen, Wenn Spötter Hohn mir ſprechen Und meines Falls ſich freun, Will ich das Unrecht dulden, Und alle ihre Schulden, Wie du, mein Hei⸗ land, gern verzeihn. 15. Ich will ans Kreuz mich ſchlagen, All dem mit Ernſt ent⸗ ſagen, Was dir, o Herr, mißfällt; Was deine Augen haſſen, Das will ich fliehn und laſſen, Gefiel es auch der ganzen Welt. 16. Es ſtröm aus deinen Wun⸗ den In meinen letzten Stunden Mir Troſt und Friede zu. Nimm mich an meinem Ende, O Herr, ſin deine Hände, Und führe mich zur ewgen Ruh. Eigne Melodie. 8 Mer am Kreuz iſt meine 95.— Liebe, Meine Lieb iſt Jeſus Chriſt. Weicht, ihr ſchnä⸗ den Fleiſchestriebe, Deren Frucht Verderben iſt! Eure Lieb iſt nicht von Gott, Eure Lieb bringt gar den Tod. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Dem ich treu zu ſein mich übe. 2. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Frevler, was befremdets dich, Daß ich treu zu ſein mich übe? Jeſus gab ſich ſelbſt für mich; So iſt er mein Friedens⸗ ſchild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Dem ich treu zu ſein mich übe 3. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Sünde, du beſiegſt mich nicht; Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich ſeinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz iſt meine Liebe, Dem ich treu zu ſein mich übe. 4. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Drum, mein Herz, verzage nicht! Gott zeigt ſeine Liebestriebe, Wenn dich Sünd und Tod anſicht. Schau, es floß auch dir zu gut Seines Sohnes teures Blut. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Dem ich treu zu ſein mich übe. 5. Der am Kreuz iſt meim Liebe, Keine Trübſal, ſchwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nichts macht mich von Jeſu los, Nicht Gewalt, nicht Geld, nicht Dmiit tan „Unmr ele wi 4 —— )——— — inde, Un) führen Ruh. nn) führe m igne Melddie. am Kreuz iſt mn Liebe, Meine Lieb Weitt, ihr ſih Striebe, Deren Fu ſt. Eure Lieb iſt f Lure Litb bringt er ari Kreuy „ Dem ich treu de. am Krenz iſt ma ler, wa befrende ch treu zu ſein m „aab ſich ſelbſt ſt er min Frieden auch mein Lebensbi eeuz iſt meine Lii eau zu ſein mich üt am Krerz iſt mi de, du beſiegſt mi mir, penn ich d r für niich ging in nzigt' ig nicht Gon räch ich ſeinem A Der em Kreuz Dem it treu zu ſt am Krez iſt mü n, mein Herz, verzn geigt ſein Liebestrin Sünd un) Tod anfit ſoß auf dir zug hnes feures M euz iſt meine Li u zu ſiin mich i um Kräuz iſt min Trübſg, ſchwerm „Blöß, Geißellit mich ſon Jeſu li t, nich Geld, n Paſſionslieder. 63 Ruhm, Engel nicht, kein Fürſten⸗ tum. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Dem ich treu zu ſein mich übc. 6. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Komm, o Tod, du biſt mein Freund. Wenn ich einſt wie Staub zerſtiebe, Werd mit Jeſu ich ver⸗ eint; Dann ſteh ich vor ſeinem Thron Und empfang der Treue Lohn. Der am Kreuziſt meine Liebe, Dem ich tren zu ſein mich übe. Mel. Der am Kreuz iſt meine. 96 Sei mir tauſendmal ge⸗ * grüßet, Der mich je und je geliebt, Jeſu, der du ſelbſt gebüßet Das, womit ich dich be⸗ trübt! Ach, wie iſt mir doch ſo wohl, Wenn ich knien und liegen ſoll An dem Kreuze, wo du ſtar⸗ beſt, Und um meine Seele warbeſt. 2. Heile mich, o Heil der See⸗ len, Der ich krank und traurig bin; Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Nimm den ganzen Schaden hin, Den mir Adams Fall gebracht, Und ich ſelber mir gemacht. Ganz wird unter deinen Händen, Treuer Gott, mein Jam⸗ mer enden. 3. Schreibe deine blutgen Wun⸗ den, Jeſu, in mein Herz hinein, Daß ſie mögen alle Stunden Bei mir unvergeſſen ſein. Du biſt doch mein ſchönſtes Gut, Da mein ganzes Herz mir ruht, Laß mich ſtets zu deinen Füßen Deiner Lieb und Huld genießen. 4. Dich will ich umfangen hal⸗ ten, Herr, ſo feſt ich immer kann. Schau, o ſchau mein Händefalten Und mich ſelber freundlich an Von gieb meiner Bitte Reum; Sprich: laß all dein Trauern ſchwinden, Ich, ich tilg all deine Sünden! Mel. O Traurigkeit. 97 Ihr Augen, weint! Der 6 Menſchenfreund, Der Heilge, der Gerechte Wird ver⸗ achtet, wird verſchmäht, Stirbt den Tod der Knechte. 2. Ihr Augen, weint! Der Menſchenfreund Trägt unerhörte Plagen. Ach, für unſre Miſſethat Wird er ſo geſchlagen. 3. Ihr Augen, weint! Der Menſchenfreund Beſchließt ſein teures Leben. Wer wird nun den Leidenden Troſt und Hülfe geben? 4. Ihr Augen, weint! Der Menſchenfreund Sinkt in des Grabes Höhle. Finſternis und Gram bedeckt Seiner Jünger Seele. 5. O weint nicht mehr! Kann wohl der Herr Je die Verweſung ſehen? Nein, er wird nach kurzer Ruh Siegreich auferſtehen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 98 Es iſt vollbracht! ſo ruft 6 am Kreuze Des ſter⸗ benden Erlöſers Mund. O Wort voll Troſt nnd Leben, reize Zur Freude meines Herzens Grund! Das große Opfer iſt geſchehn, Das Gott auch mir zum Heil erſehn. 2. Mein Jeſus ſtirbt: Die Fel⸗ ſen beben, Der Sonne Schein verlieret ſich, In Tote dringt ein neues Leben, Der Heilgen Gräber öffnen ſich, Der Vorhang reißt, die Erde kracht, Und die Verſöh⸗ des hohen Kreuzes Baum, Und nung iſt vollbracht. — 64 Paſſionslieder. 3. Wie viel, mein Heil, haſt Eigne Melodie. du vollendet, Als dir das Herz 99. Wenn mich die Sünden 1 im Tode brach! Du haſt den kränken, O mein Herr Fluch hinweggewendet, Der auf Jeſu Chriſt, So laß mich wohl der Welt voll Sünder lag. Für bedenken, Wie du geſtorben biſt, uns haſt du genug gethan, Gott Und alle meine Schuldenlaſt Am nimmt uns nun noch gnädig an. Stamm des heilgen Kreuzes Auf 4. Dankvolle Thränen, netzt die dich Lenom ne haſt. Maßen Wangen! Mein Glaube ſieht nun 2.. Buder hmee, Kaßen offenbar Die Handſchrift dort am Betracht es, Seele, recht, Es ha 2, mdor meine ſich martern laſſen Der Herr für Kreuze hangen, Die wider meine uch iuee 5 ich ſelb Seels war. Er, den mir Gott ſeinen Knecht. Es hat ſich ſelbſt zum Heil gemacht, Rief auch für mein Herr und Gott Für mich mich: es iſt vollbracht! verlornen Menſchen Gegeben in 5 O Herr, laß mich nun auch den Tod. 5. Her 8 aß Uun 1 9 N.. 1.. vollbringen, Was wahre Dank⸗ 3. ns⸗ unr ierde i barkeit begehrt. Laß nach der Hei⸗ ehe dir, G den d. M. ligung mich ringen, Wozu win Ich bin bei Gott in Gnaden, Und na e icha ehrt D ſarte kreion allers wal, Verſehnn dtß mich dazu mit Macht Bis meine Chriſti teures Blut, Daß ich nicht Beßrun anz vollbracht merne mehr darf fürchten Der Hölle Zlutig gand.„ Angſt und Glut. 6. Du litt'ſt ſo viel zu meinem 4. Drum ſag ich dir von Her⸗ Leben, Drum laß auch mich voll zen Jetzt und mein Leben lang Eifer ſein, Mich deinem Dienſte Für deine Pein und Schmeerzen, hinzugeben, Und keine Schmach O Jeſu, Lob und Dank, Füt darin zu ſcheun. Dein Dienſt, o deine Not, dein Angſtgeſchrei Heiland, ſei mein Ruhm, Denn Für dein unſchuldig Sterben, Für deine Lieb und Treu. ich bin ganz dein Eigentum. 7. Soll ich, mit dir ergebnem 5. Herr, laß dein bittres Leiden Herzen, Auch hier durch manche Mich reizen für und für, Mit allem Ernſt zu meiden Die ſünd⸗ Trübſal gehn, Und hat mein Gott gehäufte Schmerzen Zu meiner liche Begier, Daß mir nie komme Prüfung auserſehn, So laß auch aus dem Sinn, Wie viel es dich mich den Troſt erfreun: Es kommt gekoſtet, Daß ich erlöſet bin. das Ende meiner Pein. 6. Mein Kreuz und meine Pla⸗ 8. Fühlt einſt mein Herz des Todes Schrecken, Dann, Herr, er⸗ leichtre mir die Laſt; Laß mich den Troſt noch ſterbend ſchmecken, Daß du ihn überwunden haſt. So tret ich in die Todesnacht Mit dem Triumph: es iſt vollbracht! Spott, Hilf mir geduldig tragen. ich verleugne dieſe Welt, Und folge dem Exempel, Das du mir vorgeſtellt. gen, Sollt's auch ſein Schmach und Gieb, o mein Herr und Gott, Daß 17. Laß mich an andern üben, . 9. S en älle We Bütenige dorpeſlt Süt. di inde ch Nict a ni dmne Nlor e mich die „ knken, Omei ſt, So laß nich we Wie du ginf meine Schuldet aſt des heilgen du nmen haſt. Dunder ohne 8, Eule rech en laſſen Der Herr ect. Es hat ſih ſl Y 8 3 4 Gott Jur me enſchen Gegeben; res Blut, Daßſich ni ffürchten Di: Hi Glut. nſag ich di on h und mein Lehen la Pein und Sü mern Lob und Dak, F dein Angſ heſchi ſchuldig Sterlen, und Treu. laß dein bittre Leide n für und 6,. M zu meiden Lie ſin r, Daß mir ni kom inn, Wie vie ei aß ich erlöſet bin. Kreuz und miine Ch auch ſein Scht achm fmir geduldiſ trag n Herr und Ghtt, N. ne dieſe Wet, l Ermpel, Das du n — nich an andee ühe Paſſionslieder. 65 Was du an mir gethan, Und mei⸗ nen Nächſten lieben, Gern dienen jedermann, Ohn Eigennutz und Heuchelſchein, Und, wie du mir's erwieſen, Aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden Mich tröſten kräftiglich In meinen letzten Stunden, Und des verſichern mich, Weil nur auf dein Verdienſt ich trau, Du werdeſt mich anneh⸗ men, Daß ich dich ewig ſchau. Mel. Alles iſt an Gottes Segen. 100 Unter tauſend frohen * Stunden, Die im Leben ich gefunden, Blieb nur eine mir getreu, Eine, wo in tauſend Schmerzen Ich erfuhr in meinem Herzen, Wer für mich geſtorben ſei. 2. Wenn ſie Jeſu Liebe wüß⸗ ten, Alle Menſchen würden Chriſ⸗ ten, Ließen alles andre ſtehn, Liebten alle nur den Einen, Wür⸗ den ewig ihn nur meinen, Ewig ihm zur Seite ſtehn. Mel. Jeſu, meines Lebens. 101 Ieſu, der du wollteſt . IJ büßen Für die Sün⸗ den aller Welt Durch dein teures Blutvergießen, Der du dich haſt dargeſtellt Als ein Opfer für die Sünder, Die verlornen Adams⸗ kinder, Ach, laß deine Todespein Nicht an mir verloren ſein. 2. Rette mich durch deine Pla⸗ gen, Wenn mich meine Sünde plagt. Laß, ach laß mich nicht verzagen, Weil du ſelbſt für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angſt⸗ ſchweiß kühle, Wenn ich Drang⸗ ſalshitze fühle. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren ſein. 3. Mache mich durch deine Bande Von des Satans Banden frei. Hilf, o Herr, daß deine Schande Meine Kron und Ehre ſei. Troſt der Seele, Heil der Erden, Laß mich nicht zu Schan⸗ den werden. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren ſein. 4. Rede durch dein Stilleſchwei⸗ gen, Liebſter Jeſu, mir das Wort, Wenn mich Sünden überzengen, Mich verklagen fort und fort. Wenn mein bös Gewiſſen ſchreiet Und mir mit Verdammnis dräuet, Dann laß deine Todespein Nicht an mir verloren ſein. 5. Laß mich Freudenroſen bre⸗ chen, Liebſter Jeſu, meine Zier, Von den Dornen, die dich ſtechen; Jeſu, nahe dich zu mir. Kröne mich mit Huld und Gnade, Daß kein Sündendorn mir ſchade. Ach, laß deine Todespein Nicht an mir verloren ſein. 6. Heile des Gewiſſens Pla⸗ gen, Nimm von mir der Schmer⸗ zen Laſt, Durch die Geißeln, die dich ſchlagen, Die du ſchwer empfunden haſt, Daß ich böſer Knecht der Sünde Satans Stricke nicht empfinde. Ach, laß deine Todespein Nicht an mir ver⸗ loren ſein. 7. Ach, laß deine tiefen Wun⸗ den Friſche Lebensbrunnen ſein, Wenn mir alle Kraft verſchwun⸗ den, Wenn ich ſchmacht in See⸗ lenpein. In den Abgrund deiner Gnaden Senk die Schuld, die mich beladen. Ach, laß deine To⸗ despein Nicht an mir verloren ſein. 8. Ach, zerbrich des Eifers Rute, Ach, erzeige Gnad und 5 66 Paſſionslieder. Huld, Tilge doch mit deinem Blute Meine ſchwere Sünden⸗ ſchuld. Laß mich in der Angſt von Sünden Ruh bei deinem Kreuze finden. Ach, laß deine Todespein Nicht an mir verloren ſein. 9. Hilf, daß mich dein Dür⸗ ſten labe, Das am Kreuze dich geplagt, Wenn ich nirgend Troſt mehr habe, Und mein ſündig Herz verzagt: Daß ich dann dich Le⸗ bensfürſten Seh nach meiner Seele dürſten. Ach, laß deine Todes⸗ pein Nicht an mir verloren ſein. 10. Jeſu, komm, mich zu be⸗ freien Durch dein lautes Angſtge⸗ ſchrei, Wenn viel tauſend Sünden ſchreien, Stehe dann mir Armen bei. Wenn Gedank und Wort entfallen, Laß mich ſanft von hin⸗ nen wallen; Laß mir deine Todes⸗ en pein Leben, Heil und Himmel ſein. Mel. Der am Kreuz iſt meine. 102 Teſu, deine heilgen Wun⸗ 2. I den, Deine Qual und bittern Tod Laß mir geben alle Stunden Troſt in Leib's⸗ und Seelennot. Wenn mir fällt was Arges ein, Laß mich denken deiner Pein, Daß ich deine Angſt und Schmerzen Wohl erwäg in mei⸗ nem Herzen. 2. Will ſich gern in Wolluſt weiden Mein verderbtes Fleiſch und Blut, Laß mich denken, daß dein Leiden Löſchen muß der Hölle Glut. Dringt der Satan ein zu mir, Hilf, daß ich ihm halte für Deine Wundenmal und Zeichen, Daß er von mir müſſe weichen. 3. Wenn die Welt mich will verführen Auf die breite Sünden⸗ bahn, Wolleſt du mich ſo regie ren, Daß alsdann ich ſchaue an Deiner Marter Centnerlaſt, Die du ausgeſtanden haſt, Daß ich mög in Andacht bleiben, Alle böſe Luſt vertreiben. 4. Gieb für alles, was mich kränket, Mir aus deinen Wunden Kraft; Wenn mein Herz hinein ſich ſenket, Gieb ihm neuen Lebens⸗ i ſaft, Daß mich ſtärk in allem Leid Deines Troſtes Süßigkeit, Weil du mir dein Heil erworben, Da du biſt für mich geſtorben. 5. Laß auf deinen Tod mich trauen, O mein Gott, mit Zuver⸗ ſicht. Laß mich ſtandhaft daranf bauen, Daß den Tod ich ſchmecke nicht. Deine Todesangſt laß mich Stets erquicken mächtiglich Herr, laß deinen Tod mir geben Auf⸗ erſtehung, Heil und Leben. 6. Jeſu, deine heilgen Wun⸗ den, Deine Qual und bittern Tod Laß mir geben alle Stunden Troſt in Leib's⸗ und Seelennot. Son⸗ derlich am letzten End Hilf, daß ich mich zu dir wend, Troſt in deinen Wunden finde, Und dann fröhlich überwinde. Eigne Melodie. 2 Teſu, meines Lebens 103. O Leben, Jeſu, meines Todes Tod, Der du dich für mich gegeben In die tiefſte Seelennot, In das äußerſte Verderben, Nur daß ich nicht möchte ſterben: Tau⸗ ſend, tauſend Mal ſei dir, Lieb⸗ ſter Jeſu, Dank dafür. 2. Du, ach, du haſt ausgeſtan⸗ den Läſterreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und ,'SgSS SgS — —— — M alsdann ich ſchaue karter Centm rlaſt, tanden haſt, daj Andacht bl di en,„ vertreiben. für alles, wasn ir aus deine! Wum enn mein ger erz hin Gieb3ihm neten Lebe nih h ſtär in dl 13 Troſtes Süßij 4 ir di Heil erwolt ü für nich gei tort auf deinen Tod m mein Gott wni zn mich ſtnndtaft aftd ß den Tod 8 te Todesangt laß n nicken mächtizlich H. Tod mir ſeben d Heil und Aben. , deine heigen W eQual lund ittern? ben alle Stunden 1 und Seelen ot. E. letzten End diſ tdir wend, Troſt nden finde, And dar erwinde. 1 bigne Mel odi. deſu, meines Llt 4 Iiſu, mni Der du dich fün 1 die tiefſt uen. tßerſte Verd rben, terben: d dnane 1 dr Meinen Stolz und Übermut, Dank dij ach, du haſf ansgſt S Dein Verſpotten, dein Verſpeien eden, Spott 8 Hl Stſäge, ftit wwollen ſein gequälet. Paſſionslieder. 67 Banden, Du gerechter Gottes⸗ ſohn! Nur mich Armen zu er⸗ retten Von des Teufels Sünden⸗ ketten. Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 3. Wunden ließeſt du dir ſchla⸗ gen, Schwere Wunden trugeſt du, Um zu heilen meine Plagen, Und zu lringen mich zur Ruh. Ach, du haſt zu meinem Segen Laſſen dich mit Fluch belegen. Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 4. Bitter hat man dich verhöh⸗ net, Dich mit großem Schimpf belegt, Und mit Dornen dich ge⸗ n krönet, Was hat dich dazu be⸗ wegt? Daß du möchteſt mich er⸗ götzen, Mir die Ehrenkron auf⸗ ſetzen. Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 5. Du haſt wollen ſein ge⸗ ſchlagen, Zu befreien mich von Pein; Ließeſt fälſchlich dich an⸗ klagen, Daß ich könnte ſicher ſein. Daß ich möchte troſtreich prangen, Haſt du ohne Troſt gehangen. Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 6. Du viſ tief in Not ge⸗ ſunken, Haſt gelitten mit Geduld, Haſt den Todeskelch getrunken, Um zu büßen meine Schuld. Daß ich würde losgezählet, Haſt du Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 5 Deine Demut hat gebüßet Dein Tod meinen Tod verſüßet: Es kommt alles mir zu gut; Muß zu Ehren mir gedeihen. Tauſend, tauſend Mal ſei dir, Liebſter Jeſu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not, Für die Wunden, für die Schmer⸗ zen, Für den herben, bittern Tod; Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tauſendfachen Plagen, Für dein' Angſt und tiefe Pein Will ich ewig dankbar ſein. Eigne Melodie. 104. O Lamm Gottes, Der du trugeſt der Welt Sünden, Erbarm dich unſer aller! 2. O Lamm Gottes, Der du trugeſt der Welt Sünden, Er⸗ barm dich unſer aller! 3. O Lamm Gottes, Der du trugeſt der Welt Sünden, Ver⸗ leih uns deinen Frieden! Mel. Gott iſt getreu. 105 Es iſt vollbracht Das . Opfer für die Welt; Das Licht der Wahrheit ſiegt! Nun endlich wird Des Irrtums Nacht erhellt, Die auf der Menſch⸗ heit liegt. Der Welterlöſer hat vollendet, Wozu der Vater ihn geſendet. Es iſt vollbracht! 2. Es iſt vollbracht! Durch Leiden ohne Zahl That er für uns genug. Er ruhet nun Von aller bittern Qual, Die er aus Liebe trug. Sein Geiſt, entnom⸗ men dem Getümmel, Steigt tri⸗ umphierend auf zum Himmel. Es iſt vollbracht! 3. Es iſt vollbracht! Des Va⸗ ters Rat erfüllt Zu ſeinem Preis und Ruhm! Der Vorhang riß, Auf ewig ward enthüllt Der Liebe 5* 66 Paſſionslieder. und neues Leben. Es iſt vollbracht! 4. Es iſt vollbracht! Wer ſah nicht Gottes Spur, Als er am Kreuz entſchlief? Die Sonn er⸗ loſch, Verhüllt war die Natur, Die Erd erbebte tief. Zerriſſen wurden Felſenwände Bei des erhabnen Mittlers Ende. Es iſt vollbracht! 5. Es iſt vollbracht! Wie blieb' ein menſchlich Herz Wohl kalt und ohne Dank An deſſen Kreuz, Der unterm tiefſten Schmerz Für uns zum Tode ſank? Wer ſollte nicht mit heißen Zähren Ihm heute Lieb und Treue ſchwören? Es iſt vollbracht! 6. Es iſt vollbracht! Herr ewig feierlich Sei mir dein To⸗ destag; Dich preiſ ich jetzt, Und einſt noch preiſe dich Mein letzter Herzensſchlag! Hinauf zu dir blick ich am Ziele, Und ruf in freudgem Dankgefühle: Es iſt vollbracht! Mel. O Traurigkeit. 106 9 m Kreuz erblaßt, AUe e Der Marterlaft Nach ſchwerem Kampf entnom⸗ men, Iſt im Grabe Jeſus nun Erſt zur Ruh gekommen. 2. Ein heilger Schmerz Durch⸗ dringt mein Herz, OHerr, was kann ich ſagen? Nur an meine Bruſt kann ich Voller Wehmut ſchlagen. 3. Du ſchirmeſt mich, Und über dich Gehn aller Trübſal Wetter. Sterben wollteſt du für mich, Göttlicher Erretter! 4. Du haſt's gethan, Dich bet ich an, Du König der Erlöſten! Heiligtum. Der ſeinen Mördern Dein will ich im Tode mich hat vergeben, Bringt allen Heil Glaubensvoll getröſten. 5. Es iſt vollbracht! Riefſt da mit Macht. Du zeigſt, daß du dein Leben, Mein Verſöhner, gött⸗ lich frei Für uns hingegeben. 6. Hochheilge That! Des Höch⸗ ſten Rat Faß ich hier nicht im Staube. Dort ſchau ich in hellem — Licht, Was ich kindlich glaube. 7. Als er gebot, Gab einſt der Tod Zurück, was er bezwungen. Leicht hat ſich der Lebensfürſt Selbſt dem Grab entſchwungen. 8. Des Todes Thal Will ich ein⸗ mal Durchwandeln ohne Grauen⸗ Denn es wird durch deinen Tod Mir ein Weg zum Schauen. 9. Ich preiſe dich, Erforſche mich, Und ſiehe, wie ichs meine Ja, du ſiehſt es, wenn ich ſtill Meinen Dank dir weine. 10. Herr, ich bin dein, Du wolleſt mein In Ewigkeit geden⸗ ken. Ganz will ich aus Herzens⸗ grund Mich in dich verſenken. 11. Vergeß ich dein, So werde mein In Ewigkeit vergeſſen! Herr⸗ ich will, ſo lang ich bin, Deine Lieb ermeſſen. Eigne Melodie. 0 Traurigkeit! O 107. O Herzeleid! Iſt das nicht zu beklagen? Gott des Va⸗ ters einig Kind Wird ins Gral getragen. 2. O große Not! Der Herr iſt tot, Am Kreuz iſt er geſtor⸗ ben, Hat dadurch das Himmel⸗ reich Uns aus Lieb erworben. 3. O Menſchenkind, Nur deint Sünd Hat dieſes angerichtet, Da Er ſetd d Gat wrſihn fundn, de „„, Alemd lich in Io we ode D vollbracht! Niſſ t. Du zeigſ, 30 tesl Mireſzun Für uns inge ege heinge That! ſdes 6 Jaß ich hieg nich Oort ſchau ich in t s ich kindl lih gla er gebot, Ga enſt ick, was er lezwun ſih der Hebensi d m Grab entzchwun Todes Thal illi hwandel Kiohie di wird durch zeinen! Weg zum Sthauen preſt dich, Erjn dſiehe, wie ihs m ehſt es, wenn ich Tank dir wene. err, ich bin dein, ein In Evitkeit e W will ich au Pn lich in dich verſan rgeß ich dein, Eon zin dene ſen!9 4 o lang ich bin, ſen Eigne Meledi. — ſkeit Herzeleit! F e klagen? ain 6 Kind iſſuse (D 6 nes Not! Im Kreuz i 19 dadurch das Him 8 aus dich be Menſchenkind Rury ldißes luda, 3 Paſſionslieder. 69 du durch die Miſſethat Wareſt ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, Das Got⸗ teslamm, Liegt hier mit Blut be⸗ floſſen, Welches er ganz mildig⸗ lich Hat für dich vergoſſen. 5. Von Herzensgrund Preiſ' ihn dein Mund, Für dich ward er zerſchlagen. Alles, was er trug, hat er Auch für dich getragen. 6. O ſelig iſt Zu jeder Friſt, Wer dieſes recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab geſenket. 7. O Jeſu, du, Mein' Hülf und Ruh, Ich bitte dich mit Thränen, Hilf, daß ich mich bis ins Grab Nach dir möge ſehnen. Mel. Gott iſt getreu. 108 Ich bin erlöſt! Es floß . J des Mittlers Blut, Er ſtarb den Kreuzestod. Mit Gott verſöhnt Empfind ich Glau⸗ bensmut, Ich fürchte keine Not. Die Weisheit hat mein Heil ge⸗ funden, überwunden. Ich bin erlöſt! 2. Ich bin erlöſt! Der Herr zerriß das Band Der Feinde mei⸗ ner Ruh. Zur Hölle hat Die Schlüſſel ſeine Hand, Er ſchloß die Pforte zu. Nun können Feinde frommer Seelen Mich nicht mit Furcht und Schrecken quälen. Ich bin erlöſt! 3. Ich bin erlöſt! Was iſt hnoch, das mich ſchreckt? Licht wird die Todesnacht, Aus der mich bald Der Herr des Lebens weckt Zu neuer Schöpf fungspracht. Ich ruh, werd ich ins Grab getragen, Nur Die Lieb hat glorreich von den trüben Prüfungstagen. Ich bin erlöſt! 4. Ich bin erlöſt! In Frieden fahr ich hin, Iſt meine Stunde da. Der Tod wird mir Zum ſelig⸗ ſten Gewinn; Mein Retter iſt mir nah, Den Geiſt beim Abſchied von dem Leben Ins Land der Engel zu erheben. Ich bin erlöſt! Mel. O Traurigkeit. 109. Nun, ſchlummerſt du In ſtiller Ruh, Der du für uns geſtorben, Uns am Kreuz in bittrer Not Ewges Heil erworben. 2. Du biſt erblaßt, O Herr, und haſt Doch in dir ſelbſt das Leben; Wie die Sterblichen hält dich Nun ein Grab umgeben. 3. Doch, Heil ſei mir! Du, Herr, wirſt hier Nicht die Verweſung ſehen, Bald vielmehr durch eigne Nraft Aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirſt, Mein Lebensfürſt, Auch mich zum Leben wecken. Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erſchrecken? 5. Hier werd ich einſt, Bis du erſcheinſt, In ſanftem Frieden liegen. Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab beſiegen. 6. Ihr, die die Welt Gefeſſelt hält, Ihr zagt vor der Verweſung; Ich, ich hoff in Chriſto einſt Meines Leib's Erlöſung. 7. Nein, nichts vergeht, Was hier geſät, Der Leib wird aufer⸗ ſtehen, Und, vom Himmelsglanz verklärt, Aus dem Grabe gehen. 8. So ſink ins Grab Mein Leib hinab, Mein Herz ſoll nicht erſchrecken. Du, o Heiland, wirſt mich einſt Herrlich auferwecken. 6. Oſterlieder. Eigne Melodie. 110 Chriſtus iſt erſtanden * Von den Martern allen; Des ſoll'n wir alle fröh⸗ lich ſein, Denn Chriſtus unſer Troſt will ſein. Halleluja! 2. Wär'er nicht erſtanden, Wär' die Welt vergangen; Seit er vom Tod erſtanden iſt, So loben wir den Herren Chriſt. Halleluja! 3. Halleluja! Halleluja! Halle⸗ luja! Des ſoll'n wir alle fröhlich ſein, Denn Chriſtus unſer Troſt will ſein. Halleluja! 111 Jeſus Chriſtus, unſer 4. 1⸗ I Heiland, Der den Tod überwand, Iſt auferſtanden, Die Sünd hat er gefangen. Hal⸗ leluja! 2. Der ohne Sünde war gebor'n, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns verſöhnet, Daß Gott ſein“ Huld uns gönnet. Halleluja! 3. Tod, Sünd, Teufel, Leb'n, Heil und Gnad In ſeiner Hand er hat; Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Halleluja! Eigne Melodie. Mel. Valet will ich dir geben. 112 Ich geh zu deinem . Grabe, Du Sieges⸗ fürſt und Held. Die Hoffnung, die ich habe, Iſt nur auf dich geſtellt. Du lehrſt mich fröhlich ſterben Und fröhlich auferſtehn, Und mit den Himmelserben Ins Land des Lebens gehn. In die man dich gelegt, Daß mir nicht bange werde, Wenn meine Stunde ſchlägt. Was an mir iſt von Staube, Geb ich dem Staube gern, Weil ich nun frendig glaube⸗ Die Erde iſt des Herrn! 3. Du ſchlummerſt in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh Im Schoß der Erde habe, Schließt ſich das Aug einſt zu. ſ mir gar nicht grauen, Wenn mein Geſicht vergeht; Ich werde den wohl ſchauen, Der mir zur Seite ſteht. 4. Dein Grab ſchließt Stein und Siegel, Und du biſt dennoch frei; Auch meines Grabes Riegel Bricht deine Macht entzwei; Du wirſt den Stein ſchon rücken, Der mich im Tode deckt, Dann werd ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährſt zu Himmelshöhen, Und reichſt mir deine Hand, Daß ich dir nach kann gehen Ins rechte Vaterland. Da iſt es ſicher wohnen Im Glanz der Herrlichkeit, Da warten mein die Kronen, Die deine Hand mir beut. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod! Dir will ich mich ergeben Auch in der letzten Not. Dann ſchlaf ich ohne Kum⸗ mer In deinem Frieden ein, Und wach ich auf vom Schlummer, Wirſt du mein Loblied ſein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 113. Ehre, Lob und Preis und Stärke Sei 2. Du haſt geweiht die Erde, dem Vollender ſeiner Werke, Dem Kun ſoll mi — n dich gelegt, Daß e werd 1 dui plägt. Was qa. mi de, Geb ich den Sta ich nun frendi glau iſt des Herrn! ſchlummerſt in aß ich auch mine der Erde habe Sche⸗ ug einſt zu. Run cht grauen, Wenn m t„Ichwerd denm der mir zur Seite ſt n Grab ſchlitzt Et l, Und du biſ denn meines Grab's Ri ne Macht entgvei;! Stein ſchor rück im Tode dech, Da dich erblicken, 1der i e wect. ährſt zu Himnelshüßt t mir deine Hund, A hkaun gehen Lns n „Daiſtes ſichtr wohn der Herrlich eit, d in die Kronen, die dei beut. neines Lebens eeben, odes Tod! Di wilii ben Auch in fer lett un ſchlaf ich oine Km einen Frieden ein, auf vom Stlumm mein Loblied ſein. achet auf, ruft ſins d Ehre Lob znd 9 J und Stirke d Wrke, D — ner ſeiner W Oſterlieder. 71 Todesüberwinder Dank! Singet ihm mit frohem Schalle, Ihr, ſeine Himmel, ſingt ihm alle, Der ganze Weltkreis ſei Geſang! Ihm, der vom Tod erſtand, Der herr⸗ lich überwand, Preis und Ehre! Dank ihm erfreut, O Chriſten⸗ heit! Sein Leben iſt dir Seligkeit. 2. Aus dem Staub empor, o Erde! Du dunkles Land der Grä⸗ ber werde Ein Land des Lebens und des Lichts! Er, der ſiegreich auferſtanden, Befreit dich von des Todes Banden Und von den Schrecken des Gerichts. Heil dir! das Grab iſt leer, Der Hölle drohend Heer Iſt bezwungen. Des Todes Nacht, Der Hölle Macht Iſt hin, uns ſtrahlt des Himmels Pracht. 3. Tag des Lebens, Tag der Wonne, Wie wird uns ſein, wenn Gottes Sonne Einſt auch durch unſre Gräber bricht! O wie wird das Herz erglühen, Wenn hin die Erdennächte fliehen, Wenn uns umfließt des Himmels Licht! Preis dir, o Jeſu dir, Anbetung dort und hier Dir, dem Sieger! Wo iſt noch Not? Wo iſt noch Tod? Uns ſtrahlt ein ewges Morgenrot. 4. Unſer Herz darf nun nicht wanken, Die bangen, zweifelnden Gedanken Beſiegt des Glaubens Zuverſicht. Wie ein Fels des Herrn im Meere, Steht unerſchüt⸗ tert Jeſu Lehre, Umglänzt von ewig hellem Licht. Die Herrlichkeit der Welt, Des Himmels Bau zerfällt, Alles ſchwindet: Doch fort und fort Steht Jeſu Wort, Uns Heil Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 1 1 4 Tönet, Harfen! jauchzt, 8 ihr Pſalmen! Jeſus Chriſtus hat geſiegt. Streut dem Überwinder Palmen, Die ihr bang und weinend ſchwiegt. Freut euch, er hat überwunden, Euer Heil iſt nun erfunden. Zu der ſelgen Geiſter Chor Steig, o Siegeslied, empor! 2. Da in Morgendämmerungen Noch gehüllt die Erde ſchwieg, Da von Andacht tief durchdrungen Gottes Engel niederſtieg: Da haſt du den Sieg errungen, Dankend ward ein Lied geſungen Von den Himmelsſcharen, dir, Todesüber⸗ winder, dir. 3. Bei den Toten ihn zu fin⸗ den, Ging ſie hin, wo Chriſtus ſchlief; Ach, was mußte ſie em⸗ pfinden, Als er fanft: Maria! rief! Selge, nie erlebte Stunden, Als den Meiſter ſie gefunden! Auch ich ſeh dich, wie du biſt, Wenn mein Staub verkläret iſt. 4. Hier, ſo lang ich wall im Staube, Schau ich dunkel nur und fern Dich, an welchem hängt mein Glaube, Dich, die Herrlichkeit des Herrn. Meine Seele darf nicht beben, Du haſt dich für mich ge⸗ geben, Und es ſtrömet Troſt und Ruh Mir dein Tod und Leben zu. 5. Gerne will ich hier noch wallen, Herr, ſo lange du es willſt. Knieen will ich, nieder⸗ fallen, Flehn, bis du dich mir enthüllſt. Stärke nur mein Herz, vor allen Dein hochheilig Lob zu lallen. Stets war ſelig, wen dein Lob, Herrlicher, zu dir erhob. 6. Als hinauf die Engel wall⸗ und Leben hier und dort. ten, Und vom mächtigen Geſang 72 Lauter ihre Harfen ſchallten, Als ihr Lob zum Throne drang, Als es durch die Himmel tönet': Chriſ⸗ tus hat die Welt verſöhnet! Da, da war der Sieg vollbracht, Leben aus dem Tod erwacht. Mel. Erſchienen iſt der herrlich'. 11 5 Erinnre dich, mein Geiſt, s erfreut Des hohen Tags der Herrlichkeit, Halt im Gedächtnis Jeſum Chriſt, Der von dem Tod erſtanden iſt. Halleluja! 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erſchien, Als ſpräch er: Friede ſei mit dir! So freue dich, mein Geiſt, in mir. Halleluja! 3. Schau über dich und bet' ihn an, Er mißt den Sternen ihre Bahn, Er lebt und herrſcht mit Gott vereint, Und iſt dein König und dein Freund. Halleluja! 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da iſt, und der da war! Sein Name ſei ge⸗ benedeit Von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! Was iſt der Erde Maje⸗ ſtät, Wenn ſie mein Geiſt mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn erreicht! Halleluja! 6. Vor ſeinem Thron, in ſei⸗ nem Reich, Unſterblich, heilig, Engeln gleich, Und ewig, ewig ſelig ſein, Herr, welche Herrlich⸗ keit iſt mein! Halleluja! 7. Mein Herz erfreut ſich des ſchon hier, Lieb und Verwund⸗ rung kämpft in mir. Voll Ehr⸗ furcht, die im Herzen ſpricht, Oſterlieder. Fall ich, Gott, auf mein Ange⸗ ſicht. Halleluja! 8. Du, der du in den Himmeln thronſt, Ich ſoll da wohnen, wo du wohnſt! Und du erfüllſt einſt mein Vertraun, Dich in der Herr⸗ lichkeit zu ſchaun. Halleluja! 9. Ich ſoll, wann du, o Lebens⸗ fürſt, In Wolken herrlich kommen wirſt, Erweckt aus meinem Grabe gehn, Und rein zu deiner Rechten ſtehn. Halleluja! 10. Mit Engeln und mit Se⸗ raphim, Mit Thronen und mit Cherubim, Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit. Halleluja! 11. Zu welchem Glück, zu wel⸗ chem Ruhm Erhebet uns das Chriſtentum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, Sind wir auch auferſtanden ſchon. Halleluja! 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, Was ich, mein Heil, dir ſchuldig bin, Damit ich mich, in Liebe treu, Zu deinem Bilde ſtets ernen. Halleluja! 13. Du biſt's, der alles in uns ſchafft, Dein iſt das Reich, dein iſt die Kraft. Ich hoff auf dich, Herr Jeſu Chriſt, Der du vom Tod erſtanden biſt. Halleluja! Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 116. Jeſus lebt, mit ihm m auch ich, Tod, wo ſind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Von den Toten auferwecken. Er ver⸗ klärt mich in ſein Licht, Dies iſt meine Zuverſicht. 2. Jeſus lebt, ihm iſt das Reich Über alle Welt gegeben, —== — — — — Anſiug Achſen vi dit di Ech ja duf miin Am dui in den Himmeg ol dar wohſnen, nd du erfillſt n, Di 8 aun. Hallelu elujal wann du, Leben ken herr lig k komm an mein m Grat⸗ 1 zu deine Rechte uja! ngeln und mit E⸗ Thronen und mi hi allen frommn oll ich mich fren Halleluja! ten int ar ve Erhebet uns dar V dir zekreuzigt „Sind vir aut ſänr. Hllle lelujal ſn es pmir ant i, n. mein dig bi Damit it de treu, n. deinen rneu. 84 lelujal d's, der asi un iſt das Reich, dei 36 doff 4 dich thriſt, Del du von en biſt. Hulleluja! , meine Zöherſicht ſus lebt, mit ihn auch ich, Tod, R ine Sthra en? G. vird auch mich Vo uferwecken. Er ve ſein Licht Dies ſich. a ihn alle ſe Wel iſt der mehr, gegeben Oſterlieder. 73 Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrſchen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verſpricht, Dies iſt meine Zuverſicht. 3. Jeſus lebt, wer nun ver⸗ zagt, Schmähet ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugeſagt, Daß der Sünder ſich bekehre. Gott verſtößt in Chriſto nicht, Dies iſt meine Zuverſicht. 4. Jeſus lebt, ſein Heil iſt mein, Sein ſei auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich ſein, Und den Lüſten widerſtreben. Er der⸗ läßt den Schwachen nicht, Dies iſt meine Zuverſicht. 5. Jeſus lebt, ich bin gewiß, Nichts ſoll mich von Jeſu ſcheiden, Keine Macht der Finſternis, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu jeder Pflicht, Dies iſt meine Zuverſicht. 6. Jeſus lebt, nun iſt der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Troſt in Todesnot Wird es meiner Seele geben, Wenn ſie gläubig zu ihm ſpricht: Herr, Herr, meine Zuverſicht! Mel. Herr Chriſt, der ein'ge. MMein Fels hat über⸗ 117. 2 4 wunden Der Hölle ganzes Heer; Der Satan liegt gebunden, Die Sünde kann nichts Nicht durchs Geſetz ver⸗ dammen, Denn alle Zornesflam⸗ men Hat Jeſus ausgelöſcht. 2. Auf denn, mein Herz, und bringe Des Dankes Opfer dar! Vertreib die Furcht und ſinge Mit der Erlöſten Schar, Wirf des Ge⸗ wiſſens Nagen, Dein Sorgen und dein Zagen In Chriſti leeres Grab. 3. Iſt Jeſus auferſtanden, Mit Herrlichkeit geſchmückt, So biſt du ja den Banden Des Todes mit entrückt. Kein Fluch drückt das Gewiſſen, Der Schuldbrief iſt zerriſſen, Denn alles iſt bezahlt. 4. Aich, willſt du noch nicht glauben, Du ungewiſſer Geiſt? Kein Teufel kann dir rauben, Was Jeſus dir verheißt, Der Licht, Kraft, Fried'n und Leben Geneigt iſt, dir zu geben, Als ſeines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fürſt des Le⸗ bens, Ich bring dir, was ich hab; Ich matte mich vergebens Bei mei⸗ nen Wunden ab. Ich kann ſie nicht verbinden, Soll ich Geneſung finden, Du mußt ſie rühren an. 6. Gieb meinem Glauben Klar⸗ heit, Zu ſehn, Herr Jeſu Chriſt, Daß du Weg, Leben, Wahrheit, Daß du mir alles biſt. Die finſtern Wolken teile Der bangen Zweifel, heile Des Glaubens dürre Hand. 7. Laß mich nicht länger wanken Gleich einem Rohr im Wind, Be⸗ ſänft'ge die Gedanken, Die voller Unruh ſind. Du biſt der Stuhl der Gnaden, Wer mühſam und beladen, Den rufſt du ja zu dir. 8. Ich will nicht mehr vergeb⸗ lich Bei mir mich halten auf. Ich finde nichts erheblich, Zu hemmen meinen Lauf Zu deinen offnen Armen, Die mir dein frei Er⸗ barmen So huldreich aufgethan. 9. Haſt du den Tod bezwungen, Bezwing ihn auch in mir; Wo du biſt durchgedrungen, Da laß mich folgen dir. Erfülle mein Verlangen Und laß den Kopf der Schlangen In mir zertreten ſein. — 74 Oſterlieder. 10. Den Götzen Eigenliebe, Das Gift in meiner Bruſt, Zerſtör durch deine Liebe, Daß alle Flei⸗ ſchesluſt, Die dich ans Kreuz ge⸗ heftet, Ganz möge ſein entkräftet Durch deines Kreuzes Kraft. 11. Lebſt du, laß mich auch leben, Als Glied an deinem Leib, Daß ich gleich einer Reben An dir, dem Weinſtock, bleib. Gieb Geiſteskraft zur Nahrung, Gieb Stärke zur Bewahrung Der Pflanzung deiner Hand. 12. Leb in mir als Prophete, Und leit mich in dein Licht, Als Prieſter mich vertrete, Mein Thun und Laſſen richt; Um deinen gan⸗ zen Willen Als König zu erfüllen, Leb, Chriſte, leb in mir. Mel. Chriſt, der in Todesbanden lag. 118. Dem Herrn ſei Ehre, * Preis und Dank, Der Herr iſt auferſtanden! Ihn preiſet laut mit Lobgeſang Sein Volk in allen Landen. Wo ihn eine Zunge nennt, Wo ihm ein Herz in Lieb entbrennt, Ertöne ſeinem Namen: Halleluja! 2. Der Heiland lebt, des Gra⸗ bes Nacht Zerfloß in Morgen⸗ röte. Der an dem Kreuz ſein Werk vollbracht, Iſt der von Gott Erhöhte. Friede, ſpricht er, ſei mit Euch! Wie machet ſeine Huld ſo reich! Er lebt, uns zu beleben. Halleluja! 3. Ins Leben kehrt er ſiegreich ein. Erhebt euch aus dem Staube, Kommt, ewig ſeiner euch zu freun, Es ſiegt der Chriſten Glaube. Unſer Herr, der auferſtand, Hat Leben nun in ſeiner Hand. Wer kann das Heil uns rauben? Halleluja! 4. Sei hier die Liebe gleich ver⸗ kannt, Und mag ſie einſam weinen, Durch ihn, der ſiegreich auferſtand, Wird einſt ihr Lohn erſcheinen. Liebe wird durch Kreuz bewährt, Mit Mut durch ſeinen Sieg ver⸗ klärt, Die Welt ſoll uns nicht trüben. Halleluja! 5. Verlaſſen uns die Teuren auch, Die wir auf Erden fanden: Uns ſchrecket nicht des Todes Hauch, Denn Jeſus iſt erſtanden. Jeſus führt durchs Grabesthor, Schenkt wieder, was das Herz verlor, Sein Grab iſt vor uns offen. Halleluja! — 6. O Sieger, reich' uns deine Hand, Du einz'ger Troſt auf Er⸗ den, Dein Sieg ſoll unſres Sie⸗ ges Pfand Bei jedem Kampfe werden. Herr, dem Tod und Hölle weicht, Bleib bei uns, bis der Tag ſich neigt, Dann gehn wir ein ins Leben. Halleluja! Mel. Es iſt das Heil uns. 119 Wach auf, mein Herz, 4 die Nacht iſt hin, Die Sonn iſt aufgegangen. Er⸗ muntre deinen Geiſt und Sinn, Den Heiland zu empfangen, Der heute durch des Todes Thor Ge⸗ brochen aus dem Grab hervor, Der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf, Und ſuch ein neues Leben. Vollführe deinen Glau⸗ benslauf, Und laß dein Herz ſich heben Gen Himmel, da dein Jeſus iſt, Und ſuch, was droben, als ein Chriſt, Der geiſtlich auferſtanden. AAnxeſtin. ſten, E dengevine lem Vift Stomm Her din, And da lanm gyt u di Dhs ee Wiler nnch Enit Dan geirayn. 7. Dum — — — — — ◻2 — — — — — rauben, del us r die Liebe gleich w nag ſie einſ at rweine e ſiegreich aäiferſtan ihr Lohn eeſcheine ürch Kreuz bewagr uch ſeinen(öieg de⸗ Telt ſoll uns nit lelujaln ſen uns di Tamn er auf Erde, fand t nicht dos Toh⸗ ger, reich' uns dein nz'ger Troſr auf E dieg ſoll unſres S Bei jedem Kamyf r, dem Toduund Häl b bei uns bis d gt, Dann gehu wi n. Halleltja! iſt das Heiſ uns. ach auf, mein Hen die Nach iſt hit ſt aufgegatgen. E. en Geiſt uad Sim zu empfangen, A des Todes Thor 6. dem Grob herwn Welt zur Wonne aus dem Hrab d Und ſuch ein neu führe deiten Glau dlaß dei Herz ſ imumnel, da dein Jiſt was droben, abs i 4 geiſtich aw erſtande” Oſterlieder. 75 3. Vergiß nur, was dahinten iſt, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Friſt Zu Jeſu ſei erhoben. Tritt unter dich die böſe Welt, Und ſtrebe nach des Himmels Zelt, Wo Jeſus iſt zu finden. 4. Drückt dich ein ſchwerer Sorgenſtein: Dein Jeſus wird ihn heben; Es kann ein Chriſt bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Und ſorge nicht, er iſt nicht fern, Denn er iſt auferſtanden. gehn, Mit Salome zum Grabe, Sollſt hier den Dank der Liebe ſehn, Und ihre fromme Gabe: So⸗ wirſt du ſehn, daß Jeſus Chriſt Vom Tod heut auferſtanden iſt, Und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw' aus Judas Stamm Heut ſiegreich überwun⸗ den, Und das erwürgte Gottes⸗ lamm Hat uns zum Heil gefun⸗ den Das Leben, die Gerechtigkeit, Weil er nach treu durchkämpftem Streit Den Feind zur Schau getragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jeſus über⸗ wunden, Auch du wirſt überwinden weit, Weil er den Feind gebunden. Nun rüſte dich, daß du aufſtehſt Und in ein neues Leben gehſt, Und Gott im Glauben dieneſt. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, Selbſt nicht der Hölle Wüten, Dein, Jeſus lebt, er wird in Not Und Angſten dich behüten. Er hilft den Schwachen in der Welt, Als ein gekrönter Sieges⸗ held, Drum wirſt du überwinden. Preis gekrönt. 9. Ach, mein Herr Jeſu, der du biſt Vom Tode auferſtanden, Rett uns aus Satans Macht fund Liſt Und aus des Todes Banden, Daß wir im ſeligen Verein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns haſt erworben. 10. Sei hochgelobt in dieſer Zeit Von allen Gotteskindern, Und lewig in der Herrlichkeit Von allen UÜberwindern, durch dein Blut; Herr Jeſu, gieb Die überwanden uns Kraft und Mut, Daß wir auch überwinden. 5. Mit Magdalena ſollſt du Mel. Wachet auf, ruft uns die. 120 H llelua jauchzt, ihr Chöre, Singt Jeſu Chriſto Lob und Ehre! Sein herr⸗ lich großer Tag iſt da. Er zer⸗ riß des Todes Banden, Der Held iſt aus dem Grab erſtanden, Der nimmer die Verweſung ſah. Sein iſt Gewalt und Macht, Er hat ſein Werk vollbracht. Halleluja! Des Menſchen Sohn Trägt nun davon Des herben Kampfes rei⸗ chen Lohn. 2. Glorreich hat der Held ge⸗ rungen, Der Hölle finſtre Macht bezwungen, Und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief⸗ gefallnen Sünder, Sind nun durch Chriſtum Gottes Kinder Und Er⸗ ben ſeiner Seligkeit. Wir ſind durch ihn verſöhnt, Den Gott mit Halleluja! Wir ſind nun ſein, Und ihm allein Soll unſer ganzes Herz ſich weihn. 3. Nun kann uns der Tod nicht ſchrecken, Einſt wird der Herr uns auferwecken Durch ſeiner Stimme Wundermacht. Er wird unver⸗ 76 b Oſterlieder. gänglich Leben Und Herrlichkeit den Seinen geben, Die ihren Lauf in ihm vollbracht. Wir werden auferſtehn, Zu ſeiner Freud ein⸗ gehn. Halleluja! O Siegesheld, In jene Welt Zeuch uns dir nach, wann dir's gefällt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns ſein, wenn Gottes Sonne Durch unſers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finſternis verſchwin⸗ den, Und uns umſtrahlt des Him⸗ mels Licht! Vollender, führe du Uns dieſem Tage zu, Uns, die Dei⸗ nen; Die Todesbahn Gingſt du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Mel. Chriſt, der in Todesbanden lag. 1 21 Bringt Preis und Ruhm 1Ane dem Heiland dar, Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getötet war, Iſt dem Gericht entnommen. Sei gelobt, Herr Jeſu Chriſt, Daß du für uns geſtorben biſt, Und ſieg⸗ reich auferſtanden. Halleluja! 2. Dein Leben in der Majeſtät Befeſtigt unſern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Uns nun den Troſtgrund rauben: Daß du für uns g'nug gethan, UnsSündern eine neue Bahn Zum ewgen Heil eröffnet? Halleluja! 3. Gott ſelbſt, der dich dem Grab entrückt, Hat dem, was du gelehret, Der Wahrheit Siegel aufgedrückt, Und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Wert Hat er aufs herrlichſte bewährt, Da er dich auferwecket. Halleluja! 4. Erſtandner, ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebeſt: Du lebſt und ſiegſt, daß du auch mir Das ewge Leben gebeſt, Daß du mein Erretter ſeiſt, Und neue Kräfte mir verleihſt, Mit Freuden Gott zu dienen. Halleluja! 5. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu, Befreie mich von Sün⸗ den. Laß mich für meine Seele Ruh In deinem Frieden finden. Pflanze deinen Sinn in mir, Da⸗ mit ich Gott ergeben hier Als dein Erlöſter wandle. Halleluja! 6. Dein iſt das Reich, dein iſt die Macht, Die Toten zu er⸗ * wecken. Du rufſt einſt, und der Gräber Nacht Wird Tote nicht mehr decken. Wie du auferſtanden biſt, So werd auch ich, Herr Jeſu Chriſt, Durch dich einſt aufer⸗ ſtehen. Halleluja! 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, Im Glauben an dich wandeln, Und jederzeit nach dei⸗ nem Sinn Rechtſchaffen ſein und handeln, Daß ich, wenn ich auf⸗ erſteh, Und dich, des Todes Sie⸗ ger, ſeh, Vor dir dann nicht er⸗ ſchrecke. Halleluja! 8. Da, wo du biſt, da ſoll auch einſt Dein Jünger mit dir leben. Du wirſt ihn, wann du nun erſcheinſt, Zu deiner Freud erheben. Laß dies auch mein Erbteil ſein, So werd ich ewig des mich freun, Daß du vom Tod erſtanden. Halleluja! Mel. Sollt ich meinem Gott. 9 uferſtanden, aufer⸗ 122. A ſtanden Iſt der Herr, der uns verſöhnt. Seht, ——ͤ—— —— — — — — —. — S Gant 1 —— —— —— —— F — —— G2 ilet untr dächtus Wherſander e Frende dn Hinmel Ans lät Nraute Er — — ) — ſingtdema Eit,Pris. 1 derLerſue nd neue Kräfte m Freuden Gott 1 leelujal derr, mein Hott, hi efreie mich pon Sü wandle. Hallelu ſt das Reic, dein X△ 8 Die Totet zu a⸗ rufſt einſt und u ht Wird Jote nich Wie du au erſtande dauch ich, zoerr geſ ch dich eiſſt aufe lelnja! nich, wel ich hir m Glaube an dit d jederzeit nach w echtſchaffet ſein un Pich, wen ich af ich, des Jdes Sie dir dann nicht e⸗ leluja! do du biſſ, da ſt ein Jüngt: mit d wirſt ihn, wann d t, Zu dezier Frau ß dies zuch mat So werd ich el un, Daf du vur n. Haleeluja! ich meineti Gott. nferſtandelt, auſt, ſtanden s verſöhltt. Sel — Iſt a Oſterlieder. 77 wie hat nach Schmach und Ban⸗ den Gott mit Ehren ihn gekrönt! Dort, zu ſeines Vaters Rechten, Über Schmerz und Tod erhöht, Herrſcht er nun in Majeſtät. Freut euch ſeiner, ihr Gerechten, Und ihr, ſeine Feinde, bebt! Halleluja, Jeſus lebt! 2. Singt dem Herrn, er iſt er⸗ ſtanden, Der da ſtarb auf Gol⸗ gatha. Rühmt es laut in allen Landen, Was ſein Mund verhieß, geſchah. Wer kann ihm noch wider⸗ ſtreben? Mächtig ſteigt der Held empor, Im Triumph bricht er her⸗ vor. Seht, des Abgrunds Pfor⸗ ten beben, Da ihr Sieger ſich er⸗ hebt. Halleluja, Jeſus lebt! 3. Uns vem Tode zu befreien, Sank er in des Grabes Nacht; Uns zum Leben einzuweihen, Steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du biſt in Sieg verſchlungen, Deine Schrecken ſind gedämpft, Deine Herrſchaft iſt bekämpft, Und das Leben uns errungen. Ob man unſern Leib begräbt: Halleluja, Jeſus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu er⸗ heben, Ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, Dann iſt Sterben uns Gewinn. Haltet unter Luſt und Leiden Im Gedächtnis Jeſum Chriſt, Der vom Tod erſtanden iſt. Droben harren ſelge Freuden, Wenn der Geiſt zum Himmel ſchwebt. Halleluja, Jeſus lebt! 5. Freut euch ſein, ihr Gottes⸗ kinder, Er ſei euer Lobgeſang! Bringt dem Todesüberwinder Ewig Ehre, Preis und Dank. Rühmt's in der Verſuchung Stunden, Wenn. euch Sünd und Elend droht, Rühmt's in eurer Todesnot: Un⸗ ſer Herr hat überwunden! Jauch⸗ zet, wenn der Sünder bebt: Halle⸗ luja, Jeſus lebt! Mel. Erſchienen iſt der herrlich'. 123 Fulh morgens, da die . Sonn aufgeht, Mein Heiland Chriſtus auferſteht. Ver⸗ trieben iſt der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja! 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not, Verſchloſſen, gleich als wär' ich tot, Läßt du die Gnadenſonn aufgehn, Nach Trau⸗ rigkeit mich Freude ſehn. Halleluja! 3. Nicht mehr, als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt im To⸗ deszwang; Durchs Grab am drit⸗ ten Tag er dringt, Mit Ruhm die Siegesfahne ſchwingt. Halleluja! 4. Jetzt iſt der Tag, da mich die Welt Mit Schmach am Kreuz gefangen hält; Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, Wo Ruhe ich und Frieden hab. Halleluja! 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, Mein Oſtertag iſt ſchon im Lauf. Ich wach auf durch des Herrn Gebot, Drum geh ich freu⸗ dig in den Tod. Halleluja! 6. Am Kreuz läßt Chriſtus öffentlich Vor allem Volke töten ſich; Daß er durch Todes Kerker bricht, Läßt er die Menſchen ſehen nicht. Halleluja! 7. Sein Reich iſt nicht von die⸗ ſer Welt, Kein groß Gepräng ihm hier gefällt; Was arm und nied⸗ rig geht herein, Soll ihm das allerliebſte ſein. Halleluja! 78 Oſterlieder. 8. Wie wundergroß iſt er, der Held! Wo iſt ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angſtſtein liegt ſo ſchwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja! 9. Lebt Chriſtus: was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt ſtürb ab, G'nug, daß ich Chriſtum bei mir hab. Halleluja! 10. Er nährt, er ſchützt, er tröſtet mich, Sterb ich, ſo nimmt er mich zu ſich; Wo er jetzt lebt, da komm ich hin, Weil ſeines Leibes Glied ich bin. Halleluja! 11. Durch ſeiner Auferſtehung Kraft Komm ich zur Engelbrüder⸗ ſchaft, Durch ihn bin ich mit Gott verſöhnt, Durch ihn mit Gottes Huld gekrönt. Halleluja! 12. Für ſolchen Troſt, du gro⸗ ßer Held, Herr Jeſu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir auf beßre Weiſ’ Erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Mel. Jeſu, meine Frende. Mreut euch, Gottes Kin⸗ 124. F der, Unſer Überwin⸗ der, Jeſus, hat geſiegt! Satan iſt gefangen, Und der Kopf der Schlangen Nun im Staube liegt. Jeſus Chriſt hat ihre Liſt Durch ſein göttlich Wort gedämpfet, Und für mich gekämpfet. 2. Was kann mich anfechten, Weil mir ſteht zur Rechten Ein ſo großer Gott? Laß ſich ſchrecklich rüſten, Wider mich ſich brüſten Kummer, Not und Tod! Einſt zerfällt die ganze Welt; Ehre, Reichtum, Luſt der Sünden Müſſen dann verſchwinden. 3. Mag der Satan ſtürmen, Mich wird wohl beſchirmen Mein Immanuel. Mages finſter werden Hier auf dieſer Erden, Er macht's ſonnenhell. Er wird mir wohl für und für, Trotz der Welt und ihren Tücken, Großen Schutz zuſchicken. 4. Und wenn meine Glieder Sich nun ſenken nieder In die Todesnacht, Wird mich Gott be⸗ hüten; Dann wird er gebieten Seiner Engel Wacht; Das Geleit zur Ewigkeit Und zum rechten Freudenleben Wird mein Herr mir geben. Mel. Nun freut euch, liebe. 125 H) Tod, wo iſt dein . Stachel nun? Wo iſt dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, Wie grauſam er ſich ſtelle? Gott ſei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat nach dieſem Krieg Durch Jeſum Chriſt gegeben. 2. Wie ſträubte ſich die alte Schlang', Da Chriſtus mit ihr kämpfte, Und, als ergrimmt ſie auf ihn drang, Er ihren Grimm bald dämpfte! Ob ſie ihn in die Ferſen ſticht, So ſieget ſie darum doch nicht, Der Kopf iſt ihr zertreten. 3. Lebendig geht der Herr her⸗ vor, Und nimmt den Feind ge⸗ fangen, Zerbricht der Hölle Schloß und Thor, Trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts kann in ſeinem Siegeslauf Den ſtarken Helden halten auf, Der Feind liegt überwunden. 4. Der Heiland iſt der Hölle Peſt, Des Todes Gift geworden. Ob Satan auch noch ungern läßt b ——— — — — — — — — —=—— 24. 9 1 „ 3 8 9* 3 — 2— — — 2=— ——— = =— —— —— — — — — — — — — —= — — ohl beſchirnen Mir Meag es finſter werde er Erden, C⸗ er wird mir wohl f bder Veltſmd ihn den Schutz uſchitt denn mein Glit enken niede Ind Vird mich Gott in wird er gebien 8¹ (Wacht; Das Gal t Und zun! rechte Wird mein Herr m 1 — n freut euch liebe, Tod, we iſt dae Stachel hun? A 9, b Höl? Wa tzt der Taffel thun er ſich ſülr⸗ Gat der uns pen Ein zat nach die em Kri n Chriſt gogeben. träubte ſich die aln da Chriſtut mit iſ „als ergrimmt ſieai tr ihren Gimm bad ſie ihn in hie Ferſe teget ſie dgrum da kopf iſt ihr zertretm ig geht der Herr he⸗ immt den Feind g⸗ eich der Hole Schli rägt weg dden Nau 7. Nichts kann i eslauf Den ſtarke n auf, der Fein en. den ſhde zi ddes Gift geworder uch noch üigern lij —. Oſterlieder. 79 Vom Wüten und vom Morden, Und, da er ſonſt nichts ſchaffen kann, Nur Tag und Nacht uns klaget an: So iſt er doch ver⸗ worfen. 5. Des Herren Rechte, ſie behält Den Sieg und iſt erhöhet. Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegen ſtehet. Tod, Höll und aller Feinde Liſt Durch Chriſti Sieg gedämpfet iſt, Ihr Zorn iſt kraftlos worden. 6. Es war getötet Jeſus Chriſt, Doch ſeht, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erſtanden iſt, Stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Chriſti Worten gläubt, Im Tod und Grabe der nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich ſtirbet. 7. Wer täglich hier durch wahre Reu Mit Chriſto auferſtehet, Iſt dort vom andern Tode frei, Der ihn nicht mehr angehet; Genom⸗ men iſt ihm ſeine Macht, Das Leben an das Licht gebracht, Und unvergänglich Weſen. 8. Das iſt die rechte Oſter⸗ beut, Der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit, Im Himmel und auf Erden. Hier ſind wir ſtill und warten fort, Bis unſer Leib wird ähnlich dort Des Herrn verklärtem Leibe. 9. Der alte Drach' mit ſeiner Rott' Hingegen wird zu Schan⸗ den, Erlegt iſt er mit Schimpf und Spott, Da Chriſtus iſt er⸗ ſtanden. Die Glieder ſiegen mit dem Haupt, Dem Satan iſt die Macht geraubt, Er kann uns nicht mehr ſchaden. 10. O Tod, wo iſt dein Stachel nun? Wo iſt dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, Wie grauſam er ſich ſtelle? Gott ſei gedankt, der uns den Sieg So herrlich hat in dieſem Krieg Durch Jeſum Chriſt gegeben. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 126 Triumph! Triumph! -. X bringt Lob und Dank Dem, der des Todes Nacht be⸗ zwang, Den herrlich Gott erhöhte. Der hohe Sieger überwand, Nacht war um ihn, und ſie verſchwand In helle Morgenröte. Bebet, Gebet, Stolze Spötter, unſerm Retter Preis und Ehre, Glaubt an ihn und ſeine Lehre. 2. Heil uns! Triumph! das Grab iſt leer. Feſt ſtehet, wie ein Fels im Meer, Das Wort, das er geſprochen. O ſelig, wer ſich ihm vertraut! Er hat den Tempel aufgebaut, Den blinde Wut gebrochen. Keine Macht hält Dieſen Sieger, Gottes Krieger iſt erſtanden, Macht der Hölle Wut zu Schanden. 3. Leer iſt die Gruft, die ihn umgab. Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, Du Wohnung ern⸗ ſter Stille! Nach wenger Tage ſchnellem Lauf Nimmſt das Ver⸗ wesliche du auf, Des Geiſtes morſche Hülle. Herrlich Werd ich Auferſtehen, einzugehen zu dem Leben, Das mein Heiland mir wird geben. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 127 Wie jauchzt mein Geiſt 4 ſchon hier im Staube, Wenn er an dich, Erſtandner, innig denkt! Wie triumphiert mein 80 Oſterlieder. Chriſtenglaube, Wenn er ſich in dein offnes Grab verſenkt! Ich ſchaue nun getroſt ins eigne Grab, Aus deiner Gruft erblüht der Hoffnung Stab. 2. Ich ſeh den Frühling jetzt erwachen, Ein frohes Bild der Auferſtehung mir. Ich darf des Todes Drohn verlachen, Erſtand⸗ ner, neues Leben ſtrahlt von dir. In jenes ewgen Lebens Herrlichkeit Bin ich von aller Todesqual befreit. 3. Hier iſt noch Dunkel, dort iſt Helle, Hier wein' ich manche bittre Thräne noch, Dort aber ſtrömt die Freudenquelle, Denn dort bin ich erlöſt vom Sünden⸗ joch. Brich, morſche Hütte, brich nur immer ein, Mein Geiſt wird dort verklärt und ſelig ſein. 4. Dir dank ich dieſer Hoffnung Freude, Erſtandner, weil du lebſt, ſo leb auch ich. Wenn ich in dir die Seele weide, Verklärter, dann verklärt ſie ſich durch dich. Die Hoffnung ſeliger Unſterblich⸗ keit Wirkt hier ſchon himmliſche Zufriedenheit. Mel. Sollt' ich meinem Gott. 128 Uberwinder, nimm die . Palmen, Die dir Zion heute bringt, Das mit fro⸗ hen Oſterpſalmen Deinen großen Sieg beſingt. Du haſt dich empor geſchwungen Aus der dunkeln Gra⸗ besnacht, Haſt dein hohes Werk vollbracht Und der Feinde Wut bezwungen. An dem Tag, wo dies geſchah, Singen wir Halleluja! 2. Pflanze deine Siegspaniere Auf das Grab zu deinem Ruhm, Großer König, komm, regiere Nun die Welt, dein Eigentum. Du, den alle Himmel loben, Unterwirf der Erde Kreis, Und es diene dir zum Preis Auch der Höllenmächte Toben. Uns ſei ſtets als Helfer nah, Dann ertönt's: Halleluja! 3. Teile, großer Fürſt, die Beute Deiner armen Herde mit, Die in froher Sehnſucht heute Gieb uns allen deinen Frieden, Gieb uns Kraft und frohen Mut: Dann iſt uns ein herrlich Gut Und ein lieblich Los beſchieden. Nichts erſchreckt dann fern und nah Und man ſingt: Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerech⸗ ten, Deinen Strahl ins Herz uns Knechten, Daß ſie geiſtig aufer⸗ ſtehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, O ſo fördre unſern Lauf. Rufe kräftig; wachet auf! Denn die Schatten ſind vergan⸗ Gott ſei Dank, Halleluja! 5. Zeige, wenn der blöde Kum⸗ mer Uber Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft erſcheint. Deines geiſtgen Leibes Glieder Bleiben nicht des Todes Raub; Selbſt des Erdenleibes Staub Wird verklärt und grünet wieder, Denn dein Aug bewacht ihn ja. Gott ſei Dank, Halleluja! Wenn die letzte Stunde ſchlägt, Laß den Geiſt die Krone ſchauen, Die uns ſchon iſt beigelegt. Laß in un⸗ ſern höchſten Nöten, Laß in unſrer Todespein Felſenfeſt den Glauben Vor den Thron der Gnade tritt. gehn; Gieb Erleuchtung deinen gen, Und der helle Tag iſt da. 6. Tilge das verzagte Grauen, ſein, Daß der Tod uns nicht kann —ꝛ: —: — —— ertönt's: z⸗ e, großer für ner armen„ öher Sehnſſicht han hron der Guade it allen deinet Friet taft und frojen M ins ein herlich G eblich Los deſchia hreckt dann fern m lan ſingt: Halleli * Sonne 3 Geutt Strahl ins Herz u Erleuchtuig dein Daß ſie geiſ ig auft der Schlaf uns nu O ſo fördee unſe ekräftig: wachet ai Schatten ſitd vergn eer helle Dig iſt d ank, Halleh ja! wenn der böde Am ruft und Behre wein chwachheit nach de Dert in willer Kri Deines geiſt eiben nicht Abſt des verklärt und grün un dein Atg bewat tſei Dank, Hallelui das verzage Gram te eunzefölin, Krone ſchauen, d beigelegt. Laß inm Pöten, Lain unſt elſenfeſt den Glaut rTod uns nicht kn⸗ Oſterlieder. 81 töten, Denn du, Herr, bezwangſt ihn ja. Gott ſei Dank, Halleluja! 7. Neige deines Scepters Spitze Uns voll Gnad und voller Huld Einſt von deinem Richtexſitze, Und ſieh nicht auf unſre Schuld. Gieb uns dann das ewge Leben, Und das ganz erlöſte Herz Wird dann frei von Sünd und Schmerz Ewig deinen Ruhmerheben; Denn wir ſingen einſt auch da: Gott ſei Dank, Halleluja! Mel. Nun freut euch, liebe. 129 er Hölle Pforten ſind * zerſtört, Der Tod iſt nun verſchlungen, Des Satans Reich iſt ganz verheert, Lob ſei dir, Gott, geſungen. Der Sün⸗ den Macht iſt abgethan, Durch Chriſtum iſt die Himmelsbahn Uns wieder aufgeſchloſſen. 2. Was durch des erſten Adams Schuld Im Paradies verdorben, Das, und noch mehr hat Chriſti Huld Uns wiederum erworben. Der ſtarke Held aus Davids Stamm Hat ſterbend an dem Kreuzesſtamm Die Welt mit Gott verſöhnet. 3. Heut iſt er aus dem Grab 4 hervor Mit großer Macht gebro⸗ chen; Er hebt ſein Siegspanier em⸗ por, Wie er es hat verſprochen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit Uns wieder Fried'n und Freudig⸗ keit Und alle Himmelsſchätze. 4. Drum laſſet uns in Fröh⸗ lichkeit Herz und Gemüt erheben, Weil uns iſt dieſe Gnadenzeit Vom Himmel neu gegeben. Wir haben Chriſti Reich und Macht; Er iſt beſiegt, der Tag und Nacht Vor Gott uns hart verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, Liegt in dem Staub der Erden; Der vormalsſtarke Seelen⸗ tod Hat müſſen kraftlos werden. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugnis obgeſiegt, Und uns das Heil errungen. 6. Wir werden auch nach dieſer Zeit, Wie Chriſtus, auferſtehen, Und mit ihm in die Herrlichkeit Zur Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt geblieben iſt, Da müſſen auch nach kurzer Friſt Die Glieder alle wohnen. Mel. O, daß ich tauſend Zungen. 130 ein Jeſus lebt! ich 4 ſoll nicht ſterben, Hier ſteht mein Haupt und trium⸗ phiert! Nun muß auch ich das Leben erben, Weil Höll und Tod die Macht verliert. Mich ſchreckt nun keine Zukunft mehr, Mein Jeſus lebt, ſein Grab iſt leer. 2. Mein Jeſus lebt! er hat bezwungen, Was mir das Leben rauben kann; Er hat mir Heil und Sieg errungen, Und alles iſt ihm unterthan. Der Hölle tief⸗ ſter Abgrund bebt, Denn überall ſchallt's: Jeſus lebt! 3. Mein Jeſus lebt! das Grab iſt offen, So geh ich freudig in die Gruft. Nun kann ich auch im Tode hoffen, Daß mich ſein Wort ins Leben ruft. Wie lieblich ſchallt die Stimme hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir! 4. Mein Jeſus bleibt alſo mein Leben, Mein Herz wallt nur für ihn allein. Soll ich ihm nun mein Leben geben, So wird kein Tod mir ſchrecklich ſein, Weil er 6 82 Oſterlieder. mich in den Himmel hebt, So wahr als Jeſus iſt und lebt. Mel. Wachet auf ruft uns die. 131 Halleluza! Jeſus lebet! Auf, ihr Erlöͤſten und erhebet Des großen Mittlers Majeſtät. Hört's, betrübte Sün⸗ der, gebet Der Freude Raum, denn Jeſus lebet, Gott hat ihn aus dem Staub erhöht. Ihm jauchze Preis und Dank, O Seele, dein Geſang. Halleluja! Dich, großer Held, Erhebt die Welt, Weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jeſu Jünger, wehrt dem Leide, Lobſinget ihm, und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erſtritt. Seht, der Tod iſt überwunden, Die ganze Hölle iſt gebunden, Er herrſcht, der für euch ſtarb und litt. Laßt ſeine Feinde dräun, Ihr könnt getroſt euch freun. Jeſus lebet Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Derſelbe geſtern und auch heut. 3. Ihr auch dürft nicht troſt⸗ los beben, Ihr Sünder, Gott will euch vergeben, Wenn ihr die Schuld mit, Ernſt bereut. Durch des Todes Uberwinder Iſt er ver⸗ ſöhnt, und gegen Sünder Ein Va⸗ ter der Barmherzigkeit. Der Hei⸗ land ſteigt empor, Nun iſt des Himmels Thor Allen offen. Gott iſt verſöhnt, Vom Himmel tönt Der Freudenruf: Gott iſt verſöhnt! 4. Tod, wo ſind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verweſt der Leib gleich in der Gruft. Einſt wird er zum beſſern Leben Sich aus des ſus den Entſchlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt; Alles lebet, So wie erneut Zur Frühlingszeit Sich alles regt, und alles freut. 5. Wandeln wir auf deinen Wegen, O Auferſtandner, welch ein Segen Erwartet uns am Ziel der Bahn! Nach des Lebens Kampf und Leiden Erhebſt du uns zu ewgen Freuden, Die uns dein Kampf und Sieg gewann. Bald ſind ſie unſer Teil, Bald krönet uns das Heil Deines Lebens. Halleluja! Der Herr iſt nah, Bald iſt der Tag des Sieges da⸗ Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 132 Trauernd und mit ban⸗ . D gem Sehnen Wan⸗ delt dort ein Jünger⸗Paar. Jeſu fließen ihre Thränen, Der ihr Freund und Lehrer war. Doch, eh ſie's zu hoffen wagen, Nahet er, um den ſie klagen, Ihr Be⸗ gleiter iſt er ſchon, Schnell iſt nun ihr Gram entflohn. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem ſtillen Kummer nach, Sie bejammern, voll von Schmerzen, Ihre Not, ihr Un⸗ gemach. Manches wandelt ganz alleine, Daß es in der Stille weine, Aber Jeſu tröſtend Wort Scheuchet jeden Kummer fort. 3. Oft ſchon hab auch ich em⸗ pfunden: Jeſus läßt mich nie allein, In den trüben Unglücks⸗ ſtunden Stellt er unverhofft ſich ein. Wenn ich traurig mich be⸗ ſchwere, Als ob er zu ferne wäre, Todes Staub erheben, Wenn Je⸗ O ſo iſt er mir ſchon nah, Und V mit ſeiner Hülfe da. de Thäreni ernt di Eli Aiſtd danmer Ein gecg, Dhrxi ne dijei Van ſte vor =— — — — — — — 2— — — 8*— G2 G Todes Feld da t; Alles lebe ür Prähtugs ben duns d „Sleg gewann. h ſer Teil, Beld ki Heil Deines Leben Der Hert iſt m Tag des Fieges ſkenſchen müſſn ſteit auernd und mit ban gem Sehnt: Wa⸗ Jünger⸗Ptar. Iſ Thränen, Der in Lehrer wal. Dol hoffen wagtt, Nahr ſie klagen, Ihr ⸗ r ſchon, Schnell i am entfloht s gehn not) mandh em ſtillen Kumm ejammern, voll von Ihre Not ihr he tanches waßdelt gan ß es in dr Eill Jeſu tröſt den Kummt! onn hab aut) ich m en trüben nglüct ſt er unvszhoft 8ſt ich trauri mich b⸗ ob er zu ftrne win, nir ſchon iah, lm üffe da. Oſterlieder 83 4. Treuſter Freund von allen Freunden, Bleibe ferner nah bei mir. Sucht die Welt mich anzu⸗ feinden, O ſo wend ich mich zu dir. Wenn mich Trübſalswetter ſchre⸗ cken, Wollſt du kräftig mich bedecken; Hab ich zum Gefährten dich, Iſt kein Feind mir fürchterlich. 5. Bin ich traurig, tief betrübet, Dann ruf du mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet, Und daß ich der Deine bin. Laß in dir mich Ruhe finden, Auf dein Wort die Hoffnung gründen: Wer die Thränenſaat geſtreut, Erntet einſt die Seligkeit. 6. Tröſt auch andre, die voll Jammer Einſam durch die Fluren gehn, Oder in der ſtillen Kam⸗ mer Tief bekümmert zu dir flehn. Wenn ſie von der Welt ſich tren⸗ nen, Daß ſie ſatt ſich weinen können, So ſprich ihrer Seele zu: Zagender, was trauerſt du? 7. Wenn es einſt will Abend werden, Und der Lebenstag ſich neigt, Wo dem blöden Aug auf Erden Nirgends ſich ein Helfer zeigt: Bleibe dann an meiner Seite, Gieb mir Sieg im letzten Streite, Daß ich bis ans Ende treu, Jener Krone würdig ſei. Mel. Was Gott thut, das iſt. 133 O auferſtandner Sieges⸗ *Anfürſt, Du Leben aller Leben, Heut bringſt du Frieden, da du wirſt Zur Freude uns ge⸗ geben. Zuvor bracht Not Dich in den Tod; Jetzt biſt du auferſtan⸗ den Und frei von Todesbanden. 2. Die Laſt von unſrer Sün⸗ denſchuld Ließ dich in Feſſeln fal⸗ len; Du gabeſt dich aus großer Huld Am Kreuz zum Heil uns allen. Nun ſind wir frei Von Sklaverei, Wir ſind nicht mehr gefangen, Weil du hervorgegangen. 3. Nun geht uns fröhlich wie⸗ der auf Die rechte Gnadenſonne, Die, einſt verhüllt in ihrem Lauf, Giebt Strahlen neuer Wonne. Jetzt iſt die Seel Mit Freudenöl Von dir geſalbt zum Leben, Sich ganz dir hinzugeben. 4. Die Kraft von deiner Maje⸗ ſtät Bricht ſelbſt durch Grab und Steine; Dein Sieg iſt's, der uns mit erhöht Zum vollen Gnaden⸗ ſcheine. Des Todes Wut, Der Höl⸗ len Glut Hat alle Macht verloren, Und wir ſind neu geboren. 5. O daß wir dieſen teuern Sieg Genugſam möchten kennen, Und unſer Herz bei dieſem Krieg Im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht Kann dieſes Licht Uns in das Leben führen, Wenn wir nicht Glauben ſpüren. 6. So komm denn ſelbſt in unſer Herz, O Jeſu, Fürſt der Ehren! Laß du in Freuden und im Schmerz Den Glauben ſich vermehren, Daß wir in dir Die offne Thür Zur ewgen Ruhe fin⸗ den, Und auferſtehn von Sünden. 7. Laß, Herr, mit dir uns auferſtehn Aus unſerm Sünden⸗ grabe. Wir können noch das Licht nicht ſehn, Die Kraft von deiner Gabe, Die deine Macht Zu uns gebracht; Führ uns hinaus zum Leben, Und mach uns dir ergeben. 8. Es liegen tauſend Hüter hier, Die unſer Herz berennen, Daß wir aus dieſer Grabesthür 6* 84 Oſterlieder. Zu dir nicht kommen können. Der Sünden Macht Hält ſelbſt die Wacht, Schätzen Fängt an, es zu beſetzen. 9. Erſcheine uns mit Freund⸗ lichkeit, Wenn wir in Buße wei⸗ nen. Gieb uns den Frieden in dem Streit, Den du verſprichſt den Deinen; So können wir, O Held, mit dir Die rechten Oſtern feiern Und uns in dir erneuern. 10. Ach, laß das wahre Auf⸗ l erſtehn Im Herzen uns erfahren, Laß aus dem Sündengrab uns gehn, Daß wir den Schatz be⸗ wahren, Das teure Pfand, Das deine Hand Zum Siege uns ge⸗ geben, So gehn wir ein zum Leben. Mel Ein feſte Burg iſt unſer Gott. 13 4. Erle ebt, o Frendenwort, — er lebt, Der Heiland aller Sünder. Der Feinde Heer erſchrickt und bebt Vor ſeinem Überwinder. Er ſtritt mit Helden⸗ mut, Vergoß für uns ſein Blut; Durch ſeinen Kreuzestod Erwarb er uns bei Gott Vergebung unſrer Sünden. 2. Er lebt, des Vaters ewger Sohn, Erhöht zu ſeiner Rech⸗ ten. Er herrſcht und hilft von ſeinem Thron Auch ſeinen ſchwa⸗ cen Knechten. Er lebt nun ewig⸗ lich, Und ewig ſchützt er mich, Er thut mit ſtarker Hand Den Feinden Widerſtand, Sie können mir nicht ſchaden. 3. Er lebt, Gott hat ihn auf⸗ erweckt, Gott wird auch mich er⸗ wecken. Der Tod, der aller Her⸗ zen ſchreckt, Kann mich nicht mehr erſchrecken. Sein Stachel, ſeine Die Welt mit ihren Kraft, Die Sünd iſt weggeſ chaf fft. Der treue Zeuge ſpricht: Wer glaubt, der ſtirbet nicht! Des tröſt ich mich von Herzen. 4. Er lebt, der unbezwungne Held; Beſingt, ihr Engelchöre, Be⸗ ſingt, ihr Völker aller Welt, Des Mittlers Ruhm und Ehrel Er⸗ hebt des Siegers Macht, Der von dem Tod erwacht, Der unſern Tod bezwingt, Der uns das Leben br ingt, Und mächtig für unsſtreitet. 5. Er lebt, o Chriſten, laßt uns heut Frohlockend ihn erheben; Laßt uns von nun an jederze Ihm wohlgefällig leben. Wir ſind ſein E Eigentum, Erkauft zu ſeinem Ruhm; Sein wollen wir allein Tot und lebendig ſein, Und ſein auch ewig bleiben. Mel. Sollt' ich meinem Gott. 8 Rmen, deines Grabes 135. Friede Wird auch unſer Grab durchwehn, Wenn wir, von der Wallfahrt müde, Ruhn, um froher zu erſtehn. Amen, Fürſt der Auferſtehung, Der des Grabes Siegel brach, Zeuch durch Grab und Tod uns nach Zu des Wonnereichs Er⸗ höhung, Wo dem Tod, der uns ver⸗ ſöhnt, Aller Himmel Loblied tönt. 2. Großer Erſtling deiner Brü⸗ der, Ja, du zieheſt uns nach dir, Du, das Haupt, ziehſt deine Glie⸗ der, Und wie du, ſo leben wir. Ja, wir werden auferſtehen, Weil du auferſtanden biſt. Werden dich, Herr Jeſu Chriſt, Einſt in voller Klarheit ſehen. Jeut o Herr, und wiaüüh Leben wir allein durch dich. FAMläuh däſſlam ril me — — —— .— — — — — — — ———— = G?= — —— —— — — — — —— — — iſ uiggeſ ux ſpriht 1 ſtirbet n t! d 3 don H 3 t, der undez t ür ngſcdnn k un ler Velt, d ain und at egers Mach, derd vutt Der inſer n der uns ſas di nicht dnfür nsſtm „o Chriſtel, laßtn ockend ihl erhele 5 8 ge d d di f 6 t' ich meingn Gott, men, deines Grale Naih Lird aut durchwett, Vm er Walffqhrt 8 froher zu erſtenn t der A frtehum kabes Sitzel brat Grab un Tod m es Wonntreichs E⸗ vndi er uns e⸗ Himmel Loblied tt Erſt lingzeiner R ie jeſt un; nach ü ut, ziehſt deine Gl⸗ ie du, ſo leben 1 en m rferſel 1 en biſt. Jerzenä k rñ Einſt in n e Jetz!, Leben wir 1 85 7. Hi Eigne Melodie. 1 36. Chriſ ſtus fuhr gen Him⸗ mel, Und ſandte uns hernieder Den Tröſter,; ſeinen heil⸗ gen Geiſt, Zum Troſt ſder armen Chriſ ſenheit Halleluja. Wär' er nicht hingangen, Der Tröſter wär' nicht kommen; Seit⸗ dem er hingegangen iſt, Ward uns der Geiſt durch Jeſum Chriſt. Halleluja. Halleluja! Halleluja! Halleluja! Des ſoll'n wir alle froh ſein, Chriſt will unſer Troſt ſein. Halleluja. Mel. Wie ſchön leucht't uns. 137 O wundergroßer Sie⸗ gesheld, Du Sün⸗ denträger aller Welt, Heut haſt du dich geſetzet Zur Rechten Got⸗ tes in der Kraft, Der Feinde Schar gebracht zur Haft, Bis auf den Tod verletzet. Mächtig, Prächtig Triumphierſt du, und re⸗ gierſt du; Tod und Leben Sind dir, Jeſu, übergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tauſend hohe Seraphim Dich Siegeafüt ſten loben. Du haſt das Heil zurückgebracht, Mit Majeſtät und großer Pracht Gen Himmel dich erhoben. Singet, Bringet Dank ihm; ehret den, der fähret auf gen Himmel Aus dem nie⸗ dern Erdgetümmel. 3. Du biſt das Haupt, hin⸗ gegen wir Sind Glieder, ja es kommt von dir Auf uns Licht, Troſt und Leben. Heil, Friede, Freude, Stärk und Kraft, Und was Erquickung ſchafft, Herrn Gott Zebaoth. alles, immelfahrtslieder. Wird uns von dir gegeben. Dringe, Zwinge, Ewge Güte, mein Ge⸗ müte, dich zu preiſen, Lob und Ehr dir zu erweiſen. 4. Zeuch, Jeſu, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir künftig für und für Nach deinem Reiche trach⸗ ten. Laß unſern Sinn und Wan⸗ del rein, Uns demutsvoll von Herzen ſein, All Üppigkeit verach⸗ ten. Unart, Hoffart Laß uns mei⸗ den, chriſtlich leiden, wohl ergrün⸗ den, Wo die Gnade ſei zu finden. 5. Sei, Jeſu, unſer Schutz und Schatz, Sei unſer Ruhm und feſter Platz, Auf den wir uns verla ſſen. Laß ſuchen uns, was droben iſt; Auf Erden wohnt viel Trug und Liſt, Es iſt auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angſt und Pla⸗ gen, die da nagen, die da quälen Stündlich arme Chriſtenſeelen. 6. Herr Jeſu, komm vom Gna⸗ denthron, Du Siegesfürſt, Held, Davids Sohn, Komm, ſtille mein Verlangen. Du, du allein biſt uns zu gut, O Jeſu, durch dein teures Blut Ins Heiligtum ge⸗ gangen; Dafür Soll dir Von uns allen Dank erſchallen. Herr, ohn Ende Heben wir zu dir die Hände. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 138. Der Herr fährt auf gen Himmel Mit hellem Jubelſchall, Mit jauchzen⸗ dem Getümmel Und mit Poſaunen⸗ hall. Lobſingt, lobſinget Gott! Lobſingt, lobſingt mit Freuden Dem Könige der Heiden, Denn 86 Himmelfahrts lieder. 2. Der Herr wird aufgenommen Eigne Melodie. In königlicher Pracht; Des freun 139 Hinmelan,nur himmet ſich alle Frommen, Die er hat*9:& an Soll der Wandel frei gemacht. Es holen Jeſum ein gehn! Was die Frommen wün⸗ Des Himmels Engelheere, Die ſchen, kann Dort erſt ganz ge⸗ ſeiner Pracht und Ehre Sich, ſchehn; Auf Erden nicht; Freude gleichwie wir, erfreun. wechſelt hier mit Leid. Richt hin⸗ 3. Mit freudigem Gebete Werd auf zur Herrlichkeit Dein Ange⸗ er von uns erhöht; Wir wiſſen ſicht! Dein Angeſicht! „— 1 4„—„ 54 1131 3*. nun die Stätte, Die uns bereitet 2. Himmelan ſchwing deinen ſteht. Der Heiland geht voran, Sinn Jeden Morgen auf, Schnell Läßt uns nicht von ſich trennen; ſeilt er durchs Leben hin Unſer Daß wir ihm folgen können, Pilgerlauf. Fleh täglich neu⸗ Macht er uns freie Bahn. Gott, der mich zum Himmel ſchuf 4. Wir Pilgrime der Erden, Präg ins Herz mir den Beruf: Die hier das Elend baun, Wir Mach mich getreu.:, ſollen himmliſch werden, Und Je⸗ 3. Himmelan hat er dein Ziel n ewig ſchaun. Auf. Linder Selbſt hinauf geſtellt. Sorg nicht Gottes, auf! Wo Jeſus hinge⸗ mutigs nicht 1 m de gangen, Dahin ſteh das Ver⸗ mutlos der üih zn uen fde kangen, Dahin kehrt euern Lauf. Sinn. Nur, was du vhr ſ 5. Gen Himmel laßt uns drin⸗ mel lebſt, Dir von Schätzen dort gen Mit herzlicher Begier; Mit erſtrebſt, Das iſt Gewinn. Dobnunſt Außt uns ſingen: Dich, 4. Himmelan erheb dich gleich 5— 6/ dite Bn Eiiſhhed enz aalherg danmne datz erheben; Du biſt uns Licht und denn ann eeetrennd reich 3 wün Leben, Und unſer großer Lohn. dich ſo? Drden in dem Landan 6. Hinweg, mit deinen Schätzen, Lichts, Weiß man von den Sor⸗ Du falſche, arge Welt! Sollt uns gen nichts, Sei himmliſch froh. dein Nichts ergötzen? Dort iſt, was 5. Himmelan wallt neben di uns gefällt. Er, unſer Fleiſch und Alles Volk des Herrn, Trägt i Blut, Prangt auf der Gottheit Himmelsvorſchmack hier Gam Tiu Shel uns S nei Gun afer gern. O ſchließ dich an! Kämpfe drauf, wie ſich's gebührt, 7. Wann wird es doch geſche⸗Denke: auch durch 4edge un hen, Wann kommt die frohe Zeit, Die Himmelsbahn.:“ Daß wir ihn werden ſehen In ſei⸗ 6. Himmelan ging Jeſus Chriſt, der errlichärit? Du Tag, wann Mitten durch die Schmach; Ell, 3 1 n ſein, Da wir ihn mit weil du ſein Jünger biſt, Seinem Entzücken Zumerſtenmal erblicken? Vorbild nach; Er litt und ſchwieg; O Tag, brich bald herein! Halt dich feft an Gott, wie 15 b bij de 2 6 ſt u dee Möönnne duth d 9 Ingrähnae Räöinme gifrrerſt ahegeſt 8 Hinne Albſtdeer feürrheben nicht Gorr doact ſit dn den Vens daue Halliw den dautſch dum Sh 4 1 — — ——2 ——— Lo 4 ſchwiig den „Morgen au, Schn ts Leben hn, un „Nleh tägich m ich zum Himmel che derz mir do Bern getreu.: elan hat er dein uj geſtellt. Söorg ni cht zu viel Um d Welt; Flih die , was du ſem Hin dir von Schiitzen dr as iſt Gewnn. 4 ean erheb dich gleih rummer uf ckt, Wai reu und reit, Stün⸗ blikt. Aas quil ben, in dem Land di zman von den So⸗⸗ Sei himmliſt) froh. elan wallt zieben d des Herrn, Krägt in ſchmack hur Sein O ſchließ dich m f wie ſich's gebühhe durch Leizen füht sbahn. an ging Jeſis Chrſt die Schmach; El Zünger biſt Seinen „Er litt un ſchwig t an Gott wie el Himmelfahrtslieder. Statt zu klagen, bete mehr; Er⸗ kämpf den Sieg!, 7. Himmelan führt ſeine Hand Durch die Wüſte dich, Ziehet dich im Prüfungsſtand Näher hin zu ſich, Im Himmelsſinn. Von der Welt⸗ luſt freier ſtets, Und mit ihm ver⸗ trauter, geht’'s Zum Himmel hin.,,: 8. Himmelan führt dich zuletzt Selbſt die Todesnacht; Sei's, daß ſie dir ſterbend jetzt Kurze Schrecken macht. Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell, Nach dem Tod erblickſt du ſchnell Des Vaters Haus.;: 9. Halleluja! himmelan Steigt dein Dank ſchon hier. Einſt wirſt du zum Schauen nahn, Und Gott naht zu dir, In Ewigkeit. Aller Jammer iſt vorbei, Alles preiſt ver⸗ klärt und neu In Ewigkeit.:,: 10. Halleluja ſingſt auch du, Wenn du Jeſum ſiehſt, Unter Jubel ein zur Ruh In den Him⸗ mel ziehſt. Lob ſei dem Herrn! Der vom Kreuz zum Throne ſtieg, Hilft dir aus zu dieſem Sieg, Lob ſei dem Herrn!:;: Mel. Ach Gott und Herr. 1 40 Geuch uns nach dir, 11s So kommen wir Mit herzlichem Verlangen Hin, da du biſt, O Jeſu Chriſt, Aus dieſer Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, In Lieb's⸗ begier, Ach, reiß uns doch von hin⸗ nen: So dürfen wir Nicht länger hier Vor Kummer faſt zerrinnen. 3. Zeuch uns nach dir, O Jeſu, führ Uns deine Himmels⸗ ſtege; Wir irren leicht, Sind ab⸗ geneigt Dem rechten Lebenswege. 4. Zeuch uns nach dir, So fol⸗ gen wir Dir nach in deinen Him⸗ mel, Daß uns nicht mehr So oft beſchwer Das böſe Weltgetümmel. 5. Zeuch uns nach dir Nun für und für, Und gieb, daß wir nach⸗ fahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten Scharen. Mel. Jeruſalem, du hochgebaute. ein ſiegend Haupt 141. M Dort in der Herr⸗ lichkeit, Du lebſt, beglückſt, regierſt! Ich bin dein Glied, Doch lieg ich noch im Streit, Bis du zum Frie⸗ den führſt. Noch kämpf ich viel hienieden Mit Sünd und Leiden⸗ ſchaft; Doch du giebſt deinen Frie⸗ den Und Mut und Siegerkraft. 2. Zieh mich hinauf, Der du die Stätte dort Auch mir bereitet haſt. Ich ſchau empor Zu jenem ſelgen Ort, Und leicht wird jede Laſt. Ich werde nie verderben, Bin ich doch Gottes Kind, Mit allen Himmelserben, Die ewig bei dir ſind. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1 42 err, du fährſt mit . Glanz und Freu⸗ den Auf zu deiner Herrlichkeit; Doch mich drücken noch die Leiden Dieſes Lebens, dieſer Zeit. Gieb mir, Jeſu, Mut und Kraft, Daß ich meine Pilgerſchaft So in dir zurücke lege, Daß ich ſtets dein bleiben möge. 2. Laß mir deinen Geiſt zu⸗ rücke, Aber zeuch mein Herz nach dir; Wenn ich nach dem Himmel blicke, Offne ihn dann gnädig mir. Neige meinem Flehn dein 20 88 Himmelfahrtslieder. Ohr, Trag es deinem Vater vor, Daß er mir die Schuld vergebe, Daß ich mich bekehr und lebe. 3. Lehre mich die Welt verach⸗ ten, Und was in mir Eitles iſt, Und nach dem, was dort iſt, trachten, Wo du, mein Erlöſer, biſt. Wolluſt, Ehrſucht und Ge⸗ winn Soll mich nie zur Erde ziehn, Da ich jenſeits überm habe. 4. Dieſe müſſe nichts mir rau⸗ Grabe Eine größre Hoffnung ben, Du erwarbſt ſie teuer mir, Jetzt noch ſeh ich ſie im Glauben, Droben find ich ſie bei dir; Dort belohnſt du das Vertraun Deiner Gläubigen durch Schaun, Und verwandelſt ihre Leiden In un⸗ endlich große Freuden. V 8 — 5. Dort bereit auch mir die Stätte In des Vaters Hauſe zu, Rufſt du frühe oder ſpäte Mich zu meines Grabes Ruh. Leucht auch mir in dieſer Nacht Durch die Stärke deiner Macht, Die des Todes Macht bezwungen, Und für uns den Sieg errungen. 6. Kommſt du endlich glorreich wieder An dem Ende dieſer Zeit, O ſo ſammle meine Glieder, Die Verweſung hier zerſtreut; Heilge und verklär ſie ganz, Daß der Leib im Himmelsglanz, Dann nicht mehr von Staub und Erde, Deinem Leibe ähnlich werde. Mel. Nun freut euch, liebe. 1 43 Auf Chriſti Himmel⸗ . fahrt allein Ich meine Nachfahrt gründe, Und allen Zweifel, Angſt und Pein Hiemit ſtets überwinde. Denn weil das Haupt im Himmel iſt, Wird ſeine Glieder Jeſus Chriſt Zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmelan, Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonſt nirgends, Ruh erlangen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, Da iſt auch ſtets mein Herz und Sinn, Nach ihm mich ſehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß deine Gnade mich Von deiner Auffahrt ſpüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mög' meine Nachfahrt zieren, Und dann einmal, wann dir's gefällt, Mit Freuden ſcheide aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen. Mel. O daß ich tauſend Zungen. 1 44 Zum Himmel biſt du 1 E. eingegangen, Mit Preis gekrönt, Herr Jeſu Chriſt. Wie ſollte mich nun nicht verlan⸗ gen, Auch dort zu ſein, wo du nun biſt? Ich bin ja nur ein Pilgrim hier, Nimm in die Heimat mich zu dir. 2. Vom Tode ſtandſt du auf zum Leben, Du gingſt verklärt zum Himmel ein; So muß ſich auch mein Geiſt erheben, Ich darf nicht tot in Sünden ſein. Ein neues Leben wirk in mir, So komm ich einſt gewiß zu dir. 3. Am Olberg fingen deine Lei⸗ den Mit bittern Todesängſten an, AmOlberg gingſt in hohen Freuden Du ſiegreich deine Himmelsbahn. So folgt auf Leiden Herrlichkeit, Zu beiden mache mich bereit. 4. Du biſt von uns zwar auf⸗ gefahren, Doch iſt dein Wort noch — — — 2— mad, Minc ergüten, der Hurtnul ümc Jien mit da ¹ Lnſt gefägrm Uit völig aufde herit nenn ih nn im Schaen abe ———— —— —— — — —x — — err, laß deine Gnah iner Auffehrt ſpün em wahnn Glauke eine Nachtahrt ziern einmal, zvann dir Freuden ſcheide an verr, höl dies man ich tauſend Zungen um Himhel biſt d Kungn, M t, Herr ſteſu Chrit ich nun ſicht verlan ort zu ſein, wo d ſch bin pa nur ei r, Nimm in d zu dir. Lode ſtaſdſt du an 1 wirk in mir, 6. iſt gewiſ zu dir. derg fingen deine de⸗ rn diugſenn naſtin hohen Freude 5 dinäsben Leiden errlichtit nche mit bertit. von un zwar au hiſt deit Wort noc immer hier. Himmelfahrtslieder. Laß dieſes Kleinod mich bewahren; Im Worte redeſt du zu mir, Dies leitet meines Lebens Lauf Und ſchließt mir deinen Himmel auf. 5. Du hobeſt ſegnend deine Hände Beim Scheiden von den Deinen auf; O hilf, daß einſt auch ich vollende, Von dir geſeg⸗ net, meinen Lauf. Wenn ich von dir geſegnet bin, Dann fahr in Frieden ich dahin. 6. Ich ſehe dir mit Glaubens⸗ blicken In deinen Freudenhimmel nach, Mein Herz ſoll ſich an dir erquicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibſt du doch meine Zuverſicht. 7. Einſt wirſt du herrlich wiederkommen, Gleichwie du auf⸗ gefahren biſt, Dann werd ich völlig aufgenommen, Wo mir bereit mein Erbteil iſt. So leb ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Mel. Erſchienen iſt der herrlich' Tag. 1 45 Wir freuen uns, Herr 6 Jeſu Chriſt, Daß du zur Rechten Gottes biſt. Du ſtarker Herr, Immanuel, O ſtärk im Glauben unſre Seel. Halleluja! 2. Du ſitzeſt auf der Himmel Thron, Als unſer Freund, als Menſchenſohn; Auch da ſchämſt du dich unſrer nicht, Drum bleibſt du unſre Zuverſicht. Halleluja! 3. Dein iſt die Macht, dein iſt das Reich, Wer iſt an Majeſtät dir gleich? Menſch, Engel, jede Kreatur Iſt dein, du Herrſcher der Natur. Halleluja! er erhöht, Und 4. Umſonſt, umſonſt empöret ſich Der Fürſt der Hölle wider dich. Dein Thron ſteht feſt, der ſeine liegt, Durch deine Macht iſt er beſiegt. Halleluja! . Du unſer triumphierend Haupt, Wie ſelig iſt, wer an dich glaubt! Du biſt ſein Licht, ſein Troſt, ſein Teil, Sein ſtarker Schutz, ſein ewges Heil. Halleluja! 6. Herr, unſre Herzen traun auf dich, Dein freuet unſre Seele ſich, Du Held in unſerm Fleiſch und Blut Biſt unſer Troſt und höchſtes Gut. Halleluja! 7. Was uns gebricht, iſt dir bekannt, Der Segen iſt in deiner Hand. Von keinem Frommen biſt du fern, Du ſiehſt auf ihn und hilfſt ihm gern. Halleluja! 8. Sieh gnädig auf uns allezeit Vom Throne deiner Herrlichkeit. Hilf unſerm ſchwachen Glauben auf, Und heilge unſern Lebens⸗ lauf. Halleluja! 9. Gen Himmel fuhrſt du als ein Held; Als Herrn und Richter aller Welt Wird dich dereinſt der Erdkreis ſehn, Laß uns dann freu⸗ dig vor dir ſtehn. Halleluja! 10. Dann triumphiert der Glaub an dich, Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jeſu Chriſt, Der du zur Rechten Gottes biſt. Halleluja! Mel. Was Gott thut, das. 1 46 Triumphl ihr Himmel, . freuet euch, Lobſinget Gottes Sohne! Er ziehet ein zu ſeinem Reich, Empfängt des Sie⸗ gers Krone. Mit Majeſtät Wird herrſcht nach Kampf 90 Pfingſtlieder. und Leiden, Umſtrahlt von Him⸗ Erhebt ſich einſt zum ewgen Licht melsfreuden. Der Geiſt von Gott gegeben, 2. Doch ſchließet ihn kein Him⸗ mel ein, Er wirkt noch fort auf Erden; Noch ſollen, die ihr Herz ihm weihn, Durch ihn beſeligt werden. Mit Mut hinan Die ſteile Bahn! Uns lohnt nach Kampf und Leiden Der Herr mit ewgen Freuden. 3. So wahr, als Jeſus Chriſtus ſpricht: Ich leb und ihr ſollt leben! Still ſinkt ins Grab Der Leih hinab, Da ruht er aus von Leiden, Einſt teilt er Himmelsfreuden. 4. Triumphl ihr Chriſten, freuet euch, Der Tod iſt nun bezwungen, Wir haben teil an Jeſu Reich, Er hat es uns errungen. Auf bringt ihm Dank, Und Lobgeſang! Wir gehn durch Kampf und Lei⸗ den Mit ihm zu ſeinen Freuden. 8. Pfin Eigne Melodie. 1 47 Mun bitten wir den 4. heilgen Geiſt Um den rechten Glauben allermeiſt, Daß er uns behüte An unſerm Ende, Wenn wir heimfahren einſt aus dem Elende. Erbarm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gieb deinen Schein, Lehr uns Chriſtum kennen ganz allein, Daß wir an ihm bleiben, Dem treuen Heiland, Der uns gebracht zum rechten Vater⸗ lande. Erbarm dich, Herr! 3. Du ſüße Lieb, ſchenk deine Gunſt, Laß empfinden uns der Lieb Inbrunſt, Daß wir uns von Herzen Einander lieben, In Frie⸗ den ſtets auf einem Sinne bleiben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchſter Troſt in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne Nicht einſt verzagen, Wenn dort der Feind das Leben will verklagen. Erbarm dich, Herr! Mel. Wie ſchön leucht't uns der. gſtlieder. laß uns deine Wohnung ſein, O komm, du Herzensſonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns kräftig ſein, Zu ſteter Freud und Wonne; Daß wir In dir Recht zu leben uns ergeben, und mit Beten Oft in Andacht vor dich treten. 2. Gieb Kraft und Nachdruch deinem Wort, Laß es wie Feuer immerfort In unſern Herzen bren⸗ nen, Daß wir den Vater und den Sohn, Dich, beider Geiſt auf einem Thron, Für wahren Gott bekennen. Bleibe, Treibe, Und behüte das Gemüte, daß wir gläuben, Und im Glauben ſtand⸗ haft bleiben. 1 3. Du Quell, draus alle Weis⸗ uns hören, Daß wir in Glau⸗ benseinigkeit Auch andre in der Chriſtenheit Dein wahres Zeugnis Sinnen zu gewinnen, dich zu 1 48. O heilger Geiſt, kehr bei uns ein, Und preiſen, Guts dem Nächſten zu terweiſen. heit fließt, Die ſich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Troſt lehren. Höre, Lehre, Herz und Rächſienſte ſich drimen Ken ent Lite wult vol wr dir finu Vrfhwnn nsghei — obge and du cj unf 1i m zu ſeins Frau — ine Wohnngz ſein, à Herzensſenne! d it laß deinen Sti nd in uns häftig ſ reud und Wenme; r Recht zu leben u d mit Betin Ofti rdich trete. Kraft und Nachdne tt Laß es vie gen In unſern Irzen om dir den Vater und d h, beider Heiſt un du, Für waſren Get Bleibe, Thibe, Un Gemüte, daß wi nd im Glatooen ſtan⸗ . nell, draus lle Wei Die ſich fromm t, Laß deinen Tui Daß wir in Glar Auch andee in de Dein wahrts Zeugni e, Lehre, Herz un gewinnen dich i 8 dem Nichſten zi 5 Pfingſtlieder. 91 4. Steh uns ſtets bei mit deinem Rat, Und führ uns ſelbſt den rechten Pfad, Weil wir den Weg nicht wiſſen; Gieb uns Beſtändig⸗ keit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müſſen. Schaue, Baue, Was zer⸗ riſſen und befliſſen, dir zu trauen, Und auf dich allein zu bauen. 5. Laß uns empfinden deine Kraft, Und dann zur guten Ritter⸗ ſchaft Dadurch geſtärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz, So lang wir ſind auf Erden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder Troſt empfinden, Alles Unglück überwinden. 6. Du Himmelstau, ergieße dich In unſre Herzen kräftiglich, Und ſchenk uns deine Liebe, Daß unſer Sinn verbunden ſei Dem Nächſten ſtets mit Liebestreu, Und ſich darinnen übe. Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe; reine Liebe wollſt du geben, Demuts⸗ voll vor dir zu leben. 7. Hilf, daß in wahrer Heiligkeit Wir führen unſre Lebenszeit; Sei unſers Geiſtes Stärke, Daß uns hinfort ſei wohl bewußt Die Eitel⸗ keit der Fleiſchesluſt Undihrer Sün⸗ denwerke. Rühre, Führe UnſerSin⸗ nen und Beginnen von der Erden, Bis wir Himmelserben werden. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1 49 Beuch ein zu deinen 4 Thoren, Sei meines Herzens Gaſt, Der du, da ich ge⸗ boren, Mich neu geboren haſt; O hochgelobter Geiſt, Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleiches Thrones, Mit beiden gleich gepreiſt. 2. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den Und ſchmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hülf und Errettung ſchafft. Ent⸗ ſündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiſte Dir Ehr und Dienſte leiſte, Die ich dir ſchuldig bin. 3. Ich war ein, wilde Reben, Du haſt mich gut gemacht, Des rechten Weinſtocks Leben Haſt du in mich gebracht, Haſt in der Taufe Kraft, Durch Chriſti blutges Sterben, In mir, dem Himmels⸗ erben, Den Tod hinweggeſchafft. 4. Du ſalbſt mit heilgem Ole, Wodurch geweihet iſt Mein Leib und meine Seele Dem Heiland Jeſu Chriſt; Machſt mich zum Eigentum, Zum Prieſter und Pro⸗ pheten, Zum König, den in Nöten Gott ſchützt vom Heiligtum. 5. Du biſt ein Geiſt, der lehret, Wie man recht beten ſoll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es ſteiget himmel⸗ an, Fleht um die rechten Gaben, Bis wir von dem ſie haben, Der allen helfen kann. 6. Du biſt ein Geiſt der Freu⸗ den, Vom Trauern hältſt du nicht, Erleuchteſt uns im Leiden Mit deines Troſtes Licht. Ach ja, wie manches Mal Haſt du mit ſüßen Worten Mir aufgethan die Pfor⸗ ten Zum goldnen Himmelsſaal! 7. Du biſt ein Geiſt der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willſt nicht, daß uns betrübe Zorn, Haß und Neid und Streit. Der Feindſchaft biſt du feind, Du willſt durch Liebesflammen 92 Pfingſtlieder. Stets ſchmelzen neu zuſammen iſt herrlich Seines Sohnes Kirche Das, was getrennt erſcheint. Groß und feſt in Gottes Hut, 8. Du, Herr, haſt ſelbſt in Der Völker Heil, ſie ruht. Zions Händen Die ganze weite Welt, Tempel iſt nun aufgethan, Um Kannſt Menſchenherzen wenden, es fliehen Sünde, Trug und Wahn. Wie es dir wohlgefällt. Leit uns Preis dem Herrn! Nah und fern den Friedenspfad, Verknüpf in Strahlet Troſt und ewges Licht allen Landen Mit ſanften Liebes⸗Von Gottes Angeſicht. banden, Was ſich getrennet hat. 9. Erhebe dich und ſteure dem Mel. Werde munter, mein. Herzleid auf der Erd', Bring wie⸗ 1 51 Gott, du giebſt uns mil⸗ 1. D den Regen, Und bo⸗ der und erneure Die Wohlfahrt deiner Herd'. Zieh du in deine feuchteſt trocknes Land; Gieb auch Hut Die Länder, die verheeret, mir vom Himmel Segen, Demn Die Kirchen, die zerſtöret Durch mein Herz iſt dürr wie Sand. Krieg und Feuerswut Laß des heilgen Geiſtes Gab 10. Beſchirm die Obrigkeiten, Auf uns von der Höh herab, Bau unſers Königs Thron. Laß Wie die ſtarken Ströme fließen ſich in mein Herz ergießen. Segen uns begleiten, Schmück, Und 1 44 4 3 8 4, 67 ‿ 4 7* 7 Kron, Die Alten 2. Kann ein Vater hier im Le als mit einer Kron, mit Verſtand, Mit Frömmigkeit ben, Der doch bös iſt von Natur, die Jugend, Mit Gottesfurcht und Seinen Kindern Gaben geben, Und Tugend Das Volk im ganzen Land. zwar gute Gaben nur: Sollteſt 11. Erfülle die Gemüter Mit du denn, der du heißt Guter reiner Glaubenszier, Die Häuſer Vater, deinen Geiſt Mir nicht und die Güter Mit Segen für geben, mich nicht laben Mit den und für. Vertreib den böſen Geiſt, guten Himmelsgaben? Der ſich dir widerſetzet, Und, was 3. Jeſu, der du hingegangen dein Herz ergötzet, Aus unſern Zu dem Vater, ſende mir Deinen Herzen reißt. Geiſt, den mit Verlangen Ich "12. Richt unſer ganzes Leben erwarte, Herr, von dir. Laß den Allzeit nach deinem Sinn, Und Tröſter ewiglich Bei mir ſein wenn wir's ſollen geben Ins und lehren mich In der Wahrheit Todes Rachen hin, Wenn's hier feſt zu ſtehen, Und auf dich im mit uns iſt aus: So hilf uns Glauben ſehen. fröhlich ſterben Und nach dem Tod 4. Heilger Geiſt, du Kraft der ererben Des ewgen Lebens Haus. Frommen, Kehre bei mir Armen 1 ein, Sei mir tauſendmal willkom⸗ „Mal. Gott woll'n wir loben. men, Laß mein Den dein Tempel 1 50. Zu Gottes Preiſe Tön ſein. Säubre dir hier ſelbſt ein A. das Lied des Dankes Haus, Aus dem Herzen wirf hinaus Ihm, der nun in Ewigkeit Der Alles, was mich je kann ſcheiden Wahrheit Sieg verleiht. Gebaut Von den ſüßen Himmelsfreuden. — —2—— —— — S — du n Ch ehe vadih 1 —— ———— —— — — — — — — — — — — — — — — — ———— ——— 2 dem Her dhe 4 8 VWerde munter, g (ott du giehſtnn den Nexen, l trocknes Lan. ilr n Himmel Sche n derz iſt dürr nir 6 à heilgen Geiſts s von der dß 1 ſtarken Ström ſ. hin mein Herz ag i. unn ein Vater ſir er doch bös iſt on A Kindern Gabengtel tte Gaben mr.— 1, der du heißt i deinen Geiſt Mſi nich nicht laben D immelsgaben? eſu, der du hingeg Vater, ſende mir⸗ den mit Werlang Herr, von dir. ewiglich Be en mich In der N 7. Und ufd n. 1 5 lger Geiſt, du Kn 9 3„ Kehre bei mir⸗ nir tauſendmal wi mein Hetz dein d rubre dir hirr ſe dem Herzen wirfh s nicch je knn füßen Himmelsfts di — Halleluja, Halleluja! 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, Mache mich neu, rein und ſchön; Laß mich wahre Liebe haben, Und in deiner Gnade ſtehn. Gieb mir einen ſtarken Mut, Zu beſiegen Fleiſch und Blut; Lehre mich vor Gott hintreten Und im Geiſt und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu Ehren ſoll mein Sinn Dem, was himmliſch iſt, nachſtre⸗ ben, Bis ich werde kommen hin, Wo ich einſt vor deinem Thron Dich ſamt Vater und dem Sohn Werde rühmen, loben, preiſen Mit den ſüßen Engelweiſen. Mel. Komm, heiliger Geiſt. 5[Domm, Kraft des Höch⸗ 152. K ſten, komm herab, Pfand, das uns Gottes Gnade gab, Du Segensquell, Born aller Gaben, Nichts kann, wie du, die Seele laben. Komm, Gottes Geiſt, in unſern Geiſt, Wie Himmels⸗ tau hernieder fleußt; Komm mit der Friedenstaube Schweben, Und ruh auf uns, ſo lang wir leben. 2. Komm, Geiſt der Wahrheit, Gottes Licht, Wo du fehlſt, iſt die Wahrheit nicht. Komm, uns mit Wahrheit zu erfüllen, Und unſers Geiſtes Durſt zu ſtillen. Komm, leuchte du mit hellem Schein Bis in des Herzens Grund hinein. O warn und ſtrafe, wenn wir fehlen, Und läutre aller Chriſ⸗ ten Seelen. Halleluja, Halleluja! 3. Komm, milder Tröſter, wer, als du Bringt bangen Herzen Troſt und Ruh, Und Balſam für die innern Wunden, Und Him⸗ Pfingſtlieder. 93 melstaun in heißen Stunden? Komm, gieb zu unſrer Ritterſchaft Uns Heldenmut und Glaubens⸗ kraft, Und rüſte ſelbſt zum Gottes⸗ werke Geiſt, Seel und Leib mit dei⸗ ner Stärke. Halleluja, Halleluja! 4. Komm, Quell der Liebe, * geuß ſie aus Ins Herz und über Gottes Haus. Gieb, daß wir Gott mit reinen Trieben, Und Chriſtum in den Brüdern lieben. Entflamm in Leid und Freude ſtets Die Glut des Dankes und Gebets. Erhöh uns vom Gewühl der Erde, Daß unſer Wandel himm⸗ liſch werde. Halleluja, Halleluja! 5. Weih uns zu deinem Tem⸗ pel ein, Was unrein iſt, das mache rein, Was nah am Staube kriecht, erhebe, Was ſchon geſtor⸗ ben iſt, belebe. Erwärme jedes kalte Herz, Lenk alle Seelen him⸗ melwärts, Vereine die zerſtreuten Glieder Und bringe das Verlorne wieder. Halleluja, Halleluja! 6. Wenn du nicht Beiſtand ihm verleihſt, So ſtrebt umſonſt des Menſchen Geiſt. Laß auf uns deine Gnade regnen, Komm, uns mit deiner Kraft zu ſegnen, Dann ſind der guten Saat wir gleich, Und bringen Frucht zum Himmel⸗ reich, Dann führt zum Leben uns das Sterben, Und ewig ſind wir GottesErben. Halleluja, Halleluja! Mel. Der Tag, der iſt ſo. 1 53 ir, Vater, dankt mein . Herz und ſingt, Daß du den Sohn gegeben, Den Sohn, der Heil den Sündern bringt, Und unvergänglich Leben. Ich danke dir, daß du den Geiſt, Der deinen 94 Pfingſtlieder. Sohn durch Wunder preiſt, Zur Erde haſt geſendet. Der Geiſt der Wahrheit kam herab, Der deinen Knechten Stärke gab, Daß ſie dein Werk vollendet. 2. Erfüllt von ſeiner Wunder⸗ kraft, Gehn ſie die Welt zu leh⸗ ren; Der Geiſt, der neue Herzen ſchafft, Hilft ihnen ſie bekehren. Der ganze Erdkreis hört erfreut Die Botſchaft unſrer Seligkeit, Er ſieht die Wahrheit ſiegen. Der Sünde finſtre Nacht entflieht, Wo man den Finger Gottes ſieht, Muß Satan unterliegen. 3. Umſonſt, daß er noch wil⸗ der tobt, Verfolgung zu erregen, Der Name Jeſu wird gelobt, Sein Wort iſt Kraft und Segen. Die Jünger ſchreckt nicht Pein noch Müh, Der Geiſt der Stärke ſtärkte ſie In Martern und im Tode. Sie blieben ihrem König treu, Bekannten ſeinen Namen frei, Und lobten ihn im Tode. 4. Noch jetzt biſt du der Geiſt der Kraft, Noch jetzt der Men⸗ ſchen Lehrer, Der Jeſu neue Jün⸗ ger ſchafft, Des Höllenreichs Zer⸗ ſtörer. In Sündern wirkſt du Buß und Leid, In frommen See⸗ len Troſt und Freud Und Mut im Kampf der Sünden. In ban⸗ gen Stunden ſchenkeſt du, So wie im Tode, Seelenruh, Und hilfſt uns überwinden. 5. Des Vaters und des Sohnes Geiſt, Du Quell des Lichts, der Liebe, Den Gott den Betenden verheißt, Ach, heilge meine Triebe. beten. In bangen Stunden tröſte mich, Und zeige voll Erbarmen dich Mir einſt in Todesnöten. Eigne Melodie. [Domm, heiliger Geiſt 1 54. K Erfüll die Heral deiner Gläubigen, Und entzünd in ihnen Das Feuer deiner gött⸗ lichen Liebe, Der du durch Man⸗ nigfaltigkeit Der Zungen Die Völker Der ganzen Welt verſam⸗ melt haſt In Einigkeit Des Glaubens. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. 5 heilger Geiſt, o heil⸗ 155.O ger Gott! Du Tröſ⸗ ter wert in aller Not, Dich hat geſandt vom Himmelsthron Der Vater und ſein einger Sohn, O heilger Geiſt, o heilger Gott! 2. O heilger Geiſt, o heilger Gott, Wirk in uns allen fort und fort, Entzünd in uns der Liebe Kraft, Die Eintracht, Heil und Frieden ſchafft, O heilger Geiſt, o heilger Gott! 3. O heilger Geiſt, o heilger Gott, Mehr' unſern Glauben immerfort. Wer ſich will Jeſu Chriſto nahn, Der muß von dir die Hülf empfahn, O heeilger Geiſt, o heilger Gott! 4. O heilger Geiſt, o heilger Mach uns den den er uns geſandt, O heillger Geiſt, o heilger Gott! Schaff du in mir ein neues Herz, 5. O heilger Geiſt, o eilger Gieb wahre Buß und Sünden⸗ Gott, Du zeigeſt rif die he ſchmerz, Hilf mir im Glauben melspfort, Auf daß wir kämpfen Gott, Erleucht uns durch dein göttlich Wort. Vater recht bekannt Und Jeſum, &= ——e —,— —— ——— —— — — — — —z] — — — 8 — — — — —, — S — — — — — — — —— — — — — — — — — 2—2 — ——— ——— 2— —— —, — — — — 2— — — — — —— —=. —— ——— ——— — — Eigne Neld 1 hei eilger ni tei Tr inaller J Lich h om Hin ihn dan ſt 1 nig ehr' unſern Wer ſich w hhn, Der muß empfahn, ihe Gott! ger Geiſt, o n 3 in vhenn— geſan ilger Got iger r Ge eigeſt u 1 18 di mme U dſeine einge St n, iſt, o helger n ſ s geſand 1, d O 1 ic l i oit Pf fingſt tlieder. 95 ritterlich, Zum Himmel dringen ſine durch dich, O heilger Geiſt, heilger Gott! 6 O heilger Geiſt, o heilger und Tod. Wir weihn uns dir zum Eigentum, Und bringen dir n Lob, Ehr und Ruhm, O heilger Geiſt, o heilger Gott! Eigne Melodie. Domm, heilger Geiſt, 156. K du Herr und Gotti Erfüll mit deiner Gnaden Gut Der Gläubigen Herz, Mut und Sinnen, Entzünde deine Lieb in ihnen. O Herr, durch deines Lichtes Glanz Zum Glauben du verſammelt haſt Das Volk aus aller Länder Zungen; Das ſei; dir, Herr, zu lob geſungen. Hal⸗ leluja, Halleluja! 2. Du heilges Licht, du edler recht erkennen, Von ganzem Herzen Vater üennen. O Herr, behüt vor fremder L Meiſter ſuchen Vhr, Denn Jeſum Chriſt mit rechtem Glauben, Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Dalleluja, Halleluja! 3. Di heilge Inbrunſt, ſüßer Troſt, Nun hilf uns fröhlich und getroſt In deinem Dienſt beſtän⸗ dig bleiben, Laß Trübſal uns von dir nicht treiben. Durch deine Kraft, Herr, uns bereit, Und ſtärk des Fleiſch es Blödigkeit, Daß wir hier ritterlich ſtets ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! r, Daß wir nicht Mel. Wie wohl iſt mir, 0 Freund. 157. Geiſt Gottes, aus des Ewgen Fülle In unſern Geiſt herabgeſenkt, Der Gott, Verlaß uns nicht in Not auch in unbemerkter Stille Des Herzens Trieb Den Himmel lenkt, Du, der einſt Davids Pſalm be⸗ flügelt, Den Sehern Ang und Mund entſiegelt, Und auch noch jetzt mit Glut durchdringt, Auch jetzt uns Gottes Weisheit lehret, Und Chriſti Wahrheit uns ver⸗ kläret, O höre den, der dir lobſingt. 2. Du Quell der reinſten Him⸗ melsliebe, Die in das Herz lebendig auillt, Und ſo des neuen Menſchen Triebe Mit heilger Gotteskraft erfüllt! Du liſt es, der die Schwach⸗ heit ſtützet, Im Pilgerl auf ſie ſtärkt und ſch düe Wenn ſich die Seel im Schlummer neigt; Der, o ge⸗ ſchäh es nicht vergebens! Als Un⸗ terpfand des ewgen Lebens Uns — ler hier des Himmels Krone zeigt. Hort, Laß leuchten uns des Le⸗ bens Wort, Und lehre uns Gott 3. Du baueſt aus lebendgen Steinen Der Kirche reines Heilig⸗ tum, Erhöheſt durch des Herrn Gemeinen Des Kreuzes unbeſieg⸗ ten Ruhm. Und wd du ſprichſt mit Feuerzungen, Weckſt du zu ſelgen Huldigungen Der Heiden großes Totenfeld. Der Hölle Reich muß dir mit Beben Die Schar Gefangner wiedergeben, Die es in ſeinen Feſſeln hält. 4. Wer kann, wie du, mit Donnern reden, Wenn du im Schlaf den S Sünder ſchreckſt? en Wer tröſtet ſo, wie du, den Bloden W Venn du die neue Sehnſucht weckſt? Wenn ſie in ihr Verderben ſchauen, So lehrſt du ſie dem Ruf vertrauen, Dir ſie mit Gottes Frieden grüßt; 96 Pfingſtlieder. Wenn ſich der Geiſt zwar willig zeiget, Doch ihn des Fleiſches Schwachheit beuget, Biſt du es, der das Leid verſüßt. b 5. Du drückeſt der Bewährung Siegel Den wohlgeprüften See⸗ len auf, Du giebſt den Zeugen Glaubensflügel, Und führſt ſie im Triumph hinauf. In aller Trübſal lehrſt du beten, Du ſelbſt willſt unſre Not vertreten, Auch ohne Wort, mit ſtarkem Flehn. Die Liebe führeſt du zum Throne, Und ihren Werken wird zum Lohne Die Kraft, in Demut feſt zu ſtehn. 6. Wenn Chriſtus einſt hernie⸗ derſchwebet Auf das geſchloßne Totenfeld, Mit mächtgem Wort es neu belebet Zum Erbteil in der beſſern Welt: Dann trägt in deiner Kraft die eine Bewährte heilige Gemeine Zum Throne Herz und Pſalm empor. Dan ſtröme du durch alle Glieder Die höhre Glut der Himmelslieder, Zum Preiſe dem, der uns erkor. Mel. Komm, heiliger Geiſt. 158 Welterlöſer, ſei ge⸗ 2* preiſt, Du ſandteſt uns den heilgen Geiſt, Der uns in alle Wahrheit leite, Und uns zum Himmel zubereite. Er ſchen⸗ ket uns zum Guten Kraft, Stärkt uns in unſrer Pilgerſchaft, Hilft uns den Lauf zum Ziel vollbrin⸗ gen, Und einſt des Lebens Kron erringen. Halleluja, Halleluja! 2. Die Schar der Boten wagt den Streit, Durch deines Geiſtes Kraft erneut, Kämpft gegen falſcher Götter Heere, Siegt durch die Wahrheit deiner Lehre. Gewaltig geht des Lebens Wort Bis an der Erde Grenzen fort, Erleuchtet alle Nationen, Dringt von den Hütten zu den Thronen. Halle⸗ luja, Halleluja! 3. Zu uns auch ſend ihn, dei⸗ nen Geiſt, Der uns den Weg der Wahrheit weiſt; Sind dunkel unſres i Lebens Pfade, Erleucht er ſie durch deine Gnade. Er lehr uns Gottes Heil verſtehn, Er leit uns, wenn wir irre gehn; Und ſind wir in Gefahr zu fallen, Lehr er uns feſten Schrittes wallen. Halle⸗ luja, Halleluja! 4. Wo wir vereint ſind vor dem — Herrn, Geiſt Gottes, ſei von uns nicht fern. Auf uns, die wir ſind Chriſti Glieder, Komm deine Segensfüll hernieder. Gieb dem Verſtande helles Licht, Dem Her⸗ zen feſte Zuverſicht, Daß uns von dem, den wir bekennen, Nie weder Glück noch Leiden trennen. Halle⸗ luja, Halleluja! 5. Geöffnet iſt dir unſer Herz, Zeuch ein und leit es himmelwärts, Wir wollen nimmer widerſtreben, Regiere unſer ganzes Leben. Und endet ſich einſt unſre Bahn, Dann nimm dich unſrer Schwachheit an, Daß wir in Chriſto freudig ſterben, Mit ihm das Himmelreich ererben. Halleluja, Halleluja! Eigne Melodie. 5 u Geiſt des Herrn, 159. D der 5 von Gott ausgehſt, In frommen Seelen kindlich: Vater! flehſt, O lehre mich doch Chriſtum recht erkennen, Ihn meinen Herrn und meinen Gott zu nennen. Nä gan, heilge 9 Dunre KNens Nrn Wor Grenzen ſer ionen, Drin — ——, —— —— ——] — — — † ſwoſſ wir. zu Hfale en, Lehr 45 fittes walle. geiſt Gott tes, Glieder, Komt! dai äll hernieder, ich Cieb d Whälse cht, Nn 9 ri dena 1 1 fine nmn ne ganzes d einſt unſre Bahh, n unſrer S Sch. niſi Ehriſtofredd t dsF Himm nelrei de „Hallelnjt! Eigne Melodie. der du y In fromm mmen Br e. feel ſt mrecht nen 4 um nennen. — —2 — — — — — — — — — — — — —— — — ——,— 3 —= tn eiſt Sind dun Aum on lenr eren 1 n. Auf uns, WMurt 1 f dir m. er dn und leit es bimn. ſwäre n nimmer wide ii —— —— ——. ——— P fingſtlieder. 2. Das Herz erquick, entzünde mein Gemüt, Auf daß es ſchmecke neue Lieb und Güt. ſamskraft, ich will dich froh er⸗ warten, Komm, ſanfter Hauch, durchwehe meinen Garten. 3. Du reines Licht, in deinem Glanz, Verklär in mir das Wort der Wahrheit ganz. O Gotteskraft, ſchließ auf, was zeige mir noch verborgen, Und den hellen, lichten Morgen. 4. Du göttlich Feu'r, entzünde mein Gebet, Daß deine recht hell in mir entſteht. Andacht laß mein ganzes Herz durchdringen, Daß es ſich möge in den Himmel ſchwingen. „Zieh ein in mich, wie in den Gotteshaus, Und ſchmücke mich inwendig herrlich aus. Ach, der du der Heilge heißeſt, Und unſern Sinn der den Macht, Und führe du mich heilge mich, Sünd und Welt entreißeſt. 6. Wirſt du, o Lebensgeiſt, mein einzig Licht, So irre ich vom benspfade nicht; Und wenn du mich inwendig wirſt erneuern, So werd ich jeden Tag ein Pfingſtfeſt feiern. Mel, Komm, heiliger Geiſt, Herre. 160. O teurer Tröſter, heil⸗ ger Geiſt, dich in die Herzen geußt, Die ſich zu dir in Demut kehren, Ich bitte dich, mich zu erhören: Wollſt mein erkaltetes Gemüt Durchs ſüße Feuer deiner Güt Erwärmen, So kann ich recht die Pfingſten feiern. Halleluja, Halleluja! 2. Durchdringe du mit deiner Kraft Des Herzens harte Eigen⸗ Du Bal⸗ am Tand der Erden, brich an Glut Die Le⸗ der Knechtſchaft gehen, Ruh; Der du um es zu erneuern, zeige mir, Wie ich in Andacht 97 ſchaft, Zermalme dieſen Fels der Sunden Auf daß du dein Haus mögeſt finden; Ach, es iſt leider angefüllt Mit allem, was die Weltluſt ſtillt, Es hängt noch feſt Wie kanns dann deine Wohnung werden? Halleluja, Halleluja! 3. Der Wille liebt die Zeit⸗ lichkeit, Und hält die Nacht für ſüße F Freud, Verläßt die Rul h, das ihgr Weſen, Und will durch Todesgift geneſen. Dein teures Wort erkennt er nicht, Ja ſchmecket nicht im Glaubenslicht Die Him⸗ melsſpeiſ en unſrer Seelen; Wie kann ich dann dich, Gaſt, erwäh⸗ len? Halleluja, Halleluja! 4. So elend iſt des Herzens Haus, Ach, kehre ein und treibe aus Die böſe Luſt, die mich be⸗ trüget, Bau wieder auf, was niederlieget, Zerſtöre du der Sün⸗ aus der Nacht. O laß mich aus Und in der ſüßen Freiheit ſtehen. Halle⸗ luja, Halleluja! 5. Du edler Pfingſtgaſt, dring herzu, Und gieb der Seele ihre Arbeite ſelbſt an meinem Herzen, Gieb du ihm Balſam in den Schmerzen; Schlag deine Werkſtatt in mir auf, Und führe meinen Lebenslauf, So kann ich durch die werten Gaben Den innern Sabbath in mir haben. Halleluja, Halleluja! 6. Du Geiſt der Kindſchaft, komm zu dir. Ach, lehre mich von Herzen beten, In wahrer Kraft vor dich zu treten. Ich bin 7 98 Pfingſtlieder. ganz lau, ach ſtärke mich, Daß Herz und Seel entzünden ſich, Und bloß in dir das Weſen ſetzen; Das iſt der Schatz von allen Schätzen. Halleluja, Halleluja! 7. Leg du mir dieſes Zeugnis bei, Daß ich ein Kind des Vaters ſei. Treib ſelber mich zu deinen Wegen, Daß ſich in mir die Lüſte legen, Und ich in wahrem Glau⸗ ben kann Das: Abba, Vater! ſtimmen an; Geuß aus durch deine ſtarken Triebe Die Ströme Gottes reicher Liebe. Halleluja, Halleluja! 8. Umgürte mich in allem Streit Mit wahrer Glaubens⸗ freudigkeit, Daß ich in deiner Kraft beſtehe, Und nicht auf fremde Wege gehe. Du Geiſt der Wahrheit, lehre mich, Daß Herz und Geiſt und Seele ſich Nach deiner hohen Weisheit ſehnen, Und von dir alle Macht entlehnen. Halleluja, Halleluja! 9. O Geiſt, regiere meinen Geiſt, Daß er dir folge allermeiſt, Daß er die Sündenmauer breche, Und: Abba, Vater! freudig ſpreche. Laß Ruh und Fried'n im Herzen ſein, Und flöße deinen Troſt mir ein, Daß keine Sünd dich von mir treibe, Und ich in deinem Bun⸗ de bleibe. Halleluja, Halleluja! Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 161. Geiſt der Wahrheit, lehre mich Aller Weisheit Quelle kennen; Jeſum kann ich nur durch dich Meinen Herrn und Heiland nennen. Du nur kannſt ihn mir verklären, Und mein Herz zu Gott bekehren. 2. Du nur machſt das Herz gewiß, Und erleuchteſt meine Seele, Daß ich in der Finſternis Nicht den Weg des Heils verfehle. Du führſt mich auf Gottes Pfade, Zeugſt von Wahrheit und von Gnade. „3. Unſer Tröſter heißeſt du, Überſchwenglich kannſt du tröſten. Du erfüllſt mit Himmelsruh Die Gemüter der Erlöſten, Daß ſie nach der Angſt der Sünden Got⸗ tes Vaterhuld empfinden. 4. Mächtig ſtärkſt du zum Ge⸗ bet, Weckſt in uns inbrünſtges Sehnen, Das mit ſtillen Seuf⸗ zern fleht, Und zur Wonne führt durch Thränen. Hoffnung und Geduld im Leiden Iſt dein Werk, du Geiſt der Freuden. 5. Heiligung und Reinigkeit, Und ein gottgefällig Leben, Selige Zufriedenheit, Wahre Weisheit kannſt du geben. Selig, die an deinen Gaben Teil durch Lieb und Glauben haben. 6. Was mir fehlt, find ich bei dir, Nur durch dich kann ich ge⸗ neſen. Komm, und wohne ſelbſt in mir, Schaffe neu mein ganzes Weſen; Dann wird meine Schwachheit Stärke, Und ich wirke Gottes Werke. 7. Sieh, ich öffne dir mein Herz, Läutre du es auch durch Leiden, Mache mich durch Not und Schmerz Würdig deiner Himmelsfreuden. Hilf mir, Vater, beten, ringen Und hindurch zum Ziele dringen. Mel. Komm, Gott, Schöpfer. 162. 3“* dir, Geiſt, Schöpfer, flehen wir, Der neue Herzen in uns ſchafft. Des Segens 2— * Pfingſt lieder. 99 Fül lle kommt von dir, Durchdring 3. O Dank für ſo viel gött! ttlich uns ganz mit deiner Kraft. 2. Du biſt. das iſt dein Nam' und Ruhm, Der Priſten, uns von Gott geſandt, Salbſt uns zu ſei⸗ S nem Eigentum, Wirſt unſers Erbes Unterpfand. heit Licht, Entzünd in uns der Liebe Giut Schenk uns in Schwachheit Zuverſicht, Und ſtärk im Kamufe unſern Mut. 4. Gieb uns des Glaubens Freudigkeit, Den Frieden, den die Welt nicht kennt. Verbanne von uns Haß und Streit, uns von den Brüdern trennt. 5. Ja, wohn in uns, du Geiſt des Herrn, Weih uns zu deinem Tempel ein; Wir folgen deinem Zuge gern, Und wollen dir ge⸗ horſam ſein. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 163 Dir jauchzet froh die D . D Chriſtenheit, Geiſt der Kraft und Herrüichkeit, Du, aller Geiſter Leben. der Wirſt du führen und regieren; deine Gnade Leit auch uns auf unſerm Pfade. 2 O welch ein großer Tag er⸗ ſchien, Als man die Flammen ſah erglüh n Hell über jedem Haupte! i Im Sturm wind thateſt du dich kund, Dein Zeugnis heiligte den Bund Der Schar, die freudig glaubte. Mächtig Kamſt du, Um die Schwachen ſtark zu machen, und erklungen Iſt das Heil in allen Zungen. dir, 3. Erleucht uns mit der Wahr⸗ Und was Du Als unſers Erbes Unterpfand Biſt du vom Vater ausgeſandt, Zum Tröſter uns gegeben. Jeſu Glie⸗ Licht, Das jede Finſternis durch⸗ bricht t Zur himmliſchen Belebung! Den Menſchenherzen alt und jung Schaffſt Kräfte du zur Heiligung, Zu ſtiller Gottergebung. Preis Dau dir, Daß du kräftig und geſe chäftig uns belehreſt, Je⸗ ſum Ehriftum uns verkläreſt. 4. Auch wir, die Chriſtus ſich erkauft, Wir ſind mit dei ner Kraft getauft, Die Welt zu überwinden. Wirk in uns allen Lieb und Zucht, Und laß in uns des Glauben 18 Frucht Sich hundertfäl tig finden. Gnädig Hilf du Gottes Erben einſt im Sterben, daß ſie droben 8 Nr A Ewig dein under ſoden 5. Wir beugen unfarn Geiſt vor dir, Geiſt Gottes, alle flehen wir: Du wolleſt bei uns bleiben. Geh ferner aus in alle Welt, Damit, von deinem Licht er hellt, Die Völ kker alle gläuben. Führe Gnädig Sie zur Wahrheit und zur Klarheit, daß die Erde, Geiſt des Herrn, dein Tempel werde. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 164 ies iſt der Tag, da ⸗ Gottes Sohn Dich ſandte von des Vaters Thron, O Geiſt der Kraft und Stärke! Du goſſeſt aus der Liebe Glut, Gabſt heſ Jüngern Heldenmut Zu ihrem heilgen Werke. Groß war die Ernte, ſchwer die Müh, Doch, Geiſt des Herrn, du ſurtteſ ſi 2. Da machte ſeiner Zeugen Mund Die großen Thaten Gottes kund, Die Heiden zu bekehren. Die Götzentempel wurden leer, Es ſchwand der falſchen Götter 7 100 Pfingſtlieder. Heer, Samt Opfern und Altären. So ſiegreich war der Zeugen Mut, Und ſchwiegen ſie, ſo ſprach ihr Blut. 3. Wie Gottes Blitze ging ihr Wort Bis an der Erde Grenzen fort, Die Nacht wich vor dem Lichte. Den beteten die Heiden an, Von dem wir einſt die Kron empfahn, Wenn er kommt zum Gerichte. Das Kreuz des Mitt⸗ lers überwand Und ward des Heiles Unterpfand. 4. Die Kirche, die ihm ange⸗ hört, Und die du, Geiſt des Herrn, gemehrt, Wird ewiglich beſtehen. Aus ihrer Mitte weichſt du nie, Mit neuer Kraft belebſt du ſie, Sie kann nicht untergehen. O mach uns nur in deinem Reich Den erſten Boten Chriſti gleich. Mel. Fren dich ſehr, o meine Seele. 165 Der du uns als Vater 92⸗ liebeſt, Treuer Gott, und deinen Geiſt Denen, die dich bitten, giebeſt, Ja, uns um ihn bitten heißt, Demutsvoll fleh ich zu dir: Vater, ſend ihn auch zu mir, Daß er meinen Geiſt ernene, Und ihn dir zum Tempel weihe. 2. Ohn ihn fehlet meinem Wiſ⸗ ſen Leben, Kraft und Fruchtbar⸗ keit, Und mein Herz bleibt dir entriſſen, Und dem Dienſt der Welt geweiht, Wenn er nicht durch eine Kraft Die Geſinnung in mir chafft, Daß ich dir mich ganz rgebe Und zu deiner Ehre lebe. 3. Dich auch kann ich nicht erkennen, Jeſu, noch mit echter Treu Meinen Gott und Herrn dich nennen, Stehet mir dein Geiſt ſ 3 nicht bei. Drum ſo laß ihn kräf⸗ tiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler ehre, Und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle heilger Güter, Hochgelobter Gottesgeiſt, Der du menſchliche Gemüter Beſſerſt und mit Troſt erfreuſt: Herr, nach dir verlangt auch mich, Ich er⸗ gebe mich an dich, Mache mich zu Gottes Preiſe Heilig, und zum Himmel weiſe. 5. Fülle mich mit heilgen Trie⸗ ben, Dgaß ich Gott, mein höchſtes Gut, Uber alles möge lieben, Daß ich mit getroſtem Mut Sei⸗ ner Vaterhuld mich freu, Und mit wahrer Kindestreu Stets vor ſeinen Augen wandle Und recht⸗ ſchaffen denk und handle. 6. Geiſt des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Sinn, Daß ich Lieb und Sanft⸗ mut übe, Und mir's rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein Frie⸗ densband Knüpfen kann mit treuer Hand, Und zur Lind'rung der Beſchwerden Kann dem Nächſten nützlich werden. 7. Lehre mich, mich ſelber ken⸗ nen, Auch verborgne Fehler ſehn, Sie dem Herrn voll Demut nennen, Und ihn um Vergebung flehn. Mache täglich Ernſt und Treu, Sie zu beſſern, in mir neu; Zu dem Heiligungsgeſchäfte Gieb mir immer neue Kräfte. 8. Wenn der Anblick meiner Sünden Mein Gewiſſen nieder⸗ ſchlägt, Wenn ſich in mir Zweifel finden, Die mein Herz mit Zittern hegt, Wenn mein Aug in Nöten weint, Gott mich nicht zu hören in gi ſedre ſerlih ſch m Mer Wrrun ſol V ichſt huß fm eſtdeser lazer, Er, der hrazen, Chrit At Säiem Vo » Geſtder Ilnndu dein Vewr Gettge feedi wr int unh, Shrih dei dit glätiy eten ———— fhann telaſeen Hei Kr uj us ſit Han, Er len Sein Drun ſc ſn d nn 4 3 ge Quelle peilge ter Gott ttesgeiſt 1N e endde Bſ terfreuſt: n agt auch mich an dich Nui Preiſ iſe Heil iig un wiſe m dirn wide d 3 ——— —— ————* ——— — —— ———— mich mit heilgen mi ſ der alles n möh 3 ic Gott, mit it getroſtem Mu2. 1 uld michfreu, u indestren Stet u 1 wandle Und. denk und handle it 8 Friddens un silde mich nach R d 657 Lie ieb une U nd mir Wenn ich je ein Knüpfen 34 nit Und zur Lindmn den Kann dem M verden. re mich, nich ſelbeſ h h verborgne Fellen d 1 Herrn ui Und ihn um Ver hui täglich Ern ie n beſſern,i dem biit ili ſmgi immer neue Ke — der Anblick n. Uhe n Einiſe 1 zenn ſich in mit e mein Herz m ni in mein Aug in tt nith ritt 1 r' rch dr 1 ſe Pfingſtlieder. ſcheint: O dann laß es meiner Seelen Nicht an Troſt und Stär⸗ kung fehlen. 101 6. Sei in Schwachheit unſre Stütze, Mach uns treu, Steh uns bei In der Trübſalshitze. 9. Was ſich Gutes in mir Führ, findet, Iſt dein Gnadenwerk in mir, Selbſt den Trieb haſt du entzündet, Daß mich, Herr, ver⸗ langt nach dir. O ſo ſetze durch dein Wort Deine Gnadenwirkung fort, Bis ſie durch ein ſelig Ende Herulich. ſich an mir vollende. Mel. Warum ſollt ich mich denn. 166. Höchſter Tröſter, komm hernieder, Sei nicht fern, Geiſt des Herrn, StärkeChriſti Glieder. Er, der nie ſein Wort gebrochen, Chriſtus hat Deinen Viat Seinem Volk verſprochen. 2. Geiſt der Weisheit, gieb uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor ihn treten, Sei uns nah, Sprich dein: Ja! Wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, Gieb uns Mut, Fleiſch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns ſelbſt das herbſte Leiden, Angſt und Not, Schmach und Tod Nicht von Jeſu ſcheiden. 4. Hilf nach Gottes Reich uns ſtreben, Und verleih, Daß wir treu Unſerm Heiland leben. Nim⸗ mer laß uns ſtille ſtehen, Treib uns an, Selne Bahn Feſten Muts zu gehen. 5. Jeden, der noch ohne Kum⸗ mer Seine Zeit Sünden weiht, Weck aus ſeinem Schlummer. Zeig ihm den Betrug d⸗ Sünde, Daß ſein Herz Tief den Schmerz Wahrer Reu empfinde. wenn Gott uns nach dem Leide Sterben heißt, Unſern Geiſt Hin zur ewgen Freude. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 167. Geiſt vom Vater und . vom Sohne, Der du unſer Tröſter biſt, Und von unſers Gottes Throne Hülfreich auf uns Schwache ſiehſt, Stehe du mir mächtig bei⸗ Daß ich Gott ergeben ſei, O ſo wird mein Herz auf Erden S Schon ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit mit mir ſein, Wenn ich bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn Auf mein wahres Wohlſein hin; Lehrſt du mich das Rechte wählen, Werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, Daß ich über alles treu Meinen Gott und Vater liebe; Daß mir nichts ſo wichtig ſei, Als in ſeiner Huld zu ſtehn, Seinen Namen zu erhöhn. Seinen Willen zu velbemmgenn, Müſſe mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, wenn wo zur Sünde Mein Gemüt verſuchet wird, Daß ſie mich nicht über⸗ winde Ha ſich irgend mich ver⸗ irrt, o ſtrafe ſelbſt mein Herz, Daß ich ſanter Reu und Schmerz Mich vor Gott in Demut beuge, Und mein Herz zur Beßrung neige. 5. Reize mich mit Flehn u nd Beten, Wenn mir Hülfe nötig iſ 102 Pfingſtlieder. Zu dem Gnadenſtuhl zu treten, Gieb, daß ich auf Jeſum Chriſt, Als auf meinen Mittler ſchau, Und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad auf mein Verlan⸗ gen Von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden Stets mit deinem Troſte bei, Daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgſam ſei. Gieb mir ein gelaßnes Herz, Laß mich ſelbſt im Todesſchmerz Bis zum frohen UÜberwinden Deines Geiſtes Troſt empfinden. Mel. Komm, heiliger Geiſt. 168[DVomm, o verheißner 4◻ 4 8 1 Gottesgeiſt, Der uns der Sünde Nacht entreißt, Dein Licht verklär auch unſre Seelen, Daß ſie von deiner Hülf erzählen: Wie du auch uns ſo wohlgethan, Erhellend unſre Lebensbahn. O komm, du reines Licht von oben, Verklär uns, würdig dich zu loben. Halleluja, Halleluja! 2. Komm, du erſehnter Gottes⸗ geiſt, Der uns der Sündenangſt entreißt. Ach, hart verklagt uns das Gewiſſen, Verwundet, blutend und zerriſſen. Gieb Zeugnis un⸗ ſerm Geiſt, daß wir Des Vaters Kinder ſind ſchon hier, Von Gott durch Schuld nicht mehr geſchieden. Geiſt Gottes, gieb uns deinen Frieden. Halleluja, Halleluja! 3. Komm, komm, Erneurer, Got⸗ tesgeiſt, Der uns dem Sünden⸗ dienſt entreißt. Wie hat die Sünde uns gebunden, Wie böſe Luſt oft überwunden! Brich alle Feſſeln nun entzwei, O mache von uns ſelbſt uns frei, Ganz umgeſtaltet, neu geboren. Du biſt zum Helfer auserkoren. Halleluja, Halleluja! 4. Komm, komm, o Tröſter, Gottesgeiſt, Der uns der Erden⸗ not entreißt. Du biſt ein Geiſt der reinen Freude, Mach uns getroſt in jedem Leide. O du, der alles in uns ſchafft, Gieb Glaubensnunt, gieb Heldenkraft, Daß wir von Weltangſt uns er⸗ heben Ins friedensreiche Himmels⸗ leben. Halleluja, Halleluja! 5. Komm, komm nun, ewger Gottesgeiſt, Der uns der Erden⸗ laſt entreißt, Daß wir zur Him⸗ melsfreiheit dringen Auf deiner ewgen Gnade Schwingen. In Todesnacht ſei unſer Licht, Und Beiſtand droben im Gericht, Daß vor dem Richter wir beſtehen, Und ſelig ein zum Himmel gehen. Halleluja, Halleluja! Mel. Nun ſich der Tag geendet. 169 Nicht um ein flüchtig * Gut der Zeit, Ich fleh um deinen Geiſt, O Gott, den mir zur Seligkeit Dein teures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Him⸗ mel ſtammt, O Vater, lehr er mich, Die Weisheit, die das Herz entflammt Zur Liebe gegen dich. 3. Dich lieben, Gott, iſt Selig⸗ keit; Gern thun, was dir gefällt, Wirkt reinere Zufriedenheit, Als alles Glück der Welt. 4. Dann, dann hab ich Ver⸗ traun zu dir, Dann ſchenket ſelbſt dein Geiſt Das freudige Bewußt⸗ ſein mir, Daß du mir gnädig ſeiſt. 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, Zur Tugend ſtärk er mich, 0 — ——— — —— — — — — — — — A Dr N, J Drr d — 8 A iſſer, de Sonne lanzenver. So SddöpfrvoresM hit lit ung in dic ſat n — 1 dum verd Nſtateanen, di 4 d uuf B der u uns d t. Du biſte n Fre ude, M jedem Leide 43 uns ſtaf gieh H Send ri — Wün frieden nsrei iche d alal uja, dun „, Nan 1 der m 1 d ißt, Daß wir zur din⸗ eit dringe n f udt Sänn neen 8 ht ſei unſer dict 6 en in indi 16 Kichter wirtrgel ln zun 5 unel dalen 1 u 6. vnnn 95 36 * — mthun, wadd dr Das frel endige B 5 du n mir nüi mich zi zaur We „1 gend ſinke int, O Vater, Iſr d Weisheit de di den t Zur Liebe gegef di lieben, Gott iſ dlg — —— — 8 — 5—— — — —— —— — Pfingſtl lieder. 103 Erweiſe, wenn ich traurig bin, in der Sünde Nacht zt; Sie leuchte Auch mir dals Tröſter ſich. hier mit ſanfter Klarheit, Sie 6. Er ſchaff in mir ein reines Herz, Verſtegle deine Huld, Und waffne mich in jedem Schmerz Mit Mut und mit Geduld. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich. 170. Von dir, mein Gott, kommt Licht und Leben, Der du das Licht und Leben ſelber biſt, Ich bin mit Dunkel noch umgeben, Und weiß nicht, was dir wohlgefällig iſt. B O ſende mir der Wahrheit hellen Schein, Belebe mich, daß ich dir leb allein. 2. Du ſprachſt, und aus den Finſterniſſen Ging auf dein Wort des Lichtes Strahl hervor. Nun ward die Welt der Nacht ent⸗ riſſen, Die Sonne ſtieg in vollem Glanz empor. So ſei durch deines Sch höpferwortes Macht t Der Wahr⸗ heit Licht aeh in mir angefacht. 3. Dich hat noch niemand je geſehen, Dein ewger Sohn nur hat dich uns verklärt; Doch wie kann ich ſein Wort verſtehen, Wenn nicht dein Geiſt den rechten Sinn mich lehrt? Drum gieb mir, Gott, von vhon deinen Geiſt, Der mich in aller Wahrheit unterweiſt. 4. Dann werd ich, Herr, dich recht erkennen, Dich, der in Ehriſt uns ſo hoch geliebt, Und froh dich meinen Vater nennen, Weil mir dein Geiſt der Kindſchaft Zeugnis giebt. Dann wird mir erſt das Heil in Chriſto klar, Das deiner Gnade ewger Ratſ ch hluß war. 5. Ergreife, Herr, mit deiner H Wahrheit Die, ſo noch wandeln ſchrecke dort mit deines Donners Wahl, Daß die verſtockten Sün⸗ der in ſich gehn, Und wahrer Reue voll um Gnade flehn. 6. Und merk ich ſelbſt mit bangem Herzen, Daß ich bethört vom Weg des Heiles wich, Daun ſtille meine bittern Schmerzen Das teure Wort: der Mittler ſtarb für dich! Daß ich Vergebung find in Jeſu Blut; Du aber gieb zur Beßrung Kraft und Mut. Mel. d dich ſehr, o meine. 171. L du allerhöchſte Freude! O du allerſ önſtes Licht! Der du uns in Lieb und Leidenubeſuche läſſe eſt nicht; Geiſt des Höchſten, l höchſter Fürſt, Der du hältſt und halten wirſt Ohn Aufhören alle Dinge: Hör, d höre, was ich ſinge! 2. Du biſt ja die beſte Gabe, Die ein Menſch nur nennen kann; Wenn ich dich erwünſch und habe, Geb ich alles Wünſchen dran. Ach, ergieb dich, komm zu mir In mein Herze, das du dir, Da ich ward aufs neu geboren, Selbſt zum Tempel auserkoren. Du wirſt aus des Himmels Throns Wie ein Regen ausge⸗ ſchütt't, Bringſt vom Vater und vom Sohne Nichts als lauter Segen mit. Laß doch, o du werter Gaſt, Gottes Segen, den du haſt, Und verteilſt nach deinem Willen, Mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Weiſe biſt du, voll Ver⸗ ſtandes, Was geheim iſt, iſt dir kund, Zählſt den Staub des klei⸗ 104 Pfingſtlieder. nen Sandes, Schanſt des tiefen Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, Wie verderbt und blind ich ſei. Drum gieb Weis⸗ heit, und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen. 5. Du biſt heilig, läßt dich finden, Wo man rein und lauter iſt, Fleuchſt hingegen Schand und Sünden, Wie die Taube rein du biſt. Mache mich, o Gnaden⸗ quell, Durch dein Waſchen rein und hell, Laß mich fliehen, was du flieheſt, Gieb mir, was du gerne ſieheſt. 6. Du biſt, wie ein Schäflein pfleget, Frommen Herzens, ſanf⸗ ten Muts, Bleibſt im Lieben unbeweget, Thuſt uns Böſen alles Guts. Geiſt des Vaters, gieb mir auch Dieſen edlen Sinn und Brauch, Daß ich Freund und Feinde liebe, Keinen, den du liebſt, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, Wenn du mich nur nicht verſtößt. Bleib von dir ich ungeſchieden, Ei, ſo bin ich ganz getröſt't. Laß mich ſein dein Eigen⸗ tum, Ich verſprech auch wieder⸗ um, Hier und dort all mein Ver⸗ mögen Dir zur Ehre anzulegen. 8. Allem will ich gern entſagen, Was dir deinen Ruhm entreißt, Und mein Herz ſoll immer fragen Nur nach dem, was du verleihſt. Was der Satan will und ſucht, Will ich halten als verflucht, Ihm auf ſeinen ſchnöden Wegen Tre⸗ ten ſtets mit Ernſt entgegen. 9. Nur allein, daß du mich ſtärkeſt, Und mir treulich ſteheſt bei! Hilf, mein Helfer, wo du merkeſt, Daß mir Hülfe nötig ſei. Brich des böſen Fleiſches Sinn, Nimm den alten Willen hin, Hilf mir, daß er ſich erneue, Daß mein Gott ſich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben, Wenn ich ſinke ſei mein Stab, Wenn ich ſterbe ſei mein Leben, Wenn ich liege ſei mein Grab, Wenn ich wieder auferſteh, O ſo hilf mir, daß ich geh Hin, da du in ewgen Freuden Wirſt die Auserwählten weiden. Mel. Errett' mich, o mein lieber. 17* daß doch bald dein 172. O Feuer brennte, Du unausſprechlich Liebender! Es bald die ganze Welt erkennte, Daß du biſt König, Gott und Herr! 2. Wohl brennt es ſchon in heller Flamme, Jetzt hier, jetzt dort, in Oſt und Weſt, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingſt⸗ und Freudenfeſt. 3. Und noch entzünden Him⸗ melsfunken So manches kalte, tote Herz, Daß es, in Liebe hin⸗ geſunken, Nicht ewig fühlt den Höllenſchmerz. 4. Verzehre Stolz und Eigen⸗ liebe, Und ſondre ab, was unrein iſt, Und mehre jener Inbrunſt Triebe, Die aus dem Quell des. Lichtes fließt. 5. Erwecke, läutre und ver⸗ eine Des ganzen Chriſtenvolkes Schar, Und mach in deinem Gnadenſcheine Dein Heil einſt jedem offenbar. 6. Du unerſchöpfter Quell des Lebens, Allmächtig ſtarker Gottes⸗ ig hauch, Dein Feuermeer ſtröm nicht mndnnmn Dur gan huu a wit nl acſannme dot rete Vel Und Vikinnedls dagünt und Hel Nn J u ſr — — —½= — — — — g=V= — — — — — —= des böſen e ium den alten dir, di er ſh Gott ſch mei mein getter 4 6 ſinte ſi m 1 ſterbe i m am ich licge ſi m engen Freuden vählten weiden F te, D. glic Litbender Es 1 Celt erkennte, Daß d Gett und Her! l brennt es ſjon i mme, Jttzt hir, jit ſt und Weſt, ir, da erwürgten Laugne, En ngſt⸗ und Fredenftt noch entzünde Hin⸗ So manche kalte daß es, in Libe hir⸗ Nicht ewig füllt de rz. are Stolz und Eiger⸗ ſondre ab, wal unrii nehre jener Inbruſ 6 d aus dem Quell de gl cee, läutre Und ver⸗ ganzen Chriſt nvoltt in deine nd mach in deinm ine Dein Hiil ei bar. I nerſchöpfter Luell nächig tarker G Feuermeer ſtt'm rich Pfingſtlieder. 105 vergebens, O zünd in unſern Herzen auch! 7. Bring alles, was ſich trennt, zuſammen, Und baue deinen Tem⸗ pel aus; Laß leuchten deine heil⸗ gen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Ja, weck, erleucht, erwärm, entflamme Doch bald die ganze weite Welt, Und zeig dich jedem Völkerſtamme Als Heiland, Frie⸗ densfürſt und Held. Mel. Ich ruf zu dir, Herr. 173. O geiſt, Komm mir mit Gnad entgegen; Sei du, den Jeſus uns verheißt, Mit mir auf allen Wegen. Mit meiner Kraft iſt nichts gethan, Du mußt mir Gnade geben, Fromm zu leben, Und, wenn ich ſelbſt nicht kann, Mein Herz zu dir erheben. 2. Geiſt Gottes, ach, was wäre ich, Der Gottes Bild verloren, Wenn du nicht durch die Taufe mich Von neuem hätt'ſt geboren? Du haſt durch deine Gnad in mir Den Glauben angezündet Und gegründet, Daß nun mein Herz in dir Troſt, Fried'n und Sehnſucht ſtillen. Freude findet. 3. Herr, meine Kraft kommt nur von dir, Hilf mir im Kampfe ringen, Zu allem Guten ſchenke mir Das Wollen und Vollbringen. Wenn ich aus Schwachheit irre geh, Gieb, daß ich's bald empfinde, Und der Sünde Mit Eifer wider⸗ ſteh, Das Böſe überwinde. 4. Du weißt es ja, wie ſchwach ich bin, Du kannſt, du wirſt mich ſtärken. Erneure täglich meinen Sinn Zum Fleiß in guten Werken. Laß deines Wortes Kraft und Licht Zur Leitung im Gewiſſen Mich genießen, So werd ich ſicher nicht Zum Falle fortgeriſſen. 5. Und fühl ich, was mir noch gebricht, Drängt mich mein Herz zu beten: So laß mit Kindes⸗ zuverſicht Mich zu dem Vater treten. Ach, laß, du werter Geiſt von Gott, Mich deinen Troſt erblicken Und erquicken, So wird die größte Not Mich nie zu Boden drücken. hochgelobter Gottes⸗ 6. Ich achte nicht den Troſt der Welt, Der mir zu bald ver⸗ ſchwindet; Dein Troſt iſt's, der mich aufrecht hält, Der meine Hoffnung gründet. Du biſt mir Siegel, biſt mir Pfand, Daß ich als Kind und Erbe Selig ſterbe, Hingeh ins Vaterland, Und nim⸗ mermehr verderbe. 7. Nun, die Verheißung iſt geſchehn, Wenn wir in Chriſti Namen Um Gottes Geiſt zum Vater flehn, Iſt alles Ja und Amen. Wir flehen, Herr, um deinen Geiſt, Du wirſt um Chriſti willen Das erfüllen, Was uns dein Wort verheißt, Und unſre Eigne Melodie. 7 omm, o komm, du 174. K Geiſt des Lebens, Wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft ſei nicht vergebens, Sie er⸗ füll uns jederzeit, So wird Licht und heller Schein In dem dunklen Herzen ſein. 2. Gieb in unſer Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verſtand 106 Buß⸗ und Bettagslieder. und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Als nur, was dein Wille ſucht. Dein' Erkennt⸗ nis werde groß, Und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeige, Herr, die Wahrheits⸗ ſtege, Halt uns auf der rechten Bahn, Räume alles aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann. Wirke Reu an Sünden ſtatt, Wenn der Fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß uns ſtets dein Zeug⸗ nis fühlen, Daß wir Gottes Kin⸗ der ſind, Die auf ihn allein nur zielen, Wenn ſich Not und Drang⸗ ſal find't. Denn des Vaters Liebes⸗ rut' Iſt uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit. Seufz auch in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit, So wird unſer Flehn erhört, Und die Zuverſicht gemehrt. 6. Wird um Troſt dem Her⸗ zen bange, Daß es oftmals rufen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? Mach doch endlich den Beſchluß! Dann ſprich du uns tröſtlich zu, Und gieb Mut, Ge⸗ duld und Ruh. 7. O du Geiſt der Kraft und Stärke, Du gewiſſer, neuer Geiſt, Fördre in uns deine Werke, Wenn zum Kampf uns Satan reißt; Schenk uns Waffen in dem Krieg, Und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unſern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denſelben möge rauben, Du biſt unſer Schutz und Gott. Sagt das Fleiſch auch immer: nein! Laß dein Wort gewiſſer ſein. 9. Wenn wir endlich ſollen ſter⸗ ben, So verſichre mehr und mehr Uns, als deines Reiches Erben, Jener Herrlichkeit und Ehr, Die Gott giebt durch Jeſum Chriſt, Und die unausſprechlich iſt. 9. Buß⸗ und Bettagslieder. Eigne Melodie. 175 Schaffe in mir, Gott, . Ein reines Herze, Und gieb mir einen neuen gewiſſen Geiſt. Verwirf mich nicht Vor deinem Angeſicht, Und nimm dei⸗ nen heiligen Geiſt nicht von mir. Tröſte mich wieder Mit deiner Hülfe, Und dein freudiger Geiſt erhalte mich dir. Mel. O wir armen Sünder. 176 aſſet uns beweinen 4 Das, was wir ge⸗ than. Gott nahm ſtets die Seinen, Die ihn ſuchten, an. Die nicht reuig kamen, Dieſe traf ſein Fluch, Gott tilgt ihre Namen Aus des Lebens Buch. Schöpfer, Richter, Vater, Mittler, Jeſus Chriſtus, Geiſt, erbarm dich unſer. 2. Laßt uns innig klagen Uber unſre Schuld, Aber nicht verzagen An des Höchſten Huld. Sieh, ich komm und ſuche, Gott, dein Angeſicht, Tilg aus deinem Buche Mich, Erbarmer, nicht! Gott, der mich erſchaffen, Gott, der mich verſöhnet, Gott, der mich geheiligt! 4 3 Von der er Ih,dos it mem donde erſen le unnth b. He —— 2 — 2 3. Von der erſten Liebe— Ach, das iſt mein Schmerz!— Von der erſten Liebe Wich 4 wankend Herz. Herr, Erbarmer, Füh greſt meinen Lauf, Sieh, hier fleh i Gott, der mich ver⸗ ach ffen, 4. Chriſti Liebe dringe Mich, damit ich treu, Standhaft tunfe ringe, Üüberwinder ſei. La Heil znich s ſchrecken, ich fiel Lan vom Schlaf mich wecken, Herr, d die Kron am Ziel, Vater und Vergelter, Sohn, mich geſtorben, Geiſt des Sohn's und Vaters! Mel. Herzlich lieb hab ich dich. 8 ott, der du unſre 17 1 7. 6 Zuflucht biſt, Herr, unſer Mittler, Jeſus Chriſt, Geiſt Gottes, Geiſt der Gnaden! O Heiliger, wir flehn zu dir, Dein Gnadenantlitz ſuchen wir, Müh⸗ ſelig und beladen. Nimm von uns unſre Sündenſchuld, Gott der Langmut und Geduld, Erhöre e gnädig unſer Flehn, Daß der Verſöhnung Heil wir ſehn. Herr, unſer Gott, Verbirg uns nicht dein Angeſicht, Und geh mit uns nicht ins Gericht. 2. Wir haben nuſern Bund entweiht, Und oft in Ungerechtig⸗ keit, Herr, deinen Weg verlaſſen Doch reuig kehren wir zurück; O richt auf uns der Gnade Blick, Zu der wir Hoffnung faſſen. Sie leit uns auf den ebnen Pfad, Den uns dein Wort bezeichnet 2 hat, Daß nie Verſuchung oder ADahn Der Sünd uns mache Buß⸗ und Bettagsl leder. du bleibſt ch Armer, Nimm mich wieder auf! Gott, der mich Wegen. zum Daß ſo oft und Zweiflern teil. Gott, für ſer Land, Daß der Vaterblick 2 Du 107 unterthan. Herr, unſer Gott, Groß von Geduld, vor aller Schuld Behüt uns deine Vaterhuld. 3. Schütz uns vor Irrtum und Gefahr, Erhalte deiner frommen Schar Der Glaubenseintracht Segen. Uns leite, Gott, dein guter Geiſt, Wie uns dein teures ſöhnet, Gott, der mich geheil ligt! Wort ver heißt, Auf allen unſern Laß auch in Lehr und Wandel rein Die Diener deines Wortes ſein, Und gieb an deiner Wahrheit Heil Auch Irrenden Herr, unſer Breit aus dein Wort an jedem Ort, Und laß es wachſen fort und ſort. 4. Dein Segen komm auf un⸗ wir beſch chirmt von deiner Hand, Des Friedens Glück genießen. Wend ab von uns durch t deine Hut Der Fluten und der Flammen Wut, Des Krieges Blutvergießen. Noch lange ſei Des Königs ſeiner Völker Glück; O ſchütt auf ihn und auf ſein Haus Die Fülle deines Segens aus. Herr, unſer Gott, Schütz unſer Land mit ſtarker Hand, Beglück und ſegne jeden Stand. 5. Vernimm der Leidenden Ge⸗ bet, Und wer zu dir im Glanben fleht, Dem hilf aus ſeinen Nöten. Gieb K dranken Linderung und Ruh, Die Sterbenden erlöſe du, Erhör Hihr letztes Beten. Mach alle Unter⸗ drückten frei, Steh Witwen, Herr, und Waiſen bei, Vernichte der Ver⸗ folger Rat, Und wehre jeder böſen That. Herr, unſer Gott, Durch Freud und Leid der Pilgerzeit Führ uns zu deiner Herrlichkeit. 108 Buß⸗ und Bettagslieder. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 7 Ihr armen Sünder, 1 78. kommt zuhauf, Kommt eilig, kommt und macht euch auf, Mühſelig und beladen. Hier öffnet ſich des Heilands Herz Für alle, die in Reu und Schmerz Erkennen ihren Schaden. b 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an, Drum komm, dein Jeſus will und kann Dich retten und umarmen. Komm weinend, komm in wahrer Buß, Und fall im Glauben ihm zu Fuß, Er wird ſich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt ſein Schäf⸗ 7. Laß mich dein Schäflein ewig ſein, Sei du mein treuer Hitt allein, Im Leben und im Sterben. Laß du mich von der Welt aus⸗ gehn, Als Gottes Kind zum Leben gehn, Und deinen Himmel erben. 8. Ich will von nun an ſagen ab Der Sündenluſt bis in mein Grab, Und in dem neuen Leben Durch Glauben und Gerechtigkeit Dir dienen noch die kurze Zeit Die mir zum Heil gegeben. 9. Ach, nimm dein armes Täub⸗ lein ein, Und laß es ſicher bei dir ſein, Wie in der Felſenhöhle. Be⸗ wahre mich vor Sündenwerk lein nicht, Dem's in der Irr an Hülf gebricht, Er ſucht es mit Verlangen. Er läſſet neun und neunzig ſtehn, Und ſie gar in der Wüſte gehn, Das eine zu umfangen. 4. So ſucht der teure Jeſus Chriſt Das Schäflein, das ver⸗ loren iſt, Bis daß er's hat ge⸗ funden. Ach, laß dich finden von dem Herrn, O komm zu ihm, er hilft dir gern, Noch ſind die Gnadenſtunden. 5. O Jeſu, deine Lieb iſt groß, Ich komm mühſelig, arm und bloß, Ach, laß mich Gnade fin⸗ den! Ich bin ein Schaf, das ſich verirrt, Ach, nimm mich auf, weil ich verwirrt Im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach, weh mir, daß zum Abgrund hin Von dir ich abge⸗ wichen bin, Ach, laß mich wieder⸗ Und ſchenke deines Geiſtes Stärk Dem Leibe und der Seele. Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. 179 Mie iſt mein Herz ſo e fern von dir, Ban dir, du Quell des Lebens! Mein Geiſt bekümmert ſich in mir, Sucht Ruh und ſucht vergebens. Verlaß mich, Gott, mein Vater, nicht, Verbirg mir nicht dein An⸗ geſicht, Du aller Geiſter Wonne! 2. Umhüllt von Dunkelheit bin ich, Mich faſſet Angſt und Beben, Mein Herz ſucht Licht und ängſtet ſich, Doch fruchtlos iſt ſein Stre⸗ ben. Der Kampf, der täglich ſicher⸗ neut, Die Bürde meiner Sterblich⸗ keit Beugt in den Staub mich nieder. 3. Ich bin zu ſchwach, aus eigner Macht Zu dir mich auf⸗ zuſchwingen, Zu ſchwach, durch dieſe dunkle Nacht Zum Licht em⸗ kehren! Nimm, guter Hirt, mich gnädig an, Und mach mich frei von Fluch und Bann, Das, Herr, iſt mein Begehren. ſteht mein Vertrauen. por zu dringen. Wirſt du nicht meine Stärke ſein, Wo find ich Troſt? zu dir allein, O Gott, u dc, ſo flag i ſp Hiunn und nach iſtet ds Sünde 1 nejt it dies mein wrEn, dirf d Hel ud önd — — — — — — — — 9, — —— — — — — —— — — — — — —— — —— —— — — —— — 4— ——— — — — — — S 8 arm us di ie bei 3 tiefer Ng iri i8 5 1 lim u 8 4 des Ibens! M 8 ſch in unnef 8 verge ben 5 Gott, 1V Van irg mir nunt ¹ ller llt n du iſſet An 99 und ſucht fruchtlos ampf, de bürde wäglichſih Prſt du mi 4 Wo fin nd i H Gat 1, 6n. — — — M lrzen 8 ſſt nein Herrt biosfſt ſn 2r riter Sterblit ¹„ Buß⸗ und Bettagslieder. 4. Mit feſtem Glauben an dein Wort Will ich dich mächtig faſſen. Ich will von dir, mein Fels, mein Hort, Nicht weichen, dich nicht laſſen. Wie viel auch meiner Sün den ſind, Bin ich durch C hriſtum doch dein Kind, Du, mein ver⸗ ſöhnter Vater. 5. Wohl mir, ſo fürcht ich kei⸗ nen Streit, Du kannſt mich ſieg⸗ haft machen. Du giebſt dem Ban⸗ gen Freudigkeit, Und Kraft und Mut dem Schwachen. Du, Gott, biſt heiner Seele Licht Hab ich nur dich, ſo frag ich nicht Nach Himmel un nach Erde. Mel. Vater unſer im. 180. S So wahr ich lebe, ſpricht S dem Gott, Mir iſt ndern ſich. ohne Reu und du in Ewigkeit. bei ſeinem böſen Sinn, Wer ſei⸗ ner Seele ſelbſt nicht ſch pont, Dem wird einſt nach Verdienſt gelohnt. 5. Gnad hat dir zugeſaget Gott Durch Jeſu Chriſti Blut und Tod, Doch ſagen hat er nicht gewollt, Ob du bis morgen leben ſollt. Daß d ben, iſt dir kund, die Todesſtund. 6. Heut lebſt du, heut bekehre dich, Eh morgen kommt, kann's Wer heut iſt friſch, geſund und rot, Iſt! morgen krank, vielleicht gar tot⸗ Stirbſt du nun Leid, So büßeſt du mußt ſter⸗ Verborgen iſt 7. Hilf, o Herr Jeſu, hilf du t mir, Daß ich noch heuie komm zu d dir, Und Buße thud den Augen⸗ Tod nicht lieb des Sünders Tod, Viel⸗ mehr iſt dies mein Wunſch und Will, Daß in der Sünd er ſtehe ſtill, ſich, Und lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort bedenk, o Men⸗ ſchenkind. Verzweifle nicht in dei⸗ ner Sünd; Hier ſudeſtd Troſt, Heil und Gnad, Die Gott dir zugeſaget hat, Und zwar einem teuern Eid. die Sünd iſt leid! 3. Doch hüte dich vor Sicher⸗ heit, Denk nicht:: zur Buße iſt noch Zeit, Ich will erſt fröhlich ſein auf Erd', Bis ich ds Lebens müde werd', Alsdann bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen ſich. 4. Wahr iſt's: Gott iſt wohl ſtets bereit Dem Sünder mit Barmherzigkeit; Doch wer auf Gnade ſündigt hin, Und bleibt blick, Eh mich der ſchnelle Von ſeiner Bosheit kehre mit O ſelig, dem will ich hinrück; Auf da aß ich heut und jeder⸗ zeit Zu meiner Heimfahrt ſeibereit. Mel. Durch blms Fall iſt ganz. 181 Iih armer Sünder b D komm zu dir Mit tief betrübtem Herzen. Dir, Gott, der gnädig für und für, Bekenn ich meine Schmerzen. Ich hab ohn Scheu, ohn Leid und Reu In Sünden lan verweilet, Und doch gabſt du mir Raum und Ruh, Haſt mich nicht übereilet. 2. O Vater der Barmmherzigkeit Ich falle dir zu Fuße, Verwirf nicht den, der zu dir ſchreit Und thut aufrichtig Buße. Dein An⸗ geſicht mit Gnaden richt Auf mich betrübten Sünder; Dein Gnadenblick auch mich erquick, So wird die Angſt bald minder. 3. Eröffne mir dein freundlich 110 Buß⸗ und Bettagslieder. Herz, Dein Herz voll Lieb und Güte; Vergieb die Sünd, heil meinen Schmerz, Erquicke mein Gemüte, Vollend, was dir ge⸗ fällt an mir, Lehr mich das Böſe meiden, Bis ich hinfahr zur Engelſchar, Da nichts als lauter Freuden. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 182 Wer ſich auf ſeine G2. ☛ Schwachheit ſteu'rt, Der bleibt in Sünden liegen, Wer nicht Herz, Sinn und Mut erneu'rt, Wird ſich gewiß betrügen; Den Himmelsweg, den ſchmalen eg Hat nie ſein Fuß betreten, Auch weiß er nicht in Gottes Licht, Was kämpfen ſei und beten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, Iſt ihrer Bos⸗ heit Stärke, Dadurch vermehrt der böſe Geiſt, Gar mächtig ſeine Werke. Auf, Seele, auf! richt deinen Lauf Zur Allmacht, die dich rettet. Des Heilands Blick zerreißt den Strick, Womit du angekettet. 3. Der erſte Schritt im Chriſ⸗ tentum Macht von der Sünde ſcheiden. Strebſt du nach wah⸗ rem Glaubensruhm, So mußt du Wolluſt meiden. Wenn Chriſti Geiſt die Seele reißt Aus ihren Todesbanden, So ſpürt ſie Kraft, die Jeſus ſchafft, Mit dem ſie auferſtanden. 4. Mein Heiland, fördre ſelbſt dein Werk, Laß mich gekräftigt werden; Iſt doch Gerechtigkeit und Stärk Mein beſtes Teil auf Erden. Du machſt gerecht uns, dein Geſchlecht, Und willſt zu⸗ gleich uns ſtärken, Daß wir in dir des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o ſtarker Gottes⸗ ſohn, Damit auch wir durchbre⸗ chen, Laß uns in dir, o Gnaden⸗ thron, Nicht mehr von Schwach⸗ heit ſprechen, Weil deine Hand das teure Pfand Des Geiſtes uns gegeben, Dadurch wir frei von Heuchelei Im Streit ſtets ſiegreich leben. 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft mehr iſt, Gieb Kraft, das Fleiſch zu dämpfen, Gieb Kraft, wenn Satans Macht und Liſt Uns ſchwächen will im Kämpfen. Wemn uns die Welt viel Netze ſtellt, Gieb Kraft, ſie zu vernichten; So wird in Not, ja ſelbſt im Tod Uns deine Kraft aufrichten. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 183 ater, heilig möcht ich * leben, Rechtthun wäre meine Luſt! Doch Begier⸗ den widerſtreben Dem Geſetz in meiner Bruſt. Ach der Sünden⸗ trieb im Herzen Iſt die Quelle meiner Schmerzen. Mich beſchwert der Sünden Joch, Was ich nicht will, thu ich doch. 2. Sieh um Kraft mich Schwa⸗ chen beten, Meinem Vorſatz trau ich nicht. Lockende Begierden tre⸗ ten Zwiſchen mich und meine Pflicht. Selbſt den heilgen An⸗ dachtsſtunden, Wo, der niedern Welt entſchwunden, Ich zu dir von Treue ſprach, Folgten Sün⸗ dentage nach. 3. O wie oft hab ich geweinet, Schmerzlich meinen Fall bereut, glätbg rich nit dnd wich deinet grdd iiſt d dherbad vegab! Fictund Late Vetbeiente nich. Pater, du nn 1 4 utn,Vennvich 4, z —.———— 2— 3— 2— 2. — 8 — — — — — — an II. bieh 6 5 83 ed d Krit dc I 5 2 ſle 83¹ ver t ſa ſell ſt Nenſ 5p uh Nenſchen muſſen ſeerbe ater heili möcht lebe 1 Recht l e 31 Beßi tebe Geſe iſt, An. Sin el zen n Iſt 1 4 mM h beam Minn Jor vcende Deß i lder n ind nen. Buß ⸗ und B 111 Zettagsl lieder. Gläubig mich mit dir vereinet, Und mich deiner Huld gefreut! Gnädig ſahſt du zu mir nieder, Aber bald vergaß ich wieder Meine Pflicht und, Vater, dich, Und die denketten Unſer Heil und ewges 4. Vater, du nur kannſt mich retten. Sünde lohnt mit Ren und Ach, zerſchlage meine 8 Ketten, Nimm dich des Gefang⸗ Welt beſiegte mich. retten, Wenn mich niemand ret⸗ den kann. nen an! Reiß die Wurzel meiner Schmerzen, Reiß die Sünd aus meinem Herzen. Tief im Staube bitt ich dich: Leite ſelbſt zur Tu⸗ gend mich. 5. Sieh, mich dürſtet nach hdem der ſei'n. Guten, Früh und ſpät ruf ich zu dir: Laß mein Herz nicht länger bluten, Deinen Geiſt ver⸗ leihe mir. Hilf die böſe Luſt be⸗ zwingen, Und nach Wfe Bei⸗ g ſe ringen. Stärke mich mits hoher Kraft, Das zu thun, was Seden ſchafft. 3. Ja, du hörſt mein kindlich Jlehen. Du erquickſt mein Herz mit Ruh. Leben werd ich, nicht vergehen, Meine Stärke, Gott, biſt du. Überwinden, überwinden Werd in dir ich alle Sünden. Meine Seele, faſſe Mut, End⸗ lich, endlich wird es gut. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 184 O wie wie unermeßlich iſt Deine Vaterlieb und Größe, Die des Kindes nicht vergißt, Ob die Mutter ſein ver⸗ gäße! Ja, du ſier hſt mit Vatertreu Selbſt die Thränen ſpäter Reu. 2. Wie verirrten Wanderern bricht Uns ein Strahl durch finſtre Näch te. Mehr erfreun im Himmel 1 85. Mein. Gott, Gerechte, lang bethört, heim zum Vater kehrt. 3. Dies entflamm auch unſern nicht Viel Als wenn Wieder vollendete einer, Mut, Aus den ſchweren Sün⸗ Gut Nur bei dir, dem Herrn, zu Leid, Deine Gnad iſt Seligkeit. Wel. Wer nur den lieben Gott. ach lehre 1.28 mich erkennen Den Selbſtbetrug und Heuchelſch ein, Daß tauſend, die ſich Chriſten nennen, Mit nichten Chriſti Glie⸗ Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſten utum. 2 Hilf, daß ich dir allein er⸗ geben, Der Sünde abgeſtorben ſ ei. Laß d dir mich ſterben, dir nich leben, Und mach in mir, Herr, alles neu. Ach, ſwirt in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wah re Chriſtentum. 3. Reiß ls das Herz mir von der Erden. Laß mich, der ich un⸗ ſterblich bin, 2 Nach deinem Bild erneuert werden, Und gieb mir meines Heilands Sinn. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſtentum. 4. Regiere du ſelbſt meine t Seele, Damit ich Chriſto fe ge nach, Und ſtets den ſhmen. Weg erwähle, Ja, Ehre ſuch in Chriſti Schmach. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſtentum. 5. Gieb mir zum Streite Mut und Kräfte, Hilf, daß ich dir ver⸗ bleibe treu, Daß ich an Chriſti 112 Buß⸗ und Bettagslieder. Kreuz mich hefte, Und mir die Welt gekreuzigt ſei. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſtentum. 6. Laß in mir Glauben, Hoff⸗ nung, Liebe Lebendig, feſt und thätig ſein, Daß ich bis an mein Sterben übe Das Chriſtentum ohn Heuchelſchein. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſtentum. „Wird dies mein Flehn er⸗ höret werden, Was frag ich nach der armen Welt? Ich ſchmecke dann ſchon hier auf Erden, Was mir der Himmel aufbehält. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſtentum. 186. H 2 Wie oft hab ich, Ich Sünder, dich ver aihtel! Sieh die Seele gnädig an, Die nach Hülfe ſchmachtet. 2. Herr, denk an mich! Es jammre dich Mein Elend, o Er⸗ banmner Wenn du meiner nicht edenkſt, Ach, was bin ich Armer? 13. Herr. denk an mich! Wie leicht kann ich In Wahn und Sünde fallen! Laß mich ſtets an deiner Hand Deine Wege wallen. 4. Herr, denk an mich! Dann nahe ſich Die Stunde ſchwerer Leiden. Bin ich dein, o was ver⸗ mag Mich von dir zu ſcheiden? 5. Herr, denk an mich! Ge⸗ ſtärkt durch dich, Geh ich dem Tod entgegen. Tod und Grab, o Jeſu, wird Mir durch dich zum Segen. 6. Herr, denk an mich! Mel. O Traurigkeit. Herr, denk an mich! Froh will ich dich Für deine Huld er⸗ heben, Wenn du mir das Para⸗ dies Wirſt aus Gnaden geben. 1 Aus tiefer Not. 187 Vater der Barm⸗ 04. herzigkeit, Ich falle dir zu Fuße; Verſtoß den nicht, der zu dir ſchreit Und thut noch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, Verzeih mir alles gnä⸗ diglich Durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ derthat Nimm von mir, was mich qualet Durch deine Weisl zeit ſchuff Rat, Worin es ſonſt mir fehlet. Gieb Willen, Mrl Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk Anfange und vollende. 3. O Jeſu Chriſte, der du haſt Am Kreuze für mich Armen Ge⸗ tragen aller Sünden Laſt, Wolſſt meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, Erbor dich mein und mein verſchon, Sieh an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Dein Todespein und Ster⸗ ben, Mir kommen kräftiglich zu gut, Daß ich nicht muß verderben. Bitt du den Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Ge⸗ bühr, Wie ich es hab verſchuldet. 5. O heilger Geiſt, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich der Sünden Luſt anficht, Laß mich von dir nihi wanken. Verleih, daß nun 5 nimmermehr Begier nach Wol⸗ luſt, Geld und Ehr In meinem Herzen herrſche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen iſt, So hilf mir treulich do. Wer 4 d Si 3 weirgütmd d ed 4 ge rriſ rnir zuiend ſi. Sünm ſt efül 4 lai ar tr Nam g xnke Sonn Dein En Ja 3 Une, eugg Kfli dnur d 7 t üd deh ni l. h Jir Für dein 4 du mir aus Guſen R Aus tieſer ) Luer dr m 2 hrigti, ghi 1 Hud s u e el ſdut 1 ſe. Verſ iſtoßt den m 1 rit Und thut m V Las id b d18 hmi begang alles m n deine poße Gi deiner All Unacht Va bun ine Wei! in von a was mi eit ſchof tes ſon onſt nir 9 n, Mit 4 3 ügr u all u n 1 llende. keſſe für mich; — erbarmen. avids Soh, E d mein ver äglich Ruf deiner Wut Todespein kommen kof hrict muf en Vater, Sünden? er du he rmen G iſt, Wol Op wabte Erban △☛ 44 hon Sü 1. den und der ftiglich z verderben aß er mi iiger 6 Geiſt i nih 3 1 gierer der der a 3 li nach * duan ke dir ni ni s, ddj nun u 4 89 1 ier und Ehr ſ. rſche fnir Shund nach d in mel inen 1 1 G. —. — — — — — Buß⸗ und Lad dcde 113 kämpfen, Daß ich des Satans Trug und Liſt Durch Chriſti Sieg mög dnpfen, Auf daß mir Krankheit, Angſt und Not Und dann der letzte Feind, d Tod, Nur ſei die Thür zum Leben. Mel. Wer nur den lieben Gott. 188. Wir liegen hier zu deinen Füßen, Ach Herr von großer Güt und Treu, Und fühlen leider im Gewiſſen, Wie elend unſer Zuſtand ſei. Das Maß der Sünden iſt erfüllt, Ach, weh uns, wenn du ſtrafen willt! 2. Du biſt gerecht, wir aber Sünder, Wie wollen wir vor dir beſtehn? Wir, wir ſind ab⸗ gewichne Kinder, Die Wege des Verderbens gehn, Sind wert, daß deiner Rache Schwert, Ge⸗ rechter Gott, uns längſt verzehrt. 3. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn, Dein Gnadenwort bleibt Ja and Amen, Dein Eidſchwur zeuget ſelbſt davon: Du will lſt den Tod d Sünders nicht, Drum geh mit uns nicht ins Gericht. 4. Wir liegen hier vor dir im Staube, O Vater, mit zerknirſch⸗ tem Geiſt; Uns hält und ſtärkt allein der Glaube, Daß du noch der Erbarmer ſeiſt, Der gern ſein Herz zum Sünder neigt, Und ſtatt des Zornes Huld erzeigt. 5. Dein Sohn tritt ſelber in die Mitte, Ach, ſchaue ſeine Wun⸗ den an, Die er für unſre Schuld erlitte; Wie viel hat er für uns gethan! Er iſt das Lamm, das i für uns litt, Und uns noch jetzt bei Göott vertritt. Ach Blut, ach Blut von Güns Sohne, Schrei für uns um Barmherzigkeit! Sprich für ‚uns vor dem Gnadenthrone, Des Vaters Herz iſt ja bereit, Auf Jeſu Opfer hinzuſehn; Wir wer⸗ den nicht verloren gehn. 7. Herr, laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unſre Häupter gehn, Laß uns nicht als verlorne Schafe Von deiner Hand verlaſſen ſtehn. Verbreit die Gnade deiner Hand Auf das geliebte Vaterland. 8. Gieb Fried im Land und im Gewiſſen, Geſunde Luft und gute Zeit. Laß uns ſtets deinen Schutz genießen, Befördre die Gerechtig⸗ keit. Krön unſer Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut: 9. So wollen wir dir Opfer bringen, Dir eigen ſein mit Leib und Seel. Es ſoll dein Lob zum Himmel dringen, Und dein er⸗ löſtes Israel Wird mit vereinten Stimmen ſchrein: Der Herr ſoll mein Gott ewig ſein! Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 1 89 die treu, mein guter 8 Hirte, Gehſt du dem Sünder nach, Der ſich von dir verirrte, Der elend, krank und ſchwach In ſein Verderben läuft, Wenn deine Hand den Armen Nicht ſelber aus Erbarmen, Eh er verſinkt, ergreift! 2. Wie tröſtlich iſt die Stimme, Die alle Sünder lockt! Ach, ſprä⸗ cheſt du im Grimme: Weicht, die ihr euch verſtockt, Weicht, Sünder, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen! Wer wollt es 8 114 Buß⸗ und Bettagslieder. Unrecht nennen? Wer biſt du, wer ſind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen, Und merken wir nicht drauf, Ob wir ihn ſchon ver⸗ nommen, So ſuchſt du ſelbſt uns auf. Dein Herz, o Heiland, brennt, Daß doch das Schaf zur Herde Zurück geführet werde, Davon es ſich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sün⸗ der Den Gnadenruf nicht an, S biſt du viel gelinder, Als man es denken kann. Sein Ziel verlän⸗ gerſt du, Er kann noch Gnade hoffen, Der Zugang ſteht ihm offen, Er eile nur herzu. 5. Erretter unſrer Seelen, Mein Hirt, mein treuſter Freund, Wie könnt ich's doch verhehlen, Wie wohl du es gemeint? Ich war auf meiner Flucht Ein Raub der ſchnö⸗ den Lüſte, Doch du haſt in der Wüſte Mich huldreich aufgeſucht. 6. Dein Wort ſchallt noch im Herzen, Das mich zur Buße rief, Als ich zu deinen Schmerzen Den Weg zur Hölle lief; Du aber brachteſt mich Von dieſem breiten Wege Durch Kreuz zum ſchmalen Stege; Mein Hirt, ich preiſe dich. 7. Ach, daß ich deiner Liebe Nur immer folgſam wär, Nicht oft zurücke bliebe, An Lieb und Eifer leer; Nicht, wie viel du gethan, Mir oft entfallen ließe, Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann! 8. Nun, Jeſu, ich beklage Den blöden Unverſtand, Und daß ich meine Tage So übel angewandt. Verſtoß den Sünder nicht! Mich * reut und ſchmerzt mein Schade, Verwandle deine Gnade Nicht in ein Zorngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, Gabſt du dein Leben dar, Daß ſo dein Eifer ſuche, Was ganz ver⸗ loren war. Ja, Nam und That erweiſt, Daß du, Herr, nicht ver⸗ gebens Das rechte Brot des Lebens, Der Sünder Heiland ſeiſt. 10. Das laß mich herzlich gläu⸗ ben; Doch gieb mir ſelber Kraft, Dem Heile treu zu bleiben, Das mir dein Tod verſchafft, Und wie ich glaubensvoll Aus deinem Über⸗ fluſſe, Zum wirklichen Genuſſe, Stets Gunade ſchöpfen ſoll. 11. Doch ſollt ich mich aufs neue, Ich ſchwach Geſchöpf, ver⸗ gehn, So laß mir deine Treue, Mein Heiland, nicht entſtehn. Er⸗ weck und führe mich, Daß nichts ohne Ende Als meinen Hirten dich. Mel. Herr Gott, nach deiner. 190. O O Brunnen voller Gnad, o mein Erretter, Erbarme dich, o kräftiger Vertreter! Gedenk an mich, o mein Immanuel! Ich ſtehe hier mit Angſt und Furcht belegt, Ich klag es dir, du Prüfer meiner Nieren; Du biſt ein Arzt, der kranke Seelen trägt, Du biſt ein Hirt, der ſelbſt ſein Schaf will führen. 2. Ich bin betrübt, ich fühle, was mich plagt, Mein Auge darf ſteh und ſeh ich nach dem Leben, Nach dir, o Seligmacher, ich nur tracht. In Demut ſchlag' ich an die harte Bruſt; Hier liegt die von dir mich wende, So preiſ' ich Menſchenfreund, o Jeſu, Lebensquell, — ich kaum zu dir erheben, Von ferne —— — 5„ ◻2 — — — — = — — — — — 2 — — 5— — — deine rich. usgemacht; Gnade 1 him ür ſelbes g e dreu zu bleib 1 net nd dal Aus deinet Uhe wirklichen enuſ m ſchöpf rfen ſü. dc ſolt ich mi mi ſh mmf Geſchotf e nir deine Tuu 14 jn tentſteln. 9 führe mich, Daß niht ich wende, So p eiſ'it Als meinen Hin n il er Gott, nach de der — Nenſchenften “ Ji, bne voller Gnad,,) mei rbarm miche iſit ian Sedenkan mi mi 1 13u ſ 3 n Jurcht belegt, ſich lo d üfer n bah ſiere in Arzt, de kran 3 dr liſ e Hit in Scaf willf in betrübt, t lagt Min dir erheben, hich nach de eiht Seligr mmacher, ie Demut ſch 1n U Bruſt Hier he 2 Re deformationsfeſtlieder. Sünd, die mich, Herr, von dir trennet, Ich ſchäme mich auch der verborgnen Luſt, In welcher oft das Herz ſo heimlich brennet. 3. Wo ſoll ich hin? ich will zum Lebensgott, Kein Feind ſoll nich von meinem Fels abtreiben. Ich will mich meinem Jeſu ganz verſchreiben, Tod, Höll, dein Sieg und Stachel iſt nur Spott. Ich bin ein Glied an dem ſieghaften Haupt, Das Teufel, Tod und Hölle hat bezwungen, Ich bin durch ihn der Sünden Rach ent⸗ raubt, Es iſt dem Held aus Davids Stamm gelungen. 4. Zu dir allein, o Heilbrunn, ich nun komm, Ich dürſte ſehr nach friſchen Waſſerquellen. An deiner Tofel will ich mich ein⸗ ſtellen, Verſtoß mich nicht, du biſt geneigt und fromm. Ver⸗ borgnes Manna, ſpeiſe meine Seel, Du offner Sone kannſt meinen Durſt bald ſtillen; Du treuer Hirt, dir ich mich ganz befehl, Laß Herz und Zung ſtets ſein nach deinem Willen. Eigne Melodie. 19 1. Aus tiefer Not ſchrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Flehen, Wend gnädiglich dein Ohr zu mir, Laß geben; Es iſt ja unſer 2 Gnad für heit ergehen. Denn ſo du, Herr, willſt ſehen an, Was Sünd und Unrech iſt gethan, Wer kann dann vor dir bleiben? 2. Vor dir gilt nichts denn Gnad allein, Die Sünde zu ver⸗ Thun nicht rein Auch in dem beſten Leben. Vor dir ſich niemand rühmen kann, Es muß dich fürchten jedermann, Und deiner Gnade leben. 3. Drum will ich, Gott, allein auf dich, Auf mein Verdienſt nicht bauen. Auf dich will ich verlaſſen mich, Und deiner Güte trauen, Die mir zuſagt dein wertes Wort, Das iſt mein Troſt und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht, Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht, noch ſorgen. So thut ja ſtets ein rechter Chriſt, Der durch den Geiſt gezeuget iſt, Er harret ſeines Gottes. 5. Ob bei uns ſind der Sün⸗ den viel, Bei Gott iſt viel mehr Gnade, Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch ſei der Schade. Er iſt allein der gute Hirt, Der Israel erlöſen wird Aus allen ſeinen Sünden. 10. Reformationsfef ſtlieder. Eigne Melodie. 192. Ein⸗ feſte Burg iſt un⸗ ſer Gott, Ein' gute Wehr und Wuffen; Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen. Der alte böſe Feind, Mit Ernſt er es jetzt meint, Groß' Macht nnd viele Liſt Sein grau⸗ ſam' Rüſtung iſt, Auf Erd'n iſt nicht ſein's Gleichen. 2. Mit unſrer Macht iſt nichts gethan, Wir ſind gar bald ver⸗ loren; Es ſtreit't für uns der rechte Mann, Den Gott ſelbſt hat er⸗ koren. Und fragſt di. wer er iſt: Er heißet Jeſus Chriſt, Der Herre 8*½ 116 Reformationsfeſtlieder. Zebaoth, Und iſt kein andrer Gott; Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ fel wär, Und wollt uns gar ver⸗ ſchlingen, So fürchten wir uns nicht ſo ſehr, Es ſoll uns doch gelingen. Der Fürſt von dieſer Welt, Wie ſauer er ſich ſtellt, So thut er uns doch nicht; Das macht, er iſt ge⸗ richt't, Ein Wörtlein kannihnfällen. 4. Das Wort ſie ſollen laſſen ſtahn, Und kein'n Dank dazu haben; Er iſt bei uns wohl auf dem Plan Mit ſeinem Geiſt und Gaben. Nehmen ſie uns den Leib, Gut, Ehre, Kind und Weib, Laß fahren nur dahin; Sie haben's kein'n Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Mel. Was Gott thut, das iſt. 193 Fett wie ein Fels im wil⸗ 2⸗ O den Meer, So ſtehn Jehovahs Worte. Kommt auch die Hölle ſelbſt einher Und öffnet ihre Pforte: Was zitterſt du? Gott eilt herzu, Mit tauſend Engel⸗ ſcharen Die Seinen zu bewahren. 2. Auf hoher Felſenſpitze hat Der Herr mit ſtarken Thürmen Das Feld iſt weit, die Ernte groß und reich, Arbeiter ſende du, widerſteht den Stürmen. Ob auch der Feind Vor ihr erſcheint Mit ſeiner Waffen Blitzen, Der Herr Erbauet eine feſte Stadt, Die weiß ſie zu ſchützen. Tagen, Du legteſt ihm die Rüſtung an, Da ſprach er ſonder Zagen: Ich ſtehe hier, Gott helfe mir, In Jeſu Chriſti Namen, Ich kann nicht anders! Amen. 5. O gieb uns, Herr, doch glei⸗ chen Sinn, Durch deinen Geiſt uns leite, Und führſt du uns zum Kampfe hin, So ſtärk uns auch im Streite, Daß wir mit dir Recht kämpfen hier, Und einſt vor deinem Throne Empfahn die Siegeskrone. Mel. Dir, dir, Jehovah. 19 4 Wach auf, du Geiſt der 2 erſten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mauern ſtehn, Die Tag und Nächte nimmer ſchweigen, Und unverzagt dem Feind entgegen gehn, Ja, deren Ruf die ganze Welt durchdringt, Und, Herr, der Völker Scharen zu dir bringt. 2. Wer ſendet uns ſo treue Knechte, Von deiner Liebe Feuer ganz entbrannt? Noch ſind dein Licht und deine Rechte, Noch iſt dein Heil nicht überall bekannt. den erſten gleich. 3. Breit aus dein Wort durch große Scharen, Laß ſie in Kraft Evangeliſten ſein. Laß alles Volk 3. Du wähleſt tapfre Streiter dein Heil erfahren, Füll jedes dir, Die Feinde ſehn's und wei⸗ chen; Am Thore weht dein Feld⸗ Land mit deiner Wahrheit Schein. Weck Israel aus ſeinem Schlaf panier Als hohes Siegeszeichen. mit Macht, Die Heiden reiß aus Gelobt ſeiſt du, Du kannſt im ihrer Blindheit Nacht. Nu, Umringt von deinen Treuen, Die Himmelsſtadt befreien. 4. Herr, beſſr' auch deines Zions Stege, Und ebne deinem 4. Du riefeſt einen frommen Worte Lauf und Bahn; Was hin⸗ Mann Zum Kampf in dunklen dern kann, räum aus dem Wege, n 1 d ſlbe Pite Und dieſe N Ninm das Pfer Arhen, Se mit hie, Uad ereie Daj es no den Ung ein ginmel 3 Paſches, Yatdon den an Anri zageic mi esdin Vedenſt Uim dene Uuſc dir elbet es be 4 0it nim 3 ſan na glit, ginme he Friede e dii. — —2ᷣꝑ — — — — — — uns, Herr N„E“, a Durth di Und führſt du m Sn in, So ſtärk uz u — — — — — — — — — — in, 9 igegen ge⸗ Ingt. 1 ſendet uns rn on deiner Liebe Fe annt? Noch ſit) d. deine Rechte, Jochi nicht überall —iſt weit, d reich, Arbeiter gleih. t aus dein Vo daren Laß ſie „ * 6 33 — — erfahren, Füt ter Waheheit 6 Wa deiner geel aus ſeinem Sch t, Die Heiden rh ß al r, beffr auch ege, Und ebne dei und Bahn, I. — — — — räͤum aus dem Bo. Lieder von der 117 heiligen Taufe. Dämpf und zerſtör den falſchen Mund gelegt; Du ſiehſt, wie ſie Glaubenswahn. Von Mietlingen an jedem Orte Die Herzen deiner mach deine Herde frei, Daß Kirch Gläubigen bewegt; Drum neige und Schul ein Garten Gottes ſei. dich zu unſerm heißen Flehn, Er⸗ 5. Du ſelber haſt in deinem Worte Uns dieſe Bitte in den V 3 hör uns, Herr, und ſprich: es ſoll geſchehn. II. Lieder für kirchliche Handlungen. 1. Lieder von der heiligen Taufe. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 08 Wieh, Herr Jeſu, wir 195. S ſind hier, Deinem Worte nachzuleben; Dieſes Kind⸗ lein kommt zu dir, Weil du den Befehl gegeben, Daß man Kind⸗ lein zu dir führe, Denn das Himmelreich iſt ihre. 1 2. Darum eilen wir zu dir, Nimm das Pfand von unſern Armen; Sei mit deinem Glanze hier, Und erzeige dein Erbarmen, Daß es mög dein Kind auf Erden Und ein Himmelserbe werden. 3. Waſch es, Jeſu, durch dein Blut Von den angeerbten Flecken, Und zugleich mit dieſer Flut Laß es dein Verdienſt bedecken. Schenk ihm deiner Unſchuld Seide, Mit dir ſelber es bekleide. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede; Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedensfürſt, ſei du ſein Friede; Weinſtock, hilf, daß dieſe Rebe An dir bleibe, in dir lebe. 5. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen iſt ge⸗ gangen. Führ die Seufzer him⸗ melwärts, Und erfülle das Ver⸗ langen; Ja, den geben, Schreib ins Lebensbuch zum Leben. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 196 Vater, nimm zum 196. O Bunde Dies Nind⸗ lein gnädig auf, Ihm leuchte dieſe Stunde Im ganzen Lebenslauf. „Sohn Gottes, ſieh, wir le⸗ gen Dies Kindlein an dein Herz, Du wirſt es liebend pflegen In Freuden und in Schmerz. 3. O Geiſt der Wahrheit, bilde Sein Herz für Heiligkeit; Durch Wahrheit, Reinheit, Milde Leit es zur Seligkeit. 4. Dreieiniger, erhöre, Um was wir innig flehn. Herr, in der Engel Chöre Laß dieſes Kind eingehn. Mel. Wer nur den lieben Gott. 197 Ich bin getauft auf 4 I deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, Undſo iſt alles Ja und Amen, Was mir dein teures Wort verheißt. Ich bin in Chriſtum eingeſenkt, Der mich mit ſeine Geiſtbeſchenkt. 2. Du haſt zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt; Du haſt die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Namen, den wir Heiland, mir gewährt. Du willſt in Not und Seelenpein, O guter Geiſt, mein Tröſter ſein. 3. Ich habe, Herr, mich dir 118 Konfirmationslieder. verſchrieben, Und angelobt, mich dir zu weihn, Dich als mein höch⸗ ſtes Gut zu lieben, Treu und ge⸗ horſam dir zu ſein. Dem Dienſt der Sünde ſagt' ich ab, Da ich mich dir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieſer Bund wohl feſte ſtehn, Wenn aber ich ihn überſchreite, So laß micch nicht verloren gehn. Wo ich verließ die rechte Bahn, Nimm wieder mich zu Gnaden an. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Geiſt zum Opfer hin. Erwecke mich zu ſteter Treue, Dein Geiſt regiere meinen Sinn. Weich, eitle Luſt, du Sünde, weich, Gott hört es, jetzt entſag ich euch. 6. Befeſtige dies mein Ver⸗ ſprechen, Mein Vater, und be⸗ wahre mich, Daß ich es niemals möge brechen, Mein ganzes Leben preiſe dich. Gott meines Heils ſei ewig mein, Und laß mich ſtets dein eigen ſein. Mel. Chriſt, unſer Herr, zum. 198 reis dir, daß durch . der Taufe Bund Du uns zum Heil erkoren. Heil uns! dein Wille ward uns kund, Wir ſind nun neu geboren. Ins Buch des Lebens ſchriebeſt du, O Vater, unſre Namen, Du gabſt uns ſegnend Licht und Ruh, Und ſpracheſt gnädig: Amen. Dein Pfad iſt Licht und Friede. 2. Ob Berge ſinken in den Grund, Ob Hügel auch hinfallen, Doch ſtehet feſt dein heilger Bund, Biſt gnädig, Herr, uns allen. Wir brachen oft das Wort der Treu, Verirrt vom rechten Pfade, Doch deine Huld war täglich neu, In Chriſto ſchenkſt du Gnade. Nimm hin das Herz auf ewig. 3. Herr, den das Chor der Engel preiſt, Dir ſei dies Kind geweihet, Gieb du ihm deinen heilgen Geiſt, Der ihm das Herz vereint Ju dir das Leben finden, Und, bis ſein Ende ihm erſcheint, Im Glauben überwinden. Laß uns den Himmel erben. Mel. Srn mich 0 mnein liebet Jater, ſieh mit 99. O Wohlgefallen Dies Kindlein an, das wir dir weihn, Und laß des Säuglings ſchwaches Lallen Dir Lobgeſang und Pſal⸗ ter ſein. 2. O Hirt voll Liebe und Er⸗ barmen, Nimm dieſes zarte Schäflein ein, Und laß in deiner Liebe Armen Es immer wohl ver⸗ wahret ſein. b 3. O Geiſt des Lichtes und der Wahrheit, Erfülle du mit ſanftem Schein Das zarte Herz, laß deine ſt Klarheit Im Pilgerthal ſein Leit⸗ ſtern ſein. 2. Konfirmationslieder. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 200. Wir flehn um deine Gnade, Nichts ſind wir ohne dich; Führ uns auf deinem Pfade, Und hilf uns mächtiglich. 2. Wir flehn um deine Wahr⸗ heit In unſers Lebens Nacht, erneuet. O laß es ſtets mit dir —.— A Wrr nur! ir übe iif eene Bah deds Vollen dſc zam Vollo Dräxeingen ſs neue, Wi 15 hier. 1 Derge ſinen; 9 H d * ſiſ dein hailge at vom rohten Vi duld warttäglich n ſtensi du Gu das Her auf en Ai du hm deie ſt, Der 5 das Fe u, Und kiß in din e gehn um heine Vi nnſers Lcens Aa ügel auch dinfale Konfirmat ionslieder. 119 Durch dich nur wird uns Klar⸗ heit In unſern Geiſt gebrecht. 3. Wir flehn um deinen Frie⸗ den In dieſer Welt voll Angſt; Uns ſei das Heil beſchieden, Das du am Kreuz errangſt. 4. Wir flehn um deine Stärke, Du weißt, wie ſchwach wir ſind. Zu jedem guten Werke Stärk jedes ſchwache Kind. 5. Wir flehn um deinen Se⸗ gen Zum großen Bundestag, Daß wir auf allen Wegen Dir treulich folgen nach. Mel. Wer nur den lieben Gott. 201 Wir übergeben uns aufs ‿d neue Dir, Vater, Sohn und heilger Geiſt, Geloben dir auf ewig Treue, Und glauben, was dein Wort verheißt. So ſchließen wir mit Herz und Mund Mit dir, o Gott, den heilgen Bund. zum heilgen Werke, Dir uns ganz zu weihn, Ewig dein zu ſein. 2. Mach uns ſelbſt bereit, Gieb uns Freudigkeit, Unſern Glauben zu bekennen, Und dich unſern Herrn zu nennen, Deſſen teures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, Wenn wir un⸗ ſern Bund erneuern, Und gerührt vor dir beteunern, Deine Bahn zu gehn, Weltluſt zu verſchmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Wolleſt du auf unſre Bitten Uns mit Gnade überſchütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. 5. Gieb auch, daß dein Geiſt, Wie dein Wort verheißt, Unauf⸗ löslich uns vereine Mit der gläu⸗ bigen Gemeine, Bis wir dort dich ſehn Und dein Lob erhöhn. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu uns. 2. Gedenke nicht der Jugend⸗ ſünden, O Vater, nimm uns gnädig an; Hilf, Jeſu, daß wir Gnade finden, Und führ uns ſtets auf deiner Bahn. Geiſt Gottes, * der das Wollen ſchafft, Gieb uns auch zum Vollbringen Kraft. 3. Dreieinger, nimm uns an Wir ſtehn gerührten Herzens hier. O ſtärke du ſelbſt unſre Treue, Daß wir ſtets wan⸗ Dir weihn wir uns mit Herz und Mund, aufs neue, deln, Herr, vor dir. Und ewig, ewig ſei der Bund Mel. Seelenbräutigam. 90* Mon des Himmels 202. D Thron Sende Gottes Sohn, Deinen Geiſt, den Geiſt der Stärke. Gieb uns Kraf 203 Fuür deſs Kinder beten -9e. wir Mit heißer In⸗ brunſt, Gott, zu dir. Nimm du dich ihrer gnädig an, Und leite ſie auf ebner Bahn. 2. Erhalte ſie vom Irrtum frei, Und mache ſie im Glauben treu, Und wenn Verſuchung ihnen naht, Sei du ihr Helfer, Schutz und Rat. 3. In Schmerz und Kummer ttröſte ſie, Und in der Not ver⸗ laß ſie nie, Gieb ihnen hier Zu⸗ friedenheit, Und dort des Him⸗ mels Seligkeit. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. zeht im Glauben eure — 204. 2 Wege, Gott ſei eure t Zuverſicht. Seid befohlen ſeiner 120 Konfirmationslieder. Pflege, Scheut auch ſeine Prü⸗ fung nicht. Treffen Schmerzen euch und Leiden, Trübt euch ſchwe⸗ rer Kampf die Freuden: Seid voll Glaubens! Kampf und Leid Führen euch zur Seligkeit. 2. Geht in Liebe eure Wege, Lieb iſt Chriſti neu Gebot; Daß ſie ſtets in euch ſich rege, Schaut auf ſeinen heilgen Tod. Schaut der Liebe Sieg im Sohne, Denkt der euch verheißnen Krone, Die aus lichter Ferne ſchon Beut der treuen Liebe Lohn. 3. Geht in Hoffnung eure Wege In des Geiſtes Freudigkeit, Und daß niemand Zweifel hege, Ob ſein Wirken wohl gedeiht. Treu nur müßt ihr ſein und be⸗ ten, Und der Geiſt wird euch ver⸗ treten. Glanbend, liebend, hoffend lebt, Bis euch Gott zu ſich erhebt. Mel. Mitten wir im Leben ſind. 5 Stärke, Mittler, ſtärke ſie 205.S Deine teu'r Erlöſten, Laß ſie ihr Vertraun auf di Unausſprechlich tröſten. Wach über ihre Seelen; Sie ſtehn und ſchwören alle dir: Herr, dein Eigentum ſind wir! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröſter! Allgütiger Gott! Laß ſie nie vergeſſen Ihrem Bunde treu zu ſein Bis an ihren Tod. 2. Ach, wie viele ſchwuren auch Feſt an dir zu halten! Aber treu⸗ los ließen ſie Ihre Lieb erkalten. Verderben ward ihr Ende. Be⸗ ſtändig laß dir dieſe ſein, Die dir ſchwören, dir ſich weihn. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröſter! Allgütiger Gott! Stärke du die Deinen, Daß ſie niemals irre gehn Von dem Weg des Heils, 3. Locken wird ſie nun die Welt, Herr, zu ihren Lüſten. Ach, du wolleſt ſie mit Kraft Aus der Höhe rüſten. Laß ſtreiten ſi und ſiegen. Die Triebe zu ver⸗ botner Luſt Dämpfe früh in ihrer Bruſt. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröſter! All⸗ gütiger Gott, Laß ſie ihren Fein⸗ den, Allen Haſſern ihres Heils Kräftig widerſtehn. 4. Laß dein Heil im Tode ſie, Deine teu'r Erlöſten, Weil ihr Glaube ſtandhaft blieb, Unaus⸗ ſprechlich tröſten. Sprich dann: ſie ſollen leben! Einſt führe ſie mit uns zugleich In dein unver⸗ gänglich Reich. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröſter! Allgütiger Gott! Sieh mit Huld ch hernieder, Hör auf unſer heißes Flehn Und erhör uns! Amen. Mel. Zeuch meinen Geiſt. 206. Wie heilig iſt mir dieſe Stunde! Sie führt mich, Gott, zu deinem Bunde, 1 Und dir gelob ich, treu zu ſein, Mein ganzes Leben dir zu weihn. 2. Dich will ich über alles lieben, Mit Eifer deinen Willen üben, Doch ach, du weißt, wie ſchwach ich bin, Drum ſtärk in mir den frommen Sinn. 3. Und dir, mein Heiland, der ſein Leben Für mich am Kreuz dahin gegeben, Verpflicht ich mich, —— —— —— —=—* — 8— —— —— ——ꝑ — — — — ——— ——— — —— q=— —— —— — — —— — 2⸗ G⸗— —— — — — — — — — —— — — — dem eg z Weg jes Fe vird ſie nun die den Lüſten. A — — —— — nit Kunft Ausg — — 3 Du in 8 ie Triefe zu w Dampfe frih in in iger Schöger, Gat tler, Gott Heilin t und Trter/ A „ Laß ſie iren Fir Haſſern ig es Hei erſtehn. in Heil im Tode ſt Erlöſten, Weil in dhaft bliel, Unau iſten. Spich dam. den! Einſt führe ſ gleich In din under ch. Heiliget Schiyfe iger Mittaz, Gott t,Lehrer un Tröſter pott! Sieh nit Hul dr auf 1 er heißet erhör un! Amen — zuch meinen eiſt ie heilig it mir die Stunde! Sie füht „ zu deinet: Bunde lob ich, nes zu ſen s Leben dir zu weihn will ich ſir alle Eifer din Will ach, du peißt, me bin, Drut ſtärk i zmmen Sitn. ir, mein Kiland, R Für nih n Kreu en, Verpfli tich nich ſchworen, Dreieiniger, der mich Konfirmationslieder. 121 mein Herr und Gott, Getreu zu ſein bis in den Tod. 4. Doch wenn ich jemals mich verirrte, So ſuche mich, mein gu⸗ ter Hirte, Mit deinem treuen Liebesblick, Und bring zur Herde mich zurück. b 5. Geiſt Gottes, Geiſt der Kraft und Liebe, Dir weih ich alle meine Triebe, Erleuchte mich in Finſternis, Und mach im Glau⸗ ben mich gewiß. 6. Erinnre du mich, wenn ich fehle, Und ſtärk im Kampfe meine Seele, Damit, von allem Böſen frei, Mein Herz dein heilger 1 Wenn ſie ſtraucheln möchten, feſt; Tempel ſei. 7. So ſei denn Treue dir ge⸗ erkoren; Und bis zum letzten Herzensſchlag Sei heilig mir mein Bundestag. Die Gemeine. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 207 Mittler, ſchau auf ſie * hernieder, Die ſich deiner Gnade freun, Und als deiner Kirche Glieder Dir gelo⸗ ben, dein zu ſein; Dein, der mit der größten Treue Auch für ſie ſein Leben gab. Sie ſind dein, Erbarmer, weihe Sie dir ganz bis in das Grab. 2. Sie bekennen deine Lehre, Sind auf deinen Tod getauft. Laß ſie leben dir zur Ehre, Denn ſie ſind durch dich erkauft. Leite ſie mit deinen Händen, Daß ſie auf der rechten Bahn Ihren Lauf durch dich vollenden, Immer wal⸗ len himmelan. 3. Laß die Blüte ihrer Ju⸗ Daß ſie nie vom Pfad der Tu⸗ gend In die Irre ſich zerſtreun. Schütze ſie vor allen Sünden, Vor den Lockungen der Welt, Laß ſie deine Näh empfinden, Wenn ſie ihnen Netze ſtellt. 4. Laß ſie treu in deiner Liebe, Feſt im wahren Glauben ſein, Und durch deines Geiſtes Triebe Wunſch und That des Böſen ſcheun. Stärke ſie durch deine Gnade, Wenn ſie kindlich zu dir flehn, Daß ſie auf dem ſchma⸗ len Pfade Stets den Weg zum Leben gehn. 5. Halte ſie mit ſtarken Armen, Laß ſie fühlen dein Erbarmen, Das ſie nimmermehr verläßt. Und wenn eines ſich verirrte Und ver⸗ ließe deine Bahn, Ach, dann nimm dich, guter Hirte, Des verirrten Kindes an. 6. Keines, keines, ach, von allen, Die mit dir den Bund erneun, Laß aus deiner Gnade fallen, Und von dir geſchieden ſein. Herr, verſiegle ihren Glauben, Der ſie ewig ſelig macht, Keinem laß die Krone rauben, Die du allen zugedacht. 7. Sieh hernieder auf die Dei⸗ nen, Die ſich jetzt zu dir gewandt; Ach, die Thränen, die ſie weinen, Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß die ſeligen Gefühle Nie er⸗ kalten, nie vergehn, Bis zu ihrem Lebensziele Laß ſie feſt im Glau⸗ ben ſtehn. Die Konfirmanden. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 8. O teure Eltern, helft und fleht, Daß Gott uns Kraft ver⸗ gend Dir, nur dir geheiligt ſein, leihe, Und wer hier um und bei 122 Konfirmationslieder. uns ſteht, Der bitte Gott um Treue. Ja, tretet mit uns in den Bund, Bekennt und ſchwört mit Herz und Mund, Nur Jeſu anzuhangen. Denn wahrlich, an⸗ ders kann man nicht Durch Not und Tod und durchs Gericht Zu ſeiner Ruh gelangen. Chor. Mel. Jetzt komm ich als ein armer. 208 Erhör uns, Vater, ſieh, 9S⸗, E wir flehn In Jeſu Chriſti Namen. Laß uns dein Gnadenantlitz ſehn, Komm, ſprich in uns dein Amen. Nimm, Va⸗ ter, uns in Chriſto an, Daß wir das Kleinod einſt empfahn, Das uns dein Sohn erworben. Die Gemeine. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 2. Kommt zu Jeſu, dringt ins Leben, Er will euch gern die Schuld vergeben, Der Heiland nimmt die Sünder an. Das Verlorne ſucht er wieder, Blickt gnädig auf den Schwachen nieder, Und führt ihn auf der ſchmalen Bahn. O kommt und zögert nicht, In ihm allein iſt Licht, Gottes Friede. O blei⸗ bet ſein, Euch einſt zu freun, In ſeiner Sieger langen Reihn. Chor. 3. Gieb du uns Kraft, daß wir beſtehn Im Kampfe mit den Sünden, Daß keiner möge von dir gehn, Und alle überwinden. Stehſt du uns bei, dann ſiegen wir, Drum halten wir uns, Herr, zu dir, Nur du biſt unſer Leben. Die Gemeine. 4. Wachet über euern Glauben, Laßt nie die Welt ihn wieder rauben, Das Wort von Gott ſei⸗ —— euer Licht. Schaut, wie viele irre gehen, Nicht mehr mit ihm im Bunde ſtehen, Sie beteten und wachten nicht. O betet, kämpft und wacht, Bis zu der Todes⸗ nacht. Er wird kommen, Mit ihm ſein Lohn, Zum Gnadenthron Führt uns der eingeborne Sohn. Chor. 5. Gieb, Herr, uns Kraft, durch deinen Tod, Daß wir dir treu anhangen, Und ob uns auch die Welt bedroht, Doch nie vor ihr erbangen. Uns bleibe Ruhm die Kreuzesſchmach; Wir folgen dir, Erlöſer, nach; Dem Treuen glänzt die Krone. Die Gemeine. 6. Wachet über eure Liebe, O daß ſie ſtets ein Feuer bliebe, Das läuternd flammt in eurer Bruſt. Nie vermag die Welt zu geben, Was Chriſtus giebt, das ewge Leben; Die Welt vergeht mit ihrer Luſt. O werdet nim⸗ mer lau! Er führt zur grünen Au, Zu der Quelle, Die ewig fließt, Sich voll ergießt, Wo ihr vom Lebensbaum genießt. Chor. 7. Durchs Dunkel führſt du uns zum Licht, Wie könnten wir verzagen? Wir baun auf dich mit Zuverſicht; Uns wird der Morgen tagen. Und geht es auch durch Todespein, Wir ziehn mit dir zur Heimat ein, Uns kann der Tod nicht ſcheiden. „Die Gemeine. 8. Über eure Hoffnung wachet, Ob auch der Spötter euch ver⸗ lachet, Gott winket, und er ſinkt — 4 — in Jah Wie rrütken Srcht rett Spütkt z elire düce, it, uei Vat ſiji gſiet älig * — — — — — gihi dan geneden T “ — — — = —— — — — — — —. ½—— — — —— ——— 2—— —— —— — —— — —— —, dſärt, Und d — —— — — — — —. — etzit inich digat der Eit al umringt th hen b ie Gemeine. 1 „* cch 300 e ſte 1 agen. Und despein, Vi Heimat ein, nicht ſcheiden erſicht; Ur 1 ts ein Feuer b ernd flammt it emn nag die Jeelt 1z über eure Liet Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 123 in Nacht. Wie ein Fels in Un⸗ gewittern Steht feſt der Chriſt, wenn Spötter zittern, Denn er, das Leid der Zeit Nicht wert der Herrlichkeit, Die dort glänzet. Wir ſiegen weit, In Ewigkeit, Du hältſt die Stätte uns bereit. der treue Hüter, wacht. Iſt doch 3. Vorbereitung zum Mel Alle Menſchen müſſen ſterben. 209 Ac, wann werd ich 4 von der Sünde, Gott, mein Vater, völlig frei, Daß ich ganz ſie überwinde, Ganz dir wohlgefällig ſei? Noch nicht, ich geſtehs mit Zähren, Kann ich ihrer mich erwehren; Sie verſucht mich wider dich, Und noch oft beſiegt ſie mich. 2. In der Andacht ſelgen Stun⸗ den, Wenn ich, Herr, dein Wort gehört, Hab ich oft das Glück empfunden, Das die Frömmigkeit gewährt. Nichts wünſcht ich als⸗ dann hienieden Mir ſo ſehr, als innern Frieden, Als ein Leben, dir geweiht, In des Glaubens Seligkeit. 3. Mit beruhigtem Gewiſſen Der Erlöſung mich zu frenn, Treu den heiligſten Entſchlüſſen, Folgſam deinem Wort zu ſein, Meines Glaubens Frucht zuzeigen, heiligen Abendmahl. wann, Nicht mit Freudigkeit er⸗ füllen, Nicht beſtändig halten kann! Ach, wer wird mich von dem Böſen, Von der Sünde ganz er⸗ löſen? O ich Armer, wer befreit Mich vom Dienſt der Sinnlichkeit? 6. Gott, du läſſeſt Heil ver⸗ ſprechen Unſrer ſündigen Natur, Tilgſt durch Chriſtum ihr Ge⸗ brechen, Zeigt ſich wahre Reue nur. Ohne dieſe Hoffnung würde Allzuſchwer mir meine Bürde, du höchſtes Gut, mich freun. 7. Laß mich merken, wo ich wanke, Daß ich ſtrebe feſt zu ſtehn, Und mich ſtärke der Ge⸗ danke, Meinem Heiland nachzu⸗ gehn. Führe, Gott, mich täglich weiter, Und dein Geiſt ſei mein Begleiter, Bis ich in der Ewigkeit Dringe zur Vollkommenheit. Mel. Herzlich lieb hab ich dich. In der Heiligung zu ſteigen, Treu zu leben, Herr, vor dir, War der heiße Wunſch in mir. 4. Doch die Sehnſucht wird zerſtöret, Und der heiße Eifer kalt, Wenn ſich Leidenſchaft empöret, Und die Luſt im Herzen wallt. Leichtlich bin ich zu verleiten Durch den Reiz der Eitelkeiten, Der mich überall umringt, Und mein ſchwa⸗ ches Herz bezwingt. 5. Weh mir, daß ich deinen 210 Jah Tondne⸗ Heil der Welt, zu dir, Er⸗ barmend rufſt du ja auch mir, Den Frieden zu empfangen. Der Sünden Laſt iſt mir zu ſchwer, Laß doch mein Herz von Troſt nicht leer, Ach, laß es Ruh er⸗ langen, Die Ruhe, welche ſelbſt dein Geiſt Mir durch dein troſt⸗ voll Wort verheißt. Wer tröſtet mich, als du allein? Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Willen, Den ich doch ſo lieb ge⸗ Jeſu Chriſt, Mein Troſt und Und ich könnte niemals dein, O — —— ,· —— ———ÿ— 124 Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Licht, mein Troſt und Licht, Ver⸗ wirf mich, o mein Heiland, nicht. 2. Anbetend ſteh ich, Herr, vor dir, Dein Antlitz neige du zu mir, Und ſei mir Sünder gnädig. Weil ich mich ſelbſt nicht tröſten kann, Wenn meine Sünd mich klaget an, So ſei mir Sünder gnädig. Der du am Kreuz gelitten haſt, Du, Heiland, trugſt auch meine Laſt, Als du zum Heil der Sün⸗ der ſtarbſt, Und ihnen Gottes Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. 211 Herr Jeſu Chriſt, du . höchſtes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, Ich komme mit gebeugtem Mut, Müh⸗ ſelig und beladen; Denn meiner Sünden großes Heer Belaſtet mein Gewiſſen ſchwer, Und beugt mich tief darnieder. 2. Erbarm dich mein in ſolcher Laſt, Nimm ſie von meinem Her⸗ zen, Weil du ſie ſelbſt gebüßet Huld erwarbſt. Herr Jeſu Chriſt, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Befreie mich durch deinen Tod. V 3. Nur du biſt meine Zuver⸗ ſicht, Entzeuch mir deine Gnade nicht, Mich reuen meine Sünden. Laß mich, verdien ich gleich den Tod, Den Gottes Fluch den Sün⸗ dern droht, Durch dich das Leben finden. Dein Tod iſt der Ver⸗ lornen Heil, Gieb mir an ſeinem Segen teil; Er ſei auch mir Be⸗ ruhigung, Und meines Lebens Hei⸗ ligung. Herr Jeſu Chriſt, Ich hoff auf dich, ich hoff auf dich, In dieſer Hoffnung ſtärke mich. 4. Mein ganzes Leben preiſe dich; Erlöſt, mein Mittler, bin auch ich, Dein Eigentum zu wer⸗ den. O bin ich dein, ſo fehlt mir nichts, Nichts einſt am Tage des Gerichts, Nichts, o mein Heil, auf Erden. Auf dieſer Bahn zum Vaterland Entzieh mir niemals deine Hand. Zu deinem Dienſte ſtärke mich, Damit ich ſiege, Herr, Hurch dich. Herr Jeſu Chriſt, Mein Herr und Gott, mein Herr W und Gott, Zum Leben führ uns durch den Tod. haſt Am Holz mit Todesſchmer⸗ zen. Hilf, daß ich nicht vor Angſt und Weh In meinen Sünden untergeh, Noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, gleich einem ſchwe⸗ ren Stein Drückt mich die Laſt der Sünden. Wer rettet mich aus dieſer Pein, Wo ſoll ich Ruhe fin⸗ den? Ja, ich weiß weder aus noch ein, Und müßte gar verloren ſein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Doch durch dies teure Wort erwacht Mein Herz zu neuem Leben; Erquickung hat es mir gebracht, Ich darf nicht troſtlos beben, Denn Gnad und Selig⸗ keit verheißt Dein Wort, wenn mit zerknirſchtem Geiſt Ich, Herr, zu dir mich wende. 5. So fleh ich denn zu deiner Huld: Laß mich Vergebung fin⸗ den; Du wolleſt von der Sünden Schuld Aus Gnaden mich entbin⸗ den, Daß ſich mein Herz zufrieden geb', Und dir hinfort zu Ehren leb', In kindlichem Gehorſam. 6. Stärk mich mit deinem Freu⸗ dengeiſt, Heil mich durch deine unden, Der du allein zu helfen weißt, In meinen letzten Stun⸗ den; Und nimm mich dann, wenn endmahl. ſer Not ſhe— diſſen ſchwer. Nn, ban ſhen 1 ben anm dich nen in ſolt un ſte von weinz 9e ld ſe ſehi ſi Holz mit Tode 3 volz mit Todes chna jd ich richt us An ) Ju meinen günd oth eigüth ernn walr, glech eirn ſth Drüct mich ſe Li en. Wer rettet n ch au Vo ſol ich Re fe ichweiß veder ai n müßte gar verlot ſih dein Wort nich hätt h durch dies teut Var Nein Herz zu euen rquickung hat) ni Ich darf nicht oſto un Gnad und Felh⸗ ßt Dein Wort wem ſchtem Geiſt Ich Hen h wende. fleh ich denn zu dein znich Vergebal g fir wolleſt von der ünder us Gnaden mich etbir ſch men Hetz itriüe dr lirfdt R Em indlichen Gehoſſan. kwich mit deinet Fla⸗ Heil mih durl den der du allin z feff meinen bttſeum imm nich dant, vent — — — — 125 dir's gefällt, Im wahren Glauben Sünden. A rr aus der Welt Zu deinen Aus⸗ Gnade jind Herr, las mich erwählten. 2. Weil du heißeſt alle kom⸗ Mel. Wenn wir in höchſten Nöten. nlen, Die beladen ſind, zu dir, 2 12 Hie bin ich, Herr Bin auch ich nicht ausgenommen, ..“ Offen ſteht auch mir die Thür; du rufeſt mir, Du zieheſt mich, ich folge dir, Betrete Ja, du ewge Liebe, du, Willſt, freudig deine Bahn, Ach, Heiland, 39 gründen meine Ruh, Von den nimm mich gnädig an!„Sünden, die mich drücken, Mich 2. Ich fühl es tief, ich komme entbinden und erguicken.⸗ ſpät, Lang hab ich deinen Ruf ehr Herr, dein Wort bleibt un⸗ verſchmäht, Und doch trugſt du* rochen, Was du einmal ſagſt, mich mit Geduld, Und gingſt mir eſteht; Nun haſt du, o Gott, nach mit Gnad und Huld. deſprochen: Such mein Antlitz 3. Nun aber ſäum ich länger im Gebei!, Darun komm ich nicht, Zu ſuchen, Herr, dein An⸗ auch Pod dich, Such dein Antlittz, geſicht. Ich komm, erfüllt von ach⸗ laß mich Bei dir Troſt und wahrer Reu, Hilf, daß ich auch Onade finden, Sprich mich los beſtändig ſei. ton meinen Sünden. 4. Noch bin ich wie auf wil⸗;„ winmn diß Hindſibrift ſieh dem Meer, Zu oft nur brauſt ein ich ge(Dal u deine Hand, mein Sturm daher; Leicht ſtürzt mich; Tle veun 7. ſprichſt: ſo wahr ſchnöder Lüſte Macht Tief in des ich ebe, Ich will nicht des Sünders Abgrunds finſtre Nacht.(Tod. Wenn ein Sünder ſich be⸗ 5. O reiche deine Hand mir kehrt, Reuig Gnade nur begehrt, dar, Daß ich entrinne der Ge⸗ Sich entſchließt, nur dir zu leben, fahr. Du weißt, o Herr wie Willſt du alles ihm vergeben. ſannach ih vin Hältſt dur uun ch 5. Nun, wohlan, du kannſt nicht nicht, ſo ſink ich hin. trügen, Darum bau ich auf dein 6. Dein Ruf hat mich zu dir Wort, Will auf meinen Knieen gebracht, Wie ſelig haſt du mich liegen Demutsvoll am heilgen gemacht! Und nun erhalte deine Drt. Ich bekenne Melile Sünd, Hand Mich auch in meinem ch bin das verlorne Kind, Das, Gnadenſtand. wom Linfe eft Hmularde Deine Güter hat verſchwendet. Mel. Zion klagt mit Angſt. 6. Mehr vermag ich nicht zu 213 O du Schöpfer aller ſagen, Ich kann nur an meine * Dinge, Höre, höre Bruſt Mit dem armen Sünder mein Gebet, Welches ich jetzt vor ſchlagen. Gott, es iſt dir wohl dich bringe, Weil mein Herz in bewußt, Daß ich hab geſündigt AÄngſten ſteht. Meine Sünden dir, Aber ſei doch gnädig mir. ängſten mich, Darum komm ich Sieh, ich fall in deine Arme: auch vor dich, Und bekenne meine Ach, Herr, meiner dich erbarme! Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 126 Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 21 4 Ich komme, Herr, und . J ſuche dich, Mühſelig und beladen; Gott, mein Erbar⸗ mer, würd'ge mich Des Siegels deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menſchen Sohn, Mich deiner zu getröſten. Ich fühle meiner Sünden Müh, Ich ſuche Ruh und finde ſie Im Glauben der Erlöſten. 2. Dich bet ich zuverſichtlich an, Du biſt das Heil der Sünder, Du haſt die Handſchrift abgethan, Und wir ſind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht, Und an dein Wort: es iſt voll⸗ bracht! Du haſt mein Heil er⸗ worben. Du haſt für mich dich dargeſtellt, Mit ſich verſöhnte Gott die Welt, Da du für ſie geſtorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, Er tilget deine Sünden, Und läßt an ſeiner Tafel hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufſt, und er erhört dich ſchon, Spricht liebreich: ſei getroſt, mein Sohn, Die Schuld iſt dir vergeben; Du biſt in meinen Tod getauft, Vergiß nicht, dem, der dich er⸗ kauft, Zu Ehren ſtets zu leben. 4. Dein, ſpricht er, iſt die Seligkeit, Bewahr ſie hier im Glauben, Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinſtock, bleib an mir, So wirſt du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich ſtärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen. Verleihe mir durch deinen Tod Nur Kraft für dieſen Willen Laß mich von nun an tüchtig ſein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, Und deinen Tod zu preiſen. Laß mich den Ernſt der Heiligung Durch eine wahre Beſſerung Mir und der Welt beweiſen. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 15 Jeſus nimmt die Sün⸗ 215. I der an! Sagt doch dieſes Troſtwort allen, Welche kehrten Weg verfallen. Hier iſt, was ſie retten kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade ſind wir wert, Dennoch hat in ſeinem Worte Er ſich gnadenreich erklärt: Offen ſteht die Gnadenpforte, Alleniſt ſie aufge⸗ than: Jeſus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren iſt, Suchet es ein treuer Hirte. Jeſus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Zeiget ihm die rechte Bahn: Jeſus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommt herzu, Kommet, ihr betrübten Sünder! Er verheißt der Seele Ruh, Macht aus Sündern Gottes Kinder. Ungeſäumt laßt uns ihm nahn: Jeſus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier, Und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden. Eins iſt, was mich tröſten kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getroſten Muts; 5. Ja, Herr, mein Heil iſt dein Wie viel auch der Sünden wären, Gebot, Ich will es treu erfüllen, von der rechten Bahn Auf ver⸗ =— —— — — — int geveri hn, dein — — —6 — — — —. —— —— — — —— —— —— inen Jejum loh is Neſus eumt Ni nmmt d Sir. M½ ner Guade ſindw. dat in ſeinem Wrte C nreich erbͤrt: Off nſch nimmt die Su de ll reuer Hi uns nie vergißt, uche S Werirrt rierte, Jeitt inn — der Sünden Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 127 Soll mich doch, kraft deines Bluts, Ihre Menge nicht beſchweren, Daß ich gläubig ſprechen kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewiſſen ſchreckt mich nicht. Wer will mich vor Gott ver⸗ klagen? Der mir einſt das Urteil ſpricht, Hat auch meine Schuld ge⸗ tragen, Daßmichnichtsverdammen kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 8. Jeſus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch angenom⸗ men, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich ſollte zu ihm kommen, Und auf den Troſt ſterben kann: Jeſus nimmt die Sünder an. Mel. Zion klagt mit Angſt. 216 Nater, laß mich Gnade * D finden, Gieb mir Troſt in Herz und Sinn, Der ich wegen meiner Sünden So gebengt und traurig bin. Sieh, o Vater, wie ich hier Jetzt vor deiner Gnaden⸗ thür Mit dem Zöllner ſchamrot ſtehe, Und dich um Vergebungflehe. 2. Du biſt heilig, ich hingegen Bin voll Ungerechtigkeit, Kann mich bloß aufs Bitten legen, Trauen deiner Gütigkeit; Die nur giebt mir Zuverſicht; Denn, wenn du, Herr, dein Gericht Ließeſt ohne Gnad ergehen, Würd es übel um mich ſtehen. 3. Aber, ach, nach deiner Lehre Willſt du keines Sünders Tod, Sondern, daßer ſich bekehre, Werde frei von ſeiner Not. Dieſer Troſt erquicket mich, Daßich reuvoll ſuche dich, Wenn ich Angſt und Leid em⸗ pfinde Über meine ſchwere Sünde. 4. Denke, daß dein Sohn auf ᷣ Erden Drum vergoſſen hat ſein B Blut, Daß der könnte ſelig werden, Wer im Glauben Buße thut. Ach, ſein Kreuz, die Dornenkron Bring ich hier vor deinen Thron, Laß — von ſeinem Blutvergießen Auch mich Armen Heil genießen. — 5. Längſt ſchon hätt' ich ſollen kommen In der langen Gnaden⸗ zeit, Doch iſt dadurch nichts be⸗ nommen Deiner großen Gütigkeit. Keine Buße iſt zu ſpät, Wenn ſie nur von Herzen geht, Darum wird dir auch mein Flehen Heute noch zu Herzen gehen. 6. Großer Gott, voll Lieb und Treue, Laß durch Jeſu Wunden doch Meine ſpäte Buß und Reue Vor dir etwas gelten noch. Denke 1 Herr, nicht mehr daran, was ich Böſes hab gethan, Laß mein arges Sündenleben Mir aus Gnaden ſein vergeben. 7. Wirſt du nun mir armen Sünder, O mein Gott, barm⸗ herzig ſein, In die Zahl der lieben Kinder Nun mich wieder nehmen ein: Dann will ich von Herzen dich Dafür preiſen ewiglich. Drum in Jeſu Chriſti Namen Wollſt du mich erhören. Amen. Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. 217 Wo ſoll ich hin, wer 14. hilfet mir? Wer führet mich zum Leben? Zu nie⸗ mand, Herr, als nur zu dir Will ich mich frei begeben. Du biſt's, der das Verlorne ſucht, Du ſeg⸗ neſt, was ſonſt war verflucht, Hilf, Jeſu, dem Elenden. 2. Herr, meine Sünden ängſten mich, Der Todesleib mich plaget. O Lebensgott, erbarme dich, Ver⸗ gieb mir, was mich naget. Du 128 Abendmahlslieder. weißt es wohl, was mir gebricht, Ich fühl's, doch ſagen kann ich's nicht, Hilf, Jeſu, dem Betrübten. 3. Du ſprichſt: ich ſoll mich fürchten nicht, Du rufſt: ich bin das Leben! Drum iſt mein Troſt auf dich gericht't, Du kannſt mir alles geben. Im Tode kannſt du bei mir ſtehn, In Not als Her⸗ zog vor mir gehn; Hilf, Jeſu, dem Zerknirſchten. 4. Du biſt der Arzt, der Kranke pflegt, Auf dich will ich mich legen. Du biſt der Hirt, der Schwache trägt, Erquicke mich mit Segen. Ich bin gefährlich krank und ſchwach, Heil und verbind, hör an die Klag, Hilf, Jeſu, dem Zerſchlagnen. 5. Ich thue nicht, Herr, was ich ſoll, Wie kann ich doch be⸗ ſtehen? Es drücket mich, das weißt du wohl, Wie wird es endlich ge⸗ hen? Elender, ich, wer wird mich doch Erlöſen von des Todes Joch? Ich danke Gott durch Chriſtum, 4. Abendmahlslieder. Wer nur den lieben Gott. 9 ier bin ich, Jeſu, zu er⸗ 218. 9 füllen, Was du in dei⸗ ner Leidensnacht, Nach deinem gnadenvollen Willen Zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Ver⸗ leih zur Ubung dieſer Pflicht Mir deines Geiſtes Kraft und Licht 2. Es werde, Herr, für mein Ge⸗ wiſſen Dein Abendmahl ein Unter⸗ pfand, Auch mir ſei dein verſöhnend Büßen Von Gott aus Gnaden zu⸗ erkannt; So freuet meine Seele ſich In deinem Heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die Liebe, Mit der du unſer Heil be⸗ dacht. Wie ſtark ſind deines Mit⸗ leids Triebe, Die dich bis an das Kreuz gebracht! O gieb von dei⸗ nem Todesſchmerz Jetzt neuen Eindruck in mein Herz. 4. Laß mich mit Ernſt die Sün⸗ den ſcheuen, Für welche du, dich opfernd, ſtarbſt, Durch ſchnöden Mißbrauch nie entweihen, Was du ſo teuer mir erwarbſt. Nie Mel. führe mich zur Sicherheit Der Troſt, den mir dein Tod verleiht. 5. Ich übergebe mich aufs neue, O du, mein Herr und Gott, an dich, Gelobe dir beſtändge Treue Vor deinem Tiſche feierlich. Dein eigen will ich ewig ſein, Du ſtarbſt für mich, drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spöt⸗ tern ſchämen Des Dienſtes, den man dir erweiſt, Mich nie zu einem Schritt bequemen, Den mein Gewiſſen ſündlich heißt. O flöße mir den Eifer ein, Wie du, o Herr, geſinnt zu ſein. Laß mich mit Ernſt den Nächſten lieben, Und, wenn er ſtrauchelnd was verſieht, Verſöhn⸗ lichkeit und Sanftmut üben. Nie komm es mir aus dem Gemiüt, Welch eine ſchwere Schuldenlaſt Du mir aus Huld erlaſſen haſt. 8. Es ſtärke ſich in mir der Glaube, Daß meine Seele ewig lebt, Und daß einſt aus des Grabes Staube Mich dein all⸗ mächtger Ruf erhebt, Wenn du dich, großer Lebensfürſt, Den Völkern ſichtbar zeigen wirſt. 9. Gebengt lieg ich zu deinen — ———— === —— * — — — —— — +2 — — — — — — —— — — — — Vee vid es en ader, ich, wer ſen von des Tod e Gott durch der. übergebe mich tein Herr und obe dir heſtändt: em Tiſce feierl lich ewig ſein, Dt ſtart drum bin ich tein. will ich mich va Shi men Des Dien es, w erweiſt, Mich nie critt bequemel, Da wiſen ſündlich hßt. den Eifer ein, Kie d geinnt zu ſein. 4 4 leben, Und, Penn dwas verſieht, öerſöhr d Sanftmut uül n. R mir aus dem Gemit ne ſchwere Sch denlü aus Hudd erlaſen hi ſürke ſich in ſnir a Daß meine dlle en nd daß einſ V Staube Mich i. Rif erhebt, d fer Lebenzfün, D ichtbar zeigen pirſt eugt lieg ich nich mi Gaſt u Abendmahlslieder. 129 Füßen Mit Dank und Lob, Ge⸗ bet und Flehn. Laß neue Gnade auf mich fließen, Mein Heiland, laß es doch geſchehn, Daß mir zur Stärkung meiner Treu Dein Abendmahl geſegnet ſei. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 219 Hern, du wollſt ſie voll⸗ * bereiten Zu deines Mahles Seligkeiten, Sei mitten unter ihnen, Gott. Laß ſie, Leben zu empfahen, Mit glaubensvollem Herzen nahen, Und ſprich ſie los von Sünd und Tod. Sie ſind, o Jeſu, dein, Dein laß ſie ewig ſein. Amen, Amen! Anbetung dir! Einſt feiern wir Das große Abendmahl bei dir. 2. Eßt das Brot, das euch gegeben, Und trinkt den Kelch zum ewgen Leben, Der Friede Chriſte, du Lamm Gottes, Der du trägſt die Sünd der Welt, Erbarm dich unſer! Chriſte, du Lamm Gottes, Der du trägſt die Sünd der Welt, Gieb uns deinen Frieden! Amen. 39 Herr Jeſu Ehrig. mein's. Rerr, der du als ein 222. 9 ſtilles Lamm Am martervollen Kreuzesſtamm, Zur Tilgung meiner Sündenlaſt, Für mich auch dich geopfert haſt! 2. Hier fei'r ich deinen Mitt⸗ lertod, Hier nährſt du mich mit Himmelsbrot, Hier iſt das un⸗ ſchätzbare Gut, Das du mir giebſt, dein Leib und Blut. 3. Hier labet mich als deinen Gaſt Der Leih, den du geopfert haſt, Dein Blut, das dir, Herr Jeſu Chriſt, Am Kreuzesſtamm Chriſti ſei mit euch. Einigt euch vergoſſen iſt. mit ihm im Glauben, Und laßt 4. O Heiland, hilf mir, daß ſein Heil euch nimmer rauben, ich ja Mit tiefer Ehrfurcht dir Dann führt er euch zu ſeinem Reich. Bis in den Tod getreu. Amen, Amen! Der Weg iſt ſchmal, Bleibt in der Zahl, Die dort empfängt ſein Abendmahl. Eigne Melodie. 220 O Lamm Gottes, un⸗ * ſchuldig, Am Kreu⸗ zesſtamm geſchlachtet, Erfunden ſtets geduldig, Wiewohl du warſt verachtet! All Sünd haſt du ge⸗ tragen, Sonſt müßten wir ver⸗ zagen, Erbarm dich unſer, o Jeſu! Eigne Melodie. 221 C hriſte, du Lamm Got⸗ . DW tes, Der du trägſt die Sünd der Welt, Erbarm dich unſer! Wacht, eure Seele ſei mih nah! O Herr, mein Mund empfahe nicht Des Lebens Speiſe zum Gericht. 5. Hilf, daß mühſelig und be⸗ ſchwert Mein gläubig Herz dar⸗ nach begehrt, Der Wohlthat ganze Größ ermißt, Auch deiner Liebe nie vergißt. 6. Hier deinen liebevollen Tod Verkündigen, iſt dein Gebot. Hilf, daß ich ihn als vor mir ſeh, Auch ſein Geheimnis wohl verſteh. 7. Laß hier mich ſchaun den Sündenfluch, Die Wunden, die auch ich dir ſchlug, Den Segen, den du, als du ſtarbſt, Durch deinen Tod auch mir erwarbſt. 8. Mein Herr und Gott, ich glaub an dich, Und weiß gewiß, 9 —-——————-———õ———õ————————. 130 Abendmahlslieder. du ſegneſt mich. Wenn wir mit Glauben dir uns nahn, Willſt du dich uns mit Gnade nahn. 9. Ich Erd und Aſche bin's nicht wert, Daß ſo viel Heil mir widerfährt. Du willſt, Er⸗ habner, nicht verſchmähn, Zu meinem Herzen einzugehn. 10. Mein Herz ſteht offen, Heiland, du, Richt es zu deiner Wohnung zu; Wirf alle Sünden ganz hinaus, Schmück es mit jeder Tugend aus. 11. Du kommſt, geſegnet ſeiſt du mir, Du bleibſt in mir, ich bleib in dir. Ich end in dir einſt meinen Lauf, Und du weckſt mich vom Tode auf. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 223 H Fels des Heils, o 9. Gotteslamm, Für meine Sünd am Kreuzesſtamm Gemartert und geſchlachtet! Dein Leiden iſt ein Garten mir, Der Früchte träget für und für, Wo⸗ nach die Seele ſchmachtet; Wo ich Stets mich Wohl erquicke und er⸗ blicke Seelenweide, Ja die Wurzel aller Freude. 2. Dein Fleiſch ſoll Lebensbrot mir ſein, Dein Blut macht mich von Sünden rein, Dein Kreuz⸗ holz iſt mein Stecken, Der mir in Schwachheit Stütze iſt, Ein Born, aus dem das Leben fließt, Ein Schild, der mich kann decken Mächtig, Wenn ich Übertreter Sina's Wetter ſeh mit Zagen, Wenn mich Satan will verklagen. 3. Wie lieblich iſt dein Liebes⸗ mahl! Da ſeh ich, mit welch V großer Qual Die Liebe dich um⸗ hüllet. Da werd ich, als aus deiner Hand, Mit deinem heilgen Gnadenpfand Erquickt, mit Luſt erfüllet, Wenn du, Jeſu, In Er⸗ barmen dich der armen Seele ſchen⸗ keſt, Und an deinen Eid gedenkeſt. 4. Wer bin ich, o du Gottes⸗ lamm, Daß du ſtarbſt an dem Kreuzesſtamm, Zum Heil mich einzuladen? Ein Sünder, der ver⸗ dienet Pein! Mich armen Sünder führſt du ein Zur Tafel deiner Gnaden, Deiner Reinen Himmels⸗ gaben, welche laben das Verlangen, Das auf Hoffnung war gefangen. 5. Ich habe den beſchwornen Bund So oft geriſſen in der Grund, Und mein Gelübd ver⸗ laſſen. Die Schuld iſt groß, der Glaube klein, Doch willſt du mir verſöhnet ſein, Und nimmermehr mich haſſen. Dein Wort, Mein Hort, Bleibt beſtändig, wie ab⸗ wendig ich geweſen; Neu ſoll ich durch dich geneſen. 6. Drum ſinkt vor dir ein ledig Herz, Das nichts dir bringt als Sündenſchmerz, In Selbſtverleug⸗ nung nieder. Ich bin mir ſelber gram, daß ich, Mein Herr, ſo oft verlaſſen dich, In Demut komm ich wieder. Willig Bin ich, Dir aufs neue Huld und Treue zu verſchreiben, Wenn dein Geiſt mich nur wird treiben. 7. Ach, komm in deinen Gar⸗ ten dann, Ich will dir bringen, was ich kann, Was du mir erſt gegeben. Willſt du noch mehr, ſo gieb es mir, Ich will es wieder bringen dir; Der Weinſtock giebt den Reben Kräfte, Säfte, Die von innen Raum gewinnen, auf⸗ wirt dingen, Frücte nngen. t di ſar trw da ic lum duf unr da Varrg ri voi 3c dwf al tre Lr denem Grinen Schäme rel üegnde ſi Di fir nih bey do dit ſt dauir din Lie in nir du hmſt wimm. Du he dug gicent, Gmton get halh ſ —— — — an deinen Eid a9 t din ich, 1 u daß du ſtariſt unm, Zum Hel ni 1 Lin Sünder Prn in! Mich armen gi ein Zur Tifelſden Deiner Reinen iß mn lchelaben das Ver mnge Hoffnung war geſg Whabe den beſchf orm 5o oft geriſen i d Und mein Gelüh de die Sculd iſtga, d der rnen Suſſt 1 5 N 1 kein, Doch wilſt ſun ſein, Und nimm ene ſen. Dein Vorz Mi leibt beſtändig, ie d h geweſen; Neu l i geneſen. un ſinkt vor dir ei le s nichts dir brit hmerz,In Selbſtw der. Ich bin mitſ zich, Mein Hern dich, In Demut bo r. Willig Bin in, e Huld und Iue en, Wenn dein G treiben. komm in deing „Ich vil dir lhinge ann, Was du im Wilſſt du wc iir, Ic wil de ir. Der Weirſw * — —— — —— —— —— ———— —½ — — — — — n Krüfte, Sij Raum gewinn Abendmahlslieder. 131 wärts dringen, Daß ſie reife Früchte bringen. 8. Stärk meinen Glauben, um das Kleid Der ewigen Gerechtig⸗ keit Freimütig anzuziehen. Ich komm in feſter Zuverſicht, Dein Bundesſiegel fehlt ja nicht, Du haſt es mir verliehen, Daß ich Fröhlich Darf erſcheinen, denn in deinen offnen Wunden Hab ich Zutritt nun gefunden. 9. Von dir hab ich das Prieſ⸗ tertum, Daß ich ins innre Hei⸗ ligtum Darf unverhüllet gehen. Den Vorhang riß dein Tod ent⸗ zwei, Ich darf als Bundsgenoſſe frei Vor deinem Antlitz ſtehen. Grämen, Schämen Hat ein Ende, weil die Hände ſind durchgraben, Die für mich bezahlet haben. 10. Hier iſt die Liebe mein Panier, Dein Liebesaltar brennt in mir, Du haſt mein Herz ge⸗ nommen. Du haſt mir Lebens⸗ brot geſchenkt, Ich werd aus Edens Strom getränkt; Du wirſt bald ſelber kommen, Und mich Ewig Dir vereinen in dem reinen Paradeiſe, Wo du Manna giebſt zur Speiſe. 11. Gieb nur, daß ſo, wie ſich für jetzt Mein Herz in deiner Füll ergötzt, Es in dir möge bleiben; Vom Bund, den ich er⸗ neuert hab, Wird dann mich weder Furcht noch Grab, Die Hölle ſelbſt nicht treiben. Ich will Nun ſtill An dir kleben, in dir leben. Tauſend Welten Können gegen dich nichts gelten. 12. Laß mich, durch dieſer Speiſe Kraft Geſtärket, meine Wander⸗ ſchaft Fortſetzen durch die Wüſte. Gieb, daß Agyptens Fleiſchtopf nie Von dir, o Himmelsbrot, mich zieh, Zur Dienſtbarkeit der Lüſte. Komm bald, Herr, halt Deiner Tauben Treu und Glauben un⸗ zerbrochen, Wie dein Wort und Pfand verſprochen. Eigne Melodie. 224 Jebzt komm ich als ein * armer Gaſt, O Herr, zu deinem Tiſche, Den du für mich bereitet haſt, Daß er n.ein Herz erfriſche, Wenn mich der Seelenhunger nagt, Wenn mich der Durſt des Geiſtes plagt, Bis ich den Schweiß abwiſche. 2. Nun ſprichſt du, Seelen⸗ biſchof, dort: Ich bin das Brot zum Leben; Dies Brot treibt auch den Hunger fort, Den ſonſt nichts mag aufheben. Ich bin der Trank, wer glaubt an mich, Den wird nicht dürſten ewiglich, Ich will ihm Labſal geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, Auf deine Himmelsauen, Bis meine Seel erquicket wird, Wenn du dich läſſeſt ſchauen. Laß ſtrömen deine Gütigkeit, Die du für alle hältſt bereit, So deiner Hut vertrauen. 4. Ich armes Schäflein ſuche dich Auf dieſer grünen Weide; Dein Lebensmanna ſpeiſe mich Zum Troſt in allem Leide. Es tränke mich dein teures Blut, Auf daß mich ja kein falſches Gut Von deiner Liebe ſcheide. 5. So wie des Hirſches mattes Herz Nach friſchem Waſſer ſchreiet, So ſchreiet auch mein Seelen⸗ ſchmerz: Ach, laß mich ſein be⸗ 9* 132 Abendmahlslieder. freiet! Du linderſt meine Sün⸗ denpein, Du flößeſt deinen Troſt mir ein, So bin ich ganz erneuet. 6. Vor allem aber wirk in mir Ein' ungefärbte Reue, Auf daß mein Herz ſich für und für Vor aller Sünde ſcheue. Fach in mir, Herr, den Glauben an, Der dein Verdienſt ergreifen kann, Damit mein Herz ſich freue. 7. Entzünd in Andacht mein Gemüt, Daß von der Welt ich laſſe, Und deine Bruderlieb und Güt In dieſer Speiſe faſſe; Daß durch dein Lieben Lieb in mir Zu meinem Nächſten wachs her⸗ für, Ich auch den Feind nicht haſſe. 8. Ach, führe mich doch ſelbſt zu dir, Bei dir iſt kein Verder⸗ ben. In mir iſt lauter Höllen⸗ pein, In dir iſt nichts als ſelig ſein Mit allen Himmelserben. 9. Erneure mich, o Lebensſtab, Mit deines Geiſtes Gnaden. Laß mich der Sünde ſterben ab, Mit der ich bin beladen. Beherrſche meinen böſen Sinn, Daß er die Lüſte werfe hin, Die mir gebracht den Schaden. 10. So komm nun, treuer See⸗ lenfreund, Laß in mein Herz dich ſchließen. Mit dir bin ich nun ganz vereint, Ich will von kei⸗ nem wiſſen, Als nur von dir, o Gotteslamm, Der du auch mich am Kreuzesſtamm Aus Not und Tod geriſſen. 11. O liebſter Heiland, habe Dank Für deine Süßigkeiten; Der Liebe Sehnſucht macht mich krank, Drum wart ich auf die Zeiten, In welchen du, o Lebens⸗ fürſt, Mich ſamt den Auserwähl⸗ ten wirſt Zur Himmelstafel leiten. Mel. Unſer Herrſcher, unſer König. ohl mir! Jeſus, 225. W meine Freude, La⸗ det mich zu ſeinem Mahl. Auf, mein Herz, und dich bereite, Eile mit der Frommen Zahl; Laß den Eifer nicht erkalten, Jeſus will das Nachtmahl halten. 2. Auf, o Chriſt, auf Glau⸗ bensſchwingen Eile deinem Jeſu zu; Auf, dir ſoll es jetzt gelin⸗ gen, Hier iſt wahre Seelenruh. Ruhe ſollſt du, frei von Sünden, i) Nun bei Jeſu Nachtmahl finden. von mir, Bei mir iſt nichts als ſterben. Nimm aber mich, o Herr, 3. Ach, indem dein Herz be⸗ ſtreitet Not und Tod mit glei⸗ ſcher Macht, Hat er dir den Tiſch bereitet, Und aus reiner Lieb be⸗ dacht, Wie er ſich mit dir ver⸗ binde, Dich erheb zu Gottes Kinde. 4. Hungrig komm auch ich nach Gnaden, Durſtig nach Barmher⸗ zigkeit. Bin auch ich doch einge⸗ laden Zu des Lammes Hochzeits⸗ freud. Himmliſch Manna mich er⸗ götzet, Jeſu Blut die Seele netzet. 5. Gott, gieb, daß ich dieſes tes hier Nehm zu ſeinem Ange⸗ denken, Und betrachte für und für, Und ſein Blut mir Heil erworben. 6. Nun will ich mit Dank und Ehren Meines Jeſu, weil ich bin, Lieb und Lob mit Lob vermehren. Mein durch ihn erneuter Sinn Soll in Jeſu ſich erfreuen, Gott ſwird dazu Gnad verleihen. Schenken Chriſti Leib's und Blu⸗ Wie ſein Leib am Kreuz geſtorben, welchen du, ſamt den Auder ar Himmelstafel Herriche, unſer Wobl mir! a meine Frede zu ſeinem Mahl , und dich berait tommen Zahl d t erkalten, Jiſ mmahl halten. „o Chriſt, uft ngen Eile deinem dir ſoll es jet r iſt wahre Seel ſt du, frei von E 1 Jeſu Nachtmohl —, indem dein H =— — — — — —— ——— — — — 4— — — —— — — — —— — — — = — — — — — — — — — — — — Not und Tod mit ctt, Hat er dir da. Und aus reier A d Jie er ſich mit di ic erheb zu Gottes m zu ſein etrachte für Leib am Krer Blut mir diln 1 will ich mit Da 1 deines Jeſt, welll Lob mit Lob verl n urch ihn erneltet „ geſu ſich efraum u Gnad verleihen — —— —— — — — ——— — — — — — norig komm auchi Durſtig nach Ba Bin auch ich dochſn des Lammes Holſi mmliſch Manman Abendmahlslieder. 133 Mel. Herr Jeſu Chriſt, mein's. 226. Oeeane ſassze Bundesmahl dem, der dich liebt! Ihm iſt's ein Pfand der Seligkeit, Ein Siegel der Gerechtigkeit. 2. Es überzeugt in Zweifel⸗ mut Von der Erlöſung durch dein Blut, Auch von Erlaſſung unſrer Schuld, Und Gottes uns geſchenkter Huld. 3. Ach, wie ſo reich ergießet ſich Hier meines Gottes Lieb in mich! Hier ſchau ich ſeine Mildigkeit, Hier ſchmeck ich ſeine Freundlichkeit. 4. Wie himmliſch du, mein Jeſu, liebſt, Bezeugt das Pfand, Die ſonſt das du mir giebſt. Nichts ſchei⸗ Mel. Freu dich ſehr, o meine. wundergroßen ¹ der 227. 9 Gnaden! Heißet das nicht Gütigkeit, Daß uns Jeſus hat geladen Zu dem Tiſch, den er bereit't? Jeſus ladet uns zu Gaſt, Daß wir aller Sorgenlaſt, Aller Sünd und Not entnommen, In den Himmel mögen kommen. 2. Er, der Heiland will uns ſpeiſen, Und auch ſelbſt die Speiſe ſein; Heißet das nicht Gnad er⸗ weiſen? Iſt er nun nicht dein und mein? Er giebt ſich uns ſelbſt zu teil, Daß wir möchten werden heil Von den tiefen Seelenwunden, blieben unverbunden. 3. Herr, du haſt dich hinge⸗ det ferner dich und mich, Mich geben Für uns Arme in den liebeſt du, ich liebe dich. Tod, Daß wir möchten wieder 5. Dich, Herr, dich lieb ich leben, Frei von Sündenſtraf und unverrückt, Wenn Wolluſt lockt, Not; Aber deiner Liebe Macht wenn Drangſal drückt. Verſchmach⸗Hat dich auch dahin gebracht, Daß tet Leib und Seele mir, Doch du ſelbſt wirſt Seelenſpeiſe; O lieb ich dich und bleib an dir. der nie erhörten Weiſe! 6. Auch ſtärkt mich dieſes 4. Nun, zu dir komm ich ge⸗ Mahles Kraft Auf meiner ganzen ſchritten, O mein Heiland, Jeſu Pilgerſchaft, Den Feinden ſtark Chriſt. Die mir nach erbitten, zu widerſtehn, meiner Seele ſtehn. 7. Es ſteuert allem Stolz und Laß dich jetzt von mir Weil für mich bereitet iſt Dein ſo teurer Gnadentiſch, Daß ſich meine Seel erfriſch; Neid, Verknüpft zu Lieb und Du wollſt ihren Hunger ſtillen, Einigkeit, Giebt Troſt, das Herz verläßt, Und macht den guten Vorſatz feſt. 8. Nun, Jeſu, führ ihn ſelbſt zur That, Und leite mich nach deinem Rat, So bringe ich in ſtiller Ruh Die Tage meiner Wallfahrt zu. 9. Und wenn du mich, o Lebens⸗ der nie Und in ihrem Durſt ſie füllen. 5. Ach, du wolleſt, Herr, mich laben Mit dem rechten Himmels⸗ brot, Und mit reichem Troſt be⸗ gaben Wider alle Sündennot. Ach, laß deinen Lebensquell Mich auch machen rein und hell; Tränke mich mit Gnadenſtrömen, So fürſt, Zur Seligkeitvollenden wirſt, will ich dich ewig rühmen. Erquickt mit Freuden ohne Zahl Mich dort dein ewig Abendmahl⸗ 6. Räume, bitt ich, Leib und Seele Rein von allem Böſen aus, Abendmahlslieder. Habe Dank, du willſt aufs neue Deinem Bund, o Herr, uns weihn: Lebend, ſterbend ſind wir dein. 4. Held und Friedensfürſt, du lebeſt, Herrlich kommſt du einſt, 134 Daß auch meines Herzens Höhle Werde deines Geiſtes Haus. Ach, verleihe, daß ich nicht Eſſ' und trinke zum Gericht, Da du dich zum Heil und Leben Und Erlö⸗ ſung mir gegeben. 7. Leite mich durch deine Güte Stets mit deinem guten Geiſt, Daß ich mich vor Sünden hüte, und hebeſt Nach vollbrachtem Kampf und Lauf Uns verklärt zu dir hinauf. 5. Heil! auch uns im Pilger⸗ Und das ſuche allermeiſt, Was du thale Ladeſt du zu deinem Mahle⸗ willſt und dir gefällt, Daß ich mich der böſen Welt Mög in Gottesfurcht entziehen, Ihre böſen Lüſte flichen. 8. Gieb mir auch Geduld im Leiden, Und des wahren Glau⸗ bens Licht; Laß mich Geiz und Hoffahrt meiden, Hilf, daß ich ja zürne nicht, Wenn mein Nächſter mich betrübt, Sondern, wie du mich geliebt Und mir meine Schuld vergeben, Laß mich mit ihm friedlich leben. 9. Dir, Herr Jeſu, will ich ſchicken Mein ganz müd und mat⸗ tes Herz; Ach, das wolleſt du er⸗ quicken, Und wegnehmen meinen Schmerz. Nimms zu deiner Woh⸗ nung ein, Laß es dir zum Tempel ſein, Du wollſt ſelbſt darinnen leben, Herr, dir ſei es ganz ergeben. Mel. Jeſus Chriſtus, unſer. 0 ief gerührt, dein Bild 228. T im Herzen, Denken wir der Todesſchmerzen, Die du trugeſt, Gotteslamm, Blutend an dem Kreuzesſtamm. 2. Uns o Herr, zum Heil und Leben Haſt du dich dahin gege⸗ ben, Haſt im Todeskampf erbleicht, Auch für uns dein Haupt geneigt. Zu dem Mahl des Segens ein, Willſt uns ſtärken, uns erfreun, 6. Sei uns nah, aus deinem Munde Töne: Friede! unſerm Bunde. Wir empfahn aus deinen Hand, Jeſu, deiner Liebe Pfand Eigne Melodie. 229. Schmücke dich, o liebe Seele, Laß die dunkle Sündenhöhle, Komm ans helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu prangen, Denn der Herr voll Heil und Gnaden Will dich jetzt zu Gaſte laden. Der den Him⸗ mel kann verwalten, Will jetzt Wohnung in dir halten. 2. Ach, wie hungert mein Ge⸗ müte, Menſchenfreund, nach dei⸗ ner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen Mich nach deinem Mahl zu ſehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürſten Nach dem Quell des Lebensfürſten, Daß in dieſem Brot und Weine Chriſtus ſich mit mir vereine. 3. Beides, Wonne und auch Beben, Fühl ich jetzt im tiefſten Leben. Das Geheimnis dieſer Speiſe Und die unerforſchte Weiſe Machet, daß ich froh bemerke, Herr, die Größe deiner Werke. 3. Habe Dank für deine Treue, Iſt auch wohl ein Menſch zu faün dr gründel, a onm, n mauf 4 in deſt du zu deine Mahl des E. ns ſtärken, und ei uns nah, Ald — — ——— —— —= — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — ——2 ——— =— ———— Wir ennpfahn is Jeſu, deiner Lit — — — — äü— Eigne Melod, Schmüct dch, l — Scele, daj dis un thöhle, Komm an hel gangen, Fange hen cn een, Denn der r u nd Gnaden Vill N ſth te laden. Der den h⸗ un verwaltn, WI ſi ng in dir halten. ch, wie hungert me Ge 1o — ränen Mich nach ſeinen uſehnen! Ach, wieflene dürſten Nach den u ensfütſten, Daßin iiſe nd Weine Chritt ſih vereine. edes, Vonne un au Fühl ich jezt in ſfin Das Geheimmis die Und die anerforſchte Wii daß ich fuch h he Größe deine de wohl ein Na J Abendmahlslieder. 135 finden, Der ſie jemals könnt er⸗ gründen? 4. Jeſu, meines Lebens Sonne, Jeſu, meine Freud und Wonne, Jeſu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen, Laß mich würdiglich genießen Dieſe deine Himmelsſpeiſe, Mir zum Heil und dir zum Preiſe. 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel herge⸗ trieben, Daß du willig haſt dein Leben In den Tod für uns ge⸗ geben, Daß du haſt ganz unver⸗ droſſen, Herr, dein Blut für uns vergoſſen, Uns am Lebensquell zu tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 6. Jeſu, wahres Brot des Le⸗ bens, Hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens, Oder mir vielleicht zum Schaden, Sei zu deinem Mahl geladen; Laß mich durch dies Seeleneſſen Deine Liebe recht er⸗ meſſen, Daß ich einſt, wie jetzt auf Erden, Mög ein Gaſt im Himmel werden. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 230 Seele, willſt du Ruhe 4 finden, Drücket dich die Laſt der Sünden: Komm, Vergebung zu empfangen, Denn dein Licht iſt aufgegangen, Und der Herr voll Heil und Gnaden Hat zu ſich dich eingeladen. Dei⸗ ſ nen Bund ſollſt du erneuen, Und dich ſeines Todes freuen. 2. Eil, wie wahre Chriſten pflegen, Glaubensvoll dem Herrn entgegen. Komm, den gnadenvollen Willen Deines Heilands zu erfül⸗ langen Seine Güter zu empfangen. Daß er dich der Sünd entlade, Giebt er heute Gnad um Gnade. 3. Herr, ich freue mich mit Beben, Laß mich Gnad empfahn und Leben. Du willlſt hier dich mit den Deinen Durch des Glau⸗ bens Band vereinen, Willſt ſie reich mit Segen tränken, Und dich ihnen ſelber ſchenken; O, wer darf ſich unterwinden, Deine Liebe zu ergründen? 4. Herr, o laß mich würdig nahen, Heil und Leben zu em⸗ pfahen. Ach, wie pflegt ich oft mit Thränen Mich nach deinem Mahl zu ſehnen! Tilgung aller meiner Sünden Wünſcht ich, Herr, bei dir zu finden. Laß, Erlöſer, laß mich nahen, Heil und Leben zu empfahen. 5. König, Hoherprieſter, Lebrer, Du, mein göttlicher Bekehrer, Du, der ſelbſt ſein eignes Leben Für mich in den Tod gegeben, Hier, hier ſink ich dir zu Füßen: Ach laß würdig mich genießen Dieſe deine Himmelsſpeiſe, Mir zum Heil und dir zum Preiſe; 6. Zum Gedächtnis deiner Lei⸗ den, Und zum Vorſchmack jener Freuden, Die du, Heiland, mir erſtritteſt, Als du unausſprechlich litteſt, Als dich Todesſchweiße deckten, Dich die Schrecken Gottes chreckten, Als du ſelbſt für mich geſtorben, Mir die Vaterhuld er⸗ worben.. 7. Deines Heils will ich mich freuen, Dir will ich mich ewig weihen. Eng iſt deines Lebens Pforte, Noch ſchau ich im dun⸗ len, Komm, mit brünſtigem Ver⸗ keln Worte; Einſt werd ich dich 136 Abendmahlslieder. ganz erkennen, Ganz in deiner Liebe brennen; Laß ſie mich auch hier empfinden, Hilf mir, hilf mir überwinden. Mel. Erquicke mich, du Heil. ein Jeſu, der du 231. M vor dem Scheiden, In deiner letzten Trauernacht, Uns haſt die Früchte deiner Leiden In einem Teſtament vermacht, Es preiſen gläubige Gemüter Dich, Stifter dieſer hohen Güter. 2. So oft wir dieſes Mahl genießen, Wird dein Gedächtnis in uns neu; Man kann aus neuen Proben ſchließen, Wie in⸗ nig deine Liebe ſei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Erneuern ſich in unſern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Ge⸗ wiſſen Ein neues Siegel aufge⸗ drückt, Daß unſer Schuldbrief ſei zerriſſen, Und unſere Handſchrift ſei zerſtückt, Daß wir Vergebung unſrer Sünden In deinen blut⸗ gen Wunden finden. 4. Und feſter als es je geweſen, Wird nun das Band, das uns vereint. Durch dich vom Seelen⸗ ſchmerz geneſen, Schaun wir in dir den höchſten Freund. Das Herz fühlt ſich in ſolchen Stunden Mit dir in einem Geiſt verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nah⸗ rung geben, Dein Blut erquicket unſern Geiſt; Es mehrt ſich un⸗ ſer innres Leben, Wenn du dem Glauben Kraft verleihſt. Wir füh⸗ len neue Kraft und Stärke In un⸗ ſerm Kampf und Glaubenswerke. 6. Wir treten nun in engre Bande Mit deines Leibes Glie⸗ dern ein, Wir wollen all in ſolchem Stande Ein Herz und eine Seele ſein. Die Liebe muß uns feſter ſchließen, Da wir von einem Brot genießen. 7. Dein Fleiſch muß uns zum Pfande dienen, Daß unſer Fleiſch, der Schwachheit voll, Einſt herr⸗ lich aus dem Staube grünen, Und unverweslich werden ſoll, Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach die⸗ ſem kurzen werdeſt geben. 8. O teures Lamm, ſo edle Gaben Haſt du in dieſes Mahl gelegt. Da wir dich ſelbſt zur Speiſe haben, Wie wohl iſt un⸗ ſer Geiſt verpflegt! Dies Mahl iſt unter allen Leiden Ein wahrer Vorſchmack jener Freuden. 9. Drum ſei dir Lob und Dank geſungen, Und deinem Namen Ruhm gebracht, Und mit uns preiſen Engelzungen, Herr, deine große Gottesmacht. Wird unſer Geiſt zu dir erhoben, So wird er dich vollkommen loben. Mel. Nun 5 uns Gotde den Herrn. eſn, meine Wonne, 232. O Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichſter auf Er⸗ den, Laß mich dir dankbar werden. 2. Wie kann ich g'nugſam ſchätzen Dies himmliſche Ergötzen Und dieſe teuren Gaben, Die mich geſtärket haben? O Herr, daß du mich Kranken Geſpeiſet und getränket, Ja ſelbſt dich mir geſchenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Der du ſo viel empfunden. 3. Wie ſoll ich es dir danken, nen, Daß unſer Ein n werdiſ geben. teures lunn daſt du i diſs Da wir d aben, Wie veryflegt! Diesz. allen Leiden Ein ch ſener Freuden in ſei dir Lob und dan Und deinem ebracht, Und ud in ngehungen, Hem dttesmacht. Wir di erhoben, So lkommen loben. laßt uns Gott, d — Jeſn, meine Du meiner du Freundlichſter nich dir dankbar! ie kann ich g — — — — ¹ eich di d amen derrn onne zeelen fE⸗ Aden. gſem Hies himmliſche G göten ſe teuren Gaben ärket haben? eſoll ich es di daß du mich Kande und getränket, geſchenket! lobe dich von deine Schmelze läg und Wunde lempfunden. Di —5. Dir dank ich für dein Leiden, Abendmahlslieder. 137 Den Urſprung meiner Freuden, Dir dank ich für dein Sehnen, Für heißvergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lie⸗ ben, Das ſtandhaft iſt geblieben, Dir dank ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt ſchmecket mein Gemüte Den Reichtum deiner Güte: Dies teure Pfand der Gnaden Tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht ver⸗ geſſen, Daß du mir zugemeſſen Die kräftge Himmelsſpeiſe, Für die mein Herz dich preiſe. 9. Du wolleſt doch die Sünde, Die ich noch jetzt empfinde, Aus meinem Fleiſche treiben, Und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von Sünden, und vermählet Mit dir, mein liebſtes Leben, Was kannſt du Wertres geben? 11. Gieb, Heiland, daß die Seele Nur dich zum Freunde wähle, Laß ſtets ſie mit Verlangen An deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde mei⸗ den, Laß mich geduldig leiden, Laß mich andächtig beten, Und von der Welt abtreten. 13. Laß ſtets es mich ermeſſen, Laß nimmer mich vergeſſen, Daß du mich hoch beglücket, Mich himmliſch haſt erquicket. 14. Nun kann ich nicht verder⸗ ben, Drauf will ich ſelig ſterben, Und freudig auferſtehen, O Jeſu, dich zu ſehen. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. heilge Speiſ und Trank, Womit du uns begabet. Dein Brot und Wein, dein Leib und Blut Kommt uns wahrhaftig wohl zu gut, An ihm das Herz ſich labet. Daß wir, Herr, dir, Dir vor allen, wohlgefallen, heilig leben, Solches wolleſt du uns geben. 2. Du kehreſt, o Immanuel, Ja ſelber ein in unſre Seel, Dir Wohnung da zu machen. Drum uns ein ſolches Herz verleih, Das von der Weltlieb ledig ſei Und allen eitlen Sachen. Bleibe, Treibe Unſer Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, Alles Eitle zu verachten. 3. Ach, Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein wertes Nacht⸗ mahl zum Gericht. Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit die⸗ ſem Lebensbrot Im Glauben ſtil⸗ len unſre Not; Der Fels des Heils uns tränke, Züchtig, Tüch⸗ tig, Dich dort oben ſtets zu loben, wann wir werden Zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir ſolcher Seligkeit Nur harren möchten allezeit In Hoffnung und Vertrauen, Und endlich aus dem Jammerthal Ein⸗ gehen in den Himmelsſaal, Wo wir den Vater ſchauen, Ewig Selig Uns als Gäſte dann aufs beſte bei ihm laben, Und dann volle G'nüge haben. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, Giebs durch dein bittres Leiden. O laß, ſo lang wir leben hier, Es uns betrachten für und für, Das Böſe darum meiden. b Ferr Jeſu, dir ſei Preis 233. Hernd Wwant Far dieſe Amen, Amen! Hilf uns kämpfen, 138 Abendmahlslieder. hilf uns dämpfen alle Sünden, Hilf uns fröhlich überwinden. Mel. Gott ſei gelobet. 234 Nun ſei, o Herr, dir *- 2 Preis und Dank geweihet, Preis und Dank aus Herzensgrunde, Der du mit uns den Friedensbund erneuet, Heilge uns in deinem Bunde. Jeſus Chriſtus, Der du dich für uns gegeben, Lebensfürſt, o laß in dir uns leben, Bis wir droben im Licht Ewig ſchaun dein An⸗ geſicht. Halleluja! Mel. Wer nur den lieben Gott. 23 5 Nun habe Dank für deine 2⸗ Liebe, Du großer Mittler, Jeſus Chriſt, Gieb, daß ich dich nicht mehr betrübe, Der du für mich geſtorben biſt. Laß deines Leidens Angſt und Pein Mir immerdar vor Augen ſein. 2. Wie kann ich dich genug er⸗ heben, Ich, der ich Fluch und Tod verdient? Ich ſoll nicht ſterben, ſondern leben, Weil du mich ſelbſt mit Gott verſühnt. Ach du, ſein Sohn, du ſtarbſt für mich, Wie preif ich, Herr, wie preiſ ich dich? 3. Heil mir! mir ward dein Brot gebrochen, Ich trank, Herr, deines Bundes Wein. Vell Freude hab ich dir verſprochen, Dir, treuſ⸗ ter Jeſu, treu zu ſein. Ich ſchwör es nun noch einmal dir, Schenk du nur deine Gnade mir. 4. Ja, Hülfe willſt du gnädig geben, Du liebteſt mich bis in den Tod. O ſei mir Stärke, Freude, Leben, Und bleib mein ſüßes Himmelsbrot. O nimm dich meiner Ohnmacht an, Du weißt, 5. O laß mich dankbar ſtets ermeſſen, Was du für mich ge— litten haſt. Und deine Liebe nie vergeſſen, Die ſo viel Segen in ſich faßt. Laß meinen Glauben thätig ſein, Und mir zum Guten Kraft verleihn. 6. Im Streite hilf mir über⸗ winden, Und ſtärke mich zu mei⸗ ner Pflicht, Bewahre mich vor neuen Sünden, Verlaß mich in Verſuchung nicht, Und dein für mich vergoßnes Blut Schenk mir im Todeskampfe Mut. 7. Mit dir mich näher zu ver⸗ binden, Wie ſehnet ſich mein dür⸗ ſtend Herz! In dir Gerechtigkeit zu finden, Mit dir zu teilen Freud und Schmerz Durch dich, was du gethan, zu thun, In dei⸗ ner Ruh mit dir zu ruhn. Glieder, Die Jeſu Heil wie micch erfreut, Euch lieb ich ſtets als ſeine Brüder, Als Erben ſeiner Herrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott, Uns ſpeiſt und tränkt ein Wein, ein Brot. 9. Wie jetzt in unſers Heilands Namen Sein Volk vor ihm ver⸗ ſammelt war, So ſtehn wir, die wir zu ihm kamen, Vor ihm mit ſeiner Engel Schar, Und preiſen als ſein Eigentum Dann ewig ſeines Namens Ruhm. 10. Hier will ich mich mit euch vereinen, Die ihr ihn ewig⸗ lich erhöht, Und wenn wir einſt vor ihm erſcheinen Im Glanze ſeiner Majeſtät, Dann geh ich im Triumph mit euch, Ihr Aus⸗ erwählten, in ſein Reich. wie leicht ich fallen kann. 11. So ſoll denn weder Spott 8. Und ihr auch, ſeines Leibes ſ d dſt un blübe ii vic dine Jchſbe nun ardi giſe zu nenn giß Pas ſte — — — ——=— —— ÿ— — — —.—= — — u8s ſt nr in üt, Bewahn ünden Verlß ng nicht, Umd ui nes Buu lit Sch e8 ampfe Mu. üt d dnif rähe Wie jſih ſihm erz! In dr* 5 M it d t z 3 und d Sthm n Du dt uie n d — — ——— — — ———— ———— —— T de 1d 3 1 — — — gethan mi dih „Died d 1 rit Euch lieb ich ſths an rüder, dls Erhe 1* hkeit. Pir Li haben ei eine und Gott, Uns ſp 1m ein Sim 4— —— — —9 — — = —— — nnr So ſteimn A dn. Vor — d er Namens Ruhm. Hier will i 1 einen, Die ihr il ewi⸗ öht, Und wenn We ein deſhin Im Jlan k, Dann n peh l An Abendmahlslieder. 139 noch Leiden, Noch Ehre, Freud und Luſt der Welt Mich, Herr, von deiner Liebe ſcheiden, Die ſelbſt im Tode mich erhält. Du biſt und bleibeſt ewig mein, O laß mich deiner würdig ſein. Eigne Melodie. 236. Auf, auf, mein Geiſt, erhebe dich zum Himmel, Weich von dem unbe⸗ ſtändigen Getümmel, Wodurch die Welt ihr blindes Volk betrügt. Ich habe nun vom Himmelsbrot nwſen, Hab an des guten Hir⸗ ten Tiſch geſeſſen, Der alte Feind zu meinen Füßen liegt. 2. Was frag ich nun nach Ehre, Luſt und Schätzen? Der Lebeusſtrom kann nich genug er⸗ götzen, Der Durſt iſt hin, wie bin ich ſo erquickt! Nun werd ich dort vollkommen ſelig werden, Den Vorſch chmack hab ich ſchon da⸗ von auf Erden, Doch mache mich, o Jeſu, mehn geſchickt. 3. O bleibe du doch nahe dei⸗ nem Kinde, Gieb, daß ich Kraft in dir, als König, finde, Gieb Mut und Kraft, du, meine Zu⸗ verſicht! Sei mein Prophet, und leite mich zur Wal rheit, Und raubt die Sünde mir des Glau⸗ bens Klarheit, Dann, Hoher⸗ prieſter, ſei dein Kreuz mein Licht. 4. Was will ich mehr, als die⸗ ſen Himmelsfürſten? 2 Mich wird hinfort in Ewigkeit nicht dürſten, Weil er mich tränkt, der ſelbſt das Leben iſt. Kein Hunger wird die Seele jemals drücken, Himmels Manna wird mich ſtets erquicken, Und das biſt du allein, des Des 5. Ich lebe nun, und will mich Gott ergeben, Jedoch nicht ich, nein, Cl Friſtus iſt mein Leben. So lebe demn in mir, o Gottesſohn! Ich bin gewiß, daß droben und auf Erden Barmherzigkeit und Güte folgen werden Als ein durchs Blut Lamms erworbner Lohn. Mel. Herr Jeſu Chriſt, mein's. 237. Die Frucht vom heilgen Abendmahl, Dem höchſten Gut im Thränenthal, Soll uns der herzlichſte Verein Der brüderlichen Liebe ſein. 2. Uns eint die Lieb, die er anpries, Eh er die Seinigen ver⸗ ließ, Um die er ſie ſo dringend bat, Eh er ſein Haupt geneiget hat. 3. O daß er dies ſein Teſta⸗ ment Noch ganz an uns erfüllen könnt! Erlöſte, reicht euch Herz und Hand, Viel Müh hat er an euch gewandt. 4. Hier iſt das Herz, hier iſt die Hand Zur Wallffahrt bis ins Vaterland. Seht, daß ſich jeder Tag und Nacht Auf ſeine Zu⸗ kunft fertig macht. 5. O blieben wir doch bei dem Herrn, Und folgten wir auch dann ihm gern, Wenn ſchwer das Lei⸗ den auf uns liegt, Nur kämpfend unſer Glaube ſiegt! 6. O möchten wir, wie er's gebot, Vereint verkünden ſeinen Tod, Bis daß er kommt, wir zu ihm gehn, Wir in des Vaters Reich ihn ſehn! 7. Nun, Unſichtbarer, leite du Dein Volk zur ewgen Sabbath⸗ ruh. Komm bald, du, dem auch alle Welt Dereinſt mit uns zu Herr Jeſu Chriſt. Fuße fällt. 140 — 5. Ordination und Einführung eines Predigers. Mel. Wie ſchön leucht't uns. 238. Preis dir, o Herr der Herrlichkeit, Du König deiner Chriſtenheit, Du Hirte deiner Herde! Preis nbir⸗ der du dein Volk noch liebſt, Noch Lehrer ihm und Führer„giebſt⸗ Damit es ſelig werde. Dankvoll Rühmen Wir aufs neue deine Treue; unſerm Pfade Strahlt die Sonne deiner Gnade. 2. Froh nehmen wir von deiner Hand Den Hirten, den du uns eſaudt O ſegne ſein Bemühen, ie Seelen, die ſich ih m vertraun, Diers Wort und dWandel zu er⸗ baun, Zu dir ſie hinzuziehen. Mächtig Steh ihm Stets zur Seite, daß er ſtreite, bet und wache, Sich und andre ſelig mache. 3. Herr, deinen Geiſt laß auf ihm ruhn, Laß ihn ſein Amt mit Freuden thun, Wend ab, was ihn betrübet. Gitt für die Wahrheit, die er lehrt, Ein Herz uns, das ſie willig hört, Sich froh im Guten übet. Stärke Lehrer Und Ge⸗ meine; laß ſie deine Treue ſehen, Und auf deinen Wegen gehen. 4. Wenn einſt dein großer Tag erſcheint, Laß unſern Lehrer, un⸗ ſern Freund Uns dir entgegen führen. Die Seelen ſind ihm zu⸗ gezählt, Heil ihm, wenn dort ihm keine fehlt! Laß keine ſich ver⸗ lieren. Vor dir, Richter, Wird der Lehrer und der Hörer dann ſich freuen, Und dir Jubellieder weihen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu. 239. Das Amt der Lehrer, Herr, iſt dein, Dein ſoll auch Dank und Ehre ſein, Daß du der Kirche, die du lebſt, Noch immer treue Lehrer giebſt. 2. Geſegnet ſei ihr Amt und Stand; Sie ſind, o Herr, ven dir geſandt, Und pflanzen durch dein heilig Wort Auf ErdenL Lich und Wahrheit fort. 3. Wir wollen ihres Amt's uns freun, Das Herz ſoll ihnen offen ſein, Dann wird, was ihre Rede lehrt, In uns durch deinen Geiſt verklärt. 4. Ermahnen, warnen, ſtrafen ſie, So fehle der Gehorſam nie; Was uns dein Mund durch ſie gebeut, Das bringt uns Heil und Seligkeit. 5. Des treuen Lehrers ſchwere Pflicht Erſchwere Hohn und Un⸗ dank nicht, Denn das iſt wahrlich uns nicht gut, Wenn er ſein Am mit Seufzen thut. 6. Nein, fromme Lehrer zu er⸗ freun, Soll unſres Herzens Freude ſein. O führe du, Herr, uns zus gleich Mit ihnen in dein Himneelreich. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 240. Err gnädig unſer Flehen Für deinen Knecht, den du uns zugefandt. Stärk ihn mit Kraft aus deinen Höhen, Und rüſt ihn aus zu ſei⸗ nem Amt und Stand. Durch deinen Geiſt nur wird er rech belehrt, Und ſeines Glaubens Zuverſicht gemehrt. 2. Zu ſeinem Säen, Pflanzen, Bauen Gieb dein Gedeihn, o Herr, von oben her, Und laß — — —.—— —=— eines Predi edi ) Dauk und Ehr der Lirche, died ener treue dehre eſegnet ſei ihr ga Sle ſind, o de adi, Und pflanen ig Wort Auf Ed hrheit fort. — — — —— ——— —— 5 V 1 1 6 — —— — — — — — 1 — rwollen ihres Anth — — das derz ſoll ihnen i un wird, was ihrg uns durch deine —— mahnen, warnen ſi fehle der Gehorſen i dein Mund duhf ₰ ſe Das bringt uns geln — 1 . Erſchwere Hohn wil ht, Denn das iſ ui tt gut, Wenn er ſin ufzen thut. ein, fromme Khre voll unſres Herzenzit ühre du, Herr,und nen in dein Himn es treuen Lehrers ſ ——— — 1 —— d — — Dir, dir, Jehobal, ul. Erlür gnüdh m Flehen dr d den du uns zu n mit Kraft aud Und rüſt ihn aus it und Stmnd. d „ — m — — — — — * —— —— eiſt nur widd e! Und ſeines ht gemehrt. — — U — — ſeinem Säen, i Gieb dein ddei, on oben her, U Lieder bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 141 ihn reiche Früchte ſchauen Zu unſerm Heil und deines Namens Ehr. Was er verkündiget aus deinem Wort, Das bleib und wirke bei uns immerfort. 3. Bewahre ihm die ganze Herde, Die ſeiner Hirtentren du willſt vertraun, Daß keiner je verloren werde, Daß alle dort dein Antlitz mögen ſchaun. Laß deine Weisheit reichlich auf ihm ruhn, So wird ein leuchtend Vorbild uns ſein Thun. 4. Dein Wort in ſeinem Munde gleiche Dem Strom, der jeden Widerſtand zerſtört; Vor ſeiner ernſten Rede weiche, Was gegen Gottes Wahrheit ſich empört. Sie ſei ein Schwert, das in die Her⸗ zen dringt, Und die Verſtockten auch zur Buße zwingt. 5. Verleih ihm deines Geiſtes Waffen, Dem Spott und Drohn der Welt zu widerſtehn, Und wenn er unſer Heil ſoll ſchaffen, Laß ihn auf Lohn und Menſchen⸗ gunſt nicht ſehn. Gieb, wenn er lehrt und warnt, ihm Kraft und Licht, Und wenn er tröſtet, feſte Zuverſicht. 6. Wohlan, wir baun auf deine Gnade, Laß ſeinen Eingang hier geſegnet ſein. Leit ferner ihn auf ebnem Pfade, Und laß ſein Werk zu deinem Ruhm gedeihn. Sei mit uns, Herr, wir ſind auf dich getauft, Mit deinem Blut haſt du uns all erkauft. 6. Lieder bei Beerdigungen und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. Eigne Melodie. WMitten wir im Leben 241. M ſind Mit dem Tod umfangen; Wer iſt's, der uns Hülfe thut, Daß wir Gnad' er⸗ langen? Dasbiſt du, Herr, alleine! Uns reuet unſre Miſſethat, Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herr und Gott, Heiliger ſtarker Gott, Heiliger barmherziger Hei⸗ land, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verſinken In der bittern Todesnot. Herr, erbarme dich! 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen; Wer will uns von ſolcher Not Frei und ledig machen? Das thuſt du, Herr, alleine! Es jammert dein'r Barmherzigkeit Unſre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger, ſtarker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Höllenglut. Herr, erbarme dich! 3. Mitten in die Höllenangſt Uns die Sünden treiben. Wohin fliehen dann, wohin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Chriſt, alleine. Vergoſſen iſt dein teures Blut, Das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herr und Gott, Heiliger ſtarker Gott, Hei⸗ liger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht ent⸗ fallen Von des rechten Glaubens Troſt. Herr, erbarme dich! Mel. Gottes Sohn iſt kommen. 2 42 Heilge Ruheſtätte, Wenn ich dich betrete, Sprech ich: Herr, mach Ende! Treuer 142 Lieder bei Beerdigungen Vater, ſende Deinen Friedens⸗ boten! Selig ſind die Toten. 2. Hier, wo meine Brüder, Hier, wo Chriſti Glieder Nach erkämpften Siegen Als ein Saat⸗ korn liegen, Hier bei Jeſu Schafen Wünſch ich auszuſchlafen. 3. Hier ruht der Verjagte, Hier hat der Geplagte Nach den bittern Stunden Seinen Hafen funden; Auf den Thränenregen Wird das Grab ſein Segen. 4. Tod, dich nah zu ſchauen, Bringet mir kein Grauen. Wenn die Kräfte ſchwinden, Sterben Sorg und Sünden. Meines Leib's VerweſungIſt den GeiſtGeneſung. 5. Wenn ich in der Erde, Va⸗ ter, ſchlafen werde, So ſprich zu den Scharen, Die dein Volk be⸗ wahren: Hütet die Gebeine, Denn hier ſchläft der Meine! 6. Freue dich, mein Glaube, Mit des Leibes Staube Thut der Gott der Stärke Neue Wunder⸗ werke: Er giebt alle Glieder Mir aus Staube wieder. 7. Himmliſche Poſaunen Schal⸗ len zum Erſtaunen, Eine Welt der Toten Wird dann aufgeboten, Vor dem Herrn der Erden Dar⸗ geſtellt zu werden. 8. Freudiges Getümmel! Grä⸗ ber werden Himmel, Was einſt ſtarb, erwachet, Was einſt weinte, lachet; Fromme, gleich der Sonne, Jauchzen voller Wonne. 9. Die vor tauſend JahrenLängſt verweſet waren, Fangen an zu leben Und ſich zu erheben. Eltern, Kinder, Brüder, Seh ich alle wieder. 10. Mache, Gottesacker, Meine Seele wacker, Daß ich mein Ge⸗ ſchicke Nach dem Tod erblicke, Und mein Nichts im Grabe Stets vor Augen habe. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Menn junge Himmels⸗ 243. W erben In ihrer Un⸗ ſchuld ſterben, Verlieret man ſie nicht. Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Und ſchauen Jeſu Angeſicht. 2. Sie ſind ja in der Taufe Zuihrem Chriſtenlaufe Dem Mitt⸗ ler eingeweiht, Und noch bei Gott in Gnaden, Was kann es ihnen ſchaden, Wenn er ſie ruft zur Ewigkeit? 3. Ruft er ſie doch aus Liebe, Daß nicht der Sünden Triebe, Nicht Bosheit ſie entweihn. Eh ſie die Welt verführet, Da ſie noch Unſchuld zieret, Führt er ſie in den Himmel ein. 4. Bald ſchleicht von ältern Sündern Das Böſe ſich bei Kin⸗ dern Ins unverwahrte Herz. O, die ihr euch betrübet, Seht, wie euch Gott geliebet, Der euch er⸗ ſparte manchen Schmerz. 5. Dies Los iſt dir gefallen, Gott heißt dich von uns wallen, Der Tod iſt dein Gewinn. Die Erde läßt du liegen, Zum himm⸗ liſchen Vergnügen Ins Land der Freuden ziehſt du hin. 6. Befreit von Schmerz und Mühe Gehſt du von uns ſo frühe, Zieh hin, geliebtes Kind! Dein Schöpfer heißt dich ſchlafen Und wohnen bei den Schafen, Die ewig wohl verſorget ſind. 3 7. Du warſt uns nur geliehen, Wir ſollten uns bemühen, Dich iiit enye auh i dn hin — — — — 2—'— G⁸ ——— — — — — — gen en dem Tod erh m Grabe Si 1 habe. 4 Nun ruhen al⸗ Välee . Wenn jungeg 0 erben be ſerben, Verlient n Sie werden nn dn Vater aufgehoben, Jeſu Angeſiht. die ſind ja in dr nChriſtenlaufe dag eweiht, Und no h den, Was kun 4ℳ t? euft er ſie doch an nicht der Sänden d Bosheit ſie entwelh. Welt verführe, de inſchuld ziert, Fin den Himmel ein Bald ſchleicht vor en Das Böſe ſih ns unverwahre hen euch betrübet, Siß, Wenn er ſte ni oott geliebet, Der uhf manchen Schmer Dies Los iſt dir fflt eißt dich von und ul od iſt dein Gewmm. ißt du liegen, Jum ſi Vergnügen Jns lan n ziehſt du hi. Befreit von Shma Gehſt du von und ſft ßin, geliebtes Kidd ter heißt dich ſchfen tbei den Stin, vohl verſorget ſin. du warſt uns nur gel allten uns bemüſel, G * — und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 143 chriſtlich zu erziehn. Gott nimmt uns dieſe Sorgen; Sein Rat iſt uns verborgen, Einſt ſehen wir im Himmel ihn. 8. Dein Leib gehört der Erde, Daß er verwahret werde Bis Gottes Stimme ruft. Sie weckt ihn, du wirſt hören, Und eilen mit den Chören Dem Herrn ent⸗ gegen in der Luft. 9. Auch unſre Tage fliehen, Wer weiß, wie bald wir ziehen In unſer Vaterland. Thun wir, was Gott befohlen, Wird er uns zu dir holen, Und enden unſern Prüfungsſtand. 10. Dort werden wir dich ſehen Bei Himmelsbürgern ſtehen, Und unſern Gott erhöhn. Nimm un⸗ ſern letzten Segen, Und komm uns einſt entgegen, Wenn wir auch in den Himmel gehn. Mel. Ich hab genug. 2 44 Zieb, liebes Kind, Zieh - hin! dich fordert Gott So früh von dieſer Welt. Wohl ſchmerzet uns Dein ach ſo früher Tod, Doch weil es Gott gefällt, So wollen wir nicht troſtlos klagen, Nein, mit gelaßner Seele ſagen: Zieh hin, mein Kind! 2. Dich, liebes Kind, Dich hatte Gottes Hand Für dieſe Welt geliehn. Er iſt der Herr, Er nimmt zurück ſein Pfand, Er will dich ſelbſt erziehn. Er giebt und nimmt; ſein iſt dein Leben. Was ſein iſt, wollen wir ihm geben: Du biſt ſein Kind. 3. In jener Welt, Im Him⸗ mel, findeſt du, Was dieſe Welt nicht giebt, Denn nur bei Gott (Leiden dieſer Welt. Iſt wahre Scelenruh, Von tkei⸗ nem Schnierz getrübt. Hier muß man oft in Unruh ſchweben, Dort iſt ein ungeſtörtes Leben. Wohl dir, mein Kind! 4. Du gehſt voran, Einſt fol⸗ gen wir dir nach, Wenn es dem Herrn gefällt. Du eilſt nun fort, Entgehſt dem Ungemach, Den Wer lange lebt, hat viel zu leiden, Wer frühe ſtirbt, ſieht bald die Freuden Der beſſern Welt. 5. So zieh denn hin! Dort, wo die Unſchuld wohnt, Wo man den Vater preiſt, Wo Jeſus Chriſt, Der Freund der Kinder, thront, Dort, dort lebt nun dein Geiſt. Geendigt ſind die Leidensſtunden, Wohl dir, du haſt nun über⸗ wunden, Wohl ewig dir! Mel. Gott iſt mein Lied. 2 4 5 ur frühen Gruft Wirſt du von uns begleitet. Dies, junger Chriſt, Will Gott, der dich bereitet, Und dich nun wieder zu ſich ruft. 2. Er nahm dich auf Zum Kinde ſeiner Gnade, Er reinigte Dich in dem heilgen Bade, Und ſein Geiſt lenkte deinen Lauf. 3. O kurze Bahn! Kaum kennſt du Welt und Freuden, So führt dich Gott Vom Schauplatz deiner Leiden. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. 4. Du biſt beglückt. Entronnen den Gefahren, Trifft dich nun nicht, Was in den ernſten Jahren Dem Chriſtenoft das Ziel verrückt. 5. In ewger Ruh, In unge⸗ ſtörtem Frieden Wohnt nun dein — ——— ——— ———; — ——— — 144 Lieder bei Beerdigungen Geiſt; Erbarmend ſieht hienieden Gott deiner Eltern Thränen zu. 6. Klagt nicht zu ſehr Bei eures Kindes Bahre, Gott führt es ſchon Im Frühling ſeiner Jahre Zum Himmel; er iſt unſer Herr. 7. Es war ſein Pfand, Er hatt' es euch geliehen; O gebt's ihm gern, Heißt euren Liebling ziehen, Er zieht ja in ſein Vaterland. 8. Zieh in die Gruft, Verbirg dich eine Weile; Mit dir ſtehn wir Einſt auf zu Jeſu Heile, Wenn er in unſre Gräber ruft. Mel. Hört auf mit Trauern. Ihr Trauernden, ſtillet O die Thränen, Und 246. J hemmet das Jammern und Seh⸗ nen. Wer wollte verzagend er⸗ beben? Das Grab iſt das Thor zu dem Leben. 2. Mag irdiſche Hütte zerfallen, Mag irdiſche Freude verhallen, Mag Staub ſich geſellen zum Staube, Hoch über ihm jauchzet der Glaube. 3. Hoch über den Gräbern da thronet Das Licht und das Leben; da wohnet, Vom Leibe des Todes geſchieden, Vollendet der Pilger im Frieden. 4. Da ſcheiden nicht bittere Schmerzen Die heilig verbundenen Herzen. Was hier noch die Liebe beweinet, Ihr droben verkläret erſcheinet. 5. O laßt uns die Häupter erheben! Dem Tode entquillet das Leben. Erſt endet der Schlummer die Sorgen, Dann folget der ewige Morgen. Mel. Zion klagt mit Angſt. 2 47 Soll denn alles, alles TA. enden In Verweſung und in Staub? Läßt der Tod aus ſeinen Händen Nimmermehr den teuren Raub? Blicket hoffnungs⸗ los hinab Unſer Aug' ins öde Grab? Iſt auf ewig nun verloren, Was ſich unſer Herz erkoren? 2. Nein, du biſt uns nicht ver⸗ loren, Ob dein Leib auch bald zer⸗ fällt, Denn dein Geiſt weilt neu⸗ geboren Schon in einer beſſern Welt. Was duWahres hier gedacht, Was du Gutes treu vollbracht, Reift zu ewgem Heil und Segen Dort vergeltend dir entgegen. 3. Auch bei uns, die dich be⸗ weinen, Wirkeſt du in Segen fort, Unvergeſſen von den Deinen Bleibt dein Beiſpiel und dein Wort. Uns, die deinen Wert ge⸗ ſehn, Kann dein Bild nie unter⸗ gehn, Und dir folget noch im Grabe Lieb und Dank als fromme Gabe. 4. Gott, der du ihn uns ge⸗ ſchenket, Dir ſei Preis und Dank dafür. Der du ihn zum Heil ge⸗ lenket, Dank, o Jeſu, Dank ſei dir. Lenke ſtets auch unſern Sinn Auf das ewge Erbteil hin. Gieb uns allen, was wir flehen, Dort ein ſelges Wiederſehen. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 248 Ac, was ſind alle * Güter wert, Die ſchnell des Todes Macht verzehrt? Im Sterben ſchwindet Erden⸗ macht, Gold glänzt nicht mehr in Grabesnacht. Denk an dein Grab, wenn irdiſch Gut Dich reizen will zum Übermut. 4 Iſt auf ewig un m h unſer Herz uim in, du biſt und nih dein Leit auch in enn dein Geiſt wel Schon in einer as du Wahres jirn u Gutes treu duld mewgem Heil und ergeltend dir entzen ich bei uns, dn Wirkeſt diu — Uns, die deinen We ann dein Bild nin no dir folget noch in d Dank als fromwed ott, der du ihn m Dir ſei Preis und Der du ihn zun he Dank, o Jfſu, Da nke ſtets auch unſen ewge Erbteil in. n, was wir flehe. s Wiederſeen. ———— ——— — — —— ——— ater unſer im dim 9ſch, was ſid A Güter wett, 8Todes Madt de erben ſchwindet Fold glänzt niht esnacht. Denk un venn irdiſch Gut. il zum Übermut — — — ——— —— ——— —— —— —— — — — di tt und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 145 2. Einſt bringt der Herr vor ſein Gericht, Was hier verborgen war, ans Licht. Jenſeits des Grabes reift die Saat, Die hier der Menſch geſäet hat. Denk an den Tod, beſtell dein Haus, Streu weislich guten Samen aus. 3. Der Strom des Lebens rin⸗ net ſchnell, Bald iſt er trüb, bald iſt er hell. Denk an die Flucht der Zeit, wenn Licht In Kummer⸗ nächten dir gebricht. Im Grab iſt Ruh; Geneſung, Heil Wird frommen Duldern dort zu teil. Mel. Der lieben Sonne Licht. 249 Die Chriſten gehn in 4 dieſer Welt Durch mannigfachen Jammer, Bis nach dem Weg zum Himmelszelt Sie ruhn in ſtiller Kammer. Nach wohl vollbrachtem Lauf Nimmt Gott die Seele auf. Das Weizen⸗ korn ſtreut Gottes Hand Auf Hoffnung in ſein heilges Land. 2. Die ihr ſchon aufgebrochen ſeid Aus eurer Brüder Mitten, Wir freun uns eurer Seligkeit, Und folgen euren Schritten. Der nun befreite Geiſt Iſt himmel⸗ wärts gereiſt, Die Hülle findet ihre Ruh Im Grab, und Liebe deckt ſie zu. 3. Sie bleibt, bis ihre Stunde ſchlägt, In heiliger Verwahrung, Bis ſich das neue Leben regt, Am Tag der Offenbarung. Und dann, welch ſelig Los, In Jeſu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, So tief hinab, ſo hoch hinan. Eigne Melodie. 5 er weiß, wie nahe 250. W mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach, wie geſchwinde und be⸗ hende Kann kommen meine Ster⸗ bensnot! Mein Gott, Mein Gott, Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war, Denn weil ich leb auf dieſer Erden, Leb ich in ſteter Tod'sgefahr. Mein Gott,: Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich ſtets mein End bedenken, Und, wenn der⸗ einſt ich ſterben muß, Die Seel in Jeſu Wunden ſenken, Und ja nicht ſparen meine Buß. Mein Gott,:, Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus beſtellen, Daß ich bereit ſei für und für, Und ſage friſch in allen Fällen: Herr, wie du willſt, ſo ſchick's mit mir! Mein Gott,:,: Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 5. O Herr, mach mir doch ſüß den Himmel, Und bitter ſei mir dieſe Welt, Gieb, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit ſei vorgeſtellt. Mein Gott,:: Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienſte Chriſti zu, Drein ich mich feſt und gläubig winde, Das giebt mir recht er⸗ wünſchte Ruh. Mein Gott,:,: Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. 7. Ich weiß, in Jeſu Blut und 10 — ——ͤ —ͤ 4 146 Lieder bei Beerdigungen Wunden Da find ich meine Ruhe⸗ deinen Willen, Als Jeſu Jünger, ſtatt, Da find ich Troſt in Todes⸗ treulich zu erfüllen, Gottſelig war ſtunden, Den mir dein Tod erwor⸗ und deinem Rat ergeben Durch ben hat. Mein Gott,: Ich ihn ſein Leben. bitt, durch Chriſti Blut, Mach's 3. Mit ihm iſt uns ein Freund nur mit meinem Ende gut. ins Grab getragen, Sein treues 8. Nichts iſt, das mich von Herz wird nicht mehr für uns Jeſu leite, Nichts, es ſei Leben ſchlagen; Nun kann ſein Rat, oder Tod. Ich leg die Hand in des wir uns ſonſt erfreuten, Uns ſeine Seite, Und ſage: mein Herr nicht mehr leiten. und mein Gott! Mein Gott,:: 4. Nimm Preis und Dank, daß Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's du in dieſem Leben Zum Segen nur mit meinem Ende gut. den Entſchlafnen uns gegeben. Du 9. Ich habe Jeſum angezogen nahmſt ihn uns, wir trauern und Schon längſt in meiner heilgen ſind ſtille, Gut iſt dein Wille. Tauf', Du biſt mir auch daher 5. Er gab den Geiſt in ſeines gewogen, Haſt mich zum Kind ge⸗Mittlers Hände; Im Glauben nommen auf. Mein Gott,:, Ich ſelig ſei auch unſer Ende. Du bitt, durch Chriſti Blut, Mach's wolleſt, Herr, mit ihm und mit nur mit meinem Ende gut. den Deinen Uns dort vereinen. 10. So komm mein End heut Mel. Beſiehl du deine Wege. oder morgen: Ich weiß, daß mir s 252 Bedenke, Menſch, das mit Jeſu glückt, Ich bin und bleib* Ende, Bedenke dei⸗ in allen Sorgen Mit Jeſu Blute nen Tod. Der Tod kommt oft be⸗ ſchön geſchmückt. Mein Gott,:,: hende; Der heute friſch und rot, Ich bitt, durch Chriſti Blut, Mach's Kann morgen und geſchwinder nur mit meinem Ende gut. Hinweg geſtorben ſein. Drum 11. Ich leb indeſſen ganz ver⸗ bilde dir, o Sünder, Dein Ster⸗ gnüget, Und ſterb ohn alle Küm⸗ ben täglich ein. mernis, Denn mir gefällt, wie 2. Bedenke, Menſch, das Ende, Gott es füget; Ich glaube feſt Bedenke das Gericht. Es müſſen und bin gewiß: Mein Gott,:, In alle Stände Vor Jeſu Angeſicht. Gnad durch Chriſti Blut Machſt Kein Menſch iſt ausgenommen, du's mit meinem Ende gut. Ein jeder muß heran, Und wird den Lohn bekommen, Nachdem er Mel. Herzliebſter Jeſu. hat gethan. 2 51 Am Grabe ſtehen wir 3. Bedenke, Menſch, das Ende, 21.* und opfern Thränen, Der Hölle Angſt und Leid, Daß Wir ſchauen in die Gruft mit dich nicht Satan blende Mit ſei⸗ bangem Sehnen, Da du, o Vater, ner Eitelkeit. Hier iſt ein kurzes einen deiner Frommen Von uns Freuen, Dort aber ewiglich Nur genommen. Schmerz und Klag und Schreien. 2. Er liebte dich, und ſtrebte Ach Sünder, hüte dich. 2————— ———— —— —½ — — — — kreit Undt daß nich au de Höll ger ſi bish henuacten uns ſonſt er tehr du in inum Preis und D deſem Leben zun 0 ſchlafren unseeit d ihn uns, wir tan 1w lle, Gut iſt den il er gad den Geſt inſen *8 Hände, In( ei auch unſer Gd Herr, mit ihm m) n einen Uns dart we Befiehl du deie I Pedenke, Menſt D Ende, Beie Der heute fiich u morgen und geſh W geſtorben ſein. N r, o Sünder, Dan Si giich ein. ſedenke, Meuſch, Re e das Gerich. E ande Vor Jeſt Ai ſih Renſch iſt ausgend uman der muß heran, n bekommen, Nach han. edenke, Maiſch das zlle Angſt und b t Satan binde Nit ſ — und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 147 4. Bedenke, Menſch, das Ende, Bedenke doch die Zeit, Daß ja dich nichts abwende Von jener Herrlichkeit; Dort wird vor Got⸗ tes Throne Die Seele wohl ge⸗ pflegt, Dort iſt die Lebenskrone Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Zeit, Daß, ſich nach dir zu lenken, Mein Herz ſei ſtets bereit Laß mich den Tod betrachten Und deinen Richterſtuhl, Laß mich auch nicht verachten Der Hölle Feuerpfuhl. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zei⸗ ten Auf meinen letzten Tag Mit Buße mich bereiten, Und täglich ſterben mag. Im Tod und vor Gerichte Steh mir, o Jeſu, bei, Daß ich im Himmelslichte Zu wohnen würdig ſei. Mel. Ich hab mein' Sach' Gott. 253 Wie fleucht dahin der 4 Menſchen Zeit! Wie eilen wir zur Ewigkeit! Wie man⸗ cher ſinkt in Todesnacht, Eh er's ge⸗ dacht Und ſich dazu bereit gemacht!, 2. Das Leben iſt gleich wie ein Traum, Gleich einem leichten Waſ⸗ ſerſchaum, Dem Graſe gleich, das heute ſteht, Und ſchnell vergeht, Sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibeſt mir Das, was du biſt; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, Mir iſt's Gewinn, Wenn ich bei meinem Jeſu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, Erwecke mich, o Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine Tag' Und immer wach, Daß, eh ich ſterb, ich ſterben mag. 5. Was hilft die Welt in letz ter Not? Luſt, Ehr und Reich⸗ tum einſt im Tod? Bedenk's, o Menſch, was eileſt du Dem Schatten zu? Du kommſt ja nicht zur wahren Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Luſt! Mir iſt das höchſte Gut bewußt, Das ſuch ich eifrig für und für, Das bleibet mir, Herr Jeſu, zeuch mein Herz nach dir. .7. Was wird da ſein, wenn ich dich ſeh, Und dort vor deinem Throne ſteh! Herr, unterdeſſen lehre mich, Daß ſtündlich ich Mit klugem Herzen ſuche dich. Eigne Melodie. llle Menſchen müſſen 254. A ſterben, Alles uſfen vergeht wie Heu. Was da lebet, muß verderben, Soll es anders werden neu. Dieſer Leib auch muß verweſen, Wenn er anders ſoll geneſen Zu der großen Herrlich⸗ keit, Die den Frommen iſt bereit. 2. Drum ſo will ich dieſes Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in meines Jeſu Wunden Hab ich nun Erlöſung funden, Und mein Troſt in Todesnot Iſt des Herren Jeſu Tod. 3. Jeſus iſt für mich geſtorben, Und ſein Tod iſt mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr ich mit Freuden hin, Hier aus dieſem Weltgetümmel In des großen Gottes Himmel, Da ich werde allezeit Preiſen die Dreieinigkeit. 4. Da wird ſein das Freuden⸗ 10* 148 Lieder bei Beerdigungen leben, Da viel tauſend Seelen ſch chon Sind mit H Himmelsglanz um⸗ geben, Dienen Gott vor ſeinem Thron; Da die Seraphinen pran⸗ gen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Soh on und Geiſt. 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihnen Ehrenthronen Sitzet der Apoſte el Zahl; Wo in ſo viel tau⸗ ſend Jahren Alle Fromnien heim⸗ S gefahren, Da man Gott die 2Ehle bringt, Ewig Halleluja ſing 6. O Jeruſalem, du Müond Q F 39 alä— d Ac te Wie ſo helle glänzeſt du! Ach w vie Seele dein Und ſelig unſer lieblich Lobgetöne Hört man dort in ſtiller Ruh! O der großen Fre eud und Wonne! Ja, mun geht ſir auf, die Sonne, Und d helle Tag bricht an, Der kein Eyde nehinen kann. .Ach, ich habe ſchon erblicket Al le dieſe Herrlichkeit, Seh im Geiſt mich ſchon geſchmücket Mit dem weißen Himmelskleid. Mit der goldnen Ehrenkrone Steh ich dort vor Gott 4 Throne, Schaue ſolche Freude an, Die kein Ende ennen kann. 8. Dort will ich nun ewig woh⸗ nen, Meine Lieben, gute Nacht! Eure Treu wird Gott belohnen, Die ihr habt an mir vollbracht. Liebſ ſte Kinder und Verwandte, Brüder, Freunde und Bekannte, Lebet wohlt zu guter Nacht! Gott ſei Lob, es iſt vollbracht. Mel. Nun laſſet uns den Leib. egrabt den Leib in 255. B ſeine Gruft, Bis ihn des Richters Stimme ruft. Wir ſäen ihn, einſt blüht er rauf lind ſteigt verklärt zu Gott hinauf Aus Staube ſchuf ihn einſt der Herr, Er war ſchon Staub, und wird's nun mehr. Er lieg er ſchläft, verweſt, erwacht Der⸗ einſt aus dier Todesnacht. 3. Nun, du Erlöſter, ſchlaf in Ruh! Wir gehn jetzt un Hütten zu, Und machen zu der Ewigkeit Mit Freud und Zittern uns bereit. 4. Ach, Jeſu Chriſt, dein Kreuz, dein Tod Stärk uns in unſrer letzten Not. Laß unſre ganze — 1 — Ende ſein. Eigne Melodie. 8 256. P it Wie und Freud ahr dahin, Iſt's Gottes Wille. Getroſt iſt mir mein Herz und Sinn, Sanft und ſtille. Wie Gott es mir verheißen hat: Der Tod zum Schlaf iſt worden. 2. Das ſchaffet Chriſtus Got⸗ tes Sohn, Der treue Heiland, Der wic an Gnad iſt und an Lohn, Wie's iſt bekannt. Er iſt unſer Leben und Heil In Not und auch im Sterben. 3. Den hat Gott allen vorge⸗ ſtellt Mit großen Gnaden, Zu ſei⸗ nem Reich die ganze Welt Heißen laden, Durch ſein teuer und heil⸗ ſam Wort, Gepredigt aller Orten. 4. Er iſt das Heil und ſelge Licht Für alle Heiden, Erleuchtet, die ihn kennen nicht, Will ſie weiden. Er iſt des Volkes Israel Preis, Ehre, Freud und Wonne. u Vi l 1 nd machen irk uns im Laß mit 1 Ud ſch te Melodie it Frid mim jich funr ie Wille. Genii Gnad iſt wi iſt bekannt b und Hil terben. Gott alln m an Gunde zi ganze Wet hit iin tener unt redigtaleron Is Heil und weiden, Ertn und zum Gedächtnis der Verſtorbenen. 149 Mel. Nun laſſet uns den Leib. 2 m Grabe lerne, was 257. A du biſt! Lern hirr was unſer Leben iſt! Ein Sarg nur und ein Leichenkleid Wird dir nach aller Herrlichkeit. 2. War dieſer arm, ein andrer reich: Im Grabe ſind wir alle gleich. Wir alle ſind des Todes Raub, Und aller Leib zerfällt zu Staub. 3. Wer weiß, wie bald auch dich zur Gruft Der Herr des Tod's und Lebens ruft! Drum halte dich zu jeder Zeit Auf Tod und Ewigkeit bereit. 4. Herr, ſei barmherzig, wann du einſt Als Richter aller Welt erſcheinſt. Dein wollen wir, auf ewig dein, Im Leben und im Tode ſein. 259 Jeſus, meine Zuver⸗ 258. A ſicht Und mein Hei⸗ land, iſt im Leben. Dieſes weiß ich, ſollt ich nicht Darum mich zufrieden geben? Was die lange Todesnacht Mir auch für Ge⸗ Eigne Melodie. danken macht. 2. Jeſus, er mein Heiland, lebt, Ich werd auch das Leben ſchauen, Sein, wo mein Erlöſer ſchwebt, Warum ſollte mir denn grauen? Läſſet auch ein Haupt ſein Glied, Welches es nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbun⸗ den. Meine ſtarke Glaubenshand Wird in ſeiner Hand gefunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleiſch, und muß daher Auch einmal zu Staube werden; Ich bin ſterblich, doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlich⸗ keit Um ihn ſein mög allezeit. 5. Einen Bau von Gott er⸗ baut Werd ich haben, wie ich gläube. Gott wird werden an⸗ geſchaut In dem neu verklärten Leibe, Und in dieſem Leib werd ich Jeſum ſehen ewiglich. 6. Ob dies Aug' im Tode bricht, Werd ich doch, o Herr, dich kennen; Ich, ich ſelbſt, ein Fremder nicht, Werd in deiner Liebe brennen, Und die Schwach⸗ heit um und an Wird von mir ſein abgethan. 7. Was hier kraftlos ſeufzt und fleht, Wird dort friſch und herr⸗ lich gehen. Irdiſch werd ich aus⸗ geſät, Himmliſch werd ich aufer⸗ ſtehen. Senket hier den Leib nur ein, Herrlich wird er dort einſt ſein. 8. Seid getroſt und hocherfreut, Jeſus trägt euch, meine Glieder. Gebt nicht Raum der Traurigkeit, Sterbt ihr, Jeſus ruft euch wieder, Wenn einſt die Poſaune klingt, Die durch alle Gräber dringt. 9. Lacht der finſtern Grabes⸗ kluft, Lacht des Todes und der Höllen! Siegreich ſollt ihr aus der Gruft Euch dem Heiland zugeſel⸗ len. Dann liegt Schwachheit und Verdruß Ewig unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geiſt er⸗ hebt Von den Lüſten dieſer Erden, Und euch dem ſchon jetzt ergebt, Dem ihr wollt vereinigt werden. Schickt das Herz ſchon da hinein, Wo ihr ewig wünſcht zu ſein. 150 Lieder bei Beerdigungen Eigne Melodie. 259 Auferſtehn, ja auf⸗ * erſtehn wirſt du, Mein Staub, nach kurzer Ruh. Unſterblich's Leben Wird, der dich ſchuf, dir geben. Halleluja. 2. Wieder aufzublühn, werd ich geſät; Der Herr der Ernte geht, Und ſammelt Garben Uns ein, uns ein, die ſtarben. Halleluja. 3. Tag des Danks, der Freu⸗ denthränen Tag, Du, meines Got⸗ tes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geſchlummert habe, Er⸗ weckſt du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann mir ſein, Mit Jeſu geh ich ein Zu ſeinen Freuden. Des mü⸗ den Pilgers Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligſte führt mich Mein Mittler, dann leb ich Im Heiligtume, Zu ſeines Na⸗ mens Ruhme. Halleluja. Mel. Der Tag, der iſt ſo. 260 Einſt reift die Saat, 4* mein Staub erſteht Zum neuen, ewgen Leben. Er, der da kommt voll Majeſtät, Wird mir's aus Gnaden geben. Im Schoße Gottes ruht mein Geiſt Von allen Mühen aus und fleußt Von Wonn anbetend über. Ach, mein Auge ſchaute nie, Meinem Ohr ertönte nie Solch Heil auf dieſer Erde. 2. Das kommt in keines Men⸗ ſchen Herz, Was Gott uns dort bereitet, Uns Pilgern, die Gott durch den Schmerz Zum ewgen Leben leitet. Wir blicken in das tiefe Meer; Den Grund zu ſchauen iſt zu ſchwer, Es ſind die Tiefen Gottes. Mehr, weit mehr, als wir verſtehn, Mehr als unſre Thränen flehn, Giebt uns, der ewig liebet. 3. Sei, Seele, ſtark, und zage nicht, Durchs finſtre Thal zu wallen. Nah an des Thales Nacht iſt Licht, Und laute Jubel ſchallen. Dem letzten Seufzer, der entflieht, Miſcht ſich der Engel heilig Lied, Zu des Erlöſers Preiſe. Er erfüllt des Bundes Eid, Er iſt ganz Barmherzigkeit. Dank ſei ihm, Preis und Ehre. üllet krnähr V e anſduſle naden geden 8 ruht man 4 ühen aus of anbetend iln, haute nie, Ma nie Salch umt in keins das Gott 4 Pilgern, n hmerz Jun a b Wir blicn ren Gnndgi 2 Cs ſind dei Chr, weit ug 1 Mehr ah In, Gielt m ele, ſtart 1s finſte d a dhe 2ſt, Und lanui Iletzten Saj Iſcht ſich wei - Zu dei d errfüllt ds ranz Barninit 11, Pruis wä aol Nafa ein ewiges Leben. Zweite Abteilung. Gottes Weſen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. I. Gottes Weſen und Vollkommenheiten. Eigne Melodie. 261 Ich glaub an Gott, Va⸗ 4 I ter, Den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. Und an Jeſum Chriſtum, Sei⸗ nen einigen Sohn, Unſern Herren, Der empfaugen iſt von dem heil⸗ gen Geiſt, Geboren von Maria, der Jungfrau'n, Gelitten unter Pontio Pilato, Gekreuziget, geſtor⸗ ben und begraben, Niedergefahren zu der Hölle, Am dritten Tag er⸗ ſtanden iſt Von den Toten, Auf⸗ gefahren zu dem Himmel, Sitzet zu der rechten Hand Gottes, des Vaters, des Allmächtigen, Von dannen er kommen wird, zu richten Die Lebendigen Und die Toten. Ich glaub an den heiligen Geiſt, Eine heilige Chriſtliche Kirche, die Gemeinſchaft der Hei⸗ ligen, Vergebung der Sünden, Auferſtehung des Fleiſches Und Amen. Eigne Melodie. 9 ir glauben all an 262. Wirnen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der ſich zum Vater geben hat, Daß wir ſeine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren, Allem Unfall will er wehren, Kein Leid ſoll uns widerfahren. Er ſorget für uns, ſchützt und wacht, Und alles ſteht in ſeiner Macht. 2. Wir glauben auch an Je⸗ ſum Chriſt, Seinen Sohn und unſern Herren, Der ewig bei dem Vater iſt, Gleicher Gott von Macht und Ehren; Von Maria, der Jung⸗ frauen, Iſt er wahrer Menſch ge⸗ boren, Durch den heilgen Geiſt im Glauben; Für uns, die wir war'n verloren, Am Kreuz geſtor⸗ ben, und vom Tod Auch auf⸗ erſtanden iſt durch Gott. 3. Wir glauben an den heil⸗ gen Geiſt, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröſter heißt, Uns mit Gaben zieret ſchöne, Alle Chriſtenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben. Hier all Sünd vergeben werden; Unſer Fleiſch ſoll wieder leben. Nach dieſem Elend iſt be⸗ reit't Ein Leben uns in Ewigkeit. Mel. O Herre Gott, begnade. 263 Ich glaub an einen . J Gott allein, Der alle Dinge, groß und klein, Den Him⸗ mel und die Erden, Aus nichts hat laſſen werden; Der mich auch ſelbſt aus lauter Gnad Zu ſeinem — 152 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. Dienſt erſ erſchaffen hat, Mir Leib und Seel gegeben, Wünn und Vernunft daneben. urch ſeine Weisheit, Macht 1r8 Güt All ſein' Geſchöpfe er behüt't. Er iſt mein Vater und mein Gott, Der mir zu Hülfe kommt in Not, Mich ſchützet und ernähret. 2. Ich glaube auch an Jeſum Chriſt, Der Gott vom Vater ewig iſt, Und auch ein Menſch geboren, nicht werd verloren; Der Daß ich nich warb, ſchafft. Gott, für Zeit und Ewig⸗ Pkeit Segne deine Chriſtenheit. N mir ſein's Vaters Huld erwarb, Am Stamm des Kreuzes für mich ſtarb, Fuhr zu der Hölle nieder, Stund auf vom Tode wieder, Und, zu vollenden ſeinen Lauf, Fuhr er zum Himmelsthron hinauf;; Von da er kommen wird einmal, Zu richten die ſehr große Zahl Der Lebenden und Toten. 3. Ich glaub auch an den heil⸗ gen Geiſt, Der gleich iſt wahrer Gott, und heißt Ein Lehrer unſrer Sinnen, Der ewig, ohn Beginnen, Vom Vater und dem Sohn aus⸗ geht, Der den Betrübten hier bei⸗ ſteht, Daß ſie Vergebung finden All ihrer Schuld und Sünden. Ich glaube, daß erhalten werd Ein' allgemeine Kirch' auf Erd', Bei der ſtets bleibt des Geiſtes Gab'. Ich glaub, daß dieſes Fleiſch vom Grab Werd aufer⸗ ſtehn zum Leben. Eigne Melodie. 264. Wir glauben all an einen Gott, Herrn und Vater aller Welt, Der durch ſein mächtiges Gebot Uns er ſchuf und uns erhält, Der voll Weis heit, Güt und Macht Stets für für alles ſorgt und wacht. 2. Wir glauben auch an Je⸗ ſum Chriſt, Gottes eingebornen Sohn, Der Menſch für uns gewor⸗ den iſt, Und nun herrſcht auf Got⸗ tes Thron, Der, indem er litt und ſtarb, Heil und Leben uns er warb. 3. Wir glauben an den heilgen Geiſt, Deſſen gnadenvolle Kraft An unſern Herzen ſich erweiſt, Rat und Troſt und Hülf uns Mel. Jeſaia, dem Propheten. 9 nbetend ſtand der Se⸗ 265. An her Gottes da, Als er im Geiſt gehovah ſitzen ſah. Auf ſeinem hohen Thron, in hellem Glanz; Es füllt der Saum des göttlichen Gewands Das Haus, es ſchweben Seraphim von fern, Und beten zu der Herrlichkeit des Herrn. Erſtaunend über Gott ver⸗ hüllen ſie Ihr Antlitz mit zween Flügeln, decken ſie Den Fuß mit zween, und mit zween fliegen ſie; Der ſein wird, der er ſein wird, ſingen ſie, Heilig iſt Gott, Jeho⸗ vah Zelabti Heilig iſt Gott, Je⸗ hovah Zebaoth! Heilig iſt Gott, Je⸗ hovah Zebaoth! Der Welten Kreis iſt ſeiner Ehren voll! Von ihrer An⸗ betung Geſang erſcholl Das Haus, und ward von Opferwolken voll. Mel. O Gott, du frommer Gott. 266. J J Gott Und allgemei⸗ nen Vater, ten Welt Allg nugſamen Berater, Der, was er immer will, Mit unumſchränkt er Kraft, Nach ſei⸗ glanub an einen Des Volks der wei⸗ eij de l Ia deſereie ſeig i ni Vongach, dam Und Gui d 4 4 3 ſ 9 is di ſha — 2—&— ———— ——— —— ——— —— ———— ——— — —— = ——:— — denheiten. Jeſcig, den Pughe Arbeten ſtand d —e her Gottezda t Jeovah ſtz ſi u hohen Thron, i Es füllt der Sum n Gewands Das eben Seraphin von en zu der deullhe Erſtaunend ileri ie Ihr Antlitz mi „decken ſie Da F und mit zween ſlig n wird, der er ſei — — — —————— ————— —— —— — —— — daoth! Heilig ſſtG ebaoth! HeiligiſtGh ebaoth! Der Welm Ehren voll Veniſte Heſangerſcholldas u d von Opfervolken ul —Gott, du frommtr G Acch glaub an ſin JGott Unden ter, Des Volt Ri h Algungſemend t as er intner vil M 5 ränkter Araft, Nad ſe —— ——— —— —— — — — 4 7 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 153 nem weiſen Rat, Hier wie auch droben ſchafft. Mel. O GCott, du frommer Gott. nbetungswürdger Gott, 8 2. Ich glaub an Gott, den 267. Arben Ehrfurcht ſtets zu Sohn Der unerſchaffnen Liebe, nennen, Du biſt unendlich mehr, In deſſen reinem Dienſt Und Bei⸗ Als wir begreifen können. O floß ſpiel ich mich übe; Der, ſeinem auch meinem Geiſt Die tiefſte Vater gleich, Vom höchſten Thron Demut ein, Und laß mich ſtets regiert, Und welchem Ehr und vor dir Voll Ehrerbietung ſein. Preis In Ewigkeit gebührt. 2. Du biſt das höchſte Gut, 3. Ich glaub an Gott, den Du weißt von keinem Leide; Stets Geiſt Der Heiligkeit und Stärke, ruhig in dir ſelbſt, Thronſt du Des ſelgen Erbes Pfand, Den in ewger Freude. Dein iſt die Schöpfer guter Werke; Der uns Herrlichkeit; Auch ohne Kreatur ein neues Herz Und Licht und Biſt du dir ſelbſt genug, Du Troſt verleiht, Und aus den Schöpfer der Natur. Gläubigen Das Abba Vaterſſchreit. 3. Du riefſt dem, das nicht 4. Es ſammelt und erhält Sein war, Um Luſt und Seligkeiten Ruf und Zug alleine Aus aller Aufs mannigfaltigſte Um dich Erden Volk Die heilige Gemeine, her auszubreiten. Die Liebe biſt Die Jeſu eigen iſt, Und ewiglich du ſelbſt, Verſtand und Rat ſind beſteht, Wenn ſchon die Hölle dein, Und du gebrauchſt ſie gern, tobt, Und alle Welt vergeht. Zu ſegnen, zu erfreun. 5. In dieſer Kirche nur Wird 4. Du ſprichſt, und es geſchieht; Heil und Ruh gefunden. Was Auf dein allmächtig: Werde! Ent⸗ in dem Himmel lebt, Das iſt mit ſtand dein großes Werk, Der Him⸗ ihr verbunden; Und wenn ſieſmel und die Erde. Mit deinem gleich auch hier Noch ſo zertren⸗ kräftgen Wort Trägſt du die ganze net ſcheint, Sind ihre Glieder Welt, Und deine Macht vollführt, doch Durch einen Geiſt vereint 6. Wer darin lebt und ſtirbt, . Was uns unmöglich fällt. 5. Du biſt der Herren Herr; Genießet aller Gnaden, Er iſt Der Erde Majeſtäten Sind, Höch⸗ von ſeinem Gott Der Sünden⸗ ſter, vor dir Staub; Dein Wort ſchuld entladen, Und, wenn der erſchafft, kann töten. Verruchte Seelen erniedrigeſt, Gott, wer kann den letzte Tag Wen du ſchreckt, Wird er zur Seligkeit erhöhn? Wen du erhöhen willſt, Aus ſeinem Staub erweckt. 7. Dies glaub ich feſtiglich Des Hoheit muß beſtehn. 6. Du biſt es, der allein Un⸗ Mit allen Himmelserben, Und ſterblichkeit beſitzet, Der Leben giebt darauf will ich auch Mit Gottes und nimmt, Der unſern Odem Hülfe ſterben. O Höchſter, ſtehe ſchützet. mir Bis an mein Ende bei, Daß lebt, 1 ja mein Wandel ſtets Des Glau⸗ Ihn forderſt du zurück, Du blei⸗ bens Zeuge ſei. Den Geiſt, der in uns Ihn haben wir von dir, (beſt für und für. 1 11 5 n — — ö “— — —— 154 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 7. Wer hat dich je geſehn? noch die Erde war, war er, War, Wer kann im Fleiſch dich ſehen? eh die Himmel waren. Kein ſterblich Auge reicht Bis zu 3. Des Ewgen Thron umgiebt des Lichtes Höhen, Wo du voll ein Licht, Das ihn vor uns ver⸗ Majeſtät Auf deinem Stuhle hüllet; Ihn faſſen alle Himmel thronſt, Und unter frohem Lob nicht, Wie weit er ſie erfüllet. Der Himmelsheere wohnſt. Er bleibet ewig, wie er war, 8. Was wir, Unendlicher, Von Verborgen und auch offenbar In deinem Weſen wiſſen, Das haſt ſeiner Werke Wundern. du ſelbſt zuvor Uns offenbaren 4. Wir ſind allein durch ſeine müſſen. Die Schöpfung zeugt von Kraft Das, was wir ſind und wer⸗ dir, Und deines Sohnes Mund den, Er kennet alles, was er ſchafft, Macht uns noch deutlicher, Gott, Im Himmel und auf Erden. Bei deinen Willen kund. 9. Doch hier erkennen wir Dich Und er umfaßt mit ſeiner Hand noch gar unvollkommen, Wird aber Die Erde ſamt dem Himmel. dermaleinſt Der Vorhang wegge⸗ 5. Iſt er nicht nah? iſt er nicht nommen, Der jetzt das Heiligſte fern? Weiß er nicht aller Wege? Noch unſerm Blick verſchließt, Wo iſt die Nacht, da ſich dem Dann ſehn wir klarer ein, Wie Herrn Ein Menſch verbergen herrlich, Gott, du biſt. möge? Hüllt keine Schatten um 10. In Ehrfurcht ſei ſchon jetzt euch her! Gedanken ſelbſt erkennet Dein Ruhm von uns beſungen; er, Eh wir noch Worte finden. Verſchmähe nicht ein Lob Von lal⸗ ee. „ 2 oft 6. Wer ſchützt den Weltbau ohne lend ſchwachen Zungen. Dort ſoll, dich O BHerx. falle? wenn wir dereinſt Vor dir verherr⸗ dich O Herr, vor ſeinem da 3 licht ſtehn, Ein Lied im höhern Allgegenwärtig breitet ſich Dein Chor Dich, großer Gott, erhöhn Walten über alle. Du biſt voll , 2 7 Freundlichkeit und Huld, Barm⸗ Mel. Es iſt das Heil uns. herzig, gnädig, voll Geduld, Ein 268 er Herr iſt Gott, und Vated, kin Verſchoner. 4 . M keiner mehr, Froh⸗ 7. Unſträflich biſt du, heilig, lockt ihm, alle Frommen. Wer gut, Und reiner, als die Sonne. iſt ihm gleich? Wer iſt, wie er, Wohl dem, der deinen Willen So herrlich, ſo vollkommen? Der thut, Den du belohnſt mit Wonne. Herr iſt groß, ſein Nam iſt groß, Du giebſt Unſterblichkeit allein, Unendlich iſt und grenzenlos Der Biſt ſelig, wirſt es ewig ſein, b Herr in ſeiner Gröfe. Du aller Freuden Fülle. 2. Ihn trifft kein Wechſel flücht⸗ Und ſeine Größ und Herrlichkeit Kommt, bringt ihm euren Lobge⸗ Wird ewiglich beſtehen. Wir Men⸗ ſang, Ihr alle, ſeine Heere! Der ſchen ſind von geſtern her, Eh ihm iſt Weisheit und Verſtand, V 8. Nur dir gebühret Lob und ger Zeit In ſeines Himmels Höhen, Dank, Dir Majeſtät und Ehre. Herr iſt Gott, und keiner mehr. u ——— — — ———r== S G= —————— ——— ——— — — —— —— as was wirſindunn ennet alles, vasſte —=—— ———— — — — — — — —— —— — — — — — 8—— — —— — . — — =— — — —— bringt ihm euten l Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 155 Wer iſt ihm gleich? wer iſt, wie ſelbſt Gaben, Und Schmuck für er, So herrlich, ſo vollkommen? Thal und Feld. Gebricht's, für uns zu ſorgen, Ihm je an Rat und Mel. Nun lob, mein' Seel, den. Macht? Iſt er's nicht, der ver⸗ 269 Der Herr iſt in den borgen Uns hütet Tag und Nacht? * Höhen, Auch in den 5. Wie könnt ihr Sündenknechte Tiefen iſt der Herr. Wo Menſchen Dem, der ſo nah euch iſt, ent⸗ zu ihm flehen, Wo ihn die Engel gehn? Könnt wähnen, der Ge⸗ ſchaun, iſt er. Selbſt Wünſchen rechte Werd euer finſtres Werk und Gedanken Und Sorgen iſt er nicht ſehn? Eh noch Gedanken nah, Für ihn ſind keine Schran⸗ werden, Von ferne ſieht er ſie, n Im ganzen Weltall da. Er Und alle Nächt' auf Erden Ver⸗ ſaßt in ſ cne Handen Die Welten, hüllen euch ihm nie. Wähnt nicht, und umſpannt An allen ihren daß er's nicht wiſſe, Mit ſeinen Enden Sie mit allmächtger Hand. Schrecken füllt Er ſelbſt die Fin⸗ 2. Er zündet dort der Sonne ſterniſſe, In die ihr euch verhüllt. Und aller Sterne Fackel an, Geußt 6. Er wird, er wird euch fin⸗ Leben, Luſt und Wonne Durch den, Denn in den Höhen herrſcht alles, was empfinden kann, Auf der Herr, Herrſcht in den tiefſten aller Vögel Heere, Und was auf Schlünden, An allen Enden herr⸗ Erden lebt, Was in dem tiefen ſchet er; Hat überall auch Schätze Meere Und hoch im Himmel Von Kräften mancher Art, Zur ſchwebt. Ihr, alle ſeine Werke, Rache der Geſetze, Für ſein Ge⸗ Empfindet Tag und Nacht Die richt verwahrt. Und plötzlich ſtür⸗ Nähe ſeiner Stärke, Die Güte zen Flammen, Wenn ihr Betrogne ſeiner Macht. glaubt, Er ſchlummre tief, zuſam⸗ 3. Von ſeinem hohen Throne men Herab auf euer Haupt. Verteilt er weislich Luſt und 7. Wie ſchnell die Luft ſich Schmerz, Giebt Fürſten ihre rötet, Wenn ſie des Blitzes Flug Krone, Lenkt, Waſſerbächen gleich, durchfleugt, Trifft ſeine Strafe, ihr Herz. Es müſſen ſeinen Willen tötet, Wenn des Vertreters Bitte Selbſt kühne Frevler thun, Was ſchweigt. Sagt, Sünder mir zur er beſchließt, erfüllen, Sie wüten Rechten, Zur Linken hier iſt Gott; oder ruhn; Ob ſie die Welt er⸗ Am Tag, in allen Nächten, Und ſchüttern, Sie müſſen doch durch wo ich bin, iſt Gott! Sagt: wo ihn Wie Laub im Walde zittern, ich ſitze, gehe Und liege, hier iſt Und, will er, mutlos fliehn. Gott 1 Im Thal und 9 der Höhe, 4. Allgegenwärtig ſchauet Sein Und überall iſt Gott! 5 allumfaſſend Aug' umher, Und wer 8. Er iſt auch nahe denen, 3 nur ihm vertrauet, Den ſchützet, willig thun, was er gebot, Cür den verſorget er; Hört das Ge⸗ ſie, zählt ihre Thränen, Si ſchrei der Raben, Hat für die und verſcheucht, was lhuen xohi ganze Welt, Hat für den Wurm Sagt, Fromme: mir zur Rechten, 156 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. Zur Linken hier iſt Gott, In meines Kummers Nächten, Und wo ich ſeufz, iſt Gott; Wo kei⸗ nen Freund ich habe, Wo nie⸗ mand hilft, iſt Gott; Im Sturm, im Tod und Grabe, Und überall iſt Gott! Mel. Chriſt, fnd Herre anm 9 llwiſſender, vollkomm⸗ 270. A ner Geiſt, Des Auge alles ſiehet, Was Nacht und Ab⸗ grund in ſich ſchleußt Und unſerm Blick entfliehet, Es kann vor deinem hellen Licht Sich kein Geſchöpf verſtecken. Was in der Finſternis geſchicht, Das weißt du aufzudecken, Und an den Tag zu bringen. 2. Selbſt die Gedanken kenneſt du, Eh ſie in mir entſtehen, Und was ich wünſche, red und thu, Das kann dein Auge ſehen. Vor dir iſt alles offenbar, Du prüfeſt Herz und Nieren, Und alle Gründe ſiehſt du klar, Die unſer Thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen. 3. Was deiner Freunde Herz begehrt, Das weißt du, eh ſie be⸗ ten. Ihr Seufzen wird von dir erhört, Eh ſie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Rat beſchließt, Iſt auch dir unverborgen, Dir, der du ihren Anſchlag ſiehſt, Gleich⸗ wie den lichten Morgen, Den keine Schatten decken. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit Noch künftig wird geſchehen, Das ſieht dein Auge allbereit Als gegenwärtig ſtehen. Du machſt es deinen Knechten kund, Es weiter auszubreiten, Und läßt durch ihren treuen Mund Die größten Heimlich⸗ keiten Der ganzen Welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor Menſchen manches noch In dieſer Welt verſchwiegen: So wird vor ihrem Auge doch Einſt alles offen lie⸗ gen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, Wird alles offen⸗ baren; Was noch ſo heimlich jetzt geſchieht, Wird alle Welt erfahren, Und laut alsdann erzählen. 6. Laß mich, o höchſte Majeſtät, Dein helles Auge ſcheuen, Das nie ein Heuchler hintergeht Mit falſchen Schmeicheleien. Laß mich auch in der Einſamkeit Dich gegen⸗ wärtig denken; Laß Wahrheit und Rechtſchaffenheit Bei allem Thun mich lenken, Und ſtets mein Herz behüten. 1 Mel. Dir, dir, Jehovah. 271 Du biſt mir nah mit * ☛ deiner Gnade, Ver⸗ giebſt in deinem Sohun mir alle Schuld, Du leiteſt mich des Le⸗ bens Pfade, Giebſt tauſend Pro⸗ ben deiner Vaterhuld. Ich ſchmeck und ſehe deine Freundlichkeit, Du trugſt und trägſt mich mit Barm⸗ herzigkeit. 2. Du biſt mir nah mit Vater⸗ treue, Du läßt mich nicht, der Vater nicht ſein Kind; Du hältſt den Bund, wie oft aufs neue Des Kindes Schwüre ſchon ge⸗ brochen ſind. Gieb du mir, Vater, treuen Kindesſinn, Nimm Wankel⸗ mut und Leichtſinn von mir hin. 3. Du biſt mir nah mit deinem Lichte, Erleuchteſt mir die dunkle Pilgerbahn. Vor deinem Strahlen⸗ angeſichte Verſchwinden Irrtum, Finſternis und Wahn. So lang ich leb, erleuchte mich dein Licht, Von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. ——— —— — vit dun G —— — menheiten. Virdalle Veltaſ 1 d nich,, ſſeti elles Auge ſchaun Deuchler hintegaie Schmeichelien di eer Einſamkeit d enken; Laß Wahrkat affenheit Bei alen A ken, Und ſtets ma 1. Dir, dir, Jehenn Du biſt mit mi I deiner Gmn d. deinem Sohu mt Du leiteſt wich d ade, Giebſt taufed⸗ er Vaterhuld. Jiſch deine Freundlihi, ad trägſt mich nice t. biſt mir nah nit Du läßt mich nicl icht ſein Kind, Ddu ind, wie oft aufs ndes Schwüre ſcho ind. Gieb du mr d indesſinn, Ninm Gn HLeichtſinn von mit biſt mir nah nitd rleuchteſt mit ded In. Vordeinem Etn „Verſchwinden Int zund Wahn. S lin te mich dein dicte tet, irr ich evig i — — —— —e — — — — —=—— — — — Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 157 4. Du biſt mir nah mit Kraft und Stärke, So oft ich bete, hilfſt du mir im Streit; Durch dich nur üb ich gute Werke, Von Ohnmacht und Verzagtheit ganz befreit. Du wohnſt, du wirkſt in mir, Allmächtiger, Du giebſt mir Mut ins Herz, Allliebender. 5. Du biſt mit deinem Troſt mir nahe, Denn meine Thränen haſt du, Gott, gezählt; Dein lie⸗ bend Vaterauge ſahe Mich gnädig an, ſo oft dein Kind gefehlt; Wie oft auch Not und Kummer mich gedrückt, Du haſt mich ſtets mit reichem Troſt erquickt. 6. Du biſt mir nah mit dei⸗ nem Frieden, In mir und außer mir iſt ſo viel Krieg; Ach, wär ich nie von dir geſchieden, So hätt' ich längſt errungen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, Stets koſt ich mehr den Frieden meines Herrn. 7. Du biſt mir nah mit deinem Segen, Ich fühl's, du ziehſt mit Macht mich himmelwärts, Drum eil ich kindlich dir entgegen, Nimm, Vater, nimm denn hin mein ganzes Herz; O laß es ruhn in deiner Liebe Schoß, Und mach es ganz von aller Weltluſt los. 8. Ich nahe dir mit tiefem Sehnen, Mit Kindeslieb und freu⸗ digem Vertraun. Ich will auf dich, mein Stab, mich lehnen, Laß bald dein Vaterangeſicht mich ſchaun. Ja, wohn in mir! ein Freudenhimmel iſt, Wo du, mein Gott, der Seele nahe biſt. Mel. Mach's mit mir, Gott. ie biſt du, Höchſter, 272. Nie ui mer d hh ftiwirkſt an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb und atme ich, Denn deine Rechte ſchützet mich. 2. Was ich gedenke, ſieheſt du, Du prüfeſt meine Seele; Du ſiehſt es, wenn ich Gutes thu, Du ſiehſt es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn, Und nichts mich deiner Hand entziehn. 3. Wenn ich in ſtiller Einſam⸗ keit Mein Herz an dich ergebe, Und, über deine Huld erfreut, Lobſingend dich erhebe: So hörſt du es, und ſtehſt mir bei, Daß ich dir immer treuer ſei. 4. Du merkſt es, wenn des Herzens Rat Verkehrte Wege wäh⸗ let, Und bleibt auch eine böſe That Vor aller Welt verhehlet: So weißt du ſie, und ſtrafeſt mich Zu meiner Beſſ'rung väterlich. 5. Du höreſt meinem Seufzen zu, Daß Hülfe mir erſcheine, Voll Mitleid, Vater, zähleſt du Die Thränen, die ich weine. Du ſiehſt und wägeſt meinen Schmerz, Und ſtärkſt mit deinem Troſt mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, Dies tief in meine Seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein Herz zur Zuflucht wähle, Daß ich dein heilig Auge ſcheu, Und dir zu dienen eifrig ſei. 7. Laß überall gewiſſenhaft Nach deinem Wort mich handeln, Und ſtärke mich dann auch mit Kraft, Vor dir getroſt zu wan⸗ deln. Daß du, o Gott, ſtets um mich ſeiſt, Das tröſt und beſſre meinen Geiſt. 158 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 273 ott, Allweiſer, wer bin * ich, Deine Weisheit zu ergründen? Alle Himmel rüh⸗ nien dich, Jeder Wurm kann dich verkünden. Doch welch Auge kann erſpähen Gottes Tiefen, Gottes Höhen? 2. Deiner Welten weites All Rühmt im ungemeſſnen Kreiſe, Aller Himmel Wiederhall Jauchzt zurück: der Herr iſt weiſe, Und in ſeiner Weisheit Händen Ruhn getroſt der Himmel Enden. 3. Und der Menſch, der Erden⸗ ſtaub, Will den Ratſchluß Gottes ſichten? Er, des kleinſten Lüftchens Raub, Wagt des Ewgen Weg zu richten? Ach, wie dürft er ſich vergeſſen, Gott nach ſeinem Maß zu meſſen? 4. Was dein Rat, o Herr, beſchleußt, Wohl mir! kann kein Thor verhindern. Walte fort und ſei gepreiſt Demutsvoll von dei⸗ nen Kindern. Ob ſie's oft nicht faſſen mögen, Dennoch all dein Thun iſt Segen. 5. Du führſt mich dem Himmel zu, Deinem Arm darf ich ver⸗ trauen; Ewge Weisheit, rede du, Auf dein Zeugnis kann ich bauen. Bleibſt du heute mir verborgen, Dich verklärt der nächſte Morgen. 6. Einſt erſcheint mir ſonnen⸗ hell, Was hier Dunkel noch um⸗ hüllet, Und an deinem ewgen Quell ſ Wird des Geiſtes Durſt geſtillet. Jetzt verleihe mir, auf Erden Weiſe durch dein Wort zu werden. Mel. Jauchzet dem Herren all auf Erden. 274. Wie groß iſt des All⸗ mächtgen Gütel Der iſt kein Menſch, den ſie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemüte Den Dank erſtickt, der ihm gebührt, Ja, ſeine Liebe recht ermeſſen Sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat meiner nie vergeſſen, Ver⸗ giß, mein Herz, auch ſeiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Lang⸗ mut mich geleitet? Er, deſſen Rat ich oft verwarf. Wer ſtärkt den Frieden im Gewiſſen? Wer giebt dem Geiſte neue Kraft? Wer läßt mich ſo viel Glück genießen? Jſt's nicht ſein Arm, der alles ſchafft? 3. Schau, o mein Geiſt, in jenes Leben, Zu welchem du er⸗ ſchaffen biſt, Wo du, mit Herr⸗ lichkeit umgeben, Stets Gott wirſt ſehen, wie er iſt. Recht zu dieſen Freuden, Durch Gottes Güte ſind ſie dein; Sieh, darum mußte Chriſtus leiden, Damit du könnteſt ſelig ſein. 4. Sollt ich nun dieſen Gott nicht ehren, Und ſeine Güte nicht verſtehn? Sollt er mir rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, zu gehn? Sein Will iſt mir ins Herz geſchrieben, Sein Wort beſtärkt ihn ewiglich: Gott ſoll ich über alles lieben, Und meinen Nächſten ſo wie mich. 5. Das iſt mein Dank, das iſt ein, wie er. ſein Wille: Ich ſoll vollkommen So lang ich dies Du haſt ein Gebot erfülle, Stell ich ſein Bild⸗ nis in mir her. Lebt ſeine Lieb in meiner Seele, So treibt ſie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich ſchon aus Schwachheit fehle, Herrſcht doch in mir die Sünde nicht. üt thut ſt dem penacte U alln Das de = — —— —— — — — — —— —— 62—== ——— —=— =— — — — — —— — — — 2 ——— —* —— — —= — — = — —— —— —— darf. Wer hat n ch geleitet? Er verwarf. Wer im Gewiſſen⸗ eiſte neue Knt⸗ viel Gluͤck genife in Arm, der alle Schau, o mein keben, Zu welhe biſt, Wo du, m umgeben, Stets Gat wie er iſt Dah zu dieſen Freude, Güte ſind ſiedin, mußte Chriſus n du könnteſt ſelh ſ Sollt ich nun üüſaſ — — — —— — ——— — — „ — — — — — = —— —. — — ——— ——— =ä — —— — —— — ———— ———— zören, Den Vg, 1 igt, zu gehn? Sin l ins Herz gſhrben i heſtärkt ihn ewilie hüber alles leben Nächſten ſo wie m. das iſt mein dud i ſille: Ich ſol vull n die er. So lalj il rfülle, Stell i ſin nir her. Leteiel Serlt, So wit ſt ii „Pflicht, Und ob ich i hwachheit fell R. mir die Sünde uig⸗ — Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 159 —6. O Golt, laß deine Gut und Liebe Mir immerdar vor Augen ſein; Sie ſtärk in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu Z weihn; Sie tröſte mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und ſie beſieg in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks. Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 275 Gott, du biſt die 2 Liebe, Uns wohlzu⸗ thun iſt deine Luſt; Drum preiſt mit frohem Triebe Dich unſre dank⸗ erfüllte Bruſt. Groß, herrlich, ohne Grenzen Iſt deine Gütigkeit, So weit die Himmel glänzen, Übſt du Barmherzigkeit. Du, Herr, haſt Wohlgefallen An dem, was du gemacht, Und haſt uns Sündern allen Das Leben zugedacht. 2. Als du uns hießeſt werden, Da ſchufſt du uns zum ewgen Wohl. Nicht nur auf dieſer Er⸗ den Iſt alles deiner Güte voll, Auch in dem Himmel droben Hat deine Vaterhand Uns Güter auf⸗ gehoben, Die noch kein Aug' er⸗ lannt. Dorthin uns zu erheben, Iſt ſtets dein Wille, Gott, Drum gab für uns ſein Leben Dein Sohn ſelbſt in den Tod. 3. Wie groß iſt deine Gnade! Wer iſt ſo reich an Huld, wie du? Auch auf dem Sündenpfade Siehſt du uns voller Langmut zu, Und lockeſt uns zur Buße; Und fällt, voll Reu und Leid, Der Sünder dir zu Fuße, So iſt ihm Troſt bereit. Du ſieheſt auf den Armen Mit väterlicher Huld, Vergiebſt ihm aus Erbarmen Die ganze Sündenſchuld. 4. M it jedem neuen Morgen Wird über uns dein Wohlthun neu, Du kommſt ſelbſt unſern Sorgen zuvor mit deiner Vatertreu. Du Urſprung aller Gaben, Du weißt, was uns gebricht, Und was wir nötig haben, Verſagſt du, Gott, uns nicht. Vom Wohlthun, das du übeſt, Sind unſre Tage voll, Auch wenn du uns betrübeſt, Ge⸗ ſchieht's zu unſerm Wohl. 5. Wer ſollte dich nicht lieben? Du haſt uns ja zuerſt geliebt, Und biſt ſtets treu geblieben, Wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu ſegnen, Iſt ewig deine Luſt, Mit Dank dir zu begegnen, Sei, Herr, auch unſre Luſt. Laß uns, treu zu erfüllen, Was du befiehlſt, nie ruhn. Wer ſollte deinen Willen Nicht gern, o Vater, thun? 6. Wer hier auf deinen Wegen Sich willig deinem Dienſte weiht, Dem ſchenkſt du Heil und Segen Schon hier, noch mehr in Ewig⸗ keit. Du kröneſt ſeine Leiden Mit herrlichem Gewinn, Und führeſt ihn zu Freuden, Zu ewgen Freu⸗ den hin. Wie groß iſt deine Güte! Laß deiner Huld mich freun, Und ſtets mein ganz Gemüte Voll ihres Ruhmes ſein. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 276 Getreuer Gott, wie viel U. ☛ᷣ Geduld Erzeigeſt du uns Armen! Wir häufen täglich unſre Schuld, Du hänufeſt dein Erbarmen. Was iſt des Men⸗ ſchen Lebenslauf? Er iſt verderbt von Jugend auf, Sein Sinn iſt dir entgegen; Und doch, o Vater, 160 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. ſuchſt du ihn Von ſeinem Irrtum abzuziehn, Zur Reue zu bewegen. 2. Der Menſchen Elend jam⸗ mert dich; Selbſt, wenn ſie ſich verſtocken, Willſt du ſie dennoch väterlich Durch Güte zu dir locken. Wie trugeſt du ſo lange Zeit Die erſte Welt mit Gütigkeit, Eh ſie die Flut verheerte! Wie lange ſahſt und riefeſt du So gnädig deinem Volke zu, Daß ſich ihr Herz bekehrte! 3. So giebſt du Sündern Zeit und Raum, Der Strafe zu ent⸗ gehen. Du läßt den unfruchtbaren Baum Nicht ohne Pflege ſtehen. Du warteſt ſein, du ſucheſt Frucht, Und wenn du gleich umſonſt ge⸗ ſucht, Hörſt du nicht auf zu bauen. Du ſchoneſt ſein von Jahr zu Jahr, Erbarmend hoffſt du immerdar Noch Frucht von ihm zu ſchauen. 4. Langmütiger, ſo große Huld Bezeugſt du frechen Sündern, Und wie viel Nachſicht und Geduld Haſt du mit deinen Kindern! Sie werden ja, wenn Fleiſch und Welt Und Satan ihnen Netze ſtellt, Oft ſicher, matt und träge; Sie ſtrau⸗ cheln oft, vergehen ſich, Sie fallen ſchwer, verlaſſen dich Und deine heilgen Wege. 5. Verdienen die nicht Fluch und Tod, Die dich, o Vater, fliehen? Du könnteſt wohl mit Recht, o Gott, Dich ihnen ganz entziehen. Doch nein, dein Herz vermag dies nicht, Dein Herz, das von Erbar⸗ men bricht, Wenn deine Kinder fehlen; Es hat bei ihrer Sünden⸗ ſchuld Mit ihrer Schwachheit gern Geduld, Und wacht für ihre Seelen. 6. Du warneſt ſie vor der Ge⸗ uns erbarmend gieb uns auch dabei den Sinn, fahr, So oft ſie irre gehen, Reichſt ihnen Kraft und Stärke dar, Von Sünden aufzuſtehen. Du lockeſt ſie voll Lieb und Huld, Verſprichſt durch Chriſtum ihre Schuld Und Fehler zu vergeben, Schenkſt ihnen deines Geiſtes Kraft, Und nach voll⸗ brachter Pilgerſchaft Sieg, Ruhe, Freud und Leben. 7. Laß deine Langmut und Geduld, Gott, unfre Herzen rüh⸗ ren; Nie müſſe deine Vaterhuld Zur Sicherheit uns führen. Trag fernerhin, Doch Daß wir die Sünde haſſen, Und uns, noch in der Gnadenzeit, Durch deine große Gütigkeit Zur Buße leiten laſſen. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 27 ott, vor deſſen An⸗ 8 77. geſichte Nur ein reiner Wandel gilt, Ewges Licht, aus deſſen Lichte Stets die reinſte Wahrheit quillt! Deines Namens Heiligkeit Werde ſtets von uns geſcheut. Laß ſie uns doch kräftig dringen, Nach der Heiligkeit zu ringen. 2. Heilig iſt dein ganzes We⸗ ſen Und kein Böſes iſt an dir; Ewig biſt du ſo geweſen, Und ſo bleibſt du für und für. Was dein Wille wählt und thut, Iſt un⸗ ſträflich, recht und gut, Und mit deines Armes Stärke Wirkſt du ſtets vollkommne Werke. 3. Herr, du willſt, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich ſei'n. Nie beſteht vor dir der Sünder, Denn du biſt vollkommen rein. Du biſt nur der Frommen Freund, 3 Ti nusd dem wd ſü⸗ drr dulſt derdertt und MGorrdat, j. Uns vor liſn, Gatd hir, Dſn Drij in m Gieb und we SGibmetein er unſer Gei alhm Guken f — feiner Beite umſer, erz Wand ————— = S== — — — —— — — —. Anmenheiten Zo iftſeimn — ehen g. Krni md Sin . DN d. N in ei c tn —— zu vergeben, eh Geiſtes Kraft ündn er Pilgerſchaft Si und Leben. Laß deine Lanm d. Gott, unſte bm Nie müſſe deine d icherheit uns fühnr rbarmend ferein ans auch dabei wn vir die Sünde ſtſſ noch in der Gm deine große Gitſt leiten laſſen. — — , — — 1 — — — 1 — —— — —— — — — —— — 5 9 — — —— — 1. Freu dich ſcht, 1un Got dor din ; geſichte Um. „Wandel gilt Eha eſſen Lich tcheit quill kkeit Werde ſtetz w uut. Laß ſüe uns uht en, Nach der Habit n. Heilig iſt dein zm e ſtetz w 8 n 3 Und kein Böſez i mi biſt du ſo geweſen l 5 M ſ du für und fir. Mi ſich, recht und glt,U s Armes Stärke Wi vollkommne Vek. Herr, du Vilſt di er Deinen Bidechit beſteht vor dir di Sin n du liſt vollkormen biſt nur der Fronunen u Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 161 übelthätern biſt du feind. Wer beharrt in ſeinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O ſo laß uns nicht verſcher⸗ zen, Was du uns haſt zugedacht. Schaff in uns ſtets reine Herzen, Töt in uns der Sünden Macht. Denn was ſind wir, Gott, vor dir? Du biſt heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu er⸗ löſen, Gabſt du deinen Sohn da⸗ hin; O ſo reinige vom Böſen Durch ihn unſern ganzen Sinn. Gieb uns, wie du ſelbſt verheißt, Gieb uns deinen guten Geiſt, Daß er unſern Geiſt regiere, Und zu allem Guten führe. 6. Keiner ſündlichen Begierde Bleibe unſer Herz geweiht, Un⸗ ſers Wandels größte Zierde Sei rechtſchaffne Heiligkeit. Mach uns deinem Bilde gleich, Denn zu dei⸗ nem Himmelreich Wirſt du, Herr, nur die erheben, Die im Glauben heilig leben. Mel. Wer nur den lieben Gott. 278 Noch nie haſt du dein * Wort gebrochen, Nie deinen Bund, o Gott, verletzt. Du hältſt getreu, was du ver⸗ ſprochen, Vollführſt, was du dir vorgeſetzt. Wenn Erd und Him⸗ mel auch vergehn, Wird ewig doch dein Wort beſtehn. 2. Du biſt kein Menſch, daß dich gereue, Was uns dein Mund verheißen hat. Nach deiner Macht, nach deiner Treue Bringſt du, was du verſprichſt, zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, So kommt ſie doch zur rech⸗ ten Zeit. 3. Und wie du das unfehlbar giebeſt, Was deine Lieb uns zu⸗ gedacht: So wird, wenn du Ver⸗ geltung übeſt, Dein Drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o Gott, beharrlich haßt, Fühlt deiner Strafe ſchwere Laſt. 4. O drücke tief es in mein Herze, Daß es vor deinem Wort ſich ſcheut. Gieb, daß ich nie leicht⸗ ſinnig ſcherze Mit deiner Straf⸗ gerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, Was dein Befehl mir unterſagt. 5. Doch laß mich auch mit feſtem Glanben Dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Troſt uns jemals rauben, Den wir auf dein Verſprechen baun? Du biſt ein Fels, dein Bund ſteht feſt: Wohl dem, der ſich auf dich verläßt! 6. Wie ſtark ſind unſers Glau⸗ bens Gründe! Hier iſt dein Wort, das niemals trügt; Und daß es allen Beifall finde, Haſt du den Eid hinzugefügt. Wahrhaft'ger, was dein Mund beſchwört, Iſt völlig unſers Glaubens wert. 7. Laß dies, o Seele, dich be⸗ ſchämen, Vertraue Gott, der treu es meint. Sei, ihn zum Vor⸗ bild anzunehmen, Der Wahrheit Freund, der Lüge Feind. Beweiſe dich als Gottes Kind, Dem Treu und Wahrheit heilig ſind. Mel. O Gott, du frommer Gott. 279 Gott iſt und bleibt 1 getreu! Es bricht ſein Herz von Lieben, Pflegt er auch oft und tief Die Seinen zu 11 162 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. betrüben. Er prüfet durch das Kreuz, Wie rein der Glaube ſei, Wie ſtandhaft die Geduld; Gott iſt und bleibt getreu. 2. Gott iſt und bleibt getreu! Er hilft ja ſelber tragen, Was er uns auferlegt, Die Laſt der ſchwe⸗ ren Plagen. Er braucht die Rute oft, Und bleibet doch dabei Ein Vater, der uns liebt; Gott iſt und bleibt getreu. 3. Gott iſt und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, Und nie wird er zu viel Den Schwachen auferlegen. Er macht ſein gläu⸗ big Volk Von allen Banden frei, Wenn große Not entſteht; Gott iſt und bleibt getreu. 4. Gott iſt und bleibt getreu! treuſter Freund, Dies glaub ich froh und feſt. Ich bin gewiß, Daß er durch keinen Feind Mich gänzlich ſtürzen läßt. Er ſtärket mich nach ſeinem Bunde In meiner Prüfung trübſter Stunde. Gott iſt getreu. 3. Gott iſt getreu, Er hält, was er verheißt, Und ſendet mir ſein Licht. Wem dieſes Licht Den Weg zum Himmel weiſt, Der irrt und gleitet nicht. Das Wort der Wahr⸗ heit kann nicht lügen, Die Sünde nur ſucht zu betrügen. Gott iſt getreu. 4. Gott iſt getreu, Er, deſſen Kind ich bin, Führt mich auf rechter Bahn, Führt mich durch Glück Und Unglück zum Gewinn her: Gott j Er tröſtet nach dem Weinen, Und Des ewgen Heils hinan. Er reinigt läßt in trüber Nacht Die Freu⸗ mich von meinen Sünden, Und denſterne ſcheinen. Der Trübſal läßt mich Troſt durch Chriſtun ſtärkſter Sturm Geht auf ſein Wort vorbei. Sei, Seele, nur ge⸗ troſt; Gott iſt und bleibt getreu. 5. Gott iſt und bleibt getreu! Er ſtillet dein Begehren, Er will dein Glaubensgold In Trübſals⸗ glut bewähren. Nimm an von Gottes Hand Den Kreuzkelch ohne Scheu; Der Lebensbecher folgt. Gott iſt und bleibt getreu. Eigne Melodie. 280 Gott iſt getreu, Sein 4 Herz, ſein Vater⸗ herz Vergißt die Seinen nie. Gott iſt getreu, Im Wohlſein und im Schmerz Erfreut und ſchützt er ſie. Mich decken ſeiner Allmacht Flügel, Und ſtürzen Berge, fallen Hügel, Gott iſt getreu. finden. Gott iſt getreu. 5. Gott iſt getreu, Er hat uns ſelbſt befreit Von unſrer Sünde Not Durch ſeinen Sohn, Durch ſeine Heiligkeit, Durch ſeinen Opfer⸗ tod. Damit wir möchten nicht ver⸗ derben, Ließ er den Eingebornen ſterben. Gott iſt getreu. 6. Gott iſt getreu, Stets hat acht; Und führt ſie auch Ihr Weg durch Wüſten hin, Sein treues Auge wacht. Was uns zu ſchwer 7. Gott iſt getreu, Mein Herz, was fehlt dir noch, Um ſeiner Und fürchte nichts; mag doch Die Welt voll Falſchheit ſein: Selbſt 2. Gott iſt getreu, Er iſt mein ſein Vaterſinn Auf ſeine Kinder wird, hilft er tragen, Und endlich ſtillt er alle Klagen. Gott iſt getreu. dich zu freun? Sei Gott getreu falſcher Brüder Neid und Tüde nuü Got ſeiſ richts den 1½ ſottiſt getreu, Erſit heißt Und ſendtt un Wem dieſes Lict de immel weiſt, Da nicht. Das Vontat m nicht lugen, D icht zu beträgen, g Gott iſt getren, d ich bin, Fühtt m Bahn, Führt malen Und Unglück zun — — —— ogen Heils hinan A . Gott iſt yetm Gott iſt getreu, Er 9. Gott iſt getren, BVaterſinn Alf ſei Und füht ſe u Wüſten hin, Sein wacht. Wat mſ hilft er tragen, Um 1 1 Klagen. Gotſtt Gott it getreu, fehlt dir noch — — voll Falſcheitſen Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 163 Gereicht, wie Joſeph, dir zum Glücke. Gott iſt getreu. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn ſich auch die Welt 8. Gott iſt getreu. Vergiß, oſempört; Ihre Liebe mag erkalten, Seele, nicht, Wie treu, wie gut er iſt. Ihm treu zu ſein, Sei ſtets dir heilge Pflicht, Weil du ſo wert ihm biſt. Halt feſt an Gott, ſei ſtark im Glauben, Laß nichts den hohen Troſt dir rau⸗ ben: Gott iſt getreu. Mel. Gott des Himmels und der. 2 81 Weicht, ihr Berge, fallt, * ihr Hügel! Berg und Felſen, ſtürzet ein! Gottes Treu hat dieſes Siegel: Sie ſoll feſt und ewig ſein. Laßt den Welt⸗ kreis untergehn, Gottes Gnade muß beſtehn. 2. Gott hat mir ein Wort ge⸗ ſprochen, Seinen Bund mit mir gemacht; Dieſer Bund iſt nie ge⸗ brochen, Er hat alles wohl voll⸗ bracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, Was er ſaget, das geſchicht. 3. Seine Gnade ſoll nicht wei⸗ chen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sie ſoll ihren Zweck er⸗ reichen, Den ſie ewig ſich geſtellt. Iſt die Welt voll Heuchelei: Gott iſt fromm, gut und getreu. Ich bin ſeinem Herzen wert; Und wenn Höll und Abgrund brüllt, Bleibt er doch mir Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, iſt mein Er⸗ barmer, So hat er ſich ſelbſt ge⸗ nannt. Welch ein Troſt! nun werd ich Armer Nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läſſet ihn Sich mir nimmer ganz entziehn. 8. Nun, ſo ſoll mein ganz Ver⸗ trauen Unbeweglich auf ihm ruhn. Felſen will ich auf ihn bauen, Was er ſagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch ſein Bund bleibt ewig ſtehn. Mel. Nun freut euch, liebe. 282 Gerechter Gott, vor * dein Gericht Muß alle Welt ſich ſtellen. Du wirſt vor ihrem Angeſicht Auch mir mein Urteil fällen. O laß mich dein Gericht ſtets ſcheun, Und hier mit Ernſt befliſſen ſein, Vor dir einſt zu beſtehen. 2. Du ſiehſt von deinem hohen Thron Auf alle Menſchenkinder, 4. Will die Welt den Frieden Beſtimmeſt jedem ſeinen Lohn, brechen, Hat ſie Krieg und Streit Dem Frommen und dem Sünder. Verſprechen, Ihm vertraun iſt ſtets Gewinn, Denn er bleibet immer⸗ dar, Was er iſt und was er war. 5. Laß ſein Antlitz ſich ver⸗ im Sinn: Gott hält immer ſein Nie ſiehſt du die Perſonen an, Siehſt nur auf das, was ſie ge⸗ than, Du höchſt gerechter Richter. 3. Viel Gutes, viel Barmher⸗ ſtellen, Iſt ſein Herz doch treu Frommen; Du ſchützeſt ſie von geſinnt, Und bezeugt in allen manchem Leid, In das die Sünder Fällen: Ich ſei ſein geliebtes Kind, kommen. So zeigeſt du vor aller Dem er beide Hände reicht, Wenn Welt, Daß dir der Eifer wohl ge⸗ auch alle Hoffnung weicht. ffällt, Den man der Tugend weihet. 11* zigkeit Giebſt du ſchon hier der 164 Gottes Weſen und Vollkommenheiten. 4. Ja, Herr, du liebſt, was recht und gut, Und biſt ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, Wird von dir aufgenommen. Sein Werk und Dienſt gefällt dir wohl, Iſt gleich er nichtſo, wie er ſoll, Ganz rein von allen Fehlern. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht ſcheut, Dem frevelnden Ver⸗ brecher, Der dein Geſetz und Recht entweiht, Biſt du ein ſtrenger Rä⸗ cher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn Und Tod iſt ſeiner Bosheit Lohn, Oft ſchon in die⸗ ſem Leben. 6. Der Untergang der erſten Welt, Die aus der Art geſchlagen, Das Feuer, das auf Sodom fällt, Agyptens lange Plagen, Und andre Wunder deiner Macht Sind Zeugen, wenn dein Zorn erwacht, Wie du den Sündern lohneſt. 7. Bleibt hier viel Böſes unge⸗ ſtraft, Viel Gutes unbelohnet, So kommt ein Tag der Rechenſchaft, Der keines Sünders ſchonet. Da ſtellſt du, Herr, ins helle Licht, Wie recht und billig dein Gericht, Dann triumphiert der Fromme. 8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, Das Gute eifrig lieben. Gieb ſelber mir die Kraft dazu, Wirk inniges Betrüben, Wenn Sünde noch in mir ſich regt. Dein Herz, das nichts als Gutes hegt, Sei Vorbild meinem Herzen. 9. Und weil vor dir, gerechter Gott, Nur die allein beſtehen, Die gläubig auf des Mittlers Tod Bei ihrer Reue ſehen: So laß mich die Gerechtigkeit, Die mich von Straf und Schuld befreit, Im Glauben eifrig ſuchen. Mel. Wo Gott zum Haus nich. der E 283 Aus deiner Quelle, Pen eiht -T Schöpfer, nimmt Der i ſfor, A Menſch, zur Seligkeit beſtimmt, it Zahlloſe Freuden; täglich fließt ſtan ſge Ihr Strom, der unerſchöpflich iſt. Umdo 2. Er fließt durch deine Schöp⸗ feßtrnim fung hin, Und hat für einen jeden aſ Rordud Sinn, Für jeden heiligen Genuß lein Wkſet Befriedigung und ÜUberfluß.— 3. Vom Himmel ſtrömt ſein Segen her, Strömt durch Gebirz I und Thal und Meer. Wie ſchön„. iſt dein Welt, wie reich! Herr, chyſun⸗ was iſt deinen Schätzen gleich? NMA Pahet 4. Noch größre Freuden ſendeſt 994 du Uns, wenn wir dich nur lieben* zu. Du beutſt uns Seligkeiten an, ſeine Womit kein Sinn erfreuen kann. —— — — — ·=— 5. Wenn wir dich kennen, wie menſet Di entzückt Iſt, ihrer Finſternis ent. Heen Paünd rückt, Die Seele, die ſich deiner irempui freut, Was fühlt ſie dann fur Saiedit Seligkeit! inn Gleihgewit 6. Welch eine Wonne, wenn Weſn Her ſie nun Beginnt, was du beftehlſt, Denbeim zu thun, Selbſt fühlet, wie der Aülttz. Tugend Wert Erhebt, beglücket werddann und verklärt! de Verinn 7. Fließt ſo viel hohe Luſt von n. Ame dir Schon hier auf uns, kannſt Welt du ſchon hier Mit ſolchen Gütern Gott uns erfreun: Wie ſelig mußt du etre ſelbſt nicht ſein! wand d. 8. Unendlich ſelig! denn du biſt darg Unendlich, und unendlich iſt, O gedhn Fülle der Vollkommenheit, Der md n Reichtum deiner Herrlichkeit. 2 9. In allen Welten gleichet thect E ſie ——— — ₰ — — — — ——— ——r —— —— —ä —— — —— —— nichts Dem Anſchaun deines An⸗ geſichts; Auch nur ein Strahl und davon zerſtreut Die größten Lei⸗ nii den dieſer Zeit. ommerheitn 1. Wo Ge S en lagich. Strom der unerſchägſt r flitßt darch dien jin Und hrt ite i Für jeden heit tedigung und Uibei Vom Hinn ſi a her, Stroͤnt de ine Welt, wie ma iſt deinen Sthäßn; Noch größte Fieh as, wenn wirdihm du beutſt uns Sthſ — —— gäz Die Seele, deſſt Was fühlt ſe w keit! Welch eine Vonn, n Beginnt, wasdabh un, Selbſt füßle, ſ nd Wert Erſelt h verklärt! Fließt ſo viel ſoſeth Schon hier auf ud on hier Mitſolhmt erfreun: Wie ſeli u nicht ſein! Unendlich ſelig! dmnd — der Vollkommen um deiner Henlct In allen Weltn Dem Anſchaun din 8: Auch nur elle 2- n un zerſtreut Die grißtn eſer Zeit. 6 2 Gottes Werke und Wohlthaten. 165 10. Der Engel dort an deinem Thron Sieht durch Jahrtauſende dich ſchon; Wird immer weiſer ſtets, o Herr, Von deinem An⸗ ſchaun ſeliger. 11. Und doch, wie hoch er ſtrebt, umfaßt Er nimmer, wasdu biſt und haſt; Nur du durchſchauſt dich ganz allein, Wie ſelig, ſelig mußt du ſein! 12. Und ewig, ewig! keine Zeit Umgrenzet deine Seligkeit. Aus dir, o aller Wonne Meer, Strömt ewig Heil und Freude her. 13. Jauchzt, hohe Lieder unſers Danks! Frohlockt ihm, Jubel des Geſangs! Der Herr iſt ſelig, nicht allein, Auch wir, wir ſollen's ewig ſein. II. Gottes Werke und Wohlthaten. Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welkt. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 284 Unſer Gott iſt groß * und mächtig, Und ſeine Schöpfung ſchön und präch⸗ tig, Voll Weisheit und Vollkom⸗ menheit. O ihr, ſeiner Allmacht Heere, Verkündigt eures Schöpfers Ehre, Und preiſet ſeine Herrlichkeit. Sein Kleid iſt reines Licht, Er hält im Gleichgewicht Alle Welten. Der Weſen Heer, Das weite Meer, Den Engel und den Wurm ſchuf er. 2. Gottes Allmacht ſprach: es werde! Da trat auch unſre ſchöne Erde Vor ihren Herrn, und ehrte ihn. Wenn er ſpricht, ſo ſtürzen Welten, Die Berge fliehn vor Gottes Schelten, Und ſinken ſchwer getroffen hin. Er hat wie ein Ge⸗ wand Die Himmel ausgeſpannt. Durch ihn gehet, Schön wie ein Held Aus ſeinem Zelt, Die Sonne, und erfreut die Welt. 3. Er, der auf den Winden ſchwebet, Er ſchaut die Erde an: ſie bebet, Rührt an den Berg, und ſieh, er raucht! Die Vögel nährt er, ſpeiſt die Herde, Er⸗ neuert die Geſtalt der Erde, Er⸗ freut, was auf ihr lebt und haucht. Mit milder Freundlichkeit Giebt er zu ſeiner Zeit Allen Speiſe, Liebt und erhält Die ganze Welt, Sein Segen kleidet Wald und Feld. 4. Gott voll Weisheit, Gott voll Stärke, Wie viel und groß ſind deine Werke! Wie reich an Gütern iſt das Land! Hoch am Himmel geht die Sonne, Sie ſtrahlet Licht herab und Wonne, Du hältſt ſie, Herr, in deiner Hand. O welche Herrlichkeit! Welch Leben weit und breit, Hier auf Erden! Wohin entzückt Mein Auge blickt, Da iſt die Welt mit Reiz geſchmückt. 5. Wer vergänglich Gras be⸗ kleidet, Die Vögel nährt und Läm⸗ mer weidet, Der ſorgt als Vater auch für mich. Seele, wollteſt du für morgen Schon heute bang und ängſtlich ſorgen? Nein, ſei getroſt, ermanne dich. Vertraue Gott, auf ihn Wirf alle Sorgen kühn: Er wird ſorgen, Er, der uns hört, Und gern gewährt, Was unſer wahres Wohl vermehrt. 6. Dank dem guten Gott zu ſingen, Und ſtets mein Herz ihm 166 Gottes Werke und Wohlthaten. 6 darzubringen, Soll meine hö chſte Freude ſein; Laut ſoll ihm mein Lob erſchallen, Mein Opfer wird ihm wohlgefallen, Gerührt will ich 5. Der Menſch, ein Leib, der deine Hand So wunderbar be⸗ reitet, Der Menſch, ein Geiſt, der ſein Verſtand Dich zu erkennen mich ſeiner freun. Sein Lob iſt leitet, Der Menſch, der Schöpfung Seligkeit, bereit Für den Himmel. werd ich ſtehn, Entzückt ihn ſehn, Und ewig ſeinen Ruhm erhöhn. Geiſt, Erhebe ſeinen Namen. Gott, unſer Vater, ſei gepreiſt, Und alle Welt ſag Amen! Und alle Welt Mel. Mein Herzens⸗Jeſu, meine. =6 1 1 Schönfer 285. Wenn ich, o Schöpfer, Er macht ſchon hier Ruhm und Preis, Iſt ſich ein Dort täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein deine Macht, Die fürcht ihren Herrn, Und hoff auf Weisheit deiner Wege, Die Liebe, ihn, und dien ihm gern. Wer die für alle wacht, Anbetend über⸗ wollte Gott nicht dienen? lege, So weiß ich, von Bewun⸗ d'rung voll, Nicht, wie ich dich mein 286 leug auf, mein Pſalm, V 3. erheben ſoll, Mein Gott, Herr, mein Vater! Mel. Wie ſchön leucht't uns der. mein Lobgeſang, An⸗ 2. Mein Auge ſieht, wohin es betung, Ehre, Preis und Dank Vor Gottes Thron zu bringen. blickt, Die Wunder deiner Werke; prächtig ausge⸗ Er hört der Menſchen Loblidd gern, Wenn höh're Geiſter auch Der Himmel, ſchmückt, Preiſt dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet ſie mit Majeſtät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde ſeinen Lauf? Wer heißt den Himmel regnen? Wer ſchließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu ſegnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht ſo weit, So weit die Wo⸗ ken gehen. 4. Dich predigt Sonnenſchein und Sturm, Dich preiſt der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringſte Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in ſeiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, Bringt unſerm Schöpfer Ehre! dem Herrn Erhabne Pſalmen ſingen. Darum Hat er Mit den Heeren, die ihn ehren, zu uns gerufen. 2. Wie groß iſt Gottes Herr⸗ lichkeit! Er ſprach zu ſeinen Him⸗ meln: ſeid! Und zu dem Erd⸗ kreis: werde! Gleich ſtanden da zum Preiſe ſeiner Macht, Die Himmel und die Erde. Wie er's Ausſprach, Da begonnen tauſend Sonnen, und erhellten Ein un⸗ zählbar Heer von Welten. 3. Wie ſie ſo herrlich ſind, ſo ſchön, Einträchtig alle Gott el⸗ höhn, Und ſeine Größe preiſen! den Stufen Seines Throns auch voll Reiz und Pracht Vor ihm, Wir ſingen alle Lob und Dank! Ein hoher jubelnder Geſang, Dem wi ſeiem Füigen, de Könnt ich R er peugen. dochſeines R 4 Er ſa t de din zir wich aa ut de Ei ſe min d Gegründet! Nrätt e fwj nt 1 „ Pem! wen alhett wem tönt ur get in den⸗ vö kertſich derTier ſt lichgrünen? ſei Wind Seeen redd öhlthaten. Vrſtand Dich; — ——— (52— —— 1 und Pres und Pres, N der Beweis Von di Große. Erheb ihn ewig Erhebe ſeinen Nanng .* Vater, ſei gepreit l ſag Amen! Um ihren Herrn, Um. und dien ihn gn e Gott nicht dunn⸗ — 9. 222 Wie ſchön leuchkt un F auf, mi „U mein doürin g, Ehre, Prei m Gottes Thron min hört der Menſcee al Wenn höh're beſtn Herrn Erhabw gu n. Darum Ore it! Er ſprach zu ſöhe ſeid! erde! Gleich ſend prach, Da begonnel 2 1 nen, und erheltn W ar Heer von Waid ine Gröhr A Und ſeint rij 4 df un — n 1 Und zu du Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 167 zelt, Die Himmel über ſeine Welt Für mich auch ausgebreitet. Wer nutzt die Erde mehr, als ich? Hat ſie mein Vater nicht für mich Gegründet und bereitet? Lächeln Mir nicht Alle Wälder, alle Fel⸗ der froh entgegen, Reich für mich von ſeinem Segen? 5. Wem blüht das Thal? für wen erhebt Sich das Gebirg? wem tönt und ſchwebt Der Sän⸗ ger in den Lüften? Für wen be⸗ völkert ſich das Meer? Wem lebt der Tiere zahllos Heer Auf jähr⸗ lich grünen Triften? Quellen Rie⸗ ſeln, Winde wehen, Flüſſ' und Seeen werden Meere, Mir zum Segen, ihm zur Ehre. 6. Noch ſtrahlt mir ungeſchwächt ſein Licht, Noch weigert die Natur ſich nicht, Die Welt für mich zu ſchmücken; Noch hat ſie Freuden g'nug für mich, Noch immer ſchön und jugendlich, Mein Auge zu entzücken. Eher Werden Auch die Werke ſeiner Stärke nicht veralten, Bis er kommt, Gericht zu halten. 7. So hat mein Gott an mich gedacht, Hat über ſie durch ſeine Macht Zum Herrſcher mich erho⸗ Menge. Strömt hin aus meiner vollen Bruſt, Strömt hin, Em⸗ pfindungen voll Luſt, In hohe Dankgeſänge. Schöpfer, Vater, Dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, Meine hochbeglückte Seele. Mel. O, daß ich tauſend Zungen. 287 er Himmel Ruf er⸗ V*.☛ zählt und ehret Des Höchſten Weisheit, Lieb und Kraft. Die ausgeſpannte Feſte lehret: Groß iſt der Herr, der alles ſchafft! Und alle Welten weit und breit Verkünden ſeine Herrlichkeit. 2. Von einem Tag zum an⸗ dern klinget Laut ihr gedanken⸗ volles Wort; Von einer Nacht zur andern dringet Ihr Zeugnis unaufhaltſam fort; Das Ohr hört nicht der Stimme Schall, Das Herz verſteht ſie überall. 3. Das Loblied aller Welten⸗ kreiſe Geht mächtig aus in jedes Land, Und macht zu ſeines Na⸗ mens Preiſe Ihn auch der fern⸗ ſten Welt bekannt, Und der Ge⸗ ſtirne hehrer Lauf Zieht unſer Herz zu Gott hinauf. 4. Sein Arm bereitete der Sonne Hoch an dem Himmel ihr Gezelt; Sie geht heraus mit Freud und Wonne, Läuft ihren Weg, gleich⸗ wie ein Held. Ihr Glanz zerſtreut die finſtre Nacht, Und ſtrömt ben. Er gab mir meinen Leib und hernieder Licht und Pracht. auch Die Seele, ſeines Odems 5. Wie deiner Sterne Heer dort Hauch, Gleich Engeln ihn zu lo⸗ oben Verkündigt deines Namens ben. Rühm ihn, Seele, Jauchzend Ruhm, So ſoll auch unſer Herz ſchalle von dem Halle deiner Lieder dich loben, Voll Ehrfurcht in dem Gottes Erd und Himmel wieder. Heiligtum. Mehr noch, als dich 8. Das Kind, der Jüngling und der Himmel preiſt, Lobt dich durch der Mann, Die ganze Schöpfung Chriſtum unſer Geiſt. ‧8Wſſͤ 8 6 t 168 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Ringe recht, wenn. 288 ott der Macht, in 1 deinem Ruhme Kei⸗ nem, als dir ſelbſt bekannt, Aus verborgnem Heiligtume Walteſt du mit ſtarker Hand. 2. Sterne glänzen und erblin⸗ den, Berge wehſt du weg wie Spreu, Völker werden und ver⸗ ſchwinden, Alles Fleiſch vergeht wie Heu. 3. Reiche ſchmetterſt du zur Erde, Königsſtühle ſtürzen ein, Hirten rufſt du von der Herde, Herrſcher ihres Volks zu ſein. 4. Wenn du anfängſt auszu⸗ gleichen, Herr, was kann vor dir beſtehn? Alle Berge müſſen wei⸗ chen, Alle Thale ſich erhöhn. 5. Was der Menſchen Kunſt erhoben, Iſt auf leichten Sand ge⸗ ſtellt; Du gebeutſt: es iſt zerſtoben, Wie das Laub im Herbſte fällt. 6. Aber wo auf Felſengründen Deines Tempels Mauer ruht, Droht von Fluten und von Win⸗ den Fruchtlos die vereinte Wut. 7. Und ob alles ſich empöret, Ringsum alles untergeht: Dieſer Bau bleibt unverſehret, Und die Stadt des Herrn beſteht. 8. Selbſt der Feinde Trotz und Mühe Muß dir ebnen deinen Pfad, Darum komm, o Herr, und ziehe Ein in deine Gottesſtadt. Mel. Die Tugend wird durchs. 9 ier ſteh ich unter dei⸗ 289. 9 nem Himmel, Seh tauſend Welten über mir, Und fern vom rauſchenden Getümmel, Fühlt ſich mein Herz erquickt in dir. Mein Geiſt ſinkt betend vor dir nieder, Vor dir, Herr, deſſen Allmachtruf Den Himmel dort, und meine Brüder Und mich, wie jenen Himmel ſchuf. 2. Dich ſing ich, Gott, der jeue Sterne Aus ſeiner Hand hin⸗ warf wie Saat, Der ſtets in un⸗ ermeßner Ferne Sie leitet ihren lichten Pfad. Dort wandeln ſie in ſichern Kreiſen So friedlich hin wie Freund an Freund, Ein großes Chor, das, dich zu preiſen, In ſeinem Fluge ſich vereint. 3. Wer nennt, wer nennt die Weſen alle, Aus deren Mund dein Loblied ſteigt, Das mit der Welten Jubelſchalle Bis zu dem Pſalm des Seraphs fleugt? Das in des Himmels höherm Tone Von Stern zu Stern das All durchdringt, Und ſich geflügelt zu dem Throne Hinauf von goldnen Harfen ſchwingt? 4. Auch mich ſchuf Gott zu ſeiner Ehre, In dieſem Staube wohnt ein Geiſt, Der, Engeln gleich, ſich in die Heere Des Him⸗ mels miſcht und dankt und preiſt. Lobſing ihm, Seele, der zum Leben In jenen Höhn auch dich erkor. Hinauf, hinauf! wann werd ich ſchweben Zum lichten Sternen⸗ heer empor? Mel. Wachet auf, ruft uns die. 290 Betet an, ihr Menſchen, * bringet Dem Höch⸗ ſten Ruhm und Preis, lobſinget, Gott, unſern Schöpfer, betet an. Zahllos ſind der Geiſter Scharen, Die, eh wir noch geſchaffen waren, Schon ſeine Huld und Größe ſahn. Ihr Heer, umſtrahlt von Licht, ——— Bedeit d Sti 5 1 J* dönt ir 6 Hiune Got 2 Er nur den ie ſeh ſo wit Geh ſchuf g ich Gat ſeiner han 1 „drr ſti So friadt, Freund, Eng ch zu griſt ich verein, nt, wer nen Aus deren g eigt, Das m chaalle dit u raphs fhanen els höͤhern d u Stern ww nd ſich gfüg inauf vnnga gt? b ch ſchuf ou In dieſen äne iſt, Der onn ie Heere dth d dankt uymi eele, dr pultn n auj dü * auf, ruft un 1 an,ihr Vut inget du jih Preis, lp ſchüpfer bet 1 „Geilertmn J peundgrühſ rahlt vol Rh 4 Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 169 Bedeckt das Angeſicht Vor dem Schöpfer. Voll Preis und Dank Tönt ihr Geſang Durch alle Himmel Gottes hin. 2. Er nur zählt die Geiſter⸗ heere, Die hoch im Himmel ſeine Ehre Und ſeiner Größe Ruhm erhöhn. Heilig, heilig iſt Gott! rufen Sie tief anbetend an den Stufen Des hohen Throns, um den ſie ſtehn. So weit er herrſcht, ſo weit Geht ſeine Herrlichkeit, Jauchzen alle: Wer iſt wie er? Frohlockt ihr Heer: Wer iſt wie Gott, der uns erſchuf? 3. Hohe Seligkeit iſt's ihnen, Dem Gott, der ſie erſchuf, zu dienen, Von allem Eigenwillen fern. Seht ihr Beiſpiel, folgt, ihr Frommen, Sie alle, heilig und vollkommen, Gehorchen wonne⸗ voll dem Herrn. Sie thun, was er gebeut, Und ihre Herrlichkeit Iſt Gehorſam. Sie zögern nie, Er ſende ſie, Wohin ſein Wink ſie ſenden mag. 4. Winden gleich und gleich den Blitzen, Gehn ſie vom Thron aus, ſegnen, ſchützen Und ſtrafen, wie es Gott gebeut; Lagern ſich um Gottes Kinder, Und fördern gern das Heil der Sünder, Und freun ſich ihrer Seligkeit. Sie die⸗ nen, Jeſu, dir, Frohlocken laut, wenn wir Uns bekehren, Wenn unſer Dank Den Preisgeſang Der Himmel hier ſchon wiederhallt. 5. Gott, mit allen dieſen Heeren Soll, der hier heilig wird, dich ehren, Einſt ewig ſich mit ihnen freun; Soll, erlöſt durch dein Erbarmen, Zu dir gebracht auf ihren Armen, Wie ſie, einſt ewig ſelig ſein. Vernehmt's, ihr Men⸗ ſchen, hört: Wer ſich zu Gott be⸗ kehrt, Wird am Throne In ſeinem Reich Auch, Engeln gleich, Das Antlitz ſeines Gottes ſchaun. 6. Werdet heilig, ſeid vollkom⸗ men, Wie Engel Gottes! Gott wird kommen Mit ſeinen Engeln zum Gericht. Laßt ſie jauchzen, daß wir alle, Dann aufgerichtet von dem Falle, Gott ſehn und ſei⸗ ner Wonne Licht. Heil uns! wir beten dann Den hohen Schöpfer an Mit den Engeln. Ihr Preis⸗ geſang Und unſer Dank Hallt dann durch alle Himmel hin. Mel. Nun danket all und. 29 1 Ich ſinge dir mit Herz . und Mund, Herr, meines Herzens Luſt, Ich ſing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Born der Gnad Und ewge Quelle biſt, Daraus uns allen früh und ſpat Viel Heil und Segen fließt. 3. Was ſind wir doch, was haben wir Auf dieſer ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 4. Wer hat das ſchöne Him⸗ melszelt Hoch über uns geſetzt? Wer iſt es, der uns unſer Feld Mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Froſt? Wer ſchützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Moſt Zu ſeinen Zeiten find't? 6. Wer macht, daß Heil und Leben blüht? Wer hält mit ſei⸗ ner Hand Den goldnen, werten, edeln Fried In unſerm Vaterland? 170 Gottes Werke und Wohlthaten. ſicher ruhn. 8. Du nähreſt uns von Jahr zu Jahr, Bleibſt immer fromm und treu, Und ſtehſt uns, wenn wir in Gefahr Geraten, treulich bei. 9. Du ſtrafſt uns Sünder mit Geduld, Und ſchlägſt nicht allzu⸗ ſehr, Ja, endlich nimmſt du unſre Schuld, Und wirfſt ſie in das Meer. 10. Wenn unſer Herz auch ſeufzt und ſchreit, Wirſt du gar leicht erweicht, Und giebſt uns, was uns hoch erfreut, Und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählſt, wie oft dein Jünger wein, Und was ſein Kummer ſei; Kein Kindesthränlein iſt ſo klein, Du ſiehſt'’s mit Vatertreu. 12. Du füllſt des Lebens Man⸗ gel aus Mit dem was ewig ſteht, Und führſt uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohl auf, mein Herz, o ſing und ſpring, Und habe guten Mut, Dein Gott, der Urſprung aller Ding, Iſt ſelbſt und bleibt dein Gut. 14. Er iſt dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkſt du dich in deinem Sinn, Und grämſt dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf ſie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Ju⸗ Wie manchen ſchweren Unglücks⸗ lauf Hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was verſehn In ſeinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geſchehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, ſo laß ihn ferner thun, Und red ihm nicht darein, So wirſt du hier in Frieden ruhn, Und ewig fröhlich ſein. Eigne Melodie. 292 Hott iſt mein Lied! 19 Er iſt der Gott der Stärke. Herr iſt ſein Nam', Und groß ſind ſeine Werke, Und alle Himmel ſein Gebiet. 2. Er will und ſpricht's: So ſind und leben Welten; Und er gebeut: So fallen durch ſein Schelten Die Himmel wieder in ihr Nichts. Wahl das Beſte. Er herrſcht als Gott, Und ſeines Thrones Feſte Iſt Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, Ein Meer von Seligkeiten, Ohn Anfang Gott, Und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer iſt dir gleich? mel, Erd und Meere, Das kennel Gott, Und ſeiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er iſt um mich, Schafft, daß ich ſicher ruhe; Er ſchafft als Herr, Was früh und ſpät ich thue, Und er erforſchet mich und dich. 7. Er iſt mir nah, Ich ſitze oder gehe, Ob ich ans Meer, Ob ich gen Himmel flöhe, So iſt er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn Und gend auf Verſorget und ernährt? 3. Licht iſt ſein Kleid, Und ſein 5. Was iſt und war Im Him⸗ — — allen Rat der Seele, Er weiß, Dairſcb in UI. Per deinen Van del Stanb, laſſen Vetl Sich m und ſprittne Walten, h fallen dui 1 Himmel wir. in Kledd lin tte. Er hatt woen Ziini er iſt di und wari Meere dit ciner Bit or ihm üftt 2 um nih, uhe; Erſt ih und ſtüt üchet nih m wir mi, 2 ich ans e. 1 3 1 l. 3t nen dir Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 171 wie oft Ich Gutes thu und fehle, Und eilt mir gnädig beizuſtehn. 9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb in ſein Buch, Wie lang ich leben ſollte, Da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts iſt mein, Das Gott nicht angehöre. Herr, immer⸗ dar Soll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde ſein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern faſſen? Ein je⸗ der Staub, Den du haſt werden laſſen, Verkündigt ſeines Schöpfers Macht. 12. Der kleinſte Halm Iſt deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft, und Meer, Ihr Auen, Thal und Hügel, Ihr ſeid ſein Loblied und ſein Pſalm. 13. Du tränkſt das Land, Führſt uns auf grüne Weiden; Und Nacht und Tag, Und Korn und Wein und Freuden Empfan⸗ gen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; Es ſoll mein Herz Sich mit dem Troſte ſtillen, Daß deine Hand mein Leben hält. 15. Iſt Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter werden: So frag ich nichts Nach Himmel und nach Erden, Und biete ſelbſt der Hölle Trutz. 293 Dir, dem weeſſeſten Ue). Regierer, Tönt der Welten Preisgeſang. Dir, du meines Lebens Führer, Singt auch meine Seele Dank. Unter allen Millionen, Die dein weites reich auch auf mich, Sorgeſt für mich väterlich. 2. Auf der Menſchheit hohe Stufe Stellte, Herr, mich deine Hand, Daß von deinem Gnaden⸗ rufe Ich den tiefſten Sinn ver⸗ ſtand. Aus unendlichem Erbarmen Zogſt du mich mit Vaterarmen In der Kindheit ſchon zu dir, Gabſt in Chriſto alles mir. 3. Täglich wareſt du mir nahe, Deine Weisheit lehrte mich, Was ich hörte, was ich ſahe, Zeigte mit neuem Segen Jeden Morgen mir entgegen, Was der Seele heil⸗ ſam war, Bot dein Geiſt mir reichlich dar. 4. Darum will ich dir mit Freuden Dankbar und ergeben ſein, Will auch unter Kreuz und Leiden Dir ein Herz voll Demut weihn. Dich, o Herr, dich laß ich walten, Du wirſt mich ſtets aufrecht hal⸗ ten. Sende Freude, ſende Schmerz: Immer preiſet dich mein Herz. 5. Herr, das höchſte Gut im Leben Iſt und bleibt mir deine Huld; Sie nur kann mir Frieden geben, Und bedecken meine Schuld. Anders hab ich kein Verlangen, Als nur treu an dir zu hangen, Feſt mit dir vereint zu ſein, Um mich deiner ganz zu freun. 6. O der ſeligen Verbindung, Du in mir und ich in dir! Deiner Vaterhuld Empfindung Werde täglich neu in mir, Bis ich rein und ganz vollkommen Dich einſt ſchau mit allen From⸗ men, Dort, wo ich bin allezeit Reich bewohnen, Siehſt du huld⸗ Bei dir in der Ewigkeit. mir, o Vater, dich. Ja, du kamſt ——— — v“ ÿ cc„rpk‧ülnſ 2 6 5 ö1—— C——— 2 —— ooſſſſſſͤ 1—ÿõÿõÿõõõõõõü —— 172 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Nun laßt uns Gott dem. 294 Nun laßt uns Gottes 3 Güte Uns führen zu Gemüte, Kommt, laſſet uns er⸗ wägen Des milden Vaters Segen. 2. Eh wir ans Licht geſetzet, Hat er uns hochgeſchätzet, Und hat uns eingeſchrieben Zum Leben und zum Lieben. 3. Da wir noch ſind gelegen Ohn Regen und Bewegen, Ohn Menſchenhülf und Sorgen, Der Mutter ſelbſt verborgen: 4. Da hat er uns gegeben Die Glieder und das Leben, Da hat er uns erhalten Ohn unſer Thun und Walten. 5. Er hat zur rechten Stunde, Dankt's ihm mit Herz und Munde, Wie auf der Engel Wagen Uns in die Welt getragen. 6. Er hat uns aufgenommen In die Gemein der Frommen, Gemacht zu ſeinen Erben, Die nicht im Tode ſterben. 7. Er giebt ſich zu erkennen In ſeinem Wort; wir nennen Ihn Vater und Ernährer Und alles Guts Beſcherer. 4 8. Er giebt für unſre Sünde In ſeinem eignen Kinde, Das er für uns läßt würgen, Den rech⸗ ten, treuen Bürgen. 9. Dies laſſet uns bedenken, Wenn uns die Sorgen kränken: Wer ſeinen Sohn hergiebet, Der auch aufs höchſte liebet. 10. Sollt er uns was verſagen, Wenn wir ihm gläubig klagen? Sollt er nicht, uns zum Leben, Auch Brot und Kleidung geben? 11. Der Vogel in den Lüften, Das Tier in ſeinen Klüften, Die Blume an den Wegen Muß Sorgen widerlegen. 12. Der ſie ſo treulich heget, So fleißig ihrer pfleget, Sollt er den Himmelserben Gedenken zu verderben? 13. O Vater, ach, verleihe, Daß deine Güt und Treue Wir inniglich betrachten, Und ſo gering nicht achten. 14. Die Bitte uns gewähre, Daß wir zu deiner Ehre Dir immer recht vertrauen, Und gänz⸗ lich auf dich bauen. 15. Wenn wir nur Glauben haben, So werden uns die Ga⸗ ben, Die wir zu dieſem Leben Bedürfen, wohl gegeben. 16. Eh wird der Kreis der Erden, Die Welt vernichtet wer⸗ den, Eh ſollten ſein verlaſſen, Die Fleiſches Sorge haſſen. Mel. In dich hab ich gehoffet. 295 ch weiß, o Gott, daß 295. I all mein Thun Und Werk auf deinem Willen ruhn, Von dir kommt Glück und Segen. Was du regierſt, das geht und ſteht Auf rechten guten Wegen. 2. Es ſteht in keines Menſchen Macht, Daß ſein Rat werd ins Werk gebracht, Er ſeines Gangs ſich freue. Des Höchſten Rat, er macht's allein, Daß Menſchen⸗ rat gedeihe. 3. Oft denkt der Menſch in ſei⸗ nem Mut, Dies oder jenes ſei ihm gut, Und iſt doch weit gefehlet; Oft ſieht er auch als ſchädlich an, Was Gott doch ſelbſt erwählet. . So fängt auch mancher weiſe Mann Ein Werk oft ſtark mff, nichl ue Sch tj nur ſauf n em ſt —ÿÿü— 5 Per Sin giſt Unc A liegt erd 6. Deun du Kon l Hinmläth kenltet, und ſüre m dir ſibet 7 Vellit Dis fliſt n v r, ach, en und Tu V tte uns g deiner oht. trauen, U men. wir mnr g rden uns i zu dieſen l gegeben ĩd der ie elt veruiten en ſein ha Sorge bin ) hab ich ziff weiß, oei Ul mein dan lem Wilan t Glück mien een guten de in keines Mi⸗ ſein Ratmi „Er ſeint es Häcſt in, Daße Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 173 und eifrig an, Und bringt's doch nicht zu Stande; Er baut ein Schloß und feſtes Haus, Doch nur auf nichts als Sande. 5. Wie mancher iſt in ſeinem Sinn Faſt über Bergesſpitzen hin, Und eh er ſich's verſiehet, So liegt er da, ſo hat ſein Fuß Ver⸗ gebens ſich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron Und Scepter trägſt im Himmelsthron, Und aus den Wol⸗ ken blitzeſt, Vernimm mein Wort, und höre mich Vom Stuhle, da du ſitzeſt. 7. Verleibe mir das reine Licht, Das fließt von deinem Angeſicht, In frommen Seelen webet, Und da der rechten Weisheit Kraft Durch deine Kraft belebet. 8. Gieb mir Verſtand aus deiner Höh, Auf daß ich ja nicht ruh und ſteh Auf meinem eignen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rat, Was gut iſt, zu erfüllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, Das gieb mir ein, was Fleiſch und Blut Erwählet, das verwehre. Der höchſte Zweck, das beſte Teil Sei deine Lieb und Ehre. 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, O meiner Seelen Sonn und Zier, Gefallen und belieben; Was dir zuwider, laß mich nicht In Wort und That verüben. 11. Iſt’s Werk von dir, ſo hilf zum Glück, Iſt's Menſchenwerk, ſo treib's zurück, Und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkſt, pflegt von ſich ſelbſt In kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unſer Feind An dem, was dein Herz gut gemeint, Beginnen ſich zu rächen: Iſt das mein Troſt, daß ſeinen Zorn Du leichtlich könneſt brechen. 13. Tritt du zu mir, und mache leicht, Was mir ſonſt faſt unmoͤglich deucht, Und bring zum guten Ende, Was du ſelbſt an⸗ gefangen haſt, Durch Weisheit deiner Hände. 14. Iſt gleich der Anfang etwas ſchwer, Und muß ich auch ins tiefe Meer Der bittern Sorgen treten, So treib mich nur ohn Unterlaß Zu ſeufzen und zu beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, Wird alles, davor ſonſt ihm graut, Mit tapferm Mut bezwin⸗ gen, Sein Sorgenſtein wird in der Eil In tauſend Stücke ſpringen. 16. Der Weg zum Guten iſt faſt wild, Mit Dorn und Hecken ausge⸗ füllt, Doch wer ihn freudig gehet, Kommt endlich, Herr, durch dich dahin, Wo Freud und Wonne ſtehet. 17. Du biſt mein Vater, ich dein Kind, Was ich bei mir nicht hab noch find, Haſt du zu aller G'nüge. So hilf nun, daß ich meinen Stand Wohl halt und herrlich ſiege. 18. Nur dir ſei aller Ruhm und Ehr, Ich will dein Thun je mehr und mehr Aus hocherfreuter Seelen Vor deinem Volk und aller Welt, So lang ich leb, erzählen. Mel. Ermuntre dich, mein ſchwacher. 296 Du biſt ein Menſch, 3 das weißt du wohl, Was ſtrebſt du denn nach Dingen, Die Gott der Herr alleine ſoll Und 174 Gottes Werke und Wohlthaten. kann zu Werke bringen? Du fährſt mit deinem Witz und Sinn Durch ſo viel tauſend Sorgen hin, Und denkſt: wie will's auf Erden Doch endlich mit mir werden? 2. Es iſt umſonſt, du wirſt für⸗ wahr Mit allem deinem Dichten Nicht, was ſo klein iſt, wie ein Haar, In aller Welt ausrichten; Und dient dein Gram ſonſt nirgends zu, Als daß du dich aus deiner Ruh In Angſt und Schmerzen ſtürzeſt, Und dir das Leben kürzeſt. 3. Willſt du das thun, was Gott gefällt, Und dir zum Heil gedeihet, So wirf dein Sorgen auf den Held, Den Erd und Himmel ſcheuet, Und gieb dein Leben, Thun und Stand Nur fröhlich hin in Gottes Hand, So wird er deinen Sachen Ein fröh⸗ lich Ende machen. 4. Wer hat ſo treu geſorgt für dich, Eh du zur Welt gekommen? Wer hat im Mutterſchoße ſich Schon deiner angenommen? Wer hat ſchon da dein Heil bedacht? Was that da aller Menſchen Macht, Als Geiſt und Sinn und Leben Dir ward zuerſt gegeben? 5. Durch weſſen Kraft ſteht dein Gebein In ordentlicher Fülle? Wer gab dem Auge Licht und Schein? Dem Leibe Kraft und Hülle? Wer zog die Adern hier und dort, Und jed' an ihre Stell und Ort? Wer ſetzte hin und wieder So viele ſchöne Glieder? 6. Wo war dein Wille und Verſtand, Als Waſſer alles deckte, Und über See und über Land Sich Finſternis erſtreckte? Wer brachte Sonn und Mond herfür? Wer ſchuf die Kräuter, Bäum und Tier, Und hieß ſie deinen Willen Nach Herzensluſt erfüllen? virm Ern 7. Heb auf dein Haupt, ſchau wWalt überall, Hier unten und dort oben, Wie Gottes Sorg auf jeden Fall Für dich ſich hat erhoben. Dein Brot, dein Waſſer und dein Kleid War eher noch als du bereit; Die e Milch, die du einſt nahmeſt, War auch ſchon, da du kameſt. 8. Die Windeln, die dich all⸗ gemach Umfingen in der Wiegen, Dein Bettlein, Kammer, Stub und Dach, Und wo du ſollteſt liegen, Das war ſchon alles zu⸗ gericht't, Eh noch dein Aug und Angeſicht Aufblickte, daß es ſehe, Was in der Welt geſchehe. 9. Und dennoch ſoll dein An⸗: nicht, Als was die Augen ſpüren; Was du beginnſt, das ſoll allein Dein Kopf, dein Licht und Meiſ⸗ ter ſein, Was du nicht auser⸗ koren, Das hältſt du für verloren. 10. Nun ſiehe doch, wie viel und oft Iſt das ganz umgeſchla⸗ gen, Was du gewiß und feſt ge⸗ hofft Mit Händen zu erjagen! Hingegen, wie ſo manches Mal Iſt das geſchehn, was überall Kein Menſch, kein Rat, kein Sinnen Vermochte zu beginnen! 11. Wie oft biſt du in große Not Durch eigne Schuld gekom⸗ men, Da dein verblend'ter Sinn den Tod Fürs Leben angenommen! Und hätte Gott ſein Werk und That Ergehen laſſen nach dem Rat, In dem du's angefangen, Du wärſt zu Grund gegangen. geſicht Dein ganzes Leben führen, Du trauſt und glaubeſt weiter 1.. Der le, M — —— —— —==== Er vint 6. u- —— =— S= — — ☛‿ — — —==— — — — —— ———:. —— — 2= —— — —— —— — w — — —— —— j“j — —2x — — — — ==— — — — — — —= jensluſtafth ein dunn 1 ſer und din als du bett inſt nahmi du kanen nd w uſt var ſchon l noch dein uu. Jdie Aunnfin miſt, das ſll ein Licht whld fehe doh, R das ganz w debenenxenn oit ſein nt Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 175 12. Der aber, der uns ewig liebt, Macht gut, was wir ver⸗ wirren, Erfreut, wo wir uns ſelbſt betrübt, Und führt uns, wo wir irren, Und dazu treibt ihn ſein Gemüt, Und die ſo reine Vater⸗ güt, In der uns arme Sünder Er trägt als ſeine Kinder. 13. Ach, wie ſo oftmals ſchweigt er ſtill, Und thut doch, was uns nützet, Da unterdeſſen unſer Will Und Herz in Angſten ſitzet, Sucht hier und da und findet nichts, Will ſehn und mangelt doch des Lichts, Will aus der Angſt ſich winden, Und kann den Weg nicht finden. 14. Gott aber geht gerade fort Auf ſeinen weiſen Wegen, Er geht und bringt uns an den Ort, Wo Wind und Sturn ſich legen. Hernachmals, wenn das Werk geſchehn, Dann kann der Menſch erſt klarer ſehn, Was der, der ihn regieret, In ſeinem Rat geführet. 15. Drum, liebes Herz, ſei wohlgemut, Und laß von Sorg und Grämen. Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, Dein Beſtes vorzunehmen. Er kanns nicht laſ⸗ ſen, glaube mir, Sein Herz iſt ganz gekehrt zu dir Und uns hier allzuſammen, In heilger Liebe Flammen. 16. Es glüht ſein Herz von Gnad und Treu, Und alſo kannſt du denken, Wie ſeinem Mut zu Mute ſei, Wenn wir uns oftmals kränken Vergeblich mit der Sorgen⸗ bürd, Als ob er uns nun gänzlich würd Aus lauter Zorn und Haſſen 17. Das ſchlag hinweg, und laß dich nicht So jämmerlich bethören. Obgleich nicht allzeit das geſchicht, Was Freude kann vermehren, So wird doch wahrlich das geſchehn, Was Gott, dein Vater, auserſehn; Was er dir zu will kehren, Das wird kein Menſch verwehren. 18. Thu als ein Kind und lege dich In deines Vaters Arme. Bitt ihn und flehe, bis er ſich Dein, wie er pflegt, erbarme, So wird er dich durch ſeinen Geiſt Auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, Nach wohlgehaltnem Rin⸗ gen Aus allen Sorgen bringen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 297 Fürwahr. du biſt, o * Gott, verborgen, Dein Rat bleibt vor uns wunderbar. Umſonſt ſind alle unſre Sorgen, Du ſorgteſt, eh die Welt noch war, Für unſer Wohl ſchon väterlich, Dies ſei genug zum Troſt für mich. 2. Dein Weg iſt zwar in Fin⸗ ſterniſſen Vor unſern Augen oft verſteckt, Doch wenn wir erſt den Ausgang wiſſen, Wird uns die Urſach auch entdeckt, Warum dein Rat, der niemals fehlt, Den uns ſo dunklen Weg erwählt. 3. Nie ſind die Tiefen zu ergründen Von deiner Weisheit, Macht und Güt; Du kannſt viel tauſend Wege finden, Wo die Ver⸗ nunft nicht einen ſieht. Aus Fin⸗ ſternis bringſt du das Licht, Du ſprichſt, o Gott, und es geſchicht. 4. So weicht denn, ängſtliche Gedanken, Gott kann weit mehr, als ihr verſteht; Bleib, Seele, in Ohn Hülf und troſtlos laſſen. der Demut Schranken, Die De⸗ 176 Gottes Werke und Wohlthaten. mut wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebſt den, der dich liebt, Und deiner Führung ſich ergiebt. 5. Drum will ich dir mich überlaſſen Mit allem, was ich hab und bin; Ich werfe, was ich nicht kann faſſen, Auf deine Macht und Weisheit hin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, Daß ſtets dein Rat voll Güte war. 6. Gieb, daß dies mein Ver⸗ trauen mehre In Glück und Un⸗ glück, Freud und Leid. Schick alles, Herr, zu deiner Ehre, Und meiner Seelen Seligkeit; So preiſ ich einſt vollkommen dich, Und freue dann auf ewig mich. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 298. Hinauf, mein Geiſt, zu Gott empor, Zum Schöpfer, den im Jubelchor Die höhern Geiſter loben! Auch dich hat er hervorgebracht, Auch dich mit weiſer Huld und Macht Zu ſeinem Reich erhoben. Vater, Vater, So ihn nennen, ſo ihn kennen und verehren, Was kann höh'res Glück gewähren? 2. Mit welcher ſtillen Sorgſam⸗ keit Verfolgt dein Blick mich jeder⸗ zeit Auf allen meinen Wegen! Du weißt, wie ſchwach die Men⸗ ſchen ſind, Und leiteſt mich, dein ſchwaches Kind, Dem Ziele ſanft entgegen. Vater, Vater, Dir ver⸗ trau ich, o wie ſtärkt mich der Gedanke: Du biſt bei mir, wenn ich wanke! 3. Mein Leben hier in dieſer Zeit Iſt nur der Gang zur Ewig⸗ keit, Nur Bildungszeit der Jugend. O Gott, wie gut erziehſt du mich, Wie führeſt du ſo väterlich Mich b hin zur wahren Tugend! Vater, Vater, Alles leiteſt und bereiteſt du mit Liebe, O daß ich dir folg⸗ ſam bliebe! 4. Schau ich in deiner Welt umher, Wie ſichtbar wird des Se⸗ gens Meer, Das hier ſchon mich umfließet! Da ſtrömen tauſend Freuden hin Für meinen Geiſt, für jeden Sinn, Und ſelbſt der Wurm genießet. Vater, Vater, Deinen Segen zu erwägen, das iſt weiſe, Das verſüßt des Lebens Reiſe 5. Dem Freudenbecher miſcheſt du Zwar oft auch bittre Tropfen zu, Doch nur, daß er nicht ſchade. Und iſt die Trauerſtunde da, O dann iſt auch dein Beiſtand nah, Dann tröſtet deine Gnade. Vater, Vater, Wenn auch Leiden mich der Freuden oft berauben: Deiner Liebe will ich glauben. 6. Ich ſehe, daß du Vater biſt Selbſt dann noch, wenn mein Herz vergißt, Dir, Höchſter, ſich zu weihen. Wie grenzenlos iſt deine Huld! Wie gern willſt du der Sünden Schuld Bekümmerten ver⸗ zeihen! Vater, Vater! Ower wollte, wie er ſollte, dich nicht ehren, 3 Nicht getroſt zu dir ſich kehren? 7. Herz, So wird einſt über jeden Schmerz Mich deine Huld erhe⸗ ben. Bald iſt das Thal hier Ergeb ich dir mein ganzes durchgereiſt, Wie herrlich ſchwingt ſich dann mein Geiſt Empor zum höhern Leben! Vater, Vater! Dann erſt ſeh ich ganz und ewig deine Treue. jetzt mich freue! Ach, wie ich ſchon Thel. A den Menſe Licht und ſchifte, I Stets reh 2 Wei Ach, wi tief ſind un unte alen reit vmn Gat, K f 3 Hrr Dei ſeles Muſcenin Sinder vätech Turmi teſt und be d ih d ; 9 . ür meinen. t, Und ſhi rauerſteneg auch Kim tberauben An glauben. daß du anit ch, wenn nng Höchſte, ſ grenzenbs ü ern vilſ un „Bekümmenne Zater Oneni 3 1 Hdeine du d einſt 4 ekerrit ſ n Geit ben en! Vate it aan mhe 1c, e iſt Die Erlöſung.(Die Sünde und ihre Folgen.) 177 8. Daß dieſe Freude mich durch⸗ dringt, Und dir mein frohes Herz lobſingt, Das dank ich deinem Sohne. Er hat mit dir uns aus⸗ geſöhnt, Dein holder Vatername tönt Nun hier wie dort am Throne. Vater, Vater! Nie verhalle, ewig ſchalle ſelbſt bei Schmerzen Dieſer Ton in Chriſtenherzen. Erlöſung des Menſchen. 1. Die Sünde und ihre Folgen. Mel. Auf meinen lieben Gott. 299 Du, der kein Böſes * thut, Du ſchufſt den Menſchen gut, Du gabſt ihm Licht und Kräfte Zum ſeligen Ge⸗ ſchäfte, In Heiligkeit zu wandeln, Stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo iſt der Unſchuld Ruhm? Ach, wir, dein Eigentum, Wie tief ſind wir gefallen! Wo iſt jetzt unter allen Ein Menſch ganz rein von Sünden Vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier iſt kein Unterſchied. Dein helles Auge ſieht Auf alle Menſchenkinder, Ach, ſie ſind alle Sünder, Daiiſt vor dir, Herr, kei⸗ ner Unſchuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt iſt aller Sinn, Die Weisheit iſt dahin, Die uns re⸗ gieren ſollte, Nur was dein Wille wollte, Mit freudevollen Trieben Zu wollen und zu üben. 5. Fleiſch ſind wir von Natur, Uns rühren leider nur Die Güter dieſer Erden, Die uns entriſſen werden, Mehr als die höhern Gaben, Die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen dünkt uns Zwang, Des Herzens böſer Hang Reißt uns mit ſtarkem Triebe Zu ſchnö⸗ der Sündenliebe; Und können wir wohl zählen, Wie oft wir vor dir fehlen? 7. O Herr, was uns gebricht, Laß in der Wahrheit Licht So heilſam uns erkennen, Daß wir von Ernſt entbrennen, Der Sünde zu ent⸗ ſagen, Der Beßrung nachzujagen. 8. Wohl dem, der ſie gewinnt! Gott, ſo verderbt wir ſind, So willſt du uns doch heilen, Und Kräfte uns erteilen, Schon wie⸗ derum auf Erden Dir gleichge⸗ ſinnt zu werden. 9. Herr, dieſe deine Huld Laß uns durch unſre Schuld Nicht fre⸗ ventlich verſcherzen. Erwecke unſre Herzen, Dir nicht zu widerſtreben, Damit wir ewig leben. „Mel. de 9 habe gabendeſt „mein Jeſu, welch 300. A Verderben Wohnet nicht in meiner Bruſt! Denn mit andern Adamserben Steck ich voller Sündenluſt. Ach, ich muß es dir bekennen, Ich bin Fleiſch vom Fleiſch zu nennen. 2. Wie verkehrt ſind meine Wege, Wie verderbt iſt doch mein Sinn! Der ich zu dem Guten träge, Aber ſchnell zum Böſen bin. Ach, wer wird mich von den Ketten Und vom Tod der Sünden retten? 3. Hilf mir durch den Geiſt der Gnaden Aus der angeerbten Not, Heile meinen Seelenſchaden, Herr, durch deinen Kreuzestod; Schlage 12 178 Gottes Werke und Wohlthaten. du die Sündenglieder Meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Er⸗ den, Herr, ich bin in Sünden tot; Soll ich wieder lebend wer⸗ den, So mußt du in dieſer Not Mich durch deinen Geiſt gebären, Und mir neue Kraft gewähren. 5. Schaff in mir ein reines Herze, Einen neuen Geiſt gieb mir, Daß ich nun nicht länger ſcherze Mit der ſündlichen Begier. Laß mich ihre Liſt bald merken, Mich im Geiſt dagegen ſtärken. 6. Lehr mich wachen, beten, rin⸗ gen, Und mein böſes Fleiſch und Blut In des Geiſtes Joch zu zwin⸗ gen, Weil es niemals Gutes thut. Was nicht kann dein Reich er⸗ erben, Laß in deinem Tod erſterben. 7. Reize mich durch jene Krone, Die mir droben beigelegt, Daß ich meiner niemals ſchone, Wann und wo ein Feind ſich regt; Sodann hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleiſch zu dämpfen. 8. Sollt ich etwa unterliegen, O ſo hilf mir wieder auf. Laß in deiner Kraft mich ſiegen, Daß ich meinen Lebenslauf Unter dei⸗ nen Siegeshänden Möge ritter⸗ lich vollenden. Eigne Melodie. 301 Ach Gott und Herr, 4 Wie groß und ſchwer Sind meine vielen Sünden! Da iſt kein Mann, Der helfen kann, In dieſer Welt zu finden. 2. Flöh ich gleich weit Zu aller Zeit Bis an der Erde En⸗ den, Um frei zu ſein Der Angſt und Pein, Würd ich ſie doch nicht wenden. I 3. Zu dir flieh ich, Verſtoß mich nicht, Wie ich's wohl hab verdienet. Geh mit mir nicht, Gott, ins Gericht, Dein Sohn hat mich verſühnet. 4. Soll's ja ſo ſein, Daß Straf und Pein Auf Sünden folgen müſſen: So fahr hier fort, Nur ſchone dort, Und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb, Herr, Geduld, Vergieb die Schuld, Gieb ein gehorſam Herze, Daß ich doch nie Durch Sorg und Müh Mein ewges Heil verſcherze. 6. Verfahr mit mir, Wie's dün⸗ ket dir, Ich will es gerne leiden; Nur wollſt du mich Nicht ewig⸗ lich Von deiner Gnade ſcheiden. 7. Wie dort im Baum Den ſichern Raum Der bange Vogel findet, Wenn ſchwarz die Nacht, Das Wetter kracht, In Angſt ſich alles windet: 8. Alſo, Herr Chriſt, Mein' Zuflucht iſt In deinen Todes⸗ wunden; Wenn Sünd und Tod Mich ſtürzt in Not, Dann werd ich da gefunden. 9. Darin ich bleib, Und ob mein Leib Und Seele ſich auch ſcheiden, So werd ich dort Bei dir, mein Hort, Doch ſein in ewgen Freuden. 10. Gott, dir ſei Ruhm! Dein Eigentum Bleib ich in Jeſu Na⸗ men. Ich zweifle nicht, Weil Chriſtus ſpricht: Wer glaubt, wird ſelig! Amen. Mel. Meinen Heunn laß ich nicht. 9 Mreilich bin ich arm 302. F und bloß, O du großer Menſchenhüter! Ach, nimm it mir, Venn l es germi mich Rite r Gnaxeſt t im BWau Der bulh ſchwarz uſt kracht, Rh et: err Chrſn In deinen d in Sünd wi Not, Dur Ir ſei RNun Lib ich in i veifle nit oht: Ta ſ men. zeſum lii Alich bin t lmd bleß 1 p W „ whüter en Die Erlöſung.(Die Sünde und ihre Folgen.) 179 mich in deinen Schoß, Schenke mir des Himmels Güter. Schau, ich lieg in meinem Blut, Nimm mich auf, o höchſtes Gut. 2. Allerhöchſter Gottesſohn, Meines Lebens einzig Leben, Komm herab vom Sternenthron, Komm, ich will mich dir ergeben. Geh doch nicht vor mir vorbei, Hör, o Jeſu, mein Geſchrei. 3. Gold und Silber acht ich nicht, Nicht der Welt vergänglich Prangen; Eines, eines mir ge⸗ bricht, Dieſes ſuch ich voll Ver⸗ langen: Der Maria beſtes Teil Wähl ich aus, der Seelen Heil. 4. Weil ich bin in Sünden tot, Seufz ich nach der Seele Leben. Jeſu, hilf aus dieſer Not, Hilf dem Teufel widerſtreben, Denn er ſteht nach meiner Kron, Hilf, o ſtarker Davidsſohn. 5. Alles will ich geben hin, Wenn ich dich nur kann beſitzen. Weg mit allem Weltgewinn! Hier⸗ auf will ich mich nicht ſtützen Mein Erlöſer iſt mein Gold, Das ich nicht vertauſchen wollt. 6. Er wird nicht vorüber gehn, Sollt ich ſchon im Blute liegen; Treulich wird er bei mir ſtehn, Und mich nimmermehr betrügen. Ich ſoll leben, ſagt er mir; Was frag ich, o Welt, nach dir? Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 6 ſich, was ſind wir 303. A hn⸗ Jeſum? Dürf⸗ tig, jämmerlich und arm. Ach, was ſind wir? voller Elend, Ach, Herr Jeſu, dich erbarm! Laß dich unſre Not bewegen, Die wir dir 2. Wir ſind nichts ohn dich, Herr Jeſu, Uberall iſt Finſter⸗ nis, Und es quälet uns ſo hef⸗ tig Des Gewiſſens Schlangenbiß. Sündengift ſteckt in dem Herzen, Und verurſacht bittre Schmerzen. 3. Ohne dich, getreuer Jeſu, Schrecken Teufel, Welt und Höll, Und erregen Angſt und Zittern, Nirgends, nirgends iſt es hell. Aufgewacht iſt mein Gewiſſen, Ich bin ganz von Angſt zerriſſen. 4. Darum ſtärk uns, liebſter Jeſu, Sei in Finſternis uns Licht, Offne unſers Geiſtes Augen, Zeig dein freundlich Angeſicht. Strahl, o Sonn, mit Lebensblicken, So wird ſich das Herz erquicken. 5. Tritt den Satan, ſtarker Jeſu, Unter unſern ſchwachen Fuß. Du kennſt unſer Unvermögen, Schenk uns deines Heils Genuß, Daß wir deine Kraft verſpüren, Nie im Kampf den Mut verlieren, 6. Faß uns an, o treuer Jeſu, Führ uns durch die Pilgerſtraß, Daß wir auf den rechten Wegen Gehen fort ohn Unterlaß. Laß uns meiden alle Stricke, Und nicht wieder ſehn zurücke. 7. Laß den Geiſt der Kraft, Herr Jeſu, Geben unſerm Geiſte Kraft, Daß wir treulich dir nach⸗ wandeln, Nach der Liebe Eigen⸗ ſchaft. Ach, Herr, mach uns ſelber tüchtig, So iſt unſer Leben richtig. 8. Dann wird Lob und Dank, Herr Jeſu, Schallen aus des Her⸗ zens Grund; Dann wird alles dich bekennen, Und dir ſingen Herz und Mund; Dann wird auf der ganzen Erden Jeſus hoch⸗ vor Augen legen. gelobet werden. ₰— 180 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Auf meinen lieben Gott. 30 4. Ich bin mir, Gott, J bewußt Der innern böſen Luſt, Der Quelle meiner Sünden, Die Menſchen nie er⸗ gründen. O heile du aus Gnaden Der Seele tiefen Schaden. 2. Wie oft gehorch ich ihr! Wie oft hab ich vor dir, Herr, dein Geſetz verletzet, Und dir mich widerſeßet Ach, willſt du nicht vergeben, Mein Gott, wie kann ich leben? 3. Ein jegliches Gebot Zeugt wider mich, und droht Mit ewi⸗ gem Verderben. Laß, ater mich nicht ſterben. Du kannſt, du kannſt vom Böſen Auch mich, o Herr, erlöſen. 4. Verwirf mich nicht vor dir, Beweiſe Gnad an mir, Erneure meine Seele, Daß ſie das Gute C wähle. Die Tilgung meiner Sün⸗ den Laß mich bei Jeſu finden. 5. Drückt mich ihr ſchweres Joch, So ſei, o Vater, doch Noch ſtärker dein Erbarmen, Das hei⸗ lige mich Armen. Du kannſt, mein Gott, vergeben, Bei dir iſt Heil und Leben. 6. Hat ſonſt des Fleiſches Macht Ihr Werkin mir vollbracht: So laß zu guten Werken Nun deinen Geiſt mich ſtärken, Daß, folgſam deiner Lehre, Ich nun dich fürcht und ehre. 7. Hilf, wenn in meiner Bruſt Sich regt die böſe Luſt, Daß ich mich widerſetze, Und nicht dein Recht elene Dein Bild noch auf der Erde, Und dort vollendet werde. Mel. Wo Gott zum Haus nicht giebt ſein' Gunſt. ott wollte nicht des 305. Geunwol⸗ Tod, Gab ihm ſein Wort und ſein Gebot, That ernſtlich ſeinen Willen kund, Rief Israel in ſeinen Bund. 2. Im Donner bebte Sinai, Als ſein Geſetz der Herr verlieh. Er grub's in Felſ ſentafeln ein, Doch auch des Volkes Herz blieb Stein. 3. Da ſprach voll Huld des Vaters Mund: Geſtiftet werd ein neuer Bund, Kein toter Buch⸗ ſtab auf dem Stein, Die Liebe ſchreib ins Herz ihn ein! 4. Dann herrſcht mein Scepter väterlich, Sie ſind mein Volk, ihr Gott bin ich; Die Liebe lehr und treibe nun, Daß gern ſie meinen Willen thun. 5. So ſandte Gott von ſeinem Thr on Den eignen, eingebornen Sohn. Der Vater thut durch Chriſti Mund Sein Wort und ſeine Liebe kund. 6. Des Sohnes Ruf iſt: Men⸗ ſchen, hört, Was euch der Gott 1 Liebe lehrt: Liebt den, der euch zuvor geliebt, Und euch den Sohn zum Heiland giebt. 7. Mit meiner Liebe liebet euch, Ihr ſeid durch mich einander gleich, Und weiht die neuen Kräfte gern Dem Reiche Gottes, eures Herrn. 8. Gott, der du ſelbſt die Liebe biſt, Die keines Menſchen Sinn ermißt, Gieß aus den Geiſt der Liebe nun, Daß alle deinen Willen thun. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 306. Guter Hirte, willſt du nicht Deines Schäf⸗ leins dich erbarmen, Und es nach der Hirtenpflicht Tragen heim auf deinen Armen⸗ Willſt du mich nicht aus der Qual Holen in den Freudenſaal? — 5 j Aal ud li Schafend zuden de 9 borgen 3. Mi döchar thauen, ir duf Viſ And vich en un di in e ſit und ſän dh nen Wilen 3 ſer bebte e der Her n entafelneng Herz blibd 1 h voll dal Geſtiteden dein totr de Stein, dſß 3 ihn en. rſcht menen ſind menz ch; Die Las n, Daij m nthun. 3 1 Sein Ara d. jnes Rfihi Vas euch d tt: Libt mi tebt, Und m eiland git ner Lieteltne nich einnniee neuen Ki Vottes, anit u ſelbſtoic oſchen Sime Geiſt drä⸗ en Willnt meine 3uf zter Hirte, icht Daini⸗ ormen, Une ht Tuuu Die Erlöſung im allgemeinen. 181 2. Schau, wie ich verirret bin Auf der Wüſte dieſer Erde; Komm, und bringe mich doch hin Zu den Schafen deiner Herde. Führ mich zu den Deinen hin, Wo ich wohl geborgen bin. 3. Mich verlangt, dich mit der Schar, Die dich loben, anzu⸗ ſchauen, Die da weiden ohn Ge⸗ fahr Auf den ſüßen Himmelsauen, Die nicht in der Furcht mehr ſtehn, Und nicht können irre gehn. 4. Denn ich bin hier ſehr be⸗ drängt, Muß in ſteten Sorgen leben, Weil die Feinde mich um⸗ ſchränkt, Und mit Liſt und Macht umgeben, Daß ich armes Schäfe⸗ lein Keinen Blick kann ſicher ſein. 5. O Herr Jeſu, laß mich nicht In der Wölfe Rachen kommen; Hilf mir nach der Hirtenpflicht, Daß ich ihnen werd entnommen. Hole mich, dein Schäfelein, In die ewgen Hütten ein. 2. Die Erlöſung im allgemeinen. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 4. Denn du biſt ja mein Gna⸗ 307 Brich, heller Morgen⸗ denlicht, Dem niemals Glanz und ſtern, herein, laß uns deinen Freudenſchein In hellen Strahlen ſehen. Ermuntre mich, du Gnadenlicht, Und laß die arme Seele nicht In Satans Stricken gehen. Ruf mich, Daß ich In dem Herzen tiefe Schmer⸗ zen um die Sünde, Die ſich an mir zeigt, empfinde. 2. Ach, gieße deinen edlen Schein In mein verfinſtert Herz hinein, Und gieb mir reine Triebe. Ver⸗ treib die ſchwarze Sündennacht, Die mir ſo angſt und bange macht, O zeig mir deine Liebe. Was mich Ewig Sollte plagen, willſt du tragen; zeig die Wege, Wie ich zu dir kommen möge. 3. Bekehre meinen harten Sinn, Gieb, daß ich voller Reue bin Um meine ſchweren Sünden. Zer⸗ ſchlag, zerknirſche Geiſt und Herz, Und laß michwahren Seelenſchmerz Im Innerſten empfinden. Hierzu Gieb du Glaubenstriebe, reine Liebe und Verlangen, Dich, mein Heil, recht zu umfangen. Und Schein gebricht, Laß nur mit dir mich gehen. Herr, wenn ich dort den Richterſchluß Vom ewgen Throne hören muß, Kann ich mit dir beſtehen, Weil ich Durch dich, Gnadenſonne, lauter Wonne dort erlange, Und als ein Gerechter prange. 5. So kleide meine Seele ganz In deinen reinen Schmuck und Glanz, Und reinge mein Gewiſſen. Uns hat ja deines Blutes Kraft, Die alles rein und heilig ſchafft, Der Sündenlaſt entriſſen. Laß doch Auch noch Selbſt in Schmerzen ſich die Herzen zu dir neigen Und ihr Licht den Menſchen zeigen. 6. Dring in mein Herz, mein Licht, mein Heil, Ich find an dir mein beſtes Teil, Drum will ich auf dich hoffen. Du haſt dich feſt mit mir vereint; Gieb, daß mein Herz es redlich meint, Da nun der Bund getroffen. Herr, dich Halt ich, Du der Meine, ich der Deine, ach, uns beide Trenne weder Leid noch Freude. — 3 ———— ͤ8888888III8II8IZöZöZö—ö—ö—öodoſͤſͤſdſdſͤſſſ 3 —— 4 8—.— 182 Gottes Werke und Wohlthaten. 7. Befeſtige mein wankend Herz, Damit es ſich durch keinen Schmerz Von dir abwenden laſſe. In dir, mein Vater, gründe mich, Gieb daß mein feſter Glaube dich Als ſeinen Schutz umfaſſe. Halt mich, Daß ich Ja nicht weiche, komm and reiche mir die Hände, Daß kein Fall mich von dir wende. 8. Den Glaubensſchmuck trag ich an mir, Verleih auch, daß die Tugendzier Dem Glauben niemals fehlet. Du haſt mich, Herr, zu deinem Ruhm, Zu deinenz ewgen .— ſe * te wäl 3 4/ Und ſie einſt dort ewig führe. 9. Verklär dich täglich mehr in mir, Ein reich Erkenntnis gieb von dir; Laß mich gewiſſer werden, Daß ich in deiner Gnade ſteh, Und auf des Himmels Wegen geh, So lang ich wall auf Er⸗ den. Gänzlich Will ich Mich verſchreiben, dein zu bleiben, daß ich droben Dich kann ewig ſehn und loben. 10. Erfreue mich, mein Seelen⸗ ſchatz, Du haſt in meinem Herzen Platz, Erfüll es mit Vergnügen. Gieb ihm des Himmels Lebensſaft, Laß mich durch deiner Liebe Kraft Hier alles Leid beſiegen. Laß mich Junig Voll Verlangen dich um⸗ fangen, dich genießen, Dies kann alle Not verſüßen. 11. Erhalte mich in deinem Licht, Laß alle Liſt und Macht nich nicht Von deiner Gnade trennen. Vollführ in mir dein Gnadenwerk, Gieb Geiſteskraft ¹ 4 3 4*4 d und Glaubensſtärk, Laß mich 308. dich ewig kennen, Und mich Ste⸗ tig Hier beſtreben, dir zu leben, bis ich ſterbe Und mit dir das Reich ererbe. 12. Umgieb mich endlich überall Mit Gnadenproben ohne Zahl; Dein Auge mich behüte, Daß ich in deiner Gnade ſteh Und darin immer weiter geh Durch deine Gieb mir Gnade, daß kein Schade, daß kein Leiden Möge je von dir mich ſcheiden. Mel. Wer nur den lieben Gott. „Pein Gott, wie groß wr iſt dein Erbarmen, Das mir dein Gnadenbund be⸗ weiſt! Du nimmſt mich auf mit Liebesarmen, Und giebſt mir dei⸗ nes Sohnes Geiſt, Daß ich, von Sünden rein und frei, Dein neuer Bundsgenoſſe ſei. 2. Ich hielt, o Gott, mich für verloren, Da ich in meinem Blute lag, Doch weil du mich dir aus⸗ erkoren, Erſchien mir ein erſehnter Tag, Der that auch mir durch deinen Bund Heil, Segen und Erlöſung kund. 3. Aufs neue haſt du mich geboren, Mich deinen Kindern zu⸗ gezählt, Du haſt mir Treue zuge⸗ ſchworen, Und mich in Chriſto auserwählt; Er hat mich durch ſein Blut erkauft, Auf ſeinen Tod bin ich getauft. 4. Zwar dein Geſetz macht auch vor Zeiten Den Vätern deinen Bund bekannt; Eszeigte Chriſtum ſchon von weitem, Den du zum Heil der Welt ernannt, Doch konnte dieſer Gnadenſchein Noch nicht ganz hell und heiter ſein. det mt und Se ſecber en lthaten. ſigennen Imn r beſtrben, di 6 ſterbe Und rin ererbe. 1 Umgieb m endühi Vnadenproben Auge mich be id d ner Gnade ſti h weiter geh daß ergüte. Täͤglih En air Gnade, daß lnet in Leiden Mig jn cheien. V h en rein und frei dana sgenoſſe ſei. Ich hielt, o Gehniſt en, Da ich inmena doch weil du ni ar n, Erſchien mieith Der that aub ni w 4 Bund Hei, Smr g kund. neue bot n n en, Mich deinen Kiden lt, Du haſt mir deum ren, Und nih u G wählt; Er hat nih Blut erkruft, Auf ſened ch ge — △ 1 8 ung Ale 1 6 „ 1 — 4 1 fft ein Giſthmite Den Läten i belaunt; Eseigt ü A N „ 6 tal * p 3 ¹ ediſfer Errdeſti ganz hell und heier b Die Erlöſung im allgemeinen. 183 5. Nun, zu dem neuen Bund der Gnaden, Woraus uns Heil und Segen quillt, Hat Chriſtus ſelber eingeladen, Nachdem er das Geſetz erfüllt. Nun ſehen wir der Wahrheit Licht Mit aufgedeck⸗ tem Angeſicht. 6. Dies Gnadenbündnis muß beſtehen, Ob Teufel, Höll und Sünde ſtürmt. Wird Erd und Himmel gleich vergehen, Bin ich doch ſicher g'nug beſchirmt, Denn Chriſti, meines Bürgen, Blut Macht alle meine Schulden gut. 7. Eh müßten Berg und Hügel weichen, Eh müßt die ganze Welt vergehn, Als daß ſein Bund, ſein Gnadenzeichen, Nicht ewig ſollte feſt beſtehn. Sein Friedensbund, den er gemacht, Bleibt, wenn auch Erd und Himmel kracht. 8. O Herr, laß mich bis an mein Ende Getreu in deinem Bunde ſtehn. Ach leitet mich, ihr Vaterhände, Daß meine Tritte richtig gehn; So hab ich einſt an dir, mein Heil, Als Bundeskind im Himmel teil. Mel. Valet will ich dir geben. 309 Herr Jeſu, Licht der * Heiden, Der From⸗ men Schatz und Lieb, Wir kom⸗ men jetzt mit Freuden Durch deines Geiſtes Trieb In dieſen deinen Tempel, Und ſuchen mit Begier, Nach Simeons Exempel, Dich, großer Gott, auch hier. 2. Du wirſt von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Da du uns feſt verbunden Durch dein Verheißungswort; Vergönnſt noch zum Preis, Auf Glaubensarmen trage, Wie dort der fromme Greis. 3. Sei unſer Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, Im Schrecken unſre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenſchein. Wenn in der Not wir beben, Sei uns ein Freudenſtrahl, In Krankheit unſer Leben, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß es uns gelingen, Daß wir, wie Simeon, Auch end⸗ lich mögen ſingen Im frohen Sie⸗ geston: Nun werden mir in Frie⸗ den Die Augen zugedrückt, Nach⸗ dem ich ſchon hienieden Den Hei⸗ land hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, Mein Jeſus, dich geſchaut. Kein Feind kann dich mir rauben, Dich, dem mein Herz vertraut. Ich wohn in deinem Herzen, Und in dem meinen du, Uns ſcheiden keine Schmerzen, In dir ich ewig ruh. 6. Hier will es oft mir ſchei⸗ nen, Du ſäh'ſt mich ſtrafend an, Daß ich vor Angſt und Weinen Dich kaum erkennen kann. Dort aber wird's geſchehen, Daß ich von Angeſicht Zu Angeſicht ſoll ſehen Dein immer klares Licht. Mel. Der Herr mein Licht iſt. 310 O Liebesglut, die Erd 4 und Himmel paaret, O Wunderſee, drein ſich mein Herz verſenkt, Daß Gott noch Huld für ſeinen Feind bewahret, Und ſeine Gnad dem ſchnödſten Sünder ſchenkt! Wie tief er mich im Fluch und Blute fand, Sein ganzes All dringt in mein Nichts alle Tage, Daß man dich, Gott hinein, Er will in einem Wurm ———ÿÿÿ=ÿ — ——— —— S 184 Gottes Werke und Wohlthaten. verkläret ſein, Und ladet mich zu ſeinem Gnadenſtand. 2. Hier ſtaunt der Geiſter Schar, die Seraphinen Bedecken hier mit Flügeln ihr Geſicht; Der Ewig⸗ keit Geheimnis iſt erſchienen, Hier kommt der Gottheit ganzer Rat ans Licht. Die Herrlichkeit, die mit dem Werkbund war Geſchän⸗ det, bricht mit neuem Glanz her⸗ vor, Entriegelt ſteht das goldne Lebensthor, Gott ſelbſt ſtellt ſich zum Gut des Sünders dar. 3. Dies iſt der Mittelpunkt von Gottes Wegen, Der Tiefen Schlüſſel und des Wortes Kern. Hier trieft ein angenehmer Gna⸗ denregen, Hier gehet auf ein heller Morgenſtern, Hier muß mein — G träger Sinn entzücket ſtehn, Hier findet nichts als Thorheit mein Und hab ich Kraft Verſtand, und Fleiß ſchon angewandt, Kann ich doch kaum ein wenig ſchim⸗ mern ſehn. 4. O Ewigkeit, laß deines Lichtes Strahlen Mich bringen auf die Spur der Weisheit hin, Um mir dein Bundsgeheimnis abzumalen, Wovon kein Fleiſch noch Blut verſteht den Sinn. Des Geiſtes Augenſalbe leg mir bei, Damit, was nie ein Menſch noch Engel denkt, Und was dein Wort von deinem Bunde ſchenkt, Mir nicht wie ein verſiegelt Buch mehr ſei. 5. Doch nimm zugleich Ver⸗ ſtand und Herz gefangen, Da ich mich jetzt zu deinen Füßen ſetzz, Um dir als Bundesgott mich, zeuch mich, damit ich dir nachlauf, Und da du dich willſt gänzlich geben mir, So gieb auch Kraft, daß ich mich gebe dir. Herr Jeſu, zeuch mein ganzes Herz hinauf. Mel. Werde munter, mein Gemüte. , oge Liebe, mein Ge⸗ 311. Ewge L ebe, mein Ge — müte Waget einen kühnen Blick In den Abgrund dei⸗ zurück, Einen Blick voll Heiterkeit, Der die Finſternis zerſtreut, Die mein blödes Auge drücket, Wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, Daß du dich erbarmet haſt, Und aus freiem, reinem Triebe Den allweiſen Rat gefaßt, Der in Fluch verſenkten Welt Durch ein teures Löſegeld, Durch des eig⸗ nen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratſchluß voll Er⸗ barmen, Voller Huld und Freund⸗ lichkeit, Welcher uns hülfloſen Armen Gnade, Troſt und Hülfe beut! Liebe, die des Sohn's nicht ſchont, Der in ihrem Schoße wohnt, Um die Sünder zu er⸗ retten Aus den ſchweren Sünden⸗ ketten. 4. Doch du haſt, o weiſe Liebe, Eine Ordnung auch beſtimmt, Daß ein jeder darin bliebe, Der am Segen Anteil nimmt. Nur wer an den Mittler gläubt, Und ihm treu ergeben bleibt, Der ſoll nicht verloren gehen, Sondern Heil und Leben ſehen. ſtets anzuhangen. Ach, ſpanne mich in deiner Liebe Netz. Zwing 5. Dieſen Glauben anzuzünden, Giebſt du deinen guten Geiſt, Den ner Güte; Send ihm einen Blick Rt Tich begitihen dr kif gaumer der Gnade Glaulen dad Ohjie G genSünde eigien Be laubt a ——= Slich und muttbill ihr uns d Gwig — — 4 de, mein 6 .(Erge Lrte nn. — müte Wat jBlick In der br 1 üte; Send ihn n „Einen Blik dl bett Finſternis erita blödes Auge dit 2 dem Lichte litt 9 —„ e d h Sohnes Sterde Gyn it zu erwerben O ein Raſcht ulh n, Voller Hudmfen Welcher un pübe Löſegeld, Duh Liebe, die des Siſre Der in ißem ott „Um die Sinder at Aus den ſchwern Ehh Doch du haſt, weſet drdnunganchbeſtmntii der darm blibe, dat Anteil nimnt. Aur Mittler gäutlW geben bleit, de üit ngehen, Endm din ſehen. rn irſen Glntma d du deiren guter Geßtde 1 der Tilger unſrer Sünden Heils⸗ begierigen verheißt, Der den Sün⸗ der kräftig zieht, Daß er ſeinen Jammer ſieht, Zu dem Thron der Gnaden gehet Und um dieſen Glauben flehet. 6. Da du keinen zum Verderben Ohne Grund verbannet haſt, Tra⸗ gen Sünder, wenn ſie ſterben, Ihrer eignen Bosheit Laſt. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, Der hat Fluch und Tod zum Lohn, Sein mutwillig Widerſtreben Schließt ihn aus vom Heil und Leben. 7. Ewig ſei mit Dank beſungen, Was dein Rat beſchloſſen hat. Mit uns preiſen Engelzungen Dieſen weiſen heilgen Rat, Den der Glaub in Demut ehrt, Die Vernunft erſtaunend hört, Wo der Engel Tiefen findet, Die er niemals ganz ergründet. 8. Liebe, laß mich dahin ſtre⸗ ben, Meiner Wahl gewiß zu ſein. Richte ſelbſt mein ganzes Leben So nach deinem Willen ein, Daß des Glaubens Frucht und Kraft, Die dein Geiſt in mir geſchafft, Mir zum Zeugnis dienen möge: Ich ſei auf dem rechten Wege. 9. Laß mich meinen Namen ſchauen In dem Buch des Lebens ſtehn; Alsdann werd ich ohne Grauen Selbſt dem Tod entgegen⸗ gehn. Kein Geſchöpf, o Gott, wird mich, Den du liebeſt ewiglich, Deiner Hand entreißen können, Noch von deiner Liebe trennen. Mel. Mein Freund zerſchmilzt. Liebe, die den Him⸗ 312. O mel hat zerriſſen, Die ſich zu mir ins Elend nieder⸗ Die Erlöſung im allgemeinen. 185 ließ, Was für ein Trieb hat dich Ee bewegen müſſen, Der dich zu mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hat es ſelbſt gethan, Sie ſchaut als Mutter mich In mei⸗ nem Jammer an. 2. Die Liebe iſt ſo groß in dei⸗ nem Herzen, Daß du für mich das größte Wunder thuſt; Die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, Daß mir zu gut du unter Dornen ruhſt. O unerhörter Liebesgrad, Der ſelbſt des Vaters Wort Ins Fleiſch geſendet hat! 3. Die Liebe hat auf ewig mich verbunden, Sie überſtrömt mich mit Barmherzigkeit. Ich habe mei⸗ nen Vater nun gefunden, Die Ewigkeit vermählt ſich mit der Zeit; Das Leben iſt mit uns vereint, Da der erloſchne Glanz Der Herrlichkeit erſcheint. 4. In ihm wird nun die Menſch⸗ heit ausgeſöhnet, Die Reinigkeit der Seelen wiederbracht, Sie wird vom Vater ſelbſt mit Huld gekrönet, Da ſie der Himmel ſelbſt ſo ange⸗ lacht; Die Menſchheit wird nun ganz erneut, Und als ein reiner Thron Der Gottheit eingeweiht. 5. Die Weisheit wohnt nun wieder auf der Erden, Dadurch das Paradies im Menſchen grünt; Nun können wir aus Gott ge⸗ boren werden, Weil die Geburt des Herrn uns dazu dient; Die neugeborne Seele ſpürt, Daß ſie ein andrer Geiſt Aus ihrem Urſprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unſer Herz beſiegen, Immannel iſt bei uns in der Not. Ich darf ja nur am Gnadenquelle liegen, So ¹ ——q-—U ZeZZõ— aäaäaa— 5—————————Q— 8 2.—— ————————— 186 Gottes Werke und Wohlthaten. dient mir ſelbſt das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, Der mir in Chriſto doch Nicht ſchädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Weil ſie nun ſelbſt durch ihn verdammet iſt; Was ſchaden nun der Seele ihre Flammen, Da nun in ſie die Liebe Chriſti fließt? Er ſtillt der Sehnſucht heilgen Trieb, Er läßt die Seele nicht, Er hat ſie viel zu lieb. 8. Ein ewig Leben hab ich nun gefunden, Viel Reichtum, Ehr und Freuden reicht er dar; Ich bin mit ihm, er iſt mit mir verbunden, Im Herzen wird ſein Leben offen⸗ bar. Ich bin vergnügt und ganz ge⸗ ſtillt, Weil mich der lautre Strom Aus ſeiner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geiſt, vergiß die Trauerlieder, Erfreue dich in ſeiner Liebesmacht; Des Himmels Kraft und Glanz beſtrahlt dich wieder, Und der Verluſt iſt völlig wiederbracht. O ewig, ewig wohl iſt mir! Seit ich dich, Jeſu, lieb, Bin ſelig ich in dir. Mel. Seelenbräutigam. 313 er iſt wohl, wie du, Jeſu, ſüße Ruh? Von dem Vater auserkoren, Leben derer, die verloren, Von dir ſtrömt uns zu Licht und ſüße Ruh. 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlöſen, hat geſchmecket, Meine Schulden zu⸗ gedecket, Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, Du biſt vor der Zeit Zum Erlöſer uns geſchenket Und in unſer Fleiſch verſenket, In der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Sünde, Tod und Welt Haſt du mächtig überwunden, Und ein ewges Heil erfunden Für die ſündge Welt, Durch dein Blut, o Held. 5. Höchſte Majeſtät, König und Prophet, Deinen Scepter will ich küſſen, Ich will ſitzen dir zu Füßen; Höre mein Gebet, Höchſte Majeſtät. 6. Laß mich deinen Ruhm, Als dein Eigentum, Durch des Geiſtes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen, Als dein Eigen⸗ tum, Du, mein höchſter Ruhm. 7. Zeuch mich ganz in dich, Daß die Liebe mich Ganz durch⸗ dringe und erneue, Daß im Leiden ich mich freue, Das noch drücket mich; Zeuch mich ganz in dich. 8. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz ſich rege; Vor dir ſonſt nichts gilt, Als dein Ebenbild. 9. Steure meinen Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern blei⸗ ben in den Schranken. Sei du mein Gewinn, Gieb mir deinen Sinn. — 10. Wecke recht mich auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortſetze, Und mich nicht in ſeinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. 11. Deines Geiſtes Trieb In die Seele gieb, Daß ich wachen mög und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gieb. — 3 44 du nni baten ch 3. Oher Nach din 1 1 1 1 9 att In der ü der Herrichtet Dohßer Stegege, und Lat gfd vundan, Und ein 8 den Für die ſin c dein Blut, dd 4 Höchſte Majfſüt Prophet Deim enn uſſen, Ich vil ſa en; Höre mei Gat eſtät. 9 Laß mich deinn zur 3 1 e brennen, Als dag 1 w igge und ernewe Aiman 5 1 mich freue, Danew — — — . 1 h; Zeuch mit zh Dei r 5 d. Deiner Sanſtett iner Demut Fid Nra nich präge, Daß ant olz ſich rege, Tr uſm hts gilt, Als dir b 9. Steure meinn em Welt will hin, Däſtt — — 6 g von dir wanke Enm. nin den Schrant im winn, Gieb mir diue 10. Wecke reit nijci meinen Lufluant tſietze, Und nih nitu 1„ 5 etze Satan halk ulf einen Lauf.. 1l. Deines Geſts Ne „Seele gib, dihn za und beten, Fruü Itlitz trtten; Uugfüt d Seele zi. p 1 n die rm 1 Die Erlöſung im allgemeinen. 187 12. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollſt du deine Hand ausſtrecken. Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 13. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinet⸗ willen laſſe, Und des Fleiſches Lüſte haſſe, Gieb mir, höchſtes Gut, Durch dein teures Blut. 14. Soll's zum Sterben gehn, Wollſt du bei mir ſtehn, Mich durchs Todesthal begleiten, Und zur Herrlichkeit bereiten. Laß mich dann dich ſehn, Dir zur Rechten ſtehn. Mel. Nun bitten wir den heilgen. 31 4 Ach, mein Jeſu, dein . Naheſein Großen Frieden bringt ins Herz hinein, Und dein Gnadenanblick Macht uns ſo ſelig, Daß Leib und Seele ſtets darüber fröhlich Und dank⸗ bar wird. 2. Wir ſchaun dein freundlich Angeſicht Voller Huld und Gnad zwar leiblich nicht, Aber unſre Seele Kann dich gewahren, Und du kannſt fühlbar dich ihr offen⸗ baren, Auch ungeſehn. 3. O wer nur immer, Tag und Nacht, Deiner ſich zu freun, recht wär bedacht! Der hätt ohn Ende Von Glück zu ſagen, Und ſeine Seele müßt nur immer fragen: Wer iſt wie du? 4. Barmherzig, gnädig, g'dul⸗ dig ſein, Täglich uns die Schuld reichlich verzeihn, Heilen, ſtillen, tröſten, Erfreun und ſegnen, Und unſern Seelen als der Freund be⸗ gegnen, Iſt deine Luſt. Heil Alle Tage uns vollkommnern Teil. Laß, Herr, unſre Seele Sich immer ſchicken, Aus Not und Liebe nur nach dir zu blicken Ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, tröſt uns bald, Herr, mit deiner Leid'ns⸗ und Siegsgeſtalt; Laß ſie vor den Augen Uns immer ſchweben, Daß an uns allen dein göttliches Leben Zu ſehen ſei. 7. Laß frohes Weſen, Kind⸗ lichkeit Immer ſchmücken uns in Freud und Leid. Muß auch oft die Thräne Die Wangen netzen, Wenn nur an dir ſich unſer Herz ergötzen Und ſtillen kann. 8. Du reichſt uns die durch⸗ grabne Hand, Haſt ſo viele Treu an uns gewandt, Daß wir alle Tage Beſchämt da ſtehen, Und unſer Auge oft muß übergehen Vor Lob und Dank. Mel. Wer nur den lieben Gott. 31 5 Aus Gnaden ſoll ich 4 ſelig werden! Herz, glaubſt du's, oder glaubſt du's nicht? Warum fühlſt du noch ſtets Beſchwerden? Iſt's Wahrheit, was die Schrift verſpricht, So muß auch dieſes Wahrheit ſein: Aus Gnaden iſt der Himmel dein. 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Heiland, der aus Lieb erſchienen, Hat dieſe Ehre zum Gewinn, Daß uns ſein Tod das Heil gebracht, Und uns aus Gna⸗ den ſelig macht. 3. Aus Gnaden! merk dies Wort: aus Gnaden, So oft dich 5. Ach, gieb, an deinem teuern deine Sünde plagt, So oft dir 188 Gottes Werke und Wohlthaten. will der Satan ſchaden, So oft dich dein Gewiſſen nagt. Was die Vernunft nicht faſſen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam ſein Sohn zur Erden, Und übernahm die Sündenlaſt. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sag an, was du zu rühmen haſt! War's nicht aus Gnaden, daß er ſtarb? Nicht Gnade, was er dir erwarb? 5. Aus Gnaden! dieſer Grund wird bleiben, So lange Gott wahr⸗ haftig heißt. Was alle Knechte Jeſu ſchreiben, Was Gott in ſei⸗ nem Wort anpreiſt, Worauf allein der Glaube ruht, Iſt Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! aber ſichrer Sünder, Denk nicht: greif auch zu! Wahr iſt's, Gott rufet Adams Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch den geht ſeine Gnad nicht an, Der noch auf Gnade ſündgen kann. 7. Aus Gnaden! wer dies Wort gehöret, Tret ab von aller Heuche⸗ lei, Denn wenn der Sünder ſich bekehret, So lernt er erſt, was Gnade ſei; Beim Sündigen ſchätzt man ſie nicht, Dem Glauben iſt ſie Kraft und Licht. 8. Aus Gnaden bleibt dem blö⸗ den Herzen Das Herz des Vaters aufgethan, Wenn’'s unter den Ver⸗ zweiflungsſchmerzen Nichts ſieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm, ach nähm ich Stärke her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! hierauf will ich ſterben, Ich fühle Mut, ja mir iſt wohl. Ich kenn mein ſünd⸗ liches Verderben, Doch auch den, der mich heilen ſoll. Mein Geiſt iſt froh, mein Lauf vollbracht, Weil mich die Gnade ſelig macht. 10. Aus Gnaden! weiche, Sünd und Teufel! Ich ſchwinge meine Glaubensfahn, Und geh getroſt, trotz allem Zweifel, Durchs rote Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jeſu Wort verſpricht, Ich glaub es feſt und zweifle nicht. Mel. Wer nur den lieben Gott. 316 Gott, deine Gnad iſt ⸗ unſer Leben, Sie ſchafft uns Heil und Seelenruh. Dein iſt's, die Sünden zu ver⸗ geben, Und willig iſt dein Herz dazu. Du willſt den Tod des wohlan, ich Sünders nicht, Sucht er voll Reu dein Angeſicht. 2. Uns, uns Verlorne zu er⸗ retten, Gabſt du für uns ſelbſt deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie haſt du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank ſei deiner Treue, Die niemand g'nug er⸗ heben kann! Nun nimmſt du jede —,— Sand d fren O. w ſt Zufdent ſtretme deſt En GDein Mude wahre Reue Mit Vaterhuld noch gnädig an. zu dir bekehrt Und gläubig ſeinen Mittler ehrt. 4. Den, Herr, befreiſt du von den Plagen, Die dem Gewiſſen Wohl dem, der ſich furchtbar ſind; Der kann getroſt und freudig ſagen: Gott iſt für mich, ich bin ſein Kind; Hier iſt der, welcher für mich litt, Und mich noch jetzt bei Gott vertritt! 5. O Herr, wie ſelig iſt die ten Roh, voſaler b olt d unſ um g die Käter ◻ Türone der d dun n all d —— — —⸗ — — — — — — —— — — — be jſ allem Iweife dn nach Kar 64 Jeſu Vrtt wißt ) es feſt und nd 8 duni 9 de m rite 8 nn Angeſicht. un„ uns Latan m1 „Galſ iſt du ft wi . Sohn. Erüm den hätten, Firwmdt Sünde Lohn. Dit du uns gllibt dü aarmen un . Dank„ewig duſn due, Die niemand ſim e ſum 1 Nun Ke hre Reue Mit Länn tnun — 10 B d di ir bekehrt Und guht t8 er ehrt. 4. Den, Hen, ver Kaagen De me en htbar ſind; der dr umr freu ndig ſagen r. ütti 1 i Der Erlöſer. 189 Seele, Die ſich in deiner Gnade freut! Ob auch ein irdiſch Glück ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht Zufriedenheit. Denn Gottes Fried iſt weit mehr wert, Als alle Schätze dieſer Erd. 6. Dein Friede ſtärkt mit frohem Mute Das Herz auch in der größ⸗ ten Not, Giebt Hoffnung zu dem ewgen Gute, Und macht getroſt ſelbſt in dem Tod. Wer dieſen Frieden hat, genießt Luſt, die des Himmels Anfang iſt. 7. Laß, Vater, denn in dieſem Frieden Auch meine Seele freudig ruhn. Auch mir haſt du das Glück beſchieden, Denn, auch für mich genug zu thun, Ward ſter⸗ bend der am Kreuz ein Fluch, Der ſeines Volkes Sünden trug. 8. O laß mich dies im Glau⸗ ben faſſen, Und mich mit ſtarker Zuverſicht Auf deine Bundeonden verlaſſen; Wenn alles wankt, ſo wankt ſie nicht. Wohl dem, der ſich auf dich verläßt, Sein Heil ſteht unbeweglich feſt. 9. Lobſingend will ich dich er⸗ heben, Mich ewig deiner Gnade freun, Und deinem Dienſt mein ganzes Leben In kindlichem Ge⸗ horſam weihn. Daß, Herr, bei dir Vergebung ſei, Das mach in deiner Furcht mich treu. — 3. Der Erlöſer. Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 31 7 Kommt,„Chriſten, kommt und ſchauet Des ewgen Sohnes Hemlicften Eh Gott die Welt gebauet, War er, er war vor aller Zeit. Er iſt aus Gott ge⸗ boren, Des Vaters Ebenbild, Der, uns zum Heil erkoren, Mit Licht die Welt erfüllt. Er iſt auf ſeinem Throne Dem ewgen Vater gleich. Kommt, huldigt Gottes Sohne, Kommt, ſchaut ſein weites Reich. 2. Noch eh die Berge waren, Eh Thal und Hügel noch entſtand, Eh der Geſchöpfe Scharen Geſetz und Ordnung noch verband, Vor Gründung dieſer Erden, War er von Ewigkeit. Er ſprach: da muß⸗ ten werden Welt, Ordnung, Raum und Zeit. Der Kreaturen Leben Schließt dieſen Sohn nicht ein, In ihm find ſie und weben, Und was ſie ſind, iſt ſein. 3. Er träget ale Dinge Durch ſeiner Allmacht kräftges Wort, Das Große, das Geringe Geht nur durch ſeinen Willen fort. Sein weiſer Schluß regieret Die unterworfne Welt, Weil er das Scepter führet, Geſchieht, was ihm gefällt. Wird er die Stimm erheben, So werden Meer und Gruft Die Toten wiedergeben, Die er zum Leben ruft. 4. Dir ſei Lob, Preis und Ehre, Erhabner Heiland, Licht aus Gott! Laß unſrer Andacht Chöre Beſchämen deiner Feinde Spott. Die Ehre dir zu rauben, Verſchmähen ſie dein Joch, Dir wollen ſie nicht glauben, Erbarm dich ihrer noch. Laß ſie dich bald erkennen, Laß den, her dich er⸗ kannt, In deiner Liebe brennen, Dein Ruhm füll jedes Land. Mel. Es iſt das Heil uns. 318 ein Jeſu, du haſt unſre Schuld Mit 190 Gottes Werke und Wohlthaten. ihrer Strafe Plagen(O unerhörte Lieb und Huld!) Freiwillig wollen tragen. Du, der Gerechte, ließeſt dich Zur Sünde machen, daß ich mich In dir gerecht kann nennen. 2. So heißeſt du nicht Jeſus nur, Du biſt auch, was du heißeſt, Da du die menſchliche Natur Aus allem Jammer reißeſt. Die That ſtimmt mit dem Namen ein, Du wollteſt, was du heißeſt, ſein: Mein Heil, mein Seligmacher. 3. In keinem andern iſt ja Heil, Kein Nam iſt uns gegeben, Darin wir könnten nehmen teil An Seligkeit und Leben. Du biſt's allein, der jedermann Ein ewig Leben ſchenken kann. Ge⸗ lobet ſei dein Name! 4. O Namo, werde doch in mir Durch Gottes Geiſt verkläret, Da, was verborgen iſt in dir, Kein fleiſchlich Herz erfähret. Denn die Vernunft begreift es nicht, Ohn deines Geiſtes Gnadenlicht Blieb es unaufgeſchloſſen. 5. Laß mich empfinden deine Kraft, Von heißer Lieb entbren⸗ nen, Mich, was dein Name Gu⸗ tes ſchafft, Stets aus Erfahrung kennen; So wird der Sünden⸗ not gewehrt, In Hoffnung meine Furcht verkehrt, Und Seligkeit mein Erbe. Mel. Es iſt das Heil uns. 319 O ſüßeſter der Namen . all, Den Menſchen⸗ zungen nennen, O du, der Himmel Wiederſchall, Dem tauſend Herzen brennen! O Jeſus, Jeſus Chriſtus, wie Beugt tief genug ſich unſer Knie Vor dir, o mein Erlöſer? 2. O du, der ewig uns befreit Von Todesnot und Schmerzen! Wer, Menſchenretter, Heiland, freut Sich deiner nicht von Her⸗ zen? Dein Nam iſt Hülfe, Heil und Huld, Vor dir verſchwindet Tod und Schuld, Wer iſt, wie du, ein Retter? 3. Erlöſer, Jeſu, einger Sohn Des Vaters aller Weſen, Zum König auf Jehovahs Thron, Eh Licht ward, auserleſen, Voll Got⸗ tesweisheit, Licht aus Licht, Voll Kraft, die durchdringt, wenn ſie ſpricht, Voll reinſter Gottesliebel 4. Hoch über alle Namen geht Dein Name, Weltregierer, Du Hoherprieſter und Prophet, Du aller Seelen Führer! Dein iſt die Tiefe, dein die Höh, O König aller Könige, Deinalles, Jeſus Chriſtus. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 320 Teſus iſt der ſchönſte . J Nam Aller, die auf Erden kamen, Huldreich, prächtig, tugendſam, Überalle andre Namen. Seiner großen Herrlichkeit Gleicht kein Name weit und breit. 2. Jeſus iſt das Heil der Welt, Heilet uns von allen Sünden, Jeſus iſt ein ſtarker Held, Unſern ——— Feind zu überwinden. Willſt du ſtark und ſiegreich ſein, Laß nur Jeſum bei dir ein. 3. Jeſus iſt der Lebensbaum, Voller edler Tugendfrüchte; Fin⸗ det er im Herzen Raum, Wird das Unkraut ganz zu nichte. Alles Gift und Unheil weicht, Was ſein Schatten nur erreicht. 4. Jeſus iſt das höchſte Gut In dem Himmel und auf Erden. — Dähih e d 9 J Helland, möhtich, 1 Auch m mih den SS Erlöſer, Jeſe enn Vaters alle Vin g auf Jchodahe dn ward, auserlſen 30 eisheit, Liht ms t, die dortdeig 1 ht, Voll reiſtr gite Hoch über allegune a Name, Dät, erprieſter ud ſun Seelen Führeldiß e, dein de Hoh dhge ige, Deinalles Jiudh 0 Jeius äw h W. V Nam il endſam, überaleme ner großen herlittt 1 Name weit udh 2. Jeſus iſt dusht alet uns von äle uus iſt ein ſtrkerhä 7 1 5 Jeſus iſt der ller edler Tugedf er im Herzen Uum, Uncraut ganz i rit ft und Unheil weit W b r errit. Jejus it deh (und ei 5 3 1 p 191 8 Jeſu Name macht mir Mut, ſprichſt du, nimm dein Kreuz auf Der Erlöſer. dich, Komm, folge mir und thu wie ich. 7. Ich komme, Herr, gieb Kraft und Licht, Daß ich mein Heil erkenne, Dein wahrer Jünger ſei, und nicht Mich fälſchlich nur ſo nenne. Hilf, daß ich, deinem Vor⸗ bild treu, Auch andern ſelbſt ein Vorbild ſei. Daß ich nicht kann traurig wer⸗ den. Jeſu Name ſoll allein Mir der höchſte Name ſein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 321 Welch hohes Beiſpiel 3 gabſt du mir, Mein Heiland, durch dein Leben! Dir möcht ich gern, mein Heiland, dir, Auch nachzuahmen ſtreben. Führ mich den Weg, den du betratſt, Daß ich gern thue, was du thatſt. 2. Dein Herz, von Sünden nie entweiht, War rein, wie deine Mel. Wachet auf, ruft uns die. 322 Heilger Jeſu, Heil⸗ 9 f ngeuele Virh Laber— ie als Kry tall rein, klar und helle, dae detheneeezgine ehe He azner Eeyder gugtu⸗ Du giebſt uns hier Zufriedenheit, Weln Glanz der Chenuinen I Und dort die ewge Seligkeit. ingieit, der 3— 3. Darum entäußerteſt du dich gegen, dich nur Dunkelheit. Ein Und ſtiegſt vom Himmel nieder, Borhiid diſ dn id, ah gbid Wardſt Menſch,ein armer Menſch, geſu d du Hilf nur dgen Daß wie ich Und meiner Schwachheit Wich auch heili ſei, wie zu Brüder. Du warſt, obgleich der heilig ſei, wie du. Menſchen Spott, In deinem Wan⸗ 2. Stiller Jeſu, wie dein Wille del gleichwie Gott. Dem Willen deines Vaters ſtille 4. In Knechtsgeſtalt erſ chieneſt Und bis zum Tod gehorſam war: du, Um uns zu Herr'n zu machen. So laß auch in Gott mich faſſen, Den Kranken gabſt du Troſt und Mach Herz und Willen nur ge⸗ Ruh, Warſt mächtig in den laſſen, Ja, ſtille du ſie ganz und Schwachen. Du trugſt die Leiden gar. Mach dir mich gleich geſinnt, mit Geduld, Und trugſt ſie ohne Wie ein gehorſam Kind, Stille, eigne Schuld. ſtille. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, 5. Ein Opfer unſrer Miſſethat, Daß ich fein ſtille ſei, wie du. Liebſt du uns doch als Freunde, 3. Treuer Jeſu, ohne Schlum⸗ Erfüllſt für uns des Vaters Rat, mer, In großer Arbeit, Müh und Und bitteſt ſelbſt für Feinde. Du Kummer Biſt du geweſen Tag ſtarbſt, gehorſam bis zum Tod, und Nacht; Mußteſt täglich viel Und ehrteſt auch im Tode Gott. ausſtehen, Des Nachts lagſt du 6. Dies große Beiſpiel haſt du vor Gott mit Flehen, Und haſt mir Zur Richtſchnur hinterlaſſen, gebetet und gewacht. Gieb mir auch Daß ich geſinnet ſei gleich dir, In Wachſamkeit, Damit ich allezeit meinem Thun und Laſſen. Komm, Wach und bete. Jeſu, o du, Hilf 192 Gottes Werke und Wohlthaten. mir dazu, Daß ich ſtets wachſam ſei, wie du. 4. Gütger Jeſu, ach wie gnädig, Wie liebreich, freundlich und gut⸗ thätig Biſt du doch gegen Freund und Feind! Deine Sonne leuchtet allen, Dein Regen muß auf alle fallen, Wie undankbar ihr Herz erſcheint. Mein Gott, ach lehre mich, Damit auch hierin ich Dir nachahme. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich auch gütig ſei, wie du. 5. Sanfter Jeſu, ſtets unſchul⸗ dig, Trugſt du doch alle Schmach geduldig, Und übteſt Rache nie⸗ mals aus. Wer kann deine Sanft⸗ mut meſſen, Bei der du dennoch nie vergeſſen Den Eifer für des Vaters Haus. Mein Heiland, ach verleih Mir Sanftmut und dabei Frommen Eifer. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich ſanftmütig ſei, wie du. 6. Hoher Jeſu, Ehrenkönig, Du ſuchteſt deine Ehre wenig, Und wurdeſt niedrig und gering. Immer ſah man dich auf Erden In Demut und in Knechtsgebärden, Erhobſt dich ſelbſt in keinem Ding. Herr, ſolche Demut lehr Auch mich je mehr und mehr Stetig üben. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich demütig ſei, wie du. 7. Keuſcher Jeſu, all dein Weſen War züchtig, rein und auserleſen, Ein Bild der reinſten Sittſamkeit. Dein Gefühl, dein Denken, Sin⸗ nen, Blick, Wort und jegliches Beginnen War alles heilger Zucht geweiht. O mein Immanuel, Mach mir Geiſt, Leib und Seel Keuſch und züchtig. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, Daß keuſch und rein ich ſei, wie du. 8. Mäßger Jeſu, deine Weiſe Im Trinken und Genuß der Speiſe Lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Deine Speiſe wars, den Willen Des Vaters treulich zu erfüllen, Und ihm zu dienen jederzeit. Herr, hilf mir meinen Leib Stets zäh⸗ men, daß ich bleib Rein und nüchtern. Jeſu, o du, Hilf mir dazu, Daß ich ſtets nüchtern ſei, wie du. 9. Liebſter Jeſu, liebſtes Leben, Du wolleſt mich zu dir erheben, Und deinem Vorbild machen gleich. Gieb, daß mich dein Geiſt durch⸗ dringe, Daß ich viel Glaubens⸗ früchte bringe, Und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir, Behalt mich für und für, Treuer Heiland! Jeſu, o du, Laß mich, wie du, Und wo du biſt, einſt finden Ruh. Mel. Auf meinen lieben Gott. 323 eil du, Herr Jeſu . Chriſt, Die höchſte Weisheit biſt, So hab ich dich erkoren, Sobald ich war geboren, Damit du mir zum Leben Auch Weisheit wolleſt geben. 2. Herr, deiner Weisheit Ruhm Sei ſtets mein Eigentum, Denn Weisheit nur beſtehet, Wenn alles ſonſt vergehet, Ihr Licht ſtrahlt uns von oben, Drum iſt es hoch zu loben. 3. Ach, Herr, regiere mich, Da⸗ mit ich inniglich Nur deine Weis⸗ heit liebe, Und ſtets in ihr mich übe, Damit Gemüt und Sinnen Nichts Thörichtes beginnen. Sh fi ich gievo do Zel „de grißtet ſie reht. Perlen S hiten 6. Wh min Her Wiihei Anyun ſe Willn ohlthaten. azu △ ue u Ein, Mäßger Rn, rinken undGem uns die recſt Sheiſ wars, Vaters treuli m zu dienen jde nir meinen Lei daß ich blai — xêx—I — —* — — ; — —— — — —— — 1 . 1 — — — — — — 1¹ 8 2 G 1 — — — — — — — — — = — — —— — ʃ— — Daß ith ſtt n — —=— — deinem Vordihmint daß mich den Gi e, Daß ich vil g te bringe, Und utt inem Reich. Th zu dir, Behaltazſ Treuer Heiland Vi mich, wie du, wy einſt finden Ro⸗ —— — 4 — — — tel. Auf meinm länt 3 Wil d. nJ J. D(Erit dſt zheit biſt, So ſu h en, Sobald ih ur ſi git du mir zun din heit wolleſt gben. Herr, deiner Weühtt ſtets mein Eiyertm gheit nur beſteſe,Bm dergehet, Ir düt von oben, Drmn il 3 1 Nhof oben. — — 1 Ac, Her, wün 4 „4„7 4 ich inniglic Vur dke Damit Gemit un inimesas — ts Thörichte demen Der Erlöſer. 193 4. Gieb Weisheit, gieb Ver⸗ ſtand, Daß Herz und Mund und Hand Folg immer deiner Lehre, Sie fleißig hör und ehre, Daß ich nie von dir weiche, Und einſt das Ziel erreiche. 5. Die Weisheit laß allein Mein größter Reichtum ſein, Daß ich ſie recht betrachte, Und mehr als Perlen achte, Daß ſie vor allen Schätzen Mag meine Seel ergötzen. 6. Wohlan, ſo gieb, daß ich, O mein Herr Jeſu, dich, Als aller Weisheit Quelle, Mir ſtets vor Augen ſtelle, Daß ich nur deinen Willen In allem mög erfüllen. 7. Laß meines Glaubens Licht In aller Zuverſicht Sich ganz in mir entzünden, Und deine Weis⸗ heit finden, Damit mein ganzes Leben Dir ewig ſei ergeben, 8. Bis aus dem Prüfungsthal Ich geh zum Sternenſaal; Bis ich beſitzen werde Den Himmel für die Erde, Und nach der Engel Weiſe Dich, ewge Weisheit, preiſe. Mel. Schmücke dich, o liebe. 324 Helland deine Men⸗ * ſchenliebe War die Quelle jener Triebe, Welche dich ins Fleiſch gezogen, Zu ſo großer Treu bewogen, Dich mit Schmach und Schmerz bedecket, Dich vom Kreuz ins Grab geſtrecket. O wer faßt die ſtarken Triebe Deiner treuen Menſchenliebe? 2. Über ſeine Feinde weinen, Jedermann mit Hülf erſcheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Ar⸗ men Mehr als väterlich erbarmen, Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienſt verzehren: Das ſind Proben wahrer Güte, Und ſo, Herr, war dein Gemüte. 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O wie iſt dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angeſprochen, Und wie pflegteſt du zu eilen, Das Erbetne mitzuteilen! 4. Kinder an dein Herz zu drücken, Kummervolle zu erquicken, Die Unwiſſenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die ſich ſelbſt verſtocken, Liebreich zu dir hinzulocken, Selbſt den Niedrigſten zu dienen, Dazu warſt du, Herr, erſchienen. 5. O wie hoch ſtieg dein Er⸗ barmen, Heiland, da du für mich Armen Dein unſchätzbar teures Leben In den ärgſten Tod gegeben, Um zur Tilgung meiner Schulden Meine Strafe zu erdulden, Und mir Segen zu erwerben, Als ein Fluch am Kreuz zu ſterben. 6. Deine Huld hat dich getrie⸗ ben, Sanftmut und Geduld zu üben, Haß mit Liebe zu vergelten, Deine Schmäher nicht zu ſchelten, Allen freundlich zu begegnen, Für die Läſterung zu ſegnen, Deine Feinde zu vertreten, Und für Mörder ſelbſt zu beten. 7. Demut war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone. Nie haſt du nach Ruhm getrachtet, Noch auf Menſchenlob geachtet. Deines Vaters heilgen Willen Mit Gehorſam zu erfüllen, Und uns Heil und Troſt zu geben, War der Zweck von deinem Leben. 8. Laß mich, Herr, zu reichem 423 — 194 Gottes Werke und Wohlthaten. Segen, Deinen Wandel oft erwä⸗ gen, Laß mich in der Angſt der Sünden Troſt und Hülfe bei dir finden. Heilige auch meine Triebe Zu rechtſchaffner Menſchenliebe. Laß mich immer mehr auf Erden Deinem Bilde ähnlich werden. Mel. Allein zu dir, Herr. 325 Um Zion, Jeſu, floſſen dAleh. einſt Von deinen Augen Zähren, Wie du ſtets um die Sünder weinſt, Wenn ſie ſich nicht bekehren. Wer reuevoll vor dir erſcheint, Und über ſeine Sün⸗ den weint, Dem ſtrömeſt, treuer Heiland, du Gewiſſensruh Aus deiner Gnadenfülle zu. 2. Herr, mache deine Thränen mir Zu reichem Heil und Segen, Daß ſie, hab ich gefehlt vor dir, Zur Buße mich bewegen. Du haſt, o heilger Menſchenfreund, Für fremde Sünden einſt geweint, Wie könnt ich meine eignen ſehn, Ohn hinzugehn Zu dir, und Gnade zu erflehn? 3. Hier muß ich oft im tief⸗ ſten Schmerz Viel bittre Thrä⸗ nen weinen; Wie oft drückt eigne Not mein Herz, Wie oft die Not der Deinen! Doch legt des Vaters Wille mir Das Kreuz auf, dann ſchau ich nach dir, Der du in Not geyweſen biſt, Herr Jeſu Chriſt, Dies tröſtet mich zu jeder Friſt. 4. Herr, du ſiehſt meine Thrä⸗ mir, Daß du erbarmend auf mich blickſt, Und gnädig ſchickſt, Wo⸗ durch du wahrhaft mich erquickſt. 5. Wer in Geduld hier Thrä⸗ nen ſät, Und ſeinem Gott hält ſtille, Der erntet, wenn er auf⸗ erſteht, Der Freuden reichſte Fülle. Was dort an ihm wird offenbar, Iſt hier noch keinem Auge klar, Allein der Erde Kreuz und Leid Wird nach der Zeit Den From⸗ men Himmelrsſeligkeit. 6. Für deine Thränen dank ich dir, Sie ſind mir Troſt im Lei⸗ den, Auch noch im Tode ſind ſie mir Die Bürgſchaft ſelger Freuden. Mein Herr und Gott, wenn du dereinſt In deiner Herrlichkeit erſcheinſt, Und führeſt zur Ver⸗ klärung mich, Dann preif ich dich Für deine Thränen ewiglich. Mel. Vater unſer im Himmelreich. . Lehrer, dem kein 326. O Lehrer gleich, An Weisheit, Lieb und Eifer reich, Des ewgen Vaters höchſter Rat, Prophet, berühmt durch Wort und That, Den Gott zu unſerm Heil geſandt, Und ihn geſalbt mit eigner Hand! 2. Du kamſt aus deines Vaters Schoß, Und machteſt alle Siegel los, Womit ſein Rat verſiegelt war. Durch dich wird alles offenbar, Und in das hellſte Licht geſtellt, Was Dunkelheit umſchloſ⸗ ſen hält. nen an, Und du haſt ſie gezählet, Wenn ich ſie ſelbſt nicht kann, Daß dir nicht eine 3. Du weiſeſt uns die rechte zählen Spur Zu Gott, dem Schöpfer fehlet; der Natur; Du haſt den Weg Sie bleiben immerdar vor dir, uns recht gezeigt, Auf welchem Und neigen bald dein Herz zu man zum Himmel ſteigt. Was du (A exu 2 1 ſi 1 — — — A 9 (N — 1 — — — — — — 8 ‿ 5. Qa —— — — — — — — Dir alle Ekknnid gitt Um ollthatn. 1 d6 reus m nach der Jeit da 8 Jür deine Tlrinan Düt deine Thrine Sie ſind mir Twſ 1 1 16 — 1 unſer in Fume O Kehre, m . ☛ Lehrer zlch t ʃ4 ſpile heit, Lieb und Eſe ewgen Vaters höchir het, berühmt durt de That, Den Got — Nu- geſandt, Und inn kult Hand! Du kamſt aus dinsd Und machtet alt àn 7 Womit ſein Rt mf Durch dic wid ar, Und in da hl „Was Dunkeheitm lt. — — =— 5 0 — — — 3 — — Zu Gott, dem tatur; Du ſcht gezeigt, Au im Himmel ſtect n11 Br Der Erlöſer. 195 vom Vater ſelbſt gehört, Das haſt gißt? Wer führt durch Tod zum du unverfälſcht gelehrt. 4. Du ſaheſt in der Gottheit Licht Mit aufgeklärtem Angeſicht, Was nach der ewgen Liebe Rat Man künftig zu erwarten hat. Du machteſt alles klarer kund, Als jemals der Propheten Mund. 5. Das Lehramt, welches du geführt, Haſt du mit Heiligkeit geziert, Mit vielen Wundern oft beſtärkt, Woraus man deine All⸗ macht merkt; Ja endlich, als es Gott geſchickt, Ein blutig Siegel drauf gedrückt. 6. Nachdem du hingegangen biſt, Wo aller Weisheit Urſprung iſt, So ſetzeſt du an jedem Ort Dein Lehramt durch die Knechte fort, Die dein Beruf herbeigeführt Und ſie mit Gaben ausgeziert. 7. Du aber ſendeſt deinen Geiſt, Den du den Gläubigen verheißt, Der allen Seelen, die er liebt, Erkenntnis, Licht und Weisheit giebt, Und der, wo man ihn nicht vertreibt, Dein Wort in Herz und Sinne ſchreibt. 8. Ach laß, o himmliſcher Pro⸗ phet, Mich ſchauen deine Ma⸗ jeſtät; Mach mich vom Eigen⸗ dünkel frei, Damit ich dir gehor⸗ ſam ſei. Du ſollſt mein höchſter Lehrer ſein, Führ mich in deine Schule ein. Mel. Valet will ich dir geben. 327 Aus irdiſchem Getüm⸗ . mel, Wo nichts das Herz erquickt, Wer zeigt den Weg Himmel, Wohin die Hoff⸗ G zum Leben? Der Weg heißt: Jeſus Chriſt. 2. Hier irren wir und fehlen, Gehüllt in tiefe Nacht, Durch wen wird unſern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die alles uns er⸗ hellt, Denn Chriſtus iſt die Wahr⸗ heit, Er iſt das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier ſchon Freuden, Die niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer giebt dem Herzen Ruh? Heil! Chriſtus iſt das Leben, Führt uns dem Vater zu. Mel. Dies iſt der Tag zum. 328 Du biſt der Weg, die . Wahrheit und das Leben, Darauf haſt du uns, Herr, dein Wort gegeben. O leite uns, die wir in Schwachheit wallen, Daß wir nicht fallen. 2. Du biſt der Weg; wenn deine Hand uns leitet, So ſtehn wir feſt, wenn unſer Fuß auch gleitet. Erhalt uns ſtets, o Hirt voll Huld und Gnade, Auf rech⸗ tem Pfade. 3. Du biſt die Wahrheit; gehn wir gleich im Dunkeln, Doch muß dein himmliſch Licht uns freundlich funkeln. Du bleibſt der Morgen⸗ ſtern in unſern Herzen, In Nacht und Schmerzen. 4. Du biſt das Leben; ewig himmliſch Leben Wirſt du, o Le⸗ bensfürſt, den Deinen geben. O nung blickt? Wer leitet unſer Streben, Wenn es das Ziel ver⸗ langen, hilf, bis wir zum Himmel hinge⸗ Darnach verlangen. 13 196 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Jeſus, meine Zuverſich. 2. Dein Geſchäft auf dieſer 329 Schweigt, Verächter, Erden Und dein Opfer iſt voll— 2.— ſpottet nicht, Schmä⸗ bracht; Was vollendet ſollte wer⸗ het nicht, was ich verehre! Mei⸗ den, Das vollführte deine Macht. ner Seele Zuverſicht Und mein Da du biſt für uns geſtorben, Iſt Licht iſt Jeſu Lehre. Bebt! was uns Gnad und Heil erworben, euer kühner Spott Stolz verach⸗ Und dein ſiegreich Auferſtehn Läßt tet, iſt von Gott. uns in die Freiheit gehn. 2. Sie verdrängen könnt ihr 3. Nun, o Herr, iſt dein Ge⸗ nie, Nie verdunkeln ihre Klarheit, ſchäfte In dem obern Heiligtum, Gleich der Sonne leuchtet ſie, Zu verbreiten Lebenskräfte Durch Wahrheit iſt ſie, Gottes Wahr⸗ dein Evangelium. Allen willſt du heit, Deren reines, helles Licht Gnad erteilen, Die zum Thron Alle Finſternis durchbricht. der Gnade eilen; Nun wird uns „Weſſen ſtarke Rechte hat Uns durch deine Hand Heil und Segen des Irrtums Macht entriſſen? zugewandt. Wo iſt Weisheit, wo iſt Rat 4. Deines Volkes werte Na⸗ Für geängſtete Gewiſſen? Wo men Trägeſt du auf deiner Bruſt. als da, wo der regiert, Deſſen Welche jemals zu dir kamen, Sind Wort zu Gott uns führt. uund bleiben deine Luſt. Du ver⸗ 4. Da iſt’s Freude, da iſt's trittſt, die an dich gläuben, Daß Ruhm, Sich zu Gott empor zu ſie dir vereinigt bleiben, Und ſchwingen, Da iſt Kraft, ins Hei⸗ machſt in des Vaters Haus Ihnen ligtum Seiner Wahrheit einzu⸗ eine Wohnung aus. dringen, Und entfernt von Furcht 5. Doch vergiſſeſt du der Ar⸗ und Graun Übers Grab hinaus men, Die der Welt noch dienen, zu ſcaun. aicht, Weil dein Herz dir aus Er⸗ 5. Da iſt Freiheit, da iſt Kraft, barmen Über ihrem Elend bricht. Da iſt Mut, nur Gott zu leben, Daß dein Vater ihrer ſchone, Daß Und vor ihm gewiſſenhaft Nach er nicht nach Werken lohne, Daß des Geiſtes Heil zu ſtreben, Da er ändre ihren Sinn, Ach, da iſt ſtets Zufriedenheit, Vorgefühl zielt dein Bitten hin. der Seligkeit. 6. Einſt in deines Fleiſches Mel Alle Menſchen müſſen ſterben. Tagen, Da die Sünden aller 330 Großer Mittler, der Welt Schwer auf deinen Schul⸗ . zur Rechten Sei⸗ tern lagen, Haſt du dich vor Gott nes großen Vaters ſitzt, Und die geſtellt, Bald mit Seufzen, bald Schar von ſeinen Knechten In mit Weinen Uns zu gute zu er⸗ dem Reich der Gnaden ſchützt, ſcheinen. O, in welcher Niedrig⸗ Dir, auf dem erhabnen Throne, keit Bateſt du zu jener Zeit! In der königlichen Krone, Brin⸗ 7. Aber jetzt wird dein Begeh⸗ get aller Engel Heer Tief anbe⸗ ren Von der Allmacht unterſtützt, tend Preis und Ehr. Da, wo unter Himmelschören Die ruſt d 6 3 ff derkürte Miſeſtä — —ꝑ — —— — — ᷣc —— 2— — 8— 2——— ——. — +—— un von du entbir Pr Ve h 11 en ſlegreich Aufeten in di Freihe n Nun, Hen, ün te Ju dem abenn zin eerbreiten Lebensti Evangelium Alan d erteilnn, di m önnde tien Num deine Hand Halm wandt. Deines Volks un Trägeſt du auf ene he jemals zu daun en e ,Sp 10Ä 4 5 5 — 3 8 * G An ) M bleiden deine oi An t, die an dic gutn he dir vereinigt hian 1 * ſtt in des Vurrszue Wohnung aus. ſch vergiſſeſt an ‿ 3 9 M 1 „Die der Welt uch ia. 8 Bdein Henwi nen Über ihrem Emit dein Vater ihrerſtnai icht nach Werkn in ndre ihren Sin h MM 1 * Wei 1 en, Da die Eina 8* n 4 4. llt, Bald Weinen O di 1 * pf 1 mit Seufa Uns zu git nen. O, in wal u Aber jetzt wid di Non der Allmactuhin. wo unter dinnädtin di Der Erlöſer. 197 verklärte Menſchheit ſitzt. Nun 3. Holdſelig ſüßer Friedens⸗ kannſt du des Feindes Klagen fürſt, Wie hat dich nach dem Majeſtätiſch niederſchlagen, Und Heil gedürſ nun macht dein redend Blut Unſre böſe Sache gut. 8. Die Verdienſte deiner Leiden Stellſt du deinem Vater dar, Und vertrittſt nunmehr mit Freuden Deine teu'r erlöſte Schar; Bit⸗ teſt, daß er Kraft und Leben Woll dem Volk auf Erden geben, Und ſelbſt die auch zu dir ziehn, Die noch deine Freundſchaft fliehn. 9. Großer Mittler, ſei geprie⸗ ſen, Daß du in dem Heiligtum So viel Treu an uns bewieſen! Dir ſei Ehre, Dank und Ruhm! Mög uns dein Verdienſt vertre⸗ ten, Wenn wir zu dem Vater be⸗ ten. Schließt auch unſern Mund der Tod, Sprich für uns in letzter Not. Mel. Wie ſchön leucht't uns. 331 Wo iſt ein ſolcher Gott . wie du? Du ſchaffſt den Müden ſüße Ruh, Ruh, die nicht zu ergründen. Ein Abgrund der Barmherzigkeit Verſchlingt ein Meer von Herzeleid, Du, Herr, vergiebſt die Sünden. Jeſu, O du Läßt dich würgen, als den Bürgen, um von Sünden Mich auf ewig zu entbinden. 2. Herr, unſere Gerechtigkeit! Wie hoch wird deſſen Geiſt er⸗ freut, Der dich im Glauben ken⸗ net! Du biſt ſein Schmuck, biſt ſeine Pracht, Die ihn vollkommen herrlich macht, Für die ſein Herz entbrennet. Laß mich Ewig, Him⸗ melsſonne, Seelenwonne, dich ge⸗ t'it Der abgewichnen Kinder! Du ſtelleſt dich als Mitt⸗ war, Gott und verlorne Sünder. Freude! Beide Werden eines, — ungemeines Werk der Güte!— Jeſu, du biſt unſer Friede. 4. O Gottes Lamm, dein treuer Sinn Nimmt Schuld und Strafe von mir hin, Sie liegt auf deinem Rücken. Du bluteſt an des Kreu⸗ zes Pfahl, Da muß dich unerhörte Qual An Leib und Seele drücken. Dieſe Süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden Hab ich Fried'n und Heil gefunden. iſt mein Leben, Leib und Seel Voll Mängel und Gebrechen. Doch iſt dein Herz auch voller Gnad, Und du willſt nicht die Miſſethat Am armen Staube rächen. Deine Reine Treue Liebe ſteht im Triebe, hier im Leben Täglich, reichlich zu vergeben. 6. Die Gnade führt das Regi⸗ ment, Sie macht der Sklaverei ein End, Beſiegt Geſetz und Sünden; Drum, willſt du frei und fröhlich ſein, Laß Jeſum und die Gnade ein, So kannſt du über⸗ winden. Seelen⸗Quälen, Sün⸗ denwerke, Fleiſchesſtärke, all der⸗ gleichen Muß der ſtarken Gnade weichen. 7. Gieb, Jeſu, durch dein teu⸗ res Blut Mir hier der Seelen höchſtes Gut, Vertilg die Sün⸗ dentriebe. Du haſt mich dir, Im⸗ manuel, Gar teu'r erkauft mit nießen, Und indeinem Lobzerfließen. Leib und Seel, Zum Preiſe dei⸗ ler dar, Verbindeſt, was getrennet 5. Mitleidender Immanuel, Es 1 198 Gottes Werke und Wohlthaten. ner Liebe. Kleiner, Reiner Muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben Dich kann ohne Sünde loben. Mel. Befiehl du deine Wege. 332 denn alle von mir . ſcheiden, So ſchei⸗ det er doch nicht; Auch in der Nacht der Leiden Bleibt er mein Troſt, mein Licht. Er liebt, ſo lang er lebet, Drum liebt er ewiglich. Heil mir, auch mich erhebet Er einſt hinauf zu ſich. 2. Er liebt, er tröſtet, heilet Das müde, wunde Herz, Und wer zu ihm nur eilet, Dem nimmt er allen Schmerz. Er liebt uns ohne Ende, Iſt allen treu geſinnt, Uns ſegnen ſeine Hände, Die einſt durchgraben ſind. 3. Verſöhnte Gotteskinder, Liebt ihn nun lebenslang. Dem Todes⸗ überwinder Bringt ewig Preis und Dank. Ihm diürft ihr feſt ver⸗ trauen, Er lebt, er lebt für euch; „Er will, ihr ſollt ihn ſchauen In feinem Himmelreich. 4. Wer kann ſo kräftig tröſten, Wer kann ſo hoch erfreun? Wer kann ſo die Erlöſten Beſeligend erneun? Den Himmel hat hienie⸗ den, Wem er im Herzen wohnt, Was wird erſt dem beſchieden, Dem er dort oben lohnt! 5. Das Menſchenleben ſchreitet Zum ewgen Leben hin. Dorthin, von dir geleitet, Schaut der ver⸗ klärte Sinn. Zum Himmel wir verlangen, Wir ſehnen uns von hier! Du biſt vorangegangen, Heil Unſichtbaren! Mel. Nun danket all und — Mir ſchauen, Herr 333. W der Herrlichkeit, Zu deines Thrones Höhn, Vor dem, auf deinen Wink bereit, Viel tauſend Engel ſtehn. 2. Du nahmſt von deiner Herr⸗ lichkeit Schon längſt Beſitz; nur wir, Wir leben immer noch im Streit, Und ſehnen uns nach dir. 3. Doch du biſt nah, wir za⸗ gen nicht, Uns ſchützet deine Hand. Du giebſt auf unſerm Pfade Licht, Und führſt zum Vaterland. 4. Du ſtärkeſt unſers Glaubens Mut Mit deiner Gegenmart. Wohl dem, der deinen Willen thut, Und deiner gläubig harrt. 5. Wir preiſen dich in dieſer Zeit, Dich, der ſolch Glück uns V ſchenkt, Der noch in ſeiner Herr⸗ lichkeit Der ſchwachen Freunde denkt. 6. Ja, Herr des Lebens, Jeſus Chriſt, Auf dich nur hoffen wir. Wir ſuchen nun, was droben iſt, Und ſind im Geiſt bei dir. 7. Vollenden wir einſt unſern Lauf, So eil uns beizuſtehn; Nimm uns in deinen Himmel auf, Dein volles Heil zu ſehn. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 334. König, dem kein Kü⸗ nig gleichet, Deſſen Ruhm kein Lob erreichet, Eben⸗ bild von Gottes Weſen, Uns zum Mittler auserleſen, Sich der Welt zu offenbaren, Als das Bild des Dir gehört das Recht zum Throne, Als dem uns! wir folgen dir. Mittler, als dem Sohne. A. —,— Mer Ehre, 9 5 eben inm el el 8 5 t. it, Und ſehnen un . mt Mir Wir 3 döſt auf miem i . b täͤrkeſt uſasglu führſt zun da X. .Du — V 8““ Then d „ Und deiner ſaz U nd deiner züth Wi preiſen ni „Dich, der olc dätm * 4. u akt, Der nochiniuie eit Der ſchwata fi t Ja, Herr des Ar iſt, Auf dich m ſat ſuchen nun, was wini „Vollenden vir entri †, So eil ms bti um uns in deinen öinrir n volles Heil zu ſc Schmücke dic, dl 4 Dönig, den K nig geeite, von Gottes Wefe li ler auserleſen, Siht feenbaren, Al di chtbaren! Di piit tt zum Throne 1 tler, als dem Slhn. Der E rlöſer. 199 zen Sieht man deine Wunder glänzen, Wo viel tauſend treue Seelen Dich zu ihrem Haupt er⸗ wählen, Die nach deiner Vor⸗ ſchrift leben, Dir nur zu gefallen ſtreben, Alles gern für dich ver⸗ laſſen, Und, wie du, das Unrecht Teſus Chriſtus herrſcht 335. I als König, hedl wird ihm unterthänig, Alles legt ihm Gott zu Fuß. Alle Zunge ſoll bekennen, Jeſus ſei der Herr zu nennen, Dem man Ehre geben muß. 2. Fürſtentümer und Gewal⸗ ten, Mächte, die die Thronwacht halten, Geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrſchaft dort im Himmel, Hier im irdiſchen Getümmel, Iſt zu ſeinem Dienſt bereit. 3. Gehet aus dem Strom der Zeiten In das Meer der Ewig⸗ haſſen. b 4. In dem Reiche deiner Eh⸗ ren Hört man ſtets dein Lob ver⸗ mehren Von dem himmliſchen Ge⸗ keiten, Forſcht den fernen Tiefen anch: Kein Geiſt wird in allen Gründen Je Erhabners können finden, Als der Vater von ihm 1 ſchlechte, Von der Menge deiner ſprach. Knechte, Die dort ohne Furcht und Grauen Dein verklärtes Ant⸗ Meiſter, 4. Gott, des Weltbaus großer litz ſchauen, Die dich unermüdet die Geiſter, Dienend ihm vor preiſen, Und dir Ehr und Dienſt ſeinem Thron; Sagt er aber erweiſen. V einem Knechte: Setze dich an 5. Herr in allen dieſen Reichen, meine Rechte? Nein, er ſprach Liebt die Engel, zählt Dir iſt niemand zu vergleichen es zu dem Sohn. An dem Uberfluß der Schätze, An der Ordnung der Geſetze, An der Unterthanen Menge, An des Regimentes Länge, An Begnadi⸗ gung der Freunde, Und an Sie⸗ gen über Feinde. 6. Herrſche auch in meinem R Herzen Über Zorn, Furcht, Luſt und Schmerzen. Laß mich deinen 5. Gott iſt Herr, der Herr iſt einer, Und demſelben gleichet keiner, Nur der Sohn iſt ihm ganz gleich; Deſſen Stuhl iſt un⸗ umſtößlich, Deſſen Leben unauf⸗ löslich, Deſſen Reich ein ewig eich. 6. Gleicher Macht und gleicher Ehren, Sitzt er unter lichten Chö⸗ ren, Über allen Cherubim. An Schutz genießen, Auf mich deine Gnade fließen, Dich ſtets fürchten, ehren, lieben, Und mich im Ge⸗ horſam üben, Hier mit leiden, kämpfen, ſtreiten, Dort mit herr⸗ ſchen, dir zur Seiten. der Welt und Himmel Enden Hat er alles in den Händen, Denn der Vater gab es ihm. 7. Alles, was Gott hat er⸗ — wählet, Was er zu den Kindern — —— — ———— — — ooo ——— S— ſſſ — —————————— 8 —————,— 8 200 Gottes Werke und Wohlthaten. zählet, Iſt in ſeinem Sohn ge⸗ funden, Durch die Nacht den liebt; In ihm thront des Vaters ewgen Tag. Wille, Aus der ewgen Gottheit 14. Gleiches Kreuz drückt Chriſti Fülle Iſt die Gnade, die er giebt. Glieder Hier auf kurze Zeiten nie⸗ 8. Jeſus Chriſtus iſt der Eine, der, Und das Leiden geht zuvor. Der gegründet die Gemeine, Die Nur Geduld!l es folgen Freuden, ihn ehrt als teures Haupt. Er Nichts kann ſie von Jeſu ſcheiden, hat ſie mit Blut erkaufet, Mit Und ihr Haupt zieht ſie empor. dem Geiſte ſie getaufet, Und ſie 15. Gehen Ehr und Gut ver⸗ lebet, weil ſie glaubt. loren, Wird auch gar der Tod — 9. Gebt, ihr Sünder, ihm die geſchworen: Schmach und Sterben Herzen, Klagt, ihr Kranken, ihm iſt Gewinn. Droht mit Schan⸗ die Schmerzen, Sagt, ihr Armen, den! ſchreckt mit Beilen! Die nach ihm die Not. Wunden müſſen jenem Kleinod eilen, Sehen über Wunden heilen, Heilsöl weiß er alles hin. auszuteilen, Reichtum ſchenkt er 16. Ihnen ſteht ein Himmel nach dem Tod. offen, Welcher über alles Hoffen, — ⸗„ 2 ¹.— 8 1 5 das ſoll ſein; Willſt du erben? harfen ſchlägt!. ee eirſt's ſehen; Soll der Wunſch 18. Ich auch auf den tiefſten u wirſt's ſehen; Soll der Wunſch 18. I at aufs höchſte gehen; Willſt du Stufen, Ich will glauben, reden, aufs hö hſte gehen; Willſt du ſrufe Od ich ſch ch Pilgri Jeſum? er iſt dein. rufen, Ob ich ſchon noch Pilgrim 12. Allen losgekauften Seelen Kö Soll's an keinem Gute fehlen, Ehret lieb 4 7 Denn ſie glauben Gott zum Ruhm. Werte Worte! teure Mel. Kommtt und laßt uns. Lehren! Möcht doch alle Welt i ſer§ dich hören, Süßes Evangelium! 336. Chriſtus, Kön We 13. Zwar das Haupt trug die ſchem alles unterthänig, Und dem zum Hohne Ihm geflochtne Dor⸗ kein Geſchöpf zu wenig, Herrſcht nenkrone Einſt am Kreuz in tiefer im Himmel und auf Erd. Schmach; Sterbend hat es über⸗ 2. Leer dich aus, er wird dich wunden, Leben durch den Tod ge⸗ füllen, Blick auf ihn, er wird dich 1 — — — — 5 ———. ——— —— — == :——— —-— — —e 3 vinn. Drüͤt nic hreckt mit Belen de Kleinod eilen, Sin hin Iunen ſteht en m Welcher über allsſ alles Wünſtn i f gte Gemeim Ai eit erſcheine Wig. eil genießt. Jauchz ihm, Aane nechte! Rühmt, ui dte, Und du etr en trägt, Und du A er Krone, Und duGen ꝛThrone, Der det ſchlägt! b Ich auch auf dmuff n, Ich will glauben n Ob ich ſchon wi ün Jeſus Chriſtus heiſtu „Alles ſei ijm unrtin liebet, lobet ihn. ll. Kommt und laft m 6 briſtus, uſtr in . C und Köng d alles unterthänig UWm Heſchöpf zu venng hert mmel und auf Ed. Leer dich aus, el und 1 „Blik aufin e widi Der Erlöſer. 201 ſtillen, Schweig, ſo ſagt er ſeinen Willen, Wiſſe nichts, ſo lernſt du ihn. 3. Zu der heilgen Gottheit Stätte Naht' kein Menſch, wenn er's nicht thäte Und ins Mittel für uns träte, Unſer Heiland, Zeſus Chriſt. 4. Süßer Heiland, zeuch mich höher, Deinem Herzen immer nä⸗ her, Denn das meine kommt nicht eher Zu des Vaters Herzen hin. 5. Gieb mir deine Gnadenblicke, Damit deine Huld mich ſchmücke, O dann preiſ ich mein Geſchicke, Bleibe dann mit dir vereint. 6. Dahin eilet meine Liebe, Dahin dringen meine Triebe, Daß ich gerne eins verbleibe, Eins mit dir, auf ewig eins. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 337 Es naht der Tag, an . dem die Welt Auf Gottes Wort in Staub zerfällt, Der Herr kommt zum Gerichte. Welch großes Schrecken wird ent⸗ ſtehn, Wenn wir den Richter kom⸗ men ſehn In ſeinem Flammen⸗ lichte! Es naht der große Erntetag, Der Richter forſchet ſtrenge nach. 2. Dann hallt Poſaunenruf hinab In aller Menſchen weites Grab, Er ſammelt ſie am Throne. Und alles bebt, Und alles fleht, Wenn im Gericht ein jeder ſteht Vor Gottes ewgem Sohne. Durch jedes Herz ein Zittern dringt, Wenn der Poſaunen Ruf erklingt. 3. Dann liegt das Buch vor aller Welt, Das deine Thaten all enthält, Das Buch, wornach Gott richtet; Dann ſitzt der Rich⸗ ter auf dem Thron, Und wäget jedem ſeinen Lohn, Die Nacht wird dann gelichtet. Nichts kann der Strafe dann entgehn, Der Menſch muß ſeinem Richter ſtehn. 4. Was ſag ich dann, ich Ar⸗ mer, ich? Wer ſpricht dann im Gericht für mich, Wenn ſelbſt Gerechte beben? O König voller Majeſtät, Der Fromme gnädig dann erhöht, Aus Gnade laß mich leben. Errette mich aus meiner Schuld, Erbarme dich aus Lieb und Huld. 5. Du haſt nach deinem Liebes⸗ rat Für mich erwählt den Kreu⸗ zespfad, Die Marter ſtatt der Freuden; Du ſuchteſt mich mit Lieb und Huld, Du trugſt am Kreuze meine Schuld, Umſonſt ſei nicht dein Leiden. Durch dei⸗ ner Schmerzen tiefe Not Befreie mich vom ewgen Tod. 6. Gerechter Richter, groß von Kraft, Noch vor dem Tag der Rechenſchaft Vergieb mir meine Sünden. Wohl bin auch ich des Todes wert, Und furchtbar droht das Richterſchwert, Ach, laß mich Rettung finden! Erhöre, Gott, mein banges Flehn, Laß mich dein Gnadenantlitz ſehn. 7. Du haſt Marien Huld ge⸗ währt, Am Kreuz den Schächer noch erhört, Gieb Troſt auch meinem Herzen. Ich bin nicht wert, erhört zu ſein, Doch wirſt du Gnade mir verleihn, Mich retten von den Schmerzen; Er⸗ rette mich durch deine Treu, Mach mich vom ewgen Tode frei. 8. Hirt, führ mich zu den Schafen ein, Und von den Böſen bͤ öſſſſſſſſſͤͤ — 3 —— 8— 202 Gottes Werke und Wohlthaten. laß mich ſein Durch deine Huld geſchieden. Gehn die Verfluchten ſchuldvoll ein In ihre ewge Flam⸗ menpein, So ſchenke mir den Frie⸗ den. Das Wort erſchalle dann von dir: Geſegneter, komm her zu mir! 9. Zermalmt wie Aſche iſt mein Herz, Ich fleh gebeugt in meinem Schmerz: Gieb mir ein ſelges Ende. Wenn einſt der Thränen⸗ tag aufgeht, Und dann der ſündge Menſch erſteht, Nimm mich in deine Hände. Uns Sünder ſchone, Vater, du; O Heiland, führe uns zur Ruh. Eigne Melodie. 338 Wachet auf, ruft uns die Stimme Der Wächter ſehr hoch auf der Zinne, Wach auf, du Stadt Jeruſalem! Mitternacht heißt dieſe Stunde! Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo ſeid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit Zur Hochzeitsfreud, Ihr müſſet ihm entgegen gehn. 2. Zion hört die Wächter ſingen, Das Herz will ihr vor Freude ſpringen, Sie wachet und ſteht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gna⸗ den ſtark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jeſu, Gottes Sohn! Hoſianna! Wir folgen all Zum Freudenſaal, Und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr und Preis ſei dir ge⸗ „ (Engelzungen, Mit mit Zimbeln ſchön. Perlen ſind die Thore An deiner Stadt, wir ſtehn im Chore Der Harfen und Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je geſpürt, Kein Ohr hat mehr gehört Solche Freude. Des jauchzen wir, Und ſingen dir Das Halleluja für und für. Mel. Valet will ich dir geben. FErmuntert euch, ihr 339. E Frommen, Zeigt eurer Lampen Schein! Der Abend iſt gekommen, Bald bricht die Nacht herein. Es hat ſich auf⸗ gemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf, betet, kämpft und wachet, Bald iſt es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, Und füllet ſie mit Ol, Und ſeid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions ſchreien: Der Bräutigam iſt nah! Begegnet ihm in Reihen, Und ſingt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor, Mit Jauchzen und mit Schalle, Zum frohen Engelchor. Die Thür iſt aufgeſchloſſen, Die Hochzeit iſt be⸗ reit: Auf, auf, ihr Reichsgenoſſen, Der Bräutgam iſt nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, Drum ſchlafet nichtmehr ein. Man ſieht die Bäume blühen Im ſchön⸗ ſten Frühlingsſchein. Es nahn Erquickungszeiten, Die Abendröte zeigt Den ſchönen Weg von wei⸗ tem, Davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freu⸗ ſungen Mit Menſchen⸗ und mit digen Gebärden, Und ſeid nicht Von zwölf Lohlthaten aun M ed Iimteln cin. d en ſi. ſind die The 1 — — —— et nil ijn 9. Ernnen ih ramden Ceunn rLampen Sühen dei gekommen, Bald nt t herein. Es t t achet Der Vriumn cht. Auf, bert ün det, Bald iſt es i 16 „Macht eure Lamat füllet ſie mt A. Heils gewärtig Am Seel. Die Vätt eien: Der Brältpn gegnet ihm in Fn. gt Hallelujal 3. Ihr klugen Iuuji dt nun das Haugtenre uchzen und mi Stel hen Engelchor. An ggeſchloſſen, Die hehzi “ 1 Auf, auf, ihr äteri 4 — er Bräutgam iſ n 4. Er wird rictlune f 869 A 16 t die Bäume blüagefe guickungszeite Din ggt Den ſchören Bur m, Dabor das Däün z. Begegntt in n t die ihr Jon lit gen Gebätden n ſ Der Erlöſer. 203 mehr betrübt. Schon glänzen Freudenſtunden, Es wird der treuen Braut, Weil ſie hier über⸗ wunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen, Und mit geſtorben ſeid, Ihr ſollt nach Kreuz und Klagen Nun leben ohne Leid; Ihr ſollt mit ihm regieren, Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphieren In eurer Siegeskron. 7. Hier ſind die Siegespalmen, Hier iſt das weiße Kleid, Hier tönen Freudenpſalmen In Frieden nach dem Streit; Hier ſchweigen alle Klagen, Hier grünen die Ge⸗ bein', Die dort der Tod zerſchla⸗ gen; Der Tod wird nicht mehr ſein. 8. Hier iſt die Stadt der Freu⸗ den, Jeruſalem, der Ort, Wo die Erlöſten weiden, Und Jeſus iſt ihr Hort; Hier ſind die goldnen Gaſſen, Hier iſt das Hochzeits⸗ mahl, Hier ſoll ſich niederlaſſen Die Braut im Roſenthal. 9. O Jeſu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf; Geh auf, du Lebensſonne, Und fördre deinen Lauf. O Jeſu, mach ein Ende, Und führ uns aus dem Streit, Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlöſungszeit. 2. Wer faßt, o Heiland, hier die Pracht, Die deinen Tag einſt herrlich macht? Wie groß wirſt du dich zeigen! Wenn du auf lichten Wolken einſt Mit deiner Engel Heer erſcheinſt, Die, Herr, vor dir ſich beugen: Dann ſieht die Welt die Majeſtät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab, Ein Ruf der Allmacht, tief hinab, Und ſchafft ein neues Le⸗ ben. Auf deinen Wink muß Erd und Meer Das große nie gezählte Heer Der Toten wiedergeben. Sie ſtehn, durch dich, Herr, neu be⸗ ſeelt, Nun alle auf, und keiner fehlt. 4. Du ſammelſt ſie vor deinem Thron, Um jedem den beſtimmten Lohn Nach ſeiner That zu geben. Dann trifft den Böſen Schmach und Pein, Den Frommen aber führſt du ein In das verheißne Leben. Wer leugnet dann noch, Jeſu Chriſt, Daß du der Erde Richter biſt. 5. O gieb, wenn nun dein Tag den Freund Und Heiland wieder⸗ finde, Daß ich mit Freuden vor dir ſteh, Und mit dir in den Himmel geh, Ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mich im Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. Glauben wacker ſein, Und auch 340 Erhöhter Jeſu, Gottes die kleinſte Sünde ſcheun. 4 Sohn, Der du ſchon 6. Dein Name ſei mir ewig längſt der Himmel Thron Als wert, Und was dein Wort von Herrſcher eingenommen, Du wirſt mir begehrt, Das laß mich treulich dereinſt zu rechter Zeit In großer üben. Niemals ermüde hier mein Kraft und Herrlichkeit Vom Him⸗Geiſt, Dich, den ſchon jetzt der mel wiederkommen. Gieb, daß dann Himmel preiſt, Aus aller Kraft froh und mit Vertraun Dich, Herr, zu lieben. So hab ich in der Ewig⸗ auch meine Augen ſchaun. keit Auch teil an deiner Herrlichkeit. 1 erſcheint, Daß ich dann noch in dir 204 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. O Gott, du frommer Gott. unſre Schuld So demutsvoll ge⸗ 3 41 Thu Rechnung! Rech⸗ tragen, Wie ſollten wir Uns nicht 8. nung will Gott ernſt⸗ mit dir Zum Kreuze gern bequemen, lich von dir haben. Thu Rech⸗Biſt du's hinweg wirſt nehmen? nung, ſpricht der Herr, Von allen 3. Wir warten dein, du haſt deinen Gaben. Thu Rechnung, uns ja Das Herz ſchon hingenom⸗ fürchte Gott, Du mußt einſt plötz⸗ men. Stets biſt du uns im Geiſte lich fort; Thu Rechnung! denke nah, Doch willſt du ſichtbar kom⸗ ſtets An dieſes Donnerwort. men; Und dann wirſt du Bei dir 2. Sprich: Lieber Gott, wer uns Ruh, Bei dir uns Freude kann Vor deinem Thron beſtehen, geben, Und ewges Himmelsleben. Wenn du mit deinem Knecht In 4. Wir warten dein, du kommſt dein Gericht willſt gehen? Es iſt gewiß, Dir klopfen ſchon die Her⸗ in weiter Welt Zu finden nicht zen, Vergeſſen aller Kümmernis, ein Mann, Der dir auf tauſend Vergeſſen aller Schmerzen. Der⸗ nur Ein Wort antworten kann. einſt, dereinſt, Wann du erſcheinſt, 3. Laß Gnade gehn vor Recht, Soll unſer Mund lobſingen Und Ach laß mich Gnade finden! Mach ewig Dank dir bringen. mich aus Gnaden los Von allen meinen Sünden. Laß deines Soh⸗Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. nes Blut Auch mein Herz machen 3 43 Der Tag, an dem mein rein, Laß alle meine Schuld Tot* Heiland ſpricht: und vergeſſen ſein. Kommt, Menſchen, kommt vor 4. Laß mich in dieſer Welt mein Gericht! Erfüllt mich nicht Nur dir zu Ehren leben, Daß ja mit Beben. Der mich zu ſeiner mein Leib und Seel Dir allzeit Schar berief, Auf deſſen Tod ich ſei ergeben. Dein Geiſt regiere hier entſchlief, Wird mich zu ſich mich, So werd ich wohl beſtehn, erheben. Ich kann auf die Ver⸗ Wenn du zur Rechnung rufſt, heißung baun, Daß ich ſein Ant⸗ Zur Himmelsfreud eingehn. litz werde ſchaun. 2. Wie freu ich mich der großen Mel. Was Gott thut, das iſt. Zeit, Da ich zu ſeiner Herrlich⸗ 342 ir warten dein, o keit Verklärt hinübergehe! Heil 1* Gottes Sohn, Und mir, wenn ich von Sünden rein, lieben dein Erſcheinen. Bald iſt die Mich ſeiner ewiglich zu freun, Wartezeit entflohn, Bald kommſt Vor ſeinem Throne ſtehe; Wo ich du zu den Deinen. Wer an dich mit den Erlöſten dann Ein höh'res glaubt, Erhebt ſein Haupt, Und Lied ihm ſingen kann. ſieht dir froh entgegen, Du brin⸗ 3. Da, wo mein Heiland Jeſus geſt Himmelsſegen. iſt, Wohnt Freude, die kein Geiſt 2. Wir warten dein, doch mit ermißt, Und ſeliges Entzücken. Der Geduld, In unſern Prüfungs⸗ Herr, mein Heil auf Erden ſchon, tagen. Du haſt dein Kreuz für Wie wird er dort vor ſeinem Thron Mal. de 3 urch do bünden ſein G Stetg beß Dtets biſt du unsi ut u du ſittn 44 9U 1 ſt und den wirſt duge — — — Bei dir un 3 »Del dir m dand ewges Hinma D.“ erlell dein, dubha ir klopfen ſchen w. ergeſſen aler Kun en aller Schmerge d) rreinſt, Vam duaxter nſer Mund boftexr ank dir bringn. ) Ewigkeit, d Daren Der Tag, wdan V Heiland ſt e, Menſchen, um bericht! Erfüllt nihn V eben. Der mih gſtt berief, Auf deſe dat ſcchlief, Wird mihnſt Ich kann auf Rde gbaun, Daß ic ſeni de ſchaun. Wie freu ich mihdewin Da ich zu ſeiner hat erklärt hinübergie di enn ich von Sünan ſeiner ewigli ſr im nem Throne ſtie d⸗ Erlöſten dannEin s m ſingen kam. da. wo mein Helld a ohnt Freude, de ni Und ſeliges Emüta! nein Heil auf En p 1 1 A ed er dort vor ſeirndn nſin 4 Die Heils ordnung. 205 Mich wunderbar erquicken! Von ihm ſtrömt Seligkeit und Ruh Mir dann in ewger Fülle zu. Eigne Melodie. 3 44 Mache dich, mein Geiſt, 1 bereit, Wache, fleh und bete, Daß dir nicht die böſe Zeit Plötzlich nahe trete; Denn es iſt Satans Liſt Über viele From⸗ men Zur Verſuchung kommen. 2. Aber wache erſt recht auf Von dem Sündenſchlafe, Denn es folget ſonſt darauf Eine lange Strafe, Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, ſonſt kann dich nicht Unſer Herr erleuchten; Wache, ſonſt wird Gottes Licht Dir noch ferne deuchten. Denn er will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans Liſt Nicht im Schlafe finde, Wo es ihm ein Leichtes iſt, Daß er über⸗ winde; Denn Gott giebt, Die er liebt, Oft in ſeine Strafen, Wenn ſie ſicher ſchlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder, wenn ſie ſich verſtellt, Wieder Daß dich nie Falſcher Brüder Lügen Um dein Heil betrügen. 6. Wache, hab auf dich wohlacht, Trau nicht deinem Herzen; Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verſcherzen. Ach, es iſt Voller Liſt, Weiß ſich ſelbſt zu ſchmeicheln, Frommen Sinn zu heucheln. 7. Bete aber auch dabei, Bete bei dem Wachen, Denn der Herr nur kann dich frei Von dem Allen machen, Was dich drückt Und be⸗ ſtrickt, Daß du ſchläfrig bleibeſt Und ſein Werk nicht treibeſt. 8. Ja, er will gebeten ſein, Soll er etwas geben; Er ver⸗ langet unſer Schrein, Wenn wir wollen leben, Und durch ihn Un⸗ ſern Sinn, Feind, Welt, Fleiſch und Sünden Kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns ſchon Alles glücklich gehen, Wenn wir ihn durch ſeinen Sohn Im Gebet anflehen. Denn er will Uns die Füll Seiner Gunſt aus⸗ ſchütten, Wenn wir glaubend bitten. 10. Drum ſo laßt uns immer⸗ dar Wachen, flehn und beten, Weil die Angſt, Not und Ge⸗ fahr Immer näher treten, Denn die Zeit Iſt nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt an ſich bringe. Wach und ſieh, vernichten. Heiligung durch Die Heil Mel. Wer nur den lieben Gott. den heiligen Geiſt. sordnung. Erwecke mich, erinnre mich! Ich 3 45 Erwecke, Jeſu, ſtets die will dir danken ewiglich. Herzen, Erinnre uns— Daß wir mit geben Für dein Verdienſt, Sünden nicht mehr ſcherzen, Die und Tod. Du ſtarbſt und gabſt durch deinen Geiſt, dein Gebot uns fliehen heißt 2. Erwecke mich, dir Dank zu ſt, Geburt . für mich dein Leben, Du litteſt 206 Gottes Werke und Wohlthaten. Schmerzen, Angſt und Not. Er⸗ wecke mich, erinnre mich, Daß ich mit Dank recht preiſe dich. 3. Erwecke mich zur Buß und Reue, Und mache mich von Sün⸗ den frei. Ach Herr, ich bitte dich, verleihe, Daß ja mein Herz nicht ſicher ſei. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich in Buße ſuche dich. 4. Erwecke mich zum wahren Glauben, Der nach dir dürſtet, ſeufzt und ringt. Auf Dornen wachſen keine Trauben; Gieb Glau⸗ ben, der auch Früchte bringt. Er⸗ wecke mich, erinnre mich, Daß ich von Herzen glaub an dich. 5. Erwecke mich zur wahren Liebe, Zur Liebe, die ſtets feſte hält, Damit ich ſtets mich darin übe, Was dir, mein Jeſu, wohl⸗ gefällt. Erwecke mich, erinnremich, Daß ich recht innig liebe dich. 6. Erwecke die verſtockten Sün⸗ der, Die nicht in deiner Liebe ſtehn. Ach ſuche doch die armen Kinder, Die Schafe, die noch irre gehn. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich, mein Heil, nicht laſſe dich. 7. Erwecke alle frommen Her⸗ zen, Daß ſie im Guten weiter gehn; Zeig ihnen deine Todesſchmerzen, Und laß ſie niemals ſtille ſtehn. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich ſtets hab und halte dich. 8. Erwecke mich zur Kraft im Leide, Mach mich an Troſt und Hoffnung reich; Dein Kreuz ſei mir der Grund der Freude, Dein Herz mir ſtets an Huld ſich gleich. bereit; Laß mich, o Herr, dein Reich ererben, Und führe mich zur Seligkeit. Erwecke mich, er⸗ innre mich, Daß ich im Sterben halte dich. 10. Nun, Jeſu, höre meine Bitte, Nimm dich, o Heiland, meiner an. Ich walle noch in dieſer Hütte; Dein Geiſt führ mich auf ebner Bahn. Erwecke mich, erinnre mich, Bis ich im Himmel ſchaue dich. Eigne Melodie. 3 46 Erleucht mich, Herr, . mein Licht, Ich bin mir ſelbſt verborgen, Und kenne mich noch nicht. Ich merke dieſes zwar, Ich bin nicht, wie ich war; Indeſſen fühl ich wohl, Ich bin nicht wie ich ſoll. 2. Ich konnt ſo ſicher ruhn, Und wußt von keinen Sorgen; Doch anders iſtes nun: Voll Angſt und ohne Raſt Bin ich mir ſelbſt zur Laſt. Was vormals meine Freud, Macht mir nun Herzeleid. 3. Kein zeitlicher Verluſt Ver⸗ urſacht dieſe Schmerzen, So viel mir iſt bewußt: Ich miſſe keinen Freund, Auch drücket mich kein Feind, Mein Leib hat, was er will, Geſundheit, Hüll und Füll. Es iſt der Seelen Pein, Es kommt mir aus dem Herzen, Und dringt durch Mark und Bein. Dies Eine liegt mir an, Daß ich nicht ſpüren kann, Ob ich ein wahrer Chriſt, Und du mein Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich im Kreuze ſeh auf dich. V 9. Erwecke mich zum ſelgen Jeſus biſt. 5. Es iſt nicht ſo gemein, Ein Chriſt zu ſein, als heißen; Ich Sterben, Mein Jeſu, mache mich weiß, daß der allein Des Namens ᷣ — —2 =. — — — 8 1)t, wie ihye r wohl, Ih aſo ſicher nn keinen Em mun Vola in ich mrſſth vormals mi 2². nun herzi —er Verluſt de ſch miſſe ke Jus dem di 3 Nark untt ” ¹ 3 uir an, Dit —n, Ob iju Und du mn 1 S ſo geni d s heißen, W — —— R n Des Nana Die Heilsordnung. 207 würdig iſt, Der ſeine liebſte Luſt Durch Chriſti Kraft zerbricht, Und lebt ſich ſelber nicht. 6. Es iſt nur Selbſtbetrug, Mit dieſem Wahn ſich ſpeiſen, Als ob es ſchon genug Zur Glaubens⸗ probe ſei, Daß man von Laſtern frei, Die auch ein blinder Heid' Aus Furcht der Schande meid't. 7. Der zieht recht Chriſtum an, Der aus ſich ſelbſt gegangen, Des Fleiſches eignen Wahn, Vermögen, Luſt und Rat, Gut, Ehr und was er hat, Verläßt, verwirft und ſpricht: Nur Jeſus iſt mein Licht. 8. Dies iſt des Glaubens Wort Und durſtiges Verlangen; Herr Jeſu, ſei mein Hort, Ver⸗ ſöhner, Herr und Schild, Und führ mich, wie du willt. Dein bin ich, wie ich bin, Nimm mich zu eigen hin. 9. Wer dies nicht gründlich meint, Des Glaub iſt noch un⸗ tüchtig, Der bleibt noch Gottes Feind; Sein Hoffnungsgrund iſt Sand, Und hält zuletzt nicht Stand, Der ein’ge Glaubensgrund Iſt dieſer Gnadenbund. 10. Hier, ſorg ich, fehlt es mir, Mein Trieb ſei nicht ſo richtig, Den ich, Herr Chriſt, zu dir Befinde, weil ich auch Nach Heuchelchriſten Brauch Die Luſt der Welt noch mehr Geliebt, als deine Ehr. 11. Mein Herz, entſchließ dich nun, Denn du mußt jetzt es wa⸗ gen, Du kommſt ſonſt nicht zur Ruh. Sagſt du hiermit der Welt Und was dem Fleiſch gefällt, Rein ab, und Chriſto an, So iſt die Sach gethan. 12. Du armer Staub, kannſt du Dem König dich verſagen, Dem alles ſtehet zu, Der allgenugſam reich, Ja alles iſt zugleich? Mehr, als kein Herz bedacht, Hat er in ſeiner Macht. 13. Wenn alles wird vergehn, Was Erd und Himmel hegen, So bleibt er feſt beſtehn; Sein Weſen ſtirbt nicht ab, Die Gott⸗ heit weiß kein Grab; Und wen er einmal kennt, Des Wohlſtand nimmt kein End. 14. Wer aber in der Zeit Mit ihm ſich nicht verträget, Der bleibt in Ewigkeit Von Gottes Freuden⸗ haus Ganz, ganz geſchloſſen aus. Vergöß er in dem Weh Schon einen Thränenſee. 15. Gewünſcheter Vertrag, Den nur ein Jawort ſchließet! Sag, meine Seele, ſag: So ſei's, Herr Jeſu, ja, Da haſt du alles da, Nimm hin Leib, Seel und Blut, Geiſt, Ehre, Hab und Gut! 16. Thu, was du willſt, mit mir! Werd ich nur zugerichtet Zu deinem Preis und Zier, Erneut zur Herrlichkeit, Mit deinem Heil bekleid't, Geheiligt um und an: Wohl mir, ſo iſt's gethan! Mel. Freu dich ſehr, o meine. 347 Auf, mein Geiſt, du 3 haſt gelaufen Lang genug der Sünden Bahn! Willſt du nicht zum Höllenhaufen, So ſchwing dich gen Himmel an. Jeſus ladet in ſein Haus, Will daſelbſt dir teilen aus Heil und Leben, dich zu laben; Auf, erkenn die Gnadengaben! 208 Gottes Werke und Wohlthaten. 2. Wohl, ich komm und fühl den Schaden, Darin ich geſetzet bin; Könnt ich nun in Thränen baden, Ach, was gäb ich nicht drum hin! Eitles Weſen, ſei ver⸗ flucht, Das ich bisher ſehr ge⸗ ſucht; Welt und Luſt mit deinen Schätzen, Weg nur! du kannſt nicht ergötzen. 3. Meiner Sünden Angſt und Plagen, Wie der Wellen wilde Flut Uber mir zuſammen ſchla⸗ gen, Und ertöten allen Mut. Wie bedrängt iſt, Herr, mein Herz! Endlos häuft ſich Schmerz auf Schmerz! Ach, mein Jeſu, zu mir kehre, Eh ich mich in Angſt verzehre. 4. Sieh, ich falle vor dir nie⸗ der, Herr, ich bin der falſche Knecht, Der das Pfund dir brachte wieder Ohne Wucher, träg und ſchlecht. Willſt du ins Gericht noch gehn, Wie wollt ich vor dir be⸗ ſtehn? O ihr Berge, mich bedecket, Und ihr Grüfte, mich verſtecket! 5. Groß biſt du von Güt und Treue, Doch nicht dem, der ohne Schuld, Sondern denen, die mit Reue Suchen deine Gnad und Huld. Drum ſtraf nicht in deinem Grimm, Wehre, Herr, der Donner⸗ ſtimm, Und um deines Eides wil⸗ len Wolleſt du mein Zagen ſtillen. 6. Mag ein Mutterherz wohl Aᷣ 7. Preis dir, Heil mir! alle Stunden, Die zur Buße ſind ver⸗ wandt, Haben mich dir neu ver⸗ bunden, Bringen mich in Ruhe⸗ ſtand. Nun ich Sodom bin ent⸗ führt, Soll nicht werden mehr ge⸗ ſpürt Irdiſch Leben, blinde Werke. Jeſu, meinen Vorſatz ſtärke. Eigne Melodie. 348. Mein Heiland nimmt die Sünder an, Die unter ihrer Laſt der Sünden Kein Menſch, kein Engel tröſten kann, Die nirgends Ruh noch Rettung finden. Sie, denen ſelbſt die Welt zu klein, Die bang des Richters Auge ſcheun, Sie, denen längſt der Stab gebrochen, Die ſchon der Hölle zugeſprochen, Sehn dieſe Freiſtatt aufgethan: Mein Jeſus nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz Trieb ihn von ſeinem Thron zur Erden; Ihn drang der Sün⸗ der Weh und Schmerz, An ihrer Statt ein Fluch zu werden; Er ſenkte ſich in ihre Not, Und ſchmeckte für ſie Angſt und Tod. Nun, da er denn ſein eignes Leben Zur teuren Zahlung hin⸗ gegeben, Und ſeinem Vater g'nug gethan, So heißt's: er nimmt die Sünder an. 3. Nun findet man in ſeinem Schoß Ein ſichres Schloß ge⸗ haſſen, Was den Kindesnamen jagter Seelen; Er ſpricht ſie von hat? Wie kannſt du denn mich der Strafe los Und tilgt ihr jam⸗ verlaſſen Wegen meiner Übelthat? mervolles Quälen. Es wird ihr Nein, es jammert dich mein Leid, 7 Voller Gnad biſt du bereit, Mich ganzes Sündenheer Ins uner⸗ gründlich tiefe Meer Durch ſeinen ſchon wieder zu umarmen, Und Mittlertod verſenket, Und ihnen dich meiner zu erbarmen. Gottes Geiſt geſchenket, Durch den —— Arſm Vahers ————— S — werden m 4 6 en, blinden . orſatz ſtätt Melodie. Heiland i die Sünde Laſt der En in Engal i zjends Rah Sie, deumnt In, Die b Sheun, Si - gebrothe Sigeſprochen, aufgethan. Die Sünde. r als mütn von ſeinen drang d öchmerz, d Ih zu wec ihre M Angſt m denn ſei nren Zahlu inem Vau⸗ „zt's: er mn net man in hres Sch 2Er ſpricht Und tilgti len. Er Jaheer I „ Neer Dm „enket, 1 ſchenket, d Sündern liebreich zugethan. Mein man Vater! rufen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er ſie zum Va⸗ ter hin In ſeinen blutbefloſſnen Armen, Und dieſes neigt des Vaters Sinn Zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt ſie auf an Kindes ſtatt, Ja alles, was er iſt und hat, Wird ihnen eigen übergeben, Und ſelbſt die Thür zum ewgen Leben Wird ihnen huldreich aufgethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O könnteſt du ſein Herz nur ſehn, Wie ſich's nach armen Sündern ſehnet, Sowohl wenn ſie noch irre gehn, Als wenn ihr Auge vor ihm thränet! Wie eilt er in Zachäus Haus, Und ſtreckt die Hand nach Zöllnern aus! Wie Die Heil Sordnung. 209 der Sünde länger dienen, Da, dich zu retten, er erſchienen? O nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühſelig und ge⸗ bückt, Komm nur, ſo gut du weißt zu kommen. Wenn gleich die Laſt dich niederdrückt, Gebeugt wirſt du gern angenommen. Sieh, wie ſein Herz dir offen ſteht, Und wie er dir entgegen geht! Wie oft hat er nicht voll Verlangen Geſucht, dich gnädig zu umfangen! So komm denn, armes Herz, heran. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: ich hab's zu arg gemacht, Und alle Güter ſeiner Gnaden So lang und ſchändlich durchgebracht, Er hat mich oft umſonſt geladen. Wenn du es ſtillt er jener Magdalenen Den jetzt nur redlich meinſt, Und deinen milden Guß erpreßter Thränen, Denkt des nicht mehr, was ſie gethan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. V 6. Wie freundlich blickt er Pe⸗ trum an, Obgleich er noch ſo tief gefallen! Und dies hat er nicht nur gethan, Da er auf Erden mußte wallen, Nein, er iſt immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu. Und wie er unter Schmach und Leiden, So iſt er auf dem Thron der Freuden Den Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sün⸗ der heißt, Und wen ſein Sünden⸗ greul betrübet, Zu dem, der keinen von ſich weiſt, Der Fall mit Ernſt beweinſt, So ſoll ihm nichts die Hände binden, Und du ſollſt jetzt noch Gnade finden. Er hilft, wenn ſonſt nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch ſprich auch nicht: es iſt noch Zeit, Ich muß erſt dieſe Luſt genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gna⸗ denthür verſchließen. Nein, weil er ruft, ſo höre du, Und greif mit Glaubenshänden zu. Wer dieſen Tag ſein Heil verträumet, Hat eine Gnadenzeit verſäumet, Die wohl nie wieder kommen kann. Heut komm, heut nimmt dich Jeſus an. 11. Ja, zeuch du ſelbſt uns ſich gebeugt recht zu dir, Holdſelig ſüßer Freund zu ihm begiebet. Wie? willſt du der Sünder. Erfüll mit ſehnender dir im Lichte ſtehn, Und ohne Begier Auch uns und alle Adams⸗ Not verloren gehn? Willſt du kinder. Zeig uns bei unſerm See⸗ 14 210 Gottes Werke und Wohlthaten. lenſchmerz Dein nur von Liebe wallend Herz. Und wenn wir unſer Elend ſehen, So laß uns ja nicht ſtille ſtehen, Bis daß ein jeder ſagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jeſus an! Mel. Auf meinen lieben Gott. 3 49. Wo ſoll ich fliehen hin, Da ich beſchweret bin Mit viel und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt auch käme, Mein' Angſt ſie nicht wegnähme. 2. O Jeſu, voller Gnad, Auf dein Gebot und Rat Kommt mein betrübt Gemüte Zu deiner großen Güte. Laß du auf mein Gewiſſen Ein Gunadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, Ich werfe meine Sünd Nebſt al⸗ len meinen Schmerzen, Nebſt aller Angſt im Herzen, In deine heil⸗ gen Wunden, Da ich ſtets Heil gefunden. 4. Durch dein unſchuldig Blut, Durch deiner Thränen Flut Laß, Herr, mich Ruhe finden, Und reinge mich von Sünden; Wollſt ihrer nicht gedenken, Ins tiefſte Meer ſie ſenken. 5. Mir mangelt zwar ſehr viel, Doch, was ich haben will, Iſt alles mir zu gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 6. Darum allein auf dich, Herr Chriſt, verlaß ich mich. Nun kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben, Denn du haſt mir's erworben, Da du für mich Pitwrhen⸗ Durch deinen Geiſt dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich von dir kann ſcheiden, Daß ich an deinem Leibe Ein Glied auf ewig bleibe. Eigne Melodie. ch, was ſoll ich Sünder 350. A machen! Ach, was ſoll ich fangen an? Mein Gewiſſen klagt mich an, Es beginnet auf⸗ zuwachen. Dies iſt meine Zuver⸗ ſicht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Sün⸗ den Meinen Jeſum oft betrübt, Doch weiß ich, daß er mich liebt, Drum, ob mich mein' Sünd an⸗ ficht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Obgleich ſchweres Kreuz und Leiden, Das bei Chriſten oft ent⸗ ſteht, Mir ſehr hart entgegen geht, Soll mich's doch von ihm nicht ſcheiden. Auf ihn iſt mein Herz ge⸗ richt't, Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unſer Leben Nichts, als nur ein Relel iſt, Denn wir ſind zu jeder Friſt Mit dem Tode hier umgeben; Doch, wenn auch mein Auge bricht, Meinen Jeſum laß ich nicht. Sterb ich bald, wohl mir, ich! hahe Dann die Ruhe ſchon er⸗ reicht, Ruhe, welcher keine gleicht, iſt Jeſus noch mein Licht, Mei⸗ nen Leſum laß ich nicht. 5 Durch ihn werd ich wieder leben, Er wird mich zur rechien Zeit Wecken zu der Seligkeit, Die er wird aus Gnade geben. Nicht erbeb ich im Gericht, 7. O führe Herz und Sinn Jeſum laß ich nicht. Denn er läßt ſich gnädig finden. Ruhe in dem ſtillen Grabe; Da Meinen — r Melodie s ſellihen“ 1 1 gen? Ach, vasſ 1 iſt mei ze 1 ſum laßi ii e aben mein en ſum ft hi ddaß er uitt dch gnön fin G ſum Laj hn =chwere nm i Chriſtntim, Jart entgernat 9 dch von ialt Niſt mein an Jefumln 3 wohl, wm = uls nur iſt t ſind zu jin Te hier unit Die Heilsordnung. 7. Nun, ſo will ich dein verblei⸗ ben, Denn ich traue deinem Wort. Von dir, Herr, mein Heil, mein Hort, Soll mich Not und Tod nicht treiben. Heller glänzt mir einſt dein Licht, Meinen Jeſum laß ich nicht. Mel. Herr Chriſt, der ein'ge. 8 err Jeſu, Gnaden⸗ 351. H ſonne, Wahrhaftes Lebenslicht, Gieb Leben, Licht und Wonne Dem blöden Angeſicht. Nur du kannſt mich erfreuen, Und meinen Geiſt erneuen, Mein Gott, verſag mir's nicht! 2. Vergieb mir meine Sünden, Und wirf ſie hinter dich. Laß allen Zorn verſchwinden, Und hilf mir gnädiglich. Laß deine Frie⸗ densgaben Die bange Seele la⸗ ben. Ach, Herr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen Des alten Adams Sinn, Und laß mich dich erwählen Zum ſeligen Gewinn. Dir will ich mich er⸗ geben, Und dir zu Ehren leben, Weil ich erlöſet bin. 4. Befördre dein Erkenntnis In mir, mein Seelenhort, Und öffne mein Verſtändnis Durch dein hochheilig Wort; Damit ich an dich gläube, In deiner Wahrheit bleibe, Und wachſe fort und fort. 5. Leit mich in dieſer Wüſte, Und unterdrück in mir Die Herr⸗ ſchaft böſer Lüſte, Und laß mich für und für Der eitlen Welt ab⸗ ſterben, Dem Fleiſche nach verder⸗ ben, Mein Gott, ſo leb ich dir. 6. Ach, zünde deine Liebe In meiner Seele an, Daß ich aus innerm Triebe Dich ewig lieben kann, Und, dir zum Wohlgefallen, Beſtändig möge wallen Auf rech⸗ ter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Mut; Das ſind die Gnaden⸗ werke, Die dein Geiſt in mir thut. Mein eigenes Beginnen, Mein Denken und mein Sinnen Iſt nimmer recht und gut. 8. Du Geber aller Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelenſchaden, Und mach mich täglich neu; Gieb, daß ich deinen Willen Beſtändig mög erfüllen, Und ſteh mir kräftig bei. llein zu dir, Herr 352. Jeſu Chriſt, Mein: Hoffnung ſteht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröſter biſt, Kein Troſt kann ſonſt mir werden. Von Anbeginn iſt nichts erkor'n, Auf Erden iſt kein Menſch gebor'n, Der mir aus Nöten helfen kann. Dich ruf ich an, Du biſt's, der helfen will und kann. 2. Herr, meine Schuld iſt über⸗ groß, Und reuet mich von Her⸗ zen, Erbarme dich, und ſprich mich los Kraft deiner Todesſchmerzen. Nimm meiner dich beim Vater an, Der du für mich genug gethan, Dann werd ich los der Sünden⸗ laſt. Mein Glaub umfaßt, Herr, was du mir verheißen haſt. 3. Verleih mir aus Barmher⸗ zigkeit Des Glaubens Kraft und Stärke, Auf daß ich deine Freund⸗ lichkeit Im Glauben fühl und merke; Daß ich vor allen liebe dich, Und meinen Nächſten gleich als mich. Hilf mir in meiner 14* Eigne Melodie. b 212 Gottes Werke und Wohlthaten. letzten Not, Mein Herr und Gott, Der du für mich beſiegt den Tod. 4. Preis ſei Gott auf dem höch⸗ ſten Thron, Dem Vater, reich an Güte, Und Jeſu Chriſto, ſeinem Sohn, Der gnädig uns behüte, Und ſeinem werten heilgen Geiſt, Der uns den Weg zum Himmel weiſt! So ſinget alle Chriſtenheit Hier in der Zeit Und dort in ſelger Ewigkeit. Eigne Melodie. 353 Frquicke mich, du Heil 99. der Sünder, Durch dich und deinen Gnadenſchein, Und laß, o Freund der Menſchenkinder, Dein Herz auf mich gerichtet ſein. Komm und erzeige dein Erbar⸗ men, Und ſchenke deine Huld mir Armen. 2. Du biſt und bleibſt der Troſt der Erden Und der geprieſne Wun⸗ dermann, Durch welchen wir er⸗ rettet werden, Der allen Menſchen helfen kann. Du hilfſt und retteſt uns aus Gnaden Von allem Leid und allem Schaden. 3. Der Blinde kann die Sonne ſehen, Der Taube hört die Stimme an, Der Lahme muß auch g'rade gehen, Der Ausſatz wird hinweg gethan. Den Toten haſt du Geiſt und Leben Und allen Armen Troſt gegeben. 4. Haſt du vor dieſem ſolche Thaten, O Herr, durch deine Hand gethan: So wolleſt du auch jetzt mir raten, Nimm du dich meiner Seele an. Ach, zeige deine große Stärke Durch unverdiente ſehen nicht; Darum erleuchte meine Augen Mit deinem Glanz und Gnadenlicht, Zu ſehen, was ſonſt nicht zu ſehen, Wenn wir in deinem Licht nicht ſtehen. 6. Eröffne mir, Herr, meine Ohren, Und mache mich zu deinem Knecht; Hier bin ich, du wollſt ſie durchbohren, Daß ich dir diene treu und recht, Und auf dein heilig Wort ſtets merke, Darnach zu thun all meine Werke. 7. Ich wanke noch auf ſchwa⸗ chen Füßen, Bald ſtrauchl' ich hier, bald fall ich dort. Laß deine Kraft in mich einfließen, Daß ich mag gehen g'rade fort, Und meine Tritte niemals gleiten, Noch von dem Pfad der Wahrheit ſchreiten. 8. Wer will doch meinen Aus⸗ ſatz heilen, Der Krankheit aller⸗ ſchlimmſten Teil? Mein Arzt, du wolleſt nicht verweilen, Ach, heile mich, ſo werd ich heil. Laß deine Wunden, o mein Leben, Für meine Wunden Heilung geben. 9. Ich bin ganz tot und meine Kräfte, Will und Verſtand ſind ohne Kraft, Zu thun recht gött⸗ liche Geſchäfte; Herr, gieb mir neuen Lebensſaft, Daß ich gleich einem Baum ausſchlage Und tau⸗ ſendfache Früchte trage. 10. Ich finde arm mich, im Elende, Entblößt von allem eignen Ruhm; Die Friedensbotſchaft zu mir ſende, Dein ſüßes Evangelium, Daß ich dadurch noch hier auf Er⸗ den Gerecht und ſelig möge werden. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. Gnadenwerke. 5. Du weißt ja, was wir Men⸗ ſchen taugen, Verblendet ſind wir, 5 O Jeſu, meine Zuver⸗ 354.— ſicht, Mein Heiland und mein Leben, Verſtoße du mich nerlrgend en Glun n ſehen, vnsſi Venn di jt ſtehen. Iur, Her n je mich ſun in ich, un 5, Und afg 3z merke, Dam rine Weu. — noch auſhe Zald ſtemtet Ih dort. Li Linfließen dil r)e fort, Uan I gleiten, Nan „ Vahrhettſter ¹ doch mim 9 =r Krauht eweilen, Äh ich heil. di n n Leben, üie ring geben. · zanz tot w dund Vaſt⸗ u thun m ; Herr. —uft, Daß =iusſchlagl —hte trage. ide arm e Bißt von alln 4 = triedensoſt, * ſüßes öm dch noch hin⸗ — d ſelig mohn Adams dili — eſu, min ¹icht, Man =n, Verſui — — — Die Heilsordnung. 213 Sünder nicht, Für den du dich gegeben; Du ſtarbſt für mich den bittern Tod, Mir Gunade zu er⸗ werben, Drum hilf mir aus der Sünde Not, Und laß mich nicht verderben. 2. Es fehlet meinem Geiſte Licht, Mein Elend einzuſehen, Und aus mir ſelber weiß ich nicht Den rech⸗ ten Weg zu gehen. Im Herzen regt ſich Eitelkeit, Stolz, Weltluſt, Eigen⸗ liebe; Das Glück, das mir die Erde beut, Entzündet meine Triebe. 3. Die Macht der Sünde herrſcht in mir, Und ſchwächt der Seele Kräfte; Das Fleiſch verhindert für und für Der Heiligung Geſchäfte. Das Gute, das ich lieben ſoll, Wird von mir unterlaſſen, Mein Herz iſt ganz des Böſen voll, Das ich ſoll fliehn und haſſen. 4. O treuer Hort, was fang ich an Bei ſo verderbtem Weſen? Wo find ich, was mir helfen kann? Wie ſoll ich doch geneſen? Ach, in mir ſelbſt iſt keine Kraft, Zur Buße mich zu führen, Wo nicht dein Geiſt, der alles ſchafft, Mein ſchwaches Herz will rühren. 5. Steh du in dieſer Not mir bei, Du Urquell aller Gnaden, Und mach durch deine Kraft mich frei, Heil meiner Seele Schaden. Gieb mir dein Licht, daß ich durch dich Mich ſelber kann verſtehen, Durch deine Wahrheit lehre mich Erkennen mein Vergehen. 6. Erweiche du mein hartes Herz, Daß es vor dir ſich beuge, Daß es, Schmerz, Zu deinem Recht ſich 4 Werke; Ja, kehre du ſelbſt bei mir ein, O meiner Seelen Stärke. 7. Zerſtör in mir die Eitelkeit, Brich meinen böſen Willen, Und laß mich, was dein Wort gebeut, Durch deinen Geiſt erfüllen. Laß in mir Demut, Mäßigkeit, Des Geiſtes Früchte prangen, Erfülle du mich jederzeit Mit heiligem Verlangen. 8. Du, Vater, biſt's, der in uns ſchafft Das Wollen und Voll⸗ bringen; Verleih zur Heiligung mir Kraft, Und laß es mir gelingen. Laß deinen Frieden auf mir ruhn, Gieb Troſt, gieb Mut, gieb Stärke, Dann kann ich deinen Willen thun, Dann wirk ich deine Werke. Mel. O Herre Gott, begnade mich. 925R5ͤR Ach, ſei mir gnädig, 355. Herr, mein Gott, Nach deiner Güt in meiner Not, Tilg durch dein reich Erbarmen Die Sünde in mir Armen. Durch deine Vatertreu und Huld Befreie mich von aller Schuld, Und reinge mich von Sünden, Die ſich in mir befinden. Ach Herr, ach, ich be⸗ kenn es dir, Denn meine Sünd iſt ſtets vor mir, Geſündigt hab ich oft und ſchwer, Und meiner Sünden großes Heer Schwebt immer mir vor Augen. 2. Nimm mich im Blute Chriſti an, Und laß die Schuld ſein ab⸗ gethan, Die Sünd, die ich ererbet, Und die mein Herz verderbet. Herr, waſche mich und mach mich rein, erfüllt von Reu und So werd ich unbeflecket ſein, Und weißer können werden, Als je der neige. Ach, mach es durch den Schnee auf Erden. O laß mich Glauben rein, Und gieb gerechte ſchmecken Wonn und Freud Nach 214 b Gottes Werke und Wohlthaten. dieſer ſchweren Traurigkeit, Daß die Gebeine, die du haſt Zer⸗ malmt durch deines Zornes Laſt, Geſtärkt und fröhlich werden. 3. Denk nicht, wie ich geſün⸗ digt hab, Ach, kehr dein Antlitz davon ab, Tilg meine Miſſethaten, Darein ich bin geraten. Schaff in mir, Gott, aus Huld und Güt Ein reines Herze und Gemüt, Durch wahre Buß und Reue In⸗ wendig mich erneue. Ach, Vater, ach, verwirf mich nicht Im Zorn vor deinem Angeſicht. Gieb, daß ich wieder in mir merk Des guten Geiſtes Kraft und Stärk, Laß ihn nicht von mir weichen. 4. Dann thu mir meine Lippen auf, Zeuch mein Gemüt zu dir hinauf, Dich, Gott, im Himmel oben, Mit Herz und Mund zu loben. Kein Dank, kein Opfer dir gefällt, Wenn dir nicht ernſt wird vorgeſtellt Ein Herz von Angſt und Klagen Zerbrochen und zer⸗ ſchlagen. Wer dir in wahrer Reu und Buß Mit heißen Thränen fällt zu Fuß, Der hat ein Opfer dir gebracht, Das niemals wird von dir veracht't, Du nimmſt es an in Gnaden. 5. Gott Vater in dem höchſten Thron, Gedenk an deinen eingen Sohn, Und laß um ſeinetwillen Die Herzensangſt ſich ſtillen. O Jeſu Chriſt, durch deinen Tod Er⸗ rette mich aus aller Not, Ich weiß in meinen Sünden Sonſt keinen Troſt zu finden. O heilger Geiſt, regiere mich Durch deine Gnade kräf⸗ tiglich, Daß ich dem Böſen wider⸗ ſtreb, Und ſtets nach deinem Willen Mel. Wer nur den lieben Gott. 25 Ich armer Menſch, ich 356. O armer Sünder Steh hier vor deinem Angeſicht. Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder, Und geh nicht mit mir ins Ge⸗ richt. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 2₰, 2. Wie iſt mir doch ſo angſt und bange, Herr, wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, Ich armes und verlornes Kind. Erbarme Erbarmer, über mich! 3. Ach, laß mich nicht vergeb⸗ lich klagen, Verwirf mein armes Flehen nicht. Du kannſt die Bitte nicht verſagen, Hör, was der arme Sünder ſpricht: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab verſchul⸗ det, lohne, Und handle nicht nach meiner Sünd. O treuer Vater, ſchone, ſchone, Erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, ſo werd ich leben; Sag, daß ich armer Sünder hör: Geh hin, die Sünd iſt dir vergeben, Nur ſündige hinfort nicht mehr! Er⸗ barme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! frei, Weil ſich der Troſt im Her⸗ zen mehret, Drum will ich enden mein Geſchrei: Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer, leb Bis an mein letztes Ende. über mich! dich, erbarme dich, Gott, mein 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin ich zweifel ——— Fich, erbormſt truier, iln n Air doch ſo 1 „* 1 mich! „nich rict in E wirf mum u kannſtegn. — Här, m = ſpricht: Eim — dich, Get m tmich!„ —e ich hab! T) handle nte O tum Turr en Ni 82 Sa r hör:— 1 ü dir veryt „ nicht uſ barme dih et bin it i —tt, nrintr Die Heilsordnung. 215 Mel. O Gott, du frommer Gott. 357 err, ohne Glauben * kann Kein Menſch vor dir beſtehen, Drum wend ich mich zu dir Mit demutsvollem Flehen. O zünde ſelbſt in mir Den wahren Glauben an, Weil ich durch meine Kraft Ihn mir nicht geben kann. 2. Laß mich, Gott, daß du ſeiſt, Mit Überzeugung glauben. Nichts müſſe mir das Wort Aus meinem Herzen rauben, Daß du dem, der dich ſucht, Stets ein Vergelter ſeiſt, Und hier und ewig ihn Mit deinem Heil erfreuſt. 3. Wahrhaftig iſt dein Wort, Laß mich ihm völlig trauen. Nie wanket deine Treu, Laß mich darauf ſtets bauen. Gieb, daß ich dir im Glück Und Unglück ſtets getreu, Und durch des Glau⸗ bens Kraft Allzeit gehorſam ſei. 4. Lehr mich, mein Jeſu, dich Im Glauben recht erkennen, Dich meinen Herrn und Gott Im Geiſt und Wahrheit nennen. Lehr mich im Glauben thun, Was mich dein Wort gelehrt, Daß dich Herz, Mund und That Als meinen Heiland ehrt. 5. Mein König und Prophet, Komm, herrſch in meiner Seele, Regier und führe mich, Damit ich ja nicht fehle. Du ſollſt mein König ſein, Dem ich gehorchen will, Mein Lehrer und Prophet, Des Willen ich erfüll. 1 6. Ich will auch, Herr, an dich Als Hohenprieſter gläuben. Laß, Jeſu, dein Verdienſt Den Grund des Glaubens bleiben. O glück⸗ lich, wenn mein Geiſt Hierauf ſich treu und feſt, Als auf ſein einzig Heil Und wahren Troſt, verläßt. 7. Ach, Jeſu, ſtärke mich In dieſem meinem Glauben; Laß mir ihn weder Tod, Noch Welt, noch Teufel rauben. Bleib durch den Glauben ſtets Genau mit mir vereint, So bin ich dein, du mein, O teurer Seelenfreund! Eigne Melodie. 5 ins iſt not, ach, Herr, 358. E dies Eine Lehre mich erkennen doch! Alles andre, wie's auch ſcheine, Iſt ja nur ein ſchwe⸗ res Joch, Darunter das Herze ſich naget und plaget, Und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang ich dies Eine, das alles erſetzt, So werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willſt du dieſes fin⸗ den, Such's bei keiner Kreatur; Laß, was irdiſch iſt, verſchwinden, Schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menſchheit in einem vereinet, Wo alle voll⸗ kommene Fülle erſcheinet, Da, da iſt das beſte, notwendigſte Teil, Mein Ein und mein Alles, mein ſeligſtes Heil. 3. Wie Maria war befliſſen Auf des Einigen Genieß, Als ſie ſich zu Jeſu Füßen Voller An⸗ dacht niederließ; Das Herz ihr entbrannte dies einzig zu hören, Was Jeſus, ihr Heiland, ſie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jeſum verſenkt, Drum wurde ihr alles in einem geſchenkt: 4. Alſo iſt auch mein Verlan⸗ gen, Liebſter Jeſu, nur nach dir, Laß mich treulich an dir hangen, “—————— — 8 ͤͤͤͤͤͤͤͤſ — ͤͤſͤͤͤ“ ———— — — ääää“ 216 Gottes Werke und Wohlthaten. Schenke dich zu eigen mir. Ob viel' auch umkehren zum größeſten Haufen, So will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen, Denn dein Wort, o Jeſu, iſt Leben und Geiſt. Was iſt wohl, das man nicht in Jeſu geneußt? 5. Aller Weisheit höchſte Fülle In dir ja verborgen liegt. Gieb nur, daß ſich auch mein Wille Fein in ſolche Schranken fügt, In welchen die Demut und Einfalt regieret, Und mich zu der Weis⸗ heit, die himmliſch iſt, führet. Ach, wenn ich nur Jeſum recht kenne und weiß, So hab ich der Weis⸗ heit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höchſtes Gut. Jeſu, es muß mir gelingen, Rein zu werden durch dein Blut. Die höchſte Gerechtig⸗ keit iſt mir erworben, Da du biſt am Stamme des Kreuzes geſtor⸗ ben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun ſo gieb, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du biſt's ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Iſt in dir, mein Heiland, mir alles gegeben. Entreiße mich aller vergänglichen Luſt, Dein Le⸗ ben ſei, Jeſu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was ſoll ich mehr ver⸗ langen, Mich umſtrömt die Gna⸗ denflut. Du biſt einmal einge⸗ gangen In das Heilge durch dein Blut; Da haſt du die ewge Er⸗ löſung erfunden, Daß ich nun der hölliſchen Herrſchaft entbun⸗ den; Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiſte das Abba nun klingt. 9. Volle G'nüge, Fried und Freude Meine Seele nun ergötzt, Weil auf eine friſche Weide Mein Hirt, Jeſus, mich geſetzt. Nichts Süßes kann alſo mein Herze er⸗ laben, Als wenn ich nur, Jeſu, dich immer ſoll haben; Nichts, nichts iſt, das alſo mich innig erquickt, Als wenn ich dich, Jeſu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jeſu, du alleine Sollſt mein Ein und Alles ſein; Prüf, erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelſchein. Sieh, ob ich auf böſem, betrüglichem Stege, Und leite mich, Höchſter, auf ewigem Wege. Gieb, daß ich nichts achte, nicht Leiden, nicht Tod, Nur Jeſum gewinne, dies Eine iſt not. Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. Gottes Sohn, Herr 359. O Jeſu Chriſt, Du weißt, daß wahrer Glaube Nicht eignes Werk des Menſchen iſt, So lang er wallt im Staube. Drum hilf du mir von oben her, Den wahren Glauben mir gewähr, Darin laß mich beharren. 2. Lehr du und unterweiſe mich, Daß ich den Vater kenne; Daß ich, o Chriſtus Jeſus, dich Den Sohn des Höchſten nenne, Und den, der uns zum Himmel weiſt, Des Vaters und des Sohnes Geiſt, Mit gleicher Ehrfurcht preiſe. 3. Laß mich vom großen Gna⸗ denheil Das wahr' Erkenntnis finden, Wie der nur an dir habe ich von Dein Tod ö Mei ſch des Dawit i Bliib al durch den Und was Nicſt für 6. ſt ſo lein, S merken. T mächtig ſ tum ſtärde zetricſtd ein glinme in dem E⸗ ſei, den Von viſer In allm ch ſti laut toß in Ge hren Früt 88 Rr dohn in mi ſätten, De d für Ur en Daß din it üd, den 9. 8 uift d 4 vochſ =e. Gieb, wi dht Leiden, ag — gewinm, 4 69 —₰ Not ſchrei 7 — ttes Sohr ir ſu Chrit— V — 18 = Nenſchenie ¹ Staube. du a oben ſer d 21 mir pui * beharten aunterweſint — ter keune, d S eſus, dd 3 1 6 ten nenn 4 3· Himme m 1 * E S Sohresd — furcit un n grn r 5 hr' Ekunt — ur muts Die Heilsordnung. 217 teil, Dem du vergiebſt die Sün⸗ den; Hilf, daß ich's ſuch, wie mir gebührt, Du biſt der Weg, der mich recht führt, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gieb, daß ich traue deinem Wort, Ins Herze es wohl faſſe, Daß ſich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienſt verlaſſe, Daß zur Gerechtigkeit auch werd, Weil ich von Sünden bin beſchwert, Dein Tod mir zugerechnet. 5. Mein Glaube, Jeſu, tröſte ſich Des Bluts, das du vergoſſen, Damit in deinen Wunden ich Bleib allzeit eingeſchloſſen. Laß durch den Glauben mich die Welt, Und was ſie für das Höchſte hält, Nicht für mein Kleinod achten. 6. Iſt auch mein Glaube noch ſo klein, Ein Senfkorn, kaum zu merken: Wollſt du doch in mir mächtig ſein, Und ſeinen Wachs⸗ tum ſtärken. Das ſchwache Rohr zerbrichſt du nicht, Verlöſcheſt nicht ein glimmend Licht, Biſt mächtig in dem Schwachen. 7. Hilf, daß ich ſtets ſorgfältig ſei, Den Glauben zu behalten, Von wiſſentlichen Sünden frei, In allem treu zu walten; Daß ich ſei lauter jederzeit, Ohn An⸗ ſtoß in Gerechtigkeit, Erfüllt mit ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, Laß ihn ſich immer ſtärken, Daß er ſei fruchtbar für und für Und reich an guten Wer⸗ ken, Daß er ſei thätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld ſich üb, Dem Nächſten treu zu dienen. 9. O rüſte mich mit deiner Kraft, Daß ich bis an mein Ende Stets übe gute Ritterſchaft, Zu dir allein mich wende; Daß ich in meiner letzten Not Des Glau⸗ bens Ziel durch deinen Tod, Die Seligkeit erlange. 10. Herr Jeſu, der du an⸗ gezünd't Das Fünklein in mir Schwachen, Was ſich vom Glau⸗ ben in mir find't, Das wollſt du ſtärker machen. Was du gefangen an, vollführ Bis an das End, daß dort bei dir Auf Glauben folg das Schauen. Mel. O Gott, du frommer Gott. 360. Veiuchet dn Ahr ech Glauben ſtehet, Ob Chriſtus in euch iſt, Ob ihr ihm auch nach— gehet; Ob ihr auch in Geduld, In Sanftmut, Freundlichkeit, In Lieb dem Nächſten ſtets Zu die⸗ nen ſeid bereit. 2. Der Glaube iſt ein Licht Im Herzen tief verborgen, Bricht als ein Glanz hervor, Scheint als der helle Morgen, Erweiſet ſeine Kraft, Macht Chriſto gleich ge⸗ ſinnt, Erneuert Herz und Mut, Macht dich zu Gottes Kind. 3. Er ſchöpft aus Chriſto Heil, Gerechtigkeit und Leben, Und will in Einfalt es Dem Nächſten wie⸗ dergeben. Weil er ſo überreich In Chriſto worden iſt, Preiſt er die Gnade hoch, BekennetJeſumChriſt. 4. Er hofft in Zuverſicht, Was Gott im Wort zuſaget, Er ſcheucht den Zweifel fort, Die Schwer⸗ mut wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt Die Hoffnung an den Tag, Hält Sturm und Wetter aus, Beſteht in Ungemach! —— — — 218 Gottes Werke und Wohlthaten. 5. Aus Hoffnung wächſt die Lieb; Man nimmt aus Gottes Händen Die Fügung freudig an, Wie Gott ſie uns will ſenden. Weil alles uns zum Heil, Zum Beſten iſt gemeint, Drum dringt die Liebe durch, Umfaſſet Freund und Feind. 6. Die Welt war Gottes Feind, Doch giebt er in dem Sohne Sein eingebornes Kind Zu einem Gna⸗ denthrone, Setzt Liebe gegen Haß; Wer gläubig dies verehrt, Wird bald zur Lieb entflammt, Die allen Haß verzehrt. 7. Was uns nun Gott gethan, Soll uns vor Augen ſchweben. Droht uns der Feind den Tod, Wir zeigen ihm das Leben; Flucht er, ſo ſegnen wir; In Schande, Spott und Hohn Iſt unſer beſter Troſt Des Himmels Ehrenkron. . Schickt Gott zur Prüfung uns Ein ſchweres Kreuz zu tragen: Der Glaube bringt Geduld, Er⸗ leichtert alle Plagen; Statt Mur⸗ rens, Ungeduld, Wird das Gebet erweckt, Weil aller Angſt und Not Von Gott ein Ziel geſteckt. 9. Man lernet durch das Kreuz Sein Elend recht verſtehen; Man fühlet Gottes Huld, Hält an mit ſtillem Flehen, Verzaget an ſich ſelbſt, Und trauet Chriſti Kraft, Fühlt, er ſei es allein, Der Mut und Kräfte ſchafft. 10. Man traut auf ſein Ver⸗ dienſt, Erlanget Geiſt und Stärke, In ſolcher Zuverſicht Zu üben gute Werke, Steht ab vom Eigenſinn, Flieht die Vermeſſenheit, Hält ſich in Gottesfurcht Im Glück, in böſer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, Ob Chriſtus in dir lebet, Denn Chriſti Leben iſt’s, Nach dem der Glaube ſtrebet. Erſt macht er dich gerecht, Dann giebt er Freudigkeit, Gewährt dir Licht und Kraft, Die ganz dein Herz erneut. 12. O Herr, vermehr in mir Des Glaubens Licht und Stärke; Gieb, daß er bringe ſtets Die Frucht der guten Werke. Wo Licht iſt, geht der Schein Freiwillig davon aus. Du biſt mein Gott und Herr, Verwahr mich als dein Haus. Mel. O Gott, du frommer Gott. 5 err, allerhöchſter Gott, 361. Von dem wir alle Gaben, Und was uns nützlich iſt, Durch Gnad und Bitten haben, O ſieh erbarmend mich In mei⸗ ner Schwachheit an, Weil ich nicht, wie ich will, Dir recht ver⸗ trauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, Doch nur mit ſchwachem Glauben. Oft will die Zweifelſucht Mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, Als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch Von mir nicht ferne ſein. 3. O reiche du mir ſelbſt Aus Gnaden deine Hände. Hilf meiner Schwachheit auf, Daß mich nichts von dir wende. Iſt ſchon, dem Senfkorn gleich, MeinGlaube noch ſehr klein, So laß ihn doch bei mir In ſtetem Wachstum ſein. 4. Gieb, daß die Zuverſicht In meinem Geiſt ſich mehre, Daß du mein Vater ſeiſt Und ich dir an⸗ gehöre, Daß alle meine Schuld Von dir vergeben ſei, Damit ſie vert ſeht M ſchenke dich dar 7. 9 Heilund ſtütz mi gen, Da der Ses dich pr drr hti ſiegen. D rſicht d Tvermehr in echt und dü 4 1 ſtets Dußn Freiwilig an 1 Gott win is dein zuß an frommer ont a uns ritgihi d Bitt zin ddd mich hr — an, M. =I, Dir utt — 2 zwar u F vachem Glit aifelſucht Unl A. Wer mat (8 du, d we Hülfedohie rſein. — u mrrſilf nde. difmt Duͤmzi — It ſten — E Meinlauke. 5 de — a laß iſn 1 —24 — — — — 4 4 4 — die zubeit mehne, de „ Und ihi e meine 3 ———— 2— — — Die Heilsordnung. 219 mein Herz ſich dein Als ſeines Gottes freu. 5. Mach dieſe Zuverſicht In mir, o Gott, ſo kräftig, Daß ich mein lebenlang In deinem Dienſt geſchäftig, Und ſtets be⸗ fliſſen ſei, Zu thun, was dir ge⸗ fällt; So hab ich, Gott, in dir Den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einſt Für deine Jünger bateſt, Und, wenn ſie ſtrauchelten, Beim Vater ſie vertrateſt, Ach, unterſtütz auch jetzt Mein ſehnliches Gebet, Und ſchenke Glaubenskraft Dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlerhand Iſt Heil und aller Segen; Herr, unter⸗ ſtütze mich Auf allen meinen We⸗ gen, Daß ich des Glaubens Ziel, Der Seelen Seligkeit Erlange und dich preiſ In alle Ewigkeit. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 362 Stark iſt meines Jeſu Hand, Und er wird mich ewig faſſen, Hat zu viel an mich gewandt, Um mich wieder loszulaſſen. Mein Erbarmer läßt mich nicht, Das iſt meine Zuverſicht. 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, Fürcht ich auch zu unter⸗ liegen: Chriſtus beut die Hand mir dar, Chriſtus hilft dem Schwachen ſiegen. Daß mich Gottes Huld verficht, Das iſt meine Zuverſicht. 3. Wenn der Kläger mich ver⸗ klagt, Chriſtus hat mich ſchon ver⸗ treten; Wenn er uns zu ſichten wagt, Chriſtus hat für mich ge⸗ beten. Daß mein Mittler für mich ſpricht, Das iſt meine Zuverſicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Daß ich keinen Ausgang wüßte, Und mit ungewiſſem Tritt Ohne Licht verzagen müßte: Chriſ⸗ tus iſt mein Stab und Licht, Das iſt meine Zuverſicht. 5. Mag die Welt in Mißge⸗ ſchick Beben oder ängſtlich klagen! Ohne Halt iſt all ihr Glück, Wahr⸗ lich, ſie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, Das iſt meine Zuverſicht. 6. Will der Herr durch ſtrenge Zucht Mich nach ſeinem Bild ge⸗ ſtalten, Dennoch will ich ohne Flucht Seiner Hand nur ſtille hal⸗ ten. Er übt Gnad auch im Ge⸗ richt, Das iſt meine Zuverſicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; Wer will dieſen Troſt mir rauben? Mein Erbarmer ſelbſt verſpricht's, Sollt ich ſeinem Wort nicht glauben? Jeſus läßt mich ewig nicht, Das iſt meine Zuverſicht. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 363 Seid geſegnet, heilge 4 Stunden, Wo mich meine Schuld betrübt, Wo ich blick auf Jeſu Wunden, Fühle, wie er mich geliebt! Dann ent⸗ weicht der Zweifel Heer, Furcht bedränget mich nicht mehr, Und der Geiſt der Kraft und Wahrheit Naht ſich mir in Himmelsklarheit. 2. Dann entwind ich mich dem Staube, Schaue ſehnend himmel⸗ wärts; Auf zu Gott ſchwingt ſich mein Glaube, Betend öffnet ſich mein Herz. Chriſti Geiſt durch⸗ dringet mich Und vertritt mich ————————————ÿꝛöꝛöꝛ —————————— ꝗMu--—— ——— ÿ—— .—y 220 Gottes Werke und Wohlthaten. kräftiglich; Bald ſtrömt Friede, Heil und Segen Mir von Gottes Thron entgegen. 3. Aber der verlornen Tage Sind noch immer gar zu viel, Wo ich müd am Abend klage: Heute keinen Schritt zum Ziel! Das iſt noch der Geiſt der Welt, Der mich ſo gefangen hält; Dieſe Knechtſchaft, Herr, zerſtöre, Daß ich ganz dir angehöre. Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm. 364 Der Grund, auf dem . mein Glaube ruht, Iſt feſt, mag auch die Welt ver⸗ gehen. Sein Siegel iſt des Mitt⸗ lers Blut Und deſſen glorreich Auferſtehen. O Glaube, du des Chriſten höchſter Ruhm, Wie ſelig, wer dich hat zum Eigentum! 2. Ich kannte nicht den Weg zum Heil, Mein Auge deckten dichte Hüllen, Nur Wahn und Irrtum war mein Teil, Nichts konnte meine Sehnſucht ſtillen, Bis ich das Wort des ewgen Lebens fand, Das Himmelslicht, vor dem die Nacht verſchwand. 3. Daß mich bei meiner Sün⸗ den Schuld Nicht Furcht und Zweifel ganz verzehren, Daß ich vertrau des Vaters Huld: Dies dank ich Jeſu heilgen Lehren. Ich weiß, ich bin verſöhnet durch ſein Blut, Und fühl im Herzen Zuverſicht und Mut. 4. Ich war betrübt bis in den Tod, Von Leid und Sorgen rings umgeben; Mich konnte nicht aus tiefer Not Der Freunde Rat und Troſt erheben. Der Glaube nur hat ſtets mit ſeiner Macht Ein neues Leben in mir angefacht. 5. Erhalte mir, o Gott, dein Wort Als meines Lebens höchſte Freude; Es ſei mein Troſt, mein Licht, mein Hort, Mein letztes Labſal, wenn ich ſcheide. Dort oben noch will ich dich, Herr, erhöhn, Daß mir ſo großes Heil durch dich geſchehn. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 265 Ich ſchäme mich des 365. Heilands nicht, Vor dem voll froher Zuverſicht Mein Knie ſich dankbar beuget. Gott, welch ein teures, wertes Wort: Ich, hier dein Kind, dein Erbe dort, Wie mir dein Geiſt bezeuget, Ich ſoll durch Jeſum Chriſtum rein, Durch ihn gerecht und ſelig ſein. 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, Die in der ſelgen Wiſſenſchaft Von dem Erlöſer lieget, Die alle Kenntnis dieſer Welt, Und was ſie Reizendes ent⸗ hält, Unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höchſter Ruhm Iſt Jeſu Evangelium. 3. Auf ewig iſt's mein beſtes Teil, In keinem andern hab ich Heil Und Kraft zum ewgen Leben; Vergebung meiner Sündenſchuld, Der Beifall Gottes, ſeine Huld, Iſt mir durch ihn gegeben. Ich ſteh im Glauben, bin ein Chriſt, An dem nun nichts verdammlich iſt. 4. Mir widerfuhr Barmherzig⸗ keit, Mit himmliſcher Zufriedenheit Lohnt Gott mich ſchon hienieden. Ich bete voller Zuverſicht, Mich ſchreckt kein Tod und kein Gericht, Mein Geiſt fühlt Gottes Frieden. ſſt unsg unſern G ſlth aten. — eben in my üt we mn mir chalte mir Ki 8 8 — — —.—— —— ———— ————— — — — — — — — — — —= — — — I D aß mir 1 ſe n ich geſchehn. — — — 1 . ) Ewigkeit, du Donrene Ich ſchäne ne 9 Heilands ut froher Zuveiſtel. c dankbar henn⸗ tt in teures, wette ar rdein Kind, Rndheir 1 dein Geiſt bexewe 1 ſe ihn gerecht udſ 8* roh fühlt min zan kraft, Die in w ſt ſchaft Von den Gi Die alle Keuntns i Und was ſie Reine nit ſinr M. Glück, mein öchke ſu Evangelium. 1 Auf ewig iſts mn i In keinem anden üi dKraft zum euxrie ung meiner Sündit eifall Gottes, ſen i — oſ durch ihn gexeben M zuben, bin en Ehn 7 m nichts berdannit 1 1 9 * ſ ſdir widerfuhr Bmmin thimmüſſcerzuftann Gott mich ſchel ſm d voller Zuweftt 3 kein Tod und kin in Geiſt fühlt Gottes de 1 — — M A Die Heilsordnung. 221 Gott, ewig iſt mein Herz nun dein, Und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht, Nichts raubt mir meinen Troſt und Mut, Nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, Du, Gott, wirſt mir auf jenen Tag Mein Erbteil wohl bewahren. Ja, du, der mich berief, biſt treu; Hilf, daß ich's auch im Glauben ſei. Mel. Wer nur den lieben Gott. 366. Wenn heiße Thränen mir entfließen, Mein Herz mit Angſt und Schmerzen ringt, Dann ſink ich, Herr, zu deinen Füßen, Und finde, was mir Tröſtung bringt. Dann wird der Glaube mir ein Licht, Das meines Kummers Nacht durchbricht. 2. Du, Heiland, bieteſt jedem Müden Erquickung, Mut und Hoffnung an, Und ſchenkeſt ihm den innern Frieden, Den ihm die Welt nicht geben kann. Durch dieſes Friedens Kraft erfreut, Wird ihm der Glaube Seligkeit. 3. Auch wenn wir zweifelnd oft uns grämen, Wenn Kleinmut unſern Geiſt verſtimmt, Willſt du uns Schwache nicht beſchämen, So lang ein Funke Glaubens glimmt; Du fachſt ihn an, du nähreſt ihn, Und bald wird er von neuem glühn. 4. Du ſtärkſt die ſchon geſunknen Hände, Du ſtärkſt des matten Kämpfers Fuß, Giebſt der Ver⸗ ſuchung ſolch ein Ende, Daß unſer Dank dich preiſen muß. Du führeſt durch die Prüfungszeit Uns hin zu deiner Herrlichkeit. 5. Des Glaubens Kraft iſt unſre Stärke, Er überwindet eine Welt, Und wirket in uns Gottes Werke, Und Tugend, die ihm wohlgefällt; Und jeder Sieg, den er uns ſchafft, Belebt das Herz mit neuer Kraft. 6. Verleih, o Herr, mir dieſen Glauben, Laß ihn in Liebe thätig ſein. Nichts müſſe dieſes Heil mir rauben, Fern bleibe jeder Heuchelſchein; Dann werd auch ich in jener Welt Den Auser⸗ kornen zugeſellt. Mel. Mein Salomo, Dein. 367 MeinFriedensfürſt, Dein * freundliches Regieren Stillt alles Weh, das meinen Geiſt beſchwert. Wenn ſich zu dir mein blödes Herze kehrt, So läßt ſich bald dein Friedensgeiſt ver⸗ ſpüren; Dein Gnadenblick zer⸗ ſchmelzet meinen Sinn, Und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund Giebt ſolche edle Gaben, Als alle Welt mir nicht verſchaffen kann. Schau an die Welt, ſchau ihren Reich⸗ tum an, Er kann ja nicht die müde Seele laben. Mein Jeſus kann's, er thut's im Überfluß, Wenn alle Welt ſich arm be⸗ kennen muß. 3. O ſüßer Freund, Wie wohl iſt dem Gemüte, Das im Geſetz ſich ſchwer ermüdet hat, Und nun zu dir, dem Seelenleben, naht, Und ſchmeckt in dir die wunder⸗ ſüße Güte, Die alle Angſt, die alle Not verſchlingt, Und unſern Geiſt zu ſanfter Ruhe bringt. —— — — — Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Mein trauter Freund, Wenn deiner Liebe Zeichen Dies arme Herz ſo lind und warm durchgehn, Fühl ich in mir ein reines Licht entſtehn, Darin ich kann das Va⸗ terherz erreichen, Darin die Seele nur Vergebung ſpürt, Und eine Gnadenflut die andre rührt. 5. Je mehr ſich dann Das Herz zum Vater kehret, Je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, So daß es ganz der Eitelkeit vergißt, Die ſonſt den Geiſt ge⸗ dämpfet und beſchweret. Je mehr das Herz des Vaters Liebe ſchmeckt, Je mehr wird es zur Heiligung erweckt. 6. Wenn ſich in dir Des Höch⸗ ſten Klarheit ſpiegelt, Die Freund⸗ lichkeit von ſeinem Angeſicht, So fängt das Leben an, aus Nacht wird Licht; Das Heimliche der Weisheit wird entſiegelt, Ja ſelbſt dein Herz zu Gottes Bild ver⸗ klärt, Und alle Kraft der Sünde abgewehrt. 7. Was dem Geſetz Unmöglich war zu geben, Das ſchafft als⸗ dann die Gnade ſelbſt in dir, Sie wirket Luſt zur Heilligkeit ſchon hier, Und ändert nach und nach dein ganzes Leben, Indem ſie dich aus Kraft in Kräfte führt, Und mit Geduld und Langmut dich regiert. 8. Möcht ich nur ſtets Auf dich, mein Heiland, ſchauen! Be⸗ ſuche mich, du Aufgang aus der Höh, Daß ich das Licht in deinem Der meinen Blick, o Herr, von dir abführ. 9. Wenn meine Schuld Mich vor dir niederſchläget, Wenn ſie den Geiſt der Kindſchaft in mir dämpft, Wenn das Geſetz mit meinem Glauben kämpft, Und lau⸗ ter Angſt und Furcht in mir er⸗ reget: So laß mich doch dein Mutterherz dann ſehn, Und neue Kraft und Zuverſicht entſtehn. 10. So ruh ich nun, Mein Heil, in deinen Armen, Du ſelbſt ſollſt mir mein ewger Friede ſein; Ich hülle mich in deine Gnade ein, Mein Element iſt einzig dein Erbarmen. Und weil du mir mein Ein und Alles biſt, Hab ich genug, wenn dich mein Geiſt genießt. Mel. Chriſt, alles, was dich kränket. 368 Iſt Gott für mich, ſo * I trete Gleich alles wider mich! So oft ich ſing und bete, Stärkt meine Seele ſich. Hab ich das Haupt zum Freunde, Bin ich geliebt von Gott, Was ſchaden mir die Feinde, Was acht ich ihren Spott! 2. Ich weiß und glaub es feſte, Ich rühm es ohne Scheu, Daß Gott, der Höchſt' und Beſte, Mein Freund und Vater ſei. Weil er in allen Fällen Mir will zur Rech⸗ ten ſtehn, So werd in Sturm und Wellen Ich niemals untergehn. 3. Der Grund, drauf ich mich gründe, Iſt Chriſtus und ſein Blut; Das machet, daß ich finde Das ewge, wahre Gut. An mir Lichte ſeh, Und könne feſtiglich der Gnade trauen. Kein Fehler ſei ſo groß und ſchwer an mir, und meinem Leben Iſt nichts auf dieſer Erd; Was Chriſtus mir gegeben, Das iſt der Liebe wert. berdann meinen Flamme Kein l Unheit: mit Flü der mich 7 6 ſthaten. 14 meine Süul nidderſclüe, ſſt der Kuütnr 3 Wenn das Geſe Glauben käm N ſ und Furcit d 1 So laß riich 1 b herz dann ſein Ur 66 und Zuverſicht, etft nn 6 So uh ih un R 1 8 deinen Armen,„Auich ir mein ewherjt deim. ille mich in dem iu tein Elementi titegn nen. Und wel ug ein und Alles! bi züt wenn dich meinoeinnn den 4 3 btt nhſ . J 8 d e So oft ün u. meine Sit i H das Haunt in m ch g eliebt von 11 8 nmird de ſine di en Spott! 8 weiß und glauöaf ühm es ohne Sta dn dß tudSn 1 ind Vater ſtt 5 n 1— Mir nilm 1 hn, Sol werdin Eumn t niemals unnn— de Grund, dmfj ln 6, Iſt Ehrins m Das n nacht ui 1 Die Heilsordnung. 223 4. Er iſt mein Ruhm und Ehre Und meines Glaubens Licht; Wenn er nicht in mir wäre, Hätt ich den Frieden nicht. Ich könnte nim⸗ mer ſtehen Vor Gottes Sternen⸗ thron, In Angſt müßt ich ver⸗ gehen Vor des Geſetzes Drohn. 5. Mein Jeſus hat zerſtöret, Was mit ſich führt den Tod, Er iſt's, der Huld gewähret, Mich führt aus aller Not. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmut, Darf das Gericht nicht ſcheuen, Wie ſonſt ein Sün⸗ der thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, Nichts raubt mir; meinen Mut; Die Höll und ihre Flammen Tilgt Jeſu Chriſti Blut. Kein Urxteil mich erſchrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügelm decket Mein Heiland, der mich lieb 7. Sein Geiſt wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmer⸗ zen, Nimmt allen Kummer hin, Giebt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir ſchafft, Hilft mir das Abba ſchreien Aus aller mei⸗ ner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schwachheit find't, So ſeufzt und ſpricht er Worte, Die unausſprechlich ſind; Sie tönen nicht vom Munde, Sind aber Gott bewußt, Der an des Herzens Grunde Erſiehet ſeine Luſt. 9. Sein Geiſt ſpricht meinem Geiſte Manch ſüßes Troſtwort zu, Wie Gott dem Hülfe leiſte, Der hat erbauet Dort eine neue Stadt, Wo Aug und Herze ſchauet, Was es geglaubet hat. 10. Da iſt mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich einſt fall und ſterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verſeufz ich auch hienieden Mit Thränen manche Zeit, Mein Herr mit ſeinem Frieden Ver⸗ ſüßet alles Leid. 11. Wer ſich mit dem verbin⸗ det, Den dieſe Welt noch haßt, Der wird verfolgt und findet Sein Teil von Not und Laſt. Er muß ſie dulden, tragen, Gerät in Spott und Hohn, Erfährt des Kreuzes Plagen, Die ſeiner Seele drohn. 12. Das iſt mir nicht ver⸗ borgen, Doch bin ich unverzagt, Gott will ich laſſen ſorgen, Dem ich mich zugeſagt. Es koſte Leib und Leben, Und alles, was ich hab, An dir will ich feſt kleben, Und nimmer laſſen ab. 13. Mag mich die Welt ver⸗ kennen, Du liebſt mich ewiglich. Kein Leiden ſoll uns trennen, Herr Jeſu, dich und mich. Kein Hun⸗ ger und kein Dürſten, Kein' Ar⸗ mut, keine Pein, Kein Zorn der großen Fürſten Soll mir zur Hindrung ſein. 14. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein' Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angſt, kein Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es ſei klein oder groß, Der keines ſoll mich lenken Aus deinem Arm bei ihm ſuchet Ruh, Und wie er und Schoß. 224 Gottes Werke und Wohlthaten. 15. Mein Herz iſt voller Freude Und kann nicht traurig ſein, Ich weiß von keinem Leide, Seh lauter Sonnenſchein. Die Sonne, die mir lachet, Biſt du, Herr Jeſu Chriſt, Das, was mich fröhlich machet, Iſt, was im Himmel iſt. Mel. Die Tugend wird durchs. 6 as wär ich ohne 369. W dich geweſen? Was würd ich ohne dich, Herr, ſein? Zu Furcht und Angſten auserleſen, Ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich ſicher, was ich iebte, Die Zukunft wär ein dunkler Schlund, Und wenn mein Herz ſich tief betrübte, Wem thät ich meine Sorgen kund? 2. Einſam verzehrt von heißem Sehnen, Erſchien mir nächtlich jeder Tag, Ich folgte nur mit heißen Thränen Dem weiten Lauf des Lebens nach; Ich fände Un⸗ ruh im Getümmel Und hoffnungs⸗ loſen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, Wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Chriſtus ſich mir kund gegeben Und bin ich ſeiner erſt gewiß, O dann verzehrt ein lichtes Leben Die bodenloſe Finſternis. Nun ſchau ich erſt des Chriſten Würde, Mein Schickſal wird ver⸗ klärt durch ihn, Und leichter trag ich jede Bürde, Seh in der Wüſte Roſen blühn. 4. Das Leben wird zur Lie⸗ besſtunde, Die neue Welt ſpricht Lieb und Luſt, Und Balſam träuft in jede Wunde, Und frei und voll klopft jede Bruſt. Für 9. Seitdem verſchwand die alle ſeine tauſend Gaben Bleib ich ſein demutsvolles Kind, Gewiß, ihn unter uns zu haben, Wenn zwei auch nur verſammelt ſind. 5. O geht hinaus auf allen Wegen Und holt die Irrenden herein, Streckt jedem eure Hand entgegen, Und ladet froh ſie zu uns ein. Der Himmel iſt bei uns auf Erden, Im Glauben ſchauen wir ihn an; Die eines Glaubens mit uns werden, Auch denen iſt er aufgethan. 6. Ein alter ſchwerer Druck der Sünde War feſt auf unſer Herz gebannt; Wir irrten in der Nacht wie Blinde, Von Reu und Luſt zugleich entbrannt. Ein jedes Werk ſchien uns Verbrechen, Der Menſch nur Gottes Feind zu ſein, Und ſchien der Himmel uns zu ſprechen, So ſprach er nur von Tod und Pein. 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, Gab ſich der Angſt der Sünde hin, Und ward's in unſerm Geiſte helle, So war nur Unruh der Gewinn. Der Sinne Luſt hielt an der Erde Die bebenden Gefangnen feſt; Furcht vor des Totenrichters Schwerte Verſchlang der Hoff⸗ nung Uberreſt. 8. Da kam ein Heiland, ein Befreier, Ein Menſchenſohn, voll Lieb und Macht, Und hat ein allbelebend Feuer In unſern Her⸗ zen angefacht. Nun ſahn wir erſt den Himmel offen Als unſer altes Vaterland, Wir konnten glauben, lieben, hoffen, Und fühl⸗ ten uns mit Gott verwandt. Not der Sünde, Und fröhlich Liebe g. dieſen geheilh wie in Liil und fommen uns erg mit au des Pa 4 370. Glaazd mitbede dein B deine teuerfü deiner Sprih 29 ſäcen iotam, hlthaten. demutſea, en tenntsdalesgi 9 8„„ ner uns zu haben, g uch nur berſann 3 Streckt jedem eun z en Und lodt fißſ n. Der Himmeli den, Im Glautm in an; Die emig as werden, Aut gethan. ein alter ſchhen dae ünNo Lunde Und holt de 1 1 * M 1 1 NM... War fit im gebannt; Wri 1 D i wie Blinde Auan ugleich entceun gi a ſchien uns Kante d h nur Gotts id ſt 8 ſchien der hanld en, So ſwrhamm und Pein. Das Herz, des bet le, Gab ſich der i de hin, Und uet m Geiſte hell, Gn Unruh der Gewim. d e Luſt hielt m N dh bebenden Gefennn i t vor des Urite erte Verſchlang de if Überreſt. Da kam ein Helun i bend Feuer Jumali mgefacht. Am— n Himmel cfnl 4 Vaterland, Ir im en, lieben,hoffen luſ us mit Gott vemunt Seitdem rriien 1 der Sünde, Un. Die Heilsordnung. 225 wurde jeder Schritt; Der Eltern Liebe gab dem Kinde Ins Leben dieſen Glauben mit; Durch ihn geheiligt zog das Leben Vorüber wie im Morgenlicht, Und ewger Lieb und Luſt ergeben, Bemerken wir den Abſchied nicht. 10. Noch ſteht in wunderbarem Glanze Der heilige Geliebte hier; Gerührt von ſeinem Dornenkranze Und ſeiner Treue, weinen wir. Ein jeder Menſch iſt uns will⸗ kommen, Der ſeine Hand mit uns ergreift, In ſeinen Bund mit aufgenommen Zur Frucht des Paradieſes reift. Eigne Melodie. 370 Mein Jeſu, dem die Seraphinen Im Glanz der höchſten Majeſtät Selbſt mit bedecktem Antlitz dienen, Wenn dein Befehl an ſie ergeht, Reich deine Gnade meiner Seele, Die reuerfüllt vor dir ſich beugt, Vor deiner Herrlichkeit ſich neigt; Sprich: ja du biſt's, die ich erwähle. 2. O gönne meinen Glaubens⸗ blicken Den Eingang in dein Hei⸗ ligtum, Und laß mich deine Gnad erquicken Zu meinem Heil und deinem Ruhm. Ich weiß, du kannſt mich nicht verſtoßen; Wie könnteſt du nicht gnädig ſein Mir, den dein Blut von Schuld und Pein Erlöſt, als es ſo reich gefloſſen? 3. Ach, laß mich deine Weis⸗ heit leiten, Und nimm ihr Licht nicht von mir weg; Stell deine Gnade mir zur Seiten, Daß ich auf dir geweihtem Weg Beſtändig bis ans Ende wandle, Damit und Herzeusfreudigkeit Nach dei⸗ nem Wort und Willen handle. 4. Reich mir die Waffen aus der Höhe Und ſtärke mich durch deine Macht, Daß ich im Glauben ſieg und ſtehe, Wenn Stärk und Liſt der Feinde wacht. So wird dein Gnadenreich auf Erden, Darin Gerechtigkeit regiert, Und Lieb und Huld das Scepter führt, Auch von mir ausgebreitet werden. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 37 1 Schweiget, bange Zwei⸗ 3 fel, ſchweiget! Mein Erbarmeriſt getreu, Und ſein Geiſt in mir bezeuget, Daß ich Gott verſöhnet ſei. Mir drohn nicht der Hölle Flammen, Und will mich mein Herz verdammen, Dennoch täuſcht mich nicht ſein Schmerz: Gott iſt größer als mein Herz. 2. Er, der das Verborgne kennet, Kennt auch mich und weiß allein, Wie das Herz von Sehnſucht brennet, Ganz ſich ſeinem Dienſt zu weihn; Schaut den Kummer meiner Seele, Der mich beugt, ſo oft ich fehle, Und nicht meiner Zweifel Wahn, Meinen Glauben ſieht er an. 3. Und wie nie ſein Urteil wan⸗ ket, Wankt auch nie ſein ewger Rat. Rühmt, o Chriſten, danket, danket! Groß iſt, was er an uns that. Uns, den Sündern, den Ver⸗ lornen, Gab er ſeinen Eingebor⸗ nen: Wahrlich, alles, alles giebt Er, der uns im Sohne liebt. 4. Mir auch iſt ſein Sohn ge⸗ geben, Durch den Glauben iſt er mein; Ich, ich weiß, ich werde ich hier in dieſer Zeit In Lieb leben Und in ihm einſt ſelig ſein. 15 226 Gottes Werke und Wohlthaten. Mich ſah Gott von ſeinem Throne, Mich erwählt er in dem Sohne, Eh noch ſeiner Allmacht Ruf Mich und alle Weſen ſchuf. 5. Wer will ferner den ver⸗ klagen, Den Gott ſelber auser⸗ wählt? Wer darf zu verdammen wagen, Den er zu den Seinen zählt? Hier iſt Gott, nichts kann mich ſchrecken, Seine Gnade will mich decken; War ich gleich der Sünde Knecht, Er, mein Gott, ſpricht mich gerecht. 6. Teuer bin ich ihm erworben, Heil mir, hier iſt Jeſus Chriſt! Er, der auch für mich geſtorben, Auch für mich erſtanden iſt; Der zur Rechten Gottes ſitzet, Auf mich ſieht, mich mächtig ſchützet, Mich vertritt, mich nie verſtößt, Mich aus aller Not erlöſt. 7. Trotz der Welt und ihres Spottes, Trotz der Höll und ihrer Wut! Mir bleibt doch die Liebe Gottes, Hält mich feſt in treuer Hut. Was will je von ihm mich ſcheiden? Nein, ich werd in allen Leiden Mehr alsbloß geduldig ſein, Mich vor Gott auch ihrer freun. 8. Laß denn rauhe Wetter ſtür⸗ men, Alles um mich her ſei Nacht: Gott, mein Gott wird mich be⸗ ſchirmen, Der für meine Wohl⸗ fahrt wacht. Ob ich lang auch hülflos bliebe, Leitet mich doch ſeine Liebe Durch die Nacht, drum fürcht ich nichts, In die Woh⸗ nungen des Lichts. 9. Reichtum ſucht zwar zu bethören, Hinzuziehn zu niederm Geiz, Blendend iſt der Glanz der Ehren, Süß der Wolluſt falſcher Reiz; Schlüpfrig ſind des Glückes Pfade, Schmeichelnd iſt der Hohen Gnade, Eitles Lob führt leicht von Gott, Und noch leichter bitt⸗ rer Spott: 10. Dennoch, weiß ich, Schmerz und Freuden, Tod und Leben, Lob und Schmach Werden mich von Gott nicht ſcheiden; Gott iſt ſtark, bin ich auch ſchwach. Gunſt der Großen, Haß der Feinde, Lockungen der falſchen Freunde, Nichts er⸗ ſchüttert meine Treu, Gottes Liebe ſteht mir bei. 11. Feſt im Glauben will ich halten, Wird auch alles mir ge⸗ raubt; Gottes Gnade laß ich wal⸗ ten, Und erhebe froh mein Haupt. G'nug, daß meiner der gedenket, Der mir ſeinen Sohn geſchenket, Und mich nimmermehr verläßt; Dieſer Fels bleibt ewig feſt. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. 372 So hab ich nun den — Fels erreichet, Wo⸗ rauf mein Glaube ſicher ruht, Den Fels, der keinen Stürmen weichet, An dem ſich bricht die wilde Flut; Ein Fels, an dem die Macht der Höllen Doch endlich kraftlos muß zerſchellen, Schließt mich in ſeine Klüfte ein. Mein Herz, verbanne Furcht und Grauen! Auf dieſen Felſen kannſt du trauen, Hier wirſt du ewig ſicher ſein. 2. Mich warf die Menge meiner Sünden Wie ein empörtes Meer herum, Ich ward ein traurig Spiel den Winden, Ward des Verderbers Eigentum. Mir drohte mein be⸗ fleckt Gewiſſen Mit grauenvollen Finſterniſſen, Mit unausſprechlich großer Not; Ich ſchwebt auf die⸗ ſen w an de rang! 33 nöben Schme volles liebend meinen Zweift erquich Wiegt Wieſar Wert 4 brauſe Meer! Grauſe Heer. erſchen bens der all und H Fals, Und n ohſthaten. 3emt ün dot un in ſt Spott. mot lichr △ „Dennoch deijih Kreuden, Tod ud. d 6 6 — nicht ceiden. Got in ih aut ſcha di gen, Haß der Nennde 1 falſchen Freunde r tert meine An gteg mir ba. 5 1. Feſt im Girta en, Wind ut tlam t.; Gottes Gmelfhn Und erhebe fni e 1 11 ug, daß mem d 7 daß menr gäan mir ſeinen ein gtet mich ninm wi ſer Fels blit m . Wie wehl in un h 2 So bwihmn . 8 Fels mat d f mein Glanbe ſcherad s, der keinen Sünarit dem ſich brict deii 1 Fels, an dem e Jutb llen Doch endlih britn ſchellen, Schlrſt utiſ * 1 ffte ein. Mun oa rim — — — rcht und Grun w iſen kannſt du mn ſ. iſt du ewig ſita ſi 2. Mich warf de Aun b anden Wie ein mmi 9 um, Ich wardtutnen Winden Vanusede 4* dtni zentum. Mir wtne, *. Gewiſen At pum eſterniſſen Mimurſen aften! 9 wetd- .— pßer Not; Jiſt 6 6 Die Heilsordnung. 227 ſen wilden Wellen Verzweifelnd an dem Rand der Höllen, Und rang mit Leben und mit Tod. 3. Doch mitten in den Todes⸗ nöten Erblickte Jeſus meinen Schmerz; Es drang mein thränen⸗ volles Beten In des Verſöhners liebend Herz. Er half mir, ſtärkte meinen Glauben, Den mir der Zweifel wollte rauben, Und nun erquickt mich Freud und Ruh. Wie groß iſt, Jeſu, dein Erbarmen! Wie ſanft ruh ich in deinen Armen! Wer tröſtet, wer erfreut, wie du? 4. Nun laß die Tiefen immer brauſen, Es wüte ungeſtüm das Meer! Ich ſehe ohne Furcht und Grauſen Auf aller finſtern Mächte Heer. Ihr werdet mich nicht mehr erſchrecken, Der Schild des Glau⸗ bens wird mich decken, Auch in der allerſchwerſten Zeit. Laß Erd und Himmel ſelbſt vergehen, Der Fels, auf dem ich ruh, bleibt ſtehen, Und mit ihm meine Seligkeit. Eigne Melodie. 373 Es iſt das Heil uns 3 kommen her Von Güt und lauter Gnaden, Die Werk permögen nimmermehr Zu heilen unſern Schaden. Der Glaub ſieht Jeſum Chriſtum an, Der hat genug für uns gethan, Er iſt der Mittler worden. 2. Da man, was Gott geboten hat Im G'ſetze nicht konnt halten, Erhob ſich Zorn und große Not Vor Gott ſo mannigfalten; Vom Fleiſch wollt nicht heraus der Geiſt, Den Gott erfordert allermeiſt; Es war mit uns verloren. 3. Es war ein falſcher Wahn dabei, Gott hätt ſein G'ſetz ge⸗ geben, Als ob wir möchten ſelber frei Darnach vollkommen leben; So iſt es nur ein Spiegel zart, Der uns zeigt an die ſündge Art, In unſerm Fleiſch verborgen. 4. Nicht möglich war's, dieſelb Unart Aus eignen Kräften laſſen; Wiewohl es oft verſuchet ward, Doch mehrt ſich Sünd ohn Maßen. Sie nahm Urſache am Gebot, Das dräute mir den ewgen Tod, Weil ich der Sünde diente. 5. Noch muß das G'ſetz erfüllet ſein, Sonſt wär'n wir all ver⸗ dorben; Drum ſchickt Gott ſeinen Sohn herein, Der für uns iſt geſtorben. Das ganz' Geſetz hat er erfüllt, Damit ſein's Vaters Zorn geſtillt, Der über uns ging alle. 6. Und weil es nun erfüllet iſt Durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein frommer Chriſt Des Glaubens recht' Geſtalten. Nicht mehr, denn: lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben ſein, Du haſt für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht be⸗ trügen; Nun ſagſt du, daß kein Menſch verzag, Das wirſt du nimmer lügen: Wer glaubt an mich, und wird getauft, Dem iſt der Himmel ſchon erkauft, Daß er nicht werd verloren! 8. Der iſt gerecht vor Gott allein, Der dieſen Glauben faſſet; Der Glaub giebt uns von ihm den Schein, So er die Werk nicht läſſet. Der Glaub iſt wohl mit Gott daran, Du mußt auch 15* 228 Gottes Werke und Wohlthaten. lieben jedermann, Biſt du aus Gott geboren. 9. Die Sünd wird durchs Geſetz erkannt, Schlägt das Ge⸗ wiſſen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand, Und ſtärkt den Sünder wieder; Es ſpricht: eil nur zum Kreuz herzu, Im G'ſetz iſt weder Raſt noch Ruh, Mit allen ſeinen Werken. 10. Die Werke kommen g'wiß⸗ lich her Aus einem rechten Glau⸗ ben; Denn das kein rechter Glaube wär, Dem man die Werk wollt rauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, Die Werke ſind des Nächſten Knecht, Den Glau⸗ ben dran zu merken. 11. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit, Was Gottes Wort zuſage, Wann das geſchehen ſoll zur Freud, Setzt Gott kein Ziel, noch Tage; Er weiß wohl, wann's am beſten iſt, Und braucht an uns nicht arge Liſt, Des ſoll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob ſich's anließ, als wollt er nicht, Laß dich es nicht er⸗ ſchrecken, Denn wo er iſt am beſten mit, Da will er's nicht entdecken. Sein Wort laß dir ge⸗ wiſſer ſein, Und ob dein Herz ſpräch lauter: nein, So laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis, Um dieſer Gutthat willen, Gott, Vater, Sohn und heilgem Geiſt! Der woll mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat Zu Ehren ſeiner Majeſtät, Geheiligt ſei ſein Name. 14. Sein Reich zukomm, ſein Will auf Erd G'ſcheh wie ins Himmels Throne. Das täglich Brot uns heute werd, Und unſrer Schuld verſchone, Als wir auch unſern Schuldnern thun. Laß uns nicht in Verſuchung nun, Löſ uns vom Ubel. Amen. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 374 Ich will ganz und gar d. nicht zweifeln In der guten Zuverſicht Zu dir, Jeſu, trotz den Teufeln! Was mein Gott will, das geſchicht. Wenn die Himmel ſchon vergehn, Dieſes Wort bleibt ewig feſte: Soll die Erd auch nicht beſtehn, Mein Erlöſer bleibt der beſte. 2. Du haſt mir ins Herz ge⸗ ſchrieben, Allerhöchſter Gottesſohn, Daß du mich wirſt ewig lieben, Mich, mich Aſche, Staub und Thon. O, du große Majeſtät, Wer kann deine Liebe faſſen, Die wie Felſen ewig ſteht, Und den Sünder nicht kann laſſen? 3. Deine Gnad hat angefangen Dieſes gute Werk in mir, Daß ich freudig kann gelangen Zu der ſchmalen Himmelsthür. Du wirſt mich auch laſſen ein, Du, der Weg, die Thür, das Leben, Alles wirſt du mir dann ſein, Wenn du dich mir ſelbſt wirſt geben. 4. Laß die Lampe meiner Seele, Schönſter Himmelsbräu⸗ tigam, Brennen von dem Glau⸗ bensöle, Wann du kommſt, o Got⸗ teslamm, In der letzten Mitter⸗ nacht, Da man wird Poſannen hö⸗ ren. Selig, welcher munter wacht, Wenn ſich alles wird verkehren. 5. Nun, ich weiß, Gott wird vollführen, Was er angefangen — 1 den e u Jin m vom Üt 8. u 18 a 3 W Tein Wa 1 das geſtitt 1 R 4 ſ Yon werxein, W Ibleidt mi fir 8 llerhöchſtro n du mich wirtm ), mich dis, O, d 1 grrje luü 3 m dine bheſe 1 elſen ewig ſteit l nicht kann liſt ſen Deine Gnad hat nim es gute te Werk in nn reudig gn in gelanoena len dnn lsthit r nuch laſſen ein 1 d 4 die Thür, das Ate Ä du mir dann ſiin be ich mir ſelbſt virt kn Laß die Lauxe u Sch önſter 5 inme. „Bre ane run xn C öle, Wann dehnnßn . In d* letten 1 da man nid eum Selig welcher nuntel n uſch alles vid ut — — — ürrft n dun, ich weiß(it ren Was el r Ahhyd uhren, Die Heilsordnung. 229 hat; Jeſus wird mich auch regie⸗ ren Durch des Geiſtes Wunder⸗ that, Bis Jehovah ganz allein, Er, das dreimal heilge Weſen, Wird mein Teil und Erbe ſein, Dann wird meine Seel geneſen. Mel. Jeſu, meine Freude. ie getroſt und heiter, 375. W Du Gebenedeiter, Machſt du meinen Geiſt! Alle, die dir trauen, Führſt du zu den Auen, Wo du ſie erfreuſt. Nie⸗ mals wird bei dir, o Hirt, Freund und Tröſter meiner Seelen, Mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rat ergeben Freu ich mich zu leben, Was du willſt, iſt gut. Nichts vermag ich Schwa⸗ cher, Du, mein Seligmacher, Rüſ⸗ teſt mich mit Mut. Wenn die Welt erbebt und fällt, Wenn Ge⸗ richt und Hölle ſchrecken, Willſt du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir ſchauen, Mein Erlöſer lebt. Ich weiß, wem ich glaube, Weiß, daß aus dem Staube Mich ſein Arm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag Eines Frevlers Herz erſchüttern: Was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir iſt Sünde, Doch ich überwinde Sie, mein Hort, durch dich. Sink ich oft noch nieder, Du erhebſt mich wie⸗ der, Du begnadigſt mich. Deine Huld tilgt meine Schuld; Nie entziehſt du deinem Knechte Der Erläſten Rechte. Daß ich Gott erkenne Und on Vater nenne Und mich ewig ſein, Daß ich hier am Grabe Troſt und Hoffnung habe, Dank ich dir allein. Daß dein Geiſt mich unter⸗ weiſt, Und mich führt auf deinem Pfade, Das iſt deine Gnade. 6. Der du Baut und Leben Für mich hingegeben, Daß in meiner Not Ich nicht hülflos bliebe: Groß iſt deine Liebe, Stärker als der Tod. Herr, und ich, ich ſollte mich Deiner Huld nicht dankbar freuen? Dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, Dies ſei mein Beſtreben, Meine Luſt und Pflicht. Was die Welt ver⸗ gnüget, O mein Heil, das g'nüget Meiner Seele nicht. Hab ich dich, wie gern will ich Das, wonach die Heiden trachten, Reich in dir verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, Daß ich glücklich werde Durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, Die die Welt be⸗ thören, Traum und Eitelkeit? Du erfreuſt des Menſchen Geiſt. Herr, du willſt, die dich verehren, Ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden Schmeck ich ſchon hienieden, Und was hoff ich dort! Unbegrenzte Zeiten Voller Seligkeiten Hoff ich auf dein Wort. Die ſind mein durch dich allein; Bleib ich dir getreu im Glauben,„Wer kann ſie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte Jauchzet mein Gemüte, Gott, mein Heiland, dir. Dieſer Geiſt der Freuden Stärke mich im Lei⸗ den, Weiche nie von mir. Laß mich ſo beherzt und froh Einſt durchs Thal des Todes dringen, Dort dein Lob zu ſingen. 230 Gottes Werke und Wohlthaten. Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. der kann vor dir, o 376. Herr, beſtehn? Es iſt mit uns verloren, Wenn du willſt ins Gericht einſt gehn Mit denen, die geboren. Wir können ja auf tauſend nicht Ein Wörtlein bringen an das Licht; Es heißt: du biſt verfluchet! 2. Unmöglich iſt nun, daß man kann Recht halten dein Geſetze, Denn dieſes will von jedermann, Daß es kein Menſch verletze. Wer nicht in allem völlig bleibt, Der iſt verflucht, wie Moſes ſchreibt: Thu das, ſo wirſt du leben. 3. Nun haben wir den erſten Bund, Wie Adam, überſchritten. Erfahrung lehret alle Stund, Daß wir dein Recht beſtritten. Wir bleiben alſo in dem Tod, Wo nicht ein Bürg in dieſer Not Ein göttlich Mittel findet. 4. Wahrhaftige Gerechtigkeit Iſt leider ganz verſcherzet. Die Schlang hat in der erſten Zeit Betrogen, ach, das ſchmerzet. Herr Jeſu, nimm dich unſer an, Du biſt der Gott, der helfen kann, Und darum Menſch geworden. 5. Herr, unſere Gerechtigkeit, Die nur vor Gott beſtehet, Biſt du allein; du biſt bereit, Zu ru⸗ fen: auf mich ſehet! Darum mein Glaube zu dir ſpricht: Mein Gott und Herr, verlaß mich nicht, Wenn meine Sünd mich kränket. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. 377 Schöpfer aller Men⸗ . ſchenkinder, Großer Richter aller Welt, Sieh, hier wird ein armer Sünder Vor dein ſtreng Gericht geſtellt, Der in Sünden iſt geboren, Der dein Ebenbild verloren, Der mit Sün⸗ den ſich befleckt, Der in tiefen Schulden ſteckt. 2. Mein Gewiſſen, das mich quälet, Deine Strafgerechtigkeit, Dein Geſetz, das nichts verhehlet, Samt dem Satan, ſtehn bereit, Meine Seele zu verklagen; Nichts weiß ich darauf zu ſagen, Denn ein Zeuge giebt ſich an, Der ge⸗ ſehn, was ich gethan. 3. Wehe mir, ich muß verderben, Sehe nichts als Höll und Pein. „Frecher Sünder, du mußt ſterben!“ Wird mein ſtrenges Urteil ſein. Es erzittert meine Seele Vor des offnen Abgrunds Höhle; Wer hilft mir in dieſer Not, Wer errettet mich vom Tod? 4. Doch, gottlob! die Furcht verſchwindet, Weil ſich mir ein Mittler zeigt, Weil ſich ein Ver⸗ treter findet, Vor dem der Verklä⸗ ger ſchweigt. O beglückte, teure Stunden! Gottes Sohn hat ſeine Wunden Und ſein blutig Löſegeld Meinem Richter dargeſtellt. 5. Richter, ſiehe meinen Bür⸗ gen, Siehe die Bezahlung an. Dieſer ließ für mich ſich würgen, Dieſer hat genug gethan; Der hat dein Geſetz erfüllet, Der hat deinen Zorn geſtillet. Herr, ich glaube, ſteh mir bei, Sprich von Schuld und Straf mich frei. 6. Ach, was hör ich? Gnade, Gnade! Gnade ſchallet in mein Ohr, Und vom finſtern Todes⸗ pfade Hebt mich ſanft dein Zug empor. Gott ſpricht:„Sünder, du ſollſt leben! Deine Schuld Gerech Mittl ferner nun! damm 4 1 Genf iſſn llet, Dein ine St m nGeſet, das n 7 den Strajgent rt u =— —— —— — ane Seele zu aeian i darauf zu„ an, —— euge gi jedt ſ un d n ge tan. 5. Wehe mir ihnußben u§als ful n Sünder dumiie ein ſtreme R lmiſ at trie reine 24 et Abgrundz äit, 8 in den Ar N ch vom 1 . Doch gottol a zmt 4 mir mi 9 1 lndef. Veil el ſim tier gt. Wil lſ n. 4 dnn! ſchu ve iit. O beylütk,w 1Gottes? Sunn in doig int t 1b 9 vrin ſein burgi n Richter dunſt Rihtr ſiehe winä Siehe die Bezrdiwn eſer ließ für nih ſt in eſer hat genug gthu.— dein Ge 1 Ill u 8 ori ſteh n d und S u 3. c aade! Smde ſan 1 r, Und vom finten ü de Hebt me iic ſouft 1 3— Sot ſpit 5 naüſt bde Dein 2 Die Heilsordnung. iſt dir vergeben! Sei getroſt, mein lieber Sohn, Komm zu meinem Gnadenthron!“ 7. Seht, wie ſich der Abgrund ſchließet! Seht, wie ſich der Him⸗ mel freut, Da das Blut des Lammes fließet, Da mich die Gerechtigkeit Des vollkommnen Mittlers decket. Wer iſt, der mich ferner ſchrecket? Wer iſt, der mich nun verklagt, Und mich zu ver⸗ dammen wagt? 8. Richter, der mich losgeſpro⸗ chen, Vater, der mich zärtlich liebt, Mittler, der, was ich verbrochen Und geraubt, Gott wieder giebt, Geiſt, der mir den Glauben ſchen⸗ ket, Mich in Jeſu Wunden ſenket, Gott der Gnade, dir ſei Ruhm, Und mein Herz dein Eigentum. 9. Laß mich nun die Sünde haſſen, Die das Herz mit Angſt beſchwert. Hilf mir alles unter⸗ laſſen, Was den teuren Frieden ſtört. Rein'ge täglich mein Ge⸗ wiſſen, Laß mich eifrig ſein befliſ⸗ ſen, Mit Verleugnung dieſer Welt Das zu thun, was dir gefällt. Mel. Nun freut euch, liebe. 378. In Gottes Reich geht niemand ein, Er ſei denn neu geboren; Sonſt iſt er bei dem beſten Schein An Leib und Seel verloren. Was fleiſch⸗ liche Geburt verderbt, In der man nichts als Sünde erbt, Das muß Gott ſelbſt verbeſſern. 2. Soll man mit Gott, dem höchſten Gut, Schon hier vereinigt leben: Muß er den neuen Geiſt und Mut Und neue Kräfte geben. Denn nur ſein göttlich Ebenbild Iſt das, was einzig vor ihm gilt, Dies muß er in uns ſchaffen. 3. Ach, Vater der Barmherzig⸗ keit, Was Jeſus uns erworben, Da er zu unſrer Seligkeit Am Kreuz für uns geſtorben, Und wieder auferſtanden iſt, So daß du nun verſöhnet biſt: Das laß auch uns genießen. 4. Wirſt du uns durch dein Gna⸗ denwort Und deinen Geiſt erneuern, So wollen wir dir, treuer Hort, Mit Herz und Mund beteuern: Von nun an nicht in Sicherheit, Vielmehr mit Fleiß, Beſtändigkeit Und treu vor dir zu wandeln. 5. Nimm uns, o Vater, gnädig an; Obgleich wir ſchnöde Sünder Nicht das, was du befiehiſt, ge⸗ than, So werden wir doch Kin⸗ der, Wenn uns dein Geiſt von neuem zeugt, Und unſer Herz zum Guten neigt, Im Glauben und in Liebe. 6. Dann wollen wir, was du uns giebſt, Mit feſter Treue faſſen, Wir wollen dich, weil du uns liebſt, Nicht aus dem Herzen laſſen; Daß deine göttliche Natur In uns, der neuen Kreatur, Be⸗ ſtändig ſei und bleibe. 7. Nun, Herr, laß deine Vater⸗ huld Uns jederzeit bedecken, Damit uns weder Sündenſchuld, Noch Zorn und Strafe ſchrecken. Mach uns der Kindſchaft hier gewiß, Und ſchenk uns einſt das Para⸗ dies, Das Erbe deiner Kinder. Mel. Wer nur den lieben Gott. 379 großer Gott, du . reines Weſen, Der du die reinen Herzen dir Zur 232 Gottes Werke und Wohlthaten. ſteten Wohnung auserleſen, Ach, ſchaff ein reines Herz in mir, Ein Herz, das von der argen Welt Sich rein und unbefleckt erhält. 2. Vor allem mache mein Ge⸗ müte Durch ungefärbten Glauben rein, Und laß es, Herr, durch deine Güte In Chriſti Blut ge⸗ waſchen ſein. Dann mache mich zur Reinigkeit Des Wandels tüch⸗ tig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem Geiſte, Der mein getreuer Bei⸗ ſtand ſei, Und mir erwünſchte Hülfe leiſte. Gott, ſtehe mir aus Gnaden bei, Und gieb mir einen ſolchen Geiſt, Der neu, gewiß und heilig heißt. 4. Doch, da ich meine Schwach⸗ heit merke, Mein Vater, ſo ver⸗ wirf mich nicht, Und ſtoß mich wegen meiner Werke Ja nicht von deinem Angeſicht. Laß mich hier in der Gnade ſtehn, Und dort in deinen Himmel gehn. 5. Nimm deinen Geiſt, den Geiſt der Liebe, Doch nun und nimmermehr von mir. Ach leite mich durch ſeine Triebe Und ſei⸗ nen Beiſtand für und für; Ja, führe du mich durch die Zeit Zu jener reinen Ewigkeit. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3 80 Du Geber guter Gaben, * Selbſtändig höchſtes Gut, Den wir zum Vater haben, Der lauter Gutes thut, Du Ur⸗ ſprung alles Lichts, Von dir muß deinen Frommen Ja alles Gute kommen, Wir ſelber haben nichts. 2. Laß mein Gebet dich rühren, auch zu vollführen Durch deines Geiſtes Stärk, Auf daß ich lauter ſei, Feſt in der Wahrheit ſtehe, Im Wandel richtig gehe Und ohne Heuchelei. 3. Gieb, daß ich Welt und Sünde Und Satans Macht und Liſt Durch dich, Herr, überwinde, Der du mein Helfer biſt. Gieb, daß ich ritterlich Um jene Krone ringe, Und mir der Sieg gelinge, Denn alles kommt durch dich. 4. Gieb mir den Geiſt der Liebe, Den Geiſt der Demutstriebe, Der Stärke und Geduld, Den Geiſt, der mich entzünd, Daß ich recht kindlich bete, Den Geiſt, der mich vertrete, Daß ich Erhörung find. 5. Gieb, daß ich deinen Willen Von Herzen gerne thu, Denn dieſen zu erfüllen, Bringt wahre Seelenruh. Verleih, daß deine Kraft Mich ſtärk und feſter gründe, Bis ich das Leben finde, Das Jeſus in mir ſchafft. 6. Entzünde meine Triebe, Daß ohne Heuchelei Nur dir und dei⸗ ner Liebe Mein Lob geweihet ſei. Herr, bleibe lebenslang, Auch mit⸗ ten in dem Leide, Mein Ruhm und meine Freude, Mein Pſalm und Lobgeſang. 7. Wir arme Pilger wallen Hier als in trüber Nacht; Ach hilf, daß wir nicht fallen, Hab immer auf uns acht. Wenn ich im Strau⸗ cheln bin, Halt mich in deinen Schranken; Wenn meine Tritte wanken, So gieb mich nicht dahin. 8. Gieb, daß ich, gleich den Das angefangne Werk In mir mag. Erwecke mich zum Frieden Der Sanftmut und der Huld, Müden, Einſt ſanft entſchlafen Kaſttnn zu volführe Durch ſes Stirt,u aß mir der di 4. Gieb mir den Geſt — 1 Sanftmut und en Geiſt der Dennnai aärke und Gedud d Jmich entzün — *— — — —i trete, ß ich 5. Gieb. daß iihw Gieb, daß ichana en Herzen germ k. ſen zu erfüſſon P ſen zu erfullen, Vrn VN aft Mich ſtärkmd ffingn † 4 18 ich das 3* 31 ½ 4 34 P ne Heuchelei Nur 1 in dem Non 1 in dem Lelde, 2 * 7 SPrrg d meine 1 1 aſ nd Lobgeſan g. 7. Wir arme dilervaldee 4 9 1 gin trüber Nadt, 1h i daß ich ſanft en üden, Einſt ſauft 1a. Exwete miih z Gieb, r du mein Heffer hf d ich nitait Un fig alles kommt durc aS ichütn t Werlei, h 2„„ 1 X 6. Entzünde meine Tnten 4„ 4 „ ſen 2 eieh nitlt en, So giet mihit 1 4 5 8 0 1 1, ſ 6 d W er h , 16 V da 6 1 eben fi, 9 1 4 1 Ä 1 1 l 3 . it 9ℳ9 Die Heilsordnung. An deinem jüngſten Tag. Mach mich im Himmel froh, Schenk mir, o Lebensſonne, Auf ewig deine Wonne. Ja, es geſchehe ſo! Mel. Sollt ich meinem Gott. 3 81 Gut und heilig iſt dein . Wille, Wie du ſelbſt es biſt, o Gott. Du gebeutſt: und feſtlich ſtille Hört die Schöpfung dein Gebot. Engel, die dein Lob⸗ lied ſingen, Stehn um deinen Thron bereit, Freuen ſich der Seligkeit, Deinen Willen zu vollbringen; Nur der Menſch erkennt's oft nicht Für ſein Glück und ſeine Pflicht. 2. Dir gehorcht mit hoher Wonne Deiner höhern Geiſter Heer; Deine Feſte, deine Sonne, Sturm und Donner, Erd und Meer, Alles dienet deinem Willen, Alles, Höch⸗ ſter, was du ſchufſt, Eilt und drängt ſich, wenn du rufſt, Dein Gebot auch zu erfüllen; Nur der Menſch, der Erdenſohn, Spricht oft deinem Willen Hohn. 3. Stolz empört ſich ſeine Seele, Herr und Schöpfer, wider dich, Deinem göttlichen Befehle Wider⸗ ſetzt er frevelnd ſich, Läßt ſich nicht von dir regieren, Folgt vielmehr dem eignen Wahn, Wählt ſich eine andre Bahn, Die ihn ſoll zum Heile führen, Und geht blind, mit ſicherm Sinn, Auf verkehrten Wegen hin. 4. Vater, laß uns doch empfin⸗ den, Daß uns unſer Herz verführt, Und daß jeder Hang zu Sünden Lauter Angſt und Not gebiert. Mach uns deinen Willen wichtig, Führ auf deine Bahn uns hin, Lehr uns jeden Irrweg fliehn, Denn dein Weg allein iſt richtig. Gieb, daß unſer Herz dir treu, Unſer Wandel heilig ſei. Dann, o Gott, wird hier auf Erden, Wie im Himmel, dein Gebot Stets und froh befolget werden, Weg iſt dann der Sünde Not. Alle, alle, die dich kennen, Werden unterthan dir ſein, Wer⸗ den deiner ſich erfreun, Und dich ihren Vater nennen. Denn wer deinen Willen thut, Dem geht's ewig, ewig gut. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 382. Sollt ich jetzt noch, da mir ſchon Deine Güt erſchienen, Dich verlaſſen, Gottes Sohn, Und der Sünde dienen? Mit den Lüſten dieſer Zeit Wieder mich beflecken, Und nicht mehr die Süßigkeit Deiner Liebe ſchmecken? 2. Hab ich doch allein bei dir Meine Ruh gefunden! Mittler, heilteſt du doch mir Meines Herzens Wunden! Drum kann ich nicht dein Gebot, Gleich dem Frevler, haſſen, Und mein Recht an dei⸗ nem Tod Nicht mehr fahren laſſen. 3. Nein, ich bin und bleib ein Chriſt, Will dich treu verehren, Laſſe mir nicht Macht noch Liſt Meinen Glauben wehren. Fielen tauſend ab, nicht ich! Mag's die Welt verdrießen, Sie wird mein Vertraun auf dich Doch 2 mir laſſen müſſen. 4. Sie giebt ja kein Heil, wie du, Giebt nicht Kraft den Müden, Schenkt Bedrängten keine Ruh, Sündern nicht den Frieden. Sie giebt keine Zuverſicht, Daß ich, 234 Gottes Werke und Wohlthaten. trotz dem Grabe, Deines Himmels ewges Licht Zu erwarten habe. 5. Ach, ſie ſchützt nicht, wenn vor Gott Einſt die Völker ſtehen, Und das Leben und den Tod Ihm zur Seite ſehen; Wenn der Sichre nun zu ſpät Aus dem Schlaf erwachet, Und der Spötter, der hier ſchmäht, Staunt und nicht mehr lachet. 6. O wie thöricht, wenn ich mich Noch verführen ließe, Jeſu, da ich ſchon durch dich Gottes Huld genieße! Da ich weiß, auf weſſen Wort Ich die Hoffnung gründe, Daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Nicht Gefahr noch Leiden Sollen mich, mein Herr und Gott, Jemals von dir ſcheiden. Welt und Sünd und ECitelkeit, Und des Flei⸗ ſches Triebe, Alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe. Mel. Was mein Gott will. 383. Hiff mir, mein Gott, 3. Die Luſt des Fleiſches dämpf in mir, Daß ſie nicht überwinde; Rechtſchaffne Lieb und Luſt zu dir Im Herzen mir anzünde; Daß ich in Not Bis in den Tod Dich und dein Wort bekenne, Auch mich kein Trutz noch Eigennutz Von deiner Wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor Haß und Neid, Mein Herz mit Sanftmut keit, Zur Demut mich anführe. Was ſich noch find't von alter Sünd, Durch deinen Geiſt ver⸗ nichte, Daß allezeit, in Fried und Freud Mein Herz zu dir ſich richte. 5. Den Glauben ſtärk, die Lieb zünde, Daß ich in Demut dich verehr, Und ſiegreich überwinde. Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr Durch ihn mir werd er⸗ wecket; Ernähr den Leib, doch daß er bleib Von Wolluſt unbeflecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig ſei In dem, was mir gebühret, hilf, daß nach dir Von Herzen mich verlange, Und ich dich ſuche mit Begier, Wenn mir wird angſt und bange. Ver⸗ leih, daß ich mit Freuden dich In meiner Angft bald finde; Gieb mir den Sinn, daß ich forthin Meid alle Schand und Sünde. 2. Hilf, daß ich ſtets mit Reu und Schmerz Mich deiner Gnad Das ſchwache Herz Streit Diebsgewinn Wollſt du von mir wegtreiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rat, Vom falſchen Wege trete, ergebe, Hab immer ein zerknirſch⸗Den Armen helfe mit der That, tes Herz, In wahrer Buße lebe; Für Freund und Feinde bete, Vor dir erſchein, herzlich bewein Dien' jedermann, ſo gut ich kann, All meine Miſſethaten; Die Hände Das Böſe haſſ' und meide, Nach mein laß milde ſein, Dem Dürf⸗ deinem Wort an jedem Ort, Bis tigen zu raten. ſich von hinnen ſcheide. ziere, Reiß aus die ſchnöde Eitel⸗ vermehr, Die Hoffnung, Herr, ent⸗ Daß weder Geiz noch Heuchelei verführet. Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Laß doch in mir nicht bleiben; Verſtockten Sinn und nel er 5.6 Hätle wll⸗ Seal 8 ſ anſt herll don der d 1 8 von deiner Wahxhet t nd, Durch deinn ei Daß allexi, n Freud Mein Sn richte. Lnf ₰½ „ — 5 —— — 5. Den Glauben fit ermehr, Die Hoffwe in. Daß ich zdar Und ſiegretünn und bewatr, i ahr Durch imn urm a Alide, rohr ⸗ )— Den M Fofgah 4 84.4 1** Oant a4 vecket; Ernähr den daiu ne f— „ bleh Nan Malluit la rbleib Von Wolbſtwi Ke 646 t 1 Whe 0 „ (yt 1 . ch *† — — — — — — — — — —— wache Hetz hi „„. m jeichtfertigkeit, Hch Streit Laß doch u mi 1 rhan* * leiben Verſtockte 8n diebsgewinn Wolſt um 21 19 treihen ulieiſ. 11 1, ant. Vom falſchn Ag 3 U ,„ den Armen helfe nlt n ür Freund und. dien' jedermann, ſo 5 das Böſe haſf und un einem Wott an jden 418. 4 von hinnen ſcede 7. Hilf, daß ic foh. Die Heilsordnung. 235 Mel. Freu dich ſehr, o meine. 384 Lebensſonne, deren . Strahlen Auch im Dunkeln geben Schein, Dich nach Würden abzumalen Iſt der Sonne Glanz zu klein. Aller Sterne goldne Pracht Gegen dich iſt lauter Nacht. Mond und Sonne müſſen weichen Und vor deinem Glanz erbleichen. 2. Iſt das Licht ſüß anzuſehen, Das die Sonne zu uns ſchickt: Alles muß in Freuden ſtehen, Was dein liebreich Herz erblickt. Du haſt mitten aus der Nacht Licht und Leben wiederbracht, Da die Sonne ſich verhüllte, Weil den Zorn ihr Schöpfer ſtillte. 3. O wie ſah man nicht im Dunkeln, Da du zwiſchen Mör⸗ dern hingſt, Deiner Liebe Feuer funkeln, Womit du dein Volk umfingſt! Hättſt du nicht durch Kampf und Blut Ausgelöſcht der Hölle Glut: Ewig müßten wir verderben, Könnten nicht den Him⸗ mel erben. 4. Komm denn, Jeſu, deine Klarheit Durch die Nacht der Sünde bricht. Zeige mir den Weg der Wahrheit, Zeig dein helles Angeſicht. Treib aus meinem Herzen aus Alle Schatten, laß dein Haus, Drin du dich willſt ewig ſpiegeln, Belial dir nicht verriegeln. 5. Siehſt du nicht des Herzens Höhle, Wie ſie iſt verwirrungs⸗ voll? In dem tiefſten Grund der Seele Glänzt es noch nicht, wie es ſoll. Ach, wann wird doch einſt dein Glanz Meinen Geiſt möchte ſterben, Was nur kann dein Licht verderben! 6. Warſt du's nicht, der aus der Tiefe, Drin die Welt ver⸗ ſunken lag, Durch ein Wort dem Lichte riefe? Und wie plötzlich ward es Tag! Starker Gott, dem nichts gebricht, Sprich noch heut': es werde Licht! Laß das Fleiſch in ſeinen Lüſten Nicht mehr wider dich ſich rüſten. 7. Laß in deinem Licht mich wandeln, O du heller Morgen⸗ ſtern. Lehr mich, daß ich recht zu handeln Aus dem Wort des Lebens lern, Und gleichwie du für und für Biſt des Vaters Bild und Zier: Alſo laß, Herr, deine Strahlen In mir auch dein Bildnis malen. 8. Ich muß, wie du mich, dich kennen, Ich muß heilig ſein wie du, Und wie du in Liebe brennen; Gieb mir Licht und Kraft dazu. War des Tempels Dunkel nicht Allzuenge deinem Licht: Wird mein Elend dir nicht wehren, Bei mir Sünder einzukehren. 9. Wohne, herrſche, leuchte, heile, Dir, dir räum ich Herz und Mut. Leuchte mir als Feuerſäule, Fülle mich mit Licht und Glut. Eine Sonne wärmt die Welt, Eine Sonne mir gefällt; Ohne dieſes Licht des Lebens Lebt ich in der Welt vpergebens. 10. O, daß ich dich hier möcht ſpüren Im Verborgnen unverrückt, Und in dir mich ſtets verlieren, Wenn ich deinen Glanz erblickt. Weicht, ihr Sinne, ſchweig, Ver⸗ ſtand! Hier wird etwas mehr er⸗ verklären ganz? O daß alles kannt, Als dein Auge kann er⸗ 236 Gottes Werke und Wohlthaten. reichen, Witz und Künſte müſſen weichen. 11. Muß ich ſchon in Meſechs Wohnung Seufzen, girren man⸗ ches Mal: Ach, ein Strahl iſt g'uug Belohnung, Ach, vom Herrn ein ſüßer Strahl Hat viel größre Lieblichkeit, Als die Hölle Bitter⸗ keit, Und in dieſer Liebeskammer Wird verſchmerzt der Sünde Jammer. 12. Ja, willſt du dich auch ver⸗ ſtecken Einen Augenblick vor mir, Es ſoll mich doch nicht erſchrecken, Ich will ſchweigen, trauen dir. Du wirſt deinen Bund und Eid Halten feſt in Ewigkeit; Wenn die Sofn⸗ wird vergehen, Bleibet doch dein Wort mir ſtehen. . Du ſollſt auch im Finſtern heißen Meines Herzens einzigs Licht. Tod und Grab kann nicht, zerreißen, Was dein Teſtament verſpricht. Prüf, erforſch mich, wie du willt, Du bleibſt mir doch Sonn und Schild; Haſt du dich mir ſchon entnommen, Du wirſt eilend wiederkommen. 14. Komm nur bald, laß deine Waiſe Dir nachſchmachten nicht zu lang Auf des Lebens ſchwerer Reiſe, Da der Seele oft wird bang. Ende meinen Kampf und Lauf, Geh in Herrlichkeit mir auf; Laß vor deinem Thron mich ſtehen, Und dein Antlitz ewig ſehen. Mel. Nun freut euch, liebe. 385 ein bin ich, Herr, . dir will ich mich Zum Opfer ganz ergeben; Recht⸗ ſchaffen, fromm und rein will ich Vor deinen Augen leben. Wie könnt ich eines andern ſein? Bin ich nicht durch die Schöpfung dein? Und dein durch die Erlöſung? 2. Ich fiel und wandte mich von dir, Zur Finſternis vom Lichte; Doch wandteſt du dich, Gott, z mir Mit deinem Ange⸗ ſichte. Erbarmen war dein An⸗ geſicht, Mich von der Finſternis ins Licht Zu dir zurück zu rufen. 3. Dein, dein iſt die Barm⸗ herzigkeit, Du liebeſt ſelbſt die Sünder. Seid, rufſt du, geiſt⸗ lich mir geweiht, Und meiner Gnade Kinder. Ihr irrt und ſündigt; faſſet Mut: Dort flie⸗ ßet der Verſöhnung Blut, Von Sünden euch zu waſchen. 4. Dein Sohn erniedrigt ſich und ſtirbt Zur Tilgung unſrer Strafen, Büßt für die Sünden und erwirbt Befreiung ihren Skla⸗ b ven. Wie könnt ich eines an⸗ dern ſein? Bin ich doch durch die Schöpfung dein, Und dein durch die Erlöſung. 5. Durch ihn verſöhnt, und dir zum Ruhm Erkauft mit ſeinem Leiden, Will ich mich, Gott, dein Eigentum, Von dir nie wieder ſcheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt, Getötet, was dir nicht gefällt, Damit ich dir nur lebe. 6. Dies wirke deine Kraft in mir; Ich habe kein Vermögen, Die Sünd und alles, Gott, was dir Verhaßt iſt, abzulegen. Hier iſt mein Herz, nimm mich ganz hin, Und gieb mir einen neuen Sinn, Damit ich dir gefalle. 7. So werd ich, der ich finſter war, Ein Licht in deinem Lichte, Beſteh einſt mit der kleinen Schar Gnndenr Der eri tinmnern dad un nir Mt hte F ſichte. Erbarmen w geſich, Mich von R ſn Sünder. Sed, nſ lich mir geweit, h Gnade Kinder. Ir fündigt; faſſtt Au R g . ℳ 1 Sohn enhh 3,„ Zur 1 1” b 84 A Jöpfung dau, 5. Durch in veſtſt 1 Eigentum, Von r mr 1 ſch 3 —— eid ie Welt, Getött, nll dr n 5 N gefällt, Damit ih u m 6. Dies vitk den nir; Ich habe ku M Die Sünd undalts M dir Verhaßt iſt döäl 1 iſt mein Herz, ninm I din Und gied nir inn Sinn, Danit i n — d 7. So ver ih dih 1 keinne 1 8 zeſteh einſt nit d 4 ar En Litt u dim Die Heilsordnung. Der Frommen im Gerichte, Froh⸗ locke dann und lobe dich, Daß deine Gnad und Treue mich Ge⸗ recht und ſelig machte. Mel. Nun freut euch, liebe. 386. Getroſt, mein Herz, und zage nicht, Laß allen Kummer fahren! Weil mir mein Bundesgott verſpricht, Daß er mich will bewahren In aller Trübſal, Angſt und Not, Ja ſelbſt auch endlich in dem Tod; Er kann und will mich ſchützen. 2. Er hat mich ſchon von Ewig⸗ keit Zum Eigentum erkoren. Er hat mich in der Gnadenzeit Durch Wort und Geiſt geboren. Der Gnadenrat, der ſtarke Grund, Der ewig feſte Friedensbund Wird nimmermehr gebrochen. 3. Der Gott iſt unveränderlich, Der mich zum Heil erſehen. Er kennet mich, er liebet mich: Wer will mir widerſtehen? Wer will verderben? ſeine Hand Wird mich und meinen Gnadenſtand Beſtän⸗ diglich bewahren. 4. An meiner Statt hat Jeſus ſich Als Bürgen hingegeben, Und nicht umſonſt hat er für mich Er⸗ worben Heil und Leben. Die Sündenſchuld iſt abgethan, Wer klaget mich nun wieder an? Wer kann mich nun verdammen? 5. Mit dem mein Glaube ſich verband, Mein treuer Seelen⸗ retter, Mein Jeſus iſt zur rechten Hand Des Vaters mein Vertreter. Ihn aber hört Gott allezeit, Wie könnt er nach Gerechtigkeit Mich denn verderben laſſen? 6. Ich bin's, auf den ſein Auge ſieht, Sollt er mich nicht regieren? Er iſt mein Haupt, ich bin ſein Glied, Sollt er mich denn verlieren? Ich bin das Schaf, er iſt der Hirt, Der mich allmächtig ſchützen wird, Wer will mich ihm denn rauben? 7. Mein Erbteil iſt die Selig⸗ keit, Die Jeſus mir verheißen, Die er verdient, die ſchon bereit, Wer will ſie mir entreißen? Dazu hat er mir ſeinen Geiſt, Der Lehrer, Licht und Beiſtand heißt, Zum Unterpfand gegeben. 8. Und dieſer Geiſt ſoll ewig⸗ lich, Sagt Chriſtus, bei mir bleiben; Er ſtärket und verſiegelt mich, Nichts kann ihn von mir treiben. Durch ihn genieß ich in der Zeit Den Vorſchmack jener Seligkeit, Die ich ererben werde. 9. Laß mich doch dieſen Geiſt nur nicht Durch Sünd, o Herr, betrüben; Gieb, daß ich mög bei ſeinem Licht Mich ſtets im Guten üben. Ach, mache mich je mehr und mehr Bereit zu deines Namens Ehr, Bis ich einſt dort dich lobe. Mel. O, daß ich tauſend Zungen. 3 87 Ich habe nun den Grund *LD gefunden, Der meinen Anker ewig hält. Wo anders, als in Jeſu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, Der Grund, der unbeweglich ſteht, Wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es iſt das ewige Erbarmen, Das alles Denken überſteigt; Der Herr iſt's, der mit Vaterarmen Sich gnädig zu uns Sündern neigt, Weil ihm ſein Herz vor 238 Gottes Werke und Wohlthaten. Mitleid bricht, Wir kommen, oder kommen nicht. 3. Wir ſollen nicht verloren werden, Gott will, uns ſoll ge⸗ holfen ſein, Denn darum litt ſein Sohn auf Erden Und nahm für uns den Himmel ein; Deswegen klopft er für und für So ſtark an unſre Herzensthür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden In Chriſti Tod ver⸗ ſchlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden! Hier fin⸗ det kein Verdammen ſtatt, Weil Jeſu Blut beſtändig ſchreit: Barm⸗ herzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig ſenken, Dem will ich mich getroſt vertraun, Und wenn mich meine Sünden kränken, Auf Gottes Vaterherz hinſchaun, Da finde ich zu aller Zeit Unendliche Barm⸗ herzigkeit. 6. Wird alles andre mir ent⸗ riſſen, Was Leib und Seel er⸗ quicken kann, Muß ich auch jeden Troſt vermiſſen, Nimmt auch kein Freund ſich meiner an, Scheint die Errettung noch ſo weit: Mir bleibt des Herrn Barmherzigkeit. 7. Wenn ich in meinem Laufe gleite, Demütigt ſeine Gnade mich, Ermuntert mich zu neuem Streite, Und unterſtützt mich väterlich; Und wenn mir ſein Geſetz auch dräut, So hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Gott giebt zur Tugend Luſt und Stärke, Doch klebt die Sünde ſtets mir an; Ich habe keine ſolche Werke, Mit denen ich mich retten kann; Ich rühme bloß mich hoch erfreut Der Hoffnung auf Barm⸗ herzigkeit. 9. Es gehe mir nach ſeinem Willen; In Angſt und Trübſal wird er mich Mit ſeines Geiſtes Troſt erfüllen; Er hilft gewiß und väterlich. Er iſt, das glaub ich hoch erfreut, Ein Helfer voll Barmherzigkeit. 10. Auf dieſem Grunde will b ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange ſich ein Glied bewegt. So ſing ich ewig hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Mel. um ſollt ich nnich was für ein herr⸗ 388.— lich Weſen Hat ein Chriſt, Da er iſt Recht in Gott geneſen! Denn er iſt aus ihm geboren Und hier ſchon In dem Sohn Als ein Kind erkoren. 2. Wenn die Seele ſich der Erde Ganz entreißt Durch den Geiſt, Daß ſie heilig werde, So iſt das ihr hoher Adel, Der ſie ſchmückt Und beglückt, Frei von allem Tadel. 3. Erdenſcepter, Erdenkronen Sind ein Sand Und ein Tand, Gleich den hohen Thronen. Eine Seel, die Gott regieret, Hat hier ſchon Eine Kron, Die ſie ewig zieret. 4. Köſtlich iſt ſie ausgeſchmücket, Heiligkeit Iſt ihr Kleid, Hoch iſt ſie beglücket. Innerlich glänzt ſie von Golde, Pranget ſehr, Lebt in Ehr, Denn Gott iſt ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket Vor der Welt, Die ſie hält, Als wär ſie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verborgen, Hat oft Hohn Hier zum Lohn, Doch ſie läßt Gott ſorgen. d Waſtha 9. G N 88 gehe nir m thun und treten, 8r em Glied bewegt. ewig hoch efreut d der Barmherjiſtttt Rel. Warun ſultun 3 88. Omir *— lih Vie Chriſt, Da er iſ Rt geneſen! Denn afg boren Und hierag ohn Als ein fwiin .Wenn die euſt erde Ganz ennit de „ 4 ) Erde Geiſt, Daß ſie hain 1 ſchmückt Und baläch n allem Tadel. 3. Erdenſcepter, En Sind ein Sand Uu a Nleich den hoben Aynn Seel, die Gott duew d iſt das ihr hoßer A 3 ſchon Eine Kron, diſte 4 Köſtlichit ſewigit Heiligk 60 ligkeit Iſt ür Aih beglücket. Imelthli . ſie beg Ehr, denn Gute ſit 5. Doch ihr Cun verdecet Vor dr Ri dält, Als vüt ſt bitt 3 ledt jetzt in Gott kun oft Hohn Hirr zün doh. ſie läßt Gott ſolzen n Golde, Pmnntſit. 6. Hier ſteht dieſe Roſ im Grunde, Und ihr Schein Bleibet klein In der Prüfungsſtunde. Man tritt ſie hier oft mit Füßen, Aber Gott Wird den Spott Ihr einmal verſüßen. 7. Chriſtus, der ſie hat erwäh⸗ let, Und als Braut Sich vertraut, Der ſieht, was ihr fehlet; Tröſtet ſie im bittern Leiden, Führt ſie dann Auf die Bahn Reiner Him⸗ melsfreuden. 8. Ihre Hoheit wird vermehret Bei dem Schmerz, Der ihr Herz Hier im Kreuz bewähret, Denn die Thräne ſchmückt die Krone, Die einmal Nach der Qual Sie bekommt zum Lohne. 9. Ewig wird ſie triumphieren, Wenn ihr Hirt, Chriſtus, wird In ſein Haus ſie führen. O dann öffnet er die Schätze, Daß das Herz, Nach dem Schmerz, Sich daran ergötze. 10. Dann wird ſie kein Leid mehr beugen, Und ihr Glanz Wird ſich ganz Offenbar dort zeigen. Sie wird leuchten wie die Sonne, Gott allein Wird dann ſein Ihre Freud und Wonne. 11. Dann wird ſie mit Chriſto ſitzen Auf dem Thron, Ihre Kron Wird von Golde blitzen; Dann wird jedermann ſie kennen Und ſie frei, Ohne Scheu, Hoch von Adel nennen. Eigne Melodie. 3 89 Es glänzet der Chriſten . inwendiges Leben, Ob hier auch von außen kein Schimmer ſie ſchmückt; Was ihnen der König des Himmels gegeben, Die Heilsordnung. —:— 239 Das wird nur vom Auge des Geiſtes erblickt. Was viele ver⸗ achten bei irdiſchem Trachten, Hat ihre erleuchteten Sinne gezieret, Und ſie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde, Und tragen auch an ſich des Irdiſchen Bild; Sie fühlen wie andre der Menſch⸗ heit Beſchwerde, Oft ſehn ſie die Sonne der Freude verhüllt. Sie ſtehen und wandeln, ſie reden und handeln, Wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen; Doch kann ſie die weltliche Luſt nicht bezwingen. 3. Denn innerlich ſind ſie von göttlichem Stamme, Geboren aus Gott durch ſein mächtiges Wort; Es lodert in ihnen die himmliſche Flamme, Entzündet von oben, ge⸗ nähret von dort. Die Engel, als Brüder, erfreun ſich der Lieder, Die hier von den Lippen der Frommen erklingen, Und bis in das innerſte Heiligtum dringen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, Sie bleiben ohnmächtig und ſchützen die Welt; Sie ſchmecken den Frieden bei allem Getümmel, Sind arm, doch ſie haben, was ihnen gefällt. Sie ſtehen in Leiden und bleiben in Freuden, Sie ſcheinen getötet den äußeren Sinnen, Und führen das Leben des Glaubens von innen. 5. Wenn Chriſtus, ihr Leben, ſich wird offenbaren, Wenn er ſich einſt allen in Herrlichkeit zeigt, Dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen Die Krone des ewigen Lebens gereicht. Sie werden 240 Gottes Werke und Wohlthaten. regieren, mit ihm triumphieren, Wie leuchtende Sterne des Himmels dort prangen, Wenn aller Welt⸗ ſchimmer in Nacht iſt vergangen. 6. O Jeſu, verborgenes Leben der Seelen, Du ewige Sonne der inneren Welt, Laß deinen ver⸗ borgenen Weg uns erwählen, Wie oft auch die Menge für thöricht ihn hält. Hier wenig geſchätzet, und oftmals verletzet, Hier ſtille mit Chriſto im Vater gelebet: Das iſt es, was einſt uns zum Himmel erhebet. Die Kirche. Mel. Jauchzet dem Herren all auf. ( Ich lobe dich, mein 390. I Auge ſchauet, Wie du auf dieſem Erdenkreis Dir eine Kirche haſt erbauet Zu dei⸗ nes Namens Lob und Preis, Daß alle ſich zuſammenfinden In einem heiligen Verein, Wo ſie, erlöſt von ihren Sünden, Sich, Jeſu, deines Reiches freun. 2. Du rufeſt auch noch heut zu Tage, Daß jedermann erſchei⸗ nen ſoll; Doch hört man ſtets auch deine Klage: Noch immer iſt mein Haus nicht voll. Zwar viele ſind von dir geladen, Doch wenige nur auserwählt; Sie wan⸗ deln auf des Weltſinns Pfaden, Und mancher, den du rufeſt, fehlt. 3. Herr, unter Völkern vieler Zungen Haſt du dein Haus nun aufgeführt, In dem dein Preis dir wird geſungen, Das Glaube, Lieb und Hoffnung ziert, Wo alle unter Chriſtus ſtehen, Als ihrem königlichen Haupt, Auf den ſie alle freudig ſehen, Sie, deren Herz an Chriſtum glaubt. 4. Nicht eignem Werk gilt ihr Vertrauen, Es ruht auf dir und deinem Sohn. Er iſt der Fels, auf den ſie bauen, Er iſt ihr Weg zu Sieg und Lohn; Er iſt der Wein⸗ ſtock, ſie die Reben, In ihm nur reifet ihre Frucht; Er iſt ihr Licht, ihr Heil und Leben, Durch Wahr⸗ heit, Lieb und fromme Zucht. 5. Ein Herr, ein Glaub und eine Taufe Vereinigt ſie zum heilgen Bund; Ein Ziel erglänzt dem Pilgerlaufe, Ein Fels iſt ihres Friedens Grund; Ein Vater waltet über allen, Und allen, Gott, biſt Vater du. Dir ſtreben alle zu gefallen, Und du giebſt ihnen Heil und Ruh. 6. So weih uns denn zum neuen Leben, Daß wir nur deine Wege gehn, Zuerſt nach deinem Reiche ſtreben, Und niedern Lüſten widerſtehn. Gieb, daß wir, als ge⸗ treue Glieder Feſt halten an dem Haupt und Herrn, Und dann auch alleſamt als Brüder In Lieb ihm folgen treu und gern. 7. Erhalt uns, Herr, im wah⸗ ren Glauben Noch fernerhin bis an das End; Laß nichts uns deine Schätze rauben, Dein heilig Wort und Sakrament. Erfülle deiner Chriſten Herzen, O Gott, mit deinem Gnadenheil, Und gieb nachüberwundnen Schmerzen Uns droben einſt das beßre Teil. d W Aler à Wohlthaten. AA 5 Oorgenen M agenen We K „Wh — — und oftmald derleze nit Ehriſſ im dun Das 1 e, was eun T 1 umel erhebt. 4 1 1p 4 166 eiche ſtreben, Uudnin widerſtehn. Gied, dim treue Glieder Fet lut Haupt und derr, lii alleſamt als Brüt t 44 6 6 Aliie 7. Erhalt und, rh .Llll 4. 1 S auben Noj fernkee ten Glalnl 9u, 2C. 7 dos End; di ih “ Heiligtume Des Menſchen Sohn 1 Volk, erneuert Und in ſein Licht Die Kirche. 241 Mel. Nun lob, mein' Seel, den. 391 Feſt ſteht zu Gottes 8 Ruhme Die Kirche, die geweihte Stadt, Die ihm zum gebauet hat. Er wohnt mit ſeiner Wahrheit In ihren Mauern gern; Sie glänzt in hoher Klarheit, Und freut ſich ihres Herrn. Oft ſtürmten ſchon die Wogen Des Kampfes gegen ſie: Umſonſt, die Feinde zogen Zurück und ſiegten nie. 2. Auf Felſengrund erbauet, Iſt ſie zur Gottesſtadt erhöht, Die ihm allein vertrauet, Und ewig durch ſein Wort beſteht. Von ihren Bergen funkelt Der Wahr⸗ heit Sonnenlicht, Das, niemals mehr verdunkelt, Durch alle Nebel bricht. So bleibt dem Wahn ent⸗ riſſen Die gläubge Schar des Herrn; Sie reinigt ihr Gewiſſen, Gehorcht und dient ihm gern. 3. Die Krone der Belohnung Winkt jedem Bürger dieſer Stadt, Der hier ſich ſeine Wohnung Er⸗ wählt und treu geſtritten hat. Er fürchtet kein Verderben, Bleibt hier in ſichrer Ruh, Und eilet einſt im Sterben Froh ſeiner Heimat zu. Vom Vater aufge⸗ nommen, Wird er ganz ſelig ſein Mit den verklärten Frommen, Die ihres Lohns ſich freun. 4. Frohlocke denn und ſinge, Stadt Gottes, deines Königs Ruhm! Breit aus ſein Reich, und bringe, Die draußen ſind, ins Heiligtum, Daß alle ſelig werden, Von ſeinem Wort belehrt, Und freudig thun auf Erden, Was ſeinen Namen ehrt, Bis alles verklärt, Ein Feſt des Friedens feiert, Das ewig, ewig währt. Mel. Ein' feſte Burg iſt unſer Gott. 92 Wenn Chriſtus ſeine * Kirche ſchützt, So mag die Hölle wüten! Er, der zur Rechten Gottes ſitzt, Hat Macht, ihr zu gebieten. Er iſt mit Hülfe nah; Wenn er gebeut, ſtehts da. Er ſchützet ſeinen Ruhm, Und hält das Chriſtentum, Mag doch die Hölle wüten. 2. Gott ſieht die Fürſten auf dem Thron Sich wider ihn em⸗ pören, Denn den Geſalbten, ſeinen Sohn, Ihn wollen ſie nicht ehren. Sie ſchämen ſich des Worts Des Heilands, unſers Horts, Sein Kreuz iſt ſelbſt ihr Spott; Doch ihrer lachet Gott, Sie mögen ſich empören. 3. Der Frevler mag die Wahr⸗ heit ſchmähn, Uns kann er ſie nicht rauben. Der Unchriſt mag ihr widerſtehn, Wir halten feſt am Glauben. Gelobt ſei Jeſus Chriſt! Wer hier ſein Jünger iſt, Sein Wort von Herzen hält, Dem kann die ganze Welt Die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Chriſten, die ihr ihm vertraut, Laßt euch kein Drohn erſchrecken! Der Gott, der hoch vom Himmel ſchaut, Wird uns gewiß bedecken. Der Herr, Herr Zebaoth, Hält feſt auf ſein Ge⸗ bot, Giebt uns Geduld in Not, Und Kraft und Mut im Tod: Was will uns dann erſchrecken? Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. ſch Vat-, der di 393. Ach Water ſimem Soßie geliebet, Der, was er zuſagt, treu⸗ 16 242 Gottes Werke und Wohlthaten. lich hält, Und ſtets Erbarmen übet, Sieh gnädig an die Chriſtenheit, Die du in dieſer Pilgerzeit Dir aus den Menſchen ſammelſt. 2. Du willſt ſie als dein Eigen⸗ tum Hier rein, dort herrlich machen; Sie iſt dein Volk, du biſt ihr Ruhm, Du ſelbſt willſt ſie bewachen. Du kleine Herde, hoffe ſtill, Getroſt! es iſt des Vaters Will, Das Reich dir zu beſcheiden. 3. Es iſt doch Chriſtus unſer Heil. So viel' nur an ihn glau⸗ ben, Die haben an ihm ihren Teil, Den Satan nicht ſoll rauben. Von ihm fließt ſtets den Seinen zu Erquickung, Troſt und Schutz und Ruh, Und alle Gnadenfülle. 4. Müßt auch Gebirg und Thal ins Meer Durch Gottes Schelten ſinken, Ja, ſelbſt das ganze Welten⸗ heer Vergehn auf Gottes Winken: So fällt doch ſeine Kirche nie, Der Herr erhält und ſchützet ſie, Drum wird ſie ewig bleiben. 5. So ſtärk uns denn, Herr unſer Gott, Bei Chriſti Kreuzes⸗ fahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, Hilf deinen Unterthanen. Tröſt uns mit deiner Gegenwart, Mach uns, iſt die Verfolgung hart, Zu deines Namens Zeugen. 6. Laß uns in froher Glaubens⸗ kraft Dich ehren, fürchten, lieben, Und eine gute Ritterſchaft Für deine Wahrheit üben. Und koſtet's denn auch Gut und Blut, Laß uns dein Wort mit Gut und Blut Vor aller Welt bekennen. 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, Wo tauſend Feinde toben, Wird ſie doch einſt zur Herrlichkeit Hoch im Triumph er⸗ hoben. Ach, nimm auch uns einſt aus dem Krieg, Auch uns gieb, wie den andern, Sieg, Die jetzt ſchon Kronen tragen. 8. Wenn Menſchen und der Engel Chor Einſt eine Kirche werden, Dann ſteigt dein herrlich Lob empor, Vollkommner als auf Erden. Komm, Jeſu, bald, wir bit⸗ ten dich, Laß uns, die Deinen, ewig⸗ lich Bei dir im Himmel wohnen. Mel. Es iſt das Heil uns. 39 4 Die Feinde deines Kreu⸗ 4 zes drohn Dein Reich, Herr, zu zerſtören; Du aber, Mitt⸗ ler, Gottesſohn, Kannſt ihrem Trotze wehren. Dein Thron be⸗ ſtehet ewiglich, Vergebens wird ſich wider dich Die Macht der Hölle rüſten. 2. Dein Reich iſt nicht von dieſer Welt, Kein Werk von Menſchen⸗ kindern. Drum kann auch keine Macht der Welt, Herr, ſeinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar, Und wird ſelbſt durch der Feinde Schar Zu deinem Ruhm ſich mehren. 3. Du wolleſt deine Herrſchaft noch Auf Erden weit verbreiten, Und unter deinem ſanften Joch Zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgangbis zum Niedergang Bring alle Welt dir Preis und Dank, Und glaub an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich ſchmähn, Die frevelnd ſich em⸗ pören, Laß deiner Gnade Wunder ſehn, Daß ſie ſich noch bekehren. Lehr ſie mit uns gen Himmel ſchaun, Und unerſchüttert im Ver⸗ traun Auf deine Zukunft warten. Killen ter üllen herich kxit mmel 4. ic, 9 And ff ſch,d dam Dam dien Mel. . Vortin laben w Fande. — N — — — — werdm, dam heg u od emper Talbd Sod empor, Lolhng Erden. Komm,gn ten dich, Lamg lich Bei iri — —— — —— —— — z —— ——— — — —— yꝶᷣ— ——— — — — — — — Mel. Gs Mel. Gz ſſ h din 5— 1 39 d Fendee „Ks duxxde u Herr, zu zerſtöre dn dler, Gottesſohn, zu „ 7 4 ½ 1 . 2 Trotze wehren. d ſtehet ewiglich, Jae ch wider dich de Hölle rüſten. 2. Dein Reichitrte Welt, Kein Werk dan e, kindern. Drum amu 3 M Macht der Wett, zn 8— M. r Fortgang hindern d „ bleibt dir immerder, h 8 „ 7 3 u deinem Ruümſſtr Du voleſt dmit Auf Erden ntn Und unter deirm ſen Zum Heil di välkn it 7 5 nn ſelbſt durch der du 9 0. + 90 , Aufgangbis zunälidar ͤ 4 „ſſehn, Daß ſe ſcuft e Lehr ſie mit un ſchaun, Und rrerſchte alle Welt dir ri n. Und glaub an dimn t 4 Auch deir And, ſchmähn, Die fteiln 4 t deine zubei⸗ traun Auf dein zube eren Laß deirerGr halt ſie rein, Und die den Bund . poren, Lüh un ſ Die Kirche. 243 5. Uns, deine Gläub'gen, wolleſt du Feſt in der Wahrheit gründen, Daß wir für unſre Seelen Ruh In deiner Gnade finden. Mach unſres Glaubens uns gewiß, Vor Irrtum und vor Finſternis Be⸗ wahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geiſt führ uns auf ebner Bahn, Und heilge unſern Willen; So wird dein Volk, dir unterthan, Gern dein Geſetz er⸗ füllen, Bis du erſcheineſt zum Gericht, Und dann vor deinem Angeſicht Die Menſchenkinder ſammelſt. 7. Voll Zuverſicht erwarte dich, Herr, alle deine Frommen, Und freun des großen Tages ſich, Da du wirſt wiederkommen. Dann werden wir, o Gottesſohn, Den uns verheißnen Gnadenlohn, Dein Himmelreich ererben. Mel. Ein' feſte Burg iſt unſer. 39 5 Herr⸗ deine Kirche danket * dir, Noch wohnt dein Wort im Lande; Von deiner Gnade haben wir Noch deinen Geiſt zum Pfande. Kommt ſie je in Gefahr Durch ihrer Feinde Schar, Dann, o Herr Jeſu Chriſt, Beſiege Macht und Liſt, Und herrſch in jedem Lande. 2. Sei, Herr, mit uns, verlaß uns nie, Uns, deines Leibes Glie⸗ der. Hilf deiner Kirch und ſchütze ſie, Denn wir ſind deine Brüder. Sie, die dir iſt vertraut, Haſt du dir ſelbſt erbaut; Ach, Herr, er⸗ entweihn, Die heilige dir wieder. 3. Eins iſt, Herr, was dein gedenkt, Beherrſcht von ſeinen Lüſten. Ihr Glaube iſt ſo ſchwach, Die Liebe kalt, und ach! Sie denken daran nicht, Daß dort ein ſchwer Gericht Auf ſichre Sünder wartet. 4. Und du, o Jeſu, biſt ſo treu, Ach, daß wir frömmer wä⸗ ren. Mach alle Herzen rein und neu, Laß alle ſich bekehren. Gieb uns dein' Wiſſenſchaft, Gieb Glau⸗ ben, Lieb und Kraft, Gieb uns Entſchluß und Mut, Zu wagen Ehr und Blut, Zum Preiſe dei⸗ ner Lehren. 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord, Erhalt uns Ruh und Frieden, Laß uns, geſtärket durch dein Wort, Im Guten nie ermü⸗ den. Erleichtre, was uns drückt, O gieb, was ſtets beglückt; Und nach der Prüfungszeit Ruf uns zur Seligkeit, Zu deines Himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche ſtreitet noch, Hilf deiner Kirche ſiegen. Wie ſchwer ihr Kampf iſt, müſſe doch Kein Kämpfer unterliegen. Erhör ihr kindlich Flehn; Eil, Herr, ihr beizuſtehn, Damit ſie ſtandhaft ſei, Stets deiner Wahr⸗ heit treu. Hilf deiner Kirche ſiegen. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. 396 Ach bleib bei uns, * Herr Jeſu Chriſt, Weil es nun Abend worden iſt. Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns auslöſchen nicht. 2. In dieſer letzten böſen Zeit Verleih uns, Herr, Beſtändigkeit, Zion kränkt: Daß unter deinen Daß wir dein Wort und Sakra⸗ Chriſten Noch mancher deiner nicht ment Rein haͤkten bis an unſer End. 16* —— —— “— ————yü ——— 8 244 Gottes Werke u nd Wohlthaten. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. 397. O Jeſu Chriſt, du 8 wahres Licht, Er⸗ leuchte, die dich kennen nicht, Und bringe ſie zu deiner Herd, Auf daß ein jeder ſelig werd. 2. Erfülle, die im Irrtum ſein, Mit deinem Geiſt und Gna⸗ denſchein, Auch die, ſo heimlich fichtet an In ihrem Sinn ein falſcher Wahn. .Und was ſich ſonſt verlau⸗ ſen hat Von dir, das ſuche du mit Gnad, Und ihr verwund't Gewiſſen heil', Am Himmel laß ſie haben teil. 4. Den Tauben öffne das Ge⸗ hör, Die Stummen richtig reden lehr, Auf daß ſie alle ſagen frei, Was ihres Herzens Glaube ſei. 5. Wrlenchte⸗ die da ſind ver⸗ blend'„Bring her, die ſich von uns Ageerennt Verſammle, die zer⸗ ſtreuet gehn, Hilf allen, die im Zweifel ſtehn: 6. S. werden ſie mit uns zugleich Auf Erden und im Him melreich, Hier zeitlich und dort ewiglich, Für ſolche Gnaden prei⸗ ſen dich. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 398 Ach, bleib mit deiner S⸗ Gnade Bei uns, Herr Jeſu Chriſt, Daß uns hin⸗ fort nicht ſchade Des böſen Fein⸗ des Liſt. 2. Ach, bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöſer wert, Daß uns in dieſem Horte Sei Troſt und Heil beſchert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze Wahrheit uns umſchanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem Se⸗ gen Bei uns, du reicher Herr. Dein' Gnad und Allvermögen In uns, o Herr, vermehr. 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei uns, du ſtarker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll' die böſe Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue Bei uns, Herr, unſer Gott. Be⸗ ſtändigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not. Mel. Das Jeſulein ſoll doch. 399 Der Glaube bricht durch . D Fels und Stein, Weiß Berge zu verſetzen; Er ſtürzt ſie tief ins Meer hinein Nebſt allen ihren Schätzen. Und wer ſich feſt Auf Gott verläßt, Fühlt göttliches Vermögen, Fängt freudig ſelbſt Das Schwerſte an, Wo andre ſich nicht regen. 2. Die Zeugen unſers treuen Herrn, Des Glaubens Helden⸗ ſcharen, Sie wählten Not und Ar⸗ mut gern Und Trübſal und Gefah⸗ ren. Drum mutig an Die Glau⸗ bensbahn! Der Herr iſt vorgegan⸗ gen; Und geht der Herr Als Held voran: Wie könnte man erbangen? 3. Und wenn die Zeugen Chriſti ſtehn, Wenn ſie ihr Leben wagen, Fühlt heiner Todeszagen. Gott iſt ihr Licht, Sie ſuchen nicht, Was Leib und Gut nur birget. Es ſie⸗ Wird auch der Leib erwürget. 4. Gelobt ſei euer Heldenmut, Bei uns, du wertes Licht. Dein“ Ihr Streiter unſers Fürſten! Ihr Mag ihrer Velner rückwärts gehn, — get Gott, Sein Recht und Licht, ſaht Jan wert Den Drum iüſi MMl 00 R, 3 Ach, bleib mit deinen ei *, uns du ſtarker ded der Feind nicht trute, 1 die böſe Wet. Ach, hleib mit deiner d ins, Herr, unſer Got alei derleihe, Hif und. Net. del. Das Jefulein ſoll d J De Glaube bricht —₰ Rls und Et Verge zu verſetzen; ſie dief ins Mer hin allen igren Schitzen. U ſich feſt Au Gott verli tgöttliches Vermögen, Fi ig ſelbſt Das Schwerſte andre ſich nicht regen. Die Zeugen unſers te „ Des Glaubens Ha Sie wählten Not ud ern Und Trübſal und e⸗ Drum mutig an Ddi. dahn! Der Herr iſtorhn andr d Und geht der Herr l Wiekönntemnnelban Und wenn die Zeugeno Wenn ſie ihr Leben we threr keiner rückwätz keiner Todeszagen G ſlicht, Sie ſuchen richt und Gut nur birget. 1 Hott, Sein Recht und t dauch der Leib rrünt Gelobt ſei eer dadem treiter unſers Fürſent 1 1 nieden war, Gelockt und kräftig Die Gemeinſchaft der Heiligen. ſaht getroſt nach eurem Blut Den Zorn der Feinde dürſten. Ihr war't bereit, Voll Mut zum Streit, Den Krieg des Herrn zu führen, Drum wird euch dort Die Herr⸗ lichkeit Der Himmelskrone zieren. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 400 Herr. wann wirſt du Zion bauen, Zion, die ge⸗ liebte Stadt, Die ſich dir ergeben hat? Ach, ſoll ſie nicht einmal ſchauen Ihre Mauern aufgericht't? Ja, der Herr verläßt ſie nicht. 2. O, wann wird die Stimm erſchallen, Da man rufet überall In der Auserwählten Zahl: Ba⸗ bel, Babel iſt gefallen, Die mit ihrer ſtolzen Pracht Alle Welt zum Fall gebracht! 3. Höre, wie dein Zion klaget Unter Babels Dienſtbarkeit, Jetzt in dieſer finſtern Zeit. Doch du wirſt den, der ſie plaget, Stür⸗ 4. Drücke uns dein heilges Siegel An die Stirne, an die Hand, Dir zu Ehren, uns zum Pfand, Daß wir uns durch Glau⸗ bensflügel Können ſchwingen him⸗ melan, Da uns niemand ſchaden kann. 5. Zeichne mit dem heilgen Zeichen Uns, dein Volk, dein Ei⸗ gentum, Schönſter Jeſu, höchſter Ruhm; So muß Satan von uns weichen, Und der Menſch der Sünde flieht, Wo er deine Sie⸗ gel ſieht. 6. O wie wird dein Volk dich ehren, Wenn es nun entriſſen iſt Babels Stolz, des Tieres Liſt! Deinen Ruhm wird es vermehren, Und in alle Ewigkeit Dich zu loben ſein bereit. 7. Zion, ſei denn unbetrübet, Die Erquickungszeit iſt da, Und des Herren Hülf iſt nah. Selig, der ſich ihm ergiebet, Und vor zen bald durch deine Macht, Und vertilgen Babels Pracht. ſeinem Heiland kann Siegeslieder ſtimmen an. Die Gemeinſcha Mel. Mein Jeſu, dem die. 401 ein Wort, o Herr, . bringt uns zuſam⸗ men, Daß wir in der Gemein⸗ ſchaft ſtehn; Es läßt an uns die heilgen Flammen Des Glaubens und der Liebe ſehn. Wir werden durch das Wort der Gnaden Selbſt zur Gemeinſchaft jener Schar, Die längſt vor uns hie⸗ eingeladen. 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir ſtehen, Iſt Chriſtus und ſein teures Blut. Das einzge ft der Heiligen. Ziel, auf das wir ſehen, Iſt Chriſtus, unſer höchſtes Gut. Die einzge Regel, die wir kennen, Iſt ſein lebendges, kräftges Wort. Nach keinem Mann, nach keinem Wort Soll je ſich die Gemeinde nennen. 3. Was iſt das für ein himm⸗ liſch Leben, Mit Vater, Sohn und heilgem Geiſt In ſeliger Gemein⸗ ſchaft ſchweben, Wie Chriſtus, unſer Herr, verheißt! Was glühen da für ſelge Triebe! Gott ſchüttet in ſein geiſtig Haus Die ganze Gnadenfülle aus; Hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 246 Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Der Vater liebet uns als Kinder, Schenkt uns den Geiſt, der Abba ſchreit; Des Sohnes Treue ſchmückt uns Sünder Mit ewiger Gerechtigkeit; Der heilge Geiſt tritt mit dem Ole Des Friedens und der Freude zu; Das Herz genießet Troſt und Ruh, Und neue Kraft ſtärkt Leib und Seele. 5. Und dieſes heilgen Bundes Brüder, Sie ſtehen auch für einen Mann. Wagt ſich der Feind an eins der Glieder, So nehmen ſein ſich alle an. Sie fallen be⸗ tend Gott zu Füßen, Und ſiegen in des Heilands Kraft, Um von der heilgen Brüderſchaft Auch nicht das Kleinſte einzubüßen. 6. So wallen die verbundnen Herzen Durchs Thränenthal ins Vaterland, Verſüßen ſich der Erde Schmerzen, Eins reicht dem an⸗ dern ſeine Hand. Sie wollen ſich mit Freuden dienen, Sie ſehen mit des Glaubens Blick Auf Jeſum und ihr künftges Glück, Sie ſind in ihm und er in ihnen. Mel. Gott, hier ſind wir, deine. 402 Herz und Herz vereint * zuſammen, Wärmt an Chriſti Herzen euch. Laßt der Liebe heilge Flammen Euch durchglühn in Gottes Reich. Chriſ⸗ tus iſt das Haupt, wir Glie⸗ der, Er das Licht, und wir der Schein, Er der Meiſter, und wir Brüder, Er der Herr, und wir ſind ſein. 2. Kommt, ach kommt, o Got⸗ teskinder, Und erneuert euren Bund. Schwöret unſerm Über⸗ winder Lieb und Treu aus Her⸗ zensgrund; Und wenn eurer Lie⸗ beskette Feſtigkeit und Stärke fehlt, O ſo flehet um die Wette, Bis ſie Jeſus wieder ſtählt. 3. Hänget euch, ihr Bundes⸗ glieder, Mit ſo treuer Liebe an, Daß ein jeder für die Brüder Auch ſein Leben laſſen kann. So hat uns der Freund geliebet, So vergoß er dort ſein Blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr euch ſelbſt Eintrag thut. 4. Einer mahne doch den an⸗ dern, Chriſto, der ſich für uns gab, Kräftiglich ſtets nachzuwan⸗ I dern, Selbſt durch Leiden, Tod und Grab. Einer ſoll den an⸗ dern ſtärken Und erwecken Tag für Tag, Daß in frommen Glaubens⸗ werken Chriſto man gefallen mag. 5. Nichts als nur des Hei⸗ lands Stimme Sei die Regel unſrer That, Weil er, daß er uns gewinne, Liebend ſich geopfert hat; Weil er gnädig uns vergeben, Unſrer Sünden nicht mehr denkt, Dem verleihet ewges Leben, Der ſich ihm nur willig ſchenkt. 6. Halleluja! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze ſehen, Der uns ſo geliebet hat! Daß der Vater aller Geiſter, Der des Lebens Quelle iſt, Daß du, unſichtbarer Meiſter, Uns ſo fühlbar nahe biſt. 7. Dnu, mein Heiland, o ver⸗ eine Deine dir geweihte Schar, Daß ſie herzlich ſtets es meine, Wie's dein letzter⸗Wille war. Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du ſelbſt im Weſen biſt, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet iſt. 09 da wi erkän ſein wach k und Vallhtn 4 als Noyp Rin, 4 41„ 2* 4 nihr euch ſelbſt Em 4 4 eir Daß ſie herzlit zensgrund⸗ bes 4 i lm 3 vlelhe Feſtigket , o flehet m den den 3 — — 1 S — — —— c — — — — — ——— och, wie 28 z6. doch, wie e innn 1 4. Einer malne dern, Chriſto, wi — — — — 6 — gab, Kriftiglih ſct 1 K. dorn ſizek. 4 4 dern ſtärken Undan Tag, Daß in frounma⸗ werken Chriſto nmr den eh 5. Nichts alt u „ dſithn gewinne, Liebe Weil er gnädig m Unſrer Sünden nitn Dem dverleihet an Der ſich ihm um u 6. Hallelujal vt Welche Tiefen richat dem ins Herxfiin geliebet hatl dil aller Geiſter, da Ouell i dinn Meiſter, Uns ſejille 7. Dn, mein Hin Deine dir gett 1 94 ü 1 myr u ſo 1 3 444 — 1 eine d Wie's dein lezre h = n der Waltk verbinde in der An⸗ elbſt im Weſan i 1 von deine Auftt 3 —— —— Das Wort Gottes. 247 8. So wird dein Gebet er⸗ füllet, Daß der Vater alle die, Deren Sehnen du geſtillet, Auch in ſeine Liebe zieh; Und daß, wie du eins mit ihnen, Alſo ſie auch eines ſein, Sich in wahrer Liebe dienen Und einander gern erfreun. 9. Liebe, haſt du es geboten, Daß man Liebe üben ſoll: O ſo mache doch die toten, Trägen Geiſter Lebens voll! Zünde an die Liebesflamme, Daß ein jeder ſehen kann: Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann. 10. Laß uns ſo vereinigt wer⸗ den, Wie du mit dem Vater biſt, Bis ſchon hier auf dieſer Erden Kein getrenntes Glied mehr iſt; Und allein von deinem Lichte Nehme unſer Licht den Schein, Daß, wenn auch die Welt uns richte, Wir doch deine Jünger ſein. Das Wort Gottes. Mel. Jeſu, meine Freude. 403 Wort des höchſten Mun⸗ 6 des, Engel meines Bundes, Jeſu, unſer Ruhm! Bald, da wir gefallen, Ließeſt du er⸗ ſchallen Evangelium, Eine Kraft, die Glauben ſchafft, Eine Bot⸗ ſchaft, die zum Leben Uns von dir gegeben. 2. Was dein Wohlgefallen Vor der Zeit uns allen Feſt beſtimmet hat, Was die Opferſchatten Längſt verkündet hatten, Das vollführt dein Rat. Was die Schrift ver⸗ ſpricht, das trifft Alles ein in Jeſu Namen, Und iſt Ja und Amen. 3. Alles iſt vollendet, Jeſu Gnade wendet Alle Straf und Schuld. Jeſus iſt geſtorben, Jeſus hat erworben Alle Gnad und Huld. Auch iſt dies fürwahr gewiß: Jeſus lebt in Preis und Ehre. O erwünſchte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten Machen Jeſu Boten Dieſes Leben kund. Lieblich ſind die Füße, Und die Lehre ſüße, Teuer iſt der Bund. Aller Welt iſt nun ver⸗ meld’ Durch der guten Botſchaft Lehre, Daß man ſich bekehre. 5. Kommt, zerknirſchte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Geſetz zerſchlug, Kommt zu deſſen Gnaden, Der, für euch beladen, Alle Schmerzen trug. Jeſu Blut ſtärkt euren Mut; Gott iſt hier, der euch geliebet, Und die Schuld vergiebet. 6. Dieſer Grund beſtehet, Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein; Darauf will ich bauen, So ſoll mein Vertrauen Evan⸗ geliſch ſein. Auch will ich nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Evangeliſch leben. 7. Jeſu, deine Stärke Schaffet gute Werke, Stehe du mir bei. Nichts kann mich nun ſcheiden, Hilf auch, daß mein Leiden Evan⸗ geliſch ſei. Laß auch mich einmal auf dich, Als ein Kind, mit dir zu erben, Evangeliſch ſterben. Mel. Befiehl du deine Wege. 404 Dein laß mich ſein und * bleiben, Du treuer Gott und Herr. Von dir laß ——— ——— — ö— 2 248 Gottes Werke und Wohlthaten. mich nichts treiben, Halt mich bei reiner Lehr. Ach Herr, laß mich nicht wanken, Gieb mir Beſtändigkeit. Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 405 ott, des Scepter, 2 Stuhl und Krone Herrſchet über alle Welt, Der du deinem lieben Sohne Eine Hoch⸗ zeit haſt beſtellt, Dir ſei Dank ohn End und Zahl, Daß zu deinem Liebesmahl Von den Zäunen an den Gaſſen Du mich auch haſt laden laſſen. 2. Herr, wer bin ich? und hingegen Wer biſt du in deiner Pracht? Ich ein Würmlein an den Wegen, Du der König großer Macht; Ich nur Staub, mich nimmt der Tod, Du der Herr, Gott Zebaoth; Ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, Du der Herr der Ewigkeiten. 3. Ich bin unrein, ganz ver⸗ dorben, Du die höchſte Heiligkeit; Ich verfinſtert und erſtorben, Du des Lebens Licht und Freud; Ich ein armes ſchwaches Kind, Lahm und Krüppel, taub und blind, Du das Weſen aller Weſen, Ganz vollkommen, auserleſen. 4. Und doch läſſeſt du mich laden Zu dem großen Hochzeitsmahl. O der übergroßen Gnaden! Ich ſoll in des Himmels Saal, Mit dem lieben Gotteslamm, Meinem Herrn und Bräutigam, Bei der Engel Chor und Reihen, Ewig, ewig mich erfreuen. 5. Wen nun dürſtet, ſoll ſich laben Mit dem ſüßen Lebensquell; Wen nun hungert, der ſoll haben Himmelsbrot für ſeine Seel. O ein ſüßes Mahl und Ort, Da an Gottes Herz und Wort Sich die Gäſte ewig laben, In ihm volle G'nüge haben! 6. O du großer Herr und König, Der du rufſt: kommt, kommt her⸗ bei! Ach, ich bin, ich bin zu wenig Aller deiner Lieb und Treu. Ach, ich kann dir nimmermehr Danken g'nug und alſo ſehr, Wie ich ſchuldig bin und ſollte, Und wie ich wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein Mahl zu ſchmecken, Aus der finſtern Er⸗ denkluft. Laß mich deine Stimme wecken, Die ſo hell und lieblich ruft: Komm, o Menſch, komm, eile, komm, Komm zum Lebens⸗ quell und Strom, Komm zum Brot, davon zu zehren, Und den Geiſt damit zu nähren. 8. Ach, eröffne meine Ohren Für die Stimm, die alſo klingt, Die zu deinen Freudenthoren, O Jeruſalem, mich bringt. Laß den, den du teu'r erkauft, Der zu deinem Bund getauft, Nicht zur Nahrung ſeiner Seelen Ferner eitle Treber wählen. 9. Laß der eitlen Welt Ge⸗ tümmel, Das wie Schatten wird entfliehn, Von des Lammes Mahl im Himmel, Das ſtets bleibt, mich nicht abziehn. Kleide, Jeſu, in der Zeit Mich in dich, mein Hochzeits⸗ kleid, Daß ich deine Hochzeits⸗ ehren Möge feiern ohn Aufhören. Eigne Melodie. 406 Erhalt uns, Herr, bei Y .=0 deinem Wort, Und — ſenre Herr und A — dmmt, konn (, ich bin un mermehr d 11 o ſehr, A 1t d ſoltte, we ¹mmiich, den 1— us der finin nich deim et 1* hell un m o Merſt n mm zun n rom, Konn ArAu zehren, u 1. a npähren. 4. fffne meind t Im, die alet dim Freudenther h bringt di erkauft, d L getauft, Rt gi Jer Sauln —ählen. UIr eitlen M (wie Schtn 3. t demr d ¹— iern ohn 1 te Mebit = halt uned = deinen 0 uh = h und Da. 1 göttlich Wort und Licht Den Weg zu dir nicht zeiget. Das Wort Gottes. ſteure deines Feindes Mord, Der Jeſum Chriſtum, deinen Sohn, Zu ſtürzen ſucht von ſeinem Thron. 2. Zeig deine Macht, Herr Jeſu Chriſt, Der du Herr aller Herren biſt, Beſchirme deine Chriſtenheit, Daß ſie dich lob in Ewigkeit. 3. Gieb, heilger Geiſt, du Tröſter wert, Uns einen Sinn hier auf der Erd. Steh bei uns in der letzten Not, Leit uns ins Leben aus dem Tod. Mel. Wo Gott, der Herr. 407 Wir Menſchen ſind zu * o dem, o Gott, Was geiſtlich iſt, untüchtig; Dein Weſen, Wille und Gebot Iſt viel zu hoch und wichtig. Wir wiſſen und ver⸗ ſtehn es nicht, Wenn uns dein 2. Du haſt vor Zeiten ausge⸗ ſandt Propheten, deine Knechte; Du machteſt uns durch ſie bekannt Dein Heil und deine Rechte. Zu⸗ letzt iſt ſelbſt dein eigner Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Gekommen, uns zu lehren. 3. Für ſolches Heil ſei, Herr, gepreiſt, Laß uns dabei verbleiben, Und gieb uns deinen guten Geiſt, Daß wir dem Worte gläuben; Daß wir's annehmen jederzeit Mit Demut, Ehrfurcht, Luſt und Freud, Als Gottes, nicht der Menſchen. 4. Hilf, daß der Frepler frecher Spott Uns nicht vom Wort ab⸗ wende, Denn du biſt ein gerechter Gott, Und ſtrafſt gewiß am Ende. Gieb du ſelbſt deinem Worte Kraft, Und laß der Wirkung, die es ſchafft, 5. Ach, öffne uns Verſtand und Herz, Daß wir dein Wort recht faſſen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Es aus der Acht nicht laſſen; Daß wir nicht Hörer nur allein, Nein, auch des Wortes Thäter ſein, Frucht hun⸗ dertfältig bringen. 6. Der Sam am Wege wird ſofort Vom Feinde weggenom⸗ men; In Fels und Steinen kann das Wort Die Wurzel nicht be⸗ kommen. Und wenn der Sam in Dornen fällt, Hat Sorg und Wolluſt dieſer Welt Bald ſeine Kraft erſticket. 7. Ach, hilf, Herr, daß wir werden gleich Dem fruchtbar'n guten Lande, Und ſei'n an guten Werken reich In unſerm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld In feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, ſo lang wir leben hier, Die Sünden ernſtlich meiden; Gieb, daß wir halten feſt an dir In Trübſal, Kampf und Leiden. Rott aus, was dir, Herr, nicht gefällt, Hilf uns, die Sorgen dieſer Welt Und böſe Lüſte dämpfen. 9. Dein Wort laß allewege ſein Die Leuchte unſern Füßen; Er⸗ halt es bei uns klar und rein, Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Troſt in jeder Not, Daß wir im Leben und im Tod Darauf beſtändig bauen. 10. Laß ſich dein Wort zu deiner Ehr, O Gott, ſehr weit verbreiten; Hilf, Jeſu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und Uns niemals widerſtreben. leiten; O heilger Geiſt, dein gött⸗ 250 Gottes Werke und Wohlthaten. lich Wort Laß in uns wirken fort und fort Geduld, Lieb, Hoff⸗ nung, Glauben. Mel. Ach Gott und Herr. 408. Gott iſt mein Hort, Auf Jeſu Wort Soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, Mein Gott, vor dir Im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort iſt wahr; Laß immerdar Mich ſeine Kräfte ſchmecken. Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Vom Glauben mich abſchrecken. 3. Wo hätt ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahr⸗ heit lehrte? Ach, ohne ſie Ver⸗ ſtänd ich nie, Wie ich dich wür⸗ dig ehrte. 4. Dein Wort erklärt Der Seele Wert, Unſterblichkeit und Leben, Daß dieſe Zeit Zur Ewigkeit Mir ſei von dir gegeben. 5. Den ewgen Rat, Die Miſſe⸗ that Der Sünder zu verſühnen: Ihn kännt ich nicht, Wär mir dies Licht Nicht durch dein Wort erſchienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihſt, Nich lehrt dein Geiſt Im Glau⸗ ben: Vater! ſagen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Iſt meines Heils Ge⸗ ſchäfte; Durch eigne Macht Wird's nie vollbracht, Dein Wort allein giebt Kräfte. 8. Herr, unſer Hort, Laß uns dies Wort, Denn du haſt' s uns gegeben; Es ſei mein Teil, Es ſei mein Heil, Und Kraft zum ewgen Leben. Dritte Abteilung. Das chriſtliche Leben. 1. Sorge für die Seele. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 409 laube, Lieb * Hoffnung ſind Der wahrhafte Schmuck der Chriſ⸗ ten. Hiermit muß ſich Gottes Kind Stets beſtreben auszurüſten. Nur durch ſie wird Gott geehret, Seine Gnad in uns vermehret. 2. Glaube legt den erſten Stein Zu des Heils bewährtem Grunde, Sieht auf Jeſum nur allein, Und bekennt mit Herz und Munde Sich zu ſeines Geiſtes Lehren, Läßt ſich keine Trübſal ſtören. 3. Liebe muß des Glaubens Frucht Gott und auch dem Näch⸗ ſten zeigen, Unterwirft ſich Chriſti Zucht Und giebt ſich ihm ganz zu eigen, Läſſet ſich in allen Leiden Nicht von ihrem Jeſu ſcheiden. 4. Hoffnung macht der Liebe Mut, Alle Not zu überwinden, Sie kann in der Trübſalsflut Ihren Anker ſicher gründen, Sie erwartet nach dem Leide Ewige, vollkommne Freude. 5. Jeſu, du mein Herr und Gott, Ach, bewahr in mir den Glauben, Mache du den Feind zu Spott, Der dies Kleinod denkt zu rauben. Laß das ſchwache Rohr nicht brechen, Und mein glimmend Docht nicht ſchwächen. 6. Mache meine Liebe rein, Daß ſie nicht in Schein beſtehe; und Daß ſie mir von Herzen gehe, Und ich aus rechtſchaffnem Triebe Dich und auch den Nächſten liebe. 7. Gründe meine Hoffnung feſt, Stärke ſie in allen Nöten, Wenn mich alle Welt verläßt, Wenn du mich gleich wollteſt töten: Laß ſie nach dem Himmel ſchauen, Und auf das, was ewig, bauen. 8. Glaub und Hoffnung hören auf, Wenn wir zu dem Schauen kommen, Doch die Liebe dringt hinauf, Wo ſie Urſprung hat ge⸗ nommen. Ach, da werdich erſt recht lieben, Und die Liebe ewig üben. Mel. Aus tiefer Not. 410. Nach meiner Seelen Seligkeit Laß mich, Herr, eifrig ringen. Sollt ich die kurze Gnadenzeit In Sicherheit verbringen? Wie würd ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein Reich wünſcht einzugehn, Muß reinen Herzens werden. 2. Erſt an dem Schluß der Lebensbahn Auf ſeine Sünden ſehen, Und, wenn man nicht mehr ſündgen kann, Gott um Erbar⸗ mung flehen: Das iſt der Weg zum Leben nicht, Den uns, o Gott, dein Unterricht In deinem Wort bezeichnet. 3. Du rufſt uns hier zur Hei⸗ ligung, Drum laß auch hier auf Flöß mir Kraft des Geiſtes ein, Erden Des Herzens wahre Beſſe⸗ 8 252 Das chriſtliche Leben. rung Mein Hauptgeſchäfte werden. Herr, ſtärke mir dazu den Trieb, Nichts ſei ſo groß, nichts mir ſo. lieb, Das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewänn ich auch die ganze Welt Mit allen ihren Freuden, Und ſollte das, was dir gefällt, O Gott, darüber meiden: Was hälfe mir's? Nie kann die Welt Mit allem, was ſie in ſich hält, Mir deine Gnad erſetzen. 5. Was führt mich zur Zu⸗ friedenheit Schon hier in dieſem Leben? Was kann mir Troſt und Freudigkeit In Not und Tod einſt geben? Nicht Menſchengunſt, nicht irdiſch Glück, Nur Gottes Gnade und der Blick Auf jenes Lebens Freuden. 6. Herr, laß nach dieſem Kleinod mich Vor allen Dingen trachten, Und, was mir daran hinderlich, Mit edlem Mut verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh Und im Gericht vor dir beſteh, Sei meine größte Sorge. 7. Doch, was vermag ich, wenn du nicht Vor Trägheit mich be⸗ ſchützeſt, Und mich zur Treu in dieſer Pflicht Mit Kräften unter⸗ ſtützeſt? O ſtärke mich, mein Gott, dazu, So find ich hier ſchon wahre Ruh Und dort das ewge Leben. Eigne Melodie. 411 Es koſtet viel, ein * Chriſt zu ſein, Und nach dem Sinn des reinen Geiſtes leben, Denn der Natur geht es gar ſauer ein, Sich immerdar in Chriſti Tod zu geben; Auch iſt's mit einem Kampf, den wir voll⸗ bracht, Nicht ausgemacht.:,: 2. Man muß hier ſtets auf Schlangen gehn, Die, ach, ihr Gift in unſre Ferſen bringen; Da koſtet’'s Müh, auf ſeiner Hut zu ſtehn, Daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn man's verſucht, ſo ſpürt man mit der Zeit Die Wichtigkeit. 3. Doch iſt es wohl der Mühe wert, Wenn man mit Ernſt die Herrlichkeit erwäget, Die ewiglich ein ſolcher Menſch erfährt, Der ſich hier ſtets aufs Himmliſche geleget. Sei hoch das Ziel, die Gnade macht es leicht, Daß man's erreicht.:,: 4. Man ſoll ein Kind des Höch⸗ ſten ſein, Ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird der Geiſt ſo ſtark, ſo hell und rein Im vollen Strahl von Got⸗ tes Angeſichte, Weil dort ihn ziert die weſentliche Pracht, Die ſchön ihn macht!:;: 5. Da wird das Kind den Vater ſehn, In ſeinem Anſchaun Himmelsluſt empfinden, Wird an dem Strom des Lebens ſelig ſtehn, Und ſich mit Gott zu einem Geiſt verbinden. Wer weiß, was da im Geiſte wird geſchehn? Wer mag's verſtehn?: 6. Dort ſchauſt du einſt die Weisheit ganz, Die dich mit Mut⸗ terliebe ſtets geführet. Sie krönet dich mit ihrem Perlenkranz, Und wird als Braut der Seele zuge⸗ führet. Verborgenes wird da ganz offenbar, Das Dunkle klar.„ 7. Was Gott beſitzt, empfängſt du auch; Was Gott verheißt, wird dir in Gott gegeben; Der Himmel ſteht bereit dir zum Ge⸗ daauch ritt ge en K Hott- 8 N nüide 1 dt Fin agſt güriht Ins G iid ſi tlh,J Mal dach der eben. ſar ſaue hriſt ²³ wohl derl 1 n 4 En get, Die wne Siſch afün ufs Hinnit — och das zi, leicht, Daßn in Kind diß⸗ einer Gln, = Lichte. Ven ak, ſo heln Strahl vouch Weil du =s liche Pruct —3l: — das fid — ſeinem Auit 2 pfinden, An⸗ — Lebens ſlh 1tt zu einen — r weiß, ua ſchehn? 9 nj grſchehn! ; nſt du eii dirint ärtt. Sit r= Perlentrun att der Sul enes vir d — Dunl l lett eni- =s Gott be eott gegebel Deltt dir im Drum übergieb ihn willig in den Sorge für die Seele. 253 brauch, Wie lieblich wirſt du doch mit Jeſu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde ſein, Als Gott allein.:; 8. Auf, auf, mein Geiſt, er⸗ müde nicht, Dich aus der Nacht der Finſternis zu reißen! Was ſorgeſt du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird ſich's dort nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wird's thun!:; ⁴ 4ϑ Mel. Es koſtet viel, ein Chriſt. 412 Es iſt nicht ſchwer, ein ITI. Chriſt zu ſein, Und nach dem Sinn des reinen Geiſtes leben. Zwar der Natur geht es gar ſauer ein, Sich immerdar in Chriſti Tod zu geben, Doch führt die Gnade ſelbſt zu aller Zeit Den ſchweren Streit.:,: 2. Du darfſt nur werden wie ein Kind, Du darfſt ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geiſt, wie gut iſt Gott geſinnt! Das kleinſte Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht ſo ſehr, Es iſt nicht ſchwer.;: 3. Dein Vater fordert nur das Herz, Daß er es ſelbſt mit reiner Gnade fülle. Der treue Gott will ja nicht deinen Schmerz, Die Un⸗ luſt ſchafft in dir dein Eigenwille; Tod, So hat's nicht Not.:,: 4. Wirf nur getroſt den Kum⸗ mer hin, Der nur dein Herz ver⸗ geblich ſchwächt und plaget. Er⸗ wecke nur zum Glauben deinen Sinn, Wenn Furcht und Weh am Vater, ſchau mein Elend gnädig an! So iſt's gethan.: 5. Faß nur die Seele in Ge⸗ duld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkeſt. Verſiehſt du's oft und fehlſt aus eigner Schuld, So ſieh, daß du dich durch die Gnade ſtärkeſt! Dann iſt vor Gott dein kindliches Ver⸗ ſehn Als nicht geſchehn.:;: 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, Wenn dich wird Nacht und Finſternis bedecken; Dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir thun, Vor keinem Sturme darfſt du je erſchrecken; Ja, ſiehſt du endlich ferner keine Spur, So glaube nur.: 7. So wird dein Licht aufs neu entſtehn, Und wirſt dein Heil mit großer Klarheit ſchauen; Was du geglaubt, wirſt du dann vor dir ſehn, Drum darfſt du nur dem treuen Vater trauen. O Seele, ſieh doch, wie ein wahrer Chriſt So ſelig iſt!:: 8. Auf, auf, mein Geiſt, was ſäumeſt du, Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die ſüße Ruh, In Frieden ſollſt du vor dem Vater le⸗ ben. Die Sorg und Laſt wirf nur getroſt und kühn Allein auf ihn.:, Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 413 Schaffet, daß ihr ſelig 1 werdet, Die ihr wollet ſelig ſein, Euch als Chriſ⸗ ten zwar gebärdet, Doch davon tragt nur den Schein. Denket, daß der Herr wird kommen, Rich⸗ ſchwachen Herzen naget. Sprich: ten Böſe ſamt den Frommen. 254 Das chriſtliche Leben. Darum ſchafft mit Furcht allein, Wie ihr möget ſelig ſein. 2. Schaffet denn mit Furcht und Zittern, O ihr Sünder all⸗ zumal, Wenn Gott wird die Welt erſchüttern Und ſich naht die Höl⸗ lenqual, Daß ihr alle dann ent⸗ gehet, Nicht zur Linken Jeſu ſtehet! Schaffet doch mit Furcht allein, Daß ihr möget ſelig ſein. 3. Schaffet, daß ihr ſelig wer⸗ det, Traut nicht eurem Fleiſch und Blut, Das ſich heilig hier ge⸗ bärdet Und es doch nie meinet gut. Flieht das falſche Chriſten⸗ leben, Bleibet Jeſu treu ergeben, Folgt ihm nach; dies ſchafft allein, Daß ihr möget ſelig ſein. 4. O Herr, der du durch dein Leiden Uns ſo theu'r erlöſet haſt, Laß doch nichts von dir uns ſchei⸗ den, Nimm hinweg von uns die Laſt. Brich in uns die Macht der Sünden, Laß uns Gnad und Leben finden! Deine treue Lieb allein Schaffe, daß wir ſelig ſei'n. Mel. Mein Herzens⸗Jeſu, meine. 41 4 Gott, deine Güte reicht * ſo weit, So weit die Wolken gehen, Du krönſt uns mit Barmherzigkeit, Und eilſt, uns beizuſtehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Über⸗ fluß Und Schätze dieſer Erden; Laß mir, ſo viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verſtand, Dich, Gott, und den, den du ge⸗ ſandt, Und mich ſelbſt zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So ſehr ſie Menſchen rühren; Des guten Namens Ei⸗ gentum Laß mich nur nicht ver⸗ lieren. Das ſei mein Ruhm, vor dir zu ſtehn, Den ſchmalen Weg getreu zu gehn, Im Umgang mit den Frommen. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, Auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wolleſt du mir ge⸗ ben. In deiner Hand ſteht meine Zeit; Laß du mich nur Barm⸗ herzigkeit Vor dir im Tode finden. Mel. Wer nur den lieben Gott. 15 ohl dem, der ſich 415. W mit Ernſt bemühet, Daß er ein Jünger Chriſti ſei, Der Chriſtum als ein Kleid an⸗ ziehet, Daß er im Glauben werde frei, Der Chriſtum ſtets zum Zweck ſich ſetzt, Ihn über Welt und Himmel ſchätzt. 2. Wohl dem, der ihn erwählt zum Wege, Zum Lichte, dem er folget nach Auf der Verleugnung ſchmalem Stege, Und auf ſich nimmt des Heilands Schmach, Der ſich befleißt, an ſeinem Heil Im Glauben ſtets zu haben teil. 3. Was hilft's, daß Chriſtus hier empfangen, Des Fleiſches einſt teilhaftig ward, Wenn wir nicht auch dazu gelangen, Daß er ſich ſelbſt uns offenbart? Doch ſoll er bei dir kehren ein, So muß dein Herz aufrichtig ſein. 4. Was hilft's, daß Chriſtus iſt geboren Und uns die Kindſchaft wieder bringt? Dem bleibt dies hohe Recht verloren, Der nicht erun dumñ Föttes rim Wyfut 7* den litben on dem, de it Ernſtbenit inger Cüriti m ulss ein Alehe an Glauben ue S iſtum ſtet n ſ jätzt. * der ihn mi = n Lichte, wn. M Jder Werleuw 1, Und afſ . llands Scn 2n, an ſeiend zets zu halnt S3 u 2, Des Fat —2 4 1 elangen, N 44 offendat d kohren ei? 12 wfine *„daß Cfrite 1 Jdee Kunſt 1 6 1 1 6 3 den llit d vnn, Da Sorge für die Seele. 255 darnach im Glauben ringt, Daß Sündentod? Was hilft dir ſein Gottes Geiſt ihn neu gebiert, Und er ein göttlich Leben führt. 5. Was hilft dem Menſchen Chriſti Lehre, Der Sklave der Vernunft noch bleibt, Nach eigner Weisheit, Wahn und Ehre Sein Leben, Thun und Weſen treibt? Ein Chriſt, der die Verleugnung ehrt, Folgt dem nur, was ihn Chriſtus lehrt. 6. Was hilft uns Chriſti Thun und Leben, Was ſeine Lieb und Freundlichkeit, Wenn wir, dem Stolz und Haß ergeben, Nur ſchän⸗ den ſeine Heiligkeit? Was hilft's, nur mit dem Mund allein, Und nicht im Werk ein Chriſt zu ſein? 7. Was hilft uns Chriſti Angſt und Leiden, Wenn man nicht will ins Leiden gehn? Nur nach der Pein ſind ſüß die Freuden, Und nach der Schmach glänzt Purpur ſchön. Wer hier nicht ſeinen Adam gen Himmel gehen, Wenn du noch zagſt in Erdennot? Was hilft dir ſein Triumph und Sieg, Führſt du nicht mit dir ſelber Krieg? 11. Wohlan, ſo lebe, thu und leide, Wie Chriſtus dir ein Vor⸗ bild war. Sieh, daß dich ſeine Unſchuld kleide, So bleibſt du in der Seinen Schar. Wer Chriſti iſt, der ſtrebt allein Im Leben Chriſti Glied zu ſein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 416 Bald bin auch ich des 4 Todes Raub; Zwar wall ich noch auf Erden, Ich Sterblicher, doch dieſer Staub Soll einſt unſterblich werden; Und dann, dann iſt mein ewig Teil, O Gott, Verwerfung oder Heil. 2. Mit Furcht und Zittern ſoll der Chriſt Nach ſeinem Heile rin⸗ gen, Verachten das, was eitel iſt, kränkt, Dem wird die Krone nicht Hinauf zu Gott ſich ſchwingen, Ge⸗ Wenn du dir ſelbſt nur leben willt. Befreien, Wo man nicht bleibt geſchenkt. 8. Was hilft uns Chriſti Tod und Sterben, Wenn wir uns ſelbſt nicht ſterben ab? Du liebſt Dein Leben zum Verderben, Führſt du die Luſt nicht in ſein Grab. Sein Kreuz bleibt dir ein totes Bild, 9. Was hilft ſein Löſen und im Bunde ſtehn? Was hilft's, Herr, Herr und Meiſter ſchreien, Wenn man ſtets will zurück noch ſehn? Was hilft's denn, daß ſein Tod verſöhnt, Wenn unſer Sinn der Welt noch frönt? 10. Was hilft dir Chriſti Auf⸗ erſtehen, Bleibſt du noch in dem troſt den Pfad der Trübſal gehn, Und ſtandhaft in Verſuchung ſtehn. 3. Noch weiß ich, daß ich lau⸗ fen muß, Noch bin ich in den Schranken, Noch nicht am Ziele, doch mein Fuß Beginnet oft zu wanken. Herr, ſtärke mich durch deine Kraft Auf dieſer kurzen Pilgrimſchaft. 4. So lang ich noch, ein Fremd⸗ ling hier, In dieſem Leibe walle, So ſchaff ein reines Herz in mir, Ein Herz, das dir gefalle, Und leite mich auf ebner Bahn Durch deinen Geiſt zu dir hinan. 5. Es ſei mein Ruhm, dir wert zu ſein, Was du gebeutſt, zu üben; Mein höchſtes Gut, mich 256 Das chriſtliche Leben. dein zu freun, Von Herzen dich zu lieben; Mein Troſt, auf dei⸗ nen Schutz zu baun, Und meine Hoffnung, dich zu ſchaun. 6. Die freche Thorheit dieſer Zeit Soll nie mir meinen Glau⸗ ben, Den ſüßen Troſt der Ewig⸗ keit, Des Himmels Hoffnung rau⸗ ben. Was lindert ſonſt des Le⸗ bens Not, Und was verſüßt mir einſt den Tod? 7. Verzagt und ſchwach ſind Fleiſch und Blut, Und eitel unſre Werke; Der Glaub allein giebt Kraft und Mut, Verleiht in Chriſto Stärke. Sind wir in Angſt und Traurigkeit: Getroſt, wir überwinden weit. V 8. Was iſt die Trübſal dieſer Zeit Und alles Leid der Erden, Gott, gegen deine Herrlichkeit, Die offenbar ſoll werden? Wie ſchnell fleucht dies mein Leben hin, Hin, wo ich ewig ſelig bin! 9. Heil mir, ich bin ſein Ei⸗ gentum! Nichts ſoll von ihm mich ſcheiden, Nicht Wolluſt, Güter, noch der Ruhm, Nicht Schmach, nicht Tod, noch Leiden. Ich bin durch Jeſu Blut erkauft, Ich bin auf ſeinen Tod getauft. 10. Der mir in Chriſto alles giebt, Schützt bei des Todes Schrecken; Der mich bis in den Tod geliebt, Wird aus dem Grab mich wecken. Wenn Erd und Himmel untergehn, Werd ich zum Leben auferſtehn. 11. Nicht Trübſal mehr, nicht Leid und Schmerz Betrübet dort die Seinen; Nicht klagen mehr wird unſer Herz, Nur Freuden⸗ thränen weinen. Er, der für uns ſein Leben gab, Er trocknet unſre Thränen ab. 12. Dort ſchauen wir und be⸗ ten an Vor deinem Angeſichte, Und die wir hier im Dunkel ſahn, Wir werden dort im Lichte Die Wunder deiner Liebe ſehn, Und deine Wege ganz verſtehn. 13. Ihr, die ihr ihn erhabner preiſt, Ihr Engel, meine Brüder, Dann ſinget mein verklärter Geiſt In eure Jubellieder, Und eurer Harfen reiner Klang Ertönt in meinen Lobgeſang. 14. Du, der du uns dies Heil erwarbſt, Laß, Herr, auch mich's ererben. Du, der du für die Sün⸗ der ſtarbſt, Laß, Jeſu, dir mich ſterben. Gieb, daß ich dir im Leben treu, Getreu bis in den Tod dir ſei. —³— 9 Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 4 417 Seele, was ermüdſt du dich In den Dingen dieſer Erden, Die doch bald ver⸗ zehren ſich, Und zu Staub und Aſche werden? Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerſtreuten Sinn, Laß ihn ſich zu Gott aufſchwingen; Richt ihn ſtets zum Himmel hin, Laß die Gnade dich durchdringen. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangſt oft ſüße Ruh, Dein verſchmachtet Herz zu laben: Eil der Lebensquelle zu, Da kannſt —— du ſie reichlich haben. Suche Je⸗ ſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unſelge Pein, So das finſtre Reich gebieret. Laß nur ihn dein Labſal ſein, Der —— — ——,— —— — — — — — — — — —.. ——— — — — — ——— — — — — — — = — — — — — — — — —— = — ——— — — —— —. —— —— — —— — — — — — — — — u nah M aß ich dirin⸗ sin den Toij — Jeſum laß iht zu Staubwit =e Jeſum u drre hiſft t aan zerſtreutn Gotturſt — zum Hum — dich durche a nd ſein it — t. ü unſſt tſ an chtet Herz ). — e unſelyed deich gebien — Labſcl ſen dich, Zu danken und zu beten. Laß Hilf, daß zu dir aus Herzens⸗ Das Gebet. 257 zur Glaubensfreude führet. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Geh in Einfalt ſtets einher, Laß dir nichts das Ziel verrücken. Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Müden, wohl erquicken. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich recht oft im Geiſt Über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Dir in weiter Ferne ſtehen. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Zu dem Strome mußt Lammes fließet, Gnad um Gnade zu empfahn, Die ſich reichlich dort ergießet. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 8. Laß dir ſeine Majeſtät Im⸗ merdar vor Augen ſchweben; Laß mit innigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jeſum und ſein Licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Ziehe du mich zu dir hin, Daß der Sünde ich abſterbe, Dann iſt ſterben mein Gewinn, Dann erfreut mich dort dein Erbe. Bleibe, Jeſu, ſtets mein Licht, Alles andre du nahn, Der vom Thron des hilft mir nicht. 2. Das Mel. Aus tiefer Not. 41 8 O Vater, unſer Gott, 9 DX es iſt Unmöglich auszuſinnen, Wie du recht anzu⸗ rufen biſt, Hilf ſelber uns beginnen, Und geuß, wie uns dein Wort verheißt, In unſre Herzen deinen Geiſt Der Gnad und des Gebetes. 2. Laß ihn bei dir uns kräf⸗ tiglich Mit Seufzen ſtets vertreten, So oft wir kommen, Herr, vor nicht nur ſprechen unſern Mund, grund, O großer Gott, wir rufen. 3. Zeuch unſer Herz zu dir hinauf, Im Beten und im Singen, Und thu uns ſelbſt die Lippen auf, Ein Opfer dir zu bringen. Laß dir gefallen, wenn wir dann Mit Herz und Lippen dir uns nahn, — Gebet. ten, Mit Andacht beten für und für, Nichts Fremdes denken, dich⸗ ten. Gieb uns des Glaubens Zu⸗ verſicht, Daß wir die Bitte zweifeln nicht Durch Chriſtum zu erhalten. 5. Fern ſei's von uns, dir Zeit und Maß Im Beten vorzuſchrei⸗ ben; Hilf, daß wir flehn ohn Un⸗ terlaß, Bei dem allein auch blei⸗ ben, Was dir gefällt, was deine Ehr Und unſre Wohlfahrt mehr und mehr Befördert hier und ewig. 6. Laß uns allein auf deine Güt, Auf unſer Thun nicht bauen, Und dir mit kindlichem Gemüt Uns ganz und gar vertrauen; Und mögen wir's nicht würdig ſein, So wolleſt du aus Gnad allein Die Bitte uns gewähren. 7. Du, Vater, weißt, was uns gebricht In unſerm ganzen Leben, Sei, Herr, von uns nicht ferne. Es iſt dir auch verborgen nicht, 4. Im Geiſt und Wahrheit laß Wenn wir in Nöten ſchweben. zu dir Das Herz uns immer rich⸗ Um Beiſtand flehen wir dich an, 17 258 Das chriſtliche Leben. Da doch dein Vaterherz nicht kann Vergeſſen deine Kinder. 8. Wir haben ja die Freudig⸗ keit In Jeſu Chriſt empfangen, Der Gnadenthron iſt dort be⸗ reit't, Daß wir die Hülf erlan⸗ gen; Drum laß hier und an allem End Uns ſtets aufheben heilge Händ, Zu dir gen Himmel ſchreien. 9. Dein Nam, o Gott, gehei⸗ ligt werd, Dein Reich laß zu uns kommen, Dein Will geſchehe ſtets auf Erd, Gieb Brot, Fried, Nutz und Frommen. All unſre Sünden uns verzeih, Steh uns in der Verſuchung bei, Erlöſ' uns von dem Ubel. 10. Dies alles, Vater, werde wahr, Du wolleſt es erfüllen; Erhör und hilf uns immerdar Um Jeſu Chriſti willen; Denn dein, o Herr, iſt allezeit, Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Das Reich, die Kraft, die Ehre. Mel. Nun freut euch, liebe. 419 Gott, unſer Vater, der * du biſt Im Himmel hoch erhoben, Und ſchaueſt, was auf Erden iſt, Auf deinem Throne oben, O unſer Troſt und Zuver⸗ ſicht, Zu dir iſt unſer Herz ge⸗ richt't, Erhör uns, deine Kinder. 2. Hilf, daß wir deinem heil⸗ gen Nam Die Ehr in allem ge⸗ ben, Wie groß du biſt und wun⸗ derſam, Mit Freudigkeit erheben; Dich, deine Weisheit, Macht und Treu Erkennen, und ohn Heuchelei Dir und dem Nächſten dienen. 3. Laß uns in deinem Gnaden⸗ reich Des heilgen Geiſtes Gaben, Dein Wort und deſſen Kraft zu⸗ gleich, Glaub, Lieb und Hoffnung haben; Des Satans Sündenreich zerſtör, Schütz deine Kirch und ſie vermehr, In Einigkeit und Wahrheit. 4. Dein Will geſcheh nach dei⸗ nem Wort Im Himmel und auf Erden; Laß meinen Willen fort und fort Dadurch gebrochen wer⸗ den. Verleihe uns in Freud und Leid Ein ruhig Herz, daß jeder⸗ zeit, Was du willſt, uns gefalle. 5. Gieb uns heut unſer täglich Brot Durch Arbeit unſrer Hände. Peſt, Krankheit, Feu'rs⸗ und Waſ⸗ ſersnot, Und was ſonſt ſchad't, ab⸗ wende. Gieb gute Obern, Fried und Heil, Auch jedem ſein beſcheiden Teil, Und daß uns dran genüge. 6. Vergieb uns alle unſre Schuld Und ſündhaft böſes Leben; Hilf, daß mit Liebe und Geduld Wir andern auch vergeben. Ach, übe an uns keine Rach, Und laß uns Unrecht, Trotz und Schmach Dem Nächſten auch verzeihen. 7. In der Verſuchung, Herr, uns ſtärk, Und hilf uns überwin⸗ den Das Fleiſch, die Welt, des Satans Werk, Und was uns reizt zu Sünden; Daß, wenn uns Wolluſt, Ehr und Geld Wird ſüß und liſtig vorgeſtellt, Wir doch dawider ſiegen. 8. Von allem Ubel, Angſt und Not In Gnaden uns erlöſe, Daß uns im Leben und im Tod Nicht ſchaden kann der Böſe. Drückt uns auch manche Kreuzesnot, Laß uns getroſt bis in den Tod Des Glaubens End erhalten. 9. Dies alles, Vater, werde wahr, Du wolleſt es erfüllen. Er⸗ öigehan Gradertt fätſ ni 2 Gne ha ſen lrſt Feber a umer h er Var cbilſſt, und n n heut unſti beit unſter hi a Feutemg nsſonſt ſat eOben Fin Km ſein bite — uns drangn cSalleuntest dboſes Leben, = und Geu Aſergeben. an ach, Undli nnd Schmucl * I perzeihen r aberſuchung r J hilf uns üm f ch, die We = Und wasme Daß, mm †. und Ge vorgetit, M egen. Lnmn Übel. Ai dn n uns ulüſ ¹₰ und in dh e Söfe dit Krenzesnot, 8 in d dn erhalten es efüln S eiſt not iſt meinem Geiſt. Jeſu Chriſti willen, Denn dein, o Herr, iſt allezeit, Von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit, Das Reich, die Macht und Ehre. Mel. Wer nur den lieben Gott. 420. Mein Gott, ich klopf an deine Pforte Mit meinem Flehn und Seufzen an. Ich halte mich an deine Worte: Klopft an, ſo wird euch aufgethan. Ach, öffne mir die Gnadenthür, Mein Jeſus klopfet ſelbſt mit mir. 2. Wer kann von ſich das Gute haben, Das nur von dir den Urſprung hat? Du biſt der Geber aller Gaben, Bei dir iſt immer Rat und That. Du biſt der Born, der immer quillt, Du Das Gebet. hör und hilf uns immerdar, Um 259 6. Erweck in mir ein gut Ge⸗ wiſſen, Das weder Welt noch Teufel ſcheut, Und laß mich meine Sünden büßen Noch hier in die⸗ ſer Gnadenzeit; Durchſtreich die Schuld mit Jeſu Blut, Und mach das Böſe wieder gut. 7. O Vater, ich darf wohl nicht bitten, Daß mich das Kreuz ver⸗ ſchonen ſoll; Hat doch mein Je⸗ ſus ſelbſt gelitten, Und alſo leid ich billig wohl; Doch wird Ge⸗ duld mir nötig ſein, Die wolleſt du mir, Herr, verleihn. 8. Das andre alles wirſt du fügen, Ich möge arm ſein oder reich, An deiner Huld laß ich mir g'nügen, Die macht mir Glück und Unglück gleich; Kommt zeit⸗ lich Gut nicht häufig ein, Mein täglich Brot wirſt du verleihn. biſt das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit meinem Beten, Das voller Herz und Glauben iſt; Der mich vor dich heißt freudig treten, Iſt mein Erlöſer, Jeſus Chriſt; Und der in mir das Abba ſchreit, Iſt ja dein Geiſt der Freudigkeit. 4. Gieb, Vater, gieb nach dei⸗ nem Willen, Wes ich, dein Kind, bedürftig bin. Du kannſt mir mei⸗ nen Hunger ſtillen, In dir muß aller Segen blühn; Doch ſorge, Vater, allermeiſt Für das, was 5. Verleih Beſtändigkeit im Glauben, Laß meine Liebe heilig ſein. Will Satan mir die Krone rauben, So halte die Verſuchung ein, Damit mein armes Fleiſch und Blut Dem Feinde nichts zu Willen thut. 9. Ich bitte nicht um langes Leben, Nur, daß ich chriſtlich le⸗ ben mag; Laß mir den Tod vor Augen ſchweben Und meinen letz⸗ ten Sterbetag, Damit mein Aus⸗ gang aus der Welt Den Seligen mich zugeſellt. 10. O Gott, was ſoll ich mehr begehren? Du weißt ſchon, was ich haben muß; Du wirſt mir, was mir nützt, gewähren, Denn Jeſus macht den heilgen Schluß: Ich ſoll in ſeinem Na⸗ men ſchrein, So wird es Ja und Amen ſein. 1 Mel. O Lamm Gottes, unſchuldig. 421 Vater, Gott voll 3- Gunade, Der lie⸗ bend uns getragen, Der auch auf ſteilem Pfade Sein Volk nicht läßt verzagen, O zieh uns aus 17* 260 Das chriſtliche Leben. Erbarmen Zu dir, mit Vaterar⸗ men, Sei bei uns, ewiger Vater. 2. O Sohn Gottes, geſtorben Uns Sündern zur Erlöſung, Der du im Tod erworben Dem kran⸗ ken Geiſt Geneſung. Herr, deine Gnad und Milde Werd uns zum ſtarken Schilde, Verein dich mit uns, o Jeſu. 3. O Geiſt Gottes, erfülle Mit deinem Licht die Seelen, Daß heilig werd der Wille, Dein Heil wir nicht verfehlen. Führ uns in alle Wahrheit, Führ uns zur ewgen Klarheit, Sei mit uns, heilſamer Tröſter. Mel. Gott, hier ſind wir, deine. 422 Nicht um Reichtum, 2 Glanz und Ehre, Bitt ich Gott, mein Vater, dich. Wenn ich Weltbeſitzer wäre Ohne dich, wie arm wär ich! Nicht um thränenloſe Tage Bitte ich, o Vater, dich, Sende Frende, ſende Plage, Zieht ſie nur zu Chriſto mich. 2. Weisheit gieb, dich zu er⸗ kennen; Nur ein ſtilles frommes Herz, Kindlich Vater dich zu nennen, Vater ſtets, in Freud und Schmerz. Dankgefühl bei den Genüſſen, Die du ſchenkeſt, wünſch ich mir, Deinen Frieden im Gewiſſen, Und im Leiden Troſt von dir. 3. Gieb mir Mut und Her⸗ zensfreude, Meinen Brüdern wohl⸗ zuthun, Ihnen Troſt zu ſein im Leide, Daß in dir ſie lernen ruhn. Führe mich zu deinem Sohne, Mache du durch ihn mich rein, Lehr mich ringen nach der Krone, Seines Heils mich zu erfreun. 4. Nur nach deinem Willen handeln, Dich nur, nicht die Menſchen ſcheun; Stets vor dei⸗ nen Augen wandeln, Vater, dir ſtets nahe ſein: Wer kann dieſen Wunſch erfüllen? Wer vermag es, außer dir? Gott, um Jeſu Chriſti willen, Bitt ich dich: er⸗ füll ihn mir! Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich. 423. ¹ dir, Erbarmer, auf zu dir, Für alle Menſchen beten wir; Du weißt, was jeglichem gebricht, Verſag ihm deinen Beiſtand nicht. 2. Der heut gebornen Kind⸗ lein Zahl Weint jetzt vor dir zum erſtenmal. Ins Leben, Vater, riefſt du ſie: So lang ſie leben, laß ſie nie. 3. Wo heut die letzte Thräne fällt Beim Scheiden aus der Prü⸗ fungswelt, Wo Herzen brechen, kräftge ſie Durch Troſt und Rul nach Kampf und Müh. 4. An Thronen und in Hütten ſehn Viel Augen himmelan und flehn; An Thronen und in Hütten ſei Ein Helfer, mächtig, mild und treu. 5. Gieb, Herr, den Reichen die⸗ ſer Welt Ein Herz, das dich in Ehren hält, Ein demutsvolles, frommes Herz, Erweich es für des Bruders Schmerz. 6. Dem Armen, des die Welt vergißt, Der oft ſein Brot mit Thränen ißt, Zeig du von fern die Ewigkeit, Das Ende ſeiner Prüfungszeit. 11 fillti aüch and fennlt 3 fü ſch erfüllen? lel. Herr A ſ, gre derr Jeſu Chrif n z. Zu dir, Erharn zu dir, Fi chen beten wit. Ay jeglichem gebrich, a einen Beiſtand rit Der heut gebornn Jahl. Weint jitt un rſtenmal. Ins eben ⸗ du ſie: So lang ſe⸗ ne. Wo heut die lette d Beim Scheiden aus de 3 welt, Wo Ferzen be ge ſie Durch Tooſt und! Kampf ud Nih. An Türonen und in gi Viel Augen himmelen An Thronen und inc in Helfer, mächti reu. Hieb, Herr, den Reichn elt Ein Herz, das ſ hält, Ein demutene es Herz, Erweih d ruders Schmerz dem Armen, des de Der oft ſein u en ißt, Zeig du v vigkeit, Das Ende agszelt. 6 1 4 6 1 Das Gebet. 7. Wenn dann ſein Herz ge⸗ ſtillet iſt, Weil du, Herr, ſeine 4 Hoffnung biſt: Dann werd ihm auch aus Menſchenhand Die Hülfe freundlich zugewandt. 8. Für deine heilge Chriſten⸗ heit, Die dir im heilgen Dienſt ſich weiht, Für deine Kirche bitten wir, Sie ehret ja ihr Haupt in dir. 9. Sie iſt nur eine, dein allein Will ſie in ewger Liebe ſein; Vol⸗ lende durch der Wahrheit Strahl, Herr, ihrer Glieder ganze Zahl. Eigne Melodie. 424 Ich ruf zu dir, Herr . JI Jeſu Chriſt, Ich bitt, erhör mein Klagen; Verleih mir Gnad zu dieſer Friſt, Laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, Und daß ich möge ſtreben, Dir zu leben, Dem Nächſten nütz zu ſein, Das wolleſt du mir geben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herr, mein Gott, Du kannſt es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott, Die Hoffnung gieb daneben. Und wenn ich einſt muß hier davon, Daß ich dir mög vertrauen, Und nicht bauen Auf eignes Werk und Thun, Daß ich dich möge ſchauen. 3. Verleih, daß ich aus Her⸗ zensgrund Den Feinden mög vergeben. Verzeih mir auch zu dieſer Stund, Schaff in mir neues Leben. Dein Wort laß meine Speiſe ſein, Um meine Seel zu nähren, Und zu lehren, Wenn Trübſal dringt herein, Mich nicht von dir zu kehren. 4. Laß mich nicht Luſt noch Furcht von dir In dieſer Welt abwenden; Beſtändig ſein ans End gieb mir, Du haſt's allein in Händen. Und wem du's giebſt, der hat's umſonſt, Es mag niemand ererben, Noch erwerben Durch Werke deine Gunſt, Die uns er⸗ löſt vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerſtreb, Hilf, o Herr Chriſt, dem Schwachen; An deiner Gnad allein ich kleb, Du kannſt mich ſtärker machen. Kommt nun An⸗ fechtung und Gefahr, Wollſt du mich nicht verlaſſen, Feſt mich faſſen, Behüt mich immerdar, Ich weiß, du wirſt's nicht laſſen. 3. Lob und Dank. Eigne Melodie. 425. Se. Sewns e Herr Gott, wir danken dir! Dich, Gott Vater, in Ewigkeit Ehret der Weltkreis weit und breit. Alle Engel und Himmelsheer, Und was da dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stimm: Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt unſer Gott, der Herre Zebaoth! Dein' göttlich Machtund Herrlichkeit Geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl, Und die lieben Propheten all, Die teuren Märt'rer allzumal Loben dich, Herr, mit großem Schall. Die ganze werte Chriſtenheit Rühmt dich auf Erden allezeit. —————— — ———“ 1——————————ÿÿÿ é——— 4 ————— ffof⁰¼¾— 5 — 262 Das chriſtliche Leben. Dich, Gott Vater, im höchſten Thron, Deinen rechten und eingen Sohn, Den heilgen Geiſt und Tröſter wert Mit rechten Dienſt ſie lobt undehrt. Du Kön'g der Ehren, Jeſu Chriſt, Gott's Vaters ewger Sohn du biſt, Du nahmeſt an, der Welt zu gut, Gleich Menſchenkindern Fleiſch und Blut. Du haſt dem Tod zerſtört ſein“ Macht, Und alle Chriſten zum Himmel bracht. Du ſitzt zur Rechten Gottes gleich Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig biſt Alles, was tot und lebend iſt. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, Die mit dein'm teuern Blut er⸗ löſet ſein. Laß uns im Himmel haben teil Mit den Heilgen am ewgen Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jeſu Chriſt, Und ſegne, was dein Erbteil iſt. Wart und pfleg es zu aller Zeit, Und heb es hoch in Ewigkeit. Täglich, Herr Gott, wir loben dich, Und ehr'n deinen Namen ſtetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, Vor aller Sünd und Miſſethat; Sei uns gnädig, o Herre Gott, Sei uns gnädig in aller Not. Zeig uns deine Barmherzigkeit, Wie unſre Hoffnung zu dir ſteht. Auf dich hoffen wir, lieber Herr, In Schanden laß uns nimmermehr Amen! Eigne Melodie. 426 Nun danket alle Gott, 1 Mit Herzen, Mund thut Hier und an allen Enden; Der lebend uns erhält Vom Mut⸗ terleibe an, Und alles Gute thut, Mehr, als man zählen kann. 2. Es wolle unſer Gott Ein fröhlich Herz uns geben; Er laſſe uns, ſein Volk, In Frieden im⸗ mer leben Forthin zu unſrer Zeit, Daß ſeine Gnad und Treu Bei uns und unſerm Land Beſtändig allweg ſei. 3. Der große, ſtarke Gott Woll' uns von allem Böſen, Und was uns ſchaden möcht, Gewaltiglich erlöſen. Er ſchütz und rette uns, Er helf uns allezeit, So lange er uns hier Das Leben noch verleiht. Hier undim Himmel droben. Gott Sohn, Herr Jeſu Chriſt, Wir wol⸗ len dich ſtets loben. Gott, heilger und mehr. O Herr, dreieinger Gott, Dir ſei Lob, Preis und Ehr. Mel. Mein Herzens⸗Jeſu, meine. 427. Sei Lob und Ehr dem höchſten Gut Aus freudigem Gemüte, Dem Gott, der alle Wunder thut, Dem Va⸗ ter aller Güte. Er iſt's, der allen Jammer ſtillt, Und uns mit rei⸗ chem Troſt erfüllt. Gebt unſerm Gott die Ehre! 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrſcher aller Thronen, Und die auf Erd, in Luft und Meer In deinem Schatten woh⸗ nen, Die preiſen deine Schöpfer⸗ macht, Die alles hat ſo wohl be⸗ dacht. Gebt unſerm Gott die Ehre! und Händen, Der große Dinge 3. Was unſer Gott geſchaffen hat, Das will er auch erhalten, 4. Gott Vater, dir ſei Preis Geiſt, dein Ruhm Erſchalle mehr Darübe liit ſei rem gal eit, i ern Gh 14 Hat. Ac üreie rit don ddeihe rrum da ſein Volk In„ leben n For thin zu 1 ſeine Gnad und und unſerm and 3 g ſei. dermnfe furkeg on allem Böſen, 3 b mocht,( Gen t .. Er ſchütz und un ef uns üllezeit, t. Sy la ſier Das Leben wo n i dt Vater, dir ſi im Himn dräben mu Jeſu Chriſt,W ich ſtets sögben Get, „dein Ruhm m Erſchal e- mehr. O Herr, dran Dir ſei Loh, Preis undt Mein derzenSeſu, men . Siic un et uiſ 1 ölt 1 gem n Genüt Den 6. une en dal * er Güte Er iſts, 1 drd ter ſtillt lnd usrit Troſt erfüllt. Gebt u die Ehre! Es danket dir des him Seniheunde auf en in Lift In deinem Schatten ie preiſen deir Schi Dit alles hat o wo ui ie der amtn de 5 unſer Gott gyiſti as wil er auch i Lob und Dank. 263 Darüber will er früh und ſpat Mit ſeiner Gnade walten. In ſei⸗ nem ganzen Königreich Iſt alles recht, iſt alles gleich; Geht un⸗ ſerm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Troſt mir angedeihen. Drum dank, o Gott, drum dank ich dir. O danket, danket Gott mit mir; Gebt un⸗ ſerm Gott die Ehre!“ 5. Der Herr iſt nun und ewig nicht Von ſeinem Volk geſchieden. Er bleibet ſeine Zuverſicht, Giebt Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Sei⸗ nen ſtetig hin und her; Gebt unſerm Gott die Ehre! 6. Wenn Menſchenhülfe nichts mehr kann, Wenn Rat und Troſt verſchwinden, Nimmt Gott ſich un⸗ ſer gnädig an, Läßt ſeine Hülf uns finden. Er neigt ſich väterlich uns zu; Ach, außer ihm iſt keine Ruh; Gebt unſerm Gott die Ehre! 7. Ich will dich, Gott, mein Leben lang Von nun an freudig ehren; Man ſoll, Herr, meinen Lobgeſang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre ſich, Mein Geiſt und Leib, erfreue dich; Ge unſerm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chriſti Namen nennt, Gebt unſerm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unſerm Gott die Ehre! Die falſchen Götzen macht zu Spott! Der Herr iſt Gott, der Herr iſt Gott! Gebt unſerm Gott die Ehre! 9. So kommt denn vor ſein Angeſicht, Und laßt ſein Lob er⸗ klingen, Bezahlet die gelobtePflicht, Und laßt uns fröhlich ſingen: Der Herr hat alles wohlbedacht, Und alles, alles recht gemacht! Gebt unſerm Gott die Ehre! Eigne Melodie. 428. O daß ich tauſend Zun⸗ gen hätte, Und einen tauſendfachen Mund: So ſtimmt ich damit in die Wette Vom aller⸗ tiefſten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. 2. O daß doch meine Stimme ſchallte Bis dahin, wo die Sonne ſteht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang in ſei⸗ nem Lauf es geht! O wär ein jeder Puls ein Dank, Und jeder Odem ein Geſang! 3. Dir ſei, o liebevoller Vater, Unendlich Lob für Leib und Geiſt, Für alles, mildeſter Berater, Was deine Güte mir erweiſt, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Nutzen haſt beſtellt. 4. Mein treuſter Jeſu, ſe ge⸗ prieſen, Daß 33 durch deinen Todesſchmerz Mir dein Erbarmen haſt bewieſen, Geheilet mein ver⸗ wundet Herz. Vom Teufel haſt du mich befreit, Mich dir zum Eigentum geweiht. 5. Auch dir ſei ewig Ruhm und Ehre, O heiligwerter Got⸗ tesgeiſt, Für deines Troſtes ſüße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Gut's von mir geſchicht, Das wirket nur dein göttlich Licht. 264 Das chriſtliche Leben. 6. Wer überſtrömet mich mit Segen, Biſt du es nicht, o rei⸗ cher Gott? Wer ſchützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägſt mit meiner Sündenſchuld Unſäglich gnädige Geduld. 7. Deswegen küß ich deine Rute, Mit der du mich gezüchtigt haſt, Sie wirkt in mir ſo manches Gute Und iſt mir eine ſanfte Laſt. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, Daß ich von dir geliebet ſei. 8. Ich hab es ja mein Lebe⸗ tage So oftmals, o mein Gott, geſpürt, Daß du mich unter vieler Plage Durch manche Trübſal haſt geführt. Denn in der größeſten Gefahr Ward ich dein Troſtlicht ſtets gewahr. 9. Wie ſollt ich nun nicht voller Freuden In deinem ſteten Lobe ſtehn? Wie ſollt ich nicht im tiefſten Leiden Einher als Held und Sieger gehn? Ja, fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig ſein. 10. Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle Der ſchnöden Eitel⸗ keiten los, Und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du biſt ſehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit Ge⸗ bührt dir jetzt und allezeit. 11. Ich will von deiner Güte ſingen, So lange ſich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange ſich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird ſprachlos ſein, So ſtimm ich doch mit Seufzen ein. 12. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen * Gnaden hin; Im Himmel ſoll es beſſer werden, Wenn ich wie Got⸗ tes Engel bin. Da ſing ich dir im höhern Chor Viel tauſend Halleluja vor. Mel. Nun danket all und. 429 u biſt's, dem Ehr 4 und Ruhm gebührt, Und dies, Herr, bring ich dir; Du haſt mich väterlich geführt, Und wareſt ſtets mit mir. 2. Wenn Angſt und Not ſich mir genaht, So hörteſt du mein Flehn, Und ließeſt mich nach deinem Rat Hülf und Errettung ſehn. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit ſank, Und rief: Herr, rette mich! So halfſt du; dich erhebt mein Dank, Denn ich ge⸗ nas durch dich. 4. Betrübte mich des Feindes Haß, So klagt ich dir den Schmerz; Du halfſt mir, daß ich ihn vergaß, Und gabſt Geduld ins Herz. 5. Wenn ich den rechten Pfad in verlor, Mich ſchuldbeladen ſah: i Rief ich zu dir, mein Gott, em⸗ por, Und Gnade war mir nah. 6. Oft war um Troſt die Seele bang; Ich ſucht dein An⸗ geſicht, Ich rief voll Inbrunſt: Herr, wie lang? Da ließeſt du mich nicht. 7. Du hilfſt mir, Herr, mit Vatertreu, Denn du biſt fromm und gut. Dyu ſtehſt mir in Ver⸗ ſuchung bei, Und giebſt zur Tu⸗ gend Mut. 8. Herr, für die Leiden dank ich dir, Dadurch du mich geübt, Und für die Freuden, welche mir Dein milder Segen giebt. — in; Ing. Fun wen, Venn ic n engel bi me höhern Ch am luja vo ila 9. N üie 8 vareſt ſe mit it nr Wenn benaht, So bötteſt u „Und ließeſt tmichnactn dülf; und Errettu un ſ Tenn im in Scun. heit ſa nk, Und rif nihle So halfſt d mein Dank, Dem 1 urch dich. etühe e mich des zi Sollagti ic dirxrhn lfſt mir, daßichi ihn ua gab ſtt Geduld ins He We eht ich den rümm „Niih ſchu dbelader ſ ſch zu di, mein but Und Gnade war mir u Oft war um Troſ bang; Ich ſit t dein Ich rief voll Jutrm wie un da liifet * du hilfſt mir, Hen, eu, dem Uunn tiſ im :. Du ſtehſt mir un bei, Und gielſt zu dut. eerr, für die e Kedden d Dadurch du nich di die Fradden, ns 1 ider Segen gielt ij Angſt und 14 Lob und Dane 9. Dir dank ich, Herr, daß die Natur Mich nährt und mich er⸗ freut. Ich ſchau in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 10. Selbſt deinen Sohn gabſt du für mich, Welch Wunder dei⸗ ner Huld! Von ganzem Herzen preiſ' ich dich, Denn du tilgſt meine Schuld. 11. Preiſ' Gott in ſeinem Heilig⸗ tum, Erheb ihn, Volk des Herrn! Die Erd iſt voll von ſeinem Ruhm, Er hilft und rettet gern. 12. Er hilft und läßt die Trau⸗ rigkeit Uns bald vorübergehn, Will uns nach kurzer Prüfungs⸗ zeit Zum ewgen Glück erhöhn. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, Und was er dir gethan. Verehr und halte ſein Gebot, Und bet ihn ewig an. Eigne Melodie. 430 Sollt ich meinem Gott . nicht ſingen? Sollt ich ihm nicht dankbar ſein? Denn ich ſeh in allen Dingen, Wie ſo gut er's mit mir meint. Iſt's doch nichts, als lauter Lieben, Was ſein treues Herz bewegt, Das ohn Ende hebt und trägt, Die in ſeinem Dienſt ſich üben. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler ſein Gefieder Üüber ſeine Jungen ſtreckt, Alſo hat auch hin und wieder Mich des Höchſten Arm bedeckt, Alſobald im Mutterleibe, Da er mir mein Weſen gab, Und das Leben, das ich hab, Und noch dieſe Stunde treibe. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Nicht ſein Sohn iſt ihm zu enat Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew— gen Feuer Durch ſein teures Blut gewinn. O du unergründ⸗ ter Brunnen! Wie will doch mein ſchwacher Geiſt, Ob er gleich ſich hoch befleißt, Deine Tief ergrün⸗ den können? Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geiſt, den edlen Führer, Giebt er mir in ſeinem Wort, Daß er werde mein Regie⸗ rer Durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, Daß er mir mein Herz er⸗ fülle Mit des heilgen Glaubens Licht, Das des Todes Nacht durch⸗ bricht, Und die Hölle ſelbſt macht ſtille. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Not entſtehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebet an Seine Kraft mir beizulegen. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienſt beſtellt; Wohin ich mein Aug nur kehre, Find ich, was mich nährt, erhält, Tiere, Kräuter und Getreide; In den Tiefen, in der Höh, In den Wäldern, in der See, Üüberall iſt meine Weide. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich ſchlafe, wacht ſein Sorgen, Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich jeden lieben 266 Das chriſtliche Leben. Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott ge⸗ weſen, Hätte nicht ſein Angeſicht Mich geleitet, wär ich nicht Aus ſo mancher Angſt geneſen. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ſo manche ſchwere Plage Hat der Satan hergeführt, Die mich doch mein Lebetage Niemals nooch bisher berührt; Gott hat von uns weggewendet Unſrer Seele größten Feind, Der es immer böſe meint, Hat uns ſeinen Geiſt ge⸗ ſendet. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater ſeinem Kinde Nimmer ganz ſein Herz entzeucht; Wenn es gleich, verführt zur Sünde, Oft vom rechten Pfade weicht: Alſo hält auch mein Ge⸗ brechen Mir mein frommer Gott zu gut, Straft mich, wie ein Vater thut, Will nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Sind gleich bitter mir die Schläge Von des Höchſten mächt⸗ ger Hand, Dennoch, wenn ich's recht erwäge, Sind ſie nur ein Liebes⸗ pfand, Zeichen, daß er mein gedenke, Und mich von der ſchnöden Welt, Die mich hart gefangen hält, Durch das Kreuz zu ſich nur lenke. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr, und laſſe Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Chriſtenkreuz hat ſeine Maße Und muß endlich ſtille ſtehn. Wenn der Winter ausgeſchneiet, Tritt der ſchöne Sommer ein: Alſo wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes pijiet Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch b Ende Sich in Gottes Liebe find't, Ei, ſo heb ich meine Hände Z dir, Vater, als ein Kind; Bitte, wollſt mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu um⸗ fangen Tag und Nacht, Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieſer Zeit Lob und lieb in ſif Ewigkeit. Eigne Melodie. 431 obe den Herren, den mächtigen König der Ehren, Lob ihn, o Seele, vereint mit den himmliſchen Chören! Kommet zuhauf! Pſalter und Harfe, wacht auf! Laſſet den Lobgeſang hören. 2. Lobe den Herren, der alles ſo herrlich regieret, Der, wie auf Flügeln des Adlers, dich ſicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir ſelber gefällt, Haſt du nicht dieſes verſpüret? 3. Lobe den Herren, der künſt⸗ lich und fein dich bereitet, Der dir Geſundheit verliehen, dich freund⸗ lich geleitet. In wie viel Not Hat nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand ſichtbar geſegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren und preiſe des Ewigen Namen, Alles, was Odem hat, preiſe des Heiligen Namen. Er iſt dein Licht, Seele, nndeägei llih. einen . 4 d ganzen Leben, Jis 1 Eigne Melodie obe den Hern, w.rer Wächtigen Kun Lob ihn,oSeele,derin amliſchen Chörnl am l Pſalter und Harf n laſſet den Lobgeſang ſ Lobe den Herren, der! rlich regieret, Der, ui i des Mlers, dich ſ et. Der dich erhält, M ber gefällt, Haſt du verſpüret? lobe den Herren, der ki dfein dich bereitet, Der dheit verliehen, dic fien eleitet. In wie vil icht der gndige Golt! ügel gebreittl! obe den Herren, der Ne ſichthar geſegnet, Der immel mit Ströͤne regnet. Dente demn,, mächtige kunn, e ebe begegnt. obe den Herren und vdigen Namen, Alcs 1 dat, preiſe de b r iſ dein Lict iſer Zit ob mi Lob und Dank. 267 vergiß es ja nicht, Lob ihn in Ewigkeit! Amen. 432 un lob, mein' Seel, * den Herren, Was in mir iſt, den Namen ſein; Sein' Wohlthat will er mehren, Vergiß es nicht, dich ihm zu weihn. Er hat dein' Sünd vergeben, War gleich die Schuld ſehr groß; Er ſchützt dein armes Leben, Nimmt dich in ſeinen Schoß; Er tröſtet und erquicket, Verjüngt, dem Adler gleich. Der Herr ſchafft Recht, be⸗ glücket, Er macht den Armen reich. 2. Er hat uns wiſſen laſſen Sein heilig Recht und ſein Ge⸗ richt, Auch ſeine Güt ohn Maßen, Es mangelt an Erbarmung nicht. Den Zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unſrer Schuld, Läßt Gnade uns erfahren, Den Blöden ſeine Huld. Die Huld iſt hoch erhaben Bei dem, der fürch⸗ tet ihn. So fern der Oſt vom Abend, Iſt unſre Sünd dahin. 3. Wie Väter ſich erbarmen, Wenn ihre Kinder hülflos ſchrein, So will der Herr uns Armen, Wenn wir ihn ehren, Vater ſein. Er kennet unſre Schwäche, Er weiß, wir ſind nur Staub, Wie Gras auf dürrer Fläche, Ein“ Blum' und fallend Laub. Der Wind nur drüber wehet, So iſt es nimmer da, Alſo der Menſch vergehet, Sein Ende iſt ihm nah. 4. Nur Gottes Gnad alleine Steht feſt und bleibt in Ewigkeit. Heil dir, des Herrn Gemeine, Die ſtets in ſeiner Furcht bereit. Laßt ſeinen Bund uns halten, Er herrſcht Eigne Melodie. im Himmelreich. Ihr ſtarken Engel, waltet Des Lobes, preiſt zugleich Den großen Herrn der Ehren, Und treibt ſein heilig Wort; Mein Geiſt ſoll auch vermehren Sein Lob an jedem Ort. 5. Sei Lob und Preis und Ehre Gott Vater, Sohn und heilgem Geiſt. Er gebe und ver⸗ mehre, Was er aus Gnaden uns verheißt. Laßt uns ihm feſt ver⸗ trauen, Verlaſſen uns auf ihn, Von Herzen auf ihn bauen, Daß unſer Mut und Sinn Ihm alle⸗ zeit anhangen, Ihn preiſen jede Stund. Herr, laß uns dies erlan⸗ gen, Wir flehn aus Herzensgrund. Mel. Sollt ich meinem Gott. 433 eiliger, dem Engel 4 dienen In dem ewig frohen Licht, Vor dir ſtehn die Seraphinen Mit verdecktem An⸗ geſicht; Sie, die Lob und Ehre bringen Dir, dem herrlich großen Gott, Unſerm Herrn, Herrn Ze⸗ baoth: Heilig, heilig, heilig! ſin⸗ gen, Heilige doch auch durch mich Deinen Namen ewiglich. 2. Stell mich unter ihre Chöre, Denn mein Herz ſtimmt ihnen bei; Gieb, daß deines Namens Ehre Auch durch mich verherrlicht ſei. Laß mich dir zur Ehre leben, Laß mich treu und fromm und rein Dir des Geiſtes Kräfte weihn, Jeder Sünde widerſtreben. Laß mich ſtets dein Auge ſcheun, Und mich deiner Gnade freun. König, Eigne Melodie. 434. Herrſcher von uns underbarer allen, Laß dir unſer Lob gefallen! ⅛⅛——————õ —————* — 268 Das chriſtliche Leben. Deine Gnadenſtröme Läßt du auf uns fließen, Ob wir ſchon dich oft verließen. Demutsvoll, Freu⸗ dig ſoll Unſre Stimm erklingen, Unſer Herz dir ſingen. 2. Himmel, lobe herrlich Deines Schöpfers Thaten, Der uns Ernte gab von Saaten. Großes Licht der Sonne, Bring im Feuermeere Deinem Gott Lob, Preis und Ehre. Lobet gern, Mond und Stern, Ihr, des Schöpfers Werke, Zeugt von ſeiner Stärke. 3. O du, meine Seele, Singe fröhlich, ſinge, Singe deine Dan⸗ keslieder. Was nur Odem ſchöpfet, Jauchze, preiſe, klinge, Werf ſich 3 in den Staub darnieder. Er iſt — Gott Zebaoth, Er iſt nur zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jeſum liebet; Halleluja ſinge, Welcher Chriſtum nennet, Sich von Herzen ihm ergiebet. O wohl dir! Glaube mir, Endlich wirſt du droben Ohne Sünd ihn loben. Eigne Melodie. 435 Dir, dir, Jehovah, will 2 ich ſingen, Denn wo iſt doch ein ſolcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, Ach, gieb mir deines Geiſtes Kraft dazu, Daß ich es thu im Namen Jeſu Chriſt, So wie es dir durch ihn gefällig iſt. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir. Dein Geiſt in meinem Herzen wohne, Und meine Sinne und Verſtand regier, Daß ich den Frieden Gottes ſchmeck und fühl, Und dir darob im Herzen ſing und ſpiel. 3. Verleih mir, Höchſter, ſolche Güte, So wird gewiß mein Sin⸗ gen recht gethan, So klingt es ſchön in meinem Liede, Und ich bet dich im Geiſt und Wahrheit an; So hebt dein Geiſt mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Pſalmen ſing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unausſprechlich ſind, Der lehret mich recht gläubig beten, Giebt Zeugnis meinem Geiſt, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jeſu Chriſti ſei, Daher ich Abba, lieber Vater! ſchrei. 5. Wenn dies aus meinem Her⸗ zen ſchallet Durch deines heilgen Geiſtes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünſtig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mir's die Bitte nicht verſagen kann, Die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geiſt ſelbſt b Güthi bitten lehret, Das iſt nach deinem Willen eingericht't, Und wird ge⸗ wiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geſchicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Troſt und Freudigkeit, Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlangejederzeit, Die giebſt du und thuſt überſchwenglich mehr, Als ich verſtehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! ich bitt in Jeſu —— Namen, Der mich zu deiner Rech⸗ 4¹ 1) zu dir emper, di men ſing im „Denn der rum 1 Meten Mi lit Seuf 8 usſprechli glich ſind d d t gläubig ben I nis ur inem Ge tn Und dein Nit nit ſei, Dal ge t 4 dete ſchei. ). Wem un dies aus nin hallet Du rch deins! iſtes Kraft und dn ct dein Vaterhen„ w * brünſtig umn 1 zer Lieb, Daß mirt t verſag gen kann, D 8 em Willen ſoh mn tn Was mich dein oi 1 n lehret, Do as iſt ui len eingerichtt, Uym von dir erhöret, Wat men dei ines Sai rch welchen ich di k bin, Und nehme m d um Gnade 3 4 Wohl mir, cſ i gnis habel pu er Lenſ und Fmn z, daß alle uieg dir verl langejädeneh d und thuſtüberſchwe enjltt lich verſtehe, bitte nnt 6 Wohl mir! j 1 en, Der mich zude eim c h rebt SSS Lob und Dank. 269 ten ſelbſt vertritt; In ihm iſt alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geiſt und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir ſchenkeſt ſolche Seligkeit. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 436. N ein Herz, ſei Got⸗ tes Lobethal, Dar⸗ in der Höchſte allemal hohen Lob erſchallen höre. So lang du dich durch Gott bewegſt, So ſieh zu, daß du ihm ablegſt Ruhm, Dank, Lob, Preis und Ehre. 2. Ach, frage ja nicht erſt: warum? Denn du biſt Gottes Eigentum, Zu Gottes Lob bereitet, Durch Chriſti Blut und Tod erlöſt, Vom heilgen Geiſt gar reich ge⸗ tröſt't, Geheiligt und geleitet. 3. Du biſt ſo oft von Gott erneut, Verſöhnt, erquicket und erfreut, Aus Not und Tod ge⸗ riſſen; Drum ſollſt du ja zu jeder Zeit Für Gottes Lieb und Gütigkeit Zum Lobe ſein befliſſen. 4. Mein Gott, mein Herz iſt nun bereit Zu deinem Lob nach Möglichkeit, Nimm's hin in deine Hände. Es iſt dein Tempel, ach ver⸗ nimm Darin die laute Freuden⸗ ſtimm: Lob, Lob ſei Gott ohn Ende! 5. Lob für dein' Lieb und Chriſti Blut, Lob für des heil⸗ gen Geiſtes Gut, Für Hülfe, Kraft und Stärke! Lob für ſo manchen Freudenblick, Für See⸗ lenheil und Leibesglück, Lob für all deine Werke. 6. Schau, wie mein Herz durchdrungen iſt, Und alles andre gern vergißt, Mit Lob dich zu erheben! Gelobet ſei Gott überall! Mein Herz bleibt Gottes Lobe⸗ thal Im Sterben und im Leben. Mel. Die Tugend wird durchs. 437. Der Herr iſt gut, ihr Himmel, höret Und jauchzt mir nach: der Herr iſt gut! Er hat mein Leid in Luſt verkehret, Gott iſt'’s, der große Dinge thut. Zu ihm, von dem wir Hülfe haben, Zu Gott rief ich in meiner Not, Als Angſt und Elend mich umgaben, Und keine Hand mir Hülfe bot. 2. Verderben wollte mich ver⸗ ſchlingen, Vor Menſchen war's um mich gethan; Doch er vernahm mein banges Ringen, Gott ſah mich Armen gnädig an. Er ließ die Flu⸗ ten grauſend ſchwellen, Und rettete mit ſtarker Macht Mich mitten durch die ſchwarzen Wellen, Durch alle Schrecken banger Racht 3. Gott iſt mit mir! was kann mir ſchaden? Was kann mir Staub und Aſche thun? Wie gut iſt's, aller Sorg entladen, Hier unter deinen Flügeln ruhn! Ich preiſe dich, Fels meiner Stärke, Gott, meine Zuflucht, mein Panier! Wenn ich auf deine Führung merke, Wie weiſ' und göttlich iſt ſie mir! 4. Du führteſt mich auf dunk⸗ len Wegen, Verbargſt vor mir dein Angeſicht, Und wareſt doch bei mir zugegen, Und in der Fin⸗ ſternis mein Licht. Ihr goldnen Seile treuer Liebe, Zieht mich zu meinem Vater hin, Daß ich ihm weihe meine Triebe, Ich, der ich ihm ſo teuer bin. 5. So flieh ich des Betrognen 270 Das chriſtliche Leben. Pfade, Der ſich von Gott zur Welt gewandt, Des Herrn ver⸗ gißt und ſeiner Gnade, Der Hülfe, die er ihm geſandt. So werd ich noch nach fernen Zeiten Des gro⸗ ßen Retters in der Not, Des n weiſen Vaters Lob verbreiten, das Lob des Gottes Zebaoth. 4. Liebe zu G Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. 438. Quelle der Vollkom⸗ menheiten, Gott, mein Gott, wie lieb ich dich, Und mit welchen Seligkeiten Segnet deine Liebe mich! Seel und Leib mög mir verſchmachten, Hab ich dich, will ich's nicht achten, Mir ſoll deine Lieb allein Mehr als Erd und Himmel ſein. 2. Denk ich deiner, wie erhebet Meine Seele ſich in mir! Wie getröſtet, wie belebet Fühl ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, Deine Weisheit, Huld und Stärke, Wie befreiet er mein Herz Von Be⸗ kümmernis und Schmerz! 3. Gott, aus deiner Segens⸗ fülle Fließt mir lauter Gutes zu; Daß ich wurde, war dein Wille, Daß ich noch bin, wirkeſt du. Daß ich denke, fühl und wähle, Dafür dankt dir meine Seele, Dankt dir, daß ſie dich erkennt, Dich durch Jeſum Vater nennt. 4. Du erkaufteſt vom Verder⸗ ben Mich durch deinen Sohn, o Gott, Ließeſt den Gerechten ſter⸗ ben, Mir zum Leben ward ſein Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, Haſt du mir durch ihn gegeben, Ewig, ewig, Herr, mich dein, Dein und deiner Huld zu freun. 5. Heil mir, daß ich es em⸗ pfinde, Wie ſo liebenswert du biſt, Daß mein Herz vom Haß ott und Zeſu. der Sünde, Die dich haßt, durch⸗ drungen iſt, Daß auf dein Ge⸗ bot ich achte, Und es zu erfüllen trachte. Heil mir, du verbirgſt mir ullhit nicht, Herr, dein Vaterangeſicht Mel. Wer nur den lieben Gott. 439 u Vater deiner Men⸗ 3 ſchenkinder, Der du die Liebe ſelber biſt, Und deſſen Herz auch gegen Sünder Noch gütig und voll Mitleid iſt, Laß mich von ganzem Herzen dein, Laß mich's mit allen Kräften ſein. 2. Gieb, daß ich als ein Kin dich liebe, Da du mich als ein Vater liebſt, Und ſo geſinnt zu ſein mich übe, Wie du mir dazu Vorſchrift giebſt. Was dir gefällt, gefall auch mir, Nichts ſcheide mich, mein Gott, von dir. 3. Vertilg in mir durch deine Liebe Den Hang zur Liebe dieſer Welt, Und gieb, daß ich Verleug⸗ nung übe, Wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie ſollt ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deines Namens willen Gern thun, was mir dein(olſt Wort gebeut; Kann ich's nicht, wie ich ſoll, erfüllen, So ſieh auf meine Willigkeit, Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwach⸗ heit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das thut, was dir, deinen enig m Wlübm Brrnge NM. In 39 tt und Jeſu Sünde, d uü men it, Daß u ot ich achte, Und 8, rachte. Heil mit unit icht, Herr, dein Lat 4 — — — B 4 Mel. Wer nur de lein 397 Du Vat kerdin T ſchennder) ie Liebe ſelder bſt 1 erz auge gegen Sind ttig und voll Nülhi ih von ganſem oen mich's mit allen ain Gieb„di ich abi liebe, Da du nit. ater liebſt, Und ſo f mich übe, Wie eur rſhrſt Vai fall auch mir, ſit ich, mei n Got d uni 3. Vertig in mi u ebe Den Hang zuri el. Und gieb, dai ig übe, Wenn ni ch gefällt. Wie ſiltt reatur Dir vorzie d r Natur? 4 Laß mich un dins ilen Gern thun, var zort gebent; hus eich ſoll erfülen, 7 eine T Willig keit ln 9 ach d deiner Huld D it Vat er, nicht zut A 4 3 Der litt dih nitt it Freuden Das that,n 2 ch li — Liebe zu Gott und Jeſu. 271 o Gott, mißfällt: Drum laß es mich mit Ernſt vermeiden, Gefiel es auch der ganzen Welt. Laß, Vater, mich behutſam ſein, Die Keinſs Sünde ſelbſt zu ſcheun. Aus Liebe laß mich alles leiben Was mir dein weiſer Rat ledenene Auch Trübſal führt zu ewgen Freuden, Wenn man ſie willig übernimmt; Wer ſie erträgt und weislich nützt, Wird mächtig von dir unterſtützt. 7. In deiner Liebe laß mich ſterben, Daun wird der Tod ſelbſt mein Gewinn; Dann werd ich deinen Himmel erben, Wo ich dir ewig nahe bin; Da lieb ich in Vollkommenheit Dich, Vater der Barmherzigkeit. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 440. Ich freue mich, mein Gott, in dir, Du biſt mein Troſt, was könnte mir Bei deiner Liebe fehlen? Du, Herr, biſt mein und ich bin deins Was mangelt meiner Seelen? 2. Der du in Chriſto mich er⸗ wählt, Und deinen Kindern zuge⸗ zählt, Nie wirſt du mein vergeſſen. Du liebſt mein Wohl, haſt gnaden⸗ voll Mein Glück mir zugemeſſen. 3. Du trägſt mich Sünder mit Geduld, Vergiebſt aus Gnaden mir die Schuld, Weil ich an Chriſtum glaube. Du giebſt mir teil an ſeinem Heil, Wer iſt, der mir es raube? 4. An dir hab ich den treuſten Freund, Der es aufs beſte mit mir meint, Wo find ich ſeinesgleichen? Mit deiner Treu ſtehſt du mir bei, Und ob auch Berye weichen. 5. Du biſt mein Leben, Troſt und Licht, Mein Fels, mein Heil, drum frag ich nicht Nach Him⸗ mel und nach Erde. Herr, ohne dich iſt nichts für mich, Das mir erfreuliih werde. 6. Du ſegneſt mich, wenn man mir flucht, Und wer mir auch zu ſchaden ſucht, Es wird ihm nicht gelingen. Selbſt was mich kränkt, das muß, gelenkt Von dir, mir Segen bringen. 7. Auf deiner Huld allein be⸗ ruht Mein ganzes Glück, mein höchſtes Gut, In dir leb ich zu⸗ frieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir In Liebe ungeſchieden. 8. Du willſt mein ewges Wohl⸗ ergehn. Einſt werd ich dich noch näher ſehn, Dich, Urſ prung wahrer Freuden. Wie leicht vergißt, wer ſelig iſt, Des Lebens kurze Leiden. Mel. Thu, Herr, mein Geſchrei. 441. ott, nur du biſt meine Sonne, Heil und Wonne, Du biſt meiner Seele Licht. Nichts als Dunkelheit und Schmerzen Bleibt im Herzen. Wenn dein Gnadenglanz gebricht. 2. O vertreib die Finſterniſſe, Weichen müſſe Deinem Lichte meine Nacht. Nacht und Dunkel mögen ſchwinden, Laß mich finden, Was mein Auge helle macht. 3. O du Licht der Ewigkeiten Und der Zeiten Blicke mich durch⸗ dringend an. Deiner Liebe Glanz erſcheine, Du alleine Biſt's, der wahrhaft lieben kann. 4. Stelle ſelbſt in meinem Her⸗ zen Helle Kerzen Himmliſcher Ge⸗ danken auf. Wenn zu dir das 272 Das chriſtliche Leben. Herz ſie ziehen, Muß es glühen Für den heilgen Glaubenslauf. 5. Flöße du mir Himmelsſäfte, Reine Kräfte Deines Gnaden⸗ lebens ein: So werd ich nur dich zu lieben Recht mich üben, Treu in deinem Dienſte ſein. 6. Denke nicht mehr meiner Sünde, Ach entwinde Ganz viel⸗ mehr mich ihrer Schuld. Halte mich in deinen Armen, Voll Er⸗ barmen Leuchte deine Vaterhuld. 7. Laß mich, Herr, aus deinen Schranken Nimmer wanken, Leb und wirke ſelbſt in mir. Laß mich nirgends je auf Erden Fröhlich werden, Als, mein einzig Gut, in dir. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 442 Gott, mein Vater, deine * Liebe Reicht ſo weit der Himmel iſt, Deines Wohl⸗ thuns ſtarke Triebe Sind ſo ewig, als du biſt. Deiner Huld Unend⸗ lichkeit, Gott, erſchöpfet keine Zeit; Und wer kann die vielen Proben Deiner Güte würdig loben? 2. Als ich noch der Welt ver⸗ borgen In dem Schoß der Mutter lag, Wachteſt du, für mich zu ſorgen, Uber mich ſchon Nacht und Tag. Durch den Beiſtand deiner Macht Bin ich an das Licht ge⸗ bracht; Und was hat mein ganzes Leben Gutes, das du nicht gegeben? 3. Nie gedenket mein Gemüte Ohne heiße Dankbegier Meiner Taufe, wo voll Güte Du die Kindſchaft ſchenkteſt mir. Wem dies hohe Recht gewährt, Wen Gott für ſein Kind erklärt, Darf des Segens der Erlöſten Voller 4. In den zarten Jugendjahren Warſt du meines Lebens Stab⸗ Mein Beſchirmer in Gefahren, Vater, bleibſt du bis ins Grab, Ja, ein Vater, der mich liebt, Deſſen Gnade immer giebt, Was Und dein ſchwaches Kind beſchützet 5. Du machſt es mit uns ſtets beſſer, Als wir wünſchen und verſtehn. Deine Güte, Gott, iſt größer, Als die Kraft, dich zu erhöhn. mein Dank Wie der Seraphim Geſang, Dennoch würde durch mein Loben Deine Huld nicht g'nug erhoben. 6. O ſo zeuch durch deine Liebe, Herr, mein ganzes Herz zu dir. Stärk' und mehre ſelbſt die Triebe Wahrer Dankbarkeit in mir. Laß mich ganz dein eigen ſein, So mich deines Wohlthuns freun, Daß auch mir auf dieſer Erde Wohlthun wahre Freude werde. 7. Laß mich jede deiner Gaben Recht zu brauchen mich bemühn, Stets den Zweck vor Augen haben, Dazu du ſie mir verliehn. Deine Güte reize mich, Daß ich innig liebe dich, Daß ich deinen heilgen Willen Freudig ſuche zu erfüllen. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 443 Man lobt dich in der 4 Stille, Du großer, hocherhabner Gott; Des Rühmens iſt die Fülle Vor dir, o Herr Gott Zebaoth! Du biſt doch, Herr, auf Erden Der Frommen Zuverſicht, In Trübſal und Be⸗ ſchwerden Läßt du die Deinen Zuverſicht ſich tröſten. nicht; Drum ſoll dich ſtündlich —= 5 zum wahren Wohl mir nützet Schallte gleich ſo hoch m⸗ 18 1 Dank r 3 eja ang, Den nt rn Löben Dain ii nug Alee zeuch durhw derr, ne ganzes he. Stärk' und rehre ſatte Wahrer Dan burktm nich ganz dein einn ni ch deines Vohtte auch mir aufi 8 ahlt m wahre on 7. 4 5 uit jede dr decht zu brauchen uit ötets bu Bnafn dau duſ mir verit Hi rei u ſich, di ebe 4 dis Daß ijn 1 Gäle en Freudig ſucen ! 6. O Nun lob, mn d bt e. 3 Ma Süile) ⁴ herhab uoe d ſt die Fülle 1 d. Hott Jeb vuuth d derr auf Erden dri werſicht, In Tricſa chw werden Läßt d! icht. Drum ſoll d d h dij Liebe zu Gott und Jeſu. 273 ehren Mein Mund vor dedermaun, Und deinen Ruhm vermehren, So lang ich lallen kann. 2. Es müſſe dein ſich freuen, Wer deine Gut und Größe kennt, Und deinem Dienſt ſich weihen, Wer Jeſu Chriſti Namen nennt. Dein Name ſei geprieſen, Der große Wunder thut, Du haſt auch mir erwieſen, Was mir iſt nütz und gut. Drum geb ich mich mit Freu⸗ den Dir, Herr, zu eigen hin; Nichts ſoll von Dir mich ſ cheiden, So lang ich leb und bin. 3. Herr, du haſt deinen Namen Sehr herrlichi in der Welt gemacht, Und eh wir flehend kamen, Haſt du ſchon längſt an uns gedacht. Ich habe Gnad empfangen, Herr, wie vergelt ich's dir? Laß feſt mich an dir hangen, Dein Segen ruh auf mir. Dich will ich dann erheben, Mein Vater, allezeit, Dich preiſen hier im Leben, Und dort in Ewigkeit. Mel. O, daß ich tauſend Zungen. 444. Ae„ſagt mir nichts von Gold und Schätzen, Von Pracht und Schönheit dieſer Welt! Es kann mich ja kein Ding ergötzen, Das mir die Welt vor Augen ſtellt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jeſum, der mein iel. 2. Denn er allein iſt meine Freude, Mein Gold, mein Schatz, mein ſchönſtes Bild, An dem ich meine Augen weide, Und finde, was mein Herz mir ſtillt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüſten, Des Leibes Schönheit dauert nicht, Die Zeit kann alles das ver⸗ wüſten, Was Menſchenhände zuge⸗ richt't. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. 4. SeinSchloß kann keine Macht zerſtören, Sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, Sein Thron bleibt ſtets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Je⸗ ſum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum iſt nicht zu ergründen, Sein allerſchönſtes An⸗ geſicht Und was von Schmuck an ihm zu finden Verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alles heben Und ſeiner Klarheit machen gleich; Er wird mir ſo viel Schätze geben, Daß ich werd unerſchöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. 7. Und muß ich auch noch viel entbehren, So lang ich wall in dieſer Zeit, So wird er mir's doch wohl gewähren Im Reiche ſeiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, wie ich will, Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. Mel. Komm, o komm, du Geiſt. 5 iebe, die du mich zum 445. L Bilde Deiner Gott⸗ heit haſt gemacht, Liebe, die du mich ſo milde Nach dem Fall mit Heil bedacht, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Liebe, die du mich erkoren, ef ich noch geſchaffen war, Liebe, die du Menſch geboren, Und mir gleich wardſt ganz und gar, Liebe, 18 274 Das Ghriſtliche Leben. dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten Und geſtorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erſtritten Ewge Luſt und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geiſt und Wort, Liebe, die ſich ganz ergeben Mir zum Heil und See⸗ lenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebun⸗ den An ihr Joch mit Geiſt und Sinn, Liebe, die mich überwun⸗ den, Und mein Herz hat ganz dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Löſ'geld giebet, Mich ſo kräftig⸗ lich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einſt wird führen Aus des Grabes Dunkel⸗ heit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herr⸗ lichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Mel. Wie ſchön leucht't uns. Jeſu, Jeſu, Gott. 446. O geſ Jeſu ottesſohn, Heiland und mein ⅝ Gnadenthron, Mein Schatz und meine Wonne! Du weißt ja, ob ich rede wahr, Vor dir iſt alles ſonnenklar Und heller als die Sonne. Herzlich Such ich Dir vor allen zu gefallen, nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. 2. Das iſt mein Schmerz, das kränket mich, Daß ich nicht g'nug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb in mir entbrennt, Um ſo viel mehr mein Herz erkennt, Wie es dich lie⸗ ben ſollte. Von Dir Laß mir Deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, So wird ſich die Lieb ergießen. 3. Gieb, Jeſu, daß ich treff das Ziel, Daß ich, ſo viel ich ſoll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Macht, Wolluſt, Ehre, Glanz und Geld, So viel ich auch gewönne, Kann mich Ohn dich G'nugſam laben, ich muß haben reine Liebe, Die tröſt', wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebeſt du, Schaffſt ſeinem Herzen Fried und Ruh, Erfreueſt ſein Gewiſſen; Wie ſehr ihn auch das Kreuz beſchwert, Und ſich die eigne Kraft verzehrt, Soll er doch dein genießen. Endlich Zeigt ſich Nach dem Leide volle Freude, und die Stunden Alles Trauerns ſind verſchwunden. 5. Kein Ohr hat jemals noch gehört, Kein Menſch geſehen noch gelehrt, Und niemand kann's be⸗ ſchreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir iſt bereit't, Die in der Liebe blei⸗ ben. Würdig Läßt ſich Nicht ver⸗ gleichen noch ſo reichen Erden⸗ ſchätzen, Was alsdann uns wird ergötzen. 6. Drum laß ich ernſtlich das allein, O Jeſu, meine Sorge ſein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Und mir dein Wort vor Augen ſtellt, Aus Liebe ſtets mich übe, Bis ich, ——— — —— — ——— ———ÿ —= é=— — — ——— —P—,;——·])4— — — —— e Leben. 4 leben dch dich, Neh — te. Je me 15 ir entbrennt mn 8 2 denekem te lte Von Drag 1) 3 ns Gemüte le rian vird ſich di Lin a 165 Jeſu kdiidnf el Daß ich ſo die ll, Dich alhi 8 ijſ ts auf der ganen eel„Macht, Lolij lang und Ged d e ich gewön nne, kum ni Gnugſam lain, i hen reine Liebe, Di jetiſ m ich betru he 4. Dem wer dih it du, Schaffft ſeum jed und Ruh, Erfna wiſſen. W ir i rina Vu befiuet, Undſiht zaft verzehrt, Soll erde nießen. Endl ich hJainſt n Leide volle Puhs 1 zunden Alles Traum ſchwunden. 5. Kein Ohr hat ſene dört, Kein Menſch git n ehrt, Uu u Aen 1 reiben, Was deuen i errlichkeit Bei dir un bereit't, Deeumi — a. Würdig Lißt ſch ichen noch ſo riini atzen, Was alsdann i gotzen. 6. Drum laß ict n lein, O Jeſu, meine 17 ſaß ich dich her ich it i dem, was dir püt ür dein Wort t bor 1 us Liebe ſte ſtets michüt 6 filt pn d Liebe zu Gott und Jeſu. 275 Endlich Werde ſcheiden, und voll Freuden zu dir kommen, Aller Trübſal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßig⸗ keit, Du Himmelsmanna, allezeit In reiner Liebe ſchmecken, Und ſehn dein liebreich Angeſicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn alle Furcht und Schrecken. Reich⸗ lich Werd ich Dann erquicket und geſchmücket dort am Throne Mit der ſchönen Himmelskrone. Mel. Ich ruf zu dir, Herr. 447. Jeſu Chriſt, mein ſchönſtes Licht, Der du in deiner Seelen So hoch mich liebſt, daß ich es nicht Aus⸗ ſprechen kann noch zählen: Gieb, daß mein Herz dich wiederum Mit Lieben und Verlangen Mög um⸗ fangen, Und als dein Eigentum Nur einzig an dir hangen. 2. Gieb, daß ſonſt nichts in meiner Seel, Als deine Liebe wohne; Gieb, daß ich deine Lieb erwähl Zum Schatz mir und zur Krone Rott alles aus, nimm alles hin, Was mich und dich will trennen, Und nicht gönnen, Daß all mein Thun und Sinn In deiner Lieb entbrennen. 3. Wie freundlich, ſelig, ſüß und ſchön Iſt, Jeſu, deine Liebe! Wo dieſe wohnt, kann nichts ent⸗ ſtehn, Was meinen Geiſt betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, Nichts ſehen, fühlen, hören, Nichts verehren, Als deine Lieb und dich, Der du ſie kannſt vermehren. 4. O daß ich dieſes hohe Gut Möcht ewiglich behalten! O daß mermehr erkalten! Ach, hilf mir wachen Tag und Nacht, Und die⸗ ſen Schatz bewahren Vor den Scharen, Die wider uns mit Macht Aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heiland, du biſt mir zu gut In Not und Tod ge⸗ gangen, Und haſt am Kreuz in deinem Blut, Ein Fluch für mich, gehangen, Verhöhnt, verläſtert, matt und wund. Ach, laß mich deine Wunden Alle Stunden Zur Lieb im Herzensgrund Auch reizen und verwunden. 6. Dein Blut, das dir ver⸗ in mir die edle Glut Möcht nim⸗ goſſen ward, Iſt köſtlich, gut und reine, Mein Herz hingegen böſer Art, Und hart gleich einem Steine. O laß doch deines Blutes Kraft Mein hartes Herz bezwingen, Wohl durchdringen, Und dieſen Lebensſaft Mir deine Liebe bringen. 7. O daß mein Herz ſtets offen ſtünd Und fleißig möcht auffangen Die Tröpflein Bluts, die meine Sünd Im Garten dir abdrangen. Ach, daß ſich meiner Augen Brunn Aufthäte und viel Thränen, Heiße Thränen Vergöſſe, wie die thun, Die ſich in Liebe ſehnen. 8. O daß ich, wie ein kleines Kind, So lange dir nachginge, Bis deine Gnade ſanft und lind Mich Armen ſtill umfinge! Bis deine Seele mein Gemüt Zu voller ſüßer Liebe Still erhübe, Und ich ſtets als dein Glied Mit dir vereinigt bliebe. 9. Ach, zeuch mich, Heiland, ganz zu dir, Laß mich dein Heil genießen. Ich will mit ſehnlicher Begier Tief in mein Herz dich ſchließen. Dann werd ich, Herr, 18* 276 Das chriſtliche Leben. erquickt von dir, Den ſüßen Troſt empfinden, Der die Sünden Und alles Unglück hier Kann leichtlich überwinden. 10. Mein Troſt, mein Schatz, mein Licht, mein Heil, Mein höch⸗ ſtes Gut und Leben, Ach, nimm mich auf zu deinem Teil, Dir hab ich mich ergeben. Denn außer dir iſt Not und Pein, Es werden ſelbſt die Freuden Mir zu Leiden, Nichts kann mir tröſtlich ſein, Nichts meine Seele weiden. 11. Du aber biſt die rechte Ruh, Bei dir iſt Fried und Freude; Herr, meiner Augen Luſt ſei du, Du meines Herzens Weide! Die Lebensflamme ſei du mir, Sei Balſam mir, der teilet, Lindert, heilet Den Schmerz, der ſtets noch hier Tief in der Bruſt mir weilet. 12. Was iſt, o Schönſter, das ich nicht In deiner Liebe habe? Sie iſt mein Stern, mein Son⸗ nenlicht, Mein Quell, drin ich mich labe, Mein Lebenswein, mein Himmelsbrot, Mein Schmuck vor Gottes Throne, Meine Krone, Mein Schutz in aller Not, Mein Haus, darin ich wohne. 13. Mein Heiland, ach, wenn du entweichſt, Was hilft's, daß ich geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchſt, Iſt all mein Heil verloren. Drum gieb, daß ich dich, meinen Gaſt, Wohl ſuch und beſtermaßen Mög umfaſſen, Und wenn ich dich umfaßt, In Ewigkeit nicht laſſen. 14. Du haſt mich je und je geliebt, Und mich zu dir gezogen; Eh ich noch etwas Gut's geübt, Warſt du mir ſchon gewogen. Ach, laß doch ferner, edler Hort, Mich deine Liebe leiten Und begleiten, So daß ſie immerfort Mir kräftig ſteh zur Seiten. 15. Laß meinen Stand, in dem ich ſteh, Herr, deine Liebe zieren, Und wo ich etwa irre geh Als⸗ bald zurecht mich führen. Laß ſie mich allzeit guten Rat Und rechte Werke lehren, Steuern, wehren Der Sünd, und nach der That Schnell wieder zu dir kehren. 16. Stets ſei ſie meine Freud im Leid, In Schwachheit mein Vermögen, Bis ich nach wohl vollbrachter Zeit Mich ſoll zur Ruhe legen. Alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jeſu, mir bei⸗ ſtehen, Kühlung wehen, Daß ich getroſt und frei Mög in dein Reich eingehen. Mel. O Eott, du frommer Gott. 448. Mein Jeſus liebet mich, Wie könnt ich ihn denn haſſen? Sein Lieben hört nicht auf, Wie ſollt ich ihn ver⸗ laſſen? Ich ließ ja in den Bund Mit ihm mich freudig ein, Drum ſoll er ſtets mir lieb, Er ſoll mir alles ſein. 2. Als ich ſein Feind noch war, Iſt er für mich geſtorben, Und hat durch ſeinen Tod Das Leben mir erworben. Was mir unmög⸗ lich war, Hat er für mich gethan, Ob ich's gleich ewiglich Ihm nicht vergelten kann. 3. Er hatte mich erlöſt, Doch liebt ich noch die Sünden, Ich wollte mich noch nicht Zu ſeiner Herde finden; Allein der treue — ——— — ——,—p— ——* — ——— ——— — — ——— — — — — — — — — —— leiten ten Uu b dth 9 daßt ſe ie imm nerfort, zur Seiten. ka rinns an h ſteh, Herr, dein i wo ih ewwa der ud zurecht n nih fünn, ich allzeit it guten Rut zerke Slhnn Sun- er Sünd, d män. b ſchne lwi u dir li 16. S dts ſi ſie nn 8 d In Schwacſt — — — en g 1 4 b bere. uhe legen Jeit Mihſ Alsdam li bestreu, Herr n hen, K ühlun un wehen, d troſt und frei Ahi eich eingehen. Mel. O Eott, du ſtonnt 4 Mei iut §. M u0 un haſſen? Sein dit ht auf, Wie ſolt i ſſen? Ich ließ jein 9 iit ihm mich freudi(i er ſtets mir lieb, Gſ * ſein. 2. Als ih ſindüin ſt er für mi nich peſeta at durch ſeinen Toh M. vo rbe n. Was 111 he d * I erw 9 5 da tarirnt g iih a 1 dis ic 9 Liebe zu Gott und Jeſu. 277 Hirt Ging mir ſo lange nach, Bis daß ſein Liebesruf Mein hartes Herze brach. 4. Die Sünde drückte mich, Ich war mit Angſt umfangen; Er ließ mich Ruh und Raſt In ſeinem Blut erlangen. So ſpricht er mich auch noch Von allen Fehlern frei Und ſteht mir jeder⸗ zeit In der Verſuchung bei. 5. Ihm darf ich meine Not Zu allen Zeiten klagen, Ihm ſag ich, was ich ſonſt Nicht dürfte jemand ſagen; Er ſieht und hört mich an Mit Lieb und Freund⸗ lichkeit Und wenn mir's nützlich iſt, Hilft er mir allezeit. 6. Zuweilen iſt zwar auch Sein Angeſicht verborgen, Dann wird alsbald mein Herz Umringt mit Furcht und Sorgen; Jedoch es währt nicht lang, Er höret auf mein Flehn Und läßt mich wieder froh Sein freundlich Antlitz ſehn. 7. Kommt dann auf dieſer Welt Das Ende meiner Tage, So ma⸗ chet er mich frei Von aller Angſt und Plage, So führet er mich einſt Zu der Vollkommenheit, Zur Freude nach dem Leid, Zur ſel⸗ gen Ewigkeit. 8. Laß ſein, daß dieſer Leib Zu Staub und Moder werde, Will doch mein Jeſus ihn Er⸗ wecken aus der Erde Da ſoll r ſchön verklärt In ſeinen Him⸗ mel gehn. Ach, wär die Stunde da! Ach, möcht es bald geſchehn! Mel. Marter Chriſti, wer kann. 449 aines wünſch ich mir . vor allem andern, Eine Speiſe früh und ſpät; Selig läßt's im Thränenthal ſich wan⸗ dern, Wenn dies Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu ſchauen, Der mit blutgem Schweiß und Todesgrauen Auf ſein Antlitz niederſank, Und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig ſoll er mir vor Augen ſtehen, Wie er, als ein ſtilles Lamm Dort ſo blutig und ſo bleich zu ſehen, Hänget an des Kreuzes Stamm; Wie er dürſtend rang um meine Seele, Daß ſie ihm zu ſeinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rrief::es iſt vollbracht! 3. Ja, mein Jeſu, laß mich nie vergeſſen Meine Schuld und deine Huld. Da ich in der Fin⸗ ſternis geſeſſen, Trugeſt du mit mir Geduld; Hatteſt längſt nach deinem Schaf getrachtet, Eh es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit teurem Löſegeld Mich erkauft von dieſer Welt. 4. Ich bin dein! ſprich du dar⸗ auf ein Amen! Treuſter Jeſu, du biſt mein! Drücke deinen ſüßen Jeſusnamen Brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles thun und alles laſſen, In dir leben, und in dir erblaſſen: Das ſei bis zur letzten Stund Unſer Wandel, unſer Bund. Mel. Unſer Herrſcher, unſer König. enn ich nur den Hei⸗ 450. W land habe, Wenn er nur mein eigen iſt, Wenn mein Herz nur bis zum Grabe Seiner Treue nicht vergißt, O dann weiß ich nichts vom Leide, Fühle nichts als Lieb und Freude. 278 Das chriſtliche Leben. 2. Wenn ich nur den Heiland habe, Laß ich alles andre gern, Folg an meinem Pilgerſtabe Treu⸗ geſinnt nur meinem Herrn; Mö⸗ gen immerhin die andern Auf dem breiten Wege wandern. 3. Wo ich nur den Heiland habe, Da iſt auch mein Vaterland, Und es fällt mir jede Gabe Als ein Erbteil in die Hand; Denn ich finde meine Brüder Stets in Jeſu Freunden wieder. 4. Wenn ich nur den Heiland habe, Schlaf ich ſanft und ſelig ein; Ewig wird die höchſte Gabe Mir ſein treues Lieben ſein. Mir kann vor dem Tod nicht grauen, Jenſeits werd ich Jeſum ſchauen. Mel. Jeſu, meine Freude. 81 Jeſus iſt mein Leben, 451. O Ihm bleib ich er⸗ geben Feſt bis in den Tod. Seine treue Güte Stillet mein Gemüte In der größten Not. Jeſus litt, ich leide mit, Bis, wo er verklärt regieret, Mein Geiſt triumphieret. 2. Jeſus wiſcht den Seinen, Die mit ihm hier weinen, Einſt die Thränen ab. Die mit Jeſu ſterben, Werden mit ihm erben, Sinkt der Leib ins Grab. Ihre Kron, der Siegeslohn, Iſt, wo Engel Gott dort loben, Ihnen aufgehoben. 3. Die mit Thränen ſäen, Wenn die Stürme wehen, Die der Feind erweckt, Werden dort mit Freuden Ernten nach dem Leiden, Wo kein Feind mehr ſchreckt. Nach der Müh, die ſie allhie Dulden, wird ſie Gott er⸗ götzen Mit des Himmels Schätzen. I 4. O ihr frommen Seelen, Die ihr euch mit Quälen Drän⸗ get durch die Welt, Die ihr öfters weinet, Wenn kein Troſt erſcheinet, Kreuz euch niederhält: Denket doch bei dieſem Joch An das ewig frohe Leben, Das euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden ſchrecken, Wird uns Gnade decken Und des Heilands Blut; Er hat für die Schulden Liebreich wollen dulden, Er ſtarb uns zu gut. Kämpfen wir nur mit ihm hier, So wird er auch für uns kämpfen Und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr Herzen, Bei des Kreuzes Schmerzen Treu bis an das Grab; Jeſus wird euch tröſten, Er nimmt den Er⸗ löſten Ganz ihr Krenz einſt ab. Duldet nun, ihr ſollt auch ruhn; Gott läßt bald euch nach dem Weinen Seine Sonne ſcheinen. 7. Nun, Herr Jeſu, ſtärke Mich zu deinem Werke, Du, mein ſtarker Held! Auf der Bahn der Leiden Gingſt du hin zu Freu⸗ den, Hin zur beſſern Welt. Sei bei mir, ich folge dir; Herr, kein Tod, kein banges Leiden Soll mich von dir ſcheiden. Mel. Warum ſollt ich mich. Neines Herzens reinſte 452. M Freude Bleibet die, Daß ich nie Mich von ZJeſu ſcheide; Daß ich ihn durch Glau⸗ ben ehre, Jederzeit Hocherfreut Seine Stimme höre. 2. Freundlich ruft er alle Mü⸗ den, Und erfüllt Reich und mild Ihren Geiſt mit Frieden. Seine Kahn. wenn 3 ——„.— — ———— I„ 1 1 Oenket doch bei rien as ewig frohe Lehen d Voit wird gebhxn. 5 Denn die Sini ſt Dird uns Guade dän — 9 3 dbeilands Blmt; Er tti chulden Liebreich wl 4 ſtarb uns zu gut. ſi dir nur mit ihm hie 3 rauch für uns pfer Sünde dämpfen. 6. Seid getren, in hei des Kreuzes Shuna s an das Grab; IM ich troͤſten, Er ninnte sſten Ganz ihr Krm duldet num, ihr ſollt nn hott läßt bald euch m Veinen Seine Sonm 7. Nun, Herr I Nich zu deinem Aa ein ſtarker Held! Au er Leiden Gingſt du ſun en, Hin zur beſſem d ei mir, ich folge dir kod, kein banges di rich von dir ſcheiden 6 6 1 4 6 1 Mel. Warun ſeltii 8 vopa *„ keines Senm 52. M Freude S ß ich nie Mih u heide: Daß ich in 3 - ) 224. G . Und erfüllt dei 3 ren Geiſt mit Frida. Liebe zu Gott und Jeſu. Laſt iſt leicht zu tragen, Er macht Bahn, Geht voran, Stärkt uns, wenn wir zagen. 3. Denn er kennt die Leidens⸗ ſtunden; Größern Schmerz, Als ſein Herz, Hat kein Herz empfun⸗ den. Darum blickt, wenn ſeiner Brüder Einer weint, Unſer Freund Mitleidsvoll hernieder. 4. Will das Herz vor Jammer brechen, Ach, er trägt Und ver⸗ pflegt Uns in unſern Schwächen. Selig, wer in böſen Zeiten, In Gefahr Immerdar Sich von ihm läßt leiten. 5. Jeſu, treuſter Freund vor allen, Mit dir will Froh und ſtill Ich durchs Leben wallen. Auch der Tod kann mich nicht ſchrecken, Denn du wirſt, Lebens⸗ fürſt, Einſt mich auferwecken. Eigne Melodie. 15 Ieſu, meine Freude, 453. I Meines Herzens Weide, Jeſu, meine Zier, Ach, wie lang, ach lange Iſt dem Her⸗ zen bange, Und verlangt nach dir! Gotteslamm, mein Bräutigam, Außer dir ſoll mir auf Erden Sonſt nichts lieber werden. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß den Satan wüten, Ich kann Trotz ihm bieten, Mir ſteht Jeſus bei. Ob's mit Macht auch blitzt und kracht, Ob auch Tod und Hölle ſchrecken: Jeſus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz des Todes Rachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, ich bringe Gott die Ehr und ſinge In gar ſichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Himmel muß vergehen, Doch mein Fels bleibt ſtehen. 4. Weg mit eitlen Schätzen! Du biſt mein Ergötzen, Jeſu, meine Luſt. Weg, ihr eitlen Eh⸗ ren, Ich mag euch nicht hören, Bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod, Soll mich, ob ich viel muß lei⸗ den, Nicht von Jeſu ſcheiden. 5. Gute Nacht, o Weſen, Das die Welt erleſen, Mir gefällſt du nicht! Gute Nacht, ihr Sünden, Laßt euch nimmer finden, Kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, du Stolz und Pracht! Ganz ſei dir, ungöttlich Leben, Gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeiſter, Denn mein Freudenmeiſter, Jeſus, tritt herein. Denen, die Gott lie⸗ ben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Freude ſein. Duld ich ſchon hier Spott und Hohn, Den⸗ noch bleibſt du auch im Leide, Jeſu, meine Freude. Eigne Melodie. einen Jeſum laß ich 454. M nicht! Weil er ſich für mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Klettenweis an ihm zu kleben. Er iſt meines Lebens Licht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Jeſum, Jeſum laß ich nicht, Nun und nie mein ganzes Leben, Ihm hab ich voll Zuverſicht, Was ich bin und hab, ergeben. Alles iſt auf ihn gericht't: Meinen Je⸗ ſum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Geſicht, Hören, Schmecken, Fühlen wei⸗ ——— ——“ 4—————-—ÿ———— ——*——— S———————— 5 280 Das chriſtliche Leben. chen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieſer Welt erreichen; Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch laſſen nicht, Wenn ich nun dahin ge⸗ langet, Wo vor ſeinem Angeſicht Meiner Eltern Glaube pranget. Mich erfreut ſein Angeſicht: Mei⸗ nen Jeſum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Him⸗ mel nicht, Nur nach ihm mein Herz ſich ſehnet; Jeſum ſuch ich und ſein Licht, Der mich hat mit Gott verſöhnet. Er befreit mich im Gericht: Meinen Jeſum laßich nicht. 6. Jeſum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Sei⸗ ten; Chriſtus wird mich für und für Zu den Lebensbächen leiten. Selig, wer mit mir ſo ſpricht: Meinen Jeſum laß ich nicht. Eigne Melodie. 15 erzlich lieb hab ich 455. dich, o Herr, Ver⸗ leihe du mir immer mehr Die Fülle deiner Gaben. Die ganze Welt er⸗ freut mich nicht, Nach Erd und Himmel frag ich nicht, Wenn ich nur dich kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, Biſt du doch meine Zuverſicht, Du, meines Herzens höchſtes Gut, Der mich erlöſt hat durch ſein Blut. Herr Jeſu Chriſt, Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, In Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es iſt ja dein Geſchenk und Gab, Leib, Seel und alles, was ich hab In dieſem armen Leben; Daß ich es brauch zum Lobe dein, Zum Nutz und Frommen der Ge⸗ mein', Wollſt du mir Gnade ge⸗ ben. Behüt mich, Herr, vor fal⸗ ſcher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr. In allem Kreuz erhalte mich, Daß ich es trag geduldiglich. Herr Jeſu Chriſt, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! Tröſt mir mein' Seel in Todesnot. 3. Laß deinen Engel bei mir ſein, Der mich nach überſtandner Pein Zur Ruh des Himmels trage. Den Leib laß ſanft im Grabe ruhn, Bis du erſcheinſt, es aufzuthun An jenem großen Tage. Alsdann erweck vom Tode mich, Daß meine Augen ſchauen dich, In ſelger Ruh, o Gottesſohn, Mein Mittler und mein Gnadenthron. Chriſt, Erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preiſen ewiglich. Eigne Melodie. 4 iebſter Immanuel, du 456. L Licht der Frommen, Du meiner Seele Troſt, ach, komm nur bald. Du Friedensfürſt haſt mir das Herz genommen, Das ganz in Liebe dir entgegen wallt. Nichts kann auf Erden Mir lieber werden, Als wenn ich dich, mein Jeſu, ſtets behalt. 2. Dein Name iſt ſo lieblich mir im Munde, Er iſt ſo ſtär⸗ kend mir wie kühler Tau, Der Feld und Blumen netzt zur Mor⸗ genſtunde. Du biſt nun mein, dir ich mich ganz vertrau. Dann weicht vom Herzen, Was mir macht Schmerzen, Wenn ich auf deine Liebe gläubig ſchau. 3. Und ob das Kreuz auch mich noch drückt und plaget, Wie es bei — hriſen Wenn ne gerr, ftg duͤch ſis Herr Jeſu ngeviter drrhenic 4 Penn rich willd Gewiſenit Hb wc d eärringen dn dem her rwin un ritn hſelſti ehzn ſein 6i dr el dni nich — Naß do. Laß deinen Enme n Der nich mahiberſn Zur Rüh des dimmelsn Leib laß ſanftQin Gren lenem großen Tage. Ao Gnadenthron. dn ſt, Erhöre mich, ettive will dich preiſen euit Eigne Melodie. 6 Liebſter Imnan . ⁵ Licht der ſrer meiner Seele Dait m nur bald. Du Fiidei mir das Herz grwne ganz in Liebe dir ih t. Nichts kann ufch elieber werden, As we 6 4 m in Erir mir wie kühler 1u. Hund Blumen nett zul. unde. Du litt mn — 1 Munde, Er it ſi dir . Ho 9 ic mich ganz verttn d ht vom Herzel, Wit at Schmerzen, Lam ze Liebe gläubig— 3 Und ob das Kruſn 3 dück und plahet ¹ din Liebe zu Gott und Jeſu. Chriſten oft pflegt zu geſchehn, Wenn meine Seele nur nach dir, Herr, fraget, So kann das Herz auch ſtets auf Roſen gehn. Kein Ungewitter Iſt mir ſo bitter, Mit dir kann ich es fröhlich überſtehn. 4. Wenn Satans Liſt und Macht mich will verſchlingen, Wenn das Gewiſſensbuch die Sünden ſagt, Ob auch das Höllenheer mich will umringen, Und ſelbſt der Tod mir an dem Herzen nagt, Steh ich doch feſte, Denn du, der beſte, Du haſt durch deinen Sieg denFeind verjagt. 5. Mag auch die blinde Welt mich bitter haſſen, Bin ich ver⸗ achtet auch von jedermann, Von ₰— verlaſſen: Doch nimmſt du meiner dich, Herr, gnädig an. Du ſtärkſt mich Müden, Sprichſt: Sei zu⸗ frieden, Ich bin dein beſter Freund, der helfen kann. 6. Drum fahret immer hin, ihr Eitelkeiten, Du Jeſu, du biſt mein und ich bin dein; Ich will mich von der Welt zu dir bereiten, Du ſollſt in meinem Mund und Herzen ſein. Mein ganzes Leben Sei dir ergeben, Bis man der⸗ einſt mich legt ins Grab hinein. Eigne Melodie. 5 arter Chriſti, wer 457. N 1 kann dein vergeſ⸗ ſen, Der in dir ſein Wohlſein fand? Meer der Liebe, wer kann dich ermeſſen, Wer iſt nicht von Lieb entbrannt? Unſre Seele ſoll ſich an dir nähren, Unſer Ohr ſoll nichts je lieber hören; Alle Tage wird dies Bild Schöner unſerm Blick enthüllt. 2. Tauſend Dank, du unſer treuer Hirte, Leib und Seele beten an, Daß du unter Martern für Ver⸗ irrte Sterbend haſt genug gethan. Laß uns alle treulich an dir han⸗ gen, Nähre du das heilige Verlan⸗ gen, Dich auf deinem Thron zu ſehn, Deinen Ruhm dort zu erhöhn. 3. Meine Seele, matt und ſchuldbbeladen, Eilt auf deine Wunden zu, Denn ſie findet in dem Schoß der Gnaden Troſt und Labſal, Fried'n und Ruh. Laß vom Kreuz nur Stärkung mich anwehen, Und dein Marter⸗ bild ſtets vor mir ſtehen, So geht mir bis in mein Grab Nichts an meinen Freunden ſelbſt auch ganz Seligkeiten ab. 4. Die wir uns nun hier bei⸗ ſammen finden, Schlagen unſre Hände ein, Uns auf deine Mar⸗ ter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu ſein. Und zum Zeichen, daß du auf uns höreſt, Deine Gnad und Liebe uns gewähreſt, Sage: Amen, und zugleich: Friede, Friede ſei mit euch! Mel. Wie ſchön leucht't uns. us, die Gebundnen, 458. U zu befrein, Der Un⸗ heilbaren Heil zu ſein, Iſt er herabgekommen. All unſre Schuld und Not und Qual Hat er aus Lieb in freier Wahl Von uns auf ſich genommen. Müden Frie⸗ den, Und Elenden Heil zu ſen⸗ den, ſtieg er nieder, Brachte das Verlorne wieder. 2. Der einſt im Fleiſch auf Er⸗ den war, Iſt auch noch heute un⸗ ſichtbar Allwaltend hier zugegen. Er nimmt ſich unſrer Schwachheit —— — 6 f 1 1 4 1 4 . 1 282 Das chriſtliche Leben. an; Wenn wir den ſteilen Pfad hinan Zu klimmen nicht vermögen, Trägt er, Pflegt er, Die erliegen, giebt zum Siegen Mut und Stärke, Geiſt, zu wirken Gottes Werke. 3. Zu Gottes Ruhm hat er’s vollbracht; Wo iſt, o Tod, nun deine Macht, Wo iſt dein Sieg, o Hölle? Wie weit uns auch der Sturm verſchlägt, Ans heimat⸗ liche Ufer trägt Uns doch die letzte Welle. Fröhlich, Selig Auch in Leiden ſind wir, ſcheiden voll Vertrauen, Ihn dort, wie er iſt, zu ſchauen. Eigne Melodie. 8 ein Herzens⸗Jeſu, 459. M meine Luſt, An dem ich mich vergnüge Der ich an deiner treuen Bruſt Mit mei⸗ nem Herzen liege, Mein Mund iſt dir zum Lob bereit, Weil ich durch deine Freundlichkeit Die Macht der Welt beſiege. 2. Du biſt mein wunderbares Licht, Durch welches ich erblicke Mit aufgedecktem Angeſicht, Daran ich mich erquicke. Nimm hin mein Herz, erfüll es ganz, O wahres Licht, durch deinen Glanz, Und weiche nicht zurücke. 3. Du biſt mein ſichrer Him⸗ melsweg, Durch dich ſteht alles offen, Wer dich verſteht, der hat den Steg Zur Seligkeit getroffen. Ach, laß mich, liebſtes Heil, hinfür Doch ja den Himmel außer dir Auf keine Weiſe hoffen. 4. Du biſt die Wahrheit, dich allein Hab ich mir auserleſen, Denn ohne dich iſt Wort und Schein, In dir iſt Kraft und We⸗ ſen. Ach, mach mein Herz doch völlig frei, Daß es nur dir ergeben ſei, Durch den es kann geneſen. 5. Du biſt mein Leben, deine Kraft Soll mich allein regieren; Dein Geiſt, der in mir alles ſchafft, Soll meine Seele führen. Und wenn ich nun voll Leben bin, Doch nimmermehr verlieren. 6. Du biſt mein treuer Seelen⸗ hirt Und ſelber auch die Weide, Du haſt, Herr, da ich war verirrt, Mich heimgebracht mit Freude. Ach, nimm dein Schäflein nun in acht, Damit mich weder Liſt noch Macht Von deiner Herde ſcheide. 7. Du biſt mein ſtarker Held im Streit, Mein Panzer, Schild und Bogen, Mein Troſter in der Traurigkeit, Mein Schiff in Waſſerwogen, Mein Anker, wenn ein Sturm entſteht, Mein ſichrer Kompaß und Magnet, Der mich noch nie betrogen. 8. Was ſollt ich, Schönſter, weiter doch Von dir wohl ſagen können? Ich will dich meine Liebe noch, Mein Ein und Alles nennen, Denn was ich will, das biſt du mir; Ach, laß mein Herz doch für und für Von deiner Liebe brennen. Eigne Melodie. 460 Jeſu⸗ meiner Seelen G. Ruh Und mein beſter Schatz biſt du, Alles biſt du mir allein, Sollſt auch ferner alles ſein. 2. Liebet jemand in der Welt Erdenſchätze, Gold und Geld: Je⸗ ſus und ſein teures Blut Iſt mir mehr, denn alles Gut. S — — — Stal dfentlch, ſun vißt dufl, H 4 Bin Nunn, der nm: Ni i lnd Dann laß es, Jeſu, mich forthin 5 f 5. Jſt Leben. 9 ligfrei, Daß esnur an 5d 5 den ua dm „der 3 rn. a i A meire Saeff d venn 1 nun vul lh ricj haſt, der 1 4 ch hein ngebracht m ch, nimm dein Schäfenn it Dan nit mich wan kacht Von deiner gen 3 8. rbſſ mein fit Streit, Mein duun⸗ ad Bog gn, Mein dat ren nigkeit, Miin e aſſerwogen, Mein i in n St irm entſteht, M dompaß! nd Nag 6,7 och d bea 8. da ſt A nn— Jr wil Mäin och, Mein Ein undäͤl enn was ich vil, d mir; Ac, laß mein de ür T a! — „ — r 1 und fi don deiner t Eign ne Mdt Jeſu, mr reint 460. J asn N be eſte r E S hatz bi biſt 4 1 mir al lein in, Säliut es ſein. V 0 8 Liebet jem nand un Erdenſe häͤtze, Godd mnet ſus und ſein tant 1 mir mehr, denn alese Liebe zu Gott und Jeſu. 3. Stellen meine Feinde ſich Offentlich gleich wider mich: Je⸗ ſus reißt aus aller Not, Teufel, Höll und Tod. 4. Bin ich krank und iſt kein Mann, Der die Schwachheit heben kann: Jeſus will mein Arzt in Pein Und mein treuer Helfer ſein. 5. Iſt mein Vorrat auch nicht groß, Bin ich nackend, arm und bloß: Jeſus hilft zur rechten Zeit Aller meiner Dürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, Hin an einen fremden Ort: Jeſus ſelbſt ſorgt immerdar, Schützt mich, hil 3 mir wunderbar. 7. Muß ich dulden Hohn und Spott Wider Gott und ſein Ge bot: Jeſus giebt mir Kraft und Macht, Daß ich allen Spott nicht acht. 8. Drum, o Jeſu, will ich dich Immer lieben feſtiglich. Du, Jeſu, ſollſt allein Meiner Seele alles ſein. 9. Jeſus ſei mein' Speiſ' und Trank, Jeſus ſei mein Lobgeſang, Jeſus ſei mein ganzes All, Jeſus ſei mein Freudenſchall. 10. Endlich laß, du höchſtes Gut, Jeſu, laß dein teures Blut, Deine Wunden, deine Pein Mei⸗ nen Troſt im Tode ſein. Mel. Mein Jeſu, dem die. 461 ie dank ich's, Hei⸗ land, deiner Lieve, Daß du von deinem Gnadenthron Durch deines heilgen Geiſtes Triebe Mich haſt erneut, o Got⸗ tesſohn? Wie dank ich's deinem treuen Herzen, Daß du mich von dem Fluch befreit, Und mir die Tilget o ſelig Leben, 283 ewge Seligkeit Erworben haſt durch odesſehmerzeu 2. Das hab ich an mir wahr⸗ genommen, Zu deiner Stunde iſt’s geſchehn, Da bin ich meinem Feind entkommen, Da hab ich in dein Licht geſehn, Da wurde köſt⸗ liches Geſchmeide, Das Kleid des Heils mir zugewandt, Mir mitge⸗ teilt der Kindſchaft Pfand, Des Geiſtes ſelge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge Mit einem Faden an der Welt, Auf etwas ſeine Sehn⸗ ſucht ginge, Was dir, mein Heiland, nicht gefällt: Ach, wäre dies, mein liebſtes Leben, So bitt ich, zeige du Gewalt, Zerreiße dieſen Faden bald, Mein Wille ſei dir übergeben. 4. Mein ganzes Herz ſei dir ge⸗ geben, Zu deiner Wohnung nimm es hin, Und hauch ihm ein dein Dein Geiſt regier allein darin. Die Liebe, die dich ehmals nieder In dieſes Erden⸗ weſen zog, Und Menſch zu werden dich bewog, Die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vertilge, ja zer⸗ malme, Was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, Ob ſie mich an der Kette hält, Das gilt ja gleich ſin deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geiſt, Der alles Eitle von ſich weiſt, Und nur die lanr⸗ Liebe taugen. b Ja, Amen, hier ſind Herz und Hände, Aufs neue ſei's dir zugeſagt: Ich will dich lieben ohne Ende, Mein Alles werde dran gewagt. Du giebſt mir einen neuen Namen, Der gilt in ————— * — ͤͤͤ.————ÿ;————— ——— ſſſſſſſͤöͤöoöoöoöoſͤöſͤſͤſſſſ“— 5——— 284 Das chriſte iche Leben. deiner Treuen Zahl, Und gilt in deinem Ehrenſaal, Wohin die Überwinder kamen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 462 Ich will dich lieben, .· J meine Stärke, Ich will dich lieben, meine Zier! Ich will dich lieben durch die Werke Mit immerwährender Begier. Ich will dich lieben, ſchönſtes Licht, Bis mir das Herz im Tode bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbeſten Freund. Ich will dich lieben und erheben, So lang dein Gnaden⸗ glanz mir ſcheint. Ich will dich lieben, Gotteslamm, Das für mich litt am Kreuzesſtamm. 3. Ach, daß ich dich ſo ſpät erkannte, Du hochgelobter Hei⸗ land du! Daß ich nicht früher mein dich nannte, Du höchſtes Gut und wahre Ruh! Wie tief iſt doch mein Herz betrübt, Daß es nicht früher dich geliebt. 4. Ich ging verirrt, und war verblendet, Ich ſuchte Ruh und fand ſie nicht; Ich hatte mich von dir gewendet, Und liebte das geſchaffne Licht; Doch nun iſt es durch dich geſchehn, Daß ich mein ewges Heil geſehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht. Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht. Ich danke dir, froh thu ich's kund: Du, Heiland, machteſt mich geſund! 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß auf deinen Wegen Nicht ſtraucheln oder ſtille ſtehn. Erleuchte Leib und Seele ganz, Du reiner, hel⸗ ler Himmelsglanz. 7. Gieb meinen Augen ſüße Thränen, Gieb meinem Herzen heilge Glut. Vermehre ſtets nach dir mein Sehnen, Du einzig Heil und höchſtes Gut. Laß meinen Sinn, Geiſt und Verſtand Nur immer ſein zu dir gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, Dich lieben, meinen Herrn und Gott, Dich lieben auch bei Schmach und Hohne, Auch in der allergrößten Not. Ich will dich lieben, ſchönſtes Licht, Bis einſt mein Herz im Tode bricht. Eigne Melodie. ie ſchön leucht't uns vad 463. Weielemiorgeniem i Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, Der Aufgang aus der Höhe! Du Davids Sohn aus Jakobs Stamm, Mein König und mein Bräutigam, In dir den Stern ich ſehe! Innig Zeigt ſich Größ und Milde in dem Bilde dort vereinet, Das ſo herrlich mir erſcheinet. 2. O meines Herzens Kron und Lohn, Du, Gottes und des Menſchen Sohn, Du hocherhab⸗ ner König! Hab ich nur dich, was brauch ich mehr? Der gan⸗ zen Erde Gold und Ehr Iſt — ——— gegen dich nur wenig. Herzlich Will ich So dich preiſen, mich l erweiſen, daß man merke In mir deines Geiſtes Stärke. 3. Geuß tief du in mein Herz hinein, Du Heiland mir und — derr allein, dile, Dab al dir de — — —. — = 2 — —— —— —— —— — — — — —— —— — — —2— fl dnne in dein Hl b Leben. der Wexn Nitt ſ r be ſtehn. Erleuch 9 dimmelsglar⸗ 7.-Gich meinen A d böchſte ſes Gu inn, G diſ und dn mer ſein zu dir geͤnn 8. 30 will d li ln one, Dich 1 d Gat, Diß län Anac und Hahne, a j ulem rößten Not. R hlir eben, ſchönſts t iſt mein Herz in Toe Miie ſchön katt 63. Weſtun oll Gnad und Wu m benen 4 llijm rHöhe! David d kkobs Stan dn as ein Bräutigam, A Eigne Melodd 1 tern ich ſehe! Imh d zert vereinet, Das ſe röͤß und Milde ind r erſcheinet. 2. O meines Hi nd Lol In, d 1 Pnil 8 brau uch ich neſ 4 66 4 as n Erde den dih erxen Fottes u n. dab bihm or? d dd riſe 7, daß mu mit iines Gii iſtes S Stärk. Ge uß tief du un mj dzn Du Helund 3 winein, lieben, nnn übe M -9 ll ich So d m 1 in Liede zu Gott und Jeſu. 285 Herr allein, Die Flamme deiner Liebe, Daß ich nur immer bleib an dir, Daß nichts uns ſcheid' und nichts an mir Dich kränke noch betrübe. Durch dich Laß ſich Ohn Aufhören in mir mehren Lieb und Freude, Daß der Tod uns ſelbſt nicht ſcheide. 4. Von Gott ſtrahlt mir ein Freudenlicht, Wenn du dein freund⸗ lich Angeſicht Mich gnädig läßt erblicken. O Jeſu, du mein ſüßes Gut, Dein Wort, dein Geiſt, dein Leib und Blut Kann meine Seel erquicken. Tröſt mich Freundlich, Hilf mir Armen a aus Erbarmen, hilf in Gnaden, Dein Wort iſt's, das mich geladen. 5. Du haſt mich, Gott, mein ſtarker Held, Schon eh gegründet w war die Welt, In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm ſelbſt vereint, Er iſt mein Schatz, ic bin ſein Freund, Den nnn nichts mehr betrübet. Heil mir! Heil mir! Himmliſch Leben wird er geben mir dort oben; Ewig ſoll mein Herz ihn loben. 6. Singt unſerm Gott den Herzensdank, Laßt andachtsvoll den Feſtgeſang Zu ſeinem Ruhm erſchallen, Dem Menſchenſohn aus Davids Stamm, Dem treuen Seelenbräutigam Zu huldgen, zu gefallen. Singet, Klinget, Jubel⸗ lieder, hallet wieder, daß die Erde Voll von ſeinem Ruhme werde. 7. O wie mein Herz ſo fröh⸗ lich iſt, Daß du mein Herr und Heiland biſt, Der Anfang und das Ende! Du wirſt mich auch zu deinem Ruhm Ganz bringen in dein Heiligtum, Daß ſich dein Werkvollende. Amen, Amen! Komm, o Sonne, meine Wonne, ich verlange, Daß ich ewges Licht empfange. Eigne Melodie. 464. Seelenbräutigam, Jeſu, Gottes Lamm! Habe Dank für deine Liebe, Die mich zieht aus reinem Triebe Zu dem Kreuzesſtamm, Jeſu, Gottes Lamm! 2. Deiner Liebe Glut Stärket Mut und Blut. Wenn du freund⸗ lich mich anblickeſt, Und an deine Bruſt mich drückeſt, Macht mich wohlgemut Deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Menſch und Gott, Troſt in Not und Tod! Dazu biſt du Menſch geboren, Zu erſetzen, was verloren, Durch den Kreu⸗ zestod, Wahrer Menſch und Gott! 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöſchen nicht. Salbe mich mit Freudenöle, Daf hinfort in meiner Seele Ja verlöſche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für. Deine Liebe will ich ehren, Und in dir dein Lob ver⸗ mehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, Deine Liebesflamm Mich ernähre und verkläre, Daß die Welt mich nicht verzehre, Ob ſie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 7. Großer Friedensfürſt, Wie haſt du gedürſt't Nach der Men⸗ ſchen Heil und Leben, Und dich in den Tod gegeben, Wie du riefſt: mich dürſt't, Großer Friedensfürſt! 8. Deinen Frieden gieb, Aus ſo großer Lieb, Uns, den Deinen, —————=ſſſſſſſſ——— — —— 286 Das chriſtliche Leben. die dich kennen, Und nach dir ſich Chriſten nennen; Denen du biſt lieb, Deinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt abſtirbt, Emſig ſich bewirbt Um ein kindliches Vertrauen, Der wird bald mit Freuden ſchauen, Daß kein Menſch verdirbt, Der der Welt abſtirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du mein ganzes Ich. Ich will nim⸗ mermehr dich laſſen, Sondern gläubig dich umfaſſen, Weil im Glauben ich Nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, Wird dein Thränenfluß Meine Thränen auch begleiten, Und zu deinen Wunden leiten, Daß mein Thränenfluß Sich bald ſtillen muß. 12. Wenn ich mich aufs neu Wiederum erfreu, Hältſt du mich, daß ich nicht weiche, Bis ich dort in deinem Reiche Ewiglich aufs neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehrenkron; Hier im Hoffen und Vertrauen, Dort im Haben und im Schauen, Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hohn. 14. Jeſu, hilf, daß ich Immer ritterlich Alles durch dich über⸗ winde, Und in deinem Sieg em⸗ pfinde, Wie ſo ritterlich Du ge⸗ kämpft für mich. 15. O mein Preis und Ruhm, Werte Saronsblum! In mir ſoll nun nichts erſchallen, Als was dir nur kann gefallen, Werte Sarons⸗ blum, Du, mein Preis und Ruhm! Eigne Melodie. 465 Sieh, hier bin ich, — Ehrenkönig, Lege mich vor deinen Thron; Schwache Thränen, kindlich Sehnen, Bring ich dir, du Menſchenſohn. Laß dich finden, laß dich finden, Bin ich auch nur Erd und Thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr, das bitt ich, Leite mich nach dei⸗ nem Sinn; Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gieb dich mir und nimm michhin. 3. Herr, erhöre, ich begehre Nichts als deine freie Gnad, Die du giebeſt, den du liebeſt, Und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, derd hat alles, der dich hat. 4. Hör, wie kläglich und be⸗ weglich Dir die treue Seele ſingt, Wie demütig und wehmütig Deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden, Denn mein Herze zu dir dringt. 5. Dieſer Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Weltluſt, Ehr und Freud Sind nur Schmerzen mei⸗ nem Herzen, Welches ſucht die Ewig⸗ keit. Laß dich finden, laß dich fin⸗ den, Großer Gott, ich bin bereit. j Mel. Gott des Himmels und der. 466 Jeſus, Jeſus, nichts . J als Jeſus, Soll mein Wunſch ſein und mein Ziel! Ja, ich mache ein Verbündnis, Daß ich will, was Jeſus will, Denn mein Herz, mit ihm erfüllt, Rufet nur: Herr, wie du willt! fi 2. Einer iſt es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und ſpat. Jeſus iſt es, dem ich gebe, Was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt, Führe mich, Herr, wie du willt! NM in Güch, Uu Ah, ſo n dih ui F ich de. 4 Und en In wi olt; Ddi Gterben a he Leben. hränen, N kind d dir, du 1 9 h auch üun Erd un 1 2. Or d 9 1 i e 1 1 un md 1 3 Jied dich mir md rinnn 3. Her,, erhön, ih ichts als dei ſi 11 auu giebeſt, den d üit er dich lict in de d ßich fir dden, l laß di ſ fne dat alles, der dich ſa. 4 Hör, wie lin glich Dir die treu d Die demütig und n Deines Kindes Sin kaß dich finden, aß i Denn mei en Herze zu — 8 5. Dieſer* en Reich tum, Weltluſt C — Sind nur Säwn em Herzen, Welchesſubit b eit. Laß dich finden, ah den, Großer Gott t ihu Mel. Gott des dimme ür 466. 5 1 mein Wunſch ſein ud 1 * d 1— wil, un 3 Run— frih m d. mn 2* liebe f „dem 49 B lt derhü ült, d it 1He— wie du will Za, ich mth ein i Hen, 3 1 2. Einer iſt de, dn Liebe zu Gott und Jeſu. 287 3 Scheinet was, es ſei mein Glücke, Und iſt doch zuwider dir, Ach, ſo nimm es bald zurücke, Jeſu, gieb⸗ was nützet mir. Gieb dich mir, Herr Jeſu, mild, Nimm mich dir, Herr, wie du willt! 4. Und vollbringe deinen Wil⸗ len In mir und durch mich, mein Gott; Deinen Willen laß erfüllen Mich' in Freuden wie in Not, Sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt. 5. Sei auch, Jeſu, ſtets ge⸗ prieſen, Daß du dich, und viel dazu, Haſt geſchenkt und mir erwieſen, Daß ich ſing in heitrer Ruh: Es geſchehe mir, mein Schild, Wie du willt, Herr, wie du willt. Mel. Ich dank dir ſchon 467 O Jeſ Jeſus Chriſtus, bleib 4 in mir Und alles andre ſchwinde! Mein Herz ſei täglich näher dir Und ferner von der Sünde. 2. Laß täglich deine Huld und Macht Um meine Schwachheit ſchweben; Dein Licht verſchlinge meine Nacht, Und meinen Tod dein Leben. 3. Beim Sonnenſtrahle deines Lichts Laß jeden Wahn verſchwin⸗ den, Dein Alles, Chriſtus, und mein Nichts Laß täglich mich empfinden. 4. Sei nahe mir, werf ich mich bin Wein ich vor dir im Stil⸗ len; Dein reiner, gottergebner Sinn Beherrſche meinen Willen. 5. Wohn immer herrlicher in mir Voll Weisheit, Huld und Freude; Ich ſei ein lebend Bild von dir, Im Glück und wenn ich leide 6. Mach alles in mir froh und gut, Daß ſtets ich minder fehle. Herr, deiner großen Liebe Glut Durchglühe meine Seele. 7. Gieb, daß mein eignes eitles Ich Werd jeden Tag geringer. O würd ich jeden Tag durch dich Noch mehr dein treuer Jünger! 8. Der Glaub an dich und deine Kraft Sei Trieb von jedem Triebe, Sei Troſt i in meiner Pilgerſchaft, Du meine Freud und Liebe. Mel. Befiehl du deine Wege. 468. enn alle untreu werden, Erhalte mich dir treu, Daß Dankbarkeit auf Erden Nicht ausgeſtorben ſei. Für mich umfing dich Leiden, Du ſtarbſt für mich in Schmerz, Drum geb ich dir mit Freuden Auf ewig hin mein Herz. 2. Oft möcht ich bitter weinen, Daß mancher dich vergißt, Der du doch für die Deinen Am Kreuz geſtorben biſt. Von Liebe nur durchdrungen, Haſt du ſo viel gethan, Haſt Heil der Welt er⸗ rungen, Und ach, wer denkt daran? 3. Du ſtehſt voll treuer Liebe Noch immer jedem bei; Und wenn dir keiner bliebe, So bleibſt du dennoch treu. O, dieſe Liebe ſieget Und ſie ergreift auch mich; Das Herz voll Rührung ſchmieget Sich inniger an dich. 4. Ich habe dich gefunden, O, laſſe nicht von mir, Laß ewig mich verbunden, Eins ewig ſein mit dir. Einſt ſchauen alle wieder Voll Glauben himmelwärts, Und ſinken liebend nieder Und fallen Jdir ans Herz. 288 Das chriſtliche Leben. Mel. Mein Sulahtda MMir wallt das Herz, 469. M So oft es ſein gedenket, Den ſein Erbarmen, ſeine treue Lieb Von ſeinem Thron herab ins Elend trieb. Gedanke, der mich ganz auf Jeſum lenket! Iſt's mir im Ernſt um Seligkeit zu thun, Kann ich getroſt in ſei⸗ ner Liebe ruhn. 2. Ich mag kein Heil, Als nur in Jeſu haben; Ich mag kein Licht, das nicht aus Jeſu ſtrahlt. Der Friede, den ſein teures Blut bezahlt, Iſt nirgend ſonſt, er muß damit begaben, Mein Jeſus, der für mich am Kreuze ſtarb, Und mir dadurch die Seligkeit erwarb. 3. Wie hoch der Geiſt Der Jünger auch geſtiegen, Ihr höch⸗ ſtes Wiſſen blieb das Kreuz des Herrn; So finden auch die Gläub⸗ gen nah und fern In ſeinem Kreuz das ſeligſte Genügen. Wer in ihm einzig ſucht der Seele Heil, Dem wird die höchſte Weis⸗ heit auch zu teil. 4. Wir ſehen ja Die Scharen ſeiner Zeugen, Wir kennen den, der uns erkaufet hat; Er that, er litt, er büßt an unſrer Statt, Wir müſſen uns vor ſeinem Scep⸗ ter beugen. Er iſt ſo groß und iſt zugleich ſo gut, Wir opfern ihm von Herzen Gut und Blut. 3 Eigne woni if ie wohl iſt mir, o 470. W Freund der Seele, Wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich ſteig aus meiner Schwermuts⸗ höhle, Und eile deinen Armen zu. ſcheiden, Wenn mit der Fülle hoher Freuden Die Liebe ſtrahlt aus deiner Bruſt. Hier iſt mein Himmel ſchon auf Erden; Wer wollte nicht beſeligt werden, Der in dir ſuchet Ruh und Luſt? 2. Die Welt mag meine Fein⸗ din heißen, Es ſei alſo, ich trau ihr nicht, Wenn ſie mir gleich will Lieb erweiſen, Bei einem freundlichen Geſicht. In dir ver⸗ gnügt ſich meine Seele, Du biſt mein Freund, den ich erwähle, Du bleibſt mein Freund, wenn Freundſchaft weicht. Der Welthaß kann mich doch nicht fällen, Weil in den ſtärkſten Trübſalswellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich die Laſt der Sün⸗ den drücken, Blitzt auf mich des Geſetzes Weh, Zeigt ſich die Hölle meinen Blicken, Dann ſchau ich auf zur Kreuzeshöh; Ich fliehe, Herr, zu deinen Wunden, Da hab ich ſchon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchſtrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zu⸗ ſammen, Du biſt mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt ſich meiner an. 4. Lenkſt du durch Wüſten meine Reiſe, Ich folg und lehne mich auf dich; Du giebſt mir aus den Wolken Speiſe, Und tränkeſt aus den Felſen mich; Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden ſich in Lieb und Segen; In Wüſten ſelbſt biſt du mein Stab. Ich weiß, wen du willſt herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führeſt du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern Da muß die Nacht des Trauerns düſter ſcheinen, Ich ſeh ihn an mit — — S,= hei ſers zuver — — — — — — — — S ———— — — — —— — — — —== — 5 Van fen 17 Lieb eueſe de dlichen Ge Geſicht. JNad ſich meine La Freuu nd, den ich mi ble 3 mein Freund nd 1 caf wbeih lda nich doch nicht fül en ſtärlſten Tute deine Treu den Ann Will mich dieun tt auf n — 2 drücken, Blitzt des W 1 ig ihi en Bückn, Daſte zur Kreuzeshöß R . zu dei inen Vunit ich ſchon d Ortpu mich kein Fu utſimit 1. Tri it alles vide rn Du biſt wein i men? Deediin mel einer an. 1 Leuft du durh 3 ine Reiſe 3t fugm H auf dich; Du be 8— Speif, nt Felſen mih, It en Vun nderregen. 81 1 d und Stn. Güſten ſe mſelbſt biſt d unin H weiß, wen u riſſ — Undübrs Somudes n. Den ühretde m 5 Der 1 2 iſter ſchei heinen,3b ſün —= —— — 4 — men len, b wan eren! frohem Mut, Denn du, mein Leben, haſſeſt keinen, Des Herz und Seele in dir ruht. Wie kann des Weges Ziel mich ſchrecken, Da aus der Nacht, die niich wird decken, Ich eingeh in die Sicher⸗ heit? Mein Licht, ſo will ich denn mit Freuden Aus dieſer finſtern Wildnis ſcheiden Zu deiner Ruh der Swigkeu 6. Wie iſt mir dann, o» Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quä⸗ len, Denn du, mein Gott, du tröſteſt mich. Laß ſolche Ruh in dem Gemüte, Nach deiner un⸗ umſchränkten Güte, Des Himmels ſüßen Vorſchmack ſein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nur er, mein Heil, kann mich erfreuen. O reicher Troſt: mein Freund iſt mein! Mel. Werde munter, mein Gemüte. 471 Liebſter Jeſu, Gnaden⸗ * ſonne, Meines Her⸗ zens Zuverſicht, Freud und Wonne, Ich komm vor dein Angeſicht. Ob ich ſchon ein Sünder bin, Werf ich doch den Mut nicht hin; Bin ich auch ſchon Aſch und Erde, Du hilfſt, daß ich ſelig werde. 2. Herr, ich muß vor allen Dingen, Ob ich ſchon nicht völlig kann, Dir ein Lob⸗ und Danklied ſingen, Daß du mir viel Guts gethan, Von der zarten Kindheit auf Durch den ganzen Lebenslauf. Wollt ich all dein Wohlthun zäh⸗ len, Würde mir es gänzlich fehlen. 3. Alles, was ich bin und habe, Kommt von deines Vaters Hand, Liebe zu Gott und Jeſu. Meiner Seele o Herr, 289 Es iſt dein Geſchenk und Gabe Seele, Leib und Ehrenſtand. Habe Dank für deine Treu, Welche alle Morgen neu, Habe Dankf für deinen Segen, An dem alles mir gelegen. 4. Laß auch ferner deine Güte über mir ſein Tag und Nacht; Mich auf meinem Weg behüte Durch der ſtarken Engel Wacht. Laß dieſelben bei mir ſein, Wenn ich gehe aus und ein, Wenn ich reiſe, wache, ſchlafe, Wenn ich etwas Gutes ſchaffe. 5. Segne alle meine Thaten Durch den werten Segensgeiſt, Daß ſie mögen wohl geraten, Und dein Name werd gepreiſt. Es iſt dein und nicht mein Werk, Drum verleihe Mut und Stärk, Daß ich möge g'rad durchgehen, Nicht auf Gunſt und Ungunſt ſehen. 6. Treuer Lehrer, wollſt mich lehren, Gieb mir Weisheit und Verſtand, Richt mein Thun zu deinen Ehren, Und zu Dienſt dem Vaterland; Ja, darauf ſei es ge⸗ richt't, Ach, mein Gott, verſag mir's nicht. Wehre, daß des Satans Tücke Mir nicht dieſes Ziel verrücke. 7. Gieb Geduld und hilf mir tragen Meines Amtes Laſt und Bürd', Die mich oftmals pflegt zu plagen, Und auch oft beſchwer⸗ lich wird. Stößt ein Hindernis mir auf, Und beſchwert mir meinen Lauf, Laß mein Herz ſich ja nicht quälen, Sondern alles dir befehlen. 8. Dir befehl ich meine Sachen, Dir ſei alles heimgeſtellt, Wolleſt es mit ihnen machen, Wie es dir, gefällt. Kommt mir Kreuz und Leid zu Haus, Daß 19 290 Das chriſtliche Leben. es ſcheint, als ſei es aus, Laß mich folgen deinem Willen, Und damit den Kummer ſtillen. 9. Muß ich etwa Spottred hö⸗ ren, Werd ich hie und da ver⸗ acht't: Laß dies nicht mein Herz beſchweren Bin ich von der Welt verlacht: Was iſt's mehr? Welt, wie du willt, Du, o Gott, biſt« doch mein Schild; Laß mich wi⸗ der dich nichts ſprechen, Auch mich nicht an Feinden rächen. 10. Soll ich hier noch länger leben, Nehm ich's gern und willig an, Will auch gar nicht wider⸗ ſtreben, Wenn ich nur dir dienen kann. Schaff, daß ich dir treu verbleib, Gieb dazu geſunden Leib, Und daß ich mir laß genügen, Wie du es mit mir willſt fügen. 11. Soll ich aber von hier cheiden, Will ich auch zufrieden ſein; Führ eiſt du doch zu ewgen Freuden, Drum ſo ſchlaf ich ſelig ein. Nimm in weie Land die Seel Senk den Leib zur Grabeshö hl. Ja, Herr, dies iſt mein Begehren, Jeſu, wolleſt mir's gewähren. ſd Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 472 tein, nichts Höh'res kennt mein Glaube, Nichts erhebt mich mehr vom Staube, Als daß mir zum Heil und Leben Gottes Sohn ſich hin⸗ gegeben. Daß ich einen Heiland habe, Mich an ſeinen Gütern labe, UInd in ſein Verdienſt mich kleide: Dies iſt meiner Seelen Freude. 2. Sein will ich mich gläubig freuen, Meinen Bund mit ihm ſpeiſe. Daß ich einen H eiland habe, Der mit treuem Hirtenſtabe Mich zu grünen Auen leitet: Dies hat Liebe mir bereitet. 3. Ewge Liebe, ſei geprieſen, Die ſich hülfreich mir erwieſen, Die den Mittler hat getrieben, Mich bis in den Tod zu lieben. Daß ich einen Heiland habe, Der mich liebte bis zum Grabe, Der nun lebt als Überwinder: Dies gewähret Troſt dem Sünder. 4. Trotzge und verzagte Herzen Achten nicht des Heilands Schmer⸗ zen, Können, ach, ſo leicht ver⸗ geſſen, Was ſie ernſtlich nie er⸗ meſſen. Daß ich einen Heiland habe, An dem ich mich weid und labe, Ginge mir dies Heil ver⸗ loren, Wär ich beſſer nie geboren. 5. Fehlt er mnlr. ſo weicht mein Friede, Ohn ihn iſt die Seele müde, Licht und Troſt bleibt mir verſchwunden, Bis ich wieder ihn gefunden. Daß ich einen Heiland habe, Reich an jeder Himmels⸗ gabe, Dies allein erweckt aufs neue Meinen Mut und meine Treue. 6. Sollte jemals meiner Seelen Kraft und Ruh und Frende fehlen, Will ich flehend zu ihm blicken, Und er wird mein Herz erquicken. Daß ich einen Heiland habe, Des ich bleibe bis zum Grabe, Der mich macht zum Himmelserben: Darauf will ich freudig ſterben. Eigne Melodie. 473. Ich hab genug; Mein ; Herr iſt Jeſus Chriſt, din neuen, Denn auf meiner Pilger⸗Mein Herr iſt er allein, Wer eiſe Nährt er mich mit Himmels⸗ nur ſein Knecht Und treuer Zünger Satgen olg 3 — —=—— =— — — — ⁸.— —— 2—2 — — —— 1 1 Td zu l 1 4 nd habe edem Sünde — verzagte gin den ¹ heilands Sin h, ſo laüßte 4½ ſti 1 en Heit 21 man ir dies Heln — ſer nie gein M de G ir, ſo weictm zn iſt de 1 Troſt bleitt — is ic vid d a ich einen hii jeder Hunne 21 35 taufbu A nd mein da △ m jals ni inr 1 1 5 M — Sm lagi * Me dn V 1i 4 1 allin,d 5 dtreuer ö ' N aſum Grabe 4 zrvinder A noch Luſt zur Sünde hat, fürchtet dich nicht in der That. Ehrfurcht und Demut. iſt, Darf ohne Sorgen ſein. Ich wil ganz meinem Gott Cherzen Und nicht mehr nach der Welt verlangen: Ich hab genug. 2. Ich hab genug, Ich bin der Sorgen los, Und kränke nicht mein Herz; Ich bin vergnügt Und ſitz in Gottes Schoß, Der lindert allen Schmerz; Ich ſorge nicht mehr für mein Leben, Der Höchſte kann mir alles geben: Ich hab genug. 3. Ich hab genug, Und ſorge für den Geiſt, Das andre fällt mir zu. Nur Gottes Feih. Das Jeſus ſuchen heißt, Das giebt mir wahre Ruh. Ich trachte nur, des Vaters Willen In Kraft des Geiſ⸗ tes zu erfüllen: Ich hab genug. 4. Ich hab genug, Ich lieg an Jeſu Bruſt, Da ſchwindet aller Sehunerr Was will ich mehr? Dort find ich Himmelsluſt, Dort ſtillt ſich ganz mein Herz. Im Vorſchmack weiß ich ſchon auf Erdam Was mir im Binanre einſt ſoll werden: Ich hab genug. 5. Ehrfurcht . Wer nur den lieben Gott. 474 or dir, o Gott, ſich kindlich ſcheuen, Iſt unſre allergrößte Pflicht. Kein Menſch kann deiner Huld ſich freuen, Scheut er dein heilges Auge nicht. Drum wirk in mir durch deinen Geiſt Die Furcht vor dir, die kindlich heißt. 2. In allem, was ich thu und denke, Laß, Herr, das meine Weisheit ſein, Daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, Vor jeder Sünde mich zu ſcheun; Denn wer Der 3. Gieb, daß ich ſtets zu Her⸗ zen nehme, Daß du allgegenwär⸗ tig biſt, Und das zu thun mich ernſtlich ſchäme, Was dir, mein Gott, zuwider iſt. Der Beifall einer ganzen Welt Hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Gericht müch ſcheuen, Und wirke ſteten Ernſt in mir, Mein Leben dei⸗ nem Dienſt zu weihen. Dein gu⸗ ter Geiſt erhalt mich dir, Dir, der und Demut. mich vom verdienten Fluch Be⸗ freit, und ſtets mich liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Zittern Mich ſchaffen meine Seligkeit. Soll nichts mein ew⸗ ges Glück erſchüttern, So führ mich in der Gnadenzeit. Mit Vorſicht lehr mich Unrecht fliehn, Mich nur um deine Gunſt bemühn. Gieb, daß ich ſtets ein gut Gewiffe Vor dir zu haben ſorg⸗ ſam ſei, Und mache von den Hin⸗ derniſſen Der wahren Tugendſelbſt mich jrei. Nie ſtöre Fürcht und Luſt der Welt Mich, das zu thun, was dir gefällt. 7. In deiner Furcht laß mich ſtets wandeln, Und überall, wo ich auch ſei, Nach deiner Vorſchrift redlich handeln; Du haſſeſt alle Heuchelei. Wer dich von Herzen ſcheut und ehrt, Nur der iſt dir, o Vater, wert. 8. In deiner Furcht laß mich einſt ſterben, So ſchreckt mich we⸗ der Tod noch Grab, So werd ich jenes Leben erben, Für das dein Sohn ſein Leben gab. Dich fürch⸗ 19* 292 Das chriſtliche Leben. ten, Herr, bringt Segen ein, Groß wird der Lohn im Himmel ſein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 75 vomm, in uns dich zu 475. K verklären, Daß wir dich würdiglich verehren, Mach unſer Herz zum Heiligtum. Wird dein Licht uns ganz erfüllen, So wird ſich unſer Sehnen ſtillen, So leben wir zu deinem Ruhm. Dir bringen lebenslang Wir herzlich Preis und Dank, Ewge Liebe! Wie ſelig iſt, Wer dein genießt, Von deinem Lob ſtets überfließt! Mel. Nun ruhen alle Wälder. 476 zas ich nur Gutes 2* habe, Iſt deine milde Gabe, Lichts. Mein Daſein und mein Leben Ward mir von dir gegeben, Und ohne dich vermag ich nichts. 2. Verſtand und Mut und Kräfte Zum nützlichen Geſchäfte Hab ich aus deiner Huld. iſt's, wenn gute Thaten Mir D Schwachen wohl geraten, Die Mängel ſind bloß meine Schuld. 3. Das Glück, des ich mich freue, Hab ich durch deine Treue, Du Herr der ganzen Welt. Du ordneſt unſre Tage, Ihr Glück und ihre Plage, Nur ſo, wie dir es wohlgefällt. 4. Sollt ich mich denn erheben, Wenn mir in dieſem Leben Viel Gutes widerfährt? Was hat dich, Herr, bewogen, Daß du mich vor⸗ gezogen? Bin ich auch jemals deſſen wert? 5. Ich bin viel zu geringe, Daß mir ein Werk gelinge Durch eigne Kraft allein. O laß mich's Du Vater alles Dein nicht vergeſſen, So werd ich nicht vermeſſen, Nicht ſtolz auf meine Kräfte ſein. 6. Das nützlich anzuwenden, Was du mit Vaterhänden Mir gütig zugewandt, Dein treuer Knecht zu werden, Das ſei mein Fleiß auf Erden, Dazu gieb Demut und Verſtand. Mel. Zeuch meinen Geiſt. 47 ier legt mein Sinn 4 4 7. 9 ſich vor dir nieder, Mein Geiſt ſucht ſeinen Urſprung wieder; Herr, dein erfreuend An⸗ geſicht Verbirg vor meiner Ar⸗ mut nicht. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, Laß mich in Chriſti Tode ſterben. O möchte doch in ſeiner Pein Mein ganzes Selbſt ertötet ſein! 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe Und mich in deme Willen übe, Gedoch iſt von Unlauterkeit Die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich miuß noch mehr auf dieſer Erden Durch deinen Geiſt geheiligt werden, Der Sinn muß tiefer in dich gehn Und unbeweg⸗ lich muß ich ſtehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht ſelbſt zu raten, Hier helfen nichts der Menſchen Thaten, Wer macht ſein Herz wohl ſelber rein? Es muß durch dich gewirket ſein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, Du biſt noch immer nen geblieben; Ich bin gewiß, ſtehſt mir bei, Und machſt dncf von mir ſelber frei. 7. Indeſſen will ich treulich kämpfen, Und ſtets die falſche 1 ———Q—OCO—O⸗CęBꝛj— — = ——— — kſolz une ich anzun 1 tterk ane A 3 Dein m —. Das ds ſeim 7 Dazu M — n = tand. d reinen Geſt Aegt mein en 4 ir 1 3 merfreu mns Thor meiner a X. ich fülle m * mich in oß müchte duc = ganzes 8 — ohl, daß ihi ii deinem W — on Unqau kt Ciicht gauz en 2 noch meir u — rch deinen Ge — Der Simm Zu Und uubee In. mir zwar i — ir headt — zten, Vam ₰ elber ni rin?” 2 pewirkt ſn ich vohl 1 — — Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 293 Regung dämpfen, Bis 11 erſieheſt deine Zeit, Und giebſt mir Frieden nach dem Streit. 8. Drum will die Sorge mei⸗ ner Seelen Ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Ach, drück es feſt in meinen Sinn, Daß ich in dir nur ſelig bin. 9. Wenn ich mit Ern ſt hieran gedenke Und mich in deine Tiefe S ſenke, So werd ich von dir ange⸗ blickt Und in des Herzens Grund S erquickt. 10. So wächſt der Eifer mir im Streite, Ich habe ſchon des Sieges Beute, Und fühle daß es Wahrheit iſt, Daß du die S Liebe ſelber biſt. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 478. Gern in alles mich zu fügen, Mich der Stille ſtill zu freun, Ohne Worte, mit Vergnügen Aller Knechte Knecht 3 zu ſein, Nie mit Gaben ſtolz zu prangen, Menſ ſchenruh m nie zu ſ verlangen: Dieſe Weisheit fleh ich mir, Hocherhabner Gott, von dir. 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt Stille dulden, ſchweigend handeln, tWo kein Menſ ſchenmund mich nennt: Das, du freundlicher Ge⸗ währer, Aller Demut Quell und Lehrer, Jeſus Chriſtus, lehre mich, Still und ſchweigend ſehn auf dich. 3. Got der Niedrigen und Stillen, Die ſo gern im Schatten ruhn, Stre eng und fromm nach deinem Willen Einſam leiden oder thun, Laß, o Bater, mich nicht kla⸗ gen, Sollt ich ſo chwere Laſtentragen, Schweigend lieber in mich gehn, Demutsvoll auf dich nur ſehn. 4. Gott, du biſt mein Gott, ich falle T Demutsvoll l zu Fuße dir. Du erquickſt, begnadigſt alle, Schenkeſt Gnad und Ruh auch mir, Unterf ſtützeſt mein Beſtreben, mmer ſtiller dir zu leben, Mei⸗ ner Ohnmacht nie zu traun, Feſter ſtets auf dich zu baun. 6. Vertrauen auf Gott. Eigne Melodie. 4 79. Befiehl du deine Wege, Und was dein Herze kränkt, Der allertreuſten Pflege Des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden Giebt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Wo dein Fuß gehen k kann. 2. Dem Herrn mußt du ver⸗ trauen, Wenn dir's ſoll wohl er⸗ gehn; Auf ſein Werk mußt du ſchauen, Wenn dein Werk ſoll beſtehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit felbſteigner Pein Troſt. Ergebung. Läßt Gott ſich gar nichts nehmen, Es m nuß erbeten ſein. 3. Dein' ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und ſieht, Was gut ſei oder ſchade Dem ſterblichen Geblüt; Und was du dann er⸗ leſen, Das treibſt du, ſtarker Held, Und bringſt zu Stand und Weſen, Was deinem Rat gefällt. 4. Weg haſt du allerwegen, An Mitteln fehlt dir's nicht; Dein Thun iſt lauter Segen, Dein Gang iſt lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, Dein' Ar⸗ beit darf nicht ruhn, Wenn du, — ———J — ————““— 294 Das chriſtliche Leben. was deinen Kindern Erſprießlich iſt, willſt thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerſtehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zu⸗ rücke gehn. Was er ſich vorge⸗ nommen, Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu ſeinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff, und ſei unverzagt. Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen g Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirſt du ſchon erblicken Die Sonn der ſchönſten Freud. 7. Auf, auf, gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fah⸗ ren, was das Herze Betrübt und traurig macht. Biſt du doch nicht Regente, Der alles führen ſoll; Gott ſitzt im Regimente Und füh⸗ ret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und wal⸗ ten, Er iſt ein weiſer Fürſt, Und wird ſich ſo verhalten, Daß du dich wundern wirſt, Wenn er, wie's ihm gebühret, Mit wunder⸗ barem Rat Das Werk hinaus⸗ geführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit ſeinem Troſt verziehn, Und thun an ſeinem Teile, Als hätt' in ſeinem Sinn Er deiner ſich begeben, Und ſollt'ſt du für und für In Angſt und Nöten ſchwe⸗ ben, So frag er nichts nach dir. 10. Wird's aber ſich befinden, Daß du ihm treu verbleibſt, So wird er dich entbinden, Da du's am mind'ſten gläubſt. Er wird ſchweren Laſt, Die du zu keinem Böſen Bisher getragen haſt. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du haſt und trägſt davon, Mit Ruhm und Dankgeſchreie, Den Sieg, die Ehrenkron. Gott ſelbſt giebt dir die Palmen In deine rechte Hand, Und du ſingſt Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende Mit aller unſrer Not, Stärk unſre Füß und Hände, Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen ſein, So gehen unſre Wege Gewiß zum Himmel ein. V Eigne Melodie. V 480. Wer. nur den lieben 9 Gott läßt walten, Und hoffet auf ihn allezeit, Den wird er wunderbar erhalten In allem Kreuz und Herzeleid. Wer Gott, dem Allerhöchſten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die ſchwe⸗ ren Sorgen? Was hilft uns un⸗ ſer Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beſeufzen unſer Ungemach? Wir machen unſer Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig ſtille, Und ſei doch in ſich ſelbſt vergnügt, Wie unſers Gottes Gnadenwille, Wie ſein' Allwiſſen⸗ heit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch ſehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freu⸗ denſtunden, Er weiß wohl, was dein Herz erlöſen Von der ſo uns nützlich ſei; Wenn er uns Freudenpſalmen Dem, der dein nt 4 3 Ehrent ktor. lnd Palm „Und 5 Den n, de Dind, o o den, ller: unftr Füß und ä n in den dd = Pllew Un) 1, So gehar 1 zum Himm 2 Melodie. nur n 7 Bor ihn 5 * 158* rtt dd Herzeled lerhöüſt 35 Jferi unn 8 as hifft m — lc? Wash 3 Norgen gſt eich? Wi n 1d Led Arn — riigkeit lte mur enn doch in ſtt — e rnſer — Jie ſein Ahe Gott, dr w — tt, Der d ei uns ſe 1 A die nct u rweiß u Bei; Penn bleibt gerecht ſein Wille; Wie er Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 295 nur hat treu erfunden, Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh wir's uns verſehn, Und läſſet uns viel Guts geſchehn. 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ alshite, Daß du von Gott del⸗ laſſen ſeiſt, Und daß nur der im Sihoß ihm ſitze, Der ſich mit ſtetem Glücke peiſt; Die Folge⸗ zeit verändert viel Und ſetzet jeg⸗ lichem ſein Ziel. 6. Es ſind ja Gott geringe Sachen Und iſt dem Höchſten alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich. Gott iſt der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald ſtürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu, Und trau des Him⸗ mels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu. Denn welcher ſeine Zuverſicht Auf Gott ſetzt, den verläßt er nicht. Eigne Melodie 481 as Gott thut, das 4 iſt wohlgethan, Es fängt meine Sachen an, Will ich ihm halten ſtille. Er iſt mein Gott, Der in der Not Mich wohl weiß zu erhalten, Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das iſt wohlgethan, Sein Wort kann ja nicht trügen; Er führet mich auf rechter Bahn, Drum laß ich mir genügen An ſeiner Huld, Und hab Geduld. Er wird mein Unglück wenden, Es ſteht in ſeinen Händen. 3. Was Gott thut, das iſt wohlgethan; Er wird mich wohl 2 bedenken, Er, als mein Arzt und Wundermann, Wirdmir nicht Gift einſchenken Statt Arzenei. Gott iſt getreu, Drum will auf ihn ich bauen, Und ſeiner Güte trauen. 4. Was C Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan, Er iſt mein Licht, mein Leben, Der mir nichts Böſes gönnen kann; Ihm will ich mich ergeben In Freud. und Leid. Es kommt die Zeit, Da öffentlich er⸗ ſcheinet, Wie trenlich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan. Muß ich den Kelch auch ſchmecken, Der bitter iſt nach mei⸗ nem Wahn, Laß ich mich doch nicht ſchrecken, Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit ſüßem Troſt im Her⸗ zen, Dann weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan, Dabei will ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben: So wird Gott mich Ganz vä⸗ terlich In ſeinen Armen halten, Drum laß ich ihn nur walten. Mel. Ringe recht, wenn. 482. Gott will machen, daß die Sachen Gehen, wie es heilſam iſt. Laß die Wel⸗ len um dich ſchwellen, Wenn du nur bei Jeſu biſt. 2. Wer ſich kränket, weil er den⸗ ket, Seiner achte nicht ſein Gott, Wird mit Klagen nur ſich plagen Und nicht lindern ſeine Not. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, Schläfet ja noch ſchlum⸗ mert nicht. Zu den Höhen auf⸗ zuſehen, Das iſt deines Glaubens Pflicht. 4. Im Verweilen und im Ei lem Bleibt ihm ſtets ein Vaterherz. Laß ———— Haufen, Die zur linken Seite ſtehn. 29606 Das chriſtliche Leben. dein Weinen bitter ſcheinen, Dein iſt ihm auch ein Schmerz. Glaub nur feſte, daß das te Über dich beſchloſſen ſe dein Wille nur iſt ſtille, So wirſt du von Kummer frei. 6. Hoff und glaube, küß im Staube Gottes Rute, die dich 1 r übt; Der » 2 1 Hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willſt du wanken in Ge⸗ ij H Seir beſchwerlich, ſcheint's gefährlich, D 9. Seine 2 n der Glaube Funken der, Drau fängt. Alle Thaten ſind geraten Jedesmal, wie er's verhängt. ſchämen, Wird es unverſehens ſein. 11. Eignen Willen zu erfüllen, Leidet ſich's noch ziemlich wohl Da iſt Plage, Not und Klage, Wo man leiden muß und ſoll. 12. Drum wohl denen, die ſich ſehnen Nach der ſtillen Wil⸗ lensruh. Auf das Wollen fällt ₰„* ie führet und regieret, 8. Gottes Hände ſind ohn Ende, Deinem Gott iſt nichts zu viel. 15. Aber denen, die mit Thrä⸗ nen Küſſen ihres Jeſu Joch, Wird die Krone auf dem Throne Ihres — i. Heilands werden noch. 16. Amen, Amen! in dem Na⸗ men Meines Jeſu halt ich ſtill, Es geſchehe und ergehe, Wie und wann und was er will. V Eigne Melodie. 483. Was mein Gott will, ge ‿ ſcheh allzeit, Sein Will tets der beſte. Zu helfen iſt er 8 d a 1 4 N.* † 2 8 4 8 34 n dem bereit, Der ihm nur glaubet 1 baut, Den will er nicht verlaſſen. dem Sollen Die Vollbringungs⸗ kraft bald zu. 13. Nun ſo trage deine Plage Fein getroſt und mit Geduld; Wer das Leiden will vermeiden, Häufet ſeine Sündenſchuld. 14. Die da weichen und das Zeichen Ihres Bräutigams ver⸗ 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirſt mir's nicht verſagen: Wenn mich der böſe Geiſt anficht, Laß mich ja nicht verzagen; Hilf, ſteu'r und wehr, ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, ſchmähn, Müſſen laufen zu den dem wird's gewährt, Drauf ſprech ich fröhlich: Amen. — a Leben d derl * Elmen! in wn ¹ zeſu haltitt —Nellodie a nein C Gottw — h. allzeit, E 8 —e. Zu helin 1 5 Not nun iſ mn 1 2 men dui — in Hoffnune — Was nen ich ni t l „n. 100 Wr mi Ha ti Sezäl nir R lhen —* Herr. 1 viirſt mi ti An mich i 1 niin 3 ſteurr id 6 „ Herr, h 1 — Per daste il ihr 3 Drnujſe f r ihm um 1 t, drn iget n ni Ni len machen, Vatergunſt. Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 297 Mel. Aus tiefer Not ſchrei ich. 48 4. Hen. wie du willſt, o ſchicks mit mir, Im Leben undt de. Sterben, Mein Herz verlangt allein nach dir, Laß mich doch nicht verderben. Erhalt mich nur in deiner Huld, Sonſt mie du willſt; gieb mir Geduld: Dein Wille iſt der beſte Zucht, Ehr und Treu ver⸗ leihe mir, Und Lieb zu deinem Worte Crhalte, Herr, mich treu bei dir, Dem wahren Seelenhorte. Gieb, was mir dier it zur Seligkeit, Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben. 3. Wenn ich einmal nem Rat Von dieſer Welt ſoll ſcheiden, O Gnad, Daß es geſcheh mit Neu⸗ den. Herr, Leib und Seel befehl ich dir; Gieb nur e ein ſelges Ende mir Durch Jeſum Chriftum Amen. Mel. Nun ruhen alle Wälder 485 In allen meinen The zaten 2). J Laß ich den Höchſten raten, Der alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Selbſt geben guten Rat und That. 2. Nichts iſt es, ſpät und frühe, Um alle meine Mühe, Mein Sor⸗ gen iſt umſonſt. Er mag's mit meinen Sachen Nach ſeinem Wil⸗ Ich ſtell's in ſeine 3. Es kann mir nichts geſchehen, Als was er hat erſehen, Und was H mir ſelig iſt. Ich nehm es, wie er's giebet, Was ihm mit mir beliebet, Das hab ich auch getroſt erkieſt. 4. Ich traue ſeiner Gnaden, Die mich vor alken Schaden, Vor nach dei⸗ ſo verleih mir deine allem Übel ſchützt. Folg ich des „Herrn Geſetzen, So wird mich nichts verſeben, Richts fehlen, was mir ewig nützt 5. Er wolle meiner Sünden 3 Gnaden mich entbinden, Dur 34 ſtreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen Nicht gleich das Urteil ſprechen, Und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich ſpäte nieder, Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In Schwach⸗ heit und in Banden, Iſt irgend Not vorhanden, So leitet mich ſein kräftig Wort. 7. Hat er es denn beſchloſſen, So will ich unverdroſſen An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird je ſo ſchwer mir fallen, Ich will ihn männlich überſtehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Zu ſterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Heut ſei es oder morgen, Dafür laß ich ihn ſorgen, Er weiß die rechte Rettungszeit. 9. So ſei nun, Seele, ſeine, Und traue dem alleine, Der dich geſchaffen hat. Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe, Der weiß zu allen Sachen Rat. Eigne Melodie. 486 Wohl dem Menſchen, der . von Herzen Alles, was ihn überfäll, In des Höchſten Hände ſtellt, Der nicht durch ver⸗ borgne Schmerzen Seines Un⸗ folicks trübe Nacht Trüber macht. 2. Denn es iſt doch nur ver⸗ gebense Daß der Menſch der irrt und fehlt, Immer lic mit 298 Das chriſtliche Leben. Sorgen quält, Weil der Vater 8— unſers Lebens Alles, wie es ſoll geſchehn, Vorgeſehn. 3. Eh du noch die Welt betrateſt, Eh dir Gott dein Leben gab, Wog er Glück und Unglück ab, Gab dir Segen, eh du bateſt, Sah ſchon deine Thräne an, Eh ſie rann. 4. Wenn der Himmel dich will ſegnen, So empört die Erde ſich Nur vergebens wider dich; Soll dir Widriges begegnen, Wirſt du ihm durch Widerſtehn Nicht entgehn. 5. Wenn dich ſchwere Sorgen drücken, Und dein Herz in Ang⸗ ſten ſchlägt: Zage nicht, der alles trägt, Lenket es, dich zu beglücken; Deine Stunde kommt auch wohl, Wann ſie ſoll. 6. Will ein Feind dir Angſt erwecken, Seine Feindſchaft, die dich kränkt, Iſt durch Gottes Macht beſchränkt. Will dich Not und Tod erſchrecken, Gott iſt bei dir in der Not Und im Tod. 7. Drum ergieb dich Gott mit Freuden, Warte, bis des Höchſten Hand Dir dein Glück hat zuer⸗ kannt. Schicke dich auch gern zum Leiden, Schweig getroſt zu allem ſtill, Was Gott will. 8. Gott weiß alles wohl zu ma⸗ chen; Darum, wer ſich felſenfeſt Auf des Höchſten Huld verläßt, Und ſich gern in allen Sachen In des Vaters Willen ſchickt, Lebt beglückt. Mel. Eins iſt not. 487 Zaget nicht, wenn * 2 Dunkelheiten Auf des Lebens Pfade ruhn; Gott iſt gut, er wird euch leiten, Ihm iſt's Freude, wohlzuthun. Sind ſeine Gedanken nicht eure Gedan⸗ ken, Laßt dennoch, o Chriſten, den Glauben nicht wanken, Daß er, der des Wurmes im Staube gedenkt, Auch ſorgſam und freund⸗ lich durchs Dunkel euch lenkt. 2. Alles Dunkel dieſes Lebens Glänzt vor Gott wie Sonnen⸗ licht; Wir durchforſchen's oft ver⸗ gebens, Seinen Blick hemmt Dun⸗ kel nicht. Er kennet das Große, das Kleine, das Ferne, Die Thra⸗ nen der Armen, die Scharen der Sterne; Mit mächtiger Liebe ver⸗ folgt er den Plan, Den ſeine un⸗ endliche Weisheit erſann. 3. Von Erſtaunen hingeriſſen Sinnt der hohe Seraph nach; Ach, beſchränkt iſt noch ſein Wiſſen, Ewig fühlt er ſich noch ſchwach. Was murren wir Menſchen von Kindesverſtande? Wir ſind ja nur Wandrer im ſchattigen Lande. Nur Demut erhebet den ängſt⸗ lichen Sinn, Sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. 4. Ach, erkenne dich, o Seele, Fühle, wie ſo ſchwach du biſt; Blicke ſtill zu Gott, und wähle, Was von ihm verordnet iſt. Der Trübſal entſtrömen oft heilige Freuden, Und Segen entſprießet den bitterſten Leiden; Bedenk es, und jauchze, daß Gott dich regiert, Sei folgſam, auch wenn er durch Dornen dich führt. 5. Nicht das ſinnliche Vergnü⸗ gen Wird von Chriſten hochgeehrt, Schätze nur, die nimmer trügen, Sind des heißen Strebens wert, Hinweg denn, ihr bangen, enteh⸗ renden Sorgen! In Gott ſind die Schätze des Chriſten verborgen, S= —— — —— — — ——— —— — — — 2 diee — Ferne, d —en, die Sth — en, die Süu D— mächtiger — Plan, Daſt „ =üSheit erſm rſtaunen bw — hohe Seu 3kt iſt nochſti er ſich noh — wir Maſt Ande? Wuffu ſchattign erhebet w . Sie viit aters undſt kenne dic ſo ſchwat Au Got, m n verorduti e ſtrömen ſ A³ d Segen ai = Leiden, A daß Gottüi⸗ ez, auch veme . führt. a as ſinnlihe — 1 Chriſete x die ninn ißen Strit , ihr bauge 6 3 Chriſt ergeben, Im Tode wie im Leben. hin, Iſt ſterben mein Gewinn, Vertrauen auf Gott ;, Troſt. Ergebung. 299 Hier tilgt ſie kein Unfall, kein tobender Schmerz; Auch traurige Stunden bereichern das Herz. 6. Dulden wir gleich manche Plage, Der Allweiſe wägt ſie ab. Er durchſchauet unſre Tage Von der Wiege bis ans Grab. Was jetzt uns betrübet, ſoll einſt uns entzücken; O ſelige Hoffnung, wie kannſt du erquicken! Nun ängſten die künftigen Tage uns nicht; Der Ewige ſpricht, und das Dun⸗ kel wird Licht. 7. Schwinge dich empor vom Staube, Faſſe Mut, verzagter Geiſt! Siegen, ſiegen wird der Glaube, Der den Herrn des Le⸗ bens preiſt. O laß dich das Dunkel der Erde nicht kümmern, Schon ſieht ja dein Glaube die Herrlichkeit ſchimmern, Die jen⸗ ſeits der Sterne dir Jeſus ent⸗ hüllt; Da rufſt du einſt jauch⸗ zend: das Herz iſt geſtillt. Eigne Melodie. 488 Auf meinen lieben Gott . Trau ich in Angſt und Not, Er kann mich allzeit retten Aus Trübſal, Angſt und Nöten; Mein Unglück kann er wenden, Es ſteht in ſeinen Händen. 2. Ob mich die Sünd anficht, Verzag ich dennoch nicht; Auf Chriſtum will ich bauen, Und ihm allein vertrauen. Ihm will ich mich 3. Wenn mich der Tod nimmt Denn Chriſtus iſt mein Leben, Ihm hab ich mich ergeben. Ich ſterb heut oder morgen, Mein' A 4. Du, mein Herr Jeſu Chriſt, Der ſo geduldig iſt Für mich am Kreuz geſtorben, Du haſt mir Heil erworben. Hilf mir, wenn ich er⸗ bleiche, Zum ewgen Himmelreiche. 5. Erhöre gnädig mich, Mein Troſt, das bitt ich dich, Hilf mir, am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Damit ich ſelig ſcheide Zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen, zu aller Stund Sprech ich aus Herzensgrund: Du wolleſt ſelbſt uns leiten, Herr Chriſt, zu allen Zeiten, Daß wir einſt deinen Namen Dort ewig preiſen. Amen. Mel. Was Gott thut, das iſt. 489 Auf Gott und nicht 4 auf meinen Rat Will ich mein Glück ſtets bauen, Und dem, der mich erſchaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Gott und Vater tragen. 2. Er ſah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Be⸗ ſtimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Iſt auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu beſiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh ich's bat, gewährt, Wenn's ſeine Weisheit litte. Er ſorgt für mich Stets väterlich. Nicht, was ich mir erſehe, Sein Wille, der geſchehe. 4. Oft iſt ein ungeſtörtes Glück Weit ſchwerer noch zu tragen, Als Seel wird Gott verſorgen. ſelbſt das widrigſte Geſchick, Bei 36 0 Das chriſtliche Leben. deſſen Laſt wir klagen. Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was ſicher glück⸗ lich macht, Läßt Gott es keinem fehlen. Geſundheit, Ehre, Reich⸗ tum, Pracht Erretten keine See⸗ len. Wer Gottes Rat vor An en hat, Dem wird ein gut Gewiſſen Die Trübſal auch ver ſüßen. 6. Was iſt des Lebens Herrlich⸗ keit? Wie bald ſt ſie ver rſche hwunden! Was iſt das Leiden dieſer Zeit? S Wie bald iſt’s überwunden! Hofft 8 —— Q2* — — f den Herrn, Er hilft uns gern; eid d röht ich, ihr Gerechten, Der hilft ſeinen Knechten. Mel. Rn ruhen alle Wälder. 4⁴ 90.2 Was ſoll ich ängſtlich kla⸗ SDSgen, Und in der Notver⸗ zagen? Der Höchſte ſorgt für mich. S Er ſorgt, daß meiner Seele Kein wahres Wohlſein fehle: Genug zum Troſt, mein Herz, für dich. 2. Was nützt es, heidniſch ſor⸗ Und jeden neuen Morgen t neuem Kummer ſehn? Du, Vater meiner Tage, Weißt, eh ich's dir noch ſage, Mein Leid und auch mein Wohlergehn. 3. Auf deine Hand zu ſchauen, Dir kindlich zu vertrauen, Das, Herr, iſt meine Pflicht. Ich will ſie treulich üben, Und dich, mein Vater, lieben, Denn du verläßt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen klei⸗ deſt, Und alle Tiere weideſt, Du Schöpfer der Natur, Weißt alles, was mir fehlet; Drum, Seele, was dich quälet, Befiehl dem Herrn, und glaube nur. 28* 8( 5 8 5. Herr, alle meine Sorgen, Die Not auch, die verbor gen An meinem Herzen nagt Werj ich auf dich, den Treuen, Den weißt du zu erfreuen, Der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thrä⸗ nen Und ſich nach Hülfe ſehnen, So klag ichs dir, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle Ich jeden Wunſch der S Seele; Du hilfſt, du ſeg gneſt gern. 7. Der du mir hier im Leben Schon größres Heil gegeben, Mir deinen Sohn geſchenkt: Du wirſt mir alles ſchenken, Und mir zum beſten lenken, Was mich zu Sor⸗ gen reizt und kränkt. 8. Du führeſt, Herr, die Der⸗ nen Nicht immer, wie ſie's mei⸗ nen, Doch ſtets nach deinem Rat. Ob ich mich auch betrübe, Bleilt doch dein Rat voll Liebe; zeigt der Ausgang mit der That 9. Wenn ich hier Tiefen ſehe, Und es nicht ganz verſtehe, Was du mit mir gethan, Kann ich doch des mich tröſten: Du nimmſt mich, mich Erlöſten, Gewiß der⸗ einſt zu Ehren an. 10. Dort bei der Frommen Scharen, Dort werd ich es er⸗ fahren, Wie gut du micch geführt, Da ſing ich dir mit Freuden, Nach überſtandnen Leiden, Den Dank, der deiner Huld gebührt. Mel. Warum ſollt ich mich. 491. tarum willſt du doch für morgen, Ar⸗ mes Herz, Immerwärts Als ein Heide ſorgen? Wozu dient dein täglich Grämen, Da Gott will In der Still Sich der Not annehmen? u hörſt, du lnh Das — Erſen;J ja, Whs üt 4 nen d 8) dülfe ftn. ¹ meine nach Hiß fei dir, e dir befe dſl g —Seele; duß neſt gern i mir hieri 35 Heil gen 4 gean t.d ent en, Umn 4, Was nit — d kränkt. hreſt, Hen 1umer, vieſ ets! nacd dem k auch betrid at voll Ci = dgang mi nit ich hier di m t ganz beiſ⸗ ar gethau, tröſt en: A ü=Erlöſten, Gr vort werd i⸗ — aut du m ch dir mi — andnen Li , deiner du arun ſoltit arum vilt — für ner Immerwit —n? Woßt * nen, Des ich der Vuir 3 r d Leben, Seel und Leib, Darum bleib a Ihm allein er eben. Er wird ferner Arfreuen, D da h 3 läßt Micht, Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 301 2. Gott hat dir geſchenkt das alles ſchenken; Traue feſt, Er ver⸗ die an ihn denken. 3. Sage nicht: was ſoll ich eſſen? Gott hat dir Allzeit hier So viel zugemeſſen, Daß der Leib ſich kann ernähren; Übriges Wird Undes Gottes Hand beſcheren. 4. Es iſt mehr als Trank und Speiſe Dieſer Leib, Darum gläub, Gläub zu Gottes Preiſe, Daß er Speiſ' und Trank kann geben Dem, der ſich Feſtiglich Ihm ergiebt im Leben. 5. Sorgſt du, wie du dich ſollſt kleiden? Jeſus ſpricht: Sorget nicht, Solches thun die Heiden. Schau die Blumen auf den Fel⸗ dern, Wie ſo ſchön Dieſe ſtehn Und die Bäum in Waldern .Ach, der Glaube fehlt auf Erden; Wär er da, Müßt uns ja, Was uns not iſt, werden. Wer Gott kann im Glauben faſ⸗ ſen, Der wird nicht, Wenn's ge⸗ bricht Von ihm ſein verlaſſen. . Wer Gerechtigkeit nachtrach⸗ tt Und zugleich Gottes Reich Über alles achtet, Der wird wahr⸗ lich nach Verlangen Speiſ' und Trank Lebenslang Wie im Schlaf empfangen 8. Laß die Welt ſich dann be⸗ mühen, Immerhin! Ach, mein Sinn Soll zu Jeſu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, Ob er's oft Unverhofft Eine Weil verhehlet. 9. Will er prüfen meinen Glau⸗ ben Und die Gab, Die ich hab, Mir gar laſſen rauben: So muß mir zum beſten kommen, Wenn Gott mir alles hier Hat hinweg genommen. 10. Er kann alles wieder ge⸗ ben; Wenn er nimmt, So be⸗ ſtimmt Er ſein Wort zum Leben. Ach, wie viele fromme Seelen Leben ſo, Und ſind froh, Ohne Sorg und Quälen. 11. Sie befehlen Gott die Sor⸗ gen, Wie er will, Und ſind ſtill Vor der Welt verborgen. Was Gott will, iſt ihr Vergnügen, Und wie er, Als der Herr, Will's mit ihnen fügen. 12. Doch kann ihnen nicht ver⸗ ſagen Gott ihr Brot In der Not, Wenn er hört ihr Klagen. Er kommt wahrlich ſie zu tröſten, Eh man's meint, Und erſcheint, Wenn die Not am größten. 13. Ihre Sorg iſt für die Seelen, Und ihr Lauf Geht hin⸗ auf Zu den Felſenhöhlen, Zu des Herren Jeſu Wunden, Da ſind ſie Aller Müh, Aller Not entbunden. 14. Nun, Herr Jeſu, meine Freude, Meine Sonn, Meine Wonn, Meiner Seelen Weide! Sorge nur fürs Heil der Seelen, So wird mir Auch noch hier Nichts am Leibe fehlen. 15. Alles ſei dir unverhohlen, Was mir fehlt, Was mich quält, Großer Gott, befohlen; Sorge du, ſo will ich ſchweigen, Und vor dir, Nach Gebühr, Meine Kniee beugen. 16. Ich will dir mit Freuden danken, Fort und Fort, Hier und dort, Und will nimmer wanken. Lob und Preis ſei deinem Namen; Sei mein Teil, Hülf und 8 Heil, Liebſter Jeſu, Amen. 302 Das chriſtliche Leben. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. ſquäle. Nur Geduld! Gottes Kl 492 Sollt ich meinem Gott Huld Giebt dir nach den Leiden 8 1 nicht trauen, Der Wieder Troſt und Freuden. 91. G. pf mich liebt ſo väterlich, Der ſo 2. Weine nicht! Gott denkt mitls herzlich ſorgt für mich? Sollt an dich; Hat man dein vergeſſen, uit l ich auf den Fels nicht bauen, Der O dann hat er längſt bei ſich, Hinn mir ewig bleibet feſt, Der die Was dir nützt, ermeſſen. Eh zer⸗ bl Seinen nicht verläßt? fällt Dieſe Welt, Eh er dich kann dm ull 2. Er weiß alles, was mich haſſen, Oder gar verlaſſen. dalgen, drücket, Mein Anliegen, meine 3. Weine nicht! Gott ſiehet un Not, Er ſteht bei mir bis zum dich, Iſt er gleich verborgen. the: Tod, Er weiß, was mein Herz Trage nur geduldiglich Deine Laſt ſit erquicket. Seine Lieb und Vater⸗ der Sorgen. O er läßt, Glaub it Un treu Bleibt mir jetzt und ewig neu. es feſt, Endlich nach dem Weinen 3. Der die Vögel all ernähret, Seine Sonne ſcheinen. min der Er, der Blumen, Laub und Gras 4. Weine nicht! Gott höret Männ⸗ Kleidet ſchön ohn Unterlaß, Alles dich, Hört in Not dein Flehen. Aüſt Gute uns beſcheret, Sollte der Hülfreich wird er gnädiglich Dir ai verlaſſen mich? Nein, ich trau zur Seite ſtehen. Immer hat, um ihm feſtiglich.„Wer ihn bat, In den Leidens⸗ u 4. Wenn nach ſeinem Reich ſtunden Rettung noch gefunden. †n ich trachte, Wenn ich die Gerech⸗ 5. Weine nicht! Gott liebet uſt ſe tigkeit, Die mir Chriſti Blut ver⸗ dich, Mag die Welt dich haſſen, gl. N leiht, Mehr als Gold und Silber Dir zu ſchaden freventlich Man⸗ i al achte, Segnet Gott mir früh und ſchen Anſchlag faſſen. Stark wird er, ligu o ſpat Worte, Werke, Rat und That. Er, der Herr, Ob die Feinde ſtür⸗ detn 5. Nun, ſo ſorg ich nicht für men, Dich, ſein Kind, beſchirmen. Däm morgen; Alles, was zukünftig 6. Weine nicht! Gott ſorgt hr iſt, Irrt mich nicht, ich bin ein für dich, Was kann nun dir feh⸗ mß ſ Chriſt! Meinen Gott nur laß ich len? Wer wird nun mit Sorgen ele ſorgen; Alles war er alle Zeit ſſich Noch vergebens quälen? Wirf neſtt Zu verſorgen ſchon bereit. auf ihn Alles hin, Er wird ſich be⸗ Aans 6. Gott ſei Lob, der mich er⸗ währen, Seinen Gang verklären. Al freuet, Daß ich glaube feſtiglich: 7. Weine nicht! Gott tröſtet nißbi Gott, mein Vater, ſorgt für mich; dich, Ob die Thränen fließen, wühen Der mir dieſen Troſt erneuet, Endlich wird der Kummer ſich In e Daß ich weiß, Gott liebet mich, das Grab verſchließen. Durch den Gut ſo Gott verſorgt mich ewiglich. Tod Stirbt die Not, Und wenn Gutſi Mel. Mache dich, mein Geiſt. der erſcheinet, Haſt du ausgeweinet. da G 493 Weine nicht! Gott. Mel. Was Gott thut, das iſt. aheß. a 8. lebet noch, Du 494 ott lebt! wie kann ſelt un betrübte Seele; O zum Vater. ich traurig ſein, ünmhe 9 ſchaue doch, Ob die Welt dich Als wär' kein Gott zu finden? u(ben 1 Sedud — — — — —ꝑ — — — —₰— —= —— S — —= 1 3 enat Skt, Ch ai Jar verlaſts Anicht! Go 8 gleich verhe — — — Uuldiglich d O er lißt ⸗ nach deng 4 ben nnicht! Gat⸗ Not den Cer gnädiylt jen. Jum. —₰ In deu h =ng ma 1 t an „ kann uun i —) mn nie bens duila er!! min, Er widſt — n Gang vet D üͤcht! Gutt — Thränu ſt — r Kunme tit — liefen. dut 3eam f, luy Irſtdu usper ott thut Wi — — = S— — 9 Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 303 Er weiß ja wohl von meiner Mel. Auferſtehn, ja. Pein, Die ich hier muß empfin⸗ 495. Ta, fürwahr, uns führt den. Er kennt mein Herz Und mit ſanfter Hand Ein meinen Schmerz, Drum darf ich nicht verzagen, Soll ihm nur alles klagen. 2. Gott hört, wenn niemand hören will; Wie ſollte mir denn bangen, Als könnt' an der Erhö⸗ rung Ziel Mein Seufzen nicht gelangen? Ruf ich empor, So hört ſein Ohr, Sein Amen ſchallet wieder, Und ſendet Hülf hernieder. 3. Gott ſieht! wie klaget denn* mein Herz, Als ſäh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefſte Schmerz Ganz offenbar erſcheinen. Zur Erde fällt Nicht ungezahi Die kleinſte meiner Zäh⸗ ren; Er wird mir Troſt gewähren. 4. Gott führt! drum geh ich ruhig fort Auf allen meinen We⸗ gen. Mag mir die Welt bald hier, bald dort Argliſtig Schlingen legen, So wird er zwar Mich wun⸗ derbar, Doch ſelig immer leiten, Daß nie mein Fuß kann gleiten. 5. Gott giebt! und wär' ich noch ſo arm, Doch ſoll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein ſteter Harm, Als müßt' ich Hungers ſterben? Er hat ja Brot; Und wenn in Not Ich müßt' durch Wüſten reiſen, Doch würde er mich ſpeiſen. 6. Gott lebt! ich merk es überall, Gott hört, ihm darf ich klagen, Gott ſieht, er kennt der Thränen Zahl, Gott führt, ich darf nicht zagen. Drum nicht betrübt! Gott giebt und liebt, Wird mir die Gnade geben, zu leben! Auch dort mit ihm S Hirt durchs Pilgerland Der dunk⸗ len Erde, Uns, ſeine kleine Herde. Halleluja! 2. Wenn im Dunkeln auch ſein Häuflein irrt, Er wacht, der treue Hirt, Und läßt den Seinen Ein freundlich Sternlein ſcheinen. Halleluja! 3. Sicher leitet aus des Todes Graun Er uns zu grünen Au'n, Zu friſchen Quellen, Zu ewgen Lebenswellen. Halleluja! 4. Freundlich blickt ſein Aug auf uns herab. Seinſ 3 Hirtenſtab Bringt Troſt und Friede; Er wachet ſich nicht müde. Halleluja! 5. Ja fürwahr, er iſt getreu und gut; Auch unſer Schickſ al ruht In ſeinen Armen. Sein Name iſt: Erbarmen! Halleluja! Eigne Melodie. 496 Meine Hoffnung ſtehet 4 feſte, Steht auf den lebendgen Gott. Er iſt mir der allerbeſte, Der mir beiſteht in der Not. Er allein Soll es ſein, Den ich nur von Herzen mein'. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen Auf ein ſchwaches Men⸗ ſchenkind? Wer kann feſte Schlöſ⸗ ſer bauen In die Luft und in den Wind? Es vergeht, Nichts beſteht, Was ihr hier auf Erden ſeht. 3. Aber Gottes Güte währet Immer und in Ewigkeit; Vieh und Menſchen er ernähret Durch erwünſchte Jahreszeit. Alles hat Seine Gnad Dargereichet früh und ſpat. 304 Das chriſtliche Leben. 4. Giebt er uns nicht alles reichlich Und in großem Über⸗ fluß? Seine Lieb iſt unvergleich⸗ ren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. will den Tod bedenken; Der Herr wird alles lenken, Und was mir lich, Wie ein ſtarker Waſſerguß. Luft und Erd Uns ernährt, Wenn es Gottes Gunſt begehrt. 5. Danket nun dem großen Schöpfer, Durch den wahren Menſchenſohn, Der uns, wie ein freier Töpfer, Hat gemacht aus Erd und Thon. Groß von Rat, Stark von That Iſt, der uns erhalten hat. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 49 7 Ich hab in guten Stun⸗ Ae Iden Des Lebens Glück empfunden, Und Freuden ohne Zahl: So will ich denn gelaſſen Mich auch im Leiden faſſen, Welch Leben hat nicht ſeine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sün⸗ der, Und ſtets ſtrafſt du gelinder, Als es der Menſch verdient. Sollt ich, beſchwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Beſten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Und, mehr als Ruh und Leben, Dich lieben, meinen Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, Und nicht auf Menſchen bauen, Du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erken⸗ nen und bereun. Jetzt hat mein laß mein Geſchäfte, Dein Wort mir Troſt und Leben ſein. 5. Wenn ich in Chriſto ſterbe, ſchreckt mich Grab und Tod? Auch deiner Gnade, Du, Herr, biſt bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer weh⸗ Ich gut iſt, wird geſchehn. Eigne Melodie. 498 Von Gott will ich nicht e laſſen, Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Da ich ſonſt irrte hier. Er reicht mir ſeine Hand. Am Abend wie am Mor⸗ gen Will er mich wohl verſorgen, Er ſchützt das ganze Land. 2. Wenn Menſchenhuld und Lieben In Ungunſt ſich verkehrt, Iſt er doch treu geblieben Dem, der ihn liebt und ehrt. Er hilft aus aller Not, Er hilft von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Und rettet ſelbſt vom Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner ſchweren Zeit, Auf ſeine Hülfe bauen, Er wendet alles Leid. Ihm ſei es heimge⸗ ſtellt; Leib, Seele, Gut und Leben Sei Gott dem Herrn gegeben, Er mach's, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts ge⸗ fallen, Als was uns nützlich iſt; Gut meint er'’s mit uns allen, Er gab uns Jeſum Chriſt, Ihn, Geiſt noch Kräfte; Sein Heil er uns beſcheret, Was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn auf ſei⸗ nem Thron! Bin ich des Himmels Erbe, Was Ihn, der uns alles ſchenkt. Wie auf dem Todespfade Vertrau ich ſelig iſt die Stunde, In der man ſeinen ein'gen Sohn, Durch den 3/ 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, — — —— =——— ſeelodie. Satwülun 2 1, Denn er * Führt mit 2. Da it ſ ü reicht mir ſ 9 d wie am * wohl vexſene 1 U * Sanze Lam — nſchenhul n ſt ſichverbeh Lhen Dem d 1 whilft aubu J von Sind — Ketten mdn — t ſelbſtbond ill ich verm J eren Zeit, 1 Din, Er vei & ſei es hei⸗ **, Git und r. Herrn gegth C ihm gefält trihm nictt w ans nützii a nit uns R in Chrit, hn, Durhy 2 Was Lii M * oht iin uf Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 305 ſein gedenkt! So braucht man recht der Zeit. Wir ſollen ſchon auf Erden In ihm ja ſelig wer⸗ den, Noch mehr in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt ver⸗ gehet Mit ihrer Luſt und Pracht, Nicht Ehr noch Gut beſtehet, Das hier ſo groß uns macht, Dann werden nach dem Tod Wir in die Gruft begraben; Wenn wir geſchlafen haben, Weckt uns der treue Gott. 7. Die Seel wird unverloren Geführt in Abrams Schoß; Der Leib wird neugeboren, Von allen Sünden los. Durch Chriſtum bin ich rein, Wenn ich im Glauben ſterbe, Dann bin ich Gottes Erbe, Dann werd ich ſelig ſein. 8. Obgleich ich jetzt noch dulde Viel Leiden dieſer Zeit, Das ich oft ſelbſt verſchulde, Naht doch die Ewigkeit. Sie iſt der Freude voll, Die, weil ich Chriſtum kenne Und mich von ihm nicht trenne, Mir ewig werden ſoll. 9. Das iſt des Vaters Wille, Der uns erſchaffen hat: Aus ſei⸗ nes Sohnes Fülle Zu nehmen Gnad um Gnad; Er giebt uns ſeinen Geiſt, Damit er uns re⸗ giere, Hinan zum Himmel führe. Hoch ſei der Herr gepreiſt. Mel. Erſchienen iſt der herrlich' Tag. tt lebet d 499. Goſt len ni he Gott ₰ iſt mein Troſt und Zuverſicht. Ja, wenn die ganze Welt fällt ein, Soll dies mein beſtes Hoffen ſein: Gott lebet noch. 2. Gott lebet noch, was ſorg ich denn? So lang ich Gott, den Vater, kenn', Setz ich die Sorgen auf die Seit', Und ſinge fröhlich allezeit: Gott lebet noch. 3. Mein Herz, wenn du weißt keinen Rat, Wenn dich die Not umgeben hat, Und dich geſetzt in großes Leid, So denke du nur allezeit: Gott lebet noch. 4. Gott lebet noch, und weiß gar wohl, Wie ſeine Hand dich retten ſoll; Dein Vater meint und macht es gut, Wenn er dich ſtraft, dium wohlgemut: Gott lebet noch. 5. Gott legt dir auf ein ſchweres Joch, Wodurch er dich betrübet hoch; Doch hilft er tragen, was dich plagt, Und ſtärkt dich, drum ſprich unverzagt: Gott lebet noch. 6. Wenn dir nun wird dein Kreuz ſo ſchwer, Und dich faſt drücket allzu ſehr, Wenn es dich faſt zu Boden beugt, So hilft doch Gott und macht es leicht: Gott lebet noch. 7. Mein Vater, ſorge du für mich, Mein' Hoffnungſteht allein auf dich. Sieh mich mit Vater⸗ blicken an, Daß ich ſtets fröhlich ſingen kann: Gott lebet noch. Eigne Melodie. 500 Alles iſt an Gottes * Segen Und an ſeiner Gnad gelegen, Über alles Geld und Gut. Wer auf Gott die Hoffnung ſetzet, Der behält ganz unverletzet Einen freien Glaubensmut. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück beſcheret, Iſt und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet, Und 20 1— 4 4 1 4 B 3 4 1 1 8 — 306 Das chriſtliche Leben. mich leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer ſein. 3. Viele mühen ſich um Sachen, Die nur Sorg und Unruh machen, Und ganz unbeſtändig ſind. Ich begehr, nach dem zu ringen, Was mir kann Vergnügen bringen Und man hier gar ſelten find't. 4. Hoffnung kann das Herz er⸗ quicken, Was ich wünſche, wird ſich ſchicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab ich ſeiner Gnad erge⸗ ben, Und ihm alles heimgeſtellt. 5. Er weiß ſchon nach ſeinem Willen Mein Verlangen zu er⸗ füllen, Es hat alles ſeine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuſchreiben, Wie Gott will, ſo muß es bleiben, Wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht wider⸗ ſtreben, Ich verlaſſe mich auf ihn. Iſt doch nichts, das lang beſtehet, Alles Irdiſche vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Mel. Werde munter, mein. ottes Mund hat uns 501. G verheißen, Es ſoll uns aus ſeiner Hand Weder Welt noch Teufel reißen. Seine Wahr⸗ heit iſt bekannt; Darum fürchten wir uns nicht, Wenn gleich Welt und Himmel bricht: Seine Treu kann ihr Verſprechen Nicht ver⸗ geſſen oder brechen. 2. Mögen doch die Berge wei⸗ chen, Und die Felſen untergehn: Nichts mag unſerm Felſen glei⸗ chen, Gottes Bund bleibt ewig ſtehn. Fallt, ihr Hügel, immer hin! Unſres Gottes Vaterſinn Kann kein Schlag noch Fall er⸗ ſchüttern, Wenn gleich Erd und Himmel zittern. 3. Er hat ſich mit uns ver⸗ bunden Durch den Bund, der ewig gilt, Dieſer Bund wird feſt erfunden, Dieſer Bund iſt unſer Schild. Droht auch des Verſu⸗ chers Pfeil, Gott bleibt unſer Erb und Teil; Das hat uns ſein Mund geſchworen, Da ſein Geiſt uns neu geboren. 4. Drum ſei ruhig, meine Seele, Trau auf Gott, der für dich wacht, Wenn in dieſer Jammerhöhle Dir ein Zweifel Kummer macht. Wer ſich nur auf Gott verläßt, Der ſteht unbeweglich feſt. Dein Er⸗ barmer wird dich ſtützen, Seine Treu wird dich beſchützen. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 5 u ſollſt glauben, und 502. D du Armer Giebſt dich bangen Zweifeln hin? Du ſollſt beten zum Erbarmer, Und dir fehlt der Kindesſinn? Kind⸗ lich mußt du hier vertrauen, Dort wirſt du den Ausgang ſchauen. Jeſu Ausgang ward erſt klar, Als er auferſtanden war. 2. Glaube giebt der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott em⸗ por, Glaube bricht des Grabes Riegel, Selbſt der Ewigkeiten Thor; Glaube geht durch Flamm und Fluten, Ließ die Zeugen Jeſu bluten, Und ſie überwanden weit, Sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft die Welt be⸗ ſiegen, Macht die ſchwerſte Prüfung leicht; Alles muß ihm unterliegen, Selbſt die Macht der Sünde weicht. — —— ——— —— S= — —— de * tt bleibt unſ 8 has hat dn Tren, Da ſent en. röuhig, mene —4 der für din Jammerhat immer mag. ꝛDott verli, aich feſt. R — dich ſtützn, h beſchüten ¹ ſchen müſen ſſollſt glaum du Armer ar zweifeln hu m Erbarm Kindesſimn jier vertraum — Ausgang ſt g ward m anden wi. giebt de d B'e hebt zu a brich da — ſt der Gn 1. get dunt = uß ihm me — ht der Sürde Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 307 Ob du ſchon im Kampf erlageſt, Und nun an dir ſelbſt verzageſt: Kämpfe ſtärker, kämpfe fort, Denn der Herr iſt Schutz und Hort. 4. Willſt du im Vertraun er⸗ müden, Wenn die Hülfe noch ver⸗ zieht? Stehe feſt in Gottes Frie⸗ den, Der die rechte Zeit erſieht. Den hat Täuſchung nie betroffen, Der gehorſam blieb im Hoffen. Glaubefeſt: der alles ſchafft, Giebt dir auch zum Glauben Kraft. 5. Haſt du nicht ſchon oft erfah⸗ ren, Wie er dir zur Seite ſtand? Haſt du nicht des Wunderbaren Wunderausgangofterkannt? Mußt du denn ihn immer ſehen, Ganz des Ewgen Rat verſtehen? Selig, ſelig, die nicht ſehn, Und doch feſt im Glauben ſtehn! Mel. Wer nur den lieben Gott. 0* err, mache meine Seele 503. 9 ſtille, Bei allem, was mich kränkt und drückt; Geſchieht doch einzig nur dein Wille Der nichts zu meinem Schaden ſchickt. Du biſt's, der alles ändern kann, Und was du thuſt, iſt wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauhſten Wegen Führt deine Hand zur Seligkeit; Aus Trübſal kommt der ewge Segen, Und Herrlichkeit aus kurzem Leid; Die Thränen⸗ ſaat muß Freude ſein, Sieht's gleich der blöde Geiſt nicht ein. 3. Drum laß mich ſtille ſein und hoffen, Wenn du mir Prü⸗ fung haſt beſtimmt. Dein Vater⸗ herz ſteht dem noch offen, Der z dir ſeine Zuflucht nimmt. Wer ſtill in deiner Fügung ruht, Mit dem machſt du es immer gut. 4. Gott, du nur kennſt und wählſt das Beſte. O Vater, mache ſelbſt mein Herz In dieſer Über⸗ zeugung feſte, So ehr ich dich im größten Schmerz, Und ſpreche mit Gelaſſenheit: Was mein Gott will, geſcheh allzeit. 5. Die Stunde wird doch end⸗ lich kommen, Da mich vollkomm⸗ nes Glück erfreut; Denn einmal führſt du doch die Frommen Zur völligen Zufriedenheit, Und dann wird jedem offenbar, Daß, Gott, dein Rat der beſte war. 6. Dann wird von allen mei⸗ nen Plagen Der ewge Nutzen mich erfreun; Dann wird mein Herz ſtatt aller Klagen Voll von dem Dank und Lobe ſein: Der Herr, der für mein Heil gewacht, Hat alles mit mir wohlgemacht. Mel. Jeſu, meine Freude. — eine Seel iſt ſtille, 504. M Weil ja 6 Wille Mir zu helfen ſteht. Mit dem, was Gott füget, Iſt mein Herz vergnüget, Nimmt es, wie es geht. Geht die Bahn nur himmelan Und von Jeſu unge⸗ ſchieden, So bin ich zufrieden. 2. Dir will ich anhangen, Das ſei mein Verlangen, Gott, bei dir zu ſein. Keinen will ich hören, Der mich will bethören Mit dem falſchen Schein. Was der Welt allein gefällt, Luſt und Ehr und irdiſch Trachten Will ich gar nicht achten. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sag ich, und ſonſt keiner, Wird von mir geliebt. Jeſus, der Ge⸗ treue, Des ich mich erfreue, Der 20* 308 Das chriſtliche Leben. ſich ganz mir giebt, Er allein, er ſoll es ſein, Dem ich wieder mich ergebe, Einzig ihm nur lebe. 4. Gottes Güt erwägen, Und ſich gläubig legen In des Vaters Schoß, In ſein Antlitz ſchauen, Und ihm kindlich trauen, Welch ein ſelig Los! Ruhe fleußt aus ſtillem Geiſt. Wer ſich weiß in Gott zu ſchicken, Den wird er erquicken. Eigne Melodie. 3 505 Larum betrübſt du 505. G dich, mein Herz, Bekümmerſt dich mit bangem Schmerz Nur um ein zeitlich Gut? Vertrau auf Gott nur, der die Welt — Erſchaffen hat und auch erhält. 2. Er kann und will dich laſſen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht; Die ganze Welt iſt ſein. Er iſt dein Vater und dein Gott, Und ſteht dir bei in jeder Not. 3. Weil du mein Gott und Vater biſt, Verläſſeſt du dein Kind auch nicht, Du väterliches Herz. Ich Staub und Aſche habe hier Sonſt keinen Troſt, als nur von dir. 4. Ein Thor nur trotzt auf Ehr und Gut, Ich trau auf Gott mit ſtillem Mut, Bei wenigem vergnügt. Mir bleibt die frohe Zuverſicht: Wer Gott vertraut, dem fehlt es nicht. 5. So groß auch immer die Gefahr Für alle Kinder Gottes war, Gott führte ſie heraus. Wo Menſchenrat und Hülfe ſchwand, Da ſchützte ſeine Vaterhand. 6. Ach Gott, ſo reich biſt du noch heut, Als du es warſt von Ewigkeit; Zu dir ſteht mein Ver⸗ traun. Mach mich an meiner Seele reich, So gilt mir alles andre gleich. 7. Des Zeitlichen entbehr ich gern, Hab ich das Ewige vom Herrn, Das Jeſus mir erwarb Durch ſeinen herben bittern Tod; Das gieb du mir, du treuer Gott. 8. Denn alles, was die eitle Welt Für Leben, Glück und Freude hält, Geld, Ehre, Wolluſt, Pracht, Das währt nur eine kurze Zeit, Und hilft uns nichts zur Seligkeit. 9. Ich danke dir, o Gottes Sohn, Daß du mir haſt des Glau⸗ bens Lohn Im Wort geoffenbart. Verleih auch mir Beſtändigkeit, Zu meiner Seelen Seligkeit. 10. Lob, Ehr und Preis ſei dir gebracht, Der du es immer wohl gemacht. In Demut bitt ich dich: Verwirf von deinem An⸗ geſicht, Mein Herr und Gott, ver⸗ wirf mich nicht. Vinne Melodie. 5 ſchwing dich auf zu 506. S deinem Gotng betrübte Seele! Warum liegſt du, Gott zum Spott, In der Schwer⸗ mutshöhle? Merkſt du nicht des Satans Liſt? Er will durch ſein Kämpfen Deinen Troſt, den Jeſus Chriſt Dir erworben, dämpfen. 2. Auf, ermuntre dich und ſprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneuſt du deinen Stich, Machſt mir angſt und bange? Iſt dir doch der Kopf zerknickt, Und ich bin durchs Leiden Mei⸗ nes Heilands dir entrückt In den Saal der Freuden. 3. Hab ich wo nicht recht ge⸗ . than, Iſt mir's leid von Herzen, mir rin dh * Vort gaift — mir Beſtit feelen Selin lr und Der du aß * In di ar irf von dein terr und Gt ast. 5 Melodie wing ditr — einem(u —! Warum i =t In daet derkſt du it Er will durt — in Tooſt mi worben, d muntre. ₰ du alte 3 — du deinen ugſ und m8 — yer Kopf jr Auts di edda. ir entrict = den. — wo rittu s leid vonb⸗ Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 309 Da hingegen nehm ich an Chriſti Blut und Schmerzen; Denn das iſt das Löſegeld Meiner Miſſe⸗ thaten, Dadurch iſt der ganzen Welt Und auch mir geraten. 4. Stürme, Satan, und du Tod! Was könnt ihr mir ſchaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit ſeiner Gnaden, Der Gott, der mir ſeinen Sohn Hat geſchenkt aus Liebe, Daß der Sünden Fluch und Hohn Mich dort nicht betrübe. 5. Schreie, arge Welt, es ſei Mir Gott nicht gewogen! Gott bleibt immer mir getreu, Hat mich nie betrogen. Wäre Gott nicht gut geſinnt, Würd er ſeine Ga⸗ ben, Die mein eigen worden ſind, Wohl behalten haben. 6. Denn was iſt im Himmels⸗ zelt, Was im tiefen Meere, Was iſt Gutes in der Welt, Das nicht gut mir wäre? Glänzt mir nicht der Sterne Licht? Iſt mir nicht gegeben Luft und Waſſer? dient es nicht Mir zu meinem Leben? 7. Ich bin Gottes, Gott iſt mein, Wer iſt, der uns ſcheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide: Laß es dringen, kommt es doch Von ge⸗ liebten Händen; Schnell zerbricht des Kreuzes Joch, Wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater ſoll Ziehn zu allem Guten, Die ge⸗ raten ſelten wohl Ohne Zucht und Ruten. Bin ich nun ein Gotteskind, Warum will ich flie⸗ hen, Wenn er mich von meiner Sünd Will zum Guten ziehen? 9. Es iſt herzlich gut gemeint Mit der Chri ten Plagen; Wer im Glauben hier geweint, Darf nicht ewig klagen, Sondern gehet freudig ein Dort in Chriſti Gar⸗ ten, Weil er ernn ſtile ſein Und im Glauben warten. 10. Gottes Kinder ſäen zwar Traurig und mit Thränen, Aber endlich bringt das Jahr, Wonach ſie ſich ſehnen. Denn es kommt die Crllegein. Wo ſie Garben binden, Wo ſie nach dem kurzen Leid Ewge Freude finden. 11. Ei, ſo faß, o Chriſtenherz, Alle deine Leiden, Wirf ſie fröh⸗ lich hinterwärts, Schau auf jene Freuden. Trau auf Gott je mehr und mehr, Gieb dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr; Er wird helfen. Amen. Eigne Melodie. 207 ag ich Unglück nicht 507. M widerſtehn, Will mich verſchmähn Die Welt um meinen Glauben: Ich hab Verge⸗ bung meiner Schuld, Des Vaters Huld, Sie muß mir das erlauben. Gott iſt nicht weit, Ein' kleine Zeit Er ſich verbirgt, Bis er erwürgt, Die mich des Worts berauben. 2. Richt', wie ich bitt', auch jetzt mein’ Sach', Weil ich bin ſchwach, Und Gott mich Furcht läßt finden. Ich weiß, daß keine Macht bleibt feſt, Das iſt das Beſt'; Was zeitlich, muß ver⸗ ſchwinden. Das ewge Gut Macht rechten Mut, Dabei ich bleib, Wag Gut und Leib; Gott, hilf mir überwinden. 3. All Ding ein' Weil, ein Sprichwort iſt. Herr Jeſu Chriſt, Du wirſt mir ſtehn zur Seiten, 8 — —— ————jj — 310 Das chriſtliche Leben. Und ſehen auf das Unglück mein, 6. Ach, wie oftmals dacht ich Als wär es dein, Wenn's wider doch, Da mir noch des Trübſals mich will ſtreiten. Muß ich denn Joch Auf dem Haupt und Halſe dran Auf dieſer Bahn: Welt, wie lag, Und mir faſt das Herz zer⸗ du willt! Gott iſt mein Schild, brach: Nun iſt keine Hoffnung Der wird mich wohl begleiten. mehr, Auch kein Ruhen, bis ich Mel. Singen wir aus. kehr’ In das ſchwarze Totenmeer. 508. Auf. den Nebel folgt 7. Aber mein Gott wandt es — die Sonn, Auf das bald, Heilt und hielt mich derge⸗ Trauern Freud und Wonn, Auf ſtalt, Daß ich, was ſein Arm ge⸗ die ſchwere bittre Pein Stellt ſich than, Nie genugſam preiſen kann; Troſt und Labſal ein. Meine Da ich weder hier noch da Einen Seele, die zuvor Sank bis zu dem Weg zur Rettung ſah, Hatt ich Höllenthor, Steigt nun bis zum ſeine Hülfe nah. 8; Ar. II;r 2, 8 Himmelschor. 8. Als ich furchtſam und ver⸗ „Der, vor dem die Welt er⸗ zagt Mir oft ſelbſt das Herz ge⸗ ſchrickt, Hat mir meinen Geiſt plagt, Als ich manche liebe Nacht erquickt; Seine ſtarke Vaterhand Mich mit Wachen krank gemacht, Hilft, zerreißt das Höllenhand. Als mir aller Mut entfiel, Tra⸗ Alle ſeine Lieb und Güt Über⸗ teſt du, Gott, ſelbſt ins Spiel, ſtrömet mein Gemüt, Daß es Gabſt dem Unfall Maß und Ziel. nun in Lieb elüht g9. Nun, ſo lang ich in der 3. Hab ich vormals Angſt ge⸗ wul, kc) „3130 Welt Haben werde Haus und fühlt, Hat der Gram mein Herz 3 elt, Soll mir dieſer Wunder⸗ zerwühlt, Hat der Kummer mich Oe Lr, pe ſchein Stets vor meinen Augen be ert, Hat der S mi ſſch. 7lt lit ſchwert, Hat der Satan mich be ſein. Ich will all mein leben⸗ Hertire den ceunehröiet lang Meinem Gott im Lobgeſang Steht mir wieder treulich bei. Bringen freudig Preis und Dank⸗ 4. Gott läßt keinen traurig ſtehn, 10. Allen Jammer, allen Noch mit Schimpf zurücke gehn, Schmerz, Den des ewgen Vaters Der ſich ihm zu eigen ſchenkt Und Herz Mir ſchon jetzt hat zuge— ſich in ſein Herz verſenkt. Wer zählt Oder künftig auserwählt, auf Gott die Hoffnung ſetzt, Findet Will auf meiner Lebensbahn Ich, Tröſtung auch zuletzt, Die ihm ſo viel ich immer kann, Friſch Leib und Seel ergötzt. und fröhlich nehmen an. 5. Geht's nicht heute wie man will, Sei man nur ein wenig ſtill; Iſt doch morgen auch ein Tag, Da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt, Wenn die kommt, kommtunſre Bitt Und die Freude reichlich mit. 11. Ich will gehn in Angſt und Not, Ich will gehn bis in den Tod, Ich will gehn ins Grab hin⸗ ein, Und doch allzeit fröhlich ſein. Wem der Stärkſte bei will ſtehn, Wen der Höchſte will erhöhn, Der kann nicht zu Grunde gehn. 2 ¹ſchwarze dn ein Gott m And hielt ni 1 — ugſam preſg = ktung ſih z d lah. * furchtſann a ſelbſt dasgs 1) manthe li = achen kranke IIr Mut enft =t, ſelbſt in nfall Maur rſo lang iht c werde hu. x nir dieſer vor meinn. ill all mi Gott im ku — dig Preis wi A Jamm — n des ewa hon jett ſ — künftig mur mn ner Cebentit emmer kam a nehmen an U gehn inw l gehn lä — gehn in allzeit fitt D aͤrkſtebin öcſſte vi ht zu öug uns in Angſt hier noch n Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 311 Mel. Wo Gott, der Herr. Iſt Gott für uns in 509. aller Pein, In allem Kreuz und Leiden, Wer mag uns dann zuwider ſein? Wer mag von ihm uns ſcheiden? Iſt Gott für und Not, So kann uns Satan, Höll und Tod, Kein Feind kann uns dann ſchaden. 2. Iſt Gott für uns, ſo kön⸗ nen wir Verrichten große Thaten, Denn er iſt bei uns für und für, Und weiß uns wohl zu raten. Be⸗ ſiegen können wir mit Gott Das Kriegsvolk, daß es noch mit Spott Und Schande uns muß weichen. 3. Iſt Gott für uns, ſo kann die Macht Der Stolzen nicht be⸗ ſtehen; Sie werden alle umge⸗ bracht, Und müſſen ſchnell ver⸗ gehen. Wo dieſer Gott nur will allein Bei uns und unſer Helfer ſein, Da iſt uns wohl geholfen. 4. Iſt Gott für uns, ſo dür⸗ fen ſich Die Feind' an uns nicht wagen, Er kann ſie alle mächtig⸗ lich Mit ſeinem Schwerte ſchlagen. Gott kennet ſeine Kinder wohl, Und weiß wohl, wann er helfen ſoll Den Schafen ſeiner Weide. 5. Iſt Gott für uns, wie er denn iſt Bei uns aus lauter Gna⸗ den, Was kann uns dann Be⸗ trug und Liſt, Haß, Neid und Feindſchaft ſchaden? Gott iſt ſo ſtark, daß Roß und Mann Er auch mit einem Wörtlein kann Gar leicht zu Boden fällen. 6. Iſt Gott für uns, ſo wird er wohl Für ſeine Lehre kämpfen, Und wird wohl wiſſen, wie er ſoll Der Feinde Bosheit dämpfen. Er ſchickt es oft ſo wunderlich, Daß ſelbſt noch die Verfolger ſich Zu ihm bekehren müſſen. 7. Iſt Gott für uns, ſo haben wir Die Engel auch zur Seite; Sie geben uns durchs Leben hier Ihr freundliches Geleite. Durch ſie wird, wenn es Gott beſtellt, Allein in einer Nacht gefällt Ein ganzes Heer der Feinde. 8. Iſt Gott für uns, ſo muß die Welt Mit ihrer Macht erlie⸗ gen; Mit Gott behält man ſtets das Feld, Mit Gott kann man obſiegen. Der Satan ſelbſt kann nicht beſtehn, Er muß beſchämt ſelbſt von uns gehn, Und kann kein Haar uns krümmen. 9. Iſt Gott für uns, was kann der Grimm Des Todes uns dann ſchrecken? Uns wird einſt Chriſti Donnerſtimm' Vom Tode aufer⸗ wecken, Zur Himmelsfreud' und Seligkeit, Da wir in alle Ewig⸗ keit Bei Gott dort leben ſollen. 10. Drum wollen wir zu keiner Zeit Von unſerm Gott uns ſchei⸗ den; Von ſeiner Lieb und Gütig⸗ keit Trenn' uns kein Schmerz, kein Leiden. Der Krieg, das Schwert, der Hohn und Spott Soll uns und unſern lieben Gott In Ewigkeit nicht trennen. Mel. Freu dich ſehr, o meine. eine Sorgen, Angſt 510. und Plagen Lau⸗ fen mit der Zeit zu End. Alles Seufzen, alles Klagen, Das der Herr allein nur kennt, Wird, Gott Lob! nicht ewig ſein; Nach dem Regen wird ein Schein Von viel tauſend Sonnenblicken Meinen matten Geiſt erquicken. —— Das chriſt liche Leben. 2. Meine Saat, die ich geſäet, Wird zur Freude wachſen aus. Wenn die Dornen abgemähet, Träget man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter iſt vorbei, Wird der Himmel wieder frei; Nach dem Ringen, nach dem Streiten Kom⸗ men die Erquickungszeiten. 3. Wo man will ſich Roſen brechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen ſtechen; Alles geht wie Gott es will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht; Will man hier das Kleinod finden, So muß man erſt überwinden. 4. Unſer Weg geht nach den Sternen, Iſt mit Kreuzen wohl beſetzt; Hier muß man ſich nicht entfernen, Iſt er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewig⸗ keit Kommt kein Menſch hin ſonder Streit; Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es ſind wahrlich alle From⸗ men, Die des Himmels Klarheit ſehn, Aus viel Trübſal hergekom⸗ men, Vor des Lammes Stuhl zu ſtehn; Prangend in der Ehrenkron Stehen ſie vor Gottes Thron; Weil ſie glücklich triumphieret, Sind mit Palmen ſie gezieret. 6. Gottes Ordnung ſtehet feſte, Und bleibt ewig unverrückt; Seine Freund' und Hochzeitsgäſte Wer⸗ den nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg Nach ge⸗ führtem Kampf und Krieg; Ka⸗ naan wird nicht gefunden, Wo man nicht hat überwunden. Gewitter leget ſich. Nach dem Blitz und Donnerſchlag Folgt ein angenehmer Tag; Auf den Abend folgt der Morgen, Und die Freude nach den Sorgen. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 511 Mas willſt du dich be⸗ * trüben, O meine liebe Seel? Sieh, daß du den mögſt lieben, Der heißt Immanuel. Ver⸗ traue ihm allein, Er wird gut alles machen, Und fördern deine Sachen, Wie dir's wird ſelig ſein. 2. Denn Gott verläſſet keinen, Der ſich auf ihn verläßt, Er bleibt getreu den Seinen, Die ihm ver⸗ trauen feſt. Läßt ſich's an wun⸗ derlich, So laß dir doch nicht grauen, Mit Freuden wirſt du 3. Auf ihn magſt du es wa⸗ gen, Mit unerſchrocknem Mut, Du wirſt mit ihm erjagen, Was nütz dir iſt und gut. Was Gott beſchloſſen hat, Das kann nie jemand hindern Aus allen Men⸗ ſchenkindern, Es geht nach ſei⸗ nem Rat. 4. Gott hab ich mich ergeben, Ihm alles heimgeſtellt, Und will nach nichts ſonſt ſtreben, Denn nur, was ihm gefällt; Drauf wart ich und bin ſtill. Sein Wille iſt der beſte, Das glaub ich ganz und feſte. Gott mach es, wie er will. 5. Gieb, daß ich deine Ehre, O Gott, mein lebenlang Von Her⸗ zensgrund vermehre. Dir ſag ich Lob und Dank; O Vater, Sohn 7. Darum trage deine Ketten, und Geiſt, Der du aus lauter Not und Meine Seel, gedulde dich, Gott Gnaden Abwendeſt wird dich gewiß erretten, Das Schaden, Sei immerdar gepreiſt. ſchauen, Wie Gott wird retten dich. Von Got wnt wil ih ni Kas willf. Ku Villſt dude 9 trüben O me 7 S 8. 1 Sich, daß du wun Der heißt Imnan 3 lhm allein E mh. machen, Und fönden n W 3 Nr.n — Die dir swidhſeh cf ich a der 7 , P.& 1 n, W f Yott wirdnn f ihn magſt un it unerſchrocknen * t A J' 1 ie ff ihn — Hott hab ich mih m 4 zlles heimgeſtell Uot chts ſonſt ſtreben d. as ihm gefält Duir bin ſtill. Sen A te, Das glaub ih u Hott mach es, Wen Hieb, daß ich deinbn mein lebenlanz Vu und vermehee. Dirſh 6 d Dank; O Vain 1 6 1 „ zeiſt Der du ude n Ahwendſt A n A en, Sei imnerda genet Mit Freuden wi Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 313 Eigne Melodie. . Ulch Gott, erhör mein 512. A Seufzen und mein Klagen, Laß mich in meiner Not nicht gar verzagen. Du weißt den Schmerz, Erkennſt mein Herz, Du haſt mir's aufgelegt, drum hilf mir's tragen. 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen, Du kannſt verfluchen und auch wieder ſegnen. Zwar hat dein Kind Die Straf' verdient; Doch laß den Tau der Gnade auf mich regnen. 3. Pflanz mir Geduld durch deinen Geiſt ins Herze, Hilf, daß ich nicht mein wahres Heil ver⸗ ſcherze. Zu deiner Zeit Wend ab mein Leid, Sei mir ein Licht in meinem tiefen Schmerze. 4. Ich weiß gewiß, du haſt mein nie vergeſſen, Was mir zum Heil gereicht, haſt du ermeſſen. Du treuer Gott Hilfſt mir in Not, Ob auch die Leiden Thrä⸗ nen mir auspreſſen. 5. Kein Unglück hat noch je ſo lang gewähret, Es hat doch endlich einmal aufgehöret. Zum Siegesſtand Reich mir die Hand. Du ſieheſt, daß mein Herz ſonſt nichts begehret. 6. Willſt du mich noch auf ſteile Pfade leiten, So ſtehe mir mit deiner Kraft zur Seiten, Daß bis aufs Blut Mit frohem Mut Ich möge wider alle Feinde ſtreiten. 7. Laß mich geſtärkt im Glau⸗ ben überwinden, In deinem Va⸗ terhauſe Frieden finden, Zum Preis und Dank, Zum Lobgeſang, Um mich mit dir auf ewig zu verbinden. V 513. 8. Dann folg ich denen, die ſchon zu dir kamen, In ſchweren Leiden prieſen deinen Namen. Ich ſchau empor Im Siegerchor, Und bringe Preis dir für mein Leiden. Amen. Eigne Melodie. (Sollt es gleich bis⸗ S weilen ſcheinen, Als verließe Gott die Seinen, O ſo glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich doch gewiß. 2. Hülfe, die Gott aufgeſchoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Friſt, Hilft er doch, wanns heilſam iſt. 3. Wie nicht gleich die Väter geben, Wonach ihre Kinder ſtre⸗ ben, So giebt Gott auch, wann er will. Harre ſeiner und ſei ſtill. 4. Seiner kann ich mich ge⸗ tröſten, Wenn die Not am aller⸗ größten; Er iſt gegen mich, ſein Kind, Mehr als väterlich geſinnt. 5. Trotz der Welt und ihren Rotten! Ich kann ihre Macht ver⸗ ſpotten. Drückt auch ſchwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menſchen kränken Und auf mein Verderben denken, Sind ſie mir ohn Urſach feind: Gott im Himmel iſt mein Freund. 7. Darf ich von der Welt nichts hoffen, Steht mir doch der Himmel offen, Und iſt da mein Platz beſtellt, Was frag ich dann nach der Welt? 8. Wenn ich bis zu meinem Grabe Dich, mein Herr und Gott, nur habe, Dann hab ich das beſte Teil, Und bei dir einſt ewges Heil. hat allein Mir Leib und Seel 314 Das chriſtliche Leben. Mel. Das Jſulein ſoll doch mein. 51 4 Ich hab in Gottes Herz d und Sinn Mein Herz und Sinn ergeben; Was böſe ſcheint, iſt mir Gewinn, Der Tod ſelbſt iſt mein Leben. Denn Gott iſt mein, Und ich bin ſein, Was iſt wohl, das mir ſchade? Ob er leich ſchlägt, Und Kreuz auflegt, leibt doch ſein Thun voll Gnade. 2. Das kann mir fehlen nim⸗ mermehr, Mein Vater muß mich lieben; Schickt er auch Trübſal, groß und ſchwer, So will er mich nur üben, Und mein Gemüt In ſeiner Güt Gewöhnen feſt zu ſtehen. Halt ich dann Stand, Weiß ſeine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Was ich nur bin und hab, iſt ſein, Von ihm hab ich das Leben; Sein Werk bin ich, er gegeben. Ich gab mir nicht Des Geiſtes Licht, Er läßt es in mir ſcheinen. Wer ſo viel thut, Des Herz und Mut Kann's nimmer böſe meinen. 4. Woher wollt ich den Aufent⸗ halt Auf dieſer Erd erlangen? Ich wäre längſt ſchon tot und kalt, Wo mich nicht Gott umfangen. Mit ſeinem Arm Hält er mich warm, Daß es mir wohlergehet. Was er nicht hält, Das bricht und fällt, Was er erfreut, beſtehet. 5. Bei Gott iſt Weisheit und Verſtand, Und Liebe ohne Maßen. Die rechte Zeit iſt ihm bekannt, Zu thun und auch zu laſſen; Er weiß, wann Freud, Er weiß, wann Leid, Uns, ſeinen Kindern, diene, Und was er thut, Iſt alles 6. Du denkeſt zwar, wenn du nicht haſt, Was Fleiſch und Blut begehret, Als ſei mit einer großen Laſt Dein Lebensgang beſchweret; Haſt ſpät und früh Viel Sorg und Müh, Zu deinem Wunſch zu kommen, Und denkeſt nicht, Das, was geſchicht, Geſcheh zu deinem Frommen. 7. Fürwahr, der dich geſchaffen hat Und ſich zur Ehr erbauet, Der hat ſchon längſt in ſeinem Rat Beſchloſſen und geſchauet, Aus wahrer Treu, Was dienlich ſei Dir und den Deinen allen, Laß ihm doch zu, Daß er nur thu Nach ſeinem Wohlgefallen. 8. Wie's Gott gefällt, ſo mußes ſein, Zuletzt wird's dich erfreuen; Was du jetzt nenneſt Kreuz und Pein, Wird dir zum Troſt ge⸗ deihen. Wart in Geduld, Die Gnad und Huld Wird ſich doch endlich finden! All Angſt und Qual Wird auf einmal Gleich wie ein Rauch verſchwinden. 9. Es kann bei lauter Sonnen⸗ licht Das Feld nicht Früchte tra⸗ gen: So reift auch Menſchenwohl⸗ fahrt nicht Bei lauter guten Ta⸗ gen. Wie bitter ſei Die Arzenei, Schafft ſie doch neues Leben: So muß das Herz Sich oft durch Schmerz Zu ſeinem Heil erheben. 10. Ei nun, mein Gott, ſo fall ich dir Getroſt in deine Hände, Nimm du mich auf und mach's mit mir, Wie du willſt, bis ans Ende. Nur du, Herr, weißt, Wie meinem Geiſt Sein wahres Heil entſtehe, Und deine Ehr Sich mehr und mehr Vor aller Welt gut, Ob's noch ſo traurig ſchiene. erhöhe. ——— G uit Müß u ümahe r.drtg 1 ſich zu Er 1n ſhon! längſti Veſa loſſen und n n . wah 5 din 18 m ot n dr 3 4 ſeinem Lailein 1 Wie s Gott twfütt „Zule ett wideeiin b 8 du 8 rennn p ſen. W ad und ¹dan en lich finden! Al m tral Wird auf einn 1 ein Rau c verſtein 19 tlaume. ö. Es kann be hmerz Zu ſei ei nem 10. Ei mm⸗ nein i V „ n h m n 44 nic 1 n 4 — — 2 ——— — —— 1—S — — — — —— — — 8 =— 5 de. 1 r, 5 Fn ni 3— em Geitt 1 4 4 inem 1 Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 315 11. Willſt du mir geben Son⸗ nenſchein, So nehm ich's an mit Freuden; Soll's aber Kreuz und Trübſal ſein, Will ich's geduldig lelden Col⸗ für mich hier Des Lebens Thür Noch Ferner offen ſtehen: Wie du mich führf ſt Und füh⸗ ren wirſt, So will ich gern mitgehen. 12. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finſtre Straßen gehen, So zeige du mir Bahn und Steg, Und laß dein Licht mich ſehen. Du biſt mein Hirt, Der alles wird Zu ſolchem Ende keh⸗ ren, Daß ich dumer Im Him⸗ melsſaal Dich ewig möge ehren. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 515 P eine Seele, laß es Welt es geht; Laß auch gerne das geſchehen, Was dein Herz hier nicht verſteht. Bleib, o Seele, fromm und ſtille Den!, es waltet Gottes Wille. Iſt dir gleich die Welt zu⸗ wider, Biſt du ſelbſt der Freunde Spott, Drücken Feinde dich dar⸗ nieder, So vertraue deinem Gott. Bleib, o Seele, fromm und ſtille, Denk, es waltet Gottes Willle. 3. Iſt auch in dem bangen Her⸗ zen Nichts als Kummer, Sorg und Leid, Zagſt du unterh erben Schmer⸗ zen Hier in dieſer Sterblichkeit: Bleib, o Seele, fromm und ſtille, Denk, es waltet Gottes Wille. 4. Gott erbarmt ſich ſeiner Frommen, Wenn das Kreuz ſie hat bewährt, Läßt ſie zu dem Frie⸗ den kommen, Den ſchon lange ſie begehrt. Bleib, v Seele frommund ſtille, Denk, es waltet Gottes Wille. 5. Nach dem Regen ſcheint die ) Sonne, Freude folgt auf Traurig⸗ Denk, es gehen, Wie in dieſer bittern Tod verſchuldet, keit, Angſtverwandeltſich in Wonne. Und in Himmelolnſt das Leid. Bleib, o Seele, fromm und ſtille, waltet Gottes Wille. 6. Sollſt du von der Erde ſchei⸗ den, Scheide nur getroft zu Gott; Gott giebt dir des Himmels Freu⸗ den, Warft di treu bis in den Tod. Bleib, Seele, fromm und ſtille, Denk, 6s waltet Gottes Wille. 3 Armſelig Hüttlein. as kränkſt du dich 516. W in veſer Seelen, O teurer Chriſt, was ſuchſt du doch In dem dir auferlegten Joch Dich ſelber mit Verdruß zu quä⸗ len? Dein Haupt und Heiland leidet Pein, Und du, du willſt befreiet ſein? Sieh deines Herr⸗ ſchers tiefe Wunden, Die dich zu iheizenn Bund verbunden. 2. Du leideſt wegen deiner Sünde, Er litt unſchuldig, in Geduld, Für deine ſchwere Sün⸗ denſchuld, Damit er dich mit Gott verbinde. Du haſt's verbrochen, haſt's verſehn, Er will für dich Du haſt den Und er zur Marter gehn, hat ihn für dich erduldet. 3. Wle manchmal hat dein Fuß gegleitet! Wie oft hat die verwegne Hand Sich zum Ver⸗ botnen hingewandt! Wie oft hat dich dein Aug verleitet! Was von der Sünde angehaucht, Das haſt du vielmals mitgebraucht; Dein Herz hat aus des Geiſtes Schranken Durch Sündentrieb oft müſſen wanken. M Drum leide, was Gott auf⸗ geleget, Er meint es herzlich mit dir gut; Du kennſt ja ſeinen Va⸗ 316 Das chriſtliche Leben. termut, Womit er deine Schwach⸗ heit träget. Dies Joch, die Laſt, die Bürd' und Pein Laß dir ein ſichres Merkmal ſein, Daß, wer auch nicht auf Roſen gehet, Doch oft bei Gott in Gnaden ſtehet. 5. O leichtes Joch, du ſanfte Bürde, O ſegensreiche Kreuzeslaſt, Die du mir es erworben haſt, Daß ich mit Gott vereinigt würde! Wie leicht iſt, was Gott aufge⸗ legt, Weil Chriſtus ſelber hebt und trägt, Und mir als Freund giebt das Geleite Zum Siege in dem heilgen Streite. 6. Tilg, ach Herr Jeſu, mein Gebrechen, Zünd an in mir die heilge Glut, Und, wo mir Sünde Schaden thut, Laß doch für mich dein Leiden ſprechen. Laß, Herr, das Gut, das du erwarbſt, Als du für mich am Holze ſtarbſt, Mich, deinen Knecht, dein Kind ererben, So werd ich in dir ſelig ſterben. Chn ndeg 6 uhe iſt das beſte Gut, 517.N Das uns laben kann. Stille und ein guter Mut Steigen himmelan. Die ſuche dul Hier iſt keine wahre Ruh, Wende dich dem Himmel zu. Gott iſt die Ruh. 2. Ruhe ſuchet jedermann, Allermeiſt ein Chriſt; Denk auch du, mein Herz, daran, Wo du immer biſt. O ſuche Ruh! In dir ſelber wohnt ſie nicht; Such mit Fleiß, was dir gebricht. Gott iſt die Ruh. 3. Ruhe giebet nicht die Welt In der Freud und Pracht, Ruhe giebt nicht Gut und Geld, Luſt und Gunſt und Macht. Drum ſiehe zu! Wer aus Gott geboren iſt, Sieht auf das, was droben iſt. Gott iſt die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jeſus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron, Zur wahren⸗Ruh. Wer den Ruf ver⸗ nommen hat, Gehe ein zur Got⸗ tesſtadt. Gott iſt die Ruh. 5. Ruhe beut er williglich Den Mühſelgen an, Und erquicken wird er dich, Wie es niemand kann. Drum komm herzu! Trägſt du gleich der Leiden viel, Gott ſetzt allem Leid ein Ziel. Gott iſt die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, Der an Jeſu hält. Jeſus machet leicht, was ſchwer, Richtet auf, was fällt. Sein Geiſt bringt Ruh; Gieb im Glauben Herz und Sinn Gottes Geiſt zu eigen hin. Gott iſt die Ruh. 7. Ruhe zeigt ſich allermeiſt, Wo Gehorſam blüht; Ein in Gott ergebner Geiſt Macht ein ſtill Gemüt, Wirkt Seelenruh. Selig iſt, der alſo liebt, Daß er Gottes Willen übt. Gott iſt die Ruh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt Chriſti ſanftes Joch; Alle Laſt, die er auflegt, Iſt ja lieblich doch, Und ſchaffet Ruh. Trage ſtill die Laſt des Herrn, Gottes Hülf iſt dir nicht fern. Gott iſt die Ruh. 9. Nun, ſo ſuche Ruh, mein Herz, Ruh ſei dein Gewinn; Auf, und ſteige himmelwärts, Auf, zu Jeſu hin; Er iſt die Ruh! In der Zeit iſt keine Ruh, Wende dich dem Ewgen zu. Gott iſt die Ruh. „ Eigne Melodie. 518. denn grämen? Hab arum ſollt ich mich ich doch Chriſtum noch, Wer will nk i 95 thn Gaube 3 22 8 Su der 8 1 ren Rah mm herzul 1 4 Keiden vi 4 nLeidein Ziel(etit 1 Nul uhe kommt ta Der an Jeſu hit het leicht lnan was fäll Seingit Gieb im diun n Gottes Geit a tiſt die Rah. . Ruhe feit ſchn Gehorſam büßt tt ergebner Geſt Ne Gem nüt, V Virh 17 i ft nn 1 tt übt Gott .Rul d u t, wer vibi riſi ſanf fftes duc, N er auflegt, Itjelti d ſchaffet Rah. Tmit ſt des Herrn, dns nicht fern. Gottiti 9. Nun, ſo ſuce Mr rz. Roh ſi den biin d fri inmrt K N ſu hin Eritdi euh eit iſt kine Rof. A n m Ewgen zu. gettüi m mn ttes Wil — — 1 18. 3 N n 9 a doch Ohri liung n b Vertrauen auf Gott. Troſt. Ergebung. 317 mir ihn nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir ſchon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden Als ich kam, Da ich nahm Meinen er ſten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn ich werd Von der Erd Als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben Iſt nicht mein, Gott allein Iſt's, der es gegeben; Will er’s wieder zu ſich kehren, Nehm er's hin, Ich will ihn Dennoch frhlich ehren. Schickt er mir ein Kreuz zu Arna Dringt herein Angſt und Pein, Sollt ich drum ver⸗ zagen? Der es ſchickt, der kann es wenden, Er weiß wohl, Wie er ſoll All mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt ich jetzt Auch nicht etwas tragen? Gott iſt treu, er kann nicht haſſen; Im Gericht Wird mich nicht Seine Huld verlaſſen. 6. Satan, Welt und ihre Rot⸗ ten Können hier Wahrlich mir Nichts thun, als nur ſpotten. Laß ſie ſpotten, laß ſie lachen: Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Chriſt, Wo er iſt, Stets ſich laſſen ſchauen; Wollt ihn auch der Tbd ufreiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein ſtille bleiben. 8. Kann uns doch der Tod nicht töten, Sondern reißt Unſern Geiſt Aus viel tauſend Nöten; Schließt das Thor der bittern Leiden, Und D macht Bahn, Daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 9. Da will ich mit ſüßen Schätzen Dann mein Herz Nach dem Schmerz Ewiglich ergötzen. Hier iſt kein recht Gut zu finden, Was die Welt In ſich hält, Muß im Nu verſchwinden. 10. Was ſind dieſes Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort ſind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Chriſtus, wird Mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du biſt mein, Ich bin dein, Niemand kann uns ſchei⸗ t den; Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 12. Du biſt mein, weil ich dich faſſe, Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen laſſe. Laß mich, laß mich hingelangen, Wo du mich Und ich dich Ewig werd umfangen. Eigne Melodie. 8 hriſt, alles, was dich 519. C kränket, Befiehl ge⸗ troſt dem Herrn; Er, der die Himmel lenket, Iſt auch von dir nicht fern. Warum willſt du ver⸗ zagen? Zu Gott erhebe dich; Er höret deine Klagen, Und liebt dich väterlich. 2. Wenn dich die Sünden ſchmer⸗ zen, So fühle deine Schuld, Doch trau mit ganzem Herzen Auf dei⸗ nes Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet Die Reu, die Gott Pfällt; Allein den Tod gebieret Die Traurigkeit der Welt 4 1 4 4 8 318 Das chriſtliche Leben. 3. Wenn deine Feinde wüten, Wie groß ihr Zorn auch ſei: Dein Gott wird dich behüten, Bleibſt du nur ihm getreu. Gehorchen ſeinen Winken Nicht immer Erd und Meer? Laß deinen Mut nicht ſin⸗ ken, Dein Schirm und Schild iſt er. 4. Auch in den bängſten Leiden Sei ſtark in ſeiner Kraft. Ergieb dich ihm mit Freuden, Er iſt's, der Hülfe ſchafft. Er weiß ja, was dir fehlet In jedem Augen⸗ blick; Und was dein Vater wäh⸗ let, Führt dich zum wahren Glück. 5. Der Gott, auf deſſen Segen Dein ganzes Wohl beruht, Iſt ſtets in ſeinen Wegen Gerecht und weiſ' und gut. Will auch dein Herz oft wanken, Als dächt' er deiner nicht, Wirſt du ihm einſt noch danken, Er hält, was er verſpricht. 6. Denk jenes Worts und weine Voll Freud und Dank, o Chriſt: Iſt auch der Mütter eine, Die ihres Sohn's vergißt? Und könnt ſie ſein vergeſſen, Vergeſſ' ich doch nicht dein. Wer könnte dies er⸗ meſſen, Und dennoch troſtlos ſein? 7. Ergreif im feſten Glauben Den Troſt der Ewigkeit! Wer kann das Heil dir rauben, Das Gott den Frommen beut? Auf kurze Prüfungstage Folgt ewger Preis und Dank; Dann ſchwei⸗ get jede Klage Und wird ein Lobgeſang.* Eigne kelbet rich 6 5 ott lebet noch! Seele, 520. G was verzagſt du noch? Gott iſt gut, der aus Erbarmen Alle Hülf auf Erden thut, Der mit Huld und ſtarken Armen Ma⸗ chet alles wohl und gut. Gott Not zum beſten lenken. Seele, ſo bedenke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 2. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Sollte den ein Schlaf beſchweren, Der das Auge hell gemacht? Sollte der nicht alles hören, Der das Ohr hervor⸗ gebracht? Gott, der Vater, hört und ſiehet, Wo dem Frommen Weh geſchiehet. Seele, ſo bedenke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 3. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Der den Erd⸗ kreis jetzt verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Der iſt auch von uns nicht weit. Wer Gott liebt, dem will er ſenden Hülf und Troſt an allen Enden. Seele, ſo bedenke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 4. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Biſt du ſchwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott iſt groß und reich von Gnaden, Hilft dem Schwachen gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer. Seele, ſo be⸗ denke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 5. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich ſehr: Komm zu Gott, er wird verſenken Deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angſt der Höllen Kann er dich zufrieden ſtellen. Seele, ſo bedenke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 6. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Will dich alle — ——— ——y——— —— — — —Z— — — —= 4 4 ei tunate Mitdenge doreit, Der di eun d. Der iſt auch ura der Gott liebt,d nnr düff und T Tuſ Lu ſo bedenb ſch unſer Herr t ott bir noch, Er du doch? Biſt 3 uz beladen, Ninm w nen Lauf. Gatt ig hvon Gnaden, bitſ hen gr nädig auf währet immer,Sein duin mer Seele, Lebt doch mmſer — — — —— 1 — — —— — —— — 1 ott let mc e Selle du doch? Wenn öit und„Dein Lebn hſehr: iemads rſenken din 1 er. Miten der en Kanner ſun Serle ſe bedent u a1 ſſer r Herr rGott 1 In noch, Serl, doch Will di dih d 4 —— Sg Gehorſam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 319 Welt verlaſſen, Weißt du weder aus noch ein: Gott wird dennoch dich umfaſſen, Und im Leiden bei dir ſein. Gott iſt's, der es herz⸗ lich meinet, Wo die Not am größten ſcheinet. Seele, ſo be⸗ denke doch: Lebt doch unſer Herr Gont noch! .Gott lebet noch, Seele, was verzagi ſt du doch? Laß den Himmel ſamt der Erden Immerhin zu Trümmern gehn, Laß die Höll entzündet werden, Laß den Feind erbittert ſtehn, Laß den Tod und Teufel blitzen: Wer Gott tu den will er ſ chützen. Seele, obedenke doch: Unſer Herr Gott lebet noch! 8. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt du doch? Maßt du ſchon geängſtet wallen Auf der hürten Dornenbahn, Es iſt Gottes Wohl⸗ gefallen, Dich zu führenh m melan Gott wird nach dem Prüfungs⸗ leben Frieden, Freud und Wonne geben. Seele, ſo bedenke doch: Unſer Herr Gott lebet noch! 7. Gehorſam. Treue. Mel. Wo Gott, der Herr. err, deine Rechte und 521. 9 Gebot, Darnach wir ſollen leben, Wollſt du mir, o getreuer Gott, Ins Herze ſelber geben, Daß ich zum Guten willig ſei, Und ohne Falſch und Heuchelei, Was du befiehlſt, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein ver⸗ trau, Allein dich fürcht und liebe, Auf Menſchen⸗Troſt und⸗ Hülf nicht bau, Noch mich darum be⸗ trübe; Daß großer Leute Gnad und Gunſt, Gewalt, Pracht, Reichtum, Witz und Kunſt Mir nicht zum Abgott werde. 3. Laß deinen Namen, deinen Bund Mit Ehrfurcht mich be⸗ kennen, Auch niemals dich mit mei⸗ nem Mund Ohn Herzensandacht nennen, Daß ich gedenke alle Tag, Wie ſtark mich meine Taufzuſag', Zu dienen dir, verbindet. 4. Am Tage deiner heilgen Ruh Laß mich früh vor dich tre⸗ ten, Die Zeit auch heilig bringen zu Mit Danken und mit Beten, Daß ich hab meine Luſt an dir, Wahrheitsliebe. Der Eid. Dein Wort gern höre und dafür Um alles Gut dich preiſe. 5. Die Eltern, Lehrer, Obrig⸗ keit, Die vorgeſetzt mir werden, Laß ja mich ehren allezeit, Daß mir's wohl geh auf Erden. Für ihre Treu und Sorg laß mich, Auch wenn ſie werden wunder⸗ lich, Gehorſam ſein und dankbar. 6. Hilf, daß ich nimmer eigne Rach' Aus Zorn und Feindſchaft übe, Dem, der mir anthut Trutz und Schmach, Verzeihe und ihn liebe; Sein Glück und Wohlfahrt jedem gönn', Schan, ob ich je⸗ mand dienen könn', Und thu es dann mit Freuden. 7. Unreine Werk der Finſternis Laß mich von Herzen meiden, Daß ich für böſe Luſt nicht müſſ’' Dort Höllenqualen leiden. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, Daß ich ſchandbare Wort' und Scherz' Und jeden Frevel haſſe. 8. Verleih, daß ich mich redlich nähr' Und böſer Ränke ſchäme, Mein Herz von Geiz und Unrecht kehr', Nichts durch Gewalt hin⸗ — 5—=——* — Q— —————————— 3—— “ ſſſſ 3——¼¾——— ſͤſͤͤ—— 320 Das chriſtliche Leben. nehme; Und von der Arbeit mei⸗ ner Händ', Was übrig iſt, auf Arme wend' Und nicht auf Pracht und Hoffart. 9. Hilf, daß ich meines Näch⸗ ſten Ehr Zu retten mich befleiße, Gern Schmach und Schimpf von ihm abwehr, Doch Böſes nicht gut heiße. Gieb, daß ich lieb Auf⸗ richtigkeit, Und habe Abſcheu jeder⸗ zeit Am Läſtern und am Lügen. 10. Laß mich des Nächſten Haus und Gut Nicht wünſchen noch be⸗ gehren, Was aber mir vonnöten thut, Das wollſt du mir gewähren; Doch, daß es niemand ſchädlich ſei, Ich auch ein ruhig Herz dabei Und deine Gnad behalte. 11. Ach, Herr, ich wollte deine Recht' Und deinen heilgen Willen, Wie mir gebühret, deinem Knecht, Vollkommen gern erfüllen; Doch fühl ich wohl, was mir gebricht, Und wie ich das Geringſte nicht Vermag aus eignen Kräften. 12. Drum gieb du mir von deinem Thron, Gott, Vater, Gnad und Stärke. Verleih, o Jeſu, Got⸗ tes Sohn, Daßich thu rechte Werke. O heilger Geiſt, hilf, daß ich dich Von ganzem Herzen, und als mich Den Nächſten treulich liebe. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 5 Hommt, laßt euch 522. K vom Herrn beleh⸗ ren, Kommt und lernet allzumal, Welche die ſind, die gehören In der rechten Chriſten Zahl, Die bekennen mit dem Mund, Glau⸗ ben feſt von Herzensgrund, Und aufrichtig ſich beſtreben, Gut's zu thun, ſo lang ſie leben. 2. Selig ſind, die Demut haben Und ſind allzeit arm im Geiſt, Rühmen ſich auch keiner Gaben, Daß Gott werd allein gepreiſt, Danken ihm auch für und für, Denn das Himmellreich iſt ihr. Gott wird dort zu Ehren ſetzen, Die ſich ſelbſt gering hier ſchätzen 3. Selig ſind, die Leide tragen, Welche göttlich trauernd ſind, Die beſeufzen und beklagen Ihre und des Nächſten Sünd, Auch des⸗ halben traurig gehn, Oft vor Gott mit Thränen ſtehn; Dieſe ſollen ſchon auf Erden Und einſt dort getröſtet werden. 4. Selig ſind die frommen Her⸗ zen, Wo man Sanftmut ſpüren kann, Welche Hohn und Trotz ver⸗ ſchmerzen, Weichen gerne jeder⸗ mann; Die von Haß und Rache fern Sich befehlen ihrem Herrn, Dieſe will er alſo ſchützen, Daß ſie noch das Land beſitzen. 5. Selig ſind, die ſehnlich ſtre⸗ ben Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß an ihrem Thun und Leben Nie Gewalt noch Unrecht ſei; Die da lieben Licht und Recht, Nim⸗ mer ſind der Sünde Knecht', Mei⸗ den Geiz und Trug auf Erden, Dieſen ſoll die Fülle werden. 6. Selig ſind, die aus Erbar⸗ men Lindern ihres Nächſten Not, Haben Mitleid mit den Armen, Für ſie bitten oft zu Gott. Die behülflich ſind mit Rat, Auch wo möglich mit der That, Wer⸗ den wieder Hülf empfangen, Und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig, die gefunden werden Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Gebärden Lieben ——-— — — — — —.— —— — it ſ ſelbſt tei nn ier Sainf ſind, de egottich tmend zen und Samn lächſten Sünd, dut traurig gein, d mit Thränen ſi 4 ſchon auf Erden Ui ernß et werden. Selig ſind diefronma 8 man Sanftmu Welche Hohn und unddn nen. Weichen gene 3 Die von Haß m Sich befe üir ihrm will er alſo ſcin dch das Land beita Selig ſind, di fut V Nach Gerechtigket wi an ihrem Thun wii Hewalt noch Unttſi eben Licht und Rct ind der Sünde Ku Ge und Trug aufc n ſoll die Füle un — —— —= — —,y— — — — Sü ig ſind, di Kn V i 8 hia eſa ſi ſe Aiue oft i anl fflich ſind nit u. d nöglich mit tdr dud wieder Hülfenyfengn mherzigket auſ lia. die ffunden ue Selig, d degf 4 8 u ds Herzens Adeh Wort und Gläde d Gehorſam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 321 Zucht und Heiligkeit; Dieſe, wel⸗ chen nicht gefällt Die unreine Luſt der Welt, Sondern ſie mit Ernſt vermeiden, Werden ſchauen Gott mit Freuden. 8. Selig ſind, die Frieden ma⸗ chen, Sich bemühn ohn Unterlaß, Daß man gern in allen Sachen Fliehen möge Streit und Haß; Die da ſtiften Fried'n und Ruh, Raten allerſeits dazu, Sich des Friedens ſelbſt befleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig ſind, die müſſen dulden Schmach, Verfolgung, Angſt und Pein, Da ſie es doch nicht ver⸗ ſchulden, Sind erfunden fromm und rein. Obgleich iſt des Kreuzes viel, Setzet Gott doch Maß und Ziel, Und darauf wird er's beloh⸗ nen Ewig mit den Himmelskronen. 10. Herr, regiere hier auf Erden Meinen Wandel allezeit, Daß ich möge fähig werden Solcher gro⸗ ßen Seligkeit. Gieb, daß ich de⸗ mütig ſei, Stets mein Flehn zu dir erneu, Sanftmut auch am Feinde übe, Die Gerechtigkeit ſtets liebe. 11. Gieb, daß andern gern ich diene, Immer hab ein reines Herz, Die in Unfried ſtehn, ver⸗ ſühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn, Und durch deines Geiſtes Stärke Mich befleiße guter Werke. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 523. Wobhl dem, der den Herren ſcheuet, Der da firchti⸗ ſeinen Gott! Wohl dem, der ſich herzlich freuet, Zu erfüllen ſein Gebot! Wer den Höchſten liebt und ehrt, Wird erfahren, wie ſich mehrt Alles, was in ſeinem Leben Ihm vom Himmel iſt gegeben. 2. Seine Kinder werden ſtehen Wie die Roſen in der Blüt', Sein Geſchlecht einher wird gehen Froh durch Gottes Vatergüt', Und was dieſen Leib erhält, Wird der Schöpfer aller Welt Reichlich und mit vollen Händen Ihnen in die Häuſer ſenden. 3. Das gerechte Thun der From⸗ men Steht gewiß und wanket nicht; Sollt auch gleich ein Wetter kom⸗ men, Bleibt doch Gott der Herr ihr L·cht, Tröſtet, ſtärket, ſchützt und macht, Daß nach ausgeſtand⸗ ner Nacht Und nach tiefbetrübtem Weinen Freud und Sonne wieder ſcheinen. 4. Wenn die ſchwarzen Wolken blitzen, Donner rollen in der Luft, Wird er ohne Sorgen ſitzen, Wie ein Vöglein in der Kluft; Er wird bleiben ewiglich, Auch wird ſein Gedächtnis ſich Segensreich in ferne Zeiten Wie die edlen Zweig' ausbreiten. 5. Wenn die Unglückszeit wird kommen, Welche rohe Sünder plagt, Bleibt der Mut ihm un⸗ benommen, Und das Herz ihm unverzagt; Mutig, ohne Angſt und Pein Bleibeti immer, wer ſich fein Seinem Gott und Herrn er⸗ giebet Und verlaßne Arme liebet. 6. Wer Betrübie gern erfreuet, Wird vom Höchſten wohl ergötzt, Was die milde Hand ausſtreuet, Wird vom Himmel hoch erſetzt. Wer viel giebt, erlanget viel; Was 21 .ohn Verdruß. 322 Das chriſtliche Leben. ein frommes Herz nur will, Das wird Gott nach ſeinem Willen Schon zur rechten Zeit erfüllen. 7. Aber ſeines Feindes Freude Wird am Ende untergehn; Der umſonſt erfüllt mit Neide, Wird nicht, was er wünſchet, ſehn. Wenn der Haß, der in ihm brennt, Uns das Gute auch nicht gönnt: Unſerm Gott kann er’'s nicht wehren, Und wird nur ſich ſelbſt verzehren. Eigne Melodie. Gott, du frommer 524. 9 Gott Du Brunn⸗ quell aller Gaben, Durch den wir alle ſind, Von dem wir alles haben, Geſunden Leib gieb mir, Und daß in ſolchem Leib Ein' unbefleckte Seel Und rein Ge⸗ wiſſen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich ſoll, Und wenn ich's thu, ſo gieb, Daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede ſtets, Wo⸗ mit ich kann beſtehen, Laß kein un⸗ nützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden ſoll und muß: So gieb den Worten Kraft Und Nachdruck 4. Droht mir Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen; Gieb einen Heldenmut, Das Kreuz hilf ſelber tragen. Gieb, daß ich mei⸗ nen Feind Mit Sanftmut über⸗ wind, Und, wenn ich Rats bedarf, 5. Laß mich mit jedermann In Fried'n und Freundſchaft leben, So weit als chriſtlich iſt. Willſt du mir etwas geben An Reich⸗ tum, Gut und Geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrech⸗ tem Gut Nichts untermenget ſei. 6. Soll ich in dieſer Welt Mein Leben höher bringen, Durch man⸗ chen ſauern Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gieb mir, Herr, Geduld; Vor Sünd und Schand bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich auf Chriſti Tod Einſt ſanft von hinnen ſcheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Chriſten Grab, Auf daß er ſeine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wenn du an jenem Tag Die Toten wirſt erwecken, So wollſt du deine Hand Zu meiner Gruft ausſtrecken; Durch deiner Allmacht Wort Ruf meinen Leib hervor, Und führ ihn ſchön verklärt Zum auserwählten Chor. Mel. O Gott, du frommer Gott. 525 Herjallerliebſter Gott, 2 Der du mir dieſes Leben, Leib, Seele und Vernunft Aus Gnaden haſt gegeben, Regiere ferner mich Durch deinen guten Geiſt, Daß er in allem Thun Mir Kraft und Beiſtand leiſt'. 2. Hilf, daß ich allzeit fern Von Fleiſcheslüſten bleibe, Dagegen em⸗ ſiglich Des Geiſtes Werke treibe, Daß gute Ritterſchaft Ich üb in wahrer Treu, Daß ich in Hoffnung Auch guten Rat erfind. ſtark Und feſt gegründet ſei. — — — — — = ‿— —= — — — — — —=— ſ= —— — — == ,ᷣ— — x —— ——— —— — —— — AAichts unternen poll ich in dieſer Walt n, Durh m dvern Tritt Hud lngen, So gib ni, a „Dor Sünd ind t b Auf daß ich trapena dren graues Haar Laß mich auf Cbnt huit — ———— ——— 5 —— — ſanft von hinnen dele nimm zu dir —— 8 . 1 — en Freuden; den di ein gönn Bei funl n Grab, Auf daß e in ihrer Seite hit Denn du an jenem d wirſt erwecken, G ne Hand Zu meiner ceen; Durch deiner ln Ruf meinen Leib han r ihn ſchön derklt ählten Chor. —— — — S 1 —— — — — —— -—— — — O Gott, du frommer erzallerliebſte . E Der du nir Leib, Seele und vem naden haſt gegeben,K mich Durch deinen ſ * — 11 ———— — Daß er in alem d raft und Beittmd lit if, daß ic alheitſem slüſtenbleibe, Dacend Des Geiſtes Werke ute Riterſchft) Treu, Daß ichin hoſlag ind feſt geründetä — —— ————— ———= ———— Gehorſam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 323 3. Gieb, daß ich als ein Chriſt Wie Chriſtus mich bezeige, Und willig ſtets mein Ohr Zu ſeiner Lehre neige. Im Glauben ſtärke mich, Daß ich der argen Welt Nicht folge, wenn ſie mich Von Stunden, ach, ſie nagen Das Herz zu ſpät mit Gram und Reu, Und den entflohnen Augenblick Bringt mir kein Wunſch, kein Flehn zurück. 2. Laß jeden meiner Augen⸗ blicke, O Gott, mir wert. und deinem Wort abhält. 4. Entzünde du mein Herz Mit deiner wahren Liebe, Und gieb, daß ich zugleich Am Nächſten Liebe übe. ſei die Luſt der Eitelkeit, Die Verleihe mir Geduld, Wenn Trüb⸗ V ſal bricht herein, Und hilf, daß ich im Glück Demütig möge ſein. 5. Verleihe, daß ich ſtets Nach deinem Reiche ringe, Auf daß dein Segen dann Zumir herunter drin⸗ ge. Wer nach dem Ewigen Vor allen Dingen tracht't, Der wird auch wohl mit dem, Was zeitlich iſt, bedacht. 6. Mein Herz ſei nie dem Haß, Der Falſchheit nie ergeben, Vom Ubermute frei Sei, Herr, mein ganzes Leben. Gewalt und Liſt und Geiz Und Unbarmherzigkeit Sei meinem Herzen fremd, O Gott, zu jeder Zeit. 7. Mit deiner rechten Hand, Herr, wolleſt du mich leiten, Mich ſchützen Tag und Nacht, Daß nicht die Tritte gleiten. Du wolleſt meine Burg, Mein Schutz in Nöten ſein, Wenn ich in meinem Amt Ausgehe oder ein. 8. Zuletzt erlöſe mich Von allem Kreuz und Leiden, Und wenn ich ſoll einmal Von dieſer Welt ab⸗ ſcheiden, So ſtehe du mir bei Mit deiner Gnadenhand, Und führe mich hinauf Ins rechte Vaterland. Mel. Wer nur den lieben Gott. daß von meinen 526. O Lebenstagen Doch keiner ganz verloren ſei! Verlorne teuer ſein; Laß mich die Zeit, die du zum Glücke Mir gabſt, durch Sünde nie entweihn. Fern mich verblendet und zerſtreut. 3. Noch iſt es Tag, jetzt, Herr der Stärke, Gieb Wollen mir und Kraft zur That, Damit ich wirke gute Werke, Eh Nacht, da nie⸗ mand wirket, naht. Wie viel iſt noch für mich zu thun! Nur nach der Arbeit laß mich ruhn. 4. Wie ſchwach iſt noch mein Herz, wie ſchwanket Es zwiſchen dieſer Welt und dir! Wie oft, o Gott der Liebe, kranket Der Bru⸗ derliebe Sinn in mir! Ach, gieb mir, Gott, du giebſt ja gern, Die Kraft und Liebe meines Herrn. 5. Auf, auf, mein Geiſt, laß keine Stunde Des Lebens unge⸗ nützt vorbei! Ich ſag es zu mit Herz und Munde, Mach, Gott, mich dem Gelübde treu: Dir, Herr der Zeit und Ewigkeit, Sei jeder Augenblick geweiht. 6. Einſt ſeh ich an der Lauf⸗ bahn Ende Dann froh auf meine Tage hin, Und ſage: Herr, durch deine Hände Empfing ich, was ich hab und bin; Hier iſt mein Tagewerk! nicht mein, Dein iſt der Ruhm, die Ehre dein! Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. ei getreu in deinem 527. S Leiden, Laſſe dich kein Ungemach Von der Liebe Jeſu 21* ————— — —————— ——— 324 Das chriſtliche Leben. ſcheiden, Murre nicht mit Weh und Ach. Denke, wie er allezeit Dir zu helfen war bereit. Eile, gläubig ihn zu faſſen, Und er wird dich nimmer laſſen. 2. Sei getreu in deinem Glau⸗ ben, Stehe feſt in deinem Bund. Niemand kann das Heil dir rau⸗ ben, Bauſt du auf den rechten Grund. Sieh, Gott nahm dich in der Tauf' Einſt zu ſeinem Kinde auf, Darum ſei dein ganzes Leben Deinem Gott zum Dienſt ergeben. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt. An dem Nächſten Gutes übe, Auch wenn er dich hat betrübt. Denke, was dein Heiland that, Als er für die Feinde bat; Zu verzeihen mußt du ſtreben, Soll dein Vater dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen! Hilft Gottgleich nicht, wie du willſt, Er hat bald den Weg getroffen, Wo dein Wünſchen wird erfüllt. Hoffe feſt, Gott iſt ſchon hier, Nahet ſtets in Liebe dir. Hoffe nur, Gott iſt vorhanden, Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 5. Sei getreu in Todesnöten, Kämpfe kühn den letzten Streit. Sollte dich der Herr auch töten; Du gehſt ein zur Herrlichkeit. Wer da recht mit Jeſu ringt, Und wie Jakob ihn bezwingt, Wird erfahren, daß am Throne Schon ihm glänzt die Siegerkrone. 6. Sei getren bis an das Ende, Ob der Herr auch bis zum Tod Nicht von dir die Trübſal wende: Tod und Grab verſchlingt die Die dein Jeſus dir wird geben Dort in jenem Freudenleben. 7. Nun wohlan, ſo will ich leiden, Glauben, lieben, hoffen feſt, Und getreu ſein bis zum Scheiden, Weil mein Jeſus mich nicht läßt. Heil der Seele, die ihn liebt Und im Kreuz ſich ihm ergiebt! Ihm befehl ich meine Sachen, Jeſus wird's zuletzt wohl machen. Mel. Es iſt das Heil uns. 52 8 Du haſt, o allerhöchſter * Gott, Herr über Tod und Leben, Dein majeſtätiſches Gebot Uns nicht umſonſt gegeben; Du willſt, daß wir aus aller Kraft, Die deine Wirkung in uns ſchafft, Es ſtets und treulich halten. 2. Zwar wer in Sündenſtricken liegt, Der wird ſich nicht beque⸗ men, Dein Joch, das ihn gar nicht vergnügt, Mit Luſt auf ſich zu nehmen; Sein Sinn, der nichts als irren kann, Iſt dem Geſetz nicht unterthan, Er haſſet deſſen Bande. 3. Wo aber, Herr, dein guten Geiſt Sich in der Seele reget, Da thut ſie gern, was du ſi,; heißt, Was du ihr vorgeleget. Wer dich von reinem Herzen liebt Und ſich in deiner Liebe übt, Der wird dein Wort auch halten. 4. Er wird an deinem teuren Sohn Im wahren Glauben han⸗ gen, Und ihm, als ſeinem Schild und Lohn Stets treu zu ſein ver⸗ langen; Es wird ſein neugeborner Sinn Zu Gott und zu dem Näch⸗ ſten hin Sich voller Liebe neigen. Not, Und das Leiden dieſer Zeit Iſt nicht wert der Herrlichkeit, 5. Die Kraft, die er hier nötig hat, Iſt ihm bereits erworben 1, 1 * wohl mata iſ das Heil une — haſt oalett zott, derrin Hein majeſti i ht umſonſtgt U — wir aus allet kung in und ſ 1 —* n treulich ſal Se in Sündent ☛;d ſich nich och, das in , Mit Liſt a SSein Eim den kann, f atterthan, E 7, Herr, dirg der Salen 8n gern, ws n du ihr vongi reinem Hermni ¹ eer Liele il Srt auch haln an deinen 6 4 * a hren Glaube d Gals ſeien6 =s trau zu ſä⸗ d ſein nauye — und zu dn — oleer Lite m — dieer yi x. lbereits eme V Gehorſam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 325 Von Chriſto, der an unſrer Statt Zu unſerm Heil geſtorben. Was die Natur unmöglich meint, Uns ſanft und leicht ſogar erſcheint, Wenn Chriſtus in uns lebet. 6. Fehlt unſerm Halten gleich noch viel, Thut man nicht, was man wollte, Erreicht man nicht das weitſte Ziel, Wie man's er⸗ reichen ſollte: So ſieht doch Gott den Willen an, Und das, was Jeſus hat gethan, Die Mängel zu erſetzen. 7. Nimmt unſer Glaube dieſen an, So wird ihm alles eigen, Was er gelitten und gethan; Dann muß der Kläger ſchweigen. Wen Gott in ſeinem Sohne find't, Den liebt er als ſein eignes Kind, Und iſt mit ihm zufrieden. 8. Die Luſt, die noch im Fleiſche ſteckt, Muß völlig unterliegen; Der Geiſt, der Chriſti Liebe ſchmeckt, Kann ihren Trieb beſiegen; Man wandelt nicht mehr nach dem Fleiſch, Man lebet fromm, gerecht und keuſch, Man thut des Vaters Willen. 9. Mein Heiland, mache dein Gebot Mir angenehm und ſüße, Dein Wille ſei bis in den Tod Die Leuchte meiner Füße. Schreib dein Geſetz in meinen Sinn, Fall ich, ſo gieb mich ja nicht hin, Stärk mich durch deine Gnade. — eel Wer icht den gich Sfch Micht, daß ich's ſchon 529. N ergriffen hätte, Die beſte Tugend bleibt noch ſchwach; Doch, daß ich meine Seele rette, Jag ich dem Kleinod eifrig nach; Denn Tugend ohne Wachſamkeit Verliert ſich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier auf Er⸗ den walle, Bin ich ein Kind, das ſtrauchelnd geht. Der ſehe zu, daß er nicht falle, Der, wenn ſein Nächſter fällt, noch ſteht. Auch die bekämpfte böſe Luſt Stirbt niemals ganz in unſrer Bruſt. 3. Oft iſt die Andrung deiner Seelen Ein Tauſch der Triebe der Natur: Du fühlſt, wie Stolz und Ruhmſucht quälen, Du dämpfſt ſie, doch du wechſelſt nur; Dein Herz fühlt einen andern Reiz, Dein Stolz wird Wolluſt oder Geiz. 4. Oft iſt es Kunſt und Eigen⸗ liebe, Was andern ſtrenge Tugend ſcheint; Der Trieb des Neids, der Schmähſucht Triebe Erwecken dir ſo manchen Feind: Du wirſt behut⸗ ſam, ſchränkſt dich ein, Fliehſt nicht die Schmähſucht, nur den Schein. 5 Du denkſt, weil Dinge dich nicht rühren, Durch die der andern Tugend fällt, So werde nichts dein Herz verführen; Doch jedes Herz hat ſeine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, Hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 6. Oft ſchläft der Trieb in deinem Herzen, Du ſcheinſt von Rachſucht dir befreit; Jetzt ſollſt du eine Schmach verſchmerzen, Und ſieh, dein Herz wallt auf und dräut, Und ſchilt ſo lieblos und ſo hart, Als es zuerſt ge⸗ ſcholten ward. 7. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, Das Herz im Stillen tugendhaft; Kaum lachet uns die Welt entgegen, So regt ſich unſre Leidenſchaft. Wir wer⸗ den im Geräuſche ſchwach, Und geben endlich ſtrafbar nach. 326 8. Du opferſt Gott die leichtern Triebe Durch einen ſtrengern Le⸗ benslauf; Doch opferſt du, will's ſeine Liebe, Ihm auch die liebſte Neigung auf? Dies iſt das Auge, dies der Fuß, Die ſich der Chriſt entreißen muß. 9. Du fliehſt, geneigt zu Ruh und Stille, Die Welt, und liebſt die Einſamkeit; Doch biſt du, for⸗ dert’s Gottes Wille, Auch dieſer zu entfliehn bereit? Dein Herz haßt Das chriſtliche Leben. dies vor Augen ſetzet: Gott merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, daß ſein Ge⸗ müte, Herr, deine Rechte übt! Ihn leitet deine Güte, Er wird von dir geliebt. Du wirſt ihn einſt erhöhen, Wenn in der Wahrheit Licht Beſchämt die Falſchen ſte⸗ hen, Geſchreckt durch dein Gericht. 4. Herr, präge mir dein Leben Tief in das Herz hinein, Dann werd ich darnach ſtreben, Der Habſucht, Neid und Zank Flieht'’s Lüge feind zu ſein. Erinnre mein Unmut auch und Müßiggang? 10. Du biſt gerecht; denn auch beſcheiden? Liebſt Mäßigkeit; denn auch Geduld? Du dieneſt gern, Gewiſſen: Du haſſeſt Heuchelei, Damit ich ſtets befliſſen Der Treu und Wahrheit ſei. 5. Nie laß mich das verſprechen, wenn andre leiden; Vergiebſt du Was ich nicht halten kann, Und Feinden auch die Schuld? Von nie Gelübde brechen, Die ich ein⸗ allen Laſtern ſollſt du rein, Zu aller Tugend willig ſein. 11. Sei nicht vermeſſen, wach und ſtreite, Denk nicht, daß du ſchon g'nug gethan; Dein Herz hat ſeine ſchwache Seite, Die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall, Drum wache ſtets, wach überall. Mel. Befiehl du deine Wege. 530 Wohl dem, der richtig * wandelt, Der als ein Wahrheitsfreund In Wort und Werken handelt, Und das iſt, was er ſcheint; Der Recht und Treue liebet, Und von dem Sinn der Welt, Die Trug und Falſch⸗ heit übet, Sich unbefleckt erhält. 2. Wohl dem, der Lügen haſſet, Und der, ſo oft er ſpricht, Stets ſeine Reden faſſet Vor Gottes Angeſicht, Die Wahrheit nie ver⸗ letzet, Und der an jedem Ort Sich mal gethan; Mich nie den Stolz verleiten, Und nie des Beiſpiels Macht, Als Wahrheit auszubrei⸗ ten, Was ich doch ſelbſt erdacht. 6. Doch laß zu allen Zeiten Auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten Zur Übung meiner Pflicht. Gieb Klugheit, daß ich wiſſe, Wann ich für andrer Wohl Und meines reden müſſe, Und wann ich ſchweigen ſoll. 7. Wenn ja, um mich zu drücken, Des Feindes Anſchlag gilt, Der ſich bei böſen Tücken In guten Schein verhüllt: So ſtärke meine Seele, Daß ſie nicht unterliegt, Und alles dir befehle, Durch den die Unſchuld ſiegt. 8. Ein Herz voll Treu und Glauben, Das, Gott, zu dir ſich hält, Das ſoll mir niemand rau⸗ ben; Froh ſcheid ich aus der Welt. Die Hoffnung bleibt mir ſtehen: Dich werd ich als dein — —— —— — — — UD;. 5 =S —=— —— S= — ——— de nir dig erz hinein —ach ſteben, mſein. Crinnn —n haſet gat befliſen da —ſei ü ich das befße ² halten hm. Sechen, Ddi ü zſiich nie de lnie des in Fahrheit aude — doc ſellſtt z zu alen eisheit Lit Vleiten zu 8 Gieb Llunſa an ich fir ines rden ſchweiden jum michzuwm⸗ = Anſchlag gl ₰ Tücken R — 8 M 1 1 V 6 8 : So ſtitkrn Sjie nicht unt — jefehle, dmi; =z voll An 2. but nt mir tiemah, heid ich u ffnung bäte 3 verd ih u ’ —.. — Nachfolge Jeſu. Himmliſcher Sinn. Selbſtverleugnung. 327 Kind Dort mit den Frommen ſehen, Die reines Herzens ſind. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. b eilig, heilig ſei d 531. 9 Eid Ehali Chufr ten, die ihr ſchwöret. Denkt an die Gerechtigkeit Eures Richters, der euch höret. Alles bringt er an das Licht, Alles muß vor ſein Gericht. 2. Hebt ihr eure Hand zum Schwur, Dann ergreif euch heilger Schrek⸗ ken; Weiß es keine Kreatur, Gott, der weiß es, wird's entdecken, Wenn ihr frevelhaft den Eid Durch ein falſches Wort entweiht. 3. Zittert! das Gewiſſen wacht, Ja, es wird mit Feuerflammen Euch beim Graun der Mitter⸗ nacht, Selbſt beim Tageslicht ver⸗ dammen. Wo man falſche Eide ſchwört, Droht ein furchtbar Racheſchwert. 4. Selbſt das höchſte Lebens⸗ glück Muß zum Fluch dem Mein⸗ eid werden, Gott nimmt alle Huld zurück, Alles Heil verdorrt auf Erden, Jede Freude wird vergällt, Und zur Wüſte wird die Welt. 5. Drum für aller Welt Ge⸗ winn Geb ich nicht des Herzens Ruhe, Nicht die Überzeugung hin, Recht und wahr ſei, was ich thue. Arm und niedrig mag ich ſein, Bleib ich nur vom Meineid rein. Himmliſcher Sinn. Selbſtverleugnung. Mel. Mach's mit mir, Gott. 532 Mir nach! ſpricht Chriſ⸗ . tus, unſer Held, Mir nach, ihr Chriſten alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt mei⸗ nem Ruf und Schalle; Nehmt euer Kreuz und Ungemach Auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit heilgem Tugend⸗ leben, Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Fin⸗ ſtern ſchweben. Ich bin der Weg, ich weiſe wohl, Wie man wahr⸗ haftig wandeln ſoll. 3. Mein Herz iſt voll Demütig⸗ keit, Voll Liebe meine Seele, Und tränkt die Schwachen jederzeit Mit ſüßem Sanftmutsöle. Mein Geiſt, Gemüte, Kraft und Sinn Iſt Gott ergeben, ſchaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was ſchädlich iſt, Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger Liſt Zu reingen und zu ſcheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort, Und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällt's euch zu ſchwer, ich geh voran, Ich ſteh euch an der Seite, Ich kämpfe ſelbſt, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böſer Knecht, der ſtill will ſtehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer ſeine Seel zu finden meint, Wird ſie ohn mich ver⸗ lieren. Wer ſie hier zu verlieren ſcheint, Wird ſie in Gott einfüh⸗ ren. Wer nicht ſein Kreuz nimmt und folgt mir, Iſt mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel nachgehen, Und wohlgemut, ge⸗ troſt und gern Bei ihm im Leiden 328 Das chriſtliche Leben. ſtehen. Denn, wer nicht kämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. Mel. Sollt ich meinem Gott. 533 Laſſet uns mit Jeſu . ziehen, Seinem Vor⸗ bild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen, Auf der Bahn, die er uns brach. Laſſet uns zum Himmel reiſen, Irdiſch nicht, ſchon himmliſch ſein, Glauben recht und leben rein, Glauben in der Lieb erweiſen. Treuer Jeſu, bleib bei mir, Geh voran, ich folge dir. 2. Laſſet uns mit Jeſu leiden, Seinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leiden folgen Freu⸗ den, Armut hier macht uns dort reich; Thränenſaat bringt Heil und Wonne, Hoffnung tröſtet mit Geduld, Denn es ſcheint durch Gottes Huld Nach dem Regen bald die Sonne. Jeſu, hier leid ich mit dir, Dort gieb deine Freude mir. 3. Laſſet uns mit Jeſu ſterben, Sein Tod wehrt dem ewgen Tod, Rettet uns von dem Verderben, Das dem ſichern Sünder droht. Laßt uns ſterben, weil wir leben, Sterben unſern Lüſten ab, So wird er uns aus dem Grab In des Himmels Leben heben. Jeſu, ſterb ich, ſterb ich dir, Daß ich lebe für und für. 4. Laſſet uns mit Jeſu leben! Weil er auferſtanden iſt, Muß das Grab uns wiedergeben. Jeſu, unſer Haupt du biſt, Wir ſind Mel. Seelenbräutigamn.— 534 Herr⸗ du gingſt voran 2 Auf der Lebensbahn, Und wir wollen nichtverweilen, Dir getreulich nachzueilen. Hin zum Vaterland Leit uns deine Hand. 2. Sollt es hart ergehn, Hilf uns feſte ſtehn, Daß wir nie in mutlos klagen; Denn durch Trüb⸗ ſal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rührt ein eigner Schmerz Irgend unſer Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden: Herr, gieb du Geduld zu beiden; Richte du den Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne lebenslang Alſo un⸗ rauhem Wege Stets in deiner treuen Pflege, Und nach ſolchem Lauf Thu dein Reich uns auf. Mel. Das Jeſulein ſoll doch mein. 5295 o folg ich dir, mein 535. S Jeſu Chriſt, Das Kreuz ich dir nachtrage. Steh du mir bei zu jeder Friſt, Daß ich nicht gar verzage. Schwer iſt die Laſt, Die du mir haſt Be⸗ ſchloſſen aufzulegen. Steh mir zur Seit', Daß nicht mein Leid Sei über mein Vermögen. 2. O Herr, verlaß die Seele nicht, Die ganz auf dich vertrauet; Auf dich, o meine Zuverſicht, Mein Herz und Auge ſchauet. In Angſt und Qual, Not und Trüb⸗ ſal, Kannſt du nur Troſt mir deines Leibes Glieder, Wo du geben; In aller Not, Ja ſelbſt lebſt, da leben wir; Ach, erkenn' im Tod, Bleibſt du mir Hülf und uns für und für, Seelenfreund, für Leben. deine Brüder. Jeſu, dir ich lebe hier, Und auch ewig dort bei dir. 3. Und ſcheinſt du auch zu man⸗ cher Zeit Dein Antlitz zu verhüllen, ſchweren Tagen Unterm Kreuze ſern Gang. Halt uns auch auf — 2 — — ——— — —.— = 5 ————— —— — ————— ——— ——— — —— —— (2 — — — —— — —— — —— —— — —— — ſommelt 1 enbriuigm — du gingte der Cebenne —u tverweie — ueilen. gn = uns deie — hart ergehn — Daß virn 11 Unterm ſ — Denn durha der Wa zu- leigner Eh — erz, Kümnen =hen: Her, ’jan; Richte n =— Ende hin venslang A alt uns uu Stets in Und nachſe —n Reich un⸗ S ein ſol u —folg ich 1 Jeſu Chri ² nachtrage jeder Fin⸗ Rierzage. En du mir Segen. Stehu cht mein dit Semögen. — verlaß u — auf dichn meine F *.) Auge ſti —al, Notm vu nur er Not, de Sſt du miß 1nſt du att 7 Antlitzun Nachfolge Jeſu. Himmliſcher Sinn. Selbſtverleugnung. 329 So ſiehſt du doch mein Kreuz und Leid, Willſt meinen Jammer ſtil⸗ len, Befreiſt mein Herz Von allem Schmerz, Sprichſt mein Gemüt zufrieden; Denn ich bin dein, Und du biſt mein, Wir bleiben ungeſchieden. 4. Herr, wie du ſelbſt den Dornenpfad Gebahnt und vorge⸗ gangen, Und mir dein Wort be⸗ fohlen hat, Die Reiſ' auch anzu⸗ fangen: So folg ich dir, O meine Zier, Und koſt' es tauſend Zähren; Ich zweifle nicht, Du Herr, mein Licht, Wirſt die Geduld mir mehren. ch weiß gar wohl, daß 5. J alles Leid Und Elend dieſer Er⸗ den Nicht wert iſt jener Herrlich⸗ keit, Die offenbart ſoll werden. An jenem Tag Trägt Frucht die Plag', Die mit Geduld erlitten; Dort wird der Lohn, Die Ehren⸗ kron Dem, der als Held geſtritten. 6. Ach, darum will ich alle Qual, O Jeſu, gerne leiden, Kann doch kein Elend, kein Trüb⸗ ſal Von deiner Lieb mich ſcheiden. Nach dieſer Zeit Wirſt du die Freud Der Seligkeit mir geben; Dann werd ich ſein Befreit von Pein, Und mit dir ewig leben. Mel. Ich dank dir ſchon. 536 Chriſt, erhebe Herz * und Sinn, Was ſuchſt du hier auf Erden? Hinauf hinauf, zum Himmel hin! Ein Chriſt ſoll himmliſch werden. 2. Was biſt du in der Welt? ein Gaſt, Ein Fremdling und ein Wandrer. Wenn du einſt ausge⸗ ſammelt haſt, Dann erbt dein Gut ein andrer. 3. Was hat die Welt? was beut ſie an? Nur Tand und eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, Der ſchätzt die Welt geringe. 4. Sieh doch empor! wie kannſt du noch Den Sinn aufs Niedre lenken? An deinen Schöpfer denke doch! Sein ſoll der Chriſt gedenken. 5. Wenn dich die Laſt der Leiden drückt, Schau drum nicht mutlos nieder; Getroſt, getroſt, denn dich erquickt Der Herr nach Drangſal wieder. 6. Schau hin zum Land der Herrlichkeit, Wo Lebensſtröme fließen; Das wird dir in der Prüfungszeit Den bittern Kelch verſüßen. 7. Dort oben iſt des Vaters Haus; Er teilt zum Gnaden⸗ lohne Den Überwindern Kronen aus, Auch deiner harrt die Krone. 8. Dort herrſcht dein Heiland, Jeſus Chriſt, Im Kreiſe ſeiner Frommen: Zu ihm, durch den du ſelig biſt, Sollſt du hinan einſt kommen. 9. Dort waltet ewig Gottes Geiſt, Mit Licht und Glanz umgeben. O Glück, das dir ſein Wort ver⸗ heißt! Dort ſollſt du ewig leben. 10. Dort iſt's den Engeln ſüße Pflicht, Dem Höchſten Dank zu bringen. O Seele, ſehneſt du dich nicht, Mit ihnen zu lobſingen? 11. Erlöſer, hilf, ach hilf du mir Der Weltluſt widerſtreben, Und meinen Geiſt empor zu dir, Empor zum Himmel heben. Mel. Nun lob, mein' Seel, den. aß uns doch nicht 537. L begehren, O liebſte Seel, in dieſer Zeit, Das, was laben, Wie er uns ſelbſt gelehrt. 330 Das chriſtliche Leben. dich kann beſchweren, Ja hindern an der Seligkeit. Was willſt du Ehre ſuchen, Die doch vergäng⸗ lich iſt, Auch wohl gar zu verflu⸗ chen? Sie währt nur kurze Friſt, Und läßt uns oftmals fallen In Trübſal, Angſt und Pein. Drum ſuchen wir vor allen Bei Gott geehrt zu ſein. 2. Was kann uns Wolluſt nützen, O werte Seel, in dieſer Welt? Wie kann uns Reichtum ſchützen, Wenn uns der Würger überfällt? Die rechte Luſt iſt dro⸗ ben, Wo mein Herr Jeſus wohnt, Den alle Zungen loben, Der uns ſo reich belohnt, Daß wir gekrönet werden Im hohen Himmelsſaal. Ach, eilt doch von der Erden Zu ſeinem Hochzeitsmahl. 3. Was Pracht, was fröhlich Leben? Was Reichtum, Ehr und Herrlichkeit? Der Himmel kann uns geben, Was uns an Leib und Seel erfreut. In Jeſu ſich er⸗ götzen, Bleibt ewig ſüß und gut; Sein Reich vor allem ſchätzen, Erquicket Geiſt und Mut; In Jeſu Reichtum haben, In Jeſu ſein geehrt, Kann uns ohn Ende 4. In Jeſu hab ich Güter, In Jeſu hab ich Lieb und Luſt; Das iſt, du Menſchenhüter, Du freundlicher, dir wohl bewußt. Mag mich die Welt verachten, Das kränkt mich wahrlich nicht; Ich will nach Ehren trachten, Die mir kein Feind anficht. Mag mich die Welt auch haſſen, Ich will mit Lieb und Treu Nur meinen Jeſum faſſen, So bleib 5. Die Welt mag mich ver⸗ fluchen, Iſt doch mein Segen Jeſus Chriſt; In Jeſu kann ich ſuchen Und finden, was mir nützlich iſt. Laß mich die Welt nur ſetzen In Angſt und Traurigkeit, Mein Jeſus kann ergötzen Das Herz zu aller Zeit. Und ſollt ich ſchon hier ſterben Noch mehr als tau⸗ ſendmal, Kann ich doch nicht ver⸗ derben, Dortrührt mich keine Qual. 6. Das aber kann ich zeugen, Das kann ich rühmen Tag und Nacht, Daß mir mein Gott zu eigen Sein Königreich hat zuge⸗ dacht. Ihr Sterblichen auf Er⸗ den, Lebt wohl in dieſer Welt! Ich ſoll gekrönet werden, Mir iſt ein Reich beſtellt; Ich ſoll mit Gott regieren, Den Erd und Himmel preiſt, Ich ſoll ein Leben führen, Das unvergänglich heißt. 7. O Jeſu, meine Freude, Wann kommt die liebe Zeit heran, Daß ich von hinnen ſcheide, Daß ich dich herzlich lieben kann? Wann werd ich dort gezieret Mit Kleidern weiß und ſchön? Wann werd ich hingeführet Zu deinen Himmelshöhn, Daß ich dort Kro⸗ nen trage, Die unvergänglich ſind, Und Lob und Preis dir ſage, Als dein geheiligt Kind? Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 53 8 Himmelan geht unſre . Bahn, Wir ſind Gäſte nur auf Erden, Bis wir dort nach Kanaan Durch die Wüſte kom⸗ men werden. Hier iſt unſer Pilgrim⸗ ſtand, Droben unſer Vaterland. 2. Himmelan ſchwing dich, mein ich ſorgenfrei. Geiſt, Denn du biſt ein himmliſch — lich doch it — ihrt mich keine — r hnn ihn rühmen d — mir muin o 6 önigreich ſi terblichen gi ar hl in dife net werden,n 1 tellt; Jj ℳ4 Den E. —, Ich ſolla mvergänglt — u, meim die liebe zit hinnen ſcheh⸗ glich lieben üch dort gezi —₰ und ſchön! R eführet z „, Daß ihe = e unvergäm — Preis diſ Kind? F. meine Iu mmelan — Bahn, 3 durchdid jier iſtunſt „en unſer b mnn ſchwin du biſt ein ) Nachfolge Jeſu. Himmliſcher Sinn. Selbſtverleugnung. 331 Weſen, Und du kannſt, was irdiſch heißt, Nicht zu deinem Ziel erleſen. Ein von Gott erfüllter Sinn Kehrt zu ſeinem Urſprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu In des heilgen Wortes Lehren; Das weiſt mir den Ort der Ruh, Dem ich einſt ſoll angehören. Wähl ich dies zur Leuchte mir, Wandl' ich ſchon im Himmel hier. 4. Himmelan! mein Glaube zeigt Mir das ſchöne Los von ferne, Daß mein Herz ſchon auf⸗ wärts ſteigt, Uber Sonnen, über Sterne, Denn ihr Licht iſt viel zu klein Gegenjenen Glanzund Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Not Ewig werde tri⸗ umphieren. Jeſus geht mir ſelbſt voran, Daß ich freudig folgen kann. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 539 Kommt, Chriſten, laßt * uns gehen, Der Abend kommt herbei; Es iſt gefährlich ſtehen In dieſer Wüſtenei. Kommt, ſtärket euren Mut, Zur Ewigkeit zu wandern Von einer Kraft zur andern, Und denkt: das End'iſt gut. 2. Es wird uns nicht gereuen Der ſchmale Pilgerpfad, Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; Ein jeder ſein Ge⸗ ſichte Von ganzem Herzen richte Hin gen Jeruſalem. 3. Laßt uns wie Pilger wandeln, Geduldig frei und leer; Viel Sam⸗ meln, Halten, Handeln Macht un⸗ ſern Gang nur ſchwer. Wer will, der trag ſich tot; Wir reiſen abge⸗ ſchieden, Mit Wenigem zufrieden. Und brauchen's nur zur Not. 4. Wohl iſt der Weg oöft enge, Iſt einſam, krumm und ſchlecht, Der Dornen uns in Menge Und manches Kreuzchen trägt: Doch fürchten wir uns nicht, Wir ziehen fröhlich weiter, Und folgen unſerm Leiter Und ſeinem hellen Licht. 5. Wir wandeln eingekehret, Verachtet und verkannt, Man ſiehet, kennt und höret Uns kaum im fremden Land; Und höret man uns ja, So höret man uns ſin⸗ gen Von Gottes großen Dingen, Die unſer warten da. 6. Auf, Brüder, laßt uns gehen, Der Heiland gehet mit; Er ſelbſt will bei uns ſtehen Bei jedem ſauren Tritt. Er will uns machen Mut, Mit ſüßen Gnadenblicken Uns locken und er⸗ quicken; Gewiß, wir haben's gut. 7. Und ſollt ein Schwacher fallen, So greif der Stärkre zu; Man trage, helfe allen, Und pflanze Lieb und Ruh. Kommt, ſchließt euch feſter an! Ein jeder ſei der Kleinſte, Doch auch wohl gern der Reinſte Auf unſrer Pilgerbahn. 8. Kommt, laßt uns munter wan⸗ dern, Der Weg kürzt ſtets ſich ab; Es folgt ein Tag dem andern, Bald fällt der Leib ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier, Gewandt zum ewgen Gut! 9. Es wird nicht lang mehr währen, Drum haltet mutig aus, Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus; Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's thun! 332 Das chriſtliche Leben. 10. So wollen wir's denn wagen, 4. Jeſu, Stärke der Verzagten, Jucc u Es iſt wohl wagenswert, Und Der du giebſt den Matten Ruh, Gſder gründlich dem abſagen, Was auf⸗Wahre Zuflucht der Geplagten, htl hält und beſchwert. Welt, du biſt Zwing mein Herz, ja zwing's niht eſ uns zu klein! Wir gehn durch dazu, Daß die ganze Kreatur tot an Jeſu Leiten Hin in die Ewig⸗ Nichts in meinen Augen ſcheine, t G keiten; Es ſoll nur Jeſus ſein. Und ich darauf denke nur, Wie 46 Mel. Pſ. 25. Zu dir ich mein Herz. ich ewig ſei der Deine. Jjiuſ 540. Hochſterwünjihtes See⸗ 5. Ach, zermalme das Verlan⸗ ii A ⸗ lenleben, Ach, wie gen, Das noch etwas Eitles will. ſithe unbekannt biſt du! Wo des Geiſ⸗Nimm den böſen Sinn gefangen, ſun tes Kräfte ſtreben Nach der gold⸗ Der nicht hält in allem ſtill; Gieb, auma nen Himmelsruh. Ach, wie eitel daß ich in dieſer Welt Nichts der ji iſt der Wahn, Der des Fleiſches Sorge wert mög achten, Weil x Sinn verblendet, Wenn er klebt du mich hinein geſtellt, Um nach ſis der Erde nn Sich Funn Rauch beſſerm Gut zu trachten. riie und Schatten wendet! in ſ 2. Ach, wie oft bin ich ge⸗ 6. Gieb mir Augen, um zu ſehen ſdih ſ indheits⸗Dei i Vne ein; vütz raten In die alte Blindheits⸗ Deines Reiches Gnadeuſchein; iß Gieb mir Krä u gehen Bis üht n aaacht, Wenn ich Regungen und iaeomirernf tinem Whehgn mi ühe Thaten Nicht ſorgfältig hab be⸗ mit dir bekannt Laß in deinen iin 1 1...„ wacht! Hat nicht die Erfahrung Liebesflammen Herz und Seele id mir Meine Thorheit oft gelehret, rannt Gunft 1 8 le Her ſein entbrannt, Knüpfe dich und da ſe Wenn ich, Herr, ich klag es dir, mich zuſammen d Mich in Unruh abgezehret? dan 3. Zwar der Schluß iſt oft ge⸗ 7. Weichet, weicht, ihr Welt⸗ la 1 nommen, Daßich mich wollt reißen gedanken, Stoͤrt nicht ferner meine 1 ij los; Aber wenn'’s zur That ſollt Ruhl Ich will in des Lebens tadnf kommen, Fand ich mich von Kräften Schranken Eilen meinem Leſu zu., d bloß. Ich Gefangner, Armer ich! Jeſu will ich geben Ehr, In ihn 17N Wer reißt mir das Netz3in Stücken? will ich mich verſenken, Und hin⸗ fzei Fels des Heils, erbarme dich, fort mich um nichts mehr, Als Fechränt Hilf mir aus der Hölle Stricken. um ſeine Liebe kränken. Aüchien nih E 9. Nächſtenliebe. 65 17 Mel. O Gott, du frommer Gott. 2. Seh ich den Dürftigen, So 13 be 5 41 ieb mir, oGott, ein Herz, laß mich gütig eilen, Von dem, gd . Das jeden Menſchen was du mir giebſt, Ihm hülfreich ug liebet, Bei ſeinem Wohl ſich freut, mitzuteilen; Nicht aus dem eitlen 3 Bei ſeiner Not betrübet; Ein Herz, Trieb, Groß vor der Welt zu das Eigennutz Und Neid und Härte ſein, Und mich verehrt zu ſehn, tanen flieht, Und ſich um andrer Glück Nein, Menſchen zu erfreun. Ni Wie um ſein Glück bemüht. l 3. Dies ſei mein Gottesdienſt. ſ 1 trachten. lugen, umgit 1s Gnadeit , um zu geſa rinein. Mahe =t, Laß un — Herz und Knüpfe di 41. 8 weicht, iſr — nicht ferurn Sll in de i meinem N eeben Ehr, 1 erſenken, in an nichts uh — kränken. —— Den Dirfin 8 eilen, B ah veregtt „n zu erfti — mein Goth ' Herz behülflich ſein. 1 Nächſtenliebe. 333 Auch unbemerkt von ihnen Muß andern ſtets mein Herz Mit Rat und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erſt Dank Zu milder Wohl⸗ that an, Nein, was ich Brüdern thu, Gott, das ſei dir gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienſt Dem Dürſtenden begegnet, Ein Blick voll Troſt, mit dem Mein Herz Bedrängte ſegnet, Ein Rat, mit dem mein Mund Im Kummer andre ſtärkt: Nichts bleibt, ſo klein es iſt, Von dir, Herr, unbemerkt. 5. Sucht wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, So laß mich ſorgſam ſein, Der Brüder Zwiſt zu ſchlichten. Aus Schmäh⸗ ſucht kränke nie Mein Wort des Nächſten Ruh, Es rühme ſein Verdienſt, Deck ſeine Fehler zu. 9. O heilige du ſelbſt, Herr, meiner Seele Triebe Durch deine Lieb und Furcht Zu wahrer Men⸗ ſchenliebe. Wer nicht den Näch⸗ ſten liebt, Geht nicht zum Him⸗ mel ein; Laß dieſe Wahrheit, Gott, Mir ſtets vor Augen ſein. Mel. Mach's mit mir, Gott. 5 42 So jemand ſpricht: ich * liebe Gott, Und haßt doch ſeine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, Und tritt ſie frech darnieder. Gott iſt die Lieb, und will, daß ich Den Näch⸗ ſten liebe, gleich als mich. 2. Wer dieſer Erde Güter hat, Und macht, wenn Brüder leiden, Die Hungrigen nicht liebreich ſatt, Will Nackende nicht kleiden: Der übertritt die erſte Pflicht, Und 6. Die Rach' iſt dein, o Gott, hat die Liebe Gottes nicht. Du ſprichſt: Ich will vergelten! ſchmäht, Und gern ſie ſchmähen Drum laß mich ſtille ſein, Wenn 3. Wer ſeines Nächſten Ehre Menſchen auf mich ſchelten. Gieb, höret, Sich freut, wenn ſich ſein daß ich dem verzeih, Der mir zu haßt, Den ſegne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein Auf zeitlich Wohlergehen Mit ein⸗ geſchränktem Blick Bei meinem Nächſten ſehen. Noch ſtärker müſſe mich Sein ewig Glück erfreun, Und ihm zum Seelenheil Mein 8. Den, der im Glauben wankt, Im Glauben zu beſtärken, Den, der noch ſicher iſt Bei ſeines Fleiſches Werken, Von der ver⸗ kehrten Bahn Zum rechten Weg zu ziehn, Dazu verleih mir Kraft, ſchaden ſucht, Den liebe, der mich Und ſegne mein Bemühn. Feind vergeht, Und nichts zum beſten kehret, Verleumdern nie⸗ mals widerſpricht: Der liebet ſeine Brüder nicht. 4. Wer zwar mit Rat, mit Troſt und Schutz Den Nächſten unterſtützet, Doch nur aus Stolz und Eigennutz Und Weichlichkeit ihm nützet, Nicht aus Gehorſam, nicht aus Pflicht: Auch der liebt ſeinen Nächſten nicht. 5. Wer harret, bis ihn an⸗ zuflehn Ein Armer erſt erſcheinet, Nicht eilt, dem Bruder beizuſtehn, Der im Verborgnen weinet, Nicht gütig forſcht, ob's ihm gebricht, Den ziert die Nächſtenliebe nicht. ak 68 1 6 1 3 6 1 3 1* 4 ¹ 8 3 334 Das criſtliche Leben. 6. Wer andre, wenn er ſie 12. Du ſchenkſt mir täglich ſo beſchirmt, Mit Härt und Vorwurf viel Schuld, Du Herr von meinen quälet, Und ohne Rückſicht ſtraft Tagen, Drum will ich, Vater, und ſtürmt, Sobald ſein Nächſter auch Geduld Mit meinen Brüdern fehlet: Wie bleibt bei ſolchem Ungeſtüm Die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil tragen, Dem gern verzeihn, dem du vergiebſt, Den lieben, den du ſelber liebſt. 13. Was ich den Frommen und Zucht Mit Rat und That hier gethan, Den kleinſten auch nicht wachet, Dem übel nicht zu von dieſen, Das ſieht er, mein wehren ſucht, Das oft ſie dürf⸗ Erlöſer, an, Als hätt ich's ihm tig machet, Nur ſorglos ihnen erwieſen. Wie könnt ich Jeſu * Gaben giebt, Hat ſo nur wenig Jünger ſein, Und ihn in Brüdern ſie geliebt. 8. Wohl wahr iſt's, du ver⸗ magſt es nicht, Stets durch die That zu lieben; Doch biſt du nur geneigt, die Pflicht Getreulich aus⸗ zuüben, Und wünſcheſt dir die Kraft dazu, Und ſorgſt dafür: ſo liebeſt du. 9. Ermattet dieſer Trieb in dir, So ſuch ihn zu beleben. Sprich oft: Gott iſt die Lieb, und mir Hat er ſein Bild gegeben; Denk oft: Gott, was ich bin, iſt dein, Sollt ich, gleich dir, nicht gütig ſein? 10. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder: Drum diene deinem Nächſten gern, Denn wir ſind alle Brüder. Gott ſchuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Näch⸗ ſter iſt ſein Kind, wie ich. 11. Ein Heil iſt unſer aller Gut, Nie darf ich Brüder haſſen, Die Gott durch ſeines Sohnes Blut So hoch erkaufen laſſen; Daß er mich hat mit ſich ver⸗ ſühnt, Hab ich dies mehr als ſie verdient? nicht erfreun? 14. Ein unbarmherziges Ge⸗ richt Wird über den ergehen, Der unbarmherzig iſt, und nicht Hört, die um Hülfe flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geiſt Ein Herz, das dich durch Liebe preiſt. Mel. Sollt ich meinem Gott. 5 nter allen großen 543. U Gütern, Die uns Chriſtus zugeteilt, Iſt die Lieb in den Gemütern Himmelsbal⸗ ſam, der ſie heilt, Iſt ein Stern, der herrlich ſtrahlet, Und ein Kleinod, deſſen Preis Niemand auszuſprechen weiß, Weil kein Gold es je bezahlet; Iſt die Macht, die jedermann Zwingen und erfreuen kann. 2. Liebe kann uns alles geben, Was auf ewig nützt und ziert, Uns zum höchſten Stand erhe⸗ ben, Der die Seelen aufwärts führt. Menſchen⸗ oder Engelzun⸗ gen, Welche Kraft ſie auch beſeelt, Wenn dabei die Liebe fehlt, Sind noch nie ins Herz gedrungen; Iſt ihr flüchtiger Geſang. Nur ein Erz⸗ und Schellenklang —2 — —— — ——— —-—————— ——— 2 2— — — ——,— ——— —2=— —— —=— armherziys 1— — den ergehen R⁸;, und nidh 24 zehen. Dom n deinen Giſt Jurch Lie 1 A8)h meinem oth =— allen m ütern, N. lilt, Iſt w ern Himm t, Iſt eine ahlet, Uo. — Preis Nr an veiß, Vi ezahlet; N F ermann zi nn. uns alln = nützt un Sſten Simn Seelen ut Ei⸗ oder Em = ft ſie auht 8₰ Liebe felte — Herz gam = ind Sceelli Air Geſano 1 6 8 8 9. „ 6 meint Mit dem Freunde, mit dem 3. Was ich von der Weisheit höre, Die in alle Tiefen dringt, Von geheimnisvoller Lehre, Die ſich auf zum Höchſten ſchwingt; Selbſt die Berge zu verſetzen Durch des Glaubens ſtarke Kraft, Die der Wunder Fülle ſchafft: Alles iſt für nichts zu ſchätzen, Wenn darin der Liebe Geiſt Sich nicht kräftig auch beweiſt. 4. Gäb ich alle meine Habe Auch den Armen frendig hin, Opfert' ich mich ſelbſt dem Grabe, Meinem Nächſten zum Gewinn, Ließ' ich meinen Leib gleich bren⸗ nen, Und ertrüge jeden Schmerz: Iſt von Liebe leer mein Herz, Würd' es mir nichts nützen kön⸗ nen. Nur der Liebe reine That Iſt der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten Uns nicht nur im Pilger⸗ ſtand, Ihre Kraft wird uns be⸗ gleiten In das wahre Vaterland. Ja, es ſtrecken ihre Grenzen Sich bis in die Ewigkeit, Und doch wird die Liebe weit Uber Glaub und Hoffnung glänzen Sie ſchafft Heil und Segen hier, Sie beſeligt für und für. 6. O du Geiſt der reinen Liebe, Segensquell in Freud und Schmerz, Laß mich ſpüren deine Triebe, Komm und ſenk dich in mein Herz. Laß mich kräftig wi⸗ derſtreben Allem, was nicht gut es Feind, Und mich reizt, nur mir zu leben. Geiſt der Liebe, lenke hin Zu der Liebe meinen Sinn. Mel. Unſer Herrſcher, unſer König. Nächſtenliebe. 335 das vergeſſet nicht! Mitleidsvoll und willig eilen, Armen beizu⸗ ſtehn, iſt Pflicht, Pflicht, die Je⸗ ſus ſelbſt uns lehret, Und die Gott, den Höchſten, ehret. 2. Speiſet die, die Hunger leiden, Und die durſtig ſind, die tränkt; Eilt, die Nackenden zu kleiden, Tröſtet die, die Kum⸗ mer kränkt; Schwache ſucht zu unterſtützen, Unterdrückte zu be⸗ ſchützen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, Oder euch um Hülfe flehn, Allen eilt, von Gott getrieben, Nach Vermögen beizuſtehn. Führt zu unverhofften Freuden Die auch, die im Stillen leiden. 4. Und dies ſei dir keine Bürde, Keine Laſt, beglückter Chriſt; Du beweiſeſt Chriſtenwürde, Wenn du mild und hülfreich biſt. Welch ein Glück für dich Erlöſten, Arme Brüder Jeſu tröſten! 5. Und wie ſchafft es ſanfte Freuden, Der Verlaßnen Helfer ſein, Sehn, wie ſie in ihren Leiden Sich, durch uns geſtärkt, erfreun! Ein betrübtes Herz erquicken, Welch ein himmliſches Entzücken! 6. Heil und Glück auf unſern Wegen, Innige Zufriedenheit, Huld bei Menſchen, Gottes Segen Folgen auf Barmherzigkeit; Und dereinſt zum Gnadenlohne Schenkt ihr Gott des Himmels Krone. 7. Laßt uns eilen, unfre Gaben, Weil es Zeit iſt, auszuſtreun; Was wir hier geſäet haben, Ern⸗ ten wir einſt reichlich ein. Seid barmherzig, liebt die Armen, Gott ohlzuthun und mit⸗ 544. W zuteilen, Chriſten, 4 8 will euer ſich erbarmen. 336 Das chriſtliche Leben. Mel. Mein Herzens⸗Jeſu, meine. erleih mir, Jeſu, 545. V deinen Sinn, Dem Feinde zu vergeben. Laß mich, der ich dein Jünger bin, Nach Fried und Eintracht ſtreben. Wie könnt ich hegen bittern Zorn, Da aus der Gnade ſüßem Born Kur Heil mir quillt und Leben? 2. Ein Vater hat uns auser⸗ wählt Zu ſeines Hauſes Kindern; Ein Heiland brachte, was uns fehlt, Verſöhnung allen Sündern; Ein haſſen, Da Gottes Langmut und Geduld Mir große Schuld er⸗ laſſen? Nein, immer ſei mein Herz bereit, In wahrer Lieb und Einig⸗ keit Den Nächſten zu umfaſſen. 4. In einem Herrn ließ Gottes Rat Uns Heil und Gnade fin⸗ den; Ein gnadenreiches Waſſerbad Macht rein uns von den Sünden; Ein Abendmahl uns alle ſpeiſt: Wie ſollte nicht ein Herz und Geiſt Uns alleſamt verbinden? 5. Nimm hin, o Bruder, meine Hand, Reich deine mir zum Frieden! Geiſt uns alleſamt regiert, Und zu Aus unſerm Herzen ſei verbannt, des Himmels Erbe führt, Wenn Was uns bisher geſchieden. Den wir ihn nur nicht hindern. 3 Wie dürft ich wegen kleiner wir durch wahre Liebe gleich, Und Schuld Den ſchwachen Bruder ſelig ſchon hienieden. Seligen im Himmelreich Sind 10. Geiſtlicher Kampf und Sieg. Mel. Wer nur den lieben Gott. ie wanket ihr, betrogne 546. W Seelen, Noch ſtets auf beiden Seiten hin? Fällt's euch zu ſchwer, das zu erwählen, Was bringt den ewigen Gewinn? Ihn ſeht mit offnen Augen an Und wandelt auf der ſchmalen Bahn. 2. Bedenkt, es ſind nicht Königs⸗ kronen, Nicht Reichtum, Ehr und Luſt der Welt, Womit euch Gott will ewig lohnen, Wenn euer Kampf denSieg erhält: Gott ſelbſt iſt's und die Ewigkeit, Voll Luſt und Ruh, voll Seligkeit. 3. Drum gilt hier kein geteiltes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz. Wer Jeſu ſich nicht recht ergeben, Der macht ſich ſelber Müh und Schmerz, Und träget, zum verdienten Lohn, Hier Schmerz und dort die Qual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen Der Welt auf ewig Ab⸗ ſchied giebt, Und ſeinen Herrn in allen Dingen Von Herzen und allein nur liebt: Der wird der Krone wert geſchätzt, Und auf des Königs Stuhl geſetzt. 5. Zerreißet denn die morſchen Schlingen, Die euch in dieſem ſchönen Lauf Verhindern und zum Säumen bringen, Und rafft euch heut von neuem auf. Auf, auf, verlaßt die falſche Ruh! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Auf, auf! iſt dieſer Weg ſchon enge, Voll Dornen und voll rauher Stein', Bringt euch die Welt oft ins Gedränge, Stellt Satan ſich geharniſcht ein, Er⸗ hebet ſich ſein ganzes Reich: Im⸗ manuel iſt auch bei euch. 7. Gott fordert nur, daß ihr ai ha nit tvrche Awitdes = ſten zu un * Herrn lij 3 — und Genud —unreiches Vif — Ivon den Ei ihl uns äle eſamt vetkine * n, Budd. nemirzunzie ar herzen ſei vi cer geſchieden. rHimmelreih, —rre Liebe glit nieden. Sieg. er mit Git Welt auf i und ſeinen 9e ☛ Von Heg dt: Der mi geſchätzt, l = Stuhl geſett t denn dien Die euch in an Lerhindem en gen, Und 1j zn em auf. A 6— 1 1 1 Dfalſche Rh 9 dem Hinml mufl iſt din oll Dornen 5, Bringt 9 8 Gedrim, — zeharniſtt — ganzes uch bei ät ordert un V 1 — Geiſtlicher Kampf und Sieg. 337 euch haltet An ihn, den Herrn, der mit euch geht, Daß ihr die ſchwachen Hände faltet, Zu ihm um Kraft des Geiſtes fleht; Er kämpft für euch, Er macht euch Bahn, Schaut ihn in eurxem Kampfe an. 8. Die Allmacht ſtehet euch zur Seiten, Die Weisheit hält bei euch die Wach', Die Gottheit ſelber will euch leiten; Folgt nur mit feſten Schritten nach. Wie Manche hat nicht dieſe Hand Schon durch⸗ geführt ins Vaterland! 9. Nur wartet nicht auf andre Zeiten, Ihr habt ſchon jetzt ſo viel verſäumt: Ihr mehrt euch ſelbſt die Schwierigkeiten, Wenn ihr das ſüße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit Eilt flügel⸗ ſchnell zur Ewigkeit. 10. Laßt euch das Fleiſch nicht träge machen, Verfluchet ſeine Zärtlichkeit; Ihr gebt euch ja um eitle Sachen In tauſend Müh' und Fährlichkeit; Wie ſolltet ihr mit feſtem Mut Nicht ringen um das ewge Gut? 11. Eilt, faßt einander bei den Händen, Seht, wie iſt unſer Ziel ſo nah! Wie bald wird unſer Kampf ſich enden! Dann ſtehet unſer König da; Er führt uns ein zur ſtillen Ruh, Und ſpricht uns ſelbſt das Kleinod zu. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 7 6ft klagt dein Herz, 547. Ofüun ſchwer es ſei, Den Weg des Herrn zu wandeln, Und täglich ſeinem Worte treu Zu denken und zu handeln. Wahr iſt's, die Tugend koſtet Müh, Sie iſt der Sieg der Lüſte; Doch richte ſelbſt: was wäre ſie, Wenn ſie nicht kämpfen müßte? 2. Sie, die ſich ihrer Laſter freun, Trifft ſie kein Schmerz hienieden? Sie ſind die Sklaven eigner Pein Und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüſte dämpft, Hat oft auch ſeine Leiden, Jedoch der Schmerz, mit dem er kämpft, Verwandelt ſich in Freuden. 3. Des Laſters Bahn iſt an⸗ fangs zwar Ein breiter Weg durch Auen, Allein ſein Fortgang wird Gefahr, Sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad iſt anfangs ſteil, Läßt nichts als Mühe blicken; Doch weiter hin führt er zum Heil, Und endlich zum Entzücken. 4. O hätte Gott es uns ver⸗ gönnt, Nach unſers Fleiſches Wil⸗ len, Wenn Wolluſt, Neid und Zorn entbrennt, Die Lüſte frei zu ſtillen, Ließ er den ſchnöden Undank zu, Die freche Luſt zu kränken, Und Menſchenhaß, was würdeſt du Von ſolchem Gotte denken? 5. Gott will, wir ſollen glück⸗ lich ſein, Drum gab er uns Ge⸗ ſetze; Sie ſind es, die das Herz erfreun, Sie ſind des Lebens Schätze. Er ſpricht in uns durch den Verſtand, Er ſpricht durch das Gewiſſen, Was wir, Geſchöpfe ſeiner Hand, Fliehn oder wählen müſſen. 6. Ihn fürchten, das iſt Weis⸗ heit nur, Und Freiheit iſt's, ſie wählen. Das Tier folgt Trieben der Natur, Der Menſch dem Licht der Seelen. Was iſt des Geiſtes Eigentum? Was ſein Beruf auf 22 Das chriſtliche Leben. Erden? Die Tugend! was ihr Lohn und Ruhm? Gott ewig ähnlich werden. 7. Lern nur Geſchmack am Wort des Herrn Und ſeiner Gnade finden, Und übe dich getreu und gern, Dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Ge⸗ brauch Von Gott noch mehr be⸗ kommen; Wer aber nicht hat, dem wird auch Das, was er hat, ge⸗ nommen. 8. Du ſtreiteſt nicht durch eigne Kraft, Drum muß es dir gelin⸗ gen; Gott iſt's ja, welcher beides ſchafft, Das Wollen und Voll⸗ bringen. Bot je der Vater einen Stein Dem Sohn, der Brot be⸗ gehrte? Bet' oft, Gott müßte Gott nicht ſein, Wenn er dich nicht erhörte. 9. Dich ſtärket auf der Tu⸗ gend Pfad Das Beiſpiel ſelger Geiſter; Ihn zeigte dir, und ihn betrat Dein Heiland, Herr und Meiſter. Dich müſſe nie des Fre⸗ chen Spott Auf dieſem Pfade ᷣ₰ hindern; Der wahre Ruhm iſt Ruhm bei Gott, Und nicht bei Menſchenkindern. 10. Sei ſtark und männlich allezeit, Tritt oft an deine Bahre, Vergleiche mit der Ewigkeit Den Kampf ſo kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, Wird neuen Mut dir geben; Und Kräfte der zukünftgen Welt, Die werden dich beleben. 11. Und endlich, Chriſt, ſei un⸗ verzagt, Wenn dir's nicht immer glücket, Wenn dich, ſo viel dein Mut auch wagt, Stets neue Schwachheit drücket. Gott ſieht nicht auf die That allein, Er ſieht auf deinen Willen. Sieh, das Ver⸗ dienſt des Herrn iſt dein, Dies muß dein Herz dir ſtillen. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. teil und dornicht iſt 548. S der Pfad, Welcher zur Vollendung leitet. Selig iſt, wer ihn betrat, Und mit frohem Mute ſtreitet; Selig, wer den Lauf vollbringt, Und das hohe Ziel erringt. 2. Überſchwenglich iſt der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, Die, der Luſt der Welt entflohn, Ihrem Heiland ganz ſich weihen, Deren Hoffnung unverrückt Nach der Siegeskrone blickt. 3. Den am Kreuz wir bluten ſehn, Jeſus hat das Ziel errungen, Und ſich zu des Himmels Höhn Trium⸗ phierend aufgeſchwungen; Als er rief: es iſt vollbracht! War be⸗ ſiegt des Todes Macht. 4. Preis, gekrönter Sieger, dir, Zieh dir nach die Schar der Streiter. Wandeln ſie durch Stürme hier: Jenſeits iſt es ſtill und heiter. Unſrer Hoffnung winkt der Lohn, Heiland, dort an dei⸗ nem Thron. 5. Auf denn, Streitgenoſſen, geht Mutig durch des Lebens Wüſte; Seht auf euren Führer, fleht, Daß er ſelbſt zum Kampf euch rüſte; Seine Gotteskraft allein Kann in Schwachen mäch⸗ tig ſein. Mel. Ida uu Enr 8 di 5 üſtet, Chriſten, eu 549. R zum Streite! Die Feinde ſuchen euch zur Beute, Ja, — —— — — —— —— —— 5 —— 5— — mein Aueſt = l und dnit englic it un en Tod bn ein Ader Wal 4 ng unemt u blick. reuz wir hut = Ziel errunge = mels Höhn! d —— ſchwungen, llbracht! 3 — s Mahtt. = gekrönter 1 nach di „Bunden — Jenſeit tt — ſrer Hoffmm — land ditn 13 Streit ir — durch 1 8 auf euuun ſelbſt zm Seine Goh zn n Schwaca It auf, rtu iſtet, Chrſ — zum Snn euch z a Geiſtlicher Kampf und Sieg. 339 Satan ſelbſt hat euch begehrt. Waffnet euch mit Gottes Worte, Und kämpft getroſt an jedem Orte, 9 Dann bleibt ihr ſtark und unver⸗ ſehrt. Iſt euch der Feind zu ſchnell: Hier iſt Immanuel, Jeſus Chriſtus! Der Starke fällt Durch dieſen Held, Mit ihm behalten wir das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüſten⸗ Beſieget ſie, ſeid tapfre Chriſten, Steht rrut in des Herren Kraft. Stärket euch in Jeſu Namen, Daß ihr nicht ſtrauchelt, wie die Lahmen! Zeiht was der Glaube kann und ſchafft. Wer hier ermüden will, Der ſchaue auf das Ziel, Da iſt berrde. Wohlan, ſo ſeid Zum Kampf bereit, So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Jahre, Eh ihr kommt auf die Totenbahre; Kurz, kurz i ſt unſer Lebenslauf. Wird Gott einſt die Toten wecken, Und Chriſtus ſichre Sünder ſchrecken, Se ſtehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir ſind verſöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange; Und Gottes Sohn Hat längſt uns ſchon Dort beigelegt die Ehrenkron. 4. Jeſu, hilf du deinen Kin⸗ dern Und mache die zu Über⸗ windern, Die du erkauft haſt durch dein Blut. Schaff in uns ein neues Leben, Gieb, daß wir uns zu dir erheben, Wenn uns ent⸗ fallen will der Mut. Geuß auf uns aus den Geiſt, Aus dem die Liebe fleußt In die Herzen; So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für. Eigne Melodie. inge recht, wenn Got⸗ 550. R tes Gnade J Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geiſt ſich ganz entlade Von der Laſt, die ihn beſchwert. 2. Ringe, denn die Bfort iſt enge, Und der Lebenswegiſt ſchmal. Immer ſtehn hier im Gedrängt Chriſti Streiter allzumgl. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Le⸗ ben, Dring in Gottes Reich hinein; Mag dir Satan widerſtreben, Du daufſt nimmer furchtſam ſein. 4. Ringe, deine Lieb erglühe, Halbe Liebe hält nicht Stand; Daß dein Herz der Welt entfliel je, Sei es ganz für Gott entbrannt. 5. Haſt du nun die Perl er⸗ rungen, Denke nicht: nun iſt's gethan; Noch iſt alles nicht bezwun⸗ gen, Was der Seele ſchaden kann. 6. Schaffe ja mit Furcht und Zittern Deiner Seele Seligkeit. Laß dein Herz durch nichts er⸗ ſchüttern, Wenn der Feinde Macht dir dräut. 7. Deine Krone halte feſte, Halte treulich, was du haſt. Recht beharren iſt das beſte, Rückfall bringt dir neue Laſt. 8. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der ſchnöden Eitel⸗ keit. Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe alle Sicherheit. 9. Laß dem Fleiſche nicht den Willen, Folge deinen Lüſten nicht; Willſt du die Begierde n ſtillen, So erliſcht das Gnadenlicht. 10. Wahre Treu liebt Chriſti Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Suchet Ruhe nicht noch Pflege, Hält ſich ſelber nichts zu gut. 22* 340 Das chriſtliche Leben. 11. Wahre Treu kommt dem Getümmel Eitler Weltluſt niemals nah; Iſt ihr Schatz doch in dem Himmel, Darum iſt ihr Herz auch da. 12. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beſtändig Krieg, Sorgt nur, wie ſie über⸗ winde, Kämpft, bis ſie erlangt den Sieg. 13. Drum wohlauf, ihr tapfern Streiter, Kämpfet recht und macht euch Bahn. Geht auf Chriſti Wegen weiter, Denn ſo geht ihr himmelan. 14. Denkt in jedem Augenblicke, Ob's vielleicht der letzte ſei. Laßt die Lampe nicht zurücke, Holt ſtets neues Ol herbei. 15. Ach, die Welt, ſie liegt im Böſen, Sodom ſinkt in Feuers⸗ glut. Seele, wer ſoll dich er⸗ löſen? Eilen, eilen iſt hier gut. 16. Lauf der Welt doch aus den Händen, Dring ins ſtille Zoar ein, Eile, daß du magſt voll⸗ enden, Mache dich vom Böſen rein. 17. Eile, zähle Tag und Stun⸗ den, Bis dir der Erlöſer winkt, Und, wenn du nun überwunden, Dich zum Schauen Gottes bringt. 18. Eile, laufe ihm entgegen, Sprich: mein Licht, ich bin be⸗ reit, Soll die Hülle ich ablegen, Führe mich zur Seligkeit. Mel. Freu dich ſehr, o meine. R- chaffet, ſchaffet, Men⸗ 551. S ſchenkinder, Schaffet eure Seligkeit, Bauet nicht, wie ſichre Sünder, Auf die ungewiſſe Zeit. Unverweilt bekehret euch, Ringet nach dem Himmeelreich, Und bemüht euch hier auf Erden, Wie ihr möget ſelig werden. 2. Soll nun dies an euch ge⸗ ſchehen, So bekämpfet Fleiſch und Blut, Und der Welt zu wider⸗ ſtehen, Rüſtet euch mit Kraft und Mut. Gottes Wille muß allein Eures Lebens Richtſchnur ſein, Mag es dem bethörten Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 3. Selig, wer im Glauben kämpfet, Selig, wer im Kampf beſteht, Wer des Fleiſches Lüſte dämpfet, Und den Reiz der Welt verſchmäht, Unter Chriſti Kreuzes⸗ ſchmach Jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Chriſto ſterben. 4. Werdet ihr nicht treulich ringen, Sondern träg und lüäſſig ſein, Eure Neigung zu bezwingen: So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg; Treuen Kämpfern reicht zum Lohne Dort der Herr die Ehrenkrone. 5. Sich der Welt noch gleich zu achten, Findet nicht bei Chriſ⸗ ten ſtatt; Sinnenluſt und eitles Trachten Schwächt den Geiſt und macht ihn matt. Auf der ſchma⸗ len Glaubensbahn Kommt man keinen Schritt hinan, Wenn man mit geteiltem Herzen Will mit Welt und Sünde ſcherzen. 6. Auf, Erlöſte, Chriſti Glie⸗ der, Die ſein Geiſt erhält und trägt, Schlaget alles in euch nie⸗ der, Was ſich noch von Sünde regt. Was euch ärgert, ſenkt ins Grab, Was euch hindert, werfet ab; Denket ſtets an Chriſti Worte: 1ℳ „Dringet durch die enge Pforte! — w Wile mi — Rittſtm. =— bethörten An oder Ehn — wer in o =ig, wer inz ² den Re — nter Chriſi — t man deu Himmelwiln mit Chriſpf — ihr nict — dern träg w = igung zu ber sbahn Kun —tt hinan d On Heren Sünde ſchn Frlöſte, in Geſt t Ecct alesi- ch noch m =4 uch ärgett — euch hüd — ets auöſt rch die enl 4 Geiſtlicher Kampf und Sieg. 341 7. Zittern will ich vor der Sünde Und dabei auf Jeſum ſehn, Daß ich ſeinen Beiſtand finde, In der Gnade zu beſtehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht Mit mir Armen ins Gericht. Gieb mir deines Geiſtes Waffen, Meine Seligkeit zu ſchaffen. 8. Amen, es geſchehe, Amen! Gott verſiegle dies in mir, Daß ich treu in Jeſu Namen Meinen Glaubenskampf vollführ'. Er ver⸗ leihe Kraft und Stärk' Und re⸗ giere ſtets das Werk, Daß ich wache, bete, ringe, Und alſo zum Himmel dringe. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 5 52 Nict nur ſtreiten, über⸗ . winden Muß, wer nach der Krone ringt. Mühvoll iſt der Kampf der Sünden, Se⸗ Herzen; Dennoch unterlagſt du nicht Selbſt im härteſten Gericht. 4. Wer kann das Geheimnis faſſen, Wer, wie hoch er ſich auch ſchwingt? Gott hat ſeinen Sohn verlaſſen, Welcher mit dem Tode ringt! Dennoch iſt Triumph ſein Ende, Ergiebt ſich in Gottes Hände, Schon umhüllt von Todesnacht Ruft er aus: es iſt vollbracht! 5. Was ſind meine kurzen Lei⸗ den Gegen die, ſo Chriſtus litt, Und was gegen jene Freuden, Die mir Chriſti Tod erſtritt? Herr, ich folge ohne Beben; Hilf mir dringen in dein Leben, Du, der mir zum Heile ſtarb, Und mir Kraft zum Kampf erwarb. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 553. Auf, ihr Streiter, durch⸗ gedrungen, Auf, und lig, wem der Sieg gelingt. Ihn folgt dem Heiland nach, Selbſt empfangen Jubellieder, Freudig ſchaut vom des heißen Streits Gefahr, ſein Los hienieden war. 2. Glorreich, Herr, hat über⸗ wunden Deiner Zeugen glänzend Heer; Ja, ſie 4 den, Und ihr Kampf war heiß und ſchwer; Schwerer als im Lauf der Zeiten Ich ihn jemals werde ſtreiten, Denn das Schwert der Feinde ruht, Trieft nicht mehr von Chriſtenblut. 3. Überwunden, überwunden Haſt du, Herr der Herrlichkeit. Todesſchweiß und Blut und Wun⸗ den Zeugen von dem ernſten Streit. Tauſendfache Angſt und Schmerzen Laſteten auf deinem Ziel er nieder Auf Wie er Der Ringt ihm nach in ſeiner Kraft; ahen dunkle Stun⸗ Z Marter, Tod und Schmach. ſich hat aufgeſchwungen, durch Er iſt's, der den Sieg verſchafft. 2. Kein Erlöſter müſſe ſagen, Ihm gebreche Kraft und Mut Zu dem Kampf mit Fleiſch und Blut. Alles ſoll der Jünger wagen, Weil der Herr die Wunden heilt, Und den Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir ſchwach: bei ihm iſt Stärke; Sind wir arm: der Herr iſt reich. Wer iſt unſerm Führer gleich? Seine Macht thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem der Himmel unterthan! 4. Ja, er kann und will uns ſchirmen; Höret auf verzagt zu 342 Das chriſtliche Leben. ſein. Auf den Feind dringt mutig ein, Mag er drohen, mag er ſtür⸗ men. Wißt, der Weg zur Seligkeit Fordert Mut, Geduld und Streit. 5. Nun ſo wachet, kämpft und ringet, Bleibet wacker im Gebet, Bis ihr auf der Höhe ſteht. Wenn ihr Siegesfahnen ſchwinget, Wenn der Erde Werk gethan, Hebt des 6. Brich hervor,:,: Zion, brich hervor in Kraft, Weil die Bruder⸗ liebe brennet, Zeige, was der in dir ſchafft, Der als ſeine Braut dich kennet; Zion, durch das dir er⸗ brochne Thor Brich hervor.: 7. Halte aus,,: Zion, halte deine Treu, Laß doch nimmer lau dich finden. Auf, das Kleinod Himmels Wonne an. Eigne Melodie. ahre fort.r 4. Mahre fort, Fahre fort 554. J Zion, fahre fort in Kampf und Strauß Halte aus.⸗, V . Mel. Großer Prophete, mein. Licht, Mache deinen Leuchter helle, 555 Jeſu⸗ hilf ſiegen, du &ᷣ Fahre fort. Laß die erſte Liebe nicht, Suche Fürſte des Lebens! ſtets die Lebensquelle. Zion, dringe Sieh, wie ich ſchweb' in Gefah⸗ durch die enge Pfort', Fahre fort, ren und Not. Schwach iſt mein Wollen, mein Ringen vergebens, 2. Leide gern,: Zion, leide Furchtbar die Macht, die mich ohne Scheu Trübſal, Angſt mit ſtäglich bedroht. Spott und Hohne; Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebens⸗ krone. Zion, ſcheint der Troſt dir noch ſo fern, Leide gern.:“ 3. Folge nicht,: Zion, folge nicht der Welt, Die dich ſuchet groß zu machen; Achte nichts ihr Gut und Geld, Laß ſie deines Glaubens lachen. Zion, wenn ſiedir viel Luſt verſpricht, Folge nicht.:, 4. Prüfe recht,:,: Zion, prüfe recht den Geiſt, Der dich ruft zu beiden Seiten; Thue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, meide das, was krumm und ſchlecht, Prüfe recht.: 5. Dringe ein,:,: Zion, dringe ein in Gott, Stärke dich mit Geiſt und Leben, Sei nicht wie die an⸗ dern tot, Sei du gleich den grünen Reben. Zion, in das Weſen, nicht Stehſt du mir, Zeſu, nicht ſchützend zur Seite, Wie könnt ich kämpfen und ſiegen im Streite? 2. Jeſu, hilf ſiegen, ein ſünd⸗ lich Verlangen Kämpfet in mir mit des Höchſten Gebot. Nimm du den Willen des Fleiſches ge⸗ fangen, Bring durch dein Sterben der Sünde den Tod; Und daß mir möge, was gut iſt, gelingen, Gieb du das Wollen und gieb das Vollbringen. 3. Jeſu, hilf ſiegen, ſonſt muß ich verzagen, Wenn mein Gewiſſen das Urteil mir ſpricht, Wenn mich die Sünden der Jugend ver⸗ klagen, Und ich erbebe vor Gottes Gericht. Wenn ſolche Schrecken die Seele beſtürmen, Wolleſt du mich, o Verſöhner, beſchirmen. 4. Jeſu, hilf ſiegen, wer mag in Schein, Dringe ein.:, ſonſt beſtehen Wider den trüglich rückt herbei, Auf, beſiege alle Sünden! Zion, in dem letzten 6. dles b Edn. duchd pexbun leahn ſtr Iner auch über 5 — Mact, n =. Steſſt a hützend zu, fämpfen m — f ſiegen, en — Kämpfetn — en Gebot. des Feit zn durch dene n Tod; Uo zn gut iſt g — Wollen w. = nn. x. ſſiegen, ir enn meind tr ſprick! un der Iun 5 erbebe bor 6n ſolche er AM — rmen, Va —mel, beſte — f ſiiegen, w n Lider da 4 Geiſtlicher Kampf und Sieg. verſchlagenen Feind? Wer mag dem Vater der Lügen entgehen, Wenn er als Engel des Lichtes erſcheint? Du biſt die Wahrheit, mein göttlicher Meiſter, Lehr' mich ſie finden, und prüfen die Geiſter. 5. Jeſu, hilf ſiegen, hilf wachen und beten. Herr, durch dein Flehen, das alles vermag, Wolleſt du mich bei dem Vater vertreten. Hüter, dein Auge bleibt immerdar wach; Will mich der Schlummer der Trägheit befallen, Laß, mich zu wecken, dein Rufen erſchallen. 6. Jeſu, hilf ſiegen, wenn alles verſchwunden, Was ich auf Erden mein eigen genannt. Wenn auch die Freunde, ſonſt treu mir verbunden, Kalt und entfremdet ſich von mir gewandt, Dennoch 3 ſoll nimmer mein Herz ſich betrü⸗ ben, Biſt du, o Jeſu, mein Teil nur geblieben. 7. Jeſu, hilf ſiegen, wenn einſt ich ſoll ſterben, Mache von Furcht vor dem Tode mich frei; Zeige das Reich mir, das der ſoll er⸗ erben, Der bis ans Ende ge⸗ blieben dir treu. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen, Reiche die Hand mir, o Jeſu, 7 hilf ſiegen! Mel. Was Gott thut, das iſt. 5 ein Chriſt, ein tapfrer 556. E Trreitzheid. Voll Geiſt und Kraft und Stärke, Ver⸗ leugnet ſich, bezwingt die Welt, Zer⸗ ſtört des Satans Werke, Kämpft innerlich Und äußerlich; Wo ſich 2. Ich habe fruchtlos mich ge⸗ quält, Und gab mich faſt verloren, Bis ich den Helfer mir erwählt, Des Geiſt mich neu geboren. Wer will die Kraft, Die alles ſchafft, Wer Chriſti Macht ergründen, Durch die wir überwinden? 3. Auf Eitles war mein Sinn geſtellt, Auf falſche Luſt und Ehre, Ich lebte nach dem Lauf der Welt, Und nicht nach Chriſti Lehre. So iſt's nicht mehr, Gott ſei die Ehr! Ich ſtreite mit den Sünden, Und will ſie überwinden. 4. Die Menſchen flößten Furcht mir ein, Gefallen wollt ich allen; Jetzt aber fürcht ich Gott allein; Und will nur ihm gefallen. Der Menſchen Gunſt Iſt eitler Dunſt; Mag ſich ihr Haß entzünden, Doch werd ich überwinden. 5. Die Welt mit ihrem Spott und Hohn Erhebet mich zu Ehren; Sie muß an meiner Himmels⸗ kron Die Edelſteine mehren. Der Herr ertrug, Daß man ihn ſchlug, Er ließ ſich ſchmähn und binden; Auch ich will überwinden. 6. Leb ich in ſteter Traurigkeit, Sind wenig gute Stunden In meiner kurzen Lebenszeit: Ich habe Gott gefunden. Der tröſtet mich Gar väterlich, Will mich vom Schmerz entbinden, Drum kann ich überwinden. 7. Und wie ich immer führte Krieg Mit meinen Glaubens⸗ waffen, So werden ſie den letzten Sieg Im Sterben mir verſchaf⸗ fen. Ob Grab und Tod Auch furchtbar droht: Die Schrecken bald verſchwinden, Und ich werd auch Feinde finden, Er kann ſie überwinden. überwinden. — ——— 344 Das chriſtliche Leben. 8. Das Kleinod iſt mir vorge⸗ ſteckt, Ich ſoll nur tapfer kämpfen; Drum bleibt mein Arm ſtets aus⸗ geſtreckt, Mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt, Und friſch gewagt! Ich ſeh die Krone binden, Drum willich überwinden. Mel. Jeſu, nneined Lehens Leben. AE5 wge Wahrheit, deren 297. E Treue Unſre Hoff⸗ nung ſtützt und hält, Ich bekenne und bereue, Daß mich Zweifel⸗ mut befällt. Ach, wie hängt mein Herz an Dingen, Die mich nicht zur Ruhe bringen! Gott, wie leicht vergeß ich dein, Wenn mein Troſt ſoll ſichtbar ſein. 2. Ach vergieb mir dieſe Sünde, Nimm die Strafe von mir hin; Schenke deinem armen Kinde, Vater, einen andern Sinn, Den nicht falſche Hoffnung bindet, Die wie dünner Reif verſchwindet, Die wie leichter Rauch entflieht, Und das Herz zur Erde zieht. 3. Laß mich eitle Sorgen meiden, Weil du für mich ſorgſt und wachſt, Und im Trauern, wie in Freuden, Dich um mich zur Mauer machſt. Laß, Herr, auf dein Wort mich hoffen, Das noch ſtets iſt einge⸗ troffen. Hoffnung, die auf dich nicht traut, Hat auf loſen Sand gebaut. 4. Laß den Anker meiner Seelen Unter aller Stürme Wut Nur dein Herz zum Grunde wählen, Wo er feſt und ſicher ruht. O, dann wird's kein Zweifel wagen, Mich zum Unmut zu verſchlagen. Unbeweglich werd ich ſtehn, Wenn auch Berge untergehn. 5. Laß mein Herz verſichert haftig ſei, O ſo werd ich ſchon auf Erden Vieler Sorg und Unruh frei; So werd ich im Glauben beten, Und erhört zurücke treten; So wächſt meine Zuverſicht, So wankt meine Hoffnung nicht. 6. Vater, meine Hoffnung grün⸗ Ach, in ſeinem Blute findet Meine Seele Troſt in Not. Durch ſein ſiegreich Auferſtehen Kann ich neu geboren gehen Zu den Bürgern jener Welt, Wenn der Erdenbau zerfällt. 7. Da mein Haupt ſich aufge⸗ ſchwungen Und auf Gottes Thron / geſetzt, Bin auch ich mit durchge⸗ drungen, Und den Engeln gleichge⸗ ſchätzt. Ich beſitz ein ewig Leben, Das mir Jeſus ſelbſt gegeben; Ich bin auch im Glauben ſchon Mit erhöht auf ſeinen Thron. 8. Hier muß ich als Pilger wallen, Droben iſt mein Vater⸗ land; Dort, wird einſt die Welt zerfallen, Find ich meinen Ehren⸗ ſtand. Ich erwarte nur die Stun⸗ den, Da ich, von der Sünd ent⸗ bunden, Meinen Heiland werde ſehn, Und verkläret vor ihm ſtehn. 9. Unterdeſſen laß mich hoffen Auch in Trübſal auf dein Licht. Zeige mir den Himmel offen, So ſchreckt Tod und Grab mich nicht. Laß mich, Herr, voll Troſt und Freuden Aus dem Thal der Thrä⸗ nen ſcheiden, Und einſt, was ich hoffe hier, Dort mich ſchauen, Herr, bei dir. Mel O du ohe— L kief urchbrecher aller 558. 9O Bande, Der du immer bei uns biſt, Bei dem werden, Daß dein Wort wahr⸗ Schade, Spott und Schande Lau⸗ det Sich auf deines Sohnes Tod; ==— — ‚—. —— — — — — — — —— ———— =—— — = — er,meine doffemnt auf deines Stürd. mnem Bluteftden — Luferſtehen Amn 4 hen Zuden Buna. enn der Erdenbug mein Haupt ſt 9 n Und auf Gotted if 1 8 Bin auch ich nit Und den Engan —.* t 1 Ich beſitz ein er er Jeſus ſellſt ¹ 9 1 6 auch im Glukt höht auf ſeinen i ier muß ich u Droben iſt mnt Dort, wird ein 5 /, Find ich meint Ich erwarte wurie g ich, von der eil ſ 45 W „Meinen Heime 1 und verkläret vorig Anterdeſſen da utſt in Trübſal af u un ſa. t Tod und Grürte nich, Hert, dal dn. den Aus dem Thuu mir den Himme ſcheiden, Und un n dier, dott nihe bei dir. 1 O d b mr 7 Drrttrut 7 8 Bande 8 V „ ur bei un ni, ade, Spottmet —— — 1 +— Würde und Seligkeit der Gläubigen in dieſem Leben. 345 ter Luſt und Himmel iſt, Stehe ferner im Gerichte Wider unſern Adamsſinn, Bis du uns zum hellen Lichte Führeſt aus dem Kerker hin. 2. Iſt's doch deines Vaters Wille, Daß du endeſt dieſes Werk; Dazu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Daß du nichts von dem verliereſt, Was er dir gegeben hat, Und uns aus dem Treiben führeſt Zu der ſüßen Ruheſtadt. 3. Schau denn her auf unſre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, ringen, ſchreien, beten Um Erlöſung von Natur, Von dem Dienſt der Eitelkeiten, Der uns hart darnieder drückt, Ob der Geiſt ſich auch in Zeiten Schon auf etwas Beßres ſchickt. 4. Herr, zermalme, Herr, zer⸗ ſtöre Dieſe Macht der Finſternis; Der preiſt nicht mehr deine Ehre, Den ſie fort zum Tode riß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, Laß uns wahre Freiheit finden In des Vaters Hochzeitshaus. 5. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleiſch in Ewigkeit. Was du nötig findſt, das thue Noch vor unſrer Abſchiedszeit; Aber unſer Geiſt, der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlöſung findet, Welcher Zeit und Maß gebricht. 6. Herrſcher, herrſche! Sieger, ſiege! König, brauch dein Regiment!. Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End! Mach ſie frei, die arme Seele, Durch des neuen Bundes Blut, Daß ſie ſich nicht länger quäle, Nimm ſie auf in deine Hut. 7. Lange hält uns ſchon ge⸗ fangen Luſt und Selbſtgefälligkeit; Ach, laß uns nicht länger hangen In dem Tod der Eitelkeit. Ja, die Laſt treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig uns nur die erſten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn! 8. Teuer ſind wir ja erworben, Knechte nicht der Welt zu ſein: Drum, ſo wahr du biſt geſtorben, Mußt du uns auch machen rein. Der wird rein und ganz vollkonm⸗ men, Ahnlich deinem heilgen Bild, Der die Gnade hat genommen, Die aus deiner Fülle qulllt. 9. Zeuch uns, Jeſu, in dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt ſein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ ins Paradies uns ein. Herr, ich weiß, du wirſt nicht ſäumen, Laß uns nur nicht träge ſein, Werden wir, als die da träumen, Doch einſt gehn zur Freiheit ein. 11. Würde und Seligkeit der Gläubigen in dieſem Leben. Mel. Ach, wie nichtig, ach, wie. ſorgen, Denn es iſt in Gott ver⸗ 559 O wie richtig und wie borgen. wichtig Iſt der Chriſ⸗ ten Leben! Weder heute noch auch 2. O wie richtig und wie wich⸗ tig Sind der Chriſten Tage! Wer morgen Darf man vor Verderben ſich durch die Zeit gerungen Und — öÿöÿö————— —————— ———— —— —— zum Ewgen aufgeſchwungen, Dem ſind Gottes Freund und Kinder, 4 e △‿ 46 Das chriſtliche Leben. iſt jeder Tag gelungen. 3. O wie richtig und wie wichtig Iſt der Chriſten Freude! Freude, die in Gott gegründet Und den Geiſt mit ihm verbindet, Freude, die kein Ende findet. 4. O wie richtig und wie wichtig Iſt der Chriſten Schöne! Tugendſchönheit im Gemüte Iſt bei Gott von größrer Güte, Als der Lenz in ſeiner Blüte. 5. O wie richtig und wie wich⸗ tig Iſt der Chriſten Stärke! Welt und Fleiſch muß unterliegen, Chriſ⸗ tenkräfte müſſen ſiegen, Wenn ſie ihren Feind bekriegen. 6. O wie richtig und wie wich⸗ tig Iſt der Chriſten Segen! Was ſie Gott zum Preis erſinnen Und darauf in ihm beginnen, Muß ſtets Glück und Heil gewinnen. 7. O wie richtig und wie wich⸗ tig Iſt der Chriſten Ehre! Sie Chriſti Brüder, auch nicht minder Richter aller Feind und Sünder. 8. O wie richtig und wie wich⸗ tig Sind der Chriſten Schätze! Was die wahren Chriſten haben, Sind ganz unſchätzbare Gaben, Wonach keine Diebe graben. 9. O wie richtig und wie wichtig Sind der Chriſten Sachen! Gott wirkt ſelbſt ihr Thun und Dichten, Heißt ſie treu ihr Werk verrichten, Das kann keine Zeit vernichten. Mel. Lobe den Herren, den. 5 lles iſt euer! o Worte 560. 2 des ewigen Lebens! Fühle ſie, gläubige Seele, voll Irdiſchgeſinnten allein Tönen die Worte vergebens. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Chriſten! Wallt er gleich dürftig und einſam in trau⸗ rigen Wüſten, Findet er gleich Thoren geachtet und reich: Wie kann nach Eitlem ihn lüſten? 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Thoren im Sturme ver⸗ wehen. Wohl ihm, er faßt Statt der vergänglichen Laſt Güter, die nimmer vergehen. 4. Alles, was Freude gewähret im irdiſchen Leben, Alles, wovor noch die Kinder der Welt hier er⸗ beben, Leben und Tod Iſt euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. vom Himmel hernieder Schauet der Mittler auf ſeine erlöſeten Glieder; Höret, er ſpricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht, Alles iſt euer, ihr Brüder! 6. Seid ihr auch elend, verlaſ⸗ ſen, verfolgt und gefangen, Fließen euch Zähren des Grams von er⸗ bleichenden Wangen, Droben im Licht, Freut euch, da fließen ſie nicht, Dort iſt das Alte vergangen. 7. Die ihr mit Chriſto einſt herrſchet, ſingt Lieder der Feier, Freut euch der Hoheit, die Chriſtus errungen ſo teuer, Die er erwarb, Als er auf Golgatha ſtarb. Amen, ja, alles iſt euer! Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 561. Wie groß iſt unſre Seligkeit, O Gott, heiligen Bebens. Alles iſt dein! ſchon in der Prüfungszeit, Selbſt 5. Alles iſt euer! o Chriſten, — —— =—=—— ————=—— ——,— —— — 2— — — ——— ————— ——=—— lhtens liche Vünd un d Chriſen! ie ftig un dinjminn üſten, Findet 4 9 gerte n und wi h Eilen in ii umer das Anhe g en Höhen, Sinn. Tho ten ins um Wohl l ihm, eft dh anglichen Laſt 3 1 dedlen les, was Freuden chen Leben, a Kude der 3 Leben und Ta 4 a unte lerde en — tes Gebot t Uuna lles iſt euer!oh. immel herniär ittler auf ſei n 6 Höret er ſcitt flein, dich nich uſ hr Brüder! Seid ihr duch llen —— rfolgt undgefenen aäͤhren des Gumit nden Wangen, di Freut a R Dort iſt das Abm Die i i hh het, ſingt d raufGrguliſ in lles iſt ewer! 1 Wie ſchön beuct ui 1 Nr wi i 1. W. Sttttd. Seel rinde huim lnäſt euth dr di da ngen ſo teuer dam Würde und Seligkeit der Gläubigen in dieſem Leben. 347 unter viel Beſchwerden, Wenn unſer Herz ſich dir ergiebt, Und treu in Jeſu Dienſt ſich übt! Wie 9 groß wird ſie einſt werden, Wenn ſich Herrlich Jenes Leben wird an⸗ heben, wo man Freuden Erntet von der Saat der Leiden! 2. O wie erhaben iſt das Recht, Das du uns giebſt, Hatn dein Ge⸗ ſchlecht Und Bundesvolk zu heißen! Bei dir iſt unſer Vaterland, Und wer will deme ſtarken Hand, All⸗ mächtger, uns ntreße Wenn wir Gleich hier Müſſen ſtreiten, und zu Zeiten ſchwach uns finden, Hilfſt du doch uns überwinden. 3. Du deckeſt unſre Schulden zu, Schenkſt unſern Seelen wahre Ruh, Und ſtärkeſt uns mit Freude. Dein Sohn iſt unſer Haupt und Ruhm, Wir ſein erkauftes Eigen⸗ tum Und Schafe ſeiner Weide. Gutes Mutes Sind auf Erden in Beſchwerden unſre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Wert Der Gnado, die uns wider⸗ fährt, Verborgen hier auf Erden: Doch wenn dereinſt vor aller Welt Er, unſer Haupt, Gerichtstag hält, Dann wirder ſichtbar werden. Als⸗ dand⸗Sieht man Ihn mit Kronen uns belohnen, und mit Ehren Für ſein treues Volk erklären. 5. Wie ſelig, Gott, ſind wir alsdann, Wie viel haſt du an uns gethan! Wie groß iſt unſre Würde! Laß auf ſie ſehn uns jederzeit, So tragen wir mit Willigkeit Der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb Den Trieb In die Seelen, dich zu wählen, und das Leben Ganz in Jeſu Dienſt zu geben. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 562. Herr welch Heil kann erringen! In welche Höhn dui ich mich ſchwin⸗ gen! Mein Wandel ſoll 8 Him⸗ e ſein! O du Wort voll heil⸗ gen Bebens, Und doch voll Wonn und ewgen Lebens: Im Himmel ſoll mein Wandel ſein! Ich ſinke ſtaunend hin, Ich ahne, wer ich bin, Wer ich ſein kann. Ich trage noch Des Todes Joch, Im Himmel ſoll ich wandeln doch. 2. Schwing dich denn zu dieſen Höhen, Und lern im Lichte Gottes fehen, Wer du, verſöhnte Seele, biſt. Mit dem ſeligſten Entzücken Wirſt du in dieſem Licht erblicken, Wer, Seele, dein Verſöhner iſt. Du, durch ſein Opfer rein, Biſt ſtark, dich ihm zu weihn Ohne Wanken. Er, Gottes Sohn, Giebt reichen Lohn Den Gläubigen an ſeinem Thron. 3. Wort vom Anfang, Einge⸗ borner, Eh du herabkamſt, Aus⸗ erkorner, Lag auf dem Erdkreis Dunkelheit; Du erſchienſt, du Licht vom Lichte, Wir ſchaun in deinem Angeſichte Nun deines Vaters Herrlichkeit. Ja, Wahr⸗ heit, Troſt und Ruh Strömt, Herr, von dir uns zu, Wenn wir glauben: Du haſt's vollbracht! Des Irrtums Nacht, Die Sünde ſelbſt weicht deiner Macht. 4. Wenn die Seel in tiefe Stille Verſunken iſt, wenn ganz ihr Wille Der Wille des iſt, der ſie liebt; Wenn ihr inniges Ver⸗ trauen Sich faſt erhebt zum ſel⸗ gen Schauen, Und Liebe ſie für 4 1 f 4 „Herr Jeſu Chriſt, Sei ihr Leben: Wie hoch entzückt, Wie reich erquickt Iſt ſie, ſchon ganz der Erd entrückt! 5. Ja, dann iſt ihr ſchon ge⸗ geben Ihr neuer Nam' und ew⸗ ges Leben, Im Himmel iſt ihr Wandel dann. Stark, den Streit ſchuldig meinet, Iſt ſolchem Herzen ſchon zu viel. Warumd es gilt der Welt abſagen; Hier heißt's: rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt ſich nicht erjagen, Es ſei denn alles abgethan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, Als die im Blute Chriſti des Herrn zu ſtreiten, Sieht ſie liegt, Die reine himmliſche Be⸗ die Krone ſchon von weitem, Die gierde Hat alle Eitelkeit beſiegt. An Kron am Ziel, und betet an. einem reinen Gotteskinde Glänzt Preis, Ehr und Sieg und Kraft Gottes Name ſchön und rein: Wie Sei dem, der neu uns ſchafft, könnt es denn vom eitlen Winde Ihm zu leben; Und ihm ſei Dank Der Welt noch eingenommen ſein? — —— Und Lobgeſang, Der für uns ging des Todes Gang. V 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, Damit die Welt ſich ſelbſt 6. Preis auf ſeinem Himmels⸗ anficht, Vom Neid, damit ſich andre throne Dem Vater und dem ewgen Sohne, Ihm, der da iſt und der da war! Lauter Weisheit, Gnad und Stärke, Und Wunder ſind, Herr, deine Werke, Dort ſind ſie ganz uns offenbar. Dort ſtrahlt dein Angeſicht Im reinſten Himmels⸗ licht Allen Frommen. Dort wer⸗ den wir, Barmherzger, dir Ein Lob bereiten für und für. Mel. Die Tugend wird durchs. ſüßer Stand, o ſelig 563. O Leben, Das aus der wahren Einfalt quillt! Wenn ſich ein Herz ſo Gott ergeben, Daß Chriſti Sinn es ganz erfüllt; Wenn ſich der Geiſt nach Chriſti Bilde Im Licht und Recht hat aufgericht't, Und unter ſolchem klaren Schilde Durch alle falſchen Höhen bricht. 2. Was andern ſchön und lieb⸗ lich ſcheinet, Iſt ſolchem Herzen tragen, Weiß Chriſti Sinn und Einfalt nicht. Den Schatz, den ſie im Herzen heget, Behält ſie wider allen Neid; Iſt jemand, der Luſt dazu träget, Das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O ſchönes Bild, ein Herz zu ſchauen, Das ſich mit Chriſti Einfalt ſchmückt! Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, Ihr ſäumt, bis euch die Nacht berückt. Was ſind die Lampen ohne Ole? Es mangelt Einfalt, Chriſti Sinn; Sucht etwas Beßres für die Seele, Und gebt der Welt das Ihre hin. Mel. Valet will ich dir geben. 564. Vor ſeinen Augen leben Iſt wahre Seligkeit; Sich ihm zu eigen geben Iſt, was allein erfreut. Nichts können und nichts wiſſen, Nichts wollen und nichts thun, Als Jeſu folgen 2 müſſen: Das heißt in Frieden ruhn. ——ry ————— „— — ◻2 —— — — —— n Unranes mn * 4 nitſt nüt h 1 alles obgethmn einfalt veiß dont lls die im Bate 1 G 1 e rene hinnüſtt alle Eitelketbe nen Gotteskind ame ſchön undri denn vom eitln. tnocheingenonman Sorgen, Rotmn Damit die Wetſt om Neid, danttſtt Leiß Chriſti èn. nicht. Den Ehn derzen heget, gii len Neid; Iſt ſe dazu träget, dan er Herzensfren. ſchönes Bid, aä ich ntl ſchmückt! Geſt ſt n Jungfrauen, Jprir —— die Nacht berit. Lampen ohne dien Einfalt, Chritt was Beßtes fürdee t der Welt dis ire M Ve eimn hn Iſtwohre Sihn 1 4 dts thur, A6 3 Das heittin rädaae 2. Der Chriſt ſteht aus dem Tod, Gericht und Ewigkeit. 349 Schlafe In Chriſti Freundſchaft auf, Und fürchtet keine Strafe Im ganzen Tageslauf; Und iſt der Tag vollendet, So legt er ſich zur Ruh, Von Chriſto unverwen⸗ det Thun ſich die Sinne zu. 3. So geht er feſt und ſtille Dahin bei Tag und Nacht; Auf Jeſum iſt ſein Wille, Nicht auf die Welt bedacht. Er hört und ſieht und fühlet, Hört, ſieht und fühlt doch nicht, Und weiß, vom Schmerz durchwühlet, Kaum, daß ihm Weh geſchicht. 4. Gewiß, wer erſt die Sünde Getilgt durch Chriſti Blut, Und gleich dem frommen Kinde Auf ihn lenkt Sinn und Mut, Kann auch gottſelig handeln, Und kann bald anders nicht. Herr Jeſu, lehr uns wandeln In deiner Augen Mel. Nun freut euch, liebe. 5 er Herr iſt mein ge⸗ 565. D treuer Hirt, Dem ich mich ganz vertraue; Zur Weid' er mich, ſein Schäflein, führt, Auf ſchöner grüner Aue. Zum friſchen Waſſer führt er mich, Und labt die Seele kräftiglich Durchs ſelge Wort der Gnade. 2. Er führet mich auf rechter Bahn Um ſeines Namens willen; Und wenn auch Trübſal nahtheran, Kann alle Furcht er ſtillen. Im finſtern Thal iſt er bei mir, Drum fürcht ich auch kein Unglück hier, Er iſt mein Stab und Stecken. 3. Er ſpeiſet mich mit Himmels⸗ brot, Er ſalbet meine Seele, Wenn mich umgiebt viel Angſt und Not, Mit ſeinem Freudenöle; Und Gutes und Barmherzigkeit Läßt er mir folgen allezeit, Ich bleib Licht. in ſeinem Hauſe. 12. Tod, Gericht und Ewigkeit. Mel. O Gott, der du ein Heerfürſt. ein Leben iſt ein 566. Mopigrimſtand, Sch reiſe nach dem Vaterland, Nach dem Jeruſalem, das droben; Wo Gott mir eine feſte Stadt Auf Bundesblut gegründet hat, Da was zeitlich iſt, veracht, Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reiſen iſt ohn Un⸗ gemach, Der Lebensweg hat auch ſein Ach, Man wandelt nicht auf weichen Roſen. Der Weg iſt eng, der Feinde viel, Die mich abwen⸗ werd ich meinen Gott ſtets loben. den von dem Ziel; Ich muß mich Mein Leben iſt ein Pilgrimſtand, oft in Dornen ſtoßen, Ich muß Ich reiſe nach dem Vaterland. durch dürre Wüſten gehn, Und 2. So ſchnell ich Land und kann oft keinen Ausweg ſehn. Sand verlaß, Läuft ſchnell des 4. Der Sonne Glanz mir oft Lebens Stundenglas, Und was gebricht, Der Sonne, die mit vorbei iſt, kommt nicht wieder. Gnadenlicht In unverfälſchte Her⸗ Ich eile zu der Ewigkeit; Herr zen ſtrahlet. Wind, Regen ſtür⸗ Jeſu, mach mich nur bereit, Und men auf mich zu, Mein matter öffne meine Augenlider, Daß ich, Geiſt find't nirgend Ruh; Doch 350 Das chriſtliche Leben. alle Müh iſt ſchon bezahlet, Wenn ich das goldne Himmels⸗ thor Mir ſtell' in Glaub und Hoffnung vor. 5. Jsraels Hüter, Jeſu Chriſt, Der du ein Pilgrim worden biſt, Da du mein Fleiſch haſt ange⸗ nommen, Zeig mir im Worte deine Tritt', Laß mich bei einem jeden Schritt Zu deinem Heil ſtets näher kommen. Mein Leben fleugt, ach, eile du, Und fleug mit Gnad und Hülf herzu. 6. Durch deinen Geiſt mich heilig leit’, Gieb in Geduld Be⸗ ſtändigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß beſchütze. Ich falle ſtündlich, hilf mir auf; Ach zeuch mich, daß ich dir nachlauf', Sei mir ein Schirm in Trübſalshitze. Laß deinen ſüßen Gnadenſchein In Finſternis nie ferne ſein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll“, Vor Durſt nach dir verſchmachten will, So laß mich dich zum Labſal finden. Und wenn ich ſchließ die Augen zu, So bring mich zu der ſtillen Ruh, Wo Streit und Mühe ganz ver⸗ ſchwinden. Ja, laß mich ſein in Abrams Schoß Dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in dieſem fremden Mel. Chriſt, alles, was dich kränket. 8 ie auf der Erde wal⸗ 567. D len, Die Sterblichen ſind Staub, Sie blühen auf und fallen, Des Todes ſichrer Raub. Die Stund iſt uns verborgen, Da Gottes Stimme ruft; Doch jeder neue Morgen Bringt näher uns zur Gruft. 2. Getroſt gehn Gottes Kinder Die öde, dunkle Bahn, Zu der verſtockte Sünder Mit bangem Herzen nahn; Wo ſelbſt der freche Spötter Nicht mehr zu ſpotten wagt, Und vor der Gläubgen Retter Erzittert und verzagt. 3. Wenn dieſe Bahn zu gehen Dein Will⸗ einſt mir gebeut, Wenn nahe vor mir ſtehen Gericht und Ewigkeit, Wenn meine Kräfte be⸗ ben, Und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, O dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, Hilf mir in ſolcher Angſt, Der du zum Heil der Sünder Selbſt mit dem Tode rangſt. Wenn bei des Kampfes Ende Mich Todes⸗ ſchrecken faßt, Dann nimm in deine Hände, Den du erlöſet haſt. 5. Des Himmels ſelge Freu⸗ den Ermißt kein ſterblich Herz! O Troſt für kurze Leiden, Für Land Der blinden Welt gleich unbekannt: Dort ſind die Freunde, die mich kennen, Dort werd ich mit der Himmelsſchar Dir jauch⸗ zend dienen immerdar, Und in der reinſten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang, Hier in der Wüſte wird kurzen Todesſchmerz! Dem Sün⸗ denüberwinder Sei ewig Preis und Dank; Preis ihm, der für uns Sünder Den Kelch des To⸗ des trank! 6. Heil denen, die auf Erden Sich ſchon dem Himmel weihn, Und aufgelöſt zu werden Mit mir bang. heilger Furcht ſich freun! Bereit, ————— ———— 5 ——== — — — — —— ——— eroſt gehn Gat b „dund nkle Bahr 1a e Sünder 1 nahn; Wo ſe ie Niht neht, U nd vor de gi Er eiſt ttert mn in mn diſf anm einſt mirgaie mir ſtehen gat. 3 Wen reie ti d nun das Herznine der Tod und Kndd mich nicht! A N dilf, Todesüdennt ſolcher Auſt N deil der Sünder dißf Lad mgſt. In th Mel. zmpfes Ende Müd en faßt, Dann m 1 di bünde der ndu tin 1 dh R dog Dank. am Sunde da V rank! Heil d denen, 1 A ife 1 ſhon dn finn n aufzelöſt ning er Furct ic irn. == — Tod, Gericht und Ewigkeit. 351 es ihm zu geben, Sobald ihr Gott gebeut, Gehn ſie getroſt durchs Leben Hin zur Unſterblichkeit. O Gott, der du ein Heerfürſt. Ich bin, o Herr, in I deiner Macht, Du 568. haſt mich an das Licht gebracht, Und du erhältſt mir auch das Leben. Du kenneſt meiner Mon⸗ den Zahl, Weißt, wann ich die⸗ ſem Erdenthal Auch wieder gute Nacht muß geben: Wo, wie und wann ich ſterben ſoll, Das weißt du, Herr des Lebens, wohl. 2. Wen hab ich doch, als dich allein, Der mir in meiner letzten Pein Kann Troſt und Rat und Hülfe bringen? Wer nimmt ſich meiner Seele an, Wenn nun mein Leben nichts mehr kann, Und ich muß mit dem Tode rin⸗ gen, Wenn allen Sinnen Kraft gebricht: Thuſt du es, Gott, mein Heiland, nicht? 3. Mich dünkt, ſchon lieg ich kraftlos da, Dem letzten Augen⸗ blicke nah, Von Todesangſt ſchon überfallen; Gehör und Sprache nehiien ab, Die Augen ſtarren hin aufs Grab; Doch kränkt die Sünde mich vor allen. Die Stimme des Gewiſſens ſpricht: Gerecht iſt Gott, er hält Gericht. 4. Ich höre der Poſaune Ton, Ich ſehe meinen Richter ſchon, Und um ihn alle Völker ſtehen; Geöffnet liegt vor ihm ſein Buch, Schon hör ich des Geſetzes Spruch, Ihn wendet nicht mein ängſtlich Flehen; Verdammnis iſt des Sün⸗ ders Teil, Er hat kein Recht an Gottes Heil. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, Umſonſt erbeut ein Bruder ſich, Den ſündgen Bruder zu er⸗ löſen. Ein jeder wird alsdann empfahn Den Lohn für das, was er gethan; In dem Gericht ſchützt nichts den Böſen. Wer hilft mir ſonſt in dieſer Not, Thuſt du es nicht, mein Herr und Gott? 6. In meiner Seele großem Schmerz Erheb ich zu dir Aug und Herz, Der du die Miſſethat vergiebeſt; Den Tod des Sünders willſt du nicht, Drum ſchreckt mich nicht dein ſtreng Gericht, Weil du auch mich in Chriſto liebeſt. Drum fahre Furcht und Zweifel hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jeſu Chriſt, dein teures Blut Vergoſſeſt du auch mir zu gut, Ich weiß, daß ich dir angehöre. Fällt ja in meiner Todespein Mir noch ein banger Zweifel ein, So rette deines Leidens Ehre, Du haſt ſo viel an mich gewandt, O laß mich nih aus deiner Hand. Nein, nein, ich glaube feſt, meßr Heil, Ich hab an dir auf ewig teil; Du biſt im Tode noch mein Leben. So ſieg ich über Angſt und Not, Ob auch die Hölle und der Tod Mit ihren Schrecken mich umgeben. So lang ich lebe, bin ich dein, Dein werd ich auch im Tode ſein. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. Lebenszeit ver⸗ 569. Meeries⸗ Stündlich leil ich hin zum Grabe, Und wie Deine Zeit iſt Gottes Sache. Lerne 352 Das chriſtliche Leben. wenig iſt's vielleicht, Das ich noch zu leben habe! Denk, o Seele, an den Tod, Säume nicht, denn eins iſt not. 2. Lebe, wie du, wann du ſtirbſt, Wünſchen wirſt, gelebt zu haben; Güter, die du hier erwirbſt, Wür⸗ den, die dir Menſchen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun, Dieſe Güter ſind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jeſum liebt, Nur ein ruhiges Gewiſſen, Das vor Gott dir Zeugnis giebt, Wird dir deinen Tod verſüßen. Dieſes Herz, von Gott erneut, Giebt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Not Freunde troſtlos dich umgeben, Dann wird über Welt und Tod Dich dies reine Herz erheben; Dann erſchreckt dich kein Gericht: Gott iſt deine Zuverſicht. 5. Daß du dieſes Herz erwirbſt, Fürchte Gott, und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du ſtirbſt, nur den Tod nicht ſcheun, Lerne ſeiner dich erfreun. 6. Überwind ihn durch Ver⸗ traun; Sprich: ich weiß, an wen ich gläube, Und ich weiß, ich werd ihn ſchaun Einſt in dem verklärten Leibe. Er, der rief: es iſt vollbracht! Nahm dem Tode ſeine Macht. 7. Tritt im Geiſt zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein ver⸗ ſenken; Sprich: Herr, daß ich 5 Ich ſterbe täglich, und 570. I mein Leben Eilt im⸗ mer zu dem Grabe hin. Wer kann mir ſichre Bürgſchaft geben, Daß ich noch morgen lebend bin? Der Tod, der Tod Kommt her, hin geht die Zeit, Ach, wär ich täglich doch bereit! 2. Es ſchickt der Tod nicht immer Boten, Eh er die Sichern überfällt. Drum mußt du ſchnell ins Land der Toten: Wohl dir, hängt:: An einem Augenblich Dein ewges Unglück oder Glück. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben Haſt du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Friſt gegeben, Das iſt und bleibt mir unbekannt. Drum gieb,:“ Herr, daß ich jeden Tag An meinen Abſchied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden, Als es den Morgen mit mir war; Wo ich auch wandle hier auf Erden, Steht neben mir die Totenbahr'. Ein Schritt:; Nur iſt es bis dahin, Wo ich des Grabes Beute bin. 5. Vielleicht kann ich kein Wort mehr ſagen, Wenn ſich am Ziel mein Auge ſchleußt, Drum bet ich in geſunden Tagen: Herr, dir befehl ich meinen Geiſt! Und wenn:; Ich kaum noch ſeufzen kann, Dann nimm des Heilands Fürſprach' an. ſterblich bin, Lehre du mich ernſt bedenken; Lehre du mich's 6. Kann ich nicht ſegnen dann 3 die Meinen, O ſegne du ſie, Herr, jeden Tag, Daß ich weiſer werden mag. für mich; Wenn um mich her ſie zagend weinen, O Vater, ſo er⸗ iſt Herz und Haus beſtellt! Oft —y— ———— ——— — — — —— 2— —;ʒ3— — — — ———— — t die Zeit c doch beret s ſchict dr Boten, Ch rdis t. Drum vnh d der Toten. W und Hans bjit „ An einen a oges Ungläk ne err aller Herre, d Haſt du allein Vie lan un „Das iſt und ka int. Drum gich 7 ⸗ jeden Tag An d denken mag. s kann vor Abende „Als es den Mun o;; Wo ich auch f Erden, Sreßt ut tenbahr’, Ein ett ſt es bis dahin, rabes Beute bin. dielleicht kann ic kut ſagen, Wenn ſihm. Auge ſchleußt, Dm geſunden Tahe. ehl ich meinen Gid . Ich kuum nuc i Dann ninm dei gli rach an. An it rck ſene 1 9 1 1 einen, O ſegne dſe h. Went in niihe veinen, O Vater, WUenen 1 1 1 5 — Tod, Gericht und Ewigkeit. 353 barme dich. Dann laß:, Auch der Verwaiſten Schrein Durch deinen Sohn erhörlich ſein. 7. Dringt endlich mir der Tod zum Herzen, So ſchließ mir, Herr, den Himmel auf; Verkürz des letzten Kampfes Schmerzen, Und führe mich zu dir hinauf. Dann ſterb:,: Ich ohne Angſt und Pein, Und ſelig wird mein Ende ſein. Eigne Melodie. 5 hriſtus, der iſt mein 571. C Leben, Und ſterben mein Gewinn, Ihm hab ich mich ergeben Mit Fried fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von hinnen, Zu Chriſt, dem Bruder mein, Den Himmel zu gewinnen, Und dort bei ihm zu ſein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angſt und Not, Durch ſeine heilgen Wunden Bin ich verſöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Atem ſtockt im Lauf, Der Mund nicht mehr kann ſprechen, Dann nimm mein Seufzen auf. 5. Wenn Sinne und Gedanken Vergehen wie ein Licht, Das hin und her muß wanken, Wenn's ihm an Ol gebricht: 6. Alsdann fein ſanft und ſtille Laß mich, Herr, ſchlafen ein. Herr, es geſcheh dein Wille, Wenn kommt mein Stündelein. 7. Dann laß mich an dir kle⸗ ben, Wie eine Klett am Kleid, Und ewig bei dir leben In reiner Himmelsfreud. 8. Dort an des Himmels Preis, Wenn ich einſt bei dir wohne Im ſchönen Paradeis. Mel. Ich hab mein' Sach' Gott. 572 Dein bin ich, Gott, in * Ewigkeit, In dei⸗ ner Hand ſteht meine Zeit. Du haſt der ganzen Menſchenſchar Ihr Todesjahr Beſtimmt ſchon, eh die Zeit noch war. 2. Wenn meiner Tage Ende kömmt, Und deine Hand das Leben hemmt, Dann hilf mir in der Todesnot, Getreuer Gott, Ein ſanfter Schlaf werd mir der Tod. 3. Nimm nach vollbrachtem Lebenslauf Zur Ruh der Seligen mich auf; Verwirf, wenn einſt das Herz mir bricht, Verwirf nem Angeſicht. 4. Drückt mich auch ſchwerer Krankheit Schmerz Vor meinem Tod, ſo ſtill mein Herz, Daß es auch in der Schmerzen Wut Mit ſtarkem Mut In deiner weiſen Fügung ruht. 5. O Jeſu, bring mich dann zur Ruh, In meinem Herzen wirke du, Daß ich mit gläubigem Vertraun Mög ohne Graun Hin in die Nacht des Todes ſchaun. 6. Hilf meiner Schwachheit, Geiſt des Herrn, Zeig mir den Himmel dann von fern, Daß ich, wenn ich zum Vater fleh, Ge⸗ tröſtet ſeh, Wie er mich liebt, zu dem ich geh. Mel. Herr Jeſu Chriſt, mein's. 573 Wie ſicher lebt der 1. Menſch, der Staub, Throne Sing ich dir Ehr und Sein Leben iſt ein fallend Laub! 23 mich nicht, Herr, Herr, vor dei⸗ 354 Das chriſtliche Leben. Und dennoch ſchmeichelt er ſich gern, Der Tag des Todes ſei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greiſes Ziel, Der Mann noch ſeiner Jahre viel, Der Greis zu vielen noch ein Jahr, Und keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk bei Glück und Not Im Herzen oft an meinen Tod; Der, den der Tod nicht weiſer macht, Hat nie mit Ernſt an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewig⸗ keit, Zu thun, was uns der Herr gebeut, Und unſers Lebens klein⸗ ſter Teil Iſt eine Friſt zu un⸗ ſerm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vors Gericht, Da bringt Gott alles an das Licht, Und macht, was hier verborgen war, Den Rat der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut, So ſei doch wacker und bereit, Prüf deinen Glauben als ein Chriſt, Ob er durch Liebe thätig iſt. 7. Ein Seufzer in der letzten Not, Ein Wunſch, durch des Erlöſers Tod Vor Gottes Thron gerecht zu ſein, Macht dich noch nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, Ihm folgt und ſich vom Böſen kehrt, Ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt: Dies iſt es, was bei Chriſto gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh, Du wirfkſt ſie nicht, Gott wirket ſie; Du aber ringe ſtets nach ihr, Als wäre ſie ein Werk von dir. 10. Ihr alle ſeine Tage weihn, Heißt eingedenk des Todes ſein, Und wachſen in der Heiligung Iſt wahre Tod'serinnerung. 11. Wie leicht vergeß ich dieſer Pflicht! Herr, geh mit mir nicht ins Gericht. An meinen Tod er⸗ innre mich, Daß ich dir wandle würdiglich. 12. Gieb, Herr, daß ich an je⸗ dem Tag Mein Herz vor dir er⸗ forſchen mag, Ob Glaube, Liebe, Demut, Treu, Die Frucht des Geiſtes, in mir ſei. 13. Daß ich zu dir um Gnade fleh, Stets meinen Lüſten wider⸗ ſteh, Und endlich in des Glau⸗ bens Macht Mit Freuden ruf: es iſt vollbracht! Mel. Wie ſchön leucht't uns der. 574 Wie wird mir dann, * e mein Heiland, ſein, Wenn ich, mich deiner ganz zu freun, In dir entſchlafen werde! Dann, Seele, wirſt du, ganz be⸗ freit Von Sünde und von Sterb⸗ lichkeit, Entfliehen dieſer Erde. Freu dich Innig, Stärke, tröſte dich, Erlöſte, mit dem Leben, Das dir dann dein Gott wird geben, 2. Ich freue mich und bebe doch, So drückt mich meines Elends Joch, Der Fluch der Sünde, nie⸗ der. Doch du, o Herr, erleich⸗ terſt mir Dies Joch, mein Herz ſtärkt ſich in dir, Glaubt und er⸗ hebt ſich wieder. Jeſus Chriſtus, Laß mich ſtreben, dir zu leben, dir zu ſterben Und dein Himmel⸗ reich zu erben. 3. Verachte denn des Todes Graun, Mein Geiſt, er iſt der —ͤ— — — — —— — —4 — — — — — — — — — — — — — — — —— —— — —— —— ——— — — — = — — —— —— —.— — — ——— ——— ——— — in Her n mag. O a in mir ſal Daß ich zu dir m tets meinen Liſßn d Macht Mit run 1 Wie ſchön leucet me W Mie vird mi ih mich deine i In dir entſchlafan . T mein Helwn Seele, wirſt d,m en Sünde und une 1 ½ Enffliehen diee Glaute t, Tuen, die n ich Innig, Sük,t löſte, mit dem ln in dein Gott wid 1 . G — ſ freue mich und ba ückt mich meins Der Fluch der Sinde doch du, o Hen, ir Dies Joch, mait ih in dir, Glaubt m wieder. Jeſus(. ich ſtreben, dir zu terben Und dein Sih erben. — — 1 3 — 1 6 — 6 hſ erahie dmm d d Mein Gaſ, a Tod, Gericht und Ewigkeit. 355 Weg zum Schaun In jenem beſſern Leben. Er ſei dir nicht mehr fürchterlich, Zur Freud und Herrlichkeit wird dich Der Herr durch ihn erheben. Hier wird Dein Hirt Nach den Thränen, nach dem Sehnen dich Erlöſten Völlig und auf ewig tröſten. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, Die mich, wenn nun mein Auge bricht, Zu deinen Toten ſammelt. Vielleicht um⸗ giebt mich ihre Nacht Noch eh ich dieſes Flehn vollbracht, Mein Lob dir ausgeſtammelt. Vater, Vater, Ich befehle meine Seele deinen Händen; So laß mich den Lauf vollenden. 5. Vielleicht ſind meiner Tage viel, Ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, An dem die Krone ſchimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, So ſei mein Le⸗ ben dir geweiht, Bis einſt mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir Ganz mein Leben hinzugeben, daß ich droben Dich unendlich könne loben. 6. Wie wird mir dann, mein Heiland, ſein, Wenn ich, mich dei⸗ ner ganz zu freun, Einſt dort dir leben werde! Dann bin ich, frei von Sünd und Leid, Ein Mit⸗ genoß der Herrlichkeit, Nicht mehr ein Menſch von Erde. Preis dir, Daß mir Durch dein Leiden jene Freuden offen ſtehen; Ewig will ich dich erhöhen. Mel. O höchſter Gott, o unſer. 57 5 ir ſterb ich einſt, 2 wenn ich dir, Jeſu, lebte, O daß dein Bild im Ster⸗ ben vor mir ſchwebte! Dann geh ich ſtill, in Gott getroſt, wie du, Durch dich gerecht in meines Gra⸗ bes Ruh. 2. Wer alſo ſtirbt, der weihet durch ſein Sterben Die Seinen auch zu frohen Himmelserben. Verherrlicht wird durch ihn die Gotteskraft, Die aus dem Schmerz am Grabe Wonne ſchafft. 3. Bin ich zu ſchwach, dich ſter⸗ bend noch zu preiſen, So wollſt du doch die Gnade mir erweiſen, Daß nicht mein Tod dem Schwa⸗ chen Anſtoß ſei, Mein letztes Wort noch zeige meine Treu. 4. Getroſt und ſanft aus from⸗ mer Chriſten Mitte Zu dir zu gehn, das, Herr, iſt meine Bitte. So wird mein Tod Erhöhung dei⸗ nes Ruhms, Und ein Beweis der Kraft des Chriſtentums. 5. Zum Lobgeſang für mein erfülltes Hoffen Steht mir ja dort die Ewigkeit auch offen. Hier gieb mir nur, daß, wenn mein Haupt ſich neigt, Das Flehn zu dir in meinem Geiſt nicht ſchweigt. alet will ich dir — 576. geben, Du arge, falſche Welt! Dein ſündlich böſes Leben Durchaus mir nicht ge⸗ fällt. Im Himmel iſt gut woh⸗ nen, Hinauf ſteht mein' Begier, Da wird Gott den belohnen, Der treu ihm diente hier. 2. Rat mir nach deinem Her⸗ zen, O Jeſu, Gottes Sohn. Sollt ich noch dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Chriſt, davon. Verkürz 23* Eigne Melodie. ſſoſſſſſſſſ— 3 4—.—— 4 ————————— 356 Das chriſtliche Leben. mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut, Laß ſelig mich verſcheiden, Setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Mir funkelt jede Stunde, Drauf kann ich fröhlich ſein. Erſcheine mir im Bilde, Zu Troſt in meiner Not, Zeig mir, wie du ſo milde Für mich erlittſt den Tod. 4. Verbirg mein' Seel aus Gnaden In deine offne Seit', Rück ſie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit. Der iſt wohl hier geweſen, Wer kommt ins Him⸗ melsſchloß; Auf ewig iſt geneſen, Der bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam'n aufs beſte Ins Buch des Lebens ein, Und bind mein' Seel fein feſte Ins ſchöne Bündelein Von denen, die dort grünen Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Wie treu dein Herz mir ſei. Eigne Melodie. 577 Wenn mein Stündlein vorhanden iſt, Zu fahren meine Straße, So leite mich, Herr Jeſu Chriſt, Mit Hülf mich nicht verlaſſe. Mein' Seel, an meinem letzten End, Befehl ich, Herr, in deine Händ', Du wirſt ſie wohl bewahren. 2. Die Sünde wird mich krän⸗ ken ſehr Und mein Gewiſſen na⸗ gen. Der Schuld iſt viel, wie Sand am Meer, Doch will ich nicht verzagen. Bedenken will ich deinen Tod, Herr Jeſu, deine Wun⸗ 3. Ich bin ein Glied an dei nem Leib, Des tröſt ich mich von bleib In Todesnot und Schmer⸗ zen. Wenn ich gleich ſterb, ſo ſterb ich dir, Ein ewges Leben haſt du mir Mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erſtanden biſt, Werd ich im Grab nicht bleiben; Mein höchſter Troſt dein' vertreiben. Denn wo du biſt, da komm ich hin, Daß ich ſtets bei dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jeſu Chriſt, Mein' Arm' will ich aus⸗ ſtrecken. Ich ſchlafe ein, und ruhe fein, Kein Menſch kann mich auf⸗ wecken. Denn Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, Der wird die Him⸗ melsthür aufthun, Er führt zum ewgen Leben. Mel. Nun laſſet uns den Leib. err Jeſu, wahrer 578. 9 Menſch und Gott, Der du littſt Marter, Angſt und Spott, Für mich am Kreuze end⸗ lich ſtarbſt, Und mir dein's Vaters Huld erwarbſt! 2. Ich bitt durchs bittre Lei⸗ den dein, Du wollſt mir Sün⸗ der gnädig ſein, Wenn ich nun komm in Sterbensnot, Und rin⸗ gen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Geſicht, Und meine Ohren hören nicht, Wenn meine Zunge nicht mehr ſpricht, Und mir vor Angſt das Herz zerbricht; 4. Wenn mein Verſtand ſich den rot, Die werden mich erhalten. nicht beſinnt, Mir aller Menſchen Herzen, Von dir ich ungeſchieden Auffahrt iſt, Kann Todesfurcht Werd ich in gu en; Mein üfß n; Men ſtſtr —— A.4 L n. Ich ſchlaſeen, n kein Menſch hmnt. 1. Denn Ifus d à Sohn, Derwihdt hür auf eben. .. Nun laſſet unz dalt Herr Ni, n .„ Marſtu ulittſt Marte, In 1 w 1 , Für mich an ee rbſt, Und mirduutt erwarbſtl Ich bitt durch li ein, Du wolſt nte nidig ſei, Bmnit Tn . W 1 5 — in Sterbensent l erde mit dem An Sr fär ihnn t. Mein Arm vi ufthun, Erſit) Wenn nir verzet t, Und nei Dunſ Wenn meine zund, ſpricht, Und nit w 1 erz jetbrih * 1 „ NRrſtan h Wenn meil ai eſinnt, ir Jleentf 1 ——. 579. Jo groß und klein, Fällt keines ohn Tod, Gericht und Ewigkeit. Hülf zerrinnt: So komm, o Herr Chriſt, mir behend Zu Hülf an meinem letzten End; 5. Und führ mich aus dem Jammerthal, Verkürz mir auch des Todes Qual; Das, was mich ſchrecken kann, vertreib, Mit dei⸗ nem Geiſt ſtets bei mir bleib. 6. Wenn ſich die Seel vom Leibe trennt, So nimm ſie, Herr, in deine Händ'. Der Leib hab in der Erde Ruh, Bis kommt der jüngſte Tag herzu. 7. Ein fröhlich Aufſtehn mir verleih, In dem Gericht mein Fürſprech ſei, Und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Aus Gnaden mir das Leben ſchenk. 8. Wie du haſt zugeſaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr, dem helfe ich, Wer mein Wort hält und glaubt an mich. Eigne Melodie. hab mein' Sach' Gott heimgeſtellt, Er mach's mit mir, wie's ihm gefällt. Soll ich noch länger leben hier, So folg ich dir; Dein Wille, Herr, geſcheh an mir! 2. Mein' Zeit und Stund iſt, wann Gott will, Ich ſchreib ihm nicht vor Maß noch Ziel; Es ſind gezählt äll Haare mein, Beid', den Willen ſein. 3. Es iſt hier nur ein Jam⸗ merthal, Angſt, Not und Trüb⸗ ſal überall; Des Bleibens iſt ein“ kleine Zeit, Mühſeligkeit Iſt unſer 4. Was iſt der Menſch? ein Erdenkloß, Vom Mutterleibe nackt und bloß, Nichts bringt er mit ſich auf die Welt, Kein Gut, noch Geld, Nichts nimmt er mit, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichtum,“ Geld noch Gut, Nicht Kunſt noch Gunſt, noch ſtolzer Mut. Dem Tod kein Kraut gewachſen iſt, Mein frommer Chriſt, Denn, was da lebet, ſterblich iſt. 6. Heut ſind wir friſch, ge⸗ ſund und ſtark, Und morgen lie⸗ gen wir im Sarg! Heut blü⸗ hend, wie die Roſen rot, Bald krank und tot, Und überall iſt Müh und Not. 7. Man trägt eins nach dem andern hin, Wohl aus den Augen, aus dem Sinn; Die Welt vergiſſet unſer bald, Jung oder alt, Sei unſre Ehr auch mannigfalt. 8. Ach Herr, lehr uns be⸗ denken wohl, Daß jeder von uns ſterben ſoll, Ja daß wir hier kein Bleiben ſehn, Wir müſſen gehn, Gelehrt und reich, jung, alt und ſchön. 9. Das macht die Sünd, o treuer Gott, Dadurch kam in die Welt der Tod; Er nimmt ein jedes Menſchenkind, Wie er es find't, Fragt nicht, von welchem Stand wir ſind. 10. Ich hab hier wenig gute Tag', Mein täglich Brot iſt Müh und Plag; Wenn mein Gott will, ſo fahr ich hin, Getroſt im Sinn, Denn Sterben iſt nun mein Ge⸗ Los, und ſteter Streit. winn. 358 Das chriſtliche Leben. 11. Und ob mich ſchon die Sünd anficht, Will ich dennoch verzagen nicht, Ich weiß, daß mein getreuer Gott Mir hilft in Not, Der ſeinen Sohn gab in den Tod. 12. Ich weiß, daß mein Herr Jeſus Chriſt Für meine Sünd geſtorben iſt, Und auferſtanden mir zu gut, Der Höllen Glut Hat er gelöſcht mit ſeinem Blut. 13. Dem leb und ſterb ich immerfort, Uns trennt der Tod nicht hier und dort. Im Tod und Leben bin ich ſein. Er wird allein Mein ein'ger Troſt und Helfer ſein. 14. Das iſt mein Troſt zu aller Zeit, In allem Kreuz und Traurigkeit; Ich weiß, daß ich am jüngſten Tag, Ohn alle Plag, Werd auferſtehn zum ewgen Tag. 15. Mein frommer und getreuer Gott Bewahrt die Saat auch in dem Tod; Da darf nicht, weder groß noch klein, Vom Leibe mein Auf ewig ganz verloren ſein. 16. Ich werde Gott von Ange⸗ ſicht Einſt ſchauen, daran zweifl' ich nicht, In ewger Freud und Seligkeit, Die mir bereit. Ihm ſei Lob, Preis in Ewigkeit. 17. O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, Verſöhner vor des Rich⸗ ters Thron, Schließ mich in deine Wunden ein, Du biſt allein Der ein'ge Troſt und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber, treuer Gott, Beſcher uns einen ſelgen Tod. Hilf, daß wir mögen all⸗ zugleich In deinem Reich Bald Mel. Chriſt, alles, was dich. 580 Herzlich iſt mein Ver⸗ 2 langen Nach einem ſelgen End, Weil ich hier bin umfangen Mit Trübſal und Elend. Ich habe Luſt zu ſcheiden Von dieſer böſen Welt Zu Gott gefällt. 2. Du kamſt, von allem Böſen, Von Teufel, Tod und Höll' Mich Sünder zu erlöſen, Drauf ich mein' Hoffnung ſtell'. Wie ſollte mir denn grauen, Wenn meine Kraft zerrinnt? Auf dich, Herr, Kind. 3. Sei noch ſo ſüß das Leben, Der Tod auch bitter mir, Ich will mich doch ergeben, Zu ſterben willig dir. Ich weiß ein beßres Leben, Zu dem mein Geiſt geht hin, Das willſt du, Herr, mir geben: Der Tod iſt mein Gewinn. 4. Der Leib wird in der Erden Verſcharret und verzehrt, Doch um erweckt zu werden, Durch Chriſtum neu verklärt. Dann leucht' ich als die Sonne, Dann leb ich ohne Not In ewger Freud und Wonne, Was ſchadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch rei⸗ zet, Zu bleiben länger hier, Und Mancher immer geizet, Um reich zu ſein in ihr: Gottlob, daß ich's nicht achte! Es währt nur kurze Zeit; Das Gut, wonach ich trachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Und wenn auch gleich das mit dir leben ewiglich. Scheiden Von Freunden wehe thut, jenen ewgen Freuden, Sobald es will ich bauen, Ich bin dein ſelig du kamſt, don ale kufel, Tod ud 1 Hoffnung ſtal. g. denn grauen, Vm zerrinnt? Af h ch bauen, It tni Se nah Sei noch ſt Der Tod auch. wuͤll mich doch an n willig dir. eßres Leben, zue geht hin, Dan. „mir geben: dan Gewinn. Der Leib widiie charret und ve erweckt zu wer 2 1 ſſtum neu vettt rufel Tod min er zu exloͤſen, de 1 N 3 d l ht' ich als di Emm. ich ohne Not ud und Wonne, der Tod! 0 N Re N u 3 8 Zu bliben linnr ancher imner geit ſein in ihr: Got zt achel E nigtn⸗ 1dceau as blebt ir Gritt ſ 6 Und wm a lü 1 6 deiden danäen Nhe ſe M V Tod, Gericht und Ewigkeit. 359 Daß ſie und ich viel leiden: Gott giebt uns Troſt und Mut. Dort in des Himmels Freuden, Die uns erwarb ſein Sohn, Wird uns kein Tod mehr ſcheiden, Vereint vor ſeinem Thron. 7. Muß ich auch hinterlaſſen Die Kindlein, hülflos, klein: Gott wird ſie nicht verlaſſen, Ihr Troſt und Helfer ſein. Drum will ich gerne ſterben Und trauen meinem Gott, Er läßt ſie nicht verderben, Er hilft aus aller Not. 8. Warum wollt ihr verzagen, Wenn ihr ſo früh verwaiſt? Gott kann euch nichts verſagen, Der junge Raben ſpeiſt. Die Witwen und die Waiſen Schützt er mit Vatertreu, Er wird ſie gnädig ſpeiſen, Das glaubt ohn alle Scheu. 9. Ihr alle meine Lieben, Euch ſegne, ſegne Gott! Laßt euch nicht ſo betrüben Die Trennung durch den Tod. Beharret im Vertrauen, Es währt nur kurze Zeit, Dann werden wir uns ſchauen Dort in der Ewigkeit. 10. Hilf, daß ich mich nun wende Zu dir, Herr Chriſt, allein! Gieb mir ein ſelig Ende, Laß bald mich bei dir ſein. Führ' mich ins ewge Leben, Das du erworben haſt; Du haſt, ich darf nicht beben, Getilgt der Sünden Laſt. 11. Hilf, daß ich ja nicht weiche Von dir, Herr Jeſu Chriſt. Dem Glauben Stärke reiche In mir Hilf ritterlich mir zu aller Friſt. h m ringen, Nimm, Heiland, mich in acht, Daß ich mag fröhlich ſingen: Eigne Melodie. 581 Freu dich ſehr, o meine . Seele, Und vergiß der Not und Qual! Chriſtus, dem ich mich befehle, Ruft mich aus dem Jammerthal. Aus der Trübſal dieſer Zeit Führt er mich zur Herrlichkeit, Die kein Ohr je hat gehöret, Und die ewig, ewig währet. 2. Tag und Nacht hab ich gebeten Zu dem Retter, meinem Herrn; Ach, ich war in manchen Nöten, Und der Troſt war mir oft fern. Wie ein müder Wandrer klagt, Und nach ſeinem Ziele fragt, So muß ich mich oft in Thränen Nach dem Lebensziele ſehnen. 3. Denn wie unter Dornen blühen Roſen, ſchön wie Morgen⸗ rot, Alſo gehn durch Angſt und Mühen Chriſten hin in Not und Tod. Wie die Meereswellen ſind Und der ungeſtüme Wind: So muß oft im Chriſtenleben Sich der Leiden Sturm erheben. 4. Welt und Teufel, Tod und Hölle, Unſer eigen Fleiſch und Blut Sind ſo vieler Leiden Quelle, Rauben oft den frohen Mut; Trübſal folgt der Freude nach, Und ſein Kreuz hat jeder Tag; Ach, den heitern Lebensmorgen Trüben oft die bangen Sorgen. 5. Wenn die Morgenröte ſchim⸗ mert, Und der Schlaf ſich von uns wend't, Giebt's ſo viel, das uns bekümmert, Müh und Plag⸗ an allem End; Und wir eſſen unſer Brot Oft mit Thränen, Sorg und Not; Hört die Sonne auf zu ſcheinen, So währt doch Gottlob, es iſt vollbracht! noch unſer Weinen. 360 Das chriſtliche Leben. 6. Leuchte mir mit deiner Gnade, Jeſu, heller Morgenſtern, Daß ich deine Kreuzespfade Als dein Jün⸗ ger gehe gern. Hilf, daß ich mit Fried und Freud Fahr in deine Herrlichkeit. Steh mir bei mit deinem Worte Bis an meines Grabes Pforte. 7. Gläubig will ich zu dir fliehen Auf dem bittern Todes⸗ gang, Gern zu dir, zur Heimat, ziehen, Mit der Liebe reinem Dank. Herr, der einſt das Paradies Jenem Gläubigen verhieß, Dahin wollſt du mich auch führen, Und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir ſchon die Augen brechen, Und vergeht mir das Gehör, Kann die Zung' auch nicht mehr ſprechen, Und beſinn ich mich nicht mehr: Biſt du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort'; Du wirſt ſelig mich regieren, Und die Bahn zum Himmel führen. 9. Laß einſt auf Elias Wagen Deine Engel bei mir ſein, Und wie Lazarum mich tragen In den ſchönen Himmel ein, Wo die Seel in deinem Schoß Ruht erquickt und leidenlos, Bis der Leib kommt aus der Erde Und mit ihr vereinigt werde. 10. Freu dich ſehr, o meine Seele, Und vergiß der Not und Qual; Chriſtus, dem ich dich befehle, Ruft dich aus dem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit Sollſt du ſehn in Ewigkeit, Mit den Engeln ihm zu ſingen, Ihm auf ewig Preis Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 582 u, o ſchönes Welt⸗ * gebäude, Magſt ge⸗ fallen, wem du willt! Deine, ach, ſo kurze Freude Iſt mit lauter Angſt umhüllt. Denen, die den Himmel haſſen, Will ich ihre Weltluſt laſſen; Mich verlangt dir zu ſein. 2. Müde, die der Arbeit Menge Und der heiße Strahl beſchwert, Wünſchen, daß des Tages Länge Werde durch die Nacht verzehrt, Daß ſie nach ſo vielen Laſten Möchten ſanft und ſüße raſten; Deiner Liebe mich zu freun. 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, Ihren Handel zu beſtellen, Und da Sturm und Not ausſtehn: Ich will auf des Glaubens Schwingen Zu den Sternenhöhen dringen; Ewig da bei dir zu ſein, Nimm mich in den Himmel ein. 4. Tauſend Brüder, ganze Heere Von Bekannten ſchlafen ſchon, Und ich ſchiffe noch im Meere, Wo ver⸗ borgne Klippen drohn, Wo bei ſchnellen Wirbelwinden Kein ge⸗ wiſſer Weg zu finden. Mich ver⸗ langt nach ſichrer Ruh, Drum eil ich dem Hafen zu. 5. Komm, o Tod, du Schlafes⸗ bruder, Wenn es Gott will, nimm mich fort, Löſe meines Schiffleins Ruder, Bringe mich zum ſichern Port. Es mag, wer da will, dich ſcheuen, Du kannſt mich viel⸗ zu bringen. mehr erfreuen. Jeſu, durch den nach dir allein, Jeſu, nur bei Ich wünſch jetzt bei dir zu ſein, —— —=— —O—— — ——-— —— —=—— ————— —— ——— ——— —————— 2 ——— ͦ-xñ 3ñ3——-—— — — — — en. ain 14 ſein. 1 n küde, die der A deice heiße Stra rahl lit — en, daß des Tun durd die N rit ne ſe nach ſo vie diee 16 en ſanft und ſiien nſch jett bi irr Liebe mich; zr fen rn Andre mögen dat⸗ Und durch Wh n gehn, usſtehn: Ich ul. nnen 8 Schwinze ae „U enhöhen dringen, cn. „zu ſein, Jumn immel ein. Lauſend Brüder ſrein ffe noch im Me 3 e Klippen drohr Bn len Wirbelvinden Weg zi finden. Wör. nach ſicher A, A h dem Hafen z Komm,To uEt r, Wenn es Glt ri uſ fort, eLiſe mistft r, Bringe mih jm ſt . Es mM, Li ,ren zekannt tiſiͤiaſe 1 — l — — — teu dirirtt ertrun M un —— Ihren ina u Und d em. — ———j444 ——— Tod, Gericht 361 und Ewigkeit. Tod allein Kann ich ewig bei dir ſein. 6. Soll ich dort die grünen Auen Und den goldnen Himmels⸗ ſaal Noch nicht, wie ich wünſche, ſchauen, Soll ich wandern noch im Thal: O dann ſei mein ganzes Leben Dir, o Jeſu, treu ergeben! Das ſei meine Sorg allein! Ewig einſt bei dir zu ſein. Mel. Wer nur den lieben Gott. 5 ein Gott, ich weiß 583. Minek diß ich ſerue Ich weiß, wie bald der Menſch vergeht, Und finde hier kein ſichres Erbe, Kein Gut, das ewig⸗ lich beſteht; Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht ſelig ſterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich ſterbe, Ob es nicht heute noch geſchieht, Daß mich des To⸗ des Hauch entfärbe, Der Blume gleich, die ſchnell verblüht; Drum mache täglich mich bereit Zum Hingang in die Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich ſterbe, Wie mich des To⸗ des Hand berührt. Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft wird der andre heimgeführt. Doch wie du willſt! nur das verleih, Daß ich getroſt im Scheiden ſei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich ſterbe, Und welcher Hügel ſch einſt mich deckt; G'nug, wenn ich dieſes nur ererbe, Daß ich zum Leben werd erweckt. Wo dann mein Grab auch möge ſein, Die Erd iſt allenthalben dein. 5. Nun, treuer Vater, wenn ich ſterbe, So nimm du meinen, Geiſt zu dir. Ich weiß, daß ich dann nicht verderbe, Lebt Chriſtus und ſein Geiſt in mir. Danum erwart ich glaubensvoll, Wo, wie und wann ich ſterben ſoll. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. enn ich vors Ge⸗ 584. W richt ſoll treten, Wo man nicht entfliehen kann, Ach, ſo wolleſt du mich retten, Und dich meiner nehmen an. Du allein, du kannſt es wehren, Daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr, zu meiner linken Hand, Seid von mir noch nie erkannt. 2. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, Laß mich ja verzagen nicht. Du, du kannſt mich ſtärker machen, Wenn mich Sünd und Tod anficht. Deiner Güte will ich trauen, Bis ich fröhlich werde ſchauen Dich, Herr Jeſu, nach dem Streit In der frohen Ewigkeit. Eigne Melodie. Ewigkeit, du Donner⸗ 585. O wort, Du Schwert, das unſer Herz durchbohrt, Du Anfang ſonder Ende! O Ewig⸗ keit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor Angſt und Traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganzes Herz erſchrickt und bebt, Wenn mir dein Bild vor Augen webt. 2. Wo iſt doch eine Not der Welt, Die mit der Zeit nicht end⸗ lich fällt, Und aufhört uns zu quälen? Doch ewig, ewig, ewig Leid Erwartet nach der Prüfungs⸗ zeit Die gottverworfnen Seelen. Nie ſtirbt der Wurm, wie Jeſus — 362 Das chriſtliche Leben. ſpricht, Erlöſchen wird ihr Feuer nicht. 3. O Ewigkeit, du machſt uns bang, O ewig, ewig iſt zu lang! Erzittert, ſichre Herzen, Erzittert vor der ewgen Nacht! Da leuchtet keiner Sonne Pracht, Kein Schein der Himmelskerzen; Nichts, nichts als tiefe Finſternis Und des Ge⸗ wiſſens Schlangenbiß. 4. Nach Kühlung lechzt umſonſt das Herz, Starr blickt das Auge himmelwärts Nach jenen ewgen Freuden; Sieht neiderfüllt die Selgen dort, Und dunkler wird der Schreckensort Und gräßlicher ſein Leiden. Wie Blitz ſchlägt's in die Seel hinein: Auch du, du könnteſt ſelig ſein! 5. Und wieder Nacht, und wie⸗ der Blitz Herab vom ewgen Rich⸗ terſitz Ins bebende Gewiſſen! Es ruft, ſich ſchwerer Schuld bewußt: Weh, weh, daß ſchnöde Sünden⸗ luſt Den Himmel mir entriſſen! Gott rief ſo oft, du hörteſt nicht, Nun trifft dich ſein gerecht Gericht. 6. Nun ewig, ewig, ewig fern Von deinem Heil, von deinem Herrn, Den du ſo frech verachtet! Wie ſtrahlte dir ſein Angeſicht Im Dornenkranz, im Himmels⸗ licht! Doch war dein Herz um⸗ nachtet. Du ſtießeſt ſelbſt dein ewig Glück, Des Heilands Retter⸗ hand zurück. 7. Nur Sünden kannſt du um dich ſehn, Kein Unheil machſt du ungeſchehn, Das du einſt ange⸗ richtet. Wie ſtarrt des Menſchen⸗ glückes Saat Dich an, durch deine Frevelthat Zerſchmettert und ver⸗ nichtet! Und Giftſaat haſt du aus⸗ geſtreut, Die ewig wuchernd ſich erneut. 8. Sieh da, des Elends Jam⸗ merbild! Es war der Herr, der nun vergilt, Der zu dir kam im Armen; Wie leicht war dir's, ihn zu erfreun, Ihm Troſt und Schild und Stab zu ſein! Du hatteſt kein Erbarmen. Ach, hätteſt du dir Heil geſät! Doch alle Reu iſt nun zu ſpät! 9. Noch iſt es Zeit, wach auf, wach auf, Steh ſtill in deinem Sündenlauf! Sieh hin, o ſieh mit Beben: Dem tiefſten Abgrund eileſt du Wie mit verſchloßnen Augen zu. Steh auf zum neuen Leben! Sieh, ewiges Verderben droht! Steh auf, ſteh auf vom Seelentod! 10. Noch iſt es Zeit. Auf, heute noch Wirf ab der Sünde ſchmählich Joch Und folge deinem Retter, Der heute dir ſo freund⸗ lich ruft! Ach, morgen droht viel⸗ leicht die Gruft, Flammt des Ge⸗ richtes Wetter. Entreißet euch doch ſchnell, entreißt Der Sünd euch, weil's noch heute heißt. 11. O Ewigkeit, du Donner⸗ wort, Du Schwert, das durch die Seele bohrt! Du Anfang ſonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor Angſt und Traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jeſu, wenn es dir gefällt, Nimm mich zu dir ins Himmelszelt. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 586 O Ewigkeit, du Freu⸗ denwort, Das mich erquicket fort und fort, Du An— —.—————— —————— ————— —y—.——— — — — — — — — — — —— ½ — — — —— —— — —— 1 4 geſät. de ſpät! 3 — — enlauf! Sieh ſ — — — — —23 — — — — = — 26*1„3 ählich Joch Uſäzt er, Der heute weie 8 ruft! Ach, morzen et 9 t die Gruft, Fanwi m ſchnell, entreift rſ 8 4. I. S 8 er ſ nwende. Herk Ieh 4 . aefällt, Aum . Soff mmelczl 18 Aummeldhe 4 * 7 —ſ Mel. O Gwißttt n . 11 8e. 96 7 1. 9' N” 1 Kicktt ſokt uN h2 1 Alu 4 . man V 2 Eritt 1 eavun d. — — Tod, Gericht und Ewigkeit. 363 fang ſonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid! Ich weiß vor Herzensfröhlichkeit Nun nichts mehr vom Elende, Das ſonſt mich hier im Leben plagt, Weil mir ein ewger Morgen tagt. 2. So herrlich iſt nichts in der Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und gänzlich muß vergehen. Erhaben über alle Zeit Iſt nur die ferne Ewigkeit, Die wechſellos bleibt ſtehen. Sie ſtrömt von Gottes ewgem Licht, Sie bleibet und veraltet nicht. 3. Was iſt doch aller Chriſten Qual, Die Pein der Märt'rer allzumal, So vieles Kreuz und Leiden? Was iſt's, wenn man's zuſammen trägt, Und alles auf die Wage legt, Wohl gegen Him⸗ melsfreuden? Wie wird es über⸗ wogen weit Von jenes Lebens Herrlichkeit! 4. Im Himmel lebt die Chriſ⸗ tenſchar Bei Gott viel tauſend, tauſend Jahr, Wird nimmer deſ⸗ ſen müde; Umringt vom ſchönen Engelchor, Schwingt ſie ſich froh zu Gott empor, Und ewig währt ihr Friede; Denn Chriſtus giebt, wie er verheißt, Das Manna, das die Engel ſpeiſt. und fort, O Anfang ohne Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid! Ich weiß von keiner Traurigkeit, Wenn ich mich zu dir wende. Herr Jeſu, mache du mich frei, Damit ich ewig bei dir ſei. Eigne Melodie. S9“ wie ſelig ſeid ihr 587. O doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr ſeid entgangen Aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, Wo nur Furcht und Schrecken uns umſchweben; Was wir hier kennen, Iſt meiſt Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer Sicher und befreit von allem Jammer, Kein Kreuz noch Leiden Iſt euch hinderlich an euren Freuden. 4. Chriſtus hat getrocknet eure Thränen, Ihr beſitzet, wonach wir uns ſehnen, Ihr hört und ſehet, Was hier keines Menſchen Geiſt verſtehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne ſterben, Gern den Himmel für die Welt ererben? Wer hier noch weilen Und nicht freudig zur 5. Ach, wie verlangt mich oft Vollendung eilen? von hier, Mein mattes Herz ſehnt ſich nach dir, Du überſelig Leben! 6. Komm, o Chriſte, komm uns auszuſpannen, Löſ' uns auf Wann reichſt du, Vater, mir die und führ uns bald von dannen. Hand, Wann wirſt du mich ins Bei dir, o Sonne, Iſt der From⸗ Heimatland, Mich Pilger, einſt men Herrlichkeit und Wonne. erheben? Der geſſen ganz, des Himmels Glanz. 6. O Ewigkeit, du Freuden⸗ Welt will ich ver⸗ 3 Mich ſehnen nach Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 5 elt, hinweg! ich bin 588. W dein müde, Ich wort, Das niich erquicket fort will nach dem Himmel zu, Da In dem Himmel immerdar. Welt, 364 Das chriſtliche Leben. wird ſein der rechte Friede Und des Herzens wahre Ruh. Welt, bei dir iſt Krieg und Streit, Nichts denn lauter Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 2. Wenn ich werde dahin kom⸗ men, Werd ich aller Krankheit los, Und, der Traurigkeit ent⸗ nommen, Ruhen ſanft in Gottes Schoß. In der Welt iſt Angſt und Not, Endlich gar der bittre Tod; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Was iſt dieſer Erde Freude? Nebel, Dampf und Herzeleid. Hier auf dieſer öden Heide Iſt viel Unkraut ausgeſtreut. Welt, bei dir iſt Krieg und Streit, Nichts denn lauter Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 4. Unausſprechlich herrlich ſin⸗ get Gottes auserwählte Schar, Und das Heilig, Heilig! klinget bei dir iſt Spott und Hohn Und des Jammers bittrer Ton, Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Unſerm Lachen folgt bald Weinen, Denn die Freude bleibet nicht. Will uns auch die Sonne ſcheinen, So hemmt doch die Nacht das Licht. Welt, in dir iſt Angſt und Not, Sorgen und zuletzt der Tod, In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 6. Heil mir! denn es wird ge⸗ ſchehen, Daß auch ich in kurzer Zeit Meinen Heiland werde ſehen mir, denn bei uns iſt Not, Müh und Furcht, zuletzt der Tod, Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. Heil dem, der dorthin ge⸗ langet, Wo der ſchöne große Chor In des Himmels Kronen pranget, Und die Stimme ſchwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, All ihr Thun iſt Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirſt du doch anbrechen, Stunden, o wann ſchla⸗ get ihr, Daß ich nun mit dem und für? Welt, in dir iſt Sturm In der großen Herrlichkeit. Heil und Streit, Trübſal, Not und Traurigkeit, Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 9. So will ich mich fertig ma⸗ chen, Daß mein Thun vor dir beſteh, Daß, mag auch der Welt⸗ bau krachen, Ich zu dir, Herr Jeſu, geh. Welt, in dir iſt Angſt⸗ geſchrei, Sünde, Falſchheit, Heu⸗ chelei, In dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Mek. Alle Menſchen müſſen ſterben. wie unausſprechlich 589. O ſelig Werden wir im Himmel ſein! Da, da ernten wir unzählig Unſers Glaubens Früchte ein. Da wird frei von Leid und Zähren Unſer Leben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit Führſt du uns durch dieſe Zeit! 2. Hier iſt zwar, was du den Frommen Dort für Heil bereitet haſt, Noch in keines Herz ge⸗ kann ſprechen, Der mich liebte für — — — —. — — è— —— — — —2 ———y ——— — — — — — — — — — — — — — — — — —— * — diumt mam de Stimme ſchvi 1 — — — — — — — die Welt hat 1 1 Alih Daa n Himmel aleg 8 und Seligiet Jeit, wann un a hen, Stunden,vvuni V r, Daß ihh mun prechen, Dr mi i ar? Welt uRſte Streit, Tütſul ſ rigkeit, Aber wutt e, Freud und S G — 8 — — — — — —— — — h, Daß, mag ucd Jauchd krachen, Ich u geh. Welt m it ſrei, Sünde, Faſſtſe 6 1 i de, Freud und Sch ——— „Alle Menſchen wiſttt 9. O viewmuiſne A. D ſäin Van. Himmel ſen. de um „ umäͤhlig luſes 6. ächte ein. da vd fif 6 B d und Fäin lir ig währe. Göt N dickeit Fürt un 1 e e ds 2 dir itin mn „ Tod, Gericht und Ewigkeit. 365 kommen; Welcher Menſch auf Erden faßt Deines Himmels große Freuden? Doch nach dieſes Lebens Leiden Werden alle, die dir traun, Mehr noch, als ſie hoffen, ſchaun. 3. Neue Wunder deiner Güte Werden dort ihr Glück erhöhn, Und mit ſtaunendem Gemüte Wird es unſer Auge ſehn, Deine Huld ſei überſchwenglich, Und das Gute unvergänglich, Welches dem, der recht dich liebt, Deine Vater⸗ hand dort giebt. 4. Dann wirſt du dich unſern Seelen Offenbaren, wie du biſt; Keine Wonne wird uns fehlen Da, wo alles Wonne iſt. Zu voll⸗ kommnen Seligkeiten Wird uns dort der Mittler leiten, Der am Kreuze für uns ſtarb Und uns dieſes Heil erwarb. 5. Da wird deiner Frommen Menge Ein Herz, eine Seele ſein, Liebe, Dank und Lobgeſänge Dir, erhabner Gott, zu weihn, Dir und dem, der ſelbſt ſein Leben Willig für uns hingegeben. Mit ihm, unſerm beſten Freund, Sind wir ewig dann vereint. 6. O wer ſollte ſich nicht ſeh⸗ nen, Aufgelöſt und da zu ſein, Wo nach ausgeweinten Thränen Ewge Güter uns erfreun? Wo die Kämpfer ſtehn mit Palmen, Man ſtatt Klagelieder Pſalmen, Und ſtatt Seufzer Jubel hört, Die fortan kein Kummer ſtört. 7. Was iſt unſer Los auf Er⸗ den, Ob's auch noch ſo köſtlich ſei? Iſt's doch nimmer von Be⸗ Luſt oft Weinen, Dort erſt wird die Zeit erſcheinen, Wo kein Wechſel mehr uns beugt, Wo das Glück beſtändig ſteigt. „8. Sei, o Seele, hocherfreuet UÜber das erhabne Glück, Das dir einſt dein Gott verleihet; Richte deinen Glaubensblick Oft nach jener Stadt der Frommen, Ringe ſtandhaft, hinzukommen, Trachte, weil du hier noch biſt, Nur nach dem, was droben iſt. 9. Ohne Heiligung wird kei⸗ ner, Herr, in deinen Himmel gehn; Mache denn mein Herz ſtets reiner, Frömmer mich, dich einſt zu ſehn. Hilf du ſelber meiner Seele, Daß ſie nicht den Weg verfehle, Der mich ſicher dahin bringt, Wo dein ewges Lob erklingt. Mel. Wer nur den lieben Gott. 590 Nach einer Prüfung * kurzer Tage Er⸗ wartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt ſich die Klage In göttliche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, Und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr iſt's, der Fromme ſchmeckt auf Erden Schon man⸗ chen ſelgen Augenblick, Doch alle Freuden, die ihm werden, Sind ihm ein unvollkommnes Glück; Er bleibt ein Menſch, und ſeine Ruh Nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald ſtören ihn des Kör⸗ pers Schmerzen, Bald das Ge⸗ räuſche dieſer Welt, Bald kämpft in ſeinem eignen Herzen Ein ſchwerden, Sorg und Kummer völlig frei; Schnell folgt hier auf Feind, der oft den Sieg erhält, Jausſprechlich großen Wert. Den 366 Das chriſtliche Leben. Bald ſinkt er durch des Nächſten Schuld In Kummer und in Un⸗ geduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, Das Laſter öfters glücklich iſt, Wo man den Glücklichen be⸗ neidet, Und des Bekümmerten ver⸗ gißt, Hier kann der Menſch nicht frei von Pein, Nicht frei von eig⸗ ner Schwachheit ſein. 5. Hier ſuch ich's nur, dort werd ich's finden, Dort werd ich, heilig und verklärt, Der Tugend ganzen Wert empfinden, Den un⸗ Gott der Liebe werd ich ſehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird der Vorſicht heil⸗ ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt ſein, Und lieblich We⸗ ſen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn ſtets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, Was ich auf Erden dunkel ſah, Das wunderbar und heilig nennen, Was unerforſch⸗ lich hier geſchah, Da denkt mein Geiſt mit Preis und Dank Die Schickung im Zuſammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, ſich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig! ſingen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Engel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen Mich ihnen gleich und heilig ſehn, Das nie geſtörte Glück Augenblick Ihr Heil mein Heil, mein Glück, ihr Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich gehen hieß, Und ihn zu millionen Malen Noch ſegnen, daß er mir ihn wies. Da find ich in des Höchſten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! Vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil ſei dir, denn du haſt mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, Der Retter einer Seele ſein! 12. Was ſind die Leiden dieſer Erden Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbart an uns ſoll wer⸗ den Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen ſie Iſt doch ein Augenblick voll Müh! Eigne Melodie. 59 1 Jeruſalem, Du hochge⸗ * baute Stadt, Wollt Gott, ich wär' in dir! Mein hoffend Herz, Das deinen Vor⸗ ſchmack hat, Wie ſehnt es ſich von hier! Weit über Berg und Thale, Weit über Flur und Feld, Fleugt’'s auf zum Himmelsſaale, Vergißt die nichtge Welt. 2. O ſchöner Tag, O ſelger Augenblick, Wann bricht dein Glanz hervor, Da frei und leicht Zu reinem Himmelsglück Sich ſchwingt die Seel empor? Da ich ſie übergebe In Gottes treue Hand, Auf daß ſie ewig lebe In jenem Vaterland. erfahren, Mit Frommen fromm — ſtets umzugehn; Da wird in jedem 3. O Himmelsburg, Gegrüßet ſeiſt du mir! Thu auf die Gna⸗ — —y—— — — — — — — — — ——— —— —— — — — Erden fand. Da rift, n! Vielle zu: Heil ſejdr⸗ — — ( — — 1 dul 9 Got viu glück erfreun dype dück erfreun, Da e 6 Was ſind die Khan⸗ 66 1 SDoch gegen jene herit enbart an mnd ſ chts, wie gar nitts Eigne Melodee A d ac m ha Teruſalem, dunt d baute Stt de ich wär' in dr M Herz, Das de l hat, Wie ſehnt aſ er Weit iber m 91 § auf zum Hunneliu die nichtge Cet d ſchöner Tip, D ſt — 9 2— hervor, da ftimd lick. Wan biit 9 Kundit nem Himmeleglit d t die Sell emger, 1 übergebe In Golte Auf daß ſi ewi Vaterland. Himmeltbung 1 mir! Thu ali — — — 1 — 8 — —— — — duna 1 — ꝑ deoe Tod, Gericht und Ewigkeit. 367 denpfort'. Wie lange ſchon Hat mich verlangt nach dir! Ich eile freudig fort, Fort aus dem böſen Leben, Aus jener Nichtigkeit, Der ich war hingegeben In meiner Prüfungszeit. 4. Was für ein Volk, Welch eine edle Schar Kommt dort gezogen ſchon! Was in der Welt Von Auserwählten war, Bringt mir die Ehrenkron. Sie wird mir zugeſendet Aus meines Jeſu Hand, Nun ich den Kampf voll⸗ endet In jenem Thränenland. 5. Propheten groß, Apoſtel hehr und hoch, Blutzeugen ohne Zahl, Und wer dort trug Des ſchweren Kreuzes Joch Und der Tyrannen Qual: Ich ſeh ſie ruhmvoll ſchweben In ſelger Freiheit Glanz, Das edle Haupt umgeben Von lichtem Sternenglanz. 6. Und lang ich an Im ſchö⸗ nen Paradies, Im Heiligtum des Herrn, Dann ſchaut mein Geiſt, Was er einſt glaubend pries, Was er geſehn von fern. O welche Jubelklänge Hört mein entzücktes Ohr! Welch hohe Lob⸗ geſänge Von aller Selgen Chor! 7. Da tönen dann Der Engel Harfen laut Um ihren Schöpfer her. Ihr Lied erklingt Dem Gott, der Welten baut, Wer iſt ſo groß, wie er? Und Heilig, Heilig, Hei⸗ lig! Schallt alle Himmel durch. Auf, Seele, fliege eilig Hinauf zu Gottes Burg. 8. Du biſt mein Ziel, Erhabne Gottesſtadt, Wie ſchlägt mein Herz in mir! Des Irdiſchen Und ſeiner Freuden ſatt, Schwing ich mich auf zu dir, Weg über Erd und Sterne; Reicht, Engel, mir die Hand, Ich ſeh es in der Ferne, Mein hohes Vaterland. Mel. Wie ſchön leucht't uns der. — 592. Gott, wird ent⸗ zückt, Wenn er zu jenem Himmel blickt, Den du für uns bereitet, Wo deine milde Vaterhand Aus neuen Wundern wird erkannt, Die du daſelbſt verbreitet. Mächtig Fühl ich Mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben Droben dort mich will erheben. 2. Was ſind die Freuden dieſer Zeit, Herr, gegen jene Herrlich⸗ keit, Die dort bei dir zu finden? Du ſtellſt uns hier auf Erden zwar Viel Wunder deiner Güte dar Zu fröhlichem Empfinden: Doch hier Sind wir Bei den Freuden noch mit Leiden ſtets umgeben, Dort nur iſt voll⸗ kommnes Leben. 3. Kein Tod iſt da mehr und kein Grab, Dort trockneſt du die Thränen ab Von deiner Kinder Wangen; Da iſt kein Leid mehr, kein Geſchrei, Denn du, o Herr, machſt alles neu, Das Alte iſt vergangen. Hinfort Sind dort Für gerechte Gottesknechte keine Plagen Mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In deinem höhern Heilig⸗ tum Erſchallet deines Namens Hier ſtrahlt die Herrlichkeit des Herrn, Hier ſchaut man ſie nicht mehr von fern, Hier wird ſie ganz beſungen. Völlig Giebt ſich Den Erlöſten, ſie zu tröſten, der zu ein ganzer Geiſt, Ruhm Von lauter frohen Zungen. 368 Das chriſtliche Leben. kennen, Den ſchon hier ſie Vater nennen. 5. Vor ſeinem Antlitz wandeln ſie, Auf ewig frei von Sorg und Müh, Und ſchmecken ſeine Güte; Nichts ſtört den Frieden ihrer Bruſt Und ihre tauſendfache Luſt Im innerſten Gemüte. Kein Neid, Kein Streit Hemmt die Triebe reiner Liebe in den See⸗ len, Die hinfort nun nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar iſt dort vereint! Die Frommen, die ich hier beweint, Die find ich droben wieder. Dort ſammelt deine Vater⸗ hand, Die deine Liebe hier ver⸗ band, Herr, alle deine Glieder. Ewig Werd ich Frei von Män⸗ geln ſelbſt mit Engeln Freund⸗ ſchaft pflegen, O, ein Umgang voller Segen! 7. Wo iſt mein Freund, des Höchſten Sohn, Der für mich ſtarb? wo glänzt der Thron In jenen Himmelshöhen? Dich werd ich da, Herr Jeſu Chriſt, Der du der Deinen Wonne biſt, Einſt mit Entzücken ſehen. Da wird, Mein Hirt, Nichts mich ſcheiden von den Freuden, die du droben Deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich iſt die neue Welt, Die Gott den Frommen vorbehält! Kein Menſch kann ſie erwerben. O Jeſu, Herr der Herrlichkeit, Du haſt die Stätt' auch mir bereit't, Hilf ſie mir auch ererben. Laß mich Eifrig Darnach ſtreben, alſo leben auf der Erde, Erbe werde. Daß ich dort dein nur flüchtge Ruheſtunden, Sie währen eine kurze Zeit. Die wahre Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. 5 es iſt noch eine Ruh 593. E vorhanden! Auf, mü⸗ des Herz, und werde Licht! Du ſeufzeſt hier in ſchweren Banden, Und deine Sonne ſcheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird auf ſei⸗ nen Auen weiden, Wirf hin die heiße Kampf geendet, Bald iſt der ſchwere Lauf vollendet, Und du gehſt ein zur ewgen Ruh. 2. Gott ſelber hat ſie uns er⸗ koren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Eh noch ein Menſch zur Welt geboren, Hat uns die Liebe ſie beſtimmt. Der Heiland wollte darum fterben, Uns dieſe Ruhe zu erwerben, Er ruft, er lockt uns allzumal: Kommt her zu mir, ihr müden Seelen, Bei mir ſoll euch die Ruh nicht fehlen, Ich mach euch frei von aller Qual. 3. So kommet denn, ihr müden Seelen, Die manche ſchwere Bürde drückt; Eilt, eilt aus euren Kum⸗ merhöhlen, Der Freund iſt da, der euch erquickt. Ihr habt des Tages Laſt getragen, Dafür läßt euch der Mittler ſagen: Ich ſelbſt will eure Ruhe ſein. Ihr, die ihr ſeid des Kampfes müde, Mit euch iſt Gott, mit euch ſein Friede! Kommt, geht zur Ruhe Gottes ein! 4. Wie fühlt der Kranke ſich erquicket, Wenn ihm ſein Lager Ruhe ſchenkt! Der müde Wand⸗ rer wird entzücket, Wenn ihn die friſche Quelle tränkt. Doch, was ſie beide hier gefunden, Es ſind Laſt und eil hinzu. Bald iſt der —— — — ——— ——— —— ——.———— — 4— —— S— —— — — ——— — —— —— —— — —— den. i wt a ene 6 metnm Aii ar und wend dü 1 hier in nem eine Sonne ſchne ſenen auf das Lam renden Dott wi nen vehen Vif nd eil hinzu. da Kampf geendet, were Lauf rulln e ſt ein zur egen h olt elber hat ſin A i. die hen Eh noch ein Mi baen Hat 1 imt. Der delln dner den, Un f u ä den, Er ruft, ae n Seelen, Dei ni duh nich fehlen,R fr k w 4 Ou So kom 1 len, Diem unn. ſche kt; Eilt, eilt aus eumne nal: Kommt ir. un 3 höhlen, Der Freud Ne us lii ne du tt denn ir ———————— — —ᷣ—4 euch erguick. Ihr ſt Laſt s bht getragen, Dſ Nulr er 9 r dus de ſi p ſe 5 8 Kanpjs mi iſt Gott niteuchſini nt, ntzurad eGei 1 We fütlt dr Km ritt. Pei m fen de ſchenk Der nüdes un rntzüttt, Vemt — „ Kide dir gfudden, b r füh Fätende, 11 V ¹ Quelerint du — Tod, Gericht und Ewigkeit. 369 Ruh wohnt nur dort oben, Dort Herz voraus geſchickt, Und hätte iſt ſie allen aufgehoben, Und blei⸗ bet uns in Ewigkeit. 5. Dort wird man Freuden⸗ garben bringen, Denn unſre Thränenſaat iſt aus. O welch ein Jubel wird erklingen! Das Kind kehrt in des Vaters Haus. Schmerz, Leid und Tod muß von uns weichen, Wir werden unſer Ziel erreichen, Und Jeſum, den Erlöſer, ſehn. Da wird er trock⸗ nen unſre Thränen Und ſtillen ſeiner Ferunde Sehnen, Und mit uns ein zur Freude gehn. 6. Kein Durſt noch Hunger wird uns ſchwächen, Denn die Er⸗ quickungszeit iſt da. Die Sonne wird uns nicht mehr ſtechen, Gott iſt uns, ſeinem Volke, nah; Er will ſelbſt bei den Seinen woh⸗ nen, Und ihre Treue wohl be⸗ lohnen Mit Licht und Troſt, mit Ehr und Preis. Da werden ihre Palmen grünen, Der große Sab⸗ bath iſt erſchienen, Da man von keiner Arbeir weiß. 7. Da ruhen wir und ſind in Frieden, Von Arbeit, Müh und Sorgen los. Ach, faf ſſet dieſes Wort, ihr Müden: Kurz iſt die Müh, der Lohn iſt groß. Drum ſchwingt euch auf, wir müſſen lhen. Wir dürfen hier nicht län⸗ ger weilen, Dort wartet ſchon der Selgen Schar. Wohl auf, mein Geiſt, zum ewgen Lohne Erkämpfe dans Siegeskrone; Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Mel. zun preiſet alle. hab von ferne, 594. I Herr, deinen Thron erblickt, Und hätte gerne Mein gern mein müdes Leben, O Gott der Geiſter, Dir hingegeben. 2. Das war ſo prächtig, Was ich im Geiſt geſehn; Du biſt all⸗ mächtig, Drhm iſt dein Licht ſo ſchön. Könnt ich an dieſen hellen Thronen Doch ſchon von heut' an Auf ewig wohnen! 3. Nur ich bin ſündig, Der Erde noch geneigt, Das hat mir bündig Dein heilger Geiſt ge⸗ zeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig Mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erſchreckt; Ich bin ſchon ſelig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben, Und dich zeitlebens Inbrünſtig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt geſehn, Und ohn Er⸗ müden Will ich ihr näher gehn, Und ihre hellen, goldnen Gaſſen Nie aus den Augen Mir ſchwin⸗ den laſſen. Mel. O Gott, der du ein Heerfürſt. 595 Wie eilend fleucht des . Lebens Zeit Und rafft uns aus der Sterblichkeit Zu künftgen Qualen oder Freu⸗ den! Kein Geiſt iſt, der ſo ſchnell gedenkt, Als ſich die ſchnelle Zeit verſenkt, Ins Meer der Ewig⸗ keit zu ſcheiden. Es eilt ein jeder Augenblick, Er eilt und kehret nie zurück. 2. Mein Gott, dir iſt allein bekannt, Wie, wann und wo einſt deine Hand Mir winkt, dies Le⸗ ben hier zu enden. Ach, laß denn 24 370 Das chriſtliche Leben. aus Barmherzigkeit Mich meine kurze Lebenszeit In ſchnöder Welt⸗ luſt nicht verſchwenden. Erfülle mich mit Sterbenskraft, Eh mich der Tod von hinnen rafft. 3. Mich weck und rühre fort und fort Das traurige, doch ſelge Wort: Beſtell dein Haus, denn du mußt ſterben! Verzage nicht, betrübter Geiſt! Der deinen Leib zu Moder reißt, Der Tod kann dich ja nicht verderben. Wenn Jeſu Ruf einſt Gräber bricht, Bleibt auch dein Leib im Staube nicht. 4. Doch welch ein Schrecken ficht mich an, Daß ich nicht ohne Schauder kann An Tod, an Grab und Zukunft denken? O Schrecken, Wenn der der die Seele faßt, 7. So ſterb ich mit getroſtem Mut, Ich ſeh ihn, ſeh ſein Sühnungsblut, Ich ſehe ſeinen Himmel offen. Mein Jeſus läßt vor ſeinem Thron Mich den er⸗ worbnen Gnadenlohn, Der Selig⸗ keiten Fülle, hoffen. Fleuch hin, des Lebens kurze Zeit! Ich freue mich der Ewigkeit. Eigne Melodie. 506 uletzt geht's wohl dem, 596. 3 der gerecht auf Er⸗ den, Durch Chriſti Blut ein Erbe Gottes war. Es kommt zuletzt das angenehme Jahr, Der Tag des Heils, an dem wir fröh⸗ lich werden. 2. Zuletzt giebt Gott, wonach wir uns geſehnet, Wenn Glaub und Lieb im Kreuz bewähret iſt, gehäuften Sünden Laſt Mich will Und man Geduld an unſern Stir⸗ zum finſtern Abgrund ſenken, Wenn des Gewiſſens ſtreng Gericht Mir mein verdientes Urteil ſpricht! 5. Heil mir, in meines Jeſu Blut Wird meiner Thränen bittre Flut Dich, Vater, zum Verzeihn bewegen! Ich weiß, o Gott, dein Herze bricht, Du willſt den Tod des Sünders nicht, Drum eil ich dir zerknirſcht entgegen. Ich laß dich nicht, ich halte dich, Gott, mein Erbarmer, ſegne mich. 6. Du Freund, den meine Seele liebt, Den meines Herzens Not betrübt, Ich komm zu dir, ach, laß dich finden. Ich ſetze mein Vertraun auf dich, Mein Jeſu, du ſtarbſt auch für mich, Du tilgeſt ja auch meine Sünden. Ich bleib an dir, mein Glaub iſt groß, Dein Blut ſpricht mich von Sünden los. nen lieſt, Wenn wir genug ſind von der Welt verhöhnet. 3. Zuletzt reicht man den Sie⸗ gern ihre Kronen, Und führet ſie vom Feld ins Vaterland, Wo ſchon bereit der ſelge Ruheſtand, Dadurch der Fürſt den Kampf pflegt zu belohnen. 4. Zuletzt macht Gott das Waſſer ſelbſt zu Weine, Der allen Gäſten Herz und Sinn erfreut, Im Glauben ſtärkt die neuen Hochzeitleut'; Da ſieht man nun, wie gut er's mit uns meine. 5. Zuletzt nimmt Gott nach langem Kampf die Seinen Ins Paradies, ins Lebens liebe Reich, Und machet ſie den Engeln Gottes gleich; Zuvor läßt er ſie manche Thräne weinen. 6. Zuletzt! merk's wohl und halte nur fein ſtille, O liebes — 1—— 8 — * — ——— — ———— — — — — — — — — — — — — — — — — — S b. Juletzt reicht ume n ihre Kronen, Unhſi 4 1*„ qh. 1 gaſſer ſelbſt zu Weine, A . 5 4 äſten Herz und Eim Tod, Gericht und Ewigkeit. 371 Herz, dem, der dich erſt betrübt, Und doch dabei fürwahr dich herz⸗ lich liebt; Gedenke nur: es iſt ſo Gottes Wille. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 597 Endlich, endlich muß 2 es doch Mit der Not ein Ende nehmen, Endlich bricht das harte Joch, Endlich ſchwindet Angſt und Grämen. Auch der ſchwerſte Sorgenſtein Wird dann ganz gehoben ſein. 2. Endlich bricht man Roſen ab, Endlich kommt man durch die Wüſten, Endlich muß der Wander⸗ ſtab Sich zur letzten Reiſe rüſten, Endlich bringt die Thränenſaat, Was die Freudenernte hat. 3. Endlich ſieht man Kanaan Nach Agyptens Dienſthaus liegen. Endlich trifft, man Tabor an, Wenn der Olberg überſtiegen. Endlich geht ein Jakob ein, Wo kein Eſau mehr wird ſein. 4. Endlich, o du ſchönes Wort! Du kannſt alles Kreuz verſüßen, Wenn der Felſen iſt durchbohrt, Läßt er endlich Balſam fließen. O mein Herz, drum merke dies: Endlich, endlich kommt gewiß. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 5 och wallen wir im 598. N Thränenthal, Ge⸗ drückt von Kummer, Müh und Qual, Doch nur noch wenig Tage, Dann ruft uns Gott aus dieſer in die Ewigkeit Zeit Hinüber Und endet jede Plage. 2. Den Leib legt man ins ſtille Grab, Zum Staube ſinkt der Staub hinab, Einſt wird ihn Gott beleben; Mit freiem Flug und frohem Blick Kehrt der ent⸗ bundne Geiſt zurück Zu dem, der ihn gegeben. 3. O welch ein Glück, vor Gott zu ſtehn! O Freude, Jeſus, dich zu ſehn Und deines Reiches Glieder! Zu ſehen dich in deinem Licht Von Angeſicht zu Angeſicht, Dich, erſten aller Brüder! 4. Wie werd ich dann mich deiner freun, Wenn zahllos der Erwachten Reihn Vor dir ver⸗ ſammelt ſtehen! Wenn du dann meinen Namen nennſt, Und vor den Engeln mich bekennſt, Die dich mit mir erhöhen! 5. Ich, der noch ſorget hier und weint, Ich werde, wenn dein Tag erſcheint, Verklärt und ſelig leben. Ich Sünder werd von Sünden rein, Ich Sterblicher unſterblich ſein, Anbetend dich erheben. . Und aller hohen Geiſter Schar, Und was auf Erden heilig war, Sind alle meine Brüder; Sie alle ſind vereint mit mir, Und ſingen, treuer Heiland, dir Des Dankes Jubellieder. 7. Wie iſt der Seligkeit ſo viel! O Freuden ohne Maß und Ziel, Weit über alles Hoffen! O Ewigkeit! o Ewigkeit! Was iſt das Leiden dieſer Zeit? Ich ſeh den Himmel offen. Beſondere Zeiten Bierte Abteilung. und Verhältniſſe. I. König und Obrigkeit. Mel. Freu dich ſehr, o meine. ater, kroͤne du mit Segen 599. V Unſern König und ſein Haus, Führ durch ihn auf deinen Wegen Herrlich deinen Ratſchluß aus. Deiner Kirche ſei er Schutz, Deinen Feinden biet er Trutz. Sei du dem Geſalbten gnädig, Segne, ſegne unſern König. 2. Rüſt ihn mit des Glau⸗ bens Schilde, Reich ihm deines Geiſtes Schwert, Daß Gerechtig⸗ keit und Milde Ihm des Frie⸗ dens Heil gewährt. Mach ihm leicht die ſchwere Laſt, Die du auferlegt ihm haſt. Sei in Jeſu du ihm gnädig, Schütze, ſegne unſern König. 3. Sammle um den Thron die Treuen, Die mit Rat und frommem Flehn Feſt in deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt ſtehn. Baue um den Königsthron Eine Burg, o Got⸗ tesſohn, Sei du ihm auf ewig gnädig, Leite, ſegne unſern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, Die das Herz des Volks erneut, Daß es unſerm Königsſtamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht Haſt du über ihn gewacht, Du erhielteſt ihn uns gnädig, Segne, ſegne unſern König. bot, Und du haſt es ſelbſt be⸗ währet, Warſt gehorſam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir, Drum ſo beten alle wir: Vor dem Böſen ſchütz uns gnä⸗ dig, Gott, erhalte unſern König. 6. Gieb uns Mut in den Ge⸗ fahren, Wenn der Feind uns ernſt bedroht, Daß wir Treue dann be⸗ wahren, Gehen freudig in den Tod. Du biſt unſer Siegspanier! Gott mit uns, ſo ſiegen wir. Deine Treuen krönſt du gnädig; Segne, ſegne unſern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden Auch in unſerm Lande aus, Daß wir deine Bürger wer⸗ den, Ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit Gieb uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig, Segne, ſegne unſern König. Mel. Es ſpricht der Unweiſen. 600 Erhalt uns, Herr, die 4 Obrigkeit, Die du uns gabſt auf Erden, Mit Wohl⸗ ſtand und mit Sicherheit Durch ſie beglückt zu werden. Verleih ihr Weisheit, Luſt und Kraft, Was wahres Wohl dem Lande ſchafft, Mit Sorgfalt wahrzunehmen. 2. Gieb, daß ſie, gleichgeſinnet dir, Uns väterlich regiere, Daß jeder Bürger unter ihr Ein ruhig Leben führe. Laß ſie der Unſchuld 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, iſt dein Ge⸗ Zuflucht ſein, Und jeden Red⸗ „ M X 8 „,8 m de deind un t, Daß wir Trax h. eu. Gehen frendi n. Du hiſt unſer Siar mit uns, ſe ſihn Tmuen kinſt ug e, ſegne unſern dun Breite, Herr, di ſ rden Auch in unene Daß wir dein Aune Ziehen in dein Vane n und Gerechigkt Gott, zu aller z 3 kau 1 iem Volke gnidih inſern Köngg. Es ſpricht der Uwit Erlalt uns, Sn ſ . Oprigket, A iſt auf Erden, Me ind mit Siceetht ick zu werden. Kiti it, Luſt und Kuit — — — Wohl dem Lande ü orgfalt wahrzunim ieb, daß ſie,gleihhe s väterlich regle ürger unter ihr bil — — 3 — — —— —— — G f 3 7 — — — hre. Lah ſi der! H ſein, Und ſädel — — — — M 1 Allgemeine Landesangelegenheiten. lichen erfreun, Dem Unrecht kräf⸗ tig ſteuern. 3. Laß uns, von ihrer Macht beſchützt, Des Friedens Glück ge⸗ nießen, Erwerben, was dem Le⸗ ben nützt, Und ſeine Müh ver⸗ ſüßen. Nie fehle einer guten That, Die ſie mit dir begonnen hat, Dein ſegnendes Gedeihen. 4. Gieb denen Eifer, Fleiß und Treu, Die ihr ſind untergeben, 373 Daß jedermann befliſſen ſei, Nach ſeiner Pflicht zu leben. Erleichtre ihr des Lebens Müh, Mit deinem Segen kröne ſie, Und ſei ihr Lohn auf ewig. 5. Laß ſie mit uns vereinet ſein, In deiner Furcht zu leben, Und vor der Rechenſchaft ſich ſcheun, Die ſie dir einſt muß geben; Daß ſo vor deiner Majeſtät, Die über alle Hoheit geht, Regent und Volk ſich beuge. II. Allgemeine Landesangelegenheiten. 1. Saat und Ernte. Mel. Nun freut euch, liebe. 601 Es baut, o Gott, auf . dein Geheiß Der Menſchen Hand die Erde, Voll Hoffnung, daß ihr reger Fleiß Von dir geſegnet werde. Auf dein Verſprechen trauen ſie: Du ſollſt dein Brot bei Fleiß und Müh, So lang du lebeſt, eſſen. 2. Noch immer traf dies Wort auch ein; Gieb ferner deinen Se⸗ gen, Daß Saat und Pflanzen wohl gedeihn, Gieb Sonnenſchein und Regen. Der Landmann baut um⸗ ſonſt das Land, Wenn deine milde Vaterhand Nicht ſeine Arbeit ſegnet. 3. So kröne denn mit Frucht⸗ barkeit Das Land nach deiner Güte; Und wenn die Ausſaat uns gedeiht, O Vater, ſo verhüte, Daß Froſt und Sturm und Hagelſchlag Sie nicht zerſtörend treffen mag, Nicht Flut ſie überſchwemme. 4. Wir traun auf dich, o gu⸗ ter Gott, Und laſſen dich nur walten. Du kennſt am beſten deinem Ruhm, Auch uns, dein Volk und Eigentum, Noch fer⸗ ner wohl verſorgen. Mel. Die Tugend wird durchs. 602 Wir alle, Gott und . Vater, bringen Dir Preis und Dank im Heilig⸗ tum, Und unſre frohen Herzen ſingen Von deines Namens ho⸗ hem Ruhm. Gekrönt haſt du mit deiner Milde Rings um uns her das ganze Land, Dein Segen ſtrömt' auf die Gefilde Aus dei⸗ ner reichen Vaterhand. 2. Du ſchenkteſt Sonnenſchein und Regen Für jede Frucht zu rechter Zeit, Und gabſt Gedeihen, Kraft und Segen Dem Samen, den wir ausgeſtreut. Für Millio⸗ nen deiner Kinder Reicht deiner Gaben Fülle hin, Du nährſt den Frommen und den Sünder Mit ewig treuem Vaterſinnä. 3. Du giebſt, uns liebreich zu verſorgen, Mehr als wir bitten und verſtehn; Du wachſt am unſre Not, Und kannſt uns leicht Abend und am Morgen, Und hö⸗ erhalten. So wirſt du uns zu reſt unſer gläubig Flehn. Selbſt 374 Allgemeine Land esangelegenheiten. unſern Undank, unſre Sünden Vergiebſt du, der die Liebe iſt, Wir ſchmecken täglich und empfinden, Wie gütig, Herr, du allen biſt. 4. Wer kann die Güte ganz ermeſſen, Die weiter als die Wol⸗ ken reicht? Wer dürfte undank⸗ bar vergeſſen Die Treue, die nie von uns weicht? Wir wollen dei⸗ ner ſtets gedenken, Des Wohlthun uns begnadigt hat, Das Herz nach deinem Reiche lenken, Dich preiſen ſtets durch fromme That. 5. Was du uns gabſt, wohl anzuwenden, Verleih uns Weis⸗ heit und Verſtand. Bewahr uns, daß wir nicht verſchwenden Die reichen Gaben deiner Hand. Du willſt, wir ſollen froh genießen, Und dankbar im Genuſſe ſein: Gieb, daß mit ruhigem Gewiſſen Wir deiner Güte ſtets uns freun. 6. Auch für den Armen kam dein Segen Inſolcher Füll' auf uns her⸗ ab; Wir wollen liebreich ſeiner pflegen Von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns allen, Frohlocke laut und bete an, Daß du nach deinem Wohlgefallen So Großes haſt an uns gethan. Mel. O daß ich tauſend Zungen. ir, milder Geber aller . 603. D Gaben, Herr, dir ge⸗ bühret Dank und Ruhm, Denn alles, was wir ſind und haben, Iſt ja dein Werk und Eigentum. Mein Lobgeſang ſteigt auf zu dir, O neige, Herr, dein Ohr zu mir. 2. Die kleinſte deiner Kreatu⸗ ren Macht deine Weisheit offen⸗ bar; Du zeigeſt deiner Güte Spu⸗ ren Und deine Macht von Jahr zu Jahr. Der kleinſte Halm ruft 604. W⸗ denken Gottes Kinder; Wer auch nicht reichlich ernten kann, Den liebt Gott doch nicht minder. Er zieht das Herz Doch himmelwärts, laut uns zu, Daß niemand mäch tig ſei als du. 3. Du ſorgſt für uns nach Vater⸗ weiſe, Erhältſt die Werke deiner Hand, Giebſt allem, was da lebet, Speiſe, Beſchirmſtund ſegneſt jedes Land. Du liebeſt unveränderlich, Der Böſen ſelbſt erbarmſt du dich. 4. Voll iſt der Erdkreis deiner Güte, Und deiner Weisheit iſt er voll. Herr, unterweiſe mein Ge⸗ müte, Wie ich dich würdig loben ſoll. Dir dankt nur wahrhaft, wer dich liebt, Dich, der uns ſo viel Gutes giebt. 5. Das Saatkorn wird in dei⸗ nem Namen Auf Hoffnung in das Land geſtreut, Du ſchirmſt, All⸗ mächtiger, den Samen, Dein iſt der Erde Fruchtbarkeit. Du giebſt allein zur Arbeit Kraft, Du biſt's, der das Gedeihen ſchafft. 6. Mild öffneſt du den Schoß der Erde, Du tränkſt die Flur von oben her, Giebſt, daß die Saat erquicket werde, Und machſt die Ahre ſegensſchwer; Du träufelſt mit dem kühlen Tau Die Frucht⸗ barkeit auf Feld und Au. 7. Kommt, preiſt des Schöpfers — — Huld und Stärke, Bringt ſeinem Namen Ehre dar! Groß iſt der Herr, und ſeine Werke Sind herr⸗ lich, groß und wunderbar. Wie köſt⸗ lich iſt dein Lob, wie ſchön! Kommt, laßt uns ſeinen Ruhm erhöhn. Mel. Was Gott thut, das iſt. s Gott thut, das iſt wohlgethan! So gelegenhein . ſl, Daß 1 ſei us a enndn ½ tſ Wie ich iß Fyuke 3 3 ic dich virdi 3 d ant nur wahrhn ddt, Dich dr m s giebt E Das Santiorn wihn 1 * 1 1 geſtreut, Du ſciimi tiger, den Sanen, N erde Fruchtbarket. A Duin 6 7 erde, Du wänft diſ ho op(5pſ 5 dn9 ben her, Giehſt dßtiie 7 ſegensſchwer; Du ti P 2 Namen Auf Hoffrungig Genüget uns zum Leben. Er nimmt * em kühlen Tau de t auf Feld und A. Kommt, preiſt deSchi und Sturk, Brinſt inſ en Ehre dar! Grf ün und ſeine Werke Cn oß und wunderhr Arſt dein ob, wieſhönlumn ins ſeinen Ruhn aiin ¹ Was Gotttht, W qan Gett t u .W iſ wollhtzn Gotes Kuder, Me eiclich ernen hm 9 zott dodh nict min I as Herzdochfinnum 3 —— ¹ — — — — Offentliche Not i m allgemeinen. 375 Obgleich wir oft auf Erden Beim Mangel traurig werden. V 2. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ 605. gethan, Im Nehmen und imGeben. ſich bewieſen. Am frohen Ernte⸗ Mel. Nun laßt uns Gott dem. er Vater ſei geprie⸗ ſen, Der huldreich Was wiraus ſeiner Hand empfahn, tage Verſtumme jede Klage. und giebt, Weil er uns liebt, Laßt uns in Demut ſchweigen, Und vor dem Herrn uns beugen. 3. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan, Wer darf ſein Walten rich⸗ ten, Wenn er, eh man noch ernten kann, Den Segen will vernichten? Weil er allein Der Schatz will ſein, So nimmt er unſre Güter Zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott thut, das iſt wohlgethan, Es geh nach ſeinem Willen! Läßt es ſich auch zum Mangel an, Weiß er ihn doch zu ſtillen. Wer als ein Chriſt Ge⸗ nügſam iſt, Kann auch in wenig Gaben Mit Dankbarkeit ſich laben. 5. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Das Feld mag traurig ſte⸗ hen: Wir gehn getroſt auf ſeiner Bahn, Und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verſchafft Uns Lebens⸗ kraft, Es nennt uns Gottes Erben: 2. Wir ſtreuten unſre Saaten, Und hofften ihr Geraten, Sie ſchliefen ſtill verborgen Zum fro⸗ hen Erntemorgen. 3. Der Leben uns geſchenket, Hat ſie mit Tau getränket, Der Liebe treues Walten Hat unſre Saat erhalten. 4. Der Sturm, der Froſt und Regen Ward ihr zum rechten Se⸗ gen; Aus eines Körnleins Hülle Erwuchs die Segensfülle. 5. O ſäet froh im Glauben, Laßt euch den Mut nicht rau⸗ ben, Wenn ihr auch hier nicht ſehet, Daß eure Saat erſtehet. 6. Wenn wir die Armen näh⸗ ren, Den Kranken Troſt gewähren, Die Irrenden beraten, Dann ſtreun wir Gottes Saaten. 7. Das Gute, das wir ſäen, Kann nimmer untergehen; Sind wir ſchon längſt geſchieden, Blüht Gottes Saat im Frieden. Wie könnten wir verderben? 6. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan, Wie er's auch mag beſ chlie⸗ ßen! Und blüht um uns kein Ka⸗ naan, Wo Milch und Honig fließen: Er, unſer Gott, Weiß, was uns not, Und wird es gern uns geben, Kommt, laßt uns ihn erheben. 8. Es naht der Erntemorgen, Wo Freude kommt aus Sorgen; Die hier im Glauben ſtarben, Sie bringen volle Garben. 9. Was kümmern uns die ——— 2. Offentliche Not im allgemeinen. Eigne Melodie. 606. Wenn uan ſir ld wiſſen nicht, wo aus noch ein, Und finden weder Hülf noch Rat, Ob wir gleich ſorgen früh und ſpat: 2. So iſt das unſer Troſt allein, Daß wir zuſammen ins⸗ 6 — 376 Allgemeine Landesangelegenheiten. gemein Zu dir dann rufen, treuer 4. Doch, Vater, deine Huld Gott, Um Rettung aus der Angſt Iſt größer als die Schuld. Ge⸗ und Not; denke an die Deinen, Die reuig 3. Und heben unſer Aug und Herz vor dir weinen, Gedenke mit Er⸗ Zu dir in wahrer Reue Schmerz, barmen An die gebeugten Armen. Und flehn dich um Begnadigung 5. Verkürze, gnädger Gott, Die Und aller Strafen Linderung. Dauer unſrer Not. Laß uns, die 4. Die du verheißeſt gnädiglich, ängſtlich flehen, Troſt und Er⸗ Herr, allen, die drum bitten dich, quickung ſehen, Verwandle alles Im Namen des Herrn Jeſu Chriſt, Leiden In neue Lebensfreuden. Der unſer Heil und Mittler iſt. 6. Doch wenn, Herr aller Welt, 5. Drum kommen wir, Herr, unſer Es dir noch nicht gefällt, Die Gott, Und klagen dir all unſre Not, Trübſal zu entfernen, So ſtärk Weil wir jetzt ſtehn verlaſſen gar uns, daß wir lernen Mit ehr⸗ In großer Trübſal und Gefahr. furchtsvollem Schweigen Vor dir, 6. Zwar unſre Sünd iſt ſchwer Herr, uns zu beugen. und groß, Doch ſprich uns, Herr, 7. Ja, deine Züchtigung Führ aus Gnaden los, Steh uns in uns zur Beſſerung; Laß ſie die unſerm Elend bei, Mach uns von Sichern ſ chrecken, Die Schläfrigen allen Plagen frei. erwecken, Auf dein Gebotzu merken, 7. Dann danken und lobſingen Und redlich Fromme ſtärken. wir Mit freuderfülltem Herzen dir, 8. Wenn dich das Herz nur Gehorchen deinem teuren Wort, Und liebt, So wird, was uns betrübt, preiſen, Herr, dich hier und dort. Uns doch zum Heil gedeihen. Wer Mel. Auf meinen lieben Gott. deiner ſich kann freuen, Dem wird 607 Es züchtigt deine Hand, auch deine Gnade Zum Licht auf .=— O Höchſter, jetzt das dunklem Pfade. Land. Zu deinem Vaterherzen Er⸗ 9. So ſtärke denn das Herz, hebt in bittern Schmerzen Sich Daß auch im größten Schmerz das Geſchrei der Armen, Erhör Es nie an Mut uns fehle. O es aus Erbarmen. ſprich zu unſrer Seele: Getroſt! 2. Du ſiehſt des Landes Not, dich ſoll kein Leiden Von meiner Sie kam auf dein Gebot. Du Liebe ſcheiden. kannſt mit mächtgen Händen Sie 10. Am Schluß von unſerm lindern und auch enden; Ein Lauf, Dann klärt ſich alles auf, Wort aus deinem Munde Ver⸗ Dann wird die Ausſicht heiter, ändert Zeit und Stunde. Dann thränt kein Auge weiter, 3. O Herr, wir murren nicht, Und dieſes Lebens Leiden Ver⸗ Gerecht iſt dein Gericht Bei allem, wandeln ſich in Freuden. was wir dulden, Denn groß ſind Mel. Auf meinen lieben Gott. unſre Schulden, Und du beſtrafft 608 Ach, uns bedrückt jetzt uns minder, Als wir's verdient,* Not, Komm, hilf wir Sünder. luns, treuer Gott! Von keinem d un dd Rel, dans In Reue binße 8 1 wenn, n d noch wicht ſal zu enffe daß wir r ler htspn 8 r, uns i um o do „No deine mne zur 2 niher 3 8 9 b zur eſſern ung. gh benſß ecken, desin Aufde Johr 1 S ded nüiens efün . Wer dih de ir , Soun„Vas un h doch zum Heileding rſich aum frenn dan dne Omd zmäh klem Pfade. h. So ſtärke dem wo ß auch in giftn äm 8. ur 5 f ich; u unſte e ele bhi ſoll k ein d rh be L 0 An Sölij mn vi ff, Dam littſt ll inn wird ſi dleſct g t un thränt ki lhn n dieſes Ahben hens Ler dur ſha ſin N l. An ij meine erfeba gt Itarict3 8. 4 2 du ia wu btt d Und nicht von Ungefähr, Offentliche Not im allgemeinen. 377 kann auf Erden Uns ſonſt ge⸗ holfen werden; Hörſt du nicht unſer Flehen, Dann müſſen wir vergehen. 2. Es kommt von dir ja her, Iſt Strafe unſrer Sünden. Ach laß dich gnädig finden, Vergieb doch aus Erbarmen Die Sündenſ chuld uns Armen. 3. Gieb uns jetzt deine Gnad, Geduld und guten Rat, Laß unſer heißes Flehen Dir wohl zu Herzen gehen. O laß um Jeſu willen Sich dieſe Not bald ſtillen. 4. Sprich, mein Gott, nur ein Wort, So muß das Unglück fort; Bedrohe, mein Erretter, Du doch das Unglückswetter. Du kannſt, du kannſt es wenden, Und Hülfe zu uns ſenden. 5. Ach, nimm von uns die Laſt, Der du Erbarmen haſt. Geheiligt ſei dein Wille, O mache du uns ſtille; Nimm, was dir iſt zuwider, Sieh gnädig auf uns nieder. 6. Dir ſei es heimgeſtellt; Wenn es dir wohlgefällt, So hilf, hilf; uns iſt bange, Verziehe nicht ſo lange. Wir ſprechen darauf: Amen, In unſers Jeſu Namen. Eigne Melodie. 609. Trau auf Gott in allen Sachen, Die dich jetzt ſo traurig machen; Trau auf Gott in allen Dingen, Die dir zu dem Herzen dringen. 2. Trau auf Gott in Seelen⸗ plagen, Wenn dich deine Sünden nagen, Denn Gott iſt in ſolchen Schmerzen Balſam deman wun⸗ den Herzen. 3. Trau auf Gott, wenn böſe Seu⸗ chen Weit umher im Lande ſchlei⸗ chen, Denn er kann dich ſo bedecken, Daß dich keine darf anſtecken. 4. Trau auf Gott in Kriegs⸗ gefahren, Denn er weiß dich zu bewahren; Er kann machen, daß die Feinde Werden deine beſten Freunde. 5. Trau auf Gott in Hun⸗ gersnöten, Dann wird dich kein Hunger töten; Wächſet gleich kein Korn auf Erden, Dann wird Brot aus Steinen werden. 6. Trau auf Gott bei dürren Zeiten, Denn er wird vom Him⸗ mel leiten Seines Segens reiche Quellen, Die dein Herz zufrieden ſtellen. 7. Trau auf Gott, wenn's ſtürmt und ſchneiet, Wenn die Donnerwolke ſchreiet, Wenn dich trifft das böſe Wetter, Denn Gott iſt allein dein Retter. 8. Trau auf Gott in allen Sachen, Denn er kann den Aus⸗ ſchlag machen; Trau auf Gott in allen Dingen, Dann wirſt du ein Danklied ſingen. Mel. Was ſorgeſt du, ſei ſtille. 610 O Gott, mein Schutz, * was ſollt in böſen Zeiten, Was ſollt ich fürchten in Gefahr? Wer dir vertraut, hat dich zur Seiten, Du hilfſt ihm wunderbar. 2. Wenn über ihm die Wolken Flammen ſpeien, Geht er getroſt an deiner Hand, Getroſt durch dürre Wüſteneien Und brennend heißen Sand; 3. In kranker Luft und mitten unter Leichen, Wenn wütet rings 378 Allgemeine Landesangelegenheiten. umher der Tod, Auf ſchwarzen Flügeln fauler Seuchen Ein ſchnell Verderben droht. 4. Getroſt durch dich, getroſt in dem Geywiſſen, Verachtet er des Schmähers Wut, Und tritt in Gottes Kraft mit Füßen Auf ihre Natternbrut; 5. Spricht glaubensvoll: der Herr ſteht mir zur Seiten, Der Herr iſt meine Zuverſicht! Und er, ſein Retter, hilft ihm ſtreiten, Sein Gott verläßt ihn nicht. Mel. Wer nicht mit den. 611 eil, Heil dem Manne, . der vom böſen Rat Fern fliehet, nicht betritt der Sün⸗ der Pfad, Und ſich vom Sitz der Spötter weit entfernet! Dem Manne Heil, der ruhig Weisheit lernet, Der ſich das Recht des Herrn zur Freude macht, Und ſein Geſetz erforſchet Tag und Nacht. 2. Ein Baum, am Bach ge⸗ pflanzt, ſtrebt hoch empor, Bringt Blüt und Frucht zur rechten Zeit hervor, Steht unentlaubt, mit hoher Pracht geſchmücket, Daß ſich an ihm der Wanderer erquicket: So grünet der Gerechte jederzeit, Er lebt und wächſt, und all ſein Thun gedeiht. 3. So iſt es nicht mit den Gottloſen, nein, Die ſind wie Spreu, ein Wind wird ſie zer⸗ ſtreun. Der Sünder, die des Herrn Geſetz verſchmähen, Soll keiner je in dem Gericht beſtehen; Wenn Gott das Recht in der Ge⸗ meine ſpricht, So gehen ſie mit den Gerechten nicht. 4. Des Frommen Weg, zum Himmel ganz gewandt, Geht ein⸗ fach fort, ſteht unter Gottes Hand. Gott blickt herab auf ihn mit Wohlgefallen, Schützt ſeine Tritt' und läßt ihn ſicher wallen. Allein der Weg, der den Gottloſen führt, Weicht immer ab, bis er ſich ganz verliert. 3. Krieg und Friede. Mel. Wer nur den lieben Gott. 612 Es zieht, o Gott, ein . Kriegeswetter Jetzt über unſerm Haupt einher. Biſt du, Herr, hier nicht unſer Retter, So iſt's für unſer Land zu ſchwer. Sieh, wie die Fürſten ſich ent⸗ zwein Und ſich zu unterdrücken dräun. 2. Drum laß uns hier allein, o Vater, Auf dich und deine Vor⸗ ſicht ſchaun, Auf dich, den mäch⸗ tigſten Berater, Und nicht auf Menſchenhülfe baun, Die ohne dich uns gar nichts nützt, Die nur durch dich uns kräftig ſchützt. 3. Kein blinder Zufall herrſcht auf Erden, Du biſt es, der die Welt regiert. Laß uns der Heere Spott nicht werden, Die du, o Herr, zu uns geführt. Du rufſt. ihr Völker, rüſtet euch! Sei du für uns, ſo fehlt ihr Streich. 4. Je weniger ſich uns will zei⸗ gen, Woher die Hülfe kommen ſoll, Je mehr Gefahr und Plage ſteigen, Sich alles zeiget ſchreckens⸗ voll: Je größer mache das Ver⸗ traun, O Gott, allein auf dich zu ſchaun. 5. Was hilft der Heere große Menge? Was hilft dem Rieſen — — — — —= — —,— — —— —— — — ——— — — —2— — ꝑ == — —— ———— ——.—— ———= ——— ——2— ——— deegerhein üt und Fe N ttloſen, nein di 5. Sd iſ es rict 1 drreu, ein Vind uih enn Gott das ſühti iine ſpricht, E— a Gerechten mät 4 Dos 4. Des Fronuen g hfort, ſteht un bohlgefallen, Ettine ͤt ihn ficeruun „ V 8 d läf ſ 12„ d e exliert. . d Friede. 3. Kein bünder gi zuuf Erden, Da h h n Welt regiett Loj m Spott nict voe A Herr, zu uns gfft An ior Völker, witt all à uns, ſo filt ir en rür g1 4. Je venizeſtr gen, Woher d ür hm ſoll, R mirbätn; voll: é ſift n trann, O Git 1l 1 zu ſchaun. 5. Wrs kütd Menge! S0 — — deicht immer ah eſt —— far 1 1* m V Krieg und Friede. 379 ſeine Macht? Der Roſſ' und Wagen dicht Gedränge Hat nie allein den Sieg gebracht. Der Menſch vertraut darauf ſo gern, Zedoch der Sieg kommt nur vom Herrn. 6. Drum werf ich mich in deine Arme, Du Vater der Barm⸗ herzigkeit, Und flehe voll Ver⸗ traun: erbarme Dich über uns in ſchwerer Zeit. Laß Gnade doch für Recht ergehn, So bleiben wir noch aufrecht ſtehn. b 7. Doch findet, Herr, dein wei⸗ ſſer Wille Noch ferner Züchtigung für gut: Wohlan, ſo ſchweig ich und bin ſtille Bei dem, was deine Weisheit thut. Ich, dein Geſchöpf und auch dein Kind, Weiß, daß es Vaterſchläge ſind. 8. Herr, nimmer ſchreibe meine Seele Dir etwas vor im ſtolzen Wahn, Und wenn ich ſo vermeſſen fehle, So zeig mir meine Thor⸗ heit an. Iſt gleich, was deine Weisheit thut, Mir oft ein Rät⸗ ſel, iſt's doch gut. 9. Ja, nicht im Zorne, nicht im Grimme Ergeht dein ernſtes Strafgericht; Wir hören unſers Vaters Stimme, Zeigt ſich auch ernſt dein Angeſicht. Du läu⸗ terſt unſer ſündges Herz Durch Angſt und Pein, durch Not und Schmerz. 10. Zuletzt wird jeder ſagen müſſen: Das hat Gott, unſer Gott gethan; So brach er nach verborgnen Schlüſſen Zum beſ⸗ ſern Ziele uns die Bahn. Zu⸗ letzt errettet deine Hand, Barm⸗ herzger Gott, das Vaterland. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 613 Ihr Mitgenoſſen, auf * zum Streit, Damit uns Gott belohne! Es gilt, das Reich der Herrlichkeit, Der Uber⸗ winder Krone. Der Weichende Wird nicht gekrönt. Wie hat der Herr geſtritten! Die Sieger nur hat er verſöhnt, Als er für uns gelitten. 2. Miterben, haltet an und ſeht Empor zum großen Lohne, Denn nur durch unſre Feinde geht Der Weg zu jener Krone. Ob tau⸗ ſend auch Zur Rechten euch, Zur Linken tauſend ſänken: Getroſt! ihr kämpft für Gottes Reich, Er wird die Kron euch ſchenken. 3. Zwar groß iſt unſres Kampfs Gefahr, Doch laßt uns nicht er⸗ ſchrecken; Mit uns iſt Gott, und wunderbar Wird uns ſein Schild bedecken. Es ſtärkt der Held, Der ſtärken kann, Wenn wir um Hülfe flehen; Er reicht den Harniſch, legt ihn an, So könnt ihr mut⸗ voll ſtehen. 4. Mit ſeiner Hölle Graun umhüllt Schießt Satan Flammen⸗ pfeile. Ergreift, ergreift des Glau⸗ bens Schild, Schützt euch mit Chriſti Heile. Mit dieſem Helm Deckt euer Haupt, Kämpft mit des Geiſtes Schwerte, Das iſt es, was kein Tod euch raubt, Das mächtige, bewährte. 5. Wer überwindet, ſoll den Tod, Den ewgen Tod nicht ſehen; Verging er auch in ſeiner Not, Dort wird er nicht vergehen. Iſt wohl vollbracht Der ernſte Streit: Nach ſeinen kurzen Leiden Wird euch der Unſchuld weißes Kleid, Gerechtigkeit bekleiden. 380 Allgemeine Landesangelegenheiten. 6. Ach, Hüter, iſt die Nacht bald hin, Die dunkle Nacht der Erden? Wenn ich einſt ÜUber⸗ winder bin, Wird Licht das Dun⸗ kel werden. Dann ſeh ich dort Im Lebensbuch, Dank ſei dir! meinen Namen; Des Kampfs, des Leidens iſt genug, Erlöſet bin ich! Amen. Eigne Melodie. 61 4 är' Gott nicht mit 3 uns dieſe Zeit, So ſoll Israel ſagen, Wär' Gott nicht mit uns dieſe Zeit, So müßten wir verzagen, Die ſo ein armes Häuflein ſind, Veracht't von ſo viel Menſchenkind, Die an uns ſetzen alle. 2. Auf uns iſt zornig ſtets ihr Sinn. Hätt' Gott es zugegeben: Verſchlungen hätten ſie uns hin Mit ganzem Leib und Leben. Wir wären, wie mit Flut er⸗ ſäuft, Als über die groß Waſ⸗ er läuft, Und mit Gewalt ver⸗ chwemmet.— 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß uns ihr Schlund mög' fangen. Wie Vögel kommen Strickes ab, Iſt unſre Seel ent⸗ gangen; Strick iſt entzwei, und wir ſind frei. Der Nam' des Herren ſteh uns bei Des Him⸗ mels und der Erden. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 61 5 err, der du vormals . haſt dein Land Mit Gnaden angeblicket, Und, wenn du Strafen ihm geſandt, Es wie⸗ derum erquicket, Der du mit vä⸗ terlicher Huld Verziehen deinem Volk die Schuld, Gelöſet ſeine Bande! 2. Soll nun dein ernſtes Straf⸗ gericht, ren aufs neu Uns, die erſchrecket. Daß Friede ſein ſoll überall, Wo legten aus der Hand, Und bauten Friedenshütten! 4. Ihr zagt nicht, Heilige Herrn! Der Mut, der euch be⸗ ſeelet, Hält die Verzweiflung von euch fern, So Gottvergeßne quä⸗ let. Gott, der da waltet weit und breit, Iſt auch zu helfen ſtets bereit All denen, die ihn fürchten. 5. Zu ihm ſei unſer Herz ge⸗ wandt, Er wird zu uns ſich wenden. Der Herr mit ſeiner — ſtarken Hand Wird alle Drang⸗ ſal enden, Auf daß zu ſeines Na⸗ mens Ruhm Des ganzen Volkes Eigentum Sei Wohlfahrt, Zucht und Ehre. 6. Wo Chriſten jetzt in blut⸗ gem Streit Einander treffen müſ⸗ ſen, Da wird dann die Gerech⸗ tigkeit Sich mit dem Frieden küſſen. Es werden da, wo jetzt das Schwert In Feindeshand die Flur verheert, Sich Güt und 898 — Treu begegnen. 7. Dann wird mit Regen und mit Tau Gott unſern Boden netzen, Daß uns der werten Heimat Au Erfreu mit ihren Schätzen. Doch bleibt, ſo viel — 4 O Herr, ohn Ende wäh⸗ i ? Willſt du dein freundlich Angeſicht Nicht wieder zu uns kehren? Gott, unſer Heiland, o erfreu Mit deinem Gnadenſchein dein Zorn würde mit Poſaunen⸗ ſchall Des Ewgen Wort gehöret, ii Chriſtus wird verehret, Daß alle denen er bekannt, Die Waffen des D d l 9 daß 8 Egen dn A Fried ſon n„ Sr ſo N ei ſolin denen r pot ae enen er belant d kgten aus der F 1 ten aus der Dand, 1 Q.☚ 4 Nr zat ni derrn! Der MM 1 4 1 1 5, dehen Krieg und Friede. 381 er uns auch giebt, Ein Herz, das ihn vor allem liebt, Die höchſte ſeiner Gaben. Eigne Melodie. 616 Verleih uns Frieden 4 gnädiglich, Herr Gott, zu unſern Zeiten. Es iſt doch ja kein andrer nicht, Der für uns könnte ſtreiten, Denn du, Herr Gott, alleine. eiſtus vird dert. Friee Ah 1 riedenshütten 1 dla nd breit Iſt ait ereit Al demn ani 5. Zr ihm ſt un andt, Er un gm enden. Der Hn m. p mlL Aa arken Hand Pi dn⸗ ⸗ 2 lenden, Auf wi uins. ens Ruhm Des wwa d 4 igentum Si Viiſ nd Chre. V 6. Wo(hrife igeu Streit Einmdefeg. 7, Da wird du w ſ keit en. ff 4ʃ ſs „ s Schwert IN Finn 5 ul ur verhert, 2h R 8 die Kriegesflamme; Den Haß und Sich nt m Es wem ut ——ℳꝓOA— Ipbrünſtig fleht, Wer in ſich geht: Gedenk nicht unſrer Sünden, Ver⸗ 2. Gieb unſerm König und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, Daß wir unter ihnen Ein geruhiges und ſtilles Leben führen mögen In aller Gottſelig⸗ keit Und Ehrbarkeit. Amen. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 617 O Gott des Friedens, * nimm uns an In Jeſu, deinem Sohne, Laß uns des Friedens Heil empfahn Von dei⸗ nem Gnadenthrone. Ach, komme du Und ſchaffe Ruh, Löſch aus 4. Und willſt du, daß wir in den Streit Für deine Ehre zie⸗ hen, So gieb du ſelbſt uns das Geleit, Daß wir nicht feige flie⸗ hen. Entflamm den Mut, DaßGut und Blut Wir für dasGute wagen, In Todesgraun auf dein Wort traun, Dein Morgen werde tagen. 5. O leite du mit ſtarker Hand Die Mächtigen auf Erden. Laß, Völkerhirt, bald jedes Land Nur dir geweihet werden. Gieb uns dein Wort, Daß fort und fort Bald alles ſich bekehre, Dann blühen neu die Lieb und Treu, Dann bringt dir alles Ehre. Eigne Melodie. 6 18 Du Friedensfürſt, Herr 4 Jeſu Chriſt, Du Hel⸗ fer in der Not, Du weißt, wie groß das Elend iſt, Womit der Feind uns droht. Er ruft zum Krieg und will den Sieg Uns am Kreuzesſtamme. Uns doch in Chriſto finden. durch Gewalt entreißen. 2. Schon ziehet von der Heimat aus Der Söhne teure Schar, Verödet ſtehet manches Haus, Das Armen Obdach war. Schonflammt die Glut, und Bruderblut Ent⸗ weihet deine Erde. 3. Hilfſt du uns nicht in unſrer Not, Ach, wer kann dann beſtehn? Verſöhnſt du nicht durch deinen Tod, Dann müſſen wir vergehn. Drum flehen wir, o Herr, zu dir: Erbarme du dich unſer. 4. Zwar war der Dank dir nicht gebracht Für deine große Huld, Wir ſanken tief in Sün⸗ dennacht Und häuften Schuld auf Schuld. Geh mit uns nicht, Herr, ins Gericht, Sei du uns Sündern gnädig. Neid, der uns entzweit, Vertilg 2. O welches hohe Glück ge⸗ währt Der Friede, den du ſchen⸗ keſt! Dann wird uns mild das Herz genährt, Wenn du zu dir es lenkeſt. Die Wohlfahrt blüht, Das Herz erglüht Auf deines Reiches Auen, Daß wir mit Dank, mit Preisgeſang, Des Glaubens Früchte ſchauen. 3. Doch ſchwingeſt du zur böſen Zeit Des Krieges Geißel wieder, Dann weckſt du aus der Sicher⸗ heit, Und beugeſt uns darnieder. gieb die Schuld, laß Vaterhuld 382 Allgemeine Landesangelegenheiten. 5. Du willſt den Tod des Sün⸗ ders nicht, Drum floß für uns dein Blut. Auch durch die Nacht führſt du zum Licht, Du ſtärkſt im Kampf den Mut. In Sturm und Nacht hältſt du die Wacht; Wohl allen, die dir trauen! 6. O leite unſer Kriegesheer, Daß es den Sieg erkämpft, Durch deines Geiſtes tapfre Wehr Die Wut des Böſen dämpft. Laß deine Hand das Vaterland In böſer Zeit beſchirmen. 7. O laß doch bald uns Frie⸗ densaun Erblühn durch deine Gnad, Und ſicher unſre Felder baun, Und ernten ihre Saat. Zerbrich das Schwert, das nur ver⸗ heert. Dein Reich, o Jeſu, komme. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 619 Haſleluja! Preis und * Ehre! Die Tempel ſchmücket, die Altäre Ihm, der uns großes Heil geſandt. Singt dem mächtigen Erretter, Er ſandte nach dem Schlachtenwetter Sein Friedenswort aufs blutge Land. Des Krieges Donner ſchweigt, Der Friedensbogen neigt Sanft ſich nieder. Gott hielt Gericht, Und herrlich bricht Aus langer Nacht hervor das Licht. 2. Endlich, endlich iſt errun⸗ gen, Was nah und fern in allen Zungen Die hart Bedrängten heiß erfleht! Gnädig hat der Herr ver⸗ nommen Die ſtillen Seufzer ſeiner Frommen, Erhört die Thränen, das Gebet. Der Throne baut und ſtürzt, Er hat den Kampf ver⸗ kürzt; Ihm die Ehre! Sein Wink gebeut, So ruht der Streit, Und 620. Herr Gott, dich loben wir Für deine gro⸗ ßen Gnaden; Du haſt das Va— terland Der Kriegeslaſt entladen, Haſt gnädig uns verliehn Des Friedens goldne Zier, Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 2. Herr Gott, wir danken dir! Du ſendeſt uns zwar Strafe, Dein ſerm Sündenſchlafe: Doch wieder aufgethan Ward uns die Gnaden⸗ thür, Des freut ſich unſer Herz, Herr Gott, wir danken dir! 3. Herr Gott, dich loben wir. Könnt unſer Mund wohl ſchwei⸗ gen? Du haſt den Königsſtamm Bewahrt mit ſeinen Zweigen, Haſt Kirch und Land geſchützt, Giebſt Gnade für und für. Die Nach⸗ welt ſinge noch: Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, wir danken dir, Und preiſen deinen Namen. Herr Gott, dich loben wir, Und alle Welt ſag: Amen. Was lebt und Odem hat, Preiſt dich voll Dank⸗ begier, Herr Gott, wir loben dich, Herr Gott, wir danken dir! Mel. Nun danket all und. 621 Bringt Gott, ihr Chriſ⸗ 8 ten, Preis und Dank, Ihm, der den Frieden ſchafft, Er⸗ hebt mit frohem Lobgeſang Die Wunder ſeiner Kraft. 2. Wer iſt ihm gleich? wer kann wie er, Was er beſchließt, auch thun? Den Streitenden und ihrem Heer Gebeut er, und ſie ruhn. Frieden Gott der Welt verleiht. 3. Er, aller Welten Herr und Gott, Vernahm der Völker Flehn, Mel. Nun danket alle Gott. Ernſt hat uns geweckt Aus un⸗ 20. dr rt, d ₰ 5 — de „.N m en Gnaden. D rland Der Rir eſt grdd riedens gohdn⸗ In. — — — ruchet ales a ich loben wir A 2. Hent Gt uu ſendeſt un zu 4 — * — — — — ten rwet. de 3 — — ufgethan Ward ma ür, Des fnattſt eerr Gott, ni dte 38 2 9 S en? Du haſt d ine 8 Zewahrt mit ſinerzen velt ſinge voh. Pntt 1 1 oben wir! 4. Herr Got, N whſ. Und preiſen demn m. Hott, dich loben m. Welt ſag: Amen Valtt Odem hat, Prſt uünd eegier, Herr Got dnli Herr Gott, vir win i Mel. Nun dutm 6 2 Bin tidh J=l. Dipüad Ihm, der denFiia hebt mit frohen buxſin Wunder ſeinet er 2 Wrr it ir ii kann vie n. A rüit thun? Dta V ü er A ff ürem Her Gebenter 2. N 89 3. Er, all i Gott, Vemmm — 1 8 eh 1 1 1 1 — mit Unglück ſchlagen? „ 1 Dürre, Näſſe, Teurung. 383 Des blutgen Krieges Angſt und 8. Erweck uns ſelbſt durch dei⸗ Not Ließ er vorübergehn. nen Geiſt Zum Dank, der dir 4. Kein feindlich Schwert und gefällt, Dich durch ein frommes kein Geſchoß Droht uns mehr Leben preiſt, Das deine Rechte fürchterlich. Wo Menſchenblut in hält. Strömen floß, Ergießet Segen ſich. 9. Lehr uns des Friedens ho⸗ 5. Die Saat wird nun mit hen Wert Mit weiſem Ernſt ver⸗ — Sicherheit Dem Boden anvertraut, ſtehn, Und was das eitle Herz 2 8 Das Feld giebt Frucht zu ſeiner begehrt, In deiner Furcht ver⸗ Zeit Dem Landmann, der es baut. ſchmähn. 6. In jedem Stand iſt nun 10. Verleihe, daß Gerechtig⸗ der Mut Zur Arbeit neu er⸗ keit, Daß wahre Lieb und Treu, wacht, Und ſicher vor des Feindes Vertrauen und Zufriedenheit Im Wut Wird jedes Werk vollbracht. Lande herrſchend ſei. 7. Allgütiger, allein von dir 11. Wir ſehen, Gott, auf deine Fließt dieſes Heil uns zu. Dein Hand Mit freudigem Gemüt, waren, ſind und bleiben wir, Und Und hoffen auf das Vaterland, unſer Gott biſt du. Wo ewger Friede blüht. — 4. Dürre. Näſſe. Teurung. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. empfahn? Soll kein Regen ſich 622 Gott, des Güte nim⸗ ergießen, Keine Wolke ſich uns l. mer endet, Haſt du nahn? Werden nimmermehr die denn die Vaterhand Gänzlich von Quellen Wiederum von Segen uns abgewendet? Strafſt du uns ſchwellen? und unſer Land? Wiliſ durch viel 5. Soll das Land zur Wüſte rohte Plagen Du uns ganz edrohie Flan 9 ſtehn? Sollen wir, ſamt unſern 2. Warum willſt du, Gott Herden, Gar verſchmachten, gar voll Güte, Über uns ſo zornig vergehn? Ach, Herr, laß dich doch ſein? Ach, wir welken wie die bewegen, Schenke du uns milden Blüte, Wie ein Blatt im Sonnen⸗ Regen. ſchein. Laß doch unſre heißenZähren 6. Denke doch an deinen Bo⸗ Deinen Zorn in Gnade kehren. gen, Den du in die Luft geſtellt, 3. Sieh, Herr, wie die Früchte Als du deinen Bund vollzogen trauern, Wie da dürſten Flur Nach der Sündflut erſter Welt. und Aun; Unſre Acker ſind wie Du, Herr, haſt noch nie gebro⸗ Mauern, Sind wie Felſen anzu⸗ chen, Was du vormals haſt ver⸗ ſchaun. Gleich dem Eiſen ſind ſprochen. die Felder, Und vertrocknet ſtehn 7. Ja, du haſt mit deinem die Wälder. Segen Uns zu jeder Zeit be⸗ 4. Willſt du denn den Himmel ſchenkt, Haſt mit Früh⸗ und ſpä⸗ ſchließen? Sollen wir nur Zorn tem Regen Unſer dürres Land — werden? Soll das Feld verödet Allgemeine Landesangelegenheiten. getränkt; Denn dein Wort bleibt ewig ſtehen, Muß auch einſt die Welt vergehen. 8. Freudig wollen wir dir trauen, Du erhöreſt unſer Flehn. Regen ſtrömt auf dürre Auen Gnädig von des Himmels Höhn. Du wirſt uns mit Fülle ſpeiſen, Dankbar wollen wir dich preiſen. . Mel. Aus tehr Not ſchre ich. 4 Gott, du kannſt den 623. O Himmel ganz Mit Wolken überziehen, Doch müſſen vor der Sonne Glanz Sie, wenn du willſt, entfliehen. Laß doch, bei dir iſt Rat und Macht, Laß doch der Sonne Glanz und Pracht Uns wiederum erfreuen. 2. Als ob der Himmel in ein Meer Des Zorns verwandelt wäre, So ſtrömt es aus den Wolken her, Drum trauert Feld und ÄAhre. Ja, jeder Halm ſteht tief gebeugt, Betrübt er ſich zur Erde neigt, Und ahnet ſein Verderben. 3. Herr, unſre große Sünden⸗ ſchuld Verdienet dies zum Lohne, Doch hoffen wir auf Gnad und Huld, In Chriſto, deinem Sohne. Wir nahn uns dir voll Reue nun, Wir wollen ernſtlich Buße thun, Und unſer Leben beſſern. 4. Wer hilft uns hier? o Gott, wir ſehn Auf dich bei unſerm Klagen. Du thuſt weit mehr, als wir verſtehn Und dich zu bitten wagen. Du, der's mit uns aufs beſte meint, Kannſt leicht, was uns Verderben ſcheint, In Wohlthat uns verkehren. 5. Herr, thue, was dir wohl⸗ gefällt, Erquick auch, uns zur Wonne, Das ſchon ſo lang durch⸗ näßte Feld Durch heitern Schein der Sonne. Doch, findeſt du es uns nicht gut, So ſtärk, All⸗ weiſer, uns den Mut, Auch dieſe Not zu tragen. 6. Durch Hoffen und durch Stilleſein Soll unſer Herz dich ehren, Was du ſchickſt, muß uns doch erfreun, Im Glauben uns be⸗ währen. Denn nach dem Wechſel dieſer Zeit Wird dir das Herz in Mel. JA Geft nd Herr ir ſind in Not! Laß 624. W uns, o Gott, Die Flut nicht überſchwemmen; Nimm uns in acht, Wehr ihrer Macht, Du kannſt die Wogen hemmen. 2. Verbirg jetzt nicht Dein Angeſicht, Gedenk an uns in Gnaden. Biſt du nur da, Mit Hülfe nah, Was kann die Flut uns ſchaden? 3. Ach hilf uns, Herr, All⸗ mächtiger, Um deiner Gnaden willen; Du, du allein Kannſt uns befrein, Kannſt Sturm und Wellen ſtillen. 4. Erbarme dich, Hilf väter⸗ lich, Beſchütz uns Gut und Leben. Groß iſt die Not, Herr, unſer Gott, Nur du kannſt Rettung geben. Mel. Meine Seele lobſinget dem. dem Herrn, Der das Flehen des Glaubens erhörte, Schien uns allen die Hülfe auch fern, Seine Gnade in Nöten gewährte. 2. Furchtbar drohten die Wel⸗ len den Tod, Und wir ſahen nur unſer Verderben, Da ent⸗ ſchwand auf dein Winken die Not, Ewigkeit Auch für die Leiden danken. 625 Meine Seele lobſinge 8 — — — — — — — — ——— Jor Riß Aaden. Viſt ww ülfe nah Pas 6 niſt nah, Ws Amn 9p 8 4 1) 1 ſchaden: 3. Ach hif un in 8* & hofroff K nſt Iin 9 efrem, Rannf. ern „lon ffio ellen ſtillen. 2 1 4 4... ott, Nurdukannſtetne Mel. Meine Sel )5 Mir Snd bi 25. Mum 1 U W n s Flehen des Glallenste * 8 5 6 6 hien uns alen w geen —. n ne Gnade In, Lelle Made 3 F ahrt 3 1. V Furchthar drol 2 Furchtbar drol — d 1 den Tod, Und 4 ʃ 4 W. 3 8 1 5 „ r unſer Werderlel, e 31* 5 ¹ Jambn e 8 M wand auf deit Wmi Wunn an „ 4 15* 4 6 gächtiger, Um dur den 11 X oeh Klen, Ul, M a Tan Feuersnot. 335 Herr, du ſpracheſt: ihr ſollet nicht ſterben! b 3. Aus dem Schlafe haſt du uns geweckt, Haſt zum Sohne uns liebreich geführet, Mit dem Schilde der Huld uns bedeckt, Unſre Herzen zur Buße gerühret. 4. Gnädig haſt du uns Sün⸗ der verſöhnt, Uns in Chriſto das Leben geſchenket, Uns mit ewigem Frieden gekrönt, Unſern Durſt nach der Gnade getränket. 5. Nimm, o Vater, auf ewig das Herz, Auch im Leiden ſei dir es ergeben, Sei's durch Freude, durch bitteren Schmerz, Leit uns alle zum ewigen Leben. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 626 Du reicher Troſt der * X Armen, O Herr der ganzen Welt, Du Vater voll Erbar⸗ men, Der alles trägt und hält, Du, Gott, erhörſt Gebet; Erhöre, was im Staube Vertrauensvoll der Glaube Von dir in Not erfleht. 2. Sonſt zeigte jeden Morgen bangen Herzen frei. Dein Segen ſich uns neu; O mach auch jetzt von Sorgen Die b er Zu helfen iſt dir leicht, Du kannſt dem Mangel wehren, In UÜberfluß ihn kehren, Wenn's uns unmög⸗ lich deucht. 3. Den Reichen gieb Erbarmen Bei der Bedrängten Schmerz, Und zu erfreun die Armen, Sei Freude für ihr Herz, Damit ſie mild ihr Brot Den dürftgen Brüdern bre⸗ chen, Und dieſe dankbar ſprechen: Euch lohn und ſegne Gott! 4. Die Früchte laß geraten, Uns wieder zu erfreun, Und allen unſern Saaten Gieb Wachstum und Gedeihn. Mit milder Vater⸗ hand Gieb Wärme, Tau und Regen, Dann kehret reicher Segen Zurück in unſer Land. 5. Allgütiger, wir hoffen Auf dich und deine Treu. Oft hat uns Not betroffen, Doch ſtandeſt du uns bei. Du hilfſt und retteſt gern. So ſei denn unſer Leben Vertrauensvoll ergeben Dir un⸗ ſerm Gott und Herrn. 5. Feuersnot. Mel. Nun danket alle Gott. Mir nahn zu deinem 627. W Thron, Gott, mit gerührtem Herzen. Daß du ſo gnädig halfſt, Da wir voll Angſt und Schmerzen Uns in Gefahr und Not Von Feuerflammen ſahn, Und nun gerettet ſind, Gott, das haſt du gethan! 2. Dank ſei dir, großer Gott, Du haſt das Leid gewendet, Das uns ſo nah umſchloß, Und Hülfe uns geſendet. Heil uns, daß noch dein Lob Von unſern Lippen ſchallt, Gott, an Erbarmen reich Und mächtig an Gewalt! 3. Steh den Bedrängten bei, Die jetzt noch traurig weinen. Hör auf der Frommen Flehn, Wenn ſie vor dir erſcheinen, Und ſegne du mit Glück, Nach väter⸗ lichem Rat, Was jetzt bei andrer Not Die Menſchenliebe that. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 628 Gerechter Gott, es . kommt von dir, Wenn Feuersnot entſtehet, Und deine Hand erkennen wir, Wenn 25 386 Allgemeine Landesangelegenheiten. wild die Flamme wehet. Du behüten. Drum breite aus In wirfſt den Brand Auf Stadt und jedem Haus Die mächtgen Gna⸗ Land, Treibſt Glut und Rauch denhände. Wo eine Not uns zuſammen. Die Wolken glühn naht und droht, Da komm, das und ringsum ſprühn Die Funken Unglück wende. und die Flammen. 7. Bewahr uns vor des Wet⸗ 2. So ließeſt, Herr, du dein ters Strahl, Vor der Gewalt der Gericht Auch über uns ergehen. Blitze. Auf Bergeshöhn, im tiefen Man ſah dein heilig Angeſicht In Thal Die Stadt, das Dor f beſchütze. Feuerflammen wehen Und jeder⸗Wo Hütten ſtehn Und Flammen mann Rief himmelan: Erbarmen, wehn, Da zeige dein Erbarmen. Gott, Erbarmen! Hilf aus der O ſei bereit zu jeder Zeit Mit Not, Herr Zebaoth, O hilf, o Rat und That uns Armen. hilf uns Armen! 8. Doch ſtrafſt du abermals⸗ 3. Da hörteſt du das bange das Land, Dann laß die Feuer⸗ Schrein In deinem Himmel dro⸗ glocken, Laß Angſtgeſchrei und ben. Du ſprachſt: ihr Flammen, Not und Brand Das Herz zur haltet ein, Und höret auf zu toben! Buße locken. Zeig uns die Schuld, Schnell wich der Brand, Denn Die mit Geduld Du lange haſt deine Hand Hat mächtig ihm ge⸗getragen. Laß uns ans Herz voll wehret. Als die Gefahr am höchſten Reu und Schmerz In heißen war, Haſt du uns Schutz beſcheret. Thränen ſchlagen. 4. Ja, hätteſt du, Herr, nicht 9. Hilf, daß nach deinem gewacht, Und wärſt du nicht ge⸗ Zuchtgericht Sich jeder zu dir kmmen, Wohl hätte dann des kehre, Und daß, wenn deine Feuers Macht Uns alles wegge⸗ Stimme ſpricht, Dich jede Seele nommen, Und nirgend wär' Ein höre. Nach Brand und Glut, Obdach mehr, Kein Haus ringsum Nach Krieg und Blut Strahlt zu ſehen, Wohl würden wir, wir herrlicher dein Bogen; Drum alle hier In unſrer Not vergehen. werd das Herz durch Gnad und 5. Drum nimm, nimm unſer Schmerz Zu dir hinauf gezogen. Loblied an, Und unſre Pſalmen Mel. Gott, hier ſind wir, deine. höre: Allmächtiger, du haſt's ge⸗ 629 Blick herab auf unſre than, Dir, Herr, ſei Preis und 2 Schmerzen, Blick Ehre! Ja, Preis dem Herrn! Er auf unſern Jammerſtand; Gott, war nicht fern, Als Glut und wie bluten unſre Herzen Von den Flamme blitzte, Er war's allein, Schlägen deiner Hand! Ohne des Gnadenſchein Uns väterlich Obdach ſind wir Armen, Ohne beſchützee. Decke, ohne Brot, Darum hilf 6. Beſchirmſt du nicht mit Rat uns voll Erbarmen, Hilf den und Macht Uns vor des Feuers Deinen in der Not. Wüten, Vergebens dann der Wäch⸗ 2. Der du weißt, wie Lei⸗ ter wacht, Er kann uns nicht den drücken, Und ſie ſelbſt ge⸗ 3 uns Arma uiſt du aben eh n laß di k Angſtt in 8 ti uns ü te d Du 4 aß nc i 1 zich jeder caß, h 1 tt, dic n Zrand und 6 ind Blut en Bogen, d c durch Gwr Air hinauf fum . 4 ſind wi⸗ 4 2t herab ai 6 1 Sthmam nmeerſtand 6 cer Sn Cir Arnn. erot, Daum Iirmen, Fif G Not. 3 veſt, I 6 — die Herze aun 1 Seuchen. 387 tragen haſt, Jeſus, komm, uns zu erquicken, Mindre du des Kreuzes Laſt. Vormals haſt du manche Zähre, Mittler, deinem Volk ge⸗ weint, Und du biſt zu deiner Ehre Noch derſelbe Menſchenfreund. 3. So wie treue Mütter eilen, Kindern, die um Hülfe flehn, Liebreich Hülfe zu erteilen, Eile, Herr, uns beizuſtehn. Ja, das haſt du uns verheißen, Deine Worte trügen nicht; Nichts ſoll uns den Troſt entreißen, Daß dein Mund die Wahrheit ſpricht. 4. Jetzt wohl jammern wir im Staube, Aber feſt und unberührt Stehe unſer Chriſtenglaube, Daß dir ewig Ruhm gebührt. Herr, einſt ſehn wir, was jetzt trübe, Was jetzt Nacht iſt, ſonnenklar, Sehn, daß deine höchſte Liebe Unſers Leidens Quelle war. 5. Herr, nun laß uns auch dem Guten Nachzujagen uns be⸗ mühn, Laß die Herzen, die jetzt bluten, Auch des Laſters Lockung lliehn. Deine Güte rief zur Buße, Wir vergaßen dein Gericht; Jetzt wirft Not uns dir zu Fuße: Vater, ach verwirf uns nicht. 6. Führ uns ſelbſt auf ebnem Pfade; In dir, Heiland, iſt das Heil. Immer iſt ja deine Gnade Der wahrhaften Frommen Teil. Nach vollbrachtem frommen Leben Wirſt du uns, o Menſchenfreund, In ein beßres Reich erheben, Wo das Auge nicht mehr weint. 6. Se Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 630 Du, Gott, biſt unſre . Hülf und M acht; Wenn uns dein Auge nicht be⸗ wacht, Wer wacht, wer hilft uns Armen? Erretter, dir, dir flehen wir, Du wolleſt dich erbarmen. 2. Der Seuchen Gift verbreitet ſcch Weit um uns her; erbarme dich, Laß uns nicht plötzlich ſter⸗ ben. Entzeuch den Tod uns, der uuns droht, Entreiß uns dem Ver⸗ U ſe s derben. 3. Du biſt ein Gott, der gern verzeihi Laß uns denn noch Barm⸗ herzigkeit Vor deinem Throne fin⸗ den, Und dein Gericht voriilg uns nicht In unbeweinten Sünden. 4. Kein Reichtum ſchützt, kein Stand, kein Ort, Hier weinen Witwen, Eltern dort, verwaiſte Kinder. Die Seuch er⸗ uchen. reicht auch den, der fleucht, Den Frommen, wie den Sünder. 5. Des alles ſind wir wert, doch wir Beweinen's, Gott, und flehn zu dir, Du wolleſt uns vergeben. Dein Volk will gern dir, unſerm Herrn, Gehorchen, dir nur leben. Auch glauben wir an deinen Sohn: Um Jeſu willen duld und ſchon', Undlaß unsTroſterſcheinen. Streck aus die Hand, und laß das Land Nicht länger hülflos weinen. 7. Sei mit den Sterbenden, daß ſie Dein Antlitz ſchaun, und alle, die Noch leiden, die bewahre; Tilg ihren Schmerz, daß bald ihr Herz, Wie gern du hilfſt, erfahre. 8. Das ganze Volk frohlockt dir dann, Und betet dich, Erret⸗ ter, an, Ünd preiſet deine Gnade. Und da Dann wandeln wir, o Gott, vor dir Mit Freuden deine Pfade. 25* und je geliebt, Sich als Vater 388 Allgemeine Landesangelegenheiten. Mel. Warum verſtößt du uns. 63 1 O welche Lieb erweiſt * mein Vater mir, Der all mein Flehn auf ſeinem Thron erhöret, Und der ſein Ohr zum tiefſten Seufzer kehret! So lang ich leb, ruf ich, o Gott, zu dir! 2. Erſchütterte mich bittrer To⸗ desſchmerz, Ergriff mich ganz die Angſt und Furcht der Hölle, Traf lauter Not und Jammer meine Seele: So ſchüttet' ich ihm kind⸗ lich aus mein Herz. 3. Ich rief zu ihm: o Herr, erlöſe mich, Mach meine Seel von Miſſe⸗ thaten ledig. Der Herr iſt groß, er iſt gerecht und gnädig, Und unſer Gott hört und erbarmet ſich. 4. Die Frommen ſtehen unter Gottes Hut. Ich lag in Not, er kam zur Hülf hernieder, Drum, Seele, kehr zu deiner Ruhe wie⸗ der, Gott thut dir wohl, er iſt dein höchſtes Gut. 5. Du führeſt mich vom Tod zum Lebenslicht, Mein Aug iſt froh, mein Fuß wird nicht mehr gleiten. Du wirſt ins Land der Lebenden mich leiten, Ich wandle fort vor deinem Angeſicht. 6. Ich glaub an Gott, drum red ich ohne Scheu; Die Welt ließ oft mich in der Not ver⸗ zagen, Ich mußt in Angſt von allen Menſchen ſagen: Sie trügen ſtets, doch Gott iſt ewig treu. 7. O wie vergelt ich Gott, was er mir that, Da Wohlthat mich auf Wohlthat überhäufen? Wohlan, ich will den Kelch des Heils ergreifen, Gelobet ſei ſein Name früh und ſpat. 8. Ich that dem Herrn Gelübd vor allem Volk bezahlen. Der Herr bewies zu wiederholten Ma⸗ len, Daß köſtlich ſei vor ihm der Frommen Tod. 9. Du biſt mein Herr! o Herr, ich bin dein Knecht, Sohn dei⸗ ner Magd. Du haſt mir bei⸗ geſtanden, Du machſt mich los, be⸗ freieſt mich von Banden. Du haſt auf mich, den dir Erkauften, Recht. 10. Nimm meinen Dank, nimm mich zum Opfer hin, Lant will, o Herr, ich deinen Namen prei⸗ ſen, Vor allem Volk dir mit der That erweiſen, Daß ganz ich dein, dir alles ſchuldig bin. 11. Ins Haus des Herrn will ich mit Freuden gehn, In ſeiner Stadt will ich ihn froh erheben. Er iſt mein Heil, er iſt mein Licht, mein Leben, Mein Lob ſoll ihn in Ewigkeit erhöhn. III. Lieder zunächſt für häusliche Erbauung. 1. Morgenlieder. Mel. Gott des Himmels und der. 632. Großer Gott, den alles preiſet, Der uns je uns erweiſet, Uns den Sohn zum Heiland giebt, Heute weckt des Tages Lauf Mich zur lauten An⸗ dacht auf. 2. O wie lieb ich dieſe Stun⸗ den, Wo die Welt mich ruhen läßt, Wo wir, treu in ihm ver⸗ bunden, Feiern unſers Heilands in meiner Not, Die will ich jetzt —-—————— S 2— —— — —— ——— ——— ———— — — — ——— Sfer hin, Mi ſeinen Nand. In Volk din Rdig bir aus des dm⸗ en gehn, Ri j ihn fuſe eil, er iſt wit „Mein Lo ſi Irhöhn. —qx — Je Ethe dig abgewandt. 1 1 1 „ Daß gant Nich zur u eb i i - Welt ni , treu i ¹en unſer 1 9 7 1 Tod umfangen bin, So weich Morgenlieder. 389 Feſt, Und er uns durch ſeinen Geiſt Selbſt den Weg zum Him⸗ mel weiſt! 3. Habe Dank für dieſen Mor⸗ gen, Der mir Kraft zum Guten ſchenkt. Das ſind doch die beſten Sorgen, Wenn ſein Heil der Menſch bedenkt, Wenn er betet, wenn er ſingt, Daß es durch die Wolken dringt. 4. Was iſt ſelger, als Gott dienen? Was iſt ſüßer, als ſein Wort? Laßt uns ſammeln gleich den Bienen, Jeder trage Segen fort. Selig iſt, wer Nacht und Tag Gern darin ſich üben mag. 5. O mein Gottw, ſprich ſelber Amen, Denn wir ſind dein Eigen⸗ tum, Alles preiſe deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis ſes künftig wird geſchehn, Daß wir dich im Himmel ſehn. Mel. Wer nur den lieben Gott. 633 in neuer Tag, ein * neues Leben Geht mit der neuen Woche an; Du wolleſt, Gott, aufs neu mir geben, Was mir ſonſt niemand geben kann. Denn hab ich deine Gnade nicht, Woher nähm' ich dann Troſt und Licht? 2. Ich grüße dieſen lieben Mor⸗ gen, Mich ſchützte deine Vater⸗ hand. Ich bin getroſt, denn tau⸗ ſend Sorgen Haſt du ſchon gnä⸗ Ach Herr, wer bin ich Armer doch? Du ſorgſt für mich, drum leb ich noch. 3. Nun, das erkenn ich, Herr, und gebe Mich freudig dir zum Opfer hin. Doch, weil ich hier, auch heute nicht von mir, Die Hülfe ſteht allein bei dir. 4. Mein Glück in dieſer neuen Woche Soll nur in deinem Na⸗ men blühn. Erlöſe mich vom Sündenjoche, Und laß mich jedes Unrecht fliehn. Gieb deinen Geiſt, der mich regier, Und ſtets auf ebner Bahn mich führ. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer eſſen, So laß es doch geſegnet ſein, Und was du ſonſt mir zugemeſſen, Das richte mir zum beſten ein; Ich bitte nicht um Uberfluß, Gieb, Vater, was ich haben muß. 6. Du thuſt gewiß, mein Gott, das Deine, Ich will mit dir das Meine thun. Behüte beide, groß und kleine, Laß ſie in deiner Liebe ruhn, Und hilf, daß jeder dieſen Tag Mit dir, o Herr, be⸗ ſchließen mag. „ Eigne Meeiodie ggß orgenglanz der Ewig⸗ 634. M keit, Licht vom un⸗ erſchaffnen Lichte, Hilf in dieſer Morgenzeit, Daß dein Schein ſich zu uns richte, Und vertreib durch deine Macht Unſre Nacht. 2. Deiner Gnade Morgentau Senk, o Herr, auf uns ſich nie⸗ der, Daß, gleich Blumen auf der Au, Sich die Seel erhebe wieder. Segen ſtröm auf deine Schar Immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut Unſers Herzens Kält ertöte, Und erwecke Sinn und Mut Bei der neuen Morgenröte, Daß wir, deine Bahn zu gehn, Recht aufſtehn. 4. Schmück uns mit Gerechtig⸗ ſo lang ich lebe, Mit Not und keit, Als mit einem weißen Kleide; ſteh, Und, erlöſt von aller Plage, 390 Morgenlieder. Nie werd es von uns entweiht, Nie an ſeinem Glanz es leide. Laß uns hell und ſündenrein Vor dir ſein. 5. Ach, du Aufgang aus der Höh, Gieb, daß auch an jenem Tage Deine gläubge Schar er⸗ Auf der ewgen Freudenbahn Wal⸗ len kann. 6. Leucht uns ſelbſt in jene Welt, Du verklärte Gnadenſonne! Führ uns durch das Thränenfeld In das Land der ſüßen Wonne, Wo, was ſelig uns erhöht, Nie vergeht. Mel. Nun eüt uns Gott, dem. 25 ach auf, mein Herz, 635. W und ſinge Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Ge⸗ ber aller Güter, Dem treuen Men⸗ ſchenhüter! 2. Als Nacht und dunkle Schat⸗ ten Mich ganz umgeben hatten, Hat mich kein Leid geſtöret, Gott hat es abgewehret. 3. Ja, Gott, ob auch Gefah⸗ ren Mir noch ſo nahe waren: Ich lag an deinem Herzen, Be⸗ freit von allen Schmerzen. 4. Schlaf, ſprachſt du, Kind, in Frieden, Ich bin dein Schutz hienieden, Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du ſollſt die Sonne ſchauen. 5. Dein Wort, Herr, iſt ge⸗ ſchehen, Ich kann das Licht noch ſehen. Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 7. Du wirſt ſie nicht verſchmä⸗ hen, Du kannſt ins Herz mir ſehen, Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Beßres habe. 8. Du wollſt dein Werk voll⸗ enden, Mir deinen Engel ſenden, Der mich an dieſem Tage Auf ſeinen Händen trage. 9. Sprich: ja! zu meinen Tha⸗ Zum Guten alles wende Vom Anfang bis zum Ende. 10. Erhöre meine Bitte, Mein Herz ſei deine Hütte, Dein Wort ſei meine Speiſe Auf meiner Pil⸗ gerreiſe. Eigne Melodie. 636 ott des Himmels und .— der Erden, Vater, Sohn und heilger Geiſt, Der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns ſcheinen heißt, Deſſen ſtarke Hand die Welt, Und was drinnen iſt, erhält! 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieſer Nacht Vor Gefahr und Not und Schmerzen Haſt behütet und be⸗ wacht, Daß des böſen Feindes Liſt Mein nicht mächtig wor⸗ den iſt. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden So wie dieſe Nacht ver⸗ gehn, O Herr Jeſu, laß mich fin⸗ den Deine Wunden offen ſtehn, Da alleine Hülf und Rat Iſt für meine Miſſethat. 4. Hilf, daß ich mit dieſem Morgen Geiſtlich auferſtehen mag, 6. Du willſt ein Opfer haben, Hier bring ich meine Gaben: Ich fall in Demut nieder Und bring Gebet und Lieder. Und für meine Seele ſorgen, Eh erſcheint dein großer Tag. Dann beb ich als Sünder nicht, Wenn du kommſt und hältſt Gericht. ten, Hilf ſelbſt das Beſte raten, gpentum —— ———— ee —— — — — — —— — — — —==—=— ————— —— —— — —. iſt ſie ni tver 1 nſt 5 8 veißt woll 1 . nichts Vera. llſt dei Lei, dieſem du Ein tragr. jal zu mi jſt das gü alles we d zum Ende. G meine Ii =— Hütte, D. K Jeiſe Auf mn Dne Meltdi 4 ott des Hum „ der Eha k heilger Gi * Nacht läte Mond mn F ſtarke Hanii innen iſn 3 ich dant 2ß du mü a Haſt behütt „ des biſn nicht mittn e Nadtut = wie diett =r Jeſu, din = Wunden i — Hülf un a großer 1 Sündtr it Fund hälf 6 Morgenlieder. 391 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute Mein Beſchützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret ſein. 6. Meinen Leib und meine Seele, Samt den Sinnen und Verſtand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine ſtarke Hand. Herr, mein Schild, mein’ Ehr und Ruhm, Schütze mich, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir ſende, Der des böſen Feindes Macht, Liſt und Anſchläg' von mir wende, Und mich halt' in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage deinem Himmel zu. 8. Höre, Gott, was ich begehre, Vater, Sohn und heilger Geiſt. Meine Bitt', o Herr, gewähre, Der du ſelbſt mich bitten heißt. So will ich dich hier und dort Herzlich preiſen fort und fort. Mel. Ich dank dir ſchon durch. 637 Mein erſt Gefühl ſei A Preis und Dank, Erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgeſang; Lobſing ihm, meine Seele! 2. Mich ſelbſt zu ſchützen ohne Macht, Lag ich und ſchlief in Wer ruft dem Tag und ſeinem Licht, Mich wieder aufzuwecken? 5. Du biſt es, Gott und Herr der Welt, Und dein iſt unſer Le⸗ ben, Du biſt es, der es uns er⸗ hält Und jetzt mir's neu gegeben. 6. Gelobet ſeiſt du, Gott der Macht, Gelobt ſei deine Treue, Daß ich nach ſtill durchſchlafner Nacht Mich dieſes Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich ſelber thun Nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele; Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 59. Gieb mir ein Herz voll Zuverſicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weiſes Herz, das ſeine Pflicht Erkenn und freudig thue. 10. Daß ich als dein getreues Kind Nach deinem Reiche ſtrebe, Und frohen Muts und fromm geſinnt In deiner Gnade lebe. 11. Daß ich, dem Nächſten beizuſtehn, Nie Fleiß und Arbeit ſcheue, Mich gern an andrer Wohl⸗ ergehn Und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Glückder Lebens⸗ zeit In deiner Furcht genieße, Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Frieden. Wer ſchafft die Sicher⸗ Wenn du gebeutſt, beſchließe. . v Mel. O Dr gef ſrunmne Li 4* eſu, ſüßes Licht, 638. O Nun iſt die Nacht vergangen, Nun hat dein Gna⸗ denglanz Aufs neue mich um⸗ fangen; Nun iſt, was an mir iſt, Vom Schlafe neu erwacht, Drum ſinget nun mein Herz: Dir, Herr, ſei Dank gebracht! heit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer ſtärkt mich in der Arbeit Fleiß, Und ſchützt mich vor Gefahren?. 4. Wer lehrt das Auge ſeine Pflicht, Sich ſicher zu bedecken? 392 Morgenlieder. 2. Was ſoll ich dir denn nun, Mein Gott, für Opfer ſchenken? Ich will mich ganz und gar In deine Gnad verſenken. Mein Leib und Seel und Geiſt Sei dein den ganzen Tag, Das ſoll mein Opfer ſein, Weil ich ſonſt nichts vermag. 3. Drum ſiehe da, mein Gott, Da haſt du meine Seele, Sie ſei dein Eigentum, Daß ihr kein Gutes fehle. Dir geb ich meinen Geiſt, Verſchmäh die Gabe nicht, Verkläre dich in ihm Durch dei⸗ nes Geiſtes Licht. 4. Ich will auch meinen Leib Zum Tempel dir ergeben, Darin du wohnen magſt, O Herr, mein Heil, mein Leben! Ach wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich, So hat Geiſt, Seel und Leib Mit dir vereinigt ſich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die deines Geiſtes Kraft Wollſt du es weislich lenken. Laß alles nur geſchehn Zu deines Namens— ſii Ruhm, Auf daß ich unverrückt Verbleib dein Eigentum. Mel. Valet will ich dir geben. 639 Lob ſei Gott, der den * Morgen Uns ſendet nach der Nacht, Der, wenn wir ohne Sorgen Entſchlummern, für uns wacht, Der uns im Schlaf erquicket Und unſre Kraft erneut, Ihm, der die Erde ſchmücket, Und, was er ſchuf, erfreut. 2. Der Engel heilge Heere Er⸗ höhn ihn mit Geſang. Auf, ſingt in ihre Chöre, In ihren Jubel⸗ klang! Ertönet, Harf und Pſalter, Ins Lied der Seraphim; Den Schöpfer, den Erhalter Erhebt, lobſinget ihm! 3. Von dir iſt mir gegeben, Kleider angeleget, Laß meiner Seele ſein Dein Bildnis eingepräget, Im goldnen Glaubensſchmuck, In Herr, was ich hab und bin; Doch dies mein irdiſch Leben Flieht ſchnell zum Tode hin. Bald iſt ſie der Gerechtigkeit, Die allen See⸗ ganz verſchwunden Der Wallfahrt len iſt Das rechte Ehrenkleid. kurze Zeit; Doch hängt an ihren 6. Mein Jeſu, ſchmücke mich Stunden Das Heil der Ewigkeit. Mit Weisheit und mit Liebe, Mit 4. O ſüßer, hoher Glaube: Keuſchheit, mit Geduld, Durch Nicht ewig zu vergehn! Es ſoll deines Geiſtes Triebe. Vor allem der Menſch vom Staube Einſt leite mich Zur wahren Demut wieder auferſtehn! Ach laß mich's an, So bin ich wohl geſchmückt Und köſtlich angethan. 7. Gieb, daß es dieſen Tag Mir ſtets vor Augen ſchwebe, Daß deine Gegenwart Mich wie die Luft umgebe, Damit mein ganzes Thun Durch Herz und Sinn und Mund Dich lobe innig⸗ lich, Mein Gott, zu aller Stund. 8. O ſegne, was ich thu, Mein Reden und mein Denken; Durch nie vergeſſen, Der heilgen Hoff⸗ nung voll Laß täglich mich er⸗ meſſen, Was ich einſt werden ſoll. 5. Sollt ich nach Reichtum trachten? Nie komm es mir ins Herz! Nach Ehr und Wolluſt ſchmachten? Ihr Lohn iſt Reu und Schmerz! Hienieden ſchon auf Erden Soll meine Seele rein Und Gottes Tempel werden, Ganz ihm geheiligt ſein. ——— — — — — ————— ——— ——— ——— —— ——— ———— —— — ——— —— ——— ——— —= ——— —————— —— 8 — —— — —— —— — ——* — — — — g= —— —— — — ——r— — —— — — — — Morgenlieder. 393 6. Zwar dieſes Lebens Freu⸗ den Sind nicht der Chriſten Los; Doch iſt in ihren Leiden Des Herrn Erbarmen groß. Wir leiden nicht vergebens, Und ſchaun von ferne ſchon Die Wonne jenes Lebens, Der Uberwinder Lohn. 7. Getroſt, mein Geiſt, ermüde In deinem Kampfe nicht. Dich ſtärke Gottes Friede Mit Glau⸗ benszuverſicht. Ermuntre dich und ſtreite, Dein Retter iſt dir nah. Getroſt, vielleicht iſt heute Des Kampfes Ende da. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 640 Wenn ich einſt von * jenem Schlummer, Welcher Tod heißt, auferſteh, Und, befreit von allem Kummer, Jenen ſchönen Morgen ſeh, O dann Tag bricht an. wach ich anders auf, Schon am Ziel iſt dann mein Lauf, Träume ſind des Pilgers Sorgen, Großer Tag, an deinem Morgen. 2. Ach, laß keinen von den Tagen Dieſer ernſten Prüfungszeit Mich an jenem Tag verklagen, Daßichfre⸗ velnd ihn entweiht. Auch noch heute wacht' ich auf. Dank ſei dir! zu dir hinauf Führe jeder meiner Tage Mich durch Freudewie durch Plage. 3. Würdich auch zum letzten Male Heut' den Tag des Lebens ſehn, Müßt'ich gleich zum dunkeln Thale In die Nacht des Todes gehn: Hoffnungsvoll entſchlief ich dann, Denn mein Geiſt geht himmelan, Und wird dort auf Himmelsauen Einen ewgen Morgen ſchauen. Mel. Dir, dir, Jehovah, will. 641. Derian gegangen, Bald wird die Sonn am Himmel prangen, Seht, ſchon beginnt ſie ihre Segensbahn. Was in der Nacht erſtarrt und ſchlafend lag, Das reget ſich, iſt munter, friſch und wach. 2. Auch du, mein Geiſt, ihr, meine Kräfte, Ermuntert euch, legt alle Trägheit ab. Gott loben ſei mein erſt Geſchäfte, Den treuen Gott, der Seinen Schutz und Stab. Sein Auge ſchläft und ſchlummert ewig nicht, Weil es der Gottheit nie an Kraft gebricht. 3. Gott iſt mein Schöpfer und mein Vater, Des Huld mir Leib und Seel und alles gab; Er iſt mein Freund und mein Berater, Was an mir gut iſt, kommt von ihm herab. Er nährt und pflegt, er hält und träget mich, Und ſeine Treu erneuert täglich ſich. 4. Oft ging ich irr'auf finſtern Wegen, Da zeigt'er mir ſein freund⸗ lich Angeſicht, Ich ſpürte ſeines Geiſtes Regen Und kam zu ſeinem wunderbaren Licht; Mir war, als ſei ich aus dem Schlaf erwacht, Und hinter mir läg eine tiefe Nacht. 5. In Chriſto hat er mich ge⸗ liebet, Durch Chriſti Tod bin ich mit ihm verſöhnt. O große Huld, die mir vergiebet, O größre Huld, die mich mit Chriſto krönt! Ja, durch den Sohn bin ich des Va⸗ ters Kind, Und erbe Güter einſt, die ewig ſind. 6. Gott hat mir ſeinen Geiſt gegeben, Ein himmliſch Licht dem irrenden Verſtand, Der leitet mich zum wahren Leben, Iſt mir der Gnade ſichres Unterpfand. Und Das Dunkel weicht, der neue wenn ich ſchwach, gebeugt und —— 4— ͦ-C 394 Morgenlieder. elend bin, Labt er mit Fried'n und Troſt den blöden Sinn. 7. Drum will ich, Gott, mich dir ergeben, Und deiner Treu mich ewig anvertraun. Geheiliget ſei dir mein Leben, Mein Auge ſoll beſtändig auf dich ſchaun, Daß dieſer Tag, zu dem ich bin erwacht, Dir wohlgefällig werde zugebracht. 8. Ja, ſegne, Vater, und be⸗ hüte An Leib und Seele mich, denn ich bin dein. Das Antlitz deiner Lieb und Güte Erleuchte mich mit ſeiner Klarheit Schein. O richt auf mich dein gnädig Angeſicht, Und gönne mir dein himmliſch Friedenslicht. Mel. Erſchienen iſt der herrlich' Tag. 642 as walte Gott, der * helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an, Mit Gott nur geht es glücklich fort, Drum iſt auch dies mein erſtes Wort: Das walte Gott! 2. Wenn Gott nicht hilft, ſo kann ich nichts, Wo Gott nicht ſchenket, da gebricht's; Gott giebt und thut mir alles Guts, Drum ſprech ich auch nun guten Muts: Das walte Gott! 3. Will Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar ſein dafür. Mein Netz werf ich auf ſein Geheiß, Und ſage bei der Arbeit Schweiß: Das walte Gott! 4. Legt Gott mir ſeinen Se⸗ gen bei Nach ſeiner großen Güt und Treu, So g'nüget mir zu jeder Zeit, Drum ſprech ich auch mit Freudigkeit: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück, un⸗ verzagt! Iſt doch mein Werk mit Gott gewagt; Er wird mir Hülfe ſtets verleihn, Drum ſoll auch meine Loſung ſein: Das walte Gott! 6. Er kann mich ſegnen früh und ſpät, Bis einſt mein Thun zu Ende geht; Er giebt und nimmt, macht wie er's will, Drum ſprech auch ich fein in der Still’: Das walte Gott! 7. Gott ſteht mir bei in aller Not, Und giebt mir auch mein Stücklein Brot. Nach ſeinem alten Vaterbrauch Thut er mir Guts, drum ſprech ich auch: Das walte Gott! 8. Drum walle ich nach Got⸗ tes Rat Auf ſeinem ſchmalen Le⸗ benspfad, Dann geht es mir in allem gut, Drum ſpreche ich mit frohem Mut: Das walte Gott! Mel. Auf meinen lieben Gott. 643 o tret ich demnach 2⸗ an, So gut ich immer kann, Mein' Arbeit, Thun und Weſen, Dazu mich Gott er⸗ leſen; Der wird mir ſeinen Se⸗ gen Auch wiſſen beizulegen. 2. Dir, Vater, ſag ich Dank, Daß du mein Leben lang So reich⸗ lich mich ernähret, Mir manches Glück beſcheret. Laß deine Güt und Gaben Mich auch noch ferner laben. 3. Ach, mein Herr Jeſu Chriſt, Der du mein Helfer biſt, Ach, ſegne meine Werke, Und mich von Himmel ſtärke, Damit ich deinen Willen In allem mög erfüllen. 4. Behüte Seel und Leib, Und alles von mir treib, Was meine Arbeit hindert Und deinen Segen mindert, Und laß in Fried'n und Freuden Mich einſt von hinnen ſcheiden. — 1 ☛ — — — — — —: — — — — —— =. — — — —— —— — ht mir bain webt mir al St. Nachſeun 3Thut er neh 8 ¹ich auch: da rwalle ich un 2ſeinem ſüne aun geht än Num ſpru 3: Das vi Umeinen liint So tret ta - an, a Mein Ai 2 Dazu ute nvird mir iſſen beize Jater, ſchit n Lebenlane ähret, Nun Net. Laß du Sauch wochſir ein Henu ein Heſtt ⸗Werke, Ui Jeke, Dantt — allem nit ſe Seel ume tir trib, art Und di⸗ =dd laß in i iich einſti 1 u 1 Mittags⸗ und Abendlieder. 395 645 Herr⸗ ſegne uns aus deiner 9TA.E reichen Fülle, Und mache Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 644 Speiſ⸗ uns, o Gott, . deine Kinder, Tröſte die betrübten Sünder, Sprich den Segen zu den Gaben, Die wir nun hier vor uns haben, Daß ſie uns zu dieſem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, Bis wir endlich mit den Frommen An die Himmelstafel kommen. Mel. Danket dem Herrn, denn. unſre Seelen fromm und ſtille. 2. Gieb, daß wir täglich deine Huld ermeſſen Und nie dich, Ge⸗ -— ber alles Guts, vergeſſen. 2. Mittagslieder. 6. Bei treuem Fleiß wirſt du uns alles geben, Was wahrhaft dient zu einem frommen Leben. 7. O Vater, ſtärke uns, daß wir dir trauen, Bis du uns führſt zu ewig grünen Auen. 8. Da wollen wir dir Preis und Ehre bringen, Dir ewig Dank für deine Güte ſingen. Mel. Ringe recht, wenn Gottes. 646 Dankt dem Herrn! ☛ mit frohen Gaben Füllet er das ganze Land; Alles, alles, was wir haben, Kommt aus ſeiner Vaterhand. 2. Dankt dem Herrn! er giebt uns Leben, Giebt uns Nahrung und Gedeihn. O, wer wollt ihn nicht erheben Und ſich ſeiner Güte freun? 3. Dankt dem Herrn! ver⸗ o Seele, Deines guten 3. Abendlieder. Mel. Nun ſich der Tag geendet. 6 47 Nun bricht die finſtre . Nacht herein, Es glänzt der Abendſtern; Doch du, mein Herz, ſchlaf ja nicht ein, Komm, ſprich erſt mit dem Herrn. 2. O Gott, du großer Herr der Welt, Den niemand ſehen kann, Du ſiehſt auf mich vom Himmels⸗ zelt, Hör auch mein Seufzen an. 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, War dein, vor allen dein, Drum ſoll er mir bis in die Nacht Vor allen heilig ſein. 4. Doch ach, mich reizte heute noch Die Luſt der blinden Wett, Noch trage ich das Sündenjoch, Das mich gefeſſelt hält. 5. Drum ſuch ich deinen Gna⸗ denthron, Sieh meine Schuld nicht an, Und laß durch deinen lieben Sohn Vergebung mich empfahn. 6. Was heute mich dein Wort gelehrt, Schreib in das Herz mir 396 Abendlieder. ein; Laß mich und alle, die's ge⸗ hört, Dir auch gehorſam ſein. 7. Erhalt uns fernerhin dein Wort, Es ſei uns helles Licht, Daß wir dir dienen immerfort In froher Zuverſicht. 8. Jetzt aber ſuch ich meine Ruh, O Vater, ſteh mir bei, Und ſende deine Macht mir zu, Die ſchützend um mich ſei. 9. Gieb allen eine gute Nacht, Die chriſtlich heut' gelebt, Und beßre den, der unbedacht Der Gnade widerſtrebt. 10. Wofern dir auch mein Thun gefällt, So hilf mir morgen auf, Daß ich noch ferner in der Welt Fortſetze meinen Lauf. 11. Und endlich führe, iſt es Zeit, Mich in den Himmel ein, Da wird in deiner Herrlichkeit Mein Sabbath ewig ſein. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 6 48 Fir alle Güte ſei ge⸗ 2 preiſt, Gott, Vater, Sohn und heilger Geiſt! Ihr'r bin ich zu geringe. Vernimm den Dank und Lobgeſang, Den ich dir kindlich ſinge. 2. Du nahmſt dich meiner herz⸗ lich an, Haſt Großes heut' an mir gethan, Mir, was ich bat, gewäh⸗ ret; Haſt väterlich mein Haus und mich Beſchützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, iſt dein Geſchenk: Der Geiſt, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges Ge⸗ müte, Was ich vermag bis die⸗ ſen Tag, Iſt alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht Mein Schutz und Schirm in dieſer Nacht, Vergieb mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, mein Herr und Gott, So laß mich Gnade finden. Eigne Melodie. 6 49 Merde munter, mein * Gemüte, Alles rege ſich in dir, Daß ich preiſe Gottes Güte, Die er hat gethan an mir, Daß er dieſen ganzen Tag Vor ſo mancher Not und Plag, Vor Betrübnis, Schmach und Schaden Mich behütet hat in Gnaden. 2. Lob und Dank ſei dir ge⸗ ſungen, Vater der Barmherzig⸗ keit, Daß mir iſt mein Werk ge⸗ lungen, Daß du mich ſo hoch er⸗ freut, Und vor Sünden mancher Art So getreulich haſt bewahrt, Auch den Feind hinweggetrieben, Und ich unverſehrt geblieben. 3. Ach, kein Geiſt kann ganz erkennen Deiner Güte Wunder⸗ that, Und kein Wort es würdig nennen, Was ſie mir erwieſen that. Deiner Wohlthat iſt zu viel, Sie hat weder Maß noch Ziel. Herr, du haſt mich ſo geführet, Daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieſer Tag iſt nun ver⸗ gangen, Und die dunkle Nacht bricht an, Und ich ſehe mit Ver⸗ langen, Herr, zu deinem Licht hinan. Stehe mir, o Vater, bei, Daß dein Glanz ſtets in mir ſei, Und mir auch im Finſtern ſcheine, Denn ich hoff auf dich alleine. 5. Herr, verzeihe mir aus Gna⸗ den Alle Sünd und Miſſethat, Damit ſich mein Herz beladen Und dich hoch erzürnet hat. Schütze vor des Satans Macht Mich bei Tage wie bei Nacht, Laß es ja ihm nicht gelingen, Mich in Sünd und Not zu bringen. ——— —————— — — — — .— — — — = — —½ — — — — — — — — — — — — — — =— G2 ——— ——e nich ſehe nike⸗ Izu deinen d, o Late, d ſtet n Finſte mi Fuf fh in Ije mit aat Schrecken, 4 un Miſe 5 * Te3 eladen 5 — — Abendlieder. 397 6. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, Stell ich mich doch wie⸗ der ein, Denn dein Sohn, am Kreuz verblichen, Will mein Heil und Mittler ſein. Ich verleugne nicht die Schuld, Aber deine Gnad und Huld Überwieget weit die Sünden, Welche ſich in mir befinden. 7. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewig⸗ keit, Dir will ich mich ganz be⸗ fehlen Dieſe Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir In dem finſtern Thale hier; Tröſte mich mit deiner Liebe, Daß kein Unfall mich betrübe. 8. Wenn des Tages Mühn gleich machen, Daß die Augen ſchlafen ein, So laß doch mein Herz noch wachen, Und zu dir I gerichtet ſein. Herr, mein ganzer Geiſt und Sinn Gehet immerfort dahin, Daß von dir mich gar nichts treibe, Und ich dein im Schlaf auch bleibe. 9. Laß mich dieſe Nacht em⸗ pfinden Eine ſtille ſüße Ruh; Alles Übel laß verſchwinden, Decke mich mit Gnade zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Auch mein zeitlich Hab und Gut, Freunde, Brüder, Hausgenoſſen Sind in deinen Schutz geſchloſſen. 10. Ach, bewahre mich vor Schütze mich vor Über⸗ fall, Laß nicht Krankheitsſchnmierz mich wecken, Nicht Tumult noch Kriegesſchall. Wend ab Feu'r und Waſſersnot, Peſtilenz und ſchnellen Tod, Laß mich nicht in Sünden ſterben, Noch an Leib und Seel verderben. 11. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat. Jeſu, den ich ſtets verehre, Bleibe du mein Schutz und Rat. O du werter heilger Geiſt, Zeig, daß du der Tröſter heißt. Herr, er⸗ höre dies mein Flehen; Amen! ja, es ſoll geſchehen. Mel. Werde munter, mein. 650 Sink ich einſt in jenen * Schlummer, Aus dem keiner mehr erwacht, Geh ich aus der Welt voll Kummer, Todesruh, in deine Nacht, O dann ſchlaf ich anders ein, Weg aus dieſes Lebens Pein Wall ich zu den ewgen Hütten Derer, die ſchon ausgelitten. 2. Jetzt noch ſchlaf ich aufzu⸗ Wüchen Für die Tage dieſer Zeit; Möcht ich ſtets mich fertig machen, Vater, zu der Ewigkeit, Daß ich wie ein Pilger ſei, Leicht, bereit, von Bürden frei, Froh zu ſcheiden von der Erde, Wenn ich nun un⸗ ſterblich werde. 3. Gerne laß den Tag mich ſehen, Der als Retter mir er⸗ ſcheint, Wenn mit nicht erhörtem Flehen, Wer mich liebet, um mich weint. Stärker als mein Freund im Schmerz Sei mein gottver⸗ langend Herz, Daß ich, voll von deinem Preiſe, Ihn zu dir gen Himmel weiſe. Mel. O Lſte Sult 3 unſer. er Tag iſt hin, mein 651. D Jeſu, bei mir bleibe! O Seelenlicht, der Sünden Nacht vertreibe! Geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit, Erleuchte mich in dieſer Dunkelheit. 2. Lob, Preis und Dank ſei 398 Abendlieder. dir, mein Gott, geſungen, Die Ehr iſt dein, wenn mir ein Werk gelungen. Verſteh ich auch nicht immer deinen Rat, Du führeſt ſtets mich auf den beſten Pfad. 3. Nur eines iſt, das mich empfindlich quälet: Beſtändigkeit im Guten mir noch fehlet. Du weißt, o Gott, wie ſehr mein Herz dich liebt, Und doch wird noch dein Geiſt von mir betrübt. 4. Vergieb mir, Herr, es ſagt mir mein Gewiſſen, Daß Sünd und Welt mich oft von dir ge⸗ riſſen. Es ſchmerzt mich tief, ich ſtell mich wieder ein, Da iſt die Hand: du mein und ich bin dein. 5. Du ſtarker Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu mei⸗ nem Troſt dein ſieghaft Schwert umgürte. Wenn über mich ſtets deine Gnade wacht, So fürcht ich nicht des Böſen Liſt und Macht. 6. Du ſchlummerſt nicht, wenn meine Kräft' erſchlaffen. O laß die Seel im Schlaf auch Gutes ſchaffen. O Lebensſonn, erquicke meinen Sinn, Dich laß ich nicht, mein Licht, der Tag iſt hin. Eigne Melodie un ſich der Tag geendet 652. N hat, Die Sonne nicht mehr ſcheint, Schläft, was von Arbeit müd und matt, Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, wirkſt ſonder Raſt, Du ſchläfſt und ſchlummerſt nicht, Ob uns die Finſternis umfaßt, Bleibſt du doch unſer Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieſer dunklen Nacht, Und ſchenke du mir gnädiglich Den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sün⸗ den Schuld, Die mich bei dir ver⸗ klagt, Doch hat mir deines Sohnes Huld Vergebung zugeſagt. 5. Den ſetz ich dir zum Bür⸗ gen ein, Wenn ich geh vors Ge⸗ richt. Ich kann ja nicht verloren ſein In ſolcher Zuverſicht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu, Und ſchlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht über meine Ruh, Wer wollte traurig ſein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin! Hemmt nicht der Andacht Lauf, Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll dieſe Nacht die letzte ſein In dieſem Prüfungsthal: So führ mich, Herr, zum Him⸗ mel ein, Zur auserwählten Zahl. 9. Und alſo leb und ſterb ich dir, O Herr, Gott Zebaoth. Im Tod und Leben hilfſt du mir Aus aller Angſt und Not. Mel. Ach, he ſoll ich Sünder. 5„ mein Jeſu, ſieh, 653. A ich trete, Da der Tag nunmehr ſich neigt, Und die Finſternis ſich zeigt, Hin zu dei⸗ nem Thron und bete. Neige du zu deinem Sinn Auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geſchwinde Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Selbſt die längſte Lebenszeit Rauſcht vor⸗ über wie die Winde, Strömt da⸗ hin ſchnell wie ein Fluß Mit dem ſtärkſten Waſſerguß. 3. Und, mein Jeſu, ſich, ich Armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei Tag und ſter * 1 R. Nau —— ——— — — — — == — — +½-— ——— 1 — — .— — — — — — — — — —— — — — —. — —— an U, Und ſch da 5* Anen Tnt J. Soll d dieſe Nat wc 6 dieſen Küine 1 führ n inn Goit ei ih. M ell, un 1 el 1, n Nu. Ahder hi Nh 9,1 Und t. O Herr, Gei N 10. und Lebe iif 1 1n P r ng ſ I t Ang 1 An 1 un nunni ſch 1„ ſH p inſternis ſi * 4¹9 e 1 Thron u 1 d k Nn nass ng ſte 4. xer wie die V A 1 2 a ſtml vi iu! ſtärk rkſten Vrer ki 9 3i e, i 3. Und, mir it 6 1 f Nehme nit ud nne . 9. 5 3 1 dſe ken di Peanth A Nacht Herzlich ſuchte, mein Erbar mer; Mancher Tag geht ſo da⸗ hin, Da ich nicht recht wacker bin. 4. Aih. ich muß mich her zllich ſchämen, Du erhältſt und ſchit zeſt mich Tag und Nacht ſo gnädig⸗ lich, Und ich will mich nicht be⸗ quemen, Daß ich ohne Heuchelei Dir dafür recht dankbar ſei. 5 Doch ich komme mit Ver⸗ langen, O mein Herzensfreund, zu dir, Neige du dein Licht zu mir, Da der Tag nunmehr vergangen; Sei du ſelbſt mein Sonnenlicht, Das durch alles Dunkel bricht. 6. Laß mich wohl die Tagezählen, Die du mir noch gönnenwillt; Mein Herz ſei. mit dir erfüllt, So wird mich nichts können quälen. Denn, wo du biſt Tag und Licht, Scha⸗ den uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein treuer Heiland, Puche Wache du in dieſer Nacht, Schütze mich mit deiner Macht. Dir befehl ich meine Sache, Dir vertrau ich, laß mich dein Wa⸗ chend und aui ſchlafend ſein. Eigne Melodie. 654. 9 un ruhen alle Wäl⸗ der, Vieh, Men⸗ ſchen⸗ Städt’ und Felder, Es ſchläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr ſollt beginnen, W as eurem Schöpfer wohlgef fällt. 2. Wo biſt du, Sonne, blie⸗ ben? Die Nas cht hat dich vertrie⸗ ben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr' hin, ein' andre Sonne, Mein Jeſus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen ſcheint. 3. Der Tag iſt nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen Abendlieder. Herz, freu dich, Vom Elend diefer Erden Und von 399 Am blauen Himmelsſaal; Alſo werd ich auch ſtehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus dieſem dainmerihal 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird C hriſ⸗ tus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen ſei. du ſollſt werden der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glie⸗ der, Geht, geht und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, Da man ench wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Augen ſtehn verdroſ⸗ ſen, Im Nu ſind ſie geſchloſſen, Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm ſie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, O Jeſu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich ver⸗ ſchlingen, So laß die Englein ſingen: Dies Kind ſoll unverletzet ſein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Ein Unfall, noch Gefahr. Gott laß euch ruhig ſchlafen, Stell euch die goldnen Waffen Ums Bett, und ſeiner Engel Schar. Eigne Melodie. 655.Criſ ſte, der du biſt Tag und Licht, Vor deinem Aug iſ⸗ s dunkel nicht. Du väter⸗ 400 Ermunterung zur Gewiſſenhaftigkeit. lichen Lichtes Glanz, Lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten deine heilge Macht, Behüt uns, Herr, in dieſer Nacht, Bewahre uns vor allem Leid, Gott, Vater der Barmherzigkeit. 3. Vertreib den Sündenſchlaf, Herr Chriſt, Uns ſchade nicht des Feindes Liſt. Gieb, daß der Leib auch züchtig ſei, So ſind wir 5. Beſchirmer, Herr der Chriſ⸗ tenheit, Dein Hülf ſei allzeit uns bereit. Hilf uns, Herr Chriſt, aus aller Not Durch deinen bittern Kreuzestod. 6. Gedenk an uns in finſtrer Zeit, Gieb uns dein Licht in Dun⸗ kelheit, Daß ſanft wir ſchlummern im Vertraun, Bis wir geſtärkt den Morgen ſchaun. 7. Dir ſei Lob, Dank und mancher Sorgen frei. Preis gebracht Bis in des Lebens mblͤhe 4. Wenn unſre Augen ſchlafen ein, Laß unſre Herzen wacker ſein. Be⸗ letzter Nacht, Bis wir den ewgen uela ſchirm uns, Gott, mit deiner Hand, Morgen ſehn Und herrlicher dein ülts Und löſe unſrer Knechtſchaft Band. Lob erhöhn. hiſ dei 4. Ermunterung zur Gewiſſenhaftigkeit, zum ſnd. Di Leſen der heiligen Schrift, zum Gebet, zur länne ihn Selbſtprüfung. aliden Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. Daß die Sünder ſich ihm beugen; uch 656 Wer geht froh durchs Treffe dich auch Schmach und(wi — Erdenleben An der Pein: Halte dein Gewiſſen rein. Ahft Liebe Vaterhand? Der in Chriſto 5. Lehrſt du in der Kinder ltt, Frieden fand, Der ſich ganz ihm Kreiſe, O dann führe ſie zum hern hat ergeben. Ganz ſein Eigen⸗Herrn, Er ſei dir der Morgen⸗ een. tum zu ſein, Hält er ſein Ge⸗ ſtern. Walte in der Schule weiſe, Kutet wiſſen rein. Weihe ſie zum Tempel ein; Halte in halt 2. Mag dich auch die Welt dein Gewiſſen rein. 3 Tei verhöhnen, Spricht dich dein Ge⸗ 6. Ruft dich Gott, das Recht ili ſe wiſſen frei, Bleibſt du deinem zu ſprechen: Denke, daß Gott im un For Herrn getreu: O dann wird er Gericht Dir das Urteil auch einſt nüiſt dich auch krönen, Er wird dein ſpricht; Laß die Welt dich nie in Do Vertreter ſein; Halte dein Ge⸗ beſtechen, Achte weder groß noch mu hal⸗ wiſſen rein. klein, Halte dein Gewiſſen rein. U hi 3. Gab dir Gott auf hoher 7. Haſt du den Beruf zu heilen, im. Stufe Macht und Ehre, Geiſt und O dann lindre gern den Schmerz, uttd Kraft: Dann gedenk der Rechen⸗ Blicke hin auf Jeſu Herz, Lern iiah ſchaft, Folg in Demut Gottes Rufe, von ihm zu Armen eilen. Laß i und Strebe, Gutes auszuſtreun; Halte du deinen Arzt ihn ſein; Halte den dein Gewiſſen rein. dein Gewiſſen rein. Sti 4. Du ſollſt laut von Jeſu 8. Mußt du kaufen und ver⸗ in 8R zeugen, Chriſti Knecht, o ſei ihm kaufen, Gieb den Frieden dann ſit⸗ ſ treu. Warne, ſtrafe, tröſt und dräu, nicht hin. Was iſt aller Welt anuch w ler Not d t du reu zestod. 6 ün 6.( Gedent reis gedntt gi nn ester N wast 0b ei pöhn. V wiſſenhe fftig 9 6 4 zun Gebet 1 Afüng 1 n. - aß dit Sinde ſch Pn en teffe dih ah knun ein. H Halte d d Gerſir. 5. Lehf Anw arriſe, D dun fin ſ 3 errn, 1 ſix an xrn. Val Veihe ſe zm Tmin an ein Gewiſſen en⸗ 6. Rift dih bt R t jſprechen: Dat d lit zericht Dir das luti uh -richt;. dif Ai dh ſt ſtehen ln wam n, Halte din Gwſe n Haſt d marigii 5 dann ldr xm räm icke in uf N ih d „ hm zu Armmn! tn 9 deinen Arti in in d in Gewi iſen rein Muft d buin 6 dr hom rien, Gied den t Pin Das l j al — 1 NN lenx khun ———— Gewinn? Erde haufen. Halte dein Gewiſſen rein. 9. Redlich geh auf Gottes We⸗ gen, Unrecht Gut gedeihet nicht, Falſches Maß und falſch Gewicht Rauben dir nur Gottes Segen. Strebe, reich in Gott zu ſein; Halte dein Gewiſſen rein. 10. Baueſt du im grünen Lenze Das dir anvertraute Land: Leg vom Pfluge nicht die Hand, Kürze nie des Nachbars Grenze. Streu in Gottes Namen ein; Halte dein Gewiſſen rein. 11. Deines Hauſes Schmuck ſei Friede; Die dir dienen, liebe du, Gönne ihnen Sabbathruh. Sie zu bilden ſei nicht müde, Daß ſie dort noch Dank dir weihn; Dalte dein Gewiſſen rein. 12. Haſt du dich zum Dienſt verpflichtet, Dien' dem Hauſe als dem Herrn, Diene redlich, treu und gern. Gott belohnet, Chriſ⸗ tus richtet. Haſſe allen Heuchel⸗ ſchein, Halte dein Gewiſſen rein. 13. Teileſt du des Toten Erbe: Friedlich ſei dann, fromm und treu; Sorg, daß nicht zu ſpäte Reu Einſt dein Seelenglück ver⸗ derbe. Dort des Erbes dich zu freun, Halte dein Gewiſſen rein. 14. Prüfe dich, wenn du ſollſt ſchwören, Daß des Meineids Fre⸗ vel nicht Dich verklage im Gericht. Laß die Luſt dich nicht bethören, Gott wird ſchneller Zeuge f ſein; Halte dein Gewiſſen rein. 15. Stürmt' es auch in Unge⸗ Pittern, Sänke Not auf dich herab, Offnet' ſich dir auch das Grab: Dennoch wirſt du nimmer zittern, 657. Soü Gieb, Ermunterung zum Leſen der heiligen Schrift. 401 1 ſind die Goldes⸗ Gott wird dir ein Helfer ſein, Kauf die eine Perle ein; Hältſt du dein Gewiſſen wei 1 16. Wohl dem Cl griſten, der im Leben Gottes Ruf im Herzen ehrt; Lmiſtus⸗ der ſich ihm ver⸗ klärt, Wird i hm Troſt im Tode geben. Halte dein Gewiſſen rein, Dann gehſt du zum Himmel ein. Mel. O Gott, du frommer Gott. dein verderbtes Herz Zur Heili⸗ gung geneſen, Chriſt, ſo verſäume nicht, Das Wort ſbe V zu leſen. Bedenke, daß dies Wort Das Heil der ganzen Welt, Den Rat der Seligkeit, Den Geiſt ans Gott enthält. Merk auf, als ob dir Gott, Dein Gott dir ſelber riefe. M kerk auf, als ſpräch' er ſelbſt Aus ſei⸗ ner Weisheit Tiefe. Wrun lies, mit Ehrfurcht lies, Mit Luſt und mit Vertraun, Und mit dem from⸗ men Ernſt, In Gott dich zu er⸗ baun. 3. Sprich fromm: o Gott, vor dem Ich meine Hände falte daß ich dein Gebot Für dein Wort ewig halte, Und laß mich deinen Rat Mit hellem Geiſt verſtehn, Die Wunder am Geſetz, Am Wort vom Kreuze ſehn. 4. Er, aller Weisheit Gott, dauh dich nicht irren la ſſen Lies, Chriſt, ſein heilig Buch, Lies oft, du wirſt es faſſen, So viel dein Heil verm Gott iſt’'s, der Weisheit giebt, Wenn man ſie rrdlich ſucht, Weil man ſie red⸗ lich liebt. 5. Lies frei von Leidenſchaft Und frei von Weltgeſchäften, Und 26 402 Ermunterung zum Gebet. ſammle deinen Geiſt Mit allen ſeinen Kräften. Der beſte Teil des Tags, Des Morgens Heiter⸗ keit, Und dann der Tag des Herrn, Der ſei der Schrift geweiht. 6. Rührt dich ein ſtarker Spruch, So ruf ihn, dir zum Glücke, Des Tags oft in dein Herz Im Stil⸗ len oft zurücke; Empfinde ſeinen Geiſt, Und ſtärke dich durch ihn Zum freudig frommen Mut, Das Gute zu vollziehn. 7. Uns ganz dem Herrn zu weihn, Dazu ſind wir auf Erden. Thu, was die Schrift gebeut, Dann wirſt du's inne werden, Die Lehre ſei von Gott, Die dir verkündigt iſt, Und dann das Wort verſtehn, Dem du gehor⸗ ſam biſt. 8. Spricht ſie geheimnisvoll, So laß dich das nicht ſchrecken; — 11. Verehre ſtets die Schrift, Und ſiehſt du Dunkelheiten, So laß dich deinen Freund, Der mehr als du ſieht, leiten. Ein forſchen⸗ der Verſtand, Der ſich der Schrift geweiht, Ein angefochtnes Herz Hebt manche Dunkelheit. 12. Halt feſt an Gottes Wort, Ein endlicher Verſtand Kann Gott nie ganz entdecken, Gott bleibt unendlich hoch; Wenn er ſich dir erklärt, So glaube, was er ſpricht, Nicht was dein Witz begehrt. 9. Sich ſeines ſchwachen Lichts Bei Gottes Licht nicht ſchämen, Iſt Ruhm, und die Vernunft Als⸗ dann gefangen nehmen, Wenn Gott ſich offenbart, Iſt der Ge⸗ ſchöpfe Pflicht, Und weiſe De⸗ mut iſt, Das glauben, was Gott ſpricht. 10. Drum laß dich, frommer Chriſt, Durch keinen Zweifel krän⸗ ken. Hier biſt du Kind, doch Gott Wird höb'res Licht einſt ſchenken. Dort wächſt mit deinem Glück Dein Licht in Ewigkeit; Dort iſt die Zeit des Schauns, Und hier des Glaubens Zeit. Es iſt dein Glück auf Erden, Und wird, ſo wahr Gott iſt, Dein Glück im Himmel werden. Verachte chriſtlich groß Des Bibel⸗ feindes Spott, Die Lehre, die er ſchmäht, Bleibt doch das Wort aus Gott. Mel. Jauchzet dem Herren, all. 658 Dein Heil, o Chriſt, ¹ nicht zu verſcher⸗ zen, Sei wach und nüchtern zum Gebet. Ein Flehn aus reinem, gutem Herzen Hat Gott, dein Vater, nie verſchmäht. Erſchein vor ſeinem Angeſichte Mit Dank und Demut oft und gern, Und prüfe dich in ſeinem Lichte, Und klage deine Not dem Herrn. 2. Welch Glück, ſo hoch ge⸗ ehrt zu werden, Und im Gebet vor Gott zu ſtehn! Der Herr des Himmels und der Erden Bedarf nicht eines Menſchen Flehn, Doch ſagt er: bittet, daß ihr nehmet! Und des Gebetes Frucht iſt dein. Wer ſich der Pflicht zu beten ſchämet, Der ſchämt ſich, Gottes Freund zu ſein. 3. Sein Glück von dieſem Gott begehren, O das iſt keine ſchwere Pflicht, Und ſeine Wünſche Gott erklären, Erhebt das Herz mit Zuverſicht. Sich in der Furcht des Höchſten ſtärken, In dem Vertraun, daß er uns liebt, Im ———— ——— 1 . —— — — — —— =— —— ——— — — r— —— — —— —— — ——— te 8 3 8 ei G. —— — — . 1 huti tdn 5 Dein he Tntt u wi Sei wach und nüßtmg Ein ſiehn ui rm Herzen Hat Out A zrie derſcmät diten inen Anceitt Wida Demut öft und den,. dich in ſeimm ätte u deine Not dem dmm. Welch Glück ſt ſoh g u werden, len in Gehe ott zu ſtehn! der omd els und der Eda e ines Menſchen Fle, da *: bittet, daß i rim es Gebetes frutt idn ſich der Pfücht z1 h t, Der ſchüm iös zu ſein. Sei in Glüt dud fen bi en, O das it kin eſcpa und eine Sis S t das der üt Sich in d u ig öchſten ſtii A3 un, daß er ru l in Freuden, 1 Ermunterung zum Gebet. 403 Fleiß zu allen guten Werken, Iſt eine Pflicht, die nie betrübt. 4. Bet oft in Einfalt deiner Seelen, Gott ſieht aufs Herz, er iſt ein Geiſt. Nie können dir die Worte fehlen, Wofern dein Herz dich beten heißt. Nicht Töne ſind's, die Gott gefallen, Nicht Worte, die die Kunſt gebeut, Gott iſt kein Menſch, ein gläubig Lallen, Das iſt vor ihm Beredſamkeit. 5. Wer das, was uns zum Frieden dienet, Im Glauben ſucht, der ehret Gott; Wer das zu bit⸗ ten ſich erkühnet, Was er nicht wünſcht, entehret Gott. Wer täg⸗ lich Gott die Treue ſchwöret, Und dann vergißt, was er beſchwur, Und klagt, daß Gott ihn nicht er⸗ höret, Der ſpottet ſeines Schöp⸗ fers nur. 6. Bet oft zu Gott und ſchmeck Wie freundlich er, dein Vater, iſt; Bet oft zu Gott, und fühl in Leiden, Wie gött⸗ lich er das Leid verſüßt. Bet oft, wenn dich Verſuchung quälet, Gott hört’s, Gott iſt's, der Hülfe ſchafft; Bet oft, wenn innrer Le ſt dir fehlet, Er giebt den Mü⸗ den Stürt und Kraft. 7. Bet oft und heiter im Ge⸗ müte, Schau dich an ſeinen Wundern ſatt; Blick auf den Ernſt, blick auf die Güte, Mit der er dich geleitet hat. Hier irr⸗ teſt du in deiner Jugend, Im Alter dort, er trug Geduld, Rief dich durch Glück und Leid zur Tugend: Erkenn und fühle ſeine Buld. Bet oft und ſchau mit ſel⸗ Gezelt, Und ſchmeck i in gläubigem Entzücken Die Kräfte der zukünft⸗ gen Welt. Ein Glück von millio⸗ nen Jahren, Welch Glück! doch iſt's von jenem Glück, Das dem der Herr wird offenbaren, Der ihm hier dient, kein Augenblick. 9. Bet oft, durchſchau mit heilgem Mute Die herzliche Barmherzigkeit Des, der mit ſeinem teuren Blute Die Welt, der Sünder Welt, befreit. Nie wirſt du dieſes Werk ergründen, Denn es iſt eine Gottesthat; Erfreu dich ihrer, rein von Sünden, Und ehr' im Glauben Gottes Rat. 10. Bet oft und klag am ſtillen Orte Gott ohne Zagen dei⸗ nen Schmerz; Er ſchließt vom Herzen auf die Worte, Nicht von den Worten auf das Herz. Nicht dein gebognes Knie, nicht Thrä⸗ nen, Nicht Worte, Seufzer, Pſal⸗ menton, Nicht dein Gelübd rührt Gott: dein Sehnen, Dein Glaub an ihn und ſeinen Sohn. 11. Bet oft, Gott wohnt an jeder Stätte, An keiner minder oder mehr. Denk nicht: wenn ich mit vielen bete, Find eher ich bei Gott Gehör. Gott iſt kein Menſch, iſt dei Begehren Ge⸗ recht lund hut ſo hört er's gern; Iſt's nicht gerecht, ſo gelten Zäh⸗ ren Der ganzen Welt nichts vor dem Herrn. 12. Doch ſäume nicht, in den Gemeinen Auch öffentlich Gott anzuflehn, Und ſeinen Namen mit den Seinen, Mit deinen Brüdern, zu erhöhn, Dein Herz voll An⸗ dacht zu entdecken, Wie es dein ger Blicken Hin in des Ewigen Mitchriſt dir entdeckt, Und ihn zur 26* 404 Ermunterung zum Gebet. Inbrunſt zu erwecken, Wie er zur Inbrunſt dich erweckt. 13. Biſt du ein Herr, dem andre dienen, So ſei ihr Vor⸗ bild, ſei es ſtets, Und feire täg⸗ lich gern mit ihnen Die ſelge Stunde des Gebets. Nie ſchäme dich des Heils der Seelen, Die Gottes Hand dir anvertraut; Kein Knecht des Hauſes müſſe fehlen, Er iſt ein Chriſt, und werd' erbaut. 14. Bet oft zu Gott für deine Brüder, Für alle Menſchen als ihr Freund. Gieb für den Fluch nur Segen wieder, Und bet auch ſelbſt für deinen Feind. Bet oft, ſo wirſt du Glauben halten, Dich prüfen und das Böſe ſcheun, An Lieb und Eifer nicht erkalten, Und ſelbſt zum Guten weiſe ſein. Mel. Ermuntre dich, mein ſchwacher. 659 ie ſüß, mein Vater, * iſt die Pflicht, Als Kind vor dich zu treten, Dich demutsvoll, mit Zuverſicht In Chriſto anzubeten! Ein Glück, das alles überſteigt, Wird im Gebete mir erzeigt, Wenn ich mit Kindes⸗ treue Mein Herz dir, Vater, weihe. 2. Heil mir, Barmherziger, wenn dich Mein betend Herz em⸗ pfindet, Und Ehrfurcht, Dank und Liebe ſich In meiner Bruſt ent⸗ zündet! Heil mir, wenn Demut, Freundlichkeit, Wenn kindliche Er⸗ gebenheit Und Fleiß in guten Wer⸗ ken Durch das Gebet ſich ſtärken! 3. Heil mir, wenn in der Ein⸗ ſamkeit Ich mich zu dir erhebe, Voll gläubiger Zufriedenheit Dir alles übergebe! Durch dich allein em⸗ pfang ich Kraft Und Mut im Kampf der Leidenſchaft, Er⸗ quickung ſtets im Leiden, Und Hoffnung ewger Freuden. 4. Für eine Welt vertauſcht' ich nicht Die wonnevollen Stunden, Da ich geſehn dein Angeſicht Und deine Lieb empfunden. Wenn ich mit Thränen vor dir ſtand, Und deine Vaterhuld empfand, Die mich ſo weiſe führet: Wie ward mein Herz gerühret! 5. Dein denk ich, wenn der Tag entflieht, Wenn Schatten mich um⸗ -— geben, Und ſinge dir mein Abend⸗ lied, Denn du bewachſt mein Leben. Dich rühm ich, wenn nach ſanfter Nacht Zu neuer Luſt mein Herz erwacht, Und jauchze in die Chöre Der Schöpfung deine Ehre. 6. Kann auch, vollendet ſich mein Lauf, Die Lippe nicht mehr beten, Dann fleht mein Blick zu dir hinauf Um Troſt in Todes⸗ nöten. Dann lehre du mich, guter Geiſt, Der du mir Kraft und Ruh verleihſt, Die letzten Kräfte ſammeln, Und ſterbend: Vater! ſtammeln. Mel. O Gott, du frommer Gott. 660 Du ſagſt: ich bin ein 8 Chriſt! Wohl dir, wenn Werk und Leben Dir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugnis geben. Nur zeige, wie du kannſt, Durch Gottes Kraft und Geiſt, Daß du in Wahrheit auch Ein Jünger Chriſti ſeiſt. 2. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt; Der iſt's, der Jeſum kennet, Ihn ſeinen Gott und Herrn Auch vor den Menſchen nennet, Und thut dann auch mit Fleiß, Was Chriſtus ihm gebeut. Thuſt du das nicht, ſo iſt Dein Ruhm nur ECitelkeit. — — —— „=== ——-— —,— — — en duſcg Rinne neir S 82 — — = — —= — . — — —— — — — —: — — — — — — — — — — 1 d, Den ennda degi rn 41 mic, wu utii ht 9 never eut me 8 vitr. 1, Un djuthi pf , aae enn dten. Dan ir und eiſt, Dan 3 — N1 9 Get Ler 11 4) 60. d rid eenn Werk und uu1 das as d ſßſt S riwiin eben. Nur xiy wd — — 8 Gotti drit m d0 daß du 4 e ug 1 inr — — d — —. — — täis buie 1 4 f 1 din 1 — Ermunterung zur Selbſtprüfung. 405 3. Du ſagſt; ich bin ein Chriſt; Doch wer ein Chriſt will heißen, Muß leben, wie er glaubt, Dem Böſen ſich entreißen. Der liebet Chriſtum nicht, Der noch die Sünde liebt, Iſt auch kein Chriſt, ob er Sich gleich den Namen giebt. 4. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt; Denn ich bin ja getaufet Auf Chriſti Tod, der ſich Sein Volk mit Blut erkaufet. Allein, mein Chriſt, wie ſteh t's Um deinen heilgen Bund, Den du mit Gott deuch In jener Gnadenſtund? Haſt du ihn nicht vorlängſt Gar oft und viel gebrochen? Haſt du als Gottes Kind Dich, wie du haſt verſprochen, In allem Thun erzeigt, Dem Guten nachgeſtrebt? Hat nicht der alte Menſch Bisher in dir gelebt? 6. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, Wai ich die Gnadenlehre, Zu Haus und öffentlich, Beſtändig leſ' und höre. Ja, Lieber, thuſt du auch, Was dieſes Wort dich lehrt? Nur, wer es hört und thut, Der iſt des Namens wert. 7. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, Bekenne meine Sünden, Und laſſe oft mich auch Bei Jeſu Nachtmahl finden. Doch findet ſich, mein Freund, Ich bitte, ſag es mir, Nach ſ ſolchem beilgen Brauch Auch Beffelung bei dir? 8. Ach, du bleibſt nach wie vor Bei deinem alten Leben, Selbſt ärger wirſt du oft Im Vorſatz und Beſtreben. Dich führt der alte Trieb, Und was noch gut ſoll ſein, Iſt, wenn man's recht beſieht, Nur lauter Heuchelſchein. 9. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt; Ich kann dir's nicht ge⸗ ſtehen, Es ſei denn, daß ich's kann Aus deinem Wandel ſehen. Denn wer: Herr, Herr! nur ſagt, Ach, der betrügt ſich ſehr; Ein Jünger Jeſu muß Auch wandeln, gleich wie er. 10. Wenn aus des Herzens Quell Die reine Liebe rinnet, Wenn du, wie Jeſus war, Auch immer biſt geſinnet, Wenn dich die Demut ſchmückt, Wenn du fanftmütig biſt, Wie unſer Heiland war: Dann ſag, du ſeiſt ein Chriſt. 11. Jedoch ſo i dich noch Der Sinn der Welt regieret, Dein Sinn zur Eitelkeit, Zur Schmäh⸗ ſucht dich verführ dt, icht Sanft⸗ mut in dir herrſcht, Nur Zorn und Haß und Neid, So biſt du ganz ge⸗ wiß Vom Chriſtentum ſehr weit. 12. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, Und rühmſt dich des mit Freuden; Allein thuſt du auch mehr, Als andre kluge Heiden? Thuſt du des Guten nicht Weit mehr, als ſie gethan, So klagen ſie dich dort Vor deinem Richter an. 13. Sag nicht: ich bin ein Chriſt, Bis daß dir Werk und Leben Auch deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugnis geben. Die Worte ſind nicht g'nug, Ein Chriſt muß ohne Schein Das, was er heißen will, Im Weſen ſ elber ſein. 14. Gott, ſchenke mir doch Kraft, Mich ernſtlich zu befleißen, Zu ſein ein wahrer Chriſt, Und nicht nur ſo zu heißen. Denn wer den Namen hat Und nicht die That zugleich, Gelanget nim⸗ mermehr Zu dir ins Himmelreich. 406 Ermunterung zur Selbſtprüfung. Mel. Dies iſt der Tag zum. 661 Soll ſich mein Geiſt, „ o Gott, zu dir er⸗ heben, Und dich zu kennen, glück⸗ lich ſich beſtreben, So mußt du ſelbſt, um groß von dir zu den⸗ ken, Die Kraft mir ſchenken. 2. Laß doch, o Herr, dein Licht mich ſtets erfreuen Und meiner Seele Finſternis zerſtreuen; Er⸗ leuchte mich, daß mich zu deiner Ehre Dein Glanz verkläre. 3. Was iſt im Himmel, Gott, was iſt auf Erden, Das ſo wie du verdient' erkannt zu werden? Was iſt, das meinen Durſt nach Glück ſo ſtille, Als deine Fülle? 4. Dich ſuchen iſt die edelſte der Sorgen. Zwar biſt du unerforſch⸗ lich und verborgen, Doch willſt du, wenn wir nur dein Licht nicht haſſen, Dich finden laſſen. 5. Mit lauter Stimme lehren deine Werke Uns deine Weisheit, deine Güt und Stärke; Auch haſt du ſelbſt, ſei hoch dafür geprieſen! Uns unterwieſen. 6. Und immer mehr willſt du dich offenbaren, Wenn wir getreu, was du uns lehrſt, bewahren, Wenn wir, was deine Lehren wirken ſollen, Uns beſſern wollen. 7. Ach möcht ich, Gott, aus allen meinen Kräften Dich ſuchen, ruhn von Sorgen und Geſchäften, Und mein Gemüt, um mich zu dir zu ſchwingen, Zur Stille bringen. 8. Doch mein Verſtand iſt un⸗ ſtät, träg, er ſcheuet Der Uber⸗ legung Müh, und ſchnell zer⸗ ſtreuet, Sinkt er, wenn ich zu dir 9. Auch täuſcht mein Herz ihn, machet ihn vermeſſen, Verführt ihn, ſeine Grenzen zu vergeſſen, Will mehr als ſeine Kräfte mir vergönnen, Von dir erkennen. 10. Ergreife mich und leite meine Seele, Daß ſie den Weg zum Lichte nicht verfehle; Ge⸗ währe mir, damit ſie nicht er⸗ müde, Ernſt, Luſt und Friede. 11. Dann werd ich immer heller dich erkennen, Und täglich mehr von deiner Lieb entbrennen, Dir gern gehorchen, fröhlich dich erheben, Dir, Gott, nur leben. 662 Bewahre mich, Herr, * daß der Wahn Nie mein Gemüt bethöre, Als wär es ſchon genug gethan, Wenn dir nur äußre Ehre Der Menſch, dein Unterthan, erweiſt. Erinnre mein Gewiſſen, Wie in der Wahr⸗ heit und im Geiſt Die dich verehren müſſen, Die dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins Him⸗ melreich, Die Herr! zu Jeſus ſagen, Und nicht mit rechtem Ernſt zugleich Der Heiligung nachjagen. Nur die, die deinen Willen thun, Läßt du als deine Kinder, O Gott, in ewgem Frieden ruhn, Wenn heuchleriſche Sünder Von dir verſtoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie Ein heilig Leben trennen, Mich nicht für Jeſu Jünger hie Bloß äußerlich be⸗ kennen. Gieb, daß mein Glaube thätig ſei Und Tugendfrüchte bringe, Daß ich, vom Sünden⸗ dienſte frei, Mit Eifer darnach gezogen werde, Zurück zur Erde. ringe, Im Guten zuzunehmen. Mel. Es wolle Gott uns gnädig. , 6 —2 ———— —— — — — * —— = —— — — — — — — — — itundin Geieäang Denn heucheriche Lühd 1 Für Jünglinge. 407 4. Du kennſt, o Gott, der Menſchen Herz, Und liebſt, die redlich handeln; O laß in Freude wie im Schmerz Mich richtig vor dir wandeln. Dein Wille ſei mein Augenmerk, Hilf mir ſelbſt ihn vollbringen. Durch dich muß jedes gute Werk Dem glücklich noch ge⸗ lingen, Der deine Hülfe ſuchet. 5. Doch wenn ich aus Un⸗ wiſſenheit Und ÜUbereilung fehle, So thu an mir Barmherzigkeit, Und richte meine Seele Durch deine Gnade auf vom Fall; Er⸗ halt mich bei dem Einen, Daß ich dich fürchte überall, Bis ich einſt mit den Deinen Dir ohne Fehltritt diene. 5. Für Jünglinge, Greiſe, Eheleute, Eltern, Witwen. Mel. Ermuntre dich, mein ſchwacher. 663 Eh ich dich kannte, — haſt du mich, All⸗ mächtiger, bereitet, Und durch die Kindheit väterlich Mich bis hie⸗ her geleitet. Jetzt, Herr, da ich dir danken kann, Nimm dich auch meiner Jugend an, Daß ich auf meinem Wege Unſträflich wandeln möge. 2. O präg es tief in meinen Sinn, Daß ich, noch fern vom Ziele, Ein unerfahrner Jüngling bin, Voll ſchwankender Gefühle. Ach, mache mich mir ſelbſt be⸗ kannt, Und gieb mir Weisheit und Verſtand, Stets auf dein Wort zu ſchauen, Und nie mir ſelbſt zu trauen. 3. Vor meinem Blicke prangt die Welt Mit ihren tauſend Freuden; Herr, lehre mich, was dir mißfällt, Mit heilgem Ernſte meiden. Mein junges Herz ver⸗ geß es nicht: Du kommſt der⸗ einſt und hältſt Gericht, Daß auch die Jugendſünde Die ſichre Strafe finde. 4. Von dir, o Gott, werd ich bewacht, Bin ganz von dir um⸗ geben; Vor dir bedeckt nicht Mit⸗ ternacht. Noch Einſamkeit mein Leben. Die Sünde, die im Fin⸗ ſtern ſchleicht, Verbirgt vor Men⸗ ſchen ſich vielleicht: Vor deinem Angeſichte Steht ſie in hellem Lichte. 5. Herr, ließe ſich mein ſchwaches Herz Zum Leichtſinn je bethören, Ja, wollt ich je auf ſchnöden Scherz, Auf Unzuchtsworte hören, Und hielt die Trägheit meinen Lauf, Der Stolz mich in der Demut auf: Dann laß zu ſolchen Sünden Nie, Gott, mich willig finden. 6. Wenn ſich auf meiner Ju⸗ gend Bahn, Mich in ihr Netz zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn, So laß mich klüglich flie⸗ hen. Ihr ſüßes Locken lenke nicht Mein Herz von dir und meiner Pflicht; Ihr Spotten und ihr Lachen Laß mich nie wankend machen. 7. Der Glaub an Jeſum bleibe mir Mein Schild und meine Krone; Anbetend ſchau ich dann ſchon hier Den Vater in dem Sohne. Dein Wort ſei meines Geiſtes Schwert, Es ſei mir mehr als Perlen wert, Und wenn ich geh und ſtreite, Steh Jeſus mir zur Seite. 408 Für Greiſe. Für Eheleute. 8. Der Wahrheit heilige mich ganz, Mein Schöpfer und Er⸗ halter! Dein Wort ſei meiner Jugend Glanz, Und einſt mein Troſt im Alter. Erhalte mein Gewiſſen rein, Laß keinen meiner Tage ſein, Der nicht zu deiner Ehre Geſchmückt mit Tugend wäre. 9. Ach, lehre mich den Wert der Zeit, Daß ich ſie nicht ver⸗ ſchwende, Daß ich mit frommer Thätigkeit Auf Weisheit ſie ver⸗ wende Gott, meiner Jugend Fleiß und Müh Laß nicht um⸗ ſonſt ſein, ſegne ſie. Laß auch durch mich auf Erden Dein Werk gefördert werden. Mel. Vater unſer im Himmerreich. 9 Du, der das Lallen 664. D nicht verſchmäht, Wodurch der Säugling dich er⸗ höht, Du hörſt den Greis noch gnädig an, Obgleich auch er nur ſtammeln kann. O Brunnquell aller Seligkeit, Dir ſei mein Dank, mein Lob geweiht. 2. Herr, deine Huld war ſtets mit mir, Aus ganzer Seele dank ich dir, Daß deine Gnad auch mich erwählt, Und deinem Erbe zugezählt. Welch Heil, das dar⸗ aus auf mich fließt, Und mir das Erdenleid verſüßt. 3. Wie langmutsvoll ertrugſt du mich, Wenn ich von deinem Wege wich! Und lockte mich ein falſches Glück, Dein guter Geiſt hielt mich zurück, Dein Arm ent⸗ riß mich der Gefahr, Wenn mir um Rettung bange war. 4. Durch Wolken brach dein Sonnenſchein, Durch Nächte brach dein Tag herein. Hier nahmeſt und dort mehrteſt du, Gabſt Heil zur Arbeit und zur Ruh; Und kommt die Zeit, wo Kraft ge⸗ bricht, O deinen Schutz verlier ich nicht. 5. Freun andre ſich an Erden⸗ gut, Auf dem die bange Sorge ruht: Iſt mein der Schatz, der ewig währt, Den weder Zeit noch Roſt verzehrt, Mein der auch, der von oben kam, Und der die Macht dem Tode nahm. 6. Wie darf voll Hoffnung und Vertraun Ein Simeon gen Him⸗ mel ſchaun! Den Heiland hat ſein Aug erblickt, Ihn hat er an ſein Herz gedrückt, Nun ſteht er fer⸗ tig und bereit Zur Heimfahrt in die Ewigkeit. 7. Auch mir ward deines Frie⸗ dens Heil, Auch meiner harrt das beſte Teil; Ich warte dein ge⸗ troſt und ſtill, Bis mich dein Ruf vollenden will. O Herr, dein Stecken und dein Stab Sei meine Stärke bis ins Grab. 8. Bis hieher haſt du mich ge⸗ bracht, Und alles, alles wohl ge⸗ macht. O wohl mir, auch beim letzten Schritt Geht deines Troſtes Engel mit, Und führt mich durch das dunkle Thor Zum Lobgeſang im höhern Chor. Mel Freu dich ſehr, o meine. 665. Wer den Ehſtand will erwählen, Daß er ihn bei guter Ruh Ohne Sor⸗ gen, Gram und Quälen Möge glücklich bringen zu, Fange ihn mit Beten an, So iſt's recht und wohlgethan, Und Gott wird es ——— — —4*—— — — — —————— —=—— -————— —— — — —————— ——— —— — — — — — —— —— —— — — — — — — 5; Leckenl undndn e 1 s drter liurtg 1. 5 ½ NH Und ales, lll,— M d vohl un ü rt töt t nsT m lm 1 tin — s dunkle Thot Inägſg wy taben Chor 3 11 1 Mel Rr 1 c et— un. 5 lt 65 Nrub Eifnnd 1 9 2 lchd M 1 bei gl ter Rü :, Gran mn dün J9 iit bringen ſ— b Beten au, Eütnt lgethan, Un i m * Für Eheleute. 409 gnädig fügen, Daß er kann das Herz vergnügen. 2. Wohl iſt er dann angefan⸗ gen, Wenn Gebet und reifer Rat Beiderſeits vorhergegangen. verſpürt man in der That, Daß ſ Gott knüpft das Liebesband, Und mit milder Vaterhand Segen und ein friedlich Leben Will dem neuen Paare geben. 3. Dieſer Friede, dieſer Segen Bringet Ehre, Gut und Freud; Wo man bleibt auf Gottes We⸗ gen, Giebt er auch die Seligkeit. Glücklich geht der Ehſtand an, Weun S heißt: das hat Gott ge⸗ than, Gott ſelbſt hat 08 ſo gefüget, Daß zwei Herzen ſfind vergnüget. Mel. Wie ſchön leucht't uns. 666. Wie ſchön iſt's doch, Herr Jeſu Chriſt, Im Stande, da dein Segen iſt, Im Stande heilger Ehe; Wie ſteigt und neigt ſich deine Gab Und alles Gut ſo mild herab, Aus deiner heilgen Hal he! Wenn ſich An dich Fleißig! zalten jung und alten, die im Oeden Eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib ſich wohl begehn, Und unverrückt bei⸗ ſammenſtehn Im Bunde reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da ſieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel ſelbſt ſich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerſchlagen, kann zernagen, was Gott giebet Dem Paar, das in ihnm ſich liebet. 3. Zwei Herzen ſind auf ihn gericht't, Drum thut er, wie ſein Wort verſpricht, Iſt mitten unter Da T — ihnen. Von erſter bis zu letzter Stund Bleibt er der Dri tt' in ihrem Bund, Dem ſie mit Freu⸗ den dienen. Stets wird Ihr Hirt Treu ſie weiden, bis mit Freuden ſie einſt mmen Zu dem Vater⸗ land der Frommen. 4. Der Mann wird einem Baume gleich, An Aſten ſchön, an Zweigen reich; Das Weib gleich einer Reben, Die it hre Träub⸗ llein trägt und nährt, Und ſich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben Wohl dir, OZier,? Mannes Sonne, Hau⸗ ſes Wonne, Ehren⸗Krone, Gott denkt dein auf ſeinem Throne. 5. Den Kinderſegen teilt er aus, Und mehrt mit Freuden euer Haus, Sein Neich daraus zu bauen. Sein Wunderwerk geht immer fort, Und ſeines Mundes ſtarkes Wort Läßt eure Augen ſchauen: Freude, Freude, Wenn, gleich Saaten, ſie geraten, und auf allen Ruhet Gottes Wol Ngefallen. 6. Seid gutes Muts, wir ſind es nicht, Die ſolchen Stand uns aufgericht't, Es iſt Gott, unſer Vater; Der hat uns je und je geliebt, Und bleibt, wenn unſre Sorg uns trübt, Der beſte Freund und Rater. Anfang, Ausgang Aller Sachen, die zu machen wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 7. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Thränen läſſet fließen; Doch, wer ſich ſtill giebt in Geduld, Des Leid winn Gottes große Huld In reichen Freuden ſchließen. Trage, Hoffe 410 Für Eheleute. Nur ein wenig, unſer König wird behende Machen, daß die Angſt ſich wende. 8. Wohl her, mein König, nah herzu, Gieb Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, In Angſten Troſt und Freude. Des ſollſt du haben Ruhm und Preis, Wir wollen ſingen beſterweis, Und danken alle beide, Bis wir Bei dir, Deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen Ewig loben wer⸗ den. Amen. Mel. O, daß ich tauſend. 667 Im Stillen wollen wir . J dich ehren, Dich, Gott, der frommen Wandel liebt, Und Bittenden, was ſie begehren, Wenn's ihnen nützet, willig giebt. Schon oft ſind wir erquickt, erhört Von deinem Thron zurückgekehrt. 2. Uns alle, die wir flehn, verbindet Des Blutes und der Freundſchaft Band, Und unſer Dank, o Gott, empfindet Die milde Leitung deiner Hand, Und preiſt dich, großer Menſchen⸗ freund, Der uns durch dieſes Band vereint. 3. Wohl dem, der in der Ehe Bunde In treuer Lieb und Ein⸗ tracht lebt! Ihm wird ſo manche Lebensſtunde Mit Luſt und Selig⸗ keit durchwebt, Er blickt mit Ruh und heiterm Sinn Auf ſeiner Zu⸗ kunft Tage hin. 4. Wohl ihm, wenn frommer Kinder Segen Der Ehe Bund noch ſchöner macht, Wenn ſie im Herzen Tugend hegen, In ihren Blicken Unſchuld lacht, Wenn ſie der Eltern Beiſpiel rührt Und auf den Weg zum Heile führt. 5. Wohl ihm, wenn ſeinen Hausgenoſſen Die Furcht des Herrn im Herzen lebt, Wenn jeder treu und unverdroſſen Nach ſeiner Pflicht Erfüllung ſtrebt, Wenn Eintracht und Zufrieden⸗ heit Ein Haus zum Sitz des Segens weiht! 6. Den Frommen, die dich kind⸗ lich ehren, O Vater, ſtrömt dein Segen zu, Sie wandeln folgſam deinen Lehren, Und traun auf dich und finden Ruh; Sie finden Freuden, deren Wert Und Dauer keine Zeit zerſtört. 7. Zwar oft wird auch der Kelch der Leiden Den Deinen, Herr, von dir geſandt. Oft muß die Tod und Trennung ſcheiden, Die Blut und Treue feſt verband; Oft wird das in dir frohe Herz Beſchwert von Krankheit, Sorg und Schmerz. 8. Doch trinken ſie den Kelch gelaſſen, Den du, ihr Vater, ein⸗ geſchenkt. Du wirſt und kannſt ſie nicht verlaſſen, Du, Gott, der ſeiner Kinder denkt, Und, wenn ihr Glaube ſtandhaft ringt, Durch Leiden ſie zur Wonne bringt. 9. Drum mag des Todes Arm uns trennen: Wir werden einſt uns wiederſehn, Vor deinem Thron die Unſern kennen, Mit ihnen dankend vor dir ſtehn; Da, wo kein Tod mehr trennen kann, Stehn wir vereint und beten an. 10. Wir preiſen ewig dann die Güte, Die unausſprechlich uns geliebt, Dem gottgeheiligten Ge⸗ müte Schon hier des Himmels 64 Fumni i 1 4 8 1 dtr 5 Stger g Ei m 1 deinen Lehren In n di und finden gi en 9 Freuden den I 5 keime Nit e zertür . Ixxr if I m deü der Lede. u Herr, don di e Nri. dn die Tod md im 4 e Blutum L ft wird da„ 3 Geichvm vr trit d und Schwer⸗ 8. a dit ft irs 4 icht de T r 1 ihr Glaude ind Leid en ſi ſie zer d u 9. Drum un Rln uns trennen: Vrrnotit wie eder ſehn, W V- r dern Mee vor dir ſtefn, den mehr trennen dereint u t und bewn! 9 0 de n efnm. Für Eheleute. Fü ür Witwen. 411 Vorf chmack giebt, Dur ch Liebe uns zur Ewigkeit, Zur Wonne der Verklärten weiht. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem. 668. Hilß Gott, daß ja die Kinder zucht Gedeihe ſtets zu reicher Frucht, Daß aus der Kinder Mund dir werd Ein Lob bereitet auf der Erd. 2. Laß ſir den Eltern Liebe weihn, Den Lehrern auch gehor⸗ ſam ſein, Und meiden, was den Das Herz vom Sinn bethört, rechten Wege kehrt. 3. Gieb ja, daß ihnen mangle nicht Heilſamer Lehre Unterricht, Damit durchs Wort aus deinem Mund Ihr Glaube habe feſten Grund. 4. Mach feſt ihr Herz, feſt und gewiß, Und ſchütze ſie vor Argernis. Wegen gehn, Wo böſe Buben lockend ſtehn. Weisheit, 5. Durch deine Macht und Güt Vor allem übel ſie behüt. Führ du ſie ſelbſt auf rechter Bahn, Damit ihr N Fuß nicht gleiten kann. 6. Hilf, daß ſie dich, Gott, überall Vor Augen halten allzumal Und ſich befleißen jederzeit Der Tugend, Zucht und Ehrbarkeit. 7. Und wo ſie gehen aus und ein, Da laß du ſie geſegnet ſein, Daß ſie an Weisheit jedes Jahr, An Gnade wachſen immerdar. 8. Und wenn ſich endet dann ihr Lauf, So nimm ſie, Herr, zu dir hinauf. Dann preiſen ſie mit uns zugleich Dich droben, Herr, in deinem Reich. Herr, laß ſie nie auf 9. Gott Vater, Sol hnu ndheilger Geiſt, Von dem der Strom der Gnade fleußt, Wir loben dich, wir danken dir, Mit unſern Kindern für und für. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 669. orge, Herr, für unſre Kinder, Sorge für ihr wahres Heil. Sind ſie gleich wie wir nur Sünder, Haben ſie an dir doch teil. Sie ſind in der Taufe ſchon Dir geweiht und deinem Sohn, Darum leite deine Gnade Sie auf ihrem Lebenspfade. 2. Der du ſie bisher erhal⸗ ten Bei ſo manchem Unglücksfall, Wolleſt über ſie nun walten, Immerdar und überall. Bricht Gefahr für ſie herein, Wollſt du ihr Beſchützer ſein; Wenn in Not ſie zu dir flehen, Laß ſie deine Hülfe ſehen. 3. Dringt auf ſie von allen Sei⸗ ten Der Verführer Schar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte ſie ruj rechter Bahn. Regt in ihrer eignen Bruſt Sich mit kacht die böſe Luſt, Gieb dann, daß ſie nang kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen. 4. Herr, erhalte deinem Reiche Unſre Kinder ſtets getreu. O daß keines von dir weiche Und dereinſt verloren ſei! Immer geh ihr from⸗ mer Linn Und ihr Streben darauf hin, Chriſto ganz ſich zu ergeben, Und zur Ehre dir zu leben. 5. Haben ſie den Kampf ge⸗ endet, Obgeſieget in dem Streit, Haben ſie den Lauf vollendet In des Glaubens Freudigkeit: Dann, o Vater, führe du Sie der ewgen 412 Für Kranke. Heimat zu, Und laß ſie nach ſanftem Sterben Deines Himmels Frie⸗ den erben. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 2 uf Gott nur will ich 6 70. A ſehen, Er hört der Witwen Flehen, Und nimmt ſich meiner an. In meinen tiefſten Schmerzen Bleibt er doch meinem Herzen Der Fels, auf den ich bauen kann. 2. Mich tröſtet ſeine Gnade, Er iſt auf jedem Pfade Bei mir bis an das Grab. Er wird mich nicht verlaſſen! Dies Troſtwort will ich faſſen, Es ſei mein Stecken und mein Stab. 3. Gott will ich gläubig lieben, Und gute Werke üben In ſtiller Einſamkeit. Er ſieht es, wie ich's meine, Er ſieht auch, wenn ich weine, Und giebt mir, was mein Herz erfreut. 4. Auch wenn ich mehr noch litte, Bis zu dem letzten Schritte Will ich ihm folgſam ſein. Er prüft mich nur durch Leiden, Und führt zu höhern Freuden Mich einſt mit frommen Duldern ein. 5. So eilen meine Tage, Auch unter Laſt und Plage, Wie Träume ſchnell dahin! Und ohne Widerſtreben Verlaß ich einſt das Leben Mit ſtillem, ihm ergebnem Sinn. 6. Wenn ich dann einſt dich ſchaue, Auf den ich hier vertraue, Mein Vater und mein Freund, Wie will ich dann dich ehren, Wie danken für die Zähren, Die ich als Witwe hier geweint! 7. Den Gatten, den ich liebte, Des Abſchied mich betrübte, Find ich in Gottes Hand. Wie wollen wir uns freuen, Und unſre Lieb erneuen Im thränenfreien Vater⸗ land! 6. Für Kranke, Geneſende, Sterbende. Mel. Wer nur den lieben Gott. 671 Der Morgen kommt, 4 noch währt die Plage, Sie wird mit jedem Morgen neu. Wie traurig fließen mir die Tage Der bangen Prü⸗ fungszeit vorbei! Das Licht, der neuen Sonne Licht, Erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der heit nicht. Erde, Wo mich Gefahr und Not umringt, Wo mich die drückende Beſchwerde Zum Kleinmut und zur Klage dringt. Ich hoff auf Lindrung meiner Pein, Doch meine b Hoffnung trifft nicht ein. V 3. Herr, eile doch, mir beizuſte⸗ hen, Verlaß mich in der Schwach⸗ O neige auf mein brünſtig Flehen Zu mir dein freundlich Angeſicht. Verleih mir nur in meinem Schmerz Geduld und ein zufriednes Herz. 4. Noch iſt das Schickſal mir verborgen, Das dieſen Tag mich treffen ſoll, Doch dich, o Vater, laß ich ſorgen: Du kennſt und willſt mein wahres Wohl. Dein Rat, was der beſchließt und thut, Iſt heilig, iſt gerecht und gut. 5. Soll ich die Laſt noch länger tragen, So halt ich deiner Fügung =. ——— —=—— E —2— — = — —= — — — — — — —— — — —— —r — — — —— = — — —— — — — — . — — — — — 1 4 4 3 8, 2 8 ennh 1 N- 1 4 46 1 den lett„ l l ich h.kell Oh 8 üm lof:7 Ift mich WMiom felr 6 I Mlch In d r W NAde ſ l zu höhern Fr, ſt mit fesen Veldih h 2¹ Mil fromper N, Wl 5 165 1 Ulyy 1 .— 1 1 d 3 1 95 ellen we 8 — 1 9 1 r 1JSp 3 3. n Meſtteben Vorlg 48 Rn Derlan mi 2 1 Mllem 1 3 1 loe- 441 U 3 6. Iſs N.. A1 Alle, Auf de ic 6 5 den 1 i d Lei ah en Vater und m g ie wi h e d 3„ die will ich dam i o Nank d danken fü deziden d N WM, d Witwe ſicde hiet gewen. f e 8 enöet mit ſchied wih! 1 8 — — —— — — in Gottes Haud.. r s fryiton tr uns freuen, Uw 3 9 — — un d neuen Im thränefrzdr N 4 hw )— 3. Herr, eite ohrti it nicht. D nx u r ünſtig Fleher Am w eundlic Anxfitt biin t in meinen Sten den d ein zuftiednes WW. 4. Nth ü Wettin rborgen, Dos M ffen ſoll, dac u nüm Jich ſorgen: Nmm llſt mein wuör d 4 t, was der efbtw n tdeiig it mtmm Sol it dediw 4 9 den So rkihmähn Für Kranke, Geneſende. 413 ſtill. Mich lehret ja mein Heiland wie ich will! Stärk mich auch in der Krankheit Pein, Gelaſſen, ſo wie er, zu ſein. 6. Einſt kommen doch der Ruhe Stunden, Des Lebens Ende rückt herbei; Dann iſt das Leiden über⸗ wunden, Ich bin von aller Trüb⸗ ſal frei. Du ſelbſt giebſt mir, o Gottes Sohn, Nach dieſem Kampf den Gnadenlohn. Mel. Die Tugend wird durchs. 672 So wahr der Aller⸗ . höchſte lebet, Er will den Tod des Sünders nicht, Der ganz zerknirſcht vor ihm er⸗ bebet, Und ſich ſein eignes Ur⸗ teil ſpricht. Er züchtigt uns zu ſagen: Wie du, Gott, willſt, nicht ſeiner Ehre Und unſerm Heil mit Vatertreu; Nur, daß man ſich zu ihm bekehre, Und zu dem Leben tüchtig ſei. ſehe Den teuren Eid an mir er⸗ füllt. Wenn ich mit Ren um Gnade flehe, Wird meiner Seele Angſt geſtillt. Da meine Werke nichts verdienen, Bleibt deiner Gnade aller Preis; Die iſt an mir ſo groß erſchienen, Daß ich's nicht auszuſprechen weiß. 3. Ich ſah die Welt und alles ſchwinden, Und Sinn und Sprache ſtarben ſchon, Ich fühlte nichts als meine Sünden, Und ſah nur deinen Richterthron. Da rührte dich mein letztes Sehnen, Mein Jammer brach dein Vaterherz, Es ſchrieen für mich Jeſu Thränen, Und mich erbat ſein Blut und 4. Bald kam dein ganzer Troſt hernieder, Der holte mich vom Tod herauf, Und ſtärkte mich voll⸗ kommen wieder Zu einem neuen Lebenslauf. Du ſpracheſt freund⸗ lich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnadenwort: Nun gehe hin, mein Kind, in Frieden, Und ſündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieſes Heil in mir! Dem Danke ward mein Herz zu enge, Und brannt und wallte nur von dir. O würde ich die Angſt nicht wiſſen, In die mich deine Zucht geführt: So müßt ich deine Liebe miſſen, Die jetzt mich doch ſo innig rührt. 6. Ich weihe, was ich von dir habe, Mein Herz dir ganz zum Opfer ein. Es wird, o Schöpfer, deine Gabe Ja teu'r in deinen Augen ſein. Ich weiß nun, was es ſei zu leben, Da ich, was 2. Du milder Gott, ich ſelber ſei, er mir ſtets im Sinne ſchweben, Was ſterben ſei, erfuhr, Nun wird ich dir in der Prüfung ſchwur. 7. Es iſt genug, daß ich vor Zeiten Nach meines Fleiſches Lüſten ging, Und in dem Netz der Eitel⸗ keiten Verſtrickt mit Leib und Seele hing. Ich bin ja darum nur geneſen, Daß ich die Seele retten kann, So fang ich denn ein andres Weſen Mit deiner Gnade Beiſtand an. Mel. So gehſt du nun, mein Jeſu. 673 as iſt mein Troſt, 3 Herr Jeſu Chriſt, In meinen bangen Stunden, Daß du für mich geſtorben biſt, Für Schmerz. mich haſt überwunden. Welch 414 Für Sterbende. hohes Heil Ward mir zu teil! Ich lag in tiefen Schmerzen, Da riefeſt du Mir freundlich zu: Komm zu des Freundes Herzen! 2. Wie zieht die Liebe mich empor, Die dich herab gezogen! Du öffneſt mir das Lebensthor, Mir glänzt der Friedensbogen. Nun irr' ich nicht, Mir ſtrahlt dein Licht Auf dunklem Lebens⸗ pfade. Du rufſt mir zu: Bei mir iſt Ruh, Empfange Gottes Gnade. 3. Hab ich auch manche bange Nacht, Warum ſollt ich verzagen? Du haſt ja auch für mich ge⸗ wacht, Für mich das Kreuz ge⸗ tragen. Du ſtehſt mir bei, Bleibſt immer treu, Ob Menſchen von mir fliehen. Ich bleibe dein, Und nie allein, Denn du willſt mit mir ziehen. 4. Du wankteſt nicht auf ſteiler Bahn, Du litteſt gottergeben; Zur Herrlichkeit gingſt du hinan, Zu ihr mich zu erheben. O mache mich Ganz frei durch dich Von Feſſeln dieſer Erde, Daß ich dir treu Im Leiden ſei, Und einſt dein Erbe werde. 5. Wenn auch die Liebe um mich bat, Ich muß doch endlich ſcheiden; Doch folget auf die Thränenſaat Die Ernte ewger Freuden. Was ſich verband Durch deine Hand, Kann ewig nicht ſich trennen. Du wirſt uns einſt, Wenn du erſcheinſt, Vereint bei Namen nennen. 6. Du willſt, daß ewig bei dir ſei'n, Die dir dein Gott gegeben, Drum bleiben auch im Tode dein, Die dein ſind in dem Leben. Welch große Schar, Die treu dir war, Bringt Preis dir, ewig Ehre! Es naht dein Tag, Dann folg ich nach In ihre Engelchöre. 7. Herr, wann kommt meine letzte Nacht, Wann naht der ewge Morgen? Ich weiß, du rufſt: es iſt vollbracht! Drum laſſe ich dich ſorgen. Ich halte mich Stets feſt an dich, Bis ich zum Himmel gehe, Ich unverrückt Und hoch entzückt Dich, o mein Heiland, ſehe. Eigne Melodie. 674. Kein Stündlein geht dahin, Es liegt mir in dem Sinn, Ich bin auch im⸗ mer wo ich bin, Daß mich der Tod Wird ſetzen in die letzte Not. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 2. Hier iſt kein Aufenthalt, Der Tod hat die Gewalt, Er nimmt und würget jung und alt. Er reißt uns fort Aus unſerm Orden, Stand und Ort. Ach Gott, ver⸗ läßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 3. Kein Rat, kein' Arzenei, Kein Rufen noch Geſchrei, Kein Bruder kann mich machen frei. In aller Welt Iſt nichts, das endlich mich erhält. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 4. Kein Reichtum, Geld, noch Gut, Kein kühner Heldenmut Hilft vor des Todes Grimm und Wut. All Ehr und Gunſt Hilft nichts, hier rettet keine Kunſt. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 5. Welch Leid, welch' Angſt und Pein, O Gott, wird um mich —— — —— —— — —— — — — düt in 5. ulendet: Vn dir, S 5 nir: tles hi ewann hrvernt am ga. . ich, d memn e. nen helcn ſh Sgre Mahh „ veut Lid, Sch n auh n er vo ith di Nant 0d Wird ſezeui brg c Gott derchtmhta d thu das Fit n im 2 Hirr it ei ürta od hat die Gew d nm nd würget ſung w wä ißt uns fort An wimdhe ßt mich alles her uw geſte du be ww. 3. Kein Nu, in dm ein Rufen uuc Cütr ſ Zruder kann mit mäaſ “ in aller Welt J ſi i, N 84 1 t Kh die 3 1' N* adlich mich erhä erläßt mich alli as Beſte du bim. 4 Kein Rittm de 1 33 kuhyr r zut, Kein küte Aähm E;SARW M dzilft vor des Tode Fnnm — ſae 8 Lut. Al Er mer ſichts, hir tt h 1 ich Gott,vetin nt nin Ber u n 8eſ ten Cnden g din, 8 m dem Sinn, Ii iit ugm 1l 1 Für Sterbende. 415 ſein, Wenn nun der Tod wird brechen ein! Wer wird alsdann Mit Troſt ſich meiner nehmen an? Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 6. Wenn mein Gewiſſensbuch Und des Geſetzes Fluch, Wenn Sünd und Satan zum Verſuch Tritt wider mich, Wer iſt, der mein erbarmet ſich? Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 7. Wenn Sprach, Verſtand und Sinn Anf einmal fällt da⸗ hin, Und ich nicht mehr bin, der ich bin, Wer ruft mir zu, Wenn mir der Schmerz läßt keine Ruh? Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 8. Wenn meiner Augen Licht Mir ferner leuchtet nicht, Und mir das Herz im Tode bricht Vor Angſt und Qual, Wer führt mich durch das finſtre Thal? Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 9. Herr Jeſu, du allein Sollſt mir in Todespein Die beſte Hülf und Labſal ſein. Auf dich will ich Die Welt geſegnen ewiglich. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir. 10. Herr Jeſu, nimm mich auf, Zu dir im Himmel auf, Wenn ich vollendet meinen Lauf. Ich ruf zu dir, So lang ein Odem iſt in mir: Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du an mir. Mel. Ach, ſieh ihn dulden, bluten. 375. Herr) leite mich in jene 675. H Stunde, Darin du ſegnend haſt an mich gedacht, Dein Abendmahl zum ewgen Bunde Geweihet haſt in deiner heilgen Nacht. Sei jetzt auch meinem Geiſte liebend nah, Be⸗ gleite ſegnend mich nach Golgatha. 2. Wie liebreich ſammelſt du die Deinen, Um ſie mit Himmels⸗ ſpeiſe zu erfreun! Mit dir ſie ewig zu vereinen, Sprichſt du im Ster⸗ ben noch: gedenket mein! Auch ich will nun dein Lebensbrot empfahn, Du willſt dich mir in meinem Leiden nahn. 3. Auch mir reichſt du zu mei⸗ nem Leben Dein Brot, der Gnade ſichres Unterpfand; Auch mir willſt du den Kelch des Friedens geben, Drum nehm ich dankbar ihn aus deiner Hand. Wo zwei und drei vor dir verſammelt ſind, Da biſt auch du, da ſtärkeſt du dein Kinnd. 4. Für mich haſt du dich hin⸗ gegeben, Du ſtarbſt für mich, für meine Sündenſchuld. Das iſt mein Troſt, ich werde ewig le⸗ ben, Du giebſt dem Reuigen des Vaters Huld. Mit dir verbunden geh ich in den Tod, Du ſtärkeſt mich auch in der letzten Not. 5. Wie litteſt du im Kampf ſo ſtille, Wie brach für uns in Liebestren dein Herz! So ſei ge⸗ horſam dir mein Wille, So mache du mich ſtill in meinem Schmerz. Ruf du mir ſtets ins Herz: ge⸗ denke mein, So kann ich froh und dir ergeben ſein. 416 Für Sterbende. 6. Und muß ich noch in Nächten weinen, Wenn die Er⸗ löſung mir noch lange währt: Doch wird der Morgen bald er⸗ ſcheinen, Der allen Schmerz in Freude mir verklärt. Ein Glied an deinem Leibe, find ich dann Die Selgen wieder, die ich lieb⸗ gewann. Mel. Mag ich Unglück nicht. 676 Mein Lauf, gottlob! . iſt bald vollbracht; Welt, gute Nacht, Wir werden uns nun ſcheiden! In Jeſu Na⸗ men ſanft und ſtill Ich wandern will Zur Seligkeit mit Freuden. In dieſer Welt War mir beſtellt Viel Angſt und Not, Zuletzt der Tod: Jetzt endet ſich mein Leiden. 2. In Jeſu Namen ſchlaf ich ein, Er führt allein Mich aus dem Tod ins Leben. Sein an dem Kreuz vergoßnes Blut Kommt mir zu gut, Ihm will ich mich ergeben. Er iſt mein Hort, Sein Lebenswort Stärkt mir mein Herz Im Todesſchmerz, Kann Freud und Wonne geben. 3. In Jeſu Namen fahr ich hin, Denn mein Gewinn Iſt Chriſtus, wenn ich ſterbe. Ich weiß, daß er mich nicht verläßt, Und glaube feſt: Im Tod ich nicht verderbe. Mir iſt bereit In Ewigkeit Von Gottes Sohn Die Ehrenkron, Das rechte Himmelserbe. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 67 7. inen guten Kampf hab 2 ich Auf der Welt ge⸗ kämpfet, Denn der Herr hat gnädig⸗ lich All mein Leid gedämpfet, Daß ich meines Lebens Lauf Selig nun vollendet, Und mein' arme Seel hinauf Gott dem Herrn geſendet. 2. Forthin iſt mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt Dort vor Gottes Throne. Ja, ich weiß, daß ich das Licht, Dem ich hier vertraue, Nämlich Gottes Ange⸗ ſicht, Dort auf ewig ſchaue. 3. Dieſer ſchnöden, böſen Welt Jämmerliches Leben Mir nun länger nicht gefällt, Drum ich mich ergeben Meinem Jeſu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden, Denn ſein Tod iſt mein Gewinn, Mein Verdienſt ſein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund', Alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben. Schließ ich auch mein Auge zu, Sink ins Grab ich nieder: Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch mor⸗ gen wieder. Mel. Sollt es gleich bisweilen. 678. Ach, daß doch mein 8 Jeſus käme, Und die Seele bald wegnähme, Hier aus dieſem Jammerthal, Zu ſich in den Freudenſaal. 2. Iſt doch hier nichts mehr als Klagen, Seufzen, Weinen, lauter Plagen. Alle unſre beſte Zeit Iſt nur Müh und Herzeleid. 3. Nichtig, flüchtig ſind die Unſer Leben iſt nur Plage, iſt nur Eitelkeit Hier in Sterblichkeit. Tage, Alles dieſer 4. Was wir ſchauen hier auf Erden, Muß zu Staub und Aſche werden; Was wir ſehen, das Für Sterbende. 417 vergeht, Gleichwie Rauch und Staub verweht. 5. Drum begehr ich nicht zu leben, Hier in dieſer Welt zu ſchweben. Jeſu, laß bei dir mich ſein, So venähmiuden Angſt und Pein. 6. Gehe hin, du Weltgetüm⸗ mel, Weil mein Wandel ſteht gen Himmel. Gern ſcheid ich von Gut und Geld, Fahre hin, falſche Welt! du Mel. Wenn mein Stündlein. 679. Der⸗ Trennung Schmerz liegt ſchwer auf mir, Gott ruft mich von den Meinen. Das Herz erbebt, doch hoffen wir, Uns wieder zu vereinen. Drum nah ich mit der Frage mich Zu dir, mein Vater, werde ich Dieſl Teuern wiederfinden? 2. Da macht mir Gottes Wort es kund, Dies Wort aus Himmels⸗ höhen: Nie reißt, nie bricht der Liebe Bund, Du wirſt ſie wieder⸗ ſehen! Die F Feummom trennt nicht Grab, nicht Tod, Der Heiland wird zum orgenrot, Zum Licht vereint ſie führen. 3. Der Freund ſieht ſeine Freunde dann An Gottes Throne wieder, Die Gattin trifft den Gatten an, Der Bruder ſeine Brüder. Die Mutter ſieht, um⸗ armt ihr Kind, Denn alle from⸗ men Seelen ſind In Gottes Stadt beiſammen. 4. Zum Berge Zion kommen wir, Zu Gottes Stadt dort oben. Dort ſtehen Engel, Herr, vor dir, Sie 4— an, ſie loben. Vereint mit ihnen werden wir, Im hell⸗ Als gen Ch Jore, Herr, vor dir ſſelge Geiſter ſtehen. 5. Dann ſchaun wir Gottes An⸗ geſicht, Getrocknet ſind die Thränen. Komm, ſüßer Tod, führ mich zum Licht, Erfüll mein heißes Sehnen, Und führe mir die Meinen nach, Damit wir dort vereint den Tag Des ewgen Lebens ſchauen. 6. Drum laßt uns hier ſchon Hand in Hand Auf Gottes Wegen gehen, Damit wir einſt im Vater⸗ land Uns freudig wiederſehen. Wie wird's uns ſein, wenn wir uns ſehn, Wenn wir uns froh entgegen gehn, Und Freudenthranen weinen! Eigne Melodie. 680. Heden Hin mun fülens auf, Die Zeit eilt mir zum Ende; Vollendet hab ich meinen Lauf, Nimm mich in deine Hände. Hab g'nug gelitten, Mich müd geſtritten, Schick mich fein zu zur ewgen Ruh, Laß fahren, was auf Erden, Will lieber ſelig werden. 2. Wie du mir, Herr, befohlen haſt, Trag ich in wahrem Glauben Das Krenz dir nach, die ſanfte Laſt, Dich 1 oll mir niemand rau⸗ ben. Hoff zu beſtehen, Will friſch eingehen Vom Thränenthal zum Freudenſaal, Laß fahren, was auf Erden, Will lieber ſelig werden. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon, In Frieden zu dir fah⸗ ren, Befiehl mich Chriſto, deinem Sohn, Der wird mich wohl be⸗ wahren, Wird mich recht führen, Im Himmel zieren Mit Ehr und Kron; fahr nun davon, Laß fahren, was auf Erden, Will lie⸗ ber ſelig werden. 27 418 Für Sterbende. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 681 Hallelniat Amen, Amen! ☛ Du ſtarbſt auf Chriſti heilgen Namen, Vor dem ſich Erd und Himmel beugt. Gläubig gabſt in ſeine Hände Du ihm an deiner Laufbahn Ende Die Seele, die der Erd entfleucht. Heil dir, erlöſter Geiſt, Der nun am Thron ihn preiſt, Deinen Heiland! Der dich verſöhnt, Den Gott gekrönt, Der iſt's, dem nun dein Lob ertönt. 2. Wenn dich hier die Sünd erſchreckte, Und dir der Gnade Troſt verdeckte, Verdammte dich doch nur dein Herz; Nun kann ſie dich nicht mehr ſchrecken, Nicht mehr die Gnade dir verdecken, Der Herr iſt größer als dein Herz. Mehr, als du je gefleht, Mehr, als der Menſch verſteht, Iſt dir wor⸗ den. Weil er's vollbracht, Biſt du erwacht Zum Leben aus des Todes Nacht. 3. Welcher Glanz hat dich um⸗ fangen, Seit dir der Tag iſt auf⸗ gegangen, Das Lcben nach des Todes Nacht! Sei geſegnet, Amen, Amen! Du ſieegſt in Jeſu Chriſti Namen, Der ſterbend auch für dich vollbracht. Nicht du, der Herr allein Macht dich von Sünden rein, Aus Erbarmen; Du fällſt nicht mehr, Der Selgen Heer Kennt keine Sünd und Schwach⸗ heit mehr. 4. Mag den Leib die Erde decken, Er ruhe; der Verweſung Schrecken Ergreifen deine Seele nicht. Weinend gehn wir, ihn zu ſäen, Der unverweslich ſoll erſtehen Zur Herrlichkeit, nicht zum Gericht. Wir ſenken ihn hinab, Der Herr bewahrt das Grab, Wo er ſchlummert. Nach kurzer Ruh Erſtehſt auch du, Und eilſt dann der Verklä⸗ rung zu. ac bleid , blei Ic, daß d Iic bot 7¹ Gott J Sert ic wein i mein Io mein dc ſagt; c, ſei m Ic, uns Ic Jater, dch wann Io, wnsj c wos ſ viſſende Anen, dein mehr. . Mag dar dch h en ab, Wo n ſerrt ch hrrze Nuh Cttt ut Und eiſt un es g zu. — er 9 1 nt binee Sün 4 Regiſter. Ach, bleib bei uns, Herr Jeſu Chriſt.. Num. 396 Ach, bleib mit deiner Gnade...... 398 Ach, daß doch mein Jeſus käme. 678 Ach Gott, erhör mein Seufzen und. 512 Ach Gott und Herr.....301 Ach Herr Gott, gieb uns deinen Geiſt.. 6 Ach mein Jeſu, dein Naheſein.. 314 Ach mein Jeſu, ſteh, ich tretee. 653 Ach mein Jeſu, welch Verderben.... 300 Ach, ſagt mir nichts von Gold und... 444 Ach, ſei mir gnädig, Herr, mein.... 355 Ach, uns bedrückt jetzt Not.....608 Ach Pater, der die arge Welt..... 393 Ach, wann werd ich von der Sünde 209 Ach, was ſind alle Güter wert..... 248 Ach, was ſind wir ohne Jeſum.. 303 Ach, was ſoll ich Sünder machen.... 350 Allein Gott in der Höh ſei Ehr... 1 Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt..... 352 Alle Menſcheu müſſen ſterben.. 254 Alles iſt an Gottes Segen.....„. 500 Alles iſt euer! o Worte des ewigen... 560 Allwiſſender, vollkommner Geiſt 270 Amen, deines Grabes Friede...... 135 Am Grabe lerne, was du biſt.... 257 Am Grabe ſtehen wir und opfern. 251 Am Kreuz erblaßt.......... 106 Anbetend ſtand der Seher Gottes da 265 Anbetungswürdger Gott....... 267 Auf, auf, ihr Reichsgenoſſen... 25 Aunf, auf, mein Geiſt, erhebe dich. 236 Auf Chriſti Himmelfahrt allein..... 143 Auf den Nebel folgt die Sonn.. 508 Aufer ſtanden, auferſtanden Iſt der 122 Auferſtehn, ja auferſtehn wirſt du 259 Auf Gott nur will ich ſehen.. 670 Auf Gott und nicht auf meinen Rat 489 Auf, ihr Streiter, dmchgedrungen 553 Auf meinen lieben Gott 488 Auf, meine Seele, ſei erfreut..... 30 Auf, mein Geiſt, du haſt gelaufen 347 Auf, ſchicke dich, Recht feierlich..... 37 Aud deiner Quelle, Schöpfer, nimmt 283 Aus Gnaden ſoll ich ſelig werden. 315 Verfaſſer. Nikolaus Selnecker. Joſua Stegmann. Jakob Peter Schechs. V. 1—6 Nutilius. V. 7— 10 Joh. Groß. Gräfin von Zinzendorf, nach andern Ch. Gregor. Levin Johann Schlicht. Ludwig Andreas Gotter. J. Scheffler(Angelus). Balthaſar Münter. Peter Lackmann. Johann Flittner. Nikolaus Decius. Johann Schneeſing. Johann Georg Albinus. Johann Kohlros. Chr. D. F. Schubart. Joh. Jakob Rambach. Karl Bernhard Garve. Chriſt. Friedr. Neander. Fr. Gottl. Klopſtock. Joh. Jak. Rambach. Joh. Riſt. Joachim Neander. Joſua Wegelin. Penl Gerhardt. Joh. Kaſp. Lavater. Fr. Gottl. Klopſtock. Joh. Kaſp. Lavater. Chr. Fürchtegott Gellert. Siegmund Weingärtner. Philipp von Zeſen. Chr. Fürchtegott Gellert. Joh. Andreas Cramer. Chriſt. Ludw. Scheidt. 27* — 420 NRegi ſter. Aus irdiſchem Getümmel Aus tiefer Not ſchrei ich zu dir B. Bald bin auch ich des Todes Ranub. Bedenke, Menſch, das Ende. Befiehl du deine Wege Begleite mich, o o Chriſt, wir gehen Begrabt den Leib in ſeine Gruft. 6 Beſchwertes Herz, leg ab die Sorgen Betet an, ihr Menſchen, bringet. Herr, daß der Wahn Bewahre mich, Bis hieher iſt's gelungen Brich, heller MMorgenſtern⸗ herein Bringt frohen Dank.. Bringt Gott, ihr Chriſten, Preis Bringt Preis und Ruhm dem. C. Chriſt, alles, was dich kränket.. 9 2 Blick herab auf unſre Schmerzen. 2 2... Chriſte, der'du biſt Tag und Licht Chriſte, du Lamm Gottes. Chriſtus, der iſt mein Leben. Chriſtus fuhr gen Himmel Chriſtus iſt erſtanden.. Chriſtus, unſer Haupt und König D. Dankt dem Herrn! mit frohen Gaben Das alte Jahr vergangen iſt, Das Amt der Lehrer, Herr, iſt dein.. Das iſt mein Troſt, Herr Jeſu Chriſt.. Das walte Gott, der helfen kann.. Dein bin ich, Gott, in Ewigkeit Dein bin ich, Herr, dir will ich Dein Heil, o Chriſt, nicht zu 9 8* Dein König kommt, o Zion.. Dein laß mich ſein und bleiben Dein Wort, o Herr, bringt uns. Dem Herrn ſei Ehre, Preis und. Der am Krenz iſt meine Liebe. Der du uns als Vater liebeſt Der frohe Morgen kommt gegangen. Der Glaube bricht durch Fels und. 4 Der Grund, auf dem mein Glaube. Der Heiland kommt, lobſinget ihm Der Herr fährt auf gen Himmel.. Der Herr, in deſſen Güte... Der Herr iſt Gott, und keiner mehr Der Herr iſt gut, ihr Himmel, höret 2 2* 2*. 9 0 327 191 C. Julius Aſchenfeldt. Martin Luther. Gottfr. Benedikt Funk. Benj. Schmolck. Paul Gerhardt. L. H. Bachhof von Echt. Fr. Gottl. Klopſtock. Chriſtl. Wegleiter. Joh. Andreas Cramer. J. Samuel Dieterich. Gottfr. Wilh. Sacer. . Euſeb. Schmidt. Thr. Fr. Förſter. F. Fugger. Wilh. äbrh. Teller. J. Samuel Dieterich. Chr. Friedr. Neander. Michael Weiß. Martin Luther. Simon Graf. Martin Luther. Martin Luther. N. L. Graf v. Zinzendorf J. H. V. Rüſting. V. 1. 2. J. Steuerlein. V. 3—6 8. Tappins. Joh. Andreas Cramer. Wilh. Hülſemann. Joh. Betichius. Fr. Gottl. Klopſtock. Joh. Andreas Cramer. Chr. Fürchtegott Gellert. Nikolaus Selnecker. Wilh. Hülſemann. Joh. Mentzer. David Bruhn. ◻☛‿ J. A. Freylinghauſen. Chr. Chriſtian Sturm. Gottfr. Wilhelm Sacer. Bretf Bernhard Garve. Joh. Andreas Cramer. Joh. Peter Utz. . — —==— = -— —— , 5 S S S S 22— S SB =S S S= =2 —===== — — — —=x — — — — — ==S — — — — 1 —— E ſeerb i e,i ter 648 N R S R 58 2 673 642 572 85 658 5 Nichee Vis 9 Martn duber 5 R. Euf nmuf NM 1 8 ⁸△ did A 19 3. Sanun dunn h. Fiid Je Neriu ouh. Siman(ri Narti(ut. - A ch. Ardres umt. Wilh Hüſun Joh. Geüchu Fr. Gettl. Kurit Joh. Ardras Cemrr Gr. Förtent bin Nitblans Sut. —— 421 Der Herr iſt in den Höhen.... Der Herr iſt mein getreuer Hirt. Der Himmel Ruf erzählt und ehret... Der Hölle Pforten ſind zerſtört. Der Morgen komm,, noch währt die„. Der Tag, an dem mein Heiland. Der Tag iſt hin, mein Jeſu, bei mir.. Der Trennung Schmerz liegt ſchwer.. Der Vater ſei geprieſen........ Die auf der Erde wallen .ℳ* 6.³ 0. 9 Die Chriſten gehn in dieſer Welt... „ 9„ o 9 9 Dir ſterb ich einſt, wenn ich dir.... Dir, Vater, dankt mein Herz und.. Du biſt der Weg, die Wahrheit und Du biſt ein Menſch, das weißt du. Du biſt mir nah mit deiner Gnade.. Du biſt’s, dem Ehr und Ruhm Du, der das Lallen nicht verſchmäht.. Du, der kein Böſes thut...... Du, deſſen Augen floſſen....... Du Friedensfürſt, Herr Jeſu Chriſt... Du Geber guter Gaben Du gehſt zum Garten, um zu beten Du Geiſt des Herrn, der du von.. Du, Gott, biſt unſre Hülf und Macht. Du haſt, o allerhöchſter Gott..... Du, o ſchönes Weltgebäude.... Du reicher Troſt der Armen... Du ſagſt, ich bin ein Chriſt. Du ſollſt glauben, und du Armer.. Du Vater deiner Menſchenkinder.. E. 3 Eh ich dich kannte, haſt du mich.. Ehre, Lob und Preis und Stärke... Ehre ſei Gott in der Höhe „ 8S„„„ 9 9 9 ⸗ 9 2⸗ „ 9 8 6 9 Ein Chriſt, ein tapfrer Kriegesheld.. Ein' feſte Burg iſt unſer Gott.... Einen guten Kampf hab ich Ein Kindelein, höchſt lobenswert... Ein Lamm geht hin und trägt die Ein neuer Tag, ein neues Leben.. Eins iſt not, ach Herr, dies Eine.. „ 9 9,„&Kl½ NRegiſter. 3 9. 0* 269 565 287 129 671 343 Joh. Andreas Cramer. Cornelius Becker. Wolfgang Moſel. Michael Schirmer. Chr. Chriſtian Sturm. Joachim Neander. Ch. F. D. Schubart. Wilhelm Hülſemann. Gottfr. Benedikt Funk. N. L. Graf v. Zinzendorf. Balthaſar Münter. Kaſp. Fr. Nachtenhöfer. Johann Riſt. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Chriſtian Sturm. Joh. Kaſp. Lavater. Bartholom Craſſelius. Karl Auguſt Döring. Ehrenfried Liebich. Johann Kaſpar Lavater. Paul Gerhardt. Karl Auguſt Döring. Chr. Fürchtegott Gellert. Karl Bernhard Garve. J. Samuel Dieterich. Karl Wilhelm Ramler. Wilhelm Hülſemann. Philipp Friedrich Hiller. Johann Mentzer. Samuel König. J. Z. L. Jungheim. Joh. Jak. Rambach. Johann Franck. F. Hiller. Joh. Adam Haßlocher. Gottlieb Reiber. Benjamin Schmolck. Chr. Chriſtian Sturm. Aug. Herm. Niemeyer. Benjamin Schmolck. Martin Luther. Heinrich Albert. Martin Luther. Paul Gerhardt. J. H. Schröder. . ————— ————— — 422 Regi ſter. Einſt reift die Saat.... 260 Fr. Gottl. Klopſtock. Eines wünſch ich mir vor allem.... 449 Albert Knapp. Empor zu Gott, mein Lobgeſang. 48 F. Adolf Krummacher. Endlich, endlich muß es doch.... 597 Venjamin Schmolck. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 406 Martin Luther. Erhalt uns, Herr, die Obrigkeit 600 J. Samuel Dieterich. Erhöhter Jeſu, Gottes Sohn.. 340 Chriſt. Samuel Ulber. Erhöre gnädig unſer Flehen... 240 Erhör uns, Vater, ſieh, wir flehn 208 Wilhelm Hülſemann. Erinnre dich, mein Geiſt, erfreut... 115 Chr. Fürchtegott Gellert. Er lebt, o Freudenwort, er lebt 134 Ehrenfried Liebich. Erleucht mich, Herr, mein Licht 346 Th. Untereyk. Feldjer, der im Staube.... 83 Heinrich Julius Tode. Ermuntre dich, mein ſchwacher Geiſt 42 Johann Riſt. Ermuntert euch, ihr Frommen.... 339 Laurentius Laurenti. Erquice mich, du Heil der Sünder. 353 Erwecke, Jeſu, ſtets die Herzen... 345 Gottf. Kleiner. Es baut, o Gott, auf dein Geheiß 601 Bartholomäus Ringwald. Es glänzet der Chriſten inwendiges. 389 Chr. Friedr. Richter. Es iſt das Heil uns kommen her. 373 Paul Speratus. Es iſt nicht ſchwer, ein Chriſt zu ſein. 412 Chr. Friedr. Richter. Es iſt noch eine Ruh vorhanden.. 593 Joh. Siegmund Kunth. Es iſt vollbracht, Das Opfer für die 105 8 G. Sinz. Es iſt vollbracht, ſo ruft am Kreuze 98 Samuel Dieterich. Es koſtet viel, ein Chriſt zu ſein 411 Thr. Friedr. Richter. Es naht der Tag, an dem die Welt 337 Wilhelm Hülſemann. Es wolle Gott uns gnädig ſein.. 2 Martin Luther. Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter. 612 S. J. Borchward. Es züchtigt deine Hann)... 607 David Bruhn. Ewge Liebe, mein Gemlite...... 311 Joh. Jak. Rambach. Ewge Wahrheit, deren Tree 557 Joh. Jak. Rambach. Ewig ſei dir Lob geſungen.. 44 E. Finx, gen. Francisci. F. Fahre fort, Fahre fort, Zion.. 554 Joh. Euſebius Schmidt. Feſt ſteht zu Gottes Ruhme...... 391 Feſt wie ein Fels im wilden Meer... 193 Chriſtian Nonne. Fleug auf, mein Pſalm, mein.. 286 Joh. Andreas Cramer. Freilich bin ich arm und bloß... 302 Joachim Neander. Freu dich ſehr, o meine Seele.... 581 Simon Graf. Freut euch, Gottes Kinder. 124 Guſtav von Mengede. Fröhlich laßt uns Gott lobſingen... 41 Paul Gerhardt. Früh Morgens, da die Sonn aufgeht.. 123 Johann Heermann. Für alle Güte ſei gepreiſt. 648 Chr. Fürchtegott Gellert. Für dieſe Kinder beten wir. 203 Fürwahr, du biſt, o Gott, verborgen 297 J. Samuel Dieterich. G. Gedanke, der uns Leben giebt.... 32 Chr. Fürchtegott Gellert. Geht im Glauben eure Wege.. 204 Geiſt der Wahrheit, lehre mich. 161 Sam. Gottlieb Bürde. Geiſt Gottes, aus des Ewgen Fülle. 157 Karl Bernhard Garve. Geiſt vom Vater und vom Sohne 167 Gottfried Hoffmann. =äy= — — —x — — — — == 5 — 8 = ᷣ — — bnir,o =y —==— —— — —— 8— —— — —— = —— — — — — — ——— — — — — ‿̃ᷓ — wSöä=öy= — — — — — — —— — 8= —— = — ͦvà’sc— — — ——— 3 daurena Baul Sheurn. Sh. Frenr git. Jäd. Srgen at. 7 Ku Beri d. lurnn. denelä 8 durit Jn dh. Nöan ai durmn. Gotij Kem. rrzummin luna 8 Gr. radr g. Chr. Frenr tt 1 Wilhem ißen Bälhelm gäſem. Jed. n Wuit 8. din g n Joh. Erſetut ehrt Chriſtian Aurr. Joh. Areu Ler. Joachim Aune. Simon Gri⸗ Grftar eu Aan Paul Gerhr. Johenn dernh, Sr Furttnt ln Gottind deftan — Negi ſter. Gelobet ſeiſt du, Jeſus Chriſt.. Gerechter Gott, es kommt von dir Gerechter Gott, vor dein Gericht.. Gern in alles mich zu fügen.... Getreuer Gott, wie viel Geduld Getroſt, mein Herz, und zage nicht. Gieb mir, o Gott, ein Herz... Glaube, Lieb und Hoffnung ſind Gott, Allweiſer, wer bin ich..... Gott, deine Gnad iſt unſer Leben. Gott, deine Güte reicht ſo weit.. Gott, der du unſre Zuflucht biſt. Gott der Macht, in deinem Ruhme. Gott des Himmels und der Erden Gott, des Güte nimmer endet..... Gott, des Scepter, Stuhl und Krone.. Gott, du giebſt uns milden Regen Gottes Mund hat uns verheißen... Gottes und Mariens Sohn.... Gott iſt gegenwärtig.... Gott iſt getreu, Sein Herz...... Gott iſt mein Hort, Auf Jeſu Wort.. Gott iſt mein Lied.......... Gott iſt und bleibt getreu..... Gott lebet noch und ſtirbet nicht.. Gott lebet noch, Seele, was verzagſt Gott lebt, wie kann ich traurig ſein Gott, mein Vater, deine Liebe..... Gott, nur du biſt meine Sonne.... Gott ruft der Sonn und ſchafft den.. Gott ſei Dank in aller Welt..... Gott, unſer Vater, der du biſt.... Gott, vor deſſen Angeſichte...... Gott will machen, daß die Sachen.. Gott wollte nicht des Sünders Tod. Großer Gott, den alles preiſet.... Großer Mittler, der zur Rechten.... Guter Hirte, willſt du nicht...... Gut und heilig iſt dein Wille... H. Halleluja! Amen, Amen!....... Halleluja! jauchzt, ihr Chöre...... Halleluja! Jeſus lebet. Halleluja! Preis und Ehre...... Hehr und heilig iſt die Stätte..... Heiland, deine Menſchenliebe...... Heilger Jeſu, Heilgungsquelle.... Heilge Ruheſtätte...... Heil, Heil dem Manne, der vom.... Heiliger, dem Engel dienen..... Heilig, heilig ſei der Eid....... Herr, allerhöchſter Gott..... 39 628 282 478 276 386 541 409 273 316 414 177 288 636 622 405 151 501 45 Martin Luther. Chriſtian Nonne. Joh. Jak. Rambach. Johann Kaſpar Lavater. J. Ch. Zimmermann. Chr. Fürchtegott Gellert. Benjamin Schmolk. Karl Bernhard Garve. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Fürchtegott Gellert. J. J. Eſchenburg. Karl Bernhard Garve. Heinrich Albert. Johann Franck. Heinrich Georg Neuß. Moritz Cramer. Jeremias Huberich. Chriſt. Pfeiffer. Gerh. Terſteegen. Ehrenfried Liebich. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Fürchtegott Gellert. Joh. Chriſt. Wilhelmi. Moritz Cramer. Joh. Friedr. Zihn. Benjamin Schmolck. Chr. Fürchtegott Gellert. Heinrich Held. * J. Ch. Zimmermann. J. D. Herrnſchmidt. Karl Bernhard Garve. Kaſpar Neumann. Joh. Jak. Rambach. Johann Scheffler. Balthaſar Münter. Fr. Gottl. Klopſtock. Gottfr. Benedikt Funk. Aug. Herm. Niemeyer. Aug. Herm. Niemeyer. Joh. Jak. Rambach. Gottfried Arnold. Ehrenfried Liebich. Joh. Andreas Cramer. 424 Regi ſt er. Herr, deine Kirche danket dir. 395 J. M. Ulich. Herr, deine Rechte und Gebot... 521 David Denicke. Herr, denk an mich....... 186 Chr. Chriſtian Sturm. Herr, den die Sonnen und die Erden. 63 A. Schlegel. Herr, der du als ein ſtilles Lamm. 222 Joh. Ad. Schlegel. Herr, der du vormals haſt dein Land.. 615 Paul Gerhardt. Herr, du fährſt mit Glanz und.. 142 Kaſpar Neumann. Herr, du gingſt voran.... 534 Herr, du wollſt ſie vollbereiten. 219 Fr. Gottl. Klopſtock. Herr, es iſt der Tag erſchienen. 18 Kaſpar Neumann. Herr Gott, dich loben wir, Herr.. 425 Martin Luther. Herr Gott, dich loben wir Für deine 620 Johann Franck. Herr Gott, nun ſchleuß den Himmel 680 Tobias Kiel. Herr Jeſu Chriſt, dein teures Blut. 79 Johann Olearius. Herr Jeſu Chriſt, dich zu uns wend. 5 Wilh. II., Hzg. v. Sachſ.⸗W. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes Gut 211 Joſua Stegmann. Herr Jeſu, dir ſei Preis und Dank. 233 Bernhard Derſchau. Herr Jeſu, Gnadenſonne..... 351 L. A. Gotter. Herr Jeſu, Licht der Heiden.. 309 Johann Franck. Herr Jeſu, wahrer Menſch und Gott. 578 Paul Eberus. Herr, leite mich in jene Stunde... 675 Wilh. Hülſemann. Herr, mache meine Seele ſtille.. 503 J. Samuel Dieterich. Herr, ohne Glauben kann.. 357 Peter Buſch. Herr, ſegne uns aus deiner reichen. 645 Wilh. Hülſemann. Herr, ſtärke mich, dein Leiden zu. 66 Chr. Fürchtegott Gellert. Herr, wann wirſt du Zion bauen. 400 Joachim Lange. Herr, welch Heil kann ich erringen 562 Fr. Gottl. Klopſtock. Herr, wie du willſt, ſo ſchick's mit mir 484 Kaſpar Bienemann. Herr, wie ſo großen Segen giebt.. 226 Herzallerliebſter Gott....... 525 Johann Schefkler. Herzlich iſt mein Verlangen... 580 Chriſtoph Knoll. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr... 455 Martin Schalling. Herzliebſter Jeſu, was haſt u... 87 Johann Heermann. Herz und Herz vereint zuſammen 402 Ch. R. Graf v. Zinzendorf. Hier bin ich, Herr, du rufeſt mir 212 Joh. Jak. Rambach. Hier bin ich, Jeſu, zu erfüllen 218 Darvid Bruhn. Hier legt mein Sinn ſich vor dir 477 Chr. Friedr. Richter. Hier ſteh ich unter deinem Himmel. 289 Fr. v. Köpken. Hilf Gott, daß ja die Kinderzucht 668 Hilf, Herr Jeſu, laß gelingen 59 Johann Riſt. Hilf mir, mein Gott, hillf.. 383 Johann Heermann. Himmelan geht unſre Bohhn. 538 Benjamin Schmolck. Himmelan, nur himmelan..139 J. Gottfr. Schöner. Hin an dein Kreuz zu treten 82 G. B. Funk. Hinauf, mein Geiſt, zu Gott empor 298 J. W. Reche. Höchſter Tröſter, komm hernieder„ 166 Ehrenfried Liebich. Höchſterwünſchtes Seelenleben„540 Fr. Ad. Lampe. Hoſianna, Davids S„honn 31 Benjamin Schmolck. 8. Ja, fürwahr, uns führt mit.495 Fr. Adolf Krummacher. Ich armer Menſch, ich armer. 356 Chriſtoph Titius. Ich armer Sünder komm zu dir Johann Heermann. ———— —— —y—— ——— — — S — ——— — —. — — 2 —— —— =——— — —=. — =S= 229— ———— —— — n weine? Vün meiner Vl meines fäls Chriſtu l lebt m. 1 nelne. —— ———— — —— —— — — . 6 5. — — — 2 4 E S —— — — AA — 580 T Uüis e üm denn 5 Wal;& eagt.s — Al Uſda u Sen d- 5l T aan. 309 .. 578 4 2 233 bne nn 4 Püen f 7d bal düen 675 dih jile— 6 2 X . 00 1 3m n R r bait . 484 Krſrer dennmr . 525 Mlen etzſe .. 580 Chrriw Kiul .. 455 NMarn eil,. Jahmmn demm. Ä. err Pun .Wo Fr.1 k .3 Ahm immm 33 daiun ein 59 Johern Wi 19 J Lrft Bi 8 8 Bi as 3. B W :165 driin dit 540 Ff H. ar. Frmi rit 5 Fr. hof IEms 495 56 Eriet d 1 Jezenn dem diſ⸗ d. à A. Imd g. grur ttt 1 — 4 — .— 5— — 2— Ich bin erlöſt, Es floß.... Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin mir, Gott, bewußt. Ich bin, o Herr, in deiner Macht Ich freue mich, mein Gott, in dir Ich geh zu deinem Grabe Ich glaub an einen Gott allein. Ich glaub an einen Gott, Und Ich glaub an Gott, Vater & Ich habe nun den Grund gefunden. 9 8 6 8 3³ 6⁴ 90 Ich hab genug, mein Herr iſt Jeſ ſus Ich hab in Gottes Herz und Sinn. Ich hab in guten Stunden Ich hab mein' Sach Gott heimgeſtelt. Ich hab von ferne.. Ich komme, Heil der Welt, zu dir Ich komme, Herr, und ſuche dich. Ich lobe dich, mein Auge ſchauet. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt. Ich ſchäme mich des Heilands nicht. Ich ſinge dir mit Herz und Mund. Ich ſteh an deiner Krippe hier.. Ich ſterbe täglich und mein Leben Ich weiß, o Gott, daß all mein. Ich will dich lieben, meine Stärke * Ich will ganz und gar nicht zweifeln Jehovah! Jehovah! Jehovah, deinem Jeruſalem, Du hochgebaute Stadt. Jeſu, deine heilgen Wunden Jeſu, deine Paſſion....... Jeſu, der du wollteſt büßen... Jeſu, hilf ſitegen...... Jeſu, meine Freude 6 . 8⁴ 3 2 ⁴ 0... ·* *.. 5 Jeſu, meiner Seelen Ruh....... Jeſu, meines Lebens Leben, Du mein.. Jeſu, meines Lebens Leben, Jeſu, Jeſus Chriſtus herrſcht als König Deſus Chriſtus, unſer Heiland.. Jeſus, Jeſus, nichts als Jeſus.. Jeſus iſt der ſchönſte Nams.. Jeſus iſt gekommen...... Jeſus iſt mein Leben...... Je ſus lebt, mit ihm auch ich.. Jeſus, meine Zuverſicht. Jeſus nimmt die Sünder an.. Jetzt komm ich als ein armer Gaſt 35 armen Sünder, kommt zuhauf Ihr Augen, weint..... Ihr Mitgenoſſen, auf zum Streit. Ihr Trauernden, ſtillet die Thränen Im Stillen wollen wir dich ehren meines 9. 0⁴ 90 9 5 0 0 0 0 9 „. 2 Regiſter 425 108 197 Joh. Jak. Rambach. 568 Simon Dach. 440 Salomon Liskow. 112 Benjamin Schmolck. 263 Juſtus Geſenius. 387 Joh. Andr. Rothe. 514 Paul Gerhardt. 497 Chr. Fürchtegott Gellert. 579 Johann Pappus. 594 Joh. Timotheus Hermes. 210 Samuel Gottlieb Bürde. 214 Chr. Fürchtegott Gellert. 390 Samuel Großer. 424 Paul Speratus. 365 J. H. H. Lüder. 291 Paul Gerhardt. 52 Paul Gerhardt. 570 Benjamin Schmolck. 295 Paul Gerhardt. 462 Johann Scheffler. 374 Joachim Neander. 3 Gottl. Konrad Pfeffel. 591 J. Matthäus Meyfart. 102 Johann Heermann. 89 Siegm. v. Birken. 101 Joh. Georg Franke. 555 Joh. Heinr. Schröder. 453 Johann Franck. 460 Lukas Backmeiſter. 103 Ernſt Chriſt. Homburg. 335 Philipp Friedr. Hiller. 111 Martin Luther. 466 Ludemil. Eliſabeth, Gräfin zu Schwarzburg. 320 Johann Schefkler. 53 Balthaſar Münter. 116 Chr. Fürchtegott Gellert. 258 Luiſe Henr., Kurfürſtin von Brandenburg. 215 Erdmann Neumeeiſter. 224 Juſtus Sieber. 178 Laurentius Laurenti. 97 Karl Wilhelm Rammler. 613 Fr. Gottl. Klopſtock. 246 nach Prudentius. 667 Daniel Schiebeler. 426 Regiſter. In allen meinen Thaten....... In Gottes Reich geht niemand ein.. Iſt Gott für mich, ſo trete Iſt Gott für uns in aller Pein.. K. Kein Stündlein geht dahin...... König, dem kein König gleichet..... Komm, heilger Geiſt, du Herr und... Komm, heilger Geiſt, Erfüll die.. Komm, in uns dich zu verklären. Komm, o komm, du Geiſt des Komm, Kraft des Höchſten.. Komm, o verheißner Gottesgeiſt Kommſt du, kommſt du, Licht der. Kommt, Chriſten, kommt....... Kommt, Chriſten, laßt uns gehen.... Kommt, die ihr Jeſu Kreuz erhebet... Kommt, laßt euch vom Herrn belehren.. Komm, Tochter Zion, komm...... L. Laſſet uns beweinen...... Laſſet uns mit Jeſu ziehen...... Laß deine letzten Stunden....... Laß deinen Geiſt mich ſtets, mein... Laß mir die Feier deiner Leiden.. Laß uns doch nicht begehren.. Lebensſonne, deren Strahlen...... Licht vom Licht, erleuchte mich.. Liebe, die du mich zum Bilde Liebſter Immanuel..... Liebſter Jeſu, Gnadenſonne Liebſter Jeſu, wir ſind hier Lobe den Herren, den mächtigen Lob ſei Gott, der den Morgen... Lobt Gott, ihr Chriſten, allzugleich M. Mache dich, mein Geiſt, bereit.. Macht hoch die Thür, die Thore weit.. Mag ich Unglück nicht widerſtehn. Man lobt dich in der Stille...... Marter Chriſti, wer kann dein.. Meine Hoffnung ſtehet feſte.. Meine Lebenszeit verſtreicht...... Meine Liebe hängt am Kreuz Meinen Jeſum laß ich nicht.. Mein Erlöſer, Gottes Sohn...... Mein erſt Gefühl ſei Preis und Dank.. Meine Seele, laß es gehen. Meine Seel iſt ſtille... Meine Seele lobſinge dem Herrn.. 485 378 368 509 674 334 156 Paul Flemming. Konr. Gebh. Stübner. Paul Gerhardt. Chr. v. Stöcken. Michael Franck. Joh. Jak. Rambach. Martin Luther. Hermann Contractus. Joachim Neander. Karl Bernhard Garve. Karl Auguſt Döring. Ernſt Chriſt. Homburg. Joh. Jak. Rambach. Gerhard Terſteegen. Karl Bernhard Garve. Johann Heermann. Ehrenfried Dürr. Fr. Gottl. Klopſtock. Siegmund v. Birken. Chr. G. Ludwig Meiſter. E. C. G. Langbecker. Chr. G. Ludwig Meiſter. Johann Joſeph Beck. Friedr. Adolf Lampe. Benjamin Schmolck. Johann Scheffler. Ahasverus Fritſch. Tobias Clausnitzer. Joachim Neander. Gottfr. Benedikt Funk. Nikolaus Hermann. Joh. Burch. Freiſtein. Georg Weiſſel. Maria, Königin v. Ungarn. Joachim Neander. Chr. R. v. Zinzendorf. Joachim Neander. Chr. Fürchtegott Gellert. Adam Tribbechow. Erdmann Neumeiſter. J. Sam. Dieterich. Chr. Fürchtegott Gellert. Johann Kaſpar Schade. Joachim Neander. Nen ganze nein Gott, ein Gott, —— — — — — 8 —— 9 ——— in Jeſus ein Jeſus Mein Lauf, Vein Leben ein Lebenss in ſiegend Jenſchen, ur — ——— —— ¾—— lit einer ſat meiner in ruhen al un ſcumm Pann dernan 91 Ju. Benndr Frar dui lup. derjew ehral. 8 Irberr ckffe Tn Cautrte Getft. Rrnt Ketluus derm. a but kuin Gertz deft Nru Kenn m Jecdin. 7 dr. Ka Prbi Cir. Kr Ghrbe r kät t Joherr Fre 1 Noch nie haſt du dein Wort gebrochen Noch wallen wir im Thränenthal.. Ftut dlt 427 Mein Herzens⸗Jeſu, meine Luſt Mein Herz ſei Gottes Lobethal..... Mein Jeſu, dem die Seraphinen.... Mein Jeſu, der du vor dem..... Mein Jeſu, du haſt unſre Schuld.... Mein Jeſus lebt, ich ſoll nicht ſterben.. Mein Jeſus liebet mich........ Mein Lauf, gottlob! iſt bald...... Mein Leben iſt ein Pilgrimſtand. Mein Lebensfürſt, mein auserkornes.. Mein ſiegend Haupt, Dort in der Menſchen, unſer Leben eilt..... Mir nach! ſpricht Chriſtus, unſer Held. Mir wallt das Herz, So oft es.. Mit Ernſt, o Menſchenkinder..... Mit Fried und Freud ich fahr dahin Mitten wir im Leben ſind....... Mit tiefer Ehrfurcht bete ich...... Mittler, ſchau auf ſie hernieder..... Morgenglanz der Ewigkeit...... N. Nach einer Prüfung kurzer Tage. Nach meiner Seelen Seligkeit..... Nacht umhüllte rings die Erde.... Nein, nichts Höh'res kennt mein.. Nicht, daß ich's ſchon ergriffen hätte... Nicht nur ſtreiten, überwinden..... Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nicht um Reichtum, Glanz und Nie biſt du, Höchſter, von uns fern... Noch ſteht dein Bund, wie Felſen Nun bitten wir den heilgen Geiſt Nun bricht die finſtre Nacht herein. Nun danket alle Gott...... Nun habe Dank für deine Liebe. Nun laßt uns gehn und treten... Nun laßt uns Gottes Güte.. Nun lob, mein' Seel, den Herren.. Nun ruhen alle Wälder........ Nun ſchlummerſt uu.... ..... 2* 6.ℳ 452 510 117 367 592 185 .. 420 583 308 348 459 436 370 231 Samuel Gottl. Bürde. Friedr. Adolf Lampe. Chriſt. Friedr. Richter. J. Samuel Dieterich. Benjamin Schmolck. Benjamin Schmolck. Johann Aug. Bonitz, Leopold Franz Fr. Lehr. Joh. Chriſtian Lange. Wolfgang Deßler. Joh. Jak. Rambach. Benjamin Schmolck. F. G. Peithmann Friedr. Adolf Lampe. Friedr. Adolf Lampe. Karl Auguſt Döring. Johann Scheffler. Valentin Thilo. Martin Luther. Martin Luther. Wilhelm Hülſemann. 3 S. v. Lehr. Chr. Knorr v. Roſenroth. Chr. Fürchtegott Gellert. J. Samuel Dieterich. Karl Auguſt Döring. Chr. Fürchtegott Gellert. Fr. Gottl. Klopſtock. Chriſt. Friedr. Neander. Johann Kaſpar Lavater. Chr. Chriſtian Sturm. Joh. Jakob Rambach. Johann Kaſpar Lavater. Martin Luther. Kaſpar Neumann. Martin Rinkart. Johann Kaſpar Lavater. Paul Gerhardt. Johann Mich. Dilher, Johann Graumann. Paul Gerhardt. Franck. 428 Regi ſter. Nun ſei, o Herr, dir Preis.... Nun ſich der Tag geendet hat.... O. O auferſtandner Siegesfürſt..... O Chriſt, erhebe Herz und Sinn.. O daß doch bald dein Feuer brennte. O daß ich tauſend Zungen hätte. O daß von meinen Lebenstagen. O der wundergroßen Gnaden.. O du Schöpfer aller Dinge... O Durchbrecher aller Bande.. O Ewigkeit, du Donnerwort.... O Ewigkeit, du Freudenwort.. O Fels des Heils, o Gotteslamm.. Oft klagt dein Herz, wie ſchwer es ſei. O Gott des Friedens, nimm uns an. O Gott, du biſt der Herr der Zeit.. O Gott, du biſt die Liebe..... O Gott, du biſt mein Preis und.. O Gott, du frommer Gott.. O Gott, du höchſter Gnadenhort.. O Gott, du unſer Vater biſt... O Gott, du kannſt den Himmel O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chriſt. O Gott, mein Schutz, was ſollt in. O du allerhöchſte Freude.. 3. 0 0.. 2.. O großer Gott, du reines Weſen.... O Haupt, voll Blut und Wunden... O heilger Geiſt, kehr bei uns ein.. O heilger Geiſt, o heilger Gott.. O hilf, Chriſte, Gottes Sohn.. O hochgelobter Gottesgeiſt..... eſu Chriſt, du wahres Licht ſu, Jeſu, Gottes Sohn.. ſu, meine Wonne....... ſu, meine Zuverſicht. ſu, füßes Licht..... ſus Chriſtus, bleib in mir 989889888 eeeee ſu Chriſt, mein ſchönſtes Licht. O Lamm Gottes, Der du trugeſt.... O Lamm Gottes, unſchuldig.. O Lehrer, dem kein Lehrer gleich O Liebe, die den Himmel hat zerriſſen O Liebesglut, die Erd und Himmel.. O Menſchenfreund, o Jeſu, Lebensquell. O ſüßer Stand, o ſelig Leben... O ſüßeſter der Namen all......— O teurer Tröſter, heilger Geiſt.. O Tod, wo iſt dein Stachel nun.. O Traurigkeit, o Herzeleid O Vater der Barmherzigkeit...... O Vater, Gott voll Gnade 234 652 133 536 172 428 526 187 421 —— Joh. Friedr. Herzog. Juſtus Henning Böhmer. Ehrenfried Liebich. Frickert. Joh. Mentzer. Aug. H. Niemeyer. A. Soph., Ldgräf. v. Heſſ. Paul Gerhardt. Joh. Heinr. Caliſius. Gottfried Arnold. Johann Riſt. Erasmus Francisci. Friedr. Adolf Lampe. Chr. Fürchtegott Gellert. Wilhelm Hülſemann. J. Samuel Dieterich. Joh. Heermann. Konrad Hubert. Joh. Uttenhoven. David Denicke. David Denicke. Johann Peter Utz. Paul Gerhardt. Michael Schirmer. Barthol. Helder. Mich. Weiß. Joh. Neunherz. Joh. Heermann. Paul Gerhardt. Joh. Heermann. Johann Riſt. Ludwig Andreas Gotter. Joach. Lange. Johann Kaſpar Lavater. Nikolaus Decius. Joh. Jakob Rambach. Chriſt. Friedr. Richter. Friedr. Adolf Lampe. Joach. Neander. Joh. Joſ. Winkler. Johann Kaſpar Lavater. Juſtus Henning Böhmer. Juſt. Geſenius. Joh. Riſt. David Denicke. Wilh. Hammerſchmidt. ele vilſt du dir de Mutte h gfegnet, gſereu in d db und E —— ——— S — —=——— —====— —=*—— =——— —— 2* —————— 554 638 467 1 A2 326 312 310 190 160 à Smr ditnt Irhamn gät!h. 232 Johaun Ri Jenc. Knd. 5e Joh. I. Bitn. 319 Jobam Kahu bun Jrftas Gennag iſnn 195 Jut. Gfu. 107 Sah. R„ 18r David Däl 1 Sl Bib dumftene Johenn g Srnams dure. rrar. Ndf dunxe ür Jrunt dih Dilhelm dälfenun Jah. Hemm Kunru Fult. Joi. Utberte. Dard dent. Paul Gerräit. Micheel Scim. Bartzol. Sed⸗ Mich. Vaß Joh. Nenrer. Joh. Herrmmn. Paul Gerherd. Joh. Heerman. Ludwig Aurss betn Joach. Aug. V Johenn Kaſtr lär Nikoleus Nn. Joh. Jatt kuuh. Chrif. Frür Kihine Friedr. Vol den. Regi ſter. 980686 & 2 — ☛ — — — ᷣ S η — — . . was für ein herrlich Weſen. 0 6. 5. 6* 9 5 6 4 3 2 O welche Lieb erweiſt mein Vater O Welterlöſer, ſei gepreiſt.. O Welt, ſieh hier dein Leben O wie richtig, und wie wichtig O wie ſelig ſeid ihr doch O wie unausſprechlich ſelig. O wie unermeßlich iſt O wundergroßer Siegesheld. P. . 2 2* 8** 2. 2 8⁸. *.* 0. 3* 8„ 9 99 6 * .*½ 5 9H 9 8 9₰ 9₰ Prange, Welt, mit deinem Wiſſen... Preis dir, daß durch der Taufe Bund.. Preis dir, o Herr der Herrlichkeit... O. Quelle der Vollkommenheiten R. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Ruhe iſt das beſte Gut.. 1 Rüſtet, Chriſten, euch zum Str S. 8 8 8 8 8 eite. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze Schaffet, daß ihr ſelig werdet „ 9 9 5 0 Schaffet, ſchaffet, Menſchenkinder. Schmücke dich, o liebe Seele. Schöpfer aller Menſchenkinder Schweiget, bange Zweifel, ſchweiget.. 6 6 2³⁴ 9 2 Schweigt, Verächter, ſpottet nicht.. Schwing dich auf zu deinem G Seelenbräutigam...... Seele, was ermüd'ſt du dich. Seele, willſt du Ruhe finden. ott Schwing dich auf gen Golgatha 0 5. 6 2 4 6 5* 0 ⁴ 8ℳ.ℳ 9 6 Seht die Mutter dort voll Schmerzen.. Seid geſegnet, heilge Stunden Sei getreu in deinem Leiden Sei Lob und Ehr dem höchſten Sei mir tauſendmal gegrüßet Sei uns geſegnet, Tag des Her Seenke dich auf uns hernieder Sieh Herr Jeſu, wir ſind hier.. Sieh hier bin ich, Ehrenkönig So gehſt du, Jeſu, williglich. „„„ 9 0 „„ 9„ ⸗ Gut. 6⁴ 8 8₰ 8„ ru 5.⁴ 9 „ 9„ 9 292 Silntk ich einſt in jenen Schlummer... So folg ich dir, mein Jeſu Chriſt „ ,6. 86 2⸗ So hab ich nun den Fels erreichet So jemand ſpricht: ich liebe Gott Soll dein verderbtes Herz.. „„ 99 9 89⸗ Wilh. Hülſemann. Fr. Ad. Krummacher. Joh. Arndt. Jakob Gabriel Wolf. Chr. Chriſtian Sturm. Paul Gerhardt. Joh. Chriſtoph Ruben. Simon Dach. Benjamin Schmolck. Spalding. Ernſt Chriſt. Homburg. Johann Job. Wilh. Hülſemann. Balthaſar Münter. Joh. Joſ. Winkler. Joh. Kaſpar Schade. Wilh. Erasm. Arends. Franz. Barbara Reizin. Ludw. Andreas Gotter Johann Frank. Joh. Jakob Rambach. Joh. Adolf Schlegel. Joh. Andreas Cramer. Paul Gerhardt. Benjamin Schmolck. Adam Dreſe. Jakob Gabriel Wolf. Fr. Gottl. Klopſtock. 8 Benjamin Prätorius. Johann Jakob Schütz. Paul Gerhardt. Aug. Herm. Niemeyer. Tobias Clausnitzer. Joachim Neander. Fr. Sottl. Klopſtock. Chriſtian Kortholt. Chr. Fürchtegott Gellert. Chr. Fürchtegott Gellert. 430 Regi i ſt er. Soll denn alles, alles enden. Soll ſich mein Geiſt, o Gott, zu dir Sollt es gleich bisweilen ſcheinen... Sollt ich jetzt noch, da mir ſchon. Sollt ich meinem Gott nicht ſingen. Sollt ich meinem Gott nicht trauen. Sorge, Herr, für unſre Kinder. So tret ich demnach an So wahr der Allerhöchſte lebet. So wahr ich lebe, ſpricht dein Gott Speiſ' uns, o Gott, deine Kinder Stärke, Mittler, ſtärke ſie. Stark iſt meines Jeſu Hand Steil und dornicht iſt der Pfad. T. Tief gerührt, dein Bild im Herzen. Thu Rechnung, Rechnung will Tönet, Harfen! jauchzt, ihr Pſalmen Trau auf Gott in allen Sachen Trauernd und mit bangem Sehnen. Triumph! ihr Himmel, freuet euch Triumph, Triumph! bringt Lob und u. Überwinder, nimm die Palmen. Um Zion, Jeſu, floſſen. Uns, die Gebundnen, zu befrein Unſer Gott iſt groß und mächtig. Unſern Ausgang ſegne Gott. Unter allen großen Gütern Unter tauſend frohen Stunden.. V. Valet will ich dir geben Vater, heilig möcht ich leben Vater, kröne du mit Segen. Vater, laß mich Gnade finden Verleih mir, Jeſu, deinen Sinn Verleih uns Frieden gnädiglich Verſuchet euch doch ſelbſt Verzage, Volk der Chriſten, nicht Voll Liebe war, o Herr, dein Leben Vom Himmel hoch, da komm ich. Von des Himmels Thron. Von dir, mein Gott, kommt Licht Von Furcht dahingeriſſ en Von Gott will ich nicht laſſen Vor dir, o Gott, ſich kindlich ſcheuen Vor ſeinen Augen leben W. Wach auf, du Geiſt der erſten Wach auf, mein Herz, die Nacht iſt. . 247 661 513 . 382 . 430 492 .. 126 .. 128 100 Chriſtian Titius. Balthaſar Münter. Paul Gerhardt. Johann Olearius. L. J. Schloſſer. J. H. von Hippen. Johann Jakob Spreng. Johann Heermann. Johann Heermann. Balthaſar Münter. Karl Bernhard Garve. Samuel Gottl. Bürde. Johann Olearius. Fr. Gottl. Klopſtock. Johann Neunherz. Daniel Schiebeler. Karl Ludwig Taddel. Johann Heermann. Friedr. Wilh. Loder. Hartmann Schenk. Ernſt Lange. F. L. v. Hardenberg. Valerius Herberger. Johann Kaſpar Lavater. Wilhelm Hülſemann. Chr. G. v. Breitenau. Munbiſch. Martin Luther. J. Juſtus Breithaupt. Chr. Chriſtian Sturm. Martin Luther. Marot. Balthaſar Münter. Ludwig Helmbold. Benionin Schmolck. N. L. Graf v. Zinzendorf K. Heinrich v. Bogatzky. Laurentius Laurenti. 35 auf, achet auf Darum 1 Vaum ſol ſerrum wil barmn wil Bab bott te das Gott t ds ih nu dnt in der lis känkſt li nein zn ül ih Das vir tich ͤͤͤ — — — — — — — 6 — —— —— — — = — ————— —====— —==——— ===—===— =——— — ¹—— den df A fro im derz ——— r it wohl eh ——— — —4 — — —— = — . 2 — 2 Nehen Aulen. 3 Emt m.. )RLr Arabeg 599 Wilem üilerm. 216 AEhr. E. Neinm 9 Artit uhr 22 Maret. Nümm demn . Catl guin Dmil èhfiol. Kar dunng Tu. Jehenn ſermm Frid Gih lüt. duutmun ehd. Lakeet dadem Jezan Ktzr lai Nurbiſt Nrrin butt. 3 Jritt britmt ör. Chrftir aum. Battrir ümn. wun dün. Berinir ötn ka e Herrih B anrriui! m. RLSi Iam Was ſoll ich ängſtlich klagen Was wär ich ohne di Was willſt du dich betrüben Regiſter. 431 ch geweſen „ 9 6 06 0 Wär Gott nicht mit uns dieſe Zeit.. Weg, Welt, mit deinen Freuden.. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel.. Weil du, Herr Jeſu Chriſt Weine „„ 2 95„ 0⸗ „ 9 9 o 9 92 nicht! Gott lebet noch Welch hohes Beiſpiel gabſt du mir... Welt, hinweg! ich bin dein müde.... Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Wenn Werde alle untreu werden....... alle von mir ſcheiden Chriſtus ſeine Kirche ſchützt heiße Thränen mir entfließen ich einſt von jenem Schlummer ich nur den Heiland habe... ich, o Schöpfer, deine Macht.. ich vors Gericht ſoll treten.... junge Himmelserben mein Stündlein vorhanden iſt mich die Sünden kränken... wir in höchſten Nöten munter, mein Gemüte „ 9 9„ 9 9 9 99 9 2⸗ „„. 9 0 „„„ 9„ Wer den Ehſtand will erwählen... Wer geht froh durchs Erdenleben.... Wer im Herzen will erfahren Wer iſt wohl wie du „ 969 9 0 „ 9„ 99 9„ 9„9 0 Wer kann vor dir, o Herr, beſtehn.. Wer nur den lieben Gott läßt walten.. (Wer ſich auf ſeine Schwachheit ſteu'rt.. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende... Wie dank ich's, Heiland, deiner Liebe.. Wie Wie Wie Wie Wie Wie Wie eilend fleucht des Lebens Zeit... fleucht dahin der Menſchen Zeit getroſt und heiter groß iſt des Allmächtgen Güte.. groß iſt unſre Seligkeit heilig iſt mir dieſe Stunde.. jauchzt mein Geiſt ſchon hier... „„„..„„ ⸗ „ 9o 9& „ 9 9 9 99 8 9 „ 06„„„ 09 Paul Gerhardt. Philipp Nieolai. Hans Sachs. Paul Gerhardt. Laurentius Laurenti. Paul Gerhardt. Samuel Rodigaſt. Benjamin Schmolck. Chr. Fürchtegott Gellert. Albrecht d. j., Markgraf zu Brandenburg. Chr. Chriſtian Sturm. Fr. L. v. Hardenberg. Johann Heermann. Martin Luther. Wehrhahn. Phil. Friedr. Hiller. Benjamin Schmolck. Joh. Jakob Rambach. Joh. Georg Albinus. Fr. L. v. Hardenberg. Karl Aug. Döring. Chr. Fürchtegott Gellert. Sam. Gottl. Bürde. Fr. Gottl. Klopſtock. Fr. L. v. Hardenberg. Chr. Fürchtegott Gellert. Johann Riſt. Joh. Andr. Rothe. Nikolaus Hermann. Juſtus Geſenius. Paul Eberus. Johann Riſt. Johann Olearius. Wilhelm Hülſemann. Laurentius Laurenti. J. A. Freylinghauſen Georg Neumark. B. W. Marperger. Emilie Jul., Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolſtadt. Joachim Neander. Joachim Neander. Chr. Friedr. Neander. Chr. Fürchtegott Gellert. Joh. Euſ. Schmidt. Karl Aug. Döring. 432 Regi ſt Zur frühen Gruft Wirſt u.. 2——— Wie iſt mein Herz ſo fern von dir. 179 Gottfr. Benedikt Funk. Wie reizend ſchön, Herr Zebaoth.. 14 Martin Joriſſen. Wie ſchön iſt's doch, Herr Jeſu Chriſt. 666 Paul Gerhardt. Wie ſchön leucht't uns der Morgenſtern. 463 Philipp Nikolai. Wie ſicher lebt der Menſch, der..573 Chr. Fürchtegott Gellert. Wie ſoll ich dich empfangen.... 29 Paul Gerhardt. Wie ſüß, mein Vater, iſt die Pflicht 659 Fr. W. Loder. Wie treu, mein guter Hirte.. 189 Gottl. Adolph. Wie wanket ihr, betrogne Seelen.... 546 Wie wird mir dann, mein Heiland. 574 Fr. Gottl. Klopſtock. Wie wohl iſt mir, o Freund der. 470 Wolfg. Chr. Deßler. Wir alle, Gott und Vater, bringen. 602 Chr. G. Ludw. Meiſter. Wir flehn um deine Gnade.... 200 Karl Auguſt Döring. Wir freuen uns, Herr Jeſu Chriſt. 145 Wir glauben all an einen Gott, Herrn und 264 Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer 262 Martin Luther. Wir liegen hier zu deinen Füßen.... 188 Benjamin Schmolck. Wir Menſchen ſind zu dem, o Gott. 407 David Denicke. Wir nahn zu deinem Throne.. 627 Wir ſchauen, Herr der Herrlichkeit.. 333 Wir ſind in Not.......... 624 Chr. v. Stöcken. Wir ſingen dir, Immanuel... 38 Paul Gerhardt. Wir übergeben uns aufs neue.. 201 Wir warten dein, o Gottes Sohn 342 Phil. Friedr. Hiller. Wohlauf, Herz und Gemüte..... 20 Michael Schernack. Wohl dem, der ſich mit Ernſt. 415 Jak. Gabr. Wolf. Wohl dem, der den Herren ſcheuet.. 523 Paul Gerhardt. Wohl dem, der richtig wandelt.. 530 David Bruhn. Wohl dem Menſchen, der von.. 486 Joh. Ad. Schlegel. Wohl mir, Jeſus, meine Freude. 225 Paul Weber. Wohlzuthun und mitzuteilen..... 544 Joh. Ludw. Paulmann. Wo iſt ein ſolcher Gott, wie du.. 331 J. L. Konrad Allendorf. Wort des höchſten Mundes. 403 Heinr. Konr. Hecker. Wo ſoll ich fliehen hin...349 Johann Heermann. Wo ſoll ich hin, wer hilfet mir.. 217 Joachim Neander. Wunderbarer König...... 434 Joachim Neander. 3. Zaget nicht, wenn Dunkelheiten 487 Joh. Wilh. Reche. Zeige dich uns ohne Hülle... 16 Fr. Gottl. Klopſtock. Zeuch ein zu deinen Thoren.. 149 Paul Gerhardt. Zeuch uns nach dir.... 140 Ludem. Eliſ., Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolſtadt. Zieh, liebes Kind, Zieh hdin 244 Gottfr. Hoffmann. Zu dir, Erbarmer, auf zu dir 423 Zu dir, Geiſt, Schöpfer, flehen wir. 162 A. Schlegel. Zu Gottes Preiſe Tön' das Lied... 150 A. W. Möller. Zuletzt geht's wohl dem, der gerecht 596 Chr. Andr. Bernſtein. Zum Himmel biſt du eingegangen... 144 „. 245 5 Jak. Gel Wu 523 Paul Gerhardt Dawid Verin. 2— G f d Aann t dul orn 1 —— — — — —— ——-— 9 A7 Dolfg. Ch. b dbr. din dn.— R. Gett Konſtt — 2 5— — — Marti Lhrt. Denjamin Sihwotk Darih Done. Dadid Denik Pi Fran dil Michel Scern Joh. N Scg. Daul Weber. Ps Ladw. Paulmann I Kantad Alender, dann. Arnr. Rber 8 9 Jrhen dermm. 217 Jracim Ande⸗ 3 Ehr. Andt. Brin Joachim Nender Joh. Wih Nte Fr. Gotl. ond, ) Paul Gerhnt Lndem. Eli, Lun; Schwart⸗uht Gottfr. dofrem. A Sche. 4 B. Nl Verzeichnis der alten und der nenen,(von der II. und der XII. rhein. Provinzial⸗Synode aufgeſtellten und durch Allerh. Ordre vom 4. Januar 1862 genehmigten) kirchlichen Bibel⸗ Lektionen, wie ſolche vom 1. Advent 1862 an in der evangeliſchen Kirche Rheinlands in Gebrauch ſind. (Der Abdruck dieſer Lektionen in erſchienenen„Evangeliſchen Geſangbuch“ von Jülich, Kleve, Ber 3 rhein. Provinzial⸗Synode,§ 30. April 1866). 1. Advent 2.„ 3.„ 4.„ 1. Weihnacht. 2.„ Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. nach Epiph. 2.„„ 3 4.„„ 5 6 Septuageſimã Sexageſimã dem im Verlage von Sam. Lucas in Elberfeld herausgegeben nach den Beſchlüſſen der Synoden g und von der Grafſchaft Mark, geſchieht mit . 55, und des Hochwürdigen Konſiſtoriums zu Kobl nz vom Erſter Jahrgang. Alt. Teſtament. Jer. 31, 31—34. Der neue Bund. Jeſ. 2, 2—5. Geſetz aus Zion. Hagg. 2, 2— 10. Der Tem⸗ pel der Zukunft. Jeſ. 40, 1— 9. Stimme des Predigers in der Wüſte. Micha 5, 1—3. Bethlehem. Spr. 8, 22 36. Die Weis⸗ heit von Anfang. Jeſ. 63, 7— 17. Du, Herr, unſer Vater. Pſ. 90. Vergänglichkeit. Pſ. 146. Gott hält Glauben. Jeſ. 49, 1—13. Das Licht der Heiden. Pf 8. Des Menſchen Ehre. Pſ. 53. Allzumal Sünder. 2. M. 20, 1— 20. Zehn Gebote.. Pſ. 32. Das Bekenntnis der Sünde. Pſ. 42. Durſt nach Gott. Pſ. 50. Der Bund mehr als Opfer. Spr. 9, 1—- 12. Das Gaſt⸗ mahl der Weisheit. Pſ. 119, 89— 105. Freude am Geſetz. Evangelium. Luk. 1, 67— 79. Zacharias Soobgeſang. Luk. 13, 18— 27. Das Senf⸗ korn. Luk. 17, 20— 30. Das Reich Gottes inwendig. Matth. 3, 1—12. Johannis Predigt. Matth. 1, 18— 23. Sohn des Höchſten. Joh. 1, 1—18. Das Wort ward Fleiſch. Luk. 2, 25— 32. Simeon und die Darſtellung. Luk. 4, 16— 21. Das an⸗ genehme Jahr. Matth. 3, 13— 17. Die Taufe Jeſu. Mark. 1, 14- 22. Die Bot⸗ ſchaft und die Boten. Joh. 1, 35— 42. Kommt und ſehet es. Joh. 1, 43—- 51. Nathanael. Joh. 3, 22— 30. Der Täu⸗ fer zu Enon. Joh. 4, 5— 26. Anbetung im Geiſt. Joh. 6, 53— 64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33— 39. Jeſus war noch nicht verkläret. Luk. 6, 20— 35 Selig und Wehe.. Luk. 9, 18— 26. Du biſt Chriſtus. 23 Genehmigung der XII. —õ 434 Bibel⸗Lektionen. Erſter Jahrgang. Eſtomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Oſtern 2. Oſtern Quaſimod. Miſerikordias Jubilate Bußtag Kantate Rogate Himmelf. Exandi 1. Pfingſt. 2„ Trinitatis „ 9 do.. nach Trin. Alt. Teſtament. Pſ. 62, 2— 8. Gott hilft mir. Pred. Sal. 7, 3— 9. Das Haus der Klage. Pſ. 39. Wes ſoll ich mich tröſten? Jeſ. 42, 1— 8. Mein Knecht, der Auserwählte. Klagl. 3, 18— 39. Göttl. Züchtigung. Pſ. 43. Richte mich, Gott! Sach 9, 8- 12. Dein Kö⸗ nig kommt. Jeſ. 53, 1—7. Die Strafe liegt auf ihm. Jeſ. 53, 8— 12. Seines Lebens Länge. Pſ. 118, 14— 29. Man ſingt vom Siege. Ezech. 37, 9— 14. Die Toten wieder lebendig. Jeſ. 54, 7— 14. Die Er⸗ barmung. Jeſ. 40, 25 31. Ver⸗ jüngung. Jeſ. 58, 1—10. Das Faſten, das Gott erwählet. Pf. 40, 2- 12. Ein neu Lied. Pſ. 116. Der Herr hört. Pſ. 110. Sitzen zur Rechten. Pſ. 122. Jeruſalem und die Stämme. Jeol 3, 1—5. Ausgießung. Ezech. 36, 22— 28. Geiſtl. Beſprengung. Jeſ. 6, 1—7. Der dreimal Heilige. 1. M. 17, 1—7. Wandle vor mir. 1. M. 22, 1—18. Abrahams Verſuchung. [1. M. 28, 10— 22. Wie hei⸗ lig iſt dieſe Stätte. 2. M. 3, 1— 15. Moſes Beruf. 2. M. 17, 1—7. Waſſer aus dem Fels. Evangelium. Luk. 10, 38— 42. Eins iſt 2, 18 22. Das Faſten. Luk. 7, 36— 50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17—22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12— 20. Ich bin das Licht der Welt. Joh. 11, 41— 53. Lazari Auf⸗ erwecung u. Kaiph. Rat. Joh. 12, 1—19. Salbung und inag Luk. 23, 44— 49. Jeſu Ver⸗ ſcheiden. Joh. 20, 1— 10. Das leere Grab. Joh. 20, 11—18. Maria. Joh. 21, 15— 19. Haſt du mich lieb? Joh. 15, 9— 16. Die Freunde Chriſti. Joh. 15, 17— 27. Der Welt Haß. 1 Luk. 13, 1— 9. Gottes Lang⸗ mut. Ioß 17, 1— 10. Fürbitte eſu. Luk. 11, 1- 13. Er lehrt ſie bitten. Joh. 17, 11— 26. Nicht mehr in der Welt. Apoſtg. 1, 15— 26. Matthias. Apoſtg. 2, 1—13. Pfingſt⸗ wunder. Apoſtg. 2, 37 47. Die Gemeine. Matth. 28, 16- 20. Der Name des Vaters, des Sohnes und heil. Geiſtes. Apoſtg. 3, 1—11. Der Lahme gehend. Apoſtg. 4, 1—12. Die Apoſ⸗ tel vor dem Rat. Apoſtg. 4, 13— 22. Wir können es ja nicht laſſen. Apoſtg. 4, 23— 37. Gebet der Gemeine. Apoſtg. 5, 1—11. Ananias und Sapphira. dngen un m. A im g u. 8 L das dict de* 1 4 1 ll, u. en es 2 11 19. d 3— uA E en Joh. 21 b-I gan nich ie ir. Joh.1 9-l Am Chriſt. er⸗ Joh. 15, 17-N drt Ha. 4 Luk. 13, I mut. duu Joh. 17,1 4 Jeſu. ct. Luk 11, 1-HE ſie bittä m. oh. n, l-Alrr m der 3t die hnſt Hü- S 1l. Tboſtg 1 R9 4 Gemeine imal Mattd. N 1 Nant 8H Se 98 andle Tpoſc.2- — — — Bibel⸗ Lektionen. 6. 7. — Zweiter Jahrgang. 435 Alt. Teſtament. rin. 5. M. 6, 1— 9. Ein Herr. 5. M. 32, 1—7. Gott allein die Ehre. 5. M. 33,1— 3. Segen Moſis. 1. Sam. 3. 1— 19. Samuel und Eli. 1. Sam. 7, 5— 12. Denk⸗ ſtein der Hülfe. 2. Sam. 7, 1—16. Er ſoll mein Sohn ſein. 2. Sam. 7, 17— 29. Wer bin ich, Herr, Herr? [2. Sam. 24, 10— 14. Strafe der Volkszählung. 1. Könige 3,5— 14. Salomos Bitte. 1. Könige 19, 1—18. Elia auf Horeb. 2. Chron. 15, 1—8. Der Herr iſt mit euch. Pſ. 130. Aus der Tiefe. Spr. 16, 1— 9. Befiehl dem Herrn deine Wege. Ezech. 33, 12— 20. Fromm geweſen hilft nicht. Pſ. 121. Der Hüter. Pſ. 125. Die Berge um Jeruſalem. Pſ. 127. Gottes Segen. Pſ. 123. Achtung auf des Herrn Wink. Jeſ. 8, 9—17. Hier iſt Immanuel. Pſ. 126. Die Gefangenen Zions. Jeſ. 63, 1—9. Der Tag der Rache. Pſ. 103. Vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. Evangelium. Apoſtg.§8, 26— 38. Der Kämmerer. Apoſtg. 9, 1—19. Pauli Bekehrung. Apoſtg. 14, 8—18. Lyſtra. Apoſtg. 16, 16— 34. Der Kerkermeiſter. Apoſtg. 17, 21— 34. Paulus zu Athen. Apoſtg. 20, 15— 33. Pauli Abſchied. Apoſtg. 26, 24— 31. Paulus und Agrippa. Luk. 12, 1—8. Furcht und Furcht. Luk. 15, 11—32. Der ver⸗ lorne Sohn. Luk. 9, 46— 56. Die Don⸗ nerskinder. Luk. 9, 57— 62. Unreife Nachfolger. Joh. 9, 1—12. Der Blind⸗ geborne. Mark. 10, 17— 27. Der reiche Jüngling. Mark. 12, 38—44. Der Witwe Scherflein. Luk. 12, 15— 23. Der reiche Narr. Mark. 12, 28— 34. Das vornehmſte Gebot. Luk. 19, 1—10. Zachäus. Luk. 19, 11— 27. Die Pfunde. Luk. 16, 10—17. Treue im geringen. Luk. 12, 35— 46. Wachen. Luk. 12, 49— 57. Zeichen der Zeit. Joh. 14, 1—6. Die bereitete Stätte. Zweiter Jahrgang. Evangelium. Matth⸗ 21, 1— 9. Hoſianna! V Luk. 21, 25— 36. Das Ende. Matth. 11, 2— 10. Der Piufer im Gef ängnis. Epiſtel. Röm. 13, 11—14. Das Heil näher. Röm. 15, 4—13. Der Hei⸗ den offnung. 1. Kor. 4, 1— 5. Der Herr richtet. ————— —————VVV———————— —ſſſ 436 Bibel⸗Lektionen. Zweiter Jahrgang. 4. Advent 1. Weihnacht 2.„ Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. nach Epiph. 2„9„ 7*† N. 2 n 3 4.„„ 5 6 Septuageſimã Serxageſimã Eſtomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Oſtern 2. 22 Quaſimod. Miſerikordias Matth. 2, Evangelium. Joh. 1, 19— 28. Das Zeug⸗ nis Johannis. Luk. 2, 1—14. Die Ge⸗ burt. Luk. 2, 15 20. Die Hirten. Luk. 2, 33— 40. Simeon und Hanna. Luk. 2, 21. Der Name Jeſus. Matth. 2, 13— 23. Rahel beweint ihre Kinder. Weiſen. Luk. 2, 41— 52. Der 12jäh⸗ rige Jeſus. Joh. 1, 1—11. Hochzeit zu Kana. Matth. 8, 1 13. Sei ge⸗ reinigt. Matth. 8, 23— 27. Das Schiff im Sturm. b Matth. 13, 24— 30. Unkraut und Weizen. Matth. 17, 1— 9. Die Ver⸗ klärung. Matth. 20, 1— 16. Der Lohn der Arbeit. Luk. 8, 4— 15. Der Säe⸗ mann. (Luk. 18, 31 43 Die Lei⸗ den.— Der Blinde. Matth. 4, 1—-11. Die Ver⸗ ſuchung. Matth. 15, 21— 28. Das kananäiſche Weib. Luk. 11,14— 28. Der Starke und Stärkere. Joh. 6, 1— 15. Die Spei⸗ ſung. Joh. 8, 46— 59. Ehe denn Abraham ward, bin ich. 4 Matth. 21, 1— 9. Hoſianna! Die Paſſionshiſtorie. Mark. 16, 1—8. auferſtanden. Luk. 24, 13— 35. Emmaus. Er iſt Joh. 20, 19- 31. Thomas. Joh. 10, 12— 16. Der gute Hirte.. Röm. 12, 7-— 16. Röm. 12, 17— 21. Epheſ. 5, 1— 9. Hebr. 9, Epiſtel. Phil 4, 4- 7. Freuet euch! Tit. 2, 11— 14. Heilſame Gnade.. Apoſtg. 6, 8- 7, 2. und V. 51- 59. Stephanus. Gal. 4, 1—7. Der Erbe ein Kind. Gal. 3, 23— 29. Geſetz und Glaube. Tit. 3, 4— 8. Freundlichkeit Gottes. Jeſ. 60, 1—6. Dein Licht kommt. Röm. 12, 1— 6. Der ver⸗ nünftige Gottesdienſt. Nicht träge, was ihr thun ſollt. Fried⸗ fertigkeit. Röm. 13, 8— 10. Geſetzes⸗ erfüllung. Kol. 3, 12— 17. Das Band der Vollkommenheit. 2. Pet. 1, 16—21. Auf dem heil. Berge. 1. Kor. 9, 24— 10, 5. Das Kleinod für die Wettläufer. 2. Kor. 11, 19— 12, 9. Ich bin wohl mehr. 1. Kor. 13. Die Liebe. 2. Kor. 6, 1—10. Tag des Heils. 1. Theſſ. 4, 1—7. Die Hei⸗ ligung. Gottes Nachfolger. Gal. 4, 21— 31. Die Magd und die Freie, 11— 15 Das Sühnopfer. Phil. 2, 5— 11. Erniedrigt und erhöht. Jeſ. 53. 1. Kor. 5, 6— 8. Das Oſter⸗ lamm. Apoſtg. 10, 34- 41. Petrus und Cornelius. 1. Joh. 5, 4—10. Der Glaube der Sieg. 1. Petr. 2, 21— 25. Vor⸗ bild und Opfer. — Jubile b Kanta Fpoaate Sinm Srund 1 Pfr ¹ Die Lite 11³=1 I .⁸ fr d. — friit ——— AS de — — — — —— — —— —— —½ * — 13 l. zeſe 11 e,2. m — 1 duäin . 2 Dr h 11. 4. 3) Geithn 1. 1 8 Jreundltz den Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingſten 2. 13 Trinitatis 1. nach Trin. 2.„„ 3.„ 4.„„ 5.„ 2 6.„„ 7.„„ 8.„ 9.„ 10.„„ 11.„ 12.„. 13.„„ 14.„ 2 15,„ 164.„„ 47.„„ 18.„„ 19.„„ Evangelium. uund Freude. Joh. 16,5— 15. Der Tröſter. Joh. 16, 23— 30. Gebet im Namen Jeſu. Mark. 16, 14— 20. Aufge⸗ hoben gen Himmel. Zeugen Geiſt. Joh 14, 23— 31. Wohnung machen. Gott geliebet! Joh. 3, 1—15. Nikodemus. und Arme. Luk. 14, 16—24. Großes Gaſtmahl. Luk. 15, 1—10. Zöllner und Sünder. Luk. 6, 36— 42. Der Split⸗ terrichter. Luk. 5, 1— 11. Der Fiſch⸗ zug. Matth. 5, 20— 26. Haß und ſein Gericht. Mark. 8, 1-—9. Brot? Matth. 7, 15— 23. Falſche Propheten. Luk. 16, 1-9. Der Haus⸗ halter. Luk. 19, 41—48. Thränen über Jeruſalem. Luk. 18, 9— 14. Phariſäer und Zöllner. Mark. 7, 31- 37. Hephata. Luk. 10, 23— 37. Wer iſt mein Nächſter? Luk. 17, 11— 19. Ein Dank⸗ barer. Matth. 6, 24—34. Nicht Gott und dem Mammon. Luk. 7, 11— 17. Witwe zu Nain. Luk. 14, 1—11. Unten an! Matth. 22, 34— 46. Wie dünkt euch um Chriſto? Matth 9, 1—8. Der Gicht⸗ Joh. 15, 26- 16, 4. Der Joh. 3, 16— 21. Alſo hat Luk. 16, 19—31. Der Reiche b Woher Röm. 6, 19— 23. Knecht⸗ Bibel⸗Lektionen. Zweiter Jahrgang. 437 Epiſtel. Joh. 16, 16—23. Trauer V 1. Pet. 2, 11— 20. Der gute Wandel. Jak. 1, 17— 21. Alle gute Gabe. Jakl. 1, 22— 27 Thäter des Worts. Apoſtg. 1, 1—11. Aufge⸗ nommen. 1. Pet. 4, 8—11. Gute Haushalter. Apoſtg. 2, 1—13. Voll hei⸗ ligen Geiſtes. Apoſtg. 10, 42— 48. Der Geiſt fiel auf alle. Röm. 11, 33— 36. Unbe⸗ greiflichkeit Gottes. 1. Joh. 4, 16— 21. Gott, die Liebe. 1. Joh. 3, 13—18. Bruder⸗ liebe. 1. Pet. 5, 6—11. Demü⸗ tiget euch. Röm. 8, 18—23. Seufzen der Kreatur. 1. Pet. 3, 8— 15. Alleſamt gleichgeſinnt. Röm. 6,3— 11. Mit Chriſto geſtorben. ſchaft und Freiheit. Röm. 8, 12— 17. Schuldner nicht dem Fleiſch. 1. Kor. 10, 6—13. War⸗ nende Vorbilder. 1. Kor. 12, 1—11. Geiſtes⸗ gaben. 1. Kor. 15, 1— 10. Summa des Evangeliums. 2. Kor. 3, 4— 9. Die Decke Moſis. Gal. 3, 15— 22. Das Ge⸗ ſetz um der Sünde willen. Gal. 5, 16—24. Frucht des Geiſtes. Gal. 5, 25.— 6, 10. Im brüchige. Geiſt wandeln. Epheſ. 3, 13— 21. Apoſtok. Fürbitte. Epheſ. 4, 1—6. Einigkeit. 1. Kor. 1, 4— 9. Geiſtlicher Wohlſtand. Epheſ. 4, 22—28. Tägl. Erneuung. 438 Bibel⸗Lektionen. Dritter Jahrgang. 20. nach Trin. 21.„„ 22.„„ 23.„„ 24.„„ 25.„„ 26.„„ 27.„„ 1. Advent 2.„ 3.„ 4.„ 1. Weihnacht 2. 8 Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. piphanias . nach Epiph. E 1 2.„ 9 3 ½ 5 6 77 Septuageſimã Matta Joh. 1, Evangelium. Matth. 22, 1—14. Hoch⸗ zeitlich Kleid. Joh. 4, 17— 54. Der Kö⸗ nigiſche. Matth 18, 23— 35. Der Scholksknecht. 22, 15— 22. Die Zinsmünze. Matih. 9, 18— 26. Das Maͤgdlein ſchläft. Matthy. 24, 15— 28. Greuel den Verwüſtung. Mat h. 25, 31— 46. Gericht üler die Völker. Matm. 25, 1-—13. Kluge un thörichte Jungfrauen. Epiſtel. Epheſ. 5, 15— 21. Vorſicht im Wandel. Epheſ. 6, 10—17. Waffen⸗ rüſtung. Phit 1, 3— 11. Gebet für alle. Phil. 3, 17— 21. Irdiſcher und himmliſcher Sinn. Koloſſ. 1, 9— 14. Bitte für die Gemeine. 1. Theſſ. 4, 13—18. Troſt um die Entſchlafenen. 2. Pet. 3, 3— 14 Weltende. 1. Theſſ. 5, 1—11. Kinder des Tages. Dritter Jahrgang. Evangelium. (Luk. 1, 67— 79. Zacharias Lobgeſang. Luk. 13, 18—27. Das Senfkorn. Luk. 17, 20— 30. Das Reuch Gottes inwendig. Matft. 3, 1—12. Johannis Prreigt. Matrt 1, 18— 23. Sohn dee Höchſten. Joh. 1— 18. Das Wort war Fleiſch. Luk. 2 25— 32. Simeon und die Darſtellung. ſLuk. 4, 16— 21. Das an⸗ genehme Jahr. Matth. 3, 13— 17. Die Taufr Jeſu. b Mark. 1, 14— 22. Die Bot⸗ ſchaft und die Boten. 35— 42. und ſehet es! Kommt Joh. 1, 43 51. Nathanael. Joh. 3, 22- 30. Der Täu⸗ fer zu Enon. Joh. 4, 5— 26. Anbetung im Geiſt. (Joh. 6, 53— 64. Das Brot vom Himmel. Joh. 7, 33— 39. Jeſus war noch nicht verklärt. Luk. 6, 20— 35. Selig und wehe. Epiſtel. Hebr. 10, 19—27. Neuer Zugang. 2. Pet. 1,2 9. Viel Gnade. Hebr. 12, 15- 25. Sinai und Zion. 2. Kor. 4, 3—6. Licht aus der Finſternis. 1. Joh. 1, 1—7. Das Leben iſt erſchienen. Hebr. 2, 6— 15. Menſch geworden. 2. Pet. 1, 10— 15. Sorge für die Nachwelt. Röm. 8, 24— 30. Hoffnungs⸗ ſeligkeit. 1. Joh. 3, 1— 8. Seht, welch eine Liebe! Kol. 1, 24— 29. Predigt an alle Menſchen. 1. Kor. 1, 20— 31. Die gött⸗ liche Thorheit. Hebr. 3, 12—19. Heute! Röm. 1, 14— 20. Das Evan⸗ gelium, Gottes Kraft. Röm. 2, 1—11 Güte Got⸗ tes und Tag des Zorns. Röm. 2, 12—16. Das na⸗ türliche Geſetz. Röm 3, 19— 26. Ohne Ver⸗ dienſt gerecht. Röm. 3, 27—31. Gerecht durch den Glauben. DOuraſil Miſeri Jubila Bußta Kantat Kogate bimm Exaud Fü 2. Trinit Lmf 2 3. 4. 2ih B- d 7 Entſclefen 3-li Pän. 2* 1-l Finde iſtl. — 11= 7. Naur — e Süom -A Ei Gny. 1 8- Achtm ernu G l- Dctin 1e exen. - Juh 1 1-3 chwit a chen coorhet. 5 L9- 18. Haut 1 4-A Duh a Getts dei n Güt be TI d Aun . 12-1 Dw .1-A Prditu A-Al. DR. Sexageſimä Eſtomihi Invokavit Reminiscere Okuli Lätare Judika Palmarum Karfreitag 1. Oſtern 2.„ Quaſimod. Miſerikordias Jubilate Bußtag Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingſten 2.„ Trinitatis 1. nach Trin. 2.„„ 3 24 1 4.„„ 5 77* 77 Evangelium. Luk. 9, 13 26. Du biſt Chriſtus. Luk. 10, 38— 42. Eins iſt not. 2, 18 22 Das Faſten. Luk. 7, 36— 50. Die Sün⸗ derin. Luk. 10, 17— 22. Rückkehr der Siebenzig. Joh. 8, 12— 20. Ich bin das Licht der Welt. Joh. 11, 41—53. Lazari Auferw. n. Kaiph. Rat. Joh. 12, 1— 19. Salbung und Einzug. Luk. 23, 44— 49 Jeſu Ver⸗ ſcheiden. Joh. 20, 1—-10. Das leere Grab. Joh. 20, 11- 18. Maria! Joh. 21, 15— 19. Haſt du mich lieb? Joh. 15, 9— 16. Die Freunde Chriſti. Joh. 15, 17— 27. Der Welt Haß. Luk. 13, 1—9. Gottes Lang⸗ mut.. Joh. 17, 1-10. Fürbitte Jeſu. Luk. 11, 1—13 Cn lehrt ſie bitten. Joh. 17, 11— 26. Nich mehr in der Welt. Apſtg. 1, 15— 26. Matthias. Apoſtg. 2, 1—13. Pfin ſt⸗ wunder. Apoſtg. 2, 37- 47. Die Gemeine. Matth. 28, 16— 20. Vaten Sohn und heil. Geiſt. Apoſtelg. 3, 1—11. Der Lahme gehend.. Apoſtelg. 4, 1—12. Die Apoſtel vor dem Rat. Apoſtelg. 4, 13— 22. Wir können es ja nicht laſſen. Apoſtelg. 4, 23— 37. Gebet der Gemeine. Apoſtg. 5, 1—11. Ananias und Sapphira. Bibel⸗Lektionen. Dritter Jahrgang. 439 Epiſtel. Röm. 5, 1—11. Frucht der Rechtfertigung. Jak. 3, 13— 18. Weisheit von oben. Gal. 5, 13— 18. Beruf zur Freiheit. 1. Joh. 2, 12 17. Habt nicht lieb die Welt. Jak. 1, 2— 8. Die Anfech⸗ tung Freude. 2. Kor. 7, 6— 13. Göttliche Traurigkeit 1. Petri 1, 17— 25. Das teure Blut. Hebr. 12, 1—6. Anfſehen auf Jeſum. 2. Kor. 5, 12 21. Laſſet euch verſöhnen. 1. Kor. 15, 12— 20. Der Erſtling von den Toten. 1. Kor. 15, 35— 49. Die Auferſtehung der Toten. 1. Kor. 15, 54— 58. Tod wo iſt dein Stachel? 1. Joh. 4, 1—8. Chriſt und Widerchriſt. 1. Joh. 4, 9—16. Er hat uns zuerſt geliebt. Offb. Joh. 3, 1— 6. Du haſt den Namen, daß du lebſt. Philip. 2, 1—4. Eintracht. 1. Tim. 2, 1—6. Fürbitte für alle. Koloſſ. 3, 1—4. Suchet, was droben iſt. 2. Tim. 2, 8— 13. Halte im Gedächtnis Jeſum Chriſt! Epheſ. 2, 19 22. Chriſtl. Haus Gottes. Epheſ. 4, 11— 16. Haupt und Glieder. 1 Kor. 2, 1— 12. Das Ge⸗ heimnis. Nöm. 8, 1—11. Fleiſch und Geiſt. Röm. 10, 1—11. Des Ge⸗ ſetzes Ende.. Epheſ. 2, 13— 18. Die Feind⸗ ſchaft getötet. Koloſſ. 4, 1— 6. Haltet an am Gebet. Gal. 2, 17— 21. Chriſtus kein Sündendiener. 440 Bibel⸗Lektionen. Dritter Jahrgang. 6. nach Trin. Evangelium. Apoſtelg. 8, 26— 38. Der Kämmerer. Apoſtelg. 9, 1— 19. Pauli Bekehrung. b Apoſtelg. 14, 8— 18. Lyſtra. Apoſtelg. 16, 16— 34. Der Kerkermeiſter. Apoſtelg. 17, 21—34. Pau⸗ lus zu Athen. Apoſtelg. 20, 15—38. Pauli Abſchied Apoſtelg 26, 24— 31. Pan⸗ lus und Agripva Luk. 12, 1—8. Furcht und Furcht. Luk. 15, 11—32. Der ver⸗ lorne Sohn. Luk. 9, 46— 56. Die Don⸗ nerskinder. Luk. 9, 54— 62. Unreife Nachfolge Joh. 9, ie. Der Blind⸗ geborne. Mark. 10, 17— 27. Der reiche Jüngling. Mark. 12, 38— 44. Der Witwe Scherflein. Luk. 12, 15— 23. Der reiche Narr. Mark. 12, 28—34. Das vornehmſte Gebot. Luk. 19, 1—10. Zachäus. Luk. 19,11—27 Die Pfunde. Luk. 16, 10—17. Treue im eringen. Luk. 12, 35— 46. Wachen. Luk. 12, 49— 57. Zeichen der Zeit. Joh. 14, 1—6. Die berei⸗ tete Stätte. Epiſtel. Röm. 10, 12- 18. Der Glaube aus der Predigt. 1. Tim. 1, 12—17. Das teure Wort. Röm. 11, 11—21. Der wilde Slbaum. Röm. 11, 25— 32. Alles beſchloſſen unter den Un⸗ glauben. 1. Kor. 3, 10—17. Der Grund, der gelegt iſt. 1. Theſſ. 5, 14- 24. Schluß⸗ ermahnung. 1. Pet. 3, 15—18. Bereit zur Verantwortung. Röm. 8, 31— 39. Gott für uns! Epheſ. 6, 1—9. pflichten. 2. Theſſ. 3, 6—16. Chriſt⸗ licher Fleiß. Jak. 3, 1—10. der Zunge. 2. Kor. 8, 1—9. Die Ar⸗ mut Chriſti. 1. Tim. 6, 6— Gewinn. 2. Kor. 9, 6—15. Unaus⸗ prechliche Gabe. Hebr. 4, 1—11. Die Ruhe. Jak. 2, 8— 13. Das könig⸗ liche Geſetz. Jak. 1, 9— 12. Niedrigkeit und Höhe. Heure 17, 7— 13. Die Züch⸗ Jar 35, 69. 11. Die Geduld. 2. Kor. 5,6— 11. Wir wallen. 2 Kor. 4, 13- 18. Trübſal iſt zeitlich. 2. Kor. 13, 5— 13. euch ſelbſt. Haus⸗ Sünden 16. Großer Prütet Vierter Jahrgang. Im 4. Jahr werden die Evangelien und Epiſteln des 2. Jahrgangs wieder geleſen. Am 1. Advent 1886, 1890, 1894 u. ſ. w. wird wieder mit dem erſten Jahrgang begonnen. — 1 44 Ic. unter i lu un u gelcgt ͤä. ¹ 1-A 1 * 5* en b-l6 Omjn Btab u ben Grb. 1 d. Detſt e Dasün 2. 1 ³ 133 dech 1 du. Thban - I Vrwll . 33- Eü 4-3 R K,1 4 der as t. 5 — 2 d 1 1 AA Sn = — — 40