⸗--““ 8 —. —— —— Die b von denen Synodaliter verordneten CENSORIBUS uͤber nachſtehendes F d ſan g bu ch gefaͤllete IUDITCIA ——— 4** 1„ 4* 1 A ono — = — A A 8 48 5 4 SGh p, S 8(e S —⏑O⏑—:—.:— 5 1 3 6 N 8 8 N 5 4 N* 6 1 Si he Gieben ((◻½)Fleichwie der Synodus generalis der Uni⸗ I taͤt niemals eine erſte Edition autoriſi⸗ ret; alſo wird auch gegenwaͤrtiges vot dem ORDINARIO Fratrum verfertigte Geſangbuch in den Gemeinen dermalen noch nicht fuͤr introduciret geachtet. Man hat aber provi⸗ ſtonaliter etlichen dazu verordneten Theologen ihre Judicia abgefordert: welche ſo ausgefallen, wie hiernach zu leſen: J. ⁵⁴Jas Rubrum: Bruͤder⸗Geſang, zuſammen gehalten mit dem Nigro, ineludirt nicht nur die vereinigten ☚ Bruͤder der Maͤhriſchen, Lutheriſchen und Refor⸗ mirten Religion, ſondern auch die uͤbrigen der Orientalen, Meridionalen und Oeccidentalen Kirche, ja der ganzen Kirche des Alten und Neuen Teſtaments. Wegen der Verbeſſerungen moͤchte erinnert werden, daß dieſelben blos um des Gebrauchs willen in der itzi⸗ gen Kirchen⸗Aeone, bey dem heutigen Lichte des Evan⸗ gelii, wie es in unſern Tagen erſcheinet, geſchehen ſind, und doch nur in locis exſtantioribus, und fuͤr ordinair in Conformitaͤt des Stili deſſelben Periodi, oder doch des Bibel⸗Stili; und daß, wenn Nan zur Zeit, da dieſe Lie⸗ 3 der 4 4 4 4 4 5 8 4 1 4 — Bee esecee deeeee dercbuee — „——öönn - 9 ertigt worden, gelebet, man etwa nichts zu ver⸗ * der verſert 1 beſſern gefunden haben wuͤrde. In der Vorrede ſcheints ungewiß, ob die Bruͤder⸗ Kirche iemalen ein eigenes Geſangbuch mehr auto⸗ riſiren moͤchte. Es duͤrfte aber doch der Gebrauch ei⸗ nes vollſtaͤndigen Geſangbuchs um verſchiedener Umſtän⸗ de willen noͤthig ſeyn, wenigſtens zu einem vernuͤnftigen Haus⸗ und Privat⸗Gottesdienſte, zum Gebrauch in allge⸗ meinen Verſammlungen und Predigten, zum Nachſchlagen, zuErlernung der mancherley Ausdruͤcke der Glaͤubigen und zur Erhaltung der Connexpion mit der ganzen Chriſtenheit in einem Hauptſtuck des Gottesdienſtes, auch wol zur Endigung der Lieder⸗Controvers, beſſern Realiſtrung, oder zur Supprimirung der nie erkannten Colleetionen, und endlich zum nuͤtzlichen Amuſement der Liebhaber einer realen Kirchen⸗Hiſtorie. Auch wird in beſagter Vorrede aller kleinen und groſ⸗ ſen Birten⸗Zaͤuſer gedacht: wir haͤtten aus aleen etliche Geſaͤnge exhibiren ſollen. Es fehlen aber nicht nur die Alt⸗Engliſchen, ſondern auch andere Europaͤiſche und Amerieaniſche, auch neuere Lieder manches Viri deſiderio- rum, worauf kuͤnftig zu ſehen waͤre. Auch ſind der Lieder aus unſerer Stamm⸗Kirche zu wenig: ſollten wol bey der zweyten Edition auf mehrele Anſtalt machen. Aus den BibelsZymnis des Alten Teſtaments erſiehet man, wie man den Namen des HErrn gelobet, ie nach⸗ dem Er ſich von Zeit zu Zeit offenbaret in ſeiner Macht und Gnade unter ſeinem Volk, und in ſeinen Gerichten ſowol uͤber den Ungehorſam und Heucheley ſeines Volks, als uͤber die Feinde deſſelben. Die Religions⸗Prineipia waren, GOtt einfaͤltig vertrauen, und Ihn fürchten, Ihm gehorchen, und ehrlich und aufrichtig ſeyn, ſeine Sunde bekennen und um Gnade bitten. Zur Zeit der Koͤnige fangen die groſſen Klagen an uͤber den Verfall, und das Verlangen und Troſt nach Dem und mit Dem, der da kommen ſollte, und Præludia des Reichs der Liebe. Auch — — —ę—ͦ—ÿ—ꝛ—x—-:˖:OO⏑n:A:ö 2ʒnr—————— ——— an etwa nichts zu ne⸗ wwiß, oh die Bruͤdel. ſangbuch mehr guto, „der Gebrauch i verſchiedener Unſtin zu einem dernunftign zum Gebrauch in allae gten, zum Natſſthlagn ücke der Glaͤubigen und der ganzen Chriſtenheit lenſtes, auch wol zar eſſern Realiſirung, oder aten Collectionen, und t der Liebhaber einer ller kleinen und groſ gätten aus alen etliche len aber nicht nur die dere Europaͤiſche und nanches Viri defiderio. e. er Stamm⸗Kirche zu Edition auf mehrele en Teſtaments erſtehet Errn gelobet, ie nach⸗ nbaret in ſeiner Macht d in ſeinen Gerichten eucheley ſeines Volk ie Religions⸗Prineipia 1, und Ihn fülchten, aufrichtig ſeyn, ſeine bitten. Zur Zeit der uͤber den Verfal,und im und mit Demn, der Reichs der Liebe. Auch k0o 3 Auch gehörte noch hier hinein Hiskiaͤ Lied: O wie will ich noch reden im Hauſe des HErrn ꝛc. Jeſ. 38, 15- 20. It. der Aſſaphiten erſter Geſang im Tempel, 1 Chron. 17, 8- 36. Der Meu⸗Teſtamentiſche Bibel⸗Geſang enthaͤlt die Evangeliſche Nachricht von Chriſti Geburt und Amt: in⸗ gleichen ſeine originalen Reden vom Geheimniß der neuen Gnaden⸗ und Liebes⸗Oeconomie, und wie alles auf ſeine Perſon ankoͤmmt und auf die Seligkeit in ſeinem Blute. Die Principia, die dieſe Geſaͤnge in ſich halten, ſind: Jehova iſt JEſus worden, und hat uns Gnade und Wahr⸗ heit gebracht; nun lebt man in ſeinem Sinne und ſo wie Er war, nachdem man in ſein Reich verſetzt worden. Das laͤßt Er durch auserwehlte Ruſtzeuge aller Welt ver⸗ kuͤndigen; und ob ſie wol viel dabey zu leiden haben, ſo iſt doch alles nichts gegen der Geligkeit, die ſie in Ihm haben, und der Herrlichkeit, die kunftig mit Chriſto of⸗ fenbaret werden wird, auf deſſen Wiederkunft man ſo herzlich und gemuͤthlich wartet. Die Haupt⸗Eigen⸗ ſchaften der Glieder dieſes neuen Bundes ſind, lieb haben und niedrig geſinnt ſeyn. Die Paſſidns⸗Hiſtorie koͤmmt in den folgenden bibli⸗ ſchen Liedern vor. Die Bibliſchen Lieder. Die Geſaͤnge aus dem Alten Teſtament handeln meiſt von der Kirche,(mit untermiſchten Perſonal⸗Confeßionen) in ſpecie von der Kirche Freude, Leid, Hoffnung, Lob, Liebe und Arbeit. Die Neu⸗Deſtamentiſchen haben die Perſon des Hei⸗ landes zum Object, wie Er war, ſonderlich als Opfer⸗ Lamm im Leiden und Sterben, und wie Er wiederkom⸗ men wird. Ins beſondere iſt die Epiſtel Johannis ein exeellentes Stück, welches dem Herzen die Prineipia des neuen Bun⸗ des von unſerer Verſoͤhnung, der neuen Creatur, der Bru⸗ der⸗Liebe und Glaubens⸗Freudigkeit und Sieg ſehr an⸗ nehmlich darlegt. Von den Pſalmen der Reformirten Kirche ſollte wol auch was ſelectes vorhanden ſeyn; ingleichen mehrere bibliſche .4. Geſaͤnge e 1— Geſaͤnge aus den alten Bruͤder⸗Zeiten, die darinnen ge⸗ wiß was beſonders hatten. Die Lieder aus der alten Kirche. Dieſe Abtheilung enthaͤlt gewiß lauter Kern⸗Lieder des Alterthums; und ſind mit Recht die naͤchſten zu den bibliſchen. Ihre Simplieitaͤt und laͤngſt⸗allgemeiner Ge⸗ brauch hat ſie ſo recommendirt, daß man keine Rauhig⸗ keit und Ungeſtaltheit des Ausdrucks dabey attendirt. Der Kirchen⸗Geiſt der Aethiopiſchen Lieder iſt ſchoͤn. Die Paßions⸗ und JEſus⸗Lieder ſind die Krone von allen, in den folgenden Periodis. * J. M. X. Rev. Ord. Capell. II. CzNSUR eines Fratris Moravi uͤber die Lieder * C„ der alten Bruͤder⸗Kirche. GSch wünſchete, daß nicht ſo viel Lieder weggeblieben 1 waͤren, beſonders in den Materien von der Menſch⸗ 3 werdung und der Paßion, vom Wandel Chriſti, zc. . menſchlichen Elends, beſonders die alten Origingi⸗ Lieder, denn es ſind einige im ſechzehnden Seeulo nachge⸗ macht. Weil aber die Idee des Geſangbuchs vom An⸗ fang viel concentrirter war, als es hernach geworden, ſo erklaͤrt ſich das von ſelber. Es ſind diejenigen Lieder ſorgfaͤltig genommen worden, die von aller Heterodoxie gewiß frey ſind; und wo ſich noch was findet, ſo ſind andere zu eben der Zeit gemach⸗ te vorhanden, die ganz rein ſind. Es ſind doch herzliche und naive Ausdruͤcke vons Heilands Perſon und Ver⸗ dienſt, und vom ſelig⸗werden, und worinnen es beſteht; beſonders iſt ihr Ausdruck ſehr bibliſch. Man ſieht aus ihren Liedern, daß ſie doch in einem Leben in Chriſto ge⸗ ſtanden haben. —,— ——y— “ MiGa Ane Rurtan manin aineet! * beiten, die darinnen ten Kirche. lauter Kern⸗Lieder da dt die naͤchſten zu dan laͤngſt⸗ allgemeiner G⸗ aß man keine Rauhig icks dabey attenditt. iſchen Lieder iſt ſchon r ſind die Krone bon J. M. L Rev. Ord. Capell. avi uͤber die Leeder Kirche. iel Lieder weggebliehen aterien von der Menſch⸗ vom Wandel Chriſti n. ders die alten Originas ehnden Seeulo nachge⸗ Geſangbuchs vom An⸗ Zhernach geworden tig genommen worden, rey ſind; und wo ſich eben der Zeit gelalh Es ſind doch herzlich nds Perſon und Mel⸗ d worinnen es beſteht, liſch. Man ſieht aud in Leben in Chriſto ge⸗ Ill I* III. ey denen Liedern zur Zeit der Reformation, beſon⸗ ₰ ders denen in den erſten Zeiten, habe ich folgenden original-Character wahrgenommen: 1. Die Naivetaͤt des Ausdrucks. 2. Die deutliche Darlegung der Haupt⸗Grund⸗Wahr⸗ eiten. 3. Die beſondere Aehnlichkeit mit der heiligen Schrift. 4. Das feurige Dringen auf die unverdiente Gnade und den Glauben an JEſu Verdienſt. 5. Die runde und poſitive Lehre, daß der Heiland unſer Schoͤpfer iſt. . Das beſondere veſte Vertrauen auf des lieben GOt⸗ tes Schutz und Huͤlfe in allen Umſtaͤnden. Die Lieder von des Heilands Menſchwerdung und Gebuxt haben eine beſondere eindruͤckliche Sim⸗ lieität und Sublime, das den Herzen ſchmack⸗ aft iſt. Ueberhaupt ſind es Originalia, die den Genium der damaligen Zeit deutlich zeigen, wobey um ſo viel weniger was zu erinnern iſt, da ſie bereits durch den langen Ge⸗ brauch in der Proteſtantiſchen Kirche, eine general-Ap- probation erlanget haben. A. v. G. Can. IV. GSSch habe die mir zugefallene Portion der Lieder von N. 410 bis 662, welches Lieder vom ſiebzehnden Seculo ſind, durchgeleſen, und mich von Herzen uͤber den Selectum derſelben erfreuet, wie uͤberhaupt uüͤber das ganze Geſangbuch, das was in ſich hat, das gewiß noch kein Geſangbuch praͤſtirt; und ich weiß nur etwas weniges dabey zu erinnern. 6'5 3. E. k0 3. E. Daß die in dem letzten Vers des Lieds N. 774 befindliche Ausdruͤcke zwar nicht ultra Poſſe dieſes Periodi gehen, weil ſich Lutherus ſchon auch ſo ausgedruckt, aber Doch mit dem Genio Seculi nicht ganz harmoniren. Ferner habe ich gedacht, ob es nicht gut waͤre, kuͤnf⸗ tig in einem Indice anzuzeigen, wer dieſe und jene Lieder gemacht habe, ſonderlich wenn es ſehr merkwuͤrdige Maͤn⸗ ner der Kirche geweſen. Tantum M. S. C. L. V. ℳ... 4 JMey dem neuen Geſangbuche iſt, wie ich dafuͤr hal⸗ ) te, etwas praͤſtirt worden, das ich noch in kei⸗ ₰ nem andern wahrgenommen habe. Nemlich, es iſt darinnen allen wahren Chriſten, die ihren Heiland kennen und lieben, ohne Unterſcheid, eine heilige Harmonie der Glaͤubigen aller Zeiten, bis auf die gegenwaͤrtige, vorgeleget, und daß das Lied des Lammes immer deutlicher wird und heller klinget, unwiderſprechlich erwieſen; ſo daß jedermann, der gerne in das Lob ſeines Schoͤpfers und Erloͤſers, daß Er iſt Menſch worden, und ſein Blut vergoſſen hat, mit einſtimmet, ſich von Herzen freuen wird, ſo viele ſchoͤne Lieder beyſammen zu finden, und ſich eines ſolchen Buches bedienen zu koͤnnen. Ich habe von den Evangeliſchen Liedern im ſiebzehn⸗ den Seculo die von N. 662 bis 797 mit beſonderer At⸗ tention durchgeleſen. Darunter habe ich zwar verſchie⸗ dene gefunden, die, wenn ſie weggelaſſen worden waͤ⸗ ren, das Buch kleiner und darum nicht ſchlechter gemacht haͤtten. Sie ſtehen aber nun da und machen keinen Schaden.. Ich habe alſo nichts zu erinnern: denn der in eini⸗ gen hekannten Liedern gemachten noͤthigen und nutzlichen Veraͤnderungen wegen, iſt ſchon Anzeige geſchehen. J. P. W. VI. 6 aar Dan ih en Bitut urw mhe ttnmän Etrn 54 er dieſe und jene gieden redlele und jene Lieder ehl merkwuͤrdige Nir M.§. C. 4 iſt, wie ich dafür hal das ich noch in ke⸗ ten hahe. Bi wahren Chriſten, di ohne Unter del 8 ler Zeiten, bis auf die das Lied des Lammes inget, unwiderſprechlich gerne in das Lob ſeines ſt Menſch worden, und umet, ſich von Herzen beyſammen zu finden, nen zu koͤnnen. n Liedern im ſiebzehn⸗ 997 mit beſonderer A⸗ abe ich zwar verſchi⸗ ggelaſſen worden wi⸗ nicht ſchlechter gemacht a und machen keinen en: denn der in eini⸗ oͤthigen und nutzlichen nzeige geſchehen. J. P. W. VI VI. Jer Genius der Halliſchen Lieder ſcheinet ſich zu of⸗ fenbaren, in einem herzlichen Verlangen, das wah⸗ re und thaͤtige Chriſtenthum zu etabliren. Es iſt nicht zu leugnen, daß, woferne die in dem Lehr⸗ syſtemate der Lutheriſchen Kirche recipirte Heils⸗Ord⸗ nung praetiſch gemacht werden kan, ſo iſt es in die⸗ ſen Liedern geſchehen. Man findet von allen Theilen der Theologie(die Polemie ausgenommen) mehr, als man ſich in Liedern und Poeſien ſollte vorſtellen koͤnnen: aus der Dogmatica, Morali, Exegetica, ja Typica; und das mit einer eleganten Application auf den Zu⸗ ſtand, in welchem man ſich den Autorem, odel das Sub- jectum des Liedes, aus der Materie ſelbſt ohngefehr re⸗ praͤſentiren kan. Das vornehmſte aber von allem iſt, daß man denen Autoribus eine Familiaritaͤt, nicht nur mit der Phraſeo- logie, ſondern auch mit dem Geiſt der Schrift, anmer⸗ ket; davon ſonderlich die bibliſchen Hymni einen angeneh⸗ men Beweis geben. Das ſehnliche Verlangen nach der Theilhaftigkeit der goͤttlichen Ratur, der Toͤdtung des alten Menſchen ꝛc. iſt zuweilen mit deutlichem Verdruß uber die Incommo⸗ ditaͤt des Gefuͤhls der Suͤnde ausgedruͤckt, und ſollte „ vielleicht mehr mit einem fuͤr uns beſchaͤmenden und fuͤr 7 den Heiland mitleidigen Eindruck tingirt ſeyn, daß wir noch nicht ſo ſind, daß die Gnade an der Made ihrer gan⸗ zen Schopfung ſatt werden koͤnte. Wegen der kuͤnftigen Seligkeit, ſcheint ihr Herz ſich ſehr gefreut zu haben uber die Vorſtellung, denen Engeln gleich und von aller Sunde und Elend frey zu werden: und die Imagination ſcheinet mehr penetrirt und belebt wor⸗ den zu ſeyn von der Apoealyptiſchen Vorſtellung der Herrlichkeit des neuen Jeruſalems, als von der alt⸗ Lutheriſchen Hoffnung, Sein Augen, ſeinen Mund, den 0 Leib fuͤr uns verwundt zu ſchauen, und inniglich zu gruͤſſen die Maal an Haͤnd und Fuſſen. Uebri⸗ — —— — 1 ——.*———— — —— — — 1 1 —— lO. Uebrigens weiß man nicht recht, was ihre Adverſarn gewollt haben; denn in dieſem ihrem Geſangbuche iſt die Bekehrung faſt durchgehends in der recipirten Idee, illu- minatio præcedit regenerationem; voluntas ſequitur in- tellectum, beſungen. Joh. P. V. D. M. VII. Hes aͤltern Wetterauiſchen Periodi Lieder von R. 1359 &☛ bis 165; haben folgenden Inhalt: Man dringet 1. auf Verlaͤugnung,. 2. aufs Wachen, Beten, Ringen; 3. daß man Chriſtum ſuchen ſolle. 4. Die Braut⸗Lieder haben mehr von der Kirche(ich will nicht hoffen von der Sophia) als dem Schmer⸗ zens⸗Manne. 7. Man iſt ſehr heldenmuthig, 6. ſehr eifrig gegen die boͤſe Rotte,. 7. in Hoffnung der baldigen Zukunft Chriſti. s. Das beſtaͤndige Gefuͤhl der Sünderſchaft, die heili⸗ ge Sahraſt⸗ iſt nicht allenthalben ausdruͤcklich zu ſpuͤren; ?. auch nicht der unverruͤckte Blick auf die Wunden IEeunu. 10. Des Heilands Sußigkeit wird auch viel öfterer aus den Reflexionen uͤber ſeine exeellenten Qualitaͤten, als aus der Vorſtellung ſeiner Leidens⸗Schoͤne hergenommen. Ooch iſt alles herzlich gut gemeint, auch zuweilen ſehr wohl getroffen, und allemal, um der Gemeinſchaft der Heiligen willen, nach dem dritten Artikel lieblich, und leicht zu entſchuldigen. A. b G. S. g ndt w ühl 1I ut nn Aania, un „ was ihre Adverhss 18 rſari em Geſangöuche iſ d *recipirten Idee, ill voluntas ſequitur in. Joh. p. V. D. M. Sdi Lieder von N. nhalt: R.um 3 von der Kirche(ich bhia) als dem Schluer⸗ tte, zdunft Chriſti. Sunderſchaft, die heili nthalben ausdruͤcklich lick auf die Wunden Hauch diel oͤfterer aud xeellenten Qualitaͤten, einer Leidens⸗Schoͤne t, auch zuweilen ſehr der Gemeinſchaft der Artikel lieblich, und A. G. S. VIII 121 = Die zweyte Abtheilung der dritten Claſſe von N. 1674 Mbis 1877 enthaͤlt die Lieder, die der Ober⸗Lauſitzi⸗ ſchen Oeconomie eigen ſind, und ſonderlich die Lieder, die vom OapixAkio Fratrum, von Jahl zu Jahr, und dann ſonſt in der Gemeine zu Herrnhuth, in den er⸗ ſten Zeiten derſelben, gemacht ſind.. Wenn man dieſelben genau anſiehet, ſo enthalten ſie eine ſchoͤne Hiſtorie des Lehr⸗Typi, der von Zeit zu Zeit in der Gemeine geweſen.... Es iſt klar daraus zu ſehen, daß es der Heilige Geiſt von Anfang an in der Gemeine auf Lauterkeit und Wahrheit angetragen hat. deutlich, daß das Licht von Zeit zu Zeit ſehr gewachſen iſt, und man kan auch die verſchiedenen Periodos in der Ge⸗ meine ſowol, als der ſpecial-Fuͤhrung des OaprxAkRII unterſcheiden; zu einem deutlichen Beweis, daß wo der Heilige Geiſt Herzen findet, die den Heiland ganz mey⸗ nen, und des Heilands ſeyn wollen, denen gibt Er auch von Zeit zu Zeit mehr Licht und Gnade. wer da hat, dem wird gegeben ꝛc. Und wer im Lichte des Geiſtes dieſe Lieder anſiehet, dem wirds gewiß reſpectabel, was GOtt an ſeinem Volk ge⸗ than, und daß der alte gute Heiland noch eben derſelbe in unſern Tagen iſt, der Er ie geweſen, und der ſein Volk aus den Geſetzlichkeiten und eingeſogenen verkehr⸗ ten Principiis auf die ſelige Spur des Evangelii und der Lehre von JEſu Wunden doch gebracht, und aus einer nade in die andere, aus einer Klarheit in die andere gefuͤhret.. Man ſiehet auch deutlich, wie der Heiland dem Lehrer von Zeit zu Zeit auf JEſu Leiden gedeutet, bis ſich end⸗ lich der Blick durchaus erſtreckt hatk.,. Auch ſiehet man in dieſen Liedern die prima Stamina und Grund⸗Principia zur Gemein⸗ und Chor⸗Gnade, die der Heiland ſeitdem, dieſem Volke ſo reichlich gegeben, und dazu ein Geiſt vom HErrn auf daſſelbe getallen iſt, der ſeitdem ſo viel tauſend Herzen derſelben theilhaft und jedes in ſei⸗ nem Grade dadurch gluͤcklich und ſelig gemacht hat. e it Man ſiehet aber auch —— L 2 * ’ —-——— — — o] Mir ſind die Lieder von dieſer Abtheilung zum Segen geweſen: und wenn auch nicht alle Lieder mehr zum Ge⸗ brauch ſind, ſo ſind ſie doch Documenta; und die meiſten werden noch heut zu Tage denſelben Effeet aufs Herz ha⸗ ben, den ſie in den Tagen hatten, da ſie zuerſt geſungen wurden: denn man wird eben den Geiſt und eben die Prin- cipia darinnen finden, die unſre Herzen noch beleben, und unſer Verſtand am Evangelio ſind. Joh. E. IX. .Jer Anhang zur dritten Claſſe der zweyten Abthei⸗ ₰. lung der Evangeliſchen Lieder zum ſiebzehnden Se⸗ culo, enthaͤlt 160 Lieder, und iſt eine Continua⸗ tion von denen mit der dritten Claſſe anfangenden der Ober⸗Lauſitziſchen Oeconomie eigenen Liedern. Die Lieder in dieſem Anhange ſind in der Gemeine ge⸗ macht; und koͤnnen alſo, ohne die dazu noͤthige Cognition, ſo wenig, als manches in den Briefen der Apoſtel, ohne erſonen und Umſtaͤnde zu wiſſen, auf welche der praeti⸗ che Theil derſelben applieabel iſt, durchgaͤngig und von jedermann verſtanden werden. Inzwiſchen ſiehet man, auch aus dieſen Liedern, die in den letzten Jahren der erſten Zeit dieſer Oeconomie ge⸗ macht ſind, daß die Haupt⸗Summa ihrer Lehre und der Grund, worauf ſie der Heiland zu einem Volk gemacht, und ſie ſich Ihm zu ſeinen willigen und geſegneten Die⸗ nern hingeben koͤnnen, das blutige Verdienſt JEſu ie und ie geweſen iſt. Siehe insbeſondere N. 1862. Es iſt vom Anfange dieſer Oeconomie, wie man aus einem jeden Liede in dieſem Anhange ſieht, auf ein wah⸗ res Weſen gedrungen worden. Ein verſtaͤndiger Leſer wird ſchwerlich einen lebhaften Ausdruck antreſſen, ohne auch einen ſoliden Sinn darin⸗ nen zu finden. Die darinnen geaͤuſſerte moraliſche Principia ſind noch immer diejenige, auf welche die Ethica der Brüder noch itzo radieiret iſt. Die —— Abtheilung zum le Lieder mehr zum Ge⸗ menta; und die neiſe en Efe aufs Her 3 da ſie zuerſt geſunngat Geiſt und 28 üh Kägen noch beleben, und Joh. 2. e der zweyten Aubther der zum ſiebzehnden Se⸗ und iſt eine Continna⸗ Laſſe anfangenden da nen Liedern. ind in der Gemeine ⸗ dazu nothige Cognition, jefen der Apoſtel, ohne auf welche der pract⸗ durchgaͤngig und bon s dieſen Liedern, die 1 dieſer Oeconomie ge na ihrer Lehre und der meinem Volk gemacht en und geſegneten Die Verdienſt IEſu ie und re N. 1862. dnomie, wie man aus ge ſieht, auf ein waß⸗ werlich einen lebhaſten en ſoliden Sinn darin⸗ ſche Principia ſind noch thica der Brüder noch Die Segen I 9. Die Erkenntniſſe, die der Heilige Geiſt den Bruͤdern von Zeit zu Zeit noch deutlicher aufgeklaͤrt hat, ſind gleich Anfangs in den Liedern hie und da angedeutet. „E. N. 1962. handelt von der Unmoͤglichkeit der Er⸗ fenntniß GOttes des Vaters aed ννꝗ riara, Um den Schoͤpfer rum: wer Den nicht hat zum Grund ge⸗ legt, wohl dem, wenn er ſein Baus abtraͤgt. N. 1896. von der Anbetung, welche die Kinder GOt⸗ tes, auf Befehl und unter Anfuͤhrung des Heilands, als des Erz⸗Liturgi ſeiner Glaͤubigen, dem Vater erweiſen. N. 1916. 1929. und 2003. von der Gemeinſchaft mit der Kirche droben, die unſre Mutter ſtt. Die Zeugen⸗Lieder, deren hier die meiſten ſind, ſind Pro⸗ ductionen von Bruͤdern, die ſich ohne Ausnahme dem Heiland hingegeben haben, und theils in Facto ſeinen Tod den Menſchen verkundigen, theils zu allen ſeinem Dienſt alle Augenblicke parat ſtehen. Dieſelben Lieder ſind in einem ſolchen Spiritu verfaßt, daß 66 denen Zeugen ſelber angelegentlich darum zu thun eweſen iſt, — 1. ine wahre Impreſſion und ſeligen Genuß der Evangeliſchen Guter in ihrem eigenen Herzen zu wuͤnſchen: 2. Zu einer jeden Sache, die ſie untern ehmen, ſeines Ruffs gewiß zu ſeyn: 3. Sichs eine Ehre und Herzens⸗Freude werden zu laſſen, dem Heiland in ſeiner Niedrigkeit und Schmach aͤhnlich zu werden. 4. Alles fuͤr Ihn zu wagen, unter ſeiner Legitimation: 5. Fuͤr den uͤber Menſchen Denken gegebenen Succeß recht dankbar zu ſeyn. S. N. 2004. 1872. 1914. und 1889. In dem Liede N. 1895. v. 8. und 9. ſtehet die naturelle und raiſonable Urſache, warum die Brüder⸗Kirche ihr Zeugniß von dem verdienſtlichen Leiden JEſu ſo auszu⸗ breiten ſuche, auch in den Chriſtlichen Religionen: Nicht allein die Seelen vom Verlohren⸗gehen zu retten; denn das trauen die Bruͤder dem Heilande und der Kraft ſei⸗ nes Evangelii in ſolchen Landen, wo nur das Neue Teſta⸗ ment geleſen und gehoret werden kan, ohnedem zu: viel⸗ weniger iſt das der Haupt⸗Zweck ihres Predigens, das 9] ſie ihre Oeconomie mit einer Menge Proſelyten vermeh⸗ ren wollen; denn das kan den Regeln ihrer Fundation nach, unmöglich ihr Sinn ſeyn, und wenn auch ſo ein Wunſch N. 1865. v. 1. gethan wird, ſo ſieht man doch bald im 3. v ſolche Conditionen, die niemanden auszuſte⸗ hen moͤglich ſind, der nicht einer irreſiſtiblen Deſtination, bey ſeinem zu der Kirche treten, gewiß iſt. Der Zweck ihres Zeugniſſes iſt alſo: Den Seelen ih⸗ ren Schoͤpfer und Heiland in ſeiner Marter⸗Geſtalt, ſo vorzuſtellen, daß ſie Ihn unfehlbar lieb krigen müſſen, und ſich ſelbſt für keine honette Leute halten koͤnten, wenn ſie nicht von Stunde an, da ſie es glaͤuben, ihr ganzes Seyn und alle Minuten ihres Lebens Ihm widmen ſollten. Sie zeigen, daß man, durch ſein Verſoͤhnungs⸗Blut, dahin kommen kan, die Fruͤchte ſeines Todes auch noch in dieſer Zeit zu antieipiren. Der Augenſchein entſchuldiat nicht nur, ſondern macht dieſen Dienſt der Brüder⸗Kirche nothwendig, und ihre Muͤhe wird an tauſenden geſegnet. Das Lied von I. F. R. N. 1875. iſt um des beſondern Autoris willen remarquabel, und die practiſche Wahrhei⸗ ten im z3. und 10. v. ſind deſto koſtbarer. Wenn N. 1877. die Sacramente ſeine Gnaden⸗Zeichen genannt werden, ſo beweiſt die Connexion zugleich, daß es praͤcis in dem Sinn der Augſp. Confeßion geſchicht, deu⸗ tet im ubrigen auf eine Situation, da man die Realitaͤt und den ganzeſten Genuß von einer Sache wirklich hat, ſich aber, um der Wichtigkeit der Sache willen, nicht un⸗ terſtehet, Worte zu machen, ſo lange es noch an ausge⸗ wickelten Ideen fehlet. Chr. Br. Capell. 8 1s 4 Kirwerit d d. atoman ge Proſelyten verme „geln ihrer Fundation nd wenn auch ſo 3 ¹, ſo ſieht man doc ememanden auszuſte ui dlen Deſtination, 4* Den Seelen j⸗ Marter⸗ Geſtalt, ſo ar lieh krigen muſfn halten koönten, wenn „glaͤuben, ihr ganzes 5 Ihm widmen ſollten a Verſoͤhnungs⸗Zlut, es Todes auch noch in et nur, ſondern macht nothwendig, und ihle iſt um des beſondern practiſche Wahrhei⸗ arek. ſeine Gnaden⸗Zeichen bexion zugleich, daß ez rfeßion geſchicht, deu⸗ da man die Realttäͤt Sache wirklich hat, ache willen, nicht un⸗ ge es noch an ausge⸗ Chr. Br. Capell. X. Jie Jugabe zum Bruͤder⸗Geſangbuch enthaͤkt noch 9 eieder von allerley Arten. 1. Von den bibliſchen Texten uͤberhaupt waͤre zu wün⸗ ſchen, daß ſie von den Directoribus Chori Muſiei un⸗ ter uns, componirt werden moͤchten, wie Moteten und andere Kirchen⸗Muſiken. 2. In den Liedern von der erſten Zeit der Gemeine, ſon⸗ verlich in den Soliloquiis, findet man eine puͤnctliche Auftuerkſamkeit auf des Heilands Fuͤhrung und auf der Seelen Faſſung dabey. Das Wort Faſſung koͤmt N. 2024. vor, ſoll nichts ſelbſt⸗gemachtes und erzwun⸗ genes anzeigen,(weswegen es unter uns ſo ſcharfe Cri⸗ tiguen untergehen muſſen) ſondern was anfaͤnglich noch bedacht, und dem Gemuth repetirt wird, bis es durch Gewohnheit im Umgang mit dem Heilande zur andern Natur wird. In dieſen Liedern finden ſich unter den vielen beſondern mſtaͤndigkeiten doch auch für jederman ſchoͤne Aeuſſe⸗ rungen von der Einfaͤltigkeit des Herzens auf das Einige Nothwendige, den blutigen Verſoͤhner, und bey der Vertraulichkeit und Faͤrtlichkeit gegen Ihn auch Luſt und Liebe zu ſeinem Dienſte in dieſer Welt. 3. Die uͤbrigen Lieder anlangend, welche theils Lehr⸗ Puncte abhandeln, theils zu ſaeramentlichen Handlun⸗ gen und andern Kirchen⸗Begebenheiten gemacht ſind; ſo hat ſich dabey folgende Idee geaͤufſert. So wenig man uberhaupt ein wahrhaftig ganzes Syſtema unſrer Erkenntniß in dieſer Zeit zuſammen fetteln kan und ſoll: ſo wenig und noch weniger kans in Liedern geſchehen. Und das Stuͤckwerk unſers Ausdrucks wird, in Anſehung der Lieder, auch von denen am eheſten eingeraͤumt, die ſonſt ſehr auf Zu⸗ ſammenhang in der Theologie dringen, und darinnen was zu praͤſtiren vermeinen. Und k Und ſo iſt dieſe alteſte Weiſe, die Erkenntniſſe und Er⸗ fahrungen von GOtt und ſich, einander durch Geſang mitzutheilen und fortzupflanzen, nicht nur die ſchicklichſte fuͤr dieſe Zeit, ſondern Johannis Apocalypfis bezeuget, daß das auch in der zukuͤnftigen Zeit ſo fortgehe, nur, ohne Zweifel, noch ſchoͤner und vollkommener. Daher wir uns in einem unſerer Lieder auf die Zeit freuen, da die Zarfen predigen, und die Prediger nun ruhn. Inzwiſchen kan man unſere Lieder und Verſe als zuſammen geſetzte Bilder à la moſaique, zur fortwaͤh⸗ renden Vorſtellung von Chriſti Tode und deſſen Urſach, von dem verwundeten Braͤutigam und ſeiner erloͤſeten ſuͤndigen Braut, anſehen, ſo gut mans, in dieſer Zeit des Elends und der nothwendigen Unvollkommenheit, treſ⸗ fen kan. Unſere Gemeine hat dabey dieſe beſondere Gnaden⸗ Gabe, daß ſie dergleichen Vorſtellungen und Compoſitio⸗ nen in den taͤglichen Singſtunden(wenn ihre Lehrer oder Vorſaͤnger wirklich mit in ihrem Geiſte und Gefuͤhl fort⸗ 8 9. gehen) juſt ſo haben kan, wie es fuͤr jeden Tag am beſten und zutraglichſten iſt, zu Vollfuͤhrung der Geſtalt, die unſer HErr JEſus Chriſtus, als gecreutzigt, in uns ge⸗ winnen, und die durch und an uns hervorleuchten ſoll. „Sollten wahre Kenner der Aehnlichkeit des Glaubens in beſagten Vorſtellungen einiges Bedenken uͤber die⸗ ſe Zuſammenfugung der Stüͤckgen und Steingen aus dem Schatz der Bibel und der eigenen Herzens⸗Erfah⸗ rung, finden und communiciren; ſo kan davon kuͤnf⸗ tig guter Gebrauch gemacht werden, und wird um ſo mehr mit herzlichem Danke angenommen werden, als unſer Herz mit Liebe am Original haͤnget, und die Gnade zu ſchaͤtzen weiß, Ihm aͤhnlich zu werden, wie Er J. F. Fr. war und wie Ex iſt. 1 I. zabe des Ou 1 2. C. b 3bm b, 9 b abrdr 5 nurin d te ſit ein W ma Iad hiaxs unik han krhkäh Gae n Uunle mas angen. terwrei. ſid S. Ia i 1 6n, 1 Ah, tn Hader d je Erkenntniſſe und Er anander dur licht nur die cchiin Pocaly pſis bezeuget, daf d fortgehe, nur, ohne ener. Daher wir ung freuen, dg die n.. uhn. We Bitſa ieder und Verſe ſaique, zur brens de Und deſſen Urſach ꝛ und ſeiner erlöſete ans, in dieſer Zeit des vollkommenheit, tuſ⸗ e beſondere Gnaden⸗ ngen und Compoſttio venn ihre Lehrer oder eiſte und Gefüͤhl for⸗ r jeden Tag am beſten ung der Geſtalt, die rreutzigt, in uns ge⸗ ervorleuchten ſoll. lichkeit des Glaubens Bedenken uͤber die⸗ und Steingen aus nen Herzens⸗Erfah⸗ ſo kan davon kuͤnf⸗ , und wild um ſo mmen werden, als l haͤnget, und die ˖zu werden, wie Er J.. Fr. XI. 1] Das Bedenken des Ordinarii Londin. M. 9 think this Hymn-Bock, J when a Reader will re- view the Succeſſion of the Whole, contains a Kind of Church-Hiſtory in Ef- feck; and when he in his Cloſet, at any Time, reads only a Hymn or two medi- tating barely on what is then before him, it will rove a Cordial for his Heart and Mind, and tune it for what next follows in his Chriſtian Calling, whether Action or Repoſe. The Part I have now read by Order, viz. the VIth, contains, I think, properly the farther and ad- ditional Ideas in Practice as well as Theory, which our preſent Oeconomy has afforded beyond the Gene- rality of the preceding; and the Reader will naturally collate them through every Article in his own Under- ſtanding, in order to find out, on one Hand, how they include, eſtabliſn and pre- ſuppoſe, what has already preceded, and on the other, where o. o glaube, daß dieſes Geſangbuch in Effectu fuͤr eine Kirchen⸗Hiſtorie dienen kan, wenn ſich der Leſer die Muͤhe nimmt, das Ganze in einer Suite zu be⸗ augen. Wer aber auch in ſeiner Stille, es ſey, wenn es ſey, nur ein oder zwey Lieder durchlieſet, und nur was er gerade da vor ſich findet, durchdenket, der wird finden, daß es ſeinem Herzen wohl dabey ſeyn, und in ſeinem Gemuͤthe auf das nechſte Vorhaben ordentlich aufraͤumen wird, er habe gleich ein Geſchaͤffte vor ſich oder einen Sabbath. Das Stuͤck, was mir aufgetragen worden, iſt das ſechſte und letzte, ent⸗ haͤlt eigentlich eine Zuga⸗ be von Ideen in Theoria und Praxi, die uns unſe⸗ re gegenwaͤrtige Haushal⸗ tung, uͤber die vorherge⸗ henden, mitbringet. Der Le⸗ ſer wird einen jeden Artikel in ſeiner natuͤrlichen Ord⸗ nung finden, ſo daß er ſich alle Materien leicht rangi⸗ ren und abnehmen wird, wo ſie alles vorhergehende einſchlieſſen, beveſtigen und vorausſetzen, oder aber ühen A where and how they(ſtill ſcripturally) tranſcend. As the furpriſing of the Reader ſometimes is thus an Effect inſeparable from the very Nature of the Thing; this, as well as my being no competent Judge in general, would have reſtrained me from making the leaſt Ex- ception to any Expreſſion whatſoever, but that in Obedience I am obliged to do ſomewhat of that Sort. What if Hymn 2078. v. 1. after: verliebte Kleine, Luk. 12, 32. were referred to'? Hymn 209 5. v. 3. after: næhher beuer als du warſt— Rom. 13, 11. Page 1200. lin. 3.(in the Hymn: Höuft du's Aelt- hier&c.) I ſuppoſe the Ger- man Word aweicht ſignifies ſometimes barely locum dare, and not always cedere majori. Hymn 2152. v. 4. Wo die Scheſfel, die ſonfi einzeln fie- ben, eben freylich nab zufam- men gehen. As there is here an Apology made for the outward good Order in the Lodges of the OapINARY; a ſtranger will be apt to fuſpect there muſt be ſome- thing very uncommon, to ſtand in Need of it(per- haps that Perſons of diffe- rent Sexes are indiſcrimi- nately 6] dieſelben Periodos(doch im⸗ mer im Schrift⸗Gleiſe) hin⸗ aus gehen. Wenn ich mir das ſo vorſtelle, wie es denn dem Leſer, zu ſeinem Erſtau⸗ nen, mehrmalen in die Haͤn⸗ de kommen wird, ſo gehe ich ſchwer dran, etwas uͤber dieſes Stuck zu exrinnern, um ſo mehr, als ich kein eompetenter Cenſor zu ſeyn glaube. Soll ich aber in Gehor⸗ ſam doch was thun: ſo wollte ich zu N. 2078. v. 1. Luc. 12, 32. und zu N. 2095. v. 3. Röm. 13, 11. allegiren. Ad pag. 1200. lin. 3. deucht mich, es iſt in der Teutſchen Sprache kein Zweifel, daß 1 weicben, auch nur locum dare Und nicht gerade ein auswei⸗ chen, cedere, beſage. Bey dem Liede N. 2172,4. aber finde ich wirklich eine Erinerung nothig. Vielleicht wenn vom nahe zuſammen gehen der Scheffel in den Pilgerhaͤuſern geredet wird, könte das einigen mit unſerm Gemein⸗Gange unbekanten Leuten ſcheinen, als ob das was ungewoͤhnliches und vielleicht eine zu weit getrie⸗ bene Chriſtliche Freyheit oder outrirte Unſchuld in⸗ volvirte: 1es in Ammn. MEHd n det cucd ſar, m den en ſa w Du der huri el ſa u n hgen Mar ham y ene Srle aehe ullärg — ſelben Periodos r im Sch gehen. 1 d vorſele wie es d Leſe„zu ſeinem Ekſta „mehrmalen in die Ha kommen wird, ſo 1 ſchwer dran, etwas ule ſes Stuͤck zu erinn b ſo nehl, als ich ken hen nter Cenſor zu ſeh Soll ich aber in 6 ch abe ehor⸗ doch was thun: ſ lte ich zu N. 2073. h. 112, 32. und k. 209. v. 3. Röm.) allegiren. ähn 3 id pag. 1200. lin, ht mich, es iſt in de eſchen Sprache kein ifel, daß 7. weicben nur locum dare rp gerade ein auswer „cedere, beſage. ey dem Liede R. 21724 finde ich wirklich eine erung noͤthig. Vielleiht vom nahe zuſammen n der Scheffel in den rhaͤuſern geredet wild das einigen mit unſeln ein⸗Gange unbekanten n ſcheinen, als ob das ungewoͤhnliches und icht eine zu weit getlie⸗ Chriſtliche Freyhelt outrirte Unſchuld in⸗ volviete. 4 (och i enn ich n L o nately in the ſame Cham- ber, truſting affoctedly to inward Grace, to preſerve them) whereas in Reality there is at leaſt as much outward Order in theſe Houſes, as in any Family, to be met in common Life; and the Meaning is only, that it is and muſt be leſs reſtrained there than the ſtrick Rules the Bretheren- Towns are calculated for and uſed to, admit. I had nothing elſe to re- mark, otherwiſe I don't think theſe Hints of any Weight or Neceffity; nor is it poffible, that any one, who has tolerably looked into the Congregation Writ- ings, can miſconſtrue any Point. Lendon M. Oct. 1753 8 volvirte: Dazu iſt aber nicht die geringſte Appa⸗ renz. Es iſt eine ſo ſtricte Ordnung in dieſen Haͤuſern, als immer mehr in einigem Chriſtlichen Hofe oder Hau⸗ ſe: ſondern die Comparai- ſon iſt nur zwiſchen der na⸗ turellen und gewoͤhnlichen Haushaltung dieſer Orte, und zwiſchen der unerhoͤr⸗ ten Accurateſſe und ſtrie⸗ ten Ordnung der Gemein⸗ Orte.* Weiter weiß ich nichts zu erinnern; ja ich glaube, man haͤtte auch dieſer wenigen Re⸗ marquen entbehren koͤnnen. Denn wer nur einigermaſ⸗ ſen mit unſern Schriften bekannt iſt, kan nicht leicht eine Stelle dieſes VI. Theils mißverſtehen. * Nachdem nun aus allen dieſen, etwas das dem Gebrauch dieſes ſchoͤnen Buchs in unſern Gemei⸗ nen entgegen ſtuͤnde, nicht zu erſehen iſt: — Als „Dadurch alle Ausbruͤche des Natur⸗Verderbens, menſchlich zu reden, ſo impoſſibel gemacht werden, daß eine jede Laͤſterung ipſo facto ein Abfurdum in⸗ volvirt. 1 o J Als wird unſerm geliebten OapINARIO hiemit aufgetragen, ſobald die naͤchſte Edition proeurirt wird, dahin zu ſehen, daß die von den Bruͤdern gemachte Anmerkungen attendirt, und ſonderlich die noch deſiderirte vortreffli⸗ che Lieder der alten und neuen Kirche in die Stelle von einigen beſſer entbehrlichen Liedern eingeruͤckt werden moͤchten; wobey auch noch anderer Chriſtlichen Theologen auſſer unſerem Eirkel, ihr Gutachten einzuholen, und hierauf nach Befinden, zu der ordentlichen Einfuͤhrung dieſer Sammlung in unſere Gemeinen zu ver⸗ ſchreiten waͤre. Und wenn elcheeheſit die Le⸗ der in den kuͤnftigen Editionen allenfalls nach den Materien ſollten rangirt werden, ſo wuͤrde gegenwaͤrtige, als ein reales Lieder⸗Chronicon, ihren beſondern Werth und Nutzen behalten. Gegeben in Synodo Generali auf dem Vogts⸗ Hofe vor Chelſea 1753. Johann Friederich Francke t. t. Protonotarius Syn. dten OXDINAI V 4 n hdit naͤchſte Ediin ehen, daß die 1 nerkungen attendi dderre vortnifi euen Kirche in d entbehrlichen Lade wobey auch nae gen auſſer unſerm wholen, und hierg ntlichen Einfuͤhruun 2 Gemeinen zu ber ſolchergeſtalt die di den allenfalls na werden, ſo waͤtde Lieder⸗Chronicon, Nutzen behalten. ali auf dem Vohte derich Francke notarius Syn. Etwas 11 1 4 3 42 8 4 N 7† ₰2 3 8 des Knechts GOttes, und dem Etwas vom Das iſt: Alt⸗ und neuer von den Tagen Genochs bisher, „ mit einfaͤltigem Auge geſammlet und zu verſtaͤndigem Gebrauch uͤberlaſſen. Mit Haberkorn⸗ und Guſſiſchen Schriften. 1753. 1 1 md * — ———— —— Kufmerkſame E Geſellſchaften!“ e amit ſehd ihr alle gemeint, X) ihr meinen Freund meinet, be DNe uns geliebet hat Phnd gewaſche von Suͤnden, mit ſeinem Blut, die in ſeine Er ſcheinung leg habe 1 Sher Cod und ſein Urf ſach fruchtbarli denket, daſuͤr, wiewol ar mu und ſe hach Ihm Daens Oofer ſchen ret. Einer alle Br Euer iſt dieſes Geſangb bu ich⸗ welches ich nicht erſ preiſen W ſich ſelbſt preiſen. Ich habe E in Einfalt geſammlet. Es Zwird die billi Uige Ver⸗ un uthung der Mangel haftigkeit ſchon erfuͤllen: doch iſt Fl eiß und Treue dra gewandt. b Di. Haupt⸗Ordnung der Lieber er⸗ ſehet ihr aus dem Wlene be ſelbſt. Die Signatur der ſneceſſiven Oeconomien darinnen dieſe Pſalme an gedichtet wor ( ‚ 2 5 e 2 511, iſt F. 12 — ð — — — 8 3. — . *. Hohel. VIII, 13. b 1 8 V 1 4 3 1 3 8 9/ t 4 4 8 an 4— 8 e 2 8 8 arn 4 K 8. ſo viel von GOt nu gleich⸗ fehlen, ben der U t⸗Idee, auch zt ⸗ lebenden ₰ 5, ͤ ,.— 3 —„„ e h 8 8—— 4.— 3 2n— b(weil, wer wauch hat, und von wird es hier nicht 9 icht erſt nennt, igene E —2 — — — — — R A* — 8 ₰ Hn 52*3 — 2 e ⁹½ — — 1 S 1 5 4 0m0-ꝓE 4 A534 eranderungen, V 8 * 1 3 684 8 E —— H—/ 4 3 — 9 e e, Er N ᷣ * eigene Gennn merken: m Geiſt alles 1 und im an nicht erſt neim hat;(weiß, we ich hat, und uuf ſo viel von Gdn ſo wird es gleic jier nicht ſehlen ie des Alten und Kuͤrze und da und, neben de haupt⸗Idee, aud der itzt⸗lebenden rachtet: ſo, daß gen wird allemn n auch der heu dienſam ſeyn me glauben macht die man hie um eicht nnerreichte n, hat man bio⸗ crift diſtingunn nweilen verſehe dee von einer bles variania — — 1 10 varianten Lection, die in Liedern ſo gar gang und gaͤbe iſt, vorgebeugt werde. Sollte man aber merken, daß der Leſer dergleichen Ausnahmen lieber fuͤr die Emphaſes veſervirt ſaͤhe; ſo kan es in der naͤchſten Edition um ſo viel eher ſo ge⸗ macht werden, da alsdenn die genomme⸗ ne Praͤcaution nicht mehr noͤthig iſt. Die Saͤnger der Ehrwuͤrdigen Kir⸗ che der Unitat, die man die Beuͤder nennt, werden ſich dieſes Werkgens wenigſtens zum Nachſchlagen bedienen koͤnnen: es ſey, daß es der Synodus ge- neralis erkennt, oder das bereits ſeit An- no 1742. in America mit Segen gebrauch⸗ te Geſangbuͤchlein auch nach Europa heruͤber nehme; oder bey dem Ent⸗ ſchluß verharre, kein eigenes Bruder⸗ Geſangbuch zu autoriſiren, damit es, jedes Drts, blos bey dem zeitherigen lebendigen Herzens⸗Concerto bleibe, das doch allein inimitabel, und, mit dem 4. 47„ 7 4 12 48.8) 4/₰“ 3 geiſtlichen Tode einer Kirche, nothwen⸗ 4 4[4444. 19 28 2*— a Khe dig zugleich aus iſt. Doch das ſey blos 18 8* 55 AAℳ im vorbeygehen geſprochen. ☛ Ich wende mich wieder Evangeliſchen Chriſtenheit zur ganzen wuͤnſche ich allen ihren kleinen Und da und grof⸗ ſen ſen Hirten⸗Haͤuſern GOttes, ſo lange, bis daß ſich h, in rech⸗ ter Zeit und Maſſe, die Eine Heerde und 4 der Einige Hirte zei ge, uͤber das Einige Nothwendige nur Einen Sinn, um, ungeachtet der Diverſitaͤt der Orte, der Anl lage, ja auch wol des Elimatis und der Diaͤt gleichen Theil zu haben mit Seiner ⸗ Taube, Seiner Frntned der Schweſt ſter((Hohel. 5, 1.) die ihrer r Mut⸗ ter die Liebſte iſt, ja die Einige ihrer Mutter, von der man ſo wenig, als von ihrem Freunde, zuverlaͤßig ſiehe hier, ſi ſiehe da! Man iſt doch noch aus den allgemeinen Symbolis, Ei⸗ ii ner heiligen Chriſtl Klichen hir che wohleri n⸗ nert; und daß Er bey ihr iſt, alle Tage, b bis an der Welt Ende, das hat Er geſagt. Drum laßt uns an Ihn glaͤuben, Und uns Ihm einleiben, In ſein'm Verdienſt uns weiden, Darinnen verſcheiden Zun ewigen Freuden! Geſchrieben, in der Abtey weſtminſter, 1772. Revid. am 21 Nov. 1753. ⸗ unter dem Auge ſagen kan: ſmm n g — b B anati mn — hl⸗ unter dem. e el Al daß ſich, in u uͤber das Wing einen Sinn, un tat der Orte d des Climatis und heil zu haben un er Fromme, da ) die ihrer Mu⸗ die Einige ihte ſo wenig, als vo laͤßig ſagen kan Man iſt doh nen Symbolis, E Kirche wohlerin ihr iſt, alle Tag das hat Er geſagt 1 Ihn glaͤuben, inleiben, ſt uns weiden, eiden uden! ELEN ELENCHUS der Haupt⸗Abtheilungen dieſes Geſangbuchs. J. Der Bibel⸗Geſang in nuce gehet von N. 1-110. II. Die bibliſche Lieder, von N. 111-193. ent⸗ halten bibliſche Texte, von den Alten in Rei⸗ men gebracht. III. Die Lieder aus der alten Kirche, als, Te Deum, Credo, Hymni der Morgenlaͤndiſchen Kir⸗ che aus dem Griechiſchen uͤberſetzt, der Mit⸗ taͤgigen oder Alexandriniſchen Kirche aus dem Chaldaͤiſchen, gehen von N. 194-212. der Abendlaͤndiſchen Kirche aus dem Lateiniſchen uͤberſetzte Doxologien, Litaneyen und andere Hymni, von N. 213-26. IV. Die Hymni der alten Bruͤder⸗Kirche von N. 266-432. worunter auch Johann Huſ⸗ ſens im funfzehnden und Michael Weiſſens Lieder aus dem ſechzehnden Seculo. V. Folgen die Evangel. Lieder nach der Reformation a. vom ſechzehnden Seculo, das Augſp. Confeßions⸗Lied, das ſymboli⸗ ſche Lied von Bern, die Lieder Lutheri, Sperati, Mattheſti, Nic. Hermanns, Selneccers ꝛc. von N. 433 509. b. Die Lieder im und zum ſiebzehnden Seculo Die Erſte Abtheilung gehet von N. 710-821. und enthaͤlt des ſel. Phil. Nicolai, Val. Berbergers, P. Gerhards, Joh. Angeli, Joh. Riſts, Joa. Neanders, Joh. Heer⸗ manns und anderer, und ſonderlich diejeni⸗ gen „ — A— — eie * N ₰ Cio No 3 3 ſ. 31[ ide 6 3 ch Die Ande d. re 2 Scheiumn enthaͤlt Lieder, wele lche Claſſis I. faͤngt an von N 822-1358. und enthaͤlt die in Spiritu Seyn ivers und Spe⸗ ners ve rfe tigte Lieder, von A. 1660 bis 1720. Claſſis II. 1359-1653. die geiſtreichſten N 24½. 3 2 5 85 4448 T.9— 4 Lieder nach der den Jahren 16 5-1704. be⸗ 8 Es 346; p(ε½¶3 ½à44 44„ ſonders eigenen Denkweiſe der Frommen; Beyde aus den Darn ſt. und Zalliſch. Ge⸗ *— ſangbuͤchern, aus dem Pſalter⸗Spiel, 4 Blumen⸗Kranz, und dergleichen. Claſſis III. die meiſte en Lieder ne dem Ge⸗ ſang b che der Gemeine druckt; u Löbau, 173 5. vor 1d rg e. nebſt einem Anhange von N. 1878 2017. und Z Zt iabe von N. 2018-2065. Confer omnino die teip. Nach⸗ und Vorerinnerung. VI. Ein Enchiridion des Geſanges der Bruͤder⸗ Gemeinen im achtze hnden Seculo, macht von N. 2066-2169. den Schluß dieſes C ſangbuchs. XN 6 rr 1 8 7„ElL e . dl⸗Geſau b u rer.) 22 12s. 2 = — E s ᷣ — I2 s ie b de h den dCbong rch gaͤng gige gem Ge 39 17 Ail ha nge von de di — en th jzaͤlt Liede et, welch Viris D- ſdderioru 1 ſeit der Spener ey Oeconomien, Hettera miſchen un von Anno 1670. 1 9525 §22-13ſ8. un Scrivers und So on A. 1660 bis! 3. die geiſtreit chſte den 1675. 1704¼. 0 der Fromme l; uund Zalliſch. 6. m Pfir er⸗Spiu dergle 4 iche en. ieder aus dem G. zu Hertnhuth, g von N. 1654-1857 von N. 18/8- 201 218- 2065. Confa d Vorerinnerumg 17²0 eſanges der Bruͤde en Se 4 lo, mad n Schluß dieſes Ge ☛ 80 0050 29 8 ½ miſcht 0 Bibel⸗ . 8 e.* ½ 38 anerel 8 zewess 8SAKn HarlEId Kbn 3 J†ES U 1=ne=ded Geſang (IN NUCEZ. I. Benochs. Lied, Jud. v. 14. Viehe!! der HERR koͤmmt mit viel tau⸗ ſend heiligen ꝛc. 2. Jacobs Lied, 1 Moſ. 49. uda, du biſts, Dich wer⸗ J den deine bruͤder Tohen * Ebr. 7 Vor dir werdeſe deines vaters kinder ſich neigen: Du biſt hoch kommen, mein ſohn, durch groſſe ſiege. Er h niedergerniet, und ſich gelagert, wie ein loͤwe, und wie eine loͤwin:: Wer will ſich wider ihn aufleh⸗ nen. Der Friede⸗Furſte koͤmmt: Demſelben werden die vol⸗ ker anhangen.* Sebilo. Er wird ſein kleid in wein waſchen, und ſeinen mantel in weinbeer⸗ blut: Seine augen ſind roͤthlicher denn wein. HERR! ich warte anf dein heil.: ell. z* 3. Des Volks Iſrael erſter Lobgeſang, 2 Moſ. 15. ITch will dem HErrn ſin⸗ J gen: Denn Er hat eine herrliche that gethan. Das iſt mein GOtt, ich will Ihn preiſen: Er iſt mei⸗ nes vaters GOtt, ich will Ihn erheben. Der HErr iſt der rechte kriegs⸗ mann: Jehova iſt ſein name. HErr, deine rechte hand thut groſſe wunder: HErr, deine rechte hand hat die feinde geſchlagen. Der feind gedachte 4 ich will meinen muth an ihnen kuͤhlen, mehne S hand ſoll ſie verderben: Da lieſſeſt du deinen wind blaſen, daß ſie wie bley unterſunken. Jehova, wer iſt dir gleich! Der ſo maͤchtig, heilig, ioͤblich und wunderthaͤtig ſey? Du haſt geleitet durch deine barmherzigkeit dein volk, das du erloſet haſt, K Pban ſie gefüͤhret durc eine 2 Bibel⸗Geſang. deine ſtaͤrke zu deiner heili⸗ gen wohnung.. Da das die volker hoͤre⸗ ten, bebeten ſie, und es kam ſie angſt an: Laß uͤber ſie ſchrecken und furcht fallen, bis dein volk, HErr, hin⸗ durch komme, bis das volk hindurch komme, das du er⸗ worben haſtt. Bringe es hinein und pflanze es zu deinem heilig⸗ thum, HErr, das deine hand bereitet hat: Der HERR wird könig ſeyn immer und ewig. 4 Die Griginal⸗Collecte, 2 Moſ. 34. Hrr, HErr, GOTT! 4 barmherzig und gnädig und geduldig und von groſ⸗ ſer gnad und treue. Du beweiſeſt gnade in tauſend glied: Und vergie⸗ beſt miſſethat, uͤbertretung und ſuͤnde, und vor dir it niemand unſchuldig. 5. Der originale Kirchen⸗Se⸗ gen, 4 Moſ. 6. Thr ſollt meinen namen auf die kinder Iſrael legen, Daß Er ſie ſegne: Der ZERKR ſegne dich, Und behuͤte dich. Der ZERXR laſſe ſein antlitz leuchten uͤber dir, Und ſey dir gnaͤdig. Der ERR erbebe ſein angeſicht uͤber dich, Und gebe dir friede! ſt fels“ gelegt. 6. Bileams Buldigung, (S. Offenb. 3,9.) 4 Moſ. 23. und 24. Man ſiehet keine muͤhe in * Jacob, und keine ar⸗ beit in Iſrael: Jehova, ſein GOtt, iſt bey ihm, und das trommeten des Koͤniges unter ihm.. GOtt hat ihn ausgefuͤh⸗ ret: Seine freudigkeit iſt wie eines einhorns. Zu ſeiner zeit wird man von Jacob ſagen, Welche wunder GOtt thut! Wie fein ſind deine huͤt⸗ ten, Jacob, und deine woh⸗ nungen, Iſrael! Wie die huͤtten, die der HErr pflanzet. Er hat ſich niedergelegt wie ein Loͤwe: Wer wil ſich wider ihn auflehnen? BVeſt iſt deine wohnung, Und haſt dein neſt in einen 4 *Hohel. 2,14. 7. Moſts Valet, 5 Moſ. 33 Wie hat Er die leute ſo lieb! Alle ſeine heili⸗ 4 gen ſind in ſeiner hand. Sie werden ſich ſetzen zu deinen fuͤſſen, Und lernen von deinen worten. Mache Juda zum regen⸗ ten in ſeinem volk: Und laß ſeine macht groß werden, ſug und ihm muͤſſe wider ſeine feinde geholfen werden. Dein —— — A= * Æ Ex 8* eſang. Dileanns ſhemn Offenb. ³,9) n 23. und 2¹ Nan ſeher kein mißei Jacob und keine 1 t in Iſrael: Jehor n GOtt, iſt bey ihm, m s trommeten des Runn ter ihm. Gott hat ihn ausgeſh : Seine freudigket eeines einhorns. Zu ſene zeit wild me n Jacob ſagen, Wah under GOtt thut! Wie fein ſind deine hi 1 Jacoh, und deine we ngen, Iſrael! Wied tten, die der HErr yflang Er hat ſich niedergett eernatr Wer wilſt der ihn auflehnen! Veſt iſt deine wohnum a haſt dein neſt in ein srgelegt.*Hohelan 7. Noſis Valet/ Mof. Vie hat Er die ben lieb! le Fine hel n ſind in ſeiner hand. 3 werden ſich ſetzen inen fuͤſſen, 33 lerme — — a wiih m muſſe wider u nde geholfen werdend, Bibel⸗Geſang. 3 Dein recht und dein licht Bleibe bey deinem heiligen Manne. Wer zu ſeinem vater und mutter ſpricht: ich ſehe ihn nicht, und ſn ſeinem bruder: ich kenne ihn nicht, und zu ſei⸗ nem hn⸗ ich weiß nicht; die halten deine rede und be⸗ wahren deinen bund. Jehova/ ſegne ſein ver⸗ moͤgen: Und laß dir wohl⸗ gefallen die werke ſeiner qudeg liebliche des HErrn wird ſicher wohnen; alle⸗ zeit wird Er uͤber ihm halten: Sein land liegt im ſegen. Freue dich deines aus⸗ zuges: Freue dich deiner huͤtten. Geſegnet ſey der raum⸗ macher: Er ſahe, daß ihm ein haupt gegeben war, ein lehrer, der verborgen iſt. Er ſey angenehm ſei⸗ nen bruͤdern: Dein alter ſey wie deine jugend. Es iſt kein GOtt, als der GOtt des gerechten: Der im himmel ſitzt, der ſey deine huͤlfe. Das iſt die wohnung GOttes von anfang, Und unter den armen ewiglich. Er wird vor dir her dei⸗ nen feind austreiben und zu ihm ſagen: ſey vertilget: Iſrael wird ſicher allein dohnen; ſein himmel wird mit thau trieffen. Wohl dir, Iſrael, wer iſt dir gleich? O volk, daß du durch den Jehova, dei⸗ nen GOtt, ſelig wirſt; der deiner huͤlfe ſchild und das ſchwerdt deines ſieges iſt Deinen ſeinden wirds feb⸗ len, du aber wirſt auf ihrer hohe einher treten. 8. Deboraͤ Pſalm, Richt. g. Lobe den HERRRN, daß ſrael wieder frey wor⸗ den und das volk willig da⸗ zu gewef ſen iſt. Höret zu, ihr koͤnige, und merket auf, ihr fuͤrſten: Ich will, dem HErrn will ich ſingen; dem Jehova,dem GOtt Iſr ael will ich ſpielen. An dorfern“ gebrachs in Iſrael; Bis ich aufkam, eine mutter in Iſrael. *oder bauren. Mein herz iſt wohl an den regenten Iſrael, Die frey⸗ willig ſind unter dem volk. Da ſagt man von der gerechtigkeit des HErrn, von der gerechtigkeit ſeiner doͤr⸗ fer in Iſrael: Da herrſche⸗ ten die verlaſſenen uͤber die maͤchtigen leute. Dis volk wagte ſein le⸗ ben in tod: Wehe denen, ſprach der engel des HErrn, die nicht kamen dem HErrn zu huͤlfe, zu huͤlfe dem HErrn, zu den helden. Die den HErrn lieb haben, Muͤſſen ſeyn wie die ſonne aufgehet in ihrer macht. A 2 9. Moſis 9. Moſis Lied, Pſ. 9o. HERR GOTT, du biſt 5 unſre zuflucht fuͤr und fuͤr. Ehe die berge wor⸗ den, und die erde und die welt geſchaffen worden, biſt du, GOtt, von ewigkeit zu ewigkeit. Der du die menſchen weg⸗ nimmſt: Und ſprichſt: kom⸗ met wieder, menſchen⸗kinder. Denn tauſend jahr ſind vor dir wie der tag, der geſtern vergangen iſt; Ja wie eine nacht⸗wache. Du laͤſſeſt ſie dahin fah⸗ ren wie einen ſtrom, und ſind wie ein ſchlaf, wie ein gras, das ſo bald aufgeht: Das da fruͤh blühet, und dald welk wird, und des abends abgehauen wird, und verdorret. unſer leben waͤhret ſie⸗ benzig jahr, und wenns hoch koͤmmt/ ſo ſinds achzig jahr: Und dann iſts doch nur mu⸗ he und arbeit geweſen; denn es faͤhret ſchnell dahin, als ſfoͤgen wir davon⸗ Lehre uns unſere tagezeh⸗ len, Und weislich anwenden. HERR, kehre dich doch wieder zu uns und ſey dei⸗ nen knechten gnaͤdig: Fuͤlle uns fruhe mit deiner gnade, ſo wollen wir ruhmen und froͤlich ſeyn. Erfreue uns nun ſo lan⸗ ge, als du uns betruͤbet haſt, nach den jahren unſers lei⸗ Bibel⸗Geſang. dens: Zeige deinen knechten deine werke, und deine ehre ihren kindern. Und der HErr, unſer GOtt, ſey uns freundlich: Und fordre das werk unſe rer haͤnde bey uns, ja das werk unſerer hände wolle Er foͤrdern. IO. Der Zannaͤ Lied, 1 Sam. ꝰä. Mein herz iſt froͤlichimn dem Jebova, mein horn iſt erhoͤhet in dem HErrn; Denn ich freue mich deines heiilz. Es iſt niemand heilig, wie der HErr; Auſſer dir iſt keiner, und iſt kein hort, wie unſer GOtt. Laſſet euer groß ruhmen und trotzen: Laſſet aus eu⸗ rem munde das alte. Denn der HErr iſt ein GOtt, der es merket, Und laͤßt euer vornehmen nicht gelingen. Der boge der ſtarken iſt zer⸗ brochen, Und die ſchwachen find umguͤrtet mit ſtaͤrke. Der HErr toͤdtet, und machet lebendig: Er fuͤhrt in die hoͤlle, und wieder heraus. Der HErr machet arm, und machet reich; Er el⸗ niedriget und erhoͤhet. Er hebet auf den duͤrf⸗ tigen aus dem ſtaube, Und erhoͤhet den armen aus dem kothe/ Daß Er ihn ſetze dn er — 15 1 — — 1 Fa FEx = . E = 12 5 2 — S ..“‧“. f& — — — — — E 8 — 7 * * E — ang. 4 weih deinen ine verke, und deine ht imnen deine it nd der HErr, m ött, ſey uns freunn dfördre das wert un hande bey uns, jan unſerer hände woleſh dern. — — — . Io. r Bannaͤ Lied, Sana ſein herz iſt froliht dem Jehovaz/mein hen erhoͤhet in dem HEm 3 ich freue mich den Es iſt niemand heilt⸗ e der HErr; Auſerd keiner, und iſt kein hon e unſer GOtt. Laſſet euer groß ruͤhh d trotzen: Laſſet aus nmunde das alte. Denn der HErr itt Ott, der es merket, w st euer vornehmen ni lingen. Der boge derſtarken iſ ochen, Und die ſchwatt d umguͤrtet mit ſtaͤlke. Der HErr toͤdtet, i achet lebendig: Er füt die hoͤlle, und wie raus. Der Hérr machet an nd machet reich; Erl edriget und erhoͤhet. Er hebet auf den d gen aus dem ſtaube N hoͤhet den armen aus öthe,, 9 Bibel⸗Geſang./ ter die fuͤrſten, Und den ſtuhl der ehren erben laſſe. Er wird behuten die fuͤſſe ſeiner heiligen; Der Hörr wird richten der welt ende. und wird macht geben ſeinem koͤnige, Und erhoͤhen das horn ſeines geſalbten. II. Pſalmen. 2 Sam. 23. es ſprach David, der ſohn Iſai, der hochanſehnli⸗ che mann, der geſalbte GOt⸗ tes,* Der liebliche pfalmiſt in Iſrael. Der Geiſt des HErrn hat durch mich geredt: Und ſeine rede iſt durch meine zunge geſchehen. 3 Es hat der GOtt Iſrael mit mir geredt, der fels Iſrael hat geſprochen: Der gerechte Herrſcher unter den menſchen, der Herrſcher in der furcht GOttes. 12. 2 Sam. 7. Wer bin ich, HErr HErr, und was iſt mein haus, Daß du mich bis hieher ge⸗ bracht haſt? Und das hat dich noch zu wenig gedeucht, HErr HErr, Sondern haſt dem hauſe deines knechts noch von fernem zukuͤnftigen ge⸗ redt. Mein BErr und mein SOtt! Iſt denn die rede von einem menſchen? Und was ſoll David mehr reden mit dir? Du erken⸗ neſt deinen knecht, HErr HErr. Um deines worts willen und nach deinem herzen haſt du ſolche groſſe dinge vor, Daß du ſie deinem knechte kund thuſt. Daxrum biſt du auch groß geachtet, HERR GOTT: Denn es iſt kein GOtt wie du, nach allem, das wir ge⸗ horet haben. Denn wo iſt ein volk wie Iſrael? Das einige volk auf erden, da GOtt ſelbſt gegangen iſt, ſichs zum volk zu erwerben. Du haſt dir dein volk zu⸗ bereitet, dir zum volk in ewigkeit: Und du, HErr, biſt ihr GOtt worden. So bekraͤftige nun, HErr GOtt, das wort in ewig⸗ keit, Das du uͤber deinen knecht und ſein haus gere⸗ det haſt. So wird dein name groß werden in ewigkeit, daß man ſagen wird: der HErr Zebaoth iſt der GOtt uber Iſrael: Und das haus dei⸗ nes knechts wird beſtehen vor dir. A 3 Denn * Der Mann, der verſichert iſt vom Meſſia, Matth. 22. 44 “——.. — 5 Bibel⸗Geſang. Denn du, GOtt, haſt ge⸗ ſagt: Ich will dir ein haus dauen. Darum hat dein knecht ſein herz funden, daß er dis gebet zu dir betet. Nun, HErr HErr, du biſt GOtt, und deine worte wer⸗ den wahrheit ſeyn, Du haſt ſolches gut uͤber deinen knecht geredit. So hebe nun an zu ſegnen das haus deines knechts, Daß es ewiglich ſey vor dir. Denn was du, HERR, ſegneſt, Das iſt geſegnet ewiglich. 13 (2) Warum toben die voͤl⸗ —₰ ker, und die leute reden ſo vergeblich? Die koönige der erden lehnen ſich auf und die herren rath⸗ ſchlagen mit einander wider den HErrn und ſeinen Chri⸗ ſtum. Laſſet uns zerreiſſen ihre bande, und von uns werfen ihre ſeile: Aber der im himmel wohnet, lachet ihr, und der HErr ſpottet ihr. Er wird einſt mit ihnen reden in ſeinem zorn, Und mit ſeinem grimm wird er ſie erſchrecken. Ich aber habe meinen Koͤnig eingeſetzet Auf mei⸗ nem heiligen berge Zion. 8 x * FXch will die ſache erzehlen, ₰ wie ſie iſt: Der HErr hat zu mir geſagt: Du biſt mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget. Heiſche von mir; So will ich dir die heyden zum erbe geben, und der welt ende zum eigenthum. „Du ſollt ſie mit einem eiſern ſcepter zerſchlagen; Wie toͤpfe ſollt du ſie zer⸗ ſchmeiſſen. * 9*⁸ SoV laſſet euch nun wei⸗ ſen, ihr koͤnige: Und laſ⸗ ſet euch zuͤchtigen, ihr rich⸗ ter auf erden. Dienet dem Jehova mit fuürht„ Und jubilirt mit zit⸗ ern. Kuͤſſet den Sohn, daß er nicht zurne, und ihr umkom⸗ met auf dem wege; Denn ſein zorn wird bald anbren⸗ nen: aber wohl allen, die auf Ihn trauen. 14. i) Jehova, unſer Herr⸗ ſcher, wie herrlich iſt dein name in allen landen: De man dir danket im him⸗ mel. Aus dem munde der jungen kinder und ſaͤuglin⸗ ge haſt du eine macht zuge⸗ richtet, Um deiner feinde willen. Denn ich werde ſehen die himmel, deiner finger werk, Den mond und die ſterne, die du bereitet haſt⸗ Was iſt der menſch, daß = * lnn gE 728& * ES * ſang. ein Sohn, haht ab Dohen e Delſche von mir; lich dir die heyden de geben, und der n de zum eigenthum. ern ſcepter zerſchla ie toͤpfe ſollt du ſen * † 4 So laſſet euch nun ne ihr koͤnige: Und euch zuͤchtigen, ihr ii auf erden. Dienet dem Jehova i cht Und jubilirt mit Kuͤſſet den Sohn, daße ht zurne, und ihr umten t auf dem wege; Da nzorn wird bald anbm n: aber wohl allen diem n trauen. 14. Nehova, unſer He O ſcher, wie herrliht n name in allen landel aman dir danket im hih l. Aus dem munde R een kinder und ſaugl haſt du eine macht zu ztet, Um deiner fein Aen. Denn ich werde ſi Jhimmel, deiner fing ik, Den mond und ene, die du bereitet ha Was iſt der menſch, 3 Bibel⸗Geſang. 2 du ſein gedenkeſt, Und des menſchen kind, daß du dich ſein annimmſt. Du wirſt ihn laſſen ei⸗ ne kleine zeit von GOtt verlaſſen ſeyn, Aber mit ehren und ſchmuck wirſt du ihn kroͤnen. Du wirſt ihn zum herrn machen uͤber deiner haͤnde werk: Alles haſt du unter ſeine fuͤſſe gethan, Jehova, unſer Herr⸗ ſcher! Wie herrlich iſt dein name in allen landen! 15. 6) Mewahre mich, GOtt: 8 B Denn ich traue auf ich. Ich habe geſagt zu dem HErrn: du biſt ja der HErr, ich muß um deinetwillen lei⸗ den: Fur die heiligen, ſo auf erden ſind, und fuͤr die herrlichen, an denen hab ich all mein gefallen. Aber jene, die einem an⸗ dern nacheilen, werden groß herzleid haben. Ich will ihren namen in meinem munde nicht fuͤhren. Der HErr aber iſt mein gut und mein theil, Du erhalteſt mein erbtheil. Das loos iſt mir ge⸗ ſch fallen aufs liebliche, mir iſt ein ſchoͤn erbtheil worden: Ich lobe den HErrn, der mir gerathen hat; auch des nachts haben mich meine nieren etwas gelehrt.* * Pſ. 139,13. Off. 2723. Ich habe den HErrn alle⸗ zeit vor augen: Denn Er iſt mir zur rechten; darum werde ich wol bleiben. Darum freuet ſich mein herz, und meine ehre iſt froͤ⸗ lich: Auch mein fleiſch wird ſicher liegen.— Denn du wirſt meine ſeele nicht in der hoͤlle laſ⸗ ſen; Und nicht zugeben, daß dein heiliger verweſe. Du thuſt mir kund den weg zum leben: Vor dir iſt freude die fuͤlle, und lieblichs weſen zu deiner rechten ewiglich. 15. (18) Herzlich lieb hab ich 0 dich, HErr, meine ſtaͤrke; HErr, mein fels, meine burg, mein erretter. Mein GOtt, meine fels⸗ kluft, der ich mich anvertraue! Mein ſchild und horn mei⸗ nes heils, mein ſchutz und meine zuflucht. Ich will den HErrn lo⸗ ben und anruffen; So wer⸗ de ich von meinen feinden erlöſet. Wenn mir angſt iſt, ſo ruffe ich den HErrn an, und reye zu meinem GOtt: So erhoͤret er meine ſtimme von ſeinem tempel, und mein geſchrey koͤmmt vor ihn zu ſeinen ohren. Er neigete den himmel und fuhr herab, und dun⸗ kel war unter ſeinen füſſen: A 4 CEr. e i“. 5— ————j———— 3 8 Bibel⸗Geſang. Er fuhr herab auf den Cherub und flohe daher; und ſchwebete auf den fitti⸗ gen des windes, vom glanz vor ihm trenneten ſich die wolken. 1 Er ſchickete aus der hoͤhe und holete mich: Er erret⸗ tete mich von meinen ſtar⸗ ken feinden, von meinen haſſern, die mir zu maͤchtig waren, die mich uͤberwaͤl⸗ tigten zur zeit meines un⸗ falls; und der HErr ward meine zuverſicht. 1 Er fuͤhrete mich aus in den raum, und riß mich heraus: Denn er hatte luſt zu mir..... Bey den heiligen biſt du heilig, bey den frommen biſt du fromm, bey den reinen biſt du rein, und bey den verkehrten biſt du verkehrt: Du hilfeſt dem elenden volk, und die hohen augen demuͤthigeſt—h u. Du, Jehova, biſt mein licht: Er machet meine finſterniß licht. Denn mit dir kan ich kriegs⸗volk zerſchmeiſſen, und mit meinem GOtt uͤber die mauren ſpringen: GOttes wege ſind ohne tadel, des HErrn reden ſind wohl ge⸗ laͤutert; er iſt ein ſchild allen, die ihm vertrauen. Denn wo iſt ein GOtt ohne den Jehova? Und wo iſt ein fels ohne unſern GOtt? GOtt ruͤſtet mich mit kraft, und weiſet mir einenu Er machet richtigen weg: meine ſuͤſſe gleich den hir. ſchen, und ſtellet mich auf if eine hoͤhe. Du giebeſt mir den ſchild V deines heils, und deine rech⸗ te ſtaͤrket mich: Und wenn du mich demuthigeſt, macheſt du mich groß. Du macheſt unter mir u raum zu gehen, Daß meine knoͤchel nicht gleiten. Du hilfeſt mir von den zaͤnkiſchen volk: Ein volk, das ich nicht kannte, dienet mir; es gehorchet mir mit gehorſamen ohren.. Die fremden haben ſich auch ſubmittirt: Der HErr lebet; und gelobet ſey mein fels, und GOtt, die kluft, wo ich geborgen bin, muͤſſe erhaben werden.g Darum will ich dir dan⸗ ken, H ERR, unter den voͤlkern, und deinen namen lobſingen: Der ſeinem koͤ⸗ nige groß heil beweiſet, undſ wohlthut ſeinem geſalbten David, und ſeinem ſaamen ewiglich. 17. EILI! ErI (S. Jeſ. 53.) (22) Mein GOtt! mein GOtt! warum haſt du mich verlaſſen? Ich heule, aber meine huͤlfe iſt ferne.. Mein 5 ☛ . 8.== gkn 5 E B — . 1 * * ½2„ 5 4 4 — z = 3 * 2. F. — 6 8* * — 8 in 7,„ Ex nace eelne ſuͤſſe gleich den hen, und 3 nezhe ſtellet micha Du giebeſt mir denſt enes heils, und du ſtaͤrket mich: Und ver nmich demuthigeſt, nac mmich groß. Du macheſt unter Lum zu gehen, Daß ma oochel nicht gleiten. Du hilfeſt mir vond nkiſchen volk: Ein e as ich nicht kannte, din ir; es gehorchet mirn horſamen ohren. Die fremden haben ich ſubmittirt: Der h bet; und gelobet ſey me 1s, und GOtt, die il o ich geborgen bin, nit haben werden. Darum will ich dir de n, HERR, unterd ekern, und deinen nane bſingen: Der ſeinen ge groß heil beweiſet,m ohlthut ſeinem geſalt david, und ſeinem ſaane diglich. 17. E 1. 1! ELI rehan 1 ein GOtt! b 5 M GOtt! namm iſt du mich verlaſſen! 1 zule, aber meine hülfe! Bibel⸗Geſang. 9 Mein G8tt, des tages ruffe ich, und du antworteſt mir nicht: Und des nachts ſchweige ich auch nicht. Aber du biſt heilig: Der du wohneſt unter dem lobe Iſrael. Unſre vaͤter hoffeten auf dich: Und da ſie hoffeten, halfeſt du ihnen aus. Zu dir ſchryen ſie, und wurden errettet: Sie hof⸗ feten auf dich, und wurden nicht zu ſchanden. Ich aber bin ein wurm und kein menſch, Ein ſpott der leute und verachtung des bolks. Alle, die mich ſehen, ſpot⸗ ten mein, Sperren das maul auf und ſchutteln den kopf. Er klags dem HErrn, der helfe ihm aus, Und errette ihn, hat er luſt zu ihm. Denn du haſt mich aus meiner mutter leibe gezogen, Du wareſt meine zuverſicht, da ich noch an meiner mut⸗ ter bruͤſten war. Auf dich bin ich gewor⸗ fen aus mutterleibe, Du biſt mein GOtt von meiner mutter leibe an. Sey nicht ferne von mir: Denn angſt iſt nahe, denn es iſt hie kein helfer. Ich bin ausgeſchuͤttet wie waſſer, Alle meine gebeine haben ſich zertrennet. Mein herz iſt in meinem leibe wie zerſchmolzen wachs: Meine kraͤfte ſind vertrock⸗ net wie ein ſcherbe. Meine zunge klebet an meinem gaumen; Und du legeſt mich in des todes ſtaub. Denn hunde haben mich umgeben, und der boͤſen rotte hat ſich um mich ge⸗ macht. Sie haben meine haͤn⸗ de und fuͤſſe durchgraben; Ich moͤchte alle meine gebei⸗ ne zehlen: Sie aber ſchauen, und ſehen ihre luſt an mir; ſie theilen meine kleider un⸗ ter ſich, und werfen das loos um mein gewand. Aber du, HERR. ſey nicht ferne; Meine ſtaͤrke, eile mir zu helfen. Errette meine ſeele vom ſchwerdt, meine einſame von den hunden. Hilf mr aus dem rachen des loͤwen, und errette mich von den einhoͤrnern. Ich will deinen namen predigen meinen brudern; Ich will dich in der gemeine ruͤhmen. * Ruͤhmet den HERRN, die ihr ihn fuͤrchtet: Es ehre ihn aller ſaame Jacob, und vor ihm ſcheue ſich aller ſaame Iſrael. Denn er hat nicht ver⸗ achtet noch verſchmaͤhet das elend des armen, und ſein antlitz vor ihm nicht ver⸗ borgen; Und da er zu ihm ſchrye, hoͤrte ers. A p Dich 10 Dich will ich preiſen in der groſſen gemeine: Ich will meine geluͤbde bezahlen vor denen, die dich fuͤrch⸗ ten. Die elenden ſollen eſſen, daß ſie ſatt werden, Und die nach dem HErrn fragen, werden ihn preiſen. Euer herz ſoll ewiglich le⸗ ben: Es werde gedacht aller welt ende, daß ſie ſich zum HErrn bekehren, und vor ihm anbeten alle geſchlechte der heyden. Denn der HERR hat ein reich, Und er herrſchet unter den heyden. Alle groſſen werden an⸗ beten, und ihre knie vor ihm beugen: Sie muͤſſen doch alle zu ſtaub und aſche wer⸗ den; und keiner kan ſeine ſeele ſelber erhalten. Er wird einen ſaamen haben der ihm dienet: Vom HErrn wird man verkundi⸗ gen zu kindes⸗kind. Sie werden kommen, und ſeine gerechtigkeit predigen dem volk, das gebohren wird, Und was er gethan hat. 18. 24 ¶ie erde iſt des Jeho⸗ D va, und was drinnen iſt: Der erdboden, und was darauf wohnet. Denn Er hat ihn an die meere gegruͤndet, Und an den waſſern bereitet. Bibel⸗Geſang. Wer wird auf des HErr berg gehen? Und wer wird ſtehen an ſeiner heiligen ſtaͤtte? ſein antlitz, Jacob, Sela. Machet die thore weit V und die thuͤren in der welt hoch, Daß der koͤnig der ehren einziehe. Wer iſt derſelbe koͤnig der ehren? HErr maͤchtig im ſtreit. Machet die thore weit und die thuͤren in der welt hoch, Daß der koͤnig der ehren einziehe. Wer iſt derſelbe koͤnig der ehren? Es iſt der HErr Zebaoth, er iſt der koͤnig der ehren, Sela. 19. G4HMein herz tichtet ein feines lied, Ich will ſingen von einem foͤnige. Du biſt der ſchoͤnſte un⸗ ter den menſchen⸗kindern, holdſelig ſind deine lippen: Darum ſegnet dich GOtt ewiglich. Guͤrte dein ſchwerdt an deine ſeite, du held, Und ſchmuͤcke dich ſchoͤn. .Es muſſe dir gelingen in deinem ſchmuck: Zeu einher der wahrheit zu gut, und die elenden bey recht zu behalten; ſo wird deine hand Scharf wunder beweiſen. Das geſchlecht, das nachit ihm fraget: Das da ſuchet eanen de E dn = * — ₰ Es iſt der HErr ſtark und maͤchtig der E E =x E 1 1 2 E .–*⁵* r SeE gEn — —= — E — = FE E 4* — E — — = — E — ☛ — 2 14 AEE — 7 A 5 — — E — — — — — — ſang. Wer wird auf io geben ln3d he jner Porle 1 an ſeiner helle Das geſchlecht, dasn ir trages. t den in antlitz, Jacob, San achet die thole n d die thuͤren in der 1 dch, Daß der konig! -ren einziehhh. Wer iſt derſelbe in e ehren? Es il Err ſtark und mächti Err maͤchtig im ſireit Machet die thore n. dd die thuͤren in dern Ich, Daß der koͤnig dren einziehe. Wer iſt derſelbe iin er ehren? Es iſt der e ebaoth, er iſt der könd dren, Sela. 19. Hdhein herz tichet Mimaeititg igen von einem foͤnige Du biſt der ſchoͤnſten r den doriden.ſn oldſelig ſind deine liyhe darum ſegnet dich 69 viglich. b Guͤrte dein ſchwerdte eine ſeite, du held, 1 zhmuͤcke dich ſchön. Es muſſe dir geline deinem ſchmuck: Za nher der wahrheit zug d die elenden bey rehl halten; ſo wird deinehon under beweiſen. ehe Bibel⸗Geſang. Scharf ſind deine pfeile: Daß die voͤlkel vor dir nie⸗ derfallen, mitten unter den feinden des koͤnigs. GOtt, dein ſtuhl blei⸗ bet immer und ewig; Das ſeepter deines reichs iſt ein gerades ſeecbter. Du liebeſt gerechtigkeit, und haſſeſt gottlos weſen: Darum hat dich, o GOtt, dein GOtt geſalbet mit freuden⸗ol, mehr denn deine geſellen. Deine kleider ſind eitel myrrhen, aloes und caſſia: Wenn du aus den elfenbei⸗ nern palaͤſten daher trittſt, in deiner ſchoͤnen pracht. In deinem ſchmuck gehen der koͤnige toͤchter: Die braut ſtehet zu deiner rechten, in lauter koͤſtlichem golde. Hoöre, kochter, ſchaue drauf, und neige deine oh⸗ ren: Vergiß deines volks, und deines paters hauſes; So wird der koͤnig luſt an deiner ſchoͤne haben: Denn Er iſt dein HErr, und du ſollſt Ihn anbeten. Des koͤnigs tochter iſt ganz herrlich inwendig, Sie iſt mit guͤldenen ſtuͤcken gekleidet. Man fuͤhret ſie in ge⸗ ſtickten kleidern zum koͤnige: Und ihre geſpielen, die jung⸗ frauen, die ihr nachgehen, fuͤhret man zu dir. Man fuͤhret ſie mit freu⸗ den und wonne, Und gehen in des koͤnigs pallaſt. 11 An ſtatt deiner vaͤter wirſt du kinder kriegen: Die wirſt du zu furſten ſetzen in aller welt. Ich will deines namens gedenken von kind zu kindes⸗ kind: Darum werden dir danken die voͤlker immer und ewiglich. 20. (46) GO iſt unſere zu⸗ verſicht und ſtarke; Darum fuͤrchten wir uns nich. Wenn gleich die welt unter⸗ gienge, und die berge mit⸗ ten ins meer ſunken: Wenn gleich das meer wutete und wallete, und von ſeinem un⸗ Pfym die berge einfielen, ela. Dennoch ſoll die ſtadt GOttes fein luſtig bleiben mit ihren bruͤnnlein, Da die heiligen wohnungen des Hoͤchſten ſd. GOtt iſt bey ihr drinnen, darum wird ſie wohl blei⸗ ben: GOtt hilft ihr fruͤhe. Die heyden muͤſſen ver⸗ zagen, und die koͤnigreiche fallen: Das erdreich muß vergehen, wenn er ſich ho⸗ ren laͤßt. Der Hérr Zebaoth iſt mit uns: Der GOtt Jacob iſt unſer ſchutz, Sela. Kommet her, und ſchauet die werke des HErrn, Ders auf erden ſo leer machen kan. Deer den kriegen ſteuret in aller welt. Seyd ſtille A 6 und Bibel⸗ und erkennet, daß Ich GOtt in. Ich will ehre einlegen un⸗ ter den voͤlkern, Ich will ehre einlegen auf erden. Der HErr Zebaoth iſt mit uns: Der GOtt Jacob iſt unſer ſchutz, Sela. 21. (47) Frolocket mit haͤnden, alle volker: Und jauchzet GOtt mit froͤlichem challe. Denn der HERR, der Allerhoͤchſte, iſt erſchrecklich, Ein groſſer Koͤnig auf dem ganzen erdboden. Er wird völker unter uns bringen, Und nationen zu unſern fuͤſſen. Er erwehlet uns zum erbtheil: Die herrlichkeit Jacobs, den er liebet, Sela. GOtt faͤhret auf mit jauchzen, Und der HErr mit heller poſaune. Lobſinget, lobſinget GOtt: Lobſinget, lobſinget unſerm Könige.. Denn Gott iſt Koͤnig auf dem ganzen erdboden: Lobſinget ihm weislic. GOtt iſt Konig uͤber die heyden: GOtt ſitzet auf ſei⸗ nem heiligen ſtuhl. Die fuͤrſten unter den voͤlkern ſind verſammlet zu einem volk/ dem GOtt Abra⸗ hams: Denn GOtt iſt ſehr ethüſhei bey den ſchilden auf erden. Geſang. 22. 657) GO, ſey mir gna⸗ dig nach deiner guͤ⸗ te, Und tilge meine ſuͤnde nach deiner groſſen barm⸗ herzigkeit. Waſche mich wohl von ie meiner miſſethat, Und reini⸗ ge mich von meiner ſuͤnde. Denn ich erkenne meine miſſethat, Und meine ſuͤnde iſt immer vor mir. An dir allein hab ich geſuͤndiget, und uͤbel vor dir gethan: Auf daß du recht behalteſt in deinen worten, und rein bleibeſt, wenn du beurtheilet wirſt. Siehe, ich bin aus ſuͤn ae digem ſaamen gezeuget, Und meine mutter hat mich in ſuͤnde empfangen. Siehe, du haſt luſt zur wahrheit, die im verborge nen liegt: Du laͤſſeſt mih wiſſen die heimliche weiss heit. Entſuͤndige mich mit yſopen, daß ich rein werde: Waſche mich, daß ich ſchnee⸗ weiß werde. Laß mich hoͤren freude und wonne: Daß die ge⸗ beine froͤlich werden, die du zerſchlagen haſt. Verbirge dein antlitz von meinen ſuͤnden, Und tilge alle meine miſſethat. Schaffe in mir, GOtt, ein reines herz: Und gieb mir einen neuen gewiſſen Verwirf geiſt. — AA — a —— 8— — — — —= 1— — Knn dea en hären n fn s 7 d 1 heen en da S müterct Den Nedt unj aaßir un den ms u M aa nin mi 1n 8 an we n heir * * ach deiner erzigkeit. groſn ie Waſche mich wo teiner miſſethat, 8 emich von meiner ſim Denn ich erkenne na iſſethat, Und meine i timmer vor mir. An dir allein hah eſüͤndiget, und übel der ethan: Auf daß dun ehhalteſt in deinen won nd kein bleiheſt, vem zwurtheilet wirſ. Siehe, ich bin aus ſ gem ſaamen gezenget eine mutter hat mich einde empfangen. Siehe, du haſt luſt ahrheit, die im verdon en liegt: Du 19 1 iſſen die heimliche mi eit. „Entſuͤndige mich u open, daß ich rein wene zaſche mich, daß ich ſc eiß werde. Laß mich hoͤren ſkau dd wonne: Daß die ine froͤlich werden de rſchlagen hatt. Verbirge dein antlit einen ſunden, Und i ſe meine miſſethat. Schaffe in mir, 6d n reines herz: Und g ir einen neuen gevlt iſ Verwi —à ——— Bibel⸗Geſang. 13 Verwirf mich nicht von deinem angeſicht, Und nimm deinen heiligen Geiſt nicht von mgir. Troͤſte mich wieder mit deiner huͤlfe, Und der freu⸗ dige geiſt enthalte mich. So will ich die uͤbertre⸗ ter deine wege lehren, Daß ſich die ſuͤnder zu dir be⸗ kehren. Errette mich von den ſchul⸗ den, GOtt, der du mein GOtt und Heiland biſt: Daß meine zunge deine ge⸗ rechtigkeit ruͤhme. HErr, thue meine lippen auf, Daß mein mund dei⸗ nen ruhm verkundige. Denn du haſt nicht luſt zum opfer, ich wollte dir es ſonſt wol geben: Und brand⸗ opfer gefallen dir nicht. Die opfer, die GOtt gefallen, ſind ein geaͤngſter geiſt: Ein geangſtes und zerſchlagen herz wirſt du, GOtt, nicht verachten. Thue wohl an Zion nach deiner gnade, baue die mauren zu Jeruſalem: Dann werden dir gefallen die opfer der gerechtigkeit. 23. (76)(4 OTT iſt in Juda Gdn In Iſrael iſt ſein name herrlich. Zu Salem iſt ſein ge⸗ zelt, Und ſeine wohnung zu ion. Daſelbſt zerbricht er die pfeile, Schild, ſchwerdt und ſtreit, Sela Du biſt herrlicher und maͤchtiger, denn die hohen berge: Die ſtolzen muͤſſen beraubet werden und ent⸗ ſchlaffen, und alle krieger muͤſſen die haͤnde laſſen ſin⸗ ken. Von deinem ſchelten, GOtt Jacob, ſinkt in ſchlaf beyde roß und wagen: Du bhiſt erſchrecklich; wer kan vor dir ſtehen, wenn du zuͤr⸗ neſt?„. Wenn du das urtheil laͤßt hoͤren vom himmel, ſo er⸗ ſchrickt das erdreich und wird ſtille: Wenn GOtt ſich aufmachet zu richten, daß er helfe allen elenden auf er⸗ den, Sela... Wenn menſchen wider dich wuͤten, ſo legeſt du ehre ein; Und wenn ſie noch mehr wu⸗ ten, biſt du auch noch ge⸗ ruͤſtet. Gelobet und haltet dem HErrn euren GOtt: Alle, die ihr um ihn her ſeyd, brin⸗ fet geſchenke dem ſchreck⸗ ichen, Der den fuͤrſten den muth nimmt, Und ſchrecklich iſt unter den koͤnigen auf erden. 24. (80) QDu hirte Iſraeh hoͤre, D der du Joſeph huͤ⸗ teſt wie der ſchagfe: Er⸗ ſcheine, der du ſitzeſt uͤber Cherubim. Erwecke n 3 4 ³ 1 Erwecke deine gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin me uns zu hulfe. GStt Zebaoth,troͤſte uns: Laß leuchten dein antlitz, ſo geneſen wir. Du ihaſt einen weinſtock aus Egypten geholet: Und haſt vertrieben die heyden, und denſelben gepflanzet. Du haſt vor ihm die bahn Lemachet: Und haſt ihn laſ⸗ en einwurzeln, daß er das land erfüllet hat. Berge ſind mit ſeinem ſchatten bedeckt, Und mit ſeinen reben die cedern GOt⸗ tes. Du haſt ſein gewaͤchs aus⸗ gebreitet bis ans meer, Und ſeine zweige dis ans waſſer. GOtt Zebaoth, wende dich doch, Schaue vom him⸗ mel, und ſiehe an, und ſuche heim dieſen weinſtock, Und halte ihn im bau: Den deine rechte gepflanzet hat, und den du dir veſtig⸗ lich erwehlet haſt. Siehe drein, und ſchilt, Daß des brennens und reiſ⸗ ſens ein ende werde. Deine hand ſchuͤtze das volk deiner rechten: Und die leute, die du dir veſtiglich erwehlet haſt. So wollen wir nicht von dir weichen: Laß uns leben, ſo wollen wir deinen namen anruffen. HERR, GOtt Zebaoth, 14 Bibel⸗Geſang. troͤſte uns: Laß dein antlitz leuchten, ſo geneſen wir. und Manaſſe biſt: Und kom⸗ 25. b (8²)(4 O TD ſtehet in der G gemeine GOttes, Und iſt richter unter den groſſen herren. Ich habe wol geſagt: ihr ſeyd wie goͤtter, und gar hohen ſtammes: Aber ihr werdet doch ſterben, wie an⸗ dere menſchen. GOT, mache dich auf, und richte das land: Denn du biſt erbherr uͤber alle voͤlker. 26. (85) ERR, der du vor⸗ R mals gnaͤdig ge⸗ weſt deinem lande, Und haſt d gefangenen Jacobs er⸗ oͤſet; Der du die miſſethat vor⸗ mals vergeben haſt deinem volk, Und alle ihre ſuͤnde bedecket, Sela. G Willtt du uns denn nicht wieder erquicken, Daß ſich dein volk uͤber dir freuen moge? HERR, erzeige uns dei⸗„ ne gnade, Und hilf uns. Ach daß ich hoͤren ſollte, daß GOtt der HErr redete! Daß er friede zuſagte ſei- nem volk, und ſeinen heili⸗ gen, auf daß ſie nicht auf eine thorheit gerathen. Doch iſt ja ſeine huͤlfe nahe Denen, die ihn fuͤrch⸗ ten. Daß ——— — — =— 81☛ — 5- n — E=== EÆ R△R F een= * 88⸗ — — =— ggES rESASe — heſang. öſte uns: 9 Laß dei— uchten, ſo geneſen unt ch habe wol aai 1— ℳ. ar ſeyd wie goͤtter, un ohen ſtammes: Abe ſerdet doch ſterben, wi 3 ere menſchen. b GO8d, mache dich a ad rich da land: da I biſt erbherr ubel dedit über 26. 55) EA der dun mals gnaͤdig, heſt deinem lande, ume ecdefangenen Jacobs Der du die miſſethatw dals vergeben haſt dem olk, Und ale ihre ſt edecket, Sela. Willt du uns denn ſi dieder erquicken, Daiſt ein volk uͤber dir ſtan noge? HERR, erzeige unsd e gnade, Und hilf uns Ach daß ich hoͤren ſolt aß GOtt der HErr teda Daß er friede zuſagte em volk, und ſeinen hi en, auf daß ſie nicht a ne thorheit gerathen. Doch iſt ſa ſeine lü ahe Denen, die ihn üi 4 1 1 ¹ Bibel⸗Geſang. Daß in unſerm lande ehre wohne: Daß gute und treue einander begegnen, gerech⸗ tigkeit und friede ſich kuſſen. Daß treue auf der erden wachſe, Und gerechtigkeit vom himmel ſchaue. Daß uns auch der HErr gutes thue, Damit unſer land ſein gewaͤchs gebe. Daß gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe, Und im ſchwange gehe. 27. (87)(Stie iſt veſt gegruͤndet auf den heiligen bergen: Der HErr liebet die thore Zion, uber alle wohnungen Jacob. Herrliche dinge werden in dir geprediget, Du ſtadt GOttes, Sela.. Ich will predigen laſſen Rähel und Babel, daß ſie mich kennen ſollen: Siehe, die Philiſter und Tyrer, ſamt den Mohren, werden da⸗ ſelbſt geboren. Man wird zu Zion ſagen, daß allerley leute darinnen geboren werden, Und daß Er, der Hoͤchſte, ſie baue. Der HErr wird predi⸗ gen laſſen in allerley ſpra⸗ chen, Daß derer etliche auch nah daſelbſt geboren werden, Seia. Und die ſaͤnger, wie am reigen, werden alle in dir ſingen, Eins ums andere. 15 28. )Mer unter dem ſchirm des Hoͤchſten ſitzet, und unter dem ſchatten des Allmaͤchtigen bleibet: Der ſpricht zu dem HErrn: mei⸗ ne zuverſicht und memie burg; mein GOtt/ auf den ich traue.. Denn Er errettet mich vom ſtrick des jaͤgers, Und von der ſchaͤdlichen peſtilenz. Er wird dich mit ſeinen fittigen decken, und deine zu⸗ verſicht wird ſeyn unter ſei⸗ nen fluͤgeln: Seine wahr⸗ heit iſt ſchirm und ſchild; Daß du nicht erſchrecken muͤſſeſt vor dem grauen des nachts; Vor den pfeilen, die des tages fliegen:; Vor der peſtilenz, die im finſtern ſchleichet; Vor der ſeuche, die im mittage ver⸗ derbet.. Ob tauſend fallen zu dei⸗ ner ſeiten, und zehen tauſend zu deiner rechten: So wird es doch dich nicht treffen. Denn der HErr iſt deine zuverſicht, Der Hoͤchſte iſt deine zufluchtht. Es wird dir kein ubels begegnen, und keine plage wird zu deiner huͤtten ſich ahen. Denn er hat ſeinen engeln befohlen uͤber dir, daß ſie dich behuͤten auf allen dei⸗ nen wegen: Daß ſie dich auf den haͤnden tragen, um 16 Bibel⸗ du deinen fuß nicht an einen ſtein ſtoͤſſeſt. Auf dem loͤwen und ot⸗ tern wirſt du gehen, Und treten auf die jungen loͤwen und drachen. * Er begehret mein, ſo will 'ch ihm aushelfen. Er ken⸗ net meinen namen, darum will ich ihn ſchuͤtzen. Er ruffet mich an, ſo will ich ihn erhoͤren, ich bin bey ihm in der noth: Ich will ihn heraus reiſſen, und zu ehren machen. Ich will ihn ſaͤttigen mit langem leben, Und will ihm zeigen mein heil. 29. (9²) Das iſt ein köſtlich D ding dem HErrn danken, und lobſingen dei⸗ nem namen, du Hoͤchſter; Des morgens deine gnade, und des nachts deine wahr⸗ heit verkuͤndigen. Denn, HéErr, du laͤſſeſt mich froͤlich ſingen von dei⸗ nen werken: Und ich ruͤhme die geſchaͤffte deiner haͤnde. Hrr, wie ſind deine wer⸗ ke ſo groß? Deine gedan⸗ ken ſind ſo ſehr tieff. Ein thoͤrichter glaubet das nicht, Und ein narr ach⸗ tet ſolches nicht. Aber du, HERR, biſt der Hoͤchſte, Und bleibeſt ewiglich. Denn ſiehe, deine feinde Geſang. HErr, ſiehe, deine feinde werden umkommen: Und alle ubelthaͤter muͤſſen zer⸗ ſtreuet werden. Aber mein horn wird er⸗ hoͤhet werden, wie eines ein⸗ horns: Und werde geſalbet mit friſchem ͤle. Der gerechte wird grunen wie ein palmbaum, Er wird wachſen wie eine ceder auf Libanon. Die gepflanzet ſind in dem hauſe des HErrn, Werden in den vorhoͤfen unſers GOt⸗ tes grunen. Und wenn ſie gleich alt werden, werden ſie denno bluͤhen, fruchtbar und friſch ſeyn: Daß ſie verkuͤndigen, daß der HErr ſo gut iſt, mein fels und iſt kein un⸗ recht an ihm. 30. 63) Der HERR iſt koͤnig — und eniſg ge⸗ ſchmuͤcket: Der HErr iſt ge⸗ ſchmuͤckt, und hat ein reich angefangen, ſo weit die welt iſt, und zugericht, daß es bleiben ſoll. 1 Von dem an ſtehet dein ſtuhl veſt; Wiewol du von ewigkeit biſt. Dein wort iſt eine rechte lehre: Heiligkeit iſt die zier⸗ de deines hauſes ewiglich. 31. (90 Kommt herzu, laſſet uns dem HERRN frolocken, RR. 8 äAn Sn E EA enn E eſang. Err, ſiehe, deine„ rden unfommen fin e ubelthaͤter miſfen eurr werden. Aber mein horn widh, het werden, wie eunn aons: Und werde geſat it friſchen oͤle. Der gerechte wirdgain ie ein almbaum, Ery achſen wie eine eedern banon. M Die gepflanzet ſindinde auſe des HErrn, d aden vorhoͤfen unſers) s gruͤnen. Und wenn ſie gleich eerden, werden ſie dem luhen, fruchtbar und ſiß yn: Daß ſie verkuͤnden aß der HErr ſo gui nein fels und iſt kein! echt an ihm. 30.. 33) Der HEMifti D und herrlich! hmuͤcket: Der HEnriſt chmuͤckt, und hat ein m — — — — ngefangen, ſo weit dey ſt, und zugericht, diße leiben ſoll. b Von dem an ſiehet d tuhl veſt; Wiewol dn wigkeit biſt. Dein wolt iſt eine ti ehre: Heiligkeit iſtdiet de deines hauſes ewiglt 31. 1 95 erzu, lo 95 Komm herzu, 1 uns dem HEl frolace Bibel⸗Geſang. 17 frolocken, Und jauchzen dem hort unſers heils. Laſſet uns mit danken vor ſein angeſicht kommen, Und mit pſalmen ihm jauchzen. Denn der HERR iſt ein groſſer GOtt, Und ein groſ⸗ ſer Koͤnig uͤber alle goͤtter. Denn in ſeiner hand iſt, was die erde bringet: Und die hoͤhen der berge ſind auch ſeen. Denn ſein iſt das meer, und Er hats gemacht: Und ſeine haͤnde haben das tro⸗ ckene bereitet. Kommt, laſſet uns anbe⸗ ten, und knien, Und nieder⸗ fallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat. Denn Er iſt unſer GOtt; Und wir das volk ſeiner weide, und ſchaafe unter ſeiner hand. 32 (97) Der Jehova iſt koͤnig, D des freue ſich das erdreich, und ſeyen frolich die inſeln, ſo viel ihrer ſind: Gerechtigkeit und gericht iſt ſeines ſtuhls veſtung. Die himmel verkundigen ſeine gerechtigkeit, und alle volker ſehen ſeine ehre. Be⸗ tet Ihn an, alle gotter. Zion hoͤrets, und iſt froh: Und die toͤchter Juda ſind froͤlich, HErr, uͤber deinem regiment. Denn du, HErr, biſt der Hoͤchſte in allen landen: Du biſt ſehr erhoͤhet uͤber alle goͤtter. Die ihr den HErrn lie⸗ bet, haſſet das arge: Der HErr bewahret die ſeelen ſeiner heiligen, von der gott⸗ loſen hand wird er ſie er⸗ retten. Dem gerechten muß das licht immer wieder aufge⸗ hen, Und freude den gu⸗ ten herzen. Ihr gerechten, freuet euch des HErrn: Und danket ihm, und preiſet ſeine hei⸗ ligkeit. 33. (99 Der HER iſt koͤnñ . D darum toben de voͤlker: Er ſitzet auf Cheru⸗ bim, darum reget ſich die welt. Der HERR iſt groß zu Zion, Und hoch uüber alle völker. Man danke deinem groſ⸗ ſen und wunderbarlichen na⸗ men, der da heilig iſt: Im reich dieſes koͤnigs hat man das recht lieb. Erhebet den HErrn, un⸗ ſern GOtt, betet an zu ſei⸗ nem fußſchemel: Denn Er iſt heilig. b Moſe und Aaron unter ſeinen prieſtern, und Sa⸗ muel unter denen, die ſeinen namen anruffen: Sie rief⸗ fen an den HErrn, und Er erhoͤrete ſie. HERR⸗ 4 5 4 3 4 1 3 8 8 6 3 8 3 † 18 b Bibel⸗Geſang. HERR, du biſt unſer GOtt, du erhoͤreteſt ſie: Und wenn du ſie zuͤchtig⸗ teſt, ſo vergabeſt du ihnen auch wieder. Erhoͤhet den HErrn, un⸗ ſern GOtt, und betet an zu ſeinem heiligen berge: Denn der HErr, unſer GOtt, iſt heilig. 34. (100)Tauchzet dem HErrn, alle welt. Dienet dem HéErrn mit freuden, kommt vor ſein angeſicht mit frolocken. Erkennet, daß der HErr GOtt iſt: Er hat uns ge⸗ macht, und nicht wir ſelbſt, zu ſeinem volk, und zu ſchaa⸗ fen ſeiner weide. Gehet zu ſeinen thoren ein mit danken, zu ſeinen vorhofen mit loben: Dan⸗ ket ihm, lobet ſeinen namen. Denn der H E RR iſt freundlich: Und ſeine gnade waͤhret ewig, und ſeine wahrheit für und fur. 35 .— 5 (102) Du wollteſt dich auf⸗ machen, und uͤber Zion erbarmen: Denn es iſt zeit, daß du ihr gnaͤdig ſeyſt und die ſtunde iſt kom⸗ en. Denn deine knechte wol⸗ ten gerne, daß ſie gebauet wuͤrde: Und ſaͤhen gerne, daß ihre ſteine und kalk zu⸗ gerichtet wuͤrden; Daß die heyden den na⸗ men des HErrn fuͤrchteten und alle köoͤnige auf erden deine ehre; Daß der HErr Zion bauete, und erſchiene in ſeiner ehre. Er wendet ſich zum gebet un der vperlaſſenen, Und ver ſchmaͤhet ihr gebet nicht. Das werde geſchrieben auf die nachkommen: und das volk, das noch geſchaffen ſoll werden, wird den HErrn loben. Denn er ſchauet von ſei⸗ ner heiligen hoͤhe, und der HErr ſiehet vom himmel auf erden: Daß er das ſeußzen der gefangenen hoͤre, und todes; Auf daß ſie zu Zion pre⸗ digen den namen des HErrn und ſein lob verkuͤndigen Wenn die voͤlker zuſammen kommen, und die konigreiche dem HErrn zu dienen. Mein GOtt! du haſt vorhin die erde gegruͤndet Und die himmel ſind deiner haͤnde werk. Sie werden vergehen aber du bleibeſt. Sie wel⸗ den veralten, wie ein ge⸗ wand; ſie werden umge⸗ wandt wie ein kleid, wenn du ſie herum wenden willſt. Du aber bleibeſt, wie du biſt: Und deine jahre neh⸗ men kein ende. Die kinder deiner knechte werden los mache die kinder des rn. = * 8 1 88 — KRiU 3 7 sAnn ——— E * ——— F E4 — E Bn — — 5 = = — — — — E Beſang. Daß die he e heyden men des Herrn ſ deine ehre; D 2 aß de Zlon bauete, und 4 in ſeiner ehre. Er wendeet ſich una der vereeni 9 ſchmaͤhet ihr gebet i Das werde geſhit auf die nachkommen:“ das volk, das noch geih ſoll werden wird dene loben. Denn er ſchauet we ner heiligen hoͤhe, im HErr ſiehet vom hinwe erden: Daß er dasſ der gefangenen horen. los mache die kinder todes; Auf daß ſie zu Zion⸗ digen den namen des he und ſein lob verkunde Wenn die volker zuhnn kommen, und die konihn dem HErrn zu dienen. Mein GOtt! dar vorhin die erde gegehe Und die himmel ſind u haͤnde werk. Sie werden bet aber du bleibeſt. Sen den veralten, wie en wand; ſie werden m wandt wie ein kleid,n du ſie herum wenden ne Du aber bleibeſt, ve biſt: Und deine jſahte men kein ende. Die kinder eiurh Bibel⸗ Geſang. 19 werden auch bleiben, Und ihr ſaame wird vor dir ge⸗ deyhen. 36. (107) Janket dem HErrn, D denn er iſt freund⸗ lich: Und ſeine guͤte waͤhret ewiglich. Saget, die ihr erloͤſet ſeyd durch den HErrn, die er aus der noth erloͤſet hat: Und die er aus den laͤndern zuſammen bracht hat, vom aufgang, vom niedergang, von mitternacht und vom meer. 1. Die irre gingen in der wuͤſten, in ungebaͤhntem wege, und funden keine ſtadt, da ſte wohnen konten; Hungrig und durſtig, und ihre ſeele verſchmachtete: Da ſie zum HErrn rief⸗ fen in ihrer noth, und er ſie errettete aus ihren aͤngſten; und fuhrete ſie einen richti⸗ gen weg, daß ſie gingen zur ſtadt, da ſie wohnen konten. Die ſollen dem HErrn danken um ſeine gute; Und um ſeine wunder, die er an den menſchen⸗kindern thut. Daß er ſaͤttiget die durſti⸗ ge ſeele, und fuͤllet die hun⸗ grige ſeele mit gutem. Die da ſitzen muſten im finſterniß und dunkel, Ge⸗ fangen im zwang und eiſen. Da ſie zum HErrn rief⸗ fen in ihrer noth, und er ihnen half aus ihren aͤng⸗ ſten; Und ſie aus dem fin⸗ ſterniß und dunkel fuhrete, und ihre bande zerriß. Die ſollen dem HErrn danken um ſeine guͤte; Und um ſeine wunder, die er an den menſchen⸗kindern thut. Daß er zerbricht eherne thuͤren, Und zerſchlaͤgt ei⸗ ſerne riegel. Die mit ſchiffen auf dem meer fuhren, Und trieben ihren handel in groſſen waſ⸗ ſern; Und ſie gen himmel fuh⸗ ren, und in abgrund fuhren, daß ihre ſeele vor angſt ver⸗ zagete; Daß ſie taumelten und wanketen wie ein trun⸗ kener, und wuſten keinen rath mehr: Da ſie zum HERRN ſchryen in ihrer noth, und er ſie aus ihren aͤngſten fuͤh⸗ rete; Und ſtillete das unge⸗ witter, daß die wellen ſich legten; Und ſie froh wurden, daß es ſtille worden war; Und er ſie zu lande brachte nach ihrem wunſch. Die ſollen dem HErrn danken um ſeine gute; Und um ſeine wunder, die er an den menſchen⸗kindern thut. Und Ihn bey der gemei⸗ ne preiſen, Und in dem rath der alteſten ruͤhmen. Die eine ſtadt zurichteten, da ſie wohnen koͤnten; Und aͤcker beſaͤen, und weinberge pflanzen moͤchten. Und —8ͤ 20 Bibel⸗Geſang. ewiglich, nach der weiſe Und er ſie ſegnete, Daß ſie ſich faſt mehreten. Die, welche niederge⸗ druͤckt und geſchwaͤcht waren von menſchen, die ſie ge⸗ zwungen und gedrungen hatten; Da verachtung auf die füͤrſten geſchuͤttet war, daß alles irrig und wuͤſte ſtund.. Da er den armen ſchuͤtze⸗ te vor dem elend, Und ſein geſchlecht wie eine heerde mehrete.. Das werden die from⸗ men ſehen, und ſich freuen: Und aller bosheit wird das maul geſtopfet werden. Wer iſt weiſe und behaͤlt dis? So werden ſie mer⸗ ken, wie viel wohlthat der HErr erzeiget. 37. (1 10)Der HErr ſprach zu meinem HErrn: Setze dich zu meiner rech⸗ ten, bis ich deine feinde zum ſchemel deiner fuͤſſe lege. Der HERR wird das ſcepter deines reichs ſenden aus Zion: Herrſche unter deinen feiden. Nach deinem ſieg wird dir dein volk williglich opfern in heiligem ſchmuck: Deine kinder werden dir geboren, wie der thau aus der mor⸗ genroͤthe. Der HErr hat geſchwo⸗ ren, und wird ihn nicht ge⸗ reuen; Du biſt ein prieſter Melchiſedcec⁴h. Der HErr zu deiner rech⸗ ten wird richten unter den voͤlkern: Er wird eine groſſe ſchlacht thun. 38. (111] Ich danke dem Jeho⸗ va von ganzem her⸗ zen, Im rath der frommen und in der gemeine. Groß ſind die werke des HErrn; Wer ihr achtet, der hat eitel luſt daran. * — — .Rn.,F 7. ——— = Was er ordnet, das iſt uuun loͤblich und herrlich: Uund ſeine gerechtigkeit bleibet ewiglich.. (Er hat ein gedaͤchtniß ge⸗ ſtiftet ſeiner wunder, Der gnaͤdige und barmherzige HERR. == — — — — — — E —— 5 5 — 1An E* = — — Er gibt ſpeiſe denen, p ihn fuͤrchten: Er gedenket ewiglich an ſeinen bund. Er laͤſſet verkuͤndigen ſei⸗ b ne gewaltige thaten ſeinen volk, Daß er ihnen gebe das erbe der heyden. Die werke ſeiner haͤndeu ſind wahrheit und recht, alle ſeine gebote ſind rechtſchaf⸗ fen. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und ge⸗ ſchehen treulich und reblich. Er ſendet eine erloͤſung ſeinem volk, und verheiſſet, daß ſein bund ewiglich blei⸗ ben ſoll. Heilig und hehr iſt ſein name! 39.(119) —== —= E F 1 15 *½ E —— — äE 4₰ 2 — — 2 FEz ſeſting. digich, nach der dlhibde dac der 1” Der HErr zu deinete uenird kichten und lkern: Er wird eineg lazht thun. 38. ch danke dem „D va von ganzen n, Im rath der ſtom dein der gemeine Groß ſind die wee Errn; Wer ihr achtt at ertel luſt daran. Pas er ordnet, d blihh und herrlich! ine gerechtigkeit d dig ich. E hat ein gedaͤchni fte ſeiner wunder, nädige und barmhen ERNR. E gibt ſpeiſe denen n ſuͤrchten: Er geda vig ich an ſeinen bun E läͤſſet verkuͤndigen grwaltige thaten ſit i Daß er ihnen geben bent er heyden. 1 Die werke ſeiner ſit nd wahrheit und rech in' gebote ſind rechlt n. Sie werden eitt uf. und ewiglich un helen treulich und un Er ſendet eine eulit inem volk, und vethe iß ſein bund ewigliht en ſſoll. Heilig und 1 ſein name! 39. l Bibel⸗Geſang. 21 39. 112) Den rechtſchaffenen — D gehet das licht auf im finſterniß, Von dem gnaͤ⸗ digen, barmherzigen und ge⸗ rechten. Wohl dem, der barmher⸗ zig iſt, und gerne leihet: Und richtet ſeine ſachen aus, daß er niemand unrecht thue. Denn er wird ewiglich bleiben: Des gerechten wird nimmermehr vergeſſen. Wenn eine plage kommen will, ſo fürchtet er ſich nicht: Sein herz hoffet unverzagt auf den HErrn. Sein herz iſt getroſt, und fuͤrchtet ſich nicht, Bis er ſeine luſt an ſeinen feinden ſiehet.. Er ſtreuet aus und gibt den armen: Seine gerech⸗ tigkeit bleibet ewiglich, ſein horn wird erhoͤhet mit eh⸗ ren. Der gottloſe wirds ſehen, und wird ihn verdrieſſen; ſeine zaͤhne wird er zuſam⸗ men beiſſen, und vergehen. Denn was die gottloſen ger⸗ ne wollten, das iſt verloren. 40. (113) Lobet, ihr knechte des HErrn; Lobet den namen des HErrn. Gelobet ſey des HErrn name, Von nun an bis in ewigkeit. Vom aufgang der ſonnen bis zu ihrem niedergang, Sey gelobet der name des HErrn.. Der HErr iſt hoch uͤber alle voͤlker: Seine ehre ge⸗ het, ſo weit der himmel iſt. Wer iſt, wie der HERR, unſer GOtt? Der ſich ſo hoch geſetzet hat, und auf das niedrige ſiehet, im him⸗ mel und auf erden. Der den geringen aufrich⸗ tet aus dem ſtaube, und er⸗ hoͤhet den armen aus dem koth; Daß er ihn ſetze neben die fuͤrſten, neben die fuͤrſten ſeines volks. Der die unfruchtbare im hauſe wohnen machet, Daß ſie eine froͤliche kinder⸗mut⸗ ter wird, Hallelujah! 41. b (115) Richt uns, HENRR” —nicht uns; Son⸗ dern deinem namen gib ehre, li deine gnade und wahr⸗ eit. Warum ſollen die heyden ſagen, wo iſt nun ihr GOtt? Unſer GOtt iſt ja im him⸗ mel; er kan ſchaffen, was er will. b Der HERR denket an uns, und ſegnet uns: Er ſegnet das haus Iſrael, er ſegnet das haus Aaron. IEr ſegnet, die den HErrn fuͤrchten, beyde kleine und groſſe. Der HErr ſegne euch ie mehr und mehr, euch und eure kinder. Ihr 22 Ihr ſeyd die geſegneten des HErrn, Der himmel und erde gemachet hat. 42. (116)& Jas iſt mir lieb, daß D der HERR mei⸗ ne ſtimme und mein flehen hoͤret: Daß er ſein ohr zu mir neiget, darum will ich mein lebenlang ihn anruffen. Stricke des todes hatten mich umfangen, und angſt der hoͤllen hatten mich trof⸗ fen: Ich kam in jammer und nohh. Aber ich rief an den na⸗ men des HErrn: O HErr, errette meine ſeele. Der HErr iſt gnaͤdig und gerecht, Und unſer GOtt iſt barmherzig.. Der HéErr behutet die einfaͤltigen: Wenn ich un⸗ terliege, ſo hilft er mir. Sey nun wieder zufrie⸗ den, meine ſeele: Denn der HErr thut dir gutes. Denn du haſt meine ſeele aus dem tode geriſſen, mein Bibel⸗Geſang. vergelten alle ſeine wohl that, Die er an mir thut? Ich will den heilſamen kelch nehmen, und des HErrn namen pa digen. Ich will meine geluͤbde dem HErrn bezahlen, vor alle ſeinem volk. Der tod ſeiner heiligen Iſt werth gehalten vor dem HErrn. O HERR! ich bin dein knecht; ich bin dein knecht, deiner magd ſohn: Du haſt meine bande zerriſſen. Dir will ich dank opfern, Und des HErrn namen pre⸗ digen. Ich will meine geluͤbde dem HErrn bezahlen, vor alle ſeinem volk: In den hoͤfen am hauſe des HErrn, in dir, Jeruſalem, Halle. lujah! 43. (1 17) Lobet den HERRN 4 alle heyden, preiſet Ihn, alle volker: Denn ſei⸗ it ne gnade und wahrheit wal⸗ u Æ■ 2 2 =* 1 rn auge von den thraͤnen, mei⸗ tet über uns in ewigkeit, nen fuß vom gleiten. Ich Hallelujah! will wandeln vor dem 44. 3 HErrn, im lande der leben⸗(118) Danket dem HErrn: t digen. 3 4 Denn er iſt freund⸗ Atſei uc 5 Ich glaͤube, darum rede lich, und ſeine gute waͤhret Nru S ich: Ich werde aber ſehr ewiglich. Dad M. geplaget. Es ſage nun Iſrael: Sei⸗ ddbr nah Ich ſprach in meinem za⸗ ne gute waͤhret ewiglc.. dd gen: Alle menſchen ſind. Es ſage nun das haus wenn lugner. Aaron: Seine guͤte waͤhret maßze Wie ſoll ich dem HErrn ewiglich. en Nue Eai nina. ſang. t, Die er an mir the und d 1 der tod ſeiner heiligen en- e gehaltan 2 d 3 HENR! ich bin ERR! 1 dt; ich bin dein h ner magd ſohn: Dule ne bande zerriſen. Dir will ich dank oye Ades HErrn namenn. Ich will meine galt HErrn bezahlen, n ſeinem volk: Ip en am hauſe des HEn 4 Jeruſalem, Hal ih! 43. Lodet den HER alle heyden, pei t, alle volker: Dennſ nade und wahkheitte über uns in ewigk lelujah! 44.. 8) Danket dem HEm Denn er iſtftemi und ſeine guͤte wall glich. es ſage nun Iſrael: 6 zute waͤhret ewiglil⸗ es ſage nun das har on: Seine güͤte wah glich. lſan g Bibel⸗Geſang. 283 3 ſagen nun, die den Se gaurchten; Seine ute waͤhret ewiglich. In der angſt rief ich den Hrrn an: Und der HErr erhorete mich, und troͤſtete mich. Der HErr iſt mit mir, darum fuͤrchte ich mich nicht: was koͤnnen mir menſchen thun?. Der HErr iſt mit mir, mir zu helfen: und ich will meine luſt ſehen an meinen feinden. Es iſt gut auf den HErrn vertrauen, und ſich nicht ver⸗ laſſen auf menſchen. Es iſt gut auf den HErrn ver⸗ trauen, und ſich nicht verlaſ⸗ ſen auf fuͤrſten. Alle heyden umgeben mich: Aber im namen des HErrn will ich ſie zerhauen. Sie umgeben mich allent⸗ halben: Aber im namen des HErrn willich ſie zerhauen. Sie umgeben mich wie bienen, ſie daͤmpfen wie ein feuer in dornen: Aber im namen des HErrn will ich ſie zerhauen. Man ſtoöſſet mich, daß ich fallen ſoll, aber der HErr hilft mir. Der HErr iſt meine macht, und mein pſalm, und iſt mein heil. Man ſinget mit freuden vom ſieg in den huͤtten der gerechten: Die rechte des HErrn behaͤlt den ſieg. Die rechte des HErrn iſt erhoͤhet: Die rechte des HErrn behaͤlt den ſieg. Ich werde nicht ſterben: Soöndern leben, und des HErrn werk verkundigen. Der HErr zuchtiget mich wol, Aber er gibt mich dem tode nicht. Thut mir auf die thore der gerechtigkeit, daß ich da⸗ hinein gehe, und dem HErrn danke. Das iſt das thor des HErrn; die gerechten werden dahinein gehen. Ich danke dir, daß du mich demuthigeſt, Und hil⸗ feſt mir. Der ſtein, den die bauleu⸗ te verworfen, iſt zum eckſtein worden. Das iſt vom HErrn geſchehen, und iſt ein wun⸗ der vor unſern augen. Dis iſt der tag, den der HErr macht: Laſſet uns freuen, und froͤlich darinnen ſeyn. O HERR, hilf! O HERR; laß wohl gelingen! Gelobet ſey, der da kommt im namen des HErrn: Wir ſegnen euch, die ihr vom hau⸗ ſe des HErrn ſeyd. (123) Nch 75. ine au 1²³ ebe meine au⸗ J gen auf zu dir, Der du im himmel ſitzeſt. Siehe, wie die augen der knechte auf die haͤnde ihrer herren ſehen, wie die augen der magd auf die haͤnde ih⸗ rer frauen: Alſo ſehen hi M 4*½ 1 3 1 4 1 1 1 1 8 t 1 1 1 3 8 4 4 4 3 4 4 8 1 4 4 1 6 1 1 4 8 4 1 4 1 1 1 4 4 3 1 4 1 4 I EE 4 „. 24 ſere augen auf den HErrn, unſern GOtt, bis er uns gnaͤdig werde. Sey uns gnaͤdig, HERR’/ ſey uns gnaͤdig: Denn wir ſind voll verachtung. Sehr voll iſt unſere ſeele der ſtolzen ſpott, Und der hoffaͤrtigen verachtung. 46. (125) Sie auf den HErrn 35 hoffen, die wer⸗ den nicht fallen: Sondern ewiglich bleiben, wie der berg Zion. 1 Um Jeruſalem her ſind berge: Und der HErr iſt um ſein volk her, von nun an bis in ewigkeit. Denn der goͤttloſen ſcepter wird nicht bleiben uͤber dem haͤufflein der gerechten, Auf daß die gerechten der unge⸗ rechtigkeit nicht die haͤnde bieten. HErr, thue wohl den gu⸗ ten und redlichen herzen: Die aber abweichen auf ih⸗ re krumme wege, wird der HErr wegtreiben mit den uͤbelthaͤtern; aber friede ſey uͤber Iſrael. 47. (131) ERR, mein herz — iſt nicht hoffartig, und meine augen ſind nicht ſtolz: Und wandele nicht in groſſen dingen, die mir zu hoch ſind. Wenn ich meine ſeele nicht ſetzete und ſtillete: So ward Bibel⸗ Geſang. —.n kne meine ſeele entwehnet, wbe einer von ſeiner mutter ent wehnet wird. Iſrael, hoffe auf den HErrn, Von nun an in ewigkeit. 48. (13²) Gedenke, HErr, an bis David, Und an alle ſein leiden Der dem HErrn ſchwur, und gelobete dem Maͤchti⸗ gen Jacobs: Ich will nicht in die hütte meines hauſes gehen, noch mich aufs lager meines bettes legen; Ich will meine augen nicht ſchlaffen laſſen, noch mei⸗ d anes in un n nurn A! Eeit Ictdsn habi Da ſdef a ddur har 6 Mad dee dr Panu bn Slltes e ne augenlieder ſchlummern: iin e Bis ich eine ſtaͤtte finde fiu den HErrn, zur wohnun dem Maͤchtigen Jacobs. Siehe, wir höͤren vo ihr in Ephrata: Wir haben ſie funden auf dem felde des waldes. Wir wollen in ſeine woh⸗ nung gehen, Und anbeten vor ſeinem fußſchemel. HErr, mache dich auf zu n enäch un p nt deiner ruhe: Du und die en lade deiner macht. Deine prieſter laß ſich kle. den mit gerechtigkeit, Und deine heiligen ſich freuen. Nimm nicht weg das k. giment deines geſalbten, Uun deines knechts Davids wil⸗ t len. Der HErr hat David ei⸗ nen wahren eid geſchworen, davon wird er ſich nicht wen⸗ den: eſang. eine ſeele entwehn * b ner von ſeiner uan ehnet wird. Iſrael, hoffe anf Errn, Von n V n, un ewigkeit. Kn 4 48..4 32)Gzedenke, Her, = David, Um ſe ſein leden Der dem HErnn ſit id gelobete dem Mi n Jacobs: Ich wiln die hutte meines ha hen, noch mich aufßln eines bettes legen; Ich will meine auhene daaffen laſſen, noch augenlieder ſchlunm is ich eine ſtaͤtte finde n HErrn, zur wohn mn Mächtigen Jaelt Siehe, wir hoͤren rin Ephrata: Witſt funden auf dem ſe s waldee. Wir wollen in ſeinen ung gehen, Und ane er ſeinem fußſchemel. HErr, mache dich al iiner ruhe: Du un de deiner macht. Deine prieſter laß ſiht en mit gerechtigkeit/ ine heiligen ſich ſteu Nimm nicht weg deß ment deines geſaldten ines knechts Davids n. 1 Der HErr hat Dah en wahren eid geſchan von wird er ſch ictn Bibel⸗ den: Ich will dir auf dei⸗ nen ſtuhl ſetzen die frucht dei⸗ nes leibes.. Werden deine kinder mei⸗ nen bund halten, und mein zeugniß, das ich ſie lehren werde; So ſollen auch ihre kinder i deinem ſtuhl itzen ewiglich. hean der HERR hat Zion erwehlet, Und hat luſt daſelbſt zu wohnen. Dis iſt meine ruhe ewiglich: Hie will ich wohnen, denn es gefaͤllt mir woͤhl. Ich will ihre ſpeiſe ſegnen, und ihren armen brods genug geben. Ihre prieſter will ich mit hen kleiden, Und ihre heili⸗ gen ſollen froͤlich ſeyn. Daſelbſt ſoll aufgehen das horn Davids: Ich habe meinem geſalbten eine leuch⸗ te zugerictet. Seine feinde will ich mit ſchanden kleiden; Aber uͤber ihm ſoll bluhen ſeine krone. (134) 1 lobet J (34)( 6/ e⸗ S hova, alle ſeine knechte: Die ihr ſtehet des nachts im hauſe des HErrn. Hebet eure haͤnde auf im heiligthum, Und lobet Je⸗ hova. Jehova ſegne dich aus Zion, Der himmel und erde gemacht hat. 50. (139) Jehova, du erfor⸗ ſcheft mich, und Geſang. — 25 kenneſt mich. Ich ſitze oder ſtehe auf, ſo weiſſeſt du es: du verſteheſt meine geban⸗ ken von ferne. Ich gehe oder liege, ſo biſt du um mich, und ſieheſt alle meine wege. Denn ſie⸗ he, es iſt kein wort auf mei⸗ ner zunge, das du, HERR,⸗ nicht alles wiſſeſt. Du ſchaffeſt es, was ich vor oder hernach thue: Und halteſt deine hand uber mir. Solches erkentniß iſt mir zu wunderlich und zu hoch, Und ich kanns nicht be⸗ greiffen. Wo ſoll ich hingehen vor deinem geiſt? Und wo ſoll ich hinſliehen vor deinem angeſicht? Fuhre ich gen himmel, ſo biſt du da. Bettete ich mir „ in die hoͤlle, ſtehe, ſo biſt du auch da. Naͤhme ich fluͤgel der mor⸗ genroͤthe, und bliebe am aͤuſſerſten meer: So wuͤrde mich doch deine hand daſelbſt fuͤhren, und deine rechte mich halten. Spraͤche ich, finſterniß moͤgen mich decken: So muß die nacht auch licht um mich ſeyn. Denn auch finſterniß nicht finſter iſt bey dir, und die nacht leuchtet wie der tag: finſterniß iſt wie das licht. Du haſt meine nieren in be⸗ ſitz genommen: Du haſt mich in mutterleibe geformet. Ich danke dir darüber, daß ich wunderbarlich ge⸗ macht bin: Wunderbarlich ſind deine werke, und das erkennet meine ſeele wohl. Es war dir mein gebeine nicht verholen: Da ich im verborgen gemacht ward/ da ich gebildet ward im inner⸗ ſten der irdenen werkſtatt. Deine augen ſahen mich, da ich noch keine form hatte: Und waren alle tage auf dein buch geſchrieben, die noch werden ſollten, und derſelben keiner dawar. Aber wie koͤſtlich ſind vor mir, GOtt, deine gedanken? Wie iſt ihr ſo eine groſſe ſumma? Sollt ich ſie zehlen, ſo wuͤrde ihrer mehr ſeyn, denn des ſandes. Wenn ich auf⸗ wache, bin ich noch bey dir. Erforſche mich, GOtt, und erfahre mein herz, Prufe mich, und erfahre, wie ichs meyne.. Siehe, ob ich auf boͤſem wege bin, Und leite mich auf ewigem wege. 51. (143) Ich gedenke an die J vorigen zeiten, ich rede von allen deinen tha⸗ ten: Und ſage von den wer⸗ ken deiner hände. Ich breite meine haͤnde aus zu dir: Meine ſeele dürſtet nach dir, wie ein durres land, Sela.— Laß mich fruͤhe hoͤren dei⸗ Bibel⸗Geſang. b ne gnade, denn ich hoffe anf dich. Thue mir kund den weg, darauf ich gehen ſoll, den mich verlanget nach dir. Lehre mich thun nach dei⸗ nem wohlgefallen, denn du biſt mein GOtt: Dein gu⸗ ter Geiſt fuͤhre mich auf ebe⸗ ner bahn. 52. (145) Ich will dich erhoͤ⸗ hen, mein GOtt, du Koͤnig!* Und deinen na- ſun E! nes her ait duder Er ze men loben immer And ewi⸗ Wantnn der glicch. Pſ. 2. Ich will dich taͤglich lo⸗ ben, Und deinen namen ruͤh⸗ men immer und ewiglich. Jehova iſt groß und ſehr loͤblich, Und ſeine groͤſſe iſt unausſprechlich. Kindes⸗kinder werden dei⸗ ne werke preiſen, Und von deiner gewalt ſagen. Ich will reden von deiner herrlichen ſchoͤnen pracht, Und von deinen wundern. Daß man uͤberall von dei⸗ nen herrlichen thaten zu ſa⸗ gen wiſſe, und daß man er⸗ zehle von deiner herrlichkeit: Daß man preiſe deine groſſe guͤte, und deine gerechtigkeit ruͤhme. SGnaͤdig und barmherzig iſt Jehova, Geduldig und von groſſer guͤte. Der HErr iſt allen gutig, und erbarmet ſich aller ſei⸗ ner werke. Es ſollen dir danken, HERR, alle deine werke, und ——— 8——— — — —— — — — — = S 2 — — E. —— — A E= = 8 — , E * — — eſang. „gnade, denn ich hoſen die ſt mein GOtt: Di Geiſt fuhre mich an r beftſ hre mich an 52. 45) Cch will dich a „ hen, mein 69 „Koͤnig!* Und deinen. en loben immer und ich.-N Ich will dich taͤglih n, Und deinen namen en immer und ewigli Jehova iſt groß und blich, Und ſeine geiß nausſprechlioh. Kindes⸗kinder werden werke preiſen, Und iner gewalt ſagen. Ich will reden vonda rrlichen ſchoͤnen puut nd von deinen wunden Daß man uͤberal von n herrlichen thaten u n wiſſe, und daß man gle von deiner herrlihte aß man preiſe deine ha te, und deine gerechti me. Vnedig und barmhen Jehova, Geduldig W 3 erege irann din 8 er 1. 1 d erbarmet ſich aler werke. es ſollen dir di FRR;/ ale deine u Bibel⸗Geſang. 27 und deine heiligen dich lo⸗ ben; Und die ehre deines konigreichs ruhmen, und von deiner gewalt reden: Daß den menſchen⸗kin⸗ dern deine gewalt kund wer⸗ de, Und die ehrliche pracht deines koͤnigreich. Dein reich iſt ein ewiges reich, Und deine herrſchaft waͤhret fuͤr und fuͤ. Der HErr erhaͤlt alle, die da fallen: Und richtet auf alle, die niedergeſchlagen ſind. Aller augen warten auf dich: Und du giebſt ihnen ihre ſpeiſe zu ſeiner zeit. Du thuſt deine milde hand auf: Und erfuͤlleſt al⸗ les, was da lebet, mit wohl⸗ gefallen. Der HErr iſt gerecht in al⸗ len ſeinen wegen, Und hei⸗ lig in allen ſeinen werken. Der HErr iſt nahe allen, die ihn anruffen: Allen, die ihn mit ernſt anruffen. „Er thut, was die gottes⸗ fuͤrchtigen begehren, Und horet ihr ſchreyen, und hilft ihnen. Mein mund ſoll dem Jehova lob ſagen, Und alles fleiſch lobe ſeinen heiligen namen immer und ewiglich. 53. (147) Lobet den HErrn, denn unſern GOtt dnn, Eaith Kin llch g: Solch lob iſt liebli und ſchoͤn. h Der HErr bauet Jeruſa⸗ lem, Und wird das Iſrael, das im exilio iſt, wieder zuſammen bringen. Er heilet, die zerbroche⸗ nes herzens ſind, Und ver⸗ bindet ihre ſchmerzen. Er zehlet die ſterne, Und nennet ſie alle mit namen. Unſer HER iſt groß, und von groſſer kraft: Und iſt unbegreifflich, wie er re⸗ gieret. Der HErr richtet auf die elenden, Und ſtoͤſſet die gott⸗ loſen zu boden. Singet um einander dem HErrn, Uund lobet unſern GOtt mit harfen: Der den himmel mit wol⸗ ken verdecket, Und gibt re⸗ gen auf erden, der gras auf bergen wachſen laͤſſet; Der dem viehe ſein futter gibt, Den jungen raben, die ihn anruffen. Ihm koͤmmts weder auf ſtarke roſſe an, Noch auf groſſe gewaltige leute. Solche leute wil Er ha⸗ ben, die ihn fuͤrchten: Die auf ſeine gute hoffen. Preiſe, Jeruſalem, den Jehova: Lobe, Zion, deinen GOtt. „Denn er macht veſte die riegel deiner thore, Und ſegnet deine kinder drinnen. Er ſchaffet deinen grenzen friede, Und ſaͤttiget dich mit dem beſten weitzten. B 2 Er — — —————————— 1 1 * ——— 4“ ſeine rede auf ein wort laͤufft 54. (148) Nuͤnglinge und jung⸗ J frauen, alte mit den jungen, Sollen loben den namen Jehovg. Denn ſein name allein iſt hoch: Sein lob gehet, ſo weit himmel und erde iſt. Und Er erhoͤhet das horif ſeines volks: Alle ſeine hei⸗ ligen ſollen ihn loben; die kinder Iſrael, das volk, das ihm dienet, Hallelujah. Er ſende O. 55. (149)(Siugt dem Jehova ein neues lied: Die gemeine der heiligen ſoll ihn loben. Iſrael freue ſich des, der ihn gemacht hat: Di 2 kin⸗ der Zion ſeyen froͤlich uͤber ihrem köonige. Denn der HErr hat wohl⸗ aefalen an ſeinem volk: Er hilft den elenden herrlich. Die heiligen ſollen froͤlich ſeyn, und preiſen ut 9. ruͤh⸗ inen auf ihren lagern: Ihr mund ſoll l GOtt erhohen Solche ehre ſollen alle ſeine heiligen haben. Hallelnjah. 56. Salomonis Gebet zur Ein⸗ weihung des Tempels, 2 Chron. 6. ebova, d 11 GOtt, es iſt J kein GOtt dir gleich, we⸗ Bibel⸗Geſang. mm ah der im himmel noch auf er⸗ mn den: Der du haͤlteſt dn bud und batm erzinten deinen knechten, die vor dir wan⸗ deln aus ganzem herzen. Du haſt gehalten, was du geredet haſt: Mit deine munde haſt du es geredet, und mit deiner hand haſt du 1 b ee der Wer daͤe chte, daß GOtt es erfu llet. heye den m enſchen auf erden wohne? Siehe, der himmel und aller bimmel himmel kan dich nick cht vert ſorgen. Wende dich aber, Hrr, zu unſerm flehen, bitten und beten: Daß dei ine augen offen ſeyn über dis haus tag und nacht, uͤber die ſtaͤt te, da du deines namens ge⸗ daͤchtniß geſtiftet haſt. Hoͤre das flehen deiner tii ichte und deines voits Hoͤre es von der ſtaͤtte dei⸗ ner wohnung, uͤber den him⸗ meln, und wenn du es horeſt, wolleſt du gnaͤdi g ſeyn. Wenn auch ein fremder, der nicht von deinem volke iſt, kommet um deines groß ſen namens willen, und hier betet: So wolleſt du hoͤren vom ſitz deiner wohnung, und thun alles, warum er dich anruffet. Auf daß alle voͤlker erden deinen namen erken⸗ nen, und dich furchten, wie dein volk: Und innen wer⸗ den, daß wir nach deinem namen genennet ſeyn. 6 dr i Kreler— 4 M. auf 8 m 5 1 1 49 3 N mater„ ““ 1” ed 1 erie d hora 60 e ntr. eſang. er im himmel no f. en: Der du halteſtdenn nd barmherzigkeit de lechten, die vor din ‚eln aus ganzem herzen Du haſt gehalten iin eredet haſt: Mit da runde haſt du es gi nd mit deiner hand i erfüllet. Wer daͤchte, daß 6. ey den menſchen auf bohne? Siehe, der hin nd aller himmel hia an dich nicht verſorgan Wende dich aber,hon nſerm flehen, bittene eten: Daß deine a fſen ſeyn uͤber dis hau nd nacht, uͤber die ſ a du deines namen aͤchtniß geſtiftet haſt Höore das feehen di nechte und deines b dore es von der ſtätte er wohnung, uber deni neln, und wenn dues h volleſt du gnaͤdig ſeyn. Wenn auch ein frem er nicht von deinem le — — — — — etet: So wolleſt duſt ſom ſitz deiner wohne ind thun alles, waki, ich anruffet. Auf daß alle völlt eden deinen namen gen, und dich füͤrchtenn dein volk: Und innmnn den, daß wir nach d ꝛamen genennet ſehl b Bibel⸗Geſang. 29 So mache dich nun auf, Jehova, o GOtt/ zu deiner ruhe, du und die lade dei⸗ ner macht: Laß deine plie⸗ ſter mit heil angethan wer⸗ den, und deine heiligen ſich freuen. 57. Des Salomo Kirchen⸗ Gelobet ſey Jehova! Der ſeinem volk ruhe gegeben hat. Es iſt nicht eins verfallen von allen ſeinen guten wor⸗ ten, Die er geredt hat durch ſeinen knecht. Jehova, unſer GOtt, ſey mit uns, wie er geweſen iſt mit unſern vaͤtern: Er⸗ verlaſſe uns nicht, und ziehe die hand nicht ab von uns, zu neigen unſer herz zu ihm, daß wir wandeln in allen ſeinen wegen. Unſer gebet muſſe nahe kommen dem Jehova, un⸗ ſern GOtt, tag und nacht: Daß er rkecht ſchaffe ſeinen knechten und ſeinem volk, ein jegliches zu ſeiner zeit. Auf daß alle volker auf erden erkennen, Daß Je⸗ hova GOtt iſt, und keiner mehr. Und euer herz ſey recht⸗ ſchaffen mit Jeyova, un⸗ 40 — —— — — — 4 4 3442* ſerm GOit. b 58. Aus dem Hohen⸗Liede. Pragut. B füſſe mich Mit dem kuſſe ſeines mun⸗ .A Daß man deine gute ſalbe rieche: Dein name iſt eine ausgeſchuͤttete ſalbe; darum lieben dich die jung⸗ frauen. Zeuch mich dir nach, ſo lauffen wir. Der Koͤ⸗ nig fuͤhret mich in ſeine kammer. Wir freuen uns und ſind froͤlich In dir:; Sehet mich nicht an, daß ich ſo ſchwarz bin, denn die ſonne hat mich verbrannt. Meiner mutter kin⸗ der zuͤrnen mit mir. Man hat mich zur huterin der weinberge ge⸗ ſetzt; Aber meinen weinberg, den ich hatte, hab ich nicht behuͤtet. B 3 Sage 30 Bibel⸗Geſang. Sage mir an, Du, den meine ſeele liebet, wo du weideſt, wo du ruheſt im mittage? Daß ich nicht hin und her gehen muͤſſe bey den heerden deiner geſellen. Wo ſich der Koͤnig nur Braͤutigam. Kenneſt du dich nicht, du ſchoͤneſte unter den weibern; So gehe hinaus auf die fußtapfen der ſchaafe. hinwendet, Da geben mei⸗ ne blumen ihren geruch.* Mein Freund iſt mir wie ein myrrhen⸗püſchel, Das ich auf meine bruſt lege. Siehe, mein Freund, du Siehe, meine freundin, du biſt ſchoͤn, ſchoͤn biſt du; Deine augen ſind wie der tauben ihre. biſt ſchoͤn und lieblich: Un⸗ ſer bette iſt gruͤn. Ich bin eine geringe ſeld⸗ koſe, Ein may⸗blumgen. Wie ein apfel⸗baum un⸗ Wie eine roſe unter den dornen; So iſt meine freun⸗ din unter den tochtern. ter den wilden baͤumen; So iſt mein Freund unter den ſoͤhnen. Ich ſitze unter dem ſchatten, deß ich begehre; Und ſeine frucht iſt meinem munde ſuſſe. Seine linke liegt unter meinem haupte, und ſeine rechte umarmet mich; Weil ich krank bin vor liebe. Praͤu⸗ *» Alle Blumen thun ſich auf, wenn ſie ſpuͤren ſeinen Lauff. dn wm 7 e 4* Wwm ſe, Mr mmiine 1 Amid marteume keſecde w fege ſang. Bibel⸗Geſang. 31 Proͤutigam. Ich beſchwoͤre euch, ihr toͤchter Jeruſalem, Daß ihr meine liebe nicht wecket, noch ſtoͤret, bis daß es ihr ſelbſt Braͤutigam g5 Kenneſt du dich rich gefällt. vßeſ⸗ unter den weta Das iſt die ſtimme mei⸗ d Dehe hinaus af nes Freundes. Siehe, Er ttapfen der ſchaaf, ſteher hinter unſerer wand, und ſiehet durchs fenſter, und gucket durchs gitter. Mein Freund antwortet. und ſpricht zu mir: Stehe auf, meine freun⸗ Siehe, meine freund din, meine ſchöne, und komm biſt ſchöͤn, ſchon biſta mit herum: Denn ſiehe, der winter iſt vergan⸗ eine augen ſind wien gen, die regenszeit iſt vorbey. ben ihre. Die blumen ſind hervorkommen auf dem lande, der fruͤhling iſt da, und die turtel⸗taube laͤßt ſich hoͤren auf dem lande; der feigen⸗baum hat knoten und die weinſtoͤcke augen gewonnen, und die bluͤ⸗ ten riechen ſo ſchoͤn: Stehe auf, meine frenndin, und komm, meine ſchoöne, wir wollen ein wenig Wie eine 5 unter d ausgehen. nen; So iſt meine ſua.. 22C4 unter dan uene Meine taube in den fels⸗kluͤften, in den ſtein⸗ ritzen: Zeige mir deine geſtalt; laß mich hoͤren deine ſtimmme, denn deine ſtimme iſt lieblich, und veine geſtalt iſt angenehm. ich begehre; Und DBraut. h beeüte, Mein Freund iſt mein, nem haupte, und und ich bin ſein; Der unter ich krank bin or den koſen weidet. Des nachts in meinem bette ſahe ich mich um Bir nach Dem, den meine ſeele liebet; Ich ſuchte, aber —— isc fand Ihn nicht. inn ſie ſpuͤren ſein wenn ſie ſp B 4 Ich b zöl„Geſan b 32 Bibel⸗Geſang.(att. Dem Ich will aufſtehen und die gaſſen und ſtraſſen auf⸗ mui- und abgehen, und ſuchen, dan meine ſeele liebet. aa murhenb Ich ſuchte, aber ich fand Ihn nicht. 18: Du buſta Es funden mich die waͤchter, die in der ſtadt unu ika ſecen her gehen: Habt ihr nicht geſehen, den meine ſeele et iebt. vündo berz gene Da ich ein wenig vor ihnen uͤber kam, Da fand t, Mt deun ich den meine ſeele liebet. teſttt — Ich halte Ihn und will Ihn nicht laſſen, Bis ich e Ihn bringe in meiner muttér haus, in meiner mutter nilit kammer. ze n n Broͤurigam. aa uren Wer iſt, die herauf gehet us der wuſten, Wie ei u gerader rauch, von myrrhen, tneledeid 4 weyhrauch und allerley kaͤuchwerk? 8 Chor. hiun Siehe, um das bette Sa⸗ B, 8 lomo her ſtehen ſechzig ſtar⸗ nnna ken aus den ſtarken in Iſrael. Sie halten alle ſchwerdter, rn und ſind geſchickt zu ſtreiten; mebai ein jeglicher hat ſein ſchwerdt an ſeiner hufte, um der furcht willen in der nacht. * b At Gehet heraus und ſchauet i k an, ihr toͤchter Zion, den a konig Salomo in der krone, h. damit ihn ſeine mutter ge⸗ m kroͤnet hat; Am tage ſeiner hin zochzeit und der freude ſei⸗ ben nes herzens. K Siehe, meine freundin, Du biſt ſchoͤn, ſchoͤn biſt du! Deine lippen ſind wie eine roſin⸗farbne ſchnur und deine -⸗ Beſang. gaſſen unh ſt⸗ g ſeen und ſtraſſn au⸗ die in der t ſtadt n eſehen, den meine ſ 1 über kam, Da fam nn nicht laſſen, B Bis ih aus, in mein iner mutte e uudie Wer iſt, die die heraufg us der 5 iſten, V gerade kauch, von mhe veyhrauch und aͤuch! verk? a bet ge ſechig ſ⸗ in Iſrae ſchwerdter, zu ſtreiten; ein ſe ſchwerdt „ um der der nacht. Siehe, meine 3 n Du biſt ſchoͤn neſchän di 1 1 1' Deine lipden ſid ine roſin⸗fardne ſchune 1 1 Bibel⸗Geſang. 33 deine rede lieblich. Dei ne wangen ſind wie der ritz am granat⸗ apfel.* Ich will zum myrrhen⸗berge gehen, und zur weyl dhrauch⸗ hugel: Du biſt allerdings ſche oͤn, mein freundin, und iſt kein flecken an dir. Duh haſt mir das herz genommen, meine ſchwe⸗ ſter, liebe braut, Mit deinem auge einem, und mit deiner hals⸗kette. Deine lippen, meine braut, ſind wie trieffender honigſeim: Honig und milch iſt unter deiner zunge, und deiner k kleider geruch iſt wie der ge duch Libanon. Meine ſchweſter, liebe braut! Du Du biſt ein g ten⸗ Man nn, du biſt eine lebendige waßſ rauelle. n le Pragut. Stehe auf, nord⸗ wind, und komm, ſüͤd⸗ wind, und mehe durch meinen garten; Daß ſeine wuͤrze trieffen. Mein Freund komme in ſei nen garten, Und eſſe ſei⸗ ner edlen früchte. Ich komme, meine ſchwe⸗ ſer⸗l liebe braut! In mei⸗ nen garten. Ich ſchl afe, aber memn herz wachet. Da iſt d ſtimme meines Freundes, der anklopfet. B 5 Thue * So Suͤnder ſchgamroth inniglich! Bibel⸗Geſang. Braͤutigam. cher Thue mir auf, liebe freun. utdn Fem dine meine ſchweſter, meine mfemden taube, meine fromme; Denn unn mein haupt iſt voll thaues, iin ſmnn⸗ und meine haare voll nachts⸗ aandei, de m 7 tropfen. ülctorren ho Ich habe meinen rock giti ausgezogen, ſoll ich ihn erſt iun wieder anziehen? Ich habe vm meine fuͤſſe gewaſchen, ſoll uim 3+.. 11 ich ſie ſchon wieder beſudeln? hei Aber mein Freund winkte ii — inter 11 mit der hand hinter dem b Ewü Da zitterten mir alle glie⸗ Lilter; a n der am leibe. RFü herr 1 m de Da ſtund ich auf, daß ich m mn. meinem Freund aufthaͤte. a f Meine haͤnde troffen mit l wi myrrhen, und myrrhen lief⸗ 11 fen uͤber meine finger an b dx nr dem riegel am ſchloß. Und da ich meinem Freund V nin aufgethan hatte, war er weggegangen: e Ich war ganz auſſer mir ſenar uͤber ſeiner rede. zud Khen Ich ſuchte ihn, aber ich fand ihn nicht; Ich rief, aßer er antwortete mir nicht. Es ſunden mich die huͤter, die in der ſtadt um⸗ gehen, die ſchlugen mich wund: Die huͤter auf den mauren nahmen mir meinen ſchleyer. Ich beſchwoͤre euch, ihr toͤchter Jeruſalem; Fin⸗ det ihr meinen Freund, ſo ſaget Ihm, daß ich ganz krank vor liebe bin. Chor. eſang. Brzutigen Bibel⸗Geſang. 35 ue mirauf lehe Chor . 9. 4 u5 Wwein ſchw 5 Was iſt dein Freund vor de, meine fromme,d. andern freunden, o du ſchoͤ⸗ ddn aupt iſt v tha neſte unter den weibern? ddmeine haare volun Was iſt dein Freund vor opfen. 4 andern freunden, daß du uns ſo beſchworen haſt? Mein Freund iſt weiß und roth*; Er iſt raus zu kennen unter viel tauſenden. 3ie is ane „„; Freund! Mein Ireund iſt Aber mein Freundm 5 ſolcher, ihr toͤchter Je⸗ it der hand hintru ruſalem! lter; Eine iſt meine tauhe, eine iſt ganz vollkommen**; Ei⸗ ne iſt ihrer mutter die lieb⸗ ſte, und die auserwehlte ih⸗ rer mutter. Wenn ſie die toͤchter ſe⸗ hen, preiſen ſie ſelbe ſelig: Wer iſt, die hervorbricht, wie die morgenroͤthe, klar wie der mond, helle wie die ſonne; man kan ſie ohne reſpeet nicht anſehen.*** 4 ar er weggegange: Ich habe nicht gewuſt, wie ich unter ſeine freywil⸗ lige wagen gekommen bin; Aber mein herz hat mirs ſo gegeben. dr er antwortete n Cbor. he. 1 Kehre wieder⸗ behre pie in der er, o Sulamith! Kehre die ſt der ht wieder, kehre wieder, daß hieder. b wir dich ſchauen! er Jeruſalem; Fin B 6 Was et Ihm, daß ich gan— * Wie Milch und Blut. CibG r Tota Cor, ein ganz Herz. **r Hat ein regaliſches Anſehen. 36 Bibel⸗Geſant. Was ſehet ihr an Sulamith? 1. Chor. Den reigen der Mahanajim. 2. Chor. Wie ſchoͤn iſt dein gang? Du fuͤrſten⸗tochter! Braut. Mein Freund iſt mein, Und Er haͤlt ſich auch zu nir. Komm, mein Freund! Und laß uns aufs feld hinaus gehen und auf dem lande bleiben. O daß ich dich, mein bruder,(der du mit mir an einer mutter bruſt gelegen haſt) drauſſen faͤnde, und dich kuͤſſen duͤrfte, daß mich niemand hoͤhnete. Ich wollte dich nehmen und in meiner mutter haus bringen, da du mich lehren ſollteſt. Wer iſt die herauf koͤmmt aus der wuͤſten und geſellet ſich zu ihrem freunde? Un⸗ ter dem apfelbaum erweckte ich dich, da dich deine mut⸗ ber gezeuget und gebohren at. Beyde zuſammen. Druͤcke mich wie ein maalzeichen auf dein herz; Und wie ein maalzeichen auf deinen arm! Ich bin ſterblich verliebt; Aber ſeine eiferſucht macht hoͤllen⸗ſchmerzen. „Er kan augen machen, die einen wie flammen durchge⸗ hen: Die liebe iſt ſo ſtark, daß keine waſſer ſo eine glut ausloͤſchen noch daͤmpfen koͤnnen. — —— —— — —— =E2 — —— = =— 14— 8 —— — — — 2 =* — — 2 — x =*⁸² =E E 5 — A ö Beſang. 92 vor. Mahanajim. or dein gang? ter! ĩd Er haͤlt ſich auch nd laß uns aufs ſ de bleiben. üh der,(der du mit mi haſt) drauſen fim dic niemand hoͤhnet⸗ meiner mutter lteſt. 4 Wer iſt die herauffe aus der wuͤſten und ſich zu ihrem freunde ter dem apfelbaum eme ich dich, da dich deinen ter gezeuget und gelh hat. ſammen. ich wie ein if dein herz; aalzeichen auf Bibel⸗Geſang. 357 und wenn man einem alle ſein vermoͤgen dafuͤr geben wollte; So ſtuͤnde eins nicht drum auf. b Chor. Was ſollen wir mit unſrer ſchweſter machen, Wenns zeit iſt, um ſie zu reden? Dann habe ich gnade fun⸗ den, Vor ſeinen augen. Die du wohneſt in den gaͤrten, Laß mich deine ſtim⸗ me hoͤren. Chor. drauf. Lieder Jeſaiaͤ. 5D. (4 Nn der zeit wird des J Jehova zweig lieb und werth ſeyn, Und die frucht der erden herrlich ſte⸗ hen bey denen, die behalten lich werden in Ifrael. Und wer da wird uͤbrig ſen in Zion und uͤberblei⸗ en zu Jeruſalem, der wird heilig heiſſen, Ein jeglicher, der geſchrieben iſt unter die lebendigen zu Jeruſalem. Denn wird der HErr den unflath der tochter Zion waſchen, und die blut⸗ſchul⸗ den Jeruſalem vertreiben von ihr, Durch den Geiſt, der richten und ein feuer an⸗ zunden wird. Und Jehova wird die Die geſellſchaften warten wolken⸗ſaͤule vor den tag und die feuer⸗ſaͤule vor die nacht, bey allen wohnungen des berges Zion, und wo man verſammlet iſt, wiederbrin⸗ gen: Ja es wird ein ſchirm ſeyn uͤber alles, was herr⸗ iſt. Und wird eine huͤtte ſeyn zum ſchatten des tages fur die hitze; Und eine zuflucht und verbergung fuͤr dem wetter und regen. b von dem weinberge ſei⸗ nes Vettern. 1 (OSMohlan, ich will ein W lied ſingen von meinem freunde und ſeinem weinberge: Mein freund hat einen weinberg in einer fruchtbaren gegend. Und 38 Und er hat ihn verzaͤunet und verwahret; Und edle reben drein geſegt. Nun richtet, ihr buͤrger zu Jeruſalem, und ihr maͤn⸗ ner Juda, zwiſchen mir und meinem weinberge: Was ſoll man doch mehr thun, das ich nicht gethan habe an ihm? Warum hat er denn heer⸗ linge gebracht, Da ich war⸗ tete, daß er trauben braͤch⸗ te? III. Des HERRN der Heer⸗ ſchaaren ſein weinberg iſt das haus Iſrael, und die maͤnner Juda ſeine zarte faͤſer: Er wartet auf recht, ſiehe, ſo iſt klage. 61. (9)as volk, ſo im finſtern D wandelt, ſiehet ein groſſes licht; Und uͤber die da wohnen im ort und ſchatten des todes, ſcheinet es helle. Man hat ſonſt gedacht: Wenn immer mehr fremde nationen werden, das iſt ei⸗ ne ſchlechte freude. Man wild ſich aber noch vor dir druͤber freuen, wie man ſich freuet in der erndte; Wie man froͤlich iſt, wenn man beute austheilet. Denn du haſt das joch ihrer laſt, und die ruthe ih⸗ rer ſchulter, und den ſtecken ihres treibers zerbrochen: Denn aller krieg und kriegs⸗ Bibel⸗Geſang. ruͤſtung wird verbrannt und mit feuer verzehrt werden. Denn uns iſt ein kind ge bohren, Ein ſohn iſt uns gegeben. Der ſeine hoheit ſchon mit auf die welt bringt: Er heiſſet der Wunderbare, der gute Rath, der allmaͤchtilge GOtt, der Vater der ewig⸗ keit, der Fuͤrſte des friedes. Seine herrſchaft wird groß werden, Und des frie dens kein ende ſeyn auf den ſtuhl David und in ſeinen koͤnigreiche. Er wirds zurichten und ſtaͤrken mit gericht und ge⸗ rechtigkeit, Von nun an bis in ewigkeit. 62 . 1 wird ein aſt aus (11)(s E dem ſtamm Jaai hervorſchieſſen, Ein zweig aus ſeinen wurzeln. Auf welchem wird ruhen der Geiſt des HErrn, Der Geiſt der weisheit und des verſtandes, Der Geiſt des raths und der ſtaͤrke, Der Geiſt delr erkenntniß und der furcht des HErrn. Gerechtigkeit wird die gurt ſeiner lenden ſeyn, Und die treue der gurt ſeiner nieren. 63. (12)8Xch danke dir, Jehova, weil ich dich doch ſo ſehr beleidiget habe, daß d ei —- .— ——— — —— —— — ———— —————— 2 ———— —— — 5 8 BRE E 4 2 An — 2 * Ex 3 * 1 88 — L1 12 1 FuEE Far ——— &☛ ‿ 4 E AEHIrRgrn AEEIA —E heſang. iſtung witd berhten b it feuer rerehetwin uns iſt ein in ohren, Ein ſohn xgeben. En ſon Der ſeine hoheit uf die welt düſ eiſſet der Wundethal, ute Rath der allnan „Ott, der Vater der roß werden, Und 9 ens kein ende ſeyn aaf uhl David und in 1 nigreiche. Er wirds zurichten arken mit gericht um. echtigkeit, Von nun ai newigkeit. 2. ¹0 Es wirdd ein ie dem ſtamn ervorſchieſſen, Ein n us ſeinen wurzeln. Auf welchem witd n er Geiſt des HErrn,) Zeiſt der weisheit und er andes, er Geiſt des ratzzl er ſtaͤrke, Der Geiß keniß und der ſat es HErrrnr. Gerechtigkeit wid urt ſeiner lenden ſeyn ie treue der gukt ſi⸗ jeren. 63. danke dir Jebe ) Jadunch 11g ihr beleidiget habe i6 Bibel⸗Geſang. 39 deine ungnade uͤber mich haſt fahrenlaſen Und mich wieder troͤſteſt. Siehe, GOtt iſt mein heil, ich bin ſicher, und fuͤrch⸗ te mich nicht: Denn der 6OTT Jehova iſt meine ſtaͤrke, und mein pſalm und iſt mein heil. Ihr werdet mit freuden waſſer ſchoͤpfen Aus dem heilbrunnen. Lobſinget dem Jehova, denn er hat ſich herrlich be⸗ wieſen: Solches ſey kund in allen landen. Jauchze und ruͤhme, du einwohnerin zu Zion: Denn der Heilige Iſraels iſt groß bey dir. 54 (26) Mir haben eine veſte W ſtadt; zuverlaͤſſi⸗ ge mauren und auſſenwerke. Thut die thore auf, Daß herein gehe das gexechte volk, das den glauben bewahret. Du erhaͤlteſt ſtets frieden nach deiner feſten zuſage; Denn man verlaͤßt ſich auf Ja, verlaſſet euch auf den Jehova ewiglich; Denn der GOtt Jehova iſt ein un⸗ beweglicher fels.. Der gerechte hat einen richtigen weg: Und du wirſt ihm ſeinen fußſteig ſchnurgrade machen. Deñ wir wenden uns zu dir Jehova, wenn deine gerichte im anzuge ſind: Des herzens luſt ſtehet zu deinem namen und deinem gedaͤchtniß. Von herzen begehre ich dein des nachts; Dazu mit meinem geiſt in mir wache ich fruͤhe zu dir. 1 Und wenn deine gerichte fortgehen; So lernen auch die einwohner des erdbodens gerechtigkeit. F. (40) Troͤſtet, troͤſtet mein volk, ſpricht euer GOtt; Redet Jeruſalem ans herz, und prediget ihr, daß nun ihre zahl voll iſt. Denn ihre miſſethat iſt vergeben; Und ſie hat ihre zucht von der hand des Je⸗ hova reichlich erfahren. Nun wird in der wuͤſten die ſtimme gehoͤret: Berei⸗ tet dem HErrn den weg, machet auf dem gefilde eine ebene bahn unſerm GOtt. Alle thale ſollen erhoͤhet werden, und alle berge und huͤgel ſollen erniedriget wer⸗ den: Und was ungleich iſt, ſoll eben, und was hoͤckericht iſt, ſoll gleich werden. Denn die herrlichkeit des Jehova ſoll offenbaret wer⸗ den, Und alles fleiſch mit einander wird innen werden, daß des HErrn mund ge⸗ redt halt. Zion, du predigerin, ſtei⸗ ge auf einen hohen berg; Jeruſalem, du predigerin, hebe deine ſtimme auf mit macht, hebe ſie auf und fuͤrchte —-——————*— 4 ——— 1 4 3 4 1 4 — 40 fuͤrchte dich nicht: Sage den ſtaͤdten Juda: ſiehe, da iſt euer GOtt. Er wird ſeine heerde wei⸗ den wie ein hirte: Er wird die laͤmmer in ſeine arme ſammlen, und in ſeinem bu⸗ ſen tragen, und die ſchaaf⸗ muͤtter fuͤhren. (49) Hͤrtt mir zu, ihr in⸗ ſeln, und ihr volker in der ferne, merket drauf! Jebova hat mich geruffen ſeit meiner geburt; er hatte meines namens gedacht, da ich noch im mutterleibe war. Und hat meinen mund gemacht wie ein ſcharf ſchwerdt: Mit dem ſchat⸗ ten ſeiner hand hat er mich bedecket.. Er hat mich zum tuͤchti⸗ gen pfeil gemacht, und mich in ſeinen koͤcher geſteckt: Und ſpricht zu mir: du biſt mein knecht, Iſrael, durch welchen ich will gepreiſet werden. Ich aber dachte, ich ar⸗ beitete umſonſt und braͤch⸗ te meine kraft umſonſt und vergeblich zu, Da ich doch Eine ſache mit Jehova, und das amt von meinem GOtt habe. Und nun ſpricht Jehova, der mich von mutter leibe an zu ſeinem knecht bereitet hat, Daß ich doch Jacob wieder zu ihm bringe. — Und wenn ſich auch Iſrael Bibel⸗Geſang. nicht will verſammlen laß ſen: So werd ich doch in den augen des Jehova herr⸗ lich, und mein GOtt wird meine ſtaͤrke ſeyn. Denn er ſpricht: das iſt noch das wenigſte, daß du das amt haſt, dieſe ſtaͤmme Jacob wieder aufzurichten, und eine auserwehlte zahl aus Iſrael zurechte zu brin⸗ gen: Denn ich habe dich gar zum licht der heyden ge⸗ macht, daß du mein Heiland ſeyn ſollſt bis an der welt ende. So ſpricht Jehova, der Erloͤſer Iſraels, ſein Heili⸗ ger, Zu dem verachteten mann, zu dem, der ſeinem volk ein greuel iſt, zu dem knechte, der unter den tyran⸗ nen iſt: Könige ſollen ſehen und aufſtehen, und fuͤrſten ſollen anbeten: um des Jehovg willen, der treu iſt, um des Heiligen in Iſrael willen der dich erwehlet hat. So ſpricht Jehova: Ich habe dich gehoͤrt zu ei⸗ ner guten ſtunde, und da die zeit meiner huͤlfe kann ſo hab ich dir geholfen, und will dich behuͤten; Und ich will dich zu einem bund un⸗ ter das volk ſtellen, daß du die erde anbaueſt, und alles, was wuͤſte liegt, oeeupireſt. Zu ſagen den gefangenen: ——— — = 1 Annn Sn — — 1 — 8 == — — — e = — gehet heraus, und zu dene ui im finſterniß: kommt der⸗ f vor: . Beſang. nicht wil verſannlg en: So werd den augen des 1 lic, und mein Gdi „ und mein Gdin meine ſtärke ſein.— ncDen er ſpricht: de dar das wenigſi,i das amnt haſt, dieſe ſa Jacob wieder aufzuuit und eine auservellt aus Iſrael zurechte u gen: Denn ich habe gar zum licht der hehde dd aan denann eyn ſollſt bis an der V an da So ſpricht Jeho Erloͤſer Iſraels, ſein) ger, Zu dem verace mann, zu dem, derßt volk ein greuel iſt, mmaen knechte, der unter dent nen iſt: Konige ſollen ſeſen aufſtehen, und füͤrſtenſ anbeten: um des Ie willen, der treu iſt, u Heiligen in Iſrael u der dich erwehlet hat. So ſpricht Jehovz. habe dich gehökt i ner guten ſtunde, u die zeit meiner huͤlei ſo hab ich dir geholn. wil dich behuten; um will dich zu einem bun. zu ſagen den gfine gehet heraus, und une in iinſterniß: kunal Bibel⸗Geſang. vor; Daß ſie am wege ſich weiden, und auf allen huͤ⸗ geln ihre nahrung haben. Sie werden weder hun⸗ gern noch duͤrſten, ſie wird keine hitze noch ſonne ſte⸗ chen: Denn ihr Erbarmer wird ſie fuͤhren, und wird ſie an die waſſer⸗auellen leiten. Ich will alle meine berge zum wege machen, und mei⸗ ne landſtraſſen ſollen gebeſ⸗ ſert werden. Siehe, dieſe werden von ſerne kommen; eins daher, das andre dort⸗ her.. 4 Laßt die luͤfte ertoͤnen, laßt die ebenen jauchzen, und die berge erſchalen; Denn Jehova hat ſein volk ge⸗ troͤſtet, und erbarmet ſich ſeiner leidtragenden. Zion ſpricht zwar: Jehova hat mich verlaſſen, Jehova hat mein vergeſſen. Kan denn aber ein weid ihres kindleins vergeſſen, daß ſie ſich nicht erbarme uͤber ihren eignen ſohn? Und laß ſeyn, daß es eine thun koͤnte, So werde doch Ich dich nicht vergeſſen. Siehe, ich habe dich in die haͤnde eingegraben: Dei⸗ ne grundriſſe ſind immerdar vor mie Deiner leute vornehmen ſoll ſchleunigen fortgang ha⸗ ben; Was dich aber ſtoͤren und ruiniren will, wird ſich fort machey. 41 Hebe deine augen auf umher, und ſiehe, alle dieſe verſammlen ſich ſchon, zu dir zu kommen. So wahr ich lebe, ſpricht der HErr, du ſollt mit dieſen allen, wie mit einem ſchmuck angethan wer⸗ den, und wirſt dich damit auszieren, wie eine braut. Denn dein wuͤſtes, ver⸗ ſtoͤrtes und ganz ruinirtes land Wird dir alsdann zu enge werden drinn zu woh⸗ nen, wenn deine verderber ferne von dir kommen. Daß die kinder, die dir in deiner einſamkeit gegeben ſind, endlich ſagen werden vor deinen ohren: Der raum iſt mir zu enge, ruͤcke hin, daß ich bey dir wohnen moͤge. Du aber wirſt ſagen in deinem herzen: wer hat mir dieſe gezeuget? Ich bin ja um meine kinder kommen, ich bin ganz verlaſſen wor⸗ den: Ich bin gefangen ge⸗ weſen, ich bin ein exulant worden; wer hat denn die derweil erzogen? ſiehe, ich war lediglich gar alleine, wo waren denn die zu der zeit? So ſpricht der HErr HErr: Siehe, ich will mei⸗ ne hand zu den heyden auf⸗ heben, und meine fahne vor den volkern ausſtecken: So werden ſie dir ſoͤhne in den armen herzubringen, und toͤchter auf den ſchultern hertragen. Und 42 Bibel⸗ Und koͤnige ſollen deine pfleger und ihre gemahlin⸗ nen deine ſaͤugammen ſeyn: Sie ſollen ſich bis zur erde bücken vor dir, und deine be⸗ ſtaubten fuͤſſe kuͤſſen. Da wirſt du erfahren, daß ich Jehova bin; An wel⸗ chem nicht zu ſchanden wer⸗ den, die mich auswarten. Wird ſich ein rieſe den raub nehmen laſſen? Liefert ein blut⸗gericht ſeine gefan⸗ genen aus? So ſpricht aber Jehova: allerdings ſollen die gefange⸗ nen dieſes maͤchtigen herrn losgemacht, allerdings ſoll der raub dieſes ſchrecken⸗koͤ⸗ nigs frey werden: Denn ich will den proceß mit deinem widerpart annehmen, und ich will deinen kindern her⸗ aus helfen. Und alle menſchen⸗kinder ſollen wiſſen, daß ich Jeho⸗ va bin, Dein Heiland und dein Erloͤſer, der Maͤchtige in Jacob. 6y. (72. 53) Nie willkommen W ind die boten, die da friede verkuͤndigen, gutes predigen, heil verkuͤn⸗ digen: Die da ſagen zu Zion: nun, dein GOtt faͤngt doch an zu pegieren. Deine waͤchter ruffen laut und ruhmen mit einander. Denn man wirds gar gut ſehen, wenn der HErr Zion bekehret. Geſang. Laſſet froͤlich ſeyn und i einander rühmen das wiſe Jeruſalem: Denn Jehov hat ſein volk getroͤſtet, unun un Jeruſalem erloſet. Jehova hat offenbaltt ſeinen heiligen arm vor den augen aller heyden; Daſ aller welt ende ſiehet das heil unſers 6Ottes. Weichet, weichet, ziehet 7 aus von dannen, und ruͤhlet kein unreines an. Geletnn des Jehova geraͤthe traget. Ihr ſollt aber nicht uber⸗ eilt ausziehen, oder als uh ihr fluͤchtig waͤret: Denn Jehova wird vor euch her⸗ ziehen, und der GOtt Iſracl wird euch ſammlen. ₰. Siehe, mein knecht wird weislich thun; Er wird aufgeſtellt werden, Er wird erhöhetrwerden, ja wol recht hoch! Joh. 3, 14. Daß ſich viele druͤber ent⸗ ſetzen werden; Weil ſein an⸗ ſehen unter allen menſchen das ſchlechteſte war, und ſei ne geſtalt vor andern men⸗ ſchen⸗kindern. Aber alſo wird Er viel na⸗ tionen beſprengen, daß auch koͤnige werden ihren mund vor Ihm zuthun; Weil ſie höͤren werden, was ihnen nie geſagt worden, und ſa⸗ chen werden gewahr werden, davon ſie nie gehoͤrt haben. Wer wird auch unſrer predigt —— — da weg, reiniget euch, die ihl Kn =F —— —— — — — — Geſang. Laſſet frol emnaſt ſtilih ſeum predigt gläuben? Und wem er enhmen dg wird der ar Jeruſalem: Kendn wird der arm des Jehova Jat ſein voſt Denn offenbaret worden ſeyn? Jeruſalem erſettöſt Denn Er ſcheußt auf vor 3. erloſet ihm wie ein geringes reis, ſeinen hein hat oſen und wie eine wurzel aus angen ligen aim ue dürrem erdreich. Er hatte auge aller heyden, keine geſtalt noch ſchoͤne, hen welt ende ſeie wir ſahen Ihn, aber ſein an⸗ unſers GOtts, ſehen war nicht, wie wir es Weichet, weiche, gern gehabt hätten. aus von dannen, und Er wurde alſo wenig ge⸗ kein unreines an. achtet Er war den leuten wie da weg, reiniget euhy nichts, ein geplagter mann, es Jehova gerätſenn immer krank: Er ſahe ſo „Ihr ſollt aber nihe kraͤnklich und elend aus, daß eilt ausziehen, oder, man Ihn nicht gern anſahe. ihr flüchtig waͤret: Er hatte aber warlich unſre Jehova wird bor as krankheit auf ſich genommen, ziehen, und der Goi und litte unſre ſchmerzen: wird euch ſammien. Und wir hielten Ihn fuͤr ei⸗ e nen mann, den GOtt plagte Siehe, mein kuech =1 liet nactfeihheehe weislich thun; c„ aufgeſtellt ttan e Ihn geſchlagen! ach unſre erhoͤhetrwerden,jan miſſethaten haben Ihn er⸗ hoch! ah, druckt! Die ſtraſe ſiegt auf Das ſich vieledntt Ion, auf daß wir friede haͤt⸗ ſetzen werden; Welln ken, und ſeine toͤdtliche wun⸗ das ſlechtſte wmg reit iggen, alle in der ſuaſ ir 3 ne leſat vor anden hin, das andere dorthin: ſchen underre den Und doch hat Jehova alle Aber alſo wit di unſte vergehungen uͤber Ihn tionen beſprengen, dil hinaus gehen laſſen. koͤnige werden ihtn Da Er .N geplagt und ge⸗ vor Ihm zuthun; N martert ward, thaͤt Er ſei⸗ horen werden, vinnen mund nicht auf; Wie nie geſagt wede 7 ein ſchaaf, das zur ſchlacht⸗ chen werdengevan bank gefuͤhret wird, und wie danen ſe nigeii ein lamm verſtummet das ge⸗ m Bibel⸗Geſang. 43³ ſchoren wird, ja ſeinen mund hat Er nicht aufgethan. Er iſt aber aus der preſſe wieder heraus kommen, Er hat das recht ausgeſtanden, Er iſt unter der maxter ge⸗ ſtorben: Wer ſollte ſich ein⸗ bilden, daß Er eine ſolche ſue⸗ ceſſion haͤtte, da Er doch aus dem lande der lebendigen wie weggeriſſen worden, als Er die miſſethat meines volks ausbaden muſte? Wenn Ihm nicht noch in ſeinem tode ein reicher mann ſein eignes grab gegeben haͤtte ſo waͤre Er auf die ſchaͤ⸗ delſtätt hingeworfen wor⸗ den, wie ein anderer miſſe⸗ thaͤter: Er war aber doch wirklich ganz unſchuldig, und niemand konte was auf Ihn bringen. Sondern Jebova ſchlug auf ſich ſelbſt“ zu, Er machte ſich ſo krank; weil Er ſich eben zum ſchuld⸗opfer gege⸗ ben hatte: Daß ſeine ſeele freude an ſeinen nachkommen ſehe, und ſein leben immer fortwaͤhre, und des HErrn vornehmen kunftig in ſeiner hand deſto mehr proſperire. 3 Col. 1, 20.. Weil ſeine ſeele gearbeitet hat, ſo wird ſie ſich ſatt dran ſehen. Und dieſer mein knecht, der gerechte, wird viele ge⸗ recht machen durch ſein er⸗ kenntniß*, und wird ihre ſuͤnden** wegtragen. * Phil.3,8⸗10.** Joh. 1,29. Darum l 8 — “ 44 Darum will ich Ihm groſ⸗ ſe menge zur beute geben, und Er ſoll die ſtarken“ zum raube üdime Darum, daß Er ſein leben in den tod ge⸗ geben hat, und den übelt a⸗ tern gleich gerechnet iſt, und die ſuͤnde ſo vieler menſchen getragen, und gar fuͤr die feinde gebeten hat. *Luc. 11,24. coll. Jeſ. 49,2 5. (60) ache di ich auf, wer⸗ M de licht! Denn dein licht wuenel und die herrlichkeit des Jehova ge⸗ het auf uͤber dir. Denn ſiehe, finſterniß be⸗ decket das erdreich, und dun⸗ kel die volker: Aber uͤber dir gehet auf Jehova, und ſeine herrlichkeit erſcheinet uͤber dir. Und die heyden werden in deinem lichte wandeln; Und die koͤnige im glanz, der uͤber dir aufgehet. Hebe deine augen auf, und ſiehe umher, dieſe alle verſammlet kommen zu bir. Deine ſoͤhne werden von ferne kommen, und deine toͤchter zur ſeiten erzogen werden.- Dann wirſt du deine luſt ſehen, und ausbrechen, und dein herz wird ſich wundern und erholen: Wenn ſich die menge am meer zu dir bekehret, und die macht der heyden zu dir kommt. Wer ſind die, welche zie⸗ Bibel⸗ Geſang. hen wie die wolken, und wie die tauben zu ihren fenſtern? Die inſeln harren auf mich, und die ſchiffe im meer vol⸗ laͤngſt 910) Daß ſie deine kinder von ferne herzu bringen; Dem 1 namen des Jehova, deines GOttes, und dem He lie in Iſrael, der dich herrlich geniacht hat. Fremde werden deine mau⸗ ren bauen, und ihre konige werden dir dienen: Denn in meinem zorn hatte ich dich geſchlagen, und in meiner gnade erbarme ich mich uͤber di. Und deine thore ſollen ſtets offen ſtehen, weder kag noch nacht zugeſchloſſen wer⸗ den: Bis der heyden macht zu dir gebracht, und ihre ko⸗ nige herzu gefuͤhret worden ſeyn. Man ſoll keinen frevel mehr hoͤren in deinem lan⸗ de, noch ſchaden oder ver⸗ derben in dfindn grenzen: Sondern deine mauren ſol⸗ len heil, und deine thore lob heiſſen. Deine ſonne wird nicht mehr untergehen, noch dein mond den ſchein verlieren: Denn ſehdon wird dein ewiges licht ſeyn, und die tage deines leidens ſollen ein ende haben. Und dein volk ſollen lauter gerechte ſeyn, und werden das erdreich ewiglich beſi⸗ tzen: 5 5. gæ= Geſang. laͤngſt her. m Daß ſie deine iine ferne herzu deingen, GOttes, und den un Iſrael, der dic e gemacht hat.— Freinde werden den ren bauen, und ijte werden dir dienen in meinem zorn att⸗ geſchlagen, und ia gnade erbarme ich ii dich. Und deine tor ſtets offen ſtehen, ve noch nacht zugeſchoſt den: Bis der heyden zu dir gebracht, undi nige herzu gefuhren ſeyn. Man ſoll keine mehr hoͤren in deine de, noch ſchaden derben in deinen im Sondern deine mae len heil und deinetze heiſſen. Deine ſonne wid. mehr untergehen n mond den ſchein vi Denn Jehova Ui ewiges ſicht ſeyn, u tage deines leidel ende haben. Und deinvolkſolene gerechte ſehn, unn das erdreich mih 1 1 * Bibel⸗Geſang. — 1 tzen: Als die der zweig mei⸗ ner pflanzung und ein werk meiner haͤnde ſind, zum preiſe. Aus den kleinſten ſollen tauſend werden, und aus dem geringſten ein maͤchtig volk. Ich Jehova will ſolches zu ſeiner zeit eilend ausrichten. . 9. (61) Der Geiſt des HErrn HErrn iſt bey mir, darum hat mich der HERR geſalbet. Er hat mich geſandt, den elenden zu predigen, die zerbrochene herzen zu ver⸗ binden, zu predigen den ge⸗ fangenen eine erledigung, den gebundenen eine off⸗ nung:* Matth. 29,19. Zoh. 4, 16. Zu predigen ein gnaͤdiges jahr des Jehova: Und einen tag der rache GOttes. Die traurigen zu troͤſten, zu ſchaffen den traurigen zu Zion, daß ihnen ſchmuck für aſche, und freuden⸗ol fur traurigkeit, und ſchoͤne kleider füͤr einen betruͤbten geiſt gegeben werden: Daß ſie genennet werden haͤume der gerechtigkeit, pflanzen des Jehova, zum preiſe. Sie werden die alten wuſtungen wieder bauen, und was vor zeiten zerſtoͤret war, wieder aufbringen: Sie werden die verwuſteten ſtaͤdte, ſo ewig lang zerſtoͤret gelegen, verneuen. 45 Ich freue mich im Jehova, und meine ſeele iſt froͤlich in meinem GOtt: Denn Er hat mich angezogen mit klei⸗ dern des heils, und mit dem 354 der gerechtigkeit geklei⸗ et: Wie einen braͤutigam mit prieſterlichem ſchmuck gezie⸗ ret, Und wie eine braut in ihrem geſchmeide berdet. 70. T HRENI Jum groſſenVerſoͤhnungs⸗ Seſte der Juden. Wie liegt die ſtadt ſo wuͤ⸗ ſte, die voll volk war? Sie iſt wie eine witwe: die eine fuͤrſtin unter den hey⸗ den, und eine konigin unter den laͤndern war, muß nun dienen. Sie weinet des nachts, daß ihr die thraͤnen uͤber die backen lauffen: Es iſt nie⸗ mand unter allen ihren freunden, der ſie troͤſte, alle ihre naͤchſten verachten ſie, und ſind ihre feinde worden. Sie wohnet unter den hey⸗ den, Und findet keine ruhe. Die ſtraſſen gen Zion lie⸗ gen wuͤſte, weil niemand auf kein feſt kommt:⸗Alle ihre thore ſtehen oͤde.. Ihre prieſter ſeufzen, ihre jungfrauen ſehen jaͤmmer⸗ lich: Und ſie iſt betruͤbt. Ihre widerſacher ſchwe⸗ ben empor, ihren feinden ge⸗ het es wohl: Denn Je⸗ hova hat ſie voll jammers gemacht 46 gemacht um ihrer ſünde willen. Es iſt aller ſchmuck dahin: Ihre fuͤrſten ſind wie die widder, die keine weide fin⸗ den, und matt vor dem trei⸗ ber hergehen.... Jeruſalem denket in die⸗ ſer zeit, wie elend und ver⸗ laſſen ſie iſt; Und wie viel gutes ſie von alters her ge⸗ habt hat.. Ihre feinde ſehen ihre luſt an ihr; Und ſpotten ihrer ſabbathen. Alle, die ſie ehrten, ver⸗ ſchmaͤhen ſie jetzt, weil ſie ihre ſchaam ſehen; Sie aber ſeufzet. Wie hat der HErr die tochter Zion mit ſeinem zorn uͤberſchuͤttet! Er hat die herrlichkeit Iſrael vom himmel auf die erden ge⸗ worfen, Er hat nicht ge⸗ dacht an ſeinen fußſchemel, am tage ſeines zorns. Er hat ſeine gezelte zer⸗ wuͤhlet wie einen garten, und ſeine eigne wohnung verder⸗ bet: Jehova hat zu Zion beyde feyertag und ſabbath vergeſſen, und in ſeinem grimmigen zorn beyde koͤ⸗ nig und prieſter ſchaͤnden laſſen. Der HErr hat ſeinen al⸗ tar verworfen, und ſein hei⸗ ligthum verbannet, ex hat die mauren ihxer pallaͤſte in des feindes hände gegeben: Daß ſie im hauſe des HErrn Bibel⸗Geſang. geſchryen haben, wie an ei⸗ nem ſpieltage. Die aͤlteſten der tochter Zion ſind ſtille: Und die jungfrauen haͤngen ihre haͤupter. Ach wem ſoll ich dich ver gleichen, und wofuͤr ſoll ich dich rechnen, du jungfrau, Zion! Dein ſchaden iſt groß, wer kan dich heilen! Deine propheten haben dir thoͤrichte geſichte gepre⸗ diget, und dir deine miſſe⸗ that nicht geoffenbaret: Da⸗ mit ſie dich zum lande hin⸗ aus predigten. Iſt das die ſtadt, von der man ſagte, ſie ſey die aller⸗ ſchönſte; Der ſich das gane land freuete? Der HErr hat gethan was er vorhatte: Er hat tt ſein wort erfuͤllet. 85 *½ „Du wirſt ja daran ge denken: Denn meine ſeele ſagt mirs. Das nehme ich zu her⸗ zen: Darum hoffe ich noch. Die guͤte des Jehova iſts, daß wir nicht gar aus ſind: Seine barmherzigkeit hat noch kein ende, ſondern ſie iſt alle morgen neu, und dei⸗ ne treu iſt groß. Der HErr iſt mein theil, ſpricht meine ſeele, darum will ich auf ihn hoffen: Denn Jehova iſt freun ich — * E — 2 1 .“ — =— — . 2 E Fn A 1 1= ———— = —— Geſang. geſchryen haben, g 2 lich der ſeelen, die nach ihm fraget. „Die alteſten V G iſt ein koͤſtlich ding ge⸗ ion ſid ſlle duldig ſeyn, und auf die zungfrauen häme hülfe des Jehova hoffen: dinper Denn derhen verſtoͤſſet ahn nicht ewiglich; en en ſa unht aduln Er betruͤbet rechnen, du et wol, aber Er erbarmet ſich Zion! Dein hedenn wieder nach ſeiner groſſen wer kan dich hanet guͤte: Denn Er nicht von Deine prophense Herzen die menſchen plaget dir horehnrnhein und betruͤbet. diget, und dgeithe Es iſt wahr, die miſſethat that nich geofenen der kochter meines volks iſt nit ſie dich aaht groſſer, denn die ſuͤnde So⸗ aus predigten n dom, Die ploͤtlich umgekeh⸗ Iſt das die ſahen et ward, und kam keine Iit das die ſtdhn hand dazu. man bur. ſie ſeye 3 e;— 2 2: e land freuete⸗ üiu Ihre Nazaraͤi waren ſchoͤ⸗ Der Hrr hat ne, lind ſahen ſo wohl aus. was er vorhatte: Nan aber iſt ihre geſtalt ſein wort erfuͤlet. ſo dunkel vor ſchwaͤrze, daß man ſie auf den gaſſen nicht „* kainyte hre han hinget 4. an den beinen, und ſind ſo Du wirſt ſa dan duͤrre ass ein ſceit ſele atenitsd Es haͤttens die konige auf *† Das nehme ih g erden nicht geglaubt, noch alle leute in der welt, da 935: Darum ſaß der ideriet ge uun das .. Jeruſalems einziehen ſollte: Die guͤte des Jehor 8 iſt aber geſeden lüen daß wir nicht gar anſ der fuͤnde willen ihrer pro⸗ Seine barmherziga! pheten. noch kein ende, ſoidn Es hat ſie des HErrn zorn iſt alle morgen mum zerſtreuet, und will ſie nicht ne treu iſt groß. mehr anſehen; Weil ſie die Der HErr it mit propheten nicht ehreten, und ſpricht meine ſeel,n mit den aͤlteſten keine barm⸗ will ich auf ihn er herzigkeit hatten. Denn Jehows ſſh Bibel⸗Geſang. 47 Noch gaffeten unſere au⸗ gen auf die nichtige huͤlfe, bis ſie endlich muͤde wurden: Da wir warteten auf ein volk, das uns nicht helfen konte. * Deine miſſethat hat ein ende, du tochter Zion: Er wird dich nicht mehr laſ⸗ ſen wegfuͤhren.. „ Ach ja, Jehova, der du ewiglich bleibeſt, und dein thron fuͤr und fuͤr: Warum willt du unſer ſo gar ver⸗ geſſen, und uns ſo lange verlaſſen? Bringe uns, Jehova, wieder zu dir, daß wir wie⸗ der heim kommen: Ver⸗ neue unſere tage, wie vor alters. JI. Danielis Vigiliæ. (9 Ach lieber HERR, du A groſſer und ſchreckli⸗ cher GOTT! Der du bund und gnade haͤlteſt denen, die dich lieben. Wir haben geſuͤndiget, unrecht gethan, ſind gottlos geweſen, und abtrunnig wor⸗ den: Wir find von deinen geboten und rechten gewi⸗ en. Wir gehorchten nicht dei⸗ nen knechten, den propheten, Die in deinem namen un⸗ ſern koͤnigen, fuͤrſten, vaͤtern und allem volk im lande prodigten. Du, 48 Bibel⸗ Du, HERR biſt gerecht: Wir aber muͤſſen uns ſcha⸗ men.— Ja, HERR, wir, unſere koͤmge, unſere fuͤrſten, und unſere vaͤter muͤſſen uns ſchaͤmen, daß wir uns vel⸗ fündiget haben: Dein aber, HErr, unſer GOtt, iſt die varmherzigkeit und verge⸗ bung.. Denn wir ſind abtrunnig worden und gehorchten nicht der ſtimme Jehova, Un⸗ ſers GOttes, daß wir ge⸗ wandelt haͤtten in ſeinem wege: Sond n das ganze Iſrael uͤbertrat deine rechte, und wichen ab. Daher trifft uns auch der fluch und bann, im geſetz Moſe, des knechts GOttes: Und er hat gehalten, was er geredt hat wider uns und unſere richter, daß er ſolch groß unglück uͤber uns hat gehen laſſen, daß dergleichen unter allem himmel nicht ge⸗ ſchehen iſt, wie uͤber Jeruſa⸗ lem geſchehen iſt. So beteten wir auch nicht vor dem HErrn, unſerm GOtt, daß wir uns von den ſuͤnden bekehrten, und deine wahrheit vernaͤhmen: Dar⸗ um iſis dem HErrn auch ernſt worden mit dieſem ungluck, und hats uͤber uns gehen laſſen. Denn Jehova, unſer GOtt, iſt gerecht In allen ſeinen werken, die er thut. Geſang. Und nun, HERR, unſel GOtt, der du dein volk aus⸗ gefuͤhret haſt mit ſtarker hand, und haſt dir einen na⸗ men gemacht, wie er jetzt iſt: Wir haben freylich geſun⸗ diget. Ach HERR um allet deiner gerechtigkeit willen, wende ab deinen zorn und grimm von deiner ſtadt Je⸗ ruſalem, und deinem heil⸗ Denn um unſe⸗ gen berge. 2 rer ſuͤnde willen, und um unſerer vaͤter miſſethat wi len traͤgt Jeruſalem und dein volk ſchmach bey allen die um uns her ſind. und nun, unſer GOtt 1 hoͤre das gebet deines knecht und ſiehe gnaͤdiglich an dein heiligthum, das verſtoret iſt Um des HErrn willen. Wir liegen vor dir mt unſerem gebet: Nicht auf unſere gerechtigkeit, ſonden auf deine groſſe barmhel⸗ ach zigkeit. Ach HERR! höore, HERR! ſey gnaͤdig, ab HERR!'“* merke auf, und thue es, und verzeuch nicht, um dein ſelbſt willen, mein GOtt! Denn deine ſtadt und dein volk iſt nach derr nem namen genennet. *4 Moſ. 6, 24. ſitd. 72. Daniels Pſalm. Gelobet ſey der name GOttes von ewigkeit. u n 3 k d 8 3 . 7*ESeſang ban der du 8 4 hand, und dai n 1 Ach HERRn bedu gaenan ⸗ thende ab deinen in 1 grimm von deinen erſ heſahen und diina gen herge. Demm her ſünde willen,u imſerer vaͤter niſt eh hn traͤgt Pa 5 volk ſchmach e te um uns her ſind Und nun, uſe ts öre das gebet deinat ind ſiehe gnaͤdiglie heiligthunn, das denſ dm des HErrn wit Wir liegen vor Pnſetem gebet: 3 unſere gerechtigket 9 auf deine groſſehe zgkeit. Ach HENRN 4E ſy gun 4RR!* metfe a thue es, und verze um dein ſelbſt 4 GOu! Dein M” und dein volk ittn 1 te em rama aamm *4 Moſ 6,9 72. Daniels pſan bet ſey de 6 2 von a Bibel⸗Geſang. 49 u ewigkeit: Denn ſein iſt deßar weisheit und ſtaͤrke. Er aͤndert zeit und ſtun⸗ de, er ſetzt koͤnige ab, und j ſetzt köͤnige ein: Er gibt den deh ihre weisheit, und ber verſeiddigen ihren ver⸗ u0. offenbaret, was tief und verborgen iſt: Er weiß, was im finſterniß liegt, denn bey ihm iſt lauter licht. dicdc danke dir, und lobe „Gott meiner vaͤter, d du mir ſtaͤrke und weis⸗ heit verleiheſt. 73. Jonas Lied. ch rief zu dem HErrn in meiner angſt: Und Er antwortete mir, und erhoͤre⸗ te meine ſtimme. Ich gedachte, ich waͤre von deinen augen verſtoſſen; ich wurde deinen heiligen tempel nicht mehr ſehen. Da meine ſeele bey mir oerzagte, gedachte ich an den dn Hclku⸗ Und mein ge⸗ am zu dir in deinen bellkan tempel. Die da halten uͤber dem nichtigen, die verlaſſen ihre gnade: Ich aber will dank opfern da HErrn, daß Er mir geholfen hat. 74. Die weiſguna Michaͤ. Ju Bethlehem Ephra⸗ 9 ta; Die du klein biſt unter den tauſenden in Ju⸗ 5 Aus dir ſoll kommen, der in Iſrael HERR ſey, Welches ausgang von an⸗ fang und von ewigkeit her 1 Indeß laͤßt er ſie plagen, bis auf die zeit, da die, ſo gebaͤhren ſoll, gebohren ha⸗ be. Da werden denn die übrigen ſeiner tuder ae⸗ der kommen zu den kindern Iſrael. Er aber wird auftreten und weiden in kraft des Serrn und im ſieg des na⸗ mens ſeines GOttes. Und ſie werden wohnen; denn er wird zur ſelbigen zeit herrlich werden, ſo weit die welt iſt. Es werden auch die uͤbri⸗ gen aus Jacob unter vielen voͤlkern ſeyn, Wie ein thau vom Jehova, und wie die troͤpflein aufs gras, das auf niemand harret, noch auf menſchen wartet. 75. Habakuks Lied. S. RR! ich habe dein gerucht gehoret. HERRdu macheſt dein werk lebendig mitten in den jah⸗ ren, und laͤßt es kund werden mitten in den jahren: Wenn truͤbſal da iſt, ſo denkeſt du der barmherzigkeit. 68&, kum, der Heili⸗ e: Sela! Seines lobes war der himmel voll, Und ſeiner ehre mat die erde voll. 8 4 18 3 4 1 Sein 50 Sein ſchein war wie licht, blitzen giengen von ſeinen haͤnden; Daſelbſt war heim⸗ lich ſeine macht. Er ſtund und maß das land, Er ſchauete und zer⸗ trennete die heyden: Daß der welt berge zerſchmettert wurden, und ſich bucken mu⸗ ſten die huͤgel in der welt, da Er gieng in der welt. Ich ſahe der Mohren huͤt⸗ ten in muhe. Der HERR itt in ſei⸗ nem heiligen tempel; Es ſey vor Ihm ſtille alle welt. Aber ich will mich freuen des HErrn, und froͤlich ſeyn in GO2è, meinem heil: Denn Jehova iſt mei⸗ ne kraft, und wird meine fuͤſſe machen wie hirſch⸗fuͤſſe, und wird mich in der hoͤhe fuͤhren, daß ich ſinge auf meinem ſaitenſpiel. 76. Zephania Lied. 66)(r will den volkern an⸗ — ders predigen laſſen, nit ſreundlichen lippen, daß ſie alle ſollen des HErrn na⸗ men anruffen, und ihm die⸗ nen eintraͤchtiglich. Man wird Ihm ſeine anbeter, nemlich die zerſtreueten im Mohrenlande, herbringen zum geſchenk. Zur ſelbigen zeit wirſt du dich nicht mehr deines thuns ſchaͤmen: Denn Er will die ſtolzen heiligen von dir thun, Bibel⸗Geſang. um ſeines heiligen berges willen. Er will in dir laſſen uͤber⸗un bleiben ein arm gering volk: Die werden auf des HErrn namen trauen. Die uͤbrigen in Iſrael werden kein boͤſes thun, noch falſch reden, und man wird in ihrem munde keine be⸗ triegliche zunge finden: Son⸗ dern ſie ſollen weiden und ruhen ohn alle furcht. Jauchze, du tochter Zion Nrdu ruffe, Iſrael: Freue dich und ſey froͤlich von ganzem herzen, du tochter Jeruſa⸗ em. Denn der HErr hat dei⸗ ne ſtrafe weggenommen, und deine feinde abgewendet. Der HERR, der Kong Iſrael, iſt bey dir, daß du dich vor keinem ungluck mehr fuͤrchten darſſt. Man wird ſprechen zu Je⸗ ruſalem, fuͤrchte dich nicht; Und zu Zion, laß deine haͤn⸗ de nicht laß werden! Denn der HERR, dein GOtt, iſt bey dir, ein ſtar⸗ ker Heiland: Er wird ſich uͤber dich freuen, und dir freundlich ſeyn, und verge⸗ ben, und wird uͤber dir mit ſchalle froͤlich ſeyn. Die, ſo durch ſatzungen geaͤngſtet waren, will Er auch wegſchaffen, daß ſie von dir kommen: Welche ſatzun⸗ gen ihre laſt waren, davon ſie ſchmach hatten. Siehe, Geſang. um ſeines heil wilen. s ſelin Er wil in dirlaßne bleiben ein arm b* Die werden auf den namen trauen. Die uͤbrigen in a werden kein boſes ni falſch reden, und unn in ihrem munde ken triegliche zunge finden dern ſie ſollen weidne ruhen ohn alle fuucht Jauchze, du tochtern⸗ ruffe, Iſrael: Fuu und ſey ſroͤlich von g herzen, du tochter d lem. Denn der Hrr hi ne ſtrafe weggenomnan deine feinde abgewe Der HERR, der t Iſrael, iſt bey dir, d dich vor keinem unglet fuͤrchten darſtſ. Man wird ſprechenn ruſalem, fuͤrchte dichn Und zu Zion, laß deine de nicht laß werden! Denn der HEN GOtt, iſt bey dir, ei ker Heiland: Ex wid uber dich freuen, un freundlich ſeyn, undn ben, und und. M ſchalle froͤlich ſeyn. bale ſo durch ſatme geaͤngſtet waren, vl auch wegſchaffen daßſer dir kommen: Welce gen ihre laſt waren, d 5 Bibel⸗Geſang. 51 Siehe, Er wills mit allen den ausmachen, die dich beleidigen: Und will den hinkenden helfen, und die verſtoſſene ſammlen, und will ſie zu lob und ehren machen in allen landen, da man ſie verachtet. Echroin euch herein brin⸗ gen und verſammlen: Denn Er wird euch zu lob und eh⸗ ren machen unter allen vol⸗ kern auf erden, wenn Er euer gefaͤngniß wenden wird vor euren augen. 77. Das Lied Eſra. GMein GOtt, ich ſchaͤme mich, meine augen aufzuheben zu dir: Denn unſere miſſethat iſt uber un⸗ ſer haupt gewachſen, und unſere ſchuld iſt groß. Nun aber iſt ein wenig und ploͤtzlich gnade von dem HERRR geſchehen, daß er uns noch raum vor Einen na⸗ gel in ſeiner heiligenſtaͤtte ge⸗ laſſen hat: Daß unſer GOtt unſere augen erleuchtet, und giebt uns einige erholung in unſerer knechtſchaft. Wir ſind wol knechte, aber unſer GOtt hat uns nicht verlaſſen, ob wir knechte ſind: Und hat die barmherzigkeit zu uns geneigt der koni⸗ ge, daß ſie uns das leben laſſen, und erhoͤhen das haus unſers GOttes, und richten auf das verſtoͤrte, und geben uns einen zaun um Jeruſalem. Nuͤn, was ſollen wir ſa⸗ gen, unſer GOtt! daß wir deine gebote verlaſſen ha⸗ ben: Und dennoch haſt du, unſer GOtt! unſerer miſſe⸗ that verſchonet, und haſt uns eine rettung gegeben, wie es da ſtehet. HERR, GOtt Iſrael, du biſt gerecht: Und wir ſind uͤberblieben und erret⸗ tet. 8. Das Lied Nehemia. (97(Stehet auf, lobet den HErrn, euren GOtt, von ewigkeit zu ewigkeit: Und man lobe den namen deiner herrlichkeit, der erho⸗ hel iſt mit allem ſegen und 0 6. HERR, du biſts alleine, du haſt gemacht die himmel, erd und meere, mit allen heeren, die drauf und drin⸗ nen ſind: Du macheſt alles lebendig, und das himmliſche heer betet dich an. Du biſt der GOtt Jehova: Der du Abram erwehlet, und ausgefuhret, und Abra⸗ ham genennet, und ſein herz treu vor dir gefunden, und einen bund mit ihm gemacht aſt. Du haſt angeſehen das elend unſerer vaͤter, und ihr ſchreyen erhoͤret: Und ſie geleitet in einer wolken⸗ C 2 und 8 4 1 4 4 1 I I I 1 1 II 58. 1 1 4 3 1 4 1 1 4 1 6 1 1. 52 Bibel⸗Geſang. und feuer⸗ſaͤule, ſie zu fuͤh⸗ ren und ihnen auf dem wege zu leuchten, den ſie zogen. Und biſt herab geſtiegen, und haſt mit ihnen geredet: Und gegeben ein wahrhaf⸗ tig recht, und ein recht geſetz, und gute gebote und ſitten; und deinen heiligen ſabbath ihnen kund gethan. Und ihnen brod vom him⸗ mel gegeben, und waſſer aus dem felſen: Und ihnen ge⸗ redet, ſie ſollten hinein ge⸗ hen, und das land einneh⸗ men, daruber du deine hand hubeſt, ihnen zu geben. Sie weigerten ſich zu hö⸗ ren, und wurfen ein haupt auf, daß ſie ſich zuruͤck wen⸗ deten zu ihrer dienſtbarkeit, in ihrer ungeduld: Aber du, mein GOtt, vergabeſt und wareſt gnaͤdig, barmherzig, geduldig, und verlieſſeſt ſie nicht.. Und die wolken⸗ſaͤule wich nicht von ihnen des tages, noch die feuer⸗ſaͤule des nachts: Und du gabeſt ih⸗ nen deinen guten Geiſt, ſie zu unterweiſen. Vierzig jahre verſorgteſt du ſie in der wuſten, daß ihnen nichts mangelte: Ih⸗ re kleider veralteten nicht, und ihre fuͤſſe zerſchwollen nicht. Aber ſie wurden unge⸗ horſam, und widerſtrebeten dir, und wurfen dein geſetz hinter ſich zuruͤcke: Darum gabeſt du ſie in die hand ih⸗ rer feinde, die ſie aͤngſteten. Und zur zeit ihrer angſt ſchryen ſie zu dir, und du erhoͤreteſt ſie: Und durch deine groſſe barmherzigkeit gabeſt du ihnen heilande, die ihnen halfen aus ihrer feinde hand. Wenn ſie aber zur ruhe kamen, ſiengen ſie wieder an, uͤbel zu thun vor dir: So lieſſeſt du ſie uͤber in ihrer feinde hände, daß ſie uͤber ſie herrſcheten. Sie waren ſtolz, und ge⸗ horcheten nicht: Und ſun⸗ digten an deinen rechten welche, ſo ſie ein menſch halt, lebet er darinnen. Und du hielteſt viel jahre uͤber ihnen, und lieſſeſt ih⸗ nen bezeugen durch deinen Geiſt: Und nach deiner grof ſen barmherzigkeit haſt du es nicht gar aus mit ihnen gemacht. Nun, unſer GOtt, du groſſer GOtt, maͤchtig und ſchrecklich, der du häͤlteſt bund und barmherzigkeit, achte nicht geringe alle die muühe, die uns troffen hat: Du biſt gerecht. Lieder Zachariaͤ. 79. G)Das war das geſichte vom hohenprieſter Joſua, wie er ſtund vor dem engel des HErrn: Und der ſatan 4 ⸗ e 2 . Geſang. gabeſt du ſie in rer feinde, die 9 1 tmade R amen, fiengen ſie we ubel zu thun unn lieſſeſt du ſie üͤber feinde hände, daß ſie herrſcheen.“ Sie waren ſiol u horcheten nicht: U digten an deinen i welche, ſo ſie ein; hält, lebet er darim „Und du hielteſt u uber ihnen, und liſ nen bezeugen dur Geiſt: Und nachdein ſen barmherzigkeit ſ es nicht gar aus ui gemacht. Nun, unſer Gd groſſer GOtt, mach ſchrecklich, der d bund und barnhen achte nicht geringet muhe, die uns keoffn Du biſt gerecht Lieder Zachun 79. G)Das war das 8 vom hohene Joſua, wie er ſund HJ engel des HErm. 1 Bibel⸗Geſang. 53 ſatan ſtund zu ſeiner rechten, daß er ihm widerſtuͤnde. Und der HErr ſprach zu dem ſatan: der HErr ſchel⸗ te dich, du ſatan, ja der HErr ſchelte dich, der Jeru⸗ ſalem erwehlet hat: Iſt dieſer nicht ein brand, der aus dem feuer errettet iſt? Und Joſua hatte unreine kleider an, und ſtund vor dem engel: Der ſprach zu denen, die vor ihm ſtunden: thut die unreinen kleider von ihm.— Und zu Joſua ſprach er: Siehe, ich habe deine ſuͤnde von dir genommen, und ha⸗ be dich mit feyerkleidern an⸗ gezogen. Und ſprach weiter: ſetzet einen reinen hut auf ſein haupt. Und ſie ſatzten einen reinen hut auf ſein haupt, und zogen ihm kleiber an, daß der engel des HErrn dabey ſtund. Und der engel des HErrn bezeugete Joſua und ſprach: So ſerich der HERR der heerſchaaren: Wirſt du in meinen wegen wandeln, und meiner hut warten, ſo ſollt du regieren mein haus, und meine hoͤfe bewahren; und ich will dir geben von dieſen, die hie ſtehen, daß ſie dich geleiten ſollen. Hoͤre zu, Joſua, du ho⸗ herprieſter! du und deine freunde, die vor dir woh⸗ nenz denn ſie ſind lauter wun⸗ der: Denn ſiehe, ich will meinen knecht Semah' kom⸗ men laſſen. * Jeſ. XI, I. 4, 2. Und ſiehe, auf dem ei⸗ nigen ſtein, den ich vor Joſua gelegt habe, werden ſieben augen ſeyn: Und Ich will ihn poliren, und will die ſunde deſſelbigen landes wegnehmen auf Einen tag. Da wird einer den andern laden Unter den weinſtock und unter den feigenbaum. 80. (4)-Jas iſt das wort des HErrn von Zeruba⸗ bel: Es ſoll nicht durch hee⸗ res⸗kraft, ſondern durch mei⸗ nen Geiſt geſchehenn: Wer biſt du, du groſſer berg, der doch vor Zeruba⸗ bel eine ebene ſeyn muß? Und er ſoll aufführen den erſten ſtein, daß man ruffen wird: Gluck zu! gluͤck zu! Die haͤnde Zerubabel ha⸗ ben dis haus gegruͤndet: Seine haͤnde ſollens auch vollenden. Denn wer iſt, der die⸗ ſe geringe tage verachte? Darin man ſich doch wird freuen, und ſehen den maaß⸗ ſtab in Zerubabels hand mit den ſieben, welche ſind des HErrn augen, die das ganze land durchziehen. „Was ſind die zween oͤl⸗ baͤume zur rechten und zur linken des leuchtern?; 3 Weißt 54 Bibel⸗ Weißt du nicht, hieß es, was die ſind? Nein, mein herr! war die antwort. Es ſind die zwey ol⸗kin⸗ der: Welche ſtehen bey dem herrſcher des ganzen landes. 81. Malachiaͤ Pſalm. eiehe, Er will ſeinen en⸗ gel ſenden: Der vor Ihm her den weg bereiten oll. 6 Und bald wird kommen zu ſeinem tempel der HErr, den ihr ſuchet, und der en⸗ gel des bundes, deß ihr be⸗ gehret: Siehe, er kommt, ſricht der HERR der heerſchaaren. Wer wird aber den tag ſeiner zukunft ertragen moͤ⸗ gen, und wer wird beſte⸗ hen, wenn Er wird erſchei⸗ nen? Denn Er iſt, wie das ſeuer eines gold ſchmids, und die ſeiffe der waͤſcher. Er wird ſitzen und ſchmel⸗ zen und das ſilber reinigen, Er wird die kinder Levi rei⸗ nigen und laͤutern wie gold und ſilber: Dann werden ſie dem HErrn ſpeis⸗opfer bringen in gerechtigkeit. Die gottesfuͤrchtigen troͤ⸗ ſten ſich unter einander alſo: Der HErr merkets, und horets, und iſt ein denk zet⸗ tel geſchrieben fuͤr die, ſo den HErrn fuͤrchten, und an ſeinen namen gedenken. Sie ſollen, ſpricht der HErr der heerſchaaren, des tages, Geſang. den ich machen will, mein eigenthum ſeyn: Und ich will ihrer ſchonen, wie ein mann ſeines ſohnes ſchonet, der ihm dienet. Und ihr ſollt wohl ſehen, was fuͤr ein unterſcheid ſey zwiſchen dem gerechten und gottloſen, Und zwiſchen dem der GOtt dienet, und dem, der ihm nicht dienet. Neuteſtamentiſcher Geſang. 82 Hſtana Gelobet ſey 4 nrii der da koͤmmt in dem namen des HErrn! Gelobet ſey das reich un⸗ ſers vaters Davids, das da koͤmmt in dem namen des HErrn! Hoſianna in der höhe! Marc. XI. 83. Der Engliſche Gruß. Fʒer engel Gabriel,geſandt von GOtt in eine ſtadt in Galilaͤa, die da heiſſet Nazaleth; Zü einer jung⸗ frau, die vertrauet war einem manne, mit namen Joſeph, vom hauſe David, und die Maria hieß, Kam zu ihr hinein und ſprach: Gegruͤſſet ſeyſt du holdſelige!. Der HERR iſt mit dir, Du gebenedeyte unter den weibern! Sie aber, da ſie ihn ſahe, erſchrack uͤber ſeiner rede und „Geſang. den ich ma eigenthun ha ni 1 will ihrer zuüiden undig ti 8 der ihm nicht dene Neuteſtamen Geiun Hfene eig Gen der da könm namen des HErr. Gelobet ſey daste ſers vaters Davde kͤmmt in dem ſar HErrn! Hoſum höhe! Mu 83. Der Engliſche on D' er engei G Jbraag von GOtt in n in Galiläa, die ii Nazaͤreth; Zü eihe frau, die vertrant einem manne, nte Joſeph, vom hanſed und die Maria hie Kam zu ihr ſine rhe Besißi oldſelige! Der HER ir Du gebenedent pyi eibern; 4 Sie aber, da ſeite j erſchrack üͤber fie — Bibel⸗Geſang. 95 Und gedachte, welch ein gruß das! ii da Und der engel ſprach zu ihr: Furchte dich nicht, Ma⸗ ria, du haſt gnade bey GOtt funden u Siehe, du wirſt ſchwan⸗ ger werden, und einen ſohn gebaͤhren; Deß namen ſollt 29 JESIS heiſſen. Das wird ein groſſer HErr ſeyn, und vor den Sohn des Allerhoͤchſten bekannt werden; Und GOtt der HErr wird Ihm den ſtuhl ſeines vaters Davi ds geben. Der wird Koͤnig ſeyn uͤber das haus Jacod ewiglich; Und ſeines koͤnigreichs wird kein ende ſeyn. 6* Da ſprach Maria zu dem engel: Wie ſ das zuge⸗ hen? ſintemal ich von kei⸗ nem maͤnne weiß. Der engel antwortete und ſp rach zu ihr; der heilige Geiſt wird über dich kom⸗ men, und die kraft des Hochſten wird dich über⸗ ſchatten. Darum auch das heilige, das von dir geboh⸗ ren wird, GOttes Sohn heiſſen wird. Und ſiehe, Eliſabeth, deine gefreundtin, iſt auch ſchwan⸗ ger mit einem ſohne, in ih⸗ rem alter, von der jeder⸗ mann weiß, daß ſie unfrucht⸗ bar ſey. Denn bey GOtt iſt kein ding. unmoͤglich. Maria aber ſprach: Sis. he, ich bin des HERRN magd, mir geſchehe, wie du geſaget haſt. Und der engel ſchied von ihr. Luc. I. 84. Der Eliſabeth Gruß. ebenedeyet iſt Maria unter den weibern! Und gebenedeyet iſt die frucht ihres leibes! Und woher kömmt mir das, Daß die mutter mei⸗ nes HErrn zu mir koͤmmt. Siehe, da ich dieſe ſtimme hörete, Huͤpfte vor freuden das kind in meinem leibe. Und o ſelig iſt ſie, die da geg laͤubet hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr geſaget iſt von dem HERRN. 85. Mariaͤ Lobgeſang. Meiye ſeele erhebet den RRN; Und mein geiſt 65 reuet ſich GOttes, mei⸗ nes Heilandes. Denn Er hat ſeine elende magd angeſehen. Siehe, von nun an werden mich ſe⸗ lig preiſen alle kindes⸗kind. Denn Er hat groſſe dinge an mir gethan, Der da maͤchtig iſt, und des name heilig iſt. Und ſeine barmherzigkeit waͤhret immer fuͤr und ſur Bey denen, die Ihn fuͤrchten. Er ubet gewalt mit ſei⸗ nem arm; Und zeſttenet die hoffaͤrtig ſind in ihres herzens ſinn. C4. Er — 1““ .— n 4 8* * . 1 1 4 ¹ 4 7 3 4 4 4 — 16 Er ſtoͤſſet die gewaltigen vom ſtuhl, Und erhebet die elenden.. Die hungrigen füllet Er mit guͤtern, Und laͤſſet die reichen leer.. Er denket der barmher⸗ zigkeit, Und hilft ſeinem diener Iſrael auf. Wie Er geredt hat unſern vaͤtern, Abraham und ſei⸗ nem ſaamen, ewiglich. 86. Zacharia Lied. Gelodet ſey der HERR, der GOTT Iſrael! Denn Er hat beſuchet und erloͤſet ſein volk. Und hat uns aufgerichtet ein horn des heils, in dem hauſe ſeines dieners Davids; Wie Er vor zeiten geredt hat durch den mund ſeiner heiligen propheten. Daß Er uns errettete von unſern feinden, und von der hand auler, die uns haſſen; Und die barmherzigkeit er⸗ zeigete unſern vaͤtern. Und gedaͤchte an ſeinen heiligen bund, Und an den eid, den Er geſchworen hat unſerm vater Abraham, uns zu geben. Daß wir erloͤſet aus der hand unſerer feinde, Ihm dieneten ohne furcht unſer lebenlang; In heiligkeit und gerechtigkeit, die Ihm ge⸗ — 2 faͤllig iſt. Bibel⸗Geſang. und du kindlein wirſt ein prophet des Hoͤchſten heiſ⸗ ſen; Du wirſt vor dem HErrn hergehen, daß du ſeinen weg bereiteſſt«. Und erkenntniß des heii gebeſt ſeinem volk, Die da iſt in vergebung der ſunde; Durch die herzliche bar herzigkeit unſers GOttes Durch welche uns beſuchet hat der aufgang aus der hoͤhe;. Auf daß Er erſcheine de⸗ nen, die da ſitzen im finſter⸗ niß und ſchatten des todes; Und richte unſre fuͤſſe auf den weg des friedenzs. 87. Hymnus JoHAkNis. in anfang war das wort und das wort war bey GOtt; Und GOtt ſelbſt war das wort. Daſſelbige war im an⸗ fang bey GOtt: Alle din⸗ ge ſind durch daſſelbige ge⸗ macht, und ohne daſſelbige iſt nichts gemacht, was ge⸗ macht iſt. In Ihm war das leben; Und das leben war das licht der menſchen. Unnd das licht ſcheinet in der finſterniß; Und die fin⸗ ſterniß haben es nicht be⸗ griffen. Das war das wahrhaf⸗ tige licht; Welches alle men⸗ ſchen erleuchtete, da es in dieſe welt kam. e8 Geſang. und du kindlen di — pro Du wirſt HErrn zergezen, n ſeinen weg bereiteſ iſt in vergebung derſt herzigkeit unſets 6 duc welhe Uns h 1 Ifgang an hohe⸗ gang an Auf daß Er erſten nen, die da ſitzen 68 niß und ſchatten dest Und richte unſte fiſ den weg des frieden 87. Hymnus Jonaun m anfang war dant - und das wort n GOtt; Und GOtt fet das wort. Daſfelbige war it fang bey GOtt: N. ge ſind durch daſelhi macht, und ohne duße iſt nichts gemacht, e macht iſt. In Ihm war das! Und das leben war di der menſchen. Und das lihh ſcen der finſterniß; Und ſterniß haben es rict riffen. G ſe war das bit tige licht; Welchesalen ſchen erleuchtete, Re dieſe welt kam. V — 1 whet des Hica. Bibel⸗Geſang. Es war in der welt, und die welt iſt durch daſſelbige u gemacht; Und die welt kann⸗ te es nicht. Er kam in ſein eigenthum; 1da und die ſeinen nahmen Ihn nicht auf. Wie viel Ihn aber auf⸗ nahmen /denen gabEr macht, 6Ottes kinder zu werden, die an ſeinen namen glaͤu⸗ ben: Welche nicht von dem geblut, noch von dem willen des ſleiſches, noch nach den willen eines mannes, ſondern von GOtt gebohren ſind. und das wort ward fleiſch; Und wohnete unter uns: und wir ſahen ſeine herr⸗ lichkeit, eine herrlichkeit, als des eingebohrnen Soh⸗ nes vom Vater: Voller gnad und wahrheit. Das geſetz iſt durch Mo⸗ ſen gegeben; Die gnade und wahrheit iſt durch JEſum Chriſtum worden. Niemand hat GOTC je geſehen: Der eingebohrne Sohn, der in des Vaters ſchooß iſt, der hat uns alles erklaͤret. Siehe, das iſt GOttes Lamm; Welches der welt ſunde traͤget. Joh. I. 88. Nlo hat GOèè die welt * geliebet, daß Er ſeinen eingebohrnen Sohn gab; Auf daß alle, die an Ihn 57 glaͤuben, nicht verlohren werden, ſondern das ewige leben haben. Denn GOtt hat ſeinen Sohn nicht geſandt in die welt, daß Er die welt richte; Sondern daß die welt durch Ihn ſelig werde. Wer an Ihn glaͤubet, der wird nicht gerichtet; Wer aber nicht glaͤubet, der iſt ſchon gerichtet, denn er glaͤu⸗ bet nicht an den namen des eingebohrnen Sohnes GOt⸗ tes. Das iſt aber das gerichte, daß das licht in die welt kommen iſt, und die men⸗ ſchen liebten die finſterniß mehr denn das licht; Denn ihre werke waren böſe. Denn wer arges thut, der haſſet das licht, und koͤmmt nicht an das licht, auf daß ſeine werke nicht geſtrafet werden: Wer aber die wahr⸗ heit thut, der koͤmmt an das licht, daß ſeine werke offen⸗ bar werden, denn ſie ſind in GOtt gethan. Joh. 3. 89. Das Lied des Lamms. Ich preiſe dich, Vater, du HERR himmels und der erden: Daß du ſolches den weiſen und klu⸗ gen verborgen haſt, und haſt es den unmuͤndigen offen⸗ baret.— E5 Ja, Bibel⸗Geſang. Ja, Vater, denn es iſt al⸗ ſo wohlgefaͤllig geweſen vor dir: Alle dinge ſind mir ubergeben von meinem Va⸗ ter. Und niemand kennet den Sohn, denn nur der Vater; Und niemand kennet den Va⸗ ter, denn nur der Sohn, und wem ihn der Sohn will of⸗ fenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühſelig und bela⸗ den ſeyd; Ich will euch er⸗ quicken. Nehmet auf euch mein joch und lernet von mir: Denn ich bin ſanftmuͤthig und von herzen demuͤthig; So werdet ihr ruhe fin⸗ den fuͤr eure ſeele: Denn mein joch iſt ſanft, und meine laſt iſt leicht. Matth. XI. 90. Kirchen⸗Lied. Es ſey denn, daß das wei⸗ zen⸗korn in die erde falle, und erſterbe, ſo bleibt es al⸗ leine: Wo es aber erſtirbet, ſo bringet es viel fruͤchte. Joh. 12. * Das himmelreich iſt einem ſauerteige gleich; Den ein weib nahm und vermen⸗ gete ihn unter drey ſcheffel mehls, bis daß es gar durch⸗ ſaͤuert ward. ſauch Matth. 13,36. ſag. die voͤgel unter dem himmel Das himmelreich iſt gleich einem ſenf⸗korn; Das ein menſch nahm, und ſaͤete es auf ſeinen acker. Welches das kleinſte iiſt unter allen ſaamen: Wemn es aber erwaͤchſet, ſo iſt es das groͤſte unter dem kohl. Und wird eine ſtaude, daß kommen, Und ſitzen unter ſeinen zweigen. ſ. auch Matth. 3,47. ſgg. N Apbermal iſt gleich das him⸗ melreich einem verbor⸗ genen ſchatz im acker, Wel⸗ chen ein menſch fand, und verbarg ihn: Und ging hin vor freuden dr uͤber demſelbigen, und ver⸗ kauffte alles, was er hatten aiair Und kauffte den acker. N* eʒdlich iſt das himmel⸗ r reich gleich einem kauf⸗iu mann, Der gute perlen iii ſuchte. perle fand, ging er hin, und verkauffte alles, was er hat⸗ te, Und kauffte dieſelbige. 91. Das Gebet des BErrr. Uſe Bnter!In dem him⸗ Dein name werde gehei⸗ liget: Dein reich komme. Dein wille geſchehe auf iu erden wie im himmel: li A Und da er eine koͤſtliche 1 „ 2 1 genen ſchatz in acn chen ein menſch ſa verbarg ihn: liget: Dein lei 6 Geſang. Das hinmelee — einem ſen f ein menſch nagnen 4 . ahtn, ut es auf einn ate. 4 elches das g unter allen nan es aber erwahſt das groͤſe unterda „Und witd eineſin die voͤgel unter den ommen, Und ſiz einen zweigen. 1 auch Matthn * 4 bermal ſigeie A melreich einen, 8 1 1 Und ging hin der uͤder demſelbigen, u kauffte alles, wase Und kauffte den d E‚dlich iſt d 1 reich gleich einn mann, Der gule ſuchte. Und da er ein perle fand, ging ert verkauffte alles, wan te, Und kauffte dit Mh 1 1 Das Gebet des nſer Vater! Aht mel. Dein name wade c —. — Dein wile gech erden wie in hiuan: Bibel⸗ Geſang. 19 ſer taͤglich brod gieb uns te. Und erlaß uns unſere ſchuld; Wie wir unſern ſchuldnern erlaſen. Und fuͤhre uns nicht in verſuchung; Sondern erlo⸗ ſe uns von dem Argen. Chor. Denn dein iſt das reich, und die kraft, und die herr⸗ lichkeit; In ewigkeit, Amen! 92. PEDILAVIUM. Da IEſus merkete, daß ſeine ſtunde kommen war, daß Er aus dieſer welt ginge zum Vater: Wie Er⸗ hatte geliebet die ſeinen, die in der welt waren, ſo liebte Er ſie bis ans ende. Und nach dem abend⸗ eſſen, Da ſchon der teufel hatte dem Juda Iſcharioth ins herz gegeben, daß er Ihn verriethe; Und IEſus wuſte, daß Ihm der Vater hatte alles in ſeine haͤnde gegeben, Und daß Er von GOtt kommen waͤre, und zu GOtt zurüͤck ginge: Stund Er vom abend⸗ mahl auf, legte die kleider ab, und nahm einen ſchurz, und umgurtete ſich: Dar⸗ nach goß Er waſſer in ein becken, hub an den jungern die füſſe zu waſchen, und trocknete ſie mit dem ſchurz, damit Er umguͤrtet war. Da kam Er zu Simon Petro; und der ſprach zu Ihm: HERR ſollteſt Du mir meine fuͤſſe waſchen? IEſus antwortete, und ſprach zu ihm: Was Ich thue, das weiſſeſt du itzt nicht, du wirſt es aber her⸗ nach erfahren. Da ſprach Petrus zu Ihm: Nimmermehr ſollt du mir meine fuͤſſe waſchen. JE⸗ ſus antwortete ihm: Wer⸗ de ich dich nicht waſchen, ſo haſt du keinen theil mit mir. Spricht zu Ihm Simon Petrus: HERRa nicht mei⸗ ne fuͤſſe allein, ſondern auch die haͤnde und das haupt. Spricht IEſus zu ihm: Wer gewaſchen iſt, der darf nichts als die fuͤſſe waſchen, ſon⸗ dern er iſt ganz rein. Und ihr ſeyd rein, aber nicht alle: Denn Er wuſte ſeinen verraͤther wohl, dar⸗ um ſprach Er, ihr ſeyd nicht alle rein.. Da Er nun ihre fuͤſſe ge⸗ waſchen hatte, nahm Er ſei⸗ ne kleider, und ſetzte ſich wie⸗ der nieder, und ſprach aber⸗ mal zu ihnen: Wiſſet ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heiſſet mich Meiſter und HErr, und ſaget recht daran, denn ich bins auch. So nun ich, euer HErr und Meiſter, euch die füſſe gewaſchen habe, ſo ſollt ihr euch auch unter einander die füſſe waſchen. Ein beyſpiel C6 habe . 4 p „ 5 8 1 8 2 3 4 I 2 4 4 3 1 8 4½ 1 8 4 * 4 1 3 4 1 4 4 4 1 1. * “ H 8 1 3 1 1 4 4 4 1 1 II 1 4 f H — 60 habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. Joh. 13. 93. Das Paſſah. Uner HErr IEſus Chriſt, In der nacht, da Er ver⸗ rathen ward, Nahm das brod, Segne⸗ te und brachs, und gabs ſei⸗ nen jungern, und ſprach: MNehmmet, eſſet, das iſt mein leib, der fuͤr euch gebrochen wird. Solches thut zu mei⸗ nem gedaͤchtniß. Deſſelbigen gleichen auch den kelch, bucf dem abend⸗ mahl, und ſprach: Dieſer kelch iſt das neue teſtament in meinem blut, das fuͤr euch vergoſſen wird zur verge⸗ bung der ſünden. Solches thut, ſo oft ihrs trinket, zu meinem gedaͤchtniß.. Denn ſo oft ihr von die⸗ ſem brod eſſet, und von die⸗ ſem kelch trinket, Sollt ihr des HErrn Tod verkuͤndi⸗ gen, bis daß Er koͤmmt. Welcher nun unwurdig von dieſem brod iſſet, oder von dem kelch des HErrn trinket, der iſt ſchuldig an dem leibe und blute des HErrn: Der menſch aber pruͤfe ſich ſelbſt, und alſo eſſe er von dieſem brod und trinke von dieſem kelch. Denn welcher unwuͤrdig iſſet und trinket, Der iſſet und trinket ihm ſelber das Bibel⸗Geſang. gerichte, damit, daß er nicht unterſcheidet den leib des HErrn. Matth. 26. 1 Cor. XI. 94. b Des BErrn Valet⸗Segen. Ich bin der wahre wein⸗ J ſtock, Und mein Vater iſt wein⸗gaͤrtner. Eine jegliche rebe an mir, die nicht frucht bringet, wird er wegnehmen: Und eine jegliche, die da frucht bringet, wird er reinigen, daß ſie noch mehr fruͤchte bringe. Ihr ſeyd itzt rein, Um des worts willen, das ich zu euch geredt habe. in euch. Gleichwie die rebe kan keine frucht bringen von ihr ſelber, ſie bleibe denn am weinſtock: Alſo auch ihr mir. Ich bin der weinſtock: Ihr ſeyd die reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viel frucht; Denn ohne mich koͤnnet ihr nichts thun. Wer nicht in mir bleibet, ii der wird weggeworfen, wie eine rebe, und verdorret; Und man ſammlet ſie, und wirft ſie ins feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine worte in euch bleiben; Werdet — ——— = Bleibet in mir, und ih nicht, ihr bleibet denn a Geſang. gerichte, danit unterſcheidet bin Hrun 1 Matth. 26, 16 bin der waüte ſtock, Und wen „LEine ſegliche then 1' er wegnehmen; li Veglice,dedaſtitt wird er reinigen daßſ mehr fruchte bring. Ihr ſeyd itzt ka des worts willen, dii euch geredt habe. „Bleibet in mir, l in euch. Gleichwie die u keine frucht bringenne ſelber, ſie bleibe de weinſtock: Alſo an nicht, ihr bleibet dn mir. Ich bin der vein Ihr ſeyd die reden Wer in mir heeüte ich in ihm, der brinn frucht; Denn ohne koͤnnet ihr nichtzthm Wer nicht in mir der wird weggeworfn eine rebe, und velde Und man ſammle ſ wirſt ſie ins feuer, un rennen. 3 So ihr in mit leie meine worte inend Bibel⸗Geſang. 61 Werdet ihr bitten, was ihr Wi und es wird euch wie⸗ rfahren. de Phmnen wird mein Va⸗ ter geehret, daß ihr viel frucht bzinden Und werdet meine juͤnger. Gleichwie mich mein Va⸗ ter liebet, alſo liebe ich euch auch. Bleibet in meiner liebe. Joh. 17. 95. Das hoheprieſterliche Ge⸗ bet IEſu. &ESus hub ſeine augen J auf gen himmel und ſprach: Vater, die ſtunde iſt hie, daß du deinen Sohn verklaͤreſt, auf daß dich dein Sohn auch verklare. SGleichwie du Ihm macht haſt gegeben über alles fleiſch, Auf daß Er das ewi⸗ 5 ge leben gebe allen, die du Ihm gegeben haſt. Das iſt aber das ewige leden, Daß ſie dich, den rechten einigen GOtt, und den du geſandt haſt, JEſum den Chriſt, kennen. Ich habe dich verklaͤret auf erden, und vollendet das werk, das du mir gegeben haſt, daß ich thun ſollte. Und nun verklaͤre mich du, Vater, bey dir ſelbſt, mit der klarheit, die ich bey dir hatte, ehe die welt war. Ich habe deinen namen offenbaret Den menſchen, die du mir von der welt ge⸗ geben haſt. 3 Sie waren dein, und du haſt ſie mir gegeben, und ſie haben dein wort behal⸗ ten: Nun wiſſen ſie, daß alles, was du mir gegeben haſt, ſey von dir. Denn die worte, die du mir gegeben haſt, habe ich ihnen gegeben; Und ſie ha⸗ bens angenommen und er⸗ kannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glaͤuben, daß du mich geſandt haſt. Teſtaments⸗worte: Ich bitte fuͤr ſie: Und bitte nicht fuͤr die welt, ſon⸗ dern fuͤr die, die du mir ge⸗ geben haſt, denn ſie ſind dein. Und alles, was mein iſt, das iſt dein, und was dein iſt, das iſt mein: Und ich bin in ihnen verklaͤret. Und ich bin nicht mehr in der welt, ſie aber ſind in der welt: Und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte ſie in deinem namen, die du mir gegeben haſt, Daß ſie eines ſeyn gleichwie wir. Dieweil ich bey ihnen war in der welt, erhielt ich ſie in deinem namen. Die du mir gegeben haſt, die ha⸗ be ich bewahret, und iſt kei⸗ ner von ihnen verlohren, ohne das verlohrne kind, daß die ſchrift erfuͤllet vird. Nun ——————-—— —— ——— ———————, ————õ————— ¹y) 62 Nun aber komme ich zu dir; Und rede ſolches noch in der welt, auf daß ſie in ihnen haben meine freude vollkommen. Ich habe ihnen gegeben dein wort; Und die welt haſſet ſie, denn ſie ſind nicht von der welt, wie denn auch ich nicht von der welt bin. Ich bitte nicht, daß du ſie von der welt nehmeſt, ſondern daß du ſie bewah⸗ reſt vor dem Argen: Sie ſind nicht von der welt, gleich⸗ wie auch ich nicht von der welt bin... Heilige ſie in deiner wahrheit; Die wahrheit iſt dein wort.. Gleichwie du mich ge⸗ ſandt haſt in die welt; So ſende ich ſie auch in die welt. Ich heilige mich ſelbſt fuͤr ſie; Damit auch ſie gehei⸗ ligt ſeyn in der wahrheit. Ich bitte aber nicht allein fuͤr ſie; Sondern auch fuͤr die, ſo durch ihr wort an mich glaͤuben werden, Auf daß ſie alle Eines ſeyn, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch ſie in uns eines ſeyn; Auf daß die welt glaͤube, du habeſt mich geſandt. Und ich habe ihnen gege⸗ ben die herrlichkeit, die du mir gegeben haſt, Daß ſie eines ſeyn, gleichwie wir ei⸗ nes ſind,.. Ich in ihnen, und du in 2* Bibel⸗Geſang. mir, auf daß ſie vollkommen ſeyn in einem: Und die welt erkenne, daß du mich ge ſandt haſt, und liebeſt ſie, gleichwie du mich liebeſt. „Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bey mir ſeyn, die du mir gegeben haſt, daß ſie meine herrlich⸗ keit ſehen, die du mir gege⸗ ben haſt: Denn du haſt mich geliebet, ehe denn die 1 welt gegruündet war. Gerechter Bater, die welt kennet dich nicht: Ich aber kenne dich, und dieſe erken⸗ nens, daß du mich geſandt haſt. Und ich habe ihnen dei⸗ nen namen kund gethan, und ihnen will ich ihn noch A bekannter machen; Auf daß die liebe, damit du mich lie⸗ beſt, ſey in ihnen, und Ich in ihnen. Joh. 17. Bochzeit⸗Geſang. Das himmelreich iſt gleich — zehen jungfrauen, die ihre lampen nahmen; Und gingen aus, dem Braͤutigam entgegen.. Aber fuͤnfe unter ihnen waren klug, Und fuͤnfe wa⸗ ren thoͤricht. „Die thoͤrichten nahmen ihre lampen, aber ſie nah⸗ men nicht oͤl mit ſich; Die klugen aber nahmen oͤl in hten gefaͤſſen, zu ihren lam⸗ en Deſang. mir, auf da ſeyn in Kni ua ertenne, daß wa andt haſt, und eut Gerechter Vaterwe kennet dich 8 4 ens daß du mihe Und ich hahe ihnen nen namen kund ge und ihnen wil ich in bekannter machen; die liebe, damit dunt beſt, ſey in ihnen, m in ihnen. 95. Bochzeit⸗ Geſhmj Das himmelreich iig zehen jungfrawen ihre lampen nahlen; gingen aus, dem Prauth entgegen. Aber fuͤnfe unte waren klug, Und fänin ren thoͤrich. Die thoͤrichen n ihre lampen, abet ſen men nicht öl mit lhi⸗ klugen aber naynn; ihren gefaͤſen,u hn pen. 1 9 Bibel⸗Geſang. Da nun der Braͤutigam verzog, Wurden ſie alle ſchlaͤfrig, und entſchliefen. Zur mitternacht aber ward ein geſchrey: Siehe, der Braͤutigam koͤnmt, gehet aus, Ihm entgegen. Dä ſtunden dieſe jung⸗ frauen alle auf, Und ſchmuͤck⸗ ten ihre lampen. Die thoͤrichten aber ſpra⸗ chen zu den klugen: Gebt uns von eurem oͤl, denn unſre lampen verloͤſchen. Da antworteten die klu⸗ gen, und ſprachen: Nicht alſo, auf daß nicht uns und euch gebreche; Gehet aber hin zu den kraämern, und kauffet fuͤr euch ſelbſt. Und da ſie hingingen zu kauffen, kam der Braͤuti⸗ gam; Und welche bereit wa⸗ ren, gingen mit Ihm zur hochzeit, und die thuͤr ward verſchloſſen. Zuletzt kamen auch die andern jungfrauen, und ſpra⸗ chen: O HErr, o HErr, thue uns auf! Er antwortete aber, und ſprach: Wahrlich, ich ſage euch, ich kenne euch nicht. „Darum wachet: Denn ihr wiſſet weder tag noch ſtunde, in welcher der Men⸗ ſchen⸗Sohn kommen wird. Matth. 25. 97. Epiphania. Gleichwie der blitz ausge⸗ gehet vom aufgang und 63 ſcheinet bis zum niedergang: Alſo wird auch ſeyn die zu⸗ kunft des Menſchen⸗Sohns. Und alsdann wird erſchei⸗ nen das zeichen des Men⸗ ſchen⸗Sohns im himmel. Und alsdann werden heulen alle geſchlechte auf erden, und werden ſehen kommen den Menſchen⸗Sohn in den wolken des himmels, mit groſſer kraft und herrlich⸗ eit. Und Er wird ſenden ſeine engel mit hellen poſaunen: Und ſie werden ſammlen ſei⸗ ne auserwehlten von den vier winden, von einem ende des himmels zu dem andern. Wahrlich, Ich ſage euch: Diß geſchlecht wird nicht vergehen, bis das alles ge⸗ ſchehe. Himmel und erden wer⸗ den vergehen, Aber meine worte vergehen nicht. Von dem tage aber und von der ſtunde weiß nie⸗ mand, auch die engel nicht im himmel; Sondern allein mein Vater. Gleich aber, wie es zur zeit Noa war, ſie achtetens nicht, bis die ſuͤndfluth kam, und nahm ſie alle hin: Alſo wird auch ſeyn die zukunft des Menſchen⸗Sohns. Dann werden zween auf dem felde ſeyn: Einer wird angenommen, und der an⸗ dere verlaſſen werden. Matth. 24. In 64 In derſelbigen nacht wer⸗ den zween auf einem bette liegen; Einer wird ange⸗ nommen, der andere wird verlaſſen werden. Luc. 17. * Wenn aber der Men⸗ D ſchen⸗Sohn kommen wird in ſeiner herrlichkeit, und alle heilige engel mit Ihm: Denn wird Er ſitzen auf dem ſtuhl ſeiner herr⸗ lichkeit. Und werden vor Ihm alle voͤlker verſammlet werden: Und Er wird ſie von einan⸗ der ſcheiden, gleich als ein hirte die ſchaafe von den böcken ſcheidet. Und wird die ſchaafe zu ſeiner rechten ſtellen, Und die boͤcke zur linten. Da wird dann der Koͤnig ſagen zu denen zu ſeiner rechten: Kommet her, ihr geſegnete meines Vaters, ererbet das reich, das euch bereitet iſt von anbeginn der welt. Deenn ich bin hungrig ge⸗ weſen, und ihr habt mich geſpeiſet, ich bin durſtig ge⸗ weſen, und ihr habt mich getraͤnket: Ich bin ein gaſt geweſen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nacket geweſen, und ihr habt mich bekleidet: Ich bin krank geweſen, und ihr habt mich beſuchet; ich bin gefangen geweſen, und ihr ſeyd zu mir kommen. Bibel⸗Geſang. Dann werden Ihm die gerechten antworten, undſa gen: HERR, wenn haben wir dich hungrig geſehen, und haben dich geſpeiſet; oder durſtig, und haben dich getraͤnket? Wenn haben wir dich alz einen gaſt geſehen, und beher⸗ berget? oder nacket, und haben dich bekleidet? Wenn haben wir dich krank oder gefangen geſehen, und ſind zu dir kommen? Und der König wird ant⸗ worten, und ſagen zu ihnen: Wahrlich, ich ſage euch, was ihr gethan habt einem un⸗ ter dieſen meinen geringſten bruͤdern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch ſagen zu denen zur linken: Gehet hin von mir, ihr verfluchten, in das ewige feuer, das be⸗ reitet iſt dem teufel, und ſei⸗ nen engeln. Ich bin hungrig geweſen und ihr habt mich nicht ge⸗ ſpeiſet: Ich bin durſtig ge⸗ weſen, ünd ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein gaſt geweſen und ihr habt mich nicht be⸗ herberget; ich bin nacket ge⸗ weſen, und ihr habt mich nicht bekleidet: Ich bin krank und gefangen geweſen, und ihr habt mich nicht beſuchet Da werden ſie Ihm auch antworten, und ſagen: HErr, wenn haben wir dich geſehen zu dir kommen? n werden geiccten ntien dgeſehen hungrig, oder dur⸗ gen: tig, oder einen gaſt, oder wir dich hungi nacket, oder krank, oder ge⸗ und haden dic fangen, und haben dir nicht oder durſig ud gedientt? getränket?“ Dann wird Er ihnen ant⸗ „Wenn haben win worten, und ſagen: Wahr⸗ einen gaſtgeſehenm lich, ich ſage euch, was ihr berget? oder nan nicht gethan habt einem un⸗ haben dich betleden ter dieſen geringſten, das d haben wir dic ia hant ihr mir auch nicht ge⸗ Ment ewige pein gehen; Aber die und der King gerechten in das ewige leben. worten, und ſagenui. 25. Wahrlich, ich ſage n Matthe ühr gethan habt h 8 ter dieſen meinen oi 98. beuͤden das hahti Des BErrn letzter wille. gethan.((äzehet hin in alle welt; Dann wird er ai G Und prediget das evan⸗ zu denen zur lintn gelium aller creatur. hin von mir, ihe beſt Wer da glaͤubet und ge⸗ in das ewige feuetaufft wird, der wird ſelig reitet iſt dem teufein werden: Wer aber nicht nen engeln. glaͤubet, der wird verdammt Ich bin hungrun werden. und ihr habt nichn Die zeichen aber, die da ſpeiſet: Ich bin duſ folgen werden denen, die da weſen, ünd ihr hü glauben, ſind die: In JE⸗ nicht getränket. Su namen werden ſie keu⸗ Ich bin ein gaſtm fel austreiben, mit neuen und ihr habt mchn zungen reden, ſchlangen ver⸗ herberget; ichbinm treiben.. weſen, und ihe ſet Und ſo ſie etwas toͤdtli⸗ ha ches trinken, wirds ihnen ichtbekleidet: Ioi ch V mihtdeann getbeſh nicht ſchaden: Auf die kran⸗ nich nict’ ken werden ſie die haͤnde le⸗ ür hah nn ſech gen, ſo wirds beſſer mit ih⸗ antworten, 3 6 nen werden. Ware. 16 jſpe 6 el 0 6 HErr, wenn! 1 6 6 Bibel⸗Geſang. 65 Abdankung nach der Him⸗ melfahrt. Mhr maͤnner von Galilaͤg, )was ſtehet ihr hier und ſehet gen himmel? Dieſer IEſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen himmel, wird kommen, wie ihr Ihn geſehen habt gen himmel fahren. Geſch. I. 100. Pauli weiſſagung. Stuebet nach der Liebe!* Wenn ich mit menſchen⸗ und mit engel⸗zungen rede⸗ te, und haͤtte die Liebe nicht, ſo waͤre ich ein toͤnend erz, oder eine klingende ſchelle. Hohel. 8, 6. uUnd wenn ich weiſſagen koͤnte, und wuͤſte alle geheim⸗ niſſe, und alle erkenntniß, und haͤtte allen glauben, al⸗ ſo daß ich berge verſetzte; Und haͤtte die Liebe nicht, ſo waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine haabe den armen gaͤbe, und lieſſe meinen leib brennen; Und haͤtte die Liebe nicht, ſo waͤre mirs nichts nutze. Die Liebe iſt langmuͤthig, und freundlich, die Liebe eifert nicht; Die Liebe trei⸗ bet nicht muthwillen, ſie blaͤ⸗ het ſich nicht, 1 Sie ſtellet ſich nicht un⸗ geberdig, ſie ſuchet nicht das ihre; ſie laͤßt ſich nicht er⸗ bittern, 66 Bibel⸗ bittern, ſie trachtet nicht nach ſchaden. Sie freuet ſich nicht der ungerechtigkeit; Sie freuet ſich aber der wahrheit. Sie vertraͤget alles, ſie glaubet alles; Sie hoffet alles, ſte duldet alles. Die Liebe hoͤret nimmer auf: So doch die weiſſa⸗ gungen aufhoͤren werden, und die ſprachen aufhoͤren werden, und das erkenntniß aufhoͤren wird. „Denn unſer wiſſen iſt ſtuͤckwerk, Und unſer weiſſa⸗ gen iſt ſtuͤckwerk. Wenn aber kommen wird das vollkommene, So wird das ſtuckwerk aufhoͤren. Da ich ein kind war, da redete ich wie ein kind, und war klug wie ein kind, und hatte kindiſche anſchlaͤge: Og ich aber ein mann ward, thaͤt ich ab, was kindiſch war. Wir ſehen itzt durch ei⸗ nen ſpiegel in einem dunkeln wort: Dann aber von an⸗ geſicht zu angeſicht. Itzt erkenne ichs ſtuͤck⸗ weiſe: Dann aber werde ichs erkennen, gleichwie ich erkennet bin. Nun aber bleibet glaube, hoffnung, Liebe, dieſe drey: Aber die Liebe iſt die groͤſſe⸗ ſte unter ihnen. 1 Cor. 13. Geſang. 101. Ebr. 1. Nachdem vor zeiten GOn manchmal und auf man cherley weiſe geredet hat u den vaͤtern durch die pro pheten: Hat Er am letzten in dieſen tagen zu uns ge⸗ redet durch den Sohn. Welchen Er geſetzet hat zum erben uͤber alles, Duuch welchen Er auch die wel gemacht hat. Welcher, ſintemal Er ſtt der glanz ſeiner herrlichken und dgs ebenbild ſeines we ſens; Und traͤget alle din n mit ſeinem kraͤftigen worz Und hat gemacht die ue AAer d = ,. nigung unſerer ſunde darh ſich ſelbſt; Hat Er ſich ge ſetzt zu der rechten der Nu jeſtaͤt in der hoͤhe. Und iſt auch um ſo un en engeln: 8o ſuperior gar viel einen hoͤhern un men Er hat, aus erb⸗recht. Denn zu welchem enel iſt jemals geſagt: Du ut mein Sohn, heute habih dich gezeuget. Und abermat Ich werde ſein Vater ſehm und Er wird mir Sohn ehn. Und abermal, da Er eins fuͤhret den Erſtgebohrnen n die welt, ſpricht Er: Es ſokk utll len Ihn alle GOttes⸗engel anbeten. Von den engeln ſprichtt Er zwar: Er machet ſeine engel zu winden, und ſeine dienel. Jol, diener zu feuer⸗flammen; Ehr.. Aber von dein Sohn:GOtt! achdem bor ndein ſtuhl waͤhret von ewig⸗ manchalun keit zu ewigkeit. cherley weif an den vätern durh htiges ſcepter: T pheten: Hagen haſt geliebet die gerechtig⸗ ein dieſen kauren keit, und gehaſſet die unge⸗ . redet durch den 3 — rechtigketitt. elchen Ei g Darum hat dich, o GOtt! zumerbenuͤber ale welchen Er rut gemacht hat 9 d d„. 2 d Welcher, ata Und du, Jehova haſt von der glanz ſeine 4 anfang die erde gegruͤndet; und das ebenhiid Dieſelbigen werden ver⸗ gehen; Du aber wirſt blei⸗ 2 mben. nigung unſereritz Und ſie werden alle ver⸗ ſich ſelbſt; Hatg alten wie ein kleid; Und wie ſetzt zu der rechtnn ein gen irſt du ſie um⸗ — jellaͤt in der hohe fisgecand wirſeDi ſte nn Und iſt arhm Du aber biſt mmer Der⸗ ſuperior den em ſelbige; Und deine jahre gar viel einen ho werden nicht aufhoͤren. men Er hat, ant Zu welchem engel hat Er „Denn zu welt jemals geſagt: Setze dich „iſt jemals geſen! zu meiner rechten, bis ich mein Sohn, heute f, dich gezeuget. Una deiner fuͤſſe? Ich werde ſin a Sind ſie nicht allzumal und Er wirdwiren dienſtbare geiſter, Ausge⸗ und abermal u ſandt zum dienſt um derer fuhret den Erſthet willen die ererben werden die die weltſorictc ſeligkeit? len Ihn alle Göe 2 anbeten.; 102. Von den eugen Phil. 2. Er zwar: Erun(Fin jeglicher ſey geſinnet engel zu winom w C wie JEſus der ehrit 1 Bibel⸗Geſang. ege deine ſeinde zum ſchemel 67 auch war: Welcher, ob Er wol von natur GOtt war, trieb Er doch keinen pomp und pracht mit ſeiner GOt⸗ tes⸗ art;. Sondern aͤuſſerte ſich ſelbſt: Und nahm knechtiſche natur an, ward gleich wie ein ander menſch, und an geberden als ein menſch er⸗ funden. Er erniedrigte ſich ſelbſt; Und ward gehorſam bis zum tode, ja zum tode am ereutz. Darum hat Er auch die oberſtelle bey GOtt bekom⸗ men; und iſt Ihm ein na⸗ me gegeben uͤber alle namen. Daß vor dem namen JE⸗ Sll ſich beugen ſollen alle knie; Die im himmel und auf erden, und unter der erden ſind. Und alle zungen bekennen, daß IEſus Chriſt der Je⸗ hova ſey; Zur ehre GOttes des Vaters. 103. Epyheſ. 1. (Tzelobet ſey GOtt, und der E Vater unſers HErrn IEſu Chriſti, Der uns ge⸗ ſegnet hat mit allerley geiſt⸗ lichen ſegen in himmliſchen guͤtern durch den Chriſt. Wie Er uns denn erwehlet hat in Demſelbigen, ehe der welt grund geleget war; Daß wir ſollten ſeyn heilig und unſtraͤflich vor Ihm in der liebe. Und 68 Bibel⸗ Und hat uns zu ſeinen kindern adoptiret durch JE⸗ ſum den Chriſt, Nach dem wohlgefallen ſeines willens, Zu lob ſeiner herrlichen gnade, Durch welche Er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten. An welchem wir haben die erloſung durch ſein blut, nemlich die vergebung der ſuͤnde; Nach dem reichthum ſeiner gnade. Daß alle dinge zuſammen unter Ein haupt verfaſſet wurden, in Chriſto; Beyde dan 33 hinmner unn unf er⸗ en iſt, durch Ihn ſelbſt. Der Vater der herrlich⸗ keit Hat alle fuͤrſtenthuͤ⸗ mer, gewalt, macht, herr⸗ ſchaft, und alles, was ge⸗ nannt mag werden, nicht allein in dieſer welt, ſondern auch in der zukuüͤnftigen, Kurz, alle dinge unter ſei⸗ ne fuͤſſe gethan; Und hat Ihn geſetzt zum Haupt der Gemeine uͤber alles, Welche da iſt ſein leib; Nemlich die fuͤlle deß, der alles in allen erfullet. 104. Coloſſ. 1. Dankſaget dem Pater; Der uns tuͤchtig ge⸗ macht hat zu dem erbtheil der heiligen im licht. Welcher uns errettet hat von der obrigkeit der finſter⸗ niß; Und hat uns verſetzet Geſang. in das reich ſeines lieben en ünr Sohnes, ¹ An welchem wir haben die erloͤſung durch ſein blut, Nemlich die vergebung der. unm ſuͤnde. f Welcher iſt das Ebenbid des unſichtbaren GOttes Der Erſtgebohrne vor allen ereaturen. z4t Denn durch Ihn iſt alleet geſchaffen, das im himme und auf erden iſt, das ſicht bare und unſichtbare; Bey des die thronen und herr⸗iit ſchaften, und fuͤrſtenthuͤmert und obrigkeiten..* Es iſt alles durch Ihnn und zu Ihm geſchaffen: Und Er int vor allen, und es de ltin ſtehet alles in Ihm. Und Er iſt vas Haupt des eeibes, Remüich der meine. 1 und Erſtgebohrne aus dem grabe heraus; Auf daß t in allen dingen den vorgang habe. 0 Denn es iſt das wohlge falen geweſen, daß in Ihm d w alle fuͤlle wohnen ſollte; Und alles durch Ihn verſoͤhnet wuͤrde mit Ihm ſelbſt, es ſchu auf erden oder im himme — Damit, daß Er friede 138 6. machte Durch das blut an binen creutze, durch ſich elbſt. Und euch, die ihr vor die ſem mit lauter fremdigkeit — und feindſchaft in euren g. e. muͤth nas 1 Er iſt auch der Anfaͤnger r 4 Geſang. 2 t t in das reich en,. Sannegret ſen müͤth umginget, und ſo viel An welchen boſes thatet, hat Er nun ver⸗ ſchem die erlöſang dun ſöhnet durch den tod ſeiner Nemlich die udh leibes⸗huͤtte; Auf daß Er fünde. dethtn euch darſtellete heilig und Welcher ig unſtraͤflich, und ohne tadel de unſchtdann vor Ihm ſu Der Erſt eh„ 4 rreatnen ahme Eir. I Denn durch on EJer glaube iſt eine ge⸗ geſchaffen, uh 4 wiſſe zuverſicht deß das und auf erden ſan man hoffet; Und nicht zwei⸗ dare und unſcchtoa felt an dem, das man nicht 8 die tenm keri den glauben mer d r pon 3 Iglal 2 wate mdün ken wir, daß die welt da Es iſt ales d ſtehet durch Ein wort GOt⸗ und zu ohm geſhe tes; Daß alles, was man Er iſt vor alen, uitzt ſiehet, aus unſichtbarem ſechet ales inqm entſianden iſ. lnd Er iſönz Durch den glauben haben Leides, Neuiih die allen zeugniß überkom⸗ meine. Dieſe alle ſind geſtorben Er iſt auch derlt im glauben, und haben das und Erſigebohtm verheiſſene nicht empfan⸗ grabe heraus; Aunf gen, ſondern es von ferne ge⸗ 3 3 dingen den ſien und ſih des dere⸗ . 3 i Ttel l Abegnuͤgen laſ⸗ Denn es iſt dan ſen; Und bekannt, daß ſie fallen geweſen desn gaͤſte und fremdlinge auf er⸗ alle fuͤlle veieſg den. ſind. de pches alles durch In he Denn die ſolches ſagen; wuͤrde mit Iuſel Die geben zu wihegelaon auf erden i 1 ſe ei vaterland ſachen Damit, daß G Und zwar, wo ſie das ge⸗ machte Durch dat meynet haͤtten, von welchem ſeinem creute, dn ſie waren ausgangen, hat⸗ ſelbſi. ten ſie ja zeit wieder umzu⸗ Und euch deiin kehren: Nun aber begehren ſem mit lauter ſtem ſie eines beſſern, nemlich ei⸗ und feindſcaſtan nes himmliſchen. Bibel⸗Geſang. b 69 Darum ſchaͤmet ſich GOtt ihrer nicht, zu heiſſen ihr GOtt: Denn Er hat ihnen eine ſtadt zubereitet. Durch den glauben iſt Abraham ein fremdling ge⸗ weſen in dem verheiſſenen lande, als in einem fremden; Und wohnete in huͤtten mit Iſaae und Jacob, den mit⸗ erben derſelbigen verheiſ⸗ ſung. 1 Denn er wartete auf eine ſtadt, die einen grund hat; Welcher baumeiſter und ſchööpfer GOtt iſt. Durch den glauben wollte Moſes, da er groß ward, nicht mehr ein ſohn heiſſen der tochter Pharao, Und er⸗ wehlete viel lieber mit dem volke GOttes ungemach zu leiden, denn die zeitliche er⸗ goͤtzung der ſuͤnde zu haben, Und achtete die ſchmach Chriſti fuͤr groſſern reich⸗ thum denn die ſchaͤtze Egypti: Denn er ſahe an die beloh⸗ nung. Durch den glauben hielt er die oſtern und das blut⸗ gieſſen; Auf daß, der die erſtgeburten wuͤrgete, ſie nicht traͤffe. Und was ſoll ich mehr ſa⸗ gen? Die zeit wuͤrde mir zu kurz, wenn ich ſollte erzeh⸗ len von Gideon, und Barak, und Samſon, und Jephtha, und David, und Samuel, und den propheten. Welche haben durch den glauben —— 5 8 2 4 — 1 4* 1 A f 4 t 6 70 Bibel⸗ glauben koͤnigreiche bezwun⸗ gen, Gerechtigkeit gehand⸗ habet;. Verheiſſungen erfuͤllet ge⸗ ſehen, Der loͤwen rachen ver⸗ ſtopfet; Des feuers kraft ausge⸗ loͤſchet, Sind des ſchwerdts ſchaͤrfe entrunnen; Haben kraͤfte aus der ſchwachheit erlanget, Sind ſtark worden im ſtreit, haben die fremden heere darnieder gelegetrt. Gewiſſe weiber haben noch vor der auferſtehung die ih⸗ rigen von dem grabe zuruck bekommen; Andere aber ha⸗ ben ſich todt ſchlagen laſſen, und haben keine erloſung an⸗ genommen, auf daß ſie die auferſtehung, die beſſer iſt, erlangeten. Etliche haben ſpott und geiſſeln erlitten; Darzu ban⸗ de und gefaͤngniß: Sie ſind geſteiniget, zer⸗ hackt, zerſtoſſen, durchs ſchwerdt getoͤdtet: Sie ſind umher gegangen in pelzen und ziegen⸗fellen, mit man⸗ gel, mit truͤbſal, mit unge⸗ mach; (Derer die welt nicht werth war), Und ſind im elende gangen in den wuͤ⸗ ſten, auf den bergen, und in den kluͤften und loͤchern der erden. Dieſe alle haben durch den glauben zeugniß uber⸗ kommen, und das verheiſſene nicht erhalten. Geſang. Darum, daß GOtt etwas beſſers fuͤr uns zuvor 8 — ſehen hat; Daß ſie nicht ohne uns vollendet wurden 107. Offenb. 1. 7 Grnade ſey mit euch ud ſle friede Von Dem, der ut da iſt und der da war und anin der da kommt. Und von den ſieben gei ſtern, die da ſind vor ſeinen ſtuhl: Und von JESun Chriſto. Welcher iſt der treue Zeu ge, und der Erſtgebohrme ljcit von den todten: Und Futſt der koͤnige auf erden. f geli. Der uns geliebet hat, und gewaſchen von den ſunden mit ſeinem blut: Und hat uns zu koͤnigen und prieſtern gemacht vor GOtt und ſei nem Vater. Demſelbigen ſey ehre unditt gewalt, Von ewigkeit zu ewigkeit, Amen!.l Siehe, Er koͤmmt mit den wolken, Und es werden Ihn ſehen alle augen, 6 Und die Ihn geſtochen ha⸗ uu ben; Und werden heulen ala le ſtaͤmme des landes. Ja Amen! 108. Offenb. 3Z3. Dem engel der gemeine zu Philadelphia ſchreibe Das ſaget der Heilige un der Wahrhaftige; Geſang. gemacht vor Ghaſt: Will ich auch dich be⸗ * öö1a fhen 33 uns un David: Der aufthut, und a üniemand zuſchleußt, der zu⸗ manſchleußt, und niemand auf⸗ thut: 10). Ich weiß deine werke! Offenb. Siehe, ich habe vor dir ge⸗ nade ſey mit ageben eine offene thuͤr, und friede Von Aniemand kan ſie zuſchlieſſen. da iſt und dr au. Denn du haſt eine kleine der da kömmt. kraft; Und haſt mein wort Und von den ſäbehalten, und haſt meinen ſtern, die da ſudwnamen nicht verleugnet. 1 buhl und wnn e ſatans ſchule, die da ſa⸗ eig weigen/ſie ſind Juden, und ſinds Wcherſſ detucht, ſondern lugen. Sie⸗ bon dn wnn ihe„ich wil machen, daß den ufeſe kommen ſollen und anbe⸗ Der uns geliebete daß ich dich geliebet gewaſchen von u ennien daß iih dih g mit ſeinem but: Dieweil du über der lehre uns zu koͤnigen uipon meiner paſſion gehalten nem Vater. zhalten vor der ſtunde der Demſelbigen ii verſuchung, die kommen wird gewalt, Von eizüber den ganzen welt⸗kreis, ewigkeit, Amen! zu verſuchen, die da wohnen Siehe, Er köumauf erden. wolken, Und eswat Siehe, ich komme bald! jſehen alle augen Halt, was du haſt, daß nie⸗ ¹ Amen! e Und die Ihngeutmand deine krone nehme. ben; Und werdente Wer uüͤberwindet, den will le ſtaͤmme des lansich machen zum pfeiler in dem tempel meines GOttes, 10 d ſol nicht mehr hinaus D enwe de ten den namen Tehr 8 Phuuu Nes, Und den namen des Das ſaget der M der Wahrhafüſßi Siehe, ich ſchicke dir leute ken zu deinen fuͤſſen, und er⸗ ꝛeuen Jeruſalems, der ſtadt Bibel⸗Geſang. 71 meines GOttes, die vom himmel hernieder koͤmmt von meinem GOtt, und mei⸗ nen namen den neuen. 106. Offenb. 5. ohannes weinete ſehr, H Daß niemand wuͤrdig erfunden ward, das buch aufzuthun und zu leſen, noch drein zu ſehen.. Und einer von den aͤlte⸗ ſten ſprach zu ihm: Weine nicht, ſiehe, es hat uͤberwun⸗ den der loͤwe, der da iſt vom geſchlecht Juda, und doch der ſtamm⸗vater Davids; Aufzuthun das buch, Und zu brechen ſeine ſieben ſiegel. Und er ſahe, und ſiehe, mitten im ſtuhl und der vier Foa, und mitten unter den aͤlteſten ſtund ein Lamm, als geſchlachtet; Und hatte ſie⸗ ben hörner und ſieben au⸗ gen, welches ſind die ſieben geiſter GOttes, geſandt in alle lande. Und es kam und nahm das buch Aus der rechten hand deß, der auf dem ſtuhl aß. Und daes das buch nahm, Da fielen die vier Foa, und die vier und zwanzig aͤlteſten vor das Lamm; Und hatten ein jegliches harfen und guͤldene ſchalen voll rauchwerks, Welches ſind die gebete der heiligen n ff f f 1 1 1 * 1 1 1 —————— —yy — yyÿoyF——————— — 7² Und ſungen ein neu lied und ſprachen: Du biſt wuͤr⸗ dig zu nehmen das buch, und aufzuthun ſeine ſiegel. Denn du biſt geſchlachtet; Und haſt uns GOtt erkaufft mit deinem blut aus allerley geſchlecht, und zungen, und volk, und heyden. Und haſt uns unſerm GOtt zu konigen und prie⸗ ſtern gemacht, Und wir wer⸗ den konige ſeyn auf erden. und Johannes ſahe, und hoͤrete eine ſtimme vieler en⸗ gel um den ſtuhl, und um die Zoa, und um die aͤlteſten her: Und ihre zahl war viel tauſendmal tauſend. Und ſprachen mit groſſer ſtimme: Das Lamm, das geſchlachtet iſt, iſt wuͤrdig zu nehmen kraft, und reich⸗ thum, und weisheit, und ſtaͤrke, und ehre, und preis, und lob; und alle creatur, die im himmel iſt, und auf erden, und unter der erden, und im meer, und alles, was drin⸗ nen iſt, hoͤrete ich ſagen zu dem, der auf dem ſtuhl ſaß, und zum Lamm: Lob, und ehre, und preiß, und gewalt von ewigkeit zu ewigkeit. Und die vier Zoa ſpra⸗ chen: Amen. Und die vier und zwanzig aͤlteſten fielen nieder, und beteten an Den, der da lebet, von ewigkeit zu ewigkeit. Bibel⸗ Geſang. 109. Offenb. 19. Lobet unſern GOTT, ale ſeine knechte, und die ſ Ihn fuͤrchten, beyde groſt und klein: Denn der al maͤchtige GOtt hat das reich it eingenommen.. Laſſet uns freuen und fto lich ſeyn; Und Ihm die ehre geben. Denn die hochzeit des Lammes iſt kommen; Und ſein weib hat ſich bereitet. Und es wird ihr gegeben ſich u anzuthun mit reiner und ſhon ner ſeiden. Die ſeide aber ſti unn die gerechtigkeit der heiligen. Und er ſprach zu mi Schreibe: Selig ſind, die zum abendmahl des Lammes 11! beruffen ſind. Und er ſprach zu mir: Dis ſind wahrhan. itt tige worte GOttes. 110. Offenb. 21. und 22. Mohannes ſahe die heilg 8 ſtadt, das neue Jeruſa lem, herabfahren vom bin mel: Als eine geſchmucte braut ihrem manne. Sie hatte die herrlichkett GOttes: Und ihr licht war gleich dem alleredelſten un helleſten ſtein. 9 Und hatte groſſe und hohe mauren: Und halte zwoͤlf thore, und auf den thoren zwoͤlf engel, und na men geſchrieben, welche ſin 4 ‧h Geſang. 10), die zwo lf pehehtr der kin⸗ Offenh. u der ohet mienn die er ſahe keinen tem⸗ ſeine knechte, vel darinnen: Denn der HERR, der Allmaͤchtige, Ihn fuͤr dnn fündin 1 iſt ihr tempel, und das maͤchtige n Lamm. mereaone 5 Und wird nicht hinein Laſſet unsf ſun gehen irgend etwas unge⸗ ich ſeyn; lw h he ehre geben. Denn die hach Lammes iſt konme ſein weib hat ſchte Undes wirdihega anzuthun mitreinn ner ſeiden. Die fei die gerechtigkeitden Und er ſprach Schreibe: Sall monden, und die blaͤtter des zum abemadli holzes dieneten zur geſund⸗ beruffen ſind. umt heit der heyden. zu mir: Dis ſida Und 3 ird kein verbanne⸗ tige worte GOus tes mehr ſeyn: Und der ſtuhl GOttes und des Lam⸗ 110, mes wird darinnen ſeyn. Offenb. r.W. Und ſeine knechte wer⸗ J amast ein angeſicht: Und ſein na⸗ dm de 6 üin nen wird an ihren ſtirnen mel: As ein ct aind wird keine nacht da braut ührn nen ſeyn und nicht bedurfen ei⸗ Sie hatte ner leuchten, oder des lichts Fhen un der ſonnen: Denn GOtt thut und luͤgen: Sondern die geſchrieben ſind in dem lebendigen buche des Lam⸗ mes. * Mitten auf üorer gaſſen, und auf beyden ſeiten des ſtroms ſtund huij des lebens, das trug zwoͤlferley. fruͤchte: zwolf thore, u 1 1 whoren wwifen men geſchrieden Bibel⸗Geſang. heiligtes, und das greuel Und brachte ſeine fr uͤchte alle den Ihm dienen, und ſehen der H ERR wird ſie er⸗ „ 9 7 leuchten, und ſie werden re⸗ gieren von ewigkeit zu ewig⸗ keit. * Und Jol hannes hoͤrete eine groſſe ſe ſt⸗ mme von den ſtuhl herab, die ſpr ah iehe da, eine huͤtte GO ties 5 dey den menſchen! und Er wird bey ihnen wohnen, und ſie werden ſein volk ſeyn: Und Er ſelbſt, GOtt mit ihnen, wird ihr GOtt ſeyn. Und GOtt wird abwi⸗ ſchen alle thraͤnen von ihren augen: Und wird kein tod mehr ſeyn, noch leid, noch geſchrey, noch ſchmerzen wird mehr ſeyn. Denn das alte iſt vergan⸗ gen; Und der auf dem ſtuhl ſaß, ſprach: Siehe, ich ma⸗ che alles neu. Siehe, ich komme bald. Ich bin der Anfang und das Ende, der Erſte und der Letzte. Und der Geiſt und die Braut ſporechen: Komm! Und wer es hoͤret, der ſpre⸗ che: Komm! Chor. Amen! ja komm, HErr JESu! * la 1 Die Gnade unſers SErrn JeSU Chriſti ohee ma 6 ſey mit uns allen! D Bibliſche 821971e e Or e 2***- 8 liſc III. Monſer Herrſcher, unſer ₰ Koͤnig, unſer aller⸗ hoͤchſtes Gut, herr⸗ lich iſt dein groſſer name, weil er wunder⸗thaten thut, ſjoͤblich nah und auch von fernen, von der erd bis zu den ſternen. Wenig ſind bey dieſen zei⸗ ten, welche dich von herzen⸗ grund lieben, ſuchen und be⸗ gehren; aus der ſaͤugelin⸗ gen mund haſt du dir ein lob bereitet, welches deine macht ausbreitet. Es iſt leider zu beklagen, ja, wem bricht das herze nicht, wenn man ſiehet ſo viel tauſend fallen an dem hellen licht? Ach, wie ſicher ſchlaͤft der ſuͤnder: iſt es nicht ein groſſes wunder? Unterdeſſen, HErr, mein Herrſcher, will ich treulich lieben dich; denn ich weiß, du treuer Vater, daß du heimlich liebeſt mich; zeuch mich kraͤftig von der erden, daß mein geiſt mag himmliſch werden. HErr, dein nam iſt hoch geruͤhmet, und in aller welt bekannt, wo die warmen ſonnen⸗ſtrahlen nur erleuch⸗ che Lieder. „ 5r Her ee e 97.* 43 07 Ge eSe ⸗eeee : 15,*9e 3,8eN. deeee 8 d 96 ten einig land; da rufft him⸗ mel, da rufft erde, hochge⸗ lobt Jehova werde. HErr, mein Herrſcher, nnn wie herrlich iſt dein name meiner ſeel! drum ich auch vor deinen augen ſingende mich dir befehl, gib, daß dei⸗ nes kindes glieder ſich die ganz ergeben wieder. 112. Pſ. 12. A GOtt vom himme, jeh darein, und laß dich itt das erbarmen: wie wenig ſind der heilgen dein, ver⸗ laſſen ſind wir armen. Dein wort man laͤßt nicht haben wahr, der glaub iſt auch aa⸗ loſchen gar bey allen mem⸗ ſchen⸗kindern. „Sie lehren eitel falſch liſt, was eigen⸗witz erfindet: ihr herz nicht Eines ſinnes iſt in GOttes wort gegruͤn⸗ det: der wehlet dis, der andre das, ſie trennen uns ohn alle maaß, und gleiſſen ſchoͤn von auſſen. GOtt woll ausrotten alle lahr, die falſchen ſchein uns lehren, dazu ihr zung ſtoßz offenbar ſpricht: trotz, wer wills uns wehren? Wir ha⸗ ben recht und macht allein, was wir ſetzen, das gilt ge⸗ mein; — — — — — — — — * — — Mans h GOtt un 1 dareinnen adun 1 rſidveee 1 t man lig i p der rgh en gar bey i eii dern. ſie lehren the vus er wihe herz nicht En⸗ odr tes wottg der 19 a edas, ſee tem alle maaf u„ von auſſen. dtt twollauder die falchen te teh 1* i Nirm 4 ſpricht: n uns wehren!3 echt un un m wir ſetzen uf— 11” 1 Bibliſche mein; wer iſt, der uns ſoll meiſtern? Darum ſpricht GOTT: Ich muß auf ſeyn, die ar⸗ met ſil nn verſtoͤret, ihr ſeuf⸗ zen dri dint zu mir herein, ich jat ihr klag erhoͤret: mein heilſam wort ſoll auf dem plan getroſt und friſch ſie greiffen an, und ſeyn die kraft der armen. Das ſilber, durchs feu'r ſiebenmal bewaͤhrt, wird lauter funden: an GOttes wort man warten ſoll des⸗ gleichen alle ſtunden. Es will durchs ereutz bewaͤhre ſeyn, da wird er beunt ſ ſeit kraft und ſchein, und leu 5 ſtark in die lande. Das wollſt du, GOTT, bewahren rein für dieſem arg'n geſchlechte, und r uns dir befohlen ſeyn, daß ſichs in uns nicht ſlechte! Der gottlos hauff ſich um⸗ her findt, wo dieſe loſe leute ſind in deinem volk erha⸗ ben. 113. Pf. 14. Es ſpricht der unweiſen mund wol, den rechten GOtt wir meinen; doch iſt ihr herz unglau bens voll, mit that ſie Ihn verneinen: ihr weſeni ſt verderbet zwar, vor GOtt iſt es ein greu tel 85 es thut ihr keiner kein GOtt ſelbſt vom himme ſah herab auf kinder, zu da begab, ob e enn finden, der Pfein geri richtet hätt m fragt na h ſeit n. Da war nie nand branf rechter bahn, ſie wal'n all ansgeſcritn:: ein jeder ging nach ſeinem wahn, und hielt verlohrne ſitten. Es thaͤt ihr keiner doch kein gut, wiewol gar viel betrog der muth, ihr thun ſollt GOtr gefa Uen. Wie lang wollen un nwiſ⸗ n ſel nd ſeyn, die ſolche muh aufladen, und freſſen dafur das volk ſei in, und nahren ſich mit ſchaden? Es eht bhr 1 tram n nicht auf GOtt, ihn ni icht in der ſie wolln ſich ſelbſt — 5 eerbrren. 1. Dar ihr her nit 3 tallzeit in nn uen 105 t bey Pon fromt nmen ble iben will, dem ſie im glauben gehorchen. Ihr aber ſchmaͤht des ar⸗ men rath, und hoh⸗ net les 5, was er ſagt, daß GOtt troſt iſt worden. Wer ſol Iſrael, dem ar⸗ men, zu Zion heil erlangen? GOtt wird ſich ſeins volks erbarmen, un nd oſn die ge⸗ fangen. Dar swird Er thun durch ſe 6 Sohn; d davon wir d Iaeod onne ham und Iſrgel ſich freuen. 282 114. Pf. Bibliſch 114. Pſ. 27 Der H ERR, der aller oden re ꝛgie ert mic ſeinen haͤt den n, der Brunn der ew⸗ gen güter, der iſt mein Hirt und Hirer. So lang ich dieſen habe, ſohlt mirs an keiner gabe: der reichthum binei füll gibt mir. die fuͤll und huͤlle. Er laͤſſet t mich mit freu⸗ den auf gruͤnen auen wei⸗ den, fuͤhrt mi ich zu friſ ſchen auellen, ſchafft rath n ſchwe⸗ ren faͤllen. Wenn meine ſe ele lagei, und ſich mit ſorgen plaget, weiß Er ſie zu erquicken, aus aller noth) zu ruͤcken. Er lehrt mich thun und laſſen, fühet mich auf rechter ſtraſſen, laͤßt furcht und angſt fin ch ſtillen, um ſeines namens wille n.— Und ob ich gleich vor an⸗ dern im iuein thal muß wandern, fuͤrcht' ich doch keine rucke, 4 frey von ungeluͤcke. Denn du ſteht mirz zur ſeiten en, ſchutz'ſt mich fuͤr 9⸗ ſen leuten: dei du kab, kerr. und dein ſtecken benimmt mir all mein ſchrecken. Du ſetzeſt mich zu tiſche, machſt, daß Wic mich erfri⸗ ſche, wenn mir wenn felng viel ſchmerzen erweckt in me inem her:. zen. Du ſal bſt mein haupt mit ſche Lieder. oͤle, und fülleſt meine ſeele die leer und durſtig ſaſſe, mit voll geſchenktem maſſe. Barmherzigkeit und gu⸗ tes wird uefn herz gutes muthes, voll li 5 voll lremd und lachen, ſo l ang ich lebe, ma ichen. Ich will dein d eener blei⸗ ben und dein lob herrlich treiben im hauſe, da du woh⸗ neſt, und treue woh be⸗ lohneſt. Ich will dich hier auf er⸗ den, und dort, da wir dich werden ſelbſt ſchaun, im him⸗ mel droben, hoch ruhmen, ſing'n und loben. 115. nodus Pſ. 29. ehr und ruhm zu 1 nes namens preiſen etet an auf eine heilge HE ren ſtimme geht p erreif. es don⸗ ſtimm erregt die en orte. 88 Frren wort erbe⸗ U ind alles f ſeine get die einode wild wird reg auf rede. Denn ſie entbloͤßt die waͤlder, da ſie lagen, und jeder muß von ſeiner ehre ſagen. inda ¹„ und dein in haui 4 3 8 ¹ die einode, n widd u Bibliſche Lieder. 77 Der HErr wird ſeinem polk in kraft begegnen, es wird der HErr ſein volk mit frieden ſegnen. 116. Aus Pſ. 31. b ERR, unſer GOtt, laß o nicht zu ſchanden wer⸗ den die, ſo in ihren nothen und beſchwerden, bey tag und nacht auf deine gute hoffen, und zu dir ruffen! Mach alle die zu ſchan⸗ den, die dich haſſen, die ſich allein auf ihre macht verlaſ⸗ ſen. Ach, kehre dich mit gnaden zu uns armen! laß ichs erbarmen! Und ſchaff uns beyſtand wider unſre ſeinde! Wenn du Ein wort ſprichſt, wer⸗ den ſie bald freunde: ſie muſſen wehr und waffen niederlegen, kein glied mehr regen. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen: verge⸗ bens iſt auf menſchen⸗huͤlfe bauen. Mit dir wir wol⸗ len thaten thun und kaͤmpfen, die feinde daͤmpfen. Du biſt der Held, der ſie kan untertreten, und das bedraͤngte kleine haͤufflein retten. Wir traun auf dich, wir ſchreyn in JESll na⸗ men: hilf, Helfer! Amen. . P. 31. In dich hab ich gehoffet, HERR, hilf, daß ich nicht zu ſchanden werd, noch ewiglich zu ſpotte! das bitt ich dich, erhalte mich in dei⸗ ner treu, HErr GOtte! Dein gnaͤdig ohr neig her⸗ zu mir, erhoͤr mein bitt, thu dich herfuͤr, eil bald mich zu erretten, in angſt und weh, ich lieg od'r ſteh, hilf mir aus meinen noͤthen. Du biſt mein ſtaͤrk, mein fels, mein hort, mein ſchild, mein kraft, ſagt mir dein wort, mein huͤlf, mein heil, mein leben, mein ſtarker GOtt in aller noth, wer mag dir widerſtreben? Mein GOtt und ſchir⸗ mer, ſteh mir dey, ſey mir ein burg, darin ich frey und ritterlich mag ſtreiten wider mein feind', der gar viel ſeynd an mir auf alen ſei⸗ ten. Mir hat die welt trug⸗ lich gericht't mit luüͤgen und mit falſchem g'dicht, viel netz und heimlich ſtricken. Herr, nimm mein wahr in dieſer g'fahr, b'hut mich vol ſal⸗ ſchen tuͤcken. Hrr, meinen geiſt befehl ich dir: mein GOtt, mein GOtt, weich nicht von mir: nimm mich in deine haͤnde. O wahrer GOtt, aus aller noth hilf mir am letzten ende. Glorie, lob, ehr und herr⸗ lichkeit ſey GOtt dem Vat'r und Sohn bereit, dem heil⸗ gen Geiſt mit namen! Die goͤttlich kraft mach uns ſieg⸗ D 3 haft 78 haft durch IEſum Chriſtum, Amen. 118. Pſ. 34. PN ein herz ſoll den HEr⸗ ren loben, und mein geiſt ſol,, ſtets erhoben, ruͤh⸗ men ſeine guſt und macht, die Er an mir hat vollbracht: meine ſeele ſoll Ihn preiſen, mein mund ſoll Ihm dank erweiſen, daß mein lob auch troſtlich werd allen, die noch creutz beſchwert. Schmeckt und ſehet doch die liebe, die mit freyem ſuͤſſen triebe aus dem herzen GOttes fleußt, und ſo reich⸗ lich ſich ergeußt. Wohl dem, der ſich ihr vertrauet! der kan, wenn dem boſen grauet, ruhig und gelaſſen ſeyn, fiel auch gleich der himmel ein. 119. Pſ. 34. Kommt her, ihr kinder, W hoͤrt mir zu, ich will euch zeigen, wie ihr ruh und wohlfahrt koͤnt erjagen: er⸗ gebet euch und euren ſinn zu GOttes wohlgefallen hin, in allen euren tagen. Bewahrt die zung, habt ſolchen muth, der zank und was zum zanken thut, nicht reget, ſondern ſtillet: ſo wer⸗ den eure tage ſeyn mit ſtil⸗ lem fried und ſuͤſſem ſchein des ſegens uüͤberfuͤllet. GOtt ſieht ins herz, und weiß gar wohl, was uns Bibliſche Lieder. macht angſt⸗ und ſorgen⸗voll kein thraͤnlein faͤllt verge⸗ bens, Er zehlt ſie all' und legt davor uns treulich bey im himmels⸗chor all ehr des ewgen lebens. 1 O ſeligs herz, o ſeligs haus, das alle luſt treiht von ſich aus, und dieſe luſt beliebet! All andre ſchoͤn⸗ heit wird verdruͤckt: der aber bleibet ſtets geſchmuͤckt, der ſich dem HErrn ergie⸗ et. 120. Pſ. 44. Du unbegreifflich hoͤchſtes Gut, an welchem kleht mein herz und muth, mich durſt, o Lebens⸗quell, nach dir, ach hilf, ach lauf, ach komm zu mir! Ich bin ein hirſch, der durſtig iſt von groſſer hitz: du, JEſu, biſt vor dieſen hirſch ein ſeelen⸗trank, el⸗ quicke mich, denn ich bin krank! Ich ſchreye zu dir ohne ſtimm, ich ſeufze nur, h HErr, vernimm, vernimm es doch, du Gnaden⸗Jquel⸗ und labe meine duͤrre ſeel! Ein friſches waſſer fehlet mirHErr JEſu, zeuch, zeuch mich nach dir! ein groſſer durſt mich zu dir treibt, ach —— AAn E — waͤr ich dir ganz einverleibt!i Wo biſt du denn, o Bkäu⸗ tigam? wo weideſt du, d GOttes⸗Lamm an welchen bruͤnn 1²0, 4 4 4 ndegreßſih Gut, an 3 n derz und ud, 1, 0 bens ach hilf Gc in zu mi. IEſu, bü m c ein ſel m fe mich, de 11 ſhre ai imn, ich ften er, berninmem oc, du Ge labe meim d ein ſiſces na „HErr Küm — 6 6 1 — — ——— -— —— — = —— —— —— — mn wo v Ittes baumic 1 — 1 1 Bibliſche Lieder. brünnlein ruheſt du? ich duͤrſte, laß mich auch dazu! Ich bin ermudet, matt und ſchwach, ich ſchreye, duͤrſt und ruff dir nach: der hirſch muß bald gekühlet ſeyn, du biſt ja ſein, und er iſt dein. 121. Pſ. 44. Groß und herrlich iſt der Koͤnig in der fuͤlle ſei⸗ ner pracht; alle zungen ſind zu wenig, auszuſprechen ſei⸗ ne macht. Der durch ſo viel niedrigkeiten ſich den ſtuhl wollt zubereiten, ſtellet ſich nun offenbar in der hoͤchſten klarheit dar. Zions toͤch⸗ ter, kommt und ſchauet, wie ſich unſer Koͤnig trauet; jauchzet mit und jubiliret, weil Er ſeine braut heim⸗ fuͤhret. 1 Dinge, die von langen jahren aus dem buch der ewigkeit in die ſchrift ver⸗ zeichnet waren, bringet un⸗ ſre letzte zeit. Die erfuͤl⸗ lung wird geboren deſſen, was GOtt hat geſchworen, daß auf Davids veſtem thron ewig ſitzen ſoll ſein Sohn. Zions töchter zc. „Er hat ſich mit heil ge⸗ ruͤſtet, und ſchlaͤgt, als ein tapfrer Held, was ſich wider Ihn gebruſtet, augenblicklich aus dem feld. Er iſts, dem es muß gelingen, ſeine fein⸗ de umzubringen: Wahrheit 9 1 und Gerechtigkeit ziehen mit Ihm in den ſtreit. Zions toͤchter ꝛc. Auch in gold gekleidet ſtehet zu der rechten ſeine braut: nunmehr wird ſie ſo erhoͤhet, weil ihr nicht vor ſchmach gegraut, und dem Koͤnig hat vor allen ihre ſchoͤne wohlgefallen, da aus ihres vaters haus ſie ſich ruffen ließ heraus. Zions toͤchter ꝛc. Seine kinder ſollen ſitzen mit Ihm auf des Vaters ſtuhl; da die boͤſen muſſen ſchwitzen mit dem ſatan in dem pfuhl: jene ſollen fuͤr⸗ ſten werden, und regieren auf der erden; dieſen aber faͤllet zu ewge knechtſchaft ohne ruh. Zions tochter ꝛc. Laß uns unſern Konig lo⸗ ben, daß von kind auf kin⸗ des⸗kind Er werd uberall er⸗ hoben, wo nur volker wohn⸗ haft ſind. Alles muſſe vor Iym knien, und in liebes⸗ flammen gluhen, was im weiten himmel ſchwebt, und was hie auf erden lebt. Zions toͤchter ꝛc. Alles muß mit vollem Amen lob, ehr, weisheit, dank und preis, kraft und ſtaͤrke ſeinem namen opfern auf die beſte weis. Heil ſey GOTD in ſeinem Sohne, als dem Lamme vor dem throne! Hallelujah ſingen Ihm Cherubim und Sera⸗ phim. Zions tochter, kommt 4 und 80 und ſchauet, wie ſich unſer Koͤnig trauet: jauchzet mit und jubiliret, weil Er ſeine braut heimfuhret. I 22. Pf. 46. Dein ſchifflein, JE Su Chriſte, heſtig umtrie⸗ ben wird, von wind, ſturm, ungewiſſe, von wellen hinge⸗ fuhrt, das waſſer ſchlaͤgt daruͤber: hilf, ſonſten gehts zu grund, erſaͤuffet deine glieder wol bald zu dieſer ſtund · Steh auf, und hilf uns, HErre, durch deine groſſe güt; in noͤthen und gefah⸗ re dein ſchiffelein behut. Warum trittſt du ſo ferne, verbirgſt dich in der noth? ſteh auf, erhebe gerne dein hand, hilf uns, HErr GOtt. Die ſtroͤme ſich erheben, die waſſer brauſen ſehr, auf den wellen thut ſchweben dein ſchifflein in dem meer: groß ſind die waſſerwogen, graͤulich wuͤtet das meer; aber doch in der höhe viel groͤſſer iſt der HErr. Verlaß uns nicht, o HExrre, du weißt die rechte zeit; in truͤbſals tieffen meere halt' dich von uns nicht weit. Gid uns bisweilen ſtille zu ergetzen unſre ſeel, durch dei⸗ ner gnaden fuͤlle troͤſt dein volk Iſrael. Bibliſche Lieder. 123. Aus Pſ. 47. GSOTT faͤhret auf gen himmel mit ſrohem ſu⸗t bel⸗ſchall, mit praͤchtigem ge⸗ tummel, und mit poſaunen⸗ hall: es holen JEſum ein die lautre Chernbinen, den hellen Seraphinen muß Er willkommen ſeyn. Pſ. 48. GO woll'n wir loben, — der mit edlen gaben die kirch, ſein heilige ſtadt, herr⸗ lich erbauet hat, durch ſeinn Geiſt und wort, an einm lieblichen ort, auf dem ſcho⸗ nen berg Zion, auf Chriſtun ſeinen Sohn; da ſie kein truͤbſal verletzen kan, ſon⸗ dern waͤcVhſt und bluͤht vor jedermann, ſchoͤn und zart in wohlfahrt, in lieb und in einigkeit, zu ihrer ſeligkeit. In dieſer haupt⸗ſadt itt koͤnig der HErr GOtt, der ſie ſchuͤtzt mit ſeiner hande darinn iſt wohl bekannt. Sehet, dargegen thaͤten ſich oft legen viel koͤnge mit fre⸗ chem muth, ſtrebten nachih⸗ an rem blut. Aber, nun hort im erſten anblick entſatzten ſie ſich, fuͤhlt'n ihr ungluͦck, ſahen bald GOtt's gewalt, und wurden allſamt zaghaſt fuͤrs groſſen Koͤnigs kraft. Zittern und ſchmerzen, angſt und weh im herzen ian dernam,. nwohlii tuc nigkei. A eat In dieße ſa onig der der ſe ſchüßt ut e arinn ſt vei Sehet, dargeg „hft legen vie ton dan h h lh ü je ſich, fühlene 131 Gdt ſdumdat dhen lrsg toſen Kunai Iittern wnſe ngtundwehn Rin Bibliſche ſie an in ihrem leib, wie ein Febaßrend weid, wurden ge⸗ ſchlagen m nit ploͤtzlichen pla⸗ gen, ihr macht und trotz ward verku rzt, durch him m⸗ liſch' kraft geſtuͤrzt. Wie dero oſt⸗wind die ſchiff um⸗ kehrt ſo auch der welt held'n wi jederfaͤhrt: ihr an⸗ ſchlaͤg, boͤſe weg, zerſchlaͤgt SOtt mit ſtarker hand zer⸗ wirft ſie wie den ſand. Wie wir gehoret, von nvaͤ⸗ tern gelehret, daß GOtt ſein volk ſtets behuͤt⸗ t, durch ſen 6 groſ ſe büt⸗ alſo wil⸗ ſe⸗ hen ug leichem fall gehen, hie an unſers GOttes ſtadt, vor augen mei die that. Denn 6 Ott erhaͤlt ſie itzt und all⸗ zeit, beveſtigt drinn ſein'n ſtuht in ewigkeit, ſo viel mehr, weil der HErr nun ſelbſt drein gezogemit iſt, unſer HErr JEſus Chriſt. Unſer gemuͤthe laſet ſich pichet guͤte, im mittel ſeiner Gemein, da Er will ewig ſeyn: GOtt die oh dein nam, ſo hoch iſt auch dein ruhm, davon ein lieblicher ſchall geht uͤber berg und thal. Denn durch unſer heil gibſt du ans licht deine getechtigkeit und dein ge⸗ richt: du behutſt, und be⸗ ſchü zſt dein volk zu waſſer und land, daß dein treu werd bekannt. Freu dich, o Zion, deiner hedlt ichen kron; denn GOtt Lieder. 81 gibt dir ſie z ur zier, darin⸗ nen triut inphir. Macht euch um Zion, und ul uſahet ſie ſchon:: ihr ſtaͤdt' Jada, ſchaut wie beſt ſte verwahrt iſt aufs beſt. Legt fleiß an den bau eurer haupt⸗ ſtadt, daß mans den nach kommen zu ſagen hat; den les wird ihre zierd in der welt weit au deheit t, kommt auf die Chriſtenheit. Nu, lieben Chriſten, deß Hhal thr euch troſten, denn ihr ſeyd die nachkommen, die Gemein der ſrommen, die Gedit wehletn unter ſein volk zehlet und annimt mt zum ei⸗ igenthum, o we lch eim hoher ruht n! Faſſet ſolche nad tieß zu herzen, und be⸗ e⸗ denkt, m t was ewigen ſchaͤ⸗ tzen wird der ehrt und ver⸗ mehrt die kirch in der rhri ſtenheit, zur lieb und ei⸗ nigkeit. Schaut da, welch wohl⸗ that, allerley huͤlf und rath, die dienſt, wort und ſaera⸗ ment, ein ſchoͤnes regiment: ſichere wohnung, gute zucht und ordnung, da treue die⸗ ner durchaus wachen ob GOttes haus. Ja da raſt und wohnt ſeldſt unſer Gs Ott, der maͤchtigſte Koͤnig, HErr⸗ Zebaoth/ der thut uns lie b und gunſ, in dieſer gnad⸗ reichen zeit wohl bis in ewigkeit. D 82 Bibliſche Lieder. I 25. Pf. 71. Erbarm dich mein, o HEr⸗ re GOtt! nach deiner groß'n barmherzigkeit: waſch ab, mach kein mein miſſe⸗ that, ich erkeñ mein ſuͤnd, und iſt mir leid. Allein ich dir geſuͤndet han, das iſt wider mich ſtetiglich, das boͤs vor dir mag nicht beſtahn, du bleidſt gerecht, ob man ur⸗ theilt dich. Sieh, HERR, in ſuͤnd bin ich geborn, in ſuͤnd em⸗ pfieng mich mein mutter: die wahrheit liebſt, thuſt offenbarn deiner weisheit heimlich' guter. Beſpreng mich, HERR! mit yſopo, rein werd ich, ſo du waͤſcheſt mich, weiſſer denn ſchnee, mein g'hoͤr wird froh, all mein gebein wird freuen ſich. HERR! ſieh nicht an die ſünde mein, thu ab all un⸗ gerechtigkeit: und mach in mir das herze rein, einen neuen geiſt in mir bereit. Verwirf mich nicht von dein'n angeſicht, den heilgen Geiſt wend nicht von mir: die freud deins heils her zu mir richt, der willig geiſt ent⸗ halt mich dir. Die gottloſi will ich dei⸗ nen weg, die fuͤnder auch da⸗ zu lehren, daß ſie vom boͤſen falſchen ſteg, zu dir, durch dich ſich bekehren. Beſchirm mich, HERR, meins heils ein GOtt, vor dem urtheil durchs blut bedeut: mein zung verkuͤndt dein rechtes gebot, ſchaff, daß mein mund dein lob ausbreit. Kein leiblich opfer von mir heiſchſt, ich haͤtt' dir das ſonſt geben: ſo nimm nu den zerknirſchten geiſt, betrubts und traurigs herz daneben. Verſchmaͤh nicht, GOtt, das opfer mein: thu wohl, in deiner guͤtigkeit, dem berg Zion, da Chriſten ſeyn, die opfern dir gerechtigkeit. 126. Pſ. 65. Man lobt dich in der ſtil⸗ v* le, du hoch erhabner Zions⸗GOtt; des ruͤhmens iſt die fulle vor dir, o HErt GOtt Zebaoth. Du biſt doch HERR auf erden der frommen zuverſicht; in truͤb⸗ ſal und beſchwerden laͤßt du die deinen nicht. Drum ſoll dich ſtuͤnolich ehren mein mund vor jedermann, und deinen ruhm vermehren, ſo lang er lallen kan. Es muſſen, HERR, ſich freuen von ganzer ſeel und jauchzen ſchnell, welch un⸗ aufhoͤrlich ſchreyen: Gelobt ſey der GOTT Iſrael! ſein name werd geprieſen, der groſſe wunder thut, und der auch mir erwieſen das, was mir nuͤtz und gut. Nun das iſt meine freude, daß ich an Ihm ſtets kleb, und niemals von Ihm ſcheide, ſo lang ich leb und ſchweb. HERR ——— — En en — — — — — — — — — — — — —— —— —— — — —=—— — — — — — — — — on,da ghriſ fern dir 9 — — — HERN dh ne nmen uvenſt und beſchvehag deinen nitt.) dich ſtinslihche id vor ſedermm, en ruhm vermz er lalen ka 3 muſſen, hen en don ganſt gen ſchnel, n örlich ſheye er GO Jj vetd gexnit wunder that mir erwieſende. itz und gut. M in ſtende di dets fle und n hm ſcheide ſn ſhve Bibliſche Lieder. HERR, du haſt deinen namen ſehr herrlich in der welt gemacht; denn als die ſchwachen kamen, haſt du gar bald an ſie gedacht. Du haſt mir gnad erzeiget, nun, wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, ſo will ich fuͤr und fuͤr den kelch des heils erheben, und preiſen weit und breit dich, HErr, mein GOtt, im leben und dort in ewigkeit. 127. Pſ. 67. 4 (Fs woll uns GOtt genaͤ⸗ dig ſeyn, und ſeinen ſe⸗ gen geden! ſein antlitz uns mit hellem ſchein erleucht zum ewgen leben! daß wir erkennen ſeine werk, und was Ihm lieb auf erden, und JEſus Chriſtus heil und ſtaͤrk bekannt den hey⸗ den werden, und ſie zu GOtt bekehren. So danken, GOTT. und loben dich die heyden uͤber⸗ alle, und alle welt die freue ſich, und ſing mit groſſem ſchalle, daß du auf erden Richter biſt, und laͤßt die ſund nicht walten: dein wort die hut und weide iſt, die alles volk erhalten, in rech⸗ ter bahn zu wallen. Es danke, GOTT, und lobe dich das volk in guten thaten: das land bringt frucht und beſſert ſich, dein wort iſt wohlgerathen. Uns ſegne Vater und der Sohn, 83. uns ſegne GOtt der heilge Geiſt, dem alle welt die ehre thut, fuͤr Ihm ſich fuͤrchtet allermeiſt! nun ſprecht von herzen: Amen! 128. Aus Pſ. 80. Aumachtiger GOTT Z?⸗ baoth! hilf den zerſtreu⸗ ten ſchafen, troͤſt ſie in truͤb⸗ ſal, angſt und noth, bring ſie zu deinen hauffen. Ver⸗ ſammle uns wieder in ein, laß uns leuchten der gnaden ſchein, ſo moͤgen wir geneſen. Laß auch nicht unſern nach⸗ barn zu, daß ſie uns ubel zwacken. Die feind machen uns viel unruh, und woll'n uns auf den nacken. Ver⸗ ſuhn dich, HErr, mit deinr Gemein, laß uns leuchten das antlitz dein, ſo moͤgen wir geneſen. Wend' dich, o GOTT, dein'n weinberg ſchau, und laß ihn nicht verderben: nimm dich ſeimr an, halt ihn im bau, gedenk des rechten erben. Vergiß dich nicht ob⸗ deinem werk, ſondern er⸗ halt's durch deine ſtaͤrk, ſo wollen wir dich loben. Dein'n weinſtock, HErr, dein volk ſieh an, und laß es in fried leben: der zarten, ſchwachen zweig verſchon, gib ſaſt und kraſt den reben, daß ſie gruͤnen und bringen frucht, dir im glauben, in lieb und zucht, gar ſchoͤne trauben geben. D 6 84 O hoͤchſter GOtt, HErr Zebaoth, der du biſt voller gute, troſt uns aus gnad in gller noth, erhore unſre bitte; laß uns dein antli itz leuchten klar, daß wir dich preiſen imt nerdar mit froͤli⸗ chem gemuͤthe. 129. Pſ. fr 2 O wie ſehr hr lieblich ſind all deine wohnung, wo recht chriſtl lich dein volk haͤlt verſammlung, HErre, dir zu lob und ehre. Aus herzlicher brunſt be⸗ gehrt meine ſeele, dein gnad und gunſt daſelbſt zu erzeh⸗ len, altzeit zu preiſen die wahrheit. Denn allda wohnſt du, mein lebendiger hort, gibſt gnad und ruh an dem heili⸗ gen ort, den du erwehlet ha ſt darzu Da Tan en ſich hin die fromt men zur grund⸗veſt, wie die voͤglein zu ihrem haus und neſt, da ſie verſorget ſind alh hie. Da wird Da gelehret die geiſtliche gebu 5 und ge⸗ ; mehret, durch das goͤttliche wort reine, der Chriſten Ge⸗ neine. Da ſind die Altat, die heilſamen gaben, die reichſt du der allen, ſo recht glau⸗ ben, eben zum ewigen le ben. Darn ach ſehn i ch und fren mich deß, mein mich Bibliſche Lieder. GOtt, wuͤnſch da taͤglich zu bleiben bis in tod, und dir zu dienen fuͤr und für. Wohl denen all der die in dein haus treten, niederfal⸗ len, dich herzlich anbeten, preiſen, d dir ehre beweiſen. Wohl denen zumal, die freudig drtgehon durchs jammerthal, daſeldſt brun⸗ nen graben, lehren, viel! el men⸗ ſchen bekehren. F biſt ihr beyſtand in l ihren noͤthen, und ihr Heiland, der ſie kan erret⸗ ten altzeit ihn'n geben ſieg und freud. Sey auch unſer troſt, ja unſer ſchirm und ſcl: ſchaue an mit luſt deines Ge⸗ ſalbten bild, ſein reich, ſchuͤtz uns drinn aüsnglein Ein tag iſt beſſer in chriſt⸗ licher Gemein zu deiner ehr⸗ denn ſonſt v die man aetgt auf blei⸗ ter bahn. Ich will viel lieber ver⸗ achk ſeyn mit frommen, (denn bey gottloſen zu ehren kommen,) zumal wohnen in ihrem ſaal. Denn da leucht't der HERR, als die ſchoͤne ſon⸗ ne, gibt gnad und ehr, in ſenͤteiher wonne, allen, ſo thun ſein gefallen. Wohl dem, der ailtei, in aller fahr und noth, in leid und freud, ſein he offnung ſetzt auf GDn ſein gnad, 6 ſtets um uns ſorg harf ſt F btauſend ſeyn itl Ent uun 5 4 egeuf mhſn nn 4 gott unn umen) zumade — — = —. — — — — — Bibliſche Lieder. Hilf GOtt, wie herrlich und ſelig iſt der mann, den du erblich in deine kirch nimmſt a 3 zugleich iſt ſein das himmelreich! O HERR, gib uns auch einen freyen kirch⸗gang, in rechtem brauch, laß uns dein wort hörene mit dank, all unſer lebenlang. 130. Alus Pſ. 92. Dazi ſt furwahr ein koͤſt⸗ lich ding, daß man dem Herren dank und ſing: uns iſt dein rath verborgen gar, die werke groß und offanbar Ein narr glaͤubt 4 ches alles nicht, meink, daß es ohngefehr geſchicht, gleich⸗ wi e er ſelbſt lebt im nerhin nach ſeines herzens eitlem ſin i ie ſpoͤtter grünen, wie das 196 die übelt thaͤter auch, bis daß ihr name hie au dieſer erd und ewiglich vertilget werd. Der fro unmne iſt deim palm⸗ baum gleich, an ſegen und an fruͤchten reich: er ruͤhmt, daß du ſo guͤtig biſt, und daß kein unrecht an dir iſt. 131. Aus v 92. Dommt, ihr lieben Gottes⸗ kinder, laßt uns loben unſern GOTT) der uns ſonſt verlohrne ſunder reißt aus ſunde, noth und tod. Sin⸗ ge⸗ welt, in„ſaitenſpiel, was 85 du willt, dir zum gerichte; unſers geiſtes lob⸗gedichte haben viel ein edlers zie Wir ſehens, wir horen ns, das gute muß ſiegen, und ſollten es noch ſo viel feinde be⸗ kriegen. 1 Es wird gruͤnen der ge⸗ rechte, wie ein pal m⸗ und cedern⸗baum: und die theu⸗ ren Gottes⸗knechte ſtehn ge⸗ pflanzt auf weitem raum. Ob man auch das graue haar ſieht auf ihrem ſchei⸗ tel blen wirds doch keine kraft entziehen; ſie ſind fruchtbar immerdar. Ja alle, die redlich in GOttes haus dienen, die werden in ewigkeit bluͤhen und gruͤnen. 132. Aus Pſ. 95. Was nur 8 ſtimme an, daß Jehova werd er⸗ höht: laßt euren lobſpruch wandern von einem tag zum andern, die menſchen, ohn aufhoͤren, von ſeinem heil zu lehren! Sagt mit freuden auch den heyden alle werke kiner ſtaͤrke, die ihr ſeine under ſeht! Saget an auf dem plan, der von heyden wird be⸗ mohee daß Er allein regie⸗ t, daß Er das ſcepter fuͤh⸗ ten, daß Er ſich laͤßt auf er⸗ den ein reich beveſtigt wer⸗ den. Goͤtzen⸗ Pelaht, eur gemaͤchte macht zunichte im gerichte, der den him nel hat gemacht. 133. Aus 86 133. Aus Pſ. 100. un jauchz' dem HErren alle welt, kommt her, zu ſeinem dienſt euch ſtellt! lobſingt, und lobet alleſamt. GOTS loben, das iſt unſer 134. Aus Pſ. 102. HERR, du biſt GOTT, * und ſolchemnach unwan⸗ delbar im weſen, von dir ſind weder jahr noch tag zu zehlen und zu leſen: denn du verbleibeſt, wie du biſt, die ewigkeit vor dir nur iſt als einzle zeit und ſtunden. Auch werden deine treue knecht, die ſich in dir er⸗ freuen, und ihr geſegnetes geſchlecht, in deiner gnad ge⸗ deyen: denn alles, was dein guter Geiſt gezeuget, und nun kinder heißt, wird ſich ewig verneuen. 135. Pf. 103. un lob, mein ſeel, den ** HErren, was in mir iſt, den namen ſein: ſein wohlthat thut Er mehren, vergiß es nicht, o herze mein! Hat dir dein fuͤnd vergeben, und heilt dein ſchwachheit groß; Errett't dein armes leben, nimmt dich in ſeinen ſchooß, mit reichem troſt be⸗ ſchuttet, verjungt dem adler gleich: der Koͤnig ſchafft Bibliſche Lieder. recht, behutet, die leiden in ſeinem reich. „Er hat uns wiſſen laſſen ſein heilges recht und ſein gericht, darzu ſein guͤt ohn maſſen, es mangelt an ſeinr erbarmung nicht. Seinn zorn laͤßt Er bald fahren, ſtraft nicht nach unſrer ſchuld, die gnad thut Er nicht ſparen, den bloͤden iſt Er hold: ſein guͤt iſt hoch erhaben ob den'n, die fuͤrch⸗ ten Ihn: ſo fern der oſt vom abend, iſt unſre ſunde dahin.. Wie ſich ein vater erbar⸗ met uber ſeine junge kindlein klein: ſo thut der HErr uns armen, ſo wir Ihn kind⸗ lich fuͤrchten rein. Er kennt das arm' gemaͤchte, GOkt weiß, wir ſind nur ſtaub: gleichwie das gras zu rech⸗ nen, ein blum und fallen⸗ des laub, der wind nur dri⸗ ber wehet, ſo iſt es nimmer da; alſo der menſch verge⸗ het, ſein end das iſt ihm nah. Die Gottes⸗gnad alleine ſteht veſt und bleibt in ewig⸗ keit bey ſeiner lieben Ge⸗ meine, die ſteht in ſeiner furcht bereit, die ſeinen bund behalten. Er herrſcht im himmelreich. Ihr ſtarken engel waltet ſeins lobs, und dient zugleich dem groſſen HERRN zu ehren, und treibt ſein heilges wolt. Mein ſeel ſoll auch vermeh⸗ ren ſein lob an allem nt. E 3 — 1 ene eo erasesr af NeRefNeeEe. —— Wee ſch innn. kider ſmew i 4 1. herg à Almen ſ fürchten na dwie desgen ein dn mi laud derdihn wehet, gt alſo derren ſein end dait di Gottesma. veſt und lt bey ſeinr h n, dee ſtit tt beret diet ¹ ten. Er bn relreich. M. waltetſin „zugleich dn Bibliſche Lieder. Sey lob und preiß mit ehren, GOtt Vater Sohn Heiligem Geiſt, der woll in uns vermehren, was Er aus gnaden uns verheißt, daß wir Ihm veſt vertrauen, gaͤnzlich verlaß'n auf Ihn, von herzen auf Ihn bauen, daß unſer herz, muth und ſinn Ihm troͤſtlich thun an⸗ hangen; drauf ſingen wir zur ſtund: Amen, wir wer⸗ dens erlangen, glaͤube'n wir aus herzens⸗grund. 136. Pſ. 103. Mie mit der kinder noth und ſchmerz erbarmniß hat ein vater⸗herz: ſo iſt GOtt's vaͤterlich gemuͤth ge⸗ duldig und von groſſer gut. Des HErrn genad bleibt allezeit von ewigkeit zu ewig⸗ keit: denn Er uns kennet groß und klein, wie gar ein ſchwach gefaͤß wir ſeyn. Der HERR hat ſeinen ſtuhl gebaut im himmel, da Er auf uns ſchaut: ſein reich hat alles unter ſich, be⸗ herrſcht es auch gewaltiglich. Lobt unſern GOT mit groſſem ſchall ihr ſeine engel allzumal, ihr diener, die ihr vor Ihm wacht, durch die ſein wille wird vollbracht. Lobt GOtt, ihr werk⸗ in ſeinem reich, und wo Er herrſchet uͤber euch. Lob 87 auch, o meine ſeel und ſinn, den HErren, des geſchoͤpf ich bin. 137. Aus Pſ. 10⁰4. Singen wir aus herzens⸗ — grund, loben GOtt mit unſerm mund! wie Er ſein gut an uns beweiſt, ſo hat Er uns auch geſpeiſt: wie Er thier und voͤgel ernaͤhrt, ſo hat Er uns auch beſchert⸗ wat wir itzund hab'n ver⸗ zehrt. Lob'n wir Ihn, als ſeine knecht, das ſind wir Ihm ſchuldig von recht: erken⸗ nen, wie Er uns hat geliebt, dem menſchen aus genaden gibt, daß Er von bein, fleiſch und von haut artig iſt zu⸗ ſammen gebaut, daß er des tages licht anſchaut. Albald der menſch ſein le⸗ ben hat, ſeine kuͤche vor ihm ſteht; in dem leib der mut⸗ ter ſein iſt er zugerichtet fein: ob es iſt ein kleines kind, mangel doch an nirgends findt, bis es auf die welt herkoͤmmt.. GOtt hat die erd ſchoͤn zugericht't, laͤßts an nahrung mangeln nicht: berg und thal die macht Er naß, daß dem vieh auch waͤchſt ſein graß: aus der erden wein und brod ſchaffet GOtt, und gibt uns ſatt, daß der menſch ein leben hat. ht Wir 88 Wir danken ſehr und bit⸗ ten Ihn, daß Er uns geb des geiſtes ſinn, daß wir ſol⸗ ches recht verſtehn, ſtets nach ſeinen geboten gehn, ſeinen namen machen groß in Chri⸗ ſto ohn unterlaß, ſo ſingen wir recht das gratias. Das gratias das ſingen wir: HErr GOtt Vater, wir danken dir, daß du uns ſo reichlich haſt geſpeiſt, dein lieb und treu an uns be⸗ weißſt; gib uns auch das ge⸗ deyen dazu, unſerm leibe geſundheit und ruh, wer das egehrt, ſprech Amen dazu. 138. Aus VPſ. 107. anket dem HErren, den — Er iſt ſehr freundlich: denn ſeine guͤt und wahr⸗ heit bleibet ewiglich. Der als ein barmherzi⸗ ger guͤtiger GOtt, uns durf⸗ tige creaturen geſpeiſet hat. Singet Ihm aus herzens⸗ grunde mit innigkeit: Lob und dank ſey dir, GOtt Va⸗ ter, in ewigkeit! Der du uns, als ein rei⸗ cher milder Vater, ſpeiſeſt und kleideſt dein elende kin⸗ der. Verleih/ daß wir dich recht lernen erkennen, und nach dem ewigen Schoͤpfer uns ſehnen. Ja, hilf uns allenſamt mit dir zugleiche: und mach Bibliſche Lieder. uns erben in deins Vaters reiche, Zu lob und ehren deinem heilgen namen; begehrt, der ſing von herzen: Amen! 139. Pſ. 121. Wenn ich in angſt und noth mein augen heb⸗ * empor zu deinen bergen HERRamit ſeufzen und mit ſlehen, ſo reichſt du mir dein ohr, daß ich nicht darf he⸗ truͤbt von deinem antlitz ge⸗ hen. koͤmmt, o treuer GOtt, von dir, der du das firmament und erdreich haſt gegrunden kein menſch kan helfen mir: vor deinem gnaden⸗thront allein man rettung findet. Du ſchaffeſt, daß meinſuß mir nicht entgleiten kan, da leiteſt ſelber mich auf allen meinen wegen, und zeigeſt u mir die bahn, wenn mit de welt, der tod und teuſeliu ſtricke legen. b Du Huͤter Iſrael, du ſchlaͤfſt noch ſchlummelſt nicht, dein augen tag und nacht ob denen offen bleiben die ſich in deine pllicht zur ereutz⸗ſahn durch dein blut⸗ o JEſu, laſſen ſchreiben. Der HErr behute me vor allem ungeluͤck ⸗beſondes meine ſeel Er vaͤterlich be⸗ ſin wahle wer daz t Mein ſchutz und huͤle ehen,ſo ritſa ohr, daß ſh 4 trudt von kenn „Main ſur kömat tea und erdreichie vor deinm ge allein man tame ſrrice lgen. u Hüt nicht, dein aug nachtoddenatt. de ſch udue w A 7 6 ſe 6 4 Bibliſche Lieder. wahre fuͤrs teufels liſt und tuͤck, auf daß hinfurder mir kein uͤbel wiederfahre. HERR ſegne meine tritt, wo ich geh aus und ein, auch was ich red und thu, laß al⸗ les wohl gelingen, und dir beſohlen ſeyn; ſo kan ich mei⸗ nen lauff hier ſeliglich voll⸗ bringen. Und wenn ich aus der welt nach deinem willen geh, ſo hilf, daß ich in dir fein ſanft von hinnen ſchei⸗ de, und froͤlich auferſteh; dann fuͤhre mich hinauf in deine wonn und freude. 140. Pſ. 122. Ich werd erfreut uͤber aus, wenn ich hoͤre ſa⸗ gen: Laßt uns gehn in GOt⸗ tes haus, auf daß wir GOct loben.* Und unſre fuß werden N ſtehn, mitten in den thoren, huͤten zu Jeruſalem eingehn, mit glaͤudigen ſchaaren. „Jeruſalem, GOttes ſtadt, iſt Chriſti Gemeine, die ihm GOtt erbauet hat von gar edlen ſteinen. Derer grund⸗veſt JEſus Chriſt, darauf ſie gar eben durch GOtt's wort erbauet iſt, zum chriſtlichen leben. Die von GOtt ſind aus⸗ erwehlt, werden darein kom⸗ men, allda ſein'm volk zuge⸗ ſellt, daß ſie, mit den from⸗ men, 89 Das goͤttlich wort rein und klar allzeit moͤgen ho⸗ ren, und Ihn, mit glaͤubi⸗ ger ſchaar/ recht preiſen und ehren. Allda GͦOtt verordnet hat ſeine dienſt' und diener, die allhie, an ſeiner ſtatt, ſein regiment fuͤhren. Damit ſein'm volk werd gedient, zu gutem gewiſſen, auf daß ſie, mit GOtt ver⸗ ſuͤhnt, ſeiner gnad genieſſen. Ey wunſcht all Jeruſa⸗ lem von GOtt fried, glüuͤck und heil! auf daß Er der Chriſt⸗gemein ſeinen ſegen mittheil. Daß ſie hie in einigkeit friedlich moͤgen leben, und nach ihrer ſeligkeit aufrich⸗ tiglich ſtreben. O HErr GOtt, wir bit⸗ ten dich, durch dein' groſſe güte, du wollſt dein volk gnaͤdiglich fuͤrm Argen be⸗ 0 Erhalt es in deiner hut, hie bey reiner wahrheit, auf daß es dich, HErre GOtt, lobe in der klarheit! b 141. Nl. 124. Maͤr GOtt nicht mit uns dieſe zeit, ſo ſoll Iſrael ſagen: Waͤr GOtt nicht mit unz dieſe zeit, wir haͤtten muͤß'n verzagen, die ſo ein armes haͤufflein ſind, ver⸗ acht't von ſo viel menſchen⸗ kind, die an uns ſetzen alle. Auf 90 Auf uns iſt ſo zornig ihr ſinn; wo GOtt das haͤtt zugeben, verſchlungen haͤtten ſie uns hin mit ganzem leib und leben: wir waͤt'n als die ein fluth erſaͤufft, und uͤber die groß waſſer laͤufft, und mit gewalt verſchwem⸗ met. GOtt lob und dank, der nicht zugab, daß ihr ſchlund uns mocht fangen: wie ein vogel des ſtricks koͤmmt ab, iſt unſer ſeel entgangen. Strick iſt entzwey, und wir ſind frey: des HErren na⸗ me ſteht uns bey, des GOt⸗ etes himmels und der erden. BG. 124.. Wo GOtt der HErr nicht — bey uns haͤlt, wenn unſre feinde toben, und Er unſter ſach nicht zufaͤllt im himmel hoch dort oben, wo Er Iſraels ſchutz nicht iſt, und jelber bricht der feinde liſt, ſo iſts mit uns verloh⸗ ren. Was menſchen⸗kraſt und witz anfaͤht, ſoll uns billig nicht ſchrecken: Er ſitzet an der hoͤchſten ſtaͤtt, der wird ihr'n rath aufdecken; wenn ſie's aufs kluͤgſte greiffen an, ſo geht doch GOtt ein andre bahn: es ſteht in ſeinen haͤnden. Sie wuͤten faſt, und fah⸗ ten her, als wollten ſie uns freſſen: zu würgen ſteht all Bibliſche Lieder. ihr begehr, GOtt iſt bey ihn'n vergeſſen. Wie mee⸗ res⸗wellen einherſchlahn; nach leib und leben ſie und ſtahn; deß wird ſich GOtt erbarmen. Sie ſtellen uns wie ketzeln nach, nach unſerm blut ſee trachten; noch ruͤhmen ſie ſich Chriſten auch, die GOct allein groß achten. Ach GOtt, der theure name dein muß ihrer ſchalkheit deckel ſeyn: du wirſt einmal auf⸗ wachen! Aufſperren ſie den rachen weit, und wollen uns vei⸗ ſchlingen: lob und dank ſen GOtt allezeit, es wird ihnn nicht gelingen. Er witd ihl'n ſtrick zerreiſſen gar und ſturzen ihre falſche lahr: ſie werdens GOtt nicht weh⸗ ren. Ach HErr GOtt, wi reich troͤſteſt du, die gaͤnzlich ſind verlaſſen! Der gnaden thur ſteht nimmer zu: vet⸗ G — == —2 ——— E= 3— 8 8* *n 8 13 — E . nß EH en n helu Ee KuEKeneeeeeen nunft kan das nicht faſſetzut „ ſie ſpricht, es iſt nun allt verſohen, da doch das eiuzß hat neu gebohrn, die deiner huͤlf erwarten. Die feind ſind all in deie ui ner hand, dazu all ihr ge danken: ihr anſchlaͤg ſind dir wohl bekannt, hilf nut, daß wir nicht wanken! Ver⸗ * nunft wider den glauben t ficht, aufs kuͤnftge will ſie u trauen nicht, da du wilſtiu ſelber troͤſten. luüſßernni ell, und 8 hlinen:lom, 1 Dütaleaten cde Gd. Ach Hen m ch triſteß uae d erlaſfen de ir ſieht uimmen nſt kan dane pricht, Ehn lohen da uhe reu geöojené ferwarde Die feind ſnda hand, dau a ken: ihr anti woh bekann, wir nichtwante ft wider un , aufs kunthr ten nicht, N h er troſte Bibliſche Lieder. Den himmel und auch die erden haſt du, HErr GOtt, gegruͤndet: dein licht laß uns hell werden, das herz uns werd entzundet in rech⸗ ter lieb des glaubens dein, bis an das end beſtaͤndig ſeyn: die welt laß immer murren. 143. Pſ. 126. Wemn endlich, eh es Zion ₰ meynt, die hochſt⸗er⸗ wuͤnſchte ſtund erſcheint, da GOtt wird die erloͤſung ge⸗ ben, wenn Er die bande reißt entzwey, und machet die ge⸗ fangne frey; was freude wird man da erleben! Die ploͤtzlich eingebrochne zeit und über⸗groſſe ſeligkeit wird uͤber unſre ſinnen ge⸗ hen; wir werden ſeyn als traͤumende, beſturzt, obs in der that geſcheh, und wahr ſey, was die augen ſehen. Wie wirſt du dann, du lieber mund, den manches Ach bisher verwundt, erfuͤl⸗ let ſeyn mit lauter lachen! und unſre zung, voll ruhm⸗ geſchrey, wird unſers Koͤnigs lieb und treu von tag zu tage groͤſſer machen. Das volk, ſo itzo uns ver⸗ lacht, und unſre hoffnung gar nicht acht't, wird dann mit reu bekennen muͤſſen, daß Zions reich nicht phantaſey und ſuͤſſer traum geweſen 91 ſey, wie ſie es itzt zu laͤſtern wiſſen. Die ganze welt wird zeu⸗ ge ſeyn, wenn GOtt die ſei⸗ nen wird erfreun, und unſer Loͤwen⸗Lamm ſie weiden. Der HErr hat groſſe ding gethan an ihnen, wie man ſehen kan; das wird man ſagen bey den heyden. Vielmehr, bey deinem Iſrael wird der getroͤſt'te leib und ſeel dis groſſe Hal⸗ leluja ſingen: Der HERR hat groſſ'ss an uns gethan, deß ſind wir froͤlich; jeder⸗ mann laß' dieſes ewiglich er⸗ klingen! Ach! aber, HERR, ach! HERR, wie lang macht uns die tochter Babel bang! erloͤſe uns von ihren ban⸗ den: das iſt dir ja ſo leichte ſach/ als wenn du einen ſeich⸗ ten bach vertrockneſt in den mittags⸗landen. Ullein es iſt dein gnaden⸗ rath, daß erſt geſcheh die thraͤnen⸗ſaat, eh man die erndte ſeh der freuden. Itzt tragen wir, nach deinem ſinn, annoch den edlen ſag⸗ men hin, das korn der thraͤ⸗ nen und der leiden. Der winter geht nun bald davon, die volle bluͤte zeigt ſich ſchon: wie wenig tage ſind zu zehlen, ſo kriegt die kirche Chriſti luft, bringt ihre garben heim, und ruft: Ach, unſre hoffnung kont nicht fehlen! 144. Pſ. 92 nA7 Pſ. 127. Wo 6 zum haus nicht gibt ſein gunſt, ſo ar⸗ beit't jedermann umſonſt: wo GOtt die ſtadt nicht ſelbſt bewacht; ſo iſt un mſonſt der waͤchter macht. Vergebens, daß ihr fruͤh auſſieht, darzu mit ſorgen ſchlafen geht, und eßt eur brod mit ungemach; denn wem's GOtt goͤnnt, gibt Ers im ſchlaf. Nun ſind ſein elben! inſer kind, die ut ins vo on Ih ym gege⸗ ben ſind: gleichwie⸗ die pfe i ins ſtarken hand, ſo iſt d jug Lei GOtt dekanen Es ſoll und muß dem g'ſchehen wohl, der dieſer hat ſein'n kocher voll: ſie werden nicht zu ſch and und ſpott, fuͤr ihrem fein d be⸗ wahrt ſü ſie 6Ott. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, ſamt Heilgem Geiſt in einem thron, welchs Ihm auch alſo ſen bere it von nun an, bis in ewigkeit. 145. ha 129. Manh aat mich oſt godraͤn⸗ pet! ſo ſaget Iſrael; man hat mi ich oft gedr raͤnget, muß ſagen meine ſeel: auch von den erſten tagen und meiner kindheit an, hat man mit vielen plagen mir trub⸗ ſal angethan. Doch hat man ni ichts ge⸗ Bibliſche Lieder. wonnen, mein herz feet auf gericht't zu JESll, meina ſonnen: der iſt mein hell und licht, und meinet lebens leben, mein ſchild und mai panier, der fuͤr. Denn endlich wird u ſchanden der ſtanden, den ſein zorn hat gefaßt: es kan niemand be ſtehen, der Zion bange macht, er muß bald untergehen,we 1 gras, das Riemand achtt. Gewiß, e wird er ſchei⸗ nen die voller klarheit ſtehn. mir kan tuiſ 9- geben, und helfen fuͤr un feind, der In haßt; der rath iſt nie ke t hocdſt. wer e zei it, die de bedraͤngten ei nen mit froher hulf erfreutt h dann werden ihre feinde mit angſt und zittern ſehw wie jene Gottes⸗reunde in 1 — R Sie werden ſehr erſchte⸗ derr cken od ſolcher ſeligkeit ie— JEſus wird entdecken nach vollbrachtem ſtreit n wohl dann wird mit jubiliren de auserweh le ſchaar die ſtil⸗ len harfe nehmen nſa. 145, Pſ. zu dir, HErr 68ti el⸗ hoͤr mein ruffen dein gni⸗ dig ohr neig her zu mir, und meiner bitt ſie; öffen: denn ſo du willt das ſeh een a, was ſuͤnd und unrechti ſn ihren, im ange Aus tieffer non ſchrey 6 4 7Ad) keen, bei bn nh Knst 1* nun Gewi ſe nen die döt zeit, di deian nen nit ſce dheri 1 amn nen Zibliſche Lieder. ath jan, wer kat N/ HEᷣRR bor⸗ di 1 bleberr⸗ vau beſten keoher Vor dir die⸗ mand ſich ruhmen kan, des muß ſich fuͤrchten jedermann, a3 und deiner gnade leben. Darum auf GOTD will dn hoffeni ich, auf mein verdienſt C nicht bau ten, au ff Ihn mein herz ſoll laſſen ſich und ſei⸗ ner guͤte laf nen, die mi ir zu⸗ f agt ſein werthes wort, das iſt mein rft und treuer hort, deß wil ich allzeit ha ren. Und ob es waͤhrt bis in die nacht, und wieder an den morgen, doch ſoll mein heran rtes dnlon ver⸗ ſ zweifeln nicht, noch ſorgen. So thu Iſrael rechter art, der aus dem Geiſt erzeuget ward, und ſeines GOtt's erharre. Ob hey uns iſt der 8 den viel, bey GOtt iſt viel⸗ nehr gnade: ſein n hand zu helfen hat kein ziel, wie groß auch ſey der ſchade: Er iſt allein der gute Hirt, der Iſrael erloͤſen wird aus ſei⸗ nen ſuͤnden allen. 147. Pſ. 13 3. Schau, wie lieblich und gut iſts allen brüdern, 93 den wahren und rechtſchaff⸗ nen Chriſti gliedern! Wo ſie in einigkei it bey⸗ 1 ſan mmen wohnen, und einan⸗ der vertragen und verſcho⸗ neue⸗ Sich im glauben, in lieb und fried erbauen, GOtt fuͤrchten, lieben, ehren und vertrauen. Da fleußt der fried aus hriſti fuͤl und gnaden, der⸗ ſelb leſtate reichlich allen ihaden Da ſchicket Chriſtus ſeines wortes regen, 5 macht es fruchtbar durch des himmels ſegen. Beſprengt auch ſein' kirch mit ſeinem theuren blut, deß troͤpflein mehr gilt, denn die ganze ſuͤndfluth. Wen Er damit beſprengt, der wird gereinigt, gerecht⸗ fertiget und mit GOtt ver⸗ einigt. Er wohnet da, und re⸗ giert ſe lbſti in lhne macht, daß 3 Ihm und ſelbſt einan⸗ der dienen. Wo nun iſt ein ſolch fried⸗ ſame ge euſafr, in aller ih, 1 und heiliger gemein⸗ Daſelbſt berleiht GOtt ſeinen milden ſegen, verhei 3 nuch daſelbſt allen ewigs le⸗ en. Drum laßt uns all in lie und friede leben; ſo w uns GOtt des frieds, ein ſegen geben. auch 94 O G8tt, gib fried der kirch durch Chriſti namen, erhalt uns drinn, und mach uns ſelig, Amen. 148. Pſ. 136. Dankt dem HErren, dan⸗ ket ſehr! denn ſehr freundlich iſt der HERR, und des HErren gutigkeit waͤhret bis in ewigkeit. Dankt dem HErren Ze⸗ baoth, Er iſt aller gotter GOtt: Dankt dem HErren aller herrn, der allein iſt hoch zu ehrn. Der die erd nach ſeinem rath, auch das meer bereitet hat: Der die lichter in der welt hat ſo herrlich darge⸗ ſtellt. Der die ſonn ſo wunder⸗ ſchön macht dem tage vor⸗ zuſtehn: Der da mond und ſtern gemacht, daß ſie herr⸗ ſchen tag und nacht. Der Iſrael ausgefuͤhrt, und es ſelbſten hat regiert: Der ſein volk, dem Er ſtund bey, fuͤhrte durch die wuͤ⸗ ſteney. Der ſchlug groſſe konige, da ſein zorn ergrimmete: Der auch hat an uns ge⸗ dacht, da wir unters joch ge⸗ bracht. Der von feinden uns er⸗ loͤſt, und uns wiederum ge⸗ troſt:⸗Der all ſein geſchoͤpfe liebt, allem ſleiſche ſpeiſe gibt. Bibliſche Lieder. u, meine ſeele, ſinge D wohlauf, und ſinge ſtin 6p Danket GOtt je meht be und mehr, dem GOtt alkea himmels⸗heer: denn desg aann HErren gutigkeit waͤhtet. n bis in ewigkeit. 149. Pſ. 146. Dem, welchem alle dinge u dienſt und willen ſtehn. d 10 will den HErren droben hier preiſen auf der erd, ih will Ihn herzlich loben, o lang ich leben werd]. Ihr menſchen, laſteng lehren, es wird euch nutzih ſeyn; laßt euch doch mßt bethoͤren die welt mit ihren ni ſchein: verlaſſe ſich ja kein uii auf fuͤrſten macht und gunt weil ſie, wie unſer einen nichts ſind als nur ein dunſe Was fleiſch iſt, muß blaſſen und ſinken in det tod, es muß den geiſt berlat i ſen, ſelbſt werden erd undu koth: allda iſts dann ſchehen mit ſeinem kluget 11as rath, und iſt ja klar zu te ſean hen, wie ſchwach ſey meilti ſchen⸗that. u; Wohl dem, der einzz ſchauet nach Jacobs 69R n 8 und Heil! wer dem ſich an vertrauet, der hat das beſtt theil, das hoͤchſte gut e leſen, den ſchoͤnſten ſchaßz ge ae V d 4 liebt: ſein herz und gatzet weſen bleibt ewig unbetruͤht bleibt en 4 Hier ſind die ſtarken krat te, die unerſchoͤpfte mac —— 8 —— 2 5—— ——— ÿõ—— — —— — — — — — — ——= — = — — — — — — —— — — — ..* —(- — —— —— das weiſen die geſchaͤffte, die ſeine hand gemacht: der himmel und die erde, mit ih⸗ rem ganzen heer, der fiſch unzehlge heerde im groſſen wilden meer.. Hier ſind die treuen ſin⸗ nen, die niemand unrecht thun, allin denen gutes goͤn⸗ nen, die in der treu beruhn. GOSè häͤlt ſein wort mit freuden, und was Er ſpricht, geſchicht, und wer gewalt muß leiden, den ſchutzt Er im gericht.— Er weiß viel tauſend wei⸗ ſen zu retten aus dem tod. Er naͤhrt, und giebet ſpeiſen zur zeit der hungers⸗noth, macht ſchoͤne rothe wangen oft bey geringem mahl“: und die da ſind gefangen, die reißt Er aus der quaal. Dan. 1. Er iſt das licht der blin⸗ den, erleuchtet ihr geſicht; und die ſich ſchwach befin⸗ den, die ſtellt Er aufgericht. Er liebt die armen ſunder, und die das wahrlich ſeynd, die finden viel geſchwinder der kranken arzt und freund. Er iſt der fremden huͤtte, die wayſen nimmt Er an, erfullt der witwen bitte, wird ſelbſt ihr troſt und mann: die aber, die Ihn haſſen, erfahren zorn und grimm, ihr haus, und wo ſie ſaſſen, das wirft Er um und um.. Ach! ich bin vielzu wenig, Bibliſche Lieder. zu ruͤhmen ſeinen ruhm, der HERR aleein iſt Koͤnig, ich eine wieſen⸗blum: jedoch, weil ich gehoͤre gen Zion in ſein zelt, iſts billig, daß ich nehre ſein lob vor aller Aus Pſ. 147. bet den HErren! denn Er iſt ſehr freundlich: es iſt ſehr koͤſtlich, unſern zu loben, ſein lob iſt und lieblich anzuhoͤ⸗ Lobet den HErren! Singt gegen einander dem mit danken, lobt Ihn mit harfen, unſern GOtt den werthen! denn Er iſt machtig und von Er kan den himmel mit wolken bedecken; Er giebt den regen, wenn Er will auf erden: Er laßt gras wach⸗ 3 hoch auf duͤrren bergen. Der allem fleiſche giebt ſeine ſpeiſe, dem vieh ſein futter, vaͤterlicher weiſe, den jungen raben, uffen. Lobet. „Er hat kein luſte an der ſtaͤrk des roſſes, noch wohl⸗ gefallen an jemandes bei⸗ nen, Er hat gefalln an dene die auf Ihn trauen. Danket dem HErren, Schoͤpfer aller dinge; der brunn des lebens thut aus Ihm 96 Ihm entſpringen gar hoch dom himmel her aus ſeinem herzen. Lobet ꝛc. O JEſu Chriſte! Sohn des Allerhoͤchſten, gieb du die gnade allen frommen Chriſten, daß ſie deimn na⸗ men ewig preiſen, Amnen. Lobet den HErren! Sey lob und ehr dem hoͤchſten Gut, dem Va⸗ ter aller guͤte! dem GOTT, der alle wunder thut! dem GOTT, der mein gemuͤthe mit ſeinem reichen troſt er⸗ füͤllt! dem GOTT, der al⸗ len jammer ſtillt! gebt un⸗ ſerm GOD die ehre! Es danken dir die him⸗ mels⸗heer, o Herrſcher aller thronen, und die auf erden, luft und meer in deinem ſchatten wohnen, die preiſen deine ſchoͤpfers⸗macht, die alles alſo wohl bedacht. Gebt ꝛe. Was unſer GOtt geſchaf⸗ ſen hat, das will Er auch er⸗ halten, daruber will Er fruͤh und ſpat mit ſeiner gnade walten. In ſeinem ganzen königreich iſt alles recht und alles gleich. Gebt ꝛc. Ich rief zum HErrn in meiner noth: Ach GOtt, vernimm mein ſchreyen! da half mein Helfer mir vom tod, und ließ mir troſt ge⸗ deyen Drum dank, ach GOtt! drum dank ich dir, Bibliſche Lieder. ach danket, danket GOtt mit mir! Gebt ke. Der HERR iſt noch und nimmer nicht von ſeinem volk geſchieden, Er bleibet ihre zuverſicht, ihr ſegem heil und frieden. Mit mut⸗ ter⸗haͤnden leitet Er die ſei⸗ nen ſtetig hin und hel. Gebt ꝛc.. Wenn troſt und huͤlf et⸗ mangeln muß, die alle welt erzeiget, ſo ſelbſt, und neiget die vatel⸗ 4 4 RS†* Weit! D 8OTT! Gebt c. Ae So kommet vor ſein an u ob⸗ les, alles wohl gemacht kömmt, ſo hüftt der uberfluß, der Schoͤpfek der ſonſtn Gebt unſerm GOTLT die ehre! Bibliſche Lieder. 97 HErren im ewigen lichte. 152 F je wunder⸗erfull 22 Erzehlet die wunder⸗erfuͤllte Kobe den HErten, der al⸗ Knieh! Lotes p herrlich regiere geſchähten. die hate aß der dich auf adelers fittigen Ben chweige die thaten ſte ſicher gefuhret, der dich er⸗ es Hürren nicht weiter, an haͤlt, wie es dir ſelber ge⸗ entdeckt ſie! es ſpielet die fallt! Haſt du nicht dieſes morgenroth heiter, vom un verſpüret? glanze, der alles gewoͤlte Lobe den HErren, der verdringet, und unszu Jern⸗ kunſtlich und fein dich berei⸗ ſalems burgern hinbringet. tet, der dir geſundheit ver: Wohlauf, ihr erkauffte liehen, dich freundlich gelei⸗ des landes, ſeyd munter! utet. In wie viel noth hat was vorbindheihlafene das ſpſt wad N ul. ndino 655 er wach itzun er: es wache dſ udun nicht der gnaͤdige GOtt uͤber unn gite adeends wach ranzen un neiget ſo ten 1 u dir fluͤgel gebreitet? le tennn die fhidel Rehbettet den dei⸗ hen dahin, wo Jehova be⸗ 8 nn nen ſtand ſichthar geſegnet, fiehlet zu ſtehen! an der aus dem himmel mit. 3 ſtroͤmen der liebe geregnet: 154. denke daran, was der All⸗ maͤchtige kan, der dir mit liebe begegnet. Lobe den HErren, was in mir iſt, lobe den namen, al⸗ les, was othem hat, lobe mit Abrahams ſaamen! Er iſt dein licht: ſeele, vergiß es Aus dem Gebet Joſaphat, 2 Chron. 20.— Wenn wir in höͤchſten no⸗ then ſeyn, und wiſſen nicht, wo aus noch ein, und finden weder hulf noch rath, ob wir gleich ſorgen fruh * und ſpat; Dusm ja nicht! Lobend beſchlieſe„So iſt das unſer troſt al⸗ mſetméd mit Amen! lein, daß wir zuſammen in⸗ iſtengr— gemein dich anruffen, o „Nr 9 1833. treuer GOtt, um rettung (Fy lobet doch alle geſchoͤpfe aus der angſt und noth. d G den König! dis loben iſt und heben unſer aug und Soommtn dennoch füur Ihn noch zu herz zu dir in wahrer ren dt nitute wenig. Er müſſe ſich ſelbſt und ſchmerz: und ſuchen der nnen tzut in uns voͤllig erheben, und 8 1 uns bol el ſunden vergebung und al⸗ ic wit einig in ſeinen Erloſeten le⸗ ler ſtrafe linderung. finen EMM ben.. ene Drum kommen wir, o Veatlit„Der ſüſſe geruch ſolꝛ Ihm HErre GOtt, und klagen mhs u Mier aufſteigen vom opfer dir all unſre noth, dieweil t urten b der lippen, wir wollen uns wir ſtehn verlaſſen gar, in wuneh bengen zur wohnung des — groſſer truͤbfal und gefahr. E Sieh 98 Sieh nicht an unſre ſun⸗ de groß, ſprich uns derſelb'n aus gnaden los, ſteh uns in unſerm elend bey, mach uns von allen plagen frey! *½*— Wie du verheiſſeſt gnä⸗ diglich allen, die darum bit⸗ ten dich, im namen dein's Sohns JEſu Chriſt, der un⸗ ſer heil und fuͤrſprecher iſt. Auf daß von herzen kon⸗ nen wir nachmals mit freu⸗ den danken dir, gehorſam ſeyn nach deinem wort, dich allzeit preiſen hier und dort. 155. Hohel. 2. Nennt mich eine blume, 1 GOtt zum preiß und ruhme; aber bin ich auch beſtellt, daß Ihm mein ge⸗ ruch gefällt? Schwachheit hat mein le⸗ ben mit der ſchmach umge⸗ ben. Ich bin eine roß im thal, dornen druͤcken ohne zahl. Ja ich muß bekennen, daß ich nichts zu nennen; nur mein Freund laͤßt mich als ſchoͤn unter die geſpielen gehn. 1 Sein geneigt gemuͤthe iſt ganz voll von guͤte; und ſein treu ergebner ſinn haͤlt mich hoͤher als ich bin. Er allein verdienet, daß ſein name grunet. Mein Freund iſt ein apfel⸗baum, weg, ihr dornen, macht Ihn raum. Bibliſche Lieder. Meines Freundes ſchatt ten koͤmmt mir ſtets zu ſiatz iſt mein, und ich bin ſein. ten. Seiner fruͤchte hong thut meiner kehle ſanft un gut.. Seel und geiſt iſt reſe u mun über ſeiner pflege, wenn man Braͤutgam mich beſchentt g und in ſeiner quelle traͤntt. Er will mich bedecken kan mich was erſchrecken ſeine lieb iſt mein pamen ſchirm und ſchatten uhe nirx. Ich bin krank vor liete ſtirn und aug iſt trub Wirf mir, theure Liebe du angenehme blicke zu. Unter deiner linken in den ſchlaf verſinken, wenn die rechte druͤckt und heuzn⸗ macht verſchwinden wasge ſchmerzt. Laͤßt mein Freund ſichhos ren mit den honig⸗⸗ lehren, huͤpft und wandelt Er ha fuͤr, o was geht da votin mir! gen, wenn Er ſich verbot⸗ gen. Bald erfreut Er ſeine Braut, wenn Er durch das gitter ſchaut.. Bleib, mein herz, nur bruͤn⸗ ſtig! bleib, mein Freund mir guͤnſtig! wir ſind eins. Mein Freund iſt mein: E 156. Ueber Hohel. 5,8. Menn erblick ich doch ein⸗ Bald macht Er mir ſott , mal meine Liebe? eile bald — — Tn — Bibliſche Lieder. bald vom Libano, ſuͤſſe Liebe! Deine braut rufft mit be⸗ gier: komm, o JESul! komm, o ſuſſer JEESll! Siehe mich die matte an, deine kranke, daß ich nicht von dir, mein Hirt, etwa wanke: meine kraft verlaͤſ⸗ ſet mich, ich vergehe, wo ich Dich nicht ſehe. Töchter von Jeruſalem, gehet, eilet, ſaget meinem Braͤutigam, der mich heilet, ſaget, wie mich hat entzundt ſeine flamme, ſeine keuſche flamme! Rufft, ihr ſterne, uͤber⸗ laut, daß ich liebe; und ihr waſſer, ruffet auch, daß ich liebe! alles, was nur ſtim⸗ nen hat, ſag dem Lamme viel von meiner faumme! Einmal hat Er ſeinen kuß mir gegeben, alsbald kont ich ohne Ihn nicht mehr le⸗ ben; nichts vergnugt mich auſſer Ihm, alle dinge ſind mir zu geringe. Ich verlange tauſendmal meinen Bruder, tauſendmal begehr ich Ihn, meinen Bru⸗ der. Er kommt nie aus meinem ſinn; Er iſt meine, und ich gaͤnzlich ſeine. Was verzeuchſt du denn, mein herz, mein verlangen? o wie ſehnlich wart ich, dich zu umfangen! ſieh, der geiſt und deine braut ruffen: komme, labe deine fromme! Komme wieder, liebſter Freund komme wieder! lauf B 80 noch ſchneller als ein hirſch, komm hernieder! kuſſe mich mit deinem kuß: deine kuſſe ſind mir honig ſuͤſſe. Höoͤrt! die holde ſtimme rufft meines Freundes; blos die ſtimm erquicket mich mei⸗ nes Freundes: auf dem oͤl⸗ berg ſtehen ſchon ſeine fuͤſſe, die ich herzlich kuſſe. Voller freude jauchze ich, weil mirs gluͤcket, weil ich meinen ſchoͤnſten Schatz hab erblicket. Er iſt mein, und ich bin ſein: Er alleine iſt es, Er alleine. Bürger Zions, die ihr ſeht meinen Lieben, derer nam' im himmel iſt angeſchrieben, und du jungfraͤuliches heer, freut euch alle, freut euch mit mir alle! Seht mit frohem ange⸗ ſicht meine freude! ſeht, wie mit dem Braͤutigam ich mich weide! Er iſt mein, und ich bin ſein: Er alleine iſt es, Er alleine. 187. Hohel. 5, 9. 16. Ihr toͤchter Zions, die ihr bald wollt wiſſen, wie mein Freund geſtalt't; kom̃t, tretet her in einen reihen, ich wills euch ſagen und er⸗ freuen. Mein Freund iſt wie ein roͤſelein, wohlriechend, ſchoͤn, ausbundig fein: iſt mit des himmels thau begoſſen: viel E 2 dornen 100 dornen haben Ihn un. ſchloſſen Mein Freund iſt mehr, als taubelein, ſanftmuthig, lieblich, weiß und rein: be⸗ tmibt niemand, erfreuet alle; t ohne falſch, hat keine mano Mein Freund iſt wie ein lammelein,/ das nie kan un⸗ geduldig ſeyn: holdſelig, ſittſam an geberden iſt Er vor allen auf der erden. Mein Freund iſt wie ein morgenſtern, der ſehr er⸗ freulich leucht't von fern: ergotzend i iſt ſein angeſichte fuͤr allem andern ſternen⸗ ichte. Mein Freund iſt wie der ſonnen⸗glanz, wenn ſie welt beſcheinet ganz: Er kan mit ſeiner augen ſtrahlen ein licht in leib und ſeele mahlen. Mein Freund iſt wie das firmamenit, beſtaͤndig, aber doch behend: bald ſteigt Er auf, bald ſteigt Er nieder, bal t geht Er hin, bald koͤm̃t Er wi jeder. Mein Freund iſt wie der ewge blitz vom unzugaͤng⸗ lichen lichts⸗ſitz: in Ihm zerſchmelzen alle herzen ſie ſelbſt mit allen liebes⸗ſchmer⸗ zen. Alſo, ihr tochter, jung und alt, iſt mei in geliebter Freund geſtalt't: wollt ihr Ihn ſehn, und auch gen eſſen, ſo ſucht G Ihn, und fallt Ihm zu füͤſ⸗ en. 1S8. JESlS. 1 Wer iſt dieſe Fuͤrſten⸗di⸗ ne, die ſo herrlich brich hervor? wie der mond fuͤhlt das geſtirne, ſo fuͤhrt ſie da jungfraun chor. Wer ſt die, mit ſchmuck gekraͤnt wie die mndrgent oͤthe glaͤmt, auserwehlt wie ſonnen⸗bu tzen, ſchrecklich wie die her res⸗ſpitzen? Bohel 69. Seele. Wer iſt, der von ſeinen throne den geraden ſcepter neigt? Wer iſt, der die guld⸗ ne krone über ſeinem haunt I zeigt? der ſo praͤchtig tuitt herein aus der burg ban helfenbein, um den taufend ſtarke ſte den die mit Ihm zu felde gehen? p4g. JILESUSZ. Du biſt ſchöne, meine Schweſter, Wone biſt du, Ru meine Braut; du biſt liett licher als Sſther, der ſcch Ahasverus traut. Wie an⸗ deh zndſch iſt dein gan ng. wie holdſelig ded ge ſang! wie ſo⸗ dear die geberden, di mir lauter liebe werden! Zohel. 7. Seele. Unter allen, die gebohten hat mein Freund der ſchol heit preiß. Mein Freund An der ſich mich erkohren, ſchau Adn Ihn an! iſt roth und weiß d k Seine liebe gegen mir dein A. — — — —* ————— 1 “—— —— 2 “ 86 8 — wemit ſch denargant ſewehlt wieſe ſe trecihn ſi Alhen. 1 Seele Per it, den üne n erahe t! V fn one uber Pen t! der ten iin als enbein, an fe ſtehen de llde gehen/ JLSls Du b d iſt ſch ſchen 1 zweſtel*, ſcowi 3 Braut, Ii * als Eſthe, 8 erus tralt; 4 nlih ii deinge ſelig dein geſe ttſam die gien lauter liebe we 6 Geele nter alen din nein Pemhs 1 raij. M ic ritantm an! iſ uae gellede goact get gegenlee herfuͤr; und mein Auni bches trweinen treibt Ihn an, zu er⸗ ſcheinen. Bohel. 5. J 9. Jeſ. 5 Keſaia, dem pr opheten, das J geſchah, daß er im geiſt den HErren ſchen ſah, auf einem hohen thron im hel⸗ len glanz, ſeines kleides ſaum den chor fuͤllet ganz Es ſtunden mzween Se Tanh bey Ihm daran, ſechs flugel ſah er einen jeden han, mit 34 een verbargen n ſie ihr ant⸗ litz klar, mit zween bedeckten ſevief fuͤſſe gar, und mit der ndei rn zween ueſ ggen frey, F den n ande en. 4 mit groſſem dher: Heilig iſt GOLD der HErr Se h! Hellig iſt feooern ehr de gal ge d erf Ulet hat, von ndel chrey z1 tert ſchwell und balten gar, das haus auch ganz voll rauchs und nebels war. 160. Jeſ. 49, 4⸗16. Jion⸗ klagt mit angſt und ſchmerzen, Zion, GOttes werthe ſtabt, die Er 5 äͤgt in Ihm ſeinem herzen, die E erwehlet hat. Ache picht ſie, wie hat mein GOtt mich verlaſſen in der noth, und laͤßt mich ſo harte preſſen, Bibliſche Lieder. 101 meiner hat Er ganz ver⸗ eſſen! Der GOtt, der mir hat verſprochen ſeinen beyſtand jederzeit, der läßt ſich ver⸗ geblich ſuchen itzt in meiner traurigkeit. Ach! will Er denn fuͤr und fuͤr grauſam zurnen üuber mir? kan und will Er ſich der armen itzt ni cht, wie vor hin, erbarmen? Zion, o du vielgeliebte, pprach zu ihr des HErren mund, zwar du biſt itzt die betruͤbte, ſeel und geiſt iſt dir veeüänge doch ſtell alles trauren ein! wo mag eine mutter ſeyn, die ihr eigen kind kan haſſen, und aus ih⸗ ren ſorgen laſſen? Und wenn du gleſc teſt ünden einen ſolg tel⸗ ſt un, da b h moͤch⸗ en mut⸗ e 1 ſen köͤnt ſo boch, der ich bin. eſeſſen, Lel⸗ ner fan ich nicht vergeſſen. Laß dich nicht den ſatan blenden, der ſonſt nichts als ſchrecken kan. Siehe, hier in meinen haͤnoen hab ich dich geſchrieben an: wie mag es denn anders ſeyn?, ich muß ja gedenken dein; deine hnuch will ich bauen, und dich fort und fort an⸗ ſchauen. Du biſt mir ſtets vor den augen, du liegſt mir in mei⸗ nem ſchooß 5/ wie die kin indlein, E 3 die 3 8 2 8 ——. 8 2 —. Bibliſche Lieder. enoch ſaugen; meine tu eu dir iſt groß. Dich und dich ſoll keine zeit, keine not h, gefahr, noch ſtreit, ja der ſatan ſelbſt, nicht ſchei⸗ den. Bleib getreu in allem leiden! 161. b Jeſ. 75. 1⸗4. J du wohl an! rihe unſer Heilond„ all', die ihr durſt le gel hret hꝛu lf und beyſtand. dommt zu mir, ich thu euch laden, erholt an mir euren ſhaden ,ich bin der bronn voller gnaden. Mich, die lebendige quelle, hat verlaſſen eure ſe ele, und geelt zu der hoͤge. Zin ich doch GOt tt, euer Henenne ohn mich iſt kein troſt noch beyſtand: warum habt ihr euch von mir ge⸗ wandt? Warum muht ih ſeel len, und thut un a un darzehlen, und euch ver⸗ gebens quaͤlen? Hoͤret mir doch zu, ihr armen, ich will mich eurer erbarmen, euch ſchlieſſen in meine zei- en. Ich will mich euch ſelbſt derpftühten, und all eure ſachen rliehten, in'n ei gen bund aufrithten G0. will euer HErr und GOtt ſehn, ihr ſ ſollt ſeyn das liebe volk mein, das det im land, und be⸗ mich, lieb', ehr' und fürcht alle Ich will meinen geiſt euch ſchenken, euch und lenken, eurer ſuͤnd nicht nehy gedenken. eein geſetze in euch trei⸗ 1,„in euer herz und ſinn ſcre iben, euch mir einler⸗ ben im glaͤuben. Wi Uleuch zu leute en ver⸗ wandeln, die vor mir auf⸗ richtig handeln, i in meinen geboten wandeln. Dieſes bundes zeug' und diener iſt Chriſtus, unſer Verſuͤhner, der heyden S und Verdi ener.“ * Jeſ. 73. 162. Jeſ. 66, 10⸗14. Feohloch liebe Chriſtenheit, 9 denk nicht an dein borigs leid; denn dir geſchehn, dra auch die en⸗ gel ihr' luſt ſel /n. Seyd auch froͤlich allzu⸗ mal, die ihr uber ihrem fal 4 ſehr betruͤbt gevefn ſeyd: GOtt hat gewendet ihr hel⸗ leid. Hat zu ihr ſein herz ge⸗ wandt, ſchoͤn verneuert ihren ſtand, ſie von fuͤnd und tod. erloſt, und ihr geſchenit eiernu gen troſt. Der fleußt wie ein waß ſer⸗ſtrom aus Chriſti fil und reichthum, durch b evangelion, das iſt der einige heilbronn. Der in mir ziehen iſt ſolch gnad a neon lenten,, fellerri 1 5 Dil euch u h deln 1 ig dan denn, M ken wandelh 3 iſſes nnas 6 ſ che 10 hlock lehe dſe eink nicht an dn denndir 1 14 ehn, dra ran aud h lun ſin helſd auch ſi die ihr uber i detruͤht gewege ehl tthat gewendei at zu ihr ſein dean dergenn d ſie don füda Nund ijr eche troſt er er euft vie un aus Gn teichthum, unt gebon dcöiee do. er kehret der ſuͤnder vde gibt ihr kinder ohne ſchmerz, kinder eine groſſe ihh die ſie als muttel naͤh⸗ ren ſoll. i K Dſlldn haben ihre luſt 4 den bruͤſten ihres troſts, agen dran, und werden ſar razuici ergotzet fruͤh und ſpat Em n freu dich, Got⸗ tes⸗ braut, ſchau, was dir dein GOtt anvertraut, un nd erkenne ſeine gnad, ruͤhm i lich all ſeine wohlthat. Freuen wir uns all zugleich, die wir nun in GOttes reich 14 komt ien ſind, durch ſeine kraſt, zu Chriſti guter ge⸗ meinſchaſt. Sieh, wie ſteundlich Er euch haͤlt; gle eichwie ſich ein mut tter ſteli g6 Den n ihrem li e⸗ ben kind weiles noch jung lſt u nmund. e ein hirt der ſchaaſe aßea⸗ die laͤmmer im buſen traͤgt: ſo verſorgt GOtt klein n und groß, gibt allen ihr gebuͤhr und huaß O wie froͤlich iſt der tag, an dem man empfinden mag, im gewiſſen, fried und ruh, daß GOtt die ſuͤnd nicht rechnet zu! Dran auſgeht das helle licht, GOtt erleucht't ſein angeſicht: dran verſchwindt furcht, angſt und noth, das ſchrecken fuͤrm ewigen tod. Weil nun GOtt auch un⸗ ſer leid gnaͤdiglich verwandt Bibliſche Lieder. 103 in freud: laßt uns alle dank⸗ bar ſeyn, und geben Ihm die ehr allein. Keine groͤſſer freud kan ſeyn, dabd gruͤnen die 3 beit 5* ls des geiſtes froͤlich⸗ keit: ne mehr uns, Härr GOtt, allezeit! I 53. T HREN. A GOtt! man mag wol n dieſen tagen ob dei⸗ ner fi rchen weinen und kla⸗ gen, wie dort Jeremias that üͤber deine ſiaht. Ach wie klaͤglich iſt die tochter Zion, beranbt ihrer zierd und herrlichen kron, wird dazu bedraͤnget faſt mit gar ſchwerer laſt! Ihre prieſter und falſche proͤshete n haben ſie gebrackt in ſolche noͤthen, daß ſie ihre ſünd und hoffart nicht han offenbark: Wenn ſie itzt gedenkt der vorigen zeit an ihre ſcone wuͤrde und herrl lichkeit ſo entfaͤllt ihr aller muth, ums verlohrne gut. Es iſt niemand, der ſie troͤſten koͤnte, der ihr trau⸗ rigs herze uͤberwaͤnde, allein du, o HErre GOtt! der du 1 kennſt ihr noth. Drum thut ſie zu dir, GOtt, ihrem HErren, ſich mit thraͤnen und ſeufzen be⸗ kehren, troͤſtet ſich allein dei⸗ ner uni guͤt, ſchuͤttet aus ihr bitt. —.——————— ————————— ————————— Wir 104 Wir han leider all' un⸗ recht gehandelt, geſundigt und boͤſe weg' gewandelt, nicht gehorchet deinem mund, ſondern menſchen⸗fund. Derhalb haſt du billig nicht verſchonet, ſondern mit verdienter ſtraf gelohnet: doch wo nicht that deine gut, lebt' ſchon keiner nit. Denn du thuſt dich vaͤter⸗ lich erbarmen uͤber die truͤb⸗ ſeligen und armen, ihn'n iſt deine gut und treu alle mor⸗ gen neu. So gedenk doch, HErr, noch an die deinen, die in Babylon bitterlich weinen, und ſehnen ſich nach Zion, und dein'm lieben Sohn. Verſuhn ihre fuͤnde und miſſethat, verſammle ſie gnaͤ⸗ diglich nach dein'm rath, und bring ſie wiederum heim zu deiner Gemein.. O GOtt, leg noch einmal deine hand dran, o leg drinn zum grund dein'n einigen Sohn, erbau drauf Jeruſa⸗ lem, die chriſtlich Gemein! O GOit, ſchau an alle ihre ſchmache, vertheidig ſelbſt deiner kirchen ſache, erzeig deine herrlichkeit itzt in dieſer zeit!. Verneu und ſchmuͤck wie⸗ der dein volk Zion, durch deinen Geiſt und durchs evangelion, und bewahr ſie veſtiglich nun und ewiglich! Bibliſche Lieder. 164. „Szech. 1. Eßechiel der ſahe ein flam⸗ mend feuer⸗rad; und ſahe es ſo nahe, daß ers he⸗ ſchrieben hat. Vier raͤden, eins im andern, wie eines anzuſehn, die ſah er vor ſich wandern, den erden⸗krei durchgehn. Sie waren lieblich ſchone, und ſchrecklich auch dabey; ſie gaben ein getoͤne, als obs . was goͤttlichs ſey; ſie lieffen nach dem winde als wee ein ſchiff im meer, gar hurtig und geſchwinde, eins bey dem andern her. Man hat das ſo gedeu⸗ tet: Das evangelium, da⸗ fuͤr die kirche ſtreitet, das fuͤhre ſo herum, durchgienge pieſe erde mit einem ſchnel⸗ len flug; bis alles helle wer⸗ de von dieſem muntern zug. 165. „Erzech. 33, 11. So wahr ich lebe! ſpricht — dein GOtt, mir iſt nicht lieb des ſuͤnders tod; vie⸗ mehr iſt diß mein wunſch und muth, daß er ſich von der ſuͤnde thut, und aufrich⸗ tig bekehret ſich, und lebet mit mir ewiglich. 166. Sir. 79, 24 2 26. un danket alle GO —*mit herzen, mund und haͤnden! der groſſe dinge thut — ,. — — — —— — E Lgaben ei ean as gottlichsege ih hen winde dff im meer, g güönm n anddern ger. Man hat dat : Das evanxe dee kirce ſe te ſo herum i ſe erde mit en flug; deale von dieſeu man dein GOtn ann des ſundels gh r it diß me mtth, daß an fuͤnde thutzuwe bekehret ſih, m mit ewiglih. 166, S. ſo uℳl un daniet ale mit herzen, um. dan dr geß dvaren a 1 d ſtreclic a thut an uns und allen enden, 9 uns, von mutter⸗leib und kindes⸗beinen an, unzehlich viel zu gut und noch itzund ethan. 4 er ewig reiche GOTT wol uns bey unſerm leben ein immer froͤlich herz und edlen frieden geben; und uns in ſeiner gnad erhalten fort und fort: und uns aus aller noth erlöſen hier und dort. Lob, ehr und preiß ſey 6OTT! dem Vater und dem Sohne, und Dem, der beyden gleich im hohen him⸗ mels⸗throne; dem dreyeini⸗ gen GO TT, als Er ur⸗ ſpruͤnglich war, und iſt, und bleiben wird itzund und im⸗ merdar. 167. Ibid. Nin danket all und brin⸗ get ehr, ihr menſchen in der welt, Dem, deſſen lob der engel heer im himmel ſtets vermeldt. Ermuntert euch, und ſingt mit ſchal GOT, unſerm höchſten Gut! der ſeine wundel uͤberall, und groſſe dinge thut. „Der uns vom mutter⸗lei⸗ be an friſch und geſund er⸗ haͤlt, und, wo kein menſch nicht helfen kan, ſich ſelbſt un Helfer ſtellt. Der, ob wir Ihn gleich hoch betruͤbt, doch ech gutes muths die ſtraf erlaͤßt, N Bibliſche Lieder. 105 die ſund vergiebt, und thut uns alles guts.... Er gebe uns ein froͤlichs herz, erfriſche geiſt und ſinn, und werf' all angſt, furcht, ſorg und ſchmerz ins meeres tieffe hin.. Er laſſe ſeinen frieden ruhn in Iſraelis land, Er gebe gluͤck zu unſerm thun und heil zu allem ſtand. Er laſſe ſeine lieb und qut' um, bey und mit uns gehn, was aber aͤngſtet und be⸗ müht, gar ferne von uns ſtehn. „So lange dieſes leben waͤhrt, ſey Er ſtets unſer Heil; und wenn wir ſchei⸗ den von der erd, verbleib Er unſer Theil. Er drucke, wenn das her⸗ ze bricht, uns unſre augen zu; und zeig' uns drauf ſein angeſicht dort in der ewgen ruh. 168. Jeh. I. Unſern. Mittler, GOttes Chriſt, wollen wir beſin⸗ gen, der im anſang bey GOtt iſt, und vor allen din⸗ gen. Der GOTT eelbſt iſt von natur, der zeiten ihr Schoͤpfer, iſt auch der menſch⸗ creatur und des kirch⸗leibs⸗ Töpfer. Alles leben war der menſchlichkeit das finſtre, dem e doch nicht lieb gewonne. E5 Loh g. r D n Jinln me, die s ſch 5 — 7 5 4 4 9 106 Lob und dank ſey Ihm ge⸗ ſagt, daß doch wirs mit freu⸗ den ſehen, und es bey uns kagt im licht ſeiner leiden. 169. Llle. 2. dom himmel kam der en⸗ gel ſchaar, erſchien den hirten offenbar; ſie ſagten ihn'n: Ein kindlein zart das liegt dort in der krippen hart, au Bethlehem, in Davids ſtadt, wie Micha das ver⸗ fündigt hat; es iſt der HErre JEſus Chriſt, der euer aller Heiland iſt. Deß ſollt ihr billig froͤlich ſeyn, daß GOtt mit uns iſt worden ein: Er iſt geborn eur fleiſch und blut; eur Bruder iſt das ewge Gut. „Was kan euch thun die fund und tod? ihr habt mit euch den wahren GOTT: laßt zuͤrnen teufel und die höll! GOtt's Sohn iſt wor⸗ den eur geſell. Er will und kan euch laſ⸗ ſen nicht, ſetzt nur auf Ihn eur zuverſicht: es moͤgen euch viel ſechten an, dem ſey trotz, ders nicht laſſen kan. Zuletzt muͤßt ihr doch ha⸗ ben recht: ihr ſeyd nun wor⸗ den GOtt's geſchlecht: deß danket GOtt in ewigkeit, geduldig, frolich allezeit. Bibliſche Lieder. 170. Matth. 2. In Bethlehem Judaͤa iſt zur zeit Herodis, IEſus Chriſt geboren worden, wie bekannt; die Magi kamn aus Morgenland; Sie zogen in die heilge ſtadt, und fragten, wo ſein bleibens hat der junge koͤnig Canaan, deß ſtern ſie gegen morgen ſahn? Da das der fuͤrſt vernom⸗ men hat, erſchrack er umd die ganze ſtadt. Die prieſter und rabbinen holt, fragt, wo Maſſchiach kommen ſolt? Da haben ſies ihm raus bekannt: Zu Bethlehem im Jud'ſchen land; denn alſ ſagte der prophet, wies im Micha beſchrieben ſteht: Du Bethlehem im Juͤd⸗ ſchen land! biſt nicht der ſchlechtſte landes⸗ſtand, der Feldherr koͤmmt aus die herfuͤr, der mein volk Iſrall regier. 1 Da ruffte der regierend Herr ganz ins geheim die Magier, erkundigte ſich um die nacht, da ſie den ſtein zuerſt betracht. Da zeigt er ihnen Beth⸗ lem an, ſprach: Ziehet hin, und ſuchets dann; und wenn ihrs habt, ſo ſagt mirs am daß ichs auch adoriren kan. Da ſie den koͤnig ausge⸗ hoͤrt, verreiſeten ſie unver⸗ wehrt; und der ſtern, d AIAgBnnn 5 — , kr m nao “ Jen ſn, Andas derfinin Nhat, archte ganzeſſtadt. R. Da haben ſtzit innt: Zu Fathe ſſchen land d der propher, ha beſchrreben. A Bethlehen tland! biſ n Gtſte landes ſe herr könmee je, der mein wt l. a rußfte der ni Hanz ins ge ßier, erkundige acht, da ſe betraht. zeint t imn n, ſpkach! z 1 9 6 ſchetsdam mt we zabt, ſoſſn⸗ s auch ddorde ſee den käniſ verreiſetn ſen z und de je ſahn zuhaus, der gieng dſ den ſtall voraus. Da ſie den ſtern ſahn, ungemein erfreuten ſie ſich, iengen nein; 3 Chor. Wo's kindlein lag auf durrem gras, davon ein rind und eſel aß. Sahn kind und mutter in dem haus; verehrtens erſt⸗ lich, packten aus, und ſchenk⸗ ten ihm, aus ihrer haab, gold, weyhrauch, myrrh'n, als eine gaa. GOtt warnete ſie im ge⸗ ſicht: Beſucht Herodes wei⸗ ter nicht; und zogen einen andern pfad zuruck in ihre vater⸗ſtadt. Die waren weggereiſt, und kaum, ſo hatte Joſeph einen traum, da ihm ein engel ſagte: Sieh, ſteh auf, nimms kind und die Marie, Und nach Egypten zuge⸗ ſuüͤcht't; da bleibt ihr, bis auf mehr bericht; es iſt die hochſte zeit, Herod ſuchts kindlein, und macht's gerne todt. Damit iſt Joſeph aufge⸗ wacht, nimmts kind und mutter bey der nacht, weicht in Egypten, und bleibt ſelt, his baß Herodes aus der Da wars, als wenn der HErr ſo hold aus dem Hoſea ₰ ſagen ſolt: Ich ruffte meinen ſohn nach haus, und holt ihn aus Egypten raus. Da nun Herodes inne Bibliſche Lieder. 107 ward, daß ihn die Magi wie genarrt: ergrimmt er, und that an dem ort ein'n allge⸗ meinen kinder⸗mord; Was in der gegend unm zwey jahr und etwas wenigs drunter war, Hnach der zeit, die er ausgeſpuͤrt, ward ohne ausnahm maſſacrirt. Das war des Jeremiaß ſag, daß im gebuͤrge alles klag, und Rahel ganz un⸗ tröͤſtlich wein', weil ihre kin⸗ der dahin ſeyn. Herodes aber war kaum todt, ſo kam auch ſchon der heilge bot, und ſprach zu Jo⸗ ſeph wiederum: nimms kind und mutter, und kehr um Ins land von Iſrael, kom frey, des kindleins tod⸗feind iſt vorbey. Das that nun Joſeph gar geſchwind, und⸗ gieng zuruck mit weib und kind; Und ſiehe, da kam das geſchrey, daß Archelaus kö⸗ nig ſey, als ſohn und erbe. vom Herod; da furchtete er neue noth; Auf GOtt's befehl in ei⸗ nem traum, fand er in Gali⸗ laͤg raum, und war in Naza⸗ reth zu haus; da gieng aufs. neu ein ſchrift⸗ort aus. P7l. Luc. 2, 25⸗38. Lin mann zu Salem, Si⸗ meon, ein mann von viel religion, ein ehrlich mann, E 6 der 108 der lang geharrt auf das, was Iſrael erwart't; „Der heilge Geiſt hatt' auf ihm ruh, und ſagt' ihm ein⸗ nal heilig zu: Er ſollt nicht aus der huͤtte gehn, eh er den Chriſt des HErrn geſehn. Einmal, in vollem geiſtes⸗ wehn, muß er zum tempel GOttes gehn; und grade koͤnmts kind JEſulein, das bringen ſeine eltern'rein. Da ſtreckt er auch die ar⸗ me aus, nimmts kind, lobt GOtt, und faͤhrt heraus: Daß nun dein knecht im frie⸗ de fahr! genadger HErr! dein wort iſt wahr: Denn dieſe meine augen ſahn ſich dein kleines Hei⸗ landgen an, das du ſo ſicht⸗ bar zugericht vor aller vol⸗ ker angeſicht, Ein licht, das ſich wird offenbarn den weit entfern⸗ ten volker⸗ſchaarn, zu einem unſterblichen ruhm ſeiner leut in dem Judenthum. Und Joſeph und das Jung⸗ fraͤulein, das die mutter zum kindelein, ſtunden da, und erſtaunten gar, was von dem kind geſaget war. Chor.(Chriſtum wir ſollen loben ſchon der reinen magd Marien Sohn!) Und Simeon geſegnet' ſie, und ſagte zur mutter Ma⸗ rie:* Da liegt was, und ſieht in die welt, dran ſich ein theil den kopf zerſchelt von Bibliſche Lieder. Iſrael; den ubrigen hinge⸗ gen hilfts zum auferſtehn. Es iſt ein groß phaͤno⸗ menon; und findet con⸗ tradietion. Wenn dir ein ſchwerdt durchs herz wird fahrn, wird ſich manch herze offenbarn. Da war auch die propßee tin Ann,, die ſieben jahr ſich bey dem mann, darnach im heilgen witwen⸗ſtand, be vier und achzig jahren fand Verließ den tempel ſchon nicht mehr; ſie faſtete und bette ſehr, und zu der hei gen liturgey war ihr tag umd nacht einerley. 172. Luc. 2, 29⸗32. Mit fried und freud ich fahr dahin, in GOt⸗ tes willen, getroſt iſt mit mein herz und ſinn, ſanſt und ſtille, wie GOtt mt verheiſſen hat, der tod iſt mein ſchlaf worden. Das ſtus, wahr'r GOttes Sohn der treue Heiland, den du mich, HErr, haſt ſehen lan, und machſt bekannt, daß Er ſey das leben und heil in noth und auch im ſterben. Den haſt du allen vorge⸗ ſtellt mit groſſen gnaden, zu ſeinem reich die ganze welt heiſſen laden, durch dein theuer heilſam wort an al⸗ lem ort erſchollen. ſcho Er macht Chriſtus, — ͤ —— 1* 172 Lu. 2 299 di ſtid mh fahr dah, willen, gete herz und ſi ſtille, wie G heiſſen hat, w nſchlaf worden Das acht dor GOttes e. te Heiland dan rr, haſt ſehenl 1 hſt bekant, d ¹ 5 den haſtdu ala mit geoſeng mn reich be h en lader, du erheiſam vant ont eiſhhln b 3 1 4 5 4 Er iſt das heil und ſelig licht fuͤr alle heyden, zu erleuchten dies kennen nicht, und zu welden: Er iſt dein m volt Iſrael der preiß⸗ ehr, freud und wonne. s 4 ea). 10. Wie holdſelig ſind doch die fuß! wie iſt ſo freundlich und ſo ſuͤß die ſtimm der lieben prediger, die uns bringen die gute maͤrr Vom fried und von ge⸗ rechtigkeit, von der ſeel'n heil und ſeligkeit, vom ablaß aller miſſethat, den uns Chri⸗ ſtus erworben hat! Da JEſus ſein' juͤnger ausſand, zu predigen, ins Jüdiſch land: befahl Er ihwn fuͤrnemlich das, daß ſie meidten der heyden ſtraß; Inden ſtaͤdten Samarien da ſollt ihr auch nicht predi⸗ gen; ſucht mein' verlohrne ſchaͤfelein erſtlich, die in Iſrael ſeyn. Sagt ihnen, daß kom⸗ men herbey das himmelreich und nahe ſey; macht ihnen ihr kranken geſund, loͤſt auf der ſtummen jhren mund, Die ausſatzigen machet rein, treibt teufel aus in ih⸗ rer g'mein, die todten ihr aufwecken ſollt; nehmt da⸗ für weder geld noch gold, Denn ihrs umſonſt em⸗ pfangen habt. Wenn ihr Bibliſche Lieder. 109 nun kommt in eine ſtadt, ſo fragt, wer deß moͤg wüͤrdig ſeyn? bey dem ſo bleibt und kehret ein... Bald ihr werdt in ein haus eingahn, ſo gruͤßt, und biet't den fried ihnen an: wo des die leut nicht wurdig ſeyn, kehrt der fried wieder zu euch ein. Wer euch in ſtadt oder im haus nicht annimmt, ſo geht wieder draus: ſchuttelt den ſtaub von eurem fuß, weil das ein Sodoma ſeyn muß. Ich ſende euch wie ſchaͤſe⸗ lein unter die woͤlf; drum ſollt ihr ſeyn wie ſchlangen klug, doch ohne falſch, ſimpel wie tauben handeln all's. Seht euch wohl fuͤr den menſchen fuͤr! oft werdet ihr verklaget hier, und muͤßt dann fuüͤr die obrigkeit, die ſchulen thun euch auch viel eid. Doch ſollt ihr gar kein ſorge trag'n, wie und was ihr ſollt red'n und ſag'n: mein Geiſt wird ſeyn in eu⸗ rem mund und fuͤl euch reden zu aller ſtund. Und haßt euch denn gleich jedermann, iſt euch um mei⸗ netwillen gram. Wer ans end wird beſtaͤndig ſeyn, der ſoll ſeyn ein mit⸗erbe mein. Treiben ſie euch aus einer ſtadt, von dannen in ein an⸗ dre gaht: was ſie dem Mei⸗ ſter han gethan, wird man ſeinen zuͤngern nicht erlahn. Welcher 110 Welcher mich fuͤr den menſchen frey bekennt ohn alle furcht und ſcheu, den will ich vor dem Vater mein bekennen, und ſein zeuge ſeyn. Wer mich aber hier nicht bekennt, und ſich doch mei⸗ nen juͤnger nennt: der muß ſich, vor dem Vater mein und den engeln, mein'r auch ver⸗ zeihn. Das iſt die recht' in⸗ ſtruetion, die ſein'n juͤngern gab GOttes Sohn, da er zu predgen ſie ausſand, erſtlich in das Juͤdiſche land; Darnach koͤmmt der Hei⸗ lige Geiſt, in alle welt er ſie gehn heißt, und verkunden ſein goͤttlichs wort, auch den heyden an allem ort. Drum danken wir dir, o HErr Chriſt, daß du in das fleiſch kommen biſt, haſt uns dein wort auch kund gethan, hilf, daß wir uns nun hal⸗ ten dran. 174. As Chriſtus mit ſeiner lehr verſammlet' ein kleines heer, ſagt' Er ihm, daß's mit geduld ſein ereutz Ihm nach⸗ tragen ſollt; Sprach: O lieben jün⸗ ger mein, ihr ſollt allzeit munter ſeyn, nichts auf erden lieben mehr, als mich und all meine lehr. Bibliſche Lieder. Die welt wird euch uͤbel thun, anlegen viel ſpott und hohn, umjagen und ſagen 5 daß der teufel in euch ey. Wenn man euch laͤſtert und ſchmaͤht, meinethalben ſchilt und ſchlaͤgt; ſo ſeyd froh, denn euer lohn iſt be⸗ reit vor GOttes thron. Seht an, ich bin GOttes Sohn, und hab allzeit wohl⸗ gethan, ich bin ie der aler⸗ beſt, noch macht ſie mits trefflich veſt. Weil ſie mich ein'n boͤſen geiſt, ein'n argen verfuͤhler heißt, und mir allzeit widet⸗ ſpricht; ſie ſchenkts euch auch freylichnicctht.. Jedoch fuͤrchtet nicht ein mann, der nur den leib tod: ten kan; ſondern den ewi⸗ gen GOtt, der macht zu bet⸗ dammen hat. ĩ.. Der probirt euch, wie das gold, iſt euch als ſeiwn kin dern hold: ſo ihr bleibt in meiner lehr, verlaͤßt er euch nimmermehr. Ich bin euer, ihr ſeyd mein, wo ich bin, da ſollt ihr ſeyn. Wer euch plagt, der plagt mein aug, weh denn ihm an jenem tag! Euer elend, angſt und pein, wird euch dort eim freude ſeyn, und die ſchand ein preiß und ehr vor allem himmliſchen heer. Die gpoſtel nahmens an und lehreten jedermamn V wer. 1 och mach inn argen w nd mir alee ſie ſchenttzan nicht. hfürchtetne⸗ eer nur deſe ; ſondern d itt, der mah hat. vobirt euche euch als en d: ſo iht ehr, vetlate ſir. in euer, ir ich bin,da h elend, anhit ld euch dale n, und die ter und eht bok en heel. neint O nam: dein koͤnigreich er⸗ t nhelne: dein will der mach uns zahm; gieb brod: ver⸗ gieb die ſuͤnde: kein arg's das herz entzunde: rett uns wer dem HErrn nachfolgen wollt, daß er deß gewarten ſollt. 175. Luc. I1. Vater der Gemeine! geheiligt werd dein vom boͤſewicht. 176. Luc. 12, 37* 40. Mollt ihr euch nun, o ihr liebe Chriſten, auf des JEſu zukunft ru⸗ ſten; ſo dedenket fruͤh und ſpat dieſen meinen rath. Laſſet ſeyn umgurtet ente lenden, und die lichter bren⸗ nen in den haͤnden: opfert 6Ott, dem hoͤchſten Gut, euer fleiſch und blut. Dhut mit luſt, was euch zu thun gebuͤhret, und wie euch des HErren wort an⸗ ‿☛ Kupon Jö) 4 führet: wer dis brauchet, als ein licht, der wird irren nicht. Send den menſchen gleich, die alle ſtunden werden wa⸗ cker und bereit erfunden, daß, wenn ihr herr klopfet an, ihm werd aufgethan. „Selig, ja, recht ſelig ſind die knechte, die ſtets ſuchen ſel nhwant alles fein zurechte, die, wann ten ſhann 1 Bibliſche Lieder. 111 ihr herr bricht herein, nicht im ſchlafe ſen)y. Wahrlich, er wird ſie zu tiſche ſetzen, und ſelbſt war⸗ ten auf, ſie zu ergetzen, er wird ihnen nach gebuͤhr ſpei⸗ ſe tragen fuͤ. Alſo, wie ihr oͤfters habt vernommen, wird der Men⸗ ſchen⸗Sohn auch ſchnelle kommen, da ihrs haͤttet nicht gedacht; drum merkt auf, und wacht! Hilf, HErr JEſu, daß wir alle wachen, und all⸗ augenblick uns fertig ma⸗ chen, daß wir vor dir wohl beſtehn, und in dein reich gehn. 177. Matth. 21, 31. ſqgq. O?E hat einen wein⸗ berg gebaut, und ihn den Leviten vertraut: ge⸗ macht mit ihnen ein ſolch ge⸗ ding, daß er von ihnen fruͤcht⸗ empfing. Zu dieſen ſand er ſeine knecht, aber ſie handelten unrecht. Zuletzt ſandter auch ſeinen Sohn, ob ſie doch wollten treulich thun. Aber ſie ergriffen den Sohn, und, nach viel mar⸗ ter, ppott und hohn, ſtieſſen ſie Ihn zum garten naus, todbten Ihn ſchmaͤhlich überaus.. Ihr rath bracht ihn'n da kein'n gewinn, was ſie hoß⸗ en 1 12 Bibliſche Lieder. ten, das fehlte ihnen: ihr frevel ward ihn'n nicht ge⸗ ſpart, wie ſichs denn bis heut offenbart. Alſſo verwuͤſſtet er ihr haus, und theilt ſeimn'n weinberg andern aus: die gaben ihm des glaubens frucht, ſo viel ihr bloͤdigkeit vermocht. Jeu7 S.ers ranh a JEſus GOtt's rat D erkannt, wich Er zu der wuͤſten in die ſtadt Ephrem genannt, davon ſie nichts wuſten: blieb da ein kleine zeit mit ſeinen zwoͤlf boten, denn oſtern waren nicht weit das paſſah zu braten. Da die zeit kam, daß Er ſollt hingenommen werden, als ein Laͤmlein ohne ſchuld, zum opfer auf erden, macht ſich JEſus auf die bahn, ei⸗ lend und behende, ſich zu opfern auf dem plan in der Juden haͤnde. Weil nun viel volks mit Ihm gieng, rief Er ſeinn zwoͤlf boten, ſagt ihn'n heim⸗ lich alle ding, wie daß Er verrathen, veracht't, ver⸗ hohnt und verſpeyt, mit geiſſeln geſchmiſſen, verur⸗ theilt aus haß und neid, ſein blut wuͤrd' vergieſſen, Endlich ſterben, nach der ſchrift, und begraben wer⸗ den, und ſeyn wid'r des ſa⸗ tans gift ein arzney auf er⸗ den; auferſtehn vons todes noth an dem dritten mor⸗ gen: aber der ſinn dieſer wort war ihn'n noch ver⸗ borgen. Sechs tag vor dem oſter⸗ feſt kam IEſus gegangen und ward zu Bethania von Martha empfangen: die richtet Ihm ſleißig zu en ſchͤn abend-eſſen, daß Er ſolt in Simons haus mit Lazaro eſſen. Da Er nun am tiſche ſaz ian ſehr muͤd allenthalben, kam Maria bracht ein glas vol⸗ koͤſtlicher ſalben, goß ſie auf ſein heiligs haupt und amf ſeine fuͤſſe, und weil ſie von herzen glaubt, ward ihr das l werk ſüſſe. 179. Die Paſſion. JESu leiden, pein und nun ₰ tod, JESl tieffe wun u den, haben menſchen, die nut koth, heilſamlich verbundenlt Menſchen, ſchafft die ſuͤnde ab! wir ſind Chriſten wot. itu grab in der engel orden. JESuS in den garten gieng, traurig an geberdem mit gebet das werk anftenge kniet auf die erden: ſeine ii den, ſollen kommen aus den ſeel bis an tod heftig wa betrübet. Schau, inwa fuͤr groſſe noth Er fuͤr dih ſich giebet! ha an 8 4Er tun ang vid alents la bracte er ſale g heiligs haune fuiſſe und wi 5 9 M Die pafn Olt biden, d, JEol h aben menſe heilſamlichte ſchen, ſchaft vir ſind Cheße ollen kommae n der engel „SuiS in w trauvig an det das wett auf die eldn, S an dod ſ 1 Bibliſche nicht waget. Mit gebet ſang alles an, wenn es ſoll gelin⸗ gen, ſey nicht ein vermeßner mann in ſo ſchweren dingen. JESuM den der engel chör unverwandt aufwar⸗ ten, den zu ſtaͤrken kam her⸗ vor ein engel im garten. Wenn koͤmmt meine letzte zeit, dein engel mich ſtäͤrke, damit ich im letzten ſtreit todes⸗angſt nicht merfe. Falſche zeugniß, hohn und ſpott, ſpeichel auch der knech⸗ te leidet der vielfromme 6Ott, der allein Gerech⸗ te. Und du ſundige geſtalt, willſt zu todt dich haͤrmen, wenn verfolgung und ge⸗ walt auch auf dich losſtuͤr⸗ me! ſchreyt des volkes ganzer hauff: weg, nur weg ans creutze! Nicht nur Judas, ſondern ich, und die miſſetha⸗ ten haben unbarmherziglich meinen GOtt verrathen. JESlls ſein creutz ſel⸗ ber traͤgt/ dran man Ihn will heften; Simon, dems auch aufgelegt, traͤgt mit allen kraͤften, doch gezwungen ſolchs er faßt. Gib, HErr, kraft und gaben, ſo will ich ein theil der laſt ungezwun⸗ gen tragen. JESu, deine beyde haͤnd und auch deine fuͤſſe, alle biere fuͤr vier end aller er⸗ den buſſen. Hier iſt gar Lieder. 113 kein unterſcheid unter Jud und Turken, gnade allen iſt bereit, wo dein geiſt darf wirken. b JESu, unter deinem creutz ſtehe ich und weine, der ich ſehe deine beitz vom haupt auf die beine. Wenn der boͤſe Jude kan keinen Heiland leiden, ſo will ich ſein unterthan ſeyn mit alen ſreuden. Er nahm alles wohl in acht, in der letzten ſtunde, ſeine mutter noch bedacht, ſetzt ihr einen vormunde. O menſch, mache richtigkeit, GOtt und menſchen liebe, dann ſchlaf ein ohn alles leid, und dich nicht betruͤbe. JESus dem das para⸗ dies offenherzig ſchenkte, mit ein'm ſchwur ihm das vel⸗ hieß, der nur ſorach: ge⸗ denke! Denk, o menſch! und bitte GOtt, daß er dein gedenke, in ſo vielfaͤltiger noth linderung dir ſchenke. JESus alles hat voll⸗ bracht, was nur von prophe⸗ ten lange vorher iſt geſagt, nichts mehr iſt vonnoͤthen. Weine nicht, nur Chriſti werk haben all's erworben; wenn der troſt mich nicht geſtaͤrkt, waͤr ich laͤngſt ver⸗ dorben. „Ass ein Roͤmiſcher ſoldat JESuM in die ſeite mit ein’m ſpeer geſtochen hat; da ſahen viel leute, wie das blut und waſſer rann run⸗ ter ——— 114 ter auf die erden, wodurch beydes weib und mann ſol⸗ len ſelig werden. JESll, du ließt in der erd deinen leib begraben. Laß, was ich begraben werd, ſelge ruhe haben: ſo werd ichHErr IEſu Chriſt, durch dein kraft und wunden, wenn es deine ſtunde iſt, ſicher wie⸗ der funden. *. „JESuß ſelig werd ich ſeyn, ich bins ſchon durch hoffen, weil ich von der fuͤn⸗ den⸗pein, ſo mich ie betrof⸗ fen, durch dein blut erloſet bin: Theure, theure ſchatze, daran ich mit herz und ſinn ewig mich ergetze!. JESll! deine paſſion iſt mir lauter freude, deine wunden, kron und hohn mei⸗ nes herzens weide: meine ſeel auf roſen geht, wenn ich darauf deute: in dem him⸗ mel eine ſtaͤtt auch fuͤr mich bereite.. JESul! der du wareſt todt, lebeſt nun ohn ende; darum ich in aller noth nir⸗ gend hin mich wende, als zu dir, der mich verſuͤhnt, o mein trauter HErre! gib mir nur, was du verdient, mehr ich nicht begehre. 180. Cbriſtus, der uns ſelig macht, kein boͤs hat be⸗ gangen, der ward mitten in der nacht, als ein dieb ge⸗ fangen, gefuͤhrt vor gottloſe Bibliſche Lieder. leut und faͤlſchlich verklagen verlacht, verhoͤhnt und ver⸗ ſpeyt, und zu tod geplaget. Um Sechs uhr zur mor⸗ genzeit ward Er unbeſchei⸗ den, als ein ſeind der ohrig⸗ keit, gefuͤhrt vor den heyden der Ihn unſchuldig befand, ohn urſach des todes, Ihn derhalben von ſich ſandt zum koͤnig Herodes. Um keun ward der Got tes⸗Sohn mit geiſſeln ge⸗ ſchmiſſen, und ſein haupt mit einer kron von dornen zerriſſen, gekleidet zu hohn und ſpott, ward Er ſehr ge⸗ ſchlagen, und das ereutz zu ſeinem tod muſt Er ſelber ragen. Mittags ward Er nack und blos an das creutz ge⸗ ſchlagen, an dem Er ſein +½— - „ E 1Tn E E blut vergoß, betet mit wei⸗ Blli klagen: die zuſeher ſpotteten ſein, auch die bey Ihm hiem⸗ gen, bis die ſonn auch ihren ſchein entzog ſolchen dingen JESus ſchrie zur Drit⸗ ten ſtund, klagte ſich verlaß⸗ ſen: bald ward gall in ſei⸗ nen mund mit eſſig gelaſſen da gab Er auf ſeinen geiſte und die erd erbebet, des teu⸗ manch fels zerklebet. Da man hat zur veſper zeit die ſchaͤcher zerbrochen ward JESus in ſeine ſeit mit ein'm ſpeer geſtochen das hat ein kriegs⸗knecht gethan, die ſchrift zu efut ———õ——eüJ pels vorhang zerreißt, unnd der. Ind füch d 1 Keun van Sohn mi gi 11 ſen, und ſa iner kon un ſen, geflede pott, ward g en, und din 1 tod uaſg ¹ itttags vand los an dasa 2, ah den— exgoß, dete genommen, h Sidiſcher art in ein glab ge⸗ kragen, allda mit hutern ver⸗ wahrt, bis nach dreyen ta⸗ len: blut und waſſer ſahe man aus der ſpalte quillen. Da der tag ſein ende nahm, der Abend wal kom⸗ men, ward JESllS vom cleutzes ſtaum durch Joſeph erllich nach en. — O hilf, Chriſte, GOttes Sohn, durch dein bitter lei⸗ den! daß wir dir zu einem lohn uns darinnen weiden: deinen tod und ſein urſach fruchtbarlich bedenken, da⸗ ur, wiewol arm und ſchwach, dir dank⸗opfer ſchenken. 181. Ja JESus an dem reutze ſtund, und Ihm 1 unfn : die ufeuan Kunlb ds be) uch die beyog ſc 71 s ſ 4 die F d die ſonn an die I 11 entzog ſolchenn 1 SulS ſchrieg. ind niteſſg Er auf ei 3 thang zeri fels zertle ESnS vm ſceer gi t ein kriegb de iheſn 1 1 1 ——— tracht't mit ſtillem herzen. beute ſeyn mit mir i eute mir im Paradeiſe. Bibliſche Lieder. 115 Zum Dritten, gebet fleiſ⸗ ſig acht, wie Er ſein haus noch hat bedacht: weid, ſieh, dein ſohn, da iſt er; Johannes, nimm deiner mutter wahr; das erſte Creutz⸗Geſchwiſter. Das Vierte wort, das un⸗ ſer Fuͤrſt am ereutze ſprach, das war: Mich duͤrſt; die zunge lechzt vor ſchmerze um unſere gerechtigkeit. Nun labt ſichs liebe Herze. Denkt aber auch der bit⸗ tern ſchmach, darunter un⸗ ſer Heiland ſprach, bey laͤ⸗ ſtern ohne maſſen, das Fuͤnf⸗ te wort: Mein GoTe! mein GGTo! wie haſt du mich verlaſſen! Das Sechſt war gar ein kraͤftig wort, das mancher ſunder hat gehort aus ſein'm goͤttlichen munde: E iſt vollbracht! was? un⸗ ſer heil; wodurch? durchs blut der wunde. Zum betzten ſprach In⸗ manuel: Da, Vater! haſt du meine ſeel inzwiſchen zußuheben; und damit war der leichnam todt, die ſeel im ewgen leben. Wer GOttes Mart'r in ehren hat, und wem der Helland gibt die gnad, im herzen zu bewegen, die ſie⸗ ben evangelſchen wort'; hat einen edlen ſegen. 132. Joh. 116 182. Joh. 19, 3 3. ſqg. As der betrubte tag zu ende kommen, an dem das Licht der welt von uns genommen, bekummert ſich ein frommer aus den rei⸗ chen um IEſus leichen. Und da man dann nach leichen⸗tuͤchern ſiehet; hat ſich der mann um ſpecerey bemuhet, der vorhin, bey ge⸗ heimer naͤchte ſtunden, JE⸗ ſum gefunden. Der legt bethraͤnt die halb⸗ erſtarrten glieder, die jener ſalbt, auf reines leinwand nieder; der hift in myrrh'n und unbeſleckte binden den koͤrper winden. Ein neues grab, ſehr koͤſt⸗ lich anzuſchauen, in einem fels durch harten ſtahl ge⸗ hauen, das keine leich vor⸗ hin hat angeſtecket, kein ſtank beflecket: 1 In dieſes wird der erden Furſt getragen, weil feſt und nacht bequem're ruh ab⸗ ſchlagen; ſie laſſen ſich auch keine muͤh verdrieſſen, die gruft zu ſchlieſſen. Indem der ſtein wird vor das grab gewelzet, ſteht Magdalen, die faſt in thraͤ⸗ nen ſchmelzet, Maria ſelbſt, die IEſum hat verlohren, den ſie gebohren. Die frauen ſtehn, die Ihn bisher begleitet, und ſehen, wie ſein ruh⸗bett wird be⸗ reitet, bis ſie die ſabbaths⸗ Bibliſche Lieder. nacht, die einher dringet 4 nach hauſe zwinget. Der du zur ruh dich nach der angſt begeben, laß meine ſeel durch dich in ruhe ſchwe⸗ ben, wenn man dis ſleiſch nach uͤberſtandnen plagen ins grab wird tragen. 183. Joh. 20. Mit ſreuden wollen wir ſingen, reden von fto⸗ lichen dingen, wie ſich Cher⸗ ſtus, nach ſeinem tod, ſeint kirch offenbart hat. Weiber, betrubt allet halben, gingen fruh JEſun ſalben, kamen, da ſein grah ofſen war, funden da zwean engel ſehr klar. 1 Maria wandt' ihr ange⸗ ſicht, ſah JEſum ſtehn und kannt' Ihn nicht; Er ſragt — — 8 4 ſie, ſprach: Wen ſucheſtdi und warum weineſt du alſo Sie ſprach: Mein heut weißſt du davon? ey ſag, wo haſt Ihn hin gethan? viu will ich Ihn nehmen zu mt denn nach Ihm ſteht all mein begier.. Er ſprach: Taria!(twie ſie hieß) und ſie: Meiſter! du biſt's gewiß; fiel niedet zu ſeinen füſſen, wollt ſie Ihm, wie vormals, kuſſen. Da ſie, ſamt andern dieſe ding ſein'n jungern zu vel⸗i kundgen ging; da kam JE it ſus und gruͤßte ſie, und ſie fielen auf ihre knie: Griffen 183 Jäh. 20 kreuden var gen, leden e mgen, wieſt o ſeinen enbaut hat. eer, bettült gingen ſtue amen, daſt i, funden N e klal. ia wandt ie JEun ſ on nicht, g h: Wen ſa um weineſtn brach: Ma⸗ 1 davon! Ihn hingei ihn nehaen ch Ihu ſ jer. ich: Ian und ſie: gewiß; flln füſſen,nec vormalh ſamt anden in jungetn an zing; diim. rüßte ſe,u ihre ie 16. G” Griffen mit furcht ſeine fuͤß an, und Er ſprach: Nicht ſeyd ſo furchtſam! ſondern geht, ſagt meinen brudern frey, 4 ich vom tod er⸗ anden ſey.. 6 gingen bald und ſaͤum⸗ ten nicht, ſagten ſein'n jun⸗ ern die geſchicht; die aber glaubten ihnen nicht, bis Er auch kam vor ihr geſicht. 184. Matth. 28.. Jes morgens fruͤh am + dritten tag, weil noch der ſtein am grabe lag, er⸗ ſtund Er frey, ohn alle klag, Hallelujah!. Ein engel ſtieg vom him⸗ mel herab, und thaͤt den groſſen ſtein vom grab, welchs den hutern ein ſchre⸗ cken gab. Da Er alſo das glab auf⸗ brach, bald ein groß erdbe⸗ ben geſchach, das den hutern ein ſchrecken macht'. Der engel ſetzt ſich auf den ſtein, ſein kleid war weiß, ſein antlitz ſchein, gleich wie der blitz, ganz hell und rein. Da kamen weibes⸗bil⸗ der dar, wurden des engels auch gewahr, und entſatzten ſich ganz und gar. Der engel ſprach: Ey fürcht’t euch nicht, denn ich weiß wohl, was euch ge⸗ bricht: ihr ſucht JEſum, tindt Ihn hier nicht; Bibliſche Lieder. 117 Er iſt erſtanden von dem tod, hat uͤberwunden alle noth; kommt, ſeht, wo Er gelegen hat. Sie gingen furchtſam in das grab, indem da ſaß ein andrer knab, deß glanz ihn'n auch erſchrecken gab. „Da ſagten die engel zu ihn'n: Den ihr ſucht, der iſt ſchon vorhin, in Galilaͤa ſindt ihr Ihn. Denkt, was Er euch geſa⸗ get hat, wie Er wuͤrd aufer⸗ ſtehn vom tod; und wißt, daß ſichs ergangen hat. Geht hin, und ſagt ſein'n jungern frey, daß Er vom tod erſtanden ſey, und den⸗ ket ſeiner wort dabey. Die weiber folgten dieſer lehr, und ſagten dem betrub⸗ ten heer, wie IEſus wegge⸗ tragen waͤr. Doch glaubten diß die junger nicht, weil ihnen die⸗ ſe wahre geſchicht noch nicht recht kam vor ihr geſicht. Nun bitten wir dich, JE⸗ ſu Chriſt, weil du vom tod erſtanden biſt, verleihe, was uns ſelig iſt. O mach unſre herzen bereit, anzunehmen deine wahrheit, ohn alle eigenſinnigkeit. Damit wir, von ſuͤnden gefreyt, deinem namen ge⸗ benedeyt frey moͤgen ſingen allezeit: Hallelujah! 187. Mare. 185. Marc. 16. Am ſabbath fruͤh Marien drey kamen zum grab mit ſpeeerey, als itzt der helle tag anbrach, und man die ſonn aufgehen ſah, Halle⸗ lujah! Wer waͤlzt uns von des grabes thuͤr den groſſen ſtein, der liegt dafur? alsbald ſie aber kamen dar, der ſtein davon gewelzet war. Da giengen ſie zum grab hinein, nnd ſahen drinn die engelein im grab ſitzen zur rechten hand, in einem lan⸗ gen weiß'n gewandt. Sie ſehr erſchracken vor dem g'ſicht, der engel ant⸗ wort't: Fuͤrcht't euch nicht: ihr ſuchet den gecreutzigten Chriſt, vom tod Er aufer⸗ ſtanden iſt. Da ſehet her, da iſt die ſtatt, an welcher Er gelegen hat. So geht nun hin, und ſagts von ſtund ſeinen jungern, und thuts Petro kund.. In Galilaͤam heißt ſie gahi⸗ da will der HERNR ich ſehen lahn: zum grab ſie giengen ſchnell heraus, da kam ſie an ein furcht und wranst danken dir, H Wir danken dir, HErr IEſu Chriſt, daß du vom tod erſtanden biſt, und haſt zerſtoͤrt ſein g'walt und Bibliſche Lieder. macht, und uns das leben wiederbracht, Hallelujah! 186. Geſch. 2. Ans JEuus Chriſtus Go tes Sohn, in ſeiner leib lichen perſon, zu ſeinem Ba ter auffahren wolln ſagt E den Seinen unverholn: Ich geh zu GOttes Ma⸗ jeſtaͤt; ihr aber geht nicht aus der ſtatt', bis euch z⸗ vor himmliſche kraft beſt⸗ tigt zur ritterſchaft. Die juͤnger glaubten die ſe wort', blieben verſamnte an ein'm ort, eintraͤchtlic nach chriſtlicher weis, bebten andaͤchtig mit fleißs. Nach oſtern am funi ſten tag, den man den pfndit tag nennen mag, neun tag nach Chriſti himmelfahit ward ihnen groß ding or fenbart. Des morgens um die diit te ſtund, well ſie bet'ten aus herzens grund, kam der Heil ge Geiſt in das haus ald ein ſturm⸗wind mit gebrausz „Saß auf jeglichen unte ihn'n, gab ihnen all'n recht⸗ ſchaffnen ſinn, daß ſſe all fonderlicher gnad, ruͤhmten GOttes wunder⸗that. Auf dieſen ſturm lief vie volks zu, und ſie, die jungen redten nu, mit neuen zungen groſſe ding, das vielen i herzen ging. b Del⸗ —— * ne — ‧E ·= = — E—— E — der. wund ung e ſlach Anda perſon, fein fahren waa einen unteng geh u Gd lie feri tritterſcht i mit ſii h oſtern ang den mande nen mag, ehriſti hime ihnen großi morgens un * , weil ſie bir cer anad,W wunderahe, diafa und ſie — — — — — — — — en mitgeumm za 3 Bibliſche Lieder. Derhalben ſprachen etli⸗ che: i maͤnner ſind von Galilä, wie reden ſie in un⸗ ſrer ſra 7 groſſe ding', ohn gebrech? 1 Oe Juͤden ſprachen: Ihr ſeyd voll, wir hoͤren unſre ſprache wohl; Petrus aber, voll GOttes kraft, gab ihn'n freudig rechenſchaſft. Nahm wort vor ſich aus Joels buch, und aus dem pſalter manchen ſpruch, red⸗ te, das durch viel herzen drang, und ſie alſo zu reden zwang.. O lieben bruder, rathet zu, wie wir kommen zur tt, an rechten ruh? wir finden bey 442 uns nichts denn und, ſagt, wer uns davon entbindt? Petrus ſprach: Aendert euren ſinn, und wendet euch zu IEſu hin: bekennt Ihn auch mit eurem mund, laßt euch tauffen auf ſeinen bund. Sie thaten, wie ihn'n Petrus vieth, wandten von ihrem boſen tritt, glaubten „ und empfingen die tauff, lieffen einen ſelgen lauff. Ey uu verleih, Heiliger Geiſt, daß wir uns halten allermeiſt nach dieſer erſten kirchen⸗weis, dir, GOtt, zu lob, ehr und preiß. 187. Her Heilge Geiſt vom himmel kam, mit brauſ'n as ganze haus einnahm, 1 d u darinn die zunger ſaſſen, ng. 119 GOtt wollt ſie nicht ver⸗ laſſen. 1 Der zuͤnger zungen feurig warn, das wort kont brun⸗ ſtig heraus fahrn; der Geiſt ſaß auf ihn n aheen, ihr herz vor freud thaͤt wallen. Sie predigten mit man⸗ cher ſprach, durch GOttes Geiſt wunder geſchach, viel voͤlker das wort hoͤrten, und ſich zum HErrn bekehrten. 188. Apoſt. Geſch. 2. Da eben itzt der pfingſt⸗ tag war, ſo war bey⸗ ſamm'n die ganze ſchaar; auf einmal ſo entſtund ein braus, ein wind, der fuhr durchs ganze haus.. Und uͤber ihnen ward ein ſchein, als waͤren's feuer⸗ flaͤmmelein, die ſah man, wie ſie ſo da warn, auf jeden eins hernieder fahrn. Und damit wurden ſie zu⸗ mal voll Heilgen Geiſts, und redten all, ein jedes in dem digleet, wo ſie der Geiſt da⸗ zu erweckt.. Nun waren maͤnner in der ſtadt von Juͤdiſchem in⸗ digenat, und was ſich ſo zum tempel haͤlt, aus allen ge⸗ genden der welt. Kaum gehts geſchrey von dem verlauff, ſo iſt der ganze hauffe auf, der wird be⸗ ſturzt, denn jedem deucht, es wird in ſeiner ſprach ge⸗ zeugt 5 4 Den 120 Den leuten wird ganz grauſerlich, und ſagen druͤ⸗ ber unter ſich: Seht nur die Galilaͤer an, ob nicht ein jeder Parthiſch kan? Was Parthiſch? Mediſch reden ſie. Nein, Elamitiſch hoͤr ich hie. Ich hoͤr Me⸗ ſopotamier: ich aber Cap⸗ padocier. Ich Pontiſch: Joniſch dunkets mich. Pamphy⸗ liſch: Phrygiſch hoͤre ich. Egypt'ſch: der Lybier ſpricht nein, es duͤnkt mich Chre⸗ naiſch ſeyn. Der Juüd und proſelyt von Rom, der ſpricht, er hat Latein vernomm'. Der Cre⸗ tiſch, jener ſonſten was; den Galilaͤer argert das. Und wenn der ein' auf einer ſeit zum andern ſaget: O ihr leut! was wunder GOttes höore ich in meiner ſprach ſo eigentlicnth Und alle andre wirklich ſtehn, und denken: GOtt! was will geſchehn? Sie ſind voll, denkt der Galilaͤr; ich hoͤre Judiſch und nichts mehr. Da trit dann Simon Pe⸗ trus hin, die Elfe die umge⸗ ben ihn, erhebt die ſtimm vor jedermann, und fangt in allen ſprachen an. Jeruſalaims burger all, und alle Juden uͤberall, es ſey euch hiemit kund ge⸗ macht, gebt wohl auf meine rede acht! Bibliſche Lieder. Die nationen ſind nichtn voll, wie's euch vermuthlich H deuchten ſoll; es iſt gewſ erſt fruͤh um neun, da trint man ſich noch nicht voll wein Was ihr da wunderbates ſeht, iſt, was im ſeher Iyel ſteht: Die letzten tage ſprict der HErr, geb ich von mei nem Geiſte her; Ergieß ihn auf die ettg tur, ſo daß nicht eure ſohne nur, nein, auch die magd⸗ und knaͤbelein propheten on und ſeher ſeyn; Die aͤltſten ſollen traͤume han; und von demſelben g a ge an geht aus von mit enun Heilger Geiſt, der knechtund un maͤgde zeugen heißt. 189. ss ſtehn vor GOttes thto⸗ ne, die unſre diener ſind der in ſein'm lieben Sohne liebt aller menſchen⸗kinde daß Er auch nicht der eins veracht't will hab'n, tie klein es auch jemals iſt ge⸗ bohrn. Matth. 19 10. Sie ſehn ſein angeſichten und hab'n in guter achte was Er ihn'n auszurichten befiehlet tag und nacht; da ſind die lieben engel ge⸗ ſchwind, reg'n ihre ſluͤgel i fahren hin und her. * Pſ. 103, 20 Wo Chriſten⸗leute woß nen in haͤuſern groß und klein, da ſie ſelber nicht koͤn nen fuͤr feinden ſicher ſähn —ÿ— —y — 4 — — — ratan n da wird ein engliſch lager jten uanen um ſie her aufs ſclagen, i um ,a mit ſteter hut und wach. füh um rena mit ſteter h ſic nochnnden zu. uatm ſi nas i uſtn bewahren di han e den engel muſtn bewah Cl ge hn Iacob ſah auf den lettern Geſſe ſe Aetbri 8 klettern kgieß ihn uff auf und ab, alle voll. 1 daß nicht a* Moſ. 19,1.*reap. 22/11. Mwein, auhi Elias war entſchlafen ein näͤbeleingune engel weckt ihn auf⸗, Eliſa eher ſeyn; kriegt zu ſchaffen, viel engel ſe altſen oln warten drauf“*: erſchienen und von den auch den hirten**r, und jgeht aus ur groſſe freude lehrten, wie ger Geiſtdeß Chriſt gebohren war. de zeugen hiß*I Kon. 19,7.*†2 Kon. 5,17. rrx Luc. 2, 9. 189 Bey dieſes kindes miegen ſiehn vor cor der Joſeph ſchlafen lag, ein e, die unſtenn feind wollt ihn bekriegen, ein n ſeinm in engel es ihm ſagt“*, zog mit — — — — aler meihe in fremde lande. Das ſoll er auch nictt in ſeinem ſtande glaͤnben ein het wil ſä jeder Chriſt. es auch ecckk Matth. 2, 13. . i Auch Lazaro, dem armen, e ſehn eine wenns nun zum ſcheiden hadn in ae kömmt, hat GOtt, der ſich Er ihnn ar erbarmet, ſchon engelein* let tag undme beſtimmt, die ihn gen him⸗ die leter mmel bringen; deß laßt uns 9 zalle ſingen ewiges lob und d, reg'nilhleſtt ebnie preiß.* Luc. 16, 22. T 190 HEhritereln 1109 2 n haͤuſetn g.8. aue aSTſt GOT für mich, ſ 1153 trete gleich alles wider Bibliſche Lieder. in vorm opfer⸗meſſer⸗ſchlag: 121 mich. So oft ich ruf und bete, weicht alles hinter ſich. Hab ich das Haupt zum freunde, und bin geliebt bey GOtt; was kan mir thun⸗ der feinde und widerſacher rott? Nun weiß und glaub ich veſte, ich ruͤhms auch ohne ſcheu, daß GOD der hoͤchſt und beſte mein Freund und Vater ſey, und daß in allen faͤllen Er mir zur rechten ſteh, und daͤmpfe ſturm und wellen, und was mir brin⸗ get weh. Der grund, wo ich mich gruͤnde, iſt Chriſtus und ſein blut: das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem leben iſt nichts auf dieſer erd: was Chriſtus mir gegeben, das iſt der liebe werth. Mein JESllS iſt mein ehre, mein glanz und ſchoͤn⸗ ſtes licht: wenn Der nicht in mir waͤre, ſo duͤrft und köͤnt ich nicht vor GOttes augen ſtehen, und vor dem ſtrengen ſitz; ich muſte ſtracks vergehen, wie wachs in feuers⸗hitz... Der der hat ausgeloͤſchet, was mit ſich fuhrt den tod: Der iſts, der mich rein waͤ⸗ ſchet, macht ſchnee⸗weiß, was iſt roth. In Ihm kan ich mich freuen, hab einen hel⸗ den⸗muth, darf kein gerichte cheuen wie ſonſt ein ſuͤnder ut. F Nichts, 122 Nichts, nichts kan mich verdammen, nichts nimmet mir mein herz: die hoͤll und ihre flammen die ſind mir nur ein ſcherz: kein urtheil mich erſchrecket, kein unheil mich betruͤbt, weil mich mit fluͤgeln decket, mein Heiland, der mich liebt.. Sein Geiſt wohnt mir im herzen, regiert mir meinen ſinn, vertreibet ſorg und ſchmerzen, nimmt allen kum⸗ mer hin, giebt ſegen und ge⸗ deyen dem, was er in mir ſchafft, hilft mir das Abba ſchreyen aus aller meiner kraft. Und wenn an meinem orte ſich furcht und ſchrecken findt, ſo ſeufzt und ſpricht er wor⸗ te, die unausſprechlich ſind mir zwar und meinem mun⸗ de, GOtt aber wohl bewuſt, der an des herzens grunde erſiehet ſeine luſt. Sein Geiſt ſpricht meinem geiſte manch ſuͤſſes troſt⸗ wort zu, wie GOtt dem huͤlfe leiſte, der bey Ihm ſu⸗ chet ruh: und wie Er hab erbauet ein edle neue ſtadt, da aug und herze ſchauet, was es geglaͤubet hat. Da iſt mein theil und erbe mir praͤchtig zugericht, wenn ich gleich taͤglich ſter⸗ be, ſtirbt doch mein himmel nicht: muß ich auch gleich hier feuchten mit thraͤnen meine zeit, mein JIESllS und ſein leuchten durchſuͤſſet alles leid. Bibliſche Lieder. Wer ſich mit dem perbit. det, wen ſatan fleucht un haßt: der wird verfolgg, und findet ein groſſe ſchwere fin 8 laſt zu leiden und zu tragenn geraͤth in hohn und ſpott, und allerley ſo plagen, dee ſind ſein taͤglich brod. Das iſt mir nicht verbor gen, doch bin ich unverzagt. GOtt will ich laſſen ſorgen, dem ich mich zugeſagt. Er foſte leib und leben, und al ut les, was ich hab; an dir wil ich veſt kleben, und nimmer laſſen auo. b Die welt die mag zerbre⸗ chen; du ſtehſt mir ewiglich⸗ kein brennen, hauen, ſtechen ſoll trennen mich und dich kein hunger und kein duͤlſten. i kein armuth, keine pein kein u zorn des groſſen fuͤrſten ſoul nür zr ur ur es mir ein hindrung ſeyn. u V Kein engel, keine freuden,— kein thron, kein herrlichtitz m kein lieben und kein leiden kein angſt und fahrlichkei— was man nur kan erden ken, es ſey klein oder groß Ar k. der keines ſoll mich lenitu ken aus deinem arm undu ſchoos.“ dAENR, Mein herze geht in ſpruͤn⸗ n gen, und kan nicht traurig d Aen ſeyn: iſt voller freud und dnrie ſingen, ſieht lauter ſonnee ſchein. Die ſonne, die milt Aan lachet, iſt mein HErr ſus Chriſt; das, was uch ſingen machet, iſt was iuu — himmel iſt. 6 191. Aut welt die ſtehſt mea nnen, haua. inen mich m tger und kin nuth, keinen Sgroſen fin hindrung engel, keim on, kein hentt en und ken ſt und faht zn nur kan ey klein oe⸗ es ſoll mi deinem im herze geßtit dkan nicſt boller fadn jeht lauterſe Die ſonn n mein HEr. ; das, D nchet, it u ur I91. Aus Johannis Briefe. 1)Naſſelbe, das von an⸗ D Jſal war, die juͤn⸗ ger hoͤreten, ja gar mit ih⸗ ren eihnen Kunn ſahn, und ahen ſichs recht eigen an. — Das Lebenoffenbarte ſich, die zeugen ſahn's leibhaf⸗ tiglich, und haben uns daß⸗ ſelbige verkündigt als das ewige. Von dieſer ihrer harmo⸗ nie mit beyden redt⸗ und ſchrieben ſie, daß ſie der glaͤubgen ihrer freud ver⸗ hulfen zur vollkommenheit. Und das war der apoſtel lehr, die ſie von Ihm ſelbſt hatten her: GOT waͤle licht, und ganz gewiß war in Ihm keine finſterniß. Wer im licht lebt, der lebt in GOtt, und durch ſeins Sohnes blut und tod, wird, was ſich in dem bund be⸗ findt, gereiniget von aller ſuͤnd. Sagt eins von uns, wer es auch ſey, ſich vom ſünd an ſich haben frey, ſo ſagt er eine unwahrheit, und wahr⸗ heit iſt von ihm gar weit. Und wenn ſich eines gäͤbe an, als haͤtt es keine ſund gethan, der gaͤb GOtt fuͤr ein'n lugner aus, bey ihm war GOtt's wort nicht z1 haus ct zu Geſtehn wir unſte ſuͤnde 5 Bibliſche Lieder. 123 frey/ ſo iſt der HErr gerecht und treu, daß Er uns die ſunde verzeiht, und vom be⸗ fleckten rock befreyt. 4*** 4 2) ENas ſagt man euch, ihr G O kindelein, um nicht in ſuͤnd zu willgen ein. Iſt dennoch eins in was ge⸗ komm'n, und von der ſunde uͤbernommen; So iſt jemand ins Vaters rath bey unſrer ſache advo⸗ cat, der HERR, mit namen IEſus Chriſt, durch den man ohne ſunde iſt. Der hat fuͤr unſre ſchuld gebuͤßt: ſein volk ſein's ſund⸗ opfers genießt; nicht aber nur ſein volk allein, ſondern aller welt ſunderlein. Woran begreifft denn der verſtand, ob wir Ihn haben recht erkannt? das iſt das zeichen, wenn wir nun von herzen ſeinen willen thun. Ihr bruder, daß doch nie⸗ mand ſchatz, als waͤre das ein neu geſetz: es iſt die alte regel gar, wie ſie im erſten anſang war. Die alte regel das iſt die, die ihr gehoͤret habt von ie; man nennts darum ein neu gebot, weils bey euch wahr wird, wie bey GOtt. Wer vom wandel im lich⸗ te ſpricht, nnd liebet ſeinen bruder nicht, der iſt dem au⸗ genblick gewiß noch mitten in der finſterniß. F 2 Wers 124 Wers herz voll bruder⸗ liebe kriegt, derſelbe iſt und bleibt im licht, ſtoͤßt ſich an niemand, wie bekannt, ſo ſtßt ſich auch an ihm nie⸗ mand. Wer aber ſeinen bruder haßt, den hat die finſterniß gefaßt, er tappt und weiß nicht, wo er lebt, denn die augen ſind ihm verklebt. Die ihr nun alt ſeyd in dem Chriſt, ihr kennt Ihn der von anfang iſt: ihr juͤnglinge habt macht ge⸗ rriegt, zu widerſtehn dem boſewicht. Die welt und ihre luſtbar⸗ keit das geht auf einmal al''s beyſeit; wer aber GOt⸗ tes willen thut, dem geht es hier und ewig gut. Ihr kinder, nun ſcheints mehr und mehr, als wenns die letzte ſtunde waͤr; ſie wartet auf den antichriſt, der Legion itzt heiſſen muſt'. Aus GOttes kirche kamen ſie, ſie waren ihre glieder nie; denn wenn ſie das ge⸗ weſen waͤrn, ſo waͤrn ſie's noch in allen ehrn. Wer iſt der lügner uͤber⸗ haupt? wer anders? als wer lehrt und glaubt, daß JESus nicht aus GOtt her iſt; derſelbe iſt der anti⸗ chriſt. Was euch betrifft, ihr habt das oͤl, das ihr von Ihm habt, ohne fehl, und braucht nicht, daß euch un⸗ Bibliſche Lieder. terricht von jemand in der welt geſchicht. Was ihr bey dieſem licht koͤnt ſehn in allerley mat rien, das iſt nicht nur fuͤr wahr bekannt, es iſt auch ohne mißverſtand. Nun bleibt bey Ihm, ihr rit kindelein! damit wir, wenn Er koömmt herein, Ihm gu⸗ tes muths entgegen gehn und nicht vor Ihm beſcha⸗ met ſtehn. Wenn ihr erkannt habt daß der Chriſt der einige ge⸗ rechte iſt, ſo wißt ihr, es thut niemand recht, er ſey denn aus des HErrn ge⸗ ſchlecht.— * G ſar dre nit ai, A 4 ttet nors imn era 6) Seht, was lieb uns de „Vater gonnt, daß man uns kinder GOttes nennt! Nun Lieben, wit ſind GOttes kind/ und GOtt weiß, was wir kunftig ſind. „Wenn man noch in der ſuͤnde ruht, ſo haͤlt ſich GOtt's gebot nicht gut und daß die ſunde uns noch hatz iſt an ſich ſelber miſſethat. Was ſich auf immer in Ihn ſlicht, das ſuͤndiget bey leibe nicht; wer ſuͤndiget der hat Ihn nicht zu ſehn und zu erſahrn gekriegt. Wer in der ſuͤnde lebt/ der lehrt, daß er dem teufel an⸗ gehort; der ſuͤndigt ſeit er 2* teufel iſt: ſein werk zu ſtoͤrn kam IEſus Chriſt. und daran unterſchen —— — — 4* r. von jemand, h h dd w ür beyde in 1 ſſt nitn kannt,§. verſtand, bleidt de Ih damitſn 1. damitude it herei ge hs entgegn, t vor qym 1 dihr erkaun, Shriſt der en nand kech, s des Ne 1 1 8. thh „Vnd khehen d ttes li gebot nichtoe dunde uns i ſelber iſ ſich auf im t, das fünde ht; wer ſi Ihn nitt rjahen getng Ider fünel Fer den in dauan Antit ſcch recht GOtt's oder Be⸗ lials geſchlecht: Wer kein aottſelig leben führt, noch ſeinen bruder aͤſtimirt; Der iſt gewiß von GOtt nicht her. Denn das iſt die uralte lehr. Und unſer grund dazn iſt der: Ex liebte die geſchwiſter ſehr. GOtt' lieben zeigte ſich darin, Er gab fuͤr uns ſein leben hin; und alſo ſoll es uns auch ſeyn, in tod zu gehn fuͤr die Gemein. O meine kinder, liebet nicht mit thaten, die das maul verricht: liebt ehrlich und zeugts in der that, Collecte. wie Chriſtus uns geliebet hat. Und dabey ſehn wir ſelber ein, daß wir leute von wahr⸗ heit ſeyn, verſichern unſer herze deß, wenn Er da ſtund und horte es. Wenn uns das herze ſte⸗ cken laͤßt, GOtt iſt ſtets drü⸗ ber naus geweſt, und was uns noch nicht eingefalln, Er weiß das auch, hat grund von alln. Daß unſer herz, ihr lie⸗ ben leut, uns nur nicht ſel⸗ ber widerſtreit, ſo hat man freudigkeit vor GOtt, Coll. Durch ſein heilge fůnf wunden roth. Und was wir irgends bey Ihm holn, weil Ers uns elſt hat anbefohln, und ma⸗ chen gern, was Ihm gefaͤllt, und kriegen alles in der welt. Bibliſche Lieder. 12 7 GOtt's haupt⸗gebot iſt: Coll. Lieben leut, hoͤrt das geſetz mit innigkeit, „daß wir glaͤuben an die „perſon von JEſu Chriſto, „ſeinem Sohn;. ‧Und uns einander lieben „ſolln, wie ders uns ſelber „anbefohln.“ Und haͤltſt du ie zwey tafeln hier, bleibſt du in GOtt, und GOtt in dir. „ G Traut, Lieben, keinem geiſt geſchwind, pruͤſt erſt, ob ſie von GOtt her ſind! Der ſeher, die nicht richtig ſeyn, ſind viele in die welt hinein. Woran ihr den geiſt aus GOtt ſeht, iſt, wenn ein geiſt frey aus geſteht, daß das kind IEſus iſt der Chriſt, da wißt, daß der geiſt aus GOtt iſt. Bekennet denn ein geiſt nicht frey, daß das kind IE⸗ ſus der Chriſt ſey; ſo wißt, daß der nicht aus GOtt iſt, ſondern der geiſt vom anti⸗ chriſtt. Eur geiſt iſt herr vom geiſt der welt, mit dem es jene rotte haͤlt: die welt und ſie redt eine ſprach, drum geht ihnen auch die welt ſo nach. Die liebe GOttes wird uns klar, daß Er in dieſe welt ſo gar den Eingebornen ſenden wolln, damit wir durch Ihn leben ſolln. Ihr Lieben, hat uns GOtt ſo lieb, ſo waͤr ein ſolcher F 3 liebes⸗ — 126 liebes⸗trieb des einen gegen's andre ſchön; denn GOtt ſelbſt hat noch keins geſehn. Doch liebten wir uns nur ſein ſehr; ſo folgte, daß GOtt in uns waͤr, und ſeine liebe vollends recht an uns vollendet werden mocht. Denn dabey leucht'ts uns ſelber ein, daß wir bey Ihm zu hauſe ſeyn, und Er ſeins bleibens bey uns findt, wenn ſii ſeins Geiſts theilhaftig ind.. Und wers geſtehn wird rund und frey, daß JE⸗ SuS der Sohn GOttes fey, bey dem wird GOtt zu hauſe ſeyn, und er bey GOtt gehn aus und ein. Das iſts, waram die liebe hier ſo reine arbeit macht, daß ihr am jungſten tage froͤlich wißt, daß ihr hie wa⸗ ret, wie Er iſt. Furcht bleibet bey der liebe nicht, die wahre lieb macht alles licht: wer furcht Lfurcht iſt gewiſſens⸗pein) muß in der lieb unrichtig ſeyn. 85* x )ie liebe GOttes iſt ſo 1 D ſuß, daß wenn ſich eins darzu entſchließ drob zu halten, was GOtt gut deucht, ſo wird uns ſeine vorſchrift leicht. Weil, was von GOtt ge⸗ zeuget iſt, die welt wie ei⸗ nen biſſen“ frißt, und nur Bibliſche Lieder. in unſerm glauben liegt der vortheil, daß man ſo leicht ſiegt.*4 Moſ.14,9. Haͤlt man menſchlich ding zeugniß werth, wie wind GOtt's zeugniß gnug ge ehrt! weil das zeugniß, da GOtt geſtift, die perſon ſeiſ nes Sohns betrifft. Wer glaͤubig iſt an GOt⸗ tes Sohn, der hat bey ſich das zeugniß ſchon. Waß GOtt zu glauben ſerupulirt hat Ihn zum lugner decla⸗ rirt: Weil er das zeugniß nicht werth acht, das GOtt don ſeinem Sohn gebracht, daß wenn GOTT ewigs lehen ſchenkt, das leben an dem Sohne haͤngt. Wer alſo den Sohn Gdt tes hat, hat ewigs leben gung und ſatt: wer den Schn GOttes nicht hat kriegt der hat auch kein ſolch leben nicht. Wenn eins ein'n brudet was thun ſieht, das den tod nicht juſt nach ſich ziehl⸗ und betet vor gebrochnem ſtab, hilft ihm noch vom un zeitgen grab. Eine art ſund iſt ſchon der tod, da verſchont nul den lieben GOtt. Sund iſt ein jeglicher unfug, zut tods⸗ſtraf doch nicht gleich genug. ᷓ.a Ihr wißt, mit einem GOo tes⸗kind hats keine art meht recht zur ſund: es ſteht auf ſeiner dt d zeg eſift d 8 Dns betrift gläubig ſtag n, der halt gauß ſchon. glauben ſen daunn lügne er das zeugn ht, das Go⸗ Sohn gehrat TT das leben zangt. lſo den Sah aät ewigs etn : tet dene nicht hatie ˖kein ſoi eins einnt ſieht, dasne t nach ſo. t vor geit lhut noch m rach. art ſund ſh da belſhe n GOk d licher unin, f doch uütit t miteinenet zts keine aum ind: Aſtde ſ ſeiner wache daund der Arge ömmt ihm nicht nah. boruen wiſſen, daß wir aus GOtt ſeynd: mit der welt iſts nicht ſo gemeint, ſie lie⸗ get ins Argen gebiet wo man nicht rath zum guten ſieht. Wir wiſſen auch, daß 6Ottes Chriſt in die welt kommen. Und dieſer iſt Le⸗ ben und wahrer GO TT zugleich. GOtt bewahr vor den goͤtzen euch. 192. Offenb. 2. und z. Mer uberwindet, ſoll vom D oh genieſſen, das in dem paradieſe Gottes gruͤnt: er ſoll von keinem tod noch elend wiſſen, wenn er dem HErrn des lebens redlich dient. Der wird ihn laben mit himmels⸗gaben, und er ſoll haben, was ewig troͤſtt. Wer uͤberwindet, dem ſoll nichts geſchehen vom andern kode, der die ſeele quaͤlt; ſolls HErren angeſicht vorm throne ſehen/ wo das erwehl⸗ te heer ſein lob erzehlt. Nach tapferm ringen ſoll er Ihm ſingen, und opfer bringen in heiligkeit. Wer uͤberwindet, dem will Chriſtus eſſen vom manna geben, das verborgen liegt: ſein zeugniß bleibet auch gar nicht vergeſſen, ein neuer name wird ihm beygefugt, den der verſtehet, der ihn empfahet, und wen erhöhet des Lammes blut. Bibliſche Lieder. 127 Wer uͤberwindet, und haͤlt Chriſti werke bis an das en⸗ de mit beſtaͤndigkeit, dem giebt Er uͤber heyden macht und ſtaͤrke, daß er ſie mit der eiſern ruthe weidt; bis ſie zerſchmiſſen, erkennen muͤſ⸗ ſen, daß all ihr wiſſen vor Ihm nichts gilt. Wer uͤberwindet ſoll ganz weiß gekleidet im buch des lebens eingeſchrieben ſeyn! wo ſeinen namen nichts ver⸗ tilgt noch ſcheidet, den IEſus nennen will, daß er iſt ſein. Vors Vaters throne wird ihm vom Sohne die gnaden⸗ krone des heils geſchenkt. Wer uberwindet, ſoll ein pfeiler bleiben im tempel un⸗ ſers GOttes fruh und ſpat. Er will auf ihn den namen GOttes ſchreiben, Jeruſa⸗ lems, das Er erwehlet hat. Seins namens zeichen ſoll er erreichen, und nimmer weichen, noch vom ihm gehn. Wer uberwindet, ſoll im himmel ſitzen auf Chriſti ſtuhl, gleichwie Er uͤber⸗ wandt; Er muſt'auch in der welt am creutze ſchwitzen, nun ſitzt Er zu des Paters rechten hand. Hier ſoll ſich laben mit himmels⸗gaben, und ruhe haben, wer treue hielt. 193. Offenb. 21. und 22. Wie ſchoͤn iſt unſers Koͤ⸗ nigs braut, wenn man ſie nur von ferne ſchaut! F 4 wie 128 Bibliſche Lieder. wie wird ſie nicht ſo herr⸗ wer weiß der auserwehltan lich ſeyn, ſo bald ſie voͤllig buͤrger zahl! bricht herein! Triumph! Die alte ſonne ſeinn vir ſehen dich, wir ſingen nicht, hie glaͤnzet viel en dir; wohl dem, der dich aie üht. weil GOn empfaͤngt, du himmels⸗zier! groͤſte herrlichkeit, des di Sie iſt ſchoͤn ihrem Mann mes leuchte, ſie erften geſchmuͤckt, der ihr den lan Drum geht der heyden fu entgegen ſhi ckt. In ſolchem im licht umher, hier mehne zierath faͤh art die ſtadt herab⸗ der koͤnge ruhm des Koͤnigs wenn ſie die zahl voll hat: ehr. ſo wird der himmel ſamt der Sie iſt von purem godd erd verneut, di ecreatur von gebaut, und was man ahf ihrer laſt befreyt. den gaſſen ſchaut, iſt als enn Ich ſehe ſchon im geiſt zu⸗ hell durchſcheinend glas, al vor⸗ wie GOttes huͤtte ſteigt ſie der guld ne rohrſtab maſ⸗ empor; hier wohnt GOLT Ihr tempel iſt der HEN ſelbſt den menſchen bey, ſagt, dnd auch das Lamm; die ob dis GOttes ſtadt nicht Braut hat tempels gnug an ſey? der ſein Jeruſalem mit Braͤutigam. luſt bewohnt, und ſeinen buͤr⸗ Ich grüffe dich, du guͤldne gern nur mit liebe lohnt. ſtadt, die lauter thol⸗ bant Hier gilt kein weinen, perlen hat! fuͤhr deige i klaͤglich thun, nun muß ge⸗ mauren hoch hervor, ſe ſchrey und ſch merzen ruhn: heben deine pracht empol. 5 noch zur alten welt ge⸗ Ich ſchau dich wohl, dann hoͤrt, iſt ganz in grund zer⸗ dich deckt keine nacht„* ſtoͤrt, verheert. Der auf daß ich ſchon laͤngſt wärdi dem throne ſitzt, verkuündigt hin gebracht! I frey: Seht, Lieben, wie Wie funkelt da der gruͦn⸗ mein Geiſt macht alles neu. de ſchein! ein jeder iſt ein Die Braut des Lamms ede ſtein: wie blitzt der en⸗ wird vor der zeit hierzu ver⸗ gel hoher glanz! er iler a wandel und verneut: und ſtrahl t die thore ganz. drn ſo beſitzt ſie GOttes ruhm, koömmt kein goͤtzen⸗ ach dAdw. und bleibt des Koͤnigs eigen⸗ kein hurer ein, ob ſchon die ee däa thum. O guldner 3 thore ſtets erofnet ſenn. wie blitzt dein heller ſtrahl eder. weij dr ae Er jahl. — —— — ——y — — —— —— ——— ‿ — — — — — 5— —— — — — — — —2ꝙ = — — — — — 1 ünge uha n hat! e en hoch ſen deine prage hau dich te eeckt keine n h ſchon lauſt ebracht, efunkeltdan in! eln feie Win: wie b her glan die thore kein goten⸗ prer ein,” rets eröſtet ————— 8(o) 8 4 4 ½ 44*½εε4‿εμ½4‿44½μ⁴έμιι⁴έμν„⁴⁴⁴μ εαιεαιιεέέαέμα⁴ 4ꝓ†⅜νo Lieder aus der alten Kirche. 194. ] E D E U I. ERR GOTT! dich loben wir, HERR GOTT! wir danken dir, Dich, GOtt Vater, in ewigkeit Ehret die welt weit und breit. All engel und himmels⸗ heer, Und was dienet deiner ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher ſtimm: Heilig iſt unſer GOTT! Heilig iſt unſer GOLT! Heilig iſt unſer GOTT! Der HERRE Zebaoth! Dein goͤttlich macht und herrlichkeit Geht uüͤber himmel und erden weit. Der heiligen zwoͤlf Boten zahl, Und die lieben Propheten all, Die theuren Maͤrt'rer allzumal, Loben dich, HERR! mit groſſem ſchall. Die ganze werthe Chriſtenheit Ruͤhmt dich auf erden allezeit. 1 Dich, GOtt Vater, im hoͤchſten thron, Deinen rechten und eingen Sohn, Den Heilgen Geiſt und Troͤſter werth, Mit rechtem Dienſt ſie lobt und ehrt. Du Konig der ehren, JESnl Chriſt! 1 erloͤſen das menſchlich geſchlecht: Di — 129 —- 130 Lieder Nun hilf uns, HERR, den dienern dein, Die mit dein'm theuren blut erloͤſet ſeyn, Laß uns im himmel haben theil Mit den heilgen am ewgen heil! Hilf deinem volk, HErr IEſu Chriſt, Und ſegne, was dein erbtheil iſt; Wart' und pfleg ihr zu aller zeit, Und heb ſie hoch in ewigkeit. Taͤglich, HERR GOTT, wir loben dich, Und ehrn dein'n namen ſtetiglich; Behuͤt uns heut, o treuer GOTT! Fuͤr aller ſund und miſſethat. Sey uns gnaͤdig, o HErre GOTd! Sey⸗uns gnaͤdig in aller noth! Zeig uns deine barmherzigkeit, Wie unſre hoffnung zu dir ſteht; Auf dich hoffen wir, lieber HERR, In ſchanden laß uns nimmermehr. Amen! 195. Das CA EDO. (Gem.) Wir glaͤuben all an Einen GO2T, Schöpfen 1. himmels und der erden, (Chor.) I. Der ſich zum Vater geben hat, daß wir ſeine kinder werden. Er will uns allzeit ernaͤhren leib und ſeel auch wohl bewah⸗ ren: allem unfall will Er wehren, kein leid ſoll und wiederfahren: Er ſorget fuͤr uns, huͤt't und wacht es ſteht alles in ſeiner macht. II. Wir glaͤuben auch an JEſum Chriſt, ſeinen Sohn und unſern HErren, der ewig bey dem Vater iſt, glei⸗ cher GOTT von macht und ehren. Von Maria, der Jungfrauen, iſt „Er wahrer Menſch gebohren durch den Heilgen Geiſt im glauben, fuͤr uns, die wir wa⸗ ren verlohren, am creutze geſtorben, gelegt ind grab, und dann zum gefaͤngniß hinab. Wir glaͤuben auch, daß JIEſus Chriſt, unſer HErr, von den den todten am dritten tag erſtanden iſt, erſchienen den koten, nach vierzig tag⸗ und naͤchten den himmel eingenom⸗ men, ſitzt nun zu's Vaters rechten, wird aber wiederkom⸗ men, gelicht zu hegen das endliche uͤber todl' und ebendihe — 5— — 3——————— ————— 4 ͤͤͤſͤͤſ————— 8*——— 94 3 2 3.—— — BS .. 1. 2*— 3 — . 6, 8 hat, daßn ins alzeit e el auch wohſe 1, kein ei huͤtt uwa heiſt fei in Vater h eer Iungfimn iſch gehobem euns, dieni orben, gal ab. unſer HEn iſt erſchina himmaleunoe aber uin »pnd lee neia e p aus der alten Kirche. 131 III. Wir glaͤuben auch an Heilgen Geiſt, GOtt mit d)und dem Sohne, der aller bloͤden ein Troͤſter heißt, uns mit gaben zieret ſchone. (Oder: Der uns erneuert allermeiſt, (Chor.) Die ganze Chriſtenheit auf erden haͤlt in Einem ſinn gar uns wohne.) daß Er ſelber in eben: hier all ſuͤnd vergeben werden: das fleiſch ſoll uns wieder leben: nach dieſem elend iſt bereit uns ein leben in ewigkeit. Amen! * * Aus der Morgenlaͤndiſchen Kirche.* 196. Ao⁵‿ν ν εραάςοαςα εα. Nlein GO2D in der hoͤh *†b ſey ehr, und auf der er⸗ den friede, zufriedenheit am menſchen⸗heer, man dankt dir mit dem liede. Wir lo⸗ ben dich, wir proſternir'n mit unſerm heilig⸗venerir'n, 3 kommen auch mit dan⸗ ken,. Pon wegen deiner Ma⸗ jeſtaͤt ſo hoch, ſo groß, HErr Koͤnig! der uͤber alle him⸗ mel geht/ dem alles unterthaͤ⸗ nig, der du GOTT und der Vater biſt, HERR, Eingebohrner, IEſu Chriſt, und Heilger Geiſt, Jehova! O GOttes Lamm, des Vaters Sohn, der wegtraͤgt der welt ſünden; der welt fünd wahrlich traͤgſt davon, — laß uns erbarmung finden! Nim̃ unſer flehen auf anitzt. von deiner ſtaͤtte, wo du ſitzſt, zu deines Vaters Rechten. Erbarme du dich unſerer, denn du biſt allein heilig, du biſt auch der alleinge HERR alleine heilig, frey⸗ lich; gleich wie du auch, HErr IEſu Chriſt, zu GOt⸗ tes Vaters Rechten, biſt der einge Herrſcher. Amen. 197. Kah' inds u Aasau uoe Pyuco C5. An einem jeden tage ich —dir dank und lob ſage, und deinem namen ſinge, bis⸗ ans ende der dinge. Ich will dir mein lob bringen, und deinem namen ſingen in aller der aͤonen ihr'n revolutionen F 6 Wollſt * Aus dem Griechiſchen überſetzt 1. 132 Wollſt dieſen tag auch heilgen, HErr, dieſen unzer⸗ theilgen! Laß uns vor allen ſunden bey dir bewahrung finden! HERR, du GOtt unſrer ſey ewig deinem namen preiß, lob und glorie! Amen. O. HErre, den ich prei⸗ ſe, lehr du mich deine wei⸗ e. HERR, da wir zuflucht finden von kind zu kindes⸗ kinden, HERR, ſprech ich, hab erbarmen, erbarmen mit mir armen! HERR heile meine ſee⸗ le, denn meine ſuͤnden⸗fehle ſind dir allein geſchehen, zu dir will ich mich flehen. Ach lehre mich vor allen thun deinen wohlgefallen! denn Du nur, GOtt, kanſt geben die quelle zu dem le⸗ ben. Allein in deinem lichte kriegt mans licht zu geſichte; wollſt dein erbarmen goͤn⸗ nen den leuten, die dich ken⸗ nen. * * Aus der Mittaͤgigen 199. Unfer HErr IEſu Chriſte, der die himmel zerriß und unſre erde gruͤßte, thuͦ deinen knechten diß, die zu vaͤter, durch unſere gebeter Lieder 198. Oορ Naον d dokip. Jer freuden⸗ſchein, der ¹helle tag, der heilgen gloria des Vaters, der nicht ſterben mag, im himmelrer⸗ e da,.. Des Heiligen, des Seli⸗ gen, unſer HERR. JEſus Chriſt, weil wir die ſonne weichen ſehn, unds abend⸗ roth da iſt. So ſey mit dieſem lobe ton der groſſe GOTT g⸗ preiſt, der Vater und ſein lieber Sohn, und GOtt der Heilge Geiſt. Es iſt gewiß zu jeder ftiſt der hochſten achtung wert ſo lange eine ſtunde iſt daß man dich lobt und ehrt, „Mit allen ſtimmen inte⸗ nirt GOtt Sohn, den der welt⸗kreis, weils leben von Ihm hergeruhrt, nicht ging * zu loben weiß. Undenkliche Selbſtfän⸗ der digkeit, gleich ſouverainet Sohn, GOtt Heilgereſtn gleichem thron, untheilbte *&νdναeνοσ Einigkeit! 8— Kirche.* dir komm'n zur lehre, daß du ſie machſt geſund, den weg, der ihme gehoͤre, mach ihnen ſelber kund, Darnach einher zu gehen durchs * Aus dem Chaldaͤiſchen uͤberſetzt. —— — Put ſih dr 1in Md pe fh uh n A n unt der. net 3ſ = — en untr Hei 38 3 oh ehn u thda mn So ſe nitſe N her groſ g dil, de Vene bet Sohn, un eilge Geſt. E iſt gewiß rhochſten aahe lange eine ſin in dich lot m Mit allen ſiar t GOtt Soh. ktkreis, weit hergeruhenan lohen weiß Undentliche C fkeit, gleich ber t GOtt i chem thron, ligkeitt 6 Ruche fonnmen grä ſe madhſ en der ihnn gehe ſelber dund rnach ditenn 1 — ett. zreinen Geiſtes gnad; durc ihwn ihr verſehen, ſo klingts magnificat. Und dir, der du zum Sohne haſt un⸗ ſern lieben GOtt, dir, des menſchthums Patrone, em⸗ pfehln wir alee noth. 200. Die namen deines haus⸗ geſinds, die du zu dei⸗ nem namen bindſt, ſchreib in dem buch des lebens ein zu deinem volke und Gemein: was andacht zu dein'm na⸗ men hat, gib ihnen, daß ſie in der that ihr's alters rech⸗ tes ziel erlangen, ihrer ſuͤn⸗ de vergebung empfangen. Kyrie eleiſon! 201I. Thun zu dir, HErr JEſu X Chriſt, unſer GOtt, die bitte, der du allr ding Schoͤpfer biſt, durch dein groſſe qute, du biſt der men⸗ ſchen Freund gepreiſt, treib ab dürch deinen Heiligen Geiſt, alle boͤſe geiſter, die da ſtreiten ie und ie gegen uns, bedraͤue ſie, gieb ihnen einen meiſter. Haſt du nicht dein volk gebracht, und auch dieſe die⸗ ner, zu deinem licht aus der nacht, o unſer Verſühner, HErre, du gerechter GOtt! in das leben aus dem tod, vom irrthum zur wahrheit, daß man dich nun recht er⸗ kenn? brings auch mit dem innerſten des herzens zur klarheit! aus der alten Kirche. 133 2029..ͤ Nun, HErre, der du uns wiederbracht, wie du haſt himmel und erde ge⸗ macht, du Patron der men⸗ ſchen, alle die heerden uͤber dem himmel, unter der er⸗ den, beugen die knie. Dem alle zunge ſingt gloria, ſchau! deine knechte ſind vor dir da. Weil durch dich alleine geht dis geheim⸗ niß, holn ſie's bey dir, ohne zeit⸗verſäumniß; begegne ihwn! 203. O ERR, gedenk der kirche deiner heilgen, der apoſtoliſchen und unzer⸗ theilgen! ſie war ja ſchon vom erſten anfang deine eigne Gemeine. 204. Kch entſage dem ſatan und J allem ſeinen weſen, aller der unreinigkeit, und zaube⸗ rey des boͤſen, ſeiner ganzen dienerſchaft, kraͤften, betruͤ⸗ gereyen, zeitvertreib, heu⸗ cheleyen, fuͤrſtenthum und untreuen. An dich, Chriſte, glaube ich, dir glaub ich, meinem GOtte, dein'm heil⸗ ſamen gebote, der muntern engel⸗rotte, deinem werk ergeb ich mich, das macht alles lebendig. 205. Mie heilge abſolution wird, als ein wort des mundes ÿÿöÿmÿm ---- 134. Lieder mundes der drey hochheili⸗ gen Perſon'n, und der kirch erſten grundes, durch mich, den ſuͤnder, angepreiſt, ver⸗ gebung, gnaden⸗fuͤllen, GOtt Vater, Sohn und Heilger Geiſt, um deiner ehre wil⸗ len! 206. Ale, die den HErrn nicht — lieben, die menſchwer⸗ dung nicht belieben, bleiben zum fluch angeſchrieben, bis daß der HERR wieder koͤmmt. 207. nſer allmaͤchtger GOTT F und HERR, guter Va⸗ ter, und auch Vater dein's eingebohrnen JEſu Chriſt, der unſer GOtt und Hei⸗ land iſt,. Der iſt das fleiſch⸗geword⸗ ne Wort, das, unter dem Pilato dort, den tod fuͤr uns gelitten hat; denn das glau⸗ ben wir in der that. „All untreu und mißtrau⸗ lichkeit, und was der arge ſonſt bereit, das werde durch die groſſe kraft deines Eini⸗ gen weggeſchafft, Dem man mit dir und Heilgem Geiſt, die ehr und gloria erweiſt, die Ihm ge⸗ buhret allezeit, von ewigkeit zu ewigkeit. 208. ir bitten deine guͤte, o du, das menſchliche ge⸗ bein liebhabendes Gemuͤthe, gedenk an unſere Gemein, dein ſegen ſie umfange, ver⸗ huͤt uneinigkeit, bewahr vor muſſiggange, und lehre dei⸗ ne leut deimn heilgen ſelgen willen, und bau ein einfalts⸗ haus, ein bet⸗ ein haus der fuͤlle, auf alle zeiten naus. 209. 6 Chriſt, unſer GOtt, den menſchen ſo herzlich zu. n gewandt, nach unſers her⸗ zens wuͤnſchen, gieb ung weisheit, verſtand, und wiß ſenſchaft und einſicht, und in dein heilges wort licht, und daß es bey uns bleib. Man liſt mit dank und freuden in ſeiner gegenwart das wort von IEſu leiden darinn geoffenbart, damit die Chriſten prangen, denn Der am creutz gehangen, hielts auch für gloria. Die allmacht iſt dir eigen die herrlichkeit zugleich, dich im triumph zu zeigen mit deinem koͤnigreich; dein ſt die ehr in zeiten und in den ewigkeiten, und alle ma⸗ jeſtaͤt. 210. eilge Drey⸗Einheit, Va⸗ ter mit Sohn und Gei⸗ ſte, deinem volk deinen ſegen leiſte, ſind deine Chriſten, auserwehlter ſaamen, gied dhreih delhe himunliſchen ſe⸗ en, Amen.. gen, Schic d da eitän ein etg 3 fallepien 1 200. junſer Gdt ſchen ſ henie in ſeiner ge et von JEh geoffendatt ſten pranon. creutz gah ich für glan lmacht iſde lichkeit zugai nph zu pew königteich; in zeiten ndt en, und ab- 210. DreyEnda nit Soha ue m volk deinat nd 5 9 hlker Geauuné- unn znalit aus der alten Kirche. Schick uns des Geiſtes ſeine reiche gnade, oͤffn uns die heilge kirch⸗pfade, durch dein erbarmen und auf un⸗ ſern glauben, den laß, bis ans end, uns nicht rauben. An dem geheimniß des dreyeingen HErren laß un⸗ ſer erkenntniß ſich mehren. Unſer Fuͤrſt, Chriſte, dein volk viſitire, und, was krank und ſchwach iſt, eurire. Segm' unſre vaͤter, unſre pilger⸗bruͤder, und bringe ſie gluͤcklich wieder: ſegne ein jedes im dienſt der Gemei⸗ nen, und vergilts ihnen in Salems rainen. Denke, o HErre, dort in deinem reiche, denk aller ar⸗ ten der ſeelen zugleiche, die uns gebeten haben mit viel * 135 ſehnen, daß wir ihrer moͤch⸗ ten in liebe erwehnen. 211. O unſer GOtt und HErre, gieb du uns deinen frie⸗ den; deinen frieden uns be⸗ ſchere, o Geiſt, auch unſer HErre! und du, der unſer Konig, wir flehen unterthaͤ⸗ nig, erbarm dich unſer, o Chriſte JEſu! — 212. Die ehr' der anbetung, HErr Chriſt, wir auch dem Vater leiſten, der ſo gut und barmherzig iſt, und dem Heiligen Geiſte, der ſo voll geiſt und leben iſt. Daß Du uns ſo beſonders biſt, macht das werk der erloͤſung. R Aus der Abendlaͤndiſchen Kirche.* 213. Eine alte Aitaney. 1. 2. 2. GOtt der Vater JESuS Chriſtus Der Heilig Geiſt wohn uns hey, und laß uns nicht verderben, mach C uns aller ſunde frey, und hilf uns ſelig ſterben. Vor dem teufel uns bewahr, halt uns bey veſtem glauben, und auf dich laß uns bauen, aus herzens⸗ grunde vertrauen: dir uns laſſen ganz und gar, mit allen rechten Chriſten entfliehn des teufels liſten, mitwaffen GOttes uns ruͤſten. Amen, Analidan ſer wahr! ſo ſingen wir: Hallelujah! — 20o. Doxo- * Aus dem Lateiniſchen uͤberſetzt. 136 200. Doxologia. Ehr ſey dem Vater und — dem Sohn und dem Hei⸗ ligen Geiſte, wie es im an⸗ fang war und nun, der uns ſein huͤlfe leiſte; daß wir wandeln in ſeinem pfad, daß unſre ſuͤnd der ſeel nicht ſchad: wer das begehrt, ſprech Amen. 214. Dem HoErren GOtt vom A himmelreich lob, ehr und preis ich leiſte, GOtt Vater, GOtt dem Sohn zugleich, und GOtt dem Heilgen Geiſte: ſein' herr⸗ lichkeit, barmherzigkeit, groß⸗ maͤchtigkeit und heiligkeit ſeynd ewig ohne ende. 215. reiß, ehr und lob dem hoͤchſten GOtt, dem Va⸗ ter aller gnaden, dem Sohn, der ſich gegeben hat, zu hei⸗ len unſern ſchaden, dem Tro⸗ ſter, Heilgem Geiſt: zum reich Er uns heiſcht, von ſuͤnden uns reißt, den weg zum himmel weiſt; der helf uns, froͤlich Amen! 216. Das Kyrie. Krie, GOtt Vater in ewigkeit, groß iſt deine barmherzigkeit, aller ding Verſorger und Regierer! Eleiſon! Lieder Chriſte, aller welt Troſt uns ſuͤnder allein Du haſt erloͤſt: o JESll, GOttes Sohn, unſer Mittler biſt in dem hoͤchſten thron, zu dir R 1 ſchreyen wir aus herzens⸗ begier: Eleiſon! Kyrie, GOtt Heilger b Geiſt, troͤſt, ſtaͤrk uns in glauben allermeiſt, daß wir am letzten end froͤlich ſche den aus dieſem elend! Elei n ſon! 217. Kyrie, Magne Daus! O Vater, allmaͤchtiger GOtt! zu dir ſchreyen wir in der noth: Durch dein groß barmherzigkeit, erbal⸗ me dich uͤber uns! Chriſte, wollſt uns erhe⸗ ren! fuͤr uns biſt Du gebo⸗ ren von Maria. Erbarmne dich uͤber unl! O HERR, vergjeb und unſre ſuͤnde, hilf uns in der letzten ſtunde! Erbarihe dich uͤber uns!— 218. Kyrie Paſchale. O dern gnaͤdig! Chriſte, aller welt Hei⸗ land und ihr Troſt, ma uns alle von ſunden los! O GOtt Heilger Geiſt theil uns mit weisheit, lieb und glauben allermeiſt, ſen uns ſuͤndern gnaͤdig! 219. Veni —— AAAAnn — V — ⁸8H — — * — * ER 54— HErre GOtt, Vater in ewigkeit, ſey uns ſun⸗ in A. en ed- Vater anue öon de ein der woiſ S baenhertſ dich über s. Eheiſte, u ſn 1! für unsſſid. d En a ſte ſinde, fu⸗ ten ſtund d. über und; 2 Kyrie H dus ˖Here(d. inewigta e n gnäͤdig. Eiſtdin d und ihr an ale ton i u d GOtt F e uns mi h in Hglauben dmn fanden g h 19- — aus der alten Kirche. 219. Veni Redemtor. Nun komm! der heyden Heiland, der Jung⸗ frauen Kind erkannt, deß ſich wunder alle welt, GOtt ſolch geburt ihm beſtellt. Nicht von mann's blut, noch vom fleiſch, allein von dem Heilgen Geiſt iſt GOt⸗ tes wort worden ein menſch, und bluht ein frucht wei⸗ bes⸗fleiſch. Der Jungfrau'n leib ſchwanger ward, doch blieb keuſchheit rein bewahrt, leucht herfuͤr manch tugend ſchon, GOtt da war in ſei⸗ nem thron. Er gieng aus der kammer ſein, dem koͤniglichen ſaal ſo rein: GOtt von art, und menſch ein held, ſein'n weg Er zu lauffen eill. Sein lauff kam vom Va⸗ ter her, und kehrt wieder zum Vater, fuhr hinunter zu der hoͤll, und wieder zu GOttes ſtuhl. Der Du biſt dem Vater gleich fuͤhr hinaus den ſieg im fleiſch, daß dein ewig GOttes⸗gewalt in uns, das krank fleiſch enthalt. Dein krippe glaͤnzt hell und klar, die nacht giebt ein neu licht dar, dunkel muß nicht kommen drein, der glaub bleibt immer im ſchein. Loh ſey GOtt dem Vater thon, lob ſey GOtt ſeinem 137 eingen Sohn, lob ſey GOtt dem Heilgen Geiſt, immer und in ewigkeit! 220. A ſolis ortos cardine. Chriſtum wir ſollen loben ſchon, der reinen magd Marien Sohn, ſo weit die liebe ſonne leucht't, und an aller welt ende reicht. Der ſelge Schoͤpfer aller ding zog an ein's knechtes leib gering, daß Er das fleiſch durchs fleiſch erwuͤrb, und ſein geſchoͤpf nicht all's verdurb. Die göͤttlich gnad vom himmel groß ſich in die keu⸗ ſche Mutter goß: ein Maͤgd⸗ lein trug ein heimlich pfand, das der natur war unbe⸗ kannt. 1 Das zuͤchtig haus des herzens zart Mariaͤ GOt⸗ tes tempel ward; die kein mann ruͤhret, noch erkannt, von GOttes Geiſt man ſchwanger fand. Die edle Mutter hat ge⸗ born, den Gabriel verhieß zuvorn, den ſanet Johann mit ſpringen deut, der noch im mutterleibe leit. Er lag im heu, mit ar⸗ muth groß, die krippe hart Ihn nicht verdroß, ein biß⸗ gen milch iſt ſeine koͤſt, der nie kein voͤglein hungern aͤßt. Des himmels ehoͤr' ſich freuen drob, und die engel ſingen 138 ſingen SOtt lob: den ar⸗ men hirten wird vermeldt der Hirt und Schoͤpfer al⸗ ler welt. Lob, ehr und dank ſey dir geſagt, Chriſt, geborn von der reinen magd, mit Vater und dem Heilgen Geiſt, bis in ewigkeit ſey ge⸗ preiſt 221. Parvulus nobis naſcitur. ns iſt ein Kindlein heut geborn von einer Jung⸗ frau auserkohrn, deß freuen ſich die engelein, ſollt'n wir menſchen nicht froͤlich ſeyn? Lob und dank: ſey GOtt bereit fuͤr ſolche gnad in ewigkeit! Des weibes ſaamen hab'n wir nun, des ewgen Vaters wahren Sohn; der Schoͤpfer aller ereatur nimmt an ſich unſer ſterblich natur. Lob ꝛc. Damit Er uns erloͤſt vom tod und wieder braͤcht zu gnad bey GOtt, und heilt den giftgen ſchlangen⸗ iß, den wir bekam'n im para⸗ dies. Lob ꝛc. Drum preiſet dieſes Kin⸗ delein mit allen heilgen en⸗ gelein, das freundlich aus ſeimen windelein uns lachet an im krippelein. Lob ꝛc. 222. Gelobet ſeyſt du, IEſu Chriſt! daß du menſch geboren biſt von einer Jung⸗ Lieder frau, das iſt wahr, deß freuet ſich der engel ſchaar. Ky⸗ rieleis. Des ewgen Vaters einng Kind itzt man in der krip⸗ pen findt: in unſer arms fleiſch und blut verkleiden ſich das ewige Gut. Ky⸗ rieleis. Den aller welt kreis nie beſchloß, der liegt in Ma rien ſchooß: Er iſt ein kind⸗ lein worden klein, der ale ding erhaͤlt allein. Kyrieleis. Das ewge Licht geht da herein, giebt der welt einn neuen ſchein: es leucht't wul mitten in der nacht, und uns des lichtes kinder macht Kyrieleis. Der Sohn des Vataz GOtt von art, ein gaſti der welt hie ward: eru fuͤhrt uns aus dem jammet⸗ thal, und macht uns erbent in ſein'm ſaal. Kyrieleitz. Er iſt auf erden kommen arm, daß Er unſer ſich el⸗ barm, uns in dem himmel mache reich, und ſeinemeben⸗ bilde gleich. Kyrieleis. Das hat Er alles uns ze⸗ than, ſein groſſe lieb zu ſei⸗ gen an; deß freut ſich ale Chriſtenheit, und dankt Io deß in ewigkeit. Kyrieleis. 223. Dies eſt lætitiæ. Der tag der iſt ſo freu⸗ den⸗reich aller ereaturen denn GOttes Sohn ven — — 3* 4 aus der alten Kirche. himmelreich uͤber die nature von einer Jungfrau iſt ge⸗ born. Maria, du biſt aus⸗ erkohrn, daß du mutter waͤ⸗ dn reſt. Was geſchah ſo wun⸗ derlich? GOttes Sohn vom himmelreich der iſt menſch geboren. (Ein kindelein ſo loͤbelich iſt uns geboren heute, von et einer Jungfrau ſaͤuberlich, ſe zu troſt uns armen leuten. „, Waͤr uns das Kindlein nicht ein e geborn, ſo waͤrn wir allzu⸗ mal verlohrn; das heil iſt unſer aller. En n IEſu Chriſt, 44 du menſch Ey du ſuͤſſer ehuͤt't uns Als die ſonn durchſcheint geboren biſt, ne vor der hoͤlle.) das glas mit ihrem klaren ſcheine, und doch nicht ver⸗ ſehret das; ſo, merket allge⸗ „ meine, zu gleicher weis ge⸗ asm zeuget ward in einer Jung⸗ Mn frau rein und zart GOttes im Sohn der werthe; in eine kripp ward Er gelegt, groſſe ime marter fur uns traͤgt allhier mt auf dieſer erden. Die hirten auf dem ſelde ſnee warn, erfuhren neue maͤhre Acl von ben engellſchen ſchaarn, 23 Dies e lætili tag r ſt i9 eeit nhcn Gda Sch G wie Chriſt geboren ware, ein Konig uber alle könge groß. Herod's die ped gar ſehr verdroß, ausſandt er ſeine boten; ey! wie eine eitle ſterdachrer wider JEſum Driſt, was kindlein ließ er todten? lih a 1359 224. Herodes, hoſtis impie. Was fuͤrchtſt du feind He⸗ rodes ſehr, daß uns geborn koͤmmt Chriſt der HERR? Er ſucht kein ſterblich koͤnigreich, der zu uns bringt ſein himmelreich. Dem ſtern die Weiſen fol⸗ gen nach, ſolch licht zum rechten licht ſie bracht; ſie zeigen mit den gaben drey, dis Kind SGtt, Menſch und Koͤnig ſey. Die tauff am Jordan an ſich nahm das himmeliſche GOttes⸗Lamm, dadurch, der nie kein ſuͤnde that, uns von ſunden gewaſchen hatsz Ein wunderwerk da neu geſchah, ſechs ſteinern kruͤge man da ſah voll waſſers, das verlohr ſein art, edler wein durch ſein wort draus ward. Lob, ehr und dank ſey dir geſagt, Chriſt, geborn von der reinen Magd, mit Vater und dem Heilgen Geiſt, von nun an bis in ewigkeit! 225. Grates nunc omnes redda- mus&c. Dankſagen wir alle GOtt unſerm HErrn Chriſto: der uns mit ſeinem wort hat erleuchtet, und uns erloͤſt hat mit ſeinem blut von des teufels gewalt; den laßt uns alle mit ſeinen engeln loben ““ 8 1 8“— 2 ————„ 4 ——————— 140 Lieder aw ahm 3 loben mit ſchalle, ſingend: Preis ſey 6OTT in der höhe! 226. roͤlich wollen wir Halle⸗ lujah ſingen, aus heiſſer begier unſers herzens ſprin⸗ gen! ſein gnad vertilget hat all unſre ſunden, in Ihm haben wir reiche ſchaͤtze fun⸗ den. Alles, was lebt auf er⸗ den, ſoll GOtt loben; reich⸗ lich iſt ſein gnad uͤber uns erhoben, gnad, leben, ſtaͤrk und kraft han wir ererbet, holl, tod, des teufels macht, iſt durch Ihn verderbet. GOtt ſagt gnade zu al⸗ len, die Ihn vertrauen, troſt, hulſ ſchickt Er zu; den'n, ſo auf Ihn bauen, veſt und freundlich haͤlt Er ohne truͤgen, was ſein wort ver⸗ meldt, denn Er kan nicht luͤgen. „GOtt ſey lob geſagt und ſein'm einigen Sohne, Heil⸗ gem Geiſt, GOtt von art, maͤchtig in einem throne, von anbeginn Er war, bleibt auch bis ans ende. All' welt ſiehet Ihn klar; HERR, von uns nicht wende! 227. Mch GOtt, wie manches herzeleid begegnet mir zu dieſer zeit! der ſchmale weg iſt trubſal voll, den ich zum himmel wandern ſoll. Wie ſchwerlich laͤßt ſiſt fleiſch und blut deunftn 1 irät grefen dem ewigen Gut! wo ſuſt luufn ich mich denn wenden hinſin Ktie zu dir, HErr IEſu, fantſ i n mein ſinn. u ehu Bey dir mein herz tone Stalt huͤlf und rath allzeit ge knin gefunden hat. Niemandmaltin jemals verlaſſen iſt, du unt n g'trauet hat auf IEſanw uun halie Chriſt. Du biſt der groſſe wan der⸗mann, das zeigt dein amt und dein perſon: welh wunder⸗ding hat manernſh fahrn! daß du, mein GOh biſt menſch geborn, 48 Und führeſt uns durh deinen tod ganz wunderu aus aller noth. JES mein HErr und GOtt ak lein, wie ſuß iſt mir der ii⸗ N me dein! Es kan kein trauren ſeuuu ſo ſchwer, dein ſuſſer nan erfreut vielmehr: kein elent mag ſo bitter ſeyn, dein it ſer troſt der linderts fenn Ob mir gleich lei undeet wol, was mich ewig erſtelletu ſoll. Dein bin ich ja mit keith und ſeel, was kan mir thun ſund, tod und holl? kei beſſer treu auf erden t vi ir beh dir, HEit Eſu Chriſt. JZch weiß, daß du 9 d 1 aus der alten Kirche. 141 b nicht verlaͤßt, dein wahrheit nich mir ewig veſt: du biſt Hilf mir mein ſach recht greiffen an, daß ich mein'n lauff vollenden kan, auch un⸗ terbringen fleiſch und blut! fuͤr ſuͤnd und ſchanden mich behuͤt! Erhalt mein herz im glau⸗ ben rein, ſo leb und ſterb ich dir allein. JESul, mein Troſt, hoͤr mein hegier: o mein Heiland, waͤr ich bey dir! Bernh. 228. 1 ichs oft und viel geredt: Jubilus Bernhardi. wa dm Wemn ich an dir nicht ſreu— JESil ſüß; wer dein n! b gedenkt, deß herz mit nen hygimn So wollt ich den tod fleud wird uͤberſchwenkt: und uhrei wünſchen her, ja daß ich nie noch ſüſſer aber alles iſt, wo nn d gann geboren waͤr: Denn wer du, o JESlh,, elber biſt. uon Dich nicht im herzen hat, JESlI, du herzens⸗freud enr mai der iſt gewiß lebendig todt. und wonn des lebens brunn, ſiß in JESll, du edler Blaut⸗ du wahre ſonn, dir gleichet aun vwerth⸗ MAlegs, hochſte nichts auf dieſer erd, in dir Kin keinme Zier auf dieſer erd! an Dir iſt, was man ie begehrt. dw ,da allein ich mich ergotz, weit ESll, dein lieb iſt mehr elwegre ider ale guldne ſhäße, denn ſuͤß, nichts iſt darinn, iterim Dich ich nul gedenk an daß einm verdrieß: vie erlinn Dich, all mein gemuth er⸗ tauſendmal iſts, wie ich ſag, Trglagit kreuet ſich: wenn ich mein edler als mans ausſprechen t, he hoffnung ſtell zu Dir, ſo fühl mag. in ich freud und troſt in mir. JESu, du quell der guͤ⸗ ij ha undfnn ſc öthed, det tigkeit, ein hoffnung biſt all entt recht auter Dit, Ten chelz unſrer freud, ein ſuſſer ſiuß kecht guter ding, dein Geiſt und gnaden⸗brunn, des her⸗ thn beseugt, daß ſolches frey des zens wahre freud und wonn. J twhe lebens vorſchmack ſey. ¹ Dein lieb, o ſuſſer JEſu N lebe au bbil ich, weil ich Chriſt! des herzens beſte la⸗ lan af g. lice uch das ereutz dir fro⸗ dung iſt. Sie machet ſatt b un d lich tragen nach: mein doch ohn verdruß, der hun⸗ 1rnh GOtt, mach mich darzu be⸗ ger waͤchſt im uͤberfluß. ie uah alttes dient zum beſen Je Slt,duengeliſhe Jirr, . an. wie ſuß in ohren klingſt du b mir! 142 mir! du wunder⸗honig in dem mund, kein'n beſſern trunk mein herz empfund. JESluI, du hoͤchſte guͤtig⸗ keit, meins herzens luſt und beſte freud! Du biſt die un⸗ begreiflich guͤt, dein lieb um⸗ faͤhet mein gemuͤth. IEſum lieb haben, iſt ſehr gut: wohl dem, der ſonſt nichts ſuchen thut. Mir ſel⸗ ber will ich ſterben ab, daß ich in Ihm das leben hab. JESu, o meine ſuſſig⸗ keit! der ſeelen troſt, die zu dir ſchreyt: die heiſſen thraͤ⸗ nen ſuchen dich, das herz zu dir ſchreyt inniglich. Ja, wo ich bin, um was revier, ſo ſteht nach JEſu mein begier! Freud über freud, wenn ich Ihn find, ſelig, wenn ich Ihn halten kunt b Was ich geſucht, das ſeh ich nun: was ich begehrt, das hab ich ſchon. Vor lieb, D IEſu, bin ich ſchwach, mein herz das flammt und ſchreyt dir nach. Wer dich, o IEſu, alſo liebt, der bleibt gewiß wol unbetruͤbt: nichts iſt, das dieſe lieb verzehr, ſie waͤchſt und brennt je laͤng'r je mehr. JIESu, du Blum und Jungfraun⸗Sohn, du Lieb, und unſer Gnaden⸗thron, dir ſey lob, ehr, wie ſichs geziemt! dein reich nimmer ein ende nimmt. In dir mein herz hat ſei⸗ iſt dir bewuſt Lieder ne luſt, HERR, mein hegier : auf dich i all mein ruhm geſtellt, Jo⸗ Su, du Heiland aller welt Du Brunn⸗quell der barm⸗ herzigkeit, dein glanz ar ſtreckt ſich weit und brei der traurigkeit gewoͤll ber treib, das licht der glor bey uns bleib. Dein lob im himmel hoch erklingt, kein chor iſt, der nicht von dir ſingt: Jo⸗ SuS erfreut die gane welt, die Er bey GOtt z⸗ fried geſtellt!m JESu im fried regie⸗ ren thut, der ubertrifft u zeitlich gut: der fried be⸗ wahr mein herz und ſinn ſ lang ich hier auf erden bin⸗ Und wenn ich ende mer⸗ nen lauff, ſo hole mich u dir hinauf, JESuu, daßiih da fried und freud bey dit it genieß in ewigkeit. JESu, erhoͤre meiße bitt! JESu, verſchinah mein ſeufzen nit! JESn mein hoffnung ſteht zu dit o JESll, JESul, hilf du mir! 229. Id. A IEſum denken oſt und viel, bringt freud und wonn ohn maaß und ziell recht aber honig⸗fuͤſſer ait iſt ſeine gnaden⸗gegenwatt. Nichts liebers meine zun⸗ ge ſingt, nichts reiners n 1 — 4— —— = — * 1 —+ 8 71 5* krs — S — 8 n. E 2 b 5 erſtat u e Er bey — — — — — — — Z= nuf, SEel und freud n ewigkeit [ESn, m. jfzen nit! 9 Fnnung ſts l, JESl 1 n mauß we er honiihſ ricts reine de ſchenken: aber himmels⸗traͤnken labt uns aus der alten Kirche. n ohren klingt, nichts ſuͤſ⸗ rs meinem herzen iſt, als mein herzliebſter JESllS 1 8„ ehoſt en gerzens fteud und Wonn obebens⸗brunn, o wahre Sonn! ohn dich iſt ale freud unwerth, und was man auf der welt be⸗ gehrt. O JESuu, deine lieb iſt ſuͤß! Te2 ich ſie tief ins herze ſchließ, erquicket ſie mich ohne zahl viel tauſend⸗ tauſend⸗ tauſendmal. Ach; liebt und lobet doch mit mir Den, der uns lie⸗ bet fuͤr und fuͤr, mit lieb be⸗ lohnet lieb allzeit, und hoͤrt nicht auf in ewigkeit. Er liegt mir alle zeit im ſinn, ich geh und ſteh, und wo ich bin; wie froh und ſelig werd ich ſeyn, wenn Er wird ſeyn und bleiben mein. An dir mein herz hat ſei⸗ ne luſt, wie ſüß du ſeyſt iſt mir bewuſt; mein ruhm iſt all auf dich geſtellt, oJEſu, Heiland aller weit! 230. Id. ESu, deiner zu geden⸗ ken, kan dem herzen freu⸗ mit was deine gegenwart! „Lieblicher hat nichts ge⸗ klungen, holder iſt noch u nichts geſungen, ſanfter ins 143 gemuͤth gedrungen, als mein ſuſſer IEſus Chriſiſtt. Trollic, wenn man reuig ſtehet, herzlich, wenn man vor dir flehet, lieblich, wenn man zu dir gehet, unaus⸗ ſprechlich, wenn du da. „Du erguickſt vas herz von innen, Lebens⸗quell und Licht der ſinnen! freude muß vor dir zerrinnen: niemand ſehnt ſich gnug nach dir. Mit Maria will ich fle⸗ hen, ich will fruͤh zum grabe gehen, und Ihm nach dem herzen ſehen, nicht mit au⸗ gen, mit dem ſinn. Ich erfuͤll das grab mit thränen, und den ort mit ach und ſtoͤhnen: hingebuͤckt mit heiſſem ſehnen wind ich mich um ſeine fuͤß. JESu, wunderbarer Konig, dem die volker un⸗ terthaͤnig, alle ſuͤſſigkeit zu wenig, an dem alles liebens⸗ werth.. Lieher HERR! bleib in der nähe, daß dein licht im geiſt entſtehe, und die fin⸗ ſterniß vergehe; und wir ſchmecken deine kraft. „Wenn du koͤmmſt vors herzens ſchwelle, wird es in dem herzen helle und das eitle uns zur hoͤlle, und die liebe gehet auf. JESu liebes⸗ſuͤſſigkei⸗ ten, liebliche zufriedenhei⸗ ten gehen viele tauſend wei⸗ ten alem unſern ausdruck vor. Darum —ͤͤͤſͤſͤſͤſͤſ 144 Darum hat der HERR gelitten, drum wollt Er ſein blut verſchuͤtten, drum hat Er uns losgeſtritten, und zu GOttes ſchau gebracht. Alſo liebt Den, der euch liebet, gebt euch Deme, der ſich giebet: laufft in ſeinem geruch und uͤbet eur verlan⸗ gen ſeinem nach. JESu, Schöopfer aller guͤre! auf dich hofft mein froh gemuthe, ſaft der ho⸗ nig⸗ſuſſen bluͤte, wahre her⸗ zens⸗froͤlichkeit!. Guter JESul! laß mirs gluͤcken, deiner liebes⸗fuͤll erquicken und die glorie zu erblicken, HERR! durch deine gegenwart. Weiß ichs gleich nicht vor⸗ zutragen, will ich doch was von Dir ſagen; denn die lie⸗ be heißt michs wagen, weil ich mich an Dir ergötz. Sich in deine liebe huͤl⸗ len, ſetzt den ſinn und kan ihn ſtillen, ohne allen eckel fuͤlen, und dann hungert einen noch. Hnunger kriegen, die Dich ſchmecken, durſt, die deine wunden lecken, ſehnſucht/ ſich nach nichts zu ſtrecken, als nach Dem, dens herze meint. Macht uns deine liebe trunken, waͤrmen uns die lebens⸗funken; ſelig, wer in Dich verſunken, und nichts mehr begehrt als Dich! JESll, engliſches gepraͤn⸗ ge! ohr⸗ durchdringendes VLieder geſaͤnge! honig⸗ſpeiſe in de menge! in dem herzen hin mels⸗trank! 1 Tauſendmal geht mein verlangen: aber wenn komſt du gegangen, laͤßt das hele mit dir prangen, und erſät tigſt leib und ſel!! Deine liebe iſt unendlich meine ſehnſucht unabwend lich: ſuͤſſer Freund, du bit mir kenntlich, als ein ewger lebens⸗-baum. Mir iſts gut, die Liebe lieben, dazu werd ich ange trieben; will ſonſt alles von ii mir ſchieben, auch mich ſelbſt h ſo lieb ich Ihn. 1 Wo ich lebe auf der er⸗ de, ſuch ich den Hirtten⸗ der heerde: froͤlich, wemn ich finden werde; ſelth, wenn ich Ihn erhalt. „Dann will ich Ihn innig kuͤſſen, und Er ſoll mich gan durchſüſſen: o wie willich Ihn umſchlieſſen! Aber ach! wie lange waͤhrtes „Idzoo ſeh ich, was ich ſollte itzo halt ich, was ich wollte da ich kaum noch othen holte, und ſo krank vor liebe war. „Dieſe liebe brennet heft iſt doch ſuͤſſe und iſt ſaſtig ſchmeckt ſo angenehm und kraͤftig, und erquicket das gemuth. O du ſeligſtes ergluͤhen o du feuriges bemuhen! ſei nen Freund an ſich zu ziehen ſuͤſſes ſeelen⸗abendmahl! JESl3l en: abernen e liede iſe 6 aum. iſts gut, dazu werdſt willſont den, auchn ch Ihn⸗ ich lebe af — 4 1 1 wil icah 1 nd Er ſolm. chlieſen R e waͤhlts! hich,wot ich, wasi faum noc dſo krantie liebe bernu liſe ud ſ ſo angenie und ernitt eligſtes eag i banni aſhn A aus der alten Kirche. JESu, heller als die ſonne, wonne uͤber alle won⸗ ne, die mit balſams⸗ſaͤften ronne, Allerliebenswurdig⸗ der!. Dein geſchmack laͤßt ſich verſpuren, dein geruch kan alles rühren, wo die ſinnen ſich verlieren, da genießt die liebe noch. Durch dich wird mein herz erguicket, und zur liebe hingezucket, und die welt dem fluch entruͤcket. Du biſt meiner ſeelen ruhm. Den ich mir ins herze hefte, der, nach ſeinem ſiegs⸗ geſchaͤffte, ſitzt zur rechten hand der kraͤfte, komm, ge⸗ neuß des freuden⸗reichs! Gehſt du, will ich dich be⸗ gleiten: da wirſt du mein herz erbeuten, JEStl, Ehre unſrer zeiten! und dann raubts dir niemand mehr. Köonig aller ehr und kraͤf⸗ te und der ſiegenden ge⸗ ſchaffte: Balſam unſrer le⸗ bens⸗ſäfte, und des vater⸗ landes preiß! Brunnen der barmherzig⸗ keiten! Licht der unum⸗ ſchrankten weiten! treibe weg die dunkelheiten, gieb uns deiner klarheit blick. Dich erhebt der geiſter⸗ orden, Dich beſingen ihre horden: der du's Licht der welt geworden, und auch GOtt mit uns verſöhnt. JESu herrſcht in groſ⸗ ſem Frieden, der die ſinnen 14 kan ermuden, und dahin mein ſinn geſchieden, und ihn kaum erwarten kan. JESulS iſt zum Vater gangen, hat den vorgen glanz empfangen: aber mei⸗ nes geiſts verlangen iſt dem Heiland nachgeeilt. JESuS, den wir itzt mit loben, wunſch und pſal⸗ men hoch erhoben, JEſus hat aus gnaden droben uns die ſtaͤtte zubereit. 231. Agnus DEI. hriſte, du Lamm GOt⸗ — tes! der du traͤgſt die ſunde der welt, erbarm dich unſer! Chriſte, du Lamm GOt⸗ tes, der ꝛc. Chriſte, du Lamm GOt⸗ tes, der ꝛc. gieb uns demen frieden! 232. Item. O Lamm GOttes unſchul⸗ dig, am ſtamm des creu⸗ tzes geſchlachtet, alzeit er⸗ funden geduldig, wiewol du wareſt verachtet: all ſuͤnde haſt du getragen, ſonſt muü⸗ ſten wir verzagen, erbarm dich unſer, o JEſu! O Lamm GOttes ꝛc. O Lamm GOttes unſchul⸗ dig ꝛc. gieb uns deinen frie⸗ den, o JEſu!. G 33. Pan- 146 233. Pange lingua. Mein zung erkling, und ¹ froͤlich ſing von dem zarten leichnam frohn, von dem blut, dem köſtlichen ding, das vergoß'n hat, der welt zur ſuhn, die frucht des leibes, des reinen weibes, der Koͤnig aller volker frohn, Uns geboren, auserkoren, von der zarten Jungfrau fein, bey uns drey und dreyſ⸗ ſig jahre ausgeſtreut den ſaamen ſein, da beſchloſſen unverdroſſen ſein' zeit in wunderwerk und pein. Auf dem letzten nacht⸗ mahl⸗eſſen, als Er bey den brüdern ſaß, das geſatz ward nicht vergeſſen, als Er das oſter⸗laͤmmlein aß, uns zu ſtarken, iſt zu merken, allein ein guter glaub iſt noth. Tantum ergo Sacramen- tum. Darum laßt uns fleißig ehren ein ſo groſſes ſaera⸗ ment, das neu iſt, und macht aufhoͤren das geſatz des al⸗ en teſtament; glaubens⸗ kerze bringt ins herze, was unſer ſinn nicht hat er⸗ kannt. 234. Item. (54 Ott ſey gelobet und ge⸗ + benedeyet, der uns ſel⸗ ber hat geſpeiſet mit ſeinem fleiſche und mit ſeinem blu⸗ Lieder te; das giebſt uns, Her GOTT! zu gute.— den eleiſon! HERR,, durch deinen heiligen leichnam, der don rig deiner mutter Maria kan hif und das heilige blut, uns, HErr, aus aller noth. Kyrie eleiſon! Der heilig' leichnam h lilen fuͤr uns gegeben in tod, daß wir dadurch leben; kein groß're liebe konte Er und ſchenken, dabey wir ſein ſolln gedenken. Kyrie eleiſon HERR deine lieb ſogroß dich gedrungen hat, daß dein blut an uns groß wunder that, und bezahlet unſee ſchuld, daß uns GOtt ſ worden huld. Kyrie elei⸗ ſon!. GOtt geb uns allen ſei⸗ nen gnaden⸗ſegen, daß wir gehn auf ſeinen wegen, in kechter lieb und bruderl⸗ cher treue, daß uns de ſpeis nicht gereue. Kyrie eleiſon! HERR, dein Heilgel Geiſt uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte maaß, daß dein arme Chki⸗ ſtenheit leb in fried und einigkeit. Kyrie eleiſon! 235. Patris Sapientia. GOttes Wort, der men⸗ ſchen Hirt, aller wahr⸗ heit Quelle, ward im ga , 1 — = 8 gielſ dum. AN, Ih Kleichna 6 mutter d hellhetn Err, aug a lleiſn helliy li legie th rungen ha muns geih und hejaze huld. g tt geb unsa aden⸗ſegen uf ſeinen de lieb und ſ ſcht gerene RR, dein, 235. ris Sapienit 3 Wont, den ritt alte de, watd aus der alten Kirche. ten arreſtirt fruͤh vors ta⸗ 3 helle. ges hele jünger zogen aus, haben Ihn verrathen: man ſchlug Ihn, ins prieſters hauſ, ohn erweis der tha⸗ en. Fruͤhe in der ſechſten ſtund fuͤhrt man Ihn zum heyden, aller Laiſhen engen nund macht Ihm neues leiden. 8 veum ſchreyn ſie: fort mit Ihm, hin zum creutzes⸗ blocke! kleiden Ihn mit un⸗ geſtüum mit dem purpur⸗ rocke.. Seeiin haupt fuͤhlet ſtich auf ſtich von der dornen⸗ graͤte, und ſein ereutze traͤgt Er ſich bis zur marter⸗ſtaͤtte. um wolf hat die heyden⸗ ſchaar JEſum aufgehenket, und dieweil Er duxſtig war, Ihn mit gall getraͤnket. Um drey rief Er: Ich be⸗ fehl nun in deine haͤnde, lie⸗ ber Vater, meine ſeel: das wars ſelge ende. Da verlohr die ſonn den ſchein und die erde knallte, ein knecht mit der lanze ſein macht' die Seiten⸗ſpalte. So ward unſer lebens⸗öl durch das ſterben fertig, von dem unſer leib und ſeel licht und recht gewaͤrtig. Endlich nahm man Ihn vom creutz in den veſper⸗ ſtunden, und trug Ihn ins grab beyſeits, den leichnam voll wunden. Mein Erloͤſer von dem 147 fall durchs Schoͤpfers ver⸗ ſcheiden! ſey du mir mein Ein und All durch das thal der leiden. 236. Aus Augoſtini Meditat. Herzliebſter JESll, was haſt du verbrochen, daß man ein ſolch ſcharf urtheil hat geſprochen? Was iſt die ſchuld, in was vor miſſetha⸗ ten biſt du gerathen? Du wilrſt gegeiſſelt und mit dorn'n gekroͤnet, ins an⸗ geſicht geſchlagen und ver⸗ hoͤhnet: du wirſt mit eſſig und mit gall getraͤnket, ans ereutz gehenket. Was iſt die urſach aller ſolchen plagen? Ach! mei⸗ ne ſuͤnden haben dich ge⸗ ſchlagen. Ich, ach! HErr IEſu, habe dis verſchuldet, was du erduldet. Wie wunderbarlich iſt doch dieſe ſtrafe! der gute Hirte leidet fuͤr die ſchafe; die ſchuld bezahlt der HEr⸗ re, der Gerechte, fuͤr ſeine knechte. Der ſromme ſtirbt, der recht und richtig wandelt; der boͤſe lebt, der wider GOTT mißhandelt: der menſch verwirkt den tod und iſt entgangen, GOtt wird gefangen. Ich war von fuß auf vol⸗ ler ſchand und ſünden, bis zu der ſcheitel war nichts guts zu finden; dafur haͤtt 6 2 ich ort in der hoͤllen muͤſ⸗ 1 ſen ewiglich buſſen. O groſſe Lieb! o Lieb ohn alle maſſe, die dich gebracht auf dieſe marter⸗ſtraſſe! ich lebte mit der welt in luſt und den. Ach, groſſer Koͤnig, groß zu allen zeiten! wie kan ich gnugſam ſolche treu aus⸗ breiten? kein menſchlich her⸗ ze mag ihm diß ausdenken, was dir zu ſchenken. Ich kans mit meinen ſin⸗ nen nicht erreichen, womit doch dein erbarmen zu ver⸗ gleichen! wie kan ich dir denn deine liebes⸗thaten im werk erſtatten? Doch iſt noch ein dir an⸗ genehm geſchaͤffte, wenn ich des fleiſches luſt ans ereutze hefte, daß ſie aufs neu mein herze nicht entzunde mit al⸗ ter fünde. Weil aber diß nicht ſteht in eignen kraften, luſt und begierde an das creutz zu heften; ſo gieb mir deinen Geiſt, der mich regiele, zum guten fuhre. Alsdann ſo werd ich dei⸗ ne huld betrachten, aus lieb an dich die welt fur nichtes achten: ich werde mich be⸗ muhen, deinen willen ſtets zu erfüllen. Ich werde dir zu ehren alles wagen, kein ereutz nicht achten, keine ſchmach noch plagen, nichts von verfol⸗ g 198 1„* Liecer gung, nichts von todes⸗ ſchmerzen nehmen zu herzen. Diß alles, obs fur ſchlecht zwar iſt zu ſchäͤtzen, wirſt du es doch nicht gar bey ſeite ſetzen: in gnaden wirſt du das von mir annehmen, mich nicht beſchaͤnen. Wenn dort, HErr JEſw wird vor deinem throne auf meinem haupte ſtehn die el⸗ ren⸗krone; ſo will ich die wenn alles wird wohl kli⸗ gen, lob und dank ſingen. 237. Ex Manuali Ej. JESll, deine tieffe wun⸗ den, deine quaal und bittrer tod geben mir zu gb len ſtunden troſt in leibt⸗ und ſeelen⸗noth. Faͤllt mir etwas arges ein, dent ich bald an deine pein, die er⸗ laubet meinem herzen mit der ſuͤnde nicht zu ſcherzen. Ja fur alles, das nich kraͤnket, geben deine wun⸗ den kraſt: wenn mein helt hinein ſich ſenket, krieg ich neuen lebens⸗ſaft: deinen marter centner-laſt, die du ausgeſtanden haſt, machet mich in andacht bleiben ale boſe luſt vertreiben. Auf dich ſetz ich mein bel⸗ trauen, du biſt meine zu⸗ verſicht; dein tod hat den tod zerhauen, daß er m kan töͤdten nicht. Homunt der ſatan und ſetzt mir heß tig zu, halt ich ihm fur d⸗ — R⁸R — ‿— —— —- — — — n dort he. 8 deinem hhe haupteſtze dne; ſo vll les wild ve 1 und daniſt 237. «Manuali! 6 den troſtn en⸗noth. g arges ein, deine den neinen ſch enket, bens⸗ſale centneraah mnben hale andact i vertreitl ſich ſezicun d diſt mn⸗ dein wo auen, dine en niht. dn aus der alten Kirche. ne wunden⸗maal und zei⸗ chen, bald muß er von dan⸗ nen weicenn. Hab ich dich in meinem herzen, du Brunn aller gu⸗ tigkeit, ſo empfind ich keine ſchmerzen, auch im letzten kampf und ſtreit. Ich ver⸗ berge mich in dich; welch feind kan verletzen mich? Wer ſich legt in deine wun⸗ den, der hat ſelig uberwun⸗ den. 238. Bernhardi Paſſions⸗Lied: Salve IESU! I dieſer nicht des Hoͤch⸗ J ſten Sohn, der ſünder Heil und Gnaden⸗thron, dem manin ſeiner groſſen quaal, die rippen zehlet auzumal, am creutzes⸗pfahl? ch ja! es iſt mein JE⸗ ſulein; dem ſchau ich in die Seit hinein, in welcher lau⸗ ter honig klebt, das allem truͤbſal widerſtrebt, das um uns ſchwebt. Gegruſſet ſeyſt du, ſchoͤn⸗ ſte Quell! in dir erſcheinet trefflich hell der liebe Macht, die rothe fluth, des lebens brunn, ein edles blut, mein hoͤchſtes Gut! Ich nah mich mit reſpect zu dir, du GOttes⸗Lamm, verzeih es mir! ich komm allein zu ſehen an die wun⸗ de, die uns heilen kan, da blut aus rann. 149 O werther Riß! o ſuͤſſer Fluß! nimm hin von mir den glaubens⸗kuß! eroͤffne mir dadurch den mund, und laß mich werden bald geſund bis auf den grund. Wie heilſam iſt doch dei⸗ —— ne kraft! wie trefflich deine eigenſchaft! du riecheſt edler als der wein; kein gift kan vor dir ſicher ſeyn, du machſt uns rein. Du biſt der rechte Lebens⸗ trank, du heileſt mich, wenn ich bin krank: diel ſuſſer lab⸗ ſal giebſt du mir, wenn mich, HöErr, durſtet fuür und fuͤr allein nach dir. Eroffne dich, du Seiten⸗ loch, daß ich dein herz be⸗ gruſſe doch: Ach, JESll! kan es nicht geſchehn, daß ich mag in die Hoͤle gehn, dein herz zu ſehn? HERR, meine lippen ſchlieſſen ſich, dein herz zu kuſſen ſauberlich: ich bringe mit gewalt hinein, ich will in deines herzens⸗ſchrein ver⸗ ſchloſſen ſeyn. O ſuͤſſer ſchmack! o him⸗ mels⸗brod! aus liebe wunſch ich mir den tod; wer die) geſchmeckt, du Heil der welt, der hat ſich ſelbſt ſchon hin⸗ geſtellt ins himmelsszelt. In dieſer Hoͤle ſoll kein ſchmerz betruben mein zer⸗ ſchlagnes herz: hie fuürcht⸗ ich nicht der hoͤllen gluth, des Hochſten grimm, del ſun⸗ den ſluth, des ereutzes ruth. G3 O 150 O JESu, ſchließ itzt meine ſeel in dieſe deine Sei⸗ ten⸗hoͤl, und laß mich, frey von allem ſtreit, erheben dich nach dieſer zeit in ewigkeit. 239. Ej. Salve mundi ſalutare! Sey mir tauſendmal ge⸗ gruͤſſet, der mich ie und ie geliebt, JESll, der du ſelbſt gebuſſet, das, womit ich dich betrubt! Ach! wie iſt mir doch ſo wohl, wenn ich knien und liegen ſoll an dem creutze, da du ſtirbeſt, und um meine ſeele wirbeſt! Ich umfange, herz' und kuſſe der gekraͤnkten wun⸗ den zahl, und die purpur⸗ rothen fluſſe deiner fuͤß und naͤgelmaal. O wer kan doch, ſchoͤnſter Fuͤrſt! den ſo ſehr nach uns geduͤrſt, deinen durſt und liebs⸗ verlangen voͤllig faſſen und umfangen? Heile mich, o Heil der ſeelen! wo ich krank und traurig bin: nim die ſchmer⸗ zen die mich quaͤlen, und den ganzen ſchaden, hin, den mir Adams fall gebracht, und ich ſelbſten mir gemacht: wird, o Arzt! dein blut mich netzen, wird ſich all mein jammer ſetzen. Schreibe deine blutge wunden, JESll, in mein herz hinein, daß ſie moͤgen alle ſtunden bey mir unver⸗ geſſen ſeyn! Du biſt doch mein ſchoͤnſtes Gut, da mein Lieder ganzes herze ruht: laß mich, hier zu deinen fuͤſſen, deiner lieb und gunſt genieſſen! Dieſe fuͤſſe will ich hal⸗ ten, auf das beſt ich immer kan. Schaue meiner haͤnde falten und mich ſelbſten freundlich an von dem ho⸗ hen creutzes⸗baum, und gied meiner bitte raum; ſprich: Laß all dein trauren ſchwin⸗ den, Ich, Ich tilg all deine fuͤnden. 240. Ej. Salve Caput cruen- tatum! O Haupt! voll blut und wunden, voll ſchmerz und voller hohn: o Haupt! zu ſpott gebunden mit einer dornen⸗ kron: o Haupt! ſonſt ſchoͤn gezieret mit hoch⸗ ſter ehr und zier, nun jam⸗ merlich traetiret; gegtuſet ſeyſt du mir! „Du edles Angeſichte! da⸗ fuͤr ſich ſonſten ſcheut das groſſe welt⸗gewichte, wie biſt du ſo beſpeyt? wie biſt du ſo erbleichet? wer hat den augen⸗licht, dem ſonſt fein licht nicht gleichet, ſo ſchaͤnd⸗ lich zugericht? Die farbe deiner wangen, der rothen lippen pracht, iſt hin und ganz vergangen: des blaſſen todes macht hat alles hingenommen, hat al⸗ les hingerafft; und daher biſt du kommen von deines leibes kraft. Nun, —=———— — ☛——— =* =S '] — B== — — —— ——— 2— —=— = ͤo — 45 b ͤͤͤͤͤͤſͤ ——. 8 == „ —— — — 240. Lalye Cayu tatam! aupt! vole h kron 95 on gelleleta Und jier, m tkaetitet, g mir. edles Argit ſonſten ſie elt⸗gewichtn iſpeyt? we arbe deinee en lippen hi genomuen,d erafft; und 1 konnmen bon gft. 1 Nun, was du, HErr, er⸗ duldet, iſt alles meine laſt: ich hab es ſelbſt verſchul⸗ det, was du getragen haſt. Schau her, hier ſteh ich ar⸗ mer, der zorn verdienet hat: gieb mir, o mein Erbarmer, den anblick deiner gnad. Erkenne mich, mein Hü⸗ ter; mein Hirte, nimm mich an: von dir, Quell aller gu⸗ ter, iſt mir viel guts gethan: dein mund hat mich gelabet mit milch und ſuſſer koſt: dein Geiſt hat mich begabet mit mancher himmels⸗luſt. Ich will hier bey dir ſtehen, verachte mich doch nicht: von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein herze bricht: wenn dein herz wird erblaſſen im letzten todes⸗ ſtoß, alsdann will ich dich faſſen in meinen arm und ſchoos. Es dient zu meinen freu⸗ den und koͤmmt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem leiden, mein Heil, mich fin⸗ den ſoll. Ach! moͤcht ich, o mein Leben, an deinem creutze hier mein leben von mir geben, wie wohl geſchaͤ⸗ he mir Ich danke dir von herzen, *o„JLESuI, liebſter Freund! für deine todes⸗ſchmerzen, da du's ſo gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner treu, und, wenn ich nun erkalte, in dir mein ende ſey! aus der alten Kirche. 151 Wenn ich einmal darf ſcheiden, ſo ſcheide nicht von mir: am ende aller leiden, trit du zugleich herfuür; und wenn mir oft am baͤngſten wird um das herze ſeyn, ſo reiß mich aus den angſten, kraft deiner angſt und pein. Erſcheine mir zum ſchilde, zu troſt in noth und tod, und laß mich ſehn dein bil⸗ de in deiner creutzes⸗noth: da will ich nach dir blicken, da will ich glaubens⸗ voll dich veſt an mein herz dru⸗ cken; wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl. 241. Ein uraltes Gebet. IErr JEſu Chriſt, wahr'r Menſch und GOtt! der du litt'ſt marter, angſt und ſpott, fuͤr mich am ereutz auch endlich ſtarbſt, und mir dein's Vaters huld er⸗ warbſt! Ich bitt durchs bittre lei⸗ den dein, du wollſt mir ſun⸗ der gnaͤdig ſeyn. Wenn ich nun komm in ſterbens⸗noth, und ringen werde mit dem tod; Wenn mir vergeht all mein geſicht, und meine oh⸗ ren hoͤren nicht, wenn meine zunge nicht mehr ſpricht, und mir vor angſt mein herz zer⸗ brichtt. Wenn mein verſtand ſich nicht beſinnt, und mir all menſchlich huͤlf zerrinnt: ſo G 4 fomm 152 Lieder komm, o HEer Chriſt, mir behend zu hülf, an meinem letzten end, Und fuͤhr mich aus dem jammerthal, verkürz mir auch des todes aual, die boͤſen geiſter von mir treib, mit deinem geiſt ſtets bey. mir bleib, Bis ſich die ſeel vom leib abwendt; ſo nimm ſiendonr in deine händ! der leib hab in der erd ſein ruh, bis ſich der juͤngſte tag naht herzu. Ein frolich auferſtehung mir verleih, am jungſten g'richt mein fürſprecher ſe 34 und meiner— nicht mehr gedenk, aus gnaden mir das leben ſchenk! Wie du haſt zugeſaget mir in deinem wol f das trau ich dir. Fuͤrwahr, füͤr⸗ wahr, euch ſage ich: wer mein wort haͤlt und glaͤubt an mich, Der wird nicht kommen ins gericht, und den tod ewig ſchmecken nicht; und od er gleich hier zeitlich ſtirbt, mit duchehn er drum gar ver dirbt: Sonnden ich will mit ſtar⸗ ker hand ihn reiſſen aus des todes band, und zu mir neh⸗ men in mein reich, da ſoll er denn, mit mir zugleich, In freuden leben ewiglich: dazu hi i uns ja gnaͤd dach; Ach HErx, vetgifg all unſre ſchuld! Hilf, daß wir war⸗ ten mit tgeduld, Bis unſer ſtundlein lein koͤmnt herbey, auch unſer glau ſtets wacker ſey, dein'm! wort zu trauen veſtiglich, bis wir einſchlafen ſel iglich. 242. Die VII. Blutvergieſſun⸗ gen. Den m heiligen blut des HEryn zu gefallen gehn wir mit andacht und mit liebe wallen, die wunden frohn ſeyn unſre wonn. Gegruͦ ſſeſt ſeyſt du in dei⸗ 4 i blute! komm uns und. allen ſundern zu gute! wir ruffen dich an demuthiglich. O JESul! dein blutfur uns vergoſſen und überm leib auf die erde geſchoſſem, beſprengt die ganze welt mil⸗ diglich. O blutiger Heiland! ich moͤcht dich umfangen, al dem viel tauſend bluts⸗ tropfen hangen, auffaſſen den ſaft, den nrn ſaſt. Um alle ſeine blutige wunden will ich Den preiſen zu allen unden, der uns durch ſie erloͤſet hat. O heilige Seit! in dir will ich liegen; wenn mein leib liegt in den letzten zuͦ⸗ gen, mein ſeel bereit faͤhtt in die Geit. Des erſte bhe⸗ ſo JEüus hn us vergoſſen, nachdem acht tage zeit verfloſſen, ſchreyt zu GOtt um bar nherzigkeite Klüntne ch! ui k ſey de dane deſtiglih, elann 242. Blutveri gen. n — eiligen bla an ge fün ſ andacht un ten, di m lch iſt er den hoͤlliſchen hun⸗ ſihnne den, geſchrieben mit roſin⸗ 8 ni farben biut. imm Du ſolſtt die klein⸗ und 4 den um an groſſen Knaben ſur.d deine er⸗ 55 4 ſte wunde haben: Juͤnglin⸗ vher uh ge halten ſich ihr in ehr: den tie de Eie wennſe ni al die gawen II. o wird gefunden ſo un⸗ iger Feiln verdroſſen ein Gaͤrt⸗ h unm ner, der ſeine blumen begoſ⸗ aufn frm mite Lihenennſ ſchweiß und 4 1 8 enrem lu den blauyg Den Gäetner hab ich am le 3 Aberg gefunden; eh El von ill iide Iudiichen haͤnden gebun⸗ kunden, den, ſprengt'Er durch alle rloͤſet ha., ſchweiß⸗loͤcher blut. ge Seitt Senn ſchweiß, mit theu⸗ gen; vem rem blut vermenget, aus'm. in den un ganzen leib den garten be⸗ ſeel bent ſprenget, den Er dem Vater t. zur luſt gaͤbob. 1 1 Mns wiel el bekenner und e blat Mart'rer kommen, Jung⸗ ſen nacheat frauen und Witwen, als. ſuſm n Ih hone dlumen, mit welchen. armaherion) ie kiuch ſo ſchon geziert. aus der alten Kirche. er iſt als GOTT vom himmel kommen, aber der menſchheit hat Ers gewon⸗ nen, daß ihr all knie gebo⸗ eyn. 9 nenn en Heiland bedeut mir dieſer namen, ſo uns verſprochen aus Davids ſaa⸗ men, der uns mit blut erloͤ⸗ ſoll. So⸗ edel und ſuͤß wir den namen gefunden, ſo ſchreck⸗ daͤmpfen, der koͤm nt mir 153 All jammer, angſt, ſchwi⸗ tzen, all leiden und kaͤmpfen will ich mit ſeinem ſchmerze r nie aus meinem ſinn. Dein ſchweiß und blut laß uͤber uns regnen, uns kan auf erden nichts beſſer ſeg⸗ nen. O theurer ſchweiß! o heiliges bli it! III. Mit geiſſeln, riemen zer⸗ ℳ fleiſcht zerſchlagen, zer⸗ riſ en, blutig, voll wunden und plagen war dein Jung⸗ fraͤulich zarter leib.: 1 Wer hat doch, HER R! dein fleiſch umfangen, und hat im geiſt kein gnad em⸗ 32 n? Dein fleiſch und blut mich ſpeiſen thut. Ein troͤpflein laß herſpr⸗⸗ ten und ſpringen von dei⸗ nem leih, und mein herz durchdringen, ſo iſt mein ar⸗ me Ddet getroͤſt. Mehr als E m troͤpflein von oben thut flieſſen, dein blut⸗ſchatz ganz haͤuffig die erd begieſſen: o was ein groſſe gutigkeit! Wer kan, o HERR! dein liebe durchgrunden? wer kan durchfor, ſchen deine wun⸗ den? Sär wunden, geht auf, uud ſaßt mich ein! Von ſohlen zum ſchei kel kein geſunden flecken find ich, da man eine nudel möcht ſtecken, ſo biſt du uberadl zer⸗ peitſcht. G F Durch 154 Durch deine blutige ſtrie⸗ men und beulen ſind wir ge⸗ heilet vom weinen und heu⸗ len; haſt uns erhalten zur ewigkeit. IV. Nachdem du geduldet ſtrick', ketten und rie⸗ men, zerfleiſcht mit geiſſeln, voll beulen und ſtriemen, wardſt du verhoͤhnt, mit dornen gekroͤnt.: O beulen! o wunden! o plagen! o ſtriemen! o geiſſeln! o wunden, ſtrick, hacken und riemen! mit blut ſeyd ihr gefäͤrbet roth. Mein's herzens allerlieb⸗ ſtes Herze! dich will ich ver⸗ ehren in doͤrnern und ſchmer⸗ ze. Du edle Ros! deine liebe iſt groß. O bluͤhende Ros,mit doͤr⸗ nern durchſtochen, wie ſterb⸗ lich hat dein leib gerochen! in dem geruch ich lauffen will. Kein muͤh und arbeit haſt du geſparet, kein troͤpflein blut im haupte verwahret, 5 muſt fuͤr mich vergoſſen eyn. „Durch dieſes blut muß himmel und erden, wollen ſie frucht bringen, feucht ge⸗ macht werden, auch ich durch euch, ihr wunden frohn! V. S ein ſchweres ereutz muß IEſus tragen, dadurch erneuert ſein' wunden und Lieder plagen, das blut uͤber de ſchultern rollt.:;: Aus grauſamer geißlung ganz ſchmerzlich verſehrtans wechslung der kleider a⸗ friſcht und verzehrt, wel dadin fleiſch und haut ge⸗ ebt. Den berg nauf trug En ti fiel oft zur erden, demuthig geduldig in allen geberden fepch er wol auf die ſchaͤde⸗ 4 Viel blutige fußtritt hat Er uns verlaſſen auf dieſet ſo ſchweren und ſchmerzt⸗ chen ſtraſſen; es ſchnatt und ſchwitzt der kraft⸗lof HErr. VI. Unſchuldiges bammlen ne muſt auf den ſchragen, man wird haͤnd und fuͤſet mit naͤgeln durchſchlagen, an der ſchlacht⸗bank erſtun⸗ men muſt.:, Nach bitterm lab⸗trunt des eſſigs und gallen zieht man Ihn aus, das blut thut wallen uͤbern verſehrten ſchwuͤrigen leib. Ganz bloß und nackend iſt Er geſtanden vor alet welt zu ſpott und ſchanden leht au das creutz, das bol m lag.„, 8 Man warf Ihn ruͤckling auf harten boden, ward a V — das ſchmaͤhlige ereutz erſ⸗ ben, mit naͤgeln an das ho geheft. Dr — 5— — — — in — — 1 — 1 — — — — —— n derg na tzur mu er wol af blutige i 8 rr 1 VW. zuldigeslin iſt auf da vitd hondn ageln duce lattn nl- ſt. 7. igen leid nz bloß und geſtanden rſpott udt n das etelg mäͤhlige cun t nägeln end er HErr angenagelt unnDergefclagen, will uns kein blut im leibe verſagen, mit g'walt aus haͤnden und fuͤſſen es ließt. Trink eins ſeine heilige blutes⸗ſaͤfte, darinn verbor⸗ gen goͤttliche kraͤfte, die ma⸗ chen uns ſein'm bilde gleich. VII. Ein wunde find ich in der ſeiten, durch die wir in den himmel ſchreiten, aus welcher flieſſet ol und wein. Furs heilige blut will ich mein herz verkauffen, ſo thue dich auf, und laß mich'nein lauffen; o blutiger JEſu! o laß mich'nein! Die mutter⸗ſtadt der hei⸗ ligen ſeiten giebt GOttes⸗ natur⸗theilhaftigkeiten, der weinſtock giebt den reben aft. Aus dieſer ſeitenzum ewi⸗ gen leben, koͤmmt leib und blut zum abendmahl geben, in, ds iſt kein ganz ſaera⸗ m ent. HERR! durch die fuͤnf roſinfarbene wunden haſt du ſünd, teufel und tod uͤber⸗ wunden, bringſt freud und wonn, o gnaden⸗bronn! Diß heilige blut giebt Gottes⸗kraͤfte, den pilgern troſt und heils⸗ geſchaͤffte. So kommt nun wallen, jung und alt, zu ehrn der heili⸗ gen bluts⸗geſtalt!:: aus der alten Kirche. 1/5 HVYMNI PASCHALES. 243. Vita Sanctorum. Der heilgen leben thut — ſtets nach GOtt ſtre⸗ ben, und alle auserwehlten hie auf erden ſolln Chriſt gleich werden, drum iſt Er eſorben, ſolchs zu erwer⸗ en. O Chriſt vom himmel! erneu uns von innen in die⸗ ſen heiligen oͤſterlichen ta⸗ gen, uns ganz zu entſchlagen all weltlicher freuden, ernſt⸗ lich ſie meiden. Des todes KaͤmpferChriſt, GOttes Sohn, Schoͤpfer, mit preis erſtanden von des todes banden, uns erlo⸗ ſet hat, mit theurbarem loh⸗ ne, alſo gewonnen. Nun iſt erhoben ſein ge⸗ walt mit loben, ſitzt zu ſei⸗ nes ewigen Vaters Rechten, endlich zu richten aller men⸗ ſchen bosheit, mit ernſtem urtheil. O menſch, bedenk das fleiſig ohn unterlaß, dein gemuth ſtetiglich zu Ihm richt veſtiglich, mit ganzem glauben, daß du ſeiner freu⸗ den nicht werdſt beraubet. Das gieb uns, Vater, durch Chriſt, deinen zarten, daß wir dein's willens moͤ⸗ gen ſo erwarten, in unſerm leben deines Geiſtes wir⸗ kung empfindlich werden. G 244. Chriſt 156 4 Chriſt iſt erſtanden von der —* marter alle, des ſolln wir alle froh ſeyn, Chriſt will unſer troſt ſeyn, Kyrie eleiſon! War Er nicht erſtanden, ſo waͤr die welt vergangen: 244. ſeit daß Er erſtanden iſt, ſo lob'n wir den Vater JEſu Chriſt, Kyrie eleiſon! 245. Salve feſta dies. Alſo heilig iſt der tag, daß ihn niemand mit lob er⸗ fullen mag, weil der einge G Ottes Sohn heut die hol⸗ le uͤberwand, und den leidi⸗ gen teufel darinnen band damit erloſt Er die Chriſten 246. Erſchienen iſt der herrliche tag, dran ſich niemand gnug freuen mag: Chriſt, unſer HErr, heut trium⸗ phirt, all ſein feind' Er ge⸗ fangen fuhrt, Hahelujah! Die alte ſchlang, die ſund und tod, die holl, all jam⸗ mer, angſt und noth hat uüberwunden IEſus Chriſt, der heut vom lod erſtanden iſt, Hall. Am ſabbath fruͤh mit ſpe⸗ cerey kamen zum grab Ma⸗ rien drey, daß ſie ſalbten Lieder Marien⸗Sohn, der vom tod war erſtanden ſchon, Hall. Wen ſucht ihr da? der engel ſprach: Chriſt iſt ei⸗ ſtanden, der hie lag, hier ſeht ihr die ſchweis⸗tuͤcher⸗ lein, geht hin, ſagts bald dan zungern ſein! Der junger furcht und herzeleid heut wird verkehre in lauter freud, ſo bald ſie nur den HErren ſahn, ver⸗ ſchwand ihr trauren, funaht uUund zag'n. Der HERR hielt ein ſehr ſreundlich geſpraͤch mit zweyen jzungern auf dem weg, vor freud das herz in leib ihn'n brannt,, im bred⸗ brechen ward Er erkannt. Unſer Simſon, der theute Held, Chriſtus, den ſtarken lowen faͤllt, der hollen pfol⸗ ten Er hintraͤgt, dem teufal all ſein g'walt erlegt. — ÿ —= — — —— 4— 2————— 5—— 5—— —— — 8*— 1 4 — — — — * Jonas im walffiſch nati drey tag; ſo lang Chriſtus im grab auch lag: denn lan⸗ ger Ihn der tod kein ſtund in ſeinem rachen behalten kunt. Sein'n raub der tod muß fahren lahn, das leben ſiegt und gewann ihm an: zel⸗ ſtort iſt nun all ſeine macht⸗ Chriſt hat das leben wiedel⸗ bracht. Heut gehn wir aus Eghy⸗ ten⸗land, aus Pharabnis dienſt und band, und das recht’ Oſter⸗Laͤmmelein wit elſen heut im brod und wein. Junger fn dent n; fur neh Drren ſi iir i trana zean- Pndlich geſe ſinen 1 t freud di n dranntin vanden Siinſon i hr iſtus, da dai üͤllt der hole jintragt d gwalt elbe s im walft z; ſo langd n rachen t Lran ub de h jn, dasl gs li 1 dun ihm w. nun al ſein 1 ardosläa beaw gehn winb auls 1 ſer lin lelu ah h t in brodune gluch eſſen wir die ſüſſen duidef Moſes GDlles volk gebot; kein ſauerteig ſoll ah uns ſeyn, daß wir leben von ſunden rein. Der ſchlagend engel vor⸗ uͤber geht, kein erſig und er bey uns ſchlaͤgt: unſre th huͤr⸗ ſchwelln hat Chriſti blut be⸗ ſtrichen, das haͤlt uns in hut. Die ſonn, die erd, all creatur, al''s, was betruͤbet war zuvor, das freut ſich heut an dieſem tag, da der welt⸗furſt darnieder lag. Drum wir auch billig ſroͤlich ſeyn, ingen das Hal⸗ ein, und! HErr Jen Chriſt, zu troſt du uns erſtanden biſt. Hal⸗ kelujah! h) Surrexit Chiriſtus hodie. Erſtanden iſt der heilig Chriſt, Hallelu! Halle⸗ kujah! der aller welt ein Troſter iſt, Hallelujah! Den tod Er nun erlitten hat, um aller menſchen miſ⸗ ſethat. Drey frauen uahine nſpe⸗ cerey, und gienge n hi in zum grab ohn ſcheu. Sie ſuchten den HErrn JEſum Chriſt, der aller welt ein Troͤſter iſt. Sie ſahen engel bef be⸗ kleidt, die öhn n verkundet groſſe freud. Entſetzet euch, ihr frauen, nit! denn Chriſtus heut el⸗ ſtanden iſt. aus der alten Kirche. oben dich, 1)7 Das ſollt ihr ſagen Petro bald, und nndern jungern gleicherg'ſtalt Denn in Galllaͤg zumal, werden ſie ſehen Cyriſtum all' O JESll, lieber HErre GOtt, behut uns für der ſunden⸗ not)h. Gieb, daß wir von dem tod erſtehn, un nd mit dir ins neu leben gehn Zu dieſer oſkerlichen zeit, Hahhe lu! Hallelujah!“ ſey GOtt der HErr gehenedet Hallelu jah! 248. Cun lag in todes⸗ ban⸗ den, fuͤr unſre ſuͤnd ge⸗ geben, der iſt wieder erſtan⸗ den, und hat! uns bracht das leben: deß wir ſollen froͤlich ſeyn, Genbſ und ihm dankbar ſeyn, und ſingen: Hallelujah! Hallelujah! Den tod niemand zwin⸗ gen kunt bey allen menſchen⸗ kindern: das machet alles unſre fuͤnd„ kein unſchuld Wiſ zu finden: davon kam der tod ſo bald, und nahm iber uns gewalt, hielt uns 35 Lin im reich gefangen. JEſus Chri ſſui GOttes Sohn, an unſer ſtatt iſt kommen, und hat die ſuͤnde abgethanz; damit dem tod genommen all ſein recht und ſein gewalt, da bleibet nichts, denn tods⸗geſtalt, den ſtachel hat er verlohren. 158 Es war ein wunderlicher krieg, da tod und leben run⸗ gen: das leben das behielt den ſieg, es hat den tod ver⸗ ſchlungen: die ſchrift hat verkuͤndigt das, wie ein tod den andern fraß; ein ſpott aus dem tod iſt worden. Hier iſt das rechte Oſter⸗ Lamm, davon GOtt hat ge⸗ boten, das iſt, hoch an dem ereutzes⸗ſtamm, in heiſſer lieb gebraten; deß blut zeichnet unſre thuͤr: das haͤlt der glaub dem tode fuͤr, der wuͤrger kan uns nicht ruͤh⸗ ren. So feyren wir das hohe feſt mit herzens⸗freud und wonne, das uns der HErr erſcheinen laͤßt: Er iſt ſelber die ſonne, der durch ſeiner gnaden glanz erleuchtet un⸗ ſre herzen ganz: der ſunden nacht iſt vergangen. Wir eſſen itzt und leben wohl im rechten oſter⸗fladen: der alte ſauerteig nicht ſoll ſeyn bey dem wort der gna⸗ den. Chriſtus will die koͤſte ſeyn, und ſpeiſen unſre ſeel allein: der glaub will keins andern leben, Hallelujah! 249. Ad 6249 Agni. Kommt, ſeyd gefaßt zum Lammes⸗mahl! am geiſt geziert mit weiſſen roͤcken: wir ſind im rothen meer der ſchuid nich lljehen ehn em HErrn, der unſer Furſt, ſey lob ohn alle zahl. Lieder So iſt denn Chriſtus unge feſt, das Lamm zum chnaie hingegeben; das ungeſaurt brod zum unverfaͤlſchten le ben, das iſt ſein opfer⸗ſieiſch das Er uns koſten laͤßt. O opfer aller ehren wert dadurch der hoͤllen ſchlo zerbrochen! was ſonſt der ſatan band, koͤmmt nun her⸗ vorgebrochen, und win durch Chriſti tod zum leben umgekehrt. „Der HErr ſteht auf und laͤßt ſein grab, Er hat den abgrund uͤberwunden; den mord⸗tyrannen ſelbſt und ſeine macht gebunden, und bricht von Edens thor de ſtarken riegel ab. Du Urſprung dieſer gan⸗ 15 zen welt! erhoͤr dis unſer oſter⸗bitten, und rette, nul du dir ſelbſt haſt ſo theur erſtritten von dem, wasman fäittod und ſonſt fuͤr unfal alt. Lob ſey dir, HERRe den alles ſingt, der du vom tod erſtehſt ins leben, mit Vaten und dem Geiſt, der und mehr kraft kan geben, bih daß die ewigkeit den la der zeit verſe lingt. N 250. Cœlum aſcendit hodie. Der Koͤnig aller herrlich keit(Hallelujah! Hal⸗ lelujah!) faͤhrt uͤber all himmel heut. Hallelujah! Hallelujah! eit — ——— tHErn ſige in grab, d nd üͤberwune ⸗tyrannen a macht gedan von Edendt riegel ad zUrſprungm elt! erhöt itten, undm r ſelbſt hai ten von dee d und ſenti V ſey dir, 9 ſingt, der un itzt zu des Vaters rech⸗ tr dan wo Er das bun⸗ des⸗buch bekoͤmmt, und die ſieben ſiegel wegnimmt; als HErr vom himmel, ſee und d. lannee vater David pro⸗ phezeyt, das geht zu end auf dieſe zeit: GOtt ſprach zu Dabids Jehova:“Lieber *GOtt, komm, und ſetz dich 66 a! 2 Jehova ſitzt beym Jeho⸗ ve hoͤchſten throne GOt⸗ tes da. Gluͤck zu dem HErrn aufs allerbeſt, bey dieſem groſſen ſieges⸗feſt! Der heiligen Drey⸗Ei⸗ nigkeit ſey dank und lob auf dieſe zeit, dem Vater in dem vater⸗thron und Sohn und Geiſt, ins Lamms⸗Per⸗ ſon! 251I. Chriſt fuhr gen himmel, da ſand Er uns hernie⸗ der den Troͤſter, den Heili⸗ gen Geiſt, zu troſt der ar⸗ men Ehriſtenheit. Halle⸗ t ins lebenn lujah dem Geiſ, kraft kan a i enift it verſchline * 9 1 290 lum aſcendt! König ahn, eit(Holebnn h1) ſährtn Chriſtus, unſer Heiland, ſitt zu GOttes rechter hand, vertrit das arm“ menſchlich geſchlecht, daß wir durch Ihn werden gerecht. Hallelujah! Waͤr Er nicht hingangen, der Troͤſter waͤr nicht kom⸗ men, ſeit daß Er nun hin⸗ gangen iſt, ſo haben wir den GBeiſt dur iſt,. Geit düich Ehriſ, Hale aus der alten Kirche. 159 Gen himmel fuhr der hei⸗ lig Chriſt, der aller welt ein Heiland iſt, Hallelujah! Hallelujah! Halleluſah * 252. Spiritus Sancti gratia. Des heilgen Geiſtes reiche gnad die herzen der apoſtel hat erfuͤllt mit ſeiner guͤtigkeit, geſchenkt der ſpra⸗ chen unterſcheid. Darum mit freuden lobet GOtt, der uns ſein'n Geiſt gegeben hat. Er ſand ſie aus in der welt kreis, zu predigen mit allem fleiß, mit manchen zungen, GOttes wort, den creaturn an allem ort. Dar⸗ um ꝛe. Er ſprach zu ihnen: Neh⸗ met hin den Heilgen Geiſt mit hohem ſinn, der wird euch lehren ganz gewiß was vergangen und kunftig iſt. Darum ꝛc. Derhalben wenn ihr wer⸗ det ſtahn vor koͤngen, fuͤrſten, denkt nicht dran, was ihr ſollt reden zu der ſtund, vom himmel ſolls euch werden kund. Darum ꝛc. Mein Geiſt wird geben euch zur ſtund verſtand, und oͤffnen euren mund, daß euch kein liſt noch g'walt ſo groß von meines worts bekennt⸗ niß ſtosß. Darum ꝛc. Nun lobet all den Troͤſter werth, der uns all wahr⸗ heit hat gelehrt, hat abge⸗ wandt all ungenad, viel 8 en Sn 8“ 4 1——————— Me eeoee ee e 1oneeeei enot te94 se ece— 160 ben uns geſchenket hat. Darum ec. Darum mit groſſem freu⸗ den⸗ſchall ſing'n wir dem HErren allzumal; Lob ſey der heilgen Dreyfaltigkeit von nun an bis in ewigfeit! Darum mit freuden lobet GOtt, der uns ſeinen Geiſt gegeben hat. 253. Mun bitten wir den Heil⸗ R gen Geiſt um den kech⸗ ten glauben allermeiſt, daß er uns behüte an unſerm ende, wenn wir heimfahrn aus dieſem elende. Kyrieleis! S. die folg. Claſſe. 254. Veni Sancte Spiritus, keple c. Herm. Contr. Gr. v. Wehr. Fomm, Heiliger Geiſt, er⸗ fuüll die herzen deiner glaͤubigen, und entzuͤnd in ihnen das feuer deiner goͤtt⸗ lichen liebe, der du durch mannichfaltigkeit der zungen die voölker der ganzen welt verſammlet haſt, in einigkeit des glaubens, Hallelujah! 255. Veni Creator Spiritus. Komm, GOtt Schoͤpfer, Heiliger Geiſt, beſuch das herz der menſchen dein, mit gnaden ſie fuͤll, wie du weißt, daß dein geſchoͤpf vor⸗ hin ſeyn. Lieder Denn du biſt der Tröter genannt, des Allerhochſten gabe theur, ein geiſtlich ſalb an uns gewandt, ein lebend brunn, lieb und feur. Zund uns ein licht an in verſtand, gieb uns ins herz der liebe brunſt, das ſchwach fleiſch in uns, dir bekannt, erhalt' veſt dein kraft und gunſt. Du biſt mit gaben ſieben⸗ falt, der finger an GOttes kechter hand, des Vaterz wort giebſt du gar bald mit zungen in alle land. Des feindes liſt treib von uns fern, den fried ſchaff bey uns deine gnad, daß wie dein'm leiten folgen germ⸗ und meiden der ſeelen ſchad. Lehr uns den Vaten fen⸗ nen wohl, darzu JEfum Chriſt ſeinen Sohn, daß wir des glaubens werden volh dich beyder geiſt zu verſtahn. GOtt Vater ſey lob und dem Sohn, der von den todten auferſtund, dem Tro⸗ ſter ſey daſſelb gethan, in ewigkeit alle ſtund. b 25606. Veni Sandte Spiritus,& emitte&c. Nob. Fr. Rex. Kom, Heiliger Geiſt, HEl⸗ re GOtt, erfuͤll mit dei⸗ ner 1 r8 er gnaden gut deiner glaͤu⸗ bigen herz, muth und ſinn, dein brünſtig lieb entzund in „ ihn'n! O HErr! dulch dei dde hn. Ne n 55 AA 8 — aus der alten Kirche. — z lichtes glanz zu dem Aenertetanm let haſt das volk aus aller welt zungen: das ſey dir, HErr, zu lob gf. ſungen. Hallelujah! Hal⸗ lelujah! ouj heil heiliges Licht, edler Hort, u uns leuchten des nlebens wort, und lehr uns 608d recht erkennen, von herzen Vater Ihn nennen. e un O HErr! behut vor frem⸗ der lehr, daß wir nicht mei⸗ Kn ſter ſuchen! mehr, denn IE⸗ ſum Chriſtum mit rechten a glauden, und Ihm aus gan⸗ zer macht vertrauen. Hahe⸗ ddein na 4 lnjade liten ſian Du heilige Brunſt, ſuͤſſer 9 Troſt, nun hilf uns froͤlich ſam und getr oſt in deinem dienſt beſtaͤndig g bleiben, die truͤb⸗ fal uns nicht abtreiben. John HErr! durch dein kraft uns 5 in bereit, und ſtark des fleiſches un blödigkeit, daß wir hier rit⸗ tt Var ſhn terlich ringen, durch tod und — — = — — —— — — — —— — — — —— ——— — — — —— — —— — — — — — ohn, der N leben zu dir dringen. Hal⸗ 8 mdd lelujah! Haleluzah! 1 6 2 5 57. 2 9 O lux beata Trinitas. Sand v 2 Der du biſt Drey in Einig⸗ keit, ein wahrer GOtt 5 lilr if dem 8 von uns weicht, laß Och üünà 161 armes lied ruͤhmet dich, itzundzimmer und ewiglich. GOtt Vater, dem ſey ewig ehr, GOtt Sohn, der iſt der einig Hn„und dem Troͤſter, Heiligen Geiſt, von nun an bis in ewigkeit! 258. Mein 60T und HERR allein bin ich, kein an⸗ der gott ſoll irren dich: trauen ſoll mir das herze dein, mein eigen reich ſollt du ſeyn. Kyrieleis! Du ſollt mein'm namen ehren ſchon, und in N noth mich ruffen an. Du ll heilgen Un ſabbath⸗ tag, daß ich in dir wirken mag. Dem vater und der mut⸗ ter dein ſollt du nach mir gehorſam ſeyn. Niemand toͤdten, noch zornig ſeyn, und deine ehe halten rein. Du ſollt einem andern ſtehlen nichts, auf niemand falſches zeugen ichts, deines nechſten weib nicht begehrn, und all ſeins guts gern ent⸗ behrn. 259. CRriſte qui lux es. Chriſt, der du biſt der helle tag, vor dir die nacht nicht bleiben mag, du leuch⸗ teſt uns vom Vater her, , uud tiſß des lichtes Prediger. Ach lieber HErr, behut uns heint in dieſer nachs vorm boͤſen feind, und na 162 uns in dir ruhen fein, daß wir vor dem ſatan ſicher ſeyn. Obſchon die augen ſchla⸗ fen ein, ſo laß das herz doch wacker ſeyn, halt uͤber uns dein rechte hand, daß wir nicht falln in ſuͤnd und ſchand. Wir bitten dich, HErr IEſu Chriſt, behuͤt uns fuͤr des teufels liſt, der ſtets nach unſrer ſeelen tracht, daß er an uns hab keine macht. Sind wir doch dein er⸗ erbtes gut, erworben durch dein theures blut: das war auch deines Vaters rath, als Er uns Dir geſchenket at. Befiehl dein'm engel, daß er komm, und uns bewach, dein eigenthum; gieh uns die lieben waͤchter zu, daß wir vorm ſatan haben ruh. So ſchlafen wir im na⸗ men dein, dieweil die engel bey uns ſeyn. Du heilige Dreyfaltigkeit, wir loben dich in ewigkeit! 260. It. Fhriſte! der du biſt tag — und licht, vor dir iſt, HErr, verborgen nichts. Du vaͤterliches Lichtes glanz, lehr uns den weg der wahrheit ganz! Wir bitten dein goͤttliche kraft, behut uns heint in dieſer nacht! Bewahr uns, das fleiſch in Lieder Bane, dor⸗ h ater der barmherzigkeit „Vertreib den ſchweran ſchlaf, HErr Chriſt, daßuns nicht ſchad des feindes liſt zuͤchten reine ſey, ſo ſind wir mancher ſor gen frey. „So unſre augen ſchlafen ein, laß unſre herzen wacker ſeyn: beſchirm uns GOttes rechte hand, und los und von der ſuͤnden band. Beſchirmer, HErr, der Chriſtenheit, dein huͤlf al⸗ zeit ſey uns bereit! Hif uns, HErr GOtt, aus alli noth, durch dein heilig fun wunden roth! Gedenk, o HErr, dar lin ſchweren zeit, darinn der leib gefangen leit! der hel die du haſt erloͤſt, gieb, o HErr IEſu, deinen troſt GOtt Vater ſey lob ehr und preis, dazu auch deinen Sohne weis, des Heilgen Geiſtes guͤtigkeit, von nun an bis in ewigkeit! 261. Da pacem Domine. eerleih uns frieden gua⸗ ₰☛ diglich, HErr GOthu unſern zeiten, es iſt doch ſa kein andrer nicht, der füt e uns koͤnte ſtreiten, denn duin unſer HErr GOtt, alleine Gieb unſerm furſten und aller obrigkeit fried und git vor allem leid, Gott 4 — —— ———— — — — —— —— —— — — —— regiment, daß wir unter L KNes aus der alten Kirche. p nen ein geruhiges und ſtilles nen ingernhten in aller gottſeligkeit und erbarkeit, Amen. 2062. Aufer immenſam&c. end ab deinen zorn, lie⸗ ber GOtt! in gnaden, und laß nicht wuͤten deine ſchwere ruthe: richt' uns nicht ſtreng nach unſern miſ⸗ n ſethaten, ſondern nach gute. irmer, h Denn ſo du wollteſt nach heit, dnt verdienſte ſtrafen, wer koͤnte uns bet deinen grimm und zorn er⸗ Ar GDha tragen? es muͤßt' vergehen, rc den e was du haſt erſchaffen, vor roth! deinen plagen.. nt, ohh Vergied, HErr, gnaͤdig zeit, dn unſre groſſe ſchulde, laß ngen eitn uber das recht deine gnade haſt euti walten: denn du verſchonſt, ſEin deun nach deiner groſſen hulde, t Vauergt uns zu erhalten. is,damn Sind wir doch arme wei, d wurmlein, ſtaub und erden, gitiget; mit erb⸗ſund, ſchwachheit, newixti noth und tod beladen: war⸗ um ſollnn wir denn gar zu⸗ 261 nichte werden im zorn ohn pacem Dau gnaden! Sieh an deins Sohnes ih uns fän creutz und bitter leiden, der lich Hergt uns erloſet hat mit ſeinem eitn git blute, eroffnen laſſen auch nſte auge unſte ſem, ſchiemm and, un ſünden! drer viceI ſein herz und ſeiten, der welt te ſteitn n 1 bflen 3 Darum, ach Vater! laß unen as unad ich Gerdeden Sein J lünee ſtum wolleſt geben: mach 163 uns ſamt Ihm des himmel⸗ reiches erben, mit dir zu leben. 263. Id Ninm von uns, HERR,⸗ du treuer GOtt! die ſchwere ſtraf und groſſe noth, die wir mit ſuͤnden ohne zahl verdienet haben allzu⸗ mal. Behuͤt fuͤr krieg und theurer zeit, fuͤr ſeuchen, feu'r und groſſem leid. Erbarm dich deiner boͤſen knecht, wir bitten gnad, und nicht das recht: denn ſo du, HErr, den rechten lohn uns geben wolltſt, nach unſerm thun, ſo muͤſt die ganze welt vergehn, und koͤnt kein menſch vor dir beſtehn. Ach HErr GOtt! durch die treue dein, mit troſt und rettung uns erſchein: be⸗ weis an uns dein groſſe gnad, und ſtraf uns nicht nach un⸗ frer that: wohn uns mit deiner gute bey, dein zorn und grimm fern von uns ſey. Warum willſtt du ſo zor⸗ nig ſeyn uber uns arme wur⸗ melein? weißſt du doch wohl, du groſſer GOtt! daß wir nichts ſind dann erd und koth. Es iſt ja vor dein'm angeſicht unſre ſchwachheit verborgen nicht. Die ſuͤnd hat uns verder⸗ bet ſehr, der teufel plagt uns noch vielmehr, die welt, auch unſer fleiſch und bünt, un 164 uns allezeit verfuͤhren thut. Solch elend kennſt du, HErr, alein, ach! laß es dir befohlen ſeyn. Gedenk an deins Sohns bittern tod, ſieh an ſein heil⸗ ge fuͤnf wunden roth! ſind ia fuͤr die ganze welt die zahlung und das löſe⸗ geld; deß troͤſten wir uns allezeit, und hoffen auf barmherzigkeit. Leit uns mit deiner rech⸗ ten hand, und ſegne unſer ſadt und land: gieb uns allzeit dein heiligs wort, be⸗ huͤt fuͤrs teufels liſt und mord, beſcher ein ſeligs ſtuͤn⸗ delein, auf daß wir ewig bey dir ſeyn. 264. Media vita&c. itten wir im leben ſind mit dem tod umfan⸗ gen: wen ſuchen wir, der hulſe thu, daß wir gnad er⸗ langen? das biſt du, HErr, die alleine. Uns reuet unſre miſ⸗ ſethat, die dich, HErr, er⸗ zurnet hat: Heiliger HEr⸗ re GOTT! heiliger ſtarker GOTT! heiliger barm⸗ herziger Heiland! du ewiger GOTT! laß uns nicht ver⸗ ſinken in des bittern todes noth. Kyrieleiſon! „Mitten in dem tod an⸗ ſicht uns der hoͤllen rachen: wer will uns aus ſolcher noth frey und ledig machen? das thuſt du, HErr, glleine, Kieder es jammert dein baymher⸗ zigkeit unſer ſuͤnd und gloß ſes leid: Heiliger HErn GOTT! heiliger ſtarter GOTTI heiliger barmhen⸗ ziger Heiland! du ewige GOTT! laß uns nicht ber zagen vor der tieffen huͤllen⸗ glut. Kyrieleiſon! Mitten in der höllen⸗ angſt unſre ſuͤnd uns tue⸗ ben: wo ſoll'n wir denn fii⸗ hen hin, da wir moͤgen bie⸗ ben? zu dir, HErr Chriſ alleine: vergoſſen iſt dein theures blut, das gnug fül die ſunde thut. Heiligen HErre GOTTI heiligen ſtarker GO TT. heiligen barmherziger Heiland! du ewiger GOTT! laß un nicht entfallen von des tath⸗ ten glaubens troſt. Kh⸗ rieleiſon! 265. Iam mceſta quieſce querela. Hoͤrt auf mit trauren und klagen, uͤber dem ſoll niemand zagen: er iſt ent ſchlafen als ein Chriſt, ſein tod ein gang zum leben iſt. Der ſarg und grab drum wird geziert, der leib ehrlich begraben wird, daß wit glaͤuben, er ſey nicht todd er ſchlaͤft und ruhet ſanftin GOtt Wol ſcheints, es ſey un all's dahin, weil er da liegt ohn muth und ſinn: doch ſoll ſich bald finden wiehs .—-—— L———— ꝗD=—— — C—j 3—— ““ E= - — —— — 4 —— — ger 60. tentfalen gan iſon! —— —— — — rand zah ſen absef e ein gang t. er ſarg ben, el Naſt undt t. 2*2 ol ſcheinte6 ad ſ 1 —— aus der alten Kirche. lehn und kraſt in alle glie⸗ den werden dieſe todte V nn bein erwarmen und ſich fu⸗ ſan gen fein zuſammen mit kraft und leben, GOtt wirds herk⸗ lich wieder geben. Der leichnam der itzt liegt und fiarrt, wird nun gar au bald, in ſchneller fahrt, in in luſten ſchweben unbeſchwert, gleichwie die ſeele leicht hin⸗ faͤhrt.... Ein waitzen⸗koͤrnlein in der erd liegt erſt ganz todt, durr und unwerth, doch kömmts hervor ganz ſchoͤn und zart, und bringt viel fruͤcht nach ſeiner art. Der leib, gemacht vom erden⸗kloß, ſoll liegen in der 165 erden ſchoos, und ſoll da ruhen ohne leid, bis daß er wieder auferſtehtt. Er war der ſeelen haͤuſe⸗ lein, die blies GOtt mit ſein'm athem drein, ein edel herz, recht muth und ſinn, war durch die gabe Chriſti drinn. Den koͤrper nun die erd bedeckt, bis ihn GOTT wieder auferweckt, der ſeins geſchopfs gedenken wird, welchs ward nach ſeinem bild formirt. Ach! daß nun käͤm der⸗ ſelbig tag, da Chriſtus nach ſeiner zuſag wird wieder⸗ bringen ganz und gar, was in der erd verſcharret war! 8eSSeeeeeeeeee 265. ⁸ Vater der barmher⸗ Agkeit, brunn aller 8— gutigkeit, laß heut deine gnad zu uns flieſſen, und uns der genieſſen. Chri⸗ ſte, GOttes Sohn, der du von dem hoͤchſten thron ge⸗ ſandt in dieſe welt biſt kom⸗ men, uns allen zu ſrommen: komm auch in unſre herz⸗ und ſinnen, und wohne darinnen. O Heiliger Geiſt, wahrer GOtt, ſey unſer Aus der Bruͤder⸗Kirche. troſt in aller noth: mach unſre ſeel geſund, daß wir, wirklich und aus herzens⸗ grund, lieden den neuen bund. O Vater, der du den Heiland, Chriſtum, uns haft geſandt, laß uns ſeines ver⸗ dienſts auf erden nicht be⸗ raubet werden. Chriſte, menſch und GOtt, lebendi⸗ ges himmel⸗brod, ſpeiſ und erguick unſre durftigkeit mit deiner ſuͤſſigkeit, daß wir ſtark und wohl geſchickt wer⸗ den, 166 den, zu guten geberden. O Meiſter der auserwehlten, der gpoſtel und propheten, in goͤttlicher weisheit, lehr uns auch, aus gnad und gu⸗ tigkeit, den weg zur ſeligkeit. O Vater, der du uns lie⸗ beſt, und deinen Sohn gie⸗ beſt, hilf, daß wir uns veſt an Ihn halten, und mit nicht abſpalten. Chriſte, himm⸗ liſch Licht, unſer troſt und zuverſicht, goͤttliche weisheit, ſonn und klarheit, voller gnad und wahrheit: leucht und regier uns mit deinem wort an dieſem dunkeln ort. O goͤttliche Kraft von oben, erfull uns mit deinen gaben, verleih uns gnaͤdiglich, was uns hie und dorten iſt ſelig, und dir, HErre, loͤblich. 267 Lob ſey dem allmaͤchtigen GOtt, der unſer ſich er⸗ barmet hat, geſandt ſein'n allerliebſten Sohn, aus Ihm geborn, im hoͤchſten thron. Auf daß Er unſer Heiland wurd, uns freyte von der ſuͤnden⸗burd, und durch ſein gnade und wahrheit fuͤhrte zur ewigen klarheit. O groſſe gnad und guͤtig⸗ keit! o tieffe lieb und mil⸗ digkeit! GOTT thut ein werk, das Ihm kein mann, auch kein engel verdanken GOtt nimmt an ſich un⸗ ſre natur, der Schoͤpfer ei⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. ne ereatur ein armes verachtet nich menſch in ihrem leib. Des Vaters wort bagh ewigkeit wird fleiſch in ale i reinigkeit: das A und 9 anfang und end, giebt ſi 1 fuͤr uns in groß elend. weib zu werde n „Was iſt der menſch, wasſ † iſt ſein thun, daß GOtt ſutat in ihn giebt ſeinen Sohn! watt hn darf unſer das hoͤchſte Gutzt dh daß es ſo unſerthalben thutſ recze O weh dem volk, das t 9¹ Dich veracht, der gnad ſichit nicht theilhaftig macht nict a hoͤren will des Sohnes tin e ani denn auf ihm bleibet GOtt ntn tes grimm. Ath blti O+ menſch, wie daß dust nicht verſtehſt, und deinn Koͤnig entgegen gehſt! dertze 19 dir ſo ganz demuthig koͤmnt i der. und ſich ſo treulich dein an dei e nimmt. diſa Man Ey! nimm Ihn heut ut e freuden an, bereit Ihm dar al nes herzens bahn: aufdaß Er komm in dein gemnh und du genieſſeſt ſeiner git. är Unterwirf Ihm deine det⸗en nunft in dieſer gnadmete t chen zukunft; breit untett ſeiner heiligkeit die werkde lag ner gerechtigkeit. 0, Kht Dem Vater in dem hch ad ſten thron, ſamt ſeinem in gebornen Sohn, dem Halſ 4 gen Geiſt in gleicher wei ſey ewiglic dank, ehr und i * prei 48. 268. Von t danae 4 nen hinäheg dten — — ——— —— — eſt in laihe! 1 T, E — — 191 t blieb. Alte Bruͤder⸗Lieder. 255. la n Adam her ſo lange Vint war unſer fleiſch vermaledeyt, ſeel und geiſt bis in tod verwundt, am ganzen menſchen nichts ge⸗ und: Uns hat umfangen groſſe noth, uͤber uns herrſchte ſuͤnd und tod, wir ſunken in der hoͤllen grund; da war niemand, der helfen kunt. GOtt ſah auf aller men⸗ ſchen ſtaͤtt nach einem, der ſeinen willen thaͤt: Er ſucht einen mann nach ſeinem muth, fand aber nichts denn fleiſch und blut. Denn die rechtſchaffne heiligkeit, wuͤrdigkeit und gerechtigkeit hatten ſie in Adam verlohrn, aus wel⸗ chem ſie waren gebohrn. Als Er ſolch groß ſiech⸗ thum erkannt, und keinen arzt noch helfer fand: dacht Er an ſeine groſſe lieb, und wie ſein wort wahrhaftig Er ſchwur ein'n eyd dem Abraham auch dem David, von ſeinem ſtamm, verhieß zu geben ihnen den Sohn, und durch Ihn der welt hulf G zu thun. Er thats auch den prophe⸗ F ten kund, und breitet's aus durch ihren mund: daher köͤnig' und fromme ie wol, wie ihr herz begehrt, deß leiblich nicht leut ſein z warteten vor langer zeit. 167 wurden gewaͤhrt; doch hat⸗ ten ſie im glauben troſt, daß ſie ſollten werden erloͤſt. Da aber kam die rechte zeit, von welcher Jacob pro⸗ phezeyt; las Er Ihm eine jungfrau aus, ein'm mann vertraut, von Davids haus. In der wirkt' Er mit ſei⸗ ner kraft, ſchuf, vom blut ihrer jungfrauſchaft, das rein' und benedeyte Kind, bey dem man gnad und wahrheit findt. O. Chriſte! benedeyte Frucht, empfangen rein in aller zucht, gebenedey un mach uns frey: ſey unſer heil, troſt und arzney! 269. Menſchen⸗kind! merk eben, was da ſey dein leben, warum GOtt ſeinen Sohn, geſandt von dem hoͤchſten thron, hat laſſen menſch wer⸗ den hier auf dieſer erden. „Nemlich, daß Er lehrte, dich zu ſich bekehrte, fuͤr dei⸗ ne ſchuld ſtuͤrbe, dir genad erwurbe, dich vor GOtt pertraͤle, und ſtets fuͤr dich ete. Und daß Er, durch ſein'n eiſt, den Er einen Troͤſter heißt, und durch ſein wort ommen, dir zu troſt und frommen, moͤcht in deinem herzen wohnen, ohne ſchmer⸗ en. Ey! gieb ſtatt dieſem Geiſt, und thu, was dich GOtt heißt: oͤffne deines herzens 168 herzens pfort, daß Chriſtus, durch ſeyn wort, in dich moͤ⸗ ge kommen, und ſtets in dir wohnen. Alsdann ſieh gar eben, daß du, dich ergeden in gott⸗ ſeligs l leben Ihm nicht wi⸗ derſtreben„ ſondern einen willen allzeit udiſ erfuͤllen, Seine lil beweiſen, mit der that Ihn preiſen, ſtets in allen ſachen munter ſeyn und wachen, daß du Ihm in allen moͤgeſt wohl ge⸗ fallen. Wirſt du dich recht hal⸗ ten, ſo min Er dein wal⸗ ten, dich laſſen genieſſen ein friedſam gewiſ iſſen, dir auch zeugniß geben zum ewigen leben. Itzt muſt du viel leiden, deinden willen meiden, und auf allen ſeiten mit dem ſa⸗ tan ſtreiten: doch, es wird dir wohigein wenn du das wirſt ausſtehn. ſeaſe wirſt du froh ſeyn und ledig aller pein, im verklaͤrten leben mit dem HErren ſchweben, voller freud. un nd wonne leuchten wie die ſonne. Wohl nun dem, den GOtt zeucht, und durch inen Geiſt erleucht, daß er Chriſtum annimmt, wenn Er durch ſein wort koͤmmt, und bey ihm ſeinen fleiß thut, denn ſeine ſach iſt gut. O komm, HErre JEſu, z ſchick dein armes volk zu, Alte Bruͤder müuthig, Lieder. daß und darnach in dei liner duh lobe del ne namen in etwig Amen keit, 3 2 Gl laͤubige ſeel! ſchaun den ) HErr und Koͤnig 1 kommen, dir zu troſt und es deinen willen tg 9 frommen; Er laͤßt ſich att vorhin anſagen: ſiehl daan du J ſei endin rie von herzen nag⸗ jagen. Die propheten han van ſeiner zukunſt prophezeht zhm thuſt behage un ſäſte geſchrieben vor langer zein wie Er hie, in den zeiten, fur ſein volk, auf ab len ſeiten, als ein Held und Koönig, ſollt tetn geſtalt, von ſe uno vonfe Er dunc I letzten Er iſt freundlich, ſ ſ 4a 2s li c ich und wohkft hr groſſer krat ſf gründ't all' herzen und ſitt nen, es iſt nichts verbolgettt 2 vor Ihm: wer Ihn bi acht, hat ſein keinſ gewin Glaͤubig herze, freu dich heut GOttes deines HEr⸗ ren und des Koͤnigs der ei⸗ ren: denn Er koͤmmt nn 1 von deinetwegen als an gnaͤdger abend⸗regen⸗ dich von all deinem unflath ti fegen. b Er koͤmmt zu dir, nicht von wegen deiner frommig keile ſondern aus barmhele Er will dir 5* en beweike dich geiſtl u —— ——— — — E “ = 4 — — — — Alte Bruͤder⸗Lieder. weiſe ſpeiſen, daß du Ihn ewig moͤgeſt preiſen. Schmuck Ihm dein haus, gieb Ihm ſtets in deinem herzen ruh, und was Er dich heißt, das thu! ſo wirſt du ſein’ Allerliebſte ſeyn, in heiliger zierd geben ſchein, und mit Ihm ewig ſeyn ohne pein. O JEſu Chriſt! unſer Heiland, Troſt und Zuver⸗ ſicht! verlaß dein armes u, volk nicht: verleihe, daß es dir nachſchreite, ſein herze mit ſleiß bereite, und ſeine werk dir unterbreite! 271. Nu laßt uns, zu dieſer friſt, begehn eintraͤch⸗ tiglich die Menſchwerdung IEſu Chriſt, fuͤr uns ſo gnaͤ⸗ diglich. Denn Adams boͤſe begierd macht all' menſchen unrein; daß davon gehol⸗ fen wuͤrd, muſt ein neu'r Adam ſeyn. 1 Der engel ſprach: GOt⸗ tes kraft die wird dich um⸗ geben, alſo daß dein' jung⸗ frauſchaft wird unverſehrt bleiben. Die frucht, ſo aus dir entſpringt, wird heiſſen G Ottes Sohn, ein Lamm, das die ſund wegnimmt, das ſelig machen kan. Es iſt allen kund gethan dieſe goͤttlich geſchicht, daß GOtt menſch iſt worden ſchon, der hoͤll und tod zer⸗ bricht. In kummer und durftigkeit iſt Er hie erſchie⸗ 169 nen: daß Er uns die ſelig⸗ eit wieder moͤcht verdienen. 272. Fraurig herze! hoͤr und „merk ſehr freudenreſche maͤhr: GOttes Sohn koͤmt zu dir her, und will dich er⸗ quicken und ſegnen, ſein'n troſt laſſen auf dich regnen; ſieh nur, daß du Ihm thuſt begegnen. Er kommt zu dir, ſanft⸗ muthig, freundlich und wohl⸗ gemuth; denn Er weiß, was dir noth thut: Er will des ſatans reich zerſtoͤren, dich aus ſeinem gefaͤngniß fuͤhren, und ſein troͤſtlich wort laſſen hoͤren. „Die propheten han vor⸗ laͤngſt auf Chriſtum gezeiget, der ſich zu dir itzt neiget; und will dir ſeinen Geiſt ver⸗ leihen, dich mildiglich bene⸗ deyen, und von all deinen ſunden freyen. Ey nu ſchick dich, und nimm heut GOtt, deinen HErren, auf; und was Er ſagt, da merk drauf! gieb dich Ihm, und laß dich re⸗ gieren: ſo wird Er dich lieb⸗ lich zieren, und zu der ewgen freude fuͤhren. HäErr IESu, komm! komm und richte unſre her⸗ zen an, leit und fuhr uns deine bahn: hilf daß wir, in reinem gewiſſen, dein ohn unterlaß genieſſen, und de dankſagen ohn verdrieſ⸗ en. H 273. Fro⸗ 273. Frolockt, ihr Jungen und Alten! denn GOtt hat d wort gehalten, ace ſein erbtheil, auf fgeri icht ſe heil, geſandt den ver beih 15 Immian nuel. Ver mag was beſſers erdenken, das uns GOtt haͤtt tt noge ſchenken, als dieſe z Heiland, der IE⸗ SllS enam nt, fuͤr unſern Seliomach cher wird erkannt! Ruͤhmet G Ott, alle Gemei⸗ nen, a ab t luſt an Chri ſto, dem Reinen, laßt Ihm den ſurg ang, ſagt Ihm lob und dank! un d ſinget froͤlich der engel wim Preis ſey GOtt, auf erden ſey ſried, und uns katen in Chriſto herzlich wohlgefallen! Aſ z⸗„ ½1 er der bar 6 un a ſein mit aler innigkeit, als ein knec ht eiwien 3n hat nicht wollen onden hert ern dienen. Jah n. alles um derer willen geſchehn die vor der 4 auserwehlt ſe yn und berſehn auf daß ſie mi ſto waͤre n einig, und in ſeiner wenihen rein und heilig, Alſo durch den glau lben verfuͤget mit GOtt, erlang⸗ ten vergebung ihrer miſſe⸗ r 8 — 7 that, und durch ſeine theure Alte Bruͤder⸗Li eder. theilhaftigkeit wieder ſi⸗ men zur erſten heiligkeit. Vollend', was du in und angefangen haßſt, Und leit unſern geiſt nach deines her⸗ zens luſt: regier unſer heu und ganzes leben, und n dir mißfaͤllt, das mach di eben. 275. Chri iſtus iſt auf erd'n e⸗ ſchienen, daß Er uns moͤch e dier nen, und ale feindſche aft bey GOtt ſchlich⸗ ten, ſein; n bund mit uns ewig aufrichten. Er nahm an ſich unſke menſcht ſeit, md. aleii ihre ſchw Aeie 1¹, daße er, den tod und alle ſünde, darinnen kraͤftig übe rwinde. 1 O wie gar ge in lieber Die⸗ ner, ein Her and und MWet⸗ ſuͤhner hat 1 s hie heimge⸗ ſucht von obe* druber Er billig iſt zu loben. Er iſt der recht' Grund und Eckſtein, darauf ſich ſei⸗ ne Gemein grut uanial el⸗ bauet in einigkeit, zu wah⸗ rer lieb und gel rechtigkeit. Sein wort iſt nun unter allen gar kraͤftiglich erſchol⸗ len, daß Er ein Heiland ſey ſey der armen, der ſich will je⸗ dermanns erbarmen. O HErr GOtt, dir ſeh lob und dank, daß du und der welt Heiland haſt aus barm cherzigkeit gegeben, de daß Er uns bring zum ewgen leb 4 en. Ver⸗ — — — ⁴ - — eoreg Alan — Jfad reinef elſh v Alre Bruͤder⸗Lieder. Verleih uns, HErr GOtt, allenſamt dein' gnaͤdge hulf und beyſt daß wir an⸗ t und beyſtand, daß w. ine hangen deiner wahrheit,und n darnach kommen zu der klar⸗ 1 heit. 276. ausgang von oben, haſt beſucht uns ſunder, willſt aus gnad begaben deine lie⸗ ben kinder mit himmliſchem reichthum, zieren dein eigen⸗ thum, den armen elenden all dein gut zuwenden, o milder Heiland! Ob du wol der Herrlichſt' biſt im himmel und erd, und der Allermaͤchtigſt', welchem nichts vergleicht werd: noch niedrigtſt du dich ſelbſt, da⸗ mit du uns aufhuͤlſſt; wirſt uns gleich erfunden, allein al ohne ſuͤnden, o milder zc. Was hat dich beweget, daß du biſt erſchienen? was hat dich erreget, uns ſun⸗ dern zu dienen, ohne dein' lieb und brunſt gegen alle umſonſt? die hat dich ge⸗ zwungen, und zu uns ge⸗ drungen, o milder ꝛc. Dir mocht nicht erweh⸗ ren die meng' unſrer ſuͤnden, noch dein herz abkehren, vor dir gnad zu finden. Ach! groß iſt deine huld, gegen all unſrer ſchuld, darinn wir gebohren, waren all verloh⸗ ten. O milder ꝛc. Ach zerreiß die himmel, haben viel gebeten, neig ſie, 171 fahr herab ſchnell, und thu uns erretten! Nun iſt ſolchs geſchehen, wie es war ver⸗ ſehen, der ſieg iſt erhalten, wollſt auch unſer walten, o milder ꝛc. Solchs laͤßt du verkän⸗ den, und ſehr weit ausbrei⸗ ten, von kind zu kinds⸗kin⸗ den, unter allen leuten. Und der tochter Zion ſagſt du vor allen an: ſieh, dein Koͤnig kommt zu dir, daß Er die lieblich zier. Kom, milder ꝛc. O du tochter Zion, du chriſt⸗glaͤubiges volk! zeuch nun deine frend an, dich deckt ein' gnaden⸗wolk. Fro⸗ lock heut von herzen, vergiß aller ſchmerzen, ſey getroſt und ſrolich! denn aus lieb beſucht dich dein milder Hei⸗ land. Nimm an deinen Koͤnig, der da luſt hat zu dir; ſey ihm unterthaͤnig, oͤffne deins herzens thuͤr! ſprich Jan an mit freuden: O mein Koönig und HErr, wolleſt mich nicht meiden, noch dich von mir ſcheiden. O milder Heiland! 2/77. Laßt. uns froͤlich und ein⸗ „traͤchtig ſingen, die zeit ſeliglich zubringen, reden von goͤttlichen dingen! GOttes Wort iſt in goͤtt⸗ lichem weſen im anfang bey GOtt geweſen, wie wir in Johanne leſen. H 2 172 Dis Wort iſt wahrer GStt und 1.Dttes Sohn, Eingebohren im hochſten thron. Das zeuget die drit— te Pe erſor n, rſtlich durch propheten uns wojalninen, darnach durch ev ungeli ſin, auser⸗ wehlte frot mine Chriſten. Laſſet uns Vater und Geiſt vertrauen, auf ihr wolt den Aiaerhen bauen, bis wir dort auch werden ſchauen. Denn unſre vernunſt iſt itzt viel zu ſchwach, ſie faſſet nicht ſo tieffe ſach, deß iſt uns Adam ein urſach. Nun iſt unſer GOttes Sohn herkommen, hat leib und ſeel angenommen, ſein'n anse wehlten zu from nen; Hat ſich ſehr genied rigt nach der m tenſchheit, ohn ver⸗ Kütung ſeiner Gottheit, koſt unſte noth und oinaſh⸗ heit. O menſch, ſchau an des Sohnes wurdigkeit! wie Ihm, mit unte erthaͤn igkeit, aiizeit di ie engel ſind be keit. hm gehorcht und dienet des hinune ls heer, Ihm ſind gehorſam wind und meer, auch fur rcht t Ihn der boſe femnd ſ 5 Er riche int hie in kum⸗ mer und armuth, thuts ab er alles dir zu gut, zu daͤmpſen ſe 4 3 über nuth. laͤßt ſich durch ſein Sot n verkünden, daß du Alte Bruͤder⸗ Lieder. Ihn wiſſeſt zu finden: zu vergebung deiner ſünden. Ob Er di wol itzun ſcheint einfaͤltig; ſo fig Et doch gar gewaltig dhe begaben mannichfaltig. O JESu, von Marin gebohüen geb⸗ erſt auch dei auserkohrnen, daß ſie nich werden verlohren. Verleih, daß ſie, i innerlich verneuet, und dir im glau⸗ ben vertrauet, hie und dort werden erfreuet. 278. GdOttes Sohn iſt kommen uns allen zu fromme hier auf dieſer erden in ar men geberden, daß Er und von ſunde freye und ent⸗ binde. Er kor umt auch noch heu⸗ te, und le ehtet die leute, wie ſie ſich von ſünden zur baß ſollen finden, von irrthum und thorheit treten zu der waßrheit. men und ſein'n die enſt an⸗ nehmen durch eimn rechten. glauben mit ganzem ber⸗ trauen, denen wird Er eben ihre ſund vergeben ken in den aerament 8 ſelber zur ſpeiſe, ſein⸗ zu beweiſe n daß ſie bng nie ſlen in ihrem gewiſſen. Die al lſo bekl eiben und be⸗ ſtaͤndic ig bleiben, dem HErren in aulen trachten zu le Die ſich ſein nicht ſchͤ⸗ — =—= — —+ ———— —— E 2 — EEEE — —— — — — = — EE — — ⁵ — — — — = 2 — — öZ.— = BE— — — — —— —— — — PB —— —— — — — — — — —— 1 28 LSpmitih all zu fir dieſ erdenn Id, dy. de ſſe wn. unt uchwc⸗ hro die lan enden g den von in * heit treten Alte Bruͤder⸗Lieder. len, die werden mit freuden ch von hinnen ſcheiden. an Jn bald und behende kömmt ihr letztes ende, da wird Er vom boͤſen ihre ſeel erloͤſen, und ſie mit ſich fuͤh⸗ ren zu den engel⸗choͤren. Wird von dannen kom⸗ men; wie denn wird ver⸗ nommen, wenn die todten werden erſtehn von der er⸗ den, und zu ſeinen füſſen ſich darſtellen muüſſen. Ey nun, HErre JESuI, ſchicke unſte herzen zu, daß wir alle ſtunden im glauben erfunden, darinnen verſchei⸗ den zur ewigen freuden. 279. Anf! laſſet uns zu dieſer riſt lauffen all eintraͤch⸗ tiglich, zu dem kindlein JE⸗ ſu Chriſt, der da, iſt aller welt Heiland maächtiglich. Wir dienen Ihm von her⸗ jens grund alle ſtund, ſpre⸗ chen al mit Einem mund: Preis und ehr ſey dir, Koͤ⸗ nig aller heers? Lob ſey dir, GOtt im hochſten thron, daß du, aus lieb, uns zu gut, ſolche wohl⸗ that haſt gethan, durch deinen Sohn; Ihn geſandt in groſſer demuth. Hilf, heiligkeit genieſſen zur ſelig⸗ keit, würdiglich, allhie und dort ewiglich. 173 280. Es iſt heut ein ſroͤlich tag, nun hoͤre zu, wer hoͤren mag: Hallel. GO TT hat ein groſſes ding gethan, uns geſandt ſeiwn lieben Sohn, den, Maria auser⸗ kohrn, jungfraͤulich hat ge⸗ bohrn. Es hat GOtt er⸗ fuͤllt ſein wort, und aufge⸗ than des himmels pfort, Hallelujah! Nun vollendet ſich die nacht, der ſeind ver⸗ liert ſeine macht, Chriſtus nimmt ihm ſeine ſtaͤrk und zerſtöͤrt ſeine werk. Lob ſey GOtt in ewigkeit, der ſeine barmherzigkeit vor uns ar⸗ men nicht verſchleußt, ſon⸗ dern gar reichlich ausgeußt, wie ſichs heute beweiſt. Es freut ſich der en⸗ gel ſchaar: denn ein tag geht an hell und klar, der Glanz der Gott's⸗ herrlich⸗ keit, die Sonn der gerechtig⸗ keit, Meſſias, ein ſtarker Held erſcheint auf dieſer welt: der heiligen engel ſpeis giebt ſich den menſchen gleicher weis. Wer nun dieſer recht geneußt, Ihn veſt in ſein herze ſchleußt; der lebt ewiglich in GOtt, uberwindt hoͤll und tod. Lob ſey ke. daß wir ſeimr gerechtigkeit, „Ein engel koͤmmt ſchnell einher und bringt den hir⸗ ten gute maͤhr, ſpricht: fuͤrcht't euch nicht, ihr lie⸗ ben leut! denn euch iſt ein H 3 Heiland 8 90 4 p „und 77 ii! HA 1Se lie — —— §⁹ 47 8 82 en ſo m tra 1 ₰ℳ L 0 en ge⸗ iner gna — —— —2— 232öES=E — 3* 15 —, 80————*— 5. 3— 2 4 8 ℳ .—“—„ 3 8 4 8„ 8₰. 8 67—. 83————S,= 4₰ ————— ₰ 4 Snn ch heie b eleng 1 d N en, hdir l dih bi nd du fii cc, grr h ſcin ilſieg nin d I ein ut 3 Nd ga ſf it 1 1 4* wadhan Alte Bruͤder⸗ Wirſt du ſeinen bund recht hanei. in ſeiner lieb nicht erkalten; ſo wird Er deiner Dich geiſtlich traͤnke 2r und ſpeiſen, ſeine giit an dir weiſen, daß du Ihn möge dr prei iſen. Was du von Ihm wirſt begehren, wird Er dir treu⸗ lich pewähhen dich darnach auch verklaren. Daß du ſat int ſei n'n feuer⸗ flammen, frolich ſingeſt ſei⸗ nem namen,(Hall.) immer und ewig, Amen. 283 3. Kaßt uns ſingen, an tag bringen, mit herz und mund: des Heilands wohl⸗ walten, that machen kund. Lob, ehr und preis, mit allem fleiß, ſ ey dir allzei von nun an bis in ewigken 224. Gott nahm an ſich unſt natur, der Scho⸗ vier bin ereatur, und verfu 3 die menſchheit mit der h hen Gottheit: der hat der teufel gef faͤllt, daß er nicht mehr gefangen hal t GOttes 45 zerkohrne, in Ihm neuge⸗ bohrne. O Chriſte! laß deinen ſtern, dein rein wott, den deinen, die deß von her⸗ zen begehrn, kraͤftiglich er⸗ 285. Lieder. 175 ſcheinen: dadurch ſie, zu dir gelenkt und dir ganz und gar geſchen nkt, dem fen ange⸗ winnen 1, in deiner theil haf, tigkeit, zur ewigen ſeligke; it, frey y fahren von hinnen. 286. Der neugebohrne Künig, Chriſtus, unſer HErre, erfreut uns heut nicht we⸗ nig, offenbart ſein' ehre. Darum ſtyloe ket, i ihr hey⸗ den, und ſprecht Ihn an mit frenden: O gnad⸗ rei⸗ cher Heiland! verleih, daß wir dich preiſen, dir alle ehre be veiſen. rein menſch iſt nie geboh ren, deß man ſo begehre kei n. m 8 ſole Cs wiederf ren, der ſo unverſehret, gan ohnl' ſundi igem ſaanten, 4 dieſe e welt waͤr kommen. gnad⸗reicher Heiland! woliſt Luih h unſer troſt ſeyn, mach u! ns! heilig und rein. Du biſt ja dein'm Vater gleich, an reichthum und ſrenden⸗ doch kamſt du vom himmel lreich, füͤr uns hie zu leiden: woütſt balb arm, nackt und blos ſyn„ ließſt dich wickeln in tuchlein; 5 gnad⸗reicher Heiland! hilf 8 lebe n in demuth, ſche lk uns dein ewigs gut. Die heyden aus N Norgen⸗ land brachten eble gaben, von ihnen wardſt du er⸗ kannt und herrlich erhaben: Du gabſt ihn'n ein himm⸗ H 4 liſch 4) † 8 “ X = —— α Ss 5 e, S 176 Alte Bruͤder⸗Lieder. hand, gold, myrrh, weyh⸗ rauch mit ſich nahmen, gen Bethlehem kamen, wo ſe dich, ein Kindlein, funden, in tuͤchlein gewunden, felen nieder, ehrten dich mit edlen geſchenken, auf daß du ſon⸗ derlich ihrer wollteſt geden⸗ liſch licht zu ein'm fuͤhrer und bericht; O gnad⸗reicher Heiland! erleucht uns auch durch dein wort, an dieſem dunkeln ort. Die frommen ſind er⸗ freuet, die dein han erwar⸗ tet, die feind' haben ge⸗ draͤuet, ſind in neid verhar⸗ tet. Du biſt etlichen zum fall, erhebſt der glaͤubigen zahl. O gnad⸗rteicher Hei⸗ land! erſtatt all unſern ſcha⸗ den, durch die fuͤll der gna⸗ den. 287. ENa Chriſtus gebohren war, freute ſich der en⸗ gel ſchaar, ſingend mit froͤ⸗ lichem muth: Preis ſey GOtt, dem hoͤchſten Gut! denn der verheißne Heiland iſt der ganzen welt geſandt, o menſch, mach dir Ihn be⸗ kannt. Suchen wir auch alle gleich den Koͤnig vom him⸗ melreich, geben wir uns un⸗ ter Ihn, lernen demuthig von Ihm: ſo wird Er uns gnaͤdig ſeyn, erloͤſen von ſchuld und pein, ewig bey Ihm laſſen ſeyn. 288. O IEſu Chriſte, heyden⸗ — licht, der du haſt zuge⸗ richt ein'n neuen ſtern, durch deine kraft, der in der hey⸗ denſchaft von Weiſen ward erkannt, die dich ſuchten zu ken. Erſchein allen auserwehl⸗ ten, erfreu die gequalten laß aufgehn deines wortes ſtern allen, die ſein begehrn auf daß ſie ſich moͤgen in dein haus verfuͤgen, ſund und untugend vermeiden, dem ſatan abſagen, deine buͤrd und joch geduldiglic tragen, leib und ſeel, eht und zeitlich gut dir alts heimgeben, nur wenden a⸗ len muth zu dir, Ewigs be⸗ ben! HeNR. du biſt ewig nit dem Vater einig, boßt ihm gebohren, zum Heiland erkohren: durch dein dar⸗ ſtellen* thaͤtſt du unſte ſee⸗ len dem HErrn befehlen. Dein ſich die frommen freuten allzuſammen, gaben dir zeugniß aus rechtem el⸗ kenntniß; ſahn an dir ihl freud, begehrten ihl'n ab⸗ ſcheid: hilf auch uns aus leid! O zartes Kindlein! willt unſer opfer ſeyn, heil und licht und preis, auf disßn — —— , = — —— — = . 2 —— 1 ——— du biſtm jater ein, dn, zum h durch di tſt du un rern beſeg el(.2 1 ih die iim ſamwen aus keche ahn mn. hten ün :auch und Kindlei ehn, „ l9 6 dr eis, alfdi- 1 Alte Bruͤde erden⸗kreis: im tempel es anfieng, zuletzt es am ereutz hieng, bis die ſeel ausgieng. 290. 39¹ lob dem HErren JEſu 0) Chriſt wollen wir itzt ſingen, der uns zu troſt ge⸗ bohren iſt! laßt unſre ſt.mm mit freuden erklingen! Er iſt das allerfrommſte Kind, ſeins gleichen man nicht findt, geſchmuͤckt mit gottlichen gaben; niemand kan Ihn gnug preiſen und loben. Er iſt ganz rein von aller fünd, ein hochgebohrnes Kind, voll aller gnaden und wahrheit, zu GOttes willen tuͤchtig und bereit. Des HErrn Geiſt hatt' auf Ihm ſein ruh, drum wuchs Er und nahm zu an gnade, tugend und weisheit, übt ſich allzeit in der gottſe⸗ ligkeit. Vor allem Er gehorſam war, und GOtt ergeben gar, leiſtt auch den eltern ſein pflicht dar, lebt ohn tadel vor aller menſchen ſchaar. Ganz ſtill, zuͤchtig und demuthig, in worten wahr⸗ haftig: man hoͤrt kein naͤr⸗ tiſch wort von Ihm, und kam Ihm auch keines in ſei⸗ nen ſinn. Mit gedanken, wort und werken, half Er das gut' ſtarken: und was Er andle er ⸗ Lieder. 177 ſollt lehren, das thaͤt Er mit der that ſelbſt bewaͤhren. Alſo leuchtet ſeine ju⸗ gend, voll gottlicher tugend, als ein glanz der gerechtis⸗ keit, in aller unſchuld, wuͤrb⸗ und heiligkeit. Darum Er auch GOtt wohl geſiel, der ſhenkt' Ihm gaben viel, die aus Ihm, als dem Heil⸗bronnen, ſtets ſlieſſen in die herzen der frommen. Du edles Kindlein, JIFſt Chriſt! der du unſer Troſt biſt, wollſt uns kindern deinen Geiſt ſchenken, und unſer heri nach deinem willn len⸗ en. Daß wir die zeit unſrer zugend zubringen mit tu⸗ gend: und alſo folgen deinem beyſpiel, verbringen, was dein lieber Vater will. ** Ae 291. Das leben Chriſti, unſers HErrn, laßt uns prei⸗ ſen mit allen ehr'n und hoch ruhmen ſein herrlichkeit, das amt der ſeelen ſeligkeit. Der Meſſias wohl zube⸗ reit zu dem amt unſrter ſelig⸗ keit, geſalbt von GOtt, ohn alle maaß, weit uͤber all ſein mitgenoß, Verkundigte, mit groſſem ruhm, den armen's evange⸗ lium: Er ſprach die gfang⸗ nen frey und los, bracht ſolch botſchaft aus Vaters ſchoos. * 6 4 agts eſund: Er anz hell und Selr en angeneh⸗ r leid ſude ſeel uſo† itlrs ; erwarb il mach 1 itheil. —— 7 5* veg gebe n. unf er thun war ſp ohn GOtt's maſe ren; aber ſein Sohn ſ 3„kron, drum hei 5 Bon hoͤren. ha d ie bahn gefangen teb. ben Vaters wil⸗ ler zeit, in heiligkeit, vonkö: minlich zu eruhen. Sein will und rath, ſein wort und that ſich fein mit tt vergli ihen mit inn D td eee ehre ſu chen. eltern ſein ehrt' recht der Sohn des A⸗ ntzog ihnenni icht unt pflicht, 8 end't vachheit zum beſten. 1 hſten, 4 8 as nicht verdacht, erat Die weltlich m lacht G nicht veracht, gab! deuf lb ihr gebuͤhre: ſein herrli ichkeit und wuͤrdigkeit theilt Er ijn mit tzur ziere. tellt⸗ in gemein das l hen ſei n zu nutz ein'm jed menſche n, wie ſeinem freund ſo auch dem feind, tha nem böſes wuͤnſchen n. Niemand veracht d 4 4 1 kei⸗ „ all lt bent leib und leben: der waht ſchild ward zum fuͤrbild un allen dargegeben. In keuſchheit rein hiet Er ſich fein mit zuchtigen e berden; ke in boͤſer ſten mocht bey Ihm ſeyn, noch eitz! ing zur d begierden zi 1 S, i 4— 8 Diß. An dieſem Mann n liegt alles an, 8 m laͤßt GOa Ihm gnuͤgen: auf dem El⸗ ſtein ſoll ſein Gemein ſich el⸗ bauen und fuüͤgen. O ſüſſer 37 JESl3l Chriſt, der du unſel Eriü öͤſer biſt, nimm heut an unſre dankſagung, aus ge⸗ naden. Du biſt geboren in al⸗ muth, und haſt vergoſſen und zu gut in der beſchneidung dein rein blut, aus gencen demn fein es wünſche tand berath, 1 ard zun fic lgegeben. euſchheit e ein mitzut 1 dieſem Ma „Iymläßte nüͤgen: auff lſein Geman und fügen 502 H,)* ſer Hern riſt, der N biſt, ninn ankſagung, Rilut abhe Du haſt bis ins dreyſſig⸗ ſte jahr, in ſchwerer arbeit, immerdar, dich demuthiglich muͤhet, aus genaden. 1 uas darnach die tauff empfangen, den neuen bund angefangen, in vollkommner gerechtigkeit, aus genaden. Und da du betetſt nach der tauff, thaten ſich dir die himmel auf: der Vater ſandte ſeinen Geiſt deiner gnaden..„„* ½ Beſtaͤtiget zur ritterſchaft, giengeſt du bald ins Geiſtes kraft in die wuſten, zur pro⸗ birung deiner gnaden. Der ſatan kam, that ſei⸗ nen fleiß, verſuchte dich man⸗ cherley weis, kont aber kei⸗ nen ſchaden thun deiner gnaden. Vom Vater gelehrt und geſandt, giengeſt du aus mit ſtarker hand, den neuen bund zu verkunden, aus ge⸗ naden. Und deine jünger, wohl verſucht, drey jahr lang un⸗ ter deiner zucht, machtſt du zu erſtling'n des glaubens, aus genaden. Du tauffteſt ſie und ſpeiſ⸗ teſt ſie mit deinem leib und blut allhie, zur vergebung aller ſünden, aus genaden. Darnach erlitteſt du den tod, in viel verachtung, hohn und ſpott, fur unſre ſuͤnd und miſſethat, aus genaden. Wurdeſt gelegt ins grabes haus, ſtiegſt in die hoͤll, Alte Bruͤder⸗Lieder. 179 giengſt wieder h'raus, am dritten tag, voller klarheit, aus genaden.. Erſchieneſt darnach dei⸗ ner ſchaar, den apoſteln, den'n bange war, befohlſt ihnen deine botſchaft, aus genaden. Und ſtiegeſt auf zum hoͤch⸗ ſten thron zur Rechten GOt⸗ tes, als ſein Sohn, uns ewiglich zu vertreten, aus genaden. O Chriſte! verſammle dein heer, und regier es mit treuer lehr, deinem namen zu lob und ehr: aus gena⸗ den. 1 Hilf ihm durch dein muͤh und arbeit, daß es erlang die ſeligkeit, lob zu ſingen in ewigkeit deiner gnaden. 204. XEſus Chriſtus, ganz rein⸗ 8 heilig und gerecht, gieng und ließ ſich tauffen ſeinen armen knecht; daß Er die gerechtigkeit auch wirklich erfuͤllte in der dienſtbarkeit. „JEſus Chriſtus, des Hei⸗ ligen Geiſtes voll, gieng drauf in die wuſten, faſtet⸗ lang und wohl; lernte was Er reden ſollt, ward auch da probiret in ſeiner un⸗ ſchuld. IEſus Chriſtus bewaͤhrte auch ſeine lehr mit viel wun⸗ derzeichen, daß ſie goͤttlich waͤr: todte, kranke, blind“ und lahm' mochten wohl H 6 erken⸗ 180 erkennen, von wannen ſie kam. Denn Er rief den kodten, ſo ſtunden ſie auf; und der bli loen aue thaͤt Er leicht⸗ lich auf, Ihm gehorchten wind und meer, und die boͤ⸗ eh geiſter furchten Ihn gar IEſus Chriſtus vollendte ſo ſeinen lauff. Als Er ſei⸗ n 31 juͤngern n gedient mit der tauff und mit ſeinen leib und blut; gieng Er zu ſein'm leiden, in aller demuth. Als Er nun am creutz ſein oyfer hat vollendt; gab E Er winen geiſt auf in des Va⸗ ters haͤnd: zerſtoͤrt, ſo des ſatans haus, nahm ihm ſei⸗ nen harniſch und theilt' den raub aus. IEſus Chriſtus erſtund vom tod hell und klar, und erſchien leibhaftig ſeiner klei⸗ nen ſchaar, ordnet ſie an ſeine ſtatt, daß ſie treulich fuͤhrn ſollt ſein apoſtolat. Ey nun, JEſu verleih kraft dein'm armen volk, daß es dir von herzen und wiit⸗ lich nachfolg, und GOttes gerechtigkeit behalt in der wahrheit, zu der ſeligkeit. 295. O unſer 68tt vom him⸗ melreich! wir ruffen um huͤlf allzugleich: Thu uns mit dein'm ſhid ver⸗ treten, vons teufels pfeilen erretten. Alte Bruͤder⸗ ulig. Lieder. Ob wir gleich ſchwach ſind in dem D hoffen wit doch itzt und allezeit, d wirſt den feind von uns tre⸗ ben, unſer Schutz⸗HErr ſeyn und bleiben. Zerſtoͤr des ſatans wel und kraft, verleih uns deine ritterſchaft;: daß wir! und n dein'n ſieg gruͤnden, und durch dein wort uͤbelwin⸗ den. 206. ◻⸗ Chriſtus der wahre GDt tes⸗Sohn, geſandt von dem himmliſchen thron, iſt hie auf erden erſchienen, uns armen menſchen zu die nen. Der HERR iſt worden unſer knecht, bder Schöpfer die net ſein'm gemaͤcht: E war im wort und weit be⸗ feit, daß Er uns braͤcht zur ſeligkeit Seine lehr war ein uic⸗ ter grund, damit velwalf Er menſchen⸗fund: zeigte drinnen klaͤrlich an⸗ welchs da iſt die rechtſchaß⸗ ne bahn. Sprach: eg, die wahrhen wel be⸗ pehlt GOttes klarheit, der folge mir hie richtig nach er entgeht allem ungemach⸗ Er trug ſein creutz in nie⸗ drigkeit, und duldet t groſ undankbarkeit: Er ſucht der menſchen beſſerung, litt drüber ſchmach und läſte Zuletz und Ich bin det — = ———— K — —— =— — E — — k. glethitas beit ho 1 und alegt, äi nane Schuß⸗He en. den des ſatan wbekleih n ſt. daß. ſieg gul de in wor 296 8, der rwah End ne rmnliſchen 3 erden, en rnende— SeNR iin echt, dee in'm gema wort und Er uns ti lehr un 1 d, dauten ſchen⸗fun rinnen fü a iſt die n ach: Ih wahrheit,n Dtt ttes Ula lain ir hie nihhne 6 alen Vh ug ſeing — ¹ Alte Bruͤder⸗ uletzt litt Er die groͤßt nohn kht, Er von dieſer nhe zu GOtt, zu ſeinem Vater, gehen wollt, und uns ver⸗ dienen ſein ne hul d. Er ſebts Ihm vor die herr⸗ lichkeit, die Ifreud und wonn in ewigkeit, ſit am ereutz den tod williglich, druͤb'r ward Er auch g eldnn herr⸗ l pih acbt wir all, zu die⸗ ſer zeit, des HErrn groſſe muh und arbeit: laßt uns allen fleiß ß wenden an, und richtig gehn auf ſeiner bahn. Hi 5 dern tragen das ereutz und joch, daß wi ir dir mogen folgen nach: worinn wir ſchwach und bl oͤde ſeyn, das erſtatt mit dem leiden dein. O ſtaͤrk uns hie mit dei⸗ ner kraft, auf daß keiner nicht werd jag haft, dir nach⸗ zufolgen allezeit, bis wir kommen zur ſeligkeit! 297. Des⸗ HErr, geruſt't und wohl bereit't, hielt mit dem ſatan einen iehal da Er am ufu litt angſt und noth: nahm ihm ſein macht durch ſeinen tod; Ueberwand den ſtarken ſatan, nahm ſeinen rauf, und gieng davon: erloſt' alſo ſein ganzes reich, re⸗ auer, und wohnt darinn zugleich; Begabt ſ ſie reichlich inner⸗ lich, mit Aauben, lieb und Kieder. 181 zuverſicht: erleuchtet ſie mit ſeinem wort, und wirkt in ihn'n die neugeburt. 298. ER gieng hie auf ganz harter bal bn, fieng bald in ſeiner kindheit an zu lei⸗ den grofſe durf ſtei it, von wegen unſrer ſeligkeit. O Chriſten⸗menſch! ſieh eben zu, wie hie Chriſtus, der GOttes⸗Sohn, erlitten hat groß hohn und ſpott, bis auch zuletzt den bittern tod. O! dank J Ihm deß zu al⸗ ler ſtund, bitt Ihn innig aus herzens⸗grund, daß Er ſeine gerechtigkeit dir mittheil zu der ſeligkeit. Ey nu, lieber HErr JE⸗ ſu Chriſt! weil du fur uns geſtorben biſt, verleih uns, daß wir von herzen recht be⸗ trachten deine ſchmerzen. O HErr! durch deinen bittern tod, ſteh uns hie bey in aller noth, und hilf uns zu der engel choͤr, daß wir dich loben fuͤr und fuͤr. 299. Chriſtus redt von der gna⸗ den⸗ſtund, und fieng au einen neuen bund, gieng und machte kranken geſund. Da gieng Ihm nach ein groſſes heer, welchs Er ſpeiſte mit treuer lehr, das verdroß die ſchrift⸗weiſen ſehr. Uno da das laͤſtern nichts gewann, 182 gewann, thaten ſie jeder⸗ mann in bann, der Ihn fuͤr den Chriſt annahm. Da diß noch jens nicht helfen wollt, ſchloſſen ſie, daß Er ſterben ſollt, ob Ers wol mit nichts haͤtt ver⸗ ſchuldt. Uns kam die gnad aus dieſem tod, ihn'n aber nichts als angſt und noth, welchs alles noch kein ende hat. Nun bitten wir dich, JE⸗ ſu Chriſt! weil du, ſtrafend der Juden liſt, der heyden Heiland worden biſt, Verleih, daß wir, mit dir verfugt, in rechter lieb und zuverſicht, dir thun unſre ge⸗ duhr und pflicht. 300. O Laͤmmlein GOttes, JE⸗ ſu Chriſt! weil du fuͤr uns geſtorben biſt, nimm weg all unſre miſſethat, und ſteh uns bey in aller noth. 301. So groß iſt, HERR deir nam all tag, daß dich ja niemand gung preiſen mag: wenn dich gleich fel⸗ ſen und ſteine, all in eine, ehrten, mit groſſem ſchall; uͤbertrift doch dein guͤt weit ſolchs allzumal. Weil du uns alſo geehrt, in der jugend bald zu dir bekehrt, in deine kirch haſt lan kommen, angenommen; dafuͤr loben wir dich: halt uns bey dir, mach uns ſelig ewiglich! Alte Bruͤder⸗Lieder. 302. Wunderlich ding hat ſich ergangen: Chriſtus ward als ein Koͤnig empfan⸗ gen, da Er zur tochter Zion Das volk gieng Ihm fii⸗ lich entgegen, Ihurjals rſi Koͤnig ehr zu erzeigen, that auch mit fleiß in aller weis. Es nahm Ihn mit groy ſen freuden an, aber bald darnach wards Ihm heſtig gram, daß es Ihm auch ſein leben nahm. O ihr Chriſten, thut al⸗ euren fleiß, gebet Chriſto, unſerm HErrn, loh und preis, dienet Ihm rechtſchaf⸗ fener weis, Und nicht, wie wir bon Juͤden wiſſen, die wohl an⸗ fiengen und bald ablieſſen⸗ derhalb ſie klaͤglich verfließ en. Denn ſie haben ihrm lohn genommen, daß ihn'n nie mand kan zu huͤlfe kommem⸗ wie denn taͤglich wild bel⸗ nommen. 4 O IEſu! hilf, daß wit dich preiſen, unſern glauben mit der that beweiſen, und an dir weiden und ſpeiſen. Wir opfern uns ganz dei⸗ nen haͤnden, du wollſt und nach deinem willen wenden, daß wir ritterlich vollendem Dich hie loben in deinen wahrheit, und dort hernach auch in aller klarheit dir lod ſingen in ewigkeit. 303. Ve⸗ HErun, N enet Ihe net ſie klaͤlih n au hüſfei n taͤglich ni Eſa! hißtg ſem unens that beveſt eiden unſi pfern und he — 1 nem willen mn ritterlih ule Hie loben ai t und dett G 1 pler Karhet ewigteit. 30' * 1* 303. eweinen wir, nach ſeinem Drath, uns ſelber, und nicht ſeinen tod! denn wit, ſo ganz elend und ſchwach, ſind Ihm des leidens ein grſach. Pſbauen wir den Bi⸗ ſchoff an! der unſre ſuͤnd ausſühnen kan, und uns fuhren ins himmelreich: denn Ihm iſt, und wird nie⸗ mand gleich. Ein ſolcher Biſchoff war uns noth, der nicht mehr fuͤrchten darf den tod, der auch unſre ſchwachheit ver⸗ ſucht, unſchuldig ſey, und unverflucht. O Chriſte! ſetz deiwn bit⸗ tern tod fuͤr unſre ſund und miſſethat, ſey, mit deinen opfer, vor GOtt, unſer Ver⸗ ſöhner fruͤh und ſpat. 304. Gelobt ſey GOTT! der 'unſre noth und dürf⸗ tigkeit wohl hat erkannt, derhalben ſeinen Sohn ge⸗ fandt; Auf daß Er, in dieſem elend, die werk ſeiner goͤtt⸗ lichen haͤnd fuͤhrte zum al⸗ lerbeſten end, Sein'n willen uns zu wiſſen thaͤt, leidend am ereutze fuͤr uns baͤt', damit uns ewiglich vertraͤt; Ein prjeſter waͤr in ewig⸗ keit, beſtaͤtiget durchs Va⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. 183 ters eyd, in groſſer ehr und herrlichkeit. 1 Niemand als nur Chri⸗ ſtus allein, der hie ohn alle ſünd erſchein, macht uns mit ſeinem opfer rein. Als Er am ereutz ſein blut vergoß, ſich fuͤr uns opfert⸗ nackt und blos, wuſch Er uns rein und macht' uns los. Dis opfer wird nun ge⸗ ruͤhmet; denn es hat uns mit GOtt verſühnet, und die ſeligkeit verdienet. Vater, ſieh an, wie dieſer Mann, Chriſtus, unſre ſund auf ſich nahm, trug ſie ſo⸗ ſchwer ans creutzes⸗ſtamm, Sich ganz und gar, auf dein'm altat, in aller gnad und heiligkeit, opfert ins todes bitterkeit. 9 GOtt! ſieh bey und benedey, mach uns durch dieſes opfer frey, daß unſer herz ſtets bey dir ſey. Wehr, und laß nicht den boͤſewicht uns verhindern in treuer pflicht, durch Chri⸗ ſtum, unſre zuverſicht. 305⸗ NA. Adam, durchs teufels liſt und bosheit, hatt⸗ verlohrn ſein unſchuld und wuͤrdigkeit, kam er in groſſe noth, und erbt' auf uns alle den ewigen tod. GOtt erbarmt ſich aller menſchen⸗kinder, wollt erlo⸗ ſen alle arme fuͤnder, ver⸗ hieß ihwn eine ſaamen, durch 184 Alte Bruͤder⸗Lieder. durch den ſie ſollten zu gna⸗ den kommen. Der iſt kommen, uns kranke zu heilen, ſeine heilig⸗ keit uns mitzutheilen; daß wir, im gewiſſen, ſeins ver⸗ dienſts zur ſeligkeit genieſ⸗ ſen Alſo hat Er unſre ſtraf getragen, gnad erworben, drinn wir GOtt behagen, duch ſolch bitter leiden, unſre ſach vor GOtt gaͤnz⸗ lich entſcheiden. 306. Wir⸗ waren krank und un⸗ geſund, unſre ſeele war toͤdtlich unde⸗ daß ihr auch niemand helfen kunt. Chriſtus aber nahm unſre ſchuld, trug ſie auf ſein ereutz mit geduld, daß ſie in uns nicht herrſchen ſollt. Da hatt' Er, von unſert⸗ wegen, ſein haupt nirgend hinzulegen: kont weder haͤnd noch füß regen; Doch mit ausgeſtreckten haͤnden bat Er GOtt fuüͤr uns elenden, ſeinen zorn von uns zu wenden. Da wund' Er ſich, mit wehklagen, als ein wuͤrm⸗ lein, in wehtagen, ſchreyend mit weinenden augen. O ihr Chriſten, theuer erkaufft, und ins HErrn tod und bund getaufft ſeht, daß ihr nicht zuruͤcke laufft Weil ihr der welt habt abgeſagt, und Chriſto willig ſethat erl zugeſagt; ſo ſeht, daß i Ihm auch behagt. Weil Er euch hat gebens deyt, daß ihr nun GOttss tempel ſeyd; ſo ſeht, d ihr 5 nicht entweiht. Weili ihh Chriſto ſeyd ei gele ibt; ſeht„ daß ihl ih in- In Un din ibt, und ent zeit. mit; Ihin vertreibt. O JE Sll, hj oilf der Chri⸗ ſtenheit! welch, in deime theil haftigkeit, ritterſchan uͤbt zur ſeligkeit; Daß ſie den ſatan, welt und nde in deiner waßr⸗ heit, uͤberwind, zuletzt die krone bey dir find. 307. XESu ereutz, leiden un pein, deines Heilnn und HErren, bett trachteciß liche Gemein, Ihm zu lot ut ſ ehren. gelitten hat, bis ſtorben, di von deiner miß oͤſt, gnad erworben. JESue richtet aus ein amt, verſorgt ſeine ſchaſtin: eh Er ward zum tod del⸗ ſ dammt, aß Ers oſter⸗lämn⸗ lein; lehrt und ruͤſtt die zunger ſein, wuſch ihnn ihle füſſe; ſetzt' das heilge nacht⸗ 3,3 ein, macht ihmn das creutz fuͤſſe. JESus gieng nach GSttes will, in garten, iu beten: dreymal Er da nie⸗ derfiel in ſein'n groſſen n no⸗ then, rief ſein'n Ueben. 3r Merk, wase Er iſtge ſt rwind, dir find, rren betrate wich bon din oſt gnadene 1S lichtena olgt ſeineſte ard zum e aß Ers hſe 1 reymal Eene ſeinn gat ffeirnjehee „ ter an, mit betruͤbten her⸗ zen; von Ihm blutiger ſchweiß rann, vor angſten und ſchmerzen. JESul! kein' traurigre ſtim, im himmel und er⸗ den, iſt nicht erhoͤrt als von Ihm, vor angſt und be⸗ ſchwerden! denn GOTL drang und warf auf Ihn unſer aller ſunde, ſo ie war von anbeginn, von kind zu kinds⸗kinde. JESus hat, durch ſei⸗ nen tod, dem die macht ge⸗ nommen, der des todes ge⸗ walt hatt ſchreckt' mit furcht die frommen: hat die hand⸗ ſchrift weggethan, von un⸗ ſerm gewiſſen: die ſchied⸗ nauer abgethan, den vor⸗ hang zerriſſen. JESliS iſt das waizen⸗ korn, das im tod erſtorben, und uns, die wir warn ver⸗ lohrn, das leben erworben: bringt viel frucht zu GOt⸗ tes preis, der'n wir ſtets ge⸗ nieſſen: giebt ſein'n leib zu ener ſpeis, ſein blut zum trank ſuſſe. Jell! weil du biſt er⸗ hoht zu ewigen ehren, un⸗ ſern alten Adam tödt', den geiſt thu ernaͤhren: zeuch uns alleſamt zu dir, daß wir empor ſchweben: be⸗ gnad unſers geiſts begier mit eim neuen leben. 9 308. Lob ſing heut, o Chriſten⸗ — helt, und dank GOtt mit Alte Bruͤder⸗Lieder. 185 innigkeit: der dein elend hat angeſehn, und dir ge⸗ ſandt ſeinen Sohn, von dem allerhoͤchſten thron; denn es iſt nur aus gnad geſchehn. O nimms zu herzen, und dankſag Ihm heut, in dieſer gnad⸗reichen zeit. Er macht, nur deinethal⸗ ben, ſein blut zu einer ſal⸗ ben, und vergeußt's dir al⸗ lein zu gut, auf daß Ers dir mittheile, und all dein ſiechthum heile: erquicke al⸗ ſo deinen muth, auf daß du, von allem üubel befreyt, Ihm dankſageſt allezeit. Ey nun, JIESu, GOt⸗ tes Sohn! was ſollen wir arme thun? Du biſt unſer, und wir ſind dein; denn du haſt, durch deinen tod, uns erloſt aus aller noth, daß wir ewig dein moͤchten ſeyn: hilf, daß die vereinigung veſte ſteh, und in keinem weg zergeh! 309. Ndam, gut geſchaffen zur *†⁵ ewigen ſeligkeit, gab ſich dem teufel in unterthaͤnig⸗ keit, ſtarb alſo in ewigkeit. Dieſe ſund und plag erbte er auf all ſein geſchlecht, macht' alſo alle menſchen des teufels knecht, bos und vor GOtt ungerecht. Niemand war im himmel und auf erden, der mit ichten der ſunder ſach vor GOtt haͤtt' moͤgen ſchlich⸗ ten, 186 ten, ſo ſchwere ſchuld ver⸗ nichten! Ich aber, Menſch und GOtt, nahm auf mich all' dieſe ſchuld, opfert' fuͤr die⸗ ſelbe, nicht ſilber noch gold, ſondern mein'n leib mit ge⸗ duld. Ich hab erfuͤllt vollkoͤmm⸗ lich GOttes gerechtigkeit, bin, die mitzutheilen, jeder⸗ mann bereit, der ſie nur ſucht in wahrheit. Ich bin ein Fuͤrſprecher und Mittler vor GOtt be⸗ reit, ein Verſuͤhner der men⸗ ſchen gebrechlichkeit, und ein Weg zur ſeligkeit. Viel verlaſſen ſich frech auf GOttes barmherzigkeit, ſtehn aber nicht nach meiner gerechtigkeit. O weh ihn'n in ewigkeit. Viel weg' und viel weiſen nehmen die leute vor ſich, wollen ſelig werden, aber nicht durch Mich, ſo doch kein weg iſt, denn Ich. Haͤtt' die menſchen ihr werk und verdienſt verſuͤhnt mit GOtt, was haͤtt' ich denn durfen leiden ſolche noth, bis zu dem ſchreckli⸗ chen tod?. So vergebung der ſuͤn⸗ den ohn mittel beliebt waͤr, warum hatt⸗Ich den dienſt, ſacrament und lehr verord⸗ net meinem lieben heer? „Glaubt und folgt Mir allein, ſo werdet ihr Mir eben, und Ich will euch eure Alte Bruͤder⸗Lieder. h ſunden vergeben, und ſche ken gnad und leben. 310. Ich bin dein HENRNR GOTT, der dir hi aus aller noth, hab michn gnaͤdig erzeigt, und ſteun lich zu dir geneigt. Deine ſuͤnd waren guoh und deine hosheit ohn man 8 d da vergoß ich dir zu gut an lieb, mein unſchuldig blut⸗ Warum verſchmaͤhſt in mich, und wirfſt mein suu hinter dich? Womit habihſht dich beleidigt, oder dich entn beſchaͤdigt?. Warum verachteſt dumic oder womit hab ich dichee zuͤrnt und dir leid gethan daß ich dein huld nicht kan han? O mein Volk! In mein'n groſſen plagen muſt' ich mein creutz ſei tragen, das litt' ich alles an lieb, daß ich in deimin h⸗ zen blieb.. Womit hab ichs velſchube daß ich von dir hal in huld? Warum ſoll betlah⸗ ren ſeyn an dir mein malte und pein? O mein Volt Ich ward gecreutigen und grauſam gepeiniget, i mein'n groſſen wehtagen ſtarb ich da mit wehklagen Da ward dein miſſetz vertilget, durch meinen toh⸗ auf daß du gereiniget durch mich wuͤrdeſt geheiliget. O dein undankbarkeitund vermeßne eder. bergeben m dund 8 3lo. 1 dein Seh ATT, dn el notheüg erzeigt, ung ir geneit ne ſäͤnd wan ine bosheite goß ich dige ein unſcein rum derſte und witſſe. dich? Von leidigt, hen digt? rum verahen vonnit hab und dirl. h dein hade O mana mein'n ga ich wein m das litwite daß ich in i ieb. nithabic ch von R 2 Waruu 1 —— — — 1 6 —.— —— ——U = —= == — — —— — ch watd! raufam, u Heoſe ich da utwe a ward di get, durh i aß dugranit wüddiſ e —— 6 4 — — 1 —— ——— — — dein undante M „emeßne geiſtlichkeit will derne Laht betrachten, ſondern mich ganz verachten! 9 menſch, kehr dich zu mir, wirf mein gnad nicht ſo von dir, gehorch mir von herzen⸗grund, ſo wird deine ſeel geſund. 311.. ehriſti heilger leib nicht verweſet: daß er uns von tods⸗furcht erlöſet, und heiligt damit unſern ab⸗ ſcheed, daß wir von hinne fahten in frieed. In ſolcher veraͤchtlichen ſchwachheit erſcheinet die kraft ſeiner Gottheit; denn des ſatans macht Er zerſtoͤ⸗ ret, ſein beich taubet, plun⸗ dert, verheeret. Viel heiliger leib aufer⸗ ſtehen, welche in die heilge ſtadt gehen, auch die ereatur ſich beweget, daß Er GOtt ſey, kraͤftig bezeuget. Wir ſind all' mit Chriſto geſtorben, durch die tauff in ſeinn tod begraben: durch Chriſti gemeinſchaft auf er⸗ den, muß der alte menſch ertoͤdt werden. * 312. O du füſſer HErr JEſu Chriſt! weil du vom tod erſtanden biſt, uns von ſunden gefreyt, reichlich haſt benedeyt: verleih auch, daß wir, alle gleich, in der wahr⸗ heit, tugend⸗veich, als GOt⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. 187 tes kinder ſtehn, und nicht zuruͤcke gebn. Regier uns, o König und Held! daß wir wandeln wie dirs gefallt, und, ſamt dein'm ganzen heer, dir ſingen lob und ehr. Lob ſey dir fuͤr und fuͤr, JE⸗ ſu Chriſt! der du biſt ein Heiland der ſuͤnder, des tods und der hoͤllen Ueberwin⸗ der. 313. Chriſtus iſt erſtanden von & des todes banden, deß freuet ſich der engel ſchaar, und ſingt im himmel immer⸗ dar: Hallelujah!. Der fuͤr uns ſein leben in den tod gegeben, der iſt nun , KasCanen d441 iien ent⸗Lilit, deo wer uns freuen alleſamt, Hall. Der, ans creutz gehan⸗ gen, kein'n troſt kont erlan⸗ gen, der lebet nun in herr⸗ lichkeit, uns zu vertreten, ſtets bereit.. Der, ſo ganz verſchwie⸗ gen, zur hoͤllen geſtiegen, den wohl geruͤſtten ſtarken band; der wird nun in der hoͤh erkannt. Der da lag begraben, der iſt nun erhaben, und ſein thun wird kräͤftig erweiſt, und in der Chriſtenheit ge⸗ preiſt. Er laͤßt nun verkuͤnden vergebung der ſuͤnden: und wie man die in rechter buß, nach ſeiner ordnung, ſuchen muß. b O 188 O Chriſte, Oſter⸗Lamm! ſpeis uns heut alleſamt, nimm weg all kinſee miſſe⸗ that, daß wir dir ſuge fruͤh und ſpat: Hallelujah! 3145 Thr auserwehlten, freuet J euch, und lobet Chriſtum, alle gleich, der euch gedient hat auf erdreich, Hallelu⸗ jah! Ey dankt Ihm deß, aus herzens Fraund, daß Er, am creutz ſo ſehr verwundt, eure ſeelen machet geſund, Hallelnjah! Er litt fuͤr uns den bittern tod, und half uns aus der groͤßten noth: erſtand vom tod in ſeine ruh: daſel bſt lebt Er n/ auf daß Er uns ſters huͤlfe thu. Nun preiſet GOtt, denn Er iſt gut; erzehlt die wun⸗ der, die Er t thut, ſeinen aus⸗ erwehlten zu gut, Hall. Ihr Chriſt⸗g laͤubi igen, jubilirt und lobet GOtt, der euch regiert, und mit ſeimn edlen aben Bielt, Hall. Denn groß iſt ſeine gutigkeit, üͤber eure gihretoteche. it; Er hat erkannt, was uns gebricht, alles wohl ausgericht: ey nun lobt Ihn, ul d ſchweiget nicht! Lob ſey dir, GOTT von ewigkeit! der du uns, aus barmherzigkett fuͤhreſt zu deiner herrl ichkeit, Hall. Dir 3 y von dem him imli⸗ ſchen heer, vom erdreich und Alte Bruͤder⸗Lieder. vom ganzen meer, in ewig⸗ eit preis, lob und ehr, Hal den du haſt fuͤr uns deinen Sohn am creutze laſſen Buſſe thun, Ihn darnagh von des todes 5. dd erwectt mit ſtarker hand, auf daß Er wuüͤrd unſer Heiland. O wel rther Heilau nd, JE. ſu Chriſt! der du van n erſt anden bi 17 be huͤt un vor des teufels liſt Hall O ſtaͤrk uns wid er dieſe feind und Veroan T unn als deine freund, die dir gaͤn lich ergeben ſeynd, Dul Denn wo du, HErre Jeßu Chriſt! mit deiner huͦ inn jicht bey uns biſt; ſo wird widen den boͤſewicht von uns nichte au gelicht; darum hilhuw verlaß uns nicht! 315. as nun die gläͤndigen vorlaͤngſt hoffend hau begehret, deß ſind ſeenm meht. atdeul üderſlußiig gewaͤhret. Denn ſie han nun Chri⸗ ſtum, das paradi ee ale freuden, von welchem ſe din ewig glich ſch nicht te ſchei iden... eh Shriſte! der du und von dem ſatan haſt gemol⸗ nen, bewahl r uns auch, da 3 wir nicht wieder in ſein ha nd kom me H. mit ſiat tem glauben anhan⸗ gen, und, durch die afhas Hilf, daß wir dir treulcch Günd udeg dfür neh mitdeined dit; g viht tonn da ns nich! 30 nun die ghe laͤngt efm Bumal Wen ſſe han mi 1s paxabe von wete ſ lich ſchni ſchelden iſte! der u ſatan hal r uns a00, wieder u men. R glauben ne ' 1 uwchdieant 2 te buß 1 1 boir di G Alte Bruͤder⸗Lieder. erſtehung, der andern freud erlangen. 316. Gebenedeyt ſey unſer Hei⸗ land, JEſus Chriſtus, vom Vater geſandt, der fuͤr uns am creutze ſtarb, begra⸗ ben nicht verdarb: iſt nun auferſtanden von des todes banden, hat ihn uͤberwun⸗ den, den ſatan gebunden, daß wir auch auferſtuͤnden von allen ſuͤnden, all uͤbel überwinden, und dadurch ruh finden. Hinenz, der du GOt⸗ tes kind willt ſeyn, und ent⸗ rinnen der ewigen pein, ſieh Chriſtum den HErren an, und geh auf ſeiner bahn: Er hat angefangen, iſt voran gegangen; hat fuͤr dich ge⸗ rungen, iſt hindurch gedrun⸗ gen, zur ewigen herrlichkeit, daß Er waͤr bereit, allen de⸗ ahn gehn. Darum, als Er auferſtan⸗ den war, und ſein'n weg wollt machen offenbar, kam Er bey verſchloßner thuͤr ein'n lieben jungern fuͤr; gab ihnen ein rechten ſinn, blies ſie an, und ſagt ihn'n: Rehmt den Heiligen Geiſt, und thut was euch der heißt; ich befehl euch nun mein amt, ſend euch alleſamt, rech⸗ uß zu verkunden und ablaß der fuͤnden. O menſchen⸗kind, nimm der boten wahr, denn Er am nen beyzuſtehn, die hier ſeine jdeß ſe ha 189 ſendet ihr'r noch immerdar: nimm ſie an, wie Ers dich heißt, in demuthigem geiſt. So du ſeinen boten, glaͤu⸗ bend ihren worten, dich wirſt untergeben, und beſſern dein leben, alſo Chriſtum anneh⸗ men, und dich nicht ſchaͤmen, ̈̈ mit Ihm in ein'n bund zu gehn: ſo wirſt du wohl be⸗ ſtehn. Wer recht glaubet und aus herzen⸗grund, und den glauben bekennet mit ſein'm mund, derſelb wird vor GOtt gerecht, und ſeine ſa⸗ chen ſchlecht; und iſt aufer⸗ ſtanden, von des teufels ban⸗ den, von ſuͤnden gefreyet, und gebenedeyet, Chriſto ganz vereiniget, und geheiliget: auch wird er am letzten tag auferſtehn ohne klag. Wer aber nicht ſteht in GOttes furcht, und ſein'n boten treulich nicht gehorcht, der verdienet eitel zorn, und wird ewig verlohrn. Ey nu hilf, IEſu Chriſt! dein'm volk, das dir lieb iſt, daß ſichs zu dir kehre, folge deiner lehre, ſich dir herzlich untergeb, und ſeliglich leb, allzeit deinen willen thu, und komm zu deiner ruh. 317. Er nennt ſeine junger ſeine lieben bruͤder, ſprach: Mein auferſtehung iſt eur rechtfertigung, durch wel⸗ cher frucht und kraft ihr hebt GOttes kindſchaff ſo fern 190 fern ihr mir glaubet, mich herzlich lieb habet. Laßt uns glauben zugleich Chriſto vom himmelreich! der ſich noch laͤßt finden, und ſein wort verkunden: denn Er noch ſehr freundlich iſt gegen maͤnniglich, rufft, und beut allen feil leibs⸗ und ſee⸗ len⸗heil. 318. urch Adam koͤumt ſuͤnd und tod her,(o wie gar boͤſe maͤhr!) und durch Chriſtum gnad und wahr⸗ heit: o welch unterſcheid! Durch Chriſtum wird nun gegeben geiſt und gnadreich leben und, in ſeiner theilhaf⸗ tigkeit, ewige ſeligkeit. Wohl denen, die GOtt bekehret, und innerlich lehret, zeucht, und giebt ſie ſeinem Sohn, und ſie ſein'n willen thun. O! groſſe ſreud und herr⸗ lichkeit iſt ihmn bereit in ewigkeit. CEhriſtus wird kommen hell und klar, mit ſeiner en⸗ gel⸗ſchaar: und alles fleiſch wird auferſtehn, und vors gerichte gehn. Weh denn denen! die im leben den ſuͤnden ſtatt gegeben, Chriſto nicht unterthaͤnig ſeynd; deñ GOtt wird ſeyn ihr feind: die aber hie gnad ererben, und mit Chriſto ſterben, und in ein neu leben erſtehn, den'’n wirds alsdann wohl⸗ gehn; ohn alle pein werden Alte Bruͤder⸗Lieder. 1 ſie,wie der ſonnenſchein, hel und klar ſeyn. O GOtt Vater von ewig⸗ keit, Liebhaber der menſc⸗ zeit! der du uns viel guts haſt gethan, durch deinen lie⸗ ben Sohn, wir bitten, du wolleſt beyſtehn, und nicht laſſen zergehn, was du in uns gebauet haſt, nach dei⸗ nes herzens luſt: Hilf, daß wir veſt im glauben ſtehn, und in tugend fortgehme warten, in guter vollendung⸗ jener auferſtehung, die GOtt, in ewigkeit zu ſingen in klarheit: Hallelujah! 19. 319..) XEſus Chriſtus litt den J ſ b 3* tod, fur all unſte fund und miſſethat, und erſtund in herrlichkeit, uns aleenut gerechtigkeit. Drum laßt uns Ihm ſt⸗ gen dank, Ihn ruͤhmen al⸗ zeit mit lobgeſang, preiſen durch die ganze welt, ſim that werd frolich erzehlt! Er nahm ſein leben uit macht, und fuhrte herrliche ſieges⸗pracht: ſein leib wal ſchoͤn, hell und zart, lieblich ſubtil, geiſtlicher art. Denn ſichs nicht gebuh ren wollt, daß da ſein leic nam verweſen ſollt: weil E war voll heiligkeit/ ein woh nung der hohen Gottheit. Und ſollt hinſort das Haupt ſeyn und ein Mitt⸗ ler ſeiner lieben G'mein und r. dananſc h. Daterth a. ader der e du uns deig durchä i wir 19 ſtehn, hehn, d 319 Chrſſus it für al that an Fkeit un eirund la elt 1 laßt un z rii 19 hN. 1 6 4 a 4 9 6 — ihlie MntJ (M Alte Bruͤder⸗Lieder. und ihr das erworbne heil, durch den glauben, machen zu theirtr. Und ſie moͤcht lieben und ehrn Ihn, des todes und des lebens HErrn, und in hoffnung fahr'n von hinn'n, ſprechend: Chriſtus iſt mein gewinn.. Wie der ſaamen wird ge⸗ ſaͤt, in der erden ſtirbt, und ſchoͤn aufgeht: ſo werd'n wiir nach dieſem leid aufer⸗ ame ſtehn zur ewigen freud. Denn eh ſie noch aufer⸗ ſtehn, wird GOtt ſelbſt ab⸗ wiſchen ihre thraͤwn: mit ihmn das recht jubel⸗jahr anfahn, bey der engliſchen ſchaar. Loben den HErrn IEſum Chriſt, der von den todten erſtanden iſt; leben mit Ihm allezeit, beharren in ſeiner wahrheit. man werden wir mit herrſchen in Naut fteud — un aus gnad, durch Chriſtum 6Ott ſey dank, der uns den ſieg gegeben hat: durch Ihn alles leids ergetzt, und ins himmliſch weſen geſetzt! „Er wird auch zu ſeiner zeit den ſchwachen leib ziern mit herrlichkeit, wenn der leßte feind, der tod, wird durch ſeine kraft ausgerott. erſtehung, 191 320. Betrachtn wir heut zu dieſer friſt die auferſte⸗ hung JEſu Chriſt, die uns zu troſt geſchehen iſt! Er iſt erſtanden hell und klar, und hat erfreut ſein kleine ſchaar, die ſeinethal⸗ ben betruͤbt war. Er zeigte ſich ihn'n leib⸗ haftig, vom tod erſtanden wahrhaftig, mit klarheit an⸗ gethan kraͤftig. Damit hat Er gezeiget an, daß alle, die gehn ſeine bahn, ein ſtarke hoffnung ſollen han. Kehr dich zu Ihm, o Chriſtenheit! folg Ihm mit unterthaͤnigkeit, ſo kommſt du auch zu der klarheit. Die zeit iſt itzt ganz freu⸗ denreich; darum ſo laßt uns allzugleich GOtt loben in dem himmelreich. Hilf uns, durch dein auf⸗ im glauben und wahrer hoffnung, hilf zur froͤlichen vollendung, Daß wir die freud und herrlichkeit, die du dort haſt in der klarheit, erlangen auch in ewigkeit. 321. Deß, der hoͤll und tod, auch den ſatan und alle noth uͤberwunden hat, und ſein volk erloͤſt, Seinem betrubten heer, welchs Ihn lieb hatt' und ſeine 192 ſeine lehr, eroͤffnet den ſinn, zu unſerm gewinn, Freut euch, lieben Leut! und lobet den HErrn, dieſe zeit. Denn ſein iſt das heil, über ſein erbtheil. 322. * 4 94 ☚α unſer zeuch daß himmel Sohn! un gnad, von deines Vaters thron, der dich und uns lieb hat; durch deinen Geiſt ſolchs auch erſtatt, mit wel⸗ chem du, ein wahrer GOtt, pebſ und regierſt in ewig⸗ keit. Nfr A Alte Bruͤd er⸗Lieder. * 323. Lob und preis, dankſagung und herrlichkeit, ſey die GOtt Vater der barmher⸗ zigkeit! und Chriſto, deinn Sohn, in ewigkeit! Welchen du, als Er hie lag begraben, auferwect haſt, und herrlich erhaben, daß wir fried in Ihm moc⸗ ten haben. Seinen namen haſt du ** — auch verklaͤret, und Ihn ſ deß alles treulich gewaͤhlet was Er von dir ie hat ter ſ gehret. lu Ihm geſagt: Ey! du ſu ——— — 2——— — * — — — — — biſt mein lieber Sohn, konn ian und ſetz dich zu mir auf me aze nen thron; preis und helt⸗ qärd lichkeit ſey deine kronl u Du ſollt mein Prieſtt ſ ſeyn in ewigkeit, zu eiſtat⸗ 1* P ten mit deiner heiligkeitae 3. ler glaͤubigen gebrechlich⸗ 8 ie keit. Wiewol Er gen himmekl t aufgeſtiegen, iſt Er dennah A auch bey uns hie bltten elan das empfinden wohl die In 8* nn lieben. N ar Er verſorgt mit gahen ſe— ſeine Gemein, macht ihr ſa 8 herzen durch ſeinen glauden d rein; iſt und bleibt ihr Hith 3 Haupt und Grundſtein. ſu 8 Er ziert ſie, und machet a ſie Ihm eben; und; nah b dieſem vergaͤnglichen lebeni will Er ihr das ewige ge 8 ben. dan t E N f e. X* 323. Nreis dani rlichket, e n du, asg aben, gin herelchen ried in Jſa von dr i geſagt: g lieber Ehe dich umin dn; prabm e) deine ſollt men ewigket, g deiner hit 9 — vol Erg egen, ilce ey uns findenvech. verſtnne Alte Bruͤder⸗Lieder. Ey nul laßt uns herzlich zu Ihm ſchreyen; bitten, daß Er uns hie gnad verleihen und vom boſen uns woll be⸗ feeyen. 4 Jein Chriſt! du wolleſt uns elienden den Heiligen Geiſt hernieder ſenden, und deine willen in uns vollen⸗ den. 324. Kcch fahr auf, ſpricht Chriſt Ider HErr, zu meinem Vater, und nun auch zu eurem Vater, zu meinem GOtt und zu eurem GOtt, der uns lieb hat, mit dem ich euch verſuͤhnt hab, durch meinen tod.. Deß freut euch! denn ihr ſeyd meine bruͤder und freund, welchen aus lieb er⸗ offnet ſeynd GOttes rath und heimlichkeit von der welt ſeligkeit, darzu ihr kommt durch meine gerech⸗ tigkeit. Ich bin der weg und die wahrheit und das leben; ich der weinſtock, ihr die reben: niemand kommt zum Vater, denn durch mich, ja mich allein: des heils anfang und end bin ich, wills auch ſfeyn. 8 8 Er ſelbſt, mein Vater, hat euch auch lieb, allzugleich, und will euch haben in ſein'm leich: bleidet in ſeinel lieb, und rihr dc haltet peſt ob mein'm work, wie ich euch hab ge⸗ liebt, ſo licbt euch hintort. 193 Ich gehe nun zu Dem hin, der mich geſandt hat, und ſend euch h'rab an meiner ſtatt den Heilgen Geiſt, der euch leitet in alle wahrheit: hiemit ſeyd nun geſegnet auf dieſe zeit! Vater, lieber Vater! dir befehl ich die zahl meiner junger; erhalt ſie all, be⸗ wahr ſie vorm uͤbel, heilge ſie, daß ſie eins ſeyn, bring ſie zu mir, ſamt der glaͤubi⸗ gen Gemein. Dir ſey ewig lob und dank, o HErr und Heiland! für deine ehr an uns ge⸗ wandt; laß uns auch itzt dort bey dir mit dem ge⸗ muth wohnen, darnach mit ſeel und leib ewiglich. 325. Als Chriſt im fleiſch erlit⸗ ten hat willg den tod, iſ Er gekroͤnt mit herrlich⸗ teit, in ewigkeit, geſetzt zu GOttes mazſeſtaͤt. 5 Allda regieret Er herrlich und maͤchtiglich, als ein Koͤ⸗ nig und wahrer GOtt, der vollmacht hat ob himmel, erden, holl und tod. Ihm beweiſt nun das himmliſch' heer preis, lob und ehr; alle zungen beken⸗ nen frey, ohn heucheley, daß Er GOtt uber alles ſey. Von dannen giebt Er ſei⸗ nen Geiſt, den Er verheißt: daß Er auf erden Ihn ver⸗ klaͤr, die zunger lehr, und ihien beſondre kraft beſcher. J Die 194 Ddite ſendet Er aus in die welt, predigt und meldt buß und vergebung aller ſund, in Ihm gegruͤndt, die allen voͤlkern wird verkuͤndt. Er ſammlet Ihm ein kirch auf erd, die ſelig werd': die verſorgt Er, nach ſeinem rath, erfuͤllt mit gnad, ke⸗ giert ſie hie, mit wort und that.. Im himmel Er ſelbſt fuͤr ſie bitt, allzeit vertrit, mit ſeinem theuren opfer frohn, vors Vaters thron, der nichts verſagt ſein'm lieben Sohn. 4 Alte Bruͤder⸗Lieder. Der iſt ihr Schutz Har tag und nacht, mit ſeine macht, daß niemand von gottloſen heer ſie nicht ke⸗ ſchwer, noch ſie abſchreck von ſeiner lehr. Darum ſo laßt uns al getroſt, mit lieb und luſt hie auf uns nehmen Chriſti ſoch⸗ Ihm folgen nach: ſo entye hen wir ewger ſchmach. Troͤſt uns, HERRin unſrer hinfahrt, durch dai auffahrt; beſcher ein ſeli ſtuͤndlein ſchier, hol uns zu dir, daß wir dich loben fi 1 und fuͤr. 3 b 326. Er iſt des Vaters und des Sohns Geiſt, ihl' kraft durch Ihn allermeiſt, an al⸗ lem zwar im himmel und erd, wird offenbar; denn Er mit ihn'n ein's weſens der Gottheit iſt und bleibt, in ewigkeit: doch wird von beyden ſein perſon unter⸗ ſcheiden. Er iſt der HErr, aller welt Schoͤpfer, der all ding zu ſeiner ehr, durch eigne macht, erſchaffen und ans licht gebracht; erhaͤlt auch all's kraͤftig im weſen ſein, ziert al''s mit ſein'n gaben thuts, wem Er will geben. Er hat uns das erdgehel bereit't, als Er Chriſto ſein menſchheit, in neuer alt ohne alle ſuͤnd, heilig und zart, hat zubereitet, wunder bar durch ſein' kraft, in Mo⸗ rien jungfrauſchaft; umd mit ſeinen gaben reichlich r⸗ füuͤllt von oben.„ Die auserwehlten heill Er all, wirkt in ihn'n na ſein'm gefalln ein neu leben welchs ihn'n fried und ſreud thut geben, nimmt weg di angeborn' unart von hr —— —— 8 5 — ͦ—— —— — ᷣ ᷣ—: SMaleluzah! ſingt al mit freuden: denn uns der Heit 22) ge Geiſt beſucht von oben. Dafur ſey Ihm, it und allezeit, dankſagung und klarheit! Hallelujah! fein: ſein iſt das leben ErV — ——— — — = — — — — — Iſc wir dihn * — denn m Dafür ſn 1 Halhe 1 rch ſei di ſangfrauttt ten grttet. on bben⸗ dauzemän. „wituſe gefunee ihnnſiue eben umſe en' un Alte Bruͤder⸗Lieder. ihrm blinden verkehrten finn, die luſt zum boͤſen ſtillt Er, daͤmpft all args weſen. Sammlet alſo der Chri⸗ ſten Gemein, verfuget ſie all in Ein, ſchickt ihr diener, er⸗ baut ſie durch ihr'n dienſt und lehr, giebt geduld im ereutz und ſtandhaftigkeit, wahren troſt der ſeligkeit, und fuͤhrt ſie eben, von hinwn ins ewge leben. Ey ſo gebuührt Ihm nun göttlich ehr vom ganzen himmliſchen heer: ſein iſt die kraft, ſein iſt die ſtaͤrk, g'walt und herrſchaft. Ey! laßt uns Ihm all ſagen lob und dank, mit geiſt und freu⸗ den⸗geſang, und ſeinen na⸗ men froͤlich von herzen ruh⸗ men. 327. O9 G8tt Schoͤpfer, Heili⸗ ₰ ger Geiſt! ſey ewig ge⸗ lobt und gepreiſt; dein gott⸗ lich weſen werd geruhmt, wie uns die ſchrift lehrt und beſtimmt. Drinn zeigſt du ſelbſt an dein natur, daß du, vor al⸗ ler ereatur, geweſen ſeyſt von ewigkeit, in gleichem weſen der Gottheit. Der Geiſt GOttes wirſt du genannt, die wunderba⸗ ke lieb erkannt, des Vaters und des Sohns zugleich; entzundeſt uns auch auf erdreich. „Dein weſn erſtreckt ſich uͤberall; die erd iſt deiner 195 kraͤften voll, erfuͤllt mit ga⸗ ben ohn maſſen: biſt auf dein volk ausgegoſſen. An allen propheten ſieht man, welch wunder du durch ſie gethan; ſie haben tieffe heimlichkeit geſchrieben und geprophezehy. Du haſt gewirkt, mit dei⸗ ner kraft, auch in Marien tungfrauſchaft Chriſti unſers Heilands menſchheit, von wegen unſter ſeligkeit. Der HErr Chriſtus dich auch verheiſt der kirchen, o Heiliger Geiſt! zeigt an dein amt, werk und weſen, wie wirs in Johanne leſen. Du bleibſt allhie an Chri⸗ ſti ſtatt, wie Ers treulich ver⸗ heiſſen hat, regiereſt ſeine liebe G'mein, und machſt ſie Ihm heilig und rein. Ohn dich und ohn deine ſalbung, ohn deine wahre heiligung, kan kein menſch Chriſti gliedmas ſeyn, bleibt fleiſch und blut, auch ganz unrein. Dir ſey, ſamt dem Vater und Sohn, eins weſens in dem hoöchſten thron,(o du unzertheilte Gottheit!) preis, lob und ehr in ewigkeit. 328. om, Heiliger Geiſt, wah⸗ rer GOtt! denn deine gnad iſt uns ſehr noth; ohn dich konnen wir nichts ſe⸗ liges denken noch ſinnen, GOtt und ſein gebot nicht lieben, noch etwas guts be⸗ J32 ginnen, 196 Alte Bruͤder⸗Lieder. ginnen, weder dem ſatan, der welt, noch dem fleiſch ab⸗ gewinnen. O komm, du goͤttliches Feuer! mit dein'n gaben uns zu ſteuer, daß wir GOt⸗ tes willen ie laͤnger ie baß erkennen: uns von Ihm und ſeiner kirchen in keine weiſe trennen, ſondern ſeine wahrheit bis in tod treulich bekennen. Treib all untugend von uns aus, mach dir in uns ein heilig haus: hilf, daß wir des verdienſts Chriſti im glauben genieſſen, und, in ſeiner gnad und wahrheit erlangen gut gewiſſen; daß an uns nicht werd verlohren ſein rein blutvergieſſen. O Meiſter der auserwehl⸗ ten alten vaͤter und prophe⸗ ten! derer herz du begabt haſt mit heiliger lieb und drunſt, durch ſie geredt und verkuͤndigt des Seligma⸗ chers zukunft; komm, begab auch und erleucht unſer ge⸗ muth und vernunft. O du auserwehlter Leh⸗ rer, aller glaͤubigen Bekeh⸗ rer, der du die apoſtel haſt begabt, daß ſie die heyden haben moͤgen unterweiſen, troͤſten, ſtrafen und weiden; hilf, daß wir uns nimmer⸗ mehr von ihrem grund ab⸗ ſcheidenn! Wer kan dich genugſam preiſen, o du Meiſter aller Weiſen! ohn dich kan nie⸗ mand unterſcheiden weisheit von thorheit, noch Chriſtum den HErrn erkennen in ſei⸗ ner gnad und wahrheit, viel weniger kommen zur ewigen freud und klarheit. Ey nu, Heiliger Geiſt! verleih, daß dir unſer geiſt willig ſey: mehr' in uns den glauben, zur vollkommnen gerechtigkeit, und bewahl uns unverruͤcklich in Chriſti theilhaftigkeit, dadurch wir 45 gewiß werden der ewigen ſeligkeit. 329. Somm, GOtt Troͤſter, Hei⸗ liger Geiſt! beſuch uns⸗ wie Chriſtus verheißt: thell uns aus das erworbne heit ſammle ein ewige kirch um erbtheil, und verſorg ſie ohn alle fehl. Der du aufhilfſt unſter ſchwachheit, lehr uns beten in der wahrheit: hilf durch dein heiligs eingeben, daß ſſſſſ“ — ⁴ꝓ ⸗-— — — wir guts denken und dait nach ſtreben; richt in uns an ein neu leben.. Erleucht' das gemuth durch den glauben, durch die lieb entzund den willen, daß gedaͤchtniß richt zur hoſf nung, bring unſer gewiſſen zur verſuhnung, durch die wahre rechtfertigung. Treib an und zeuch unſte ſinnen, daß wir guts damit beginnen; was dir geliebt, das wir lieben, ſehen hoͤren reden = 1 Aden de g. eit,leſt n ahrhelt ligs einge uht d u. ¹ — 1 1 Alte Bruͤder⸗ Lieder. 197 reden, thun und uͤben, dich forthin mit nichts betruͤben. Hilf das fleiſch gut in zucht halten, daß der geiſt in uns moͤg walten, und ſei⸗ ne fruͤcht' in uns gruͤnen, wie ein' roſe unter dornen bluͤhen, all gut b'gierden an ſich ziehen... Schaff, daß Chriſti bild alleine in uns herrlich leucht und ſcheine, gieb zeugniß der Gottes⸗kindſchaft und ver⸗ ſtegle die himmliſche erb⸗ ſchaft, nach der uberſchwaͤng⸗ lichen kratt. Gieb uns kraft zu guter arbeit, gieb uns ſtark, kunſt und ſieg im ſtreit: gieb ge⸗ duld in angſt und herzleid: gieb vollkommne freud im letzten abſcheid; vollend mit uns die ſeligkeit. 330. O hoöchſter Troſt, Heiliger Geiſt! dein gut erfreut uns allermeiſt: denn du biſt unſers heiles pfand, von Chriſto ſeiner kirch geſandt. Deß Menſchheit haſt reich⸗ lich erfuͤllt, daraus ein ewge gnade quillt, die du aus⸗ theilſt zur ſeligkeit, ſchenkſt uns ſeine gerechtigkeit.⸗ Du kennſt der auserwehl⸗ ten zahl, dieſelb beruffſt du allzumal, bezeugſt Chriſti ge⸗ rechtigkeit, verſicherſt ſie der ſeligkeit. Du ſalbſt mit deinem freuden⸗oͤl das innerlichſte ihrer ſeel, daß es mit fried und freude fleußt, und ſich in wort und that ergeußt. Den anfahenden giebſt du kraft, den ſchwachen ſtaͤrk zur ritterſchaft, den ſtarken giebſt beſtaͤndigkeit, und den beſtaͤndigen die freud. Wie wunderbarlich iſt dein werk, darinn du uͤbſt dein gnad und ſtaͤrk an ied'm erwehlten gnaden⸗kind, die alle GOttes tempel ſind! ** * 331. ir glauben und beken⸗ 8 nen einen GOtt, der ein einigs und ewigs weſen hat, ein allmaͤchtige kraft, die alles weiß und ſchafft, iſt heilig, keuſch und rein, gutig, gerecht allein. Dis iſt der einge weſentli⸗ che GOtt, der im anfang die welt erſchaffen hat, nach dem fall auch erloͤſt, und mit ſeinem heil getroſt't, ſich drinn bezeigt mit kraſt, weis⸗ heit, gut und herrſchaft. Die einigkeit del gottli⸗ chen natur bracht den unter⸗ ſcheid der perſon hervor, bey der tauff unſers HErrn: wird auch mit allen ehr'n in unſrer tauff bekannt, zum wahren glaubens⸗pfand. Drum laßt uns ehrn, mit ganz freudiger kraft, in den drey perſonen die Eigen⸗ ſchaft, im weſen der Gott⸗ heit die goͤttlich Einigkeit, J; und b — 4 K 4 1 3 4 3 1 3 3 4* 1 4 4 * 3 4 5 4 3. 4—* 1 3 1 1 ¹ 198 und in der herrlichkeit die ewige Gleichheit. HErr GOTT! verleih uns, deiner creatur, recht erkenntniß der goͤttlichen na⸗ tur, darinn dein leben ſteht, welchs im glauben anfaͤht, und quillt in ewigkeit, fleußt mit gnad und wahrheit. Vater des HErrn JIEſu Chriſt, der du Unſer Vater biſt und erhaͤltſt uns von anfang, dir ſagen wir lob und dank! O laß uns, beyd' groß und klein, dich und Ihn ken⸗ den allein und das eryge le⸗ den han, nimm uns im Ge⸗ liebten an., Chriſte, du ewiges Wort, des Vaters bild, GOtt von art, ſeine ewige weisheit, gebohren von ewigkeit! ingebohrn iſt die Gott⸗ heit, im weſen kein unter⸗ ſcheid; ſondern, nach deiner Prſon, biſt du ſein ewiger Sohn. Wir danken dir, JEſu Chriſt! der du ein Menſch worden biſt, haſt erloͤſt menſchlich' natur; hilf uns, deiner creatur! Zeiliger Geiſt, hoͤchſter Troſt! von beyden einen aus⸗ gang haſt, gleicher herrlich⸗ keit und gut; verneur unſer alt gemuͤth! Erweck in uns gottes⸗ furcht, daß das herz deinem Alte Bruͤder⸗Lieder. wort gehorcht; und ſalb und mit deiner kraft: mit uns ſey dein gemeinſchaft. Heilge uns und richt unz an, daß wir gehn auf rech⸗ ter bahn, in Chriſti gerech⸗ tigkeit erlangen die ſeligkeit „Erhöor dis unſer gebet, 9 goͤttliche Majeſtaͤt! welchs wir thun in deinem namen, ſbrich drauf gnaͤdiglich: Ä men! 333. O heilige Dreyeinigkeit, du einigs weſen der Gottheit! wie wunderbar erſcheineſt du in deiner heu⸗ lichkeit und ruh! Du ſchuffſt den menſchen rein und gut, und zierteſt ihn nach deinem muth, zu deinem bild formirteſt ihm, und machteſt einen bund mit ihm. Der menſch hat edler ga⸗ ben drey, vernunft, willen⸗ gedaͤchtniß frey; dieweil er wird dein bild genannt, wilſt du gar fein an ihm erkannt. Da nun der menſch⸗ſant ſeiner frucht, der ſuͤnden hal⸗ ben war verflucht, lieſſeſtdu Pater! deinen Sohn füt ihn auf erden buſſe thun. Da dieſer ſein amt auk⸗ gericht, erſchien vor deinem angeſicht; bitt Er, daß du uns allermeiſt troͤſten wol⸗ leſt mit deinem Geiſt. Und du biſt ſeiner bitt bereit, begabeſt nenſclih el⸗ = —— —— —— n ,.,. —— E‿ EB 4 t; urd eahe te n deiem m f Gnädigd. teſt einen d nenſc hata z vernundun frey; dar 1 4 ———— ——— — —.—S— ——— ——— ==== ——— —— —— —— —=== ———— ——— ——=— ——— ———— —— — 5 —— — — — — — —=—— 8— Alte Bruͤder⸗Lieder. alberkeit, richteſt dein' aus⸗ erwehlten zu, daß ſie kom⸗ men zu deiner ruh. O Licht, heilge Dreyeinig⸗ keit! erleucht all unſre dun⸗ kelheit, erwaͤrm unſre ſeel, und gieb kraft; ſo waͤchſt dein wort in vollem ſaft. Schein uns mit gnad von deinem thron, und entzund uns in deinem Sohn, durch des heiligen Geiſtes kunſt, mit deiner allerbeſten brunſt! 334. Von ewigkeit war GOtt allein, es mocht kein mangel bey Ihm ſeyn; doch wollt Er, in der zeit, offen⸗ harn ſeine allmaͤchtigkeit. Schuff drum alle ding im anfang, macht' zu ſein'm licht einen eingang: zeugt auch davon durch ſchrift, ſein Geiſt ein recht erkenntniß draus ſtiftt. „Als nun der himmel er⸗ fulet, die erd und luft voll thier wimmelt, das meer ausgebreitet, und aller vor⸗ rath war bereitet; „Da hielt GOtt, an dem ſechſten tag, von dem men⸗ ſchen einen rathſchlag, wie Er ihn ſormirte, zu ſeinem bild und gleichniß zierte. Da ward der erſt menſch geſchaffen, ſchoͤn geſchmückt mit des lichts waffen, mit verſtand und weisheit, mit zufrichiger art und fromm⸗ 199 GOtt ſchuff ihn aus ein'm erden⸗klos, drein Er das le⸗ ben blies und ſchloß: eine heilge ſeele, die Ihm leben ſollt ohne fehle. Dem gab GOtt ein den erdboden, das paradies vol⸗ ler gnaden; macht' ihm ein⸗ gehuͤlfin, ſeiner guͤt mit dank zu genieſſen. Die ſollten GOtt ehren und lieben, ſich in ſeinem ge⸗ horſam uͤben, ſein gebot veſt halten, das erdreich bauen und verwalten. GOttes werk allzeit be⸗ trachten, bevorn am Ruhtag hoch achten, den GOtt ſelbſt eing'ſetzet, ſich dran mit al⸗ ler luſt ergetzet. Hilf GOtt! diß werk dei⸗ ner haͤnde war ſehr gut an allem ende, du ließt dirs ge⸗ fallen; dein gut und weis⸗ heit ſchien in allen. So haſt du dein werk vol⸗ lendet, deine gut daran ge⸗ wendet, alles fein beſchicket, jedes nach ſeiner art ge⸗ ſchmuͤcket; Jeden ſein'n ort eingege⸗ ben, ziel geſetzt, darnach zu leben: all's du ſtets regie⸗ reſt, erneuſt, erhaͤltſt und zum end fuͤhreſt. In dieſem werk, welchs GOtt ubet, zeigt Er an, wie Er uns liebet, und verſorgt auf erden, auch eh als wir gebohren werden. „Darum laßt uns ſolche güte herzlich faſſen zu ge⸗ J4 müthe: 200 muͤthe: laßt uns GOtt ver⸗ trauen, in ſein'm werk, als im bild, Ihn ſchauen. HäErr GOtt, Schoͤpfer aller dinge! der du erhebſt uns geringe aus dem ſtaub der erden, laͤſſeſt uns dir gleichformig werden. Dafur wir dich herzlich ehren: ernſtlich bitten und begehren, daß dein werk und namen durch uns ſtets werd gepreiſet, Amen! 335:. ₰ Licht, heilge Dreyeinig⸗ keit und goͤttliche Selbſt⸗ ſtandigkeit! du thuſt ſur uns groß wunderwerk, beweiſt damit dein kraft und ſtaͤrk. Du biſts, der alle ding regiert, den himmel und das erdreich ziert, ſo wunderſam, daß es kein mann erforſchen noch ausgrunden kan. Wie mocht doch unſre blodigkeit ausgrunden deine herrlichkeit! ſo wir doch nicht koͤnnen verſtehn die ding, damit wir ſtets um⸗ gehn. Wir ſehn was du geſchaf⸗ fen haſt, das ſchoön iſt und nach aller luſt: o wie viel lieblicher biſt du, o HErre GOtt, in deiner ruh! Du ſchleußt himmel und erd in dich, und regierſt ſie wunderbarlich: Du biſt ein HErr in ewigkeit, unaus⸗ ſprechlicher herrlichkeit. O Vater Sohn Heiliger Geiſt! dein name, der all⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. maͤchtig heißt, ſey hochge lobt in ewigkeit! huhn ſprech'n wir mit innigkeit. 336. Der HERR iſt groß und allmaͤchtig, thut welt und wunder manchfächtig in allen waͤlden, waßern und felden: niemand kan Ihm gleich werden, noch ge⸗ ten. Er erfuͤllt himmel und erden, und kan nicht um⸗ ſchrieben werden: alles was Er thut, iſt recht und ſehr gut; denn bey Ihm iſt nicht, wie bey ſleiſch und blut. Er iſt, der die ſterne ker⸗ net, ſie alle mit namen mol⸗ net; welches herrlichkeit ſi ſtets ſind bereit zu dertun⸗ den mit unterthaͤnigkeit. Dem HExrn iſt kein ding verborgen, Er kan ſein haus wohl verſorgen, ſein volt ernaͤhren, ziehen und lh⸗ ren, ihm auch alee ſeligkeit beſcheren.. Der HErr liebet die ge rechten, und iſt gunſtig ſei⸗ nen knechten, tröſtet die llei⸗ nen und die da weinen, und iſt bey denen, die Ihn helt⸗ lich meynen. O ihr himmel aller hin⸗ mel, auch ihr engel und ell⸗ engel! lobet fruh und ſpat den GOtt Zebaoth, der euch und alle ding geſchaffn hun O ihr ſterne, mond —-— ——. ——— —— —— vͤͤſſ———— — S—=. 3———2——— — —= — = rreeee hwendenag 1 un bey n ie ben A der deeſm le wnit ume lches heuie d derattge unterthini HErrn ſth en, Er kanſa elſorgen ſi n, ziehen l n auch dh . HErr lt und it mi cen, naſtl die donem denm de. 9 ſeane ⸗ ond, ſamt allen dem, was Then unte ihr element', werk goͤttlicher haͤnd! lobet den HErrn, euren anfang und end. Alles, was auf erden le⸗ bet, in luͤften und waſſern ſchwebet, jung, alt, groß und klein, preiſet GOtt allein! und ſinget Ihm froͤlich ſtets all in Ein. 337,„ hr himmel, lobt GOTT den HErrn! ihr engel, lobſingt Ihm zu ehr'n, lobt Ihn all ſein himmliſch heer, rühmt Ihn in der hoh, und preiſt Ihn ie länger, ie mehr! Denn Er ſie geſchaffen hat, und erhaͤlt ſie, nach ſei⸗ nem rath: ordnet und ſetzt ihn'n ihr ziel, regiert ihren lauf, daß ſie gehn und thun, was Er will. Die loben all ihren GOtt, wenn ſie ausrichten ſein ge⸗ bot, zeigen an ſein herrlich⸗ keit und allmaͤchtigkeit, zu eeht und troſt der Chriſten⸗ eit. Ihr koͤnige! lobt viel⸗ mehr dem hoͤchſten GOTT mit eurem heer, ihr furſten und alle leut, jung, alt, groß und klein, ihr richter ſamt euter gemein! In IEſu vertrauen wir; ſind, HErr! der zuverſicht zu dir, wir werden zu ſchan⸗ dn rich 3 dein'm ange⸗ N ſondern frey anſchaue dein licht; 4 hunan Alte Bruͤder⸗Lieder. 201 Und dich dort in deinem keich, ſamt den engeln, loben zugleich und ſingen, Halle⸗ lujah! in ewiger freud und unmeßlicher herrlichkeit. M*⁵ *⁵ 338. reiſet mit freuden, von ganzem gemuͤthe, ruͤh⸗ met beſcheiden GOttes gnad und gute, die Er beweiſet an dem werk der ſchoͤpfung und herrlich preiſee. Denn Er formiret ſein geſchöpf aus gnaden, daß Er ſie zieret mit viel edlen ga⸗ ben, der'n ſie genieſſen ſollen ohn verdrieſſen, Ihn dafuͤr preiſen. 1 Voraus die engel hat GOtt wohl berathen: ſind all und einzel ſeine treue bo⸗ ten, dienſtbare geiſter, aller auserwehlten willige diener. Ihr geiſtlich weſen iſt ſchoͤn, zart und lieblich, drinn ſie geneſen, ſind fromm, weis und herrlich; wie die famm, feurig, wie der wind, ſchnell, kraftig; keuſch und wahr⸗ haftig. Der lieben engel iſt ein groſſe zahl, tauſendmal tau⸗ ſend fingen frolich mit ſchall: vor GOtt ſie ſtehen, ſtets ſein antlitz ſehen, thun ſein gefallen. Dieſe heerſchaaren ruͤhm⸗ ten Chriſt den HErren, da Er gebohren, ſungen Ihm zu ehren: da Er geſtritten, to⸗ J7 des⸗ 202 des⸗angſt gelitten, ſie Ihm auch dienten.. Als Er geſieget, gen him⸗ mel gefahren, die feind be⸗ krieget; bald die engel⸗ſchaa⸗ ren ſeinen ſieg ausbreit'ten: ſein zukunft bedeut'ten in letzten zeiten. Weil Er nun ſitzet zu des Vaters rechten, als das Haupt ſchuͤtzet die zahl der gerechten; thun ſie Ihn eh⸗ ren und ſein lob vermehren, ohn all aufhoͤren. Durchs Haupt der kir⸗ chen ſie erfreuet werden; der al's verglichen, im him⸗ mel und erden, ſie hat he⸗ ſtaͤtigt, ihren ſtand bekraͤf⸗ tigt, ewig beveſtigt. Durch dieſen Mittler ſteigen auf⸗ und nieder die Gottes⸗diener, troͤſten ſeine glieder, bringen ihn'n ga⸗ ben, ſie damit zu laben kraͤf⸗ tig, von oben. Der kirchen wohlfahrt freuen ſie ſich herzlich; des ſatans unart daͤmpfen ſie begierlich, ſteuren ſein'm we⸗ ſen, daß die Auserleſem moͤ⸗ gen geneſen: Richten und fuͤhren uns auf GOttes wegen, ſchuͤtzen, regieren, und thun unſer pflegen, wachen von herzen üuber unſre ſeelen, laſſen nichts fehlen. 2 339. c 2 In himmel die loͤbliche en⸗ gel⸗ſchaar hat GOtt ge⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. ſchaffen zu ſein'm dienſt hel und klar, ſie begabt mit groß ſer wurdigkeit; auf daß ſe Ihn allzeit ehren, und die⸗ nen der lieben Chriſtenheit. Die engel, erz⸗engel und Cherubim, die fuͤrſtenthun herrſchaften und Seraphin, kraͤften, thxonen, ſamt der obrigkeit, ſind all zu GOt⸗ tes ehr bereit, ſein hefehl auszurichten allzeit. „Ey welch ein muthwit trieb der alte drach! derch ler ſuͤnd ein anfang und u⸗ ſach: er beſtund nicht lan in der wahrheit, ſondern verließ ſein' behauſung und fiel von GOtt, durch eigne bosheit. Der verkehrt GOtts ach nung, und faͤlſcht ſein wolt begehrt die kirch zu keiten an allem ort, bethört die ſinnen, verblendt das ge⸗ muͤth, richt't an zorn, auß ruhr, krieg und mord, ſeig ift er uͤber die welt al chuͤtt.. GOtt aber haͤlt gebun⸗ den zum gericht den ſeind⸗ ſeligen ſchadenfroh und his⸗ wicht; daß er die frommen nicht uͤbereil, noch ihn n en einigs haar kruͤmme: ſchict ihnn ſein engel, zu troſt und heil... Die thun dem ſeind kraͤ⸗ tigen widerſtand ſchuͤtzen die auserwehlten in jedem land und erretten ſie aus angſ und noth, foͤrdern Gdun —— — —— — — — — — alte drac en anfang u beſtund i vdaheheit, ein deſan §Ott d t aber aar klinn in enaluhe thun us Alte Bruͤder⸗Lieder. ehr, dienſt und wort, ſtehn ihnen bey im leben und tod. Sie ſind diener, lehrer und rathgeber, ſie ſind auf⸗ ſeher, krieger und raͤcher, ſind beſchirmer der zucht und keuſchheit, ſie ſind auch an⸗ ſtiſter der ehe, pfleger der kindheit und geſundheit. Gelobt ſeyſt du, GOtt! itzt und immerdar fuͤr dein geſchoͤpf der heiligen engel⸗ 15 die du uns aus groſ⸗ ſer lieb zuſchickſt und uns zu treuen waͤchtern giebſt, uns alſo durch ſie dein huͤlf zu⸗ fuͤgſt. * 340.. Ach GOtt! wie noth iſt dem menſchen ſein ſelbſt⸗ erkenntniß, daß er wiß von ſeiner verderbniß; denn die treibt das herz zu GOtt mit demuth: drum laßt uns an⸗ ſehn beyd unſer ankunft und armuth! Menſchen⸗kraft, das gut' zu wehlen und boͤſ's zu haſ⸗ ſen ſchwaͤcht der ſatan uͤber die maſſen, durch ſeine gifti⸗ ge wort und lügen, damit er den menſchen thaͤt jaͤm⸗ merlich betruͤgen. Bald als er vermerkte des weibes innerlich wanken, trieb er heftger ihre gedan⸗ ken; verhieß ihr unmeßlich bohe weispott und vete ſie ehrbegier nach goͤttlicher gleichheit. ſen. 203 Mangeln mocht ihr nichts bey ſolchem herrlichen vor⸗ rath, hatt' doch nicht gnug an GOttes wohlthat, uͤber GOttes widerſachers an⸗ trag hielt ſie, mit begierd, aus unglauben, ihren rathſchlag. Ruhms⸗geſuch und ehr⸗ 36 aus dem unglauben entſproſſen, hat die undank⸗ barkeit beſchloſſen: und das herz willigt' in dieſen rath, die luſt, der ſuͤnden mutter, gebahr die boͤſe that. Man iſt ganz verderbt von natur in grund und bo⸗ den: drum wir all leiden den erb⸗ſchaden, welcher iſt die grauliche zerruͤttung, ein allgemeine und angebohrne verderbung. An ſtatt der weisheit, ge⸗ rechtigkeit und heiligkeit, iſt gekomen erſchreckliche blind⸗ heit, unaufrichtigkeit und unreinigkeit, ſuͤnd, furcht, ſchand, ein boͤs gewiſſen; und alles herzeleid. GOtt fordert' beyd' mit dem allen vor ſein angeſicht, und hielt mit ihnen ſein ſtreng gericht, vollbracht' al⸗ ſo ſeine gerechtigkeit, daß er dennoch nicht vergaß ſeiner barmherzigkeit.. Haben GOttes fluch fuͤr den ſegen hoͤren muͤſſen, und ſich des paradies entſchlieſ⸗ Der welt herr und GOttes diener allein, muſt⸗ nun im elend des ſatans leib⸗ eigner knecht ſeyn. J 6 HErr 3 ö 4 ö Y 4 1 3 6 8 4 8 * 8 5 4 — 1 4 1 4 f ö 4 6 1 1 5 1 3 v 3 1 8 5 4* 5 8 3 1 4 8 4 3 1½ 1 Yͤͤ 4 1 1 1 1 204 Alte Bruͤder⸗Lieder. HErr GOtt Vater, HErr und Liebhaber unſers lebens, laß dein geſchoͤpf nicht ſeyn vergebens: Hilf uns, lieber GOtt, aus der ſünden⸗ noth! aus der ſunden⸗noth hilf uns, lieber HErre SOtt! 341. Daß GOtt nach jener en⸗ — gel fall mit andern fuͤll⸗ te ſeinen ſaal, ſchuff Er den menſchen gut und rein, daß auch an ihm kein mangel ſchein. Und den ſetzt' Er ins pa⸗ radies, von aller frucht ihn eſſen hieß, nur nicht vom baum der wiſſenheit, bey verluſt ſeiner ſeligkeit. Da macht ſich der teufel an ihn, und faͤlſchte ihm des HErren ſinn, macht' alſo, daß er uͤbel thaͤt, verlohr dadurch die edle ſtaͤtt. Aus dieſer ſuͤnd kam uns der tod, viel plag, viel truͤb⸗ ſal, angſt und noth, die ſun⸗ de herrſchte mit gewalt und der tod uͤber jung und alt. „Da ſandte GOtt ſein'n lieben Sohn, denn ſonſt kont niemand huͤlfe thun, derſelb' ward menſch in hei⸗ ligkeit, voch in kummer und durſtigkeit. Er ſieng in ſeiner jugend an, trug unſre burd auf har⸗ ter bahn: that buß fuͤr Adan dund fund ſchuld, drey und dreyſſig jahr mi geduld. R rahr mu Er diente uns mit wott und that, gieng uns von durch die enge pfort, lehete wie man zu GOttes hudh zrdentlich wieder kommen b Da Er nun GOttes wort geredt, und dienſt dazu ver⸗ ordnet haͤtt, litt Er den tod ſchwer uberaus, pluͤndent dadurch des ſatans haus. Erſtund vom tod in groß ſer kraft, befahl andern ſer ne botſchaft, und ſtieg gen himmel, wo Er itzt zur Rai⸗ ten ſeines Vaters ſitt. Sendet nun ſeinen Hei⸗ gen Geiſt, der ſchickt die her⸗ zen allermeiſt, daß ſie ſeine theilhaftigkeit ſuchen, zu i rer ſeligkeit. Dir, GOtt Vater bon ewigkeit! ſamt dein’m Sohn in einer Gottheit, dem hei⸗ ligen Geiſt gleicher weit ſeh in ewigkeit lob und pret 342. armherziger ewigel GOtt! ſieh an unſer elend, angſt und noth, wie wir von uns ſelbſten nichtz koͤnnen thun, und ſey und genaͤdig, durch deinen Sohn. Der menſchen natur iſ verderbt, denn Adams fund iſt ihr angeerbt: der menf dienet und iſt der fuͤnden knecht, darum herrſchet der tod billig und recht. Der menſchen ſinn, wle ſichs anzeigt, iſt von ludaf 6 ——— —— õää ——y—y— õʒ— ͤͤͤͤſͤſöö,“— — — — — — — — ——————— =EgV — —— — —— —ö%%–e–*rvv — ————— nun GOtta d dienſ 3 tt lit e meiſt, d igkeit ſachne keit. GOtt M. lſant deye Gotthei 1 iſt gleiceen eit lob unm 342, Alte Bruͤder 1 Lieder. zum boͤſen geneigt: ihr ge⸗ rechtigkeit, nach's propheten ſpruch, leuchtet vor dir als ein unreines tuuh. Das fleiſch will nur ſei⸗ nen willen und mit nichten deinen erfuͤllen; es will dir nicht dienen, nach ſeiner pflicht, ſondern nur anhan⸗ gen dem boͤſewicht. Wo dein Geiſt das herz nicht erleucht't, und zur theilhaftigkeit Chriſti zeucht; da iſt alle muͤh und arbeit verlohrn, nichts anders vor⸗ handen, denn ſuͤnd und zorn. Ey nu, Vater! aus dei⸗ ner gnad, erkennen wir un⸗ ſre miſſethat, bitten dich de⸗ muͤthiglich um geduld, ſpre⸗ chen: vergieb uns heut all unſre ſchuld. Wir erzittern vor GOtt's gericht, vor ſchuld wird roth unſer angeſicht: wo uns nicht beſchutzte dein lieber Sohn, ſo muͤſten wir fallen mit unſerm thun.. Doch ſtehn wir auf dein'm zeugniß veſt, hoffend, du werdeſt uns thun das beſt, uns allhie bereiten zu dei⸗ nem tag, alsdann auch dar⸗ ſtellen ohn alle klag. Dieweil du uns nach dei⸗ ner luſt in Chriſto mit dir vereinigt haſt, auch gezeiget gnad und gerechtigkeit; hof⸗ fen wir im glauben die ſe⸗ ligkeit. Dein erwehlung reuet dich nicht: ſo giebt ie dein 205 zeugniß zuverſicht, daß du mit uns nicht anders wer⸗ deſt thun, denn nur als ein vater mit ſeinem ſohn. „O thu an uns barmher⸗ zigkeit, und erſtatt unſre ge⸗ brechlichkeit! Hilf, daß wir, in Chriſti gerechtigkeit, un⸗ ſern lauff vollenden zur ſe⸗ ligkeit.. Staͤrk und troͤſt uns mit deinem Geiſt, welcher der⸗ halben ein Troͤſter heißt: daß wir, mit glauben, lieb und zuverſicht, redlich uͤber⸗ winden den boͤſewicht. 343. † yer milde treue GOTT hat den menſchen aus gnad zu ſeinem bild geſchaf⸗ fen, und, wie ſein'm bild ge⸗ buͤhrt, ſchoͤn geſchmuckt und geziert mit ſeines lichtes waf⸗ fen; er aber kam zu fall in dieſem jammerthal und fiel in GOttes ſtrafen. Das bild aber hat GOtt in ſeine'm wort und gebot wiederum abgemahlet; durch Chriſtum ſchon verneut, der uns vom uͤbel freyt, ſund, ſchuld und pein bezahlet; und richtet wieder an des neuen lebens bahn, draus ewig lob erſchallet. Durchs Geiſts verborgne kraft und durch ſeins worts botſchaft, erleucht't Er unſre herzen, daß wir in der wahr⸗ heit anſchaun ſeine klarheit und uns daran ergetzen, werden 206 werden dadurch bekehrt, in daſſelb' bild verklaͤrt, genieſ⸗ ſen ſeiner ſchaͤtzen. So wird in uns bereit des HErrn gleichfoͤrmigkeit, im lebendigen glauben, der ſein' gerechtigkeit und ſein⸗ vollkommenheit uns gaͤnzlich thut verſchreiben, und hei⸗ ligt uns mit kraft durch ſei⸗ ſ ne gemeinſchaft, daß wir veſt an Ihm bleiben. Dadurch wird das geſetz in der glaͤubigen herz mehr und mehr aufgerichtet, da⸗ her entſprieſſen fein aus ih⸗ res herzens ſchrein die tu⸗ gend'n ſo GOtt liebet: nem⸗ lich gottſeligkeit, fruͤcht' der gerechtigkeit, damit wir GOtt verpflichtet. Und erſtlich ſcheint das licht, glaub, lieb und zuver⸗ ſicht, furcht, demuth und gehorſam: die anruffung und ehr, die bekenntniß und lehr, der gottes⸗dienſt ſo lob⸗ ſam: denn die abgöotterey, irrthum und ketzerey ſliehen die frommen all ſam. Darnach zeigt ſich die lieb die da niemand betruͤbt, ſon⸗ dern hilft gern dem näͤch⸗ ſten: die unterthaͤnigkeit, ehr, ſamt der dankbarkeit, gegen den vorgeſetzten: fried und ſanſtmuͤthigkeit, geduld und freundlichkeit, gegen ein'm jeden menſchen. Des herzens reinigkeit, die zucht, ſchaam und keuſch⸗ heit, und maͤſſigkeit in allem: Alte Bruͤder⸗Lieder. die mildigkeit und treu, ſpar⸗ ſam ſeyn und gaſtfrey, nach G Ottes wohlgefallen: ſie reden die wahrheit, berge die heimlichkeit: die einn thut erſchallen. „Alſo gewinnt das heu lieb und luſt zum geſetz wird voll guter gedanken: aus olchem guten grund bringt guts hervor der mund ſtenßt mit zucht’gen worten. En jeglich leibes⸗glied beweiſe ſeine guͤt, beyd vor GO und den menſchen. Das iſt das ſchöͤne bid das in Chriſto was gilt dean Er hat freud und wonn das faͤhet allhie an, wach zum vollkommnen man, wird leuchten, wie die ſonne Behalt, Chriſt, unſer Heit⸗ den geiſt ſamt leib und ſei it bis auf dein zukunft, Anen! ſit * 4 * 344. GOtt ſah zu ſeiner zeit auf die menſchen⸗kin⸗ der, fand ſie vermaledeht und gottloſe ſuͤnder, dacht, was Er auserwehlten di⸗ tern und propheten bol langem hatte geſchworn wendete ſeinen zorn don ſei⸗ nen auserkohrnen. Auf das iſts ergangen. GOttes Wort wurde ſeiſch ohn erb⸗ſuͤnd empfangen wie es die ſchrift verheißte hie auf erden erſchienen, fieng Er an zu dienen, G96 —————— — — —— — —== ꝶ—— V́ — = —— — — — — — . ₰æ — ͤ2ꝗnvn t ſant ein 5 1 4 344. tſah uu ſe f die maſe and ſje unt ttloſe ſinhe àx andermit und peatie halte e ſeinen nt zserkohm die ſhitu z willen zu lehren, ſuͤnder tn erehren feinds reich zu erſtoren. — 9 ſprach zu uns ſchwa⸗ chen: es ſoll euch gelingen, ich will euch frey machen, und hie fuͤr euch ringen, ich will fuür euch mein leben, meine ſeel dargeben, hoͤll und tod uͤberwinden, den ſatan anbinden, und euch auf mich gruͤnden. dun her, ihr elenden, kommt her, ihr gequalten, gebt euch meinen haͤnden, do mein auserwehlten! ſo wil ich mich euch ſchenken, euch ſpeiſen und traͤnken, als meine ſchaaf ernaͤhren, rech⸗ te ruh beſcheren, mich von euch nicht kehren. Seht an, lieben kinder! was Chriſtus iſt und thut; und kehrt um, ihr ſunder! von eurem uͤbermuth: laßt Den in euch arbeiten, und euren geiſt leiten, ſein werk in euch vollbringen, euren willen zwingen; ſo wirds euch gelingen.- O komm, HErre IEſu, komm, werther GOttes Sohn! richt unſre herzen 7n zu mach uns dir unterthan; auf daß wir an dich glaͤu⸗ ben, und uns dir einleiben, in dein'm verdienſt uns wei⸗ den, darinnen verſcheiden, zur ewigen freuden. 345. und Moſes das gebot: den an Adam bracht uns den tod, nc Alte Bruͤder⸗Lieder. 207 aber du, JEſu Chriſt,bringeſt was beſſer iſt, gnad und ge⸗ rechtigkeit, leben und ſelig⸗ keit. O wohl dem, der deß hier geneußt, und dich mit ſeinem wandel preiſt. Welch troſt, luſt, freud und wonn hat an dir, GOt⸗ tes Sohn! die ſeele, ſo dich liebt, der welt ſich nicht er⸗ giebt; ſondern alleine dir eroffnet ihr' begier: die du vernen'ſt, aus gnad und gunſt, entzundeſt mit heili⸗ ger brunſt. Du biſt heilig und rein, wir aber ingemein ſind vol⸗ ler eitelkeit und ungerech⸗ tigkeit: unſre werk' gelten nicht vor deinem angeſicht, es ſey denn, daß du ſie vor⸗ hin rechtfertigeſt nach dei⸗ nem ſinn.. „So bitten wir dich nu, o guͤtiger JEſu! wollſt uns mit dir allein verfugen all in Ein, waſchen mit deinem blut, unſer werk machen gut: daß wir moͤgen, vor deinem thron, finden die unvergaͤng⸗ lich kron.. Thu an uns deinen fleiß, nach eines arztes weis, und hilf, daß wir, geſund und ſtark in deinem bund, in lieb und einigkeit, zu unſrer ſe⸗ ligkeit, deinem namen, gebe⸗ nedeyt, lob und preis ſingen allezeit.— ꝑ„S46. Rimm JEſum an von herzen, wenn eigne hn hu ——— 4 3. Ba “ 8.——*— ——— 8 1 208 thut ſchmerzen: komm wil⸗ lig, und lauff zu Ihme, ſein ſanft joch auf dich nimme, Ihm mit glauben diene. Solchs dir auch ſein wort bezeugt, wie Er zu ſuͤndern geneigt: denn Er ſich freund⸗ lich zu ihn'n hielt, buß und glaub'n ihnen vorhielt, ſie mit troſt und gnad fuͤllt. Er ward ihrthalben ver⸗ acht, fuͤr ihr'n freund und g'ſeln geacht: duld'te aber ſolchs mit willen, wollt' alſo die ſein'n ſtillen, ſie mit heil erfullen. 1 Drum Er, als ein Lamm, mit geduld trug all der welt ſuͤnd und ſchuld; nahm auf ſich all unſre ſchmerzen: denn Er liebt uns, ohn ſcherzen, von ſein’m ganzen herzen. Ey! laßt uns nu zu Ihm kehrn, mit glauben von Ihm begehrn ſeins heilgen lebens mitg'noßſchaft/ weil die ſuͤnd noch an uns haft; es wird uns nichts verſagt. Und ſo ſcheu dich nunmehr nicht, kein ſuͤnd dein herz mehr anfecht': weil Er dir thut ſo willfahren, ſein gnad an dir nicht ſparen; laß all ſchrecken fahren. Denn Er ja noch allzeit iſt mit ſein'm opfer dir ge⸗ ruͤſt't, daß Er dich ſtets, beym Vater ſein, verſprech, ſchenk dir die ſchuld dein, loͤs dich von ſtraf und pein. Du haſt auch ſein gna⸗ den⸗pfand, ſein'n Geiſt, in Alte Bruͤder⸗Lieder. dein herz geſandt, der heil in dir thut wirken,hi mit troſt dein gemuth ſtar⸗ ken: draus ſein' lieb magſt merken. Haſt auch, in ſeiner Ge⸗ mein, zu troſt und huͤlf, ſein dienſt' rein, ſein wort, ein werthe geheimniß', die dich ſolln, als bundszeugniß ſtaͤrken in betruͤbniß. O HErr Chriſt! dutrenet Hort, dir ſey lob, preis hie und dort; der du uns haſt aus genaden, all unſrer ſund entladen, g'freyt vomewgen ſchaden.. Bitten dich demuͤthiglic du wonſſt dein heil, guu⸗ diglich, durch dein'n Geiſ⸗ in uns erbauen; daß wit dich, mit vertrauen, hieund auen. ewig ſch 347F. O Chriſte! ganz heilig und rein, erſchienen hier auf erden, durch niemand) denn durch dich allein muſſen wit ſelig werden. O guter Hut; wer ſich nicht wird von dit hie laſſen weiden, den wilſt dort von dir ſcheiden. Ogieb⸗ IEſu! dein'm voͤlklein ruh⸗ was es nicht kan, das zeig ihm an, auf daß es deine wahrheit ganz hab und thu erlang alſo ewige freud 1wm klarheit. b O Chriſte! ein fels und grund⸗ſtein aller, ſo dir vel⸗ trauen, und ſich auf dis ſein —— ———= —— ͤͤ“ — — — der. geſandt, d, kthut 1 ein gendi — — aden alune 1 ug freyt wa 347. riſte! ganz in erſchennne durch niena wich alein ei deinm ua nicht ta,W n, auf di eit gan ſän alſoewie n t.„ priſe!ah ſtein alnit und ſt 9 n Alte Bruͤder⸗Lieder. 209 gon herzen rein, zum tempel 6Ottes bauen: nimm eben an wahr der kleinen ſchaar, ſo nach dein'm willen wandelt, und dein wort treulich han⸗ delt. O Menſch und GOtt, rechter Weinſtock! wer nicht bekleibt, dir eingeleibt, der kommt ins ewge feuer; wer aber haͤlt und frucht dar⸗ ſtelt, deß tod iſt vor dir theuer. 348. ir waren ſuͤnder geboh⸗ ren, all unſer thun war verlohren, der hoͤllen pein haͤtt uns alle gewaltiglich überfallen. GOtt that ſich unſer er⸗ barmen, ſandte ſein'n Sohn zu uns armen, der nahm an ſich menſchlich ſchwachheit, ohn verſehrung ſeiner Gott⸗ heit. Vom Heiligen Geiſt em⸗ pfangen, ward Er, als neun mowt vergangen, von Ma⸗ ria menſch geboren, die ihr“ zucht nie hat verlohren. Von kindheit an bis an ſein end, verſucht' Er wohl unſer elend, bis Er auch, von unſertwegen, nicht hatt' ſein haupt hinzulegen. So lang Er hie auf er⸗ den war, laͤnger denn drey und dreyſſig jahr, litt' Er viel noth und durftigkeit, von wegen unſrer ſeligkeit. Wer kans dem Vater ver⸗ danken? der, uns verwund⸗ ten und kranken, geſandt hat den Samaritan, der unſre ſeelen heilen kan. Denn nicht unſre gerech⸗ tigkeit, ſondern deine barm⸗ herzigkeit, hat Ihn zu die⸗ ſem gezwungen, und Chri⸗ ſtum zu uns gedrungen. O ſüſſer Heiland, JEſu Chriſt, weil du heilig em⸗ pfangen biſt, und in der un⸗ ſchuld gebohren, welch uns Adam hatt' verlohren, Du wolleſt deine heilig⸗ keit, dein unſchuld und ge⸗ rechtigkeit, uns gnaͤdiglich mittheilen, dadurch unſer ſiechthum heilen; Durch deines glaubens gemeinſchaft, wieder erſtat⸗ ten GOttes kindſchaft, und, mit deiner gnad und wahr⸗ heit, helfen zur ewigen klar⸗ heit. 349. Der guͤtge GOtt ſand den Heiland, aus lauter gnad zu uns allſamt, daß Er fur uns litt und ſturbe, aus lieb und gunſt, heil er⸗ wurbe. Deß freuen ſich unſre ſee⸗ len, ſind ganz froͤlich, und erzehlen die theure gnad, ſo beweiſet und unſer GOtt an uns preiſet. Denn ſeine lieb, ausge⸗ goſſen durch GOttes Geiſt, iſt gefloſſen in unſer herz, und wirkt freude, tilgt allen ſchmerz, hilft aus leide. Dieſer 5 4 3 . 210 Dieſes heils⸗quells ſich er⸗ freuet ein jede ſeel, die da glaͤubet: nichts lieber iſt ihr auf erden, denn JEſus Chriſt, in gefaͤhrden. Weltlicher freud ſie nicht achtet, ſondern allzeit dar⸗ nach trachtet, wie ſie Ihm moͤg' wohlgefallen, ſeinen willen recht thun in allem. Kein furcht noch leid ſie abdringet, die lieb und freud ſie ſo zwinget, daß ſie auch wollt lieber ſterben, denn ſeiner huld ſich enterben. Nichts mag die ſeel von Ihm ſcheiden, noch ſein be⸗ fehl' ihr verleiden. Er iſt ihr freund, ehr und krone, ihrs herzens weid', luſt und wonne.. Nach dieſem ſchatz ſie ſich ſehnet, gegen Ihm ſtets die lieb brennet, ſie redt gern, ſinget und hoͤret von ihrem HErrn, den ſie ehret. Begehrt von hinn'n ah⸗ zuſcheiden, daß ſie Ihin dien“, dort in freuden, auf ſeinem ſitz, mit vertrauen, ſein zart antlitz moͤg an⸗ ſchauen. Kein ſtaͤrker ding iſt auf erden, als Chriſti lieb, in be⸗ ſchwerden; wer drinn iſt g'grundt, üuberwindet, ſatan und ſuͤnd hald verſchwindet. Es kan niemand ſie aus⸗ ſprechen, noch ihr'n beſtand ie ausrechnen: nichts kan ſo ſchwer ihr begegnen, ſie dul⸗ det mehr, Chriſti wegen. Alte Bruͤder⸗Lieder. g=gB—V — — „Wohl jeder ſeel! die ſ liebet, Chriſto ihr'm heil ſih ergiebet; weh aber derl die's verachtet, nach Chriſi ehre nicht trachtet. O JEſu Chriſt! voli gnaden, der du nun hiſt ho erhaben; hilf, daß wir di vollig lieben, und uns heu lich darinn uben. Neig zu dir, HErr unſe ſinnen, daß wir dich met lieb gewinnen, und laß un drinn nicht erkalten, 4 b muth und ſinn von dir ſe — — — — ——— =g — = nͤ—e ten. V Wenn wir nun von i nen ſcheiden; o GOtl Sohn! durch dein leiden ein ſelig end thu beſcheren die lieb vollend zu deißn t ehren! 3 A 8 X 350. 5 Jir, allergutigſter HE! nn ſey, preis und ehr ſät a deine lieb und reiche gnad innn und unausſprechliche woſt ta that; der du uns zu deinn — —— 4 3— 3 ————————— ——————— — “ heimniß durch dein wortoa fenbart, uns zu trort. Du haſt uns deinn le⸗ iert: Ael Auf 4 * — — ◻ 1 △ — 18 ◻ * 4 12 —x A* ſeder ſen d bi 8 3 Maer ſalli Auf dieſem Fels und Eck⸗ nia a ſtin uns erbaut fein, und A cahtet,uah gebracht zur heerd deiner 86 bil don aus ſeiner hand mag reiſen. teden un Alſo bereiteſt du dir hier, un mden fur und fͤr, ein ewge kirch Iuu di e durch deinen Geiſt; darinn „dai viih du zu wohnen verheißt, und vinnen unt drin auszutheilen dein theu⸗ nicht eun te gnad, heil, fried und ſe⸗ und ſannden gen, troſt und leben mit viel ſwohlthat. un wirmna Aldda iſt die edle ſalb, At WDlt hhg ſcheiden,! zwar unſerthalb, die von unausftet Sohn, mit allen erwehlten „der wen und heiligen, auch mit den jen, auch! emnaine engeln die ſlche geſellchaft ß duther kieben. nißdanen Derhalbn dankſagen wir e dir ſtets mit begier, daß du Senn Gs durch Chriſtum, unſer Heil, d ben un tüchtig machſt zu deinm dne ötheil: wir bitten, verleih au drinn ein ſeligs end. Drauf befehln wir uns, ſamt dei⸗ v ner kirch, in deine haͤnd. inigt u 351. Preis⸗ lob und dank ſey GOtt dem HErren! der ſein g'ſchoͤpf nicht laͤt verderben, ſondern ſammlet draus, zu ſeinen ehren, ein ewige kirch auf erden. Welch Er von anfang ſchon er⸗ bauet, als ſeine auserwehl⸗ te ſtadt, die allezeit auf Ihn vertrauet, und troͤſt ſich ſol⸗ cher groſſen gnad. Die iſt GOttes ruhe und wohnung, ſein tempel; haus und Gemeine, der glaͤubigen zahl und verſammlung, die auf Chriſtum gruͤndt allei⸗ ne; ein pfeiler und grund⸗ veſt der wahrheit, darinn be⸗ halten wird das wort, und beſteht wider der welt bos⸗ heit, ja wider alle hoͤllen⸗ pfort. Sie iſt erbaut auf rech⸗ tem grunde der apoſtel und propheten: das bezeugen mit gleichem munde, und ruͤhmen all auserwehlten: von edlen lebendigen ſtei⸗ nen, gar ſchoͤnen perlen und fein gold, von Chriſti fleiſch und ſein'm gebeine, drinn herrſchet glaub, treu, lieb und huld. Nun laßt uns all den bau anſehen, drinn ſind lauter neue werkſtuͤck. Dabey iſt groß wunder geſchehen Chri⸗ ſtus trug ſie ſelbſt auf ſein'm ruͤck: fugt ſie in einem geiſt zuſammen, durch ein'n an⸗ en — 3 5 8 4½ 3 3 “ 4 3 4 — 212 ben, tauff und beruff, die ſtadt heißt Fried⸗geſicht mit namen, auf daß man drinn einigkeit hoff. Der Heilge Geiſt ſelbſt drinn regieret, und beſetzt die thor mit huͤtern. Die wachen ſtets, wie es gebuͤh⸗ ret allen treuen kirchen dienern: die fuhren das predig⸗amt darinnen, und zeigen an das ewge Licht; drinn muß man buͤrger⸗recht gewinnen mit glauben, lieb und zuverſicht. Auſſer der kirch wird kein menſch ſelig: denn ſie iſt die arche GOttes. Wer drinn recht wohnt, iſt GOtt gefaͤllig, und iſt ein glied ſei⸗ nes volkes. Fuͤr die“ hat GOtt ſein blut vergoſſen, welchs ſie mit glauben neh⸗ men an, und werden ſeine haus⸗genoſſen, ſind Ihm auch willig unterthan. * S. 1 Joh. 2, 2. Obwol die thor' nicht ſind verſchloſſen, und des tags⸗ licht immer ſcheinet: wer⸗ den doch nicht all eingelaſ⸗ ſen und mit GO2T dem HErrn vereinet. Denn es iſt kein weg, als der glau⸗ be an JEſum Chriſtum, un⸗ ſern HErrn; wer den nicht geht, muß drauſſen bleiben, weil er ſich hie nicht will be⸗ kehrn. Alſo wird nun GOttes Gemeine allzeit in der welt erhalten: GOtt(dem ſey Alte Bruͤder⸗Lieder. will ihrer ewig walten. e lob) ſchutzt ſie alleine, 1 —— — — —— will ihr auch nach dem i geben, aus Chriſti wohlthan fuͤll und gnad, das gan freudreiche ewge leben. DNa verleih uns auch, Hen GOTE! 352. ESul! es ſehnt ſich ſi und fuͤr unſer geiſt ſeßt nach dir, wollt gern loswer⸗ 1 den aller pein, und ewigb dir ſeyn. O hilf, daß er deß wanh gewaͤhrt, was er goͤttlichbe gehrt, und deß, was ermch deimm wort glaubt, dut nn nicht werde beraubts. Gieb, daß wir volbbringen n mit luſt, was du beſoßten haſt, in deinem dienſt, aut tia aller macht, fleiß thun ua tag und nacht.. Verleih geduld zu deine ua lehr, ſo wird es uns ſict u ſchwer, um deinetwilln tt leiden noth, bis auf den bi tern tod. Regier uns hie nach deis nem ſinn, daß wir kommel dorthin, wo du ruheſtin ſicherheit, von all dein arbeit. Erfreu mit uns der enge ſchaar! o nim deiner Bral wahr, die du dir haſtzu jungfrauſchaft vertraut ii glaubens kraft. O Gottes⸗Braut, N Chriſtenheit! zeuch ang — —— — — —— — — — — — — — — — ———— — — — — 2 — — — — ——ͤ 7 — — 5 4 1 — — — 1 6 — — —— — =——= — — — der. tt ſe alen keni 1e auch nac d Cheſüüd „Kad, d heedgelin und auh, en mitunde d nin dem deu u zuſcheſt bene ikhaſt gonts An neii a Alte Bruͤder⸗Lieder. feher⸗kleid; denn dein Braͤutgam, von groſſer gwalt, iſt ſchoͤn und wohl⸗ geſtalt. Er hat dich lieb und iſt dir hold; denn du koſt Ihin nicht gold, ſondern ſein blut, damit Er dich verſoͤhne und reinig. Er will, daß du, heilig und rein, Ihm anhangeſt alein, und in ſeiner theil⸗ haftigkeit bleibeſt in ewig⸗ keit.. O unſer Braͤutgam, JE⸗ ſu Chriſt! der du im him⸗ mel biſt, behuͤt uns, durch deinen namen, vor dem boͤ⸗ ſen, Amen! 353 s GpSer liebt die und iſt ihn'n gnaͤdig, die, in trubſal, getroſt und freudig, ihr zuverſicht ſetzen auf Ihn, und nicht auf ihren eignen ha ſinn nach ſeinem muth; hof⸗ fend, Er werd ihr ſach bald machen gut. Wohlan! thu ſolchs recht betyachten; ſo wirſt du kein an drauen groß achten: denn in wer da liebt gottſeligkeit, der muß bald, um Chriſti wahrheit, viel ſchmach und pein leiden, und bis in tod ſtets veracht ſeyn. Viel Gottes⸗freund qus⸗ elleſen, ob ſie gleich in aͤng⸗ en geweſen, wo ſie nur GOtt gaͤnzlich vertraut, und ihr hoffnung auf Ihn ge⸗ baut; ſind ſie durch GOtt 213 gar wunderlich erloͤſt aus aller noth.„ Drum ſo ſollt ihr GOtt vertrauen, auf ſeine verheiſ⸗ ſung veſt bauen: denn Er iſt wahrhaftig und treu, ſchafft, daß euch alles zu nutz gedeih, ſolch end gewinnt, daß ihr die verſuchung er⸗ tragen kuͤnt. IEſu Chriſte, treuer Hei⸗ land! dir iſt unſer anliegen bekannt, hilf allhie deiner kleinen heerd, drinn du ſelbſt wirſt verfolgt auf erd, und leideſt noth, daß wir ob dir hie nicht werden zu ſpott, Der du biſt die hoͤche ſte Guͤte, erfreu unſer trau⸗ rigs gemuthe, laß uns em⸗ pfinden deine gnad, hilf uͤberwinden alle noth, ver⸗ kuͤrz die zeit, und verleih bis ans end beſtaͤndigkeit. „ 354. Die zeit iſt itzt faͤhrlich, o ewiger GOtt! hilf uns offenbaͤrlich, denn es thut ſehr noth, unſre feind', ge⸗ ſchickt im ſtreit/ ſind uns nicht ſehr weit. Sie ſpannen ihr'n bogen, ſtellen ihr geſchoß, haben uns umzogen, wehren uns die ſtraß, auf der man gerade zu, geht in deine ruh. Machen uns viel unruh, trachten alle weil, wie ſie uns aus der ruh ziehn in ih⸗ ren theil: verderben am lichten tag, was ein jedes mag. O 214 O% HéErr GOtt! ſteh uns bey, hilf deiner Gemein, daß wir, ohn furcht und ſcheu, dir dienen allein, und geben, mit allem fleiß, deinem na⸗ men preis. O laß nicht verderben, was du haſt gebaut, noch dein volk enterben, welchs in dich vertraut: ſondern ſtark uns, daß wir dir die⸗ nen fuͤr und fur. Gieb, daß wirs bedenken, und dich, HErre GOtt! im eſſen und trinken, auch in aller noth, loben und preiſen mit fleiß, nach chriſtlicher weis. 355. u mein'm HErrn alleine hin wend ich mein herz und ſinn! ach, Er wird mich nicht laſſen, noch in mein'm elend verſtoſſen. Er hat mich erkoren, mir ein'n eid geſchworen: ich ſoll Ihm ſo lieb ſeyn, als der mutt'r ihr kindlein. Ey nu, HErr, o HErr! erſchein, ſchau ſelbſt gnaͤdig darein; ach, daß ſie muͤſten ſagen, wie in jenen alten ta⸗ gen: GOtt iſt ja mit ihnen, Er iſt da erſchienen, ſelbſt fur ſie zu ſtreiten, ſein'n ruhm auszubreiten. O mein allerliebſter HErr! mir iſts uͤberaus ſchwer. Ach, laß mich nicht verzagen! er⸗ hor auch mein weinend kla⸗ gen, wollſt dich zu mir keh⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. laß, ren, und dich laſſen häran 4 7 denn ohn dich auf erda kan mir kein troſt werden Indem als die Braut klagt, antwort't ihr Hen und ſagt: Ey, was fura du dich ſo ſehr! als obit dein Heiland nicht waͤr h ich doch verheiſſen, dir hu ſtets zu leiſten, und hab de geſchworen, ich woll dichte wahren! Ich bin ja allein dau GOtt, der HErre Zebahth. Ich bin allein dein Trſte —.— 4 ——— dein Erbarmer und Elliſe Schoͤpfer und Heelfuͤten aller welt Regierer: al⸗ kan ich wenden, was ichbit vollenden. „Meine lieh waͤchſt gegen dir; wend dich nar ſtlatt zu mir, und laß dir garnichts grauen, ſondern halt veſ am vertrauen: wel den was ſchaden, oder die bela den? muſten ſie doch ſterten in ein'm huy verderben Wo ich doch etwat ii⸗ , das thue ich ui maß, und ſchaff ein ſit auskommen, daß es dir ge deiht zu frommen, witſtda durch geubet, wie das oh geprufet, zuletzt ich dein be 1 — 46 — — — — — den ſchnell verwend in n— den. O HErr, Koͤnig Je Chriſtſ der du mein Branng gam biſt, und tröſteſt un durch dein wort, bi ſt anc— V mein Erloͤſer und Hort; u an adde antwerktii t: E 3 ¹ dine len wend dihn ir, undlahſe ten, ſonden ertrauen ſchaden hen 7 muſtenſ n'm huh me⸗ Go ich wia 1 delian Alte Bruͤder⸗Lieder. will ich dank ſagen, nimmer⸗ mehr verzagen, behuͤt durch dein'n namen vor dem uͤbel, Amen! 356. O Wächter! wach, und bewahr deine ſinnen, denn die feinde kommen vor deins zinnen, wollen dein oß gewinnen. ſachang hoffart, unzucht, geitz zorn, neid und traͤgheit hat ſatan viel verfuͤhrt von de ſeligkeit zur ewigen bit⸗ terkeit. O menſch! wach, und nim deiner ſelbſt mit fleiß wahr, ſey munter und bet von her⸗ zen immerdar, daß dir GOtt dein'n ſchatz bewahr. Sieh eben zu, daß du zur letzten ſtunden, wenn der HErre koͤmmt, dem du biſt verbunden, wachend werdeſt gefunden. Wirſt du diß thun,ſo wird Er dir gar eben, als ſeinem treuen knecht, die ewge ruh poten. in ſeinim freudreichen 6 357. oͤr, menſch! ein' traurig' „geſchicht, aus GOttes bericht, von ein'm langwie⸗ rigen ſtreit aller Chriſten⸗ leut, der ſich bald hebt an im anfang, waͤhrt bis zum creutz⸗gang/ drinn das fleiſch wider den geiſt ſtreitet al⸗ lermeiſt. zutritt erſt iſt im 215 Deer menſch iſt von fleiſch und geiſt, daher zwietracht fteußt. Die fuͤhrn einn heftigen ſtreit, hie in dieſer zeit. Die luſt des fleiſchs ſich erhebt, wutet, tobt und lebt, will herrſchen, und dem geiſt nicht leiſten ſeine pflicht. Der geiſt dem ſleiſch wi⸗ derſicht, und daͤmpft ſeine fruͤcht, widerſtrebt der boͤſen art, ſamt ihrer hoffart, die ſich in den gliedern regt, weit und breit erſtreckt, drinn als toͤdtlicher gift haft der fündliche ſaſft. Dieſer beyder eigenſchaft und derſelben kraft ſind vom apoſtel erkannt, zwey geſetz genannt: deren eins iſt im gemuth, dienet GOttes gut; das andre macht viel un⸗ fried, nimmt ein alle glied. Denn es ſchleicht durch manchen ſchein die anfech⸗ tung ein: druber rathſchlagt das gemuth, die luſt darzn trit: folgt draus im herzen ein ſtreit, koͤmmet willigkeit, welch die ſuͤnd empfaͤht, ge⸗ biehrt und ins werk voll⸗ fuͤhrt.. Merk nun, daß der ſuͤnd gemuth; ſo bald die luſt wird ge⸗ bohrn, ſo iſts halb verlohrn: wo du nicht bald widerfichtſt, die zwey glied zerbrichſt, ſon⸗ dern wihligſt mit deinem rath; iſt vollbracht die that. Denn die ſuͤnd' hat ſolche art, ſie dringt g'waltig hart von 216 von ein'm laſter bald zu mehr, und beleidigt ſehr: wird ſie nicht bald unter⸗ druͤckt, ſo wirſt du beſtrickt, und muſt mit ſchanden und pein ihr gefangner ſeyn. Von viel tropfen noch ſo klein pflegt groß waſſer ſeyn; desgleichen das ſchiff im meer wird vom ſand ſo ſchwer, daß es auch muß un⸗ tergehn: drum thu dich um⸗ ſehn, daß die fluth nicht ubergeht, dich verſenk und toͤdt.. Merk auch! wie der ſuͤn⸗ den kett hart zuſammen dreht, wie ein glied am an⸗ dern haft, und bindet mit kraft: ſo du nun zu boͤſer luſt bewilligen thuſt; zwingt und dringt dich ab von GOtt deine miſſethat. Drausentſteht denn groſ⸗ ſe noth, vor GOtt ſchand und ſpott, darzu unertraͤgli⸗ cher ſchmerz nagt und frißt das herz: drauf folgt end⸗ lich auch der tod, es ſey denn, daß GOtt tilg dein ungerechtigkeit, dich erlos aus leid. Da Paulus mit ſein'm ge⸗ muth ſich druber berieth, fiel er in eim groſſe klag, ſucht' hulf manchen tag: er fand aber nirgends rath, ohn bey GOttes gnad, der allein ſaget er dank all ſein lebenlang. Zu der han all einen zu⸗ „gang, doch mit dem anhang: Alte Bruͤder⸗Lieder. luſt nicht laſſen raum, ſichn die deine gut ſuchen nit bitt', ſie zu leiſten; So ſie, Chriſto eingelelh ſein'm wort han geglaͤukt nicht woll'n wandeln na dem fleiſch, ſondern m dem geiſt; ſoll an ihnn ſu ſeiner Gemein nichts be dammlichs ſeyn. d Wer ein rechter Cheitſ will ſeyn, GOtt dienen a, lein, der muß ritterlich he⸗ reit ſtehen allezeit, ſein i natur halten im zaum, der ann —=— === mit ihr in keinem ſchein n fried laſſen ein 1 Wohl den'n, ſo in gukr i arbeit ſtehn bis zum abſcheidſnan und uͤber ihre ſchwachheit iea tragen reu und leid: denn ſagn — 4— — dort iſt ruh, troſt und ſid ihnen ſchon bereit, daunſe inn Heerfuhrer iſt, der Hen IEſus Chriſt. 8 * 353. Qaßt uns mit herzlichetbe gier beten nach chliſlte ſt cher gebuͤhr, fuͤr die kucchen ii ihr anliegen und alle notik i in gemein und ins beſonder 55 reden mit GOttG. O lieber Vater, unſt ar Hort! nachdem du haſtäi deinem wort allen betatt 8 1 die ſeligkeit, und verheiſen So bitten wir in deinen i Sohn, gieb gnad, dich eh zu ruffen an ums ewge hel fuͤr dein erhtheil, dur ſein'n vortritt: ol enhi fuͤhrer ſſ u I 3 Chriſ. . L. t uns mit a⸗ er beten me gebäüht,i anliegen we emein uwin n mit Gd. lieber W 1 t! naim 1 ) h 1 3 So itam , gunſt, iſt uber; A biode, 9 glie eder m oͤgen rkaͤmpfen Alte Bruͤder und gewaͤhre unſre fuͤr⸗ bitt. Und wiewol wir fuͤr uns ¹ ſelbſt inn faſt ſchwach, un⸗ eigner noth zu bitten GOtt; doch bitten wir, auf dein'n befehl fuͤr jede ſeel: oHErr! gnuad'’ihr! Sieh an die liebe Chri⸗ ſtenheit, dafuͤr dein Sohn, aus autigkeit, hat ſein leben in tod geben und ſie er loͤſt. O! erbarm dich, gieb ihr reichlich dein heil und troſt. O HErr! gedenk an dei⸗ ne treu, mach ſie von allem irrthum frey, und refor mier, beßre und zier die gottes⸗, dienſt; die bring' dein hand int be eſte n ſtand aus gnad und nuſr kten auch mit in⸗ igkeit fuͤr das Theil unſrer Linigkeit⸗ verſorg und ne King ein kleines heer, in er wahrheit; durch deine r und gemeinſchaft hilf ihr'r ſchwachheit. Behut vors teufels an⸗ fechtung, vor des antichriſts verfolgung: wollſt ſie hin dern un d ſelbſt lindern, ja auch daͤmpfen; daß dawider baß uns en npfil len beine macht, dal mit dein nam nicht werd ver⸗ acht', belcher aus uns ange ruf⸗ Lieder. fen, ſondern werd' kund zu aller ſtund, deß wir hoffen. Wir bitten fuͤr alle hir⸗ ten, die du ordneſt zu Elte⸗ ſten, gieb ihnen gnad, nach deinem rath zu regieren, laß ſie auffehn und wohl vor⸗ ſtehn, dein haus zieren. Regier auch ihr amts⸗ge⸗ noſſen, ihre mit⸗diener, der⸗ maſſen, daß ſie in Ein deine ſchaͤflein treu lich weiden. Steur' den woöͤlfen und miethlingen, thu ſie ſcheiden. Fuͤr alle kirchen⸗verſamm⸗ lung, darinn du haſt deine wohnung, bitten wir dic demuthiglich, geuß reichlich aus deinen ſegen, als ein'n regen, uber dein haus. Fhn auf die thür deiner wahrheit, Chriſti geheimniß mit freyheit auszureden, al⸗ len menſchen* ein'm ge⸗ ruch. Sammle dadurch dir eine kirch, erloſt vom fluch. Thu alle en volk auch ihr herz auf, daß ſie, erregt, acht ha⸗ be 6 dl kauf, ſich bekehren, dich ehren; erleucht' ſie, HErr! in. verſta niß mit erkennt⸗ niß, dein'n anfang mehr'! Wir bitten ur die obrig⸗ beid. bewe ihr herz mit guͤ⸗ eit zu deinem heer, das 5 n beſchwer, unter ihn'n leb', in ehrbarkeit, in fried und freud dein lob erheb. Fur deine und u mſte‚ 217 ein⸗ de * Unitatem F ratrum. 4K 218 de bitten wir, mach ſie zu freunden. Ihr' miſſethat vergieb, o GOtt! dir zu ehren, und ihrem rath, der ihnen bringt ſchad, thu ſelbſt wehren. Denen aber inſonderheit erzeig gnad und barmherzig⸗ keit, die da ſchutzen und be⸗ huten dein volk vor leid, gieb gluͤck und heil ihrem erbtheil itzt und allzeit. Fuͤr die, ſo verfolgung leiden, bitten wir, erfuͤll' ſie mit freuden, gieb ihnen all⸗ zeit beſtaͤndigkeit zu verhar⸗ ren; wollſt ihr' beylag' zu jenem tag ſelbſt bewahren. Wir empfehln dir auch die kranken, laß in truͤbſal niemand wanken: wie du, 0 GOtt! weißſt aller noth, „* 4 „* 9 5 4 ſo ſchicks und wend, daß ſie, getröſt't, aus leid erloͤſt, dich ehr'n ohn end. 359. O Vater aller barmher⸗ zigkeit! erweck uns, daß wir dich allzeit anruffen im geiſt und wahrheit. Gieb, daß wir moͤgen er⸗ kennen klar unſrer ſeelen nothdurft und gifahr, ſamt der ganzen chriſtlichen ſchaar. Dein guter Geiſt uns hierinn regier, entzund un⸗ ſer herz mit begier, und ſprech uns unſer gebet fur. O guͤtiger HErr und treuer GOtt! hilf deiner kirch aus fahr und noth, um deins lieben Sohns bittern tod. Alte Bruͤder⸗Lieder. Weil du ihr haſt ſo biel gnad gethan, ſo ſchau ihr gewaͤchs auch itzt an, daß ſie zunehm in deinem Sohn. Gedenk auch, HErr! an eim jede G'mein, die du zun heil ſammleſt in Einz; erſtat ihre nothdurft allein! An lehrern mangelts ſchier uͤberall, ihrer iſt gar eine kleine zahl; auch die ſtehn in manchem unfall. Dein lieber Sohn hat befehl gethan, wir ſolln dic darum ruffen an, daß dugl⸗ beiter ſendeſt ſchon. Nun, lieber Vater! gil uns diener, die deine ehr und reine lehr ausbreiten e laͤnger ie mehr. Nach deinem herzen ſi⸗ uns geleiſt't, begabt mit dem Heiligen Geiſt, erkeuchtet und recht unterweiſt, — —— 4 4 ——— — — — — htcſth, Schmuͤck ſie mit deinet ſun⸗ gerechtigkeit, mit einfaltum ie fuͤrſichtigkeit; gied ein ka⸗ ſt res aug zur wahrheit. Wir bitten auch für die welche wir ſchon haben ein⸗ pfangen von dir, friſt ſe lang der kirchen zur zier. Bewahr ſie vol aller fahl⸗ lichkeit, laß ſie, in lied un einigkeit, treulich dienen di zum abſcheid. O HERR! bedenk aud unſre Gemein; wir bitten dich aul', groß und klein, el⸗ halt unſern kirchen⸗dien rein. Behuͤt uns vor ſchwele Beht aufech der. du i bi an iſt u V biſn an 3 endeſt ſn u lieber u ener, di d ine lehe ahe je mehr. d nhas du leiſtt be en a icht unen hmuck ſen Kntäme gen 4 ir bitt en at e wir ſchrie en bon i der kiecenan wahr e nd i k i ſhn ſtteulbe ü HENi Geman. all wgei unfer ſ ehüt w uun⸗ 4 — dnt ſeyn umſonſt, noch Alte Bruͤder⸗ anfechtung, lindere der welt verfolgung, und leit uns nicht in verſuchung; Sey und bleib mit uns, 1 o HErre GOtt! denn meſe⸗ zuftucht, huͤlf und rath biſt 1 ſtets, auch mitten im iiſ Erhoͤre uns heut aus gnad gunſt, laß unſre bitt nicht barmherzig⸗ kei uͤbe an unnd, 360. zeil die ſach betrifft dein ehr, ſo thu di jeſel lb' titgen ich deiner ver⸗ heiſſung, HERR! wolleſt uns erretten. Thu ſolches zu dieſer frif ii. befrey uns vom antichriſt, dir hie zu dienen freudig nun, immer und ewiglich. Auf daß die kirch, ſo ver⸗ heert, wiederum auf erden, zum rechten glauben bekehrt, mog verneuert werden, ge⸗ nieß ihrer ſeligkeit, im dien nſt der reinen wahrhei it, folg' dir darinn treulich nach, entgeh allem ungemach. 361. HeNR! mach di ch auf, füͤhr aus dein ſach, von x iner ehren wenen. es traͤgt die kirch viel ſchand und fhnnach darf ſich nicht ruͤhrn kegen. O richt' und kaͤche ſelbſt dein ehr, laß nicht ohn huͤlf dein armes beer das dir itzt zeucht ent⸗ gegen. Lieder. 362. Sieh als ein Vater an dein volk, welchs nicht ruh haben kan; ſondern nach deiner wahrheit forſcht, und nicht kan loͤſchen ſeinen durſt. Laß uns alſo heilig und rein, dir verfügt und Leund Gemein, geringer achten gut und ehr, als deinen bund und treue lehr. So aber irgends einer faͤllt, o GOtt! der dn ihn haſt erwehlt; hilf, daß er nicht zu trummern geh, ſon⸗ dern! mit buß wi eden ufſteh. O Chriſte! thu vei n beſten fleiß, gieb deinen ſcha⸗ fen gute ſpeis, der bloden und ſchwachen nimm wahr, daß ihn'n kein uͤbel wieder⸗ fahr. Die irrenden trag wieder heim, daß ſie bey dir weiden allein, und keines auſſenl dein’m ſchafſtall den woͤlfen in die haͤl ſe fall. O ſteh ihn'n bey in ſaͤhr⸗ lichkeit, erhalt ſie in gottſe⸗ ligkeit, bis daß du mit dei⸗ nem ruf kummſt, und ihre ſeelen zu dir niminſt, Sie zu halten bis an den tag, wenn du leib und ſeel ahne ag, vereiniget herrlich zugleich, wirſt mit dir fuhren in dein reich. 363. GOr 85 Iihm ein volk Sugefüͤgte und mit la⸗ en 219 220 ben gezieret, das Er, vor al⸗ ler welt, vergnuͤgt, mit ſei⸗ nem wort regieret: den glau⸗ ben ganz in rechtem ſinn, auch diener und dienſt hat Er ihm zur bauung ordi⸗ miret. O HErre GOtt! wir danken dir, daß du uns haſt gezogen zu deinem volk, bey welchem wir genieſſen dei⸗ ner gaben: o hilf uns auch, aus guftigkeit, daß wir, in lieb und einigkeit, dich ewig mögen loben. 364. San und mag auch verlaſ⸗ N ſen ein mutter ihr eigen kind, und alſo gar verſtoſſen, daß es bey ihr kein gnad' find? Und ob ſichs moͤcht be⸗ geben, daß ſie ſo gar abfiel; GOtt ſchwoͤrt bey ſeinem le⸗ ben, daß Er dich nicht ver⸗ laſſen wil.. Wie kan ich dich verlaſ⸗ ſen, ſpricht ſelbſt zu dir dein HErr GOtt, und dei⸗ ner ſo vergeſſen, wenn dich ſchreckt ſund', hoͤll und tod? Hab ich dich doch gezeichnet, gegraben in mein haͤnd! dein nam ſtets vor mir leuch⸗ tet, daß ich dir meine huͤlfe end. Darum laß dich nicht ſchrecken, o du chriſtglaͤubige ſchaar! GOtt wird dir hulf erwecken, und deiner ſelbſt nehmen wahr. Er beginnt itzt zu kaͤmpfen wider den Alte Bruͤder⸗Lieder. antichriſt: ſein' falſche lehr zu daͤmpſen, all' ſeim a⸗ ſchlaͤg' und arge liſt. Es thut Ihm nicht ge⸗ reuen, was Er vorlaͤngſt hat gedeut't, ſein kirche zu ben⸗ neuen, in dieſer gyfaͤhrlichen zeit. Er wird herzlich an⸗ ſchauen dein'n jammer und elend, dich herrlich wieden bauen, durch ſein rein won und ſacrament. GOtt ſolln wir billig l⸗ ben, der ſich uns, aus grof ſer gnad, durch ſeine midde gaben, zu erkennen geben hat: Er wird uns auch ⸗ halten, in lieb und einigkeit und nnſrer freundlich wa⸗ ſttttt ten, hie und auch dort in iſeit ewigkeit. 305. Es ſind ſelig zu loben Gt⸗ tes maͤrtyrer, die duuch Chriſtum uͤberwunden ha⸗ ben, ihr gedaͤchtniß iſt lit⸗ lich, und ihr ſieg ehrlichwee u ein edel raͤuchwerk ſuͤß und lieblich. Ihr glaub leuchtet ſchn als der morgenſtern, dien⸗ ten mit herz, wort und that GOtt dem HErrn: ihle tugend bluͤht auf in dieſen welt, wie ſich eine roſe unter doͤrnern haͤlt. Ja, all ihr leben, das wat GStt ergeben, deß ehr tha⸗ ten ſie erheben: keine t⸗ ranney kunt ſie machen alh⸗ ſcheu, hielten GOtt ſits glauben und treu. Schwete — — —=—— ͤ————— e widd ſe deinen ſenne dich herth ducch einnan rament. in lieb uwa. ſrer freundi ſe und auhi t. 365. delegulee maͤrtnter e im ubernwe d ihr ſegate räͤuchweltſ . glaub bute r morgenſte den Hem, dlüht ani wieſch üen ergeden dic abeba: Hun ſtnat hillen Go and tn. n I' 3 Schwere gefangniß, har⸗ te bedraͤngniß, groß betlub⸗ niß haben ſie muͤſſen von die⸗ ſer boͤſen welt leiden; ſpott, hohn, ſchmach und ſchand erduldet allſamt, viel ſind verbannt, zerhackt, geſtei⸗ nigt, ertraͤnkt, getoͤdt unbe⸗ ſcheiden. Sind in ziegen⸗fellen gan⸗ gen umher, mit leid, unge⸗ mach und beſchwer, im elend, klͤften und loͤchern der erd, als ein fluch und auswurf gehalten unwerth. So hat ihwen die welt, wie ſie pflegt, gelohnt, ihrer nicht, noch ih⸗ res HErrn verſchont, ſie als ketzer verwieſen und verlagt, endlich fuͤr ihre wohlthat zu tod geplagt. Weil ſie GOtt aus gnad beruffen hat, gewaſchen ihr kleid ins Lammes blut,haben ſie der welt obgeſiegt im tod, der theur und werth ge⸗ achtet wird vor GOtt, und veracht't dieſer welt ehr und gut, mit Chriſto getragen hohn und ſpott, auf daß ſie dort mit Ihm in herrlich⸗ keit lebten und regierten in ewigkeit. Chriſte! der du in den dei⸗ nen ſiegeſt, und groß macheſt deinen namen; hilf uns ſchwachen und elenden, die wir uns mit glauben zu dir wenden. Auf daß, ſo wir deinet⸗ halben leiden, in deiner liebe beſtaͤndig bleiben, und nach Alte Bruͤder⸗Lieder. 221 dieſem leben zu dir kommen, und dich dort ehrn in ewig⸗ keit, Amen. 366. diebet GOtt, o lieben leut, und gebt Ihm die ehre, bet't Ihn an mit innigkeit, all ſein' himmels heere! ey erkennt, wie wunderlich fuͤhrt Er, hie auf erden, ſei⸗ ne lieben Heiligen, die da ſelig werden! Nachdem alle menſchen zwar GOtt ſchuldig gewe⸗ ſen, ihr natur verderbet gar, niemand kont' geneſen: hat ſich ſelbſt der guͤtge GOtt, ihn'n zu heil und frommen, ihrer ſchweren groſſen noth herzlich angenommen, „Durch Chriſtum, ſeinn lieben Sohn, eh denn ſie ge⸗ bohren, vor der welt, bey Ihm ſelbſt, ſchon, aus genad erkohren: daß ſie ſollten heilig ſeyn, haben die erlaͤ⸗ ſung, durchs Geliebten blut allein, aller ſund vergebung. Weil Er ſie zu dieſem ſchatz gnaͤdiglich verſehen, nach ſeinem goͤttlichen fur⸗ ſatz; iſts hernach geſchehen, durch das evangelium, daß Er ſie geladen, recht zu glau⸗ ben an Chriſtum, der da heilt ihrn ſchaden. Siehe! die ſinds, die da recht heilig gepreiſt werden, die verſiegelt Gottes⸗knecht, erſtlinge der erden, derer die welt nicht werth war, hatt⸗ K 3 ſie 222 ſie doch gemieden, ihrer ſind ein groſſe ſchaar nun im HErkn verſchieden. Ihr gedaͤchtniß ewig bleibt, das zeugen die namen, die GOtt in ſein buch ein⸗ ſchreibt, liſt ihr thun zuſam⸗ men: Er weiß ihre thraͤnen all, die von ihn'n gefloſſen, hat der blutes⸗troͤpflein zahl, die ſie han vergoſen. Sind durch viel truͤbſal und noth in die freud ein⸗ gangen, hoffend, dieſelb' nach dem tod voͤllig zu er⸗ langen; haben in des Lam⸗ mes blut ihr kleid rein ge⸗ waſchen, ſtehn vor Ihm itzt wohlgemuth, als ſein' mit⸗ genoſſen, Angethan mit weiſſem kleid, palmen in den haͤnden, ihre groſſe herzens⸗freud niemand kan abwenden: hunger, durſt, noch einge noth kan ſie nicht beleiden, denn das Lamm und unſer GOtt wird ſie ewig weiden. Sintemal zu dieſer zeit Chriſtus aus genaden eben zu der ſeligkeit uns auch hat geladen: laßt uns gehn den ſchmalen weg, welcher fuͤhrt zum leben, und nicht ſeyn im glauben traͤg, den Er uns hat geben. Laßt uns nehmen zum bey⸗ ſpiel Chriſti heiligs leben, welchs iſt unſer bild und ziel, daß wir darnach ſtreben; laßt uns ſtets an unſerm leib umtragen ſein ſterben, daß Alte Bruͤder⸗Lieder. ſein leben drinn bekleib,wi pei die freud ererben. Laſſet uns auch ſchauenan das end aller frommen iu der welt vor jedermann ihr m glauben nachkommen daß wir auch, nach den elend, davon moͤgen bringe unſers glaubens ziel und en und die freud erringen, In welch der HErr ga gen iſt, und darinn regielet ſeiner diener nicht vergiz ſie gar herrlich zieret. Hif uns auch, o IEſu Chri. durch dein'n werthen ne⸗ men, daß wir, wo du ſelb biſt, dort in dein reich kou⸗ 367. Sehr groß iſt Gtts i tigkeit! denn Er ſchuf uns zur ſeligkeit; und kennt ſein auserwehlte zahl, und hilft ihr aus des Adams fal Er iſts, der ſein volk he⸗ lig macht, und zu ſein ie ſten verurſacht: Er zeuchts ätat zu Chriſto, ſeinem Sohmund lehrets ſeinen willen thun. Wer Chriſti wort von herzen hoͤrt, bewahrt daſtl wie ſichs gebuhrt, glaubt und bekennts auch mit dem mund; der wird an ſeinet ſeel geſund.. Wer alſo iſt verfügt nit GOtt, die wahrheit in ſein m herzen hat; der iſt nich mehr vermaledeyt, ſondeln K lig u don heilig und benedeyt. d — — — — der. n deinn e elerben a ——— — ——— .—— —— —— —— —— — — — — 3 —— an 1 — — — — — — — — Q— — — — — — — — —— 55 — —,— — — — — — ort in T. 367 ar groß ſich igkeit! dme ur ſelickeit n auserwehlee ihr ausdes 1 der ſän aacht, und pi derurſacht. hriſto ſen rdi ts ſeinen win zer dhu 9 en zhort, be t bevaw ſichs gebutn. linnte 6s unr ſo it tt die wabth — hat; d b wernalac und tan Alte Bruͤder⸗ Des HErren Chriſti ſa⸗- d crament,, du arch ſeiner treuen boten haͤnd', geben uns die theilhaftigkeit ſeiner un⸗ ſchuld und heiligkeit. Und wer in dieſem ſegen bleibt und ritterlichen wan⸗ de treibt, dem iſt zugeſaget e kron der heiligen vor GOttes thron. Wird man ihm dann der⸗ halben gram, und legt ihn plag und marter an; 9 hilft ihm 6Ott und ſteht ihm bey, daß gut' gedeih'. Es iſt nur Ein glaub und Ein t tauff, Ein dhn iſtu 8, Ein Gei iſt, bund und lauff, Eine m vahrheit und heilig⸗ keit, damn man koͤmmt zur 368. A ſt ſehr gut und hoch vonnoͤthen, daß r GOtt um gnad und buſtand bitten, in der wahr⸗ heit und im geiſt; wie's Chriſtus lehret und heißt, auch GOtt behaget aller⸗ meiſt. Mit dem herzen ſollen wir begehren, und ni⸗ icht mit dem munde viel erklaͤren: denn ſeligkeit. wort' ſind ein unterricht uns menſchen, und GOtte nicht, der ſonſt wohl weißwas uns gebricht. Sollen auch zu GOtt, in vollem glauben, nur in Chri⸗ ſti namen, zuflucht haben: ihm alles zu Lieder. 223 enn die ſchrift zeuget uns deen daß kein andrer name ſey, durch den uns GOtt genad verkeih'. Wer will ſich einm ſol⸗ chen Biſchoff 913 chen, oder hingehn und Ihn heiſſen weichen? welcher heilge iſt ſo kuͤhn? daß er ſein ver⸗ dienſte ruͤhl m und uns damit vor GOtt verſuͤhn. Chriſto dem HEr ern ſollen wir vertrauen, und auf kei⸗ nes andern verdienſt bauen: denn wer wider Chriſtum lhur, der verdient der bal⸗ len gluth, und ſeine ſach wird nimmer gut. Ey laßt uns, nach der apoſt eiſiten, Gont, im na⸗ men Chriſti, ſaͤmt tlich bitten um den allerbeſt ten Geiſt, um den Er auch, allermeiſ„ohn unterlaß, uns bitten heizt. 369. Chriſtus ſh ſchickt' aus, in alle wekt, ſein⸗ apoſtel mit groſſer g'walt, daß ſie den leuten machten kund GOt⸗ tes willen und neuen bund. Und die predigten offen⸗ bar, zum erſten der judiſchen ſchaar; delh die verwarf ſie mit gewalt: alſo beee, ſie in die welt. Und predigten der heyden ſhaas den rechten glauben ein und klar, wie 22 durch Ehr. iſtum ODtte⸗ huld zur ſeligkeit erlangen ſollt. K 4 Und 224 Und die nun glaubten ih⸗ rem wort und bewieſen die neugeburt, das auch bekann⸗ ten mit dem mund; die tauff⸗ ten ſie in GOttes bund. Zeugten ihnen, durch Chri⸗ ſti kraft, troſt, fried und heilge gemeinſchaft, ver⸗ mahnten ſie, daß man ſolch huld ja nicht durch ſund ver⸗ lieren ſolt. So dienten ſie der Chri⸗ ſtenheit zur lieb und unter⸗ thaͤnigkeit: derhalben font der antichriſt ſie nicht faͤllen mit ſeiner liſt. O Vater der barmher⸗ zigkeit! wir danken dir mit innigreit, daß du unſre her⸗ zen geruͤhrt, von Babylon haſt ausgefuͤhrt. Verforg uns auch mit al⸗ lem fleiß mit dienern und geiſtlicher ſpeis, wie du denn angefangen haſt, nach aller deiner herzens⸗luſt. 370. Die erndte iſt ſehr groß, und wenig axrbeiter, die, aus lieb, ohn verdruß, waͤ⸗ ren treue leiter: drum, Chri⸗ ſte, bitt'n wir dich, daß du wolleſt ſenden diener, die dein werk treulich bey dein't volk vollenden. Alle boſe hirten, die ſich ſelber weiden, treib von dei⸗ nen huͤrden, daß ſie nicht be⸗ leiden dein klein und armes heer, daß es nicht zerruhret und durch ihr' betruͤglich' Alte Bruͤder⸗Lieder. behr klaͤglich werd verſih⸗ eet. O laß dein wort klingen frey in allen landen, um ſicher durchdringen! mach damit zu ſchanden das falſch gottloſe heer, welches dich verachtet, und, zu daͤmpfen deine lehr, deinem volt nach⸗ trachtet. Gedenk, lieber HErte an deine verheiſſung; ſuch heim deine heerde, laut der ner vertroͤſtung: fuͤhl zu heilſamen weid' auf den geu⸗ nen auen, den auserwehlen zur freud, die auf dich ber⸗ trauen. 3I. Obwol das werk der ſeli. keit Chriſto allein geht⸗ ret, welchs Er aus lieh und gütigkeit, erftlich eſ dt gelehret: ſo braucht Er doch⸗ wie's Ihm gefaͤllt, die Wet⸗ zeug', ſo Er auserwehlt da⸗ durch Er uns bekehret. huͤlf duͤrftig, an mittel e gebunden, denn Er koͤnt thel im augenblick ſein werk ohn uns vollenden; ſondern dah Er uns alſo ehrt, die lich in uns erhaͤlt und nahtt thuts uns zur demuth wen⸗ den. Schicket derhalb ſeinel Gemein apoſtel und prophe⸗ ten, daß ſie Ihn plediget allein, ſamt den euanhes ſten; berufft die di ſten; berufft d fmdue — ———= — ——— —— ——. — — daß Er, menſchet⸗ n rchdeingenee wetngenl. ſchandengat heer, ni t, und, g 8 D un hr, deinent 4 1 1 „ ud die aufc 3 7l. ol das vet it Ghrſſo a elchs Er as eit, erſtich et: ſobegatt Ihm gefälin ſo Er ansene Er und t t daß E n durftig, an n den denn Eit genblick ſidrn olenden, ſe d alo edet,N dhät a uns ur damd „ 6 1 1 18 6 Geußt i dm Alte Bruͤder⸗Lieder. ſondrer gnad, und ſendet ſie an ſeiner ſtatt: giebt auch lehrer und hirten. Sie ſind wol irdiſche ge⸗ faͤßaber drinn theure ſchaͤtze, das licht, welchs dem wort iſt gemaͤß und ſcheint in ih⸗ kem herzen. Das amt, drinw leuchtet, als ein licht, GOttes bild, Chriſti ange⸗ ſicht, daſſelb' thut uns er⸗ gotzen. Schau an, o menſch! den HErrn der welt, den wir beleidigt haben, wie freund⸗ lich Er ſich doch nur haͤlt, beut uns an edle gaben, ſendt aus ſein' botſchaft, wirbt um fried: wer kan doch ſeyn ſo traͤg und bloͤd, der ſein' gut nicht ſollt lo⸗ hem⸗-. Nun ſind die treuen diener all, an Chriſtus ſtatt, bot⸗ ſchaften: verkundgen fried, mit groſſem ſchall, wo ihre pred'gten haften. O JEſu Chriſt! ud' deine ſtaͤrk, ſchleuß auf und zu dein ei⸗ gen werk, daß ſie frucht moͤ⸗ gen ſchaffen. Daͤmpf und verſtoͤr, was ſich erhebt wider deins heils erkenntniß, zwing', was deinm willen widerſtrebt, und zahm des fleiſchs ver⸗ ſtändniß; richt auf des glau⸗ bens gehorſam: gieb, daß geheiligt werd dein nam, nuch deines worts bekennt⸗ 225 Mach die lehrer zur veſten ſtadt, zur eiſern fiu und mauren, und laß ſie ſiegen, durch dein gnad, ſchaff, daß der feind muß traupen, und ſpurn dein' gegenwaͤrtigkeit, daß du ſelbſt willt, durch ihr arbeit, himmel und erde bauen. Weil du ſie nennſt das licht der welt, dazu das ſalz der erden, und deiner kirch' haſt fuͤrgeſtellt; laß ſie ein vorbild werden im wort', im wandel, in der lieb, im glauben, zucht und geiſtes⸗ trieb, und in guten geberden. Drum ſollen ſie, aus lau⸗ terkeit, als aus GOtt' vor GOtt reden; mit weisheit und ſanftmuͤthigkeit, beſſern der kirchen ſchaden; nicht trachten nach eigen⸗geſuch, ſondern ſtets ſeyn Chriſti ge⸗ ruch beyd' zum tod und zum leben. Weil GOtt der menſchen mund und zung ſo heiligt. und verehret, daß Er da⸗ durch, beyd' alt und jung, den weg des heiles lehret; ſo laßt uns alle dankbar ſeyn, daß in der chriſtlichen Gemein GOttes ſtimm nicht. aufhoͤret. „ 2 2 372. Des HErrn wort bleibt in ewigkeit, und ſchallet in der gnaden eit, lehrt Chri⸗ K F ſtum, 226 ſtum, unſers heiles grund, und macht uns GOttes wil⸗ len kund. Das wort hat GOtt von anbeginn verordnet, daß Er ſeinen ſinn dadurch den men⸗ ſchen offenbart und er drinn übt' ſein gute art. Weil menſchlich' ſchwach⸗ heit GOttes ſtimm, nicht hoͤ⸗ ren mocht', im ernſt und grimm; trug GOtt ſein wort durch menſchen vor, dient, ſo der armen ereatur. Zeigt an die boͤſe art und ſund, ſtraft die an aller men⸗ ſchen kind: treibt damit das gewiſſen ein, verdammet beyde groß und klein. Schickt drauf ſein'n troſt, wort und botſchaft, welchs iſt ein ſondre Gottes⸗kraft, die alle ewig ſelig macht, bey welchen es nicht wird ver⸗ acht' t. Das iſt das evangelium, der unerforſchliche reich⸗ thum, das ſühn⸗wort und geheimniß groß, welchs Chri⸗ ſtus bracht' aus Vaters ſchoos... Daſſelb' gebiert nicht un⸗ ſer herz, waͤchſt auch nicht drinn, wie das geſetz; ſon⸗ dern uͤbertrifft all'n verſtand. GOtt machts dem menſchen ſelbſt bekannt. Er breit'ts aus, und machts der welt kund, durch der apoſtel ſchrift und mund, drinn wir, als in ein'm ſpie⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. gel ſehn, was zu unſ heil iſt geſchehn. ha Das iſt die reichſte ao ther, die alle krankheit trelt hinweg: drinn ſich ofe⸗ bart IEſus Chriſt, der unſt arzt und arzney iſt. Aufs erſt erweichet g. das herz, thuts auf, machts faͤhig ſeiner ſchaͤtz, daß da verſtand erkennen mag, de heils geheimniß ihm behag⸗ Darnach verwandelt E. auch bald den willen dar maß'n und geſtalt, daß der ſelb' annimmt mit hege was ihm das goͤttlich want traͤgt fuͤr. Das ſind die ohren, de der HErr erfordert ſelhſtm ſeiner lehr, die höoͤren das wort nicht vhm ſtucht, da Heilge Geiſt ſie ſelbſt be⸗ e ſucht. Der glaube koͤmmt ans dem gehoͤr der reinen ebau⸗ gel'ſchen lehr, waͤchſt auch dadurch ohn unterlaß, be er erlanget ſeine maaß. So kraͤftig iſt des gau⸗ bens wort! daß es au wirkt die neugeburt: dudh dringet ſeel, geiſt, mart um bein, zerſchlaͤgt die hatten fels und ſtein. Diß wort verſaunlet Chriſti heer, iſt Gottes⸗nen⸗ ſchen nuͤtz zur lehr zur ſtraf und zur beſſerung, zur war⸗ nung und zur zuchtigung. Auf daß ſie lernen— ——— —— — —— ——= — xÆᷣ g — —— ͤſ EF geheiwniſi arnach verdan r rund geſa 1 annimmt m as ſind de Wrr erſonnne klehe, de nicht ohwpi hen lehe, un jrch ohn une langet finen ſo kraſtih i 4 6 diß ven n ſi hee,toe zur deſſerm gund eü uf daß ſela thun, und glaͤuben an den GOttes⸗Sohn, und werden ſeine mitgenoß, empfahn das heil aus ſeinem ſchoos. Drum laßt uns aufs wort geben acht, welchs ſcheint als ein licht in der nacht, bis daß anbrech' der helle tag, der morgenſtern aufgehen 373. Mhr gottſeligen und from⸗ J men, die ihr zu GOttes wort kommen, das mit glau⸗ ben angenommen. Behalt't es in euern her⸗ ze, als die theure edle kerze; ſo entgeht ihr allem ſchmerze. Denn, wo es in euch wird bleiben, recht einwurzeln und mag. bekleiben: ſo wirds euch Chriſto einleiben. Chriſtus wird ſelbſt in euch wohnen, eurer gnaͤdig⸗ lich verſchonen: mit dem ewigen heil kronen. Er preiſt ſelig, die es hoͤ⸗ ren, mit dem rechten glau⸗ ben ehren, und im herzen wohl bewaͤhren. 374. O Chriſten⸗menſch! merk, wie ſichs haͤlt, ohn glau⸗ ben GOtt niemand gefaͤllt: drum wo du GOtt gefallen willt, glaub, daß Er ſey, und guts vergilt. Der glaub iſt ein' lebend⸗ ge kraft, die an GOttes ver⸗ Alte Bruͤder Lieder. 227 heiſſung haft; ein' herzlich', ſtarke zuverſicht, die ſich al⸗ lein auf Chriſtum richt; Ein werkzeug und heilſam gefaͤß, der ſeelen hand gleich und gemaͤß, damit Chriſtus gefaſſet wird und was zu unſerm heil gebuhrt. Diß mittel ſchafft der Heilge Geiſt in unſerm her⸗ zen allermeiſt, wenn Er durchs wort ein licht an⸗ zundt, daraus der glaub waͤchſt und entſorinntꝭ. Der glaub gebiert ein' rechte buß, dadurch des fleiſch's art ſterben muß: der glaub faͤngt ein neu leben an, ergreifft das heil an GOttes Sohn. Der glaub findt all's in IEſu Chriſt, was uns zum heil vonnoͤthen iſt: der glaub nimmt ſolchs aus Chriſti ſchoos, und macht uns ſeine mitgenos. Der glaub macht uns ge⸗ recht und fromm, und rich⸗ tet auf das Chriſtenthum: der glaub macht unſre her⸗ zen rein, und heiligt uns dem HErrn allein. wiſſen fried, und troͤſtte jeglichs traurigs glied: d glaub giebt GOtt die eh allein, macht, daß wir GOt⸗ tes kinder ſeyn. Der glaub gebiert ein⸗ rechte lieb, und hoffnung, durch des Geiſtes trieb: der glau wirkt freudigkeit zu K 6 G Ott, 4*2 — 228 GOtt, bekennt und ruft Ihn an, in noth. Der glaub ſcheint aus dem herzen fein, wie im gold eucht't ein edelſtein: der glaub blickt in ein'm jeden glied, bewegt zur zucht, de⸗ muth und fried. Lob und dank ſey dem treuen GOtt, der uns den glauben geben hat an JE⸗ ſum Chriſtum ſeinen Sohn, der unſer troſt iſt und heil⸗ bronn. Verleih uns, HErr! aus Chriſti fuͤll, des rechten glau⸗ bens end und ziel, das iſt der ſeelen ſeligkeit, die ewge freud und herrlichkeit. 375. Wir ſind ja ſuͤnder, du ☛ ein gnaͤdiger GOTT, wir des zorns kinder, du ein Helfer aus noth; du gerecht allein, wir befleckt und un⸗ rein, jung, alt, groß und llein. Laß nicht umſonſt ſeyn deins Sohns bitter leiden, ſieh an ſein blut rein, ſein'n tod und abſcheiden, darauf wir hie bauen und ſicher vertrauen, in wahrem glau⸗ hen. Sein ereutz, ſpeer und kron, ſeine ſchmerzen und wunden laß, HERR! vor dein'm thron gelten alle ſtunden, wolleſt von ſünden uns dadurch entbinden, dein gnad verkunden,. Alte Bruͤder⸗Lieder. Der huͤlf und guͤte wollf uns gewaͤhren, unſer gem⸗ the zu deinem fried bekeh⸗ ren, uns drinn erguicken, und vors teufels ſtricken ewig behuͤten. 376. Bekennn wir unſre miſe⸗ that, geben uns ſchuldig unſerm GOtt: von herzent⸗ grund, erzehlen Ihn unſte ſchuld. Laſſet uns auch mit nie drigkeit ſuchen gnad' und barmherzigkeit: in unſter noth niederfalln vor unſerm GOtt. Erfreu, erfreu uns ele⸗ de! verſchon, verſchon un⸗ ſrer ſunde: o hab geduld, und vergieb uns unſte ſchudd⸗ Denn wir habn keie froͤmmigkeit, noch irgend ein' gerechtigkeit, dafur d uns exrzeigen mochtſt deine gunſt; Allein das opfer Jeſt Chriſt, das im thron G0t⸗ tes guͤltig iſt, und ſeine fur⸗ bitt, damit Er uns ſiet verttit. Laß dir in Ihm an uns allen unſre bekehrung ge⸗ fallen: in Ihm allein nimm an die bitt deiner G'mein. Wenn wir werden enlt⸗ bunden, durch ſein amt, bon unſern ſuͤnden: alsdann verfei das auch ſo im hin⸗ mel ſey. mel ſey g1 — — 5 d 1 1 A 7 in d du f in Pen ru Sit — — — — — — — — — ͤä“— —— — — ——— — — —— Egôg= . = * —— —— 4 = — E 2* e dern ti diinn am 18 tafis huͤten. 6 376. un wie uſen t, gdenmmiſe GOtt: Vng erzehlen J. t uns auc n t ſachen get elzigkeit:in lederfaln uhn 6 reu, elfrenm elſchon, vaſte nde: o ht rgieb unsmin eonn wir ſeht igkeit, nhn rechtigtei, tzeigen nohe f. dir in In unſte hndasaud hf o0. Alte Bruͤder⸗Lieder. 229 Laß uns ſeins opfers ge⸗ nieſſen, troͤſt; damit unſre gewiſſen: daß wir, erfreut, dich loben in ewigkeit. 377. Weine unſchuld, dein“ gnad und huld, die hab ich verlohren, von Adam her, boͤſe begehr iſt mir an⸗ gebohren, dadurch ich bin gefaln dahin in goͤttlich ungnad und zoren. Ich werd bedraͤngt und hart gekraͤnkt: ey, was ſoll ich ſagen? wohin ich geh, was ich anſeh, treibt mich zum verzagen. Wie thu ich nu? ich hab kein ruh, GOtt will ich meine noth klagen. Kein ding auf erd iſt alſo werth, daß mich mocht er⸗ freuen: GOtt kan allein mein troͤſter ſeyn, und mein herz verneuen; auch will nicht GOtt des ſunders tod, darum will ich zu Ihm ſchreyen. HERR! laß mich ſeyn eines aus dein'n auserwehl⸗ ten kindern: laß in mir nicht den boͤſewicht deinen vorſatz verhindern; ſondern ſtark mich ganz gnaͤdiglich, hilf, daß ſich mein truͤbſaln lindern. Milder Heiland! du biſt geſandt, um der ſuͤnder wil⸗ len: ruff mich zur buß, und mach mich loß, thu mein herze ſtigen; durch dein ver⸗ dienſt, aus gnad, umſonſt, mit ewiger freud' erfuͤllen. Du weißt die zeit, wenn du mein leid in freud wirſt verwenden, darum ich mich demuͤthiglich ergeb deinen haͤnden: hilf mir, ich bitt, durch dein'n fuͤrtritt, in rechtſchaffner art vollenden. 378. Fs hebt ſich, ſolicht GOt⸗ — tes Sohn, groſſe freud im himmel, wenn die ſuͤnder buſſe thun, und ſich beſſern, frolocken die engel. (Denn ſie lieben unſer heil allſamt uͤb'r die maſſen, und wuͤnſchen uns das erbtheil, wolln, daß wir ſeyn ihre mitgenoſſen.) Die ſund man erſt kennen muß und ſich dafuͤr ſchaͤmen, auch ſtets haben ein'n ver⸗ druß am elend groß, und ſich ſelbſt verdammen. Und doch, vor GOttes gericht, gnad und huͤlf be⸗ gehren, mit glauben und zu⸗ verſicht, ſich GOtt opfern, durch Chriſtum den HErren. So ward der ſchaͤcher am creutz zu Chriſto bekehret, ergoͤtzt ſeines groſſen leids, auch getroͤſtet, und des heils gewaͤhret. Die goͤttliche traurigkeit mag niemand gereuen; denn ſie wirkt zur ſeligkeit ſolch reu und leid, die das herz verneuen. Sie 230 Sie wirket eimn ernſt und fleiß ſich vor ſchuld zu huten, zorn, furcht, eifer, gleicher weis, begierd und kach, die ſunde zu toͤdten. 379. Dur zweene weg' werden gemeldt, welch' uns die ſchrift klaͤrlich vorhaͤlt: der ein iſt ſchmal, der andre breit, und dazwiſchen groß unterſcheid. GOtt macht ſein' auser⸗ wehlten rein in Chriſti ſeins Sohns blut allein, durch des Heiligen Geiſtes kunſt, daß ſie nicht duͤrfen jener brunſt. O GOtt! hilf dem irren⸗ den heer, daß dichs erkenn und deine lehr, in Chriſto. rein und heilig werd, und fuͤhr' gottſelige geberd. ** * 380. O GOtt Vater, im him⸗ melreich! wir begeh⸗ ren heut allzugleich, daß dein name heilig, und dein reich in uns ſey einig, daß wir deinen deſten willen ſtets moͤ⸗ gen erfullen:. „Gieb uns heut unſer taͤg⸗ lich brod; und vergieb uns unſre miſſethat, wie wir hie im leben unſern ſchuldigern vergeben; o laß uns nicht ſchaͤdlich fallen, ſondern hilf uns allen. Alte Bruͤder⸗Lieder. 381. O Pater der barmhelzig⸗ ⸗ keit! wir bitten dic mit innigkeit, du woleſtdich erbarmen der ſchwachen und armen, die ſich herzlich zu dir kehren, gnad und huf von dir begehren; auf daß ſie deinen willen ſtets moͤgen erfuͤllen: hilf, daß ſie de wahrheit finden, zur berge⸗ bung aller ſunden; in heil⸗ nsh ger gemeinſchaft enden ihr ſr i pilgerſchaft! b Chriſte, aller welt he⸗ land! hilf allen, die dich han erkannt; daß ſie in di iu zunehmen fuͤr und fuͤr: lih ſie nicht kraftlos werden in⸗ ter deinem joch auf eiden, aus dein'm geſetz nicht faln ins teufels netz: hilf duch dein blut⸗vergieſſen, daß ſe dein hie wohl genieſſen, und, benedeyt, dich loben al lezeit.. O Heiliger Geiſt, wahter GOtt! ſieh heut an der glaͤubigen noth, und ei⸗ leucht, durch deine guͤtz der irrenden gemuth. O kommn du verheißner Troͤſter! und mach uns geiſtliche prieſte auf daß wir unſern Schoͤhfer preiſen, mit dank⸗opfer:” hilf, daß wir, durchs glau⸗ bens kraft, erlangen die himmliſch' erbſchaft, und deinen edlen namen ecwlg loben, Amen! 382. Dc —— ———— — E .= — — == —ä—— —— — 1— — —— = =z F —= — — — — 2P2 — der. I. ter dr une trdi n igkeit da dade — en der can dee ſch zan ten, onad 6 e degehren 1 den wilen ie n: h, ſeit inden n aler fine n kannt; daß men füt uni einen ſoce einem geſetn ufels net. ſ hie wohl m beneden dih Heiliger Geit t! ſieh hane digen noth n , ducch di deu gemut erheißner dui ˖Huns geſtic aßwirunene⸗ nliſc' ecſte en edlen vohn Arxn. Alte Bruͤder⸗Lieder. 882. Vater der barmherzigkeit! ohw den nichts auf er⸗ den, gehoͤrig zur ſeligkeit, mag begehret werden: ke⸗ giere du unſern leib, daß er nicht ſein'n willen treib, ſon⸗ dern dem geiſt unterlieg, und derſelb' ſtets herrſch' und ſieg'. Die Alten han wohl er⸗ kannt, daß all's waͤr' ver⸗ lohren, wo Chriſtus nicht wuͤrd' geſandt, und ſie neu gebohren und beſprengt mit ſeinem blut, daß ſie frey und wohlgemuth, und durch ſei⸗ nen neuen bund, an der ſeel leben geſund. Es kan niemand durchs geſetz, noch durch werk, auf erden, entrinnen des teufels netz, alſo ſelig werden: es herrſchet nur ſuͤnd und tod, ohnChriſtum iſt keine gnad; wer ſich aber an Ihn haͤlt, wird den engeln zugeſellt. Wir han ſuͤndig ſleiſch und blut, ſind vermaledeyet; Chriſtus aber iſt ganz gut und gebenedeyet. O hilf, Vater! und verleih, daß ſein verdienſt unfer ſey, und ſeine gerechtigkeit unſer ruhm und ſeligkeit. Dankſagung, preis, lob und ehr, ſey, GOtt! deinem namen, im himmel, erdreich und meer! drauf ſprechen wir: Amen! O heilge Dreyeinigkeit! nimm an, 231 aus barmherzigkeit, den dienſt unſrer bloͤdigkeit. 383. er das ewge heil liebet ₰ und will ſelig werden; hor', was GOtt für rath giebet durch ſein wort auf erden. Denn GOtt will, daß wir alle von unſerm heil wiſſen, deß, nach ſein'm wohlgefal⸗ len, hier und dort genieſſen. Drum verkuͤrzt Er die tage der irrthuͤm' und ſuͤn⸗ den, laͤßt, nach ſeiner zuſage, unſer heil verkuͤnden. Nun wird GOtt, im ge⸗ richte, gerecht ſtets erfun⸗ den, wir, vor ſein'm ange⸗ ſichte, nichts denn ſchuld und ſuͤnden. Der gerechtigkeit GOt⸗ tes muß ie gnug geſchehen, nach innhalt ſeines wortes, das kan nicht vergehen. Kein geſchoͤpf mag bezah⸗ len die groͤß' unſrer ſchulde, um bey GOtt zu erlangen ſeiner gnaden hulde: Drum muſt' ſelbſt unſer Heiland erſcheinen auf er⸗ den, G Ottes Sohn uns thun beyſtand, und fuͤr uns menſch werden; Mit ſein'm theuren blut waſchen von all unſern ſuͤn⸗ den, uns in ſein' arme faſ⸗ ſen, ſich mit uns verbinden. In Ihm ſind ale ſchaͤtze der himmliſchen guter, die 4 emplaͤht 232 empfaͤht unſer herze von dem treuen Mittler. Daher haben wir friede mit GOtt im gewiſſen, froͤ⸗ lich ſind alle gliede, die des troſts genieſſen.. Ey! welch' lieb' preiſt der HErre an uns armen ſun⸗ dern, da Er, zu ſeiner ehre, feind' annimmt zu kindern. Was iſt beſſers auf erden, denn ſolch' gnad erkennen, und der'n ein mitg'noß wer⸗ den, GOtt ſein'n Vater nen⸗ nen? Denn GOtt thut auch vollenden, was Er angefan⸗ gen, ſein' hulf und beyſtand ſenden, daß wirs end erlan⸗ gen. Wer nun von ganzen her⸗ zen die ſeligkeit liebet, wuͤrd' gern los aller ſchmerzen; der ſuchs, weils GOtt giebet. Lob' den HErrn, meine ſeele! fur all' ſeine wohl⸗ that, ruͤhm' dieſelb und er⸗ zehle, red' getroſt fruh und ſpat.. 1 Hilf, GOtt! dein'm heil nachſtreben, zu lob deinem namen, laß uns des glaubens leben mach uns ſelig, Amen! 384. Ex iſts, der dich von her⸗ zen liebt, und dir ſein gut mittheilet, dir deine miſ⸗ ſethat verglebt, und deine wunden heilet, dich wapnet zum geiſtlichen krieg, daß dir Alte Bruͤder⸗Lieder. der feind nicht oben lieg und deinen ſchatz zertheile. Er iſt ſehr barmherzig und gut den armen und elen⸗ den, die ſich von allem uͤber⸗ muth zu ſeiner wahrheit wenden: Er nimmt ſie als ein Vater auf; und gieht, daß fie den rechten lauff zur ſeligkeit vollenden. 885, Meins herzens freud troſt * und wonne geht auf in leid, wie die ſonne: denn du, HErr GOtt! biſt mein hoffnung, in aller noth mei erquickung. 1 „Und ob mich wol meine ſuͤnden gebracht zu fall und gebunden; ſo bin ich doch dein geſchoͤpfe, du liebeſtauch dein gemachte, Denn da ich eilt zum hel⸗ derben, ſollt ungeheilt in ſuͤnd' ſterben; haſt du al ſchuld mir vergeben, and mhad und huld g'ſchenkt das eben. Rechtfertigſt mich ſo aun gnaden, heilſt gnaͤoiglich al meinen ſchaden, in Chriſt blut, meines HErren durch glaubens gut, dir zu ehren. Daraus entſpreußt und thut flieſſen das, was man heißt gut gewiſſen, die flei⸗ digkeit ane ädemdm allzeit kan ergotzen. Der Heilge Geiſt ſolch geheimniß uns ſelbſt auf⸗ ſchleußt; und gieht ugni — —— —— —— = — AS —=— FagAn= —— =— = E= 1 —— — — = — ——— 5— — — — = 8— — = 1 — M — — . — — B— = E — ——— —— = — , — —— er auf, uh en racta at bollenden eer GDn ſi. ng, in allernene ung. ob mich din Kebracht uſ den; ſo n ſchͤofe, dule i, ſoltt umin ſterben; hy mir dergan, und huldoſhen htfertigt ni n heilſtgrde ſchaden, n neines HEnan lieſen dd, gut geviſe tunſterſechn 4 - 1 Alte Bruͤder⸗Lieder. wir han an GOtt einen Vater, und ſind aus gnad ſeine kinder. Das iſt die freud, die mich troͤſtet, meins geiſtes weid', die mich friſtet, und der vorſchmack jenes lebens, laut der zuſag, nicht verge⸗ bens.. Laß hergehn und frey ſtuͤr⸗ men: man wird bald ſehn, die uns ſchirmen. Iſt GOtt fur uns, mit ſein'n waffen, wer mag an uns etwas ſchaf⸗ en? Findt ſich denn ie, der be⸗ ſchuldigt; GOtt iſt allhie, der rechtfertigt. Wer will denn nu fort verdammen? Chriſtus ſteht hie fuͤr ſein'n ſaamen; Ja Chriſt, der HErr, der bezwungen des morders heer und verſchlungen: dar⸗ um mag uns niemand ſchei⸗ den, von ſeiner gunſt, troſt und freuden, Demſelben wir uns befeh⸗ len: nimm, HErr! zu dir leib und ſeelen, daß wir mit freud deinen namen in ewig⸗ keit loben, Amen! Singet, lieben leut! und lobet Chriſtum heut, der aus gnaden herkommen, un⸗ ſre menſchheit an ſich hat genommen. Hat in dieſer welt, in ei⸗ nes knechts geſtalt, ſünd und tod uͤberwunden, unſern feind gefangen und gebun⸗ 233 Wer Ihm nur vertraut und ſich recht auf Ihn baut: derſelb' wird nicht verſtoſ⸗ ſen, noch von GOtt ſeinem Vater verlaſſen;. Solcher iſt zufried mit GOtt in ſein'm gemuth hat ruh in ſeinem herzen von der ſuͤnd und furcht ewiger ſchmerꝛen. Freu dich, kleine heerd! denn dein HERR, kobens werth, weiß dich wohl zu bewahren: nur halt veſt und laß ſein'n dund nicht fahren. 38"z. Sing heut und freu dich, — Chriſtenheit! lob⸗GOtt mit groſſer innigkeit: denn dein Heiland iſt dir geſandt, der JEſus Chriſtus wird genannt.. Ey! nimm Ihn auch mit freuden an, und trit froͤlich auf ſeine bahn: wirf alle dein' gerechtigkeit zun fuͤſſen ſeiner heiligkeit.. „Erkenn' vor Ihm dein“ ſuͤnd und ſchuld, und bitt Ihn, daß Er dir auch wollt, als ein Heiland und milder GOtt, ausloͤſchen deine miſ⸗ ſetha.. Ergieb dich Ihm mit ſeel und leib, auf daß Er dir in dein herz ſchreib' ſein neu geſetz, dadurch du Ihn er⸗ fen und hab'ſt in deinem inn. Ey! ſintemal wir Chri⸗ ſten ſeyn; ſo laßt uns u. a 234 all' in gemein, hier leben ſtets nach dieſer lehr, GOtt, unſerm HErrn, zu lob und ehr! *„* 388. Unßr GOtt ſetzt zum wort * ein, ſeiner chriſtlichen Ge⸗ mein, ſichtbare wahrzeichen, die uns den HErrn JEſum Chriſt hie vorſtell'n, zur gna⸗ den⸗friſt, ſein verdienſt dar⸗ reichen; reitzt, wie ſtets von anbeginn, durch ſolch' heil⸗ ſam' mittel, der menſchen herz, muth und ſinn: daß ſie ſehn, als im ſpiegel, em⸗ pfahn ſein' gnad und ſiegel. Dieſelb'n werden nun ge⸗ nennt g'heimniß oder ſaera⸗ ment'’, um ihrs weſens wil⸗ len; der'n ſind wenig an der zahl, die tauff und das abendmahl, der wir brau⸗ chen ſollen. Sieh, die ſind aus Chriſti Seit an dem creutz gefloſſen, dran Er, uns zur ſeligkeit, ſein theu⸗ res blut vergoſſen, ſein zeug⸗ miß drinn beſchloſſen. Alſo werden wir bereit't zu der ſeelen ſeligkeit, die uns GOtt verſchreibet; wer⸗ den, ie laͤnger ie mehr, Chri⸗ ſto und ſeinem lieben heer dadurch eingeleibet: ſo wird Chriſti gemeinſchaft, die wir mit Ihm haben, beſtaͤtigt, ſamt der erbſchaft, durch eiwn rechtſchaffnen glauben; daß wir Ihn ewig loben. Alte Bruͤder⸗Lieder. 889. Wiewolen euch die ſaͤnde — ſcheidt von GOtt, ud die erb⸗ſeuch' all' unterwiſtaspüüte den tod: ſo iſt doch ſchonaa ein erloſung beſchert; denn GOttes Sohn hat die guad wiederkehrt, und aufge richt't ein'n brunn des heit und lebens, ſich uns be⸗ pflicht't: ſein blut iſt nicht vergebens. Dieſer heil⸗brunn iſt de heilige tauff; da liegt nil an, derhalb merkt ſeiſſ auf: die iſt das bad der neu'n wiedergeburt, veih Chriſtus hat geſtift, nehen 5 ſein'm wort: das Er de ſeel waſch und reinge bon a funden, ſchweiff' weg die agan fehl, durch ſein ſelbſt dlut und wunden. 3 Sieh den Jordan ditn iu ſich anſieng die tauf, Rot dem ſatan, daß et deßn ſthſt ſtrom ausſauff: diß waßſti⸗ ian bad bleibt veſt und woßlige⸗ gruͤndt, in Chriſti tod wit A 1 all' getauffet ſind. Siehda die wolk, die uns mit guan⸗ bedecket, und GOttes blt in froſt und hitz erquicket 390. O heiliger Vater, gutigek g HERR, almachtigt Schoͤpfer, einiger GOth HErre Zebaoth! groß it dein' guͤt' und wohlthat. Die himmliſch geſlſch ruͤhmt deine kraft und denz. eſer heled ge tauf; u N wiedergeüne, ſins hat gin. wunden. dieh den ulu anſteng deui ſatan, doh i ausſauf: Rt getaufetſm. wolt, dieldl⸗ ecet, und Go- roſt und hihem 33 geilner d Hed u pöpfer, eindt zere zau r güt undcii deüum 9 ait deir kni 4 3 5 Alte Bruͤder⸗Lieder. froͤlich, mit macht: Heilig, heilig, heilig und ewig biſt du, HErre GOtt, allmaͤch⸗ ig! tig! gchriſte, GOttes Laͤmme⸗ lein! du haſt allein mit dei⸗ nem opfer rein, uns durch dein'n tod verſühnet mit GOtt, und erloͤſt aus ewi⸗ ger noth.. Deß danken wir dir) JEſu! denn du bringſt nu uns zur ewigen ruh: hof⸗ fend, daß wir auch werden, mit dir, dieſelb' beſitzen fuͤr und fur. I. 39 O menſch, ſieh an dein'n Heiland! der ſich hat ganz zu dir gewandt, als ein genadiger GOtt, und durch ſeinen tod geholfen aus all deiner noth. Drum Er in ſeiner kirch berordnet hat, ganz mildig⸗ lich, ſein wort und die ſa⸗ erament, daß ſie, bis ans end, dich troͤſten in dieſem elend. Aus lauter barmherzig⸗ keit verheißt Er dir ſein' guͦ⸗ tigkeit, zeigt dir deines heiles grund, und machet dir kund vergebung aller deiner ſund. Darauf giebt Er dir ſein pfand, ſeine ſacramente ge⸗ nannt, zu wahrer verſiche⸗ rung deiner heiligung und gewiſſens rechtfertigung. 9 Chriſte! verleih mir kraſt, zu ſtehn in deiner ge⸗ 3) meinſchaft: Hilf, durch dein⸗ theilhaftigkeit, aus der duͤrf⸗ tigkeit, zur ewigen freud und klarheit. 392. Da Chriſt der HErr ſein opfer frohn, als ein prieſter, vor GOttes thron, verrichten wollt, da Er den tod leiden ſollt; Verordnet Er, deß zum gedaͤchtniß, ſein'm treuen heer zum wahren zeugniß, ein herrlichs mahl, hieß es g'nieſſen allzumal.. Gab ihn n das brod ſein'n leib es hieß, welcher in tod alsbald gewiß ſollt gegeben werden, fuͤr der welt leben. Darnach reicht' Er ihnm auch den wein, bezeugt, daß der ſein blut ſollt ſeyn, den ſie trinken ſollt'n und ſeiner gedenken. Wer nun GOttes wort vernommen, mit glaub'n ſolches angenommen; der ſein' begierd dem tod des HErrn gleich formirt; Opfert ſeiner gerechtig⸗ keit all ſein glieder zur hei⸗ ligkeit, und will ſeinem HErrn, in lieb und leid, die⸗ nen gern. Wird ordentlich drauf entbunden und wiſſentlich los von ſunden, geneußt, ohn leid, im gewiſſen, fried und fren; Und troͤſtet ſich, in einig⸗ keit mit GOttes kind, der ſeligkeit, 236 ſeligkeit, ins Geiſtes kraft, haͤlt mit ihnen gemeinſchaft. Solche im HErrn guts arbeiten, laſſen ſich gern ſein'n Geiſt leiten, ſein'hand vorhaͤlt, daß zu boden keiner faͤllt. Ey, wie lieblich iſt es und fein! wenn bruͤder ſich ohn falſchen ſchein herzlich lieb han, ſind einander unter⸗ than. In denen all'n will Er walten, ſein himmliſch mahl mit ihn'n halten, ſein g'rech⸗ tigkeit ſchenken all'n zur ſe⸗ ligkeit. O HErr! wir bitt'n, laß uns allzeit zu dein'm tiſch tret'n mit innigkeit, deins hoͤchſten guts g'nieſſen, dei⸗ nes leibs und bluts. Wo wir krank ſeyn, da heile du, wo wir unrein, da heilge nu: weil du dein blut vergoſſen haſt uns zu gut. 393. ESus Chriſtus, unſer Heiland, der von uns den GOttes zorn wandt, durch das bitter leiden ſein half Er uns aus der hollen pein. Daß wir nimmer deß vergeſſen, gab Er uns ſein'n leib zu eſſen, und zu trinken ſein rein blut, das gnug fuͤr unſte ſunde thut. Wer ſich will zu dem tiſch machen, der hab wohl acht auf ſein' ſachen; wer un⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. wuͤrdig hinzugeht, fuͤr das leben den tod empfaht. Du ſollt GOtt den Vater preiſen, daß Er dich ſo wohl thut ſpeiſen, und fuͤr deie miſſethat in den tod ſeirn Sohn geben hat. Du ſollt glauben, und — nicht wanken, das ein ſpeiſ 110 ſey der kranken, demn ihl kii herz von ſuͤnden ſchwer un nn. vor angſt iſt betrubet ſeht. t Solch' groß' guad und neir barmherzigkeit ſucht einhen 8 B in groſſer arbeit. Iſt dir lan an t di wohl, ſo bleib davon, daue iti du nicht kriegeſt boſen lohn. ſent a Er ſpricht ſelber: Kommt ieeanat ſian ihr armen, laßt mich übet aaatg da euch erbarmen: kein giit utg a nn iſt dem ſtarken noth, ſin t ag za uſ wird an ihm gar ein ſalnig na ott. Aje 17 eJztt du dir was koumn erwerben was dürſt icam tt fuͤr dich ſterben? Daſt Aun tiſch auch dir nicht gilt ſod iu 4 dir ſelber helfen willt. ug 9 Glaͤubſt du das von het⸗ an 2 zens⸗grunde, und bekengeſft he mit dem munde; ſo bitduunn recht wohl geſchickt, undde wn ſpeiſe dein herz erquickt. veiſes frucht ſoll auch nich ausbleiben, deinen nächſten e ſollt du lieben, daß er denn iin genieſſen kan, wie dein Go ſian an dir hat gethan. 8 2 2 394. a Wir glaͤuben ad un t n frey, dab, Neat. kennen frey/ en s 36—— ÆE N„ ſolt dläne, danken dae b iht krieegtie ſoricht llen erbarmene em ſtarken mi wird an ſhen atbſtdudrnan erben wasdune dich ſeete auch dirnitte elber helfen ub dem murdes, tnulei bleiden, den! du läden, eſſenkan wel dir hat gee b 15 dir glaube, dünrniunn Alte Bruͤder⸗Lieder. Chriſti wort, diß brod der leib Cheiſti ſey, der, fuͤr un⸗ ſre ſuͤnd und miſſethat, litt am creutz den bittern tod. Deßgleichen der wein in ſeiner art ſein unſchuldig blut, welchs am ereutz ver⸗ goſſen ward, uns und allen glaͤubigen zu gut, ſo Ihm folgen in demuth. 395. Der HERR, unſer Vater und GOtt, der ſegne uns mit ſeiner gnad, und behuͤt uns allzugleich, ver⸗ mehr ſein liebes⸗keich! Der HERR, unſer GOtt und Heiland, laß' uͤber uns leuchten allſamt ſein heili⸗ ges angeſicht, ſein' gnad und ſeins heils licht! b Der HERR, GOtt der heilge Geiſt, erheb' uͤber uns allermeiſt ſein angeſicht, vol⸗ ler guͤt, und geb uns ſeinen fried! Uns ſegne der HERR, unſer GOtt! uns ſegne der Sohn, durch ſeinen tod! ſegne des Geiſts gutigkeit die ganze Chriſtenheit! Geht hin, die ihr gebene⸗ deyt und in Chriſto auser⸗ wehlt ſeyd: geht hin mit freuden, in fried, GOtt richt all eure tritt. Geſegnet iſt euer aus⸗ gang, geſegnet iſt euer ein⸗ gang geſegnet iſt euer ſtand: durch Chriſtum, den Hei⸗ land! 396. Wohlan! laßt uns heut bedenken, was uns GOtt aus lieb' wollt ſchen⸗ ken, durch IJEſum Chriſt, un⸗ ſern HErren, der unſern geiſt thut ernehren. Chriſtus, der HErr, hat befohlen, ſprach: Das iſt mein wohlgefallen, daß ihr ſtets einander liebet, in ei⸗ nigkeit und fried lebet. Wo ihr mein wort wer⸗ det halten, und in der lieb' nicht erkalten: wird man dabey euch erkennen, meine lieben freunde nennen; Daß ich in euch hab mein weſen, und ihr durch mich thut geneſen; ich ſey der weinſtock, das leben, ihr, fruchtbare ſchoͤne reben. Ob man euch wol drum wird plagen, ſo ſollt ihr doch nicht verzagen; ſon⸗ dern euch mit geduld faſſen: denn Ich will euch nicht ver⸗ laſſen.. Ich hab für euch uüͤber⸗ wunden, deß troͤſtet euch alle ſtunden, mein Geiſt der wird Euer walten, und euch bis ans end erhalten.. Und eh Er von ihnen ab⸗ ſchied, begabt' Er ſie mit des heils fried, auf daß ſie von ihren ſunden drinn rechte ruh moͤchten finden. Vermahnt' ſie herzlich zum glauben, zur lieb, ge⸗ duld und vertrauen: lockt ſie 238 Alte Bruͤder⸗Lieder. ie freundlich zur anruffung, leihe ſie zur himmliſchen wohnung. Den fried han wir auch empfangen, nach unſers her⸗ zens verlangen: ſind dazu im geiſt verneuet, in wahrer hoffnung erfreuet: Haben erlangt des HErrn ſtaͤrke, zu uͤben des glaubens werke, zu toͤdten die luſt der ſunden, und das boͤß zu uͤber⸗ winden. Alſo vom tod auferſte⸗ hen, und in ein neu leben gehen, durch glauben, lieb und durch hoffnung veſt machen des heils beruffung. * 8 397. Dankſagung und herrlich⸗ keit, lob und ehr, preis und klarheit ſey dir, all⸗ maͤchtiger GOTT., und HErre Zebaoth! fuͤr deine gnad und mannichfaltge wohlthat. O nimm an, zu lob und dank, dieſen geſang: und hilf aus barmherzigkeit, daß von unſrer bloͤdigkeit, durch gut und heilge geberd, dein name ohn unterlaß ge⸗ preiſet werd. 398. GO hat ſein'n einge⸗ bohrnen Sohn fuͤr uns in tod gegeben: ſollt’ Er denn nicht das klein're thun dem natuͤrlichen leben? Er wird nicht vergeſſen die, ſo auf Ihn ſind ordentlich ei⸗ ſeſſen, und ihren gewinn nirgend ſuchen dann in Ihn.⸗u 390b. O wie froͤlich iſt die zeit in der GOtt, gebene⸗ keit: Sandte ſeinen lieben Sohn, ließ Ihn leiden, und gnug thun, etlich uͤber dreyf ſig jahr; fuͤr Adams ſchun immerdar. „Chriſtus ſpricht: Komnt lieben leut, all die ihr mih⸗ ſelig ſeyd, und lernt von i, wie ihr ſollt ruh findenin GOttes huld. „O wohl dem, der u wie kümmt und mein wott zu z 5 herzen nimmt! denn ich nehm ihn in mein hans i werf ihn ewiglich nicht aus Wer an mich von hetzen glaͤubt, und dadurch ſichmt ag einleibt: der ſoll mit mit ſeyn gewiß im himmliſen paradies. Halt't mit fleiß/ was Elti⸗ ſtus lehrt, und ſeht, daß ihlz nicht verkehrt: ſo lied als ihr leben wollt, ewigliche i GOttes huld! 400. er GOttes diener wet⸗ D den wil der nehm ihn Ehriſtum zum beyſpiel, um thu, aus demuthigem hei 1 deyt, menſchlicher gebrec⸗ lichkeit erzeigte barmherg. ———— n EE — — —— — —— ——= 8 — — —— — — —— ——— — — — —— — — — ————= E — —— ——— = — = — der. ſacendma e ſtoich gſ, menſchlihe R Rebäceang 1 ddar. riſtus peih leut alkdi ſehd und eme ihr ſolt nſe tes hudd wohl dem de nt und wene en nimmt n ihn in mnf ihn evixlihne ot, und dadntt üt: dr ſan gewif in hen eben voll al ttes hud. 4890 er GOttshn de wilhdtmn ſſum un t aul deruthee Alte Bruͤder⸗Lieder. mit fleiß, alles was Er ihn heißt... der iſt die lieb ohn alle maaß: wer Ihm an⸗ hangt ohn unterlaß, der uͤberwindet alle noth, beſteht wider ſund, holl und tod. Die lieb ertraͤgt und dul⸗ det viel, ja alles, was GOtt haben will; ſie iſt des glau⸗ bens ſtaͤrk und kraft, derhal⸗ ben ſie viel nutzes ſchafft: Sie zeucht den menſchen, daß er ſich dem HErrn er⸗ giebet williglich, und treulich thut, nach ſeiner pflicht, al⸗ les was Er ihn unterricht: Sie macht auch, daß er mit geduld viel unrecht lei⸗ det, unverſchuldt, und noch viel lieber ſterben wollt,/ denn abfallen von GOttes huld: Sie ſtaͤrket ihn mit ihrer kraft, daß er behaͤlt die rit⸗ terſchaft; daraus er ſicher hoffen mag des lebens kron, an jenem tag. 9 GOtt! gieb uns, aus onad und gunſt, deine heili⸗ ge lieb und brunſt, und hilf, daß ſie veſt in uns bleib, und —— ihren beſten willen treib: Damit wir wandeln in deinem licht, und haben mo⸗ gen zuverſicht, daß du uns, nach dieſem elend, füͤhren wirſt zur freud ohne end. an Chri⸗ 401. O menſch! ſchau ſti leben, welchs dir zum vordild iſt geben: den derſelb 239 wird ſelig gepreiſt, der ſich Ihm gleſchförmig erweiſt. Keine ſuͤnd Ihn nie be⸗ ruhrte, erſchien vor GOtt, wies gebuͤhrte: Er war das Haupt aller frommen, in allen dingen vollkommen: Iſt billig ein'm baum ver⸗ glichen, deß ſaft und kraft nicht verblichen, gepflanzet an waſſer⸗baͤchen: den kein unzieter mag ſchwaͤchen. Und darum ſind allein ſelig, und GOtt dem HErrn wohlgefaͤllig, die Chriſto ſind eingepflanzet, und ſein ſaft in ihnen glaͤnzet. Nützlich und lieblich ſie dienen, in tugenden gar ſchön gruͤnen: ein ſuͤſſer ruch draus entſtehet, vor ihrem Schoͤpfer aufgehet. Erhalt, o HErr! deinen ol⸗baum, gieb ſeinem ge⸗ waͤchs weiten raum: hilf, daß wir ſind ſeine zweige, des lebens ſaft zu uns neige. Chriſte! verleih durch den glauben, daß wir uns dir veſt einleiben: laß uns von dein'm wort nicht weichen; hilf uns des heils ziel er⸗ keichen. 402. Miewol wir gar ſchwach ſind dein werk zu vol⸗ lenden; thun wir doch, als deine kind, uns gaͤnzlich zu dir wenden. Wer wollte nicht dankbar ſeyn, dich lie⸗ ben von herzen rein, der du heilſt uns elenden? es Alte Bruͤder⸗Lieder. Es herenet uns nicht, deinthalb leid zu tragen, wenn uns ſchon die welt an⸗ ficht: dein' zucht uns thut behagen, du uͤbſt uns aus liebe groß, welchs uns brin⸗ get freud ohn maaß; darum wir nicht verzagen: Ob du ſchon dein antlitz ein' zeitlang verbirgeſt; er⸗ ſcheinſt du doch, von dein'm ſitz, mit huͤlf’, die du ſelbſt wirkeſt, zuchtigſt uns mit einer hand, mit der andern thuſt beyſtand, umfaͤhſt uns und beſchirmeſt. Vater! drauf befehln wir uns in deine haͤnde, unſre ſeelen nimm zu dir, an unſrer wallfahrt ende, zu empfahn, was jeder glaͤu bt/ und verleih auch unſerm leib eine froͤlich urſtaͤnde. 403. Crigus ius unſer heil, der recht Immanuel, redte troſt⸗ſpruͤch auf erden, wel⸗ che von uns ſolln verſtanden werden. O mEſu⸗! ſteh bey, thu uns hulf, und verleih, daß wir uns auch regieren nach der lehre, die wir von dir horen. 43* 404. Wach auf, Chriſten⸗menſch! und betracht, was dir GOtt thut zu tag und nacht, thu wie der koͤnig David that, der zur mitternacht lobte G 405. ?s geht daher des tages ſchein, ihr Chriſten! li uns dankbar ſeyn dem gut⸗ gen und milden GOtt, de uns die nacht Pewahrerhu Du wolleſt uns, durc deine Gourig an dieſem ta auch huͤlfe thun, die feind uns nicht laſſen fallen, i unſern ſeelen nachſtellen. O HErre GOtt] ninm unſer wa hr) ſey unſer Waͤc⸗ ter immerdar, unſer Schut⸗ HErr und Renene b auch Koͤnig und Heerfüßtet. neſ Wir opfern uns di HErre GO Itt! daß dume herz, wort und that woleſt leiten, nach deinem muth, wie's vor dir ſey rechtſchaf fen gut. 4⁰6. Dei tag vertreibt die fi ſtre nacht, ihr luden Chriſt'n! ſeyd munke ud wacht: n bkeiſel GOtt dem HErre iacze ſingen im umerdar und loben GOtt in gloſſe ſchaar, der alles regieret Der himmel, die erd und das meer geben dem HE⸗ ren lob und ehr, thun ſein wohlgefallen. Alles, was ie geſbaſun ward, ein jegli ich ding nac ſeiner art, preiſet ſeinen Schoͤpfer Ey nun, menſch! du ed⸗ r, o du vernunit le natur, creann 1 und Nah 1 Dir opfern g n, nach dmr s vor dieſeh gut. er tag vettat ſtre nacht, e iſen! ſend um ht: preſſt b Aren. ſieengelſinanie loden GOk rar, der alö Der hinma he zmeer gehec Tod und hlgefalen. Alles, was, d, en koit ner at, Rit hobfer. Ey nun, renoe Tatur,od f creatur, ſey nicht ſo ver⸗ roſſen..— dſenent, daß dich dein HErr und GOtt zu ſeinem bild erſchaffen hat, daß du Ihn erkenneſt; Und liebeſt Ihn aus her⸗ zens⸗grund, auch Ihn beken⸗ neſt mit dem mund, ſein alſo genieſſeſt.. Weil du nun ſeinen Geiſt gekoſt, und ſeiner gnad ge⸗ noſſen haſt, ſo dank Ihm von herzen.. Sey munter, bet' mit feeis und wach, ſieh, daß du ſtets in ſeiner ſach treu wer⸗ deſt erfunden. Du weißt nicht, wenn der HErre kommt: denn Er dir keine zeit beſtimmt, ſondern ſtets heißt wachen. So ub' dich nun in ſei⸗ nem bund, lob Ihn mit her⸗ zen, that und mund: dank Ihm fur ſein' wohlthat. Sprich: o Vater in ewig⸗ keit! ich danke deiner guͤ⸗ tigkeit, die du mir erzeigeſt, Durch IEſum Chriſtum deinen Sohn, welchem ſamt dir im hochſten thron all' en⸗ gel loöfingen. „Hilf, HERR! daß ich dich gleicher weis von nun an allzeit lob' und preiß in ewigkeit, Amen. 407. un laßt uns GOtt, das hochſte Licht, der erd und himmel zugericht, zu⸗ Alte Bruͤder Lieder. 241 gleich, bitten demuͤthiglich, uns zu erleuchten innerlich, Mit dem glanz ſeiner herrlichkeit, der Sonne der gerechtigkeit, Chriſto, GOt⸗ tes⸗ und Menſchen⸗Soyn, ohn' den wir kein guts koön⸗ nen thun. Gieb, daß wir vollbrin⸗ gen, mit luſt, alles, was du befohlen haſt, daß, durch dein werk in uns beweiſt, du werdeſt gelobt und gepreiſt. Bewahr in uns dein goͤtt⸗ lich Licht, den glauben, lieb und zuverſicht, vor allen hölliſchen winden, und waſ⸗ ſer⸗guͤſſen der ſuͤnden. Zu dir ſteht all' unſre hoff⸗ nung, o leit uns nicht in verſuchung, ſondern hilf uns mit deiner ſtaͤrk', daß man dein gnade an uns merk. So ſingen wir, in glei⸗ chem ton, dir GOtt Vater und deinem Sohn, dem Hei⸗ ligen Geiſt gleicher weis, in ewigkeit lob, dantk und preis. 408. Almaͤchtiger ‚ewiger ? GOtt, du ſchuffeſt, nach deinem beſten rath, den men⸗ ſchen, zu behm bild und preis, verſorgteſt Ihn reich⸗ lich mit ſpeis. So lang er that nach dei⸗ nem muth, war ſie ihm hei⸗ lig, rein und gut; da er ſich aber von dir wandt, wurd ihm alles widrig zur hand. „ D 24² Du gabſt aber dein'n lie⸗ ben Sohn, welcher, ganz rein in ſeinem thun, ſich opfert' aufs creutzes altar, und weihte, was verfluchet war. O HErre GOtt! wir bitten dich, durch IEſum Chriſt, demuthiglich, mach uns durch ſeine wahrheit frey; daß alle ſpeis uns hei⸗ lig ſey. Speiſ' und ernaͤhr' ſo un⸗ ſern leib, daß doch der geiſt nicht hungrig bleib; erfull uns ſo mit deiner gab, daß auch die ſeel ihr' nothdurft ab; Durch IEſum Chriſt den Menſchen⸗Sohn unſern Bi⸗ ſchoff vor G Ottes thron, mit ſeinem ſegen ſtets bereit der auserwehlten Chriſtenheit. 409. Den Vater, dort oben, wollen wir nun loben, der uns, als ein milder GOtt, gnaͤdiglich geſpeiſt hat; und Chriſtum, ſeinen Sohn, durch welchen der ſe⸗ gen kommt, vom allerhoͤch⸗ ſen thron! Sprechend in der wahr⸗ heit: Dir ſey preis und klarheit, danrſagung und herrlichkeit, o GOTT von ewigkeit! der du dich erwei⸗ ſet, und uns heut mit deiner gab reichlich haſt geſpeiſet. Denn nichts iſt zu mel⸗ den, das dir moͤcht vergel⸗ Alte Bruͤder⸗Lieder. ten, alle gnad und guͤtigkeit erzeigt unſrer ſchwachheit; O laß dirs gefallen, weil Chriſtus mit ſein'm verdienſ zahlet fuͤr uns alle. 410. O menſch! der du pen HERRR gekoſt, und ſeiner gnad genoſſen ha ſieh dich auf allen ſeiten fur daß dirs kein böſer ſeind zerruhr'. 411. Die ſonne wird bald un⸗ tergehn; nn laſen wir alles anſtehn, und dau⸗ ken, Vater! der wohlthat die uns dein' huld erzeiget hat.. Bitten auch im geiſt und wahrheit, daß Er gnad und barmherzigkeit, durch E⸗ ſum Chriſtum, ſeinen Sohnn auf dieſe nacht woll an uns thun. Denn wir koͤnnen nicht i leben, daß GOtt nichts hah zu vergeben, ja ſind auch nicht ſo ſtark und ſrey, daß uns ſein' huͤlfe nicht noth ey. Es fäͤhrt ie fleiſch und ſe⸗ tan zu, ſtoͤhrt den geiſt um macht ihm unruh: I dem alſo, ſo laßt uns nu, aus herzens⸗grund, ſprechen alſ. O Vater! der du und ſünder angenommen haſt für kinder, uns gereinigt und verheiſſen, vaͤterliche treu zu leiſten: dr EEB=V Z = = — —— — — BEg ͤS — ᷣ — — — — —Z—* ð —— g ls mit inunh für und ah. 4lo. jenſch! d 9 KNNN gig. gnad n dirs kein te . 4lI. ſonne wid u tergehn; m dles anſetn m Tater! der ins dein had tten auch ing theit, daf En herzigkeit, i Chriſtum ſeing dieſe nacht wan enn wirfiunnt daß GOta M ergeben, ſn d ſtart und ſe ein füle na fäͤhrt i ſeie an,ſtöhet den ſo laßt un ns⸗rund pi Pater! de N reheffn Guliln: Alte Bruͤder⸗Lieder. 243 Du woleſt, nach deiner geduld, alle gebrechen, fehl und ſchuld uns vergeben, wie wir eben auch unſern bruͤ⸗ dern vergeben; Wolleſt uns auch auf die⸗ ſe nacht beyſtehn, mit dei⸗ ner kraft und macht, daß uns der feind nicht ſchaden thu, weil wir ſind an des leibes ruh. Das wollſt du uns, o Vater! thun, durch JE⸗ ſum Chriſtum deinen Söhn, der diß für uns verdienet hat, durch ſeinen unſchuldi⸗ gen tod. 412. Die ſonne wird mit ihrem ſchein eine weil itzt nicht bey uns ſeyn, o GOST, du unbegreifflichs Licht! weich du nur von uns armen nicht. 3u dir ſteht unſte zuver⸗ ſicht, auf dich iſt unſer thun gericht, und wenn du uns lieſſeſt fahren, ſo koͤnt uns niemand bewahren. Wir opfern uns dir ganz und gar, o Vater! nimm heut unſer wahr: denn wenn wir ohn dich einſchlie⸗ fen, haͤtten uns unſre feind⸗ ergriffen. Geſegn' uns, Vater! in dein'm Sohn, ohn welchen wir nichts koͤnnen thun; 1 gieb, daß unſer her fude, wt bleib, asdunſer herz bey dir eid, und morgen dein lob ferner treib. Ey nu, Dreyeiniger opfer! nimm an unſer abend⸗opfer, durch IEſum Chriſt, den Menſchen Sohn, unſern Mittler vor GOttes thron 413. Weil dieſer tag iſt ver⸗ gangen und ſich die nacht angefangen; laßt uns das herz all' erheben und GOtt dem HErrn die ehr geben! Der kraft zur arbeit ge⸗ geben, unſerm beruff nachzu⸗ ſtreben, wohl anzulegen die gaben, die du uns ſchenkeſt von oben. Wir aber finden gebre⸗ chen, die wollſt du uns nicht zurechnen, ſondern durch Chriſtum verzeihen, von al⸗ ler ſuͤnd und ſchuld freyen. 414. Hjie nacht iſt kommen, drinn wir ruhen ſollen, GOtt walt's zu frommen, nach ſein'm wohlgefallen, daß wir uns legen in ſein'm glleit und ſegen, der ruh zu pflegen. Treib, HERR! von uns fern die unreine geiſter, halt die nachtwach gern, ſey ſelbſt unſer Schutz⸗Herr, nimm beyd' leib und ſeel unter dei⸗ ne flugel, ſend' uns dein engel. Laß uns einſchlafen mit guten gedanken, frolich auf⸗ wachen und von dir nicht wanken: laß uns, mit zuch⸗ L 2 ten, —— 2— eeeeree—,— *——— 2 — 2——————. ———— g —.—— — 3——— ———— — ..— 8 4..„— 1* 8 3 4—,— — 244 ten, unſer thun und tichten zu dein'm preis richten. Pfleg auch der kranken, durch deinen Geliebten; hilf den gefangnen, troſte die betruͤbten; pfleg' auch der kinder, ſey ſelbſt ihr vormun⸗ der; des feinds neid hinder. 415. Criſte„du wahres Licht S und goͤttliche Klarheit! wir bitten, erhalt uns in dei⸗ ner wahrheit, laß ſie uns nicht verrücken des teufels liſt, der zu ſolchen ſachen tauſendkuͤnſtig iſt. Er ſchlaft nicht, ſondern ſchleicht und raubet, wo er kan, und er iſt uns, deinet⸗ halben, heftig gram, geht brummen wie ein low, uns zu verzehren; o Chriſte! hilf, daß wir uns ſein er⸗ wehren. 4 Wir opſern uns, zu die⸗ ſer nacht, deinen haͤnden; hilf, daß wir ſie nach dein'm willen vollenden, laß ruhen, nach ſeiner nothdurft, un⸗ ſern leib, und das herz re⸗ gier, daß's allzeit in dir dleib. O ſieh an unſer elend und gebrechlichkeit, und erzeig uns deine gnad und miloig⸗ keit: denk, daß du uns mit deinem blut haſt erloſt, und ſey heunt unſer Beſchirmer, Heil und Troſt. Dein blut⸗vergieſſen und dein unſchuldiger tod ſey fur unſre gebrechen und miſſe⸗ that; und deine wahrheit, Alte Bruͤder⸗Lieder. gnad und gerechtigkeit bit uns zur ewigen freud und herrlichkeit ⁵— 416. Der Eh' g'heimniß und he⸗ D deutniß iſt groß zu ach ten: denn der Heiland gue⸗ bet allſamt drinn zu betua⸗ ten, daß die chriſtliche Ge⸗ meine ſich mit Ihm vereite, ſey von ſeinem gebeine: Welch Er liebet, ſich in giebet ſamt allen gulenn, zu ihr kömmet, die ſchmnah nimmet von ihren gleden und ſie durchs wort meug⸗ biehret, ſchoͤn ſchmucket und zieret, und zur frende füͤhet Dir ſey, HErren glits und ehre, der du den Ehſtand 4 reichlich ſegneſt und ethol teſt durch dein ſeltſt den⸗ ſtand. O ſegne au itt und allzeit, beyd' alt uid neu ehleut, durch dein zei⸗ ge Menſchheit. — 417.* Wohl dem der in GOtte furcht ſteht, und ge auf ſeinen wegen geht! dein eigen hand dich naͤhlen ſol⸗ ſo lebſt du recht, und g dir wohl. Dein weib wird in deinm hauſe ſeyn, wie ein teben voll trauben fein, und dein kinder um dein'n tiſch, i olpflanzen, geſund und friſc. Sieh, ſo reich ſegen hang 11 wo in GOtti dem an, frrch BB.== eder. und tntg 1 „Elyog hei inir deutni tniß ſſtg de denn der ge tn ſamt diinnate daß die den 1 e ſich mitäie don 44 4, Selch Er lor et ſamt alin ir kömwet, di met von ſteanee 19 rrco na 4 ſchön ſte et, und zorſten⸗ Dir ſey, H. dehre, del dun 1 hlich ſan ſu durch denie nd. Oſ ſm d allz eit A t, ha d a du Menſchei 47 ohl demi Heüi furcht ine fjſe inen we⸗ 9 gen dand vüt⸗ V Aaiſ du uet. jr wohl. 1 Dein wi 9 auſe ſeyn Mn ol naczaftn nder un niannen — — — Alte Bruͤder⸗Lieder. urcht lebt ein mann: von fubtin der alt' fluch und zorn, den menſchen⸗kindern igeborn. 4 Aus Zion wird GOtt ſegnen dich, daß du wirſt ſchauen ſtetigli lich das heil der ſtadt Sruhu ein, vor GOtt in g naden ange nehr n. Friſten wird Er das leben dein, und mit guͤte ſtets bey dir ſeyn, daß du wirſt ſehen kindes⸗kind, und daß Iſrael friede find. 418. Lehr uns in glauben wan⸗ deln vor dein'n augen, daß wir aufwachſen zu troſt deiner kirchen und bir zu ehren, durch Chriſtum, den HErren, o lieber Vater! Was wir bedurfen, unſer herz zu ſchärfen, das wollſt uns geben, und drouſs ewge leben: dir wir befehlen un⸗ ſre leib und ſeelen, o lieber Vater! 499. OErre⸗ JEſu Chriſt! der du erſchienen biſt ein freu undlich und Kind, ganz 5 n ohn ſchuld und ſuͤnd: wir K nder be⸗ genten, du wolleſt uns dei⸗ ner guͤt gnaͤdiglich gewaͤh⸗ ren. Denn als du zwoͤlf jahr alt wareſt, auf dieſer welt, erſchieneſt du im tempel, uns zu ein'm Knnu hoͤrteſt am ſelben ort, und fragteſt, de⸗ ſrones 245 muͤthiglich, nach dem goͤttli⸗ chen wort. Verleih,o Menſchen⸗Sohnt daß wir auch alw un fr a⸗ gen und lernen, mit uff was du befohlen haſt; d wahrheit erkennen, und! mi 6 herzen, mund und that dich getroſt bekennen. 420. „Begnad' die ganze Chri⸗ D ſtenheit, nach deinem wohlgefallen, unt weiſer ſrommer Obrigk leit,daß de it lob mog erf ſchalle Ver⸗ leih, daß ſe ihr“ n maſht und g'walt von dir annehm, und recht verwalt, mit guͤt' und ernſt, in allem. Verleih ihr den ſtendi⸗ gen Geſſe der ſie lehl', und führe, daß bein S 3 werd durch ſie gepreiſt, und uͤber ſie regiere; du haſt ihr herz in deiner hand, gied gluͤck und heil zu ihrem ſtand, des teuſels keich zer⸗ ſtore! Verlei hauch, daß die un⸗ terthawn fromm ſeyn, treu und gehor ſam; GOtt ſein pflicht je eiſt' ein jedermann, darnach ſein'm herrn und ſein'm ſtamm; und leben all, in lieb und fried, das han zpt, der leib und alle 5 ed, dir, GOtt! zu ehren, Amen! 421. Nun hoͤr, du chr iſtlich 1Obr igkeit lhoͤr und merk, brich GOttes Weisheit, von E„ 4 246 Alte Bruͤder⸗Lieder. von deinem amt, beruff und ſtand, drein Ich dich ſetz zu dieſer zeit, aus ſonderm rath, — an meiner ſtatt, und theil dir mit, aus lauter gut, mein' ehr, gewalt und herr⸗ lichkeit: daß du regiern ſollſt in der welt dermaſſen, wie es mir gefault; ihr haab und gut, ihr leib und blut hie ſchützen mit geruſter hand, das kecht ſchaffen, das boͤß ſtraſen, die rach uͤben, from⸗ me lieben, ein'n jeglichen in ſeinem ſtand. Daher werdt ihr goͤtter genannt, und diener in meinm regiment, dazu auch gnaͤoge HErrn: drum erbarmt euch gern! Ihr ſollt ablegen eure kron vor dem Lamm, mei⸗ nem lieben Sohn, euch nicht ſchaͤnen, Ihn annehmen, und frey bekennen allezeit, die thor' aufthun zum ei⸗ genthum, und den HErren aller herren empfahn mit unterthaͤnigkeit; die macht, ſo euch gegeben iſt, nicht darreichen dem widerchriſt: lernt mein geſetz, drinn ſind die ſchatz; kuͤßt den Sohn, daß Er nicht ergrim̃t, glaubt all an Ihn, dient Ihm fort⸗ hin, richl't eure weg' und all anſchlaͤg' dermaſſen, daß ihr nicht umkommt: ihr ſollt der chriſtlichen Gemein beyd' Pfleger und Saͤugam⸗ men ſeyn; die jugend wohl aufziehn, daß ſie Chriſto dien. Nun hoͤret auch, ihr un. terthan! wie ſich ſoll hal⸗ ten jebermann. Sieh, ih der HErr, hab mir zur ehl ſelbſt eingeſetzt die Obrigkatt Drum hald't ſie werth auf dieſer exd, aus lieb und furcht ihr ſtets gehorcht, es hindre denn gottſeligkeit, leiſt't auch derſelben ihr ge⸗ bühr, gebt ſchoß und zoll zar ehr und zier; thut eure bitt zu meiner gut, daß ihr i ruh und frieden lebt: auf daß mein nam von euch al⸗ ſamm werd ausgebreit't igt und allzeit, in dem, daß ihr euch ſo ergebt. Ich mach beyds durch mein gegen⸗ wart, daß das aug ſieht un das ohr hoͤrt, damit mein will geſcheh, mein' ordnung beſteh 4 ** ⁴ 422. Dorten wird ein reines — herz viel mehr gelten denn alle ſchaͤtz und aler menſchen gut: wer ſich hiel verſoͤhnt mit GOtt, der wild dort nicht leiden noth; wel itzt GOttes willen thut, der wird dort ſeyn wohlgemunh. Regier dich nach Chliſtt lehr, und gieb Ihm allzeſt lob und ehr, mit unterthäͤ⸗ nigkeit. Sprich herzlich mit innigkeit: O GOTLin Dreyeinigkeit! dir ſey dant und herrlichkeit hie und dolt in ewigkeit. 4²3. Menſch eeee = — — — — — — — — — dr hört, dei eſcheh, meirn 1 * 4 4 4²² tten wid a hetz dil nh alle ſhag me hen gut; berſt nt mitGDna dort ſeyn woihn jpier dich nat feit: 9 60. 1 einigkeit 3 digkelt d 1dri etrüchkätheu 89 Alte Bruͤder⸗Lieder. 247 423. Meuſc erheb dein herz zu GOtt, eil aus kum⸗ mer, angſt und noth: denn Er iſt die Gnaden⸗quell, die da reinigt unſre ſeel von al⸗ lem fehl. 1 Rützlich ſey dem naͤchſten dein, hilf ſtets gern beyd' groß und klein: und verhar⸗ te bis ans end, ſo hilft dir Chriſtus behend aus dem elend. Ey nu, menſch! wart' alſo frey, ſey getroſt, wach', bet' dabey, daß du, morgen dder heut, moͤgeſt eingehn in die freud, welch ewig bleibt. Geereutzigter HErr JEſu Chriſt! ſteh uns bey zu al⸗ ler friſt, und gehts einmal aus der zeit, gieb uns da dein ſicher g'leit zur him⸗ mels⸗freud. 4²4. KEſu Chriſt! erbarm dich mein, hilf, daß ich moͤg demuthig ſeyn, auch in dein'n eignen gahen, die du mir ſchenkſt gnadiglich von oben Hilfmir, durch dein wort, zum ziel, bey dir ich leb'n und ſterben will, dein gut init treu vergelten; nur thu, HERR! meiner ewiglich walten. Vo nicht waͤr deins wor⸗ tes kraft, und mich nicht kuhlt dein gnaden⸗ſaft; waͤr ich in ſuͤnd'n geſtorben, in hoͤllen⸗angſt und leides⸗flam verdorben. Drum troͤſt mich, HErr! immerdar, erquick mich, eh denn ich hinfahr; hilf mir von aller krankheit, und bring mich zur ewigen ge⸗ ſundheit. . 425. Mein unglaͤubig herz al⸗ lein und weitlich ge⸗ hetze ließ mich nicht gehor⸗ ſam ſeyn goͤttlichen geſetze: „Erſt erkenn ich mein'n irrthum, und mein' groſſe thorheit: gut's wiſſen, dal⸗ nach nicht thun, iſt ein ſchmach der wahrheit. O du unſterblicher GOtt! ſieh doch an mich armen! du willſt nicht des ſuünders kod, drum thu dich erbar⸗ men!. Troͤſt mich, o Heiliger Geiſt! itzt in meinem jam⸗ mer, Chriſti heiligkeit mir leiſt, hilf mir vom verdam⸗ mer! 426. Ein ordnung haͤlt GOtt — gal eden, hie, und nicht in jeneln leben, in Chriſto lund 9 dergeben. Dobn' horen kan ma nichts wiſſen, und vhn zeug⸗ niß nicht genieſſen des rech⸗ ten frieds im gewiſſe. . Ohn den glauben von herzens⸗grund, und ohn die kauſf, auf HErten bund, wird —— 3— ——————— „ „ 1 1 1 1 4 6* 13 5 8 3 1 1 1 3 3 — 4 f 4 * 3 1 3 5 1 4 3 3 4 4 3 4 4 3 3 5 1 5 1 4 4 4 4 4 b 1 4 1 4 3 ¹ 3 ¹ 1 1 3 3 3 8 4 1 1 4 5 V 3 3 5 5 1 — 248 wied niemand wiſſentlich ge⸗ ſund Ohn des glaubens gerech⸗ tigkeit, und ohn' wahre be⸗ ſtaͤndigkeit, koͤmt kein menſch zu GOttes klarheit. O menſch! tracht in nen ſinnen, daß du demn dei tan entrinnen, und Chriſtum moͤgeſt gewinnen. Such', ſo wirſt du Siu⸗ ſtum finden; klopf an, ſo ſuird Er von funden dich all⸗ hie gnaͤdig entbinden. Bitt' Ihn, uno ſprich: Mein HSNdi und GOTX! zeuch mich zu dir mit deiner gnad, und leſch aus meine miſſethat. 427. Laß mich dir empfohlen ſeyn, beyd' im leben 69 im ſterben! hilf den glau⸗ ben halten rein und in dein'm blut faͤrben, nach vollbrachten kampf und lauf, bald darauf des lebens kron erben. 428 u ſiehſt nicht die verſo⸗ O nen an, 2 nern willt neiſhe han⸗ du be⸗ au ſtt ſie alle gleich, kinder und al t zu dein'm reich. Weil wir ſeyn dulch die fünd verderbt, der tod in uns alle geerbt: nimmſt d etlich' zung' von hinnen, daß ſie nicht mehr ſuͤnd' begin⸗ nen. Alte Bruͤder 2 Lieder. Nicht uͤber den ſchlaf de kinder, ſondern uͤber die ta ſu nder,(die von hinnen rn hollen eilen) 5 t man ſe weinen und heulen. 4²9. enn Er fünun ſeſthe tig, ſehr herr rlich und kraͤfti: da wird Ex ſee ſcheiden die einen zur ſteu⸗ d. en, die andern zur holen in peinliche ſtellen. 430. fhüe Nun laßt uns den leit be graben, und darankenn zweifel haben, er wird am letzten tag aufſtehn, und u⸗ verweslich hervorgehn. Erd iſt er und von der erden, wird auch zu erd wie⸗ der werden, und von dereld wieder aufſtehm, wenn GDt tes poſaun n wird an ngehn. Seine ſeel lebt ewig GOtt, der ſie allhie, lauter gnad, von dier ſn und miſſechat durch ſeinen Sohn erloͤſet hat. Sein jammer, trübſal und elend iſt kommen zi ein'm 14 gen end, er 6 ge⸗ tragen Chriſti joch, iſt ge⸗ ſtorben öhu d lebt dennoch. Hie iſt er in angſt h Lgen b en dort aber wird el gene⸗ 33 in ewiger freud uu wonne leuchten wie die hell ſenne. Nan jeder. it über da wſandemn 8 49. enn Er fͤem 14 tig, ſh hat ag: da wio den die ein den die anden enm einlche tln. 430, un laßt und i gtahenändur ifel haben, en 3 tag auſi weslich herwe ri Eld iſt er un en, wied dade werden,unwe ederau lſſehummr Lifin witdan ne ſel 5 5 t. ſe 1 uter gnad wne 1 nwiſethat w pohn etbſte Sein ſaanne, nd(lend it ie 4 — — wm flga I jagen C prſt orben undlä Hie ite 40 4 3 den dun 1 8 Alte Bruͤder⸗ Nun laſſen wir ihn hie ſchlalen, und gehn all heim unſre ſtraſſen, ſchicken uns auch mit allem fleiß, denn de gang koͤmmt uns gleicher nee, helf uns Chriſtus, unſer troſt, der uns durch ſein blut hat erloſt vons teufels alt und ewger pein: Ihm ſey lob, preis und ehr. allein! 431. Viel falſche propheten ſind erſtanden, ja noch kot⸗ ten und ſeeten vorhanden; die, mit ihrer that und lehr, der welt ſchaden ſehr. Sintemal der antichri⸗ ſtiſch' orden, durch GOttes wort, uns offenbar worden: ſo laßt uns fliehen, mit fleiß, ſeine lehr' und weis. kaßt uns in den bund des HErren treten, und darin⸗ nen ſtets wachen und beten: denn der letze tag geht her, koͤmmt uns immer naͤh J. Die welt haͤuffet ihre e, — Lieder. 249 fuͤnd' und thorheit, und trachtet zu daͤmpfen 6Ot⸗ tes wahr heit: der HErr wirds laſſen geſchehn, ihr alſo zu ſehn. Aber wenn ſie meint, ſie hab gewonnen, und ſey al⸗ lem ungeluͤck entronnen: wirds ihr erſt, mit aller macht, kommen hundert⸗ fach. Ey nu, HErre! ſteh uns 4 y auf erden, und bereit' uns, daß wir würdi ig wer⸗ den, zu ſchauen in ewigkeit deine herrlichkeit. 432. 402T ſey uns gnaͤdig und barmherzig, und gebe uns ſeinen gottlichen ſegen! Er laſſe uͤber uns ſei antlitz leuchten, daß wir auf erden erkennen ſeine wege! Es ſegne uns GOtt, un⸗ ſer GOtt! Es ſegne uns GOtt, und geb uns ſeinen frieden, Amen! Aus 250 Evangeliſche Lieder 1NS9SeOG 50tee Aus der Evangeliſchen Religion. 433. Augſpurgiſches Lehr⸗Lied.* Der I. HvMNUsS. „„ch glaͤube, daß ins himmels thron ein ei⸗ — nig gottlich Weſen wohn: das wird genennt, wie ſichs beſchreibt, und iſt wahrhaftig GOTT; und leibzhz Gleich maͤchtig, in gleich evgem thron; GOtt unſer Vater, GOtt der Sohn, und GOtt der werthe Heil⸗ ge Geiſt: das Drey Ein gottlich Weſen heißt. Auch iſt es ewig, ohne theil, unmeßlich, maͤchtig, alleweil von unermeßlicher weisheit und unergruͤndter gütigkeit. Ein Schoͤpfer und Erhal⸗ ter gar der ſichtbarn ding und unſichtbar. Und durch das wort Perſon verſteht kein ſtuck, das aus einander geht; Noch eine eigenſchaft und art, die ſich verſchiedlich of⸗ fenbart: die kirche mit pen ſon verſteht etwas, das ful ſich ſelbſt beſteht. Gebet. Du heilige Dreyeinigkei Vater! mit dir, in deinen ſtreit, G Ott Heilger Geiſt in dein'’m geleit, geh ich mit GOtt dem Sohn beyſeſt s M 6 1 9 nen Magd, ders Gabliel hat angeſagt. Ich glaube, das die zwey naturn, die eingehorn'und angeborn', weil ſie uner⸗ trennlich vereint, Eine Per⸗ ſon, Ein Chriſtus ſeynd; Der iſt wahr'r Menſc und wahrer G Ott, geborn ein Kindlein ohne ſpott, ge⸗ litten und gecreutziget, ge⸗ ſtorben und beerdiget; Da — * Aus den Torgauiſchen Artikeln. 4 1 mnß — = — — — — —— — —— —— — —— ———=— +—— — g=ò— xᷣ — der Keligion r⸗Lied. tt: diel liam 1 erſlht etda h lſt beſttt Gedt. Ahelindns an eln it de un 16 dr jähn irn geleit el 4 t dem Stjat — — 3 I. Hglaͤnb, dißth 9 99 der ea gewan 3 geturan 1 Maſd, dit an Vin ich glaube diie urn, diee 19 1 tdorn„nlſ mlich bereine En 1Chriſ i er iſt wa Dunir n3 aimen nee en und ga ben und be t. 1 natur nichts als im ſechzehnden Seculo. Daß Er ein opfer werden moͤcht ſowol u die erb⸗ ſinde ſchlecht, als für alle wirkliche ſünd, 85 GOttes ſeinen zorn verſuͤhnt: Auch, daß derſelbe Chri⸗ ſtus frey zur hoͤll hinab ge⸗ ſtiegen ſey, am dritten tage, wohl bekannt, vom tode wahrlich auferſtand. und daß Er drauf gen himmel kam, ſein'n ſitz zur Rechten GOttes nahm, daß Er die ganze creatur ewig beherrſche und regier: Daß Er alles, was glaͤu⸗ big heißt durch ſe nen lieben Heilgen Geiſt ſelbſt, heilige und reine mach, ſtaͤrk und troͤſt; das iſt ſeine ſach: Daß Er ihnen leben und heil, Jaben und guͤter gnug austheil: und wider der fünd ihren trutz ſie nehm in ſeinen ſchirm und ſchutz: Daß derſelbe HErr Chri⸗ ſtus fromm endlich oͤffentlich wieder komm, zu richten le⸗ bendig' und todt'. Amen! dhe 2 E Amen! walts lieber HErre GOtt! 9 III. Jh glaͤube, daß, nach Adams fall, die men⸗ ſchen alle uͤberall, der vater, mutter und das kind von ſuͤnde ſind. Sie ſind von mutterleibe wol der boͤſen neigungen ſo 251 voll; hingegen iſt der glaub an Gott und die gottes⸗ furcht alle todt. Wir können auch nicht anders ſeyn, von natur iſt kein herze rein, und die na⸗ tur⸗ſucht, die ſich findt, iſt wahrhaftiglich eine fuͤnd, Pe afntgrich unter GOt⸗ tes zwrn und ſo geht ewig⸗ lich verlohrn, was nicht ein neu geſchopf fe heißt aus dem waſſer und Heilgen Geiſt. Die natur iſt gewiß nicht fromm, und was aus eignen kraͤften komm, iſt, an ſtatt daß es tugend ſey, ſelbſt⸗be⸗ trug odey heucheley. Die eigne kraft, ſo gut ſie iſt, iſt dem verdienſt von IEſu Chriſt, und der mar⸗ ter, die Er ausſtand, eine giftige ſchmach und ſchand. Gebet. Ich empfehl meiner ſeelen heil des Laͤmmleins ſeiner wund und beul, die mir die neu geburt erwarb, als das liebe Herz 4 mich ſtarb. Ich gl ube daß kein men⸗ J ſchen⸗kind weder verge⸗ bung ſeiner ſund, noch ge⸗ rechtigkeit vor GOtt kriegt, durch eigen verdienſt oder pflicht, Werk oder ſatisfaction;; ſondern die abſolution und vor GOtt gerechtwerdung hat, um IEſu Chriſti wil'n, aus gnad, 4£6 Durch 252 Durch glauben; und den glauben zwar, dem Chriſti tod und leiden klar, und die vergebung ſeiner ſund und gerechtigkeit daſelbſt findt, Ders ewge leben ſo em⸗ pfangt, lieber GOtt! als von dir geſchenkt: glaub iſt es, den du rechnen willt als gerechtigleit, die vor dir gilt. Selig werden iſt keine kunſt, und beſteht nur im wort umſonſt. Gebet. Hab dank, mein lieber HErr IEſu Chriſt! dems Erwer⸗ ben ſaur worden iſt. V. Non der ſaepamenten ge⸗ brauch glaͤubt das volk, und man lehrets auch, daß das nicht nur zeichen be⸗ beut, dran man die Chri⸗ ſten unterſcheidt; Sondern daß es ſo zeichen ſeyn, daran man klaͤrlich ſiehet ein, wie GOtt fuͤr uns geſinnet iſt, und gleichſam ſo ſein herze liſt; Dadurch der glaub und zuverſicht in uns maͤchtig Evangeliſche Lieder rechtmaͤßig brauchen kan man habe dann glauben un daran. Gebet. Nun bitten wir den hei⸗ gen Geiſt um den glauben, der ſich beweiſt bey dem ge⸗ brauch der ſaerament, ohn den man ſie nicht nutzn kont. VI. Von der tauffe bekennt man frey, daß ſe wahrlich nothwendig ſey, weil GOTE dadurch ſein genad den ſuͤndern angebo⸗ ten hat: Daß wir darum die ki⸗ derlein in den tod Jen tauchen ein; die walden dem HErrn zugeſtellt, den ein kindlein dadurch geſällt. Derhalben irren alle die die von der kinder⸗tauße hie ſich aͤnſſern einer ſolchen lehr, als ob dieſelbe untect waͤr. Gebet. Ihr heilge drey Perſoen taufft, was des Lammnes hel⸗ ſon gekaufft mit ſeinem eig⸗ nen blut ſo roth, taucht die kindlein in IEſu tod. ——=—— — 8— E wird aufgericht, und wenn man mangel daran merkt, auf das neue werden ge⸗ ſtärkt. — VII. nd dieweil doch kein men⸗ ſchen⸗kno den glaubens⸗ Auch fordern ſie den glau⸗ weg aus ſich erfindt: ſot ben ſo, daß man ihrer gar GStt ein beſonder amt i nicht wird ſroh, noch ſie dieſer predigt anberahm, der ühig blau habe dam * W. Daß wir derm lein in da w ſchen ein; nn n HErrn zugſe kindlein dadee Derhalben ini von der fih ſich aͤnſſen r, als dd dicke gr. Gebat Ihr heil ua üft was Rlhhe gekaufft w u blut b koh nelein in JEin V 1 1 ln diewel 4 Sött ein Kinn 1 jeſer weddg ſcertwunt eg aus ſchelnn im ſechzehnden Seculo. Die man das evangelium nennt; dazu kommen die ſa⸗ erament: durch welche mit⸗ tel Ihms beliebt, daß Er den Hellgen Geiſt uns giebt. 3 Den glauben alſo wirket der in dem menſchen beym angehor des lieben evange⸗ li, wo und wenn Er will ie und ie. 1 Das iſt das evangelium, welches uns lehret: das war⸗ um, daß man einen gnabgen GOtt hat, iſt Chriſts ver⸗ dienſt nicht unſre that; Und daß das auch geglau⸗ bet ſey. Wir widerſprechen alſo frey eigner b'reitung, gedank und rath, ohn des leiblichen worts zuthat. Gebet. Sey ewig gelobt und ge⸗ preiſt, unſer lieber GOtt Heilger Geiſt! daß du ein⸗ mal mit uns geredt. Was waͤrs, wenn man bas wort nicht haͤtt? VIII. Acch glaͤnbe, daß der glaub, J was glaͤubt, zu guten fruchtn und werken treibt, daß es, zu GOtts g'bot al⸗ lerleh, um GOttes willen, willig ſey. Beym guts thun aber iſt zu ſchaun, daß wir ja nicht darauf vertraun, als etmas, das gnade verdient, oder vergebung unſrer ſnd. 253 Weil wir ums Heilands will'n empfahn gerechtigkeit, und was wir han, ſind un⸗ tuchtge knecht, wie Er ſagt, wenn wir gleich alles recht gemacht. Die vaͤter lehrn einhel⸗ liglich, und Ambroſius ſon⸗ derlich, daß es von 6Ott beſchloſſen iſt, wenn du glaͤu⸗ big an Chriſtum biſt, Daß du alsdann ſollſt ſe⸗ lig ſeyn, und zwar durch den glauben allein, ohn eigne werke und verdienſt, verge⸗ bung der ſunden gewinnſt. Gebet. Herzlich gern! lieber HErre GOtt, gieb gnav zu dem leichten gebot, ein gut und ſelig kind zu ſeyn: lohns wollen wir uns gern ver⸗ zeihn. IX. Vom freyen willen wird — gelehrt, daß der menſch, wie man ſieht und hoͤrt, et⸗ lichermaſſen, in der that, noch einen freyen willen hat. Er kan aͤuſſerlich ehrbar ſeyn, er kan ihm wehlen eins aus zweyn, in ſo weit ein ding wird erkannt durch ei⸗ nen geſunden verſtand: Und doch, ohne hülf und genad des Heilgen Geiſtes und ſein' zuthat, vermag der menſch nicht GOtt gefalln, fuͤrchten, lieben, vertrann in alln; Noch 254 Noch auswerfen aus ſei⸗ ner bruſt die angeborne boͤſe luſt, ſondern ſolchs geſchieht und mag ſeyn durch den Hei⸗ ligen Geiſt allein, Der geben iſt durch GOt⸗ tes wort, denn Paulus ſpricht an einem ort: daß nichts vom Geiſte GOttes kan vernehmen der natuͤrlich' mann. Und damit man erkennen mag, daß ich hier gar nichts neues ſag, hoͤrt Auguſtini klaren ſoruch vom freyen will'n in einem buch! Wir bekennen,(ſagt er hievon im dritten Hypogno- ſticon)*daß ein ſolcher wil⸗ *le, der frey, in einem je⸗ “den menſchen ſey: „Denn ſie haben doch „alle itz natürlich angebor⸗ „enen witz, und ein' ver⸗ „nunft, die freylich nicht „mit GOtt zu handeln et⸗ „was tugt. „Sie koͤnn'n GOtt nicht „vom grund der ſeelen „furchten und lieb'n, doch koͤnn'n ſie wehlen guts oder „ hoͤſes vor der hand in des *aͤuſſern lebens umſtand. “Das gute, was natur „verricht; arbeiten oder „aber nicht, eſſen, trin⸗ ¹ken, zum nachbar ſchaun, „was an⸗ und ausziehn, „freyn und baun, „Ein handwerk treiben “und ſo was nutzlichs und Evangeliſche Lieder ¹ guts verrichten; dasohne u f³ GOtt nichts iſt noch be⸗ ¹ſteht, ſondern aus und *durch Ihn erſt geht. “ So hat der menſch die ¹wahl auch frey, was hi⸗ ¹ ſes zu thun allerley, daß „er einen abgott verehl, *¹jemand toͤdt, und dergle⸗ „chen mehr. Gebet. GOtt lob! daß ich von herzen kan woll'n, was du gerne haͤtt'ſt gethan: doch damit ich das recht verricht lieber GOtt! trau meinm willen nicht. X. Wißt, daß die ſogenannte B buß auſs eigentlichſte das ſeyn muß, uber die ſan⸗ de reu und leid, erſchrecken und verlegenheit; Und daß man nichts min⸗ der darum glaubt an das * evangelium und an die ah⸗ ſolution, daß die ſunde ver⸗ geben ſchon: Weil bereits durch den HErren Chriſt die genade erworben iſt: der glaube troͤſtet dann das herz und befriedigts in ſeinem ſchmerz. Drauf wird die beſſerung erreicht: man laͤßt von ſin⸗ den ab, und zeigt, was Jo⸗ hannes begehrete, lechte fruͤchte Metaniaͤ. Hie widerlezt va he auf elche lehren: we aufs beſt, welche leh Ronn ———— —— ——— —— öä 2 der errihhen uns in ſanden ann Ihn ekſt heht auch ſte de lthun aleiee nen adgat ne nd tödt,an t mehr. Gebet. dtt lod di kan wolln a hättſt getſan ich das atem GDu nag nicht. X. buß auſs ene ſeyn muß lien eu und leid, derlegenheit nd daß man li darum glaukte mgelium und ni tion, daß di wh n ſchon: Weil beteis in erren Cheit w orben iſt: A 0 redigt nibung eicht: man lim ad, und uh nnes dexehat, chte Metan. 18 vdelen 6 beſt welche la im ſechzehnden Seculo. romm geweſt, der koͤnne danage nicht falln.(Sanet Petrus iſt ihnen entfalln.) Auch irren, die es ſo ge⸗ ſtellt, daß, wer nach ſeiner tauffe fällt, kein' abſolu⸗ tion kriegen kan.(Wo leibt doch der Corinthſche mann?) Auch irren, die es auf den ſuß nehmen mit dem wort von der buß, aufs buffen und gnugthun zu füͤhr'n, nicht aufs glaͤuben beym ab⸗ ſolvir'n. Gebet. Liebes Mutter⸗Herz, Heil⸗ ger Geiſt! wenn du nicht kaͤnſt und huͤlfe leiſt'ſt wi⸗ ders elend, das in mir liegt, ich nau mir keine ſtunde nicht: Aber derſelbe treue Mann, dem blutger ſchweiß von wangen rann,erdußt mein'm herzen eine wach, und gnad', wenn ich was unrecht mach. XI. Ven der beichte wird ſo gelehrt, daß ſie ſich in der kirch gehort. Privata abfolutio bleibet in ihrem brauche ſo. Den erhalt, und laßt ihn nicht fal'n: daß man ſich aber der ſuͤnd'n all'n zu er⸗ innern den kopf zerbricht, iſt eine unnothige pflicht: 255 Zumalen es nicht moͤglich iſt, daß man alle gebrechen wuͤßt': wie man mit ſo viel⸗ worten ſieht in dem neun⸗ zehnden pſalmen⸗lied. Gebet. Ach lieber GOTT! wie gerne ſaͤh ein kind, dems um die gnade weh, wenn ſein herz nur ein fenſter haͤtt, weil ſichs ſelber nie gnug geſteht. XII. on urſach der fund iſt die lehr: Wiewol GOtt, der allmaͤchtge HERR, er⸗ ſchaffen hat die ganz' natur, und erhaͤlt alle creatur: So hat verkehrter will⸗ doch macht bey einem boſn, der GOtt veracht't, zu wir⸗ ken ſundliche geluſt, wie denn des teufels wine iſt, Welcher, alsbald daßGOtt die hand von ihm that, ſich von Ihm gewandt, und zum Argen, wie Chriſtus zeugt, daß er aus ſeinem eignen leugt. Gebet. So mag der teuſel und was ſeim, ſeines willens le⸗ ben allein: ich geb meinen willen und ſtand in des Vormunds der thoren hand. XIII. Nachdem das evangelium regiert, ſagt man nicht mehr .——————————— 7 —————— 3 3 1 98 1.— 2—— — 4— 2— 2—— O— 4 ——————— 2—— 2 9— A —— —— ——— 256 mehr ſo dumm, daß die werke genug allein, vor GOtt gerecht zu werden, ſeyn. Man ſpricht, der glaub und werk zugleich macht uns gerecht zum himmelreich; welche rede mehr troſtes bring, als wenn man bloß auf werke dring. Dieweil aber die glau⸗ bens⸗ lehr, die das haupt⸗ ſtuͤk beym Chriſten⸗heer, lange nicht recht getrieben war, ſo war das unſrer vaͤ⸗ ter lahr: Zuerſt, daß unſrer werke keins uns mit GOtt wieder mache eins, gnad erwerbe oder ablaß, ſondern der glaube thue das. Wenn man glaͤubt, daß um Chriſtus wil'’n GOttes zorn alleine zu ſtill'n, der al⸗ lein Mittler zwiſchen GOtt und uns iſt in der ſunden⸗ noth.. Ob jemand meinen moͤcht, er kuͤnn' das durch werk⸗ thun und gnad verdien'n: ſucht widers evangelium ein'n weg zu GOtt, veracht Chriſtum. Die lehr vom glauben offenbar treibt Paulus an viel orten klar, Epheſer zwey vers achte ſteht: Denn aus gnaden ſeyd ihr errett, Nur durch den glauben, und das noch nicht aus euch ſelbſt, GOtt's gab iſts doch, Evangeliſche Lieder nicht aus den werken, daſ ſich ja nicht jemand ruhmen mochte da. Und daß hierinn kein neuer ſinn wird eingefuͤhrt, zeigt Auguſtin, der die ſache gan oft tractirt, und dass auc ſo befunden wird: Nicht werk, der glaub an Chriſtum ſchlecht, bringt gnad, und macht vol GDnt gerecht; ſo ſtehts in ſeine buche da de Spiritu& Liten. Wiewol die lehr velac⸗ tung leidt, wenn ſie holn unverſuchte leut; ſo findt ſich, daß ſie denen blod a⸗ ſchrocknen herzen gern ein⸗ geht. Das gewiſſen ſucht ſtied und ruh: durch werke kommt es nicht dazu. Wenn abel glaͤubt, was G Ott berheißt, und bey ſich ſelbſt gewißlich ſchleußt. 1 Er hab, um JEſu Chriſt willn, ein’n gnaͤdgen 6tt ſo kan ſichs ſtill'n; ſind wit im glauben gerecht geacht⸗ ſo han wir fried mit G0tt gemacht.. Sanet Paul ſagt ſeinen Roͤmern das. Dieſen tioſ trieb man in der maaß vol⸗ zeiten in der predig nicht; hat die gewiſſen ſo be⸗ richt't: Es komm auf eigne werke n; drum hat man delen viel gethan„den hnt n angſt ind ker jagt, ben angſt ins eloſter i e dein ——— —— ——— jeder dazhie timan, died eingei 1 ſii derde 8 uman n cht welt, da e 4 d 1 und mact ut ht: ſo ſeisde eda dediimil iewol die khen leidt, wem 1 len ſ daz ſe dan deme herza m das gewiſen ie ruh: durchwait icht dazu. n t, was GDi 1 ſich ſhie 8 1 un e Pwein! Iguäde an ſichs ſtibn glaubn gauct. han wir ſeidd n nacht. Sanet Taul e mern das. Dn ed manin de ni ten in der nah. t die ger ü 1 get than, d gſt ins üſ cnderu mit ſonſt was ge⸗ u 8 1 jeder ſu⸗ ht⸗ gnad und ruh, uno wie er fuͤr die ſünd' gung thu: dnelune haben dieſer viel erfahrn, daß das nicht helfen will. Darum es noth gewor⸗ den iſt, zu lehr'n den glau b'n an IEſum Chriſt, damit man weiß, daß der allein GOtt's gnade ohn ve rdienſt nim imt ein. Zu merken, daß auch un⸗ terric cht deſſelben glaubens halb geſcht cht, d beym hut aus wiſfenſha t, und beyn boſen, aus leichtſinn, haft't; Daß man die paſſions⸗ geſchicht ſchon glaube, und nicht widerficht, und daß Chriſtus aus todes⸗band etwan auch wieder aufer⸗ ſtand: Sondern das iſt ein glaͤubger Chriſt, dem es Aane⸗ eit und amen iſt, daß er vergebung ſeiner ſuͤnd und die gnade bey Chriſto indte Und welcher nun, Chriſto nanndede ſo viel vom lie⸗ ben GOtte weiß, daß Er ſey ſein gnaͤdiger G Ott, den er anrufft in aller noth, Der nicht mehr, wie die heyden⸗ ſchaar! 33 ohne GOTT: dieweil weder ſatan 8. atheiſt an den artikel glaͤubig iſt; im ſechzehnden Seculo. furmwah 257 Erlaß der ſünd iſt ihnen ſpott, drum haſſen ſie den lieben GOtt, hoffen nichts gutes von dem Mann, ruf⸗ fen Ihn darum auch nicht an. Und wie itzt angezeiget w. ar, redet die ſcrif t vom glauben kiar: ſie heißt ihn kein ſolch wiſſen nicht der teufel und der boͤſewicht'. . Die epi iſtel an 5 e Ebraͤ⸗r ſpricht ſo: Der rechte glau⸗ be waͤr eine hoffnn ing und zuverſicht, auf GOttes zu⸗ ſage gericht't. Und Auguſtinus merkt auch an, daß durchs wort glauben zu verſtahn die zu⸗ verſicht zu GOttes gnad, daß man eiwn gnaͤdigen Hrrn hat; Nicht wie der teufel und ſatanas, der ſich tod und hoͤlle dran fraß, als es ihm in die haͤnde kam, zu glau⸗ ben die hiſtoriam. Man lehret ferner uͤber⸗ ein: Gute werk ſoll'n und muͤſſen ſeyn: nicht aber, daß man drauf vertrau, und G Ottes gnade darauf bau; Sondern was man thut und thun kan, wird SDit zu lieb und lob gethan: die vergebung der ſunde dann nimmt doch der glaub aus gnaden an. Wenn durch den glaub'n an JIEſum Chriſt der Heilge Geiſt gegeben iſt: ſo wird auch ——-——— 28 ELrvangeliſche Lieder Im beruff haͤuft 1 lius auch das herze bequem, zu thun, was dem HErrn an⸗ genehm: Denn zuvor ohne Heil⸗ gen Geiſt iſt es zu ſchwach, daß es das leiſt', weils in des teufels gewalt bleibt, der die natur zum ſuͤndgen treibt. Dahero ſah man ie und ie, daß die alten Philoſophi, wenn ſie ſich unterſtanden han, zu leben als ehrliche mann, Das doch nicht haben ausgericht, ſondern, an ſtatt der tugend⸗pflicht, in grobe fuͤnden fielen'nein, die nicht verborgen blieben ſeyn: So muß es allen men⸗ ſchen gehn, die, auſſer im glauben zu ſtehn, und ohn des Heilgen Geiſts regiern, ſich durch eigne kraft wollen fuüͤhrn. Sagt nicht vom glauben, liebe leut; daß er die guten werk verbeut; ruͤhmt ihn vielmehr, daß er ſie nun erſt recht lehrt, und ſie auch hilft thun: Er zeigt auch, wie man dazu koͤmmt, und daß ihrs deſto baß vernehmt, merkts noch einmal! wo JEſus Chriſt, und wo der glaube noch nicht iſt, Da iſt die menſchliche na⸗ tur gar eine arme ereatur, zu guten werken viel zu ſchlecht; ſie kan weder nicht beten recht⸗ ſchuld auf ſchuld, im leiden Prtn. fehlt es an geduld, am ge⸗ horſam, ans naͤchſten lieh, an ſieg wider der luſt be⸗ trieb: Solche hohe und recht werk geſchehn allein in Je⸗ ſu ſtaͤrk: wie Er Johanna funßzehn ſpricht: Ohn „mich was thun, das kunt „ihr nicht.“ Gebet. Aber mit dir, helz GOTT! thaten thl gleichwol kein ſpott. Jh halts mit dem, ders mit di haͤlt, wider teufel und ſun und welt. liebe XIV. Ich glaͤube auch zu aler zeit eine heilige Chriſten⸗ heit, ein' verſammlung deß⸗ was da glaͤubt, eine kuche die iſt und bleibt: Bey der wirds evange⸗ lium rein gepredigt, un nach der ſumm, die das evangelium zeigt, die ſacta⸗ mente dargereicht: Denn das iſt gnug zu die ſer zeit zu einer wahren ei⸗ nigkeit der chriſtlichen kiuch daß man ſich zu dieſem häͤt eintraͤchtiglichh: Daß man, nach reineſtem verſtand, das evangelium mach bekannt, und, nach des wortes wahteniſum die ſa⸗ amente gebe hin. eramente gebe h gan I 4 9 ¹ In ,e 19 J0E 4 e 1 = x — dohe w ceſten 1 —— Gebet. ber mit di, ſ d8! bn Smit dem, un wider teuflw welt. XIV. h laͤube ahe geit eine heilin V ein'de nan n da glaͤndh Gt ſſt und bleit im Sanct Paul will, daß Ein ceiſt und leib und Eine hoß⸗ nung des ruffs bleib, wie ihr 1 beruffen ſeyd darauf, Ein HErr, Ein glaube, Eine tauff. Und iſt der lieben Chri⸗ ſtenheit nicht noth zur wah⸗ len einigkeit, daß ſich die ceremonien, von menſchen gemacht, aͤhnlich ſehn. Gebet. O lieber behuͤlfſamer HErr! wie geht dein treu herz doch ſo ferr, nachgebend in der art Zu ſeyn, wenn du nur kriegſt die ſchaͤfelein! XV. Vom heilgen abendmahl des HErrn lehrt man dey uns und glaubt es gern, daß unter dem brod und dem wein der wahr'leib und blut JEſu ſeyn, Im nachtmahl gegenwaͤr⸗ zey der win tig ſehn, gegeben, und ge⸗ n rein geyte 1 nommen ein: daß die lehre h der ſanm, be uns nicht gelt, die's nur ngelium zeige den ite da ne fur bloſſe Eihe haͤlt. Geb Denn das iig GOtt ſey Lüleze und ge⸗ zeit zu einet nie breit keit der critlh jman ſih u di aui annnn nnom ſtand, de e h h kannt mnu rtes wahkenſe nientegkechl, —= , der uns zuſammen traͤnkt und ſpeiſt mit ſeinem eiſch und ſeinem blut. Das dieh uns, HErre GOtt! W gut. Jren im: Wiewol die Chri⸗ ſienheit ei gentlich anders ſechzehnden Seculo. 2/9 nichts bedeut, als die ver⸗ ſammlung ingemein der'r, die laͤubig und heilig ſeyn: I voch, dieweil in dieſer eß heuchler und falſche hriten⸗ leut, auch was öͤf⸗ fentlich ſuͤnden treibt, noch unterm frommen haͤufflein bleibt; So ſind die ſacramente doch eben ſo gult und kraͤftig noch, der Prieſt ſier welcher ſie verricht, ſey gleich fromm oder tauge nicht. Darum ſagt Chriſtus ſei⸗ ner ſchul, daß auf des Moſis ſeinem ſtuhl mehr als ein Phariſaͤer iſt. Und alſo irrt der Donatiſt. Gebet. Lieber HErr! wenn ich mich bedeut, wie wenig du zu deiner zeit unterſucht, wer bey dir amtirt, ſo hab ich ausgecritiſirt. XVII. Naeil GOtt ein GOtt der ordnung iſt, ſo iſt es auſſer allem zwiſt, daß Er beym kirch⸗regimine nicht weniger auf ordnung ſeh. Daher nicht jedermann ſogleich predig' und ſacra⸗ ment verreich, eh er zu die⸗ ſem amt und pflicht den be⸗ ruff von der kirche kriegt. Gebet. HErr der erndte! ſchick leute aus, die in deinem weinberg 260 weinberg und haus ſo voller guten willen ſeyn, daß man ſich traut, ſie dir zu wehhn. XVIII. Was kirchen⸗verfaſſungen ſeyn, von menſchen ge⸗ macht gut und fein, die das gewiſſen nicht beſchwer'n, die haͤlt man denn billig in ehrn; Wenn ſie auch nur zur ordnung ſeyn und zum frie⸗ den bey der gemein, feſt⸗ oder ſonn⸗ und feyertag, und was von der art ſonſt ſeyn mag: Doch geſchicht unterricht dabey, daß mans gewiſſen nicht bedraͤu, als waͤr ſolch ding zur ſeligkeit von eini⸗ ger nothwendigkeit. Spricht jemand von tra⸗ dition und menſchen⸗ſatzung in dem ton, als waͤr'n ſie, daß man G“Ott verſuhn, oder ſeine gnade verdien: Von dieſer ſtellung lehrt man ſo, daß ſie dem evan⸗ gelio und dem glauben an IEſum Chriſt ganz directe zuwider iſt. W Gebet. Lieber Vater! ſey hoch gepreiſt, daß du uns nicht mehr ſo beſchleuß'ſt, als zur Juͤdiſchen tempel⸗zeit: ſon⸗ dern giebſt haushalter⸗frey⸗ heit. b Wenn nun dergleichen Weiſe ſeyn zu beſorgung der Evangeliſche Lieder Creutz⸗gemein, wie ein gro ſes ding iſts, ey! ey! gic wenigſtens haushalter⸗tren XIX. Mas etwa den dienſt betrifft, den man da Heilgen hat geſtift, ſo li⸗ ret man bey uns gar woht ken ſoll; Auf daß es unſern glau⸗ ben ſtaͤrkt, was wir an inen angemerkt, wie ſich die gnad an ſie gemacht, wie ſeeder glaube durchgebracht; Dazu, daß man in den beruff, dazu einen der hi⸗ land ſchuff, ihrem vordih bis dieſen tag ſelig und golt⸗ ſrin. lich folgen mag: „Alleine, daß manſſeae baͤt', und etwa un hu gnaden⸗thron: Es iſt ein einger Mittiet ſ noth zwiſchen dem meuſten und zwiſchen GOtt, daliſ Chriſtus aufgeſtellt, de er ſi nige Heiland der welt. Der iſt Hoherprieſtel ae lein und Furſprecher behn Vater ſein: der hat alein zugeſagt, daß Er horen wich wenn man klagt. Das iſt der hoͤchſte gal⸗ tesdienſt, daß man Dich dei du uns verſuhnſt anbet und ſuch in ſeiner noth,(Chor Genl 1 — — — hnaw 5 — — — — — —— —— — —. —— — — —— —— — — ——— M,A m hüfe ſentig anred' da ſagt die bibelnict ſi davon, die weiß nur Einen ißt — —— — — hniennth 2 — — — E — — — — — —— —————= =—é —— 1 4 gieszuczen. X. as etta de a wbetriſt, am ggen hat gfft, man dey un 4 1 man der häg 9. 6 6 luf daß min. ſtärit, wasgian hewerkt wieſh ſie gemachk wif ube duechaette Dazu, dihnun uff, dazu inn d ſchuff ha dieſen tag ſihe folgen mag. Aleine, daßue F, und etwed ted' da ſcgentt von, die veiſme aden⸗thron. Es iſt ein eum th zwiſchen Raue ĩ zwiſchen Gont griſtus aufgete, ge Heiland ddi Der ittheſent in und Fürſdede ate ſein: dr geſagt dafſ enn man at Das it d 5 1 1nns veüns ſch in ſenerw Zerr JEſu Chriſt, wahr'r Menſch und Gott. Johannes hat verkündi⸗ get, daß, ob ja jemand ſun⸗ diget, daß dann beym Vater JEſus Chriſt uns das wort zu reden da iſt. Gebet. Dank ſey dem evangelio! Wenn ich bete, ſo ſprech ich ſo: Lieber Vater! was ich da mach, das iſt dein's lie⸗ ben Sohnes ſach. XX. on policey und uͤbrigen verfaſſungen der welt⸗ lichen ober⸗ und unter⸗obrig⸗ keit gläuben und lehren un⸗ ſre leut: Daß GOtt all obrigkeit der welt, welche das regi⸗ ment beſtellt, gute geſetz und ordnung gab, geſchaffen und geſetzet hab: Daß anch wirkliche chri⸗ ſten⸗leut Furſten, Richter und Obrigkeit ſeyn koͤnnen, und thun auch ihr amt, und werden darum nicht ver⸗ dammt: Sie konnen auch nach dem innhalt der verfaſſeten neu⸗ und alt⸗ allgemein und be⸗ ſondern Recht' entſcheiden aleerley gefecht: Das ſchwerd auch nicht vergeblich führ'n: die uͤbel⸗ thater condemnir'n: und in einem gerechten krieg den lieben GOtt bitten um ſieg. im ſechzehnden Seculo. 261 Wer kaufft und verkaufft dieſe zeit, thut einen aufge⸗ legten eid, hat was eignes, und weib und kind, thut an dem allen keine ſund, (Und daß man dabey nicht argwohn, als wenn unſre Confeſſion dem lieben Hei⸗ land widerſpricht, was Er zu ſeinen jungern ſpricht: So merkt, daß alle ſolche leut, die die junger ſchaft auch noch heut, wie Doctor Lu⸗ ther ſelber ſingt, um leib und weib und kinder bringt.) Und wem in vorbeſagtem ſtuͤck ſonſt allerley noch geht zuruck, da zehlt das zur um⸗ ſtaͤndigkeit, aber nicht zur vollkommenheit. Denn die vollkommenheit allein im glauben wird zu ſuchen ſeyn, der die ehr⸗ furcht und den reſpect vor unſerm lieben GOtt erweckt. Denn's evangelium treidt nie auf auſſerlich zeitlich ding hie: ſondern das evan⸗ gelium hat innerlichs zum punct und ſumn, „Ewig weſen, gerechtigkeit, in des herzens verborgen⸗ heit: und ſtoͤßt nicht um die policey, laͤßt regiment und Ehe frey: Hats fuͤr GOttes ord⸗ nung erkannt: und giebt dabey nur an die hand, daß jeder chriſtlich' lieb und fleiß nach ſeinem beruff drinn erweis. b Derhal⸗ 262 Evangeliſche Lieder Derhalben ſoll die Chriſt⸗ emein der obrigkeit erge⸗ ben ſeyn, und auch von her⸗ zen unterthan, thun, was ſie gerne haͤtt gethan. Verſteht ſich, daß ſie uns nicht ſag, was ohn' ſuͤnd nicht geſchehen mag: denn ſo gehorcht man freylich GOtt mehr als aller men⸗ ſchen gebot. Gebet. Weil du ſelber, HErr IEſu Chriſt! ein guter buͤr⸗ ger g'weſen biſt: gieb, daß burger⸗ und jünger⸗pflicht ſich einander nie wider⸗ ſpricht. XXI. ach glaͤube, daß zukuͤnſ⸗ tig iſt, daß mein lieber HErr JEſus Chriſt am jung⸗ ſten tag koͤmmt zum gericht, laßt keinen todt'n im grabe nicht.. Die auserwehlt und glaͤu⸗ big ſeyn, die gehn ins ewge leben ein, und genieſſen ohn alles leid eine unaufhoͤrli⸗ che freud; „Die aber boͤs und gottlos ſeyn und die teufel gehn in die pein, und werden au raudige ſchaaf in der hob⸗ leiden ewge ſtraf. Die alte judiſche idee qit bey einem kind GOtts udh meh, als ob beym erſten au erſtehn ein ſolches well⸗leng werd angehn, Da die heilige fromm aben leut mit groſſer uͤberlegen heit auf ihre part regieten deg t. ſoll'n, die die boſen vertilen ſtaaſe woll'n. Gebet. Was den Heiland imßer⸗ ut, u zen hat, giebt dergleichen ütt unmuth nicht ſtatt: wies ein vierzig tag nach oſtern wa, nn i n ſo wunſchet er ſichs ta⸗ eit itt ſend jahr. Schluß. Das iſt die ſumma unſter aen — lahr, wie ſie der Evan. gelſchen Schaar zu nzt chriſtlichem unterricht un in i troſt der ſeelen ward bericht Der Heilge Geiſt ethalt a uns drinn, bis der Heiland aua iſt wieder hinn', und er iſaar at klaͤrs uns ſo lang und hreit uun als es noth thut der Chle an ſtenheit. — — =—— Lieder pein, un we dige ſchaaf i 3 3 eddge ſea⸗ Die aleidi I. al. II. 99 K der lehr hat es die 6 4 geſtalt, daß all heil⸗ ſamer lehr⸗innhalt im Ein⸗ gen Ewgen Worte leit. Des Vaters gut und herrlichkeit, nt Was Er durch JEſum Ghriſtum ſchenkt, iſt nichts, als JESIIS, erſt gehentt Gebe fuͤr unſre ſund, und dann Was de fein erweckt, daß unſer ablaß hat, gicrw werd volſtreckt. nuth nict it. Was dieſen innhalt und eraig tag nahi verſtand nicht mit ihm wunſchet aßt bringt, wird nicht erkannt nd jahr. fuͤr eine wahre Chriſten⸗lehr, 8 wir ſind Chriſti pre⸗ diger Sül Und zeugen ſeiner paſſion: Jas itdi imn eins jeglichen commiſſion iſt, Aahr, vieſn daß ers auſs beſte ausricht, ſchen Shu wie Chriſti ſein befehl ge⸗ ritlichen mm ſchicht. iſt der ealnnnt Er ſchickt' ſie dazu, wie Der Helle i Er kam vom Vater; deſſen 8 diinn, bin ehr und nam denen menſchen „wieder him,: zu ſagen an, welchs Er ſein irs uns ſolme lebtag treu gethan; Sintemal Er ohn nach⸗ laß gar zu ſeines Vaters lache war, und nicht von Ihm ſelbſt hat geredt, ſon⸗ es noth thud nheit. im ſechzehnden Seculo. 434. Aus dem Berner Synodo, 1531.* 263 dern wie Ers vom Vater haͤtt'. II. al. III. 1 ie ſchimpflich iſts fuͤr W Chriſti knecht, ſeins HErren ſinn nicht wiſſen recht, ſich unterziehn ver⸗ gebnem ding, nicht's HErren ſach und was heil bring. Wir hoͤren des lieben Va⸗ ters ſprach, durch ſeinen Sohn, noch heut bey tag, welcher, durch ſeinen Chriſt ſo frohn, in unſern herzen drinne wohn. „Durch den uns GOtt ihm ſelbſt verſühnt, und uns ſein gottlich werk andient, in welchem wir auch gar zu ſchoͤn in GOttes Vater her⸗ ze ſehn. In ſolchem verſtand und befund von Chriſto waͤchſet alle ſtund der glaͤubige menſch und nimmt zu, doch daß mans oft erinnern thu; Welchs nicht geſchicht, wenn prediger noch ſo viel von GOtt reden her, auf heydniſch' art, und den SGTC nicht weiſen, in Chriſti angeſicht. Denn Iſt An. 1728. wieder von auf Landes⸗herrſchaſtlichen 6 neuem heraus gegeben meuem heraus geg 264 Evangeliſche Lieder t Denn der abglanz der herrlichkeit und der weſent⸗ lichen wahrheit ebenbild und wort⸗zeichen iſt nie⸗ mand anders als IEſus Chriſt. Verlaͤßt der prediger, die gnad im Chriſt zu zeigen; iſt kein rath, ſein volk wird immer mehr und mehr bos⸗ hafter und unglaͤubiger, Zuletzt ohne GOtt in der welt; wie's mit den heyden war beſtellt, da ward auch gnug davon geredt, daß die natur einen GOtt haͤtt'; Sie hatten aber nichts vernomm'n vom himmliſchen Vater den fromm'’n: dar⸗ um ſie den GOtt wohl be⸗ kannt, doch nicht als GOtt verehret hant;. Bis ihnen Chriſtus offen⸗ bart und von ihnen geglau⸗ bet ward: worauf ſanct Paulus dringt ſo ſehr im andern an die Epheſer: Ihr waret, heißt's, ihr arme leut! noch ohne Chri⸗ ſto zu der zeit, da hattet ihr kein' hoffnung hie, war't in der welt als Athei. III. Daß alſo der HErr JE⸗ ſus Chriſt der einge grund und boden iſt von allen geiſtlichen gebaͤun, kein heil zu hoffen auſſer ſein'n. und in Chriſto keins einen ſchad, noch verdammniß zu fürchten hat; Er iſt der Eckſtein, Eingang, pun aat das Leben, die Wahrhen fi alls fort. t Dieſen HErrn Jeſm Chriſtum han ſelbſt die au⸗ ſtel und fortan deren zune gelehrt allein: deren folge zunn w e, nus ta die pfarr'n ſolln ſeyn. „Darum war die gerech tigkeit aus dem geſetze o verleid't ſanet Paulo, u mocht ſie nicht han, fit Philipper am dritten an. Die apoſtel hielten g⸗ mein Chriſtum ful iht, ſag grundveſt allein, wie mant i im folgenden ſehn ſoll, wie wol alle ſchrift davon vol. ſ Mit GOttes gnaden, drinn ich ſtund, ſagt er en. mal“, leg ich den grundz ein'n andern, als der geſgt iſt, kan keins legen, und it der iſt Chriſt. n * 1 Cok. 3, 10. k!. ſa Ihr burger, mit den g heilgen heer, und GOns n haus⸗volk! auf der ſſt a und der apoſtel grund ge e fügt, wo IEſus Cheiſt un ſtzn eckſtein liegt“: I † Eph. 2, 19. 20. m Wo ihr geſchmecket hatt i wie ſüß und wie freulc d der HErre iſt, zu wechu e ihr gekommen ſeyn, abu i dem lebendigen ſtein. ihe — EFæ— — —— — — — — — — — — — — — — — — — —— — — —— S ———— —— 1 —— — ——— —— — — waud fes vil och was bedarf es benn Vit D wort, alle ſchät ſw verborgen dort, der wei 1 h = 1 — Deſen Fen ſtum han fli und fortan dm dit allin, da diarrn ſohnſ keit aus da 6 leid't ſent ze cht ſje nita ſilipper an dei Die apoftl ſi ein Chrſtan undveſt alen a dfolgenden ſe ol alee ſchit er Mit Gd rinn ich ſtund ſ a*, leg ihu⸗ en andern ün 7, kan keins ki er iſt Chrit * Ge 1 eilgen heet u aus⸗dolk! a ind der gpoſl ügt, wo Keſt dſtin leite 8— 1 dem Kbendionſe K och wt dn D wott, 1 herhorga d im ſechzehnden Seculo. heit und erkenteniß in Chri⸗ ſto; Coloſſer zwey lis. Was ſont ein chriſtlich prediger aus andern gyſchich⸗ ten holen her, oder aus ne⸗ ben⸗buͤcherlein weisheit ſu⸗ chen für die Gemein? Denn GOttes reichthum und ſchatz iſt unſer lieber HErr IEſus Chriſt, weil alle dinge, wie man findt, in Ihm zuſammn gefaſſe ſind ſ 4 Man ſagt wol auſſer JEſu Chriſt, daß ein all⸗ maͤchtiger GOtt iſt, allein es iſt ſo unfruchtbar, als es ohn Chriſto immer war. GOtt hat ſich alleweg er⸗ zeigt in ſachen, die ins aug geleucht, und an welcher ding' eigenſchaft und wort⸗ zeichen ſodann gehaft't. Beym lebens⸗baum im paradies, nach Adams fall, was Er verhieß in anſehung ber frauen ſaam', und beym auszug dem Abraham: Sein knecht, darnach ſein eigner ſtamm hieſſen Ihn den GOtt Abraham, dann unter Iſrgelis lob, GOtt Abrahm, Iſaae und Jacob. Die Wuſt und Canaan Ihn nannt' GOtt, der uns aus Egyptenland, aus dem dienſt⸗hauſe, raus gebracht, und auf Horeb den bund gemacht. Des bundes halb geſchahe es, daß die arche des zeug⸗ niſſes, der tempel und Jeru⸗ die arch' haben 265 ſalem GOtt der HErr ward genannt vordem. 1 Unter welcher expreſſion und wortzzeichen man GOtk wol ſchon in etlichen werken der gnad und verheiſſung gedeutet hat. Doch war das alles dun⸗ keley; hingegen wie ſo klar und frey genießt, und ohne allen fehl findt Ihn im Chriſt die gläͤubge ſeel? Drum kan es ja nicht an⸗ ders ſeyn, oder ein lehrer muß den ſchein der erkennt⸗ niß von GOttes licht holen aus Chriſti angeſicht.“ .* 2 Cor. 4,6. Weil, was auſſerhalb ohne Chriſt von GOtt's kenntniß gebauet iſt, auf eimm ſo ſchlechten grunde ſteht, daß es untern haͤnden vergeht. Wie Mareus Cieero wol eh erzehlt hat vom Simo⸗ nide, wohin es der damit gebracht, daß er GOtt ſo fleißig betracht't, b Durchs forſchen, was die Gottheit waͤr, kams dahin, er wußt weniger von GOtt und von goͤttlichem ding, als da er an zu denken ſieng. Den Juden fehlt, noch heut zu tag, erkenntniß von GOtt, vor wie nach, bey ihrem todten buchſtaben; iſt nicht mehr zu aben. Nun iſt itzt ein neu Sym⸗ hohhi von GOTT dem M HErrn, 266 HErrn, zeichen und ſumm, daß der liebe GOtt ſelber iſt, der ſich der welt ver⸗ ſuͤhnt im Chriſt. Vorhin war der deckel der ark, der gnaden⸗ſtuhl, und thron und ſark, da itzund der HErr JESulS Chriſt der wahl' gnaden⸗ ſtuhl ſelber iſt. Draus hor'n wir GOtts 7 gnadreiche ſtimm, werden beruhiget mit Ihm, kriegen ſichers zeugniß durch Ihn, wo Jeremias drauf ſieht hin... Sie werden das nicht ſa⸗ gen mehr, daß die arche des HErrn bund war; das koͤmt nicht mehr in ihren ſinn, ſie gedenken wo anders hin; Jeruſalem wird GOtt's ſtuhl ſeynd. Der prophet da's reich Chriſti meint, das Jeruſalem himelwaͤrts, das ſrey GOtts⸗haus, erwehlte herz. Daraus folget, daß der Gemein, was haupt und glied'r in Chriſto ſeyn, GOtt der Vater allein verleiht, Ihn zu kennen in dieſer zeit. Im Chriſt koͤmmts auch zur heydenſchaft, die wird durch Ihn der gnad theil⸗ haft, ohn geſetz, durch ſein göttlichs blut; wobey der Heilge Geiſt nicht ruht. V. Weil GO2T allzeit an ‿ greifflich' ding' ſeine Evangeliſche Lieder b erkenntniß gleichſam hieng; und ſolch figur, vorbild um ſchatt nun alls auf Chriſtum deutet hat, heſ Der in der letzten zeit er⸗ ſchein': und da Er in den fleiſche ſein ſeinen lauff gam und gar vollbracht, ſich i den himmel'nauf gemacht. Laͤßt aber bey den glaͤubi⸗ gen ſich taͤglich in ſeinen Geiſt ſehn, weils g'heimniß vom Vater und Chriſt ein einig gleichfoͤrmig ding iſt Den Vater guch niemand erkennt, der ſich nicht alſt 1i zum Sohne wendt; ſo iſtes von der hohen noth fuͤr ale uu dienere von GOtt, Fur die verkundger bons lth Chriſts reich, daß ſie ſfeiſis eit lehrn, und zugleich, den ein⸗ in gen HErren IEſum Chriſt, iund deß kenutniß uber alees iſt Deßhalber ſollen wir uns ennp b dann treulich ermahnen die⸗ ſen Mann, unſern HErrn deß diener wir ſeyn zu pled⸗ gen einzig und allein. Denn auf Ihm ruht det ſ ganze rath, den GOtt der HErr gefaſſet hat, und wir wuͤrden, wenn das nich war, erfunden geſetz⸗bledl⸗ el, 4 Oder weltliche rhetores lehrend ihrer vernunft ge⸗ maͤß, als falſche diener indi fern geworfen werden von dem HErrn. vI G —ͤſſͤſͤſͤͤ * — — — —=4 ——— ——— — = — —— — — — — jeder tniß Lleichſn 4. oich ſgr ran. erin der en 1 unddg ſich täglih n ſehn, welb ſe WTater und d g gleichfüemign den Vater ahr ennt, der ſch Sohne went, der hohen une gere von Gd Jür die betun riſts reich diſt n, und zuglaze Herren Jei kenutniß liach Deßhalder han un treulichemie rMann, una Fdiener wirne neinzig undn Denn auf h nze kath, da 6 1 — Err gefaſttſe⸗ uürden, wem ar, erfanden aß, als 1 3 ſpricht. im ſechzehnden Seculo. V. (Fs iſt auch damit nicht ge⸗ than, daß ein pfarrer die wort' zeigt an, und ſie dem volke ſo redt her, daß unſer Heiland Chriſtus waͤr. Denn das reichs⸗evange⸗ lium ſteht nicht in einem keer'n geſumm, ſondern in wahrer Gottes⸗kraft, die an der glaͤubgen herzen haft't; Veraͤndert, erneut, und bereit aus ſundern GOtts kind himmliſch' leut, die nicht nach blut und fleiſch geſinnt, ſondern nach GOtt geartet ſind. Daß man zu ſolcher gab und gnad gelange, iſt der beſte rath, daß man den an⸗ fang aller ſach bey Chriſti Tod und Urſtaͤnd mach. Und ſo in ſeinem nam'n verkund’ die buß und verge⸗ dung der ſuͤnd: das iſt der wahre punet und ſumm aller predig im Chriſtenthum. So zu thun, hat der HErr voran ſeinen zungern befehl gethan: das war der apo⸗ ſtolſche lauff, der auserwehl⸗ ten glaub ſiel drauf. 3 „Der Heilge Geiſt beſtaͤ⸗ tigts fein; die welt mags aa nicht in abred' ſeyn. Wie ae man denn dieſerhalben wohl „nachſtehnden ſpruch beden⸗ ken ſoll: „Er oͤffnet ihnen den „berſtand, daß ihnen die ſchriſt ward bekannt; Obs nicht ſo ge⸗ 267 „ſchrieben iſt, daß Chriſtus „alſo leiden muͤßt, Und auferſtehn am drit⸗ ten tag, daß man in ſeinem nam n anſag die buß und „ablaß aller ſuͤnd, wo man *auf erden leute findt? Luc. 24. Hier ſehn wir, nach dem auferſtehn ſoll dieſe predig erſt angehn, welche nach wahrer reu und buß auf ergebung vertroſten muß. Denn die buß und ſun⸗ den⸗erlaͤß wird gepredigt im namen deß, der litt' und ſtarb, und von dem tod wie⸗ der erſtanden iſt durch GOtt. Drum richtet dahin den innhalt der predigten, dar⸗ nach erſt fallt aufs abthun derer irrungen, gutes thun, ſitten⸗beßrungen. Merkt, daß der HERN erſt auferſtand, eh Er die junger voll'd ausſandt; und indem unſer HERR ſtund auf, erfullt Er ſeinen gan⸗ zen lauff. Da verſtand ſich die Uf⸗ fahrt mit, des Heilgen Gei⸗ ſtes ſein auftritt in gusthei⸗ lungöder wanderkrift, und eit dem all ſein jerz⸗ ge⸗ ſchaͤfft aͤfft. Dabey forſcht auch fein fleiſſig nach, was Petrus fuhrt fuͤr eine ſprach: Acto⸗ rum zwey, vier, füunf und elf; ſiebzehn und zwanzig darauf helf.. Die halten angezeigte M 2 ſumm 268 b ſumm der ordnung des heils durch Chriſtum: denn al⸗ lenthalben zeigens an, Chri⸗ ſti Tod und ſein Aufel⸗ ſtahn,. Dadurch ſie treiben zu der buß und vergebung, die folgen muß. Und das iſt ja in einer ſumm auch unſer evangelium. 3 Solch apoſtel⸗predig be⸗ denkt, und fanget an wo ſie anfaͤngt, um zu gleichem fortgang und wuchs in Chri⸗ ſto zu gelangen flugs. Dabey wendt etwa je⸗ mand ein: ſolls vom tod an⸗ gefangen ſeyn, was nützt uns der Evangeliſt, wo ſein leben beſchrieben iſt? Antwort: Des HErren Chriſts geburt, und das le⸗ ben, das Er gefuhrt, war die tods⸗praͤparation nach GOttes diſpenſation. Daß unſers HErren leb'n und lehr guf unſer heil ge⸗ richtet waͤr, dazu war Er vom Vater ſein geſandt in dieſe welt hinein; Daß Er die fuͤnder ſelig mach, die abred’ war ſein⸗ ganze ſach, darauf richtet Er alles hin, waͤr ſonſten nicht Heiland geſyn. Drum ſucht der Heilge Geiſt nichts mehr in uns mit aller ſeiner lehr, dann das wort ſeiner creutzes⸗ ſchmach, und dann die herr⸗ lichkeit darnach. 1 Petr. 1, 11. Evangeliſche Lieder— So ſieht er auch die wan⸗ der au, die JEſus Chriſts hat gethan, damit er demn den lauff verſtaht, den die gnade inwendig hat, Die geiſtlich' arbeit JEiu Chriſt, wie ſie im herzen gaͤnge iſt, was Er aus leuten macht, die blind und tand geweſen in der ſuͤnd; Dieſelben macht Er ſehn und hoͤrn gegen des Vatets lebens⸗lehrn, aus lahmen manch geraden held, dar GOttes weg laufft durch die welt. „Die ganze malazey der ſuͤnd nimmt Er durch gnade weg geſchwind, und den ſünder wird wohl zuſehnns durch den geiſt ſeines aufer⸗ ſtehns. So hoͤrt der glaub die wunder an, glaubt auch, daß ſie der HErr gethan; doch die auswendige ſinds nich drob er wie einen ſchauen kriegt: Das ſind die innre geiſ⸗ liche, die werk, die der ge⸗ ſchaͤfftige Heilige Geiſt taͤglich thut, und die bei⸗ nunft ganz macht eaput. Denn Chriſti zeugung aut dem Geiſt uns auch die kind⸗ ſchaft G Otts verheißt wenn uns die aus dem feiſch und blut anqt zeugung nich nug thut. 4 So macht uns denn dn ſelbe Geiſt, den und JEi f heißt, und au Chriſtus verheißt Raitt NM erä 4 1 rhya d———— —— 5——— ——————— 3 —————— 4 ———————— — F— —— — — — Mn i 1” 1i 11 ———— — 91. 1 == E=Z= — —— jeder ſieht er auch ker auchäir e die Jit than, dantte auff verſait, a 1 4/ ble dlnd ſen in der ii⸗ wieſelben mattg hoörn gegen dan ⸗lehen, aiſe ih geraden ia ttes weg laf welt. Die ganze duig dnimmt Erdag, geſchwind, n. der wird wahl he geit iee jus. So hött de inder an glande der HErk geh auswendih ſi ob er wie ena egk: Das ſind diein he, die welt 4 * aftEydltöde di aus dn ut erlangte vie thut. 89 mach n be Geiſedee. ritus wibi— herzlich gerne verleiht, auch neue und himmliſche leut. Geburt und leben von dem Chriſt darum ſo breit be⸗ ſchrieben iſt; ſintemal es ganz dazu dient, erloͤſt zu werden und verſuͤhnt. Daran wirds fleiſches tod erweiſt, und das auferſtehn nach dem geiſt; und das alles ans Chriſts perſon, (Chor.) an uns geſchichts Chriſto zu lope Daran preiſet GOtt ſeine lieb an uns, wie der apoſtel ſchrieb, daß Chriſt fuͤr uns geſtorben war, da wir ſuͤnder und feinde gar. Das macht uns die ſuͤnd grauſerlich, daß der Sohn GOttes ſelber ſich fuͤr uns gegeben in den tod, daß Er uns abnahm dieſe noth.. Drum ward Er ein fuͤr allmal hie im geiſt fuͤr uns zum öpfer⸗vieh, da Er uns denn in dieſem ſtand ewige erloͤſung erfand. Daraus erſcheint auch, was fuͤr ſchad und fluchs es in dem herzen hat; das durch dis theur opfer al⸗ lein und durch ſonſt nichts gebuͤßt kont ſeyn. Und deſſen auſſereinge eur und reinigung und heilgung nur iſt die beſprengug mit 6 Otts blut, weil lediglich ſonſt nichts gut thut. 8 Ott iſt Schoͤpfer der Menſch⸗gemein, die ſollt' im ſechzehnden Seculo. 269 Ihm ganz ergeben ſeyn: das iſt nicht in ihrer natur; denn ſie ſieht auf die ereatur, Auf ſich und eignes wohl⸗ gefalln, macht ſich zum ab⸗ gott gar in all'n, mißt ſich GOtts ehr zu, und will's han; die verachtung ſcheut jedermann. VIII Die apoſtel han, aus dem — tod Chriſti des HErrn, die ganze noth der verdam⸗ ten natur erkennt, und zwar ganz gluͤcklich und behend'. Die Judenſchaft zu Mo⸗ ſis zeit lernt' an der ſund mit viel arbeit, und hat ſie bey allem verſtand uͤbel und boͤſe gnng erkannt. Wie's zun Heyden kam auf die letz; zeigten ſie ihnen ohn geſetz in Chriſto ſowol ihren bann, als auch ihre verſohnung an. Sie wieſen keinen von dem ſtrich in Moſen wieder hinter ſich: wenns geſetz auf die ſunde weiſt, iſts ein todt, kalt ding ohne geiſt, Wie ſich das Juden⸗volk verſchanzt, eh's Moſen ließ, ward Chriſti ganz. Woll'n wir wieder vom Chriſt ab⸗ ziehn, damit's volk dem ge⸗ ſetze dien? IX Ieil die falſchen apoſte! denn ſich drein meng⸗ ten und lehreten, es ſey's geſetze und gebot neben Chri⸗ ſto gleichwol auch noth: M 3 —— So 270 So muſt' der wahr' apo⸗ ſtel dran, den Juden doch zu zeigen an, wo Moſes recht wurd' angewandt; beyn heyden ers nicht no⸗ thig fand: Denn die glaubten ein⸗ faͤltiglich; verhofften vom Chriſt lediglich ablaß der ſund; dem hiengens an, und Ihn in allen gleich anſahn. Oenn wer an Chriſtum glaͤubt, der hat das ewge le⸗ ben in der that: ſolch ein Heyd braucht den Treiber † nicht, er hat der kinder frey⸗ heit kriegt.— † Bomba, Selaven⸗ zuchtmeiſter. X Mir geſtehen, daß die Ge⸗ l᷑ mein'n, die aus Juden geſammlet ſeyn, nach der freyheit, die ſich gebuͤhrt, das geſetz beym Chriſt con⸗ ſervirt. Doch unabbruͤchlich dem ertraun, mit groſſem ernſt guf Ihn zu ſchaun; dazu ermahnete ſie ſchon Mala⸗ chias in GOtts perſon, Als Er propheten klein und groß nunmehr verſie⸗ gelt' und beſchloß mit Chri⸗ ſti reich, ſpricht Er zuletzt: Denkt Moſis,meines knechts, geſetz; Denn ich gab ihm daſſel⸗ bige dort ſelber auf der Ho⸗ rebs höh, ſo ſatzungen als ſtraf⸗befehl’, uͤber das ganze 7 Iſrael. Evangeliſche Lieder Wie lang heißt 6‚ durch Maleach dem 55 denken ſo nach? bis daß ſe lernten deſſen brauch und denn ſein unvermoͤgen auch „Und dadurch recht en⸗ zuͤndet waͤrn auf den advent des tags des HErrn, und der puß⸗prediger, Johanm, des HErrn weg bey den ſun⸗ dern bahn'. Mit Moſis amt iſts alſ aus, und die's gewohner ſind zu haus, die halten willig ohn gebot,(weils i⸗ nen auch niemand verbot.) Die lieben vaͤter friſchten an, wie ſie es etwa ſo ei⸗ ſahn, ihr'n glauben und himmliſchen ſchatz durh de handlungen im geſatz Zwar die kirch zu gernſ⸗ lem hielt dieſes ganz alein genehm, und ſonſten feine überall, doch wich ihr Pau⸗ lus in dem fall; Lehrt' keinen abſall bom geſetz, ließ ſich ſelbſt reingn u zuletz, aus reſpect vol dd andern Herrn,(die das geꝛ aun ſetz noch hatten gern.) Er wollte angeſehen ſehln als ders geſetz für gut um fein und nicht fuͤr boſe dabe aus,(und das kam in ſo weit heraus.) Und der apoſtel ſynodus macht zu Jeruſalem den ſchluß: ſo eifrig ſie auch drauf beſtehn, die Hehden ſoll das nicht angehn. Viellei en g Vielleicht, daß d 1 laus Wätſan 9 9 1 ten deſen d ſein unternian and dadand ni det waͤrn aufpee tags de hen puß⸗dedign n SErrnwegkejt n bahw. Mit Noſs mit 8, und diig d zu hans dei ig ohn gedo nauch niemadg Die lieben dint wie ſie es ee hn, ihen ga mmlichen ſtan andlungen iu gu Zwar die iat. m hielt dieße ſe enehm, und ſac derall, doch wi is in dem ſol; Leher keien 1 3 3 efetz leß ſoii pe ulet, als li indern Harrneſ eh voch ſakan Er wolte anie als ders geſce ein und nictſe 9” 3 nacht iI Iuhn ſbluß: ſ oll das li— 4 Drelatinis ¹ 9 4 im ſechzehnden Seculo. 252 bigen auch aus den Juden der recht' gebrauch vön der alten gewohnheit hex nicht ſo gar ohne ſegen waͤr. Denn ſie erinnerten ſich doch bey des lieben geſetzes joch, was man gegen die ſchuld und ſuͤnd fur gnad und gab in Chriſto find'. Dahingegen, was ſchaͤd⸗ lichs haft bey unerfahrner Heydenſchaft, die macht es auf die werke ſchaun, und da nur fleiſchlich drauf ver⸗ traun. Obs vor Chriſto gelehret ſey oder nach, das iſt einer⸗ ley; denn es hat doch im⸗ mer den ſchein, als waͤr im Chriſt nicht alls allein. Der glaͤubge Jude hatte das, weil er in den figuren ſaß, daß ihn das werk nicht ſo bethoͤrt’, wie die erfah⸗ rung auch gelehrt. Er durfte nicht in furch⸗ ten ſeyn, die itzge gnad zu buſſen ein, ſondern nur in der gnad beſtehn, und ins melreelement nicht gehn. Es iſt gewiß ein unterſcheid zwiſchen der botſchaft an den Heyd, das wars apo⸗ ſtels Paulus hut, und zwi⸗ ſchen Simons an den Jud; Dieweil dieſer noch ohne ſchad uͤbern geſetz geeifert hat, jener laͤßt das geſetze ruhn, und hat mit Moſe nichts zu thun. Es mußt zufaͤllig ſeyn, ſo fern er redt von unſerm lie⸗ ben HErrn, auf die weiſe waͤrs gut genung zur lehr, ſtraf oder beſſerung. Wir Heyden, die die Hey⸗ den lehrn, und mit Juden nicht viel verkehrn, ſoll'n, ohne geſetzes zuthat, in Chri⸗ ſto predigen die gnad. So macht' es Paulus wei⸗ land auch; und Petrus hat⸗ te den gebrauch von der kirch, die ſich ehedem ent⸗ hielte zu Jeruſalem. Das iſt nun unſrer kirche ſach: ſie fragt dem geſetz ſo nicht nach; denn Chriſtus, unſer lieber ZErr, iſt uns genug. was wolln wir mehr? XII. Dabher koͤmmts, daß manch — falſcher hirt Jernſalem doch allegirt, weils eifrig an der Thora hieng, und die Heyden mit hintergieng: Es war aber die wahr⸗ heit nicht; denn ſie fuhre⸗ ten hinter ſich die glaͤubgen Heyden auf Moſen zu, von Chriſto weg,(der ewgen Ruh.) Aber die kirch war nicht ſchuld drinn; und Paulus litt denſelben ſinn derer fal⸗ ſchen apoſtel nicht, und gab den Heyden unterricht: Sie ſollen ſteiff beym glau⸗ ben ſtehn; und daß ſie das ſo recht einſaͤhn, ſo allegirt er dann und wann, was das geſetz will, ſoll und kan, M 4 Nicht, 1 — ——-ö— . — Nicht, daß er damit haͤtt gewollt, daß man die ſuͤnde kennen ſollt(von der man gerecht worden war) aus Moſis dienſt, geſetz und lahr; Denn was davon noch nothig waͤr, ſieht man im Chriſt noch heiterer, er fuͤhrt den diſputat ſo gar, daß er ſie norm geſetz verwahr, und das vertrauen drauf verhuͤt, das ſchaͤdliche ding fuͤrs gemuth, und daß er all die ſeinige in Chriſto recht beveſtige. Denn JEſus Chriſtus giebt den geiſt, der zur Tho- ra des lebens weiſt, ohn des geſetzes buchſtaben; ſo wer⸗ den wirs ewig haben. Deßhalben nehmt, ihr Prediger! die art zu pred⸗ gen fein daher, wie's der apoſtel weiſe iſt, den Heyden zu ſagen vom Chriſt: Sie zeigten, was ſich nicht geziem, und das zeigten ſie erſt aus Ihm; und wie man, ohn geſetzes muͤhn, gnad und vergebung kriegt durch Ihn. Und iſts ja noͤthig, eine ſchrift zu allegirn, die ſich ſo trifft, vom geſetz was zu bringen ein fuͤr unſre heuti⸗ ge Gemein; „Moͤcht ihrs ja wohl er⸗ laͤutern dann, und fuͤhret gleich daneben an die ein⸗ falt, die in JEſu Chriſt oh⸗ ne alle gebote iſt. 72 Evangeliſche Lieder So foͤrderts GOttes hau noch heut: kommt ierſaln vor, wo tumme leut aus ſo⸗ chen buchſtaben gloſſirn und ohne verſtand ſtreiten wuͤrn⸗ XIII. Nachdem aus Chriſti do des⸗leid und gang in Vaters herrlichkeit, ſich de erkenntniß von der ſuͤnd an ordentlichſten her entſpiit⸗ Geſchichts, daß die kech⸗ ſchaffne buß ganz richti daraus folgen muß. Was iſt denn die? Ein helzic leid und mißfalln an der fuͤndlichkeit, Die vergebung auch gleih dabey, weil GOtt Sohn derenthalben ſey von ſeinen Vater in die welt zu ſeiden und ſterben beſtellt; Auf daß Er uns durch ſeinen tod zum leben brin⸗ gen moͤcht aus GOtt, zum volligen genuß und kraſt der himmliſchen verlaſſenſchaſt Wo der Vater den Sohe verklaͤrt, und das geniſt ſn alſo lehrt; wird veſter gut und herz⸗vertraun auf di unbegreifflich gnad baun⸗ Derſelbe glauhe mach gerecht. Wer an mich glaube⸗ ſpricht Chriſtus ſchlecht, der hat das ewge leben klitgt aus dem tod er ins leden bricht: Er iſt ins buch der hinme auch hinein geſchrieben, nh der brauch, daß nichts, was unrein — — ————— S——— 8 ——,.——. ——————— ———— E=V 4—— *—— 4 1 — — — — — —— — — — —2 EBEEZgFE=g — —— —— —— —— — — — =êä E Lieder ofoͤdertz heut: 4 d — ti wo tunmeſgna buchſtaben derſtand 8 Xll achdem aus eh dslin ters hertlchtn enntniß von deſe entlichſten gein 1 1 taus folgen m. denn dien eh d und wiſfah dlichkeit Die bergehenge bey, well G renthalben eawe ater in die vehe dſterben bt Auf daß Ein nen tod zum i mocht aus ee ligen genuß wen nnnliſchen webie Wo der Vaam filärt, undde o lehet; vldte d hervetttaan, degeiflic ga Detſeite Au rect. Pr un icht eheikus t das ewye s den v g im ſechzehnden Seculo. unrein und gemein, in ſeine thore darf hinein. Das iſt Chriſti gang al⸗ lermeiſt und gnaden⸗ankunft durch den geiſt, daß man lerne, aus Chriſti Tod, Auf⸗ ſtehn und Auffahrt, ſeine noth, Von der verdammlichen natur und wohlbekannten ſuͤnd, die ſour auf GOttes gab in Chriſto kaͤm, auch Der erlaſſen, gnade naͤhm, Das thut die gottgelaſſen⸗ heit, durch die die ſuͤnd der vorgen zeit vergeben wird, und nun nicht mehr zur ſtra⸗ fe wird gerechnet her. Dabey fehlt der Geiſt Chriſti nicht, der eroͤffnet und bringt ans licht die heimlich maladey und ſuͤnd, verzehret taͤglich was er findt, „Lautert das herz, und de⸗ ſaͤcirt, wie's feuer das ſilber radirt, und der ſunden un⸗ at und ſchaum in dem her⸗ zen laͤßt keinen raum. Denn zwey werk' hat der Heilge Geiſt in uns zu ma⸗ chen, wie man weißt: Die glaͤubigen aus gnad gerecht, die Er zu neuen menſchen maͤcht; Das andre, daß ihr erben ſeyd(nach der hoffnung) der ewgen freud; dazu hilft Er. Das wird geſchehn, wenn wir im glaubens⸗ kampf beſtehn. Dem ſleiſche ſtirbt man „gehort habt und geſehn: 273 bis ins grab alle tag immer ganzer ab, und wird ein gar himmliſch geſinnt und geiſt⸗ liches genaden⸗kind. XIV. Mie grundlegung iſt wol — die buß, die man nur im Chriſt ſuchen muß: Me. tanoyte! ſpricht Er ja, das keich der himmel das iſt nah. Daß alſo die urſach der buß der ſinn zum himmel⸗ reich ſeyn muß, das uns Chriſtus ſo bietet an, anzu⸗ nehmen und zu empfahn. Wenn denn der Heilge Geiſt anfaͤngt und uns mit Chriſti blut beſprengt, und heiliget und reiniget, ſo iſts damit beſcheiniget. Johann raͤth zum me⸗ tanoyn dem volk, das be⸗ gehrt zu entfliehn dem zorne G Otts, wenn er bricht ein, und vom verderb'n errett zu ſeyn. Wie wir ihm darinn fol⸗ gen ſolln, wenn wit, wie die apoſtel, wolln, das zeigen nachfolgende ſpruch, Ge⸗ ſchicht am andern ſonderlich: Petrus bewaͤhrt in ſeiner red, daß GOtt Chriſtum er⸗ wecket haͤtt', und ſpricht: „Seitdem daß der HErr „Chriſt zur Rechten GOtts „erhoͤhet iſt, „Und die condition geleiſt, „daran's hieng mit dem „Heilgen Geiſt, ſo hat Er „herab laſſen wehn, was ihr * 274 So nehnme nun das gan⸗ *zze haus von Iſrael gewiß⸗ „cheit draus, daß GOtt JE⸗ SuM, den ſie geſchlacht, zu einem HErrn und Chriſt “gemacht. “Als ſie fragten: Was „ſolln wir thun? Metanoyte, „tauffen noch dazu, auf den “namen des HErrn JEſu. „Die tauff iſt zum ſuͤnden⸗ „eerlaß, und wenn ihr habt „erlanget das, ſo krieget ihr „die wunder⸗gab des Heil⸗ “gen Geiſts zugleich herab. „Der vaͤter GOtt IEſum reerweckt, den ihr erwuͤrgt „und ans holz ſtreckt, den „hat erhoͤht GOtts rechte „hand zu einem Herzog und „Heiland, „Zu geben Iſrael die buß, „drauf ablaß der ſuͤnd folgen emuß; deß zeugen ſind(wie's „„weiter heißt) wir und der „werthe Heilge Geiſt.“ Das iſt eim kurze und vollkomm'n predig aus der bibel genomm'n, die GOttes handel in ſich ſchließt, der durch Chriſtum vollendet iſt. XV. Sie ſplachen: So hat GOtt dem Heyd auch — ——’ buſſe zum leben verleiht: Aetorum elf zeigt den reich⸗ thum Chriſti Geheims im Heydenthuun, Has von der welt ihrem 6 beginn die zeiten durch ver⸗ —— — “ Evangeliſche Lieder borgen g'ſyn. Wer nun ant „ſagt Simon, und laßt euch⸗ untern Heyden hat, und ſucht ihm beym geſetze ratz, Sunder zu bringen in die furcht, der verdunkelt gewſ dadurch Chriſti fuͤrnehnſte herrlichkeit am gehennniſe dieſer zeit. „Nemlich, daß der Heilige Geiſt durch Ihn ſowol auf Juden fleußt, die unter dem geſetze ſtehn, als auf Heyden die ledig gehn. „Sanct Paulus rede bon dieſer frag mit den Inden drey ganzer tag, thut ihyn die ſchrift auf, legt ihnn fi⸗ was ſich wegen Chriſti g⸗ buͤhr, Daß Er leiden und aufer⸗ ſtehn gemuſt; und den ich euch erwehn, derſelbe ſpriht er) iſt der Chriſt; wie mans Actorum ſiebzehn liſt Auch zu Athen:*Git „chat die zeit vergeben der „unwiſſenheit, und itzt e⸗ „beut Er allen nun an alen „enden buß zu thun: „Dieweil Er einen tag eheſtellt, an dem Er lichen 'will die welt in ihren dil „ligen umkreis, auf eine “rechtfertige weis „Durch einen Mannz in ⸗ewelchen Er beſchloſſen, dai ⸗„Er richter waͤr; und ſets ''ſich vom tod entriß, ſede⸗ man an Ihn glauben hieß. Im zwanzigſten erklaͤltt ſich„der Jude wiſſe und 3 „Griech den ſinn zu bo b ſeting 4. 1 d 5 ſn — — — — —— —— —— — — — — — æòAgææ ͦ—Eæ A=A= — eder — — — — — ☛‿ — — — — — — —— — — — — — — 4.— — — — — — ᷣ‿ — = — — — —— — — —s —2 — — 2 — — — — — — — —=— — — — —— —— — — —— — — — — — — — — Sanet Pandsn er frag mi h ganzer tan ſchift aſtit s ſich wegn de pr Daß Er leidewhn 16 t die zei n mwiſenheit, wn den buß i ha Diewell E9 rſellt, an dng. Ill die wettniwe gen unttede,6 echtfertige we elchen Erheſhe rrichkerwarzm ch vom thde imarn zwanligt deri zrieh dnd — = — — 1 1 — — —— — — — — — — —— — — — — — — — — — — 1 im ſechzehnden Seculo. und glaͤub an Chriſt, wel⸗ ⸗cher beyden bezeuget iſt.“ XVI. Wenn aus dem alten Te⸗ ſtament etwa ſpruͤche zu handeln ſind von der buß, ſo ſind ſie itzund immer zu fuͤhren auf den grund, Auf den jeder prophete ſah; ſo daß man das beym Irmejah:“Wenn das volk, *wider das ich redt', buß „thut, und vom uͤbel ab⸗ 66 ſteht,„. Mit chriſten⸗ohren hoͤren muß, und bedenken, daß ſol⸗ che buß allein bey Chriſto recht geſucht, gefunden wird, und koͤmmt zur frucht; Auf daß den ernſt zur beſſrung nicht ein menſche aus ſich ſelbſt erdicht', ohn eine wirkung Chriſts des HErrn, als waͤr er ſo von GOtt nicht fern. XVII. ie lehr ſoll in der Chri⸗ — ſtenheit und bey dem haͤufflein glaͤubger leut im taͤglichen zunehmen ſeyn, die ſich ihres ruffs wollen freun, Durch ein recht emſiges geſuch und aufwachſen der glaubens⸗frucht; denn wer im gefuhl und geſchick zum lehrn nicht zunimmt, geht zuruck, Und nimmt gewiß zuſe⸗ hens ab, es ſey, daß er noch gar nichts hab. Hier die⸗ nen die paræneſes ſanet 2755 Pauls: die pfarker merken es! „Die wahl und gnad Gotts ⸗rfaͤllt nicht ab, und iſt ein „unentbehrlich gab;“ doch iſt das volk zu lehren gar, daß es ſich prufe und erfahr, Ob ſich die wahl ihm an⸗ gefuͤgt durch Chriſtum, oder aber nicht? es wiſſe jeder⸗ maͤnniglich, wie ers im gange ſindt bey ſicth Was er von Chriſto wirk⸗ lichhat? und was ihm man⸗ gelt an der gnad, erkenntniß und verſtand vom Chriſt? woher des herzens wand⸗ lung iſt? Der inwendig geiſtliche mann, ſo weit er dem fleiſch nicht hieng an, ſondern aus GOtt geboren ſey, waͤr frey⸗ lich von der ſuͤnde frey: Denn der glaub iſt ein“ wiſſenſchaft, verſich'rung, die am herzen haftet; hier gilts kein uͤberredens nicht, wie's wit menihlichem ding ge⸗ icht.⸗ Das ſey von Chriſti lehr geſagt, die an ſeinem tode anfaht, erkenntniß der ſuün⸗ de und buß man im tod⸗ Chriſti lernen muß. Vergebung der ſuͤnd geht ſo ferr, daß durch den glauben und GOtts beſcher Chriſti Geiſt das herz auserwehlt mit gottlichem ſaamen be⸗ ſeelt. Aus welch unvergaͤngli⸗ chen ſaam'n himmliſche men⸗ M 6 ſchen 276 ſchen hervorkam'n, die lieſſen von der ſunden⸗bahn, und fieng'n ein ſelig leben an, In tugend und gerechtig⸗ keit, mit erfahrung, was in GOtt leit, und wie der der liebe ſo voll. Das aller pre⸗ dig text ſeyn ſoll. * * 435. O HErre GOTl dein — goͤttlich wort iſt lang verdunkelt blieben, bis durch dein' gnad uns iſt geſagt, was Paulus hat geſchrieben, und andere apoſtel mehr, aus dein'm goͤttlichen munde; deß dank ich dir mit ſleiß, daß wir erlebt haben die ſtunde, Daß es mit macht an tag iſt bracht, wie klaͤrlich iſt vor augen. Ach GOtt, mein HErr! erbarm dich der'r, die dich noch itzt verlaͤugnen, und achten ſehr auf men⸗ ſchen⸗lehr, darinn ſie doch verderben; deins worts ver⸗ and mach ihn'n bekannt, aß ſie nicht ewig ſterben. Wihlt du nun fein gut Chriſte ſeyn, ſo muſt du elſt⸗ lich glauben: ſetz dein ver⸗ traun, darauf veſt bau, hoff⸗ nung und lieb im glauben, allein durch Chriſt zu aller friſt; dein'n naͤchſten lieb' darneben, das g'wiſſen frey, rein herz dabey, das kein⸗ greatur kan geben. * Evangeliſche Lieder HERNR! dumt leben! Hörr! ich hoff Allein, ſolches thun, doch gar ans lauter gnaden: wer ſich deß troͤſt, der iſt erloͤſt, und kan ihm niemand ſchaden; dn wollten gleich Geiſt⸗ un Welt⸗Reich ihn und dein wort vertreiben, iſt doch ihe macht geg'n dir nichts g⸗ acht, ſie werd'ns wol laſſe bleiben. Hilf, HErre GOtt in dieſer noth, daß ſich auh die bekehren, die nichts be⸗ tracht'n, dein wort verachtn und wollen's auch nicht lei⸗ ren. Sie ſprechen ſchleche es ſey nicht recht; und ha⸗ ben's nie geleſen, auch i gehoͤrt das edle wort: iſle nicht ein teufliſch weſen Ich glaub g'wiß gal, daß es ſey wahr, was paulus uns thut ſchreiben. Eh iuß geſchehn, daß all's vergeln⸗ dein goͤttlich wort ſoll ble⸗ ben in ewigkeit, waͤr es auch leid viel hart verſtockten herzen; kehrn ſie uicht um, verben ſ drum leiden gar roſſen ſchmerzen. 6 GOtt iſt mein HErn ſ bin ich der, dem ſtelben koͤmmt zu gute, dadurch uns haſt aus aller laſt erloͤt mi deinem blute: deß danki dir, drum wirſt du mir, nach dein'r verheiſſung, geben, was ich dich bitt. Vetſag mir nit, im tod und auch im je, du werdeſt — — — — — — ——— 2——— —— —— — S———————— S.——— K derwee Tn 3 au drweemen in ſe —— — — jeder ein He, S thun 9 8 Kögnaden da dg. V der ſ elloh, it gepn dr ſie werd— becv. ſey nicht uatn es nie gllett a hört das elem. ht ein teufiſcni M d s thut ſchreiken 4 nin ewigkeiin id viel hant n rzen; fehenſenn erden ſie drun foſſen ſchmeuzn GOtt it weug in ich der, Mn jmmnt u gated aſt aus all lit einem duute die ir, drun wiſnn as ich dic f nit, in w rha hen!, vpen h im ſechzehnden Seculo. 277 werdeſt die in keiner noth verlaſſen, die dein wort recht, als treue knecht, im herzen und glauben faſſen; giebſt ihnen bereit die ſeligkeit, und laͤßt fie nicht verderben. O HErr durch dich, bitt ich, laß mich ſelig und froͤlich fahren. 436. Ner fremde hirt iſt naus gethan, den rechten Pabſt“ wir nehmen an: das iſt GOtts Sohn, der Fels und Chriſt, auf den ſein kirch erbauet ſt.„Pater. Er iſt der hoͤchſte Prieſter zart, am ereutz Er aufge⸗ opfert ward, ſein blut fuͤr *ʃ unſre ſuͤnd vergoß, recht ab⸗ laß aus ſein'n wunden ſloß. Sein' kirch Er durch ſein wort regiert: GOtt Vater ſelbſt Ihn inveſtirt: Er iſt das Haupt der Chriſtenheit, dem ſey lob, preis in ewig⸗ keit. 437. Erhalt uns, HERR! bey deinem wort, und ſteure deiner feinde mord, die JE⸗ ſum Chriſtum, deinen Sohn, ſturzen wollen von deinem zhe n. 3— 6 Beweis dein macht, HErr JEſu Chriſt! der du ein HERR aller herren biſt: beſchirm dein, arme Chri⸗ ſtenheit, daß ſie dich lob' in ewigkeit. GOtt Heilger Geiſt, du Troͤſter werth! gieb dein'm volk ein'rley ſinn auf erd: ſteh bey uns in der letzten noth, g'leit uns ins leben aus dem tod. O GOTT! laß dir be⸗ fohlen ſeyn unſre kirchen, die kinder dein: im wahren glauben uns erhalt, und kett uns von der feind' gewalt. Ihr anſchlaͤg, HERR! zu nichte mach, laß ſie feh⸗ len in ihrer ſach, und ſtuͤrz ſie in die grub hinein, die ſie machen den Chriſten dein: So werden ſie erkennen doch, daß du unſer GOtt lebeſt noch, und hilfſt gewal⸗ tig deiner Schaar, die ſich auf dich verlaͤſſet gar. 438. Ein veſte burg iſt unſer GOtt, ein' gute wehr und waffen, Er hilft uns frey aus aller noth, die uns itzt hat betroffen: der alt⸗ boͤſe feind, mit ernſt ers itzt meint, groß' macht und viel liſt ſein grauſam' ruͤſtung iſt; auf erd'n iſt nicht ſeins gleichen. Mit unſrer macht iſt nichts gethan, wir ſind gar bald verlohren. Es ſtreit't fuͤr uns der rechte Mann, den GOtt ſelbſt hat erkohren: Fragſt du, wer Er iſt? Er heizt JIESu Chriſt, der HErr Zebaoth, und iſt kein ander ander GOtt, das feld muß Er behalten. Und wenn die welt voll teufel waͤr, und wollt uns gar verſchlingen; ſo furch⸗ ten wir uns nicht ſo ſehr, es ſoll uns doch gelingen. Der fuͤrſt dieſer welt, wie ſaur er ſich ſtellt, thut er uns doch nicht; das macht, er iſt ge⸗ richt't, Ein woͤrtlein kan ihn faͤllen. Das wort ſie ſollen laſſen ſtahn, und kein'n dank dazu haben: Er iſt bey uns wohl auf dem plan mit ſeinem Geiſt und gaben. Nehmen ſie uns den leib, gut, ehr', kind und weib; laß fahren dahin! ſie haben's kein'n gewinn: das reich GOtt's muß uns bleiben. 439. Nun bitten wir den Hei⸗ ligen Geiſtꝛc. Siehe N. 253. „u werthes Licht! gieb uns deinen ſchein; lehr uns JEſum Chriſtum erken⸗ nen allein, daß wir an Ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zu dem kechten Vaterland. Kyrie⸗ eis! Du ſuͤſſe Liebe ſchenk uns deine gunſt, laß uns empfin⸗ den der liebe brunſt; daß wir uns von herzen einan⸗ der liehen und im friede auf finem ſinne bleiben. Kyrie⸗ eis! Evangeliſche Lieder Du hoͤchſter Lroͤſter ina ler noth! hilf, daß wiemt fuͤrchten ſchande noch tod daß in uns die ſinne nit verzagen, wenn der ſein wird das leben verklagen. Kyrieleis! 440. Ach bleib bey uns, Helr IEſu Chriſt! weil e nun abend worden iſt; den gottlich wort, das helee lih laß ja bey uns auslöſchn nicht. In dieſer letzten bettub⸗ ten zeit verleih uns, HEn! beſtaͤndigkeit, daß wit denn 1 wort und ſacrament kein behalten bis an unſer end. „ 4 Unſer lieber Vater du biſt, weil Chriſtus unſer ben⸗ der iſt: drum trauen wir allein auf dich, und wolh dich preiſen ewiglich. 441. leein GOtt in der hoß ſey ehr und dank fur ſeine gnade! darum, daß nun und nimmermehr und ruͤhren kan kein ſchade: ein'n wohlgefalln GOtt an uns hat, nun iſt groß ſtic ohn unterlaß, all fehd hat nun ein ende. 1 bbe preißn, fhle ten dich, fuͤr deine eht wi⸗ danken; daß du, GOtt Va⸗ ter! ewiglich regierſt oh alles wanken: dan unn meß'n iſt deine macht, deß n iſ g ſchicht —— — — — —— —— — —— —— — ——== ——— —=—— — —— — —— d das leden d ieleis’ e dadend wodhe tlich wat da 4 bey und a In dieſer laen jeit berleihn ſtaͤndigkeit deſr det und ſgeuan halten lü an ma ½ unſer liede we ſi weil Ehriſtan iſt: drun ian lein auf dich mi chpreiſen ewwi 411 Nlein GDtt h ſey ehr mu ine gnade! dam un Hn imnn ühren kan den iyn wohloefahng ns hat, nun ſiae in unterlch dc un ein endt. Wir loben wi en dich fir die anken; daf er! ewiglch un des wanken: nßn ſt diw — — im ſechzehnden Seculo. eſchicht, was dein will hat kige Wohl uns des fei⸗ nen HErren! O JEſu Chriſt! Sohn eingeborn deines himliſchen Vaters; Verſoͤhner der'r, die warn verlorn, du Stil⸗ ler unſers haders; Lamm GOttes, heilger HErr und GOtt: nimm an die bitt von unſrer noth, erbarm dich unſer aller! 4 O Heilger Geiſt, du hoͤch⸗ ſtes Gut, du allerheilſamſter Troͤſter! vors teufels g'walt fortan behuͤt die JEſus Chriſtus erloͤſet, durch groſſe marter und bittern tod, ab⸗ wend all unſer jammer und noth; dazu wir uns verlaſ⸗ ſen. A 442. In GOtt glaube ich, daß JEr hat aus nichts ge⸗ ſchaffen himm'l und erde. Kein noth mag mir zufuͤgen ſott, Er ſichts, daß Er mein B'ſchutzer werde. Zu aller friſt allmaͤchtig iſt ſein g'walt muß man bekennen; laͤßt ſich ein'n Vater nennen. Trotz, wer mir thu, Er iſt mein ruh: tod, ſuͤnd und holl kein ungefaͤll wider die⸗ ſen GOtt kan bringen. O HErre GOtt! vor freuden mein herz muß ſpringen. „Auch iſt mein glaub an IEſum Chriſt, ſeiwen Sohn, vom Heilgen Geiſt empfan⸗ gen: geruſt wider all ſun⸗ den⸗liſt, wogt ſtahn; dar⸗ 279 um iſt Er ausgangen von edler art der Jungfrau zart, Maria hat gebohren den Sohn GOtts auserkohren; daß Er auch mein' und je⸗ dem ſein' empfaͤngniß und geburt macht g'ſund, ſollt' ein'n weg zum Vater bauen. O HErre GOST! wem wont nun vor dir grauen? Auch daß Er litt, dadurch genaß all' welt, am creutz iſt willig g'ſtorben: nicht baß mocht werden todes⸗haß ab⸗ geſtellt, denn hie iſt gnad er⸗ worben. Er ward gelegt, im grab bedeckt, dadurch all ſund begraben; den nutz den ſoll ich haben: ſucht' nicht das ſein, ſondern das mein. Erkenn' ſein gunſt, daß Er umſonſt ſolche gnad' hat wol⸗ lenzeigen. O HErre GOtt! nun bin ich g'wiß gar dein eigen. Wiewol der tod hatt Ihn einmal erdruͤckt, noch kont⸗ er Ihn nicht halten; g'walts voll, am dritten tag, Er vor⸗ geruͤckt, in ſein'r verklaͤrten g'ſtalte, ein Koͤnig frohn, in ſeinem thron, um ſein volk zu regieren: das ſoll mein glaub beruͤhren und hangen dran, ohn abelan; es iſt mein troſt, mein heil es koſt, mit Ihm bin ich auf⸗ erſtanden. O HErre GOtt! behuüt mich vors todes⸗ban⸗ Glauben will ich in Hei⸗ ligen Geiſt, GOtt, dem Va⸗ er 280 ter gleich und Sohne. Wer den in ihm nicht hat woh⸗ nen, leidt noth, denn GOtt deß nicht wird ſchonen. O Heilger Geiſt! uns gnaden leiſt, erweck, leit und erleuch⸗ te, durch und in Chriſto feuchte; ſchaff lebendig, im g'muth heilig’, daß wir in dir, mit herzens⸗b'gier, GOt⸗ tes groſſen namen ehren. O HErre GOtt! den gkau⸗ ben wollſt in uns mehren. Dann ſoll man auch glau⸗ ben wohl eine kirch; im geiſt ſoll man ſie kennen, GOtt hold, der gnaden reichlich voll, nicht fuͤrcht, daß ſie der teufel trenne, heilge Gemein die hat allein ver⸗ gebung aller ſuͤnden, der fried iſt GOttes kinden. Zu⸗ letzt behend des fleiſchs ur⸗ ſtaͤnd: ein leben frey, das ewig ſey, dort in jener welt voll freuden. O HErre GOtt! verleih uns darinn zu weiden. 443.— om himmel hoch da kom̃ D ich her, ich bring euch gute neue maͤhr; der guten maͤhr bring ich ſo viel, davon ich ſing'n und ſagen will. Euch iſt ein Kindlein heut gebohrn, von einer Jung⸗ frau auserkohrn; ein Kin⸗ delein ſo zart und fein, das ſoll eur' freud und wonne ſeyn Es iſt der HErr Chriſt, Evangeliſche Lieder unſer GOtt, der wil euh fuͤhrn aus aller noth; 1 will eur Heiland ſelber ſeyn, von allen ſuͤnden machen rein: Er bringt euch alle ſeli⸗ keit, die GOtt der Vate hat bereit, daß ihr mit Ihm im himmelreich ſollt leben nun und ewiglich. So merket nun das di⸗ chen recht, die krippen, win⸗ delein ſo ſchlecht, da findet un ihr das Kind gelegt, das ale ſhim welt erhaͤlt und traͤt. Deß laßt uns alee ftolih nn ſeyn, und mit den hiten nn n gehn hinein, zu ſehen, wasz n GOtt hat beſchert, mitſi⸗ an 4. nem lieben Sohn verehet. Merk auf, mein heryund ſieh hinein! was liegt dolt in dem krippelein? weß ſt das ſchoͤne Kindelein! es ſt das liebe IEſulein. Bis mir willkommn, du edler Gaſt! den ſuͤnder nicht verſchmaͤhet haſt, und foͤſ ins elend her zu mir; wee ſoll ichs immer danken die Ach HErr, du Schohfet aller ding, wie biſt du wot⸗ den ſo gering! daß du dae liegſt auf duͤrrem graß, dae von ein rind und eſel ah Und waͤr die welt vielnal ſo weit, von edelſtein und gold bereit; ſo waͤr ſie di doch viel zu klein, zu ſehn emn aas enges wiegelein. Der ſammet und die ſi den dein, das iſt grod 44 Lieder rGOt, derv. aus al n eur Heiland ſane alen ſinda u bringt anh T „ die Gdtit Deß laßt undin in, und nit dn in hinein, ue Ott hat beſcen n lieben Sehame Mek auf meni, h hinein! wale dem keippelein s ſchöne Kindec liebe JEile Bis mir wilden ler Gaſt daſe rſchmahet zhn S elend her gu ichs immerdut⸗ Ach Hert, ne ſer ding weſ i ſo gering, de agſt auf dliden 6 ein ind wha 6 1 9 1 1 9 1 1 6 1 und wirdeng weit, vol ait d bereit; ſ ch vielzutkinge Der ſanna. n den da 4 im ſechzehnden Seculo. und windelein, darauf du Konig ſo groß und reich her⸗ prangſt, als waͤrs dein him⸗ melreich. Das hat alſo gefallen dir, die wahrheit anzuzeigen mir, wie aller welt macht, ehr und gut vor dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. Ach mein herzliebes JE⸗ ſulein, mach dir ein rein ſanft bettelein, zu ruhn in meines herzens ſchrein, daß ich nimmer vergeſſe dein. 4 1. obt GOtt, ihr Chriſten! allzugleich, in ſeinem hoͤch⸗ ſten thron, der heut auf⸗ ſchleußt ſein himmelreich und ſchenkt uns ſeinen Sohn.:; Er koͤmmt aus ſeines Va⸗ ters ſchoos, und wird ein Kindlein klein, Er liegt dort, elend, nackt und blos, in ei⸗ nem krippelein. Er auſſert ſich all ſeiner g'walt, wird niedrig und gering, und nimmt an ſich eins knechts geſtalt der Schopfer aller ding. Er liegt an ſeiner mutter bruſt, ihr' milch die iſt ſein“ ſpeis, an dem die engel ſehn ihr luſt, denn Er iſt Davids Reis, Das aus ſein'm ſtamm entſprieſſen ſollt, in dieſer letzten zeit, durch welchen GOtt aufrichten wollt' ſein keich, die Chriſtenheit. Er wechſelt mit uns wun⸗ derlich, fleiſch und blut nimt 281 Er an, und gieht uns, in ſeins Vaters reich, die klare Gottheit dran. „Er wird ein knecht und ich ein herr, das mag ein wechſel ſeyn! wie koͤnt es doch ſeyn freundlicher, das herze JIEſulein! Heut ſchleußt Er wieder auf die thuͤr zum ſchoͤnen paradeis, der Cherub ſteht nicht mehr dafuͤr; GOTT ſey lob, ehr und preis!„ 445. JErr Chriſt, der einge GOttes⸗Sohn, Va⸗ ters in ewigkeit, aus ſeinem herz'n entſproſſen: gleichwie geſchrieben ſteht: Er iſt der Morgenſterne, ſein'n glanz ſtreckt Er ſo ferne, vor an⸗ dern ſternen klar; Fur uns ein Menſch ge⸗ bohren im letzten theil der zeit, der mutter unverloh⸗ ren ihr jungfraͤulich' keuſch⸗ heit; den tod fuͤr uns zer⸗ brochen, den himmel aufge⸗ ſchloſſen, das leben wieder⸗ bracht Laß uns in deiner liebe und erkenntniß nehmen zu; daß wir im glauben bleiben und dienen im geiſt ſo; daß wir hier moͤgen ſchmecken dein' ſuͤſſigkeit im herzen, und duͤrſten ſtets nach dir. Du Schoͤpfer aller din⸗ ge, du vaͤterliche Kraft! re⸗ gier ſt, von end zu ende, kraͤf⸗ tig, aus eigner macht; das herz uns zu dir wende, und kehr 282 kehr ab unſre ſinne, daß ſie nicht irren von dir. Ertoͤdt uns durch dein⸗ gute, erweck uns durch dein gnad: den alten menſchen kraͤnke; daß der neu' leben mag wohl hier auf dieſer erden 24 den ſinn und all be⸗ gehrden und gdanken hab'n zu dir. 1 40. sreut euch, ihr menſchen⸗ 8 kinder all! GOtt kol umt zu euch vons himmels ſaal, Er wird geborn ein Kind⸗ lein klein von Maria der mutter rein. Er iſt einz zweig aus Jeſſe ſtamm, der Loͤw' Juda und Weibes⸗ſaam', JES 1S,. der Heyden Tu oſt und Licht, und der der ſchlang den kopf zerbricht. Er bringt mit ſich fri ed, wonn und frend, vertreibt all's leid 1 dd traurigkeit, damit der menſch geplaget war, durch Abas fad ſtets immerdar. Durch ſein' geburt, angſt, blut und tod errett't uns all der wahre GOtt, Er mach uns auch den engeln gleich d und erben in ſeins Vaters keich. 447. † yas neugebohrne Kinde⸗ lein, das herzeliebe JE⸗ ſulein, bringt abermal ein neues jahr der auserwehl⸗ ten Chriſten⸗ſchaar. Evangeliſche Lieder b Deß freuen ſich di enge lein, die gerne um und hey uns ſ eyn, ſie ſingen in 4 luͤfte n frey, daß GOtt nit uns 3 verſoöhn net ſey. Iſt SSDtt verſoͤhnt und unſer g Freund, was kan und thun der arge feind? fo keufel nd der höllen pfolt 1 eini iſt ſtunſer 6 3 denn imme itt iſte es adiglt zeit it, da JE ulein w endt alles led. 448. Chuiſtpa unſer HErr, un ordan kam ¹, nach ſ nes Vaters willen, von ſanct Johan an's die tauffe rahm, ſein werk und amt zu erfal⸗ len: dan vollt Er ſiiten uns⸗ ein bad zu we ſchen uns von ſuͤnden n, erſa ußſen auc de bittern tod, durch ſein blut und wunden; es gal ein neues leben. So hoͤrt und merket ale wohl, was GOtt ſel bſtbeüt das tauffen, u0h, was enn Chr 1 iſte gla auben ſoll, zu met⸗ den ketzer⸗ hauffen. GOtt ſpricht und wil!: daß waſſe ſey, doch ni icht allein ſchlect waſſer; ſein heiligs! wat auch dabey mit keichem noiſ ohn uhe Der iſt alhiel der Taͤuffer. Solchs hat Er uns be⸗ wieſen klar, mit bildeln am 1 es Vaters mit worten. O ſünm 4½ 1 t — ——O—j — — n 1ℳ 3 44 wat un janedarf 1 es ſngen Kfülein vend 48 trit, une 'Jordan km a 1 5Taters wilenne haanrs di uß n werk und, u n da woltErſt bad zu vaſhae de kſaußae 'n tod, duce 1 und hun neues leden So hört udm. bn was GO 3 tal ſſſen, m 1 rif Jläuben 1 1 kezer⸗hauſn f icht und ol⸗ 1 doch nich tan iſer; ſein elh üöcnaii lnuſe. da Täͤuffer. Solchs hi h⸗ eſen klar mihe t worten 4 6 3 im ſechzehnden Seculo. ſtium man offenbar daſelbſt im Jordan hoͤrte; Er ſprach: Daͤs iſt mein lieber Sohn, an dem ich hab gefallen dem will ich euch befohlen han, daß ihr Ihn horet alle, und folget ſeiner lehre: Auch GOttes Sohn hie ſelber ſteht, in ſeiner zarten menſchheit: der Heilge Geiſt hern ieder faͤhrt, in tauben⸗ bild verkleidet. Daß wir nicht ſollen zweifeln dran, wenn wir getauffe t werden all drey Perſon'n getauffet han; damit bey uns auf er⸗ den zu wohnen ſich begeben. Sein' juͤnger heißt der HErre Chriſt: Geht hin, all' welt zu lehren, daß ſie verlohrn in fuͤnden iſt, ſich ſoll zur buſſe kehren. Wer glaͤubet und ſich tauffen laͤßt, ſoll dadurch ſelig werden; ein neu⸗geboͤhrner menſch er heißt, der ni iht mehr duͤr⸗ fe ſterben, das himmelreich ſul erben. Wer nicht glͤnbt dieſer grof ſen gnad, der bleibt in ſeinen ſunden und 3 ver damt zum ewgen tod, tief in der hoͤllen gruͤnden. Kichts hilft ſein⸗ eigne heiligkeit, all ſein thun iſt verlohren: die erb⸗ ſund machts zur nichtigkeit, darinn er iſt ge⸗ bohren; vermag ihm ſelbſt nicht helfen. Das aug allein das waſ⸗ ſer ſieht, wie menſchen waf⸗ ſer gieſſeen: der glanb im 283 geiſt die kraft verſteht des blutes JEſu Chriſti, und iſt vor ic ein' rothe fluth von Chriſti blut zeftbe die al⸗ len ſaden heilen thut, von Adam her geerbet, auch von uns ſelbſt begangen. 449. N un 6 euch, lieben Chriſten g'mein, und laßt 5 froͤlich ſpringen! daß wir getroſt und all' in Ein mit! luſt und liebe ſin⸗ gen, was GOtt an uns ge⸗ wendet hat, und ſeine ſü ſſe wunder⸗that; gar theu'r hat Ers erworben. Dem teufel ich gefangen lag, im tod war ich verlo ren; mein ſuͤnd' mich dioh te nacht und tag, darinn ich war gebohren; ich ſiel auch immer tieffer drein, es war kein guts am leben mein, die ſuͤnd' hakt' mich beſeſſen. Mein' gute werk die gol⸗ ten nicht, es war mit ihnen verdorben; der freywill' haßte GStts gericht, er war zum gut'n erſtorben; die angſt mich zum verzweifeln trieb, daß nichts denn ſter⸗ ben bey mir blieb, zur hoͤllen muſt ich ſinken.. Da jammert’ GOtt in ewigkeit mein elend ub'r die maſſen: Er dacht' an ſein“ barnherzigfeit„ und wollt mir helfen laſſen; Er wandt zu mir ſein Vater⸗herz, es war bey Ihm furwahr kein ſcherz⸗ 284 ſcherz, Er ließ's ſein beſtes koſten. Er ſprach zu ſeinem lieben Sohn: Die zeit iſt hie zu erbarmen, fahr hin, mein's herzens werthe Kron! und ſey das heil dem armen, und hilf ihm aus der ſuͤnden⸗ noth, erwürg fuͤr ihn den bittern tod, und laß ihn mit dir leben. Nach dieſem? goͤttlichen verein, kam Er zu uns auf erden, von einer jungfrau zart und rein, Er wollt mein Bruder werden: gar heim⸗ lich fuͤhrt Er ſein gewalt:; Er gieng in meiner arm'n geſtalt, den teufel wollt Er fangen.* Joh. 10, 18. Er ſprach zu mir: Halt dich an mich, es ſoll dir itzt gelingen! ich geb mich ſel⸗ ber ganz fuͤr dich, da will fuͤr dich ringen: denn ich bin dein, und du biſt mein, und wo ich bleib, da ſollt du ſeyn, uns ſoll der feind nicht ſcheiden.— Vergieſſen wird man mir mein blut, darzu mein leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit feſtem glauben: den tod verſchlingt das leben mein, mein unſchuld traͤgt die ſuͤn⸗ de dein; da biſt du ſelig worden. Gen himmel zu dem Va⸗ ter mein fahr ich aus dieſem leben; da will ich ſeyn der Braͤutgam dein: den Geiſt Evangeliſche Lieder will ich dir geben, in truͤbſal troſten ſoll, un lehren mich erkennen wolſ und in der wahrheit leiten. Was ich gethan hab um gelehrt, das ſollt du thun und lehren; damit das lei GOttes werd gemehrt, n lob und ſeinen ehren: un hut' dich vor der menſchen g ſatz, davon verdirbt de edle ſchatz: das laß ich di zur letze. . a 450., Hilf, GOtt, laß mits g⸗ lingen, du edler Schoyttr mein! daß ich ein liedlen bringe, zu lob und qhten dein, daß ich mag froͤlihhe⸗ ben an von deinem wolt i ſingen. HErr! du wolſt 9 ſchuff, ſollt es alles belder⸗ ben, Er thut keinn wiehes ruff. 6 JESuS, das wolt de Vaͤters, iſt kommen in de welt, mit groſſen wunde⸗ thaten; verkaufft um ſchn⸗ es geld, durch Judam, ſei ſi der ward E in tod gegeben, IEſus dis ner jünger ein'n, Laͤmmelein. Hoch an ein ereutz gehan⸗ gen, der hochgebohrne Fun nach uns thaͤt Ihn niſ 9 der h 1 1 1 ⸗ e in Furſt ——— —— —— ———— ——— ——— 5 — é=— ———— —— — — — — — — — —— —* — Lieder lich dir g truͤbſal 1 T — — — — — — .— — — — — ʃ— — 8 Ottes weld d und ſeinen! — — — — — — — — — — — — — ſatz, dabon bed dle ſchaz: dili ur letz. — — — 1. 4d Aiff GOtlt lingenduahke wein! daß ice bringe, zu lün dein, daß ic wnſ ben an von deien ſingen. Henſ mir beyſtahn. Ewigdein tee ben, wie Eſiit ſeinem buch tuſ Ehy wird betein 4 und wasGdiſt ſchuf, ſoll a ben, Ex thuttin 1 pöſtt des gedd dut ner jünger en in tod Putn 4 ammelen. ligodaa derhegfie 3 ſt vom himmel h'rab kommen, 45 GOttes So im ſechzehnden Seculo. gen, darum ſprach Er: Mich durſt! vernimm, nach unſrer ſeligkeit, darum ein Menſch gebohren von einer reinen Magd. Mit ſeinem haupt genei⸗ get, Er ſeinen geiſt aufgab, als uns Johannes zeiget: Er ward genommen ab vom creutz ins grab ward Er ge⸗ legt; am dritten tag erſtan⸗ den, wie Er zuvor geſagt. Und in denſelben tagen, IEſus ſein juͤnger lehrt, al⸗ lein ſein wort zu tragen, predegen in aller welt: Wer glauben thut, und wird ge⸗ taufft, der hat das ewge le⸗ ben, durch Chriſtum ihm er⸗ kaufft. Lucas thut gar ſchoͤn ſchrei⸗ ben von ſeiner himmelfahrt, doch allweg bey uns bleiben, wie Er verſprochen hat, ver⸗ nimm, durch ſein goͤttliches wort, wider das kan nicht ſiegen kein g'walt der hoͤl⸗ en⸗pfort.. Ein'n Tröſter thaͤt Er enden, das war der Heilge Geiſt, von GOtt; der thät ſie laͤnden in wahrheit aller⸗ meiſt: denſelben woll'n wir ruffen an, Er wird uns nicht verlaſſen, ſondern treulich beyſtahn. I* hn, unſer lie⸗ — ber HErr, auf erden ſich erniedrigt ſehr, als Er 285 uns armen ſuͤndern zu from⸗ men. Ob Er wol war in ewig⸗ keit mit ſeine'm Pater in herrlichkeit, am weſen, macht und ehr Ihm gleich; kam Er doch zu uns aufs erdreich, Nahm an ſich unſer fleiſch und blut, von einer jung⸗ fraun, uns zu gut, vom Heil⸗ gen Geiſt empfangen rein, ohn alle ſuͤnd heilig und fein. Diß g'heimniß ſo ganz wunderbar, das GOtt uns ſelbſt macht offenbar, mit herz und mund wir preiſen ſoll'n; und unſers heils uns drinn erholn.— Er wollt alſo, von ſuͤnd und tod, vom teufel, höͤll und aller noth, uns all er⸗ loſen maͤchtiglich; und ſelig machen ewiglich. Drum Er in allem iſt ver⸗ ſucht, bis Er vom g'ſetz auch iſt verflucht, daß Er mitlei⸗ den haben koͤnt mit unſrer ſchwachheit, fall und ſuͤnd. Wer diß erkennt und herz⸗ lich glaubt, wird ſeinem Heiland eingeleibt: ſich ſein'r menſchwerdung troͤſt⸗ lich freut, geneuſt ſein's heils, ohn alles leid. 4 Wer aber diß nicht glau⸗ ben will, daß Chriſtus kom'n in der zeit⸗full, ein wahrer Menſch, ein wahrer GOtt; der bleibt in irrthum, ſund und tod. O Chriſte, wahrer GOt⸗ tes Sohn! der du biſt, von dein'm 286 deinem hoͤchſten thron, auf erd erſchiemn in niedrigkeit, gieb gnad; bring uns zur ſeligkeit. * Sollte N. 269. ſtehen. 452 ERR! ich bekenne mit dem mund, aus herzens⸗ grund: nichts ſoll davon mich wenden, daß niemand ſonſt mein Heiland iſt, als IEſus Chriſt, der wahre GOtt ohn ende; der mir zu gut mein ſleiſch und blut genommen an: drum Er nicht kan mich armen ſunder haſſen. Er iſ gebohrn ein kleines Kind fuͤr meine ſuͤnd, in win⸗ deln eingehuͤllet: die ju⸗ gend mit muͤhſeligkeit, ar⸗ muth und leid iſt worden ganz erfuͤllet: Er hat ge⸗ wacht, ſich matt gemacht: Er ward entleibt, ſein heilig haͤupt hat Er fuͤr mich ge⸗ Ne iget. Die thuͤr zum ſchoͤnen pa⸗ radies hat Er gewiß durch ſein blut aufgeſchloſſen, das aus den wunden mildiglich am ereutze ſich mit ſtroͤmen hat ergoſſen. Ich glaͤube veſt, daß du nicht laͤßt, o frommer GOtt! in angſt ind tod, was dich mit it glau⸗ ben faſſet. Evangeliſche Lieder Da der 483. Chrit tiſche ſaß, zuletzt 8 oſter⸗laͤmmlein aß und wolt von hinnen ſcheiden; ſeinn juͤngern Er treuliich beſoht daß man allzeit verku den ſoll ſein'n Tod und bitte Leiden. Denn wer daßfelbe rocht betfacht dem giebt es ſät. troſt, muth und kraſt nubſal rai gſt und nothen, wird ihm nicht ſwwer, ob Er gleic tods⸗gef faͤhr; das geiſt im 6 dHerrJ e noth, di 8 — ſon ſt furwahr ke in him'l 1 „ das GOttes zorn kont Lamm, Hll ———— 8 10⁹— — uns geſe chla ſuͤhn⸗ opfen du haſt rir 5 aeri lt, in guſe duld, wehr's teufels lign nedd daduuch ſuͤnd und ſch udd uc morden. Erhalt vor ihm dein kit und wort, ddaß hie zeitl und ewig dort, geheinn werd' dein name! Dei Leiden, Creutz und bit ttrer Tod ſey unſer troſt in aller noth! Hrrehr iſt, das hil uns! Amen. S= — == —½ — 474. Wir ſe 1Wh Lernſflen ehlunn te: Hanuaag. 1AA 1hs „ 4 e Ph mn edn ie 4563. a der Hen g V oſt, muth un udſal, angſtwe in ereuh wid ald ſo ſchwer 6 vmt in thtg. eiſch der geſtin Wir danten di ten tod, HErr o groſſe nothfdn mnſertwillen al enn ſonſt fine ppr in hinlat dar, das GDm lillen. 9 GOtesu Jen Grien uns geſchlacktin ühn⸗opfet ruij 1 für uns däu gduld wehes und morden. Erhaltvorüwe 4 4† Leiden, Lun, Tod ehuim, D roth! MEeſ uns! Ah * 1 im ſechzehnden Seculo. 454. SMir danken dir, HErr JEſu Chriſt! daß du fuͤr uns geſtorben biſt: und haſt uns, durch dein theures blut, gemacht vor GOtt ge⸗ echt und gut. Und bitten dich, wahr'r Menſch und GOtt! durch deim heilge fuͤnf wunden roth, erlos uns vom ewigen tod, und troͤſt uns in der letzten noth.. Behuͤt uns auch vor fuͤnd und ſchand; reich uns dein almaͤchtige hand, daß wir im ereutz geduldig ſeyn, uns troͤſten deiner ſchweren pein. Und draus ſchoͤpfen die zuverſicht, daß du uns werdſt verlaſſen nicht; ſondern ganz treulich bey uns ſtehn, daß wir durchs leid zur freuden gehn. 455. Mohlan! es iſt alles vol⸗ lendt, JEſus laßt in des Vaters haͤnd', nach drey und dreyſſig jahren, ſein⸗ edle ſeel hinfahren. Selig der menſch! der dieſen Tod allzeit vor ſeinen augen hat; weil ihn GOtt j will bewahren, wie glucklich wird er fahren! — 456.— er ſelge Heiland JEſus Chriſt, der als ein moͤr⸗ der gloͤdtet iſt, daß ſeine 287 lehr haͤtt kurzen lauff, und mit Ihm muſte hoͤren auf, Der iſt erſtanden hell und klar; und hat erfreut ſein⸗ kleine ſchaar, die Er bis ans ende geliebt, und nur durch ſeinen tod betruͤbt. Leibhaftig Er ſich ihnen wieß, ſich ſehen, hoͤr'n und fuͤhlen ließ; damit verſichert waͤr ihr ſinn, Er waͤr da, und der tod waͤr hin. O Heilger Geiſt! das Lei⸗ dens⸗wort, das lehr uns heut und immerfort; daß ſich in uns, durch dieſe lehr, glanb', lieb' und hoffnung taͤglich mehr. 457. JEſus Chriſtus, unſer Hei⸗ land, der den tod uͤber⸗ wand, iſt auferſtanden, die ſund hat Er gefangen. Ky⸗ rie eleiſon Der ohn ſuͤnde war bohren, trug fur teszorn; ge⸗ uns GOt⸗ b hat uns verſoͤhnet, daß uns GOtt ſein' huld gönnet. K. Tod, ſund, teufel, leben und genad, alles in haͤnden Er hat: Er kan erretten alle, die zu Ihm treten. K. 458. Nun freut euch, GOttes kinder all! der HErr faͤhrt auf mit groſſem ſchall: lobſinget Ihm, lobſinget Ihm, lobſinget Ihm mit heller ſtimm! Daß 283 Daß unſer Heiland, JE⸗ ſus Chriſt, wahr'r GOttes Sohn, Menſch worden iſt; deß freuen ſich die engel ſehr, und goͤnnen uns gern ſolche ehr. „Der HErr hat uns die ſtaͤtt' bereit, da wir ſoll'n bleiben in ewigkeit: lobſin⸗ get Ihm, lobſinget Ihm lob⸗ ſinget Ihm mit lauter ſtimm! Wir ſind erben im him⸗ melreich, wir ſind den lieben engeln gleich: das ſehn die lieben engel gern, und dan⸗ ken mit uns GOtt den Erxrn.. Es hat mit uns nun nim⸗ mer noth: der ſatan, ſund und ewge tod allſamt zu ſchanden worden ſind, durch GOttes⸗ und Marien⸗kind. Den Heilgen Geiſt ſend't Er herab, auf daß er unſte herzen lab und troͤſt uns, durch das gottlich' wort, und uns behuͤt vors teufels mord.. Alſo baut Er die Chriſten⸗ heit zur ewgen freud und ſeligkeit: allein der glaub an IEſum Chriſt die recht' erkenntniß GOttes iſt. Der Heilge Geiſt den glau⸗ ben ſtaͤrkt, geduld und hoff⸗ nung in uns wirkt, erleucht und macht die herzen veſt, umn uns in trubſal nicht ver⸗ 4 Waz. uns die goͤttlich' Majeſtaͤt am heilgen creutz erworben hat, das theilet Evangeliſche Lieder aus der Heilge Geiſt, darun Er unſer Lehrer heißt. Der Vater hat den Sohn geſandt, der Sohn wird an⸗ ders nicht erkannt, ohn durg den Heilgen Geiſt allein de muß die herzen machen lein So manche ſchoͤne G0r⸗ tes⸗gab bringt uns der Heil 1 ruen ge Geiſt herab, und und vorm ſatan wohl bewahtt ſolch's koͤmmt vons HElnen himmelfahrt. So danket nun dem le⸗ ben HErrn, und lobet Ihn von herzen gern: lodſinget mit der engel ehoͤr, daß man es in dem himmel hor. GOtt Vater in der ehg keit! es ſagt dir deine Ehl⸗ ſtenheit groß ehr und dant mit hoͤchſtem fleiß, zu alen zeiten lob und preit. HErr IEſu Chriſte, GDo⸗ tes Sohn, gewaltig, hen⸗ lich, praͤchtig ſchon! esdant dir deine Chriſtenheit, bon nun an his in ewigkeit. O Heilger Geiſt, duwat⸗ rer GOtt! der du unsunſt in aller noth, wir ruhmn dich, wir loben dich, und ſe gen dir dank ewiglich. 459. Ipuf dieſen tag bedenken wir von wegen manchet gfäͤhld —— —— ———— ——=— —— —. — — — —— — — ———— ——— — — ——— — — — —— — —— — — — — — —— = — —-—— — — 2 — — — — — —— — 5 —= — — ——-—— — — —= =— — — —— — — Lieder oder Heilge junſereee — — A — — ——— ——— 372—— S8=ä== — F— ————— ——=——— ——— y=¼= —= ÿ—=— —-— ————— — ⁰——— ——— ——: — — — — —=„ —— =ä= —— —— — ſimmelfahet. So danket unn den HErrn, uhte von herzen gan. mit der engelcha ſtenheit groß t nmit hochſtem ſiſ zeiten lob undn tes Sohn, gnä lic prächtiſihn⸗ dir deine heſie nun an bis ina O heilger Geh rer GOtt, Ri in alee nothe dich,wirlbane gen dir dun ehe ſece wir don un im ſechzehnden Seculo. gfähed ohn hoffnung, han kein troſte. Drum ſey GOtt lob! der weg iſt g'macht, uns ſteht der himmel offen; Chriſtus ſchleußt auf, mit groſſem pracht, vorhin war all's ver⸗ ſchloſſen. Wers glaubt, deß herz iſt freuden⸗voll; dabey er ſich doch ruͤſten ſoll, dem HErren nachzufolgen. Wer nicht folgt und ſeinen willen thut, dem iſts nicht ernſt zum HExrren: denn er wird auch fuͤr fleiſch und blut ſein himmelreich ver⸗ ſperren. Am glauben liegts; ſo der iſt gut, ſo wird auch g'wiß, was ſo eins thut, zu GOtt im him'l gerichtet. Solch himmelfahrt faͤht in uns an, bis wir den Va⸗ ter finden, und fliehend ſtets der welt ihr' bahn, thun uns zu GOttes kinden. Die ſehn hinauf, der Vater rab; an treu und lieb geht ihn'n nichts ab, bis ſie zuſammen kommen. „Denn wird der tag erſt freuden⸗reich, wenn uns GOtt zu ihm nehmen und ſeinem Sohn wird machen gleich, als wir denn itzt be⸗ kennen. Da wird ſich finden freud und muth, zu ewger zeit heym hoͤchſten gut. GOtt helf! daß wirs erlangen. 460. Wir danken dir, HErr JEſu Chriſt! daß du 289 gen himmil gefahren biſt: GOtt lob und dank im hoch⸗ ſten thron, unſer Bruder iſt GGttes Sohn! Hall. Gen himmel iſt Er g'fah⸗ ren hoch, und iſt doch allzeit bey uns noch; unendlich iſt ſein' macht und reich, und GOTD iſt wahrer Menſch zugleich; Ueber alle himmel hoch er⸗ hebt, ub'r alle engel maͤchtig ſchwebt, uͤb'r alle menſchen Er regiert, und alle ereatu⸗ ren fuhrt. Zur Rechten GOtts des Vaters groß hat Er all⸗ macht ohn alle maaß; all' dinge ſind Ihm unterthan: der Vater ſammlet ſeinen lohn.. Den teufel, welt, ſuͤnd, hoͤll und tod Er alles üͤber⸗ wunden hat; trotz! wers nicht will, es liegt nichts dran, das Lam muß drum die ſeelen han. Nach Chriſto ſteht unſer begier: wohl dem, der Ihm vertraut allhier! Er iſt der HERR, und unſer troſt, der uns durch ſein blut hat erloͤſt. Wir freuen unz aus her⸗ zens⸗grund, und ſingen fro⸗ lich mit dem mund: GOtts⸗ und Marien⸗Sohnelein iſt 5 bruder und fleiſch und ein Durch Ihn der himmel unſer iſt. Hilf nun, Bruder HErr JEſu Chriſt! daß wir N immer⸗ 290 Pvangzeliſ immerfort traun auf dich, und durch dich leben ewiglich. Hall. N * 461. Niß ſind die heilgen zehn gebot', die uns gab un⸗ — HErre GOtt durch Meo⸗ ſen ſeinen dienerl enn. lch — und en, kein zolker 3 ol 3 du haben mehr; du ſollt mir ganz vertrauen dich, von herzens⸗grund lieben ich: Vnn Hrrn; Di ſle nicht preiſen recht und gut, ohn' was GOtt ſelbſt redt und thut: Sollt heilgen den ſieben⸗ den tag, daß du und dein haus ruhen mag; du ſollt von dein m thun laſſen ab, al 4 GOtt ſein werk in dir hab Du ollt ehr'n un dgehor. ſam ſeyn dem vater und d mutter dein, und wo dein hand ihnn dienen kan; ſ wirſt d du lang's leben han. Du ſolit nicht toͤdten zor⸗ niglich, nicht haſſen, noch ſelbſt raͤchen dich; geduld haben 4 ſanften muth, und ui) dem feind' thun das g Deim Eh' ſollt du bewah⸗ ren rein, daß auch dein herz che Lieder keins andern meyn' und hal ten keuſch das leben dein mit eu cht und maͤſſigkeit fein Du ſoltt nicht ſtehlen ged noch gut, nict wuchen ddhi jemands ſchweiß und blut, du ſollt aufthun dein'mi 1 hand den armen in deinen land. Du ſoht kein falſche zen ge ſeyn, nicht lügen auf den(1 Kichien dein, ſein unſtn p h 4 auch retten du, um 19 hat nd decken; U. en Ig Du ſollt dein's nächſſn weib und haus begetten deunae nicht, noch ett das de nns; ſan egfste dr üt iym wungan at a gut, wie dir dein herz eete Das helf uns 5 he Ar dr IEſus Chriſt, der ung dnestheſtt Mittler worden iſt! Esſt atti mit unſerm thun detlohen ten verdienen doch eitel ziin⸗ ebean Kyr. p 1 462. enwetm Durch Adams fallitom a e . verderbt menſchlich nw un id tur und weſen: vnſal git taoweme iſt auf uns geerbt, daß di Ald nicht kontm geneſen, ün nn GOttes troſt, der uns el⸗ Kiidd aa löoſt hat von dei groſen din ſchaden, darinn d mn Au. Gaden naann GSan e auf ſich zu laden. gül S 1 — n keuſch dc it zucht und 1 De ſoltnit J ch gut, ſitt enann 19 8 1 1 ins ü b Du olt eſe ge ſeyn uict laa nach 4 4 k 9 du ſolltihn ees ön wie de thut. De oiu 1 ben ſind, do 1 wmeiſchen⸗ kt ſollt, und kam nnn de ede Jeſs hn h Mit ber ran n unſerm im erdien bui un bi dtan 9 Jyn im ſechzehnden Seculo. 291 Weil denn die ſchlang Evam hat bracht, daß ſie iſt abgefallen von 68ttes wort, das ſie veracht, da⸗ durch ſie in uns alle bracht hat den tod: ſo war ie noth, daß uns 68tt ſollte geben ſein'n lieben Sohn, den Gnaden n⸗thron, in dem wir moͤchten leben. Wie uns nun hat ein⸗ remde ſchuld in Adam all verhöhn jet; Halſo hat vus ein fremde huld in Chriſt all verſohn et und w ie 8 al. durch Ad dams fall d/ ſit nd ewgen tods geſtorben; alſo hat GOtt, durch Chriſti kod, erneut, was war verdorben. So Er uns nnn ſein'n Sohn geſchenkt, da wir hoch fei nde waren, d der für uns iſt ans el keultz ge her ikt 1 ge⸗ todt, gen himm'l efahren, dadurch wir ſeyn von tod und pein erloͤſt: ſo wir ver⸗ trauen in dieſen Hort, des Vaters Wort; wem wollt vorm heimgehn grauen? Eri iſt der W 8e9/ das Licht, die hfort, di ie Wahr! heit und das! de hen, des V V Zaters Rath und ewges Wort,„den Er n uns hat gegeben zu einem ſchu 6 daß5 wir mit trutz an hn veſt ſollen glauben: 13 u uns bald kein' macht una noch g'walt aus ſeiner hal 1d mid rauben. Der menſch iſt gottlos ar 9 ſlucht, ſein heil iſt bome ghus auch noch ferren, der troſt bey einem menſchen ſucht, und nicht bey GOtt dem HErren:; denn wer ihm will ein ander zieh ohn die⸗ ſen Troͤſter, ſtecken, den mag gar bald des teufels g'walt mit ſeiner li ſt erſchrecken. Wer hofft in GOtt und dem vertraut, der wird nim⸗ mer zu ſchanben: denn wer auf dieſen felſen baut, ob ihm glei ich ſoßt zu handen viel unfalls hie, hab ich doch nie den menſchen ſehen fal⸗ len, der ſich Meigh. auf G Ottes tr oſt: Er hilft ſeinn glaͤubgen allen. Ich bitt, o HErr! aus herzens⸗ gri und, du wollſt ticht von mir nehmen dein heleges wort aus meinem mund: ſo wird mich nicht beſchamen mein⸗ ſünd und ſchuld; denn in dein hulo ſetz ich all mein vertraen Wer ſich ch nun veſt darauf verlaͤßt, der wird den tod nicht ſchauen. Meinn fuͤſſ ſſen iſt dein heilges w vort ein' brennende lucerne, ein licht, das mir en weg weiſt fort: ſo die⸗ ſer morgenſterne in uns auf⸗ geht; ſo an verſteht der menſch die hohen gaben, die GOttes Geiſt den'n g'wiß verheißt, die hoffnung darein haben. 463. Es ij iſt das Heil uns kom⸗ men her von gnad und lauter gute; die werk die N 2 helfen 3 3 — 3 —— 3 “ 9 ———— 292 helfen nimmermehr, ſie moͤ⸗ gen nicht behuten: Der glaub ſieht JEſum Chriſtum an, der hat gnug fur uns all gethan; Er iſt der Mittler worden.. Was GOtt im g'ſetz ge⸗ boten hat, da man es nicht kunt halten: erhub ſich zorn und groſſe noth, vor GOtt, ſo mannigfalten. Vom ſleiſch wollt nicht heraus der geiſt, vom getz erfordert aller⸗ meiſt: es war mit uns ver⸗ dorben. Es war ein falſcher wahn dabey, GOtt haͤtt' ſein g'ſetz drum geben, als ob wir moͤchten ſelber frey nach ſei⸗ nem willen leben: ſo iſt es nur ein ſpiegel zart, der uns anzeigt die fuͤndlich' art, in unſerm ſleiſch verborgen. Nicht möoͤglich war, die⸗ ſelbe art aus eignen kraͤften laſſen: wiewohl es oft ver⸗ ſuchet ward, noch mehrt ſich fuͤnd' ohn maſſen. Denn gleißners werk GOtt hoch verdammt: und jedem fleiſch der ſuͤnben ſchand allzeit war angebohren. ‚Noch muſt das g'ſetz er⸗ fuͤllet ſeyn, ſonſt warn wir all verdorben: darum ſchickt GOtt ſein'n Sohn herein, der ſelber Menſch iſt wor⸗ den. Das ganz geſetz hat Er erfullt, und damit GOt⸗ tes zorn geſtillt, der uͤber uns gieng alle.. Und wenn es nun erfuͤl⸗ Lvangeliſche Lieder let iſt, durch Den, dere kont halten; ſo lerne itten frommer Chriſt des gla⸗ bens recht' geſtalte: Ah mehr, denn, lieber Hen mein! dein tod ſoll mirde leben ſeyn; du haſt fur mi bezahlet. Daran ich keinen zweſt trag, dein wort kan uichtie uaa. truͤgen; nun ſagſt du di kein menſch verzag, de wirſt du nimmer luͤgen n glaͤubt an dich und vit getaufft„demſelben iſt d =——— 2———— ———— ———=* 1WUhnhten. Bnve erkaufft, daß elticht raaßfrn der. zum ereutz 1 a — —= 2 1 Ne as, 9 4 — ut V 1 e Lieder t iſt, duch ont ſaindan ronmer Gitſh dens 4* tras Rinn m trugen; runſc kein wenſch w wirſt du umme glaͤubt an 1 getau 19 deni himm erkeuſte werd vetlen Er iſt ort allein, der w faſſet. Derta G von ihm date werk rit it der glaud i , den dniihn, h ien 1 ar und ſant 1 e teri tn der. Espiit 6 nen, 84 wir auch un nſern an ſchuldgern thun: laß uns nütt nicht in berſuchung ſtehn: los uns vom uͤbel, Amen. im ſechzehnden Seculo. 293 naͤchſten knecht, dabey wir'n glauben merken. Die hoffnung wart't der rechten zeit, was GOttes wort zuſaget. Wenn das geſchehen ſoll zur freud; ſetzt 68tt 8 3 g'wiſſe tage, Er weiß wohl, wenns am beſten Sac, ih in B Wenh an uns Fin ge liſt: deß ſolln wir Ihl b vereranen. Ob ſichs 8 eß, als wollt Er nicht; laß dich es nicht erſchrecken: denn wo Er iſt am beſten mit, da will Ers nicht entdecken. Sein wort laß dir gewiſſe de eyn und ob dein herz ſpraͤch lauter nein, ſo laß dir doch nicht grauen. Sey lob und ehr mit ho⸗ hem preis, um dieſer wohl⸗ that wi illen, GOtt Vater Sohn Heiligem Geiſt, der woll mit gnad erfuͤllen, was Er in uns ang' fangen hat, zue hren ſeine rmaje ſtaͤt; daß un g'h eilik gt werd ſein name: Sein reich zu komm: ſein will auf erd g'ſcheh, wie ins 1 immels throne das taͤg⸗ lich' brod ja heut uns werd: wollſt unſt ker ſchuld vel ſcho⸗ 464. lein zu dir, HErr JIEſu IChriſt. mein⸗ hoffnung auf erden: ich weiß, daß du mein Troͤſter biſt, kein troſt mag mir ſonſt werden. Von anbeginn iſt nichts er⸗ kohrn, auf erden war kein menſch gebohrn, der mir aus noͤthen helfen kan; Dich ruff ich an, zu dem ich mein ver⸗ trauen han. Mein' ſuͤnd' ſind ſchwer und übergroß, und reuen mich von hei zen; derſelben mach mich quitt und los, durch deinen tod und ſchmer⸗ zen: und zeig wich deinem Vater an, daß du haſt gnug fuͤr mich gethan; ſo werd ich quitt der ſünden⸗laſt. HErr! halt mir veſt, weß du dich mir verſprochen Gieb mir, nach deinr barmherzigkeit, den wahren Chriſten⸗glauben, auf daß ich deine ſuſſigkeit moͤg in⸗ niglich enſ len: vor allen dingen lieben dich, uid mei⸗ nen naͤchſten gleich als mich. Am letzten end dein' hulf mir ſend, damit behend des teufels liſt ſich von mir wend. Ehr ſey GOtt in dem hoͤchſte n thron, dem Vater aller güt und JEſu Chriſt, ſeine in lieben Sohn, der uns allzeit be uͤte, und GOtt dem Heiligen Geit ſte, der uns ſein' hulf und troſt leiſte, damit wir Ihm gefaͤllig ſehn⸗ hier in dieſer zeit und fol⸗ gends in der ewigkeit. R3 451. Ich 1 1 1 4 6 1 3 1 1 1 3 3 4 1* 3 I 4 4 4 3 3 3 . ³ 3 3 4 1 4 F 3 — 3 4 3 1 4 3 1 4 1 1 4 1 4 1 1 d 1 f 2 . 1 ——— Evangeliſche Lieder 465. Ic lieg im ſtreit undwi Icch ruff zu dir, HErr JE⸗ delſtreb, hilf, oHErr Gheſt J ſu Chriſt! ich Her erhoͤr dem ſchwachen; an deiner ve rleih mir guad allein ich tleb, du kani gnad z z die ſer friſt, laß mich mich tͤrker machen. Komn do wchn icht verzagent Den nun anfech Pungher,ſon hten glauben, HErr! ich daß ſie mich 2 nlc* Unnſtoſſe 1, den wolleſt du mir nice r wiaſſen.n ki d dir zu leben, mein'm ch wirſts nehe 10 wi nutz zu ſeyn, 1 294 ——— — —— — ein klagen: —— —— —— — ——— —— — — — — ——— — — alten eben. loch Mehr. 3 G „— — — 7 lleih! daß ich a us her⸗ zens⸗grund mein'n feinden mog vergeben, verzeih mir auch zu dieſer ſtund, ſchaff mir ein neues leb en; bein wort mein ſpeis laß allweg' ſeyn, damit mein' ſeel zu nah ren, mich zu wehren, venn ungluck geht daher, das mich bald mocht abkeh⸗ re n. Laß mich kein' luſt, noch i fuu ht, von dir, in dieſer velt, abwenden: beſtaͤndig no ans end gieb mir; du haſts allein in haͤnden: und wem du's giebſt, der hats umſonſt; es mag niemand errben ncherwetben du ꝛch werke, deine gnad, die uns errett't dom ſterben. dein 4 15 uicht le. — He—₰„— ERg 6 8 5* r . 2— σ△ 4—— . g 7 5 1 Rnen un ym bie 44 U 5 um 8 ½ 17 ni 84 0 la Helfee, S rure — bebuſe melz nicht mit groſer meinen fünden ¹ noch ewiglich verzag „Fürwahn, wenn mnl det koͤmmet e 4n, was en tag beg gand ſo fal ſtn auf das h bin m ut fun 4 4 19 1 3 9* 1 cht dr unnfan angen, ſ ch weiß w weder aus nochein un nd muüͤſte gar verloh 1 ſeyn, wenn ich dein walt nicht haͤtte. Aber dein heilſ das macht, mit ſeinem ſingen, b wieder lacht, un eh im ſpringen; diewe unn verheißt dene 7 8 8 9 — 84— — — — y== ——— ——— —=— —— —— — —, un anfecht tungheeſ dſands nan du kanſt waſele gicht being ge —— —— — — Hen aig 1 4 de söun 10 auelaller kglada d wie ich inmean ſonerzar bü in mit had deß die im gecfſat ni ſit armen ſn Erbarmd Ndiha b laſt riui nem herzen, na gebuſſet hattn des⸗ſchwermi 15 wit g in meinen ſünen noch rraitn Fürwan h m koͤmmet ei, 9 tag begangee „ auf das ſena ich weißwans k und mhn R — =— —— nicht 1„ Aber 2 5 d 3 nah 1 ingen dch 1 1 fa uge h wieder — — — — 1W s in ſeinng guad dbe t 5 im ſechzehnden Seculo. 295 zerknirſchtem geiſt zu dir, o JEſu! wumen Und weil ich denn in mei⸗ nem ſinn, wie ich ubor. ge⸗ klaget, auch ein betrubter ſuͤnder bin, den ſein gewi iſſen naget, und gerne m öcht; im blute dein von ſunden ahſol⸗ viret ſeyn, wie David und Manaſſe: So komm ich auch zu di ir allhie, in meiner noth, ge⸗ ſchritten, und thu dich mit gebeugtem knie, von ganzem herzen, bitten: vergieb mirs doch genaͤdiglich, was ich mein lebtag wider dich auf erden hab begangen. O HEir, mein GOtt! vergieb mirs doch, von dei⸗ nes namens we gen, un d laß mich d0 ch das ſch were joch der ſůnde von mir legen; daß ſich mein herz zufrieden geb un d dir hinfort zu ehren leb',„ inki ind li ichem gen hol Aſam. Staͤlk mich mit d einem Fre⸗ iſt, k. eilm ich hmit deinen Wund en, vaſt ch mt ch mit deine en Lodes⸗ ſe weiß bis zu mein'r letz nde, und nium mich ſo,! venn dirs geſalt, 1l ahrem glaꝛ lben, aus der welt 381 deinen alls⸗ erwehlten! 467. Err GOtt! dich loben alle wir und ſollen bil⸗ lig danken dir füͦr dein ge⸗ ſchoͤpf der engel ſchon, die um dich ſchweb'n, in deinem thron. Sie glaͤnzen hell und leuchten klar, und ſehen dich ganz offenbar: dein' ſtimm ſie Bzofß allegeit, und ſind voll gottlicher weish heit. Sie feyren auch und ſchla⸗ fen nicht, ihr fleiß iſt ganz hahn gericht, daß ſie, HErr Chri. iſte! um dich ſeyn und um dein armes haͤuffelein. Der alte drach und boſe feind vor neid, haß und vor zorne brennt, ſein abſehn ſteht allein darauf, wie von ihm werd zertrennt dein hauff'. Und wie er vor ha tbracht in tod die welt, fuͤhrt er ſie 8 n noth; kirch, wort, geſetz all erbarkeit iſt er zu tilgen ſtets bereit. Darum keim raſt ne och 10. her hat, bruͤllt wie ein 2 99 I 5 u ſtt ic, 51 aucht Utenheit, weh eis lſiateit g6 3 n und Leher ſche hahen en thut den knaben in N. 4 der 4 trach t fruh und ſpat, liſt, daße 2 veldelbe 34 zniet wir elernen 1 —ͤ —— “ 31 i3hee.e he, v 2 4 4. heiſſen fkamm; der en⸗ 4[ E/ 3u 14 1. ſchutz 22 1 vol mancher plag uns durch die lieben engelein, die un zu waͤchtern geben ſeyn. Darum wir billig loben dich und danken dir, GOtt! ewiglich, wie auch die liebe engel⸗ſchaar dich preiſet heut und immerdar. Und bitten dich, du wollſt allzeit dieſelben heiſſen ſeyn bereit, zu ſchuͤtzen deine klei⸗ ne heerd, ſo haͤlt dein goͤtt⸗ lich Wort im werth. 468. Pſalm von der Kirche. Sie iſt mir lieb, die wer⸗ — the Magd, und kan ihr nicht vergeſſen; lob, ehr und zucht man von ihr ſagt, ſie hat mein herz beſeſſen. Ich bin ihr hold; und wenn ich ſollt groß ungluͤck han, da liegt nichts an, ſie will mich deß ergetzen, mit ihrer lieb und treu an mir, und thun all mein begier. Sie traͤgt von gold ein Diadem, da leuchten innen zwolf ſterne; ihr kleid iſt wie die ſonne ſchoͤn, das glänzet hell und ferne; und auf dem mond ihr' fuͤſſe ſtahn; ſie iſt die Braut dem HErrn vertraut: ihr iſt weh, muß gebaͤhren ein ſchönes Kind, den edlen Sohn, und aller welt einen Evangeliſche Lieder— HErren; dem ſie iſt unter than. Das thut dem alten dea⸗ chen zorn, und wil das Kind verſchlingen; ſein to⸗ ben iſt doch ganz verlohen es kan ihm nicht gelingen. das Kind iſt doch gen hit⸗ mel hoch genommen hin und laͤſſet ihn auf erden ſif ſehr wuͤten; die Multei muß gar ſeyn allein, dod will ſie GOtt behuten und der recht Vater ſeyn. 469. Vater unſer im himmek an — reich! der du und al heiſſeſt gleich, bruͤder ſenn und dich ruffen an, und wilt —— — — —— —— — — — — — — — — — — 2 ————— — das beten von uns han:ßti n gieb, daß nicht bet allein der b mund, hilf, daß es geh aus herzens⸗grund! Geheiligt werd der nam dein; dein wort bey Uns hilf halten rein, daß auc wir leben heiliglich, nach e⸗ nem namen, wuͤrdiglih behuͤt uns, HErr! bol fal⸗ ſcher lehr. Das altt del⸗ fuͤhrte volk bekehrl! Es komm dein reich in dieſer zeit und dort hein in ewigkeit: der Dald Geiſt uns wohne bey mt ſeinen gaben manchetleh⸗ des ſatans zorn und gloh gewalt zerbrih, vor ihln in' kirch erhalt! deren ar geſcheh, HEr GOtt! zugleich auf Ande —————„—— —————————— —————————— 4————— —— ——— — — —— —— —— Lieder Erren; 5 den ei Das thutd den en zorn, und ind verſhlnon; en iſt doch gmm kan in nolgh as Kind iſ dhn. nel hoch genun id laͤſtt ing an 3 viaie d- nuß gar ſeyn ai vil ſie Ge ger 1 dnchl Vateſe — —— 1 —— — —— — 5 1 — — — — —=— — 8 nnene teich 4 heiſſet geic, de und dich kufenwe das beten wnd gieb, daß ſä mund, hälf de h herzens zuan Gehelli ne dein; dein va hilf halten in 1 wirleden gelhze nem manan,u behut uns, 5 ſcher be füre di volebä E fomm de deſer zeitund mm in ewigt 4 Geiſt uns h8 ſenen ge uur des ſatan gl 1 6 im ſechzehnden Seculo. wie im himmelreich: gieb uns geduld in leidens⸗zeit, gehorſam ſeyn in lieb und ſeid; wehr und ſteur allem fleiſch a blut, das wider deinen willen thut. Gieb uns heut unſer taͤg⸗ lich brod, und was man darf zur leibes⸗noth: b'huͤt uns, HERR! vor unfried und ſtreit, vor ſeuchen und vor theurer zeit; daß wir in gutem frieden ſtehn, der ſorg und geitzes muſſig gehn. All' unſer ſchuld vergieb uns,„ERR. daß ſie uns nicht betruͤben mehr; wie wir auch unſern ſduldigern Äh ſch zuld und feh lbergehe 1 : zu dienen mach u a nherelt; in rechter net und einigkeit. Fuͤhr uns, HErr! in ver⸗ ſuchung nicht: wenn uns det boſe geiſt anficht, zur inken und zur rechten hand; hite uns thun ſtarken wi⸗ derſtand, im glauben veſt und woh zl geruͤſt, und durch der Hei lgen Geiſtes troſt. Vom boͤſem feinde ſins erloͤs! es ſind die zeit und tage boͤs; erloͤs uns von dem ewgen tod, und troſt uns in der letzten noth, be⸗ ſcher uns, HErr! ein ſeligs end, nimm unſre ſeel in dei⸗ ne haͤnd. Amen! das iſt, es werde wahr! Staͤrk unſern glau⸗ ben i immerdar; auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was 297 wir hiemit gebeten han: auf dein wort, in dem namen deun, ſo ſprechen wir das Amen fein. †* 3 470. He elft mir GOtts guͤte preiſen, ihr lieben kin⸗ derlein! mit g' lang und an⸗ dern weiſe n Ihm allzeit dankbar ſeyn, vornemli ch zu der zeit, da ſich das jahr thut enden, die ſonn ſich zu zu uns wenden, das neu Jahr iſt nicht weit. Ernſtlich laßt uns betrach⸗ ten des HErren reiche gnad, und ſo gering nicht achten ſein unzehlig' wohlthat; ſtets fuhren zu gemuth wie Er dis jahr hat 8 en all nothdurft dieſem leben, und uns vor leid be huͤrt, Lehr⸗amt, ſchul, k irch ex⸗ halten in gutem fried und ruh; nahrung fur jun g und alten beſcheret auch darzu: und gar mit milder han nd, ſein gutel ausgeſpendet, ver⸗ wuſtung abgewendet von uns zu ſee und land. Er hat unſer verſchonet, aus vaͤterlich icher gnad: wenn Er uns haͤtt⸗ belohnet all⸗ unſre miſſethat mit gleicher ſtraf und pein; wir waͤren 3 ſt geſtorben, in m lanſcher noth verdorben, dieweil wir ſuͤnder ſehn. Rach Vaters art und treuen, Er uns ſo gnäͤbig N F iſt: el jedermann. — 4—*— ☛Q— n wonne en an dich das denn ge⸗ vonne, d ch hau or D werd i ch ſe — 5* —— 22——— ———— c 4— 2, 2 — SE.—— ——.— B 5— = nug get neck, worte troſ me E 1 6 D ieblich E nich ch für 3 2 2 1 — ſu! me g t 1 U ni lte velch ſchaff n, empfind 0 d i elch A 1 8—* 85 h 2 3 tů 41 ul Tr lrch get Us 12 1 N △——2 N N* — 8— 8 8 N 4———— —2 ——— ſum ſche⸗ 8 d be⸗ dar⸗ hen ſtra in noͤt 1 4 jeuch lb' verzeih uns dort Er all' ſuͤnd' ver⸗ 1 dert die ſtr teht un t. nit wir hab'n erzu 1 — 1 ₰ ſun hmh ben an J „ di 0 t s himmels hut't, a 8₰2 — A ₰ 8 84 8 8 n, — — ⅜&ιρνπ — — 8— —y — 2* — 8 ; laß uns chm es un⸗ und luh. 8 1 5 ad'n, gefahr her plac 1 deim gu 7 9 beh k, daß du uns ge 2 ˙ ht. n ſch ſt * 9 nd r ₰ . 6 ried reuen, glaͤu 1 9 † 4½ 9½ 2 1i da 5 at ſe 1 f daß wir im finſte herzlich o thut lin ), da ſt, ſeel nicht f 4 en in diglich, U 9* iſt gnad u Wol net dich gnaͤt ſrer ſchla 1c fen u 1e en, das dalhſtonn 1 lein die git —— .—— — — — — — — — — — — — —— — — — Er läͤßt d de üin auf Inn tzuiha meimn troſt ud 4¹ Hi daß ih une na doch ei deut. na 5 iſ nwir w des grabes 8 Da ſe ſen Än abe, Punef da ruh hih, d) weiß nich 8 ſhicht, bis dh 1 un 1 Baddſthihe gen, ewoftdew —— — — 1 und ſchwecet ar ge nd. 3s wokl tse — tſ ſhaſſt. dortlieblch ter ren 4¹ Jei un eine fur wic gun 9 2iis ter groß: die heil wen 1— im ſech So ſing ich alle ſtunden in meinem lob⸗gedicht, und ſch hlaf in Chriſti Wuͤnd en, alsdann mir ni ichts gebricht, d Herzenszuverſicht! 475. Mattheſii wiegen⸗ Aiod. Nun ſchlaf, mein liebas kindelein! und thu dein aͤuglein zu, denn GOtt der will dein Vater ſeyn; drum ſchlaf in guter ru Da du wareſt in ſünd⸗ gebven, wie mien ſhen kinder t, und lagſt dazu in GOt⸗ tes zoon, um Adams ſünd und fall: Da ſchenkt Er dir ſein'n lieben Sohn, den gab Er dir in tod; der kam auf erd vom himmels⸗thron, half dir aus aller noth. Ein Kindlein klein ward Er geborn, am creutz ſein bh ut ver goß, damit t ſo ſtillt gr E Ot es zorn, macht' dich von ſü inden los. Hoͤr, was dir hriſ er⸗ worben hat, mit ſeiner mar⸗ lige Tauff, das ſelge Bad, 8 ſeiner Seite floß. Darinn biſt du nun neu⸗ geborn, durch Chriſti wun⸗ den roth: verſchlungen iſt der GOttes zorn, der ſchuld biſt quitt und los. Mit ſeinem Geiſt Er dich auch zieht, aus lauer lieb und treu, der in dein zartes zehnden ☛ Seaulo 289 dich gan Parzeue. Er ldt d dir au 5 ei in⸗ Engelein zu! zutern tag und nacht, dag ie ey deiner wiegen ſeyn, und halten gu⸗ te we acht 4 5* 8 Damit der b oſe fei thei an deinem ſee gen Das bringt dir alles Heil, drum biſt ein kind. Dem vater und der mut⸗ ter dein befiehl it Er dich mi ſleiß⸗ daß ſie dein treue pfle ger ſeyn, ziehn dich zu 681⸗ tes preis. Dazu das liebe IEſulein geſel llt ſich zu dir ſan, wil dein Immanuelgen ſeyn und liebes Bruderlein. Drum ſchlaf, mein liebes kindelein! preis GOtt den Vater dein, wie Zacharies Johannelein, ſo wirſt du ſe⸗ lig ſeyn. Der Heilge Geiſt der ſegne dich, herwahe dich allez zeit/ ſein heilger nam behute dich, ſchitz dich vor allem leid. Ja, Ame n! Amen! das iſt wahr, das ſagt der Heil⸗ ge Ge iſt, geb' GOtt, daß du von jahr zu jahr ein ſelger menſche ſeyſt! 476. Ausm meines her zens⸗ grun⸗ de ſag ich dir lob und dank, in dieſer rNorge n⸗ſtun⸗ de, darzu mein lebenlang, o GOtt! in deinem thlon/ dir N 6 zu 300 zu lob, preis und ehren, durch Ch priſtum unſern HEr⸗ ren, dein'n eingebohrnen Sohn; Daß du mich aus gena⸗ den in der vergangnen nacht vor g'fahr und allem ſcha⸗ den behut haſt und bewacht. Und bitt demuthiglich, wollſt mir mein' ſund' vergeben, womit in dieſem leben ich hab erzuͤrnet dich. Du wollſt auch gnaͤdigli⸗ chen mich b'huten dieſen tag vols keufels liſt und wuͤten, vor ſuͤnden und vor⸗ ſchmach: thu alles, was ich äb mein leib, mein ſeel, mein leben, in deine haͤnde geben; iſt dein n geſchenk und gab. Dein'n engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den ſatan zu ver⸗ treiben; auf daß der boͤs fei nd, hier in dieſer m jam⸗ nerthal, ſeim tuck an mir nneht üͤbe, leib n nd ſeel nicht betrube, und bring mich nicht zumn fall. GOtt will i then, denn Er g anrd ing' ver⸗ mag: Er ſegne meine tha⸗ ten, mein fuͤrne hm'n und mein' ſach. Denn ich Ihm heimgeſte ellt meinen leib, me a1 ſeel, mein leben, und was C Er mir ſen 1 geben: machs, h la 1 ſſen ra⸗ Er wie s om gefaͤl dtk. Darau fſo ſ orech ich Amen, Ind zwe ifle 11 icht daran, GOtt wird uns all zuſam⸗ men J Ihm wohlgefallen ,8 4 n lan. . nr nh tor unn Iün Evangeliſche Lieder b Drauf ſtreck ich aus neir hand, greiff an das wetf mit freuden, dazu mich G Ott beſcheiden, in meinn beruf und ſtand. 477. Das walt mein 69 ¾ Vater Sohn und Hei⸗ ger Geiſt, der mi c) erſchaf fen hat, mir leib und ſai gegeben, in mutterleib dar leben, geſund ohn all had. Ach treuer GOTder d dein'n S hn aus'm ſin⸗ nels⸗thron⸗ fuͤr mich gegedn in tod; der fuͤr! mich iſt ge⸗ ſtorben, das himmelreiche⸗ worben, mit ſeinem theuten blut. Dafuͤr ich d zens⸗grund mit; mund lobſinge und danke dir m deine wohlt hat und ſpat, fuͤr um All' tritt und n Sttes 51 1 rh 1 gegen mit gluͤcke, heil un ſe gen, mein! Ldirr belſa ſag ni ni it. All' mein arbeit in 6Ot tes! nam'n was ich fang am⸗ gereich zur nutzoartet. Mei in leib, mel in ſeel melh 1 mil ge⸗ lebe 11 und was du wigkel t geben, lob' dich in ew 499.0 — — —— — g. Dos nät ua Dater Szr e er Geſſ deuhe ſen hat, mi thn gegeben, in vun eden, geſand. ſhad. Ach trewer oih du deirneiham — melsthron ſäe in tod; derſän ſorden das rme worben, mit ſine blut. Dafur ichde zens⸗grund unn mund lodſiwenn und dankedaſt deine wohlht und ſat ſr A tüit m G Ottes nanknde⸗ Han! theil mi n nit und koman gegen nit li ſegen wei di ap much tes nandwött gereic', ſ — — . hh leben, n 14 A V geben bi im ſechzehnden Seculo. 478. O 6OTD! ich thu dir danken, daß du, durch deine guͤt, mich haſt, vors teuſels wanken, in dieſer nacht behüt; alſo daß er mich fein hat muſſen laſſen ſchlafen, und mir mit ſeinen waffen nicht konnen ſchaͤd⸗ lich ſeyn.. An meinem geiſt mich ſtaͤrke, ſowol auch an dem leib, daß ich mein's amtes werke mit allen freuden treib', und thu, nach meiner pflicht, ſo viel als mir befoh⸗ len, bis daß du mich wirſt holen zu deinem hellen licht. Mein g'ſichte mir verlei⸗ he bis an mein letztes end, und gnaͤdig benedeye die ar⸗ beit meiner hand; daß ich nicht nur was hab' fuͤr mich in ſchweren zeiten, ſondern auch armen leuten kan geben eine gab. Erhalt mir leib und le⸗ ben, ſo lang es dir gefaͤllt: und thu mir, HErr! nur geben den ſchatz in jener welt, ſo gilt mir alles gleich, und bin gar wohl zufrieden, ob ich gleich nicht hienieden bin vor den menſchen reich. O HErr! hilf mir vol⸗ lenden die ſaure lebens⸗zeit, thu mir dein huͤlſe ſenden: und ſey mir ja nicht weit, wen 2 ich heim ſchlafen geh; auf daß ich friedlich fahre, und mit der Chriſten⸗ſchaare zum leben auferſieh! 301 479. Ich dank dir, lieber HErre ꝛc. has walten deine wun⸗ den, o du mein GOtt und HErr! die nacht iſt nun verſchwunden, den tag mir auch gewahr, warum ich dich thu bitten und auch dein will' mag ſeyn: leit mich in deinen ſitten, und brich den willen mein. Den glauben in mir ſtaͤr⸗ ke, Bater! an JEſum Chriſt, auf gnad', ohn alle werke, weil Er geſtorben iſt: du wirſt mirs nicht verſagen, weil du verheiſſen haſt, daß Er mein’ fuͤnd' wird tragen, mich loͤſen von der laſt. Die hoffnung mir auch giebe, die nicht verderben laß'; dazu ein' treue liebe zu allem, was mich haß', daß ich ihm guts erzeige, ſuch nicht darinn das mein, und lieb es als mein eigen, nach all dem willen dein. e, zeigt haſt uͤberal, deitn na⸗ men will ich preiſen, der du allein 302 allein biſt gut; mit deinem leib mich ſpeiſe, traͤnk mich mit deinem blut. Dein ſey allein die ehre, dein ſey allein der ruhm, dein blut der rache wehre! dein ſegen zu uns— bis wir in fried einſchlafe n! mit gnaden zu uns eil; gieb uns des glaubens waffen vors teufels liſtgem pfeil! 480. Jn GOttes haunen wallen wir: ſein huͤlf und gnad begehren wir, des Vaters guͤt behut uns heut, bewahr auch unſer ſeel und leib. Lyr. Chriſtus ſey unſer Ge⸗ leitsmann, und bleibe bey uns auf der bahn: Er wend' von uns des feindes liſt, auch was ſein'm wort zuwi⸗ der iſt. Der Heilge Geiſt auch ob uns halt', mit ſeinen gaben mannigfalt; Er troͤſt und ſtaͤrk uns in der noth, und fuͤhr uns wieder heim zu GOtt. Kyr. 481. N laßt uns GOtt dem 1 HErren n dankſagen und hm ehren, von wegen ſei⸗ 3 gaben, die wir empfan⸗ gen baben; Den leib, die ſeel, das le⸗ ben hat Er allein uns ge⸗ ben: dieſelben zu bewahren, th zut Er nicht etwas ſparen. Evangeliſche Lieder hrung giebt Et den Na leibe. die 5 ele muß uns eiben; wiewol totl iche wunden ſi ind kol um jen bon der ſunde. 3 gegeben, n machen feili der ſelber 51 65 leben: Chriſtus, für uns geſtorden gintit hat uns das heil erworden. e unn naSein wolh,ſ in'tauff,ſein m ſaen nachtmahl dient wider alug nit lenn unfall: der Heilge Geig, nüatiagt im glauben, lehrt uns da⸗ inda u auf verltanen. trRag Durch Ihn iſt uns ber⸗ frulöie geben 9. e ſu d, geſchentt ann das leben: im himmel oln wir haben, 5 ot ble groſſe gaben!(abah Wir bitten deine git Nea wollſt uns hinfort be Pten. irets die groſſen mit t den kle ähn. Pnr zer. du kanſts nicht boͤſ meinen. an a Erhalt uns in der wahr un iti heit, gieb ewigliche fteyheit, uußz zu preiſen deinen nameg, uia durch IEſum Chriſtun, am Amen. Ww 1 dane h 8 2. räeten Err 68tt! nun ſehg⸗ af, preiſet! wir ſagn n du h groſſen dank, daß du in ins e. haſt geſpeiſet, und gebgg aaan eimn guten trank, dein m⸗ Mu digkeit zu merken, und un. aza ſern glauben zu ſtärken, dur n du ſeyſt un ſer G8tt. a Alſo wollſt all eit naͤhrenm mn Hérr! uuſfe ſel und geiſtann durch Chriſtum anz bekeße fara ren, und in Im 1 Lieder dahrung gig 8: die ſe 18) ün:; wiemol 1 Ein Art ſtm b 1 eelber in 1 vriſtus, ſ fübn uns 1 uns das hal fn Sein wott ſed ach tmahl 21 1n en unfall: den m dn den, bi tu auf detttaun. Duuch Ihn h geden die fün, das leben: iu hmn wir haben, ch groſſe gaden. Wir dite ken w. wollſt uns anna dee groſen nün du kanſts rictie 6 u 1I heit gie an T zu preiſen d dehn durch Jei! Amen. 8 Err GOtl rreiſt, 1 6 groſen dan haſt beil einrn guten un il un V n glaubnne 5 atu öniege — — — Abo wolite f Erk! enſeſ ehe ren, V P. 19 im ſechzehnden Seculo. feiſt; daß wir nicht hunger leiden, in ſein'm Verdienſt uns weiden, und leben ewig lich. L 4683 Luf mich dein ſeyn und bleiben, du treuer GOit und HErr! von dir laß mich nichts treiben, halt mich bey reiner lehr; HErr! laß mich nur nicht w ante n, gieb mir beſtaͤndigkeit: da⸗ fur will ich dir danken in alle ewigkeit. 484. Komm her zu mir, ſpricht GOttes Sohn, all', die ihr ſeyd beſchweret nun, mit füͤn den hart beladen! ihr ungen, alten, frau und mann, ich will euch geben, was ich han, will heilen eu⸗ ken ſchaden. Horet u nd merkt, ihr lie⸗ ben kind! die itzut nd 6Ott ergeben ſind: Laßt euch die muh nicht reuen, halt't ſtets am heilgen Gottes⸗ wort, das iſt eu'r troſt und hoͤch⸗ ſter hort; G2. Ott wird euch ſchon erfreuen Nicht ber ihr um uͤbel gebt, ſchaut, daß ihr hie un⸗ ſchuldig lebt, laßt euch die in angaffen: gebt GOtt die rach und alle ehr, den engen weg geht immer her, Pdn wird die welt ſchon rafen 303 Wenn es gieng nach des fleiſ ſches neutſ in gunſt, ge⸗ ſundheit, groſſem gut, wuͤrd't ihr gar bald erkal lten: dar⸗ um ſchickt GOtt die truͤbt ſal her, damit das fleiſch ge⸗ zuͤchtigt werd, zur ewgen freud erhalten. Und was der ewig guͤt'ge GOtt in ſei inem wort ver⸗ ſprochen hat, ge ſchwor'n bey ſei inem namen, das haͤlt und giebt Er gwiß furwahr: de 1 helf u! ns, 311 dh obern ſchaar, durch Jſu m Chri⸗ ſtum, Amen. 485. 8 akum betruüͤbſt du dich, mein herz! bekümmerſt dich und traͤgeſt ſchmerz, nur um das zeitlich' gut? ver⸗ trau du deinem HErrn und GOtt,! der alle ding erſchaf⸗ fen hat! Er kan und will dich laß⸗ ſen nicht, Er weiß auch wohl,was dir gebricht; him⸗ mel und erd iſt ſein: mein Vater und mein HErre GOtt, der mir beyſteht in aller noth. Weil du mein GOtt und Vater biſt, dein kind wirſt du verlaſſen nicht, du vaͤtet⸗ liches herz! ich bin ein ar⸗ mer erden⸗ klos„ auf erden weiß ich keinen troſt. Der keich' verlaͤßt ſich auf ſein gut, ich aber will ver⸗ trau'n meinm GOtt; ob ich gleich werd' veracht't, ſo ſo weiß 304 weiß ich und glaͤub veſtiglich, wer GOtt vertraut, dem mangelts nicht. Ach, GOtt! du biſt noch heut ſo reich, als e biſt g'weſen ewiglich: mein ve 3 trau'n ſteht ganz zu dir. Mach mich an meiner ſeelen reich, ſo hab ich gnug hier und dort eidiglich Der zeitlich'n ehr will ich gern entbehrn; du wollſt mir nur das ewge gewaͤhrn, das du erworben haſt durch deinen herben bittern tod: das bitt ich dich, mein HErr und GOtt! Alles, was iſt auf dieſer well es ſey ſilber, gold, oder geld, reichthum und zeitlich gut, das waͤhret nur ein' kleine zeit, und hilft doch nicht zur ſel igkeit. Ich dank' dir, Chriſte, GSttes Sohn! daß du mich ſolchs erkennen lan, durch dein goͤttliches wort: ver⸗ leih mir auch beſtaͤndigkeit zu meiner ſeelen ſeligkeit. Lob, ehr und dank ſey dir geſagt fuͤr alle dein' erzeigte moh lthat! Ich bitt' demu⸗ thiglich, laß dmich nicht von deinm angeſicht verſtoſſen werden ewiglich. 486. Ich heb mein' augen ſehn⸗ lich auf, und ſeh die berge hoch hinauf, daß mir mein GOtt vons h immels⸗ thron mit ſeiner hulf zu ſtat⸗ ten komm. Evangeliſche Lieder Der treue Huter Jftal bewahret dir deiwn leib und ſeel; Er ſchlaͤft nicht, wedar tag noch nacht, wird auh nicht mude von der wacht. Vor allem unfall gnaͤdig lich der fromme GOtt he⸗ hutet dich: unter den nſchat ten ſeiner gnad biſt du gie chert früh und ſpat. Kein uͤbels muß begegnen dir, des HErren hut iſt dafür; in gnad bewahttek eine ſeel vor allem leid m ungefaͤll. Der Hörr dein'n aut⸗ ———— 4—— ÿ———= ——. ———— — —— gang ſtets dewahl, ung 9 und ſteg geſund, d ſpal, bri ing dich zu haus in ſeinm geleit, von 8 e bis in ewigkeit. Non G8t un ich 3 i te düih laſſen, demn r b uM nicht von mi ir: fuͤhrt mi 3 auf rechter ſtraſen da ic ſonſt irret' ſehr; mir ſeine hand, den abem als den morgen thut Er vit wohl verſorgen. ſey wo ich woll im land. b Wenn ſich der menſcen 6dt hulde und ſwohithara al ver⸗ kehrt; ſo findt ſich 69. gar balde, ſein' macht und gnad gewäͤhrt und hi hüſtans aller noth, errettrveuſn und ſchanden, und von wehag an wenns auch waͤr der tod. Auf Ihn wil ill ich vertrauen in meiner ſchwelen zit n ſän n kettet im Lieder Der tre güt atet dich: unem en ſinet gudi hert ſüh und ſ Kein iüels wi 6 9 di, des Hetmn nie dafür; in nad has deine ſeel dor at ungefall. gang tets de 1 und ſteg ge geſund bring dich zu bau geleit, von mnd i N Vrn di 63 1T laſeen dm nicht von vi 1 auf rechter ſi ſonſtite der ie mir ſeine hand als den moty ath wohl vruna woll in lan. Wenn ſt 3 hulde mns kehrt; ſo— gal dade 9 Ar d auch dt 1 Auf hruane, in melne nrig dahte dir den Der Den u im ſechzehnden Seculo. kan mich nichts gereuen, Er wendet alles leid; Ihm ſey es heimgeſtellt: mein leib, mein ſeel, mein leben ſey GOtt dem HErrn ergeben; Er machs, wie's Ihm ge⸗ aͤllt! Es thut Ihm nichts ge⸗ fallen, denn was uns nuͤtzli ch iſt. Er meints gut mit uns allen, ſchenkt uns den HEr⸗ ren Chri ſt, ſei nn allerliebſten Sohn: durch Ihn Er uns beſcheret, was leib und ſeel 35 tähret lobt Ihni ins hiin ls thron! ne odt Jhn mit herz und munde, welchs Er⸗ uns bey⸗ des ſchenkt! das iſt ein' ſelge ſtunde, darinn man ſein ge⸗ denkt; ſonſt verdirbt alle de die wir zubring'n auf erden, wir ſollen ſelig wer⸗ den u und bleib'n in ewig⸗ Die ſeel bleibt unverloh⸗ ren, geführt in Abrahms ſch vos, der leib wird neu ge⸗ bohren, von allen ſünden los, ganz heilig, rein und zart, ein kind und erb' des HErren; daran muß uns nich irren des teufels liſtge ar Darum ob ich ſchond dulde hier widerwaͤt iokeit, wie ich auch wohl verſchulde: koͤmmt doch die ewigkeit, iſt aller freuden voll; dieſelb', ohn einigs ende, dieweil ich Chriſtum fenne mir wieder⸗ fahren ſoll. 305 Das iſt des Vaters wille, der uns erſchaffen hat, ſein Sohn, hat guts die fuͤlle er⸗ worben und genad, und GOtt der Heilge Geiſt im glauben uns regieret, zum reich des himmels fuͤhret: Ihm ſey lob, ehr und preis! 488. In dir ir freude in allem J leide, o du ſuͤſſer dSſu Chriſt! durch dich wir ha⸗ ben himmliſche gaben, der du wahrer Heiland biſt. Drum wir dich ehren, dein lob vermehren mit hellem ſchal⸗ le, freuen uns alle zu dieſer ſtunde, Hallelujah! Wir jubiliren und triumphiren, lieben und loben dein macht dort oben, mit herz und mun⸗ de, Hallelujah! 489. Mei ein'm lieben GOtt er⸗ geb ich mich gaͤnzlich, weil Er ſo vaͤterlich allzeit ſich gegen mich erzeigt, und zu helfen iſt ſo geneigt. Er ſpu cht: Ich will dich nicht verlan, ruff in der noth getroſt mich an. Ach GOtt! wie iſt mein glaub ſo ſchwach, ſo will das fleiſch auch nicht hernach! Das geſetz ma hnt ohn un⸗ terlaß, bald zorwennt dis, bald forderts daßs. und meine kraͤft' ſind viel zu ſchwach, dem guten will'n zu ſetzen nach. HErr 306 HErr GOtt! mein' ſchuld bekenn'’ich dir, ach, geh nicht ins gericht mit mir! nimm JEſum, n einen Burgen, an, denn Er all ein bezahlen kan. Auf Ihn ſetz ich mein heil und tröſt, der mich mi ſe nm blut hat erloſt; ich weiß kein a andte grechtig⸗ keit, 0 GOtt! denn dein' barmherzigkeit, Die mir der Heiland hat erworb'n, da Er fuͤr mich am creutz geſtorb'n: Sein Opfer wolſſ d du olehen an, und mich ſeins Tods genleſ⸗ ſen lan; Daß ich durch Ihn, der ſuͤnden frey, in d.5 mreich, ſein mit⸗erbe ſey, und dir, mit dem himmliſchen heer, alzzeit ſinge lob, preis und ehr. O. Mer GOtt vertraut, hat wohl gebaut, im him⸗ mel und auf erden; wer ſich verlaͤßt euf IEſum Chriſt, dem muß de dimmel werden⸗ darum 8 dich l' hoffnung ich ganz veſt und ſteiff thu ſetzen, HErr JEſu Ch riſt! mein ntroſt du biſt in aller noth und ſchmer⸗ zen. Und wenns lleich waͤr dem teufel ſehr und aller welt zuwider; dennoch ſ biſt du JEſus Chriſt, der all' ſchlaͤgt darnieder: 1 wenn ich dich nur hab mich, mit deinem Geiſt! — ⸗ e⸗ 2—ꝙ— — — Evangeliſche Lieder gnaden; ſo kan, fuͤrwaht, mir ganz und gar wed'rt m noch teufel ſhaden n. Dein troſt ich mi an ſicherlich: dam ü lm mir wo ohl geben, was mi iſt not th, du treuer GOtt in dieſm und jene mnleben. Gieh wahre keu, neu', errette le ach hore, HEn begehr, und l len. nicht ſehl 5* diß n nein 1 ein' bi ß mei AS 56 17, das geſcheh allze will' der iſt der beſte: zu helfen denn Er iſt bereit die an Shn glaͤr uben veſte. E. hiltt aus noth der fronme Gt, und zuͤchtiget mi maſſen. Wer G8ti bel⸗ traut, veſt auf Ihn baut den will Er nicht verlaßfen. G O TT iſt mein woß mein zuverſicht, m mein hoß⸗ m 6 und u tein leben as Pp⸗ 2 de chicht, will ich me ceud ſtreben: ſein wort iſtwahl⸗ denn all' me in haareu ber hat gezehlet nd wacht, t tracht t auf daß un fehlet. 1 Und ſoll ich ſund'r bon ☛ — 4 4* dieſer welt ſcheiden nad GOttes willen, zu melnen GOtt: wenns Ihu gen will ich Ihm halten ſcl Mein'’ arme 5 ic GOü befehl, in 1 mei d: mein herz el el⸗ ib und ſel 1 — ſhn hen hl 1 unba 2 bam ad u ole Hen be ꝛgehr, und dc Jj ua nicht ſehlen. Ml. Wo nen d dasgect will der ſt d helſen deyn mmi 3 Ihn gläͤuden hilft aus nüh V Gdt tt, und h maſſen. Wa 4 traut, beſt auiſ den wil an Soed mein' zuverſchn tuung und meak mein GOtt d geſchich wilc ſtred den. fenn 1ba denn al' weind der hat palt: 1 und watt, ft 8 jfdäe 3 „ n bl dieſer 11 3 4 GOttes buiss 5 1 dDe. du Mein ain i . dej fehlemt innant, —— 6 tlac ſehler gehl rt, dem win im ſechzehnden Seculo. GOtt! ſuͤnd, de: o frommer du mir höll und tod haſt überwunden. Noch eins, HErr! will ich bitten dich, du wirſt mirs nicht verſagen: wenn nich der boſe geiſt an ſicht, laß mich doch nicht verzagen! hil ſteu I1 u 10 wehr, 9 GO Akt, mein HErr! zu ehren dei⸗ nem namen. Wer das be⸗ ds gewaͤh kt, drauf ſprech ich ſrolich: Amen. Ma ag ich ungluͤck nicht wi⸗ der ſiah n, muß un ngnad han der welt fuͤr mein recht⸗glauben: ſo weiß ich doch, es in mein' kunſt Otts huld und gunſt, die nn man mir erlauben. 6Ott iſt nicht weit, ein⸗ b nlein zeit Er ſich verbirgt, bald ſind erwuͤrg gt, die mich ſeins worts berauben. Richt, wie ich o lI, itzl ind mein' kach, weil ich bin ſchn bach 5 und Gott mie h furcht laͤßt krven ſo weiß walt bleibt be i; iſts alerdeſt, das weit⸗ lich muß erſchn vinden. Das ewge gu macht rechten muth: dah ey ich bleib, was ig gut und leib GOtt helf mir üͤberwi nden! All' ding' ein' weil, ein ſpruͤchwort iſt, HErr IEſu Lhriſt du wi iſt mir ſtehn — iten, und ſehen auf das ngluck mein, als waͤr es 307 dein, wenns wider mich thut ſtreiten. Muß ich denn dran auf dieſer bahn; welt, wie du willt, GOtt iſt mein ſchild, der wird mich wohl begleit en. F* * 493. Hed RR! der du gnad und huͤlf verheißt, GOTT Vater Sohn und Heilger Geiſt, du heiligſte Drey⸗ Einit Pei erbarm dich dei⸗ ner Chriſtenheit, erbarm dich, HErx, du treuer GOtt, erbarm dich, HErr, in aller noth!. Wir bitten dich, o Baten⸗ hoch, um Chriſti willen hilf uns doch: durch ſein’ Ge⸗ burt, Blut, Schweiß und Noth, durch ſeine Wunden, Creutz und Tod, auch Nufer⸗ ſtehn und Himmelgang, hilf uns all unſer lebenlang! Verleihe, daß bey reiner lehr auch GOttes lieb ſich bey uns mehr', daß man bn jugend wohl erzieh, all aͤr⸗ heimif und ſuͤnden flieh: hilf, daß mit ſchanden unter⸗ gehn die deinem worte wi⸗ derſtehn. Laß die Regenten insge⸗ 8 m ſorgfaͤltig ſeyn in ih⸗ amt; dis Oori igkeit an uunſenan ort beſchutz und ſegne Pm erturt: 6 heltam friedlich regiment, all wah⸗ res ungluͤck von uns wend. 1 Al' denen, die in noͤthen ſeyn, mit rettung, huͤlf und troſt 388 troſt erſchein, zerbrich das joch, nimm weg die laſt, die Du nicht aufgeleget haſt: durch deine allmacht, guͤt und treu von plag und drangſal ſie befrey. O JEſu Chriſte, GOttes Sohn, o IEſu Chriſt, du Gnaden⸗thron, o JEſu Chriſt, du GOttes⸗Lamm, das aller welt ſuͤnd' auf ſich nahm! erbarme dich, hoͤr unſte bitt, erbaume dich, gieb deinen fried! 494. HErre GOtt! in mei⸗ ner noth ruff ich zu dir, du hilfeſt mir: mein leib und ſeel ich dir befehl in deine haͤnd, dein'n engel ſend, der mich bewahr, wenn ich hinfahr aus dieſer welt, wenn dirs gefaͤllt. „O JEſu Chriſt, geſtorben biſt am creutzes⸗ſtamm, du GOttes-Lamm! dein wun⸗ den roth in aller noth, dein theures blut, komm mir zu gut; dein leid'n und ſterb'n mach mich zum erb'n in dei⸗ nem reich dein'n engeln gleich.—. O Heilger Geiſt, ein Lroͤ⸗ ſter heißt, an meinem end dein'n troſt mir ſend, verlaß mich nicht, wenn mich an⸗ ſicht des teufels g'walt, des tods geſtalt. O HERR, mein Hort! nach deinem wort, wollſt du mir geb'n das ewge leb'n. Evangeliſche Lieder 495. groſſer GO TT bon macht, und reich vongi⸗ tigkeit! willt du den men⸗ ſchen⸗ ſtand ſtrafen nach billigkeit! Vielleicht nh⸗ ten noch leute ſeyn, die thaͤ⸗ ten nach dem wilten dein; drum wolleſt du verſchonen, nicht nach den werken loh⸗ nen. O groſſer GOtt von that ſchau, wie die arme erd bon deiner mildigkeit ſich einen wunſch begehrt: der'r mo⸗ ten etwa zehen ſeyn, die thaͤten nach dem willen dein drum wolleſt du verſchonen, nicht nach den werten loh⸗ nen.. O groſſer GOtt von h⸗ iſt ja das maaß erfuͤllt der ſünden, daß du drob den garaus machen wilt: ſo möchten noch die kinderlein thun nach dem rechten wi⸗ len dein; drum woleſt du derſthonen, und nicht nach inden lohnen. ſ Doch groſſer GOtt von treu! weil vor dir niemand gilt, als dein Sohn Jeſtt Chriſt, der G Ottes zotn ge⸗ ſtillt: ſo ſieh nur an die Wunden ſein, ſein' Marter, Angſt und ſchwere Pein, un ſeinetwillen ſchone, Knd nicht nach ſuͤnden lohne! 496. 69. — — S — —— ——— — —— 2 —— ————— ———— ———— —— 9 7 63 64 4 ! 5 1 84 f Js M Lieder 495. naht udniän N ate 1 „Ogroſer Gdtne hau,wie deae deiner mibdigken wunſch begehet: de. ten etwa zehen g thaten nach dnwe drum woheſt am nicht nach dam nen. „O ghoſer dd iſi ja das wage ſünden, daß an garaus machgn mochten noch uie thun nach den i len dein; dame⸗ derſchonen, me ſunden lohnen. Doch groſe 3 treu! wei vann ilt, als den A Lri der Gdn ſtilt: ſo ſim Wunden ſeinm. Angſtund ſha ſeinetwilen ie nict nat üra⸗ 1' 14 im ſechzehnden Seculo. 496. Gott hat das Evange⸗ lium gegeben, daß wir werden fromm: die welt achtt ſolchen ſchatz nicht hoch, der mehrer' theil fragt nichts darnach. Man ruͤhmt das Evange⸗ lium, und will doch niemand werden fromm: fuͤrwahr man ſpott't den lieben G Ott, noch ſprechen ſie, es hat kein“ noth.. Die welt will ihr nicht laſſen wehren, an GOtt's wort will ſich niemand kehr'n. Wo iſt die bruder⸗ liche treu? die welt iſt vol⸗ ler truͤgerey. Darum komm, lieber HErre Chriſt! die creatur verdroſſen iſt, zu dienen ſolcher eitelkeit; ſo komm nur, und verkuͤrz die zeit! 4927 Herr JEſu Chriſt! ich e, ſchrey zu dir, laß du mich ja nicht ſtecken; ach hilf, mein Allerliebſter! mir, ſchlaf nicht, laß dich erwe⸗ cken: niemand iſt, der mir helfen kan, kein' ereatur ſich mein nimmt an, ich darfs auch niemand klagen. „HäErr JEſu Chriſt! du biſt allein mein' hoffnung und mein leben: drum will ich in die hulde dein mich ganz und gar ergeben. O HErr! laß meine zuverſicht auf dich zu ſchanden werden 309 nicht, ſonſt bin ich ganz ver⸗ laſſen. HErr IEſu Chriſt! das elend mein thu gnaͤdiglich anſehen: durch die heilgen fünf wunden dein, hoͤr mein gebet und ſlehen, welch's, tag und nacht, mit angſt und ſchmerz, zu dir ausgeußt mein traurigs herz; ach laß dichs doch erbarmen! HErr IEſu Chriſt! das glaͤub ich doch aus meines herzens⸗grunde, du wirſt mich wol erhoͤren noch zu rechter zeit und ſtunde: denn du haſt mich noch nie ver⸗ lan, wenn ich dich hab ge⸗ ruffen an; deß ich mich herz⸗ lich troͤſte.. HErr IEſu Chriſt! eini⸗ ger Troſt, zu dir will ich mich wenden: mein herzleid iſt dir wohl bewuſt, du kanſt und wirſt es enden. In deinen will'n ſey es geſtellt, mach's, lieber GOtt! wie dirs gefaͤllt: dein bin und will ich bleiben. 498. Ach GOtt! thu dich er⸗ barmen, durch Chriſtum deinen Sohn, uͤb'r reich⸗ und uͤber armen, hilf, daß ſie buſſe thun, und ſich ein jed'r erkennen thut! Ich fuͤrcht’, GOtt hat gebund'n ein ruth: Er will ſie da⸗ mit ſtrafen, die hirten mit den ſchafen, es wird Ihm kein'r entlauffen. Ott 310 ruffen durch ſeine treue knen cht, unſt' ohren ſind ab'r nicht offen; datu m geſchicht uns recht: ſein⸗ ſtraf hat itzt dis, itzt das lal nd, ich fuͤr cht'/ ihr'r ſind mehr vor der hand; GOtt woll ſie von uns wenden und ſeine gnad uns ſenden! es ſteht in ſei⸗ nen haͤnden. Es g'ſchehn groß wunder⸗ zeichen, noch ſchlaͤgt man alls in wind, die ſie ſollten erweichen: ſo gar ſind ſie verblendt! daß ſie erkenn'n die wahrher it nicht; die uns itzt GOtles wort bericht't, daß wir uns daran kehrten, Und 9 ine gnad begehrten, nicht ſo dawider ſperr'ten. G Ott eil tgewi iß zu mende, das zeigt all' ereatur, Er wird komn men behende, deß hab'n wir ſchon figur. Das glat ubet der goltloſe nicht, der wol in ſeinem hhezen ſpricht: es kan noch la zeit waͤhren, wir woue ſchlemmn und zehren; der teuſel thut ſie's lehren. Die w 21 laͤßt aun nicht abe. bas wild⸗vielkopfig⸗ thiet, man trag ſie denn zu grabe: es wird geſchehen ſchier Der teufel hats Dd⸗ hin gebracht, daß man GOtt und ſein wort veracht't, fragt nichts nach ſein'm ge⸗ huteen Treibt ateuc mur ein otte, ſagt wol, es ſey kein G Otte. 4 Evangeliſche Lieder GOtt hat uns lang ge⸗ Die axt iſt ſchon geleget dem baum an ſeine wulz als uns der Taͤuffer zeuget, ins feuer muß er kurg Wohl dem! der es zu her⸗ zenn vln it, und wacht, wenn ſein Erloſer koͤmmt, liebt al lezeit das gute; der wid ſeyn wohl behutet ja vor der höllen⸗glute. Chriſtus ſein propheceye iſt nun erfullet gar: en jeder merk dabene und nehm ſein eben wahl, daß er ſen leben anders fuͦg„und Chei⸗ ſtum in ſein herze krieg. Niemand weiß, weiche t de, ſpricht GOtt aus feme munde, die welt wir 9 z grunde. Solch's allet iſt berhor⸗ gen, in der gottloſe finn, das ſi jeht me n alle morgen, wie ſaͤufft t welt dahin, daß ſie nur k e dus el lit gut, das ewge ge ſie vergeſen thut, daran will niemand denken, thut leib und dfel verſenken, manch Chre riſten thut es kraͤt afen. GOtt hat in ſeiner hut all', die da ſind erweckt el⸗ kaufft mit Chriſti blute, der⸗ am creutz ausgeſtrech ft, da Er uns all erloſet hat von teufel, ſund und ewgen tod, iſt ſelbſt ſt fur uns geſtorden les Vaters huld erworben, ſonſt waͤr'n wir all' verdol⸗ ben es lied ſey itzt geſungen zu troſt der Chriſtenheit, be & ¾ 3 — d agang 1 1 66 S— — — — — — — — ſ Lieder Die axt it ſch u daum hn Uns derauffr à ſeuer m g dohl dem! da nnimat udna in Ellöſer tam deit das gahe en wohl daug er höllen⸗gau. Chriſtus ſi ſt nun aaſuhct eeder metk dabege —— —— — — — 8 n 1 ſtum in ſen dan Niemand weifme de ſpricht Götan munde, die wn⸗ zu grunde. Solchs alich gen, in der gatn das ſieht mmam wie ſauft deme daß ſie nur tigi gut, das ewheſ thut, darm uln denken, thot i. derſenken, nant thut es kkantin GOtt hat en al',die da ſcem Er uns dleahan 3 ſ färwe teufel im wa im ſechzehnden Seculo. alten mit den jungen; und wem ſein ſund iſt leid, der bitt GOtt allezeit um gnad, daß er nicht mehr in ſuͤnden wad': GOtt helf uns allzu⸗ ſammen, zu kobe ſeinem na⸗ men, durch JEſum Chriſtum, Amen. 499. Du Friede⸗Furſt, HErr JEſu Chriſt! wahr'r Menſch und wahrer GOtt; ein ſtarker Nothhelfer du biſt im leben und im tod. Drum wir allein im na⸗ men dein zu deinem Vater ſchreyen. Gedenk, HERR! itzo an dein amt, daß du ein Fried⸗ Furſt biſt, und hilf uns gnaͤ⸗ dig alleſamt itzund in dieſer friſt. Laß uns hinfort dein gottlich wort im fried noch laͤnger ſchallen. Verdienet hab'n wir alles wohl, und leiden's mit ge⸗ duld: doch deine gnad groſ⸗ ſer ſeyn ſoll, denn unſer ſund und ſchuld. Darum ver⸗ gieb nach deiner lieb, die du veſt zu uns traͤgeſt. Erleucht' auch unſern ſinn und herz, durch den Geiſt deiner gnad, daß wir nicht treiben draus eimn ſcherz, der unſern ſeelen ſchad'. O JEſu Chriſt! allein du biſt, der ſolch's wohl kan aus⸗ richt b 4 31 * 5 500. Serzlich thut mich verlan⸗ gen nach einem ſelgen end, weil ich hie bin umfan⸗ gen mit truͤbſal und elend. Ich hab luſt abzuſcheiden von dieſer argen welt, ſehn mich nach ewgen freuden, o IEſu! komm nur bald. Du haſt mich ja erlöſet von ſünd, tod, teußl und holl, es hat dein blut geko⸗ ſtet, drauf ich mein' hoffnung ſtell: warum ſollt mir denn grauen vorm tod und hoͤll⸗ ſchen g'ſind? weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein ſelges kind.. Wenn ich auch gleich nun ſcheide von meinen freunden gut/ das mir und ihn'n bringt leide: doch macht mir das auch muth, daß wir in groͤſſern freuden zuſammen werden komm'n, und blei⸗ ben ungeſcheiden, im him⸗ meliſchen thron. Nun will ich mich ganz wenden, zu dir, HErr Chriſt! allein; gieb mir ein ſeligs ende, ſend mir dein' enge⸗ lein, fuͤhr mich ins ewge le⸗ ben, das du erworben haſt durch dein leiden und ſter⸗ ben und blutiges verdienſt. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, HErr JEſu Chriſt! den ſchwachen glau⸗ ben ſtaͤrke in mir zu aller friſt. Hilf mir ritterlich ringen, 312 ringen, dein' hand mich hal⸗ te veſt, daß ich mag froͤlich ſingen das P. annitolnc) eſt. 501. enn mein ſin ndlein vor⸗ handen iſt, und ich darf 3 mein' d aſſe, ſo g'leit d mich HErr IEf u Chriſt! hulf mich nicht verlaſſe: nt T ſeel an meinem letzten end, be⸗ fehl ich, HErr! in deine haͤnd, du w virſt ſie wohl bewahren. Wollt mich die ſuͤnde kraͤnken ſehr, und das ge⸗ doͤchtniß plagen, denn il hr iſt viel, wie ſand am meer; ſo will ich nicht ve rzagen, gedenken will Lich an deinen tod, HErr JESll! deine wunden rath die werden mich erhalten. Ich bin ein glied an dei⸗ nem leib, deß troͤſt ich mich von herzen; von dir ich un⸗ geſchieden bleib in todes⸗ noth und ſchmerzen: was auch hier ſirbt das ſtirbet dir; ein ewges leben haſt du mir durch deinen tod er⸗ worben. Weil du vom tod erſtan⸗ den biſt, mein leib im grab nicht bleibet: mein hoͤchſter tro⸗ t dein' auffahrt iſt, to⸗ es⸗furcht die ereeßed denn wo du biſt, da komm ich hin, daß ich ſtets bey dir leb und bin. Drum fahr ich hin mit freuden. Evangeliſche Lieder S fahr ich hin zu Jei riſt; mein' armt na ausſtrecken: ſo ſo ſchlaf ichen und mein c das kein wenſch aufwecken: i IEſus Chri iſtus, GOt Sohn, ihm wird diehir mels⸗ thuͤr aufthun, a fuͤhrn zum ewogen leben. 502. in wuͤrmlein bin ichan und klein, mit hode⸗ noth umge ben, keirn un weiß ich in mark und bein terben und im leben⸗ rab im! daß! du ſelbſt, HErk Jeil Chriſt! ein armes wunmten d worden bi ſt. L4; mich nur an dir bleiben. Gedenk, HErk! an! dea tnn —= — ——— ““ ſ theuren eid, den du elſt thn haſt geſchworen: So waht on du lebſt von ewigkeitichtmn V Ihad. nicht ſeyn verlohren, ich ten nicht kommen ins gelt un d den tod ewig ſſ ſhm⸗ 4 uüt. dein heil wi irſtdum zelglch Gtt laß nir en leuchte ſeyn dein wolt 8 ewgen keben⸗ Ein ſelhe ende mir verlei h, ich rit mich dir ergeben, und kanen dir, mein Hoir und GDit denn du verlaͤß'ſt in feiner uthr die deiner huͤlfe val⸗ kenörauf will ich nun hefth⸗ len dir mein, ſeel in er haͤnde. Ach treuet 69 ſteh veſt bey mir, —„——z 5*—— ———— ————— —— — —= E——— ——— — — ————— ——= mels⸗thür . Wh Ein wuemlen e und ſlei, u noth umgeben, 1 weiß ich m vane im ſterden udi daß du ſelſ ſ. Chriſt! eiamt worden bſſ. z. nur an dirlen Gedent, hh jtheuren ed n haſt geſchwer du lebſt von nicht ſeyn! nicht komw und den to G 4 M icht; dinhar — b den dir men⸗e c dan um 3 „nothy diede im ſechzehnden Seculo. Geiſt nicht von mir wende; und wenn ich nicht mehr re⸗ den kan, ſo nimm mein letz⸗ tes ſeußßen an: durch JE⸗ ſum Chriſtum, Amen! 503. Herr IEſu Chriſt! ich weiß gar wohl! ich muß von hinnen ſcheiden: wenn aber das geſchehen ſoll, und was ich werde leiden, dem koͤrper nach, das weiß ich nicht; es ſteht allein in dein'm geſicht, du weißt mein's ſker⸗ bens ende. Und weil ich dann, wie dir bewuſt, durch deines Geiſtes gabe, an dir allein die beſte luſt in meinem herzen habe, und g'wißlich glaub', daß du allein mich haſt von ſünden g'waſchen rein, und mir dein reich er⸗ worben: So bitt ich dich, HErr IEſu Chriſt! halt mich bey den gedanken, und laß mich ja zu keiner friſt von dieſem glauben wanken, ſondern dabey verharren veſt, bis daß die ſeel aus ihrem neſt wird in den himmel fahren. Kans ſeyn, ſo gieb, durch deine hand, mir ein bedaͤcht⸗ lich ende, daß ich mein' ſeel, * fein mit verſtand, befehl in deine haͤnde, und ſo, im glau⸗ ben, ſanft und froh, auf mei⸗ nem bettlein oder ſtroh, aus dieſem elend fahre. Wenn du mich etwa auf 313 dem feld, durch raub, auf fremder grenze, in waſſers⸗ noth, hitz oder kaͤlt, oder durch peſtilenze nach deinem rath wollt'ſt nehmen hin; ſo richt mich, HERR! nach meinem ſinn, den du am beſten kenneſt.. O HErr! hilf mir, in leibes⸗pein, zu leidlicher beſchwerde, gieb mir, in⸗ dem ich ſchlafe ein, ein ſaͤu⸗ berlich' geberde, und daß ich wie ein licht vergeh, HErr! durch dein bitter todes⸗ weh, das du fuͤr mich em⸗ pfunden. Jedoch ich dich nicht leh⸗ ren will, noch dir mein end vorſchreiben, ſondern dir allweg halten ſtill, bey dei⸗ nem wort verbleiben, und glaͤuben, daß du, als ein Furſt der Treue, ob mir halten wirſt, es ſey denn, wie es wole. Derhalben ich in meinem ſinn mich dir thu ganz erge⸗ den, denn, ſieh! der tod iſt mein gewinn: du aber biſt mein leben, und wirſt mein'n leib ohn alle klag', das weiß ich g'wiß, an deinem tag zum leben auferwecken. 504. Ac⸗ lieben Chriſten! ſeyd getroſt, wie thut ihr ſo verzagen, weil uns der HErr heimſuchen thut? laßt uns von herzen ſagen: die ſtraf wir wohl verdienet 9 han. 314 PEvangeli han. Solchs muß bekennen zedermann, niemand darf ſich ausſchlieſſen. In deine haͤnd uns ge⸗ ben wir, o GOtt, du lieber Vater! denn unſer wandel iſt bey dir, hier wird uns nicht gerathen. Weil wir in dreyr hutte ſeyn, iſt nur en nd, truͤbſal und pein; bey dir der freud wir warten. Kein' frucht das Wweitzen⸗ körnlein bringt, es fall denn in die erden: ſo muß auch unſer ird'ſcher keib zu ſtaub und aſchen werden, eh er koͤmmt zu der herrlichkeit, die du, HErr Chriſt! uns haſt bereit't durch de inen gang zum Vater. Was wollen wir denn fuͤrchten ſehr den tod auf vieſer erden? es muß ein⸗ mal geſtorben ſeyn. O! man iſt hie ge weſen, wel⸗ cher wie Simeon ein ſchlaͤft, ſein' ſund erkennt, Chriſtum ergreifft: ſo muß 8 ſelig ſurden Dein' ſee lbedenk, bewahr dein'n leib, laß GOtt den Pater ſorgen: ſein' engel deine waͤchter ſeyn, behuten dich vorm Argen. Ja wie ein' henn' ihr“ kuͤchelein be⸗ deckt mit il 8 flüͤgel ein: ſo thut der 3 Err uns armen. Wir wachen oder ſchla⸗ fen ein, ſo ſind wir doch des HErren; auf Chriſtum wir getauffet ſeyn, der kan dem ſatan wehren. Durch Adam, ſ ſche Lieder Ceſ iud hihr uns nen albe noth: drum loben wir den HErren. 505. Ich will die welt verlaſſn ich fahr dahin mein ſtra ſſen, ins ewge vaterland; mein'n geiſt w dü ich aufg ben, dazu mein le eib und l⸗ be en ſetzen in GOtt es gnaͤdge hand. Mein; zeit i iſt nut det, der ſchlaf de end det, der tod i winn: Feinble werden n, nat da nn nd freud ich fahr dahin. Auf G GO Itt ſte eht mein he⸗ tran len, eein ang' ſcht wil ich ſchauen, wal hrlich durch JE ſum Chriſt, der fur mich iſt geſtorben, des Vaber huld erworben, n mein? Nitt⸗ ler Er auch worden ſſ. Die ſuͤnd mag mirn ſchaden, er ruſtäni i m gnat den umſonſt, durch chEhe. ſti blu Kein werk! korant miezu toinnen; ſo wil ich zu Ihm kommen allein durch wahren glauben gut. Ich bin ein unnutz k z kech⸗ teſ. mein thun iſt viel ſchlechte, denn daß ich Ihm bezahl damit das ewhe le⸗ ben: umſonſt will Er mirs eben und ni ihtnachn mein'n verdienſt und wahl. ſos. Jc — 7 — 1 1. 19 , do the 1 Liede uns könmt ſius La ſen 6 1 th: deum ad Erren. ſahe di nuſe, ins eren einen geſſtn nüg en, dazg! deik ahe en ſezen in Gd and. Miin zeitim, et, der ſchlfie nat der i ſr oinn: keins let⸗ dden, das ew den derden, mit tar d ſahr dahin. rAuf GDttſtht rauen, ſeii aſ ch ſchauen vut Kiun Cheied geſtorben, N. M „juld erwolben m el L. auch wad Dee ſinu h haden t elüiu — madem unſoſte 4 blut. Ken nn zu ſtommen, u JIhu kouanch 1oalden dnmm eiun ben: mii 3 A geben und A vrdeni Md 2 b 3 ziel. muͤh und Ala Wenn im ſechzehnden Seculo. 505. Ech hab mein' ſach GOtt J heim geſtellt, Er machs mit mir, wie's Ihm? getaͤllt. Wil Er, daß ich hie laͤne ger leb„nicht wi ber ſreb'— ſein n'mn willen ich mich ganz el geb'. M nl'ze it und ſtun 110 1 ſt, wenn ehten tt will, ich ſchreib Ihm nicht vor maap noch Es ſind gezehlt all' hätehn alff iple me in, r den willen 11 ſein. Es iſt allhier ein jan imer⸗ thal, angſt, noth und truͤb⸗ ſal uͤberall; des bleibens iſt ein' kleine zeit, voll muͤhſe⸗ igkeit, und wel's bedenkt, iſt immrit im ſtreit. Ich hab' hie we enig guter tag', me in kaͤglich brod iſt n mein GOtt will, ſo will ich mit hinfahr'n in ſried: ſterb'n iſt mein g'winn und ſchadt mir nicht. Und ob mich ſchon mein ſund auficht, de moh will ich verzagen nicht: ich weiß, daß mein getreuer 60& fur mich in tod ſeinen lieben Sohn gegeben hat. Derſelbe mei in HErr JE⸗ ſus Chriſt für all mein ſund geſtorben iſt, und auferſtan⸗ den mir zu gut, der höͤllen glut geloͤſcht mit ſeinem theuren d. Dem leb' und ſterb ich allezeit, von Ihm der bittre 315 tod nicht ſcheidt: ich leb⸗ oder ſterb', ſo bin ich ſein, Er iſt allein ver einge Troſt und Helfer mein. Das iſt mein troſt zu al⸗ ler zeit, in allem creutz 1n trau 84* rigkeit: ich we! iß, D9 ich an ſeinem tag, ohn ad5 klag, werd auferſtehn aus meinem grab. Mein lieber, frommer, g treuer GOtt all mei in ge⸗ bein bewahren thut: da wird nicht eins vom koͤrper mein, ſey groß od'r klein, umkommen noch verlohren ſeyn. Mein'n lie ben GOtt bon angeſicht werd ich ang ſchaun (dran zweifl' ich nicht) in ewger freud und ſeligkeit, die mir bereit: Ihm ſey lob, preis in ewigkeit! O J IEſu Chriſte, GOttes Sohi! der du fur uns haſt gnug gethan ach ſchleuß mich in die wunden dein! du bi ſt allein der einge Troſt und Helfer mein. Amen! mein frommea SGttes⸗Schaf!! beſcher⸗ uns all'n ein'n ſel gen ſchlaf: hilf, daß wir moͤgen, allzu⸗ gleich, bald in dein rei ich kanmen und bleiben ewi⸗ glich! 507. In Chriſti wunden ſchlaf J ich ich ein, die machen mich von ſuͤnden rein: denn Chri⸗ ſti Hlat und g'rechtigkeit d dg 8——— kleid; damit will ich vor GOtt beſtehn, wenn ich zum himmel werd eingehn. ** * 3Z3. Es iſt gewißlich eine zeit, da GOttes Sohn wird kommen in ſeiner groſſen herrlichkeit, zu richten boͤs und frommen. Dann wird das lachen werden theu'r, wenn alles wird vergehn im feu'r, wie Petrus davon ſchreibet. 4 Poſaunen wird man hoͤ⸗ ren gehn an aller welten ende; darauf bald werden auferſtehn all kodten gar be⸗ hende: die noch das ſter⸗ bens⸗leben han, die wird der HErr von ſtunde an ver⸗ wandeln und verneuen. Darnach wird man able⸗ ſen bald ein buch, darinn ge⸗ ſchrieben, was alle menſchen zung und alt auf erden han getrieben; da denn gewiß ein jedermann wird hoͤren, was er hat gethan, in ſei⸗ nem ganzen leben. O weh demſelben, welcher hat des HErren wort ver⸗ achtet, und nur auf erden, fruͤh und ſpat/ nach irdiſchem getrachtet! der wird fuͤr⸗ wahr gar kahl beſtehn, und mit dem ſatan muͤſſen gehn von Chriſto in die hoͤlle. O JEſu! hilf zur ſelben zeit, von wegen deiner wun⸗ 316 Evangeliſche Lieder. iſt mein ſchmuck und ehren⸗ den, daß ich im buch der ſe ligkeit werd eingezeichnet funden! daran ich denn auch zweifle nicht; denn du haſt ja den feind gerichrt und meine ſchuld bezahlet. Derhalben mein Fuͤrſpre⸗ cher ſey, wenn du nun wilſt erſcheinen, und lis mich aus dem buche frey, darinnen ſtehn die deinen, auf daß ich, ſamt den bruͤdern mein, mit dir geh in den himmel ein, den du uns haſt erwor⸗ ben. O JEſu Chriſt! dumachſt es lang mit deinem groſſen tage, den menſchen wird auf erden bang' von wegen bie ler plage. Komm doch, komm doch, du Richter geoßl und mach' uns in genaden los von allem uͤbel, Amen. 509, erzlich thut mich erfteuen die liebe ſommel⸗zei wenn GOtt wird ſchon der⸗ neuen alles zur ewigkelt: den himmel und die eiden wird GOtt neu ſchaßfen gan au' creatur ſoll werden gau herrlich, hubſch und klat. Kein' zunge kan erreichen die ewge ſchonheit gro: man kans mit nichts verglii chen, die wort ſind viel u blos. Drum muſſen nut das ſparen, bis an des Ber⸗ ren tag; dann wollen wit erfahren, was GOtt iſtund vermag. Ald — —— —.,— ———— ———— — — — — — — — — — — — — — —— ——— — — — — —= —— —— — — 8 —— ——— — — ——= — — — — Lieder daß ich im dah eit werd aun den daranihdene ie nit; dnne den fein gi lne ſchuld benit Derhalden zin er ey, wemn umn im buche ſtiy, der ehn die deinn 6 uit dir geh in dait n, den du wnaſ en. dJengrä zlang wit deineg age, den wenſchne rden bang vonen et Nage. um omm doch duxte ud mah,g os von allem uü W. FHerzlichturra 1e) die libe ſan wenn GOt vi neuen alls m e den himme m wird Gdttrut al' creaturolden zherrlic düſhn :. Kin ung no die ewee dint ren tagi Uhnag erfahren, nac veruag. p ℳ0 ¹ im ſechzehnden Seculo. 317 Auch wird GOtt endlich alles, was neu gebohren iſt, durch ſein poſaun' mit ſchal⸗ le, in ſeirm Sohn IEſu Chriſt, an ſeinem fleiſch er⸗ wecken zu groſſer herrlich⸗ keit; und uns klaͤrlich ent⸗ decken die ewge ſeligkeit. Er wird uns unſer leben, den leib mit haut und haar, vollſtaͤndig wiedergeben, das iſt gewißlich wahr; und leib und ſeel verklaͤren ſchoͤn hell, gleich als die ſonn: nach luſt, wie wirs begehren, uns geben freud und wonn. Sein' engel wird auch ſchicken der HErr Chriſt, un⸗ ſer Troſt, entgegen Ihm zu ruͤcken, der uns aus lieb er⸗ loſt. Wird uns gar ſchoͤn empfangen mit aller heilgen ſchaar, in ſeine arm' umfan⸗ gen, wird uns erfreuen gar. Da werden wir mit freu⸗ den den Heiland ſchauen an, der durch ſein blut und lei⸗ den den himmel aufgethan; die lieben Patriarchen, Pro⸗ pheten allzumal, die Maͤrt'⸗ rer und Apoſtel bey Ihm, in groſſer zahl. Die werden uns anneh⸗ men als ihre bruͤderlein, ſich unſer gar nicht ſchaͤmen, uns mengen mitten ein: wil werden alle treten zur ſeite IEſu Chriſt, und Den in GOtt anbeten, der unſers fleiſches iſt.. Dann wird der HErr Chriſt fuͤhren, uns die wir Ihm vertraut, mit groſſem jubiliren,zum Vat'r als ſeine Braut: die Braut wird Er ſelbſt kleiden mit ſei⸗ nem eignen ſchmuck, in guͤld⸗ ne ſtuͤck und ſeiden, in einen bunten rock. GOtt wird ſich zu uns kehren, ein'm jeden ſetzen auf ein' guldne kron der ehren, und freundlich herzen drauf; wird uns an ſein' bruſt druͤcken, aus lieb, ganz vaͤ⸗ terlich, an leib und ſeele ſchmucken mit gaben, mil⸗ diglich. Er wird uns froͤlich lei⸗ ten ins ewge paradeis, die hochzeit zubereiten zu ſeinem lob und preis: da wird ſeyn freud und wonne, in rechter lieb und treu, aus GOttes ſchatz und bronne, und taͤg⸗ lich werden neau. Da wird man hoͤren klin⸗ gen die rechten ſaiten⸗ſpiel; die muſica wird bringen in GOtt der freuden viel: die engel werden ſingen, all' heilgen GOttes gleich, mit himmeliſchen zungen ewig in GOttes reich. Kein ohr hat ie gehoͤret, kein menſchlich aug geſehn die freud, ſo denen beſcheret, die GOtt ihm auserſehn. Sie werden 6OTT an⸗ ſchauen von geſicht zu ge⸗ ſicht, leiblich mit ihren augen, das ewge wahre kicht. O 3 Auch - ——— ““ 8 A 3 5 1 7 1 — 4 2 3 3 1 3 1„ 8— 4 3 3 3 3 4 4 1 4 1 1 4— 1 4 4. . 4 1 1 3. 2— V V ——— — ——* ——¼¼%— — 7 8 2 8 3 2 —— Evenoeliſch e Lieder erden ſie erkennen ige Triad, in GOr⸗ brennen; ſe ein nen rath wird allgen. goͤn mMen, iſt u nd hat Hann ch ennen, in GOt⸗ „1 K unn that. ie SDet erfühen in allen, was e heißt: w wird zueign en, u ch, und dl amn ei ger„in Chriſto, it duns ich. eit GO wir werden haid lten ewig nas aben dmahl; die ſpeis 1 wird nich t ve ral⸗ ten auf GOttes tiſch und ſaal: wir werden fruͤchte eſſen vom baum des lebens gut, von brunn⸗des⸗lebens⸗ flufſen trinken zugleich mit GOtt Wir werden, ſtets, mit ſchalle, vor GOttes ſtuhl und thron, in freuden ſingen alle ein neules lied gar ſchon: Lob, ehr, preis, kraft und ſtaͤrke GOtt Vater und dem Sohn, des Heilgen Geiſtes werke ſey lob und dant gethan Ein freuden⸗lied ohn ſchmerzen wird ſeyn und lob⸗geſang, und freud und luſt der herzen, der auser⸗ wehlt en dank. Die freud wird ewig bleiben und nim⸗ 4 ½ nermehr bergehn, viel gro 3 ſchon auf derb Ut s wir glaͤuben, vor werke ſtehn. ni gar dal auß — ewig ſtraſent kan, ter aller ſachen; Er bahn. Dr gan wild bald kuf⸗ Komn it all 411 ihr hoch⸗ gaͤſt! hil 6Ott, dc riht ſchlafen 1, noch eln al lzu neß 2 k ine beſehl vel unr um nen, dem ldin d lbe gehn. GOtt hel elherde 6 ₰ wir haben das le chle 6 zeit⸗kleid de n 9 lauben, ne 4 9 gaben, zu ſcheid geben kec it 8 HErr GOtt! ne gute führ mi ter bahn. 8 Kel, mich b * ehn ite, irre gah n; glauben veſte, in di ſel zeit, hilf, da 15 ſtets kuſte zur ewge n n6⸗ zeit⸗ frend. Hiemit ſen 4 dentsben es wird gark ſen die em gge on 1nel das ewge fahr herſſe u ¹ GOtt geb' in di leſenn daß wir der fruͤcht gun 1 ſen; Amen, das welle wahr! Evange⸗ Veds me wi 1 4 8 dit im wette tke ſehe drui 33 uih. 54 Kuu uene Al utgal mn widd mu 1. Kornant a N ahj t gaͤſt! hitf ed. t nicht ſchlala,, lunnenn ln Der Kouig an nnen, de eäatet ehn; wer wri Punr a⸗ Agehn. Gte rhamn dm kleid, d den ghen gaben ugint eid! HErr Gdth dil füh uie bahn. fen d hehate i dehn 6 8 rſſ 9 9 bib d rüſte zrae ⸗ dand . vil u ndis fi oheftu fühe uld er he ndie ewee 1 5 eloge tae Ott t itn un dn de im ſiebzehnden Seculo. 319 Evangeliſche Lieder vom ſiebzehnden Seculo. 510. (Edas alle weisheit in 8 J der welt, bey uns 2 hier, kaun m kan lal⸗ len, das laͤßt GOtt, aus dem himmels⸗ jzelt, in alle welk, erſchalln, daß Er alerae Koͤnig ſey, hoch üuber all goͤtter, groß, maͤchtig, freu 85 lich, fromm und treu, der Frommen Schutz und Ret⸗ ter, Ein weſe ſen, Drey per⸗ ſonen. GOtt Vater Sohn und Heilger Geiſt, heißt ſein hochheilger: name; ſo kennt, ſo nennt, ſo 11 ihmt und preiſt Ihn der gerech te ſaa⸗ GOtt Abrah am, GOtt Ff aac, GOtt J Jae ob, den Er liebet, J HErr Zebaol th, der nacht: ind kag leib und ſeel gutes s gie bet, und kein kind⸗ 46 ein betr uͤbet. 51I. GOtt V eer. nimm mich in deine hut: GOtt Sohn! dach mich mit dei⸗ nem blut: GOtt Heil per Heiſt: er keucht⸗ mich, daß in himmel komme h. 512. Mein GOtt und Vater ſegne mich; der Sohn erhalte gnaͤdigl ich„was Er mir hat gegeben; der Geiſt erleuchte tag und nacht, und ſchuͤtze! mir mein leben! Nur dieſes wunſch ich fuͤr und fuͤr: der friede GSttes ſey mit mir! 513. 85Ott ſey dant in aller welt! der ſein wort be⸗ ſtaͤndig! haͤlt, und der ſünder Troſt und Rath zu uns her⸗ geſendet hat. Was der alten vater chaar hochſter wunſch und 6 hnen war, und waz ſie ge⸗ pionheeyt; iſt erfuͤllt mit herrl ſchkeit. Zions Huͤlf und Abrahms Lohn, Jacobs Heil, der Aungran Soh Mader ohl 35 ygeſtammte Held hat ſich treulich eingeſtellt. Sey willkommen, o mein Heil, dir Hoſanna, o mein Theil! richte du auch eine bahn dir in meinem her⸗ 5 an: Zeuch du Ehr en⸗ Koͤnig! ein, es gehoret dir alein; mach es, wie du gerne thuſt iſt, rein von allem ſunden⸗ wußt Und gleichwie dein' zu⸗ kunft war voller ſan nftmuth, ohn gefahr: alſo ſe ey auch jederzeit deine ſ ritn uth mir bereit. 4 Tü 6 ſte, 320 Troͤſte, troͤſte meinen ſinn, weil ich ſchwach und bloͤde bin, und des ſatans ſchlaue liſt ſich ſo hoch an mir ver⸗ mißt. Trit den ſchlang entzwey, daß ich, a ſten frey, dir, in g um und an, ſelig bl gethan. Daß wenn du, o Lebens⸗ Fuͤrſt! praͤchtig wieder kom⸗ men wirſt, ich dir moͤg ent⸗ gegen gehn, und vor dir ge⸗ recht beſtehn. 85814. ie zeit iſt nun ganz freu⸗ denreich, zu lobe GOt⸗ tes namen, daß Chriſtus von dem himmelreich auf erden zu uns kommen. Es iſt ein' groß demuͤthigkeit, daß GOtt vom himmel bey uns leit; die Menſchheit ange⸗ nommen, in allem, ohn' die ſund, uns gleich. willkom⸗ men, BErr GOTT vom himmelreich! In JEſu namen, Amen! 515. rmuntre dich, mein ſchwa⸗ cher geiſt, und trage groß verlangen, ein kleines Kind, das Vater heißt, mit freu⸗ den zu empfangen! Diß iſt die nacht, darinn es kam, und menſchlich weſen an ſich nahm, dadurch die welt mit treuen, als ſeine Braut, zu freyen. en⸗kopf ler ang⸗ auben, 1g 3177 be zu⸗ 6 Evangeliſche Lieder Wilkkom'n, o fuͤſſer Br tigam! du Koͤnig aller ren, willkomm'n, o JE GOttes⸗Lamn! ich wl dein lob vermehren, ich wit dir all mein lebenlang von herzen ſagen preis und dan, daß du, da wir verlohren 7 für uns biſt Menſch gehoh⸗ ſ ren. Iſt doch, HErr JEſu deine Braut ganz arm und voller ſchanden, noch hal du ſie dir ſelbſt vertraut an ereutz, in todes⸗handen. Ni ſie doch nichts als uberdruh uch, unflat, tod und fiuſſer⸗ niß; noch darſſt du ihren⸗ wegen den zepter von die egen. O liebes Kind, d ſüſer Knab, holdſelig von geber⸗ den, mein Bruden den ih lieber hab, als alle ſha am erden! Komm, Schouſter in mein herz herein, koum eiligſt, laß die krippe ſeyn komm, komm, ich will be zeiten dein lager dir kelel⸗ ten, 516. Fene euch, ihr Chriſte alle! freue ſich, wer iin⸗ mer kan; GOtt hat vielan uns gethan: freuet euch rit groſſem ſchalle, daß Er uns ſo hoch geacht, ſich mit un⸗ befreundt gemacht. Frende⸗ freude, uber freude! Gri⸗ ſtus wehret allem leibe: wonne, wonne, uber uus Lieder im ſiebzehnden Seculo. Kilkontnoiſen ne! Er iſt die Genaden⸗ 321 verlangen, bricht den kopf um! du Kund onne. der alten ſchlangen, und zer⸗ wiltonun,, JESll, wie ſoll ich dir ſtort der hollen reich. Ntes⸗ Lu daren ich bekenne, daß Unſer kerker, da wir ſaſ⸗ lod werwehe Pe vondüt meine ſelit gkeit her⸗ ſen, und, mit ſorgen ohne alr ren eme ruͤhr; ſo laß mich von dir merſen⸗ uns das herze ſelbſt zen ſage mau nicht wänken⸗ nimm mich abfraſſen, iſt entzwey, und dn, da wir uh dir zu eigen hin, ſo empfin⸗ wir ſind frey. un Jast det hers und ſinn freude, O der geſegneten ſtun⸗ freude zc. de, da wir das von herzens⸗ R doch, orgx, JESll, nimm dich dei⸗ grunde glauben, und mit ne Braut gmen ker gli leder ferner in gena⸗ unſerm munde danken dir, ler ſhande, a den an: ſchenke, was man o IEſulein! ſie di ſibſtuna bitten kan, zu erquicken dei⸗ Sthanſes Kindlein in u in udsian ne bruder: gieb der ganzen dem ſtalle, ſey uns freund⸗ doch rihte Chriſten⸗ſchaar friede und lich, bring uns alle bahin, unfat wm ein ſeligs gahr, freube, da mit ſüſſem ſchalle dich freude ꝛc. 517. Dommt und laßt uns Chri⸗ ſtum ehren, herz und der engel he eer erhoͤht! 518. Wir chrn ten⸗leut hab'n d liedes 40* izund freud, weil uns m hobdſlg ne fn ꝛen zu Jon kehren; ſin⸗ zu troſt iſt Chriſtus Menſch uein daih get froli ich, aßt euch hoͤren, ge oen„ hat uns erloſt: r hahasan werthes volk der Chriſten⸗ wer ſich deß tröſee, und en! dun heit! dlähtets veſt, ſoll nicht wer⸗ nein her, e Suͤnd und hölle mag ſich den verlohren. ſt, laß det grämen, tod und teufel mag Ein⸗ wunder⸗freud! GOtt m, 1 u ſi c ſc men; wir, die unſer ſelbſt wird heut von Ma⸗ men naba heil annehmen, werfen allen ria ein wahrer Menſch ge⸗ kummer hin. bohren: ein⸗Jungfrau zart Sehet! was GOtt hat ſein Mutter ward, von Si. gegeben ſeinen Sohn zum GOtt dem HErr en ſelbſt da⸗ mnt uo, h ewgen leben; dieſer kan und zu exkohren. ale fruſt will uns heben aus dem Die ſund' macht leid, an, Gohiee b. ns himmeis freud. Chriſtus bringt freud, weil V zxt inn Seine ſeel iſt uns gewo⸗ Er zu uns auf dieſe welt iſt ſa ißal ens gen, lieb und dund hat Ihn kommen; mit uns iſt GOlt R git en gezogen, uns, die ſatänas nun in der noth: wer iſt, 1 betrogen, zu beſuchen aus der uns als Chriiten kan ver⸗ dand gen der hoͤh. dammen? au ke Jacobs ſtern iſt aufße. Drum ſag ich dank mit 1 gangen, ſtillt das ſehniiche dein geſang Ehriſto dem L O 5 HErrn, 322 HErrn, der uns zu gut Menſch worden, daß wir durch Ihn nun all los ſeyn der ſuͤnden⸗ n⸗laſt und untraͤg⸗ lichen birden Hallelujah! gelobt ſey GOtt! angen wir all aus unſers herzens grunde: denn GOtt hat heut gemacht ſolch fpend, der wir vergeſ⸗ ſen ſoll'n zu keiner ſtunde. 5 19. Num⸗ jauchzet all', ihr inen i ieſer gna⸗ den⸗ on weil unſer Heil iſt kommen, der HErr der herr⸗ lichkeit: Er will hier ſeine macht und majeſtaͤt verhuͤl⸗ len, bis Er des Vaters wil⸗ keni im leiden hat vollbracht. Ihr armen und ele nden, in bieſer gnadel 1zzeit! die ihr an allen enden muͤßt ha⸗ ben angſt und leid: ſeyd dem noch vohlgemuth, laßt eure lieder klingen und lo⸗ bet GOtt mit ſin⸗ gen: der iſt eur hoͤchſtes Gut. Er w ird denn auch er⸗ ſcheinen in ſeiner herrlich⸗ keit, und all eur klag' und weinen verwandelen in freud; Er iſts, der helfen kan. Halr eure lampen fertig, ſeyd ſeiner ſten ts ge⸗ waͤrtig; Er n ſchon auf der bahn. 520. Fleuten euch zugleich, Arme nd Reich'! euch iſt der Mann gebohren, welchen, Evangeliſche Lieder aus miad, uns meuſhenm 1' gut, hat GOtt ſelbſt audel⸗ kohren. b Sehet, wie fein das Kin delein in der krippen thut liegen! Es iſt der Helh drr dem die welt und die engel ſich biegen. 521. Wie mag ich nur im her⸗ zen trautig ſenl! freuen ſich doch. de lieben enxelen daß die allerhei⸗ ligſte 2 N eſlaͤt aus GDr⸗ tes thron in unſer ſteiſch herabe geht. Dr um dank ich d ir, hel⸗ liedes I LEſulein! daß 1 biſt wol rd'n mein liebſtes 24 Bruͤderlein: gieh meinem herze en freud und troſt denr durch dein blut, aus aller noth, ſind wir erl doſt Gar herzlich bitt ich dich lieb's Bruͤderlei in! uihn auch hinfort in meines ſer zens ſchrein; thei if mira auch mit die ſchoͤnen gaben deicn und nimm mich endlich u den himmel zu dir ein. Koͤn mmſt du nun, vom hi umel auf erden l himmel und erde vereini werden? 1 Ewiger GOu! kan dich mein jammer n nd noth brit ingen zu menſchen⸗ berden? 98 Was ich in Adam u und Eva durch lierben verlo Ejſa — — 8— Leeder hnad, m . 1VNd ſheuſc 11 9* „dat Gdtreuit u ſiebzehnden Seculs ten. MRüſtza haſt du mir den Seculo. 323 Seehet, wir pese leben un nir, JEſu! Vurs ſu, di M ie ſein den nd leiden erfohrenz g dil, nur⸗ dir, dir leb ich ein in der n dt guti ger GOtt! al gadlz allein:: auf dich ir zen! En fnat ja mmer und n oth el lle nen 1 auf; ich, 11 lein⸗ en halein 84 b V 6 die welt u da di gebohrer noet ſich, ich ein. Eu. ſchlaf — ige gu te ged nur iz t di na 2 3 Ri 41 3 5 lt 6 Ule F Rie mnl dn lhe dur des Se vii te D Paſedie nacht da mir lag ih me ligen ſchranken hei⸗ G dienen des groſſen I n Hlh en: bis wir be 3Ottes freundlichkeit ſſen 1 in uma Sa, ohne notdie n bey Kind, dem o blichkeit; das Ah Uen ſich fah g, amm de age en 2 die ſch dod n und tod, ewig in freude 9 nee er nene be 5 afe engel die⸗ ein, daß d danken. dir ne punkelh gt licht in mei⸗ de Mazeſät Welt⸗ lelheit: und dieſes uun un 52⸗ 1a Led eidin und iiſße un in un 523. weicht hunl Dimamels⸗licht dge In ffeue mich in dir, und nen nicht. dert tauſend ſon⸗ ds run datſze mein Viſe dich wi llto mmen, In dieſem Lichte kanſt t JWſalin ha att lebſtes IEſu llein D ſel gen 1 d48 li ichte k auſt du t,woldn nnt haltdirs vorgenommen mein ſeligkeit;: dlicht der klaren l derſein: gi Bederlein. zu ſeyn: Ach mond uun ſtern ſonn und“ zen ſtead uone ein ſuͤſer ton! wie à. elle n vergehen, kc dne freunde l lich ſieht Er aut wie ger ich nach nicht gar lan —) dein bat, u leht El aus 4 1⸗ h 8 llls 9*0p e G ¹ Ott 9 4S au 849/ der ll zeit; dild dief 68 L chs trſind wirai Got. 4 45 2 dn! mit Htamn ſche zin 6 51 Lic 8 Gat hetzlch i ſein 4 ſe mn kt d d ne: N 96 it mel un 5 dein? 95 14 him⸗ vs Wrudatbe: Pll, iits 9 kſtat, Orum, J llles ſehn. Mäͤdelba n eines augn ln 1ul 1 JE Sll d hinfort um muß es menſcen 4 n nun Weihnachis⸗S onne ſhſte ſhrein hr allerjoch neltgenesa n; del le mich mit de lebeſtt ahhe .dis ſthe 8 Fet 1 hſte GO 1 deit lic einer gunſt! 1 2 t die ſchogen freundlich be ſpricht in licht ſeu meine d riunm nite gar ein ahlein nite in, wird na chts⸗wonne, und weih⸗ himmel zwnd heiß t Kei Ames Kind und mich die weihn und lehre 3 mein JEſulein. une wie ich aeipnarhes⸗funſe 72 4 wie ſ lieblich! klit lgt E p † mir ſo l, und ſey blhse walld 2 maſt dum ſchallt Er in de 9 freud weihnachts⸗ damt dung Er kan dur ohren! e voll! ont han und Hal 69 urch ſta hl und etz f enden l liebſt e jeſſn bohren, das 525. unel und cht⸗ le Jſuleim n. Wer JE⸗ H eute gehe aus ſeine kan 6 s ſu in kecht er 2 ½6 JE m 44* am⸗ Iden? Ert 8 e ren it, der ſt er GOttes Held, oer . 21 nicht, w enn tirbt di e we lt lU; der R dich wenn er JEſum fei ſt ſtirbt, ſo bald jammer. teißt aus auem th beingen g3 Welten n unt. Men nſh. G6OST wird un, ſo will ich mich G⸗ 3 Jttes di menſch zu gute: 3 dinD Oab ve bi not en an dich Wing fonte o JEſu halt Vas ii in ſoute g„JEſu halten, und ſi a ducc daten ſend alefch die die welt in 133 ſich un unſerm blute. b ucken ſpalten. OJ orden unſer Hen ber men ſchen nſer Heil ein O 6 leinen greul/ waͤr 324 waͤr Er nicht Menſch wor⸗ den; haͤtt Er luſt zu unſerm ſchaden, ey! ſo wuͤrd unſte buͤrd Er nicht auf ſich laden. Er nimmt auf ſich, was auf erden wir gethan, giebt ſich an, unſer Lamm zu wer⸗ den, unſer Lamm, das für uns ſtirbet, und bey GOtt, fur den tod, gnad und ſried erwirbet. Nun Er liegt in ſeiner krippen, rufft zu ſich mich und dich, ſpricht mit ſuſſen lippen: Laſſet fahrn, o lieben Bruder! was euch quaͤlt, was euch fehlt, ich bring al⸗ les wieder. Die ihr ſchwebt in groſ⸗ ſem leiden, ſehet! hier iſt die thur zu den wahren freuden: faßt Ihn wohl, Er wird euch fuhren an den ort, da hinfort euch kein leid wird ruhren. „Wer ſich fuͤhlt beſchwert im herzen, wer empfindt ſei⸗ ne ſünd und gewiſſens⸗ ſchmerzen; ſey getroſt, hier wird gefunden, der in eil machet heil die vergiften wunden. Die ihr arm ſeyd und elende, kommt herbey, fuͤllet ſrey eure glaubens⸗haͤnde: Suſſes Heil! laß dich um⸗ fangen, laß mich dir, meine zler, uuverruckt anhangen. Meine ſchuld kan mich nicht druͤcken, denn du haſt meine laſt all auf deinem rücken. Ich bin rein um Evangeliſche Lieder deinetwillen, du biſt gnu ehr und ſchmuck, mich drein einzuhuͤllen. Ich will dich mit ſleiß be⸗ wahren: ich will dir leben hier, mit dir wil ich fahren mit dir willich endlich ſchwe⸗ ben, voller freud, ohne zil⸗ dort im andern leben. 4·526. Bleib hier, mein Himne⸗ — reich und alle meine Luſt, mir ſey nun auſfer dir ſonſt keine luſt bewuſt! Du muſt mein eigen bleiben, und mir die lange zeit verkurzen und vertreiben, mit deinen lieblichkeit. Seſen Kin neues Kindelein iſt uns * heut gebohren, hat uns wiederbracht den ſchein we⸗ chen wir verlohren. Sin⸗ get dieſem Kindelein: Lit⸗ lichs JEſulein, laß mich gan dein eigen ſeyn, lieblichs IEſulein Das liebe Kindelein iſtan erden kommen, weil dermel⸗ ſchen noth und pein uüen⸗ hand genommen. Singet. Es bringt uns al's ſit ſich, was wir wuͤnſchen ko⸗ nen, heilt den alten ſchlan⸗ gen⸗ſtich und die franten ſinnen. Singet tct. Es macht uns GOtt zum Freund, will uns von dem boͤſen, welcher uns zu fiun⸗ zen meint, ewiglich erloſen. Singet ꝛc. 8, D 2 ———— —y=y= 4 it 5 1 — 1 —— = — — — — = 1 volke rmi Rtim andern l 42,53. 2 leid hiet,ni A teich und Mn 2. mlr ſey nn g 8 lteinelhitenj a(nein igatet a die lange uig a dertreter, A lihteit 67 d n neues Kinan heut gehezra a derbtachdat 8e vir berbhn deſem Krhee JEſilen n X I digen ſan fulen ſasliheKt toumadi n noth und 1 A. doenoume.?, 3 being u80 Trn en ta; 1 d hatt en. Sni — und, dlmn n, vllteui naint, euie im ſiebzehnden Seculo. S52a98. Das neugebohrne Kinde⸗ lein, das allerliebſte IEſulein, will unſer treuer Heiland ſeyn, und uns be⸗ freyn von aller pein: Es will uns reiſſen aus dem ſpott, aus aller krankheit, angſt und noth, erretten von dem ewgen tod; verſohnen mit dem hoͤchſten GOtt. 529. Schau doch, Er ſaß in feinem thron von ewig⸗ keit gar eben, GGtt von Btt war der Menſchen⸗ Sohn, mit mazeſtaͤt umge⸗ ben: nu liegt Er in der krippen, und muß von einem Maͤgdelein gehaben und ge⸗ tragen ſeyn, getroſt't mit ih⸗ ren lippen. 530. Gebohrn iſt uns der heil⸗ ge Chriſt, der's weibes⸗ ſaamen iſt, ein HErr zu aller friſt, wie man im Moſe liſt. JESuls iſt ſein goͤttli⸗ cher nam, aus Vaters ſchoos Er kam, und iſt Abrahams ſaam, ein reis aus Davids ſtamm. Er iſt des Vaters bild und ſchein, der Jungfraun Kind allein, der Hoheprie⸗ ſter rein, und GOttes Laͤm⸗ melein. Er traͤgt all unſre pein und ſchuld, leidt armuth mit geduld, erwirbt uns GOttes huld: ſein' hand der Vater fuͤllt. 32 · Den rechten ſegen bringt Er mit, am ereutz Er fuͤr uns litt;, beym Vater uns vertrit, immerdar fur uns bitt. Mit ſeinem Geiſt troͤſtet Er uns nu; Er ſchenkt uns fried und ruh, ſein' g'tech⸗ tigkeit dazu: in Ihm leben wir nn. b Er iſt der ſtarke GOttes⸗ Held, der ſich zu uns geſellt, und uns in dieſer welt in ſei⸗ ner hand erhaͤlt. O ewges Wort, geſalbter Chriſt, der du fleiſch worden biſt, fuͤr uns bluts⸗troͤpflein ſchwitz ſt, zu GOttes Rech⸗ ten ſitzſt!— Bewahr dein erb'in ereutz und noth, durch dein geburt und tod, angſt, blut und wunden roth: biſt du doch wahrer GOtt. Zerſtoͤr den ſatan durchs gericht: er iſt der boͤſewicht, der ſtets dein' kirch anſicht, dich in die ferſen ſticht. Rett' du dein ehr, erhalt dein wort, gieb fried, ver⸗ ſtand hinfort, dämpf ketze⸗ rey und mord, unſer Mitt⸗ ler und Hort! 531. O ber kan voch gnug er⸗ grunden, daß diß Kind als Menſchen⸗Sohn man ſollt in der krippe finden, und nicht in ein's konigs thron, daß die Mutter aller ehren in ein'n ſtaue muß gebaͤhren! 73 2. Wir 326 532. ir ſingen dir, Imma⸗ nuel, du Lebens⸗Fulſt und Gnaden⸗Quell, du Him⸗ mels⸗Blum und Morgen⸗ ſtern/ du Jungfraun⸗Sohn, HErr aller herrn! Hall. Wir ſingen dir in deinem heer, aus aller kraft„lob, preis und ehr, daß du, o lang gewunſchter Gaſt! dich endlich eingeſtellet l huf. Vor andern hat dein hoch begehrt der hirt und konig deiner heerd, der mann, der di ſo wohl gefiel 3 me un er dir ſang auf ſaiten Kehrſt du ſo in n ſdu frem⸗ de ein? dunael und erde iſt ja dein Der 8 geſchoͤpf kleidet, kal iſt du blos, der ewge Vat'r auf menſchen⸗ ſchoos! Bedarfſt du einer mut⸗ ter⸗bruſt, der du das ge⸗ ſchoͤpf naͤhren muſt? Du wickelſt die welt wie ein buch, und man wickelt dich in ein tuch. Nun biſt du da, da liegeſt du, nimmſt in der kripp dein bißgen ruh. Du biſt der Heyd 1 Troſt and Li bit, ſuchſt ſelber troſt, und finoſt ihn nicht. Du biſt der urſprung al⸗ ler freud, und duldeſt ſo viel herzeleid. Du biſt der ſuſſe Menſe ſchen⸗Freund/ doch 55 dir ſ0 viel menſchen find, Ich liebe uich dot nich ſo diel, als ich dich gerne Evangeliſche Lieder lieben will: he erz, und was es kan, w wit du in gnaden nehmen an. Haſt du doch ſelbſt dich ſchwach gemacht, erwehlteſt was die welt tvelacht, walſt alm und duͤrſtig, nahmſt vorlieb da, wo der mange dich hintrieb. Haͤtt' 3 nicht auf mir ſünden⸗ ſchuld, haͤtt ich kein theil an dein der huld: ver⸗ geblich wäͤrſt du mir geborn tn, wenn ich nicht war in in Gdr tes zorn. So faß ich dich nun ohne ſcheu, du machſt mich ales jammers frel y, du 3 agſt den Beue du wuͤrg jſt den tod bel⸗ kel hrſti 1 frel 1d all augſt und noth. Du biſt mein Ha undt in⸗ wiederum bin ich de ein glied und eigenthum; ich ſo viel dein Geiſt mi dir dienen, wie es d liebt. Ich will dein Ha aleun hier den ſeelen ſleiſſig ſingen fuͤr; und dort in deit rni =g E SSS ren⸗ſaal ſoll's ſah chaleen ohſe zeit und zahl: Hallelujah! 533. Wie e ſoll ich dich empfan gen, 8 wie ea ich dir? o aller welt Vel⸗ langen, o meiner ſeelen Ziel! Mein herze ſoll dir gi ün in ſtetem! lob und plel 3, Unl deinem namen dienen, ſo gu es kan und weiß. Pas mein aenke Lieder en wig. ein a und ns n n gnaden ne ehweng daſt du dac feh dach annn 8 —— ——— — —— —— — datt ich niht Jen⸗ ſchubd d 65 Lan dein dah. wich waͤuſtd 9 znich nict m zeorn. t — 30 jaß 3i dher , d du machi narsſt hr dd 1 indumn würgſnen 1 ſt in ſteud a . Dtrun Herum din hn * vann an eel dein Gein eun wiec am dn he den ſeelenſi in und dattind — aal ſales t nd 1ahl: N V V 2 ir ven Ben, meinage 1 n hert ſalne, Er ten ld mne Kunns tauſend pl agen und im ſiebzehnden Seculo. Was haſt du unterlaſſen, zu meine in troſt und kreud, als leib und ſeele ſaſſe 2n in üiten groͤllen leid, als mir das keich ge nommen, dafri jed n freude la ht? da bi ſt du, mein Heil! k ommen, und haſt mich froh gemacht. Ich lag in ſchweren ban⸗ den du koͤmm ſt, und machſt mich los; ich ſtund in ſpott und ſchan den, du kömm ſt, und machſt mich groß, heoſt mich zu hohen ehren, und ſchenkſt mir groſſes gut, das ſich nicht laͤßt verzehren, wie irgend reichthum thut. Nichts, nichts hat dich ge⸗ krieben zu mil vom himmels⸗ zelt, als das getreue Lieben, womit du alle welt t, in ihren groſſer ja unmer⸗laſt, die kein mund kan ausſagen, ſo veſt umfan⸗ gen haſt. Das ſchreib dir in dein herde, dn⸗ hochbet rübtes heer! beh denen g gram und ſchmer⸗ ſich haufft ie mehr un neni:ſeyd unverzagt! ihr haben die hulfe vor der thuͤr; Der eure herzen labet und tro Net, ſteht all hier. Ihr durft euch nicht be⸗ mugen u noch porgen* und nacht, wie ihr Ihn wollet ſieyen mit eures armes macht: Er koͤmmt, Er komt mit it willen, iſt voller lieb un luſt, all an jgſt und noth zu 4 ler di ie Ihm an euch be⸗ 327 Auch duͤrft ihr nicht el⸗ ſchrecken vor eurer ſu de ſchulo; nein, IEſus will ſie decken mit tt eie lieb und huld: Er koͤmmt, Er kommt den fuͤndern zu wahrem troſt und heil; ſchafft, daß bey G Ottes kindern verbleib 14 erb und rhei Was fragt ihr nach dem ſchreyen 5 fe ind und ihrer tuck? der HErr wirdſſe ie r⸗ ſtreuen in einem augenbl lick: Er koͤmmt, Er kon umt, ein Koͤnig, dem warlich ale ſeind auf erden viel zu we⸗ nig zum widerſtande ſeynd. Er kommt zum welt⸗ge⸗ tichte, zum fluch dem, der Ihm flucht; mit gnad und dn im lichte dem, der Ihn liebt und ſucht. Ach komm, ach komm, o Sonne! und hol uns allzumal zum ewgen licht und wonne in deinen freuden⸗ ſaal. 534. Wilkoma ien, edles Knaͤ⸗ belein, wi ilkommen, liebes Kind, willkommen, ſüſſes JEſulein! durch dich mein leid verſchwindt, du bi ſtmei in Heil und Seligkeit, du bringſt mir tauf ſend freu⸗ den; du machſt, daß ich in ewigkeit von GOtt bleib un⸗ geſcheiden. Du biſt mir ir lieber, gls die welt und hundert. hil mmel ſeyn; auf dich iſt all' mein thun geſtellt, du werthes JEſu⸗ 328 IEſulein! dir will ich, was ich hab und bin von grund des herzens ſchenken; auf dich ſoll mein gemuth und ſinn ohn unterlaß gedenken. Ich bin ganz unausſprech⸗ lich froh, daß du gekommen biſt, daß du, und zwar auf heu und ſtroh, wirſt Menſch und Kind gegrußt. Ach laß dein freundlich mundelein mein arme ſeel erguicken, und die liebvollen augelein erfreulich auf mich blicken! Wie herzlich ſehn ich mich nach dir, o freudenreiches Kind! verlaß die kripp und komm zu mir, komm eilend, komm geſchwind! ich will ein kleines krippelein aus meinem herzen machen, daß du darinn, mein IEſu⸗ bin kanſt ſchlafen oder wa⸗ en. 535. Schoͤnſie Blume weiß und roth, kleiner Knabe, groſſer GOtt, von Maria neugebohren, unter tauſend auserkohren, allerliebſtes IEſulein, laß mich deinen diener ſeyn! Dir ſoll meine ſeel allzeit ſamt den kraͤften ſeyn bereit, und mein leib mit allen ſin⸗ nen ſoll nichts ohne dich be⸗ ginnen; mein gemuthe ſoll auf dich denken itzt und ewiglich. Evangeliſche Lieder 5365. Seyd gegrußt, ihr ewg⸗ — ſonnen! die ihr nm im fleiſch entbronnen; ſend gegrußt, ihr Aeugelein me⸗ nes liebſten IEſulein! ſeyd gegrußt und gekußt itzo und zu aller friſt. „Seyd zu tauſendmaln willkommen, und frolocken angenommen! Wie velget ich dieſe gunſt, daß ihr mih beſcheint umſonſt? demiht ſeyd meine freud ißo ud in ewigkeit. 5337 Ich ſteh an beiner kritgen 9 hier, o IEſulein, mein Leben! ich komme, britg und ſchenke dir, was du mir haſt gegeben. Nimu hin, es iſt mein geiſt und ſun, herz, ſeel und muth, ninm alles hin, und laß dirs nur ſeyn eben..„ Du haſt mit deiner lih erfuͤlt mein' adern und ge⸗ blute, dein blutger glan dein creutzes⸗bild liegt u tieff im gemuthe: wie tont es auch wol anders ſehn, wenn man nicht erſt das herze mein aus meinem leibe ſchnitte! Da ich noch nicht geboſ⸗ ren war, da biſt du mit ge⸗ bohren, und haſt mich, di zu eigen gar, eh ich dih kannt', erkohren; eh i durch deine hand gemach da haſt du bey vir huf d n h ßſt Ad d 139 st o ſs Me, R Lieder 536. Ahens 4 t Reſegau ai eint unnſonſt — maine ſteh 9 vigkeit. . ) ſh an ddenn —— 8 * Al ich kam. ſchenke di nat gegeten. e K ſt mein giiag aſeel udma 2 hin, und liat ede. hatt utn allt mein dau o, dein buu ₰‿ creusesiil 1 r z im gewuülhe Such vol and am man nühng Ae mein aw h je ſchnuue M Saah Hhe im ſiebzehnden Seculo. dacht, daß ich nicht gieng verlohren. Ich kan dich, allerliebſter n un! nicht aus den au⸗ ſne gen laſſen, und weil ich noch nichts beſſers kan, ſoll dich mein geiſt umſa ſſen, und wenn mein ſinn ein abgrund waͤr und meine fee ein tief⸗ fes meer, dein blut ſollt's all's durchnaſſen. Wenn oft mein herz im leibe weint, und keinen troſt kan finden, rufft Er mir zu: I bin dein Freund, ein Ailger deiner ſüͤnden. Was traureſt du, mein bruͤder⸗ lein? du dolt. guter din⸗ 9 ſeyn, ich zahle deine ſchul⸗ en. Du ftageſt nicht nach luſt der welt, noch nach des lei⸗ bes freuden, du haſt dich bey uns eingeſtellt an unſrer ſtatt zu leiden; verſchaffeſt, durch dein herzeleid, mein’r armen ſeel die ſeligkeit, in creutz⸗ freuden zu weiden. Eins aber, hoff ich, wirſt du mir, mein Heiland! nicht verſagen, daß ich dich moͤge, fuͤr und fur, in, bey und an ir tragen: drum laß mich doch dein kripplein ſeyn, komm, komm dnd leg dich bey mir ein, dich und all' deine freuden. Ich bin zwar freylich zu gering, daß ich dich pflegen ſolle; du biſt der Schoͤpfer aller ding', ich eine erden⸗ ſcholle: doch biſt du ſo ein 329 frommer Gaſt, daß du noch nichts verſchmaͤhet haſt, es ſey ſo ſchlecht es wolle. 538. O IEſu dß dein kripp⸗ lein iſt mein paradies, da meine ſeele weidet; hier iſt der ort, hier liegt das Wort mit unſerm fleiſch perſoͤnlich angekleidet. Dem meer und wind ge⸗ horſam ſind, giebt ſich zum danſ und w ird ein knecht der kinder du GOttes⸗ Sohn! wirſt erd und thon, gering und ſchwach, wie an⸗ dre menſchen⸗kinder. Du, höchſtes Gut! hebſt unſer blut in deinen thron hoch uͤber alle hoͤhen: Du, ewge Kraft! machſt bruͤder⸗ ſchaft mit uns, die wie ein rauch und dampf vergehen. Was will uns nun zuwi⸗ der thun der ſeelen⸗feind mit allem gift und gallen? was wirft er mir und an⸗ dern fuͤr, daß Adam iſt, und wir mit ihm, gefallen? Schweig, arger feind! da ſitzt mein Freund, mein fleiſch und blut, hoch in dem himmel droben; was du gefaͤllt, das hat der Held aus Jacobs ſtamm zu groſ⸗ ſer ehr erhoben. Sein Licht und Heil macht alles heil; der Himmels⸗ ſchatz bringt allen ſchaden wieder:: der Freuden⸗quell, Immanuel, ſchmeißt tenfo 0 330 höll und all ihr reich dar⸗ nieder. 4 Drum, Chriſten⸗Leut! wer ihr auch ſe 3 yd gutes muths und laßt euch nicht betruben: weil GOttesKind euch Ihm verbindt; ſo kans nicht anders ſeyn, GOtt muß euch lieben. Gedenke doch, wie herr⸗ lich hoch Er üͤber allen jan mer dich gefuhret! der en⸗ gel heer iſt ſelb ſt nicht mehr als eben du, mit ſeligkeit gezieret. Du ſieheſt ja vor augen da dein fleiſch und blut die luft und wolken lenken: mias will doch ſich lich frage d erheben, dich in angſt und furcht zu ſenken? Dein bloͤder ſe inn ſinkt oft dahin, rufft 85 und weh, laͤßt allen troſt verſchwinden: komm her, und richt' dei n angeſicht zum krippl lein Chri j⸗ ſti, d da wirſt du's finden. Wirſt du geplagt, ſey un⸗ verzagt: dein Bruder wird dein ungluͤck nicht verſchmaͤ⸗ hen; ſein herz iſt w⸗ eich und Lo e riene kan unſer leid nicht ohne thraͤnen ſ ehen. Trit zu Ihm zu, ſich und ruh; Er wirhs. con machen, daß du danken: Er wei was beißt und b mn ver⸗ ſtet öt wo ohl, wie zu muthe ſey dem kr nken. enn eben druͤm hat Er den grimm des creutzes auch &ß u Ihn bun ten Evangeliſche Lieder am leibe woll en kranen d ſeine pein⸗ Ihm möge ein' nvertucr Aizunie unſrer plagen. Mit einem wort: Eri die pfort zu dieſes und de andern lebens f reuden: G. macht behend ein ſelig 1 an alle dem, was ſeine der leiden. Laß aller welt ihr dutun n lbe nöge geld, und ſehe je nut duhn ſer ſch hoß virhleih Luen alt ⸗ u, 39. Dun ne enſch jen Hei lhein Iklei eind, in einem ſtalt egen findt. Das Kil⸗ G Ottes Sohn uns vill zu ſeinemt ttan Derhalben daßt uns zuſam⸗ men mit froͤlichkeit, mtin⸗ nigkeit, mit dantan tm 4 end ndlein man li delemn iſt fuͤhren w = ₰— — ſt GOtt! kt und Manichn zug moßhe oM ai ſh⸗ heit, b wie gnadenreich! jelt, Go dtth jeit aus der Men ſc ſ9 3 14 8 heit blit tzt, gleich wie d Iiun' dio w ln ritz Del⸗ 15 onn Uie 11 8—— L nla üt unszulinum Ey freuet euch, al land und leut! weil uns 3 Kind gebohren heut: d giil⸗ ner tag, o gnaden⸗ njahr/ kein tag, kein jahr d befßr wal. Derhalben laßt uns 740. Ol ſen ſ 1 V W h M hant 4 e— 5 W1c ſ W h —— — —— —— — —— = —. —— — — —— —— —— ——— —— — — — — — — — — — — — — 8 Kirvit Keld, und ſeem ſ 1 ee 1 ier beſt haltw 1 1 ehet un i an ſeel und lih. 7 f Deu 1— P. man liegen deint 1 d delein itGdein ten führen wilzg üir . Dehab aann men mit nun † igkeit, nitduten t herzens⸗ten m tn ſingen! Auwn . Dethft e Menihän 1 hei it, b wie g M Mm Gott theit a m. heit t blit ann 8 ſomnn eaues 3 8 halbenl tußs 4 Ey fnn din und Lut * Kind gekohenn ac⸗ 5 ner tageb ni tag ken uun a 2 2 Derhalben * 4 j im ſiebzehnden Seculo. 391 540. Du tochter Zion! freu dich ſehr, auf einem eſel kount dein HErr, am creutze will Er ſterben. Wohl dem! der ſeine zuver 3 cht und glal uben hat auf Ihn gericht t; Er laͤß ßt keinen berderben. * * 341. O du wunderbarer rath, den man nie ergruͤndet! d der unerh oͤrten n that, die m an nirgends findet! was der men. iſch, der ſuͤnden n⸗ f' necht, klaͤglich hat verbro⸗ chen, wird an GOtt, der doch gerecht, durch und durch gerochen. Ale ſtrafe, der ich war 5 und nacht verbunden, liegt auf Ihm nun ganz und gar; und durch ſeine wun⸗ den wird uns fried und heil gebracht: und mir will ge⸗ lemen ei 3 ſtarke liebes⸗ macht ewiglich zu ruͤhmen. 5½2. le Hirte, GOttes Sohn, d ven ewigkeit verliebt, bel lie ß ſein lel ich, verbarg die kron, und gieng herum betruͤbt. Er gieng und ſucht“, us lieb und pein, mit aͤngſtlichen gebe erden, ſe in arm verlohrnes ſchaͤfelein, das ſich verirrt auf erden. Und als Er es gar gluͤck⸗ lich fand, liebkoſte und um⸗ * fieng, und gleich in ſeine ar⸗ me band mit ihm nach hau⸗ ſe gieng: da kam der wolf, und ſiel Ihn an, mit ſeinen rott⸗geſellen, und wollt Ihn de auf friſcher bahn ſamt ſeinem ſchae i faͤllen. Als diß der treue Hirte ſah; gab Er ſich in gefahr, ſprang vor und machte ſi ich ihm nah und bot allein ſich dar, Er ſtritt, Er rang, em⸗ pfande ſchmerz von dieſen hollſchen hunden und lieſſe ſich auch bis aufs herz zer⸗ reiſſen und verwunden, Er ſtritt, bis Er von kraͤf⸗ ten kam und ſeinen geiſt auf⸗ gab, daß man Ihn todt von dannen nahm, und kl laͤg ſch trug ins grab: es iſt J 55 aber dieſer tod und fall ſehr wohl gelungen, weil Er da⸗ mit die woͤlf, als GOtt, er⸗ ſchlagen und verdrungen. Diß theur⸗erhaltne ſchaͤ⸗ felein biſt du, o meine ſeel! fuͤr dich kam Er in dieſe pein, füur dich ins grabes höoͤl. Drum geh nun hin und ſag Ihm dank, mit treu und rei⸗ nem leben: und thu dich Ihm zum lobgeſang mit leib und ſeel ergeben. 2 543. Gon faͤl lt, in einem gar⸗ ten, zu der erden, ein engel muß des Troͤſters troͤ⸗ ſter werden; die creatur muß ihren Schoͤpfer ſtaͤrken. Das iſt zu merken!. 744. Ein ————————. 1 332 544. Ein Lämmlein geht und traͤgt die ſchuld der welt und ihrer kinder: es geht und buͤſſet, mit geduld, die funden aller ſunder; es geht dahin, wird matt und krank, ergiebt ſich auf die wurge⸗ bank, verzeiht ſich aller freu⸗ den; es nimmt an ſich ſchmach, hohn und ſpott, angſt, wunden, ſtriemen, ereutz und tod: und ſpricht: Ich wills gern leiden. Das Laͤmmlein iſt der groſſe Gott, der Schoͤpfer unſrer ſeelen, den hat ſein Vater in der noth uns nicht gewollt verhehlen: Geh hin, mein Kind/ und nimm das amt, die ſuͤnder, die's gericht verdammt zur ſtraf der zornes⸗ruthen, zur ſtraf ſo ſchwer, zum zorn ſo groß, in dein'r perſon zu machen los, durch ſterben und durch bluten. Ja, Vater, ja von her⸗ zens⸗grund! das iſt mein wohlbehagen; mein wir⸗ ken haͤngt an deinem mund, mein wollen iſt dein ſagen. O wunder⸗lieb, o liebes⸗ macht! du kanſt, was nie kein menſch gedacht, GOtt ſeinen Sohn abnoͤthen. O treue liebe! du biſt ſtark; du ſendeſt Den ins grab und ſarg, der uns hoͤtt' ſollen toͤdten. Du marterſt Ihn am ereutzes⸗ſtamm mit naͤgeln Evangeliſche Lieder und mit ſpieſſen; du teſt Ihn als wie ein bamn machſt herz und adern ſi ſen, das herze mit der ſen zer kraft, die adern mit da edlen ſaft des purpur⸗otien blutes. O treues Lann was ſoll ich dir erweiſende⸗ fuͤr, daß du mir erzeigeſt viel gutes? S. O welt! ſieh hier deint⸗ ben am ſtamm des ter⸗ tzes ſchweben, dein Heil int in den tod, der geoſ der ehren laßt willig ſih he⸗ ſchweren mit ſchlaͤgen hohn und groſſem ſpott. Trit her und ſchau mi ſchlah doiſ⸗ l ſein leib iſt gam nit chweiſſe des blutes über fuͤllt, aus ſeinem ehlen her⸗ zen, vor unerſchopſten ſchmerzen, ein ſeuſßer nad dem andern quilt. Wer hat dich ſo geſtle gen, mein Heil, und dich 9 plagen ſo uͤbel zugelict Du biſt ja nicht ein ſütden wie andre menſchen⸗knnden von miſſethaten weiſt d nicht. Ich, ich und meine ſn⸗ den, die ſich wie koͤrnlein in den des ſandes an dem meer, die haben dir etteget 3 and„ das elend, das dich ſchlaget und das betruͤbte martel⸗ b heer.„ Ich bins, ich ſollte büſen an haͤnden und an füſſn gebunden in der holl; geiſſll Qperuen in den td Re * der eheen ihta t ſiͤweren miſe — u ghſtdſt * dit her n dn ſwiſel Faliſt te ſchweiſe db⸗ dn füllt, aus ſän ſchmerzen 1 d denmnn — Mer hu ſt gen wein hela e Nagen ſp ie Du dſt nucte a wie andte uate 1 3 niſethen! nzt. geg 7 dei deeſcmite 1(dau des ſcnin neer, de ſänd 1 1 im ſiebzehnden Seculo. 323 geiſſeln und die banden und was du ausgeſtanden, das hat verdienet meine ſeel. Du nimmſt auf deinen ruͤcken die laſten, ſo mich druͤcken viel ſchwerer als ein ſtein: Du biſt ein fluch, da⸗ gegen verehrſt du mir den ſegen: dein ſchmerz muß meine labung ſeyn.. Du ſetzeſt dich zum buͤr⸗ gen, ja laͤſſeſt dich gar wur⸗ gen, für mich und meine ſchuld; mir laͤſſeſt du dich krönen mit dornen, die dich hoͤhnen: und leideſt alles mit geduld. Du ſpringſt ins todes⸗ rachen, mich frey und los zu machen von ſolchem unge⸗ heur; den tod nimmſt du mir abe, vergraͤbſt ihn in dem grabe: o unerhoͤrtes liebes⸗feu'r! Ich bin, mein Heil! ver⸗ bunden, all augenblick und ſtunden, dir, uber hoch und ſehr: was leib und ſeel ver⸗ mogen, das will ich willig legen allzeit an deinen dienſt und ehr. Run ich kan nicht viel geben in dieſem armen le⸗ ben, eins aber will ich thun: Es ſoll dein Tod und Leiden, bis leib und ſeele ſcheiden, mir ſtets in meinem herzen ruhn. Ich wills vor augen ſetzen, mich ſtets daran ergotzen, ich ſesg in n ſey auch, wo ich ſey; es ſoll a an hilde 4 mir ſeyn ein piegel der un⸗ 1 A gebundel ſchuld, und ein ſiegel der lieb und unverfalſchten treu. Wie heftig unſre ſuͤnden den frommen GOtt entzun⸗ den, wie rach und eifer gehn, wie grauſam ſeine ruthen, wie zornig ſeine fluthen; il ich aus dieſem leiden ehn. Ich will daraus ſtudiren, wie ich mein herz ſoll zieren mit ſtillem ſanften muth; und wie ich die ſoll lieben, die mich ſo ſehr betrüben mit werken, ſo die bosheit thut. Wenn boſe zungen ſtechen, mir glimpf und namen bre⸗ chen: ſo will ich zaͤhmen mich, das unrecht will ich dulden; dem naͤchſten ſeine ſchulden verzeihen gern und williglich. Ich will ans ereutze ſchla⸗ gen mein fleiſch und dem ab⸗ ſagen, was meinem fleiſch ge⸗ lüſt't; was deine augen haf⸗ ſen, das will ich ſtiehn und laſſen, ſo viel mir kraft ge⸗ ſchenket iſt. Dein ſeufzen und dein ſtoͤhnen und die viel tauſend thraͤnen, die dir gefloſſen zu, die ſollen mich, am ende, in deinen ſchoos und haͤnde begleiten, zu der ewgen ruh. 746. Wie Moſis in der wuͤſten —₰ dort das kranke volk wieß an den ort, wo die ge⸗ goßne ſchlange ſtund, davon ein jeder ward geſund: 9o —.————————————— 3 ———— 4 g——— e————— 9— ——— 334 So weiſt zu JEſu ſanet Joha 1. Er vrihk: Sc haut hier der Schmerzens⸗Mann, geopfert auf bem creutz⸗al⸗ tal, del euch errettet aus ing hat Nethan fund und tel l ebe, G Hier iſt d heilt, er untet ſegen 11 theilt hier hang) werthe GOttes⸗ Lamn n hoͤhet an dein creutzes⸗ Ja JE Eſus ſel ſt rußft ne ruß: Ihr kinder Zion kommt herzu! ſch ein fhnue zen insget 16 hüber i nen ſchm W — ——— t und den zadl e nptun —— r S — — — Te 3 N mme ith he de ſel verb 8½ 6 Doch muſt di 1, weil du lebeſt hier, an deine ſünden fuͤr und fuͤr gedenken, die die urſach ſeyn von IEſu wun⸗ den, tod und pein. Du ſelber ſchaffſt dir kei⸗ Evangeliſche Lieder ne ruh; bedraͤngte fal trit herzu, zu JEſu trit de dir ſein blut aus ſeinen wun . den fuaudg 31 gut. In JE lu blute waſch dih tein; in Eſu wunden hül ich e 1*† dich 9 ein; auf JEſu todſtt unber zagt, d Das lehen ſſt d zugeſagt. .1 Hilf, o He JEen GOttes Sohn 1 u in He land, Schutz und Gnade tij Fot 1, daß veine blutu Ind koo mi in aller noth! 42 /„ (Commt heraus, al ir 39 n de „ lul ngfrauen 4e anz zuſch guen nei kro nd miſſethat. Schauet, wie Er widd geſuhret, wie Er iſt heraus gesieret! ſchaut ſein ded und 1 1l eiden, an bem tae 8 enden dfn ſeinel 1¹ zetſei In a —— „¶◻̃ it ſel voller dal ſein hals zerriſſen, nnas geiſfeln Er zelf ſchni ſſen de trachtet ſeinen purpuraod- Schauet, wie Er geht e⸗ buͤck⸗ t, wie das ereutz n 49 nieverbruͤcket! ſchauet, we 4 wie Elaf Er iſt verſtellet, die erden faͤllet, vor ulbel⸗ groſſer mattigkeit!. 2 1 pen 12 Ganh — — — ——— — — t Lühe * luh; b Erant üin lutde äelns wemi hfen unpezan daſ 8 unnir 6 9 d dän 4 * kon, daß de * diut un und wden in aler noh. — * Konnt in àr jüngftaane * nig al giſteen 1 Ihn, 1 ſina — Ragt mitgeſe d eure ſund uui 1 Leune geſuhte di ³ gele 1 ku und 44 a0 47 ſeine frende en len nut 1 Schaul fu⸗ d wunden, uunt . ker ſoe runden. hal a 8 tute N tracht tet ſien ſ 1 Shun u bücke, 1 lie nn 22 Er it wlil — di erdenu 6 . 3 ch ſoll erhoͤhen groſſt u im ſiebzehnden Seculo. O des Armen und Be⸗ truͤbten, o des Treuen und Verliebten! iſt auch wol ein menſch zu finden, dem nicht alle iite ſchwinden, wenn er im geiſt diß leiden ſieht? Det kt, ihr tochter und ihr braͤute, was euch dieſer gang bedeute; dentt,we Er müͤſſet mit Ihm gehen, und ſeine ereutz⸗ genoſſen ſehn. Niemand kommt zur wgen frenden ohne Chriſti ſlun und leiden: wer nicht will ſein den tragen, darf nicht nach der hochzeit fra⸗ gen und des durchl ancht gen Lann led kuß. dimm, o JESn! deine ſch nerzen nimmermehr aus meinem herzen: laß mich wüͤrdig ſeyn er funden„daß — trage deine wunden und deine kron, mein Braͤuti⸗ gam! Daß! man mich dein bild⸗ niß nenne und bey deinem leiden kenne, daß man an dem hochien t. tage allenthal⸗ ben ſing und ſage, daß ich dir treu 4 en bin. 548. Stau,s W wie haͤngt dein Braͤutigam an ei⸗ nes harten creutzes ſtamm: iſt auch wol ein ſchmerz zu nennen, den man nicht an Ihm kan kennen? Schau doch, Er haͤnget ganz entbloſt, betruͤbt, ge⸗ daß ihr. hak bezah bet deine 335 aͤngſtigt, ungetroͤſt, voller beulen, voller wunden, unge⸗ pflegt und unverbunden! Sein huldenreiches ange⸗ ſicht kan man vor blut er⸗ ke nnen nicht: ſeine ſtien iſt ganz zerſtochen und die au⸗ gen ſind gebrochen. Die glieder alle ſind zer⸗ dehnt, der mund ſteht offen, lechzt und gaͤhnt; und die lippen(wie kor allem f ind ver⸗ ble aßt, beſchmitzt mit gallen. Schau, Braut! ſo gehts dem grunen reis, ſo gehts dem fruchtbarn paradeis! ſchau, wie wirds mit dir denn werden, duͤrres holz, ſtaub, aſch und erden? Jedoch verzage ni icht; Er miſſel! hat: Schau! Er neigt ſi ch, dich zu kuſſen, will dich um und bey ſich wiſſen. Geh, werde ſeinem leiden gleich, und ub, wie Er, ge⸗ duld am reich! denn es will ſich nicht geziemen, daß die Braut ſey ohne ſtriemen. 549. JESLUS. Tch din e ein purpur⸗wuͤrm⸗ J lein roth, das man zer⸗ quetſcht bis auf den tod, den ſaft nur zu erlangen; mein ſaft iſts roſin⸗farbne blut: wohl denen, die es fangen! Schau, wie ich im ol⸗gar⸗ ten werd getreten, als ein wurm, zur erd, wie ich mich krumm und winde, da ich, vor 336 vor angſt, den rothen ſaft an allen gliedern finde! Im richt⸗pallaſt ſteh ich von blut, da man ſo hart mich geiſſeln thut, da man nach dornen ſchicket, flicht eine ſcharfe marter⸗kron und in mein haupt ſie druͤcket. Mein leib aufs creutze wird gelegt, mit ſcharfen naͤ⸗ geln man durchſchlaͤgt mein⸗ haͤnd und meine fuͤſſe, auf daß ein paradiesſcher ſtrom vom blut herunter flieſſe. Am creutze wird mir mei⸗ ne Seit mit einem ſpeer ge⸗ oͤffnet weit, draus blut und waſſer ſpringet. Bin ich denn nicht ein armer wurm, aus welchem man blut zwin⸗ get? Wie blut iſt deine ſuͤnde roth, darum erfordert es die noth, daß ich ſie blutig buͤſſe; ohn blut⸗vergieſſen war ſonſt nichts, daß ſie ab⸗ zahlen lieſſe.. Mein blut das iſt der purpur⸗ſchmuck, darinnen du haſt recht und ſug, vor deinen GO2T zu treten, magſt, als ein prieſter ſchoͤn geziert, wider die ſunde be⸗ ten. Der Koͤnig traͤgt ein pur⸗ pur⸗kleid; mein purpur⸗ſaft hat dir bereit't die koͤnigli⸗ che muͤtze, die du im himmel tragen ſollſt, mit freud, vor meinem ſitze. Wenn dich die aufgeblaſne welt gleich fuͤr ein armes Evangeliſche Lieder würmlein haͤlt, darf dich nicht betruͤben; ſie hat unn auch zuvor gethan, bin dac ein. Konig blieben. Trag, mit geduld, ſchin hohn und ſchmach, dchn gieb GOtt deine ſach; ne dem biſt du in gnaden,. hat dich lieb, Er ehtt dih hoch; ſteht dir fur allen ſhe⸗ n. Wenn dich der argeliſ wicht von wegen deiner ii anficht, zeigt dir, wadn verdienet; ſo zeige du in wiederum, wonit ich dih in verſuhnet. So bin ich wordenig gut ein wurmlein, das nit ſeinem blut den herzwurn hat getoͤdtet, daßerdichnit mehr nagen darf, weil dich mein blut erbetet. Seele. „Nun nimm mich aum wuͤrmelein zu dir, in den herzens⸗ſchrein: du haſte⸗ 1 mir erworben, als du n 6 85 7 2 9 8 8 * ——— — — — — — — — —— ——— — — — — —== ——jj,— —— deiner abend⸗'oͤthefir mih am ereutz geſtorben. 55⁰ * ie groß iſt deine pein,) n O liebſter JESn min dein leben iſt dir fell un eelen heil; fuͤr nich,!? n helen gehſt du in tod. p W Du willſtt ſchuldig ſehn“ JEſu mein! was ic 3 ſchuld't; mit geduld, 3 ſchuld, trägſt du ganz alem o IEſu mein! en he Lieder Uben. 6. 1 Inſer auch zübet ani An Inſerge 8 J. () OTè ſey gelobt mit freuden! der Iſrael beſucht, und auch das volk der Heyden, das b,e vormals war verflucht; Er * hoch ſtchtiege hat ſein horn erhoht, das den. ſich von heil ergieſſet, und Wen dika alles leid verſuſſet, ſo von n wicht vonwane der fünd entſteht. anicht, aux Gelobet ſey der name des i derdienet, a. HErren ewiglich! geſegnet e wederun, a, ſey der ſaame der gläͤubigen ad verſuhnt. die ſich zum opfer ſtellen da, rh Sodniim nach GOttes wohlgefallen, n, gut ein win und laſſen GOtt erſchallen au ſeinen lutme ihr lob, Halelujah 1. n Pan ſenſen ſl, d Wun⸗ 8s wente der großi des Batett eu. Kind liegt nackt und bloß, Ing da wir die fülle haben: Ein's in Aun llun armuth macht, daß uns wird a würmelngi bracht der reichthum edler herensſun,! gaben. r unr enn Du aber, zartes JEſu⸗ an deiner demn lein! kehr auch bey uns unr herberg ein, erleucht uns d dem diſ du 24 r am creuzgeit das gemuͤthe, daß glaub' 4 und lieb' ein jeder ub': HErr, giebs durch deine gute! 1 III. Du weinſt in deinen win⸗ D. delein, auf daß wir z ewig lachen: du diſt der In Groͤſt' und wirſt doch klein, Ih uns alle groß zu machen. Wenn alle menſchen ferne i ſtehn, auch wenn mir wird zum ſtebzehnden Seculo. 337* nach p. 336. die ſeel ausgehn, willſt du den tod bezwingen; dir will ich ewig ſingen. IV Szeduldigs Laͤmmlein, JE⸗ — ſu Chriſt! der du all angſt und plagen, all' un⸗ gemach zu jeder friſt gedul⸗ dig haſt getragen: verleih mir auch zur leidens⸗zeit geduld und ahe tapferkeit! Ich wuͤnſche mir von her⸗ zens⸗grund, um dich ge⸗ ſchlacht zu werden, und, was noch mehr, zu jeder ſtund geereutzigt ſtehn auf erden: doch, ach was iſt das bis⸗ gen ſchmertz? Dll haſt gelitten, leer Herz! O JEſu, GOttes Lamm, = fuͤr unſre ſund geſchlach⸗ tet! wie ſelig iſt der menſch, der herzlich oft betrachtet, was du im garten und in Caiphas pallaſt, im richt⸗ haus und am ereutz vor uns erduldet haſt. Fuͤr deine herzens⸗ angſt hab dank und fuͤr dein zagen, fuͤr deinen blut⸗ſchweiß, fur dein trauren, jammer⸗kla⸗ gen, weil deine traurigkeit nir himmels⸗freud gebracht, dein todes⸗kampf den tod zur lebens⸗thur gemacht. Ich danke dir, daß du ge⸗ bunden und gefangen, daß du ſo wiltig biſt fuͤr mich in tod gegangen: weil du ge⸗ (o, fangen 8* fangen biſt, ſo bin ich frey geacht, weil du gebunden biſt, ſo bin ich losgemacht. Ich danke dir, daß du dih faͤlſchlich lan verklagen, 2 ₰ in heilig a ngeſicht unſchul⸗ vei ſchmahl ig ſchlagen: weil du verklaget biſt, gilt nicht des ſatans klag; weil du ge⸗ ſcl agen biſt, trifft mich kein ornes⸗ſchlag. Ich danke dir, daß du gegeiſſelt und gekröͤnet mit dornen, klaͤglich auch ver⸗ ſpeyet und vel höhnet; weil mir iſt ehr und freud er⸗ langt durch deinen hohn, weil deine dornen mir ge⸗ bracht die lebens⸗kron. Ich danke dir, daß du dein creutz fuͤr mich getra⸗ gen und unter moͤrdern an daſſelbe biſt geſchlagen; weil dein ereutz iſt dein ſieg, weil dein unſchuld dig leid ab⸗ wendet holle pein, bringt mir gerechti Deeee Ich danf⸗ dir, wie ein) auf gehangen, und, als gverlaſen, biſt mit höͤllen⸗ an, gſtumfangen; weil aller ſegen mir dun dh dich erlanget iſt, und GOtt mich nicht verlaͤßt weil 8 mein Helfer biſt. Ich danke dir, daß du das paradies geſchenket dem fcher⸗ daß du biſt mit eſſig, gall getraͤn ket, weil du das paradies auch mir er⸗ offnet haſt und mich vom daß du 1 fluc Evangeliſche Lieder hoͤllen⸗trank erloͤſt, von 9 9 ler laſt. Ich danke dir, daß dur dis alles iſt volfendet, dah alles iſt vollbracht, all ſi den⸗ ſtraf gewendet; wei alle ſchrift erfullt, die ſun getilget iſt, und GOtt ui mir verſoh nt, weil du mein Mittle el biſt iſt. Ich danke dir, daß d am cereutz fur uich g geſtol ben und alle gnaden⸗ſhah ins allen haſt erworben we Il dein tod hoͤlle, tod un ſund zunicht gemaht,! 1 nd durch dein ſterben mur das leben wied derbracht. Ich danke dir, daß d ſuͤrn mich auch bit heua daß üh dein in 5 glabes kraft auch kan im g kabe haben; weil dein gra mir in grob gew zuͤnſchte ruhe h aßft, da mich nicht halten mag die ſuͤn d Und todes 5⸗kl aſt.— Ach laß, duuc deinen in herz ktäſti chthen * 69% eiſt, in mei ſchreiben, daß dein ho blut kan alle ſundt iben, daß JEſt uſi d blut l 4⸗ tle tod un ma rein, d aß GOtre Sotm blut cbwende hollen⸗ 3 Laß ja auch in n mein hel⸗ diß edle troſt⸗wol t legen, verſie jegle Du es ſelbſt⸗ li nicht raus bewegen, lo laß ſ nimmermehr wegſtehle 1 ſa⸗ tans liſt, bewahle mir, mein GOtt! den ſchatz zu alle friſt. ℳ VI. IM ———— S——— —— — — — — — — —— —— 9 9p 4 A 9m 1 R e Lieder öͤlentrant ter laſt. ſchriſtafüt, wetilget ſi, mdgh nir derſöhnt Ri Mittteriſ. 0 △/2 1 den, Und all aahhe en, Und ale gnc Ans allen hai deil dein tod 1 Jdurch deir ſi den wiedae „Id daun ſur mich auchthe 1 — auch kan in gei 2 wei dein Nadnm A geriritr rue 2 trich nt 1 — ſund und b 4 Ach laz, Geiſt, in mei da ſohreiden dih es buut kan d N 6 1 4 3 6 diß edle lte a ebelſiegleA 4 an ich ranöbec zum ſiebzehnden Seculo. VI. Ich gruͤſſe dich am creu⸗ J tzes⸗ſtamm, du hochge⸗ lobtes GOttes⸗Lam! mit an⸗ dachts⸗vollem herzen. Hier haͤngſt du zwar in lauter noth, und biſt gehorſam bis zum tod, vergehſt in tauſend ſchmerzen; doch ſieht mein glaube wol an dir, daß GOt⸗ tes maſeſtät und zier in die⸗ ſem leibe wohne, und daß du hier ſo wurdig ſeyſt, daß man dich HErr und Köoͤnig heißt, als auf dem ehren⸗ throne. Ich kuͤſſe dich, mein See⸗ len⸗Freund! wer zweifelt, daß du's gut gemeint? da du fur mich erblaſſet. Mein Braͤutigam, nimm einen blick von deiner Sulamith zuruck, die du im geiſt um⸗ faſſet. Du ſtarbſt zwar, weil die liebes⸗macht dich zu der hoͤchſten probe bracht, und litteſt bis ans ende: doch lebſt du mir, und mei⸗ ne noth verwandelt ſich mit deinem tod in heil, durch deine haͤnde. Ich faſſe dich, mein Loͤſe⸗ Geld, Verſoͤhner GOttes und der welt, mit unver⸗ rucktem glauben! ich halte dich, ich laß dich nicht, du haſt den kampf fur mich ver⸗ 5⁴ immermre rauben. Mein.Hohelprieſter 1 tans li dni 2 6 8tt d *† hat vollbracht 1 fit. t, was mich gerecht und ſelig macht, mein Goel hat bezahlet: nun bin ſ 339* ich los, mein glaube gilt, wenn das geſetz gleich droht und ſchilt, wenn ſuͤnd und holle prahlet. Ich trinke deinen purpur⸗ ſaft, und ziehe neue lebens⸗ kraft aus den geweihten wunden. Mein Arzt, du gabſt dich willig hin, daß mein verderbtes herz und ſinn geheilt ſey und verbun⸗ den: die myrrhen, die mein IEſus brach in ſeiner mar⸗ ter, angſt und ſchmach, die kommen mir zu gute. Der balſam, der am ereutze quillt, erquickt mich, wenn ich werd erfullt mit dem hochtheuren Blute. Ich folge dir durch tod und leid, o Herzog meiner ſeligkeit! nichts ſoll mich von dir trennen. Du gehſt den engen weg voran, dein ereu⸗ tzes⸗tod macht offne bahn den ſeelen, die dich kennen. Ach JEſu deine hochſte treu macht/ daß mir nichts unmoͤg⸗ lich ſey, da du fuͤr mich ge⸗ ſtorben. Der glaube hilft durch alle noth, den maͤrt'rer fuhrt er durch den tod; wer glaubt, iſt unverdorben. Sieh auch auf mich, o GOttes⸗Lamm! ach kuſſe mich, mein Braͤutigam! und gieb dich mir, mein Leben! Mein Seelen⸗Arzt! komm, heile mich; mein Herzog! ich erkenne dich, ach, laß mich an dir kleben! In Chriſti Leiden glüht mein (o) 2 geiſt, 340* geiſt, die liebe JEſu wird gepreiſt, mein glaube ſoll hier erben, die hoffnung zeigt mir huͤlf und rath, ge⸗ horſam folget in der that: ſo will ich leben, ſterben. VII. Mas haͤtt' uns GOTT 8 mehr koͤnnen thun, denn daß Er uns giebt ſei⸗ nen Sohn? der von uns weggenommen hat all unſre ſund und miſſethat; erloſt uns von der noth und pein, darin wir muſten ewig ſeyn. „Freu dich, du werthe Chriſtenheit! und dank; es GOtt in ewigkeit; haß⸗ aber alle ſuͤnd und liſt, da⸗ von du theur erloͤſet biſt: ſo wirſt du heilig, fromm und krein, zu ehren dieſem Kindelein. VIII. Nun jauchz', o liebe Chri⸗ ** ſtenheit! beweis für trauer froͤlichkeit; das leid iſt aus, die freud geht an: es lebet IEſus, unſer Mann. So gieng der HErr dann frey und los, den die ganze welt nicht beſchloß. Das Le⸗ ben, das den tod that ab, kunt auch nicht halten ein eng grab. Iſt IEſus auf der lebens⸗ bahn, und hat die faͤnger ſelbſt gefahn; ſo laßt uns mit Ihm auferſtehn, und aus der ſuͤnden grab aus⸗ gehn. Evangeliſche Lieder Der ſtein iſt weg: da herz wird leicht, der kahn uns nun ſelber ſchweig Die furcht der holen ſ vorbey; weil IEſus un gemachet frey. Was fuͤrcht ich nun de teufels mord? mein JEie iſt mein Heil und Hort. de troſt, da meine ſeel nac ſtrebt: Ich weiß, daß mai Erloſer lebt. 1X. Ja ſeele, ſchaue JEfun an: hier kanſt du laht erkennen, was wahre NMe muth heiſſen kan, und waa n wir ſanftmuth nennen. GC an ſtellt ſich dir zum opferdar. wun Wie IEſus Chriſt geſint h war, ſo ſey du auch geſinnet Er war der groſe GDt von art, der Brunnauell al ler guͤte: doch hält Er de uußn freywillge fahrt ins ide ſche gebiete. Er mant nicht mit ſeiner gewalt E gieng in armer knechts⸗g⸗ ſtalt. So ſey ꝛc. Er ſah die ganze lhens⸗ zeit auf ſeines Vatels wi⸗ len, und ſucht' in tiefen m⸗ drigkeit denſelben zu ellu⸗ len; denn alles, was redt' und that, geſchal nah ſeines Vaters rath. En ey zc. — Senn ganzes thun beſtan darinn, daß Er und den ſchen diente. Er hielt It dieſes vor gewinn, wenn un⸗ C ſer gluͤcke gruͤnte. Er nan fw z beil oe gemachet ſ R Was füttt üu e teufels nard, unn 4 ſnen giunt r loſt, da men ſtret: Ich en 3 4 4 Eibſa tt 8 K. 1 Jö ſele ta an: hjerie . elkennen, van — uth heiſen a 1 * Pe Jeiul „ dn o hen 1 Er wardag. a don atz dede ler gute: de fieywillge fin t ſche gebien. 1 a ictitſien 1i geeng in amt ſalt. Soſal. 81 E r 1 er feit auf ſins g 2 len und ſcee 1 deigkeit dadid len; den ann 1 ndr undthan ſeines Duua ſey d * ein gna darinn, M 6 6 diits Retun 2 ſer glice ſ zum ſiebzehnden Seculo. die groͤſten ſunder an: hat auch den feinden guts ge⸗ than. So ſey ꝛe. Das boſe ſucht' Er alſo⸗ bald mit gutem zu vergelten: man hoͤrte, wenn die welt Ihn ſchalt, Ihn niemals wieder ſchelten. Er giebt es ſeinem Vater hin. So ſanft iſt deines IEſu ſinn! So ſey du auch geſinnet. X Ihr armen ſunder, kommt J zu hauff, kommt eilig, kommt und macht euch auf, muhſelig und beladen! hier oßnet ſich das JEſus⸗herz füͤr alle, die in reu und ſchmerz erkennen ihren ſcha⸗ den. Es heißt: Er nimmt die ſuͤnder an! drum komm, dein JEſus will und kan dich retten und umarmen. Komm weinend, komm auf ſeine buß, und fall im glauben Ihm zu fuß, Er wird ſich dein erbarmen. Ein hirt verlaͤßt ſein ſchäflein nicht, dem's in der irl' an hulf gebricht, er ſucht es mit verlangen, er laͤſſet neun und neunzig ſtehn, und ſte gar in der wuſten gehn, das Eine zu umfangen. Es ſucht der liebſte JE⸗ ſus Chriſt das ſchaͤflein, das verlohren iſt, bis daß Ers hat gefunden: ſo laß dich 66 finden, liebe ſeel! und flieh in JEſu wunden⸗hoͤl, noch 6 ſind die gnaden⸗ſtunden. 24T* „Ach, nimm dein aumes taublein ein, und laß es ſie cher bey dir ſeyn in deinen wunden⸗ holen: bewahre mich vor ſünden⸗werk, und gieb mir deines Geiſtes ſtaͤrk am leib und an der ſeelen. XI. Ach GOtt! gieb du uns — deine gnad, daß wir all ſünd und miſſethat bußfel⸗ tiglich erkennen, und glaͤu⸗ ben veſt an JEſum Chriſt, der zu helfen ein Meiſter iſt, wie Er ſich ſelbſt thut nen⸗ nen. Hilf, daß wir auch, nach deinem wort, gottſelig leben immerfort, zu ehren deinem namen! daß uns dein guter Geiſt regier, auf ebner bahn zum himmel fuͤhr, durch IE⸗ ſum Chriſtum, Amen. XII.— No GOtt! mich druckt ein ſchwerer ſtein, wer will ihn von mir nehmen? dir iſt bekannt mein ſchmerz und pein und mein geheimes raͤmen. Suchſt du den Gecreutzigten? ſo geh hin, mit den Glaͤubigen, wo JEſus iſt von banden erſtanden. XIII. Ich armes menſchen⸗ kind, J ach daß mir meine fuͤnd, die ſchwere todes⸗burde/ doch abgenommen wuͤrde! ach daß ich von der laſt des flei⸗ ſches, die mich drucket, und (o) 3 meinen “ — —OQ⁊%— ——— — ———— 3342* meinen geiſt erſti icket, bekaͤme ruh und raſt! JESu) mein HErr und GStt, du meines tobes tod, du meines lebens leben! wenn willt du mich erhe⸗ ben? Steh auf, erhebe dich, ertoͤdt', in deiner ſtaͤrke, des todten fleiſches werke, in dir ertoͤdte mich! Des geiſts und geiſches reich beſtehen nicht zugleich, das fleiſch muß untergehen, es mag der geiſt nicht ſte— hen, da, wo das ſleiſch re⸗ giert. Wer alles das will haben, was unſer fleiſch kan laben, des ſeele iſt vel lührt. Wenn werd ich, JE LSlI, dich anſchauen inniglich? wann wirſt du mich um ſaß ſen und mich dich fuſſen aſ⸗ ſen? o ſuͤſſe Seelen⸗ luſt! wie werd ich mich erquicken, wenn JESuS mich wird druͤcken vor lieb an ſeine bruſt. XIV. O He des Koͤnigs aller welt, des Hern rſh es in dem himmels⸗zelt! dich gruͤßt mein herz mit freu⸗ den: mein herze, wie dir wohl tenfſt hat ſeine groͤſt' und hoͤchſte luſt dere r und deinem leiden. Ach wie be⸗ zwang und drang dich doch dein edle lieb', ins bittre joch der ſchmerzen dich zu geben! da du dich neigteſt in den tod, zu retten aus der Evangeliſche Lieder tndede noth mich und meir nes leben. Dn meines herzens Hu und Sinn, du brichſt un fallſtn und ſtirbſt dahin, wol mir ein wort gewaͤhten. Ergreiff mein herz mn ſchleuß es ein in dich 3 deiner liebe ſchrein, melt will ich nicht begehren. dn herz, HErr IEſu! iſt we⸗ wundt, ach r it zu min meinen bund, und giebni dei nen orden: 4 hel ewund. auch mich, o ſüſſes Heillud triff mein herz mit deinen pfeil, wie du verwaneg worden. XV. Gieb! mir, HERR nah deinem willen, einen freund, in deſſen 7 klel 1 i) mein herze moge ſtilem i mein mund ſich, ohne ſi h oͤffnen und elila ren oo da ich alles ab ebeg, ng der n mc aſſe ¹ da's mir gaugi, was mir auf dem hetzen liegt. HERR! ich bit tte dich erwehle mir aus 8 3 1 ſchen ed ein onne heilge ſeele, die unn kleb' und haͤng', auch, nac deinem ſinn und Geiſte n 16 ſets troſt und huͤlfe l 2 troſt, der in del no noth le ieht, hulfe, die von de — — - —— —— —* —— ——— — — —— — —————— —— —— — —— — —— —= —— — ———= — — — — = — —— — ——— — ——.— — — — ſche Leder todes⸗noth a armes hun n Du weeins ien AUnd Sinn, d ſit W facudſin 1 mir ein wt 8. Exgreif wei 3 ſchleui a i deiner lite ſtn wlllich ich ege 93 herz den o d ah di ² tuiff mein ha pfeil, wie ſa 1. worden. M Fied ni i deinen n —— — ᷣ . 1 wein und ſtn öffnen un dh da ich ala der maſſe ui was mk ad „Eze — etwehl Ina 1h ſchen wanh a heige⸗ delew kled und an “ 4 e dinem ſanme 1 —U —— ſiets kroſ wht 2 1, dA nei, nun ſan, hät gat j* ee ght 3 1 2 1¹ „† 21 S SS iſt gebrecen.e, neinſſahs zum ſtebzehnden Seculo. zu beſprechen, und nicht als ein 1 25 feind. Wer mich freundlich weiß zu ſchlagen, iſt, als der, in freuden⸗ta⸗ gen, reichlich auf mein haupt mir geußt balſam, der von Hermon fleußt. 1 Gute freunde ſind wie ſtaͤbe, da der menſchen gang ſich haͤlt, daß der ſchwache fuß ſich hebe, wenn der leib zu boden faͤllt. Wehe dem, der nicht zum frommen ſol⸗ ches ſtabes weiß zu kommen! der hat einen ſchweren lauf: wenn er faͤllt, wer hilft ihm auf? Nun, HERR! laß dirs wohlgefallen, bleib mein Freund bis in mein grab, bleib mein Freund, und un⸗ ter allen mein getreuſter ſtaͤrkſter ſtab! Wenn du dich mir wirſt verbinden, wird ſich ſchon ein herze finden, das, durch deinen Geiſt ge⸗ rührt, mir was gutes goͤn⸗ nen wird. XVI. *¶Q˖Yer HERR iſt mein ge⸗ — treuer Hirt, haͤlt mich in ſeiner hute, darinn mir gar nichts mangeln wird irgend an einem gute. Er giebt mir weid ohn unter⸗ laß, darauf waͤchſt das wohl⸗ ſchmeckend' gras ſeines heil⸗ ſamen wortes. 343* XVII. Er iſt mein Himmel, meine Sonne, mein Licht und Leben, Tag und Wonne, mein Abend⸗und mein Mor⸗ genſtern; Er macht mir leib und ſeele munter; geht dei gewiſſen niemals unter, wenn ich mich nur nicht Ihm entfern. Er wolle ſelbſt mein thun und tichten zu ſeinen lautern ehren richten, das herz re⸗ gieren und den mund; die ſinne, will'n und kraͤfte ſtaͤr⸗ ken, zu aller zucht und gu⸗ ten werken, und ſparen leib und ſeel geſund! „Er woll mir gnad und ſtaͤrke geben, daß ich Ihn mehr mit meinem leben, als mit den worten, ehr' und preiß. Er wolle mich, zu allen zeiten, auf ſeinen weg⸗ und ſtegen leiten, bis in ſeins herzens paradeis. XVIII. Kommt herzu, laßt uns v itzund herz, gemuthe, ſeel und mund auf zu GOtt erheben! Er hat uns viel guts gethan, bald von mut⸗ terleibe an: ſeele, leib und leben, was uns itzt dazu nutzt, was wir ſind und haben, giebet Er, unſer HErr; es ſind ſeine gaben. Es iſt ja die ereatur gar nichts anders, als die ſpur, (0) 4 die 344 Er hat dieſem erden⸗ plan ſolche ſcho nheit angethan, ihn ſo reich gezieret; nicht, daß wir ſollten hier an dem⸗ ſelben kleben, unſe r ſinn ſoll dorthin ſich dadurch erhe⸗ ben. 2 Wer der gaben ſo genießt, das a5 er 6Ott dab bey vergißt, erhat ſich bel fuͤhre et. G Ot⸗ es gabe, muß allein in dem Ge eber; ſüſſe ſeyn, von den ſie heure hret. O men ſch, nimm, auſſer Ihm, ja nichts an, zu lieben! auſſer GOtt wird der tod an der luſt he truͤben. Gieb, o HErr! daß ich mein brod brauchen mag, zu meiner noth, und nach deinem willen: daß doch auch mein neben⸗chriſt, ſich mit dem, was meine iſt, ſei⸗ ne noth mag ſtillen. Gieb doch mir, daß ich dir brauch allein zu ehren, was da hat eine gnad wollen mir be⸗ deenend Laß dein wort mein leben ſeyn! denn das brod kan nicht allein mir das leben geben. Wer, ſprichſt du, me in fleiſch nicht ißt, noch jein blut zum trank genießt, ne iſt ohne leben. Nun, o Hort! laß dein wort und dein ſleiſch mich ſtillen: laß dein dlate mir zu gut, mei⸗ nen durſt erfüllen, Evangeliſche Lieder die zu nu Schopf fer fuͤhret. XIX. Treut euch all, die ihr li⸗ 9 de tragt alhier auf di ſer erden; des Hérrn harrt, ſeyd unverzagt, ihr ſollt getroͤſtet werden! denn unſer 9 it laͤßt nicht in ſpott, d de ſein em wort be⸗ denmd ſheint, als waͤr er feind. aß grauen. bleid, ſey deſſen hochaeii en, V 1 Und obs gleih man ſich doch niht An ſi nem wort heſtindt Ihm ja kein ziel noch maun oyſchreib, Ex wilds wo ſelber viſh en, woduch E. dich gewaltiglich z uiir zeit ſoll ſchützen, Vumt tEr dir zu ſeiner zier allhier und dort mag nüten. Wart aus R,ſeh veſegeih einer mau'r! gies dich in G Ottes haͤnde, und wo hi di i wird der ſtreit zu ſau dih zum gebete wende un he⸗ ſtum bitt! daß Er unl. mit dem Heilgen Geiſt dich ſu⸗ hen⸗ ſo wird Er ſich geni⸗ glich mit troſte laſſen ner⸗ tti etreu,undner 2699 da menſchen i gebrechen: Er weiß/ wie lang' Er warten ſoll, den menſchen zuzuſprechen. und bewahr! bis du un gar vollkommen wi jrſt 3 freuen, wenn deine han als ein gewand, den himme wird verneuen. — A. — ——— — —.— — — — — — — — — —— —— —— = —=— —— — —— — ——— — — — — —— ——— = — — — — — — — — — — — — — —— — — — —— ——— — — — — — —— — —— — — — — — — — — — —— — — — — —— ſche Litder XIh. Treut(euch 39, d ,den D vuau. „ſer erden; 85 1 hautt ſehd an eolt getrſtne unſer Gtt ſi d oott de ſinaa e t, Krauen. Um) ſdeint as nan, m lß dan ſch grauen. — d,«.Au ſeineudung l z dleid ſehdeſa itt Jou ſa feinar ai voſchred En d ſeber wiſen ch dich gewath — zeit ſol ſhitn dir zm ſeiner dort mag uha üc„Part audii au, einer waur 4 GOtteshandn c wird der ſtu dn auc geheteree un fun dit ue ie, dem Heigero ken; ſ vidg digüchnitwze 1 — —— ☚ = — — — 7 d gäca: d. 22o nenſchen wuh d und det *s gar wobkonnn ſaaun umd als ein Gvate wird ventelb 3 — — — — — —— zum ſiebzehnden Seculo. XX. Lebtdoch unſer HErr GOtt noch! faſſe dich, du ar⸗ me ſeele! was betruͤbet dich die noth? ſuche troſt bey deinem GOtt, und in JEſu Seiten⸗höͤle! biſt du doch durch den erwehlt, welcher deine thraͤnen zehlt/ und dein elend abgemeſſen! denke nicht, GOtt ſey zu hoch oder habe dein vergeſſen! Lebt doch unſer HErr GOtt noch! XXI. AEſus iſt der beſte Freund, der uns ewig treu ber⸗ bleibet, der es recht von her⸗ zen meint, den kein ungeluͤck vertreibet: ſeine groſſe guͤ⸗ tigkeit, ſeine treu und freund⸗ lichkeit vermindert keine zeit. XXII. arum wolltſt du doch fur morgen, armes herz! immerwaͤrts, als ein Heide, ſorgen? wozu dient dein taͤglich graͤmen? weil GOtt will in der ſtill ſich der noth annehmen. Ach, der glaube fehlt auf erden! waͤr er da, muͤſt uns ja, was uns noth iſt, wer⸗ den. Die den ZErrn im glauben faſſen, werden nicht, wenns gebricht, von Ihm ſeyn verlaſſen. „Sie befehlen GOtt die ſorgen, wie Er will, und 345* ſind ſtill, immer im verbor⸗ gen: was GOtt will, iſt ihr vergnugen, und wies Er ohngefehr will mit ih⸗ nen fugen. Ihre ſorg iſt fuͤr die ſee⸗ len, und ihr lauff geht hin⸗ auf zu den felſen⸗hoͤlen, zu des HErren JEſu wunden: hier ſind ſie aller muh und der noth entbunden. Nun, HErr JEſu, meine Jreude, meine Sonn, meine Wonn, meiner ſeelen Wei⸗ de: ſorge nur fuͤr meine ſeele! ſo wird mir auch all⸗ hier nichts am leibe fehlen. Alles ſey dir unverholen, was mir fehlt, was mich quaͤlt, groſſer GOtt! befoh⸗ len; ſorge du, ſo will 85 ſchweigen, und vor dir, Liebs⸗Panier*l meine knie beugen.* Hohel. 2, 4. XXIII. Was mein GOtt thut, iſt alles gut, darum be⸗ fiehl Ihm nur all deine ſa⸗ chen. Dein kummerniß kan Er gewiß bald enden und dich wieder ruhig machen. Drum friſch hinan zur ereu⸗ tzes⸗bahn, wenn du zum zeu⸗ gen⸗theil biſt auserkohren! wer willig traͤgt, was GOtt auflegt, der geht auch ein zu den zwoͤlf perlen⸗choren. (o) 5 XXIV 346* XXIV. G828 wills machen, daß die ſachen gehen, wie es heilſam iſt. Laß die wel⸗ len ſich verſtellen! wenn du nur bey IEſu biſt. Inm verweilen, und im eilen bleibet Er ein Vater⸗ herz; laß dein weinen bit⸗ ter ſcheinen, dein ſchmerz iſt Ihm auch ein ſchmerz. Glaub'nur veſte, daß das beſte uͤber dich beſchloſſen ſey; wenn dein wille nur iſt ſtille, wirſt du von dem kummer frey. Laß dir ſuͤſſe ſeyn die ſchmiſſe, die dir IEſu ru⸗ the giebt; der ſie fuͤhret, und regieret, hat nie oyne frucht betrübt. GSdttes haͤnde ſind ohn ende, ſein vermoͤgen hat kein ziel. Iſts beſchwerlich, ſcheints gefaͤhrlich, deinem GOtt iſt nichts zu viel. Wann die ſtunden ſich ge⸗ funden, bricht die hulf mit macht herein; und dein graͤ⸗ men zu beſchaͤmen, wird es unverſehens ſeyn. Drum wohl denen, die ſich ſehnen nach der ſtillen willens⸗ruh! Auf das wol⸗ len faͤllt dem ſollen die voll⸗ bringungs⸗kraft bald zu. Die da weichen und das zeſ chen ihres Braͤutigams verſchmaͤhn, muſſen lauffen zu dem hauffen, die zur lin⸗ fen jeite tehn. Evangeliſche Lieder Aber denen, die mit thr nen kuͤſſen ihres JEſu 1 wird die krone auf da throne den noch. meAnen, Alnnen in dem n⸗ len meines JEſu halk ich ſtill. Es geſchehe, und a gehe, wie und wenn und ua Er wih 4 XXV. ihres Heilands wen menſch, bedenk es eben du edle ereatur! ſich doch des himmels ſpur⸗ ih ab von dieſem leben, der ſchnoͤden eitelkeit, lale dih doch anderweit! Du meie neſt, dir ſey ja recht wahl⸗ aber du biſt jammertehol, du biſt vor noth lebendig en todt. wehlet, der nach dem hin⸗ mel greifft, mit der wet nicht unterſchleifſt; We dem, der ſich vermaͤhlet mi dieſer eiteln welt, dem den tod nicht misgefaͤltt: es traͤgt ein jeder bald dauun, wie er will, den ewgen ſn der weh und ach, der wohe gemach. XXVI. Kein Chriſt ſoll ihm Ne rechnung machen, di lauter ſonnenſchein um iſn ſtets werde ſeyn, under ult ſcherzen moͤg' und lachn Wir haben keinen koſeie garten hier zu gewarten. Wohl dem, ders leben ann Gold —— — — —— =——— — — ———— ——— —— — ——— —— —— — — — ſche Lieder 21 D duaſan t doch des hini 11 Ki wag it wehlet, dame 1, nal greiſt, n an dict untedhe dem, der 8 1 — diefer dien en 3 tod nicht uhn —: kuägt eu arie 3 wieerwildna der wehuda gemach. . ₰ Kei hrſt” =— W retum ne . Jauter ſoniede ſiets nedeſne 2 ſcerzen uid annn hee zum ſiebzehnden Seculo. Gold, ſilber und viel an⸗ dres weſen muß erſt durchs feuer gehn, eh als es kan be⸗ ſtehn. Ein kranker, wenn er will geneſen, muß, uͤber den arzney⸗getraͤnken, ſich nicht viel kraͤnken. Itt noch ſo viel uns wie⸗ derfahren, ſo iſt doch dieſes leid nicht werth der herr⸗ lichkeit, die GOtt an uns will offenbaren; weil ſie nach dieſen kurzen zaͤhren ſoll ewig waͤhren. XXVII. Szeduld ſetzt ihr vertrauen auf Chriſti tod und ſchmerz: macht ſatan ihr ein grauen, ſo faßt ſie hier ein herz, und ſpricht: zuͤrn im⸗ merhin! du wirſt mich doch nicht freſſen, ich bin zu hoch geſeſſen, weil ich in Chriſto bin. Geduld kan lange war⸗ ten, vertreibt die lange weil' in GOttes ſchoͤnen garten, durchſucht, zu ihrem heil, das pargdies der ſchrift, und ſchutzt ſich fruͤh und ſpaͤte, mit eifrigem gebete, vor ſa⸗ kans liſt und gift. XXVIII. Chriſten erwarten in al⸗ — lerley faͤllen IEſum mit ſeiner allmaͤchtigen hand: mitten in ſtürmen und to⸗ benden wellen ſind ſie ge⸗ Darum, o JESu! 347 bauet auf felſichtes land: das kan im herzen den frie⸗ den erhalten, wenn man den Suhöpfer in allem laͤßt wal⸗ en Zweifel und ſorgen ver⸗ dunkeln die freuden: glau⸗ ben und hoffen bringt ehre bey GOtt. Seele, ver⸗ langſt du in ruhe zu wei⸗ den; hoffe, dem holliſchen feinde zu ſpott, werde doch in dir recht ruhig und ſtille! diß iſt des Vaters geſegne⸗ ter wille. Freue dich, wenn du, ſtatt freundlicher blicken, man⸗ chen verbruß und beſchwe⸗ kung und noth duldeſt, und wiſſe, was GOtt will er⸗ quicken, muͤſſe mit JESu durch leiden und tod. Willſt du mit leben, ſo muſt du mit ſterben, anders kan keiner den himmel ererben. G Ottes allmaͤchtige ſtaͤr⸗ ke beweiſet in den ohnmaͤch⸗ tigen maͤchtige kraft; dann wird alleine ſein name ge⸗ preiſet, wenn Er den za⸗ genden freudigkeit ſchafft. . gieb, daß ich dir traue, wenn ich auch eben nichts troͤſtliches ſchaue. XXIX. Läaßt Er mit freuden⸗bli⸗ cken die ſonne hell auf⸗ gehn: laͤßt Er, mich zu er⸗ quicken ſein herz mich offen 0) 5 ſehn: 1 348* ſehn: ſo preiß ich ſeine guͤte und holde Vater⸗lieb, mit dankbarem gemuthe und frohem liebes⸗trieb. Schickt, nach dem tag der freuden, Er eine trauer⸗ nacht, ſo wird ſelbſt ſolches eiden von mir auch hoch geacht't: ich nehms von ſei⸗ nen haͤnden, in herzens⸗de⸗ muth, an; Er weiß es ſo zu wenden, daß mirs nicht ſcha⸗ den kan. XXX. Seele! denke, daß du biſt — zu des Hoͤchſten reich theur erkaufft, durch IE⸗ ſum Chriſt, von des ſatans reich, aus allem ſpott. Welt iſt welt, und bleibet welt, welt⸗gut mit der welt hin⸗ faͤllt, ſchwing dich zu GOtt! XXXI. Was frag ich nach der 8 welt und allen ihren ſchaͤtzen? wenn ich mich nur 1 dir, HErr JEſu! kan ergoͤtzen: dich hab ich einzig mir zur wolluſt vorgeſtellt; du, du biſt meine ruh, was frag ich nach der welt? Die welt bekuͤmmert ſich, im fall, ſie wird verachtet, als wenn man ihr mit liſt nach ihren ehren trachtet: ich trage Chriſti ſchmach, ſo lang' es Ihm gefaͤllt; wenn mich mein Heiland ehrt, was frag ich nach der welt? Evantgeliſche Lieder Was frag ich nach der welt? nen eud ddr Leben, mein Schatz, mei Eigenthum, dem ih tich ganz ergeben, mein ganzes Himmelreich, und was nit ſonſt gefaͤllt. Drum ſagi noch einmal: was frag 1 nach der welt? XXXII. Ich liebe GOtt, und bil ein ſpott, auf ende Ihn zu ehren, wilig we⸗ den. Ich bin ſein knech⸗ drum iſt es recht, daß ihmit Ihm verſchmaͤhet werd auf erden. Oft fuͤhl ich zwar beyder gefahr, wie ſchwer das her ſich koͤnn' im glauben faſen; doch zag' ich nicht, well GOtt verſpricht: Ich wil dich nicht verſaͤumen noch verlaſſen. Ficht mich nun am bas immer kan, ſo acht ich nic in GOtt doch alzeit ſelg Mein glaubens⸗wort heit immerfort: Als trautige und ſind doch allzeit frolih O 6 Ottes⸗Sohn, mem Gnaden⸗thron! ohn di will ich von keinem tuyſe wiſſen: Du ſollt alleinmem Labſal ſeyn, ach laß mih dich, mein Heil! nur nich vermiſſen. XXXIII. ohl dem, der veſt in W glauben ſieht/ imdi gaahw⸗ ſch wua wgenthum, da detgeden, n — — —— — — 2S= — — ᷣ— — — — — — — — — 2——— —— —— — — —— — —— — — —— — —— — MI- d lid odan ein ſolt, a. n unehren d n. Id nſ um iſteset n verſchmhen de. Ott fühliza fahr, wie ſhe pkonn in g⸗ h zag ih Ott berſi h uict deim tlaſſen. Fidt wih m. —— ““ —— ‿ —½ — — — ==W nerfott: Är d ſund doh abt 9 Gorten —— ä“ —— = —— — — — —- —— ————— “ 1 ſal fon, 6 1 renrhä niiben Pl 4. gu 9 ———— 1 ] anat zum ſiebzehnden Seculo. 349 dem namen JESli fleht! denn wahrlich, wahrlich es geſchicht, was Ihm des HErren mund verſpricht. Wenn zu dem Vater ſchreyt ein kind, ſo hoͤrt dar⸗ auf ſein ohr geſchwind. Ein vater giebet keinen ſtein, wenn ſeine kinder hungrig leyn. Drum bet und fleh aus herzens⸗grund, im geiſt, und nicht nur mit dem mund, in glaubens⸗kraft und zuver⸗ ſicht, um alles, woran dirs gebricht. Du aber, JEStl! lehre mich zum Vater beten wur⸗ diglich, damit ich dadurch fruh und ſpat in dir erlan⸗ ge gnad um gnad. XXXIV. as iſt meine freude hier D in dem ganzen leben, daß ich dir, GOtt! fuͤr und fuͤr, bin und bleib ergeben: Du biſt meine zuverſicht, auf dich iſt mein thun gericht, und auch meine freude. Meine freud in dieſer welt iſt zwar nur ein ſtuͤcke von der, die mein GOtt mir halt itzo noch zuruͤcke: doch erblicke ich ſchon hier, wie mein GOtt ſey, fuͤr und fuͤr, meine rechte freude. XXXV. Mein ſeel, oHErr! muß Xloben dich, du biſt mein Heil, des freu ich mich, haſt angeſehn, wie ich ſo g'ring, du haſt an mir gethan groß ding. Wer niedrig iſt und klein geacht, an dem ubſt du dein⸗ gottlich' macht, und macheft ihn den fuͤrſten gleich; den reichen arm, den armen reich. „Du machſt zunicht' der menſchen rath, das ſind, HErr! deine wunderthat; was ſie gedenken wider dich, de geht doch allzeit hinter Wir haben's nicht ver⸗ dient um dich, du faͤhreſt mit uns gnaͤdiglich: zu unſern vatern iſt geſchehn ein wort, das haſt du angeſehn. Ja, Abraham, dem theu⸗ ren mann, dem haſt du ſelbſt einen eid gethan, und ihm geredt das himmelreich und ſeinem ſaamen ewiglich. Lob, ehr, preis und dank ſey geſagt der wahren goͤtt⸗ lich'n Majeſtaͤt, GOtt Va⸗ ter, der barmherzig iſt, GOtt Sohnm, unſerm HErrn IEſu Chriſt, Und GOtt, dem Troͤſter, Heilgen Geiſt, der uns all⸗ zeit ſein' hulf beweiſt, und troſt't uns in dem jammer⸗ thal. Hilf uns! nach un⸗ ſrer gnaden⸗wahl. XXXVI. Jch will den HErren prei⸗ ſen ganz frey vor jeder⸗ . mann, — ͦ——————— —öönnn ——— —————————————— ͦõ—õõʒ——ÿäü 1 ———————————————— —.—— ———————— 3 —— ˙————— mann, und dankbar mich kerweiſen mit allem, was ich kan, das blos vom HErrn ruͤhrt her: was kan der menſch wolmachen, der thor in allen ſachen? es iſt ihm viel zu ſchwer. Er hat ja durch ſein wal⸗ ten an mir diß um und an in vorger zeit erhalten, das nun iſt beygethan: die ſchwachheit nicht geraͤcht, die oft den geiſt deſchweret, und alles diß gewähret was mir zu dienen pfleget. Da muſt' in mein gewiſ⸗ fen, das voller trauren war, troſt, ſtärk und gnade flieſ⸗ ſen, mein IEſus fand ſich dar, ſprach fried und ruh hinein: ſein' angſt, ſein tod, ſein leben, das konte freude geben in meiner herzens⸗ pein. Mein' arbeit, mein ge⸗ ſchaͤffte, gieng mir wohl von der hand, denn GOtt gab ſtärk und kraͤfte und heil zu meinem ſtand. Er hat mit falſcher lehr und irrthum uns verſchonet, hat unter uns gewohnet, ſein heilig⸗ thum, ſein ehr. XXXVII. MNater aller ehren! laß dein wort uns lehren, daß dein reich hier ſey, es geſcheh dein wille, unſern Hunger ſtille, mach uns ſuͤn⸗ den⸗frey, gieb uns nicht dem Evangeliſche Lieder böſewicht, rette uns aus a lem leide und fuͤhr und zu freude! XXXVIII. Heilger Geiſt, du Tröſte mein! hoch vom hin⸗ mel uns erſchein mit den licht der gnaden dein. Komm, ach komm zu ohei⸗ ſti heerd, komm mit deinen gaben werth, uns erleuct auf dieſer erd! Ohne deine gnad und gunſt iſt all unſer thun un kunſt vor GOtt ganz und gar umſonſt. Gieb uns, HErrl wir bitten dich, die wir glaänben veſtiglich, deine gaben mi⸗ diglich. XXXIX. eilger Geiſt, du Hin⸗ mels⸗Lehrel, mächegen Tröͤſter und Bekehrer! ach laß meines herzens ſchrein deine ewge wohnung ſehn Treibe, leite und kegſelt mich zum guten ſtetig fühte⸗ gieb ſelbſt luſt und klaſt da⸗ zu, daß ich GOttes wilen thu! Gieb mir ſtetiges berlan⸗ gen, IEſu veſter anzuhan⸗ . mohr pon ſun⸗ gen, immer mehr von ⸗ den rein, heilig, unbeſte zu ſeyn!.“ Hilf, daß ich mich balde ſchaͤue, wenn ich was m rechts Kh m e 2. * Xxy- Nelge d b 4 mein! — Konn ahien, heerd, form d den wert n 43 I dieſer ed Dyhle de nnſt ſt al mne ſ vor G8 unſoſ. 1 Gied un, . 1 — jälbr gihn „mlsehnn 1 ſer unddii J neins ean dd in ewgenoſm dade lun ic zum qutae d felſt him daß ic Gom 1.. ner 4 4 n rein helbh zum ſiebzehnden Seculo. rechts vornehme, und daß bey mir wahre reu uͤber mein verſehen ſeh! So werd ich, durch dieſes fuͤhren, auch in meinem her⸗ zen ſpuͤren, daß du, wer⸗ ther GOttes⸗Geiſt! in mir wohnſt und kraͤftig ſeyſt. XL. Kein menſchen⸗kind, hie auf der erd, iſt dieſer edlen gabe werth: bey uns iſt kein verdienen; hie gilt gar nichts als lieb und gnad, die Chriſtus uns verdienet hat mit buſſen und verſuͤh⸗ nen. Wir halten, HErr! an unſerm heil, und ſind gewiß, daß unſer theil in Chriſto werde bleiben, die wir durch ſeinen tod und blut des him⸗ mels erb und hoͤchſtes gut zu haben treulich glaͤuben. Und das iſt auch ein gna⸗ den⸗werk und deines Heil⸗ gen Geiſtes ſtaͤrk; in uns iſt kein vermoͤgen. Wie bald wurd' unſer glaub und treu, HErr! wo du uns nicht ſtundeſt bey, ſich in die aſche legen? „Wo GOttes Geiſt iſt, da iſt ſieg, wo dieſer hilft, da wird der krieg gewißlich wohl ablauffen: was iſt doch ſatans reich und ſtand? wenn GOttes Geiſt erhebt die hand, faͤllt alles uͤbern hauffen. 351* Er reißt der hoͤllen band entzwey, Er troͤſt't und macht das herze frey von allem, was uns kraͤnket: wann uns des ungluͤcks⸗wet⸗ ter ſchreckt, ſo iſt Ers, der uns ſchutzt und deckt, viel beſſer, als man denket. * 4 ℳ XILI. Die engel, die im him⸗ — mels⸗licht Jehova fro⸗ lich loben und ſchauen GOt⸗ tes angeſicht, die ſind wol hoch erhoben; doch ſind ſie von dem HErrn beſtellt, daß ſie die kinder auf der welt behuten und bewahren. XLII. Dieſe Geiſter ſind geſchaf⸗ ſen, daß ſie ſollen nacht und tag, ſchuͤtzen uns mit ſolchen waffen, die kein menſch nicht kennen mag: dieſe Helden muͤſſen kaͤmpfen wider das, was in der welt uns an leib und ſeel nach⸗ ſtellt, ſonderlich den ſatan dampfen. Geiſter! unſre ritterſchaft ſchaͤmet ſich vor eurer kraft.. „GOtt der ſorget fuͤr die ſeinen, ob Er erſt zwar in ge⸗ fahr ſeine kinder laͤſſet wei⸗ nen, zeiget Er doch offenbar, daß Er balo ſie wolle retten; Er allein weiß unſer beſt, Er, der ſeine Furſten lißt uns 352* uns zum dienſt und ſchutz auftreten. wenn man doch nichts uͤbete, das dis chor betruͤbete! Nicht allein durch tapfre thaten helfen ſie in kurzer friſt, Engel wiſſen auch zu rathen, wenns gemuth ver⸗ irret iſt: als Elias gar nicht wuſte, was zu thun, da rieth ihm bald GOttes Engel, was geſtalt ſeinen weg er gehmen muſte. Aber wer ſo ſtille waͤr, daß er ſolche raͤthe hoͤr!.. Nun ſo will ſichs ja ge⸗ ziemen, daß wir unſte herr⸗ lichkeit, die uns GOtt er⸗ theilet, ruhmen, wenn Er uns in dieſer zeit ſolche groſ⸗ ſe Furſten giebet, Helden, die zu tag und nacht ſchuͤtzen uns durch ſeine macht: ſchauet, wie der HErr uns liebet! wenn wir gute berzen waͤrn, gute Geiſter dienten gern. XLIII. Reſchuͤtz uns, durch die ₰☛ wachſamkeit der heili⸗ gen Heerſchaaren, laß ſie um uns ſtets ſtehn bereit! ja laß uns wiederfahren auch dieſe gnad, daß fruͤh und ſpat viel raͤuchwerk uns zu dem gebet von dir gege⸗ ben werde! Ach, deine liebe flamm uns an, mit neuen liebes⸗ Nammen! fuͤhr du uns auf Evangeliſche Lieder der pilger⸗bahn, daß winin geiſt zuſammen vereinigt, brennen von dem trieb dee uilt wunder⸗ſüſſen GOttes⸗eh ahn und ganz verzehret werden! ⸗ Wir ſind nicht unſer eign hur mehr, dir muſſen wir uur aann leben: wir wollen auch,wel un du ſo ſehr gern dich fuͤr und unng gegeben, durch deine gnad Mht die deinen ſeyn, und dienen an dir, dem HErrn, allein mt patg. ganzem geiſt und ſeele. rriih Gemeinſchaft haben wr mwe alſo mit dir in leid und wahn freuden, zuletzt wir weren mimſſ mit dir froh, wenn ſich ge⸗ end't die leiden; denn wie guu kont' da noch trauken ſeyn, h wo du in uns nun lebſt a ſf lein, du Quelle aller ftenden „ 42 * XLIV. Du heilige Drehyfaltigkeit, a du hochgelobte Eing dmd keit, GOtt Vater Sohnund ihſat Heilger Geiſt! heutdiſn ic tag mir beyſtand leil. m HERR/ ſegne und bei iu te mich! erleuchte mihh gnaͤdiglich, Hei n HErr, n: heb' auf mich dein myeſat Katt u deinen frieden auf ulch a. rich t'. Rähl. — üh XL 6 m 1 e 1 da, d O treuer Huͤter,. Bru ban nen aller guͤtel! 3 k 4 e Lieder er pilger Achn eiſt dremdi kennen don d nunder⸗ üͤſſen 6' dud gan Ahelzejae 9 — — — — — — =— — —= —— —=——= —— wuefit mn gegeden, mmait he deinen ſen ie An, dem HE den ai 4 P eitudi 2 Gemeinſcin ga lſo mit di u — dud aͤllette =nit dir ſtoh 1 Adt die leidn ünt da wodhie = vo du in uns. Snaud Katt A D pi un 1 keit ohh 70 e Gel ſ 4 1 tag urd nimd 2 und deie ſit — Knicht! III raciin 2 9 ren ae — — = S ——— laß doch ferner uͤber unſer leben:„ bey tag und nacht dein' hut und guͤte ſchweben! Lobet den HErren!:, Gieb, daß wir heute, Hurn, durch dein geleite, auf unſern wegen ungehin⸗ dert gehen, und uͤberall in deiner gnade ſtehen. Lobet den HErren! Treib unſern willen, dein wort zu erfullen, lehr uns verrichten heilige geſchaͤffte, 3 wo wir ſchwach ſeyn, da gieb du uns kraͤfte! Lo⸗ bet den HErren! XL.VI. So wachet denn, ihr ſin⸗ nen wacht, legt allen ſchlaf beyſeit! zum lobe GOttes ſeyd bedahi denn es iſt dankens Wie ſoll 8 r. du See⸗ len⸗Licht! zur gnuͤge dank⸗ har ſe vn? Mein leib und ſeel iſt dir verpflicht, und ich bit in ewig dein. Denn deine treue liebes⸗ hand hat heunt bey mir ge⸗ wacht, auch allen ſchaden abgewandt, in der verwich⸗ ꝛen nacht. In deinen armen ſchlief ich? ein: drum konte ſatan nicht mit ſeiner liſt mir ſchaͤd⸗ lich ſeyn, die er auf mich gericht. Hab dank, o IEſu! habe dank fur deine lieb und treu; hilf, daß ich dir, mein goenlang von herzen dank⸗ bar ſey! zum ſiebzehnden Seculo. 373* Gedenke, HErr! auch heut an mich, an dieſem 99 de tag, und wende von mir gnaͤdiglich, was dir mißfallen mag. Vrhor, o IEſu! meine bitt; nimm meine ſeußzer an, und laß all' meine tritt und ſchritt gehn auf der gnaden⸗ bahn. Gieb deinen ſegen dieſen tag zu meinem werk und that! damit ich froͤlich ſa⸗ gen mag: wohl dem, der IEſum hat! Wohl dem, der Flſam bey ſich füͤhrt, ſchließt Ihn ins herz h hinein! ſo iſt ſein ganzes Wun geziert, und er Lan ſelig ſeyn. Nun dann, ſo fange ich mein werk, in IEſu na⸗ men, an: Er geb' mir ſeines Geiſtes ſtaͤrk, daß ichs vol⸗ 3 kan. XLVII. O GOtt! im namen JE⸗ ſu Chriſt reiß ich nun meine ſtraſſen: mein Hu⸗ ter und mein Hirt du biſt, du wirſt mich nicht verlaſ⸗ ſen; mein leib und ſeel be⸗ fehl ich dir, mein ehr und gut, und was du mir auf dieſer welt beſchexet. Wend unterdeß all unheil ab von meinen anverwand⸗ ten, die ich zu haus gelaſſen hab', und auch von den be⸗ banrlenn laß ſie dir, GOtt! hlen ſeyn, hilf, daß ich 354 ſie und all das mein in gu⸗ tem zuſtand finde. Daneben gieb auch diß dabey, daß ich behutſam wandle; und immerdar vor⸗ ſichtig ſey in allem, was ich handle: durch deines Heil⸗ gen Geiſtes gnad gieb rech⸗ te zeit, verſtand und rath, zu meinem thun und laſſen! XLVIII. HERR! alles iſt dein gaſt, was du geſchaffen haſt; du ſpeiſeſt ja die ra⸗ ben, die dich gebeten ha⸗ ben: wie ſollteſt du nicht hoͤren die menſchen insge⸗ mein, die ſich alleine keh⸗ ten zu dir, und glaͤubig ſeyn? Dir geben wir die ehr: und bitten ferner ſehr, wenn wir hinfuͤhro tiſchen, ſo wol⸗ leſt du erfriſchen mit deinen edlen gaben den leib, und auch zugleich die arme ſeel erlaben; ſo ſind wir doppelt reich. Gieb uns des leibes noth, die kleidung und das brod, durch deinen reichen ſegen, dran alles iſt gelegen! ſonſt nutzet kein begieſſen. Dein wort, HERR! hilft uns wohl, die ſpeiſe zu genieſſen, welch uns erhalten ſoll. XLiX. Nun ruhet menſch und — viehe, nach dieſes ta⸗ ges muͤhe und abgelegter laſt. Mein GOtt! ſey hoch geprleſen, daß du dich treu Evangeliſche Lieder. erwieſen und heute mit 2 tragen haſt. Wenn du von deinen g ben, o HEer! wolltſt rec nung haben, und zoͤgeſt un vors recht: ſo weiß ich, da wir bloͤden kein wltlil koͤnten reden; wir kennan uns, als gar zu ſchlecht. Daher wirſt du verze⸗ hen, wenn wir die ſchud bereuen, die unſte ſal druckt; und wenn ſich das gemuthe, auf dieſe deim gute, zu einer wahlen an⸗ drung ſchickt. Wir bleiben doch die dei⸗ nen, und du verwirfeſtkei⸗ nen, deß herz in kunmen liegt. Wie wilſt du kön nen haſſen, und dein ge⸗ ſchöpfe laſſen, das ſich un deine fuſſe ſchmiegt! HErr JEſu, meines leben⸗ — Heil, mein Sete⸗ Schatz, mein Herzens⸗Lheit mein leib und ſeele fteuen ſich, mein mund und zunle lobet dich. 77, d. „Zwar mich betrubt de ſuͤnden⸗ſchuld; jeboch acmet mich deine huld, in deut wunden blick ich hin, wo ic gerecht und ſelig bin. t So leg ich mich ind hat hinein, du ſolſt mein ahen ſegen ſeyn; ſo wird, l ſ ler ſcherheit deen. ickt, der geiſt erfreut. zujet,de es geht unnogi an, daß ohne GOtt ich he Lieder erwiſſen ud nant dn ſee 1 en den ortaſ 1 ſ fn. * uns als garzu — Daher u 1 11 Hen eim 1 Aſch, nen mor & bobet dich 1 mmich deine hud” 8 mich dein ſud, 1 wunden blik hit egtech ud ni 6 — So la i nt 1 vick delg 1 rh. 2 an dp th 1 zum ſiebzehnden Seculo. fen kan, drum ſehn ich, JE⸗ Sul! mich nach dir, und bitte, ruhe doch bey mir. So ſchlaf ich ſelig und vergnugt, da IEſus Chri⸗ ſtus bey mir liegt, und Er mein herz in dieſer nacht zu ſeinem hinnelsebelie macht. wiegen⸗Aied. Schlaf ſanft und wohl, ſchlaf, liebes kind! die⸗ weil die engel bey dir ſind, die ſehen GOttes angeſicht: ſie wachen hier und ſchlum⸗ mern nicht. Du ſchlaͤfſt, und liegeſt weich dabey; dein Heiland lag auf ſtroh und hen: im finſtern ſtall, auf holz und ſtein; du liegſt in deinem wiegelein. Dir ſtoͤret niemand ſchlaf und ruh; Ihm ſetzten tau⸗ ſend feinde zu. Du lebſt vielleicht im uͤberfluß, da Er bald elend leiden muß. GOtt ſegne deiner mut⸗ ter ſchoos: nimm zu, gedeih und werde groß, fromm und an deiner ſeelen reich, an weisheit deinem JIJESu gleich! GOtt fuͤlle dich mit gnad und licht, daß durch dich andern wohl geſchicht; und werd' ein baum, der ſchatten giebt, du pflaͤnzlein, welches JEſus liebt! GOtt iſt ein wahrer Kin⸗ der⸗Freund, wenn ſie der weisheit ſchuͤler ſeynd: ſo⸗ 355* wol als ſein Sohn, JEſus Chriſt, die kinder ſegnet, herzt und kuͤßt. Sagt: ſind die freuden jener zeit nicht auch der kin⸗ der herrlichkeit? ſagt: wer in Chriſti reich eingeht, als der es, wie ein kind, em⸗ pfäht! Ein kind weiß nichts von bosheit ſchuld, von langem zorn und ungeduld; von rachgier, feindſchaft, haß und neid, von geitz und wu⸗ cher, mord und ſtreit. Sey, wie das zarte JE⸗ ſus⸗Kind, gerecht, getreu und fromm geſinnt! dis Kindlein gieng die tugend⸗ bahn, und war den eltern unterthan.. Dein GOtt verklaͤre fuͤr und fuͤr ſein liebes JEſus⸗ Kind in dir, daß deine ſeel erkennt und faßt, was du am Kindlein JESli haſt. Was IEſus iſt und heißt und thut, das iſt und thut Er dir zu gut. Dein groſ⸗ ſes elend macht allein, daß 6 ein kind, wie du, muſt eyn. „Wer es mit dieſem Kinde haͤlt, fur dieſen iſt das reich beſtellt: der nimmt, er ſey klein oder groß, mit Ihm dort gleiches erb und loos. Wie bald iſt auf der welt verricht, worzu uns unſer GOtt verpflicht! es iſt noch um ein kurzes nun, und um den letzten ſchlaf zu thun. Bald ſſ a— ———— “ 356† Bald weckt uns der po⸗ ſaunen⸗ton, bald ſteiget Chri⸗ ſtus auf den thron, und wer mit Ihm hier in gefahr, ver⸗ achtet, arm und elend war. Schlaf, liebes kind! ſchlaf unbetruͤbt, wenn GOtt ver⸗ ſtand und jahre giebt, ſo wachs im geiſte tag und nacht, bis dich GOtt ewig ſelig macht! 3 * * LI. O IEſu Chriſt! der du 7 7 der 3 3* f 84 2** uns biſt— all dieſer erden: gieb, daß ich ganz in deinen glanz mag aufgezogen werden. Zeuch mich nach dir, ſo lauffen wir, mit herzlichem belieben, in dem geruch, der uns den fluch verjagt hat und vertrieben. Zeuch mich nach dir, ſo lauffen wir in deine ſuſſe wunden, wo in geheim der honigſeim der liebe wird ge⸗ funden. Zeuch mich nach dir, ſo lauffen wir, dein liebſtes herz zu kuͤſſen, und ſeinen ſaft mit aller kraft aufs beſte zu genieſſen. „Zeuch mich an dich und ſpeiſe mich, du ausgegoßnes Oele! geuß dich im ſchrein meins herzens ein und labe meine ſeele, LIII. &ʒu biſt ja ganz mein ei⸗ — gen, HErr JEſu! und ich dein, nichts ſoll von dir Evangeliſche Lieder mich beugen, ich fan ſong memands ſeyn: Dir hat auch dich, mein Leben! haſt ganz ergeben mir. ich mich ergeben, weil du „Wie haſt du doch ſo hes b tig geliebt mich armen ſiaule gieb, daß ich dich recht naf tig, als dein erſtrittner raub, im herzen mag empfinden, und dich mit mir verbinden bey treuer gegen⸗brunſt. Nimm weg aus meinen herzen, was deines wilens nicht: loſch aus die ſren⸗ den kerzen durch deime wangen licht: ich wunſce nie zu kennen ein anders herzens-brennen, als deiner lieb in mir.. Und darf ich endlich ſchei⸗ den von dieſem kumen⸗plan, ſo nimm mich, durch dein leiden erkaufften, fbeund⸗ lich an, bey dir mich in be⸗ halten dort, wo man ton erkalten und ſcheiden nichs mehr weiß. Mv. 9 ein herz iſt nur in him⸗ l mel droben, denn da iſt auch mein ſchatz und theil den hat mir JEſus auige⸗ hoben, dort iſt das mir vel⸗ prochne heil, die welleln iſt mir viel zu ſchlecht, in himmel iſt mein bukgel⸗ recht.. 22 C 5„ Wohlanf ſo will ich dgtc ſterben! ich he Aul 9 ich ni nd alſo kan ii ich nicht, u nin = — — —=— — == — — — —— — Wie hatduda zpiennade dd daß ihd M dab denan 1 herzen nag ai d dic wtmm. V treuer gehaae Rinm me an deen, wos ne cht: löſch ah u keren de angen lihk. e zu keunen lzens drewma td in wit und dafiihch n von dein hmmn nih, d lden erkuft ch an, beydn alten dott, wn falten und e 9. 1 U- MNii hetzſim. — — — 5 — mel doha tauch meinſan en hat mi ſe oben, dott id ochne hal dr ir vul ut imwel in u zum ſiebzehnden Seculo. nicht berderben, wenn der bau dieſer huͤtte bricht: es kömmt mir all's als leben fuͤr; denn du, mein JEſu! lebſt in mir.. Dein bote kan mich nicht erſchrecken, die welt erſtaune vor ſein bild, mir ſoll er lauter luſt erwecken, weil du durch ihn mich holen willt; womit man lang bekannt⸗ ſchaft hat, da hat das ſchre⸗ cken keine ſtatt. Ey kommt, ihr angeneh⸗ men ſtunden, komm, eile, mein erloͤſungs⸗tag! da ich, von aller noth entbunden, das ſterben ſelig enden mag, da find ich, in des Hochſten hand, mein Eden und gelobtes land. So, HERR! will ich mich dir ergeben, dir, deſſen eigenthum ich bin; du, lieb⸗ ſter JEſu, biſt mein Leben, und ſterben bleibet mein ge⸗ winn, ich lebe dir, ich ſterbe dir: biſt du nur mein, ſo gnuget mir. Wilt du mich laͤnger ſter⸗ ben laſſen, ſo geb ich mich geduldig drein; darf ich in deinem arm erblaſſen, ſo wird mirs eine gnade ſeyn: wer deinen rath erkennt und ehrt, der iſt zum him⸗ melreich gelehrt. LV Weil nichts gemeiners als abſcheiden, und bald vielleicht die reih an mir, ſo will ich mich auch deß be⸗ 317* ſcheiden/ ſo mach ich ein gut ende hier. Ich ſterb, eh ich den geiſt aufgeb/ ſo ſterb ich dann nicht, ſondern leb. Weil aber diß iſt eine ſa⸗ che, die nicht in menſchen⸗ kraͤften ſteht; ſo weiß ich, wie ichs kluͤglich mache, daß mein vorhaben doch fort⸗ geht: ich lauf gerade zu dem Mann, der zum wohl⸗ ſterben helfen kan. Das iſt mein JEſus, der ſein leben fuͤr meines hat geopfert auf, mir ſein ver⸗ dienſt zum troſt gegeben, ſein blut zu meiner ſeelen kauff, und mir, durch ſeine todes⸗ noth, erworben freyheit von dem tod. „Ich gebe dir zu treuen haͤnden, HERR! meine ſeel, dein eigenthum; mag dir das deine nicht entwen⸗ den, es bleibet dein, zu dei⸗ nem ruhm: gieb du nur ſelber achtung drauf, HErr enu meinen geiſt nimm auf. Bereite mich von aus⸗ und innen, wie du mich ſel⸗ ber haben willt. Den glau⸗ ben mehr, ſtaͤrk meine ſin⸗ nen, und ſey mir immer ſonn und ſchild; die ſunde tilg, dem ſatan wehr, und zeig dich mir mit deinem heer. Ich bitt mir aus dein' heilge wunden zur ruh, dein wort zur arzeney, dein’'s leidens kraft zur letzten ſtun⸗ den, 258* den, des Vaters herz, des Troͤſters treu, dein blut zur kron und ſterbe⸗kleid, zuletzt zum grabe deine Seit. Auf dieſe weiſe mag mein ſterben kurz waͤhren oder aber lang, mir iſt, als einem himmels⸗erben und GOttes⸗ kinde, drum nicht bang. Die GOttes⸗Lieb, das JEſus⸗ Blut macht ende gut, und alles gut. LVI. HennR ich bin ein gaſt auf erden, hab allhier kein' bleibend' ſtatt: mein leib muß zur erden werden, draus er ſeinen urſprung hat. Mein geiſt faͤhrt zu dir, mein GOtt! JESll, durch dein' wunden roth, todes⸗kampf und bitter lei⸗ den, laß mich ſeliglich ab⸗ ſcheiden! Wider meine ſchwere ſun⸗ den laß mich, liebſtes IE⸗ ſulein! ruhe finden in den wunden, in des creutzes⸗to⸗ des⸗pein, dadurch du getil⸗ get haſt erb⸗ und wirklich' ſunden⸗ laſt: fuͤr ſünd' g rechtigkeit gegeben, fuͤr den tod das ewge leben. Mein' ſeel thu gar wohl bewahren in dein'm lebens⸗ bundelein, daß ſie mit den engel⸗ſchaaren lob' und preiſ den namen dein! Dieſer leib in ſeinem grab ſeine ſanſte ruhe hab! laß mich Evangeliſche Lieder auferſtehn zum leben, und in ewgen freuden ſchweben. LVII. Jo ruhe nun in GOttes armen, mein leib ſchläſt ſanft und ſelig ein, die Liet läaſſet mich erwarmen bey ewig gnaden⸗reichen ſchein; dort hatt' ich wenig luße⸗ ſtunden, hier hab ich ſiein GOtt gefunden. Da wird das Lamm nich ewig weiden in feldern bor⸗ ler ſicherheit, da iſt das hin⸗ mel⸗brod der freuden in ewigkeit fuͤr mich beleit Das hab ich ſchon vonott empfangen mit denen, de voran gegangen. Ihr, die ihr itzo thrä ſpeiſet, denkt an des hinn honigſeim, ob ihr gleich noch durch Mara reiſet, GOtt bringt zu rechter zeit euch heim. — Da werdet ihl mi freuden ſehen, wie wohl es meiner ſeel geſchehen. LVIII. Mas iſt unſre lebenszeit W nichts als noth und eitelkeit. Was auch koch ſo herrlich ſcheint, witd als muͤh und angſt beweint. Und was iſt der Heilgen tod? nur ein ende aller nolh und, nach uͤberſtandner pemn wahrer freude naͤher ſehl⸗ O ihr freuden in dem HErrn, meine ſeele hatt euch — 5 — — 8 — —— — — Lieeder zum ſiebzehnden Seculo. 359* ² eſteht zun ein, freuden inn und geſtorben fuͤr meine miſſ Kun een euch gern, frenden inn⸗ und geſtorben fuͤr meine mi⸗ 3 von ian aͤnſerlich! auf die freuden had 1skar meie miſe⸗ b U freu ich mich. be All ſuͤnd iſt nun verge⸗ 2dnbman LI. nmich nlaruaneſefain darf Henr Jeſn hrit! dein vor GDn dem HErren nnan W thenles Blut iſi meiner mein. Ich bin ganz neu ge⸗ . Ve te ſelen hochſtes Gut, das ſchmucket mit einem ſchonen a aast ſtärts das labt, dasmacht kleid, gelieret und geſticet ſtun allein mein herz von allen mit heil und grrechtigeit. † den, ſitſite ſünden rein. Dafür will ich Ihm ſa⸗ 1 z rim Dein Blut, mein ſchmuck gen lob und dank allezeit, Y da viddite und ehren⸗kleid: dein un⸗ it freud und ehren tragen 4 gwedeni ſchuld und gerechtigkeit diß koſtliche geſchmeid', will 1 ſcherhenun macht, daß ich kan vor damit herrlich prangen vor e d elehn unn u der Gdten Meaair,enpen 1 ka in en ſreud eingehn. 9 nit eu erlangen die ewge 1 habihſte JEſu Chriſte, GOt⸗ ſeligkeit. n hfangen u tes Sohn, mein Troſt, nein 1XI. dt nn gana Heil, mein Gnaden⸗thron! Ml.. 3 dein dein theures Blut, dein be. IESlI, hore mich! denn d ſedetm bens⸗ſaft, giebt mir ſtets D ich hoff auf dich. Mei⸗ 1 m uine neue lebens⸗kraft. nelwegen komin entgegen, Göinun leit und führe mich! th Nar LX Du mein Sonnen⸗Licht I nnt uu uin ach entzeuch dich nicht, wenn i DNu Sch freu mich, in domn De C cd hich nicht menn en i Sen, tich, in dem der ſeelen, wie in holen, licht Nae an—₰ HErren, aus meines und muth gebricht! meierſägg herzens grund, bin froͤlich, Meine Ruh und Naſt vr 5 ehren, itzt und zu auf des tages laſt! wahrer Aml aner iund: mit freuden friede! wenn ich nude und will ich ſina wenn ich mude und Bala will ich ſingen, zu lob dem voll herzens braſt. — 3—2—ö—— 8öoöo p an namen ſein, ganz lieblis Du mein Paradeis, we ü Peit ſhn, n, ganz lieblic Du mein Paradeis, wo eleet Ie 4 erklingen ein neues lie⸗ ich ruhe weiß! Friedens⸗ denlh da delein. fuͤlle, kühle ſtille auf den ihmdn„In ſund war ich verloh⸗ ſtreiter⸗ſchweiß! uind waſte ren, ſündlich war all mein Allerbeſter Freund! der d wre ne thun: nun bin ich neu ge⸗ es herzlich meint, und den Inuten thun: nun bit heu ge⸗ es ch meint, und den aduahin bohren in Chriſto, GOttes ſeinen, wenn ſte weinen, ſſͤõééé —— — nnnn Sohn; der hat mir heil bald mit troſt erſcheint. d d ir ſan erworben durch ſeinen bit⸗ Du mein Heil und Chriſt, 1 En un kern tod, weil Er am creutz fuͤr des ſatans liſt: mein ge⸗ 360% Evangeliſche Lieder gefehrte zu der heerde, deren Hirt du biſt! Nun, ich ſterb in dir, und du lebſt in mir. Allgemaͤh⸗ lich werd ich ſelig. Oeffne mir die thuͤr!; O was ſeligkeit, ruh und hoffnungs⸗ zeit! O was wonne bey der Sonne, die mich dort erfreut! 1.XII. Mas hat gethan der heil⸗ ☛ ge Chriſt? ſag an, o herz! zu dieſer friſt: Er hat des bittern todes band zerriſſen gar, mit eigner hand. Die ſchuld der welt Er zahlen ſollt, nicht zwar mit ſilber oder gold, ſondern mit ſeinem theuren blut; alsbald aufhoͤren ſollt der tod. Im himmel hoch Er ju⸗ bilirt, ſein Geiſt die ganze welt regiert: durch Ihn geht fort des Vaters rath, wie der Prophet geſchrieben hat.. Ich bin ein edles pflaͤn⸗ zelein, und trag das ehren kraͤnzelein, und bin ein furſt der herrlichkeit, gezieret mit gerechtigkeit. Der ſonnen⸗glanz ſich 7 2 ſchaͤmen thut, vor meinem licht und klarheit gut. Es wünſchen ſich die engelein, ach moͤchten wir ſchon auch ſo ſeyn! Des Vaters herz, in lieb entbrannt, hat ſich gaͤnzlich zu mir gewandt. Er ſpricht zu mir aus herzens⸗grun. du biſt mein kind, zu alln ſtund, „Bitt was du willt, en iſt ſchon dein, weil du de liebe erbe mein; in deinen tempel wohne ich, wenn i beteſt, ſo hoͤr ich dich. Und weil Chriſtus, nah ſeinem rath ſich nun wit mi vereinigt hat: wer wil ſ⸗ gen, daß ich ſo holdn Heilgen Geiſt nicht hahen n ſollt?* Luc. 1, 33. Denn iſt der born bon balſam voll, ſo muß der fluß auch riechen wohl. Der weinſtock giebt den keben kraft, die reben habn den meiſten ſatt. Zudem bin ich ein maͤht⸗ ger herr, zu ſtreiten widen ſatans heer: keir fünd noch zorn mich ſchrecken kan⸗ das g'ſetz muß mich zuti⸗ den lahn. Denn ich bin ſtey c ſuͤnd und zorn: was ſtag ic nach des ge'ſetzes holn, ⸗ mit der teufel an michwilt erlohren hat er doch d und leben iſt: fül Wer. wohlthat uberall ſag ich d dank mit frohem ſchal. S11 — 9 Nah G 4 S ang Mracgé aeda 9 eghe 1 äe anüt Lieder tir aus hetzens⸗n ens⸗gunn 4 nein ind, zn a Ditt was du wilt, Rit was du vilt,, ſchon den, weikd d be et wein; in diina tet ſohor ch ih. an dole, Mnf d auchriechenwohl. Oer aſcct gett di uben ft de nden hawn d ſen ſſt. zuden bnihhein nit Phetr, d ſteikn wa rans heer: kirſidnet en nich ſcuata m pſet nuß vi g nd uid orn:waiſc ich des giezet 3 t der teuftlalche ruhren hataud — — — — ll. 1 Penn e ſüt gtuth, 0 49 1 V 1 4 — de der uſ ranineſt u und weil if bir 1 giſt, der o 6 1 d leben ſl. t hlthat iberal 2 nt mit fuhen 8 ſi im ſiebzehnden Seculo. 551. Geegruͤſet ſeyſt du, meine Kron, und Konig aller frommen! der du zu troſt von deinem thron, uns ar⸗ men ſuͤndern kommen. O unumſchraͤnkte Majeſtaͤt! wie kommts, daß dirs ſo klaͤllich geht? das macht dein huld und treue. Wer dankt dir deß? wer iſt der mann, der ſich, wie du fur uns gethan, um dich zu ſter⸗ ben freue? Was ſoll ich dir doch im⸗ ermehr, o Liebſter! dafur geben, daß dein herz ſich ſo hoch und ſehr bemuͤht hat um mein leben? Du retteſt mich, durch deinen tod, von mehr als Einer todes⸗noth, und machſt mich ſicher woh⸗ nen. Laß hoͤll und teufel böſe ſeyn, was ſchadt's? ſie muſſen dennoch mein und meiner ſeelen ſchonen. Vor groſſer lieb und heil⸗ ger luſt, damit du mich er⸗ fuͤllet, druͤck ich dich an mein herz und bruſt, ſo wird mein leid geſtillet, das deinen au⸗ gen wohl bekannt; und das iſt dir ja keine ſchand, ein krankes herz zu laben. Ach bleib mir hold und gutes muths, bis mich die ſtroͤme deines bluts ganz rein gewa⸗ ſchen haben Sey du mein ſchatz und hoͤchſte freud, ich will dein 337 diener bleiben, und deines creutzes herzeleid will ich in mein herz ſchreiben. Verlei⸗ he du mir kraft und macht, damit, was ich bey mir be⸗ dacht, ich auch ins werk mag ſetzen: ſo wirſt ou, Schon⸗ ſter! meinen ſinn, und al⸗ les, was ich hab und bin, ohn unterlaß ergotzen. 552. allerſchoͤnſtes Angeſicht, wie biſt du zugericht! Wer hats gethan, mein Au⸗ gentroſt? wer war doch ſo verboſt? Ach! ich mit mei⸗ ner ſunden⸗ſchwere, ich, ich habs ſelbſt gethan! Ich will mit liebs⸗ und fünder⸗zaͤh⸗ ren abwaſchen dieſen bann. 553. Gottes⸗Wunden! was ſoll ich, du groſſer Rich⸗ ter/ gegen dich, verdienen und erwarten? dieweil du hier der ſuͤnden⸗laſt ſo eifrig ab⸗ geſtrafet haſt. Der blutge ſchweiß im garten, der dor⸗ nen ſchmerz, der geiſſel ſchmach, der rothen ſtriemen ungemach, die creutzes⸗laſt, der ſchnoͤde tod, erinnern mich, o heilger GOtt! o heilger GOtt! was ſuͤnde ſey, und dann dabey der ſtrengen ſtrafen mancher⸗ ley. p Ach! 338 Ach! heilge Gottheit, geh doch nicht mit deinem knechte ins gericht! Ich ſchrey und appellire im wah⸗ ren glauben, reu und leid von deiner richter⸗ſtrengig⸗ keit, an deiner gnaden⸗thuͤ⸗ r, abſonderlich zum Va⸗ ter⸗herz, das in das ereutz und todes⸗ſchmerz, fuͤr mei⸗ ne ſchwere miſſethat, auch ſeinen Sohn gegeben hat. HErr IEſu Chriſt, ich halte mich getroſt an dich, und an dein lieben ewiglich. Du biſt das theure Loͤſe⸗ geld, der werthe Schatz der ganzen welt, in deinen tief⸗ fen wunden hat mein zer⸗ knirſchtes ſünder⸗herz von ſeiner angſt und hoͤllen⸗ ſchmerz erwuͤnſchte ruh ge⸗ funden. Sind meine ſün⸗ den ohne zahl, ſo iſt dein theures wunden⸗mahl auch unermeßlich, daſelbſt GOtt ſich gar fuͤr mich giebt in den tod. HErr IEſu Chriſt, weil ich in dir und du in mir, ſo bin ich ſelig fur und fur. Weil du mir dann dein ehren⸗kleid der himmliſchen gerechtigkeit, dein ganz hoch⸗ heilig leiden, mittheileſt, ſo tret ich, mit dir, vor deinen Vater glaͤubig hier, auch deiner ſieges⸗freuden, im bruder⸗recht, theilhaft zu ſeyn, der raͤumt mir dann in gnaden ein des himmels Evangeliſche Lieder guter, weil Er ſchon dich mi geſchenkt zum en um Sohn. HErr IEſu Chriſt weil deine pein und ereuz iſt mein, ſo kan mir niche verſaget ſeyn. b 554. Weil man dieſem Paſch⸗ Lamm kein bein muſt brechen, ein kriegs⸗mehl die lanze nahm, thate dant ſtechen in ſein' bruſt, daraus geſchwind blut und waſer runnen. Komm, du kan⸗ kes menſchen⸗kind! zun ge⸗ ſundheits⸗brunnen. 555. Ich lobe Dich von hetzen fuͤr alle deine ſchmerzen fur deine ſchlaͤg und wan⸗ den, der'r du ſo viel enyfan⸗ den.. Dir dank ich fuͤr deinle⸗ den, den urſprung meiner freuden; Dir dant ich ſin dein ſehnen und heiß bel⸗ goßne thraͤnen. Dir dant ich fuͤr deinli⸗ ben, das ſtandhaft iſt gebli⸗ ben; Dir dank ich fur den ſterben, das mich dein keih macht erben. Nun bin ich losgezehle von ſunden und veimähle mit dir, mein liebſtes kehen was kanſt du werthels g, ben? 21) bihe — dein pei u enn und(len nein, ſo tan mi ſa de ſan dir wice 5 54. eil man dieſe dſ kanm kein 8 3 hen, ein ktiegs⸗ ane nahe thateden aun ſeiy'uſ,aran rino kant un) paſt 11 Kaung, ay fhan ancerein zum e Neitsbeunne. M 2 lobe Dih tun ſen 4 10 alle dejn in d Jdeine ſchläg uw⸗ idi⸗ ileww Jedut ihſir den urſckung n Jia Di der hi ſchnen un git — —= 1 R jie dank ich d uesfindg aſit Di dant 1,1 ſel, 5 1 abt elben. 1 an bin G bu dlt unden 9 1 im ſiebzehnden Seculo. daß, Schoͤnſter! meine ſeele doch ſtets in dieſer hoͤle des leibes, mit verlangen, an deiner liebe hangen. Nun kan ich nicht herder⸗ ben, drauf will ich ſelig ſter⸗ ben, und freudig gudite⸗ hen, o JESul! dich zu ſehen. 556. Wenn meine ſuͤnd mich kraͤnken, o mein HErr IEſu Chriſt! ſo laß mich wohl bedenken wie du ge⸗ ſtorben b iſt, und alle meine ſchulden⸗laſt, am ſtamm des heilgen creutzes, auf dich ge⸗ nommen haſt. O Wunder ohne maſſen, wenn mans betrachtet recht! Es hat ſich martern laſſen der HErr fuͤr ſeine knecht: es hat ſich ſelbſt der wahre Gtt, fuͤr mich verlohrnen menſchem gegebeni in den tod. Was kan mir denn nun ſäaden der ſuͤnden groſſe zahl? ich bin bey GOtt in gnaden, die ſchuld iſt allzu⸗ mal bezahlt durch Chriſti theures blut; daß ich nicht mehr darf furchten der hoͤl⸗ len quaal und glut. Drum ſag ich dir von herzen itzt und mein leben⸗ lang, fuͤr deine pein und ſchmerzen 0o IEſu! lob und dank, fuͤr deine noth und angſt⸗geſchrey, fuͤr dein un⸗ ſchuldigs ſterben, fuͤr deine lieb und treu. 339 HErr! laß dein bitter Leiden mich reitzen fuür und für, mit allem ernſt zu mei⸗ den die ſündliche begier; daß mir nie komme aus dem ſinn, wie viel ct Dich geko⸗ ſtet, daß ich erloͤſet bin. Mein ereutz und meine plagen, ſollts auch ſeyn ſchmach und ſpott, hilf mir geduldig tragen: gieb, o mein HErr und GOtt! baß ich verlaͤugne dieſe welt, und folge dem exempel, das du mir vorgeſtellt. Laß mich an andern uͤben, was du an mir gethan, und meinen naͤchſten lieben, gern dienen jedermann, ohn eigen⸗ nutz und heuchel⸗ſchein, und wie du mir erwieſen, aus reiner lieb allein. Laß endlich deine wunden mich troͤſten kraͤftiglich, in meinen letzten ſtunden, und deß verſichern mich: weil ich auf dein verdienſt nur trau, du werdeſt mich annehmen, aß ich dich ewig ſchau. 557. Siſer ch driſt du, du biſt meine wonne, du biſt meines herzens luſt, dich trag ich in meiner bruſt, o du ſchoͤne Himmels⸗Sonne! Iſt nicht kund, daß dein mund dem verziehen, der im tempel reue trug und mit weh ans herze ſchlug? wie ſollt ich dann vor dir flie⸗ her 2 Du 340 Du haſt dich ja fuͤr mich laſſen toͤdten: dei theures opfer⸗blut iſt fuͤr meine ſeele gut, rettet ſie aus allen noͤthen. Nimm mich auf, wenn mein lauff wird geſchloſſen, laß in deiner Seitenſchrein meine ſeele ſicher ſeyn, weil dein blut fuͤr ſie vergoſſen. 558. Deine Wunden will ich ℳ kuſſen, ſie verehrn mit allem fleiß, dein verliebtes Herze gruſſen, wie ich im⸗ mer kan und weiß, will mich ganz darein empfehlen. Ach das wird mich ſchlieſſen ein, daß ich vor dem grimm der hoͤllen kan darinnen ſicher ſeyn! 559. ESu, meines lebens Le⸗ J den, JESu, meines todes Tod! der du dich fur mich gegeben in die tieffſte ſeelen⸗noth, in das aͤuſſerſte verderben, nur daß ich nicht moͤchte ſterben. Tauſend, tauſendmal ſey dir, liebſter JESu! dank dafur. Du, ach! Du haſt aus⸗ geſtanden laͤſter⸗reden, ſpott und hohn, ſpeichel, ſchlaͤge, ſtrick und banden, du gerech⸗ ter GOttes⸗Sohn! nur mich armen zu erretten von des teuſels ſuͤnden⸗ ketten. Tauſend, ꝛc. und dein Evangeliſche Lieder Du haſt laſſen wunde ſchlagen, dich erbärmiichrig⸗ ten zu, um zu heilen meine plagen, um zu ſetzen mich in ruh. Ach! du haſt, zu mei⸗ nem ſegen, laſſen dich mit fluch belegen. Tauſend, /. Man hat dich ſehr hart verhoͤhnet, dich mit groſſem ſchimpf belegt, mit der dor⸗ nen⸗kron gekroͤnet, was hat dich dazu bewegt? daß du möoöchteſt mich ergetzen, mit die ehren⸗kron aufſeten Tauſend, ꝛc. Du haſt wollen ſeun ge⸗ ſchlagen, zu verhuͤten nei⸗ ne pein; faͤlſchlich laſſendich anklagen, daß ich nicht ver⸗ klagt ſoll ſeyn: daß ich mochte troſtreich prangen, haſt du ſonder troſt gehan⸗ gen. Tauſend, k. Du haſt dich in noth ge⸗ ſtecket, haſt gelitten mit he⸗ duld, gar den herben tod e⸗ ſchmecket, um zu buſſen nei⸗ ne ſchuld; daß ich wuͤde losgezehlet, haſt du wolen ſeyn gequaͤlet. Tauſend. Deine demuth hat geſ ſet meinen ſtolz und übe⸗ muth, dein tod meinen od verſuſſet, es kommt alles ti zu gut; dein verppotten, dein verſpeyen, muß zu eh⸗ ren mir gedeyen. Tauſende. Nun ich danke dit vol herzen, JESu ſur geſam⸗ te noth; fuͤr die fur die ſchmerzen, üLieder b haſt laſſe wunden zendicherbärmüch iih. un un zu heilen wein en um zu ſezen mich „Ahl du ſaſt um⸗ ſege, laſen dich lit delegen. Taufend, an hat dih ſerhet ohnet dic mi gaßſe ſpf deieg, mt dri⸗ don gkune, vani dazr bewegt, dß u Lu mih afepn m Chren⸗Rtou alffegn 20 z. daſ nalen eyn g⸗ dn nvethäten ge⸗ an ſälſtühlaſendi uxn Nhich nücnwr, f ſal ſehn de ſ rre tkoſtrech peanoa⸗ edu ſonder brſtgh a Tauſend k. haſtdich iet i haſt geltten n gar den herden dctt,um iu duße ald; das it n vzedlet, hafdn geguilet. Tauint eine demuty ſat sjeinen ſioß W ee dein tod min it es koumt ſet es kounni 1 1 3 6 —— —— — — „ 2 — —— —— — — — 5 — — — 1 1 — 1 — — ——— — — — — — — — — — — — ———ꝛẽ p 1 — — it gedeyen Jn , „ fur die bah M;, ann, ſhi hje ſhmetzen h im ſiebzehnden Seculo. 341 herben bittern tod, fuͤr dein zittern, fur dein zagen, ſur die tauſendfachen plagen, fuͤr dein ach und tieffe pein, will ich ewig deine ſeyn. 560. Nun giebt mein JESulS 4 gute nacht, nun iſt ſein Leiden ganz vollbracht, nun hat Er ſeiner ſeelen pfand geliefert in des Vaters hand. Kommt, ihr geſchopfe! kommt herbey, und macht ein herbes klag⸗geſchrey, zu del erſchuͤtterlichen friſt, da GOtt am ereutz verſchie⸗ den iſt. Des tempels vorhang trennet ſich, das erdreich be⸗ bet furchtſamlich, die berge ſpringen himmel⸗an, daß nan den abgrund ſchauen kan: So muß der HErr der herrlichkeit belaͤutet werden dieſer zeit, da man denſelben in der ſtill hinab zur ruh⸗ ſtatt bringen will. Die weiber ſtehen zwar von fern und wollten ſehn den ausgang gern: doch wiſſen ſie nicht, wie man wohl den leih zu grabe tra⸗ gen 5 Uletzt begiebt ſich in ge⸗ fahr der Joſeph, hi de raths⸗herr war, der Chri⸗ ham Kieoe undon nicht, 1 on bra gericht. I. kachte vors Getroſt iſt ihm ſein herz und ſinn; drum geht er zu Pilato hin, begehrt den leich⸗ nam IEſu Chriſt, der ihm auch nie verwegert iſt. Bald koͤmmt der Nicode⸗ mus auch, zu ſalben Ihn nach altem brauch. Er bringt die beſte ſpecerey ſamt ſaubern tuͤchern mancherley. Da JESuS unn iſt balſamirt und ſein auf tod⸗ ten⸗art geziert, da ſenker man Ihn ſanft hinab, und leget Ihn in Joſephs grab. Nun freue dich, o from⸗ mes herz, daß dich der ſün⸗ den bittter ſchmerz hinfuͤh⸗ ro nicht betruben kan, die ſelbſt begrub der Schmer⸗ zens⸗Mann. Nun Er that deine bos⸗ heit ab und nahm ſie gaͤnz⸗ lich mit ins grab: und als Er ward vom tod befreyt, da bracht Er mit gerechtig⸗ keit. Sterb ich nun gleich, was iſts denn mehr? ſteh ich doch auf init pracht und ehr: im grabe bleibt der ſuͤnden⸗ ſchlamm, den ich aus dieſer welt mit nahm. Mein Heiland hat in je⸗ ner nacht den ſabbath mir zuwege bracht: der hilft mir bald zur ſuͤſſen ruh, in⸗ dem ich thu mein' augen zu. Hier leb ich aller unruh voll, und wenn mans den⸗ noch loben ſoll, ſo heißt es gleichwol, daß hiebey „ 3 nur — — ſſ ——— ö ——— ——— P 34² Evangeliſche Lieder nur muͤh und angſt gewe⸗ ſen ſey.. Und heißt das nicht ein groſſer ruhm? mein grab wird mir zum heiligthum: denn Chriſtus, der im grab erwacht, hat heilig auch mein grab gemacht. Bald koͤmmt die liebe zeit herbey, wenn uns der engel feld⸗geſchrey macht munter, daß wir JEſum ſehn und zu des Lammes hochzeit gehn. 561. traurigkeit, o herzeleid! F= iſt das nicht zu bekla⸗ gen? GOtt des Vaters ei⸗ nigs Kind wird ins grab ge⸗ tragen. 1. Das Lamm, mein GOtt! da liegts nun todt/ am ereutz iſt es geſtorben, hat dadurch das himmelreich uns aus lieb erworben. O menſchen⸗kind! nur deine ſund hat dieſes ange⸗ richtet, da du durch die miſſe⸗ that wareſt ganz vernichtet. Dein Brautigam, das G Ottes⸗Lamm liegt hier im blut befloſſen, welches Er ganz mildiglich hat fur dich vergoſſen. O ſuͤſſer Mund, o glau⸗ bens⸗grund, wie biſt du ſo zerſchlagen! alles, was auf erden lebt, muß dich ja be⸗ klagen.. O lieblichs Bild, ſchoͤn, zart und mild, du Soͤhnlein der Jungfrauen! niemand kan dein heiſſes blut ſo⸗ reu anſchauen. ſbuhe der der O ſelig iſt zu aller friſ dieſes recht bedenket,wie HErr der herrlichkeit wird ins grab geſenket! O JESul! du meir huf und ruh, ich bitte dich nt thraͤnen: Hilf, daß ich mih bis ins grab nach dir moͤge ſehnen! O gnaͤ 562. IEſu Chriſt! erbarm dich, hor unſre dite diglich, durch dein ver⸗ dienſt, durch deinen toh er⸗ loͤſe uns aus aller nonh. .253. IEſu Chriſt, meins l⸗ bens Licht, mein hoc⸗ ſter Troſt, mei n'Zuverſicht! auf erden bin ich nur ein gaſt, und fuͤhle doch mein theilgen laſt. Ich hab vor mir ein wichr vaterland, da ge reis, zu dir, ins himlicch paradeis, da iſt mein rechtes 4 ran du dein blut haſt gewandt. Zur reiß iſt mir meinhetz ſehr matt, der nig kraͤfte hat; ſeele ſchreyt zu hol mich heim, zu dit. Drum ſtaͤrk leib gar we⸗ allein mein dir: HErr! nimun mich mich durch das Leiden dein in meinen letzten todes⸗pein! dein blu⸗ ſchweiß mich troͤft und ei⸗ quick, mach mich frey dul dein' band und ſirick! Deil! S ¹ =——— ———— —— — Lieder 2 heiſſs! endne Iälut inde Kſelig ſt u aler deſes recht bedente Keſ Herr der dnl 3 disgradgfeke. SJSu dunex n uh, ichbite dih ne un: N deön 5 d ſ dach dir mio 302 Fin ghrit abam. dih, fer m jſe bit ddlich durch deir ber⸗ ¹durch deinen toh, Id and ake krach 8. et Guſt wändle dens licht, wei ohe Proſeneir gaeſ perden din ich m h t und fible dochna gen laſt dabrarmitene rib zu dir ind 3* kdee n ſt wen cland, daran A 1 chaſt gewandk. trraifit minut Fmatt, 15 lu dfte hat: Alhi 8 gdi. ℳ ——. im ſiebzehnden Seculo. 343 Deiw' backen⸗ſtreich' und ruthen friſch der fͤnden ſtrie⸗ men mir abwiſch! dein hohn und ſpott, dein' dorne⸗kron laß ſeyn mein' ehre, freud und wonn! Dein durſt und gallen⸗ trank mich lab', wenn ich ſonſt keine ſtaͤrkung hab'! dein angſt⸗geſchrey kommt mir zu gut, bewahrt mich vor der hoͤllen glut! Die heiligen füͤnf wunden dein laß mir rechte fels⸗lö⸗ cher ſeyn, darein ich flieh Kih eine taub', daß mich der hollſche weyh nicht raub'! Wenn mein mund ni icht kan reden frey, dein Geiſt in meinem herjen ſchrey: dein letztes wort laß ſeyn mein licht, wenn mir der tod das herz zerbricht! Dein ereut laß ſeyn mein'n wander⸗ſtab; mein' ruh und raſt dein heilges grab: die reinen grabe⸗tuͤ⸗ cher dein laß meine pilger⸗ kleider ſeyn! Laß mich durch deine naͤgel⸗maal erblicken die ge⸗ daden wahl: durch deine aufgeſpaltne Seit mein' ar⸗ me ſes ele heimgeleit. Auf deinen nabſchi ed/H HErr! ich nan drauf meine letzte heimfahrt bau: thu mir die himmels⸗thur weit auf, wenn ich beſchließ meins le⸗ dens lauf. An deinem tag erweck mein'n leib: hilf, daß ich dir zur rechten bleib; daß mich nicht treffe dein ge⸗ richt, welchs das erſchrecklich⸗ urtheil ſpricht.. Alsdenn mein'n leib er⸗ neure ganz, daß er leucht wie der ſonnen glanz, und aͤhn⸗ lich ſey dein’m klaren leib, auch gleich den lieben engeln bleib. Wie werd ich denn ſo froͤ⸗ lich ſeyn, werd ſi ngen mit den engelein, und mit der auserwehlten ſchaar ewig ſchauen dein antlitz klar! 64. Häürr Chriſte, treuer Hei⸗ land werth ein Schoͤpfer himmels und der erd! nimm unßr gebet mit gnaden an, zu deinem lob und preis ge⸗ than. Dein' guͤt ſo groß ans ereutz di ich bracht, dadurch wir ledig ſind gemacht: denn Adams ſund und ban⸗ de ſchwer tragſt du und lo⸗ ſeſt ſie, o HErr! Dein iſt der hohe him⸗ mels- thron, noch wirſt du eines Menſchen Sohn, und wegerſt dich des ſterbens nicht, e in's ſchmaͤl'chen toos wirſt hin ngericht. Du laͤßt di tr bande leg en an, auf daß wir freyheit mo⸗ gen han, die ſchmach du traͤg ſt, die ewge ſchmach ch, zu wenden all ihr ungemach. Am creutz du he in ngeſt an⸗ gehaft, die erb bewegeſt di † 4 mit 344 Evangeliſche Lieder mit kraft, dein'n maͤchtgen ker Held! wo iſtein feind, geiſt du giebeſt auf: darob den Er nicht faͤllt? kii erbebt des himmels lauff. angſt⸗ tein liegt ſo ſchwer Bald ſtehſt du auf, ein auf mir, Er walzt ihn bon Sieges⸗HErr, und leuchteſt des herzens thuͤr. in des Vaters ehr: deinss Kein creutz und kuülſl Geiſtes kraft, du Koͤnig iſt ſo tieff, mein Heilan fromm! uns allezeit zu huͤl⸗ thut darein ein'n griff,fuͤhet fe komm. mich heraus mit ſeiner hand „ wer mich will halten, widh 565 zu ſchand. .„Lebt Chriſtus, was bir Früh morgens, da die ſonn' ich betruͤbt? ich weiß, nn aufgeht, mein Heiland Er mich herzlich liebt: ven Chriſtus auferſteht: ver⸗ mir gleich alle welt ſiud rieben iſt der ſünden nacht, ab, gnug daß ich Cheſſum licht, heil und leben wieder⸗ bey mir hab. bracht. Hallelujah! Durch Ihn bin ich nit Itt iſt der tag, da mich die GOtt verſoͤhnt, die ſi⸗ welt am creutz mit ſchmach ſchaft iſt ganz abgelehnt: gefangen haͤlt: drauf folgt wo Er itzt iſt, da mofß ich der ſabbath in dem grab, hin, weil ich ein gled ſeins darinn ich ruh und frieden leibes bin. Hallelujah! hab. Im kurzem wach ich froͤ⸗ 566. lich auf, mein oſter⸗tag iſt Macht auf die thor' der ſchon im lauff: ich wach auf, g'rechtigkeit! der Hen durch des HErren ſtimm, köoͤmmt wieder aus den veracht' den tod mit ſeinem ſtreit. Laßt Ihn mit ften⸗ grimm. den ſingen an, laßt ſiugen, Am creutz laͤßt Chriſtus wer da ſingen kan 4 wit oͤffentlich vor allem volke hab'n nun wied'r den Siche⸗ tödten ſich: da Er durchs Mann. todes kerker bricht, laͤßt Ers G8tt ſey gepreiſt und die menſchen ſehen nicht. hoch geehrt! die pforrnde Der HErr den tod zu hollen ſind zerſtort, der hin⸗ doden ſchlaͤgt, da Er ſelbſt mel ſteht uns offen wied todt und ſich nicht regt, geht die engel GOttes fahrn her aus dem grab, in eigner nied'r, freun ſich mit und kraft, tod, teufel, hoͤll an als unſre bruͤd'r. de Ihm nichts ſchafft. Heim gehn wir aus in O Wunder groß! o ſtar⸗ kerker los; der teufel 6 3 j thhin Ru 84 de Lieder Held! wo iſ en KE jitr ln n fen in e a lr, àr wahht ihn w veun n n Kein dranz un tin woo tieff, Wein Heila utdarein inngeif ü kit ghitn, de keniüt ic n fnichſerzlihlck vem „gleih ale welt ind nan daß ich Chrlſhn dit had duch An dn ih ni wrſohn de ſänd⸗ dt it gam ahgedhn. vEr it ſt, R mſit well ih ein glid i Rs bin. Hälelhel .. Pact auf de ke rrechtigkeitdſt unt wieder an eit. Laßt In nl Kſingen an, lüii er da ſigen ia. Vnnun wiedrdne ann. 9 won eh gh— zc geehrt! de ſn len ſind zerſin 3 el ſteht uns dfe 1 eengel GOthiſt er, temnſün unſte beude. 1 Hein gehn n fer los: N — im ſiebzehnden Seculo. uns fuͤrchten muß, unßr wehr und waff'n iſt GOttes hut, ſein Geiſt und ſieg macht uns ein'n muth, unſßer troſt und ſtark iſt Chriſti blut. 56)7 eut triumphiret GOttes Sohn, der von dem tod erſtanden ſchon,(Halle⸗ lujah! Hallelujah!) mit groſſer pracht und herrlich⸗ keit: deß dank'n wir Ihm in ewigkeit. Hall. Hall. Dem teufel hat Er ſein' gewalt zerſtöͤrt, verheert in aller g'ſtalt; wie pflegt zu thun ein ſtarker held, der ſeinen feind gewaltig faͤllt. 9. ſüſſer HErre JEſu Chriſt! der du der ſuͤnder Heiland biſt, fuͤhr uns, durch dein’ barmherzigkeit, mit freuden, in dein herrlichkeit. Hier iſt doch nichts, denn angſt und noth: wer glaͤu⸗ bet und haͤlt dein gebot; der welt iſt er ein hohn und ſpott, muß leiden oft ein'n ſchnoͤden tod. b „Nun kan uns kein feind ſchaden mehr, ob er gleich murrt, ſſt ohn gefaͤhr. Er liegt im koth, der arge feind, dagegen wir GOttes kinder ſeynd. „Dafur danken wir alle gleich; und ſehnen uns ins himmelreich, es iſt am end, GOtt helf uns all'n! So finden wir, mit grofſem ʃ. ſchall 345 GOtt dem Vater, im hoͤch⸗ ſten thron, ſamt ſeinem ein⸗ gebohrnen Sohn,(Hall. Hall.) dem Heilgen Geiſt, in gleicher weis, in ewigkeit ſey lob und preis! Hallelu⸗ jah! Hallelujah! 568. 1 Aufß, auf! mein herz, mit freuden, nimm wahr, was heut geſchicht! Wie koͤmmt nach groſſem leiden nun ein ſo groſſes licht? Mein Heiland ward gelegt, da, wo man uns hintraͤgt, wenn von uns unſer geiſt gen himmel iſt gereiſt. Er ward ins grab geſen⸗ ket: der feind trieb groß ge⸗ ſchrey; eh ers vermeint und denket, iſt Chriſtus wieder frey, und rufft: Victoria! ſchwingt frolich hie und da ſein faͤhnlein, als ein Held, der feld und muth behaͤlt. Der Held ſteht auf dem grabe, und ſieht ſich munter um: der feind liegt, und legt abe, gift, gall und un⸗ geſtuͤm; er wirft zu Chriſti fuß ſein hoͤllen⸗ reich, und muß ſelbſt in des Siegers band ergeben fuß und hand. „Das iſt mir anzuſchauen ein rechtes freuden⸗ſpiel: nun ſoll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will ent⸗ nehmen meinen muth, zu⸗ ſamt den edlen gut, ſo mir durch JEſum Chriſt, aus lieb, erworben iſt. „ Ich 346 Ich hang und bleib auch hangen an Chriſto, als ein glied; wo mein Haupt durch iſt gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reißt durch tod, ſünd, holl; ich bin ſtets ſein geſell: es tobe, was da kan, mein Haupt nimmt ſich mein an. 569. O tod, wo iſt dein ſtachel nun? wo iſt dein ſieg, o hoͤlle? Was kan uns itzt der teufel thun, wie bos er ſich auch ſtele? GOtt ſey gedankt, der uns den fieg ſo herrlich hat, nach dieſem krieg, aus gnad und gunſt gegeben. 0. Sey froͤlich alles, weit und breit, was vormals war verlohren! weil heut der HöErr der herrlichkeit, den 6O?T ſelbſt auserkohren zum Sunden⸗Buͤſſer, der ſein blut am ereutz vergoſſen, uns zu gut, vom tod iſt aufer⸗ ſtanden. Der tod hat keine kraft nicht mehr, ihr durfet ihn nicht ſcheuen; hier iſt der Sieges⸗Fuͤrſt und HErr! deß ſollt ihr euch erfreuen: darzu ſo iſt Er euer Haupt; drum werdt ihr, die ihr an Ihn glaubt, als glieder mit Ihm leben. Der hollen ſieg der iſt auch ſein, Er hat ſie gar zer⸗ ſtöret; es darf nicht furch⸗ PEvangeliſche Lieder ten ihre pein, wer Ihn und ſein wort höret: und weil des teufels macht und liſt gedampit, ſein kopf zertreten iſt, mag er ihm auch nicht ſchaden. Nun, GOtt ſey dank! der uns den ſieg durch Chriſtum hat gegeben, und uns den frieden fur den krieg und fur den too das leben erwor⸗ ben, der die ſund und tod, welt, teufel, holl und was in noth uns ſturzet, uberwun⸗ den. Vl. Die G Ottes⸗Cherubim er⸗ heben ihre ſtimm, fun⸗ kelnd von blitz und ſrrahl. Ihr lied iſt, wenn ichs ſagen darf, dazu ſpielt mehr als Eine harf: Ehre dem Sei⸗ ten⸗ maal! 72. wunder⸗groſſer Sieges⸗ Held, du Sundemta⸗ ger aller welt! heut haſt du dich geſetzet zur Rechten dei⸗ nes Vaters kraft, der feinde ſchaar gebracht zur haſt,bis an den tod verletzet, mach⸗ tig, praͤchtig, triumphireſ jubilireſt: tod und leben iſt HErr Chriſt! dir untelge⸗ en. Dir dienen alle Cherubim viel tauſend hohe Seraphim dich, Sieges⸗Furſten! lo⸗ ben: weil du den ſegen wie⸗ derbracht, mit mareſtaͤt und groffer pracht, zur ſreni hfeücben Renömtu ſfet a egdeen dhhr geun virſ böumtvovd Fand lhe 3 „ſütt du d des bllt i Lieder üre xen, wer kJhn w wort hönet;: And bit beufels naht and ſ danpit, ſein kopfzenaen 1ag er ihm auch g Nan, GOtt ttſey danet den ſie duuch Cheiſ priſ 1 leda und und dden fir den tieg m rdentod das lhen aner v dr die fämd nd w d keufel, Hollund van — uns ſtüryet, abenvan .7. eGduescherubine Rden ite ſäwm fag⸗ d un dd w Kaa rhed it wennichoſſcee f daul 1 twahr eharf: Ehredenc 14 wain N72 uunaauſtet Held, du Sunden raler weltl h ut Hgeſezet ur Rchen⸗ Vaters tratdeſ zar geract u de dn od aln „krächtig, Kn Ra Jläret: th uhih rrſt! d n — — 7 71 im ſiebsehnden Seculo. biſt er hoben. Singet, kl in⸗ get, ruhmt und ehret Del n, ſo faͤhret auf gen himmel, mit poſaunen und getummel. Du biſt das Haupt, hin⸗ gegen wir ſind glieder it es kommt von dir auf uns licht, troſt und leben, heil, friede, freude, ſtaͤrk und kraft, er⸗ quickung, labſal, herzens⸗ ſaft wird uns von dir gege⸗ ben: bringe, dringe mein ge⸗ wilhe, mein gebluͤte, daß dichs preiſe und dir lob und dank erweiſe. HErr IEſu Chriſte, Da⸗ vids Sohn, du Sieges⸗Fürſt und Gnaden⸗thron! komm, lu mein verlangen; du, du biſt, allen uns zu gut, nun durch dein theures eig⸗ nes blut ins heiligthum ge⸗ gangen: komn ſchier, hilf mir! dann ſo ſollen, dann wollen wir ohn ende froͤ⸗ lich klopfen in die haͤnde. 573. Aif, Lbriſs himmelfahrt allein ich meine nach⸗ fa ort grunde, und allen zwei⸗ fel, angſt und pein damit ſtets überwinde: denn weil das Haupt im himmel iſt, wird ſeine glieder JEſus Chriſt, zur rechten zeit, nach⸗ holen. 574. Men lebetage will ich Dich aus meinem ſinn nicht laſſen; Dich will ich 347 ſtets, gleichwie du mich, mit liebes⸗ armen faf ſſen. Du ſollt ſeyn meines herze licht; und wenn mein ders bricht, wie man ſpricht, ſollt du mein herze bleiben. Ich will mich dir, mein Zaupt und R Kuhm, zu dei⸗ nem ewgen eigenthum er⸗ geben und verſchreiden. Ich will von beiner lieb⸗ lichkeit bey nacht und tage ſagen, bey aller unvermoͤg⸗ lichkeit mich gern ins die⸗ nen wagen. Mein bach des lebens ſoll ſich dir und deinem namen fur und fuͤr mit dankbarkeit ergief ſen:: und was du mir zu gut ge⸗ than, das will ich ſtets, ſo tieff ich kan, in mein zedae niß ſchlieſſen. Erweitre dich, mein her⸗ zens⸗ſchrein! du ſollt ein ſchatz⸗haus werden der ſchaͤ⸗ tze, die viel groͤſſer ſeyn, als himmel, meer und erden. weg mit den ſchaͤtʒzen dieſer welt und allem, was der welt gefaͤllt! Ich hab ein beſers funden: mein groſ⸗ ſer ſchatz, HErr JEſu Chriſt! iſt dieſes, was ge Aloſfn iſt aus deines leibes wunden. Das ſoll und will ich mir zu nutz zu allen zeiten ma⸗ chen: im ſtreite ſoll es ſeyn mein ſchutz, in traurigkeit mein lachen, in frolichkeit mein ſaiten⸗ſpiel; und enn mir nichts mehr ſchmecken will, ſol mich dis manna 6 ſpeiſen 348 ſpeiſen; im durſt ſoll's ſeyn mein waſſer⸗quell, in ein⸗ ſamkeit mein ſprach⸗geſell, zu haus und auch auf reiſen. Was ſchadet mir des to⸗ des gift? dein blut das iſt mein leben: wenn nich der ſonnen hitze trift, ſo kan mirs ſchatten geben; ſetzt mir ein ſeelen⸗ſchmerze zu, ſo find ich bey dir meine ruh, als auf dem bett ein kranker; und wenn verfol⸗ gungs⸗ ungeſtum mein ſchif⸗ lein treibet um und uͤm, ſo biſt du dann mein anker. Und tret ich endlich, gu⸗ tes muths, in deine hoch⸗ zeit⸗zimmer, ſo iſt der pur⸗ pur deines bluts meins eb⸗ ren⸗ rockes ſchimmer: er iſt der haupt⸗ſchmuck meiner Fron, mit welcher ich will auf den thron des SOtts der kirche ſteigen. Dann wird die Mutter, dran ich ſog, und die mich fuͤr dich auferzog, die Braut dem Praͤutgam zeigen.* 575. Ach bleib mit deiner gna⸗ 2 de bey uns, HErr JE⸗ fu Chriſt! daß uns hinfort nicht ſchade des boͤſen fein⸗ des liſt. Ach bleib mit deinem wor⸗ te bey uns, Erloſer werth! daß uns, beyd' hier und dorte, ſey gut' und heil be⸗ ſchert. Evangeliſche Lieder Ach bleib nit deinem glan⸗ ze bey uns, du werthes Licht! dein wahrheit uns umſchan⸗ ze, damit wir irren nicht. Ach bleib mit deinem ſe⸗ gen bey uns, du reicher HErr! dein' gnad und all's vermoͤgen in uns reichlich vermehr. Ach bleib mit deinem ſchutze bey uns, du ſtarker Held! daß uns der feind nicht trutze, noch faͤll die boͤſe 6 welt. Ach bleib mit deiner treue bey uns, mein HErr und GOtt! beſtaͤndigkeit ver⸗ leihe, hilf uns aus aber noth. 876.. Err JEſu! dir ſterb ich; HErr JEſu! dir leh ich: HErr JEſu! dein bin ich todt und lebendig. ** 4½ Sf. O Heilger Geiſt! kehr bey uns ein und laß uns deine wohnung ſeyn: laß deinen troſt uns hoͤren, daß wir in glaubens⸗einigkeit auch koͤnnen aller Chriſten⸗ heit dein wahres zeugniß lehren. Hoͤre! lehre! daß wir konnen herz und ſinnen dir ergeben, dir zum lob und uns zum leben. Stey uns ſtets bey mit deinem kath, und fühl und ſelbſt den rechten pfad, die wir den weg nicht uilpn 4 7 Fnb nrgan dndſir we den üſa vaügenſen di atahen an herze Rhnso 7 w diint 1h wd un, Fl gheindg ra Mn Mlſ uig 1 toic u ſe lebend danden ſetzwit ianen keirütei n) li ſaſſtemn ne en. „Hieb, ſgete Lieder dch bleid nit deinen du! dein gnad mag nogen in uns beih ſ ticc Ad ieid ui m te bey uns, du 2d! daß uns d — — — —— b ttnn. nach fälige lhleid nitunte uns, mein grr tt! beſtändatt de Le, hif w w ar 1) N. ErrJEu! dieſeit ⸗ HErr Je, i 4 HErr SEul wa odt und ſäeng * ¼ MI. Heilger Geit th * uns ein und li dee wohnung fm. 1 z6ll 4 1 der Ghſ mdenn wahns i tonnen ſermſe erveben di unli den rechenrin 5 weg lic 4 im ſtebzehnden Seculo. gieb uns beſtaͤndigkeit, daß wir getreu dir bleiben fur und fur, wenn wir uns lei⸗ den muſſen: ſchaue, baue, was zerriſſen, und gefliſſen, dir zu trauen und auf dei⸗ nen troſt zu bauen. Laß uns dein' edle bal⸗ ſams⸗kraft empfinden und, zur ritterſchaft, dar urch ge⸗ ſtaͤlket werden: gieb, baß wir unter deinem ſchutz ent⸗ kommen aller feinde trutz, ſo lang wir ſeyn auf erden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder troſt empfinden, alles boſe uüber⸗ winden. O ſtarker Fels und Le⸗ bens⸗Hort, laß uns dein himmel⸗ſuſſes wort in un⸗ ſerm herzen brennen, daß wir uns moͤgen nimmermehr von deiner weisheit⸗reichen lehr und deiner liebe tren⸗ ien! Flieſſe, gieſſe deine gute ins gemuthe, daß wir köonnen Chriſtum unſern Heiland nennen. Du ſuſfer Himmels⸗thau, laß dich in unſre herzen kraͤf⸗ tiglich! und ſchenk uns dei⸗ ne liebe, daß unſer ſinn ver⸗ bunden ſey dem naͤchſten ſtets mit liebes⸗treu, und ſich darinnen übe. Kein neid, kein ſtreit dich betruͤbe, fried und liebe wollſt bu geben, ſanft⸗und demuth auch dar⸗ neben. Gieb, daß, in wahrer hei⸗ ligkeit, wir luhren unſte le⸗ 349 bensseit! ſey unſers geiſtes ſtaͤrke, daß uns forthin ſey wohl bewuſt, wie eitel iſt des fleiſches luſt, und ſeine ſuͤnden⸗werke. Ruͤhre, fuͤh⸗ re unſre ſinnen und begin⸗ nen von der erden, daß wir Gottes⸗leute werden.* * 2 Tim. 3, 16. NNS8. dein menſchen⸗kind hie auf der erd iſt dieſer edlen Gabe werth, bey uns iſt kein verdienen. Hie gilt gar nichts, als lieb und gnad, die Chriſtus uns verdienet hat, mit buſſen und verſühnen. Wir halten uns an unſer Heil, und ſind gewiß, daß wir ſein theil aus gnaden werden bleiben, die wir, durch ſeinen tod und blut, des himmels erb und hoͤch⸗ ſtes gut zu haben, treulich glaͤuben. Und das iſt auch ein gna⸗ den⸗werk und GOtt des Heilgen Geiſtes ſtaͤrk, in uns iſt kein vermogen. Wie bald wurd unſer glaub und treu, HErr! wo du uns nicht ſtundeſt bey, ſich in die aſche legen!. Wo Gttes Geiſt iſt, da iſt ſieg, wo dieſer hilft, da wird der krieg gewißlich wohl ablauffen: was iſt voch ſataus keich und ſtand? wenn GOttes Geiſt erhebt die hand, fällt ales übern hauffen. 3 Er 350 Evangeliſche Lieder Er reißt der hollen band' entzwey, Er troͤſt't und macht das herze frey von allem, was uns kraͤnket; wenn uns des unglucks wet⸗ ter ſchreckt, ſo iſt Ers, der uns ſchuͤtzt und deckt, viel beſſer, als man denket. „Er macht das bittre creutze ſuͤß, iſt unſer licht in finſter⸗ niß; fuͤhrt uns als ſeine ſchafe, haͤlt uber uns ſein ſchild und wacht, daß ſeine heerd, in tieffer nacht, mit ruh und friede ſchlafe. „759. runnquell aller guͤter, Herrſcher der gemuther, lebendiger Wind, Stiller aller ſchmerzen, deſſen glanz und kerzen mein gemuth ent⸗ zuͤndt! lehre mich zu allen zeiten deine kraft und lob ausbreiten. Starker GOttes⸗Finger, fremder ſprachen Bringer, ſuͤſſer Herzens⸗ſaft, Troͤſter der betruͤbten, Flamm' der GOtt⸗ verliebten, alles athems Kraft! gieb mir dei⸗ ne brunſt und gaben, dich von herzen lieb zu haben! Wie ein hirſchlein gehnet, ſich nach waſſer ſehnet, wenn es wird gejagt, ſo pflegt mein gemuthe, HErr! nach deiner guͤte, wenn es wird geplagt, t eff zu ſeufzen und im durren nach dir, reicher Strom, zu girren. 5e.s omm, Heiliger Geiſt, du K hochſtes Gut! entzund mein herz mit deiner giut: beſchatte nich nit deiner uhle, daß ich nicht fremde hitze fuhle. 581. Zeuch ein zu deinen tho⸗ ) ren, ſey meines herzens Gaſt, der du, da ich geboh⸗ ren, mich neu gebohren haſt, o hochgeliebter Geiſt des Vaters und des Sohnes, mit beuden gleiches thrones, mit beyden gleich gepreiſt! Ich war ein wilder ke⸗ ben, du haſt mich gut ge⸗ macht; der tod durchdrang mein leben, du haſt ihn um⸗ gebracht, und in der tauff erſtickt, als wie in einer fluthe, mit Deſſen tod und blute, der uns im tod el⸗ quickt.. Du biſt das heilge Oele, damit geſalber iſt mein lei und meine ſeele, dem HEl⸗ ren JEſu Chriſt zum wah⸗ ren eigenthum, zum prieſter und propheten, zum koͤn ge, den in nothen GOtt ſchüst im heiligthum. Du biſt ein Geiſt der leh⸗ ret, wie man recht beten ſoll: dein beten wird erho⸗ ret, dein ſingen klinget wohl; es ſteigt zum himmel an,e ſteigt und laͤßt nicht abe, bis Der geyolfen habe, der al⸗ len helfen kan. Dr de th dg do fiedandle uyjinal ſc owenne ſſciem dun unſte d ſe u trich d de lenm a Galhsſhech Rting b nic, Lieder Ko Anm Hiilger ge whochſts Gut! an in herz mi deinel 5 e nich mit 34 e, daß ih iiht a ühl täira Wi der du dih gh. dochgelettt geſrd ters und ds Slhoe heoue 17 du haſt wihu ddurthen in leben, dulkinm, racht, und driuf ickt, als wie wne he, mit Diſen ww ee, der und in! weine ſele) JFiu Griſt; 6 igenthum zam 9 1 tin rotzen Gdr eiligthun. 9 9 ein Get 3 „wie wan ne : dein beten n 1 diinſnunlin ſteigt zun hum 1 revolſetad d jelenin. im ſtebzehnden Seculo. Du biſt ein Geiſt der lie⸗ be, ein Freund der freund⸗ lichkeit, willt nicht daß uns betruͤbe zorn, zank, haß, neid und ſtreit; der ſeindſchaft biſt du feind, willt, daß durch liebes⸗lammen ſich wieder thun zuſammen, die voller zwietracht ſeynd. Du, HErr! haſt ſelbſt in haͤnden die ganze weite welt, kanſt menſchen⸗herzen wen⸗ den, wie es dir wohlgefäaͤllt: ſo gieb doch deine gnad zu fried⸗ und liebes⸗banden, ver⸗ nupf in allen landen, was ſich getrennet hat. Beſchirm die Policeyen, bau unſrer Fuͤrſten thron, daß ſie und wir gedeyen, ſchmuck, als mit einer kron, die Alten mit verſtand, mit froͤmmigkeit die Jugend,mit gottesfurcht und 1ugend das Volk im ganzen land! 582. Kehr Du und unterweiſe —* mich, daß ich den Vater kenne, und daß ich JEſum Chriſt, durch dich, SoTT S uͤber alles nenne: auch dich eht“, o GOtt Heilger Geiſt! zugleich gelobet und gepreiſt in dem Dreyeingen Weſen. Laß mich vom groſſen Gnaden⸗Heil das wahr' er⸗ kenntn ß finden, wie der nur an GOtt habe theil, dem Er vergiebt die ſunden! hilf, daß ich ſuch, wie ſichs ge⸗ 351 bührt, den rechten weg, von dir gefuͤhrt, die wahr⸗ heit und das leben. Gieb, daß ich traue dei⸗ nem wort, ins herze es wohl faſſe: daß auf Cyriſti ver⸗ dienſt ſo fort mein glaube ſich verlaſſe; daß zur gerech⸗ tigkeit mir werd', wenn ich von ſunden bin beſchwert, ſein ereutz⸗tod zugerechnet. Den glauben, HErr! laß troſten ſich des bluts, ſo Er vergoſſen, auf daß in ſeinen wunden ich bleib allezeit ge⸗ ſchloſſen; und durch den glauben auch die welt, und was dieſelb am hochſten haͤlt, fuͤr koth und dreck nur achte. 583. Wie ſuͤß iſt dein gebot, du ſuſſer Liebes⸗GOtt! wie lieblich deinen willen, in liebe, zu erfullen! wie ſanft und lind iſt doch dein ange⸗ legtes joch! Du haſt, o lieber HErr! das abgethan, was ſchwer; und haſt uns auferleget ein“ laſt, die ſich gern traͤget, du heiſſeſt uns allein der lieb ergeben ſeyn. Du forderſt nichts von mir, als heilge liebs⸗begier; ich ſol den Heiland lieben, uno treu am nachſten uben: und daß ich dieſes kan, zundſt du mich ſelber an. Ich will, bey tag und nacht, mit fleiß drauf ſeyn bedacht; 372² bedacht; ich will mein herz und leben dir und dem naͤch⸗ ſten geben: gieb mir nur, ſuͤſſer GOtt! was fordert dein gebot. 584. du allerſuͤßſte Freude, o du allerſchonſtes Licht, der du uns in lieb und lei⸗ de unbeſuchet laſſeſt nicht! Geiſt des Hoͤchſten, hochſter Furſt, der du haͤltſt und hal⸗ ten wirſt ohn aufhoͤren alle dinge! hoͤre, hoͤre, was ich ſinge! Du biſt weiß und voll verſtandes, wgs geheim iſt, iſt dir kund; zaͤhlſt den ſtaub des kieinen ſandes, gruͤnd'ſt des tieffen meeres grund: nun du weiſt auch zweifels⸗ frey, wie verderbt und blind ich ſey; drum gieb weisheit, und vor allen, daß ich moge GOtt geſallen. Du biſt heilig, laͤß'ſt dich finden, wo man rein und ſauber iſt, fleuchſt hingegen ſchand und fuͤnden, wie die tauben ſtank und miſt: ma⸗ che mich, o Gnaden⸗quell! durch dein waſchen, rein und hell; laß mich ſliehen, was du flieheſt, gieb mir, was du gerne ſieheſt. Mein Hirt! ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verſtoͤß'ſt; bleib ich von dir ungeſchieden, ey ſo bin ich guug getroſtt: laß mich ſeyn dein eigenthum; ich veiſprech hinwiederum, hier d Evangeliſche Lieder und dort all mein vermoͤgen, dir zu ehren, anzulegen. zch entſage alle deme, was dir deinen ruhm be⸗ nimmt, ich will, daß mein herz annehme nur aleein, was von dir kommt. Was der ſatan wih und ſucht, will ich halten als verflucht, ich will ſeinen ſchnoͤden wegen mich mit ernſt zuwider legen. „Nur alein, daß du mich ſtarkeſt und mir treulich ſte⸗ heſt bey! Hilf, mein Hel⸗ fer! wo du merkeſt, daß mir hülfe nothig ſey! brich des boſen ſleiſches ſinn, nium den alten willen hin, mach ihn allerdinges neue, daß mein Heiland ſich mein freue: Sey mein Retter, halt mich eben, wenn ich ſinte, ſey mein ſtab; ſterb ich, ſo ſey Er mein leben, wenn ich ſchlafen geh, mein grah: wenn ich wieder aufelſteh ey ſo hilf mir, daß ich gey hin, va du in ewgen freuden wirſt dein' Auserwehlten weiden. 585.* Icch glaub, o lieber HErr! J hilf du mein'm ſchwa⸗ chen glauben: ich bin doch nichts denn aſch und ſtaud; deins worts mich nicht be⸗ raube. Dein wort, dein tauff, dein abendmahl toſt mich in dieſem jammerthal: da liegt mein ſchatz velbol⸗ gell.) ge 186. Halt 6 tvic S gl ſeichtäwe fal ne. emgerl jma Ard kke nit xrit Gita He hd ſd äimi Lieder dott al mein bermög T an un uu ic wil 3 annehahe 8 s don dir kömmt. d rſatanwiln and ſach halten al des berguché ſeinen ſhhaden h ic miteunſtuwihel du alein, d un tkeſt und vir bealcht dey! Hih uw. wo du metga len nütigithe ſen ſteiſchesfin, gan Nalten vie lü allerdings w whe dh in Heiland dn le. — mdg 1 ine an iſt deiy Aan mg den. 585. c Gus vl 4 V 1 du dnn 1 in dieen unn liegt men haa b im ſiebzehnden Seculo. 37⁹ 586. Ha lt' nich altzeit in deinm 2 geleit, daß ich mein ſteiſch bezwinge, dur ch alle faͤll, in Chri riſto, ſchnell zum ewgen leben dringe. Nimm alles hi in aus mei⸗ nem ſin n, was dir nicht mag behagen! laß mich geſchwind all meine ſund bekennen und beklagen. Nach deinem rath, gieb auch die that, daß meint ſeele liebe dich gar allein, it glauben rein, den nemn nicht betru be.. Es iſt au ch noth, mein HErr und GOTT! daß ich Peſtandi ig bleibe, in ſol⸗ cher liebe, auch mich drinn ub', und wie ein baum be⸗ kleibe. Richt' meine tritt und alle ſchritt auf deine rechte ſtege, damit ich nicht, wie oft ge⸗ ſchicht, gerath' in irre wege Ach, liebes herz; tes iſt kein fherz, ſeufz' uͤber alle greuel, die ſatan ſtellt, und mat ichen ſaͤlt, vermeide ſol⸗ che ſcheuel, Lieb immerſort das reine wort, und richt' darnach das leben, die ſaerament bis an das end dir kraͤfte werden geben. Du treuer GOtt! wend alle noth, daß ich an Chri⸗ ſtum glaͤube, mich ferner ub' in ſteter lie, und ewig ſein verbleibe! 587. O GOTT, du frommer GOtt! du Brunnauell guter gaben, ohn' de m nichts iſt, was iſt, von dem wir al⸗ les haben: geſunden leib gieb mir, und daß in ſolchem leib ein' unverletzte ſeel und rein gewiſſen bleib. Gieb, daß ich thu mi t fleiß⸗ was mir zu thun gebuhret, wozu mich dein befe hl in meinem ſnde fuͤhret: gieb, daß ichs thue bald zu der zeit, da ich ſoll und, wenn ichs thu, ſo gieb, daß es ge⸗ rathe wohl. Hilf, daß ich rede ſt womit ich kan beſtehen, laß kein unnuͤtzes wort aus mei⸗ nem munde gehen, und wenn in meinem amt ich reden ſoll und muß, ſo gieb den wor⸗ ten kraft und nachdruck, ohn' verdruß. Findt ſich gefaͤ rlichkeit, ſo laß mich nicht verzagen; gieb einen helden⸗muth, das creutze hilf mir tragen! gieb, daß ich meine feind' mit ſanftmuth uͤberwind’, und wenn ich rath bedarf, auch guten rath erfind'. Laß mich mit jedermann 3 fried und freundſchaft le⸗ ben ſo weit als chriſtlich iſt: willt du mir etwas geben an reichthum gut und geld, ſo gieb auch diß dabey, daß von unrechtem gut nichts untermenget ſey. Laß 354 Laß mich an meinem end auf Chriſti tod abſcheiden, die ſeele nimm zu dir hinauf zu deinen freuden, dem leib ein raͤumlein goͤnn bey from⸗ mer Chriſten grab, auf daß er ſeine ruh an ihrer ſeiten hab. Wenn du an jenem tag die todten wirſt erwecken, ſo thu auch deine hand zu mei⸗ nem grab ausſtrecken, laß hoͤren deine ſtimm und mei⸗ nen leib weck auf, und fuͤhr ihn ſchoͤn verklaͤrt zum aus⸗ erwehlten hauff. 5883. HERR, aller weisheit Quell und Grund! dir iſt all mein vermoͤgen kund, wo du nicht hilſſt und deine gunſt, iſt all mein thun und werk umſonſt. Was hilfts, wenn einer gleich viel weiß, und hat zufoͤrderſt nicht mit ſleiß ge⸗ lernet deine furcht und dienſt? der hat mehr ſcha⸗ den als gewinnſt. Das wiſſen, das ein men⸗ ſche fuhrt, wird leichtlich in ſich ſelbſt verwirrt, wenn unſre kunſt am meiſten kan, ſo ſtoßt ſie aller enden an. O GOtt, mein Beiland! kehre dich zu meiner bitt und hoͤre mich, nimm ſolche thor⸗ heit von mir hin und gieb mir einen beſſern ſinn. Gieb mir die weisheit, die du liebſt, und denen, die dich Evangeliſche Lieder lieben, giebſt, die weisheit die, vor deinem thron, al⸗ ſtets erſcheint in ihrer kron. Ihr mund iſt ſuͤß und trͤ⸗ ſtet ſchoͤn, wenn uns die au⸗ gen übergehn, wenn uns der kummer niederdruͤckt, ſo iſt ſie's, die das herz erquickt. „Sie iſt des Schoͤpfers näͤchſter rath, von worten machtig und von that: durch ſie erfaͤhrt die blinde welt, was GOtt gedenkt in ſei⸗ nem zelt. 2 Wer will erforſchen, was GOtt ſetzt, und ſagen, was ſein herz ergoͤtzt? es ſey denn Der du ewig lebſt daß du uns deine weisheit gebſt. Drum ſende ſie, von dei⸗ nem thron, und gieb ſie dei⸗ nem kinde ſchon! Ach ſchutt und geuß ſie reichlich aus in meines armen herzens haus. Gieb mir/ durch ihre weiſe hand, die recht' erkenntnit und verſtand, daß ich an die alleine kleb, und nur nach deinem willen lebd. Gieb mir durch ſie ge⸗ ſchicklichkeit, zur wahlheit laß mich ſeyn bereit, daß ic nicht mach aus ſauer ſuüͤß, noch aus dem lichte finſter⸗ niß. Gieb lieb und luſt zu dei⸗ nem wort, hilt, daß ich blei an meinem ort, und mich zur frommen ſchaar geſen, in ihrem rath mein weſen ſtell. Hieb auch, daß ich gern Gieb auch, daß 85 ehme nicht Owigun O ſa m vir enſchg tn ſad, ſo lbein lche dit vntenwh ien. Mi den durh nbre nit nadne d var u vudn d Andets eyn Erhn uu ditte pin. h ſih Wan 1 giedſt di we dor del inem 8 3 erſcheint in irer ten ür dn, wen uns deg 314 elgehn venn und näh daen niden, t 1 die das herz er dni Zie iſt dse Fet ſter kath, don vhkhr annr dundvonthar we riäh dielinden 2KR dntei 8 ze teg B9. ny, * herz an 6 31de decglähde dnns deine matn Nxum ſendeſt w 3 d thron und ſi 1 — kinde ſch 3 ſ di geuß ſi viclihan dries arme herzasda. ieb mirzdurch. 1 un ) die tech etmm A berſtand dißß har 2 ne kleb, und h Jem willn l ieb wir duch klickeit, wr nit wich ſeyn e lan nnah e S ſan 3 ) aus dem ltein blätunl dlüai aut hile uüi dveinem vrt,un frommen ſn nm dahf mn bis aad,d 1 — ihe mund ſſt hundt ewigen tod. im ſiebzehnden Seculo. jedermann, mit rath und that, ſo gut ich kan, aus rechter unverfaͤlſchter treu zu helfen allzeit willig ſey. Auf daß in allem, was ich thu, in deiner lieb ich nehme zu: denn wer ſich nicht der weisheit giebt, der nle ibet nicht von dir geliebt. F„ 589. wir armen ſuͤnder! un⸗ ſre miſſethat, darinn wir empfangen und geboh⸗ 5 ſind, hat gebracht uns alle in ſolche groſſe noth, daß wir unterworſen ſind dem Kyrie eleiſon, Chriſte eleiſon, Kyrie eleiſon! Ans dem tod wir konten durch unſer eigen werk nim⸗ mer werd'n errettet, die ſun⸗ de war zu ſtark; daß wir wuͤrd'n erloͤſet, ſo konts nicht anders ſeyn, denn GOttes Sohn muſt leiden des todes bittre pein. Kyrie ꝛc. So nicht waͤre kommen Chriſtus in die welt und an ſi ich genommen unſre arm' geſtalt, und fuͤr unſre ſuͤnde geſtorben williglich; ſo haͤt⸗ ten wir müſſen verdammt ſehn ewdigtt ich. Kyrie ꝛc. „Solche groſſe gnade und vbaͤterliche gunſt hat uns GOtt erzeiget, lauter gar umſonſt, nur um Chriſti wil⸗ len, der ſich gegeben hat in den tod des ereutzes, zu un⸗ ſrer ſeligkeit. Kyrie dc. zend ſchreyen, du oherliel. 35 Deß ſolln wir uns troͤſten gegen ſund und noth, und ja nicht verzagen vor dem andern tod, dann wir ſind errettet aus aller faͤhrlich⸗ keit, durch Chriſtum unſern HErren, gelobt in ewigkeit. Kyrie ꝛc. Darum woll'n wir loben und danken allezeit dem Va⸗ ter und dem Sohne und dem Heiligen Geiſt: und bitten, daß Er wolle behüten uns für noth, und daß wir ſtets bleiben bey ſeinem heilgen wort. Kyrie ꝛe. Ehre ſey dir, Chriſte! der du litteſt noth, an dem ſtam des creutzes, fuͤr uns, den bittern tod, und herrſcheſt nit dem Vater in alle ewig⸗ keit; hilf uns armen ſuͤn⸗ dern zu deiner ſeligkeit! Kyrie ꝛc. 590. J. armer menſch, ich ar⸗ mer ſuͤnder, ſteh hier or GOttes angeſicht. Ach GDtt⸗ ach GOtt! verfahr gelinder und geh nicht mit mir ins gericht. Erbarme dich, erbarme dich, GOtt, mein Erbarmer, uͤber mich. Wie iſt mir doch ſo angſt und bange von wegen m ei⸗ ner groſſen ſund, hilf, daß ich wiedet gnad erlange, ich armes und verlohrnes kind! Erbarme dich, ꝛc. Hör, ach erhor mein ſeuf⸗ tes 376 Evangeliſch ſtes Vater⸗herz! wolſt alle fuͤnden mir verzeihen und lindern meines herzens ſchmerz. Erbarme dich, ꝛc. Wahr iſt es, uͤbel ſteht der ſchade, den niemand hei⸗ let, acſer du; ach, aber ach, ſprich: muade, gnade! ich laſſe dir nicht eher ruh. Er⸗ barme dich ꝛc. Spyrich nur ein wort, ſo werd ich leben, ſprich, daß der arme ſunder hor: Geh hin, die ſünd iſt der verge⸗ ben; nur ſündige forthin nicht mehr. Erbarme dich zc. Nicht, wie ich hab verdie⸗ net, lohne, und handle nicht nach meiner ſund'. O treuer Vater! ſchone, ſchone, und nimm mich wieder an zum kind. Erbarme dich ꝛc. Ich zweiſle nicht, ich bin erhoret, erhoͤret bin ich zwei⸗ fels⸗frey, weil ſich der troſt im herzen mehret, drum will ich enden mein geſchrey. Er⸗ barme n 4 Ach 6Ot 88 HErr! lwie groß und ſchwer ſind mein' begangne ſuͤnden: da iſt niemand, der helfen kan, in dieſer welt zu finden. Lieff ich gleich weit, zu die⸗ ſer zeit, bis an der welt ihr ende, und wollt los ſeyn des creutzes mein, wuͤrd' ich doch ſolch's nicht enden. Zu dir flieh ich; verſtoß mich nicht, wie ichs wol hab ve erdienet. Ach, GOTT! che Lieder zͤrn' nicht, geh nichti ins ge⸗ richt, dein Sohn hat uich verſohnet. Koͤmmt mein verſehn mir hart zu ſtehn, un des verklaͤ gers wegen/ ſo ſcho on mich nicht, dein haus⸗ge⸗ richt hat bitter⸗ſuͤſſen ſes en. Gieb, HErr! geduld, ber⸗ giß der ſchuld, verleih ein g'horſams herze: laß mich nur Ler wie's oft geſchicht, mein heil murrend verſcher⸗ zen. Handle mit mir, wie s duͤnket di 5 durch dein'gnad will ichs leiden: laß! mich nur nicht dort ewiglich von dir ſeyn abgeſcheiden. 592. Gleichwie ſich fein ein vö⸗ gelein in hohle baͤum⸗ verſtecket, wenns trub her⸗ geht, die luft unſtaͤt, men⸗ ſchen und vieh herſchreckt. Alſo, HErr Chriſt! mei in zuflucht iſt die hole deiner wunden: wenn ſuͤnd und tod mich bracht in noth, hab' ich mich drein gefunden. Darinn ich bleib ob hie der leib und ſeel von einan⸗ der ſcheiden, ſo werd ich dort bey iir ein Hort! ſeyn in ewigen freuden. E. re ſey nun GOtt Vatr und Sohn, dem Heilgen Geiſt zuſammen, weſhg d nicht, weil Ehriſes ſpricht: Wer glaͤubt, win Amen. ſelig, A 93. Vo auf du g kommt wen the zu danel l d uf in gncherte 1 Ihd d Aa-h neffale wei Uein wieſe ———— ————— 8— ————— ———. —— =— ——— — — — — R Linder dun nich, gh rih ine ſcht, dein Soßn g⸗ ee Jommt mein den wir hart zu ſiehn un verſzgerzwegenſoſte nich nicht, deinieus richt hat biter ij ſen ge aiß der ſdald, belit Jhorſams herze ſci nur nicht wiesofkgit mein heil mrrag n zen. Handte wi ni, m duntet di urchdeirg will ichs bd. do di imm Glitei ſt iam ekein uler derſteket, vendtit geht, dielit uhen ſchen und bie c 1 rich deattun h ih nihdenein Darinn it N der leb undſ u derſzeden oan dey die män eech rwigen ſteäden Ehre ſey umn 3 und Somn, da den arſacddhe Geſſt mänm 4 im ſiebzehnden Seculo. 593. o ſoll ich fliehen hin? weil ich beſchweret bin mit viel und groſſen ſünden: wo kan ich rettung finden? wenn alle welt herkaͤme, mein' angſt ſie nicht weg⸗ naͤhme. O IEſu, voller gnad! auf dein gebot und rath, kommt mein betruͤbt gemuͤ⸗ the zu deiner groſſen gute: laß du auf mein gewiſſen ein gnaden⸗troͤflein flieſſen! Ich, dein betrubtes kind, werf alle meine ſünd, ſo viel ihr in mir ſtecken und mich ſo heftig ſchrecken, in deine tiefſe wunden, da ich ſtets heil gefunden. „Durch dein unſchuldig blut, die ſchoͤne rothe fluth, waſch ab all' meine ſunde, mit troſt mein herz verbin⸗ de, und ihr nicht mehr ge⸗ denn, ins meer ſie tieff ver⸗ enke! „Du biſt Der, der mich klöſt, weil du mich haſt er⸗ loſt: was ich geſündigt ha⸗ be, haſt du verſcharrt im grabe; da haſt du es ver⸗ ſchloſen, da wirds auch blei⸗ ben müſſen. It meine bosheit groß, ſo werd ich ihr doch los, wenn ich dein blut auffaſſe und mich darauf verlaſſe: wer ſich zu dir nur findet, u, angſt ihm bald verſchwin⸗ 2 357 „Mir mangelt zwar ſehr viel; doch was ich haben will, iſt alles mir zu gute erlangt mit deinem blute: damit ich uberwinde tod, teufel, hoͤll und ſunde. Und wenn des ſatans heer mir ganz entkgegen waͤr: darf ich doch nicht verzagen, mit dir kan ich ſie ſchlagen; dein blut darf ich nur zei⸗ gen, ſo muß ihr trutz bald ſchweigen. Dein blut, der edle ſaft, hat ſolche ſtaͤrk und kraft, daß auch ein troͤpflein kleine die ganze welt kan reine, ja gar aus teufels rachen frey, los und ledig machen. Darum allein auf dich, HErr Chriſt! verlaß ich mich, itzt kan ich nicht ver⸗ derben: dein reich muß ich ererben; denn du haſt mirs erworben, da du füͤr mich geſtorben. Fuhr auch mein herz und ſinn, durch deinen Geiſt, da⸗ hin, daß ich moͤg alles mei⸗ den, was mich und dich kan ſcheiden, und ich an deinem leibe ein gliedmaß ewig bleibe. 594. ſchwing dich auf zu dei⸗ — nem GOtt, du betruͤb⸗ te ſeele! warum liegſt du, GOtt zum ſpott, in der ſchwermuths⸗hole! merkſt du nicht des ſatans liſt! er wil durch ſein kaͤmpfen dei ne „ 378 nen troſt, den JEſus Chriſt dir erworben, daͤmpfen. Schuͤttle deinen kopf und ſprich: Fleuch, du alte ſchlange! was erneurſt du deinen ſtich, machſt mir angſt und bange? iſt dir doch der kopf zerknickt, und ich bin durchs leiden meines Hei⸗ lands dir entruckt in den ſaal der freuden.. Wirft er dir dein ſuͤnd'⸗ gen fuͤr? wo hat GOtt be⸗ fohlen, daß dein urtheil uͤber dir du bey ihm ſollt holen? wer gab ihm die macht und recht, ſeelen zu verdammen? da er ſelbſt bedenken moͤgt die zukuͤnftgen flammen. Hab ich was nicht recht gethan, iſt mirs leid von her⸗ zen: dahingegen nehm ich an Chriſti blut und ſchmer⸗ zen; denn das iſt die ran⸗ zion meiner miſſethaten, bring ich diß vor GOttes thron, iſt mir wohl gerathen. Chriſti unſchuld iſt mein ruhm, ſein recht meine kro⸗ ne, ſein verdienſt mein eigen⸗ thum, daß ich frey inn woh⸗ ne, als in einem veſten ſchloß das kein ſeind kan faͤllen, braͤcht' er gleich davor ge⸗ ſchoß und gewalt der hoͤllen. Stuͤrme, teufel und du tod! was koͤnt ihr mir ſcha⸗ den? deckt mich doch in mei⸗ ner noch GOtt mit ſeiner gnaden, der GOtt, del mir ſeinen Sohn ſelbſt verehrt aus liebe, daß der ewge ſpott Pvangeliſche Lieder und hohn mich dort nicht betruͤbe. Meine ſeele lebt in mir, durch die ſuͤſſen lehren, ſo die Chriſten mit begier gle tage hoͤren. GOtt eroͤffnet fruͤh und ſpat meinen geiſt und ſinnen, daß ſie ſeines Geiſtes gnad in ſich ziehen können. 595. 6 seg, mein herz, mit den —₰ gedanken, als ob du verlaſſen waͤrſt, bleib in GOttes wort und ſchran⸗ ken, da du anders keden horſt! Er iſt ſa kein bär noch leu, ſein herz iſt zu lau⸗ ter treu und zu ſanftmuth angewoͤhnet, und iſt noch dazu verſoͤhnet. So wahrhaftig als ich lebe! will ich keines men⸗ ſchen tod. Er denkt wie ein Vater eben, Ihn be⸗ truͤbet unſre noth. GOl⸗ tes freud iſt, wenn auf eld ein verirrter wiederkehrts will nicht, daß aus ſeiner heerde das geringſte verloh⸗ ren werde. 4„ Kein hirt kan ſo fleißig ehen nach dem ſchaaf, das ich verlaͤufft: ſolllſt du GOttes herze ſehen, wieſich da der kummer häufft, wie es durſtet, aͤchzt und brennt nach dem der ſich abgetreunt von Ihm oder von den ſeinen, wuͤrdeſt du vor liebe weinen. b Urver⸗ iß uſt Manen fiden van geicht, dnden, d erricht d lange niſt emge(iſ hierauf c dlbſchet de Ni G. Myfttm Uogenhen. Alel unig ſiſhia telhwicha D gat ic unfang ſm manitte Dau didg ſan una danſed ben dd t,d neheveg ln heren Lieder hohn wich dort 8 ni Neine ſele löt inm. ch die ſüſfe kehre geiten mt ee ehören. Gtteufe hund ſoat veinen g ſännen daß ſe t ſtes gnad in ic zir nen. 59;. a, wein herewi — gedanken as w mlaſen wiſt, i tes wort u ſgem⸗ da du mat ahen t —— 6 k Uverhn. So waßkioſtüh 1 oil ih kat⸗ 1 n tod. Lr deir⸗ „ Vater eben, 19 e det unſte mih d ſteud iſ, vemn di rrirrter wion — — 1 — — — „ icht, das ab lnct k ſver lde das gecind —— —— — — — — — — — — 4— ———— ——— —— — — im ſiebzehnden Seculo. Unverloͤſchte liebes⸗flam⸗ men, herz⸗verlangen allzu⸗ groß! ruffſt und lockeſt uns * zuſammen in den weiten gnaden⸗ſchoos: gegen den iſt alles klein, kein grund kan ſo grundlos ſeyn, keine ſee ſich ſo ergieſſen, kein ſtrom ſo gewaltig flieſſen. Waren tauſend welt zu finden von dem Hoͤchſten zu⸗ gericht, und du haͤtteſt alle fünden, die darinnen ſind, verricht: waͤr es viel; doch lange nicht ſo viel, daß das ewge Licht ſeiner gnaden, hier auf erden, dadurch kont erlöͤſchet werden. Mein GOtt, oͤffne mir die pforten ſolcher wohlge⸗ wogenheit, laß mich, allzeit, aller orten, ſchmecken deine ſüſſigkeit! Liebe mich! und treib mich an, daß ich dich, ſo gut ich kan, wiederum umfang und liebe, und ja nun nicht mehr betruͤbe. 596. Treuer GOTE! ich muß dir klagen meines het⸗ zens jammer⸗ſtand, ob dir ſchon ſind meine plagen beſ⸗ fer als mir ſelbſt bekannt. Mach zunicht' des ſatans werk,meinen ſchwachen glau⸗ den ſtaͤrk, daß ich nimmer⸗ mehr verzage, Chriſtum ſtets im herzen trage. JESul du Brunn aller gnayen, der du niemand von dir ſtoß'ſt, der mit ſchwach⸗ 359 heit iſt beladen, ſondern dei⸗ ne junger troͤſt'ſt: ſollt ihr glaube auch ſo klein, als ein kleines ſenfkorn ſeyn, wolltſt du ſie doch wuͤrdig ſchaͤtzen, groſſe berge zu verſetzen. Laß mich gnade vor dir finden, der ich bin voll trau⸗ rigkeit, hilf du mir ſelbſt überwinden, ſo oft ich muß in den ſtreit. Meinen glau⸗ ben taͤglich mehr', dein ſchwerd und dein ſchild ver⸗ ehr, damit ich den feind kan ſchlagen, alle pfeile von mir jagen. Heilger Geiſt ins himmels throne, gleicher GOtt von ewigkeit, mit dem Vater und dem Sohne, der betrubten troſt und freud, der du in mir angezundt, ſo viel ſich an glauben findt: uͤber mir mit gnaden walte, ferner deine gab erhalte! Reiche deinem armen kin⸗ de, das auf ſchwachen fuſſen ſteht, deine gnaden⸗hand ge⸗ ſchwinde, bis die angſt vor⸗ üͤber geht: wie die jugend gängle mich, daß der feind nicht ruͤhme ſich, er hab ein ſolch herz gefaͤllet, das auf GOtt ſein hoffnung ſtellet. 5973 Abber, Chriſte! deine beu⸗ X len, ja ein einzig troͤpf⸗ lein blut, das kan meine wunden heilen, loͤſchen mei⸗ ner ſunden glut. Drum will ich, mein' angſt zu bi en, ——— 360 len, mich in deine wunden hulle.... Dir wil ich die laſt auf⸗ binden, wirf ſie in die tieffe ſee! waſche mich von mei⸗ nen ſuͤnden, mache mich ſo weiß als ſchnee; laß dein'n guten Geiſt mich treiben, einzig ſtets bey dir zu blei⸗ ben! 59 9.. ESul! der du meine ₰ ſeele haſt durch deinen bittern tod, aus des teufels finſtern hoͤle und der ſchwe⸗ ren fuͤnden⸗noth, kraͤfttglich herausgeriſſen, und mich ſol⸗ ches laſſen wiſſen, durch dein angenehmes wort: ſey doch itzt, oGOtt! mein hort. Treulich haſt du ja geſu⸗ chet die verlohrnen ſchaͤfe⸗ lein, als ſie lieffen, ganz ver⸗ fluchet, in der hoͤllen pfuhl hinein: ja, du ſatans Ueber⸗ winder! haſt die hochbe⸗ truͤbten fünder ſo getroͤſter durch deine buß, daß ich billig kommen muß.. HERR! ich muß es ja bekennen, daß nichts gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt' ich meiner ſeelen fuͤr; aber fleiſch und blut zu zwin⸗ gen, und das gute zu voll⸗ bringen, folget gat nicht, wie es ſoll, was ich nicht will, thu ich wol. Aber, HERR! ich kan nicht wiſſen, wie viel mei⸗ PEpvangeliſche Lieder ner ſehler ſeyn muͤth iſt ganz zer 2 : mein ge⸗ riſſen durch der ſunden ſchmerz und pein, und mein herz iſt matt von ſorgen; ach! vergieb mir das verborgen': die miſſethat, die erzuͤrnet hat. rechne nicht dich, HErr! JESll! du haſt wegge⸗ nommen durch dein blut Erloͤſer! komn ſeligkeit zu gut: meine ſchulden, : laß es, o ien meiner und dieweil du, ſo zuſchlagen, haſt die ſund am creutz getragen eh⸗ ſo ſprich mich endlich ſrey, daß ich gan dein eigen ſey. Deine roth gefarbte wun⸗ den, deine naͤgel, ron und grab, deine ſchenken deſt ge⸗ f bunden, wenden abee plagen ab. Deine pein und blu⸗ tigs ſchwitzen, men, ſchlaͤg und marter, angſt und IEſu! troͤſten mich. HErxr Düu ergruͤndeſt deine ſt e⸗ ritzen, beine ſich, d ſti meine du erkenneſt mel⸗ ſchmerzen, du el ne pein; es l ſt nichts in meinem herzen, als dein hel⸗ HERR! i mich fünd Deiner guͤte wil ich traunn Diß mein vermenget anficht. Kfſäſe, nic weß mhediig geiſf Lieder 1 ſehler fan A 1 1 4 iwa eennes f —— 2„ —.— t — ehn. 49 llaa 3 u chl n 1 ◻ Sha 3 V dſſethardi d1= n 1 1 Ea wi G B hund dar. öſer! konm! a ietua. n) ſo; zuſchlaen 498 wam kengeen vich miha hen mier 9 däfe 2 ſhe 1 A ſclag m 1 ter, un 1 11 Feil ni a, 95 oͤwatn arenlit ſe trut⸗ kla bis ich froͤli ich werde ſchauen dih HErr JEſu! nach em ſtreit, in der ſüſſen de igkei it. 599. C3 i iſt zwar ſonſt nichts ls ſunden un m und an mir zu befinden: aber den⸗ noch bin ich kommen, weil ich tröſtlich hab vernom⸗ men, daß IEſus, der mich eren ſt, fuͤr die ſunder get holbe n iſt. O wie unerhoͤrte thaten, daß Er mir hat ſo gerathen! O wie wunderliche li ebe,! die ſich mir mit blut verſch tiebe! 8 danke dir, HErr JLie Chriſt! daß du mir ſo treu und 9. naͤdig bi i7. Schan Lih a le dir zu füͤſſen nim's 3erſe chlagne! herz fuͤrs buſſen: laß ſich doch dein blut ergi eſſen, und auf meine ſee⸗ le neſſen; ach waſche du mich weiß und rein, daß ich moͤge dir gefaͤllig ſe yn. he n! Es iſt wahr, daß ich ver⸗ ſch dend t, all's was du mir zugewendet: aber ſchau doch itzo nieder, dein verlohe nes kind koͤn umt wieder: o lie⸗ ber Vater, nimm mich an, und vergieb mir, was ich hab gethan. Meine ſee ele war der gro ſchen, der ler lohren und der⸗ loſchen: aber nun iſt er ge⸗ funden bey dem lichte dei⸗ ner wunden: ach hilf doch, daß er fuͤr und für wohl im ſiebzehnden Seculo. 361 verwahret bleiben mag bey dir! Ich verließ zwar deine heerde, und vergieng me ich auf der erde: aber ſchau, ich komm bey zeiten zu dem ſchaaf⸗ſtall deiner ſeiten: o guter Hirte! el6 mich ein, denn ich bin dein armes ſchaͤ⸗ felein. Ich verſchmacht' und muß verderben: laß mich doch nicht vor dir ſterben! thu mtr⸗ nur ſo viel zu gute, halt mich auf m it deinem dune: ernaͤh r mich, w wie da andern thuſ, 3 Ft der ſetten we de deiner t. Ach wie geu iſt es zu wei⸗ den auf dem acker dein er lei⸗ den! ach was geben deine ſchmerzen fuͤr erquickung meinem he et wie ſüſſe ſchmeckt der himmels⸗thau, den man findt auf deiner wunden⸗au! ge Od gegrüßt, ihr honig⸗ graben die mein klankes her ze laben l Seyd gegrußt, ihr offne holen, ſüiſſe flucht meiner ſeelen! wunden IEſu ſeyd geg und mit Trtalleden lieb kuͤßt. O HEtr JEſu! gieb mir gaben, wie die klugen bienen haben: weil i ch mich zu dir gefunden auf die ro⸗ ſen deiner wunden: daß ich deins blutes honigſeim trag in meinem mund und her⸗ zen heim. Q Ich — — — 4 362 Ich begehre mir von herzen deine leiden, deine ſchmerzen, deine wunden will ich haben: gieb mir ſie vor allen gaben; mach mich nur deinen wunden gleich, denn das iſt mein ewges himmelreich. O ihr wunden ſeyd die bronnen, da das heil wird raus gewonnen! helft mir, daß ich kan bekleiben, und ein gruͤner zweig verbleiben, macht, daß ich unverwelklich bluͤh', und zu keiner zeit ver⸗ dorre nie.. Ach! wer giebt mir tau⸗ ben⸗flugel, daß ich uͤber berg und huͤgel von der erde mich erhebe, und in wunden JEſu lebe: daß mich des argen feindes liſt nicht be⸗ rauben kan zu einger friſt. Deine wunden ſollen wer⸗ den meine wohnſtatt auf der erden: in denſelben will ich bleiben, und mich ihnen einverleiben: o JEſu, zeuch mein herz und ſinn ganz und gar in deine wunden hin! 600. Sech war empfangen und J gebohren, in unden, ſoll⸗ te ſeyn verlohr'n: und du haſt mit dem blute, das dir aus deiner Seiten floß, ge⸗ macht mich aller fuͤnden los; geſtorben mir zu gute. 2 Wein kind bin ich, HErr IEſu Chriſt! d ir ſauer wor⸗ den, da du biſt fuͤr mich am ereutz gehangen, gebohren Evangeliſche Lieder haſt du mich mit ſchmelz; drum wend zu mir dein treues herz/ wornach ich trag verlangen. Wo iſt ein weib in aller welt, die ihres kindes ſich enthaͤlt? ſie ſchleußts in ihre armen: und wann ſie gleich vergeſſen wollt' ihr“ einge⸗ pflanzte lieb und huld; wilſt Du dich doch erbarmen. O IEſu Chriſte, GOttes Sohn! erhoͤre mich von deinem thron, verzeih mir alle ſuͤnden: damit dein leiden, tod und pein an mir nicht mag verlohren ſeyn; drum laß mich gnade finden. 601. Ich ſchaͤme mich vor dei⸗ J nem thron, o Prufer meines herzens! verſchone doch, o Menſchen⸗Sohn! ich bin voll ſünden⸗ſchmer⸗ zens. Erbarme dich, und nimm mich an! du biſt al⸗ lein, der helfen kan: geh ja nicht mit mir ins gericht verſtoß mich nicht; mein herze ſonſt vor jammer bricht. gedenk an meiner kindheit jahre; alsbald ich mich auf⸗ richtig kraͤnk, daß ich ſo elte ware. Ich ſollt in weisheit wachſen auf, und fangen an den glaubens⸗lauff/ in gnad und alter nehmen zu zur le⸗ len⸗ruh; doch was ich that, HErr! weiſſeſt du. er ſund von meiner n Der ſuͤnd von in wen Wann ich betrübt zuruück edant reunn richa ſelen wi HErr plat, un tagſſzr g — ſi g. geriſt 1 ge than 1 kabe he Ja li 3 halfer nes ſide Ihgeſ dehregl dach V d iſten ui 2 wel. de kanii enthäͤlt ſe tlenen armen. 2 dergeſſen volr e 1 un le ud, dua dich dohalte 1 8 d 1 S ale fuͤnden f. p ſie en, tod- 1 nn di doch,0 t ich din vol in zens. bhr nimm wich ml leiy, de nt nict dit un” werſiß vid n herze ſnſt h H 53 8₰ — —— ge deni an na ſahre; tüci ridti K — wachel uie den— 3 Z — — — — im ſechzehnden Seculo. gend auf und mancher uͤber⸗ tretung Fedenr. nicht! zu ir ich lauff, HErr, meiner en tu Loͤſch aus, Herr⸗ JESll! durch demn blut, und mach das ſchuld⸗ regiſter gut! Viel im achti⸗ ger iſt deine gnad, als mei⸗ ne that, die deinen Geiſt be⸗ truͤbet hat. 602. Jeuch mich aus dem boͤſen hauffen, fuͤhlſt du dei⸗ nes kindes ſomen Nach dir, IEſu, will ich lauffen, o du mehr als Mutter⸗Herz! Zeuch mich, zeuch mich mit den armen deiner groſ⸗ ſen freundlichkeit, JESul Chri ſie dein erbarmen hel⸗ ſe meiner bloͤdigkeit. 603. 8 GOttes⸗Sohl n, mein Gnaden⸗thron! ich flieh in deine wunden; darinn hab ich jederzeit ruh und lindrung funden. Dein heiligs blut, das mir zu gut am creutze ward vergoſſen, iſt ein brut un, dar⸗ aus das heil koͤmmt auf mich gefloſſen. Darum, mein Heil! laß mich auch theil an deinem gnugthun haben; meine ſunde werd' hinfort in dein grab buhen Jeeu, So der bloͤden herzen,⸗Troſt in aller 363 bangigkeit, Labſal in den fuͤnden⸗ ſchmerzen, Arzt fuͤr alles hereeid Pfaſter fur die todes⸗wunden, das man ſtets voll kraft befunden! Meines her⸗ gens brunnen quillet lautet angebohrnen wi: mark und adern ſind füllet mit dem gift der boſen luſt: keinen tropfen bluts ich finden velcher waͤ⸗ re Ohne fünde. Ja, ich ſtecke voller p eile durch den teufel, fleif ſch un welt; h ich zu dem Helnen werd ich wiederum ge⸗ faͤllt; meine ſeele muß erlie⸗ gen, eh ſie kan recht athem kriegen. Will ich mi ich zu dir erhe⸗ ben, wird vor tr aͤgheit nichts da raus. wenn dein Geiſt in mir ſoll leben, jagt das wilde fleiſch Pin aus: daß ich auch die qugal der ſchulden fort nicht! anger kan erdulden. Drum, du Heil der kran⸗ ken ſuͤnder, Brunn, von dem das leben ſpringt, ſelbſt das Pflaſter und Verbinder, deſ⸗ ſen eur ſtets wohl gelingt! Du kanſt pein und ſchmer⸗ zen lindern, ja des todes ſtoß verhindern. Komm, o HErr! und druck in gnaden mir dein bild ins herz hinein; ſo wird meinem alten ſchaden durch dein blut, geholfen ſeyn: ſalbt dein oͤle meine wunden, b bin ich dann ganz verbun⸗ den. 82 Rlöͤſſeſt 364 Evangeliſche Lieder Floͤſſeſt du denn meiner ſlehen die geberden, wie ſeele deine ſuͤſſe wunden ein; ſo wird meiner adern hole voll des neuen lebens ſeyn. Ja mein mund wird, voller weiſen, deinen finger ewig preiſen. 605. Es iſt vollbracht! was * willt du nun dich ſo ver⸗ geblich plagen, als muſt ein menſch mit ſeinem thun die ſunden⸗ſchuld abtragen? Es iſt vollbracht, das nimm in acht, du darfſt hie nichts zu geben, als daß du glaͤubſt und glaͤubig bleibſt in deinem ganzen leben. * 606. Soch komm zu dir, mein J IEſulein! mit kindli⸗ chen geberden, auf daß mein herz von ſeiner pein durch deines frey ſoll werden: nimm hin mein herz, o JE⸗ ſulein! mach es rein, wie dein eignes herzelein. Es ſehnt ſich, ſich ganz in⸗ niglich dir wieder einzulei⸗ ben, und deinem herzen ewiglich ein treues herz zu bleiben; drum nimm es hin, mein JEſulein! laß es ſeyn eins mit deinem hex⸗ zelein. 607. b Werwundter Heiland ſieh ₰ mich an: das haupt ſinkt zu der erden, die thrä⸗ nen ſagen, was ich kan, es mMMahdalen, um deine hulo d ablaß meiner ſund und ſchuld. 6098. Dieh, hie bin ich, Ehren⸗ Koͤnig! lege mich vor deinem thron; ſchwache thraͤnen, kindlich ſehnen, bring ich dir, du Menſchen⸗ Sohn! las dich finden, laß dich finden von mir, der ich aſch und thon. Sieh doch auf mich, HErr. ich bitt dich, lenke mich nach deinem ſinn; dich alleine ich nur meyne, dein erkauffter erb ich bin: laz dich fin⸗ den,:, gieb dich wir und nimm mich hin. Ich begehre nichts, o HErre! als nur deine feye gnad, die du giebeſt, weil du liebeſt, eh man dich liebt in der that: laß dich fi⸗ den,;„ der hat alles, wei Dich hat. 609 4† ESu! weil in deinen ₰ wunden mein gewiſſen ruh gefunden; wil ich dal⸗ um nicht verzagen, ſollt mich ſatan auch verklagen. Deiner wunden, deine ſtriemen, werd ich mich zu⸗ lent noch ruͤhmen; darauf meine ſeel mit frenden kau von dieſer welt abſcheiden. Wen hier JIEſu blut von — 3 ſunden machel reinder un aüh f ftonneg ſeha u D ducch ſärei Alöged, lodevch Fu vanden, Nacht 1 dh al Ermin duuch ſe mache käben ſcherlch nih im Deu- beidet ket ni 3 Een dgen e ſ 33 fur uch 1 wel. henn lin 1 5 4 1 k in die dhen! um an idts 7 dlaude 1 deinem kindli⸗ f mein 1 d ue zerden: aaum m. emzulen; 3 1. 4 wein herzeu 7 her 81 6% 11 un es 4 4 dof en de M 1 5. 1 dt k Ma a dden bong. Bird then ddoh ui t dic a en ryne N. 82d ta. 3 19⸗ Vunr 1 4 1 32 len, findi 1 de ,da 6 im ſiebzehnd auch finden gnade mit dem fromt men k' nechte, dort zu ſtehn zu's Richters Rechte. 610. Das hilf mir, HERR! durch deinen Geiſt, und durch den edlen theuren ſchweiß, der dir im garten ausgedrungen, als du mit todes⸗angſt gerungen. 611. nun hab ich endlich funden Den, den neine le liebt, der ſich mit mir hat tverban nden, und ſich elbſt ſur nich hingiebt: Den will ich nun veſt umfaſſen, und durchaus nicht von mir laſ⸗ ſen, bis Er mir den ſegen pricht. Meinen JEſum laß Fich nicht.. IEſus hat, durch ſeine winden, mich geſund ge⸗ macht und he il; daran dent ich alle ſtunden: drum iſt Er meit n beſtes theil. Denn durch ſeinen tod u nd ſterben macht Er mi ch zum himmels⸗ erben,„ und das glaub ich ſiche erlich: Er macht ſelie mich u! dd dich. Demnach moͤgen andre wel eiden ſich i in dieſer eitel⸗ keit, mich ſoll nichts von IESu ſcheiden und der ewgen ſeligkeit, die mir JE F ſus hat erworben, da Eri ür mich geſtor ben. Drun 3 o welt! fahr immer hin, wenn ich nur bey JESul bin. den Seculo. 365 JESulS bleibet meine freide e, meines he rzens troſt und, ſefi⸗ JESils ſteuret leide, Er iſt meines bebe kraft, meiner augen licht und ſonne, meiner ſee⸗ len ſhar und wonne. O drum laß ich JEſum nicht aus dem herzen und geſich t. Ach! wie wird mich JE⸗ SulS herzen, meiner augen Troſt und Licht, alle thraͤ⸗ nen, alle ſchmerzen wiſchen von dem angeſicht, und mit groſſem jubiliren mich zur hi immels⸗freud einfuhren. Drum ſo höret alle her: JESuM laß ich nimmer⸗ mehr 612. ESuM liebhaben iſt J ſehr gut: wohl dem! der onſt nichts ſiche n thut. Mir ſelber w ill i ſtel tben ab, daß ich in Jha das le⸗ ben hab. Wel dich, o JESll! alſ liebt, der bleidt gewiß w unbetruͤbt, nichts iſt, daß dieſe lieb verzehr, ſie waͤchſt undt kennt ie laͤng; l/ie Mehre Dern lob im him mel h och erklingt, kein chor iſt, Sas nicht von dir ſingt: JE⸗ SilS erfrent die ganze welt, die Er bey GOtt zu⸗ fried geſte kellt. 613 ir nach! dpri icht Chri⸗ ſtus, unſer Held, mir 23 nach, — 366 nach, ihr Chriſten alle! ver⸗ laͤugnet euch, verlaßt die welt, folgt meinem ruff und ſchale; nehmt euer ereutz und ungemach auf euch /ſolgt meinem wandel nach. Ich bin das Licht, ich leucht euch fuͤr mit heilgem tugend⸗leben; wer zu mir komint und folget mir, darf nicht im finſtein ſchweben: Ich bin der Weg, ich weiſe wohl, wie man wahrhaftig wandeln ſoll. Mein herz iſt voll demuͤ⸗ thigkeit, voll liebe meine ſeele, mein mund der ſleußt zu jederzeit von ſuſſem ſanft⸗ muths⸗öle, mein geiſt, ge⸗ muͤthe, kraft und ſinn iſt GOtt ergeben; ſchaut auf ihn. Ich zeig euch das, was ſchaͤdlich iſt, zu fliehen und zu meiden, und euer herz von arger liſt zu reingen und zu ſcheiden. Ich bin der ſeelen Felſen⸗Hort, und fuͤhr euch zu der himmels⸗pfort. Fallt euchs zu ſchwer; ich geh voran, ich ſteh euch an der ſeite, ich kaͤmpfe ſelbſt, ich brech die bahn, bin alles in dem ſtreite. Ein boͤſer knecht, der ſtill darf ſtehn, wenn er den feld⸗ herrn ſteht angehn. Wer ſeine ſeel zu finden meint, wird ſie ohn' mich verlieren; wer ſie hier zu verlieren ſcheint, wird ſie in 6Ott einfuhren; wer Evangeliſche Lieder nicht ſein ereutz nimmt und folgt mir, iſt mein nicht werth und meiner zier. „So laßt uns denn dem lieben HErrn mit leib und ſeel nachgehen, und wohl⸗ gemuth, getroſt und gern bey Ihm im leiden ſtehen! Denn wer nicht treu iſt, traͤgt die kron des ewgen lebens nicht davon. 614. Err JESul! du ſtellſt ſelber dich zum vorbild wahrer liebe: verleih, daß⸗ dem zu folge, ich die lieb am naͤchſten ube, daß ich in al⸗ lem, wo ich kan, lieb, treu und huͤlfe jedermann, wie ichs mir wunſch, erweiſe. 615. oollt du bey GOtt dein wohnung han und ſei⸗ nen himmel erben; behall nur ſtets auf ſeiner bahn, mit Chriſto muſt du ſterben. Du muſt dein herz(es gilt kein'n ſcherz) in GOiles gunſt verſenken; dein haat und gut, auch leib und blut, gaͤnzlich dem Vatel ſchen⸗ ken. Ohm alle furcht und wei⸗ biſch art muſt du dich fut Ihn halten, Ihn frey beken⸗ nen ungeſpait, und Ihn un laſſen walten: greißs tapfer muſt doch dran kehl an, du muſt doch 5 A U, uß d n d duchie kein n wieder, uner g Pp it en an in 1 R nit i ur 2 hud remi 5 So laßt u m en Hen nich naageha, me edt Vuch, gin 5 Jen in edai „. un in wer ni n da tt n ken k 1 Aa itt ma 6 4 e i ea ku t 4 ſan nant in ſole i 1 9t hſen un un woihi. It alt hdleſa iir wuie wa n un 6lß —— —— —„— — — — — — nuſ din 1 n ſden 1 ſ rrann 1 aut ad dd 6 dic uu — — — — — — — — —— im ſiebzehnden Seculo. dich an niemands wüͤten;; wer ſucht die beut, der muß den ſtreit nicht fliehen und verhuͤten. Haſt du GOtt lieb, und ken iſt den Mann, wie du dich ruͤhmſt mit worten; ſo muſt du ſeinem willen dann nachleben aller orten. Mach kein remark, die ſchrift iſ ſtark, ich kans niche riſt i ſehen: wer GOtt haͤngt an, gewiß der kan den proben nicht entgehen. 616. Laſſet uns mit JES zlj ſter⸗ en ſe in tot d uns vom 1 andern tod pettek und pom ſeel verden rben, von der 1 2 viglicken noth. Laßt uns Odten we il wir leben, unſer ſeiſch, ihm ſterben ab! ſo wird Er uns aus dem ara e 8 U it frj fuͦ n de und w un 1 du Ach el d ful, 5*, tt veine bru⸗ her lebe hier, Nlee ewig i bey — — —— ₰ 367 617. Mei ne ſeele! willt du ruhn, und dir immer ek gut tlich thun; wuͤnſcheſt du dir von beſchwerden und be⸗ gie erde nfrey zu werden: lie⸗ b6 IEſu u und ſonſt n icts, ine ſeele, ſ 30 ſch ichts. ne3 diemand hat ſich ie be⸗ kruͤbt daß er JEſ ſum hat ge⸗ llehd. niem ian Idh zat ie we h) empfunden, daß er JESu ſich ven bunden. JEſum lie⸗ ben, und allein, iſt ſo viel als ſe lig ſen. Wer Ihn liebt, lieb hoͤchſte 65 k, das allei R v gnuͤgen thut: ſeine pfiegt zu geben ewge fr und ewigs leben; ſei ne ieb macht die zeit gleich de er ſif ſen kwigkenr⸗ Lieh 2.——2 S N Go aare ſ len⸗ ⸗rul h doch her haſt erkennet und ſt es gut genennet! z leid ſe hn, ſey be⸗ aß * d du d teſes ſo ver⸗ —— — — la 11 4 50:t 4 1 13 bon E Ott er beten ſe je! h! 7 5 Ot s 368 Evangeliſche Lieder macht allein, daß keine noth noch pein und todes⸗ angſt auch den geringſten ſchmer⸗ zen erwecken kan in einem treuen herzen. Drum ſchau, o menſch! hinauf und uͤber ddich nach den, was nicht den augen get ſich, und laß das fleiſch, 3 de em du biſt gefangen; ſo wird GOtt dich und du wirſt GOtt erlangen. 619. „Jun wilt ich mich ſchei⸗ den von und mich zu meinem Braͤut⸗ gam ſchwingen; denn Ihn allein hab ich erkieſt: nichts kani m himmel und auf ex⸗ den gefunpen und genennet werden, das Er mir felbſt nicht alles iſt. Ein anderer mag f ch mit eiteln ſchaͤtzen, ſo viel er im⸗ me kan, ergotz⸗ 1; h habe einen ſchatz als Ihn. Mein di ichten, trachten und mein ſinnen, ja alles, was ich kan nden, 9 geht nur zu mei⸗ Sen! in. Lauſe id. Geli jebter; du b ſis allei grund des hee us meyne, du biſt mir, was ich nur de⸗ gehr; du. biſt mein labſal, mein getraͤ rke, mein wunſch, und was ich nur arvenee⸗ mein lebens⸗brunn und gna⸗ den⸗meer. allen dingen, weit 34 uuderre du! Du biſt mein genaͤdiger abend⸗ſegen, mein hochge⸗ wunſchter fruͤbe⸗rxegen, men fruchtbarlicher gnaden⸗than; durch deinen ſaft bluͤht me⸗ ne ſeele, in thle di Irren lei⸗ bes⸗hole, wie eine blum auf gruͤner au. O ewiiglich⸗bluͤhen de⸗ Nazarener! ich finde nichts dir gleich, noch ſchoͤner, den einig funig ich begeht.2 Au dir, m d13 bett und ſanfte⸗ kuiſen, kan ich der been ruh genieſſen; drn unn laß, ach! laß mich zu dir her WDn ſdeiſe mein he n ke mir mehr, als alle wel Du biſt der himmel, d beni meyne, das paradies, d das mir allein ne vor allen ande wohlgefaͤllt. Es wird mir erwecken 6 tauſend freuden, wenn von hinnen werde ſchei 8 und kommen darf vor de nen thron: dann wi iſ mich in dich erheben, ewig mir zu ſchmecken 3 wie du bi ſ all mein gut und lohn! 620. -8= S ——— daß dich U L gdich überwi nden, und die ſeele ruh und troſt in dei⸗ nem ſchooſſe finden: ſage mir, mein Freund! den mei⸗ ne ſeele liebt, wo web Ueberwinder von ſein h 99 d o) wie 1 ſedih 8 laben ie rudtdan üürne den ſi 3 F S lnih des⸗hole din en nunt u al a a u a de ge t niſ ngg im nede , wen a dch leda 1 — — — — — — — — — — — a — — 2— — — — — — — — — 1* — — — .= . uu uit — 9 — —— Kau iem * ,“ — * — 1 d 4* erd ug 8 4* . 8* ——— 1* an 4 41 n ne ſek hä — ₰ — 11 im ſiebzehnden Seculo. 369 du? ich bin ohn’ dich be⸗ truͤbt. Weide auch mich armen mit bey deinen heerden, laß mich auch aus deinem bruͤnn⸗ lein mit getraͤnket t werden: ich mag nicht die nahrung, die die erde reicht, freud, dis wolluſt, und was dem zeuge gleicht. Nur geduldig! JEſus dein verlangen merket: weißt du nicht, wie Er vor dieſem deinen geiſt geſtaͤrket? ſeuf⸗ ze ferner! wenn Er ſchwei⸗ get, zurn drum nicht; bitt Ihn und wart’ bis Er den ſegen ſpricht. 621. Ich weiß iemand, der ewig liebt, und nur einen dugenoli ick betruͤbt, zu beſ⸗ ſern unſte ſeele. Er iſt es auch, der helfen kan, ein zeder huͤlf⸗ beduͤrftger mann ſich treulich Ihm befehle! Wie angſtet ſich ein zar⸗ bes weib um einen ſohn von ihrem leib? das zeiget ihr odarmnten Ein weib ein arme fuͤndri in iſt, da Er die delge Liebe kn- Treu' iſt in ſeinen armen. Du biſt ſein 1 auserwehl⸗ tes pfand, Er fi det dich in ſeine hand mit blut hi inein geſch bben: Er denkt a dich, wie ſichs geziem, Er laßt dich nicht, das gl laube hen Er wil dich ewig vrl, 622. Kiebe! die du mich 95 T bilde deiner Gottheit haſt gemacht: Liebe! die du mich ſo milde nach dem falh haſt wiederbracht: Li tbe dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Liebe! die du mich erkoh⸗ ren eh als ich geſchaffen war: Liebe! die du meich gebohren und mir gleich wardſt ganz und gar. Lie⸗ Liebe! die fuͤr mich gelit⸗ ten und geſtorben in der zeit: Liebe! die mir hat er⸗ ſtritten ewge luſt und ſelig⸗ keit. Liebe! dir ꝛc. Liebe! die mich hat ge⸗ bunden an ihr joch mit leib und ſinn: Liebe! die mich una. wunden, und mein herz hat ganz dahin. Liebe! dir ze. Liebe! die mich ewig lie⸗ bet, d die fuͤr meine ſeele bitt't: Liebe! die das los⸗ gn. giebet, und mich kraͤf⸗ tiglich vertrit. Liebe! dir ꝛc. Liebe! die mich wird er⸗ wecken aus dem grab der ſterblichkeit: Liebe! die mich wird unleieen mit dem laub der herrlichkeit. Liebe! dir ꝛe. 623. W Liebſter JESu! was fuͤr müh haſt du nicht auf mich gewandt! eh ich dich noch, hab erkannt; biſt ge⸗ Q5 lauffen be! dir ergeb zc. 370 Evantgzeliſche Lieder lauffen ſpat und fruͤh, zu er⸗ retten aus der dein mich, dein armes chafele Alle deine 35 lihkeit, deine hobeit, deine pracht, haſt du ſchlecht, ohn mich, geachtt, wollteſt arm ſeyn in der zeit, gabſt dich ſel lbſt in hohn t un nd ſpott;, mir zu helſen aus der noth. Du verlieſſeſt deinen thron und das ewae konig⸗ keich, wurdeſt einem hirten gleich; daß du moͤchteſt dei⸗ nen lon on, meine ſeele, neh⸗ men hin, dir zu einer koͤnigin. Ueber dieſes iſt bekannt, wie du, due den bittern tod, willjg ubergabe ſt GOtt deine ſeel, zum u nterpfand, daß dir mein', als eine braut, wuͤrd in ewi igkeit ver⸗ kralnlk. iWel denn alles diß ge⸗ chehn, ſüßß ſer IEſu! und du 85 mehr geljebet haſt, als dich: ey, ſo laß mich doch auch ſehn dieſen hochge⸗ wuͤnſchten tag, da ich es ge⸗ nie ſen Mag. Laß mich in dein reich hi ein! laß mich höoren dei 85 gruß, laß mich haben dei⸗ nen kuß! laß mich, Liebſter! ewig ſeyn deine treue die⸗ nerin, deine braut und koͤ⸗ nigin. 624. Nun nimm mein herz, und alles, was ich bin, von mir zu dir, mein liebſter IE⸗ ſu! hin: ich will nur d mi it leis 9 ſeäle, ſeyn mein h nein; saun ſen ttt GOtt und Troff, i in alle. noth, ſollſt mich dir einper⸗ leiben, und ewger Braͤnt⸗ gam bleiben. 4— — — — — — — — 8 NA. 22 — — — — ☛— —½ — — — — —— — 625. Mo mein Schat liegt, iſ mein herze; was ich 4 leb, da lebe ich; woesl cht iſt, brennt die kerze des ve langens brunſtiglich. Kan das ſchwere* der erden ſt hon nicht leicht gezogen vwerden; iehet doch ſein lebs⸗ magnet alles/ was Ihn nahe geht. JESu, aler leben? be⸗ ben iſt doch nichts ſo ſtarr und hart, dem du nicht kanſt mar me geben, daß es welbe lind und zart, wenn es nur 1 ſich dir vertrauet und auf dich im glauben ſchauet. Solltſt du mich nicht weg von mit ziehen koͤnnen din zu dir? So ſin d ich den un rſprung wieder, leb in goͤttlicher na⸗ r nit hts zeucht mehr zur erden nieder die vereu creatur. Leib und ſeel uaj 3 a J te nin 90 Wm dhei 1 Rnd n 3 runn h nn ſi Au digich ſan aaa eitl — —*2 A. .————— ß 2—.— 3——— 2———— 2 ———.—— — e——5——— —— ꝙ„ 6*— 4 ————————— 2——2— ———— um—— 8 1 —⸗———— 2 2——= Z 8½= — 4— ₰—. 8— 4d a.————— 35—————.—2— —————— N X*————=“.— 43——— X 28S 2 ,——————]. ——„———„4 6 4———— A— AR. ,—, 2.=Z— 2 183——=— een,==g— — 4 Q 0* 2, 2——— 9—,——— ⸗ 4—-—— 5A=.2=SSS= 2öSnͤ 2 3 925—=— 2— S—————2— 9—— 2— 4—————„. 4——— 2———=— A*————, 42————2—2 35—.—— 5 4—— 3 2 ———— 4——— ee 2— 9—— 2———2—— —— 4— 4( 2ö——.——————2————— N—— — 6— ½) 6 4———————— A S—— 2———*—,— 22 4—= 80— 2 3——„ 8———— L*.» ₰ 2— 3„— 8 1 8—————*— 22 8——— 4 4& 2— B——— 8————— 4 H—— een—— 8————.— ò—)——*— 8———— es 3 4 4 — 12 F=SS,.—ͤ==gÖ S—— ——————————* e————— —————— E—2———ꝙ——————.—— 2 ₰ ————— 94.——— E—.. 4——2—— 4—.————2——— 4— 2=—2=*—— 2— 7— 8˙S 2 4—=— 6—————— 2—— ◻—— . 8 3 4— 4—— 4. 2—. ——*———.—— 619———.— ☛ 9.—— 2—— 6 2*— 3„.——— 9—— ee— 6— 5— 2— A a—— 2 1 4——.—— G— 2———— α— 4———— 2———— 2 2— ——————— G———— 4*——— ————2—— 6. ‿ 5 2 2Z 9. 2 4— 8 4=— 4— —2—g=SASES—— S.=S61= SS—½ 8 2. 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Malet will ich dir geben, du arge falſche welt! dein ſuͤndlich boſes leben durchaus mir nicht gefaͤllt. Im himmel iſt gut wohnen, hinauf ſteht mein begier; da wird GOtt ewig lohnen dem, der Ihm dient allhier. Rath mir nach deinem herzen, o IEſu, GOttes Sohn! Soll ich hier dul⸗ den ſchmerzen, hilf mir, HErr Chriſt! davon; ver⸗ kuͤrz mir alles leiden, ſtaͤrk meinen bloͤden muth: laß mich ſelig abſcheiden, ſetz mich in dein erb⸗gut! In meines herzens⸗grun⸗ de dein nam und cereutz al⸗ lein funkelt alzzeit und ſtun⸗ de; drauf kan ich froͤlich ſeyn. Erſchein mir, in dem bilbe, wie du fuͤr meine noth, HErr Chriſte! dich, ſo mil⸗ de geblutet haſt zu todt! Verbirg mein' ſeel aus gnaden in deine offne ſeit, rück ſie aus allem ſchaden zu deiner herrlichkeit! Der iſt wohl hie geweſen, wer ömmt ins himmels ſchloß; bleibt in deinem ſchoos. Schreib meinen nam'n auts beſte ins buch der kir⸗ Evangeliſche Lieder ſei für und fuͤr zu den lebens⸗ che ein; und bind mein' ſeel fein veſte ins ſchoͤne bun⸗ delein der'r, die im himmel 6 gruͤnen und vor dir leben frey: ſo will ich ewig ruͤh⸗ men, daß dein herz treue ſey. 630. omm, laß deins herzens waſſer ſpringen und durch des meinen erde drin⸗ gen! deiner offnen wunden ſaft gebe mir zum grunen kraft. Dein haupt, von dornen ganz zerriſſen, laß ales blut herunter flieſſen: deines angeſichtes ſchweiß waſche mich zum paradeis. So werd ich ſchoͤn und herrlich gruͤnen und dir zur luſt und freude dienen: und mein herze wird ſo fein dein gewuͤnſchter garten ſeyn. 631. Hoͤchſter Prieſter! der du 9 dich ſelbſt geopfert haſt fuͤr mich: laß doch, bitt ich⸗ noch auf erden, auch mein herz dein opfer werden. Denn die liebe nimmt nichts an, was du, Liebe! nicht gethan: was dutch deine hand nicht gehet, wild zu GOtt auch nicht erhoͤhet Drum ſo toͤdt und ſchlach⸗ te hin meinen willen, mel⸗ nen ſinn! reiß das eigne aus dem herzen, ſollts aich ſeyn mit tauſend ſchmerzen 2 Ich Rhiir iic Aw N hen inigc ————— ——— —— ————— —=— — „*— 4 3 14 7 et ft 4 1 * Nin haunt w Szerriſſen di. unter fiüſe ſeſichtes ſte d zuu arxas 50 wedd iht tlch geinaw nd freldehmn in herze wioe Gaane nunſchter gei 63l dcſie gin nid häht h ufeda a dein oyrn denn de k ſes an don. ſt gelhen: 1 ſe handittet GOtt uhlit Nun ſttr din weiande Iim 9 wit taug 1 im ſtebzehnden Seculo. Ich bring dir zum opfer dar leib und ſeel, auf dein'n altar. O du allergroͤßſte Liebe, wenn doch nichts zuruͤcke bliebe! Alſo wird es wohl ge⸗ ſchehn, was du, HErr! ſo gern geſehn. Alſo werd ich noch auf erden GOtt ein liebes opfer werden. 632. Die ſeele Chriſti heilge — mich, ſein Geiſt verſiegle mich mit ſich! ſein Leichnam, der fuͤr mich verwundt, der mach mir leib und ſeel ge⸗ ſund! Das waſſer, welches auf den ſtoß des ſpeers aus ſei⸗ ner ſeiten floß, das ſey mein bad; und all ſein blut er⸗ quicke mir herz, ſinn und muth. Der ſchweiß von ſeinem angeſicht, laͤßt mich nicht kommen ins gericht: ſein ganzes leiden, creutz und pein das muͤſſe meine ſtaͤrke ſeyn. O JEſu Chriſt! erhoͤre mich, nimm und verbirg mich ganz in dich, ſchließ mich in deine wunden ein, daß ich vorm feind kan ſicher n. Ruͤck mich aus aller mei⸗ ner noth, und ſetz mich neben dich, mein GOtt! daß ich mit deinen heilgen all'n moͤg' ewiglich dein lob erſchal'n. 373 ³½* * 633. ch will dich lieben, meine J Staͤrke! ich will dich lieben, meine Zier! ich will dich lieben mit dem werke und immerwaͤhrender be⸗ gier: ich will dich lieben, ſchonſtes Licht! bis mir das herze brich. Ich will dich lieben, o mein Leben! als meinen al⸗ lerliebſten Freund; ich will dich lieben und erheben, ſo lange mich dein glanz be⸗ ſcheint: ich will dich lieben, GOttes⸗Lamm! als meinen Braͤutigan.. Ach daß ich dich ſo ſpaͤt erkennet, du hochgelobte Schoͤnheit du! und dich nicht eher mein genennet, du hoͤchſtes Gut und wahre Ruh! es iſt mir leid, ich bin betrübt, daß ich ſo ſpaͤt ge⸗ liebt. Ich danke dir, du wahle Sonne! daß mir dein glanz hat licht gebracht: ich dan⸗ ke dir, du Himmels⸗Wonne! daß du mich froh und frey gemacht: ich danke dir, du ſuͤſſer Mund! daß du mich machſt geſund. Gieb meinen augen ſuͤſſe thraͤnen, gieb meinem her⸗ zen keuſche brunſt; laß mei⸗ ne ſeele ſich gewoͤhnen zu üben in der liebe kunſt: laß meinen geiſt, ſinn und ver⸗ ſtand, ſeyn ſtets zu dir ge⸗ wandt! 374 Ich will dich lieben, mei⸗ ne Krone! ich will dich lie⸗ ben, meinen GOtt! ich will dich lieben ohne lohne, auch in der allergroͤſten noth: ich will dich lieben, ſchoͤnſtes Licht! bis mir das herze bricht. 34. u unvergleichlichs Gut! wer wollte dich nicht lieben, wer wollte nicht ſein herz um dich, oo GOtt! be⸗ truben? Ach waͤre doch mein geiſt und ſinn zu dir ſchon ganz, mein JEſu, hin! Du biſt die Majeſtaͤt, der alles ehr erzeiget, der HErr, vor dem erd, hoͤll und him⸗ mel tieff ſich neiget: und dennoch biſt du mehr ge⸗ mein, als immer mehr der ſonnen⸗ſchein. Du biſt die Weisheit ſelbſt, die ewiglich regieret, der tieffeſte Verſtand, der alles glucklich fuͤhret: und doch koͤmmſt du mich hinzu⸗ fuͤhrn, daß ich auch ſoll mit dir regiern. Du biſt das hoͤchſte Gut, du darfſt kein gut verlan⸗ gen; Du ſelbſt biſt alle Luſt, darfſt keine luſt empfangen: und doch macht dir mein armes herz, bis dieſen tag, noch freud und ſchmerz. Du biſt die Schonheit ſelbſt, du kanſt nichts ſchoͤ⸗ ners finden! es kan dich nichts, als nur dein eigne ſchoͤnheit/ binden: und doch Evangeliſche Lieder hat deiner liebe band dich mir, dem ſchatten, zuge⸗ wandt. Du ſitzeſt auf dem thron, vor dem die teufel zittern; es darf in deinem reich ſich ohne dich nichts wittern: und doch giebſt du dich ſo herab, um mich, bis an das ereutz und grab. b 638. ZJeige mir dein Angeſccht * ſchönſter Nazarener! well mir deiner augen licht lieber iſt und ſchoͤner, als der hel⸗ len ſternen ſchein und der himmel ſelbſt mag ſeyn. Laß mich ſehen deinen glanz, unerſchaffne Sonne daß ich dich betrachte ganz ewge Seelen⸗wonne! la hee geſtalt, die Ach wie ſelig iſt die Brant⸗ antlitz hat geſchaut, die du ſo erquicket! denn was ſolt ihr lieber ſeyn, als des Braͤutgams augenſchein; Was vor freude muß die ſchaar deiner heilgen haben, die ſich nun ſchon ganz und gar mit dem anſchaun la ben! denen keinmal mehr gebricht dein verklaͤrtes an⸗ geſicht. 8=O du Glanz der herrlih⸗ keit, unbeflecktes Siegen Ausdruak der Dreyeinigtin ewger ſchoͤnheit Splegel, wenn werd ich wuͤrdig ſeytt zu heſchauen deinen ſchein! zu beſchauen d Zeige — — — — — — — — — —= —=—— — damt wuid wine e Lieder tt deinee hih elwh. d, den ſcaum udte he Du ſtgltufm, 1 T den, dietan 4 6z ſeige wir de h ſſhönſeraen deiner agale und ſtin a 1 ſernn h. une ſeddtwe daß wich ſe anz dwerſor ge Selkn m ich ſehen w in alte audte Ac weſthn !du mnpabtt tliz dat ete eeruice dm : lieder ſm. räutganäenn Was bor an aar dine e eſcc untae fwit da h ! dert in diicht dine ſcht.) D duGlanae usdt 4 dger witle, enn wer ür deſexerte im ſiebzehnden Seculo. Zeige mir dein Angeſicht, allerliebſtes Leben! weil mir doch kein ander licht kan genüge geben: denn dein Antlitz iſts allein, was mir ewig gnug kan ſeyn. 636. Iſch wenn werd ich ſchauen Aan? liebſter JESul! wenn wirſt du umfangen mich? liebſter JESli! mein herz nach dir ſehnet ſich, lieb⸗ ſter JEſu, JEſu, liebſter IEſu! Alles iſt nur angſt und pein, theurſter JEſu! was nicht himmliſch„was nicht bin dein und du biſt mein, Deine lieb erſcheine mir, holder IEſu! meine ſeele durſt nach dir, holder JEſu! deiner wart ich ſuͤr und fur, holder IEſu! IEſu, hol⸗ der JIEſu! 637. 4 7 1 2„ 68 3 8½ Iſch wenn koͤmmt die zeit n ½ 8 heran! daß ich möge ſchauen an meinen liebſten JEſum Chriſt, der mein“ Lieb' und Leben iſt. Ach wo bleihſt du doch, mein Licht, komm doch fort und ſaum' dich nicht! komm doch! weil mit groſſem ſchmerz auf dich wart't mein krankes herz. Kommſt du nicht itzt alſo⸗ bald, meines lebens Aufent⸗ 32 halt! ſo vergeht, vor liehs⸗ begier, mein betruͤbter geiſt, in mir. Drum ſo komm doch bald zu mir, und erfreue mich mit dir! ſchleuß mich in die arme ein, die fur mich ver⸗ wundet ſeyn. 638. Mie ſuͤß iſt es, in deinen 28 armen empfinden dei⸗ nes Geiſtes gunſt, und von der heiſſen liebes⸗brunſt bey dir, du heilge Glut, erwar⸗ men! wie ſuͤß iſt es, bey dir allein, du ſüſſer Braͤutgam, JEſu, ſeyn! Wie ſuͤß iſt es, mit deinen flammen entzundet werden und durchglüht, und ganz und gar, im emgen fried, mit dir gefloſſen ſeyn zuſam⸗ men! wie ſuß iſts doch, ein einigs Ein mit dir und dei⸗ nem Vater ſeyn! Wohl denen, die ſchon ganz verſunken im meere deiner ſuͤſſigkeit! ſie jauch⸗ zen dir in ewigkeit, und ſind von deiner liebe trunken: wie ſuſſe muſt du ihnen ſeyn, du himmel⸗ſuſſer Liebes⸗ weinn Wie ſiiſſe, JESulo wie ſuße wirſt du mir ſeyn, wenn ich in dir genieſſen werde fuͤr und füͤr der ewgen Lie⸗ be friedens⸗kuſſe? wenn ich zu GOtt, dem ewgen Gur, gelanget hin durch Chriſti blut. 376 639. Keine ſtunde geht vorbey, daß ich nicht gedenk an dich, oder zu dir innig ſchrey: IEſu, JEſu, dent an mich: ach wie lange ſoll ich doch dieſes elend bauen noch! Eine ſeele, die dich liebt, will ſonſt nichts, als deinen kuß; und drum bin ich ſo betruͤbt, daß ich den entbeh⸗ ren muß: ach wie lange muß ich ſeyn ein verlaſſen taͤubelein!. Meine ſeel iſt ja die Braut, die du dir haſt ſelbſt erkohrn, die dein Vater dir vertraut, und dein Geiſt hat neu gebohrn: ach wie muß ſie ſo allein und ohn ihren Braͤutgam ſeyn! Ofte nennſt du mich dein kind, das dein Geiſt ſo zart⸗ lich liebt, und ſich gerne bey ihm findt, wenns aus liebe wird betruͤbt: und ich muß doch noch ſo ſeyn ein verlaß⸗ nes wayſelein! 640. Ich lauff dir nach, mit ſte⸗ tem ach, mit ſeufzen und mit ſehnen; ich ſuche dich ganz inniglich, mein liebſter Schatz! mit thranen: denn dein geruch erweckt in mi, HErr JESul ewoe liebs⸗ begier. Evangeliſche Lieder Allein nach dir ſteht mein begier, nach dir brennt leib und ſeele; dir ſoll allein ſtets offen ſeyn meins armen herzens hoͤle: denn dein ge⸗ ruch erweckt in mir, HEr JESul ewge liebs⸗begier. 641. Feuch, mein Geliedter! auf ) die hohe, fleuch immer hin und warte nicht, feuch gleichſam wie ein muntres rehe, das von der ehne ſich entbricht! ie mehr du fleuchſt und lauffſt von mir, ie ſtaͤrker zeuchſt du nich nach dirx. Mein herz iſt an dein herz gebunden, mit deiner ewgen liebe band; dlum wird von ihme bald empfut⸗ den, wo ſich das deine hin⸗ gewandt. Fleuch imnlnel, fieuch, es iſt dein ſliehn nichts anders als ein nach ſic ziehn. Ich hoff)es wird wir noch gelingen, daß du mi über ort und zeit, mit deinem ziehn, zur ruh wirſt beingen und in den ſchoos der ewig keit: drum ſleuch nur folt ich folge dir, ſo ſtalt on fleuchſt und lauffſt von mit. 642. O wo biſt du mein keben, dem ich mich ganz er⸗ geben, 9 8 M — M ud R uch o 3 4* 8 Bu wen Gi de hohe, ſah: d SAun 2 1 ungs S hſan vi an bh. V un 1 T aatteich 4 R 9 uniufß feſ dn irter zuit m i. R da Min ktji em 1 1 wgedanden,a ren a en lite w Ir don iidkeld ddeit t woſchu dzart e ant. gii ne d Siſdenth s lied 4 1I ch mu derlat hüefen ngen, dinn nd e, n. n, anäuit on dapie itſ u eu 1 ſoge enine de 1 ufm umnur Gaee ledſe del 4 1 in n tin M im ſiebzehnden geben, deß ich will ganz leib⸗ eigen ſeyn? Wo ſoll ich mich wenden, mein ſuchen zu enden? wo ſoll ich dich finden, Erleuchter der blin⸗ den! und ſpuͤren deinen glanz und ſchein? O begegne mir, Leben! dem ich mich ergeben, deß ich nunmehr ganz eigen bin: de will ich, mein Leben! dich hurtig umgeben in ſe⸗ ligen freuden, mich laben und weiden, nimm mich, ach nimm mich eben hin. 643. Ih armes ſchaͤflein ſuche dich auf deiner gruͤnen weide. De 3 lebens⸗manna ſpeiſe m ih zu troſt in allem leide: es traͤnke mich dein theur Alut auf daß mich ja hein falſches es gut von dei⸗ ner liebe ſcheide. So komm nun, o mein Seelen»Schatz und laß dich freundl ich küſſen, mein herze giebt dir raum und platz und will von keinem wi ſſen, als nur von dir, mein Braͤutigam! dieweil du mich, am creutzes ſtaum, aus noth und tod geriſſen O liebſter Heit land! h abe dank fuͤr deine ſuſf gkeiten: ich bin vor lauter liebe krank, drum wart' ich auf di ezelten⸗ in welchen du, o ns⸗Furſt! mich ſamt den Seculo. 377 auserwehlten wirſt zur him⸗ mels⸗tafel leiten. 644. XESul! komm doch ſelbſt J zu mir, und verbleibe fuͤr und fuͤr: komm doch, werther Seelen⸗Freund! Liebſter, den mein herze meint! Tanſend mal begehr ich dich, weil ſonſt nichts ver⸗ gnuͤget mich. Tauſendmal ſchrey ich zu dir: JESu, JESu, komm zu mir! Keine luſt iſt auf der welt, die mein herz zufrieden ſtellt; dein, o JESll! bey mir ſepn nenn ich meine luſt al⸗ ein. Aller engel glanz und pracht und was ihnen freu⸗ de macht, geht mich, fuͤſſer Seelen⸗Mann! ohne dich ja gar nichts an. Nimm nur alles von mir hin, ich veraͤndre nicht den ſinn; du, o JESu! muſt allein ewig meine freude ſeyn. Keinem andern ſag ich zu, daß ich ihm mein 4 auf⸗ thu: Dich alleine laß' ich ein, Dich alleine nenn ich mein. Dich allein, du Menſchen⸗ Sohn! heiß ich meine kron und lohn; Du, für mich ver⸗ wundtes Lau zan biſt allein Braͤutigan. 647. JE⸗ 645. ESu, meines herzens ₰ Freud, ſuſſer JESul! meiner ſeelen Seligkeit, ſuſ⸗ ſer JESul! des gemuthes Sicherheit, ſuͤſſer JESu, JESu, ſuͤſſer JESu! Tauſendmal gedenk ich dein, mein Erloͤſer! und be⸗ gehre dich allein, mein E⸗ löͤſer! ſehne mich bey dir zu ſeyn, mein Erloͤſer, ZESu, mein Erlöſer! Nichts iſt lieblicher als du, liebſte Liebe! nichts iſt freundlicher als du, ſüſſe Liebe auch iſt ſüſſers nichts als du, ſ ſſe Liebe, JESll, 8 ſſe Liebe! Weide mich und mach mich ſatt, Himmels⸗Speiſe! traͤnke mich, mein herz iſt matt, Seelen⸗Weide! ſey du meine ruhe⸗ſtatt, Ruh der ſeelen, JESll, Ruh der ſeelen! Ich bin krank, komm, ſtaͤr⸗ ke mich, meine Staͤrke ich bin matt, erquicke mich, ſuͤſ⸗ ſer IJESll! weil ich lerbe troͤſte mich, du mein Troͤſter, JESu, du mein Troſter! 646. ESu, frommer men⸗ J ſchen heerden guter und getreuer Hirt! laß mich auch dein ſchaͤflein werden, das dein ſtab und ſtimme fuͤhrt. Heerden. ihren hirten lie⸗ ben, und ein hirt liebt ſeine Evangeliſche Lieder heerd: laß uns auch ſo lie⸗ be üben, du im himmel, ich au eld. Schaafe ihren hirten ken⸗ nen, dem ſie auch ſo wohl bekannt: laß mich auch nach dir zu rennen, wie du kamſt zu mir gerannt. Heerden ihre hirten h ren, folgen ihrer ſti 43 al⸗ lein; hirten auch zur heerd ſich kel hren⸗ wenn ſie bloken groß und klein Hoͤre, JEeu! und er⸗ hoͤre, wenn ich rußf anklopf und ſchrey: en 1 von mir nicht 8 re ſteh m mill bald in gnaden bey! Ja, du horſt, in deinem namen! da iſt troſt, d Menſchen⸗Sohn! da i alles Ja und Amen. m ich glaub und fuͤhl es ſchon. O7. Eſu Chri iſt! wie g groß ze bit ſo ſind auch deine flammen, die des 4 lieb, aus s hei iſſem trieb ni⸗ uͤber mich zuſammen. 48. Spiegel aller tugend,9 Fih⸗ rer meiner hohn. Meiſter meiner ſi nne 7,J Su⸗, der 54 däl n n drde laͤngſt gefallen Plaß dich l n. veene, flammen in mein herz zuſe ſammen, da 3 ſich entzunde, und düge liebe, durch dein eſſe triebe, ſich mit dir bel dn 5 16 1 t 54 rten edt kkannt:(ch ni d wit getann 3 5 d in renen de „Heeden ſen en folge igeſn ein; hirten an⸗ ic Kee um doß und keen. *,Hote, Noh dore, wemi and ſcken: N on nir mitit addin gneden Ja du henii anen d t Nenſchen⸗Eh Als Awyh d gland wwite 4 6 5 Ienrhie d b,gi S iine fara, Ced aus ſeſee S her uic wien⸗ - de e Veſſerwemaw 4 Al Ni 1 Wiugſtceuba” 8 1 wW üteſt * im ſiebzehnden Seculo. Zehle meine thraͤnen und mein klaͤglich ſehnen, waͤge meine ſchmerzen, die ich um dich leide, JESll, meine Freude innerlich im herzen! Laß mich in den armen deiner lieb erwarmen; laß mich dich genieſſen, und in deinem lichte, ſchoͤnſtes An⸗ geſichte! deine wunden gruͤſſen. Komm, erzeig dich milde deinem ebenbilde“! denn ich kan nicht leben in des leibes hoͤle, wo du meiner ſeele dich nicht willt ergeben. * 2 Cor. 3, 18. Drum ſo laß mich wer⸗ den deine braut auf erden, das ich kan mit freuden meine zeit vollenden, und in deinen haͤnden aus der hutte 64 9. ſcheiden. O du ſchoͤner Nazarener! — ſey gelobet und gepreiſt, fuüͤr die gute, die's gemuthe deiner Gottheit mir beweiſt. Meine ſeele mit der höle, ihrem leibe, geb ich dir: mein gemuthe, mein gebluͤte ſoll dir dienen fuͤr und für. Nimm mein herze, guldne Kerze, und entzund es hei⸗ liglich: mach es reine, wie das deine, und zerſchmelz es ganz in dich! Gieb mir gaben, die mich laben, die mich ſiaͤrken in der zeit; daß ich bleibe deinem leibe eingepfropft in ewig⸗ kit! 379 Alsdann werd ich hoch erſreulich deine klaxheit ſchauen an, vor ihr grunen, ſie bedienen, ehr'n und ruͤh⸗ men wie ich kan. 650. Name voller güte! komm in mein gemuthe! aus⸗ gegoßnes Oele, ſleuß in mei⸗ ne ſeele/ Arzney aller ſchmer⸗ zen, gieb dich meinem her⸗ zen! denn du biſts alleine, JESu! den ich meyne. Leitſtern der geliebten, himmel der betruͤbten, uner⸗ ſchaffne Sonne, unerhoͤrte Wonne! gieb, daß deine ſtrahlen mich erfreun und mahlen! denn du biſts al⸗ leine, JESu! den ich meyne. Name, der zu hoͤren in der engel choͤren! der mir jauchzen bringet, und am ſchonſten klinget, der mich kan ergetzen und in friede ſetzen: Name! du alleine bleibſt es, den ich meyne. Name, den man preiſet, dem man dienſt erweiſet, dem die welt ſich beuget und der himmel neiget, den, was drunten lebet, furcht't, vor Ihm erbebet! JEſu! du al⸗ leine bleibeſt, den ich meyne. 651. Ach zeuch, ach zeuch mich zu dir hin mit leib, geiſt, muth und ſinn! oder komm in meine ſeele, geh durch dieſen offnen mund! heil' mich, 380 mich, daß ich ſey geſund, edle Salbe, ſuͤſſes Oele! Wie wünſch ich dich, mein Himmel⸗brod, verborg⸗ ner Menſch und GOtt! Se⸗ lig iſt, der da kan haben dei⸗ ner ſtarken Gottheit kraft, und ſein herze mit dem ſaft deiner ſuͤſſen Menſchheit la⸗ en! O gieb dich mir, und ruͤcke mich, mein JESll, ganz in dich! laß mich dich in dir genieſſen; denn ich kan in ewigkeit ſonſt von kei⸗ ner luſt und freud, als von dir, mein Manna! wiſſen. 652. Du wonnigliches Gut, daß alle geiſter ſpeiſet, und allen ereaturen gnad und huld erweiſet! wenn wirſt du dich in mich begeben und uͤberfluͤſſig mich erfuͤll'n? wenn wirſt du ſelber ſeyn mein leben und alle mein be⸗ gehren ſtill'n? Du hochgewuͤnſchte Ruh, du Freude der betrubten, du Ziel und Mittelpunet der wallenden geliebten! wenn wero ich, JESll! zu dir kommen und unabſcheid⸗ lich bey dir ſeyn? wenn werd ich in dich aufgenom⸗ men? wenn? JESu, wenn? mein einigs Ein! 653 * ESu, meine Frende, meines herzens Weide, JESu, meine Zier! Ach Evangeliſche Lieder wie lang', ach lange iſt dem herzen bange und verlangt nach dir; GOttes⸗Lamm, mein Braͤutigam! auffer dir ſoll mir auf erden nichts ſonſt lieber werden. „Unter deinem ſchirmen bin ich vor den ſturmen aleer feinde frey; laß den ſatan wittern, laß den feind erbit⸗ tern, mir ſteht IEſus bey; ob es itzt gleich kracht und blitzt, ob gleich ſund und hoͤlle ſchrecken, IEſus wil mich decken. Trotz dem alten drachen, trotz des todes rachen, ttotz der furcht dazu; tobe weit, und ſpringe! Ich ſteh hier und ſinge, in gar ſcchret ruh: GOttes macht häͤſt mich in acht; erd und ab⸗ grund muß verſtummen, ob ſie noch ſo brummen. Weg mit aleen ſchäßen: du biſt mein Ergetzen, J⸗ Su! meine Luſt! weg, iht eiteln ehren, ich mag euch nicht horen, bleibt mir Um⸗ bewuſt! Elend noth creut ſchmach und tod, ſoll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von IEſu ſcheiden. Gate nacht, o weſen, das die welt erleſen! mir gefällt du nicht; gute nacht, ihr fnden, bleibet weit dahin⸗ ten, kommt nicht mehr ans licht! gute nacht, du ſy b und pracht; dir ſey dumehr tod als leben! gute nachtge geben. Weicht, h i bde, hand. he n ſtand g 11 zi mhä ne müii gi 4 Ä wie hh dem 3 llaihie gehn dete P (cen. dut, daß Und 1d uno e 4. den und nurn! p at ſeyn moin Ho⸗ e dte Nuh, un n 1 uum tepunct „ kedten uim 3 39 — dicheld⸗ en Dnl S 1 et M im ſiebzehnden Seculo. Weicht, ihr trauer⸗gei⸗ ſter, denn mein Freuden⸗ Meiſter, JESuS, trit herein; denen, die GOtt lieben, muß auch ihr betruͤ⸗ en lauter zucker ſeyn: duld' ich ſchon hier ſpott und hohn, dennoch bleibſt du auch im leide, JESu, mei⸗ ne Freude! 654. ESn, du mein liebſtes J Leben, meiner ſeelen Braͤutigam, der du dich fuͤr mich gegeben an des bittern creutzes ſtamm! JIESu, meine Freud und Wonne, all mein' Hoffnung, Schatz und Theil, mein' Erloſung, Schmuck und Heil, Hirt und Konig, Licht und Son⸗ ne! ach, wie ſoll ich wur⸗ diglich, mein HErr JESl3l! preiſen dich. „Hochgelobet, hochgeehret ſey des HErren theurer nam, herrlich iſt ſein reich vermehret, das aus gnaden zu uns kam. Er iſt GOtt, der uns gegeben ſeel und leib, auch ehr und gut, der durch ſeiner engel hut ſchuͤ⸗ tzet unſer leib und leben. Danket Ihm zu aller friſt, weil der HErr ſo freund⸗ lich iſt. Dieſes, JESu, ſchafft dein Lieben, JESli, GOt⸗ tes liebſter Sohn! das dich in die welt getrieben von des hohen himmels thron. 381 O wie troͤſtlich iſt dein Lei⸗ den! o wie heilig iſt dein wort, das uns zeigt des le⸗ bens pfort, daß wir uns in freuden weiden, wo die groſſe Furſten⸗ſchaar dir zum dienſt iſt immerdar. Kom, mein Liebſter! laß dich ſchauen, wie du biſt ſo wohl geſtall't, ſchoͤner, als die ſchoͤnſten auen, allzeit lieblich, nimmer alt. Komm, du Aufenthalt der ſiechen, komm, du lichter Gnaden⸗ ſchein; komm, du ſuͤſſes Blumelein, laß mich deinen balſam riechen: kom̃, mein Leben, kom heran, daß ich dich genieſſen kan! Schaff in mir, noch hier auf erden, daß ich, wie ein baͤumlein, veſt dir moͤg ein⸗ gepflanzet werden; dieſen ſchatz halt ich fuͤrs beſt. Meine ſeele, GOtt, verlan⸗ get, daß ich moͤge frolich ſtehn, und mit klaren augen ſehn, wie dein' hohe woh⸗ nung pranget. Leib und ſeel erfreuen ſich, HERR! in dir ganz inniglich. Lieblich ſind dein' ewge huͤtten, ſchoͤn von gnad und himmels⸗gunſt, da du pfle⸗ geſt auszuſchutten deiner ſuͤſ⸗ ſen liebe brunſt! Sehet, Er kommt einzuziehen, als ein Ehren⸗Konig pflegt, wenn Er ſeine ſeind' erlegt; alles volk ſoll ſich beuhen, hoch zu preiſen unſern GOtt, GOtt den HErren Zebaoth. 677. Ihr 6S. Ihl Seraphim, die ihr ₰ Den kennt, den meine ſeele Heiland nennt! geht, bringets meinen Braͤutgam hin, daß ich vor lieb erkran⸗ et bin! Ich habe ſchon ſo lang' und oft nach Ihm geſchryen und gehofft. Ach! ach! was iſts fuͤr eine pein, Ihn lie⸗ ben, und nicht bey Ihm ſeyn! 56. do iſt der Schoͤnſte, den ich liebe? wo iſt mein Seelen⸗Braͤutigam? wo iſt mein Hirt und auch mein Lamm, um den ich mich ſo ſehr betruͤbe? wo iſt mein Tod und auch mein Leben, mein Himmel und mein Pa⸗ radeis, mein Herz, dem ich mich ſo ergeben, daß ich von keinem andern weiß Ach GOtt! wo ſoll ich weiter fragen? Er iſt bey keiner creatur. Wer fuͤhrt mich uͤber die natur? wer ſchafft ein ende meinem kla⸗ gen? Ich muß mich uͤber alles ſchwingen, muß mich erheben bis ans creutz: dann, hoff' ich, wird mir es gelingen: das iſts; da hab ich Ihn bereits! 657. u gruͤner Zweig, du ed⸗ les Reis, du honig⸗rei⸗ che Blute, du aufgethanes Paradeis! gewaͤhr mir eine Evangeliſche Lieder bitte: Laß meine ſeel ein bienelein auf deinen roſen⸗ wunden ſeyn. Ich ſehne mich nach ih⸗ rem ſaft; ich ſuche ſie mit ſchmerzen: weil ſie erther⸗ len ſtark und kraft den ab⸗ gematten herzen. Drum laß mich doch ein bienelein, n. Ihr ubertrefflicher geruch iſt ein geruch zum leben, ver⸗ treibt den gift, verjagt den fluch, und macht den geiſt erheben. Drum laß michwie ein bienelein auf dieſen ze. Ich nahe mich mit herz und mund, ſie tauſendmal zu kuͤſſen; laß mich, zu jeder zeit und ſtund, den honig⸗ ſaft genieſſen! Laß meine ſeel ein bienelein, c. Ach, ach! wie ſuͤß iſt die⸗ ſer thau, wie lieblich meinel ſeele: wie gut iſts, ſeyn auf ſolcher au und garten vol⸗ ler Ile! Laß mich doch ſtet ein bienelein ic. Nim̃ mein gemuthe, geiſ und ſinn, leib, ſeel, und wa ich habe, nim alles ganzlich von mir hin; gieb mir nul dieſe gabe, daß ich mag ſtt ein bienelein, HErr Chliſt auf deinen wnnden ſeyn. 2 Braͤutigam hier. O glu liche ſtunden! nn hab! lchenen„den ich geſuchet mit ſteter begiel. 9 5 jihr hirten u freut euch, ihr hilten mit mir: ich habe den 7 ——yꝛ ——-— nah wdim ene enze Waönal —— — —— — — 1 dmetzen: R. h a ſtatt ud i ad enaten inn d c dot enian 1 Prüderptfit .] Nn gendmt nveidt den gi 9 c ind matt hein dm i v.1 n biemlen arii 1 1nd ſ * abuſen; um 9 1 dit und ſtand, R att genteſen i d alen tintn 3 2 Ac at ni en eer thau veb den Wale: wegi 0p n dü⸗ 4 t r de eie. ſel Din bimiint. ru R unm dr K and ſin lhſile eich hade nem don nir hi uh deefe zidie us ei binla 6 ee: auf deun aa im ſiebzehnden Seculo. O JESt!, wie ſuͤſſe biſt du! was bringſt du fuͤr ſe⸗ lige ruh! O JESll, mein Leben! was ſoll ich dir ge⸗ ben? ſuſſer als honigſeim biſt du mir nu. Du riecheſt ſo kraͤftig und gut, erquickeſt leib, leben und blut; du klingeſt ſo ſchöͤne, wie engel⸗getone, ſetzeſt in jauchzen der trauri⸗ gen muth.. Wie herrlich beweiſeſt du dich! wie innig erfreueſt du mich! o himliſche Sonne! d ewige Wonne! alle mein leben ergiebet dir ſich. O bleibe doch immer bey mir, mein Himmel und gott⸗ liche Zier! Ich wil dich ſtets preiſen mit herrlichen weiſen, ſingen und klingen und tonen von dir. Nim alles und jedes, was mein, zu deiner beluſtigung, ein! mein herze ſoll werden dein himmel auf erden! JE⸗ Sll, wie kanſt du denn an⸗ derswo ſeyn? Nei Feudeſ r und Meein Freund iſt mir un N 1 ich bin Ihm ein un⸗ berwandter Cherubim: wir ſchaun einander immer an, ſo viel Er mag, ſo viel ich kan. Er liebet mich ganz in⸗ niglich; ich lieb Ihn wieder uͤber niich c neiger ſch zu mir mit gunſt, ich mich zu Ihm mit keuſcher brunſt. 383 Er ſucht in meinem her⸗ zen ruh; und ich ſchrey ſei⸗ nem immer zu: Er wuͤnſcht zu ſeyn in meiner ſeel, und ich in ſeiner Seiten⸗boͤl. Er ſtillet meines geiſts begier, ich bin in Ihm und Er in mir: Er koͤmt mit ſei⸗ nem gnaden⸗kuß, ich zu Ihm mit gebeugtem gruß. Er hat an mir ſein' eigne luſt, und ich an ſeiner mil⸗ den bruſt: Er iſt mein ange⸗ nehmſter klang, und ich ſein liebſter lobgeſang. Er iſt mir Braͤutgam, ich Ihm Braut, hat ſich mit meiner ſeel getraut: Er blei⸗ bet unzertrennlich mein, und ich bleib unablaͤſſig ſein. 660. O Braͤutigam, wie iſt dein kuß ſo ſuͤſſe meiner ſeele! wie lieblich iſt der wunden⸗ fluß, das ausgegoßne ole! wie iſt das herz ſo voller troſt, das du, o JESu, lieb⸗ gekoſt! 661. Mein JESu, ſuſſe See⸗ len⸗Luſt! mir iſt nichts auſſer dir bewuſt, wenn du mein herz anblickeſt: die⸗ weil dein gruß ſo lieblich iſt, daß man auch ſeiner ſelbſt vergißt, wenn du den geiſt erquickeſt, daß ich in dich, aus dem triebe reiner liebe, von der erde uͤber mich ge⸗ zogen werde. Was 384 Was hatt ich doch fuͤr troſt und licht, als ich dein holdes angeſicht, mein JE⸗ Su! noch nicht kannte? wie blind und thoͤricht gieng ich hin, da mein verkehrter fleiſches⸗ſinn von welt⸗be⸗ gierden brannte? bis mir von dir licht und leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu bren⸗ nen. Die arme welt hat zwar den ſchein, als waͤr ihr ſchlechtes frölich ſeyn ein herrliches vergnügen; allein wie eilend gehts vorbey? da ſieht man, daß es hlend⸗ werk ſey, wodurch wir uns betrügen: drum muß JE⸗ ſus mit den ſchaͤtzen mich er⸗ getzen, die beſtehen, wenn die welt⸗luſt wird vergehen. Wer IEſum recht im glauben haͤlt, der hat die kraft der andern welt hier allbereit zu ſchmecken: pflegt IEſus gleich, zu mancher zeit, bey groſſer herzens⸗ traurigkeit, ſein antlitz zu verdecken; iſt doch ſein joch ſanft und feiner, als wenn einer in dem bette noch ſo gute ruhe haͤtte. So weiß ich auch aus dei⸗ nem wort, daß du dich, lieb⸗ ſter Seelen-Hort! nicht ewiglich verſteckeſt; du thuſt vor mir die augen zu, auf daß du deſto großre ruh her⸗ nach in mir erweckeſt: wenn ich treulich als ein rebe an Evangeliſche Lieder dir klebe, auch im leide, nicht nur in der ſuſſen freude. Ach ja, du holder Men⸗ ſchen⸗Sohn! ich kenne dei⸗ ne liebe ſchon, wenn uns die dornen ſtechen: dein herg das eins in trauren ſetzt, und ſich verſchleußt, muß doch zuletzt von lauter liehe brechen: drum fuͤllt id quillt in mein herze nach dem ſchmerze deine Suͤſſe, dieich noch allhier genieſſe. Du ſalbeſt mich mit freu⸗ den⸗ol, ſo, daß ſich öfters leib und ſeel recht inniglich erfreuen; ich weiß, daß da nicht gern betruͦbſtich weiß auch, was du denen giebſt, die ſich davor nicht ſcheuen. Drum gieb den tliet unah⸗ wendig und beſtaͤndig kleut zu bleiben, und kecht veſt an dich zu gläͤuben.* Der glaub iſt eine ſtalt hand, und haͤlt dich alsen veſtes band; ach ſtaͤrke mei nen glauben! In glauben kan dich niemand mir, in glauben kan mich memand dir, o ſtarker JESul lau⸗ ben: daß ich frolich velt und drachen kan verlachen und die füͤnden durch den glauben uberwinden. 662. ☛ESu, ewge Sonne, db J ler engel Wonne! kai fuͤr freude muß es ſeun wenn du koͤmmſt ins heit hinein! 4 * — Dab nahiee den din kh het b dang „Dea 1 hhh g tantt hut ſ —— ——— — — d ins 9 1 anä ſih with m 1 dug Wn a dn e hen: duaßs 8 dun 8 kimannene l r dmei an t alhſir ai — dͤſaddien ehn f zl, ſo,d a ala! und ſal es dentt brgemit vi h dun u I f dan mich. aun gah venn d wif mm i ehen. dleiden me decht huu gluhn da Der guul dett h Mn a en: o ſes 4* nant dhd g herzec A dihan delze ntlſ alb in hſein ateo ſate 1 14 1 ren: ß hn * noch cnd duhaie m wu 5 ans= laube he 84 n dic,( Du erleuchtſt die blinden, machſt die nacht verſchwin⸗ den, bringeſt dem gewiſſen ruh, giebſt ihm wahren troſt darzu. Die gebeugte ſeele jauchzt in ihrer hole: denn du traͤnkſt ſie, wie ein ſtrom, machſt ſie heilig, ſatt und fromm. All kraͤft und ſinnen wer⸗ den deiner innen: auch die glieder ſpringen ſchier und frohlocken, uber dir. Deine gnaden⸗kuͤſſe ſind der ſeelen ſüſſe: dein geruch iſt gaͤnzlich gleich GOtt und ſeinem himmelreich. Alle deine gaben koͤnnen mich zwar laben, aber keine, ——„ JEſu Chriſt! ſchmeckt mir, wie du ſelber biſt. 663. Ille ſchaͤtze dieſer erden l und was köͤſtlich wird geacht't, ja auch gar des himmels pracht laß ich an⸗ dern gerne werden; wenn ich dich nur fan gewinnen, JESul Kleinod meiner ſinnen. 664. Schatz uͤber alle ſchaͤtze, o JESu! liebſter Schatz, an dem ich mich ergetze: hier hab ich einen platz in melnem treuen herzen dir, Schoͤnſter! zugetheilt, weil im ſiebzehnden Seculo. 385 du mit deinen ſchmerzen mir meinen ſchmerz geheilt. Ach! Freude meiner freu⸗ den, du wahres Himmel⸗ brod! damit ich mich kan weiden, das meine ſeelen⸗ noth ganz kraͤftiglich kan ſtillen und mich, in leidens⸗ zeit, erfreulich uͤberfuͤllen mit troſt und ſüſſigkeit. Laß, Liebſter! mich er⸗ blicken dein freundlich ange⸗ ſicht, mein herze zu erquicken, komm, komm, mein Freu⸗ den⸗licht! Dann ohne dich zu leben iſt lauter herzeleid⸗ vor deinen augen ſchweben, iſt wahre ſeligkeit. O keiche Lebens⸗Quelle! *o JESll, ſuͤſſe Ruh! du treuer Creutz⸗Geſelle! laßt du ein' truͤbſal zu, ich will geduldig leiden, und ſoll mich keine pein von deiner liebe ſcheiden, noch mir be⸗ ſchwerlich ſeyn. Mein herze bleibt erge⸗ ben, dir, immer fuͤr und fur, zu ſterben und zu leben; und will vielmehr mit dir im tieffſten feuer ſchwitzen, als, Schonſter! ohne dich im paradieſe ſitzen, veracht und jaͤmmerlich. „O herrlichkeit der erden, dich mag und will ich nicht! mein geiſt win himmliſch werden, und iſt dahin ge⸗ licht, wo JEſus wird ge⸗ ſchauet; da ſehn ich mich hinein, wo JEſus huͤtten R bauet: 386 bauet: dann dort iſt gut zu ſeyn. Nun, JESll, mein Ver⸗ gnugen! komm, hole mich zu dir in deinem ſchoos zu liegen: komm, meiner ſeelen Zier! und ſetze mich aus gnaden in deine freuden⸗ ſiadt, ſo kan mir niemand ſchaden, ſo bin ich reich und ſatt. 665. JESu meiner ſeelen Ruh und mein beſter Schatz dazu: alles biſt du mir allein, ſollſt auch ferner alles ſeyn. Bin ich krank, und iſt kein Mann, der die ſchwachheit lindern kan; IEſus will mein Arzt in pein und mein treuer Helfer ſeyn. Bin ich nackend, arm und blos, und mein vorrath iſt nicht groß; IEſus hilft zu xrechter zeit meiner armen duͤrftigkeit. Muß ich in das elend fort, hin an einen fremden ort; IEſus ſorget ſelbſt fuͤr mich, ſchutzet mich ganz wun⸗ derlich.—— Drum, o JESul! will ich dich immer lieben veſtig⸗ lich: du, o JESu! ſollſt allein meiner ſeelen alles ſeyn. 4„ JEsuS was durch oh⸗ ren bricht, IESuS, was das auge ſicht, JESllS, was die zunge ſchmeckt, Evangeliſche Lieder und wornach die hand ſi ſtreckt. hand ſ Du biſt der rechte Son⸗ nenſchein, der meine ſeel macht lichte ſeyn; du biſt die Wonne, welche mich erfreuen kan ganz inniglich Nu bleib ich gerne hier auf erden, du machſt ſie mir zum himmel werden. Diß aber bitt ich nur al⸗ lein, o allerliebſtes JEſe⸗ lein! daß du nicht weichen wollſt von mir, damit dich moͤge, fuͤr und fuͤr, mein herze ſchmecken, fuͤhin und kuſſen, und deiner, weils da iſt, genieſſen. 667. ESul meiner weite J Glanz und mein güd⸗ ner Lorbeer⸗kranz JEen! meine herrlichkeit und mem ewges Hochzeit⸗kleid, IE⸗ Su! Brunnquell aller fleu⸗ den, JESu! Arzneh nei⸗ ner leiden, JESu, meines todes Tod, mein Erlöſer und mem GOTT! mein erfreul Auferſiehn und frohlocknd Himmelgehn, JESll Un⸗ geſchaffne Gute: JEn komm in mein gemuͦthe! L68 ſci⸗ JEſu Chriſt, mein ſch O Wech der du in 9 ner ſeelen ſo hoch nich lan —-——OQO(ę0Cä— hug 6⁵ lwt ſa chhe: it ew. ſhahund nn ng Aunn 54 6 hane eſe Aeſal 4— 4 d Leder tte NI 4 R. 6606 1 nenſchi d A macht ice edd. idie dame nh ad emmimnan emat Al 1 bleid ich em e mſi e dan „4 Diü chit 1ed d, üchth 1d n. diun d al wn m de e, ſem e cretn ditth üſen und vachh geneſin 1I 6 nd Ihen 6 Im S Gum mr 9 Fer lotern hilſt— bi ar w wees Hachie 4 T l Nn 1 24 ſte er leiden Nn 8 wd nenS zanzt drd. ¹ eun Kilicſänn⸗ 2u ieegh den 1 Hlaledel euFiuirf im ſiebzehnden Seculo. daß ich es nicht ausſprechen kan noch zehlen! gieb, daß mein herz dich wiederum mit lieben und verlangen mog umfangen, und, als dein ei⸗ peuthum⸗ nur einzig an dir angen 5 Geb, daß ſonſt nichts in meiner ſeel, ais deine Liebe, wohne; gieb, daß ich deine Lieb erwehl, als meinen ſchatz und krone. Stoß al⸗ les aus, nimm alles hin, was mich und dich willtren⸗ nen, und nicht goͤnnen, daß all mein thun und ſinn in deiner Liebe brennen.„ Wie freundlich, ſelig, ſuß nd ſchon iſt, JEſu, deine Liebe! wenn dieſe ſteht, kan nichts entſtehn, daß meinen geiſt betrube. Drum laß nichts anders denken mich, nichts ſehen, fuͤhlen, hoͤren, lieben, ehren, als deine Lieb und Dich, der du ſie kanſt vermehren! O daß ich dieſes hohe gut mocht ewiglich beſitzen; o daß in mir diß edle blut ohn ende moͤchte hitzen! Ach hilf mir wachen tag und nacht und dieſen ſchatz be⸗ wahren vor den ſchaaren, die wider uns, mit macht, aus ſatans reiche fahren! Mein Heiland! du biſt mir zu lieb in noth und tod gegangen, und haſt am creutz, als wie ein dieb und moͤl⸗ der, da gehangen, verhohnt, ₰ verſpeyt und ſehr verwundt. 387 Ach laß mich deine wunden alle ſtunden, mit lieb, im her⸗ zens⸗grund, auch ritzen und verwunden. Dein blut, das dir ber⸗ goſſen ward, iſt koͤſtlich, gut und keine, mein herz hinge⸗ gen boͤſer art und hart gleich einem ſteine: O laß doch deines blutes kraft mein hartes herze zwingen, wohl durchdringen, und dieſen le⸗ bens⸗ſaft mir deine Liebe bringen. „O daß mein herze offen ſtund und fleiſſig mocht auf⸗ fangen die tropflein bluts, die meine ſund im garten dir abdrangen! Ach! daß ſich meiner augen brunn auf⸗ thaͤt und, mit viel ſtoͤhnen, heiſſe thraͤnen vergoöͤßfe, wie die thun, die ſich in liebe ſehnen! „O daß ich, wie ein kleines kind, mit weinen dir nach⸗ glenge! ſo lange, bis dein herz entzundt mit armen mich umftenge, und deine eel in mein gemuth, in vol⸗ ler ſüſſer liebe, ſich erhube, und alſo deiner gut ich ſtets vereinigt bliebe. Mein Troſt, mein Schatz, mein Licht und Heil, meiſt hochſtes Gut und Leben ach mim mich auf zu deinem theil; dir hab ich mich erge⸗ ben. Denn auſer dir iſt lauter pein, ich find hier überalle nichts denn galle, R 2 nichts 388 nichts kan mir troͤſtlich ſeyn, nichts iſt, das mir geſalle. Du aber biſt die wahre Ruh; in dir iſt fried und freude. Gieb, JEſu! gieb, daß immerzu mein herz in dir ſich weide: Sey meine flamm und brenn in mir; mein balſam, wolleſt eilen, lindern, heilen den ſchmer⸗ zen, der allhier mich ſeufzen macht und heulen! Was iſt, o Schoͤnſter! daß ich nicht in deiner Liebe habe? ſie iſt mein ſtern, mein ſonnen⸗licht, mein quell, da ich mich labe, mein ſuͤſſer wein, mein himmel⸗brod, mein kleid vor GOttes thro⸗ ne, meine krone, mein ſchutz in aller noth, mein haus, darinn ich wohne. Ach liebſte Lied! wenn du entweichſt, was hilft mir ſeyn gebohren? wenn du mir deine gnad entzeuchſt, iſt all mein gut verlohren. So gieb, daß ich dich, mei⸗ nen gaſt wohl ſuch', und be⸗ ſtermaſſen moͤge faſſen, und wenn ich dich gefaßt/ in ewig⸗ keit nicht laſſen. Du haſt mich ie und ie geliebt, und auch nach dir gezogen: eh ich noch etwas guts geubt, warſt du mir ſchon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich dieſe Liehe leiten und begleiten, daß ſie mir immer⸗ fort beyſteh auf allen ſeiten! Laß meinen ſtand, darinn Evangeliſche Lieder ich ſteh, HERRe deine Liebe zieren, und, wo ich etwan irre geh, alsbald zurechte fuͤhren; laß ſie mich allzeit guten rath und rechte wel⸗ ke lehren, dir zu ehren, und wenns gefehlet hat, ein gnaͤdigs woͤrtlein hoͤren. Laß ſie ſeyn meine freud in leid, in ſchwachheit mein vermoͤgen: und wenn ich⸗ nach vollbrachtem ſtreit nich kan zur ruhe legen; alsdann laß deine Liebes⸗treu, HEll JESu, mir beyſtehen luſt zuwehen, daß ich, gettoſt und frey, moͤg in dein leich eingehen! — 9. ie ſchoͤn leuchtet der Morgenſtern vollgnad und wahkheit von dem HErrn, die ſuͤſſe Wutze Jeſſe! Du, Sohn Dabide, aus Jacobs ſtamm, mem Konig und mein Bral⸗ gam! haſt mir mein herzbe⸗ ſeſſen, lieblich, freundlih ſchoͤn und herrlich, groß und ehrlich, reich von gaben hoch und ſehr praͤchtig erhaben. Ey mein' Perle, du wel⸗ the Kron, wahrer GOltes⸗ und Marien⸗Sohn, en hochgebohrner König! mnein herz heißt dich ein Lilium dein ſuͤſfes Evangelium lauter milch und honig. mein Blumlein, Hoſtanng, himmliſch Manna, da. eſſen: deiner kan ich nich vergeſſen. 9 1 ) VU g 1 ſu hant un) fa ne d9 inrſener nit da à Gn Giſ, di dic im Nän k den Gk ed th, varim 6 M G h hhd haned Dlän glü ſa mg dant N du ii .m n wanſc le dennirdor Veinſe— G 2 8 “ — o, “ 8 — 3