— Evangeliſch sutheriſchen Gemei men 3 in den e . Hochfuͤrſtl. Heſſen⸗ Caſelichen Runden. 4 Auf erhaltenes Gnadigſtes Privilegium. 155 1 b—————— 5 Caſſel, 1786. Bedruckt und zu haben in der Wapſenhaus⸗Buchdruckerey. * 8 ˙ AA U 1 ede iber ch bete le b. 1 Nun den E; air 1 11 1 ee 1— Güte . No. 2— 9. 5 8 4„— 10 n 3 Ee 8 VV der 7 0 U Von deres il, l Van des iich 1 Nu.* l. Vun 15 Ide 1 ſhes f 05 Ml 19 d * Nach m 15 Vun* 1 0 1 1. denz a 10 1 Nun loch e 8 . 1 1 . 1 Inhalt. Etrſte Abtheilung. Lieder uͤber die chriſtliche Glaubenslehre. I. Enthaͤlt die Lieder von Gott, von No. 1 10. II. Von den Eigenſchaften Gottes, No. II— 307 I. 15 der Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes, o. II 8 13. 2. Von der Allwiſſenheit Gottes, Nr. 14. 15. 3. Von der Weisheit Gottes, No. 16. 17. 3. Von der Allmacht Gottes, No. 18. 5. Von der Allgegenwart Gottes, No. 19. 6. Von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes, —— — N. 20. 21. 5 7. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes, No. 22. 8. 75. Liebe, Guͤte und Barmherzigkeit Gottes, — o. 23— 29. 1 5 9.— Geduld und Langmuth Gottes, No. 30. II. Von der heiligen Dreyeinigkeit, No. 31—34. IV. Von der Schoͤpfung, No. 385— 39. V. Von der Vorſehung Gottes, No. 40— 50. 5 5 1 VI. Von den Engeln, No. 51— 53. VII. Von dem 3 und ſeiner Beſtimmung, 8 No. 5 4 60. VIII. Von* Sünde und dem Verderben des Men⸗ ſchen, No. 61— 68. 1%. Von der Erloͤſung des Menſchen, No. 66— 72. 0 K. Von Chriſto, dem Erloͤſer, No. 73— 76. XI. Von der e und Geburt e No. 77— 90. I. Abvents⸗Lieder, No. 77— 81. 5 2. Weihnachts⸗ Lieder, No. 82— 93. 3. Von der Erſcheinung Chriſti, No. 94, 95. 4. Auf die nc Chriſti im ee o, 96. 584 Inh alt. 5 Am Tage Maria Verkuͤndigung, No. 98. Von dem Vorlaͤufer⸗Amte Johannis, No, 99. XII. Vom Wandel Shriſt auf Erden, No. 100-102. XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu, No. 103— 144. I. Vorb 8 zur Betrachtung des Leidens Jeſu, No 103. 104. 2. Dankbare Erwaͤgung der Leiden Jeſu, No. 105— 112. 4. Gebaͤt zue dem Verſoͤhner„ No. 115— IIS. 5. Die Liebe Jeſu in dem Werke der Erloͤſung, No. 119— 122. 6. Das Leiden Jeſu am Dehlberge, No. 123. 124. 7. Gefangennehmung Jeſu, No. 125. 5 8, Ueber die Verlaſſung Jeſu von ſeinen Juͤngern, No. 126. 9. Das Leiden Jeſu vor dem weltlichen Gerichte, No. 127— 129. 10, Das Leiden Jeſn am Kreuz, No. 130— 138. II. Ueber die Wunder bey dem Tode Jeſu, No. 139. 12. Begraͤbniß Jeſu, No. 140. 1g r. XIV. Bon der Auferſtehung Jeſu, No. 142— 186. XV. Von der Himmelfahrt Jeſu, und ſeinem Sitzen zur Rechten Gottes, No. 157— 164. XVI. Vom heiligen Geiſte, No. 165— 181. XVII. Vom Worte Gottes, No. 182— 193. I. Von den zehen Geboten insbeſondere, No. 189. 190. 2. 1 Evangelio, No. 191— 193. XVIII. Von der Taufe, No. 194— 198. I. Vor und bey derſelben„No. 194— 197. 2. Nach derſelben, No. 198. XIX. Vom heiligen Abendmahl, No. 199 215. I. Vor und bey demſelben, No. 199— 211. 2. Nach demſelben, No. 212— 215. XX. Von der chriſtlichen Kirche, No. 216— 225. XXI. Vom Tode, No. 226— 2863. 3. Kraft und Troſt des Leidens Jeſu, No, 113. 114. XXII. 0 0 M. Vm J 1 Aung bn latg 4 8 N 800 NM. e I Pm 5 0 Mah 323 J. Pan der ars mtniß G 40 de un Gonts ll. Van deren dd Treit 133 1 Nun dez dee an G l. Dum ac dam gege H. Vun Pup kn auf E 5e Au, No. 1 U Nh. 3 des, N lll 1 10 1 5 Wen- des leiden Jeu, o Jeſu, No, 105— , No, 113. 11, 115— 118. ke der Erlöſung, Nb. 123. 123 r ſeinen Juͤngern, lichen Gerichte, No. 130— 138. de Jeſu, No. 9c, gt. No. 142— 150. nd ſeinem Eißen 157— 164. 65*. ö 182-1903. dere, No. 189. 00 103. 2 198. 4 I. b. 199 Al. 99— 211. 215. f To, 216 1. . e i. Inhalt. XXII. Von der Auferſtehung der Todten, No. 284 f 260. XXIII. Vom juͤngſten Gericht, No. 261— 267. XXIV. Von der Ewigkeit, No. 268— 2725 Zwote Abtheilung. Lieder uͤber die chriſtliche Sittenlehre. I. Von der Buße und Bekehrung, No. 276— 296. I. Ueberhaupt, No. 276— 2094. 2. An oͤffentlichen Bußtagen, No. 295. 3. Nach geſchehener Bekehrung, No. 296. II. Vom Glauben und ſeinen naͤchſten Folgen, No. 297 307. e III. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt, No. 308— 323. 5 IV. Von der Erkenntniß Gottes, No. 324— 327. V. Von der Furcht Gottes, Ro. 328— 330. VI. Von der Liebe und Treue gegen Gott, No. 331 1 8 e ee VII. Von der Freude an Gott, No. 334 336. VIII. Vom Gehorſam gegen Gott, No. 337. 338. IX. Vom Vertrauen auf Gott und Ergebung in ſei⸗ nen Willen, No. 339— 354. X. Vom Gebaͤte, No. 355— 362. XI. Vom Lobe Gottes, No. 363— 370. XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott, No. 371-38 1. XIII. Von den Geſinnungen gegen den Erloͤſer, No. 382— 392. Ny. Vun es Selbſterkenntniß und Demuth, 8— 3 1 XV. In halt. XV. Von der Selbſtliebe, No. 399. 400. XVI. Von der Sorge fuͤ die Seele, No. 401— 404. XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib, No. 405— 408. XVIII. Von der Arbeitſamkeit und Treue im Beruf, No. 409— 413. XIX. Vom rechten Verhalten gegen die zeitlichen Guͤ⸗ ther, Reichthum, Ehre und dergleichen, No. 314— 417. Xx. Vom rechten Gebrauch des Lebens, No. 418 421. XXI., Von der Zufriedenheit, No. 422— 426. XXII. Von der Geduld, No. 427— 4309. XXIII. Von der Liebe des N aͤchſten, No. 440— 445. XXIV. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit, No. 446. 447. XXV. Von der Sanftmuth und Verſoͤhnlichkeit, No. 448— 434. XXVI. Von der Dienſtfertigkeit, Barmherzigkeit und Leutſeligkeit, No. 488— 458. XXVII. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, No. 459. 460. XXVIII. Von der Freundſchaft, No. 461. 462. XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten, No. 463— 472. Dritte Abtheilung. Lieder für beſondere Zeiten, Staͤnde und Vorfaͤlle. J. Von dem öffentlichen Gottesdienſte, No. 473•483. 1. Beym Anfange deſſelben, No. 473— 481. 2. 0 8 Schluß W No, 4832, 483. 1 5 + 0 504 1 1 85 altes f, No. ll 0 dur Jahre I.. 5* g 4 Vom e, . dun e 5 517 9 4 Nn 5. 5. l. Murg i„ W. 6 I. Pena, Nr. 53 J. Wenge überhaupt 2* m Sounta; 9.„da Ro. 3 1 1 55 7 180 f „ Je ich volbrn 5 e. * Erndte, 8 Ab Ne** „ 40. 9. 401— 404. 0.05 0. die zeitlichen G1 und derglichen, No. 41g 421. r l. 44 4% und Blligket, Verſohnlichket, rmherzigkeit und W Wahrhaftigkeit, do. 461. 402. vahter Chriſen, ng. Staͤnde und le, No. 47865, 423— 60 483. II. Von der Feyer des Sonntags, No. 484— 487. III. Bey der Catechismus⸗Lehre, No. 488. 489. IV. Bey der Confirmation junger Chriſten, No. 490. 491. g v. Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen, No. 492 94. VI. Bey Einfuͤhrung eines neuen Predigers, No. 498.. VII. Bey Einſegnung neuangehender Eheleute, No. 496. 497. 1 VIII. Fuͤr Eltern und Kinder, No. 498—- To. IX. Fuͤr Herrſchaften und Geſinde, No. 502. 503. X. Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, Witwen und Wayſen, No. 504— 308. XI. Neujahrs⸗ Lieder, No. 509— 514. XII. Von den vier Jahrszeiten, No. 515— 518. I. Vom Fruͤhling, No. 815. 2. Vom Sommer, No. 516. 3. Vom Herbſt, No. 517. 34. Vom Winter, No. 818. XIII. Morgenſieder, No. 519— 532. MIV. Abendlieder, No. 533— 542. 1. Abendlieder uͤberhaupt, No. 533— 540, 23. Abendlied am Sonntage, No. 541. 3. Abendlied am Ende der Woche, No. 342. XV. Bey Reiſen, No. 543. 544. I. Vor der Reiſe, No. 543. 2. Nach gluͤcklich vollbrachter Reiſe, No. 544. XVI. Vor und bey der Erndte, No. 845— 851. Bey ſparſamer Erndte, No. 351. 5 XVII. In allgemeiner Noth, No. 582— 354. XVIII. Witterungs⸗Lieder, No. 558— 358. 1. Um Regen, No. 555. 3 Nach erhaltenem Regen, No, 5386, 55 Inhalt. 3. Um Sonnenſchein, No. 557. 4. Nach erlangtem Sonnenſchein, No. 558.. XIX. Bey Feuersnoͤthen, No. 559. 560. 1. Fur Abgebrannte, No. 559. 2. Nach der Feuersgefahr, No. 560. XX. Beym Gewitter, No. 561— 563. Nach dem Gewitter, No. 563. XXI. In Waſſersnoth, No. 564. 568. Nach geendigter Waſſersnoth, No. 565. XXII. In Kriegszeiten, No. 566— 569. Nach erlangtem Frieden, No. 368. 509. XXIII. In Theurung, No. 570. XXIV. Bey gefaͤhrlichen Seuchen, No. 571. XXV. In Krankheiten, No. 372— 581. Nach der Geneſung, No. 580. XXVI. In Todesnoͤthen, No. 582— 588. Fuͤrbitte fuͤr einen Sterbenden, No. 388. XXVII. Bey Begraͤbniſſen, No. 589. 590. r über. t == 0 Un 16 2 f. Nun dend e. l 1 J e N wien bid l e M ther fett u ——— — — Annen Du u mblch k dun d ſze a f gef e d hefe dend F f Und 0 nic faz f Nel cherdtungf 2 Lureff„ nicht i in ue dite, 1 Uu w, Age a Alk wir zy iki: a n No, 353 5 5 560. e f 3 63 5 1 f A 5 V 277 * i. e. 185 5 S— d A 2 5 505. i 569. „% Erſte Abtheilung. Mo. zy. Lieder uͤber die chriſtliche Glaubenslehre. 8 e 105 Von Gott. N Mel. Nun danket alle gott. 3. Du ſprichſt, und es ge⸗ * ſchieht. Auf dein allmaͤch⸗ nbaͤtungswuͤrd⸗ tig: werde! Entſtand dein ger gott, Mit großes werk, Der himmel ehrfurcht ſtets und die erde. Mit deinem zu nennen! Du biſt unendlich kraͤftgen wort Traͤgſt du die mehr, Als wir begreifen koͤn⸗ ganze welt, Und deine macht nen: O floͤße meinem geiſt] vollfuͤhrt, Was uns unmoͤg⸗ Die tiefſte demuth ein, Und lich fallt. laß mich ſtets vor dir Voll] 4. Du biſt der herren herr; ehrerbietung ſeyn! Der erde wajeſtaͤten Sind, 2. Du riefſt dem, das nicht hoͤchſter, vor dir ſtaub; Auch war, Um luſt und ſeligkei⸗ geiſter kanſt du tod ten. ten Aufs mannigfaltigſte[Wen du erniedrigeſt, Gott, Um dich her auszubreifen.] wer kan den erhoͤhn? Wen Die liebe biſt du ſelbſt, Ver, du erhoͤben willſt, Deß ho⸗ ſtand und rath ſind dein; heit muß beſtehn. Und du gebrauchſt ſie gern, s. Mer hat dich je geſehn? Zu ſeguen, zu erfreun.* kan im fleiſch dich ſe⸗ 2 1 89, 590. 5 1. 8 Erſte Abtheilung: hen? Kein ſterblich auge reicht Bis zu den lichtes hoͤ⸗ hen, Von welchen du mit huld Auf deine ſchoͤpfung blickſt, Und alles, was da lebt, Eifreueſt und begluͤckſt. 6. Ja, hier erkennen wir Dich nur ſehr unvollkom⸗ men; Wird aber dermaleinſt Der vorhang weggenom⸗ men, Der dich, unenblicher, Noch unſerm blick ver⸗ ſchließt: Dann ſehn wir hel⸗ ler ein, gott, biſt. 7. Jndeß ſey auch ſchon zent Dein ruhm von nus beſun⸗ en. Verſchmaͤhe nicht ein ob Von aͤußerſt ſchwachen zungen! Dort ſoll, wann wir dereinſt In hellerm licht dich ſehn, Auch ſtaͤrker unſer lied Dich, großer gott, er⸗ hoͤhn. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. „ Jer herr iſt gott und 2. D keiner mehr: Froh⸗ lockt ihm, alle frommen! Wer iſt ihm gleich? wer iſt wie er, So herrlich, ſo voll⸗ kommen? Der herr iſt groß! ſein nam iſt groß! Er ist un; endlich, grenzenlos In ſei⸗ nem ganzen weſen. 2. Er iſt und bleibet, wie er iſt! Wer ſtrebet nicht ver⸗ gebens, Wie hertlich du, — Ihn aus zuſprechen? wer if t Die dauer ſeines lebens? Wir menſchen ſind von geſtern her; Eh noch die erde war, war er, Noch eher, als bie himmel. 3. Des ewgen thron um⸗ giebt ein licht, Das ihn vor uns verhͤllet. Ihn faſ⸗ ſen alle himmel nicht, Die ſeine kraft erfuͤllet! Er blei⸗ bet ewig, wie er war, Ver⸗ borgen und auch offenbar In ſeiner werke wundern. 4. Wir ſind allein durch ſeine kraft Das, was wir find und werden! Er kenned alles, was er ſchafft, Im himmel und auf erden. Bey ihm iſt weisheit und ver⸗ and, Und kraft und ſtaͤrke; ſeine hand Umſpannet erd und himmel. 5. Iſt 5 nah? iſt er nicht fer aller wege? Wo iſt die nacht, da ſich dem herrn Ein menſch verbergen moͤge? Umſonſt huͤllt ihr in finſterniß Was ihr beginnt; er ſiehts gewiß, Er ſieht es ſchon von ferne. 6. Wer ſchuͤtzt den welt⸗ bau ohne dich, O herr, vor ſeinem falle? Allgegenwaͤr⸗ tig breitet ſich Dein aufſehn uͤber alle! Du biſt volk freundlichkeit, voll huld, Barmherzig, gnaͤdig, voll eduld, Ein vater, ein ver⸗ choner! 7. Unſtraͤflich biſt du, hei⸗ lig, gut, Und reiner, als die ſonne. Wohl dem, der deinen willen thut; Denn du dae mit wonne; 105 150 Ir 16 a 34 Weiß er nicht bu — e ue wüch 1 10 e 1 pus 160 6 1 w. abel, 100* 5 a0 0 ur gebiß 1 1 0 Mubätucg, 41 . eum ve 2.. l 4 Lit herr! 1 . nt, A.. 10 0 wer ift 1 80* ah, b roller a dieheinigk?. 4 5 Eggene Mü. 11 eie hne UE leicht an 15, e 0e ch nen S 00 cee, bur, ta b derb. 5 , Ind daß r fink. af f. 5 du wohnst 1 t, ba- un mensch a 10 10 Lat is J ir iu einem mur er: u Al lch nut r: feen dhe najeſaͤ t über! ah, en 10 g den ewgerc dan e bold 8 15 0 da, vit„ d dab dan dals 1 A boch fin gez. fand; Bunge 5 1 bu nie 70 1 dhe 15 u delg vort 8 160 hn 1 nu 0. k, war um — him 45 Noch cher, egen thrg u licht, i un Das, was rale erb as er ſchafft, In und auf erden. Bey weisheit und ber, nd kraft und ſtänle; 0 Umſpannet er) fel. me 90 nah? iſt er Weiß er nicht ze? Wo iſt die nacht, mherrn Ein menſch n moͤge? Umſonſ Ain finſterniß, Was unt zer ſiehts gewiß, es ſchon von fernt. r ſchuͤtzt den wilt e dich, O herr, gor falle? Allgegenwal et ſich Dein aufſehn le! Ou biſt bol chkeit, voll hun, zig, gnädig, wol Ein vater, ein hen ſröſich bit b, he f 6 12 teuer, ll ge. Wohl den, le wilen thut; n juſt nit ponne d U 3. Erhabuer gott, was dein rath erleſen I. Von Pott. haſt unſterblichkeit allein, Biſt ſelig, wirſt es ewig ſeyn; Haſt freuden, gott, die fuͤlle. 8. Oir nur gebuͤhret lob und dank, Anbaͤtung, preis und ehre. Kommt, werdet gottes lobgeſang, Ihr alle, ſeine heere! Der herr is gott, und keiner mehr! gleich? wer iſt, wie er, So herrlich, ſo vollkommen? mel. Dreyeinigkeit, der ꝛc. oder: Eigene Melodie Nr. 1. der hinten angedruckten. was c reicht an deine groͤ⸗ ße? Denk ich an dich, ſo findt ſich meine bloße; Ich fuͤhle, herr, daß du unend⸗ lich biſt, Und daß umſchraͤnkt mein forſchend denken iſt. 2. Du wohnſt im licht, da⸗ zu kein menſch kan kom⸗ men: Mas iſts, das wir von deinem ruhm vernom⸗ men? Ach nur ein theil von deiner majeſtaͤt, Die uͤber alles dich 7 O gott, erhoͤht. 3. Dein ewges ſeyn, dein ganz vollkommnes weſen; Das, was du wirkſt, und viel zuhoch fuͤr menſchlichen verſtand: Von engeln ſelbſt wirſt du nie ganz erkannt. 4. Wie ſollt ich denn, ich ſtaub, mich unterwinden, Un⸗ endlicher, dich voͤllig zu er⸗ gruͤnden? O mache mich von ſolchem duͤnkel frey, Daß mir dein wort detz glaubens richtſchnur ſey, Wer iſt ihm 5, Mein eigner geiſt kan ſich leicht hintergehen; Dein wort iſt wahr, es bleibet ewig ſtehen. Ex forſch ich gleich dein goͤnlich weſen nicht: So gnuͤge mir davon dein unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir ſind alle dinge: Gib, daß ich dir mich ſelbſt zum opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die welt re⸗ gierſt: So ſey mirs gnug, daß du mich ſelig fuͤhrſt. 2. Einſt wirſt bu dich mir naͤher offenbaren; Einſt werd ich mehr von deinem rath erfahren: Wenn ich nur dem, was mich dein wort gelehrt, Geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit ehrfurcht vor dir wandle; In allem thun nach deinem willen handle; Zufrieden ſey, wie du mich hier regierſt, Bis du mich einſt zu deinem himmel fuͤhrſt. 9. Dann werd ich dich im hellern lichte ſehen, Und, froh in dir, dein ewig lob erhoͤhen: Herr! du biſt groß, und zeigſt es mit der that, unendlich groß an huld, an macht und rath. Mel. Chriſt, unſer herr, zum ꝛt. 1. Gott, mache du mich 4. G ſelbſt bereit, Vor deinen thron zu treten, Und deine große herrlichkeit Voll A 3 ehr 2 . . — 3 3 r 8 ———— — 4 Erſte Abtheilung. ehrfurcht anzubaͤten: Laß, herr, vor deinem angeſicht Mein herz ſich deiner freuen, Und einen ſtrahl von deinem licht Die finſterniß zer⸗ ſtreuen, Die mich hier noch umgtebet. 2. Du biſt der herr, und keiner mehr; Nichts ſind der heiden goͤtter. Nur dir gebuͤhret preis und ehr; Kein helfer noch erretter Iſt außer dir: laß mich allein Auf dich, o herr, vertrauen, Mein ganzes leben dir nur weihn, Mein gluͤck blos auf dich bauen, Und dich niemals verleugnen. 5 3. Du biſt der hoͤchſtvoll⸗ kommne geiſt, Der vater al⸗ let geiſter; Dich preiſet, was vernünftig heißt, Als ſeinem herrn und meiſter: Laß meiner ſeele hohen werth Mich dieſe tugend lehren, Daß ich. wie es dein wort be⸗ gehrt, Dich moͤge kindlich eh⸗ ren, Im geiſt und in der wahrheſft. 8 3. Du biſt, o gott, von ewigkeit, Und wirſt allzeit beſtehen; Es bleibet deine herrüchkeit, Wann himmel ſelbſt vergehen. Laß von der erde eilaͤm tand Mein herz ſich ſtets erheben Zu meinem wahren vaterland, Und mich nach dem recht ſtreben, Was ewig mich erfreuet. 5. O gott, was ſeyn wird, thun und dichten, Das iſt dir alles offenbar; Du wirſt einſt alles richten Laß mich dein helles auge ſcheun, Aufrichtig vor dir wandeln, Und, deines beyfalls mich zu freun, Auch dann recht⸗ ſchaffen handeln, Wann fin⸗ ſterniß mich decket. N 6. Unendlich iſt, herr, deine macht, Zu retten, die dich lieben, Und wenn der fre⸗ vler dich verlacht, Auch ſtraf⸗ recht auszuuͤben: Gib, daß mich deiner allmacht ſchutz Stets, als ein ſchild, be⸗ decke! Mich auch nicht men⸗ ſchen⸗grimm und trutz, Nur dein gericht erſchrecke; Du ſtrafeſt leib und ſeele. 7. Voll hoͤchſter weisheit biſt du, gott! Kein menſch kan ſie ergruͤnden. Um⸗ Du herr, weißt rath zu fin⸗ den: Bewahre mich, daß ich mich nicht Mit bangen ſor⸗ gen quale. Gib, daß ich dir mit zuverſicht Mein wohl und weh befehle, Und kindlich auf dich traue. 8. Gott, du biſt heilig und gerecht, Und kanſt nicht boͤ⸗ ſes leiden; Wer ſagen will, er ſey dein knecht, Muß jede ſuͤnde meiden: Gib, daß fich mich der heiligkeit Mit rechtem ernſt befleiße, Nach⸗ jage der rechtſchaffenheit, Und deine wege preiſe, So iſt und war, Und was wir wunderbar ſie ſcheinen. 9 Du —— f ud ne un ringt uns allenthalben noh, in und abt. ö 0 U Irmer erle C s Jon an; 5 5 9 t Vert 0% In 1 4 Er ahn 9 1 wala i Ai A 455 n 5 0 fachen S 10 f 1 1 n bach 05 ſauld!— 25 l ade e ict 1 4 76 deſſ te e I beſcht: 15 7 fair gäuden 14 c kenne e e Ag dein wor 1 fl Gib, af ch ts gern bee .. . Gott, wen dich ſe won iu grunde ſed teu ich I derüber u. Ie ber Hlſhize: Bis E ft dich, m hel und e Dol. Ab a fel Herzüehſ ck: N F 0 Jug lv i hört u N 2 665 ndlch iſ, her, hen, u retten, die dich ud wenn der fre. h verlacht, uch ſtraf, zuuͤben: Gib, dag aer allmacht ſchuz als ein ſchild, he. lich auch nicht men, imm und trutz Mur icht erſchrecke; Ou eib und ſeele. l hoͤchſter welehe gott! Kein menſh as allenthalben roth, , weißt rath zu fn ewahre mich, daß ic cht Mit bangen un ale. Gib, daß ic zuverſicht Mein wo“ befehle, Und Kindl h traue. tt, du biſt hellgurh Und kanf nicht b. en; Wer ſagtn vil, dein knecht, Muß ide weiden: Gib, ß 1 der ele eruf befeiße, dul er kechtſchaffue, eine wege 50 einen, bat ſie ſch 18 du draͤueſt; Auch hoffe, was . uw kenn und ehr, ſpuren! I. von Gott.„„ gott, und gut, Vergibſt die ſchuld dem 3 1 Er⸗ barmſt dich, wie ein vater thut, Von herzen deiner kin⸗ der: Laß reichen troſt, von deiner huld, In meine ſeele Pieſſan Und laß mich nach bereuter ſchuld Auch wieder ruh genieſſen, Und dann vorſichtig handeln. 10. Gott, deſſen wahrheit ſtets beſteht: Wohl denen, die dir glaͤuben! Wann erd und himmel einſt vergeht, Wird dein wort ewig blei⸗ ben! Gib, daß ich fuͤrchte dein gericht, Und alles, was dein wort verſpricht, Daß du mirs gern verleiheſt: Wer belt„ wird nicht zu ſchan⸗ den.. 8 11. Gott, wenn ich dich ſo Dein wort zum grunde ſetze, Erfreu ich mich daruͤber mehr, Als uͤber alle ſchaͤtze: Bis ich dort dich, mein heil und licht! Voll⸗ kommener erkenne, Von an⸗ eſicht zu angeſicht Dich chaue, dich erkenne, Und un⸗ aufhoͤrlich lobe. Mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. 2. Steh um dich her! ſieh himmel, laͤnder, meere; Sieh der geſchoͤpfe unzählbare hee⸗ re! Schließ von dem bau, und vom verſtand der geiſter, Auf ihren meiſter. 3. O! ſieh hinauf zu den geſtirnten hoͤhen, Wo wel⸗ ten ſich in ihren kreiſen dre⸗ hen Und von der bahn ihr jahrsziel zu erreichen, Kein haarbreit weichen. 4. Sieh! wie die ſonne oder: Eigene Melodie. Nr. 2. jahr und tage theilet, Wie auch der mond durch ſeine laufbahn eilet, Und wie durch beyde tag und nacht der er⸗ de Regieret werde. 5 5. Was machts, daß die⸗ ſe ordnung ſtets vorhanden, Und unverruͤckt jahrtauſende beſtanden? Kanſt du der gottheit daſeyn, kraft und weſen Nicht darin leſen? 6. Sieh, menſch, du edler unter kreaturen! Sieh an dir ſelbſt der gottheit klare ſpuren! Kanſt du mit wahr⸗ heit dich verſtaͤndig nennen, Und gott miskennen? 7. O ſuͤnder! frag das na⸗ gende gewiſſen: Iſt denn ein gott? o fuͤhl doch in den biſſen, Die du empfindeſt, fuͤhl bey boͤſer ſache Den ſt auch ein gott? wer herrn der rache. 5. Ißdarf noch alſo fra⸗ gen? Hoͤrt man nicht laute ein gott, zu ſagen. 8. Doch nicht genug: es iſt Oft ſtimmen, die es ſagen? Es leugnets doch der menſch kreaturen, zeigen ſchrift, vernunft und durch ſein betragen, Wenn Der gottheit 5 als waͤr kein gott, in 8 l fün⸗ 6 Erſte Abtheilung. ſuͤnden wandelt, Und gott⸗ los handelt. 8 9. Du ſagſt: gott iſt und kennt mein ganzes leben. Biſt du ihm denn auch recht zum dienſt ergeben? Iſt dank und gegenliebe im ge⸗ muͤthe Fuͤr ſeine gute? N 10. Im wohlſtand trotzig, zaghaft in beſchwerden Ver⸗ goͤtterſt du oft dinge dieſer erden, Machſt gold zum troſt, haͤltſt fleiſch fuͤr deinen ret⸗ ter; Elende goͤiter! 11. O hilf uns, gott, doch deinen heilgen willen Mit reblichkeit und herzens luſt erfuͤllen; Sonſt werden wir, beym ruhm des glaubens, luͤgen Uns ſelbſt betruͤgen. 12. Laß uns dein wort den weg der wahrheit lehren; Uns zeigen, wie wir dich ſtets recht verehren, Bis du uns einſt zum himmel wirſt erheben, Bey dir zu leben. Mel. Wach auf, mein herz, und ꝛe. 6 O gott, aus deinen len kreaturen Find ich der gottbeit ſpuren. 2. Das große weltgebaͤn, de, Dein ruhm und meine freude, Ruft in viel tauſend choͤren: Gott iſt! gott mußt du ehren! werken Kan ich dein daſeyn merken; In al⸗ 3. Wer ſprach es, daß die erde, Und daß der himmel im meere Des waſſers ſam⸗ lung waͤre. 4. Wer ließ in jenen hoͤ⸗ hen Das ſternenheer entſte⸗ hen? Wer hieß des donners brüllen Die welt mit furcht erfuͤllen? werke Erzehlen deine ſtaͤrke Und deine weiſe gute Dem achtſamen gemuͤthe. 6. Das wuͤrmchen in dem ſtaube, Die bunte raup am laube, Das gras, die ſchlan⸗ ken halmen, Sind deines ruhmes pſfalmen. 5 7. Herr, du biſt hoch erho⸗ ben, Und ewig hoch zu lo⸗ ben, Wenn auch der ſuͤnder ſpotten. 8. Laß alle, die dich kennen Und dich mit ehrfurcht nen⸗ nen, Und die dir veſt ver⸗ trauen, Dein gnaͤdig antlitz ſchauen. Mel. Aus meines herzens grunde. „ Schwingt, heilige ge⸗ 7. S. der erde los! Gott, frey von allen ſchranken, Iſt unaus⸗ ſprechlich aroß. Er iſt ein geiſt! lobſingt Vor ſeinem angeſichte! Gott wohnt in einem lichte, Zu dem kein ange dringt. Fe 2. Kein menſch kan ihn erreichen, Kein endlicher ver⸗ 5 Wer darf ſich ihm werde? Wer ſprach es, daß vergleichen? Wer hat ihn ganz 5, Du biſts, gott: deine 5 rotten Dich leugnen und ver⸗ n Dem eng Euch von Feen wis 125 halb! ien e hervotge 1 0 bit dec vil ed gunptechlich 7 Alt 0 5 Aa dave nd: 6 ln dir u. let 1 e Du bift v' eiae 4 A Heist al geae:! 1 de I if. 30 de 8 unt etdnen len ge In ö din brlder e In en himmel 1 ( Eiinm in v y ſelchb d meine J auch; c dal dar ehre. du, fan en bauch! 1 bee ar. ! wine krifte bm würde ſchofte, n ch gun uf. en gase n J, gelt, A ihn in e at an! edu dc g befehle de fetz b n! Er 1 . 2 le Dis er ließ Das grat, die ſchln men, Sind 5 e Anes , du biſt boch erhe⸗ 1 40 80 10 g uch der ſüͤnder Dich leugnen und ben al, die dich keunen h mit ehrfurcht ne ind die dir veſt bet, Dein gnaͤdig aulltz meines herzens grunde, chwingt, heilige g kanken, Euch bun los! Gott, frey un ranken, Iſt unaut⸗ ch groß. Er ien 'obſingt Vor ſehen te! Gott wohn lichte, Zu den in a in menſch kun f m, Kein endlicher h Wer 1 10 1 er ha hen?. den hoͤchſten ſehen, I. Von Gott. ganz erkannt? Macht euch von ihm kein bild! Wer kan Ob er gleich alle hoͤhen Und jede tief erfüllt? 3. Die ſonn in hoher ferne Mag ſtralenreicher gluͤhn; Glaͤnzt heller noch, ihr ſterne! Was ſeyd ihr gegen ihn? Ihr ſeyd mit eurer pracht, In eurem ſchoͤnſten lichte, Vor ſeinem angeſichte Noch dunkler, alt die nacht. 4. Mie ſollen wir dich nen⸗ nen, Dich, ſchöpfer der natur? Was wiſſen wir? wir ken⸗ nen Nicht halb die kreatur, Die du hervorgebracht; Und du biſt doch viel großer Und unausſorechlich beſſer, Als werke deiner macht. 5. Von dir ſtroͤmt alles le⸗ ben; Du biſt der reinſte geiſt; Haſt alle kraft gege⸗ ben Dem engel, der dich preiſt. Zu deines namens ehr Ertoͤnen lobgeſaͤnge In ſeiner bruͤder menge, Im ganzen himmelsheer. 6. Stimm in ber engel choͤ⸗ re, O meine ſeele! auch; Sey voll von ſeiner ehre. Du, ſeines odems hauch! Dis, dis iſt dein beruf. Auf! widme deine kräfte Dem wuͤrdigſten geſchaͤfte, Wozu dich gott erſchuf. 7. Im geiſte baͤt ihn, ſeele, Baͤt ihn in wahrheit an! Liebſt du des herrn befehle, Wie ſelig biſt du dann! Er 7. Er kennet uns; hat unſterblichkeit, Und ſe⸗ ligkeit und leben; Das al⸗ les will er geben, der ſich ganz ihm weiht! mel. Nun danket all, und ec. Nr. 3. Singt unſerm gott 8. S ein frohes lied! Er ifis und keiner mehr. Groß, unausſprechlich groß iſt er, Der weltkreis ſein gebiet. 2. Groß iſt ſein nam! er will und ſprichts: Da ſteht voll herrlichkeit, Der wellen meng; und er gebeut; Sie fallen in ihr nichts. 3. Licht iſt ſein kleid; un⸗ endlich reich, Ein meer voll ſeligkeit; Von ewigkeit zu ewigkeit Iſt er; wer iſt ihm gleich? 5 4. Er uͤberſchaut, was iſt und war In himmel, erd und meer, Und ſeiner werke zahl⸗ los heer Bleibt vor ihm of⸗ fenbar. e 5. Daß freuet euch! die lieb iſt gott, Das beßte ſei⸗ ſne wahl; Groß ſeine tbaten Ae Und heilvoll ſein Ne ot. 8 6. Gerechtigkeit und wahr⸗ heit iſt Die veſte ſeines throns. Lobt ihn, der auch des erdenſohns, Des men⸗ ſchen, nicht vergiſſt. N er iſt mir nah, Im abgrund, in der hoͤh, Wohin ich fliehe, oder geh, Iſt er doch immer da. A 4 Dem, 5 8. Er 5 35 Erſte Abtheilung. ler zuberſicht 8. Er iſt um mich, ver⸗ el. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. nim! mein flehn, Schafft meiner ſeele ruh; wann ich fehl und gutes thu Und eilt mir beyzuſtehnnn. 9. Er wog mir ſeine gaben dar, Schrieb auf ſein buch auch mich Und meiner tage zahl, da ich Noch unberei⸗ zet war. 10. Ihm dank ich alles; nichts iſt mein, Das gott nicht anzeyoͤrt. Herr, dei⸗ ne huld, die ewig waͤhrt, Soll ſtets mein loblied ſeyn. 11. Wer faſſet deiner wun⸗ der pracht, Die da ſind, wann du rufſt? Ein jeder ſtaub, den ou erſchufſt, Verkuͤndigt deine macht. 12 Hell ſtralet aus dem kleinſten halm, Gott, deine weisheit her. Und au und huͤgel, luft und meer Sind deiner ehre pſalm, 13. Frohlockend preiſet dich das land, Das deine milde traͤnkt; Und korn und wein und freud empfaͤngt Der menſch aus deiner hand. 14. Herr, ohne deinen wil⸗ len faͤllt Kein ſperling hin, und ich. Ich freute nicht des troſtes mich, Daß deine huld mich haͤlr? 15. Ich fuͤrchte, bleibeſt du mein ſchutz, Gefahr und ſchrecken nicht, Und biete vol⸗ Der ganzen hoͤlle trutz. oder: Iſt auch ein gott ꝛc. Nr. 2. 9. Wann ich, gott, mei⸗ nen geiſt zu dir er⸗ hebe, Dich ſuche, dich zu finden mich beſtrebe: So mußt du ſelbſt, recht groß von dir zu denken, Die kraft mir ſchenken. 1 2. Was iſt im himmel, hoͤchſter, was auf erden, Das ſo, wie du, verdient, erkannt zu werden? Welch wiſſen iſt wol herrlicher zu nennen, Als dich erkennen? 3. Dich ſuchen, iſt die herr⸗ lichſte der ſorgen; Zwar biſt du unerforſchlich und ver⸗ borgen; wenn wir nur dein licht nicht haſſen, Dich finden laſſen. 4. Mit lauter ſtimme leh⸗ ren deine werke Uns deine weisheit, deine gut und ſtaͤr⸗ ke; Auch haſt du ſelbſt, ſey hoch dafuͤr geprieſen! Uns unter wieſen. 5. Und immer mehr willſt du dich offenbaren, Wenn, was du lehrſt, wir nur ge⸗ treu bewahren; Wenn wir, was deine lehren wirken ſol⸗ len, Uns beſſern wollen. 6. Ach moͤcht ich gott, aus allen meinen kraͤften Dich ſuchen; auch bey ſorgen und geſchaͤften, Mein herz, zu dir mich leichter aufzuſchwin⸗ gen, Zur andacht bringen. 7. Drum fuͤhre durch dein 1 wort doch meine ſeele, 2 0 2 nd ner lils* 1 8 ich nich e Heli le. l Herlich Jur 0 den Cel arme n schen 01 0 10 15 be Sen re ufer zin ick 8e“ n, f nach wal s lc ust nach tr Alete, N e b Pater Jet Dor ihm 8 dane n seht W file i ein hen 5 Der ine de urs cel. d unser ges, jan, mul, wis deri „ Nan du 8c ff, wer fig und bält n ver re: feat hann den Wer ſunt auch iz leben Jen** . Lerzliebſer je er ſeſu a J duc enginz e — * — 5 — — 2 2 — — ſt wol herrli ‚ Fette ch ſuchen, iſtdieher, er orgen; Zwar bi rforſchlich und gen Doch willſ u, ir nur dein licht nig Dich finden laſen. it lauter ſtimme% ne werke Uns dene t, deine guͤt und ſit ch haf du ſelbſt, ſy für geprieſen! In ieſen. 7 d immer mehr wilt offenbaren, Wenn, 1lehrſt, wir nur. N wahren; Wenn un, ine lehren wirken s beſſern wollen moͤcht ich gott u neinen ktaͤften ih auch bey ſorzen nd ten, Mein herz, zunk eichter aufzuſch ur andacht bringe zum fuͤhre durch he och nenne ſel, 1. freude. Sein wilder, laſter⸗ gieret dann die welt? Wer I. von Gott. 9 ſie den weg zum lichte nicht I und freyheit, ſpott; Und verfehle; Gib mir, weil ihre kraͤfte leicht ermuͤden, Ernſt, luſt und frieden.. 8. Dann werd ich immer beſſer dich erkennen, Und taͤglich mehr von deiner lieb entbrennen, Dir gern gehor 0 chen, froͤhlich dich erheben, Und, gott, dir leben. mel. Herzlich lieb hab ich ꝛc. eh dem, der leug⸗ 10. W net, daß gott iſt! Sein armes menſchen⸗ leben iſt Ihm leer von edler hafter blick Sehnt ſich um⸗ ſonſt nach wahrem gluͤck, Umſonſt nach troſt im leide, Die luſt zu guten thaten flieht Vor ihm, der ſeinen gott nicht ſieht. Nie fuͤhlet ſich ſein herz erfreut Von wonne der unſterblichkeit. Gott, unſer gott! Wie jam⸗ mervoll, wie fuͤrchterlich Wird unſer leben ohne dich! 2. Wenn du nicht biſt, wer traͤgt und halt, Und wer re⸗ ſorgt auch fuͤr mein leben? Wem danke ich mein le⸗ ben dann? Wer nimt bis jezt ſich meiner an? Mem kan ich mich ergeben? Ver⸗ haͤngniß oder ungefahr Waͤr dann mein gott; und arm iſt der; Dann waͤr vernunft ſchreckenvoll waͤr mir der toß! Gott, wahrer gott! Wie graunvoll wird mir dei⸗ nue welt Wenn nicht dein arm ſie fuͤhrt und haͤlt! 3. Kan ohne dich ein gluͤck erfreun, Fuͤr mich ein guth auf erden ſeyn, Und kan ichs froh genieſſen? Was hilft mir freyheit und ver⸗ ſtand, Was jede wohlthat deiner hand, Was nützt ein gut gewiſſen? Biſt du nicht, ſo erfreun ſie nie; Ein traum iſt ihre luſt, wie ſie. Die erd iſt finſterniß; kein licht Strahlt her von deinem an⸗ geſicht. Kein ſchutz iſt da! Auf tugend wartet bort kein lohn; Und hier folgt ihr oft ſchmach und hohn. 3. Nein! eh ich zweifle, daß du ſeyſt, Unwandelba⸗ rer fiche geiſt, Mag mich die welt verſpotten! Laut will ich zeugen, daß du biſt, Daß es ein ſchnoͤder frevel iſt, Dich fuͤhlen und dich ſpotten! Mein geiſt und leib freut ſich in dir: Du ewiger, weich nicht von mir! Was ſind die leiden dieſer zeit Dem, der ſich ſeines gottes freut? Dori im gericht, Wann erd und him⸗ mel untergehn, Wird dich der gottesleagner ſehn! 10 Erfſte Abkheilung. II. Von den Eigenſchaften Gottes. 1. Ewigkeit und Unsveraͤnderlichkeit Gottes. Mel. Liebſter jeſu, wir 1 dc. 1 zott, du biſt von II. G ewigkeit! Deine majeſtaͤt und groͤße Mehrt und mindert keine zeit: Gib, daß ich das nie vergeſſe, Nie auf krearuren baue, Son⸗ dern dir allein vertraue. 2. Ewig und unwandelbar Idſt dein grenzenloſes wiſſen. Was dir einmal wahrheit war, Wirds auch ewig blei⸗ ben muͤſſen. Nie kans dei⸗ ner weisheit fehlen, Nur das beßte zu erwählen. 3. Du biſt nicht, wie men⸗ ſchen ſind, Daß dich etwas reuen ſollte; Bleibeſt immer gleichgeſinnt, Und was je dein rathſchluß wollte, Weiß dein maͤchtiges regieren Herrlich auch hinauszufuͤh⸗ ren. 4. Suͤnden biſt du ewig feind; Wehe denen, die ſie lieben! Ewig bleibſt du de⸗ rer freund, Die, was recht und gut iſt, uͤben. Lehre mich in allen dingen Deinen willen treu vollbringen. Se Immerr iſt dirs eine luſt, Menſchenkinder zu begluͤk⸗ ken. Wohl dem, der ſich auch mit luſt Lernt in deine ordnung ſchicken. Der, der . zubereitet; Dein arm hat, 5 gott, geht auf ſichern wegen Dei⸗ nen ſegnungen entgegen. 6. Deine worte trugen nicht, Du, du biſt der ewig⸗ treue, Der das haͤlt, was er verſpricht: Gib, daß ich mich deſſen freue, Und mich, bis ich einſt erkalte, Veſt an deine wahrheit halte. 7. Mag doch dann die welt vergehn, Mag mich alles boch verlaſſen. bleibſt mir ewig ſtehn. Dei⸗ ne huld wird mich umfaſſen, Wenn ich einſt von hinnen ſcheide. Ewig biſt du meine freude. mel. Dreyeimgkeit, der ꝛc. oder: Erhabner gott, ꝛc. Nr. J. err gott, du biſt 1 2. H die zuflucht aller zeiten: Denn du biſt gott in allen ewigkeiten; Du warſt es ſchon, eh erd und himmel ward, Eh du dich noch uns haſt geoffenbart. 2. Was bin ich, berr, was alle menſchenkinder? Staub iſt vor dir der heilige, der ſuͤnder. Wie ſchnell enteilt [dis leben doch von mir! Du, hoͤchſter! du nur blei⸗ beſt fuͤr und fuͤn. 3. Ou haſt vorhin die erbe Du, du 5 i L . de „ f d„ 5 5 aller fro! 1 fe ſe aud! bern Ihr 1 ö„9 , bun d. ah 0 fu, nec ag ah nl. ul en il u den v 1 Ipendie in 1 l luft ihren sc Deyn flick beer Eat Lex, ahn ui die ks f. Ich rah ber 5c getel, n weiß nit. de 11 fiſa fol: Dig nd blech ewig! 1 doch ner kelrer fie icht T ne welt e iumel ſuchten die nicht duch deine 5 19 zh unn ü„ 5 ſtid im ein! jn hoher dae inde g df chen 1 55 einſt erkalte, ef an ahrheit 10 5 ig doch dann die wel „, Mag mich alle erlaſſen. Du, di 1 1 Dez rd mich umfaſſen ch einſt von iche Ewig biſt du meue Dreyeimgfeit, det z. habner gott J. Ut, J. err gott, du bis die zuflucht alte Denn du biſt gott i higkelten; Du wart „eh erb und himmel h bu dich noch un ffenbart. s bin ich, berr, vas ſchenkindet? Stub dir der heilige, dt Wie ſchnell ente en doch bon me chſter! du nur be und für. haſt vorhin die ge et; Dein arm 1 % II. Von den Eigenſchaften Gottes. 8 — II breitet: Doch ſie vergehn, veralten wie ein kleid; Du aber daurſt in alle ewig⸗ leit. 4. Das iſt der troſt, die hoffnung aller frommen: Du ſchuͤtzeſt ſie und laßt ſie nicht umkommen. Ihr redlich herz kan ſich ſtets deiner freun. Du bleibſt ihr gott, und ſie ſind ewig dein. 5. Das ſiy mein troſt in allen truͤben ſtunden: Vom tode ſelbſt werd ich nicht uͤberwunden. Nicht er, nur ſuͤnd trennt mich, o gott, von dir. Du bleibſt mein troſt, mein heil, auch z ewig mir. g Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. nendlicher, den kei⸗ 13. U ne zeit Umſchließt mit ihren ſchranken! Beym anblick deiner ewigkeit Ver⸗ gehn mir die gedanken. Ich ſinne nach bewundrungsvoll, Und weiß nicht, wie ichs faſſen ſoll: Du biſt und blei⸗ beſt ewig! 2. Noch ward von keiner ſonne licht Durch eine welt verbreitet; Durch deine macht bereitet; Noch war kein land, noch ſtroͤmt kein meer An hoher warſt ſchon ewig! gott„den bimmel ausge⸗ Die himmel! jauchzten dir noch nicht, auch nur kurze zeit: berge gruͤnden her: Du aber du es auferwecken. 3. Von ewiakeit her ſaheſt du Die kuͤnftge welt entſte⸗ hen, Und maßeſt ihre zeit ihr zu, Und ſahſt ſie unter⸗ gehen. Vom engel bis zum wurm herab Wogſt jedem du ſein ſchickſal ab, nd nannteſt ihn mit namen. 3. Laͤngſt ſtebt nun deine ſchöpfung da, Von dir bisher erhalten. Einſt kom̃t ſie ihrem ende nah; Sie eilet zu ver⸗ alten. Denn ihrer jahre werden viel, Und du be⸗ ſtimmteſt ihr ein ziel, Mit weisheit und mit gute. 8. Kaum eine ſtund iſt es vor dir Vom anfang bis um ende. Kaum augen⸗ blicke leben wir, Die werke deiner haͤnde. Niemals nimt, gott, dein alter zu: In aller ewigkeit wirſt du Derſelbe ſeyn und bleiben. 6. Ja, du biſt ewig, ſtir⸗ beſt nie, Bleibſt ewig meiner ſeele Der fels, den ſterbend ich fuͤr ſie Zur ſichern zu⸗ flucht wahle. Denn deine gnad und wahrheit iſt So ewig als du ſelber biſt: Heil mir, daß ich dir traue! 7. Mein leib iſt ſterblich, nicht mein geiſt, Den will ich dir vertrauen: Dein wort, das wahrheit iſt, ver⸗ heißt, Er ſoll dein antlitz ſchauen. Mein fleiſch ruht Am erntetag der ewigkeit Wirſt 8. Wenn 12 1 Erſte Abtheilung. 8. Wenn alles um mich her vergeht, Soll ich doch nicht vergehen; Vor deinem thron, der ewig ſteht, Soll ich, auch ewig, ſtehen. Du gibſt an allem deinem heil, Gott, deinen wahren freunden theil: Auch mir, gewiß mit ihnen!. 9. Einſt fallen erd und him⸗ mel hin An deinem weltge⸗ richte: Dann dank ichs dir, daß ich noch bin, Und wohn mein troſt, in deinem lichte. Dann werd ich ewig, ewig ſeyn, Mich ewig deiner gnade freun, Und meiner ſeligkeiten. 10. Der ſeligen unſterblich⸗ keit, Die du mir dort willſt ſchenken, Laß mich in dieſer kurzen zeit, O gott, mit ernſt bedenken! Sie ſey mein hoͤchſtes guth, Sie ſtaͤrke mich mit kraft und muth, Gerecht vor dir zu leben. 2. Allwiſſenheit Gottes. mel. Chriſt, unſer herr zum ꝛe. 1 lwiſſender vollkom̃⸗ 14. A ner geiſt! Deß auge alles ſiehet, Was nacht und abgrund in ſich ſchleußt, Und dem ſich nichts entzie⸗ het: Es kan vor deinem hellen licht Sich kein ge⸗ ſchoͤpf verſtecken; Was in der finſterniß geſchicht, Das weißt du aufzudecken, Und vor gericht zu bringen. a. Selbſt die gedanken ken⸗ neſt du, Eh ſie in mir ent⸗ ſtehen, Und was ich wuͤn⸗ ſche, rede, thu, Das kan dein auge ſehen. Vor dir iſt alles offenbar; Du pruͤ⸗ feſt herz und nieren, Und al⸗ le grunde ſiehſt du klar, Die unſer thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen. 3. Was deiner freunde herz begehrt, Das weißt du, eh ſie baͤten; Ihr ſeufzen wird von dir erhoͤrt, Eh ſie noch vor dich treten. Was dei⸗ ner feinde rath beſchließt, Das iſt dir un verborgen; Dir, der du ihren anſchlag ſiehſt, Als wie den lichten morgen, Den keine ſchatten decken. 4. Was nach verflieſſung vieler zeit Noch kuͤnftig wird geſchehen, Das ſieht dein auge allbereit Als gegenwaͤr⸗ tig ſtehen. Dir ſtellt ſich alles deutlich dar, Das, was erſt noch ſoll werden, Und was nun iſt, und was einſt war Im himmel und auf erden. Wer ſollte dich nicht fuͤrchten? 5. Bleibt gleich vor men⸗ ſchen manches noch 1 4 es n baſad Arete B alt lueffen. 10 0 l Den E fun, 19 4 10 legeh icgelchen. S ne 4 dun beten Aa gcheme n alen kr 0 ten o 1 l d gt, N tr, 1 e ee etborgen; i ganges 1 i ſorgen it dukt, g 1 unt, Ehe 00 95 n 1 t ſpr N i. dh al. S b 0 thu 2 ba den soll 0 kuf dich 4 . fit nich 5 5 an e 6. — em le Don ig, kwiz ſen f de feen ener 10 g der ſeligen unsern mir dort 05 — ottes. „ Das wißt hu, n; Ihr ſeufzen wi erhoͤrt, Eh ſe nu h treten. Wat de nde rath beſchlieſ, ſt dir underhorgen; der du ihren a0 Als wie den liche „, Den keine ſchaun as nach verfiieſung eit Noch kuͤuftig wi en, Das ſieht hen lbereit Als gegen Dir felt ſc en. ſeutlich dar, diz, ſt noch ſoll werden, as nun iſt, und unh ar Im himmel un en. Wer ſolte ni ͤrchten? leibt gleich vor ni nanches noch 5 9 ade— Was im verborgnen jezt ge⸗ und ſchrecken Wird dann die . muth, Gnecht yy Mich ſtets ſorgfaͤltig mei⸗ den. 0 9 H. Von den Eigenſchaften Gottes. a 13 ſer welt verſchwiegen: So wird dein auge kuͤnftig doch Die finſterniß beſiegen. Dein unpartheyiſches gericht Wird alles einſt entdecken, ſch icht, Und ſchande, furcht heu chler treffen. 6. Laß mich, o hoͤchſte ma⸗ jeſtaͤt! Dein helles auge ſcheuen, Das nie kein heuch ler hintergeht Mit falſchen ſchmeicheleyen. Durchdrin, ge kraͤftig ſeel und geiſt Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime ſchande heißt, Samt allen boͤſen tuͤcken, eee eee Vor deinem geiſte fliehen? Wo koͤnnt ich jemals wol Piich deinem aug entziehen? Fuͤhr ich gen himmel auf, So biſt du, hoͤchſter, daz Fuͤhr ich zur tief hinab, Auch hier biſt du mir nah. 5 4. Naͤhm ich auch, ſchnell zu fliehn, Die fittige vom morgen; Selbſt an dem fern⸗ ſten meer Blieb ich dir nicht verborgen: Auch da um⸗ ſchloͤſſe mich Doch deine all⸗ machts hand; Denn du biſt uͤberall, Und dein iſt jedes land. 5. Wollt ich in finſterniß, Mich deinem aug entziehen, Au So ſucht ich doch umſonſt ch da dir zu entfliehen: mel. O gott, du frommer gott. Die dickſte finſterniß Iſt vor 15. unverborgen; mein ganzes thun Und alle err, du erforſcheſt] dir helles licht; Die nacht mich, Dir bin ich glaͤnzt, wie der tag, Vor Du kennſt deinem angeſicht. 6. Du warſt ſchon uͤber mir meine ſorgen; Was meine In meiner mutter leibe; Du ſeele denkt, War dir bereits bekannt, Eh der gedanke noch In meiner ſeel ent⸗ ſtand. 2. Nie ſpricht mein mund ein wort, Das du, o herr, nicht wiſſeſt. Du ſchaffeſt, was ich tbu; Du ordneſt. du beſchlieſſeſt, Was mir be⸗ gegnen ſoll. Erſtaunt ſeh ich auf dich; Wie groß iſt dein verſtand! Wie wunder⸗ bar fuͤr mich!! 3. Wohin, wohin ſoll ich wunderbar gemacht, meiner, eh ich war, Schon ee 2 fenbar. bildeteſt mein herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich Und vaͤterlich gedacht. 1 8 7. Du kannteſt mein gebein, Eh ich ans licht gekommen, Da ich im dunkeln erft Die bildung angenommen; Dein auge ſah mich ſchon, Eh ich bereitet war, Und meiner tage lauf War dir ſchon of⸗ 14 Erſte Abtheilung. 38. Was fuͤr erkenntniſſe, Fuͤr koͤſtliche gedanken! Un⸗ zaͤhlbar ſind ſie mir; Denn ſie ſind ohne ſchranken. Mit ehrfurcht will ich ſteis Auf dich, mein ſchoͤpfer, ſehn, Dir folgen, und dein lob, So gut ich kan, erhoͤhn. 9. Erforſche mich, mein meyne; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu ſeyn mir ſcheine. Sieh, oh mein fuß vielleicht Sich einem irr⸗ weg naht, Und kalte mich zuruͤck Auf ebnem ſichern pfad. 3. Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. oder: Eigene Melodie Nr. 4. n weiſer ſchoͤpfer 16. D aller dinge, Der alles weiß, erkennt, verſteht! Nichts iſt ſo groß, nichts ſo geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht! Sie iſts, die deine große welt 1 ihrer daur und pracht er⸗ a t. N a 2. Die vielen wundervol⸗ len werke, Was unſern au⸗ gen fern und nah, Steht alles, wie durch deine ſtaͤr⸗ ke, So auch durch deine weisheit da. Unendlich, herr, iſt dein verſtand: Der ganze weltbau machts be⸗ kannt. 3. Mit eben dieſen meiſter⸗ haͤnden, Mit welchen du die welt gemacht, Regierſt du auch an allen enden, Was du hoͤchſtfrey hervor gebracht; Du brauchſt, o unerſchaffnes licht! Der menſchen rath und beyſtand nicht,. U 4. Was du zu thun dir vor⸗ genommen, Kroͤnt auch, ſo bald du willſt, die that; Wenn tauſend hinderniſſe kommen, So triumphirt dein hoher rath. Den beßten zweck waͤhlt dein verſtand: Die mittel ſtehn in deiner hand. 8 5. Die menge ſo verſchied⸗ ner willen, Wo jeder ſeinen weg erwaͤhlt, Muß doch den deinen blos erfuͤllen, Der ſeines zieles nie verfehlt, Und aller feinde ſtolzen wahn 5 unvernunft beſchaͤmen an. 6. O weisheit! decke meiner ſeele Des eigenduͤnkels thor⸗ heit auf, Damit ſie dich zum fuͤhrer waͤhle In dieſes lebens ganzen lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht, Drum leite mich dein ſichres licht! 7. Du haſt mich durch mein ganzes leben Bisher 5 wei⸗ gott, Und pruͤfe, wie ichs ba nicht wo lag, gage in 11 „Iro nner d ken 6 c, Wies 9 en ind gut. 1 Ell ich de S eit glbben, Wo r nd elt ſch? J ft en che pon ob„ Peg fenen wez ven gte; d ihn gen e licht! ig! 3 Gall ein vo erbat % Nas demen ter, it? ahne s fen. 2 2— 4 Unt d. Aud ni vl en v. Ig. Her on dna hr ft, Ag fat en 1 1 fegt. u iim i bet bach: 0 Aftehn i lee dag ep bah N iche n 10, Nuß huhn 9 afllin, der As nie bucht, Winbe ſtolze van unt beſhinn Nel! beceneher Wigendinfel amt ſe bin ble J ge den l 0 eg zur nal 3 K—— 8 5 8 Im leit nige 1 1 mich he 4 Whg 5 gleichet. Es iſt kein ding dir zu thun unmdglich II. von den Eigenſchaften Gottes. 135 weiſeſte gefuͤhrt. Ja, dir gel faſſen Das, wo du im muß ich die ehre geben, Daß] dunkeln biſt: Hier ſollſt du du aufs beßte mich regiert: dem herrn vertraun; Und O leite mich durch welt und nur glauben, noch nicht zeit Hinuͤber in die ewigkeit. ſchaun. . 4. Sollt er zu regiererin⸗ Mel. Gott des himmels und der ꝛc. nen Seiner werke, ſeiner 17 Unerforſchlich ſey mir welt, Meine luͤſte ſetzen? immer Meines got⸗ finnen, Ordnen, thun, was tes weg und rath, Und die mir gefaͤllt? Wohl uns, nacht ſey ohne ſchinmmer, wenn er nie gewaͤhrt, Was Die mich hier umſchattet ein thoͤricht herz begehrt! hat: Doch iſt alles, was er 5. Hier in meinem pilger⸗ thut, Wies auch ſcheine, ſtande Sey mein theil zu⸗ weiſ und gut. friedenheit! Dort in meinem 2. Sollt ich das von gott vaterlande Wohnt die wah⸗ nur loben, Wo ich rath und re ſeligkeit. Fuͤhrt mein weisheit ſeh? Iſts nicht eingang zum himmel ein, Mag geſchenk von oben, Wenn er immer dunkel ſeyn. ich ſeinen weg verſteh? Fre⸗ 6. Darum auch auf rau⸗ velt der nicht, welcher klagt, hen wegen, Chriſtenſeele, Daß ihm gott mehr licht klage nicht: Was hier ſchmer⸗ verſagt? zet, wird dort ſegen, Was 3. Soll ein vater unterlaſ⸗ hier nacht iſt, wird dort licht; ſen, Was dem kinde thor⸗ Und ich faff erſt gottes ſinn, heit iſt? Kuͤhner tadler! en⸗ H Wann ich ganz vollendet bin. 4. Allmacht Gottes. Mel. Machs mit mir, gott ꝛc.]] 2. Du ſprichſt, und auf 18 err! deine allmacht] dein maͤchtigs wort Faͤllt reicht ſo weit, Als[alles dir zu fuͤßen. Dan ſelbſt dein weſen reichet. fuͤhreſt deinen anſchlag fort Nichts iſt, das deiner herr⸗ Bey allen hinderniſſen. Du lichkeit, Und deinen thaten winkſt, ſo ſtehet plotzlich da, 8 8 ſal. vorher noch kein auge o groß und ſchwer, Das ſah. 3 1 171 1 3. Du haſt dein großes ſchoͤpfungswerk 1 Kuss waͤr. 16 Erſte Abtheilung. ausgefuͤhret. Es bleibet ſtets dein augenmerk, Und wird durch dich regteret. Noch immerhin beſteht die welt, Weil dein allmaͤchtigs wort ſie haͤlt. 4. Die menge vieler wun⸗ der zeigt, Daß, ſchoͤpfer! dein vermoͤgen, Weit uͤber die geſetze ſteigt, Die die natur bewegen. Du bleibſt ihr herr, und ihren lauf Hebſt du nach weiſer will⸗ kuhr auf. 5. Was fuͤr ein wunder eee eee: r deiner macht Wird unſer aug einſt ſehen Wann nach der langen grabes nacht Die todten auferſtehen; Wann du von unſerm ſtaub den reſt Zu neuen koͤrpern werden Fläßſt, 6. Ach, zuͤnd in mir den glauben an, Der ſich auf dich verlaſſe. Iſt etwas, das ich fürchten kan, Wenn ich dich, herr! umfaſſe? Gib, daß ich traue deiner kraft, Die alles kan, und alles ſchafft. n 5. Allgegenwart Gottes. Mel. Machs 2 mir, gott ꝛc. u biſt, o unermeß⸗ 19. Dulſcher, und wirft an allen enden! Ich bin, wo ich auch bin, o herr, In deinen vaterhaͤnden! Ich leb und athme nur durch dich Du traͤgſt, du unterſtützef mich. 2. Was je mein herz em⸗ pfunden hat Was ich ver⸗ werf und waͤhle, Der erſte trieb zu jeder that, Der ſtill⸗ ſte wunſch der ſeele, Der lei⸗ ſeſte gedank in mir: Gott, alles liegt enthuͤllt vor dir! 3. Mohl mir wenn ich durch deine kraft Mein herz zu dir erhebe, Unt redlich und gewiſſenhaft Nach deinem willen lebe! Du ſiehſt es, herr, und ſtehſt mir bey, Damit ich immer treuer ſey. 4. Du kenneſt ſicher und gewiß, Was ich der welt der finſterniß, Siehſt alle meine fehle; Du zeigſt ſie mir, und zuͤchtigſt mich Zu meiner beßrung vaͤterlich. 5. Du hoͤrſt auch meinen ſeufzern zu, Schaffſt, daß mir huͤlf erſcheine; Voll mit⸗ leid, vater, zaͤhleſt du Die thraͤnen, die ich weine; Dein troſt erquicket mein gemuͤth, Und jeder ſchmerz und kum⸗ mer flieht. 6. O druͤck allgegenwaͤr⸗ tiger, Dis tief in meine ſee⸗ le Daß, wo ſch bin, mein herz, o herr, Nur dich zur zn⸗ aß mich& ede verbeele; Siehſt jedes werk — 7 — * ( be, ub rh br. ſterechter. bot 14 1g; f alt ſich f* Di An ihreng ſct h nir mein fl 8 i, Und bie er fru n ſchn, du es kuf chen. 1 du sieht den 0 2 1 f b luder; Behr n f je inen lohn, s fom. mind den ſu 1 Mt du die pere an; eus allein en wir , Sieht frech lichter! „da gutes er arp, et Gibas seen kn funme 2 ſchb⸗ ist or meg feld, wan die ful, 1 nen. e dave wel, 1 do e fe wa en ma 15 ed n, hr, ich und g* fund pte b denen ale in, uh U — 906. 0 feht un E, immer Heunſeh. ec gg ind s ich be pelt b Sicht a bak. Juz, Güct ale ez du geg ſe ante 0 0 Aung ian. 1 bit auch nenen Wu, Schaf, ß Ich dan 11, fblgt u de Ae ch iht den icket neugwmülh, ſchmet win . 1 ick agi tief ele wo ich bi fe f ö er, u N 0 I. Von den Eigenſchaften Gottes. zuflucht waͤhle; Daß ich dein heilig auge ſcheu Und dir zu dienen eifrig ſey! 7. Laß ohne falſch und heu⸗ cheley Mich alle ſuͤnde mei⸗ * 72 den, Daß ich vor dir un⸗ ſtraͤflich ſey, Im gluͤck und auch im leiden; Weil deine huld ſo maͤchtig iſt, Weil du allgegenwaͤrtig biſt! 6. Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. Mel. Es iſt gewißlich an der ꝛc. Gerechter gott! vor 20. G dein gericht Muß alle welt ſich ſtellen; Du wirſt in ihrem angeſicht Auch mir mein urtheil faͤl⸗ len. O laß mich jede ſuͤnde ſcheun, Und hier mit eruſt befliſſen ſeyn, Vor dir einſt zu beſtehen. 2. Du ſiehſt von deinem hohen thron Auf alle men⸗ ſchenkinder; Beſtimmeſt je⸗ dem ſeinen lohn, Dem from, men und dem ſuͤnder. Nie ſiehſt du die perſonen an; Auf das allein, was wir gethan, Siehſt du, gerech⸗ ter richter! 3. Viel gutes und barm⸗ herzigkeit Gibſt du ſchon hier den frommen; Du ſchuͤ⸗ tzeſt ſie vor manchem leld, Darein die ſuͤnder kommen. So zeigeſt du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlge⸗ fallt, Den man der tugend widmet. 4. Ja, herr, du liebſt, thut, Wird von dir aufge⸗ nommen; Sein ſinn und thun gefaͤllt dir wohl, Iſt er gleich nicht, ſo wie er ſoll, Ganz heilig, ganz vollkom⸗ men. 8 5. Doch dem, der dich, o gott, nicht ſcheut, Dem fre⸗ velnden verbrecher, Der dein geſetz und recht entweiht, Biſt du ein ſtrenger raͤcher. Verachtung, elend ſchmerz und hohn, Gewiſſensmarter ſind ſein lohn Oft ſchon in dieſem leben. 6. Und bleibt auch hier viel ungeſtraft, Viel gutes un⸗ belohnet, So kommt ein tag der rechenſchaft. Der keines ſuͤnders ſchonet. Da ſtelleſt du ins hellſte licht, Wie recht und billig dein gericht; Dann triumphirt der frome. 7. Gerechter gott, laß mich, wie du, Das gute eifrig lie⸗ ben; Gib ſelber mir die kraft dazu, Es willig aus⸗ zuüben. Regt ſich die ſuͤnde noch in mir, So ſtaͤrke mich was recht und gut; Du biſt ein freund der frommen. Wer deinen willen gerne die furcht vor dir, Daß ich ſie uͤberwinde. 8. Und weil vor dir, ge⸗ B rechter 18 Erſte Abthellung. * rechter gott, Nur die allein beſtehen, Die glaͤubig auf des mittlers tod Bey wahrer reue ſehen: So laß mich die ge⸗ rechtigkeit, Die mich von ſchuld und ſtraf befreyt Im glauben eifrig ſuchen. mel. Jeſu, deine tieſe wunden. ott! vor deſſen an⸗ 21. G geſichte Ehrfurcht billig uns erfullt! Ewges licht, aus deſſen lichte Stets Du biſt nur der frommen freund; Uebelthatern biſt du feind. Wer beharrt in ſeinen ſuͤnden, Kan vor dir nicht gnade finden. 4. O! ſo laß uns nicht verſcherzen, Was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine herzen! Toͤdt in uns der ſuͤnden macht! Denn was ſind wir, gott! vor dir? Du biſt heilig, aber wir Sind verderbt, und wer die reinſte klarheit quillt II kan zaͤhlen, Großer gott, Laß doch deine heiligkeit Unſren herzen jederzeit Kraͤf⸗ tige ermuntrung geben, Nach der heiligung zu ſtre⸗ ben. 8 2. Heilig iſt dein ganzes weſen, Denn kein boͤſes iſt an dir. Ewig biſt du ſo ge⸗ weſen, Und ſo bleibſt du für und fuͤr. Was dein wille waͤhlt und thut, Iſt unſtraͤf⸗ lich, recht und gut, Und mit deines armes ftaͤrke Wirkſt 5 ſtets vollkommne wer⸗ e. 3. Herr! du willſt, daß deine kinder Deinem bilde ahnlich ſeyn. Nie beſteht vor dir der ſuͤnder; Denn du biſt vollkommen rein. wie oft wir fehlen? 5. Uns von funden zu erloͤ⸗ ſen, Gabſt du deinen ſohn dahin. O! ſo reinige vom boͤſen Durch ihn unſern gan⸗ zen ſinn. Gib uns, wie du ſelbſt verheißt, Gib uns deinen guten geiſt, Daß er unſern geiſt regiere, Und zu allem guten fuͤbre. 3 6. Keiner ſuͤndlichen be⸗ gierde Bleibe unſer herz ge⸗ weiht! Unſers wandels groͤßte zierde Sey recht⸗ ſchaffne heiligkeit! Mach uns deinem bilde gleich? Denn zu deinem himmelreich Wirſt du, herr! nur die er⸗ heben, Die im glauben hei⸗ lig leben. 7. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Wer nur den lieben ꝛc.[Nie deinen bund, o gott, 5 och nie haſt du dein 2225 N wort gebrochen, verletzt; Du haͤltſt getreu, was du verſprochen, Voll⸗ kfuͤhrſt 1 een rechten— f I uhwort A er 2 * 20 „. Dr a 5 0 ich fit 1, deſſen fre 1 5 1 0 belſprig— N 10 de ale lig a t, En n e 5 I., hn wie du f iche, Was but Aſedacht: 8& id, e in du bergel y r de, 41 draht. Wer! I get, ca uf, J fe uf ſcwer e 1 krüöcke! N in N „ here, Dar ſeder“ u sch sch, E, Ait nie leichte u deiner u krech⸗ e e pe v en 1 . übe, 1 2 9 fl. Ver u ace e. math, n e e lagen„derb den an f 0 1 0 8 1 4 1 N alk 1 A derderbh ng , Guß, Ir ſchln?“ Een ſanangeh s u so n Ach nne 2 Woetheit, y ten ge, lag ift rene un er fin e lelbe mz gs E unſen u zlerde Eh heilig 0 Gem de 2 deinen eng „ hen! u Gib I„ 5 5 „die in gal 4. — 5 5 0 * 1 Sue Gus, gen bub, Du hien 5 verſpuohſ 4 —————————ʒ 1 5———u—ẽ 1 7 1 Dir, 7 90 ehre bringen, Dir, der du — daß ich nie leichiſianig ſcher⸗ II. Von den Eigenſchaften Gottes. fuͤhrſt, was du dir vorge⸗ ſetzt. Wenn erd und him⸗ mel auch vergehn, Bleibt ewig doch dein wort beſtehn. 2. Du biſt kein meunſch⸗ daß dich gereue, Was uns dein mund verheißen hat; Nach deiner macht, nach dei⸗ ner treue Bringſt du, was du verſprichſt, zur that. Scheint die erfuͤllung gleich noch weit, So kommt ſie doch zur rechten zeit. 3. Und wie du das unfehl⸗ bar giebeſt, Was deine huld uns zugedacht: wenn du vergeltung uͤbeſt, Dein drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o gott, beharrlich haſſt, Fuͤhlt dei⸗ ner ſtrafe ſchwere laſt. 4. O druͤcke dis tief in mein herze, Daß es vor jeder ſuͤnd ſich ſcheut; Gib, A ze Mit deiner ſtrafgerech⸗ So wird, 8 tigkeit; Nie werde bas von b mir gewagt, Was fehl mir unterſagt. 5. Doch laß mich auch mit viſtem glauben Dem worte deiner gnade traun. Wer kan den troſt uns jemals rauben, Den wir auf dein verſprechen baun? Du biſt ein fels, dein bund ſteht veſt; Wohl dem, der ſich auf dich verlaͤſſt! 6. Wie ſtark ſind unſers glaubens gruͤnde! Hier iſt dein wort, das niemals truͤgt; Und daß dis allen beyfall finde, Haſt du den eid hinzugefuͤgt. Wahrhaft⸗ ger! was dein mund be⸗ ſchwoͤrn, Iſt vollig unſers glaubens werth. 7. Erwaͤge dis, o mei⸗ ne ſeele! Und traue gott, ders treulich meynt. Sey gern, nach ſeines worts be⸗ fehle, Der wahrbeit freund, der luͤgen feind. Beweiſe dich als gottes kind, Dem treu dein be⸗ und wahrheit heilig ſind. . 8. Liebe, Gßte und Barmherzigkeit Gottes. Mel. Wer nur den lieben e. ich froͤlich ſingen, deſſen freude wohlthen iſt: Dir will ich dank und gut und freundlich biſt. Ja, gott, da biſt ganz gnad und treu, Gib, dag mein her oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. g.„„Hib, daß herz 123. Dis gott, dir will ganz freude ſey. 2. Dich preiſen alle engel⸗ heere, Dir ſingen die ver⸗ klaͤrten dank. Dir, herr⸗ ſcher, brauſen wind und meere; Ihr brauſen iſt dein lobgeſang. Die ganze ſchoͤ⸗ VBS pfung 19 20 Erſte Abthellung. pfung ruft mir zu: Es ſey kein ſolcher gott, wie du. 3. Dir, hoͤchſter, iſt nichts zu vergleichen; Denn deine guͤte reicht ſo weit, Als uͤber uns die wolken reichen, Von ewigkeit zu ewigkeit. Kein wurm kriecht unbemerkt da⸗ hin; Du ſiehſt, erhaͤltſt und ſchuͤtzeſt ihn. a 4. Auch, vater, haſt du mein gemuͤthe, Durch manche gna⸗ dengab erfreut: O gib mir guch nach deiner guͤte Den trieb zur frohen dankbarkeit. Lehr alles das, was in mir iſt, Froh ruͤhmen, daß du gnaͤdig biſt. 5. Wer ſchuf die ſeel und ihre kräfte, Gedaͤchtniß, wil⸗ len und verſtand? Wer ſeg⸗ net des berufs geſchaͤfte? Wer ſtaͤrkt die arbeitſame hand? Wer ſchuͤtzte mich vor der gefahr, Die unſicht⸗ bar mir nahe war? 6. Wer friſtet meine lebens⸗ tage? Wer kroͤnet ſie mit luſt und heil? Du, vater, thuſts; drum, ſeele, ſage: Gott, du bleibſt ewiglich mein theil. Von ganzem herzen liebſt du mich, Von ganzem herzen preiſ ich dich. 5 7. Dir will ich fernerhin vertrauen, Denn du haſt mir ſtets wohlgethan. Ich will mit glauben auf dich ſchauen, Schau mich mit vaterblicken an, So geh ich ruhig durch die zeit, Und froͤhlich in die ewigkeit. Mel. Herzliebſter jeſu, was de. oder: Iſt auch ein gott? ꝛc. Nr. 2. 24 Fauchzt unſerm gott! er iſt von großer guͤte, Barmherzig, und von duldendem gemuͤthe; Will denen heil und ewge luſt be⸗ ſcheren, Die ihn verehren. 2. Er handelt nicht mit uns nach unſern ſuͤnden, Und laſſt verſchonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unſer herz nicht gaben, Verſchul⸗ det haben. 3. Hoch iſt der himmel uͤber ſeiner erde; So groß iſt auch, daß er geliebet werde, Die huld des herrn, bey de⸗ nen, die ihn lieben, Und gu⸗ tes uͤben. 4. So zaͤrtlich ſich ein va⸗ ter ſeiner kinder Erbarmet, ſo erbarmt ſich gott der ſuͤn⸗ der, Wenn ſie von herzen ſich zu ihm bekehren, Ihm treue ſchwoͤren. 5. Er ſchlaͤgt und heilt, verwundet, laͤſſt geneſen; Er weiß, der menſch iſt ein zerbrechlich weſen; Er denkt daran, daß das geſchoͤpf aus erde Doch aſche werde. 6. Von ewigkeit zu ewig⸗ keiten waͤhret Die guͤte got⸗ tes dem, der tugend ehret. Ach! leite denn auch mich auf deinem pfade, Du gott der gnade! 7. So an Die hülse ne alen en e ren. ö 180 n Cds hell N 1 Eigene M. 1 1 5 f „Gchſaget P. us 10 dae an s an lahm es ſugts. hr 4 li, 10 u ſcöpfer a J fe. Anz, wie el a Wie bed u dhiſt Sin. sene U. 1 le dun, fig in nacht Mü I den icht und pte Be⸗ bse, ir zu ue Dat u feht ſch wen att, c, pad es E ſthen 0 imme nt wun⸗ 0 cht wunl7ß des N 0 A enpfut 15 luer ce a d iſthe bag ej S5 K g er ech & des hemp g ihn lite, 16 4 0 Tdäͤrtlih ſſe A. kind fin, ent ſich gu ſenn ſie mag Am belehtg J woͤren. schlägt uch det, ſiſtenz „ der ma dich weſen l aß dat galt Ah aſche ewiglel 10 ihret Dee 1, der tus te denn ail em pfade e! 1 90 hat, Doch immer neue wun⸗ II. Von den Eigenſchaften Gottes. 7. So werd ich ewig dei⸗ ö 1 O wie iſt ſeſne macht ner huld genießen; So wird mein leben ſanft vor dir ver⸗ fließen; So werd ich dort mit allen engelchoͤren Dich froͤhlich ehren. mel. Es iſt das heil uns komen ꝛc. oder; Eigene Melodie Nr. 5. obſinget gott und 25. L baͤtet an! Es dank, es ruͤhm, es ſinge, Es jauch⸗ ze, wer nur jauchzen kan, Dem ſchoͤpfer aller dinge! Wie groß, wie ſchoͤn iſt ſei⸗ ne kraft! Wie herrlich, wie untadelhaft Sind alle ſeine werke! 2. Wie ſchoͤn, wie wuͤrdig o reich! Was aber deiner traͤgheit gleich, Daß dus nicht ſiehſt, nicht fuͤhleſt? 5. Gab ſeine macht, die ſchoͤpferin, Zum fuͤhrer dei⸗ nes lebens, Dir deinen geiſt, ſo manchen ſinn, So viel gefuͤhl vergebens? Fuͤt wen, fuͤr wen, als dich, erſchafft, Erhaͤlt und ſchmuͤcket fei⸗ ne kraft So viele große werke? 6. Dein gott bedarf nichts; ſeine hand, Die ſeine ſchoͤ⸗ pfung ſchmuͤckte, Gab dir empfindung und verſtand, Damit er dich begluͤckte. Willſt du, o menſch, nicht ſeiner macht Mit allen ihren heeren Die himmel! wie viel licht und pracht Be⸗ ſtralt ſie, ihr zu ehren! Das auge ſiehiſ ſich nimmer ſatt, Sieht, was es auch geſehen der! gluͤcklich ſeyn? Will ſich nicht deine ſeele freun, Nicht immer froher werden? 7. Er ſelbſt entflammt in deiner bruſt Die ſehnſucht nach vergnuͤgen. Er ſchuf auch quellen, die voll luſt Stets rinnen, nie verſiegen. R herrlich! 3. Nicht wunder fuͤr das aug allein; Auch wunder fur die ſeele: Damit es ihr, ſich zu erfreun, An keiner ſchoͤnheit fehle. Wie kunſt⸗ voll aͤndert gott ſie ab! Dem mangelt, was er andern gab; Und jedes iſt doch 4. Wo iſt ein gras; wo nur ein blatt, Ein ſtaͤublein auf der erde, Wodurch, o menſch, nicht gottes rath [Gib nur auf ſeine guͤte acht; Denn ſeine ſegenvolle macht Schafft allen wahre freudeGG. 8. Dir wohlzuthun, das iſt ihr ziel; Laß dich zum dank erwecken! O haͤtt ich ec genug gefühl, Wie gut er iſt, zu ſchmecken! Iſt ſeiner wohnung vor hof ſchon So ſchoͤn: wie wird mich einſt ſein thron, Wie Und kraft verherrlicht wer- wird er ſelbſt entzuͤckenn f 9, Lobs⸗ñ N 4 N * 4 134 an! Es dank, es rühm, es finge, Es jauchze, wer nur jauchzen kan Dem ſchö⸗ 22 1 3 Uebſt du Auf das, was du gemacht; 22 el breiſt mit frohem triebe als du? Auch auf dem fuͤn⸗ Erſte Abtheilung. 9. Lobſinget gott und baͤ⸗ pfer aller dinge! Wie groß iſt unſers ſchoͤpfers macht! Wie herrlich, wie unta⸗ delhaft Sind alle ſeine Ne 4 5 9 melt Nun lob, mein feel ꝛc. 126 O liebe; Uns wohl⸗ zuthun iſt deine luſt. Drum Dich unſre dankerfuͤllte uſt. Wie ſo gar ohne gren⸗ zen Iſt deine gutigkeit! So weit die himmel glänzen barmherzigkeit. Du ſiehſt mit wohlgefallen Und haſt auch uns, uns al⸗ len Viel gutes zugedacht. 2. Uns ewig zu beglücken Erſchufft du uns und deine welt, Die hier ſchon zum entzuͤcken So viele wunder in ſich haͤlt; Noch guͤte pioben, deine hand Im himmel auf⸗ gehoben, Der wonne vater, land, Dahin uns zu erhe⸗ ben Sandtſt du den ſohn herab Der huldreich ſelbſt ſein leben Fuͤr uns verlorne gab. 3. Wie groß iſt deine gna⸗ de! Wer iſt ſo reich an huld, gott, du biſt die troͤßrer Hat fuͤr uns begegnen, b ö 4 . denpfade Siehſt du uns vol⸗ ler langmuth zu. Du lockeſt uns zur buße, Und fallen wir gebeugt Voll reue dir zu fuße, Voll reu, die beß⸗ rung zeugt: So ſchenkeſt du uns armen Auch troſt an deiner huld, Und kilgeſt aus erbarmen Die ganze ſuͤnden⸗ ſchuld. 4 Mit jedem neuen mor⸗ gen Iſt immer deine guͤte neu] Selbſt unſern wunſch und ſorgen Kommſt du zu⸗ vor mit vatertreu. Du, urſprung aller gaben, Du weißt, was uns gebricht; Und was wir noͤthig haben Verſagſt du keinem nicht. Wie ſind doch unſre tage Von deinem wohlthun voll! Selbſt ihre laſt und plage Lenkſt du zu unſerm wohl. 5. Wer ſolte dich nicht lie⸗ ben? Du haſt uns ja zuerſt geliebt, Und biſt ſtets treu geblieben, Wie viel wir wi⸗ der dich verübt. Mit gna⸗ ben uns zu ſegnen Iſt ewig deine luſt; Mit dank dir zu Sey ſtets auch unfre luſt; Zu ehren deinen willen Uns ſelbſt zum gluͤck und heil, Ihn freudig zu er⸗ fuͤllen, Sey unſer beßtes theil! 6. Wer hier auf ſeinen we⸗ gen Dein wort vor augen hat und haͤlt, Den ſetzeſt du 5 zum ſegen Schon hier, noch mehr erich e d, 1 115 1 17 Bethe 1 K deine! 1. uh u f l lch „ auch me uh Ab 90 er lar d unt 12 dine 69 0 15 greg** ug 5 ne 5 ritt 0 die, gott, 3. 1 0 ſfraborgu E teln 10 rasches 0 e; Du wür F 1 U bre; E56 au i leben lic nag ub lein und 35 d, gott, 7 10 hu let 4 en 5 10 il Eh e t bel gabe, nch ſertlich 0 dicht denge Wit t d use ech; , die wie fach 0 graun 1 deinen 0 d en 1 l 1 74* 5 0 0 ae 4 a 9 7 Loet dig ig e 2 haft un g uuf Und Hi ah geg % Me ni up Oberübt. Man zu ſegnn ang % Mt hte 2, Steh fh ach I; Ju cha as ſelbſ ug s Ihn fell „SEegß uu e ber auf lun In wott halt, Da 3 Schon eg 21 Sch 11 II. Von den Eig enſchaften Gottes. 23 mehr in jener welt. Du ſchaffſt ihm ſelbſt aus leiden Den herrlichſten gewinn, Und fuͤhreſt ihn zu freuden, Die ewig waͤhren, hin. Wie groß iſt deine guͤte! Mich ihrer ſtets zu freun, Laß, gott, auch mein gemuͤthe Voll liebe zu dir ſeyn. Mel. Wer nur den lieben dc. oder: Du weiſer ſchoͤpfer ꝛc. Nr. 3. ſonnen glänzen, Reicht deine huld, die uns! erhaͤlt; Reicht uͤber unſers himmels grenzen, O vater, bis zur fernſten welt; Gleich ewigen gebuͤrgen währt Die guͤte, die dein volk verehrt. i 2. Dir, gott, iſt kein ge⸗ ſchoͤpf verborgen; Nicht eins vom menſchen bis aufs thier; Du wuͤrdigſt alle dei⸗ ner ſorgen; Sie danken luſt und leben dir. Es mag auch klein und niedrig ſeyn, Dir, gott, iſt nichts zu groß, zu klein. 3. Mit frommen freudigem gemuͤthe Erheb ich, gott voll gnade, dich! Wie herrlich iſt nicht deine guͤte! Wie liebſt du uns ſo vaͤterlich; Uns, die wir ohne furcht und graun Stets deinem ſchutz und ſegen traun! 34. Mit welchem reichen uͤberfluſſe Erfuͤllſt du dieſe welt, dein haus! Du theiiſt ihn allen zum genuſſe, So weit nur deine vaͤterlich, ſo reichlich aus, Und jedes lebens quelle fließt Aus dir, der du das leben g. Wir ſehn, o herr, in dei⸗ ner ſoune, Den ſegen deiner huld, dein licht; Entzeuch uns deiner guͤte wonne, Dein anadenvolles aufſehn nicht! Herr, deine huld erfreue die, Die dich verehren! ſegne ſie! der ein menſch, den ſie nicht ne liebe zu ermeſſen, Sey ewig meine groͤßte pflicht. Der herr hat mein noch nie vergeſſen; Vergiß, mein herz, auch ſeiner nicht. 2. Wer hat mich wunder⸗ bar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit langmuth mich ge⸗ leitet? Er, deſſen rath ich oft verwarf. Wer ſtaͤrkt den frieden im gewiſſen? Wer gibt dem geiſte neue kraft? Wer laͤſſt mich ſo viel guts genießen? Iſts nicht ſein arm, der alles ſchafft? 3. Blick, o mein geiſt, in jenes leben, Fuͤr welches du erſchaffen biſt; Wo du, mit herrlichkeit umgeben, Gott ewig ſehn wirſt, wie er iſt. B 4 Du C. In eigener Melodie Nr. 6. 87g. 52 25 Mie groß iſt des all⸗ 8817 28. Wa ſchtgen guͤte! Iſt 1482 5 rührt, Der mit verhaͤrtetem Zan gemuͤthe Den dank erſtickt,„„ der ihm gebührt? Nein, ſei⸗ * Herrſcht doch in mir die ſuͤn⸗ 24 Erſte Abtheilung. 5 Du haſt ein recht zu dieſen freuden; Durch gottes gute ſind ſie dein. Sieh darum mußte chriſtus leiden, Da⸗ mit du koͤnteſt ſelig ſeyn. 4. Und dieſen gott ſollt ich nicht ehren, Und ſeine guͤte nicht verſtehn? Er ſollte ru⸗ fen? ich nicht hoͤren? Den weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will iſt mir ins herz geſchrieben; Sein wort beſtaͤrkt ihn ewiglich: Gott ſoll ich uͤber alles lieben, Und meinen naͤchſten ſo, wie mich. 5 5. Dis iſt mein dank; dis iſt ſein wille: Ich ſoll ganz liebe ſeyn, wie er. So lang ich dis gebot erfuͤlle, Stell ich ſein bildniß in mir her, Lebt ſeine lieb in mei⸗ ner ſeele, So treibt ſie mich zu jeder pflicht; Und ob ich ſchon aus ſchwachheit fehle, de nicht. 7 65 6. O gott, laß deine gut und liebe Mir immerdar vor augen ſeyn. Sie ſtaͤrk in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn; Sie troͤſte mich in noth und ſchmerzen, Sie leite mich zur zeit des gluͤcks; herzen Die fuucht des lezten ö augenblicks. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. Wie viele freuden 29. Wö dan ich dir, Die du mir, herr, verliehen! Und wie viel ſuͤnden haſt du mir Aus gnaden nicht ver⸗ ziehen! Gott, voll erbar⸗ mung und geduld, Auch bey der mir verborgnen ſchuld, Waͤhrt ewig deine liebe. 2. Bedenk ich, ſchoͤpfer, deine macht, Blick ich in jene ferne, Und uͤberſeh des himmels pracht Und ſonne, mond und ſterne: So baͤt ich dich voll ehrfurcht an. Was iſt der menſch, ruf ich alsdann, Daß du dich ſein erbarmeſt. f 3. Dein auge ſchaut auf ihn herab: So geht er nicht verloren. Nicht fuͤr die welt, nicht fuͤr das grab Iſt er allein geboren. Die welt vergeht mit ihrer luſt; Der du den willen gottes thuſt, Dein gluͤck ſoll ewig dauren. 4. Wenn ich erwache, denk ich dein, Und wenn ich ſchla⸗ fen gehe; Denn du, mein vater, kanſt verleihn, Was ich von dir erflehe. Drum ſeufz ich kindlich ſtets zu dir: Herr, was mir nuͤtzet, ſchen⸗ Und ſie beſieg in meinem 10 ke mir Um deiner guͤte wil⸗ len. Geduld 4* d! fal En fannt* Gua F. 05 piel 9K 5 Aae 0 0 1 be 1 5 ben.— kaldes er 0 A“ Er ie 17 be ug le agen;— 1 10 ſüchſt dy dung 11 1 bu g davon(e. fc, cg zur fen J er mensch ch; S. n fe hdeſſockn, f da uc vöter e Duc h zu dir u Wee e aht nr ff du t cha 2 volle , damit s f fe „d ugſt du r dit gd, 4 0 „ sein bon um. ehrte! far Die erſ. , Ey ſeß 8 ih vn falle 1 J fo gf een laden und aum aft elgehen; it den uchtharen u Nicht fe pſege ſel in scho, et, zeheſ dug 1 , Ie ee age, c Du aß tin mit * Aer nen, 6, , e facht 9 , euihn. 0 Duge scheu ar 850 i „Nat ih Ait fi M D en te u wil Ii gta lich eruii Id wenn ihn Denn m . betleh, I 5 erfleh. U Ablich eau: S mit nut 4 deiner nd 8——— 12 9— e— 1 keit, Ihn gaͤnzlich abzu⸗ II. von den Eigenſchaften Gottes. 25 mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc etreuer gott, wie 30. G viel geduld Be⸗ weiſeſt du uns armen! Wir haͤufen leider unſre ſchuld; Du aber dein erbarmen. Was iſt des menſchen lebens⸗ lauf? Er iſt verderbt von jugend auf, Und dem geſetz entgegen; Und gleichwol, vater, ſuchſt du ihn Lang⸗ muͤthig davon abzuziehn, Zur beßrung zu bewegen. 2. Der menſchen elend jam⸗ mert dich; Selbſt wenn ſie ſich verſtocken, So ſuchſt du ſie doch vaͤterlich Durch huld zu dir zu locken. Wie lange ſahſt und riefeſt du Nicht ehmals deinem volke zu, Damit es ſich bekehrte! Wie trugſt du nicht mit gü⸗ tigkeit Die erſte welt ſo lan⸗ ge zeit, Eh ſie die fluth ver⸗ heerte! 3. Noch gibſt du ſuͤndern zeit und raum Der ſerafe zu entgehen; Du laͤßſt den unfruchtbaren baum Nicht ohne pflege ſtehen; Du ſcho⸗ f neſt ſein von zeit zu zeit, Verzieheſt voll barmherzig⸗ hauen; Du warteſt ſein mit groͤßter treu, Und hoͤrſt, da⸗ 9. Geduld und Langmuth Gottes. . 4. Langmuͤthigſter! ſo gro⸗ ße huld Bezeigſt du frechen ſuͤndern; Und o! nicht we⸗ niger geduld Haſt du mit ja, weil fleiſch und welt 67 kindern; Sie werden Hier ihnen haͤufig netze ſtellt, 85 ſicher, matt und traͤge; Sie ſtraucheln, ſie vergehen ſich, Und fehlen oftmals wi⸗ der dich, Auf blind gewaͤhl⸗ tem wege. 5. Da warnſt du ſie vor der gefahr, So oft ſie irre gehen; Reichſt ihnen hand und ſtaͤrke dar, Von ſuͤnden aufzuſtehen; Du traͤgeſt ſie mit vaterhuld, Biſt willig, ihre ſuͤndenſchuld Durch ahriſtum zu vergeben: Gibſt ihnen neue tugend⸗ kraft, Und nach vollbrachter pilgerſchaft, Ein ewig freu⸗ denleben. i 6. Laß dieſe langmuth und geduld, Gott, unſre herzen ruͤhren; Nie muͤſſ uns deine vaterhuld Zur ſicherheit ver⸗ fuͤhren! Trag uns erbar⸗ mend fernerhin; Doch gib uns auch dabey den ſinn, Daß wir die ſuͤnde haſſen, Und uns noch in der gna⸗ denzeit, Den reichthum dei⸗ S ee See mit er fruchtbar ſey, Nicht auf, an ihm zu bauen. B53 ner guͤtigkeit Zur beßrung leiten laſſen. 8 0 77 II. Von )) innen 1. 2 e 8 1 T 8 N 5 n 7731„Allein gott in der I Mbank ſey 1 2 ſorget, daß uns nimmermehr n Fw. F Erſte Abtheilung. Ul. Von der heiligen Dreyeinigkeit. Bekannte Melodie. Und hoͤh ſey ehr, Er ſeiner gnade. Gefahr und unfall ſchade. Uns wohlzuthun iſt er be⸗ reit; Er will nur unſre ſeligkeit. Erhebet ihn mit freuden! 2. Ja, vater, wir erhe⸗ ben dich Mit freudigem ge⸗ müͤthe. Du herrſcheſt un⸗ veraͤnderlich Mit weisheit und mit guͤte. Unendlich groß iſt deine macht, Und ſtets geſchieht, was du be⸗ dacht. Gegtereſ Wohl uns, daß du 3. O jeſu chriſt, des hoͤch⸗ ſten ſohn! Dich, ſeinen ein; gebornen, Dich ſandte gott vom himmelsthron Zur ret⸗ tung der verlornen. Du mittler zwiſchen uns und gott, Hilf uns im leben und im tod; Erbarm dich unſer aller! 4. O heilger geiſt, du geiſt von gott, Erleuchte, beßre, troͤſte, Die jeſus chriſt durch ſeinen tod Zum dienſt des herrn erloͤſte. Auf deinen beyſtand hoffen wir; Ach leit uns ſtets, ſo ſind wir hier Und auch einſt ewig ſelig. Mel. Ich glaub an einen ꝛc. 32.35 glaub an gott, ewigen; den herrlichen. Der himmel und die erde, Ward, als er ſprach: es werde! Er iſt mein vater, deſſen ruf Auch mich zu ſeinem dienſt erſchuf. Er hat auch mir zum leben, Empfindung und vernunft gegeben. Er, groß durch weisheit, guͤt und macht, Hat vor der welt an mich gedacht, Bleibt ſtets mein vater und mein gott, Der fuͤr mich ſorgt, mir hilft in noth, Mich naͤhret, mich beſchuͤtzet. 2. Ich glaub an jeſum, gottes ſohn. Er herrſcht mit gott auf einem thron. Er wurde menſch, vom boͤſen Mich ſuͤnder zu erloſen. Er tilgte meiner ſuͤnden ſchuld, Erwarb durch blut mir gottes huld, Und himmel mir zu geben. Vom tode ſtand er ſiegreich auf, Und fuhr verklärt zu gott hinauf; Koͤmmt einſt, wann dieſe welt vergeht, Und rich⸗ tet dann voll mafeſtät Die lebenden und todten. 3. Ich glaub guch an den heilgen geiſt, Der mich der finſterniß entreiſſt, Den weg des gluͤcks mich lehret, Und mich zu gott bekehret. Auch den einigen; Den Laͤſſt in der 2 der 1 0 Er troͤſtet mich in jeder noth, ich 5 1 8* 15 25 9 2 8 8. ließ fuͤr mich ſein leben, Den er iſt ä waer wahrer gott! 75 gotide 10 Aan ed ane 961 l— 1 dul, 9 teis Y 1 2 „ em gott 11 1 e die ent be* i e e be und b ch 11 L. 1 a hk 2% den ie 1 25 1 15 gl Gotti 5 de 2 „ fager. e und) 75 18 bars, Ian fin,. fit 10„miller Pe. in unt u gott, 9„ ſtch 8 en bis zus en is ae 90 I, Stig, 1 freund 5 Ind* isch Ale fromme je dar fc lane ben. J. döhſſage b du ge des ban. 9 imm gate di kr 01 duszur! 5, 0 s gäubig 5 fd ft uns g. 15 f ben lien 15 5 5 1, I u 155 6.20 10 ae 5 gc, wh, ft. That Dich Seh 1, een l 10 dhe dub in je, , Er fast ef eie wuthe fach, Mt fahr t gte e d, Eau) Ittes hub, sein le on r zu geh un att ſigach ü, Herlaͤn u g „ immt en vn Irgeht, un H mafellt de U toblen. . 5 ee 8 40. 1 7 55 „4 3 20 955 . 3M. II, von der heiligen Dreyelnigkeit. 27 Mich gnad und rettung fin⸗ den. Er macht mich fromm und tugendhaft, Und gibt zum guten luſt und kraft. Er fuͤhret mich zur ſeligkeit, Zu der, wañ gott die welt erneut, Mein leid auch Mel. Wie ſchoͤn preis und ehr Sey 5 1 bunſerm gott je mehr und 4 der fuͤr uns ſorgt und wacht, und ſtaͤrke. Singet, Brin: eb. get Frohe lieder! Fallet nie⸗ t der! Gott iſt herrlich; Un⸗ ausſprechlich groß und ſelig. J. Lobfinget gott! dank, preis und ruhm Sey von uns, deinem eigenthum, Herr jeſu, dir geſungen. Du, mittler zwiſchen uns zo und gott, Haſt, durch ge⸗ horſam bis zum tod, Das leben uns errungen. Hei⸗ lig, Selig, Iſt die freund⸗ ſchaft Aller frommen, Die durch dich zum vater kommen. zub duc uin di, Der ng alreiſt, Dang uch ehre n tba er wahrer gl zich inſtban, het lune 2 0 J 3. Lobſinget gott! du geiſt des herrn Sey nie von un⸗ ſerm geiſte fern, Mit kraft ihn auszurüſten! Du machſt uns glaͤubig, weiſ und rein, Hilfſt uns getroſt und ſieg⸗ reich ſeyn Im ſtreit mit un⸗ ſern luͤſten. Leit uns, Stark uns, In der freude, Wie im leide, Gott ergeben Und . 0 4633. Lobſinget gott! dank, macht. Und gemeinſchaft 92355 troſt ins herz. der tugend treu zu leben In bekannter Melodie. 34 Wir glauben an den Ar eingen gott, Schoͤ⸗ pfer himmels und der erden. Er, aller vater, unſer gott, Hieß uns ſeine kinder wer⸗ den. Er will uns auch ſtets ernaͤhren, Jedes wahre guth gewaͤhren. Er erwog ſchon, eh wir waren, Unſre ret⸗ tung, in gefahren. Er iſts, Und alles ſteht in ſeiner 2. Wir glauben auch an jeſum chriſt, Gottes ſohn, den eingebohrnen, Den herrn, der menſch gewor⸗ den iſt, Den erretter der verlohrnen. Er, er achtete ſein leben Nicht zu theur, fuͤr uns zu geben. Er er⸗ ſtand; herrſcht, hoch erhö⸗ het, In dem reich, das nie vergehet; Er laͤſſt auch uns im grabe nicht, Und kommt dereinſt zum weltgericht. 3. Wir glauben an den heilgen geiſt, Unſern goͤtt⸗ lichen regierer, Den jeſus chriſtus uns verheißt, Uns zum beyſtand und zum fuͤh⸗ rer. Der in truͤbſal. ſeine lehriſten Eilt mit muth und kraft zu ruͤſten; Der uns lehrt, vergebung finden, Und der tugend werth em⸗ pfinden. Er floͤßet uns im todesſchmerz Des ewgen le⸗ ͤ K Ä I. Von * Erſte Abtheilung. W. Von der Schoͤpfung. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 1 oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. 4. 3,0, e Me herrſcher him⸗ 0 9085. B mels und der er⸗ 1 den, Der du allgegenwaͤrtig biſt, Von niemand kanſt be⸗ griffen werden, Vor dem kein ding verborgen iſt: Ach ziehe mein gemuͤth zu dir Und deine groͤße leb in mir! 2. Wohin ich herz und au⸗ ge lenke, Da find ich dei⸗ ner gottheit ſpur. Wenn ich voll andacht uͤberdenke Dein werk, die herrliche natur: So ruft ſie nah und fern mir zu: Wie groß iſt gott, wie klein biſt du! 3. Uns zeigen alle elemen⸗ te, Wie weiſ und gut der ſchoͤ⸗ pfer ſey; O wenn das ſtum⸗ thut. Laß allen misbrauch ferne ſeyn; Mein leztes ziel ſey du allein! 8 6. Hier iſt mein leben ei⸗ ne reiſe, Hier geht mein weg zur andern welt; Drum ma⸗ ſe, Daß ich hier thu, was ſen kurzen lauf, So nim zu deiner ruh mich auf. Mel. l beſſen 10 5 ott, deſſen ſtarke 36. G hand die welt Er⸗ ſchaffen hat und noch erhaͤlt, Ich ſehe deine guͤte; Ich ſe⸗ he ſie, und werd entzuͤckt, Wohin auch nur mein auge blickt. So bald ich mein gemuͤthe Auf dich, Schoͤpfer, Achtſam lenke Und dich den⸗ me reden koͤnte, Es ſtimmte] ke, Find ich armer, Dich der ermuntrung bey: Ruͤhmt, menſchen, gottes guͤt und macht, Die euch und uns hervorgebracht! 4. Herr gott, wie groß iſt deine liebe! Die erd iſt deiner güte voll. Verleih mir deines geiſtes triebe, Dich zu erkennen, wie ich ſoll. Nim, was ich kan, und hab und bin, Zu deinem als vater und erbarmer. 2. Seh ich, ſo weit mein auge reicht, Gen himmel, ſo entdeck ich leicht Die ſpu⸗ ren deiner guͤte. Der him⸗ melslichter lauf und pracht, Sein ſternenheer, das du ge⸗ macht, Erxwecket mein ge⸗ müthe, Großer Schoͤpfer, Dich zu ſingen, Dir zu brin⸗ gen Ehr und ſtaͤrke. Groß dienſt auf ewig hin. 5. Hilf, daß die guͤther die⸗ ſer erden Mich zu dir locken, hoͤchſtes guth! Daß ſie mir Und ihr genuß mir ſchaden * 11 5 ſind deiner allmacht werke! und wind, Die deines thro⸗ nes diener ſind, Entdeck ich der waſſer grund, Macht 5 e dein nicht zum fallſtrick werden, deine gute. Das feuer, wie 1 5 1 che du mich fromm und wei⸗ dir gefallt; Und end ich die⸗ lch Auf bea lich in 3. In ungewittern, ſturm sche, fübl und 1 Je J und pad 2 10 Maler uren 16* Ic zaagen Men e ſcge Sie 1b fur eln großen ſn eine d uch mx 15 abet u u S kr ber chlett, Du; ge m ſchn, 5s K b gutt Na„d a. g echöhn. 8 weint he, O wein 5 Dir in dm e f.. in uche git k. beſe fe ad Reh 65 undug eh, ie gile 30% i pet kl, E nur mn t bab 0 h dic ech, Tel h, nr, b etharmg, „so an a n leicht den: Alte. De nuf und u, beer, dau N vecktt maß V oßer Eh, Jen, Ditz . flͤtt. U A lmacht al! 1 Ae deined e * Enthd das feu, l kund, aht kund, 10 7 —— 8 und kleider, ſeh ich an Und allen Zu gefallen; Dir zu 5 IV. Von der Schöpfung. 29 deine große liebe kund. Mit froͤlichem gemuͤthe Will ich, Taͤglich, Darauf achten, Und betrachten Deine werke; Ruͤhmen deine huld und ſtaͤrke. das jedermann Gibt brod ſchmecke deine guͤte. Ich rieche, fuͤhl und hoͤre ſie Im feld und wald; ich ſehe ſie In aller fluren bluͤthe. Von dir Zeugen Alle dinge, So geringe Sie mir ſcheinen; Wie im großen ſo im kleinen. 3. O zeuch mich uͤber welt und zeit Zu dir, o herr der herrlichkeit, Durch deine gro⸗ ße liebe. Auf dich laß mich in allem ſehn, Fuͤr jedes gute dich erhoͤhn. Belebe meine triebe, O mein Vater, Dir in leben Sey mein einziges be⸗ ſtreben. Mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛe. 37 Lobſinget gott! er ſchuf die welt Zum ſchauplatz ſeiner gute. Lob⸗ ſingt ihm, der ſie noch er⸗ halt, Mit freudigem gemuͤ⸗ the. Gott iſt die liebe! ruͤhmt es laut, Geſchoͤpfe, die ihr ihm vertraut, di ihr ihn kennt und ehret! Ruͤhmt es daß ſeine guͤtig⸗ keit Mit jedem morgen ſich eee 2 Daß außer dir nicht al⸗ les leer Von freud und le⸗ ben bliebe, Schufſt du„ 0 gott, der himmel heer Und unſre erd aus liebe. Du f ſelbſt bedurfteſt ihrer nie!; 4. Dein erdreich, gott, Unendlicher, du lieſſeſt ſie 5 Zu ihrem gluͤcke werden. Du aber ſaͤttigeſt dich nun Mit wonne, allen wohlzuthun Im himmel und auf erden. 3. Kein menſch, kein engel bolt; zermiſſt Die große deiner ſegen; Wie guͤtig dei⸗ ne weisheit iſt In allen ih⸗ ren wegen. Gott, deine guͤte reicht ſo weit, Als dei⸗ nes reichs unend lichkeit, So weit, herr, als dein leben. Ach, was ſind wir? die dei⸗ ne macht Aus todtem ſtanb hervorgebracht, Uns ewig heil zu geben. 8 4. O vater, welchem keiner gleicht An liebe, wie an ſtaͤrke! Kein dank, kein lob⸗ geſang erreicht Die wunder deiner werke. Doch iſt dirs angenehmer dank, Dir iſt es mehr als lobgeſang, Wenn ich dich thaͤtig liebe; Und gern in meiner lebens zeit Erbarmen und wohlthaͤtig⸗ keit An andern menſchen uͤbe. 5. Du biſt die liebe; dank ſey dir, Daß ich dich ſo er⸗ kenne, Und dir zum ruhm, zum troſte mir, Dich mei⸗ nen vater nenne. Auch i verneut, waͤhret! Und ewig, N will gerne liebreich 5 Will gluͤcklich machen, will N 30 5 4 I—% 1uͤwmuwr. 9 3 5 — F——GGGFGGGGGGGGhhhhhhhR„WREEE— B ihn denke. Erſte Abtheilung. erfreun, Will helfen und dir gleichen. Von dieſem heil und dieſer pflicht, O gott der liebe, laß mich nicht, So lang ich lebe, weichen. Mel. Froͤhlich ſoll mein herze ze. 38. Ser zufrieden, mein 390 gemuͤthe! Gott iſt ut, Was er thut, Iſt voll lieb und guͤte. Er nur weiß in allen ſachen, Groß an rath, Wie von that, Alles wohl zu machen. 1 25 2. Beydes, erd und himmel preiſen Seine macht, Tag und nacht Muͤſſen ſie bewei⸗ ſen. Sonn und mond, das heer der ſterne, Was ſich regt Und bewegt, Lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die werke ſeiner willen, Heiße gut, Was er haͤnde! Menſch und thier, Melden dir Seinen ruhm ohn ende. Was wir noch ſo kleines nennen, Gras und laub, Selbſt der ſtaub Gibt ihn zu erkennen. 4. Was auf bergen und in gründen, In der hoͤh, In Der ſee, Oder ſonſt zu finden, Rähmt die weisheit ſeiner werke; Jeder wurm, Wind und ſturm, Preiſen ſeine ſtaͤrke. 5. Sollt ich denn nicht ihn erheben? Wie ſo gar Wun⸗ derbar Gab er wir mein le⸗ ben! Was ich hab, iſt ſein geſchenke, Auch der geiſt, Der ihn preiſt, Mit dem ich U ſorgen, Tag und nacht Nimt in acht, jeder morgen. Ja kein au⸗ genblick verſchwindet, Der mich nicht, Gott, mein licht! Dir zum dank verbindet. 7. Setzten mir des kreuzes plagen Heftig zu, So halfſt du, O mein gott ſie tragen; War kaum noch geduld vor⸗ handen: Deine kraft Hat ſtanden. hat ſchon lange Gott gethan; Denke dran, Wird dir je⸗ mals bange. Als wollt er dich ganz verlaſſen; Es ge⸗ ſchicht Wahrlich nicht: Er kan dich nicht haſſen. 9, Drum ergib dich ſeinem thut, Er wirds auch erfuͤl⸗ len. Denn er iſt in allen ſachen, Groß von rath, Wie von that; Er, er wirds wohl machen. l mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. pfer, deine macht, Die liebe, die fuͤr alle wacht, Anbaͤtend uͤberlege: So weiß ich, von bewundrung voll, Nicht, wie ich dich erheben ſoll, Mein gott, mein herr und vater! eee 6. Wie mich ſein getreues Das zeigt geſchafft, Daß ich uͤbers 8. Nun, mein herz, das 39. Wenn ich; o sch Die weisheit deiner wege, 2. Mein auge ſieht, wohin es blickt, Die wunder na ne ff aſchooß der e eacgih uns zu 17 l der mache s. tet, Gott gilt t zh weit,. fl 8 len reichen! c pied nnch uud fur Ei pelt nd am nt. fingt, ag der ge. darm e wenn! E fr ch Ach, mt 5 un in P. Je A Henſeho z wel v k: J auch ene vr. 9 Den: et. 0 2 f 57 0 en Och 10 deb i nacht, dier ſhten, n u allt . 1 N 1 Dar beer ae fle 3 0 f an unt n Aeg e 1 e bin 19 t ſe gn; e eb, ue kiaft det a it l, n be, n Gate, Ard hr, e een, Woſen; E, Hach nicht: haſſe d den gut, Un eds auch tels i er it n n & bon nah, e Er, a vun * 1 1 1 id e, . ich, 1 45 Nane nuch, it deter ba, ie für alkruh, Zerlegt 1b wundtung bol, r ich dic kiten o gott, nin b * 1 Auge ſich, 00 ode dune 1 v. von der Vorſehung Gottes. 31 ner werke. Der himmel, raͤchtig ausgeſchmuͤckt, Preiſt dich, du gott der ſtaͤrke! Wer hat die ſonn an ihm erhoͤht? Wer kleidet ſie mit majeſtaͤt? Wer ruft dem heer der ſterne? 3. Wer miſſt dem winde ſeinen lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer ſchließt den ſchooß der erde auf, Mit vorrath uns zu ſegnen? O ſeiner pracht, Mich, ruft die ſaat, hat gott gemacht: Bringt unſerm ſchoͤpfer ehre! 8 5. Der menſch, ein leib, den deine hand So wunder⸗ bar bereitet; Der menſch, ein geiſt, den ſein verſtand, Dich zu erkennen, leitet; Der menſch, der ſchoͤpfung ruhm und preis, Iſt ſich ein lichkeit, Gott, deine gute reicht ſo weit, So weit die wolken reichen! 4. Dich predigt ſonnen⸗ ſchein und ſturm, Dich preiſt der ſand am meere. Bringt, ruft auch der geringſte wurm Bringt meinem ſchoͤpfer eh⸗ re! Mich, ruft der baum in gott der macht und 1 taͤglicher beweis Von deiner 01 und groͤße. 5 6. Erheb ihn ewig, o mein geiſt, Erhebe ſeinen namen! Gott, unſer vater, ſey ge⸗ preiſt, Und alle welt ſag: amen! Und alle welt ehr gott den herrn, Und hoff auf ihn, gehorch ihm gern! . wollte gott nicht die⸗ nen? 8 ee eee V. Von der Vorſehung Gottes. Mel. Herzliebſter jeſu, was 8 oder: Iſt guch ein gott ꝛc. Nr. 2. ein reich, o gott, 40. Deu herrlich; ewig waͤhren Dein reich und dei⸗ ne macht, die wir verehren, Und ewig wird von aller volker zungen Dein lob be⸗ ſungen. 2. Der herr bewahret alle, welche fallen; Der hoͤchſte hilft den unterdruͤckten al⸗ len; Iſt ſtets bereit, mit ſe⸗ — 3. Nach dir, gott, ſchauen aller menſchen blicke, Daß deine hand ſie vaͤterlich er⸗ quicke; Du gibſt auch einem jeden ſeine ſpeiſe, Daß er dich preiſe. 2 4. Herr, du erhaͤltſt mit deinem wohlgefallen, Was lebt, thuſt deine hand auf und gibſt allen, Was ſie beduͤrfen; keiner ſucht ver⸗ 5 Dich, quell des le⸗ ens. 5. In allen wegen gottes ſtralet gnade, Untadelhaft gen, die ihn bitten, Zu uͤber⸗ chuͤtten. 5 find alle ſeine pfade, Und was 32 FErſte Abtheilung. was er thut, gereicht zu ſeinem preiſe, Iſt gut und weiſe. 6. Der herr behuͤtet alle, die ihn lieben, Und ernſtlich ſich im wahren guten uͤben; Er thut, was dieſe, die ihn ſo verehren, recht begehren. 7. Der herr begluͤcket alle, die ihn lieben; Die aber, die betrug und frevel uͤben, Verſtoͤßt er, bis er alles das vollfuͤhret, Was ſich ge⸗ buͤhret. 8. Auf ewig will ich ſeinen namen loben. Von allen menſchen werde gott erho⸗ ben! Was lebet, muͤſſe, herr, zu allen zeiten Dein lob verbreiten! mel. Sen lob— ehr 1 5 ö r, unſerm gott, 41. Di niemand gleich Im himmel und auf erden: Du biſt der hoͤchſte; und dein reich Kan nie begriffen werden erhoͤht, Die kron und zepter tragen. . Wie weit erſtreckt ſich dein gebiet! Wo iſt der, der es meſſe? Wohin auch nur mein auge ſieht, Da ſeb ich deine groͤße. Weit, über alle himmel weit Geht deines reiches herrlichkeit: Pu- berrſcheſt uͤber alles. 3. Du herrſcheſt weislich, Mit recht und gut, Nach heili⸗ 0 gen geſetzen: Du willſt auch deiner treuen hut Das klein⸗ ſte wuͤrdig ſchaͤtzen. Auf al⸗ les geht dein augenmerk, Und immer iſts dein liebſtes werk, Zu ſegnen, zu begluͤk⸗ ken. 4. Wohl uns! daß du das regiment, Gott, uber alles fuͤhreſt. Und wohl dem, der den zweck erkennt, Dazu du uns regiereſt! Ich, dein ſo ſchwacher unterthan, Ich baͤte dich in demuth an: O, ſieh auf mich in gnaden! 5. Ich bin verderbt und fehler voll; Bin auf dem tugendwege Nicht ſtets ſo eiftig, wie ich ſoll; Bin oft biſt gnaͤdig; und voll huld [Vergiebſt du reuenden die ſchuld! Drum hoff ich auch vergebung. vertritt, Den du fuͤr mich gegeben. Mein jeſus, wel⸗ Unendlich iſt die cher fuͤr mich litt, Erwarb majeſtaͤt, Die äber alle dich mir recht zum leben. Sein tod macht mich vom zwei⸗ faͤhig ſey: Auch mich hat er verſoͤhnet. 7 Herr! ewig will ich dei⸗ nen ruhm Mit lob und dank erheben. Dir will ich, als dein eigenthum, Mich ganz zum dien ſt ergeben. Mit luſt will ich, bis in den tod, Nach deinem heiligen gebot Durch deinen beyſtand wandeln. Mel. zum guten traͤge. Doch du 6. Ich hoffe, weil mich der fel frey, Ob ich der gnade fir mich. g 90 ug 8 e funſen Nau d e 2 tif ben aug E. ies, 1 de b aut ac, munten fab, rolls jeh E unt hug weg s l. N ſud die v ln inden Don e tit, l, nacht W du dad kuf a f fr, u N. die be nicht In ſcht. A ki 1 du ds th du ficht, o gut n dt ge 4 ü J + 00 weicht aur fra ain; f len 50 naht, Als: 2 cht. leg dye e wird Agen nhl ben chf den e lich, Abc f ae ee ge * ehen, W in grab ß „„berdetht uu) On alf Un . 10 J Ach filz Fu Wage. Doch.. e und bol h eu uenhen An f e 4 e, wel nn Hen du fir nc Nein ett, Gu h lit, Enab am leben, 0 mich dom re 6 ich tir ue cu uh us 5 1 at 110 t 1 Nit lob n ll dir vil 6,46 um, Ma e; ergeben Muß iw ben d digen wa „ band wü ö ſprichſt, o gott, und es ge⸗ ſchicht. U 8 V. Von der Vorſehung Gottes. —— 33 mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 42. Kuͤrwahr, du biſt, o 42. 8 gott, verborgen! Dein rath bleibt fuͤr uns wunderbar. Umſonſt ſind alle unſre ſorgen; Du ſorg⸗ teſt, eh die welt noch war, Fuͤr unſer wohl ſchon vaͤter⸗ lich. Dis ſey genug zum troſt fuͤr mich. 1 2. Dein weg iſt zwar in finſterniſſen Vor unſern au⸗ gen oft verſteckt; Doch wenn wir erſt den ausgang wiſſen, Wird uns die urſach auch entdeckt, Warum dein rath, der niemahls fehlt, Den uns ſo dunkeln weg gewaͤhlt. 3. Nie ſind die tiefen zu ergruͤnden Von deiner weis, heit, macht und guͤt; Du kanſt viel tauſend wege fin⸗ den, Wo die vernunft nicht eiuen ſieht. Aus finſterniß bringſt du das licht: Du 4. So weicht denn, aͤngſt⸗ liche gedanken; Gott kan weit mehr, als ihr verſteht. Bleib, ſeele, in der demuth ſchranken; Die demuth wird von gott erhoͤht. Ja, herr, liebe, hin; Der ausgang zeigt doch immerdar, Daß ſtets deſn rath voll gute war. 6. Gib, daß dis mein vertrauen wehre Im gluͤck und ungluͤck, freud und leid. Schick alles, herr, zu dei⸗ ner ehre Und meiner ſeelen ſeligkeit. So preiſ ich einſt vollkommen dich; So freu ich dein auf ewig mich. mel. Vater unſer im himmelr. 4 Gott, deine weiſe 43. Gch aan 8. ganze lebenvolle welt, Und aller augen freuen ſich Und warten hoffnungsvoll auf dich; Auf dich, der du ſie alle liebſt Und allen ihre ſpeiſe giebſt. 25 2. Du oͤffneſt deine hand, ſo fließt Herab was jedem noͤthig iſt; Mit wohlgefal⸗ len faͤttigt ſie Dein aufſehn und verſaͤumt ſie nie. Nie find geſchoͤpfe deiner hand Dir unwerth oder unbe⸗ kannt. 3. Auch mir gabſt du, mein gott und heil, Noch taͤalich mein ee theil; Gabſt mirs mit huld und freund⸗ du liebſt den, der dich liebt, Und deiner fuͤhrung ſich er⸗ giebt. e 3. Drum will ich mich dir uͤberlaſſen, Mit allem, was ich hab und bin. Ich wer⸗ fe, was ich nicht kan faſ⸗ ſen, Auf dich, den gott der lichkeit, So lang ich bin, zu rechter zeit. Kein vater ſorgt ſo vaͤterlich Fuͤr ſeinen ſohn, als du fuͤr mich. 4. Ich bins gewiß, du kanſt mich nicht Verlaſſen, meine zuverſicht! Ich bins gewiß, du thuſt mir wohl, C S0 3— 3 So lang ich hier noch leben Tas gibſt du mir. Fur dieſe zeit; 4 Eyſte Abtheilung. pin ich vor gott, als ſie. J. Von dir, der das an mir gethan, Werd ich auch ſoll. Nicht uberfluß bitt ich ron dir; Was ich bedarf, er vogel bauet nicht Jas land, Doch naͤhrſt du hn mit milder hand. Du ſchmuͤckſt die blume koͤnig⸗ lich; Doch hat ſie nicht ver⸗ ſtand wie ich. Vergiß es, meine ſeele, nie: Weit mehr 3. 6. Mich ſchufſt du nicht Mein ziel iſt in der ewigkeit. Du gabft mir weisheit und verſtand Und machteſt ſelbſt dich mir bekannt; Nichts, was die erde zeugt und naͤhrt, Gleicht mir an hoheit und an wert, eee ſpeiſ und trank empfahn. Selbſt dem, der dich mit ſuͤnden ſchmaͤht, Gibſt du ſie ohne ſein gebaͤt; Wie, ſollteſt du bey fleiß und flehn Mich nicht genug damit verſehn? 8. Laß eee, e e are du mich nur ge⸗ nügſam ſeyn, Und deiner gaben mich erfreun, Doch mehr noch deiner, der du dich So freundlich zeigeſt gegen mich, Und ſelbſt des ſegens nelle biſt, Aus welcher alle wohlthat fließt! 9. Bey deiner gaben üͤber⸗ fluß Erhalt mich mäßig im genuß; Bewahr mich in der unzufriedenheit. Du naͤhrſt mich immer; preis und dank Bring ich dir, gott, mein lebenlang. Mel. Von gott will ich nicht ꝛc. Mott, der an allen en⸗ 44. G den Unzaͤhlich gu⸗ tes thut, Du biſts, in deſſen händen Mein ganzes ſchickſal ruht; Der fuͤr die uͤbungs⸗ zeit Mir jeden meiner tage, Mein glück und meine pla⸗ ge Beſtimmt von ewigkeit. 2. Da ich noch ganz verbor⸗ gen Im mutterleibe lag, Da wachte ſchon dein ſorgen. Ach vater, wie vermag Mein duͤrftiger verſtand Das gu⸗ te zu erheben, Das du in meinem leben Mir huldreich zugewandt! 3. Du biſt ſchon treu im lieben Noch eh wir ſind, und haſt Nie luſt uns zu betruͤben; Und, druckt uns muͤh und laſt, So bleibſt du mitleids voll: Hilfſt liebreich deinen kindern Sie e. und ver⸗ mindern; Befoͤrderſt ſtets ihr wohl. 4. Stets hat in meinem le⸗ ben Mir dieſes troſtes licht, Von neuem kraft gegeben, und frohe zu verſicht. Wenn ich bekuͤmmert war; So ſeufzt ich und war ſtille, und dein ſtets guter wille Entriß mich der gefahr. uͤrftigkeit Vor ſchmach und e ſiglichem as aha dp 5. Bein name ſey gepries ſen, Der jederzeit an 8⁰ e 5 90 Allem, 4 m 50 in ſtonmen, 1 aft. dl. Baſchl du 4 0 e Gleit ganz 56 fl E in deln. 3 ff ic. i agel! 5 Jude n send, f if fh ich ſuge n wel A bit bu, den hlehtt being. jauch cher,. „i bit anz kthte 1 der nta bel da tetzt* chte. den ch! ede en put; 1 1 ſie 5 0 1 10 Hauch, L Ei din hu n Achse ud Stud hahn; t un ui ud bleibt kunde ft ehh een e a ib bet „ Beſpibenf das duabeind J ieſet tut lt en lun gal he zuteſſch „ bikümna ner ich und i fie bet dul Uf ch ber gain, ————— name ſh ea 15 * ———— — J —!Uꝛwœ———ͤ—ꝗ V. Von der Vorſehung Gottes. 33 So herrlich ſich erwieſen. Mein herz und mund ſoll dir, Du retter aus gefahr! Einz ſchuldig opfer bringen, Von deiner gute ſingen Jetzund und immerdar. 6. Du haſt mir wohlgera⸗ then, Und lauter guts ge⸗ than; Daß deiner liebe tha-⸗ ten Ich nicht gnug ruͤhmen kan. Hilf, vater, daß ich dort, Verklaͤrt und ganz vollkommen, Mit allen dei: men frommen, Dir danke immerfort. mel. Befichl du deine wege ꝛc. Gott, meine ganze 45. G ſeele Macht 8 ruhm bekannt. Dir dank ich, und erzehle Die wunder deiner hand. Mein herz iſt froh; ich ſiuge: Herr, mei⸗ ne luſt biſt du! Dir, dem ich lieder bringe, Dir jauchz ich, hoͤchſter, zu. 2. Du biſt auf deinem thro⸗ ne Der richter aller welt, Der jeglichem zum lohne Das rechte urtheil faͤllt. Wenn dich die ſuͤnder ſchmaͤhen, Dann ſtrafſt du ihren ſpott; Du ſprichſt, und ſie vergehen Vor bei⸗ ſpott! Sein thron wird nie erſchuͤttert; Der herr bleibt ewig gett. 5 4. Du, herr, reg ſerſt, und lie⸗ beſt, Was ungerecht iſt, nicht. Du waͤgſt die welt, und uͤbeſt Partheylos dein gericht. Die wage ſinkt und ſteiget, Wie dein geſetz gebeut. Und je⸗ des land bezeuget, Gott, deine heiligkeit. 5. Du biſt ein fels der ar⸗ men, Ein fels in jeder noth. Sie traun auf dein erbar⸗ men, Wenn ihnen unfall droht. Die thraͤnen, die ſie weinen, Sind dir bekannt und werth. Du, gott, ver⸗ ſaͤumeſt keinen, Ver deinen ſchutz begehrt. 6. Ihr kinder gottes, prei⸗ ſet, Verkuͤndigt in der welt, Wie groß ſich gott beweiſet, Der, was er zuſagt, halt. Er denkt daran, und fra⸗ Er hoͤrt ihn, wann er klaget, Und ſtillt der wetter wuth. 7. Herr, ſey mir gnaͤdig; ſchaue Voll huld auf meine noth! Du biſts, dem ich vertraue; Du hilfſt auch ſelbſt vom tod. Nach uͤber⸗ wundnen leiden Geh ich nem hauch, o gott! 3. Du, herr, haſt zum ge⸗ richte Dir deinen thron er⸗ hoͤht. Vor deinem angeſich⸗ te Bleibt nicht, wer wider⸗ ſteht. Ihr kuͤhnen fuͤnder, zittert; Berent noch euren 455 len luſt, ius heiligthum; Und uber dich voll freuden, Erheb ich deinen ruhm. mel. Nun danket all, und vc. Nr. 3. Ich ſinge meiner ſee⸗ 3 ſt, Vor dir, 5 i herr, get Nach des gerechten blut. W 8 4 8 e 5 1 2. R 8 2 .— 72. ——.—T—T—TT—T—T—TCT—T—T—TGTbTbT—T—T—— F ————.— ———— N N 9 1 ——— —— ——— . 8 5— 5.. 8 36 Erſte Abtpellung. gefahr, aus dankerfüllter bruſt Von deiner guͤtigkeit. 2. Was iſt der menſch, der ſtaub, vor dir, Daß ſeiner du gedenkſt? Herr aller welt, was baben wir, Wenn du es uns nicht ſchenkfi? 3. Wer hat den himmel aus geſpannt, Der unſer aug entzuͤckt? Wer hat mit goͤtt⸗ lich⸗ milder hand Den erd⸗ kreis ausgeſchmuͤckt? 4. Wer kleidet huͤgel, thal und au, Und ziert mit pracht den hain? Traͤnkt ſie mit regen und mit tbau? Und gibt der ſaat gedeihn? 5. Wer fuͤhrt die ſonn in ihrer pracht Mit jedem tag uns zu? Wer ſpricht zum mond in dunkler nacht: Dem menſchen leuchte du? 8 6. Wer kroͤnt mit ſegen je⸗ des jahr, Daß unſer herz ſich freut? Wer liebet uns unwandelbar, Auch wann. ſein donner draͤut? 7. Wer ſichert uns vor der Die uns von ferne droht? Wer rettet oft ſo wunderbar Aus gegenwaͤrt⸗ ger noth? 8. Herk, unſer herrſcher, nur von dir Fließt alles heil uns zu. Dein volk, dein eigenthum ſind. wir, Und unſer gott biſt du! 9. Mie groß ist deine buld und treu! Du zaͤhlteſt un⸗ ber beer, Stehſt uns auge. * herr, hocherfreut; Ich ſing f genwaͤrtig bey In jeglicher gefahr. 10. Uns ſünder traͤgſt du mit geduld, Lehrſt uns durch deinen geiſt, Und reut uns recht der ſüͤnden ſchuld, So ſiehſt dus unb verzeihſt. ſo weit, So weit die wolken ziehn; Der junge rab, er⸗ barmer, ſchreyt Zu dir; du naͤhreſt ihn. menſchenfreund, Nicht eines ehriſten ſchmerz? Die flillſte zähre, die er weint, Be⸗ merkt dein vaterherz. dir verzagt, Und ſeine zu⸗ verſicht Auf menſchen ſetzt, und heidniſch ſagt: achtet unſrer nicht! 14. Er liebt dich mehr, als du verſtehſt; Iſt, ſeele, dir nicht fern, Und eilt zu hel⸗ fen, eh du flehſt. Vertraue gern dem herrn! 15. Er ſchaut herab von ſeiner boͤh Auf den, der nie⸗ drig iſt. Erhebe dich, un⸗ ſterbliche, Zu ihm, von dem du biſt. 8 ihm, baͤt ihn eee eee er eee 16. Lob ſing ewig an Mit frommer zu⸗ verſicht. Wie viel hat er an dir gethan! Vergiß es, ſeele, nicht! mel. In dich hab ich gehoffet. 47. Ja weiß, mein gott, daß all mein thun, Auf 11. Ja, deine gute reicht 12. Und rührte dich, o 13. Weh dem, der, herr, an Gott 1 mt denne 8 1* 0. ch was er E ö Ua N 10 deſſen fr. 8 in ſe i waschen eib 3 öſt 10 11 sern mulh, 10 ns gut, od A geſhlet:“. n w f fir hadi c den ruth 8 6 fi. dum gibt n welt ns der hies in ba th laß ich nich f Au bi ſe Matem eigen s Ser en licht u k nic r been mb: len. . B5i dirt geel l mir, Zufr yo p wen fa nit di 2 f kn de In wegen; 1 bag di Aft, ag kunt 10 6 15 a en u ub ah lacht) ſon unüzg&. fich lunge 0 u 3* N 5 5 Jurihnt 0, uh Wa dei e halt, 0 derbe * im, her, fer, JU. , lad tin zh ahn si, c ſigt: U 0 r licht! dich neh a N. seh Und at lch. Jann un! Maut heub un Auf den, he n Ithehe ih, ., e . 755 g ibm, it fun Die pie la 5 0 b gd, Heß, uin at, h, 1 ni 1 1 au! Mf, 7 ö „TT.———— nes ſey uns gut, Und iſt doch du mir deine haͤnde, So ſtaͤrke mich der glaub an dich Und ein troſtvolles baͤten. 0 V. Von der Vorſehung Gottes. 37 Auf deinen willen muß be⸗ ruhn, Von dir kommt glück und. Was du regterſt und foͤrdern willſt, Geht ſeinem ziel entgegen. 2. Es ſteht in keines men⸗ ſchen macht, Daß das ge ſcheh, was er bedacht, Und er ſich deſſen freue: Dein ſe. gen, hoͤchſter, machts allein, Daß menſchenrath gedeihe. 3. Oft denken wir mit ſicherm muth, Dis oder je⸗ weit gefehlet; Oft ſehn wir auch fur ſchaͤdlich an, Was doch dein rath erwählet. 4. Drum gib mir weis⸗ heit aus der hoͤh, Mein va⸗ ter, daß ich nicht beſteh Auf meinem eigenwillen; Sey du mein licht und lehre mich Nur deinen rath erfuͤllen. 5. Was dir gefallt, gefall auch mir, Zufrieden ſey mein 8. Wer chriſtlich baͤtet, dir vertraut, Wird alles das, wofuͤr ihn graut, Mit ta⸗ pfern muth bezwingen. Du heißeſt ſeine ſorgen fliehn, Hilfſt ihm den ſieg errin⸗ 9. Zwar rauh iſt oft der tugend pfab, Den uns dein wort gewieſen hat; Doch wer ihn muthig gehet, Wird endlich, herr, durch deinen ö 14 Zu ſteter wonn erhoͤ⸗ het. 10. Du biſt mein vater, ich dein kind, Was ich bey mir nicht hab und find, Haſt du in voller guuge. So hilf nun, daß ich meinen ſtand Wohl halt und herr⸗ lich ſiege. 1 11. Dein ſey, gott, aller ruhm und ehr: Ich will dein thun je mehr und mehr, Aus hocherfreuter ſeelen, herz mit dir Bey allen dei⸗ nen wegen; Und, was 4 mis fallt, laß mich nie In meiner ſeele hegen. c 5 6. Tritt du zu mir und mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛe. mache leicht, Was mir ſonſt faſt unmoͤglich deucht. Reichſt kommt, was angefangen iſt, Gewiß zum guten ende. 7. Iſt gleich der anfang etwas ſchwer Und muß ich 7 75 ins tiefe meer Der ittern leiden treten: So Vor deinem volk und aller welt, So lang ich leb, er⸗ zehlen. In allen meinen tha⸗ 48.5 ten Laß ich dich, hoͤchſter, rathen, Der alles kan und hat. Du mußt in allen dingen, Soll etwas mir gelingen, Mein helfer ſeyn mit rath und that. 2. Nichts hilft mein ban⸗ ges ſorgen Vom abend bis am morgen, Nichts meine ungeduld. Du magſts mit E 3 mei⸗ 15% 62. 1 ſchloſſen, Will ich ganz un 38 Erſte Abthellung 1 meinen ſachen Nach deinem willen machen; Ich traue deiner vaterhuld. 3. Es kan mir nichts ge ſchehen, Als was dein rath erſehen, Und fuͤr mich uuͤtz⸗ lich halt. Ich nehm es, wie 0 dus giebeſt; Was du von mir beliebeſt, Das hab ich voͤllig auch erwaͤhlt. 4. Ich traue deiner gnade, ö Die mich, auf deinem pfa⸗ [beut; Es ſey mein end verborgen, Es komm heut oder morgen, Du weißt da⸗ zu die beßte zeit. 9. So ſey nun, ſeele, ſei⸗ ne, Und traue dem alleine, Der dich geſchaffen hat; Es gehe, wie es gehe! Dein vas ter in der hoͤhe Weiß doch zu allen ſachen rath. 5 a- mel. Vor deinen thron tret ꝛc. de, Vor allem uͤbel ſchuͤtzt. Leb ich nach deinen ſaͤtzen, 49. Main auge ſieht, So wird mich nichts verle⸗ tzen, Nichts fehlen, was mir wirklich nuͤtzt. 5. Laß mich uur meiner ſuͤn⸗ den Vor dir vergebung fin ⸗ den, Und tilge meine ſchuld; Zum heiligungsgeſchaͤfte Verleih mir muth und kräf te, Und habe dann mit mir 6. Leg ich zum ſchlaf mich nieder, Weckt mich der mor⸗ gen wieder Zu meines lebens pflicht; Irr ich auf finſtern wegen, Geh ich dem leid entgegen, So gibt dein wort mir troſt und licht. 7. An das, was du be⸗ verdroſfen, Mit froher hoff⸗ gott, nach bir, Von deinem throne hilf du mir; Mein heil kommt nur von deiner macht, Die dieſe welt hervorgebracht. treuer hirt Schafft, daß mein fuß nicht gleiten wird; Der mich behütet, ſchlummerk nicht, In finſterniß iſt er wein licht. 3. Kein uͤbel ſey mir fuͤrch⸗ terlich, Denn gottes rechte ſchuͤtzer mich; Durch ſeine treue vaterhand Wird, was mir ſchadet, abgewandt. 4. Sein ſchutz gewaͤhrt mir ſicherheit, Sein troſt füllt mich mit freudigkeit. Er leitet mich auf ebner bahn, nung, gehn. Kein unfall un⸗ ö Und nimt mich einſt mit ter allen Wird je zuſchwer mir fallen: Mitt dir werd ehren an. 5. Herr! ſegne und behuͤ⸗ te mich. Du biſt mein heil, ben, Zu ſterben und zu le⸗ gen folg aus dieſer zeit Mir 8. Dir hab ich mich erge⸗ 6 hoff auf dich. Dein ſe⸗ ben, Wie es dein wink ge⸗ 8 bis in jene ewigkeit. Mel, 2. Getroſt, mein herz! mein n f. d K 1 0 N bert! 9 f * Wil ü fike rte ba 4 i l *— en h: 8 be Uher 1 faphi. 15 nend n uſend A enen, V gtbett e Gott„ geiſie Mig Jch bg e diet z ag, Un z tube At zu erhoht dach pa de git Mabanſhrer ur be 05 a gel f Da buſchche n: Be Jͤtztt dene en bepſant J. doch che; 6% 11 om mn 1. dee 1 fin ee aft hn leiten nh de d, scan g fun 0 4 5 bel ſey n tun gol ue. ch; duch fine hand Mh, u t, Age, ß gebb 1 Sein kf fl r freut er + auf chin ic, . mich daf ne 1 1 66 dieter 1 ene, 5 „„ „ ö 1 ö ——ñ——ͤ— — 1 ( recht zu erhoͤhn: außuͤben, VI. Von den Engeln. 39 Mel. Beſiehl du deine wege ꝛc. Nimt gott, dem wir 50. N vertrauen, Nicht unſers werks ſich an; Will er das haus nicht bauen, Vergebens baut man dann. Will er die ſtadt nicht ſchuͤ⸗ tzen, Er, groß durch rath und macht, Was wird der waͤchter nuͤtzen? Umſonſt iſts, daß er wacht. 2. Was hilfts, daß ſpaͤt und fruͤhe Ihr eſſt voll trau ⸗ und muͤhe, Und haͤuft euch gram und leid? Was nuͤtzt der bange kummer, Da gott dem, der ihn liebt, Was er hat, wie im ſchlummer Und unerwartet giebt? 3. Weil denn an deinem ſe⸗ gen, Wie niemand leugnen kan, O gott, ſo viel gelegen: So ſegne du uns dann. Laß deines ſohnes ſegen Die ſeele recht erfreun, So wird auf unſern wegen Ge⸗ rigkeit Das brod der ſorg wiß auch ſegen ſeyn. e VI. Von den Engeln. Nel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. u herr der ſeraphi⸗ JI. D nen! Dem tauſend en zel dienen, Und zu gebote ſtehn; Gott, aller geiſter koͤnig! Ich bin zwar viel zu wenig, Um deinen ruhm 2. Doch preiſ ich deine gute Mit dankbarem gemuͤthe Fuͤr deiner engel ſchaar; Das menſchliche geſchlechte Be⸗ ſchuͤtzet deine rechte Durch ihren beyſtand in gefahr. 3. Doch ſollen ſie nicht weichen: So laß mich ih⸗ nen gleichen An wahrer hei⸗ ligkeit. Wie ſie nur tugend lieben, Und ſie auch ſtets ö So mach auch mich dazu bereit. 0 14. Sie thun nur deinen willen; Laß ihn auch mich erfuͤllen. Sie leben heilig, rein: O laß mich nichts be⸗ flecken; Nein, wenn mich ſchatten decken, Stets ſo, wie ſie, die ſuͤnde ſcheun. 5. Hilf aug und herz be⸗ zaͤhmen, Kein aͤrgerniß zu nehmen, Lehr mich behut⸗ ſam ſeyn; Nie durch ein boͤ⸗ ſes leben Dem nächſten an⸗ ſtoß geben: Denn dieſes ſtuͤrzt in ewge pein. 6. Wenn ich denn endlich ſcheide, So fuͤhre mich zur freude In ihrem umgang ein: Da werd ich dich recht loben, Und in dem himmel droben Dir und den engeln aͤhalich ſenn. 1 N 1 N 1 5 5 10 F. W 1 „ 1 0 11 6 9. e g 0 . 45 1 9 1 17 in 1 5 Bondern vielmehr voller Lee e Ach! wann werd 9 ſo rein, Als wie —dieſe 302. M 37 A 32 der beſchwerde; Ruͤſte wich 135 27 W 0 * . 1 db Mel. Jeſus, meine zuverſicht N. Erſte Abthellung. 4 err, du haſt in dei⸗ nem reich Millio⸗ nen heilger engel! Ihnen ich noch nicht gleich, 1 57 ſenn?n dich verfuͤhrt noch fleiſch und blut; Staͤrke mich bey mit kraft und muth, Daß ich hier ſchon auf der erde, lobne Fuͤr ſeine leiden giebſt; Als dein erbe und dein kind, Immer himmliſch ſey ge⸗ ſinnt. 8 3. Gib mir weisheit, gib mir fleiß, Dich, o gott, recht zu erkennen! Laß mich dei⸗ nes namens preis Gern auch vor der welt bekennen; Daß ich darin auf der erd Deinen engeln aͤhnlich werd. 4. Herr! dein wille ſoll geſchehn, Wie im himmel, ſo auf erden; Laß uns doch ſtets darauf ſehn, Daß wir dir gehorſam werden; So in deinem willen ruhn, Wie die reinen geiſter thun. „er In allen meinen thaten dc. „Meer zahlt der engel 53. W̃ heere. Die du zu deiner ehre, O herr der wel⸗ ten, ſchufſt? Sie freun ſich, deinen willen Gehorſam zu erfuͤllen, Wie flammen ſchnell, wenn du ſie rufſt. In ſeiner pilgerzeit. Den frommen zu bewahren, Sie freun an dein em throne Sich einſt auch ſeiner krone, Wie ihrer eignen ſeligkeit. 3. Bekehren, gott, ſich ſuͤn⸗ der Und werden deine kin⸗ der, Die dir dein ſohn ge⸗ winnt: Dann jauchzen ihre lieder, Daß ihre neuen bruͤ⸗ der Dem fluch entriſſen worden ſind. 4. Sie fauchzen deinem ſohne, Daß du ſie ihm zum Daß du ſie traͤgſt und leiteſt, Zum bimmel vorbereiteſt, Ind zaͤrtlich, wie ein vater liebſt. 0 5. In ſolchen geiſter⸗ ehoͤ⸗ ren Dich ewig zu verehren, Welch eine ſeligkeit! Wer wird ſie einſt empfinden? Der, der entwoͤhnt von ſuͤn⸗ den, Sich, ihnen gleich zu werden, freut. 6. Gibſt du, daß ich auf er⸗ den Kan ihnen aͤhnlich wer⸗ den, Mir luſt und ſtaͤrke nur: So mag mich in gefahren, Erhalten und bewahren, Dein engel oder die natur! ſchaue Auf dich nur; dir vertraue, Gott meines heils, ich mich; Vergnuͤgt, daß einſt mit engeln Ich heilig, rein von maͤngeln, Dein antlitz ſchaue, vater, dich! 8. Wenn du zu ihren lie⸗ 3. Sie eilen, in gefahren dern, Zu meinen Wü, ru; ö N 1 g tin, du fc * 165 faßte 005 7. Ich zittre nicht; ich 211 Mer um 1 gutt, A f 0 dee a e bn h ber dane e De Ming, ktuft 1 chen Age und 4s 8 felt I ad und g ine bäckt, Hat b bal int, Tie„ boch dt. 5 du et cr pte %, Auch ie eie it Und wol„ pödit fl daß s ſldnt Are. arun s u de. 0— 1 dt un dit, Mir zu s kblich ſhenft. ö 1 g 1 proß 1 1 257 du fuͤr mich auch engel ſchufſt! 0 iel ni, J, ie eh Mir ben geg gh ig ace, delight! Nee t erpfü?) Antwihnt un i „/ han gg ut. 0 , daß Aft, Ihnen ahn au/ A uſt und füknn: mich in gehn, „ un berahen, il ober eum! itte niht ſuf dic uu le 5 Zott nge E Depri M Augen J g n geln, 1 Jute, batg, Jh 8 dn u ld er 1 meu 1 Was erd und himmel VII. Von dem Menſchen und ſeiner Beſtimmung. 41 bruͤd ern, Vor deinen thron mich rufſt: Empor will ich mich ſchwingen Und dank und preis dir ſingen, Daß 9. Sie, uͤber mich erho⸗ ben, Sie lehren, dich zu los ben, Mich ihren hoͤhern dank. In deinem heiligthume Wird dann zu deinem ruhme Der ganze himmel ein geſang! VII. Von dem Menſchen und ſeiner Be⸗ ſtimmung. mel. O gott, du frommer gott. & Illlmaͤchtig ⸗ großer 54. A gott, Wer kan dich gnug erheben? Du gabſt der ganzen welt Be wegung, kraft und leben. Was geiſt und koͤrper heißt; ſchmuͤckt, Hat deine huld gebaut, Die alles noch beglückt. 2. Du ſchufſt, ich dank es dir, Auch mich zu deiner ehre, Und wolteſt, gnaͤdig⸗ ſter! Daß ich dein bildniß waͤre. Darum haſt du den geiſt, Der in mir lebt und denkt, Mir zur unſterblich⸗ keit Aus freyer huld ge⸗ 3. O welch ein großer zweck, Dazu du, gott, mich ſchufeſt! Wie herrlich iſt das gluͤck, Wozu du mich berufeſt! Dir, hoͤchſter, aͤhnlich ſeyn, Wohlthaͤtig ſeyn, wie du! O wohl mir, wenn ichs bin! Hilf du mir ſelbſt dazu. N e 4. Laß mir dis große ziel Doch ſtets vor augen ſchwe⸗ ben; Mein allerſtaͤrkſter wunſch, Mein eifrigſtes be⸗ ſtreben In allem meinem thun Sey dis, o gott, al⸗ lein, Daß ich auch ſo, wie du, Geſinnet moͤge ſeyn. 5. Du biſt der wahrheit freund; Laß mich auch wahrheit lieben, Und mit ſtets munterm fleiß, In al⸗ lem dem mich uͤben, Was mich zur weisheit fuͤhrtz; Zur welsheit, die dich ehrt, Und allem bepfall giebt, Was du uns ſelbſt gelehrt. 6. Laß deine heilig keit Mich ſtets zum muſter neh⸗ men. Hilf mir die ſuͤnde fliehn, Die ſinnlichkeit be⸗ zaͤhmen; Nur das, was recht iſt, thun, Des guten mich erfreun, Und dem, ders uͤben will, Auch gern be⸗ huͤlflich ſeyn. 7. Gib, daß ich, ſo wie du, Ein freund der men⸗ ſchen werde, Dem wohlthun C5 freude FE . freude macht, Der kummer und beſchwerde Dem naͤch⸗ 5— 9 8 2— a 5 —— e— r..—— 300000— ———ĩůͤ—ͤj——.. 2 r 3 2. ganzes weſen kommt von 42 Erſte Abthellung. ſten gern erſpart, Sein le⸗ ben ihm verſuͤßt, Und, wo er helfen kan, Zum helfen 8. Noch bin ich weit ent⸗ fernt, O gott, von dieſem ziele; Du weißt, was mir noch fehlt, Und ich, ich ſel⸗ ber fuͤhle, Wie wenig ich dir noch Im guten aͤhnlich bin. O bilde du mich ganz Nach bir und deinem ſinn. 9. Begluͤckt iſt nur alsdann Mein lebenslauf auf erden, Wenn ich dir immer mehr Schon hier kann aͤhnlich werden. Dann werd ich ewig auch Mit dir verei⸗ nigt ſeyn, Und mich ohn un⸗ terlaß, Gott, deiner gute freun. 5 Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 55. Den bin ich, gott; fl bein iſt mein leben. Wle troͤſtlich iſt mein ur ſprung mir: Du haſt den odem mir gegeben; Mein dir. Du, vater, riefſt mich aus dem nichts Zum frohen anſchaun deines lichts. 2. Du gabſt mir die ver⸗ nünftge ſeele, Die nur ſo lang im fleiſche lebt, Bis ſie, daß ihr kein wohlſeyn fehle, Dein ruf zum beſſern ſtand 3 ganz erfuͤllt: erhebt; Gedaͤchtniß, willen und verſtand, Hab ich 9 lein von deiner hand. 3. Wenn ich auf meinen koͤrper ſehe, Den du ſo kunſtvoll ausgebildt, So wird, o vater in der hoͤhe! Mein herz mit ehrfurcht Ein jedes glied, ein jeder ſinn Reiſſt mich zu deinem lobe hin. 3. Durch deiner vorſicht gnaͤdigs walten, Die mich von kindheit an umfing, Bin ich bis hieher noch er⸗ halten, So daß der tod voruͤber ging. Ich ſtehe noch, und preiſe dich, Herr, beine rechte ſchuͤtzet mich. 5. Ich bin nicht werth der großen guͤte, Die du, mein gott, an mir gethan; Be⸗ ſchaͤmt empfindet mein ge⸗ muͤthe Die ſchuld, die ich nicht laͤugnen kan. Ich ha⸗ be, was mich ſehr erſchreckt, e ſeel und leib be⸗ eckt. 6. Ja, herr, ich habe meine glieder Zu fuͤndengliedern oft gemacht. Vor dir fall ich in demuth nieder; Ver⸗ gib, was ich nicht recht bedacht! Verwirf mich, va⸗ ter, nicht von dir! Schaff ſelbſt ein reines herz in mir. 7. Hilf, daß ich dir zur ehre lebe, Und redlich thu, was dich erfreut, Und geiſt, und leib und glieder gebe um dienſte der gerechtig⸗ keit; Daß ich bis in den tod dir treu, Und ſtets ein freund. der tugend ſey.„ 8. Faͤllt de litben f dees Alen rs de. 0 in en wu r kn 50 bn ſhuf g mig ae Münz flat ut ton WII mien ſun 9 De i hene gr b hupt, au u elt, / Mund uud. Die in d ere I bent kuſüch 25 f ann, nebe l ade glieder ge mit Ig, oe per t, Ein u n del 1 eidhelt. 4 l lehr r. Fact Ey kz zabe kit; Das n 8 fl be inne cht, Lig g. be bechräc J in be 1 licht, 1 ſelche ict, du z dure dle peſſe u.. 438 ſſaffg, ib 1 uch ag ich f i n, ung n ce zun 60 wee ne d Ae, dun r gehn n fue neh% fü eh en n. 0% ch ſch ache, fer uud l e ich lehnen 1 flubegtm t. dn f th nchen l ich ii aht Zeerwitf nen, bn dir! Sf es eth nt. beaß ih he = ab tech h freut, ih ef, i gache 9e le ber gh ich bia Hine ib ftets daf „ 60 10 1 ö ö 1 ——— VII. ven dem Menſchen und ſeiner Beſtimmung. 43 8. Faͤllt dieſes leibes huͤtte nieder; Vollend ich dieſes lebens lauf: O gott, ſo rich⸗ te du mich wieder Verherr⸗ licht aus dem ſtaube auf: Dein ewges leben ſey mein theil, So preiſ ich ewig dich, mein heil! 5 mel. Es iſt das heil uns ic. Jir, gott, ſey preis 56. D und dank gebracht! Dich ſoll mein lied erheben! Ich bin ein wunder deiner macht, Du ſchufſt auch mich zum leben! Mein ganzer leib erbaut von dir, Samt ei⸗ nem jeden ſinn an mir, Be⸗ weiſet deine groͤße. 2. Haupt, aug und ohr, herz, mund und hand, Die ich zu dir erhebe; Die haut ſo kuͤnſtlich ausgeſpannt, Der nerven fein gewebe, Und alle glieder ſagen mir: Ich ſey, o gott, ein werk von dir, Ein werk von dei: ner weisheit. 1 3. Ach, haͤtteſt du mein au⸗ ge nicht So kuͤnſtlich zube⸗ reitet; Was uuͤtzte mir der ſonne licht, Der glanz, den ſie verbreitet? Dann ſaͤh ich nicht, mit welcher pracht, Du, herr, durch deine weiſe macht, Was du erſchaffen, ſchmuͤckeſt. . Ich jauchze, daß ich ſe⸗ hen kan, Und boͤren und empfinden, Froh baͤt ich mei⸗ nen ſchoͤpfer an; Ihn uͤber⸗ 7 . N tempel ſey, all zu finden, In allen wers ken, die er ſchuf, Das iſt mein ſeligſter beruf, Mein lobgeſang und opfer. 5. Wer leitet meines blu⸗ tes lauf? Regiert des her⸗ zeus ſchlaͤge? Bewegt die lung und ſchwellt ſie auf, Damit ich leben moͤge? Gott iſt es, der dis alles thut. Schlag, herz! entflamme mich, mein blut! Daß ich den ſchoͤpfer preiſe. 6. O prieſ ich, hoͤchſter, immer dich, Wenn ich die ſinnen brauche, Geh, lieg, und ausruh, oder mich Be⸗ wege, athme, hauche! Gib, daß ich ewig dein mich freu! Und daß mein leib ein Worin dein geiſt ſtets wohne! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. 57 ott werde ſtets von * dir erhoben, Du deines ſchoͤpfers bild, mein geiſt! Sollt ich nicht meinen vater loben, Den jedes ſei⸗ ner werke preiſt? Er ſchuf mich ja, ſein bild zu ſeyn, Ihn einſt zu ſchaun, mich ſein zu freun. 2 2. Aumuthig, praͤchtig zum entzücken, Iſt gottes ganze koͤrperwelt. Wer zahlt die reize, die ſie ſchmuͤ⸗ cken? Was ich hier ſehen kan, gefallt; Und dennoch kan ſie nicht, wie ſchoͤn, Wie wundervoll ſie ſey, ver⸗ 1285 8. Faͤr ä * N 8 —— — 8 8 — —..—.— — heer, 44 5 Erſte Abrhellung. geiſtern gott erhob, Sind ie ſo herrlich! ſie erzehlen Nur ihnen meines ſchoͤpfers lob. O ſeele! jauchze, daß der ruf Der allmacht, dich zum geiſte ſchuf. 4. Gott! ich kan denken; ich gewinne, Weil ich zu ei⸗ nem geiſte ward, Durch die empfindung meiner ſinne, Get anken tauſendfacher art; Groß, mannigfaltig iſt ihr Und doch wird ih⸗ rer taͤglich mehr. 5. Ich kan ſie ſammlen und verbinden, Und trennen, wie es mir gefaͤllt; Die welt empfinden, mich em⸗ pPfinden, Noch unterſchieden von der welt. 6 Zu tauſend thaten hab ich kraft; Wer gibt ſie? gott, der alles ſchafft. 6. Wie feurig duͤrſtet mei⸗ ne ſeele Nach gluͤck und luſt und ſeligkeit! Nur, daß ich oft betrogen waͤhle, Was mich nach dem genuſſe reut. Doch, das iſt, vater 1 mei⸗ ne ſchulb; Vergib ſie mir nach deiner huld. 7. Begabt mit wundervol⸗ len ſinnen, Mit freyheit, mit vernunft von dir, Sollt ich nur dich, gott! lieb ge⸗ winnen, Dich nur; und was gebraͤche mir? Ach moͤchte meine ſeele dein Mit allen ihren kraͤften ſeyn 3. Für geiſter nur, und nur fur ſeelen, Die zu den 0 8. Gott, meine luſt ſey, der vollkommenheit! Von deiner liebe ganz zu brennen, Das ſey mir ruhm und ſe⸗ ligkeit. Bin ich durch chri⸗ ſtum nur mit dir Vereint, mein gott! was fehlet mir? Mel. Nun danket all und ꝛc. Nr. 3. Ich bin, o gott, dein 58.3 eigenthum; Auf ewig bin ich dein. Mein 0 groͤßtes gluͤck, mein wahrer ruhm Iſt, ewig dein zu ſeyn. 2. Diu gabſt mir den ver⸗ nuͤnftgen geiſt, Bewundernd einzuſehn, Wie dich, herr, deine ſchoͤpfung preiſt; Mit ihr dich zu erhoͤhn. 3. Was um mich iſt, ver⸗ kuͤndigt mir, Gott! deine herrlichkeit. Zu ihrem prei⸗ ſe reizt mich hier Selbſt je⸗ de jahreszeit. . 4. Und ich, ich ſollte fuͤhl⸗ los ſeyn Und dich, herr! ruͤhmen nicht? Ein herold deines ruhms zu ſeyn, Da⸗ zu bin ich verpflicht. F. O mache dieſer pflicht mich treu, So treu, herr! als ich ſoll. Mein herz, mein mund, mein wandel ſey Stets deiner ehre voll. laſt, nicht pein. Drum gib lauch mir die kraft, o gott! . Wet dir zu ſeyn. 7. Was du beſiehlſt, iſt für uns dich zu kennen, Dich, urquell N f el . 0 0 el! 1 99 n 9 Die 6. Wer dich verehrt, haͤlt dein gebot; Ihm iſts nicht b Ver fur ſer det ſer hn ta eie 00 wuerd& haf, nt foblock se ge; i dar ben ieztuf, Ein a de uhu zu e dei punder wich? an. d gan 2 fen apfaden, g ig, 56 deen ge„ Der u schwach gen fies, Wie I. ba, n ſhlpee! y Je c was du ge I. benſehn, 1 uu hunt 2 ſan „ Ae, ch hie elt eit 0, 0 fle nb dic, r cht! En eh i u g% bbetpſit wuche dier Gp, n l. Nin g, ib, len delta en Ul. Wich du, l, ; Jun Spell. Dun lb 8 10 10 bir zu ſn,, u eh, fr 1 * 1 —— ä——.——— ſein troſt und theil. —. — — = ————— gruͤnden, Wie herrlich du, e 2 9 3 ä 2—*——— VII. Von dem Menſchen und ſeiner Beſtimmung. 45 uns gut, Du willſt nur un⸗ ſer heil. Wohl dem, der deinen willen thut, Du biſt 8. Er wandelt hier auf eb⸗ ner bahn; Und ſelbſt in trau⸗ rigkeit Schmeckt er, dir, hoͤchſter! zugethan, Durch dich zufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter pruͤfungs zeit Nimt ihn der himmel ein. Herr! laß nach dieſer ſeligkeit Mein ganz 4. Zu eng find dieſes lebens ſchranken Fuͤr ſeinen for⸗ ſchenden verſtand. Der keim zu hoͤheren gedanken, Als je ein ſterblicher erfand, Entwi⸗ ckelt ſich erſt nach der zeit Im bellern licht der ewigkeit. F. Ihn ſaͤttiget kein guth der erde, Kein zeitlich gluͤck, ſo groß es ſey. Daß er auf immer ruhig werde, Bedarf er mehr, das ihn erfreu. Er fuͤhlt, daß dieſe Mel. Wer nur den lieben ꝛc. oder: Du weiſer 8 55 ꝛc. i ott! ich preiſe 59.O 55 guͤte, Die mich ſo wunderbar erſchuf, Und mit frohlockendem 9% muͤthe Verehr ich deinen ſchoͤpfersruf, Ein herold dei⸗ nes ruhms zu ſeyn, Und dei⸗ ner wunder mich zu freun. 2. Du gabpſt zum denken und empfinden, Allguͤtiger, mir dieſen geiſt, Der zwar zu ſchwach iſt, zu er⸗ beſtreben ſeynn. mein ſchoͤpfer! ſeyſt; Je⸗ doch, was du an mir ge⸗ ganze welt Sein wuͤnſchen nicht zufrieden ſtellt. 6. Zwar iſt er tief herabge⸗ ſunken Von ſeines urſprungs herrlichkeit, Sucht oft, von luſt der erde trunken, Sein gluͤck in dingen dieſer zeit; Jedoch er ſucht, und finden nicht, Was ihn der aͤußre ſchein verſpricht. 7. Du praͤgteſt ihm durch ſein gewiſſen Gefuͤhl von recht und unrecht ein. Daß boͤſe boͤſes leiden muͤſſen Und tugendhafte gluͤcklich ſeyn, Erkennt er; doch ſieht er noch nicht Den richter hier ſchon im gericht. than, Erkennen und be⸗ wundern kan. 3. Und dieſen geiſt, der 1 mir denket, Schufſt du nicht blos fur dieſe zeit, Du haſt mir, vater, ihn ge⸗ ſchenket Zum leben in der ewigkeit, Um da vollkomm⸗ ner zu verſtehn, Was ſterb⸗ liche nur dunkel ſehn. 8. Dem tugendhaften iſt hienieden Oft ein ſehr wi⸗ driges geſchich Zum loos fuͤr dieſe zeit beſchieden; Dem laſterhaften oft viel gluͤck. Gewiß! erſt eine andre welt Iſt zum vergeltungsort be⸗ ſtellt. 9. Gott! wenn mein geiſt Il dis uͤberleget, So hofft er ſchon 46 Erſte Abtheilung. ſchon unſterblichkeit. Noch ſtärker fühl ich mich bewe⸗ get Beym licht, das mir dein wort verleiht; Da ſeh ich weit gewiſſer ein, Daß ich auch einſt ſoll ſelig ſeyn. 10. Herr! laß zu jenem beſſern leben Mich taͤglich vert haſt du mir Zur wallfahrt hier die aus ſaat ſtreun. Laß deinen geiſt das wollen ge⸗ ben Und das vollbringen auch verleihn. O wonne der unſterblichkeit! Leid. f g mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. Mie wichtig iſt doch 60. W der beruf, Den uns ber herr gegeben! Gott, als uns deine liebe ſchuf Da ſchuf ſie uns zum leben; Zum leben, welches ewig wahrt, Das weder leid noch angſt beſchwert, Willſt du uns hier erziehen. 2. Nicht hier iſt unſer va⸗ terland: Allein bey dir, gott, droben, Da iſt der ort, wo deine hand Das gluͤck uns aufgehoben, Das nie ein traurig ende nimmt. Hier ſind wir nur von dir beſtimmt, Uns dazu anzu⸗ ſchicken. 5 e 5 3. O laß mir doch dis große ziel Durch nichts ver⸗ kuͤcket werden! Was hilfts, wenn ich auch noch ſo viel Sey ſtets mein troſt in allem er eee ee eee eee, Von guͤthern dieſer erden, Von ehre, geld, und luſt ge⸗ winn, Wenn ich dabey nicht tuͤchtig bin, Dein himmel⸗ reich zu erben? 7 4. Dein pilgrim bin ich ja nur hier: Laß mich dis nie vergeſſen! Nur wenig tage zugemeſſen. Schnell, wie ein traum, ſind ſie vollbracht, Und dann wird dieſer erde pracht Auf ewig mir ver⸗ gehen. 5. Drum laß des himmels herrlichkeit Mich ſtets vor augen haben. Laß mich, in meiner uͤbungs zeit, Um jene beßre gaben, Die mir im tode nicht enifliehn, Am erſten und mit ernſt bemuͤhn, Damit ich nicht einſt darbe. 6. Ein herz, das dich, vater! liebt, Und deines ſohns ſich freuet; Das durch den glauben tugend übt, Und ſich vor ſuͤnden ſcheuet: Ein ſolches herz, das wird allein Sich ewig deiner guͤ⸗ te freun, Und einſt dein ant⸗ litz ſchauen. 7. Und ſolch ein herz das wollſt du mir, Gott, aus er⸗ barmen geben, Damit ich moͤge auch ſchon hier Nach den geſetzen leben, Die ſelbſt im himmel guͤltig ſind; Bis ich, als dein bewaͤhrtes kind, Zu deiner freude gehe. Vnl. Von — an b m fl. Lon* 0 dean .*. 1 80 fu 40 f 1 1, ber 5 r! ff . er gabt 2 10 1 0 geh 8.. (Vazetbt! 5 net 405 0 n en st. gn fen vile a Mit „ chebolen 4% 1 1 1 wied ü ghz * f aß un dn l eee, 8 1 g* e. f n albungey, 10 1 gaben, de ne 1 dit ach unt übe, 1 nicht tut hut rz, das d, t, um se E ut; düluh n tige t, 8 nine, e bez, u eg bär nd ein henne ilch en, u Git, Git As, ben, 101 1 ſchon gie gu 1 deſhß u gültig sch, de * 5 tende ga 1 Vll. 1 ö VIII. Von der Me VM. Von der Suͤnde und dem verderben ꝛc. ———— . . Mel. Wo ſoll ich fliehen hin ꝛe. Nu, der kein boͤſes 61. D thut! Du ſchufſt den menſchen gut; Du, hoͤchſter, gabſt ihm kraͤfte Zum ſeligen geſchaͤfte, In heiligkeit zu wandeln, Stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo iſt der unſchuld ruhm? Ach! wir, dein ei⸗ genkhum, Wie tief ſind wir gefallen! Wo iſt jezt unter allen Ein menſch ganz rein von ſuͤnden Vor dir, o gott, zu finden. 3. Hier iſt kein unterſchied. Dein helles auge ſieht Auf alle menſchenkinder, Und findt ſie alle ſuͤnder; werd. 9. Herr! dieſe deine huld Da iſt vor dir, herr, keiner Unſchuldig, einer. 6 4. Verderbt iſt unſer ſinn. Die weisheit iſt dahin, Die uns regieren ſollte, Nur was dein wille wollte, Mit freudenvollen trieben Zu waͤhlen und zu uͤben. z. Der ſinne luſt und 15 ſchmerz Ruͤhrt, leider! unſer herz Mehr, als die hoͤhern freuden, Mehr, als die groͤ⸗ Fern leiden, Die wir auf ewigkeiten, Selbſt unſerm geiſt bereiten. 6. Dir folgen, duͤnkt uns zwang. Des herzens hoͤſer auch nicht ch ch Nicht freventlichtverſcherzen. een Wes eee, Suͤnde und dem Verderben des Menſchen. hang Reiſſt uns mit ſtar⸗ kem triebe Zu ſchnoͤder ſuͤn⸗ denliebe. Ach, koͤnnen wir wol zählen, Wie oft wir vor dir fehlen? ä 7. O herr, gib uns dein licht, Daß wir, was uns ge⸗ bricht, Beſchaͤmt, vor dir er⸗ kennen, Und von dem ernſt entbrennen, Der ſuͤnde zu entſagen, Der beßrung nachzuſagen. 8. Wohl dem, der ſie ge⸗ winnt! Gott! ſo verderbt wir ſind, So willſt du uns doch heilen, Und kraͤfte uns ertheilen, Schon wiederum auf erden Dir gleich ge⸗ ſiunt zu werden. Laß uns durch unfre ſchuld Erwecke unſre herzen, Dir nicht zu widerſtreben, Da⸗ mit wir ewig leben. mel. Es iſt gewißlich an der zeit. 62. Geit, du biſt heilig und gerecht In al⸗ len deinen wegen. Vor dir bleibt nicht ein boͤſer knecht; Den frommen kroͤnt dein ſe⸗ gen. Auf ihn ruht deine vaterhuld; Der boͤſe traͤget ſeine ſchuld; Ihn treffen beine ſtrafen. 2. Du biſt der richter al⸗ 1 ler welt. Nach heiligen ge⸗ egen 5., 65 ſetzen, Die deine weisheit auf unſre thaten ſiehſt, Und . — 3s Erſte Abtheilung. VIII. Von der Sünde veſtgeſtellt, Mußt du die menſchen ſchaͤtzen; Mußt 3 uͤbertretern ſtrafe draͤun, Und, wenn ſie ſich vor dir nicht ſcheun, Die ſtrafe auch vollziehen. 5 3. O herr! dein heiliges gericht Entdeckt ſich ſchoͤn auf erden. Du läſſeſt, fuͤrch⸗ ten wir dich nicht, Uns hier ſchon innen werden, Daß du ein gerechter richter biſt, Das boͤſe heimzuſuchen. 3. Es klagt uns das ge⸗ wiſſen an, Wenn wir dir widerſtreben, Und ſagt, daß wir unrecht gethan Durch — zorngericht, Das ohn auf⸗ hoͤren waͤhret, Der in der eit der gnade nicht Sich recht zu dir bekehret. Er hat veracht ſein ewig heil, Drum wird er dort, herr, keinen ben. 8. Herr! dis bezeugt dein klares wort. e iſt dein draͤuen. So hilf denn, daß wir immerfort Den weg der fuͤnde ſcheuen. Erbarm dich unſer alleſamt, Daß niemand unter uns ver⸗ Ein jeder ſelig 200070 Mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. dammt, werde, unſer boͤſes leben. Es rau⸗ bet ums die innre ruh, Und ſpriebt uns die vergeltung zu, Die miſſethat verdienet. 5. Oft ſtaͤupſt du hier den ſuͤnder ſchon Fuͤr ſeine boͤſen thaten, Und laͤſſeſt ihn in ſchmach und hohn Und an; dre noh gerathen. Hat ihn der ſuͤn den luſt erfreut, So muß er auch das herzeleid, Das ſie gebiert, empfinden. 6. Jedoch, o herr! zur beſſerung Strafſt du noch hier die fuͤnder, Und zuͤch⸗ tiaſt guch zur heiligung Oft deine trägen kinder. Mohl dem! der deinen wil⸗ len lernt, Und ſich vom ſuͤn⸗ denpfad entfernt, Und dei⸗ eee ere eee. eee e 63. Großer gott, erhab⸗ nes weſen, ſchen ſich zum dienſt erle⸗ ſen! Ach! was iſt der menſch vor dir? Wenn ich deine groͤß erwaͤge, Und, was ich bin,. O wie nie⸗ drig und wie klein Muß ich mir nicht ſelber ſeyn? 2. Ach, es herrſcht der trieb zur ſuͤnde Maͤchtig oft in dem gemuͤrh, Und macht mich zu einem kinde, Das vor ſei⸗ nem vater flieht. Ach, ich ſeh mit reu und ſchrecken, Tauſend fehler, tauſend flek⸗ ken, Und in der verderb⸗ boͤſe luſt. ner zucht gehorchet. 7. Den aber trifft dein 5 EE 3. Was ich gutes an mir habe, Iſt von deiner vater⸗ hand. theil An deinem himmel ha⸗ Das voll ſegnender begier, Men⸗ ten bruſt Regt ſich oͤfters 00 bh le 1 e In Kagtuur* n Wal 4 f g N tenden, 10 N** gethan bo i ien ſe ver& dect 5 ſioden ar det n hönft ir ir. ch duch= kunt hb!! ech ber lecke den an Tif vo w maln , gebückt;» mein uhttoler 5c Orr nen hel ez lick A uf dene güte I nen def J it ge te, Das dar; h fe eilor, f. b noc A epo. 4, die wt deine lle Nahen em 1 ber nige dug 5 gde t, har, . ö 8 01 „ enſhe ki 1 tr golt, aach es weſeß, d ber hege Jan um die 4% Ot he Wenn i U it, lud 10 8 Je len Hu Lcelber fan? herrscht hu neh S ächtgeftnten aud macht nh „ du, fleht. d, 1 uud fg, ler, mah ſcz in ba kahl g fh 4 f 80 gutt 1 0 jon deiſet ler n 10 0 % 77 D se 3 11 und dem Verderben des Menſchen. 2 hand. O wie manche gute gabe Haſt du, herr, mir zu⸗ gewandt! Selbſten auf dem ſuͤndenpfade Traͤgt mich ſchonend deine gnade. Naͤh⸗ meſt du zuruck, was dein, Ach! was wuͤrd mir uͤbrig ſeyn? 5 4. Doch die menge deiner gaben Klagt nur meinen un⸗ dank an; Weil ich ſie oft ganz vergraben, Oder da⸗ mit groß gethan; Oft voll leichtſinn ſie verſchwendet, Und zu ſuͤnden angewendet. O wie haͤuft ſich meine ſchuld Durch verachtung deiner huld 35 Sieh, hier lieg ich in dem ſtaube Tief vor dir, mein gott, gebuͤckt; Doch mein demuthsvoller glaube, Der auf meinen heiland blickt, Hofft auf deine vaterguͤte, Und mein tief beſchaͤmt ge⸗ muͤthe, Das den muth faſt ganz verlor, Hebt ſich noch zu dir empor. 6. Ja, die wunder deiner liebe Ziehen ganz mein herz zu dir. die triebe Treuer dankbar⸗ keit in mir. Vater! laß das ſchwache lallen Meines lobes bir gefallen. Bilde zu deines namens ruhm. 7. Meine kraͤfte, meine glieder Sind zu deinem dienſt bereit. Herr, ich fal⸗ le vor dir nieder Voller ehr⸗ Ach! erhalte ſelbſt erbietigkeir. Deinen willen thun und leiden, Sey die quelle meiner freuden. Gott und herr der ganzen welt, Thu mit mir, was dir ge⸗ faͤllt. Kerr, du kenneſt mein 64. verderben, Ach! es regt in meiner bruſt, Wie bey allen adamserben, Sich noch immer boͤſe luſt, Die mein herz, herr, von dir neiget Und viel boͤſe thaten zeuget. 3 n 2. Wie verderbt ſind mei⸗ ne wege! Wie verkehrt mein eigner ſinn! Ich empfind es, gott, wie traͤge Ich dir zu gehorchen bin. Ach! wer wird vom hang zum boͤſen Mich doch endlich ganz er⸗ loͤſen?! 3. Hilf mir durch den geiſt der gnaden Von der ange⸗ erbten noth; Heile meiner ſeelen ſchaden alle meine ſuͤnden; Laß mich vor dir gnade finden. mir ſchwer. Soll ich dazu ſelbſt von oben her Kraft und ſtaͤrke mir verleihen, Und mein ſuͤndhaft herz er⸗ neuen. 5. Schaffe denn ein reines 8 Herr, durch deinen geiſt Mel, Herr, ich habe misgehand. Durch des miitlers kreuzestod; Tilge 4. Deinen willen hier auf erden Zu vollbringen wird tuͤchtig werden, Mußt dau mich, dein eigenthum, Ganz S 4. 4 Erſte Abthellung. geiſt in mir, Daß ich nicht mein heil verſcherze; Laß der ſuͤndlichen begier Mich mit nachdruck widerſtehen, Und auf deine huͤlfe ſehen. 6. Unter wachen, baͤten, ringen, Hilf mir ſelbſt mein fleiſch und blut Unter deinen willen zwingen; Denn dein wille, gott, iſt gut. Was nicht kan dein reich erer⸗ ben, Laß ſchon hier an mir erſterben. 1 7. Reize mich durch jene nieder) Nur gar zu oft da⸗ wider Gedacht, gerhan, ge⸗ krone, Die mir droben bey⸗ gelegt, Daß ich meiner nie⸗ mals ſchone, Wenn die ſuͤnd in mir ſich regt; Hilf mir ſelber muthig kaͤmpfen, Al⸗ le boͤſe luͤſte daͤmpfen. Und mein gewiſſen nagen. Herr, willſt du ſie beſtrafen, Wer wird mir rettung ſchaf⸗ fen? 3. Ich habe wider dich, Vielfaͤltig, herr, gehandelt; Ich bin den weg gewandelt, Der menſchen von dir wen⸗ det, Und ſich mit ſchrecken endet. N Weil ich(dis ſchlaͤgt mich ſprochen, Und deinen bund gebrochen. 8 5. Verwirf mich nicht von dir; Hilf, herr, erbarmend 8. Sollt ich etwa unterlie⸗[ mir! Erneure meine ſeele, gen: O ſo hilf mir wieder Daß ſie nur gutes waͤhle. auf! Laß durch deine kraft Wer kan mich ſonſt vom boͤ⸗ mich ſiegen, Daß ich meinen ſen, Als du, o herr, erloͤſen? „ lebenslauf Unter deinen „ treuen haͤnden Moͤge gut und ſelig enden. Jein gott, dir iſt be⸗ 65. M wußt Die innre boͤſe luſt, Die quelle meiner ſuͤnden, Die menſchen nicht ergruͤnden. O heile du aus gnaden Der ſeele tiefen ſcha⸗ den. 2. Des boͤſen herzens grund Wird oft durch thaten kund, Die mich vor dir verklagen Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. aa e en ,die ebe. 6. Druͤckt mich der ſuͤn⸗ den joch Gleich maͤchtig, ſo bleibt doch Weit maͤchtger deine gnade; Wie groß auch nur mein ſchade, So kanſt du ihn doch heilen, Und le⸗ ben mir ertheilen. 7. Hat ſonſt des fleiſches macht In mir ihr werk voll⸗ bracht: So gib mir luſt und ſtaͤrke, Daß ich nur gute werke Beſchlieſſe und voll⸗ bringe, Und ewig dir lob⸗ ſinge. Den naͤchſten und auch mich, 4. Ein jegliches gebe t Zeugt wider mich und droht, bade 17 i n we a und be c 1 We . Bon chat, Wi bee un? 4 fa araber. Dr f dt de fihwig zu t.. 4 Star . la hel der%„ hem it uns en bah detun der ert Ee f dur egen r „Re hat e ſch d. i ſo Hel„ nt er deßtal 5 bt f im and fegt rg) Se ite und 1 kbste 0 10 l n ful der un n f 5 5. 5 Biz er f Sf ni h en, ahn r it meh ich fuß und nich n ö ben an: ö u gut r, lech nüt? A Wit man F eee nde, El bella, s geilen, m be ir iht ten u gib nr nd i ich zu t chli ud l 10 erg„ —— ¶ Mit frohem dank erheben! Er hat nicht luſt an unſerm herr ſo lieb! Wie ſucht er . e .-Von der Erloſung des Menſchen. mel. Sey lob und ehr dem dc. 66. Auf„ chriſten, laſſt uns unſern gott tod, Will, daß wir ewig le⸗ ben. Was uns zum heile noͤthig iſt, Das hat er uns durch jeſum chriſt Exbar⸗ mungs voll bereitet. 2. Nach ſeinem gnadenvol⸗ len rath Kam er, ſein ſohn, auf erden. Von unſrer ſchuld und miſſethat Ein ret⸗ ter uns zu werden. Er warbs; und hat ſein werk vollbracht, Und ſich nach kurzer grabes nacht Gen him⸗ mel aufgeſchwungen. 3. Wo iſt des todes herr⸗ ſchaft nun? Hier iſt ſein überwinder. Die furcht da⸗ fuͤr hinweg zu thun, Starb er, das heil der ſuͤnder. Ge⸗ brochen iſt uns nun die bahn, Die von der erd uns himmel⸗ an Zur ewgen wonne leitet. 4. Wie hat uns doch der unſer beßtes! Er gibt fur uns aus freyem trieb Sein liebſtes und ſein groͤßtes. Preis ihm! der ſo viel an uns thut. 5 der uns zu gut Sich is zum tod erniedrigt. 5. Was er zu unſerm gluͤck verſchafft, Das iſt in ſeinen Preis ſeinem ſein iſt die kraft, Das heil uns zuzuwenden; Das er ſo liebreich uns erwarb, Als er fuͤr uns am kreuze ſtarb. Wohl allen, die ihm trauen! 6. O laſſt uns ihm uns an⸗ vertraun Und ſeine ſtimme hören; Auf ſeine mittlers⸗ huͤlfe baun, Ihn mit gehor⸗ ſam ehren. Das iſt der weg zum ewgen wohl; Der weg, auf den man friedevoll Auch ſchon auf erden wandelt. 7. Herr, leite ſelbſt uns dieſen pfad! Zeuch uns zu deinem ſohne! Daß glaub an ihn auch mit der that In unſern herzen wohne. So baben wir an ſeinem heil, Zur freude fuͤr uns, ewig theil; So prelſen wir dich W 4 „Erhebt den herrn, ihr 8 67.. Er haͤlt, was er verſpricht. Der heis⸗ land iſt gekommen, Der voͤl⸗ ter troſt und licht. Gott, der uns nicht verſtoͤßt, Hat uns zum heil und leben Selbſt feinen ſohn gegeben; Durch ihn ſind wir erloͤſt. 2. Exloͤſt! o welche liebe [Hat uns der herr erzeigt! [Mit welchem vatertriebe Sein herz zu uns 1 [Von ſeiner himmel thron . banden. Sein iſt das reich, Kommt, rettung vom ver⸗ 3 der⸗ mel. Von gott will ich nicht ze. 26rr N 8 Mel. Werde munter, mein ꝛc. 52 Erſte Abthellung. derben Uns fuͤndern zu er⸗ werben, Sein eee ſohn. 5 Er. kommt zu uns auf erden In tiefer niedrigkeit, Nimt auf ſich die beſchwer⸗ den Von unſrer pilgerzeit; E thaͤlt ſich ſeiner macht Verleugner himmelsfreuden, Bis er durch todes leiden Sein großes werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht! o bringet Gott euren lobge⸗ ſang. Erloͤſte menſchen, ſin⸗ get Dem mittler ewig dank. We niemand helfen kan, Da hilft er gern aus gna⸗ den, Heilt unſrer ſeelen ſcha⸗ du. O nehmt ihn glaubig kindlichem vertraun In 1 abgrund deiner guͤte Ehr⸗ furchtsvoll hinab zu ſchaun, Allen kummer zu zerſtreun; Ihrer groͤße mich zu freun; Durch ihr anſchaun ſchon auf erden Herrlich und ent⸗ zuͤckt zu werden. 2. Ich verehre dich„ 0 lie⸗ haſt, Und aus freyem, ed⸗ lem triebe Den allweiſen rath gefaſſt, Der verdammniß⸗ wer then welt, Durch ein theures loͤſegeld, Durch des eignen ſohnes ſterben, Gnab und freyheit zu erwerben. 3. O ein rathſchluß voll erbarmen, Voller huld und — Du freund der menſchen kinder! Ve wirf uns, jeſu, nicht. Dein name, heil der ſuͤnder, Iſt unſte zuverſicht. Gib unſern ſeelen ruh; Hilf jeden reiz zu funden Uns gluͤcklich überwinden! Gib muth und kraft dan. 6. Dich wollen wir erhe⸗ ben Hier und in ewigkeit, Wo uns ein beßres leben Vor deinem thron erfreut. Dann ſind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann werden unſre . ele n em ſelig ſeyn. dwge liebe, mein ge⸗ freundlichkeit! Welcher uns huͤlfloſen armen Gnade, troſt und huͤlfe beut. Liebe, die den ſohn uns ſchenkt, Der Um die ſuͤnder zu erretten Aus den ſchweren ſuͤnden⸗ ketten. 55 4. Doch, du haſt, 0 weiſe ebe! Eine ordnung auch beſtimmt, Daß darinnen je⸗ der bliebe, Der am ſegen an⸗ theil nimmt: Wer nur an den mitt er glaͤubt, Und ihm treu ergeben bleibt, Der ſoll nicht verloren gehen, Son⸗ dern heil und leben ſehen. 5. Da du keinen zum ver⸗ derben Ohne grund beſtim⸗ met haſt: Tragen ſüͤnder, wann ſie ſterben, Ihrer eig⸗ 71 68. muͤthe Wagt* n glaubt 0 leben— 1 be! Daß du dich erbarmet mit dir die welten lenkt, . f e ſehn: G ür w ie ge g nen bos heit laſt. Wer nicht e ſeh 1 0 11 110 a der engel 2 0 d nema d cet. be us. 6 l, Pan“ G lt en f n ganſes le. 0. hen win: 1 faba ftug r 1 . 104 0 0 K gt 5 9 4 iin echten n „nc F ce ah 1 dein —— be wühn. ef, 1 mae 14 na lebe lug 2 1 bur 99 5 1 u e 8 8 t 5 % eee, Ein aten 0 0 0 etz ferhg, 90 Aber iu ppmeren fi = orbung 0 aß dan er amſtaß i en —— daͤubt, IIi.n s chleilt, ul 1 geben, E ltben en keinen aun, e gtund b, Tagen sin, 0,, Ait. A fat 1** 5 8 f 3. — ͤ——————„AKh 1 IX. von der Erloͤſung des Menſchen. 55 glaubt an deinen ſohn, Der hat noth und tod zum lohn; Sein muthwillig widerſtre⸗ ben Schließt ihn aus vom heil und leben. 6. Ewig ſey mit dank be⸗ ſungen, Was dein rath be⸗ ſchloſſen hat; Mit uns prei⸗ ſen engelzungen Dteſen wei⸗ ſen heilgen rath, Den der glaub in demuth ehrt, Die vernunft erſtaunend hoͤrt, Wo der engel tiefen findet, Die er niemals ganz er⸗ gründet. 7. Liebe, laß mich dahin ſtreben, Meines heils ge⸗ wiß zu ſeyn. Richte ſelbſt mein ganzes leben So nach deinem willen ein, Daß des glaubens frucht und kraft, Den dein geiſt ſelbſt in mir chafft, Mir zum zeugniß dienen moͤge: Ich ſey auf dem rechten wege. 1 5 8. Laß mich einſt dich ſelbſt anſchauen Und vor deinem throne ſtehn: So nur werd ich ohne grauen Meinem tod entgegen gehn; Keine kreatur wird mich, Den du liebeſt, ewiglich Deiner huld entreiſſen koͤnnen, Noch von deiner liebe trennen. mel. Ich dank dir ſchon durch ꝛc. 20 Kedanke, der uns 69. G leben gibt! Wer kan dich ganz durchdenken? Alſo hat gott die welt geliebt, uns ſeinen ſohn zu ſchenken! gottes ſinn: * — 2. Hoch uͤber die vernunft erhoͤht, Umringt mit ſinſter⸗ niſſen, Erhebſt du gottes majeſtaͤt, Und ftilleſt mein gewiſſen. 3. Ich kan der ſonne wun⸗ der nicht, Noch ihren bau ergruͤnden; Und doch kan ich der ſonne licht Und ihre kraft empfinden. 5 4. So kan ich auch nicht gottes rath Von jeſu tod ergruͤnden: Allein, das goͤtt⸗ liche der that, Das kan mein herz empfinden. 5. Fehlt mir der troſt, daß jeſus chriſt Nicht meine ſchuld getragen; Nichk gott und mein erloͤſer iſt: Wie angſtvoll werd ich zagen 6. Iſt ohriſti wort nicht So werd ich irren wuͤſſen, Und wer gott iſt, und was ich bin, Und werden ſoll, nicht wiſſen. F. Nein dieſen troſt der chriſtenheit Soll mir kein ſpoͤtter rauben; Ich fuͤhle ſeine goͤtttichkeit Und halte veſt am glaube. 8. Ich bin nun ganz dein eigenthum, Und auch des bimmels erbe: Dis, ſohn des hoͤchſten! iſt mein ruhm, Auf den ich leb und ſterbe. geiſtes kraft, Im glauben mich zu ſtaͤrken; Der wol⸗ len und vollbringen ſchafft Zu allen guten werken. 10. So lang ich gottes „ willen 9 Du gibſt mir deines 34 2 Erſte Ab chellung. willen gern Mit reinem her⸗ zen tue; So fuͤhl 1 freu⸗ de in dem herrn, Und im gewiſſen ruhe. II. Und wenn mich meine ſuͤnde kraͤnkt, Und ich zu dir, herr, trete, Weiß ich, daß dein herz mein gedenkt, Und thut, worum ich baͤte. 12. Ich weiß, daß du, mein heiland, lebſt, Und mich einſt aus der erde Erweckſt, und dann dahin erhebſt, Wo ich dich ſchauen werde. 13. Kan unſre lieb im glauben hier Für dich jemals erkalten? Doch iſt dis liebe nur zu dir, Dein wort von herzen halten. 14. Erfuͤll mein herz mit dankbarkeit, So oft ich dich nur nenne; Und hilf, daß aß deinen ſohn ihm ich dich allezeit Treu vor der welt bekenne. 15. Soll ich dereinſt noch wuͤrdig ſeyn, Des wegen ſchmach zu leiden: So laß mich we der furcht noch pein Bon 00 3 n 16. Ja, ſollt ich gleich nicht fur und für er doch ſo in mir, Daß er mich ſchuͤtz vor fuͤnden. 7. Hat gott uns ſeinen ſohn geſchenkt(Laß mich noch fterbend denken): Wie ſollt uns der, Mit ihm len? 1 nicht alles ſchen⸗ . Nicht dürfteſt ſtrafen. ur Des glaubens freud empfinden: So lebe der ihn geſchenkt, b Mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. oder: Iſt auch 8. 17 5 Zott, der du fuͤr un 70. G deinen ſohn gege⸗ ben: Wer kan doch gnugſam deine huld erheben? Wie herrlich zeigſt du im erld⸗ ſungt werke Der gnade ſtaͤrke! 2. Dein ewger ſohn ſtirbt fur die menſchenkinder; Der ſunder; Der ſeligſte begibt ſich ſeiner freuden, Fuͤr uns zu leiden. 3. Er wird das laam, das aller ſuͤnden traͤget, Dra du die ſtrafe weislich ſelbſt geleget; Daß du die ſchuld an den verlohrnen ſchaafen 4. Was iſt der menſch, daß du ſein ſo gebenkeſt, Und zum ver⸗ ſoͤhner ſchenkeſt? Was ſin⸗ deſt bu an mir und an uns allen Fuͤr wohlgefallen? S. Verdient verachtung guͤ⸗ ſchwendung unſchaͤtzbarer ſchaͤtze, Verdient gehäufte groͤdliche verſchuldung So viele dulbungn? 6. O welche tiefe deiner menſchenliebe! Wer faſſt, be? Du thuſt weit mehr zu unferm wohlergehen, Als wir verſtehen. 7. Ach lehre mich recht dei⸗ ne huld erkennen, Voll zu⸗ verſicht dich meinen vater i nen heiligſte triit an die ſtatt der tiger geſetze, Verdient ver⸗ 30 gott, die groge ihrer trie⸗ ſahnn„ t nich bey 8 fach; de nk, Nee f 1 ate fl. Nen rei · i , gutt, h. in lt, 9. 16 ae e e licht(es 1 n wär erf in thun 31. fit — 1. dec erf lu. Dis! buten: S e ke r meuzer per 1d ice! bauer)„, uc ſünder 5. 17 NW n af seg fi 11 f * 190 W een bent ö 11 itoze ine ut wen * hletgchey l c . 0 rich, Dun, Ns I nel W 0 e it in r n, * 1 6 uͤrb e. 9 ott, hätte dein ge⸗ . 71. G liebter ſohn Sich M. von der Erlöſung des Menſchen. nennen, Und zum gehorſam 0 gereinigt hat Von aller mei⸗ dir mein ganzes leben Wil⸗ lig ergeben. 8. Was mir dein ſohn, da er fuͤr mich geſtorben, Von deiner huld durch ſeinen tod erworben, Das werde mir zu meinem ewgen heile, Nun auch zu thetle. 9. Dein friede wohne ſtets in meinem herzen, Und troͤ⸗ ſte mich bey des gewiſſens ſchmerzen; Dein geiſt ſey mit mir, deinen guten wil⸗ len Treu zu erfüllen! Mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. mein nicht angenommen, Und waͤr er nicht von ſei⸗ nem thron Zu uns herabge⸗ kommen: So muͤßte mir; vor ewger pein, Gerechter richter! bange ſeyn, Um meiner ſuͤnden willen. 2. Doch er ſchafft dem ge⸗ wiſſen raſt: Nun darf ich nicht verzagen. Denn mei⸗ ner ſuͤnden ſchwere laſt Hat er fuͤr mich getcagen. Am kreuz verſoͤhnt er mich mit dir; Da floß ſein blut, da⸗ mit er mir Die ſeligkeit er⸗ 3. Wohl mir! mein herz ſchoͤpft neuen muth, Faſſt kindliches vertrauen. Ich kan auf ſein verſoͤhnend ner miſſethat, Wird ewig, ewig gelten. 3. Hinweg mit banger kuͤm⸗ merniß! Sey, ſeele, voller freuden! Oein heil iſt dir nun ganz gewiß: Von gott lan dich nichts ſcheiden. Was dir des hoͤchſten ſohn erwarb, Da er in ſchmach und martern ſtarb, Kan dir kein ſatan rauben. 5 5. Nichts nützet die gerech⸗ tigkeit, Die ſtolz auf werke bauet: Der iſt von ſeinem heil noch weit, Der eignen kraͤften trauet. Er erndtet ſchaden ſtatt des lohns: Nur die gerechtigkeit des ſohns Macht uns gerecht und ſelig. 6. Auch mich macht ſie ge⸗ recht, weil ich Sie veſt im glauben faſſe: Auch ewig ſelig macht ſie mich, Weil ich nicht von ihr laſſe. Gott, der erfullt, was er verheißt, Erhält auch mich, durch ſei⸗ nen geiſt, In ſeines ſohns gemeinſchaft. 7. Du, vater, warfeſt un: ſre ſchuld Auf deinen ſohn, als buͤrgen. Du, jeſu, lieſ⸗ ſeſt in geduld Dich, als ein lamm, erwuͤrgen. Du, geiſt, ile dieſes beil uns zu. In alle ewigkeit ſey du, Dreyeiniger, geprieſen! mel. Es iſt das heil uns komm. oder: Lobſinget gott, und ꝛc. Nr. 5 blut Mein ewig heil nun bauen. Dis blut, das mich „ Seil uns, aus un⸗ 72 H ſrer ſündennoth D 4 It Iſt rettung uns erworben. Der herr will nicht des ſuͤn⸗ ders tod. Was adams fall verdorben, Hat er aus gna⸗ den uns erſetzt. Wie werth ſind wir vor ihm geſchaͤtzt! Wie groß iſt ſein erbarmen! 2. Selbſt ſeinen eingebor⸗ nen ſohn Sandt er zu uns auf erden, Von dem ver⸗ dienten ſuͤndenlohn Ein ret⸗ ter uns zu werden. Er kam und mit ihm unſer heil; Er kam, am ewgen leben theil Uns wieder zu erwerben. 3. Wo iſt, o tod! dein ſta⸗ chel nun? Hier iſt dein uͤber⸗ winder. Fuͤr unſre ſchuld genug zu thun, Starb er, Der weg 36. Erſte Abtheilung. 5. Was er zu unſerm gluͤck verſchafft, Das iſt in ſeinen haͤnden. Sein iſt das reich; ſein iſt die kraft, Das heil uns zuzuwenden, Das er ſo liebreich uns erwarb, Als er fuͤr uns am kreuze ſtarb. Wohl allen, die ihm trauen! 6. O laſſt uns ihm uns an⸗ vertraun, Und niemals ſein uns ſchaͤmen; Auf ſeine mittlershuͤlfe baun, Und ſein joch auf uns nehmen. Das iſt der weg zum ewgen wohl, auf den man frie⸗ devoll Auch ſchon auf erden wandelt. 5 7. Herr, laß uns dieſe ſe⸗ ligkeit Doch über alles ſchaͤ⸗ das heil der ſuͤnder. Wo iſt nun, ſuͤnde! deine kraft? Hier iſt er, der uns kraͤfte ſchafft, Dem joch von uns zu werfen. 4. Gelobt ſey gott! gelobt ſein ſohn, Der retter unſrer ſeelen! Nun kan uns auch auf erden ſchon Das wahre gluͤck nicht fehlen, Getroſt und froh in gott zu ſeyn, Wenn wir uns nur dem hei⸗ land weihn, Den gott fur uns verordnet. N tzen. Nie koͤnnen guͤther die⸗ ſer zeit Den mangel uns er⸗ ſetzen, Wenn uns das groͤßte guth gebricht, Ein reines herz voll zuverſicht Zu dir, gott, unſer vater! 8. O, lenk auf dis erhabne gluͤck Der ſeele ſtaͤrkſte trie⸗ be. Zeuch maͤchtig unſer herz zuruck Von ſchnoͤder ſuͤn⸗ denliebe. An dem uns theur erworbnen heil Laß uns in wahrem glauben theil Stets ſuchen und behalten. 668 eee dre eee X. Von Chriſto, dem Erldſer. mel. Es 5 1 1 uns de. z. Du ſtellteſt dich zum 73. D mittler ein, Herr jeſu! für die ſuͤnder, Und wollteſt haupt und buͤrge ſeyn Gefallner adamskinder; Nahmſt alle ihre ſchuld auf 9 dich, Trugſt ihre laſten wil lig⸗ 117 75 f de ee den 11 unelzthren get Pom ah haust ſilhernunden, u auch un 2 l ſahns 1 wer uugend wien n pe Abele du* 52 1 det fe gabe, duc: I t mein s ſo ha, dun ich gen 8 de. Ss ſutdeſt du, 2 fer der „ ſehn jageſelt Aas lerer 1. Jun bert mer adam, r el nad zz it J Unger pig undch. ö doch liet 11 16 ſiegt ii froh. J bst a. h und, d. auch 1 164 0 Neft N ö en 0— iht, d zn dt 80 * liglich, Sie los und frey ſtille, Darin dein jugend⸗ change m S un 10* Ein 3 8 1 a0 u 0 11 1 5 — 1 us hee 5 tt 00 15 f 8. iche 25 1 I 0 au 1 gu, 12 ſhühn e 1 1845 1 y 1 ul een = en thel 165 halten, —5. 1 13 * 5 t 1b e E adams; f. bee ſchub 0 1 hte„ mittler. uͤberwunden, Ward auch an x. Von Chriſto dem Erlsſer. . zu. machen. 2. Du, deines vaters ew⸗ ger ſohn, Geborn ein menſch auf erden, Ertrugſt in fruͤ⸗ her kindheit ſchon Die groͤße⸗ ſten beſchwerden; Nahmſt 0 nach und nach an wetsheit zu; Durch frühe tugend wur deſt du Ein vorbild frommer jugend. 3. An jahren reif, an weis⸗ heit groß, Verlieſſeſt du die nun, durch wort und that, Voll kraft dis amt vertre⸗ ten. Des laſters ſchande ſtrafteſt du, Sprachſt muͤ⸗ den ſeelen freundlich zu, Und predigteſt gewaltig. 7. So wareſt du das wah⸗ re licht Mit aufwand dei⸗ ner kraͤfte. Jedoch, o herr! dis war noch nicht Dein wichtigſtes geſchaͤfte. Zum hohenprieſterthum beſtellt, Gabſt du zum opfer fuͤr die welt Dein eignes theures lauf verfloß: So wars des leben. vaters wille. Am jordan weiheteſt du dich, Durch deine taufe, oͤffentlich Zum antritt deines amtes. 4. Dein vater goß vom himmelsthron Auf dich des geiſtes gabe, Und ſprach: dis iſt mein lieber ſohn, Dran ich gefallen habe. So wurdeſt du, herr! vor der welt Vom himmel ſelber dargeſtellt Als auserkorner 5. Zwar dem, der unſer erſtes haupt, Den adam, dir viel macht erlaubt In langen eee eee Doch hier ward er des ſiegs nicht froh. Du ſtundſt als held; und ſatan floh. Die 5 ſahns, und jauchz⸗ en. 6. Beſtimmt nach gottes weiſem rath Zum lehrer und 8. Dem tode nahmſt du ſeine macht, Fuhrſt zu des himmels hohen, Wo dich in deiner ſiegespracht Die himmelsbuͤrger ſehen, Und wo du unſre ſache fuͤhrſt, Als koͤnig herrſcheſt und re⸗ gierſt Zu unſerm heil und ſegen. 25 Herr jeſu, großer mitt⸗ ler! ſey Von herzensgrund geprieſen Fuͤr deine gnade, huld und treu, Die du an uns erwieſen! Gib, daß wir gaͤnzlich dir vertraun, Gehorſam ſeyn, und einſt dich ſchaun Zu unſrer ewgen freude. mel., Ein laͤmmlein geht und ꝛc. 1 Lob, ehre preis und 74. L dank ſey dir, O je⸗ ſu, unſer leben! Preis wur⸗ dig biſt du fuͤr und fuͤr: Wer kan dich gnug erhe⸗ propheten, Sah man dich 0 ben? Eh noch die welt ward, D 5 warſt . Erſte Abthellung. warſt du ſchon Groß, herr⸗ lich und des hoͤchſten ſohn, Ein erbe ſeiner ehre. Dein iſt das reich, die herrlichkeit, Und du beherrſcheſt weit und breit Der kreaturen heere. 2. Dein ſind ſie; benn durch weſſen kraft Ward himmel, meer und erde? Wer hat das leben uns verſchafft? Wer ſprach zum engel: werde Du biſt es, deſſen allmachts⸗ ruf Die ganze welt aus nichts erſchuf; Du biſts, der alles traͤget, Was ſichtbar und unſichtbar iſt, Was erd und himmel in ſich ſchließt, Und was im meer ſich reget. 3. Und dennoch biſt du uns zu gut In dieſe welt daten men; Haſt willig unſer fleiſch und blut, O herr, an dich genommen; Aus der erſchrecklichſten gefahr Zu retten, was verloren war, Wardſt du ein knecht auf er⸗ den. O huld, die ſonſt nichts gleiches bat! Du ſtarbſt fuͤr unſre miſſethat, Ein heiland uns zu werden. e 4. Du wardſt es uns, und biſt es noch Jezt auf der himmel throne; Suchſt lieb⸗ cheide. 3, Du hoͤrſt der deinigen gebaͤt, Und endeſt ihre pla⸗ ge; Du bleibſt, bis zeit und welt vergeht, Bey uns noch alle tage. Herr, dir ſey ewig dank und ruhm Fuͤr deinen tod und marterthum, Fuͤr alle deine liebe! Dir geb ich mich zu eigen hin: Gib, daß ich mich, ſo laug ich 5 Jg deinem 88 1571 9 Run 105„mein 1. 5 Mein heiland! deine 75. M groͤße Geht uͤber alle himmel weit; Wer iſt, der ſie ermeſſe? Du warſt 5 gott von ewigkeit; Du biſt der erſtgeborne Vor aller kreatur: Kamſt zwar fuͤr uns verlorne In menſch⸗ licher natur, Doch in der menſchheit orden Tratſt du erſt in der zeit; Eh noch die welt geworden, Hattſt du ſchon herrlichkeit. 2. Der himmel und die erde Sind durch dein kraͤftges wort gemacht; Auf dein all⸗ maͤchtig: werde! Entſtand eee, reich von der funde joch Und ihrem ſchnoͤden lohne, Die ihr noch dienen, zu be⸗ freyn; Beſchwerter herzen troſt zu ſeyn, Iſt deines heerzens freude; Du 2 den muͤden ſeelen ruh, Und wer dich liebt, den ſtaͤrkeſt die welt mit ihrer pracht. Du biſt auch unſer meiſter; Auch uns ſchuf deine hand, So wie das heer der geiſter, Das dich noch eh'r erkannt. Ein erbe uͤber alles! Das iſt dein ewger ruhm; Drum jammert dich des falles Von deinem eigenthum, 1 3. Du du, Daß nichts ihn von dir n 1 0 0 bt 2 tum hahn; 1 1 dn Rugeh; 28 f rg, f t den. tin nicht hör? 1 ie füllt. in it tod un chf sede P 8 10 nieder ge A Dann dein Aae 1 1 lun itt selig es Mer dc vereh— Autun vedere deff In zufrieden d Und nacht ihn eag f elden Mlbmmner. dſtenchr n faden 9 Tela, J ze gh 1 wal dh, et gun oe evg l ſtgcbont r fe A ente , doch ben du z Ehn e nelunb de han, e r der eee, 0 ö ö alis Düt ihn; n bes file un Shun 4 156 an, e 2 —— ———ů— ———— — dein hs, IVa: e del en, er puh mee h ce, X. Von Chriſto, dem Erlsſer. 3. Du traͤgeſt alle dinge Durch deiner allmacht as kes wort! Das große und geringe Gebt blos durch dei⸗ nen willen fort. Sohn got⸗ tes! du regiereſt Den gan⸗ zen kreis der welt! Weil du das ruder fuͤhreſt, Geſchieht was dir gefaͤllt. Bey dir ſteht tod und leben! Drum wird einſt jede gruft Die tobten wieder geben, Wann deine ſtimme ruft. 4. Gott laſſt dir ehr erzei⸗ gen, Die keinem andern wiederfaͤhrt; Dir ſoll ſich alles beugen; Denn goͤtt⸗ lich⸗ groß iſt, herr, dein ö 8 ſein herz ſich neigt. Mit werth. Du biſt das heil der erden. Wer auf dein 1 — ehre Und baͤte dich in de⸗ muth an. Beſchaͤme und bekehre Die, die dir noch nicht zugethan! Die dei⸗ nem wort nicht glauben, Und dir, der fuͤr ſie litt, Die ſchuldge ehre rauben: Theil ihnen gnade mit, Dich glaubig zu erkennen. Laß nicht, die dich erkannt, Von deiner liebe trennen. Dein xuhm full jedes land! ezagqt* borner, Von ewig⸗ keit gezeugt; Des va⸗ ters auserkorner, Zu dem ihm von einem weſen, Ihm, wort nicht hoͤrt, Der kan nicht ſelig werden; Wer aber dich verehrt, Dem hilfſt du vom verderben, Schaffſt ihm zufriedenheit, Und machſt ihn einſt zum erben Voll kommner ſeligkeit. 5. Wie herrlich iſt dein name Schon jezt, o herr! in aller welt; Dich preiſt der frommen ſaame, Der glaubig dir zu fuße fallt. Dich vrei⸗ ſen ſeraphinen, Erhabner menſchenſohn! Mit freuden dir zu dienen, Stehn ſie vor deinem thron. 2 dein ſich ſchaͤmen? Werth biſt du, preis und ruhm Auch, herr, von uns zu nehmen, ee Wer ſollte wie du ſtets geweſen, Stets fete an herrlichkeit. Uns, deinem eigenthum. 6. Sohn gottes! ich ver⸗ ge, Der ales gute ſch aft g ö ö 5 15 i 1 verloren, 1 deinem thron: Starbſt, daß 2. Fuͤr uns ein meuſch ge⸗ boren, Der keuſchen jung⸗ frau ſohn; Zu ſuchen, was Kamſt du von wir leben möchten Erhubſt uns zu gerechten Und erben deines reichs. 3. Gib doch in reichem maaße Erkenntniß deines heils; Daß keiner je verlaſſe Dich uͤber alles ſchaͤtzen, An dir ſich gern ergoͤtzen, Macht himmel aus der welt. 4. Du ſchoͤpfer aller dinge, Des vaters ewge kraft, Ohn den ich nichts vollbrin⸗ 2 . b, mel. Herr ehriſt, der einig de. 16/77. Sohn gottes, einge⸗ 61 76„So 8 ges f Die wahl des beſten theils. 9 1 Erſte Abtheilung. daß mich nichts ver⸗ Mein herz nichts von dir wende; ich ts an dir. 5. 2 ch alle macht der ſuͤnden Durch deinen kreu⸗ neee Und hilf mir uͤber⸗ w inden, Was mit verfüh. phirend leben Kan mir ein *. 2b: 123 4 25 Nun danket all, und. Nr. 3. lſo hat gott die welt geliebt, Daß er aus reyem trieb Uns ſeinen hu zum heiland gibt: Wie jat uns gott ſo lieb! 2. Was ſein erbarmungs⸗ voller rath Schon in der 90 ewigkeit Zu unſerm heil be⸗ 4e fh bal hat, Vollfuͤhrt er 3. Er, aller menſchen boͤch⸗ 5 gutt, Der alle ſegnen Nimt, wie die kin⸗ der, fleisch und blut, Doch 70 ohne 1 an. 10 r-. Ich freue mi mein . T8. bal in dir; Du nimſt mein 1 ſleiſch an dich: Was feh 1¹ ütsnir nun? iſt gott mit Wer iſt denn wider mich? 2* 5. Du 8 des allerhöͤch 77275 2 2 0 leben geben, Das neu und himmliſch iſt. 6. Dank, lob und preis und ehre Sey gott in ewig⸗ keit, Fuͤr dieſe gnad und lehre, 7 er uns erfreut. Sie troͤſt uns, wann wir leiden; Sie ſtaͤrk uns, wann wir ſcheiden; Sie ſchat uns im eic — 8.— der ae und Geburt Chriſti. 2015 82. J 25. I. A A a Lieder. kraft und held, Mein vater, und mein friedefuͤrſt, So, wie das heil der welt. 6. Was mir zum ſeligſeyn gebricht, Das, herr, er⸗ warbſt du mir: Verſoͤhnung, leben, troſt und licht, Das f hab ich nun an di. 7. Dein mangel wird mein reiches theil; Dein leiden ſtillt mein leiß; Durch dei⸗ ne knechtsgeſtalt, mein heil, Gewinn ich herrlichkeit. 8. Gelobt ſey gott! gelobt ſein ſohn, Durch den er gnad erweiſt! Lobt, engel, ihn vor ſeinem thron! Erheb ihn auch, mein geiſt! Mel. Sollt ich meinem gott ꝛc. er du uns das heil 78 D errungen, Menſch gewordaer 1 ſohnl .% e 1 Euls ahmt echt ne 1 ca bend e 0 f 1 du 15 die e n in. 1 Du, du. 3 Kan, ber gottes“ 1 uus glei 0 105 4 m e ce cen. 1 0 1 fen) fh in dir** hefreyn;. 1¹ in bünttwez ge ten D haf du ye ba 1 e tächtetee ur b bun sioh ge 1 0 hulch d, 55 0 da, pit den, Der 52 2 1 Den 3 2— S SW 2 S 2*— . .— ——— — A 2 ä ech, Mg Sc 6 U l he M ir zun ih Das, 100 Est: Nate, und ligt, 5 an dit 1 ang Ei; den n N, du fat, n, S eri n en Dur us i, 1 em thront e de in geſf. (b nenen gur f u uns dat h ungen, Mast S ottes⸗ 7 25 4 14 — Ewig ſey dir lopgeſungen, die — Daß du von des him mels thron, Uns zu gut, ins fleiſch gekommen; Der du voller freundlichteit Laͤngſtens ſchon vor meiner zeit, Dich auch meiner angenommen, Und mein bruder worden biſt: Sey gelobt, herr jeſu chriſt! enn 2. Sey gelobt! denn dir geboͤret Preis und dank und ruhm mit recht. O wie hoch haſt du geehret Unſer ſterb, liches geſchlecht! Herr, du haſt es ſelbſt vermaͤhlet Mit der goͤttlichen natur, Und fuͤr aller kreatur Es zum wohlthun dir erwaͤhlet; Ja, in dir, ott Herrſcht die menſchheit auf dem thron. 3. Du, du biſt der voͤlker ſegen; Kamſt, von noth uns zu befreyn; Und wir koͤn⸗ nen deinetwegen Jezt ſchon kinder gottes ſeyn. Hat die nem ruhme ſeyn. klaͤrt zu ſehen. faſſet zuverſicht, veſt: nur ſuͤndigt nicht. 5. Sollte mich„ gott verlaſſen, Wenn ich krank und huͤlflos bin? Nein, ſein heil wird mich uw faſ⸗ ſinn. Und dann kan mich nichts anfechten. Er, der meinen jammer kenat, Und mich gnaͤdig bruder nennt, Sitzt als herr zu gottes rech⸗ ten; Durch ihn bin ich gott vereint; Gott iſt vater und * 5 mein freund. N 6. Herr, wie groß iſt deine ganz gemuͤthe Voll von dei⸗ Nimmer will ich dein vergeſſen z Dir will ich mich ganz ver⸗ traun, Freudig folgen auf in. Deine huld iſt nicht zu meſſen: Gib, daß dich baun. ſuͤnd uns gleich verdorben: ich fuͤr deine treu, Dir au O ſo haſt du neue kraft Uns zur heiligung verſchafft, Und tuͤchtigkeit erworben, Einſt von ſuͤnden voͤllig rein, ewig dankbar ſern. Mel. Lobt gott, ihr ehriſten ꝛc. oder: Nun danket all ꝛc. Nr. 3. 2 Lobfin e gott, o chri⸗ Aehnlich dir, o herr, zu ſeyn. 4. Du, du biſt der mittler worden, Der die welt 99 ott verſoͤhnt; Haſt der 3 menſchheit orden Wieder mit dem recht be⸗ lehnt, In den himmel ein⸗ zugehen, Und da gottes herr⸗ Fromme Glaubet „PPP 0 ſTT0—T—TTTTTTTTT e— 1* r XI. Von der menſchwerdung und Geburt Chriſti. t üvungszeit, Ewig einſt vere 3 ſen, Tioͤſten den betruͤbten gute! Meine ſeele freut ſich du gottes ⸗ſohn, dein. Laß doch ſtets mein — 14 ſtenheit! Und dan⸗ ke deinem herrn! Ihm; wel⸗ che dach ſe end erden Dir hilft ſo herzlich gern. ,: . Ein ganzes jahr haſt du ſein wort, Sein goͤttlich wort, gehoͤrt. Und heute wirds an dieſem ort Von lichkeit, Nach vollbrachter neuem dich gelehrt.: 62 Erſte Abtheilung. 3. Herr, dir und deiner opfer dar. Gib, daß dein volk geſegnet ſey Im neuen wort rein. Laß deine heilge ſacrament Mit troſt das herz erfreun.:,: S. Erleuchte, was in irrthum vatertreu Bring ich mein 4. Hilf uns! und bis an unſer end Erhalt uns dein 3. Gottmenſch, du betrittſt die welt, Eileſt maͤchtig als ein held, Ruhſt nicht, bis, was uns bekriegt, Ganz zu deinen fuͤßen liegt. 4. Deinem vater gleich an kraft Haſt du ſieg und beil geſchafft: Herr, von rath und huͤlf entbloͤßt Ware wir; und ſind erloͤſt! 5. Preis ſey dir in ewig⸗ wort erſchreckt, Rechtſchaf⸗ fen ſich bekehr.:,: 6. Gib allen lehrern freu⸗ digkeit Und weisheit, muth und kraft. Welch gluͤck fur uns, wenn jederzeit Ihr vortrag nutzen ſchafft!:,: 7. Regiere uns mit deinem geiſt Bey unſerm kirchen⸗ gehn, Und laß bey dem, was du uns heißt, Ohr und herz offen ſtehn.: 8. Wie wir auf eine kurze zeit Allhier verſammlet ſeyn, Uns mit einander freun e: 1.4, 7. Mel. Nun kommt der heiden ze. 1 76(Sohn, der uns ver⸗ 3 80. O been war, Den Hedie jungfrau uns gebar, 10 80. ,o Friedefü ft, rath, kraft and 1 held, Herr und heiland al⸗ % er welt: le we 1 8 ſteckt. Gib, daß zu deiner 1 ehr Der ſuͤnder, durch des ſeyd! — ee So werden wir in ewigkeit ö : dich gab; Lob dem geiſte! keit! Auf, dle ihr erloͤſet Ruͤhmet den, der, groß von that, Euch vom tod erloͤſet har. 6. Du, der ſoſchen ſieg voll⸗ bracht, Brich in uns des fleiſches macht. Du ver⸗ magſt es, herr der welt, 7. Von dem vater, der dich gab, Kameſt du zu uns her⸗ ab. Nach vollbrachtem ed⸗ hinauf. 8. Lob ſey dir! du kamſt herab; Lob dem vater! der len lauf Fuhreſt du zu ihm dankt und ſingt, Daß er uns Je bringe pfangen, Heil zu erkennen, ſt du. 1 b 1.* I. 5 7.— 7 27 e ſen ſoll, 28. /. Deſſen machtwort ſie er⸗ Halt!! 2 8 Val Bekannte Melodie. T 81. Wie on ich dich em aller ſterblichen! Du freu⸗ de, du verlangen Der troſt⸗ W beduͤrftigen! Gib ſelbſt mir ſy Wie, deiner 772 gute voll, Dich meine ſeele. nennen, Dich wuͤrdig prei⸗ 2 3, Dein e eee ee ee e e 1, Uu kuf& 1 1 bi nacht n den 5 6 bos, Ent; i ſhanden 2 dude, & we in landen 5 f. ac nch gr bchſt 905 l 4 2 cler züther y fe um ig wü u Dan, ö f —— 5 —— A l 1 soch WW ö iich h. 1 4 N icht. dy 4 herr 1„ . chtwon f 5 % bete u, b e, 1 ihreſt l br F enen, N e n. „ 146% ite Nea 7 ee, fungen, gel, hen! du d engen On — 8 XI. ven der Menſchwerdung und Geburt Chriſti. . Dein zion ſtreut dir pal⸗ men, Und meine dankbegier Ergießt in freudenpſalmen Sich, guͤtigſter, vor dir. So gut ich ſchwacher kan; Mein herz will ich dir geben. Ach, nim es gnaͤdig an! 3. Nur daß du mich be⸗ freyteſt, Gabſt du dich ſelbſt fuͤr mich. Mich zu erretten, freuteſt Du, ſeligmacher, dich. Du ſahſt, es waͤre keiner Vermoͤgend gnug da⸗ zu. Da jammerte dich mei⸗ ner, Da kamſt und halfeſt du. a f„ 4. Du machſt mich von den banden Des tods auf ewig los, Entreiſſeſt mich den ſchanden Der ſuͤnde, machſt mich groß, Und hebſt mich hoch zu ehren, Und ſchenkeſt guͤther mir, Die un⸗ verzaͤnglich waͤhren. Dank, ewig dank ſey dir!. 5. O du, an den ich glaube, Was wars, das dich bewog? . 8 richte Und bringt, wann er 6. Das ſchreibt in eure herzen, Betruͤbte, traurt nicht mehr. Zagt nicht in euren ſchmerzen, Als ob kein Dich, dich will ich erheben, helfer waͤr. O ſehet auf; ihr habet Den beßten helfer nah. Der eure ſeele labet, Der treue freund, iſt da. 7. Die ihr mit ernſter reue Still eure ſchuld beweint, Wiſſt, daß er euch verzeihe. Er ſelbſt, der menſchen⸗ freund, Ruft heilbegiergen ſuͤndern Der gnade troſt⸗ wort zu, Macht ſie zu gottes kindern, Schafft ihren ſee⸗ len ruh.. 8. Er uͤberſiehet keinen Und weiß, was jedem nuͤtzt. Hat er nicht ſtets die ſeinen Von anbeginn geſchuͤtzt? Nicht ſie in ihrem leide Zu troͤſten ſtets gewußt? Er⸗ freun iſt ſeine freude Und wohlthun ſeine luſt. 5 . Er kommt zum weltge⸗ Was wars, das dich zum erſcheint, Fluch jedem boͤſe⸗ ſtaube, Zu mir hernieder ſwichte Und heil dem tugend⸗ zog? Dein goͤtiliches erbar⸗ freund. Wohl ewig allen des men! Ja, du, o jeſu, haſt nen, Die ſeine wege gehn, — Mit mitleidvollen armen Und einſt mit freudenthräͤ⸗ 6. Die ganze welt umfaſſt. . 24 UM fo. 77 72. 5 EI 5 45% 8. 2% 7 a 5 7 1 5 nen An ſeiner rechte ſtehn! ö 2———— 643 Erſte Abtheilung. 2. Weihnachts ⸗ Lieber. „Mel, Wir chriſtenleut ꝛc. oder:* 797 77 5 uf, ſchicke dich, 82. Age acht feyerlich Oes heilands feſt mit dan⸗ ken zu begehen! Lieb iſt 79 dank, Der lobgeſang, Durch den wir ihn, den gott der lieb, erhoͤhen. 2. Sprich dankbar froh: Alſo, alſo Hat gott die welt in ſeinem ſohn geliebet! O, wer bin ich, Herr daß du mich So herrlich hoch in deinem ſohn geliebet? 3. Er, unſer freund, Mit uns vereint, Zur zeit, da wir noch ſeine feinde waren: Er wird uns gleich, Um gottes reich und ſeine lieb an uns zu offenbaren, J. An ihm nim theil! Er iſt das heil: Thu taͤglich buß und glaub an ſeinen namen Der ehrt ihn nicht, Wer f herr, herr, ſpricht, Und doch nicht ſucht ſein bey ſpiel nach⸗ zuahmen. 5. Aus dank will ich In 8 dürfeg en dich, Dich, A ſohn, bekleiden, ſpeiſen, traͤnken; Der frommen herz In ihrem ſchmerz Mit troſt erfreun, und dein dabey ge⸗ denken. 6. Rath, kraft und held, Durch den die welt Und al⸗ les iſt, im himmel und auf U erden! Die chriſtenheit Preiſt dich erfreut, Und aller knie ſoll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den herrn! Er hilft uns gern, Und wer ihn ehrt, den wird ſein name troͤ⸗ ſten. Gelobt ſey gott, Gelobt ſey gott, Freut euch des herrn, und jauchzt ihm, ihr erloͤſten. R. 1 5. Meg mel. Dis 1 e 17 5 ꝛc. i er tag, den 83.1 D gott—— Sein 5 in aller welt ge⸗ dacht! Ihn preiſe was, durch jeſum ehriſt, Im himmel * auf erden iſt. .Die väter haben dein geberrt. Doch, als die zeit erfuͤllet ward, Da ſandte gott von ſeinem thron Dich, 45 der welt! dich, ſeinen ohn 3. Wenn ich dis wunder aſſen will, So ſteht mein geiſt vor ehrfurcht ſtill; Er baͤtet an ung er ermiſſt, Daß gottes lieb unendlich iſt. i 4 Damit der ſuͤnder gnad erhalt, Erniedrigſt du dich, herr der welt! Nimſt ſelbſt an unſrer menſchheit theil, Erſcheinſt im fleiſch zu un⸗ ſerm heil. 1 5. Und zu erfuͤllen gottes rath, Sorachſt du ſowohl durch wort als that: Gott, deinen willen thu ich 6905 0 1 7 1 5 ſu, lud 18. en wit. 1 8 ea böht. 8 ball dub 4 ae! die ihn Fig um, tz ed. 0 1 1 fi„de 5 gegagt; 0 Ain aller bil 0 ö des ah 1 en i. ber hahn h och, Al t Ad, dar en n tl dec, n tent d 1 So fn 553 furcht fl, 1. der ane e iunendih t der sine d D uUedrigt ut, lt! N S meaſchhlt l Fim feſh w 8 q erfülla ua D rachſ du end 1 als Hat h en ihn ian 0 . „ In hin 1 neues lied. TT XI. von der Menschwerdung und Geburt Christi. 6s ———— Lob ſey dir, der da kam vom herrn. 6. Dich, der du menſch geboren biſt, Mit uns ver⸗ eint, dich jeſum chriſt, Auf den die voͤlker hoffend ſahn, Dich baͤt auch ich, mein hei; land, an. f 7. Du unſer troſt und hoͤch⸗ ſtes guth! Pereinigſt dich mit fleiſch und blut, Wirſt unſer freund und bruder hier, Und gottes kinder werden wir. 8. Gedanke voller maje⸗ ſtaͤt! Du biſt es, der das herz erhoht. Gedanke voller ſeligkeit! Ou biſt es, der das herz erfreut. 9. Durch eines ſuͤnde fiel die welt; Ein mittler iſts, der ſie erhalt. Was zag ich nun, wenn der mich ſchuͤtzt, Der in des vaters ſchooße tzt 10. Jauchzt himmel! die ihr ihn erfuhrt, Den tag der heiligſten geburt; Und erde! die ihn heute ſieht, Sing ibm, dem herrn, ein II. Herr! der du uns den tag gemacht, Oer uns ſolch großes heil gebracht, Dich preiſe, wer, durch jeſum ehriſt, Dein freund und dein verehrer iſt. Bekannte Melodie. du uns geboren biſt, Und uns zu gute warbſt wie wir: Preis ſey, o welterloͤſer, dir, Auf ewig preis? 2. Dich, unſern heiland, unſern herrn, Sahn die vaͤ⸗ ter ſchon von fern; Du, al⸗ ler voͤlker troſt und licht, Du warſt auch ihre zuver⸗ ſicht. Gelobt ſey gott! 3. Die nacht entflieht, der tag bricht an Ueber die, ſo nie ihn ſahn; Auf die, ſo ſinſterniß umgab, Glaͤnzt gottes wahrheit nun herab. Gelobt ſey gott! 4. Er, durch den uns ge⸗ holfen iſt, Der einſt richtet, jeſus chriſt, Der ſchoͤpfung Erniedrigt ſich und wird uns gleich. Gelobt ſey gott! 5. Jauchzt himmel! erde, freue dich! Gott verſoͤhnt die welt mit ſich; Uns, adams ſuͤndiges geſchlecht, Entſuͤndigt er, macht uns gerecht. Gelobt ſey gott! 6. Gelobet ſeyſt du, jeſu chriſt, Daß du menſch ge⸗ worden biſt. Deß freue fich die chriſtenheit, Und dank es dir in ewigkeit. Gelobt ſey gott! mel. Ermuntre dich, mein ꝛc. [oe Gott, deine gnade 85. G ſey gepreiſt! Sie ſchuf uns beil und leben. zelobet ſeyſt du, je⸗ 84. Geſn chu, 5 er E' muntte dich, mein träger geiſt, Ihr wohlthun zu er⸗ 5 heben, 1— herr, kommt in ſein reich, 66 Erſte Abtheilung. heben. Denk an die nacht, da auf der welt Des hoͤch⸗ ſten ſohn ſich dargeſtellt. Um ſein ſo theuxes leben Fuͤr ſuͤnder hinzugeben. 2. O große that! erwuͤnſch⸗ te nacht! Von engeln ſelbſt beſungen! Du haſt den mitt⸗ ler uns gebracht, Der uns das heil errungen. In dir erſchien der ſtarke hed, Der alles ſchuf und alles hält, Der freund der menſchenkin⸗ der, Des todes uͤberwinder. 3. Der du zu uns, geſandt vom herrn, Aus deinem himmel kameſt, Und unſer fleiſch und blut ſo gern In demuth an dich nahmeſt! Sohn gottes! o wie haſt du dich So tief erniedrigt auch fuͤr mich! Wie arm biſt du erſchienen, Um mir zum heil zu dienen! 4. O lehre mich den gro⸗ ßen werth Von deiner huld recht faſſen! Was reizte dich, auf dieſer erd Dich ſo ein, Wardſt menſch und kamſt mit freuden, Fuͤr uns den tod zu leiden. 5 6. Dein, ſohn des hoͤchſten, freu ich mich; Du biſt auch mein erretter. Auch mir zum troſte ſandte dich Der berr, der gott der goͤtter. Was mir ein wahres wohl verſchafft, Erleuchtung, freuden, die ſtets wahren, ren. groͤßter freund, Fuͤr deine treue geben? Du biſts, der mich mit gott vereint, Du bringſt mir heil und leben. Herr, was ich hab und was ich bin, Das geb ich dir zum dienſte hin; Ich will dich ohn aufhö en Mit leib und geiſt verehren. 8. Ich ſehe dich zwar hier noch nicht, Doch wirſt du wiederkommen; Und dann ſchaun dich von angeſicht, herab zu laſſen? Hier war⸗ teten dein nichts, als noth, Verachtung, kumer, ſchmerz und tod; Und doch kamſt du auf erden, Ein menſchenſohn zu werden. 5. Viel ſtaͤrker, herr, als ſchmerz und tod, War deine menſchenliebe. Du ſaheſt unſre ſuͤndennoth Mit mit⸗ leidsvollem triebe. Du ſtell⸗ teſt un ſer heil zu ſeyn Herr, alle deine frommen. Dann werd auch ich, herr jeſu ehriſt, Dich ſchaun, ſo herrlich, als du biſt; Dann wirſt du mich zum leben, Das bey dir iſt, er⸗ heben. N Mel. 19 75 9 00 fit t 2c. zottes ſohn om⸗ 86. G men! Dankt ihm, ſeine frommen, Dankt ihm, baß er kam! Daß er hier Nach deines vaters rath dich auf erden, Unſer heil zu wer⸗ friede, beßrungskraft, Und Willſt du auch mir gewaͤh⸗ 7. Was ſoll ich dir, mein eee ee ee e e — r 7 2 1 5 13 Auf Faber,.. in he e u chi tel“ in kad( 0 A gen daß er, a, fee i bude ü f 2 1 daun throne, 2. iu hne, H. 0 f chef. Pes? bell! et, u J len mic e faden iu un m? ker; habt ewig 2, Einf pen dom d 4 Paz h n ala e feht amm bey. U.. kund, i gutt ben E. richt i beider h Noch chte a J an wr erwi⸗ ba, Fühn es i fie c e des ge gacht lte tobten g Git ib ade vice, der feucht. J 2. ft los au e gruft, In r ſadf ü tod kuſtſerrey, Da ig gh aul den cd kthron n 0 lhnen ſchener 1 li N ngk i das gh r n n % hö en fa 0 Derehren, Doch nia ir en; lib an von ag, deine fung — auch 0% dis ſſa, S, als u — N He dic me Erſchien er hier, wird er vom boͤſen Gaͤnz⸗ dbu n t bey de eile fa,, a6 ſohn i ul dau t irn, Dau, — Daß 11 5 Unſer Is — ̃.— 1 5 g ö 1 2 XI. von der Menſchwerdung und Geburt Chriſti, 67 werden, Seine wohnung nahm. Men ſch, wie wir Um des vaters gnaͤdgen willen An uns zu erfüllen. 2. Laſſt uns niederfallen, Danken, daß er allen Freund und bruder iſt! Gott, auf ſeinem throne, Liebt uns in dem ſohne, Hilft burch je⸗ ſum chriſt. Welch ein heil! An chriſto theil, Theil an ſeiner ſendung gaben, An gott ſelbſt, zu haben. 3. Keine macht der leiden Kan von ihm uns ſcheiden; Er bleibt ewig treu. Einſt lich uns erloͤſen; Hier ſteht er uns bey. Unſer freund, Mit gott vereint Kan nicht ſeine bruͤder haſſen, Noch ſie huͤlflos laſſen. 4. Wenn wir einſt ermuͤ⸗ den, Fuͤhrt er uns in frie⸗ den In des grabes nacht. Unſre todten glieder Gibt die erde wieder Ihm, der ſie bewacht. Jeſus ruft Uns aus der gruft, Er, der ſelbſt den tod einſt ſchmeckte, Den das grab auch deckte. 5. Auf dem richterthrone Werden wir im ſohne Un 6. Eilet eilt, ihr ſuͤnder! Werdet gottes kinder! Wer⸗ det ſeiner werth! Eilet, eilt, ihr frommen! Seyd, wie er, vollkommen! Bleibet ſei⸗ ner werth! Preiſet ihn, Daß er erſchien, Und ſich fur euch hingegeben, Durch ein goͤttlich leben. Rel. Allein gott in der hoh de. 87 Lat uns mit ehr⸗ 1 furchtvollem dank Den gott der lieb erhohen, Mit feyerlichem lobgeſang Des heilands feſt begehen! Preis ſey dem vater, der ihn gab! Preis ſey dem ſohn! er kam herab, Und ward das heil der menſchen. 2. Iſt der ein chriſt, der dieſes heil Nicht ſchaͤtzt und lieb gewinnet? Nim froh an ſeiner liebe theil, Und werd ihm gleichgeſinnet! Wer nicht, wie er, geſinnet iſt, Der ehrt ihn nicht, iſt nicht ein ehriſt. Der herr erkennt die ſeinen! 3. In duͤrftgen laſſt uns ihn erfreun, Bekleiden ſpei⸗ ſen, tranken! Ja laſſt uns frohe geber ſeyn, Und ſein dabey gedenken. Was ihr ſern retter ſchaun. Heil und den meinen habt gethan, ig leben, Wird er allen geben, Die ihm hier ver⸗ traun. Er ward hier Ver⸗ ſucht, wie wir; Ueber⸗ ſchwenglich wird er lohnen, Das, ſpricht er, habt ihr mir gethan. Und er, er wills vergelten. 4. Wer ihn mit treuem her⸗ zen ehrt, Den wird ſein na⸗ eee Und der ſchwachheit ſchonen. me troͤſten. Vertraut auf E 2 e e, „ aadbaͤtung bringen! In des Nen 63 Erſte Abthellung: ihn, der flehn erhört, Lob ſingt ihm, ihr erloͤſten! Es freut ſich deine chriſtenheit, Herr, deiner menſchen⸗ freundlichkeit. Dir, dir ſey ewig ehre! „ 1 Aiel. Laſſt uns mein herze dc. 26. Laſſt uns unſerm gott 9 l 88. L lobſingen! Hoch er⸗ freut, Laſſt uns heut Ihm ehimmels hohe choͤre Stim⸗ met ein: Gott allein, Un⸗ ſerm gott, ſey ehre! 2. Jeder, der ſich fuͤhlt verloren, Freue ſich Innig⸗ lich: Chriſtus iſt geboren. Er, der koͤnig aller weſen, Steigt herab Bis ins grab, Suͤnder zu erloͤſen. 3. Wer kan gottes rath⸗ ſchluß faſſen? Aber dis Iſt gewiß, Gott kan uns nicht haſſen! Kommt der ſohn aus frryen trieben Zu uns her: Wie ſollt er Nicht die menſchen lieben? 4. Wenn er uns verworfen haͤtte, Naͤhm er dañ Menſch⸗ heit an, Daß er uns erret⸗ te? Deß ſoll ſich der erd⸗ kreis freuen! Zum gericht Kommt er nicht, Sondern zum verzeihen. 3. Eilt im geiſt nach beth⸗ lems huͤtten, Seht, war er Euer berr Schon fuͤr euch erlitten. Er wird nie⸗ drig eurentwegen. Welch ſchulden Armuth, noth, Schmach und tod Goͤttlich⸗ groß erdulden. Lernt den menſchenfreund erkennen, Gnadenreich Will er euch 7. Dankt ihm, eee eee Seine brüder nennen. der das innre ſehnen Sehen kan! Baͤtet an! Opfert freuden⸗ liebe brennet, Traut dem ne bruͤder neunet. 8. Wenn euch eure ſuͤnden kraͤnken, Eilt berzu, Suchet ruh! Er will ſie euch ſchen⸗ ken. Schaut auf ihn mit glaubensblicken! Zittert nicht! Denn er ſpricht: Ich will euch erquicken. 9. Druͤckt euch hier ſo man⸗ che plage; Euren ſchmerz Fühlt ſein herz, Kein erloͤ⸗ ſter zage. Bringet ihm an ſeinem feſte Preis und ehr! Wiſſet, er Waͤhlt fuͤr euch das beßte. 10. Er verlaͤſſt euch nicht, ihr ſchwachen! ihr Litt er hier, Euch be⸗ Mehr als gluͤckt zu machen. Dieſe kurze zeit der leiden Und der muͤh, Was iſt ſie Gegen ewge freuden? II. Jeſu, du nahmſt meine bürde Gern auf dich, Daß auch ich Frey und ſelig wuͤr⸗ de. Wer kan deine lieb er⸗ ein freund! Er erſcheint Feinden ſelbſt zum ſegen. gruͤnden? Ewig ſoll Freu⸗ den⸗ 6. Er, er will fuͤr eure F keen, e? g thraͤnen! Liebt ihn, der von heren Der euch gern Sei⸗ 99 1 d treuer. h ud Er 2 22 5 DS — S — echte! 1 5 0 0* i ngeſchte A 1 Ic deine E 2 10 Beute 110 0 d hen, un duden de uns zu 5 lj M. Ii und kuf dere Een A bs J d, wech! deep! U. duet kechli dae in! 5 hut el te„Da 9 urg net e krich 1 gls ſchuß z. w auch den J 5 0 hint ich 1.„ 1 25. f 10 0 wash— e en e, 0 . 1 1 1. a „ 1 uch eur; en 10 ea h Juct auf ih 1 en cen] Zh In h u uſcknn,. 0 ich Hen , Eu in enz, An e * 0 1 einget y; ei Wed 5 af le. ü dſt ut e e tu Ser, hs % achen de ei= leiben laſe S iſt ſe Un e „naht ene uf 90, dd b.und fel dene u big ſil, 1 ö 6 3—4 ä——————— wol ſchwach, Doch um ſo 1 mel zu erhoͤhn. XI. von der Menſchwerdung und Geburt Chriſti. 65 den zoll Sie mein herz em⸗ pfinden. 12. Dir, mein goͤttlicher befreyer, Folg ich nach, Ob⸗ viel treuer. Keine kreatur, kein leiden, Keine noth Und läfft, ſelbſt bis zum tod und grab, Zu uuſrer reitung ſich herab. 85 6. Was ſind wir, daß uns gott ſo liebt, Und ſeinen ſohn ſelbſt fuͤr uns gibt? Was nuͤ⸗ tzen wir dem hoͤchſten guth, kein tod Soll von dir mich][ Daß es ſo großes an uns ſcheiden. 13. Du kommſt einſt zum weltgerichte! Dann werd ich, Richter, dich Schaun von angeſichte. Wenn da, gott, die ſuͤnder beben, So werd ich Deiner mich Freun und ewig leben. 5% T6 Bekannte Melodie. 9 Lob ſey dem allerhoͤch⸗ ſten gott! Erbar⸗ mend ſah er unſte noth, Und ſandte jeſum, ſeinen ſohn, Zu uns von ſeiner himmel thron. 2. Ihn ſandt er, unſer troſt zu ſeyn, Vom ſuͤnden⸗ dienſt uns zu befreyn; Mit licht und kraft uns beyzu⸗ ſtehn, Und uns zum him⸗ 3. O, welch ler rath! O unausſprechlich große that Gott thut ein thut? 7. Nim, ſeele, nun dein beßtes wahr, Verſchmaͤhe den nicht undankbar, Den gott zum helfer dir beſtimt, Und der ſich liebreich dein annimmt. 8. Baͤt ihn als deinen ret⸗ ter an, Und ſey ihm willig unterthan. Durch ſeine leh⸗ re zeigt er dir Den weg zum leben; folge ihr! 9. Bey dieſer treue haſt du theil An dem von ihm er⸗ worbnen heil. Wo nicht, ach! ſo verſchließſt du dir Muthwillig ſelbſt des him⸗ mels thuͤr. 10. Sein erſte zukunft in i der zeit War voller huld ein liebes vol und freundlichkeit; Die an⸗ dre wird, zu großer pein Der ſuͤnder, majeſtaͤtiſch ſeyn. werk, dem keines gleicht, Das keines menſchen lob erreicht. 4. Sein ſohn, durch den er alles ſchuf, Nimt willig auf ſich den beruf, Uns vom verderben zu befreyn, Und ſchaͤmt ſich nicht, uns gleich zu ſeyn. er dann Mit freuden ſeine frommen an, Und wird ſie in des vaters reich Verklaͤrt erhoͤhen, engeln gleich. 12. Gelobt ſey gott, der ihn geſandt! Sein ruhm er⸗ fuͤlle jedes land! Gelobt ſey 11. Zu ehren aber nimt 5. Et kommt zu uns in Inechtsgeſtalt, Verleugnet hoheit und gewalt, Und von uns 190 90010 17 5 uns zum heil erſchienen i „ aul * 5 1 1 1 7 1 8 6 iin 7 . 6 1 I 14 9 1 1 195 10 1 —9 . 70 Erſte Abtheflung. 67. Mel. Lobt gott, ihr chriſten ꝛc. oder: Nun danket all, und ꝛc. Nr. 3. 100. Lobt gott, ihr chriſten, freuet euch! Von ſeiner himmel thron Beruft er uns zu ſeinem reich, Und 5 ſne, ſeinen ſohn. glaubens 2. Der ſohn kommt, nach des vaters rath, Mit heil uns zu erfreun, Und auf des ewgen lebens pfad Der welt ein licht zu ſeyn. 3. Bey ſeinem eintritt in die welt Umgibt ihn keine pracht, Die glaͤnzend in die augen faͤllt, Und groß vor menſchen macht. 3. Er wird dem aͤrmſten Enechte gleich, Begehrt kein erdengluͤck, Verlangt allhier kein koͤnigreich Von einem augenblick. f 5. Er kommt, durch ſeiner wahrheit macht Zu gott uns hinzuziehn; Vor ſeinem lich⸗ te muß die nacht Des aber⸗ fliehn. 6. Er lehret uns die ſuͤnde ſcheun, Er gung und ruh. 7. Er bringt den troſt der beſſern welt Vom himmel uns herab. Nun ſchreckt, wann unſre huͤtte fallt, Den frommen geiſt kein grab. 8. Er oͤffnet uns dereinſt die thuͤr Zu ſeinem himmel⸗ reich. Ihr chriſten, wie begluͤckt ſind wir! Lobt gott, und freuet euch! gibt auch kraft dazu, Und ſchafft uns, wenn wir ſie bereun, Begnadi⸗ ne ſuͤnd 6 mel. Es iſt das heil uns ꝛc. ein jeſu, du haſt 91. M unfre ſchuld, Mit ihrer ſtrafe plagen,(O un⸗ erhoͤrte lieb und huld!) Freywillig wollen tragen. Du, der gerechte, lieſſeſt daß ich mich In dir gerecht kan nennen. b 2. So heiſſeſt du nicht je⸗ heiſſeſt, Weil du die menſch⸗ liche natur Aus allen jam⸗ N mer reiſſeſt. Die that ſtimmt mit dem namen ein: wollteſt, was du heiſſeſt, ſeyn, Mein heil, mein ſe⸗ ligmacher. 5 i 3. In keinem andern iſt ja heil; Kein mittel iſt ge⸗ geben, Wodurch wir koͤnnen nehmen theil An ſeligkeit und leben: Du biſts allein, der jedermann Ein ewigs le⸗ ben ſchenken kan. Vereh⸗ ret werd dein name! mel. Wir chriſtenleut, ꝛc. oder: Auf! 1 112 dc. 1 chriſtenheit, Sey 92. O hoch erfreut! Das 15 der 5 5 mittler, iſt geboren. Nim freudig th An ſeinem heil; W in ihn glaubt, wird nimmer⸗ mehr verloren. 2. Welch große that! Nach gottes rath Hat ſich ſein ſohn fuͤr uns dahin gegeben. Ein menſchenkind Doch oh⸗ bringt 2 e— 4—— — N 4 dich Zum ſuͤnder machen, — ſus nur; Du biſt auch, was du eee eee e 3— Du e 1 f hun 1 e 5 Micben ˖* Mi en 1 int ie ann bb 5 Gualt ate e unh S6 I fu U f wilabevo diet daha fi it de! Dee in ſet t dn der wih . In zu. 4% Nin a n 8. 1 can — dasz nacht“. ten! q ffteu laute far, Urng hlt ihr nun 9 r 8 — — 2 — 2— — —— 3— — * — 1 haf, 5 e c u u mitte „ nch uu en 17 hel, un 5 0 2 2 8 Ne — . ö 0 2 M n en ich Du biſt z 0 n Ein% ſcſ n ku, der i name! . Ahriſenlaf, 4 1 icke dich xh 0 f iſtenhet,& Ih eff 1 e der iti! en e 1 1 s eil; WW 0 with ms n. hit fi n 11 dahin geg, 1% lind Doeh d ld er t cg that Mel. Vom himmel kam der de. bringt uns allen heil und leben. 55 3. Er, er befreyt Uns von dem leid, Das durch der ſuͤnde macht auf uns gekom⸗ men. Mit uns iſt gott Nun in der noth. Frohlockt dem herrn, und hofft auf ihn, ihr frommen! 4. Auch mein geſang, Herr, bringt dir dank. Du wur⸗ deſt menſch, damit wir ſelig wurden; Du machſt uns Al ven der Uenſchwerdung und Geburt Cbriti. 21 groß, Und ewig lose Vom fluch der ſuͤnd und ihren ſchweren burden. 8 5. Gelobt ſey gott! Auf unſre noth Sah er mit huͤl⸗ fe mitleidsvoll hernieber. O chriſtenheit! Preiſ ibn erfreut! Des hoͤchſten ſohn bringt das verlorne wieder. 5 Nom himmel ward 93. VB der engel ſchaar, Des nachts den birten of⸗ fenbar, Und große freude that ihr mund Mit lautem 2. Geht, eilet hin, gebo⸗ ren iſt In davids ſtadt, der herr, der ehriſt, Des vaters eingeborner ſohn, Der ſuͤn⸗ der heil, der frommen lohn! 3. Seyd fröhlich, daß er ſich mit euch Vereinigt, oh⸗ ne ſünd euch gleich Selbſt gott: doch euch durch fleiſch und blut Verwandt, und euer hoͤchſtes guth! 4. Ihr habt mit euch den wahren gott! Euch ſchrecke nie mehr ſuͤnd und tod! Laſſt teufel, welt und hoͤlle drohn! [Ein menſch, wie ihr, iſt gottes ſohn! 5. Auf ihn ſetzt eure zuver⸗ ſicht, Und ſeyd gewiß, er laͤſſt euch nicht; Fiel auch ein ganzes heer euch an: Trutz, daß euch einer ſcha⸗ den kan! 6. Ihr ſeyd nun goͤttlichen geſchlechts Und mit uns gleichen buͤrgerrechts; Ihr ſiegt; nur ſtehet veſt im ſtreit; Euch bleibt zulezt jubel ihnen kund. die ſeligkeit. 0 1. ora 3. Von der Er mel. Es iſt das 0 komen ꝛc. ein heil hat heut, 94. 5 volk gottes, ſich Zu nähern angefangen, Ein helles licht iſt auch fuͤr dich Den voͤlkern aufgegangen. Dis ſey dir, welt, ein freu⸗ ſcheinung Chriſti.. dentag. Die nacht, die auf den voͤlkern lag, Durchbrach zuerſt ſein ſchimmer. 2. Kaum ſondte gott mit ſeinem ſohn, Der erde große freuden: So ſammelt er ſich ſelber ſchon Die erſtlinge E 4 der 25 Erſte Abtheilung. der heiden. Zu ihrem neu⸗ gebornen herrn Muß ſie ein wunderbarer ſtern Aus fer⸗ nen landen fuͤhren. 3. Der vorgen zeit denkt, chriſten, doch, Heil euch! ſie iſt verſchwunden. war't ihr, eh der herr euch noch, Eh ihr noch ihn ge⸗ funden? Fragt euch nur ſelbſt, was waret ibr? 0 deutſches volk, erwecket dir Dein vorigs bild nicht grauen? 4. Ein volk, mit gott ganz unbekannt, Von ſeiner lehr ent fernet, Das von der tu gend abgswandt, Nur boͤſes thun gelernet; Das todten ſtein, geſchnitztes holz, Wol gar auf ſeine blindheit ſtolz, Als ſeine goͤtter ehrte. 5. Du gingſt in ſchand und laſter hin, Wie jede luſt dich fuhrte. Wenn ja noch den verkehrten ſinn Einſt das gewiſſen ruͤhrte: So konnte da doch aus der noth, Die die natur ſchon ſuͤndern droht, Dir nichts den aus weg zeigen. 6. Begluͤckter tag, der je⸗ ne macht Des goͤtzendienſts entwendet! Daran uns gott Was J geſichte. Beharrſt du un⸗ veraͤnderlich In ſeiner wahr⸗ heit lichte? Was helfen opfer des gebaͤts Zum wah⸗ ren gott, wenn du noch ſtets Der ſuͤnde ſklaviſch froͤhneſt? 8. Was hilft es, daß du gott erkennſt, Und ſeinen ganzen willen, Wenn du Zu traͤg ihn zu erfüllen? Wenn du oft treu gelobſt glaubſt, und chriſtlich ſprichſt, Und doch als heide wandelſt? 9. Ach pruͤfe dich! gott nimt ſein licht, Wenn mans nicht ſchaͤtzt, zuruͤcke Steh auf vom ſchlaf damit er nicht Sein wort auch dir entrüͤcke. Gott, hoͤr uns nicht zu tragen auf, Und foͤrdre deiner lehre lauf Noch zu den fernſten heiden. Mel. Schmuͤcke dich, o liebe ꝛc. Dee Derne ö 95. Gott 1 dein unſicht⸗ bares weſen Laͤßt ſich in dem lichte leſen, Das du uns fuͤr dieſes leben Haſt mit der vernunft gege⸗ ben. Daß du gott biſt, muß nach langer nacht Sein licht und heil geſendet! Da gott, in dir, immanuel, Mit dei⸗ nem wahren iſrael Nun auch die heiden dankten. 7. Nan pruͤfe heut, volk gottes, dich Vor ſeinem au⸗ ich merken, Herr, aus dei⸗ nen großen werken; Und die pflicht, dich zu verehren, Kan mich meine ſchoͤpfung lehren. 2. Die vernunft zeigt dei⸗ ne große! Und entdeckt mir das thun und wiſſen trennſt; und brichſt; Zwar chriſtlich meine bloͤße: Ich ſoll mich mit — 5— .. — — — S 2 =— — 22 . — —— D — — — — 2 2 eh 1 f b er der! chte Sey des ſir e lhre, Die! 8ſt unt ue, 1 8 weg i lelt entdt- da de len ſohn zurcds Des ien weg ſtben 4 Auf 1 5 fel. vol es laf ant l 1 U 31 zen auf, 1 e nr leb . nahen err bit, il 6 dein ui es wen chte bea, 2 dieſtz. n De; to w yerken; f 0 1 — —— * J 1 r vernunft, N e zu pa, a eint fü U unt N 1b erthech 59 2 0 fü, 1 5 —:!. r gott erh Herr, au menſchenkinder; Hier ein mit goit verbinden; Doch dis hindern meine fünden: Und ich kan ſie nicht verſuͤh⸗ nen; Meine kraft kan nichts verdienen. Ach vernunft! dis iſt der ſchade; Aber wie find ich nun gnade? 3. Hier erſcheint in groͤß⸗ ter klarheit Uns ein licht, das wort der wahrheit: Dis verſpricht den geiſtlich ar⸗ men Reick es goͤttliches er⸗ barmen. Hier iſt heil fuͤr XI. Von der Menſchwerdung und Geburt Chriſti. 73 i 5 buͤrge fuͤr die 5 Hier ſtebt allen, die ſein hoffen, Nun der weg zum himmel offen. 3. Lob und preis, und dank und ehre Sey dir, herr, fuͤr dieſe lehre, Die ein licht uns aufgeſtecket, Uns den weg des heils entdecket. Da du deinen ſohn zum leben Der verlornen welt gegeben, Sehn wir unſers gottes klar⸗ heit, Und empfangen gnad und wahrheit. 5. Gott! wie groß in dei⸗ nen wegen, Und fuͤr uns wie reich an ſegen Zeigt dich uns das wort vom glauben! Wer will uns den himmel rauben, Wenn wir auf dein zeugniß bauen, Deiner va⸗ terhuld vertrauen, Jeſum glaubig heiland nennen, Und das durch die that beken⸗ nen? 6. Iſt dis nicht von uns geſchehen: O vergib uns das vergehen! Sieh hier unſers herzens reue, Und mach unſern glauben neue. Ach, das wort des ewgen le⸗ bens Gabſt du uns doch nicht vergebens. Laß es ihm bey uns gelingen; Laß es uns zum himmel bringen! 4. Auf die Darſtellung Chriſti im Tempel. Mel. 8 e 5 da ꝛc. Jich bitt ich, heiland 96. D aller welt! An welchen ſich mein glaube halt, Sey meines herzens troſt und theil, Erfreue mich mit deinem heil. 2. Weil du mein treuer heiland biſt, Der wir von gott gegeben iſt: So reini⸗ ge herz ſinn und muth, Und mache mich gerecht und gut. 2 3. Zeig wir die bahn, o helles licht! Daß ich des heils verfehle nicht. Du biſt allein mein preis und ruhm, Und ich dein ewges ei⸗ genthum. 3. Dein friede, herr, be⸗ wahre mich; Mein auge blicke ſtets auf dich: So will ich gern aus dieſer welt A wann es dir ges fallt. 0 E 5 Mel. 724 Erſte Abtheilung. mel. Kommt her zu mir ꝛc. 1 2 97. Wohl auf, mein herz! N Dem, der fuͤr dich ſich dar⸗ geſtellt, Nun dich auch dar⸗ zuſtellen! Er iſt das licht; drum ſey gewiß, Er werd auch deine finſterniß Durch ſeinen glanz erhellen. 2. Ach! du ſollſt ihm ſein tempel ſeyn! Er ſelbſt macht dich von ſuͤn en rein; Und hat hier uſt zu wohnen. Doch hoffe nicht, daß jeſus chriſt, In ſolchen herzen 1990 frohnen. Was nur dem fleiſche wohlgefält, Das opfre die verkehrte welt Dem ſatan, ihrem gotte. ſchaden blos fuͤr muͤh; Fur ihren ſuͤndendienſt wird ſie Einſt ewiglich zu ſpotte. verlaß die welt, wohnhaft iſt, Die noch den Sie erndtet 4. Doch, wer vom geiſt, wie ſimeon, Sich treiben laͤſft; nur gottes ſohn Zum heil begehrt zu haben; Gott fürchtet, ſich der welt ent⸗ wöhnt, Aus ihr ſich nach dem himmel ſehnt: Der opfert rechte gaben. 5. Wer durch das wort, darauf er traut, Im glau⸗ ben ſeinen heiland ſchaut, Der kan im frieden fahren. Der heiland halt, was er verſpricht. Er wird ſich ihm in ſeinem licht Dort herr⸗ lich offenbaren. 6. Herr, mache mich ge⸗ recht und rein] Herr, laß mich ſtets voll glaubens ſeyn, Und ſtets im geiſte le⸗ ben! Bis du auch mich, wann dirs gefallt, In frie⸗ den wirſt aus dieſer welt Hinauf zu dir erheben. mel. Durch adams fall iſt ꝛc. oder: Das jeſulein ſoll doch ꝛc. ae un iſt der tag der 255 98. N ſeligkeit Den ſuͤn⸗ dern angebrochen, Die lang⸗ 6% 8 Lerwünſchte gnadenzeit, Die e der welt verſprochen: enn gottes ſohn Iſt von 75 zj. dem ihron Zu uns hernieder „ kommen; Das hoͤchſte guth Hat fleiſch und blut Von menſchen angenommen. 275 3. Nun iſt des vaters wort 5. Am Tage Mariaͤ Verkündigung. erfullt; Der glaubigen ver⸗ langen Iſt nun nach herzens⸗ wunſch geſtillt, Denn jeſus iſt empfangen. Der uns er⸗ haͤlt, Hat ſich geſellt Zu den verlornen ſuͤndern. War er ſchon reich, Wird er doch gleich Den armen menſchen⸗ kindern. 3. O jeſu, unſer herr und gott! Der du ius fleiſch ge⸗ kommen, Und unſrer dich bis in den tod So huͤlfreich an⸗ genom⸗ 0 0 stat Den, f 10 u den 8 fete —. nu geiſt des 1 r be 25 5 den kommen, al. 12 De 9 0 de 157 8 a0 „* 6 Von 1 1 galt, du 4 n 5 b d 969 Mt en hel De de f 90 ſhizet y 0 l. Dein 0 18 712 ene b b dun e f feen hell bele r Pott nc chief 10 in feht n(s Ee tt witd 41 d ſumne se fred! 0 baſſagt, 2 ff t gerät J Wein 111 We be 1 n E f aun i ee 9 efrecter* e T ian Sen 1 3 838— L ir ethehg, — ä— 90 W igung. 11 glaubigg u en un nach ha ſch, Alt, dei g en. Ott „Ich geſtl zun in dern, u e der dunmen nas et 9 une hen h ni fa v unsrer i 30 hülftat d. 1 H* ache 00 bal e ſtets in œꝭ du auh uu, Juin, AW ans d XI. Von der menſchwerdung und Geburt Chriſti. 1 ewgen reichs empfangen. genommen 5 Haſt nach dem! Drum werden wir Auch ſtreit Die herrlichkeit Des N einſt bey dir Ein ewge gluͤck erlangen. f 6. Von dem Vorlaufer⸗Amte Johannis. 15 Mel. O gott, du frommer gott. 6 s lag die ganze welt 99. E Mit fündennoth beladen: Da oͤffneteſt du, gott, Die ſchaͤtze deiner gna den. Dein ſohn erſcheint; 2.18 7 gottes opferlamm, Das, mit der ſchuld belegt, Fuͤr uns geſchlachtet wird, Und alle ſtrafen traͤgt! 4. Wohl dem, der dieſen tod, Auf den johannes wei⸗ ſet, Mit veſtem glauben du ſchicktſt Den, deſſen dienſt die bahn Dem herrn bereiten ſoll, Als ſeinen knecht, voran. 2. Die juden ſollte er Von deinem heil belehren. Gott, ihn auch ehreſt du, Um dei⸗ nen ſohn zu ehren. Sein vater wird erſt ſtumm: Der ſtumme ſchnell beredt, Und weiffagt, da auf ihn Der geiſt des herrn geräth. 3. Allein zu jeſu hin Ver⸗ weiſt er ſeine junger; Allein ——— faſſt, Und dankbar heilig preiſet. Wer, ſeinem tauf⸗ bund treu, Sich jeſu ganz ergiebt, Der wird in ihm von gott Begnadigt und ge⸗ lieht. 5 5. Das werd auch unſer theik! Johannis amt und lehre Ver herrliche noch ſtets, Gott, deines namens ehre. Wer buße thut, und glaubt, Hat troſt zu jeder zeit. auf jeſum zeigt Sein aus geſtreckter finger. Seht! Ver glaubt und heilig lebt, Der bleibt in ewigkeit. ö—— XII. Vom Wandel Chriſti auf Erden. Mel. Machs mit mir, gott ꝛc. Ju weſentliches 100. D ebenbild Der allerhoͤchſten liebe! Du warſt, o jeſu, ganz erfüllt Mit gottgeweihtem triebe. Gott war dein zweck, dein boͤchſtes guth: Ihm folgteſt du mit heldenmuth. 2 Du warſt mit ihm ein ſiunn, ein herz; Sein wille war dein wille: Du ebrteſt ibn, gebruͤckt von ſchmerz, Mit hoͤchſtzuftiedner ſtille; 1 Auch eee eerst babn Sabſt du ihn doch Erſte Abtheilung. Auch auf der allerraubſten als vater an. 3. Du ſuchteſt nichts, als ſein gebot Vollkommen zu erfuͤllen, Und unterwarfſt dich bis zum tod Ganz dei⸗ nes vaters willen. Dein hauptgeſchaͤft war dis al⸗ lein, Vol führer ſeines plans zu ſeyn 4. Du gingſt ganz ſtill zum kreuze hin, Die marter aus⸗ zuſtehen; Bereit, mit goͤtt⸗ lich⸗ großem ſinn, Fuͤr moͤr⸗ der ſelbſt zu flehen. Wie trugſt du nicht, in gott ge⸗ faſſt, Der ſchande und der marter laſt! 5. Herr, lehre mich, dein dem wir frey von ſuͤnden⸗ ſchuld Theilhaftig werden ſeiner huld. Auf ewig ſey dir dank und ruhm, Herr, fuͤr dein evangelium! 3. Im lichte der allwiſſen⸗ heit Sahſt du mit aller deutlichkeit, Was nach des welt noch zu erwarten hat; nen mund Das kuͤnftige den menſchen kund. 4. Dis und die wunder deiner hand Sind uns ein goͤttlich ſichres pfand, Daß das, was man von dir ge⸗ hoͤrt, Die wahrheit ſey, bie gott uns lehrt Nie ſchwaͤ⸗ che mir der frevler ſpott Den eigenthum, Nach deiner tu⸗ ſinnt ſeyn, ſey mein ruhm, Und wonne, ſo zu leben. und that. Du lehreteſt durch wort 5. Man trift der O hilf, daß ich, ſo gern wie freinſten tugend pfad In dei⸗ du, Den willen deines va⸗ nem heilgen wandel an. ters thu! mel. Vater unſer im himmelr. ꝛc. 9 ein lehrer iſt dir 101. K jeſu, gleich. An weisheit und an liebe reich Warſt du, ſo wohl Gib, herr! daß ich auf die⸗ ſer bahn, Geſtaͤrkt von dir, mit ſteter treu Dir nachzu⸗ folgen eifrig ſey. 6. Du biſt es, herr! von ſoͤhnung predigt, ſtammt. durch wort als that, Der Du machſt durch treuer leh⸗ ſchwachen menſchen ſichrer rath. Es freut mein geiſt im glauben ſich, Herr jeſu, dein und lobet dich. 2. Du kamſt zu uns von got geſendt Und machteſt rer mund Noch jezt dein heil den menſchen kund. Be⸗ gleite ſtets mit deiner kraft Ihr amt, damit es nutzen ſchafft. ſie hoͤchſten weiſem rath Die Und machteſt dann durch dei⸗ glauben an dis wort von gend ſtreben. Dir gleichge⸗ gott. dem das amt, Das die ver⸗ 7. Noch immer hilfſt du uns den weg bekannt, Auf! deinem wort In ſeinen . N, — 4h deines ms e fiebt an dich herab u. der, fan Aba, 5 di, cheit ſuch!! 5 ate eh 1 obi mi AE. * A ati e gc ch I nic been 8 . En bebte de aft. n ett n In, Pal 7 f ner ebe 1 e erben b wr. 0, lud für sieg deis ein d din be n ein U g, da lk Deu md 00 umeſſe 5 he dorch ug keeh⸗ n, Sig f 9 2 hen chere gun age, zu ie man wwagg, Aut h ſden 1 0 91: 655 dnn 3 bangelun N 8 bet bah f 160 1 i du 1 Kae en 0 1 u erwath, 1 damit dos 1nd. — —— — 9 * — — — —— —— ut! tt. N.„ nil e fen be dis In a A eteſt dung 1 — Man kü d pf En Daß ich%s aht! eſtärkt y lei F u Df nah u ſen, Du Jes, nb dat r 4, Das des ing igt, fan, nat Auch tren l Noch et den v ichen fund. J t Sit belle h am im es nut ft. Not mr biff eu ——— 6 Ji fen ſs h 7 deſt, XII. vom Wandel Chriſti auf Erden. 27 gen maͤchtig fort. Du ſen⸗ wie dein mund ver⸗ heißt, Noch immer deinen guten geiſt, Der dem, der wahrheit ſucht und liebt, Zum glauben licht und kraͤf⸗ te giebt. 8. Mein heiland, ſend ihn auch zu mir, Daß er mich zu der wahrheit fuͤhr: Von eigenduͤnkel mich befrey, Damit ich dir gehorſam ſey; Bis mich dereinſt in ewig⸗ keit Ein hellres licht bey dir erfreut. mel. Schmuͤcke dich, 0 liebe z. Forbild wabrer 102. V menſchenliebe Jeſu, deines mitleids triebe Zogen dich herab auf erden, Der verlornen heil zu wer⸗ den, Und fuͤr ſie ſogar dein leben In den tod dahin zu geben, Wo iſt jemand, der die grohe Deiner lieb und huld ermeſſe? 2. Ohne vortheil zu begeh⸗ ren Sich in andrer dienſt verzehren; Jedem gerne guts erzeigen, Zu beleidigungen ſchweigen, Auch an feinden wohlthun uͤben: Das heißt, menſchen goͤltlich lieben. Und wie voll von ſolcher guͤte, War, erloͤſer, dein gemuͤthe! 3. O du zuflucht der elen⸗ den! Wer bat nicht von dei⸗ nen handen Segen, troſt und zu dir gekommen? Wie iſt dir dein herz gebrochen, Wenn dich kranke angeſpro⸗ chen! Und wie pflegteſt du zu eilen, Das gebetne mit⸗ zutheilen! 4. Menſchenſeelen zu be⸗ gluüͤcken, Reuerfuͤllte zu er⸗ quicken, Unverſtaͤndge zu be⸗ lehren, Abgewichne zu be⸗ kehren; Sünder, die ſich ſelbſt verſtocken, Liebreich zu dir hinzulocken: War dein taͤgliches geſchaͤfte, Selbſt mit ſchwaͤchung deiner kraͤfte. 5 5. Und wie hoch ſtieg dein erbarmen, Da du, nittler, von uns armen Gottes ſtra⸗ fen abzuwenden, Unter fre⸗ cher moͤrder haͤnden Angſt und unerhoͤrte ſchmer zen Litteſt mit gelaßnem herzen; Als ein miſſetbaͤter ſtarbeſt 5 5 uns ewges heil erwar⸗ 6. Deine huld hat dich ge⸗ trieben, Sanftmuth und ge⸗ duld zu uͤben; Haß mit haß nicht zu vergeiten, Deine ſchmaͤher nicht zu ſchelten, Allen freundlich zu begeg⸗ nen, Fuͤr die laſterung zu ſegnen, Deine feinde zu ver⸗ treten Und fur möoͤrder ſelbſt zu baten. 7. Demuth war bey ſpott und hohne Deiner tugend ſchmuck und krone; Nie haſt du nach ruhm getrachtet, Und heil genommen, Der gebeugt U auf menſchen lob geach et! Dei⸗ 75 2 70 * 95 N . 5 ½ 60% oft erwaͤgen. Feu. E 45 lich zu bedenken, Wollſt du 81. Laß die urſach deiner pein ke, Und dich kuͤnftig nicht 3 Erſte Abtheilung. Deines vaters heilgen willen Mit gehorſam zu erfuͤllen, Und uns heil und troſt zu[Heilige auch meine trie⸗ geben, War der zweck von deinem leben. 8. Laß mich, herr! zu rei⸗ chem ſegen, Deinen wandel Laß mich! in der angſt der ſuͤnden i und huͤlfe bey dir finden! be Zu rechtſchaffner men⸗ ſchenliebe! Laß mich immer bilde aͤhnlich werden! EE 5 eee eee XIII. Von dem Leiden, 15 auf erden Deinem 2 f 410 1 0 2 1 1 te den 2 2 Jeſu. tes ſohn! Herz⸗ rait von deinem thron Geiſt und andacht ſchenken. Ach, erſchein in dieſem bild, Je⸗ I ſu! meinem herzen, Wie du gottes zorn geſtillt Durch die groͤßten ſchmerzen. 2. Laß mich aber nicht al⸗ „lein Deine ſchmerzen ſehen; Mich zugleich verſtehen. Ach! die urſach war auch ich, Ich und meine ſuͤnde; Dieſe ſchlug und guaͤlte dich, Daß ich gnade fuͤnde. 3. Hilf, daß ich in buß And reu ODieſes recht beden⸗ aufs neu Durch die ſuͤnde kraͤnke. Daͤmpf in mir die 87: 1. Vorbereitung zur Betrachtung des Leidens Jeſu. 79/1 mel. d der uns ſelig ꝛc. 790 1 03. Deine leiden, got⸗ ſuͤndenluſt, Laß mich alles meiden, Was du, jeſu, buͤßen mußt Mit ſo ſchwe⸗ rem leiden. 4. Drohet mir die hoͤllen⸗ pein Um der ſuͤnde willen: Ach! ſo tritt ins mittel ein Hilf die ſchrecken ſtill en. Laß mich dann mit heilbe⸗ ier, Dich, mein jeſu, faſ⸗ ſen. Halt ich glaubig mich an dir, Kan mich gott nicht haſſen. ö 5. Gib auch jeſu, daß ich gern Dir das kreuz nach⸗ trage, Wahre demuth von dir lern, Nicht in noth ver⸗ zage; Daß ich in der pruͤ⸗ fungs zeit Mimer von dir wanke, Und dann einſt in ewigkeit Dir, herr! feözüch danke. Mel. Tode und Begraͤbniß 2 e, Mein he ö c i her ſinde. 0 hben ab ae en 5 wulle 0 0 5 0 5 1 ene ep 10 3 0 Hatt N 4 u Alt Ho 4 0 10 110% b cen, Dit lar ten schrecken und 3 den, n betbienſtrg kder t uh we z u 10 min gi acht t. 1 80 ie fun. . Dab 4 m , fr nue 19 Nu, d den 9 15 dt, duc f. be in 2 Lebe n Nuß nig ö n 2550 Mit ſ cee le uf D D m M er finde nig tin mc, d“Fhbiecken file m Cann mt he nen f,, 1 lich gau „ J mich gun ach n. h je er das kahn „bre dena uE cht in te ic iu n „ dun e % eee e, herr fi „ XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 79 Mel. Herzliebſter jeſu„was ꝛc. N err, ſtärke mich, 104. H, dein leiden zu bedenken, Mich in das meer der liebe zu verſenken, Die dich bewog, von aller ſchuld des boͤſen Uns zu erloͤſen. 2. Vereint mit gott, ein menſch gleich uns auf erden, Und bis zum tod am krenz geborſam werden; An un⸗ ſrer ſtatt gemartert und zer⸗ ſchlagen, Die ſünde tragen! 3. Welch wundervoll hoch⸗ heiliges geſchaͤfte! Sinn ich ihm nach, ſo ſinken meine kraͤfte, Mein herz erbebt; ich ſehe und empfinde Den fluch der ſünde. 4. Gott iſt gerecht, ein raͤ⸗ cher alles boͤſen. Gott iſt die lieb und laͤſſt die welt erloͤſen. Dis kan mein geiſt mit ſchrecken und entzücken, Am kreuz erblicken. 5. Es ſchlaͤgt den ſtolz und mein verdienſt darnieder. Es ſtuͤrzt mich tief und es erhebt mich wieder; Lehrt mich mein glück, macht mich aus gottes feinde Zu gottes freunde. 6. O herr, mein heil! an den ich herzlich glaube, Ich liege hier gebuͤckt vor dir im ſtaube; Verliere mich mit dankendem gemuͤthe In deiner gute. 7. Sie uͤberſteigt die menſch⸗ lichen gedanken. Allein, ſollt ich darum im glauben wan⸗ ken? Ich bin ein menſch; darf der ſich unterwinden, Gott zu ergruͤnden? 8. Des hoͤchſten thun iſt, gnad und lieb erweiſen; Uns kommt es zu, ſie demuths⸗ voll zu preiſen, Zu ſehn, wie hoch, wenn gott uns gnad erzeiget, Die gnade ſteiget. 8 6 9. So ſey dann ewig auch von mir geprieſen Fuͤr das land, auch fuͤr mich dein le⸗ ben Dahingegeben. 10. Du liebteſt mich; ich will dich wieder lieben, Und ſtets mit freuden beinen wil⸗ len uͤben; O gib zu dieſem ſeligen geſchaͤfte Stets neue kraͤfte! 2. Dankbare Erwoͤgung der Leiden Jeſu. Mel. Jeſu, meines lebens leben. Du, der menſchen 105. D heil und leben, Deß ſich meine ſeele freut, 1 Der fuͤr mich ſich hingege⸗ ben, Stifter meiner ſelig⸗ keit; Du, der lieber wolte ſterben, Als mich laſſen im verderben: Ach, wie dank, wie dank ich dir, Mein er⸗ ber, guug dafur! 5 . Men⸗ erbarmen, das du mir er⸗ wieſen! Da du, mein hei⸗ 3. 0 5 2. 255 2. Meuſchenfreund, 278. 5 72. . 5 7 ner leiden 5 277 5 Ae N 275 57. 30 3 9 Erſte Abtheilung. von fen geſendet, Zu erfuͤllen einen rath, Laͤngſt haſt du dein werk vollendet, Weg zu thun die miſſethat! Doch, in den gedaͤchtnißtagen Dei⸗ de ſu, ſagen Deine theurerloͤſten dir Bil⸗ lg neuen dank dafür. 3. Du betratſt, fuͤr uns zu ſterben, Willig deine lei⸗ dens bahn; Stiegſt, uns le ben zu erwerben, Gern den todesberg hinan; Trugſt, vergeſſend eigner ſchmerzen, Deine menſchen nur im her⸗ zen. Dieſe liebe preiſen wir. Unvergeßlich ſey ſie mir! 4. Meinetwegen trugſt du bande, Litteſt du der laͤſtrer ſpott, Achteteſt du nicht der ſchande, Mein verſoͤhner und mein gott. Mich haſt du der ſchmach entriſſen, Die mich hatte treffen muͤſſen. Wie verpflichtet bin ich dir Nicht auf ewig, berr, dafuͤr! 5. Frevoler kroͤnten dich zum hohne. Deine ſtirn die blu⸗ tete Unter einer dornenkro⸗ ne, Koͤnig aller koͤnige. Mir u gut haſt dus erlitten; Mir die ehrenkron erſtritten. Preis, anbaͤtung dank ſey dir, Liebens wuͤrdigſter, da⸗ „„ b. Du, der tauſendfache ſchmerzen Mir zu liebe gern ertrug, Deinem großmubhs⸗ vollen her zen . ö 9 1 155 eee War meines mit feinden Er, heil belohnung gnug. Troſt in meinen lezten ſtunden Floß fuͤr mich aus deinen wunden. Herr, ich dank, ich danke dir Einſt im tode noch dafuͤr. 7. Ruh im leben, troſt am grabe; Unausſprechlicher ge⸗ winn! Den ich dir zu dan⸗ ken habe, Dir, deß ich nun ewig bin; Jeſu, dir mein herz zu geben, Deiner tu⸗ gend nachzuſtreben, Dir zu traun, zu ſterben dir: Dis, dis ſey mein dank dafuͤr! N Mel. Nun d hen alle waͤlder, ꝛc. A.. rihlocke, mein ge⸗ 106 F wüthe! ad ba⸗ te gottes guͤte In deinem heiland an. Was ſelbſt der engel ſchaaren Zu thun nicht faͤhig waren, Das hat des menſchen ſohn gethan. 2. Schau hin, wie der ge⸗ rechte Fur uns, der fünden knechte Den bittern zorn⸗ kelch trinkt; Wie er, ans kreuz erhoͤhet, Fuͤr ſeine moͤrder flehet, Und ſiegreich in den tod hinſinkt. 3. Mir fuͤnder ſollten ſter⸗ ben; Fluch lag auf adams erben; Fluch auf der argen welt: Doch er kam uns zu gute, Und gab mit ſeinem blute Fur uns ein ewges loͤſegeld. 4. Kein freund meynt es mit freunden So treu, als unſer mitt⸗ * ö an dc l g ub, mne, daß s dad 11 9 0„, Nhe fe. Unt 5 waer b 0 aß nich 8 kme cent um hes ber u lem od 1 bel le, dale 4 de gf, es see I, Os sher F um, pia; Das 9 8 gal, n dan* ng egen: Das. be 1 ih, fin, u irt t barung 5 gen ih de unde p. J die wunde z die Ag, Hab it 2% ilfe e, d du rg bent fach S0 ge⸗ 1 een geh, J fa 5 1 4 dn hal on 7 fun fen alle üg 0 locke, uu, 65 ot Ate J 1 ann Mig fü l een Zu tun g n, Dat hüſg ch pn gethn Shin, wit b te uns, ber f 10„ Wie e, f get, zi in 1 It, b 10 e 9 Hinſialt 1 der f lag auf dt F h auf bern E er kan 10 gab nt int fr n So 11h, 10 188 0 1 en bien, 5 uns ein enn ü, 155** 1 5 N 1 79 ——.— 3 2 . XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß. 31 dem uͤberwinder! Nun ſind wir gottes kinder, Mit gott verſoͤhnt durch unſern freund. mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. 107. Her jeſu! deine angſt und pein, Und dein verſohnend leiden, Laß allzei: mir vor augen ſeyn, Die ſuͤnde zu vermei⸗ den. Laß mich an deine große noth Und deinen her⸗ ben bittern tod, ö ich lebe, denken. 2. Die angſt, die deine ſee⸗ le litt, Da ſchrecken ſie um⸗ fingen; Was du ertrugſt, um uns damit Befreyung ernſte warnung ſeyn, Wenn mich die ſuͤnde reizet. 3. Die wunden alle, du haſt, Hab ich dir helfen ſchlagen. O du, der meine ſändenlaſt So willig hat ge⸗ tragen: Ach, liebſter belland, ſchone mein, Laß dieſe ſchuld vergeſſen ſeyn, Fuͤr recht laß gad ergeben“! 4. Du haſt verlaſſen deinen thron, Biſt ins ericht ge⸗ gangen, Vertrugeſt ſchlaͤge, ſpott und hohn, Und wurdſt ans kreuz gehangen„ Auf daß du fuͤr uns ſchaffteſt rath, . Bey gott verſöh⸗ nen m öchteſt. — mittler, meynt. Preis ihm, 5. Drum ſoll mein herz voll daukbarkeit, Erbarmer, dir lobſingen. Und wenn du einſt zur ſeligkeit Aus guaden mich wirſt bringen, Dann will ich, dein erlöſeter, Dich ewig und viel würdi⸗ ger Mit allen ſelgen loben. 6. Herr jeſu! deine augſt und pein, Und dein verſoͤh⸗ nend leiden, Laß meine lezte zuflucht ſeyn, Wenn ich von Dieweil[Fein ſanft beſchlieſſe meine zu erringen: Das praͤge tief weine freuden mir, jeſu, ein, Und laß mirs troſt und zuverſicht Fließt die Und unſre ſchwere l hier ſoll ſcheiden. uch hilf, daß ich durch deinen tod noth, Und ſelig ſterbe amen. 43 IN, guk. 75 Nel. Ehritas, der Walen d. (Feſu, meiner ſeelen 108. 3 cht, Urſprung Wie viel aus deinem leiden! Nim den dank in gnaden an, Den ich dir jezt ſinge; Deß, was du an mir gethan, Bin ich zu geringe. 5 2. Ich erwaͤg es hin und her, Was dich angetrieben, Eine ſuͤnderwelt ſo ſehr, Wie du thatſt, zu lieben; Uns verlorne zu befreyn,. Haft du angſt und banden, Geiſſeln, ſchmach und todes⸗ pein Willig ausgeſtanden. 3. War es unfſre würdig⸗ keit? Nein! des vaters guͤs te, Deines herzens freund⸗ the: Dis hat dich ans kreuz gebracht, Daß kein menſch F 8 ver⸗ lichkeit Und dein treu gemüͤü⸗ ich bau, 32 — 1 Erſte Abtheilung 3 verzagte„Wenn der ſuͤnden Das ge⸗ meng und macht wiſſen nagte. N 4. O du wunderbarer rath, Den man nie ergruͤndet! O du wunderbare that, Die man nirgend findet! Suͤn⸗ den, deren, gott zum hohn, Meuſchen ſich erfrechen, Die laͤfft gottes eigner ſohn An ſich frenge raͤchen. 5. Meine große fuͤnden⸗ ſchuld Traf den treuen bür⸗ gen; Er ließ ſich aus gro⸗ ßer huld Mir zu gut erwuͤr⸗ So hat er uns heil gebrachte; Sollt uns nickt herzen, Auch den haͤngſten, herbſten ſchmerz Heilen dei⸗ ne ſchmerzen. 7. Laß, ſo bald mein herz erſchrickt Ueber ſeine ſuͤnden, Wenn auf dich mein glaube blickt, Mich, herr, gnade finden! Sieh, ich fall, zer⸗ Inirſcht von reu, Mit wahr⸗ hafter buße Und dem vor⸗ ſatz beßrer treu, Jeſu, dir u fußt. 9. Nun, ich weiß, worauf Und bey wem ich belleibe, Weſſen fürſprach ich vertrau, Und an wen ich gläube. Jeſu, du, du biſts allein, Welcher mich be⸗ ſchirmet, Wenn gleich des gewiſſens pein Auf die ſeele fluͤrmet. 9. Hier vin ich dein eigen⸗ thum, Soll dort mit dir erben. Drum will ich zu deinem ruhm Leben und auch ſterben; Daß auch ich einſt ruͤhmen mag, Aus dem grab erſtanden: Meines jeſu gro⸗ ßer tag, Heil mir! iſt vor⸗ handen. l Mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. Laß deinen geiſt mich 109. Lggte, mein helland⸗ lehren, Das wort von dei⸗ nem kreuze ſo zu ehren, Daß ich getreu in dem beruf der liebe Mich chriſtlich uͤbe. 2. Das gute thun, das boͤ⸗ ſe fliehn und meiden, Herr, dieſe pflicht lehrt mich dein heilig leiden. Koͤnnt ich zu⸗ gleich das boͤſe mir erlau⸗ den, Und an dich glauben? 3. Da du dich ſelbſt fur mich dahin gegeben, Wie koͤnnt ich noch nach mei⸗ nem willen leben, Und nicht vielmehr, weil ich dir ange⸗ hoͤre, Zu deiner ehre? 4. Ich ſollte nicht, wenn leiden dieſer erden, Wenn kreuz mich trifft, gelaßnes 1 werden: Da du ſo viel für uns, die wirs ver⸗ ſchuldet, Liebreich erduldet? s. Fuͤr welche du 1 5 en Sen eee eee, e ————— —— , fe,. 1 6 on de nd wer d. Ke bu her Er fa gen, E lt niebet 1 J En unc 88 10 en edlen he i bank für be 8 uk ban; le i lie haft, ir in de , Dich nag 8 kr, 0 hubie I n lt i. g f de baſhet in de 8 karte Ie. Du bau mir lu füt wid tic Ie glück k J 90 lin aun de tie n*** h mir nicto zx* kid tube pe h un he K 4 ble ent as. bb. Ju bw 6 N end pd 57 l 5 9 eng ele 7 det. Malz ig O0 25 deinen fai hre das won mit e ſo zucht 80 jn den hai be F chriſtic h „. gute han flit nd meg, tſe It lehnt eic. boͤſe n an dic fen „ n dich ia ich n gegen l. unf noch uu m leben, ig aur wel ih h rt ö einer en 10 Seer eth/ ln al luft, 10 zerden! U 1 Kani el. Sithſer ih 1 lets, mala c ollte n, XII. von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 83 ben ſelbſt gelaſſen, Wie koͤnnt ich ſie, ſie, meine bruder, ſt haſſen? Und nicht, wie du, wenn ſie mich untertreten, Fuͤr ſie noch baͤten? 6. Ich will nicht haß mit gleichem haß vergelten, Wenn man mich ſchilt, nicht raͤchend wieder ſchelten; Du, heiliger! du herr und haupt der glieder, Schaltſt auch nicht wieder. 7. Ein reines herz, gleich deinem edlen herzen, Dis iſt der dank fur deine kreuzes⸗ ſchmerzen; Und gott gibt uns die kraft, in deinem na⸗ men, Dich nachzuahmen. 8. Unendlich gluͤck! du lit⸗ teſt uns zu gute: Ich bin verſoͤhnt in deinem theuren ter werke, So ſey mirs aͤrke. 12. Seh ich dein kreuz den klugen dieſer erden Ein aͤr⸗ gerniß und eine thorheit werden: So ſeys doch mir, trotz alles frechen ſpottes, Die weisheit gottes. 13. Wenn endlich, herr, mich meine ſuͤnden kraͤnken, So laß dein kreuz mir wie⸗ der ruhe ſchenken; Dein ſterben ſey, wenn ich den tod einſt leide, Mir fried und freude. mel. Ehriſtus, der uns ſelig de. 469181 T e Mein erloͤſer, got⸗ 119.2 tes ſohn, Der du fuͤr mich litteſt, Und auch auf der himmel thron Jezt blute. Du haſt auch mir, noch fuͤr mich bitteſt: Wel⸗ da du für mich geſtorben, Dis gluͤck erworben. 9. Ich bin ja dein, ſchon ſelig hier im glauben! So wird mir nichts, nichts mei⸗ ne krone rauben; So werd ich dort, von herrlichkeit um⸗ geben, Einſt ewig leben. 10. Ja, wenn ich ſtets der tugend pfad betrete, Im glauben kaͤmpf, im glauben wach und baͤte: So iſt mein che wohlthat iſt für mich Dein verſoͤhnend leiden! O, wie preiſ ich wuͤrdig dich, Urſprung meiner freuden! 2. Unermeßne herrlichkeit War dir, herr! gegeben Und du konnteſt jederzeit Voller freuden leben. Aber, o der großen huld! Daß ich ſelig wuͤrde, Uebernahmſt du in geduld Schwerer lei⸗ den buͤrde.„ 5 heil ſchon ſo gewiß erſtrebet,, 3. Nun kan meine miſſe⸗ Als Jeſus lebet. II. Lockt boͤſe luſt mein herz mit ihrem reize, So wort vom kreuze, Und werd ich matt in ſchrecke mich dein wort, das ſuͤnden. uͤbung gu⸗ that Noch vergebung finden; Denn du ſtarbſt, nach got⸗ tes rath, Auch fur meine Meine ſchulden trugeſt du, Ließſt für mich dich ſtrafen, Meiner ſeele J 2 troſt Erſte Abtheilung. 2 troſt und ruh Gnadig zu verſchaffen. 4. Was wir luſt zur beß⸗ rung ſchafft, Was zur tu⸗ gend leitet, Dazu haſt du neue kraft Durch dein kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun Mich um kraft bewerben, Gottes willen tren zu thun, Sunben abzuſterben. 5. Nun kan ich dem kodes⸗ genieſſen, Daß du auch fur meine ſchuld Buͤſſend biſt geſtorben, Und mir alle gnad worbenn. 9. Staͤrke mich durch dei⸗ nen tod Auf die lezten ſtun⸗ den. Wie du deine kodes⸗ noth Siegreich uberwun⸗ den: O! ſo hilf dazu auch mir. Laß mich froͤhlich ſchei⸗ den; Herr! ſo dank ich ewig thal Froh entgegen ſehen; 15 Für dein bittres leiden. Und zu jener welt einmal Ohne ſchrecken gehen. Du, herr! haſt aus aller noth Rettung mir errungen, Und durch deinen kreuzestod Meinen tod bezwungen. 6. Herr! was bin ich? daß du mein So dich ange nommen; Daß die frucht von deiner pein Auch auf mich ſoll kommen! Gib mir weisheit, gib mir kraft, (Du haſt ſie in haͤnden,) Was du mir zum heil ver⸗ 728 55 Treulich anzuwen⸗ en. 9 7. Laß das wort von dei⸗ nem kreuz Mich mit muth beleben, Ernſtlich jedem ſuͤn⸗ denretz Hier zu widerſtre⸗ ben. Treib mich maͤchtig da durch an, Gottes zorn zu ſchenen; Was ich unrecht je gethan, Innig zu bereuen. 8. Druͤckt mich meine ſuͤn⸗ dennoth, Straft mich mein ewiſſen: O! dann laß aus mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. oder: Iſt auch ein gott ꝛc. Nr. 2. Sey hochgeprieſen, 11 1.S herr, fuͤr deine liebe! Sie drang dich zu dem mitleibs vollen triebe, Für eine welt voll ſuͤnder ſelbſt 2. Fuͤrwahr, du trugeſt un⸗ ſrer ſuͤnden ſchmerzen. O welch ein herz gleicht deinem edlen herzen? Du lleſſeſt fen, Uns heil zu ſchaffen. 3. O laß dis heil doch auch mein erbe werden! Was hab ich ſonſt fuͤr ſichern troſt auf erden? Was gibt mir ſonſt wol ſichern grund zur freu⸗ de Wenn ich einſt ſcheide? 4. Du biſt, mein heiland, Was du der welt durch dei⸗ neu tod erworben, Das haſt du, von barmherzigkeit ge⸗ leitet, Auch mir bereitet. 5. Erhalte ſelbſt mein herz 8 n deinem tod Mich den troſt und huld Haſt bey gott er? f den un dein lehen Dahin zu geben. unſte ſchuld an dir beſtra⸗ nich am d ch auch fuͤr mich geſtorben. bey dieſem glauben! Kein . bhan⸗ — — — — — — 5— .— SD 2 8 i 1 den tl. ö 9 Wau, dir 15 uc dent w e nc u d f auge; m a Je nc 8 Ji zun Nen 2. 90 50 N eg ede s,, sche den, t ne t un we b de be nit bade zn in Sutz vnd Fe gen t En Uni ud f Wire gene ws Du, dag le b ent: 8 in t 15 i fluch, vu bd, Do fa hen! Der kunt ſch, 2 — 6 . eng 0 n 10 ig U 14 g ö ü Dreh len bi e g at e due n bitntt lag r nee r: hein gor F 1— ohh, ett,: el drang bäh 1 Bc m e% Jol stade sch n Dehne, Fc h, du tagen I ſchmagg. lch erz glühen len n? di g ſſte d an de „ del zu fe, „O dis hel l ein erden! Wal d Ir ſichem inf den E i gibt l oe grund lu, . ich ch 1ſt, mai ü, ic A nic ga s i wil unh t dotben, dase 10 b mi l it 9 77 laben d die ,, — 9 ni e UN e. beu Sen lieh dh r e armherſ 76% ——— r——— Null ven den Leben, Lede und Begrzbnrig Jeſz 25 . 5 3 5 R 2.— 1 3 * 5 banger zweifel muͤſſe ihn mir rauben. Er muͤſſe mich zum fleiß in guten werken Beſtaͤndig ſtaͤrken. 6. Sollt ich mich nun noch frevelhaft erkuͤhnen, Der ſünde, die dich toͤdtete, zu dienen: So koͤnnt ich mich mit dem von dir erloͤſten Nicht deiner trösten. 7. Nein, dir allein, der du durch deine wunden Auf ewig mich zu deinem dienſt verbunden; Nur dir, mein heiland, ſey mein ganzes le . ergeben. 8. deiner liebe ſcheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirſt weiden, Wo del⸗ ne liebe mit dankvollen zun gen Stets wird beſungen. mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. as iſt der menſch, 1 1 2. W deß du gedenkſt? Was bin ich, gott! erbar mer? Du, der du tauſend welten lenkſt: Was bin ich, herr! ich armer? Ich lag im blut, und meine noth War fluch, und der gedroh⸗ te tod, Wo ſollt ich rettung finden? Der herr erbarmte meiner ſich, Jehova ſprach ganz väterlich: Ich tilge deine ſuͤnden. 2. O goͤttliche barmherzig⸗ keit! Der ſohn ſoll fuͤr uns zichts ſoll mich je vou pft dem verderben. Er kleiget ſich in fleiſch und blut, Und was kein freund, kein bruder thut, Wer kan was größtes denken? Er stellt ſich aller ſtirbt goͤttlich groß, Und laͤſſt ins grab ſich ſenken. 3. Ganz faſſt bich ſelbſt ein engel nicht, Gedanke zum erſchuͤttern; Zwar biſt du meine zuverſicht, Doch denk ich dich mit zittern. Wenn ich im geiſt gethſemane, Wenn golgatha im geiſt ich ſeh, Was iſts, das ich em⸗ pfinde? Ich weine, herr! doch nicht um dich, Ich wein und klage uber mich Und uͤber meine ſuͤnde. 4. Was du bezahlt, iſt mei⸗ ne ſchuld; Der herr ſtirbt fuͤr die knechte, Es buͤßt mit goͤttlicher geduld Fuͤr ſuͤn⸗ der der gerechte. Mein iſt bie laſt, die jeſus traͤgt, Der zorn des hoͤchſten, der ihn ſchlaͤgt, Der ſollte mich verderben. Es war nur mei⸗ ne miſſethat, Die, heiland, dich gemartert hat; Des to⸗ des ſollt ich ſterben. 5. O ſuͤnde, ſuͤnde, gute nacht! Zu lang, ach viel zu lange, Haſt du das herz um troſt gebracht; Nun will ich, falſche ſchlange! Dich haſ⸗ ſen, deine lockung fliehn, Und mich der liebſten luſt ſterben; Der mittler, wohl⸗ zuthun bereit, Entzieht uns entziehn. Bey chriſti tod am kreuze, Entſag ich, was 8 3 dem .— marter blos, Er leidet, er 1 Erſte Abtheilung. dem fleiſch gefallt, Der bo⸗ ſen luſt, der argen welt, Und ihrem falſchen reie. 6. Herr! laß mich aus barmherzigkeit, Wie freund⸗ lich du biſt, ſchmecken, Wenn ſuͤnden der verganguen zeit Mit ewgen ſtrafen ſchrecken. Es ſtaͤrke mich in ſeelennoth, Herr jeſu! dein verſoͤh nungs tod, Die kraft von dei⸗ nen wunden. Es troͤſte mich nach rettung ausgeſehn In heiſſen pruͤfungsſtunden. 7. Dank, mein erlöͤſer! dank ſey dir Fuͤr jede deiner pla⸗ gen, Für alle leiden, die du hier An ſeel und leib getra⸗ gen; Fuͤr allen ſchmerz, fuͤr — mich ſuͤnder rangſt, Sey eh⸗ re deinem namen! Gedenk, herr! meiner in der noth, Gedenk auch meiner einſt im dein banges flehn, Da du 3. Kraft und Troſt des Leidens Jeſu. 9, 3 7* Mel. Jeſu, deine tiefe wunden ꝛc. 1 eſu ehriſt, durch 113. J deine wunden, Deinen martervollen tob, Hab ich heil bey gott gefun⸗ den, Kraft zur tugend, troſt in noth. Faͤllt mir etwas an deine pein; Die verbie⸗ tet meinem herzen, Mit der ſuͤnde je zu ſch erzen. „ 2. Schmachtet nach ver⸗ botnen freuden Mein ver⸗ derbtes fleiſch und blut: O ſo blick ich auf dein leiden; Schnell verloͤſcht die wilde glut. Streb ich eitler ehre nach, Und ich denk an dei⸗ ne ſchmach: Schuell ernie⸗ drigt ſie mich wieder, Und bläst meinen ſtolz darnie⸗ er. 3. Reizen, herr, mich man: che plagen, Waͤhrend meiner prüfungszeit, Oft zu mür⸗ un zufriedenheit: O ſo denk ich an die pein, Die du, uns zu gut allein, Unver⸗ ſchuldet Haft ertragen, Und dann ſchaͤm ich mich, zu klagen. 5„ 4. Wenn mein ſchreckendes gewiſſen Mir mit fluch und ſtrafe droht: O! in dieſen kuͤmmerniſſen Denk ich, herr, an deinen tod, Und wie du auch meine laſt An dem kreuz getragen haſt; Dis kan mein gewiſſen ſtillen, und mein herz mit troſt erfuͤllen. 0 5. Ja, fur alles, was mich kraͤnket, Schaffen deine wun⸗ den rath; Wenn mein geiſt an ſie gedenket, Geh ich friſch den ſchmalen pfad. Mich erſchrecket keine muͤh: Denn eee iin f d me alle angſt, Darin du fuͤr tod, Und im gerichte, amen! riſch bangen klagen, Und zur Fe bugeſttd 1 , df ne un d an nch 10 . ud f fe lt P Jan baland 4 J för Ee nie 1 n auch meines lie 3 In ſamm det! *. 0. 4 0 wunden N 5 e ſindges 11g 5 Aach matter ö lin, ſachſ fes fig I,, wahter e 9 u egen, J K n nen wen! ch l in den uu 1 64 Nun kan — — — 2 S . 418 . * 0 6 121 N de ce f 0 5 ch n e laben, 0 1 N und A0 0 1 h 0 1 wer; 1 5 * rn 100 del en g 0 meier ta —— 8 80 i. ln Se dh S lagen l uftſ a et; 9 fc au wegen, f 1* lu ilde v ertrigu, gen vit fee Olf mt n Dali dei d, U ge 5 lat n n j Seen bi d n newiſſn fl, e ile N e wa le Dien rg z denn mei lit, 00 de len 1 n ih% W ein scha 0 It nit m * schi, 0 e—— 8 Denn der troſt erleichtert ſie, Daß du, herr, als du geſtorben, Mir ein ewig heil erworben. b. Auf dich ſetz ich mein vertrauen, Du biſt meine zuverſicht; Selbſt der tod macht mir kein grauen: Du befreyſt mich vom gericht. Durch dein mir erworbnes heil Hab ich an dem him⸗ mel theil 1 Wahrlich, herr! 8 ein ewigs leben Wirſt du nach dem tod mir geben. Mel. Wenn meine ſuͤnd mich ꝛc. Menn mich die ſuͤn⸗ 114. W᷑ den kranken, Mein heiland jeſu chriſt, So laß mich wohl bedenken, Wie du geſtorben biſt; Wie du auch meine ſchuldenlaſt, Am ſtamm des heilgen kreu⸗ zes, Auf dich genommen haſt. 2. O wunder ohne maßen! Fuͤr ſuͤndiges geſchlecht Haſt du dich märtern laſſen; Du, herr, ſtarbſt fuͤr den knecht Du, wahrer menſch und wahrer gott, Gabſt fuͤr mich armen menſchen Dich ſel⸗ ber in den tod! 3. Nun kan ſie wir nicht ſchaden, Der ſchulden große laſt: Ich bin bey gott in gnaden, Weil du bezahlet haſt. Auch meine ſchulden tilgt dein blut: Ich darf den zorn nicht fuͤrchten Und nicht die hoͤllenglut, 4 0 f plagen, und ſpott, dig tragen: herr und gott! Daß ich ver⸗ leugne dieſe welt, Und fol⸗ ge dem exempel, Das d mir vorgeſtellt.. 2. Laß mich an andern uͤben, Wos du an mir ge⸗ than, Und meinen naͤchſten lieben, Ihm dienen, wo ich kan, Ohn eigennutz und heuchlerſchein, Und wie du mir erwieſen, Aus reiner lieb allein. 8. Laß endlich deine wun⸗ den, Auch in der lezten pein, In jenen finſtern ſtunden, Mir troſt und zuflucht ſeyn. O herr, auf den allein ich trau, Erbarm dich mein im tode, Daß ich dich ewig ſchauu! 8 4 4. Gebät Erſte Abtheilung. ee J hriſte, du lamm 115. C gottes! Der du traͤgſt die ſuͤnde der welt, Erbarm dich unſer! 2. Chriſte, du lamm god⸗ tes! Der du traͤgſt die ſuͤn⸗ de der welt, Erbarm dich unſer! 3. Chriſte, du lamm got⸗ tes! Der du traͤgſt die ſuͤn⸗ de der welt, Gib uns bei⸗ nen frieden! amen. 4. Gebaͤt zu dem Verſoͤhner. Er muͤß uns dir verbinden Zu innigem danke, herr jeſu! mel. Herzlich li eb hab ich dich ꝛc. 1 17. Laſſt uns doch chri⸗ ſto dankbar ſeyn, Daß er fuͤr uns in große pein Sich willig hingegeben; Auch laſſt uns ſeyn der ſuͤn⸗ mehr unſer freund, Nach ſeinem willen leben; Die lieb erzeigen jederman, Wie mel. O 2 gottes! unſchuld. 1 A Crloͤſer, der im ſtau⸗ 1 6. E be Einſt lag mit angſtſchweiß bedecket, Dein tröͤſte ſich mein glaube, Menn tod und ſuͤnde mich ſchrecket; Dein tiefer ſchmerz, dein klagen, Dein todes kampf, dein zagen Sey meine ru⸗ he, herr jeſu! 2. Diu litteſt ganz unſchul⸗ dig Non freolern ſchmaͤhung und chmerzen, Und trugſt ſie doch geduldig Mit ſanf⸗ tem verſoͤhnlichem herzen. Dein bild muß uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, herr jeſu! 3, Am kreuze hingſt du klaͤglich Entſtellt, gemar⸗ tert verſchmachtet. Dein tod belehr uns taglich, Wie tracht es recht, Wie gottes zorn die ſuͤnde ſchlaͤgt! Herr jeſu chriſt! Mein herr ind gott! Mein herr und gott! Von ſuͤnden ſchrecke mich dein tod. Bekannte Melodie. . lamm gottes! 118. O unſchuldig Am ſtamm des kreuzes geſchlach⸗ tet! Allzeit erfunden gedul⸗ dig, Wie ſehr du wurdeſt b verachtet. Die ſuͤnd haſt du Sonſt muͤßten wir verzagen; Erbarm getragen, dich unſer, o jeſu! 2. O lamm gottes! un⸗ ſchuldig e. Erbarm dich unſer, o jeſu! 1 3. O lamm gottes! un⸗ hoch du ſeelen geachtet. Er ſchreck uns ab von ſuͤnden; [ſchuldig ꝛc. Gib uns dei⸗ nen frieden, o jeu! de feind, Und weil gott nun⸗ chriſtus ſelbſt an uns ge⸗ than. O menſchenkind! be⸗ , Die 5 B 15 Nute bee ** 214 W l d wan ban dl de ſehn un 0 bg n ee l bn 6. * 1 A% Ji! da„ dhe ſebn. 1 been d he ut 0 ien Nichten. e d de 1 ben unc 6 q hel undtf 5 me bft uo e le bab u,. fleht, du fes abt J, 2 Se sil rs ef hn int ö ur da 5 f 0 11 e al auf he fr 41 15 2 8 U t fir mid a bg i, Eo ae 3 1 nich het b de in e abe ee 1 herz bin 4 U al 1 e 9 lieh a I 00 be 5 e. danſhgr 1 EU 10 0 I. ee, 1 fen ef fen vlc r freund, e 1 leben d 4 bb h 10 f n 1. sta bt S t, Nee n 5 U bölnen ich Menn dae t! a f n echt 1 to 9 20 Machte un, 3 zes geit g erfunden g „ahr du acht fe ſünd h 0 tage Sonst un de zen; kim b un 10 de 3 ulbig D Etta. ſer, 3 f O gotiet 5= Gib 11 U 1 eh 5 5 N 17 5 1 1 4 10 * 8. 4585, inſchulbg un 13 ö * XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 99 liebe drang! II 9 * 1 1 1 5 PGGGWGGGGGGGGGGGob N * er mich herzlich liebt. 5. Die Liebe Jeſu in dem Werke der Erlöſung. f. i g 79. mel. Dir, dir, jehova, will ꝛc. Nr. 8. E 11 9. Ach„ ſieh ihn dul⸗ den, bluten, ſter⸗ ben! O meine ſeele, ſag ihm frommen dank! Sieh gottes eingen ſohn und erben, Wie maͤchtig ihn die menſchen⸗ Wo iſt ein freund, der je, was er, ge⸗ than? Der ſo, wie er, fuͤr ſuͤnder ſterben kan? 2. Wie dunkel waren jene ſtunden O herr, und welche laſten druͤckten dich! Wie quoll das blut aus deinen wunden! Und ach, es floß zum heil und troſt fuͤr mich; Und ruft noch heute mir er⸗ munternd zu, Daß du mich liebſt, du frommer dulder, du. 3. So ſollt es ſeyn: du mußteſt leiden; Dein tod macht mir des vaters liebe kund. Ex wird fuͤr mich ein qaell der freuden, Ein ſiegel auf den ewgen frie⸗ densbund. So wahr dich gott fuͤr mich zum opfer gibt, So veſte ſtehts, daß 4. Dein bin ich nun und gottes erbe; Ich ſehe in ſein vaterherz hinein. Wenn ich nun leide, wenn ich ſter be, Kan ich unmoglich ſe verlo⸗ ren ſeyn. Wenn ſonn und mond und erde untergehn, So bleibt mir gottes gna⸗ de ewig ſtehn. * eee er eee are erf see lehre: 5. Ja, mir zum troſt und dir zur ehre Gereicht dein ganzer kampf, dein krenzes⸗ tod; Befiätigt iſt nun deine Ich baue veſt darauf in jeder 1 Unſchuldig lit⸗ teß du; doch preis und ruhm Iſt auch im kampf der un⸗ ſchuld eigenthum. 6. Herr, dis dein beyſpiel ſoll mich lehren, Des lebens unſchuld ſey mein ehrenkleid. Ich will treu deine ſtim⸗ me hoͤren, Und gerne thun, was mir dein wort gebeut. Die dankbarkeit dringt in⸗ nigſt mich dazu; Wer hat es mehr, um mich verdient, als du? 7 5 Nie will ich mich am feinde raͤchen: Auch dis lern ich, mein heiland, hier von dir; Nie gottes ſchickung widerſprechen, Waͤr gleich ſein pfad jezt noch ſo dun⸗ kel mir. Auf dornen aſt dn ſelbſt zum ziele hin; J Ich folge die, weil ich bein juͤnger hin. 8. Was fuͤrcht ich noch des todes ſchrecken? Du ſchliefſt auch einſt im grab, o ſeelen⸗ freund. Mag ſie doch mei⸗ ne aſche decken Die erde, wann des todes nacht er⸗ ſcheint! Der gokt, der dir das leben wiedergab, Waͤlzt einſtens auch den ſlein von. meinem grab. e J 3 9 Nim —— EECEETTCTCTT—T—T—T—T—T—T—T—T——————— 772——— — e 90 Erſte Abthellung. 9. Nim hin den dank fuͤr deine plagen, Mein retter, den die treuſte liebe bringt! Dort will ich dirs noch beſ⸗ ſer ſagen, Wann dich mein geiſt im enzelehor beſingt. Hann ſtimmen alle ſelgen froͤhlich ein; Der ganze him⸗ mel ſoll dann zeuge ſeyn. Mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. 5 Fin lamm geht hin 120. E und tragt die ſchuld Der adgefallnen kin⸗ der; Geht hin und buͤßet in geduld Die ſuͤnden aller ſuͤnder. Es gebt den rau⸗ hen todesgang, Folgt ſeinen wuͤrgern ohne zwang, Be⸗ gibt ſich aller freuden, Und ſieht die marter, die ihm droht, Und will die ſchmer⸗ zen und den tod Doch gern und willig leiden. 5 2. Das lamm iſt jeſus, unſer freund; Zum heiland unſrer ſeelen Wollt ihn der ſtrenge ſundenfeind, Der ewge vater, waͤhlen. Sohn, ſprach er, nim dich derer 5 an, Die außer dir nichts „ ketten kan Vom ſchweren oo fluch der ſuͤnden. Groß 5 iſt bie ſchuld, die ſtrafe „ groß; Doch uͤbernims, ſo 5s ſind ſie los, Und ſollen 5 gnade finden. 3. Ja vater, ſprach der große ſohn, Kein ſuͤnder 4 ſoll verzagen! Ich ſteig v herab von deinem thron, . 3 „Und will die ſünden tragen. O liebe! liebe! deine macht Iſt ſtaͤrker als ein menſch gedacht, Als je ein engel dachte! Du dringſt den ſohn dem vater ab, Und ſtreckeſt den ins finſtre grab, Der erd und himmel machte. 4. Er buͤßt fuͤr uns am kreuzesſtamm, Damit wir gnade finden. Er wird ge⸗ ſchlachtet wie ein lamm, Zum opfer fuͤr die ſuͤnden. Fuͤr alle ſtirbt er; auch fuͤr mich Ergießt ſein theures leben ſich In milden ſtroͤmen blutes. Lamm gottes, ewig dank ich dir! Doch nie ge⸗ nug! du thateſt mir, Eh ich noch war, ſchon gutes. 5. So lang ich lebe, will ich dein, O jeſu, ſtets ge⸗ denken; Mein herz ſoll dir geweihet ſeyn, Ganz will ich bir es ſchenken. Nur dir gefallen, ſey mein ruhm; Ich will mich dir zum ei⸗ genthum Auf ewig uͤberge⸗ hen. Nur du biſt meine zu⸗ verſicht, und wann mein aug im tode bricht, Biſt du auch dann mein leben. 6. Was iſt das leiden die⸗ ſer zeit, Und alles, was mich kraͤnket, Wenn meine ſeel in traurigkeit, Herr, an dein leiden denket? Dis floͤßt in meine bange bruſt, Zur zeit der truͤbſal, ſanfte luſt, Läſſt mich nicht unterliegen, Und ſtaͤrket mich mit kraft und muth, * 3 r aas d d e dd lu fir nas fh m d n en i 1 1 11. O h ge 0 danke disch det d, Der mir 8 un ſlſtett, ute ger filtuh bell 1 Auch gland heit bicht s kt ich noch daksen t; dle deeb c 6 Fir nich 1 gelt tr sen. Dirt du: w. bot lter, Un t 6 ſott, gen ltd ic cg fir 3 A, Mc 1. n übnet fen 1 1 h lebe 1 6 en teig T 0 en dein feſu, fei g ben n geh fl eig 5, Gan ul dir E ſchenken, Ju thuf! f ewig lage „ z blſt ale t ſcht l wann g tobt t, Bi und n be E beh. W das lebe gel* Jalles, ab nel e W eh 1 en ka 10 n 10 121. O ge nch, wf h bir„ enn mei troſtes goͤttlichkeit Verſichert dufte fa Mel. O jeſu chriſt, meins ꝛc. du mein miitler und mein gott, Ich danke dir ſuͤr deinen tod, Der mir des himmels ſeligkeit, Und hier gewiſ⸗ zaͤrtlich, jeſu, deine triebe? ſens ruh verleiht. 2. Ach glaubt ich deine gottheit nicht; So ſchreckte mich noch das gericht: So wuͤrde deines todes pein opfer ſeyn. 3. Waͤrſt du der menſchen heiligſter, Und nicht auch gott, gekreuzigter! So wuͤrd ich nicht von ſuͤnden rein, Nicht durch dein blut verſoͤhnet ſeyn. 4. Ich weiß es, jeſu, du biſt gott; Verſoͤhnend iſt dein kreuzestod: Und dieſes mich der ſeligkeit. . Der feind nehm alles, weiß, golgatha: macht mir auch im tode muth. e 6. Wann des geſetzes fluch mir droht; Dann troͤſtet mich dein mittlers tod: Ich laſt Am kreuze, herr, getra⸗ gen haſt. 7. Und iſt die lezte ſtunde da, Dann blick ich hin nach Der troſt, daß ich begnadigt bin, Macht mir das ſterben zum gewinn. mel. Herzliebſter jeſu, was de. 3 ie grundlos ſind 122. Wie tiefen dei⸗ ner liebe! Wie treu und Kein mutterherz gleicht dei⸗ nem treuen herzen, Du mann der ſchmerzen! 2. Was zieht dich dann, o heiland, auf die erde? Fuͤr mich kein geltend Was ſchadet dirs, wenn ich verdammet werde? Du blei⸗ beſt doch, wenn ich gleich ſtrafe leide, freude! 6 Des vaters 3. Verehrt mit dank den weiſen rath, ihr chriſten, Den einzuſehn, die engel ſelbſt gelüſten. Bewundert hier in dem erloͤſungswerke Der liebe ſtaͤrke! 1 4. Des hoͤchſten ſohn buͤßt fuͤr die menſchenkinder: Der heiligſte bezahlet 1 5 daß du auch meine — 22— Erſte Abtheilung. die under; Des lebens fuͤrſt, f und aller bosheit rächer, Stirbt fur verbrecher! 5. Herr! lehre ſelbſt mich deiue huld erkennen, In rech⸗ tem glauben meinen herrn dich nennen! Erbarme dich, und heile meinen ſchaden, Du brunn der gnaden. 6. Ich bin verderbt vom fuße bis zur ſcheitel, Mein herz iſt trotzig, widerſpen⸗ ſtig, eitel; Mein beßtes thun iſt mangelhaft und ſuͤndlich; Ich fehle ſtuͤndlich. 7. Ich flieh, o herr, zu deinen liebesarmen, Ich ſuch und bitte nichts, als dein erbarmen: Verſtoß den nicht, der ſeine ſuͤnden haſſet, Und dich um faſſet. 8. Was machſt du, feind, mir chriſti huld verbachtig? Schweig! ſeine kraft iſt in den ſchwachen machtig. Er ſelbſt macht den 3 der an ihn glaͤubet, Und in lamm, zu deinem kreuze, Damit dein blut die ſeele dring und reize, Dich, den erwerber aller guten gaben, Recht lieb zu haben. 10. Was du auch mir, da du fur mich geſtorben, Aus gnaben haſt durch deinen tod erworben: Das werde mir, zu meinem ewgen heile, Nun auch zu theile. 11. Dir, jeſu, leb ich; dir will ich auch ſterben. Laß den nur nicht, den du verſoͤhnt, verderben! O hilf mir jezt, und in den lezten ſtunden, Durch deine wunden! 6. Das Leiden Jeſu am Oehlberge. f zaͤhlen? Niemand, als nur mel. Chriſtus, der uns ſelig de. 123. Har des himmels! 23. ſtarker held! Was wird mit bir werden? War⸗ um lieaſt du, blaß, entſtellt, Bebend auf der erden? Troſt iſt es, was du verlangſt, Troͤſter unsrer ſeelen?! Was kau mit ſo ſchwerer angſt Deine ſeele quälen? 3. Vor dir liegt.(denn dir kan ja, Herr, ſich nichts 5 1) Eine welt voll 0 fänden da, O, wer kan ſie gott und du, Koͤnnen ſie er⸗ gruͤnden. Und fuͤr olle buͤ⸗ ßeſt du, Als fuͤr deine ſuͤn⸗ den!. 3. Liebe ſtrahlte dir ſonſt ſtets Aus des vaters blicken; Und in ſtunden des gebaͤts Mußt ſie dich erquicken. Da nun gottes ſtraf dich ſchreckt; Da er in gewittern Furcht⸗ bar ſich vor dir verſteckt, Sollteſt du nicht zittern? f 4. Hier er. 2— tt uns rette M Jad zu f . Nun, herum de beſcht l Hilf 1e. kr , Daß in. icht Sünden (. lch, aß de an 1 175 Aude. ge . we 5 9 f 1 f 0 men, 1 f d, it nn n „ aben, für den. 1 geſtorhg, 10 U i: dun zu Din ewgeg f u d hel D eu, 0 f wi * cht, u oͤhnſ r. deren f jez d in n ain den dutch 0 aden am Elbetge 10 mand, ib n t un n Khun ſet indel id fir fle ba EI fl dau f f e u aten ta di iben dh ss fh 10 Akten zun g ſig dir bͤfeal, a % ben dd 0 —— auch n E aug en 1 kalltt di un, a0 f il den graͤul, Ganz von angſt f erſchuͤttert. — ergabſt dich demuthsvoll In fe weiß, Mir zu ſtaiten 124. S haſt, Gehſt hin, um aller —— XIII. von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 98 4. Hier fühl ich der ſuͤn⸗ Auch fur mich haſt du, mein heil, Hier im ſtaub gezittert. Heid, da ünd und ſtrafgericht Dich fast niederſtuͤrzen: Soll der graͤul der ſuͤnde nicht Meinen geiſt beſtüͤrzen? 5. Aber du verſoͤhnteſt mich; Denn, auch mir zum ſegen, Lieſſeſt du allein auf dich, Gott, die ſtrafe legen. Du 1 des vaters willen, Um das, was uns retten ſoll, Ster⸗ bend zu erfüllen. 6. Nun, herr, meine zu⸗ verſicht! Hilf du meiner ſee⸗ le, Daß im lezten kampfe nicht Sundenangſt ſie quaͤ⸗ le. Ach, laß deinen blutgen ee Wann ich ganz be⸗ lommen, Als dann keine huͤl⸗ e kommen. e mel. Ein laͤmmlein geht und ec. o gehſt du, jeſu, willig hin, Dein leiden anzutreten, Fuͤr mich, der ich verloren bin, Zu kaͤmpfen und zu baͤten. Du, der du nichts verbrochen — ſuͤnder laſt Allein auf dich zu laden. Ich nur verdien⸗ „te ſtrafen, ich; Du aber nimſt ſie all auf dich, Damit ſie mir nicht ſchaden. 2. Kan den, der allen ſtaͤr⸗ ke gibt, Kan den auch furcht 0 erſchuͤttern? Selbſt ehriſtt ſeele wird betruͤbt, Und ſeine glieder zittern. Ach, hin⸗ zeſunken auf die knie, Ar⸗ eitet er in ſchwerer müh, Und baͤtet, kaͤmpft und za⸗ geit! Er wuͤnſcht den ſchwe⸗ ren kampf verkürzt; Wer ſiehts und hoͤret nicht be⸗ ſtuͤrzt,, Wie leidenvoll er klaget! 8 3. Gott, du biſt heilig; wunderbar In allen deinen werken! Ein knecht, ein engel muß ſogar Den herrn vom himmel ſtaͤrken. Er ringt, ſein heilig angeſicht Trauft blutſchweiß; wer entſetzt ſich nicht? Wer litt, wie er, auf erden? Der du in teiner unſchuld prangſt, Wie konteſt du von ſolcher angſt, O herr, beſtuͤrmet werden? 4. Du zagſt, mein heiland; ach, nur ich, Ich hatte zagen ſollen; Doch ſeibſt durch lei⸗ den haſt du mich Vom tode retten wollen. Ach, haͤtteſt du nicht ſein gericht Auf dich genommen, waͤr ich nicht In ſammer ganz ver⸗ ſunken? Nun laͤſſt der rich⸗ ter, auf dein flehn, Vor mir den kelch voruͤber gehn z Denn du haſt ihn getrunken. 5. Heil mir! der ſohnn des hoͤchſten hat Fuͤr mich) ſich richten laſſen. Gott, wer kan deinen weiſen rath, Wer dein erbarmen faſſen? Nun zauchze, wen die ſuͤn 5 Wer de reutr, 91 erſte Abtbellung. Wer jeſu ehriſti ſich er⸗ freut: Er wird vor gott be⸗ stehen! Du, der du glaubſt, wer ſchadet dir? Wer wi verdammen? gott iſt hier! Du wirſt den tod nicht ſehen! 6. Doch denk, um welchen theuren preis, Dein heiland dich erkaufet! Er rang, be⸗ deckt mit todesſchweiß, Mit blut fuͤr dich getaufet. Ach, wache, daß die ſuͤnde ſich Nie dein bemaͤchtige, noch dich In deiner treu erſchuͤtt⸗ re! Lockt ihre ſtimme: hoͤre nicht; Schau hin zum oͤhl⸗ berg, ins gericht, Das je⸗ ſum traf, und zittre! 7. Die Gefangennehmung Jeſu. Mel. Jeſu, meines lebens 155 & Ceſu chriſte, deſſen 125. 3 wunden Heil und leben uns gebracht! Ach wie hart wirſt du gebunden! Du verbrechern gleich ge⸗ macht! Deiner feinde ganze tuͤcke Keynſt du, und weichſt nicht zuruͤcke; Gibſt mit ed⸗ lem heldenſinn Dich in ih⸗ re bande hin. 8 2. Mehr als zwoͤlf der le⸗ gionen, Die um deines va⸗ ters thron, Seines winks zu warten, wohnen, Stehn be⸗ 2 reit, o menſchenſohn! Nur ein wink! du biſt befreyet, Und der feinde heer zer⸗ ſtreuet. Doch wie viel ihr e eee, 6 4. Treuer buͤrg, um un⸗ ſertwillen Streckſt du deine haͤnde dar; Gottes rath⸗ ſchluß zu erfuͤllen, Schoneſt du der frechen ſchaarz Wehrſt dem ſchwerdte dei⸗ nes freundes; Heilſt die wunde deines feindes; Nimſt die bande willig an, Da dein arm ſich weigern kan. 5. Dank dir fuͤr ſo große guͤ⸗ te! Zeige nun auch deine treu, Und befreye mein ge⸗ muͤthe Von der funden ſkla⸗ verey; Daß mein fleiſch wich nie verſtricke, Weltverfuͤh⸗ rung nie beruͤcke; Des ver⸗ ſuchers argliſt nie In ſein netz mich wieder zieh. 6. Und ſoll ich den ruhm er⸗ langen, Daß ich, deines gei⸗ ſtes voll, In bekennerfeſſeln prangen, Deinetwegen lei⸗ den ſoll: Gib dann mir in meinen banden Reichen troſt aus deinen banden, Daß, aleich dir, ich ſie nicht ſcheu, 8. Ueber I kum naht 0 —... ̃ ᷣ ͤ 0 Ich, gleich dir, gelaſſen ſey. 5 eee pi neh erf fim, foil be den! Ole lle 1 0 funden Kit 10 Ihen firden. ie: Es bh 1 10 D Hſſa, Eh kageſen, Dee e. uſeben, Dr 5 fliehen. 1 3 der lihn 1 4 e d, dict, Den page fl 1 6 117 U hen; En Ie geſchenß h uc den au d em füll entg e itt bean uch! Der a e ü 15 0 e gaube;(. d W 0 Gag nh, fuß len, Sung des z ſchagt 100 Ihen hat; und is fi; ust] ande nilge de i sch n Fun 5auc hene u, F Teffebe nun ge ithe t ſiube fe y; Weines ber, Mathe g cke; da weachſ in hn, b fi; Het 1 N. 85 SO für — ————ů ů—— ů ů ä— ders x ift nt u z me eder geh Un ch den fa bekam 4 Jübetpe l f*- ich da ee 0 Xii. von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 98 1 8. Ueber die Verlaſſung Jeſu von ſeinen Jüngern. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin ꝛc. ein jeſu, fur dein 126. M herz Welch ein ſo herber ſchmerz, Den du weit mehr empfunden, Als ſtriemen, ſchlaͤg und wun⸗ den! Die kleine zahl von freunden Kraͤnkt dich, gleich deinen feinden. 2. Kaum naht ſich die ge⸗ fahr: So bebt der juͤnger ſchaar. Die erſt ſich hoch vermeſſen, Eh ſie der treu vergeſſen, Den tod auch vorzuziehen, Verlaſſen dich und fliehen. 3. Der kuͤhn ſein ſchwerd geßuͤckt, Dein petrus ſelbſt, erſchrickt; Er flleht, eh ban⸗ de drohen; Schaͤmt ſich, daß er geflohen: Und eilt doch recht verwegen Dem tiefern fall entgegen. 4. Wie iſt der menſch ſo ſchwach! So viel ſein muth verſprach; Dort liegt er da im ſtaube. Erloſchen iſt ſein glaube; Sein kuͤhner chriſten! wacht und kaͤm⸗ 720 Rer. 0 5. Wo iſt nun petri treu? Der jeſum vormals frey Für 5 ſohn bekannte, Fuͤr ihn vor etfer brannte, Der hat vor jeſu ohren, Bald frech ihm abgeſchwo⸗ 6. Doch, herr, dein lies besblick Bringt ihn alsbald zurück. Er fuͤhlte ſein ver⸗ brechen, Kan unn vor ſch merz nicht ſprechen, Und weink nur bittre thraͤnen, Die ſich nach gnade ſehnen 7. Er ſucht und findet ſie. Verzagt drum, fuͤuder, nie; Gott iſt unendlich guͤtig? Seyd glaubig, nicht klein⸗ muͤthig; So groß ſind keine ſuͤnden, Sie koͤnnen gnade finden. 8. Ach, trennt mich auch die welt, Die ſtets mir netze ſtellt, Einſt, jeſu, von den deinen: Laß mich mit perro weinen, Um gnad in de⸗ muth gedampfet: Ach, muth baten, Nie judaͤ weg betreten. b 9. Das geiden Jeſu vor dem weltlichen Gerichte. 2 i 5 b 79 4 5 f Mel. O gott, du frommer gott. ꝛc. c Seht, 127. S menſch! ach und erſchrecket! ſeht! Mit ſchand iſt er 50 welch ein ſten ſohn habt ihr decket, Der glanz der herr lichkeit! Schaut, menſchen, Des hoͤch⸗ So tief herasg 1 5 4 — I 3 ———— . ee 3 7——2—2— — * 1 95 Erſte Abthellung. berab gebracht! So viele noth hat ihm Nur eure ſchuld gemacht. . Seht, welch ein menſch! 8 weh euch, Wenn hier noch fuͤr den ſuͤnden Nicht euren herzen graͤult! Sein zorn wird ſich entzuͤnden: Dann fordert er die ſchmach Die er fuͤr euch empfand, So ihr euch nicht bekehrt, Mit recht von eurer hand. 3. Seht, welch ein menſch! die ihr In heiligkelt ihm die⸗ net, Schaut, wie er ſuͤnden buͤßt Und wie er uns ver⸗ ſuͤhnet! Wohl euch, daß ſei⸗ ne ſchmach Euch ſchmerzet und betruͤbt! Erfreuet euch nen kroͤnen Sein maſfeſta⸗ tiſch haupt! Doch mag die welt dich hoͤhnen, Mein je⸗ ſu, mir bleibſt du Ein koͤnig auch noch hier! Voll ehr⸗ erbietigkeit Beug ich die knie vor dir. 8 7. Seht, welch ein menſch! ach ſeht! Er muß, vom rohr zerſchagen, Noch in der eignen hand Des frevels werkzeug tragen! Ach wiſſt, daß dieſe hand Ern eiſern zepter traͤgt! Sorgt, fre⸗ gereizt zerſchlaͤgt! 8. Seht, welch ein menſch! ſchaut hin! Erblickt ihr nicht mit ſchrecken, Wie ſchmach des heils, Das dieſe ſchmach i ee e——— 8 0 c euch gibt! 8 4. Seht, welch ein menſch!] viel bittrer ſpott Trift dei⸗ hier ſteht, Verbrechern gleich gebunden, An dem ſein rich⸗ ter ſelbſt Ganz keine ſchuld gefunden! Ois zeugniß iſt mir werth! Denn waͤr er nicht ganz rein, Wle koͤnnt er da fuͤr uns Ein guͤltigs opfer ſeyn. nen ſohn um mich! Mein dank ergießt vor dir In heiſſen thraͤnen ſich. 9. Seht, welch ein menſch! mein berz Soll ſeiner ſtets gedenken. Ob dieſe leiden mir Schon ewge freuden ſchenken: So laß, herr, ih⸗ 5. Seht, welch ein menſch! rer nie Mich ohne beßrung ach ſebt zerkiſſen! Wie iſt ſein leib freun, Und laß mich ja fuͤr Seht, was fuͤr dich Nie ſpott und ſchande ſtrome bluts Aus ſeinen] ſcheun. wunden flieſſen. Heilſame, theure fluth! Aus dieſen wunden quillt, Was unſre ſchaͤden heilt, Und das ge⸗ wiſſen ſtillt. ö 6. Seht, welch ein menſch! ach ſeht! Schmerzhafte dor⸗ mel. Wenn mein ſtündlein. Seht, welch ein 128. menſch! wie lag ſo ſchwer Auf ihm die laſt der ſünder! Wie unaus⸗ ſprechlich duldet er Fuͤr 1 * r 53— vler, daß ſie euch Nicht einſt dich guch bobrecer ſund!( ö fung. a 5 anz unden 8 0 ebe 10. Jen ſah ban an* gen e) ab ade fell 10 10 9 de in ve f f ü 0 ſalbſt get b iu gerechte, Ae ſſabäterſpolt, 81 5 äct, 4 iat, aun 1 de ches 1 vuth, 7 gage. Be ban ub nit 10 8 — Pet und zet 21 f . them orn. füt, J Het d naht, 8,. 100 ae.* dem heiderns 0 war, 7 unſchlch ſchr. be A ihn senen ae 3 * nile ze e Fa welch ene 9 u iin nic Lug dun de ft. 5 9 iu ee * Al 10 1 0 8 f el 45 0 e c eag Ku and dg atze? gen! 0 d and en i vier E! Sntt 0, N deut a netz chlägt! 9 Welch enn haut uu Erblickung it ſ n, Me ehh d i ihm eue g ü en? G0, zel h h ſpott Miß en im mich! In ant et bor R 1 ſh. 9. 5 oel en m nein bs Sol sein ft eden Ob det le tir n ewe fan den! So laß, lay h ern! ich ohne fal unn A laß niht ch J Spott un an g el ein fen. D eht„bah M 12 wee e n o ſch 1** Mals b ihr menſchenkeinder! So lei⸗ „„ e* XIII. von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 97 den ſah von anbegin Die erde keinen je, als ihn: So wird auch keiner leiden. 2. Der ſohn des hoͤchſten und ſelbſt gott, Ein helfer, ein gerechter, Ward frecher miſſethaͤter ſpott, Und ſeines volks gelaͤchter. Wie ein verbrecher ſtund er da. Ver klagt, verlaͤumdet! wer ihn ſah, Der ſah ihn mit ver⸗ achtung. 8 3. Ganz unbegraͤnzt war ihre wuth, Den heiligſten zu plagen. Bedeckt mit ſtriemen und mit blut, Zer⸗ geißelt und zerſchlagen, Mit einem dornenkranz ge⸗ kroͤnt, In koͤnigskleidern aus gehoͤhnt, Stand er vor ſeinen feinden. 2 4. Dem heiden, der ſein richter war, Ergriff ein menſchlich ſchrecken; Er ſtellt ihn ſeinen bruͤdern dar, Ihr mitleid zu erwecken. Seht, welch ein menſch! ich kan ihn nicht Verdammen; denn die unſchuld ſpricht Zu maͤchtig fuͤr ſein leben. 5. Vergeblich, ach! ver⸗ geblich war Die menſchlich⸗ keit des heiden: Die aufge⸗ brachte wilde ſchaar Sah jeſu ſchmach mit freuden. Sein tod befriedigt ſie al⸗ lein; Sie ſtuͤrmten auf den richter ein, er ſterb am kreuze! Und ſchrien und du, a der„ On denkeſt ohne ſchau⸗ a hehe a 1 9 ſch 5 ö nicht lieben? G 1 5 dern nie An zieſes wort der ſuͤnder; Du ſprichſt: die rache Frafte ſie, Und ſtraft noch ihre kinder. Doch, ſee⸗ le, denkſt du auch dabey An deine ſuͤnden? biſt du frey Von ſchuld am tode jeſu? 7. Sieh, welch ein menſch! er wird fuͤr dich Verſchmaͤ⸗ het und zerſchlagen! Hoͤr ihn, er ſpricht; ich ſelber, ich Muß deine ſuͤnden tra⸗ gen. Die ſchuld iſt dein! durch meinen tod Ve ſoͤhn ich, under, dich mit gott, Und ſterb um deinetwillen. 8. O hochgelobter gortes⸗ ſohn, Du tilger meiner ſuͤn⸗ den, Erhoͤht auf deines va⸗ ters thron, Ach, laß mich gnade finden! Laß deines to⸗ des ſchmach und pein Ge⸗ rechtig keit und heil mir ſeyn, Um deiner liebe willen. 9. Ich ſchwoͤre, welterlöͤ⸗ ſer, dir Und ewig will ichs halten: So wahr du lebeſt, ſoll in mir Nie deine lieb er⸗ kalten! Dein leiden und dein toß ſoll mich, So lang ich lebe, herr, an dich Und dei⸗ ne lieb erinnen. 10. Entzuͤn set ſich der luͤſte gluth, Lockt mich die welt zur ſünde: Dann ruͤſte mich mit kraft und muth, Daß ich ſie uͤberwinde! Dann ru⸗ fe du mir liebreich zu: Denk, welch ein menſch ich war, u wollteſt mich Be⸗ Pw(.— 1 5 1209. Uuſchuldger Je ſu, des urtheil dir geſprochen? Ou heiligſter, biſt ja in miſ⸗ ſethaten Niemals gerathen. einem dornen kranz zur wir verſchuldet. doch dieſe ſtrafe! Du, guter hirte, leideſt fuͤr die ſchaafe; 5 75— Erſte Abtheilung. 38. Bekannte Melodie. 7. Doch dir gefaͤllts, wenn was haſt du ver⸗ brochen, Daß man das to⸗ 2. Und doch wirſt du ver⸗ worfen und verhoͤhnet, Mit ſchmach gekroͤnet, Gegeißelt, und von ſchmerzen ſchon ent⸗ kraͤftet, Ans kreuz geheftet. ich mich ſelbſt bekaͤmpfe, Dir folge und des fleiſches luͤſte daͤmpfe: So ſey denn auch forthin mein ganzes leben Nur dir ergeben. 8. Gib ſelbſt zu dieſem ſe⸗ ligen geſchaͤfte Mir ſchwa⸗ chen deines guten geiſtes kräfte, Daß er mich zu dir ziehe und regiere, Zum gu⸗ ten fuͤhre. 9. Dann werd ich dank⸗ 3. Was iſt die urſach aller voll deine huld betrachten, ſolcher plagen 7 Ach, unſre U Die luſt der welt, aus lieb fünden haben dich geſchla⸗ gen. Zu ihrer tilgung haſt du, herr, erduldet, Was 4. Wie wunderbarlich iſt Die ſchuld bezahlſt du herr, fur boͤſe knechte, Du, der gerechte! 3. O große lieb! o liebe, kaum zu faſſen! Auch mir zum beil haſt du dich mar⸗ tern laſſen. Damit ich ler⸗ ne ſuͤnden ernſtlich meiden, Willſt du, herr, leiden. 6. Ach, großer mittler, roß zu allen zeiten, Wie an ich gnugſam deine treu ausbreiten? Kan ich ſie dir, zu dir, verachten; Mit allem eifer ſuchen deinen willen Treu zu erfüllen. alles wagen, Kein drohen achten, keine ſchmach noch plagen; Mich ſollen auch des bangſten todes leiden Nicht von dir ſcheiden. 11. Dis alles, obs fur ſchlecht gleich iſt zu achten, Wirſt du doch, mein erbar⸗ mer, nicht verachten; Du wirſt dis opfer gnaͤdig von mir nehmen, Dich mein nicht ſchaͤnen. 12. Empfang ich dann der⸗ einſt vor deinem throne, Aus deiner hand der uͤberwinder krone: So ſoll dich, hoͤchſter, beher ſcher aller welten, Wol je vergelten? 15 engel: choͤren lohlied ehren. 0. Das den knen 7 fl% 2 f 1. olg 1 10. Zu deiner ehre will ich Mein 11 bu e in lee, 1 Ant gaubig“ 2 12 — 1 1010. . br U, I. en ſcmetz A f he bitn; Ko ufenntholes. f. end ſe bett!. U — fer ü err m 0* die lu fer[ deinen z teu üllen. lo. N ner ehten) les 0 chten Ee ſchnac; lagen es bi San tobe icht soir ſchebn 1. S alled, M) chlech zar ich it zu Virſt och, nen a ner, s verachln dirſt Waipfer gun nir J In, Dich un nicht“ Wen. 12.(UA nng ich* aut wem thun l mel ce der bene dane Spend le, adi an. , Kamm 15 he . Bond U e d da, welt, u“ 1 Aten; M —ů——ů—ů— Nich sol; 5 groͤßten ſchmerz, Fuͤr ſeine ſind XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 99 mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. 130. Begleite mich nach olgatha, O. chriſt, auf deſſen hoͤhen Die welt die hoͤchſte liebe ſah, Sah, was ſie nie geſehen! Komm, denke jenen worten nach, Die ſterbend dein er⸗ loͤſer ſprach. Sie koͤnnen dir im leben, Und, baͤteſt du gott glaubig an, Einſt, wenn dich nichts mehr troͤ⸗ ſten kan, Noch troſt im tode geben. 2. Hoͤr ihn, bey ſeinem feinde baͤten; Und ſieh ſein ſanftmuthvolles herz Noch ſterbend ſie vertreten! Ver⸗ gib,„vergib;(ruft er gott eee 10. Das Leiden Jeſu am Kreuz. kein gericht: O reuige ver⸗ brecher! Hoͤrt, was der mund der liebe ſpricht Zu dem gebeugten ſchaͤcher: „Du wirſt noch heut mit „mir dich freun, Mit mir „im paradieſe ſeyn! So ruft er ihm entgegen. O herr, dis gnadenreiche wort Schenk mir auch an des to⸗ des pfort Erquickung, muth und ſegen. 5. Als jeſus am dem kreu⸗ ze rief: Gott, haſt du mich „verlaſſen? Wie beugt ihn da ſein ſchmerz ſo tief! Wer kan die leiden faſſen, Die er fuͤr unſre ſuͤnden trug, Da er, unſchuldig, als ein 0 4. Wer ſich bekehrt, fuͤrcht an) Sie wiſſen nicht, was 5 ſie gethan! Muß, menſch, dich dis nicht ruͤhren? Auf, ahme ſeinem beyſpiel nach: Laß nie beleidigung und ſchmach Zur rache dich ver⸗ fuͤhren! ö 3. Dein zaͤrtlich herz, o herr, empfahl, Aus kindlich frommen triebe, Die mutter, unter ſchmerz und quaal, Dem juͤnger deiner liebe. Ach, wenn auch einſt mein auge weint, Einſt ſterbend fuͤr diemeinenn Dann ſoll dis wort m ten. Du wirſt auch ih troſt verlez“ Ihr bey 0, hel⸗ fluch, Verlaſſen da gehan⸗ gen 2 Mein herr und gott, verlaß mich nicht: Du biſt auch mir zur zuverſicht, In deinen tod gegangen. 8 6. Von allem, was erquickt, entbloͤßt, Wuͤnſcht er, der herr der erde, Daß ihm, der uns ſo theur erloͤſt, Sein burſt geſtillet werde. O menſch! noch jezt ruft er zu dir, Aus tauſend armen ne⸗ ben dir, Die noth und man⸗ gel druͤcket! O ſelig, wer den ruf erfullt! Denn, wer den durſt des armen ſtillt, Hat jeſum ſelbſt erquicket. 7. Der heiland ſpricht: ſer, ſeyn, Auch ſie erlͤſten. 9 dees iſt vollbracht! Nun G 3 ens 100 Erſte Abtheilung. endet ſich ſein leiden. Es nimt dem tode ſeine macht, Dis wort des ſiegs und freuden! Heil uns! wer klagt uns nun noch an, Da er für uns genug gethan? Wer kan von gott uns ſcheiden? Gib, daß an me⸗ nem ſterbetag Auch ich mit freuden ſagen mag: Voll⸗ bracht iſt nun mein leiden! 8. Das lezte wort aus deinem mund Laß wir zum troſt gedeihen; Mir noch in meiner todesſtund, Herr, muth und kraft verleihen. Du rufeſt: vater, ich be⸗ „fehl In deine haͤnde meine „ſeel!“ Laß mich auch nicht verderben, Der du den men⸗ bat mich mit gott verſoͤhnt, Hat mit gnade mich gekroͤnt. FJeſum will ich nie betruͤben, Meinen jeſum will ich lie⸗ ben! 3. Der am kreuz iſt meine liebe! Aller ſuͤnd entſag ich gern, Daß ich ihn nur nicht betrübe, Meinen heiland, ſein blut mit hohn, Kreu⸗ zigt wieder gottes ſohn; Drum will ich ihn nie be⸗ trüben, Meinen jeſum will ich lieben! liebe! Schweig, gewiſſen, gott vergibt. Darum preiſt gott ſeine liebe, Weil ſein ſohn ſtirbt, der mich liebt. ſchen heil erwarbſt: Du Per verdammt nun? gott neigteſt ſanft dein haupt und ſtarbſt: Ach, laß mich auch ſo ſterben! 1 N 1 i mel. erde munter, mein gem. er am kreuz iſt 181, De be Meine lieb iſt ſeſus chriſt, Dem ich treu zu ſeyn mich übe, Weil er mein erlöͤſer iſt. Jede ſuͤnde haſſet gott, FJyre liebe bringt den tod: Jeſum will ich nie betruͤben, Meinen jeſum will ich lie⸗ ben! 2. Der am krenz iſt meine liebe! Sünder, was befrem⸗ dets dich, Daß ich jeſum chrißtum liebe? Er, mein iſt her! Gott verzeiht durch chriſtum mir. Jeſum will ich nie betruͤben, Meinen jeſum will ich lieben! 5. Der am kreuz iſt mein vertrauen! Nichts, wie furchtbar es auch iſt, Kei⸗ ne noth, kein todesgrauen, Reiſſt von dir mich, jeſu ehriſt. Nicht gewalt, nicht gold, nicht rubhm, Engel nicht, kein fuͤrſtenthum! Dich, dich will ich ewig lie⸗ ben, Nie mit fuͤnden dich betruͤben. N ä 6. kreuz iſt meine ltebe fommt der tod, er iſt mein teund! Dis ver⸗ wer liche zerſtiebe“ Dann heiland, ſtarb fuͤr mich: Er werd ich mit geiz 42 meinen herrn. Suͤnde tritt 3. Der am kreuz iſt meine and eben! ec keimt 1 1 05 wer! 35 1 1 Eike ee , Der 19 fl, Hint! W. 5 ein ft Ait. Da fegte s 117 em eat und cn h g auf bauen n le La 3. Der kan de b aten Den a, hezaugſt, Mass ber Ion ſünden Urn tet al 2 n agen dil. sc tif dich, aßen 5d. u Hagen: Ct ge i eee eee — — ä — — — 2 ü len au 1 1 1 n kreuz uh pott el. Darin jott illebe, ohn, der nic l Der mt un ſt hie) tt berzeſſſg heist!“ mr. Nin ch u ruͤben, n 1— ich lieben 5. vertr. ne te kein tobe Neiſſ= dir mich cut, eckt genah glb“ t tub, 6 ben,— mit fahne helge 1 0 Dm kreu AM Nichten urch ten s auch, Y 1 1% bett* ö 0 C *. — 2—ů⁵ðꝰê[ètꝛ⁊ł8]4e,dA᷑;̃ 0 N 5 P77 ˙—— 2— XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. 1ot Auf des glaubens kurzen ſtreit, Seh ich ſeine herr⸗ lichkeit. Jeſum will ich nie betruͤben, Ewig meinen heiland lieben! In ee. 132. D und wunden, Fuͤr uns am kreuze ſtarb, Und unſern lebensſtunden Den groͤßten troſt erwarb; Du, der ſein theures leben, Noch eh ich war, auch mir Zum heil haſt hinzegeben: Mein jeſu dank ſey dir! 2. Eutbloͤßt von allem rei⸗ ze, Der menſchen wohlge⸗ faͤllt, Hingſt du an deinem kreuze, Ein fluch vor aller welt. Da folgte ſchmerz auf chmerzen, Da traf dich pott und ſchmach; Schwer lag auf deinem herzen Angſt, die das herz dir brach! 3. Wer kan dir nach⸗ em⸗ 0 pfinden Den ſchmerz, die todesaugſt, Mit welcher du, U ehh Fan en 5. Ich will auf dich ſtets ſehen Mit aller zuverſicht. Wohin ſoll ich ſonſt gehen? Ver wirf du mich nur nicht! Wo ſoll ich ruhe finden, Wenn du wich, herr, nicht liebſt? Wo reinigung von ſuͤnden, Wenn du ſie mir nicht giebſt? 6. Du haſt mir durch dein leiden Vergebung, beß⸗ rungskraft; In truͤbſal troſt und freuden, Die ewig ſind, verſchafft. O gib an dieſer gnade Auch meinem glau⸗ ben theil; Und auf des le⸗ bens pfade Mir muth, kraft, troſt und heil. 3 frohem trie⸗ be Bring ich dir meinen dank; Die groͤße deiner lie⸗ be Bleibt ſtets mein lobge⸗ ſang. Gib nur, daß ich mich halte Zu dir mit ge⸗ gentren, Daß, wenn ich deine ſey. von ſuͤnden Uns zu erretten, 8. Belebe dann mein hof⸗ rangſt. Die laſt gehaͤufter fen, Zum himmel einzugehn. laͤßſt du mich? plagen Fiel da ſo ſchwer Laß mich im geiſt ihn offen, auf dich, Daß ſie dich drang Und dich verherrlicht ſehn. zu klagen: Gott, wie ver⸗ Da ruf ich dann mit freu: den: Nim meinen geiſt, 4. Ach, dieſe laſt und muͤ⸗ herr, auf! Und du nimſt he Hab ich dir auch gemacht.] ihn im ſcheiden O mein erloͤſer, ſiehe Vom wonn hinauf. throne deiner macht In gna⸗ den auf mich armen, Der ſich verſchuldet hat, Und hilf mir aus erbarmen Von meiner miſſethat. N Des ſter benden Zu deiner mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. s iſt vollbracht! 133. E ruft nach dem erlöͤ⸗ 3 ſers einſt erkalte, Ich noch der: 5 nach der heiligung mich rin⸗ 1 Dazu dein tod mir 10 genthum. 102 Erſte Abtheilung ſers mund. O wort voll troſts und heilger freuden! Du machſt mir die erloͤſung kund. Das große opfer iſt geſchehn, Das gott auch mir zum heil erſehn. 2. Mein jeſus ſtirbt! die felſen beben; Der ſonne ſchein verlieret ſich; In tod⸗ te dringt ein neues leben; Der heilgen graͤber oͤffnen ſich; Der vorhang reiſſt, die erde kracht; Der welt verſoͤhnung iſt vollbracht. 3. Wie viel, mein heil, haſt du vollendet, Als dir das herz im tode brach! Du haſt die ſtraf hinweggewen⸗ det, Die auf der welt voll ſuͤnder lag, Und uns aus ſber wn truͤbſal gehn, Und ſchmerzen Zu meiner pruͤ⸗ fung auserſehn: So laß die hoffnung mich erfreun: Auch das wird einſt geendigt ſeyn. 7. Fuͤhl ich zulezt des to⸗ des ſchmerzen, So ſtaͤrke mich in ſolcher laſt, Und mach es lebhaft meinem her⸗ zen, Daß du den tod beſie⸗ zur grabesnacht Mit ſiegs⸗ geſang: es iſt vollbracht! — leben! Jeſu, mei⸗ nes todes tod! Jeſu, fuͤr mich hingegeben In die finſtrer todesnacht Zur fro⸗ hen ewigkeit gebracht. 4. O hilf mir, herr, nun auch vollbringen, Was wah⸗ re dankbarkeit begehrt; Laß en, tiefſte ſeelennoth! Ach, du ſcheuteſt kein verderben, Nur, daß ich nicht durfte ſterben: Tauſend, tauſend⸗ mal ſey dir, Liebſter jeſu, dank dafuͤr. 2. Du, ach, du haſt ausge⸗ raft gewaͤhrt. O ſtaͤrke mich ſtanden Laͤſterreden, ſpott dazu mit macht, Bis mei⸗ ne beßrung iſt vollbracht. 5. Du littſt ſo viel zu mei⸗ nem leben. Wie, ſollt ich nicht voll eifer ſeyn, Mich deinem dienſte zu ergeben? Sollt ich dabey fuͤr ſchmach mich ſcheun? Dein dienſt, mein heiland, ſey mein ruhm; Denn ich bin ganz dein ei⸗ 6. Soll ich, bey dir ergeb⸗ und hohn, Speichel, ſchlaͤ⸗ ge, ſtrick und banden, Du gerechter gottesſohn, Nur mich von den ſuͤndenketten Und vom tode zu erretten: Tauſend, tauſendmal ſey dir, Liebſter jeſu, dank dafuͤr. plagen, Und fuͤr meine ſee⸗ nem herzen, Auch hier durch — geplagt, als du? Ja, du u. WA.„ond deßandte x lieſ⸗ den Paſtionsandachren qe pDrancht. hat mein gott gehaͤufte get haſt. So geh ich froh 1 3 4. Jeſu, meines lebens 3. Ach, zu heilen meine lenruh, Lieſſeſt du dir wun⸗ den ſchlagen: Wer war mehr T b, Waben 1 — — 3— non gert 0 1 Nußten bomen 0 1 55 Tuch, Je 5 5„4 r. In eigener Melodie. z Je 35 1 6 4 Gene li an dt u; Keſeſ nt, d f ger ſeyhn; O n ech ptune. af Ii ks geh M ub, tausend!. der jeſu, ds 5 fl b Du waren ſich bedeckt, I it e nit gedulden ech e lien meine A 0 würde 10% lh Vurdſt du Un tod alk: Tus f au ag ſey ji, er 1. Deſnetie ee c ins unt fen th zh l. 1 1 enen e 14 175 0 ö 1 0 erfreng;. A 8 e de 0 Zu, et lach J laſt, 90 n ſaft nent tt 9 Na den the 1 9 g e icht Mü eſang ar ff kilhng let Neth 0 N 0 24, meln 10. 4 Wen Jen, es 1 200 NM ich igen ſefſte S moth! 0% 17 100 ur,„„ich nicht han ierbet 1 nal f ank. 2. 1 h, du haf che ande e, il Did banda, rech Wokttesſoh, 5 nich eden ſiuhalt Ind 9 rode zu en! ir, ein bang, zuſenb, u „ Nahe iſterttben, nd h de Spec ß uuf( tauſenbm; Aer jeu, fü 105 Aru 0 l Ver var b i bu 1 195 chan n sda ra! 8 2 hn belt u. ub für ne, ſſeſt du dir u, 7 1 1 9 N ö ö ö 0 0 1 dir, ——————— 5 . AAA— 5— B—— xl. ven dem Leiden, Tode und Begräbniß Jeſu. 106 Hueſſeſt, mir zum ſegen, Dich mit fluch und tod belegen: Tauſend, tauſendmal ſey Liebſter jeſu, dank dafuͤr. 4. Ach, wie hart wardſt du verhoͤhnet, Und ſogar, zur bittern ſchmach, Mit der dornenkron gekroͤnet! Was litiſt du für ungemach? Mir einſt kronen aufzuſetzen, Mußten dornen dich verle⸗ tzen: Tauſend, tauſendmal ſey dir, Liebſter jeſu, dank dafuͤr. 5 Gerne lieſſeſt du dich ſchlagen, Abzuwenden meine pein; Lieſſeſt faͤlſchlich dich verklagen, Daß ich koͤnnte ſicher ſeyn; Daß ich moͤgte troſtreich prangen, Haſt du ohne troſt gehangen: Tau⸗ ſend, tauſendmal ſey dir, Liebſter jeſu, dank dafuͤr. 6. Du warſt ganz vom fluch bedecket, Und liitſt al⸗ les mit geduld; Herben tod haſt du geſchmecket, Um zu büßen meine ſchuld. Daß ich wuͤrde losgezäh let, Wardſt du bis zum tod ge⸗ quaͤlet: Tauſend, tauſend⸗ mal ſey dir, Liebſter jeſu dat dafür. 1 7. Deine tiefe demuth buͤßte ſend, tauſendmal ſey dir, Liebſter jeſu, dank dafuͤr. 8. Nun, ich danke dir von herzen, Jeſu, fuͤr geſamte noth, Faͤr die marter, fuͤr die ſchmerzen, Fuͤr den her⸗ ben bittern tod; Fuͤr dein zittern, fuͤr dein zagen, Für die tauſendfache plagen, Ja fuͤr alle deine pein Will ich ewig dankbar ſeyn! 5 mel. In allen meinen thaten ꝛc. 135. O welt, ſieh hier ſtamm des kreuzes ſchwe⸗ ben; Dein heil ſinkt in den ehren Laͤſſt willig ſich be⸗ ſchweren ſchlaͤgen, hohn und ſpott. 2. Tritt ber und ſchau mit fleiße; Sein leib iſt ganz mit ſchweiße len herzen, Fuͤr unerhoͤrten ſchmer zen, Ein ſeufzer nach dem andern quillt. 5 3. Wer hat dich ſo geſchla⸗ gen, mit plagen So uͤbel zuge⸗ richt? Ou biſt ja nicht ein ſuͤnder, Wie andre men⸗ ten weißt du nicht. dein leben Am . N 7 435 tod. Der große herr der Mit banden, ße Des blutes überfüllt. Aus ſeinem ed⸗ Mein heil, und dich 0 ſchenkinder; Von miſſetha⸗ 3. Wir, wir und unſre Meines finns vermeſſenheit, ſfuͤnden, Der ſich ſo viele Und dein herber tod ver- finden, Als ſandes an deem ſuͤßte Mir des todes bitter⸗ meer: Die haben dich ge⸗ jeit. Was dich quälte, wird ſchlagen, Die brachten die⸗ F. Auch mir armen Heil und troſt, ſe plagen Und dieſe martern durch dein erbarmen: Tau- 990 dich her. 5 K 5 1 1 N 4 0 ö 5 —— ,————„ 5 5.....——.——.... 8 4 1* PVC 8—— 2—— 8—————— —. TTT 3 FFF A — 5——— u,. ſchuld. druͤcken, Bis zum ertoͤdten gen; Ja laͤſſeſt dich erwuͤr⸗ 1 alles mit geduld.. 5„ 1 8. Du geh, auch meinet⸗ willig tragen, Bis gottes len ſtunden Bin ich dein ei⸗ genthum. Es thaͤtig zu be⸗ ben Ich dir ſouſt wiederge⸗ 104 Erſte Ab 5. Auch ich, ich ſollte buͤ⸗ N ßen, Die ſtrafe leiden muͤſ⸗ ſen, Entbehren gottes huld; Die geißeln und die banden, Und was du aus geſtanden, Verdient ich wegen 1 6. Du nimſt auf deinen ruͤcken Die laſten, die mich chwer. Du wirſt ein fluch, dagegen Erwirbſt du mir den ſegen: Wie herrlich und wie groß iſt der! 7. Du ſetzeſt dich zum bör⸗ gen Fuͤr mich und meine ſchuld; Für mich laͤßſt du dich kroͤnen Mit dornen, die dich hoͤhnen, Und leideſt wegen, Der todesnacht ent⸗ gegen Mit wahrem helden⸗ muth; Du ſtirbſt, mir vom verderben Errettung zu er⸗ werben, Und alles thuſt du 9. Hoch bin ich dir ver⸗ bunden, Mein heil, zu al⸗ weiſen, Soll ſeel und leib dich preiſen. Mein ganzer wandel ſey dein ruhm! 10 Was koͤnnt in dieſem le⸗ ben? Das, jeſu will ſch thun: Es ſoll dein tod und ſchelden, Mir ſtets in mei- nem herzen ruhn. II. Ich wills vor augen ſetzen, Mich ſtets! daran er⸗ goͤtzen, Ich ſey auch, wo ich ſey; Es ſoll mir ſeyn ein ſpiegel Der unſchuld, und ein ſiegel Von deiner großen lieb und treu. 12. Wie ſtrenge gott ver⸗ brechen An denen einſt wird raͤchen, Die ſeine huld ver⸗ den leiden, Die nicht die ſuͤnde meiden, Will ich aus deinen leiden ſehn. 13. Dein beyſpiel ſoll mich lehren, Des hoͤchſten rath zu ehren Auch wenn er truͤb⸗ ſal ſchickt. Ich will des le⸗ bens plagen Getroſt und huͤlfe mich erquickt. 14. Nie will ich wieder ſchel⸗ gelten; Nie, wenn ich lei⸗ de, draͤun. will ich dulden, Dem naͤch⸗ ſten ſeine ſchulden, Wie du, von herzensgrund ver⸗ zeihn. plagen, Will ich mit ernſt entſagen Dem, was dir nicht gefallt; Was deine augen baſſen, Das will ich fliebn und laſſen, Geſiel es auch der ganzen welt. 16. Soll ich denn endlich ſterben, So laß dein reich leiden, Bis leib und ſeele mich erben, Und ſo getroſt, wie ſchmaͤhn; Wie viel die wer⸗ ten; Nie ſpott mit ſpott ver⸗ Das unrecht 15. Gerührt von deinen ** 1— dc e. e ub ur luce l f her naß dic fel. Aus, 110. or, Manne Silk, W. 1 30, s hel, ve u. al, 4. Schne je fat, Hier am.. k fungen, O wie ein ut! 99 ſagangen G 1 für goth t hegen ind. 4 een ee ſhulb, Ale ſt e ge ſtilben Mil ue, a i au hu l hefrehn, erh n S 1 fue ws Jar, ſeſt 9. ft nit* 6 0 0 enen 5 10 Ich wil i 10 S OGGetuiſ i 0 n, B56 0 1 M quick. ich wich Fit m 1„ wenn% . 505 1 Dat un ll ich tn, Dun n N— chulben, „ tage m, was bt füͤlt! as deine dan Iſen 10 ill ich ni at 600 50 ben% 9 daß den 10 e u lub ft 1 14 3 gelt. ien zensgen hn. ö 3 Get on e, z will 0 15 1 0 0 felt, — —— det er fuͤr noth! XIII. von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jeſu. os die du, Den geiſt an mei⸗ nem ende In deines vaters haͤnde Beſchlen. u der ew⸗ gen ruh. 9/78. mel. Jeſus, meine zuverſicht c. oder: Memen jeſum laß ich nicht. Seele, komm zum 13 6. D golgatha, Hin zu 8 jeſu kreuze, Und bedenke, war dich da Fuͤr ein tob zur buße reize. Hier kauſt du nicht fuͤhllos ſeyn; Hier muß dich die ſuͤnde reun. 2. Schaue jeſum, bir zu gut, Hier am kreuze huͤlflos hangen. O wie ſtroͤmet hier ſein blut! Alle kraft iſt ihm vergangen. Gott, was dul⸗ Jeſus dul⸗ det meinen tod. i 3. O lamm gottes ohne ſchuld, Alle ſtrafen meiner ſchulden Willſt du willig, blos aus huld, Um mich zu befreyn, erdulden Selbſt am kreuze willſt du dich, Herr, jezt opfern, herr, fuͤr mich. 4. Solche liebe kan ich bir Nimmer, o mein heil, ver⸗ gelten; Viel zu wenig iſt da fur All⸗ er reichthum aller welten. Was ich habe, herr, ben. Dein, o jeſu, ſeys in noth, Dein im leben, dein im tod. d. Laß mich nur vor dir beſtehn; Laß mich in der trüdſal ſtunden Deiner lie⸗ be groͤße ſehn, Deine huld in deinen wunden; Und, wenn ich zu ihnen flieh, Ach, ſo troͤſte mich durch ſie! 7. Was du haſſeſt, laß mich, herr, Stets verab⸗ ſcheun und verachten; Laß mich immer eifeiger Nur 0 nach deinem reiche trachten, Fuͤhre mich durch aluͤck und leid, Wie du willſt, zur ſeligkeit! 8. Laß mich auch die lezte noth, Fro und ſtandhaft überwinden! Nirgends muſ⸗ 1 mich der tod Als im ſtand der guade finden. Wer ſich dich zur zuflucht macht, Spricht getroſt: es iſt voll⸗ bracht! mel. O lamm gottes unſchuld. de. gott und ä herr, wir fal⸗ len Anbaͤtend vor dir nie⸗ der. Zu deinem himmel ſchallen Die jubel deiner bruder! Du haſt den ſieg iſt dein! Ach, wie ſoll ich errungen, Fur uns den tod dankbar ſeyn! 7 verſchlungen. Preis ſey bir 5. Nun ich weiß, was du ewig, o jeſu! begehrſt: Dis mein herz ſoll ich dir geben. 2. Du ſahſt von fern die Dir ge⸗ banbe, Die dir die bosheit hoͤrt es du gewaͤhrſt Ihm drohte; Sabſt vor die quaal auch 9 185 und le⸗* ſchande Und martern bis 7J9q7jĩVJ ²˙ ˙-mꝛ—ĩ—ĩ̃̃ ̃⅛—ʒm—— 5 . N 1 —— 8 4 2 — en. 1 5———————.———— 88————...——.. —— ̃˙—————. ß,. „PFF 3 106 Erſte Abtheilung. bis zum tode; Doch du, voll huld und gnade, Gingſt gern die marterpfade. Preis ſey dir ewig, o jeſu! 3. Vor deinem autlitz ſtan⸗ den Der adams kinder ſchul⸗ den. Was dieſe nie em⸗ pfanden Von quaalen, willſt du dulden: Durch marter, tod und thraͤnen Willſt du uns, herr, verſoͤhnen. Preis ſey dir ewig, o jeſu! 4. Von tiefer angſt er⸗ chuͤttert, Lagſt du vor gott m ſtaube. Wie harxteſt du gezittert! Doch uͤberwand dein glaube. Dich faſſte tobdesgrauen; Doch bliebſt du voll vertrauen. Preis ſey dir ewig, o jeſu! 5. Fuͤr uns, untreue kin⸗ der, Wardſt du mit ſchmerz geſchlagen; Fuͤr uns, die großen fuͤnder, Haſt du den eg getragen; Fuͤr uns den eg errungen. Dir ſingen alle zungen Preis, dank und ehre, herr jeſu! mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛe 170 m gnade fuͤr die 1 38. U ſuͤnderwelt Fleht jeſus blutend und en iſtellt Vom grimm der boͤſen rot⸗ ten. Er fuͤhlet zwar der feinde wuth, Die, nicht ge⸗ 5 von blut, Am kreuz hn auch verſpotten. Doch ſieht er mit erhabnem blick Von ihnen weg, auf den zu⸗ in ihn entehrt; Ruft, daß les erd und himmel hoͤrt: Vergib, o gott! Und führe nicht Sie ins gericht; Das, was ſie thun, verſtehn ſie nicht. 2. Erſtaunend ſeh ich dieſe huld. Wie mitleidsvoll iſt die geduld, Die moͤrdern ſo begegnet! Ihr, die ihr eu⸗ ren heiland ehrt, Fuͤhlt ſei⸗ ner großmuth hohen werth, Die ſelbſt die feinde ſegnet. Er hat, durch ſegnendes ge⸗ baͤt, Auch uns ein ewig heil erfleht. Er ſagt auch uns, zu unſrer ruh, Erbarmen und vergebung zu. err jeſu chriſt! Gelobt ſeyſt du Fur deinen tod! Gott iſt durch dich noch unſer gott. 3. Daß gott mit langmuth und geduld, Auch ſelbſt bey ſehr gehaͤufter ſchuld, Der ſuͤnder dennoch ſchonet; Daß er ſo liebreich ihrer denkt, Und ihnen friſt zur buße ſchenkt, Eh nach ver⸗ bienſt er lohnet; Daß ich noch froͤhlich ſagen kan: Auch mich, mich ſuͤnder, nimt gott an! Haſt du durch deiner fuͤrſprach kraft, Mein treuer heiland! mir ver⸗ ſchafft. O jeſu chriſt! Mein herr und gott! Mein herr und gott! Vertritt du mich bis an den tod. 3. Wird je mein herz von troſte leer, Weil meiner ſuͤn⸗ ruͤck, Den dieſe ſchaar] den furchtbar heer Aufs— . 3 mich e e dauer hüfte 10 fi ng m de — 2 — ht ida eh — ic nene fg Fan du ne n bi. 5 Mil ul duch du;. len ſenfim e uh in meine , bey unge nz 0 U W. c fal und herz At n ſch epfchle. 28. e tiges ung f 8 pues wil 1, lch, 9 130, Nu N Nan jeu f 1 ens W 1 lud dicke 10 f iu gleicht, — . Ander, daß 8 1 auen e 1 b 0 wf a0 cee al 2 mitlehen ben A,, 4 a abe%% 1 225 0 de ſef r hat. . A Ai en i 1 unſſ ah, E d 1 Wing z. 0 0 Gelobt eſu 9 uͤr di tod! urch noch ming 3. OT tt mit ln 4 nd 96 E. Auch 10 ehr 905-Aer schul, dude noch U 5 ebreih x daß enkt b ihnen fie uße r d, Ch lenſt! — tach haf, An reuer daft ſeſi ch n W unb gott I 0 * Ott! auh g 1 i den bol. h 185 Ute. el 4 1 her un 1 net; dai och ch 19 1 100. ic ü, int g Dae ind! mt! 6 . XIII. von dem Leiden, Tode 116 Begräbnis Jeſu. 107 mich erſchreckett: O dann verſichre mich aufs neu, Du ſteheſt mir als mittler bey, Der meine ſchuld bedecket. Mein geiſt blickt glaubens voll auf dich, Und freuet deiner huͤlfe ſich. Beſchließ ich meine pilgrimſchaft, So ſtaͤrke mich mit neuer kraft. Herr jeſu chriſt! Der lezte kampf Wird mir verſuͤßt, Wenn du mein troſt im ode biſt. 5. Wohl mir! wenn ich dir aͤhnlich bin; Drum floͤße deinen ſanften ſinn Doch auch in meine ſeele: Gib, daß, bey unverdientem ſchmerz, Ich dir des feindes heil und herz Und meine ſach empfehle. Beſaͤnftige mein reges blut; Und flam̃t des zornes wilde glut Mein 83 herz zur rachbegterde an? O ſo erinnre mich daran, Herr jeſu chriſt! Wie du am kreuz Durch dein gebaͤt Selbſt deinen moͤr dern gnad er fleht! 6. Mich troͤſte dein verſoh⸗ nungstod, Es bilde mich dein geiſt, mein gott, Daß ich dir aͤhnlich werde. O zeuch mich, du erhoͤhter held, Zu dir hinauf vom dienſt der welt, Zum himmel von der erde! Du biſt das haupt, wir folgen dir. Zeuch dir uns nach, ſo laufen wir; So wollen wir unt deiner pein, Und deiner fuͤrſprach ewig freun. Herr ſeſu chriſt! Wie ſelig iſt, Wie ſelig iſt Der menſch, dem du ein 5 heiland biſt! 11. Ueber die Wunder bey dem Tode Jeſu. mel. Ich hab mein ſach gott ꝛe. 139. Nun iſt es alles wohl gemacht. Mein jeſus ruft: es iſt voll⸗ bracht! Der neigt ſein haupt, o menſch, und ſtirbt, Der dir erwirbt Das erbe, wel⸗ ches nie verdirbt. 2. Der, dem an hoheit kei⸗ ner gleicht, Der herr der herrlichkeit, erbleicht. Was wunder, daß die erde kracht, Und dicke nacht Verhuͤllt der ſonne glanz und pracht! 3. Das heiligthum ſteht aufgedeckt; Die felſen ber⸗ ſten; alles ſchreckt; Der todten graͤber öffnen ſich. Wie ſichtbarlich Zeigt hier der gottheit finger ſich! f 4. Weil denn die kreatur ſich regt: So werd auch du, mein herz bewegt! Em⸗ pfinde reuvoll deine ſchuld; Aus gottes huld Starb jes ä ſus auch fuͤr deine ſchuld. z. Sein tod(o, nim es wohl in acht!) Hat troſt und — 3.. eren 8 8— 5 rr Pr a e ˙.—. . 1 5 !!!!! ————. 4 —— A— r n l l 2 5 5 e e 5* ee eee debe und Sheet ende 3 N Dillgt meine ſchuld, tragt forthin mit mir ge⸗ 108 Erſte Abtheilung. und heil auch dir gebracht. Verehre den, der bis zum grab Sich fuͤr dich gab, Und ſtirb dem ſuͤndenleben ab. 6. Ja, vater, unter pein und hohn Erbleicht am kreu dein eigner ſohn; Nun i kein zweifel, deine huld Und duld. 7. Hin auf ſein kreuz will ich ſtets ſehn Und dankvoll ſeine treu erhoͤhn; Troſt ſoll er mir im ſterben ſeyn, Mich dann erfreun. So ſchlaf ich flanft und ſelig ein. 8. Und dient ich nun der ſuͤnde noch? Fern ſey von mir ihr ſchnoͤdes joch! Auf, Nur jeſu lebſt, Ihm zu ge⸗ fallen, dich beſtrebſt. 9. Ertoͤdte ſelbſt in meiner bruſt, Mein heiland, jede boͤſe luſt; Dein tod, der mir das leben ſchafft, Verleih mir kraft In kampf mit meiner leidenſchaft. 10. Geſtaͤrkt von dir, bes ſieg ich ſie, Und ſcheue da⸗ bey keine muͤh. Ich ſetze, freudig auf dein wort, Den kampf hier fort, Und volle ruh erwart ich dort. 11. Wie dank ich dir, herr jeſu chriſt, Daß du fuͤr mich geſtorben biſt! Dich preiſ ich hier ſchon hocher⸗ freut, Doch, nach der zeit, Noch froher in der ewigkeit. 1 e 12. Begraͤbniß Jeſu. mel. O traurigkeit, o herzeleid. J 4. Du haſts gethan. Dich m kreuz erblaßt, . 12 140. A Per marterlaſt, Der todesqualen müde, Fin⸗ det mein erloͤſer erſt In dem grabe friede. 3. Ein beilger ſchmerz Durchdringt mein herz; Und herr, was kan ich ſa⸗ gen? Nur an meine bruſt Fan ich, Tief gerühret, 3. Du ſchüuͤtzeſt mich, Und uber dich Gehn aller trüb ⸗ ſal wetter. Sterben woll⸗ erretten baͤt ich an, Du koͤnig der erloͤſten; Dein will ich im tode mich Glaubensvoll ge⸗ troͤſten. 3. Es iſt vollbracht! Riefſt du mit macht, Du zeigſt, daß du dein leben, Mein beſt hingegeben. 6. Hochheilge that! Des hoͤchſten rath Will ich in demuth ehren. Der erwer⸗ ber meines heils Wird mirs einſt erklaͤren. Leſt du für mich, Einziger 7. Allmaͤchtig rief Er, 5 5 1 f ent⸗ ſeele, daß du dich erhebſt, * ————— — verſoͤhner, goͤttlich frey Ha⸗ 1 Lbereflrſt 4 1 16. .— o be en , de. anden dach, 0 0 Dan fun N P U Kumal dyn 9 ihne gta„ dich ae b zum schau + 5 10 pulſe d 2 1 ſhe ich, Inde 1 ice neynt; 7 1 ch, wel 10 e un hunt dir wänt. u Lech n f pete mein In de Ain. Herr id E. l hin, Dehn i u qu iger %0 Ente t d der bu füt mag be ld em kr. dt bol Ege* uwe 10 1. Ur biſ era d he u b Deos e r ſe Jus leben. Gl: 1 ſter Ihen hilt bed e d lab ungehen. N. de 1 8 0 955 100 * n a 10. d Fit een, 0 e ey kel, ih. 5 ein 10 ampf r sytt, 1 uh erg 4 dort Il. edu eh. dr nich Den bit! 9 lf 6 r ſchon e teut, qc nh bniß* 8 40 s gehen% Sunk ich is, 5 b 2„ach 0 1 4 kloͤſte 5 Dein wil 10 ich 1 Oi f bee — . 0 ö 1 15 ht, 1 af 0 e län, 0 ash Sittich fn 1 * 1 10 . 1 855 A0 0 ichs meyne; XIII. Von dem Leiden, Tode 18 Begraͤbniß Jeſu. reg entſchlief, Den todten; ſie erſtanden. Leicht entſchwingt der lebens fuͤrſt Sich des todes banden. 8. Das finſtre thal Will ich einmal Durchwandeln ohne grauen: Denn durch dich, erloͤſer, iſts Mir der pfad zum ſchauen. 9 Ich preiſe dich. Erfor⸗ ſche mich, Ja, du ſiehſt es, wenn ich füll Meinen dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, So werde mein In ewigkeit ver⸗ . Herr, ich will, ſo lang ch bin, Deine lieb ermeſſen. In voriger Melodie. ur grabes ruh 141. 3 Entſchliefeſ du, Der du für uns geſtorben, Und am kreuz uns ſchmer⸗ 3 Ewges heil erwor⸗ ben 2. Du biſt erblaßt, 0 herr, und haſt Doch in dir ſelbſt das leben. Gleich den ſterb⸗ lichen hielt dich Einſt das grab umgeben. Und ſtehe, wie du erſcheinſt, 3. Doch, heil ſey mir Du konnteſt hier Nicht die verweſung ſehen. Bald hieß dich des hoͤchſten kraft Aus 3 grabe gehen. Ich weiß, du wirſt, Mein lebensfürſt, Wie dich„ auch mich erwecken. Sollte denn mein glaubigs herz Vor der gruft erſchrecken? g. Hier werd ich einſt, Bis In ſanften frieden liegen. Denn durch beinen tod kan ich Tod und grab k beſiegen. 6. Ihr, die die welt Ge⸗ feſſelt haͤlt, Zagt nur vor der verweſung! Ich, ich hoff in chriſto einſt Meines leibs erloͤſung. 7. Nein, nichts verdirbt, Selbſt das, was ſtirbt, Der leib, wird auferſtehen, Und zu himmelsglanz verklaͤrt, Aus dem grabe gehen. 8, So ſink ins grab, Mein leib, hinab! Ich will mich drum nicht kraͤnken; bern, jeſu, mir zum troſt, An dein a Aeskke e rd XIV. Von der auferſehung Feſü mel. Sey lob und ehr dem re. oder: Lobſi inget gott, und ꝛe. Nr.. Mringt preis und 142. B ruhm dem hei⸗ land dar! Froblockt ihm al le frommen Er, der fuͤr uns —.—— 5 9————— 2 getoͤdtet war, Iſt aus dem grab gekemmen. Gelobet ſepſt du, jeſu ehriſt, Daß du fuͤr uns geſtorben biſt, Und fiegreich auferſtanden. 3. Dei leben in der 10 5 Son⸗ —(— 1 1 15 N 110 Erſte Abtheilung. ſtaͤt Beveſtigt unſern glau⸗ ben. Wer kan, da dich dein gott erhoͤht, Den großen troſt uns rauben: Daß du uns von der funde macht Befreyung haſt ans licht gebracht; Den himmel uns geoͤffnet. 285 3. Gott ſelbſt, der dich dem grab entruͤckt, Hat dem, was du gelehret, Der wahr⸗ heit ſiegel aufgedruckt; Und dich als ſohn geehret: Und deines opfers hohen werth Hat er aufs herrlichſte be⸗ wahrt, Da er dich aufer⸗ wecket. N ö 4. Erſtandner! ich froh, lebeſt. Du lebſt und ſiegſt, daß du auch mir Das ew⸗ locke dir, Daß du nun 0 ge leben gäbeſt; Daß du auch mein erreiter ſeyſt, Und neue kraͤfte mir verleihſt, Mit freuden gott zu dienen. 5. Mein herr, mein gott, hilf mir dazu! Befreye mich von ſuͤnden. Laß mich fuͤr meine ſeele ruh Im frieden mit gott finden! Und pflan⸗ ze deinen ſinn in mir, Da⸗ mit ich, gottergeben hier, Als dein erloͤſter wandle. 6. Dein iſt das reich; dein iſt die macht, Verſtorbne zu er⸗ wecken. Du rufſt einſt, und der graber nacht Wird uns nicht ewig decken. Wie du, herr, auferſtanden biſt, So werd auch ich, o jeſu chriſt! Durch dich einſt auferſtehen. 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, Im glauben an dich, wandeln, Und je⸗ derzeit nach deinem ſian, Und ſtets rechtſchaffen han⸗ deln; Daß ich, wenn ich einſt auferſteh, Und dich, des todes ſieger ſeh, Vor dir dann nicht erſchrecke. g. Da, wo du biſt, da ſoll auch einſt Dein juͤnger mit dir leben. ihn, wann du nun erſcheinſt, Zu deiner freud erheben. Laß dieſes auch mein erbtheil ſeyn: So werd ich ewig deß mich freun, Daß du vom tod erſtanden. mel. Ermuntre dich, mein ꝛc. 142 as grab iſt leer: 143. D des hoͤch ſten ſohn Verließ des todes ban⸗ den! Nun ſchallete der ju⸗ belton: Der herr iſt aufer⸗ ſtanden. Herr, den der en⸗ gel ſo gepreiſt! Entreiſſe du doch meinen geiſt Den luͤ⸗ ſten dieſer erde, Daß er dir heilig werde. 2. Ich ſterblicher vermag noch nicht, Mit dir empor zu ſteigen, Als bis einſt die⸗ ſe hütte bricht. Wird dann mein haupt ſich neigen, So nim du, nach vollbrachten lauf, Auch mich in deinen himmel auf; Nim, herr, an meinem ende Dein geiſt in deine haͤnde. . Doch ſel ich einst e 2 got⸗ eee eee. Du wirſt 4 ſch mit dit bet. 10 uud de. J 1 Al, o herr ag din ea nig 5 fl 12 ſcheun, Bg; sel 1 1 b Angsgeſcöfn 6 in ih h be f chiſt Jet u tf ſterben: r id , e du nun, e umme frender, iu, wen bel e ff — ; Go bei. en ah U ble, dei funmen ming J r i 5 5 l Erchienen 1 ent 14. D 1 Das gta 1 t ſen;% i 1 ene 4 ele c dee 1 Wüchung — —— — leſes e mein e eyn: od erſt. mel. G une lig ut 195 ub 3,— U hn ohn des toe en! iſchalehe u elton r heir it un landen err, den em el ſo eit! Ente och m yen gelt du en di Side, daß et 2. N blicke och N Mi die u ſteil„ Alls bis fu, ö 5 b M 4 ſich neigt . ach toll uf„) mich in ben ume= Nn, In 1 Dein an eine! 0 i,! 5 8 l ich 0 f 10 dich ſehen, So muß ich auf rd ich ra nic fü= daß 5. und dankgeſaͤnge. XIV. Von der Auferſtehung Jeſu. — gottes ſohn, In deinem reich der erde ſchon Vom ſuͤnden⸗ tod aufſtehen: Der lebt nicht, den die luſt der welt Und ihre pracht gefeſſelt haͤlt. e erſtanden iſt! Lob ſey dem Nach gott und 3 77 ſtre⸗ ben, Nur das heißt, wirk⸗ lich leben. 1 4. Du auferſtandner men⸗ ſchenfreund, Erweck in mir die triebe, Durch die man ſich mit dir vereint, Den glauben und die liebe! Ich will, o herr, dein eigen ſeyn: Laß mich mit ernſt die ſuͤnde ſcheun, Und gib ſelbſt muth und kraͤfte Zum hei⸗ ligungsgeſchaͤfte. 5. So kan ich als ein wah⸗ rer chriſt Jezt leben und 1 einſt ſterben: Und endlich da, wo du nun biſt, Voll⸗ kommne freuden erben. Da⸗ hin, mein heiland, hilf du bleibt auf ſeines vaters thron, Zu unſerm troſt, des menſchen ſohn, Gelobt ſey gott! 3. Gelobt, gelobt ſey jen ſus ehriſt, Daß er vom tod herrn der herrlichkeit Von ewigkeit zu ewigkeit! Ge⸗ lobt ſey gott! 5 4. Auf dieſen felſen will ich baun: Er lebt! dis ſtaͤr⸗ ket mein vertraun. Er fles het noch zu gott fuͤr mich, Fleht goͤttlich, und fleht bruͤ⸗ derlich! Gelobt ſey gott! 5. Bey aller leiden unge ſtuͤm Sey dis mein troſt: ich leb mit ihm. Das haupt laͤſſt ſeine glieder nicht: Dis bleibe meine zuverſicht. Ge⸗ lobt ſey gott! 6. Leb ich, ſo ſorget er fuͤr mich; Sterb ich, ſo nimt er mich zu ſich: Denn wo mir; So bring ich, ewig froh in dir, Mit deiner frommen menge, Dir lob⸗ ö mel. Erſchienen iſt der herrlich. * ein heiland lebt 1 40. D o chriſtenheit! Heil dir in zeit und ewig- keit! Das grab iſt leer, der ſieg iſt ſein; Und wir, o jeſu! wir ſind dein. Ge⸗ lobt ſey gott! 2. Wo iſt dein ſtachel nun, d tod! Der heiland ſtarb, und bleibt doch gott; Nun er iſt, da ſoll ich ſeyn: Nun kan ich meines tods mich freun. Gelebt ſey gott! 7. Er fuͤhrt mir nach des todes ruh Auch meine lieben wieder zu. Erwachen wer⸗ den wir zugleich, Und mit ihm eingehn in ſein reich, Gelobt ſey gott! 8. Drurch ſeiner auferſte⸗ hung kraft Vollend ich mei⸗ ne pilarimſchaft. Herr! hilf mir nur, daß ich dir treu, In guten thaten flei⸗ ßig ſey. Gelobt ſey gott! 9. Dann rufe mich, r 1 dirtz —— — ——— 3— 112 Erſte Abtheilung. .— 8 9 2— mn. 8 —— Wnn. 4 0—— 55————̃———— r S— — g— 1 5. 8 N I 1 4 g 58 ee eee eee, 2 5 5 9 .—.—H—.. ͤ ͤ—— dirs gefällt, Aus dieſer ſün⸗ denvollen welt; Und fuͤhre mich an deiner hand, Hin in mein himliſch vaterland. Gelobt ſey gott! In voriger Melodie. 1 45. Der herr hat alles wohl gemacht! Nun iſt das große werk voll⸗ bracht! Nun iſt die welt mit gott verſoͤhnt, Und je⸗ ſus iſt von gott gekroͤnt. Gelobt ſey gott! 2. Aus liebe ſandt gott ſei⸗ nen ſohn, Der litt von men ſchen ſchmach und hohn, Und ervor, Und ſiegreich ſchwang er ſich empor. Ge⸗ lobt ſey gott! geehrt, Gewanbelt ſo, wie er gelehrt. Folgt, chriſten, chriſti lehr und rath; Thut, was er euch zum füͤrbild that. Gelobt ſey gott! 4. Er, der ſein leben fuͤr uns gab, Fur uns verlaͤſſt er auch ſein grab! Zerſtört iſt nun des todes macht, Un⸗ ſterblichkeit ans licht ge⸗ bracht. Gelobt ſey gott! 5. Er iſt im bimmel noch mein freund; Ich bin als glied mit ihm vereint: Er, den verſoͤhnend für mich litt, Fühlt ſeiner freunde leiden mit, Gelobt sey gott! 1„ ſtieg aus dem grab aeiſt erhebt! A ſtaͤrkt, ſeh ich aufs grab Mit mel. Vor deinen thron tret ꝛc. 8 ich baͤt ich an 146. D erſtandner held, Erretter einer ſuͤuderwelt; Du, uuſte zuflucht fuͤr und fuͤr, ſeele dir. 2. Um deinen thron, der ewig ſteht, Glaͤnzt wahr⸗ heit, heil und majeſtät: Ich nahe mich voll zuverſicht Zu dir; denn du verwiefſt mich nicht. 3. Herr, meine ſeele prei⸗ ſet dich, Erloͤſt haſt du auf ewig mich; So wahr du ſelbſt vom himmel kamſt, Dein leben gabſt und wie⸗ der nahmſt!. 4. Wer iſts, der mich ver⸗ dammen kan? Ich glaub an f f dich, und ſage dann: Der 3. Er hat auf erden gott gott, durch den die himmel ind, Der iſt mein vater, ich ſein kind. 8 ̃ 5. Nun iſt dis erſte leben mir Ein ſegenreicher weg zu dir. So lang ich hier bin, herr mein heil, Hab ich an deinem frieden heil. 6. Zwar trift noch mancher ſchwerz unt hier, Noch, o erbarmer, ſterben wir! Doch du regierſt, und wir ſind dein, Und ewig werden wir es ſeyn„ 7. Ich weiß, daß mein er⸗ loͤſer lebt: O troſt, der weinen Hieburch ge⸗ unerſchrocknem aug hir ab. . 8. Welch 0 ft 4 ˖ fat Erwatte 27 0 Aer kit!. wullalt cet W u auf 5 Froh huldigt meine 5 d fai wat mt 2 5 Jm lud a du, schaun fir h, Als oh tek chen; Alp. ft esch mit dir ge h, wein gef g. — n der da 1 5 9 Der du fir! wih, El N mi. Vun uu K r: Bogen Ur Ee bt ane ee e dz hohe t be elt, Hal g die J jeſum che e uam tod erfant. 4 Fühl ale A m ſtt 1 Schau ub g Alt n an, I ft — ken ite beg m k d harſcht 1 f 5 at, und a0 10 15 6 1 Kkaft, ruh g wehe 29 1 bc gehen 30 U W 1* d glaube b W. wache, i d glücge 0 5 e ier 5 1 . 9 ſhellu 14 3. 0 Smaine fee ſet dic 1. ewig= ſelbſt Dein der n 4. dich gott, ind, ſein 3.9 mir bir. — Mel. f At haf N 6 Oo wahr binn in, gabſt 1) 1 Iz, der nich i 1 den die hach e ſt wein du — 8 wat dis te 2genreſcher ah * Aug ich hir herr deine 63 ſchwe erbar dein ker ze park = dbeil, Ha hn eden thel. 1 fuft noch nul. id ewig aa l Hebung ich auff ah g 1 0 1 uner 1 ö * ben 15 1 0 ö daum n? J gu Auge daun! I . —— b bier,% „ erben wild du n, und seh dir t! 4 ei, daß n 1 1 1 1 5 1 1 1 ö 4 ö 1 —— 8 XIV. Von der Auferſtehung Jeſu. 8. Welch neue welt voll ſeligkeit Erwartet mich nach dieſer zeit! Da findet der verklaͤrte ehriſt Das heil, das unausſprechlich iſt. 9. Der du fuͤr unſre ſeele wachſt, Sie zu dir ziehſt, And ſelig machſt, Laß mich mit freudigem vertraun, Im kod auf dich, vollen⸗ der, ſchaun! Mel. Vom himmel hoch da ꝛc. oder: 85 gott zum lch nicht ꝛc. 5(Erinnre dich, mein 147. E geiß, erfreut, Des hohen tags der herr⸗ lichkeit. Halt im gedaͤcht⸗ niß jeſum chriſt, Der von dem tod erſtanden iſt. 2. Fühl alle dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erſchien; Als ſpraͤch er; frie⸗ de ſey mit dir! So freue dich, mein geiſt, in mir. 3. Schau uͤber dich, und baͤt ihn an, Er mifft den ſternen ihre bahn: Er lebt, und herrſcht mit gott ver⸗ eint, Und iſt dein koͤnig und dein freund. 4. Kraft, ruhm und hoheit immerdar Dem, der da iſt, und der da war! Sein na⸗ me ſey gebenedeyt Von nun an bis in ewigkeit. 5. O glaube, der das herz erfreut! Was iſt der erde herrlichkeit, Wenn ſich mein geiſt das gluͤck gedenkt, Das jeſus hier und dort mir ſchenkt! i 6. Vor ſeinem thron, in ſeinem reich, Unſterblich, heilig, engeln gleich, Und ewig, ewig ſelig ſeyn: Herr! welche herrlichkeit iſt mein! 7. Mein herz erfreut ſich deß ſchon hier; Lieb und verwundrung kaͤmpft in mir, Und voll von ehrſurcht, dank und pflicht, Fall ich, gott! auf mein angeſicht. 8. Da, der du in den him⸗ mein thronſt, Ich ſoll da wohnen, wo du wohnſt 2 Und du erfuͤllſt einſt mein vertraun, Verklaͤret dich dort anzuſchaun. 9. Ich ſoll, wann du, des lebens fuͤrſt, Mit majeſtaͤt einſt kommen wirſt, Ers weckt aus meinem grabe gehn, Und froh zu deiner rechten ſtehn. 10, Erhabner mittler, got⸗ tes ſohn, Mit engeln dort vor deinem thron, Mit al⸗ len frommen aller zeit Soll ich mich freun in ewigkeit. 1. Zu welchem gluͤck, zu welchem ruhm Erhebt uns nicht das chriſtenthum! Mit dir gekreuzigt, gottes ſohn! Sind wir auch auf⸗ erſtanden ſchn. 12. Nie kommes mir aus meinem ſinn, Was ich, mein heil! dir ſchuldig bin, Da⸗ mit ich mich, in liebe treu, Zu deinem bilde ſtets er⸗ neu. 1 1 Er iſis, der alles in * 4 N a* 1 N 3 288 „)) ˙AATAT0 TTT.... 8. uns 114 Erſte Abtheilung. f chriſt, Der von dem tod a e e 8 8— rn 8— 8* ä—— c bert— —————̃ͤ—— ü 2 eee 9 1 i 15 verhieß, Eh er fuͤr uns das uns ſchafft; Sein iſt das 0 reich, ſein iſt die kraft. Halt im gedaͤchtniß jeſum erſtauden iſt. Mel. Erſchienen iſt der herrl. er iſt erſtanden, 148. E jeſus chriſt, Der unſer troſt und heiland⸗ iſt! Er iſt nicht mehr des todes raub; Als ſieger, tritt er auf den ſtaub. Ge⸗ lobt ſey gott! 2. Er hat erfullt, was er leben ließ: Drey tage ſollen nicht vergehn, So werdet ihr mich lebend ſehn. Er hats erfullt! 3. Ich lebe, ſprach er, und auch ihr Sollt leben, glaubige, mit mir! Ich komme, meine ſtimme kuft: Verlaſſt, ihr todten, eure gruft, Und folgt mir nach! 4. Er wirds erfuͤllen, je⸗ ſus chriſt, Der ſelbſt vom tod erſtanden iſt: Durch ihn iſt unvergaͤnglich heil Und neues leben unſer theil, In ewigkeit. e, dee mel. Jeſus, meine zuverſicht ꝛc. Freue dich! des her⸗ 149.75 ren tag Hat die⸗ nacht ber furcht vertrieben. Chriſtus, der im grabe lag, Iſt im tode nicht geblieben. O wie hoch ſind wir getroͤſt! ſer leben, Jeſus hat die welt erlöſt. 2. Er iſt gottes ewger ſohn. Ewig ſey er auch geprieſen! Seiner feinde ſchaar zum hohn Hat er ſichtbar es be⸗ wieſen. Er erfuͤllte durch die that, Was er prophe⸗ zeyet hat. ä 3. Unſre ſchulden ſind zwar groß; Doch wir buͤrfen nicht verzagen: Gott laͤſſt unſern buͤrgen los, Der ſie buͤßend hat getragen. Jeſus iſt mit preis gekroͤnt, Und wir ſind mit gott verſoͤhnt. 4. Sterben war der ſuͤnden⸗ ſold; Nun iſt chriſtus un⸗ Der fuͤr unſre ſchuld nicht gold, Nein, ſich ſelber hingegeben. Et hat aus des grabes nacht Neu⸗ es leben mitgebracht. 5. Toh, wo iſt nun deine kraft? Grab, wo ſind nun deine ketten? Hier iſt gott, der huͤlfe ſchafft. Hier iſt jeſus, der kan retten, Wenn gleich unſer fleiſch und bein Wird in ſtaub verwandelt ſeyn. 6. Herr, dis glaub ich, dir zum ruhm, Und mein troſt iſt nicht vergebens; Denn ich bin dein eigen⸗ thum, Du der ſchoͤpfer mei⸗ nes lebens. Hocherfreuet ſing ich dir Jezt und ewig dank dafuͤr. mel. ern das 110 15 8 FTreywillig haſt du 150. N dargebracht Fuͤr uns, o herr, dein leben. d . —Jĩĩj5—7•—ũ—̃ ˙u 2 be bent n berlaſſen:! lt Jarl g Lchenichtfaſen 8. un unn dle wandelt ſch W Denn iu Aus ö ö tabe, N ee gkeit, Da A, i. de spots, n dl uc zu glach l A ee bohet 9 Fee schen 34 8 k in rial; Dunz; en be finde hal g i (. Dein rech az cht ſieſtt wel, Tarn m! helſchenehre. 1. ben in, dis* he. 5 Nun in 1 0 1 urgen] Soger ſt h vreis g 0 a c s lebe wugebracht 8.20 taft?, wo ſuſ in eine I Hier i, der hu hafft. H eſus, ird ub verwanhl un. 6. He edis glah ih, ir zu e m, lnb cht daß, dot denn in dein dl ſum, u Her sch s U Hochefel 5 0 Jet nch 11 0 0 hei und A 0 „ hen 6 naß; J ir dhe ſergagen tt ian 1 10 4 0 iſt un Kn u retten, U leich J fleiſch n m 4— 4 S will d D 4 10 8 11 r 2 3 —— r—ͤ—⁵ẽd 88 —— 1——.* 8 8 r XIV. von der Auferſtehung Zeſu. 115 Du hatteſt zes zu laſſen, macht; Macht, wieder dirs zu geben. Und darum lieb⸗ te dich dein gott, Weil du, gehorſam bis zum tod, Dich haſt fuͤr uns erniedrigt. 2. Du warſt nur eine klei⸗ ne zeit Von deinem gott verlaſſen: Er kroͤnte dich mit herrlichkeit, Die ſterb⸗ liche nicht faſſen. Dein kreuz, daran man dich erhoͤht, Ver⸗ wandelt ſich in majeſtaͤt, Denn du gingſt aus dem grabbe. ä 3. Gehaſſt in deiner nie⸗ drigkeit, Warſt du ein ziel des ſpottes, Und zeigteſt doch zu gleicher zeit An dir die hoheit gottes. Dein kreuz ſchien zwar der welt ein graͤul; Doch ſterben fur der feinde heil, Dis iſt die hoͤchſte tugend. 8 4. Dein reich war nicht von dieſer welt, Dein ruhm nicht menſchenehre. An demuth groß, an lieb ein held, Und goͤttlich in der lehre; Ge⸗ duldig und von ſuͤnden rein, Gehorſam bis zum kreuze ſeyn, Dis war, herr, deine groͤße. 0 5. Nun irren mich nicht ſchmach und ſpott, Noch deines kreuzes ſchanden. Du biſt mein herr, du biſt mein gott; Denn du biſt aufer⸗ ſtanden. Du biſt mein heil, mein fels, mein hort, Der herr, durch deſſen maͤch tig 8 Auch ich einſt ewig ebe. 6. Wir ſind nun goͤttlichen geſchlechts, Durch dich des himmels erben. Dis iſt die hoffnung deines knechts; In dteſer will ich ſterben. Wie du vom tod erſtanden biſt, So werd auch ich, herr je⸗ ſu chriſt, Durch dich einſt auferſtehen. mel. Nun danket all und ze. Frohlockt, ihr chri⸗ 1 51. ſten, preiſt und ehrt Gott, eures mittlers gott! Der vater hat den ſohn erhoͤrt, Erhoͤrt in ſeiner not. 2. Die moͤrder triumphir⸗ Iten ſchon: Wo iſt des ſoh⸗ nes macht? Der herr erret⸗ tet ſeinen ſohn; Sein rath⸗ ſchluß iſt vollbracht! 3. Der ſohn befahl in ſei⸗ ne hand Dem vater ſeinen geiſt; Er ward begraben, er erſtand; Gott haͤlt, was er verheißt. 4. Dis rühme, wer erret⸗ tet iſt, Und werd ihm un⸗ terthan; Welt, die du nun ſein erbiheil biſt, Lobſing und baͤt ihn an! 3. Preiſt jeſu vater: denn er hat Nicht ſeines ſohns gebaͤt, Nicht, was er fuͤr die ſuͤnder that, Sein opfer nicht verſchmaͤht. 6. Das iſt des mittlers preis und lohn; Der, wel⸗ H 2 chem .———————————̃—————— 116 Erſte Abtheilung chem er verzeiht, Soll ewig leben, wie der ſohn, In ſeiner herrlichkeit! 7. Sagts aller welten voͤl⸗ kern an: Bekehret euch zum herrn! Ihm werde jeder un⸗ terthan, Und jeder dien ihm gern. 8. Des vaters reich iſt auch das reich Des ſohnes; er regiert, An ruhm und macht dem vater gleich, Dem aller ruhm gebuͤhrt! 9. Es fehl ihm an beken⸗ nern nie, So lange dieſe welt Noch menſchen hat, ſo lange ſie Der arm des herrn erhalt. 5 Mel. Auf, ehriſtenmenſch! auf, dc. 152 4 err, du biſt mei⸗ Du lebſt: auch ich werd le⸗ ben. Mir wirſt du, was dein wort verſpricht, Un⸗ ſterblichkeit einſt geben. Dein jünger kommt nicht ins gericht: Dis ſtaͤrket mei. zuverſicht. 2. Hier geh ich oftmals weinend hin, Den ſaamen aus zuſtreuen: Dort wird der herrlichſte gewinn Der ernte mich erfreuen. Ich ne zu verſich t. werd ich ewig leben. Wie ſtark iſt dieſer troſtgrund nicht, Wie ſicher meine zuverſicht! 4. Here, dieſen ſegen dank ich dir. Mich aus der gruft zu heben, Gingſt du aus deinem grab herfuͤr: Du lebſt, und ich ſoll leben. Ich glaub es dir, und zweifle nicht: Dein wort iſt meine zuverſicht z. In dieſem glauben ſtaͤr⸗ ke mich; Laß mich den troſt empfinden, Den großen troſt, daß ich durch dich Den tod ſoll uͤberwinden. Grab und verweſung ſchreckt meine zuverſicht. mel. Jeſus, meine zuverſicht, ꝛc. „ Feſus lebt, mit ihm 153. auch ich. Tod, wo ſind nun deine ſchrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Von den todten aufer⸗ wecken; Er verklaͤrt mich in ſein licht: Dis iſt mei⸗ ne zuverſicht. 2. Jeſus lebt, ihm iſt das reich Ueber alle welt gege⸗ ben, Und ich werd mit ihm zugleich Ewig dort in freu⸗ leide, doch verzag ich nicht, den leben. Gott erfullt, Denn du biſt meine zuver⸗ . 3. Und ſinkt dereinſt mein leib in faub, Gott wird ihn neu beleben. Er werde was er verſpricht: Dis iſt meine zuverſicht. 3 Jeſus lebt, wer nun ver⸗ zagt. Laͤſtert ihn und gottes ehre. Gnade hat er zuge⸗ der verweſung raub, Dort g mich nicht: Denn du bleibſt zt, Daß der ſuͤnder ſich ſſant, Das denen 705 N chte, dae. dz it reine we ch b. Jet lh. b) Mir ber au it hen. Welchen Dldtnoh Wi ſile gehen, I it Aa n n let! nine un gt (Te 4h e, J n ct; J fl le ul nne nn 0 ihn zun ae de fab sch den, 12. 41 ni fa tt tröſet n z ſo eint er fc alt lebt, i Uu, Weil, n kuft Un 0 enn! du 4. 16 cht, 2 buen derſich 4 5 i aud el en, ud 1 % en tn 190 Ju gba mich as nich bn 1 Sch bur den t eine j act. ſel Ne„ine zaun 5 lub, mei 1 b ſind 1 W eine chte r, er und with ich A u tobten af ecken!) verklt ug i ſein 2 Dis it e zude 50 d, ihm t hes ich J Kale welt gh en, U weid fein wgleich Sg datt ift en* Gott fil, 6 er Sicht: Da leine e ch. ſen fee u 5 da geen „ öbeapahg rab un S peſung ü ich ug Senn du l . ich ich. J, 0 4 6 0 ö 5 0 0 ö 15 1 1— 10 bekehre. Den, der folgt, . Dis iſt meine zuverſicht. 3 5 ich ihn zum freunde hab! Lob ſey dem herrn! 1 einigt bin. XIV. Von der Auferſtehung Jeſu. 117 verſtoͤßt er nicht: Dis iſt meine zuverſicht. 4. Jeſus lebt, ſein heil iſt mein; Sein ſey auch mein ganzes leben. Reines her⸗ zens will ich ſeyn, Und den luͤſten widerſtreben. Er ver⸗ läßt den ſchwachen nicht: 5. Jeſus lebt, ich bin ge⸗ wiß; Nichts ſoll mich von jeſu ſcheiden, Keine macht der ſinſterniß, Keine herr⸗ lichkeit, kein leiden. Er gibt kraft zu dieſer pflicht: Dis iſt meine zuverſicht. 6. Jeſus lebt, nun iſt der tod Mir der eingang in das leben. Welchen troſt in to⸗ desnoth Wird es meiner ſeele geben, Wenn ſie glau⸗ big zu ihm ſpricht: Herr, herr! meine zuverſicht, Mel. Heut triumphiret gottes ꝛc. Lebt ehriſtus, was 154. L bin ich betruͤbt? Ich weiß, wie herzlich er mich liebt; Und fturb auch alle welt mir ab, Gnug, daß 2. Er naͤhrt, er ſchuͤtzt, er troͤſtet mich; Sterb ich, ſo nimt er mich zu ſich. Wo er jezt lebt, komm ich auch hin, Weil ich mit ihm ver⸗ Lob ſey dem CCC 3. Durch ihn bin ich mit gott verſöͤhnt; Durch ihn mit gnad und heil gekroͤnt. Mein banges herz ermun⸗ tre ſich! Gott und die engel lieben mich. Lob ſey dem herrn! 4. Durch ſeiner auferſte⸗ hung kraft Vollend ich mei⸗ ne pilgerſchaft; Freu ſeiner mich in ſeinem reich, Und bin dort ſeinen engeln gleich. Lob ſey dem herrn! 5. Fuͤr ſolchen troſt der ſe⸗ ligkeit Dankt dir, herr, dei⸗ ne chriſtenheit. Wenn wir dereinſt dein antlitz ſehn, Soll dich ein wuͤrdger lied erhoͤhn. Lob ſey dem herrn! Mel. Wa 1 auf ruft uns ꝛc. obt den hoͤchſten! 155. jeſus lebet! Er⸗ loͤſte menſchen, o erhebet Des welterloͤſers wajeſtat! Hoͤrts, betruͤbte ſuͤnder, ge⸗ bet Der freude raum; denn jeſus lebet; Gott hat ihn aus dem ſtaub erhöht. O ſeele, dein geſang Erſchalle ihm zum dank! Ihm zur eh⸗ re! Dich, großer held, Er⸗ hebt die welt, Weil deine hand den ſieg behaͤlt. 2 Jeſu juͤnger, wehrt dem leide! Lobſinget ihm, und nehmt voll freude Am ſiege theil, den er erſtritt. Seyd ihr gleich des grabes kin⸗ der; Er iſt des todes üher⸗ winder. Er herrſcht, der fuͤr euch ſtarb und litt. Was 93 wollt 1 une ſchrecken? Erſte Abtheilung. wollt ihr traurig ſeyn? Ge⸗ troſt koͤnnt ihr euch freun! Jeſus lebet In ewigkeit, Zu aller zeit Bleibt er zur huͤl⸗ fe uns bereit. 3. Nun verzagt auch nicht, verbrecher! Gott iſt euch nun kein ſtrenger fächer Wenn ihr die ſchuld mit ernſt bereut. Durch des to⸗ des uͤberwinder Iſt er dem reuerfuͤllten ſuͤnder Ein va⸗ ter der barmherzigkeit. Er nimt ihn liebreich auf, Mit kraft zum tugendlauf Ihn zu ſegnen. Preis ſey der huld! Die unſre ſchuld Ver⸗ tilgt und traͤgt mit uns ge⸗ dulb. 8 5 3. Tod, wo ſind nun dei⸗ Nicht ewig wird das grab uns decken, Verweſt der leib gleich in der gruft. Einſt wird er! zum beſſern lehen Sich aus des todes ſtaub erheben, Wenn jeſus den entſchlaf⸗ nen ruft. Dann wird des todes feld Zu einer regen welt. Alles lebet, So wie, verneut Zur fruͤhlingszeit, 5 alles regt und alles i ren 0 f N 5. O erſtandner, welch ein ſegen Erwartet uns, wenn wir auf wegen Einhergehn, die dein fuß betrat! Uner⸗ forſchte ſeligkeiten, Die ewig waͤhren, ſind die beu⸗ den, Die uns dein ſieg er⸗ kaͤmpfet hat. Einſt ſind ſie unſer theil; Einſt kroͤnet uns das heil Deines lebens. Ge⸗ lobt ſey gott! Auch noch im tod Iſt er und bleibet unſer 1 gott. g 60 mel. Wer nur den lieben ꝛc. 0 Mein jeſus lebt; 156 n ſterben! Hier iſt mein haupt und triumphirt: Nun muß auch ich das leben erben; Weil ſeine macht der tod verliert. Ich fuͤrchte ſeinen fluch nicht mehr: Mein je⸗ ſus lebt, ſein grab iſt leer! 2. Mein jeſus lebt; er hat bezwungen, Was mir das leben rauben kan; Er hat mir heil und ſieg errungen, Und ihm iſt alles unterthan. Der hoͤlle tiefſter abgrund bebt; Denn ſie vernimts, daß jeſus lebt! 5 8 850 3. Mein jeſus lebt, das grab iſt offen; Mit freuden geh ich in die gruft. Auf ſeine ſtimme will ich hoffen, Die mich vom tod ins leben ruft. Wie lieblich ſchallt ſie nicht ſchon hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir. 3. Mein jeſus bleibe denn mein leben; Der tod ſoll mir nicht ſchwerlich ſeyn. Ich will ihm dienen, ihm ergeben Mich ſeiner aufer⸗ ſtehung freun, Weil er auch mich zum himmel hebt, So wahr er jeſus iſt und lebt! XV. Von * 17 1 0 1 1 e de 50 bon gun. lach belle u pi uuf duch b t. lch bir ſyn. 4. O ſehne Un it bott, Das meh, del ſone lehrt! J ſey ken freude. im ee bene i l Men 106 17 158. A%. 9 4 ei; bad z ficht ud J dad de berge ſlupt, das gh ze , Mehr n auh ke de 0 5 N ſeland 1* e 9 N 5— 5 du auf 7 zung— Dat u nach vellbrachtem pilger⸗ r hell Sig ern id ihm, Jes unfen er höll W ſter am ———* — . Mei Is lit, M ab iſt(s Mit feln 2 70 Nu e i, 158. A e mich e tod in t. M Ilich ſchaltſſ ht ſcho e: Ich ſch lebt E mit mir, 4. hn d feiner%; D K 119 XV. Von der Himmelfahrt Jeſu, und ſeinem Sitzen zur Rechten Gottes. 8 mel. e a0 85 Ynbaͤtung, lob und 1 57. A preis ſey dir, Sohn gottes! auch von uns geweiht! Du faͤhreſt auf, deß jauchzen wir, Zu dei⸗ nes vaters herrlichkeit. 2. Zu unſerm vater faͤhrſt Und nimmſt die wohnung gottes ein. Laß lauf Auch uns dort ewig bey dir ſeyn. 3. O ſegne heut in uns das wort, Das uns von deinem throne lehrt: Es ſey zur ewgen freude dort, Zum troſt hier ſtets dem herzen werth! Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. fehriſti him b melfahrt allein Soll ſich mein glaube gruͤn⸗ den: Und ſorge, zweifel, furcht und pein Dadurch ſtets uͤber winden. Mein haupt, das nun im himmel iſt, Wird mich, ſein glied, nach kurzer friſt, In ſich gen himmel holen. 2. Gen himmel fuhr mein heiland zu; Zu gott iſt er gegangen. Nun kan mein herz auch ſeine ruh Im him⸗ mel nur erlangen. Den f 1 ä—— wo mein freund gekommen hin, Da iſt auch ſtets mein herz und ſinn: Nach ihm geht mein verlangen. 3. Ach herr, laß deine auf⸗ fahrt mich, Dein kind, doch dahin bringen, Daß durch die kraft des glaubens ich Mag aufwaͤrts zu dir drin⸗ gen; Und dann einmal, wenn dirs gefallt, Mit freuden ſcheiden aus der welt. Herr, hoͤre doch mein flehen! mel. Vom himmel hoch da ꝛe. +* ſuf! jeſu freunde! 159. A freuet euch! Der herr fahrt auf zu ſeinem 5 reich, Er triumpbirt; lob⸗ ſinget ihm! Lobſinget ihm mit hoher ſtimm! 2. Sein werk auf erden iſt vollbracht; Zerſloͤrt hat er des todes macht; Er hat die welt mit gott verſoͤhnt, Und gott hat ihn mit preis ge⸗ kroͤnt. 5 3. Weit uber alle himmel weit Geht ſeine macht und herrlichkeit; Ihm dienen ſelbſt die ſeraphim. Lobſin⸗ get ihm mit hoher ſtimm! 4. Sein ſind die voͤlker al⸗ ler welt; Er herrſcht als ſieg gewohnter held; Er herrſchi, J ͤͤͥ( * 4 1 5 5 .— 1—————— 1 1 — e—.————— —————————————— a— 5 5.— 5 2 3 32 N ————— See 2———*— ————— Bis wir 130 Erſte Abtheilung. bis unter ſeinem fuß Der feinde beer ſich beugen muß. 3. Er ſchͤtzet ſeine chriſten⸗ heit, Erhaͤlt ſie bis in ewig⸗ keit; Er iſt ihr haupt; lob⸗ ſinget ihm! Lobſinget ihm mit hoher ſtimm! 6. Ja, heiland! wir erhe⸗ ben dich; Und unſre herzen frenen ſich Der herrlichkeit und majeſtaͤt, Dazu dich gott, dein gott, erhoͤhr. 7. Wohl nun auch uns denn, herr, dey dir Steht kraft und macht, und dein ſind wir. ulſrer huͤlfreich an, Was iſt, das uns gebrechen kan? 8. In deiner hand iſt un⸗ ſer heil. Wer an dich glaubt, dem gibſt du theil Am ſe⸗ gen, den du uns erwarbſt, Als du fuͤr uns am kreuze ſtarbſt. 8 9. Du haſt die ſtaͤtte uns bereil't, Bey dir zu ſeyn in ewigkeit. Nach treu voll⸗ brachtem glaubenslauf, Nimſt du uns in den him, mel auf. Jo. O zeuch uns immer mehr zu dir; Hilf uns mit eifrigſter begier Nach dem nur trachten, was da iſt, Wo du, verklaͤrter heiland, biſt 12 11. Dein eingang in die herrlichkeit Stark uns in unſrer prüͤ funzszeit, Nur dir zu leben, bir zu traun, ſchaun eimſt du dich — dereinſt dein ant⸗ licht und kraft. a 12. Dann werden wir uns ewig dein, Herr chriſt, du menſchenfreund, erfreun. Dann ſingen wir von dei⸗ nem ruhm, Ein neues lied e sth. 0 75 9 4 4 160. Großer mittler, der zur rechten Got⸗ 2 tes, ſeines vaters, ſitzt, und die ſchaar von ſeinen knech⸗ ten ſchuͤtzt: Dir frohlocken, dir zur ehre, Aller deiner engel 977 heere, Und in ihren lobge ſang Jauchzet aller men dank. 2. Denn du kamſt, uns 80 zu erloſen; Und das opfer iſt vollbracht, Das von al⸗ ler ſchuld des boͤſen Uns be⸗ freyt und ſelig macht. Al⸗ len gibſt du heil und leben, Die ſich glaubig dir ergeben. Herr, du ſtarbſt und uͤber⸗ wandſt Tod und grab; denn du erſtandſt. 5 3. Alles ſollen wir empfan⸗ gen, Was uns noth iſt; denn du biſt In den him⸗ mel eingegangen, Der nur unſre heimath iſt. Da re⸗ gierſt du, da vollendeſt Du bein großes werk und ſen⸗ deſt Deinen geiſt auf die herab, Die zum erbe gott dir gab. 4. Herrlich wuͤrket deine lehre; Denn du gibſt ihr Suͤnder macht Ie ben; L Ueberall begluͤckt 0 from⸗ A ö Gabis und g. Ale lehꝛet ſe„ bahn, 0 10 , nb e ö 0 b tue n Ju ub Kohn Dudhe ehen u 1 1 1 b beg, Fühte dus. f harz, Hin 1 0 Jen ba b Du aten i armen,. bett ſuß, An ha r lber ihtem 0„ ie lu gott, I erf ee, Mach e cht zu lohn eit 100 1 l der 60. Air mittla, 0 e ſchaa 2 feinen hach, in dan ö Den lamſt, n erlösen bn schuld a söſen liz l t un= macht, J 10 dab dug gbſt! Al und lan, ie ſic g n dir kt. kechten, 5, ſih, 1 3 ————— F(Das bun e . f— 2 8 — indſt rſtan — Ales W vir t 5 ns goth st; m du In den hn * rn, Der im ſre heſ u ist. Os ift du, Hollenbeſ dl U gro De geit aufe ab, Jin abt gab. f wuͤrket hehe 1/ E ft. ein ur, di bſt und in ö 0 gaben erk und, W bekehrt ſind, nicht, nicht zu lohnen, 2 ſelbſt 7. So vertritiſt du, ſo re⸗ giereſt Du dein erbe, bis XV. ven der gimmelfahrt Jeſu zt. 121 macht ſie, gott zur ehre, Glaubig und gewiſſenhaft. Alle lehret ſie, den ſuͤnden Widerſtehn und überwin⸗ den. Straucheln ſie in ihrem lauf: Hilfſt du ihnen maͤch⸗ tig auf.. 5. Du vertrittſt bey gott die deinen; Du verſaͤumſt „te, heiland, nie. Alle thraͤ⸗ enen, die ſie weinen, Zaͤhlſt Zu und belohneſt ſie. Alle, elche ſtandhaft glauben, And mit dir vereinigt blei⸗ eben, Fuͤhrſt du aus der welt uh, Fhinaus, Hin in deines va⸗ miers haus. 6. Du entzeuchſt dich auch den armen, Die noch nicht Weil dein herz dir aus erbarmen, Ueber ihrem Llend bricht; Bltteſt gott, ſie zu verſcho⸗ nen, Nach verdienſt noch Zeit zur zu verleihn, Der ſich die engel freun. du einſt Ganz dein großes werk vollfuͤhreſt, Wenn du Pan gericht erſcheinſt. ann iſt ernte! heil den ehriſten, Welche kaͤmpften mit den luͤſten, Weil ſie dei⸗ nen thron ſich nahn, ODei⸗ ne kronen zu empfahn. 8. Großer mittler, ſey er⸗ hoben! Weil wir leben, wol⸗ len wir Deiner herrſchaft wuͤrde loben, Opfern dank e und ehre dir. Können wir einſt nicht mehr baͤten: Mol⸗ leſt du uns noch vertreten, Bis der ganz verklaͤrte geiſt Dich mit allen himmeln Preiſt. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. err! du faͤhrſt mit 161. H glanz und freu⸗ den Auf zu deiner herrlich⸗ keit; Doch mich drucken noch die leiden Dieſer ar⸗ men lebenszeit. Jeſu! gib mir muth und kraft, Daß ich meine pilgrimſchaft So mit dir zuruͤcke lege, Daß ich ſtets dein bleiben moͤge. 2. Laß mir deinen geiſt zu⸗ ruͤcke, Aber zeuch mein herz nach dir: Wenn ich nach dem himmel blicke, O ſo oͤffne du ihn mir! Neig zu meinem flehn dein ohr, Trag es deinem vater vor, Daß er mir die ſchuld vergebe, [Daß ich mich bekehr und 3. Lehre mich die welt ver⸗ achten, Und was in ihr eit⸗ les iſt; Lehr mich nach dem himmel trachten, Wo du, mein erloͤſer, bift. Wohlluſt, ehrgeiz und gewinn Soll mich nicht zur erde ziehn, Da ich jenſeit uͤberm grabe Eine groͤßre hoffnung habe. 4. Laß nichts dieſe hoff⸗ nung rauben; Du erwarbſt ſie theuer mir. Jetzo ſeh ich ſie im glauben, Dort ſin? e 122 1 41 5** 2 — 5 ——— 5* —„576——........c——T—T—T—T—TCTCTſTT—TTT. 1 7— 5— 7—— 5 8 7* 5— 8**** 5 5. 2 28. 9 a**„ Erſte Abtheilung. ich ſie ſelbſt bey dir: Dort belohnſt du das vertraun Deiner glaubigen durch ſchaun; Und verwandelſt ihre leiden In unendlich große freuden. 5. Dort bereite mir die ſtätte In des vaters hauſe zu. Rufſt du frühe, oder ſpaͤte Mich zu meines gra⸗ bes ruh: Leucht auch mir in dieſer nacht Durch die ſtaͤr⸗ ke deiner macht, Di todes macht bezwungen, Und fuͤr uns den ſieg errun⸗ en. 1 6. Kommſt du endlich glor⸗ reich wieder An dem ende dieſer zeit: O ſo ſamle mei⸗ ne glieder, Wenn verweſung ſie zerſtreut. Heilge und verklär ſie ganz, Baß der leib im himmelsglanz, Frey von dieſem ſtaub und erde, Aehnlich deinem leibe werde. Mel. Von gott will ich nicht ꝛc. 1 Hein jeſus trium⸗ 162. M phiret, Und nimt den himmel ein. Er hat ſein werk vollfuͤhret, Vom fluch uns zu befreyn. Die hohen ſeraphim Em; pfangen ihn mit freuden Nach uͤberſtandnem leiden. Lobſingt, lobſinget ihm! Die des l 32323283 2. Wohl uns, die auf ihn hoffen! Nun jeſus trinm⸗ phirt, Steht uns der weg auch offen, Der zu dem him⸗ mel führt, Er ſelbſt, er macht uns bahn. Wer hier nur an ihn glaͤnbet, Ihm folgt, und treu ihm bleibet, Der wandelt himmel an. 3. Nur dort, nicht hier auf erden, Iſt unſer beßtes theil. Um ſelig einſt zu werden, Erwarb der herr uns heil. Erloͤſte, macht euch auf! Wo jeſus hinge⸗ gangen, ringen Nach jener herrlich⸗ keit. Laß unſern fleiß ge⸗ lingen, Und ſtaͤrk uns in dem ſtreit. Laß uns in dieſer welt Im glauben an dich wandeln, So denken und ſo handeln, Wie dir es wohl⸗ gefallt. 5. Was find der erdeffreu⸗ den? Wie bald ſind ſie da⸗ hin! O hilf uns alles mei⸗ den, Was hier noch unſern ſinn Vereitelt und uns ſtoͤrt, Auf deinen ruf zu achten, Und nur nach dem zu trach⸗ ten, Was ewig heil gewahrt. 6. Sey du ſelbſt unſer lei⸗ ter In unſrer prüfungs zeit; Und bring uns immer wei⸗ ter Zu deiner herrlichkeit; Bis dieſe zeit vorbey, Bis wir dich, heiland, ſehen, Und freudig vor dir ſtehen, Von allem kummer frey! V. Dahin blickt mit verlangen; Dahin geh euer auf. 2 4. Herr! hilf uns eifrig — bu lt de 7 ſiſct r. 1 dberſtaadn 2 Nach i 1 e 3. Or denen. eim; lub w. h ind fun W. 8 Ji zu len; 16 dss per ſſach übertand en de ut Gen Hing Pen, Jet bf Auf he r b weihen Gottes Aer 10 babes übert aa 5 1 lub ir Sd bg. alen naten t 1 f lee, 1 N ———— 0 gt, U 1 u an ln 4 Her ngen J Seer bent lt. ka un ff 0 agen, 1 elt J andeln, deln, e dir ag f fallt. kuben ay dt f un irkun Ans in denken un —— „ Wa der ah en? in en, n prüfung, ud brü⸗ 1 63, A in „erde A.— 5 716 * bd ſind sey Ans ales u er noch n un Veil 5 und unt, 2 Nach uͤberſtandner leidens⸗ uns tragen, Und entſagen . xv. von der Zimmelfahrt Jeſu, ꝛc. BB——..———* K8n. ĩðͤ W ⁵ᷣ ⁵ ⁵¼òð ſrm½½½ eee Mins-t'ltTtIT᷑.. ——— ͤ—-—-—— BKB —— 123 Du retter einer ſuͤnderwelt, Hat ſich dein kreuz geendet! Nach uͤberſtandnem leidens⸗ lauf Faͤhrſt du verklaͤrt zum vater auf, Der dich zu uns geſendet. Ewig Trift dich tun kein leiden; Voller freu⸗ den Lebſt du droben, Ueber alles hoch erhoben, 2. Dir dienen alle ſera⸗ phim; Und wir vereinen herz und ſtimm Mit ihnen, dich zu loben; Weil du dein großes werk vollbracht, nacht Gen himmel dich er⸗ hoben. Preis dir! Daß wir Auf der erden Koͤnnen werden Gottes kinder Und des todes uͤberwinder. 3. Du, du biſt unſer haupt, und wir Sind deine glieder, nur son dir Kommt auf uns heil und leben. Was unſern ſeelen nutzen ſchafft, Licht, friede, freude, tugendkraft Wird uns von dir gegeben, Laß doch Dein joch Gern Allen ſuͤnden, Daß wir hier ſchon ruhe finden. 4. Zeuch unſre herzen ganz zu dir; Hilf, daß vor allen dingen wir, Nach deinem reiche trachten. Mach uns von allen ſuͤnden rein, Und floͤß uns muth und eifer ein, Das eitle zu verachten. Je⸗ de Unart Hilf uns meiden, Und mit freuden Unſer leben Deinem dienſte ganz erge⸗ U hen. 455 M leid vermenget. 9 5. Sey unſer ſchutz und un⸗ ſer hort, Und troͤſt uns durch dein heilſam wort, Wenn hier uns truͤbſal draͤnget. Nur da iſt wonne, wo du biſt; Die freude, die man hier genießt, Iſt noch mit Von dir Kommt hier Troſt im herzen; Laß in ſchmerzen Uns ſchon offen Deinen himmel ſehn, und hoffen, 6. Du biſt, uns ſterblichen zu gut, Nach theuer hier vergoßnem blut Zur freude eingegangen. Zeuch, jeſu, zeuch auch uns dir nach, Daß wir, nach kurzem un⸗ gemach, Zur freude auch ge⸗ langen. Dafuͤr Soll dir Von uns allen Dank erſchal⸗ len. Ohn aufhoͤren Wollen wir dich, heiland, ehren. Mel. Erſchienen iſt der herrl. 16 4. Wir freuen uns, herr jeſüu chriſt, Daß du erhoͤht gen himmel biſt. O du, den unſer loblied preiſt, Stark auch im glauben unſern geiſt, Der auf dich hofft, 2. Du ſitzeſt auf der him⸗ mel thron Als unſer freund, als menſchen ⸗ſohn. Du ſchaͤmſt auch da dich unſrer nicht: Drum biſt du unſrt zuverſicht In ewigkeit. 3. Dein iſt die macht; dein iſt das reich. Wer iſt an majeſtaͤt dir gleich? Menſch, ** 124 haupt, ges heil. Gelobt ſeyſt du! kxeich an uns denkſt Und gern uns deinen ſegen ſchenkſt, Der du uns als 165. D vater liebeſt, Treuer gott, und deinen geiſt Denen, die dich bitten, giebeſt; Ja uns um ihn bit⸗ 5 fruchtbarkeit; und mein herz Erſte Abtheilung. Menſch, engel, jede kreatur dir bekannt, Und alles iſt in Iſt dein, beherrſcher der na⸗ tur! Gelobt ſeyſt du! 4. Umſonſt, umſonſt em⸗ poͤren ſich, Herr, deine haſſer wider dich; Dein thron ſteht veſt und wanket nicht, Wenn gleich der fre⸗ vler widerſpricht. Gelobt ſeyſt du! 5. Du, unſer triumphirend Wie ſelig iſt, wer an dich glaubt! Du biſt ſein licht, ſein troſt, ſein theil, Sein ſtarker 515 ſein ew⸗ 6. Herr, unſre herzen traun auf dich; Dein freuet unſre ſeele ſich. Du, der du huld⸗ Biſt unſer troſt. freunblichkeit deiner hand. Von keinem deiner freunde fern, Be⸗ merkſt bu ihn und hilfſt ihm gern, Erbarmender! 8. Blick auch uns an mit Vom throne deiner herrlichkeit! Hilf un⸗ ſerm ſchwachen glauben auf, Uns kroͤne unſern lebens lauf Mit deinem heil. 9. Gen himmel faͤhrſt du auf als held. Als herr und richter aller welt Wird dich dereiuſt der erdkreis ſehn. Hilf, daß wir dann vor dir beſtehn, Und dein uns freun. 10. Dann triumphirt der glaub an dich; Dann jauch⸗ zen wir dir ewiglich. af uns dazu, herr jeſu chriſt Dir, der du unſer heiland 7. Was uns beglückt, iſt e eee eee. biſt, Sey ewig preis! eee eee Xu. Vom he Mel. Werde munter, mein dc. ten heißſt. Demuths voll fleh ich vor dir: Vater! ſend ihn auch zu mir, Daß er mei⸗ neu geiſt erneue, Und ihn dir zum tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt meinem wiſſen Leben, kraft und iligen Geiſte. bleibt dir entriſſen, Und dem dienſt der welt geweiht, Wenn er nicht durch ſeine kraft Die geſinnung in mir ſchafft, Daß ich dir mich ganz ergebe, Und zu dei⸗ ner ehre lebe. 3. Auch dich kan ich nicht erkennen, Jeſu! noch mit achter treu Meinen gott und herrn dich neunen, Stehet mir dein 5 15 nicht bey. Drum ſo laß ihn kraͤftiglich — 3. In mir wirken, daß ich dich Glau⸗ 11 2— 0 0 uf f ge duale 2 Ich zl otleb)* Ig and zun, 1 Fil nc ß 55 1 0* ſichſts uh, nella, 16 dloſem muh hub nic fen we abet“ 1 n fegen aus . fchiſcaffale ful 1 6 Gälſ deb n ö ſnnftmuth a, n h an ge. g. ie eh frebe en g inn, denn n bn r erlich len, de ni in uit ve 15 lehte nich h 4 en, Die ban e n ſehn, 81* bbb,,. Adar fe d Mag auß uc e 7 Uh. 1.. Wan . 4 aner e tem ſch dn gan ab leß a fun bn 0 0 K 5 Als bert a kichter pelt Nd dach 5 Dub eibkre beſtehn J bein Inf Jo. A 1. Raub 4, Dam zen wil Wewihlih. fe uns 5 Leer jest cal Dir, biſt, ligen Ste. blatt le, zen Un dienſt 1 s welt get, Denn cht butch Haft. Jeſinnung ut ſchafft aß ich d ganz, lud„ ger eh.. 1 „ ech kan i * Jeſu! ug 10 iter Sin gn ern knnen, 1 nir d. dum ihn Ki ue 1 A, J ir bann N unſet ah 1 dg pres! 3 Gib mir immer neus kraͤſte. 97»!— —— — 28 ͤ ĩͤ V ——— 2 ——. 8 9 xv. vom helligen Geiſte. 123 Glaubens voll als mittler ehre, Und auf deine ſtimme hoͤre. 35 l 4. Ewge quelle heilger guͤ⸗ ter, Hochgelobter gottesgeiſt, Der du menſchliche gemü ther Beſſerſt und mit troſt erfreuſt; Nach dir, herr, verlangt auch mich; Ich er⸗ gebe mich an dich. Mache mich, zu gottes preiſe, Hei⸗ lig und zum hiiamel weiſe. 5. Fuͤlle mich mit heilgen trieben, Daß ich gott, mein hoͤchſtes guth, Ueber alles moͤge leben, Daß ich mit getroſtem muth Seiner va⸗ terhuld mich freu, Und mit wahrer kindestreu Stets vor ſeinen augen wandle, Und rechtſchaffen denk und handle. 8 6. Geiſt des friedens und der liebe! Bilde mich nach deinem ſinn, Daß ich lieb und ſanftmuth uͤbe Und mirs rechne zum gewinn, Wenn ich je ein friedensband Knuͤ⸗ pfen kan, wenn meine hand, Zur erleichtrung der be⸗ ſchwerden, Kan dem naͤch⸗ ſten nuͤtzlich werden. 7. Lehre mich, mich ſelber 8. Wenn der anblick meiner ſuͤnden Mein gewiffen nie⸗ der ſchlaͤgt; Wenn ſich in mir zweifel finden, Die mit angſt mein her ze hegt; 75 mein aug in noͤtgen weint, Und gott nicht zu hoͤren ſcheint: O dann laß es meiner ſeelen Nicht an troſt und ſtaͤrkung fehlen. 9. Was ſich gutes in mir 135 Iſt dein gnadenwerk n mir; Selkbſt den trieb haft du entzuͤndet; Daß mich, herr, verlangt nach dir. O ſo ſetze durch dein wort Deine gnadenwirkung fort, Bis ſie durch ein ſelig ende Herrlich ſich an mir vollende. Mel. An waſſerfluͤſſen babylon. 5 Fir, vater, der du 166. D deinen ſohn Zum heil uns haſt gegeben, Dir dank ich hier mit freu⸗ den ſchon, Noch mehr im hoͤhern leben. Ich danke dir, daß du den geiſt, Der uns der finſterniß entreißt, Zur erde haſt geſendet. Er kam auf jeſu wort herab, Der ſeinen boten ſtaͤrke gab, kennen, Die verborgnen feh⸗ gott bekennen, Und ihn um e flehn. taͤglich ernſt und treu, Sie zu beſſern, in mir neu; Zu dem heiligungs ⸗ geſchaͤfte ler ſehn, Sie voll demuth Mache neue herzen ſchafft, Hilft Daß ſie dein werk vollendet, 2. Erfüllt bon ſeiner wun⸗ derkraft, Gehn ſie, die weit zu lehren. Der geiſt, der ihnen ſie bekehren. Die voͤls ker hören, hocherfreut, Die Uooiſchaft ihrer ſeligkeit, Ver⸗ N 0 — 126 Erſte Abtheilung. Vernunft und wahrheit ſie⸗ en. Die blindheit und das laſter flieht; Wo man den finger gottes ſieht, Muß beydes unterliegen. 3. Umſonſt, daß wilder ei⸗ fer tobt, Verfolgung zu er⸗ regen. Dein name, jeſu, wird gelobt; Dein wort iſt kraft und ſegen. Die juͤn⸗ ger ſchreckt nicht pein noch muͤh, Dein geiſt, o vater, ſtaͤrkte ſie In martern und im tode; Sie blieben ihrem herrn getreu, Bekennen ſei⸗ nen namen frey, Und prei⸗ ſen ihn im tode. 4. Noch jezt biſt du der geiſt der kraft; Noch jezt der menſchen lehrer. Du machſt ſie weiſ und tugend⸗ haft, Des ſuͤndenreichs zer, ſtoͤrer. In ſuͤndern wirkſt du reu und leid, In from⸗ men ſeelen troſt und freud, Und muth im kampf der ſuͤnden; Ju bangen ſtunden ſchenkeſt du, tode, ſeelenruh, Und lehrſt ihn uͤberwinden. 5. Des vaters und bes ſoh⸗ nes geiſt, Du quell des lichts, der liebe, Den jeſus haͤten⸗ den verheißt, Ach, heilge meine triebe; Gib uͤber mei⸗ ne ſuͤnden ſchmerz. Und muth zum glauben in mein herz; Hilf mir mit an dacht baten; In bangen ſtunden troͤſte mich, Und beine huͤlfe zeige ſich Mir e inſt in todes⸗ noͤ then. So wie im Mel. Komm, gott. ſchoͤpfer ꝛe⸗ 1 u fuͤhrer, der mit i 67. D treuer hand Den weg uns zu dem him⸗ mel weiſt! Du, unſers er⸗ bes unterpfand! Geprieſen ſeyſt du, heilger geiſt! 2. Auch dich preiſt deine chriſtenheit, Du geiſt des vaters und des ſohns!l DBB biſt, wie ſie, von ewigkelt; Mit ihnen herrſcher eines throns. 3. Der gottheit willen thatſt du kund. Durch dich weiſ⸗ ſagte der prophet. Du leg⸗ teſt ihm in ſeinen mund Das wort des heils, das nie hergeht. 4. Nichts ſchließt vor bei⸗ nem blick ſich zu Den ab⸗ grund der unendlichkeit, Der gottheit rath erkenneſt du Mit goͤttlicher allwiſ⸗ ſenheit. 5. Du haſt dem erdkreis offenbart, Was keine weis⸗ heit je erkannt; Als dich nach ſeiner himmelfahrt, Der herr den ſeinen zuge⸗ I ſandt. 6. Welch eine pracht ver⸗ klaͤrte dich! Ein ſchnelles brauſen fuͤllt das baus. a gieſſeſt du dich ſichtbarlichh Auf ſie in feuer flammen aus. 7. Nun ſcheuten ſie nicht ſchmach, nicht muͤh; Denn du haſt alle furcht entfernt. Die thaten gottes prieſen 0 ſi l. J, ane tu 3 XVI. Vom heiligen Geiſte. ae 1 e e e 2 3 ee„ ßpruͤfen, Du dur ſt ſi den. W 8. Wir haben, geiſt der 55 und gar: Pag wel w. di ah i gnad und ſtark, An deinen gottheit innre tiefen Sind bes un nen gaben gleichfalls theil. Un⸗ vor dir, her 0 And! G ſichtbar t du dei 7 f eee 00 5 N ſchaffeſt du dein werk Nun ſo kennſt du auch ge⸗ ——— 3. Du kanſt alle herzen % Fe aas, n 2 0 0 u In uns, zu unſter ſeelen wiß Meiner ſeele finſterniß. chriſen. d, il. Drum gib weisheit hien k Du ge 9. Setz uns auch in bie vor a Daß ich möge vaters 65 a , Aae N 1 81955 gott 8 1 Fr.,. 0 Ist ein, an See ber, ie drangſal anſeen sie eſt 8 10 muth! Troͤſt uns in angſt, iuſt. Boͤſes haſſeſt du J De c heit wle und leit uns wohl. flieheſt Aller ſuͤnden graͤul un ut l, 10. Des vaters liebe, ehri, und wuſt. Heilige du ſelbſt ſagte g het% ſti gnad, Und die gemein⸗ mich dir! Schaff ein reines e feinen ſchaft deiner kraft, Verleih herz in mir, Daß ich, was Das 1 Ves„% uns tugend, troſt und rath, du liebeſt, liebe, Nie mit nig. gel N. Auf unſrer ganzen pilger⸗ vorſatz dich b 6 a ſchaft 9 76 1.5 5 8 5 11 90 +% cle J 70. gi.„Di herr, machſt mein nem N h zu Du, Nel. Jeſu, deine tiefe wunden. a re 575 N 9 5 rund I, 5 en. e s Dre eee e du 0 pullcher alu ihr troſt in traurigkeit, Der mir nicht. Bleib ich 7 ſenheil ihr herz in allem leide Und dein eigenthum, 5. D dem bet ö i im tode ſelbſt erfreut 7 Geiſt ich, de.. offeabe das in ne des hoͤchſten, komm zu mir, 0 die tugend mich bemühen beit 1* 10 95 72 5 1 glaubig dir Und die ſünde ſtandhaft nach e hinein, 2d. ruhm zum opfer fliehen. Der h. en feinen s 785 O ſo hoͤre, was 0 4 117 bitt ich, daß du anbt. 4 5 7* 8 In] mich ſtaͤrkeſt; Ste ir im 41 e put, 2. Edelſter von allen ſe⸗ kampfe 55 9 kün D en eng, fe 4 Jie ans gett in chrt⸗lpelfer, wann du merkeſt, brauſet dat ba, 1 18 Du traͤufſt, als Daß mir hülfe noͤthig ſey. ſeſeſt an dich falt milder regen, Aus des Den verkehrten eitlen ſinn g ie erfinn, bimmels ſchooß herab. Du Nim aus meiner ſeele hin 1105 ann fe Ae 3 20 daa Wund nan ganz ver⸗ l ih; D 1 an fruüchten neue d mei ſich e 8 b, ben de lere wei freue,“ u erquicket Mas der drang⸗ 7. Sey mein aub Die t gottes 4 ſal hie brücket. 0 9 bel 115 5 ee P.———— — FCC ä——— 8 8—— ——— 5 41 8* — 313 g 8 —— 8.— r 5 ———ñ—ů—.— m—.——— R 5* ———..——.—— 5 N N 8 8 7—* 8. 8 5— ————————— TTT —— * e e 1 CCC Troſt, 423 Erſte Abtheilung. wann ich ſterbe! Zeige dem gebrochnen blick, Mir zum Starke du das matte herz, Daß ich, unter allem ſchmerz, Noch im lezten todesſchwei⸗ ße, Gott in jeſu vater heiße. Aiel. Zion klagt mit angß dc. eiſt vom vater 169. G und vom ſohne! Der du uuſer troͤſter biſt, Und von unſers gottes thro⸗ ne Huͤlfreich auf uns ſchwa⸗ che ſiehſt. Stehe du mir kraͤf⸗ tig bey, Daß ich gott erge⸗ ben ſey:; O ſo wird mein herz auf erden Schon ein tempel gottes werden. 2. Laß auf jebem meiner wege Deine weisheit mit mir ſeyn; Wenn ich bange „zweifel hege, Deine wahr⸗ heit mich er freun. Lenke kraͤf⸗ tig meinen ſinn Auf mein wahres wohlſeyn hin. Lehrſt du mich, was recht iſt, wählen: Werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Heilige des herzens trie⸗ de, Daß ich, meinem gott getreu, Ihn ſtets uͤber alles Rebe; Daß mir nichts ſo wichtig ſey, Als in ſeiner hulb zu ſtehn. Seinen na⸗ men zu erhoͤhn; Seinen wil⸗ len zu vollbringen, Muͤſſe mir durch dich gelingen. mein herrlich erbe, Ewig unverwelklich gluͤck! 2— 4. Staͤrke mich, ſo oft zur chet wird, Daß ſie mich nicht uͤberwinde. Hab ich irgend mich verirrt: O ſo ruͤhre du mein herz, Daß ich unter reu und ſchmerz Mich vor gott daruber beu⸗ ge, Und mein herz zur beß⸗ rung neige. 5. Reize mich, mit flehn und baͤten, Wann mir huͤlfe noͤ⸗ thig iſt, Zu dem gnaden⸗ 6 ſtuhl zu treten. Gib, daß ich auf jeſum chriſt, Als auf meinen mittler ſchau, Und auf ihn die hoffnung bau, Gnad um gnad, auf mein verlangen, Von dem vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allem lei⸗ den Stets mit deinem troſte bey, Daß ich auch alsdann mit freuden Gottes fuͤhrung folgſam ſey. Gib mir ein gelaßnes herz. zum frohen uͤberwinden, Dei⸗ mel. Liebſter jeſu, wir ſind ꝛc. 170. Gott! du haſt in deinem ſohn Mich von ewigkeit erwählet; Sende nun von deinem neee thron, Was zu meinem heil noch fehlet; Und gib mir des geiſtes gaben: Durch ſie werd ich alles haben. 2. Mich umfangen noth ſünde Mein gemuͤth verſu⸗ Laß mich ſelbſt im todes ſchmerz, Bis uch hehe nes troſtes kraft empfinden. und tod Auf dem finſtern ä ee fuͤn⸗ gedanken; 1 inn nach,. ennunftin cen ch nic van br d, lh u Jen! . Eciſe nr cz, Daf i fe AWeake, lub nis i b cen W. 45 füsben anke A nuch dem sche s ia, Voſ hey 0 fl fuden 4 D berſind , As en g — in lebe; Uu e den bin, Hilfe e n lig übergebe 14155 0 g 6 Gabe, e ig ſch Sut 1 f. aer seek; n ee! Jae d. J wir b g ai heil bete 1 Di dariht E. u haz zu auf 1 mitn% Und In die bon bau,& 0 um gu mein gen, Unt dater? pfangen, b. S nir in alen den S W Anit deinen bey,(ch auch dam mit fü= Gottes fin fog. Gib ü gelaßt derz. daß 0 fabi“ rdeöſcneh zum fl Tüberwinbehbe „ nes ti 8 kraſt eupſſh mel. W or jet, ur fh itt! du it 170 deinen It Mich a wigkettrwi 8 fl Send we bon I 5 1010 Si hu mana 0 noch— ö 1 0 0 0 —— Mach mich los von dem 5 ich mich von dir entfernen, herz, Daß ich ſtets an gott ihm, Als ein glied an ſei⸗ nung ſey Stets die ſtaͤrke geduld und muth im leiden. wie ich ſoll, Ohne heuche⸗ lep verrichten; Ehriſtlich le⸗ 1 XVI. Vom heiligen Geiſte. 129 ſuͤndenpfade; Heilger geiſt, mein herr und gott! Rette mich durch deine gnade; verderben, Laß mich nicht in ſuͤnden ſterben! 3. Treibe weg die finſtre nacht Falſcher zweiflender gedanken; Wenn die welt mich irre macht, Halte die vernunft in ſchranken. Wuͤrd O, wo will ich weisheit ler⸗ nen? 4. Schaffe mir ein reines 1 gedenke, Und mich oft mit reu und ſchmerz Ueber mei⸗ ne ſuͤnden kranke; Laß mich, nach dem ſchmerz der ſuͤn den, Troſt bey meinem je⸗ ſu finden. 5. O verbinde mich mit nem leibe; Und wenn ich ſein eigen bin, Hilf mir, daß ich es auch bleibe; Mich ihm voͤllig uͤbergebe, Und zu ſei⸗ ner ehre lebe. 1 6. Glaube, lieb und hoff⸗ meiner ſeele: In verſuchung ſteh mir bey, Daß ich nicht mein heil verfehle: Gib mir de muth in den freuden; Gib 7. Hilf mir reden recht und wohl; Hilf mir meine chri⸗ ſtenpflichten, Wie du forderſt, ben, ſelig ſterben, Und dein ol mein herze ꝛc. omm hernie⸗ der. Geiſt des herrn, Sey nicht fern, Staͤrke jeſu glie⸗ der. Der, der nie ſein wort gebrochen, Jeſus hat Dei⸗ nen rath Seinem volk ver⸗ ſprochen. 2. Geiſt der weisheit, gib uns allen Durch dein licht Unterricht, Wie wir gott gefallen. Lehr uns freudig vor gott treten, Sey uns nah, Und ſprich ja, Wenn wir glaubig baͤten. 3. Hilf den kampf des glaubens kaͤmpfen, Gib uns muth, Fleiſch und blut, Suͤnd und welt zu daͤmpfen. Laß uns truͤbſal, kreuz und leiden, Angſt und noth, Schmerz und tob, Nicht von jeſu ſcheiden. 4. Hilf uns nach dem beß⸗ ten ſtreben; Schenk uns kraft, Tugendhaft Und ge⸗ recht zu leben. Gib, daß wir nie ſtille ſtehen, Treih uns an, Froh die bahn Dei⸗ nes wor ts zu gehen. 5. Sey in ſchwachheit un⸗ ſre ſtütze, Steh uns bey, Mach uns tren In der pruͤn fungshitze. Fuͤhr, wann gott uns nach dem leide Sterben heißt, Unſern geiſt In des himmels freude. J 5. Wecke e 101. 1. troͤſter, 5 79 ..—————————— 9 * 130 Erſte Abtheilung. 6. Wecke aus dem ſuͤnden⸗ ſchlake Rette doch Heul noch. Die verlornen ſchaafe! derben; Laß ſie nicht Im gericht Der verſtockung, ſter⸗ ben. Mel. Komm, heiliger geiſt e. oͤr unſer gebaͤt, 572. geiſt des herrn! Du hoͤrſt der menſchen fle⸗ hen gern. Wir wollen un⸗ ſer herz dir geben; O lehre heilig uns leben! Ruͤſt uns mit ſtaͤrke, muth und kraft, Du, der das gute in uns ſchafft, Daß nicht die lockungen der ſuͤnden Uns, ehriſti juͤnger, uͤberwinden. Wir traun auf dich! Wir traun auf dich! 2. Du heiliges licht, ſtar⸗ ker hort! Laß untz der wahr⸗ heit helles wort, Auf dieſes lebens pfaden lalten, Daß unfre fuͤße nicht gleiten. Treib fern von uns des irr⸗ thums nacht, Laß ſiegen deiner wahrheit macht; Daß jeſus chriſt der gan⸗ zen erde Bekannt und ange⸗ baͤtet werde. O hilf dazu! O hilf dazu! 3. Laß, freudiger geiſt, voll vertraun, In noth auf deine huͤlf uns ſchaun. Lehr uns, wann wir zum vater treten, Mit froher zuverſicht baten! Mach uns durch deine kraft f bereit Zum ſterben und zur Reiß die welt aus dem ver⸗ 2 ewigkeit! Daß wir mit fro⸗ hem muthe ringen, Zu dir durch tod und leben dringen. Erhoͤre uns! Erhoͤre uns! Mel. Liebſter jeſu, wir ſind ꝛc. 173. Komm auf uns, o geiſt des herrn, Lehr uns zu dem vater baͤ⸗ ten, Und beleb uns, daß wir gern Und voll glaubens zu ihm treten. um chriſti willen, Unſer bit⸗ ten gern erfuͤllen. 2. O du geiſt der herrlich⸗ keit, Wohn und wirke in uns allen. Jedes herz ſey dir geweiht! Schmuͤck es aus nach wohlgefallen. Reich ſind wir verſehn mit gaben, Wenn wir deine ſalbung ha⸗ b 185„ 3.7 2 vu f 18 l Mel. Gott des himmels und ꝛe. 174. Konngig zep du geiſt des le⸗ bens! Hilf uns ſchwachen maͤchtig auf! Wir bemuͤhn uns ſonſt vergebens Hier in ſunſerm pilgerlauf Um das heil, das gottes rath Fuͤr uns auserſehen hat. 2. Gib in unſer aller ſee⸗ len Weisheit und entſchloſ⸗ ſenheit, Daß wir anders nichts erwaͤhlen, Als was uns dein wort gebeut. Steh mit deinem licht uns bey, Und mach uns von irrthum So wird er, un gabel jbl fir ine. 25 Wg ,, do 64 K 1 ie lil . Mab uus, in ten Abl ſrubigtet, Ma un wilen deten! fit unt allzel bier fehn err barſcht genen 6 Mic uns aus bange, Senf f aürigel; iti, meln gott 4 f f d o wende Pupfich der ſteleah N 1 nuth, u gekth t belt, J nd wirt fun ö Venn] Au eine ſubun . M. ds ſinnelht bens!= uns sc maͤcht! Wir hen uns ſo! Irgebend n unſern= erlauf In uns af 5 hen hat. nichtg—ihlen, As; Und 1 n bon unh —— XVI., Vom heiligen Geiſte. 2 2— . 8 .— 131 ten ſtege Zu der wahren wohlfahrt an, Raͤume alles aus dem wege, Was daran uns hindern kan; Wirke reue nach der that, der fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß uns ſtets dein zeug⸗ niß haben, Daß wir gottes kinder ſind; Staͤrke uns mit deinen gaben, Wenn ſich truͤbſal fur uns findt; Lehr uns, daß des vaters zucht Einzig unſer beßtes ſucht. z. Treib uns, daß wir zu ihm treten Kindlich und mit freudigkeit, Nur nach ſei⸗ nem willen baten, Und ver⸗ tritt uns allezeit: So wird unſer flehn erhoͤrt, Und die zuverſicht gemehrt. 6. Wird uns auch um huͤl⸗ fe bange, Seufzt das herz voll traurigkeit: Ach, mein gott, mein gott, wie lange? O ſo wende unſer leid! Sprich der ſeele troͤſtlich zu; Gib ihr muth, geduld und ruh. 7. O du geiſt der kraft und ſtaͤrke! Der in uns das gu⸗ te ſchafft, Foͤrdre in uns deine werke, Und im kampfe gib uns kraft, Wenn ver⸗ ſuchung auf uns dringt, Daß uns dann der ſieg ge⸗ lingt. 8. Ja, bewahr uns unſern glauben, Daß verfolgung, ſchmach und ſpott Niemals Wenn Sagt das herz gleich zwei⸗ felnd nein! Laß dein wort gewiſſer ſeyn. 9. Wenn wir endlich ſollen ſterben, O ſo ſteh mit troſt uns bey; Gib, daß uns als gottes erben Jene herrlich⸗ keit erfreu, Die uns unſer gott beſtimmt, Und die nie ein ende nimmt. 8 5 Mel. Komm, gott ſchoͤpfer ꝛe. 175. Gomm, ſchoͤpfer, komm, o heilger geiſt, Schaff deiner menſchen herzen neu! Du kenneſt dein geſchoͤpf und weißt, Wie jeglichem zu helfen ſey. 2. Du geiſt der weisheit, leite du Uns zu der wahl des beßten theils. Dem 0 himmel fuͤhr uns alle zu, Du fuͤhrer auf der bahn des heils. 3. Des lebens wort, das gottes ſohl Vom himmel uns herab gebracht, Erleuch⸗ te jede nation Durch dei⸗ ner leitung ſaufte macht. 3. Vereine deine chriſten⸗ heit Durch deines ſelgen friedens band. Erinnr' uns pilger dieſer zeit Stets an das beßre vaterland. 5. Gott, unſern gott, und jeſum ehriſt Recht kennen, dieſes iſt der quell, Aus wel⸗ chem ewge wonne fließt. Mach dieſe kenntniß in uns ihn uns moͤge rauben. Du hell biſt unſer ſchutz, o gott. eu. 1 95 ö 6. Lob ſey dem vater, lob 132 2 dem . ſtunde, himmel und die hoͤlle. 132 erſte Abthenung. dem ſohn, Lob dir, o troͤ⸗ ſter, gottes geiſt! Einſt ſin⸗ gen wir vor deinem thron Ein lied, das wuͤrdiger dich preiſt. mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. aß, vater, deinen 175.L guten geiſt Mich allezeit regieren, Daß ich zu dem, was unrecht heißt, Mich laſſe nichts verfuͤhren; Der ſuͤnde reizung widerſteh, Und ſtets auf beinen willen ſeh, Darnach allein zu han⸗ deln. 2. Ob boͤſe luſt auch hier und dort Mich anficht, weil ich lebe: So hilf mir, daß ich ihr ſofort Im anfang widerſtrebe; Und daß ich ja vergeſſe nicht Die todes⸗ das gericht, Den 3. Gib, daß ich denke je⸗ derzeit An dieſe lezten din⸗ ge, Und dadurch alle ſuͤn⸗ denfreud Aus meinem her⸗ zen bringe; Damit ich dich mein lebenlang Verehre oh⸗ ne furcht und zwang Mit willigem gehorſam. 4. O ſtaͤrke mich dazu mit kraft, So wird es mir ge⸗ lingen; Hilf jede boͤſe lei⸗ denſchaft Des herzens mir bezwingen. Steh mir in die⸗ ſem kampfe bey, Daß ich dazu ſtets wacker ſey, Und Mel. Mein gott das herz ze. oder: Nun danket all, undꝛc. Nr. 3. Vicht um ein fluͤch⸗ 177. N tig 5475 der zeit, Ich fleh um deinen geiſt, Gott, den zu meiner ſeligkeit Dein theures wort verheißt. 2. Die weisheit, die vom himmel ſtammt, O vater, lehr er mich; Die weisheit, die das herz ent flammt Zur liebe gegen dich. 3. Dich lieben, gott, iſt ſeligkeit; Gern thun, was dir gefallt, Wirkt edlere zufriedenheit, Als alles gluͤck der welt. dein geiſt Das freudige be⸗ wußtſeyn mir, Daß du mir gnaͤdig ſeyſt, 3. Er leite mich zur wabr⸗ heit hin, Zur tugend ſtaͤrk er mich; Beweiſe, wann ich 3 bin, Auch mir, als troͤſter ſich. 6. Er ſchaff in mir ein rei⸗ nes herz, Verſiegle deine huld, Und er bewaffne mich im ſchmerz Mit muth und ae ee. Bekannte Melodi „ un bitten wir 178. N den heilgen geiſt, Welchen jeſus chriſtus uns verheißt, Daß er uns behuͤ⸗ te fuͤr falſcher lehre, Alle, die in irrthum ſind, bekeh⸗ immer uͤberwinde. 0 ——̃ ä— re. Erbarme dich, herr! 3. Du —. 1————— CTTTTTTCTCTTbTbTTTTTTTTTTTTV I 4. Vertrauen hab ich daun zu dir, Dann ſchenket ſelbſt 6 71 5 gen: Ach, de d hin in nir g A mbeſcctun h eines 1 kellgzet Dab i heret. . den gul z klad, Le 3 ei bn nl, 158 5 1 1. 4 hub 9 e rn he Fichte ibu F. penn it inf se dicht gg,* auh t ft u, Etharne kg Mel. Per pn n ö wg; 1790* du haſt ur 1 zu ehen f — len sene 4. J00 ban ü Nh, luttuch u 0 ſtlch b 1 eh! Sora 0 elan N 177 ct um ei 0 4. Ar ien hab ih dein af Das freudige wußtſſ! Tir, Daß un graͤdig S, 5. ES mich zurrch hei hi fer 0 zweiſe, vun trauriſt“ Auch me h troͤſter b. El f in mir t nes he Verſiegle e hulb, er bewaffen im ſch. Mit mut mit ge 10 1 Jet Melodik 9 ö 60 18021 bitten 1 ben heilgenge, Welche 8 chi enhelf aber ung le N tr für In lch, du in. in h f 1. 9 i 1 5 * 1— 1 5 1 8 1 ju dir m ſchenltt 0 K zur tugend . Xvi. vom heiligen Geiſte. 133 2. Du geiſi der weis heit und der kraft! Mach uns durch dein wort auch tu⸗ gendhaft; Hilf, daß wir ihm glauben, dem treuen heiland, Der uns bringen will zum rechten vaterland. Erbarme dich, herr! 3. Du geiſt der lieb und einigkeit! Mach uns alleſamt dazu bereit, Daß wir uns von herzen einander lieben, Gern verzeihen und nicht gern betruͤben. Erbarme dich, herr! 4. Du höͤchſter troſt in al⸗ ler noth! Hilf, daß wir nicht fuͤrchten grab noch tod; Laß, wenn wir einſt ſterben, uns nicht verzagen, Sondern mach uns frey von allen pla⸗ gen. Erbarme dich, herr! Mel. Wer nur den lieben ze. 1 großer gott, du 1 79. O reines w eſe R, Du haſt nur reine herzen dir Zu deiner wohnung aus erleſen: Ach, ſchaff ein rei⸗ nes herz in mir, Ein herz, das unbefleckt und frey Von allen boͤſen luͤſten ſey. 2. Ich falle dir, mein gott, zu füße. Mich mache chri⸗ ſti blut auch rein; Laß red⸗ lich meines herzens buße, Und ernſtlich meinen glau⸗ ben ſeyn! So mache mich zur reinigkeit Des lebens fertig und bereit. 3. Dein guter geiſt, o golt, — regiere Mein ganzes herz, und ſtehe mir In meiner ſchwachheit bey, und fuͤhre Mich von der eitelkeit zu dir! Gib einen geiſt, der dir ge⸗ treu Und willig zu gehor⸗ chen ſey! 4. Durch deine gnade ſtaͤrk mich ſchwachen; Mach mich vorſichtig in gefahr. Gib, daß ich durch gebaͤt und wa⸗ chen Die ſeele unverletzt be⸗ wahr. Laß mich in deiner gnade ſtehn, Stets in der beßrung weiter gehn. 5. Nim deinen geiſt, den geiſt der liebe, Den geiſt des glaubens, nie von mir, Und ſtärke mich durch ſeine triebe, Durch ſeinen bey⸗ ſtand fuͤr und fuͤr! So leite durch die pilgerzeit Mich 66 7 12378 g. 40 fr 678 mel. Wie ſchoͤn leuchtet der ze. 5 heilger geiſt, kehr 180. O bey uns ein, Und laß uns deine wohnung ſeyn, Du, unſrer ſeelen ſonne! Laß beiner wahrheit hellen ſchein In unſern herzen kraͤf⸗ tig ſeyn, Zu ſteter freud und wonne; Daß wir Schon hier, Gott ergeben, Ruhig leben, Und im ſterben Einſt voll⸗ kommnes gluͤck ererben. 2. Du quelle, draus die weisheit fließt, Die uns zum heil ſo noͤthig iſt, O ſchenk aus deiner fülle Uns ſo viel einſicht und verſtand, Daß J 3 155 heil⸗ ——̃ — c 5— F UTP 222 AAV—TTTTVTVTTTVTVTTT—T—T—T—T—T—TT—T—T———— *. 8 5 e 194 Erſte Abtheilung. heilſam von uns werd er⸗ kannt Des hoͤchſten gnaͤdger wille. Ja, gib Den trieb Unſern ſeelen, Nur zu waͤh⸗ len Und zu uͤben, Was er uns hat vorgeſchrieben. 3. Steh uns ſtets bey mit deinem rath, Und fuͤhr uns auf den rechten pfad Des heils, den wir nicht wiſſen. Verleih uns willigkeit, daß wir Dir kreulich folgen, wenn wir hier Auch darum leiden muͤſſen. Druͤckt laſt Uns faſt Muthlos nieder, Laß uns wieder Troſt em⸗ finden, Und die truͤbſal berwinden. 4. Stark uns durch deines troſtes kraft Zum kampf mit jeder leidenſchaft, Daruͤber herr zu werden. Und ſind wir wo dem falle nah, So ſey mit deiner huͤlfe da, Er⸗ heb uns von der erden. Neue Treue Gib uns ſchwa⸗ chen, Du kanſt machen, Daß wir ſiegen, Und im kampf nicht unterliegen. 5. Erhalte bey uns immer⸗ fort Den glauben an dein goͤttlich wort. Nichts muͤſſ uns von ihm trennen. Gib, daß wir ihn von herzens⸗ grund Mit thaten ſo, wie mit dem mund, Vor aller welt bekennen. Jeſum Chri⸗ ſtum Ohn aufhören Recht zu ehren, Mach uns tuͤch⸗ eig, Und ſein heil uns werth 6. Nim alle harte von uns hin; Erfülle uns nach dei⸗ nem ſinn, Mit wahrer men⸗ ſchenliebe, Daß unſer herz [mit huld und treu Stets zugethan dem naͤchſten ſey, Und ſich darinnen uͤbe. Kein neid, Kein ſtreit Dich be⸗ trube! Fried und liebe, Wollſt du geben, Daß wir froh und ruhig leben. ligkeit Wir fuhren unſre le⸗ benszeit; Sey unſers gei⸗ ſtes ſtaͤrke! Laß uns ſteis bleiben unbewußt Die eitel⸗ keit, der ſinnen luſt, Und ih⸗ re ſchnoͤden werke. Ruͤhre, Fuͤhre Unſer ſinnen Und be⸗ ginnen Von der erden, Daß wir himmelserben werden. Mel. Komm, heiliger geist, herre. 18 1. Sey„ weltverſoͤh⸗ ner, ſey ge⸗ preiſt! Du ſandteſt uns den theuren geiſt, Der uns in , zum himmel zubereite. Er lehret uns des glaubens kraft, Staͤrkt uns, in dieſer pilgerſchaft Den lauf zum ziele zu vollbringen Und einſt die krone zu erringen. Ge⸗ lobt ſey gott! Gelobt ſey gott! kraft erfreut, Wagt deiner bothen ſchaar den ſtreit, Kaͤmpft gegen falſcher goͤt⸗ ter heere, Und ſiegt 1 5 ei⸗ 7. Gib, daß in wahrer hei⸗ Halle wahrheitleite, Und uns 2. Durch deines geiſtes 1 dunkel dab he. de Eitutt ie guad, Et * gel vrſct is, Venn wi d wan wie ud emen, tuns dutch g e Gelobt ſey got. hotl 5 hie, ide n deb herrn, Hie fit, geit bes u chile, uuſtrece d det; Komm fee us heruede g f ab dem be he Den herzen un 1 Mel. r nige g 5 8% —— eit, 97 nen luff, lu i se O wt. 6 Fuhre r Ar ſinnen l. Hunt= der erdey g mel Ar iheiliger geſ n 18 Ss, vac Der, c preiſt— ſandteſt nul alle w leite, lu gott! wir hi erben weg I tbeure 7 ſt, Der u zum l zubereit lehret e des glu kraft, ekt uns, u pilger 2 Den lauf fiele I Singen lh die rg erringen de lobt eit tt! Gebt gott! 4 2. Oi deines 9% haft( t, Nigt boten— 1 ————..—— XVI. Vom heiligen Geiſte. —ͤ— — deines kreuzes lehre. Be⸗ gabt mit ſtärke, ging ihr wort Bis an der erde grenzen fort, Erleuchtete die nationen, Und drang von huͤtten zu den thronen. Ge⸗ lobt ſey gott! Gelobt ſey 3. O ſend ihn auch zu uns, den geiſt, Der uns den weg zur wahrheit weiſt. Ach, dunkel ſind des lebens pfa⸗ de: Erleuchte ſie durch ſei⸗ ne gnade. Er lehr uns got tes heil verſtehn, uns, wenn wir irre gehn; Und wenn wir ſtraucheln und ermuden, Dann ſtaͤrk jeſu ſchaar, Die hier durch er uns durch gottes frieden! Gelobt ſey gott! Gelobt ſey Er leit verſicht, Daß uns von ihm, den wir bekennen, Hier we⸗ der gluͤck noch leiden tren⸗ nen. Gelobt ſey gott! Ge⸗ lobt ſey gott! z. O leit uns, herr, an deiner hand Hinauf ins wahre vaterland. Entreiſſ uns maͤchtig dem verderben: ſterben. Dann ſtaͤrk uns in des todes ſchmerz Das ſchwache, freudenleere herz, Daß wir mit muth zum him⸗ mel dringen Und dann den lezten ſieg erringen. Gelobt ſey gott! Gelobt ſey gott! 6. Dort, wo der zeugen gott! 4. Hier, in dem heiligtbum des herrn, Hier warten dei⸗ ner, geiſt des herrn, Wir chriſten, unſers hauptes glie⸗ der; Komm ſegens voll auf uns hernieder! Hilf uns, gib dem verſtande licht, dich erleuchtet war, Am thron des lammes ſauchzend ſtehet Und deiner werke preis erhoͤhet: Dort iſt auch un⸗ ſers erbes theil; 8 uns iſt der erloͤſung heil Durch dich verſiegelt: und wir kom⸗ men Durch dich zur ſelig⸗ keit der frommen. Gelobt Dem herzen muth und zu⸗ ſey gott! Gelobt ſey gott! 2 eee ar. —— Mel. Wer 1 den lieben 8 Fein wort, o hoͤch⸗ 182. D ſter, iſt voll⸗ kommen: Es lehrt uns un⸗ ſre ganze pflicht; Es gibt dem fünder und dem from men Zum leben ſichern un⸗ terricht. O ſelig, wer es XVII. Vom Worte Gottes. ſachtſam hoͤrt, Bewahrt, und mit gehorſam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf un⸗ ſern wegen, Zerſtreut des irrthums finſterniß; Ver⸗ kuͤndigt gnade, heil und ſe⸗ gen, Und machet unſer herz gewiß. Es lehrt uns, hoͤch⸗ J ter, halt uns giaubia, bis wie. ee eee. 7 W* 25 2 .* ——. .—...— FFT.— . 3 — N n 8 8 N e N mich dein wort, o böͤchſter, 136 Erſte Abtheilung. ſter, was du biſt, Und was dir wohlgefaͤllig iſt. 3. Dein wort ermuntert, dich zu lieben; Lehrt, wie viel guts du denen giebſt, Die dein gebot mit freuden uͤben, Und wie du vaͤterlich uns liebſt. Und was, o herr, dein mund verſpricht, Bleibt ewig wahr, und truͤ⸗ get nicht. 4. Herr, deine troͤſtungen ſind beſſer, Als alles ſilber, gold und geld; Ein ſchatz, weit koͤſtlicher und groͤßer, Als alle ſchaͤtze dieſer welt Wer das thut, was dein wort gebeut, Dem iſt dein ſegen ſtets bereit. 5. Drum laß auch wich mit luſt betrachten, Was lehrt. Laß mich darauf ge⸗ horſam achten, Mas dein befehl von mir begehrt: So flieſſen troſt und ſeelenruh Auch mir, aus deinem worte, zu. mel Ehriſtus, der uns ſelig ꝛc. Jer du ſelbſt die 183. D wahrheit biſt, Gott, zu dem ich ſinge, Gott, den kein verſtand er⸗ miſſe, Urſprung aller dinge! Alle weisheit kommt von dir Zu den menſchenkindern. Sie erleuchtet uns, wenn wir Selbſt ihr licht nicht hindern. niß Fuͤllen unſre ſeelen; Un⸗ ſer blick iſt ungewiß, Un⸗ ſre ſchluͤſſe fehlen Aber dein verſtand weicht nicht Von der lautern wahrheit. Was du denkeſt, das iſt licht, Richtigkeit und klarheit. 23. Wirf dich, ſterbliches geſchlecht, Dankbar ihm zu fuͤßen! Seine wahrheit und ſein recht Laͤſſet er dich wiſ⸗ welt bekehret: Glaubt es freudig, folgt ihm gern, Voͤlker, die ihrs hoͤret! 4. Gott, was uns dein wort verſpricht, Wird und hung kan auch nicht Leer voruͤber gehen. Haben tan⸗ ſende nicht ſchon, Welche vor uns waren, Deine ſtra⸗ fen, deinen lohn, Unfehlbar erfahren? 5 Mel. Erhalt uns, herr, bey ꝛe. er ſpoͤtterſtrehm 11 84. D reiſſt viele fort. Erhalt uns, herr, bey bei⸗ nem wort! So koͤnnen, va⸗ ter! wir uns dein Im leben und im tode freun. 2. Ein haufe laͤſtrer wagts, o gott! Mit wildem, ausge⸗ laßnem ſpott, Den heiland, deinen ſohn, zu ſchmaͤhn, Verachtend auf ſein heil zu ſehu. 3. Vorurtheil, und finſter⸗ — o herr! Schleicht jetzo A 1 11899 nne e ſen. Weit erſchallt das wort des herrn, Das die muß geſchehen; Deine dros nta de 100 0 0 a f r. 1 01 barsch“ 5 dieser will, N an pol bat! 10 d a 12 Ken lr leer. . Ou haf he itt, Me mer uz beſehn Und 0 toben ſol. uu ihr mae, 3. Ach! ihrer lehre peſt, 1 dich dg. Fb, daß roche fekzacht Zur gz fe herz ern) im d gh 5 jut 956 kuf a Fill meh n 6 0 wandle tee n bekſdhnt,(5 ede In ge 1 805 f . Dein wo, f 0 wunde 14 Fe ſhnch 0 a L l Macht 1 dec 1 hung 1 ich nicht erfahre Mel. 9 uns, herr, l 184.— tiſſt 10 f Erhal t ber, bh nem wü 2 50 kü. tet! wi dein In iin 0 im S reun. 4. en r lifrer ui b gott! S vildem, ach laßnem, 1 10. Pere 00 uf 9 l 1 deinen hn. 7 160 ter lehne 4 0 1 icht jeh. — XVII. Vom Worte Gottes. „ 5 — —— 5 5— —— 132 wuß ge en; 155 voruͤbel n. 90 7 sede 1 schon, Ne dor unt en, Peu fen, da s hn, ln lui 104 pd tteſun gott, 70 im finſtern mehr: Sie bricht am mittag ſelbſt hervor Und hebt ihr toͤdtend haupt empor. 4. Sie herrſcht durch gro⸗ ße dieſer welt. Herr, herr! wenn uns dein arm nicht halt: So reiſſt ſie uns zum tod auch fort. Gib ſieg und leben durch dein wort. 5. Beſchuͤtze uns, herr je, ſu chriſt! Der du zur rech⸗ ten gottes biſt! Sey unſer ſchild und ſtarke wehr. Nichts iſt vor dir der ſpdt⸗ ter heer. 6. Du haſt von ewigkeit geſehn, Wie lange noch ihr trotz beſtehn Und wider dich hier toben ſoll. Vtelleicht iſt nun ihr maaß bald voll. 7. Auch ſie, o herr, haſt du verſoͤhnt, Sie, deren ſpott dich jezt verhoͤhnt. Gib, daß noch vor der to⸗ desnacht Zur ernſten reu ihr herz erwacht. mel. Ach gott und herr ꝛc. zott iſt mein herr! 18 5 G Auf ſeine lehr Soll meine ſeele trauen: Ich wandle hier, Mein gott, vor dir Im glauben, nicht im ſchauen. 2. Dein wort iſt wahr; Laß immerdar Mich ſeine kraͤfte ſchmecken. Laß kei⸗ nen ſpott, Mich von dem A ben ſchrecken, O herr, mein 3. Wo haͤtt ich licht, Wo⸗ fern mich nicht Dein wort die wahrheit lehrte? Gott, ohne ſie Verſtuͤnd ich nie, Wie ich dich wuͤrdig ehrte. 3. Dein wort erklaͤrt Der ſeele werth, Unfferblichkeit und leben. Zur ewigkeit Iſt dieſe zeit Von dir mir ja gegeben. 5. Dein ewger reth, Die miſſethat Der ſünder zu verfuͤhnen, Den kennt ich nicht, Waͤr mir dis licht Nicht durch dein wort er⸗ ſchienen. 6. Nun darf mein herz In reu und ſchmerz Der ſuͤnden nicht vergehen; Nein, du verzeihſt, Lehrſt meinen geiſt Recht kindlich zu dir flehen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Iſt meines heils geſchaͤfte. Durch mei⸗ ne muͤh Vermag ichs nie; Dein wort gibt mir die kräfte. 8. Erbalt uns, herr, Nur deine lehr; 8 5 haſt ſie uns gegeben. Sie ſey mein theil, Sie ſey mir heil, Und 2 9 5 ewgen leben! Mel. Wir chriſtenteut* oder: err, dir ſey preis! 186. He glaub und weiß, Der 1 des heils ſind deine lebensworte. Bey dieſem licht Verfehl ich nicht Den ſchmalen weg, r die Lenge himmel pforte. 33 2. W Auf, ſchicke dich ꝛc. Nr. 7. 138 Erſte Abtheilung. 2. Wir menſchen ſind Ver⸗ kehrt und blind, Und keiner weiß den weg ins ewge le⸗ ben. Den unterricht, Der uns gebricht, Kan uns al⸗ lein das wort ber wahrheit geben. b 3. Daß jeſus chriſt Mein heiland iſt, Daß er fuͤr mich und meine ſchuld geſtorben; Daß ich durch ihn Erloͤſet bin, Daß mir ſein blut die ſeligkeit erworben; 4 Daß ſich mein geiſt Dem leib entreiſſt, Daß er durch gott unſterblich iſt und bleibet; Daß mich mein hirt Erwecken wird, Wenn gleich den leib des todes macht zerſtaͤubet; 8 5. Daß einſt die welt In trümmer faͤllt, Wann got⸗ tes ſohn wird majeſt tiſch kommen; Daß er den lohn Von ſeinem thron Dann ge⸗ ben wird den boͤſen und den frommen; 6. Daß er, mein freund, Wann er erſcheint, Mich zu ſich nimt ins ewge frenden⸗ leben: Davon hat er, Mein gott und herr, Nur durch ſein wort erkenntniß mir ge⸗ ben. 1 7. Dis wort erfreut In traurigkeit, Und lindert mir den kummer, der mich druͤk⸗ ket, Die ſchwermuth weicht, Das herz wird leicht, Wann mich in angſt, o herr! dein wort erquicket. . 5 ſgnadenwort herz zu deinem ruhm bele⸗ 8. O! laß hinfort Dein Mein ganzes ben; Bis nach der zeit, In ewigkeit, im himmel werd erheben. uc Zungen! 27 Mel. Liebſter jeſu, wir ſind ꝛc. err, mein licht, 1 87. erleuchte mich, Daß ich mich und dich er⸗ kenne; Daß ich voll ver⸗ trauen dich Meinen gott und vater nenne; Daß ich dadurch auf der erde Fuͤr den himmel weiſer werde. 2. Lauter wahrheit iſt dein wort. Lehre mich es recht verſtehen! Hilf ſelbſt meinem forſchen fort, Richtig dar⸗ aus, einzuſehen, Was zu meinem heil mich fuͤhret, Und mir, deinem knecht, ge⸗ buͤhret. f 3. Aber laß mich nicht al⸗ lein Richtig ſeinen ſinn ver⸗ ſtehen; Laß mein herz auch folgſam ſeyn, Den erkann⸗ ten weg zu gehen. Denn ſonſt wuͤrd ich, bey dem wiſ⸗ ſen, Doppelt ſtreiche leiden muͤſſen. 4. Gib, daß ich den un⸗ terricht Deines wortes treu bewahre; Daß ich, was es mir verſpricht, Reichlich an mir ſelbſt erfahre. Ja, es ſey in meinem leiden Mir — quell von troſt und freu⸗ en. 855 5. Hilf auch, daß von zeit zu Ich beſſer dich dn act, glich nat uch, nig fal wach, f 5 0 haacht ach cam fend. J. 0 ah aft, deinem J J̃ henden, Jeniſſahot, 5 ch hu* dd ein u! dich en halte K. 0 0 0 7* ml Atte 7 13 * f ö f * l * 0 14 18 eg zu end f 2. Dun ſhe 0 S H r dadurt a f e mich a derſteh uf ſchlun forſche Ft, Richta y aus ef un meinen il mich i Und i einem uch buͤhret 3. A iß nich digg ſiehen f mein he ten wü e gehen. din ſonſt 1 ch, bey hen muͤſſen bewah dee daß ich, m mir vt cbt, Rech mir ſe Wtfahte. J. ſey in ar tem leiben. f n troſt ind 0 den. 1 0 5 a, 60 1 ein L dunkelheit Bey des glaubens zweifelſucht entfernen. 6. Lenke, hoͤchſter, mei⸗ kraft, Deinem wort gemaͤß zu handeln, en, dug 10* zu lein Nn ſeinen um 18 Was geiſtlich iſt, untüͤchtig. Dein weſen, wille und ge⸗ bot Iſt viel zu hoch und wich⸗ tig. Wir wiſſen und verſte⸗ folgſaß n, Den el ſen, J lt ſtreich n 3. J daß ich w terrich— ines worte — XVII. Vom Worte Gottes. :!:! —— zu zeit Meine kenntniſſe ſich mehren. Find ich dann noch hohen lehren: O ſo laß mich demuth lernen, Und von nen ſinn Von den guͤthern dieſer erde Durch dein wort zum himmel hin, Wo ich ewig ſelig werde. Laß mich dieſe welt verachten, Und nach ewgen freuden trachten. 7. O verleih mir ſtets die Und vor bir gewiſſenhaft, Auf der tu⸗ gend pfad zu wandeln: So wird einſt in jenem leben Mich ein hellres licht um⸗ eben.„ 2 80 8 8. re. 7 26, mel. Aus tiefer noih ſchrey ꝛc. ir menſchen ſind 188. W. u dem, o gott, hens nicht, Wo uns dein goͤttlich wort und licht, Den weg zu dir nicht zeiget. 2. Von jeher haſt du aus⸗ geſandt Propheten, deine knechte; Sie machten in der welt bekannt Dein heil und gepreiſt! Laß uns dabey verbleiben, Uns gib uns dei⸗ nen guten geiſt, Daß wir dem worte glaͤuben, Daß wirs annehmen jederzeit Mit ehrfurcht, treu und willigkeit, Als gottes, nicht der menſchen. 4. Hilf, daß der frevler frecher ſpott Uns nicht vom wort abwende; Denn du biſt ein gerechter gott, Und ſtrafſt gewiß am ende. Er⸗ weck uns durch der wahr⸗ helt kraft, Und was ſie gu⸗ tes in uns ſchafft, Das laß uns treu bewahren. 5. Herr, oͤffne du verſtand und herz, Daß wir dein wort recht fäſſen; In lieb und leid, in freud und ſchmerz Es aus der acht nicht laſſen; Daß wir nicht hoͤrer nur allein, Nein, auch deſſelben thaͤter ſeyn, Frucht hundertfaͤltig bringen. 9 6. Geiſt gottes! mache ſelbſt uns gleich Dem fruchtbarn guten lande, Daß wir, an guten werken reich, In un⸗ ſerm amt und ſtande Das thun, was uns dein wort gebeut, Und, frey vom dienſt der eitelkeit, Des glauben kraft beweiſen. deine rechte. Zulezt iſt ſelbſt dein eigner ſohn, O vater, von des himmels thron Ge⸗ kommen, uns zu lehren. eee 7. Laß uns, dieweil wir leben hier, Der ſuͤuder weg vermeiden. Gib, daß wir halten veſt an dir, Im wohl⸗ ſtand, wie im leiden. Rott 3, Fuͤr ſolches heil ſey, herr, aus, was dir, herr, nicht gefaͤllt, 139 8* ——— 2——* 5 25* »—T—T—TfT—T—TCT—TT—T—V—————— B ̃ ˙—2—2—A— ¹m; 5 2 9 . 5 N 1 eee kae. N — 8. —/ ·ẽ A———-0 r 5 140 21 75. Mel. Allein gott in der hoh ꝛc. 5 err, deine rechte Daß ſey, Mit ſorgfalt, ohne heu⸗ gunſt, Macht, anſehn, Fel Erſte Abtheilung. gefällt„Hilf uns die ſorgen bieſer welt Und boͤſe luͤſte daͤmpfen. b 8. Erhalt uns dein wort klar und rein, Und laß es unſern fuͤßen Ein licht auf unſern wegen ſeyn. Hilf, daß wir draus genieſſen Kraft, rath und troſt in al⸗ ler noth, Daß wir im leben und im tod Beſtaͤndig auf dich trauen. 9. Es muͤſſe ſich zu deiner ehr, Gott vater, weit aus⸗ breiten! Hilf, jeſu, daß uns deine lehr moͤg und leiten! O heilger geiſt, dein goͤttlich wort Laß in uns wirken immerfort glauben. 1. Von den zehen Geboten insbeſondere. i und gebot, Dar⸗ nach wir ſollet: leben, Zu halten, wolleſt du, o gott! Mir kraft und gnade geben, ich zum guten willig cheley, Was du befiehlſt, vollbringe. ö 2. Gib, daß ich dir allein vertrau, Dich über alles liebe; Auf menſchen⸗ huͤlf und troſt nicht bau, Nicht muthlos mich betruͤbe: Daß mir nicht andrer menſchen reichthum, witz und kunſt, Zu einem abgott werde. taufe eid Zum dienſte bir verbindet. 4. Am tage deiner heilgen ruh Laß mich gern vor dich treten, Die zeit auch heilig bringen zu Mit danken und mit baͤten; Daß ich hab mei⸗ ne luſt an dir, Dein wort ſo hoͤre, daß ichs mir Auch recht zu nutze mache. 5. Die eltern, lehrer, obrig⸗ keit, Die vorgeſetzt mir wer⸗ den, Laß mich verehren je⸗ derzeit, Daß mirs wohlgeh auf erden; Daß ich fuͤr ih⸗ re ſorg und treu Recht folg⸗ ſam und recht dankbar ſey, Und ſie niemals betruͤbe. 6. Hilf, daß ich niemals eigne rach An meinem fein⸗ 3. Hilf, daß ich deinen gnadenbund Recht ſchaͤtze und erkenne; Von herzen, nicht blos mit dem mund Dich und dein wort beken⸗ ne: Daß ich bedenke jeder⸗ de uͤbe; Und die mir zuge⸗ fuͤgte ſchmach Verzeih, viel⸗ mehr ihn liebe; Sein gluͤck gern goͤnne jedermann; Seh, ob ich jemand dienen kan, — — Wie ſehr wich meiner e 1 8 Und es dann thu mit freuden. 7. Un⸗ Erleuchten Lieb, hoffnung, troſt und 5 M doch nil, J. le chan; J.* endd zun gat megt uc r 5 aon der cke, 5 Da. 75 1 uf arme wend, f pagt und h . H, aß hen gümpf n. Jade ſahnach unn doch böses nichts 10 9* lebe il, Hab einer 0 1 1005 gen, 10 daß mich 1 Abtheſl ri und in N dich t 1 9. C breite zi we —— 8 Scholen M eſondert taufe f verbin!* 8 J. Af e deiner lu ruh Lu h gern 1 lreten, zeit auch 0 bringe it banka mit bah g daß ich hahnh ze luſt( t, Dahn m ſo hoͤre g ichs mir J recht zyt ie mache. 5. Df, lehrer, i felt, J geſetzt nin ſen, ich berthin z derzeit A mirs wi auf er! Daß ich fe re ſorg teu Rect fi ſam un au)t bankbir f Und ſie zus als bett 6 Hil aß ich men tigne th en meinen fi de übe! d die mir fuͤgte 0 u Vetzeih nehr ih ez Sein git ab ich id dienen —!ö——ů— XVII. Vom Worte Gottes. 141 mir, gott, ein reines herz, mir vonnoͤthen thut, Dat lich ſey, Ich auch ein ruhig gern gf Sbetmant, 000 hu mit frag fern 1 7. Unreine werk der finſter⸗ niß Laß mich ſorgfaͤltig mei⸗ den, Du ſiehſt und ſtrafeſt ſie gewiß Mit ſchwer ge⸗ haͤuftem leiden! Schaff in Daß ich ſchandbare wort und 17255 Und alles ſchwelgen iehe. 5 8. Verleih, daß ich mich redlich naͤhr, Mich boͤſer raͤnke ſchaͤme; Mein berz niemals zum geize kehr, Mit unrecht nichts hinnehme; Und von der arbeit meiner haͤnd, Was recht iſt, gern auf arme wend, Und nicht auf pracht und hoffart. 9. Hilf, daß ich meines naͤchſten glimpf Zu retten mich befleiſſe, Von ihm ab⸗ wende ſchmach und ſchimpf; Doch boͤſes nicht gut heiſſe. Gib, daß ich lieb aufrichtig⸗ keit, Hab einen abſcheu je⸗ derzeit An laͤſtern und an luͤgen. 10. Laß mich des naͤchſten haus und guth Nicht unge⸗ recht begehren; Was aber wollſt du mir gewaͤhren; Doch, daß es niemand ſchaͤd⸗ herz dabey, Und deine gnad behalte. 11. Mein gott! dein mir gegebnes recht Und deinen heilgen willen, Wie mir ge⸗ buͤhret deinem knecht, Auf immer zu erfuͤllen, Vermag ich von mir ſelber nicht; Ich fuͤhle, daß es mir gebricht Dazu au eignen kraͤften. 12. Drum gib du mir von deinem thron, O vater, gnad und ſtaͤrke! Verleih, herr jeſu, gottes ſohn, Daß ich thu rechte werke! O heilger 58 hilf, daß ich dich on ganzem herzen, und, wie mich, Den naͤchſten thaͤn tig liebe! 1 In voriger Melodie. 190, Herr„ dein geſetz Zur richtſchnur haſt gege⸗ ben, Daß du zur regel vor⸗ geſtellt, Wornach wir ſollen lehen, Das deinen willen offenbart, Iſt ganz von ei⸗ ner andern art, Als menſch⸗ liche 19 8 155 2. Mit aͤußerlicher ehrbar⸗ keit Laͤſſt es ſich nicht begnuͤe gen, Obgleich die hand nicht ſchlaͤgt noch draͤut, Die lip⸗ pen nicht betrugen, Das auge nichts verbotnes ſieht, Und unbefleckt ſonſt jedes glied In ſein er orbnung bleibet; in eee 3. Ob man nicht flucht, bes truget nicht, Ob man kein ſabbaths ſchaͤnder, Kein frev⸗ ler, der die ehe bricht, Kein moͤrder, kein verſchwender, Kein freund von ſuͤndlichem geſchwaͤtz: So iſt dein hei⸗ zufrieden. 2 liges geſetz Doch damit nicht FFFT..T0TTTTTTTVTVTVTVTT—T—T—T—T—T—T—T—T—T—T—TV—TWT—— das du der well 122 Erſte Abtheilung. 4. Es fordert, daß das herz dich, gott, Wie dus ver⸗ dieneſt, liebe, Und ſich, zu halten dein gebot, Aus allen kraͤften uͤbe. Es will, daß, wie du heilig heißt, Auch unſer herz und ganzer geiſt Sey heilig und unſtraͤflich. 5. Der geiſt, von ſünden⸗ liebe rein, Soll ſich zu gott erheben, Soll immerhin be⸗ fliſſen ſeyn, Treu jeder pflicht zu leben. Begierig auf des nachſten wohl, Nach weis⸗ heit und der tugend, ſoll Der menſch voll eifer ſtreben. 6. So hat uns gott geof⸗ fenbart Seig recht und ſei⸗ nen willen. Willſt du, o menſch, auf ſolche art, Nun ſein geſetz erfuͤllen? Wie oft der ſuͤnden ſklaverey Der wille unterworfen ſey, Das wirſt du leicht erkennen. 7. Entſchließ dich drum, zu deinem heil, Dem mittler zu ergeben; Komm, nim an deſſen gnade theil, Durch dankbar, froh und glaubig an, Was er zu deinem heil gethan, Und preiſe ſeine liebe! 8. Laß aber auch in deinen geiſt Dir ſein geſetze ſchrei⸗ ben, Thu alles willig, was er heißt, Laß ſeinen geiſt dich treiben. Denn wer die ſuͤnd nicht redlich flieht, Nicht ihm zu leben ſich be⸗ muͤht, Der bleibet im ge⸗ richte.„ 8 2. Vom Ebangelio. Mel. Ich ruf zu dir, herr jeſu ꝛc. Ar Keil deinem volke, den un dich, 8 hoͤchſter, offenbareſt, Das du regierſt, und vaͤterlich Auf ebner bahn bewahreſt! Heil uns, denn dis dein volk ſind wir! Du lehrſt uns deinen willen Recht erfuͤl⸗ len, Und unſern durſt nach dir Selbſt aus der quelle ſtillen. 5 2. Weh denen, die ſich fin⸗ ſtern iß, Gott, fuͤr dein licht erwaͤhlen! Wie hoffnungs⸗ los, wie ungewiß See ſtolzen ſeelen! Du ſelbſt be⸗ rufſt ſie immer noch, Dein himmliſch reich zu erben, Nicht zu ſterben; Ihr leicht⸗ ſinn ſtuͤrzt ſie doch In ewi⸗ ges verderben. 3. Der kluͤgler ſagt, du werdeſt nicht Uns etwas neues lehren; Denn die ver⸗ nunft ſey ſchon das licht, Dich wuͤrdig zu verehren. Doch wem nur dieſer ſchim⸗ eint, Der kan nicht en, Sicher gehen: 4. Zwar den die ſuͤnder leben; Nim ſadigen, und f 5 1100 di. kathrin Sich tech 5 knnen ſe dachig ncht beten. 1 M0 furht e münden u 3. ſinket, wenn er meynt, Auf veſtem grund zu ſtehen. uten Rehe us dein wott u nn bir Des biw Ne nung brägtt., ah iin buch un ale fene ſünhen l diz Der lie y l Huch gau hben, 6 ch theur un az i d wort; zu ble ung gehe 6 5 ts heir zy J ult, zum erh b 10 die y f 5 1 bun fachen, Darng 1 0 e . bang sl 3 ue W. Du fahle rufſt ſi realer noch, di binmi—Lich zu el Nicht J Men; Ihrlahh fin si e doch Jah ges ver N.. 3. Oger ſagt, werdeſt Feat Und eint munft chen dat 1, dich(s g zu be doch n dieser cht, = Oer n fl — 0 . alm b — N Den nit Komm 0 S bethel, di 4% Ker leben; 0 ah und ga u deinen 0 — preiſeſh 5. 20 e auch in d geiſt J n geſetze 10 ben, Jane willig, z er hei daß beinen 1 dicht Denn vnn fund redlich ſch Acht u leben f müht,— dleet iu tichte. Fiche gal —„ eln 955 U ſtehen luf v und; 1 4 neues l„ Denn biete ——— 88 N K„9G6+6·] 3 XVII. vom Worte Gottes. . 143 4. Zwar die vernunft er⸗ kennet dich In deinen gro⸗ ßen werken, Weiß dein ge⸗ bot; doch weiß ſie ſich Züm guten nicht zu ſtaͤrken. Wir ſuͤndigen, und ſie kan nie Uns wieder dir verſoͤhnen. Unſre thraͤnen Siehſt du; doch koͤnnen ſie Nicht gnug thun, nicht verſoͤhnen. 3. Aus furcht des todes wuͤrden wir Zum trau⸗ rigſten geſchlechte, uns dein wort nicht, gott! von dir Des himmels hoff⸗ nung brächte. Der ſuͤnder kan durch jeſum chriſt Fur alle ſeine ſuͤnden Gnade fin⸗ den; Der luͤſte macht und liſt Durch glauben uͤber⸗ winden. i 6. Ach theur und werth ſey uns dis wort: Denn du haſts uns gegeben! Es leit uns hier, es bring uns dort, O gott, zum ewgen leben! Lehr auch die ſpoͤtter, die es noch Mit ſtolzem muth verachten, Darnach ſchmach⸗ ten, Und ſo bey jeſu licht Nach ſeinem reiche trachten. Mel. Liebſter ſeſu, wir ſind ꝛc 192. Koͤſtlich„5 0 mein heiland, iſt Dei⸗ nes wortes gnabdenlehre. Gib, daß ich mit folgſamkeit, Treulich ihre vorſchrift ehre; Dem, was ſie verheiſſet, traue, Veſt mein hoffen darauf baue, Wenn 2. Deines wortes unter⸗ richt Lehret uns gott recht erkennen, Ihn mit herzeus⸗ zuverſicht Unſern gott und vater nennen, Und nach ſei⸗ nem heilgen willen Unſre pflichten treu erfüllen. 6 3. Was die weiſen dieſer welt Unerforſcht gelaſſen ha⸗ ben, Das haſt du ans licht geſtellt, Und durch deines geiſtes gaben Bringſt du es in unſre ſeelen, Daß wir heil und leben waͤhlen. 5 4. Du entdeckſt uns unſre ſchuld, Und der funde gro⸗ ßen ſchaden; Aber auch des hoͤchſten huld, Und den reich⸗ thum ſeiner gnaden; Lehrſt uns, aller unſrer ſuͤnden Gnaͤdige vergebung finden. 5. Du rufſt uns, voll lie⸗ be zu: Kommt zu mir, ihr müden ſeelen, Es ſoll euch, zu eurer ruh, Nicht an troſte bey mir fehlen; Werdet ihr von mir nur lernen, Wird der kummer ſich entfernen. 6. Herr, dein evangelium Hat viel tauſend, tauſend zeugen, Die zu deines na⸗ mens ruhm Dankbar ihre kntee beugen, Daß du noch dis wort erfuͤlleſt, Und der ſeele kummer ſtilleſt. 7. O nim gnaͤdig an den dank, Den ich dir voll ehr⸗ furcht bringe; Hoͤre meinen lobgeſang, Den ich hocher⸗ freut dir ſinge: Du heilſt allen meinen ſchaden, Herr, g und — 3 * 144 Erſte Abtheilung. und kröneſt mich mit gna⸗ 5 mir, Was bein goͤttlich wort mich lehret! Dank, ja ewig dank ſey dir Fur den troſt, den es gewaͤhret! Werd ich einſt zu dir erhoben, Will ich wuͤrdiger dich loben. mel. Jeſu, meine freude ꝛc. „ MNort, aus gottes 193. W munde! Wort, vom friedensbunde! Evan⸗ zellum! Bald, da wir ge⸗ fallen, Ließ dich gott erſchal⸗ len! Du biſt unſer ruhm! Gottes kraft, Die glauben ſchafft! Gute botſchaft, uns zum leben Von gott ſelbſt gegeben. 2. Was dein wohlgefallen Vor der zeit uns allen, Gott! beſtimmet hat; Was ſonſt dunkle ſchatten Vor⸗ gebildet hatten, Das voll⸗ führt dein rath. Daß dein eid Dich nicht gereut, Zeigſt du nun; in ſeſu namen Wird er ja und amen. 3. Alles iſt vollendet. Gott hat den geſendet, Der ver⸗ heiſſen war. Jeſus, der ſein en. 0 8. Koͤſtlicher als gold ſey in ehre. leben Wollte für uns geben, Stellt ſich wirklich dar; Ja er hat Des hoͤchſten rath Ganz vollbracht, und lebt Ach, erxwuͤnſchte lehre! 4. Da uns ſtrafen droh⸗ ten, Thaten friedens boten Heil von gott uns kund. Was fuͤr holde lehren Laſſen ſie uns hoͤren! Welch gin theurer bund! Gottes huld Tilgt unſre ſchuld, Und wer tyn mit glauben ehret, Wird von ihm erhoͤret. 5. Auf! und wehrt den ſchmerzen. Kommt, ihr, de⸗ ren herzen Das geſetz zer⸗ ſchlug; Kommt zu deſſen gnaden, Der fuͤr euch bela⸗ den, Alle ſchmerzen trug. Jeſu tod Verſuͤhnt euch gott; Gott, der euch als vater lie⸗ bet, Und die ſchuld vergiebet. 6. Hierauf will ich bauen, Chriſto mich vertrauen Und in ihm mich freun. Ihm nur will ich leben, Ihm mich ganz ergeben, Ewig tren ihm ſeyn. So werd ich Auch einſt durch dich, O mein heiland! ſelig ſterben, Und den himmel erben. — —— XVIII. Von der Taufe. 1. Vor und bey derſelben. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Kerr, der bu keinen 0 0 l 2———.————— ſich im glauben dir genaht; 194. H. Nie unerfreut den von dir 7 4. je verſtieſſeſt, Der ö lieſſeſt, Der dich um deine gnade ——— 8—— 5 ——————————— i iche n 1...—— v— it keen, De 4 Ich blachten, 0 u 115* nd este hübee E. 0 f daf, 11 7 ge u r, U 0 ban 6 duc, traben 10 1 N 0 0 ich gl ad, 1 in gulet zen rü ſalbſetz gegen 1 blebg der beg ſcht, Bugſſeſ 7 1 Ol ſep euch! cf, Ot, panbelbar! epd, wie du ſegh „ Or in der hey !! Laß urch bie* h es nun n d Tigt chu, Ui Ulgt J f tn mi ben che 10 den ih e beet. en he 1 Daz gest l den, ſchmetzen tz Jeſu U ſüͤhnt tuch, 0 Gott, 1 such als daa bet, uu ſchuld dan 6, He full ich han Christ th verttautn in iht d b freun.. nur w ae Manz„ en, Ew i; 55 wabic uh eint[ dich, d. 1 den 90 1 erben. n der Duſe. Xun. ven der Taufe. gnade bat: Gelobt ſey deine ſteundlichkeit, Die gern er⸗ hoͤret und erfreut! 2. Du wieſeſt ehmals nicht die kleinen, Die dir die el⸗ tern brachten, ab; Erkann⸗ teſt, herr, ſie fuͤr die deinen, Und lieſſeſt huldvoll dich her⸗ ab. Laſſt, ſprachſt du, laſ⸗ ſet ſie zu mir, Und wiſſt, das bimmelreich iſt ihr. 3. Du biſt, erhabner freund der kinder, Die auch durch dich erloͤſte ſind, Zur rech⸗ ten gottes jezt nicht minder Holdſelig gegen ſie geſinnt. Du bleibſt der deinen zuver⸗ ſicht, Vergiſſeſt ihrer ewig ni t. f f 4. Dir ſey auch dieſes kind empfohlen, Dir, deſſen tren unwandelbar! Wir drin⸗ gens, wie du ſelbſt befoh⸗ len, Dir in der heilgen tau⸗ fe dar. O ſegne es, herr jeſu ehriſt, Der du der tau⸗ fe ſtifter biſt!! 5. Laß durch dis ſiegel dei⸗ ner gnade Sein chriſten⸗ recht beſtaͤtigt ſeyn, Und weih es nun in dieſem bade Zu gottes kind und erben ein. Das gluͤck, daß es dir angehoͤrt, Herr, ſey ihm ewig theur und werth! Mel. Liebſter jeſu, wir ſind ꝛc. 195. err, hier ſiehſt bu uns vor dir, Siehſt dis kind auf unſern wir, Dich auch ſeiner zu er⸗ barmen, Daß es gottes kind auf erden Und einſt ſelig moͤge werden. 2. Heiland, jeſu! es iſt deln: Laß es durch dich gna⸗ de finden. Heilger geiſt, kehr bey ihm ein, Laß es deine kraft empfinden, Die in ihm den ſuͤnden ſteuert, Es zu gottes bild erneuert. 3. Mach uns alle in der welt Dir von herzensgrund ergeben, Daß wir, wie es dir gefaͤllt, Eingedenk des taufbunds leben; Und daß wir auch nach dem ſterben, Unſrer taufe ſegen erben. 3 Ich bin getauft, 96.5 nach jeſn leh⸗ ren; Dich, vater, deinen ſohn und geiſt, So zu bekennen und zu ehren, Daß herz und mund und that dich preiſt; Und dann des gluͤcks, ein chriſt zu ſeyn, Mich hier und ewig zu erfreun. 2. Du haſt mich fuͤr dein kind erklaͤret, O vater, in der taufe ſchon: Du haſt auch mir das heil gewaͤh⸗ ret, Das du erworben, got⸗ tes ſohn: Tu, geiſt des hoͤchſten, ſtehſt mir bey, Daß ich dir ganz geheiligt ſey. 3 Die liebe iſt nicht zu er⸗ meſſen, Die bu, mein gott, mir zugewandt. O laß ö 1. W armen. Dich, o vater, bitten mich nie die pflicht vergeſd a e 2 3. 8 8 1 5 a— 5 „%S òͥV d Mel. Wer nur den lieben ꝛc. 9/7 T7. — 8 .— 1„ r N 5 a t e eee.„6 3 eee ————:. 1 1 . ** ——.„ 5 2 e eee N:— 9 8— N e* 5 n— 8 N e ä ———— ————— Erſte Abtheilung. ſen, Dazu ich ſelbſt mich dir verband, Als du in dei⸗ nen bund mich nahmſt, Und mir mit heil entgegen kamſt. 3. Du biſt getreu, auf dei⸗ ner ſeite Bleibt dieſer bund ſtets veſte ſtehn. Und falls ich ihn auch uͤberſchreite, Laͤßſt du dein vaterherz doch ſehn: Du klopfſt an mein gewiſſen an, Und lockſt mich auf die rechte bahn. 5. So geb ich denn, mein gott, aufs neue, Mich ganz zu deinem opfer hin. Er⸗ wecke mich zu neuer treue, Und bilde mich nach deinem ſinn. Weich, eigner ſinn! o ſuͤnde, weich! Gott hoͤrt es; jezt entſag ich euch. 6. Beveſtige dis mein ver⸗ ſprechen, Mein vater! und bewahre mich, Daß ich es niemals moͤge brechen. Mein ganzes leben preiſe dich! Gott meines heils, ſey ewig mein, Und laß mich dein auch ewig ſeyn. mel. Chriſt, unſer herr, zum 1 gott, bey dir iſt heil und gnad In aller noth zu fin⸗ Du ſchenkſt uns durch den. dein waſſerbad Vergebung unſrer fuͤnden. Du lehrſt, o vater, ſohn und geiſt, Uns durch ein ſichtbar zeichen, Wie ſehr du unſers heils dich freuſt, Der du nicht deines gleichen An gnade haſt, an liede. deinen bund Zu kindern an⸗ genommen; Machſt jedem deine wege kund, Willſt, 55 ſie alle kommen. Ach, ſtraſe nur verdienten wir: Und du (wer kan es faſſen?) Ver⸗ einigſt uns, o gott, mit dir: Haſt uns die ſtraf erlaſſen, Und willſt uns ſelig machen. 3. Dadurch bin ich nun, als dein kind, Verſichert dei⸗ ner gnaden: Was ſich fuͤr Das laͤßſt du mir nicht ſcha⸗ den. Du gibſt zur heili⸗ gung mir kraft, Erlhoͤrſt mich, wenn ich baͤte, Und wenn ich fromm und tugend⸗ haft Dein recht nicht uͤber⸗ trete, Soll mir kein gutes mangeln. 3. Hochheilig ſey denn mir entriſſen, Zu dir zu haben zuverſicht Und auch ein gut gewiſſen; Dich nicht, o va⸗ ter, ſohn und geiſt, Blos meinen herrn zu nennen; Dich, wie dein wort mich unterweiſt, Mit thaten zu bekennen, Dir nur, und gern zu dienen. o gott, Und allen ihren wer⸗ ken. Laß wider trug, ge⸗ fahr und ſpott, Mich deine gnade ſtaͤrken! Zu deinem tempel waͤhlſt du mich; Dir bin ich neu geboren; Daß ich dich fuͤrchte, bert, 15 N 4 2. Du haſt uns, herr, durch ö ſchwachheit an mir findt, die pflicht, Der ſuͤnde macht 5. Der ſuͤnd hab ich entſagt, ah, dau 5 . de le Da 11 6 10 chigen n n cl 10 1 rgfalt det o! 15 15 10 aufen —— 1 90 5 ea mailt, mg 0 geweiht/. 0 fall an Nets ub nun go Fiche, dez ler det beuneh Jupgen ane y ben, weh ge d geſſes neh b ſumer tre, ert) det a fh geſehe ſugtnh tun han N 8 , lach uir füge unn Uns% . genom; dei acht eine 0 a „ A eh bin 1 a de 2, uche ner gun g; Waz fü an mit f Du mir nic h e, den. gibſt zur . gung F kraft, i mich, s ich bate, wenn Somm undi haft recht nich „trete. l mir ken ang c. Je eli ſey ban uu die p Der ſünden eatri= Zu dir zu g zude Und auch e in gewſ N= Dich nich ter, J Kund gel, 9 nein ern zu lan „Dich an dein nag l ir unte, Mit han ab beken m; Dit uu, 1. * enn. c 18 t, 10 cn, 1e tem 1 bin A 5% Idallen ien ten.= wiber g fahr e bolt, Mach 1 gal en! 8 fal Ih du nich! eu geboten; 0 1 Schl, iu dich„Dazu bin ich erkoren, ö de ſtraf eig Und 1 uns ſahnt ern 10 1 f 5. f nd hab ih XVIII. Von der Taufe. Erſchaffen und erloͤſet. 6. Dem alten ſinne ſterb ich ab, Damit ich goͤttlich lebe, Und deinem muſter bis ins grab Zu naͤhern mich beſtrebe. Der tugend hang ich eifrig an Und liebe dei⸗ nen willen; Mit ſleiß und ſorgfalt denk ich dran, Wie ich ihn moͤg erfuͤllen Durch deines geiſtes ſtaͤrke. 7. Gott vater, ſohn und geiſt, verleih, Daß ich an dich veſt glaͤube; Mich dei⸗ nes bundes troͤſt und freu, Und treu darin auch blelbe; Daß ich das boͤſe flieh und [haff, Auf deiner bahn nicht gleite, Im guten nimmer werde laß, Hier bis ans en⸗ de ſtreite, Und dort dein reich ererbe! 1 2 2. Nach der Taufe eines Kindes. Mel. Nun lob, mein ſeel, den. TJeweiht zum chri⸗ 198. G ſtenthume, Iſt dieſes kind nun gott geweiht! Erzieh es, dir zum ruhme, O vater der barmherzigkeit. Verlängert deine liebe Sein leben: ſo verleih, Durch dei⸗ nes geiſtes triebe, Daß es dir immer treu, Den hohen werth der tugend Schon fruͤh empfinden lern. Et ziere ſeine jugend Die ſelge luſt am herrn! 5 3. Auch wir find gott ge⸗ weihte, Durch unſre taufe gott geweiht: Dis gluͤck entflamm uns heute Zu lob und preis und dankbarkeit; Mit kindlich frohem ſinn Gen himmel aufzuſchauen, Zu unſerm vater hin; Er⸗ weck uns, zu ermeſſen, Was uns ſein wort verſpricht, Und nimmer zu vergeſſen Der ihm gelobten pflicht! Erweck uns zum vertrauen, K 2 3. Du vater von uns al⸗ len, O lehre du uns ſelber thun Nach deinem wohlge⸗ fallen: Laß deinen ſegen auf uns ruhn! Du wirſt zu dieſem leben, Wie da bisher gethan, Was wir be⸗ dürfen, geben. Verleih uns nur alsdann Die beßte dei⸗ ner gaben, Daß wir durch jeſum chriſt Theil an dem erbe haben, Das unvergaͤng⸗ lich iſt. XIX. Vom * 2 —— VVT... 5 — a———— a— r n 3„— 3 * 2 5 5 —— „„ 145 Erſte Abiheilung. XIX. Vom heiligen Abendmahl. 1. Vor und bey demſelben. Mel. Jeſus f 1 l 1 Jie ihr chriſt! 199. D juͤnger ſeyd, Theure miterloͤſte bruder! Alle ſeinem dienſt geweiht, Alle feines leibes glieder: Kommt, verſoͤhnte! kommt, erneut Euren bund der ſe⸗ ligkeit. 2. Die, ſo jezt mit zuver⸗ ſicht, Jeſu! deines heils ſich freuen, Die laß ſtets in die⸗ ſem licht Wandeln und ſich ganz dir weihen: Laß ihr herz vom ſtolze rein, Voll von deiner demuth ſeyn. 3. Troͤſte, die in traurig⸗ keit Ueber ihre ſeelen wa⸗ chen; Staͤrke, herr der herr⸗ lichkeit, Ihren glauben; hilf den ſchwachen; Die gebeugt von ferne ſtehn, Koͤnnen un⸗ erhoͤrt nicht flehn. 4. Hoherprieſter! ja du biſt In den himmel einge⸗ gangen: Segne uns, herr jeſu chriſt! Da wir nun dein mahl empfangen. Hilf, o herr! daß wir es nicht Jemals nehmen zum gericht. Mel. An waſſer fluͤſſen babylon. 2000. Du, herr, haſt aus barmherzigkeit, Zum denkmal deiner gna⸗ den, Das ganze volk der chri⸗ ſtenheit Wohlthaͤtig einge, laden, Du rufſt: muͤhſel⸗ 4 g 1 ge kommt zu mir! Ich kom⸗ me, heiland! ja zu dir Er⸗ heb ich meine ſeele. Ent⸗ zeuch mir deine gnade nicht, Sey auch mein troſt, mein heil, mein licht. Du ſiehſt, wie oft ich fehle. 2. Ja, meiner ſchulden ſind weit mehr, Als ich vermag zu zaͤhlen. Ich fuͤhl es wohl, und leide ſehr Vor unruh meiner ſeelen. Doch du biſt meine zuverſicht, Verlaß mit deinem troſt mich nicht; Du ſieheſt meine reue. Erbarmer, nim ſie gnaͤdig an; Du biſts, der helfen will und kan, Daß ſich mein herz erfreue. 3. Nach deinem troſte ſehn ich mich Gebuͤckt vor dir im ſtaube! Dein troͤſt ich mich, und nur auf dich, Erloͤſer, hofft mein glaube. Gebeug⸗ te willſt du nicht ver⸗ ſchmaͤhn; Verſprichſt, den ſchwachen beyzuſtehn, Die nach der beßrung trachten. ten treu, Und wirſt ein glau⸗ big herz voll reu, Auch mei⸗ nes, nicht verachten. 3. Regiere nun auch kuͤnf⸗ tig mich, Daß ich vorſich⸗ tig handle, Und heilig, voll vertraun auf dich, Nach dei⸗ nem willen wandle. Gib, daß aus dank fuͤr deine huld, 2 Feldt fl mt uch, da ns du Nun ganzes here de der dub II ber worben Mi hoe aach uc kackt! in erg len 4 lch für nich f ir. O ba E. 15 60,6% i bag auß neu r daerhup fes heils! 3. eh, Sey eng I nich dir tte 15 Mull frohe 5 ich ich B. ſigegchen. e nie ne aus u — Stets bleibſt du deinen wor⸗ e biel ich d Funn de e das dhen. g ff, Meg un kadethen ſch 1 5 N. e geste ei ect, 0 Wie 111 che 1 4 1 nem]! ble 25 il fen dein u uuru ze ſetlen, N. * Soft ich fg Ali wobl F leide 10 dun ineine b Val S dänn nicht AA ſieheſt neun cba 2, nin ſe gh an; T biſts, du will“, Daß sehn herz We. ſtauh ein tröſt ic th und if dich, Ki hofft= glaube, Ga te du 00% U ſchwü s benzufch, nach S beßtung lan Stet“ ct du dena en t Ind wirf ca big el nu, nei,. berochtn. e tt tun auch 1 De ic ug chm wen Verſptichf, „ Und hell, perti! uf dich, Me I;wandle. 0 1 1 einer ſchula 0 a 3. J deinem tft ich m ebuͤckt bor i ſeyn. .— 5 XIX. vom helligen Abendmahl. 149 In liebe, glauben und ge⸗ duld Ich dir auf erden lebe; Bis ich dereinſt in deinem reich Verklaͤrt, unſterblich, engeln gleich, froh erhebe. mel. Herzlich lieb hab ich ꝛe. Gelobt ſeyſt du, 22 G herr, unſer gott; Gelobt fuͤr unſers mittlers tod, Der uns das heil er⸗ worben! Wie hoch haſt du auch mich geliebt! Er, der uns ewigs leben gibt, Iſt auch fuͤr mich geſtorben. Mein ganzes herz frohlockt in mir. O vater, ich lobd⸗ ſinge dir. Gib, daß ich je⸗ den tag aufs neu Mich dei⸗ ner vaterhuld erfreu. Gott meines heils! Sey ewig mein, Sey ewig mein, Und laß mich dir recht dankbar Voll froher ehrfurcht beug ich mich Vor dir, ſohn gottes! der du dich Fuͤr mich haſt hingegeben Es kom⸗ me mir nie aus dem ſinn, Wie viel ich dir, herr, ſchuldig bin. Dein tod bringt mir das leben. Durch dei⸗ nes opfers ewge kraft Haſt du, o herr! auch mir ver⸗ ſchafft, Was mich vor dem verderben ſchuͤtzt, Was mei⸗ nem geiſte ewig nuͤtzt Herr jeſu chriſt! Wie liebſt du mich! Wie liebſt du mich! Gib, daß ich ewig liebe dich. Dich ewig 3. Mit inbrunſt fleh ich, herr, zu dir: Befoͤrdre du doch ſelbſt in mir Ein glau⸗ biges gemuͤthe! Mich duͤr⸗ ſtet, gleich dem duͤrren land, Bey deiner liebe unterpfand, Nach deiner großen guͤte. Ich fuͤhle wohl, was mir gebricht. O ftaͤrke meine zu⸗ verſicht, Daß du auch mein verſoͤhner ſeyſt, Und mich vom ewgen tod befreyſt. Herr, dieſer troſt Sey veſt in mir, Sey veſt in mir, So dien ich voller freuden dir. i 4. Zur weisheit und ge⸗ rechtigkeit, Zur heiligung und ſeligkeit Biſt du mir auserſehen. Auf dieſen herr⸗ lichſten gewinn Laß mich treu richten meinen ſinn, Mein ſtreben und mein fle⸗ hen: Mein heiland, zieh mich ganz zu dir; Ja, durch den glauben wohn in mir: So nimt in mir die ſeelen⸗ ruh, Und meines herzens beßrung zu. Mein herr und gott! Verlaß mich nicht, Verlaß wich nicht! Nur düun biſt meine zuverſicht. 5. Zu deinem himmel hilf du mir. Der freuden fuͤlle iſt bey dir; Laß mich ſie einſt genieſſen. Belebe mich mit muth und kraft, So meine ganze pilgrimſchaft Zu fuͤh⸗ ren und zu ſchlieſſen, Daß mir dein wort ſtets heilig — 0 e 185 ich, bis in den tod 9 a 180 Erſte Abrheilung. tod dir treu, Mit freuden thu, was dir gefallt, Und dich auch ehre vor der welt. O herr, mein heil, Sey ſtets mit mir, Sey ſtets mit mir: So komm ich einſt gewiß zu dir. 5 Mel. O jeſu ehriſt, meins de. 505 Herr, der du wil⸗ 11 202. H lig, als ein lamm, Am martervollen kreuzesſtamm, Beſchwert felbſt fuͤr uns geopfert haſt: 2. Hier feyr ich deinen mittlertod; Hier naͤhrſt du mich mit himmels brod; Hier heit, es Ffreundlichkeit. Un mit unſrer ſüändenlaſt, Dich ch pfand der ſeligkeit, Ein ſier gel der gerechtigkeit. 2. Ach, wie ſo reich er⸗ gieſſet ſich Hier meines got⸗ tes lieb iu mich! Hier ſchmeck ich, voll zufrieden⸗ Des beßten vaters 8. Wie feurig du, mein je⸗ ſu, liebſt, Bezeugt dis pfand, das du mir gibſt. Nichts ſcheidet ferner dich und mich. Fach cedeß du; ich liebe 9. Ja, herr, dich lieb ich unverruͤckt, Wenn fuͤnde lockt, wenn kummer druͤckt. iſt das unſchaͤtzbare guth, und blut. 1 3. O liebe, welcher eine gleicht! O wunder, das kein menſch erreicht! Mir unbe⸗ greiflich und doch wahr; Du ſagſt es, und dein wort iſt 4. O gott menſch, hilf mir; Doch lieb Das, du mir gibſt, dein 1 bleib in dir. 4 10. Herr, dieſes heilgen Verſchmachtet leib und ſeele ich dich, und mahles kraft Staͤrkt mich in meiner pilgerſchaft, Den feinden treu zu widerſtehn, Die mir nach meiner ſeele ſtehn. 5 I. Es ſteuert allen ſtolz mir, daß ich ja Mit 90 O herr, wein mund empfa⸗ he nicht Dein heilig mahl mir zum gericht 5. Hier deinen liebes vol⸗ len tod Verkuͤndigen, iſt dein gebot. So preiſe denn mein ganzes herz Dich jezt fuͤr deinen todesſchmerz 6. O wie ſo großen ſegen gibt. Dein leib und blut dem, fe eigigkelt; 12. Nun, Jeſu, Die tage meiner und neid; Vermehret lieb Gibt troſt, ſter ehr furcht bir mich nahe der nie das herz verlaͤſſt; Und wacht den guten vor⸗ ſatz veſt. fuͤhr ihn felbſt zur that, Und leite mich nach deinem rath: So bring ich in gelaßner ruh wallfahrt N N 13. Und wenn du wich, du lebensfuͤrſt, Zur ſelia⸗ der dich liebt! Ihm iſts ein 0 keit einſt fuhren wirſt: So nehm r. ˙-.— 2585 0 0 U e d 2 Wichet 1 W. 2 khn enen n, r 0 0 N elk/ 0 1 10 f ein not 7 ech! Moa um ewgep eh ges halt/ aue g A Nett, ie 1 1 Waun be 04. Herlag 909 zu, 9 dug bien e uf „ 1 „J n, 0 37 * Wenn e lock, lum 0 . iu meſ A ilgerſchaſt, feinde. 1 zu 00 die! Sach nei bahn 0 1 und 0 Vermehtu 1 der 1% s her 6a und( den güte aß r e 12%% jeſu, si ſelbſt that, l* u nich einem rah 1 being— in gelaftt J die A nehter mul zu.** 13. enn du lit,% l hn 1% 288. 10.(s, dieſez bz ft Stü 15 und e it; GU M ſeele treu Amen! amen! De ————— ——..— XIX. Vom heiligen Abendmahl. — — ——— 0 3 181 nehm ich noch vollkommner theil An deinem uns erworb⸗ nen heil. mel. Wachet auf! ruft uns ꝛc. err, du wollſt ſie vorbereiten Zu deinzz mahles ſeligkei⸗ ten, Bey mitten unter ih⸗ that mir gemacht. Verleih, zur uͤbung dieſer pflicht, Mir deines geiſtes kraft und licht. N 2. Es werde mir fuͤr mein gewiſſen Dein mahl ein troͤſtlich unterpfand, Daß ich der ſuͤndenſchuld entriſ⸗ ſen, Durch dich bey gott nen, Jott! Heil und le⸗ ben zu expfahen, Laß wur; dig ſie Nm heiland ne hen, Un ſprich ſie les von ſünd ud tod! Sind ſie ſchon wicht gänz tein, So find ſie, ſu, dein, Und unſtekblich,/ Laß, laß ſie ſehn, deinen hoͤhn, Von fer fer uͤber⸗ winder lohn! 2. Nehmt und Num ew⸗ gen leben Das broß, das vergebung fand; So freuet meine ſeele ſich In deinem heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die liebe, Womit du un⸗ ſer heil bedacht; Wie ſtark ſind deines mitleids triebe, Die dich bis an das kreuz gebracht! Es mache, herr, dein todesſchmerz Jezt neuen eindruck auf mein herz! 4. Laß mich mit eruſt die ſuͤnde ſcheuen, Fuͤr welche euch der herr will eben! du, erloͤſer, ſtarbſt; Durch Sein troſt ld frieze ſey mit euch! Nehmt und rinkt zum ewgeleben Denſßelch des heils/ auch euch gage. ben! erbt, ererbt des mittler/ reich! Wacht, eie Bis in den tod g we iſt ſchmal, Seyd in dee zahl Der ſieger, die der richter kroͤnt. 5 0 mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ter bin ich, jeſu 204. zu erfüllen, Was du in deiner leidensnacht, Nach deinem anadenvollen willen, Zur pflicht und wohl⸗ ſchnoͤden mis brauch nie ent⸗ weihen, Was du ſo theuer mir erwarbſt. Nie führe mich zur ſicherheit Der troſt, den mir dein tod verleiht. 5. Ich uͤbergebe mich aufs neue, O du, mein herr und gott, an dich! Ich ſchwoͤre dir beſtändge treue Bey dei⸗ nem mahle feyerlich. Dein eigen will ich ewig ſeyn. Du ſtarbſt fuͤr mich, drum bin ich deim. 6. Nie will ich mich vor jemand ſchämen Der ehre, die man dir erweiſt; Mich nie zu einem ſchritt beque⸗ men, Den mein gewiſſen R 5 ſuͤnds 8* 8 8 8 8 1 5 3 8 TTTTTTTTTTTTTTTT—T—T—T—T—T—T——— 8 5 5 5 —— 8 2 e eee eee f 205. Ich komme, herr, 152 Erſte Abtheilung. ſuͤndlich heißt. O floͤße mir den eifer ein, Wie du, o herr, geſinnt zu ſeyn! 7. Laß mich mit ernſt den naͤchſten lieben; Und wenn er ſtrauchelnd was verſieht, Verſoͤhnlichkeit und ſanft⸗ Aus wirklich muth uͤben, chriſtlichem gemuͤth: Steis eingedenk der ſchulden last, Die du mir, herr, erlaſſen haſt. 5 8. Es ſtaͤrke ſich in mir der glaube, Daß meine ſee⸗ le ewig lebt, Und daß einſt aus des grabes ſtaube Mich dein allmaͤchtger ruf erhebt, Wenn du dich, großer lebens⸗ fuͤrſt! Den voͤlkern ſichtbar zeigen wirſt. 3 9. Im geiſt lieg ich zu dei⸗ nen fuͤßen, Mit dank und lob, gebaͤt und flehn. La neue gnade auf mich fließen! Mein heiland laß es doch eſchehn, Daß mir, zur ſtaͤr⸗ ung meiner treu, Dein abendmahl geſegnet ſey! Mel. An waſſerfluͤſſen babylon. und ſuche dich, Muͤhſelig und beladen. O, mein erbarmer, wuͤrdge mich Des ſiegels deiner gva⸗ den. Ich liege hier vor dei⸗ nem thron, Sobn gottes und des menſchen ſohn, Mich deiner zu getroͤſten. Ich fuͤhle meiner ſuͤnden muͤh; 5[Und mir ſo 2. Dich baͤt ich zuverſicht⸗ lich an, Du biſt das heil der ſuͤnder; Haſt ihre ſchulden abgethau, Und wir ſind got⸗ tes kinder. Ich denk an dei⸗ nes leidens macht, Und an dein wort: es iſt vollbracht! Du haſt mir heil erworben. Fuͤr mich baſt du dich dar⸗ geſtellt. Mit ſich verſoͤhnte 0 ott die welt, Da du fuͤr ſie Feſtorben. 25 3. So freue dich, mein herz, in mir! Er tilget mei⸗ ne funden, Und laͤſſt, bey ſeinem mahle hier Mich gnadſum gnade finden; Er hoͤrt der reye ſehnlich flehn, Will gern mich frey und gluͤcklich hn, Will mir die ſchuld vef geben. Nur ſoll ich dem/ der fuͤr mich ſtarb roßes heil er⸗ warb, Von anzem herzen leben, 8 5 iſt dein gebot; Ich will es treu erfuͤllen. Verleihe mir dchch deinen tod, Die kraft z dieſem willen. Laß mich anzes leben dir zu weihn ind deine huld zu preiſen. Laß mich den ernſt der hei⸗ ligung, Durch eine wahre beſſerung Mir und der welt beweiſen. 5 Mel. Es iſt das heil uns ꝛc. oder: Lobſinget gott, und ꝛc. Nr. 5. 4 nun an eifrig ſeyn, Mein Ich ſuche ruh, und finde ſie Im glauben der erloͤſten. 56. Ich preiſe dich, o 2 herr, mein heil, 2 . „Fa, herr, mein gluͤck 1 12 in ien fth 1 felt Een If du 1 0 ich für nich: L. 1 1 sh 1 dum n, 1 du diſeſ 910 in lh dab. inden. 109 wiözten noh, L 10 ſinden, Herd gur bleſtung uo at bo, ber, au ſhaſt, du duch fue. 3 Dein h ii pfend Jon dich güte. Wie pelt! dic want O kite Zun n atraun auf Reg ang ichlebe u . mode habe * 14 aun nehm 5 bar uch ö 1 90 en h , Daß bu Nabu, 15 fbhung went aha aon J Der fro, ſelnem le hier Jh 120% Akt d 2 ſehnlich ſg Vill f n 0 toßes hn warb,„ ngen 1 leben, N U 4. 11 er, mein t it An t; Jh n 1 I dieſſes, llen, Lang 1 nul u ſrig ſeyn, Nu anzes K in dir zu b 1 1 von meinen ſuͤnden. mein vor dir gebeugtes herz den, vaterhuld, And de Duld zu n Laß 0 i eruſt da gung“? uch eine n beſeru! ir und der mel. daz hel t, oder: 0 2 1 lh II eie d 4 Ian, a a XIX. Vom heiligen Abendmahl. 153 Fuͤr deine todesleiden. Hab ich an ihren fruͤchten theil, Was fehlt dann meinen freu⸗ den? Du wardſt ein opfer auch fuͤr mich: O gib, daß meine ſeele freuen moͤge. 2. Du laͤſſeſt mich in dei⸗ nem tod Das wahre leben finden. Erloͤſung aus der groͤßten noth, Vergebung aller ſuͤnden, Gewiſſensruh, zur beßrung kraft: Das haſt du, herr, auch mir ver⸗ ſchafft, Da du am kreuze ſtarbeſt. f 1 3. Dein abendmahl iſt mir ein pfand Von dieſer großen guͤte. Wie viel haſt du an mich gewandt! O ſtaͤrke mein gemuͤthe Zum glaubigen vertraun auf dich, Daß ich, ſo lang ich lebe, mich An bei⸗ ner gnade halte. 4. Ich fuͤhle, herr, voll reu und ſchmerz Die laſt Laß Den großen troſt empfin Daß du, aus gottes Auch mir ver⸗ gebung meiner ſchuld Auf buße haſt erworben. 5. Der troſt, den mir dein tod verſchafft, Wird ewig mir zum ſegen; Er ſtaͤrke mich mit neuer kraft Auf allen meinen wegen, das zu thun, was dir ge⸗ faͤllt, Und alle furcht und luſt der welt, Standhaft zu uͤberwinden! ſich Deß ewig Nur 6. Wie ſoll ich die karm⸗ herzigkeit, Die du mir thuſt, ermeſſen! Gib, daß ich ſie zu keiner zeit Undankbar mag vergeſſen: Daß ich aus aͤchter gegentren Ganz dei⸗ nem dienſt ergeben ſey, Und dir zur ehre lebe. 7. Laß deines leidens gro⸗ ßen zweck Mir ſtets vor au⸗ gen ſtehen; Nim alle hin⸗ derniſſe weg, Die ebne bahn zu gehen, Die mir dein hei⸗ lig vorbild weiſt, Und die einſt den erloͤſten geiſt Zu deiner freude fuͤhret. 8. Zu meinem heile haſt du dich Fuͤr mich dahin gege⸗ ben; Dein abendmahl er⸗ wecke mich Mit erunſt dar⸗ nach zu ſtreben. Herr, ma⸗ che mich dazu geſchickt, Und werd ich einſt der welt ent⸗ ruͤckt, So ſey dein tod mein leben. ae e Mel. Schmuͤcke dich, o liebe de. Feſu, freund der 207. menſchenkinder, Der du dich zum heil der ſuͤnder Von des himmels hohen freuden Zu den bang⸗ ſten todesleiden Willig haſt herabgelaſſen, Wer kan dein erbarmen faſſen? Tief geruͤhrt von ſolcher guͤte, Preiſt dich dankvoll mein gemuͤthe. 5 2. Herr, du haſt auch mir bereitet, Was zum wahren wohl mich leitet: Licht, den K 5 weg E:::.. weg des heils zu finden; mir die triebe Dankbefliß⸗ will verleiten. . Erſte Abtheilung. Troſt, bey dem gefuͤhl der ſuͤnden; Kraft, der beßrung nachzujagen; Muth, des lebens laſt zu tragen; Und die hoffnung beßrer zeiten In dem reich der ewigkei⸗ ten. 3. Ja, du willſt mit dei⸗ ner gnade Selbſt mich auf des lebens pfade, Zum ge⸗ nuß der ſeligkeiten, Die du mir erworben, leiten. Du, du willſt mich beſſern, troͤ⸗ ſten, Und zum erbtheil der erloͤſten, Zu des himmels herrlichkeiten, Folg ich dir nur, vollbereiten. 5 4. Nun, ſo ſey der bund erneuet: Ganz ſey dir mein herz geweihet; Täglich will ich mich beſtreben, Fur nach deinem wort zu leben; Was du liebſt, will ich auch lie⸗ ben, Ernſtlich mich im gu⸗ ten üben; Was du haſſeſt, will ich haſſen, Stets von dir mich leiten laſfen. 0 . Doch, ich fuͤhle meine ſchwaͤche. Jeſu, was ich dir verſpreche, Ach, wie leicht iſt das gebrochen! Schneller oft, als ichs ver⸗ ſprochen. Darum ſtaͤrk in ner gegenliebe, Daß ich, bis ich einſt erkalte, ſey, und glauben halte. 6. Hilf mir wider alles ſtreiten, Was von dir mich ſtaͤrkſten reiz zu Haben Hilf mir gluͤcklich uͤberwin⸗ den. Daß ich hier ſtets im gewiſſen Deinen frieden mag genieſſen, Und dereinſt auch uͤberm grabe Theil an dei⸗ nem ſegen habe. 7. O, wie will ich dich er⸗ heben, Wenn du mich im hoͤhern leben, Zu den freu⸗ den deiner frommen(Herr, ich hoff es) laͤſſeſt kommen. da wird mich nichts Da, mehr ſtoͤhren, Dich aufs in⸗ nigſte zu ehren; den. mel Sollt es gleich bisweilen re. „52 Feſus chriſtus bat 208, 3 leben In ſein den tod fuͤr uns gegeben, Uns zum himmel einzu⸗ weihn. Treu dir Auch den 2. Daß wir niemals deß vergeſſen, Gibt er uns ſein mahl zu eſſen. Brod ſoll deines leibs, und wein Dei⸗ nes bluts gemeinſchaft ſeyn. 3. Willſt du dieſem mahl dich nahen: Such es wuͤr⸗ dig zu empfahen! O, in was fuͤr elend ſinkt, Wer unwuͤr⸗ dig iſſt und trinkt! 4. Gott den vater ſollſt du preiſen, Daß, die gnade zu beweiſen, Selbſt ſein einge⸗ borner ſtarb, Und verge⸗ — bung dir erwarb. 5. Glau⸗ f Da, da werd ich, frey von ſuͤnden, Deinen frieden ganz empfin⸗ 80 und tren Uns vom tode zu befreyn, N 1 ö 5 1 wanken, d hel ba 5 7 Dahn lb, in; 1 6 V0 Uſtre a 106 barmen. be u helge! . Ante 9 r Arne; 15 nich abarmen. ft ber ant 15. Franke nut 10 lob. 8 Muntet du* nabe: hüt K fir lic ſerhen;* fahf de hefen: e ain N ö 9 9, Doch, füt J Aube, ten herrn Ws Damn bit hu g ih eib a0 1 I. Gauben lch ide Dele n auch zu ücher ſeanes tles; 9 n 1 1* der du uz% aum, e. + Wadi! 5 Wa— N e d . Acklich ien, 5 gepiſ 0 hier füt est. wenffielen ber ab dereuß um e Ab eil ang 758 e, f lber, 31 ben ft ey von fil ö Mel Se leich bienelge 8 chris in leben de zu besten ns zu heft weihn. 5 2. 2 4 niemalg bergeſſe ibt er un mahl K n. Bu deines J s cund wein d nes blut E eeinſchaft e . Wi 1 dieſem na dich na b eg e ben! H, ut i 5 g f as v ars! für elen Y, Mn ale dig iſt! Arinlt! pin, die grade bſt ſein eue 1 beveiſel) 2, 0 ba reel, ae e 5% nicht wanken, Daß er iſt Deinen Irn ganz ed den 1 un geaceg i himmel 0 1 Such ez 6 60 dater ſilſ XIX. Vom heiligen Abendmahl. 1 5. Glauben ſollſt du, und das heil der kranken, Dich ſo hoch und treulich liebt, Seinen leib, ſein blut dir 6. Auch der ſchwachen, auch der armen, Will der heiland ſich erbarmen. Sey buß⸗ fertig, fuͤrchte nicht Dann ſein heiliges gericht. N 7. Er ſpricht ſelber: kommt ihr armen; Ich will eurer mich erbarmen. Starken iſt der arzt nicht noth; Kranke nur rett ich vom tod. 605 8. Koͤnnteſt du dir was er⸗ werben: Haͤtt ich duͤrfen fuͤr dich ſterben? Willſt du ſelbſt dir helfen: dann Geht dich auch mein mahl nicht an. 5 du bekenneſt, Wenn du dei⸗ nen herrn mich nenneſt; Dann biſt du geſchickt, und ich Staͤrke durch mein mahl auch dich 2 N 10. Glaubig mußt du dann dich uͤben, Deinen naͤchſten auch zu lieben. Nim dich ſeines elends an, Denn gott hats an dir gethan? mel. O jeſu chriſt, meins ve 209. O jeſu chriſte, gottes lamm, Der du aus lieb am kreuzes⸗ ſtamm, Zur tilgung meiner 2. Ich komm zu deiiſem abendmahl, Gebeugt durch manchen fündenfall; Doch meines herzens zuverſicht Steht, herr, zu dir, ver⸗ wirf mich nicht! n 3. Du biſt der arzt, der ſeelen heilt; Der reuerfüll⸗ ten troſt ertheilt, Und, zur rechtſchaffuen beiligkeit hen ſchwachen muih und kraft verleiht. 4. Darum, herr jeſu! bitt ich dich: Von meinen ſuͤnden heile mich; Mach in mir das gewiſſen rein, Und laß mich ganz dein eigen enn eee 2 5. Erleuchte durch dein wort mein herz, Und richt es zu dir himmelwaͤrts, Daß glau⸗ bensvoll und dankbarlich Ich deiner lieb erinnre mich. 6. Gib, daf ichs mir zum heile thu, Zur ſoͤrdrung meiner ſeelenruh, Zur ſtaͤr⸗ kung in der hellig ung Und wahrer lebensbeſſerung. 7. Tilz alle laſter aus in mir; Mein herz mit glaub und liebe zier, Und was ſonſt iſt von tugend mehr, Das 8. Gib mir, was meiner ſeele nuͤtzt Und mich vor dem verderben ſchuͤtzt. Du biſt mein heil; laß mich mit dir n bleiben fuͤr und uͤr. 1 9. Du biſts, der in uns 4 85 mir zu deiner ehr. ſuͤndenlaſt, Den ſchwerſten tod erduldet haſt: ö gutes ſchafft. Ach, ſtaͤrke % fü U mitt ich gluͤcklich welt und ä Mel. Schmuͤcke dich, o liebe ꝛc. ner fuͤlle Neuen muth und geue triebe Zur verehrung 156 Erſte Abtheilung. mich dazu mit kraft, Da⸗ ſuͤnd, Im glauben an dich, uͤberwind. 88 10. Dein freue meine ſeele ſich! Mein ganzes leben preiſe dich! Den guten vor⸗ ſatz, den ich hier Erneure, mache veſt in mir. II. Gib, daß ich treu ſey meiner pflicht, Und mich nach deinem willen richt: So bring ich chriſtlich und in ruh Auf erden meine ta⸗ ge zu. 8580 12. Bis du mich, o du le⸗ bens fuͤrſt In deinem himmel nehmen wirſt, Daß ich da bey dir ewiglich In deiner guͤte freue mich. chicke dich er⸗ 210. S loͤſte fee le! Glaubig, nach des herrn be⸗ fehle, Seinen mittlers tod zu feyern, Deinen dank ihm zu erneuern. Auch fuͤr dich hat er ſein leben In den baͤngſten tod gegeben, Dir auf zeit und ewigkeiten Heil und wohlfahrt zu bereiten. 2. Zum genuſſe ſeiner gna⸗ den Wirſt du von ihm ein⸗ geladen. Eil ihm demuths⸗ voll entgegen Und nim theil an ſeinem ſegen. Komm ge⸗ troſt, es iſt ſein wille; Komm und ſchoͤpf aus ſei⸗ ſeinit iche. 3. Herr, ich komme mit ver⸗ langen, Glaubensſtaͤrkung zu empfangen; Der du huld⸗ reich deinen frieden Ster⸗ hend auch mir haſt beſchie⸗ den. Hier fall ich zu deinen fuͤßen; Laß mich wuͤrdig doch genieſſen Deines mahls, heil und dir zum preiſe. 4. O, wie ſehnt ſich mein gemuͤthe, Menſchenfreund, nach deiner guͤte! Ewig waͤhret deine treue, Und du ſiebhſt mein herz voll reue. Ach, ſo wollſt du meinen zaͤhren, Deine troͤſtung auch gewaͤhren. Meiner fuͤnden nicht gedenken, Und mir dei⸗ nen frieden ſchenken. 5. Ja, ich hoff auf deine gnade, Daß ſie mich der ſchuld entlade, Und mit neuer kraft, zum werke Mei⸗ ner heiligung, mich ſtaͤrke. Was du, da du fuͤr uns ſtarbeſt, Jedem, der gott ſucht, erwarbeſt, Seelenruh und ewges leben, Wirſt du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich ſtets mich freuen, Ganz mich deinem dienſte weihen, Nur nach deinem willen leben, Und dich dankbar froh erhe⸗ ben. Deine buld iſt uner⸗ meßlich; Herr! ſie ſey mir unvergeßlich, Daß ich dich auf alle weiſe Herzlich lieb und thaͤtig preiſe. 7. Du, dem die verklaͤrten ſchaa⸗ — der ſeelen ſpeiſe, Mir zum W 15 dann, Di, wie 4 fbache want, 9 bild afra le ſibel pal Fil 9, dme Ji Noln 1119 9 den, nn ih, den g, J fan bine aden. Fal en deten ti la, der iu fir naß Mi en aug hei Dl zur chte eta Eu nen efftge f 1 Jh epfad t, Was 905 ſhdigbin, eg t geußer treu i hun dinfe ſſt nur hen 57 80 d tagt hene 85 0* 3. lich. 0 e 90 10 dieb A * 8** I, ber che* 10 gufs 100 1 g zaͤhren, de tröſtung gewährt Meilk fu nicht ge run, Und meh nen frieſ Syenken. 5. J— hoff auf hh zuade, O ſie nich ſchuld e, uu neuer kt um weile ß ner heil i, mich ſiaſ Was d a du fir in ſtarbeſt— dem, der g und ew Siben, Uf mir gen iich gehen. mich ft, Gan f deinem Se weihen u Und die r bar fyoh le ben. e bub 0 weßlich— kr! ſie ſey berg, Och ih l uf el. 1 0 und th eiſe. „ i bie bern 1 Di de 10 i ſucht, el be eſt, Selm 0.. will ich ü nach des willen laß 2 wNQ————. XIX. Vom heiligen Abendmahl. — „ N — 3— 2 ä 157 ſchaaren, Die, wie ich, auch ſchwache waren, Ewig dank und jubel ſingen, Daß ſie hier dein heil empfingen: Laß auch mich einſt dahin kommen, Daß ich mich mit allen frommen Ewig deiner huld erfreue, Und dir meine jubel weihe. Toller ehrſurcht, 211. V dank und freu⸗ den, Komm ich, herr, auf dein gebot, Zu dem denk⸗ mal deiner leiden, Und ge⸗ denk an deinen tod. Mitt⸗ ler, der du fuͤr mich ſtarbſt, Mir ein ewig heil erwarbſt, Dir zur ehre ſtets zu leben, Sey mein eifrigſtes beſtre⸗ ben. 5 2. Ich empfind es jezt aufs neue, Was ich dir, herr, ſchuldig bin. Du, du gabſt mit großer treue Ganz dich mir zum dienſte hin; Wie⸗ ſeſt mir den weg zu gott, Und ertrugſt den ſchwerſten tod, Mir im leben und im ſterben Sichre troͤſtung zu erwerben. 3. Durch dich iſt zu got⸗ tes gnade Freyer zutritt, und die kraft, Auf der tugend ſelgen pfade Veſt einher zu gehn, verſchafft. Und du rufſt aufs neue mir Durch dein nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem ſegen nehme Und mich deiner nie⸗ mals ſchaͤme. 4. Sollt ich, jeſu, denn vergebens Dieſe deine huld empfahn? Nicht zur beß⸗ rung meines lebens Mich zu deinem tiſche nahn? Ja, mit neuem ernſt will ich Mich fuͤr ſuͤnden ſcheun und dich Durch ein dir geheiligt leben Mit vermehrtem fleiß Mel. Jeſu, deine tiefe wunden. h, Dieke darf 5. Dieſen vorſatz, den i habe, Thaͤtig, dankbar di zu ſeyn, Präg ihn, jeſu, bis zum grabe Tief in mei⸗ ne ſeele ein. Gib mir kraft, ihn zu vollziehn. Lehre mich mit vorſicht fliehn, Was ihn koͤnte bey mir ſchwaͤchen, Was mich reizt, ihn gar zu brechen. 6. Laß mich uber alles ſchaͤtzen Dein mir theur er⸗ worbnes heil, Und nie aus den augen ſetzen, Wie nur der daran hat theil, Der auf deine ſtimme hoͤrt, Mit ee dich verehrt, Und n deinem dienſt auf erden 3 beſſer ſucht zu wer⸗ en. 1. 7. Geh mir, wo ich bin und wandle, Immer fort mit huͤlfe nach, Daß ich als ein ehriſt ſtets handle; Und wird ja mein glaube ſchwach, O ſo hilf mir liebreich auf, Daß ich in dem tugendlauf Nimmer wanke, nie ermuͤde, So erquicke mich dein friede. 8. Ewig will ich dir es danken, Daß du ſo barm⸗ her zig 158 Erſte Abtheilung. herzig biſt; Daß auch, wenn wir ſchwache wanken, Dei⸗ ne treu beſtändig iſt. Herr, ich hoff es froh und veſt, Daß ſie mich auch nicht ver⸗ läſſt. Zu des himmels ſe⸗ ligkeiten Wird ſie mich ge⸗ ö 1 wiß auch leiten. 2. Nach dem heiligen Abendmahl. mel. Gott ſey gelobet und ꝛc. err, ſey gelobet, 212.„0 daß du baſt dein leben Fuͤr uns ſuͤnder hin⸗ gegeben! Staͤrk unſern glau⸗ ben! deine himmelsſpeiſe Heilige uns, dir zum preiſe! Du verſoͤhner gottes! Mel. Wei nur den lieben ꝛc. Nun, habe dank 213. N fuͤr deine liebe, O du, mein mittler, jeſu chriſt! Gib, daß ich dich nicht mehr betruͤbe, Der du fuͤr mich geſtorben biſt. Laß das gedaͤchtniß deiner pein Mir immerdar geſeg⸗ net ſeyn! a 2. Und euch, ihr ſeines lei⸗ bes glieder, Die jeſu heil, wie mich, erfreut, Euch lieb W ich ſtets als ſeine bruder, Als erben ſeiner herrlichkeit. Wir haben einen herrn und gott: Uns traͤnkt und ſpeiſt ein wein, ein brod. 2 3. Hiafort ſoll weder ſpott noch leiden, Noch ehre, freud und luſt der welt, Mich, herr! von deiner liebe ſchei⸗ den, Die ſelbſt im tode mich 70 99 0 . e eee 1 erhalt. Du biſt und bleibeſt ewig mein; Und ewig will ich dein auch ſeyn. mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. oder: W e 55 5. 2 jeſu! dir ſey 214. O ewig dank Fir deine treu und gaben. Ach! laß durch dieſe ſpeiſ und trank Auch mich das leben haben! Denn du gibſt mir des lebens brod; Mein wird dein leiden, blut und tod: Wie ſoll ich dir dank ſagen? 2. O jeſu chriſt! du kanſt allein Mein herz beſtaͤndig laben. Vun bin ich dein, und du biſt mein Mit allen deinen gaben. Hier hab ich, was ich haben ſoll; Dein gnadenbrunnen iſt ſtets voll: Hier find ich troſt und leben. 3. Laß mich auch ewig ſeyn in dir, Laß dir allein mich leben, Und bleib du ewig auch in mir! Mein gott! du wollſt mir geben, Daß ich, kraft dieſer ſpeiſ und trank, Stark bleibe, wenn ich ſchwach und krank, Die lezte pruͤfung dulde, Mel. 15. Ten n cen, Sent 1 95 w.— N l Mun l f S getz 9 el Duethel gecht, Und ae n 10. ſchenkſt du nr,( 15 ih bi beflr. , Wehn tif, Hab ic meh bilrübet, J her ö fü eſhaf, lud fh tren gllehet: t ſraf und od,. gen funden tod e 1 5 f 1 II. N 25 elf v laß es bich am b peng herz 1 dan 15 ee Da ö läſ 0 0 „ etz men, ö ſuge ird ſe 90 ß al, aten. —— r eilggen 2 mull. 0 erhält. K zit wh ewig u 8 Und eng ich deiſ g. 4 ſeyn. f der- Igor unh 214 Lien! hei ö 140— ewig dal ß deine[and gaben laß du dieſe ſpeſ' trank mich das 40 haben nm du gi „des leb Stod; Mane u dein le Flut uud 9 Wie so dir dan ihc ö 2. O FTtheiſt! du l . laben. in bin 0 l 5 und du mein Ni i deinen L n. Heer ahh „ was id en ſol; 0 „ anadel E nen if fehl Hier e Htroſ ue 1 3. 80 0 auch ewig , in dir e dir alen 10 0 leben, bleib N a0 ir geben, 10 ich, dleſt peel vel N tank, tee ge franl „ wat. 9 5 a 10 5 — 2 b .—. ̃ ß ß—————— XX. Von der chriſtlichen Kirche. rr . 5 3 — 3— 19 2 ſchenkſt du mir. Gott, wie mel.= gott inden chen ſuͤndern droht. In bekannter Melodie. Und laß es dich erbarmen: alen W herz beg deln! Entzieh dich nicht uns poͤrt ſich wider dich, o gott; ſagen. W Mel. Meinen jeſum laß ich nicht. ag, den mir der 21 5. T herr gemacht: Sey geſegnet, tag der freu⸗ de! Du erhellſt des kummers nacht, Und erguickeſt mich im leide. Heil und leben — dank ich dir dafuͤr! 2. Widerſpenſtig ſeinem ruf, Hab ich meinen gott betruͤbet, Ihn, der mich zum gluͤck erſchuf, Und mich ſtets ſo treu geliebet: Ich verdie⸗ ne ſtraf und tod, Den er fre⸗ 3. Dennoch nimt der guͤtge mich Wieder auf zu ſeinem kinde; Heut vergiſſt er vaͤ⸗ terlich Seines zorntz und meiner ſuͤnde; Gibt durch ſeiner boten hand Mir der gnade unterpfand. 4. Tag der wonne, heiligs mahl, Ewig will ich dein gedenken! Meines jeſu to⸗ desquaal Soll mir troſt im leiden ſchenken, Und mein leben ſoll allein Seinem dienſt gewidmet ſeyn. XX. Von der chriſtlichen Kirche. . Ach gott! vom him 216. A mel ſieh darein, Wie wenig herzen ſind noch armen. Dein theures wort haͤlt man fuͤr ſpott; Em⸗ Will deinen ſohn nicht ken⸗ nen. 10„ 2. Die anſtalt, ſo die gna⸗ de traf, Von aller macht des boͤſen, Und aller wohl⸗ verdienten ſtraf Die men⸗ ſchen zu erloͤſen, Betrachtet man als ein gedicht, Und ſcheut und ſchaͤmt ſich end⸗ lich nicht, Es oͤffentlich zu ehrlichkeit, Die edles denken uͤbe, Ja glaͤnzender recht⸗ ſchaffenheit In warmer men⸗ ſchenliebe, Und zaͤhlt auf anad und huld bey gott, Auch ohne ſeines ſohnes tod Und ſeinetz geiſtes gnade. 4. Gott ſiehts, und ſpricht: bald kommt die zeit, Daß ich dem frevel ſteure, Da⸗ mit ſich in der chriſtenheit Kein heidenthum erneure. Indeſſen greif den ſchnoͤden wahn Mein wort mit ſtar⸗ ken waffen an Und bleib un⸗ uͤberwindlich!! 5. O herr, beſchuͤtz uns, daß uns nie Das frevelnde geſchlechte In ſeine ſchlaue netze zieh, Nie unter uns 8. Man ruͤhmt ſich großer eee . 5 ſich flechte: Denn alle bos⸗ — 8 10 Eyſte Abtheilung. beit wächſt geſchwind, Wo 3. Auch deine feinde, die frecher ſpott erſt kraft ge⸗ winnt; Sein gift ertoͤdtet ſeelen. 6. Ja, daͤmpfe ſelbſt, du ſtarker gott, Die dir die eh⸗ re rauben. O jeſu chriſt, bey ihrem ſpott Staͤrk kraͤf⸗ tig unſern glauben. O heil⸗ ger geiſt, verleih uns gnad, Daß wir ſtets auf dem ſchmalen pfad, Von dir ge⸗ leitet, wandeln. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛec. oder: Herr jeſu chriſt, du ꝛc. 762 17. Die feinde deines kreuzes drohn, 10 Dein reich, herr, zu verwuͤ⸗ ſten; Du aber, mittler, gottes ſohn, Beſchuͤtzeſt dei⸗ ne chriſten. Dein thron beſtehet ewiglich: Vergeblich wird ſich wider dich Die ganze hoͤlle waffnen. 2. Dein reich iſt nicht von dieſer welt, Kein werk von menſchen kindern: Drum konnte keine macht der welt, Herr, ſeinen fortgaug hin⸗ dern. Dir koͤnnen deine haſſer nie Dein erbe rau⸗ ben; ſelbſt durch ſie Wird es vergroͤßert werden. 3. Weit wollſt du deine harrſchaft noch In dieſer welt verbreiten, Und unter dein ſo ſanftes joch Die voͤlker alle leiten! Vom auf⸗ gang bis zum niedergang Being alle welt dir preis und dank, Und glaub an deinen namen, e es dich ſchmahn, Die frevelnd ſich empoͤren, Laß deiner gnade wunder ſehn, Daß ſie ſich noch bekehren. Lehr ſie, mit uns gen himmel ſchaun, Und unerſchuͤttert im ver⸗ traun, Auf deine zukunft warten. 5. Uns, deine chriſten, wol⸗ leſt du Veſt in der wahrheit gruͤnden, Daß wir durch ſie heil, troſt und ruh Fuͤr un⸗ ſre ſeelen finden! Mach un⸗ ſers glaubens uns gewiß: Vor irrthum und vor fin⸗ ſterniß Bewahr uns, weil wir leben! 6. Ein reines herz ſchaff in uns, herr, Ein herz nach deinem willen, Und lehre taͤg⸗ lich williger Uns dein ge⸗ bot erfuͤllen! Gehorſam dei⸗ ner vorſchrift ſeyn, Und dann uns deiner gnade freun, Sey unſer heil auf erden! 7. So wird dein volk dir unterthan, Und lernt die ſuͤnde meiden, Und du fuͤhrſt es auf ebner bahn Zu dei⸗ nes reiches freuden: Und herrlich wird in dieſer zeit, Noch herrlicher in ewigkeit Dein großer name werden. Mel. Ein veſte burg iſt unſer de. * 5 f in ſtarker ſchutz 71 8•0 iſt 2 gott! Auf ihn ſteht unſer hoffen. Er hilft uns treu aus aller 39 76. 2 1 noth, 2 1 379. i 2 Nat muten 0 10 ihn fült;. bald berloren: 4 flux unt ruhte u gott ſcht k Fi d e Ei pol uns hoch . fille. Ur 6. 2 0 70 Neneme te . ͤK:111...]⁰—ꝛgMu)V f. Fan 1 glach feln find 5 haft zeſus chef err ſchth,(. berup get, erg ſcg bene 1 lud van bie fille wir, lh ib beschlagen: ten it uns niche Man der fut e 0 ſhen gen Utz doch ſchrecte t r E wott ken 11 1 vont 1 ib ſoge get Mer; g ben Dew aß! ber fake“ t un steg g rn ſe del ach kind und we ufhund ehr; S dh iſ 5* is mehr enn 10 Semen* 210, Etkalt 1 ge dine i. uf deine gh eine ehrſſey * U. leſt l in der wah grun heil, F eim ruh gh ee ſeh Anden! Mah: bers( ens ung 4 7. 14 n rler 00 f 4 if 5 10 Der Fm und on tern? wahr un, wir li 16.8 in un Ar, Ein hetzn eines herz deinen S en, Und ice lich/ Ir Uns del ner. ſeyn,. dann— deiner g freun y unſer fel erden 1.6 ird dein bol unter 1 Und len funde Den, Und hf es 1(er bahn J nes 1 8 freuden! bert td in diele Noch S cher in fal dein e r name bal Mel.. ſte burg 0 1 1 6 Daß wir du 8 dot ei II Gehorſinſ, faͤllen. 4. Das wort ſteht veſt! 0 0 0 E An * e— — 2— xx. von der chriſtlichen Kirche. — 8— — ä 5 2 F.— 161 noth, So uns hat je betrof⸗ fen. Satan, unſer feind, Der wit ernſt es meynt, Ruͤſtet ſich mit liſt, Trotzt, daß er maͤchtig iſt. Ihm gleicht kein feind auf erden. 2. Nicht unſre macht iſts, die ihn fallt; Wir waͤren bald verloren: fuͤr uns der rechte held, Den Es kaͤmpft uns gott ſelbſt erkoren. Fraͤgſt du, wer er iſt? Er heißt jeſus chriſt, Der herr zebaoth. Er, unſer herr und gott, Er muß den ſieg behalten. 3. Und wenn die welt voll feinde war, Und wollten uns verſchlingen: So fuͤrch⸗ ten wir uns nicht ſo ſehr, Es ſoll uns doch gelingen. Wenn der fuͤrſt der welt Sich ſchon grimmig ſtellt, Uns doch ſchreckt er nicht, Er iſt ja laͤngſt gericht't. Ein wort kan die ſtolze welt Mag noch ſo heftig toben! Der herr mit uns! der ſtarke held! Der gibt uns ſieg von oben. Toͤdten ſie den leib, Neh⸗ men kind und weib, Rauben guth und ehr: Sie nehmens! was iſts mehr? Uns muß der himmel bleiben! Bekannte Melodie. ihn ſchon 219. Erbalt uns, herr, bey deinem wort! Wehr aller feinde liſt und mord, Die jeſum chriſtum, deinen ſohn, Vom throne frech zu ſtuͤrzen drohn. 2. Zeig deine macht, herr jeſu ehriſt! Der du herr aller herren biſt; Beſchirme deine chriſtenheit, Daß ſie dich lob in ewigkelt. 3. Gib, heilger geiſt! uns einen ſinn, Nim alle zwie⸗ tracht von uns hin. Vor deines wortes licht und macht Entflieh des wahns und irrthums nacht! 4. Herr! laß uns dir be⸗ fohlen ſeyn In aller noth; wir ſind ja dein. Erhalt im glauben uns getreu; Mach uns nur von der ſuͤn⸗ de frey. 5. Laß alle welt erkennen doch, Du, ünſer herr gott, lebeſt noch, Und ſtehſt bey deiner kirche veſt, Die ſich allein auf dich verlaͤſſt. mel. Es woll uns gott genaͤdig. s wolle gott uns 220. E gnaͤdig ſeyn, Und ſeinen ſegen geben. Mit ſeines wortes hellem ſchein Erleucht er uns zum leben. Laß uns erkennen, unſer goit, Dein großes werk auf erden; Laß jeſu chriſti heil und tod Erkannt von allen werden, Und alle ſich be⸗ kehren. 1 2. So danken dir, und lo⸗ ben dich, O gott, die voͤlker 2 i 0 0 85 i J alle; . ͤ—— 162 Erſte Abtheilung. —* r—— 3 5 alle; Und alle welt erfreuet ſich, Und ſingt mit großem ſchalle, Daß du auf erden richter biſt, Die ſuͤnd nicht laͤſſeſt walten, Und daß dein wort das mittel iſt, Uns alle zu erhalten, Und uns zu dir zu fuhren. 3. So danke, gott, und lobe dich Dein volk durch gute thaten. Es bringe frucht und beſſre ſich; Dein wort laß wohl gerathen. Der vater ſegn' uns und der ſohn, Und der, ſo herrſcht mit beyden! Es ſegn' uns gott von ſeinem thron, Troͤſt Uns in allen leiden, Und helf uns ſelig ſterben. Mel. Herzliebſter jeſu, was de. oder: Iſt auch ein gott, ꝛc. Nr. 2. 551 Laß doch, o jeſu, 221. L laß dein reich auf erden Unter den ſuͤndern ausgebreitet werden! Schen⸗ ke noch ehe„ deiner leiden wegen, Leben und ſegen. 2. Gib ihnen gnade, dich recht zu erkennen, Daß ſie dich glaubig ihren heiland nennen; Gib ihnen eifer, deinen guten willen Treu zu erfuͤllen. 5 3. Laß ſie dein wort mit frommer achtung ehren: Denn es verkuͤndigt deines mundes lehren. Außer ihm ſuchen ſterbliche vergebens Worte des lebens.* 4. Gfeure, erbarmer! dei⸗ ner feinde grimme; Warne die deinen vor des irrthums ſtimme; Lehre ſie pruͤfen, lich vermeiden. 5. Sey du ihr licht in ih⸗ ren finſterniſſen; Heile ſelbſt ihr verwundetes gewiſſen. Schlaͤgt oft ein kummer ih⸗ re herzen nieder, Staͤrke ſie wieder! 6. Schuͤtze uns maͤchtig mitten unter boͤſen, Bis du von ihnen ganz wirſt uns gang der verklaͤrten from⸗ men Frohlockend kommen. In voriger Melodie. „Schutze die deinen, 222. S die nach dir ſich nennen, Und dich, o jeſu, vor der welt bekennen. Laß verheiſſen, Nichts ſie eut⸗ reiſſen. 2. Laß deine wahrheit rein verkuͤndigt werden; Mach ihre ſiege herrlicher auf er⸗ den. Gib muth und weis⸗ heit denen, die ſie lehren, Dein reich zu mehren. 3. Du haſt noch niemals, herr, dein wort gebrochen; Fuͤhre die deinen, wie du ſelbſt verſprochen; Fuͤhre ſie endlich aus dem kampf hie⸗ nieden Zum ewgen frieden. 4. Ewig, o beiland, ſey dein nam erhoben! Ewig frohlockend muͤſſe dich einſt loben, 1 O du beſchirmer dei⸗ daß ſie falſche freuben Kluͤg⸗ erloͤſen; Bis wir zum um⸗ 1 deinen haͤnden, wie du ſelbſt „ee 2B den gh m nad len duni Tclt geh, E 1 Dean. ung alfa 2 Ju ci dür du men nbi zum voll dhe dhe at; E ge chriſenhet;. me N. eon a erloſ Bis wir I gauf S verklärten mitt fer boͤſen, 0 307 * dert, Nacht fel reiſſ verk t werden; den.“ ih muth ua heit un, die seh Dells h zu mehtn 3. at noch nn bern!“ un work gel Fh e deinen, eld a prochen; 5 aas dem kann endl; im even fil, nied „ ball, dein= ethoben; 7 müͤſſe 5 ft ein 1 ganz wü men; Slockend kan niger Melt, ewigkeit! 2. heine wahlt ihre r herrlichtt ain ſtreiten; aller obrigkeit Fried und —— PP. c.—————————ĩ XX. Von ber chriſtlichen Kirche. 8 — deiner ſchwachen heerde, Himmel und erde!!! mel. Nun danket alle gott ꝛc. zehr groß, herr, 223. S iſt die buld⸗ Die du an uns erwieſen: Sey dafuͤr inniglich Gelo⸗ bet und geprieſen! O pflanz dein wort in uns, Daß es je mehr und mehr Recht reiche fruͤchte bring Zu dei⸗ nes namens ehr! 2. Im glanze deines lichts Laß uns hienieden wallen, Zu unſerm wahren heil Und dir zum wehlgefallen! Breit deine lehre aus; Schutz deſ⸗ ne chriſtenheit; Und fuͤhr uns alleſamt Zum licht der e. In bekannter Melodie. Jerleih uns frie⸗ 224. V den gnaͤdiglich, Herr gott, zu unſern zeiten! Du kanſt alleine maͤchtig⸗ lich Fuͤr unſre wohlfahrt Nur du, herr! kanſt es alleine. 1 2. Gib unſerm fuͤrſten und gut regiment, Daß wir un⸗ ter ihnen Ein geruhiges und ſtilles leben führen moͤgen In aller gottſeligkeit und ehrbarkeit. Amen. feier o. 7g. Mel. Ein veſte burg iſt unſer ꝛc. enn ehriſtus ſei⸗ 225. Weiche ſchagt, 163 So mag die hoͤlle wuͤthen; Er, der zur rechten gottes ſitzt, Hat macht, ihr zu ge⸗ bieten. Er iſt mit huͤlfe nah; Wann er gebeut, ſtehts da. Er ſchuͤtzt, zu ſeinem ruhm, Mit macht ſein chri⸗ ſtenthum; Mag doch die hoͤlle wuͤthen! 2. Gott ſieht wohl fuͤrſten auf dem thron Sich wider ihn empoͤren, Die den ge⸗ ſalbten, ſeinen ſohn, Den herrn der welt, nicht eh⸗ ren. Von ihrer macht be⸗ thoͤrt, Durch wohlluſt ganz verkehrt, Iſts chriſtentbum ihr ſpott: Doch duldet ſie noch gott, Ob ſie ſich gleich empoͤren. 1 3. Der frevler mag die wahrheit ſchmaͤhn, Uns kan er ſie nicht rauben. Der unchriſt mag ihr widerſtehn, Wir halten veſt am glauben. Gelobt ſey jeſus ehriſt! Wer hier ſein juͤnger iſt, Sein wort von herzen haͤlt, Dem kan die ganze welt Die ſeligkeit nicht rauben. 5 4. Auf, chriſten, die ihr ihm vertraut, Laſſt euch kein drohn erſchrecken! Er, wel⸗ cher von dem himmel ſchaut, Wird uns gewiß bedecken. Der herr, der hoͤchſte gott, Haͤlt uͤber ſein gebot, Gibt uns geduld in noth, Und kraft und muth im tod: Was will uns dann erſchrek⸗ ken. 1 4 L 3 XXI, Vom Erſte Abtheilung. Vom Tode. 0 ue Melodie. herrlichkeit verbluͤht. Und wer kas den himmel erben, Der zuvor den tod nicht ei . Vaterland verklaͤrter frommen, Heil, unſterblich⸗ keit und ruh, Was kein ſterb⸗ licher vernommen, Gottes ſieht? Staub wird dieſer heil gewaͤhreſt du! Freuden⸗ leib von erde; Doch, damit er himmliſch werde, Wird er einſt von gott erneut, Und zieht an unſterblichkeit. 2. Darum will ich dieſes leben, Wann es meinem gott beliebt, Willig ihm zurüͤcke geben, Ihm, der mir den himmel gibs. Hab ich doch in jeſun wunden Gnade, heil und ruh gefunden, Und mein troſt in todesnoth Iſt des großen mittlers tod. 3. Und wer kan mich ihm entreiſſen? Mein iſt er, und ich bin ſein. Er erfullt, was er verheiſſen; Sein doll ich mich ewig freun. Ja mir ſolls durch ihn gelingen, Mich zu ihm empor zu ſchwingen; Freudenvoll vor ihm zu ſtehn„Seine herr⸗ lichkeit zu ſehn. 4. Da, da iſt das freuden⸗ leben, Wo viel tauſend ſee⸗ len ſchon, Mit des himmels glanz umgeben, Gott vor ſeinem hoͤchſten thron Dank und preis und ehre bringen, Und mit allen engeln ſingen: Helis, heilig heilig beißt ernten ſchenkt gott denen, nen; Alle thraͤuen trocknet er, Suͤnd und elend ſind nicht mehr. 6. Ich entbrenne von ver⸗ langen, Was ich glaub, im licht zu ſehn, Jene krone zu empfangen„ Bald erhoͤret gott mein flehn. Dieſe huͤtt zerfall in ſtaube! Ich, ich weiß, an wen ich glaube; Mir iſt ſterben ein gewinn, Denn zum vater geh ich hin. 7. Welche troͤſtung, das zu wiſſen! Dieſer großen hoff⸗ nung voll, Zag ich nicht in kuͤmmerniſſen, Die ich hier noch dulden ſoll. Leicht und kurz ſind dieſe leiden, Sie verwandeln ſich in freuden, Wenn ich chriſtlich ſie er⸗ trug, Bis gott n es iſt genug! Mel. Ich hab mein ſach gott ꝛc. 28 Dein ſind wir gott, 227. D in ewigkeit: J deiner hand ſteht unſre zeit Eh zeiten waren, ward ſchon mir Mein leben hier, 6 Die erſt hier geſaͤt mit thraͤ⸗ 15 du enn Get, der vater, ſohn und 226. Auf menſchen muͤſ⸗geiſt! ſen ſterben, Ihre 3 — ficgteſlch! 6 U iin wa 15 ale daun ehe 0 In en! 5 10 legten 4 rt kin e 01 4 . e 0 0 d a, shes 1 uus den m. 4 feudig dull: 98s doch gut!! . Naeh gf K ih June e ii bu, Uub laß aun daten, zun, Auf u ech uns ſhaun. Au himmel geit ih us, wan be ſehß, e der in leg 0 110 1b 0 fi al g den gx 1 chien ge aich der hellg, 0 1 F kan wol 1 5 che elne ga* 0 fe ut 8 luſter 10 fange faben h licht: 1 ider— ommen, 0 dellg Stift dul z ernte e enkt gott U e Tier geſät nen; I thraͤnen h er, J und ela 6. J brenne n vat langt Was ich glag ücht n, uu apf, Bald gott sflehn. Dick gest= ftaube! weiß an en ich glau, iſt ſte un gewing, zum geh ich hn 7. He ttöſtung wiſſe Dieſer groß ich nung= Zag ich uh nir 1 lun Sia, Die ch noch L. in ſoll. ach kurz( ieſe leider, verw B im ſich in ih Ben dchriſſlch mug! s gott ſpuh! ſt gl me.— hab men fich VFinſaa u 2200 in ewiglel wat) l ö baren, 90 0 N 7 Uhn n gem vertraun, graun, Auf unſer nahes ö dein Sid ſteht e troſt im tode nicht. XXI. Vom Tode. auch ſein ziel beſtimmt von dir. 2. Iſt dis erreicht, ſo ſchaue dann Erbarmend un⸗ fre ſeelen an! Hilf uns in unſter lezten noth, Herr, unſer gott! Ein ſanfter ſchlaf werd uns der tod! 3. Begleitet ihn der krank⸗ heit ſchmerz, So ſtaͤrke das beklemmte herz. Selbſt in der ſchmerzen groͤßten wuth, Gib uns den muth, Der freudig denkt: gott machts doch gut! J. Verleih gelaſſenheit und ruh! In unſern herzen woh⸗ ne du, Und laß mit freudi⸗ Und ohne grab uns ſchaun. g. Sey von uns ſchwachen dann nicht fern! Zeig uns den himmel, geiſt des herrn! Laß uns, wann wir zum vater flehn, Getroͤſtet ſehn, Wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 8 6. Ach, gnad ergehe dann fur recht! Denn von dem menſchlichen geſchlecht Iſt auch der heiligſte nicht rein. Wer kan wol dein, Gott, ohne deine gnade ſeyn? O ſey uns dann nicht fuͤrchterlich! Erbarme, va⸗ ter, unſrer dich! Wann un⸗ ſer auge ſterbend bricht, Leit uns dein licht: So fehlt uns 5— 1 Mel. Von e ich nicht ꝛc. 2er lezte meiner 228. D tage Iſt mir viel⸗ leicht nicht fern: O dann wird meine klage Ein lobge⸗ ſang dem herrn! Vollbracht iſt dann mein lauf: Ich tre⸗ te zu dem throne, Und gott ſetzt mir die krone Der uͤber⸗ winder auf. 2. Fuͤr ſeines reiches erben Hat je ſus mich erklart: Was fuͤrcht ich mich zu ſter⸗ ben, Wie er mich ſterben lehrt? Mir iſt der tod ge⸗ winn! Daß ich ganz gluͤck⸗ lich werde, Entſchwing ich mich der erde, Und geh zum himmel hin. 5 3. Nicht mich, nur meine buͤrde, Verſchlieſſt die finſtre gruft. Mich hebt zu hoͤh⸗ rer wurde Mein vater, der mich ruft. Er ruft mich durch den tod: Der reift die ſuͤndenglieder, Den traͤ⸗ gen leib, danieder: Mich ſelbſt fuͤhrt er zu gott. 4. Ich, der gefahr entron⸗ nen, Geh aus dem kampf hervor. Hoch uͤber alle ſon⸗ nen Hebt mich mein glaub empor. reihn Der engel, meiner Da tret ich in die brüder: In ihre hohen lie⸗ der Stimm ich mit jauch⸗ zen ein. 88. 5. Gott ſchaut von ſeinem throne Mit huld auf mich herab, Dem er in ſeinem ſohne Bas recht der kind⸗ 23 ſchaft 166 Erſte Abtheilung. ſchaft gab. In ſeiner ewig⸗ keit Wird er zu groͤßern freu⸗ den Mich einſteus ſicher lei⸗ ten, Wenn ich mich ihm geweiht. 6. Die leiber ſeiner from⸗ men Sind ſaat, von gott geſaͤt: Die freudenzeit wird kommen, Da reif die ernte ſteht. Dann wird der ernte⸗ tag Ein neues ewges leben Auch meinem ſtaube geben, Der tief im tode lag. 7. Mit dir ſteh ich im bun⸗ de, Herr, meines lebens fuͤrſt, Der du mir einſt die ſtunde Des todes ſenden wirſt! Er⸗ halt mich ſtets bereit Im glauben deiner frommen: Laß dann die ſtunde kommen, Die mich und ſie erfreut. 8. Dann geh ich, frey von Jummer, Des todes dunkle bahn: Mir bricht nach kur⸗ zem ſchlummer Ein ewger morgen an. Heil mir, er iſt nicht fern, Der lezte meiner tage! Er kommt, und meine klage Wird dem herrn. lobgeſang mel. Beſiehl du deine wege. oder: Valet will ich dir geben. 9 Die auf der erde 229. D wallen,. D ie ſterblichen, ſind ſtaub; Sie blühen auf und fallen, Des todes ſichrer raub. Verbor⸗ gen iſt die ſtunde, Da got⸗ tes ſtimme ruft; Doch jede, jede ſtunde Bringt naͤher uns zur gruft. 1 ſchon bricht: 2. Getroſt gehn gottes kin⸗ der Die ſchreckenvolle bahn, Zu der verſtockte ſuͤnder Ver⸗ zweiflungsvoll ſich nahn: Wo ſelbſt der freche ſpoͤtter Nicht mehr zu ſpotten wagt, Und vor dir, ſeinem retter, Er zittert und verzagt. 3. Wann, dieſe bahn zu gehen, Dein will einſt mir gebeut; Wann vor mir of⸗ 3 ſtehen Gericht und ewig⸗ keit; beben Und wann mein herz Herr, uͤber tod und leben! O dann ver⸗ laß mich nicht! 17 4. Hilf, todesüberwinder Hilf dem in ſolcher angſt, Fuͤr den du, heil der ſuͤn⸗ der! Selbſt mit dem ode rangſt! Und wann des kam⸗ pfes ende Gewaltiger ihn faſſt, Nim ihn in deine haͤn⸗ de, Den du erloͤſet haſt. 5. Des himmels hohe freu⸗ den Ermiſſt kein ſterblich herz: O troſt fuͤr kurze lei⸗ den, Fuͤr kurzen todes⸗ ſchmerz! Dem ſuͤnden⸗ uͤber⸗ winder Sey ewig preis und dank! Preis ihm, der fuͤr uns ſuͤnder Den kelch des todes trank. 6. Heil denen, die auf er⸗ den Sich ſchon dem himmel weihn; Die, aufgeloͤſt zu werden, Mit heilger furcht ſich freun! Bereit, es ihm zu geben, Wann gott, ihr gott, gebeut, Fließt dis ihr ſterb⸗ Wann meine kraͤfſe ö 1 2 f 1 1 4 5 35 br . 7, le 2 Dum gib, daß de ze dummen be b. 1. Daß M, N wann n Ee begehen ö g diezet de we Mulch gar bars alunt: Dat fl wicht eh, ec ilhegrgt zu eh , Heer hob ich u kennen, Mel 55 czas g dat peltluſt zuen! un den himmel Jun Omache mich ba nich der tor 18 ſechg, 17 zen, dir don tung kr 5 ede den—ſſt kein sag ad herz; ng den, ſchm win dank uns todes Sit 1 des den or 5 et- werd lelt; an; 1— 1 30 — 4 0 I fut, Flle 1 — wann mh au 4. J Ikodesühernh Hilf in ſolche U du, heil hu det! Wbſt mit ben ind wann hel l pfes. Gewagt a- faſſt ihn in hefe de, Ln erlöſethaf ſimmels hohe A oſt für a kurzen i E dem ſuͤnter en ewig pu 0 eis ihm, 0 ö ur Den la l.* enen, dien Shen den iu Jie, aufßell Mit helge fi — 2 Bertl 4% Wan 1 4 ö der zeit Zu meinem tode ſey um den himmel zu bemuͤhn: O mache mich dazu geſchickt, Eh mich der tod der welt entruͤckt. ſelbſt es himmelwaͤrts. XXI. Vom Tode. ſterblich leben Hin zur un⸗ ſterblichkeit. n Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. N Du, herr und va⸗ 230. D ter meiner ta⸗ ge! Du weißt, daß ich, dein ſchwaches kind, Des todes keim in gliedern trage, Die irdiſch und zerbrechlich ſind: Drum gib, daß ich zu je⸗ 2. Daß du, o hoͤchſter, meinem leben Ein mir ver⸗ borgnes ziel beſtimmt; Und daß die zeit, die mir gegeben, Vielleicht gar bald ein ende nimmt: Das floͤße mir die weisheit ein, Recht fuͤr mein heil beſorgt zu ſeyn. 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, Mein herz von funden abzuziehn, Mich von der weltluſt zu entfernen Und 4. Nicht auf der erde, ſon⸗ dern droben Bey dir, gott, meiner ſeele theil, Iſt mir das beßte aufgehoben; Dort iſt fuͤr mich vollkommnes heil; Da, wo dis heil iſt, ſey mein herz! Herr, lenke 5. Hier allen ſuͤnden abzu⸗ ſterben; Zu leben der gerech⸗ tigkeit, Um einſt dein him⸗ melreich zu erben, Dazu 9 32 Mit dir muß 40 laß meine ſterblichkeit Mir ſtets, mein gott, vor au⸗ gen ſeyn, Und deine huͤlfe mich erfreun. 6. Willſt du mich laͤnger le⸗ ben laſſen, So laß es mir zum heil geſchehn: Doch, ſoll ich heute noch erblaſſen, So hoͤre, vater, auf mein flehn! Sey, wann mein herz im tode bricht, Mein troſt und meine zuverſicht. 7. Dir will ich gaͤnzlich mich ergeben, Dir, deſſen eigenthum ich bin; Biſt du, mein heiland, nur mein le⸗ ben, So bleibt ſelbſt ſter⸗ ben mein gewinn. Ich lebe dir, ich ſterbe dir; Sey nur mein troſt, ſo gnuͤget mir. rel. Beſiehl du deine wege ze. oder: Valet will 15 ich mich ern will ich mich 23 1. G ergeben, Dich zu verlaſſen, welt, Ich geh zum beſſern leben, So bald es gott gefallt. Was waͤrs, das mich betruͤbte? Dort ſchau ich ewig den, Den meine ſeele liebte, Noch eh ich ihn geſehn. 2. Er ruft, zur zeit der ſchmerzen, Uns voll erbar⸗ men zu: Kommt her, be⸗ ladne herzen, Zu mir, und findet ruh. Dis wort aus deinem munde, Laß, herr, mich zu erfreun, In meiner lezten ſtunde Mir geiſt und leben ſeyn. 5 es mir gluͤk⸗ Erſte Abtheilung. 8 kan Den kampf zu uͤber⸗ ehn. Im glaubigen ent⸗ zuͤcken Laß meine ſeele ſehn, Wie im gericht fuͤr ſünder, Du mit dem tode rangſt, Und wie du, uͤberwinder, All⸗ maͤchtig ihn bezwangſt. 4. Der frohe ſiegsgedanke: Wo iſt dein ſtachel, tod? Staͤrk mich, daß ich nicht wanke In meiner todes⸗ noth! So iſt, obgleich ich ſterbe, Doch ſterben mein gewinn. Ich bin des him⸗ mels erbe; Dein wort ſagt, daß ichs bin. 5. Du biſt der herr des le⸗ bens, Ich aber bin ja dein: Kan denn dein blut verge⸗ bens Fuͤr mich vergoſſen ſeyn? Dir trauet meine ſee⸗ le, Dich lobt, was in mir iſt, Erloͤſer meiner ſeele, Der du die liebe biſt. mel. Mit fried und freud 8 5 zetroſt und freudig 232. G geh ich hin! In gottes willen Ergeb ich mich; 125 deß ich bin, Wird erfuͤl⸗ en, verhieß. ein ſchlummer. 2. Erbarmend ſprach der herr zu mir: Dir iſt verge⸗ ben! Mein heil, mein friede ſey mit dir, Du ſollſt le⸗ ben! Fuͤrchte nichts: denn du biſt mein, Ich habe dich erloͤſet. 3. Dis iſt mein troſt: ich U Was er gnaͤdig mir Der tod iſt mir bin erloͤſt Und gottes erbe! Ich weiß, daß er mich nicht verſtoͤßt, Wann ich ſterbe. Dich mit deinen ſchrecken, tod, Werd auch ich uͤber⸗ winden. 4. Er iſt mein fels, auf ihn allein Will ich vertrauen. Ich ſehne mich bey ihm zu ſeyn, Ihn zu ſchauen Duͤr⸗ ſtet meine ſeele lang, Und dort ihn anzubaͤten. 5. Im lezten ſchlummer ſoll der tod Mich nur ent⸗ kleiden. Dann komm, o tag 7 Tag der freuden! Ganz un⸗ ſterblich, wonnevoll, Fall ich vor ihm dann nieder. Mel. Jeſus, meine zuverſicht. Kerr, ich bitte, ſtaͤr⸗ 233. H ke mich, Denn [des todes ſchrecken nahen, Und das grab eroͤffnet ſich, Meine glieder zu empfahen. Staͤrke mich mit deiner macht, Denn um mich wird alles nacht! 2. Lindre, wenn es dir ge⸗ faͤllt, Meine leiden, meine ſchmerzen! Laß die freuden dieſer welt Seyn verbannt aus meinem herzen! Steu⸗ re jeden eitlen ſinn, Daß der tod ſey mein gewinn! 3. Troͤſte mich mit jeſu tod, Troͤſte mich mit jeſu wunden, Daß ich in der lez⸗ ten noth, Daß ich in den lezten ſtunden, Wann mein mat⸗ beſtimmt von gott, ee 34. Walk dien Deu ——— ne hub, a bebte age cn bogen dh holiget W 3 10 ö 5. 1 aß bab zn guf eh 1 2. Mech tin funden! Men ſub se in, cal nir bee fur bet gugeblle Neſz ich nuch no. 1 fen, 1 3 f be e iat Nich, nen ile betgeſin, Wan bat ſeh de et, f zugeweſen; iet bun und ge. ö figen uch l 4. Rhe nich be luft, Mur fla kr an F. imd duke elner ſcäctet dan W 1 b 3. Deine cu 4 date nich g chens! Ach en hel bez 5 niger ſele 5 da, ve ihn all aß et mic f 1% N 5 ann 0 % an fe windel auch Ich iy 0 4 r imein filz 0 Ich ſe ue vertan 23 3 Ar, ich bun p ke nich, de des tl.— ſchrecktn ni Und de ab erbffue ſh Mein E per zu eupſi Sta ich mit d macht nn um mich alles 1 2. 9, wenn eh fällt, ne leiden, u. ihne EN Laß die fil dieſer S Sehn val aus u 1 herzen e in u E Daß ic bn 1 feen, Ae iel. I. 8, meine zn te je len fun, f. der to.cn mein gern, 3./ mich nl“ od, e nich nt wund„ aß ich in bag xxl. vom Tode. mattes herze bricht, Stand⸗ haft gehe zum gericht! In voriger Melodie. 2 3 4. Heu ich hab aus deiner treu, Mir zum heil, noch zeit in haͤn⸗ den. Gib, daß ich befliſſen ſey, Sie auch weislich an⸗ zuwenden; Denn wer weiß, wie bald zur gruft Deiner vorſicht wink mich ruft! 2. Unaus ſprechlich ſchnell entfliehn Die mir zugezaͤhl⸗ ten ſtunden! Wie ein traum ſind ſie dahin, Und auf ewig mir verſchwunden; Nur der augenblick iſt mein, Deßzich mich noch jezt kan freun. 3. Laß bey ihrer fluͤchtig⸗ nie vergeſſen, Wie unſchaͤtz⸗ bar ſey die zeit, Die du hier uns zugemeſſen; Wie, was hier von uns geſchieht, Ew⸗ ge folgen nach ſich zieht. 4. Reize mich dadurch zum fleiß, Eh die zeit des heils verlaufen, Mir zur wohl⸗ fahrt, dir zum preis, Jede ſtunde aus zukaufen, Die zu meiner ſeligkeit Deine gna⸗ de mir verleiht. 5. Deine ſchonende geduld Trage mich hier nicht ver⸗ gebens! Ach, vergib mir meine ſchuld, Daß ſo man⸗ chen theil des lebens Ich zu meiner ſeele wohl Nicht ge⸗ braucht ſo, wie ich ſoll. — 2 6. Laß mich meine beſſes rung Fuͤr mein hauptge ſchaͤf⸗ te achten, Und nach reiner heiligung Mit ſo treuem eifer trachten, Als errbarte⸗ te noch heut Mich gericht und ewigkeit. 7. Deine gnade ſteh mir bey, Daß mein leben auf der erde Reich an tugend⸗ fruchten ſey, Und ick) reif zum himmel werde. Nahet dann mein ende ſich, O ſo ſtaͤrk und troͤſte mich! mel. Vater unſer im him melr. Gerr jeſu ch riſt 235. H mein herr und gott! Der du erlitteſt angſt und ſpott, Fuͤr mich den tod des kreuzes ſtarbſt Und mir keit Mich, mein gott, doch des vaters huld erwarbſt: Ich bitt, kraft deiner todes⸗ pein, Du wollſt mir ſuͤnder gnaͤdig ſeyn! 2. Wenn ich nun komm in ſterbensnoth, Und ringen werde mit dem tod; Wenn mir vergehet mein geſicht, Und melue ohren hoͤren nicht; Wenn meine zunge nicht mehr ſpricht, Und mir vor angſt das herze bricht; 3. Wenn wein verſtand im dunkeln irrt, Und menſchen⸗ huͤlfe kraftlos wird: So ſteh im lezten angſtgeſchrey Mir, herr! mit deiner gnade bey, Verkuͤrze mir des todes quaal, Und fuͤhr mich aus 0 dem jammerthal. 2 4. Laß 169 Erſte Abtheilung. r Laß deinen geiſt ſtets bey mir ſeyn, Und ſeinen troſt mein herz erfreun, Bis 72 die ſeel vom ſeibe trennt: Dann nim ſie, herr! in deine haͤnd; Der leib ruh in der finſtern aruft, Bis einſt dein geoßer tag ihn ru ft. 5. Dann laß ihn fröhlich maße rſtehn, Und mich bein guaͤdig antlitz ſehn. Ge⸗ denke nicht mehr meiner ſchuld, Gedenk an deine lieb und huld: Das leben,(herr! ich traue dir) Berheißt dein eignes wort ſelbſt mir. 6. Vergib mir nur, herr! meine ſchuld: Schenk mir zum kampf muth und ge⸗ duld, Mach meinen glauben ſtark und veſt, Wann mich die ganze welt verlaͤſſt; Und bricht alsdann der tod her ein, So laß ihn 1 und ſelig ſeyn. Mel. O ew igkeit, du donnerwort. Ich bin ja, berr, 236 J in deiner macht: Du haſt mich an das licht gebracht, Du ſorgeſt fuͤr mein leben. Du kenneſt meiner tage zahl, Weißt, wann aus dieſem thränen⸗ thal Mein geiſt ſich ſoll er⸗ heben. Wo, wie und wann ich ſterben ſoll, Das weißt du, herr des lebens, wohl. 2. Wer wird in meiner lezten pein Mich ſuͤnder troͤ⸗ nicht erloͤſen. ſten, mich erfreun, Mir wuth und hoffnung geben? Wer nimt ſich meiner ſeele an, Wann ich von dem, was ich gethan, Gott rechenſchaft ſoll geben? Wer iſt, der alsdann fuͤr mich ſpricht, Tbuſt du es, o mein heiland, nicht? 3. Mich duͤnkt, da lieg ich ſchon; ich ſeh, Daß ich am ſinſtern grabe ſteh, Mit to⸗ desangſt umgeben: Der au⸗ finſterniß umhuͤllet mich; Ein traum iſt dann mein leben. Dort ſchweigen mei⸗ ne ſuͤnden nicht; Sie for⸗ dern mich vor dein gericht. 4. Ich hoͤr bereits des rich⸗ ters ton, Ich ſehe mich vor ſeinem thron, Das urtheil mir zu ſprechen; Ich ſeh vor ſeinem angeſicht, Ich ſehe in dem hellſten licht Die reihe der verbrechen, Die ich in dieſer welt ge⸗ than: Wer iſts, der mich nun retten kan 25 N 5. Kein geld an arme ret⸗ tet mich; Und weint ich noch ſo bitterlich: Es kan mich Nein, ſeder wird als dann empfahn Nach dem, was er allhier gethan: Nichts ſchuͤtzt alsdann die boͤſen. Hier iſt gott zum verzeihn bereit; Dann Aber er gerechtigkeit. 6. Wie ſoll ich dann, 0 gott, beſtehn, Wenn* N 0 ih dich Ernte 2545 —— * 2 .—— 1 10 J ir la, nig befannt f alhegzithe 1 faden, 6 gen licht verdunkelt ſich, und eie zal melte dat uch gude ful 1 ha ich, weine f 0 eu, Zum we , 101 aut* 15 1 5 bald uuf an mich Musch, fehtete ſaub! Wie lech las ud 10 1 1. angel 4 and thorhe! 13. N 1 1 Aan N ſel em, 10 1 0 g abe r Nr i, 0 10 nid dit achte s mene 9 eben: Daz ert anhüͤlltt u Ein.it bann. leben.—t ſchweigen ſne ſün W—Aſcht; See dern Sor dein geh 4. N S bereits dea ters t c ſehe nn l Das unt nir z vor ſe.— angeſicht, ſehe item helfen Die 1 verbteht Die ile dieſer wilt than: its, de nun r an? 3. KK nicht, Na ö Nacht lt altden böſen. 1 derzeil! 1 10 ,, Ben 1 den lig S unkelt ſch chen; 0% ld an am tet 1 ind weintihn ſo bitt: Es kunt orb 4 A nenpfahn dem, F. ar allhier gen ier iſt gu it; Dam f 2 keit. * Lich dem XXI. vom Code. 171 das gericht willſt gebn, Und nach verdienſt mir lohneſt? Wie kan ich deiner ſtraf ent⸗ fliehn, Mich dir in deiner welt entziehn, Wenn du nicht meiner ſchoneſt? Ach, herr, ach geh nicht ins gericht! Verwirf mich armen fuͤnder nicht!!!! 7. Voll reu und buße ſuch ich dich. Errette, gott, be⸗ kehre mich, Und tilge meine ſuͤnden. Geheiligt ſey dir meine zeit, Dein dienſt ſey meine ſeligkeit. Ach, laß mich gnade finden! Gib, daß ich, meiner pflicht ge⸗ treu, Zum tode ſtets berei⸗ tet ſey. n mel. Vater unſer im himmelr. 2 3 75 A re„daß ich erblich bin; Mein leben welkt, wie gras, dahin. Wer weiß, wie un⸗ erwartet bald Des hoͤchſten ruf an mich erſchallt: Menſch, kehre wieder in den ſtaub! Wie leicht bin i des todes raub! 5 2. Wann man ins finſtre grab mich ſenkt Und meiner bald nicht mehr gedenkt: So bleibt, was irdiſch iſt, zuruck, Und haͤtte gleich der erde gluͤck Mich hier be⸗ ſtaͤndig angelacht, Und glaͤn⸗ zend vor der welt gemacht. 3. O thorheit! haͤtt ich mich verkannt, Und nach der erdenguͤther tand, Nach großem uͤberfluß gegeizt, Und von dem niedern ſtolz gereizt; Dem ſchnoͤden prunk der eitelkeit Mein herz und mein hemuͤhn geweiht! 4. Wie viele nimt dis blend⸗ werk ein! Herr, laß es fer⸗ ne von mir ſeyn. Ich uͤber⸗ gebe ganz mich dir; Hier bin ich, es geſchehe mir Nach deiner weisheit beſ⸗ ſerm rath, Die nur mein heil zur abſicht hat. 5. Der menſch, der oft ein ſtolzer thor, Schreibt kindiſch dir oft weisheit vor. Du liebſt ihn mehr, als er ſich liebt; Doch wenn ihm deine hand nicht giebt, Was ſei⸗ nem wahne gluͤcklich ſcheint, So denkt ſein herz, du ſeyſt ſein feind.„ ne 6. Der dich gemacht hat, ſorgt fuͤr dich! Nicht auf die erde ſchraͤnket ſich Des hoͤchſten große abſicht ein: lich ſeyn. Dis leben iſt ein augenblick; Ein fruͤhlings⸗ traum, ſein laͤng ſtes gluͤck. 7. Gedanke der unſterblich⸗ keit! Du hebſt uns uͤber welt und zeit. Erfuͤlle meine ganze bruſt, Wenn mich die lockung falſcher luſt, Vom guten abzufuͤhren ſtrebt. Wohl dem, der hier der tu⸗ gend lebt! 5 A 8. Die roſen um der laſter haupt Verbluͤhen, eh ihr ſklav es glaubt. Ihr ſchaͤnd⸗ 7 licher 172 Erſte Abtheilung. licher genuß entweiht; Und dauert doch nur kurze zeit. Nur freuden, die der himmel naͤhrt, Siad meiner ganzen ſorge werth. Mel. Herr jeſu chriſt, meins ꝛc. Ich weiß, mein en⸗ 238. 25 de nahet ſich: Mit jedem puls ſchlag ruͤckt die zeit, Die oft ſo ungenuͤtzt verſtrich, Mich naͤher hin zur ewigkeit. 5 2. Herr, lehre mich der ſtunden werth, Die du mir zugezaͤhlt, verſtehn; Laß keine, die mir noch gehoͤrt, Aus leichtſinn ungenuͤtzt ver⸗ gehn. 3. Und wann, von dir ge⸗ ordnet, daun Die richterliche ſtund erſcheint; So nim dich meiner ſeelen an, Du, mein erloͤſer und mein freund. 8 4. Verleihe ſterbensklug⸗ heit mir! Bon eitelkeiten abgewandt, Sey meine ſee⸗ le ganz bey dir, Der fuͤr mich ſtarb und auferſtand. 5. Mich ſtaͤrk, mein herz erbebt, Das fel⸗ ſenveſte glaubenswort: Ich weiß, daß mein erloͤſer lebt; — bin ich ewig hier und ort. 5 16 Es ſey mein herzlicher entſchluß, Mein leben mei⸗ ner pflicht zu weihn, Und bey 3 genuß, Mich dankbar gottes zu erfreun. ob auch 1 Mein ende komm fruͤh oder ſpaͤt, Wie es mein weiſer vater ſchickt, In deſ⸗ ſen hand mein leben ſteht; Ich weiß, daß mirs mit jeſu gluͤckt. mel. Wenn mein ſtuͤndle in ꝛe. Iſt nun auch mei⸗ 239 7. ſtunde da, Von dieſer welt zu ſcheiden: So ſey mit deiner huͤlfe nah, den! Nim du dich meiner ſeelen an, Dir uͤbergeb ich ſie alsdann, O jeſu, mein erloͤſer! 2. Sind meine ſuͤnden dann vor mir, Druͤckt ihre laſt mich nieder: So iſt mein ſeufzen auch vor dir Und du erhebſt mich wieder. Ich denk in meiner tiefen noth An deine liebe bis zum tod; Die, die wird mich er⸗ halten. 3. Ich bin an deinem leib ein glied, Deß troͤſt ich mich von herzen. Erbarmer, der mich leiden ſieht, Du lin⸗ berſt meine ſchmerzen. Und ſterb ich nun, ſo ſterb ich dir, Ein ewges leben haſt du mir Durch deinen tod erworben. 4. Du, herr, erſtandſt, ſo werd auch ich Nicht in dem [grabe bleiben; Ja, deine auffahrt lehret mich Die todesfurcht vertreiben. Wo du biſt, da komm ich Jin in, 3———— Du treuſter freund im lei⸗ ee, l, Daß ic 101 dat Ma eu An Dunn. a hund bin. 90 fenden. 1 010 ii, 0 fand, r dae 11 15 5 i. Ju, din ane 10K ben Stnnbich el 1 i beläacht, N 1 leben 15 lu nee cht; dene 1. lihe, wie bu fut, Punsch ght zu haben. u hier erwirbſeg dit die nut Nader bih barg fin, Ok g nicht den, ux en hen te lat; Nu gechſſa, daz gn ait, 0 tod deri g 1 3 Mel. ſteſlen Dir üben . g i 100 ſie als d erlöſer* 2. S ane funden vor in— Drückt gun ſeufzen 8) bot dir du es mich u Ich d. A meiner h both 0 ue lie lan tod; J dee wird n halten 3. J kan delhen ein gi Heß tröſtſhe don hen Erba nich l= ſieht, daß erb= n, ſo fahl dir,. Aewges lch 0 du m! urch deln! wol tabe! Jen; ö 10 ghret mic 1 udesſ us berttelben 4 10 10 kann 3 4 ä— 7— n — ̃˙. XXI. Vom Code. ien füge 239. Tun auch j 5 de funde an df rebel zu ſcheh So ſeſ elner Hase 0 5 freund ip den!. du dich un mich 1 7 So it n dert Ua Iſchmer en tes liebt; hin, Daß ich bey dir ſtets leb und bin. Ich gehe hin mit freuden. 5. Dein bin ich, dein in ewigkeit. Mich ſoll das grab nicht ſchrecken. Ich ruh; nach kurzer zwiſchen⸗ zeit Wirſt du mich aufer⸗ wecken. Dann will ich dir, o gottes ſohn, Du menſchen⸗ freund, vor deinem thron, Mit freudenliedern danken. Mel. Jeſus, meine zuverſicht. 240. Meine lebens zeit verſtreicht, Stuͤndlich eil ich zu dem rabe; Und was iſts, das ſch vielleicht, Allhier noch zu leben habe? Denk, o menſch, an deinen tod, Saͤu⸗ me nicht; denn eins iſt noth. 2. Lebe, wie du, wann du ſtirbſt, Wuͤnſchen wirſt, ge⸗ lebt zu haben. Guͤther, die du hier erwirbſt; Wuͤrden, die dir menſchen gaben: Werden dich dann nicht er⸗ freun; Dieſe 3. Nur ein herz, das gu⸗ guͤther ſind nen tod verſuͤßen: Dieſes herz, von gott erneut, Gibt im tode freudigkeit. 4. Wenn in deiner lezten noth Freunde huͤlflos um dich beben: Dann wird uͤber welt und tod Dich dis rei⸗ Nur ein ruhiges ewiſſen, Das vor gott dir zeugniß gibt, Wird dir dei⸗ ne herz erheben. Dann er⸗ ſchreckt dich kein gericht: Gott iſt deine zuverſicht. 8. Ueberlaß des todes zeit Gott allein, und baͤt und wache, Daß er dich zur ewigkeit Fertiger im guten mache. Uebe dich, recht fromm zu ſeyn; Lerne, dich des todes freun. 6. Ueberwind ihn durch ver⸗ traun, Sprich: ich weiß, an wen ich glaͤube; Und ich weiß, ich werd ihn ſchaun Einſt in dieſem meinem lei⸗ be. Er, der rief: es iſt voll⸗ bracht, Nahm dem tode ſei⸗ ne macht. a 7. Tritt im geiſt zum grab oft hin, Siebe dein gebein verſenken; Sprich: herr, daß ich erde bin, Lehre du mich ſelbſt bedenken; Daß ich taglich weiſer ſey, Bis zum tode dir getreu. mel. Wer nur den lieben ꝛc. Vein gott! ich 241. M' weiß wohl, daß ich ſterbe: Ich bin ein menſch, der bald vergeht, Und finde hier kein ſolches erbe, Das ewig dauret und beſteht. Drum zeige mir in gnaden an, Wie ich recht ſelig ſter⸗ ben kan. 2. Mein gott! ich weiß nicht, wann ich ſterbe, Kein augenblick geht ſicher hin; Wie bald zerbricht doch eine ſcherbe! Die blumen muͤſſen bald 174 Erſte Abtheilung. bald verbluͤhn. Drum mache du mich ſtets bereit Hier in der zeit zur ewigkeit. 3. Mein gott! ich weiß nicht, wie ich ſterbe, Die⸗ weil der tod viel wege haͤlt; Dem einen wird das ſchei⸗ den herbe, Wenn jener ſanft Und ruhig fallt. Doch wie du willſt; gib nur dabey, Daß ich wohl zubereitet ſey. „4. Mein gott! ich weiß nicht, wo ich ſterbe, Und welcher ſand mein grab be⸗ deckt. Doch, wenn ich nur das heil ererbe, Daß mich dein wort zum leben weckt: So kan dis mir gleichguͤltig ſeyn, Die erd iſt allenthal⸗ ben dein. ee 5. Nun, liebſter vater! wann ich ſterbe, So nim du meinen geiſt zu dir. Denn, bin ich nur dein kind und erbe, Und hab ich je⸗ ſum nur bey mir: So gilt mirs gleich und geht mir wohl, Wann, wie und wo ich ſterben ſoll. mel. Chriſtus, der iſt mein ꝛc. 54 ein jeſus iſt 242. mein leben, Reiſſt ſchon der tod wich hin; Was ſollt ich ängſtlich beben? Der tod iſt mein ge⸗ winn. 2. Wer an ihn glaubt, wird ſelig: Dis wort ſteht ewig veſt; Die freuden ſind un⸗ 3. Drum geh ich einſt mit frieden Zu dir, o jeſu ehriſt, Von dir ſtets unge⸗ ſchieden, Der du mein bru⸗ 4. Du kenneſt meinen glau⸗ ben, Und keine furcht noch pein Soll mir dis kleinod rauben: Ich bin und bleibe dein. g. Durch ihn bin ich ge⸗ reinigt, Durch ihn mit gott verſoͤhnt, Durch ihn dir veſt vereinigt Und bald mit preis gekroͤnt. 6. Wer kan dich gnug er⸗ heben? Du haſt, ſohn got⸗ tes, dich Fuͤr uns dahin gegeben, Und, wohl mir! auch fuͤr mich. 7. Geheilt iſt nun mein ſchade. Im himmel iſt mein theil. O theure hohe gna⸗ de! O unausſprechlich heil! 8. Zu dir, herr, will ich flehen, So lang ich lallen kan; Du kauſt mein innres ſehen, Und nimſt auch ſeuf⸗ zer an. N 9. Du ſelber hilfſt mir rin⸗ gen, Allmaͤchtig hilfſt du mir, Ins leben durchzu⸗ dringen; Und dann bleib ich bey dir. f 10. O wohl mir! ich voll⸗ ende Vielleicht bald meinen lauf, Und geb in deine haͤn⸗ auf. zaͤblig, Die es mich hoffen nn de Den geiſt; du nimſt ihn mel. 4 5— . Nd. 40 0 8 1 U 5 un hen 243. M got . u er f Er zählte fil main haar, E lt Auch ane inden bu. 1 haar, 00 ch löten; 14 ht Die cg th ier, Mbit ſiſt tet dug ulth End he gef. Dann be , Ode bume bre fü ab; Eo ich und fut z Nut jugend ſcg dt lügen gun, f ſhnd tach geb; der well Jg w fette 4 Ver m muh und kigft 5 mann Pigs 0 bauchſget ug 0 on di, 1 nt 1 fun nuth und ich nur herit, 38 gi he 0 1 wacht chr enen gegor, dh bah itz theil. 3 chef, Al f 4. urch ihn dir gekrön b. N i dich gung heben Eat, 155 tes, 9 für uns h gegebe! und, woll auch fi rh. 7. GIs iſt nun nn ſchade. himmel iſt un eure hohe g de! O 2sſprechlich gi 9 5 30 ber, ul fliehen, lang ich llt lan; 1 iuſt mein ing ſeben, T Animſt auch fa ger an. 0. 00 r hilft ne gen, EA ächtig Fife mir, r leben dur deinges ind dan 0 8 l mir! ic 0 de 1 uuf[Schi deinen 0. e de D hu ning uf. f KN tiede J— 10 ich b dereiniſ. hald mi 0 icht balb M — . —— 5—— FFF* 8 XXI. Vom Tode. Mel. Ich hab e 8 ꝛc. 2 ein leben ſteht in 243. gottes hand; Er thu, was er mir heilſam fand! Er zaͤhlte mir, ſo wie mein haar, Schon eh ich war, Auch meine lebens⸗ ſtunden dar. 2. Ich nuͤtze mit zufrieden⸗ heit Die tage meiner ſterb⸗ lichkeit. Wie vaͤterlich ver⸗ ſuͤßt ſie gott! Doch muͤh und noth Sind ihr gefolg, und dann der tod. 3. Die blume vranget und faͤllt ab; So blüht der menſch und ſinkt ins grab. Nicht jugend ſchuͤtzt, nicht ſtand noch geld; Nichts in der welt Iſt, was ihn da⸗ fuͤr ſicher ſtellt. 34. Wer ruͤſtet mich mit muth und kraft Aufs enhe meiner pilgerſchaft? Und wer beruhiget mich hier? Allein von dir, O herr, kommt muth und ruhe mir. 5. Du bringſt mich, ſteh ich nur bereit, Zum ſichern gluͤck der ewigkeit, Wo man des kurzen grams vergifft, Wo mancher chriſt Schon froh voran gegangen iſt. 6. Froh werd auch ich, wenns dir gefaͤllt, Ein buͤr⸗ ger der volkommnen welt. Den meinen ſag ich auf dein wort: Gott, unſer hort, Vereint uns bald auf ewig dort. g. 7. Den troſt, o jeſu! dank 244. O du! N 5. Mein troſt ich dir; Du brachteſß ihn vom himmel mir. Du haſt geſaget: ihr ſeyd mein, Auch ihr ſollt ſeyn, Wo ich bin, und euch ewig freun. N Mel, Herr jeſu chriſt, meins ꝛc. „der du einſt ge⸗ ſtorben Nun ewig lebeſt, jeſus ehriſt! Mein herz erhebt ſich ganz zu dir, Und ruft und ſchreyt: ſey gnaͤdig mir! 2. Des lebens lezte ſtunde naht, Mein leib und jedes glieb iſt matt; Doch dich, der neu beleben kau, Baͤt ich mit frohem glauben an. 3. Dein wahres wort, herr, ſey mein licht! 2 hen an bich wanke nicht; Mein herz verlange nur nach dir; Und deine hult ſey al⸗ les mir. 4 3. Und wann des grabes dunkle nacht Dem ſchwachen herzen bange macht; So rufe du dem herzen zu: ſey, wann der tod mir draͤnt, Unſterb⸗ lichkeit! unſterblichkeit! Wer an dich glaubt, der ſtirbet nicht; Ihn ſchreckt kein grab und ein gericht. 78 6. Der erde ſchnell ver⸗ gaͤnglichs gluͤck, Und allen ſchmerz laß ich zuruck; Dring ewig, frey von aller noth, Ins freudenleben durch den 1 f biſt, i ein glau⸗ 7. Der 176 Zar 5 ſtehn. Erſte Abtheilung. 7. Der gott, der mich ſo af klich liebt, Der vater, der ſo gern vergiebt, Ver⸗ gſ bt, nach ſeiner großen huld, Air die mit ernſt bereute ſchuld. g. Herr! viel vergebung iſt bey dir. Ja, du vergibſt, herr jeſu, mir; Verzagen mußt ich ohne dich, Du aber, jeſus, troͤſteſt mich. 9. Fuͤr mich vergoſſeſt du p dein blut; Was ich verdor⸗ ben, machſt du gut; Von jeder ſuͤnde machſt du rein; Vom tode kanſt du mich be⸗ freyn. 10. Ich werfe mich in dei⸗ nen ſchooß, Herr! herr! denn deine huld iſt Du nimſt gebeugte ſuͤnder an, Und hilfſt, wo niemand helfen kan. 11. Mich leitet deine treue hand Sanft hin ins beßte vaterland. Ich ſterb, um, heiland, dich zu ſehn; Ich ſterb, um herrlich aufzu⸗ 12. Zu frommen ſeelen eil ich hin, Wenn ich dir ganz ergeben bin. Und wen mir fruͤh der tod geraubt, Den find ich, hat er dir ge⸗ glaubt. 13. O, frohe ausſicht, na⸗ hes ziel! Wie warten mein der freuden viel! Wie ſelig bin ich, wenn mein geiſt Sich dieſer huͤtte bald ent⸗ reiſſt! 850 groß: 2 der erd gelitten. eee, Mel. n 11 fte i Selig, gott! ſind 245. die, die nun Schon im friedenvollen gra⸗ be Von des lebens arbeit ruhn, Und ſich deiner groͤß⸗ ten gabe, Eines ewgen le⸗ bens freun. Moͤchten wir es auch ſchon ſeyn! 2. Doch du willſts; wir leben noch Muͤhſam hier in ilgerhuͤtten. Alle trugen einſt dis joch, Die des le⸗ bens kron erſtritten. End⸗ lich aber fuͤhrt der tod Uns auch hin zu dir, o gott! Vormals auch in pilger⸗ huͤtten. Noch unendlich mehr, als wir, Hat er auf Laß uns glaubig auf ihn ſehn, Und durch ihn im kampf beſtehn. 4. Was iſt dieſe lebens zeit? Ach! nur eine kurze ſtunde, Gegen jene ewigkeit. Gleich⸗ wol kommt auf dieſe ſtunde, Die gott noch verkuͤrzen kan, Unſer ewges ſchickſal an. 5. Gib uns weisheit, herr, und kraft, Dieſe ſtunde wohl zu nuͤtzen; Und beym ſchluß der piigrimſchaft Wolleſt du uns unterſtüͤtzen, Daß wir freudig auf dich ſehn, Und getroſt zum tode gehn. 6. Daß wir dein ſind, nicht der welt, Daß du uns wirſt auferwecken: Dieſe kraft 0. beſſern welt Laß uns, wann wir ſterben, ſchmek⸗ ken! 3. Jeſus ſelber lebte hier —— h de, 205 0 dne Dt tobten, die eh 3 4 1 ſtechen, Zur* kagewebtl uch augeablcken es ſchummers fogt Fat wonne ber lichtet! In fte ſie, Jud ben 1 Gflobt ſey gott! J 1 1 glatet ihre tagen. Eigene Melodie a deß len! 60 f : einst lich a auch!; ( buͤttet mehr, E wir, nat 13 N n eine 10 — 95 got 1 2.0 1 leben. Mühen 5 pi fgerſ, 2 b 9, Daß bens e 0 hrt der h dir, 150 3. J ſelber lee unn uch in 8e Noch ma der el itte U glaub f ihn ſehn,. durch n k U 4. J diese hM Ach! elne lutz: ſut Gege= ewigkeit. Gh wol r auf dige fa die( och velllhel Unſet as ſchiculn 3.(is weise, u ni w: Und beym „* ſchaf Mah uns( lützen, dan bal 11 10 0 tro tobe gen. 0 3 a du 1 dl Dieſe e . XXI. Vom Tode. —— . ken! Floͤß uns muth und ruhe ein, Selbſt im tobe froh 15 ſeyn. 7. Wenn wir, um einſt auch zu ruhn, Zu den tod⸗ ten gottes gehen: Wollſt du mehr noch an uns thun, Ale wir bitten und verſte⸗ hen. Auch fuͤr unſre todes⸗ nacht Riefſt du einſt: es iſt vollbracht! mel. Wachet auf, ruft uns ꝛc. Selig ſind des 246. S O himmels erben, Die todten, die im herren ſterben, Zur auferſtehung eingeweiht! Nach den lezten augenblicken Des todes⸗ ſchlummers folgt entzuͤcken, Folgt wonne der unſterb lichkeit! Im frieden ruhen ſie, Los von der erde muh! Gelobt ſey gott! Vor ſeinem thron, Zu ſeinem ſohn, Be⸗ gleitet ihre tugend ſie. Eigene Melodie Nr. 9. as ſorgſt du 247. Waz gſtlich für dein leben? Es gott gelaſ⸗ ſen uͤbergeben, Iſt wahre ruh und deine pflicht. Du ſollſt es lieben, weislich nuͤtzen, Es dankbar, als ein gluͤck, beſitzen, Verlieren, als verloͤrſt dus nicht. 2. Der tod ſoll nicht dein herz erſchrecken; Doch, dich zur weisheit zu erwecken, Soll er dir ſtets vor augen deinem leben Das fehlt, M ſeyn. Er ſoll den wi leben mindern; Doeif dich in deiner pflicht nicht hin⸗ dern, Vielmehr die kraft da⸗ zu verleihn. 3. Ermatteſt du in deinen pflichten: So laß den tod dich unterrichten, Wie we⸗ nig deiner tage ſind. Sprich: ſollt ich pflichten wol ver⸗ ſchieben? Nein, meine zeit, ſie aus zuuͤben, Iſt kurz, und ſie verfliegt geſchwind. 4. Denk an den tod, wenn boͤſe triebe, Wenn luſt der welt und ihre liebe Dich reizen; und erſticke ſie. Sprich: kan ich nicht noch heute ſterben, Und koͤnnt ich auch die welt ererben, Neging ich doch ſolch uͤbel nie. 5. Denk an den tod, wenn ruhm und ehren, Wenn deine ſchaͤtze ſich vermehren, Daß du ſie nicht ſo heftig liebſt. Denk an die eitel⸗ keit der erden, Daß, wann ſie dir entriſſen werden, Du dann dich nicht ſo ſehr be⸗ truͤbſt. 6. Denk an den tod bey frohen tagen. Kan deine luſt ſein bild vertragen: So iſt ſie gut und unſchuldsvoll. Sprich, dein vergnuͤgen zu verſuͤßen: Welch gluͤck werd ich erſt dort genießen, Wo ich unendlich leben ſoll! 7. Denk an den tod, wenn worse Erſte Abthellung · die reichen ſtreben; bin ich hier, um zu ſeyn? Heil mir, wenn ich in chriſto ſterbe, Dann iſt ein unbeflecktes er⸗ be, Dann iſt des himmels reichthum, mein. N 8. Denk an den tod, wenn leiden kommen; Sprich: alle truͤbſal eines frommen Iſt zeitlich und durch hoff⸗ nung leicht. Ich leide; doch von allem boͤſen Wird mich f der tod bald, bald erloͤſen; Er iſts, der mir die krone reicht. 9. Denk an den tod, wenn freche rotten Des glau⸗ bens und der tugend ſpot⸗ ten Und laſterſtolz ihr haupt erhoͤhn. Sprich bey dir ſelbſt: gott trägt die ſpoͤt⸗ ter; Doch endlich iſt fuͤr ſie kein retter, Wenn ſie nicht hier noch in ſich gehn. 10. So ſuche dir in allen faͤllen Den tod oft lebhaft vorzuſtellen; So wirſt du ihn nicht zitternd ſcheun: Dann wird er dir ein troſt im klagen, Ein weiſer freund in guten tagen, Ein ſchild in der verſuchung ſeyn. Mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. 2 48. Wann einſt mein ſterbend auge bricht, Mein lezter hauch verſchwindet, Mein leib er⸗ ſtarrt, und ſelbſt es nicht, Daß er en ſchlaͤft, empfin⸗ det; Wann um mich, den entſchlummernden, Gott, alle meine lieben ſtehn, Und traurig zu dir weinen: 2. Dann, vater, nim ihn auf, den geiſt, Der freudig zu dir fliehet, Der dankbar deine gute preiſt, Daß er den tod nicht ſiehet: Und troͤſte, die betruͤbt um mich ſich Mehr meiner wonne reuen! 8 3. Mein hingefallner leib Wohl mir! das grab wird dennoch dir Ihn wieder geben muͤſ⸗ ſen. Du kommſt, erwecker! deine macht, Die ihn aus nichts hervorgebracht, Kan auch aus ſtaub ihn bauen. 4. Wie koͤnnt ich trauren, daß im tod Mein leib zu ſtaub vermobert? Wie koͤnnt ich klagen, da ihn gott Vom tode wieder fodert? O hoffnung, daß nach kur⸗ zer ruh Mein leib erwacht, wie groß biſt du, Und welch ein troſt im tode! 5. Des todes ſchmerzen, gott, will ich, Wann er nun kommt, nicht achten; Mit glaubens vollem blick auf dich Nach meinem ziele trachten, Und mich dem to⸗ de freudig nahn, Mein him⸗ liſch kleinod zu empfahn, Das je ſus mir erworben. Mit thraͤnen klagen; laß ſie bleibt hier, Ihn wird das grab verſchlieſſen. h ar let, r un neben eule it ſeh für und be an alem 1 Göhnr darch aldetd wetden, 1 then morgen. 4 10 e f ic h fan laß Nen gott! f He elde denken, Ind 1 eich erben nu i der ahl A ich vescheln if. Man gol: 1. auß nich bean bins heſele, 18 che Fun i l uni kult. Nang ae 908 bebangen Ny binn; ag,* 3. M SAhingefalln! abt=** Sab wird han jeder gehen 0 ich k, da ihn ger ru g' ein leib ar wie g4/ it du, b deine t, Die iin nichts ⸗Sorgebtach, ub ihn baun, unt ich tun daß iz Mein l ſtaubſr dert? Weh Vom( wieder fi D hof, daß nah h tobe! odes scha ein try 3.4 ott, om % gau, lem bilde i e bt achte ſich= meiten i wacht end mich u de fte) zuhn, Mein he lich d ju enpfeſ Das 3 ommſt, erm mit mir. c, Nane, r eo B——— —. 5 r —— — 2 E ä Jeg. oJ 80 ZI XI. Vom Code. . . 5— 2—. e In eigener Melodie. 6102 oder: Wer nur den lieben ꝛc. 4 er weiß, wie na⸗ 2 40. W he 5 mein ende! Die zeit geht hin; es kommt der tod. Ach, wie geſchwind, ach, wie behende Kan kommen meine todes⸗ noth! Mein gott! ich bitt durch chriſti blut, Machs nur mit meinem ende gut. 2. Es kan vor nachts leicht anders werden, Als es am fruͤhen morgen war; So lang ich lebe auf der erden, Leb ich in ſteter todsgefahr. Mein gott ꝛc. 3. Herr! lehr mich ſtets aus ende denken, Und laß mich, eh ich ſterben muß, Das heil der ſeele wohl bedenken, Ja nicht verſchieben meine buß. Mein gott ꝛc. 4. Laß mich doch bald mein haus beſtellen, Daß ich be⸗ reit ſey fuͤr und fuͤr, Und ſagen koͤnn in allen faͤllen: Herr! wie du willſt, ſo ſchicks Mein gott ꝛc. 5. Gib mir ein bruͤnſti⸗ ges verlangen Nach deinem himmel; laß, o gott, Mich veſt an meinem heiland han⸗ gen: So uͤberwind ich leicht den tod. Mein gott ꝛc. 6. Ach vater! deck all mei⸗ ne ſuͤnde Mit dem verdien⸗ ſte ehriſti zu, Damit ich hier vergebung finde, Und dort bey dir vollkommne ruh. Mein gott ꝛc. 7. Nichts iſt, das mich von jeſu ſcheide, es ſey leben oder tod bleibt im leiden meine fi de, Mein at mein alles in der noth. Mein gott ꝛc. 8. So komm mein end heut o der morgen; Ich weiß, daß mirs mit jeſu gluͤckt. Er iſts, der mich in allen ſorgen, Er iſts, der mich im tod erquickt. Drum glaub ich veſt: durch chriſti blut Machts gott mit mei⸗ nem ende gut. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 250. Wie ſanft ſehn wir den frommen, Nun bald der erd entnom⸗ men, Sich ſeinem ziele nahn! Wo ſich des lebens freuden Vom frechen ſuͤnder ſchei⸗ den, Da gehn des chriſten freuden an.„e 2. Er freut ſich auf ſein ende, Und hebt voll dank die haͤnde Zu ſeinem vater auf. each einem wohl vollbrach⸗ ten lauf. 3. Sein ruhiges gewiſſen Bebt nicht vor finſterniſſen Der bahn, die er nicht kennt. Die ſchreckensvollen pfade Erleuchtet ihm die gnade Des gottes, den er vater nennt. 4. Kein angſtgeſchrey mit thraͤnen, Kein unruhvolles ſtoͤhnen, Quaͤlt ſein gelaß⸗ M 2 nes P——— 2 4— 9 Geſichert vor verderben, Kan er nun froͤhlich ſterben, Erſte Abtheilung. z. Es iſt zu gott eu, Empfaͤngt den troſt oben, Und fried und freude in dem ſchmerz. 5. Er ſegnet froh die ſei⸗ nen, Die um ſein lager wei⸗ nen, Ermahnt und troͤſtet ſie; Und ſeiner treue wegen, Erfuͤllt gott ſeine ſegen, Und weichet auch von dieſen nie. 6. Gott! laß mich ernſtlich ſtreben, So in der welt zu leben, Wie man dis gluͤck erwirbt: Damit ich, als ein erbe Der ſeligkeit, auch ſter⸗ be So freudig, wie ein frommer ſtirbt. Mel. Er muntre dich, mein ꝛc. a ie ungewiß iſt, 25. W herr! das ziel Der wallfahrt auf der er⸗ de? Ob ich noch wenig oder viel An tagen zaͤhlen werde, Das weiß ich nicht; du weiſts allein. Ich kan viel⸗ leicht der naͤchſte ſeyn, Vom abgekuͤrzten leben Ein bey⸗ ſpiel abzugeben. 2. Befrey mich, gott! von wahn und dunſt, Von ir⸗ diſchen beſchwerbden, Und lehre mich die große kunſt, Bey graͤbern klug zu wer⸗ den. Nur der iſt welſe, der bedenkt, Wie viel von ſei⸗ nem tod abhaͤngt, Und der dazu in zeiten Sein herz ſucht zu bereiten. 3. Hilf, daß aufs vorge⸗ ſich kehre, Daß nicht der weltluſt eitles ſpiel Mein ſchwaches herz bethoͤre. Und ſiebt dein auge, daß mein ſchritt Noch nicht den rech⸗ ten weg beteitt, So wollſt du, herr! in zeiten Auf ſol⸗ chen weg mich leiten. i 43. Daß ich mich vor der kalten hand Des todes nicht entfaͤrbe: So mache mich eh ich ſterbe. Laß mir ſein bild vor auzen ſeyn, Damit ich lerne ſuͤnden ſcheun, Die das gewiſſen ſchrecken, Und todesfurcht erwecken. 5. Gib, daß ich dich mit frohem muth, Als meinen gott betrachte; Hingegen freunde, gluͤck und guth, Nicht als mein eigen achte: So wird mein tod mir an⸗ genehm, Ein ſchlaf mir ſeyn, und nichts von dem, Was du mir hier verliehen, Mein herz zur erde ziehen. 6. Laß des erloͤſers herr⸗ lichkeit Mit hoffnung mich erquicken, Und mitten in der dunkelheit Mich dieſen troſt erblicken. Dann nim, herr! nach vollbrachten lauf, Den geiſt aus dieſer huͤtte auf, Die einſt im reich der deinen Wird neugebaut er⸗ ſcheinen. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der ꝛc. 8 ie wird mir 252. dann, mein hei⸗ ſteckte ziel, Mein auge ſtets land, mit ihm bekannt Vorher, noch ef inner r. 3 Herr, hen, x dae funde gt, unn fun men Ju einen boden Meleicht ungih nat, c. roch dulbgt, r Agen mich rig! 3e Macken laß ug uin iy 11 10 4 Mladen ice bel 105 nuch fan bum z e kenne him 3 ſch don neigen* So wil; genehm De 4 und nie 4 du mir 5 herz zuf u ziehen der dunſ 8 Mich Un , troſt erh. Dam ber! ng Abrachter i Den geln b diefe hit — 1 — auf, Oi in nich deinen J Aneugzebaut n ſcheinen. mel. W lag be wird nt mn, ein bel ln, 352.2 dir ausgeſtammelt. mich Fertig! Ich befehle Meine ſeele Leinen haͤnden; XXI. Vom Tode. land, ſeyn, Wann ich, mich deiner ganz zu freun, In dir entſchlafen werde? Als; dann werd ich auch ganz be⸗ freyt Von ſuͤnde und von ſterblichkeit, Entfliehen die⸗ ſer erde. Freu dich Innig, Meine ſeele, Und erwaͤhle, Schon hienieden, Was dir dient zum ewgen frieden. 2. Beſiege denn des todes graun, Mein geiſt, er iſt ein weg zum ſchaun In je⸗ nem beſſern leben. Er ſey dir nicht mehr fuͤrchterlich! Zum allerheiligſten wird dich Der herr dadurch erheben. Hier wird Dein hirt, Nach den thraͤnen, Nach dem ſeh⸗ nen, Dich erloͤſten, Voͤllig und auf immer troͤſten. 3. Herr, herr, ich weiß die ſtunde nicht, Die mich, wann nun mein auge bricht, Zu deinen todten ſammelt. Vielleicht umgibt mich ihre macht, Eh ich dis flehen noch vollbracht, Mein lob Mach Laß mich meinen lauf gut enden. 4. Vielleicht tage viel; Ich bin vielleicht noch fern vom ziel, An dem die krone ſchimmert. Bin ich von meinem ziel noch weit, So ſey mein leben dir geweiht, Bis einſt mein leib zertruͤmmert. Hilf mir, ſind meiner Herr, dir Ganz mein leben Zu ergeben, Daß ich dro⸗ den Dich ohn ende koͤnne loben. 5 5. Wie wird mer dann, mein heiland, ſeyn, Wann ich, mich deiner ganz erfreun, Dich dort anbaͤten werbe? Dann bin ich frey von ſuͤnd und leid, Ein mitgenoß der herrlichkeit, Nicht mehr ein menſch von erde. Preis dir! Daß mir Durch dein leiden Jene freuden Offen ſtehen; Ewig will ich dich erhoͤhen. Mel. Mit wir im leben ꝛc. ir, der erde pil⸗ 253. W ger, ſind Mit dem tod umfangen. Ach wer nimt ſich unſer an, Daß wir gnad erlangen? Das thuſt du, herr, alleine. ETs reut uns unſre miſſethat, Die dich, herr! erzuͤrnet bat. Heiliger ſchoͤpfer, gott! Heiliger mittler, gott! Hei⸗ liger, barmherziger troͤſter! Du ewiger gott! Laß uns gnade finden, Mach uns recht zum tod bereit; Er⸗ barm dich unſer! 2. Bey dem ſterben werden uns Unſre funden ſchrecken; Ach! wer wird, wer wird uns dann Vorm gerichte dek⸗ ken? Das thuſt du, herr, al⸗ leine. Denn wegen unſers heilands tod Finden wir nun gnad bey gott. Heiliger ſchoͤ⸗ 0 pfer, gott! Heiliger mittler, M 3 gott! 5 1 21 1 ee, K. 4 N 4 75 Erſte Abtheilung. gott! Heiliger, barmherzi⸗ ger troͤſter! Du ewiger gott! Sey von uns nicht ferne In der allerlezten noth; Er⸗ barm dich unſer! 3. Ach, wenn uns in dieſer angſt Unſre ſuͤnden treiben: Wo, wo fliehen wir dann hin, Daß wir ſicher blei⸗ ben? Zu dir allein, verſoͤh⸗ ner! Vergoſſen iſt dein hei⸗ ligs blut, Das gnug fuͤr die ſuͤnde thut. Heiliger ſchoͤpfer, gott! Heiliger mitt⸗ ler, gott! Heiliger, barm⸗ herziger troͤſter! Du ewiger gott! Hilf uns uͤberwinden Durch des rechten glaubens kraft; Erbarm dich unſer! XXII. Von der Auferſtehung der Todten. Mel. Was gott thut, das iſt ꝛc. Ich freue mich der 2 54. frohen zeit, Da 567 ich werd auferſtehen. Dann Selbwerd ich in der her lichkeit Dich, gott, mein heiland, ehen. Dann werd auch ich 8 1 durch dich, Vereint Int allen frommen, Zur ew⸗ en ruhe kommen. biſt, Du biſts, auf den ich auferweckt, dich ſchaue. Auch werd ich. dein gericht, Wie die, die dich verſchmaͤhten, Mit angſt und ſchrecken treten. 4. Ich hoffe dann mit freu⸗ digkeit Vor dir, mein haupt, zu ſtehen, Und mit dir in die herrlichkeit Frohlockend einzugehen. O hilf mir doch Aus gnaden noch, Zum gluͤck zu bereiten. 2250 5 Mel. Chriſtus, der iſt mein ꝛc. 255. Jc geh einſt ohne beben Zu meinem tode hin; Denn chriſtus iſt mein leben Und ſterben mein gewinn. 2. Ich ſcheue nicht die ſchrecken Der freudenleeren gruft: Der wird mich auf⸗ erwecken, Der mich zum grabe ruft. 755 mein gott: So geh ich hin mit freuden, Und ſterb auf ſein gebot. 4. Ich hoff ein beßres le⸗ ben, Das nimmermehr ver⸗ fließt. der ewigkeiten Mich wuͤrdig 3. Und rief mich, abzu⸗ ſcheiden, Auch heute ſchon 5 ſch, e l 8 „ ſed nag 1 50 nel 10 f G gc, h 1 ö dauuht N 1 ru 2. Jeſub, 1 h, 10 0 b kale, Daß r. kteidtt Panik dan gaun! N 15 en tif nicht nac 3.40 5. * hau Zug Ii ehunden duc ben 0 f Hu fn ng den erat k, mein b g und mt hy tobe i! gewinn. 2. Ich zs ue nicht h ſchrecken— N freubenlan 1 wecken er mich n 1 grabe u. ö scheiden, h beute fh mein gol 30 geh ichn nit freu 1 sein D z. Und) mich, 4 1 Und ſter aß, eb 30 l e beßtes s u. ban, Da 8 0 5 7 Mel. f„ det it en .( S sch 4 V. ben Zum 0 1 5 enn chrilg l nein leh ian . ſgtuft:—vltd mich 256. Jen meine zuver⸗ ic ſoll mit ihm leben! Die⸗ E ſes weiß ich; Medanken macht? XXII. von der Auferſtehung der Todten. 183 fließt. Ein leib wird mich umgeben, Der ewig herr⸗ 5. Dann eil ich dir entge⸗ gen, Mein triumphirend haupt! Und ſeh entzuͤckt den ſegen Des heils, das ich geglaubt. In bekannter Melodie. ſicht, Lebt, und ſollte nicht Sich mein herz zufrieden Was die lange gra⸗ geben, Mir auch fuaͤr besnacht . Jeſus, mein erlöſer, lebt, Und ich kan ihm ſicher trauen, Daß er mich zu ſich ſey erhebt: Warum ſollte mir denn grauen? Laͤſſet auch dis haupt ein glied, Das es einſt nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch des glau⸗ bens band Zu genau mit ihm verbunden. Er, der auch den tod empfand, r Hat fur mich auch uͤberwun⸗ den. Er erſtand; und einſt erwacht Auch mein leib durch ſeine macht. 3. Ich bin ſtaub, und muß daher Wiederum zu ſtaube werden. Dieſes weiß ich, aber er Weckt mich wieder aus der erden, Daß ich in der herrlichkeit Bey ihm ſey in ewigkeit. — ſer haut, Ein verklaͤrter leib umgeben, Fuͤr die neue welt gebaut, Und geſchickt zum beſſern leben; Und in dieſem leib ſeh ich Meinen jeſum ewiglich. 6. Dann werd ich in hel⸗ lem licht, Seine große lieb erkennen; Und wie freudig werd ich nicht Ihn dann meinen retter nennen, Wann er von der ſterblichkeit Nun auf ewig mich befreyt. 7. Was verweslich iſt, ver⸗ geht; Fleiſch und blut kan gott nicht ſehen. Irdiſch wird mein leib geſaͤt, Himm⸗ liſch wird er auferſtehen. Erſt verweſet mein gebein: Dann wirds unverweslich eyn. 8. Seyd getroſt und hoch⸗ erfreut! Jeſus kennt uns, der traurigkeit! Sterbt ihr, jeſus ruft euch wieder; Dann verlaſſen wir die gruft, Wann uns gott aus ſolcher uft. 5 d 8 9. Wo iſt dein triumph, o tod? Nim den ſtaub hin! ohne grauen Folgen wir, wir werden gott Und auch unſern jeſum ſchauen. Dann wird ſchwachheit und ver⸗ druß Liegen unter unſerm erheb'n Von den luͤſten die⸗ 8. Da wird mich tat die dem ergeb'n, Dem wir dor⸗ M 4 ten ſeine glieder. Chriſten wehrt fuß. 10. Laſſt uns nur den geiſt „„ 53550 . 5 3— 77 ͤ 2 1 8 1 8 c— ſer erden, Und uns ſchon hier ö 184 Erſte Abtheilung. ten aͤhnlich werden! Denn wer ſeiner ſich will freun, Muß hier rein und heilig ſeyn. 7 mel. Wenn 5 17575 55 7. Mein heiland lebt; 257. M er hat die macht Des todes ganz bezwungen, Und ſiegreich bes nacht Zu gott ſich auf⸗ geſchwungen. Er iſt mein hauot; ſein ſieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes leben ſeyn, Und ihm will ich auch ſterben. 2. Nicht ewig wird wer dein wort haͤlt, Den tod, o jeſu! ſchauen. Das iſts, was mich zufrieden ſtellt, Selbſt bey der graͤber grau⸗ en. Ich bin getroſt und unverzagt, Weil du den dei⸗ nen zugeſagt: Ich leb, und ihr ſollt leben. 1 3. Wird gleich mein leib des todes raub; Er wird doch wieder leben, Und einſt aus der Wenn du, o großer lebens⸗ fuͤrſt, Einſt delnen todten rufen wirſt, Zum leben auf⸗ zuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd ich dann Vor dir mein heiland, ſtehen! Dann nimſt du mich mit ehren an; Laͤßſt in dein reich mich gehen. Forthin von kei⸗ ner laſt beſchwert, Hin⸗ verweſung ſtaub Sich neugebildt erheben, zum fleiß, Der tugend nach⸗ zuſtreben, auch dir zum preis, deinem wort zu leben. fuͤhl ich hier noch noth und ſchmerz, So troͤſt⸗ ſelbſt da mit mein herz: ein beſſres leben. Mel. Wachet auf! ruft uns ꝛc. 25 8. Wachet auf! ruft — r eee aus des gra- lichkeit Mir ſtets vor augen ſchweben; Und oft in dieſer pruͤfungszeit Mein herz da⸗ hin erheben, ö ſch wa druckt, lichkeit entrückt, kend vor dir wandeln. gegen herrlich ganz ver⸗ eee, — klaͤrt, Leb ich bey dir dann ewig. 5. O welch ein ſeligs theil iſt mir In jener welt berei⸗ tet! Der freuden fuͤlle iſt bey dir. Von dir, o herr, geleitet, Werd ich in deinem himmelreich Unſterblich, dei⸗ nen engeln gleich, Vollkomm⸗ ne luſt genieſſen. 6 Denn, wo du biſt, da ſollen die, Die dir hier fol⸗ gen, leben, Und ewig frey von ſchmerz und muͤh, Von ſeligen umgeben, deiner herrlichkeit. ſind leiden dieſer zeit, Herr, gegen jene freuden?* Genieſſen O was 7. Laß die zukuͤnftge herr⸗ Wo keine chheit uns mehr Wo wir, der ſterb⸗ Frohlok⸗ 8. Erwecke mich da durch Und als ein chriſt, Nach Und Es kommt einſt die ſtim⸗ me, Des ſohnes gottes all⸗ machtsſtimme: Verlafft, ihr . 2 * Nate 1 175 8 ain greßtt lag 0 010 15 bn, de fun auf an leben,? fänden k. baſchun bunt let, Bubi id nohthel, jun li kun licht am id lan,. uad d, en! 1 db fig i s battrt her 3. Ewe lh h fungen! Nl 1 7 1 Fed ſa yt beg ahn dhe eib file hum upſem ſteuuh ug ohn den 0 Dem oht aa, Dieſe vom 5 mn er dank und 000 kel Nu e der; Ju fei 3. d. . f nir 1 selig 60 a g ee wel e er en fh a geleite U on dit, 9h n et. rd dich 0 0 ee 115 0 ble 5 S e 90 90 b bit, 80 0 2 lien XXII. Von der Auferſtehung der Todten. 185 1 ö* Main ha, din erhe 1 0 04 t uns n vit, der ß che dt, Fuch ſchwag; 1 0 5 1 end vor= Handeln. 0. Ern mich bahn zun fei k tugend uu 7 ae cnc f Aguch dir wupteis, / demdem b Jill 0 och noth un en beſſee In. mel. We uf! tut uns, 0** 1 18.4 ut die fh 1 1 7 1 2 a etz bot ag dot in 10 ener,„ Stöſt seht nt men: Ei Enn at auff ue, del Det gottes l, anf Na, 5 ibr todten! eure gruft. Wachet auf, erloͤſte ſuͤnder! Verſammelt euch, teskinder! Der welten herr iſts, der euch ruft. Des to⸗ des ſtille nacht Iſt nun vor⸗ bey, erwacht, Und lobt den herrn! Macht euch bereit Zur ewigkeit! Sein tag, ſein großer tag, iſt da! 2. Erd und meer und hoͤlle beben, Die frommen ſtehen auf zum leben, Zum neuen leben ſtehn ſie auf! Ihr verſoͤhner kommt voll klar⸗ heit, Vor ihm iſt gnade, treu und wahrheit, Des glau⸗ bens lohn krönt ihren lauf. Licht iſt um deinen thron Und leben, gottes ſohn! Preis dir, heiland! Erloͤſer! dir, Dir folgen wir Zu dei⸗ nes vaters herrlichkeit. 3. Ewges lob ſey dir ge⸗ ſungen! Wir ſind zum le⸗ ben durchgedrungen! Am ziel ſind wir beym großen lohn. Chriſtus ſtroͤmt der freuden fuͤlle Auf uns! wir ſchaun ihn ohne huͤlle, Ihn, unſern freund und gottes⸗ ſohn! Kein auge ſahe ſie, Dem ohr erſcholl ſie nie, Dieſe wonne! In ewigkeit Sey dir geweiht, Herr! un⸗ ſer dank und lob und preis! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. 4. arum erbebſt 2 59. W du, meine ſee⸗ le, Bey dem gedanken an ihr got⸗ ä— bricht! das grab? Nicht dich um⸗ ſchließt einſt ſeine hoͤle, Nur deine Sie ſchuf der allmacht wink aus ſtaub, Drum wird ſie der verweſung raub. hütte ſinkt hinab. 2. Du, zur unſterblichkeit erleſen, Schwingſt dich em⸗ por zu gottes licht, ſchauſt den urſprung aller weſen Von angeſicht zu an⸗ geſicht; Bewunderſt deines gottes macht In jener wel⸗ ten bau und pracht. Und 3. Dann, ſeele, wirſt du das verſtehen, Was hier kein weiſer mund erklaͤrt, Was hier vollkommen einzuſehen, Des wiſſens trieb umſonſt begehrt. Dann taͤuſcht dich wahn und irrthum nicht, nch ſabſ die finſterniß wird licht. 4. Dann wirſt du den, ach, den erblicken, Den hier al⸗ lein der glaube ſieht; Den, der dich ewig zu beglücken, Fuͤr deine ſuͤnd am kreuz verſchied. Dann jauchze, daß kein wahn, kein ſpott Dich hier getrennt von dei⸗ nem gott. 5. Wann nun der tag des herrn erſcheinet, Verlaͤſſt dein leib der graͤber ruh. Zum zweitenmal mit dir vereinet Wird er unſterb⸗ lich 7 ſo wie du. O ſeele, zittre darum nicht, Daß deiner huͤtte bau zer⸗ M 5 Mel. 7 186 Erſte Abtheilung. mel. Beſtehl du deine wege dc. oder: Valet will ich dir geben. enn einſt in mei⸗ 260. W᷑ nem grabe Des todes ſtille nacht Ich durch⸗ geſchlummert habe, So weckt mich jeſu macht, Gibt die⸗ ſem leib aus ſtaube Des himmels herrlichkeit. O troſt! den mir der glaube An gottes wort verleiht! 2. Es ſoll mir dieſen glau⸗ ben, Der veſt, als ſelſen, ruht, Kein ſpoͤtter jemals rauben, Kein feind, kein zweifelßmuth. Es mag der unchriſt beben, Sinkt er in tod und gruft: Ich kenn ein neues leben, Wozu mich je⸗ ſus ruft. 3. Den heiden hier auf er⸗ den War dieſer troſt ver⸗ deckt, Daß wir dereinſtens werden Aus tod und grab erweckt. Sie, die das licht nicht hatten, Das uns der tag gebracht, Umgaben to⸗ desſchatten Und furcht der grabesnacht. 4. Des ſpoͤtters kuͤhnes lachen Beſchimpft ihn ſelber nur. Es ſind gar leichte ſachen Dem ſchoͤpfer der na⸗ tur, Den leib neu zu bele⸗ ben, Den er aus ſtaub erſchuf; Durch ſeiner allmacht ruf. 5. Aus ſaamen, den wir ſaͤen, Laͤſſt gott ja alle jahr Die neue frucht entſtehen, Die in dem keime war. Es waͤchſet jede blume Aus ih⸗ rer ſaat hervor: Zu ſeiner allmacht ruhme Steht ſie im neuen flor. 6. Kan gott denn nicht auch machen, Daß einſt aus tod und gruft Dle glieder neu erwachen, Wann ſeine ſtimme ruft? Es werden die⸗ ſe glieder, Wie ſaamen, aus geſaͤt. Gott will: ſie leben wieder; Der neue leib ent⸗ ſteht. ſpotte Verwegner zweifeler, Und weiß von meinem got⸗ te: Er iſt des todes herr. Daß todte leben ſollen, Ruht ganz in ſeiner macht, Und ſollt er nicht auch wollen, Daß einſt mein leib erwacht? 8. Die aus des grabes ban⸗ den Gott ehmals ſchon er⸗ weckt, Und jeſum, der er⸗ ſtanden, Da er den tod ge⸗ ſchmeckt, Betrachtet unſer glaube, Und ſiegreich ruͤh⸗ met er: Auch uns weckt aus der herr. dem ſtaube Zum leben einſt XXIII. Vom Ihm klarheit auch zu geben 7. Ich frag nicht nach dem 1 ———— ben, Cie ſch g rt! gen 13 — l. 1 d U Hh 01. 11 in Kant d 1 Wh 1 debt g . a kel and vieder! Jüb, ß* Alt vertan auch mene ngk 4 Jeſſtl die ptact, Bez tinſt errſch. groß wf hu 1 2 fes fn Mt kent! erſchenſ, Die dir beagle — 8 belt de iel. dic gat, den 3 Dam the diebe gal Mag Voler luft ß ft en nat enn uk mg ken du gu er Ait ig uf ih ln — — — — 2 22 13 J . 2 0 1 — . — — 1 ſtimme a ſe gliehe u geſdt. u vieder; ſteht. 0 . glich neue leihe J ch licht a fette U wert——4 a 4 er— weihen gn Er s todes he. daß odds In 5 1 Je n mac, ln it bolt tr 2 auch ola, Daß 1. leib erwacht 5. Die s grabeö ha * den Got als ſchnn n peckt, J eum, ber a ſtanden, W den od fn u ſchmeckt, rachtet une u glaube, J Wiegreic ih * met er: J Mus weckt cu dem faub Sn leben af der herr. werden Ell 8 dich gott, dein gott, erhoht. D 187 261. Erzhoͤhter jeſu, got⸗ 1. N. XXIII. Vom juͤngſten Gericht. mel. O ewigkeit, du donnerwort. tes ſohn! Der du ſchon laͤngſt der himmel thron, Als herrſcher, einge⸗ nommen, Du wirſt dereinſt zu rechter zeit In großer kraft und herrlichkeit Vom himmel wieder kommen. Gib, daß dann froh und mit vertraun Dich, herr! auch meine augen ſchaun. 2. Hier faſſt kein ſterblicher die pracht, Die deinen tag einſt herrlich macht! Wie groß wirſt du dich zeigen, Wann du auf lichten wolken einſt Mit deiner engel heer erſcheinſt, Die ſelbſt ſich vor dir beugen! Dann ſieht die welt die majeſtaͤt, Dazu 3. Dann toͤnt dein ruf in jedes grab Mit allmachts⸗ voller kraft hinab, Und ſchafft ein neues leben. Auf deinen wink muß erd und meer Das große unzaͤhlbare heer Der todten wieder ge⸗ ben. Sie ſtehn durch dich, herr! neu beſeelt Nun alle auf, und keiner fehlt. 4. Du ſamleſt ſie vor dei⸗ nen thron, Um jeden den beſtimmten lohn Nach ſeiner that zu geben. Dann trift den boͤſen ſchmach und pein, ein In das verheißne leben. Dann zeigt die that, herr jeſu chriſt, Daß du der er⸗ den richter biſt.. 5. O gib, wann dieſer tag erſcheint, Daß ich in dir dann meinen freund Und treuen heiland finde; Daß ich mit freuden vor dir ſteh, Und mit dir in den himmel geh Ganz frey von aller ſuͤnde. Wie wird dein an⸗ blick mich erfreun! Wie werd ich daun ſo ſelig ſeyn! 6. Dein name ſey mir ewig werth! Und was dein wort von mir begehrt, Das laß mich treulich uͤben! Dich, den der ganze himmel preiſt, Dich muͤſſe hier auch ſchon mein geiſt Aus allen kraͤf⸗ ten lieben; So ſchreckt mich deine zukunft nicht, So hab ich muth auch im gericht. mel. Es iſt gewiß lich an der de. 262. Er kommt, er kommt zum welkgericht, Der heiland, den wir ehren. O weigert euch, erloͤſte, nicht, Jezt auf ſein wort zu hoͤren. Wer hier nicht ſeine flimme hoͤrt, Und ſie nicht mit ge⸗ horſam ehrt, Wird nicht vor ihm beſtehen. 2. Herr, laß mich deiner majeſtaͤt Mit wahrer freude Den frommen aber fuͤhrſt du 8 dienen! Wie herrlich dich 5 dein 188 Erſte Abtheilung. dein gott erhoͤht, Iſt zwar noch nicht erſchienen; Doch was uns hier verborgen war, Macht jener tag uns offen⸗ bar, An welchem du erſchei⸗ neſt. 3. Da, wann vor dir die erde bebt, Und unter deinen fuͤßen Sich alles, was dir widerſtrebt, Wird voͤllig beugen muͤſſen; Wann alle engel vor die ſtehn: Da wird auch jedes auge ſehn, Wie hoch dich gott erhoben. 4. Da werdes, herr, auf dein geheiß Die todten wie⸗ der leben; Dein feind mit furcht, dein freund mit preis Sich aus dem grab erheben: Und wer wird da, herr je⸗ ſu ß chriſt, Daß du der herr des lebens biſt, Noch fer⸗ ner leugnen koͤnnen? 5. Wer ſpottet dann noch deiner kraft, Wann du, die hier dich fliehen, Fuͤr ihre ſchuld zur rechenſchaft Mit majeſtaͤt wirſt ziehen? Wie wird, wann dich ihr aug er⸗ blickt, Und ſie dein ſtrafge⸗ richte druͤckt, Der ſpoͤtter heer verſtummen! 6. Und wann du dann die deinen nun Mit preis und jeſu chriſt, Mit freuden vor dir ſtehe Und dir, der du ſo herrlich biſt, Getroſt entgegen ſehe. Wann deiner feinde rotte zagt, Von reu und angſt und furcht ge⸗ plagt, Dann jauchze meine ſeele. 8. Daß ich dis gluͤck er⸗ langen mag, So laß in die⸗ ſem leben, O heiland, dei⸗ nen großen tag Mir ſtets vor augen ſchweben. Er reize mich, dir mich zu weihn, In deinem dienſte treu zu ſeyn, Und ſo mein heil zu mel. Straf mich nicht in deinem. 263 Jerr, ich bin dein eigenthum; Dein iſt auch mein leben! Mir zum heil und dir zum ruhm, Haſt du mirs gegeben! Vaͤ⸗ terlich Fuͤhrſt du mich Auf des lebens wegen Meinem ziel entgegen. 2. Eiuſt kommſt du mit gro⸗ ßer kraft Zum gericht auf erden: Dann ſoll ich zur rechenſchaft Dargeſtellet werden. Dein gericht Scho⸗ net nicht, Richter aller wel⸗ ten! ehre ziereſt, Sie, ewig ih⸗ nen wohlzuthnn, Zu deinem himmel fuͤhreſt: Wie voͤllig wirds dann offenbar, Daß es in deinen haͤnden war, Die deinen zu begluͤcken. gelten. f 3. Weh dann mir in ewig⸗ Hier gemißbraucht habe!. 4055 dann mir, Hab ich hier Dein geſchenk ver⸗ 7. Gib, daß ich dann, herr 16 4 3 1 22 1775 4 hoffen. 5 27 + 77 r:. 5 8 Denn du willſt ver⸗ keit, Wenn ich deine gabe, Meine kraͤfte, meine zeit 79 ö 1 N ö ö ſchwen Se ö ö 3 U nh e Me n fun de Aach 00 gut ö uf ih Eu Ich ud aug he Flche , J sc a. 0 1 ſo., 1 Un, e 0 0 Ragt f 10 furgt g N auchze geh 22 — — — 8 — 7 2— 2— 1 —— — 2.2 —— — mein heſ 2 h Mel. S0 a ſichtin dan 5 ich bin h 5. iſt auc leben!%. qum heil r zum uh haf dun Wtgeben! — 3 . fiel entge eden: rechen per den. W „ Dargeſeel e kricht Sh net nicht, er aller piß Mun! Den! wilſſt ben alen. ö het, Wel! deine 1. 5 Nane krb= meine eh „hier gem Sucht abel kerlch F lu nich des leben au zen Mun 2. Eiuſt wit bu itz er kraft u gericht af 5 1 1 Veh i in%% g bann 8, 9b f 10 a0 ſchelk ber hel, 76 430 7 0 1 17 0 ö mich Gleich fuͤr jede ſuͤnde, 0 BS e G8 22 XXIII. vom juͤngſten Gericht. ce 7 f 1 12 a triel. Ach herr mich ukurn fund. DA ſchwendet, Und nicht ange wendet! i 4. Moͤchte taͤglich dein ge⸗ richt Mir vor augen ſchwe⸗ ben! Moͤcht ich mich ſtets meiner pflicht, Treu zu ſeyn, beſtreben! Daß ich nie Thoͤ⸗ richt ſie Außer augen ſetzte, Noch mit fleitz verletzte! 5. Lehre mich gewiſſenhaft Meine tage zaͤhlen, Einge⸗ denk der rechenſchaft, Nur, was gut iſt, waͤhlen! Gib, daß ich Ernſtlich mich Tag⸗ lich und auch heute, Zum gericht bereite. gt ſich erſt die ewig⸗ leit! Furchtbar in der naͤhe, O! dann iſt es ſelten zeit, Daß ich in mich gehe: Wann der tod Mir ſchon droht, O dann iſt gewißlich Meine buße mißlich! 7. Mein gewiſſen ſtrafe Mittler, daß ich bald durch dich Gnade ſuch und finde! Rufe du Dann mir zu: Alles iſt vergeben! Suͤnder, du ſollſt leben! a 8. Dann werd ich auch im gericht Vor dir, herr, be⸗ ſtehen, Und vor deinem an⸗ geſicht Freud und wonne ſe⸗ hen. Ewig dein Werd ich ſeyn Und mich, dich zu lie⸗ ben, Emig, ewig uͤben. 3 26 4. J denk an dein ſeys ein gedichte, Das ſchwa⸗ chen nur gefallt; Mich ſoll ſein wahn nicht ſtoͤren, Weil mich dein goͤttlich licht, Und mein gewiſſen lehren: Du halteſt einſt gericht. 2. Umſonſt flieht dann der ſuͤnder Vor deines armes kraft. Herr, alle menſchen⸗ kinder Ziehſt du zur rechen⸗ ſchaft. Du rufſt, und ſie erſcheinen Vor deinem rich⸗ terthron; Den ſuͤndern und den deinen Gibſt du gerech⸗ ten lohn. 5 3. Frohlockend ſehn die frommen Dein goͤttlich an⸗ geſicht; Schon hier dem fluch entnommen, Zagt ihre ſeele nicht. Nun triumphirt ihr hoffen; Erloͤſt von aller muͤh, Sehn ſie den himmel offen, Und du, herr, ſegneſt ſie. 4. Wie angſtvoll aber be⸗ ben Die hier dein wort ver⸗ hoͤhnt, Und durch ein ſuͤnd⸗ lich leben Das eitle herz ver woͤhnt. Du gibſt den ſuͤn⸗ denknechten Ihr theil in je⸗ ner pein, Und fuͤhreſt die 2 Zu deinen freuden . 5. Drum laß, berr, dein gerichte Mir ſtets vor au⸗ gen ſeyn, Und druͤcke ſein gewichte Tief ins gewiſſen ein! Vor dir laß recht mich handeln Und hier zu aller zeit, So wie ein weiſer wandeln, Der ſeinen richter gerichte, Du ſcheut. richter aller welt! Dem thor 1 8 6, Iſt FFF ̃ ͤ. „ n * 1 3 4 N 189 1 0 N J 1 1 „..„„ e N 5 . ſenden bekannt, Unzaͤhlbar, „ ſtehn ſie vor dem richter. heit unterliegen; Hier, wo 190 Erſte Abtheilung. 6. Iſt dann dein tag vor⸗ handen, Wird dieſe welt vergehn: So hoff ich nicht mit ſchanden Vor deinem thron zu ſtehn. Du ſtellſt mich dann zur rechten Von aller ſchuld befreyt, Führſt mich mit deinen knechten In deine herrlichkeit. mel. Es iſt gewißlich an der zeit. 26 5. Schon iſt der tag von gott be⸗ ſtimmt, Da, wer auf er⸗ den wandelt, Sein loos aus gottes haͤnden nimmt, Nach⸗ dem er hier gehandelt. Er kommt, er kommt, des men⸗ ſchen ſohn; Er kommt, und wolken ſind ſein thron, Den erdenkreis zu richten. ewigkeit, Hier ſtehn die mil; lionen, Die ſeit dem erſten tag der zeit Auf dieſer erde wohnen, Nur dem allwiſ⸗ wie am meer der ſand; Hier 3. Hier muß der falſche wahn der welt Der wahr⸗ das recht die waage haͤlt, Wird keine bosheit ſiegen; hier verſe chmaͤht, Gehn dann gewiß zur hoͤllen. Da trift ſie unerforſchte pein; Wer wird dann noch ihr retter ſeyn? Ihr warten iſt ver⸗ loren. B. Wie herrlich aber wird alsdann Der frommen werth erſcheinen! Du, herr, nimſt ſit e zu ehten an, Erklaͤrſt ſie fuͤr die deinen; Und ſie ſehn mit erſtauntem blick, Daß glaub und lieb das hoͤchſte gluͤck Aus gottes huld erer⸗ ben 6. Sie gehn nun in das ſelge reich, Das gott fuͤr ſie bereitet, Und ſehn auf ewig, engeln gleich, Ihr woͤhlſeyn ausgebreitet. Das ſtuͤck⸗ werk wird vollkommenheit, 2. Hier, an dem rand der Kein kummer, keine traurig⸗ keit Stoͤrt forthin ihre freude. 7. Mein heiland, laß mich dein gericht Oft und mit ernſt bedenken! Es ſtaͤrke meine zuverſicht 7 Wenn hier mich leiden kraͤnken; Es reize mich gewiſſenhaff, Und eingedenk der rechenſchaft, Nach deinem wort zu wan, DDD, N Hier iſt zur buße nicht mehr 4 mel. Vachet auf, ruft uns de. friſt, Hier gilt nicht mehr betrug und liſt; Hier gilt kein falſcher zeuge. 4., O herr, mit welcher ma⸗ jeſtaͤt Wirſt du das urtheil Machet auf vom 266. Wẽ̃ ſchlaf ihr ſuͤn⸗ o menſchenkinder, ten tod und ewigkeit. 1 195 ſuͤnder, die dich 0 und ſtrafe„tod und leben 0%. dee, Wird 1. a 7780 4 d d... Ne. . a beln. 1 2 d— 1 der! Erwacht! denn euch, 9) Erwar⸗ Lohn 8, VI n Erwach hen — ige. tech it gott, f fickt ſont. f. tert! Wit, was Geier ihn nicht 9 10 und hät 0 2. Mötzlch wit i enhreunen; Oer 7 1 N15 35700 ſoater in ele balkss er Nich, rut 7 705 Er w zen bell kme font er und m lohnz Each rich nich t ſehſ eric irbe lt. 1 berſöhnt, N. ſohſt. Mer u he vic gehrint 3. Send betet: 55 Mut ö len ju empfang Ploͤzlich bricht ſe 45 Uu* g en böſen Stil fun guß n, 0 a wie fe Dan i 107 . 1 ührthe rftommen! S f die 0 hett 10 u iel. W er Du 10 0 05 8 a0 0 ö . 25* wullſn leit St! 1 7. Melſ dein 10 N een beh! Ez i nenne zub Pat, Weng nich lei raͤnken; eie mi e ſſenhaf, ln ungedenk.„ rechenſchif, Nach dein vort zu 165 eln. 8.5 750 Mel.* E f ft 66. 115 auf n faf iht fin 6 er Ern denn 160 1 i Ewe i tod ul gkeit, d . und lan, 1 , 1b* 1 3 bb el oft und * Auf dieſe zeit, Undeſingt 7 XXIII. vom juͤngſten Gericht. — . *— 43 2 191 Wird der gerechte richter ge⸗ ben. Erwacht! noch iſt zur buße zeit. Gerecht, ge⸗ recht iſt gott, Er hoͤrt der frevler ſpott. Frevler, zit⸗ tert! Wiſſt, was er ſpricht Gereut ihn nicht. Er kommt gewiß und haͤlt gericht. 2. Ploͤtzlich wird ſein zorn entbrennen; Dann wird der ſpoͤtter ihn erkennen, Des vaters eingebohrnen ſohn. Jauchzet, jauchzt ihr, ſeine frommen, Er wird zu eu⸗ rem heile kommen. Bald kommt er und mit ihm ſein lohn; Euch richtet chriſtus nicht. Er ſelbſt ging ins ericht Fuͤr die ſfuͤnder. Wir ind verſoͤhnt, Mit gott ver⸗ ſoͤhnt. Wer uber windet wird gekroͤnt. 3. Seyd bereit, ihn mit verlangen, Mit reinem her⸗ zen zu empfangen, Denn plotzlich bricht ſein tag her⸗ ein. Und der richter wird vom boͤſen Sein volk, die frommen, ganz erloͤſen, Von ſuͤnd und tode ſie befreyn. Dann iſt vollkommnes heil In ewigkeit ihr theil. Jauchzt ihr frommen! Seydzſtets be⸗ gott dank in ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben de. oder: Du weiſer ſchoͤpfer ꝛc. Nr. 4. enn ich auf got⸗ 2 67. W᷑ tes wegen wan⸗ ke„ Und ſtraucheln will, ſo ſchrecke mich Der herzer⸗ 0 — ſchuͤtternde gedanke: Gott richtet einſt die welt und dich! Er hats verkuͤndigt; ſein gericht Iſt unaus bleib⸗ lich, ſtrauchle nicht. 2. Der weg der tugend, den ich walle, Sey rauh und ſteil: wo fuͤhrt er hin? Zum himmel, wenn ich gott ge⸗ falle, Weil ich getreu und ſtandhaft bin; Geſtaͤrkt, o gott, durch deine huld Zur ſelbſtverleugnung, zur ge⸗ duld. 3. Laß mich zu meiner ſee⸗ le ſagen: Die welt vergeht mit ihrer luſt! Wohl mir, wenn ich bey allen plagen, Mir keines frevels bin bes wußt! Es kommt, es kommt die ewigkeit, Die mich aus jeder noth befreyt. 4. Denn jeſus wird vom himmel kommen; Ich werd ihn, meinen helland, ſehn, Ihn, wie er iſt; mit allen frommen Aus meinem grab auch auferſtehn. Ihm werd ich vollig aͤbnlich 5 yn, Mich ewig meines glaubens freun!. 5. Ich werde ſeine ſtimme hoͤren: Der du zu meiner rechten biſt, Du warſt ge⸗ horſam meinen lehren; Nim hin, was dir bereitet iſt!! Sey, treuer chriſt, den en⸗ geln gleich! Komm, erbe meines vaters reich! 6. Du haſt in deinen ar⸗ men bruͤdern wmuen N ae * 1 4 ä—————————— N 8 5——. — n 9 —— 2 120 1 —. — 88—— 5— —————— . ————— 5——ů 192 Erſte Abtheilung. keit an mir gethan; Ich nahm in meines leibes glie⸗ dern Den ſegen deiner wohl⸗ that an! Komm nun, ge⸗ ſegneter, zu mir! Den him⸗ mel geb ich dir dafur. 7. Solch eine wonne war⸗ tet meiner, brͤderlichem ſinn, Den naͤch⸗ ſten lieb, und gern mich ſei⸗ ner Erbarm, und jeſu aͤhn⸗ lich bin. Gott, wer kan hart und lieblos ſeyn? Be⸗ truͤbte ſehn, und nicht er⸗ freun? 8. Dort, dort trift den, der ohn erbarmen Nie men⸗ ſchenfreundlich ſich beweiſt; Der fuͤhllos bey der noth der armen, Bedraͤngte nie erquickt noch ſpeiſt; Den hungrigen ſein brod nicht bricht: Ein unbarmherziges gericht. 0 9. Fuͤhlloſe(wird der rich⸗ Wenn ich mit ter ſagen), Verſchloſſen habt ihr eure hand, Verachtet eurer bruͤder klagen: Ent⸗ weicht! ich hab euch nie er⸗ kannt! Wer mich bekennt, und doch nie ſucht, Was menſchen froh macht, ſey verflucht! 10. So wirſt du jede ſuͤn⸗ de richten, Die nicht bereut iſt; wenn du einſt Den uͤbertretern ihrer pflichten In deiner mafeſtaͤt erſcheinſt. Dann wird der fromme nur beſtehn; Wer laſterhaft blieb, wird vergehn. 11. Gib mir denn licht und muth und ſtaͤrke, Damit mein glaube dir getreu, Geuͤbt in jedem guten werke, Bewaͤhrt und unverwerflich ſey! So werd ich ewig ſelig ſeyn; Mich ewig deiner, gott, erfreun. eee eee XXIV. Von der Ewigkeit. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. oder: Lobſinget gott, und ꝛc. Nr. s. 2 68 i Der freuden full iſt, 9 4 ott, bey dir; Und in dem hoͤhern leben Wird deine huld daraus auch mir Zu voller gnuͤge geben, Was mich mit reiner luſt erfullt, Was meiner ſeele ſehnſucht ſtillt, Und ſich ohn ende mehret. 2. Dich lern ich dann im hellern licht In deiner groͤße —— 8— kennen, Und mit vollkomm⸗ ner zuverſicht Dich meinen vater nennen. Mit hoher freude hat ich dann Auf ewig dein erbarmen an, Das mich zum himmel fuͤhrte. 3. Wann mein erhoͤhter geiſt da ſieht, Was ich dir zugetrauet; Wann er dein unumſchraͤnkt gebiet Noch heller uͤberſchauet: Gott, welche wonne iſt dann mein! b Wie 1 . Neat ig ben feu We fel fad 1 4 1 00 ße ih tn Ven. aft, As den ſehen ken, entzückt gemi bol dant und J feiner herrichſ In pollem ganz e 3. Da ud ie guäſzen uh Ne als hier beſſehen ken, daß du mic Der tugend hee Und ſelbſt butch ſer elt Mich zu der ewige Eo hereſtet, 6. In unbefeckt keit Werd ich de dich lieben, Und will mur gebeut, hem hetzen ben. che quelle reiner l. feintr ſünde neh Ju gem richtig lchſe dall, W umgeht alen fey, un, ſhwei, Ge em lch, due, aun an alem h. ha hohen wont l, den hell, ii gelcht, S. 1 fur wonne, l, de ihn 1 0 * * wenſſ Aro berfl b lo. S iir s den du ch die 10 . f U E bert e. 22 1 0 Dang a id der fin In de waſeſtätercht nur h S; Wer lit blieb/. 11. Air denn lch muth u ſtaͤrke, zy mein Aibe die z Geüb= dem gut Bewaͤ nd underneſ ſey!(/ eerd ich g ſeyn Sch ewig dez gott, un. —— r ———— n der E eit. * . . „ * 5 kenne freud ö d mit bel cht Dich nin * em Mi it ch dann lle den emen au, nich w immel fit. mein e geiſt t, Wa nge u, Mane mum akt gebe 0 ver z dater ler E ſchautt! N vac a ſt un 5 XXIV. Von der Ewigkeit. 193 Wie werd ich deiner da mich freun! Wie ſelig da mich finden! 5 4. Noch groͤßre werke ſeh ich dann Von deiner ſchoͤ⸗ pfersguͤte, Als ich auf er⸗ den ſehen kan, Und mein entzuͤckt gemuͤthe Verliert voll dank und freude ſich In deiner herrlichkeit, die ich In vollem glanz erblicke. 53. Da werd ich deinen gnaͤdgen rath Noch mehr, als hier verſtehen; Dir dan⸗ ken, daß du mich den pfad Der tugend hieſſeſt gehen, Und ſelbſt durch leiden die⸗ ſer zeit Mich zu dem gluͤck der ewigkeit So vaͤterlich bereitet. 6. In unbefleckter heilig⸗ keit Werd ich dann, gott, dich lieben, Und was dein wille mir gebeut, Mit fro⸗ hem herzen uͤben. O wel⸗ che quelle reiner luſt, Sich keiner ſuͤnde mehr bewußt, In allem richtig handeln! 7. Mein leib aufs herr⸗ lichſte verklaͤrt, Mit him; melsglanz umgeben, Von allem frey, was ihn be⸗ ſchwert, Geſchickt zum hoͤ⸗ hern leben, Auch der nimt dann an allem heil Und an der hohen wonne theil, Die meinen geiſt entzuͤcket. 8. Den heiland, den ich hier geliebt, Seh ich dort mir zur wonne. Die herr⸗ lichkeit, die ihn umgiebt, Iſt f mir auch licht und ſonne. Auch da iſt er mein herr, mein freund, Durch den ich, gott, mit dir vereint, Stets neue freuden ſchmecke. 9. Mit allen buͤrgern je⸗ ner welt, Die deinen thron umgeben, Werd ich dort, ihnen zugeſellt, In reinſter freundſchaft leben. Wie klo⸗ pfet dann in meiner bruſt Mein ganzes herz voll lieb und luſt, Die ich mit ihnen 5 th eile˖. 10. Ja, ewig iſt, mein gott, bey dir Der freuden reichſte quelle. Ich ſchoͤpfe draus, doch bleibt ſie mir Stets voll auf alle falle. Mein gluͤck waͤhrt da in ewigkeit, Nichts fehlt ihm an vollkommenheit. Herr, hilf es mir erreichen! Mel. Wenn mein ſtuͤndlein dc. 269. n fremdling bin E ich in der welt, Und kurz ſind meine tage: So manche noth, die mich befaͤllt, Reizt mich hier noch zur klage. Doch, vater, jene ſeligkeit Verſuͤßt mir meine pilgrimszeit, Und ſtaͤrkt mich ſelbſt im leiden. 2. Jezt, da die ſuͤnde mich noch druckt, Seufzt meine bange ſeele; Wie bald iſt nicht mein herz beruͤckt! Wer merkt, wie oft er fehle? Doch einſt werd ich vollkom⸗ 1 men rein, Ganz heilig und r ganz 9 194 Erſte Abtheilung. ganz ſelig ſeyn. Dis troͤ⸗ ſtet meine ſeele. 3. Wenn mich der zukunft ſchickſal ſchreckt, Die noth der fernen tage; Wenn ſie in mir die ſorg erweckt, Ob ich ſie auch ertrage: So mil⸗ dert mir die ewigkeit Das kurze elend dieſer zeit, Daß nicht mein herz verzage. 4. Wenn einſt, der jezt von ferne draͤut, Der tod mir naͤher winket; Wenn, nach der arbeit dieſer zeit, Mein haupt zum ſchlummer ſin⸗ ket: So ſterb ich froh; die ewigkeit Zeigt mir des him⸗ mels herrlichkeit, Die alles uͤberſteiget. z. Herr, dieſen troſt, der mich erfreut, Vermehr in meinem herzen. Es ſtaͤrke mich die ſeligkeit, Bey mei⸗ ner wallfahrt ſchmerzen. Sie ſey in meinem tod mein heil, Und einſt mein laͤngſt gewuͤnſchtes theil, Wann ich vom tod erwache. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. 0 Is iſt noch eine ruh 270. E vorhanden Fuͤr jeden gottergebnen geiſt, Wann er ſich dieſes koͤrpers banden, Nach gottes willen einſt entreiſſt, Und nun nicht mehr ſo eingeſchraͤnkt, Als hier auf erden, lebt und denkt. 2. Die, herr, zu dieſer ru⸗ he kommen, Wie ſelig ſind doch alle die! In deinen — eee himmel aufgenommen, Ruhn ſie von dieſes lebens muͤh. Nach aller laſt, die ſie ge⸗ druckt, Wird ewig nun ihr herz erquickt. 3. Wie muͤtter ihre kinder troͤſten, So ſegnet mit zu⸗ friedenheit Auch deine gna⸗ de die erloͤſten, Nach uͤber⸗ ſtandner uͤbungs zeit. Dann wird es ihnen offenbar, Wie gut ſtets deine fuͤhrung war. 4. Da ſchweigen alle ih⸗ re klagen; Da bringt mit frohem lobgeſang, Selbſt fuͤr die ausgeſtandnen pla⸗ gen, Dir ihre ſeelen frohen dank. Nun jauchzen ſie: es iſt vollbracht! Der herr hat alles wohl gemacht! 5. Forthin bekuͤmmert ſie kein leiden, Kein ſchmerz, ſelbſt keine furcht nicht mehr. Gott fuͤhrt ſie zu den hoͤch⸗ ſten freuden, Und kroͤnet ſie mit preis und ehr. O un⸗ ausſprechlich ſuͤße ruh! Wie herrlich, herr, begluͤckeſt du! 6. Wer kan hier deine gnade faſſen? Du willſt den, der dich redlich liebt, Nicht ewig in der unruh laſſen, Die dieſes leben noch um⸗ giebt. O, mach uns ja hier in der zeit Recht wuͤrdig fuͤr die ewigkeit! e 7. Mein heiland, der du ſelbſt auf erden Der leiden joch getragen haſt! Will ich des lebens muͤde werden, Und fuͤhl ich meiner 15 a gat 1 nellen geüt uth ſich entre 1 00 daß, f jener ruhe, beſelſen i aus willen t du 100 1 f 80 folge! W feat ml. Mein 1.% gott Vit, Wa e Pimmel hlckt, wockt und lalet; milde baterhanbd wundern wird et bu da haſtberdte tig Fühl ich N bet Dich 1 U jun leben Jene will erheben. 2 Was su) dieser zeit, Herr he herrlchleit, dit zu fruhen! L hic auf erben windet heiner Daß uit ſe! dal doch he, Be ben field leiben Stelz 1 ſt uur volkom 0 Kein bb ſhefbu diethr⸗ 7 laber n l* * 6j a in deſ bes f 0 1% e e,, 2 2 N 2 hen et. dea ü h 5. I 1 beküͤmnen kein l, Kein sing ſelbſtkyurcht nin Gott= fie zu de l ſten fü!, Und n mit p ind ehr. J ausſo ch füße naß herrlilh kr, begllchh 0. 0 nade rn? Du ul — di 2 lich liebt, ewig er unt lit Die J leben noh gebt, S mach uuf Recht ni für di gkeit! 1 O belland, d ſalbſt Arden Der 5 1. ſoch 1— l 2 mibe 1 —— 3 ä Fr ̃—ͤnPk!mu XXIV. Von der Ewigkeit. ** 5 ä —— . 3 195 laſt: So ſtaͤrke maͤchtig meinen geiſt, Daß er dem unmuth ſich entreiſſt. 8. Gib, daß, in hoffnung jener ruhe, Die gottes volk verheiſſen iſt, Ich gern des vaters willen thue, So folget auf der leiden zeit Gewiß vollkommne ſelig⸗ keit. 24 2215 79. mel. Wie ſchoͤn leuchtet der ꝛc. . 1 371. Mes ganzer geiſt, 2 zuckt, Wann er nach jenem gott, wird ent⸗ himmel blickt, Dahin dein wort uns leitet; Wo deine milde vaterhand Aus neuen wundern wird erkannt, Die du da haſt verbreitet. Maͤch⸗ tig Fuͤhl ich Mich getrie⸗ ben, Dich zu lieben, Der zum leben Jener welt mich will erheben. 2. Was ſind die freuden dieſer zeit, Herr! gegen je⸗ ne herrlichkeit, Die dort bey dir zu finden! Du ſtellſt uns hier auf erden zwar Viel wunder deiner guͤte dar, Daß wir ſie froh empfin⸗ den; Doch hier Sind wir Bey den freuden Noch mit leiden Stets umgeben, Dort iſt nur vollkommnes leben. 3. Kein tod iſt da mehr und kein grab. Dort wi⸗ ſcheſt du die thraͤnen ab Von deiner kinder wangen. Da iſt kein leid mehr, kein ge⸗ Wie du darin mein vorbild biſt: ſchrey, Denn du, o herr! machſt alles neu; Das alte iſt vergangen. Hinfort Sind dort Fuͤr gerechte, Deine knechte, Keine plagen Mehr zur pruͤfung zu ertragen. 4. In deinem hoͤhern hei⸗ ligthum Erſchallet deines namens ruhm Von lauter frohen zungen. Da ſtrahlt die herrlichkeit des herrn, Hier ſchaut man ſie nicht mehr von fern, Da wird ſie neu beſungen. Voͤllig Gibt ſich Den erloͤſten, Sie zu troͤſten, Der zu kennen, Den ſie hier ſchon vater nennen. 5. Vor ſeinem antlitz wan⸗ deln ſie, Auf ewig frey von aller muͤh, Und ſchmecken ſeine guͤte. Hier ſtoͤrt den frieden ihrer bruſt, Und ihre tauſendfache luſt, Kein feind⸗ liches gemuͤthe. Kein neid, Kein ſtreit Hemmt die trie⸗ be Reiner liebe Unter ſee⸗ len, Die hinfort nun nicht mehr fehlen. 6. Gott! welche ſchaar iſt dort vereint! Die from⸗ men, die ich hier beweint, Find ich dort alle wieder. Dort ſammelt deine vater⸗ hand, Die deine liebe hier verband, Herr, alle deine glieder. Ewig Werd ich, Frey von maͤngeln, Selbſt mit engeln Freundſchaft pfles gen. O, ein umgang voller ſegen! 7. Da komm ich zu des N 2 men⸗ 196 Erſte Abtheilung. menſchen ſohn, Der fuͤr mich ſtarb, um deſſen thron Viel tauſend ſelge ſtehen. Der du der deinen wonne biſt, Dich werd ich da, herr je⸗ ſu ehriſt, Auch mit entzuͤk⸗ ken ſehen. Da wird, Mein hirt, Von den freuden Nichts mich ſcheiden, Die du dro⸗ ben Deinen freunden auf⸗ gehoben. 8. Wie ſelig werd ich da erſt ſeyn! Wie ſicher werd ich mich dann freun! Dir ewiglich en er. O jeſu! herr der herrlichkeit! Du haſt dis gluͤck auch mir be⸗ ren't; Hilf mir es auch er⸗ ringen. Laß mich Eifrig Darnach ſtreben Und ſo le⸗ ben Auf der erde, Daß ich dort dein erbe werde. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du 1 5 2 f. ꝛc. 7 4. Jach einer pruͤfung 272. N kurzer 3 Fuͤhrſt du uns, gott, zur ewigkeit. Dort, dort ver⸗ liert ſich jede klage In himm⸗ liſche zufriedenheit. Hier übſt du unſern tugendfleiß; Dort aber reichſt bu uns den preis. N 2. On ſchenkſt dem from⸗ men ſchon auf erden So man⸗ chen ſelgen augenblick; Doch alle freuden, die ihm wer⸗ den, Sind noch kein recht vollkommnes gluͤck. Er bleibt ein menſch, und ſeine ruh Nimt in der ſeele ab und zu. n 3. Bald ſtoͤren ihn des kör⸗ pers ſchmer zen, Bald das ge räuſche dieſer welt; Bald kaͤmpft in ſeinem eigenen her⸗ zen Ein feind, der oͤftrer ſiegt als faͤllt; Bals ſinkt er durch des naͤchſten ſchuld In kum⸗ mer und in ungeduld. 4. Hier, wo die tugend oͤf⸗ ters leidet, Das laſter oͤf⸗ ters gluͤcklich iſt; W̃ des bekuͤmmerten vergifft: Hier koͤnnen wir nie frey von pein, Nie frey von aller ſchwachheit ſeyn. 5. Hier ſuch ichs nur, dort werd ichs finden; Dort werd ich heilig und verklaͤrt, Der tugend ganzen werth em⸗ pfinden, Den unausſprech⸗ lich großen werih; Dich, gott der liebe, werd ich ſehn, Dich lieben, ewig dich er⸗ hoͤhn. 6. Da wird, o herr, dein heilger wille Mein will und meine wohlfahrt ſeyn; Und lieblich weſen, heil die fuͤlle, An deinem throne mich er⸗ freun. Dann laͤſſt mein dir geweihter ſinn Mich fuͤhlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im licht erkennen, Was ich auf erden dunkel ſah; Das wun⸗ derbar und heilig nennen, Was unerforſchlich hier 925 ſchah; Da denkt mein geiſß mit preis und dank, Die ſchickung im zuſammenhang. 87 Do S. gin Wo man den gluͤcklichen beneidet, Und Mt fannen; N — 1 90 werd ane diggen, 0 heil, 10 Ein heilt 1 f ſugen Dem, d ſohfert wald; da ihn kuk 1 di vad i J ſchaaren 3 gh belt ne git dl umzugehn; Ot zan alt wein heil, we gc 10, Ol weib dem begegnen, weg mich geten mft entzückker! nin, Daß er mi lich wie; De dis höchſten fi, II. Da tuft, 0 1 ts geben! auch wir en ſelg N del den „leben, Die ſee „let, dul“ J muß dis glück rater einet ſe 12. Un ſey fr erden, i hetrlichkeit enge zu er gte des de e erten *Das lin abet U L 7 0 7 Her le. n wir nl f * bag— bergſſ don pt. cee ftey un i sehn. 3. A.“bichs ur, werd it aden; Den ich hei: d verllänt, N pfindeſ 1 Dich, egig dc Ihn In, 9 D, 0 han l heilgel e Mein vile meine fahrt ſehn lieblich n, heil Neft An de z throne nige 121 in Mich daß i s bin. ſcht e an, And 0 nden l ſah; O herbat un bell lt Us ach e bah! O- benlt na g, 1 4 ö tugen)! Tien wenn bündef en unalſun, ch g.. werlh; d gott de, weib ih freun. nn läſſt aut ad ih ln zuſammerbah — himmel ſelges heer Jauchzt ute geſtoͤrte gluͤck erfahren, 12. Was ſeyd ihr, leiden XXIV. Von der Ewig keit. 197 8. Da werd ich zu dem throne dringen, Wo gott, mein heil, ſich offenbart; Ein heilig, heilig, heilig! ſingen Dem, der fuͤr mich geopfert ward; Und aller ihm einſtimmig preis und 2 * r. 9. Da werd ich in der en⸗ gel ſchaaren Mich ihnen gleich und heilig ſehn; Das Mit frommen ſtets fromm umzugehn; Da wird durch jeden augenblick Ihr heil mein heil, mein gluͤck ihr gluͤck. Io. Da werd ich dankvoll dem begegnen, Der gottes weg mich gehen hieß, Ihn mit entzuͤckter ruͤhrung ſeg⸗ nen, Daß er mir ihn ſo treu⸗ lich and. 11. Da ruft,(o moͤchte gett es geben!) Vielleicht auch mir ein ſelger zu:„Heil „ſey dir! denn du haſt mein „leben, Die ſeele mir geret⸗ „tet, dul O gott, wie muß dis gluͤck erfreun, Der retter einer ſeele ſeyn! dieſer erden, Doch gegen je⸗ ne herrlichkeit, Die an uns offenbar ſoll werden, Von ewigkeit zu ewigkeit? Wie wies; Da find ich in des hoͤchſten hand Den freund, den ich auf erden nichts, wie gar nichts ge⸗ der erden. gen ſie, Iſt doch ein augen⸗ blick voll muͤh! mel. O traurigkeit, o herzeleid. * ſchrecklichs leid 273.1— Der ewigkeit, Das fuͤnder dort erfahren, Die durch keine zucht von gott Hier zu beſſern waren. 2. Durch ihre ſchuld, Von gottes huld Und angeſicht geſchieden, Sehn ſie nim⸗ mermehr das licht, Haben nimmer frieden. 3. In dieſer welt, Zum ort beſtellt, Wo wir gepruͤ⸗ fet werden, Haben auch die boͤſen noch Theil am gluͤck 4. Hier konnen ſie In ih⸗ rer muh Sich noch des eit⸗ leu freuen, Und, wenn das gewiſſen plagt, Ihr gemuͤth zerſtreuen. 5. In jener welt, Die nichts enthalt Fur ſie an guten ga⸗ ben, Auch ein troͤpflein waſ⸗ ſers nicht, Sie im durſt zu laben; 5 6. Und wo forthin Ihr boͤ⸗ ſer ſinn Umſonſt zerſtreuung ſuchet: Da, da fuͤhlen ſie ſich nun, Von dem herrn verfluchet. 7. Ihr wurm, der nagt Und ſie zerplagt, Stirbt nim⸗ mer im gewiſſen; Nie ver⸗ liſcht des feuers brand, Den ſie leiden muͤſſen. 8. So draͤut der herr; Ge⸗ recht iſt er, Wahrhaftig iſt ſein te ein. 198 Erſte Abthellung. ſein draͤuen. Wehe denen, welche doch Sein gericht nicht ſcheuen. 9. O gott des heils! Wir unſres theils Verehren dich im glauben. Laß den troſt der beßren welt Keinen feind uns rauben! 10. O rette doch Auch ſuͤn⸗ der noch, Die jezt dir wider⸗ ſtreben! Laß ſie, recht zu dir bekehrt, Ewig mit uns leben! mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. wie unausſprech⸗ 274. O lich ſelig Wer den wir im himmel ſeyn! Da, da ernten wir unzaͤh⸗ lig Unſers glaubens fruͤch⸗ Da wird, ohne leid und zaͤhren, Unſer leben ewig waͤhren. Gott! zu welcher ſeligkeit Fuͤhrſt du uns durch dieſe zeit! 2. Hier iſt zwar, was du den frommen Dort fuͤr gluͤck bereitet haſt, Noch in keines herz gekommen. Welcher menſch auf erden faſſt Dei⸗ nes himmels große freuden? Doch nach dieſes lebens lei⸗ den Werden alle, die dir traun, Mehr noch, als ſie hoffen, ſchaun. 3. Neue wunder deiner guͤ⸗ te Werden da ihr gluͤck er⸗ hoͤhn. Mit erſtaunendem ge⸗ muͤthe Wird dann unſer au⸗ ge ſehn, Deine huld ſey uͤber⸗ ſchwaͤnglich, Und das gute unvergaͤnglich, Das dem, der dich redlich liebt, Dei⸗ ne vaterhand dort giebt. 4. Dann wirſt du dich un⸗ ſern ſeelen Offenbaren, wie du biſt. Keine wonne wird uns fehlen, Da, wo alles wonne iſt. Zu den reinſten ſeligkeiten Wird uns dort der mittler leiten, Der uns dieſes gluͤck erwarb, Als er an dem kreuze ſtarb. 5. Da wird deiner kinder ſeyn, Liebe, dank und lob⸗ geſaͤnge Dir, erhabenſter, zu weihn; Dir, und dem, der ſelbſt ſein leben Willig fuͤr uns hingegeben. Mit ihm, unſerm groͤſten freund, Sind wir ewig dann vereint. 6. O wer ſollte ſich nicht ſehnen, Aufgeloͤſt und da zu ſeyn, Wo nach kummer, noth und thraͤnen Ewge guͤther uns erfreun; Wo ſich unſer gelied in pſalmen, Unſre angſt in luſt verkehrt, Die ſorthin kein kummer ſtoͤhrt! erden? Obs auch. noch ſo koͤſtlich ſey, Iſts doch nie ganz von beſchwerden, Sor⸗ gen, furcht und kummer frey. Schnell folgt hier auf luſt oft weinen: Dort nur wird die zeit erſcheinen, Wo kein wechſel mehr uns beugt, Wo die wonne immer ſteigt. 8. Sey, o ſeele, hocher⸗ freuet menge Ein herz, eine ſeele kampf in palmen, Unſer klas- 7. Was iſt unſer loos auf nc, 175 ml gehn. d, ner ichn ge och eng zu et Aber meiner ſe ji de reg nich cer bob man ewig bi! 12 Pet hur de it 1 B. Lehen! Du f uu himmel den leid, geſ gen Mir nu; raumdbilb ſeyr aul lacht berſe Jolkommne w. ſteun, 2. Wee fil ganzer wille deinem willen fad ic aua. 558 ic gehe ih nun; Je dung weit( ſläckselgkeit „ Deuübeng J ö 4. Da 10 0 hirſt du d. i N ee 0 fe ine wum bl 5 da, 0 N ſell Ju den run ate A ind u an denſ y, deeſtarb, enge herz, ehh 0 unſerm—ien fteunh e 1 — uns er n; Wo sch kampf e inen, leb gelied 1 ö 1 7. f nd kum 10, f 1 nel Sit hier af! . 6 ift we! v Dort un „ die zeh einen, 9 0 1 nacht art unt hend ewe imer fit. 1 5 8 fal, 165 f, ſalmen, F angſt„ verkeht, M. dorthin a kummt e, unſer Ul erden! auch 90 koflich Jſts hoh h, 1 10 A chwerben, 6 „ —— ——.—— 3 XXIV. von der Ewigkeit. 199 eee freuet Ueber das erhabne gluͤck, Das dir einſt dein gott verleihet! Richte dei⸗ ner hoffnung blick Oft nach jener ſtadt der frommen, Mit dem ernſt, dahin zu kom⸗ men. Trachte, weil du hier noch biſt, Recht nach dem, was droben iſt. 157 9. Ohne heiligung wird kei⸗ ner, Herr, in deinen him⸗ mel gehn. O, ſo mache im⸗ mer reiner Hier mein herz, dich einſt zu ſehn! Hilf du ſelber meiner ſeele, Daß ſie nicht den weg verfehle, Der mich ſicher dahin bringt, Wo man ewig dir lobſingt. mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. i Wie wohl thuſt du, ſey 275. W ott, den bimmel thront, Der from⸗ mein deinen! Du führſt ſie einſt zum himmel ein. Da wer⸗ den leid, geſchrey und wei⸗ nen Mir nur ein dunkles traumbild ſeyn. Da wird, auf leicht verſchmerzte pein, Vollkommne wonne mich er⸗ freun. 2. Wie froͤhlich wird mein ganzer wille Da, herr, in deinem willen ruhn! Da find ich aller wuͤnſche fuͤlle; Was ich gehofft, das ſchau ich nun; Ja uber alle hoff⸗ nung weit Empfind ich da gluͤckſeligkeit. pf wonne, Die den erloͤſten geiſt entzuͤckt, Wenn er nun dich, der deinen ſonne, In deiner herrlichkeit erblickt. Und ſo, mein heiland, ſeh ich dich, Und freue dein auf ewig mich. 4. Da komm ich zu den ed⸗ len ſeelen, Die nun durch hoͤhres licht verklaͤrt, Sich gottes fuͤhrungen erzehlen, Der ſie durch pruͤfungen bewahrt, Und wundervoll nach ſeinem rath Zum ew⸗ gen gluͤck erhoben hat. ö 5. Nie geht ein frevler, ein empoͤrer Ins reich der ſelgen geiſter ein; Kein ſcha⸗ denfroher friedenſtoͤrer, Kein menſchenfeind wird da mehr ſeyn, Wo der, der in dem men treu dereinſt belohnt. 6. Wie wohl wird uns da ſeyn, wo klarheit Durch alle wege gottes ſcheint; Wo lauter liebe, lauter wahrheit Des himmels buͤrgerſchaft vereint; Und wo du dich, herr jeſu chriſt, Verklaͤrt uns zeigeſt, wie du biſt. 7. Zur hoffnung ſolcher ſe⸗ ligkeiten, In der vereinigung mit dir, Wollſt du, o herr, mich vollbereiten; Drum ſchaff ein reines herz in mir! [Du, den ich ſchauen ſoll, biſt rein: So laß auch mei⸗ 3. Wie uͤberwiegend iſt die N 4 ne ſeele ſeyn. 10 Zwote Lieder uͤber die ehriſtliche Sittenlehre. I. Von der Buße und Bekehrung. Amel. Jeſu, meines lebens 5 0 Ach, wann werd ich 2 76. A von der ſuͤnde, Gott, mein vater, vollig frey, Daß ich ganz e uͤberwinde, Ganz dir wohlgefaͤllig ſey? Noch nicht, ich geſtehs mit ihc entwöhnen; Ach, zu oft noch regt ſie ſich, Und ver⸗ ſucht zum boͤſen mich. 2. In der andacht ſelgen ſtunden, Wo mein geiſt die wahrheit hoͤrt, Hab ich oft das glück empfunden, Das die froͤmmigkeit gewaͤhrt; Habe auch gar ſehr hienie⸗ den Mir gewünſcht den „innern frieden, Und, ein herz, dir ganz geweiht, So wie meine ſeligkeit. 3. Voll von heiligen ent⸗ ſchluͤſſen Schwur ich dann, dir treu zu ſeyn, Und mit wachſamen gewiſſen Meiner unſchuld mich zu freun; Willig wollt ich da mein le⸗ ben Dir, mein gott„zum dienſt ergeben, Aller ſuͤnde nen freun. wiſe ſtehn, Standhaft dei⸗ ne wege gehn. 5 4. Aber, ach! zu ſchnel empöret Sich der leidenſchaf⸗ ten macht; Die ver dunkelt, ſchwaͤcht und ſtöoͤret, Was ich ſonſt ſo gut bedacht. Ploͤtzliche verſuchu ngs zeiten, 0 Beyſpiel, reiz der eitelkeiten, thraͤnen, Kan ich mich von D eren ſchwarm mich ſtets umringt: Das iſts, was zum fall mich bringt. 5. O, ich armer, dem zur treue Veſte ſeelenſtaͤrke fehlt, Den ſo oft ſchmerzvolle reue Und ſo oft doch fruchtlos quaͤlt! Ach! wer wird mich ganz vom boͤſen, Von der boͤſen luſt erloͤſen? Ich elen⸗ der! wer befreyt Ganz mich von der ſuͤndlichkeit? 6. Du verzeihſt, gott, die gebrechen Meiner ſuͤnbigen natur. Nicht die ſchwach⸗ heit wirſt du raͤchen; Boͤſen verſatz ſtrafſt du nur. Haͤtt ich nicht den troſt, ich wuͤr⸗ de Unter meiner fehler buͤr⸗ de Ganz erliegen, und mich dein, Hoͤchſtes guth, nie koͤn⸗ 7. Stellet mir denn hier auf erden Lebenslang die ſuͤnde ah id, in fn 5 ech iich fc Mam nich; getz Ti nich weilt, d Thiglet Dun Tamenhelt . Henzlebſer % ee * Mu ſſbigt! O die dein sohn Menn ſünen! zen hetzen ke mich efteuen. 5 ſelhſ auch für nich g nich hok hir 1 U leben. Mie 10 wache wi el ſe nicht 1 1. 0 * he keine ſeth. 0 1, bas de N 1 Befthere dlaeſteben, Nn, Uf! dine ange bf, d. ö 5. O0 Sumer, bang 5 5 gaeſin 0 Den ſe W cchmerzuulln und ſſ a bich fu aun wir with n 1 * * N 1 * 1 1 „ I 0 + 6. * * 0 1 zin 1 raden, Na oͤſen l. Alden? Ich der! u ſfreyt Gan don de lichten!“ b. D eihſt, gol zebrech Meiner finn natur.“ cht die sch beit wi 8 tächen; Mt borſatz t du nut.. ich nic e troſt, ic u de Un, Aer feſltr. de Gal us egen, d 0 n, gut, e den ft. „ 7. Sl Ifir denn li 1 9 ee, 1 herz, das deine wege waͤh⸗ funde nach; Kan ich nicht vollkommen werden, So gerecht ich kan, zu le⸗ michs merken; Laß mich ſtre⸗ ben veſt zu ſtehn; Eile, mich, ſelbſt mich ſichrer gleiter; Taͤglich fuͤhre, gott, mich weiter, Bls ich in der kommenheit. Mel. Herzliebſter jeſu, was dc. 35 277. Ach, wider dich, mein (ändigt! O laß die gnade, Wenn ſuͤnden uns von gan⸗ zem herzen reuen, Auch auch fuͤr mich gegeben. Laß Weil ſie mich reuen. 3. O ſchaff in mir, gott, — 8 8— — A—.̃,ß,½.§,ß.— 8 ** — — ——— 1. Von der Buße und Bekehrung. A 201 Bin und bleib ich oft ſo ſchwach: O, ſo ſegne mein beſtreben, ben, Daß ich doch von heu⸗ cheley Und von bosheit fer⸗ ne ſey. N 8. Wenn ich wanke, laß dein kind, zu ſtaͤrken; Lehre ehn; Warne mich; ſey mein be⸗ ewigkeit Dringe zur voll⸗ gott, hab ich ge⸗ die dein ſohn verkuͤndigt, mich erfreuen. 2. Er ſelbſt hat ja ſich mich vor dir um ſeinetwil⸗ len leben. Tilg aus die ſuͤn⸗ den, welche mich entweihen, eine reine ſeele, Ein neues le. Befoͤrdere und ſtaͤrke mein beſtreben, Nur dir zu leben. 4. Verwirf mich nicht von deinem angeſichte! Gib dei⸗ terrichte; Gib ihn, daß er auf deiner wahrheit wege Mich leiten moͤſee.. 3. Erquicke mich in meiner ſeele leiden Mit deiner huͤl⸗ fe, gib den geiſt der freu⸗ den, Damit er, weil ich kei⸗ ne kraft beſitze, Mich unter⸗ ſtuͤtze. l 6. Mit neuer treue will ich dich verehren; Ich will die ſuͤnder deine wege leh⸗ ren. Mein beyſpiel ſoll ſie reizen, deinen willen Gern zu erfuͤllen. 2 7. O hoͤre, gott, erbar⸗ mend auf mein flehen, Wie ſollteſt du ein reuend herz verſchmaͤhen, Das deine huld im glauben ernſtlich ſu⸗ chet, Der ſuͤnde fluche!? 8. Ein herz voll reu und glauben willſt du haben, Das liebſt du, dem ſchenkſt du des geiſtes gaben. Du willſt die, ſo nach deiner gnade ſchmachten, Gott, nie verachten. 33 Seae 57 6 7 D Yllein zu dir, herr 278. A jeſu ehriſt, Steht S mein vertraun auf erden. Ich weiß, daß du mein troͤ⸗ 1 J 23 ſonſt werden. „ mir Aus meinen noͤthen hel⸗ nen geiſt, daß er mich un⸗ ſter biſt; Kein troſt kan mir? Es iſt kein, retter außer dir, Kein 87 menſch, kein engel, welcher 22 fen kan. Dich ruf ich an; 8 Du biſts, der helfen will 38 und kan.. N 2, Zwar — 5 13 0 1 1 1 1 0 f 8 9 5—. ˙ 5.. 5 2 2. Zwar meine ſchuld iſt mich gethan, Dann werd ich glaube faſſt, Herr, was du mir verſprochen haſt. herzigkeit, Zu jedem guten werke; Vor allem laß mich lieben dich, Und meinen naͤchſten gleich lezte ſtund heran, So ſtaͤrk dein getroͤſten kan. 4. Lob ſey gott auf dem hoͤchſten thron, Dem vater ſu, ſeinem ſohn, Der uns ſchafft heil und friede: So wie auch deinem guten geiſt, ſeelenſchade; mel weiſt. treu ergeben ſeyn, Daß wir ewig freun. Mel. Herzliebſter jeſu, was de. herzen, Ruf ich zu dir in O mache mich, gott, mei⸗ 202 Zwote Abtheilung. uͤbergroß; Doch reut ſie mich von herzen. Erbarme dich und ſprich mich los Durch deines todes ſchmerzen. Ich nehm dich als den heiland an, Der auch genug fuͤr los der ſuͤndenlaſt. Mein 3. Gib mir auch aus barm⸗ Durch dieſen glauben, ſtaͤrke, Zu dem, was mir dein wort gebeut, als mich: Und kommt die mich dann, Daß ich mich aller guͤte; Und dir, o je⸗ Der uns den weg zum him⸗ Laß uns dir uns dein, Und deines heiles us einem tief vor dir gebeugtem 279. meinen ſuͤnden⸗ ſchmerzen. nes kummers ledig, Und ſey mir gnaͤdig. 2. Beſchaͤmt erkenn und fuͤhl ich meine ſuͤnden. Laß, vater, mich erbarmung vor dir finden. ſchuld und uͤbertretung ſe⸗ hen, Wer wird beſtehen? 3. Bey dir allein, herr, ſteht es, zu vergeben. Du ſchenkſt uns gerne wahres gluͤck und leben; Muß uns nicht dieſe große liebe lehren, Dich treu zu ehren? meine fehle; Dein harret, vater, meine muͤde ſeele; Laß troſt und ruh, um des verſoͤhners willen, Mein herz erfuͤllen. 5. Von einem tag bis an den andern morgen, Hoff ich auf dich; o ſtille meine ſorgen! Du ſchenkeſt ja be⸗ ladenen und muͤden Gern deinen frieden. 6. Ja, hoffe nur, mein herz, auf gottes gnade! Und endlich wird ſie dich von allem boͤ⸗ ſen Herrlich erlöͤſen. * ann.. iel. err, ich habe misgeh. err, an dir hab 280. ich geſuͤndigt; Dein gerechter ſpruch, Allerheiligſter, ver⸗ kuͤndigt Jedem übelthaͤter fluch. Und was kan vor dei⸗ nen ſchrecken, Richter aller welt, mich decken. 2. Kan ich deinem arm ent⸗ Willſt du auf 4. Verzeihe mir, herr, alle Viel groͤßer iſt ſie als dein urtheils⸗ aan de auf begthen; u uf nig l % Guß ſud, deuſchulden, mit zu ſc wet. Vager nich ud nee Uungmuth! Mt ic wit beſſinken, J Mc fir f lachen, Reiche un zu. ad: herz in zahn, um doch nicht nem eines ſühe Ddcch o helge, Herr, me 0 ktharmen, mich berzoßtes deln tod erloſ; Hüllet nich m. müͤth; Den: wis nich bet dan gercctttt, , Rette mie, he, Sch egi mit, La, aut fuden, W ache u 5. N nem tig h den at worgel, 0 ich au Fe; 0 ſtilk n deinen Jen. 6. J dffe nur, u +— erlbſe, f 0 2 ich habe ig ꝛ80% e, ani Dein 5 Achter dul u ſoruch rhei u Andig 1 fuch tdem Abelhih n n 0 vel, Dlckel. 6 0 fliehen? Ou biſt allenthal⸗ I. von der Buße und Bekehrung. 203 will ich mich beſtreben, Mein a erloͤſer, dir zu leben. In eigener bekannter Melodie. err je ſu chriſt, 281. H du hoͤchſtes guth, Du zuflucht der erloͤſten! Ich komme mit gebeugtem muth Zu dir, mich dein zu tro ſten; Durch dich zum vater mich zu nahn, Von ihm vers gebung zu empfahn Und ben nah. Floͤh ich, dir mich zu entziehen, Himmel an, ſo biſt du da; Stuͤrzt ich in die tiefe nieder, Deine rech⸗ te faſſt mich wieder. 3. Herr, ich flieh in deine haͤnde; Außer dir iſt keine ruh. Dein erbarmen hat kein ende; Wer iſt gnaͤdiger, als du? Du biſt gott, und kanſt vergeben; Ach vergib i ſorgen S ſchenkeſt uh ladene ur) muͤden 1 herz, 5 gottes gu Viel t iſt ſie au% ſtelenſ n; Und a 98 5 ird 9 bon alen Dich, o heiliger, verſdhnen! ich geſi) einem e, 0 und laß mich leben! kraft zum neuen leben. 4. Groß ſind meine ſuͤn⸗ denſchulden, Ihre laſt iſt mir zu ſchwer. Ja, wenn laͤnger mich zu dulden, Dei⸗ ne langmuth muͤde waͤr, Muͤßt ich, wuͤrdeſt du nur winken, In des todes nacht verſinken. 5. Mich fuͤr ſtraflos zu er⸗ klaren, Reichet nicht bedau⸗ rung zu. Und zerfloͤß mein herz in zaͤhren, Faͤnd ich dar⸗ um doch nicht ruh. Koͤn⸗ nen eines ſuͤnders thraͤnen, 6. Herr, mein heiland, dein erbarmen, Dein fuͤr mich vergoßnes blut, Und dein tod erloͤſt mich armen, Heilet mich und gibt mir muth; Dein verdienſt iſts, was mich decket, Wenn mich dein gerichtstag ſchrecket. 7. Rette mich von meinen ſuͤnden, Schaff ein reines herz in mir, Laß bey dir mich ruhe finden, Zieh mich im⸗ mer mehr zu dir. Dankbar 2. Wie druͤckt mich meiner ſuͤnden laſt! Nim du ſie mir vom herzen, Der du auch mich verſoͤhnet haſt Am kreuz mit todes ſchmerzen; Daß nicht mein herz vor angſt und weh Bey der em⸗ pfindung ganz vergeh, Wie ſehr ich mich verſchuldet. 3. Denn, denke ich mit ernſt zurück An mein gefuͤhrtes leben, An das durch ſünd verſcherzte gluͤck, Was kan mir da troſt geben? Doch find ich ihn bey dir allein, Und brauche nicht troſtlos zu ſeyn: Weil ich dein wort nun habe. 3. Dis ewig theure wort verſpricht Ja allen gnad und leben, Die ſich von neuem ihrer pflicht Und ihrem goti ergeben, Und nun vom ſuͤn⸗ denjoch befreyt, Mit gan⸗ zer her zenswilligkeit Tren deine wege wandeln. 5. Du rufſt ja ſündern ſelbs ſten zu: Ihr reuerfuͤllten 5 8 le eee 204 Zwote Abtheilung. le Kommt her zu mir! ich ſchaff euch ruh Und richt euch auf vom falle; Mein joch iſt ſanft, leicht meine laſt, Nehmt willig ſie auf euch, und faſſt Die hoffnung, ruh zu finden. 6. Drum komm ich, herr, auf dein gebot, Erfuͤllt mit haß der ſuͤnden, Und hoff, in meiner ſeelennoth, Bey Dir auch troſt zu finden: Er⸗ barme dich doch uͤber mich; Vergib mir, was ich wider dich Von jugend auf be⸗ gangen! 7. Wie groß iſt doch die ſeligkeit, Sein herz burch dich zu ſtillen, Und dann zu thun Auch ſeyn bereit, Herr, dei⸗ nes vaters willen! O leite mich auf bieſer bahn, Daß ich gehorche und fortan Nur Dir zu ehren lebe. 8. Staͤrk auch mit deinem freudengeiſt Mich in den lez⸗ ten ſtunden, Wann ſich mein geiſt der erd entreiſſt, Von ſuͤnden ganz entbunden. Und nim mich ſo, wann dirs gefaͤllt, In wahrem glauben aus der welt, Zu deinen aus⸗ Erwaͤhlten. f 2 Mel. Jeſu, deine tiefe wunden. 0 oͤchſter, denk ich 282. H an die guͤte, Die du mir bisher erzeigt: O ſo wird mein ganz gemuͤthe Zu der tiefſten ſchaam gebeugt, Daß ich bich gering geſchaͤtzt, Haͤufig dein gebot verletzt, Und dich, der mich ſo ge⸗ liebet, Doch mit fuͤnden oft betruͤbet. 2. Alle meine ſeelenkraͤfte, Meine glieder, ſind ja dein, Und ſie ſollten zum geſchaͤf⸗ te Deines dienſtes fertig ſeyn; Doch hab ich der ei⸗ telkeit Unbedachtſam ſie ge⸗ weiht: Ja zum ſchnoͤden dienſt der ſuͤnden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine hulb war jeden morgen Ueber mir, o vater, neu. Von wie manchen ſchweren ſorgen Machteſt du mein herze frey. Was mir nuͤzte, gabſt du mir; Aber ach! wie dankt ich dir? O wie hab ich, ſo vermeſ⸗ ſen, Deiner langmuth zweck vergeſſen! 4. Bey ſo hellem licht der gnaden Sollt ich ja die ſuͤn⸗ de fliehn, Und um rettung von dem ſchaden Meiner ſee⸗ le mich bemuͤhn. Deine guͤ⸗ te lockte mich Oft zur buße, aber ich Floh vor ihrem ſanf⸗ ten locken, Suchte ſelbſt mich zu verſtocken. 5. Ich bereue meine ſuͤn⸗ den, Beuge mich, mein gott, vor dir. Laß mich bey dir gnade finden, Neige deine huld zu mir; Ach vergib, was ich gethan! Nim mich noch erbarmend an! Fuͤhre mich vom ſuͤndenpfade Auf den ſelgen weg der gnade! 6. Dir geen, 1 def, Steh hier 1 be neue, f 75 euer e blub ſch fers, Fiitb und fude fa Ah Ek e 10 Den fach 115 60 an ka ncht fe ann deten wos Sehe mit fte! eben, Sey me beſfehen, ml Wet burden angeſcht, Erl munſchenkiber, mt mir nicht! Buch eöglich 10 Daß m de pgafiſtt 2 Um ttoßtiſ balge; Die lg wmſſſahtt diet , kein got f 10 . 1 1 * 0 + 25 el a ben zung mir en gabſt hu * Die dankt f 7 wich, ſo enn ſen, L langwuthſ verge 4. J hellem lic guadeſ lt ich ju hey de Und um teln von de iben Mare le mic e ihn. Dau te lock u) Oft zur a aber 5 bor ihren e ten log Föuchte fabſnn Ju be.. 5. NA eue melt den, J. mich, meg 10 it 1 , JU nich dor 0 aß nic bel zuade, Jeg n bald 1- t; Ac da bat 0 n Nn doch e bend an! Jh 11 Se 5 eg ber gate %% g F. Dit ergeb ich wich aufs treu. Dich zu lieben, dir zu werth, Daß mir noch gna⸗ —— FFF 92922220 ͤ 0 22 * .——— 1. Von der Buße und Bekehrung. 205 neue. Gib, daß mein ge⸗ beugter geiſt Deiner vater⸗ huld ſich freue, Die dein troͤſtend wort verheißt! Was mein heiland mir erwarb, Als er fuͤr die ſuͤnder ſtarb, Fried und freude im gewiß ſen, Ach! das laß mich auch genieſſen. 2 7. Starke ſelbſt in meiner ſeele Den entſchluß, mich bir zu weihn; Gib, daß mirs an kraft nicht fehle, Folg⸗ ſam deinem wort zu ſeyn. Stehe mir ſtets maͤchtig bey, Mache du mich ſelbſt recht leben, Sey mein herzliches beſtreben. mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. Ich armer menſch, 283. 3 o herr, ich ſuͤn⸗ der, Steh hier vor deinem angeſicht. Erbarmer aller menſchenkinder, Gott, geh mit mir nicht ins gericht! Bin ich es gleich vor dir nicht de wiederfaͤhrt. 2. Um troſt iſt meiner ſeele bange; Die laſt gehaͤufter miſſethat Liegt ſchwer auf mir, die mich ſo lange Von dir, mein gott, entfernet hat. Weß troͤſt ich mich, ich ſchulbiger, Als deiner ſchoͤpf? das willſt du nicht. Du, der du mich bis jezr ertragen, Bleibſt ewig meis ne zuverſicht. Du, gott, durch den ich leb und bin, Gibſt mich nicht dem verderben hin. 4. Du ſiehſt die folgen mei⸗ ner ſuͤnden; Und denk ich z wer vertilget die? So laͤſ⸗ ſeſt du mich ruhe finden, Und ſprichſt: ich, ich vertilge ſie! Du ſchenkeſt mir an je⸗ ſu heil, Zur ſtillung meiner unruh, theil. ä 5. Auch mir hat er das gluͤck erworben, Getroſt zu dir empor zu ſehn; Auch ich ſoll, da er iſt geſtorben, Durch ihn begnadigung erflehn, Bey dir, dem gott, der gern vergibt, Und lieber ſegnet als betruͤbt. 5 6. Sprich dann zu mir: dir iſt vergeben! Und ſtille des gewiſſens ſchmerz; Und will mein zaghaft herz noch beben, So ſprich du kraͤft⸗ ger als mein herz. Dein gnadenwort mach alles gut Und ſchenke ſelbſt zur beß⸗ rung muth.„ 7. Ich zweifle nicht: ich bin erhoͤret; Mein glaube, ſagt mir, daß ichs bin. Der troſt, der ſich im herzen meh⸗ ret, Der neue dir geweihte ſinn, Mein kindliches vers nur, barmherzigſter? 3. Soll ich an deiner huld verzagen, Ich, dein ge⸗ traun auf dich Bezeugens z du begnadigſt mich. Mel, 5 2 5 ö——— 5— e 5 N 5 3 1 mel. Jeſu, meines lebens leben. a Ich 1 276284. gemuͤthe Sehn⸗ 2276 76 9 4 88overgebens. ihm vergeben, Wenn er ſich 206 Zwote Abtheilung. erhebe mein ſuchtsvoll, mein gott, zu dir. Ich verehre deine guͤ⸗ te; O wie theuer iſt ſie mir! Gott der liebe und des le⸗ bens, Keiner harrt auf dich Nur veraͤchter deiner huld Stuͤrzet ihre eig⸗ ne ſchuld. 2. Lehre mich, herr, dei⸗ ne wege; Zeige deinen wil⸗ len mir! Leite mich die rech⸗ ten ſtege, Fuͤhre du mich ſelbſt zu dir. Gott, du ſie⸗ heſt mein vertrauen; Sicher kan ich auf dich bauen; Dei⸗ ne vatertreue iſt Ewig, wie du ſelber biſt. 3. Ach, gedenke an die ſuͤn⸗ den Meiner jugendjahre nicht! Laß mich vor dir gna⸗ de finden, Geh nicht mit mir ins gericht. Suͤnden, die wir recht bereuen, Willſt du, vater, ja verzeihen: O ſo hoͤre denn auch mich! Mei⸗ ne ſeele hofft auf dich. 3. Gott, du willſt des ſuͤn⸗ ders leben, Seine ſeele iſt dir werth; Gnaͤdig willſt du eee eee zu dir bekehrt. Mitten auf dem ſuͤndenwege Machſt du ſein gewiſſen rege. Wohl dem, der zu ſeiner pflicht Umkehrt! den verwirfſt du nicht. 5 5. Du erquſckeſt die elen⸗ giebt, Die ſich flehend zu dir wenden, Ueber ihre ſchu betruͤbt. Freude ſchenk deine guͤte Dem geaͤngſte⸗ ten gemuͤthe, Welchem du die ſuͤndenlaſt Liebreich ab⸗ genommen haſt. 6. Herr, zu was fuͤr ſelig⸗ keiten Du, in jener beſſe welt, Jeden frommen 5 willſt leiten, Der dir kreu barſt du allen ſeelen, Die zu ihrem theil dich waͤhlen. Deinen theuren gnadenbund Machſt du deinen kindern kund. 7. Dir will ich mich dann ergeben. Gott, mein gott, verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, Treu ſeyn meiner ganzen pflicht; Keine ſchnoͤde luſt der ſuͤn⸗ den Soll mich ferner uͤber⸗ winden; Denn du nimſt dich meiner an, Daß ich ſtandhaft 1 985 kan. 8 2 7 a Mel. Heizliebſter jeſu, was de. 285. J flehe, gott von ewig großer guͤ⸗ te, Zu dir, mit heilsbegie⸗ rigem gemuͤthe. Wer hofft auf dich, der hoffet nicht vergebens, Du gott des le⸗ bens. 2. Du willſt nicht opfer, richter aller welten! Was koͤnnten doch geſchenke vor dir gelten? Du kennſt das den, Deren herz ſich dir er⸗ herz, und willſt, ſtatt aller gaben, und glauben halt, Offen 2 5 a 5 9 1 be 1 bes/ dur de 1 Wem ſch niche. di k ch duch gan mg the; E bee J Ihm gabe „ Gbatt aller egg ler wel l fi mich al alen: Um felt ch nale ſibe bun ſuden. 8. Auniſeader, meile nut, J deſtunz dir geloh Sk wftſt du, da erz lau ſeh niht berſchmähen 0 Stärk mich, flſchen reiz zu ie at gewiſſen alle ſehez; Mit hel lob ich dir aufs fänd treue, mel, O gott, du fn 2 2 95 nich 8 f* 1 luße f berſchie de dan wort geh en ic in 1 wahre be ern ae fel 5 uſſun ich dam 1 abe 0, gott , Mn f a b, de ./ zu ws f keiten, N in jener 0 eine! uren guadelh deinen ohn 7. U it nh ergebe Jott, men g derlaß micht! gt heilig] Sir leben, I. ſeyn 1. ganzen pft Keine de lust her h den S. AIlch ferner iin winden Denn du dich r an, da ſandh Leiben kin, 4 7 . mel Nile jeſu, un ö 1 Klee, got f 285% L00 151 ute, 31 C mit heilkheh U ngem Ane. Wer f 1 auf di der hofft l 5 dergeh Ou gott l 6 Fonte N 0 u gel 1. Du b t —* e llſt, fat 100 gaben, Nur beßrung ha⸗ nung ehret: So willſt du ſeiner ſuͤnden nicht geden⸗ 9% I. Von der Buße und Bekehrung. bzn. 9. Wenn ſich der ſuͤnder wieder zu dir kehret, Und dich durch glaubige geſin⸗ ken, Ihm gnade ſchenken. 1 Statt aller opfer, rich⸗ tenzller welten, Soll chri⸗ ſti toͤd fuͤr mich als dann auch gelten: Um ſeinetwillen ſoll ich neiner ſuͤnden Verge⸗ bung finden. 5. Allwiſſender, du ſieheſt mene reue, Mit der ich befrung dir gelob aufs neue; Se wirſt du, der du in dad herz kanſt ſehen, Gott, niht verſchmaͤhen. (. Staͤrk mich, des laſters faſchen reiz zu fliehen, Ein git gewiſſen allem vorzu⸗ zehen; Mit heilgem ernſt ſelob ich dir aufs neue Be⸗ kaͤndig treue. Mel. O gott, du frommer ꝛc. 5A Laß mich doch, o 286. L mein gott! Die buße nicht verſchieben, Die mir dein wort gebeut; Wie koͤnnt ich ſonſt mich lieben? Iſt wahre beſſerung Nicht meiner ſcele gluͤck? O war⸗ um ſaͤum ich dann Noch ei⸗ nen augenblick? 2. Du, gott! gewinneſt nichts, Wenn ich mich dir ergebe, Und, deiner werth — gebeut: So dien ich ſtets, mir ſelbſt, Und meiner ſe⸗ ligkeit. 3. So ſuͤß ein laſter iſt, den. Der tugend nur al⸗ lein Haſt du dis gluͤck be⸗ ſchieden. Wer dir, o 1 7. gehorcht, Erwaͤhlt das beßte theil. Wer dich, o gott! verlaͤſſt, Verlaͤſſt ſein eig⸗ nes heil. c 4. Was weigre ich mich denn, Das 125 zu verlaſ⸗ ſen? Weil es mein ungluͤck ſen. Was ſaͤum ich laͤnger noch, Der tugend mich zu weihn? Weil ſie mich gluͤck⸗ lich macht, Beſiehlſt du ſie allein. 5. Die buße fuͤhrt mich nicht In eine welt voll lei⸗ den: Sie fuͤhret mich viel⸗ mehr Zu dauerhaften freu⸗ den; Macht meine ſeele rein, Fuͤllt mich mit zuverſicht, Gibt weisheit, wahre ruh, Und muth zu meiner pflicht. ſchwer, Sein eignes herz bekaͤmpfen, Begierden wi⸗ derſtehn, Und ſeine luͤſte daͤmpfen. Doch bleibts ja meine pflicht; Und dieſe ſchwierigkeit, Die heute mich erſchreckt, Wird ſchwerer durch die zeit. 5 zu ſeyn, Im glauben mich So gibts doch keinen frien 6. Wahr iſt es, es iſt 7. Je oͤfter ich das thu, 1 a 207 beſtrebe. Wenn ich das gu⸗ te thu, Das mir dein wort 0 5 iſt, Befiehlſt du, es zu haf 208 Zwote Abtheilung. Nn Was boͤſe luſt befohlen, Je 1 ſtaͤrker wird der hang, Die that zu wiederholen. Scheu ich mich heute nicht, Dein feind, o herr, zu ſeyn: Um wie viel weniger Werd ich 5 mich morgen ſcheun? 8. Du reichſt ja kraͤfte dar, Uns ſelber zu beſiegen. Der ſieg, ſo ſchwer er iſt, Bringt doch gar groß vergnuͤgen. Geht er im anfang gleich Nur noch ſehr langſam fort: So biſt du, gott, mir nah, Und ſtaͤrkſt mich durch dein wort. 9. Wie ſchnell kan nicht der tod Mich dieſer welt entrucken! Und buße iſt kein werk Von wenig augenblik⸗ Ten. dir, Ein wunſch nach beſſe⸗ rung, Und angſt auf miſſe⸗ that, Iſt noch nicht heili⸗ gung. 10. So gib denn, weil ich hoͤre, Daß ich mich unge⸗ faͤumt Von allem boͤſen keh⸗ re; So darf ich nicht der⸗ einſt Zu meiner groͤßten pein Mein hier verſäumtes glück, Wiewol zu ſpaͤt, be⸗ reun. 0 mel. Sqwing dich auf zu ve. 9280287. Liebſter vater, ich, UTC ̃— 8 2 vor dir nieder. Du weißt, —:.. Ein ſeufzer, gott! zu noch, Herr! deine ſtimme dein kind, Falle was mein herz empfindt: deine vaterhuld, Die mich noch erfreuet. 2. Zwar ich bins nicht zuſehen. Doch du bleibſt ein vater mir, Du vernimſt mein flehen; Kennſt mein vor dir zu ſtillen. Denn du hoͤrſt mich vaͤterlich Noch um chriſti willen, ſicht, Ohne dich iſts keiner, Mich, voll reu, verwirfſt du nicht, Du erbarmſt dch meiner; Der du deinen ſoyn fuͤr mich In den tod geg⸗ ben: Sein erloͤſter bin auh ich, Theur erkauft zum le ben. 4. Dis, dis ſoll in jeden ſchmerz Mein vertraun er⸗ wecken. Vor der ſuͤnde ſoll mein herz, dir, erſchrecken. Trauen will ich, vater, dir, Stets die ſuͤnde haſſen, Nie ver⸗ ſchuld erlaſſen. gen, Der mein ſeufzen ken⸗ net! Der dem gnabeſuchen⸗ den Freyen zutritt goͤnnet. Sing es, ſeele, vor dem herrn, Fleuß von freuden bigt lieber. ——⅛ O erbarm dich wieder! Groß iſt meine ſuͤndenſchuld, Die mich innigſt reuet, Großer werth, zu dir Kindli 4 „ 3 Kindlich auf⸗ d ail ene herz, ermunterſt mich, Es We e ee Nicht vor geſſen, daß du mir So viel; — 5. Preis ſey dem allguͤti⸗ uͤber! Gott, dein gott, ver⸗ ſtoͤßt nicht gern, Er begna⸗ 6. Ewig . bo 1 9. Cant ae wenf ih, del f ind, Joch s fene Es ze du weißt, 0 helt, und bit der wiedalehtt. a Wenn oli 200. rag 3. Du biſt meine zuzer⸗ Gott, wehe di von dir! Wir ſo gnadenrech! macht und weiht ö techne du Mir m that nicht zu! gott, ſie teuet n meite el hot , Mie gut, dein gebok! Du poll dich liber, g ſuß ſch redlch h zu gelbem und fen kol. 05 Und hoch. dete ſſigt, l. Nane gnahenigt eich zn ic, adnehe 0 „ Mein herz, hdd giant, h dwitz en , was hein 90 is nur mei ſapfehlt, 1 1 ch le ö flat, die fl geſſt⸗ .. 1 iſſn. mei der 5 0 fur„In deu fig 779 Dr erlöſtaltt * erat ir 0 9 1 5 dis l 20 11825 belt, we e Vor de f ſoll— hetz, A dir, r hrecken. I will vater, he de die haſſen, t ß du mir e . g i ſeh Nn in fen 1 ü 0— 1 ſchuld erkennt, Das ſieheſt net!— dem gu 0 Ir.* Den zutrit gn f 0 „10% 1 f. fell, fleuß dun fal 10 übel w tt, del 110 N l fuß gen, A en 1 6 100 5 I. Von der Buße und Bekehrung. 6. Ewig biſt du ſo geſinnt, Schoͤpfer meiner ſeele! Auch wenn ich, dein ſtrauchelnd kind, Noch aus ſchwachheit fehle: So gedenkſt du, der du weißt, Daß mein herz dich ehret, Meiner ſchwach⸗ heit, und verzeihſt Dem, m der wie derkehret. Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. nh 288. Nach, dir verlanget mich, nach dir; von dir! Wer iſt, wie du, ſo gnadenreich? Wer dir an wach und weisheit gleich? 2. Ach, mein erbarmer, 5 du Mir meine miſſe⸗ that nicht zu! Sie reuet, gott, ſie reuet mich, Und meine ſeele hofft auf dich. 3. Wie gut, wie leicht iſt dein gebot! Du willſt, ich ſoll dich lieben, gott; Will, daß ich redlich handeln ſoll, Zu meinem und des näch⸗ ſten wohl. 4. Und doch verletzt ich dieſe pflicht, Und ſchaͤtzte deine gnade nicht; Ein elend ſcheinguth zog ich thor Oft ihr und meinem heile vor. 5. Mein herz, das ſeine du, und wies entbrennt, Zu thun, was dein geſetz befiehlt, Das nur mein beßtes mir empfiehlt. 6. Ich traue der barmher⸗ digkeit„Die ſich noch jeden 1 tag erneut; Der vaterhuld, die immerdar Verirrter ſee⸗ len zuflucht war. 7. Dein wort gibt mir ver⸗ ſicherung Vollkommener be⸗ gnadigung; Ich bin gewiß durch jeſum chriſt, Daß ſie auch mir verliehen iſt. 8. Doch nie entfall es mei⸗ nem ſinn, Daß ich, als chriſt, berufen bin, Auch meines mittlers tugenden Hier thaͤ⸗ tig zu verkuͤndigen. „Gott, meine hölfe kommt 9. Wie ich die gaben an⸗ gewandt, Die ich empfing aus deiner hand: Dis wird die große frage ſeyn, Bricht 08 entſcheldungstag her⸗ ein. 10, Ein herz, das ſich des guten freut, Voll menſchen⸗ lieb und gott geweiht, Dis ſoll ich dort nicht erſt em⸗ pfahn; Mein richter for⸗ derts ſchon alsdann. f 11. Schaff dieſes herz in mir; denn, ach! Du weißt es, vater, ich bin ſchwach. Mein troſt ſey mein ver⸗ traun auf dich, Und redlich keit behuͤte mich. Mel. 8 7 1. vater der barm⸗ 289. O herzigkeit, Ich falle dir zu fuße, Und thu noch in der gnadenzeit Von ganzem herzen buße. Was ich nicht recht 0 vor dir, Erbarmer, das verzeihe mir, Nach deiner großen guͤte. — 3. Du 210 Zwote Abtheilung. 2. Du geber wahrer ſeelen⸗ ruh, Nim von mir, was mich quaͤlet; Durch deine gnade wirke du, Woran es mir noch fehlet. Gib mir den geiſt der heiligung, Daß ich in meiner beſſerung Es taglich weiter bringe. 3. Und du, o jeſu) der du dich Fuͤr uns dahin zegeben, Du haſt aus freyer huld auch mich Erloͤſt zum ewgen leben. Mein ſeligmacher und mein gott, Erbarm dich meiner ſeelennoth, Und gib mir deinen frieden. „ 4. Fur ſuͤnder floß dein theures blut Zur rettung vom verderben. So komm es denn auch mir zu gut, Im leben und im ſterben! Es halte von verſchuldun⸗ gen, Der reichthum der er⸗ barmungen Des höoͤchſten, mich zuruͤcke! 5. Geiſt gottes, du, der ſeelen licht, Regierer der gedanken, Erinure mich ans nie moͤge. 6. Und ſchlaͤgt die lezte ſtunde mir, So hilf mir überwinden! Laß meine ſte⸗ le troſt bey dir, Du gett des troſtes, finden! Belehre mich, daß ſchmerz und noth, [So koͤnnt ihr den himmel e e der tod, Mich doch zum les ſigeſſömück, ben fuͤhre. lubawelt di mel. Jeſu, deine tiefe wunden. a ba eh ba „a Sdaffet, ſchaffet u] acm; die 298.— menſchenkinder, 8 val en Schaffet eure ſeligkeit kun pflicht zur ſtel Bauet nicht, wie ſichre ſuͤn⸗). der, Auf die ungewiſſe zeit; 7 16 Unverweilt bekehret euch, Ringet nach dem himmel⸗ reich, Und bemuͤht euch, hier 10 Fuacbliſtg f Seſſ beym fe derwel, Oil; galt gil: d und vollbtingen, auf erden Heilig, ſelig ee zu werden. 2. Doch, geſchehen, So muͤßt ihr mit! veſtem muth Aller ſuͤnde wi⸗ derſteken, Nur was gott, das hoͤchſte auth, Von euch? fordert, muß allein Eures de luͤſte daͤmpfet, Standhafr g jagt dem guten nach, Seht, dabey auf chriſti une erben, Froͤhlich leben, ruhig) ſterben, 4. Werdt ihr aber nicht recht ringen, Sondern traͤg und laͤßig ſeyn, Eure neigung zu bezwingen: Wie kan euch der ſteg erfreun? Denn es folget nie ein ſieg Ohne ſol⸗ Der krankheit laſt und ſelbſt chen eruſten krieg; Nu r die ſieger 7 ſoll dieſes recht 1 6 „ deſeih bet ben bine rin 6, Deum ent .* 195 7 geefeſſelt ſeyd, 1 0 chriſe standhaft Schont der le — lebens richtſchnur ſeyn,. de Wenns gleich eurem ſchwa⸗⸗ 10 60 chen herzen Freude dünket. geb durch dien oder ſchmerzen. 1 gitter wil 3. Selig, wer durch glau⸗ J fie ind d ben kaͤmpfet! Selig, wer im ihn, Daß id kampf beſteht, Wer der ſün⸗ Y 0 fad fed J ihren reiz verſchmaͤht! S N 1.85 g 10 me i gericht. belle geſtes w. de ſeaigtet zug . Gib zum volbeingeg, N. Em ben frelt, mch ſelbſt bez ö 60 f bon deſpe Maat euen le ur ute en Viehte un, f ich 0 ber, veſth 3 der= e„ deine tie z Sch aſzeg Schafft, eure fh 5— Bal= Und die un en t 0 be . A 5 18 lehret benüßtent 1900 ig, 10 10 1 e e i das le 55 0 6 ford( anuß alen 0 0 lebſe, A tichtſchut f 10 leich eurem ichen sen Freude f abe Dietzen.. 3. J, wer durch ben F. öfct! Selig kan dell Simpfet, Sinh 5 been berſchmaßtſg jagſ e guten nac,“ dul f crit fc S0 t ihr den erb.“ ſteſ 4% tihrabernich 10 Sondern 10 ag, Eutenehe * Wie 10 der—rftenn! 0 o 10. lin l 9 ſieger ſchmuͤckt, zum lohne, Unverwelkt die bt, wie ſichn gewſſz ach dem 5 . a doll die 1 ſteht, Wer hic lem himmels⸗ krone. ö 5 5. Fleißig baten, allzeit wachen; Die verſuchung weislich fliehn; Sich die pflicht zur freude machen; Unablaͤſſig ſich bemuͤhn, Selbſt beym ſpott und hohn der welt. Das zu thun, was gott gefallt: Dieſes wollen und vollbringen, Heiſſet nach dem himmel ringen. 6. Drum entreiſſet euch den luͤſten, Wenn ihr noch geleſſen ſeyd, Und beweiſet euch, als chriſten, Muthig, ſtanhaft in dem ſtreit. Schont der liebſten ſuͤnde die nicht, Waͤr es auch ſchwerſte pflicht, Und denkt oft an chriſti worte: Drin⸗ get durch die enge pforte. 7. Zittern will ich vor der ſuͤnde, Und dabey auf jeſum ſehn, Daß ich ſeinen bey⸗ ſtand finde 2 In der tugend zu beſtehn. Ja, mein heiland, ach! geh nicht Mit mir ar⸗ men ins gericht. Gib mir deines geiſtes waffen, Mei⸗ ne ſeligkeit zu ſchaffen. 8. Gib zum wollen das vollbringen, Muth und kraͤf⸗ te zu dem ſtreit; Lehre mich, mich ſelbſt bezwingen, Und verleih beſtaͤndigkeit! Zeige mir von deinem thron Den vetrheißnen gnadenlohn, Daß ich wache, baͤte, ringe, Und elle zum himmel bringe. 5 zerriſſen N Aufzuſtehn vom cer Na 4 he iſt die ewigkeit, Nahe lohn und ſtrafe. Hoͤr, gott ſpricht: Saͤume nicht, Sei⸗ nen ruf zu hoͤren, Und dich zu bekehren. 2. Noch nen⸗ſchall Nicht die todten alle; Noch bebt nicht der erdenball, Nahe ſeinem falle; Aber bald„Bald erſchallt Gottes ruf: zur erden Sollſt du wieder werden. 3. Koͤmmt nun, ehe dus gedacht, Unter ſuͤndenfreu⸗ den, Deines lebens lezte nacht, Was wirſt du dann leiden, Wenn dein herz Von dem ſchmerz Deiner ſchuld Wird verzagen e e 4. Wenn vor deinem ant⸗ litz ſi ſich Jede ſuͤnd enthuͤllet, Wenn dann eine jede dich Ganz mit graun erfüllet; Dich nichts dann Starken kan, Keine deiner freuden: Was wirſt du dann leiden? z. Nah dem untergang, wirſt du, An des grabes ſtu⸗ fen, Bang um troſt und ſee⸗ lenruh Dann vergebens ru⸗ fen: Rette, gott, Mich vom tod! Rette noch im ſterben Mich von dem verderben! 6. Noch, noch wandelſt du allhier Auf des lebens pfa⸗ de; Noch iſt zur errettung dir 8 Naß weckt der poſau⸗ e . 212 ASZdwote Abtheilung. Nah des ewgen gnade. Eil ihr zu, Daß du ruh Fuͤr dein herz empftudeſt, Und vergebung findeſt. Mel. Vater de ich lebe, 5 o wahr ebe, 292. S ſpricht mein ott, Mir iſt nicht lieb des ſunders tod; Mein wunſch und wille iſt vielmehr, Daß er rechtſchaffen ſich bekehr; Sich beßre in der gnaden⸗ zeit, Und mit mir leb in ewigkeit. 2. O ſuͤnder, drum ver⸗ zage nicht, Bedenk es, was gokt ſelbſt verſpricht, Der dir vergebung, troſt und gnad Auch hierdurch zuge⸗ ſaget hat, Und er beſiegelts mit dem eid. Sey nur zur beſſerung bereit! 3. Huͤt dich dabey vor ſi⸗ cherheit, buß iſts immer zeit, Ich will erſt thun, was mir ge⸗ fallt, Und werd ich muͤbe dieſer welt, Alsdann will ich bekehren mich; Gott wird wol mein erbarmen ſich. 4. Wahr iſt es: gott iſt ſtets bereit Zum wohlthun, zur barmherzigkeit; Doch ſuͤndigſt du auf gnade hin, Beharrſt in deinem boͤſen ſinn, Und willſt nicht ſorgen fur dein heil, So nimſt du nie am himmel theil. 5 35. Um chriſti willen hat zwar gott Verheiſſen leben fuͤr den tod Allein entdeckt „ Denk nicht: zur er dir auch wol, Wer von uns morgen leben ſoll? Daß bu mußt ſterben, iſt dir kund; ſtund. kehre dich; Noch heute kan es aͤndern ſich. Wer heut iſt ſtark, geſund und roth, Iſt morgen krank, vielleicht auch todt. Stirbſt du nun ohne beßrung hin, Wie willſt du denn der hoͤll enifliehn? 7. Hilf, o herr jeſu, hilf du mir, Daß ich jezt kom me gleich zu dir, Und mich bekehre uuverweilt, Eh mich mein ende uͤbereilt; Damit ich heut und jederzeit Zu meinem hingang ſey bereit. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. ie theuer, gott 29 3. W̃᷑ iſt deine güte, Die alle miſſethat vergibt, the Die ſuͤnden, die es ſonſt geliebt, Erkennt, verdammt und ernſtlich haſſt, Und zu⸗ verſicht zum mittler faſſt. 2. Doch laß mich ja nicht ſicher werden, Weil du ſo reich an gnade biſt! Wie kurz iſt meine zeit auf erden, Die mir zum beil gegeben iſt! Gib, daß ſie mir recht wichtig ſey; Daß ich ſie meiner beßrung weih. 3. Zwar deine gnade zu verdienen, Sind reu und beßrung viel zu klein. Doch 8 darf Verborgen iſt die todes⸗ 6. Heut lebſt du, heut be⸗ So bald ein reuendes gemuͤ⸗ di finden sche Aug die gehorſen Daß mit auch ſͤrke Du mir geſchenlkt durch übung Brpmelſen; mae ttt, Herr, in geh 10 0 ung kette mich. 1 daß mich leben, er du beizibft das, du mir bergibie 9 1 5 S — — 2 2 1 ung bin, Ver r berweilt, kin mein a übereilt; J ich und jeden wei engt fü me r nur den U. oa Nie then, 2 8 10% 1 2 iſt dein ie E miſſeihat wu S(O in reuendchh the= ſuͤnden, diet gelie—irkennt, bah und wich hoſſt, l ſiche dan den, Ne teich Agnade bit! kurz! June zeit ach de zum bel gh it deaß ſt ni nic th; diß 0 neil rung wah 3. u deine u 3 0, Ei e aß derſt Sm mittler i ö 2. laß mich . vel in lin 1 5 79 79. I. von der Buße und Bekehrung. darf ſich auch kein menſch erkuͤhnen, Zu glauben, dir verſoͤhnt zu ſeyn, Wenn er noch liebt, was dir misfaͤllt, Und nicht dein wort von her⸗ zen haͤlt. 4. Wie kanſt du dem die ſchuld erlaſſen, Der frevelnd ſchuld auf ſchulden haͤuft. Der kan kein herz zu jeſu faſſen, Der zwar auf ſein verdienſt ſich ſteift, Doch in der ſuͤnde noch beharrt, Da⸗ fuͤr er aufgeopfert ward. F. Drum fall ich dir, mein gott, zu fuͤßen, Vergib mir gnaͤdig meine ſchuld, Und heile mein verwundt gewiſ⸗ ſen Mit troſt aus deiner vaterhuld. Ich will mit ernſt die ſuͤnden ſcheun, Und wil⸗ lig dir gehorſam ſeyn. 6. Daß mit gerechtigkeit auch ſtaͤrke Durch chriſtum mir geſchenket ſey, Will ich durch übung guter werke Beweiſen; mache ſelbſt mich treu, Herr, in der liebe ge⸗ gen dich! Sie dringe ſtets und leite mich. 7. Laß mich zu deiner ehre leben, Der du die miſſethat vergibſt! Das haſſen, was du mir vergeben, Das lie⸗ ben, was du ſelber liebſt. Laß, vater, mein gewiſſen rein, Und heilig meinen wan⸗ del ſeyn. 40% 78, In 9 U ich fl 6 04. Mo ſo ehen 27 4. W hin, Wenn ich Aged%%% 903.50 men? . welt nicht giebet. ü s 4 beſchweret bin Von dem„ 7 fuͤhl der ſuͤnden? Wo ſoll/ ich rettung finden? Wer /, wird ſich mein erbarmen 9110 1 Wer ſchaffet troſt mir ar⸗- ⁵’ô-•f 2. O, mein herr jeſu, du Rufſt auch mir gnaͤdig zu. Mit hoffendem gemüthe Flieh ich zu deiner guͤte: Du hilfſt beladnen ſeelen, Die dich zum helfer waͤhlen. 3. Ich traue froh auf dich. Dein blut floß auch fuͤr mich; Du retteſt mich von ſuͤnden, Laͤßſt mich den frie⸗ den finden, Den der hat, der dich liebet, Und den die 4. Wie groß die ſuͤnde ſey, Du machſt von ihr mich frey, Wenn ich dein wort recht faſſe, Mich veſt dar⸗ auf verlaſſe. Du ſprichſt: dir iſt vergeben! So fühl ich neues leben. 90 5. Zwar viel noch mangelt mir; Doch, guͤtigſter, von dir Kommt jede gute gabe, Die ich noch noͤihig habe. Du wirſt mich unterſtuͤtzen, Und in verſuchung ſchuͤtzen. 6. Wie unerſchrocken ruht Das herz in deiner hut! Du haſt ja ſelbſt verheiſſen, Nichts ſolle mich entreiſſen Dir, dem ich angehoͤre, Folg ich nur deiner lehre. 7. Darum verlaß ich mich, O jeſu, ganz auf dich; Jezt * 1 5 c 5 f 0% e A N 1. 40 1. Bl. 1 kan ich nicht verderben, Bein 8 3%%,„eich 2% 2 n 15 42. 7 N 5 2 1 2 214 Zwote Abtheilung. reich muß ich ererben: Denn du haſt mirs erwor⸗ ben, Da du fur mich ge⸗ ſtorben. i 8, Herr, deß ich ewig bin, Gib mir den veſten ſinn, Das alles ſtets zu meiden, Was mich von dir kan ſchei⸗ den: So leb ich dir, und erbe Den himmel, wann ich ſterbe. 2. An oͤffentlichen Bußtagen. Mel. Herzlich e ich ꝛc. Fu gott, der un⸗ 29 5. D ſre zuflucht iſt, Gott, unſer mittler, jeſu chriſt, Gott heilger geiſt der gnaden! Unendlicher! verwirf uns nicht; Wir kom⸗ men vor dein angeſicht, Mit 5 miſſethat beladen. Nim 5 von uns unſre ſuͤndenſchuld, Du gott der langmuth und 4 geduld! Und merk auf unſer K heiſſes flehn, Daß wir dein heil, erbarmer, ſehn. Herr, Junſer gott! Verbirg uns nicht Dein angeſicht, Und geh mit uns nicht ins ge⸗ 2. Wir haben unſern ſtand entweiht, Den ſtand der chriſten, unſern eid, Und deinen weg verlaſſen: Doch, ſieh, wir kehren voller reu Zuruͤck zu dir; o laß aufs neu Uns deine rechte faſſen! Laß ſie uns leiten auf dem pfad, Den dein befehl ge⸗ heiligt hat; Daß irrthum und verſuchung nie Uns auf die bahn des laſters zieh. Herr, unſer gott! Vor un⸗ . tes ſchwang, geduld, Vor aller ſchulb Behuͤt uns deine vaterhuld. 3. Dein antlitz leucht auf unſer land; Rings um be⸗ deckt von deiner hand, Laß es der ruh genieffen! Wend ab von uns, mit deiner hut, Der flammen grimm, den zorn der fluth, Des krieges blut vergieſſen. Sey ret⸗ tend mit uns, wenn die noth Des mangels und der ſeuchen droht, Und ſchuͤtz uns, nicht ihr raub zu ſeyn; Laß ſicherheit das land er⸗ freun. Herr, unſer gott! Das land iſt dein; O laß ge⸗ deihn Und ſicherheit das land erfreun! 4. Sohn gottes, der zur erde kam, Und unſre ſchwach⸗ heit auf ſich nahm, Um gott uus zu verſoͤhnen; Der durch den tod ins leben drang, Sich dann zur rechten got⸗ Wo ehr und preis dich kroͤnen: Vertritt, o mittler, uns bey gott! Durch deine leiden, deinen tod, Staͤrk uns in unſrer pruͤfung lauf, Und 0 6 PPP 1. ˖ erh ufer gan dun ligt Pet Ju dd, im g cht. 1 Schütz un und gefaht; ſuommen ſül tach glick in lee, fut d ld v del ict uud he 1405 weg in leht 150 wal düner deines d bringe zu glück, 30 dib, uc Har Vueit au den dem ont, Gibt zu deinem wor 4 Auch die! di, Daß ſie) ulb durch tub wohlſtand gebe ſtin, det un liabt, Gib, vel uns giebt, ſpaͤtſe eben! ſeh ſin baterhl nen künden, ch; . ſehung aus! Ol ſchütt auf; enn haus, U. 3˙% ma d galt, 290, We 1 8 L u ſu 1 1. * un L. id. 1 abe 2 0 1 ſeen. G9 6 end Ans, 10 noth r mangel un ſeuche iht, lat uns, ihr raub uu Laß ſſe e tit das ll 4 err, unſa g Das bein dach deihn—zicherheit bath erfreu 4. See cetles, de erde ka nd unſte ſhn heit 1 nahm, laß 108 zun Shnen; Dal den t sb leben dug Sich r zur techn lat ich, Mech preis] Snen: Ja 7 nit z bey duch e leben, n ub, E unt i 11 uuf if, . 0 das kan ich doch 0 15 7 296. W fur dank, 5 lange zeit getragen: Da 1 . 1 6 n I. Von der Buße und Bekehrung. 215 wir ſtraucheln, hilf uns auf! Herr, unſer gott! Dein troſt, dein licht Verlaß uns nicht Im tod, im grab, im welt⸗ gericht. 5. Schutz uns vor irrthum und gefahr; Erhalte deiner frommen ſchaar Der ein tracht gluͤck und ſegen! Uus leite, gott, dein guter geiſt, Und was dein wort ver⸗ ſpricht und heißt, Sey licht auf unſern wegen! Laß auch in lehr und wandel rein Die diener deines wortes ſeyn, Und bringe zu der wahrheit gluͤck, Zu dir, die irrenden zurück. Herr, unſer gott! Breit aus dein wort An je⸗ dem ort, Gib geiſt und kraft zu deinem wort! 6. Auch die regenten lenke du, Daß ſie durch weisheit und durch ruh Der laͤnder wohlſtand heben; Dem fuͤr⸗ ſten, der uns ſchuͤtzt und liebt, Gib, der in ihm ſo uns rein von ſuͤnden. gott! In deiner hand Iſt un⸗ ſer land; Begluͤck es, ſegne jeden ſtand. 6 7. Vernim der leidenden gebaͤt; Wer in gefahr und noth dir fleht, Dem hilf aus ſeinen noͤthen! Gib kranken linderung und ruh; Die ſterbenden erloͤſe bu, Erhoͤr ihr chriſtlich baͤten! Sey aller unterdruͤckten heil, Der witwen und der wai⸗ ſen theil; Vereitle der ver⸗ folger rath Und lehre ſie den rechten pfad. Herr, unſer gott! Durch alles leid Der pilgerzeit Fuͤhr uns zu deiner herrlichkeit. 8. Du thuſt weit mehr, als wir verſtehn, Kanſt mehr gewaͤhren, als wir flehn; Laß uns erkdörung finden! Ol neig auf unſer flehn dein ohr, Heb unſer herz zu dir empor, Und mach Laß uns nun ganz dein eigen viel uns giebt, Das beßte ſpaͤtſte leben! Noch lange ſey ſein vaterblick Uns, ſei⸗ nen kindern, ſchutz und gluͤck; O! ſchuͤtt auf ihn, und auf ſein haus, Und ſeine raͤthe ſegnung aus! Herr, unſer ſeyn, Im leben und im tode dein; Wir ſind durch chriſti blut erloͤſt; O du, der ſuͤn⸗ der nicht verſtoͤßt, Herr, unſer gott! Erbarme dich! Erbarme dich! Verzib uns, leit uns vaͤterlich! — 3. Nach geſchehener Bekehrung. mel. O gott, du frommer u. herr, dir dafuͤr ſagen, Daß du mich mit geduld So O 4 5. Ä„„ 8 —— 5 7 eee. — 8 AAA 8 II. Vom Glauben Zwote Abtheilung in großer ſuͤnd Und übertre⸗ tung lag, Und dich, o heil⸗ ger gott, Erzuͤrnte manchen tag. a 5 N Sehr große lieb und huld Erwieſeſt du mir ar⸗ men; Ich fuhr in bosheit fort, Du aber in erbarmen: Ich ſchob die buße auf Und widerſtrebte dir; Du ſchobſt die ſtrafe auf Und trugſt geduld mit mir. 3. Daß ich nun bin be⸗ kehrt, Verdank ich deiner gnade; Du, du riefſt mich zuruͤck Von des verderbens pfade. Durch deine guͤt und treu, Die an die wol⸗ ken reicht, Haſt du mein Dafuͤr ſey, herr, geprieſen! Sey hochgelobt, daß ich Die alten ſuͤnden haſſf; Und das, was dir misfaͤllt, Nun willig unterlaſſ. 6. Damit ich aber nicht Aufs neue wieder falle: So gib mir deinen geiſt, So lang ich hier noch walle, ſtaͤrk, Und in mir maͤchtig ſey, Auch mein gemuͤthe ſtets Zu deinem dienſt er⸗ neu. 7. Ach leit und fuͤhre mich, So lang ich leb auf erden: Laß mich nicht, ohne dich, Durch mich gefuͤhret wer⸗ den. Fuͤhr ich mich ohne hartes herz Geruͤhret und erweicht. 4. Selbſt konnte ich dich wol Beleidigen mit ſuͤnden; Doch konnt ich ohne dich Den weg zum heil nicht fin⸗ den: Selbſt fallen konnte ich Und ins verderben gehn; Nur ſelbſten konnt ich nicht Von meinem fall aufſtehn. 5. Du haſt mich aufgericht, Und mir den weg gewieſen, dich, So werd ich leicht verfuͤhrt; leiteſt ſelbſt, Thu ich, was mir gebuͤhrt. 8. O gott, du großer gott! O vater, hoͤr mein flehen! Laß, jeſu, gottes ſohn Mich deine wege gehen; Regier, o heilger geiſt, Durch dein wort, mich allzeit, Daß ich dir diene hier, Und dort in ewigkeit. Den ich nun wandeln ſoll; W und ſeinen naͤchſten Folgen. Mel. O gott, du frommer gott. 0 ſuchen haben: O ſieh erbar⸗ 1 err, allerhoͤchſter 29 7. H gott! Bey dem wir alle gaben, Und was mend mich In meiner ſchwachheit an, Weil ich nicht, wie ich will, Oir recht uns nuͤtzlich iſt, Getroſt zu 5 vertrauen kan. 3. Ich Der mich, den ſchwachen, 2— Wenn du mich — 42 W. ——ůů— — 1. bm 1 J0 gl . ach nut n donde pf ſalah Mik muben, Well cwiß, As. f f del Pon mir nicht 3. d liche f Ang gude Much, baß de Sen ell 1 J cn lech 0 Mein ſeht fein 80 ben nir Ju f thun ſehn. 4 Gib, daß mit Die zubet ve, Daß bu wei Und ich dir a alle meine ſchi beigeben ſey; hetz ſſc deln goſtes. feen, 5 Moch die In mir, o got Ohß ich wein! denen dlenſ Urd fe bei tip, vit di blaß ih ſhm himmel uuf hu b. Mein hel einst dür den est, Und, wen Behm viter „ Unterſt Mun ſehnliche ſccle glaube 5 darum 1 a mir g t. 8. O du großng N vag— böt men fh daß,. ꝛottes ſohn wort, W allzeit, al . bir dis“ er, Und hol 0 cwigke fil in ſinnen ar ten dun 1 ſuchen I: 0 ſich ab ei nend 1 J. mal u wal= en, l 1 10 11; 8 b heil“ ist, Dutt . n üct, 5 fl, Deus ee 1 2—— ü»A ̃˙²˙1». U. vem Glauben und ſeinen nächſten Selgen- 217 leiteſt* Thu 0 deine gehen; 21 Ich glaube zwar an dich, Doch nur mit ſchwachem glauben; Oft will die zwei⸗ felſucht Mir alle hoffnung rauben. Wer macht das herz gewiß, Als du, o herr, al⸗ lein? Laß deine huͤlfe doch Von mir nicht ferne ſeyn. 3. O reiche du mir ſelbſt Aus gnaden deine haͤnde! Mach, daß dein guter geiſt Sein werk in mir vollende. Iſt ſchon, dem ſenfkorn gleich, Mein glaube noch ſehr klein, So laß ihn doch bey mir In ſtetem wachs⸗ thum ſeyn. 4. Gib, daß ſich ſtets in mir Die zuverſicht vermeh⸗ re, Daß du mein vater ſeyſt, Und ich dir angehoͤre; Daß alle meine ſchuld Von dir vergeben ſey: Damit mein herz ſich dein, Als ſeines gottes, freu. 25 5. Mach dieſe zuverſichi In mir, o gott, ſo kraͤftig, Daß ich mein lebenlang In deinem dienſt geſchaͤftig, Und ſtets befliſſen ſey, Zu thun, was dir gefaͤllt: So hab ich, ſchon in dir, Den himmel auf der welt. 6. Mein heiland! der du einſt Fuͤr deine juͤnger ba⸗ teſt, Und, wenn ſie wanketen, Beym vater ſie vertrateſt: Ach, unterſtuͤtz auch ſezt Mein ſehnliches gebaͤt, Und ſchenke glaubenskraft Dem, der dich darum fleht. 7. In deiner mittlers hand Iſt heil und aller ſegen. Herr, unterſtuͤtze mich Auf allen meinen wegen: So geh ich freudig fort, In die⸗ ſer pilgerzeit, Zu meines glaubens ziel, Der ſeelen ſeligkeit. In voriger Melodie. ace Kerr, ohne glauben 5 98. H kan Kein menſch vor dir beſtehen; Drum wend ich mich zu dir Mit demuthsvollem flehen: O zuͤnde ſelbſt in mir Den wahren glauben an, In wel⸗ chem ich allein Dir wohlge⸗ fallen kan. 2. Laß mich, gott, daß du ſeyſt, Mit uͤberzeugung glau⸗ ben. Nichts muͤſſe mir das wort Aus meinem herzen rauben: Daß du dem, der dich ſucht, Stets ein ver⸗ gelter ſeyſt, Und hier und ewig ihn Mit deinem heil erfreuſt. e 3. Wahrhaftig iſt dein wort. Gib, daß ich darauf traue, Und meine hoffnung veſt Auf deine treue baue; Gib, daß ich dir im gluͤck Und ungluͤck ſtets getreu, Und dem, was du gebeutſt, Von herzen folgſam ſey. 3. Auch hilf mir, daß ich den, Den du geſandt, er⸗ kenne, Ihn meinen herrn und gott, Im geiſt und wahr⸗ 9 nenne; Und treu und O 5 135 reb⸗ 14 1323 N 3 * Wr e . a 8—— r— K— m—— N* 2 5 4 1 5 5 2——— ö————— 5— ä——————— 8 2. 2—————— b 0 CCC*—. N.. e 9— 918 IZwote Abtheilung. redlich thu, Was mich ſein wort gelehrt, Daß ihn herz, mund und that Als meinen heiland ehrt. s 8 5. Sein goͤttliches verdienſt Sey mir beſtaͤndig theuer; Es fuͤlle mich mit troſt; Es mache mich ſtets freyer Vom ſchnoͤden ſuͤndendienſt; Es ſtaͤrke mich mit kraft, Zu deines namens ruhm, In meiner pilgrimſchaft. 6. Wie ſelig leb ich dann Im glauben ſchon auf erden! Noch herrlicher wird einſt Mein theil im himmel wer⸗ den. Da werd ich, was ich hier Geglaubt, im lich⸗ te ſchaun, Und du erfuͤllſt dann ganz Mein kindliches vertraun. lich 1 eb. , mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 1 Ne 0 b N ö 299. Jch hoff, o gott, mit veſtem muth Auf deine gnab und chriſti blut; Ich hoff ein ewig le⸗ ben: Du biſt ein vater, der verzeiht, Haſt mir das recht zur ſeligkeit Durch deinen ſohn gegeben. 2. Herr, welch ein unaus⸗ ſprechlich heil, An dir, an deiner gnade theil, Theil an dem himmel haben! Im herzen durch den glauben rein, Dich lieben und ver⸗ ſichert ſeyn Von deines gei⸗ ſtes gaben! 3. Dein wort, das wort 5 der ſeligkeit, Wirkt goͤttliche 3 ä zufriedenheit, Wenn wir es treu bewahren; Es ſpricht uns troſt im elend zu, Ver⸗ ſuͤßet uns des lebens ruh, Und ſtaͤrkt uns in gefahren. 4. Erhalte mir, o herr, mein hort, Den glauben an dein goͤltlich wort, Um dei⸗ ner guͤte willen! Laß ihn mein licht auf erden ſeyn, Ihn taͤglich mehr mein herz erneun, Und mich mit troſt erfuͤllen! 0 mel. Herzlich de ht ich de 300. Ich komme, fie, dens fuͤrſt, zu dir! Erbarmend rufſt du ja auch mir, Den frieben zu em⸗ pfangen. Die ſuͤndenlaſt iſt mir zu ſchwer: O laß mein herz von troſt nicht leer, Laß es zur ruh gelangen! Die jeden tief gebeugten geiſt, Dein theuer werthes wort verheißt. Wer troͤſtet mich, als du allein? Wer macht mein herz von ſuͤnden rein? Herr jeſu chriſt! Mein troſt, mein licht! Mein troſt, mein licht! Verwirf mein ſehnlich flehen nicht. 2. Anbaͤtend ſteh ich, herr, vor dir; Dein antlitz neige du zu mir, Und ſey mir ſuͤn⸗ der gnaͤdig! Wenn mein vergehn um rache ſchreyt, So mache aus barmherzig⸗ keit Mich aller ſtrafe ledig. Der du am kreuz gelitten haſt, Du trugſt auch meiner 3 ſuͤn⸗ 40, wd id 6 42 ſchn, A. 9 72 93 80 3 af dich Julke fia nh. ich dem geri,. 9 fü der lubck! dich kn ich det.“ dab lehen fn iſt bet bet onen 0 me an deen J E sch uch! gung, Und un 1 0 Hen h hof kuf dice g 4 Mein fan edc Eil 0 le haſt du mi genthum zu wen Ich nut ben, niht; Natz g ge des genͤchts, 1, 0 dieser ktden!“ ſer bahn zum bu l ö 100 5 10 and; Zu ale ge leich, Und 1 + einſt 4 Her ſeſu chtie und galt! Y gal Hilf u N lurch hen. — c ma. Dich l 0 300. bene, T bene fü a Erbar= ruft du 0 int 5 Pang Die fun mir zu yer: 9 af f herz e troſt nicht gh daß e ruh gang De— tief gan geiſt, Sr theuet y wort aßt. Wr lil mich, hu allen! macht„ herz von fig tein“ err jeſu a Nein! mein licht n moſt,„ licht! Nun mein h feen fit 2. And ſteh ic 1 dor di Dein antſg iu zu Und ſey n ze g Wen n u. vom Glauben und ſeinen nächſten Solgen. 219 u bache sh ſuͤnden laſt, Als du zum heil der ſuͤnder ſtarbſt, Und ih⸗ nen gottes huld erwarbſt. Herr jeſu chriſt, Mein gott und herr! Mein gott und herr! Gib mir den troſt, be⸗ gnadigter. 3. Du, du biſt meine zu⸗ verſicht! Durch dich entflieh ich dem gericht, Dem ſchwe⸗ ren lohn der ſuͤnden; Durch dich kan ich der ſtraf ent⸗ JZehn, Und mich mit gott 8. 5 Ffeelnig t ſehn, Durch dich das leben finden. Dein tod iſt der verlornen heil, Gib mir an ſeinem ſegen theil; Er ſchaff auch mir beruhi⸗ gung, Und wahre lebens⸗ beſſerung. Herr jeſu chriſt! Ich hoff auf dich! Ich hoff auf dich! In dieſer hoffnung ſtaͤrke mich. N 4. Mein ganzes leben prei⸗ ſe dich! Erloͤſt, mein mitt⸗ ler, haſt du mich, Dein ei⸗ genthum zu werden. Bin ich nur dein, ſo fehlt mir nichts; Nichts einſt am ta⸗ ge des gerichts, Nichts hier auf dieſer erden. Auf die⸗ ſer bahn zum vaterland Ent⸗ zeuch mir niemals deine hand; Zu allem guten ſtaͤr⸗ ke mich, Und laß mich ſie⸗ gen einſt durch dich. Herr jeſu chriſt! Mein herr und gott! Mein herr und zum leben gott! Hilf mir durch den tod. mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. oder: Wach gott, und ꝛc. Nr.. 2 ich weiß, an wen 3 301. mein glaub ſich 7 haͤlt, Kein feind ſoll mir ihn rauben; Als buͤrger einer beſſern welt, Leb ich dier nur im glauben; Dort ſchau ich, was ich hier geglaubt; Wer iſt, der mir mein erb⸗ theil raubt? Es ruht in jeſu haͤnden. 5 2. Mein leben iſt ein kur⸗ zer ſtreit, Und herrlich iſt die krone. Das gluͤck der ganzen ewigkeit Wird mir zum frohen lohne. Du haft fuͤr mich den tod geſchmeckt; Mir, wenn nur deine huld mich deckt, Kan ſelbſt der tod nicht ſchaden. 3. O herr, du biſt mein ganzer ruhm, Mein beßter troſt auf erden; In jener welt mein eigenthum; Was kan mir groͤßers werden? Von fern glaͤnzt mir mein kleinod zu; Du ſchaffſt mir nach dem ſtreite ruh, Und reichſt mir meine krone. 4. Herr, lenke meines gei⸗ ſtes blick Von dieſem welt⸗ getuͤmmel Auf dich, auf mei⸗ ner ſeele gluͤck, Auf ewigkeit und himmel. Die welt mit ih⸗ rer herrlichkeit Vergeht und waͤhrt nur kurze zeit, Im himmel ſey mein wandel. 5. Jezt, da mich dieſer leib beſchwert, Iſt mir noch nicht — erſchienen, Was jene beßre 185 welt 5 1 2 777—7T—T—TFT———PF—F—T—T—F—F—PP—————....——* 7*. N ——— 8— r — 3 2—*. — a——— 1 17 5 * 5 2 e 1 *— 2 220 welt gewahrt, Wo wir gott ewigkeiten. 1 1 mel. Kommt her zu mir ꝛc. 302 Ich weiß und bins Erloſt bin, durch dich Vom ſchnoͤden Iwote Abtheilung. ewig dienen. Dann, wann mein auge nicht mehr weint, Und nun vollkommnes gluͤck erſcheint, Dann werd ichs froh empfinden. 6. Im dunkeln ſeh ich hier mein heil; Dort ſeh ichs klar und heiter. Hier iſt die ſchwachheit noch mein theil; Dort hebt mein geiſt ſich weiter. Hier iſt mein werth mir noch verhuͤllt; Dort wird er 15 wenn dein bild Mich einſt vollkom⸗ men ſchmuͤcket. 7. Zu dieſem gluͤck bin ich erkauft, O herr, durch deine leiden; Auf deinen tod bin ich getauft, Wer will mich von dir ſcheiden? Du zeichz neſt mich in deine hand; Ich bin bir, herr, du mir be⸗ kannt. Mein ſind des him⸗ mels freuden. 8. Wie groß iſt meine herr⸗ lichkeit; Empfinde ſie, o ſeele! Von luſt der erde un⸗ entweiht, Erhebe gott, o ſee⸗ le! Der erde glaͤnzend gluͤck vergeht, Nur des gerechten wohl beſteht Durch alle daß ich gottes ſohn, gewiß, dienſt der ſuͤnde. Gelobt ſey gott! ich bins gewiß, 7. Dann wuͤrb ich 8 Hilf, mein erretter, daß ich dis Bis an mein end em⸗ pfinde. 2. In dieſer ſo verderbten zeit Des leichtſinns und der ſicherheit Wach uͤber meinen glauben! Du freund der menſchen, wache du, Daß keine zweifel meine ruh Und 80 troſt mir rauben. ODen ſpott der frevler 185 dich Und deinen tod am kreuz laß mich, Wie ers verdient, verachten. Mit deſto ſtärkerer begier Laß meine ſeele, herr, nach dir Und deinem reiche trachten, 4. Wenn mir die welt ge⸗ legenheit Zur ſuͤnde gibt, zur eitelkeit Und zu verbot⸗ ner freude: So daͤmpfe du in meiner bruſt Die reizung aller böſen luſt, Daß ich ſie ſtandhaft meide. 5. Ich moͤchte ſonſt, durch ſie verfuͤhrt, die den tod gebiert, Mich üuͤbereilen laſſen; Mich dann aus ſuͤnden⸗ luſt vergehn, Und deiner wahrheit wider⸗ ſtehn, Ihr helles licht gar haſſen. 6. Wenn meine freudig⸗ f keit zu dir, Mein glaub und meine hoffnung mir, Hier⸗ durch entriſſen wuͤrde: So freun, Die welt mir truͤb und traurig ſeyn, Mein le⸗ ben eine buͤrde. rr T... ̃ ĩ——§— 1 0 Die ſuͤnde, 0 dt nt dau ö n 10, Und tee wuͤrde nichts mich recht ers 1 8 Er 5 5 1 vm a dem 72 14 1 100 1 J 1 9% da u für 157 ſathſt, Un l mit und tro tan nih eo ff wah Erhalt it meine“ 0 ub nahen lenke bu ahbe geſulk, 1 5 5 uu It gott; 0% 8 . all. 4 wenn ic glaube er it hilfe ſch 15 unf 19 4 „ehe 1— Verf K pn 0 1 15% „Daß ge e 0 1 a kſeh. Er filin Zu w. r E Ut ner fi. So fü . N Ichte ſonſ/ ug ſe de t, be die de= gebien, Ubereſ r ſſen; Mhh aus n- luft b Und 67A wahrhel a ſtehn, t helles lag leit 3 Mein glue meint Sung mt, 90 zurch er ſſen wlther und 1 g sehn, Nei, 10 1 ſtehn: Er daͤmpfet ſturm U 6 5 4 c. II. vom Glauben und ſeinen naͤchſten Folgen. 22 dem himmel nicht Mit freud, o herr, im angeſicht, Mit ſeelen⸗ ruhe ſehen; Dann hatt ich keinen heitern ſinn; Dann waͤr die frohe hoff⸗ nung hin, Zu ihm einſt ein⸗ zugehen. 1 8. Gewiſſensſchrecken wuͤr⸗ den mich, Der ich vom pfad des guten wich, Schon hier zur quaal ergreifen, Und peinigende furcht vor dir, Der welten richter, ſich in mir Mit jedem tage haͤufen. 9. Der du' fuͤr mich am kreuze ſtarbſt, Und hoffnung mir und troſt erwarbſt, Laß mich ſo tief nicht fallen! Erhalt mir meines glaubens ruh, lenke du Nach deinem wohl⸗ . efallen.„„„ e 8 f 2 Z fe 9 N K en e mel. Beſiehl du deine wege. 5303˙ ſo trete Gleich 76. alles wider mich: Denn wenn ich glaubig baͤte, Zeigt er mit huͤlfe ſich: Hab ich ihn nur zum freunde, Und „liebet mich mein gott, Was 7%. ſchabt mir dann der feinde 28.„ ſchmach und I. ſpo 2 2. Ich weiß und glaub es ie veſte, Und ruͤhm es ohne truͤbt: Denn chriſtus will ſchen, Daß gott, der hoͤchſt und beßte, Mein freund und N vater ſey. Er wird in allen faͤllen Zu meiner rechten 5 Und meinen wandel hitz muth; und wellen, Laͤſſt mich nicht untergehn. f 3. Der grund, worauf ich baue, Iſt chriſtus und ſein blut; In ihm, dem ich ver⸗ traue, Find ich das ewge guth. An meinem armen 5 ben Iſt nichts auf dieſer erd, Was chriſtus mir ge⸗ geben, Das iſt der liebe werth. 4. Er iſt mein ruhm und ehre, Er iſt mein troſt und licht. Wenn er nicht fur mich waͤre, So kaͤm ich intz gericht. Wie wuͤrd ich da beſtehen Vor ſeinem richter⸗ ſitz? Ich muͤßte gleich verge⸗ hen, Wie wachs ins feuers itz 5. Doch jeſus hat ſein le⸗ ben, Zur tilgung meiner ſchuld, Am kreutz dahin ge⸗ geben, Wie groß iſt dieſe huld! Ich darf mich ſeiner freuen, Hab einen helden⸗ Darf kein gericht mehr ſcheuen, Wie ſonſt ein ſuͤnder thut. 6. Nichts, nichts kan mich verdammen, Denn jeſus ſtarb fuͤr mich; Die hoͤll und ihre flammen Sind mir nicht fuͤrchterlich: Kein ur⸗ theil kan mich ſchrecken; Nichts, was uns ſonſt be⸗ mich decken, Mein heiland, der mich liebt. 7. Sein geiſt wohnt mir im herzen, Regiert mir mei⸗ 2 nen eee eee 5— 8— 1— 2—— : e 5 5252888————— 5 r 5 223 nen ſinn, mir ringen, was wir denken koͤnnen, So Jpwote Abtheilung. Stillt ſorgen, furcht und ſchmerzen, Nimt jeden kummer hin: Gibt auch in truͤben tagen Mir freudigkeit, und ſchafft, Daß ich kan, vater, ſagen, Durch ſeines wortes kraft. 8, Der ſpricht auch meinem geiſte Mauch andres troſt⸗ wort zu: Wie gott dem huͤlfe leiſte, Der bey ihm ſuchet ruh, Und wie er hab erbauet Mir eine neue ſtadt, Wo aug und herz einſt ſchauet, Was es geglaubet at. 9. Da iſt mein theil und erbe Mir herrlich zugericht; Wenn ich gleich fall und ſterbe, Faͤllt doch mein him⸗ mel nicht. Mein jeſus hilft Und muß ich manche zeit Mit weinen auch hinbringen, Verfuͤßt er mir mein leid. f 10, Kein ſchmerz und kei⸗ ne freuden, Nicht herrlich keit, noch noth, Kein gluͤck, und keine leiden, Nicht angſt, gefahr, noch tod, Nichts, groß 8 55 immer ſey, Soll mich von jeſu trennen; Ich was mich jauch zend machet, Iſt, was im himmel iſt. mel. O gott, du frommer gott. dag doch der ſpoͤt⸗ 304. M ter heer Eich deines namens ſchaͤmen; Ich freue mich, dein heil, Herr jeſu, anzunehmen. Dein kreuz iſt thorheit nur Dem, der es nicht verſteht, Und keiner ſpottet ſein, Der gottes wege geht. 1 2. On kamſt, des hoͤchſten ſohn, Im leben und im ſter⸗ ben Uns weisheit, kraft und troſt Und gnade zu er⸗ werben. Du warſt der welt ein licht; Und folg ich ſei⸗ nem ſchein, Wie weiſe bin 1 bleib ihm ewig treu. II. Mein herz iſt voller ich dann! Wie ſelig werd ich ſeyn! 3. Ich kan hier freylich nicht Das große wunder gen, Der himmel thron ver⸗ laſſen, Die thaten gottes thun Als eingeborner ſohn, Und dann am kreuz empfahn Der miſſethaͤter lohn. 4. Doch kan mein herz gar wohl Der wahrheit kraft empfinden, Die meinen geiſt belebt, Mich reiniget von ſuͤnden; Auch hab ich, herr, freuden, Wie ſollt ich trau durch dich Gerechtigkeit und rig ſeyn? Ich achte nicht beil, Und an der ſeligkeit der leiden, Seh heitern ſon⸗“Der gottverſoͤhnten theil. nenſchein: Der fuͤr mich 5. Dis muͤſſe meine luſt lebt und wachet Iſt mein An dir, o herr, erwecken. herr jeſus ehriſt; Das, Zu ſchwach, den 90 „„ rat faſſen: Geſandt vom ewi⸗ hren Auf cher uh 1 err, dale Wad ür naht 1 5 ken Aud deln Dichten Ulmahdlch it en. gfaſbe, be 5 dai ſe he her, cwißkki. f e 050 n 300 e Lade its, uh Mis mir zum 9.5 ſſt, Was ige leben; Drum hen 1 9 15 ſtaͤftt je nehr Recht und becher ch 2 Durch den wei nich Der zu kennen, Mit en ler ehrfurch bich h ſteg ſahn zu nen ich auch denen 4 4 hen we, me ſ peſſ, Don Jen 0 4 3. daß nich daden hel 9 1 ttb ſjcken, Und meinem the ferſchickn, g. ic o 100 hel 1. 0 g vaßt 1 ot was 1 IN lauch en 0 „ e 2 4 i, du fromm, dug 30 ag doc hg e ane ch 0 u 2 nic, 10 n Dein, anz 8 de r i l bn ga % 5. ſpotiti h sette 5 15 und 1 11 2. ns Sui, den ſohn,= leben abi ben weisheit, ö N Und gage werb u watſt 0 1 nem, M nem=, Wie 9 fu ich de Wie sega e ſeyn! nen nicht 3. nn bier fh ncht 28 große hut faſſen eſandt bung gen, Simmel thurn laſſen ie than gn, thun A eingebonne Und im kreuz un der Hater lohn 4. 1 an mein geh wohl: wahthel 1 Die meu belebt“ lich reiſigt. ſündel!“ ich habich, durch= Berechtigte bell,= an der e der Athen fel 1 nüſſe male! ud heir, aun 1 6, he 110 13 II. vom Glauben und ſeinen naͤchſten Folgen 223 ſten ſohn zu nennen! Daß rath Der gottheit zu ent⸗ decken, Nehm ich dein gro⸗ ßes heil Mit dank und freu⸗ den an, Und folge dir ge⸗ treu Auf ebner kugendhahn. 6. Herr, deine ewigkeit Wird mir mehr licht gewaͤh⸗ ren, Und deine große lieb Durch ſchauen mir erklaͤren. Unendlich iſt mein heil. O glaube, der erfreut! Gelo⸗ bet ſey der herr, Gelobt in ewigkeit. Mel. Es iſt N der ert gottes ſohn, herr 305. O geful chriſt! Dein iſt es, mir zu geben, Was mir zum glauben nuͤtze iſt, Was ihm gibt kraft und leben; Drum hilf du mir von oben her, Daß ich, ge⸗ ſtaͤrkt je mehr und mehr, Recht und beharrlich glaube. 2. Durch dein wort unter⸗ weiſe mich, Den vater recht zu kennen, Mit freudenvol⸗ ler ehrfurcht dich Des hoͤch⸗ ich auch deinen guten geiſt, Der uns den weg zum him⸗ mel weiſt, Von ganzem her⸗ zen folge. 3. Laß mich dein großes gnadenheil Im rechten licht erblicken, Und mich dazu an meinem theil Mit allem ei⸗ fer ſchicken. Durch dich nur find ich troſt und ruh, Und ewges heil; der weg biſt du, Die wahrheit und das leben. 4. Gib, daß ich traue dei⸗ nem wort, Es tief zu herzen faſſe; Daß ſich mein glaube immerfort Auf dein verdienſt verlaſſe; Daß zur gerech⸗ tigkeit mir werd, Der ich mit ſuͤnden bin beſchwert, Dein heil auch zugerechnet. 5. Doch ſoll auch ſtets mein glaube ſich Des bluts, das du vergoſſen, Nicht anders troͤſten, als daß ich Zu dei⸗ nem dienſt entſchloſſen, Durch ſeine kraft die arge welt, Und was ſie dir ent⸗ gegen ſtellt, Beſieg und uͤber⸗ winde. 6. Zwar iſt mein glaube ſchwach und klein; Oft kan ich ihn kaum merken: Doch willſt du mir, herr, krafk verleihn, Und kanſt mich maͤchtig ſtaͤrken. Dat ſchwa⸗ che rohr zerbrichſt du nicht, Verloͤſcheft kein noch glim⸗ mend licht; Drum ſtaͤrke mich, den ſchwachen. 7. Hilf, daß ich recht ſorg⸗ faͤltig ſey, Den glauben zu bewahren, Ein gut gewiſſen auch dabey; Daß ich bet den gefahren Der welt, ſey wachſam allezeit, Durch früchte der gerechtigkeit Des glaubens kraft beweiſe. 8. O laß den glauben ſtets in mir So wachſen, und ſich ſtaͤrken, Daß er ſey fruchtbar fuͤr und fur Und reich an guten werken, Daß n er ſey thaͤtig durch die lieb, 181 Mit n 4* r—— 3 25 7 rErErErroᷣTiꝛ'r p 7 25 5 5 8—— n 3 a 8 5 e—— 2 2 8———— 3 5 1 2 FT—T—T——T—TCTCT—TF—CTT—T—T—ß—T————— 2 4 2 7 1 2 1 1 5 . 5. 1 8 n— „— N— 7 rr.=—.—— 5 „ f 1 N 2 3 e ee —— „ 1 1 ö FRRTT——k—k—b———————ů—ů———— eee— 27 2 1 5 3 224 Mit freuden und geduld ſich f 232 ¶ʃ— K 12ͤhñ— N 8 * Zwote Abtheilung. uͤb In dem, was gott ge⸗ faͤllig. 5 9. Inſonderheit gib mir die kraft, Daß ich an mei⸗ nem ende Den lezten ſchritt der pilgrimſchaft Durch glauben froh vollende. O, mache mich, herr, ſtets be⸗ reit, Daß ich der ſeelen ſe⸗ ligkeit, Des glaubens end, erlange. Mel. Machs mit mir, gott ꝛc. 7 Mer gottes wort 306. W nicht halt, und ſpricht: Ich kenne gott! der heuchelt, gottes liebe nicht, Wie ſehr er ſich auch ſchmeichelt. Wer aber ſein wort glaubt und haͤlt, Der liebt ihn ſo, wies ihm gefaͤllt. f 3. Der glaube, den ſein wort erzeugt, Muß auch die liebe zeugen; Je hoͤher dein erkenntniß ſteigt, Jemehr wird dieſe ſteigen. Der glaub erleuchtet nicht allein; Staͤrkt auch das herz und macht es rein. 3. Durch jeſum rein von miſſethat, Sind wir nun gottes kinder; Wer ſolche hoffnung zu ihm hat, Der flieht den pfad der ſuͤnder, Folgt chriſti beyſpiel als ein chriſt, Und reinigt ſich, wie er rein iſt. 4. Alsdann bin ich gott auügenehm, Wenn ich gehor; In dem iſt die lieb! U Wer ſeinen wil⸗ len thut, in dem Iſt wahr⸗ lich gottes liebe; Ein immer thaͤtigs chriſtenthum, Das iſt des glaubens frucht und ruhm. B. Der bleibt in gott, und gott in ihm, Mer in der lie⸗ be bleibet. Die lieb iſts, die die ſeraphim Gott zu gehorchen treibet. Gott iſt an ſeinem heil Hat ohne liebe niemand theil. Mel. Jeſu, meine freude ꝛc. 2 ie getroſt und 307. W heiter, Herr, mein licht und leiter, Machſt am uͤbe. du meinen geiſt! Der du, die dich lieben, Selbſten im betruͤben, Doch ſo gern er⸗ freuſt. Niemals wird Bey bir, mein hirt, Freund und troͤſter meiner ſeelen, Mir erquickung fehlen. 2. Deinem rath ergeben, Freu ich mich zu leben; Was du willſt, iſt gut. Nichts vermag ich ſchwacher; Du, mein ſeligmacher, Schenkſt mir kraft und muth. Wenn die welt Erbebt und faͤllt, Wenn gericht und hoͤlle ſchre⸗ cken, Willſt du mich bede⸗ cken. 3. Ich kan ohne grauen Tod und grab anſchauen; Mein erloͤſer lebt! Ich weiß, wem ich glaube, Weiß, daß aus dem ſtaube Mich ſein f arm Fri durch li. ſwalhe geber; hebf, nich wieße, es 10 0 Tig neheſc 1 Inn deeolln fallen N .— 4 ——ä—— 2 5 bargen feln. 3. Daß ic 1 Froh ihn, duler, le mich ewig feu; O, am gtabe To 1 lung habe, Da“ allen. Daß ben! unterweſſt, nd auf deinen pfade, beinet gude. 6. Ou haft bah Für mich hinge, in neger noth 8 huͤlſos bebe;( he liebe, Star tod. Herr, und . mich deine ag dankbar fenen! 1 herz ncht wehe 7. Pirdiz dug Dis se wendete 1e uff unppfte * 1 . m u 5%% bei , Id wall! Nn it i ſht all. vault N f, en 10 lt a un . dn en 8 e teabg g, Hat— ce liche * le iheil, de in u, meine ah mein Sund leiter, Ju 5 1 geift! Dal 4 0 Doch ſo gan freuff 1 dir, 1 hirt, ung tröste traner seln, n fehlen. em kath ea Freu u ich zu leben zu wit gu.. derm J ſchwachgz! mein J Ixacher, Et mir? BAind mul.. bebt un cen. 3 vod. gab auch Nein erlebt! Jan dem Aube, 1%, arm erhebt. 8 Dein ſchrecken mag Eines Was brauch ich zu zittern? ſtaͤrkt durch dich. Tilat meine ſchuld, Nie laͤſſt an ſen Tua menen f. barmen fehlen. mich ewig ſein; Daß ich hier 30531 en am grabe Troſt und hoff⸗ eiter,) allein. Daß dein geiſt Mich unterweiſt, Und mich fuͤhrt Niemals v' Fuͤr mich hingegeben, Daß huͤlflos bliebe: Groß iſt dei⸗ ne liebe, Staͤrker als der ſollte mich Deiner huld nicht dankbar freuen? Dir mein herz nicht weihen? 80 und bil ne luſt und pflicht! Was die cen lſt du ni a ban ohne us laude 4 ——— E— !!!!!!—— II. vom Glauben und ſeinen naͤchſten Solgen. 225 —ů—ů—— Todes tag, frevlers herz erſchuͤttern: 4. In mir iſt noch ſuͤnde; Doch, ich uͤberwinde Sie ge⸗ Sink ich ſchwacher nieder; Du er⸗ hebſt mich wieder, Du be⸗ gnadigſt mich. Deine huld du reuvollen ſeelen Dein er⸗ 5. Daß ich gott erkenne, Froh ihn, vater, nenne, Und nung habe, Dank ich dir auf deinem pfade, Dank ich deiner gnade. 6. Du haſt blut und leben in meiner noth Ich nicht tod. Herr, und ich, Ich 7. Wuͤrdig dir zu leben, Dis ſey mein beſtreben, Mei⸗ welt vergnuͤget, O mein gott, das gnuͤget Meiner ſeele nicht. Hab ich dich, Wie gern will ich Das, wornach die ſuͤnder trachten, Reich in dir, verachten. 8. Macht ein guth der erde, Daß ich gluͤckich werde In der ewigkeit? Sind nicht auch die ehren, Die den ſinn bethoͤren, Wahre eitelkeit? Du erfreuſt, Herr, meinen geiſt; Und du willſt, die dich verehren, Ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen frieden Schmeck ich ſchon hienieden; Und was hoff ich dort? Un⸗ begrenzte zeiten Voller ſe⸗ ligkeiten Hoff ich auf dein wort. Sie ſind mein, Durch dich allein; Bleib ich dir getreu im glauben, Wer kan ſie mir rauben? 10. Voll von deiner guͤte Frohlockt mein gemuͤthe, Gott, mein heiland, dir; Dieſer geiſt der freuden Starke mich im leiden, Weiche nicht von mir! Laß, mich ſo Beberzt und froh Einſt durchs thal des todes dringen, Dort dein lob zu eee e ſingen. III. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. f Mel. Chriſt, unſer herr, zum ꝛe. Mewahre mich, 308. B herr, daß der wahn Nie mein gemuͤth be⸗ thoͤre, Als waͤr es ſchon ge⸗ nug gethan, Wenn dir nut. 1 1234 außre 8 3 0* 5 2 ——— ů ů ů 2 A 3 6— 7 3 4— 1 S 8 %———— 1 e 1 2—— 1 4 N 9 — — 226 Und wahrheit dienen muͤſſen, ſte frey, Mit eifer darnach ringe, Im guten zuzuneh⸗ Zum ſegen mir gereichen. 5, Doch, wenn ich aus un⸗ wiſſenheit Und übereilung Zwote Abtheilung. aͤußre ehre Der menſch, dein unterthan, erweiſt. Erinnre mein gewiſſen, Daß alle chriſten dir im geiſt Die dir gefallen wollen. 3. Die kommen nicht ins himmelreich, Die, herr! zu jeſu ſagen, Und nicht mit rechtem ernſt zugleich Der heiligung nachjagen. Nur die, die deinen willen thun, Laͤſſt du als deine kin⸗ der, O gott, in ewgem frie⸗ den ruhn, Wenn heuchleri⸗ ſche ſuͤnder Von dir verſto⸗ ßen werden. 3. Drum laß mich doch vom glauben nie Ein heilig leben trennen; Mich nicht fuͤr einen chriſten hie Blos äußerlich belennen. Gib, daß mein glaube thaͤtig ſey, Und tugendfruͤchte bringe; Daß ich, vom ſuͤnden⸗dien⸗ men. 4. Du kennſt, o gott, der menſchen herz, Und liebſt, die redlich handen; O laß in freude, wie im ſchmerz, Mich chrjſtlich vor dir wan⸗ deln. ein wille ſey mein augenmerk; Hilf mir ihn treu vollbringen. Durch dich muß jedes gute werk, Sollt es auch nicht gelingen, fehle: So thu an mir barm⸗ herzigkeit, Und richte meine ſeele Durch gnade auf, von dieſem fall. Erhalt mich bey dem einen, Daß ich dich fürchte uͤberall, Bis ich einſt, mit den deinen, Dir ohne fehltritt biene. rb Alle menſchen muͤſſen de. 309. Des du uns mit deinem blute Dir zum eigenthum er⸗ warbſt, Und uns ſuͤndern, uns zu gute, Schmachvoll an dem kreuze ſtarbſt: Ach, wie dienen deine chriſten Immer noch der ſuͤnde luͤ⸗ ſten; Leben ohne beſſerung, Fern von wahrer heiligung! 2. Herr, du littſt, uns vom verderben, Von der ſuͤnd uns zu befreyn: Und wir wollen lieber ſterben, Lieber ihre knechte ſeyn? Glauben, immer noch in ſuͤnden Un⸗ ſers lebens gluͤck zu finden, Und vergeſſen dein gebot, 1285 ſchmach und deinen od. 3. Ach, wann werden wirs erkennen, Warum du geſtor⸗ ben biſt? Wann, uns nicht blos ehriſten nennen, Son⸗ dern thun, was chriſtlich iſt? Wann, um deines todes willen, Jeſu, dein geſetz er⸗ fuͤllen, Und den ſuͤnden wi⸗ derſtehn, Weil ſie deine lei⸗ den ſchmaͤnn? 4. Wer dich ſieht von gott pver⸗ 118 gabe he * ce Int 8 verdelben/ Hie gott gaug; len fee wil fcb ſein ga it raf trug. Er bekenne namth, Ohne dach Juaufens ſch, ud i zn, 6. lach, wenn uns zur ſſude Rehe a ö K pflct: Hell ͤhberpojnde ns der ſünde nicht! kehre hig ihn bekämpfen macht ber lie Steh uns merſheh Und ahalt uns big J. J lh aun ſchourg, Uns hee de ne, daß deig 0 18 uns wider ſel N. ſccht dee 1 a gde tief in unſteh 4 wit, bog det be i ein ſune Jio. Eiben, g 0E 1 4 Dir n eigene war 10 uns an J reuze fat! Aten E en ohne kn Fert z. wahrer halt „uns woll, ihre s teſeyn! Ga e tod. ö 3. wann vella — 1 e menschen ni du mn einen! Und ung fin ite, Schu eue ftachſz wie gen deine g I Ach der ſuß N . dull n ber sterbe, g imm ſch in fila! Und sgeſſen del Dei kel= Warum biſß los Len nennen, dern n, g l 2 m, un dend wi a end den sitze wurf rr Wel fe k bent. Ahn! derg=, Pon Nb nefteyn: I ſers) us glück u mach und ö ben Wann n 0 ein, eig, „% da sch n verderben, Huͤlfe gibt ihm namen, Ohne doch dir nach⸗ Ruͤhmet ſeines Zur ſuͤnde Reizet wider un⸗ Heiligſter, ſo — 7— 3—— — f ð. ˙—ꝛ— III. vom thaͤtigen Chriſtenthum uberhaupt. 232 verlaſſen In der tiefſten traurigkeit: Dich, erloͤſer, ſieht erblaſſen Nach voll⸗ brachtem ſchweren ſtreit; und laͤſſt doch zum dienſt der ſuͤnden, Seine luͤſte ſich ent⸗ zuͤnden: Der hat nicht an deinem heil, Nicht an got⸗ tes gnade theil. 3. Meiden könnt er ſein eee eee, gott genug; Aber ach! er ſelbſt will ſterben: Denn ſein glaub iſt wahn und trug. Er bekennet deinen zuahmen; glaubens ſich, Und verleug⸗ net, herr, doch dich. 6. Ach, wenn uns der trieb ſre pflicht: überwinde Uns der trieb zur ſuͤnde nicht! Lehr uns mu⸗ thig ihn bekaͤmpfen, Und die macht der luͤſte daͤmpfen! Steh uns in verſuchung bey, ſeele. herz, Geneigt zu eitelkeiten, Laͤſft bald durch freude, bald durch ſchmerz, Sich auf den irrweg leiten. Gleich einem rohr, vom wind bewegt, Wankt auch, von leidenſchaft erregt, Oft meine ſchwache Wann komm ich zu der wahren ruh, Daß ich recht veſte tritte thu Und nur das gute wahle? 2. Laß doch mein herz nicht ferner hin In ſeiner neigung wanken. Stark weinen un⸗ gewiſſen ſinn Zu veſteren ge⸗ banken. Wenn von der luſt zur eitelkeit Mich deines geiſtes kraft befreyt, Wie will ich dir lobſingen! Mich ganz zu deinem dienſt zu weihn, Soll ſtets mein ern⸗ ſter wille ſeyr;n. Gib dazu das vollbringen. 3. Auch wenn ich auf der tugend pfad, Bisweilen, gleitend, walle, So unter⸗ Und erhalt uns dir getreu! 7. Jeſu, lehr auf ich uns ſchauen, Uns beſieg die ſuͤn⸗ de nie. Laß dein beyſpiel uns erbauen! Staͤrke ſelbſt uns wider ſie! Ach, die ab⸗ ſicht deiner ſchmerzen Praͤ⸗ ge tief in unſre herzen, Daß wir, von der ſuͤnde rein, Heiligſter, dir ähnlich ſeyn! g mel. Ein lämmlein geht und ꝛe. 7 Frbarm dich, herr! 210. E wein ſchwaches tüte deine gnad Mich vor dem nahen falle. Wenn in mir boͤſe luſt aufſteigt Und ich zum weichen bin geneigt, So lenke meinen willen; Erhebe meinen ſchwachen muth, Daß ich der leiden⸗ — d herr, moͤge ſtillen.. 4. Mein gott, mein gott, gedenke nicht Der fuͤnden meiner jugend. Wie hark ſchien mir oft meine pflicht! ſchaften wuth Durch dich, 4 8 0 dach t 110 10 gend! Und doch trugſt du 228 mich mit geduld; Laß, va⸗ er, beßtes theil, Auch immer⸗ Du wirſt zu dem geſchaͤfte will hier in der zeit Und einſt in der vollkommenheit, Herr, deine kraft erheben. ſtraͤflich fromm zu ſeyn, 2. Gehorch nicht deinem der tugend dich Dem hoͤch⸗ ke mit; Drum gehe ſtets mit veſtem ſchritt Fort auf der tugend pfade. Die luſt Er liebt uns menſchen vaͤter⸗ Zwote Abtheilung. laß mich dieſe huld Nicht un dankbar verachten. Dir folgen, iſt mein wahres heil: O laß michs, als mein fort betrachten. 5. Ich bin ein menſch; du keuneſt mich. Wie ſchwach ſind meine kraͤfte! Doch meine ſeele hofft auf dich; Der heiligung mir kraft ver⸗ leihn, Mein herz je mehr und mehr erneun, Vor dir gerecht zu leben. Ich aber Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. rmuntre, ſeele, 31 1. E dich und ſey Dem gott, der dich erſchuf, ge⸗ treu Und folge dem gewiſ⸗ ſen; Nie wird es jemals dich gereun, Wenn du, un⸗ Dich redlich haſt befliſſen. fleiſch und blut! Gehorche gott! gott meynt es gut; Was er gebeut, iſt ſegen. lich, Fuͤhrt auf der bahn ſten heil entgegen. 3. Gott theilt dir ſeine flͤͤr⸗ verfuͤhrt, die tugend nie; Und gott, dein gott, beloh⸗ net ſie Mit ſegensreicher gnade. pein Der ſuͤnde hell vor au⸗ gen ſeyn, Wenn ſie dich lockt mit freuden. Gott druß, Der auf die ſuͤnde fol⸗ gen muß, Und will ſie bir verleiden. hier verlacht, In tiefem jammer ſchmachten. Gott kennt der tugend hohen werth, Und den hat jeſus dich gelehrt; Und den willſt du verachten? 6. Nein, uͤbe ſie mit allem fleiß, Zu deinem gluͤck und gottes preis; Er ſiehet dein beſtreben, Und wird dir einſt gewiß dafuͤr, Nach treuem tugendlaufe bier, Der freu⸗ den fuͤlle geben. Mel. Wer nur den lieben de. zott! dir gefaͤllt 31 2. kein gottlos we⸗ ſen; Wer boͤſ iſt, bleibet nicht vor dir. Drum laß von ſuͤnden mich geneſen, Und ſchaff ein reines herz in mir; Ein herz, das ſich vom ſinn der welt Entfernt, und unbefleckt erhaͤlt. ü 2. Laß mich auf die begang⸗ nen ſuͤnden Mit inniger be⸗ ö ſchaͤmung ſehn; Durch chri⸗ fun 4. Laß dir die ſchreckenvolle kennt den quaͤlenden ver⸗ 5. Gott ſiehet jene ewge N nacht, Wo ſuͤnder, die ihn haute 0b ment 10 deſtigket; 18 ſchwahes he So hilf der ul heit. Me bel een, ott, nit Du! An geif kur ich den 1 4. Gb, aß er 0 hllfe lee, Und w. Fate nir berlah, i mit ülndlich kreue Dit dis un ic ſtp: So sen ic in und wel, lun the dir nuhſhflt . Dam ich bis ſcchugch et fchk,, ber! ſo berni Varfteg ncht bah ten ſetfe, Men cſuchf, den angeſh mache in heklnme herz eon heintt hu y . Ethuſcke mig nen ffeuden, Sch treuts hen u füͤrke wich in fu den, So hach ett, zu bir, Beg 10 bung/ dtn erbtheil E id. Ogo, 9, JI. err, i a AM 8 bless lacht, an v ſchmachin. kenn der tze) we. und ba dich Ihrt; und hn, bu n bten? 1 6, Si, übe sem fle i deinen gil, deff, Und pf egen ffuͤr, Nah den u geben. 1 g 4 er böſeſt, K. don Peiden mich h mit 1 herz, dust 7 t erhäl. 2 ich aufbe ben en Mit n got“ veis; Er sah tug Sufe bier, ß a0 Jer nur den i. 1 zott!. K. fein gat herz von deiner huld gewiß. nc ee dir, In Un ff ein mn“- 9 brachter uͤbungszeit, Der inn S pelt Eiffel a 60 fon da 15 4 Hl. vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 229 ſtum vor dir gnade finden, Und auf den weg der tugend gehn. Ich will forthin das unrecht ſcheun, Und deinem dienſt mein leben weihn. 3. O ſtaͤrke mich in dem gedanken! Gib meinem vor⸗ ſatz veſtigkeit; Und will mein ſchwaches herz je wanken, So hilf der unentſchloſſen⸗ heit. Wie viel vermag ich, gott, mit dir! Nim deinen geiſt nur nicht von mir. 4. Gib, daß er mir ſtets hülfe leiſte, Und muth und kraͤfte mir verleih, Daß ich mit kindlich treuem geiſte Dir bis zum tod ergeben ſey: So ſieg ich uͤber ſuͤnd und welt, Und thue, was dir wohlgefaͤllt. 5. Wenn ich indeß aus ſchwachheit fehle, Mein va⸗ ter! ſo verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betruͤb⸗ ten ſeele, Wenn ſie dich ſucht, dein angeſicht; Und mache in bekuͤmmerniß Mein 6. Erquicke mich mit dei⸗ nen freuden, Schaff ein ge⸗ treues herz in mir; Und ſtaͤrke mich in freud und lei⸗ den, So halt ich mich, mein gott, zu dir, Bis nach voll⸗ deinen erbtheil mich erfreut. ganzer ernſt, bahn zu wallen. leite, ſtaͤrk Den ſchwachen, mel. O gott, du frommer ze. err, hoͤre mein ge 313. H bit, Und laß es 2.75. 8 b Es iſt mein Auf deiner Ergreife, dir gefallen! der dir fleht; Verwirf die bitte nicht, Die mir von her⸗ zen geht. 2. Du willſt, daß ich mich treu In jeder tugend uͤbe. Der glaube, den du wirkſt, Soll fruchtbar durch die liebe, In wahrer heiligkeit, In guten werken ſeyn; Drum will ich dir, mein gott, Mein ganzes leben weihn. 3. Dis will ich; und doch macht Die ſchwaͤche meiner ſeele, Und der verſuchung reiz, Daß ich ſo oft noch fehle. Ich ſeh der tugend gluͤck; Ich wuͤnſche, gut zu ſeyn; Und doch gibts immer noch So vieles zu bereun. 4. Das ſiehſt du, herr, mein gott, O ſieh es mit erbar⸗ men, Und reiche vaͤterlich Doch deine hand mir armen! Gib meinem geiſte licht, Gib meinem vorſatz kraft: So kaͤmpf ich gluͤcklicher Mit welt und leidenſchaft. 5. Eroͤffne den verſtand, Stets heller einzuſehen, Daß ſfuͤnd uns elend macht, Daß wahres wohlergehen Und innrer friede nur Aus rei⸗ nem herzen fließt; Daß du mit deiner huld Der freu⸗ den quelle biſt. 6. Laß in verſuchung mich N 3 Nicht 230 Iwote Abtheflung. Nicht zaghaft unterliegen; Ermuntre mich zum muth Und hilf dem ſchwachen ſie⸗ en. Mein auge laß al⸗ lein Auf deine weisheit ſchaun. Mein herz dir 00 ſam ſeyn, Und dann dir froh vertraun. 7. Ich bin ein pilger hier, Umringt von vielen ſuͤndern; Ihr beyſpiel koͤnnte leicht Der tugend eifer hindern. Wenn der verfuͤhrung gift, Des leich tſinus frecher ſpott, Dem geiſt gefaͤhrlich wird, Dann ſteh mir bey, mein gott! 8 8. Bewahre mein gemuͤth, Daß mich, bis an mein en⸗ de, Die falſche froͤhüchkeit Der ſuͤnder nie verblende. Ihr thoͤrigt lachen wird Bald lange reu und pein; Laß dieſen wechſel mir Doch ja vor augen ſeyn. 9. So werd ich, herr, mein gott, Dir nicht umſonſt ver⸗ trauen; Einſt, wenn ich treu dir bin, Der freuden fuͤlle ſchauen: Und, wenn du ewig lohnſt Fuͤr jede gute that, Frohlocken, daß mein herz Sich dir geheiligt hat. mel. Herr ehriſt, der einig de. a Ferr jeſu, gua⸗ 3 14. H deuſonne 1 Des wahren lebens licht! Laß le: ben, licht und wonne, Die allen kummer bricht, Mein meinen geiſt erneuen. Dis gluͤck verſag mir nicht. 2. Vergib mir meine ſuͤn⸗ den, Und laß mich, herr, durch dich Der gnade troſt empfinden. Verleihe gnaͤ⸗ diglich, Daß an des frie⸗ dens gabe, Mein herz ſtets antheil habe. hoͤre mich! 3. Tilg ganz aus meiner ſeele Des alten menſchen ſinn, Daß ich, was du willſt, waͤhle, Voll eifer mich fort⸗ hin Treu deinem dienſt er⸗ ebe, Und dir zu ehren lebe; Weil ich erloͤſet bin. 4. Befoͤrdre dein erkennt⸗ niß In mir, mein ſeelen⸗ hort, Und oͤffne mein ver⸗ ſtaͤndniß Durch dein heilſa⸗ mes wort, Damit ich an dich glaube, Nichts boͤſes mir erlaube, Sey ſelig hier und dort. 1 1 5. Ach, zuͤnde deine liebe In meiner ſeele an, Daß ich aus innerm triebe Dich ewig lieben kan, Und, dir zum wohlgefallen, Beſtaͤndig moͤ⸗ ge wallen Auf rechter tu⸗ gendbahn. 6. Du gibſt den ſchwachen ſtaͤrke. Verleih auch mir die kraft Zu jedem guten werke, Die dein geiſt in uns ſchafft. Mein eigenes be⸗ ſtreben, In dieſem armen leben Iſt viel zu mangelhaft. 7. Ich hoff auf deine gna⸗ ganzes herz erfreuen, Und 1 2—— 8——— de; Mich troͤſtet deine tren. 4 Auf . ———— 3—„—— 2 —..——————— N e Fͤlfz ſchue f 1 ft, e 15 ich zich ſache 90 l fun hüt auge. Mah, Mitſtelde 99 4 3 teu, Mf dh dle anſts guck baue 2. Gib, daß in we Ulczkät ch uch de 3 r fiche; Gag alle eit In dünem bez Und wut i Te mich Bad wich ſtehen, lufee wahret leu, Oi pfah 1 gehen, 5 3. Laß glauben hoffgung ſch J herzen mehren, wohl, und ſo fe wahrer chu daß — Nim dich auch J lelbes an, Sy l noch walle; O Von kummer fuß ſets wohlgeal 4. Gib, dug pott dee l K gen f u hort 3. E ganz ag ele 0 1 ſun, TDlich waz u wühl bol fern hin Dl denen d, gebe Wei Dise l. 4 ie bein ach if Anlr, neut mes, Dam dich be, Nah mir Ibe, Seh fag und 3. zünde deu aus Im triebe Sa liebe A, Uu, g wohl len, Bett, e. Auf teh) gend / be bet tür Verleih auh de r Zu fehen vet te den gehe 10 cc Min ah reh In dien lebe Se Sof auf bebe 6 0 J 5 niet hin 1 1 —— — 2———— dir zuck ö 1b öffne Ny funf Durch den geh u 1 r ſeele au,/ 16 — 1 6 1 1 4 —————.—— 2 8 5 2 — — 2 III. vom thaͤtigen Chriſtenthum uberhaupt. 231 Auf deinem guten pfade Mach immer mehr mich neu! Und daß ich deinen willen Aufrichtig moͤg er⸗ fuͤllen, So ſteh mir kraͤftig bey! Nerf ½55. mel. Was mein gott will ze. oder: Das feſulein ſoll doch ꝛc. milf mir, mein gott, 3 15 H hilf, daß nach dir Von herzen mich verlange; Daß ich dich ſuche mit be⸗ gier, Und ſtaudhaft dir an⸗ hange. Verleih, daß ich Mit freuden dich In deiner huͤlfe ſchaue, Im herzen rein, Auf dich allein Mein ganzes glücke baue. c 2. Gib, daß in wahrer hei⸗ ligkeit Ich nach dem guten ſtrebe; Gottſelig, zuͤchtig allezeit In deinem reiche le⸗ be; Und wanke ich, So ſtaͤr⸗ ke mich Bald wieder, veſt zu ſtehen, Und ſtets dabey, Mit wahrer treu, Der tugend pfad zu gehen. 3. Laß glauben, lieb und hoffnung ſich In meinem herzen mehren, So iſt mir wohl, und ſo kan ich Als wahrer chriſt dich ehren. Mim dich auch dann Des leibes an, So lanz ich hier noch walle; Damit dabey, Von kummer frey, Ich dir ſtets wohlgefalle. 3. Gib, daß ich treu und fleißig ſey In dem, was mir gebuͤhret, Daß ich auch ehrgeiz werd verfuͤhret; Ja, ch daß ich nicht Je meine pflicht Durch eigennutz entehre, Und nie durch neid, Haß, falſch⸗ heit, ſtreit, Des naͤchſten ru⸗ he ſtoͤre. 3. Steh du mir bey, daß mein gemuͤth Kein wilder grimm regiere, Daß ich viel⸗ mehr durch ſanfte gut Auch ſelbſt den haſſer ruͤhre. Ver⸗ geß ich mich, Daß hoffart ſich Will in der ſeele regen, So hilf du mir, Gebeugt vor dir, Der demuth ſchmuck anlegen. 6. Lehr mich auch, herr, enthaltſamkeit, Und gib ein tein gemuͤthe, Daß ich in dieſer äͤbungs zeit Vor boͤ⸗ ſer luſt mich huͤte: Der luͤ⸗ gen feind, Der wahrheit freund, Laß mich aufrichtig wandeln; Und jederzeit Nach billigkeit Mit meinem naͤch⸗ ſten handeln. 7. Gib, daß ich ſtets den müſſiggang Mit wahrem naͤchſten lebenslang Zu die⸗ nen mich bemühe: Laß mei⸗ nen fleiß, Zu deinem preis, O gott, mir wohl gelingen, Und ſegne du Das, was ich thu, So wirds auch nutzen bringen. N 8. Hilf, daß ich folge treuem rath Von falſcher meynung trete; Den armen helfe mit der that, Fuͤr freund und nicht durch heucheley Und feind ſtets baͤte; Dien jeder⸗ N 4 mann, abſcheu fliehe; Daß ich dem r 1 1 —.— ———* 1 — 8 8 5 8 N 5 3. 9 8 2— 1 A——— 12 „55 5* 4 ——— das glück dagegen halt, 432 Iwote Abtheilung. mann, So viel ich kan, Und alles unrecht meide, An al⸗ lem ort, Nach deinem wort, Bis ich von hinnen ſcheide. Mel. Wenn mein ſtündlein ꝛc. 110 Ich bin ein chriſt; 99 316.J gott iſt mein freund! In dieſer hohen wurde Steh ich und fuͤrchte keinen feind, Trag muthig meine buͤrde. Dis gluͤck er⸗ fuͤll mit muth und kraft Mein herz in dieſer pilger⸗ ſchaft, Darin ich hier noch 2. Mein glaube ſteht und wanket nicht; Stark, veſt iſt er gegründet Er ſtuͤtzet ſich voll zuverſicht Auf je⸗ ſum chriſt, und findet Bey ihm kraft, rath, troſt, ruh und heil, Und nimt an allem ſegen theil, Den chriſtus hat erworben.: c 3. Mich ſoll hinfort nicht eitelkeit, Nicht bitterkeit der leiden, Auch nicht ein ſchlaf der ſicherheit Von gottes iebe ſcheiden. Was gott an meiner ſeele thut, Macht mir zum kampfe ſtarken muth, Darinnen nicht zu weichen. 4. Was ſind die leiden die⸗ ſer zeit Doch gegen jene kro⸗ nen, Womit gott in der herr⸗ lichkeit Die frommen will belohnen? Was iſt die eitle luſt der welt, Wenn man * 85 gott uns dort will ſchen⸗ ken 5 5. Mich ſoll auch nicht des todes macht Von gottes lie⸗ be ſcheiden. Er fuͤhrt mich durch des grabes nacht Zu jenem licht der freuden, Darinnen ich, nach allem leid, Ihn ſeh in ſeiner herr⸗ lichkeit Und ewig mit ihm lebe. Mel. Ich hab in gottes herz ꝛc. Dlag nicht, mein 31 7. K herz, wie ſchwer es ſey, Hier als ein chriſt zu wandeln, Und taͤglich, gottes willen treu, Zu den⸗ ken, und zu handeln. Wahr iſts, die tugend koſtet muͤh, Und ſie beſiegt die luͤſte. Doch, richte ſelbſt, was waͤ⸗ pfen muͤßte? 2. Die, die ſich ihrer laſter freun, Trift die kein ſchmerz hienieden? Ste ſind die ſkla⸗ ven eigner pein, Und haben keinen frieden. Der from⸗ me, der die luͤſte daͤmpft, Hat oft auch ſeine leiden; Allein der ſchmerz, womit er kaͤmpft, Verwandelt ſich in freuden. 3. Des laſters bahn iſt an⸗ fangs zwar Ein breiter weg durch auen! Allein ſein fori⸗ gang wird gefahr, Sein en⸗ de nacht und grauen. Der tugendpfad iſt anfangs ſteil, Laͤſſt nichts als muͤhe blik⸗ — ten; oder: Das jeſulein ſoll doch ꝛce. re ſie, Wenn ſie nicht kaͤn⸗ t beradunt, u alt berg N Ie Deu frre ni n Den wenſcen zn wich bu dende denen? 5 3. Galt il, 0 ——..... ——ů—— tte an er uus eiche diedas hezerften des lebent ſhake. zu ung durch bel Er ſptict buch ſen, as uin ge nee hand, Fehn len wüͤſſen,* 6, Ihm folger! weſshelt nur, U iſts, dis wählen! folgt trieben ber“ menſch ben lich Wit it des geh thun Vas 0 erden! Die u ihr luhn, ir ug ewig ahnlich ue 7. Lern nur g woft des hen gnade finden; getten und gen, 10 1 1 at, wird de 10 gott o wen; Wer ſie g — daz 3 3 1! eee II. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uberhaupt. 233 .„ ken; Doch weiter fort fͤhetſ dem wird auch Das ** A duch er zum heil, Und endlich zum er hat, e eee was 1 fc Er bee entzücken. i 8. Du ſtreiteſt nicht durch 8 l, urch che 99 e er* 2 5 eigne kraft; Drum e nem At w da tt vergdnnt, Nach unſers dir gelingen Gott iß es, 8 10 dan dice willen, Wenn wohl⸗ ch e,, lun ich 0 Wee er beydes ſchafft, Das wol 83 ust, neid und zorn entbrennt, len und vollb ingen Waun, lch 0 in 9 Die luͤſt 1 a 3 ahi 105 r d A. er 15 e eee 1 10 3 826 Wa Un 5 40 Den frevel dich 25 7 n, der bro begehrte? e„ dich zu kranken, Bat oft! 18 a 6.0 tg, 5 wens ante was nicht fen Wenn er dich aich ge 51 1 eee du Von dieſem gotte erhoͤrte. i 85 1 eee. Get wil, oi 9. Dich ſtärket auf der u. ee ee e n e e ee eee L og— 1 er uns: eſe e 5 St 0 5 ger ge ſter; J 5 zeigte dir, „i gottes 1 Und N 5 geſetze. ie ſind es, und ihn belrat Ja ſelbſt del 1 f N 16 80 8 as herz erfreun Sie ſind i 8 Jann ein fte ken 1 u tien,% rt 125 5 2 ſind herr und meiſter. Laß dich lu 1 0 handelh. J ebens ſchaͤtze. Er ſpricht nur nie des frecher 90 b 2 zu uns durch den verſtand, s ö 5 1 ſpott 12 ind dend fein Er ſpricht du 8 15 Auf dieſem pfade hindern; „ah Doch ie ſſegt le 5 rch das gewiſ. Der wahre ruhm ist ru m 15 1 122 ſelbſt, va 550 5 5 geſchoͤpfe ſei⸗ bey gott, Und nicht bey p sie un ſie hic„Fliehn oder waͤh⸗ ſchenkind h pfen iat len muͤſſen. ö ndern. 7 13 6 Ihm fol en d 10. Sey ſtark, o ſeele, al⸗ 2. U e ſich url 8 gen, das iſt lezeit, Denk oft an deine bah fun t bie ht 1 0 eee re; Vergleiche mit der 8 n hene. Steſih h 2, dis wäblen; Ein khier kelt Den ka pf 7 Ui 0 iat tt f a ampf ſo kurzer ſah⸗ e e a keinen de en. De, Was iſt. 3 glaube haͤlt, Wird neuen eee ben es fen beuf af ber duft„„ de hat 61 ch sehne ln erden? Die 3 7650 auf der zukünftgen welt, Die 1 de ne, iber lohn, ihr e . ufer 4 Verwauſſt! ewig ähnlich werden ott. 11. Denk endlich zur beru⸗ in fig ö 7. Lern nur geſchmack bigung, Daß gott den ſchwa⸗ l 3. T ers bahn wort des herrn Und 5 chen duldet, Der bey dem ange— Ein beg, gnade finden; Und i ſeiner ernst ber hetligung Doch N93 A.; Und uͤbe dich, manches noch verſchuld durch!! 3. Allein fen getreu und gern, Dein h i chuldet. v lung fc, Stn zu überwinden W kräfte Gott liebet herzensredlich⸗ gang Daran I. hat, wird durch 3 keit Und ſieht auf dein be⸗ en ungen ch ſtreben; Er iſt ein vater, der leben. 5 t ft de 7 grauen, d. if n Von gott noch mehr bekom⸗ 5 ö f 5 9 3 Mel. 15 I* 1 e— 8 ——— r * 5 r n d. „—T—— d———— b N 8 15 g Mel. Jeſu, deine tiefe wunden. Il„Sommt und laſſt 15318. K 0 A 1 9 1 192 77 ren! Kommt und lernet all⸗ 1* gehoͤren Zu der rechten chri⸗ 1 760 ſtenzahl! Die im glauben Jo veſt beſtehn, Freudig gottes 70. 9 Nadie ſeinen nennen. 220 Zwete Abtheilung. euch jeſum leh⸗ zumal, Welche die ſind, die wege gehn, Und den heiland frey bekennen, Duͤrfen ſich 2. Selig, wer in demuth lebet, Seine ſchwachheit nie vergiſſt, Nie ſich ſelbſt mit ſtolz erhebet, Wenn er groß und gluͤcklich iſt. Gottes huld wird ihn erfreun Und das himmelreich iſt ſein; Gott wird dort zu ehren ſetzen, Die ſich hier geringe ſchaͤtzen. 3. Selig iſt, wer ſeine ſuͤn⸗ de Wehmuthsvoll vor gott bereut, Und, damit er ruhe finde, Sich vor neuen ſuͤn⸗ Den ſcheut. Gott will ihm die ſchuld verzeihn, Kraft zum guten ihm verleihn, Und er ſoll ſchon hier auf erden, 0 auch dort getroͤſtet wer⸗ en. f langen, Recht geſinnt und fromm zu ſeyn; Die veſt an dem guten hangen, Und ſich ganz der tugend weihn; De⸗ ren herz nichts mehr begehrt, Als was gottes ruhm ver⸗ mehrt. Gott wird ihr ver⸗ langen ſtillen Und den from⸗ men wunſch erfuͤllen. 6. Selig, wer der noth des armen Niemals fuͤhllos ſich entzieht, chem erbarmen Wohlzuthun ſich froh bemuͤht, Und wenn er um huͤlfe weint, Ihm mit hülf und troſt erſcheint, Dieſer wird auch hülf em⸗ pfangen, Und barmherzig⸗ keit erlangen. 7. Selig ſind, die ſich be⸗ muͤhen Zuͤchtig, keuſch und rein zu ſeyn; Die der wohl⸗ luſt netze fliehen, Und der heiligkeit ſich weihn. Die der lockung dieſer welt, Und dem, was dem fleiſch gefaͤllt, Treu und ſtandhaft widerſte⸗ hen, Werden gottes antlitz ſehen.. 8. Selig, wer in frieden lebet; Wer die ruh und ei⸗ nigkeit Zu erhalten ſich be⸗ ſtrebet, Und wenn feindſchaft, Die des friedens ſich beflei⸗ heißen. 9. Selig, die ums guten willen Leiden und ſich deſſen freun; Ihm aus zaͤrtlis haß und ſtreit Seiner bruͤ. der gluͤck zerſtört, Sie die pflicht der eintracht lehrt. ßen, Werden gottes kinder 3 0 10 ien df 10 öbahn, de fa de m eben dan ich 5 geh c ld uur di n genchthterſat Jem feden pnſin gehlhte, Jun, „ Flies, Ole 4 9 5 7 A * 5 7. U. * 5 7 n 2 ſchiſt ch wat anhang fende Veler hüf bande⸗ Daß ich gau! ſohſ, Unh, duch ſtec fine, Nach ter welt. ma diy he 4„%% bn ö 10* denen nile 5 1 Deſer fan of eise 10 auch hilf leit erl „ S Dad, die ſch mühen lg, keusch m ten zu; Die ber ph lust nel— hen, h e heilige F weihn, der loch dieser ue dem, w im fleisch ga tu uf, ndhaft pihaſſ hen, n gottes ug ehen. g. St 1 wer in fig bet; die ruh ang N igkeit Wthalten ſch h ſrebet, S8 penn feindeh aß un Sit Seu 0 ber gl; fort, Sen nicht“ Selutracht lä die det ur denz sch he in, An gütie f, n, deiß a b die umz gut ſch uſn 19 f 150 9.80. nen 1b 3 1 6 * 9 1 2 cc. Ut. vom thätigen Chriſtenchum uberhaupt. 238. freun Standhaft ihre pflicht erfuͤllen, Und der tugend muͤh nicht ſcheun. Gott ſteht ich demuͤthig ſey, gerechtigkeit ſtets liebe, Auch 0 arne, 4 9. 2 5. 7 — 1 1 4 85 x1 6. 8 reines herz, und laß mein herz dir ganz 7 ihnen maͤchtig bey, Und will ſie fuͤr ihre tren Einſt mit wonn und ſiegeskronen Auf das herrlichſte belohnen. 10. Herr, du wolleſt ſelbſt mich leiten Auf der wahren iugendbahn, Daß ich die⸗ ſer ſeligkeiten Hier und dort mich freuen kan. Gib, daß Meine ſchuld vor dir bereu, Die an feinden ſanftmuth uͤbe. 11. Daß ich huͤlfreich mich gewoͤhne, Immer hab ein Die in feind⸗ ſchaft ſtehn, verſoͤhne, Dir anhang in freud und ſchmerz. Vater, hilf von deinem thron, Daß ich glaub an deinen ſohn, Und, durch deines gei⸗ ſtes ſtaͤrke, Mich befleiße gu⸗ ter werke. mel. Dir, dir, jehovah, ꝛc. Nr.. aß mich, o herr, 3 19. in allen dingen Auf deinen willen ſehn, und dir mich weihn; Gib ſelbſt das wollen und vollbringen Hund troſt, 1 320. Mein vater und ſeyn, Daß man an ſeinen fruchten merke, Er ſey kein eitler traum und falſcher ſchein. Er ſtaͤrke mich in meiner wanderſchaft, Und gebe mir zum kampf und ſie⸗ ge kraft.— 3. Laß mich, ſo lang ich hier ſoll leben, Auch an dem ben, Der mir zum beßten alles weislich fuͤgt. Gib furcht und demuth, wenn du mich begluͤckſt, Geduld wenn du mir trübſal ſchickſt. 4. Ach, hilf mir baͤten, wa⸗ chen, ringen, So will einſt, wenn ich den lauf voll⸗ bracht, Dir ewig dank und ehre bringen, Dir, der du alles haſt ſo wohl gemacht. Dann werd ich heilig, rein, ganz dir geweiht, Dein lob verkü 2775 Mel. ü frommer mein gott, Der du in dieſem leben, Die rei⸗ ne ehriſtuslehr rer mir gegeben, Regiere n ſeyn. Nim meinen eib und geiſt zum opfer hin; Dein, herr, iſt alles, was 7. ich hab und bin. 2. Gib meinem glauben muth und ſtaärke, Laß ihn durch menſchenliebe khaͤtig 3 9„ Nd 7 . 120„ FF 78 56.79% 80 doch mein herz Durch deinen ige geiſt, Daß ich ſtets folgſam ſey, Dem, was dein wort mich heißt. 2. Verleih, daß ich zuerſt Nach deinem beyfall trachte, Und kein vergaͤnglich guth,. Nehr, als es werth ißß 5 G We „e, N ee boͤſen tage ſeyn vergnuͤgt, Und deinem willen mich erges digen in ewigkeit. 1 8e 790 r 1 Zum füh⸗ 2 1 5 21. 3 — B „ 1 7— 7 1 D 7 2[—— 2.—— 5 2— an dem unaͤchſten uͤbe. muͤthig, dankbar laß Mich 236 Zwote Abtheilung. 8 Wer nach dem ewigen Mit rechtem eifer ringt, Em⸗ Was wahre ruhe bringt. g. Gib, daß ich von der ſuͤnd Mich unbefleckt erhal⸗ te; Und daß in mir der trieb Zum guten nie erkalte. Hilf, daß ich immer wach, Im kampf des glaubens treu, Und in der hoffnung ſtark Und unbeweglich ſey. 3. Gib, daß ich als ein ehriſt Mich chriſte ahnlich zeige, Und folg ſam mein ge⸗ muͤth Zu ſeiner lehre neige. Sein geiſt regiere mich, Und nicht der geiſt der welt; So bleib ich auf dem weg, Der dir, o herr, gefaͤllt. 5. Hilf, daß ich dich, mein gott, Von ganzer ſeele liebe, Und lieb und guͤtigkeit. 0 De⸗ bey des gluͤckes ſchein, Ge⸗ duldig, hoffnungsvoll In truͤben tagen ſeyn. 6. Nie muͤſſe ſich mein herz Des fleiſches luſt ergeben, Und nie dem ſchnoͤden geiz! Mein dir geweihtes leben Sey von betrug und neid, Von unbarmherzigkeit, Von ungerechtem guth Und ſtol⸗ zem ſinn befreyt. 7. Will deine hand mich hier Auf rauhe wege leiten: So unterſtuͤtze mich, Wenn 0 tritte gleiten. Laß ne huͤlfe baun, Und auch, wenn ſie verzeucht, Dir doch getroſt vertraun. 8. Erloͤſe endlich mich Von allen meinen leiden; Und iſt die ſtunde da, Aus dieſer welt zu ſcheiden: O vater, ſo verlaß, Wenn meine huͤt⸗ te bricht, Mich ſterbenden mit troſt Und froher hoff⸗ nung nicht. 32 1. O mer gott, quelle aller gaben, Ohn den nichts iſt, was iſt, Von dem wir alles haben; Geſunden 0 76. In bekannter Melodie. 7 4 5 ich lich nngeech, 5 ich ser 6 6. El ich N. gott, du from. Du 7 Mann leben hoher Und unter unge durch n aer dig dib daß ih aug ftommez herz hew leib gib mir, Und daß in F A mi ic ben ſolchem leib Ein nuverletzte ſeel Und rein gewiſſen bleib. 2. Gib, daß ich thu mit fleiß, Was mir zu thun ge⸗ buͤhret; Wozu mich dein be⸗ fehl In meinem ſtande fuͤh⸗ ret; Gib, daß ichs jedesmal eee eee eee eee eee f Thu, wann und wie ich ſoll, Und ſo gerathe mirs Durch deinen ſegen wohl. 3. Hilf, daß ich rede ſtets, Womit ich kan beſtehen. Laß kein unnuͤtzes wort Aus meinem munde gehen; Und wenn nach meiner pflicht Ich reden ſoll und muß, So gib den worten kraft Und nach⸗ druck ohn verdruß. 8 4. Findt ſich gefaͤhrlichkeit, So laß mich nicht verzagen; Gib einen frohen muth Und er noth Auf dei⸗ N troſt in leidens tagen. Gib, daß 80 — 2 3—— In deln gin laß mich ſaig le Eiſſ froh von h „ ken ang hau, 7. Uünd af den, Die ſeele! Hipauf zu dane Es rube ſauſt“ ſetzger fille gru deinalmachte wee leben tft. 8, Men alle Auf del gebot Sy pied guch n. Dein ruf laben ch Dann fihte we A ub 4 a mer gott, 1 een A 8. Mir all. hen; Gn am h, 2. G feiß, J. mit zu n bühret zu ich t; Thu, u und weihſſh Und ſo u he mird dug hen beinen= wohl. 3 H i ich reheſſh e Bomit) kan bee aß ich thu g u 15 321. gn, bu fu 0 Ade Saban, di da lib gie, Und d alcen Ein nnbech ſeel Un S gepiſen bh lit * Aae fehl Ju nem fia 0ſt;&—aaßichs iu an Laß lei nützt wort 00, meinen e be gehtn; l. c keden st d muß, E ub dg b nuck 9 edu, un 1 Fi i gefähtlgth 1 80 el L * 5 55 pf aft ub 1 ohen muh Nen 80 4 icht ben, u ttz. 0 4 Azlag 0 — daß ich meine feind Durch ſie mir noͤthig ſind. F. Laß mich mit jedermann So weit es ehriſtlich iſt. An reichthum, ehr und gluͤck, So gib auch dis dabey, Daß Jich nicht ungerecht, Nicht Iſtotz, nicht ſicher ſeyr. 6. Soll ich in dieſer welt Und unter mancher laſt Hin⸗ gib, daß ich auch ſtets Ein dein allmachts wort Jus neue So wird auch meinen ſtaub laß mich ſelig dort Mit al⸗ —— .. FEE ——— E II. vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. — 5 ſauftmuth uͤberwind; Und ſeude huͤlf und rath, Wenn In fried und eintracht leben, Willſt du mir etwas geben Mein leben hoͤher bringen, durch ins alter dringen; Go rommes herz bewahr, Da⸗ A mit ich tragen mag Mit eh⸗ „ren graues haar. 7. Laß mich auf chriſti tod Einſt froh von hinnen ſchei⸗ 70 Te. den, Die ſeele nim zu dir Hinauf zu deinen freuden; Es ruhe ſauft der leib In ſeiner ſtillen gruft, Bis ihn leben ruft. 8. Wenn alle tobten dann Auf dein gebot erwachen, Dein ruf lebendig machen: Dann fuͤhre mich verklaͤrt In deinen himmel ein, Und len frommen ſeyn. mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. „Maas hilft es mir, 32. 1 zu uch lebe, Und heilig fromm, gerecht und rein Zu wan⸗ deln mich beſtrebe? Wenn ich dem ſeligen beruf, Zu welchem mich mein gott er⸗ ſchuf, Nicht wuͤrdig mich ieſum chriſt, beweiſe, Und den, der mich erloͤſet hat, In worten bloß, nicht durch die that Und gu⸗ te werke, preiſe? 2. Was hilft der glaub an Den ich im munde fuͤhre, Wenn nicht mein herz rechtſchaffen iſt, Und ich die frucht verliere; Wenn mich die eitelkeit der welt Mit ihrer luſt gefan⸗ gen haͤlt, Ich ihre feſſeln liebe, Und, fühlbar fuͤr der fuͤnde reiz, Zorn, hoffart, fleiſches luͤſte, geiz, In werk und thaten uͤbe? 3. Weit ſtrafens wuͤrbger bin ich dann, Ich, der ich chriſtum kenne, Weiß, was er einſt fur mich gethan, Ihn herrn und heiland nenne: Als der, der in der finfterniß Des irrthums tappt, noch ungewiß, Ob er auch richtig wandle. Was nützt mir ſei⸗ nes wortes licht? Was hilft mir aller unterricht, Wenn ich nicht darnach handle? 4. Und woher nehm ich troſt und ruh, Wenn leiden mich umgeben, Und meine ſünden noch ba zu Mir dann vor augen ſchweben? Was hilft mir in der lezten noth, 1 ſeyn„Wenn ich nicht chriſt⸗ Wenn ſich der ſchauer volle 3 iiod l 1 n 7 K A ˙ bbb* 1 8— ̃—* * 2 8 2 2— e„ ä— 6 n— ere—5 5* ä 2 3— 5 33 * err FCTCTCCCCCCbTTT EP——T—T—T—T—TTT—T—T—T—T—T—TT—TTTccccc—— ——Bͤͤ——ẽ E. 5—— rr 8———— — 2——.. e eee e 2 1** . e e 238 Zwote Abtheilung. tod Mir zeigt mit ſeinen ſchrecken, Und mein gewiſſen wachet auf, Von meinem ganzen lebenslauf Die ſchuld mir aufzudecken? z. Weh mir! was hilft es mir einſt dort, Erweckt aus meinem grabe, Daß ich an chriſtum und ſein wort Zum ſchein geglaubet habe, Wenn keine fromme gute that Mein leben hier bezeichnet hat, Den glauben zu beſtaͤr⸗ ken? Denn meine ganze ſe⸗ ligkeit Wirkt glaube und rechtſchaffenheit, Der glaub in guten werken. 6. Gott, dieſer hoffnung werth zu ſeyn, Hilf, daß ich chriſtlich lebe, Und vor dir heilig, fromm und rein Zu wandeln mich beſtrebe; Gib mir erkenntniß, kraft und muth, Damit ich welt und fleiſch und blut Im glauben uͤberwinde, Und dann, nach wohldurchlebter zeit, Den lohn in jener ewigkeit, Um chriſti willen finde. mel. O gott, du frommer gott. 323. Wer kan doch, großer gott, Dich wuͤrdig gnug erheben? Du gabſt der welt Bewegung, kra ganze körperwelt Hat deine hand gemacht, Die jezt noch alles haͤlt. 5 3, Du ſchufſt(ich dank es t und leben. Der geiſter zahllos heer, Die dir!) Auch mich zu deiner ehre, Und wollteſt, guͤtig⸗ ſter, Daß ich dein bildniß wäre. Darum haſt du den geiſt, Der in mir lebt und denkt, Mir zur unſterblich⸗ keit Aus deiner huld ge⸗ ſchenkt. 3. O welch ein großes ziel, Dazu du, gott, mich ſchufeſt! Wie herrlich iſt das theil, Dazu du mich berufeſt! Dir, hoͤchſter, aͤhnlich ſeyn, Voll⸗ kommen ſeyn, wie du. 0 wohl mir, Hilf du mir ſelbſt dazu. 3. Laß dieſes große ziel Mir ſtets vor augen ſchwe⸗ ben! Des herzens groͤßter wunſch, Mein eifrigſtes be⸗ ſtreben In allem meinen thun, Sey dis, o gott, al⸗ lein, Mit ernſt je mehr und mehr, Wie du, geſinnt zu ſeyn. 5. Du biſt der wahrheit freund; Laß mich auch wahr⸗ heit lieben, Pit unverdroß⸗ nem fleiß, In allen dem mich uͤben, Was mich zur weisheit fuͤhrt; Zur weis⸗ heit, die dich ehrt, Und al⸗ lem beyfall giebt, Was uns dein wille lehrt. 6, Laß deine heiligkeit Mich ſtets zum muſter nehmen. Hilf mir die funde fliehn, Des fleiſches luͤſte zahmen, Nur das, was recht iſt, thun, Des guten mich er⸗ freun, Und dem, ders ai, w wenn ichs bin! 1—— W. bel ce ohr e h, en and der l 8. och bin ic g firnt/ Ohllk, bs nel. Du naß, 5 N N mel vun eme oder! 1 1 tt, 320 0% 1 recht den 1 71 chen geſchlecht! J —— wer dich denten 4 und in her wah 2. Verbreite bei ſchal, ie beine a all, Daß alle leg du ſchſ, Oer alen beßte get. 3. dich fun du geſudt, Wen mehr der nabe du fits unertate kr der volker gel 4. kcht un kbioth herſtehn, 65 ne wege gehn. 4 8 wortes licht und 1 80 un und * Hong wah — mich zu ele Lich dein gi * 0 2 h a ee T in mir l tult,. zur wirt *„Ideiner bu dein gruß ein gust e — Mir Sa augen shy; ben!& hegen dich ſeyn. 3. i ſt der wih ſttun! j mich auchn heit Mit undo nem e Jn alan nich= Wiz nh reish! hrt; 3 10 em bi e ziebt, Wu . will, Auch gern behuͤlflich beit, Sch ehn, u, IV. Von der Erkenntniß Gottes. 239 ſeyn.. 7. Gib, daß ich ſo, wie du, Ein freund der menſchen werde, Dem wohlthun freu⸗ de macht, Der kummer und beſchwerde Dem naͤchſten gern erſpart, Sein leben ihm verſuͤßt, Und, wo er helfen kan, Zum helfen willig iſt. 8. Noch bin ich weit ent⸗ fernt, O gott, von dieſem ziele. Du weißt, was mir noch fehlt, Und ich, ich ſel⸗ ber fühle, Wie wenig ich dir noch Im guten aͤhnlich bin. O bilde du mich ganz Nach dir und deinem ſinn. 9. Begluͤckt iſt nur als⸗ dann Mein lebenslauf auf erden, Wenn ich dir immer mehr Schon hier kan aͤhn⸗ lich werden. Dann werd ich ewig auch Mit dir vereinigt ſeyn, Und mich ohn unterg aß, Gott, deiner guͤte freun, eee! eee ee IV. Von der Erkenntniß Gottes. mel. Vom himmel hoch da ze. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. 55% Rott, heilig ſey 324. G dein 05 und recht Dem ganzen menſchli⸗ chen geſchlecht! Dich baͤte, wer dich denken kan, Im geiſt und in der wahrheit an! 2. Verbreite deines wortes ſchall, Wie deine werke, uͤber⸗ all, Daß alle lernen, wer du ſeyſt, Der allerhoͤchſt und beßte geiſt. 3. Durch jeſum chriſt, den du geſandt, Werd immer jeden wahn; Erleucht uns allen unſre bahn. Das la⸗ ſter tilg aus unſrer bruſt, Und toͤdt in uns die boͤſe luſt. 6. So preiſet deine ehriſten⸗ heit, Herr, deinen namen in der zeit; Sie iſt und bleibt dein eigenthum Und ihre thaten ſind dein ruhm. 7. Du ſaͤttigſt ſie mit ſe⸗ ligkeit, Von nun an bis in ewigkeit, Und ewig iſt ihr frommer dank, Herr, deinen gnade lobgeſang. 1535 mel. Wer nur den lieben e. mehr der welt bekannt, Daß du ſtets unſer vater biſt, Und er der voͤlker heiland iſt. 3. Lehr uns doch deinen rath verſtehn, Gehorſam dei⸗ ne wege gehn. Durch deines wortes licht und kraft, Mach glaubig uns und tugendhaft. 4 dein gott, du woh⸗ 32 5. M neſt zwar im chte, Dahin kein ſterblich auge dringt, Doch gibſt du uns zum unterrichte Dein wort, das uns erkenntniß bringt, Was du, o aller⸗ hoͤchſter, biſt; Was mit uns 4. Durch wahrheit daͤmpfe deine abſicht iſt. 8 1 75 20 Es N * 50. e. 7 0 8 4 ner wahrheit hellen ſchein macht klug und tugendhaft, Damit kein falſcher wahn Was mir ein du zum heil uns haſt gege⸗ ben, Erkennen, lieben und ſer bahn Mich auch zu die⸗ B. Vor allem gib, daß ſtets lebendig, Bey mir, gott, dein erkenntniß ſey, Und daß ich dir darnach beſtaͤndig mit allem fleiß, Was ich von deinem willen weiß. 6. Was hilft das richtigſte erkenntniß, Wenns nicht zu deiner liebe treibt? noch boͤſe bleibt? Drum hilf, daß ich der wahrheit treu, 1 5 5 . 0 * 240 QJpwote Abtheilung. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, Als auf ein licht im dunklen ort; Und wenn ich ernſtlich es be⸗ trachte, So hilf ſelbſt mei⸗ nem forſchen fort. Fuͤr dei⸗ Laß aug und herz ſtets offen ſeyn. 3. Hilf, daß ich deinem worte glaube, Das mich mir raube, 1 ewges heil verſchafft. Kein ſpoͤitergeiſt verfuͤhre mich; Kein zweifel ſey mir hin⸗ derlich. N 4. Das iſt der weg zum ewgen leben, Daß wir, o vater, dich und den, Den erboͤhn. O fuͤhre du auf die⸗ ſem gluͤcke an. Lieb, ehrfurcht und gehor⸗ ſam weih. Gib, daß ich thu, Mas nuͤtzt ein aufgeklaͤrt verſtaͤnd⸗ Wenn doch das herz Und daß mein glaube thaͤ⸗ tig ſey. 7. Laß dein erkenntniß mir im leiden Die quelle wah⸗ res troſtes ſeyn; Um mich, wenn leib und ſeele ſcheiden, Des beßren lebens zu er⸗ freun. Da irr und wank ich weiter nicht, Und ſehe dich im hellern licht. 5 mel. Lobt gott, ihr ehriſten de. oder: Nun die ſellg 1 115 7 8 e ſelig bin ich, 326. W᷑̃ wenn mein geiſt Hinauf zu gott ſich ſchwingt, Und wenn er ſeinen ſchöpfer preiſt, Der engel werk voll⸗ bringt 8 2. Wer gleicht ihm, wer iſt ſo geſchmuͤckt, Mit herr⸗ lichkeit und licht? Wie herr⸗ lich iſt er; wen entzuͤckt Sein werk, die ſchoͤpfung, nicht? ,: 3. Ein voller ſtrom von freude quillt Aus ſeiner guͤt und kraft; Denn er iſt ſelig, und erfullt Mit freuden, was er ſchafft.:,: 4. Er ſchuf die welt, das werk der zeit, Um nicht fuͤr ſich allein In grenzenloſer ewigkeit Der ſelige zu ſeyn.:,: 5 Er ſpricht ein wort, und ſchnell umringt Den ſeligen ein heer, Das ſelig iſt und ihm lobſingt, Das niemand zählt, als er.:,: ö 6 So will es der, der mich erſchuf; Auch ich ſoll ſelig ſeyn. Heil, ſeele, dir! 10175 ein ech che; 15 32 il lacht 5 15 el heler f Mel. Ver fur den le fad i Wet iber ales sci lebt! Gott, den zum fende wähle dee alian mir ſteube Mann konnt die ze gott mein freunde liger mit mix beren 2. Wee wilt ich gott gichtptelſn, L ihn ſaͤhe, wie er it deine welke, hear, ſen, Wie untubſ groß du bit. Wie! ſſe! doch zeigt i Mie heine ſenich ganz.. . Jh ſche dich! im ſcegch lupe schwache an; meine fel fͤgeh, nein schön, ahn, W. an dener freun! Wie kthettlicht en! J. Duͤrft ich 1 10 9025 Mit, eln Ich er 0 1160 iu gti 14 d e ſelg 0 ,da f 0 weng und 6% Des 3 ſele seh 1 7055 0 un A irr un ö l n, 11 . ed fee im b licht, mel gott, irc 4 U 320 ze ia h un 1 und!= er sehn 100 preiſt E rengel nah bring 2.% gleicht ihn, i 1 155 Mi cle un licht! uc; wn at Seu,, di fin nicht 3. wolle fun freuh llt Aus fang und Dennerſfiſ und Mit frruben 0 ier ſch. 12 4. 0 uf die wih 1 0 0 1 N 1 nh, am it ni Y eri 500 ich( Ju gene ewig Ser ſelige uh. ſchne indt ein 4= Dat ſelg fn uw F et, Dit io= tr. 1 All öde, dr 1 9 a1 fl, l, oder j danket al 0 E wenn ne ding— guttſchſe werk r Seit, Um nit icht en un den fa tag n a im antlitz deines ſohnes, uch ich l eiſch b e, IV. Von der Erkenntniß Gottes. 241 dein beruf Iſt, gottes dich zu freun.:,: 7. Noch ſiehſt du als im wiederſchein Den unaus⸗ ſprechlichen; Einſt wirſt du groͤßern lichts dich freun, Und ihn viel heller ſehn.:,: Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mo find ich gott, 327. W̃ 5 meine ſeele Weit uͤber alles ſchaͤtzt und liebt? Gott, den ich mir zum freunde wahle, Und der allein mir freude giebt? Wann kommt die zeit, da gott, mein freund, Sich voͤl⸗ liger mit mix vereint. 2. Wie wollt ich meinen gott nicht preiſen, Wenn ich ihn ſaͤhe, wie er iſt! Zwar deine werke, herr, bewei⸗ ſen, Wie unausſprechlich groß du biſt. Wie glaͤnzen ſie! doch zeigt ihr glanz Mir deine herrlichkeit nicht ganz. 3. Ich ſehe dich hier nur im ſpiegel, Und baͤte dich in ſchwachheit an; Ach haͤtte meine ſeele fluͤgel, Sich dir, mein ſchoͤpfer, mehr zu nahn, Wie wuͤrde ſie ſich deiner freun! Wie ſelig, wie verherrlicht ſeyn! 4. Duͤrft ich am fuße dei; nes thrones Mit deinen en⸗ geln dich erhoͤhn; Koͤnnt ich Wie deine ſeligen dich ſehn: ben kan, Welch hohes lob⸗ lied ſtimmt ich an! 5. Mir macht zwar jedes deiner werke Mehr, als ich ruͤhmen kan, bekannt; Es zeigt mir deiner allmacht ſtaͤrke, Und deinen weiſeſten verſtand, Und gnade, die das groͤßte lob, Zu ſchwach, nie wuͤrdig gnug erhob. 6. Noch heller ſcheint von allen ſeiten, In deinem wor⸗ te, gott, dein licht; Doch blendwerk ſchnoͤder eitelkei⸗ ten Verdunkelt da oft mein geſicht. Drum gib mir dei⸗ gen guten geiſt, Der mich dadurch recht unterweiſt. 7. Zwar, wenn in meinen finſterniſſen Er auch mein bloͤdes aug erhellt: Was lern ich, gott, von dir? mein wiſſen Bleibt immer ſtuͤckwerk in der welt. Ich ſuche dich und forſche nach, Und bleibe, dich zu ſehn, zu ſchwach. f 405 8. Doch hoͤrt ich nur auf deine ſtimme In deinem worte, hoͤrt ich nur, Wie du verdieneſt, auf die ſtim⸗ me Der dir lobſingenden natur: So lernt ich hier ſchon, gott, allein 7 Mich. deiner herrlichkeit erfreun. 9. Wie feurig wurd ich dann dich lieben! Mit wel⸗ chem eifer wuͤrd ich mich Dir, vater, zu gefallen uͤ⸗ ben! Wie ſelig wuͤrd ich blos Ich, der ich jezt ſchwach lo. b durch dich! Nun aber taͤuſcht 242 c e Jwote Abtheilung. oft meinen geiſt, Gleich kin⸗ dern, tand, wenn er nur gleißt. 10. Welch elend! vater, ich empfinde Mein elend; zeuch mich mehr zu dir! Entkraͤf⸗ te ganz die macht der ſuͤn⸗ de; Dein geiſt der weisheit wohn in mir, Damit ich vor der taͤuſcherey Der ſuͤn⸗ de ſtets geſichert ſey. 11. Gib, daß dein geiſt durch deine wahrheit Mein leben leite, bis ich dort Dich naͤher ſeh, und mit mehr klarheit Als hier an dieſem pruͤfungsort. Ich, der ich hier nur ſtammeln kan, Er⸗ hebe wuͤrbiger dich dann. V. Von der Furcht Gottes. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. oder: Du weiſer doch ter 4. 252 ich, hoͤchſter, ehr⸗ 328. D erbietig ſcheuen, Iſt unſer gluͤck und unſre pflicht. Kein menſch kan deiner huld ſich freuen, Scheut er dein heilig auge nicht. Drum floͤße, um mich dein zu freun, Mir wahre kindesehrfurcht ein. 2. Sie leite mich auf mei⸗ nen wegen; Sie ſey mir weisheit und verſtand, Und treibe mich, das abzulegen, Was ich als unrecht hab er⸗ kannt. Denn wer noch luſt zur ſuͤnde hat, Ehrt wahr⸗ lich dich nicht in der that. 3. Gib, daß ich ſtets zu herzen nehme, Daß du all⸗ gegenwaͤrtig biſt, Und das vor dir zu thun mich ſchaͤ⸗ me, Was dir, mein gott, zuwider iſt. Der beyfall einer ganzen welt Hilft dem ja nichts, der dir misfaͤllt. 4᷑. Nie laß mich dein ge⸗ 5 richt vergeſſen, Mich nie mit ſuͤndern ſuͤndlich freun; Nie muthlos, doch auch nie vermeſſen Und ſtolz in dei⸗ nem dienſte ſeyn; Nie fuͤhre ö mich zur ſicherheit Der reich⸗ thum deiter guͤtigkeit. 5. Laß mich mit weiſer vor⸗ ſicht fliehen, Was mich zu ſuͤnden reizen kan, Mich um ein reines herz bemuͤhen Und nim dich meiner huͤlf⸗ reich an; So komm ich in der gnadenzeit Durch dich zur wahren ſeligkeit. 6. Erhalt in mir ein gut ge⸗ wiſſen, Das weder ſpott noch truͤbſal ſcheu, Und ma⸗ che von den hinderniſſen Der wahren tugend ſelbſt mich frey. Nie ſtoͤre furcht und luſt der welt Mich, das zu thun, was dir gefallt. 7. Mit ehrfurcht laß mich vor dir wandeln, Und ſtets, ich ſey auch wo ich ſey, Nach deiner vorſchrift redlich han⸗ 6 i delu, — een all c, Eulen, 1 Ver dich be gab, Da werd ich be 15 ul, U Gl dich fig n. Mel ait gers n if doch iu 220 Che Gott] del fut hohen! Sy werd wit meinem mund, deineehte ſhtnel, durch fucn ſe Nicht aus gewohnte ſinn ſchuhen, N namen läſem, 2. Gioß, male du, herr. In hig auf erden Soll he ben pamens ehr gebattt wehen. ness damen heſigke läſtrung, duch un entwſht, Den tre rafen, ut Und pith bon war Wed eich l, 50 n f gur 0 1. 61 aß der ſin⸗ bah dani hier 7 4 eme i„ be J 12 itzerdic bm — anzug w te 1 Nux — 1 * ud n uni 1 ſfium, eig unge Ig, un u, Nr cchten ni 1 uc Aheſea, N nit in ſündlig fz lie 1 los, Wach ven f uad fol nen fe ſehn f nig er ſicherheden thus r gütig . nich ta ſich Jen, Wal ni ſün wneizen ln, um 4 hetz ha u i dich meine reil; Si kann der= enztit Durhl zut. eren feige 5% Atin men 18 tugend ah! fre 0 rent fa AM wiſ. Dos uc gol hal ſche,% cher cen hindernſſa lie fte fut 0„(welt Nh, as dit 10 1 echt 10 wandt U, 0 5 uch wich 10 ö weder tod noch grab; mit meinem mund, V. Von der Furcht Gottes. 243 deln, Entfernt von aller heu⸗ cheley. Wer dich von herzen liebt und ehrt, Nur der iſt dir, o vater, werth. 8. In deiner gnade laß mich ſterben, So ſchreckt 1 1 0 werd ich jenes leben erben, Dazu dein ſohn ſich fuͤr mich gah. Da werd ich dein mich ewig freun, Und voͤllig hunt dich ſelig ſeyn. Mel. Es iſt gewißlich an der zeit. ä aß doch in meines 329. L* ens grund, Gott! deine furcht ſtets wohnen! So werd ich auch Herr! deine ehre ſchonen, Und nicht durch fluchen ſie entehrn, Nicht aus gewohntem leicht ſinn ſchwoͤrn, Nie deinen namen laͤſtern. 2. Groß, majeſtätiſch biſt du, herr. Im himmel und auf erden Soll deines gro⸗ ßen namens ehr Tief an⸗ gebaͤtet weiden. Wer dei; nes namens heiligkeit Durch laͤſtrung, fluch und ſchwur entweiht, Den treffen deine ſtrafen. 3. O wehe dem verwegnen mund, Der gerne flucht und ſchwoͤret! Der macht den groͤßten leichtſinn kund, Der ſo dich, herr, entehret. Wer oft ſo ſchwoͤret, ſuͤndigt oft, Und wird von dir wol un⸗ verhofft Zur. en raffet. 4. Herr! laß voll ehrer⸗ bietigkeit Uns deiner ſtets gedenken. Wer dich, den hoͤchſten, kindlich ſcheut, Wird ſeine zunge lenken, Daß ſie ſich nicht zum fluch und ſchwur, Zu deiner ehr, zum guten nur, Nach dei⸗ nem willen rege. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. lllſt du der weis⸗ 330. W heit quelle ken⸗ nen? Es iſt die furcht vor gott, dem herrn. Nur der iſt weiſ und klug zu nennen, Der alle ſeine pflichten gern, Weil gott ſie ihm gebeut, vollbringt, Wenn gleich da⸗ zu kein menſch ihn zwingt. 2. Lern gottes größe recht empfinden, Und fuͤhle dei⸗ ne nichtigkeit: So wirſt du nie dich unterwinden, Mit thoͤrichter verwegenheit Zu tadeln, was ſein rath beſchließt, Der wunderbar, doch heilig iſt. g. Wirſt du den böoͤchſten kindlich ſcheuen, So wird di keine pflicht zur laſt: Nur das wirſt du vor ihm bereuen, Daß du ſie oft ver⸗ ſaͤumet haſt. Wer gott als zeugen vor ſich hat, Der freut ſich jeder guten that. 4. Wenn nacht und dunkel⸗ heit dich decken, Die dem verbrecher muth verleihn, Wird dich die furcht des herrn erwecken, Auch dann, 2 2 f was 5 1* 22 TTTTTT7TTVTTT—TT—VT———..........——* 7—— — 0— 2 3 2— 1*. 5 2 8 8 W Se 4 8 —————— 5 5 1 61. 9 2 5—* r..———— 5 N. e 272SSTTCCCTTT—T—T—T—T—K—...——— 8— 3 JC ˙ ¹ww 8 8 1——.—————. N 8 A .—— 3 5 A. 2———ͤ————— 25— ̃7˖W˖—. 5 8— 55 8—— 1 4——— 8 3—— 1 7 g: ˙——t'.. 5 ä— 1 2 .„ 15 ö 1 1 7 7 19 0 .* 1 14 14 4 Des 1 5 5 5 1 N 1 . . N 1 N 1 1 1 — 1 . 1 f 5 1 3 4 N 7 4 1 1 4 N 1 ü 4 N 1 0 5 N i f ö 1 1 N 5 1 4 1 1 5 . 1 „ 1 * 1 11 g 1 N 4 5 N 1 N 1 * Zwote Abtheilung. 244 was unrecht iſt, zu ſcheun. Denk nur: vor ſeinem an⸗ geſicht Iſt finſterniß wie mittagslicht. 5. Den hoͤchſten oͤffentlich verehren, Sowol als in der einſamkeit; Auf des gewiſ⸗ ſens ſtimme hoͤren, Und willig thun, was ſie gebeut: Auch das lehrt dich die furcht des herrn; Auch das thut, wer ihn fuͤrchtet, gern. 6. Laͤſſt dich der thor ver⸗ achtung merken, Wenn du dich fromm von ihm ent⸗ fernſt: Die furcht des hoͤch⸗ ſten wird dich ſtaͤrken, Daß du dich ſelbſt recht ſchaͤtzen lernſt. Wer gott, dem hoͤch⸗ lich, ſelbſt beym ſpott der welt.. 7. Sich ſtets vor dem all⸗ maͤchtgen ſcheuen, Gibt heldenmuth und tapferkeit, zes draͤuen, Was gott mis⸗ fallt, zu thun gebeut. Iſt gott mein ſchutz, mein heil und licht: So beb ich vor den menſchen nicht. 8. Laß deine furcht, gott, mich regieren, Auf dich, den hoͤchſten, ſtets zu ſehn; Laß ſie mich zu der weisheit fuͤh⸗ ren: So werd ich niemals irre gehn. Wohl dem, der dich ſtets kindlich ſcheut; Dich fuͤrchten, gott, iſt ſe⸗ ligkeit! 5 ſten, wohlgefaͤllt, Iſt gluͤck⸗ ee VI. Von der Liebe und Treue gegen Gott. Mel. Aus n ꝛc. 3 8 n d ch, mein gott, 331. A z Nnken, It pflicht und troſt fuͤr mich. Wenn ſorg und gram mich kraͤnken, So ſieht mein aug auf dich. Dann mindert ſich mein ſchmerz, 0 0555 die bangen ſorgen, ie nebel vor dem morgen, Und ruh erfuͤllt mein herz. 2. Denk ich an deine liebe, Wie werd ich dann erfreut! Dann fuͤhl ich neue triebe Zur dankbefliſſenheit, Mein herz dir ganz zu weihn, Dich re dir zu leben, Vor ſuͤnden mich zu ſcheun. 3. Du gabſt mir aus er⸗ barmen Den ſohn, der fuͤr mich ſtarb, Und großmuths⸗ voll mir armen Die ſelig⸗ keit erwarb. O welch ein gluͤck iſt mein! Gott, wenn ſich dis erwege, Wie wird mein herz ſo rege, Dir ewig treu zu ſeyn! 4. Mit hoffendem gemuͤthe, Denk ich an deine treu, Und harre deiner guͤte; Sie iſt mir taglich neu. Du unter⸗ ſtuͤtzeſt mich; Auch wenn ich freudig zu erheben, Zur eh⸗ Uichweig vergieße, Wird me die Wenn uns der menſchen ſtol⸗ heert, denkt un Wenn auch auf de Mel engehul ne mel. An dur daß Is, bah 332 mensch Der iu die lihe Und deſen haz fünder Noc gli mitleth it: ß ganzen herzen de 0 5 lti 2. ib, daß ich, ind, gich hehe, D als ein baer, geh; geſiant zu sen Wie du mir dag giebſt. Waz eg fall auch mir, J, demich, mein go, . Vewahre mn, de liebe, Wenn di nich verfl, ir A dich uch . 7 m boch ie ren; e Aton alt eine furcht 6 len, Auf 10 AWietz ju fen Di der wa werb ich in Woll hc —Findläch dh en, ——ẽ —— dcn Tes gegen hit cen t. Neu rl, In, N für ui. barg te d leben, Ust mich dun cheun. 3. ubſt mir a. en ſohn, N un mich, Und gh wennz voll W armen 0 aint keit erb, 4 ein! 6% „em 2 f ich!“! 10 meit.„ ſo regt, N neu n! 41 4.— offenden a0 5 O wh pegt, Ul Den des in dene tra bart ier git wir R= neu. Du vl. von der Liebe und Treue gegen Gott. 243 die arbeit ſuͤße, Seh ich da⸗ bey auf dich. 5. Wie gut iſts, dein zu den⸗ ken! Die welt mag immer⸗ hin Ihr herz aufs boͤſe len⸗ ken, Wie ſchlecht iſt ihr ge⸗ winn! Ich halte mich zu gott; Dis bringt mir wahre freude, Dis ſtaͤrkt mich, wenn ich leide, Und iſt mein troſt im tod. 6. Drum will ich an gott denken, So lang ich denken f kan. Wird man ins grab mich ſenken, So geh ich zwar die bahn, Da mich die welt vergiſſt; Doch du, berr, denkſt noch meiner, Wenn auch auf erden keiner, Mein eingedenk mehr iſt. mel. Wer nur den lieben de. 5 Nu, vater deiner ſey 332. D menſchenkinder, 8 Der du die liebe ſelber biſt, Und deſſen herz auch gegen ſünder Noch guͤtig und voll ligkeit; gib, daß ich verleugnung uͤbe, Wenn ſinnenluſt zu ſeht mich ruͤhrt. Wie, ſollt ich je die kreatur Dir vorziehn, ſchoͤpfer der natut? 4 Laß mich um deiner lie⸗ be willen Gern thun, was mir dein wort gebeut. Kan ichs nicht, wie ich ſoll, erfuͤl⸗ len, So ſieh auf meine wil⸗ Und rechne mir, nach deiner huld, Die chwachheit, vater, nicht zur ſchuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit freuden Das thut, was dir, o gott, misfaͤllt; Drum laß es mich mit ernſt vermeiden, Geſiel es auch der ganzen welt. Die klein⸗ ſte funde ſelbſt zu ſcheun, Laß, vater, mich behutſam eyn. 6. Aus lieb zu dir will ich auch leiden, Was mir dein weiſer rath beſtimmt. Du fuͤhrſt durch truͤbſal auch zu freuden, Und wer ſie wil⸗ mitleid iſt: Laß mich von zu f ſanzem herzen dein, Laß michs mit allen kraͤften ſeyn. 2. Gib, daß ich, als dein kind, dich liebe, Da du mich, als ein vater, liebſt, Und ſo geſinnt zu ſeyn mich uͤbe, Wie du mir dazu vorſchrift giebſt. Was dir gefallt, ge⸗ fall auch mir. Nichts ſchei⸗ de mich, mein gott, von dir. 3. Bewahre mich durch dei⸗ ne liebe, Wenn boͤſes bey⸗ lig uͤbernimmt, Geduldig tragt und weislich nuͤtzt, Wird maͤchtig von dir un⸗ 7. In deiner liebe laß mich ſterben, So iſt ſelbſt ſterben mein gewinn; So werd ich deinen himmel er⸗ ben, Wo ich ganz frey vom übel bin. Da werd ich ein⸗ mal, voͤllig rein, Dich lie⸗ ben und ganz ſelig ſeyn. ſpiel mich verfuͤhrt, Und 323 2 3 Mel. 7 1 erkennt, Und dich ihren va⸗ derben Mich, durch deinen ſohn, o gott; Lieſſeſt den 246 Iwoete Abtheilung. Mel. Alle menſchen muͤſſen ꝛc. nelle der voll⸗ 333.Q kommenheiten, Gott, mein gott, wie lieb ich dich, Und mit welchen ſeligkeiten Saͤttigt deine liebe mich! Seel und leib mag mir verſchmachten: Hab ich dich, will ichs nicht achten, Mir ſoll deine lleb allein Mehr als erd und himmel ſeyn. 2. Denk ich recht an deine guͤte, Wie frohlockt mein herz in mir! Mit dem fro heſten gemuͤthe Seh ich ſie, und danke dir. Jeder blick auf deine werke, Deine guͤ⸗ digt er mein herz Von be⸗ kuͤmmerniß und ſchmerz. tes zu? Daß ich ward, das war dein wille; Daß ich noch bin, das machſt du. Daß ich denke, daß ich waͤh⸗ le, Dafuͤr dankt dir meine ſeele; Dankt dir, daß ſie dich ter nennt! 4. Du erloͤſteſt vom ver⸗ leben ward ſein tod: Da⸗ durch haſt du mir gegeben, Ewig dort mit ihm zu le⸗ ben, Ewig deiner mich zu freun Und von dir geliebt E 5. Sollt ich den nicht wie⸗ der lieben, Der mir ſo viel gutes giebt? Und mit mehr als vatertrieben So unend⸗ lich mich geliebt? Könnt ich ruhig hier auf erden, Ohne dich zu lieben, werden. Ohne dis nach dieſer zeit Wuͤrdig ſeyn der ſeligkeit? 6. Heil mir, daß ich es empfinde, Wie ſo liebens⸗ a ie werth du biſt, Daß mein te, deine ſtaͤrke, Wie entle⸗ herz vom haß der fuͤnde, In⸗ niglich durchdrungen iſt; Daß auf dein gebot ich ach⸗ 3. Floß aus deiner ſegens⸗ fuͤlle Mir nicht ſo viel gu⸗ te, Und es zu erfuͤllen trach⸗ [te. Heil mir! du verbir⸗ geſt nicht Einſt vor mir dein 7. Noch lieb ich dich un⸗ volllommen; Meine ſeel erkennt es wohl. Dort im vaterland der frommen, Lieb ich dich, herr, wie ich ſoll. [Ganz werd ich dort deinen willen Kennen, ehren, und erfuͤllen, Und empfahn an deinem thron Der vollkomm⸗ gerechten ſterben; Mir zum nen liebe lohn. — — gewihtet, Oer h ſein giti wort guten kate, lud melöwonne dont! le traͤnlet. 3. Wenn ich de herr uud gott,, und lebe, Wen, dein gehot uad! uͤbe! D wie iſt. wohl! Me ſt ye the Seliger( voll, dul don de 4. Dann darf berſſcht Nach de blicken; Meine ich nicht, Wie drucken. Hof friedenhelt We herzen, Toͤſe wich welt lab zen.* 5, dubiſ ne ——. ̃ ṹꝑꝙꝗZg— 7V7õͤ—è—enon. 11 CCC VII. Von der Freude an Gott. — dcin, ee du mir g an 40 fei 0 115 U mel. Chriſtus, der uns ſelig ꝛe. ich dann: Wer iſt, der mir and due e— an dr g 3 Deines gottes ſchade? Heil mir, daß ichs 10 34. freue dich, Dank ruͤhmen kan: Mein iſt deine gnade! Dir iſt meine wohl⸗ 3 acm: 93 den niht ihm, meine ſeele! Sorget iber Gent 4 8 ni, er nicht vaͤterlich Daß dir fahrt werth! Der du mir Aud e line glück nicht fehle? Schützt das leben Schenkteſt, wirſt U 10— chen Ehm dich ſeine vorſicht nicht, auch, was mich naͤhrt Und c 270 0 Wenn gefahren draͤuen? erfreut, mir geben. 8 n M Oh 0 10 ff ch Iſts nicht ſeligkeit und 6. Jeſus iſt nach deinem ddt aun dine Ju leber eh pflicht, Seiner dich zu rath In die welt gekommen; We ür nuch de; freuen? Alle meine miſſethat Hat er n der eg 2. Ja, mein gott, ich hab weggenommen. Ihm ver⸗ „ e, i an dir, Was mein herz be⸗ trau ich, bat ihn an, Glaub empff p e Wie ſo cg gehret: Einen vater, wel⸗ an ſeine leiden; Folg ihm zs wert biſt, diz y. cher mir, Was mir nuͤtzt, Itreulich, und ſo kan Nichts herz aß ben fing gewähret; Der mich durch von dir mich ſcheiden! Aglie uchdrußin' a brühen 72 daß“ W ein gehen h ca te, u. Jzuerfüla Wige Aunſt vor nh 940 15 7 ſt born i. J lieh ich eh nls dolle n; Man u merken wohl. du ü ſeh N vater Ser frommen en ch di erk, wie Gan s ich bolt in am in wille. men, ehm, 0 u krfüͤll Und enpffun sel in beine Im Derlin, Nir u den 5 ohn. ſein goͤttlich wort Hier zum voll, Voll von deiner guͤte! friedenheit Wohnen mir im guten lenket, Und mit him⸗ melswonne dort Meine ſee⸗ le traͤnket. 5 3. Wenn ich dich, mein herr und gott, Kindlich ehr und liebe, Wenn ich redlich dein gebot Und mit freuden zu ſeinen freuden. übe: O wie iſt mir dann ſo wohl! Wie iſt mein gemü⸗ the Seliger empfindung 4. Dann darf ich mit zu⸗ verſicht Nach dem himmel ft blicken; Meine leiden acht ich nicht, Wie ſie mich auch drucken. Hoffnung und zu⸗ herzen, Troͤſten und erhoͤhn mich weit Ueber alle ſchmer⸗ 7. Dich, du troſt der ſterb⸗ lichkeit, Heil des beſſern lebens, Himmliſche vollkom⸗ menheit, Such ich nicht vergebens! Wenn mein lauf vollendet iſt, Und vollbracht mein leiden, Ruft mein mittler jeſus ehriſt, Mich 8. Meine luſt an dir, mein gott, Wird dann ewig waͤh⸗ ren. Noch ſo furchtbar ſey der tod, Er wird ſie nicht oͤren; Willig werd ich mein gebein Der verweſung ge⸗ ben, Denn ſie macht mich frey von pein, Fuͤhrt zum neuen leben.„ 9. Gib mir nur, ſo lang ich hier In der fremde wal⸗ le, Das bewußtſeyn, daß zen. ö 3. Du biſt mein! ſo jauchz — ich dir, Herr, mein gott, Q 4 ge⸗ 3 ů— ů— 8* a— e— 2 P]7—¶. 2433 JZpwote Abtheilung. gefalle! Dieſe ſanfte freu⸗ digkeit, Die ich zu dir ha⸗ be, Sey mein heil in dieſer zeit, Und mein troſt am grabe. 5 10 Laß die luſt zur ſuͤnde nie Dieſes heil mir rauben! Ruͤſte ſelbſt mich wider ſie, Staͤrke meinen glauben: Gib mir deinen geiſt, der mich Und mein thun regie⸗ re, Daß ich mein vertraun auf dich Ewig nicht ver⸗ liere. Mel. Was mein gott will ꝛc. oder: Das jeſulein ſoll doch ꝛc. N ier iſt mein herz 33 5. H herr, nim es hin; Dir ſey es ganz ergeben. Was hat die ſeele fur ge⸗ winn Vom ſchudden fünden⸗ leben? Hat nicht beſtand, Und ſtatt Der ſuͤnden tand den geiſt zu naͤhren, Fuͤllt er das herz Mit reu und ſchmerz: Wie ſollt ichs ſo beſchweren? 2. Nur du, gott, biſt das hoͤchſte guth; Nach dir ſteht mein verlangen. Erfuͤlle mich mit kraft und muth, Allein dir anzuhangen. O haͤtt ich doch Dein ſanftes joch Allzeit auf mich genom⸗ men! So waͤr auch ich Schon laͤngſt durch dich Zur wahren ruh gekommen. 3. Kan auch das groͤßte gluͤck der welt Das herz vor kummer 77075 2 Kan es wenn trübſal uns befaͤllt ruh und ſtille. Mit troſt uns unterſtuͤtzen? Sein glanz verſchwindt Wie rauch vom wind, Und ſchnell fliehn ſeine freuden; Nur deine treu Wird taͤglich neu, Und gibt auch ruh im leiden. 4. Wer dich zu ſeinem troſt erwaͤhlt, Sein herz zum guten neiget, Das arge haſſt, und wenn er fehlt, Sich glaubig vor dir beu⸗ get: Der ſchmeckt ſchon hier, Erfreut in dir, Der ſeele wahren frieden; Und volles heil Iſt einſt das theil, Das du ihm haſt beſchieden. 3. Wie thoͤricht irrt ich doch umher! Fern von dem ſinn des chriſten, Sucht ich, an wahrer freude leer, Ruh in der erde luͤſten. Welch ein betrug! Es ſey genug, Mich ſo getaͤuſcht zu haben. Richt meinen finn, O gott, forthin Nach wuͤnſchens⸗ wuͤrdgern gaben! 6. Hilf, daß ich mein ge⸗ muͤth zu dir In andacht oft erhebe, Und mit der eifrig⸗ ſten begier Nach deiner gna⸗ de ſtrebe; Dir folgſam ſey, Und dein mich freu, Du meiner ſeele leben! gott, nur du Kanſt wahre ruh Und troſt dem herzen geben. Denn, 7. Bey dir iſt bis in ewig⸗ keit Der reinſten freuden fuͤlle, Des wohlſeyns groͤß⸗ „te ſicherheit, Vollkommne Nie 0 * mehr mein got, herz aßhangel l Mb ho be ö 6 ach fren. % ein ge 7 a6 gelt weite 1 du haf nich welt ewällt, 1 Finden nugezill. du mein begeſen! mein wohl, f ĩholl Mein glck. meſſn. 1 gt id mit geduld, Berg chriſſun mir d. Wenn ich aus fehle, An senen; ich auch thel: meine feel N 4 bir hal, Treu becßt nit mit we! ſteund, O: 5 m mel, Wer rt oder: du weiser a, 376% bei lan; fat be, V N nd Sub dich , ust neigte, dun eech A denn f erding: big vor Nh 9 1 lach vine wurde: Raben! 10 nüͤth, nein zott, edu Kauf ch h e ost den 1 ich zu geben. 6 „.. r iſt s aß t e keinſen fa, 2,= pohleeyn gl, 4 le. M. 1 f dir. Was mangelt meiner ſeelen? fehle. An ſeinem heil Hab leben!%% ich t, Nel 1 VIII. vom Gehorſam gegen Gott. 249 mehr Luſt, geld und ehr Zur ſuͤnde mein verlangen! Bis in den tod Soll dir, mein gott, Getroſt mein herz anhangen. mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. 5 Ich freue mich, 336. mein gott, in Du biſt mein troſt, und was kan mir In deiner liebe fehlen? Du, herr, biſt mein, Und ich bin dein: 2. Du haſt mich von der welt erwaͤhlt, Und deinen kindern zugezaͤhlt. Nie wirſt du mein vergeſſen! Du liebſt mein wohl, Haͤſt gnaden⸗ voll Mein gluͤck mir zuge⸗ meſſen. 78— 3. Du traͤgſt mich liebreich mit geduld, Vergibſt durch chriſtum mir die ſchuld, Wenn ich aus ſchwachheit ich auch theil: Dis troͤſtet meine ſeele. 8 34. An dir hab ich den treuen freund, Der es aufs find ich deines gleichen? Du ſtehſt mir bey, Und bleibſt mir treu, Wenn berg und huͤgel weichen. 8. In finſterniß biſt du mein licht, Erfreuſt mein herz; drum acht ich nicht Zu ſehr das guth der erde. Denn ohne dich Iſt nichts fuͤr mich, Das einſt zum troſt mir werde. 6. Du biſt mein allerhoͤch⸗ ſtes guth; Du ſtaͤrkſt im lei⸗ den meinen muth; Durch dich muß mirs gelingen: Selbſt was mich kraͤnkt, Das muß, gelenkt Von dir, mir ſegen bringen. 7. Und ſchließ ich dann einſt meinen lauf, So nimſt du mich zu dir hinauf, Zu deines himmels freuden! Und da vergiſſt Der ſelge ehriſt, Des lebens laͤngſte leiden. 1 9 8. Zwar hats kein menſch⸗ lich ohr gehoͤrt, Was uns dein himmel einſt gewaͤhrt, Doch ſeh ichs ſchon im glau⸗ ben: Vollkommnes heil Iſt da mein theil; Und niemand beßte mit mir meynt; Wo wird mirs rauben. 1 ——* eee VIII. Vom Gehorſam gegen Gott. i mel. Wer nur den lieben gott de. oder: Du weiſer ſchoͤpfer ꝛe. Nr. 4. e freud empfind ich dann! Nur muß ich, dir zum preis und dank, Aus liebe folgen, nicht aus zwang. 55 2. Mein heiland iſt mir vorgegangen, Er thate dei⸗ 25 dee 2—— *. 2——T..k.....ß.ß0ß0ß0——————— 2 2* 4 ——. 2 7 2* 2 5 4* N N**— n —. 855 n e. 1 ———— 2— 2 J —.— 3— —— 8 — 3 N — N—.... 8————— 5 5 e * C N thue, was ſie mir gebeut: . Beut mir die welt gleich So bleib ich dennoch dir ge⸗ mit treuem herzen Dir fol⸗ gen, dir gehorſam ſeyn 5 280 Zbwote Abtheilung. nen willen gern: Will ich des chriſten ruhm erlangen, Und ihm gefallen, mein em herrn: von laſtern rein, Gleich ihm, zum auten willig ſeyn. 3. Laß deine heiligen ge⸗ ſetze Mir immer vor den au⸗ gen ſeyn, Und gib, daß ich ſie nie verletze; Stets fuͤrch⸗ te, was ſie ſuͤndern draͤun. Wie ſchwers auch meinen luͤſten deucht, So iſt dein joch doch ſanft und leicht. 4. So oft ich deine ſtimme hoͤre, So mache leib und geiſt bereit, Daß ich mit folgſamkeit ſie ehre, Und Ich ſoll nicht hoͤrer nur al⸗ lein, Ich ſoll und will auch thaͤter ſenn. tauſend freuden, Damit ich ungehorſam ſey, Und droht ſie mir auch kauſend leiden, treu: Dir will ich folgen, o mein gott, Dir, mehr als menſchen, bis in tod. 6. Wenn ich mich im gehor⸗ ſam uͤde, So bin ich ſicher, daß ich dich Von ganzem herzen redlich liebe, Und wie ſo ſehr liebſt du dann mich! Auch den gehorſam in der zeit Belohnſt du in der ewigkeit. 5 7. Drum laß mich, herr, So muß auch ich O laß im gluͤcke, wie in ſchmerzen, Stets treu mich deinem dienſte weihn: So bin ich gluͤcklich in der zeit, Und ſelig in der ewigkeit. Mel. Sollt ich meinem gott ꝛc. zut und heilig iſt 338. Gli in wille, Wie du ſelbſt es biſt, o gott. Du gebeutſt! in tiefſter ſtil⸗ le Hoͤrt die ſchoͤpfung dein gebot. Die im himmel dir 95 1 1 5 5. lobſingen, Stehn um dei⸗ nen thron bereit, Freuen ſich der ſeligkeit, Deinen willen zu vollbringen; Nur der menſch erkennts oft nicht Fuͤr ſein gluͤck und ſei⸗ ne pflicht. 2. Dir gehorcht mit ſanf⸗ ter wonne Selger geiſter zahllos heer. Deine veſte, deine ſonne, Sturm und donner, erd und meer, Al⸗ les dienet deinem willen; Alles, hoͤchſter, was du ſchufſt, Eilt und draͤngt ſich, wenn du rufſt, Dein gebot ſtets zu erfuͤllen; Nur der menſch erkennts oft nicht Fuͤr ſein gluͤck und ſeine pflicht. 3. Oft empoͤrt ſich ſeine ſeele, Herr und ſchoͤpfer, wider dich. Deine herrli⸗ chen befehle Wirft er thoͤ⸗ richt hinter ſich, Laͤſſt ſich nicht von dir regieren; Kluͤger oft, nach ſeinem wahn, Waͤhlt er eine andre ö bahn, M. Nur 8 mel als ita gott le it. 339 Ah gott, lein ge biſt unſerböchſes ber alles hoch d Und auf dic d ſetzeß, Gibt ale mut. 2. Oer bu wich naͤhtk, urch gewihutt, df u ewig mein. Du; und tegierer, helfer und m. Durch mau gt ſeyn, 3. Soll ich d um fachen, 5 und inrub wach, gänglich ſad, h. wil niht uh der n g 101 5 157 N en gli un au ne pfl e 2. K, dur tt ter e: Selger g zahllo t. Dau deine e, Cum hd donne und meer, les d 2 deinen nüt 1 UN chſter, vi ſchuff t und bring wenn ufſt, deut ſtets Se A — ——— —— — —— N — 0 0 — —— menſch a ennts oft ir ugluͤck un 4 0 aber= Dit i pficht 0 wort ſſh ſe ſele,— tr und h N uin f„A 10 00 Ait icht= dir de bun 0„ bach sinn lt e, Mee muth. Ix. vom Vertrauen auf Sott ꝛc. 231 bahn, Die ihn ſoll zum heile fuͤhren; Aber ſeine bahn, ſein ſinn Fuͤhrt ihn ins ver⸗ derben hin. 8 4. Gott, laß es uns doch empfinden, Daß uns unſer herz verfuͤhrt, Daß die eitle luſt der ſuͤnden Uns zulezt den tod gebiert. Mach uns deinen willen wichtig, Fuͤhr auf deine bahn uns hin, Lehr uns jeden irrweg fliehn; Denn dein weg allein pflichten treu, Daß der wan⸗ del heilig ſey. 0 5. So wird auch bey uns auf erden, Wie im himmel, dein gebot Willig ausgerich⸗ tet werden, Heiliger und großer gott! Alle werke dei⸗ ner hände Werden unter⸗ than dir ſeyn, Alle deiner huld ſich freun, Bis an dei⸗ ner ſchoͤpfung ende. Denn, der deinen willen thut, Hat richtig. Mach uns unſern „ allein es ewig gut. . Vom Vertrauen auf Gott und Ergebung in ſeinen mel. Alles iſt an gottes ꝛc. Nr. 10. gott, allein gelegen; Du biſt unſer hoͤchſtes guth. Ue⸗ ber alles hoch dich ſchaͤtzen Und auf dich die hoffnung ſetzen, Gibt allein getroſten 2. Der du mich bisher er⸗ naͤhret, Manche freude mir gewaͤhret, Biſt und bleibeſt Du mein vater ewig mein. und regierer, Wirſt mein. helfer und mein fuͤhrer Durch mein ganzes leben ſeyn. 3. Sollt ich ͤͤngſtlich mich um ſachen, Die mir ſorg und unruh machen Und ver⸗ gaͤnglich ſind, bemuͤhn? Ich Willen. ben, Die mir wahre ruhe 339. Ale iſt an 88555 geben, Und im tode nicht ſegen, Großer entfliehnn. 4. Auch die hoffnung kan erquicken. Was mir gut iſt, wirſt du ſchicken; Du biſt herr der ganzen welt. Dir will ich mich froh ergeben, [Gluͤck und truͤbſal, tod und leben, Alles ſey dir heim⸗ geſtellt. b 5. Iſt mein wunſch nach deinem willen, O ſo wirſt du ihn erfuͤllen, Und gewiß zu rechter zeit. Dir hab ich nichts vorzuſchreiben; Wie du willſt, ſo ſoll es bleißen, Was du willi, iſt ſeligkeit. 6. Soll ich hier noch laͤu⸗ ger leben, kraft mir geben, Wick um will mehr nach guͤthern ſtre⸗ 0 das recht zu bemuͤhn, Was 2 8 r 5 g O ſo wollt zu —ů——ꝛ—ñꝛů—ů— ̃ ꝰ U 2 ¶ ¶ vaͤterlich! mir erſehe, geſchehe. zu tragen, Als ſelbſt das widrige geſchick, Bey deſ⸗ tod; und ehre, gluͤck und baabe Perlaſſt uns doch im e 252 Zwote Abtheilung. in ewigkeit beſtehet; Alles irdiſche vergehet Und faͤhrt wie ein ſtrom dahin. mel. Was gott thut, das iſt de 340 Auf gott, und nicht auf meinen rath Will ich mein gluͤck ſtets bauen, Und dem, der mich erſchaffen hat, Mit ganzer ſeele trauen. Er, der die welt Allmaͤchtig haͤlt, Wird mich in meinen tagen, Als gott und vater, tragen. 2. Er ſah von aller ewig⸗ keit, Wie viel mir nuͤtzen wuͤrde; Beſtimmte meine lebens zeit, Mein gluͤck und meine buͤrde. Was zagt mein herz? Iſt auch ein ſchmerz, Der zu des glau⸗ bens ehre Nicht zu beſiegen waͤre? 3. Gott kennet, was mein herz begehrt, Und haͤtte, was ich bitte, Mir gnaͤdig, eh ichs bat, gewaͤhrt, Wenns meine wohlfahrt litte. Er ſorgt fur mich Recht Nicht, was ich 4. Iſt nicht ein ungeſtoͤr⸗ tes gluͤck Weit ſchwerer oft ſen laſt wir klagen? Die groͤßte noth Hebt einſt der Sein wille nur 5. An dem, was ſeelen gluͤcklich macht, Laͤſſt gott es keinem fehlen; Geſund⸗ heit, weltluſt, ehr und pracht Sind nicht das gluͤck der ſeelen. Wer gottes rath Vor augen hat, Dem wird ein gut gewiſſen Die truͤb⸗ ſal auch verſuͤßen. 6. Was iſt der erden herr⸗ lichkeit? Wie bald iſt ſie verſchwunden! Was iſt das leiden dieſer zeit? Wie balb iſts uͤberwunden! Hofft auf den herrn! Er hilft uns gern; Seyd froͤlich, ihr ge⸗ rechten! Der herr hilft ſei⸗ nen knechten. f mel. In allen meinen thaten zr. Oluf deine weishelt 341. A ſchauen, Gott, deiner gute trauen, Das ſchafft zufriedenheit. Wer Wer ſchenkt mir beßre freu⸗ den, Als du, herr aller ſe⸗ ligkeit? borgen; Wie, ſollt ich aͤngſt⸗ lich ſorgen, Da du mein mir mein leben, Und wirſt mir alles geben, Was mir zur wohlfahrt noͤthig iſt. 3. Wir ſtreben oft nach e N N 4 55 ö gelingen, Des ungluͤcks quellen ſind. Ein ſchein, der uns bethoͤret, Und unſern e ſtolz kan mein wohl eutſcheiden? 2. Vor dir iſt nichts ver⸗ vater biſt? Du, herr, gabſt dingen, Die, wenn ſie uns ttoſt nieht, nne beigeben zl. meines lihens, chem berktuen fit 7. Eilechtre ne Durch belles gel den, Durch muh nung mit, Drück laſt der ſchmenzen ſprich zu meinem Ich, hen entter, 8. Mus all ich trübe? Den nen. gen ſchn. ch h erloͤſter; Eu w. nen tröͤſter, Se ſchuß, 1 1 1 mel. Wo so 5 42 Ale fler tüth, 0 A ** Mel. 6 in meinen g beicgg 3 41= denne nich as an delnet! ſchaurn, f 1 krauen, ö dan ſchafft uus lebenhel 00 gaanz lan m oh! eutsche cui, Ver iu mit hen ene den, X 0 0 u m en,, har al ligkeit 2. r iſt nian borgen E ie, ſoltih lch ſo=. De u deter 1 Du, hen,% meines lebens, Ich, dein erretter, helfe dir. nen troͤſter, Ix. vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 255 ſtolz vermehret, Macht uns fuͤr wahre guͤther blind. 4 Der hang zu eitelkeiten Stoͤrt doch zu allen zeiten Die wahre ſeelenruh. Wenn wir dir unſer leben, O va⸗ ter, uͤbergeben, Dann fließt dem herzen friede zu. 5. Dein rathſchluß ſey mein wille. Ich will in heil⸗ ger ſtille Mich deiner vor⸗ tung flehten, Verließ er nie in noͤthen. Er wird mein ungluͤck wenden, Es ſteht in ſeinen haͤnden. 50 2. Auch beym gewiſſens⸗ ſchmerz Verzaget nicht mein herz. Auf chriſtum will ich bauen Und veſt auf ihn ver⸗ trauen; Ihm bleib ich ſtets ergeben Im tode wie im leben. 3. Und nimt der tod mich ſicht freun. Dein ewiges erbarmen, Dein beyſtand ſoll mir armen Zufrieden⸗ heit und muth verleihn.. 6. Laß mich nicht zwei⸗ felnd wanken, Wenn trau⸗ rige gedanken Mir deinen 3 ee e hin, Iſts dennoch mein ge⸗ winn. Ich weiß, an wen ich glaube, Er laßt mich nicht im ſtaube. Es maz der leib erkalten; Den geiſt wird gott erhalten. 4. Mein heiland, jeſu troſt entziehn. Ich werde nie vergebens Zu dir, herr Mit kindli⸗ chem vertrauen fliehn. 7. Erleichtre meine leiden Durch deines geiſtes freu⸗ den, Durch muth und hoff⸗ nung mir. Druͤckt mich die laſt der ſchmerzen, Dann ſprich zu meinem herzen; ieee ee ee, eee 3. Was ſollt ich mich be⸗ truͤben? Den menſchen, die ehriſt, Der du aus liebe biſt Fuͤr mich am kreuz geſtor⸗ ben, Du haſt mir heil er⸗ [worben; Du ſchenkſt nach allem leiden Den deinen ewge freuden. 5. Ich harr und traue dir, Einſt ſchenkſt du ſie auch mir Ich habe dein verſprechen; [Das kanſt du nimmer bre⸗ chen. Auch ich bin, wenn ich ſterbe, Des ewgen le⸗ dich lieben, Muß alles ſe⸗ gen ſeyn. Ich bin ja dein erloͤſter; Sonſt weiß ich kei⸗ Sonſt keiner ſchutz, als 0 u iel. Wo ſoll ich fliehen hin. Auf meinen lieben 342. A gott Trau ich in aller noth. Die ihn um rei⸗ 0 Bekannte Melodie. 2 ſiehl du deine ½ 80 bens erbe. 1 209 T6 Me 343. B wege, Und was dein herze krankt Der treuen vaterpflege Deß, der den weltkreis lenkt: Der wolken, fluth und winden Gibt ord⸗ U nung, ziel und bahn, Der wird 254 wird auch wege finden, Die erleſen, Dein rath fuͤrs beß⸗ wohlgefaͤllt. ſprießlich iſt, willſt thun. Zwote Abtheilung. dein fuß gehen kan. 2. Dem herrn mußt du vertrauen, Wenn dirs ſoll wohlergehn, Auf ihn mußt du ſtets ſchauen, Wenn dein werk ſoll beſtehn: Mii ſor⸗ gen und mit graͤmen Und mit ſelbſt eigner pein Laͤſſt gott ſich gar nichts nehmen; Es muß erbeten ſeyn. 3. Dein aug, o gott der gnade! Sieht immer unge⸗ ſchwaͤcht, Was gut ſey oder ſchade Dem ſterblichen ge⸗ ſchlecht. Und was du dann te halt, Bringſt du zum ſtand und weſen, Wie es dir 4. An mittel und an wegen Fehlt dirs, allweiſer! nicht: Dein thun iſt gnad und ſe⸗ gen, Dein gang iſt recht und licht: Dein werk kan nie⸗ mand hindern, Du kanſt nicht traͤge ruhn, Wenn du, was deinen kindern Er⸗ 5. Und wollten welt und teufel Hier boshaft wider⸗ ſtehn; So wird doch ohne zweifel Gott nicht zuruͤcke gehn: Was er ſich vorge⸗ nommen; Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu ſeinem zweck und ziel. quäle, Den kummer, der entruͤcken. Erwarte nur der zeit! Bis dich mit holden blicken Sein angeſicht erfreut. 7. Auf! wehre deinem ſchmerze, Der ſorgen bange nacht. Laß fahren, was dat herze Betrüͤbt und traurig macht: Biſt du doch nicht regente, Der alles fuͤhren ſoll; Gott ſitzt im regimen⸗ te, Und fuͤhret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten, Er iſt ein weiſer fuͤrſt; Und wird ſich ſo ver⸗ halten, Daß du dich wun⸗ dern wirſt, Wenn er, wies ihm gebuͤhret, Mit wunder⸗ barem rath Das werk hin⸗ aus gefuͤhret, Das dich be⸗ kuͤmmert hat. 9. Er wird zwar eine wei⸗ le Mit ſeinem troſt verziehn, Und thun an ſeinem theile, Als haͤtt in ſeinem ſinn Er deiner ſich begeben, ſolltſt du fuͤr und fuͤr In angſt und noͤthen ſchweben; Als fragt er nichts nach dir. 10. Wirds aber ſich beſin⸗ den, Daß du ihm treu ver⸗ bleibſt; So wird dein leid verſchwinden, Da dus am mindſten glaͤnbſt: Er wird dein herz erloͤſen Von der ſo ſchweren laſt, Die du zu kei⸗ 6. Hoff, 0 bedraͤngte ſeele! nem boͤſen Bisher getragen Hoff, und ſey unverzagt! haſt Gott weiß es, was dich aſt. II. Wohl dir! denn 997 reue dich nagt, Er wird dich ihm Und ————u— —* Gbete a uns den Und ken cppfohl So chm mite! wiß zun ummelel Wel. Beſchley de hit, d 34 Ch fiehl getuſt den he 1 0 Numel le auch bon dir nicht wach aut deinem ſe Zu gent ahbe dh het heinen lum liebt dich calelich 2. Ciads fänden ſchmazen, Go fl ſchullz Ooch trau zem hetzen Auf de lers hu. Zu we führer Die ku, falt; Alain hen rt Die taurggih 3. Tau gott, y 1 Die un, en zu Sprich, beſſer wiſen, 85 er du? Er w. r fel, In je zwar ene wei⸗ m tof herziehr, n ſeſten theile, 1 n setzen ſnn Ek e begehen, und ir und für In it güthen ſchweben; f e nichts nach dir. „ s aber ſich befin⸗ „ du ihm teu ver⸗ b o wird bein leid 4 en, Da dus am e llubſtt Er wird 1 erlöſen Min der ſo aß, Dieha zu ke GBeöher getragen 1 bel ben deine eue 1 1 — 3 IX. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 255 treue Traͤgt da den ſieg da⸗ von; Sieh muthig 5 freue Dich uber ihren lohn: Gott ſchmuͤckt mit ſiegespal⸗ men Gewiß einſt deine hand, Und du ſingſt freudenpſal⸗ men Dem, der dein leid ge⸗ wandt. i a 12. Herr! mach ein froͤh⸗ lich ende Mit aller unſrer noth, Und reich uns deine haͤnde Im leben und im tod. de 5. Vergeblich toben feinde Stets laß uns deiner pflege Und treu empfohlen ſeyn: So gehen unſre wege Ge⸗ wiß zum himmel ein. Amel. Befiehl du deine wege ꝛe. hriſt, alles, was 344. C dich kraͤnket, Be fiehl getroſt dem herrn! Er, der die himmel lenket, Iſt auch von dir nicht fern. Er⸗ wach aus deinem ſchlummer, Zu gott erhebe dich! Er ſie⸗ het deinen kummer, Und liebt dich vaͤterlich. 2. Sinds ſuͤnden, die dich ſchmerzen, So fuͤhle deine ſchuld; Doch trau mit gan⸗ zem herzen Auf deines mitt⸗ lers huld. Zu wahrer ruhe fuͤhret Die reu, die gott ge⸗ fallt; Allein den tod gebie⸗ ret Die traurigkeit der welt. 3. Trau gott, nicht deinen ſchluͤſſen, Die wahl des beß ten zu. Sprich, wer wirds beſſer wiſſen, Dein ſchoͤpfer, oder du? Er weiß ja, was dir fehlet, In jedem augen⸗ ö 5 1 8 blick; Was er, dein vater, waͤhlet, Das dient zu dei⸗ nem gluͤck. 15 4. Der gott, auf deſſen ſe⸗ gen Dein ganzes wohl be⸗ ruht, Iſt ſtets in ſeinen we⸗ gen Gerecht und weiſ' und gut: Und was er ſeinen kin⸗ dern Zu ihrem heil erſah, Kan kein erſchaffner hin⸗ dern; Wann er gebeut, ſtehts a. Auch noch ſo fuͤrchterlich; Haſt du nur ihn zum 2 de, Iſt er, dein gott, fuͤr dich. Wer gleicht ihm ſeinen winken Gehorchen erd und meer; Laß deinen muth nicht ſinken, Dein ſchirm und ſchild iſt er. 6, Gott zaͤhlet deine zaͤh⸗ ren, Und wird, was gut iſt, gern Auch deinem wunſch gewaͤhren; Harr in geduld des herrn, Ders niemals boͤ⸗ ſe meynet, Hoff unverzagt auf ihn; Wenn ſeine zeit er⸗ ſcheinet, Wird deine wohl⸗ fahrt bluͤhn. 25 7. Ergib dich ihm mit freuden, Sey ſtark durch ſeine kraft! Sey auch zur zeit der leiden Ein ehriſt und tugendhaft! Und dann er⸗ greif im glauben Den troſt der ewigkeit. Wer kan dir dieſen rauben, Der allen gram zerſtreute n 8. Sey froh! dein gott re⸗ gieret, Sein rath iſt 5155 der⸗ denken, Er, der dich kennt Erhoͤr mein kindlich bitten, f und liebt? Nicht troſt und Gib meiner ſeele wahre ruh. freude ng 10 100 glück dir ſchenken, Er, der Was mich bekuͤmmert, lente dennen tac 10 1 ſo gerne giebt? So gern mit du Zu meinem ewgen beßten. i mn a 10 8 10 ſeinem ſegen Der mer ſchen 3. Der ſorgen macht hat guth. 9 fam e herz erfreut. Auch auf den freylich oft Mich uͤbermei⸗ den ml wn e Fuͤhrt er zur 15 1 Stets ha ig abe g ſeligkeit. nicht auf dich gehofft 10. Mit ruhigem gemuͤthe] Wie ich 5 0e e e ... 2 g II. bes 256 J wote Abtheilung. 195 5 7 derbar; Einſt wirſt du uͤber⸗ eich alles, was mich kraͤnkt, left, 1 N fähret, Daß er der beßte Auf dich, der unſer ſchick. it, 8e un i war. Will auch dein herz] ſal lenkt, Mit zuverſicht ſoll delken, d. 0 e oft wanken, Als daͤcht er werfen.. ſeweſel 1 li „ deiner nicht, Wirſt du ihm 2. So will denn, auf dein ſchte d e doch einſt danken. Er halt, wort, auch ich, Der ſorgen ſchaſ du 10 1 1 9 was er verſpricht. N mich entſchuͤtten. Erhoͤre,„A it N. 10 9. Wie, ſollt er dein nicht gott, mein vater! mich, 177 1Æ0ů— 0 Verlaß auf ihn dich veſt, Mein gott, wie groß iſt% Oha, und wiſſ, daß ſeine gute] meine ſchuld! An dir bab 540 D Dich ewig nicht verlaſſt.] ich durch ungeduld Vielfaͤl⸗ einzgir nuf in l Er will nach einer weile! tig mich verfundigt. fehlt cs nie an 1 Dich deſto mehr erfreun; 4. Erbarmender! vergib licht, Vell ich m 193 Zu deinem groͤßten heileſſes mir Nach deiner großen geben, Do ditt 1 Verzeucht er; harre ſein! guͤte; Erfuͤlle mit vertraun Auf den geölt 160 11. Wohl dir alsdann, du zu dir Mein ſchüͤchternes ne ſeſle file de 1 treuer! Wie groß iſt einſt gemuͤthe. Gib, daß ich ſtets deln wile, Nie dein lohn! Dein richter, freudig hoff auf dich, Du 2. Mer nolte) 4 1 dein befreyer Reicht dir die] werdeſt nie, als vater, mich nicht bertuun! 10 ſiegeskron. Auf kurze pruͤ⸗ Verlaſſen noch verſaͤumen. des ſhwachen far 100 fungs tage Folgt ewger preis] s. Seh ich ſchon keine we⸗ auge, welche 14 und dank; Dann ſchweiget ge noch Zur rettung vor mir ſchaus, Sehn de l ede klage Und wird ein lob⸗ offen; Auch da laß mich, heit pentt. herr 1 ö geſang. 15 1005 f doch Auf 192 2 Und ſtat e Mel. Aus ti ne huͤlfe hoffen. Du bleibſt it gnadendoalhe 1 345. Du haſt, mein va⸗ Und immer mächtig auch an enden. i. ter und mein that, Mein beßtes zu be⸗. Noch nie ha; 10 gott! Mich durch dein wort ſorgen.„iich geliebt, Ne, Men e ee Daß deine hand 5. Dis ſey mein troſt; muͤſſen: Du daf, . r frommen noth Dereinſt] dis ſey mein licht, Wenn in goth um in freude kehret; Und daß] mich die ſorgen 21 denen troſ gen, 9 8 1 g 0— 0 Was mic U 0 5 1. kt Aber Kuga fein fue mein pe ul! iu ee dan dae tigen Weerſünbi *.— 4 wender! c in deen dach denz en gute u fülle nit un Want u zun! Nein sch a gem,. 60, f u nen, freul uff auf ih,. dt dee werd e, als bal dun u Verl— noch beim dere z.[J d ch ſchon k ben gend at ret dien uch da wein wer! doch die hi offen. dal geg och er groß en“ men Und r mücte ein beste. ſerg Seh men e iin licht, ne ſeele ſtille; Denn gut iſt nicht vertraun? ſchaun, Sehn deiner weis⸗ heit werke. rath Und ſtark von that! muͤſſen: Du laͤſſt ihn, wenn f 1 3 Weh bn 1 8 ——.— IX. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 3— ̃⅛ ꝶ—ö iD... ̃7—..—— 57555. Erfuͤllſt du meine wuͤnſche nicht, So laß mich glaubig denken, Daß mirs nicht gut geweſen iſt. Weil du die hoͤchſte weisheit biſt, So ſchickſt du ſtets das beßte. 7. Was hier mir fehlt, das wirſt du mir Aufs reich⸗ lichſte er ſetzen, Wenn ewge freuden mich bey dir In deinem reich ergoͤtzen. Da iſt mein erb und hoͤchſtes guth. O, ſtaͤrke mir dadurch den muth Bis an mein ſe⸗ Mel. Was gott thut, das dc. 5 u herr, biſt meine 346. D zuverſicht Mein einzger troſt im leben. Mir fehlt es nie an troſt und licht, Weil ich mich dir er⸗ geben: Du biſt mein gott, Auf dein gebot Wird mei⸗ ſtets dein wille. 2. Wer wollte dir, herr, Du biſt des ſchwachen ſtaͤrke. Die augen, welche auf dich Herr, groß von Mit gnadenvollen haͤnden Wirſt du mein gluͤck voll⸗ enden. 3. Noch nie hat ſich, wer dich geliebt, Verlaſſen ſehen ihn noth umgibt, Doch frommen herz Wird frey von ſchmerz. Der fuͤnder zu zernichten. f 4. Hoff, ſeele, hoffe nur auf gott; Des ſuͤnders troſt verſchwindet N gerechte in der noth Die Wenn jener fallt, Iſt er ein held; Er ſteht, wenn jene zittern, Als fels in unge⸗ wittern. 5. Drum werf ich nicht die hoffnung hin, Die mir mein glaube reichet. Wie Wohl! wer von gott nie weichet! Mein heiland ſtarb: Er, er erwarb, Durch ſeine todesleiden, Mir ewge him⸗ melsfreuden. 1 6. Getroſt bin ich, wenn um mich her Sich unge⸗ witter ſammeln! Du hilfſt, gott, wenn wir freudenleer Zu dir um gnade ſtammeln. Die zeit der quaal, Der thraͤnen zahl Zaͤhlſt du; du wiegſt die ſchmerzen, Und waͤlzſt ſie von dem herzen. 7. Herr, du biſt meine zu⸗ verſicht; Auf dich hofft daß ich mich nie quaͤle. Wer wollte ſich Nicht ganz auf dich, Allmaͤchtiger! ver⸗ laſſen, Und muth und hoff⸗ nung faſſen. deinen troſt genieſſen. Des ** eee 8. N boͤſes dichten Pflegſt du oft Wenn der gunſt des ſchoͤpfers findet. elend, die zu menſchen fliehn! meine ſeele. Du gibſt was meinem gluͤck gebricht, Gibſt, In deine hand befehle ich e.* „ 9* 8 ** 1 8 14 8 1 * 1 5 — 5 5 15 .— ——— eee —.. — 1 2 VPTTTTT——— 4 — 1 1 2— 8 8— 2 8— 1—————— ere 25 2— —— Mit mir alles wohlgemacht; Hat auf baut 258 Iwote Abtheilung. ich Mein wohlſeyn und mein leben. Mein hoffend auge blickt auf dich; Dir will ich mich ergeben. Sey du mein gott; Und einſt im tod Mein fels, auf den ich traue, Bis ich dein antlitz ſchaue. Mel. Alle menſchen müͤſſen ze. 3 47. Rott der wahr⸗ heit, deſſen treue Unſre hoffnung ſtuͤtzt und halt! Ich erkenn es voller reue, Daß mich kleinmuth oft befaͤllt. Ach, mein herz haͤngt noch an dingen, Die nie wahre ruhe bringen; Und wle oft vergeh ich mich, Aengſtlich zweifelnd, wider dich! 4. Laß mich veſt im glau⸗ ben werden, Daß dein wort wahrhaftig ſey! O, ſo werd ich hier auf erden Von ſo werd ich, gott, mit ver⸗ trauen Stets auf deine huͤl⸗ fe ſchauen; Dann waͤchſt meine zuverſicht, Und die hoffnung truͤgt mich nicht. 5. Auch erhebt ſie meine ſeele Selbſt noch uͤber tod und grab, Wenn ich den zum fuͤhrer waͤhle, Der ſich einſt auch fuͤr mich gab. Er, der ſiegreich auferſtanden, Macht mich los von tobes⸗ banden, Fuͤhrt mich zu dem leben ein, Wo kein leid wird 2. Gott, vergib mir die⸗ ſe ſuͤude! Nim die klein⸗ muth von mir hin. Schen⸗ ke, vater, deinem kinde Ei⸗ nen dir ergebnen ſinn, Der von dir nur huͤlfe heiſchet, Den nicht falſche hoffnung taͤuſchet, Die das herz aufs eitle zieht, Und ſo ſchnelt wie rauch entflieht. 3. Laß mich gram und ſor⸗ gen meiden, Weil dein auge fuͤr mich wacht, Und du ſchon, in manchen leiden Laß mich auf dein wort ſtets Das doch immer eingetroffen. Gott, wer weiter ſeyn. 6. Muß ich gleich noch hier auf erden, Gott, vor dir ein pilgrim ſeyn, Wirſt du doch von den beſchwer⸗ den Dieſer zeit mich einſt befreyn. O erwuͤnſchte ſel⸗ ge ſtunden! Ewig aller noth entbunden, Werd ich dich, mein heiland, ſehn, Und, wie du, zur freud eingehn. hoffen, Herr, herr, meine zuverſicht! Bis das alles dein wort verſpricht. Auf dich, quelle alles lebens, Harrt der glaube nie verge⸗ bens; Was wir glauben, deinem wort nicht traut, 8 ſchauen wir Einſt gewiß, o leichten ſand ge⸗ bet bey dir. mel. mancher unruh frey. Dann 7. Laß mich froͤhlich darauf eingetroffen, Was auch mir ſlen be a Jahn uur fe der ka ent 3 dir uur, get gewelht, Jr e erſtellch d mein blöder gelt 3. Drum laß ſehn und hiffn, mir prifunz haf Dein vaterberz doch ofen, der zuflucht nint. treu beinen n Mit dem mach immer gut. J. Nas Habt uns ng, derbe hat es je gengt 1 oſt ſud un und ſorgen und voll uuberſ kan, Was fer gehn Zum sc ganz uͤberſchn! 5. Nur du, und waͤhlſt dal ber; In dieser beſe; Se cht Eta lugt ki ur, dr 6. ich ge „ich gli z iet F urden, 10 dir e r grim gen, du J Son ben bah „ 1 7 be 10 heft erwin eg ge ſi! Ewig d * 1 entbſ, Met 0 0 0 Sie ch,. rab ein u ad u une! l% b nen n, zematt bein= berſpich.! ert f bich! d im „ t de ſand 7 her, il, 1 7.% ich froͤhich n beſſe err, hen 1 Was gage 14 0 elli alls har= glaube ni bens“ as mt a han iir Ein ß . mel. Wer nur den lieben ꝛc. den 1 er zeit niht ir ftend 5 asses 47 IX. vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 250 5 Gerr, mache meine 348. Heſele fille! Was mich hienieden kränkt und druckt, Das iſt dein weiſer rath und wille, Der nichts zu meinem ſchaden ſchickt. Du biſt, der alles andern kan, Und was du thuſt, iſt wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauh⸗ ſten wegen Fuͤhrſt du mich zur gluͤckſeligkeit; Von je⸗ der truͤbſal ernt ich ſegen, Iſt dir nur, gott, mein herz geweiht. Ihr ausgang wird erfreulich ſeyn, Siebts gleich mein bloͤder geiſt nicht ein. 3. Drum laß mich ſtllle ſeyn und hoffen, Wenn du mir pruͤfung haſt beſtimmt; Dein vaterherz ſteht dem doch offen, Der zu dir ſeine zuflucht nimt. Wer hier treu deinen willen thut, Mit dem machſt dus auch immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns nutzt, verborgen. Wer hat es je genau erkannt? Wie oft ſind unſre wuͤnſch und ſorgen Voll thorheit und voll unverſtand! Wer kan, was ſeinem wohler⸗ groͤßten ſchmerz, Dich ſtets mit der entſchloſſenheit: Was gott will, das gzeſcheh allzeit. 6. Die ſtunde wird gewiß doch kommen, Da mich voll⸗ kommnes glück erfreut. Denn einmahl fuͤhrſt du deine frommen Zur voͤlligen zus friedenbeit, Und dann wird ihnen offenbar, Daß nur dein rath der beßte war. 7. Da ernt auch ich von meinen plagen, Die ſelgen fruͤchte ewig ein; Da wird mein herz, ſtatt aller kla⸗ gen, Nur voll des frohen lobes ſeyn: Der herr, der für mein heil gewacht, Hat alles mit mir wohlgemacht. Mel. Was mein gott will dc. 5 Ich hab in gottes 349.8 herz und ſinn Mein herz und ſinn ergeben. Was boͤſe ſcheint, iſt mir gewinn, Der od ſelbſt iſt mein leben; Denn gott iſt mein, Und ich bin ſein. Was iſt wol, das mir ſcha⸗ de? Ob er gleich ſchlaͤgt Und kreuz auflegt, Iſt doch ſein thun voll gnade. 2. Das kan mir fehlen gehn Zum ſchaden dient, ganz uͤberſehn? 5. Nur du, gott, kennſt und waͤhlſt das beßte. O vater, mache ſelbſt mein — nimmermehr, Mein vater muß mich lieben. Laͤſſt er auch oft mich freudenleer, So will er mich nur üben, Und mein gemüth In ſeiner guͤt Gewöhnen, ſich zu faſ⸗ eee, —— herz In dieſer uͤberzeugung veſte; So ehr ich auch im ſen; Ueb ich geduld, Trau R 23 e 260 Iwote Abtheilung. 7 ſeiner huld, nicht verlaſſen. 3. Ich bin ja nicht von ohngefehr Ent prungen aus der erden; Gott iſts, der mich zu ſeiner ehr Das, was ich bin, ließ werben. Gab er das ſeyn Dem leib allein, Der kurze zeit nur waͤhret? Nein, auch dem geiſt, Der jezt ihn preiſt, Und der ihn ewig ehret. 4. Und wer erhaͤlt mit all⸗ gewalt Mir jede kraft zum leben? Waͤr ich nicht laͤng⸗ ſtens todt und kalt, Wenn mich nicht gott umgeben Mit ſeinem arm, Der alles warm, Geſund und froͤhlich machet? Was er nicht haͤlt, Das bricht und faͤllt; Was er erfreut, das lachet. 5. Bey ihm iſt weisheit und verſtand Mehr, als wir menſchen faſſen; Er hat von ewigkeit erkaunt, Was er will kommen laſſen. Er weiß, wann freud, Er weiß, wann leid Uns, ſeinen kin⸗ dern, diene, Und was er thut Iſt alles gut, Ohs noch ſo traurig ſchiene. 6. Du denkeſt zwar, wenn Wird er mich 7. Es kan bey lauter ſon⸗ nenlicht Das feld nicht fruͤchte tragen; So reift auch menſchen⸗ wohlfahrt nicht Bey lauter guten ta⸗ gen. Wie bitter ſey Die arzeney, Schafft ſie doch neues leben; So muß das leid Zu neuer freud Und wahrem glück erheben. 8. Ey nun, mein gott, ſo fall ich dir Getroſt in beine haͤnde. Nim mich, und mach es ſo mit mir Bis an des lebens ende, Wie bits gefallt, Der du die welt Nach weiſem rath regiereſt, Und ſo auch mich Stets vaͤterlich Auf richtgem pfa⸗ de fuͤhreſt. 9. Willſt du mir geben ſonnenſchein, So nehm ichs an mit freuden; Solls aber ſchmerz und truͤbſal ſeyn, Wills ich geduldig leiden. Willſt du allhier Noch laͤn⸗ ger mir Des lebens kraft erhalten; Wie du mich fuͤhrſt Und fuͤhren wirſt, So laß ich gern dich walten. 10. Auch noch im tode bin ich dein, Vor ihm ſoll mir fuͤhrt zum 2 ar du nicht haſt, Was ſinnen⸗ luſt begehret, Als ſey mit einer großen laſt Dein le⸗ bensgang beſchweret 3 Haſt ſpaͤt und fruͤh Viel ſorg und muͤh Auf ſelbſt⸗ erwaͤhlten wegen, Und denkeſt nicht, Daß, was geſchicht, Ge⸗ ſchehe dir zum ſegen. beſſern leben ein, nicht grauen; Er Er iſt der weg zum ſchauen. Du biſt mein hirt, Der alles wird Zu ſolchem ende kehren, Daß ich mit dank Und lob⸗ geſang Dich ewig werde eh⸗ ren.„ Mel, meine selle, 106 5 I. al Ae nr 1 00 0. Mach 2. wilen dere elt nnd bal Go ſeledt ins fc Wi mi an kindezſun, bann men hen d 3. Hf mie in wahtheitſpieche 5 1 1 Verzeihſt n in Und mir an chtiſoe biſt wein alerbe Ders tren und mir fehlt. 4. Denn barfie kind nur nennen mein pater und m een 0 koͤnnin, Waz mit ſo böſe ſcheil. terſte wird m Wenn du nur, gnaͤdig bist 5. Drum go, lundlſch traue, voll, doch unde hoffen ſicher d Was dein ſo! ian Lothe 8 ad er n nicht Aenl bor 4 ung* d — 1— „ 4 n 90. 0 . penne en scher! . 10 der m Erne erhalte“ zie bun fl aan land fi e swirf, Eh wat ich get r walten, 13 fich„ a6 f 5 pes lehent 0 N Ne 1. in N N 0 e v0. Ii ooch in ch del Jor ihm ſiltt „dn nicht g; Er finn dun beſſeru ern ein, Er ii geh l peg zi der zuen. dul n wein 9— Der alls un 00 zu ſo e enbe feen g un daß ich urdank lb l dtn gang L epig berg h nit en. 19 * —————ç——— s. Ix. vom vertrauen auf Gott ꝛc. 261 mel. Wer nur den lieben ꝛc. „Wein gott, du 350. M weißt am aller; beßten Das, was mir gut und nuͤtzlich iſt; Du bleibt, iſt auch die noth am größ⸗ ten, Mein helfer, wie dus ewig biſt. Gib, daß ich ein⸗ zig dir vertrau, Und nie auf menſchenhuͤlfe bau. 2. Raͤum alles weg aus meiner ſeelen, Was deinem willen widerſpricht, Und wollte mirs ſich auch ver⸗ heelen, So ſtelle du mir ſelbſt ins licht, Was mir noch fehlt an kindesſinn, Und neige dann mein herz dabin. 3. Hülf mir in geiſt und wahrheit ſprechen: Du biſt mein vater, licht und heil, Verzeihſt mir gnaͤdig meine ſchwaͤchen, Und ſchenkſt auch mir an chriſto theil; Du biſt mein allerbeßter freund, Ders treu und redlich mit mir meynt. 4. Denn darf ich mich dein kind nur nennen, Biſt du mein vater und mein freund: So muß mir alles nuͤtzen koͤnnen, Was mir auch noch ſo boͤſe ſcheint. Das bit⸗ terſte wird mir verſüuͤßt, Wenn du nur, gott, mir gnaͤdig biſt. 1 Bz. Drum gib, daß ich dir kindlich traue, Und demuths⸗ voll, doch unverzagt, Mein hoffen ſicher darauf baue, Was dein ſo theures wort deines geiſtes kraft! mir ſagt. Dein geiſt erklaͤ⸗ re meinem geiſt, Was deine vatertreue heißt. 6. Ich bin ja auf ſo viele weiſe, Mein herr und gott, dein eigentum. Drum gib, daß ich, zu deinem preiſe Und deines großen namens ruhm, Dir diene in gerechtigkeit Mit willi⸗ ger ergebenheit. 7. Du ſchaffſt das wollen und vollbringen, Von dir kommt weisheit und ver⸗ ſtand; Drum reiche mir in allen dingen Aus gnaden deine vaterhand. Erbarme meiner ſchwachheit dich, Und ſtärk zu allem guten mich. 5 8. Legſt du was auf, ſo hilfs auch tragen. Gib mir geduld in leidens zeit, Und ſey in gut⸗ und boͤſen tagen Mein troſt und meines her⸗ zens freud. Gib demuth, einfalt, lieb und zucht; Was unrecht iſt, das ſey verflucht. 9. Nun, herr, du ſieheſt mein beſtreben; Verleih 1 u willſt ſie ja dem gerne geben, Der treulich gutes durch ſie ſchafft. Dann zeigt mein redlich frommer ſinn, Daß ich dein ewig bleib und bin. In voriger Melodie. f ein ſchutz iſt gott! 3 8 1. Meihn laß ich wal⸗ 3 f ten; 262 Zwote Abtheilung. 2 ten; Ich hoff auf ihn, er kennet mich. Ihm fehlts, die ſeinen zu erhalten„An mitteln nie, und ſein bin ich; Ich gruͤnde meine zuverſich! Auf dieſen fels, und wanke nicht. 2. Was quaͤl ich mich? bin ich ein heide, Der ohne gott und heffnung iſt 2 Nein, das iſt meines her⸗ zeus freude, gott, mein helfer biſt. Hilf, ſtaͤrke mich; nichts vermag ich oh⸗ mein erbarm Denn ne dich. 3. Der herr ſeine kinder mit weiſer huld. Er er zuͤchtigt Als wir verd geduld: kan ich ver ſagen, guͤtig iſt? der nimmer er, ient, den zweifel uͤberwiegt! 3. Ich bin ſtille. ſtreicht die Daun ſchoͤpf friedenheit. mir zugeſaget Daß du, o erzieht hier Zur ewigkeit ſchont, viel gelinder, und hat Er hat nicht luſt an unſerm ſchmerz; Ganz anders denkt ſein vaterherz. 4. Die lieb iſt gott! wie zagen? Gab er fuͤr mich nicht jeſum . ehriſt? Was konnte mir ei n gott Der ſo unendlich Erhabner troſt, truͤgt, Und je⸗ harre ſeiner, und Wie bald ver⸗ pruͤfungszeit! ich dort aus ſeiner fuͤlle, Unendliche zu⸗ Er leite mich nach ſeinem rath, Wie hat. er 6 352. Von gott will ich nicht laſſen Denn er verlaͤſſt mich nicht; Im kummer mich zu faſſen, Gibt er mir kraft und licht. Er ſteht mir huͤlfreich bey; Mit jedem neuen morgen Meiß er mich zu verſorgen, Ich ſey auch, wo ich ſey. 2. Wenn menſchen⸗ gunſt und liebe In kaltſinn ſich verkehrt, Bleibt er voll mitleidstriebe, Er, der mein flehen hoͤrt. Er hilft in jeder noth, Hilft von der ſuͤnde banden, Befreyt von ihren ſchanden Und rettet ſelbſt vom tod. 3. Ihm, ihm will ich ver⸗ trauen, Auch in der ſchwer⸗ ſten zeit. Auf ſeine huͤlfe bauen; Er wendet alles leid. Ihm ſey es heimgeſtellt; Leib, ſeele, guth und leben Will ich ihm uͤvergeden: Er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kan ihm nichts ge⸗ fallen, Als was uns nuͤtzlich iſt; Gut meynt ers mit uns allen: Er gab uns jeſum chriſt. Hat er ſo viel ge⸗ than, So wird er auch ge⸗ waͤhren, Was unſern leib 5 Den geiſt erfreuen an. ä c 3. Lobt ihn mit herz und munde, Ihn, der uns bey⸗ des ſchenkt. Geſegnet iſt die ſtunde, Darin man ſein gedenkt! So braucht man recht ein beat W N In bekannter Melodie. 1 fenen fin ich nic de Sol ih ie 9. Ob ich fle dule Mel he Mie ich auch de, Konmt de keit, So großet Die, da ſc ch Und mich bon trenne, Mein den fol. 9, Das iides Dei uns eis Aus feed ach pfahn wir gu Er gibt uns Damit er uns bahn zum Hoch ſeh det! Mel. In alle 353 W. 6 0 einer, aa 1 lab, f 1 Bil E Nes 0 d e wahre 5 et in. erh ten 3 wil! 0 1 1 dauen h in er 10 as unſen s en geister f 10 1 Lob= mit he 10 de e unde, A, ber I mi i ſch. r Genn zu a de un H arin mn f al bucht 10 recht der zeit. nun im grabe . as ſoll ich aͤngſt⸗ 353. lich klagen, Und Ix. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. „FFF 3———— 1——— 7 Wir ſollen Durch ihn ja auf erden Noch ſchon ſelig werden, mehr in ewigkeit. 6. Maga doch die welt ver, gehen Mitaller ihrer pracht! Das gluͤck bleibt ewig ſte, hen, Das gott mir zuge⸗ dacht. Zwar ſchließ ich hier den lauf; Doch wenn ich Genug ge⸗ ruhet habe, Weckt er mich wieder auf. 7. Die ſeel iſt unverloren In gottes vaterhand; Der ſeib wird neu geboren Zum beſſern vaterland. Wie ſe⸗ lig werd ich ſeyn! Mit gott und ſeinen frommen Soll ich mich da vollkommen, ſorgen, morgen Mit neuem kummer ſehn? Du, tage, noch ſage, auch mein wohlergehn. en, trauen, Das, herr, iſt meine Soll ich mich ewig freun. g. Ob ich gleich nun auch dulde Viel leiden dieſer zeit, Wie ichs auch oft verſchul⸗ de, Koinmt doch die ewig⸗ keit, So großer freuden voll, Die, da ich chriſtum kenne, und mich von ihm nicht trenne, Mein erbtheil wer⸗ den ſoll. 9. Das iſt des vaters wille, Der uns erſchaffen hat; Aus ſeines ſohnes fülle Em⸗ r pfahn wir gnad um gnad; Er gibt uns ſeinen geiſt, Damit er uns regiere, Die bahn zum himmel fuͤhre. Hoch ſey der herr gepreiſt! Mel. In allen meinen thaten. in der noth verzagen? Der hoͤchſte ſorgt fur mich. Er ſorgt, daß meiner ſeele Kein wahres wohlſeyn fehle. Ge⸗ nus zum troſt, mein herz, fur dich! s 2. Was nuͤtzt es, aͤngſtlich Und jeden neuen vater meiner Weißt, eh ich dirs Mein leid und 3. Auf deine hand zu ſchau⸗ Dir kindlich zu ver⸗ pflicht. Ich will ſie treu⸗ lich uͤben, Und dich, mein vater, lieben; Denn du ver⸗ ſaͤumſt die deinen nicht. 4. Der du die blumen klei⸗ deſt Und alle thiere weideſt, Du ſchoͤpfer der natur! Weißt alles, was mir feh⸗ let. Drum, ſeele, was dich quälet, Befiehl dem herrn, und glaube nur. Herr, alle meine ſor⸗ gen, Die noth, die oft ver⸗ borgen An meinem herzen nagt, Werf ich auf dich, den treuen; Du weißt den zu erfreuen„ Der fromm nach deiner huͤlfe fragt. 6 Wenn meine augen thrä⸗ nen, Und ſich nach huͤlfe ſehnen, So klag ich dirs, dem herrn. Dir, vater, dir befehle Ich jeden wunſch 0 80. .—— der ſeele. Du hoͤrſt, du hüt, du ſegneſt gern. a R 4 5. erfahren, Wie gut du mich 354. Wer nur den lieben Der b Zwote Abtheilung. 7. Der du mir hier im le⸗ ben Schon groͤßres heil ge⸗ geben, Und deinen ſohn ge⸗ ſchenkt! Du wirſt mir alles ſchenken, Und mir zum beß⸗ ten lenken, Was mich be⸗ kuͤmmert, quaͤlt und kränkt. 8. Du fuͤhreſt, herr, die deinen Nie ſo, wie ſie es meynen: Nein, nur nach deinem rath. Ob ich mich auch betruͤbe, Bleibt doch dein rath voll liebe; Das zeigt der ausgang mit der that. 9. Wenn ich hier tiefen ſe⸗ he, Und es nicht ganz ver⸗ ſtehe, Was du mit mir ge⸗ than, Kan ich doch deß mich troͤſten: mich erloͤſten, Gewiß der⸗ einſt zu ehren an. 10. Dort bey den frommen ſchaaren, Dort werd ich es gefuͤhrt. Da ſing ich dir Du nimſt mich, d ſchweren ſorgen? Mas hilft uns unſer weh und ach? Was hilft es, morgen Beſeufzen unſer un⸗ gemach? Wir machen un er kreuz und lein Nur groͤßer durch die traurigkeit. 2 3. O halte doch dem hoch, ſten ſtille, Und ſey mit ſei⸗ nem rath vergnuͤgt; Exwar⸗ te, wie ſein guter wille, Wie ſein allwiſſenheit es fuͤgt, Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwaͤhlt, Der weiß am beß⸗ ten, was uns fehlt. 3. Er kennt die rechten freubenſtunden, Weiß, wenn uns huͤlfe nuͤtzlich ſey! Wenn er uns nur hat treu erfun⸗ den, Geduldig, ohne heu⸗ cheley, So kommt er„eh wirs uns verſehn, Und laͤſs ſet uns viel guts geſchehn. 5. Denk nicht in deiner drangſalshitze, Daß du von gott verlaſſen ſeyſt, Daß mit freuden, Nach uͤber⸗ ſtandnem leiden, Den dank, der deiner huld gebuͤhrt. In bekannter Melodie. gott läſſt wal⸗ leichte ihm nur der im ſchooße ſitze, Den alle welt fuͤr gluͤcklich preiſt; Die zukunft aͤndert oft ſehr viel Und ſetzet jeg⸗ lichem ſein ziel. 6. Es ſind ja gott ſehr ſachen, Und ſeiner ten, Und hoffet auf ihn al⸗ lezeit, Den wird er wun⸗ der bar erhalten In aller nen und traurigkeit. Wer gott, dem allerhöͤchſten, traut, 33560 auf keinen ſand ge⸗ Aut. 5 2. Was helfen uns bie allmacht gilt es reichen klein und arm zu machen, groß und reich. Er iſt der herr, der jedermann Gar 155 erhoͤhn, bald ſtuͤrzen an. gleich, Den Den armen aber auf 7. Sing, baͤt und geh . got⸗ daß wir alle 7 ed den el 35 cherzeh, erden, Peburf menſchen sehn! los deine fegt er zu baͤten dir g 4. Sagt gott! tet, baß ihr uu des gebaͤtes dein? Wer sec ju baͤten schäme ſich, gottes fie Und 15 ba 10 i aun en gehe da, ohn 0 a ey, fomm 5— Im* in ſhac 0 al a fir gd kel; W gukunf d —— X. Vom P —.— e— 3 4 5 8 5 3————— Gebaͤte. ſcherzen, — gt trau dy n f ehen. Es 6e ja gutt% val ſachte ſi e lib t va ſuchen und amg n mhm„amen% gelt, guß unf, Er it n aut, u, 0 mann o ge ab ech r halb fü he 200 md geh ö 00 . n e erden, U 9 s glich eee gottes wegen, Verrichte deine pflicht getreu! Trau ihm und ſeinem reichen ſe⸗ gen, So wird er bey dir werden neu. Denn wer nur ſeine zuverſicht Auf gott ſetzt, den verlaͤſſt er nicht. 1 err* Vom mel. Wer nur den lieben ie. oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. 4. ein heil, o chriſt 331. D nicht zu ver⸗ Sey wach und zum gebaͤt! Ein nuͤchtern kindlich flehn aus gutem her⸗ 9 zen Hat gott, dein vater, nie verſchmaͤht. Er iſt die liebe ſelbſt, und hoͤrt, Was ſeiner kinder herz begehrt. 2. Erhebe dich zu ſeinen Gebaͤte. gluͤck Muthwillig ſelbſt von ſich zuruck. 5 5% Sein gluͤck von ſeinem gott begehren, Iſt wahrlich keine ſchwere pflicht; Und ſeine wuͤnſche gott erklaren, Gereuet ſicher niemals nicht. Es gibt uns muth und ſtaͤrkt die kraft Zur daͤmpfung je⸗ der leidenſchaft. 6. Sich in den leidens⸗ ſtunden ſtaͤrken, In dem vertraun, daß gott uns liebt, hoͤhen Mit dank und flehen oft und gern; Er laͤſſet, was dir nutzt, geſchehen, Iſt dir zu helfen niemals fern; Und thut, ſo du nur zu ihm flehſt, Mehr, als du bitteſt und verſtehſt. 3. Welch gluͤck, ſo hoch ge⸗ ehrt zu werden Und im ge⸗ bat vor gott zu ſtehn! Der herr des himmels und der Bedarf der eines menſchen flebn? Er will blos deine ſeligkeit, Wenn er zu baͤten dir gebet. 4. Sagt gott nicht: bit⸗ tet, daß ihr nehmet? Iſt des gebaͤtes frucht nicht dein? Wer ſich der pflicht zu baͤten ſchaͤmet, Der ſchaͤmt ſich, gottes freund zu ſeyn, Und ſtoͤßt das angebotne Im fleiß zu allen guten wer⸗ ken, Iſt dieſe pflicht fuͤr dich betruͤbt? So trifſt du nichts auf erden an, Das dauer⸗ haft erfreuen kan. 7. Gott, laß mich nicht mein heil verſcherzen, Gib luſt und kraft mir zum ge⸗ baͤt; Und wenn mein mund aus gutem herzen, Zu dir um huͤlf und gnade fleht; [So hoͤre mich von deinem thron Durch jeſum chri⸗ ſty 4 ſohn. 7 4 mel. Sey lob und ehr, dem ze. Rott, deine guͤte 356. G reicht ſo weit, So weit die wolken gehen; Du kroͤnſt uns mit barm⸗ R 5 ber⸗ 1 1 1 EEE ͤ ˙⁵Ä1—4 ð7—ĩ[————— 63+— — n 3 8..— .——— r ee— —— 1 N 1 5 a 8. r N 3 „5* ————————————— 3 2 n —— 8 8 gerechten. mein eigenthum, Fuͤr andrer 266 SZwote Abtheilung. herzigkeit und eilſt, N beyzuſtehen, Biſt maͤchtig vaͤterlich geſinnt; Vern im mein flehn, hoͤr mich, dein kind! Denn ich will vor dir baten. 2. Ich bitte nicht um uͤber⸗ fluß Und ſchaͤtze dieſer er⸗ den! Laß mir, ſo viel ich haben muß, Durch fleiß und Gib mir arbeit werden. nur weisheit und verſtand, Dich gott und den, den du geſandt, Und mich ſelbſt, zu erkennen. 8 3. Ich bitte nicht um ehr und ruhm, So ſehr ſie men⸗ ſchen ruͤhren. Des guten namens eigenthum Laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer ruhm ſey meine pflicht, Der ruhm vor dei⸗ nem angeſicht, Und from⸗ mer freunde liebe. allein Begluͤckt zu ſeyn, Bringt chriſten nicht gnug freuden. joch: So kraͤnkt mich do Des nebenchriſten leiden. 2. Du ſchufſt ja, wat von adam ſtammt, Zum wahren glück und leben; Willſt al⸗ len auch, von lieb entflammt, 9 ——— leuchte doch, Die jetzo noch, Bey dicken finſterniſſen, Sich ſelbſt allhier Den weg zu dir Durch ſuͤnd uns wahn verſch lieſſen. 3. Erxweiche der verſtock⸗ ten herz, Bekehre die ver⸗ fuhrten. Ach! daß ſie doch der ſuͤnden ſchmerz, Und dei⸗ ne gnade ſpuͤrten, Daß kei⸗ ner nicht In dein gericht Und ſtrenges urtheil fiele! Ach leite ſie Doch ſpaͤt und fruͤh Zum vorgeſtecktem 4. So bitt ich dich, meln herr und gott, Auch nicht um langes leben; Im gluͤcke demutb, troſt in noth, Das ziele! 3. O ſtaͤrke, die im glau⸗ ben ſtehn Und kindlich dich verehren, Daß beinen weg wolleſt du mir geben. Miß mir zu, wie du willſt, die zeit; Nur fuͤhre mich zur ſeligkeit Der glaubenden Mel. Was mein gott will ꝛc. zott! deſſen nam 357. G iſt, wie dein ruhm, Ich wags, zu dir zu treten, Und will, als fuͤr ſie freudig gehn, Und deinen ruhm vermehren. Hilf ih⸗ nen auf In ihrem lauf, Wenn ihre fuͤße gleiten, Und lehre ſie Des lebens muͤh Durch deine kraft beſtreiten. 5. Hilf, daß die ganze chriſtenheit Dich„ als den hoͤchſten, ehre, Daß weder hochmuth, haß, noch neid Dein heilig wort verkehre. Laß ſeine macht Des irr⸗ wohlfahrt baͤten. Fuͤr ſich * 5 thums nacht, Der ſuͤnde reich Druͤckt mich kein Die ſeligkeit gern geben. Er, eit ihn; De nale hu gchub, ten ttt 10 dich vetehtt, naͤhrt, Len herr, gehen 30 Zufritbülbet, fe, tofu lch 8. Mir all, ſind ig En waf handen Laß und übſal ba, ſich von und wi biſt Aber, der ſchwa; Drum jeſu samen Zu! Die bor dir feht und möcht ane Mel. Weiter une . Gott? Der hu in eint gleich Als bril dir nahn, N dun wott dich Sede n des . e, hein den fü nb 6 erh. Daß denn u. Mſſie fre Sehn, lib n M, Muh W ehren, ff mit men( n ien auen Benn w füße geil 2 1 10 1 10 durch„ kraft haun u l 0 daß 5 ſſan in griſtſ= Dich, wit Macht! pre, Daß nat Ju um e haß, ahn i den wot belßh An u si S bacht Dab h ie, de, 6 deine huld Sich ihrer ar⸗ 5 55 Vom ebaͤte. 262 reich beſtreiten, Und ſeinen ſchall Sich uͤberall Zu un⸗ ſerm gluͤck verbreiten. 6. Gib, daß ſich ehre, recht und treu Im ganzen lande kuͤſſe; Daß jeder fromm und heilig ſey, Und richte jedes ö fuͤße Vom ſuͤndenſteg Zum himmelsweg; Daß deines namens ehre, Herr! durch dein wort Sich fort und fort Bey allen menſchen mehre. 7. Die armen laß durch beit nähren; Den kranken wolleſt du geduld, Betrüb⸗ ten troſt gewaͤhren. Wer dich verehrt, Sich redlich naͤhrt, Dem wolleſt du, herr, geben Zu aller zeit Zufriedenheit, Gluck, huͤl⸗ fe, troſt und leben. 8. Wir alle, vater, wir ſind ja Ein werk von deinen haͤnden; Laß nie, iſt angſt laß, herr! unſers wundes flehn Aus unſers herzens fuͤlle gehn. 2. Dein name muͤſſ uns heilig ſeyn; Dein wort er⸗ halte bey uns rein! Dawit, wie du ſelbſt heilig biſt, Auch heilig ſey ein jeder chriſt. Behuͤt uns, herr! vor falſcher lehr, Und die im irrthum ſind, bekehr. 3. Dein gnadenreich komm in der zeit, Und einſt das reich der herrlickkeit. Steh uns mit deinem geißſe bey; Mach uns von ſuͤndenknecht⸗ ſchaft frey. Daͤmpf aller feinde macht und wuth; Nim deine kirch in deine a 5 3. Dein will geſcheh auf erden ſchon, Wie er geſchieht vor deinem thron. Mach uns, o gott! in freud und leid Zu dem, was dir ge⸗ fallt, bereit; Und, wehr des und truͤbſal da, Dein ſchutz ſich von uns wenden. Du biſt ja der, Dem nichts zu ſchwer; Drum ſprich durch jeſu namen Zu deren flehn, Die vor dir ſtehn, Dein ja, und maͤchtig amen. Mel. Vater unſer im himmelr. ott vater, an er⸗ 35 8. G ö reich, barmen Der du in eintracht uns zu⸗ gleich Als bruͤder heiſſeſt zu fleiſches uͤbermuth, Das wi⸗ der deinen willen thut. 5. Gib uns heut unſer taͤglich brod! Du kennſt am beßten unſre noth. Hilf uns, entferne krieg und ſlreit, Peſt, ſeuchen, mis⸗ wachs, theure zeit. Laß bey uns heil und friede btühn, Und laß uns geiz und ſorgen fliehn. 575 6. Vergib uns alle unſpe. ſchuld, Und trage doch mit dir nahn, dein wort dich an. Doch Wir rufen auf uns geduld. Begnadiget von dir, dem herrn, Ver⸗ zeihn . 8 ———— —.—— BAA ͤ———— 25 r 8*.——— 8 ä—— eee ber: ee geen 8 5———j— glauben immerdar, fuͤllt zu ſehn. 268 Iwote Abtheilung. zeihn wir unſern ſchuldi⸗ gern. barmherzigkeit An 7. Herr! deiner gnade ruhm erhoͤhn. 8. Mach uns von allem uͤbel frey, Daß unſer heil vollkommen ſey; Bewahr uns vor dem ewgen tod; Hilf uns in unſrer ſterbens⸗ ſelig uUn⸗ nim uns in noth; Vollende ſern lauf, Und den himmel auf. herr! in ewigkeit. le ſind dein eigenthum. Ge⸗ baͤt erhoͤren iſt dein ruhm. Unendlich mehr, als wir verſtehn, te deine hand geſchehn. 10. Herr! amen! ja, es werde wahr! Staͤrk unſern Daß wir nicht zweifeln„unſer flehn Durch deine gnad er⸗ Ein freudig amen ſprechen wir, O va⸗ ter! auf das wort von dir. Mel. Vor deinen thron tret ze. 3 59. J komme vor dein Und du thuſt auch ne ſchuld, dem, der gern, wie du, verzeiht. in verſuchung fuͤhr uns nicht, Und wenns im kampf an kraft gebricht: So hilf mit deiner ſtarken hand, Und gib uns kraft zum widerſtand, Daß wir zulezt als ſieger ſtehn Und die kraft, die herrlichkeit Iſt dein, o Wir al⸗ Kan ſtets durch und geduld. 2. Schaff du ein reinez 15 in mir; Ein herz voll lieb und furcht zu dit; Ein herz voll demuth, preis und bank; Ein ruhig herz mein lebelang. 3. Sey mein beſchuͤtzer in gefahr, Ich harre heiner im⸗ merdar; Wo iſt ein uͤbel, das mich ſchreckt, Wenn deine vater hand mich deckt? 4. Ich bin ja, herr, in dei⸗ ner hand, Von dir empfing ich den verſtand Erhalt ihn mir, und durch dein wort Erleucht und lelt ihn immerfort. 5. Laß, deiner guͤte mich zu freun, Sie ſtets vor mei⸗ nen augen ſeyn; Laß, mei⸗ nes glaubens mich zu freun, Ihn ſtets durch liebe thaͤtig ſeyn. 6. Das iſt mein gluͤck, was du mich lehrſt; Das ſey mein gluͤck, daß ich zuerſt Nach deinem reiche tracht, und treu In allen meinen pflich⸗ ten ſey! e 7. Ich bin zu ſchwach aus eigner kraft, Zur daͤmpfung meiner leidenſchaft. Du aber ziehſt mit kraft mich an, Daß ich den ſieg erlan⸗ gen kan. 8. Gib von den guͤthern dieſer welt, So viel mir 0 927. angeſicht, Ver⸗ wirf,. 0 gott, mein flehen C nuͤtzt und dir gefaͤllt, Bey we⸗ nicht; Vergib mir alle mei⸗ Du gott der gnade i 360. mm! 10, Gib ue b 0 und verleih, und daßkbat eh aus liche gel ghaft mer 0 02 Gtwacke m nen freund Den meiner. wohſfah Mit wir in beine uͤbt, Nit. U veyſpill gel. 1 Behn b laͤngreß zel,. meinet loge bel; herr, mene puer laß mich auch im 13. lud wann mein ade nahn, dich meier her ey, Muh du ſohn, Man schirm mein große lohn. mel. ln ii dn Ind gen, O chr, heit dich beſege füllung dieſer übe ſie, zu gott deinem heil, 85 thuſt e „„Du n ee i. Va deren% S, ö 10 dan 1— 1 09 ö— mein bet arne u A fre, 18 Dr 4. Sie ſtec m an de net g. K f nich 1 Sn le Ihn gehn. ö 4, U glͤck„ S ich zun da deu J eng e een ſe 80d 6 7. N zu ſcruhn ſreudgſagner= Jut binpig Dee nemer. enſchaft. 9 n d cer z mit ki n „e, D der sig n e den g. Gif iim gin De er E b fleha uit ul wenigem zufriedenheit„Zu N ſig im genuß, Uuẽd, dürft⸗ zaghaft meiner pflicht ent nme 3 b herr, meine zuverſicht; Ver⸗ geil, V . X. vom Gebaͤte. —.—— meinem fleiße heiterkeit. 9. Schenkſt du mir aber. uͤberfluß: So laß mich maͤſ⸗ ge bruder zu erfreun, Mich einen frohen geber ſeyn. 10. Gib mir geſuns heit, und verleih, Daß ich ſie nutz und dankbar ſey, Ugd nie aus liebe gegen ſie Mich zieh. c 11. Erwecke mir ſtets ei⸗ nen freund, Ders treu mit meiner wohlfahrt meynt, Mit mir in deiner furcht ſich uͤbt, Mir rath und troſt und beyſpiel giebt. 12. Beſtimmſt du mir ein laͤugres ziel, Und werden meiner tage viel: So ſey, laß mich auch im alter nicht. 13. Und wann ſich wird mein ende nahn, So nim dich meiner herzlich an, Und ſey, durch chriſtum, deinen ſohn, Mein ſchirm und ſchild, mein großer lohn.. Mel. Wer nur den lieben gott. 360. Komm bätend oft 2 und mit vergnuͤ⸗ gen, O chriſt, vor gottes Laß keine traͤg⸗ helt dich beſiegen In der er⸗ fuͤllung dieſer pflicht. O angeſicht. uͤbe ſie, zu gottes preis Und deinem heil, mit treuem 2. Baͤt oft in einfalt dei⸗ ner ſeelen; Gott ſieht aufs herz, gott iſt ein geiſt. Wie koͤnnen bir die worte fehlen, Wenn nur dein herz dich baten heißt? Der glaub an gott und ſeinen ſohn Rübrt ihn, nicht leerer worte ton. 3. Bat oft zu gott, und ſchmeck in freuden, Wie freundlich er, dein vater, iſt; Bat oft zu gott, und fühl im leiben, Wie treulich er das leid verſußt. Gott boͤrts, gott iſt, der hüͤlfe ſchafft! Er gibt den muͤ⸗ den troſt und kraft. 4. Bat oft, und heiter im gemuͤthe, Schau dich an ſeinen wundern ſatt; Schau auf den ernſt, ſchau auf die guͤte, Womit er dich gelei⸗ tet hat. Oft irrteſt du, er trug geduld; Erkenn und preiſe ſeine huld. 5. Bät oft, durchſchau mit frohem muthe Die herzliche barmherzigkeit Deß, der mit ſeinem theuren blute Uns vom verderben hat befreyt; Und eigne dir zu deiner ruh Und heiligung ſein opfer zu. 6. Baͤt oft, gott wohnt an jeder ſtaͤtte; In keiner win⸗ der oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit vielen baͤte, So find ich eh'r bey gott ge⸗ hoͤr. Iſt nur dein wunſch gerecht und gut, So ſey ge⸗ wiß, daß gott ihn hüt, fle iß. 1 5 7. Doch ſaͤume nicht, in den des baͤten Wollſt du, mein va 361. Wer kan, gott, 270 Zwote Abtheilung. gemeinen Auch oͤffentlich gott anzuflehn, Und ſeinen namen, mit den ſeinen, Mit deinen bruͤdern, zu erhoͤhn. Fuͤhl der vereinten andacht werth, Die deine eigne ſtaͤrkt und nährt. 8. Baͤt oft zu gott fuͤr dei⸗ ne bruder, Fuͤr alle men⸗ ſchen, als ihr freund; Denn wir ſind eines leibes glieder; Kein glied ſoll ſeyn des an⸗ dern feind: Solch bitten, das aus liebe fließt, Gefaͤllt dem, der die liebe iſt. 9. Baͤt oft; ſo wirſt du glauben halten, Dich pruͤ⸗ fen und das boͤſe ſcheun, An lieb und eifer nicht erkalten, Und reich an guten werken ſeyn; Denn muth und kraft und ſeelenruh Sagſt du, gott, dem, der bittet, zu. 10. Dis reize mich, vor dich zu treten Mit lob und dank, mit wunſch und flehn; Doch meine fehler bey dem ter, uͤberſehn, Weil der, der dir zur rechten ſitzt, Mich, als mein mittler, un⸗ terſtüͤtzt. In voriger Melodie. 2. f e e gebaͤt und flehn Wir ſtetz auf deine huͤlfe ſehn. 2. Drum komm ich auch mit meinem baͤten, deinen heilgen thron. 8 5 Wie freudig kan ich vor dich treten, Denn mich vertritt bey dir dein ſohn; Durch ihn bin ich voll zuverſicht; Mein ſchwaches flehn ver⸗ wirfſt du nicht. 3. So gib mir denn nach deinem willen, Was deinem kinde heilſam iſt; Nur du kanſt mein verlangen ſtillen, Weil du des ſegens quelle biſt. Vor allen dingen ſor⸗ ge du Fuͤr meines geiſtes wahre ruh. 4. Gib mir beſtaͤndigkeit im glauben; Laß meine lie⸗ be thaͤtig ſeyn. Will etwas mir dis kleinod rauben, So ſchraͤnke die verſuchung ein, Und ſtaͤrke mich mit kraft und muth, So ſieg ich uber fleiſch und blut. 5. Bewahr in mir ein gut gewiſſen, Ein herz zu dir voll freudigkeit; Ein herz, aufs gute ſtets befliſſen, Das ſich vor deinem auge ſcheut; Und fehl ich, gott, ſo zuͤchtge mich, Zu meiner je was gutes haben, Das nicht von dir der geber aller gaben, Und immer groß an rath und beßrung, vaͤterlich. 8 6. Ein herz, das in be⸗ gluͤckten tagen, O vater, deiner nie vergiſſt; Ein herz, das unter noth und plagen Mit deinem rath zufrieden that. Ou willſt, daß mit i Ein herz voll zuverſicht ꝑ—a 15 O gott, vor ———— mel. Pt On de, e 3620 n Mir liben, hel ub giebſt, Eich ih b haͤnde. Mn dal 5 il und thut ſtets ein gute ebe 2. Jh ut, x ue du pe, du mal datt ß h willſt men wol z Drum laß nach v genſinn Auf nine beſtehen. 3. Wenn unſe a ge wahlt, Dane leicht has ziel ter dem wir ringe Vir ſache oft i ö gewf= Ein gen dim ie bol 15 00 ien a voll un gleit; 6 0 ze, n aufß De fis „gel beßrt oaͤterlic. 0 1 ben elch Arz, bab 1 dn glück igen, D lt bn 2 Sagiſt; Gun en, Ades= noth und ruth u Nit! T. In tath An LI f tj bol zutaſt 119 1 willſt mein wohlergehen. beſtehen. 1 ö * 1 X. Vom Gebaͤte. zu dir, Und voll geduld, ver⸗ leihe mir. 7. Du wirſt es alles weis⸗ lich ſuͤgen; Du weißt am beßten, was mir nuͤtzt. An deiner huld laß ich mir gnuͤ⸗ gen, Die ſchwache maͤchtig unterſtuͤtzt; Zufrieden, va⸗ ter, folg ich dir; Beveſtge dieſen ſinn in mir. 8. Soll ich auf erden laͤn⸗ ger leben, So gib, daß ich dir leben mag. Laß mir den tod vor augen ſchweben; Und kommt dereinſt mein ſterbetag: So ſey mein aus⸗ gang aus der zeit Ein ein⸗ gang in die herrlichkeit. mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. u dir, mein gott, 362 N 3 der du mich liebſt, Mir leben, heil und ſegen giebſt, Erheb ich herz und haͤnde. Was deine weis⸗ heit will und thut, Nimt ſtets ein gutes ende. 2. Ich weiß uicht, was mir nuͤtzlich iſt; Du weißts, der du mein vater biſt, Und a . Drum laß mich nie mit ei⸗ genſinn Auf meinem wunſch 3. Wenn unſer bloͤdes au- wohl zu machen. wahn Das, was wir flie⸗ hen ſollten. 3. Du willſt, wir ſollen voll vertraun, Auf deiner vorficht wege 3 Und dir uns uͤbergeben; Denn du, du ſoraſt wit vaterhuld Fuͤr unſer ganzes leben. 5. Wo iſt auch wol ein beßrer freund? Wer kan den, der verlaſſen ſcheint, Mit ſe⸗ gen uͤberſchuͤtten? Du, gott, thuſt überſchwenglich mehr, Als wir verſtehn und bitten. 6. Du haſt die welt in dei⸗ ner hand; Dein unermeß⸗ licher verſtand Weiß alles te deine vorſicht nicht Fuͤr meine wohlfahrt wachen? 7. Wenn deine macht fuͤr mich gebeut, Wie koͤnnte meine ſterblichkeit Und ohn⸗ macht mich erſchrecken? Du wirſt mich in gefahr und noth Mit deinem ſchutze decken. 8. Ach leite mich durch deine kraft Auf meiner kur⸗ zen pilgrimſchaft, Daß ich von dir nicht weiche, Den weg der tugend freudig geh, Und einſt das ziel erreiche. 9. Ich will auf deine gna⸗ de ſchaun, Und nicht auf menſchen huͤlfe baun, Die ge waͤblt, Dann wird ſehr leicht das ziel verfehlt, Nach dem wir ringen wollten. uns ſo leicht betruͤget. Gib nur, daß ſich mein ſchwa⸗ ches herz Mit beiner huld Wir ſuchen oft nach unſerm 1—— begnuͤget. 10, Gabſt — ————— 2* ** N—.——————— l——— ö . 00000* 2— 1 2 8—— 5 8 N* 1 4 2 5 3—.*——— 82 0 r ö* 1—————— 1 8—. ˙——— b 2** 3— 0 1. 3 8 5 1 8 * 1 3 5— 8 535 Zpwote Abtheilung. 10. Gabſt du mir deinen[Ich kan nun an die ewig. ſohn zum heil, So wirſt du keit Im glauben freudig den⸗ mir gewiß auch theil An ken. N deinem himmel ſchenken. 32 XI. Vom Lobe Gottes. Mel. Nun danket all, und ꝛe. Nr. 3.[achten wir darauf, Mit 363 Auf, ehriſten, brin, kraft zur heiligung. „I get preis und ehr 8. Er bleibt uns treu; Dem herrſcher aller welt; ſein wort ſteht veſt. Wer Dem maͤchtigen, der erd und bier ſich zu ihm haͤlt, Kommt, meer, Und alle himmel halt. wann er dieſe welt verlaͤſſt, 2. Lobt gett mit frohem Zum gluͤck der beſſern welt. jubelſchall, Ihn, unſer hoͤch⸗ 9. Drum, chriſten, ſingt ſtes guth, Der große wunder ihm preis und dank Für überall, Auch an uns men⸗ ſeine freundlichkeit. Dort ſchen thut. 3 preiſt ſie unſer lobgeſang 3. Von unſter zarten kind⸗ Noch mehr in ewigkeit. heit an Hat er uns unter⸗ el. Vom himmel hoch da ꝛc. ſtuͤtzt: Er, der allein uns oder:„ helfen kan, Und gern uns 5. uf, chriſten! hilft und ſchuͤtzt. 364. A preiſt mit mir 4. Aus ſeiner fuͤlle neh⸗ den herrn! Wer preiſt, wat men wir Noch immer, was herrlich iſt, nicht gern? Er, uns nährt, Und unſern ſee⸗ den der ganze himmel ehrt, len auch ſchon hier Zufrie⸗ Iſt unſers hoͤchſten lobes denheit gewaͤhrt. wert. 8 5. Er breitet ſtets auf un⸗ 2. Lobt ihn! ſein ganzer ſerm pfad Viel freuden um nam iſt ruhm; Unendlichkeit uns her. Die noth, womit ſein eigenthum. Dis gren⸗ ſein weiſer rath Uns pruͤft, zenloſe meer von licht Durch⸗ erleichtert er. ſchaut der hoͤchſte engel 6. Er traͤgt, nach guͤtger nicht. vaterart, Uns ſchwache mit 3. Ja freuet euch, ihn zu geduld; Er zuͤchtigt wol, erhoͤhn! Solch lob iſt heil⸗ doch nie zu hart, Und ſchenkt ſam, herrlich, ſchoͤn, Es uns gern die ſchuld. zeigt verſtand, erfreut das 7. Er weckt uns das ge⸗ herz, Und ſtillt im leiden wiſſen auf, Ruft uns zur unſern ſchmerz. beſſerung, Und ſtaͤrkt uns, 43. Wie 25 40— ——— 86% beruf, 055 10 ge 2 head d. ehr wan Doß ie dn hn, 5 6 15 10 17 6,1% ihn 112 Die 1 ihm c: ich zu dot n. 1 a0 gene g/ K len kan.. 8. Nach kuer nun! er ſplich, Erna! dieſe cht. di dankt Ir ü a wolltet iicht wol l eyn 1 iN ſſt gut zx als e! Denn weng ſollt uns da Nie ken, her ſy t Daß er auch seh uns gibt? 10, Was gehen ihm 17 Geng, herz poll dault ganz in ſeiner lien Das iſt es, I ig 55 1 1 1 eben 3, thing . 0 8 Donzun faut 1 0 11 reiſt ne ſude u den Wer in n, das herrli * nicht genf z sern, 1 1 15* den 9 ze hinge 0 dae It u blichin ſoert 1. 1.. Din! sei a 1 en e In; dae nein dun, 0 pri, 0„bon licht du chaut= bloͤchſe b güte acht. 9 N ache u z. Nr Jet euch, 0 igt u, aboͤhn igt u b, erf 0s e ch, i filt in uns zn uſem ert, m W uns ſo Daß ihr den ewgen 4. olch bob i l she an,, sti 1 0 4 1 c g —.. — ff. . 8———ññ— ( s ——— — XI. Vom Lobe Gottes. 4. Wie wird der geiſt da⸗ durch entzuͤckt; Hinauf zum himmel hingeruͤckt; Mit ſeinem hocherhabnen freund, g Mit gott, ſtets inniger ver⸗ eint. 5. Welch ein ſo herrlicher beruf, Zu dem gott ſelbſt die engel ſchuf! Welch eine theure, ſuͤße pflicht, reichen lohn ver⸗ ſpricht! 6. Ja, pflicht iſts, daß ihr ſein gedenkt, Ihr, de⸗ nen er verſtand geſchenkt! Die ehre des verſtandes iſt, kennt und wiſſt. 7. Pflicht iſt es, daß ihr ihn beſingt, Die ihr von f ihm ein herz empfingt, Das ſich zu gott mit inbrunſt nahn, Und ſeine große fuͤh⸗ len kan. N 8. Auch euer mund, ſo oft N 2 .* 8 * 273 0 8 * 11. Auf, chriſten! preiſt mit mir den herrn. Wer preiſt nicht milde geber ern? Gedenkt, was er an uns gethan; Wer iſt, der ihn gnug loben kan? In bekannter Melodie. Gerr gott, dich lo⸗ 365. Heben wir! Herr gott, wir danken dir! Dein, vater, iſt in ewigkeit Das reich, die kraft, die herr⸗ lichkeit. Die welt, dein werk und eigenthum, Ver⸗ kuͤndigt deines namens ruhm. Der engel heer, die ſeraphim, Lobſingen dir mit hoher ſtimm: Heilig iſt un⸗ er gott! Heilig iſt unſer ott! Heilig iſt unſer gott, er herr, herr zebaoth! 2. Weit, uͤber alle himmel weit, Geht deine macht und eee herrlichkeit: Sie, die den er ſpricht, Erinnert euch an dieſe pflicht. Die ſprache dankt ihr ihm allein, Und ſeyn? ä 9. Wer iſt gutthaͤtiger, ken, der ſo ſehr uns liebt, erdkreis wunderbar Bekehr⸗ ten, deiner boten ſchaar; Sie, deiner lehre maͤrtyrer, Er⸗ wolltet nicht voll ruͤhmens heben ewig dich, o herr! Auch deine ganze chriſtenheit Preiſt dich auf erden weit als er? Denn welche gabe und breit, Dich vater, auf ſollt uns der Nicht 9 18 der himmel thron Und je⸗ ſum, deinen eingen ſohn, Daß er auch ſeinen ſohn Samt deinem geiſte, deſſen uns gibt? 10. Was ihm dafuͤr? Gebt ihm herz voll dankbegier, ganz in ſeiner lieb entbrennt: Das iſt es, was ihr geben onnt. ein gebet ihr nun uns Das! ſu chriſt, kraft Ein neues leben in chafft. 3. Du herr der ehren, je⸗ Der du der ſuͤn⸗ der beiland biſt, Du wardſt, um unſer troſt zu ſeyn, Ein 8 menſch, 74 uns auch im tode nicht! dern kund, Was mir von Sibote Abtbeilung. menſch, wie wir, doch fuͤu⸗ den rein. Du haſt den weg zu gott gelehrt, Des todes macht baſt du zerſtört. Nun herrſcheſt du ins vaters reich An mafeſtät und gnad ihm gleich. Im grabe laͤſſeſt du 5 nicht, Du kominſt der⸗ einſt und haͤltſt gericht. 4. So hilf uns denn dir dankbar ſeyn, und uns deiner r freun. Einſt ſey im himmel ewges heil, Mit allen frommen, uunſer theil. herr jeſu chriſt, Und ſegne, was dein erbtheil iſt. Leit uns durch unſre pruͤfungs⸗ zeit, Bis zu der frohen ewigkeit. 5 5. Taͤglich, berge wir loben dich. Dir heiligt un⸗ ſre ſeele ſich. Vor aller un⸗ gerechtigkeit Behuͤt uns heut und allezeit. Sey gnaͤdig uns Wenn wir zu dir, erbar⸗ mer, flehn, So laß uns dei ne huͤlfe ſehn. Auf dich ſteht unſre zuverſicht; Verlaß Amen. 5 Mel. Nun dankeral unde. Nr. 3 366. Ich ſinge dir mit herz und mund, Herr, meines herzens luſt! Ich ſing, und mach auch an⸗ 2. Ich weiß, daß br 995 ewigkeit Die reiche quelle biſt, Woraus uns allen ſe⸗ derzeit Viel heil und 1 2855 Was ſind wir doch? 8 8 haben wir Von guthern aller art, Das uns, o og⸗ ter, nicht von bir Allein ge⸗ geben ward? Dir N Hilf deinem volk, o treuer gott! Sey gnaͤdig uns in aller noth! 4. Du haſt des himmels ſchoͤnen bau So praͤchtig ausgeſchmuͤckt. Du biſts, der unſer feld mit thau Und regen ſtets erquickt. 55 Du ſorgſt fuͤr uns beym groͤßten froſt, ſturm und wind. Du machſt, daß jahrlich korn und moſt Fuͤr uns vorhanden ſind. 6. Diu gibſt uns leben und gedeihn. Du ſchenkſt mit [treuer hand Den frieden, deß wir uns erfreun, In un⸗ ſerm vater land. 7. Allguͤtiger, allein von 15 Fließt alles heil uns zu. Geſchoͤpfe deiner hand ſind 8 Und unſer ſchutz bis 8. Du naͤhreſt uns von jahr und treu, Und ſteheſt uns [auch in gefahr Und noͤthen gnaͤdig bey. 9. Du 173 gſt uns ſuͤnder mit geduld, And ſtrafſt nie allzuſehr; Ja endlich nimſt du unſre ſchuld, Und wirfſt ſie in das meer. dir beeußt Seer D r 10, Das ungluͤck, das von ferne Bey allem zu jahr, Bleibſt immer gut 0 4 0 — 1 13 7 1 ba ſin, 10 5 ag und nagt! ſorg und wirf f 155 den, her bich gen 15 Hat er dich lug Auf Baue ernährt, und der düäge Auf gluͤck gecht? 1 67 Er hat 19g was betſchn u giment; Nen, 5 und Ait gel nim ein guet 18. Ey nun! ger thun, Und n run: Sy we N 2 Joy Iwo A 8 1 den de) Die tod ißt lort. n 8 Mett id; 1 uad 0 aa mus In. 40 3 teich 11 5 den lr ir Un tun n— Hast be g geg del, „, ue nen uf, Und ſenr, I 1 of 90 6 prüfng: 5 koſt, Beh g der 115 f uns wind. Du 0 e da Wich bon un r gott en 0 eee l deiligt in lede N* fan anten! du dhe „ beuſk id Den fi ae deß 8 erfreun 0 7 pg ſerm des klanb, 6 9 elt 200 7. Itzger, alt 105 0 alles heil r, dg Geſg d deiner hun Nun vir, inner ſhi f nch ich du. La 8. W ihteſt uns in de itt zu g,„ Bleibſt ing und e Und ficht“ zuch wnefahr Uu) nab! h. 5 — — 7 — 1 — — md. N dir il g, m rägſt und 5 nit b e, Und 10 1 ö 1 P A ud mut! zent EJ 11 5 c nd 1—chulb, Ind ö unn un de in meer. 0= ung lüdh 0 Ju endlich 1 —— ſerne droht, Kehrſt du ſo — XI. Vom Lobe Gottes. 5 5— 355 oft zuruck, Und die ſchon gegenwaͤrtge noth Verwan⸗ delſt du in gluͤck. 11. Du kenneſt beit muͤh, Und biſt mit kraft nicht fern; Du foͤrderſt und vergiltſt uns ſie, Erfreuſt und ſegneſt gern. 12. Du füͤllſt des lebens mangel aus Mit guͤthern, die beſtehn, Wenn dieſes leibes irdiſch haus Einſt wird zu trümmern gehn. 13. O ſeele, die du zag⸗ haft biſt, Sey froh und faſ⸗ ſe muth; Gott, alles guten Aurſprung, iſt Und bleibt auch ſtets dein guth. 14. Er iſt dein ſchutz, dein ewig theil, In finſterniß dein licht, dein troſt und heil; Schafft rath, und läſſt dich nicht. 15. Was kräankſt du dich in deinem ſinn, Und grämſt dich tag und nacht? Nim deine ſorg und wirf ſie hin Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von jugend auf Verſorget und ernährt, Und wunderbar der dinge lauf Zu deinem gluͤck gekehrt? 1 unſrer ar⸗ noth. In aller noth 17. Er hat noch niemals was verſehn In ſeinem re. giment; Nein, was er thut und laͤſſt geſchehn, Das nimt ein gutes end. 18. Ey nun! ſo laß ihn fer⸗ 775 ruhn, Und ewig froͤh⸗ lich ſeyÿr⸗.,. di N mel. Nun lob, 125 el, den de. Wau lobt dich in 17. 367. 1 kder ſtille; Denn 7e du erhöͤrſt gebaͤt, o gott. Aus deiner ſegensfülle Fließt alle freud und huͤlf in erden, Der frommen zuver⸗ ſicht; In truͤbſal und be⸗ 77 ſchwerden Laßt du die de nen 7? vermehren, So lang er res 79. 75 nicht. Drum ſoll dich freu⸗ dig ehren Mein mund vor jedermann, Und deinen ruhm den kan. 2. Es muͤſſe dein ſich freu⸗ en, Wer deiner guͤte groͤße weihen, Wer jeſu chr iſti namen nennt. Hoch ſeyſt du ſtets geprieſen, Du biſts, der wunder thut, Und haſt auch mir erwieſen Das, was mir nuͤtz und gut. Drum geb ich mich mit freuden Dir zum gehorſam hin. Nichts ſoll mich von dir ſchei⸗ 19975 So lang ich hier noch in. 3. Herr, du haſt deinen na⸗ men Sehr herrlich in der welt gemacht. Wenn ſchwa⸗ ſche zu dir kamen, Haſt du mir half deine gnade. Herr, wie vergelt ichs dir? Bleib auf des lebens pfade Noch ner thun, Und red ihm nicht darzin: So wirſt du hier in fernerhin mit mir: So will 10 dich erheben, Dich, S 2 der * 1 1885 Nur du biſt herr auf 9177 kennt; Und deinem dienſt ſich 2A. 1 mit huͤlf an ſie gedacht. Auch I 7 6 * N 3 24 6 N 106 * 1 1 0. * N 175 45 7 1 0 1 9 N J N 1 1 2 9 2 ewigkeit. ä mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. mit ſegen? Wer theilt mir * 7 1 1. 4 1 1 15 0 *. 1 „ 19 7 1. 1 1 121 1 8 1 1 1 13 1 11. 1 1 0 n . 1 1 1 5 1 ö 1 l 11 b e 1 ene 1 1 0 ö 4 1 41 ne e 1 1 1 N 0 0 1 1 1 11 0 1 1 41 i I e 15 I 4 11 6 5 1 1* 1 N e 1 1 5 1 44 1 1 1 14 4 1 11 0 nne b 5 1 1 0 i 4 7 4 100 1 5 15 1 1 1 1 1 1 1190 1 0 1 1 i 1 N 5 . 1 1 1 5 1 ii 1 5 471 e. 1 ö 0„ 1 1 1 1 J* 1 0 4 1 . 44. 13 1 i 1 0 N 1 1 1 3 r 1 6 ö 4 1 1 15 g 9 ie 1 ö. N 0„ 15 f 1 10 r 9 15 8 1 1 5 A 1 4 4 1 15 1 1 1 ö 1 ö f 1 2 1 115 1 170 en 1 7 e 1 5 4 15 15 f 1 14 Daß ich nicht troſt und 276 Zwote Abtheilung. der ſo gern erfreut, Und dir zur ehre leben Hier und in 368. O koͤnnt ich dich, mein gott, recht preiſen, Wie du des preiſes wuͤrdig biſt! Koͤnnt ich dir guug den dank beweiſen, Den dis mein herz dir ſchul⸗ dig iſt! Dis herz, das dei ner guͤtigkeit Sich taͤglich mit entzuͤcken freut. 2. Wer uͤberſtroͤmet mich mit, was mir gebricht? Wer ſchuͤtzet mich auf mei⸗ nen wegen? Wer ſchenkt dem geiſte troſt uud licht? Wer ibt zu meinem thun ge⸗ nen tagen Mit freud und dank es ſchon verſpührt, Wie du mich unter allen plagen Zwar wunderbar doch gut gefuͤhrt; Ich werd in drohender gefahr Stets deines troſtes licht gewahr, 6. Wie, ſollt ich denn nicht voller freuden Beſtaͤndig deinen ruhm erhoͤhn? Wie, ſollt ich, auch im tieſſten leiden, Nicht freudig trauend auf dich ſehn? Und fiele ſelbſt der himmel ein, So wirſt du mein beſchirmer ſeyn. 7. Drum reiſſ ich aus des kummers hoͤhle Mein ſor⸗ gendes gemuͤthe los, Und rufe mit erfreuter ſtele: Wie gut biſt du, mein gott; wie groß! Du leiteſt mich eihn? Allguͤtiger, du biſts allein. 1 3. Zu zaͤhlen ſind ſie nicht mein vater, Die werke dei⸗ ner ſegens hand. Du warſt nach deinem rath, Der nur mein heil beſchloſſen hat. 8. Von deiner guͤte will ich ſingen, So lange ſich die zunge regt; Dir will ſchon lange mein berather, Eh mein beduͤrfniß ich em pfand; Selbſt eh ich war, da maßeſt du Mir ſchon mein ſchickſal liebreich zu. 4. Du ſtaͤrkſt mir das ge⸗ ſchenkte leben Und laͤſſt es nie ganz freudenleer; Zum hoͤhern gluͤck mich zu erhe⸗ ben Schickſt du zwar man⸗ che truͤbſal her; Doch ſtehſt du auch mit kraft mir bey, muttlos ſey. ich dank und ehre bringen, So lange ſich mein herz be⸗ wegt; Und wird mein mund auch kraftlos ſeyn, So ſtimm ich noch mit ſeufzen ein. 9. Dis ſchwache lob kan ich nur geben. Nim es, mein gott, in gnaden an, Bis ich in einem beſſern le⸗ ben Dich wuͤrdiger erheben kan. Da ſteiget mit der en⸗ gel chor Mein lobgeſang zu dir empor, 8. S8 ift hab ich in me Mel. — ht mise go 9 00 1 J 5 uke iim meln weine. 15 helfer 11 5 10 Jh ur ted nen. Drum den drum dun ch de ket, dale gp Gebt unſern 15 5. Gott it u niemüls nit volk geſchiehe frommen zu. gen, hell und m Sich lagic! freut. 0 ö n7 Une ſtrömtt f 5 ir gebuitt!„n ke * 1 7 er ſchenm mf licht! 885 erfreuſg f N 0 l i m seie, Du ger, uch m a 100 fr Se ind losen nn n 1—* 0 2*., S „ ee e e 8 ic d nd ehe kh fn id aS l rſch mein hg, 4 46 vi ſegt I wird m i ſchen rauch os ſeyn, E 7 u cen it ſeufzen a nir at e. J Sſcchwache Uu ind läst iche eben. Au leer; zuſntin 2, in guchn! ic zu ais einem be 5 un en es würdige% Dec fel in. Steigeknie it mtr dg, l d kein ai troſt/ 1 0 eh i N 5 4 nim mein weinen; Da — ——— C„ 1 9.4 XI. vom Lebe Gottes. mel. Es iſt* heil 1 5 Sey lob und ehr 369. dem 196055 Dem vater aller guͤte; Dem gott, der alle wunder thut; Dem gott, der mein gemuͤthe Mit ſeinem reichen troſt erfullt; Dem gott, der allen jammer ſtillt. Gebt unſerm gott die ehre! 2. Es danken bir des him⸗ mels heer, Beherrſcher aller thronen! Und die auf erden, luft und meer In deinem ſchatten wohnen, Die prei⸗ ſen deine ſchoͤpfersmacht, Die uns und ſie bervorge⸗ bracht. Gebt unſerm gott die ehre! 6 1 3. Was unſer gott geſchaf⸗ fen hat, Das will er auch erhalten; Daruͤber will er fruͤh und ſpat Mit ſeiner gnade walten. In ſeinem ganzen koͤnigreich Iſt alles recht, und alles gleich. guth 7 Gebt unſerm gott die ehre! ſp 4. Ich rief zum herrn in meiner noth: Ach gott, ver⸗ half mein helfer mir vom tod Und ließ mir troſt erſchei⸗ nen. Drum dank, o gott, drum dank ich dir! Ach dan. Fet, danket gott mit Gebt unſerm gott die ehre! 5. Gott iſt uns nah, und niemals nicht Von ſeinem volk geſchieden; Er iſt der frommen zuwerſicht, Ihr ſe⸗ mir s hat alles woh vaterhaͤnden leitet er Die ſeinen gluͤcklich hin und her. Gebt unſerm gott die ehre! 6. Ruft man die welt um huͤlfe an, Die ſie doch nicht erzeiget, Dann hilft, der ewig helfen kan, Der ſchoͤ⸗ pfer ſelbſt, und neiget Die vatersaugen denen zu, Die ſonſten nirgends finden ruh. Gebt unſerm gott die ehre! 7. Ich will mein ganzes lebenlang, O gott, dich freudig ehren. Einſt ſollen meinen lobgeſang Auch dei⸗ ne himmel hoͤren. Mein geiſt und leib erhebet dich! Mein ganzes herz erfreuet ſich! Gebt unſerm gott die ehre! 8. Ihr, die ihr ehriſti na⸗ men nennt, Gebt unſerm gott die ehre! Ihr, die ihr gottes macht erkennt, Gebt unſerm gott die ehre! Die falſchen goͤtzen macht zu ſpott; Der herr iſt gott! der herr iſt gott! Gebt un⸗ ſerm gott die ehre! 9. Kommt, laſſt ſein angeſicht ehrfurcht dringen! let die gelobte pflicht, uns vor it froher Bezah⸗ Und laſſt uns fröhlich Lahe edacht, Und alles recht und gut gemacht. Gebt unſerm gott die ehre! Kwan; Mel. Nun danket alle gott. gen, heil und frieden. Mit 370. S', let, S 9 ich 5 278 Zwote Abtheilung. ich deln lob verbreiten. Das ö du gedachteſt, herr, Schon leben gibſt du mir, Und gluͤck von allen ſeiten. Du vor der welt an mich, Und denkſt noch meiner ſtets, ſchenkteſt mir verſtand, Der Regierſt mich vaͤterlich. dich erkennen kan, Und bo⸗ teſt ewges heil Durch deinen ſohn mir an. 2. Was bin ich, gott der huld, Daß du ſo viel mir Was iſt der menſch, der ſtaub, Herr, daß du ſein gedenkeſt? Ja, ſchenkeſt? 3. Ich freue mich in dir, Und trau auf beinen ſegen. [Mein ganz beſtreben ſey, Zu gehn auf deinen wegen. Bis auf den lezten hauch Sey dir mein dank geweiht, Und einſt vor deinem thron Gott der barmherzigkeit! deere ec 1 Von der Dankbarkeit gegen Gott. mel. Vom himmel hoch, da de. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. ich, herr und va⸗ 371. D ter aller welt! Preiſt mein geſang, und dir mis faͤllt Der frommen ſtam̃ lend danklied nicht; Dis, gott, iſt meine zuverſicht! 2. Schon fruͤh warſt du ein vater mir; Froh dankt es meine ſeele dir, Daß du auch jezt mein vater biſt, 5 ſeines kindes nicht ver⸗ giſft! 1 ſſt 3. Fruͤh ward ich in der taufe ſchon Geweihet dir und deinem ſohn. Und deines wortes unterricht, Was gab mir der fuͤr kraft und licht. 4. Mich führte deine gü⸗ tigkeit Langmüͤthig ſtets in dieſer zeit, Und ſtuͤrmte truͤbſal auf mich zu: Wer half mir überwinden? du, F. Du ſahſt mich ſtets voll guͤte an, Und ließſt auf mei⸗ ner pilgrims bahn, Fuͤr mich ½ viele freuden blühn; Durch wohlthun mich zu dir zu zien. 6. Du biſt und wareſt im⸗ merdar Mein ſchutz, mein retter in gefahr, Der ſtif⸗ ter meines wohlergehns Und der erhoͤrer meines flehns. 7. Wie oft entfernt ich mich von dir! Doch du bliebſt ſtets ein vater mir, Der, wenn ich reuvoll wieder kam, Voll huld mich, als ſein kind, aufnahm.. 8. Unzaͤhlbar ſind und taͤg⸗ lich neu Die proben deiner vatertreu. Dir fließt, o gott! der gern erfreut, Die zaͤhre meiner dankbarkeit. 9. Gott, weil ich nichts vergelten kan, So nim dis ſchwache opfer an. Aus pflicht aus en 0 11s 9 5 Durch dal d 14 0 hett 0 bereit 9 1 glu lich werde, 90 11 mein gebag 4 n klect! ſehken, lud üs! walz Eh chu 1% iu dr te, wen* theil wit dar. 1 5 Du laß 7 finden, Und 0 g U ne ſüͤnden Por gn kei. O hc barmen! Du armen, Undeg der betet. doch 1 1 daus U N Froh hunt e fuhr, de * cee dh i 60 s e iter mit, J 5 unn f e boll wieherſz det her ma dellſt ech, al n nd beine ufa f N cot, A Un A aer fed ach kraft uu nel W proben dl, deen- Dir siegt,“ deine gat! 6 rn erffeoh 4 ſtets u fan 15 1 . 5 6 1 r me Sbohlergehul 1 915 meines ſchn „ M entfernt sch 1 e dana 60— peil ich neh 1. ef den!* Welt, Eo uin nach! fer au, I l ——— ä——— ——— N XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 3 8 W N a 2 8 F 9 8 S 8 . 2 8 4 2 pflicht und dank bin ich gan dein; Mein leben muͤſſe zeuge ſeyn. 3 mel. In allen meinen thaͤten de. 314: mein leben, Gott, der du mirs gegeben; Ich danke dir dafuͤr. Du haſt, von huld bewogen, Mich aus dem nichts gezogen; Durch deine guͤte bin ich hier. 1 2. Du, herr, haſt mich ſtaͤrkeſt, bereitet, Mich vaͤterlich ge⸗ leitet Vis dieſen augenblick. Du gobſt mir frohe lage, Und ſelbſt der leiden plage Verwandelteſt du in mein gluͤck. 1 3. Ich bin, herr aller din⸗ ge, Der treu viel zu gerin⸗ ge, Mit der du mich be⸗ wacht. Damit ich, ſtaub und erde, Auf ewig gluͤck⸗ lich werde, Haſt du ſchon ewig mein gedacht. 7 4. Du hoͤrteſt ſchon mein ſehnen, Und zaͤhlteſt meine thräunen, Eh ich bereitet war; Eh ich zu ſeyn begonn⸗ te, Und zu dir rufen konn⸗ te, theil mir dar. 5, Du ließſt mich gnade finden, Und ſahſt doch mei⸗ ne ſuͤnden Vorher von ewig⸗ keit. O hoͤchſter, welch er⸗ barmen! Du ſorgeſt für mich armen, Und biſt ein vater, 6. Fuͤr alle deine treue, Fuͤr das, deß ich; mich freue, Lobſinget dir mein geiſt. Dein größeſtes geſchenke Iſt er, durch den ich denke; Dein iſis, daß er dich froͤh⸗ lich preiſt 7. Daß du mit kraft mich Ruf meine tage merkeſt, Dis, vater, dank ich dir; Daß du mich lieb⸗ reich fuͤhreſt, Mit deinem geiſt regiereſt, Dis alles, vater, dank ich dir. 8. Was mir in dieſem le⸗ ben Noch nutzt, wirſt du mir geben. Du gibſts; ich hoff auf dich. Dir, vater, dir befehle Ich meinen leib und ſeele. Herr, ſegne und behuͤte mich. a Mel. Nun danket all und de. Nr. 3. u biſte, dem ehr 373. D und ruhm ge⸗ buͤhrt; Und das, herr, bring ich dir. Mein ſchick⸗ Da wogſt du ſchon mein ſal haſt du ſtets regiert, Und ſtets warſt du mit mir. 2. Wenn angſt und noth ſich mir genaht: So hoͤr⸗ teſt du mein flebn, Und lieſ⸗ eſt mich nach deinem rath Huͤlf und errettung ſehn. 3. Wenn ich in ſchmerz und krankheit ſank, Und rief: herr, rette mich! So halfſt du mir; mit welchem dank, Mein gott, erheb ich der verzeiht. dich? 3 . Betruͤbte mich des fein⸗ „ des batte ſein gebot, Und ihn ewig an, 5 280 1 Iwote Abtheilung. des haß, So klagt ſch dir] mel. Nun danket ale gott e. den ſchmerz; Du halfſt mir, 2 4. Durch dich, o gro⸗ daß ich ihn vergaß, Und 374. D gabſt geduld ins herz. 3 Wenn ich den rechten pfad verlor Und mich ver⸗ ſchuldet ſah: Rief ich zu dich bin ich vorhanden; Sind durch dein wort ent⸗ ſtanden. Denn, wenn du dir, mein gott, empor, ſprichſt, geſchiehts; Wenn Und gnade war mir nah. allmacht biſt du mir, And 6. Herr, fuͤr die leiden auch mit guͤte nah. dank ich dir, Dadurch du 4 mich geuͤbt; Und fuͤr die du gebeutſt, ſtehts da. Mit 2. Du biſt der gott der freuden, welche mir Dein kraft, Dich preiſen erd und milder ſegen gibt. 7. Dir dank ich es, die natur Mich nährt daß und mich erfreut. Ich ſchmeck in jeder kreatur, Gott, dei⸗ ne freundlichkeit. 8. Ich danke dir fuͤr dei⸗ nen ſohn, Der fuͤr mich ſuͤn⸗ der ſtarb, Und der zu dei⸗ nem gnadenthron Den zu⸗ 0 tritt mir erwarb. 9. Wie ſehr liebt gott der menſchen wohl! Erhebt volk des herrn! Die erd iſt ſeiner gute voll! Er und rettet gern. 10. Er hilft und laͤfft traurigkeit Bald vor uͤbergehn; Will uns nach kurzer pruͤfungszeit, Zu gem gluͤck erhoͤhn.. I. Vergiß nicht, ſe deinen gott; Nicht, was er tr gethan. Verehr ihn, hilft die uns ew⸗ ele, und meere, Und himmel predi⸗ gen Die wunder deiner eh⸗ 0 * — 2 8 EZ 2 2 8 ee D . — 2 — 4 * erde? Im himmel donnerſt du, Und ſchrecken fuͤllt das land; Doch fuͤrcht ich nichts; denn du Deckſt mich mit deiner hand. 4. Wenn ich die himmel ſeh, Die du, herr, ausge⸗ breitet, Der ſonne majeſt t/ Den mond, den du bereitet; So ſprech ich: was iſt doch Der menſch, daß du ſein denkſt, Und daß du taͤglich uns Unzaͤhlig gutes ſchenkſt? 5. Voll guͤte laͤſſt du uns uf gruͤnen auen weiden, baͤt A Naͤhrſt uns mit ſpeiſ und trank, Und fuͤllſt das 128 mi ßer gott, Durch Die himmel und ihr heer legt wal. 1 wir ab/ 10 1 b b. Du 0 laben Dei wiz it fl ben. Ar Ene ott delete vi Der 1* Jen gik er 5 ligt ze gehn. f 9 vonn n mich ſecht, Mb de fliehen; Deng aller werk Nor 4 einſt ziehen. Jer meinem flach noch gelüſt, Ln 5 n Det pe t. f* JI 0, Sol ich h rau, u hebt l, 1 1 1 1 8 1 ürcht thut s nach U Zuer⸗ 7 ſetle, was et hr und Ind d. 14 17 1 1— ieh z. Alm 1 1 enn ich n . d dat * 8 1 U er N ilen 1006 ide? rAhimme unn ſrecken fit deckt nige kr. ö Nic bie un , i hen,% kitet, ſonne eue ze m den du bett 0 ſpt ach: was t bre l, baß gu un gates, M e liſt un 0 0 n bee e, rt u mit fe ö ul, I füllt hat f f zem gluͤcke bluͤhn; Mich ſoll er dennoch nicht In ſeine ne⸗ ut, u daß du% XII. von der Dankbarkeit gegen Gott. 9—— 3 mit freuden. Du dachteſt mein, eh mich Die mutter noch gebar; Ja ſahſt mich, eh der grund Der welt ge⸗ leget war.. 6. Du wogſt mein gluͤck mir ab, Und leiden, die mich uͤben; Und meiner ta⸗ ge zahl War in dein buch eſchrieben. Du biſt der Temmen ſchutz, Du biſt der muͤden ruh; Ein gott, der gern verzeiht. Wie gnaͤdig, gott, biſt du! 8 ich ſonſt ver⸗ 8 1 N N 1 281 N 9 ruhm Mit ſuͤnd und unrecht trachten; Nein, herr, wenn du mich ehrſt, Mag mich die welt verachten. Du biſt es, dem zum dienſt Ich leib und ſeele weih; Gib, daß mein wandel ſtets Dir wohl⸗ gefaͤllig ſey. 91 Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc⸗ * zott, mein vater 375. G deine lieb e Reicht, ſo weit der himmel iſt. Deines wohlthuns ſtar⸗ ke triebe Sind ſo ewig, als 7. Wem ſollt traun, Als dir, du gott der goͤtter? Wen ehren, ſo wie dich, Mein ſchutz und mein erretter? Wie ſanft iſt dein befehl: Gib mir dein herz, mein ſohn, Und wandle mei⸗ nen weg; Ich bin dein ſchild und lohn. 5 8. Herr, dein gebot iſt heil, Dein weg iſt fried und le⸗ ben. Wie koͤnnt ich einem ott Der liebe widerſtreben? Der laſterhafte mag In ſtol⸗ tze ziehn. 9. Auch, wenn kein menſch mich ſieht, Will ich die ſuͤn⸗ de fliehen; Denn du wirſt aller werk Vor dein gericht einſt ziehen. Ich will, wenn meinem fleiſch Was boͤſes noch geluͤſt, Bedenken, daß e O gott, dein tem⸗ el iſt. du biſt. Deiner huld un⸗ endlichkeit, Gott, erſchoͤpfet keine zeit; Und wer kan die vielen proben Deiner guͤte wuͤrdig loben? E 2. Als ich noch mir ſelbſt verborgen, Auf dem ſchooß der mutter lag, Wachteſt du, fur mich zu ſorgen, Ueber mich ſchon jeden fag. Durch den beyſtand deiner macht Bin ich nun ſo weit gebracht, Und was hat mein ganzes leben Gutes, das du nicht gegeben? 3 3. Nie gedenket mein ge⸗ muͤthe, Ohne warme dank⸗ begier„Jener unverdienten guͤte, Da du durch die tau⸗ ſe mir Das erhabne recht gewährt, Daß zu deinem kind erklaͤrt, Ich des ſegens der erloͤſten Mich voll zuver⸗ ſicht barf troͤſten. 3 4 In den zarten ſugend⸗ 9 10, Sollt ich nach ehr und jahren Warſt du meines les S 5 bens 282 mer in gefahren: An hab ich bis ins grab Eine bens ſtab; Mein dae ſie nicht achtete, n vater, der mich liebt, Einen chuͤtzet. 0 5. Gott, du machſts Ans ſtets beſſer, wuͤnſchen Deine guͤte iſt viel Als die kraft, dich zu er⸗ hoͤhn. Schallte gleich ſo hoch mein dank, Wie der ſeraphim geſang: Dennoch wuͤrde durch mein loben Deine huld nicht gnug er⸗ hoben. 6. O ſo neig durch deine liebe, Herr, mein ganzes herz zu dir! Staͤrk und mehre ſelbſt die triebe Wah⸗ An dir AZwote Abtheilung. — n leide, freude gen, tod. 2. Wenn meine mit ſchwiegen, O ſo ver Als wir mir und verſtehn. Welch fühl. los herz verriethe Der uner⸗ kenntliche! aus noth, vater, der mir gibt, Was zum wahren wobl mir nü⸗ het; Einen vater, der mich Sie rettet uns Er qulcket uns im Verwandelt es in „Verſuͤßet ſelbſt den lippen ſagt ich Das himmliſche vergnuͤ⸗ Gott, lobzuſingen dir! großer, Nein, herr, von meinem [dank Sey jeder morgen ſang. leiten, bin; ſinn. rer dankbarkeit in mir. Laf mich ganz dein eigen ſeyn; So mich deines wohlthuns freun, Daß auch mir au dieſer erde Wohlthun wahre freude werde. f 5 7. Ja, laß jede deiner ga⸗ ben Recht zu brauchen mich bemuͤhn; Stets den zweck vor augen haben, Dazu du ſie mir verliehn. Deine guͤ⸗ te reize mich, Daß ich im⸗ mer treuer dich Lieb, und deinen heilgen willen Freu⸗ dig ſuche zu erfüllen. Mel. Von gott will ich nicht ꝛ. 376. Groß iſt des hoͤch⸗ ſten guͤte, Wer — 3— Wer 5. e ſteht; beſſer 1 erfleht. a verſicht! ergeben, erheben, pflicht. Ich hoffe dich. Du wirſt in niſſen Mir fen wiſſen; Dir uͤberlaß ich nich. 8 4. Ja, fer, Als es der menſch ver⸗ Dein rath unendlich Als was ſein wunſch zeuge, Und jeden abend ſtei⸗ ge Zu dir mein lobge⸗ 3. Du wirſt mich ferner So unwerth ichs auch Treu bleibt zu allen zeiten Dein milder vater⸗ ſtets auf kuͤmmer⸗ wohl zu hel⸗ deine huld iſt groͤ⸗ Herr, weine zu⸗ Dir froh mich zu Dich dankbar zu Sey meine liebſie Mel. Wach auf, mein herz dc. 377. Lafft unſerm gott dank und uns ſingen, Ihm ehre bringen, Daß wir ſo viele gaben Von ihm empfange n haben. 3. Nur — beh, „Nur Un N 0 6. Er liſt us 15. Vegſht ons 8 den, Vä ſe' reum lid ut ſchuun. 7. da u de erden S0 hoch weiden! Galt, richt fir gabe dein nmel g. Wir buten Daß ſie u 1 Laß dir zun Uns gutt neg. 9, Leit und. wahrheit, Ban flarheit Dich gen namen 1 ſen; amen ſe. grab Ge beriet l— XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 283 lebt, m 14 Se 2. Nur er hat uns das le-] mel. Lobt gott. ihr ehriſten ꝛc. Abt, s e e ke ben, Und ſeel und leib gege⸗ oder: Nun danket all ꝛc. Nr. 3. mir d Je uc, ben. Er iſt es, der ſie 272. Mein geiſt er⸗ berſigz„% ſchuͤtzet, Und gibt, was bey⸗ 378. 2 l ſtaunt, all⸗ dod. itt ig den nutzer. mächtiger! Wenn er das gu⸗ te denkt, Das du auch mir, machſtſ. Ain m 3. Dem leibe gibt ei⸗ 3 eee. Dee fel draht er wei, wein galt vnd here, So uns „ dete e e sinn ſe, Damit ſie, frey von verdient geſchenkt die 15% müsste fönden Moͤg wahres gluͤck 2. Dann iſt mein herz ſo N hoch erfreut, Ganz deiner f 105 0 110 5 * Jen löbhuſtnn empfinden. dne voll, und weiß von a Fur uns dahingegeben, beißer dautbarkeit Nicht, a Vu 07 900 leben che 0 Ward chriſtus unſer leben; wie es danken ſoll. 0 f%%%%%ꝙ%%%ÄV!T.. ˙. J un 5 de ener beter de on t gun. wirſt mic h hen en te gen, ſchlief: Beſtimmteſt du 9 daa S nme 5. Sein wort wird, uns für mich das los, Das mich hurch hen 0 zum ſegen, Ein licht auf] zum leben rief. 8 daten ein mice mn unſern wegen; Zu allen gu⸗] 4. Du willſt des menſchen g e 8 ſelbſt ſein wahres glück, Eh er——— uc wirſtin in geiſt uns ſtaͤrken. xen iſt; Und ſo ward ich, * Anse Dr dohl 10 6. Er laͤf tuns gnade ſin⸗ Co welch ein g luck!) * 2* Dir ia den, Vergibt uns unſre ſuͤn⸗ Schon als ein kind, ein f den, Wenn ſie uns herzlich chriſt.. 4 aha. J— ine big reuen Und wir forthin ſie 5. Noch ſchwach und klein, n ger, Os ber nah ſcheuen. ä 5 ward ich durch dich Ge⸗ dan vihnfieht; Din nutz un 7. Da wir denn ſchon auf ſchutzet unſichtbar; Am geiſt und leibe ſtaͤrkte mich Dein eſſer= was sei t* f — 15 an erden So hoch begnadigt arm von jahr zu jahr. afeh err, wein werden: Gott, was wird 6. Wenn in der jugend ich uchen ut vrſich Ar froh na nicht fuͤr gaben Fuͤr uns e fad De den dach gebe dic du dein himmel haben! derkert: So hat wich, here Dag uſabebs sey mein t 8. Wir bitten deine guͤte, dein treuer ratl Darauf 4 Wa Daß ſie uns ſtets behuͤte; ruͤck geführt. 42 4 W 4. ö 4 In Fu t ien Uns gute wess und meine wehr Vor ungluͤck en 177 0 9. Leit uns durch deine und gefahr; Und vor dem ./ ins ſußch Je wahrheit, Bis wir in voller laſter, das noch mehr, Wie 0 nt ul Are bringe klarheit Dich ſehn, und dei, ſie, zu fuͤrchten war. a 0 di n b, gabe nen namen Dort ewig prei⸗ 8. In krankheit hat du vaͤ. ſen; amen! Iterlich Mir neue friſt ge⸗ du, Dan apf& hahe, 1 f ſchenkt; 4.0 nem lob und ruhm. viele weiſe 284 SZ wote Abtheilung. ſchenkt; Und deine huld er⸗ quickte mich, Wenn ſuͤnden mich gekränkt. 9. Wie froh und heiter iſt mein blick, Da du ſo hoch mich liebſt; Auch kommt von dir der freundſchaft gluͤck, Wodurch du troſt mir gibſt. 10. Und welche wohlthat, herr, iſt nicht Dis herz, das fuͤhlen kan! Dis herz, ganz dein, das dankbar ſpricht, Was du an mir gethan! II. Froh ſoll mir jeder tag vergehn Bey deinem ruhm und preis; Ich will dich lieben und erhoͤhn, So gut ich kan und weiß. 12. In ſchrecken, angſt, gefahr und noth, Trau ich dank verpflichtet biſt. Bring ihm, der ſtets dein helfer war, Mit freuden ruhm und ehre dar. 2. Herr! deine hand it immer offen, Zu geben, was mir nuͤtzlich iſt. Und den⸗ noch wanket oft mein hof⸗ fen Auf dich, der du die lie⸗ be biſt. Mein gott! wie we⸗ nig bin ichs werth, Daß mir noch gnade wiederfaͤhrt! 3. Unendlich groß iſt dein erbarmen. Nur wohlzuthun biſt du gewohnt. Drum wird auch mir, mein gott, mir armen, Von dir nicht nach verdienſt gelohnt. Noch immer ſteht mir deine tren allein auf dich. Dur iar iſt ir nicht mehr fuͤrchter⸗ lich. den herrn der welt, ich deu preiſen, der ſtets lebt, Und mich alsdann erhalt. 14. Denn, herr, auch bey fl der welten ſturz Bleib ich dein eigenthum. Die ewig⸗ Leit ſelbſt iſt zu kurz Zu dei⸗ ch dich! bey. 211 0 ſelbſt der tod 4. Du biſt es, der in mei⸗ Mit ſegen, troſt und huͤlfe ey 39 23 nen ſorgen Mit rettung mir Will verweilt: 7 entgegen eilt; Und wenn 13. Und wenn einſt erd und ſi himmel bebt, Durch dich, ie, noch vor mir verborgen, Nach meinem wahn zu lang So kommſt du, eh ich michs verſehn, Und a mir, und erhoͤrſt mein ehn. 5. Du waͤhlſt und wirkeſt ſtets das beßte. Und wenn auch meine noth ſich haͤuft, nen ere 259. Mein herz, ermun⸗ 370 Mee zich un preiſe Des gottes, der dein Hater iſt! Bedenke, auf wie g mel. Wer nur den lieben ꝛe., 0 So ſteht durch dich mein wohl doch veſte; Und wenn mich So willſt du mein erbarmer ſeyn, Mich vom verderben zu befrenn.. Du ihm zum ganz gemüthe Iſt deines elend ganz ergreift, 6. Du biſt mein heil! m ruhms/ 8 6 A 1 10 E T unt von wu S Deszheinen an d 30 e een u Der gen 1 8 5 du f N ein 1 1 indtt ſcwahhel! 7˙. fl 15 hul) und da gott, dur dull ile teblchen Men n va„ h ke ner un un! Hohn üg ee Ne r en en 1 1 300. 0 0 K Ak,— 1 Der große dug uns und alm Rod fe 0 und an b os Ab 8 8 d cc 1 0 3 2 Lean ch Xl. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 285 N ud he ls 100 ruhms, mein retter! voll.] 2. Der ewig ⸗ reiche gott bu kfeuhmg b O koͤnnt ich deine große guͤ⸗ Woll uns, ſo lang wir le⸗ 0 te Doch ſo erheben, wie ich ben, Ein immer froͤhlich herz . 1 58 riede ben imm, eine gu oll! Doch meine kraft reicht Und edlen frieden gebenz 5, A* dn, 0 Nicht dahin, Du weißt es, Und uns in ſeiner gnad Ers wire ee. ich ſſ ding gott! wie ſchwach ich bin. halten immerfort, Und uns 4 ah ff a0 7. Und bütt ich auch viel aus aller noth Erlöſen hier 6 herz d 11 Ich, 1090 kauſend zungen: So wurde und dork. E hen, 10 N A deines wohlthuns preis Nie 3. Lob, ehr und preis ſey er ſprcg 44 100 0 wuͤrdig gnug von mir be⸗ gott, Dem vater und dem gethan! rigen 0 1 ſungen Auch bey dem groß ſohne, Und ſeinem heilgen nir jebg 3 UN, ten ernſt und fleiß Denn geiſt. Er, der vom him⸗ 2—— ban 5 mehr guts, als ich zahlen melsthrone Erbarmen auf 1 N 0 le, Fan, Hat deine huld an mir] uns ſieht, Bleibt, wie er * vnd, 8. gethan. ewig war, Unendlich groß ear u f e 8. Jedoch, du ſiehſt mit und gut. Lob ſey ihm im⸗ „ Mn by h i ud i wohigefallen Auch auf des] merdar. geteeh, hee zens redlichkeit; Und hoͤ⸗ e e „ Uu d— mir Wa kes deb A ſchwache lal⸗[ Mel. Warum betruͤbſt du dich ꝛc⸗ n len Der deinen mit zufrie⸗ 38 1. Vel freud und denheit; Du hoͤrſt es, wie frommer dank⸗ g feen des, bn un ein vater pflegt, Der ſeiner 2 Erheb ich meinen dat Mt neun Finder ſchwachheit tragt. geiſt zu dir, Mein vater ust erb u 1 Witt: lu 0 9. Drum ſoll mir deine und mein gott. Wie froh durch 15„ end puld und guͤte Beſtaͤndig, und heiter. machet mich et, Alen,. en bahn gott, vor augen ſeyn. Ich Der himmliſche gedank an ac ne s an will mit reblichem gemuͤthe dich! 85 tic n ben,, Mein leben deinem lobe 2. Mein aug erblickt die n füt/ Sund an 7 weibn, Bis ich vollkomm⸗ ſtolze pracht Der werke dei⸗ b auch in ahn. ner deinen ruhm Erheb im] ner weiſen macht. Du riefſt, Dla c Oer lt 1 10 7 hoͤhern heiligthum. da wurden ſie. Und erd und Diers 9 e, Ih ne eee himmel ſind noch heut Ein 1j Zu lebſauch n ten goth% 8 1 Bekannte Melodie. ſpiegel deiner herrlichkeit. . u uch di, ott Mit her⸗ ger, Ein zahllos heer leben⸗ 0 zen, mund und handen, diger Der milden vaterhuld, A Der große dinge thut An] Die neu an jedem morgen ich zun n, S ben de, uns und allen enden; Der iſt, Und auch des wurmes der ben heft** 4 uns von mutterleib Und kin⸗[ nicht vergiſſt. l e c der 5 au; 6 e. Gift 01 n e 3 M 2 gen ick Unzählig gu ge- ich ley und in, wre A A 0 5 ſe 380 Nun danket alle 3. Da freuet ſich, allguͤti⸗ ene 2 Ahan. 0 Ad ff geſtleg nach willage⸗ LA esch K.„ 0 uind am Kureh weiß ſonwigg Mechlus e N(oo oK 1 . — a. P T — .—— — *** ——— 3 a ————— 3 d —— 2* 2 8. Ae. 1* — 8* 3 4 2 N —— 32—— 2 N N . 1 — —* r* 10—— -- 1—— 2—.—— ——— ly— ——— A Mel. Meinen jeſum laß ich nicht. . 1 1 2 1 1 4777 J . 9 4715 0 5 3 1 7 15 13. . 2 5 1 1 3 1. J 11 1 1 2 mir ewig groß! geſtorben, de, troſt und heil himmel mir erworben. les, alles iſt nun mein, Wie kan ich gung dankbar ſeyn? 3. Fuͤr die leibs⸗ chmerzen, todesquaal, dat ich ank i Gib zu kraft. 286 Iwote Abtheilung. ſo vieles gute hin Zum froͤh⸗ lichen genuß. Was iſt der menſch hier, deß du dich So naͤdig annimſt? was bin f 5. Den menſchen kroͤnte deine hand, Dich zu erken⸗ nen, mit verſtand; Sie bil, dete dis herz. Das dankbar froh empfinden kan, Wie viel ſein gott an ihm gethan. 6, Und welche ſelge hoff⸗ k n nungen Schenkſt du nicht den erloͤſeten, Du ſtifter ün⸗ ſers heils Verſuͤßt wird je⸗ des leid durch ſie, Und leicht der tugend edle muͤßz. 7. Ihr will ich, werth zu ſeyn, Die theuren lebensſtunden weihn, Die mir noch uͤbrig ſind. Viel hoͤhern frieden hab ich dann, Als dieſe welt mir geben an. 5 deiner n XIII. Von den Geſinnungen — gegen den Erloͤſer. thron knecht auf erden Werd und bleib enn du biſt fuͤr mich Du haſt gna⸗ ö mich Du dich gegeben; ich dich ehren leben, Will dir ſtets gehorſam ſeyn: Denn ich bin 4. Welche liebe! daß fuͤr ganz dahin Feurig, ewig lieb „Und will dir zu ja ewig dein. 5. Nichts ſoll mich ſo ſehr erfreun, Als, daß ich dir angehoͤre; jeſun ſeyn, troſt und ehre. Und den Al⸗ Fuͤr die leiden ohne zahl, und ſeelen⸗ Und fuͤr deine Dank ich dir treuem herzen. Treu —— doch mangelhaft, zu beſſern dank Jeſum lieben, Iſt des ehriſten Wenn ich dein, o heiland! bin, Wird mir alles zum gewinn. 6. An dir, jeſu, veſt, den wallen. Wehe dem, der dich verlaͤſſt! Er muß ins verderben fallen; ganze ſeele ſpricht: Meinen jeſum laß ich nicht. halt 11 Weil ich werd auf er⸗ Meine 7. Durch dich bin ich reich i und hoch, mir kind und erde; Gott liebt Ich bin gottes mich: A en 85 E Um! 3 in f* 1 mel. Ale Meaſcen d; 1 0 ſchre ne ebe les albte, wie ne, A fur ebe joch, lie den! ſich lllet, lad doch zaſchkt. N. die aht nt We den ſött und hier. 2. Bedl, wilt finden, Sig Je kreatux. Naß vic dich binden; Ee täuſchen nur, Je auf gottez hn höhten mean de hu dein wah bas lerbeßte! N 5 * ne A laß n b 1 1 nich „ ach de 72 adac — 1 gehorſ! a ewi zr ſen N* 9 und 1 a ſereut 1 „bitt am Nize dat zu ad 2 rben. 1 15. d ſee cu urderh Nich in un nicht . Um z du ch bei Ich bin gu aul nn uf g. ei Ei 1 0 ih agelbaft, ub hof e ke ce, Un wg, o F. ond! bin, a 111 0 N b ain 0 0 1 A u, 2 0 werf dar ſerg n wa mathe ben 1 0 ore aß, ih g r Er uuf l. len; an für dein ane M richt: Man 6. 0 ch% 0 A Jeu 0 „ e se. If bes each * 291 883. XIII. von den Geſinnungen gegen den Erloͤſer. 287 mich: was fehlt mir noch? Eins noch; ſterbe. Auch ſo fterben hilfſt du mir, Und dann nimſt du müden, ßen ſaß. mich zu dir. 8. Drum, erloͤſeten des herrn, Preiſet ihn, lobſingt ihm fröhlich. Alle funden trug er gern, Nichts war fuͤr ihn zu beſchwerlich; Für die welt, die ſtraf bar war, Gab der heiligſte ſich dar. 9. Preis und dank, und — daß ich ſelig beſchieden, Was maria erlas, Als ſie, ohne zu er⸗ herz, herrlichkeit Müſſe dir der wellkreis bringen. Und wenn aufhoͤrt erd und zeit Muͤß ſie dir der himmel ſingen: Menſchen, engel, ſeraphim, Groß iſt jeſus, jauchzet ibm! 3076. Arr. 010. heit 3. Dir iſt auch das gluͤck ſich Fromm zu jeſu fuͤ⸗ O wie brandt ihr die lehren Aus der weisheit mund zu hoͤ en! Da vergaß ſie welt und ſich, Als ſie horte, jeſu, dich. 3. Alſo richt auch mein verlangen, Mein erloͤſer, ſtets nach dir; Deiner wahrheit anzuhangen, Schenke trieb und kraͤfte mir! Wenn auch andre ſie nicht achten, Will ich ſie mit luſt betrachten, Und, mich deines heils zu freun, Ihren lehren folg; ſam ſeyn. 5. Ju dir liegt der weis⸗ fülle. Was die ſeel al⸗ mel. Alle menſchen muͤſſen de. Eins iſt noth! o herr, dis eine Lehre meine ſeele doch! Al⸗ ſes andre, wies auch ſchei⸗ ne, Iſt nur ein beſchwerlich 0 begluͤckt Zeigſt du mir; und wenn mein wille Sich in deine ordnung ſchickt, Dann werd ich wahrhaftig weiſe, Mir zum heil und dir joch, Unter dem das herz ſich quälet, Und der ruhe doch verfehlet. Nur dis ein⸗ zige gibt mir Wahren frie⸗ den dort und hier. 2. Seele, willſt du dieſes finden, kreatur. dich binden; auf gottes throne Hocher⸗ menſchenſohne Fin⸗ deſt du dein wahres heil Und hoͤhten das allerbeßte theil. Suchs bey keiner Laß nichts irdiſches Erdenguͤther taͤuſchen nur. Nur bey dem uc preiſe, Lerne gottes rath verſtehn, Und den weg 155 lebens gehn. c 6. Mit vergebung aller Herr, begnadigſt du mich dann; Laͤßſt mich wahre ruhe finden, Daß 0 ich froͤhlich ruͤhmen kan: Ich bin auch bey gott in gna⸗ den; Und was kau mir denn nun ſchaden? Meines mitt⸗ ters guͤtigkeit Dank ich bieſe ſicherheit. 7. Aber be ſuͤnden, du biſt meiner ſees Auch zur heiligung ge⸗ . macht 6. eine, Jeſu, und mein al, 6. Heiland voller huld! y des eic 4 4 288 AZwote Abtheilung. VII. er 8 Me macht. Daß ſie nicht mit Und die gnad iſt äber, 11 din earn 114 vorſatz fele, Fliehe vor der ſchwenglich, Welche gottes Wan stung au E ſuͤnden nacht. Muth und rath Uns verſchaffet hat. be het o bent 1 kraft zum heilgen leben] 5 Auf der gottheit thron, dauken, 1 Gier! 111 Kanſt und willſt du allen ge⸗ Gott und menſchenſohn! den schen ſchutel. 1111 ben, Die mit ernſt ſich nur Sitzen du nun hocherhaben, freud dle debe e bemühn Schnöͤde ſünden⸗ Und theilſt deine gnadengas 12. ue ahi 1 luſt zu fliehn. ben, Als der herr vom haus, Det duc ſſt l 8. Darum ſollſt du mir das] Deinen kindern aus. un deuten i 1 n les ſeyn. Pruͤf und for- Unſrer ſuͤnden en Wolleſt Gib zu 5 g ſche, wie ichs meyne; Til⸗ du nicht mehr gedenken, mehr a 10 1 ge allen heuchelſchein. Daß Vielmehr uns vergebung zz. 0 Al 1 ich bier ſchon auf der erde ſchenken. Durch dich laß deſhelle i 14 1 Durch dich gut und 4. uns rein Von den ſuͤnden di Uberwidel, 10 rr klig werde, Und dir treu ſey ſeyn. die ta 110 vis zum tod: Nur dis eine 7. Was durch deine kraft en wſſh ha l; . iſt nur nei. Neue herzen schaft, Was fue te mel. Seelenbraͤutigam ꝛc. der ſuͤnden herrſchaft weh, 14. Mh un fe F eld aus davids⸗ ret, Und die luſt zur tugend Wolf du de un 575 384. ſtamm, Jeſu, mebret: Das erbitten wir, Uns zur liel, z gottes lamm, Selbſt von Heiligſter! von dir. Ind duch kobesthe N* gott zum heil erkohren Al-. Weck uus nur recht auf enz d r dt % 76. len denen, die verlohren: Daß wir unſern lauf Unver⸗ ſehn dir iu mn Mi dre 00 , Wie erheb ich dich, Heiland! ruͤckt zu dir vollenden; 60 0 1 E wuͤrdiglich? Fuͤhr uns fort mit treuen ag kin 19 „2. Uns von aller noth, Ja haͤnden Auf der tugend. 890 pat 0 cſelbſt von dem tod, Vom bahn; Fuͤhr uns himmel. 38) ih dig 11 gericht und allem boͤſen, Uns an.„ Uu l fees 11 auf ewig zu erloͤſen, Kamſt 9. Deines geiſtes trieb* ha I ½. du in der zeit, Herr der In die ſeele gid, Daß mit dan. dean reh ewigkeit? wachen und mit baͤten Wir,(imc icht, Nach iy s. Jeſu, hoͤchſtes guth! Un- als kinder, vor dich treten; 1 9 ben 1 6 fits ., ſer fleiſch und blut Rahmſt] So verliſcht das licht Un⸗ dich dich nige fle e 46/1. dn an, fuͤr uns zu ſterben;ſers glaubens nicht. Wenn auch wein e Kuͤndern leben zu erwer⸗ 10. Ohne pruͤfung iſt Nia be bricht, Bt ben, Schmeckteſt du den tod, ein wahrer ehriſt; Willſt wueine zubetſcht, 9 zo Waßbrer menſch und gott! du uns in leiden fuͤhren, Laß land, der, vil 1 J 14%, 4, Fur die ganze welt uns dich nur nicht verlieren; Mah auch in le War das loͤſegeld Deines In der truͤbſalsnacht Nimſt verſißt. Hum e dheuren bluts hinlaͤnglich, du uns in acht. Mn har uu) gpg N z een 2 4 II. Deis J e 0. n N z. se II, Oe 69000 ee e,, — m, N. kehrte e e en ver lohn d, Heid er nolſ, J wd, in un bs n dboͤſen, la 1 ſen, Au Her de J guth ln * 1 1 gehn daz eite ß . J Smut fur h J s mur gta 90 b Auer lu lun aut E dir nlagz, Finde, uf de aun . gib, d lrucht den mit band, 1 kot dic 1 Nees u W t bas% ich dich nicht ſollt haben. in ente an g an t, Wenn auch mein herz im u ee Io. c prüfung it., tode bricht, Biſt du doch du den ll m u K& chu; meine zuverſicht, Mein hei⸗ 10 gott!. 8 lden fie“ land, der, weil ich erloͤſt, une och ut df r nichttalnn Mich auch im tode nicht 0 Dan n be iiſtlönnc verſtöͤßt. Herr jeſu chriſt, 806 n, 1 Mein herr und gott! Mein 1 0 1 1 1 1 7640-4 1 79 ch 1. 170 1 l . 12. Der auch gut und blut Gern ten; 15 16gn b 4 erzlich lieb hab 385. Heich dich, o herr! hr= fut nt 1 „ be i mebr Als deiner gnaden ga ben. Die ganze welt erfreut A mich nicht, Nach ihren ſchaͤ⸗ — be herz und mund zum danken, Und bewahr uns in den ſchranken Einer heilgen freud Ohne ſicherheit. Einen heldenmuth, um deinetwillen laſſe, Und des fleiſches luͤſte haſſe, Gib zu deiner ehr Uns je mehr und mehr. 13. Jeſu, hilf, daß wir Ritterlich allhier Alles durch dich uͤberwinden, Und durch deine kraft empfinden, Daß ein wahrer chriſt Treu und ſtandhaft iſt. 14. Wirds zum ſterben gehn, Wollſt du bey uns ſtehn, Uns zur ſeligkeit bereiten, Und durchs todesthal beglei⸗ Daß wir einſt uns ur rechten ſtehn. ſehn Dir 4 1 fich 4 0 Meddle* Und meine ſeele ſchaͤtzt nichts tzen frag ich nicht, Wenn . XIII. von den Geſinnungen gegen den Erlöſer- 29 t. Deine freundlichkeit, Wenn ſie uns erfreut, Trei⸗ herr und gott! Hilf mir im leben und im tod. 2. Es iſt ja dein geſchenk und gab, Mein geiſt, mein leib und was ich hab In meinem ganzen leben. Daß ich es deinem lobe weih, Den nächſten damit nuͤtzlich ſey, Wollſt du mir gnade geben. Laß mein vertrauen auf dich rein Und heilig mei⸗ nen wandel ſeyn; In aller truͤbſal ſtaͤrke mich, Daß ich ſie dulde williglich. Herr jeſu chriſt, Mein herr und Hilf mir auch in der lezten 3. Verleih, wenn du mich ſterben heißt, Daß dann dein engel meinen geiſt Ins reich der wonne trage. Dann wird mein leib und mein gebein, Zwar erde, doch nicht laͤnger ſeyn, Als bis zum lezten tage. Du laͤſſeſt mich im tode nicht; Du kommſt, du kommſt und haͤltſt gericht. Ach! laß mich dann dich ohne graun, Getroſt als meinen richter ſchaun. Herr jeſu chriſt Er⸗ hoͤre mich! Erhoͤre mich! So 7 7. 1* Feſu, meine freude! 386.J Beßter troſt im daß ich mich freue Deiner, eee herr, mein heil, Hab ich g dich, 4%% 17 9 7 5 gott! Mein herr und gott! 9 preiſ' ich hier und ewig dich. 3 leide! Meines berzens theil! 15. Deine mittlertreue Macht, C —— 5 r FFP————. TTT 2— 5 3 5 ö 8 5 ö 3— 8. 3 —.—— e——— ö 1 0 ö 190 55 77 8 3 1 e b —* . 2 N 1 A, — 9 7 7— 77 5* „ 1 ö„ 1 90 iii 8 . 1 4 f 17 2 4 5 0 mich nie. i der an. Auch in eil gebieten. ihr nicht blenden, Nicht mich treu erhaͤlt. dich, Wie reich bin ich! Ohne dich kan ich auf erden 71 Swote Abthenung. Nie recht gluͤcklich werden. 2. Unter deinem ſchirme Koͤnnen keine ſtuͤrme Mir erſchrecklich ſeyn. Laß die felſen ſplittern, Laß den erdkreis zittern Und den einſturz draͤun! Was iſts mehr? Rings um mich her Mag es ſtuͤrmen, don⸗ nern, blitzen! Jeſus will mich ſchuͤtzen. 3. Wenn der ſuͤnde ſchrek⸗ ken Angſt in mir erwecken, Jeſus ſtillet ſie. Mag der tod ſich nahen, Mich das grab umfahen, Jeſus laͤſſt nicht Das weltgericht; Freu⸗ dig, daß ich jeſum ſehe, Blick ich auf zur hoͤhe. 4. Wer iſt, der den glau⸗ ben Meinem herzen rauben, Ihn erſchuͤttern kan? Bey der feinde toben Stimm ich, gott zu loben, Freudenlie⸗ Mich bewacht Des mittlers macht, Die kan ſelbſt der feinde wuͤthen 5 Lockt nur, gold und ſchaͤ⸗ tze! Ehre ſey der goͤtze Der ſo ſtolzen welt! Mich ſollt von dem mich wenden, Der Elend, noth, Kreuz, ſchmach und tob Soll mich, ob ich viel Mich ſchreckt 0 N muß leiden, Nicht von jeſu ſcheiden. 1 Trgue dem pas 6, Weich, verbotne liebe, Weicht, der wohlluſt triebe! eure freuden Will ich ewig meiden, Flieht aus meiner bruſt. Ueppigkeit, Geiz, hochmuth, neid, Ihr be⸗ ſchweret das gewiſſen, Euch will ich nicht wiſſen. 7. Weg mit ſorg und za⸗ gen! Schweiget, bange kla⸗ gen! Jeſus iſt ja mein. Je⸗ den, der ibn liebet, Muß, was erſt betruͤbet, Noch zu⸗ lezt erfreun. Viel anaſt und muh: Jeſu, auch im baͤngſten leid 9 7 387. er ſich fuͤr mich gegeben, So erfordern dank und pflicht, Ihn zu lieben, ihm zu leben. Er iſt meines le⸗ bens licht; Meinen eum laß ich nicht. 6 59.% 2. Er, der welt und mir geſandt, Uns zu lehren, uns zu retten, Gab ſein leben gottes gnade haͤtten. O wie bin ich ihm verpflicht! Mei⸗ nen jeſum laß ich nicht. dankbarkeit, Durch gehor⸗ ſam, den ich uͤbe, Das zu thun, was er gebeut, Halt ich veſt an ſeiner liebe; er ver⸗ Gift iſt eure luſt; Suͤnden, Hab ich hie ffeſgeler bekannten Meſbdſe. einen jeſum laß U ich nicht; Weil 80 70 uns zum pfand, Daß wir 3. Durch ein herz, vol , Bleibſt du meine freude +. f 7% ö 1 ſein dugeſcht!““ 0 140 Ich ficht. 1. Natz auf!, ie, Vas dee 9 00 Du, nur bist, Den. gan efülle,, reldſhun, tuhn Dich, wan gef. icht. . 8. Dich, wein ich beſt, Aue nz mich ſcheen, die ihr ihn der bergubt euch ey 900 un ſpticht: Ma ich gicht. ———————— XIII. von den Geſinnungen gegen den Erloͤſer. 201 N Der b ſpricht, Und ſo laß ich jeſum]] Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der ꝛc. 91 ln e e dee bricht, Und ſe laß ſch zel l 3„ chin Ae lust; 600 nicht. 388, O 25 100 5 A. 4 23 ſtürme 1 lure 1 nei en Nil iſt er mein theil und a Er en Nei en M, 4. So iſt er mein hei rb . a 94 00 dub ruhm Bis an meines lebens den Geltebr 5 7 237 9 m Unt aſoch t. 4 ppiget, g ende; Ihm geb ich zum ei⸗ triebe. Vor dir iſt alles 18 9 1 zaſſh n. enthum, Ganz mich hin ſonnenklar; Mein herz iſt 76. 8, e bene in ſeine haͤnde. Er iſt meie] dir auch offenbar, Du weißt, 2 amn 12 ne zuverſicht; Meinen jeſum daß ich dich liebe. Herzlich 28 ee ee e ee g ich ai Such ich Dir vor allen Zu 9 Jeſat nigen 10 bug 5. Wenn mein auge ſchon gefallen, Nichts auf erden 60 0) dn verliſcht, Wang und lippen Kan und ſoll mir theurer funde ien 2 ic J ſich entfärben, Mich kein werden. 1 was 0 0 ir erwuln 13 l labſal mehr erfriſcht, Alle 2. Dis eine nur bekuͤm⸗ e. Mam diet 15 Hi ſinnen mir erſterben, Und mert mich, Daß ich wit ſol⸗ Ma le a. nin das matte herz nun bricht, cher treue dich Nicht liabe. „Jeſeg d Beil bingen ih Laß ich meinen jeſum nicht. wie ich wollte. Ich ſelbſt K empfind es nur zu ſehr, Mich en Fi eme da 1 f 5 ee 6. Auch im himmel iſt er Daß ich durch thaten dich gericht zm 2 16 ir Seliakei n 8 a 1 bent mir Seligkeit, und troſt, noch mehr, Mein heiland, d jeſun„ ee und freude; Da belohnt er, 4 enen an N e lieben ſollte. Laß mich zur hot 380 T 1 was ich hier Ihm zu ehren Glaubig Deine gute Ins der du d f 111 See 7 3 N der zen run 4„ nh a, willig leite; De ſchn gemüthe Starker faſſen, Dir So dern dun ſein angeſet Meinen je; mich ganz zu uͤberlaſſen. n Stach zu de 2 Er iſ ale, 7. Nichts auf dieſer erden kraft mir bey; Drum will 4 „ Nee ene ee; dae tie Was des herzens wün⸗ ich auch mit groͤßter treu, bewacht da aß i bt. W ſche ſtillet; Du 1 o jeſu, du Und ewig, ir anhangen. t, Die uf 2.( der welt ut nur biſts, Der ſie einſt noch][Nichts, was ſonſt menſchen lube wg en O. g zue, ganz erfülle. Dich mein wohlgefaͤllt, Nicht luſt der bieten. 1 10 Gab en reichthum, ruhm und licht, ſinne, ehr und geld Beftie⸗ gold nab tuns Fwofand, Dau Dich, mein jeſu, laß ich digt mein verlangen. Ohn der atze dy ill Ide hätten. 1 nicht. 9 95 dich Kan mich Nichts von 1 Mic il iin 1 iberpficht 8. Dich, mein jeſu 5 halt ſchäͤtzen Recht ergoͤtzen Und aden, c ben i E. alaß ich uc, ich veſt, Laſſe nichts von dir beglücken: Du nur kanſt benden de 3. 12 ein geh/ mich ſcheiden. Weh euch, mein herz erquicken. 9 u. Erd enk t, Duc die ihr ihn vergeſſt! Ihr 4. Den, der dich liebt, 4 . 10 f im dq üle, 10 4 beraubt euch ewger freuden. den liebſt auch du, Dem ae e 94 Selig! wer in wahrheit] ſchaffſt du fuͤr die ſeele rug N 5 un ö 1 , 00 unten ieh 164 ſpricht: inen 1 nd troſt fuͤr ſeit K 4 5 9 pricht: Meinen jeſum laß Und troſt für ſein gewiſſen. tie en 470 70 i 5 1 5 1 b mich auch manche north .————— Swote Abihellung. hier druckt, So werd ich doch durch dich erquickt In meinen kuͤmmerniſſen. End⸗ lich Wird ſich Nach dem leide Volle freude Fuͤr mich finden; Da wird all mein trauren ſchwinden. 5. Noch hat kein aug es je geſehn, Es kans auch hier kein menſch verſtehn Und wuͤrdig gung beſchreiben„ Was denen dort fuͤr herr⸗ lichkeit Bey dir und von dir iſt bereit, Die dir ergeben bleiben. Was hier Von dir Iſt gegeben, Unſer leben Zu ergoͤtzen, Iſt dagegen nichts zu ſchaͤtzen. 6. Drum laß ich billig dis allein, O jeſu, meine freu⸗ de ſeyn, Daß ich dich herz⸗ lich liebe, Und mich in dem, was dir gefallt, Je mehr und mehr in dieſer welt Nach deinem worte uͤbe, Bis ſich Fuͤr mich Jenes le⸗ ben Wird anheben, Wo die frommen Aller truͤbſal ſind entnommen. 5 8 7. Da werd ich deine guͤ⸗ tigkeit, Die mich ſchon hier ſo ſehr erfreut, In vollem umfang ſchmecken; Da ſeh ich in dem hellſten licht Dein gnadenvolles ange⸗ ſicht, Auf immer frey von ſchrecken. Wohl mir! Preis dir! Der mir droben Auf⸗ ehoben Ewge freuden; Mel. Machs mit mir, gott, ꝛc. leſu, wahrer 389 O froͤmmigkeit Voll⸗ kommenſtes(xempel, Dein herz, dem vater ganz ge⸗ weiht, War jeder tugend tempel; Dein wandel, rein von aller ſchuld, Gott werth und wuͤrdig ſeiner huld. 2. Wer war wol eifriger, als du, Zu thun des vaters willen? Dir war es ruhm und ſeelenruh, Ihn treulich zu erfuͤllen; Dir keines ei⸗ genruhms bewußt, War, ihn zu preiſen, deine luſt. 3. Wenn wo dein auge frepler ſah, Warſt du voll edler ſchmerzen; Doch wenn des vaters wort geſchah, Quoll freud aus deinem her⸗ zen. An ihm nur hing dein ganzer ſinn; Auf ihn ſah ſtets dein auge hin. 3. Ihn ehrteſt du mit wort und that Vor aller welt mit freuden. Du warſt bereit, nach ſeinem rath, Zum heil fuͤr uns zu leiden. Wie er die liebe ſelber iſt, So warſt dus auch, herr jeſu chriſt. 5, Du zeigteſt, daß die groͤßte noth Dich nicht zum murren reize; Wardſt gott 9 bis zum tod, Ja is zum tod am kreuze; Auch da war deine zuverſicht Auf ihn allein und veſt gericht. Nichts, herr, ſoll mich von dir ſcheiden. blieb dein herz An ihm, 6. Von ihm verlaſſen, trotz eee ee erlöſer. 293 b ö innungen gegen den Erloſer 2 Want 00 N XIII. von den e—— 8 5 weder wackee e eg en, les ſpottes. Dein lit Melnen glauben f 8 * 1 Ne trotz a im groͤßten 0 ſend ab, nicht ich; dach ne fön fac ffen war im 9 ulfe Fielen tau drieſſen! de 8. nm eg f 0 1 ho ie ſichre hu 8 die welt ver 5 e. e 1 des, iſt geſchehn; Gon hör. auf dich Mir doch laſſen 1 * pe,, lber ung eßß imme flehn. Agen, 11 ee ee e a baeze e 4, Sag ſe an de belt n 0 1 1 ſelut 18 ihm 2 8 wajeftät, wir 8 Den bedraͤng⸗ 2. chten 8 llen[den müden, h, Suͤndern deſchreun Me r ol e ner ke oͤnt Von alle ſtund ruh, Sundern für ae. an di S thun de nd dir erton g lob, ten tt eden Gibt ſie mir dt für ag, cd c n knechten Das lob. s frieden? deaf e wer d ng r 1 122 averſech t. e r agi e Neha 5 wer dir aͤhnlich trotz dem grabe, Je ten ha⸗ e e e zun mu- beiten icht Zu erwarten ha r e ruf; dewußt, 8. Milf un zum mu⸗ gegen nen z. A wo ben ſter ſetze, Un Ar Weit uͤber. tt Einſt die volker 2 1 fa geſiunt gleich dir, it freuden vor go d das leben und c biliz e ze hn pee 2— Und ganz g Ibn zur ſeiten ſe⸗ N 572 n wille e en ichre nun meint fu ez U wort gesch ſeinen fuͤgung ruh. hen? Wann der ſi laf er⸗ o dich ay dul aus deni W 7 ze. zu ſpaͤt Aus dem ſchla 15 e, e e e de magnet; e Sollt ich jezt n der hier ſchm r leſer del etz 80 ag hin, ö 44 390. S ch 5 7 28 nicht mehr 8 wen n ich worte 1%. J. tteſt bu nürnt Deine guͤt er un Und 6. O wie tho fuhren lieſſe, a ee dee Oclaſſen, Goties dan den ene Wo ens 8 dienen? Mi 02 da ich ſchon er 4 en, Weh ieude n warſt hal, der ſuͤnde d it Wieder Jeſu, ld genieſſe; Da truͤbſal ju uch t kath, zune luͤſten dieſer ze d nicht Gottes hu Fweſſen wort r u flelden. e mich beflecken, gtelt Mei⸗ ich weiß, auf w grunde, o ddt f hel ſcba c c mehr die 1 Ich auch ich unfehlbar denz 9 ſchon hn et Such, hen fi nes 299 doch allein bey 8 leben N„ In vola ät. 2. 3 e ruh gefunden;„Nicht das leben ni 3 Da fe Ol tet,. ſt du doch mir 7. J Truͤbſal nicht, noh lien la de 11 5 e e eee Selen ch, 7 ö * a Liebrei lte dein gebot, freuden, tt, Jemals von les ange amen g e; Walle ich ſollte dein g bert ud got n, fred in fed le Wie die ſuͤnder, deinem dir ſcheiden. Uad die boͤſen uit! Pant un Im 1155 And mein recht an n 2[und eitelkeit überwind ich Auf bat= zuerich e“ b r fahren laſſen? iebe, Alles übe e liebe. den* nile d beſt geſch ö tod Wiede 4 bin und bleib en Hert, durch deine tee freude; 1 3. Nein, lehe g wei Nenn n ee 1 f m bn e 5 chriſt, Folge deinen N e 15 etz m N 9 0 1* 410 1 1 9 ö 25 cf—* 7 enn 9 8 er iſt wol wie i 391. du, Stifter in. wahrer ruh? Jeſu, freund J 1 7 5 15 1 1 1 Fi 5 1 1 1 ien 1 1 L 4 1 ö 1 0 N 1 1 1 J 1 1 ö 1 1 71 ö* 45 * ö 1 1 f 1 ö 1 4 1 0 4 1 a. „der verlornen ſuͤnder! Licht Ds dir uns zu. 1 du uns zum heil auf erden, ZIwote Abtheilung. mel. Seelenbraͤuigam ꝛc. der menſchenkinder, Retter und ſeelenruh Fließt von der herrlichkeit! 2. Herr Zur beſtimmten zeit Kamſt Warſt zur duldung und be⸗ „ſchwerden Unſrer niedrig⸗ 75 keit Großmuthsvoll bereit. E 3. Tiefe ſchmach und noth, 4, Selbſt den kreuzestod Haſt, zur tilgung unſrer ſchulden, 55 Ou, als mittler, wollen dul⸗ den; Haſt durch deinen tod Uns verſoͤhnt mit gott. o held! welt, Durch dein loͤſegeld. 5. Deine majeſtät, Koͤnig und prophet! Will ich de⸗ muthsvoll verehren Und auf deine ſtimme hoͤren; Denn dein reich beſteht, Wann die wel vergeht. 0 6. Laß mich dir zum ruhm, Als dein eig enthum, Recht und nach gewiſſen handeln, Und mit freuden dir nach⸗ wandeln. Wahres chriſten⸗ thum Sey mein größter uhm.,. eee Und, wenn noth und furcht mich kraͤnken: O, ſo gib in 1 Muth und troſt ins hertzi! Sue 8. Bilde mich nach dir, Daß ich eifrig hier Mich in wahrer ſanftmuth uͤbe Und, wie du, die demuth liebe; Stolz und rachbegier Herr ſche nie in mir. 9. Neiget ſich mein ſinn Zu dem eiteln hin: O, dann warne meine ſeele, Daß ſie nicht ihr ziel verfehle! Len⸗ ke meinen ge hin. 10. Wecke mich ſtets auf, Daß in meinem lauf Nichts von dir zuruck mich halte, ſinn Auf das ew⸗ 6 Und mein eifer nicht erkal⸗ hdg 4. Keine furcht der welt . Schreckte dich, i 9 Suͤnd und tod haſt du be: da. zwungen Und ein ewges dc heil errungen Fuͤr die ganze te; In dem tugendlauf Hilf mir ſchwachen auf! 11. In verſuchungszeit Staͤrke mich zum ſtreit; Laß mich wachen und mit baͤten Voll vertrauen vor dich treten, Bis nach kampf und ſtreit Mich der ſieg er⸗ 12. Will ber truͤbſal nacht Und der menſchen macht Meine bange ſeele ſchrecken, Muͤſſe mich dein ſchild be⸗ decken. Hab in ſolcher nacht Huldreich auf mich acht. 13. Einen edlen muth, Daß ich irdiſch guth Willig, ja mein eigen leben, Mag fuͤr . Zeuch zu dir mein herz f Laß in freud und ſchmerz Mich an deine treue denken, ewges gluͤck hingeben: Sol⸗ boch Nr 25 Gib mir, hoͤchſtes guth Ig. Solls — M lalbe hilf Sim fachen galt gachttt. 1 werde) er ö U Mir himmel sehn, von deinen lad; wis du und dafür unt n n- berttaun i 1 bag net= nach f dre E ch der ſig n n, Dem 19 ü 7750 reit= mich ach A chrite h dis u grtßm 4 un ben n ed h 66 6, 3 XI. Von den Geſinnungen gegen den Erloͤſer. 293 55* 14. Solls zum ſterben Der engel hohe freuden. gehn, Laß mich auf dich Welche Gnade! Daß wir 5 Bleib mir hülfreich ſuͤnder, Gottes kinder Wer⸗ Mich durch den ſollen, Wenn wir an 1 zu leiten, dich glauben wollen. Bis ich einſt dich ſeh, Dir 4. Du baſt dich deiner zur rechten ſteh. 4 er. eine 8 afl kurze zeit, Und dein 0 2 Pn Wie schön leucht 2. verlag; N dec due Wa 10 mie groß, wie an⸗ ehr und ruhm gekroͤnt, Nun 53892. W gebatet iſt Dein machſt du ſelig die verſoͤhnt, name, o herr jeſu chriſt![Der funden graͤuel haſſen. Wie theuer deinein volke! Ihnen Millſt du Heil und Welch licht ging in der ſin⸗ leben, Gerne geben, Und ſtern iß Mit dir der welt auf, uns allen Helfen, daß wir wie zerriß, Wie floh des gott gefallen. irrthums wolke! Als du ka⸗ 5. Vom anfang bis zum meſt, Hoͤrten taube, Und der untergang Erſchallet dir der glaube Half den kranken, lobgeſang Erretteter gerech⸗ Stumme ſangen, dir zu ten. Unzählbar ſind die danken. ö 4 ſchaaren ſchon, Die gerne 2. Nur ſchwache warens, dir vor deinen thron Ein die dein licht Verbreiteten, würdig loblied brachten. die weiſen nicht. Wo ſind Ihrer Mehr noch, Jeſu, wer⸗ ſie? wo die hohen? Und] den Schon auf erden Dir wo die reichen? wo die lobſingen, Preis und dank macht, Vor der des goͤtzen⸗ und ruhm dir bringen. i dienſtes nacht Und ſeine 6. Wie groß, wie ange⸗ ſchrecken flohen 2 Macht) baͤtet iſt Dein name, hei⸗ nicht, Liſt nicht, Deine ga⸗ land, jeſu chriſt, Wie herr⸗ ben, Mittler, haben Dich lich bey den deinen! Fuͤhrſt verkläret, Uns den weg zu du uns einſt zu deiner ruh: gott 1 5 O, wie weit herrlicher wirſt 3. Wir werden deinen ruhm] du Den frommen dann er⸗ erhöhn, Wir werden deine ſcheinen! Ewig Muͤſſe. Dir himmel ſehn, Den preis zur ehre„Ihrer choͤre Lob von deinen leiden; Genieſſen, erſchallen, Durch die him⸗ 1 was du uns erwarbſt, Als mel wiederhallen. 1 du fur uns am kreuze ftarbſt,! XIV. ——— gebeſ us cn. den e der u 1 E fonte g 50 4 ber du ag 1„ Vn len ae: Mig i n, ut deine 5 4 3 7% e eg in unden trifft it 5 4 drum beni N 10 1 lj und* e tugend 1 Ben de. bieleict/ eigen, e N s men h b Unten in g Ind wen n e Als% unn, 4 a Bin ich m ? O, e ir, Mg 10 und tuchtigkeit„Und du er⸗ nicht auch, Was andre ſind, 5. Wie koͤnnt ich mich, o , gd% zen nehmen, Und deſſen, was xIv. Von der Selbſterkenntniß und Demuth. 297 — 8— — 8— —. ͤ[VN————— haͤltſt es mir. 1 3. Wenn mir ein groͤßer gluͤck Nach deinem rath 17 gegnet, Und deine guͤtig⸗ keit Mich mehr, als andre, ſegnet: Gibt dieſe deine huld Mir wohl zum ſtolz ein recht? Bin ich darum dein knecht? 4. Wenn ich geehrt und groß In hoͤhern wuͤrden ſte⸗ he, Und andre unter mir Im kleinern gluͤcke ſehe: Wer machte ſie gering, Und wer erhoͤhte mich? Iſt nicht mein naͤchſter oft Viel wuͤr⸗ diger, als ich? gott, Des guten überhe⸗ ben? Was ich beſitz, iſt dein; Von dir hab ich mein leben, Und was ich gutes thu, Dazu gibſt du gedeihn; Drum laß mich ewig fern blos fleiſch und bein; Du hauchteſt mit dem leben Mir auch zugleich die ſeele ein, Und haſt es ihr gegeben, Noch mehr, als was die ſinne ruͤhrt, Und durch ſie ſchmerz und luſt gebiert, Zu faſſen, zu erwegen. 3. Gott, dieſen vorzug gabſt du mir Vor ſo viel millionen, Die auch beſeelt, genaͤhrt von dir, Auf dei⸗ ner erde wohnen. Was je⸗ nen fehlt, verliehſt du mir, Vernunft und freyheit, und mit ihr Gefuͤhl von recht und unrecht. 4. Du ſchufſt mich zur ge⸗ ſelligkeit Und fuͤr der freund⸗ ſchaft freuden; Gabſt mir ein herz voll fuͤhlbarkeit Fuͤr andrer gluͤck und leiden; [Noch mehr, ein herz, das faͤhig iſt, Sich dein, der du mein vater biſt, Zu freun und dich zu lieben. 5. In ſtiller andacht kan Von ſtolz und hochmuth ſeyn. 7 Mel. Es iſt gewißlich an der ꝛc. a daß mich des men⸗ ſchen wahren werth, Mein gott, zu her⸗ mich ſelbſt entehrt, Mich allzeit innigſt ſchaͤmen. Nie komm es mir aus meinem ſinn, Was alles ich vermag und bin, Durch deine wei⸗ mein geiſt Sich bis zu dir erheben, Und dir, den je⸗ der himmel preiſt, Auch preis und ehre geben. Auch ich kan deinen willen thun, In deiner vorſicht rath be⸗ ruhn, Und fröoͤlich auf dich hoffen. Enn ä 0. Nicht blos fuͤr dieſe kur⸗ 0 zeit Riefſt du mich in dis eben; Zu freuden einer ewigkeit Soll ſich mein geiſt erheben, Und wird auch Du ſchufſt mich nicht ſe guͤte. 2. gleich der leib zu ſtaub, So T 5. bleibt ſfundt von dir, Hermasg ich nichts. 298 Iwote Abtheilung. raub; Du wirſt ihn aufer⸗ wecken. 0 7. Vom himmel kam, ge⸗ Dein ſohn Zu uns auf erden; b And ward ein menſch, wie wir, Oer menſchen heil zu werden. Wie hoch ſind wir Durch ihn geehrt! Wie ernſt⸗ Iich durch ihn ſelbſt belehrt, Der menſchheit werth zu ſchaͤtzen. entweihn, Und gleich den thieren handeln? Der flei⸗ ſchesluſt ergeben ſeyn, Und nicht vor dir, gott, wan⸗ deln? Fern ſey ein ſolcher inn von mir! Bewahre bleibt er nicht des grabes Er kam kraͤfte Zum nuͤtzlichen ge⸗ ſchaͤfte, Hab ich aus bei ner huld. Dein iſts, wenn gute thaten Dem vorſatz wohl gerathen; Die fehler ſind nur meine ſchuld. 3. Das gluͤck, deß ich mich freue, Schaffſt du nach dei⸗ ner treue, Du herr der gan⸗ zen welt! Du ordueſt unſre tage, Ihr gluͤck und ihre plage, Nur ſo, wie bir es 8. Und ich, ich ſollte 4 wohlgefaͤllt. 4. Sollt ich mich denn er⸗ heben, Wenn mir in dieſem leben Viel gutes wieder⸗ faͤhrt? Was hat dich, herr, bewogen, Daß du mich vor⸗ gezogen? Bin ich auch je⸗ mich, mein gott, dafuͤr, Daß ich mich ſo nicht 9. Gib mir vielmehr, daß ich allzeit Auf mein gewiſ⸗ ſen achte, Nach weisheit und gerechtigkeit Mit allem eifer trachte; Dich liebe, und mich deiner freu, Und Jo des vorzugs wuͤrdig ſey, Den du mir haſt verliehen. Mel. In allen meinen thaten. 2806. Mas ich nur gutes 398. 1 habe, Iſt deine milde gabe, Du vater alles lichts! Mein daſeyn und mein leben Ward mir von mals deſſen werth? 5. Ich bin viel zu gerin⸗ ge Der huld, herr aller dinge, Die du mir haſt er⸗ zeigt. O laß michs nie ver⸗ geſſen, Wenn ſich mein herz vermeſſen Zum ſtolz und ei⸗ genduͤnkel neigt. 6. Das nuͤtzlich anzuwen⸗ den, Was du mit vaterhaͤn⸗ den Mir guͤtig zugewandt: Dis ſey in meinem leben, Mein eifrigſtes beſtreben! Dazu gib demuth und ver⸗ ſtand. mel. Ein lammlein geht und ꝛc. 397. Wenn ich, o gott, von dir gefuͤhrt, dir gezeben; Und ohne dich ——— * Sowohl verſtand als Auf deinen wegen wandle; Wenn ich, durch deinen geiſt regiert, Nach deiner vor⸗ —ñ—————— 2 beit Mich g fa 1 15 1 47 1. 0 1 nftig wise eilt 5 W. 2. ng, Bela geit& bergiſt, J 15 ſehetl De. und die ſunlchkel ihn i ſcdem fire! tt nicht Haägichf 4. Per ſih seh por dit erbt, vor dit beſehen. niedrigkelt geſel wirſt du erhöhe; ich andre neber miöfällt meine Wi groß ich f Meß gianbe le D 1 ö ten 0 wen d 0 K l 110 113 di 255 10 i her, 8. l aa 10 ſͤle h 1 t. ſo, ieh 4b gleh/ ich m. ? De 0 m— 0 en ſeyn, J* gut l bett, inn Sn bah ep ein ſug 50 daß hy 0 Baca S Sh ett, du 77* wah 9 ſeo 1 2 15 1 d, gen; lelwebr, 1 br wii mein g 9 fe ach wei u ſch nch t Mi anne i e ten, I, weng ar vürdt fn A nt dann 1 1 ig Jaun leaf e 425 10 duen tan 10 tes bc arg 0 muth unh y „ ne 1 5 — ter au dl. Eij J ein get u 5 fo nir 0 15 1 ua one* 0 ehen wanble; a en i beg ind 40 rt,* ſchrift handle; Wenn mir mein herz das zeugniß gibt, er nicht klüͤglich fliehet. —. lv. von der Selbſterkenntniß und Pemulh. 292 Daß meine ſeele mehr dich liebt, Als alles guth auf er⸗ den: So laß durch ſtolz und fe ſicherheit Mich deiner huld und guͤtigkeit Doch nicht verluſtig werden. 2. Wie leicht erliegt ein ſichrer ſinn, Bekaͤmpft durch ſeine lüͤſte! Sieht ruhig au gefahren hin, Wovor er zit⸗ tern mußte. Vollkommen glaubt er ſchon zu ſeyn; Denkt, dieſe ſuͤnde ſeh nur klein Und jene pflicht nicht wichtig. Nun iſt er ſeinem falle nah, Faͤllt unvermerkt, und glaubt noch da, Er wandle veſt und richtig 3. So ſchwach iſt, herr, der menſch! ſobald Zur ſün⸗ de fortgeriſſen! Sein eifer wird gar leichtlich kalt, Nachgebend ſein gewiſſen. Weh ihm, wenn er vermeſ⸗ ſen iſt, Wenn ſeiner ſchwach⸗ heit er vergiſſt, In ſich nur ſtaͤrke ſiehet! Der irrthum und die ſinnlichkeit Beſiegen ihn in jedem ſtreit, Wenn 4. Wer ſich ſelbſt, gott, vor dir erhoͤht, Kan nicht werth. Dem, der auch de⸗ muthsvoll dich ehrt, Ver⸗ gibſt du ſeine ſuͤnde. 7 5. Drum lehre mit behut⸗ ſaͤmkeit Auf meine bahn mich ſchauen, Und niemals aus vermeſſenheit Auf meis ne kraͤfte bauen. Wenn wo verſuchungen mir drohn So zeige ſie von fern mir fſſchon, Daß ich mich zeit ruͤſte. Aufmerkſam mache meinen blick Auf dieſe welt⸗ auf zeit und gluͤck, Und auf die macht der luͤſte. 6. Du weißts, zum guten, herr, bin ich Nur oͤfters kalt und traͤge. Mein kaͤg⸗ lich ſtraucheln mache mich Vorſichtig allewege. Find ich mich auf der rechten bahn: So gib, daß ich, ſo gut ich kan, Bey jedem ſchrite te wache. Bewahre meinen fuß, daß nicht Stolz und vermeßne zuverſicht Zu mir, mich fallen mache. 7. Mein glaube, meine frommigkeit, Und was ich an mir habe Von tugend und rechtſchaffenheit, Iſt alles deine gabe. Ich bin nur ſtaub, den du erſchufſt, Den du begvadigſt und be⸗ vor dir beſtehen. Wer ſeine niedrigkeit geſteht, Nur den wirſt du erhoͤhen. Veracht ich andre neben mir, So misfaͤllt meine tugend dir, rufſt, In deinem reich zu leben. Laß mich, entfernt von ſtolz und wahn, Mit demuth deine gab empfahn, Wie groß ich ſie auch finde. Mein glaube hat da keinen 10 dir die ehre geben. 8. So werd ich, gott, von dir gefuͤhrt, Auf deinen wes⸗ 5 gen Iwo te Abthellung. eder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. g. er bin ich 2 398. Wes ichtig iſt die frage! Gott, lehre ſie mich recht verſtehn! Gib, daß ich mir die wahrheit ſage, Um mich, ſo wie ich bin, zu ſehn. Wer ſich nicht ſelbſt recht kennen lernt, Bleibt von der weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein werk von deinen haͤnden, Du ſchufſt mich, gott, zu deinem preis, Dazu mein leben an⸗ zuwenden, Das iſt dein va⸗ terlich geheig. Doch, leb ich, als dein eigenthum j Auch, wie ich ſoll, zu dei⸗ nem ruhm? 98 3. Ich bin ein chriſt nach dem bekenntniß; Doch, bin ich das auch in der that? gen wandeln, Durch deinen guten geiſt regiert, Nach deiner vorſchrift handeln. Ich werde nicht durch ſicher⸗ heit, Durch ſtolz und durch vermeſſenheit Von deinem k worte weichen. So bleibt auch deine gnade mir, Und ich werd, unterſtuͤtzt von dir, Des glaubens ziel erreichen. Mel. Mer nur den lieben gott. 10 mich oft und ernſtlich prüfen, Ob ich ſey ehriſto gleichgeſinnt. Befreye mich vom falſchen wahn, Der e den kluͤgſten taͤuſchen an. f 5. Wie kan der, der bey allem wiſſen Des herzens zu⸗ ſtand ſich verheelt, Auf wah⸗ re beßrung ſeyn befliſſen, Er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich ſelbſt recht kennen, iſt verſtand; Drum mache mich mit mir be⸗ kannt. 6. Was mir zu meinem heil noch fehlet, Mein va⸗ ter, das entdecke mir! Hab ich der wahrheit weg er⸗ —— Herr, oͤffne ſelbſt mir das verſtaͤndniß, Recht einzu⸗ ſehn, ob ich den pfad, Den jeſus mir gewieſen, geh, Und ob ich auch im glauben ſteh? 4. Diu kenneſt unſers her⸗ zen tiefen, Die uns ſelbſt waͤhlet, So gib, daß ich ihn nicht verlier. Erleuch⸗ te mich mit deinem licht, So taͤuſchen mich verfuͤhrer nicht. ö ö 7. Bin ich jezt von dem ſichern pfade, Ver mich zum leben fuͤhrt, noch fern: So wecke mich durch deine gna⸗ de, Daß ich ihn ernſtlich ſuchen lern. Gib mir zur beßrung luſt und kraft; Du biſts, der beydes in uns ſchafft.. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, Was ich hier war und hier gethan. O laß michs nicht bis dahin ſparen, Wo reue nichts mehr helfen kan. Hier mache mich unergruͤndlich ſind; Drum zum himmel klug, Und frey vom ſchnoͤden ſelbſtbetcug. AV. Vom .(———.———̃— 5 5 n 8 15 ſehn;* 0 biegt 5 lune 0 h wech berfhig Ege uh, fuß ſe in dle diu, Bel es liert in duzen, wahres glück uns 4. Nit vertan pflichten Von de leit regiert; Men wir guts bend Dun eſgennut vag 1 fie al ich dem wahtt t dein 0 in ey ſezt ey u „Der ich A tac fene nc ee 0 ihn en „ ten m G0 1 — ug tun a 5 is, W eybes 1 1 der ther haft. —* 1 10 3 bam l Mas ich n —4 95 f ih he u, geh, uU 11 uben ſteh burn, Anſert ber Mn 4 cht bis Un er mache n n geh zn bim! dag, Und fih ; Daun ht. ſelhſtbetragß I An 0 301 n un e gehn,) Stench n: Wel. Jeſu, deine tiefen 1 2. aß ich mich 399. D 3 zott, ſelbſt liebe, Kan dir ni t misfaͤl⸗ lig ſeyn; Du, bu pflanzeſt ja die triebe Tief hiezu den menſchen ein. Lenke du nur meinen ſinn Auf die wahre weisheit hin, Daß ich nicht mein gluͤck verfehle Und ſelbſt das verderben waͤhle. 2. Hilf mir, alle meine pflichten Recht verſtehn, und mit bedacht Auf das mein beſtreben richten, Was wahrhaftig gluͤcklich macht. Wer dir, o bu boͤchſter, lebt, Und dir zu gefallen ſtrebt, Der nur kennt der ſeele adel, r XV. Von der Selbſtliebe. 0 dir; Und wie oft fehlts uns am wollen, Wenn wir an⸗ dern dienen ſollen. del. 0 3. Doch, wie oft und leicht verführet Eigenliebe unſer berz! Durch den aͤußern ſchein geruͤhret, Wuͤnſcht es freud und waͤblt den ſchmerz, Sucht und findet niemals ruh, Hofft ſie und kommt nie dazu, Weil liert in dingen, Die kein wahres gluͤck uns bringen. 4. Wir verſaͤumen unſre pflichten Von bequemlich⸗ keit regiert; Werden, wenn wir guts verrichten, Oft von eigennutz verfuͤhrt. Nur ar ſelten trachten wir Der nur liebt ſich ohne 77 es ſich ver⸗ Nach dem wahren ruhm bey — g 5. Mache, o mein gott, in gnaden Mich von ſolcher unart frey, Daß ich nicht zu meinem ſchaden Gegen mich verblendet ſey. Pflan⸗ ze ſelbſt den trieb mir ein, Mich vor allem dein zu freun. Auch nach andrer wohl zu trachten Und ſie, wie du N„zu achten. 6. Gib mir dann auch das vollbringen Mich zu lieben, wie ich ſoll; Laß mich eifrig darnach ringen, Was mir dient zum wahren wohl. Auch dem naͤchſten beyzu⸗ ſtehu, Liebreich ſtets auf ihn zu ſehn; Ueber alles dich zu lieben: Das, das hilf mir treulich uͤben. Mel. O gott, willſt es, gott. Ju willſt es, herr, 400. D mein gott, Daß ich mich ſelber liebe. Gib, daß ich dieſe pflicht Nach deiner vorſchrift uͤbe; Und laß den ſelgen trieb, Mich meines gluͤcks zu freun, Den du mir eingepflanzt, Nie mein verderben ſeyn. 2. Gib, daß mein ganzes herz Sich deiner liebe weis he, und daß ich überall Dich kindlich ehr und ſcheue. Wer als ein chriſt ſich 1 5 Der — 5 wache. 8255 5 g„—.——— 222 N** e e e 8—— eee 82.....— eee e. 3—— 5 r e———— e — C c 2 S 1 A*. 8 2— ee e 55 4 muͤdet 302 Swote 2 lbtheilung. Der flieht auch, als ein chriſt, Was deinem heilgen rath, O gott, entgegen iſt. wenn zu meinem gluͤck Ich weg und mittel wahle: So laß mich ſtets dabey Auf recht und wahrheit ſchaun, Und nie mein wohlergehn Auf andrer elend baun. 4. Dein fluch trift jedes gluͤck, Dabey die tugend lei⸗ det, Dabey der, der es ſucht, Gott, deine wege meidet. Wer unrecht liebt und thut, Erbt deinen himmel nicht; Nie treffe mich, o gott, Dis ſchreckliche gericht! 3. Kein ſchnoͤder eigennutz Beherrſche meine ſeele, Und —— ere ee ae was uns glück 6. Ein gottergebnez herz, Ein unverlezt gewiſſen, Nur das kan uns allein Des le⸗ bens laſt verſuͤßen; Daz bleibt uns auch im tod, Und folgt uns aus der zeit, Zum großen ſegen nach, Bis in die ewigkeit. 5 2. O ſelig, wer darnach in groͤßtes gluͤck, Gott, deine gnade achtet! Der liebt alleln ſich recht, Der findt ſchon in der kit Die wahre ruh, und 125 Vollkommne ſeligkeit. 8. Das ſey mein zweck, mein fleiß; O ſegne mein 5. Nie blende mein gemuͤth Der eitelkeiten ſchimmer: Die welt mit ihrer luſt Ver⸗ geht doch einſt auf immer. Was hilft uns kurze luſt? Was hilft uns eitle pracht? ö Nicht ein vergaͤnglich 1250 — rer bemuͤhen! So wird das wahre wohl Nicht meinem wunſch entfliehen. So lie⸗ be ich mich ſo, Wie dir es wohlgefaͤllt, Und uͤber alles dich, Mein gott, die welt. und nicht . dee ker 8 nnn eee ee eee XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. Mel. Kommt her zu mir ze. err, meiner ſeele nde großen werth, Den mir dein theures wort erklaͤrt, Laß mich mit ernſt bedenken. Und auf die ſor⸗ u ge fuͤr ihr wohl So uner⸗ groͤßten eifer lenken. geacht, Welch ihr zugedacht! ſie gewendet! ſie, gott, dein bild zu ſeyn Und haſt, es gluͤck haſt bu Wie viel an Du ſchufſt it in ihr zu er⸗ eun, Selbſt deinen ſohn ge⸗ 0 ſendet. „als ich ſoll, Den at Snare fuͤr dieſe kurze 5„I Zei 2. Wie hoch iſt ſie vor dir der ewigkeit, Lebt ſie im Beſtimmt zum gluͤck fleiſch — Mit heilgem eifer trachtet.. Wil Und fuͤr ſein fe ſelb. 10 1 das Das mine che e rut lud bab zu mae 1 Aung gaſſel. * 00„baß ic gun lch; lat noch anferden leb, in gläahen leben chtitün, derauch hoch geliehet, d. Für nich dahin g 8. In meiner g geinſchoft u ſtirkt durch de Mach jenem ile. kn, Das nut! augen ſtellt, Un deſer welt Vl. ate ——————p Ne 75 0 7 Von du ee f e Su, r zu nr nicht L Ich gil —* 4 300— 1 10 en wah 1 f tdeurrs vm t, 90 1. ach mu cn b. auf di ſe unn, Es ncht. i fel, da f 3u fur bit lag alm. n, n 1 el s in iht 1 beinen fahne ie dr u en, delt ſe n * 5. 10 5 fleiſch auf erden, Zu groͤßerer vollkommenheit 15. An bib u 22* XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. 303 Durch glauben und gottſeligkeit himmel reif zu werden. Mit großer kreue willſt du ſie, Selbſt durch des le⸗ bens kurze muͤh, Zu jenem leben fuͤhren. O, laß mich nicht durch eigne ſchuld Das heil, das deine vaterhuld Ihr auserſehn, verlieren! . Wie du, o gott, geſinnt Im und du wirſt nach vollbrach⸗ reich erheben. 8 9. Wie ſelig werd ich dann nicht ſeyn! Schon hier werd ich mich deiner freun, Durch dich, gott! ruhig leben; ter zeit, Aach mich gewiß zur herrlichkeit In deinem Mel. Straf mich nicht in deinen 7 „Mache dich, wein 3 402. M. 6 2 10 Wache, fleh und baͤte! Daß zu ſeyn, Mich ewig e, Huld zu freun, Und dich zum troſt zu waͤhlen: Das ſey mein fleiß und hoͤchſter zweck; Laß mich dazu den rechten weg Aus leichtſinn nie verfehlen. 6. Wer ſuͤnde liebt, bleibt nicht vor dir; Drum ſchaf⸗ fe ſelbſt, o gott, in mir Ein herz, das ſünden haſſet, Das ſeine ſchuld vor dir be⸗ reut Und das zu deiner guͤ⸗ tigkeit Durch chriſtum hoff⸗ nung faſſet. 7. Gib, daß ich dir mich ganz ergeb; Und was ich noch auf erden leb, Laß mich im glauben leben An jeſum echriſtum, der auch mich So hoch geliebet, daß er ſich Fur mich dahin gegeben. 8. In meiner ganzen pil⸗ grimſchaft Laß mich, ge⸗ ſtarkt durch deine kraft, Nach jenem kleinod trach⸗ ten, Das nur dein ruf vor augen ſtellt, Und alle guͤther dein herz zur boͤſen zeit 10 76. Nicht von gott abtrete. Ach, ſchon iſt Mancher 6 chriſt Von verſuchungsſtun⸗ 3 den Ploͤtzlich uͤberwunden. 2. Auf dann, und ermun⸗⸗ tre dich Aus dem ſichern 17 ſchlafer Immer, glaub es, zeiget ſich Bald darauf die 909 ſtrafe. Der faͤllt leicht, 860 Dem es deucht, Daß er ſi⸗„, 7 6 cher ſtehe Auf der tugend 25% 6 hoͤhe. P. 26 3. Wache! denn hier hat een der chriſt Noch von allen 1 56 9 1 5 1 935 56 0 1 1 1 ſeiten, Was der ſeele ſchaͤd⸗ lich iſt, Muthig zu beſtrei⸗ ten. Gott laͤſſt zu, Daß auch du, Wenn du ſorglos wal⸗ leſt, In verſuchung falleſt. 4. Wache! daß dich nicht die welt Durch gewalt be⸗ zwinge; Oder, wenn ſie ſich verſtellt, Liſtig an ſich brin⸗ ge. Wach und ſieh! Daß dich nie Die verfuͤhrer faͤl⸗ len, Die dir netze ſtellnn. dteſer welt Wit vichis da⸗ gegen gchten, 1 8 — 5 Wach aud hab auf dich 304 e eee Zwote Abtheilung. wohl acht! Trau nicht dei⸗ nem herzen. Leicht kan, wer Gottes Ach, es iſt Voller liſt, Weiß ſich ſelbſt zu heucheln Und mag es nicht bewacht, huld verſcherzen. gern ſich ſchmeicheln. 6. Aber baͤt auch ſtets da⸗ bey, Baͤte bey dem wachen; Das wird dich, von traͤg⸗ heit frey Und behutſam ma⸗ chen. Gott verleiht Mun⸗ terkeit Auf dem rechten pfa⸗ de Durch erbaͤtne gnade. 7. Nahe dich denn mit gebaͤt Oft zu ſeinem throne, Wenn dein herz nur glau⸗ big fleht, Hoͤrt er in dem ſohne. Er verheißt Seinen geiſt, Mit ihm kraft und le⸗ ben, Auf dein flehn zu geben. 8. Nun ſo will ich immer⸗ dar Wachen, kaͤmpfen, baͤ⸗ ten, Und vermehrt ſich die gefahr Nie von gott abtre⸗ ten. Kurze zeit Waͤhrt der ſtreit, Und welch eine krone Wird mir dann zum lohne! mel. Was mein gott will ꝛc. oder: Das jeſulein ſoll doch ꝛc. 1 ein gott, erſchaf⸗ 403. M fen haſt du mich, Einſt ewig froh zu leben. O moͤchte doch mit inbrunſt ſich Mein herz dahin erhe⸗ ben, Wo volles heil Dem wird zu theil, Der hier dich treu verehret, Wo alles leid Der pruͤfungszeit In ewigkeit zu leben. 5 wonne ſich verkehret! 2. Wenn dieſes lebens last mich drückt, Weß ſoll ich dann mich troͤſten? Die hoffnung iſts, die mich er, quickt, Einſt auch mit den erlöͤſten, Bey dir zu ſeyn, Und, frey von pein, In b Sollt ich denn hier Nicht mit he⸗ ſtreben? Auf jenes gluͤck Des wonne⸗ kaͤmpf ich nicht vergebens. 4. So gib denn, daß ich allezeit Vorzuͤglich darauf achte, Und nach dem gluͤck der ewigkeit Vor allen din⸗ gen trachte; Damit ich treu Im glauben ſey, Der tu⸗ gend fruͤchte bringet. Denn ſewges heil Wird nur zu theil, Dem, der darnach recht ringet. 5. O waͤre dieſes heil ſchon mein! O ſchmeckt ich ſchon die freuden, Die dort ſich finden, frey von pein, Und frey von allen leiden! Sieh dieſer zeit, freud, Doch ſtets, mein geiſt, entgegen! Herr, ſteh mir bey, Im guten treu, Den Mit ruh und lauf zuruͤck zu legen. Mel. gier Wach ſolcher hoffnung 3. Was ſtaͤrkt mein herz mit muth und kraft, Nach deinem wort zu wandeln, Und auch alsdann gewiſſen⸗ haft, Wenn ſuͤnde lockt, zu handeln? Ein oͤftrer buck vollen lebens; Richt ich da⸗ hin Nur meinen ſinn, So cht. 50 un itharmaag Ou ift der weg zu dacht, Den uns dein unterricht Ju Vork ae 3. O mf uns 6 heillgung; Deum. hier auf erben Deß pate beſſerung auptekſchüte w. Hert, fark m! wieb; Nichts gehn groß, p hh, Me abzurr aden. 4.6 hun ich nz pet Nit al ſtaudel, ah sol und die gtfält, 1 1 derleiht. ſt e en recht daͤtne guat dich den ſeinem n ort er. auf heißt Enn flehn enn 1 menen sip, W a 8 bill ich Au kümrft 1 b ban l. g wehrt fh 00 ee f e d nach he 1 18 40 ber(Ait 10 100 ch enn zen e; Dang ain Den se, N gend! ite biingtt dy engel Mitb yn 10, der bung got, era 5 e bieſes hält i baſt du nid bein Sun 90 o zu daha die f, Die A mit indem indeſ? y bon eh 5 n zum bon n geg nu lein ſed dec. dahin ay f eilen Kb u dell Dan ſuſer. Mt h Der bir de ed 0 ſtetz, nei gj „ 1 Wo a atze A Het, fi elt, uten tte, in! f. e, ö ö b 1 5 — lebensbahn Auf ſeine ſün⸗ πσννν. r Mel. Es iſt gewißlich an der ꝛc. 404. Nach meiner ſee⸗ len ſeligkeit Laß, herr, mich eifrig ringen! Sollt ich die kurze gnaden⸗ zeit In ſicherheit hinbrin⸗ gen: ie würd ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein reich wünſcht einzugehn, Muß reines herzens wer⸗ den. 2. Erſt an dem ſchluß der den ſehen; Und wenn man nicht mehr ſuͤndgen kan, Gott um erbarmung flehen; Das iſt der weg zum leben nicht, Den uns, o gott, dein unterricht In deinem wort bezeichnet. 3. Du rufſt uns hier zur heillgung; Drum laß auch hier auf erden Des geiſtes wahre beſſerung Mein hauptgeſchäffe werden. Herr, ftäͤrk in mir dazu den trieb; Nichts ſey mit je ſo XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. groß, ſo lieb, Mich davon abzuwenden. 4. Gewoͤnn ich auch die ganze welt Mit allen ihren freuden, Und ſollte das, was dir gefallt, O gott, 305 daruber meiden: Was huͤl⸗ fe mirs? nie kan die welt Mit allem, was ſie in ſich lzen, 5. Was fuͤhrt mich zur zu⸗ friedenheit Schon hier in dieſem leben? Was kan mir troſt und freudigkeit In noth und tode geben 2 Nicht menſchengunſt, nicht irdiſch gluͤck, Nur gottes gnade und ein blick Auf je⸗ nes lebeus freuden. 6. Nach dieſem kleinod, herr, laß mich Vor allen mir daran hinderlich, Mit eblem muth verachten, Daß ich auf deinen wegen geb. Und im gericht dereinſt beſteh, Sey meine groͤßte ſorge.“ 7. Doch was vermag ich, wenn du vicht Vor traͤgheit mich beſchuͤtzeſt, Und mich zur treu in dieſer pflicht Mit kräften unterſtuͤtzeſt. O ſtaͤrke mich, mein gott, dazu! So find ich hier ſchon wahre ruh, Und dort das ewge leben. 1 9 1 1 XVII. Von haͤlt, Mir deine gnad erſe⸗ dingen trachten, Und, was ſre tage, 3s Z3wote Abtheilung. 3 XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib. mel. Wer nur den lieben dec. oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. 3. er wohlluſt reiz 405. D zu widerſtreben, O chriſt, laß deine weisheit ſeyn! Bewahre, liebſt du gluͤck und leben, Dein herz vor ihrem graͤuel rein. Vor ihrer ſchnoͤden lockung fliehn, Heißt dem verderben ſich entziehn. 2. Die wohlluſt kuͤrzet un⸗ Sie raubt dem koͤrper ſeine kraft, Und ar⸗ muth, ſeuchen, ſchmerz und plage Sind fruͤchte dieſer lei⸗ denſchaft. Der haſſt ſich ſelber, der ſie liebt, Und ſich in ihre feſſeln gibt. 3. Sie raubt dem geiſte muth und ſtaͤrke, Schwaͤcht den verſtand, der ſeele licht; Sie raubt den eifer edler werke Und ernſt und luſt zu jeder pflicht. Sie fuͤhrt reu und gewiſſensſchmerz In das ihr hingegebne herz. 4. Der menſch ſinkt unter ihrer buͤrde Zur niedrigkeit des thiers herab; Er ſchaͤn⸗ det und entehrt die wuͤrde, Die ihm ſein weiſer ſchoͤ⸗ pfer gab; Vergiſſt den zweck,. dazu er lebt, Weil er nach niedern lüſten ſtrebt. 5. So ſchimpflich ſind der wohlluſt bande, Schon vor der welt ſind ſie ein ſpott! 1 5 1*. 1 Sie ſind vor dem gewiſſen ſchande, Und noch weit mehr vor dir, o gott! Der Du forderſt ihn vor dein gericht. 6. Du uͤbergibſt den dem verderben Schon hier, der ſeinen leib entweiht; Und nie wird der den himmel er⸗ ben, Der ſich unreiner luͤ⸗ muthsvoll zu dir: O ſchaff ein reines herz in mir! ſen luͤſten Mit muth und nachdruck widerſteh; Und ſtets, dawider mich zu ruͤ⸗ ſten, Auf dich, allgegen⸗ waͤrtger, ſeh. Denn, wer Flieht auch verborgne miſ⸗ In 8 ee Jes leibes warten, 406. D und ihn naͤhren, Das iſt, o ſchoͤpfer, meine pflicht; Durch eigne ſchuld ihn zu zerſtoͤren, Verbietet mir dein unterricht. O ſte⸗ he mir mit weisheit bey, 15 dieſe pflicht mir heilig E g eee eee, wundervollen bau verletzen, Den du, als ſchoͤpfer, ſelbſt . er⸗ laſterſ klav entflieht dir nicht; 7. Gib, daß ich allen boͤ⸗ dich, gott, vor augen hat, ſte freut. Drum fleh ich de⸗ 9 2. Sollt ich, o herr, ge⸗ ringe ſchaͤtzen, Was deine hand mir anvertraut? Den de, em kal leib beſhwert! J erde größtes zul heit Aud en halt 3. Drum gib, l draft uüde, nes dötpe wog Daß nicht, we krankheit lebe,! den juntrn bor Du gebt big fe ruh, Du zogſt be uͤbel zu! 6. 5 jehen ſint glieder Mich zu achtüin ſehn; mich zine krankhe So soße selbe ein. Gib fo. und baun verleih des argleb tothg übertteſbe, Ne karwers pft ſtels in jenen t be, Die dein ge Mnſt khr Ou ragt feſſeln dit — den uit N ke, Schnitt di g N „ dera ch t, bor ug den eiſa daf e unſt und kin Sie fim 0 Des leben nö ſchun 0 4 egebne ben WIe ſch Ute if lich, 0 1 origer Mag 0 und Anh dutch eint ſtoͤten, Na tab; Er f nit A unterrich.) ort die wink, in weiſtt en At weit hel v giſſt den nüt „eil an n krebt. lich iind ae n, Scan n f. un fal 2.(ich, o hen, ing e hen, An 0 fund) zanvertmtf l unt a len bau kee — erbaut? Weß iſt ſchuͤtzen, Gibſt du mit mil⸗ ſind die nicht werth! Wer des berufs geſchaͤf⸗ Dat o ſchöpfa, ee 1 Zur rieren ibn daß J pflicht ne dn Alls ſchopfe, 1 1 XVII. von der Sorge fuͤr den Leib. mein leib? er iſt ja dein: Sollt ich denn ſein zerſtoͤrer ſeyn? 3. Ihn zu erhalten, zu be⸗ der vaterhand Die mittel, die dazu uns nuͤtzen, Und zum gebrauch gibſt du ver⸗ ſtand. Dir iſt die ſorge nicht zu klein: Wie ſollte ſie es mir denn ſeyn? 3. Geſunde glieder, mun⸗ tre kräfte, O gott, wieviel taugt zu te, Wenn krankheit ſeinen leib beſchwert? Iſt nicht der erde groͤßtes guth Geſund⸗ heit und ein heitrer muth? 5. Drum gib, daß ich mit ſorgfalt meide, Was mei⸗ nes koͤrpers wohlſeyn ſtoͤrt; Daß nicht, wenn ich je krankheit leide, Mein geiſt den innern vorwurf hoͤrt: Du ſelbſt biſt ſtöͤrer deiner ruh, Du zogſt dir ſelbſt dein uͤbel zu! 6. Laß jeden ſinn und alle glieder Mich zu bewahren achtſam ſeyn; Und druͤckt mich eine krankheit nieder, So floͤße ſelbſt geduld mir ein. Gib frohen muth, und dann verleih, Daß auch des arztes rath gebeig. 7. Doch gib, daß ich nicht uͤbertreibe, Was auf des koͤrpers pflege zielt; Und ſtets in jenen ſchranken blei⸗ be, Die dein gebot mir an⸗ befiehlt. Des leibes wohl laß nie allein Das ziel von meinen ſorgen ſeyn. 8. Mein groͤßter fleiß auf dieſer erde Sey meinem gei⸗ ſte, gott, geweiht, Daß er zum himmel weiſe wer de, Noch in der vorbereitungs⸗ zeit: So wird ſich leib und ſeele dein In alle ewigkeit erfreun. 8 Mdas iſt mein zeit⸗ 407. W̃ lich leben, Das du mir, gott, gegeben? Ein unſchaͤtzbares guth. Du gabſt mirs, hier auf er⸗ den Zum himmel reif zu werden, Worauf mein wah⸗ res gluͤck beruht. 5 2. Hier wird die ſaat ge⸗ ſtreuet, Dort erntet man, erfreuet, Der tugend fruͤch⸗ te ein; Je langer ich hier lebe, Und gut zu han deln ſtre⸗ be. Je groͤßer wird mein gluͤck dort ſeyn. 3. Sollt ich dis gluͤck mir rauben? O herr, laß mir im glauben Der kuͤuftgen erntezeit, Mein leben auf der erden So werth und wichtig werden, Als es mir ſelbſt dein wort gebeut. 4. Mir ſelbſt es zu verkuͤr⸗ zen, Mich in den tod zu ſtuͤrzen, Iſt wider meine pflicht. Ein redliches ge⸗ guͤte; Entweicht auch dem berufe nicht, u 2 3. Was 307 mel. In allen meinen thaten de. 50 771 muͤthe Lohnt nie mit undank 0 9 10 0 44 55 308 Spwote Abtheilung. 9. e 8 r 7 5. Was leicht in krankheit ſtuͤrzet, Das leben leicht verkuͤrzet, Laß mich mit ſorgfalt fliehn; Doch auch nicht aͤngſtlich zagen, Fur meine pflicht zu wagen, Was du mir, gott, fuͤr ſie verliehn. e 6. In deine vaterhaͤnde Befehl ich, herr, mein ende, Und meiner tage lauf. Es ſey mein ganzes leben Dir hier zum dienſt ergeben; Hilf du nur ſelbſt der ſchwachheit auf. 7. Wie heilſam iſt das le⸗ ben, Dem, der dir ganz ergeben, Nach wahrer tu⸗ gend ſtrebt! Drum will ich dich treu lieben, Mich ſtets im guten uͤben: So hab ich lang und wohl gelebt. Mel. Wer nur den lieben gott. „Mie mannigfaltig 408. Wẽ̃ ſind die gaben, Wodurch, herr, deine huld uns naͤhrt, Die alles gute, was wir haben, Beſtaͤndig, und ſo gern gewaͤhrt. Auch das, was unſer mund ge⸗ nießt, Zeigt uns, wie gut und mild du biſt. 2. Diu giebſt uns brod fuͤr unſer leben; Und laͤſſeſt auch, uns zu erfreun, Die mittel, die uns nahrung ge⸗ ben, So viel, ſo mannig⸗ faltig ſeyn. Wie angenehm iſt der genuß Von dem, was uns ernähren muß! ö . 3. Du ſegneſt auen und gefilde Mit unerſchoͤpfter fruchtbarkett, Die, vater, jährlich deine milde, Daß keiner hungern moͤg, erneut; Daß jedermann, von ſorgen frey, Geſüttigt werd und dankbar ſey. 4. Du gibſt, daß ich nicht mangel leide, Was noͤthig iſt; auch mehr als brod: Gibſt zum beduͤrfniß auch noch freude Fuͤr einen jeden ſinn, o gott! Wie iſt, zum wechſel im genuß, So groß, ſo reich dein uͤberfluß! 5. So will ich denn mit freuden eſſen, Was deine vaterhulb mir ſchenkt; Nie aber auch. o N ſen, Daß ſie mich ſpeiſt, daß ſie mich traͤnkt; Nie, daß ſie keine luſt mir wehrt Als die, die ſchadet und zerſtoͤrt. f 6. Drum laß die kraft, uns zu vergnuͤgen, Die du in ſpeiſ und trank gelegt, Mich nie, o boͤchſter, ſo be⸗ ſiegen, Daß ſie zum ſchwel⸗ gen mich bewegt; Laß, dei⸗ ner gaben mich zu freun, Mich maͤßig im genuſſe ſeyn. 7. Mit ſpeiſ und trank ſich ſo heſchweren, Daß man derſelben uͤbervoll, Dadurch wird das, was uns ernaͤh⸗ ren Und unſer herz e ſoll, Ein gift, das in die adern ſchleicht Und krank⸗ .——— gen auth, lun 1e gaben brauch, fers Hunke — All. Bon Mel. Main 1 f Alus dein 4000 eg geber ler gaben des bolt und. Des zurn nut Mit geußer vet du hats, Und 10 güte dus, Der b. u gründen, 5 1 dir kon und ſuſſenſchaſt, die länher blahen. leſt ſtgüchem d Sich nägich n In ſehem ant, fand, 11 dei tüchtig faah, 3 mitzuwirkel. 3. Ms mibher g du dich Den ii lade; Und du ſie unter ſch d 1 un Venuß, ergeh überfuß! U ich den ut 1 n, Was beine ur ſchenkt; Ne 0 herr, ber eſ⸗ be nic af, b traͤnkt; Me 1 luſt mir vihtt die ſchadet und aß die kraft, uns en, Die du n krank gelegt, böchſter, ſobe⸗ ſie zum ſchwel⸗ vegtz Laß, dei⸗ nich zu freun, 3 im genuſſe und unk eren, Daß nan roll, Dahurch as uns enah⸗ herz 9 0 t, das in bie t Und krank⸗ heit, die pflicht gebeut; Macht Erweckt unordnung, „ xvIII. von der Arbeitſamkeit und Treue im Beruf. 9 heit, ſchmerz und tod er⸗ zeugt. 8 8. Unmaͤſſigkeit raubt uns die kraͤfte Zu dem, was uns traͤge zum berufsgeſchaͤfte, Untuͤchtig zur gottſeligkeit; 3, ſtreit und zank; Erſtickt den dir, gott, ſchuldgen dank. 9. Wer ſich den bauch zum gott erkohren, Unmaͤßig dei⸗ Zu dem kein knecht der luͤſte taugt. Gott, laß mich ja dis laſter ſcheun, Enthalt⸗ ſam, maͤßig, nuͤchtern ſeyn! 10. So oft ich ſpeiſ und trank genieße, So laß es mit vernunft geſchehn; Und, daß ich beydes mir verſuͤße, Mit dank auf dich, den ge⸗ ber, ſehn; Auf dich, der du mich zaͤrtlich liebſt, Mir nahrung und erquickung giebſt. ne gaben braucht, Der iſt fürs himmelreich verlohren, eee eee XVII. Von der Arbeitſamkeit und Treue 5 im Beruf. — Mel. Allein gott in der 4 ꝛc. Sus deiner milden 409. A ſegenshand, Du geber aller gaben, Muß je⸗ des volk und jedes land Des guten zufluß haben. Mit großer weisheit haͤltſt du haus, Und breiteſt deine guͤte aus, Der voͤlker wohl zu gruͤnden. 2. Von dir kommt kunſt und wiſſenſchaft, Wodurch die laͤnder bluͤhen. Du ſchen⸗ keſt jeglichem die kraft, Sich nuͤtzlich zu bemuͤhen In ſeinem amt, beruf und ſtand, 8 dein rath ihn tuͤchtig fand, Zum beßlen mitzuwirken. 3. Als milder geber zeigſt du dich Den voͤlkern aller lande; Und du verknuͤpfſt ſie unter ſich Durch deines ſegens bande. Zum fernen off, zum fernen nord Stroͤmt deines ſegens quelle fort Von weſten und von fuͤden. 4. Du gibſt den ſchiff n ih⸗ ren lauf Auf ſtroͤmen und auf meeren, Und bilfſt dem flor der handlung auf, Viel tauſende zu naͤhren. Zur nothdurft, zur bequemlich⸗ keit Vertheilſt du deine ga⸗ ben weit Von einem land zum andern. 5. Du ſegneſt jedes men⸗ ſchen fleiß Zum nutzen ſeiner bruͤder. Was er nur gutes kan und weiß, Das kommt von dir hernieder. Was deine hand uns zugewandt, Das flieſſet ſtets aus Fand in hand Durch nuͤtzliche ge⸗ werbe.. 13 6. Herr, 9 Zwote Abtheilung. ben 6. Herr, unſer gott, wir 5. 2 f uf f 1 1 en, 27 0 Mit dankbarem laß 27 9 weißt a müthe. Du herrſcheſt un⸗ ja wohl, was mi 5 got de, e 25 3 Was bn wilt 9 II. 5 10 1% nit gute. Geuß dei, mir, Und dann zufrieden n Das 1 8 17 05 Auf mir dir. e dhe 9 1 land, auf jedes haus, 6, Mit baten geh und krafß/ Zu deines namens ehre. 5 mein werk, 615 55 1—— fü, ld Fulle daß ein jeder red. leibe kraft und ſtilärk; Me. it i 2 82 Nachbaur Barlang ich die arben au, P an Danbdel; Rech en, bruͤ⸗ r ch ſie vollenden ne derlich und treu In ſeinem kan. 0 ben ich ſie volendes bat le Noe wandel. Mit luft, 7. Erkeichtre mir der ar 1 Bd du. ee eee 3 1 0 fl un bau h ua 3 gen zu, efohlen haſt, Das thun, lg n l wee, ſolch ein volk bewohnet. was 3 it. 3 100 da Mel. Herr jeſu ehriſt, dich zu ꝛc. freut, daß du mein helfen Dem gibt a ll 1 5 I biſt. e Vom dle, 41 O. G die 2 0800 8. Zu dir hoff ich voll zu⸗ Hand, So bil, Und jedermann ein dhe] erſicht, Du werdeſt mei⸗/ in seien fab, gewahrt, L ſein theil] aem fleiße nicht Dein ſegz daohthifth nge auf ir ah,. 0 105 5 3 gedeihn entziehn; 3. Ei it de 5 7 ace mit freuden thun.— 85 enge mies is 7 45 doch 10 berg fuͤr mich, 9. Du machſt die duͤrren ihrer finde gaht ä 3 aß ich Auch ſor⸗ ber ena Du N b 1 1 gen ſoll zu thun, was mi irge naß, Du kleideſt blu⸗ gunſt ihnen ſche Iii Dein offenbart ern 72 15 men, laub und gras; Fuͤr ſeinen ſchut 10 Daz nee dete deine ſorg iſt nichts zu klein; nnd ſinnt, hn Seit. 15 7755 10555 auch mein verſor⸗ müh/ Ihr hen dieter. G, 1 655 Verſtund ich nur nach 9 7 es dir gefallt; Mich v inem ſiun, So lang ich ich alf dich ey ſͤnde„Mich von der noch auf erden bin Mi it f ö ne erſte ſorge ſeyn. Wie w. 1 en umzugehn; f weise ſezne! . 1 1 meiner mich kehn n ber, il 0 Dann leh I 4 auch, wie ich ſoll 85 mich II. Omache mich dazu recht Nach lch 0 nes leides„Auf mei, treu, Daß ich dir thaͤtig dank⸗ i wahrer 4— Guit ber sep! Hilf, daß ich seg fan „ 51. 12 2 f 38. Ari 1 ſehn, 1 enweisheit wie ich ſoll; Ja ſorge du, g. Laß nüſi 8 ſo geht mirs wohl. tägheit nic, i eee lt geben, hann fte — S — — ie abe ſie val tre mir he f U aß mich, eh ast, Daz i Is ſtandes i du mei h A hoff ich y, Du werbe, 4 nicht Dent 1 1 deihn ent iſt ſonſt n achſt bie Un Du leihe und gras: it nichts us Buch mein us b ich — nuͤnd ich; M n, So un erden b, ben umi wird es un he mich he/ ch dir than lf, daß U ; Ja ſor% 8 wohl, 41 1. Gott ſie uns gelingen. Was man weisheit ſegne mich, Daß ich nie wege gehe, Die mir, xv. von der Arbeitſamkeit und Treue im Beruf. 311 mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. oder: Lobſinget gott ꝛc. Nr. 5. iſts, der das vermoͤgen ſchafft, Das gute zu voll⸗ bringen. Er gibt zur arbeit muth und kraft, Und läͤſſt eee eee mit ihm nur unternimmt, Wird, wenns mit ſeinem willen ſtimmt, Nicht ohne fortgang bleiben. 2. Wer das zu ſeinem hauptzweck macht, Gefaͤl⸗ lig ihm zu werden, Zuerſt nach ſeinem beyfall tracht't, Dem gibt er auch auf erden, Vom zeitlichen, mit milder hand, So viel, beym fleiß in ſeinem ſtand, Als ihm wahrhaftig nuͤtzet. 2 3. Gott iſt der frommen ſchild und lohn; Er kroͤnet ſie mit gnaden: Was ſollte ihrer feinde hohn Und mis⸗ gunſt ihnen ſchaden? Mit ſeinem ſchutz bedeckt er ſie, Und ſegnet, bey des lebens muͤh, Ihr herz mit troſt und hoffnung 75 4. Drum gib, o gott, daß ich auf dich Bey meiner ar⸗ beit ſehe. Mit licht und herr, dein geſetz verbeut. Nach chriſtlicher rechtſchaf⸗ fenheit Laß mich vor allem trachten. faͤllig, meiden, Und hilf daß ich, geſtaͤrkt durch dich. Voll muth, mit luſt und freuden, In meinem ſtand eſchaftig ſey; Dein ſegen krone meine treu, Daß ſie auch andern nuͤtze. 6. Sey uͤberall, mein gott, mit mir! Die werke meiner hände Befehl ich, allerhoͤch⸗ ſter dir; Hilf, daß ich ſie vollende Zu deines großen namens preis, Daß mir die frucht von meinem fleiß In jenes leben folge. 8 mel. Wer nur den lieben ꝛc. it dir geh ich an 412. M mein geſchaͤfte, O gott! du gibſt durch dei⸗ nen geiſt Mir auch gewiß zur arbeit kraͤfte, So lange du mich leben heißt. Laß, dieſer hoffnung mich zu freun, Auch deinen rath mir heilig ſeyn. 2. Der ehrt dich nicht, der ſeine tage In traͤgem muͤſ⸗ ſiggang verlebt, Und, ſich und andern gleich zur plage, Das ihm geliehne pfund vers graͤbt. Du biſts, der uns den fleiß gebot, Und wer ihn uͤbt, ehrt dich, mein gott! 3. Du gabſt, mit ſoviel andern trieben, Uns auch den trieb zur thäͤtigkeit, Und, ihn aufs nuͤtzlichſte zu uͤben, Gibſt du uns auch ge⸗ 5. Laß muͤſſiggang und traͤgheit mich, Als dir mis⸗ legenheit. Du kenneſt unſrer arbeit muͤh, Und deine kraft 0 erleichtert ſie b u 4 4. Laß 8 3—— r 22„— 5 7* 2—————— r 2 e*— 2 g —— r ä 9— K 3* 15 5.. 1 5.* 9** n— 5 eee eee eee eee— 1—— 9 2 4 * 1 nnn—————— 8———..— N**—— 1— 4 3 2 1 1—— E— —. 5 2 r— 2 5— 5 5 8———. 8—————— ä— * e eee, wee gere. 7 ee 8—. r. 7 — 5———— ͤůſ I N —————— 2—— 2 2 8 1 — 2— — ĩ•.——. 8 laſt Auch reichen lohn be⸗ und luſt und kraft, Geſchickt, weichlichkeit Ich ſtandhaft pflicht mir muͤh gebeut, Nie ————— 312 Swote Abtheilung. XIX. Vom rechten —— e— 4. Laß mich auf dieſe ord⸗ nung ſehen, Ihr folgen und mich ihrer freun. Wie, ſollt ich dabey irre gehen, Und nicht vielmehr geſegnet ſeyn Von dir, der du der arbeit ſchieden haſt? 5. So wart ich, gott, auf deinen ſegen, Und ſorge nicht, wies werden ſoll; Ich geh ihm doch gewiß entgegen Und bin der frohen hoffnung voll: Mein fleiß iſt wohlge⸗ faͤllig dir; Du ſiehſt und du vergiltſt ihn mir. 6: Ich troͤſte mich deß nicht vergebens, Bleibt er gleich unvergolten hier; Du reichſt am abend meines lebens Wenn ich, von kraft er⸗ ſchoͤpft, mich kan Zu neuer arbeit ſtaͤrken. 3. Gib treuen fleiß, und laß mich nicht Die zeit mit nebendingen, Und mit ver⸗ ſaͤumong meiner pflicht, gen. Das muͤſſe mein ver⸗ anügen ſeyn, Mich den ge⸗ ſchaͤften ganz zu weihn, Die du mir auferleget. 4. Ein heilger trieb belehe mich, O hoͤchſter, meine pflichten In deiner furcht, geſtarkt durch dich, Mit freuden zu verrichten. Ein Auch mir der treue lohn da⸗ fuͤr. Dann freu ich mich in ewigkeit Des nuͤtzlichen ge⸗ brauchs der zeit. Mel. Aus tieſer noth ſchrey ꝛc. 41 2 Nach deinem rath, edo, gott, ſind wir Zum fleiß beſtimmt auf er⸗ den; Du willſt es, daß wir alle hier Einander nuͤtzlich werden. Gib mir verſtand treu und gewiſſenhaft Zu thun, was mir gebuͤhret. 2. Hilf; daß vor traͤger mich bewahre: Und wo die herz, freut, Gibt zu der arbeit munterkeit, Macht leichter unſre laſten. 5. Laß mich vor dir, herr, unverruͤckt Mit einem her⸗ zen wandeln, Das geiz und ehrſucht nie beſtrickt, Ge⸗ wiſſenlos zu handeln. Mein ſeyn: Das ſey mir ehr und reichtum. 6. Dir zu gefallen, ſey mein ziel Bey allem, was ich thue; So hat, es gehe, wie es will, Doch mein gewiſſen ruhe: Denn wer dir, hei⸗ ligſter, misfaͤllt Was nuͤtzet dem die ganze welt Mit al⸗ len ihren ſchaͤtzen. 7. Gib, daß mein fleiß in meine kräfte ſpare, Erholen darf ich mich nur dann, dem beruf Dazu mich auf der erde Dein weiſer rath, mein Verſchwenderiſch verbrin⸗ das ſich des guten leben deinem dienſt zu weihn, So nuͤtzlich, als ich kan, zu el 05 414. M0 0 in ſittich gu 5 0 aht belt, J i feaf wohl unte 2. Mun hach kommt g run de nem nher ſeget zum verderben ge Mein gallige ten woll; Drin daß ich, wie ic deiner wascht! 3. Ef iſ bas m te gut Meg die erde. Hilf um i ermuth D. 12 erde. N irdiſcher gewinn ſo welt zum kite ich mein heil der 4. Was hilfe ze welt Mi ale tzen, Verhlende und geld, Ma berſetzen? Pan urch dich, N 1. verrichten 0 — ſich des 00 Dit zu der eh . Macht lh 2 bor dit, gn 0 Mit einem iy —„Das geht A — 0 I handelg. 2 4 —„ als ich 4 I ſey mir ehr 2 em, was ich Ss gehe, us 9 mein ger n wer dir,% E allt. Was ß Oze welt MI atzen. a5 mein fel Dazu mi ö er, 4 ö 1** i* 2 beſtrickt, 9 e e 0 Din weiſer u W Verhalten gegen die zeitlichen Güther ꝛc. mein gott, erſchuf, Mir ei⸗ ne ftuffe werde, Worauf ich, nach vollbrachter zeit, — XIX. Vom rechten Verhalten gegen die . 3 Reichthum, Ehre und dergl. Mel 5 1 gewißlich an der zeit. 1 Derr! laß mich 4 4. doch gewiſſenhaft Mein zeitlich guth verwal⸗ ten, Gib ſelbſt mir weis⸗ heit, gib mir kraft, Damit wohl hauszuhalten; Auf daß ich, im geringern treu, Durch deine gnade faͤhig ſey Zu groͤßern gnaden⸗ guͤthern. 2. Mein haab und guth kommt ja von dir Und dei⸗ nem milden ſeegen. Nicht zum verderben gabſt du mir Mein zeitliches vermoͤgen. Du gabſt es mir zum wah⸗ ren wohl; Drum gib, herr, daß ichs, wie ich ſoll, Nach deiner vorſchrift brauche. 3. Es iſt das mir geſchenk⸗ te guth Vergaͤnglich, wie die erde. Hilf, daß ich nie um uͤbermuth Dadurch ver⸗ eitet werde. Nie reiſſ ein irdiſcher gewinn Mein herz ſo weit zum eiteln hin, Daß d ich mein heil vergeſſe. 4. Was buͤlfe mir die gan⸗ ze welt Mit allen ihren ſchaͤ⸗ tzen, Verblendete mich guth und geld, Mich dir zu wi⸗ N 2 Verſchmäßt ich, Kant dein wort begehrt, Was mir ein ewig heil gewaͤhrt: Wie elend wuͤrd ich werden! 5. Mein ſtaäͤrkſtes trachten ſey allhier Nach deines gei⸗ ſtes gaben. Wie reich bin ich, o gott, in dir, Kan ich nur dieſe haben! Beſitz ich, hoͤchſter, deine huld, Bin ich voll glauben und geduld: Was fehlt dann meinem gluͤcke? 6. Den geiz laß ferne von mir ſeyn, Die wurzel alles boͤſen. Von ſuͤnden und ge⸗ wiſſenspein Kan reichthum nicht erloͤſen. Er hilft in todesſtunden nichts, Und nichts am tage des gerichts: 3 2 ſchuͤtzt da keinen ſün⸗ er. 7. Lehr mich die weiſe f. ſpar⸗ ſamkeit, Um das nicht zu verſchwenden, Was du mir gabſt, in dieſer zeit Es nuͤtze re anzuwenden. Gib mir ie klugheit, daß ich hier Dadurch dem naͤchſten, ſo wie mir, Des lebens muͤh erleichtre. 8. Es kommt ein tag der rechenſchaft: Das laß mich ſtets bedenken, Und mein ö U 5 ö ge⸗ A 9 8 5 2 8 8 . 8 . N 1* 3135 . 0 * 2 Zur hoͤheren geſchöſtiokeit * B lebens 4310. 314 b— Zwote Abtheilung. XIX. Vom rechten 2 emuͤth gewiſſenhaft, Zur eilgen ſorgfalt lenken, Alſo die guͤther dieſer zeit Zu nu⸗ tzen, daß ich dort, erfreut, Noch ſegen davon ernte. Mel. Wenn meine ſuͤnd mich ꝛc. Herr, laß nach eit⸗ 415. ler ehre Mich niemals geizig ſeyn. Gib, daß dein geiſt mich lehre, Der ehre mich zu freun, Die ewiglich vor dir be⸗ ſteht, Und mit mir von der erde Zum himmel uͤbergeht. 2. Nie muͤſſe rang mich blenden, Noch anſehn vor der welt; Das oft aus ih⸗ ren haͤnden Der boͤſe auch erhaͤlt: Wer weiſ und from iſt in der that Iſt edler als der groͤßte, Der aber dis nicht hat. 3. Nicht im beſitz von ſchͤͤ⸗ tzen, Und guͤthern dieſer zeit, Laß meinen ruhm mich ſetzen; Sie ſind doch eitel⸗ keit, Sind oftmal auch des thoren gluͤck, Verlaſſen uns im ſterben, Und bleiben hier zuruͤck. 4. Laß mich in demuth le⸗ ben, Wenn mich die welt verehrt; Durch ſtolz mich nie erheben, Wenn ſich mein anſehn mehrt; Und ſchenkſt du mir der erde guth, O va⸗ ter, ſo bewahre Mich auch vor uͤbermuth. S. Dich kennen, pflicht ke meine Mit treu und red⸗ richten, Wie mir dein wort gebeut, Und uͤberall mein ehriſtenthum, Nach jeſu vor⸗ bild uͤben: Das ſey mein wahrer ruhm. 6. Dein beyfall iſt das beßte, Was ich mir wuͤnſchen kan; Wenn ich mich deß getroͤſte, So hab ich gnug daran, Wenn mir es auch an ruhm der welt, Bey al⸗ len guten thaten, Die ich verrichte, fehlt. 7. Nie laß mich ruhm er⸗ ſchmeicheln, Der mir doch nicht gehoͤrt; Nie als ein gleisner heucheln, Den men⸗ ſchengunſt bethoͤrt. Der tu⸗ gend meinen fleiß zu weihn, Und andrer gluͤck zu ſoͤrdern, Laß mein beſtreben ſeyn. 8. Auf dieſer bahn der ehre Erhalte meinen gang, Durch deines ſohnes lehre, Mein 1 b lebenlang: So werd ich bey verſtaͤndigen Das gluͤck des guten namens Mir gnug geſichert ſehn. gnade, Mich dieſes gluͤcks zu freun. Leit mich auf rechtem pfade, Ein ſolcher menſch zu ſeyn, Den einſt die ehrenkrone Die ewig deine frommen In jener welt begluͤckt, Mel. lichkeit Gewiſſenhaft ver⸗ 9. Gib mir, o herr, die ſchmuͤckt, 1 1 9*—W—B ———— JA—.— 3. Ei 1 eiſt Pahrha N 1 Nun lich ſehn N Aud f ſch fehckn. hat oft geb, U ſich deſſen weht bey bebt ſein wahrer mühe lee 4. O gon, ge Den gerechte Und lellge weit fkllauſſh das zu! man mit muh Balb ſchwelgeriſ Bald unruhbol Und bald mit fue 3, Ein weit herz, Daß ſth auf erden. E nur nicht bis, f ien werber, 1 1 „ M edler a ig von c 4 uf mer hahnher n rubmrit Doch ate net 5, cang: Eh td d engnmg dh nch un lebte, 9. na auch de hen u anbign d. erlaſſen unt bleiben hin M demuth e h die welt d ſelh nie n ſich ven Und schen and, O 0. Nich auch . meint au ud e un wn d u ſſchert seh. Gi, 9 hen, gabe, W die gl ft Leit nig mem Ie, Ei sich h i, Da 1 cht We ſhnia, % en eine fon ne D beglich f 116 Laß mich doch nicht, 416.L o gott! Den ſchaͤ⸗ tzen dieſer erden So ſehr er⸗k geben ſeyn, Daß ſie mein abgott werden! Oft fehlt beym uͤberfluß Doch die zu⸗ friedenheit, Und was iſt ohne ſie Des lebens herrlich⸗ keit? 3. Kan ein vergaͤnglich uth Auch unſre 32 5 illen? Es ſteht ja ſein h beſitz Nie blos in unſerm willen. Nichts ſtets wirds dem zu theil, Der aͤngſtlich darnach ringt, Und ſchnell verlierts oft der, Dem ſein bemuͤhn gelingt. 3. Ein guth, das unſern geiſt Wahrhaftig ſoll be⸗ gluͤcken, Muß nicht vergaͤng⸗ lich ſeyn, Und fuͤr den geiſt ſich ſchicken. Der ſuͤnder hat oft geld, Und wuͤnſcht ſich deſſen mehr; Doch da⸗ bey bleibt ſein herz Von wahrer ruhe leer. 3. O gott, ſo wehre doch Den ungerechten trieben, Und heilige mein herz, Nie ſklaviſch das zu lieben, Was man mit muͤh gewinnt, Bald ſchwelgeriſch verzehrt, Bald unruhvoll bewacht, Und bald mit fluch vermehrt. 5. Ein weiſes frommes herz, Daß ſey mein ſchatz auf erden. Sonſt alles, nur nicht dis, Kan mir ent⸗ riſſen werden, Dis bleibt i ſer herz, Erſtickt die edlern Verhalten gegen die zeitlichen Guͤther 8 318 e mie W* mel O gott, du frommer ꝛc. im tod auch mein, Dis folgt mir aus der zeit Zum ſelig⸗ ſten gewinn Bis in die ewig⸗ eit. 6. Wenn dieſes fehlt, dann iſt Das herrlichſte vergnuͤ⸗ gen Nur ſuͤßen traͤumen gleich, Die unſern geiſt be⸗ truͤgen. Drum lenke, gott! den wunſch Vom irdiſchen gewinn, Durch deines gei⸗ ſtes kraft, Zu ewgen guͤthern in. i Mel. Machs mit mir, gott ꝛc. liebt, Als ſchaͤtze dieſer er⸗ den! Wohl dem, der ſich mit eifer uͤbt, An tugend reich zu werden; Und in dem glauben, deß er lebt, Sich uͤber dieſe welt erhebt. uns nicht, Hier auͤther zu beſitzen. Gott gab ſie uns, und auch die pflicht. Mir weisheit ſie zu nutzen; Sie Und unſers fleißes antrieb ſeyn. a 3. Doch, nach den guͤthern dieſer zeit Mit ganzer ſeele ſchmachten, Nicht mehr nach wahrer froͤmmigkeit, Und gottes beyfall trachten: Iſt dieſes eines menſchen ruf, Den gott zur ewigkeit er⸗ ſchuf? 4. Der geiz erniedrigt un⸗ trie⸗ 2 1 ohl dem, der 417. W beßre ſch a tz e 2. Zwar aͤchte tugend wehrt duͤrfen unſer herz erfreun, 1 316 triebe. Die liebe fuͤr ein ſchimmernd erz Verdraͤngt der tugend liebe, Und ma⸗ Felt Zwote Abtheilung. „ chet, der vernunft zum ſpott, Mer erden gold zu deinem gott. 5. Der geiz, ſo viel er an ſich reiſſt, Laͤſſt nichts recht froh genieſſen; Er quaͤlt durch habſucht deinen geiſt, Und toͤdtet dein gewiſſen; Und reiſſt durch ſchmeicheln⸗ den gewinn Dich blind zu manchem frevel hin. 6. Um vortheil wird er gar wohl ſchon Aus dir mit meyneid ſprechen; Dich zwingen, der arbeiter lohn Un menſchlich abzubrechen; Er wird in dir der witwen flehn, Der wayſen thraͤnen widerſtehn.. 7. Wie koͤnnt ein herz, vom geize hart, Des wohlthuns freuden ſchmecken, Und in des ungluͤcks gegenwart Den ruf zur huͤlf entdecken? Und wo iſt eines ſtandes pflicht, Die nicht der geiz bes goldes reiz, Ihr herz zu bilden, hindern, Unb glaubſt, du habſt ſie wohl bedacht, Wenn du ſie reich, wie dich, gemacht. 9. Du haſt ein richterliches amt; Und du wirſt dich er⸗ frechen, Die ſache, die das recht verdammt, Aus hab⸗ ſucht recht zu ſprechen: Und ſelbſt der tugend groͤß⸗ ter feind Erkauft an dir ſich einen freund. 10. Gewinnſucht raubt dir muth und geiſt, Die wahr⸗ heit frey zu lehren; Du ſchweigſt, wenn ſie dich re⸗ den heißt; Ehrſt, wo du nicht ſollſt ehren; Und wirſt um ein veraͤchtlich geld, Ein ſchmeichler, und die peſt der welt. IT. Erhalte mich, o gott, dabey, Daß ich mir gnuͤ⸗ gen laſſe; Geiz ewig, als abgoͤtterey, Von mir ent⸗ fern, und haſſe. Dich lie⸗ ben, herr, mit frohem muth, entehrt und bricht? 8. Du biſt ein vater; und aus geiz Entziehſt du dich See Sey meines lebens groͤßtes guth! * XX. Vom rechten Gebrauch des Lebens. Mel. Wer nur 1 lieben ꝛc. b Ju gabſt mir, ew⸗ 41 8. D ger, dieſes leben e augenblick der gott, gegeben Zur ſaatzeit fuͤr die ewigkeit: Hier iſt der vorbereitungsort, Be⸗ lohnung und beſtrafung dort, du haſt es mir, o 2. Du den kindern, Und Iäſſef dich ———— ä end obſt l. 11 fre 0 len wil 3, Dek len bücde; U telt bat, f Daß fe dung 110 lich wutde, higkeit ub: M läſte flit, Un zu deh 5. Din ine nicht hetzen ter, 1 0 Und beym gen bens, Zu dir wuͤrdiß eh. freude wohnt Wohnb puri bey dit, 0. Wohl uit, keblich wagt, freude winth dieſe kätze d bir und mah weihn! Wem f 2 quit, f 10 en ge 1— icht„ leg o ſchmei 1 aht 1 8 0 ich blind e 1 75 . ai e m eil wird 0 1 00 5 1 Aus dir 4 b Auch buulth den; de a d, d fn lehren 9 5 ſtwel 10 10 jubrecha; n 0* e dr wild 0 Ehrſt, uo den thrün m en ſneich ein herz den e. e wohlthum ich, 9 en, Und u 0 a 10 V ö*7* ich mt llt ew an de i ast“ iz eig, lg mata chtten— Von mir a ves ſtandel imm, ut ſſe, Dig le de der gah du, hen ren frohen muh, A en mel S bens git daler; t! kost du dh! — —— u techten Gomuch 5& Leben, chene, ge„ Zut ſahel Men, t i det: Hier t bes ehen u Ab Sagkott, J mabück ber ang e nue, 91 3 DU 3. Der leib iſt oft der ſee⸗ higkeiten aus: Und wieviel freude wohnt nicht hier, been? 2. Diu ſchenkteſt mir ver⸗ ſtand und willen, Die wahr⸗ heit zu erkennen, licht; Kraft, deinen willen zu er⸗ fuͤllen, Und lehrteſt ſelbſt mich meine pflicht; Zur tu⸗ gend gabſt du mir gefühl Und freyheit, wie ich waͤh⸗ len will. len buͤrde; Doch ſchmück⸗ teſt du, herr, dis ihr haus, Daß ſie durch ihn auch froͤh⸗ lich wurde, Mit vielen faͤ⸗ luſt gibſt du nicht hier Durch jeden meiner ſinne mir! 4. Du haſt mich aber laſ⸗ len wiſſen, Daß dis mein irdiſch haus zerbricht: Ich ſoll zwar dieſe welt genieſ⸗ ſen, Doch als genoͤß ich ih⸗ rer nicht; Ich ſoll der ſinnen luͤſte fliehn, Wenn ſie mich zu dem boͤſen ziehn. 3. Dein unterricht ſey nicht vergebens: Gib, va⸗ ter, daß ich ihm getreu, Und beym genuſſe dieſes le⸗ bens, Zu dir zu kommen, wuͤrdig ſey. Vollkommne Wohnt nur im himmel, goit, bey dir. 6. Wohl mir, wenn ich es redlich wage, Der großen freude werth zu ſeyn, Und dieſe kurze uͤbungstage Nur dir und meiner pflicht zu 2. Wohl mir, wenn ich den hang zur fuͤnde, All bö⸗ ſe luſt in dieſer welt, Und je⸗ de lockung uͤberwinde, Die faͤllt: Dann bin ich ſchon ein ſieger hier, Werd dort gewiß gekroͤnt von dir. 8. Gib du mir deines gei⸗ ſtes ſtaͤrke, Der du in ſchwa: chen maͤchkig biſt, Mir, dei zu dieſem großen werke Gar oft zu ſchwach und ſinnlich iſt; Laß mich, das boͤſe zu verſchmähn, Stets auf mein ewig kleinod ſehn. 9. Laß, gott, ſchon in ge⸗ mich oft zum grabe gehn, Und ſtets, bey freuden und bey plagen, Auf dich, und jene zukunft ſehn; Daß ich, ſtets meinen pflichten treu, Des hoͤhern lebens faͤhig ſey. oder: Du weiſer ſchoͤpf. ꝛc. Nr. 3. von den ta gen, Die du hier lebſt, o menſch! herbey. Erkauf die zeit! und ſtatt zu klagen, Sie ſey zu kurz, gebrauch ſie treu; Nim mit erkenntlichem ge⸗ muͤth wahr; ſie flieht. 2. Getaͤuſcht von kleinigkeiten Verlterſt du eiteln weihn! Wenn uſe mein fuß den pfad verliert, Der mich zu deinem himmel fuͤhrt. macht, daß ſuͤnde mir ge⸗ mel. Wer weiß, wie nahe mir ꝛce. 419. Es eilt der lezte — — XX. Vom rechten Gebrauch des Lebens. 312 ſunden tagen, Im geiſt, Der nahen ſtunde deines lebens zweck, Ver⸗ 318 DD Zwote Abtheilung. ſchiebſt dein heil auf ferne zeiten, Und wirfſt leich: ſin⸗ nig jahre weg. Biſt du, Verwegner ſterblicher! Des naͤchſten augenblickes herr? 3. Ein ewig gluͤck einſt zu beſitzen, Sollſt du des kur⸗ en lebens zeit, Als deine Fatzeit, weislich nuͤtzen, Und thun, was dir der herr ge⸗ beut. Er ruft dir menſchen⸗ freundlich zu: Sieh, eins iſt noth! was ſaͤumeſt du? 4. Drum eil, erreite deine ſeele, Und denke nicht: ein andermal. Sey wacker, baͤt und überzaͤhle Der men⸗ ſchen tage kleine zahl. Ge⸗ ſetzt! dein ende waͤr auch fern: So wandle du doch vor dem herrn. 5. Ja, gott, mit jedem neu⸗ en morgen Erwecke mich Zu dieſer pflicht. Deen dir, o herr! iſt nichts verborgen, Ich bin vor deinem auge⸗ ficht, Und will mich dei⸗ ner huld zu freun, Mein leben gern der tugend weihn. 6, Erleucht und ſtaͤrke mei⸗ ne ſeele, Weil ohne dich ſie nichts vermag. Du goͤnnſt, daß ich mein heil erwaͤhle Aus gnaden mir auch dieſen tag. Was iſt nicht eine ſtunde werth, Die deine langmuth mir gewaͤhrt? 7. Wohl mir! wenn ich aus allen kraͤften Nach got⸗ N ten Die pilgertage durchge⸗ lebt Und einſt im glauben ſagen kan: Du nimſt mich, herr! zu ehren an. 8. Mein ſprachlos flehn bey meinem ende Ver nimſt du, herzenskuͤndiger! In deine treue vaterhaͤnde Be⸗ fehl ich meinen geiſt, o herr! Er ſchwingt ſich uͤber grab und welt Zu dir, wann ſei⸗ ne huͤtte faͤllt. Mel. Jeſus, meine zuverſicht ze. err der zeit und 420. H ewigkeit, Gib doch, daß ich bis ans ende, So wie mir dein wort ge⸗ beut,* r meine zeit verwende, Die mir noch dein weiſer rath Auf der welt be⸗ ſchieden hat. N 2. Wie ein traum, ſo ſchnell entfliehn Jahre, zeiten, agg und ſtunden. Das, womit wir uns bemuͤhn, Iſt mit ihnen nicht verſchwunden. Der vergeltung . 8 5 ä 3. Gott, wie thoͤricht hab ich ſchon Hier ſo manche meiner zeiten, Die bereits mir ſind entflohn, Unter ſchnoͤden eitelkeiten und auf ſolche art verbracht, Die mich jezt bekuͤmmert macht. 4 Doch, erbarmend ſchenkſt du mir Jezt noch zeit und raum zur buße; Herr, ich tes beyfall hier geſtrebt; In gottgefaͤlligen geſchaͤf tend und beſchaͤmt zu ſchen i 0 5 ey komm und falle dir Bit⸗ ewigkeit Folgt auf dieſe arbeitszeit.. f. 1 ö i 1% wichen nit, Wen 1 alſchuun el heit führen, Un bein wert berhel wunde kigiete gutes ger aue nich ſeſen ew Mel. J0 heb weit le 421. N. zeit! Wie eller ewigkeit! Wem ch ers geha, un ſoſhnel „ zelten, tag das, womit *, M mit ſchwunde n. ewigkeit ſrbeitszeit. hötichr hab ſo manche ie hertits u, later Und auf ber welt be⸗ ht, Die 0 —— . r t macht. ſſchenkſt zeit 50 ert, ich k Bit⸗ u fuße: XX. Vom rechten Gebrauch des Lebens. 319 Sey mir gnaͤdig! ſieb, mich reut, Meine hier verlorne zeit. 5. 5. Wiederbringen kan ich nicht, Was mir einmal iſt verſchwunden; Doch bin ich der zuverſicht, Nutz ich nur getreu die ſtunden, Die du Daß du gnaͤdig mein ge⸗ denkſt. 6. Lehre mich, die kurze friſt, Die du mir haſt zu⸗ gemeſſen, So, wie es dein wille iſt, Brauchen, und es nie vergeſſen: Hier nur ſen die uͤbungs zeit Zu dem gluͤck der ewigkeit. 7. Saͤen muß ich hier mit fleiß Zu der ernte jenes le⸗ bens. O wie glücklich, daß ich weiß: Dis geſchehe nicht vergebens. Ewig freut ſich ſeiner ſaat, Wer hier treu⸗ lich gutes that. 8. Gott, laß deinen guten geiſt Mich zu dieſer weis⸗ heit fuhren, Und, wie es dein wort verheißt, Meinen wandel ſo regieren, Daß ich gutes hier ausſtreu, Und mich deſſen ewig freu. Mel. Ich hab mein ſach gott ꝛc. Mie flieht dahin 421. Wẽ̃ der menſchen zeit! Wie eilen wir zur ewigkeit! Wie mancher ſinkt, eh ers gedacht, Ins todes mir noch ferner ſchenkſt, nacht! O ſeele, nim dis wohl in acht! 2. Dis leben iſt gleich ei⸗ nem traum; Gleich einem leichten waſſerſchaum Iſt alle ſeine herrlichkeit. Der ſtrom der zeit Reiſſt ſchnell uns fort zur ewigkeit. 3. Nur du, mein gott, du bleibeſt mir Das, was du biſt; ich traue dir. Es falle berg und huͤgel hin! Mir bleibts gewinn, Wenn ich dein todt und lebend bin. 4. So lang ich noch auf er⸗ den wohn, Erwecke mich, o gottesſohn! Verborgen iſt mein todes tag; Gib, daß ich wach, Und wann er kom̃t, bereit ſeyn mag. 5. Was hilft die welt in todesnoth? Was ehr und reichthum nach dem tod? Bedenks, o menſch, was ei⸗ leſt du Dem ſchatten zu? Kein irdiſch gluͤck gibt wah⸗ re ruh. 5 6. Das eitle ſchafft nur kurze luſt; Mir iſt ein beß⸗ res guth bewußt; Dahin geht ſtets mein hauptbegier, Das bleibet mir. Herr jeſu, mich verlangt nach dir. 7. Wie wird mir ſeyn, wann ich dich ſeh, Und froh zu deiner rechten ſteh? O mein erloͤſer, ſtaͤrke mich, Daß eifrig ich Bis an mein ende liebe dich. XXI. Von Zwote — Abtheilung. XXI. Von der Zufriedenheit. 6. Drum will ich kindlich ſchweigen, Zufrieden mich bey Inde g bezeugen, Mit allem, was g du gibſt. Du kanſt uns nicht verlaſſen, Die bir ber, mel. In 25— 1 TN Fir hah ich mich 422. D ergeben, Mein gott, im ganzen leben, Im ungluͤck wie im gluͤck: Dir dank ich meine freuden; Dich preiſ ich auch im leiden, Bis an den lezten augen blick. 8 2. Du biſts, der fur mich wachte, Noch eh ich war kraun, nicht haſſen; Well du die frommen ewig liehſt. 7. Nicht das, worum ich 0 ſchehe, Und was mir ſelig und dachte, Du haſt mit geben, Getroſt und ruht treuer hand Mich huldvoll ſtets geleitet, Auch da mir gluͤck bereitet, Wo ich nur ſchmerz und leiden fand. 3. Was helfen meine ſor gen? Iſt mir mein gluͤck verborgen, So iſts doch dir, herr, nicht. Dir will ich leben, Bis einſt der tod mein auge ſchließt. Mel. Ermuntre dich, mein ze. 422. Du biſt ein chriſt, 423. was quaͤlſt bu dich, Und ſorgſt ſchon heut fuͤr morgen? Nur blinde beiden quaͤlen ſich Mit tau⸗ mich empfehlen, Du weißt, was meiner ſeelen Und mei⸗ nem leibe hier gebricht. ſend bangen ſorgen. Dein vater lebt, dein gott re⸗ iert; Ka 4. Worum ich heute flehe, 9 Drum ſey vergnuͤgt, Das möchte, wenus geſchaͤ⸗ he, Schon morgen mich ge⸗ reun. Nur einen wunſch von allen Laß dir, o herr! ge⸗ fallen, Zufrieden allezeit zu ſeyn. wie er dich fuͤbet. Willſt du burch gram und plagen Dir ſelbſt dein gluͤck verſagen? 2. Wer hat geſorgt, wer hat gewacht Im anfang dei⸗ ner tage, Da noch dein leib in finſtrer nacht, Dir ſelbſt 5. Wenn ich verlaſſen ſchei⸗ verborgen lage? Wer hat da ne, Im leiden zag und wei⸗ ſchon dein heil bedacht? Was ne, Wat wuͤnſcht mein ban⸗thaͤt da aller menſchen macht, ges herz? Ach, hilf es mir Da eiſt und ſinn und le⸗ beſiegen! Es wuͤnſchet ſich 5 en Dir ward von gott ge⸗ verguügen, Und was geben? es wuͤnſcht, wird oft ſein ö 3, Den leib ſchuf gottes ſchmerz. 5 0 weiſe hand, Ein wunder ſeiner flehe, Dein wille nur ge⸗ iſt. Ich will, dir ganz 2 1 F gethan, Die 9 le fart angemehe eum gen lebeisluf, anders ge! d fene uff 0 den kraͤgt und nat lnd ige gad! Mitd ale morgen 6. Kahſt du, wg ale zählen? Fan frühſten Unbheit wenn 5 gaben f ghle ek der ſtett Und daſu auch de meer, And num zahlen Zu mille 7. Gott, ich ka ken nicht Die gi gͤte: Drum ſch luberſicht, Nit müͤthe, Zu all dich, den herrn; * und du hlt m N Voß 42 U 5 el i, ö „Auch hene Wo ig* gt. 1 in, te en meine 4 f ba, 1 Ar mein 1415 1 ie doch. c fs di dnl eng e Lu 4 1 8 0 0 L 1 . De Sn ed telen In) nu l „ geb richt 1 1* 1 lden n 4, 35 79 ic beute sech En ſeh ben Wenns 35 11 igt 3 a egen mich nun 1 Dump; 3 nere 1 la a noch delt e fest! icht, Di ich r Aſſen ſchei** e? Met hithh u und at en de n bebacht? Un emein bar daf S enſchennuc kf es n de gef n inn und y nleſchet st a Dil id bon galt gr „ Und u n? ö 109 oft en J Deſ b. 1 ſchuf gol! ue h. 1 eg N* 0 ſeiner werke; Gab jedem . Ein wunde e xXI. ven der Zufriedenheit. 321 glied den rechten ſtand Und angemeßne ſtaͤrke. Er fuͤg⸗ te bey dem wunderbau Ein glied aus andre ganz ge⸗ nau; Gab jedem ſeine kraͤf⸗ te, Und jedem ſein geſchaͤfte. 4. Iſt dir dein vorzug nicht bekannt, Die hoheit deiner ſeele? Der ſchoͤpfer gab ihr den verſtand, Und willen, daß ſie waͤhle. Sie ſchauet ja mit ihrem blick Auf heut, die zukunft, und zuruͤck, Geſchehenes zu wiſſen, Auf das was komt, zu ſchlieſſen. Hat gott dich nicht von jugend auf Mit ſeiner macht getragen? Durchdenke dei⸗ nen lebens lauf, Kanſt du es will ſtets, mit vertrauen, Auf deine huͤlfe bauen. Mel. Wie groß iſt des allm. Nr. 6. Ju klagſt, und 424. D fuͤhleſt die be⸗ ſchwerden Des ſtands, in dem du muͤhſam lebſt; Du ſtrebeſt glücklicher zu wer⸗ den, Und ſiehſt, daß du lver⸗ gebens ſtrebſt. Ja, klage! gott erlaubt die zaͤhren; Doch denk im klagen auch zurück. Iſt denn das gluͤck, das wir begehren, Fuͤr uns auch ſtets ein wahres gluͤck? 2. Nie ſchenkt der ſtand, nie ſchenken guͤther Dem menſchen die zufriedenheit. anders ſagen? Du athmeſt ſeine luft in dich; Sein bo⸗ den traͤgt und naͤhret dich; Und ſeine gnad und treue Wird alle morgen neue. 6. Kanſt du, was gott an dir gethan, Die wohlthat alle zählen? Fang bey der fruͤhſten kindheit an, Und wenn dir zahlen fehlen: So zaͤhle erſt der ſternen heer, Und dazu auch den ſand am meer, Und nim dann dieſe zahlen Zu millionen malen. 7. Gott, ich kan uͤberden⸗ ken nicht Die groͤße deiner gute: Drum ſetz ich meine zuverſicht, Mit ruhigem ge⸗ muͤthe, Zu aller zeit, a dich, den herrn: Du ſorgeſt Auf Die wahre ruhe der gemuͤ⸗ ther Iſt tugend und genüg⸗ ſamkeit, Genieſſe, was dir gott beſchieden, Entbehre gern, was du nicht haſt. Ein jeder ſtand hat ſeinen frieden, Ein jeder ſtand auch ſeine laſt⸗ 1555 N 3. Gott iſt der herr, und ſeinen ſegen Vertheilt er ſtets mit weiſer hand; Nicht ſo, wie wirs zu wünſchen pflegen, Doch ſo, wie ers uns heilſam fand. Willſt — zu denken dich erkuͤhnen, Daß ſeine liebe dich ver⸗ giſſt? Er gibt uns mehr, als wir verdienen, Und nie⸗ mals, was uns ſchaͤdlich iſt. . 4. Ver zehre nicht des le⸗ bens kräfte In träger un⸗ —— und du hilfſt uns gern. Ich 1 z Beſorge 1 1 f eee 2 2 5— 8 0 5 3 ſchmerzen. . Bin ich getren mit dem perliehnen pfunde, Und harr ich nur der rechten ſegens⸗ ſtunde: So kommt ſie, und eee 322 —.— woe Abtheilung nes ſtands geſchaͤfte, Und nuͤtze deine lebens ⸗ zeit. Bey pflicht und fleiß ſich gott ergeben, Ein ewig gluͤck in hoffnung ſehn; Dis iſt der weg zu ruh und le⸗ ben. Herr, lehre dieſen weg mich gehn. Mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛe. oder: Iſt auch ein gott ꝛc. Nr. 2. 42 5. Gott kan allein das beßte fur uns waͤhlen. Wie thoͤricht han⸗ deln unzufriedne ſeelen! Sie quaͤlen ſich und machen ihrem herzen Vergeblich 2. Was helfen uns die ang ſtlich bangen ſorgen Fuͤr den noch ungewiſſen andern morgen? Der uns doch, daß wir uns umſonſt gegraͤ⸗ met, Schon oft beſchaͤmet. 3. Es iſt umſonſt; wir werdens nicht erzwingen, Wenn wir auch naͤchte durch mit kummer ringen, Und tag vor tag mit aͤngſtlichen geſchaͤten Den leib entkraͤf⸗ 4. Mein gluͤck beruht, o gott! auf deinen ſegen. Vertrau ich dir und geh auf deinen wegen, So wirſt du mir, auch ohne ſorg und 3 Was gut iſt, ſchen⸗ Zum gluͤck gerathen. Mir wohl gelinge. 7. Hilf mir mit treue mei⸗ ne pflicht erfüllen; Und dann mein herz mit froher hoffaung ſtillen. Sollt ich mit dem, was du, herr, mir beſchieden, Nicht ſeyn zufrieden? 1771 ſo, wie andre laben: So gib mir nur zufriedenheit, und gaben, Die mehr, als alles irdiſche erquicken, Und ſtets begluͤcken. gott, mit allen frommen Zu dem genuß der himmels⸗ guͤther kommen; Dann wird mein wunſch, den irdiſch guth nie ſtillet, Voͤllig er⸗ fuͤllet. 85 Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Ich bin mit deiner 426. J huld zufrieden, O herr, und dem, was du zum theil An gluͤck und lei⸗ den mir beſchieden: Dein weiſer rath ſucht ſtets mein heil; Ob er gleich wunder⸗ bar oft ſcheint, Doch weiß ich, daß ers treulich meynt. dann werden meine thaten 6. Drum foͤrdre ſelbſt die werke meiner haͤnde. Ge, ſegnet ſey der anfang und das ende! Gib guten rath, damit, was ich vollbringe, 8. Kan ich den leib nicht 2. Du weißt allein, wo⸗ durch auf erden Mein 5 und 1 0 de ihn 427.0 10 ach meſget ein 6 fl he mur! Wü buht 0 helle! Galt. int Men trat ub le Heal in fffern tn mißt ic dug ve 4. Vor dir darf mung beg, E nicht verheelen; f nen kun mer, ſchnerz Vertraull zehlen; Dann ſch Mir tro und ruh ger ſezehfülle; U fel it file. 3. Du lehreſt t hohen werth Det die ich leide, Daß dir vertrauen leh führt zu wahre Ich würde den! der freun, Nun! begehren, Wenn den wiren. 4 Dein wont; dle ing 1 —, en dle She wl e ecken. weft besingt W wet ieh, * 88 icht erzwen 0 us darm uch men: b Aer 5 dmg ach du dug nein esch, f den 1 * bingen, 1 Dillet, Ma 9 nit anziütn i den leib a f . N Mel! nur den la N 8 0 2 bn ahh emen en!—hulb zufteh, i und d hen: d dem, 18. , Ss win un E in glic nul eine ſerg 1 zn ſchieden: Oil „ gn it, h baſer P x ſucht fit 110 ;]“ glich nue n ut den in o Sent, Du Aue, Uu ben dh de= treulch f en ken f Of t dl, ne weisheit mir; mel. Was gott thut, das de. 50 Man gie W. XXII. Von der Geduld. 325 und wohlfahrt fur und fuͤr Muß veſter und vollkomm⸗ ner werden: Dis zeiget dei⸗ Drum bin ich ruhig und vergnuͤgt Mit allem, was dein rath, herr, fuͤgt. 5 3. Wird mir die freuden⸗ ſonne ſcheinen, So dank ichs froͤhlich deiner buld; Muß aber ich in truͤbſal weinen, So nehm ichs auch an mit geduld. Denn das, was deine weisheit thut, 21. alles ewig recht und gut. eee ae. f eee ii In XXII. Von Die bahn iſt rauh, 42 7. D auf der ich hier Nach meiner heimath eile. Wie viel gefahr ſeh ich vor mir! Wie droht ſie meinem heile! Gott warſt du nicht Mein troſt und licht, Mein heil in finſtern tagen, So muͤßt ich laͤngſt verzagen. 3. Vor dir darf ich mein traurig herz, Erbarmer, nicht verheelen; Darf mei⸗ nen kummer, meinen ſchmerz Vertraulich dir er⸗ zehlen; Dann ſchaffeſt du Mir troſt und ruh Aus dei ner ſegens fuͤlle; Und meine feel iſt ſtille. 3. Du lehreſt wich den hohen werth Der trübſal, die ich leide, Daß ſie mich dir vertrauen lehrt, Mich der Geduld. zuverſicht, Du ſorgſt fuͤr meine tage, Dein auge ſchlaͤft und ſchlummert nicht, Du hdͤreſt meine klage; Du kroͤnſt mich einſt, Wenn du erſcheinſt, Ju dei⸗ nem beiligthume Mit won⸗ ne, preis und ruhme. 5. O, dann wird alle trau⸗ rigkeit Aus meiner bruſt verſchwinden; Vergeſſen Und nur dein heil empfin⸗ den. Mein lobgeſang, Voll preis und dank, Wird, dir zum wohlgefallen, Durch deinen himmel ſchallen. 6. Mich, den vollendeten, darf dann Nicht mehr die ſund entweihen; Mit un⸗ ſchuld ſteh ich angethan In der verklärten reihen. Und ſewiglich Erfreuſt du mich fuͤhrt zu wahrer freude. Daß ich, der menſch von erde, Gleich deinen engeln Ich wurde dein Mich min⸗ der freun, Nur dieſer welt begehren, Wenn keine lei⸗ den waͤren. 4. Dein wort gibt mit die werde! 7. Drum will ich dieſes lebens ſchmerz, Mein gott, geduldig tragen; Beruhi⸗ T. werd ich ganz mein leid, Zwote Abtheilung. gen ſoll ſich mein herz, Nicht mehr, voll unmuth, Hagen. Du biſt bereit, Zur rechten zeit, O gott, von allem boͤſen Mich herr⸗ lich zu erloͤſen! Mel. In allen meinen thaten dc. Nu fuͤhlſt, o chriſt! 428.. leiden Daß nun der geiſt der freuden Von dir gewichen iſt. Du rufſt: herr, wie ſo lange! Gott ſchweigt; und dir wird bange, Daß du von gott verlaſſen biſt. 2. Iſt meine ſuͤnd verge⸗ ben,(Klagſt du,) und heil und leben Durch chriſtum mir verſchafft: Warum fühl ich die liebe, Und ſei⸗ nes geiſtes triebe, Und hoff⸗ nung nicht in voller kraft? 3. Muͤhſelig und beladen Hoͤr ich das wort der gna⸗ den, Und ich empfind es nicht; Bin traͤg, vor gott zu treten, Und kan nicht freu⸗ dig haͤten, Und fuͤhle keine zuverſicht. 4. Mir, der ich ſeinen willen Treu ſuchte zu er⸗ fuͤllen, War ſonſt ſein wort gewiß. Jezt kan ichs nicht recht faſſen; Sein licht will mich verlaſſen. Mich decket gleichſom finſterniß. 5, Sonſt konnte ich die ſuͤn⸗ den Weit beſſer uͤberwin⸗ den, Und ich beſtritt ſie ſchäftig, Und ihre keſzung heftig. recht, gott zu lieben: Wie kanſt du dich betrüben? Du biſt gewiß mit ihm ver⸗ eint. 6 7. Ver magſt du Gott zu kennen Und jeſum herrn zu nennen, Als nur durch got⸗ tes geiſt? Den haſt du ja empfangen; Er iſts, der gott verlangen Und ſeine gnad dich ſuchen heißt. bey denen, Die ſich nach huͤlfe ſehnen; Er kennt und will dein gluͤck. Er hoͤret deine ſtimme Und ſchweigt, doch nie im grimme, Nur einen kleinen augenblick. 9. Gott ließ ſchon man⸗ chen frommen In dis ge⸗ draͤnge kommen, Und ſtand ihm dennoch bey. Du ſollſt dich kennen lernen, Von hochmuth dich entfernen, Und ſehn, was gottes gna⸗ de ſex. 10. Die ſicherheit zu hin⸗ dern, Schickt gott oft ſei⸗ nen kindern, Auch dir jezt, dieſe laſt. Er reinigt dich im feuer, Macht dir dein heil jezt theuer, Damit du halteſt, was du haſt. 5 gern. Jezt iſt die ſuͤnd ge⸗ f kr. Es jammert gott der ſuͤnder, Ich fuͤhle keine kraft vom herrn. g 6. Chriſt, faſſe muth! die ſchmerzen Sind zeugen beß⸗ rer herzen, Als dir das dei, ne ſcheint. Wuͤnſchſt du 8. Trau gott! er wohnt ———— — ür und fir 111 fün nicht bat: l dr g meiner gab; 14. Dl 1 nüthen Mich, nicht tödten; ic fernkr del nich, den eil an doch lil Da weſd ich bel feun. Mel Kelehſen cher: auch en Ein he 420 Che geduldig, Das gott nenen h. Laß mich die wit ſo oft'betz recht ermeſſen 2. Bin ich n alle meine 9 bn dir, here reer? 7. eine fun tu,) an 4* langen 5 Durch chninm 10 h ſiche 10 gat: Num! n bel u lebe, Und ber 5 Wen, Dee s triebe, ue U aa in voller hat a glüd. 6 e 0 wort n nn u in gran e ee eee N S ließ ihnen „ or ga cher Tinmen 4 b kun nicht iwd 00 urch= mmen, l Ind fahl k.. Sch bey daf iich es ien len, der ich ſchn boch N dich alm i facht uu 6 lud f, vas gol ne u lan ert id e ſcheſel ß em hen pickt gott f 0 a. Mig dal un err, uc% innig. def u Et aufg 0 bun i he w J Nac eee bene il F. eur, Dat i 10 bas du hu, e . vai 1 Lamm ban 1 — 5 ſiun XXII. Von der Geduld. 325 eee 0 h fänder, Wie vater threr / kinder, Wenn ſie ihn kind⸗ lich ſcheun. guaͤdig finden, Und ſchuld wir da und ſtraf der wenn ich die ſchweren tage Standbaft ertrage? Er laͤſſt ſich] 3. Wie oft, o gott, wenn ſuͤnden, Von s boͤſe dulden, Er⸗ dulden wir nur unſrer thor⸗ u, Und nennen ihnen weit entfernet ſeyn. heit ſchulde 5 12. Zwar iſt dir jetzo ban: lohn, den wir verdient be⸗ 0 Truͤbſal der from⸗ 8„Denn zuͤchtigung, ſo je da iſt, ſcheint Doch nachmals ange S uns hart; a wird ſie geben Friedſame ſtrafen frucht und leben Dem, der du den durch ſie geuͤbet ward. hr baͤtend fort zu Stark iſt gott in den ſchwachen, Und guͤtig 13. Fa wachen. für und fuͤr. Sein aus⸗ ſpruch kan nicht truͤgen; Er heißt: laß dir genügen An meiner gnad; ich helfe dir. und ſtets illſt in dieſen Gutes die fuͤlle. 6. Ich bin ein gaſt und pilger 14. Du willſt noͤthen Mich, herr, alſo nicht toͤdten; Drum harr ich ferner dein. Du wir mich, den erloͤſten, Einſt ſchon noch vollig troͤſten, Da werd ich dein mich ewig freun. N ſt hier, 8 7 me kommen, men! 4. Doch ſelbſt, o gott, in unſrer ſuͤnden Laͤßſt weg zu unſerm heil uns finden, Wenn wir ſie uns, die miſſ zthat zu haſſen, Erwecken laſſen. n 5. Streb ich nur nach dem frieden im gewiſſen, Wir alles mir zum beßten dienen muͤſſen. Du, herr, regierſt, gewaͤhrt dein wille auf der erden, Nicht erſt dort ſoll ich ganz glücklich werden; Und was ſind gegen euch, ihr ewgen freuden, Dieſer zeit leiden 2 enn ich nur nicht in elend ſelbſt verſchulde, mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. Wenn ich als menſch, als oder: Iſt auch ein gott ꝛc. Nr. 2. geduldig, gott meinem heile, ſchuldig. Laß mich die pflicht, die Doch und wir ſo oft vergeſſen, Do Doch recht ermeſſen. 429 Ein herz, gott, ſchriſt, hier leid und dulde: „Din leid und kreuz So kan ich mich der huͤlfe Das bin ich 0 der erloͤſten Sicher getrbd⸗ K ͤ—ü— u. 1 8. Ich bin ein menſch/ leiden muͤſſen kranken. in der noth an ſeinen n 2. Bin ich nicht ſtaub, wie ſchoͤpfer denken Und ihm alle meine vater? Bin ich vertraun, dis ſtärket unſre vor dir, herr, nicht ein uͤber⸗. Mitten in ſchmer⸗ f treter? Thu ich zuviel den. 5 0% 90 K 3 9. Schau 5 deen NN— 5* 885 1 2 1*** PPTP 4 —— F 5 8 1 5 n 5 —— Zwote e— Abtheilung. Merk auf! vater? 10. Willſt du ſo viel, als der allweiſe, wiſſen? Jezt nicht, warum du Allein du weißt du leiden muͤſſen; wirſt, was ſeine wege wa⸗ ren, Nachmals erfahren. II. Er zuͤchtigt uns, da⸗ mit wir zu ihm nahen, Die heiligung des geiſtes zu em⸗ N Und mit dem troſt der huͤlfe, die wir merken, Andre zu ſtaͤrken. 12. Das kreuz, o gott! wirkt weisheit und erfah⸗ rung, Und dieſe gibt dem glauben muth und nahrung. Drum ſtehe ich in meinem glauben veſte; Gott thut das beßte. 5 Mel. In allen meinen thaten ꝛc. Ich hab in guten 430. ſtunden Des le⸗ bens gluͤck empfunden, Und 9. Schau uber dich: wer trägt der himmel heere? wer ſpricht: bis hieher! zu dem meere? Iſt er nicht auch dein hel⸗ fer und berather, Ewig dein doch zu meinem beßten dient?. 3. Dir will ich mich erge⸗ ben; Und weder ruh, noch leben Mehr lieben, als den herrn. Dir, gott, will ich vertrauen Und nicht auf menſchen bauen; Du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß mich nur gnahe fin⸗ den, Mich alle meine ſuͤn⸗ den Erkennen und bereun. Jezt hat mein geiſt noch kraͤf⸗ te; Mein heil laß ſein ge⸗ ſchaͤfte, Dein wort mein troſt und fuͤhrer ſeyn. 5. Wenn ich in chriſto ſter⸗ be, Bin ich des himmels erbe; Was ſchreckt mich grab und tod? Auch auf des todes pfade Ver trau ich deiner gnade; Du, herr, biſt bey mir in 6. Ich will wehren, Dich durch geduld verehren, Im glauben, zu dir flehn; Ich will den tod bedenken; Du, herr, wirſt alles lenken, Und was mir gut iſt, wird geſchehn. dem kummer freuden ohne zahl! So will ich denn gelaſſen Mich auch im leiden faſſen; Verſuͤßen durch geduld die quaal. 2. Ja, herr, ich bin ein fuͤnder, Und ſtets ſtrafſt du gelinder, Als es der menſch verdient. Sollt ich, be⸗ ſchwert mit ſchulden„Kein mel. In dich hab ich gehoffet ie. 43 85 Sey„ ſeele! ſtark und unverzagt, Wenn irgend dich ein kum⸗ mer plagt. Befiehl gott deine ſachen. In aller pein Vertrau allein Auf ihn; er wirds wohl machen. f —Fdeltlich weh erdulden, Das 2. Kein leiden kommt von ohngefehr; Die hand des hoͤch⸗ der not. 1 0 1 3. a i 4 ö doch u en am him e 1 Gott it de it gert, Un gls batte hey auf erdin. De Wird nie zu ſc ihn denh chtite J. Eß haben zeit Oe gelt gkeit Hier of deln möſſen. L du Hier gur v nichts von tri 8. O hac uud nen gott In Vgngſt und vot er will, es gel iſt gutz B. e Ss J chbic gt 3 60 U 5 a rafft h unt sd= In alkrgen n 4% A argen eee l Auf in,: ich, de l lachen, ei in bonn bun XXII. Ven der Geduld. N 327 hoͤchſten ſchickt es her; Sein rath hats ſo erſehen. Drum ſey nur ſtill! Was dein gott will, Laß immer gern ge⸗ ſchehen.. 3. Erweckt dir gleich das leiden pein, So ſolls dir doch nicht ſchaͤdlich ſeyn: Gott kan ſein kind nicht haſſen. Wer ihn recht Uebt, Sich ihm ergibt, Den wird er nicht verlaſſen. 3. Wie lange waͤhrt der frommen leid? Nicht ewig, herr! nur kurze zeit. Nach überſtandnem leide Erquik⸗ reſt du Ihr herz mit ruh, Und einſt mit ewger freude. z. Drum hab, 0 ſeele! guten muth; Vertraue gott! es wird noch gut Nach al ler truͤbſal werden. Er zie⸗ het dich Durchs kreuz zu ſich um himmel von der erden. 6. Gott iſt dein gott; er iſt getreu, Und ſtehet dir als vater bey In aller noth Der leiden heer zu ſchwer Durch auf erden. Wird nie ihn dem chriſten werden. 7. Es haben ja zu aller zeit Die heiligen in trau⸗ rigkeit Hier oftmals wan⸗ ſt.Iſt wohl durch ſie gelungen? Oft wird das herz, deln muͤſſen. Warum will du Hier nur von ruh, Und nichts von truͤbſal wiſſen? 8. O baͤt und ſieh auf dei⸗ gott In aller deiner Laß, wie ſſch nen angſt und noth! er will, es gehen, Sein will iſt gut; Behalte muth! Gott wird dich einſt erhoͤ⸗ hen. 9. Der troſtes biſt, Laß jeden, der hier traurig iſt, nen troſt empfinden. Hilf, den du liebſt, Durch truͤb⸗ ſal uͤbſt, Den unmuth uͤber⸗ winden. 75 mel. Was gott thut, das iſt ꝛc. 432. V geſchieht, Zu meinem heil mir diene. mir mein gott beſchled, Wenns noch ſo traurig ſchie⸗ ne. Hoͤchſt heilſam iſt, Was gott beſchließt. heit, ſo wie gnade, Sind alle ſeine pfade. du ein gott des Doch dei⸗ eſt glaub ich, daß, was mir Gut iſt, was Allweis⸗ 2. Schon hat, ſeit erd und himmel ſtehn, Sein herrlich reich gewaͤhret, Und niemals bat noch ein verſehn, Daſs ſelbe je entehret. Nein! was er thut Iſt alles gut, Iſt ſeines namens ehre, Wenns noch ſo dunkel waͤre. 3. Sehr herbe zwar, doch reich an frücht, Sind got⸗ tes zuͤchtigungen. Was gute ſelbſt umſonſt verſucht, Dur ihren ſchmerz, Recht frey von den gebrechen, Die leicht den glauben ſchwaͤ⸗ en. f Ich weiß, was auch 4 4. r truͤbſal draͤut, Daß der doch * 4 . wee R 5 2 K 1 5 5 ß ß. 3 5 1 2— A—— * N 0 2 btheilung. 15 106 d e Me ihne: doch meiner ſchone, Der freudenleer, Biſt du doch daß/ wil ſenk Mn mich zu ſeiner herrlichkeitſ meine zuverſicht; Biſt n Du gott e Berief in ſeinem ſohne. der nacht, o gott, mein licht. fen. 10 del F Wie koͤnnte der, Der mich 4. Verzage, herz, verzage II ch Wann %%% ſo ſehr Hienieden wollen nie! Gott legt die laſt auf, gabi“ daa nn, lieben, Zum ſchaden mich gott kennt ſie. Er weiß den dſichergu m f Da betruͤben? ummer, der dich quält; b du iu f. fi 1 5. Gott, fuͤhre denn mich, Und geben kan er, was dir herz au 1 wie du willſt, Dir bleib ich fehlte groß. 1h ſtets ergeben. Wenn du 5. Wie oft, herr, weint 12, Ei 10 dich ſchon in dunkel huͤllſt, ich, und wie oft Half deine nuten, Will ich doch niemals beben. hand mir unverhoft! Oft nee So wunderbar Der weg jammert ich untroͤſthar deine theft f auch war, So hat mich heut, Und morgen ward ch Und dir u doch gefuͤhret Dein rath, ſchon erfreut. macht. 10 und wohl regieret. 6. Oft ſah ich keinen aus⸗ 1 J0 fue 6. Zwar ſchien der weg, gang mehr; Dann weint zweifle 10 den ich erlas, Mir beſſer; ich laut und klagte ſehr: mein 41. doch ich fehlte. Bald prief Wo biſt du, gott? wie, 5alg tal 0 ich ſelbſt dich uͤber das, Was cchaneſt du Dann meinem dich, E le erſt mein herz nicht waͤhlte; elend ruhig zu? f gaub nic. Drum faſſ ich muth. Ja, 7. Dann hoͤrteſt du, o herr, game er iſt gut, Der kreuzpfad, mein flehn, Und eilteſt bald den ich gebe, Wenn ichs mir beyzuſtehn. Du oͤfnes Wau . ir? 434.0 g ſchon nicht verſtehe. teſt mein auge mir; Ich 0 0 Mel. Wenn wir in hoͤchſten noͤth. ee glück und dankte 5 1 ſchmer, Von dir, o vater, 8. Sagts alle die gott e en zeiſſchguth 433. V nimt mein herz geprdft, Die ihr zu ihm— dem nuf, der! Gluͤck, unfall, freuden oder huͤlfe rieft; Sagts fromme! ſchaffen hat, ſchmerz, Von dir, der mich ob er das gebaͤt Geduldig ba, nicht haſſen kan, Voll dank leidender verſchmaͤht? 2. Ochlaſe und voll vertrauen an. 9. Die ſtunde kommt fruͤh er nichtz duch 2. Du, der du ſelbſt die[oder ſpaͤt, Wo dank und waz bit geht weisheit bit, Du kenneſt, freud aus leid entſteht; oWW zee wel fei wa mis heilſam iſt; Nur pein, die ſtunden nur ge⸗ bbcter uud de du ſiehſt, was mir jedes waͤhrt, In freudenſahre ſich hilft dir gern leid Fur heil bringt in der verkehrt. 55 3. Weil bu ewigkeit. 10. Du ernteſt deiner lei⸗ mein vater li 3. Iſt alles dunkel um mich den lohn Vielleicht in die⸗ ih, daß mich her, Die ſeele muͤd and sen leben ſchon; e Dan bötelch Nr, N 16 ˖ 0 t ull, di gu 1 e e 10 i en eh len A agt fun , der nit ih er Fehlt Hehl m, Vol ban! 1500 ſſchnäht! den an. e df be konnt fi du ſelbſt uu 2 W bm Da fennel, ind 4 20 cfthtgh m itt; Num, Dunben nur u nit ſches ditt, nubert wagt in her wehr 1 6 it hne% ul um mit n o! kellicht in de 10 10 010 I e . te du in ſeinen ſchooß Dein macht. was dir gebricht, Die gan⸗ XXII. Von der Geduld. daß, eh du aus geweint, Dir gott mit ſeiner huͤlf er⸗ ſcheint. 5 „JI. Schau deinen heiland glaubig an; Wenn niemand dich erquicken kan, So ſchuͤt⸗ herz aus; ſeine huld iſt groß. 12. Einſt hat er auch, der menſchen freund, Im thraͤ⸗ nenthale hier geweint. Auf deine thraͤnen gibt er acht, ſtaub und aſche, habe hier Ja keinen troſt, als nur bey dir. 4. Ach gott, ſo reich biſt du noch heut, Als du es warſt von ewigkeit; Zu dir ſteht mein vertraun, Mach mich an meiner ſeele reich, So gilt mir alles andre gleich. 1 5. Mir manale reichthum, ruhm und pracht. Wenn je⸗ ſus mich nur ſelig macht, So bin ich reich genug. Und dir zu helfen hat er 13. Ja, gott, du hilfſt, ich zweifle nicht; Denn jeſus, mein erbarmer, ſpricht: Folg treulich mir, ich rette dich, Sey frohes muthes, Der erde gluͤck wahrt kurze zeit, Und ſchenkt mir nicht die ſeligkeit. 6. Dir, jeſu, gottes ſohn, ſey preis, Daß ich aus dei⸗ nem worte weiß, Was ewig ſelig macht! Gib, daß glaub an mich. Bekannte Melodie. Marum betruͤbſt 434. Wed dich, mein herz, Und quaͤleſt dich mit bangem ſchmerz, Blos um ein zeitlich uth? Vertraue dem nur, der die welt Er⸗ ſchaffen hat, und noch er⸗ haͤlt. 5 15 2. Dich laſſen will und kan er nicht; Auch weiß er wohl, ich nun auch veſt und treu Im glauben und im guten ſey. 7 7. Lob, ehr und preis ſey dir gebracht, Daß du es immer wohl gemacht! Du biſt hoͤchſt weiſ und gut; Das zeigſt du uns in dieſer zeit, Und noch mehr in der ewigkeit. 8 mel. Froͤhlich ſoll mein herze ꝛc. ze welt iſt ſein. Er iſt dein vater und dein gott, Und hilft dir gern in aller noth. 3. Weil du nun, gott, mein vater biſt, So weiß ich, daß mich nie vergiſſt Dein vaͤterliches herz; Ich, 435, Wee ſollt ich mich denn graͤ⸗ men? Hab ich doch Jeſum noch, Wer nehmen? Wer will mir den himmel rauben, Den mir ſchon Gottes ſohn Beygelegk im glauben? 14 2. Arm und bloß kam ich * 5 ins eee eee eee, ei eee 1 will mir den * 11 1 0 3 15 1 1 1 2 1. N 1 1 . 1 16 ö 16 0 1 6 1 3 1. N 2 a. 5 1 5 * 5 1 2 115% a2. N ſpotten, laß ſie lachen! Gott, mein heil, Wird in eil Sie 330 ich jezt Nicht auch etwas Nichts mehr hier Thun, ſchauen. Was ſolit er zu N 6 dig uͤberwinden. Iwote Abtheilung. N T welcbe Da es mir Ward von dir, Herr, zuerſt gege⸗ ben; Nichts nehm ich auch von der erde, Wann ich ſie, zaſſen werde. 3. Was ich hab, leib, ſeel nd leben, Iſt nicht mein; Gott allein Hat es mir ge⸗ geben. Soll ich es ihm wieder geben, Nehm ers hin; Mein gewinn Bleibt ein ewigs leben. f 4. Schickt er mir ein kreuz zu tragen, Dringt herein Angſt und pein, Sollt ich drum verzagen? Der es ſchickt, der wirds auch wen⸗ den; Er weiß wohl, Wie er ſoll All mein ungluͤck en⸗ den. 5. Gott hat mich bey gu⸗ ten tagen Oft ergoͤtzt, Sollt tragen? Liebt er mich doch drum nicht minder. Nie zu ſchwer Zuͤchtigt er Sei⸗ ne treuen kinder. 6. Stolz, haß, neid und ihre rotten Koͤnnen mir als meiner ſpotten; Laß ſie zu ſchanden machen. 7. Unverzagt und ohne grauen Soll ein ehriſt, Wo er iſt, Stets ſich laſſen ſchrecklich finden? Auch den Nach viel muͤh, Einſt ver⸗ tod Hilft ihm gott Freu⸗ eee 8. Denn er kan den leib nur toͤdten; Und dann reiſſt Er den geiſt Aus viel tau⸗ ſend noͤthen; Endigt dieſes lebens leiden, Und gibt mir Einſt dafuͤr Dauerhafte freuden. 9. Dann wird ſich an beſ⸗ ſern ſchaͤtzen Geiſt und herz Auf den ſchmerz Ewiglich ergoͤtzen. Hier iſt kein recht gut zu finden; Was die welt verſchwinden. 10. Was ſind dieſer erden guͤther? Unbeſtand, Eitler tand, Laſten der gemuͤther. Dort, dort ſind die edlern gaben, Da mein hirt, Chri⸗ ſtus, wird Mich ohn ende laben. c 11. Herr, mein heil, quell aller freuden! Du biſt mein, Ich bin dein; Niemand kan uns ſcheiden. Ich bin dein, weil du dein leben Und dein blut, Mir zu gut, In den tod gegeben. 12. Du biſt mein, weil ich dich faſſe, Und dich nicht, O mein licht, Aus dem her⸗ zen laſſe. Laß mich, laß mich hingelangen, Wo du 2„Und ich dich Ewig wer umfängen, 0 776 Bekannte Melodie. 97 Mas gott thut, das 436. W iſt wohlgethan, Gut iſt und bleibt ſein wille. Er nimt ſich ſtets der ſeinen an; In ſich haͤlt, Muß wie rauch 5 5 6 5 9 14 5 5 N N 0 0 0 75. eden wohlget ah, br wobl bchenkc; wat ich an ebf Mir licht d K len: Din sal lüglich dan D. auf ihn bauen, güte trauen, 4. Wach galt! wohlgethan, E licht und le, nichts böses g Ibm mfl ich. In fred und kommt die get, wiß erſcheintt, mit ung meyne 5. Wi gott wohlgethan; N 14 5 ichs doch gehul laſe mich nic Vel eh zuleſt azt Mit fi hetzen; Ds mere, uit ein nA . 4 —ů 1 SSE „ S — 2 — 2 — en heb auch aun a. due e 5 Nena 9 ic e chu ebe K sehen lh A gut, n 3 5 , beib 1 n. O gen 9e Hunnen an fa! d* der Ther, D nin A dns hend n; ke ien t 5 mic, Aachen! Get, uh hi Tagen, ö nell Ein, ch biß kz . c f n. L f 90 uchi, B. 80 b Mü, a N N ich lan 0 Je Fottthat is lt eu n 0 f 1 olſeln u lach ben u t!“ ib fen, ge dran b int b 1 1 nich bez 50 Aae 1 XXII. von der Geduld. — laß ich mir genuͤgen An Er wird mein unglüuck wen⸗ wohlgetban, Er wird mich mit uns meynet. Weil er zulezt Mich doch an; Drum halt ich ihm auch ſtille. Er iſt mein gott Der in der noth Mich wohl weiß zu erhalten; 3 laß ich ihn nur wal⸗ en. i 2. Was gott thut, das iſt wohlgethan, Sein wort kan ja nicht trugen; Er fuͤhret mich auf rechter bahn Drum ſeiner huld Und hab geduld; den, Es ſteht in ſeinen haͤn⸗ den. 3. Was gott thut, das iſt wohl bedenken; Zu dem, was ich von ſelbſt nicht kan, Mir licht und kräfte ſchen⸗ ken: Denn ſeine treu Iſt taglich nen; Drum will ich auf ihn bauen, Und ſeiner gute trauen. 4. Was gott thut, das iſt wohlgethan, Er iſt mein licht und leben, Der mir nichts boͤſes goͤnnen kan; Ihm will ich mich ergeben In freud und leid; Es kommt die zeit, Da es ge⸗ wiß erſcheinet, Wie gut ers 5. Was gott thut, das iſt wohlgethan; Muß ich gleich bittres ſchmecken, So nehm ichs doch geduldig an, Und laſſe mich nicht ſchrecken; ergoͤtzt Mit ſuͤßem troſt im herzen; Da weichen alle 8 wohlgethan, Darauf will ich ſtets bauen; Auch, wann er will, die todesbahn Be⸗ treten ohne grauen: Denn da wird mich Gott vaͤter⸗ lich In ſeinen armen hal⸗ en; Drum laß ich ihn nur wa ten. 8 Mel Wer nur den lieben ze. oder: Du weiſer 3 ꝛc. Nr. 4. „ Mas iſt mein le⸗ 437. W ben auf der erde? Ein wechſel iſts von luſt und leid. Hier ſtoͤrt oft unruh und beſchwerde Hier wokn ich noch in einer welt, Die kein vollkommnes gluͤck enthaͤlt. 2. Weß ſoll ich mich, o herr, denn tiöſien? Nur deiner huld, du biſt mein heil, Und bleibſt, wenn auch die noth am groͤßten, Doch meines herzens troſt unb theil, Und ſtehſt, nach deiner vatertreu, Mir ſtets mit rath und huͤl⸗ fe bey. 8 3. Du ſtaͤrkſt mir unter aller plage, O gott, auf mein gebt, den muth, Daß ich gelaſſen ſie ertra⸗ ge, Und machſt zulezt doch alles gut. Auf kummer folgt zufriedner dank, Auf klagen froher lobgeſang. 3. Was biſt du denn, o meine ſeele! In deiner noth ſo kummervoll? Du weißt ſchmerzen, ia wohl, daß gott nur waͤh⸗ le, 331 6. Was gott thut, das iſt 1372 1 5 Die ſanfteſte zufriedenheit. 1 9 332 Zwote Abtheilung. nen ſoll. Einſt dankſt duahm nach der gefahr, Daß er dein gott und retter war. 3. Er wird es ſeyn; ruf in gefahren Ihn, als den 1 beßten helfer, an. Er 1 weiß dich maͤchtig zu be⸗ „ wahren, Und da, wo niemand helfen kan, Fehlt ihm die kraft zu helfen nicht. Dis ſtaͤrke deine zuverſicht. 6. Empfehl dich ſeiner va⸗ PP r— N 9 8 8 8 le, Was dir zum beßten die⸗ terpflege; Hoff und vertrau ihm allezeit. Auch auf dem allerrauhſten wege Sieh froͤhlich hin zur ewigkeit, Da wirſt du, frey von aller pein, Ganz ſelig, ganz zu⸗ frieden ſeyn. 2 7. So laß mich, gott, ſtets dahin ſchauen, Und dann mit ſtarkem muth auf dich, Auch in der groͤßten noth, pertrauen. Du hiſt bey mir; das ſtaͤrke mich. Wer deſſen ſtets verſichert iſt, Der lebt und ſtirbt getroſt als chriſt. 1 Mel. In allen meinen thaten de. 1 Mas iſts, daß ich 1 43 8. W᷑ mich quaͤle? Harr gottes, meine ſeele, Harr, und ſey unverzagt! Du weißt nicht, was dir nuͤtzet! Gott weiß es, und gott ſchuͤtzet; Er ſchuͤtzet den, der nach ihm fragt. 2. Er zaͤhlte meine tage, Mein gluͤck und meine pla⸗ ſah. Eh ich mich ſelbſt noch kannte, Eh ich ihn vater nannte, War er mir ſchon mit huͤlfe nah. 3. Die kleinſte meiner ſor⸗ gen Iſt dem gott nicht bver⸗ borgen, Der alles ſieht und halt; und was er mir be⸗ ſchieden, Das dient zu mei⸗ nem frieden, Waͤrs auch die groͤßte laſt der welt. 4. Ich lebe nicht auf er⸗ den, Ganz gluͤcklich hier zu werden; Die luſt der welt vergeht. Ich ſoll mein gluͤck hier gruͤnden, Um dort ein heil zu finden, Das ewig, wie mein geiſt, beſteht. 5. Was dieſes gluͤck ver⸗ mehret, Sey mir von dir gewaͤhret, Gott! du ge⸗ waͤhrſt es gern. Was die⸗ ſes gluͤck verletzet, Wenns alle welt auch ſchaͤtzet, Sey von mir jezt und ewig fern. 7 6. Sind auch der krankheit plagen, Der mangel ſchwer zu tragen, Noch ſchwerer haß und ſpott: So harr ich doch in ſtille; Denn nicht mein eigner wille, 1 wille nur geſcheh, o * ö gott! 7. Du biſt ber muͤden ſtaͤr⸗ ke, Und aller deiner werke Was kan mir widerfahren, Wenn du mich willſt bewah⸗ e e de, Eß ich die welt noch ren? Und du, mein gott, bewahreſt mich. 8 In Erbarmſt du ewig dich. N 1 N e 1 1 wich wil, 16 dab se 1 7 ten; Ne ken Au b N de schach, woͤhueſ band Ml 44e 44 0 1 der hett düst Euren vg Ads euch fag XXII. von der Geduld. 333 Kr ven dw n faba,. * ig. chen 90 *, 1 3 A ditſt 115 8 ehr nich, gott e n. en mi in en, Und 910 1 Gut N. unt auf 10% Aeßten doch, Du diſt bey ur Ley cd. Wer bes ien. di zem, I W 1 Hale, du % h f ur jezt un n N,* 11 intl est als chen nenen tun its, dei nich aul weine fete, age er mung hn Win i utt: E n 1 9 is file In. ut er eigner 5%, * under t, ws i Er ſchuͤge den L A nur gesch 1110 5 „ S der mib een n erg d veiß es, 0 Aer bein a ien fag. Ju it wiheſchh: „ mint tigt, Ban t ch wilf bah n N ne pen l, ein 900 erzli uu vel 10 wih Sig, 5 en— 75 4 1 N Melodie. 5. Es ſind nur liebes ſchlaͤr i 439. W hienieden Des Voll gnad und voller hu b. Kärke meinen geiſt. Wenn Gehorſam dich zu ehren mel. Jeſus, meine zuverſicht ꝛc. I! In voriger ö hlaͤ 7 l mich, ae ge, Wenn ich es recht erwäge. lebens laſt ermuͤden, So] Du willſt den eifer mehren, lich die leiden kranken, So Mit glauben, hoffnung und laß mich wohl bedenken: geduld. 199 Auch das ſey gut, was krüb⸗ 6. Was will uns, herr ſal heißt., auch ſcheiden Von dir, und . Nicht ewig ſoll ſie wah⸗ jenen freuden, Die du für ren; Oft werden unſre zäh⸗ uns erſehn? Wir leben oder ren Auch hier ſchon abge- ſterben, So wird uns, dei⸗ wiſcht; Und ſeufzen wir:[nen erben. Doch einſt der wie lange Iſt unſrer ſeelen bn offen ſtehn. 3 bange? So wird das herz. 7. Zu jenem beſſern leben mit kroſt erfriſcht.„ bar, Wilſt du auch mich erhe⸗ 3. Du wendeſt ſolche bür ben; Der tod iſt mein ge⸗ den, Die uns erdrücken wür⸗ bonn. Muß gleich mein den, Gott! gnädig von ans leib verweſen, Wird boch b. Du ſtesſt te 1 5850 geiſt geneſen; Er eilt plagen Auch auf die raft zu ſeligkeiten hin. zu eee 905 deine hand 3. O drücke meinem her uns ſelber gab. 3. er 4. Dein odterlich bemühen zen 2 i doch une Will uns, als kinder, zie⸗ zen, S de 0 der 05 0 hen, Zu thun, was dir ge⸗ ein: E 3 g 355 l Ae 1 15. berater Doch—— Dien er fun derne 3 e biecen dien na gluͤckſelig ſeyn. de ſchwaͤchen, Und uns ent⸗ woͤhnen von der welt. 1 XXIII. Von der Liebe des Nächſten. ſier gebeut, Sey uns heise f len menſchen und lig bfleheſt. 440. A c Hat 2. Wir ſind burger einen der herr dis vorgeſchrieben: welt, Kinder eines vaters. Euren näͤchſten ſollet ihr, brüder, Die er huldreich all Als euch ſelbſt, von herzen erhalt; Alle eines leibes glie⸗ 1 n, was gott] der, Die ſein weiſer alle Ueben! Chriſte 0 9 0 7 machts⸗ n 4 2 2 45. 4 1 5 1 1 1 4 1 111 1 ö 1 5 N 1 Nin ö 5 1 1 0 70 1 1 1 14% 1 2 7* ö 1 74 * 1 N 142 1 1 9 1 1 17 1 1 11 N f 5 1 1 1 5 1 1 14 1 16 1 ien 9 1 0 nn 6 f 144 J M f 1 44770 1 f 0 1 0 75 e f Un 1 4 1 1 1 i f ö ö 1 Dee . l 1 l e 14 1 1 1 00 16 . 11 1 1 0 Men 1 n * Me 8 1 5 g n . * 1 der ſich bemuͤht, Von dem ein herz Voll von wahrer drer begehrt Wie ſeohn erklaͤrt, gluͤck erſchuf. 3. Eine ſterbliche natur Hat er jedermann gegeben, Und auch eine hoffnung nur: Hoffnung auf ein beß res le⸗ ben; Wenn wir hier in die⸗ ſer welt Redlich thun, was ihm gefaͤllt. 4. Und wir ſollten uns ent⸗ Zweyn? Lieblos uns einan der haſſen? Und zu unſrer eignen pein, Stolz unk natd behertſchen laſſen? Wer kein freund des naͤchſten tſt. Iſt fuͤrwahr kein menſch, kein ehriſt. F. Mas wir auch aus got⸗ tes hand Zum voraus vor andern haben: Anſehn, reichthum, hoher ſtand, Lei⸗ Zlvote Abtheilung. machtsruf All zum ewgen 2 8. Laß ſchenfteund! Alle dir recht aͤhnlich werben, Daß wir, hier mit dir vereint, Nach vollbrachtem lauf auf er⸗ den, Einſt auch ewig bey otr ſeyn, Deiner lieb uns ganz zu freun. Mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. 441. Der du die liebe a N ſelber biſt, Und gern die menſchen ſeg⸗ neſt, Ja ſelbſt dem, der dein feind noch iſt, Mit freundlichkeit begegneſt: O bilde meinen ſinn nach dir, Und laß mich doch, mein heiland, hier, Wie du ge⸗ wandelt, wandeln! Die beskraͤfte, geiſtes⸗ gaben, Alles dis befreyt uns nicht Von der menſchen⸗ liebe iht: 6. Selbſt der gaben unter⸗ ſchied Dient zum allgemei⸗ nen beßten, Wenn nur je⸗ kleinſten bis zum groͤßten 5 Andern, und nicht ſich al⸗ lein, Nuͤtzlich, wie er kan, 7. Darum gib uns, gott, menſchenliebe, Das an an⸗ freud und ſchmerz An⸗ theil nehm, und gern das uͤbe, Was der ſchen ſegen; ate lieb und freundlichkeit Auf liebe pflicht h koͤnnen keine chriſten ſeyn, Die ſich nicht andrer wohl⸗ fahrt freun, Und menſchen⸗ feindlich handeln. 2. Dein leben in der ſterb⸗ lichkeit War fuͤr die men⸗ Dir folgten allen deinen wezen. Wo⸗ hin du gingſt, ging wohl⸗ thun mit, Dein wort, dein werk, und jeden ſchritt Be⸗ gleitete erbarmen; Du uͤbernahmſt die ſchwerſte pein, Uns vom verderben zu befreyn, Und ſtarbſt zum heil uns armen.. 3. Auch jezt noch, auf der immel thron, Biſt du das ſie uns 1 77 heil der ſuͤnder; Auch da Ubleibſt du, o gottes 117 f 3 uns, großer men⸗ a* 1 vetſaſ. f 9. iht f cher hulg eh Ie dec d muͤth, mch l Jut beßtung f Und fuͤnſitg So freuf naß Inh wil werd 5 btriſt, Her dul “het biſt, Aut 5„ heben 17 wel d 44, n 442 0 geben mensch feinem wollſſ ſſa ſſiiner noth lh 2 * ah, dag „ ber ben, d 5 nder ſterb⸗ A die mene 0 0 folgten gkeit An 1 chleit Ruf a ig wohl⸗ W dort ben ehnitt Be en; Du U e ſchwerte e derberhen „ arbſczum U 1 , auf bee ſtt hu das 1 e ö J ſobn, e 6, 3 großer„ — le 0 men, . 1 4 ſeinem wohl ſich freut, Bey ſi feiner noth betruͤbet; Ein he berz, das eigennutz Und Ein freund der menſchen⸗ Und braucheſt deine maje⸗ ſtaͤt, Nur ſegen auszubrei⸗ beyzuſtehen; Betruͤbter her⸗ So freue meine ſeele ſich, chriſt, Der du die liebe ſel⸗ XXIII. Von der Liebe des Naͤchſten. kinder. Du ſchaffſt den dei⸗ nen wahre ruh, Und die verirrten ſucheſt du Auf rechten weg zu leiten; Du hoͤrſt der ſeufzenden gebaͤt, ten.. 4. O laß in meiner pilger⸗ ſchaft Mich auf dein vor⸗ bild ſehen! Erfuͤlle mich mit luſt und kraft, Dem naͤchſten zen troſt zu ſeyn, Mich mit den froͤhlichen zu freun, Mit weinenden zu klagen, Und dem, der mir ſein herz ver⸗ traut, Die redlichkeit, auf die er baut, Nicht treulos zu verſagen. 5. Laß mich mit bruͤderli⸗ cher huld Des naͤchſten feh⸗ ler decken; Durch ſanft⸗ muth, mitleid und geduld Zur beßrung ihn erwecken; Und ſuͤndiget er gegen mich, Ihm willig zu vergeben; So werd ich dich, heer jeſu ber biſt, Aufs wuͤrdigſte er⸗ Mel. O gott, du frommer ze. . Gib mir, o gott! 442. G ein herz, Das jeden menſchen liebet; Bey neid und haͤrte flieht, Und um ſein gluͤck bemuͤht. 2. Seh ich den duͤrftigen, So laß mich liebreich eilen, Von dem, was du mir gibſt, Ihm willig mitzutheilen; Nicht aus dem eitlen trieb, Groß vor der welt zu ſeyn, Und mich verehrt zu ſehn: Nein, menſchen zu erfreun. 3. Dis ſey] mir gottes⸗ dienſt! Auch unbemerkt von ihnen, Den nebenmenſchen gern, Mit rath und that zu dienen. Mich treibe nicht erſt dank Zu milder wohl⸗ that an: Nein, was ich an⸗ dern thu, Das ſey dir, gott, gethan. 1 4. Ein trunk, mit dem mein dienſt Dem durſtigen begegnet; Ein blick voll troſt, mit dem Mein herz bedräͤngte ſegnet; Ein rath, mit dem mein mund Im kummer andre ſtaͤrkt: Nichts bleibt, ſo klein es iſt, Von dir, herr! unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft herz, Unfrieden anzurichten: So laß mich ſorgſam ſeyn, Der bruͤder zwiſt zu ſchlich⸗ re nie Mein mund des naͤch⸗ ſten ruh; Er ruͤhme ſein verdienſt, Deck ſeine feh⸗ ler zu. e 6. Die krach iſt dein, o gott! Du ſprichſt: ich will ver⸗ gelten, Drum laß mich eee, 335 ſich um andrer gluͤck, Wie — 1 W e a „——. 4 —— e 5 —— ten. Aus ſchmaͤhſucht ſtoͤh⸗ S 3— 5358558 N 5 wre ieee a C mmm— 9 j— ———„„ 5 PPP... ²˙ 8 1 1. a n f P.—˙———— 1 E e 2 e e 8 2—* . r 5 5 r 8 3. eee,. —— n 5— 2—„ n — N— UÄUT— c a 2* — 5 1 e. 1 3. N 7* 3 WN„ 5 8* e . 3 * * 1 N 2 ä 33 Iwote Abcheilung. ſtille ſeyn. Wenn menſchen auf mich ſchelten. Gib, daß ich dem verzeih, Der mir zu ſchaden ſucht; Den lie⸗ be, der mich haſſt; Den ſegne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht al⸗ lein Auf zeitlich wohlerge⸗ Hen, Mit eingeſchraͤnktem plick, Bey meinem naͤchf en ſehen. Noch ſtaͤrker müͤſſe mich Sein ewig gluͤck er⸗ freun; Noch mehr ſein ſee⸗ lenheil Mir angeleg en ſeyn. 8. Den, der im glauben wankt, Zu leiten und zu ſtaͤrken; Den, der noch ſi⸗ cher iſt Bey ſeinen boͤſen werken, Von der verkehr⸗ ten bahn Des laſters abzu⸗ ziehn: Dazu verleih mir kraft, Und ſegne mein be muͤhn. 1 8 9. Oheilige du ſelbſt, Herr, meiner ſeelen triebe, Durch deine lieb und furcht, Zu wahrer menſchenliebe. Wer nicht den naͤchſten liebt, Geht nicht zum himmel ein, Laß dieſe wahrheit, gott! Mir ſtets vor augen ſeyn. Mel, Nun ruhen alle walder de 8 Herr! neige mein 443. H gemuͤthe Durch deine große guͤte, Mich fremden glücks zu freun; Und fern von meinem her⸗ zen Laß, bey des naͤchſten ſchmerzen, Doch alle ſcha⸗ denfreude ſeyn. 5 et, Was deine huld verlei⸗ het, Er find es, wo ert findt: Der iſt nach deinem bilde Barmherzig, auͤtig, milde Und menſchenfreund⸗ ſchaftlich geſinnt. 3. Zwar wird mit hinder⸗ niſſen Mein geiſt oft kaͤm⸗ pfen muͤſſen Bey uͤbung die⸗ ſer pflicht: Denn ſcheints, daß fremde gaben Fuͤr mich viel nachtheil haben, Als⸗ dann gefallen ſie mir nicht. 4. Dann ſchoͤpft, verſucht vom neide, Mein herz nicht luſt und freude Aus andrer wohlergehn; Dann regen ſich die triebe Der ſtolzen eigenliebe, f Des naͤchſten gluͤck nicht gern zu ſehn. 5. Doch, da hilfſt du mir kaͤmpfen, Die boͤſe neigung daͤmpfen, Die mich zum neid reiſſt hin; Wenn ich nur deinem triebe, Zur wah⸗ ren naͤchſtenliebe, In mei⸗ nem leben folgſam bin. 6. Gott, dein ſind ja die gaben, Die ich, und ane dre haben; Mit weisheit Phaͤliſt du haus, Und thei⸗ leſt unter allen, Nach wei⸗ ſem wohlgefallen, Die guͤ⸗ ther deines hauſes aus. 7. Dich ſelbſt, den aller⸗ hoͤchſten, Wenn ich beneid den naͤchſten, Greift ja mein tadel an. O. welche ſchwere funde! Wenn ich mich unterwinde, Zu tadeln, ſich des guten freu⸗ * dein rath gethan. 96 0 8. J luubt, der pet Und, wenn er fi mich, der ich o Mit borſicht ſch. 1 in bes r V. 3. Ich ſpür a , Daß ich uh ſulle, Herrſcl i ger bruſt. mum fert! dis later nehr verhaſter: ſen glück ſh nel Mel. Herzlehſet f oder: It auch engt if, 44. 9 25 liche; Our el ihn jn vicht bart nicht verlaͤu ne, falsche tanke Sein kͤnke 4. Gib, cht voll des ſächſe Wenns meiſe 3 Hf, dag i ihn zu beſſern ut ſelner ſtele 95 et achte. We hz haben; Ez miſe f da Wange N 0 i ai U 1 750 N. La 0 6 beer zue meh. 3 25 0 8* 5 ſelbſt, en 1 Fe 0 1 eng ſurcht, 31 F ihn zu beſſern trachte, Und Allahe Un. ſeiner ſeele wohlfahrt theu⸗ n liebt, Gent 170 150 er achte. Wie viel haſt du bel em. 1 0 fuͤr ſie in todes banden gott! 1 an: Selbſt ausgeſtanden! ö cn. ha 4, Faß mich aufrichtig eee cchaͤtzen andrer gaben, Die 4 br? all f 4 ſie doch auch von deiner guͤ⸗ **, Ui. te haben; Es muͤſſe nie mein * Ou e, herz des naͤchſten freuden bee ö e i, Und aluͤck beneiden. le, Nu ec ee 5. Gib, daß ich nie zum qu fem,& Anke, Huataen ZJorne leicht entbrenne, Nie nem den i d wine auch dem feinde etwas uͤbels vid dn Un h aoͤnne; Und allen zu bewei⸗ dle u de, Ai, ſen guͤt und treue, Mich ö a en, herzlich freue. Nan 750 5 17 1 774 5 10 ilf, jeſu, daß i 5 444. H 3 e Fraͤnke. XXIII. Von der Liebe des Vaͤchſten. 337 8. Ich ſpuͤr an meiner ſee⸗ le, Daß ich mich ſelbſt nur quaͤle, Herrſcht neid in mei⸗ ner bruſt. Drum mach, o herr! dis laſter Mir immer mehr verhaßter: Des naͤch⸗ ſten gluͤck ſey meine luſt! Mel. Herzliebſter jeſa, was ꝛe. oder: Iſt auch ein gott, ꝛc. Nr. 2. liebe; Durch lieblos richten ihn ja nicht betruͤbe, Ihn nicht verlaͤumde, nicht durch falſche raͤnke Sein wohlſeyn voll des naͤchſten fehle, Wenns meine pflicht er⸗ laubt, der welt verheele, Und, wenn er faͤllt, auf mich, der ich noch ſtehe, Mit vorſicht ſehe. 3. Hilf, daß ich kluͤglich 6. Laß mich, mein heiland, immer mehr auf erden, An lieb und guͤtigkeit dir aͤhn⸗ lich werden. Gib kraft da⸗ zu, ſo ſchmeck ich ſchon hie⸗ 1 Herr, deinen frie⸗ en. Mel. Machs mit mir, gott ce. N o jemand ſpricht: 445. S ich liebe gott, Und haſſt doch ſeine bruͤder, Der treibt mit gortes wahr⸗ heit ſpott, Und handelt ganz darwider. Gott iſt die lieb, und will, daß ich Den naͤch⸗ ſten liebe, gleich als mich. 2. Wer dieſer erden guͤther hat, Und ſieht den naͤchſten leiden, Und macht den hungrigen nicht ſatt, Laͤſſt nackende nicht kleiden, Der uͤbertritt die erſte pflicht, Und liebt den gott der liebe nicht. g 3. Wer ſeines naͤchſten eh⸗ re ſchmaͤht, Und gern ſie ſchaͤnden hoͤret; Frohlockt 5 wenn ſich ſein feind vergeht, Und nichts zum beßten keh⸗ ret, Verlaͤumdern niemals widerſpricht: Der liebet ſei⸗ nen naͤchſten nicht. 4. Wer, wenn er auch mit rath und ſchutz Den naͤch⸗ ſten unterſtuͤtzet, Doch nur aus ſtolz und eigennutz, Aus weichlichkeit ihm nuͤtzet; Nicht aus gehorſam, nicht aus pflicht: Auch der liebt ſeinen naͤchſten nicht. 9 5. Wer — a 5 285 e Zwote Abtheilung. 5 5 0 Por ſeinem ſtolz erſcheinet; Wer nicht den dürftigen erquickt, Der heimlich vor ihm weinet; Wer kaͤrglich gibt dem, dems gebricht: Auch der liebt ſeinen nächſten nicht. 6. Wer andre, wenn er ſie beſchirmt, Mit haͤrt und vorwurf quaͤlet, Und ohne nachſicht ſtraft und ſtuͤrmt, So bald ſein naͤchſter feh⸗ 5. Wer nur dem hilft, der ſehr gebückt ö 10. Wir haben einen gott und herrn, Sind eines lei⸗ bes glieder. Drum diene kind wie ich. 11. Sein heil iſt unſer al⸗ deinem naͤchſten gern; Denn wir ſind alle bruͤder. Gott ſchuf die welt nicht blos für mich; Mein naͤchſter iſt ſein ler guth. Ich ſollte bruͤder haſſen, Die gott durch ſeines ſohnes blut So theur erkau⸗ fen laſſen? Daß gott mich chuf, und mich verſuͤhnt, let: Wie, bleibt bey ſolchem f. Hab ich dis mehr, als ſie, ungeſtuͤm Des naͤchſten lie⸗ be wol in ihm 7 Wer fuͤr der armen heil und zucht Mit rath und that nicht wachet; Dem übel nicht zu wehren ſucht, Das oft ſie duͤrftig machet; Nur ſorglos ihnen gaben gibt: Der hat ſie wenig noch ge⸗ liebt. n e 8. Wahr iſt es, du ver⸗ magſt es nicht Stets durch die that zu lieben; Doch biſt du nur geneigt, die pflicht Getreulich aus zuuͤben, Und wünſcheſt dir die kraft da⸗ zu, Und ſorgſt dafuͤr: ſo lie⸗ beſt du. 9. Ermattet dieſer trieb in dir, So ſuch ihn zu bele⸗ ben. Denk oft: gott iſt die bild gegeben. Da- was ich habe, iſt nicht mein: Sollt ich, wie er, nicht guͤtig ſehn? 9 85 verdient? gerecht ger mir, gott, e eren den ergehen geiſt, Ein herz, durch liebe preiſt. 12. Du ſchenkſt mir taͤg⸗ lich ſo viel ſchuld, Du, herr von meinen tagen! Ich aber ſollte nicht geduld Mit mei⸗ nen bruͤdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vet gibſt, Und den nicht lieben, den du liebſt? 13. Was ich den menſchen hier gethan, Dem kleinſten auch von dieſen, Das ſiehſt du, mein erloͤſer, an, Alz hatt ich dirs erwieſen, Und ich, ich ſollt ein menſch noch ſeyn, Und dich in bruͤdern nicht er freun? 5 14. Ein ſtreng und hoͤchſt icht Wird uͤber Der liebreich lieb, und mir Hat er ſein ſeinem naͤchſten nicht In no eilt beyzuſtehe n; Drum gi durch deinen das dic XXIV WIV. 4 gel. Kommt 10 Ju llebſt, 40. Dia 00 eſt den, ber ft Am nächſten unte Du biſts, der fehl in, Hale perſon, Nach fal en giebet. 2. Gaechtet gott ven geit Zu dem,! und billig heiſſt, meine ſetle leit komm es nit dee in, Aus ſchuöhn un gewinn, Die nacht zu kraͤken 3. Pflanz redlichk. ne hruſt, Und laßt mit wahter uk pfichten üben. das gern auf ure Gern ſchaßen ſücht, die krankt: Wie gn der 0 ö 4 Me ſeufze darnich 100 5 beſtebe ſich, In gern zu geben, nac ee iumrfot mit z In enigkett zu lch 3 daß mich best buen, Nit jeh umigehn, Mie der arme 12 Nu rah u ich det; Dan kal ven en ſucht, es eld t geh dn nen im Hagan l. nich as aihn, den u denig ug z gib E) den nagt 1 ich den nag hier Sn, Den de auch w edieſen, Du du, e erllſer, a, ER : gen die den er Se e 339 XXIV. Von der Gerechtigkeit und EER Billigkeit. el. Kommt her zu mir ꝛc. 446 Du liebſt, o gott! gerechtigkeit, Und haſſeſt den, der ſie entweiht, Am naͤchſten unrecht übet, Du biſts, der jedem ſeinen lohn, Ohn alles anſehn der perſon, Nach ſeinen wer⸗ ken giebet. 2. Gerechter gott! laß dei⸗ nen geiſt Zu dem, was recht Stets Nie komm es nir doch in den ſinn, Aus ſchnoͤder habſucht, und billig heiſſt, meine ſeele lenken! um gewinn, Des naͤchſten recht zu kraͤnken. 3. Pflanz reblichkeit in mei⸗ ne bruſt, Und laß mich ſtets mit wahrer luſt Der liebe pflichten uͤben. Ein herz, das gern auf unrecht denkt, Gern ſchaden ſucht, und an⸗ dre krankt: Wie kan das bruͤ⸗ der lieben? 4. Nie ſeufze jemand wi⸗ der mich. Mein ganzes herz beſtrebe ſich, Dem naͤchſten gern zu geben, Was er mit recht verlangen kan; Und immerfort mit jedermann In einigkeit zu leben. 5. Laß mich beſtaͤndig da⸗ e Drum hin ſehn, Mit jeglichem ſo auc del umzugehn, Wie ichs von ihm begehre; Damit ich keines menſchen herz, Durch meine haͤrte, je mit ſchmerz VI Und kuͤmmerniß beſchwere, — 6. Herr! mit dem maaß, damit ich hier Dem naͤch⸗ ſten meſſe, wirſt du mir Dereinſt auch wieder meſſen. Dis reize mich zur billi⸗ keit; So werd ich auch zu keiner zeit Der liebe pflicht ver⸗ geſſen. ö mei. Erhalt uns, herr, bey ꝛc. oder: Wenn wir in hoͤchſten noͤth. 5 Fern ſey mein le⸗ 44 7. F ben jederzeit Von aller ungerechtigkeit; Wie koͤnnt ich gottes freund ſonſt ſeyn, Und ſeiner gnade mich erfreun. ä 2. Wer ſeines naͤchſten rech⸗ te kraͤnkt, Auf ſeinen ſcha⸗ den bos haft denkt, Verletzet des gewiſſens pflicht, Und ehrt den gott der liebe nicht. 3. Du ſchriebſt in jedes herz, o gott, Tief ein das heilige gebot: Was dir mis⸗ faͤllt, wenn dirs geſchicht, Das thue du auch andern nicht. 4. Wenn ich dis billige ge⸗ ſetz Durch ungerechtigkeit verletz, Verurtheil ich ja ſelber mich Als uͤbertreter wi⸗ der dich. 5. Dein wort, das fün⸗ dern ſtrafe droht, Schaͤrft mir dis heilige gebot, Frey von unrechtem guth zu ſeyn, Mit noch viel groͤßerm ern⸗ ſte ein. i Y 2 6. Es * 8. du beſſe e. Troſtlos werden ſie im leben, Zwote Abrheilung⸗ 6. Es drohet jedem deinen fluch, Der ſeinen naͤchſten durch betrug, Durch die⸗ berey, an ſeinem guth Und ſeiner haabe ſchaden thut. 7. Das haus des diebes iſt verflucht, Wird hier auch ſchon oft heimgeſucht, Und dort trift vollends dein ge richt Den ungerechten boͤ⸗ ſewicht. 8. Darum, mein gott, be⸗ wahre mich Vor allem un⸗ recht vaͤterlich: Beging ichs je, ſo ſey mirs leid Und zum erſatz mein herz bereit. 9. Wer andern ſchaden einſt gethan, Und irgend ihn er ſtatten kan, Doch deß ſich weigert, findet nicht Vor dir erbarmen im gericht. 10. Er kan nicht wahre buße thun, Dein ſegen kan nicht auf ihm ruhn, Eh er das boͤſe, das er that, Nach moͤglichkeit erſetzet hat. 11. Gib, herr! daß ich dis wohl bedenk, Und nie durch unrecht andre kraͤnk. Die habſucht, auch die armuth nicht, Verleite mich von meiner pflicht. eee eee. eee, XXV. Von der Sanftmuth und Verſohn⸗ Wechl wehe Nec ey: lichkeit. N. go mel. Herr, ich habe misgeh. 9 448 Allen, welche nicht vergeben, Wirſt richter, nicht verzeihn; Troſtlos einſt im tode ſeyn, Unentladen ihrer ſuͤnden, Nimmer vor dir gnade fin⸗ den. b 2. Mie dein herz mit je⸗ dem ſünder Vaͤterliches mit⸗ leid hat; Wie der freund der menſchenkinder Selbſt fuͤr ſeine moͤrder bat: So ſoll auch der chriſt verzei⸗ hen Und ſich nicht der ra⸗ che freuen. 3. Wir gelobens dir mit freuden: Willig wollen wir verzeihn; Nie uns rächen, wenn wir leiden, Nie zu dir um rache ſchreyn, Viel mehr vor dein antlitz treten Und fuͤr unſre feinde baͤten, 4. Vater, ſtaͤrk uns, deine frommen, Treu zu bleiben dieſer pflicht! Wenn wir in verſuchung kommen, So be⸗ ſiege ſie uns nicht; Laß uns ſanftmuth dann empfinden, Um ſie ſchnell zu uͤberwin⸗ ben. 5. Laß in unſerm ganzen leben Uns dir gleichgeſin net ſeyn, Willig feinden zu vergeben: Denn wem ihnen wir verzeihn, Laͤſſef du uns gnade finden Auch fuͤr unſre eigne ſuͤnden. 6. Wohl uns! gott vet zelſ 5** , ben de cht ug sun il unt n l int und auf zu Pachsucht in un daͤupfen. mel. Eallich mah fott, de 40 G nat Her du nicht ain tacht, Sondern le de übeſt An den geſchlecht: Laß m geit beleben, On ler, als dein kind ſeh, wie du, geſſn du wollt den ſinn ben, Der bey fihl ſicht zeigt, Und muth ſpricht und 2, Laß mich mei fen ſchonen, Mil feine last; Und, fe hier ſoll wohnh, zankſucht mir var das iſt, o gott, Und die eintracht Oo hilf mit g Gib en hetz un, file und den fit 10 lebt, Daz 155 ut. 0, wie wit eſweret du nes babenſchafti z duc ie, haß berge aud ung des iche Känt dad zel he Maden but. Aus det dubez Wird hier aut ungeſacht, lud ollends dein g unzerechen i. „ mein get, le Vor allem un 1 pt andre lch ich: Begnig ict, auh seid lud zun A, Verlei derz dert. Von da E, s 110 U „ich habe mir len, weltze nl dergebet, Du er pft. — 1—— ih IM dach 1 e bebenk, Uu —— 6 1 u bir Ahe, e 0 um tach sti d bor ben ant Teth 5 F— XXV. von der Sanftmuth und Verſchnlichkeit. 34 r zeiht uns ſuͤndern, Geht nicht mit uns ins gericht, Nimt uns auf zu ſeinen kin dern, Strafet uns dann ewig nicht. Laſſt uns baͤ⸗ ten laſſt uns kaͤmpfen, Rachſucht in uns ſtets zu daͤmpfen. 80 Mel. Sollt ich meinem gott ꝛc. Rott, der du die 449. 5 menſchen liebeſt, Der du nicht ein ſtrenges recht, Sondern lauter gna⸗ de uͤbeſt An dem ſuͤndlichen geſchlecht: Laß mich deinen geiſt beleben, Daß ich, va⸗ ter, als dein kind, Liebreich ſey, wie du, geſinnt. Herr, du wollſt den ſinn mir ge⸗ ben, Der bey fehlern nach⸗ ſicht zeigt, Und mit ſanft⸗ muth ſpricht und ſchweigt 2. Laß mich meines naͤch⸗ „ nich berpibe A fir mean ſten ſchenen, Willig tragen erden ſie in eee Wer füll uſt im tobe ag u um 1 ihrer faden A er 9 e achim berg, Fb. Fe ſe itt hg ſtmutb 19 ſe cl 10 ot dir guat fü hein herj m ö t VBiterlices ui Wie der fit u 0 10 un 1 kal gat U fade U feind 11 o beſchweret Durch des zor⸗ e, Ai nes leidenſchaft! Zankſucht, Feen wt 1 rachgier, haß verzehret Nach 6 vuſte ih 35 den ſeine laſt; Und, ſo lang ich u, un habe hier ſoll wohnen, Bleibe fac uh! zankſucht mir verhaſſt! Auch das iſt, o gott, dein wille, Und die eintracht liebeſt du; O ſo hilf mir auch dazu. Gib ein herz mir, das die ſtille Und den frieden ſucht ſanß und liebt, Das ſtatt rache 8. ſanftmuth uͤbt. 3. O, wie wird das herz und nach des lebens kraft; Kuͤrzt das ziel von unſern —— 1 jahren, Macht zum himmel ungeſchickt. Herr, der auf mich ſchwachen blickt, Ach! du wolleſt mich bewahren, Daß des jähzorns raſerey Nie des herzens meiſter ſey. 4. Wer mir flucht, den will ich ſegnen, So wie mein er⸗ loͤſer that, Und dem nach⸗ ſichtsvoll begegnen, Der zum zanken neigung hat; Fuͤr die felnde will ich baͤ⸗ ten, Und vor dich, du frie⸗ densfuͤrſt, Wenn du men⸗ ſchen richten wirſt, Mit dem ſchmuck der liebe tre⸗ ten. Gott des friedens, ſtaͤrke du Mich mit deiner kraft' dazu! 3. Ewig heil iſt dem be⸗ ſchieden, Der nach frommer eintracht ſtrebt. Hoͤchſter, gib mir deinen frieden, Der zur ſanftmuth uns erhebt. Er regiere herz und ſinnen; Denn, wenn er das herz re⸗ giert, Wird, was zu der zwietracht fuhrt, Niemals uͤbermacht gewinnen; Bis einſt in der herrlichkeit Ew⸗ ger friede uns erfreut. Mel. Herzliebſte jeſu, was ꝛc. oder: Iſt auch ein gott ꝛc. Nr. 2. 450 err, deine ſanft⸗ 5 muth iſt nicht zu ermeſſen; Wie viel haſt du vergeben und vergeſſen! Ach, fuͤhre mir doch deine große guͤte Recht zu gemuͤ⸗ he. ü 0 2. Du ſegneteſt mitleidig Y 3 die . 3 ——— 3 — e—( v—— 34² Iwote Abtheilung. die dir fluchten; Du heilteſt ſelbſt, die dich zu fangen ſuchten; Du zeigteſt ſtets bey deiner feinde toben Der ſanftmuth proben. 3. Ach, glich ich dir, o heiland! ich bekenne, Daß ich noch oft vom ſchnellen Zorn entbrenne, Und mich vor dir manchmal, durch eigne rache, Verwerflich mache. 4. Dir, herzenskuͤndiger, dir muß ichs klagen, Wie wenig kan mein ſtolzes herz vertragen; Wie ſchwer weiß ich, wenn andere mich haſ⸗ ſen, Mich recht zu faſſen. 5. Vergib mir, herr, und wende mein verderben! Bey wildem zorn laͤſſt ſich dein tag vergilt nach ſtrengem rechte Dem harten knechte. 6. So hilf mir denn die rachbegier erſticken! Laß ſich dein bild in meine ſeele drucken! So werd ich mich verſoͤhnlich finden laſſen, Nicht wieder haſſen. 7. Flucht mir mein feind, ſo gib, daß ich ihn ſegne, Und ſeinem grimm mit freundlichkeit begegne; Daß mich das boͤſe, das ich dann empfinde, Nicht uͤberwinde. 8. Verleih mir das, um deiner ſanftmuth willen; So erb ich auch, im lande deiner ſtillen, Die ſeligkeit, ö reich nicht erben; Und jener In voriger Melodie. 5 Herr, mein erloͤſer 45 5 H der du fuͤr mich litteſt, Und noch zur rech⸗ ten gottes fuͤr mich bitteſt: Erweck in mir, du muſter muth triebe. 2. Wann haſt du jemals haß mit haß vergolten? Du ſchaltſt nicht wieder, da man dich geſcholten. Du ſegne⸗ teſt mit wohlthun nicht blos 3. Und ich, herr, ſollte mich den deinen nennen, gen andre brennen? Ich vergelten, Und wieder ſchel⸗ ten? 4. Wie kan ich vater zu dem hoͤchſten ſagen, Und groll im herzen gegen bruͤ⸗ der tragen? Wie kan ich zu ihm flehn, mir zu verzei⸗ hen, Und rache ſchreyen? 5. Wer nicht vergibt, der wird fuͤr ſeine ſuͤnden Auch nicht bey dir, o herr, ver⸗ gebung finden. Dein juͤn⸗ ger iſt nur, der wie du, vergiebet Und feinde liebet. 6. So heilige denn meiner ſeelen triebe, Mein heiland, durch den geiſt der wahren liebe; Daß nie die unglück⸗ ſelge luſt der rache Mich ſtrafbar mache. 7. Wenn meine bruͤder ſich wozu ſie jenes leben Einſt . an mir vergehen, So lehre wahrer liebe, Der ſanft-. freunde, Auch deine feinde. Und doch von rachgier ge⸗ ſollte jemals haß mit haß mich —— 8 e— 5* meinen fend beg ſo wie du, deg, cet, gen f gain e dien Mein herz gef 10. Nil zu. mich de fuͤrcht Md with ich fun zes glick erhene mir, hir, dis gluͤck zuf erden, lich werden. II. enn buheg det chkiſtich han uͤberal nach deln wandelt; Drum lem nich ſchon h en Ct ahnüch! Mal Hr thu 42 Ni ir min haſerff aun u ſchaßen f m zn ſchaden f al ihm af Naht drohen N wan Schl; ih. dd hun ſehot, erzens kund ua, 1 agen, f mir dn d erſticken 10 d in mene ſtee o werd ich nich finden laſa, tr baſſen. mir mein find, ich ihn sen, N u grinn ant begeget; d die, N Vicht Abevub n wir dab, 1 mitmuth de 2 27% 1, Die sal ats 0 b bel. —— —— belken fh 1 wohlhn un 1 1525 n 1 1 1 . ehn, 1k „lad tach g! At nicht uh, en dir, 15 20 ſubem b u, du, 1 ö bälle Wat MWh ar den fil ae 45 Da 15 4 2*„. nahe Een t 10 ü f% 80 l 0 0 ür 1. n 55 *—— * a —— 3 mich ihr unrecht überſehen, Und ſollten ſie mich auch empfindlich kranken, An dich gedenke. 8. Erwecke dann, 0 herr, in meinem herzen, Aufs neue das gedaͤchtniß jener ſchmer zen, Die du in dei⸗ men ſchweren leidensſtunden Fuͤr mich empfunden. 9. Laß mich mit ſanftmuth meinem feind begegnen, Und, ſo wie du, den, der mir flu⸗ chet, ſegnen. Herr, mache 7 05 alle, die mich haſſen, dein herz gelaſſen. 10. Will zu der rachſucht mich die furcht verfuͤhren, Als wuͤrd ich ſonſt mein gan⸗ zes gluͤck verlieren: So zeig mir, herr, dis ſey mein gluͤck auf erden, Dir ahn⸗ lich werden. II. Denn du beglüͤckeſt den, der chriſtlich handelt, Und uͤberall nach deinem vorbild wandelt; Drum laß in al⸗ lem mich ſchon hier auf er⸗ den Dir aͤhnlich werden. Mel. Herzlich thut mich c. ie will ich wieder 452. N fluchen, Wenn mir mein haſſer flucht; Nie dem zu ſchaden ſuchen, Der mir zu ſchaden ſucht. Ich will ihm ſanft begegnen, Nicht drohen, wenn er droht; Schilt er, ſo will ich ſegnen. Dis iſt des herrn gebot. 2. Mein jeſus, der gerech⸗ te, Vergalt die ſchmach mit huld; Die wuth ergrimm⸗ ter knechte Ertrug er mit ge⸗ duld. Sollt ich denn wie⸗ der ſchel ten, Da er nicht wieder ſchalt, Mit liebe nicht vergelten, Wie er dem feind vergalt? 3. Verlaͤumdung dulden 1 Iſt ſchwer; doch dieſe pflicht Wird leicht, wenn das gewiſſen Fuͤr mei⸗ ne unſchuld ſpricht. Dis will ich treu bewahren; So beſſert mich mein feind, Und lehrt mich klug verfah⸗ ren, Indem ers boͤſe meynt. 4. Ich will die fehler ſcheuen, Die er von mir er⸗ ſann; Auch die will ich be⸗ reuen, Die er nicht wiſſen kan. Durch huld will ich mich raͤchen, An ihm das gute ſehn, Und gutes von ihm ſprechen: Wie, koͤnnt er laͤnger ſchmaͤhn? 5. Ich will niemals ermuͤ⸗ den, Ihm e zu ver⸗ zeihn, Und, als ein chriſt, zum frieden„Zu dienſten, willig ſeyn. Wenn mich zu untertreten, Ihn guͤte mehr erhitzt; So will ich fuͤr ihn baͤten Und gott vertraun; gott ſchuͤtzt! mel. Ach, was ſoll ich ſuͤnder ꝛc. 453. 5 menſchen 1 meine bruͤder, Mir, mein gott, nicht theuer 94 ſeyn? XXV. von der Sanftmuth und Verſchnlichkeit. 343 344 3— Zwote Abtheilung. gern erfreun? Sind nicht augen ſeyn. ſeyn? Sollt ich ſie nicht alder ern, laß mir vor alle chriſten glieder Deſſen, der fuͤr alle ſtarb, Allen gottes huld erwarb? 2. Alle ſind wir eines ſtam⸗ mes, Gleich an duͤrftiger natur; Allen hilft ein opfer nur Des unſchuldgen gottes lammes; Und dieſelbe ſelig⸗ keit Iſt fuͤr alle gleich be⸗ reit. 3. Gottes kinder ſollt ich haſſen, Lieblos, unbarmher⸗ zig ſeyn? Meinem feinde nicht verzeihn? Keine ſchul⸗ den ihm erlaſſen? Gott, nicht fuͤrchten dein gericht? Dein erbarmen achten nicht? 4. Herr, der du fuͤr übelthaͤ⸗ ter Um vergebung batſt, die laſt, Welche du getragen haſt, War die laſt der uͤber⸗ treter; Doch warſt du von rache fern, Duldeteſt, ver⸗ gabeſt gern. 5. Wenn mein herz, vom hang zur ſuͤnde Hingeriſſen, dich verkennt, Und zu haß und rach entbrennt: Hilf dann, daß ich uͤberwinde Meinen haß, und laß mich ſehn In den tod fuͤr uns dich aehn. 6. Wie dir deine thraͤnen floſſen, Als dein aug um mich geweint; Wie du, groſ⸗ ſer menſchenfreund, Auch fuͤr mich dein blut vergoſ⸗ 7. Gib es mir ſo zu erken⸗ nen, Daß ich thu, wie du gethan. Wer nicht liebt, geht dich nicht an; Iſt kein Iſt dem gott der lieb ein graͤul Und verſcherzt ſein eignes heil.* 8 8. O ſo hilf mir, daß ich uͤbe, Was dein wille mir ge⸗ beut, Nachſicht, ſauftmuth, guͤtigkeit; Daß ich, wie du liebeſt, liebe, Innig liebe, milde, treu, Sanft und leicht verſoͤhnlich ſey. 9. Ja, ihr meines haupkes glieder, Chriſti, der fur alle ſtarb, Allen gnad und huld erwarb, Lieben will ich euch, ihr bruͤder! Fuͤr euch baͤten, euch erfreun, Wohlthun, dulden und verzeihn. Mel. Machs 1 3 de. erbittre dir dein 454. leben nicht, O chriſt, durch eigne rache; Verzeihen iſt des chriſten pflicht, Vergelten gottes ſache. Die ſanftmuth, die ſein wort gebeut, Liebt fein⸗ de, ſegnet und verzeiht. 2. Wahr iſts, empfindlich iſt der ſchmerz, Von men⸗ ſchen unrecht leiden; Und dennoch ſoll des chriſten herz Am zorne ſich nicht weiden, Soll nicht ſein eigner rich⸗ ſen, Wie du littſt, mich zu gern verzeihn. 585 3. So glied von dir zu neunen: ter ſeyn, Soll alles unrecht Po, ben des — 1 3 Eb wibrig dies de schein, S0 1 Oer ſie hir vungeſ enpdtt dein het ſch, So ſch aß ſege dic 4 Wet hat ol wbderſpwch Nun hier erdilbet, A herr, der ſchnuch Von andern nit der Und dermoch will wulhsv öl, daß le ſterben oll. 5. Ihm folge, il ker ruh, Beleih zelhen, J ehre chtiſtenhun; E 10 nicht feu, en, der dich chm der ſchmzähn, Gen ſelhſt zun vohlerg b. In zun denkt ernstlich zuß, gefallen ſulle. d fast beruht bie Deen hf W. Vun ber wal Jy glen eine du fur hel edung bat, h 0 de du gehen t laſt det da 1 warſt u 6 4. Duldeteſt, del; ide Hingeiſa, 1 nein berg, 7 Murg n he Dafeln gte t, Und 75 ö udrennt: hit J Die ffn, die ich deren n ga , und le 9 5 e b, II fir n ben ln Ia dein aug. e it 0 bag e ore l Ut 1 7 falle den : ie de r esc fee, T ee, e J e den deut ge du lt, 1 f e 9 1 8 f PPTP—T—T—TCTCTCTb'T—7—7—7—————ß—.. 3. So widrig dieſe pflicht dir ſcheint, So mußt du ſie doch uͤben; Sonſt biſt du nicht des heilands freund, Der ſie dir vorgeſchrieben. Empoͤrt dein herz dawider ſich, So ſieh auf ihn; be⸗ ſiege dich. 4. Wer hat wol groͤßern widerſpruch Von ſuͤndern hier erduldet, Als er, der herr, der ſchmach und fluch Von andern nie verſchuldet; Und dennoch will er lang⸗ muthsvoll, Daß keiner ewig ſterben ſoll. 5. Ihm folgen, iſt dein wah⸗ rer ruhm. Beleidigern ver⸗ zeihen, Iſt ehre fur dein ehrfſtenthum; Sich ihres 5 nicht freuen, en, der dich ſchmaͤht, wie⸗ der ſchmaͤhn, Gereicht dir ſelbſt zum wohlergehn. 6. Im zorn denkt niemand ernſtlich nach, Was gott gefallen ſollte. Die rache ſelbſt vermehrt die ſchmach, Die man beſtrafen wollte. ſevon. Nicht g XXV. von der Sanftmuth und Verſohnlichkeit. 345 Kein ſchimpf wird unge⸗ ſchehn gemacht, Wenn dei⸗ ne rachgier wild erwacht. 7. Die rachgier 9 ge⸗ rechtigkeit, Reiſſt glauben aus dem herzen, Stoͤhrt des gemuͤths zufriebenheit Und ſtraft mit bittern ſchmerzen. Sie hindert dank, gebaͤt, vertraun Und raubt den muth, auf gott zu baun. 5 8. Durch ſanftmuth(uͤbe nur die pflicht!) Wirſt du den feind beſiegen. O raube deiner ſeele nicht Dis goͤtt⸗ liche vergnuͤgen. Dann wird der herr auch dir verzeihn, Dein vater und vergelter 9. Laß mich aus liebe, gott, zu dir Das unrecht nicht ſelbſt raͤchen. Du wirſt, verzeih ich gern, auch mir Ein gnaͤdig urtheil ſprechen. Von dir kommt auch der ſanftmuth ſinn; Nach dei⸗ XXVI. Von der Di ner gnade gib mir ihn. enſtfertigkeit, Barm⸗ herzigkeit und Leutſeligkeit. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. Ju, aller menſchen 455. D vater, Du guͤ⸗ tigſter berather In allem, was uns druͤckt! Die freu⸗ den, die wir haben, Sind einzig deine gaben; Du 0 biſts, der unſer herz er⸗ 2. Du laͤßt dich von uns ſuͤndern Durch undank nicht verhindern, Uns taglich zu erfreun; Zu ewgen ſeligkei⸗ ten Uns ſterbliche zu leiten, N 5 Wird „ ——— 3⁴⁵ Zwote Abtheilung. XXVI. Ven der 3 Wird immer dein vergnuͤgen ſeyn,. 3. Wie groß iſt deine mil⸗ de! Barmherzger vater, bil⸗ de Mein herz nach deinem ſinn. Daß ich der noth der armen* barmen, Nim alle haͤrte von mir hin. 8 4. Gib, daß ich willig ge⸗ be, Mich wohlzuthun be⸗ rebe, So, wie wein hei⸗ land that, Der zaͤrtliche er⸗ barmer, Den kein bedraͤng⸗ ter armer Vergebens je um huͤlfe bat. 2 . Erhalt in mir die triebe Her mitleidsvollen liebe; Wie du mir guts gethan, So laß, um deinetwillen, Mich andrer ſeufzer ſtillen, So oft ich ſie nur ſtillen en. l 6. Zum fleiß in guten wer⸗ ken Laß mich die hoffnung ſtaͤrken: Vor dir, dem herrn der welt, Der frohe geber lie⸗ bet, Sey, was man willig giebet 4* opfer, das dir wohlgefaͤllt. 7. 5 wohl mir! ich ge⸗ winne Schon hier, bey die⸗ 5 ſinne, Troſt und zufrie⸗ enheit, Und einſt vor got⸗ tes throne Zum unſchaͤtzba⸗ ren lohne Die freuden einer ewigkeit. mel. Wer nur den lieben ꝛc. e Hicht muͤrriſch, fin⸗ 456. Nö be, gef dig Mich willig moͤg er⸗ Iſt, wer ein chriſt zu ſeyn, ſich freut; Iſt ohne ſchmei⸗ cheley gefaͤllig: Vereinigt ernſt und freundlichkeit; Iſt traurig mit den traurigen, Und froͤhlich mit den froͤh⸗ lichen. l 2. Es liegt in keinem ſel⸗ ner blicke, Als wie in ei⸗ nem hinterhalt Auf laurend ſchadenfrohe tuͤcke, Und haß in lächlender geſtalt. Sein blick, kein blick der heuche⸗ ley, Iſt liebreich, offen, gut und frey; 2 1 3. Sein antlitz, heiter wie der morgen, Wird truͤb und ſeine freud entflieht, Wenn es bekuͤmmerniß und ſorgen In ſeines bruders auge ſieht; Und ſtrahlt in neuer heiter⸗ kett, Wenn ein getröſteter ſich freut. 10 4. Beſcheiden, ſittſam, ehr⸗ erbietig Iſt, wer ein juͤnger jeſu iſt: Nie ſklaviſch, auch nicht uͤbermuͤthig, Wenn er vor andern gluͤcklich iſt. Er iſt, weil er, wie jeſus, liebt, In allem, was erfreut, ge⸗ uͤbt. 5. Er ſchleicht, fuͤr fromm erklart zu werden, Nicht traurig, heuchlern gleich, einher; Doch ſuͤnde⸗ reizen⸗ de geberden Haſſt, wie ſein gott ſie haſſt, auch er; In ſeinem blick auch keuſch und rein, Stets froͤhlich, ohne frech zu ſe 3 g yn. 6, Durch liebliches ge⸗ 5 0 4 ———„—-¼04ĩ ——ͤ(ͤ(ö dener. biete, Er unn, auch; er gebe, E er ſtraft aus leb u Mit eint, und! freundlächkit; er: wir leicht vag naͤchſter, was f mer ist! 8. Nicht kuh, u. noch menſchenf Nein, eig, jede freun, Und fünft, muths hol, und fte Soll jcder jünger; Ach, wären wirs! chen ook, D bott lebe, Ar! 9. In alen win geberdcg, J ale laß, o hen, Uns ſchen funde netder heiland, immer dl Lo weihen nir ſtenn, nd hattet Hader seyn 5 Mel Her, ich 0 ret: IR den n 14 ce ſger vater, be ig. 0 e bee e e der no hahe ine ng h uc Malle gaͤrte zun a 10 b ö ö U 10 aß ich willig 40 5! wel hub be t ne a0 de e Tae gat er zarte 0 A tn kein bebring ef fan gergebeng ze un E, 05 j in* in mir dic triebe** 6 bed, Lü e dsvollen lacht J Aer ach le r guts zahn, Amma 1 demtiwilen, abu t ſeufzer le, Kahl bmg ſie nut fila.* fait e ß in gun aſtheln fig ich die befun e 1. J Mäſge ot bir, den hem j 5 0 0 17 1 ue e e hemithg hee was man ili e. pfer, da kei, e, opfer, d e 1 4 * A e en biet,„ N J menge ag, fü 10 d ein ſt vet gl e Zum 255 123 90 16 Die freuden mel ba hct 5 hit 55 „ en r 57 1: 1 „Dienſtfertigkeit, Barmherzigkeit und Leutſeligkeit 347 ſpräch erheitert Er auch des bloͤden angeſicht; Und jedes herz fuͤhlt ſich erweſtert Und freudenvoller, waun er ſpricht; Denn, was er ſagt und was er thut, Iſt wohl⸗ gemeynt, iſt wahr und gut. 7. Er muß gefallen, er ge⸗ biete, Er warn, er ſtraf auch; er gebeut, Er warnt, er ſtraft aus lieb und guͤte, Mit ernſt, freundlichkeit; naͤchſter⸗ mer iſt! 8. Nicht rauh, noch hart, noch menſchenfeindlich 5 Nein, eifrig, jeden zu er⸗ freun, Und ſanft, und an⸗ muthsvoll, und freundlich, was ſein kum⸗ Soll jeder juͤnger jeſu ſeyn. Ach, waͤren wirs! ach, gli⸗ chen wir, O vorbild aller liebe, dir! 9. In allen worten und geberden, In allen thaten laß, o herr, Uns aller men⸗ ſchen freude werden, Dir, heiland, immer aͤhnlicher; So werden wir uns ewig freun, Und gottes wahre kinder ſeyn! 577 16 Mel. Herr, ich habe misgehand. Deyd barmherzig! 457. S menſchen, 55 ret, Hoͤrt das heilige gebot, Das uns jeſus ehriſtus leh⸗ ret: Seyd barmherzig! und doch mit Und troͤſtet er: wie leicht vergiſſt Sein a wie gott! Gebt, ſo —— euch noth iſt, heil und le⸗ ben! 2. So viel menſchen, ſo viel bruͤder; Denn ein gott iſts, der uns ſchuf. Wir ſind alle chriſti glieder; All⸗ gemein iſt gottes ruf. Sei⸗ ne ſonne laͤſſt er ſcheinen Auch den boͤſen, wie den ſeinen. 3. Gleicht dem vater im erbarmen! Seyd barmher⸗ zig! ſeyds, wie er! Gebt ben duͤrftigen und armen; Was ihr gebt, empfaͤngt der herr! Helft und eilt, dern beyzuſtehen! 4. Huͤlfreich zu bedrängten eilen, Sie beſchuͤtzen und erfreun, Kummer lindern, wunden heilen, Wohlthun, troͤſten und verzeihn, Und Das ſind jedes chriſten pflichten. 53. Herr, wir geben von dem deinen, Was wir ge⸗ ben; laß uns nie Fuͤhllos ſeyn„ wo bruͤder weinen! Unſer mitleid troͤſte ſie; Daß, wenn wir zu dir uns nahen, Wir auch troſt und huͤlf empfahen. ie fach lebt ein 45 8. W'i menſch, Der dienſtbegierde kennet, Und andern wohlzuthun Aus men⸗ wird auch euch gegeben, Was a ungeſehen, Euren bruͤß⸗ dis ohne ſtolz verrichten? Mel, O gott, du frommer gott. —— 348 SZwote Abtheilung. 5 menſchenliebe brennet! Der, wenn ihn auch kein eid Zum dienſt der welt verbindt, Be⸗ ruf und eid und amt Schon in ſich ſelber findt. 2. Dir, hoͤchſter, ahmt er nach, Im wohlthun dir zu gleichen; Durch dienſt⸗ befliſſenheit Sucht er dis zu erreichen; Er haͤlt fuͤr eignes wohl Sich nicht al⸗ lein gemacht; Er halt ſich dir hervor fuͤr die welt Von gebracht. 2 5 3. Er denkt, die welt hat recht Auf meinen dienſt und kraͤfte, Ihr nuͤtzen iſt fuͤr mich Ein ſeliges geſchaͤfte. Als glieder ſchuf uns gott, Als buͤrger einer welt, In der des einen hand, Die hand des andern haͤlt. 4. So denkt der menſchen⸗ freund; Und das iſt ſein be⸗ ſtreben, So treu, als er ſich lebt, Zum wohl der welt zu leben. Ihm wird des naͤchſten heil Sein eignes himmelreich; Er fuͤhlet fremde noth, Als traf ihn ſelbſt der ſtreich. 5. Er eilt, dem, ders be⸗ darf, Mit huͤlfe beyzuſte⸗ hen; Sein anſehn und ſein freund, Sein ſtand, ſein wohlergehen Sind mittel, die er braucht, Behuͤlflich gern zu ſeyn, Und einen leidenden Mit troſte zu er⸗ freun. ä 6. Was andrer nothdurft heiſcht, Das reizet ſeine triebe, Auch ohne ruhm und lohn, Zur wahren menſchen⸗ liebe. Kein ſtolz, noch ei⸗ gennutz Wirkt ſeine guͤtig⸗ keit. Er ſieht auf ſeinen gott, Der liebe ihm gebeut. 7. So laß mich auch ge⸗ ſinnt, Mein gott, durch chriſtum werden! Voll re⸗ gen eifers ſey Mein leben hier auf erden, So nuͤtzlich, als ich kan, Dem naͤchſten ſtets zu ſeyn; Dann geh ich einſt zu dir Ins reich der liebe ein. nn ee XXVII. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Mel. Alle W 975 5 Laß mich, hoͤchſter 459. darnach ſtreben⸗ Siets der wahrheit freund zu ſeyn. Zu des himmels frohem leben Geht kein fre⸗ cher luͤgner ein, Und vor deinem angeſichte Werden ſie beſchaͤmt zu nichte; Denn vor dir ſind immerdar Aller herzen offenbar. 2. Andern zu gefallen luͤ⸗ gen, Leeren ſchwaͤtzern gleich zu ſeyn, Heuchelnd bruͤder —— —— * VII bende: J betruͤgen, n le mir nicht en! lit an allen ditel werken und in wor lch ſey bes here Redlich ſprech auch mund. 3. Die der ff ergeben Sud o gott, in grill ungluͤck kel Ahn piß ilt kiff Hier ſcn luft ſchande Sie bey im laue; Denn wenſchepftuund falſchheſt rinken ff 4. Schnäht mic mein verschulden, laͤumdet laſermund laß machs stil er Eluſt nitd doch d heit kund, Darf nicht länger ſchweig ne unſhulb zu he Eo beilihe, daß Hetz und nund bo muth ſeh, 5 10 uu, her, dm ortzgeuge meine dels bit, daß kein meiner wotte Dein baborgen it: Diz Mel. Wiehl du deine 400. en dn N. nd amt Sc,. er e Wchſter, ahm f en 0 a vobltzen WI Ae i Durch End hen Ce unt N gucht, 1 0*. ſehn 1 Er hin für g* Mt 0 ene . dal c ehe ö ir age.. 0 „„ acc , der at„it enn an lo tn* 1. eh sh l r nützen t arg e wit claes geſcan. Et ſchl 10 1 ſchuf 0 5* le ua einer welt, J b nh en hand, Di f Tee g dern hal in pa le lt der nam un ſiy Mahn d dat it tube ft Sf de, Guß 0 treu, db un rr m wohl bervete] E sehn da Num 0 0 Nu i e 1 Sen ann den „ Er fle — Al. Ven de f Fehl 0 Muro A 0 e dae . 1 f 0 bonn 1 zn! ame dee. b 0 a d f 1 Redlich ſprech auch ſiets der 5 xxvll. ven der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. 349 zu betruͤgen, Herr, das fal⸗ le mir nicht ein! Wahrheit leit an allen orten Mich in werken und in worten; Red⸗ lich ſey des herzens grund, mund. 3. Die der falſchheit ſich ergeben, Sind vor dir, o gott, ein graͤul; Und ein ungluͤckſelig leben Iſt ge⸗ wiß ihr kuͤnftges theil. Hier ſchon trift verdiente ſchande Sie bey redlichen im lande; Denn ein jeder menſchenfreund Iſt der falſchheit ranken feind. 3. Schmaͤht mich, ohne mein verſchulden, Der ver⸗ laͤumder laͤſtermund: O ſo laß michs ſtill erdulden! Einſt wird doch die wahr⸗ heit kund. Darf ich ja nicht laͤnger ſchweigen, Mei⸗ ne unſchuld zu bezeugen; So verleihe, daß dabey Herz und mund voll ſanft⸗ muth ſey. 5. Oaß bu, herr, an je⸗ dem orte Zeuge meines wan⸗ dels biſt, Daß kein einzges meiner worte Deinem ohr verborgen iſt: Dis erwecke mein gemuͤthe, Daß ich mich fuͤr luͤgen huͤte; Denn du liebſt den wahrheitsfreund Und biſt allen falſchen feind. mel. Beſiehl du deine wege ꝛe. freund, In wort und wer⸗ ken handelt, Und das iſt, was er ſcheint; Der recht und treue liebet, Und von dem ſinn der welt, Die tru und falſchheit uͤbet, Sich unbefleckt erhaͤlt. 2. Wohl dem, der luͤgen haſſet, Und der, ſo oft er ſpricht, So ſeine reden faſ⸗ ſet, Daß er die wahrheit nicht Mit vorbedacht verle⸗ tzet, Und der an jedem ort Sich dis vor augen ſetzet: Gott merkt auf jedes wort. 3. Wohl ihm, wenn ſein gemuͤthe, Gott, ſo die wahr⸗ heit uͤbt; Ihn leitet deine guͤte, Er wird von dir ge⸗ liebt. Du wirſt ihn einſt, erhoͤhen, Wenn in der wahr⸗ heit licht Beſchaͤmt die fal⸗ ſchen ſtehen, Geſchreckt durch bein gericht. e 4. Herr, druͤcke dieſe ſach Mir tief ins herze ein, Daß ichs zur pflicht mir mache, Der luͤgen feind zu ſeyn; Erinnre mein gewiſſen, Du haſſeſt heucheley; Damit ich ſtets befliſſen Der treu und wahrheit ſey. N 5. Laß niemals mich ver⸗ ſprechen, Was ich nicht hal⸗ ten kan, Auch nie zuſagen brechen, Die ich einmal ge⸗ than; Nie mich den ſtolz verleiten Und nie des bey ſpiels macht, Als wahrheit 460. Wohl dem, der richtig wan delt, Der als ein wahrheits⸗ auszubreiten, Was ich doch ſelbſt erdacht. 6. Doch Zwote Abtheilung. 6. Doch laß zu allen zei⸗ ten Auch deiner wahrheit licht, Herr, meine ſeele lei⸗ ten, Damit ich meine pflicht Mit klugheit uͤb und wiſſe, Wann ich fuͤr andrer wohl Und fur mich reden müſſe, Und wann ich ſchweigen el. a 7. Wenn jemals, mich zu drucken, Des feindes rath gelingt, Wenn er mit boͤſen tuͤcken In kuͤmmerniß mich bringt: So ſtaͤrke meine ſeele, Daß ſie nicht unter⸗ lieg, Und alles dir befehle: Du gibſt der unſchuld ſieg. 8. Ein herz voll treu und glauben, Das, gott, dein auge ſcheut, Das ſoll mir niemand rauben; So kan mit freubigkeit Ich hier zu dir aufſehen Und dort ver⸗ giltſt du mir, Wenn falſche nicht beſtehen, Mit wonn und preis dafuͤr. XXVIII. Von der Freundſchaft. mel. Nun danket N Nr. 3. Nas gluͤck iſt groß 461. D das gott mit ſchenkt In einem wahren freund! Der als ein chriſt rechtſchaffen denkt Und treu es mit mir meynt. 2. Man ſchaͤtzt den freund in jedermann, Waͤr er auch nicht ein chriſt. Doch ganz unſchaͤtzbar iſt er dann, Iſt er auch wahrer chriſt. 3. Als wahrheits⸗ und als zugendfreund, Beſttzet er mein herz. Ich theil mit ihm, ders redlich meynt, Mein gluͤck und meinen ſchmerz. 4. Ich ſchmeck des lebens ſuͤßigkeit In doppelt ſtarker kraft, Wenn mich das eble luͤck erfreut, Das ſo ein ſreund verſchafft. 3, Manch leid umwöͤlket f 705 g e* n „ „ mein gemuͤth; Ich klag es meinem freund, Fuͤhl, daß ſchon halb der kummer flieht, Wenn er nur mit mir weint. 6. Oft lindert mir ſein gu⸗ ter rath Des leidens herben ſchmerz. Oft hilft er mir auch mit der that, Und froh dankt ihm mein herz. 7. Freywuͤthig ohne bit⸗ terkeit Straft er mich, wenn lich fehl, Und eigne unvoll⸗ kommenheit Haͤlt er vor mir nicht hehl. 8. Manch wort zu unſers gottes ruhm, Theil ich mit ihm vertraut; Und werd in meinem chriſtenthum Oft ſehr durch ihn erbaut. 9. Ich freue wich mit ihm der zeit, Da uns, in jener welt, Verklaͤrt zum gluͤck der ewigkeit, Nichts mehr an wohlſeyn fehlt. 5 8 Id, Da ——. 3 ———— ee 10. Da 7 ton verein/ . kein, 30 un allerhöchſten Wee 11. O gott, ne hie dank ich di ein freund mich chi bitte dich, ethalke glück ſteſz avere Mel Au gott in de elch gl 462. Bag, f ſchaft hier In die gerleben] Sit kan glück unb inglück! und freuden geben, der tugend farkes Es fuͤhrct ihre from Uns ab hon ſinde 2. O jeſt, hepter m ſteund, Der du une liebteſt, gur das, w und edel haßt, U zun beyſpiel, übte boͤttlich lebreich f Rarbſt, Sab gute haft uns warb kung zu beglücken. 3. Schehl nir auc feonmen fend( lan ihn mir gehen ehel und kechſſchaf b mir in meinen u utzd tu c, lud hey mir 0 moſhln dn gl ungeſe 1. dee mige 10 . de mi wah ſanftt 6* 77171711... ̃⅛˙ ⏑e. ¼Ü—ö—88 2 a ee eee— 53 1 — fan 1 5 R Nee e 10. Da wir, vor gottes nung trage, Mi 505 ne ne pfich Pa 8 thron vereint, Von allen 155 bitterkeit Ae 90 ‚ l und gie, 94 du 0 maͤngeln rein, Ihn ſehn, beſſern, ſage; Der 5 E. bre 1 ie den allerhöchſten freund, funden immerdar Vor irr⸗ r e, ee, in ib u f and gefahr cc ent, de 11. O gott, mein gott, An leib und ſeele warne. e geg wie dank ich dir, Wenn ſo] 5. Doch laß mein herz 18 ideen ein 3*. wels, den ee bin freund mich schätzt! Ich vorſichtig ſeyn, Mit wem des ſeabel Jahn 10 8 8 3 mir Dis es frennöſchaft W 15 enn er mit ln 35 Dan 911 e eee etzt. Kein ſpoͤtter der religion, lummerniß nig. Mel. Allein gott in der höh ꝛc. Der über tugend lachet; r e, l 18 Kein wohlluͤſtling, kein ſtols „1 462. Welch gluͤck, o zes herz, Wer fuͤhllos iſt * S gott, iſt freund⸗ be 51 Ill. Nau cbaft dier In dilſen pl, ane e ene e ee, erleben Sie taücſen bil. niemals mein vertkauter. anket all, uud gluͤck und i ald an am un: 6. Ein menſch, vom laſter Ae ad, g een, u mgluͤck Uns troſt angeſteckt, Wird mich a N At 1 255 1 15 Sie iſt leicht anſtecken: Laß nich c 50 u eee es kargen d, artes band; ihn fliehn als in 3 en e ee Es fuͤhret ihre f n n als eine peſt, Mich r einem wum A ame hre fromme hand nicht durch ihn befleck 3 1 Uns ab vom ſuͤndenw u 1 ur ale ac e ege. Und wie kan der, der ohne en e e Feen, Ser bu ans finder enſchen 1 e a — e 75 u un en treu Und redl e e baer, das he Ses en en 1 un, War aut a ihn 40 1 zum b 1 bie* hier 7. Doch hab ich einen wah⸗ ee egen fie ung erhalten: So n de den 3. Jh 4% ſtarbſt, Sel reich fuͤr uns erhalten: So laß denn auch Sch n.„18 g bſt gottes freund⸗ mein warmes herz Nie ge⸗ 1 e eee e. aorbelt. m ute. Schenf 1 verſchwiegen, redlich ſeyn, ab, Baze u ll, 85 auch einen Neid, falſchheit, argwohn, J wal an 4 nt meg ae 1 ſt ihn freund(Nur du ſchmeicheleyn Und eigennutz redlich nau, 8 Un, Hl ibn A ibn mir geben) Der ſteis fliehen. 82 u und nn vertan lh bead. e 3 rechtſchaffen denkt, 8. Gott praͤge du der lie⸗ e e ee e de dae kurch Want.. ſe i einden. Auch die, die mei⸗ * 1 facit ſey, Und bey mir ſtandhaft ne feinde nd, Die 8 — hen aun 0 5 5 1* 40, u anglick fee Im gluͤck und mir zu freunden! Bild un⸗ 29949„d n g 4. Der 0 ſer herz zur einigkeit! Lehr un, Des eine unvollkom⸗ uns, daß jene ſeligkeit Sey fa Ats e en il. 8 Mit ſanfter ſcho⸗ wahre lieb und freundſchaft. ö 1. XXIX, Von 332 Zwote Abtheilung. eee, XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. Mel. In allen meinen thaten. 43 Ein ruhiges gewiſ⸗ ſen Laß, herr! mich ſtets genieſſen. Denn hab ich dieſes nur: So iſt fuͤr mich in tagen, Wo an⸗ dre aͤngſtlich zagen, Nichts ſchreckliches in der natur. 2. Wenn meine ſchuld mich beuzet, Und dann dein geiſt bezeuget, Daß ich begna⸗ digt bin; Wenn mich dein troſt erquicket, So oft mich truͤbſal druͤcket: Wie un⸗ ſchaͤtzbar iſt mein gewinn! 3.̃. Sollt ich ſolch ruhig le⸗ ben Fuͤr luſt der ſuͤnde ge⸗ ben, Und dann die innre pein, Mich ſelber zu ver⸗ klagen, In meinem buſen tragen? Gott, laß dis fer⸗ ne von mir ſeyn! 4. Sein eignes herz be⸗ kaͤmpfen Und ſeine neigung daͤmpfen, Iſt freylich ſchwe⸗ re pflicht: Doch, wenn wir uns beſiegen, Welch himm⸗ liſches vergnuͤgen Gewaͤhrt die uͤberwindung nicht! 5. Nichts kan im wohl⸗ ergehen So unſer gluͤck er⸗ hoͤhen, Als ein geruhig herz. Das ſchafft uns innre freu⸗ den, Und mildert auch im leiden Durch ſeinen troſt den groͤßten ſchmerz. 6, Die freuden zu verach⸗ —— ten, Wornach die ſuͤnder ſchmachten: Was gibt uns dazu muth? Was troͤſtet gottes kinder Beym ſpotte frecher ſuͤnder? Ein ruhig herz, das beßte guth. 7. Zu dir gen himmel ſchauen, O gott, und mit vertrauen Sich ruͤhmen: ich bin dein; Im glauben der erloͤſten, Sich deiner huld getroͤſten: Welch gluͤck, mein gott, kan groͤßer ſeyn? 8. Laͤſſt du mich im gewiſ⸗ ſen Einſt dieſen troſt genieſ⸗ ſen, Wenn alles von mir weicht; Kan ich dann, voll vertrauen, Auf dich noch, vater, ſchauen, So wird mir ſelbſt das ſterben leicht. 9. O, laß zu allen zeiten Mich deine weisheit leiten, Und mache ſelbſt mich treu! Zum fleiß in guten werken Laß mich die hoffaung ſtaͤr⸗ ken, Das groß der lohn im himmel ſey. mel. Wer nur den lieben gott de. 46 4. Gott, deine gnab iſt unſer leben; Sie ſchafft uns heil und ſee⸗ lenruh. Dein iſts, die ſuͤn⸗ den zu vergeben, Und wil⸗ lig iſt dein herz dazu. Du N nimſt die ſuͤnder gnaͤdig an, Die ſich voll reue zu dir nahn. 3. Uns ans geliebt! Vel barmen ausgibt! 3. Dau, eng deiner traut, it aug erheben da nüt da jede wa Um chriſſ will gn Wohl det, der ſe bekehrt, Und gaub mütler ehrt! 4. Den, har, be von den plagen, gewiſſen furchtbar Der kan gekoſt und ſagen; Gatt it ff ich bin ein Und; der, wilchet für Und mich noch jezt bertritt. 3,0 hett, wie die ſeele, Die ſo ſh 1 feint! Oh au ſtbiſc gith ihr fehl . ihr doch niht ſufrie Got, dene hulſ ö Huh weft Aale die welt gewährt. 4. Dein frlede dh 101. f der grögzt Ci 155 1 en gut l ö K that e 1 Jon der 9 ene ig meinen nu * tuhigeg—. dont 1 en Laß en: znieſſen. d 10 Tah u es nur: 6. he 10 lagen,. 11 ing 10 in der un d Batur. U 41 0 10 meine ſchulh a„Op, g 0 f aid 9 ne N dann dh gu 15 dc daß ich n A0 ec Wenn mich de. N 10, 87 0 8 Acket; an gr 4 — 4 e ich ſolch nulg n 1 de* f 5 0. e e Ku dan de un h Ag, 100 „ babe e wen ih . 9, a t ſenn! 1 3 80 N eignes be de Sach ad ſeine Wag; ae u nt 0 M frepucre 1 ich hie kan Doc, daun„on RN nl ſa — 1 Admin 1 fat, len g e Sie n gerndu le e 4000 d rng um d r 00 aden 0 5 11 ö nder vid 10 e u 0 krretten, Gabſt du fuͤr uns e miitler ehrt! von den plagen, gewiſſen furchtbar Der kan getroſt und freudig ſagen: Gott iſt fuͤr mich, die des himmels anfang iſt. 1 r X. von der Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 385 3 1 2. Uns, uns verlohrne zu ſelbſt deinen ſohn. Er litt, damit wir friede haͤtten, Fuͤr uns den tod, der fuͤnde lohn. O gott! wie haſt du uns geliebt! Welch ein er⸗ harmen aus geuͤbt! 3. Dank, ewig dank ſey deiner treue, Die niemand gnug erheben kan! Nun nimſt du jede wahre reue Um chriſti willen gnaͤdig an. Wohl dem, der ſich zu dir bekehrt, Und glaubig ſeinen 4. Den, herr, befreyſt du Die dem find; ich bin ſein kind; Hier iſt der, welcher fuͤr mich litt, Und mich noch jezt bey gott vertritt. 5. O herr, wie ſelig iſt die ſeele, Die ſo ſich deiner nade freut! Ob auch groß irdiſch guth ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht zufriedenheit. Gott, deine huld iſt weit mehr werth, Als alles, was die welt gewaͤhrt. 6. Dein friede ſtaͤrkt mit frohem muthe Das herz auch in der groͤßten noth; Gibt hoffnung zu dem ew⸗ gen guthe, Und macht getroſt 55 in dem tod. Wer die⸗ 4 Jen frieden hat, genießt Lust, 7. Laß, vater, denn in die⸗ ſem frieden Auch meine ſee⸗ le freudig rubn. Auch mir haſt du dis gluͤck beſchieden; Denn auch fuͤr mich genug zu thun, Ward ſterbend der am kreuz ein fluch, Der aller menſchen ſuͤnden trug. 8 O, laß mich dis im glau⸗ ben faſſen, Und mich mit ſtarker zuverſicht Auf deine vatertreu verlaſſen; Wenn alles wankt, wankt ſie doch nicht. Wohl dem, der ſich auf dich verlaͤſſt! Sein heil ſteht unbeweglich veſt. 9. Lobſingend will ich dich erheben, Mich ewig deiner gnade freun, Und deinem dienſt mein ganzes leben In kindlichem gehorſam weihn; Denn du vergabſt mir meine ſchuld: Nie, nie vergeß ich dieſe huld. mel. Sout ich meinem gott ꝛc. 46 5. Gott, durch wel⸗ 25 chen alle dinge Sind und wirken und ver⸗ gehn, Staͤrk mich, daß ich dich beſinge; Lehre mich dein lob erhoͤhn! Laß mich dich im ſtillen loben, Mich, den du voll lieb und huld Aus den tiefen ſeiner ſchuld Zu des chriſten gluͤck erho⸗ ben! Dich erheb ich immer⸗ dar, Der mich ſchuf und neu 2. Koͤnnt ihr die geſtirne 1 zaͤhlen; Gottes gnade zaͤhlt wohlthat an Von der hand, mals ſchaden kan. Du be⸗ verſuͤßeſt alles leid Durch hen pfad Geh ich, vater, ten mich der erde freuden, 354 Zwote Abtheilung. 5 ihr nicht. Er errettet unſre ſeelen, Iſt ihr freude, troſt und licht. den eitelkeiten, Mit verſu⸗ chungen der luſt, Mit dem feind in unſrer bruſt, Wenn wir mit dem tode ſtreiten: Dann hilft er der ſchwach⸗ heit auf, Und erleichtert kampf und lauf. 3. Wenn uns ſtolze ſuͤnder meiden, Weil wir ihre freu⸗ den fliehn, Dann gibt er uns ſeine freuden; Unſer herz empfindet ihn. Kan ich groͤßers gluͤck begehren? Ewiger, hat dich mein herz: O ſo wird es ohne ſchmerz Den beſitz der welt entbeh⸗ ren. Alles andre wird mir klein Gegen deine gnade %% 1 4. Wenn mich leiden nieder⸗ druͤcken, Nehm ich ſie als die nur begluͤcken, Aber nie⸗ lohnſt mir meine ſchmerzen Mit der ſeele heiterkeit, Und die ſanfte ruh im herzen, Die mich ſtets mit muth be⸗ lebt, Ueber alles leid erhebt. 5. Von gefahr und noth umgeben, Ueber dieſen rau⸗ in dein leben, Das nicht leid, nur wonne hat. Soll⸗ Sollte mich der ſuͤnder ſpott Wenn wir mit den? Raubt ich meine kro⸗ ne mir! Nein, ich leb, ich ſterbe dir 735 Gi aue 6 Mel. ewigkeit, du doͤnnerwort. Sein glaub iſt 466. M meines—— ruh, Und fuͤhrt mich deinem himmel zu, O du, an den ich glaube! Ach gib mir, herr, beſtaͤndigkeit, Daß dieſen troſt der ſterblichkeil Nichts meiner ſeele raube. Tief praͤg es meinem herzen ein: Welch gluͤck es ſey, ein 1 ehriſt zu ſeyn! 4 2. Du haſt dem ſterblichen geſchlecht Zur ſelgen ewig⸗ keit ein recht Durch deinen tob erworben. Nun wird mein leib zwar aſch und ſtaub, Doch nicht des todes ewger raub; Du biſt fuͤr mich geſtorben. Mir, der ich dein erloͤſter bin, Iſt, daß ich ſterbe, nun gewinn. 3. Ich bin erloͤſt und bin ein ehriſt; Mein herz iſt ru⸗ hig, und vergiſſt Die ſchmer⸗ zen dieſes lebens. Ich dul⸗ de, was ich dulden ſoll, Und bin des hohen troſtes voll: Ich leide nichts vergebens. Gott ſelber miſſt mein theil mir zu, Hier kurzen ſchmerz, dort ewge rung. 4. Was ſeyd ihr, leiden dieſer zeit, Mir, der ich je⸗ ner herrlichkeit Mit ruh Und das elend und der tod, entgegen ſchaue? Bald ruft mich Herr, von deiner liebe ſchei⸗ U * — ö l dent a ol, und er 705 und ergu Vell ich ihm hie Bild, bald vac er ſchaerz, uden schmeckt! 5 Bit ich geit bo trag ich bob! det ſügde schal Ju meiſem lauft Die tagen i pficht; uud wenn beniebc nicht 6 von fegen werbt mein troſt; goth Und fraft nich ſchwachheitſcul „Der hu den io bezwang, Du! mittler, gus der an ich verdient, geriſt dir verhafk 1 1 Du helle weine zu, On fillt ne ſen; Asp fal i meinem uf, E. bu mich weder an 7. Geſchtſeh gat eiu chtif, Ind fe und waßchet i auch nicht vagtber wuchs ii puer be 0 f 100 f ek zenz und he hg l u N en und ugecbhaft b . dul ſey di dank i tuhm! 0 nich daz chr 10 abe, rel n —. 1 5 8 8 t dee n Ait liebe Ni 0 le, t dem ſerblche ur ſelgen em, ht Durch deinen den. Nun wir zwar aſch un Ah nicht des tobt ib; Ou bſſt ft ben, Mir, 505 blaſter bin,, tbe, nun gew, ein erloͤſt und h Mein herz iſt un Ergiſſt Die ſchmet ebens. Ich dul dulden ſoll, Un hen troſtes voll“ richts vergeben, : miſſt mein tl er kurzen ſchmeß fa ſeyd ihr, 4 Mir, der ich e Achkeit Mit uuf haue? Bald 5 N I i ö 1 K 5 1 1 f . An e ih „5 1 11 der ſuͤnde ſchaͤndlich joch ein chriſt, Und ſeine gnabd ö 0 1 43 XXIX. von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 3535 —*. 47 — 2 mich gott, und ewiglich Be⸗ lohnet und erquickt er mich, Weil ich ihm hier vertraue; „Bald, bald verſchwindet al⸗ ler ſchmerz, Uäd himmels⸗ freuden ſchmeckt mein herz. 3. Bin ich gleich ſchwach, ſo trag ich doch Nicht mehr In meinem lauf auf erden. Die tugend iſt mir ſuͤße pflicht; Und wenn ich gleich hienieden nicht Ganz frey von fehlern werde, mein troſt: gott hat geduld, Und ſtraft nicht meiner ſchwachheit ſchuld. 5 85 6. Der du den tod fuͤr mich bezwangſt, dir verdank ich meine ruh; Du heileſt meine wunden zu, Du ſtilleſt mein gewiſ⸗ ſen; Und fall ich noch in meinem lauf, So richteſt du mich wieder auf. 7. Gelobt ſey gott! ich bin und wahrheit iſt An mir auch nicht vergebens. Ich wachſ in meiner heiligung, Ich ſpuͤre taͤglich beſſerung So iſt Es macht mich ruhig und erfreut, Fuͤhrt mich zur wahren ſeligkeit: Wie, ſollt ich es nicht lieben? Erhalte ſtets mein herz dabey, So preiſ ich ewig deine treu. Du haſt mich, l nüttler, aus der angſt, Die ich verdient, geriſſen. Dir, Mel. Wer nur den lieben ꝛc. 15 it dir, o hoͤch⸗ 467. M ſter, friede ha⸗ ben, Und deiner huld verſi⸗ chert ſeyn, Das iſt die groͤßte aller gaben, Die 1e des menſchen herz erfreun, Das bleibt auch in der ewig⸗ keit Die quelle der zufrie⸗ denheit. 2 2. Wovor darf meiner ſee⸗ e grauen, Wenn du mir, gott, nicht ſchrecklich biſt? Kan ich getroſt auf dich nur ſchauen, Dem alles unter⸗ worfen iſt: So ſeh ich auch mit heiterm ſinn Auf alles andre ruhig hin. 3. Beſchaͤmt mich meiner fehler menge: Du, vater, du verzeihſt ſie mir. Bringt eine noth mich ins gedraͤn⸗ ge, So hab ich doch den 9 troſt an dir, Daß du auch leiden dieſer zelt Stets lenkſt zu meiner ſeligkeit Des herzens und des lebens. Ich fuͤhle durch des geiſtes kraft Mich, herr, getroſt und tugendhaft. 8. Dank ſey dir, vater, dank und ruhm! Du lehr⸗ teſt mich das chriſtenthum 4. Froh ſeh ich deinem hö⸗ hern ſegen, Den deine hand in jener welt Den deinen aufbewahrt, entgegen; Und wenn mein leib in ſtauß zer⸗ faͤllt, So So zagt mein herz doch darum nicht: Denn Veſt glauben, redlich uͤben: du beſt meine zuverſicht. 32. Mein Jwote Abtheilung. ene— . Mein heil ſteht blos in deinen haͤnden, Und dein iſt, vater, alle macht, Mir je⸗ des gute zuzuwenden, Das ff deine huld mir zugedacht. Nur du vollfuͤhrſt ſtets dei⸗ nen rath. Wohl dem, der dich zum freunde hat! 6. Dis iſt das gluͤck der reinen ſeelen, Die ſich mit ernſt vor ſuͤnden ſcheun, Nur dich zu ihrem troſt er⸗ waͤhlen, Und vor dir, recht zu thun, ſich freun. Wer dich mit ſolchem ſinn ver⸗ ehrt, Der iſt dein freund, der iſt dir werth. 5 7. Der hat dich auch in allen faͤllen Gewiß zum troſt, ft und kan ſein herz Durch dich, o gott, zufrieden ſtel⸗ len Bey jedem gram, in je⸗ dem ſchmerz; Den wird zum ewgen wohlergehn Un⸗ fehlbar deine huld erhoͤhn. 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, Um deiner gnade mich zu freun, Nach einem reinen herzen ſtrebe, Und praͤg es mir aufs tief⸗ ſte ein;: Kein groͤßres gluͤck f ſey auf der welt, Als wenn man dir, gott, wohlgefaͤllt. Mel. Allein gott in der hoh rc. ä welch ein un⸗ 468.O ſchaͤtzbares guth ene ne ſeele nicht; Mich ſchreckt kein tod und kein gericht: Denn ich hab gott zum reunde. 2. Bin ich mir deſſen, gott, bewußt, Und ſteh bey dir in Ugnaden, So wohnet ruh in een bruſt, Und wer will dann mir ſchaden? Ich ſeh auf dich in aller noth, Wo⸗ mit die zukunft mich be⸗ 9 5 Mich troͤſtet deine iebe. 3. Trifft mich auch hier zuweilen noch Das gift der laͤſterungen; Wird meines herzens ruhe doch Dadurch nicht ganz bezwungen. Weiß eee ende rarer. 3 —— ich nur mein gewiſſen rein, Und flieh ich auch den boͤſen ſſchein, Wirſt du mich ſchon beſchuͤtzen. heit Der kuͤnftgen welt ent⸗ gegen; Sie gibt mir muth und freudigkelt Auf allen meinen wegen. Denn dort macht ſelbſt, o herr, dein mund Den hohen werth des chriſten kund; Da wird der romme ſiegen. 5. So hilf denn, daß ich, mir zum heil, Ein unver⸗ lezt gewiſſen, Des lebens allerbeßtes theil, Zu haben ſey befliſſen. Mit dir, gott, ausgeſoͤhnt zu ſeyn, Dein Iſt doch ein gut gewiſſen! Hab ich nur das, ſo hab ich muth, Wenn anbre zagen heilig recht nicht zu ent⸗ weihn: Das ſey mein groͤß⸗ ter eifer. muͤſſen, Dann zittert iel 6. Des richtigen gewiſſens e 4. Ich ſehe mit zufrieden⸗ E* —* ——— laß mich, 1 en l ich lil fiat. a fienſtn nö de u ve Denn nt nur l zan i, bali lurch kim gf ger, zin uf Mel. Mebit anden Ioter, 409 herz Dem nein 9 eilig ſey wir de 1 Ales dich! Deinen willen gen Und dir tren zu ſeh 2. Ohne dich iſt friede; Uud def ſich müde Um de werk diefer zeit. durſt ust du nu Und du wilt ihn füllen Hier und ewigke 5. Alb, hett, ſläck le erde Nie kerfühtung verde lud ſey mehr m Ei kur iſt das ſeleg, Und daz nach fehlen, J. hen ig indich u, zufniehe fil den gram, uf n Da di wedlerzehn la ue huld erhihn dena, bah ich, e, Un de E 0 ehe nz 05 2 kaufte 9 s Cen 1 diet r bez, da in frtus, dug L en berznn ine n K den gha h mir un iche AN kund, n grbgret gi if er fie pelt, Ad m isbn, ß alt, roh f m hel, kau 0 5 niſe, d 0 n in de e% J Jin ad na cn.eu, e. igbeng tu but png, 0 u lt gn h c N m dat, f b 9 dau ang den bn n. 60 * ne dan zun.& 1 5 laß mich, vater, mich XXIX. von der Glückſeligkeit wahrer Chriſten. 357 ſpruch Laß mich ſtets folg⸗ ſam ehren, Und immer auf⸗ merkſam genug Auf ſeine warnung hoͤren. Erinnerts mich an meine ſchuld, So deine huld, Voll reu und glauben, ſu⸗ chen. 7. Mit deiner gnade troͤſte Und ſtaͤrke meine ſeele, Daß ſie vor ſuͤnden huͤte ſich, Und nie aus vorſatz fehle; Denn wer nur reines her⸗ zens iſt, Hat immer dich, durch jeſum chriſt, Allguͤti⸗ ger, zum troſte. Mel. Alles iſt an deinem. Nr. 10. den mein ater, 469. B herz verehret, Dem mein leben angehöͤret, Heilig ſey mir dein gebot: Ueber alles dich zu lieben, Deinen willen gern zu uͤben Und dir treu zu ſeyn, o gott! 2. Ohne dich iſt doch kein friede; Und die ſeele quaͤlt ſich müde Um das blend⸗ werk dieſer zeit. Ihren durſt kanſt du nur ſtillen, Und du willſt ihn gern er⸗ fuͤllen Hier und auch in ewigkeit. 3. Gib, herr, daß das gluͤck der erde Nie fuͤr mich verfuͤhrung werde; Deine buld ſey mehr mir werth. Ste nur iſt das gluͤck der ſeelen, Und das werd ich 4. Friede werd ich im ge⸗ wiſſen, Und den himmel hier genieſſen, Lieb ich gutes nur allein; Such ich, va⸗ ter, mehr als allen, Such ich ſtets dir zu gefallen, So ſind ewge freuden mein. 5. Kan ich, wenn mich menſchen haſſen, Mich auf dich nur, gott, verlaſſen, Und verdammt mein herz mich nicht: O, ſo bin ich vol⸗ ler freude, Und verlier, auch wenn ich leide, Nicht den muth zu meiner pflicht. 6. Laß den reiz der eitel⸗ keiten Nie von dir mein herz ableiten; Bleib du mir mein hoͤchſtes guth! Hilf mir den betrug der ſuͤnden Sehn und ſtandhaft uͤberwinden; Gib mir dazu kraft und muth. 7. Lenke, vater, mein be⸗ ſtreben Hin zu einem beſſern eben; Lehre mich ſchon in der zeit An dem ewigen er⸗ goͤtzen, Hier den werth der dinge ſchaͤtzen, Wie einſt in der ewigkeit. 995 Mel. Wer nur den lieben ꝛe. er durch dein 470. W wort iſt neu geboren, O vater! und von dir empfaͤngt Ein herz, das dich zum heil erkoren, Der ſuͤnd entſagt, und göttlich denkt, Und heilig lebt: wie ſelig iſt Ein ſolcher menſch, nicht verfehlen, Wenn mein herz dich kindlich ehrt. 0 2. Befreyt von ſeinen ein wahrer chriſt! fin⸗ in 33 ſter⸗ gebaͤte Iſt er der frohen zu⸗ deinen wegen, Liebt alle men⸗ ſterniſſen Und von der ſuͤn⸗ de ſklaverey; Bea nadigt, ruhig im gewiſſen, Von ſtra⸗ fen des geſetzes frey: Sieht er in dir, mit dir vereint, Den vater und den beßten freund. ä 3. Er darf, o gott, von dir verlaugen, Was ihm dein eigner ſohn erwarb; Er wird es auch von dit empfangen, Weil er auch ihm zum heile ſtarb Ver; ſtaͤndniß, ſo wie muth und kraft, Zum kampf in ſeiner pilgeimſchaft; 4. Zum ſichern ſiege deine ſtärke, Und deinen geiſt der V heiligung, Zu einem jeden guten werke; Im leiden troſt. und linderung; Und ſelbſt in dieſer uͤbungszeit, Den vorſchmack jener herrlich⸗ keit. 3. In ſeinem kindlichen verſicht, Daß ihn dein ſohn vor dir vertrete, Und du be⸗ ſchaͤmſt dein kind auch nicht: Ja, deine vaterhuld gewaͤhrt Ihm immer mehr, als er begehrt. 6. Berelt zu helfen und zu tronen, Lenkſt du mir vater Zwote Abtheilung. .... ² 3 o herr, wird endlich ſegen, Auch freut er deines beyfalls ſich; Wenn alle ſpoͤtter ihn verſchmaͤhn. Bleibt doch ſein troſt und gluͤck beſtehn. 8. Er, ſicher, daß er ſelig werde, Zufrieden ſtets mit ſeinem loos, Iſt fuͤr die ſſchnoͤde luſt der erde Zu gluͤcklich ſchon, zu reich, z groß. Ein zeitlich gluͤck iſt ihm zu klein; Denn er ſuͤnd entſagt, wird ewig glücklich ſeyn. 9, Er ſieht den tod von ferne kommen, Und zittert nicht, er iſt ſein freund; on dir zum erben ange⸗ nommen, Frohlockt er, wann der tod erſcheint; Er endet froͤhlich ſeinen lauf, Und ſchwinget ſich zu dir hinauf. 10. Wie ſelig, wer ſo neu geboren Ein frommes herz von dir empfaͤngt, Und dich zum eigenthum erkoren, Der denkt, Und heilig lebt: wie ſelig iſt Dein kind, dein eigenthum, der chriſt! Mel. O gott, du frommer dec. 47 5 Wer gottes wege licher huld, Zum beßten alles dem erlöſten„ Und aſt, wenn er auch feblt, geduld; Hilfſt ihm in ſeiner ſchnachheit auf, Und foͤr⸗ derſt ſeinen tugendlauf. 1 7. Er wandelt gern auf 7 e e 7 Hb 0 e 59 hat wahren frieden. Wie herrlich iſt ſein gluͤck Ihm ſelbſt von gott beſchieden! Voll glaubens widerſteht Er jeder boͤſen luſt, Iſt ſeis ner tugend ſich Froh vor dem herrn bewußt. 15 3. Er ſchen bruͤderlich; Sein thun, und goͤttlich geht, Nur der genphaft, lade 1 e ft. dee 1 0 6 5 und 1920 lber sich! 2c an dn fn zen; Fr eite un Den ful glach l Such gu un wehr Der tuen u., l 1 den iu fein Genieſt er gott Vetgrügt, wen gläch ehr glac ſehn haben. M! gott ihm glbt,; frey ben neih, Dor und von gei, Von eitelkeit. 3. Shenkt gott ihm bill, Se uk len 1 5 Des glaͤck echöhn, Ver gend hüten; J. heleibiger Witd er erfteun Gut, wie unt, Und mild ſchn. b, Er ktänkt den 1, Schützt fenen! ehe; Er tragt! dul, IN willig benz Mö über . deinen geiß ur M 3 ein 180 einen en * Wen u I. thun hn Au igt, und arc uit: 6 17 990 er duld genie* wehr, 3 ö 1 De g ö 1 F tz du rg n helfen 14 Ne a 0 * ar vir 4 100 n nat en fn N Wü, in en f fan an duch fl, seh a got M dee e eben et , U ße Er n i N rler bet nd sic fh det gen uf beg. beni 1, aht ut Kl 3 4 i — 122 3 1 2 12 1 — Den fall gleich zu bereun; erfreun; Gut, wie ſein gott, geſiunt, Und milde wird er * XXIX. von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 359 2. Er merkt auf ſeinen gang, Geht ihn mit veſtem muthe; Wird in ber ſchwach⸗ heit ſtark, Liebt immer mehr das gute. Ihn machet got⸗ tes geiſt Durch ſein wort tugendhaft, Und er nimt im mer zu An kenntniß und an kraft. 1 5 33. Gott hat er allezeit Vor angen und im herzen; Wacht uͤber ſich und ſcheut Sich vor der ſuͤnde ſchmer⸗ zen; Er eilet, wenn er faͤllt, Sucht gnad und ſtrebt noch mehr Der tugend treu zu ſeyn. 24 4. Getreu in ſeinem ſtand, Genieſſt er gottes gaben Vergnuͤgt, wenn andre gleich Mehr gluͤck und an; ſehn haben. Mit dem, was gott ihm gibt, Zufrieden, frey von neid, Von habſucht und von geiz, Von ſtolz und eitelkeit.. 5. Schenkt gottes hand ihm viel, So wird er vie⸗ len nutzen; Des freundes glück erhoͤhn, Verlaßne tu⸗ gend ſchuͤtzen; Auch ſelbſt beleidiger Wird er in noth ſeyn. 6. Er kraͤnkt den naͤchſten nie, Schuͤtzt ſeinen ruhm, ſein leben; Er tragt ihn mit ge⸗ duld, Iſt willig zu verge⸗ Der zorn, ſo faſſt er ſich, Und denket bald: wie oft Verſchonet gott auch mich. 7. Er ſuchet jedes herz Im guten zu beſtaͤrken; Und jeden reizet er Zu al⸗ len guten werken: Mit allen ſuchet er Ein herz und ſinn zu ſeyn, Mit ihnen eines herrn Und heils ſich einſt zu freun. 8. Das heil der ewigkeit, Das hier der fromme ſchmecket, Exhaͤlt ihn ſo ge⸗ troſt, Daß ihn kein unfall ſchrecket; Es ſchafft ihm fro⸗ hen muth, Und ſtillet ſeinen ſchmerz: Im tode ſelbſt froh⸗ lockt Sein gottergebnes herz. Mel. Wie groß iſt des allm. Nr. 6. 17 ie maͤchtig 47 2. W ſpricht in mei⸗ ner ſeele, Herr, deine ſtim⸗ me voller huld! Du ſchoneſt meiner, wenn ich fehle; Zuͤrnſt nicht: haſt vaͤterlich geduld; Schickſt deinen geiſt, mich zu regieren; Sprichſt meinem herzen freundlich zu; Wirſt nie⸗ mals müde, mich zu füh⸗ ren, Und ſorgſt fuͤr meine wahre ruh. 2. Erbarmer deiner krea⸗ turen! Liebreicher herr der ganzen welt! Die deiner gute reiche ſpuren In ſe⸗ ben; Und uͤbereilt ihn auch dem ſonnenſtaub enthalt: Zu groß ſind ſie, daß ich er⸗ f meſſer 3 4 ſſen 260 Zwote Abtheilung liebe kan. Nie will ich un⸗ dankbar vergeſſen, Was du zu meinem heil gethan. 3. Sollt ich nun noch den gott mit willen Beleidigen, der mir vergibt? Der mir, gebote zu erfuͤllen, Gegeben 5 weil er mich liebt; Der die erfüllung meiner pflichten Aus lauter guͤte mir vergilt? Und der, an⸗ ſtatt mich ſtreng zu richten, Mein herz mit troſt und freud erfullt? meſſen Die wunder deiner M„Vor ihm, f d dem vater, der verzeiht! Ich fuͤhl die ſchwere meiner fuͤnden, Die weder menſch noch engel buͤßt; Wie freudig kan ichs dann empfinden, Daß ehri⸗ ſtus mein erloͤſer iſt! 3. Den großen, troͤſten⸗ den gedanken Geb ich fuͤr alle welten nicht. Wahr bleibt er, wenn auch thro⸗ nen wanken, Veſt ſteht er, wenn die welt auch bricht. Es moͤgen ſuͤndigen und zittern, Die kinder des ver⸗ 4. Sein dienſt iſt gluͤck fur meine ſeele; Gehorſam, meine ſeligkeit! Wie kind⸗ ö lich wein ich, wenn ich feh⸗ 2 . „ 2 . 00 derbens ſind! Gott wird der erde grund erſchuͤttern: 0J bebe nicht: ich bin ſein kind. % — 173K f 1 19 1. lun hunt 2 1 lit ih br uns licht, Parti: de 5 nicht, fa 1 heilig pott tefeht ſteudig dene wege 2. Etleuchte unſt zun, Stäk uns, uns tchlich ſhun, 9 nem pohliefalen Denn pir sah dein in tob. 3. Mach und im fark, und frey Von nd ben heucheleh; dh dir die leben, gie ted 0 1 0 a 4, b höchſer! 5 g Gefall N. 5 l, Dis g. * — , c 0 ee eee 123. E flehn um N nen dir die lebens zeit In zuverſicht, Wenn ſich noth 1 Dritte Abtheilung. Liter fuͤr beſondere Zeiten, Stande und Porfalle. 8 1. Bey dem dffentlichen Gottesdienſte⸗ 2 1 Beym Anfange deſſelben. 5 Bel. Vom himmel hoch da 0 nem throne ſtehn, und Her: Wenn wir in hoͤchſten noch.] dann vollkommner dich er⸗ or uns, gott, hoͤhn. licht, Verſege deinen en mel.. wir ſind ꝛe. uns nicht, Laß uns dein Gib, herr, daß heilig wort verſtehn, Und 474. G dein 15 freudig deine wege gehn. wort Unſern geiſt heut ſo 2. Erleuchte unſre ſeelen durchdringe, Daß es dann nun, Stark uns, und lehr auch immerfort Frucht in uns redlich thun, Nach dei⸗ unſerm leben bringe, Und nem wohlgefallen, gott; daß es uns maͤchtig ſtaͤrke Denn wir ſind dein jezt 1255 Zur vollbringung guter im tod. i werke. 3. Mach uns im glauben 2. Laß es uns ſeyn troſt ſtark, und frey Von traͤgbeit und licht, Herr, auf allen und von heucheley; Zu die⸗ unſern wegen; Unſre ſtarke ebriſtlicher rechtſchaffen⸗ und trübſal tegen; Es ver⸗ heit, mehre unſre freuden Bis 3. O höchſter! unſer lob⸗ wir von der welt einſt ſchei⸗ fang Gefalle dir und un⸗ den. ä 1 er dank, Bis wir vor dei⸗⸗. ö 33 J * 5 Dritte Abtheilung. Poriger Melodie. Herr, vor deinem angeſicht Sind Hier, dich anzubaͤten; Funs ohne andacht nicht, Ppetreten; Gib uns herzen, die dich ehren, Chriſtlich flehn, aufmenkſam hoͤren. 2. Laß dein ſeligmachend wort Viele gute fruͤchte brin⸗ gen, Und durch ſeine kraft ſofort Tief in unſre ſeelen dringen; Laß es unſern ſinn erneuen, Und des irrthums nacht zerſtreuen. 3. Daß, mit deinem wort bekannt, Wir, was du be⸗ fohlen, uͤben, Dich und den, den du geſandt, Jeſum chri⸗ ſtum, herzlich lieben! Daß kein leid und keine freude Uns von dieſer liebe ſcheide. In bekannter Melodie. 5 Fkeeſu chriſte, wir 470 3 ſind hier, Um dein goͤttlich wort zu hoͤren: Gib uns Andacht und be⸗ gier Nach der wahrheit theu⸗ ren lehren, Daß die herzen von der erden Ganz zu dir erhoben werden. ſtand Sehr mit finſterniß umgeben; Drum ſo mach uns recht bekannt, Was uns dient zum frommen leben, Gutes denken, gutes uͤben, Nicht ohn ernſt dein haus 3. Deines wortes Jitlich licht Leuchte jezt ſo ſnſren ſeelen, Daß wir ſeinn un⸗ terricht Folgen und ds gu⸗ te wahlen. Lenke dizebaͤt und lehre Uns zum he und bir zur ehre. 8 In bekannter Melodi 2 omm, heilger 477. Ke geiſf! Erft die herzen deiner glaubigen, ind ſentzuͤnd in ihnen Das ſuer deiner goͤttlichen liebe; der [du durch mannigfaltigeit Der zungen, Die voͤlker der ganzen welt verſamlet hiſt, In einigkeit Des glaubeis. Halleluja, Halleluja. mel, Ach bleib bey uns, herr r. 47 8. O heilger laß uns dein wort So hoͤren heut und ferner fort, Daß ſich auch ſtets durch deine lehr, Glaub, lieb und hoffnung in uns mehr. 2. Erleucht uns huldvoll durch dein licht, a deinen beyſtand nichk; Troͤſt uns in aller unſter noth, 2. Ohne dich iſt der ver⸗ Gib kraft zum guten bis in tod. b Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛe. 479. O herr, wenn dei⸗ Kommt von deines geiſtes JJ f gen: So laß die ſeel empor zu dir In ſtiller andacht n die 3 Alen ten 1 1 geiſt! ne lehren mir Den weg zum himmel zei ö eus 2 ſch mit fleiß/ in 1 hein wort! el Much g F den grund, 10 hun chen Daß ich ni beach 3, Gib ales,. bob baheſt, ln ſohn beheißt, And kraft vpn lb, O. dich itt cinem ge einem unde loben ſer dab und unſerfft unſeim danktor het Und dib, 9 hett, gef pfinden wit 800 huld auf abe; D. auch ute g dg Recht helſam du werden; Dann wet nach dieſer zt, Zu jener epigleit Der 490.0 lee, n uchi baler, delgen ms bein giilſch n büßt, Diß er i W, ngler, lun tz zu wahrheit . Stirk unſem N huſtand; 9 h uns nec 1 cheiſte, 75 n dier, le vert zu hin; Macht und lo r wahrheit en Dag die dn . Ganz z N 6 h n de be 1 1 755 Nen En 0 ut fam, a Lern ſe 10 mt, B u. 1 en , gut de, en due zei 18 en geile. lee 2 d 10 len zun fe 20 laß l 1 1. Bey dem öffentlichen Gettesdi ſteigen; Erleuchte mich und gib verſtand, Oaß mir dein wille recht bekannt, Und ich ſtets weiſer werde. 2. Gib, daß des wortes geiſt und kraft Mein gan⸗ zes herz durchdringe, Daß ich mit fleiß, gewiſſenhaft Und treu dein wort vollbrin⸗ ge! Auch mache mir bis auf den grund, Mein herz mein ganzes leben kund, Daß ich nie heucheln moͤge! 3. Gib alles, was dein ſohn verheißt, Und ſend uns kraft von oben, Damit wir dich mit einem geiſt Aus einem munde loben! Laß un⸗ ſer lob und unſer flehn, Auch unſern dank von herzen gehn, Und dir, o herr, gefallen. 4. Dann ſehen und em⸗ pfinden wir Schon deine huld auf erden; Dann wird auch unſre andacht hier Recht heilſam durch dich werden; Dann werden wir, nach dieſer zeit, Zur ruh in jener ewigkeit Dereinſt un⸗ ö Treib auch 31 uns an; Und ful der tugendbahn. 3. Mach uns geſchsg engeln gleich, Zu dich in deinem reich, dich zu ſehn von auge ger freud und ſelge In ew licht. 4. Dir, gott, den erd un himmel preiſt, Dir, vater deinem ſohn und geiſt, Dir! der mit huͤlf uns gern er⸗ freut, Sey lob und preis in ewigkeit. 1 mel. Liebſter jeſu, wir ſind e. 48 15 Wir erſcheinen heut vor dir, Dich, o vater, zu verehren, Und in deinem hauſe hier Dein hochheilig wort zu hoͤren; Vom geräuſch uns zu ent⸗ fernen, Und, was uns be⸗ gluͤckt, zu lernen. 2. Gib uns deinen geiſt, o fehlbgr g ua en. 1 25 Herr jeſu ehriſt, 57 vater, ſend uns 480. O deinen geiſt, Den uns dein goͤttlich wort ver⸗ heißt, Daß er uns ſtaͤrke, troͤſt, regier, Und uns den weg zur wahrheit fuͤhr. 2. Stark unſern glauben und verſtand; Mach dei⸗ dich ꝛc. ne lehr uns recht bekannt; 3 J 1 28 9 5 0 1 8 gott! Und durch ihn frucht⸗ baren glauben; Nicht der welt liſt, macht und ſpott Laß uns dieſen jemals rau⸗ ben: Gib vielmehr muth, licht und ſtaͤrke Uns zu je⸗ dem guten werke. 3. Hilf, daß alle finder ſich Durch dein wort zu dir bekehren, Und wir alle, gott, durch dich Treu voll⸗ bringen, was wir boͤren; Daß wir alle fromm auf erden, Und dereinſt auch ſe⸗ lig werden. ä 2. Beym Dritte Abtheilung. iſt, hort gegeben, peilſam unterweiſt chem troſt erquicket. recht lieben, heuchelſchein bloße hoͤrer ſeyn. heiden, Und ſtreiche leiden. vernommen, ſeelen ein; Daß dich von uns mann Recht erkenne f 15 Beym Schluß deſſelben. Nu, deine tiefe wunden. b Gott, durch den wir 5 ſind und leben! e, wie der chriſt dich Daß du uns dein Das uns „Das aus unſre pflichten lehrt, Warnt, ermahnet, ſtraft, bekehrt, Und, wenn uns ein leiden druͤcket, Uns mit rei⸗ 2. Gib, daß wir dein wort Ernſtlich, ohne „Daß wir uns im guten uͤben, Und nicht Denn 3. Darum druͤck, was wir Tief in unſre Laß uns zur er⸗ kenntniß kommen, Und des wottes thaͤter ſeyn; Dein geiſt treibe ſtets uns an, jeder⸗ ehr, wer deinen willen weiß, Und ihn doch nicht thut mit fleiß, Der iſt aͤrger, als die wird doppelt 3 — nicht betruͤbe. rath und licht. Durch die hofnung, nach dem leiden Dort zu ſchmecken himmels freuden. 7 mel. Liebster jeſu, wir ſind ze. 19 Treuer gott, wir 483. D danken dir, Daß du uns dein wort gegeben. Hilf uns ferner, daß auch wir Nach demſelben heilig leben: Gib dem glauben ſolche ſtaͤrke, Daß er thaͤtig ſey durch werke. 2. Uns du, Was wir thun und glauben ſollen. Schenk uns deine kraft dazu; Gib ö n zum wiſſen auch das wollen, nd zum wollen das voll⸗ bringen, So wird alles wohl gelingen. und liebe, Und mit ſuͤnden 4. Um dis alles recht zu wiſſen, Sey dein wort uns Laß uns troſt daraus genieſſen, Wenn es uns an troſt gebricht. Es verſuͤß uns jede noth; Es erquick uns auch im tod, „o vater, lehreſt mel. Werde! 6 .— II. Voß! Ian boch 484.5 feli ten, Und u. b freuden gaht, Un voll ſein wort zu Und ihn oöpraſen böhn: Af ehe pfic der chriſt, So lang ber bunden i. . hiͤchſte weſen, d 9 1 2. Oenn bilig if der mensch it, denkt, Den herrn u ter aller geſen, d uns jede wohlthat Mit lob uud pfeil hüͤhu, in gene Anzuflehn, 3, Weng hutur in ihn chest, Bud ff nen hella nun; ihn nicht tic kaff, Ihn ficht au bel hekenſſt: Bit! en? bit In eh Der ſeſnen 1 f 25 , Ber ſch y h 11 n ns ee * alan, 4 14 15 n ö* tue 0% hu f J welt bekennſt: Biſt du dann r 8 5 0 a da an fe hh lud n bla g berrn entziehet An dem da⸗ zu beſtimmten tag, leichtſinn die verſammlun verletzet ſeine pflicht, Ver⸗ r 865 Mel. Wer nur den lieben ꝛc. 484. fentlich vereh⸗ ren, Und in ſein haus mit freuden gehn, Um andachts⸗ voll ſein wort zu hoͤren, Und ihn lobpreiſend zu er⸗ hoͤhn: Iſt eine pflicht, wozu der chriſt, So lang er kan, verbunden iſt. 2. Denn billig iſts, das hoͤchſte weſen, Durch das der menſch iſt, lebt und denkt, Den herrn und rich⸗ ter aller weſen, Den, der uns jede wohlthat ſchenkt, Mit lob und preiſe zu er⸗ hoͤhn, Um neue huld ihn anzuflehn. 3. Wenn du nur in der ſtill ihn ehreſt, Und jeſum dei⸗ nen heiland nennſt; Do ihn nicht oͤffentlich vereh⸗ reſt, Ihn nicht auch vor der ſein? biſt du ein ehriſt, 27 ſeinem heiland dankbar II. Von der Feyer des Sonntags. en hoͤchſten of, f gottes gehn; Wie piele f dich ſchauen, Die ſehr auf andrer beyſpiel ſehn; Wenn einer durch di traͤge wird, Biſt du es nicht, der ihn verfuͤhrt? 6. Und ſelbſten uns in un⸗ ſern pflichten, Und von der bahn zur ſeligkeit, Noch im⸗ mer mehr zu unterrichten, In dieſer vorbereitungs⸗ zeit: Wie noͤthig iſt dis nicht, o ehriſt, Der du ge⸗ neigt zu fehlern biſt. 7. Der gottes dienſt iſt ein geſchaͤfte, Dazu aus leb uns gott verband; Er ſtaͤr⸗ ket unſers geiſtes kraͤfte, Gibt mehr erkenntniß und verſtand; Er iſt ein mittel, das uns kraft Zum glau⸗ ſe ind, die au ch ben und zur tugend ſchafft. 8. Haſt du nicht auch oft troſt empfunden, Wenn du das wort des herrn gehort? Sind dir nicht lieb die fro⸗ hen ſtunden, Da man gott oͤffentlich verehrt, Und, um 4. Wer ſich dem dienſt 0 Aus fliehet, Und nicht mit an⸗ dern baͤten mag: Der„ der achtet gott, ehrt jeſum nicht. Z. Auch deinen naͤchſten zu das ewige bemuͤht, Sich dem geraͤuſch der welt entzieht? 9, Was gleicht dem himm⸗ 3 liſchen entzuͤcken, Das hier ein frommes herz belebt? Wenn es, in ſtillen augen⸗ blicken, Mit andern ſich zu gott erhebt, Und, voll des gluͤcks, das es genießt, Von erbauen, Mußt du zum hau⸗ 1 dank und freuden uͤberfließt. 40, Konunt 8. 85 5 2 1 ́—ůU⅛ ³ 2 eee eee l 5 298 7 eee „ 8 3 eme, * eee e 366 Dritte Abthenlung 10. Kamm denn, o chri⸗ ſten, theure bruͤder! Ver⸗ eint im geiſt vor gott zu ſtehn; Kommt, wir ſind ei⸗ nes eibes glieder! Kommt, unſern vater zu erhoͤhn! Frohlockend preiſet jeſum chriſt; Der unſer herr und heiland iſt. Mel. Herzliebſter jeſu, was z. Oder: Iſt auch ein gott, ꝛc. Nr. 2. 485. Dis iſt der tag, an welchem deine Fin Herr, in dein haus, d be kom⸗ men; Mit lob, gebaͤt, und dank dich zu verehren, Dein wort zu hoͤren. 2. Er ſey nun auch, o belland, dir geweihet, Ihn feyert gern, 15 deines heils ſich freuet.„laß auch mich mit 1720505 vor dich treten, Dich anzubaͤlen. 3. Dich preiſt der lobge⸗ ſang der himmelsheere, Auch unſer tempel ſchall von dei⸗ ner ehre! Auch unſer dank und unſrer ehrfurcht flehen Soll dich erhoͤhen. 4. Wie freu ich mich, die ſtaͤtte zu begruͤßen, Wo dur⸗ ſtig en des lebens baͤche flie⸗ ßen„Und wo dein heil von den erloͤſten zungen Froh wird beſungen. f 8. Mich lockt die welt um⸗ ſonſt zu ihren freuden, Mein geiſt ſoll ch an deiner lehre weiden: Dein himmliſch wokt, das deine boten leh⸗ 8 win ich hoͤren. —.—— *—* 6. Mit apdacht will 14 heute vor dich treten: Ich weiß, du hoͤrſt, die kindlich zu dir buͤten. Der men⸗ ſchen gluͤck, die ſich ber ſuͤn⸗ . freuen, Kan nicht gebei⸗ en. 7. O, laß auch beute deinen geiſt mich lehren, Vom weg, der dir misfaͤllt, mich ab⸗ zukehren: Er leite mich, daß meine ganze ſeele Zum troſt dich wahle. 8. Dein tag ſey mir ein denkmal deiner gute! Er bring mir heil, und lenke mein gemuͤthe Auf jenes gluͤck, das du der welt er⸗ worben, Da du geſtorben. 9. Dich baͤt ich an, du to⸗ desuͤberwinder! An dieſem tag haſt du zum heil der ſuͤnder, Die fern von gott in todesſchatten ſaſſen, Dein grab verlaſſen. 10. Es feyre dankbar die⸗ ſen tag die erde, des land voll deines rub⸗ mes werde! Lob ſey, erloͤ⸗ ſer, deinem großen namen Auf ewig; amen! 65 Wel. O jeſu ehriſt, 3 486. O en mein preis und fruhm, Mein herz ſey ganz dein eigenthum. Laß mir den ſonntag heilig ſeyn, Und gern ihn meinem gluͤcke Wee weih N.„ 7„ e 2. Gib, daß ich wein * 80 O Io di eee, muͤth A f N weiht. Daß je- du biſt 8 1 55 7285 55 I., ben. 0 bewahrt, N 10 deiner mac wee ah 5 eim be at, Daß bu nt wörtig ſeyſt, Dam nes 0 lh, dn t nutzen hi. 1 Drück ales. 10 ſineig, Und! nicht blos ſörer ſeh mir mit däner gun Daß ich dir chte h 6. Hilf, 0 ich he hetag 30 menen ſyern maß Beh bot dem galt ber ve. dieſen tag verächllch 6. Was del— in und ſchyft/ Be gaze woche fat;“ er ung ul lg deißem lo id d Mel, 4 80 fur den lie 40 E beg Mh fitte, W.„ 1 ca wohnt. og . 1 a 4 a 2 5 4 5 n* Wg t U II. Von der Seyer des Sonntags. 367 . 5 13 5 5 0* N 8 E 1 i 5 3 f 8 ee r get N 100 muͤth bewahr, Wenn ich 2. Wohl dem, der dich in g i mit deiner chriſtenſchaar Zu 0 14 der inn g. du hf deinem tempel, Gott, aue, am. 1055 deines hauſes ſtätte geh; verehren, eruſt beweiſt! In en ae, ia Und ſo mit andacht vor dir hörst ſein lod: und ſein * du waſc lin ie, au h ſteh. de erempel Staͤrkt auch des ne⸗ an 1 0 benmenſchen geiſt, Daß e 2 3. Erinnre ſelber meinen 1* er n ag, geiſt Daß du mir gegen⸗ auf, deiner wahrheit bahn eg, Fache waͤrtig ſeyſt, Damit ich dei⸗ Rechtſchaffen vor dir wan⸗ t mefih,“ nes geiſtes 3555 Betzzierig deln VAE l n; 800 und mit nutzen hon. 3. Dein wort bleibt nie⸗ wachen, Sehe a 4. Druck alles tief ins mals ohne ſea e ee, ud laß mich ne ſegen, Wenn „95 0 blos hörer ſeyn: Steh mans nur recht zu herzen Ma h 1 nicht bles börer ſeyn; Steh nimt, Es N auf 50 0 ln. 51 10 0 mir mit deiner gnade bey, truͤbſalswegen„„Die du zu Fu e e e Daß ich der lehre acheter ſey. unserm heil beſtimmt Es eee H beg ach deinen en: ibt im ka n 0 gen. Hilf, daß ich d gen gibt im kampf uns muth em. 1 the hetag Zu meinem ſegen und kraft, So wie es ſieg e ee e feyern mag. Bewahr mich n ene 1 1* 1 d a 5 , in ee eden or dem geiſt der welt, Der e ee 3 e ints u ih 0 du, dieſen tag veraͤchtlich haͤlt.„. 8, laß auch mir dein „ee eee e as dein K heute licht heut ſcheinen! Dein „ a e, e e 6. Was dein wort heute ö ae Deit e ee e ane off, Seele dee, een adde ln,. deim ganze woche kraft; Daß je⸗ Ih mit den dei** bir Nua 1 a der tag und allezeit Sey 8 beilger eltron* 12 Alla, deinem lob und dienſt ge⸗ dir das lob, das wir dir nn hel an weihn, Ein angenehmes . us un 01 b bol e Mel. Wer nur den lieben ꝛc. opfer ſeyn. 2 2 ein 2 Wb 87. Wie bheilſam iſt 5. Du biſt der vater aller enn., em gen 487.7 doch, herr, die frommen, O ſeane heute n ic nich 1 1% n ſtaͤtte, Wo deines namens deine lehr 1 Erhoͤr, wenn en d ehre wohnt] O gib, daß ich wir zuſammen kommen, Der ſie gern betrete,„ Weil da frommen wunſch, zu deiner ch fehr weiht. 5 b n dns hüte e f 20, ij̃ d N ek en een een ae dein ſegen die belohnt, Die ehr; Wir ſuchen nur, herr, aan f 488 ehh deiner lehre ſich erfreun, deine gnad, Ach leit uns 3 1 ene Sich feyerlich dir ofte U auf der tugend pfad! 5 WN een, weihn. an iat An. S tg halli Deine el ö. 1% 4 40 N HI. Bey Dritte Abtheilung. * mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 50 u laͤſſeſt, herr, 488.D uns unterwei⸗ ſen Durch deiner lehre hel⸗ les licht. 1 dich dafuͤr preiſen“ Und ſeg⸗ ne jezt den unterricht An uns, mund; Mach dich recht un⸗ ſern ſeelen kund. 2. Hier wird dein ſaame ausgeſtreuet, Der kuͤnftig fruͤchte tragen ſoll. Wer ſich dir in der jugend wei⸗ het, Legt grund zu ſeinem wahren wohl. Aus jugend⸗ licher froͤmmigkeit Quillt egen unſrer kuͤnftgen zeit. 3. So gib denn jezt zu deinen lehren Auch bey uns allen das gedeihn. Laß uns mit lehrbegierde hoͤ en, And auch der lehre thaͤter ſeyn. O pflanz dadurch zu deinem ruhm, In uns das wahre chriſtenthum! mel. Nun ruhen alle wͤlder de. 180 Hemmt, kinder 489. K anzubäten! Lafft uns zum vater treten, Der aller vater heißt; Er iſts, der uns das leben, Und ſei⸗ nen ſohn gegeben; Er ſchenk uns auch den heilgen geiſt! 2. Fehlts uns in unſrer zugend, An weisheit und an tugend, Und kennen wir 2 III. Bey der Catechiſmus⸗Lehre. O gib, daß wir aus unſers lehrers dir zum preiſe, O herr, doch fromm und weiſe, Durch deines theuren wor⸗ tes lic. 3. Lehr uns den heiland kennen, Gib, daß, wenn herz erfreu! Hilf, daß wir an ihn glaͤuben, Und ihm gehorſam bleiben; Mach unſer herz ihm recht getreu. 4. Prag deine heilgen leh⸗ ren, Die wir anhente hoͤ⸗ ren, Tief in die herzen ein. gen, Behalten und erwaͤ⸗ gen, Laß uns des wortes thaͤter ſeyn. 5. Hilf unſern guten trie⸗ ben, Die eltern recht zu lie⸗ ben; Gib fleiß und folgſam⸗ haßter; Laß uns thun, was dein wort gebeut. dig, ſchenke ſchuld; gedenke ſrer jugend fehler nicht! jahren Der leichtſinn oft dahin. Laß uns die luſt der ſuͤnde, Daß ſie uns nicht entzuͤnde, Als toͤdtend Sich nicht: So mach auc, gift der ſchlangen 1 4 wir ihn nennen, Sich unſer Gib, daß wir ſie, zum ſe⸗ keit; Mach leichtſinn und das laſter Uns taglich mehr ver⸗ 6. Wir ſind ſchon jezt als kinder, O vater, vor dir ſuͤn⸗ der, Ach! geh nicht ins gericht; Gott! ſey uns gnaͤ⸗ Uns unſre Doch un⸗ 7. Wir ſind noch unerfah⸗ ren; Uns reiſſt in jungen ——ũ——— ˙——— iu las deine fn auf jeder guten d iber ſugen 1 in fit 3 IV. Bey der mel. Mer nur det eur! bir 400.„ bee eue, Und neue chritentkun. Dir geb ich nich gust deinem gen eig Von deinem guten leig Will ich Huf tet ſeyn. 2. Nam, teuer ge deinem fiube Den eib bet kee hin. mich in zukunft n. fände: Es il ih feln, Ml zug ni l ih zn dug e 1„ 66,% Wuthe h dem h n chen Tage eh 0 Obe nir ene (aa ei chain u 1 daß in um,,. ot gehen n hen le r. ö Ac! Kn, löc, mib ht n vun due, be 2 un heißt; Ei, un ce, l fl Am E tal 2 a0 un delgn. an in n n u l wh nbi 9. 8 dnn 1. 1: 8 uf u e, i e I ſcheul f 1 A gend fehl 45 ub h „ Or fi 8 5 0 Jlnbe, 0 nhl M. tet ſeyn. eid der treue hin. mich in zukunft noch die J e So will ich ihre netze c ffiehn, Will jung mich ſchon ach lach 0 W 0 ten dir ent ziehn; IV. Bey der Confirmation junger Chriſten. 369 I 8. Herr! laß zu allen zei⸗ ten Uns deine gnabe leiten, Auf jeder guten bahn. Fuͤhr uns in fruͤher jugend Durch gottes furcht und tugend Zum gluͤck des ewgen lebens an. IV. Bey der Confirmation junger Chriſten. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. err! dir gelobt 490. H mein herz die treue, Und neuen fleiß im chriſtenthum. Dir, jeſu! geb ich mich aufs neue Zu deinem ewgen eigenthum. Von deinem guten geiſt al⸗ lein Will ich hinfort gelei⸗ 2. Nim, treuer gott! von deinem kinde Den theuren Reizt der tugend weihn; Sieh! dieſer tag ſoll zeuge ſeyn. 3. Oft hab ich ſchon das wort gebrochen, Das ich dir in der taufe gab; Oft hab ich beſſerung verſprochen, Und ließ doch nicht von feh⸗ lern ab: Nun heute kehr ich ganz zu dir, Ich will mich beſſern, hilf du mir. 4. Nie will ich hierin treu⸗ los werden, Nie deine gu⸗ 5. Ja, ja, Gott höoͤret mein verſprechen; Tief ſieht er in mein herz hinein; Sollt ichs in zukunft treulos brechen, So wird er einſt mein richter ſeyn: Gewiſ⸗ ſensangſt und ewge pein 00 meiner falſchheit ſtrafe eyn 6. Darum regiere du mein leben, Und mache ſelbſt mein herz dir treu, Daß ich, o hoͤchſter, dir ergeben, Stets heilig„ fromm, und weiſe ſey; Denn ohne dich iſt im⸗ merbar Mein herz verkehrt und wandelbar. 7. So werd ich, herr! vor deinem throne Mich dieſes heilgen tages freun; Geſchmuͤckt mit jener ſie⸗ ſaes- krone Werd ich bann ewig ſelig ſeyn. O welch ein heil! wie freu ich mich! Herr! nim mich hin; dein, dein bin ich! wege fliehn. Kein ſcheinguth, keine luſt der er⸗ mel. Allein gott in der höh ꝛr. den, Kein ungluͤck ſoll mich 10 err, unſer gott! 491. H erbarme dich Weich, ſuͤnde, o unglaube, weich Gott hoͤrt ſieh In chriſto aller ſuͤnder, Und auch jetzo gnaͤdiglich dieſe unſre kinder. Du es, jezt entſag ich euch. N Auf Aa nahmſt 870 4 Oritte Abheilung. 8 nahmſt ſie ſchon bey ihrer tauf, Durch deinen ſohn, zu kindern auf Und erben dei⸗ nes himmels. 2. Zu ihres glaubens rechen⸗ ſchaft, Zu ihrem angeloben, Gib, vater! deines geiſtes kraft, Daß ſie des glaubens proben, Voll eifer für das chriſtenihum, Zu ihrem heil und deinem ruhm Im gan⸗ zen leben zeigen. 3. Zwar wird wol einſt in ihrer bruſt Auch ſuͤnde ſich empoͤren: Sie werden oft zur boͤſen luſt Gefaͤhrlich locken hoͤren; An ſie wird der verſuchung macht, Die nur zu ihrem ſchaden wacht, Sich unvermerkt einſt wa⸗ gen: 4 4. Allein, es kan doch dei⸗ ne gnad In groͤßeſten ge⸗ fahren, Auf aͤchter tugend ebnem pfad, Sie unverrückt bewahren. Erbarme dich, ſteh ihnen bey, Daß ihre lebens zierde ſey Beſtaͤndig⸗ keit im guten. 5 5. Sie nahen ſich zu dir, o gott! Dir heilig zu ver⸗ ſprechen: In freud und leid, bis in den tod Den taufbund nie zu brechen. Gib ihnen doch durch deine kraft, Die alles gute in uns ſchafft, Das wollen und vollbringen, 6. Uns ſelbſten, herr, ver⸗ laſſe nie, Die wir es freu⸗ dig wagen, Für uns zu bit⸗ ten, und fur ſie: Du wollt uns liebreich tragen; Ja nim dich aller gnaͤdig an, Und leit uns auf die tugend⸗ bahn, Die zu dem himmel fuͤhret. — V. Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen. mel. Aus tiefer noth ſchrey ꝛc. Frhalt uns, herr, 492. E die obrigkeit, Die du uns gabſt auf erden. Mit wolſtand und mit ſicher⸗ heit, Durch ſie begluͤckt zu werden. Verleih ihr weis⸗ heit, trieb und kraft, Was wahres wohl dem laade ſchafft, Mit ſorgfalt wahr⸗ Zunehmen. 2, Gib, daß ſie, deinem vorbild gieich, Uns vaͤter⸗ lich regiere, Und ſtets, an huld und weisheit reich, Diel herrſchaft gluͤcklich fuͤhre, Daß ſie ein ſchutz der un⸗ ſchuld ſey, Den redlichen im land erfreu, Dem un⸗ recht kraͤftig ſteure, 3. Laß uns, durch ihren ſchutz bewacht, Des frie⸗ dens gluͤck genieſſen, Und ruhig unter ihrer macht Das leben uns verflieſſen. Hilf, daß ſie in gottſeligkeit Dir diene, und in unſrer zeit Wir frucht davon empfin⸗ den. 4, Be⸗ V. Sit de 1 ſie 0 1 bels gone Hoden khan der gui h, er gläch zur d Dan ſezteibes ge 3. Gib denen f und treu, Dir l tergeben, Daß beſlſſen ſey, N. pflicht z keen, ihr des eben ml delnem segen keine ſeh iht üg aufen 6. Laß ſſe mit n ſen ſeyn, In delt zu leben; las del herrſchaft fun, deln lob erheben; bor deiner mae über alle hohe ge gent ung walk ſch mel. Nu bene al 407 s feu ä 403. E n Gott, deer alte gauge ſeht setz au Sein herſ ee hir 90 2. Bezradget i haft und getz g Schenk et fets der 0„Die er it . Sehr groß A mah zie wi: dub rah nnd kraft 17 55 dalle ab r 00 a G0 lt Fa ie e eee 13 abe ſhſh an depes dee* uten. ke* des glentat nahen 10 1 er fit 1 de fal , 2 tbr 8 100 im men Ju e e de a* 3 4 5 N gen.* beh. u nd u n e dere u lach 10 2. u. aun kt cui , 6 ann dh l N gibs: ————— ee, 1 Matte * ** 0 15 Nur e ufa uc en v Cut 1, n, u abriglat, w af erden N W N 4 1 1 1 5 4 it bega a lc gat inter e be nes Sen gal Nin „ icht ann * 5 1 fehl 1 Se, Dae 100 * gen, dir u d ftr sech Drach nun 0 ale eiu uf Die zun 4 18—— —— L ie en fich 0 t g sey, Da d aa, df fal, Finz, 1 bewacht, — —— ö ö v. Sur die Obrigkelten und Unterthanen. 371 3. Beſchirme ſie durch dei⸗ nen ſchutz, Daß, die ihr uͤbels goͤnnen, Mit ihrer liſt und ihrem trutz Ihr niemals ſchaden koͤnnen. Nie fehle jeder guten that, Die un⸗ ſer gluͤck zur abſicht hat, Dein ſegneudes gedeihen! 5. Gib denen eifer, fleiß und treu, Dir ihr ſind un⸗ tergeben, Daß jedermann befliſſen ſey, Nach ſeiner pflicht zu leben. Erleichtre ihr des lebens muͤh, Mit deinem ſegen kroͤne ſie, Und ſey ihr lohn auf ewig. 6. Laß ſie mit uns befliſ⸗ ſen ſeyn, In deiner furcht zu leben; Uns deiner ober⸗ herrſchaft freun, Mit ihr dein lob erheben; Daß ſo vor deiner majeſtaͤt, Die über alle hoheit geht, Re⸗ gent und volk ſich beuge. Mel. Nun danket all ꝛc. Nr. 3. Es freu der fuͤr 493. des landes ia Gott, deiner allezeit! Sein auge ſehe ſtets auf dich; Sein herz ſey dir geweiht. 2. Begnadiget mit deiner kraft Uẽd deines geiſtes voll, Gehenk er ſtets der rechen⸗ ſoll, 3. Sehr groß und ſchwer iſt ſeine pflicht, Und er ein i menſch, wie wir: Wie ſehr braucht er vor andern licht Und rath und kraft von dir. 4. Verleih ihm das, wenn er begehrt, Dir aͤhnlich, gott, zu ſeyn; Und laß ihn, in dein bild verklaͤrt, Sein volk, wie du, erfreun. 5. Er zeig in ſeinen thaten ſich Als deinen treuſten ſohn; Den laſtern ey er fuͤrchter⸗ lich, Der tugend ſchutz und lohn. 6. Begluͤckter voͤlker liebe ſey Sein edelſter gewinn; Und kein gerechter ſeufzer ſchrey Um rache wider ihn. 4 7. Um ſeinen ſtuhl ſey im⸗ merdar Recht und gerech⸗ tigkeit; Und dann beſchütz ihn in gefahr, Wenn ihm und uns ſie draͤut. 8 8. Er wuͤnſche nie der hel⸗ den ruhm; Doch zeucht er in den krieg, Zu ſchuͤtzen recht und eigenthum, So folg ihm muth und ſieg. 9. Auch ihm haſt du be⸗ ſtimmt das ziel, Das er er⸗ reichen ſoll; Laß werden ſeiner tage viel, Und jeder ſegensvoll. 10. Sein werd in jedem flehn zu dir Mit lieb und dank gedacht. Erhoͤr uns, gott! ſo jauchzen wir Und preiſen deine macht. ſchaft, Die er dir geben preiſen deine mach Mel. Nun komm der heiden ꝛc. 1. Ver gehorcht, der 494. W thus mit Aluſt; Jeder, der ſich wohl bewußt, Daß er nicht regieren kan, Sey ein guter unterthan. 1 Aa 3 3. Biſt 372 Dritte Abtheilung. 2. Biſt du niedrig, biſt du groß, Sey vergnuͤgt mit deinem loos, Schaͤm dich deines ſtandes nicht; Nuͤtz⸗ lich iſt doch jedes pflicht. 3. Zur gemeinen wohlfahrt ſey Dem geſetze ſtets ge⸗ treu; Gott will das von jedermann, Der es dir ver⸗ gelten kan. 5 4. Schaue jeſum chriſtum an; Er war auch ein unter⸗ than. Thu, wie er, ohn zwang und noth, Deiner obrigkeit gebot. 5. Gib dem ruhm, dem ruhm gebuͤhrt; Schoß und zoll dem, der regiert. Gib, als gaͤbſt du's gott dem herrn, Was du ſchuldig biſt, ſtets gern. 6. Ordnung und gerechtig⸗ keit, Schutz und fried und ſicherheit Iſt ein gluͤck, das man nur hat Durch der obern rath und that. 7. Leben wir gewiſſenhaft, Eingedenk der rechenſchaft: So wird gott, der hoͤchſte und mehr. 5 8. Obrigkeit und unter⸗ than, Baͤtet drum den hoͤch⸗ ſten an; Fuͤrchtet ihn: denn ſein gericht Wird gerecht ſeyn, ſuͤndigt nicht. VI. Bey Einfuͤhrung eines neuen Predigers. mel. Liebſter jeſu, wir ſind ꝛe. 17 err! hier ſtehet 495. H unſer hirt, Der ſein amt nun angetreten, Der uns kuͤnftig weiden wird: Hoͤre ſein und unſer baͤten; Sein gebaͤt, uns recht zu lehren, Unſer flehn, ihn recht zu hoͤren. 2. Gib ihm kraft, nach ſeinem flehn, Das verwun⸗ dete zu heilen, Den verirr⸗ ten nachzugehn, Den be⸗ ſtuͤrzten zuzueilen, Frevler heilſam zu erſchrecken, Und die traͤgen zu erwecken. 3. Ruf ihm zu: ſo hab nun acht Auf dich ſelbſt, und auf die heerde; Daß, wenn er fuͤr andre wacht, Er nicht zerſtoͤre. grab Lebens ſatt die matten glieder, Und auch ſeinen arbeit nieder: Herr! ſo gib verheißne gnadenkrone. VII. Bey herr, Uns dis geben mehr 4. Legt er endlich in das hirtenſtab Nach der ſauren ihm dort zum lohne Die ſelbſt verwerflich werde; Daß er nicht die frucht der lehre Durch den wandel ſelbſt VII. Bey El fl Eihelt uns, Ju U 990. hat Schau auf 15 deinet höh, 4 cht, din been dot bir ſclleſt n mund. 2. Mit guobe ſie herah, Daß men bis ins gra lich, freunbläch, ſinnt, Mor alen fürchtig ſub. 3. Laß ſe elan lich Stel liehen mehr, al dich; treu fer, im he Keuſch zuch in chaten ſtyn. 4. Maß ſie in gkeit Zu beer bienſt baeit; und zur ffend g. ſchickt un fg fu, , Wit ihien gebeut, das lug nit munfaet;. ing ihr kreutt fe um wohl und hein „Und weng de ü und müh du ſhwntt, fe lenle flat an dem 0 Dag aner 0 b A du bin „ icht da ringt Suu gut . din dae, dt:. an Haft wn d bawafth Art san müme nigt du ben geht, 1 Durch han nne * u. f 4 a in teen, 100 rcbensſat h n, Das darm, lib n, De am ab da 10 an, La eher; „ dn Wort zun f 7 ub 0 in gutheie un f ati fl und zur freud an dir Ge⸗ ſchwert, ſo lenke ſie, Daß 0 — — D 7 VII. Bey Einſegnung neuangehender Eheleute. mel. Echalt uns, herr, bey ꝛc. 496.* haſt geſtiftet, err, die eh, Schau auf dis paar aus deiner hoͤh, Das vor dir ſteht, den veſten bund Hier vor dir ſchlieſſt mit herz und mund. 2. Mit gnade ſchau auf ſie herab, Daß ſie zuſam⸗ eee ſie erfreun, So gib zu de⸗ ren zucht gedeihn; Laß ſie ſich ehriſtlich treu bemuͤhn, Dem himmel ſolche zu er⸗ ziehn. 8. Wenn kreuz, nach dei⸗ nem rath, ſie druckt, Laß ſie darin nicht unerquickt; Gib heitre tage nach dem leid, Und leite ſie zur ſelig⸗ eit. men bis ins grab Vertraͤg⸗ keit lich, freundlich, gleichge⸗ ſinnt, Vor allem, gottes⸗ fuͤrchtig ſind. 3. Laß ſie einander innig⸗ lich Stets lieben, doch nie mehr, als dich; Von un⸗ treu fern, im herzen rein, Keuſch auch in wort und thaten ſeyn. 4. Mach ſie in heilger ei⸗ nigkeit Zu deinem lob und dienſt bereit; Zum baͤten ſchickt und eifrig fuͤr und uͤr 5. Was ihnen ihr beruf gebeut, Das laß ſie thun mit munterkeit; Und ſo ge⸗ ling ihr treuer fleiß Zu ih⸗ rem wohl und deinem preis. 6. Und wenn des lebens laſt und muͤh Auch ſie be⸗ eee eee eee jedes an dem ſauren tag Des andern buͤrde huͤlfreich trag. 9. Und trennet dann auch ſie der tod: So wiſſen wir, daß unſer gott, Die tugend⸗ haft ſich hier geliebt, Ein⸗ ander ewig wiedergiebt. mel. Vom himmel hoch da ꝛc. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. 7 J gott! deß gna⸗ 497.0 2 zal Den ehſtand eingeſetzet hat, Der du ihn ſegneſt, ſchuͤtzeſt, liebſt, Und ihm gluͤck, heil und gnade giebſt: 2. Gib dieſem neuen paa⸗ re heut In deinem dienſt ſeinmüthigkeit; Und laß, ſo oft ſie zu dir flehn, Ihr thun begluͤckt von ſtatten gehn. 3, Auch, wenn ſie kreuz und kummer druͤckt: So zeige, daß du es geſchickt. Hilf bald, und gib, daß ſie zu⸗ letzt Dein gnadenreicher troſt ergoͤtzt. 4. Laß boͤſes beyſpiel ſtets 7. Willſt du durch kinder ſie fliehn, Wenn ſie einſt A g 3 kin⸗ 374 Dritte Abtheilung. kinder auferziehn; Daß durch ſie gottesfurcht und treu, Mit jedem tage, wer⸗ de neu. 5. Gib treuen ſleiß in ih⸗ rem ſtand, Auch ſegen, herr, durch deine hand; Laß ſie ſtets deinen willen thun, Und unter deinem ſchutze ruhn. 6. Und ſo ſey ihre lebens⸗ zeit Durch dich ſtets voll gluͤckſeligkeit, Bis dich, gott vater, ſohn und geiſt, Ihr froher dank dort ewig preiſt. eee e ee de e VIII. Fuͤr Eltern und Kinder. Mel. Aus meines herzens grunde. 498. Aus freudigem ge⸗ muͤthe, Sing ich zu gott hinauf; Es zeugt von ſeiner guͤte Mein gan⸗ zer lebenslauf. Von dir, mein gott! von dir Kommt jede gute gabe, Kommt al⸗ les, was ich habe, Auch kinder gabſt du mir. 2. Laß mich ſtets uͤberle gen, Daß du ihr vater biſt, Und daß auch ihrentwegen Dein ſohn geſtorben iſt. Verhüͤte, daß ich die Nicht aͤrgre, nicht verachte, Die ehriſtus ſelig machte: Ach, dis geſcheh ja nie! 3. Dir vater! dir zum preiſe, Wollt ich ſie gern erziehn: O! mache du mich weiſe, Und ſegne mein be⸗ muͤhn. genmerk, Dir, gott! ſie zu⸗ zufuͤhren, Und keines zu verlieren: Welch großes, wichtigs werk! 4. Zu ſchwach ſind meine kraͤfte, Zu ſchwach iſt mein Dis ſey mein au⸗ lieb zu ſie meiden ohne Trotz, eigenſinn und muͤſſig wortes licht, Dich 8 er⸗ verſtand; Der kinderzucht geſchaͤfte Steht unter dei⸗ ner hand: ſti willen,(Du wollſt die bitt erfuͤllen!) Regiere ſie und mich. Mel. Herr jeſu ehriſt, meins z. 499. Die kinder, deren wir uns freun, Sind alle, gott und vater, dein; Sind deine beßte gab, o herr! Bewahre ſie, harm⸗ herziger! 2. Wenn treuer eltern lie⸗ be ſucht Sie aufzuziehn in deiner zucht: So ſteh, da⸗ mit ſie gluͤcklich ſey, Mit deiner weisheit ihnen bey. 3. Gib allen kindern lehr⸗ begier, Zum guten luſt und dir; Und laß zwang gang. 4 Geſegnet ſey ihr unter⸗ richt; Laß ſie, durch deines eh. Gott! darum bitt ich dich, Um jeſu ehri⸗ gls; Pn 10 1 gend, zuch, a0 lt, 7. Daß wir in! ſien ſehn, De fte wege geh, il kinſt, vill ut u Zu thun, bas 00 gut. 8. O hf as, be und geiſ, Bis wan jm him hel pteſſ danken noch bol wir Mit allen un dern dir el J ae 40 4 U 900. N ik Helig der nean ge ben. Dehn ea fe bigkelt H ß bu fag gegeben; Es durch mir berlin, Die gab mich etzehn 2. Hilf daß gegen baz find sh bac ſceiße; Und! Aft ſe 0 hen dünne hränen we r gc dir dal 10 0 ug her n ar dernde 10 ferubizm — 1 aut Ee. 40 Nh a.* ., De lu, don dir but Nee, Nommt 4 1 ich babe, da mit. 0 ieh tert t du Ur vate I. e luch rn geſterben. das ich die 11. t verechte, de 0 wacht; 10, 1 e! ner! dir en ut ich 4 0 macht du ui ent u b u ſey wein de, gent! e i beine k fe 285 0 ir uf ele, an * 2 Aud del 0 S af fut U 1 1 in lng f Nee uh 1 Sucht: a0 V dlc, Nübel 0 . cala lug * zun gun! en, i iben 0 1 dann L * kennen; laß ſie nie Gefaͤhr⸗ herz Kindlich ſey, und nicht 1 e thränen weine, Fur 90 Und mich ihrer wohlfahrt freu, VIII. Fur Eltern und Kinder. lich eren; leite ſie. 5. Im glauben mache ſie gewiß; Bewahre ſie vor aͤr⸗ gerniß Und wider der ver⸗ führung liſt, Weil jeſus ihr erloͤſer iſt. 6. Hilf, daß ſie dich an je⸗ ö dem ort Vor augen haben und dein wort, Und ſich be, 3. Laß auf ihre! winke mich Kinblich 43 mit ſorgfalt achten; ſelbſt ihren wuͤuſchen. Noch zu vor zu kommen trachten; Gern, 81 ſie vergnuͤgt, vollziehn; f 9 05 was ihnen misfällt, lehn. 4. Jeſus ſtelle mir ſich dar, Er, das beyſpiel frommer fleißen jederzeit Der tu⸗ 27 zucht, und froͤmmig⸗ eit; kinder; Der der herr vom himmel war, Gottes ſohn, das heil der ſuͤnder; Er 7. Daß wir in ihnen chri⸗ ſten ſehn, Die freudig deine wege gehn, Und menſchen einſt, voll luſt und muth, Zu thun, was edel iſt und gut. 8. O hilf uns, vater, ſohn und geiſt, Bis man dich dort im himmel preiſt! Dann danken noch vollkommner wir Mit allen unſern kin⸗ dern dir! Mel. Jeſu 15 125 0 ir ſey mein 500. G dank geweiht, Heilig dir mein ganzes le⸗ ben. Denn aus freyer mil⸗ digkeit Haſt du ſelbſt es mir gegeben; Es durch eltern mir verliehn, Die zur tu⸗ genb mich erziehn. 2. Hilf, daß gegen ſie mein blos e Und daß ich, trifft ſie ein schmerz, Zu dir hr gluͤck dir dankbar ſey, ö jugend. war doch von kindheit an Seinen eltern unterthan. 5. Freude ſey es dann auch mir, Folgſam ſeyn: denn das iſt billig; Und gefällig, gott! vor dir. Mach du ſelbſt dazu mich willig. Wohl mir dann l es wird auch mein Dein verheißner ſegen ſeyn. mel. Aus 15 noth U err, mein go 701. O lich bitte dich Um weisheit und um tu⸗ gend. Negiere du mich vaͤ⸗ terlich In meiner fruͤhen Laß e ſegen auf mir ruhn, Nur das zu lieben und zu thun, Was dir, mein gott! gefaͤllig. 2. Gib, daß ſich meine el⸗ tern freun, Mich tugend⸗ haft zu ſehen. Laß ihre zucht an mir gedeihn Zu meinem wohlergehen. Das gute, was ſie mir gethan Von meiner erſten kindheit an, O das vergilt du ihnen! Aa 4 I. Sur 22% der ihn zu lieben, Laß im⸗ 3. Laß mich ihm ſeine ſau⸗ Dritte Abtheilung. IX. Fuͤr Herrſchaften und Geſinde. Mel. Machs mit mir, gott ꝛc. „urch dich, gott, 502. D bin ich, was ich bin, Und es iſt deine ga⸗ be, Daß ich, als herr, ſo viel gewinn Von meinen bruͤdern habe: Sie leihen ih⸗ re kraͤfte mir; Dis, hoͤch⸗ ſter herr! verdank ich dir. 2. Mich zu beglücken die⸗ nen ſie, Verzehren ihre kraͤf⸗ te, Und dulden gern des le⸗ bens muͤh In meinem haus⸗ geſchaͤfte. Laß dieſes vor⸗ rechts fromm mich freun, Nie hart, nie ſtolz, nie lieb⸗ los ſeyn. 5 3. Auch der geringſte die⸗ ner iſt Beſtimmt zum ewgen leben. Fuͤr ihn und mich hat jeſus ehriſt Sich in den tod gegeben. Vor deinem richtſtuhl hat mein knecht Mit mir dereinſt ein glei⸗ ches recht. e 4. Gott! praͤg dis mei⸗ nem herzen ein. Als bru⸗ mer mich befliſſen ſeyn. Wie ſollt ich den betruͤben, Der uber meine grauſamkeit Um rache ſtill gen himmel ſchreyt? re pflicht Durch lindigkeit verſuͤßen. huͤlfe ihm gebricht, Sie Er ſoll, wenn ſtets von mir genießen. Ihn wein herz. Bewahre mich eee, tragen will ich, ihm ver⸗ zeihn, Und, wird er krank, ſeiu pfleger ſeyn. mel. Was ſorgſt du ꝛc. Nr. 9. 503. Gott! deſſen weis⸗ 6 heitsvoller wil⸗ len Ein jeder men ſch hier ſoll erfuͤllen, Laß meine pflicht mir heilig ſeyn; Laß treu mich alle meine kraͤfte Sich gern und willig dem geſchaͤfte, Zu dem du mich beriefeſt, weihn. 2. Du heiſſeſt mich den menſchen dienen; Und dir nur folg ich, dien ich ihnen Mit fleiß und treue, herr, mein gott! Drum hilf mir meiner herrſchaft willen, Gewiſſenhaft und froh, er⸗ fuͤllen, Als deinen willen, dein gebot. 3. Bewahre mich vor bit⸗ tern klagen, Lehr mich mein joch gelaſſen tragen, Und ſtets auf deinen willen ſehn. Herr! lehr mich re⸗ den, lehr mich ſchweigen, Mich unbeweglich treu er⸗ zeigen, Und nur gerade we⸗ herrſchaft gluͤck ſoll mich erfreuen. Laß je, den fehler mich bereuen, 8e gehn. 4. Der Und froͤmmer werde ſtets vor FFF bor ol ad ne geduld, hen, lebe; Sey du n. fed e 110 fh ſam g hr, 1 guuͤgen, lad fi 105 pflicht. J wo ich geh in Bey allen, was handle, 165 angeſichſ a gerechte Der ge 3 mee, Xa 6 1 Mel. rale weiht 04 Het hat 5 040 lagen tellch getragen, ner jugend auf; auf meinen nigen und zum egen meines Iihens da 2. Ich halt oſtg ai dae igen Durch dun te bricht 1 S0 hab kfihten; Deren bewahren, lub f fuſerniß zum lich , Lor nenſchen A.-Sur Alte, Jünglinge, Jungfrauen, witwen ꝛc. 377 1, vor ſtolz und neide„Vor ren und der knechte, Der 0 1 88 1 ungeduld, herr, wenn ich armen, wie der reichen, . b S 7 121 u.%% e, leide; Sey du mein troſt in heil. Der allerntedrigſte 9645 105 ö lud, ih jedem ſchmerz. 1 auf erden Kan groß in dei⸗ 1 eh er K 5. O! gib mir weisheit, nem reiche werden, Hat dort n be, 6 mich zu ſchmiegen, Gehor⸗ an ewgen ehren theil. ar W 55 fg ſam, herr, ſey mein ver⸗ 7. Ja, du wirſt ewig mich d. ha. gnuͤgen, Und freude ſey mir belohnen In deinem him. n, du, 18 Hon! fede pflicht. Ich bin ja, mel werd ich wohnen, Und 1 10 h. 15 bei, wo ich geh und wandle, mich mit deinen eugeln . 1 dztüdn 10 ichen Bey allem, was ich thu und freun. Ach, herr! laß mich chm ihn 6 15 Alen, 90 handle, O herr! vor deinem dis recht ermeſfen, Nie dein u gern N n ht angeſicht. und deines reichs vergeſſen: nme“ ch alt 4 6. Du biſt der treue, der So werd ich ewig gluͤcklich *„ 5 tn u 0 gerechte, Der herr der her⸗ ſeyn?! I dach 10 5 ie—— ** 0 bel. 9 2. * 4. fl' X. Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, Ne h Witwen und Wahyſen. dam jn Nenn 75 1 1 1 28040 8 1 mel. In allen meinen thaten ze. yer thut große thaten, Und u n eig rn 100 504 Gott hat in meinen nimt ſich aller maͤchtig an. bn. bor en A 2 tagen Mich vaͤ⸗ 4. Bis zu des alters ta⸗ . 71 terli V b 1 Will i Mut un uf a8: 0 n terlich getragen, Von mei⸗ gen Will ich dich heben, 1. ner jugend auf; Hat mich tragen, Und dein erretter 8 2 60 hot, auf meinen wegen Geleitet, ſeyn! Dis hat mir gott ver⸗ e an ooh ni und zum ſegen Gelenket ſprochen; Hat nie ſein wort ima g bee meines lebens lauf. gebrochen; Deß will ich n Me ase ß 2. Ich hatt oft große ſor⸗ auch als greis mich freun. in Mg Lauf! gen; Doch, wie ein heitrer 5. Er wird in meinem al⸗ en e hee morgen Durch dunkle näch- ter Mich tragen; mein er⸗ een lan hr nh te bricht, So hab ich ſtets halter Iſt guͤtig und getreu. een eee bench erfahren: Der herr weiß zu Bin ich gleich ſchwach und t e en e lab e bewahren, Und fuͤhrt durch] muͤde: Bey ihm iſt troft und * 18 finſterniß zum licht. friede Er ſteht auch mei⸗ Wee ee e be, 3. War menſchenrath ver⸗ ner ſchwachheit bey. Wee b afeag gebens, So kam der herr 6. Nach wenig bangen 0 1 4 er nh, des lebens, Und half und ſtunden Hab ich ganz uͤber⸗ n b i ee ac machte bahn. Ich ließ ihn wunben; Ich bin dem ziele * ee e thun und rathen; Denn nah, Dem ziele meiner lei⸗ 11a 1 5 8 Aa 5 den. 7 0 .—— 8——— 8— 23 378 f 5 Dritte Abtheilung.* Suͤr Alte, „.— ˖——— FRRGGGGGGGGGGGVGVTGG N B. ¼..—— den: O welche hohe freu⸗ den Erwarten meiner ſeele da! 7. Ich harre froh und ſtil⸗ le, Bis meines gottes wille Mich nach dem kampfe kroͤnt. An meiner laufbahn ende Sink ich in jeſu haͤnde; Denn er hat mich mit gott verſoͤhnt. mel. Ermuntre dich, mein ꝛc. Ich komme vor dein 505• angeſicht, Du ſchoͤpfer meiner jugend! Verwirf mein kinblich fle⸗ hen nicht Um weisheit und um tugend. Mein ganzes leben dank ich dir; Erbar⸗ mer, weiche nicht von mir, Damit ich deine wege Un⸗ ſtraͤflich wandeln moͤge! 2. Du pflanzteſt, herr, in meine bruſt Verlangen nach vergnuͤgen; Laß mich den hang zu jeder luſt, Die du verbeutſt, beſiegen! Dein unausbleibliches gericht Vergeſſe meine ſeele nicht; Und weder gluͤck noch leiden Laß, herr, von dir mich ſcheiden. 3. Wenn, vater, ſich auf meiner bahn, Mich in ihr netz zu ziehen, Verfuͤhrer meiner ſeele nahn, So laß mich kluͤglich fliehen. Ihr beyſpiel, herr, entferne nicht Mein herz von dir und mei⸗ ner pflicht; Ihr ſpotten und ihr lachen Laß nie mich wankend machen, e leuchtet und regieret. 4. Der tugend heilige mich ganz, Mein ſchoͤpfer und er halter! Sie werde meiner jugend glanz, Und einſt mein troſt im alter. Erhalte mein 3 gewiſſen rein; Laß keinen meiner tage ſeyn, Der nicht zu deiner ehre Von mir ge⸗ heiligt waͤre. 5. Ach, lehre mich den werth der zeit, Daß ich ſie nie verſchwende; Daß ich mit weiſer thaͤtigkeit Zum guten ſie verwende. meiner jugend fleiß und muͤh auf erden Dein werk gefoͤr⸗ dert werden. In voriger Melodie. einſamkeit Mein herz zu dir erheben; Nur deinem dienſte ſeys geweiht, Dir ewig, gott, ergeben. Vernim, o vater, mein ge⸗ bat, Das ſtets um licht und ſtaͤrke fleht, Ganz deinen guten willen, Mit treue zu erfuͤllen! 506. Ich win in gige 2. Preis dir und dank, mein ſchoͤpfer, gott! Du Laß Umſonſt nicht ſeyn, und ſeg⸗ ne ſie; Laß auch durch mich 6! ß ———— gabſt mir meine ſeele. Preis dir und dank, mein mittler, gott! Du ſtarbſt fuͤr meine ſeele. Preis ſey dem geiſte, dank und lob, Der mich zu ſeinem licht erhob, Der mich zur wahrheit fuͤhret, Er⸗ 3. Juan ch bf eyn Und nung ſeyt 920 Um ſie zu teizen, 3. Ole luft zu laß nicht Mein entzuͤnden; Sie der melge pfich, et mich zu ſünde hilft das taugen welt, Wenn, g herz nicht birgefal wil ich nich bet zucht und hemuth! 9, Auch ſey net pie mei heg, lu nie entziphe Ein f ſitſamer ſcher lit zur ſiube, Jie h neu ſehſer mn ful ruf wann eig i ſcher gern f a 1 läſer 0d bag in dhe 10 5 de S garn enlh 4 — — — — —— — — D aer en en tag S e 2 india 1 Aulcht 5 * ln wrtähet 1. a uh n Nein e ö en 0 un c dir; En ele 1 vc nicht da 6 deine weg 1 pong e wandeln ni! 9 bl une, lr u 8 tibſuſt . Derlangn u dir lch n di eig e e dienſe beer dus, dn Stig, gh 1, beſteger! den 6 n, ubüches 080% t fei u. n felt 50 Hecht, n d ug n ile,. , n d ee bi 0 , dein, f ö WIchipfn, Mun, Nich 1 f. L* ***„ ch ae 15 1 6 cht alth. a ee e 1 „ ee nd V d dauf, lr di fat f 3 In allen ſcheidenheit, Und ihre ſchoͤn⸗ heit tugend. Kein ſchmuck entzuͤnden; Sie ſtreitet wi⸗ welt, Wenn, gott, mein wie mein herz, Unſtraͤflich; ent nete l Und niemand laͤſtern konne. Juͤnglinge, Jungfrauen, Witwen und Wayſen. 379 3. Ich bin, o herr, mein gott, dein kind, Mein heil ſſte, dich zu lieben. O ma⸗ che mich dir gleichgeſinnt Laß meine ſeele keuſch und rein, Stets deiner liebe woh⸗ nung ſeyn, Und ſuchen, dir vor allen, O vater, zu ge⸗ fallen! 78 4. Vor eitler ſelbſtgefaͤllig⸗ keit Bewahre meine jugend; Stets ſey ihr ſchmuck be⸗ gefalle mir, wie ſie, Den gib mir, gib, daß ich mich nie Fur unbeſcheidne blicke, Um ſie zu reizen, ſchmuͤcke! 5. Die luſt zur eitelkeit laß nicht Mein junges herz der meine pflicht, Und lok⸗ ket mich zu funden. Was hilft das prangen vor der herz nicht dir gefaͤllt? Drum will ich mich beſcheiden In zucht und demuth kleiden. 6. Auch ſey mein auge, nie entzuͤnde Ein freyer un⸗ ſittſamer ſcherz Geheime luſt zur ſuͤnde. Die unſchuld ſey mein liebſter ruhm; Ein guter ruf mein eigenthum, Den jeder gern mir goͤnne, 7. Gib, daß in ſtiller haͤus⸗ lichkeit, Ich eitle zeitvertrei⸗ allezeit Im guten thaͤtig bleibe! Der umgang, der verfuͤhrung droht, Sey mir ö mehr ſchrecklich, als der todz meinen trieben! Laß ſeine wilden freuden, Wie eine peſt, mich meiden. 8. Mit wahren frommen müſſ ich mich Durch froͤm⸗ migkeit verbinden 3 Und, ihrer liebe werth, durch dich Ber freundſchaft gluͤck em⸗ pfinden. Laß dteſen umgang ſanft und rein Mir lehr⸗ reich durch ihr beyſpiel ſeyn, Daß mich, wenn ich mich freue, Nie mein vergnuͤgen reue. 9. Ach, ſende deine huͤlfe mir, Dis gern zu thun! erhoͤre Mein bruͤnſtiges ge⸗ baͤt zu dir, Daß ich dich ewig ehre. Dir weih ich, gott, mein lebenlang Der unſchuld und der tu⸗ gend dank; Und will, zu dir erhoben, Dich einſt voll⸗ kommner loben. f mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. gott, erbarme 507. O väterlich Der witwen und der wayſen dich! Sey ihr verſorger; laß ſie nie Verzagen; ſchuͤtz und ſegne ſie. 2. Sey ſelbſt ihr vater, troſt und rath. Die witwe, welche kinder hat, Soll, dir ſte zu erziehn, ſich freun; Keuſch, ſittſam, ſtill, un⸗ be Stets gern entbehr, und tablich ſeyn. 5 9 Fromm, Dritte Abthellung. 3. Fromm, lehrreich, nur geſchwaͤtzig nicht Sey jede; ſey ein ſcheinend licht Fur ihr geſchlecht, ſauft, voll geduld, Und hoffnung, herr, auf deine huld. 4. Es nehme, wer ihr die⸗ nen kan, Sich ihrer mild und liebreich an. Wohl dem, der ſie begluͤckt und ehrt! Denn er iſt dir und menſchen werth. 5. Hilf ihnen! ſey der way⸗ ſen gott; Fruͤh lehre dleſe dein gebof, Fleiß, demuth, dienſtbefliſſenheit, Zur tu⸗ gend luft und willigkeit. 6. Bewahre ſie vor aͤrger⸗ niß, Und mach auch ihren gang gewiß Auf deinen we⸗ gen; leite ſie; Verlaß ſie in verſuchung nie; 7. Daß, wer ſie ſieht, ſich ihrer freu, Und gern ihr rath und beyſtand ſey; Daß ſie, hier gluͤcklich, ſich auch dein, O gott, in dei⸗ nem himmel freun! Mel. Herr jeſu kuh 9 7 ze. So fru ringt, 508. S gott, mich dei⸗ ne hand In einen kummer⸗ vollen ſtand? Und, ach! auf einer dunklen bahn Tret ich den lauf des lebens an! 2. Ich faſſe deinen rath⸗ ſchluß nicht: Doch ſey es, vater, meine pflicht Im dunklen auch auf dich zu ſehn, Und willig deinen pfad zu gehn. 3. Wie treulich du mit mir es meynſt, Dis, o mein gott, erfahr ich einſt; Viel⸗ leicht noch in der pruͤfungs⸗ 125 Gewiß in deiner ewig⸗ elt. 4. Gib ſtaͤrke, daß ich dir getreu In meinen fruͤhen leiden ſey! Laß nur der tu⸗ gend weg mich gehn, Und ſtets auf deine huͤlfe ſehn. 55 Mel. Es iſt das heil uns ꝛc. l u, gott, du biſt 509. D der herr der zeit, Und auch der ewig kei ten! Laß mich auch ſezt mit freubigkeit Dein hohes lob verbreiten. Nur deiner gnad und guͤte. Ein jahr iſt abermal dahin! Wem danß ichs, gott, daß ich noch bin? 3. Dich, ewiger, dich bat 0 begegnen; Und jeden h i XI. Neujahrs⸗Lieder. ich an, Dir hab ich mich er⸗ geben! Dir, den kein wech⸗ ſel treffen kan, Vertrau ich froh mein leben. Wir bluͤ⸗ hen und vergehn durch dich; Nur du biſt unveraͤnderlich; Du bleibſt dem frommen gnaͤdig. 3. Herr, ewig waͤhret dei⸗ ne treu, Mit huld uns zu II ird ſie neu, N ms zu ſetnen. Kuen augen ige ſſen w Ins 5 0 125 45 ihnem joht lat geleitet; Und wan voll ſorgen wal, und troſt here ganzer seele pre Aufs neue) gott, mich Garz deln ührung. 5 Dag nit d ſchuld Voß den! tagen; Uh laß baterhuld Mich ferner tragen, d deiner gnade kuhn lehre lebenslangen Nach deinem wohl 0. Gib eue luſ kraft, Vr dir g wandeln, fuß mi fets gewiſſahaft und andern handelt geit belebe herz in ch, o du alle gulh, Und ſinde n. leben. 7. Die wel dene age wich, ie hi then. m 1 nie ſch Nun fei M bemühen, Der m nel pile Inne it mei cui 10 n wind e; An ach, i X duch! de, 1 f 1 Dir hach he l, ha en lan, J ch len“ 1„ berge 1 n biſt arte bt la f „ i 5 err, eng e, * 040% n land Dahin, herr, laß mich A trachten. an 8. Ol mache mich geſchickt, 2 XI. Neujahrs⸗ Lieder. wird ſie neu, Mit wohlthun uns zu ſegnen. Ich kenne keinen augenblick, Da nicht von ihr ſtets neues gluͤck Uns zugefloſſen waͤre. 4. Du haſt auch im ver⸗ floßnem jahr Uns vaͤterlich geleitet; und wann das herz voll ſorgen war, Uns huͤlf und troſt bereitet. Von ganzer ſeele preiſ ich dich. Aufs neue, gott, ergeb ich mich Ganz deiner weiſen fuͤhrung. 5 Vergib mir die bereute ſchuld Von den verfloßnen tagen; Und laß doch deine vaterhuld Mich a ferner tragen. Laß mich in deiner gnade ruhn, liebreich „ Und lehre lebenslang mich thun Nach deinem wohlgefallen. 6. Gib neue luſt und neue kraft, Vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich, herr, ſtets gewiſſenhaft Mit mir und andern handeln. Dein geiſt belebe herz und muth, Dich, o du allerhoͤchſtes guth, Und ſuͤnde nicht, zu lieben. 7. Die welt vergeht; dis f reize mich, Die boͤſe luſt zu fliehen. Um beßre freuden muͤſſe ſich Mein geiſt ſchon jezt bemuͤhen. Denn hier iſt nur mein pilgrimsſtand; Im himmel iſt mein vater⸗ tage laſt erleichtre mir, Bis die zeit Recht weis lich an⸗ zuwenden. Laß mich den lauf zur ewigkeit Mit vor⸗ ſicht treu vollenden. Der meine ruhe einſt bey dir Kein wechſel weiter ſtoͤret. Eigene Melodie. Nr. 117 „ err, den die ſon⸗ 510. H nen und 95 den, Durch ihren bau voll pracht, erhoͤhn! Durch deſ⸗ ſen machtwort welten wer⸗ den, Und welten wieder un⸗ tergehn]! Herr, den durch frohe lobgeſaͤnge Der krea⸗ turen ganze menge Und al⸗ ler zeiten lauf erhob: Der engel choͤre nachzuahmen, Dankt unſer herz ſtets dei⸗ nen namen, Und unſernn mund erfuͤllt dein lob. 2. Wie deine kraft die welt bewahre Verkuͤnbiget der tag der nacht. Ein jahr erzehlt dem naͤchſten jahre Die gro⸗ ßen wunder deiner macht. Dein thron, o gott, bleibt ewig ſtehen. Du bleibſt der⸗ ſelbe; wir vergehen. Wie chnell verſtroͤmet unſre zeit! Schon wieder iſt ein jahr vom leben, Das deine huld uns hat gegeben, Im ab⸗ grund der vergaͤnglichkeit. 3. Kommt! dis ſey uns ein tag des bundes! Bleibt gott, dem hoͤchſten, ewig treu; Und den geluͤbden unſers 4 mundes Stimm unverſtellt ö das 382 Dritte Abtheilung. das herz auch bey; O land, gelobe, gott zu dienen; Und du wirſt, wie ein garten, gruͤnen, Den er ſich ſelbſt gepflanzet hat, Nur wan⸗ delt treu auf ſeinen wegen; Und aus der fuͤlle ſeiner ſe⸗ gen Macht uns dann ſeine gnade ſatt. 4. Gott, ſchau herab von deinen hoͤhen! Du, der du deine menſchen liebſt!“ Er⸗ hoͤre unſer kindlich flehen, Weil du uns gerne gutes giebſt; Gib unſerm fuͤrſten langes leben, Laß huld und weisheit ihn umgeben All⸗ zeit auf ſeinem fuͤrſteuthron; Laß ihn auf recht und tu⸗ gend ſchauen, Stets ſeines landes wohlfahrt bauen, Und dann ſey du ſein ſchutz und lohn. 5. Tritt den gewaltigen zur ſeite, Die um den ſtuhl des fuͤrſten ſtehn, Daß ihren Aanſchlag gluͤck begleite, und ſie des volkes wohl erhoͤhn. was das land Auf alles 7 kan bauen, Laß ſie mit wah⸗ rer ſorgfalt ſchauen, Sie, die des fuͤrſten huͤlfe ſind. Der unſchuld flehn, des lands begehren, Laß ſie mit wacher ſorgfalt boͤren, Sie, die das ohr des fürſten ſind. 6. Schenk weiſen eifer un⸗ ſern lehrern Fuͤr deiner leh⸗ re lauterkeit; Mach ſie zu redlichen verehrern Der ſauftmuth, lieb, und from, Imigkeit. Hilf ihnen, herr, daß ihre lehren Nie ohne feuchte wiederkehren; Wir ganz der gottesfurcht uns weihn. Laß beine ſegen auf urls flieſſen, Dann, herr, ſſie pflanzen und begieſſen, Von dir kommt gebeihn. 7. Die obrigkeiten dieſez landes Mach doch, herr, ihren pflichten treu, Daß uns die wohlfahrt jedes ſtan⸗ des Und unſers fleißes frucht erfreu. Bild auch das herz der zarten jugend; Und hilf, daß weisheit, fleiß und tu⸗ gend In allen unſern ſchu⸗ len bluͤh. nung laß gerathen, Daß man da buͤrger fuͤr die ſtaa⸗ ten, Und fuͤr den himmel ſelbſt er zieh. 8. Ach, keinen laß ſein beil aber das verſcherzen, Mach fuͤr ihr heil die ſuͤnder klug! Gib troſt und kraft bedraͤngten herzen, Und unſern armen brod genug. Dis unſer flehn ſey ja und amen Durch jeſum; denn in jeſu namen Gibſt du, was unſer herz begehrt, Auch dis jahr ſegne, dir zum preiſe! O vater, auch an uns beweiſe, Du ſeyſt es, der gebaͤt erhoͤrt. Nei Thats nada mel. Werde munter, mein ꝛe. n Lilf, herr, laß es 511. H 7 gelingen, Hilf, das neue jahr 20% 14 5 1 5 5 Des landes boff⸗ N —— — — N u e reut kuf Jaun ſe gen ham kit, ſe gith Nim in 90 lot; Meueſ gli leben a 10 guaden gehe, 45 J l guaden, hebe f ebuld; Teun un ſchuld belcheg, 1 ſe uns als hoh wahre reu und ll laß uns bamberg bergebung alen fl dem blute ſeſu fil 3. Ou hät ans gegeben! Gib, da ee und chriſtſch dhe lich ohne heuchelg voll nah ſnche t den felnbes gem! Daß vir Ja erben, Unh hot k werben, 4. In beſleuun g lebe, Gehn ur! toſt bahin; U uns noch häͤrihe, in auchn fin ferbend ſuß uf ft uns fits gh 0 Uns, wann w kttelten. . 0,0 0 Uns uns fr ue u ab, ar, mit . Neujahrs Lieder. 383 0 5 Im 75 5 am ea liebe, Gehn wir dann ge⸗ e kroſ babe; Wos i, bas 1 de ne n Ee duch in uns noch betruͤbe, Bey dem =, e e e dir ergebnen ſinn? Lebend, 1 scared,„ 1 ſterbend ſind wir dein, Du unden büßte in n 1 J M wirſt uns ſtets gnaͤbig ſeyn, e fiebs, 10 1 Se den Und uns, wann wir zu dir Am, def 10* eh treten, Schützen, ſegnen und elt dören E, 4 fac erretten. u n fürde in „ as ene 1 0 Laß es neue kraͤfte bringen, in aller noth, Auch verlaß Nenen ſegen jedermann. uns nicht im tod. Dann 0 Unſern leib, ſeel, haab, und ſo koͤunen wir mit freuden 10 10 guth Nim in deine vater⸗ Auch dereinſt von hinnen 1 hut; Neues gluͤck und neues ſcheiden, 8 ßer hat gen. fümen Und wirſt mit vater⸗ mel. Nun laſſt uns gehn und ꝛc. 512. Mit freuden laſſr uns treten Vor gott, ihn anzubaten! Denn unſerm leben Bis her noch kraft gegeben. 2. Wir erdenpilger wan⸗ bern Von einem jahr zum andern; Die ſchnelle flugt der ſtunden Wird kaum von uns empfunden. 3. Und dieſe wandertage Sind nie ganz frey von pla⸗ ge! Wir gehn auf rauhen wegen Der ewigkeit entge⸗ 4. Doch bu biſt voll erbar⸗ armen, In noͤthen und ge⸗ fahren Uns ſchuͤtzen und be⸗ wahren. 5. Erhalter unſers lebens, Wir ſorgen ja vergebens, Wenn du uus nicht beſchü⸗ tzeſt, Mit kraft nicht unter⸗ ſtuͤtzeſt. 6, Lob bir, o gott, dem treuen, Durch den wir uns erfreuen; Lob deinen vater⸗ haͤnden, Die ſo viel noth abwenden. e 7. Hoͤr ferner unſer flehen, Und eil uns beyzuſtehen z gaht 0 5. O, ſo laß uns froͤlich en⸗ amen tha Diete f 3 n aa den Dieſes angefangne jahr; . Feen Leit uns, herr, mit vater; 1 Hi% panden„ Schuͤtze uns doch 8 vol in gefahr, Steh uns bey . u u 23 2 S M.* 4 2. AI LI d 13 4 — 4 110. J.* e V. 8 9 5 Gib maͤßigung in freuden, Geduld und troſt im leiden. * N 10 i 155 f . —— 22 eee 3 Dritte Abtheilung. ———————— 8. Gib uns und allen de⸗ nen, Die ſich von herzen ſehnen Zu thun, herr, dei⸗ nen willen, Auch kraft, ihn zu erfuͤllen. 9. O, wehre du den krie⸗ gen, Laß menſchenliebe ſie⸗ en, Und wo nur thraͤnen fließen, Sich deinen troſt ergießen. 25 10. Gib deinen reichen ſe⸗ gen Zu allen guten wegen. Laß großen, herr, und klei⸗ nen Die gnadenſonne ſchei⸗ en. 1 1. Sey der verlaßnen va⸗ ter, Der irrenden berather, Der unverſorgten gabe, Der armen huͤlf und haabe. 12. Hilf gnaͤdig allen kran⸗ ken; Gib froͤhliche gedan⸗ ken Den kummervollen ſee⸗ len, Die ſich mit ſorgen quaͤlen. 5 13. Vor allem, herr, ver⸗ leihe Uns deinen geiſt aufs neue, Der uns mit tugend ziere Und ſo zum himmel fuͤhre. 14. Das wolleſt du uns geben, Du herr von unſerm leben; So gehen wir im ſegen Der ewigkeit entgegen. mel. Vom himmel hoch da dc. hahe Nd. 0 13 0 erfloſſen iſt das 53“ alte jahr, Das uns ein jahr der gnade war; Herr jeſu, freudig bringen wir Dir unſern frohen dank dafuͤr, e 1 2. O gottes eingeborner ſohn, Wir nahen uns zu deinem thron, Und bitten um barmherzigkeit Fuͤr dei⸗ ne ganze chriſtenheit! 3. Erhalte doch an jedem ort, Zum unterricht und troſt, dein wort; Erhalt uns, deinem dienſte treu, Von ſuͤnd und aberglauben frey! 4. Laß uns dem boͤſen wi⸗ derſtehn, Und freudig deine wege gehn; Beſtrafe dann durch dein gericht Des al⸗ ten jahres ſuͤnden nicht. 5. Beweiſ in dieſem jahre dich An uns aufs neue va. terlich; Wach uͤber unſer ganzes land, Und ſegne huld⸗ reich jeden ſtand. 6. Dem leib gib ſein be⸗ ſcheiden theil, Den ſeelen ſtets mehr licht und heil, Und laß dis jahr, das wit dir weihn, Ein gnadenrei⸗ ches jahr uns ſeyn! 7. Laß fromm uns leben, uns zum gluͤck; Dann ſchreckt uns nicht der au⸗ genblick, Der einſt, o herr, aus dieſer zeit Uns fuͤhrt zu deiner herrlichkeit. 8. Dann danken und froh⸗ locken wir Mit allen engeln ewig dir. O treuer heiland, laß uns dein Im leben und im tode ſeyn! Mel. Allein gott in der hoͤh de. 3 14. Wer ſchuf die ſonne und den mond, Uns „„ Kͤ mmm r .„ — Iss licht und f ? Gott it e noch berſchont, ehelt im leben! fir uns tag unde laſt uns fein 5 ol fu erheben! 2. Herr, der ber da wür! d füllen zungen e. das verfloßhe ah lz lied gaungen th, Fir fich für jede that, Die dich gelungen. 3. Laß auch bis ſeguet ſeyß, Dit nen gegeben. D kraft, dent ſie ſt! belner furcht zu le ſchützet uns nd mehrſt Dir nenſc wenn ſie zukrſt 9 heyfall frre .. l Mel. elt neigen IJ, Hoch am 1 91 5 10 10 uus 1 letz lebe want, unn gi Mag d. m e al N en der! 8. 5 e ih den Ane XI. Neujahrs Lieder. en, ber ü 0 1% 0 5 W n el hm e Uns licht und freud zu ge. 4. Gib uns, wofern es duch kraft, u 1% ben 2 5 t eg ben? Gott iſt es, der uns dir gefallt 1 eee noch verſchont, Und noch„ 8 Do cee mie bebe erhaͤlt im leben: Er ſorget uns das gluͤck der weit, So denliche iy 14 e ug fuͤr uns tag und nacht; Auf, gib uns kreuz und leiden „ en e laſſt uns ſeine gut und Nur gib zugleich ei 0 5 en 0 6 nd Nur gib zugleich ein freu⸗ 0 deinen mf, 3 wü macht, Voll frohen danks, dig herz, Und laß unt nicht ö fene u erheben! a in noth und ſchmerz Die dewen reichen 10 0 eh, 2. Herr, der da iſt, und gluͤcklichern beneiden. len guten dem f n bah der da war! Von danker⸗ 5. Hilf deinem volke vaͤter⸗ „ ber, ung e 1 lui fͤllten zungen Sey dir, fur lich In dieſem jahre wieder. nabenſonnt ien. 0 0 das berfloßne jahr, Ein hei⸗ Erbarme der verlaßnen dich, 0 Sen gen 105 1255 collar 5 1. 8 5 8 armen bruͤder. f es i ben, wohlfahrt, troſt und Gib gluͤck zu jeder der varlea 10 rath, Fuͤr fried und ruh, that, Und 15 101 tt Kren den dert 15 a 5 ch gott, renden dauße i i 11% fuͤr jede that, Die uns durch mit heil und rath Auf un⸗ Fabien gad da 4 a dich gelungen. 2 ſern fuͤrſten nieder. find heabe 11 A l 3. Laß auch dis jahr ge⸗ 6. Daß weisheit und ge⸗ adds ada hi Sen n ſegnet ſeyn, Das du uns rechtigkeit Auf ſeinem ſtuh⸗ frödliche eur F m l 0 neu gegeben. Verleih uns le throne; Daß tugend und mmerdsla fu,& fel, kraft, denn ſie iſt dein, In zufriedenheit In unſerm ſich mu n dhe 0 1 deiner furcht zu leben. Du lande wohne; Daß treu und 15 6 16 c ſchutzeſt uns und du ver liebe bey uns ſey: Dis, AMem, en w U. in, Gt 3 12 gluͤck, herr und vater, dis ver⸗ deinen gal El cht unt ea beyfall 3 ach deinem leih In chriſto, deinem Denn r 3 f ſe zum f aum gi 1 unt ict. II. Von den vie N zeite n u 0%, 0 jer Jahrszeiten. bert den un 195550 2— Se geden unn; tet her 85 oll ein.. 1 I. Vom Fruͤhling. IIe ei M„ 3 8. ne I Sn Mel. Sollt ich meinem gott ꝛe. lings ſenkt ſich nieder In 77. en l 5 1 5. Hod am himmel die waͤlder, auf die flar. Die miloſſen uu; e ſteht die ſonne, erſtorbene natur Lebet auf dit lab, d Langer ſtrablt uns nun ihr und wirket wieder. Opfre ier der grade rg A len ut ü licht. Alles leben athmet meinem ſchoͤpfer dank! e Pine wenne, Wonn iſt jedes an, Preiſ ihn froͤhlich, mein ge ee seicht. Pracht des frͤh, fange, ee 2 8 1 n 1 1 n 1 Wü, de 9 0ſe 35 B b 3. Schrek⸗ das thal erfüllt, Dritte Abtheilung. 2. Schreckenvolle ſtuͤtme heulen Nun nicht durch die luft daher, Und die vollen ſegel eilen Ruhig wieder hin aufs meer. Nicht mebr ſtrd⸗ men regenguͤſſe, Deren fluth Und kein dicker nebel huͤllt Stadt und land in finſterniſſe. Opfre meinem ſchoͤpfer dank! Preis ihn froͤhſich, mein geſang! 3. Munter zu der arbeit wallet Nun der landmann hin ins feld, Und ſein froͤh⸗ lich lied erſchallet Hoff nungsvoll dem berrn der welt. Er vertraut die ſaat der erde, Ehrt durch from⸗ me zuverſicht Seinen gokt, und zweifelt nicht, Daß ſie gut gerathen werde. Opfre meinem ſchoͤpfer dank! Preiſ ihn froͤhlich, mein geſang! 4. Seht, wie in die wei⸗ ten felder Freudenvoll die heerden ziehn; Froͤhlich wan⸗ dern durch die waͤlder Sat⸗ ter thiere ſchaaren hin. Hoͤrt der voͤgel ſanfte ehoͤre; Hier der lauten nachtigall, Dort der lerche frohen ſchall! Al⸗ les bringt dem ſchoͤpfer eh⸗ re! Bring auch du ihm lob und dank! Preiſ ihn froͤh⸗ lich, mein geſang! 5. Duftend uad im feyer⸗ reiche flur; Jede blume laͤ⸗ chelt freude Vor dem ſchoͤ⸗ pfer der natur, thau die erde traͤnket Und ſie waͤrmt, bis ihre ſaat, Sich vou fruͤchten ſchwer nun ſenket. Bringe meinem ſchoͤpfer dank! Preiſ ihn froͤhlich, mein geſang! 6. Dieſer fruͤhling, wie geſchwinde, O mein gott, Fortgefuͤhrt, fliehn! Aber dort vor dei⸗ nem throne Wird ein ew⸗ ger fruͤhling ſeyn; Ewig wird er die erfreun, Die dich ehrn in deinem ſohne. Preiſ ihn froͤhlich, mein ge⸗ ſang! 7. Dieſe herrlichkeit der erde Iſt ein ſchatten von dem licht, ſchauen werde Dot, vor freudenvollſte leben Hler auf erden, iſt nur todt, Gegen jenes, das mir gott Dort verbeißen hat zu geben. Opfre meinem ſchoͤpfer dank! Preiſ ihn ewig, mein geſang! wird er verbluͤhn! Wie ein ſchiff, vom ſtoß der winde wird er ent⸗ Wenn ſie ſich entwickelt hat, kleide Prangt die blühen, Der mit W Opfre meinem ſchoͤpfer dank! 1 Das ich ewig gottes angeſicht; Auch das e mel. Alein 1 i. 6 Dea 510. fan ffreuſt du, l. 55 und gen net macht;. ade lebe.. 0 mächſt di un l chenfet uns hend Die fucl, naͤhret. 2. Du git n früh und pit grashalm zugt bor deſſen nf le ͤͤhr ſich nagt flur und gen ſh Dazu gibt ant beihn Dutch son und tegen. 3. Du kus n ſchoͤpfter hand dat ſommer zeiten, und g ml Ehe IJ.)) gott in 5: 0 ala vel buche, vie filt, Doch the het N vi 1 git b Ou nahen unn an luft n 8 ella 1 kee z ſeche t Jie 1 f. chelt fr l 15 15 ſie Opfre 0 hege dort freude ue leben he Al- auf er a nurtohh age eh jenes,, mir gu Lan lob verbei e hat Ju ahn öh Opfte einen siche dank!„ ſ ihn eng, en geſan ß per: E N eilt ſie andern bruͤdern zu: So weiſ und gnaͤdig herr⸗ XII. Von den vier Jahrszeiten. 2. Vom Sommer. 0 auf das ganze land Des ſe⸗ Mel. Allein gott in ef 15 10 zott! ſo ba 51 6. O 5 tag erwacht, Erfreuſt du, was da we⸗ bet; Und abends danket dei⸗ ner macht, Was auf der erde lebet. Voll ſegens machſt du unſer land, Und ſchenkeſt uns mit milder ſt hand Die frucht, die uns ernaͤhret. 2. Du giebſt uns regen früh und ſpaͤt; Und jeder grashalm zeuget Von dir, vor deſſen maſeſtaͤt Die vol⸗ le aͤhr ſich neiget. Daß flur und auen ſich erneun, Dazu gibt deine huld ge⸗ deihn Durch ſonnenſchein und regen. 3. Du kroͤnſt mit uner⸗ ſchoͤpfter hand Das jahr in gens lieblichkeiten. Es trieft von ihrem milden guß Nun über berg und thal dein fuß. Wir freun uns ſeiner ſpuren. 4. Das korn, von deinem ſegen ſchwer, Bedecket nun die felder; Die freude breit't ich weit umher, Auf wie⸗ ſen und durch waͤlder, In jedem thier, das du ernaͤhrſt, Und dem du uͤberfluß ge⸗ waͤhrſt, Mit freuden ſatt zu werden. 5. Der fromme landmann bringt dir dank Fuͤr deinen milden ſegen. Dir ſchallt ſein froher lobgeſang Aus voller bruſt entgegen. Wir ſtimmen in ſein lied mit ein, Und wollen dir, herr, dank⸗ bar ſeyn Fuͤr ſo viel reiche ſommerzeiten, Und ſchuͤtteſt . gaben. 3. Vom Herboſt. 3. Zwar flieht uns ſezt die Mel. Erhalt uns, herr 4 bey i Ju gott und vater 51 7. D aller welt! Du herrſcheſt, wie es dir ge⸗ faͤllt; Doch theileſt du die jahreszeit Mit weiſer un⸗ partheylichkeit. 2. Der nahen ſonne glanz und kraft Hat uns nun freud und brod verſchafft; Nun ö 0 FP eee ſcheſt du. 2— ſommerluſt, Dafuͤr erfreuſt du unſre bruſt Mit dieſes jahres ſpeiſ und trank: O dafuͤr ſagen wir dir dank! 4. Bald wird erſterben die natur; Jedoch ſie ſchlaͤft und ruhet nur, Empfaͤngt zum neuen leben kraft, Das deine hand ihr wieder ſchafft. 5. Immittelſt ſegne uns, o gott! Erleichtre allen ihre BS noth, — Dritte Abtheilung. noth, Die in der rauhen jahreszeit Kein obdach ſo, wie uns, erfreut. 6. Der armen huͤtten decke du Mit deinem ſegen, va⸗ ter, zu. Wenn froſt, wenn hungersnoth ſie druckt, quickt. eff huͤlfe, welche ſie er 4. Vom mel. Auf, 1 2 0 5 Jes jahres n⸗ 5 18. D heit iſt nun fort! Wie traurig ſtehn die trif⸗ ten! Es ſtuͤrmt ein ungeſtuͤ⸗ mer nord Aus ſchwer be⸗ ladnen luͤften. Die erde ſtarrt vom froſte nun, Und ihre nahrungskraͤfte ruhn. 2. Wohl mir bey dieſer rauhen zeit! Ich darf vor froſt nicht beben. Mich ſchuͤtzt mein dach, mich waͤrmt mein kleid, Und brod erhaͤlt mein leben. Auf mei⸗ nen betten ſchlaf ich ein, Und kan mich ſaufter ruhe freun. 3. So hats der arme bru⸗ der nicht, Dem brod und kleidung fehlet; Den, wenn es ſehr daran gebricht, Froſt ober hunger quaͤlet. Und dreyfach fuͤhlt er ſeine pein, Wenn krankheit plagt, und kinder ſchreyn. Winter. 4. O zaudre, zaudre nicht, mein herz, Ihm liebreich zuzueilen! Fuͤhl ſeinen jam⸗ mer, ſeinen ſchmerz, Dein brod mit ihm zu theilen. Wer ſeiner bruͤder noth ver⸗ giſſt, Verdient nicht, daß er gluͤcklich iſt. 5. Vor tauſenden biſt du begluͤckt, Die in der ſtille klagen, Da waͤrm und nah⸗ rung dich erquickt In die, ſen rauhen tagen. Lobe ſinge, frohes herz, in mir Und bringe gott den dank dafuͤr! 6. Sieh nicht auf das, was dir noch fehlt, Und mancher mehr beſitzet: Nein! auf die noth, die an⸗ dre quaͤlt, Auf gott, der dich beſchuͤtzet. XIII. Mor⸗ Ach vater! lindre jeden ſchmerz, und gib mir ein zufriednes herz. ml Aus el III Mauwäch 510 A ge 0 den ich, neuer dark daf dale huld it g niemals hat bet, dankend diſ if aus dem hetzen 2. Daß nicht ſchlummer Ds berliſcht, duda dom luer, ſchlaf erftſct: ich deiner facht vatertreue“ Di ich aufs neue M muth erwacht. 3, Beſchüzer u len! Ich tcaue fte Was ſoll ich für! en? O wahle hu Gib, was mir n Gott, hen ic al Mich ſtärle der Daß du fies um 4 Er ie n. fiuben ü thun, efült, Er köſe laden; Und wild nal Mc enalt Jechn, Haff er babe, Half! Mahn Der f und ban 5 Beglücke u ann dag deter 8 begl 1 1 ich run 1h an g. mich ſen ile 25* mei Und 0 N ad 1 nb zun. 4 9 bu/ wat EY 10 und mar ach; neß häget: —* ae. fro dre n, A ac, her und dich Sig 11 ein, lind. pen sir, lid und gib n ez — ſing goht 10 N. e e 389 XIII. Morgen ⸗Lieder. f mel. Aus meines herzens ze. 519. Allmächtiger„ich hebe Mein aug empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, Und neuer dank dafuͤr! Herr, deine huld iſt groß, Und niemals hat das lallen, Des dankens dir misfallen, Das aus dem herzen floß. 2. Daß nicht in tiefem ſchlummer Des lebens licht verliſcht, Und daß mich, frey vom kummer, Ein ſanfter ſchlaf erfriſcht: ich deiner macht Und deiner vatertreue. Durch ſie bin ich aufs neue Mit heiterm muth erwacht. 3. Beſchuͤtzer unſrer ſee⸗ len! Ich traue ſtets auf dich. Was ſoll ich fuͤr mich waͤh⸗ len? O waͤhle du fur mich! Gib, was mir nuͤtzlich iſt. Gott, dem ich alles danke, Mich ſtaͤrke der gedanke: Daß du ſtets um mich biſt. 4. Er ſtaͤrke mich, mit freuden Zu thun, was dir gefaͤllt; Er troͤſte mich im leiden; Und will die luſt der welt Mich jemals nach ſich ziehn, Helf er mein herz bewahren, Helf er mir die gefahren Der ſuͤnde ſehn und fliehn. 5. Begluͤcke du die mei⸗ nen Nach deiner guͤtigkeit. 7 Dis dank Verlaß der armen keinen; Wend alles herzeleid. Du willſt zwar gern erfreun, Eilſt allen beyzuſtehen; Doch ſoll der liebe flehen Dir auch gefaͤllig ſeyn. 6. Gott, dem ich angehdͤ⸗ re. Dein ſegen ruh auf mir. Mein ſeufzen, meine zaͤhre, Erbarmer, iſt vor dir; Deß ſoll mein herz ſich freun; Wer dir nicht traut, der bebe! Ich ſterbe oder lebe, So bin ich ewig dein. Mel. Gott des himmels und ꝛc. Jer du alle deine 520.2 werke Liebteſt, gott, von ewigkeit, Du biſt auch mit huld und ſtaͤrke Ihnen nahe in der zeit. Dei⸗ ne guͤt und deine treu Iſt mit jedem morgen neu. 2. Unter vielen millionen Siehſt du liebreich auch auf mich; Sicher laͤſſeſt du mi wohnen, Und beſchirm mich vaͤterlich. Dafuͤr preiſt mit neuem dank, Dich mein froher re 1 3. Darf ich, erd und ſtaub, es wagen, Heut zu dir em⸗ por zu ſehn? Meinen kum⸗ mer dir zu klagen? Kind⸗ lich frey dich anzuflehn? Ja, durch chriſtam habe ich Dieſes zutraun gegen dich. 4. Du laͤßſt meine kuͤmmer⸗ — 1— * CCC e 7CCCCCCCCCCTCCTC0T0T0T0TGT„Tꝙÿ—o..— 2—̃ Ä—Ä— 8———————————————— — 9——— TTT————.—— Dritte Abtheilung. niſſe, Bin ich redlich⸗fromm, niſſe, Da die morgenſonn erſchien. dann mir keit zu dir! 5. Du gewaͤhrſt mir neue ſtunden, Zur vollbtingung meiner pflicht. Werd ich da nur treu befunden: So bin ich voll zuverſicht, Wenn mein richter nun erſcheint, Der erhabne menſchen⸗ freund. 6. Staͤrke du mich ſchwa⸗ chen; leite Mich mit deinen ſegnungen. Ich ergebe mich auch heute Deinen weiſen fuͤgungen. Herr, mich ſieht Meine freudig dein vaterblick: O, wie groß iſt dis mein gluͤck! Met. Aus meines herzens ꝛc. 8 Jes morgens erſte 521. Dedenbach mein gott, dir welhn. Mein herz ſtimmt mit dem mun⸗ de Zu deinem lobe ein. Ja, laß den ganzen tag Mich ſo vor dir, herr, wandeln, Daß ich nicht blos fromm handeln, Nein, auch fromm denken mag. 2. Fromm laß mich, doch geſellig; Klug, doch von alſchheit rein; Freymüthig, och gefaͤllig; Und ſtark zur tugend ſeyn; Auch ſtand⸗ haft in der noth; Kein zorn ſchwaͤch meine liebe, Kein ernſt der ſanftmuth triebe, Keine ſorge raubt 3. Was dein gebot verletzet, 5 Laß nie mit luſt mich ſchaun; Wenn es die welt ergoͤtzet, Erweck es wir doch graun. Schnell wirkt des lasers gift. mir verhaßter; Doch, daß mein haß das laſter, Nicht Nichts, nichts ſey meinen naͤchſten, trift. 4. Des naͤchſten ehre ſchmaͤlern, Entehrt mein Ein ruhm ehriſtenthum. aus fremden fehlern Iſt ſchande und kein ruhm. a mich das richten fliehn; Nie ſchlimm, was gut iſt, deu⸗ ten; Und, ſeh ich andre gleiten, Es jedem aug ent⸗ ziehn. . 3. Bey fleiß und arbeit ſchleiche Kein geiz ſich in mein herz, Und fremde noth erweiche Mich leicht zu ed⸗ lerm ſchmerz. Kein gluͤck, das andern bluͤht, Empore mich zum neide; Und kein genuß der freude Verzärtle mein gemuͤth. 6. Bewahr an dieſem ta⸗ ge Mich vor gefahr und leid, Und trift mich eine plage, So gib gelaſſenheit; Nur hilf, o vater, mir, Daß ich⸗ ſie nicht verſchulde, Nicht murre, chriſtlich dulde, Voll zuverſicht zu dir. 7. Wie bald iſt uͤberwun⸗ den Das lelden dieſer zeit; Auf wenig bange ſtu Folgt omm, Kein ſcherz die furcht dor entfliehn, So wie alle finſter⸗ gott. — r nden ſinden, ˖ fuben! fun, bat ic wohl. Mel. Wie ſchnlkuc J. Ne licht, Und freue chlen pflicht, den lobzuſingeg. Ich u frommer bänkbegier, deſter erbarmer, dir und auh tung Schoͤpfek! Pater teue Ruh t aufs nn gewüͤthe. Froh emp deine gute. 2. Du porſt auc nacht um nich. W. ich, hätung du nic 0 hilftech mir bet zu meinen leben t At inen neuen in Ech hoch dafür duß nh Ait merke n ſirkez! hehe Herz un A t 3. Naleih, 0 lich ud nacht, 0 Emwick e: elt eig eu Schn el 11 och be 5 a gift. Ur 1 bez und afhiit geiz ſſch in fremde t „Kenn ge, das anden gaht, Epik „ mich zun eme; Und kan genuß de ade Vene „mein gen „ ö. Bew in diesem l ge Mich gefahr und eh, Und traf ch eine pla So gib J enhelt; hilf, e 4 wir, Daß „ſie nicht„ bulbe, Ah u murre, lch bulbe, ul 5 zuverſtt bk. e wein herz „ſerpeiche erm ſchm 1 1 7. W e i Iban u den L den dieser kei * u bange 155 5 „ XIII. Morgen Lieder. 391 Folgt gluͤck in ewigkeit: Dis ſtaͤrket mich in noth, Daß ich nicht aͤngſtlich za⸗ ge; Am lezten meiner tage Gibt dis mir muth im tod. 8. Der tod komm, willſt du, heute; Denn da ich dein, herr, bin, So gibſt du, daß er leite Gewiß zu dir mich hin: Und wenn er kommen ſoll, Soll er mich frey von ſuͤnden, Dir wohlgefaͤllig finden: Dann, vater, ſterb ich wohl. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. Nich ſeh ich wie⸗ 522. D der, morgen⸗ licht, Und freue mich der edlen pflicht, Dem hoͤchſten lobzuſingen. Ich will voll frommer dankbegier, O mil⸗ deſter erbarmer, dir Preis und anbaͤtung bringen. Schoͤpfer! Vater! Deine treue Rüͤhrt aufs neue Mein gemuͤthe. Froh empfind ich deine gute. 8 2. Du warſt auch dieſe nacht um mich. Was waͤr ich, haͤtteſt du nicht dich So huͤlfreich mir bewieſen? Zu meinem leben ſetzeſt du Jezt einen neuen tag hinzu; Sey hoch dafuͤr geprieſen! Durch dich Bin ich, Und ich merke Neue ſtaͤrke; Dich er⸗ hebe Herz und mund, ſo lang ich lebe! 3. Verleih, o gott der lieb und macht, Daß ſünd und- gram, wie dieſe nacht, . Auf ewig von mir fliehe; Daß ich die kurze lebens⸗ zeit, In chriſtlicher zufrie⸗ denheit, Zu nutzen mich be⸗ mühe. Pruͤfe, Siehe, Wie ichs meyne, Dir iſt keine Meiner ſorgen, Auch die kleinſte nicht, verborgen. 4. Ich bin ein chriſt; o herr, verleih, Daß ich des namens würdig ſey! Mein ruhm ſey deine gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich? Ein irrend ſchaaf; erhalte mich, Mein hirt, auf deinem pfade. Staͤrk mich, Daß ich Stets mich uͤbe, Deine liebe Zu betrachten, Ueber alles dich zu achten. 8. Auch im geraͤuſch der welt ſoll mich Der heilige gedank an dich Oft ſtill zu dir erheben. Im dunkeln thale wall ich hier; Einſt nimſt du mich hinauf zu dir, Zum licht und hoͤhern leben. Auf dich Hoff ich. Herr, ich werde Mich der erde Gern entſchwingen, Dir dort ewig lobzuſingen. mel. Vor deinen thron tret ꝛc. Ju ſchufſt, von va⸗ 523. D kerhuld erfüllt, Mich, gott, nach deinem ebenbild; Ich bin und leb allein durch dich, Du naͤhrſt, erhaͤltſt, und ſchuͤtzeſt mich. 2. Wie oft warſt du mit S hülfe nah, Wenn ich den Bb a4 0 endlich auch gewiß im tod. Dritte Abtheilung. tod faſt vor mir ſah! Wie oft ſank ich in meinem lauf, 55 du halfſt vaͤterlich mir au 3. Geſundheit, leben und verſtand Empfing ich, herr, aus deiner hand, Ein chriſt⸗ lich herz, das gern vergiebt, Und alles gute redlich liebt. 4. Vergoſſen haſt du mir zu gut, Sohn gottes, dein ſo theures blut! Du biſts, der liebreich fuͤr mich ſtarb, Und mir des vaters huld erwarb. 5. Du ſtarbſt ja auch zu meinem heil, Durch dich hab ich am himmel theil; Ich kan durch dein verdienſt allein Hier ruhig und dort ſelig ſeyn.. 6. Gott, heilger geiſt, du, deſſen kraft In uns ein neu⸗ es leben ſchafft: Das gute, was ich hab an mir, Kommt durch dein wort, kommt ganz von dir.. 7. Durch dich erkenn ich, als ein chriſt, Daß gott mein treuer vater iſt; Und daß mein herz ihn kindlich haͤlt ehrt, Hat mich dein theu⸗ res wort gelehrt. 8. Dis wort iſt meiner ſee⸗ len licht, Dis gibt mir kraft und zuverſicht In al⸗ ler truͤbſal, aller noth, Und 9. Drum preiſ ich dich zur 8 ee, eee eee. proben deiner huld,. ich jedem unfall trutz: Leib, ſeel, und leben, haab und guth Befehl ich deiner vg⸗ terhut. II. Verleih, o herr, zu deinem ruhm, Daß immer⸗ fort mein chriſtenthum Auf⸗ richtig und rechtſchaffen ſey, Nicht augenſchein, noch heu⸗ cheley. 12. Dann wird mein ende ſelig ſeyn; Und bricht dein großer tag herein, So wecke In bekannter Melodie. 52 4. Gott des himmels Vater, ſohn und heilger e! Der es tag und nacht aͤſſt werden, Sonn und mond uns ſcheinen heißt; Deſſen ſtarke hand die welt, Und was drinnen iſt, er⸗ 2. Gott, ich danke dir von herzen, Daß du mich in dieſer nacht Por gefahr, angſt, noth und ſchmerzen Mich noch traͤgſt mit vater⸗ huld. morgen⸗Tmittags⸗] abend.] zeit, Oreyeiniger, voll dank⸗ fü 3. Ich gedenk an meine d barkeit, Fuͤr deine lang, muth und geduld, Fuͤr alle 10. Sey auch nun ferner, herr, mein ſchutz, So biet und verklaͤre mich; Dann 0 preiſ ich ewig, ewig dich. und der erden, Haſt ſo gnaͤdiglich bewacht, Und bey aller meiner ſchuld, en, An die ſtrafen, die 1 mir „ir w 1 en Gal; ö ken nich ph meine ſetle sorgen! treu, gehorſan ſeh erb ich fiche Vann erſhehie licht. 5 Auf de bah gend leite Ou nn verlaß mich nicht; leihe mir duch hen und kraft zu ehe Dein geſchenk, die zeit, Mnde nie eatweiht. 0 Deinen schutz geben All, was und bin. Dir ber ſeel und leb, J bich die ſofgen hin, nich zu deem kuhn ich hin deig gent 7 Huͤlfe wolle noth wir höht; jun beßten werben, Ahe ober ob. St her, ſo huge du iu ea hinmelhrnh bu he, ben; 1 ſterhut, a den cheley, 12. Day 15 ſllg ſehn; w he 1 T g 0 Sonn ud dond um ien haßt; Deſſen ſig and die gel, * was en st, g 2. Gott, hanke dit hn herzen, 4 du mich f dieſer uu n Vor au angſt, 1 n ſub ſcmez Haſt ſo( g lich hewach, Und bey! einer schul, Mich no g mit bate⸗ U J b zuld.. z. Ich ik an meh faden, ae, % So we XIII. Morgen ⸗Lieder. 393 mir drohn 5 Laß mich troſt N und gnade finden: Denn ich glaub an deinen ſohn, Der fuͤr meine miſſethat Sich am kreuz geopfert hat. 4. Dir will ich an dieſem morgen Ganz zu deinem dienſt mich weihn; Will fuͤr meine ſeele ſorgen; Will dir treu, gehorſam ſeyn: Dann werd ich erſchrecken nicht, Wann erſcheinet dein ge⸗ richt. 5. Auf der bahn der tu⸗ gend leite Du mich ſelbſt, verlaß mich nicht; Und ver⸗ leihe mir auch heute Muth und kraft zu jeder pflicht. Dein geſchenk, die gnaden⸗ zeit, Werde nie von mir entweiht. 6. Deinem ſchutze ſey er⸗ geben Alles, was ich hab und bin. Dir vertrau ich ſeel und leben, Werf auf dich die ſorgen hin. Segne mich zu deinem ruhm, Denn ich bin dein eigenthum. 7. Huͤlfe wolleſt du mir ſenden, Wann gefahr und noth wir droht; Alles mir zum beßten wenden, Es ſey leben oder tod. Sterb ich, herr, ſo bringe du Mich zu jener himmelsruh. 8. Hoͤ eee dee tr gun Kerr ſopfre dir mein herz. re, gott, was ich ſchwachheit auf, begehre; Gib mir, was dein vollende meinen lauf. flehu; erhoͤhn. mel. Warum betruͤbſt du dich ic. 2 entſtehen hieß, Und mich geſund erwachen ließ, Sey preis und froher dank! Ihm bring ich dieſes opfer heut; Ihm ſey mein ganzes herz geweiht. 2. Sieh, herr, ich unter⸗ winde mich Mit dir zu re⸗ den, obgleich ich Zum theil nur aſche bin. Gleich einem tobten lag ich hier, Daß ich noch lebe, dank ich di. 3. Ein jedes guth, deß ich mich freu, Empfang ich jetzo wieder neu, Aus dei⸗ ner milden hand. Mein auge wird, wohin es blickt, Von wundern deiner huld entzückt. 4. Dich, dem ich nichts vergelten kan, Dich, va⸗ ter, bat ich kindlich an: Ich Ein herz voll lieb und zuverſicht, Ein dankbar herz, verwirfſt du nicht. 5. O du, den meine ſeele preiſt! Erwecke mich durch deinen geiſt Zur uͤbung mei⸗ ner pflicht; Er helfe meiner Bis ich Ewig will ich dich wort verheißt: Dir ſey preis] 6. Ein gut gewiſſen ſey und dank und ehre, Dir, mein theil! Dis wirk in o vater, ſohn und geiſt; mir, o herr, mein heil, Und Du erhoͤrſt gebt und W fleiß. Dir iſt, was 2 1 bin; Dritte Abthellung. was ich bedarf, bekannt, Und alles ſteht in deiner hand. 7. Die blume kleideſt du mit pracht, Naͤhrſt jeden vogel, gott der macht! Bin ich nicht mehr denn ſie? Ich werfe meine ſorg auf dich, Du, mein erbarmer, ſorgſt fuͤr mich. Mel. Beſiehl du deine wege de. 5 Lobt gott am fro⸗ 526. L hen morgen, Lobt ihn, der in der nacht, Da wir ganz ohne ſorgen Sanft ſchliefen, fuͤr uns wacht. Der uns im ſchlaf erquicket, Und unſre kraft erneut; Fur uns die erde ſchmuͤcket, Uns jeden tag erfreut. 2. Ihn preiſt der engel heere Mit hohem lobgeſang; Auf, ſingt in ihre choͤre, Auch euren frohen dank. Wer ſollte gott nicht loben, Und ihm nicht dankbar ſeyn? Da ſeiner guͤte proben Sich jeden tag erneun. 3. Dir will ich mich erge⸗ ben, Durch den ich leb und Denn dis mein ir⸗ diſch leben Eilt ſchnell zum tode hin; Bald iſt es ganz verſchwunden: Doch haͤngt an dieſer zeit, An ihren ſchnellen ſtunden, Das gluͤck der ewigkeit. 4. Dis reize meine ſeele, Zum fleiß im guten an, Daß Was dir misfallen kan: Dann kan ich nicht verder⸗ ben; Ich fuͤrchte nicht den tod; Ich werde ſelig ſter⸗ ben, Denn ich bin dein, o gott! 5. Dann troͤſtet mich der glaube: Ich werd nicht ganz vergehn! Ich werd erweckt vom ſtaube Zum himmel auferſtehn. Dis will ich nicht vergeſſen, Und, dieſer hoffnung voll, Will tag⸗ lich ich ermeſſen, Was ich dann werden ſoll. 6. Durch dis geſtaͤrkt, er⸗ muͤde Ich in der tugend nicht. Mich ſtaͤrket gottes friede Mit kraft und zuver⸗ ſicht. Ich ſiege in dem ſtrei⸗ te, Des ſieges lohn iſt nah. Getroſt! vielleicht iſt heute Des kampfes ziel ſchon da. Mel. Ich dank dir ſchon durch ꝛc. ein erſt geſchaͤft 527. M ſey preis und dank! Erhebe gott, o ſee⸗ le! Der herr hoͤrt deinen lobgeſang, Lobſing ihm, meine ſeele! 2. Mich ſelbſt zu ſchuͤtzen, ohne macht, Lag ich, und ſchlief in frieden. Wer ſchafft die ſicherheit der nacht, Und ruhe fuͤr die muͤben? 3. Wer wacht, wann ich von mir nichts weiß, Mein leben zu bewahren? Wer ſtaͤrkt mein blut in ſeinem fleiß, ich nichts denk und waͤhle, und ſäinem licht, der duft 3, Du Ait es, har ber pelt, N iner leben, ame jest neu gezeben, 1 Geo fuß! der macht! Gelobt teur, Daß icht ſauften nacht N tags erfrilt, 7. Laß delben mit ruhn, Mich! ge alen, Und mich ſelbet Hun nem wohlgefüle, 8. Nimm meine guaͤbig wahr; Auf meine ſeelt, Seh telter in gefahr; E wenn ich file iht, J h dense ö ö e, Des ſie. git nah. Getroſtl. 8 i heut Der kupft 4 ch. mel Jhdg con urg e 1 527. N dank! Ech mot, v ſeh lobgeſang, fing ihn nein ſeſle 2. Mich zu ſchüzer, ohne mach Pig ich, 5 ,—— ſchlefinf. Aerſcht die ſicherh u nocht, Uh he fuͤrd n? 3. Wer, wann 10 hen zu ben! Mer 15 t in ſeinen preis undd el Der hort hen don mir“ n weiß, Melt ihrer tugend, freue. XIII. Morgen Lieder. 395 fleiß, Und ſchuͤtzt mich vor gefahren? 4. Wer lehrt das auge ſei⸗ ne pflicht, Sich ſicher zu bedecken? Wer ruft dem tag und ſeinem licht, Uns wie⸗ der aufzuwecken? 5. Du biſt es, gott und herr der welt, Und dein iſt unſer leben. Du biſt es, der es uns erhalt, Und mirs jezt neu gegeben. l 6. Gelobet ſeyſt du, gott der macht! Gelobt ſey deine treue, Daß ich nach einer ſanften nacht Mich dieſes tags erfreue. 128 7. Laß deinen ſegen auf mir ruhn, Mich deine we ge wallen, Und lehre du mich ſelber thun Nach dei⸗ nem wohlgefallen. 8. Nimm meines lebens gnaͤdig wahr; Auf dich hofft meine ſeele. Sey mir ein retter in gefahr; Ein vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein herz voll zuverſicht, Erfüllt mit lieb und ruhe; Ein weiſes herz, das ſeine pflicht Erkenn und willig thue. f 10. Daß ich, als dein ge⸗ horſam kind, Die zu ge⸗ fallen, ſtrebe; Dir treu er⸗ geben, gutgeſinnt In bei⸗ nem reiche lebe. 11. Daß ich, dem naͤchſten bey zuſtehn, Nie fleiß und arbeit ſcheue; Mich gern 12. Daß ich das gluͤck der lebens zeit In deiner furcht genteſſe, Und meinen lauf mit freudigkett, Wann du gebeutſt, beſchlieſſe. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 59 Mein gott, au 528. M dieſer 18 morgen Verkuͤndigt deine gnade mir. Mit mir erwa⸗ chen meine ſorgen, Jedoch, auch mein vertraun zu dir. Ich werfe meinen kummer hin Auf dich, durch den ich leb und bin. 2. Ich bin noch immer auf der erde, Wo alles wohl ſich miſcht mit weh, Und ich, zu groͤßerer beſchwerde, So manchen fehltritt noch begeh. Gott, der mich ſchuͤtzet und ernaͤhrt, Waͤr ich doch deiner liebe werth! 3. Laß den entſchluß mein herz erfuͤllen, Stets gern zu thun, was dir gefallt. Es gehe mir nach deinem willen, O weiſer herrſcher aller welt! Schließ mich in deine vorſicht ein, Dein will ich todt und lebend ſeyn. 4. Vergib mir, vater, alle ſuͤnde, Vergib, was ich nicht recht gethan. Nimm mich zu deinem gnadenkin⸗ de Um meines mittlers wil⸗ len an. In ſeinem namen bitt ich dich; Er litt und ſtarb ja auch fuͤr mich. an andrer wohlergehn, Und 1 5. Hilf du in allen ſachen rathen; rathen; Ich bin mir ſelb⸗ ſten nicht genug. Behuͤte mich vor miſſethaten, Vor boͤſer menſchen liſt und trug. Erhalt mich auf der tugend⸗ bahn; Was ich dann thu, ſey wohlgethan. 6. Bewahre mir leib, ſeel und leben, Verwandte, freunde, ehr und guth. Willſt du mir kreuz zu tra⸗ gen geben, So ſtaͤrke mich mit troſt und muth; Und willſt du mich mit glück er⸗ freun, So laß mich bir auch dankbar ſeyn. Mel. Chriſtus, der iſt mein ꝛc. och laͤſſt der herr 529. N mich leben! Mit froͤhlichem gemuͤth Eil ich, ihn zu erheben, Er hoͤrt mein frohes lied. 2. Zu ihm ruft mich jezt wieder Der morgenſonne pracht, Ich falle vor ihm nieder, Der ſie und mich 3. Du herrſcher aller wel⸗ ien, Nimſt dich auch mei⸗ ner an; Wie ſoll ich dir ver⸗ gelten, Was du an mir ge⸗ d 0 4. rſt du nach opfern ſchauen? Sie gelten nichts vor dir. Du forderſt nur vertrauen Und liebe, gott, von mir. 5. Drum will ich dir lob⸗ beyfall achten, einſt ſterben ſoll. 1 ee ringen, Mein ganzes herz dir weihn. 6. O tilger meiner funden, Mein heiland, jeſu chriſt! Laß mich den troſt empfin⸗ 50 Daß du mir gnaͤdig iſt. 7. Dir hab ich mich erge⸗ ben, Ich freue mich in dir, Viel koͤſtlicher, als leben, Iſt deine guͤte mir. 8. O fuͤhre mich auch heu⸗ te Auf wahrer tugend pfad. Du, ewig weiſer! leite Mich ſelbſt nach deinem rath. 9. Noch eins laß mich er⸗ flehen, Das chriſtlich weſſe herz, Auf dich ſtets aufzu- ſehen, In freuden, wie im ſchmerz. 10. Laß mich am erſten trachten Nach dem, was dir gefallt; Mehr deinen Als allen ruhm der welt. II. Laß mich dir kindlich trauen, Das gute redlich thun, Getroſt gen himmel ſchauen, In deinem willen ruhn. a 12. Daß, frey vom dienſt der funde, Getroſt und glaubens voll, Der tod als⸗ dann mich finde, Wann ich FE — In bekannter Melodie. 530. Wa uf e ge Dem ſchoͤpfer aller din⸗ ſingen, Mich deines namens freun, Nach deiner gnade ö e, Dem geber aller guͤ. ge, 5 then 1 Dritte Abtheilung. herz, und ſin? 1 c aach 1 tläche 15 Bedeckteſ bu men: Und färleſ auen, Der soit en. l ü, ber schen: 30 li nch ſchen. daß ich auft neue! ges lebens fttue 4, Ou mußt ein ben; Hier being gaben: Men lei, und leben Sey 9 ganz ergehen. 5. Hoͤt weinen dg flehen: Ou kant ſehen, Ugd weißt, zue gabe Für die beſſers hahe „ Du wöllt in n. gen Mich ferner lagen: Mir dei ſenben; Dein wer vollenden. J. Ju alle meint Wolſt du mir ſaher Ach ſets zum be len; Zum ſimnel! teln. 5, Auf alcm elne ealete wih den Dein hort ſey me uf nenner Jäger Mal Uade nuit, 31 Win ich jenem ni, dach odhe 2222 2 * 825 — „Viel f 7 ben 1 1. ruhm det II. daß dir Hinblich trauen, gute redlich thun, Cg gen himmel ſchauen, deſlem willen tuhn. 760 60 2 De g bun dienst det fun Getroſt und dann m e, Wann ic Feiuſt ſe. J e Melde, g uf, min 530 1 etz, und ſu⸗ ze Def e pftr alte 1 „ e aller% 0 f ö 5 — glaubens e Der tob als⸗ XIII. Morgen: Lieder. ther, Des menſchen treuem huͤter. 2. Mit goͤttlichem erbar⸗ men Bedeckteſt du mich ar⸗ men: Und ſtaͤrkteſt mein ver⸗ trauen, Der ſonne licht zu ſchauen. ſchehen: Ich kan das licht noch ſehen. Du machſt, daß ich aufs neue Mich mei⸗ nes lebens freue. ä 4. Du mußt ein opfer ha ben; Hier bring ich meine gaben: Mein leib, mein ſeel und leben Sey dir, herr, ganz ergeben. 5. Hoͤr meinen dank, mein flehen: Du kanſt ins herze ſehen, Und weißt, daß ich zu gabe Fuͤr dich nichts beſſers habe. 6. Du wollſt in meinen ta⸗ gen Mich ferner huldreich tragen: Mir deinen ſegen ſenden; Dein werk an mir vollenden. 7. In allen meinen thaten Wollſt du mir ſelber rathen; Mich ſtets zum beßten lei⸗ ten; Zum himmel auch be⸗ reiten. a 8. Auf allen meinen wegen Begleite mich dein ſegen: Dein wort ſey meine ſpeiſe Auf meiner pilgerreiſe. mel. Werde munter, mein ꝛc. 5 3 I. Wann ich einſt von jenem ſchlum⸗ mer, Welcher tod heißt, auf⸗ e keit gen ſeh: O dann wach ich anders auf. Schon am ziel iſt dann mein lauf. Sor⸗ gen, die mich aͤngſtlich mach⸗ ten, Werd ich dann fuͤr J. Und dis, herr, iſt ge⸗ f traͤume achten. 2. Hilf, daß keiner meiner tage, Geber der unſterblich⸗ keit, Im gericht mich eiuſt verklage, Er ſey ganz von mir entweiht. Auch noch lezt bin ich erwacht, Dank ſey deiner guͤt und macht; Laß mich heilig und im ſe⸗ gen Jeden tag zuruͤcke legen. 3. Daß ich froh gen him⸗ mel ſehe, Wann mein letz ter tag erſcheint, Wann zum dunkeln thal ich gehe, Und mein freund nun um mich weint: Lindre dann des to⸗ des pein; Laß mich da am ſtaͤrkſten ſeyn, Daß ich ihn zum himmel weiſe, Und dich, herr des todes, preiſe. Mel. Nun danket all und ꝛc. Nr. 3. 532 u deiner ehr bin ab ich erwacht, Drum bring ich ruhm und preis Dir, gott, der durch die ruh der nacht Uns zu er⸗ quicken weiß. 185 2. O vater, deine guͤtig⸗ Iſt alle morgen neu. Du thuſt uns wohl zu aller zeit; Und groß iſt deine treu. 3. Jezt ſchenkſt du mir zu mei⸗ 397— erſteh; Und, erloͤſt von allem kummer, Jenen ſchoͤnen mor⸗ ſtande treu, Und, wem ich und thu, Sey dein gebot vor haͤt erhoͤrt, Das ich heut, Dritte Abtheilung. 398 nen tag. Gib, daß ich da⸗ von jedes theil Mit weis⸗ heit nutzen mag. 4. Die zeit, in deinem dienſt vollbracht, Bringt ewigen gewinn. So fließe vor dir, gott der macht, Auch dieſer Lag mir hin! a 5. Gib, daß ich fern vom muͤſſiggang, Ju meinem kan, mein lebenlang Be⸗ reit zu dienen ſen. 6. In allem, was ich denk meinem heil Pon neuem ei⸗ herz bey dir. 7. Was du mir zum ber⸗ gnuͤgen giebſt, Vermehr in mir die luſt, Ganz dein zu der du mich liebſt Und ſo viel guts mir thuſt. 8. Wenn ſorg und kummer mich befällt, So laß mich auf dich ſchaun, Und deiner vorſicht, herr der welt, Mit ſeyn, frohem muthe traun. 9. An deiner gnade gnuͤge mir! Sie iſt mein beßtes theil; Mein troſt und meine zuflucht hier, Und dort mein mir; Und wenn ich von volles heil. — mee XIV. Abend ⸗ Mel. 57 eee c. 2 Auf, o ſeele! wer⸗ 533. A de munter! Lob iſt immer deine pflicht: Denn die ſonne geht zwar unter, Aber gottes guͤte nicht. Heut auch hat ſie mich genaͤhrt; Heut auch freud und troſt gewaͤhrt, Vor gefahren mich beſchuͤ⸗ tzet, Meine ſchwachheit un⸗ terſtuͤtzet. 2. Stets verehret, hochge⸗ prieſen Sey, mein treuer gott, von mir; Was du gu⸗ tes mir erwieſen, Dankt mein ganzes leben dir. Du haſt, war ichs ſchon nicht werth, Dennoch mein ge⸗ eee Lieder. als ich erwachte, Dir durch jeſum glaubig brachte. 3. Gott, da ich voll danks erzehle, Wie ſo groß dein wohlthun war; Stellen ſich auch meiner ſeele Die be⸗ gangnen ſuͤnden dar. geſchaͤften ruh, So ſey mein Ihre zahl iſt gar nicht klein. Denn nicht wort und werk allein; Nein, gedanken und geberden Koͤnnen mir zur ſuͤnde werden. 4. Doch von ernſter reu durchdrungen Wag ichs, gott, mich dir zu nahn. Sieh nicht die beleidigun⸗ gen, Sieh den tod des mitt⸗ lers an. Syrich mich frey von ſtraf und ſchuld; Schenk mir ferner deine huld; Laß ver⸗ egi klaf 4 Gib nun bie hen morgin ſanfte ruh. Nene ic schaft Seel und al be Walt all cht Sey auch du de eſnen; luß ſe die deinen b. A aß le ge ſchrekeu, A noch feel, aus dein ſchlaff Halt uns, hen, hut. Hiff, wen oder tob“ Uns ft ſchlafe dealt; E abet schule el geſchehs zicht zun ben! 7. Höre, bater! te, Was bein kit begehrt. d sohn dir zur elte Unt duc dich gewähtt ger geiſt!ßbalag m. ib mir faft unk ſcht Hör, breyei mein flehen, Am ts wird geſchehen. Mel. Nun then alle! 934. Bim 60 „, kuümmez kalle ſchlum er mu anne en* aufen geh af theil; * hufluch n, 1 en volles! — 22 end⸗ E. 1 „ als ich wich, delt leſum g an g hut, 0 3. G ih ellatz erzehle ae fraß hen wohlth nz ela auch u i elt f zahl er nt lac. Denn 1 gt und walk allein;„ gehe 1 8 geberde önnen nt gie ſuͤnde t durchdt aun Paz ich, gott, u dir iu. Sieh 1 i die bealigu⸗ gen, S m tob ben ers an fich nich fe von ſtre z ſchub; E ir fer lb; 0 ur fe un dle! 5 ſanfte ruh. ſchlaf ich ohne ſorgen: Wann gangne A ben lu ge . D on ene n XIV. Abend Lieder. 392 vergebung aller ſuͤnden Mich durch meinen mittler finden. 5. Gib nun bis zum fro⸗ hen morgen Meinem leibe Durch dich ich ſchlafe, wacheſt du. Seel und leib befehl ich dir: Walt allmaͤchtig uͤber mir. Sey auch du der gott der meinen; Laß ſie ruhen als die deinen. 5 6. Ach, laß uns kein ban⸗ ges ſchrecken, Weder raub noch feuersgluth, loͤtzlich aus dem ſchlafe wecken: Halt uns, herr, in deiner hut. Hilf, wenn krankheit oder tod Uns im ſichern ſchlafe droht; aber ſchnelles ſterben, So geſchehs nicht zum verder⸗ ben! 7. Hoͤre, vater! ach erhoͤ⸗ re, Was dein kind von dir begehrt. O ſohn gottes! dir zur ehre Werd es mir durch dich gewaͤhrt. Heil⸗ ger geiſt! verlaß mich nicht, Gib mir kraft und zuver⸗ ſicht. Hoͤr, dreyeiniger! mein flehen. Amen! ja! es wird geſchehen. i mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. 534. Befreyt von allem kummer, Ruht nun in ſuͤßem ſchlummer Ein theil der muͤden welt. Auf, ſammelt euch, ihr kraͤfte! Schickſt du einem dank, der gott ge⸗ faͤllt. 8 l 2. Lobſinge, ſeel! und ſa⸗ ge, Wie auch an dieſem ta⸗ ge Mein gott mir wohlge⸗ than. Durch jeſu blut ver⸗ ſoͤhnet, Mik gnad und heil gekroͤnet, Baͤt ich dich, va⸗ ter, kindlich an. 3. Dein iſts, daß ich noch lebe, Jezt deine treu erhe⸗ be, Mich deiner liebe freu. Zu jeglichem geſchaͤfte Ver⸗ leihſt du mir die kraͤfte, und 5 mir auch ſegnend ey. 5 4. Zwar wank ich oft und gleite. Ich weiß, mein gott! auch heute Sind meiner feh⸗ ler viel; Doch du haſt mich geleiiet, Und, wenn mein fuß gegleitet, Es nicht ge⸗ ſtattet, daß ich fiel. 5. Umſonſt ſinnt mein ge⸗ muͤthe, Wie es, herr! bei⸗ ne guͤte Nach wuͤrden prei⸗ ſen ſoll. Doch hab ich ſie empfunden, Denn jede mel⸗ ner ſtunden Iſt, vater, dei⸗ nes wohlthuns voll. 6. Stets biſt du hoch zu loben. Von deiner liebe pro⸗ ben Zeugt nicht der tag al⸗ lein: Gott! deine liebe woll⸗ te, Daß ſelbſt die nacht auch ſollte Fuͤr uns reich an er⸗ quickung ſeyn. 8 7. Wann wir die augen ſchlieſſen, Im ſchlaf nichts von uns wiſſen, Bewahrer Zum ſeligſten geſchaͤfte, Zu uns dein ſchutz. Willſt 1 1 400 aller liſt der bosheit trutz. mir es gab. mir die hand nicht ab. le Dir alles, leib und ſeele, Und ſchlaf in ſichrer ruh. mel. Nun danket alle gott ꝛe. Wie hab ich ihn vollbracht? 11 guten nachgeſtrebt? Hab ich gebaͤt, Mit eifrigem ver⸗ von gott, Der tugend wich Hen gott mir angewieſen, Durch eifer und durch fleiß Ihn, meinen gott, geprie⸗ ſen? Mir und der welt ge, Dritte Abtheilung. mich nun beſchirmen, So biet ich allen Fuͤrmen, Und 8. Ich barf nicht aͤngſtlich beben, Deun der bewahrt mein leben, Der ſelbſt, der Bis ich die wallfahrt ſchlieſſe, Und ewig ſein genieſſe, Zieht er von 9. Nun, vater, ich befeh⸗ Ich trau auf deine gnade. Was iſt wohl, das mir ſchade? Allmaͤchtiger! mein ſchutz biſt du. 5er tag[das jahr! 535. D iſt wieder hin; Und dieſen theil des lebens, Verſtrich er mir vergebens? Hab ich mit allem eruſt Dem vielleicht nur mir, Nicht meiner pflicht, gelebt? 2. Hab in der furcht des herrn, Ich ihn auch ange⸗ fangen? Mit dank und mit ere langen, Als ein geſchoͤpf zu weihn, Und zuͤchtig und gerecht, Und gottes freund zu ſeyn? 3. Hab ich in dem beruf, nützt, und jeden dienſt ge. than, Weil ihn der herr ge⸗ bot, Nicht, weil mich men⸗ ſchen ſahn? 4. Wie hab ich dieſen tag dieſes jahr] Mein eigen herz regieret? Hat mich im ſtillen oft Ein blick auf gott geruͤhret? Erfreut ich mich des herrn, Der unſer flehn bemerkt? Und hab ich im vertraun Auf ihn mein herz geſtaͤrkt? 5. Dacht ich bey dem ge⸗ nuß Der guͤther dieſer er⸗ den An den allmaͤchtigen, Durch den ſie ſind und wer⸗ den? Verehrte ich ihn recht? Empfand ich ſeine huld? Trug ich das gluͤck mit dank, Den unfall mit geduld? 6. Und wie genoß mein herz Des umgangs ſuͤße ſtunden? Fühlt ich der freundſchaft gluͤck? Hab ichs mit dank empfunden? War ſtets mein ernſt auch ſauft, r ——— Mein ſcherzen unſchulds⸗ voll? Und hab ich nichts ge⸗ redt, Das ich bereuen ſoll? 7. Hab ich die meinigen Durch ſorgfalt mir ver⸗ pflichtet: Sie durch mein beyſpiel ſtill Zum guten un⸗ terrichtet? War zu des mit leibs pflicht Mein herz nicht zu bequem? Ein gluͤck das andre traf, War das mir angenehm? 3— —ẽ—ñ———— * 8. War mir mein febltritt leid, So bald ich ihn be; gan⸗ gonben! en, in wir Ein men langen? Uh re 1 ger nacht U 0 ber ich vor ih l wilig und deal 9. Hoett 14 weißt, Un kin berhehlen? 30 fl lic noch Die dh meluer seen. Uh chnſti blu M ic fc d gehe du Nicht mm gericht! 10. Ja, du bah Den ſelne feder f Du llebſt barnhe Und wirt auch ſchenken. duc die Lbieſes jaſt] it! waͤchter uͤer nr.! ſo leb ich d! Etg ſo ſſerh ich bir! il dn dic he g 536. F e „„ E due, bater, ſoln und ease It Jin ch 5 m hunt obgeſang, 10 1* i l 2 Du naß dich fac 5, 01 1 an mit geha N J Mein voll? redt, zu beg andre J. ö 110. mein 1. ihn leid, 3 bald I 1 1 b 9 Ihn neh 1 4 dertraß; 1 hin 4 geſtaͤlkk un e gauß fen mn she iht ih er freund gd habe mit das a wpfuben? Wir ſtets n aug 1 en uſthalhs⸗ ab ich nches gen ich beuunn ſil? 7. H) de ehen Durch fat nit Hr, (oflicht beyſpi Sie ſuc uin ker ſch u Ein gk daß 1 Fun guten z Wit zu bes 0 leis Ma heit Nu bab f. XIV. Abend Lieder. gangen 2 Beſtritt ich auch uin mir Ein unerlaubt ver⸗ langen? Und wenn in die⸗ ſer nacht[(dieſem jahr Gott uͤber mich gebeut, Bin ich, vor ihm zu ſtehn, Auch willig und bereit? weißt, Was koͤnnt ich dir verhehlen? Ich fuͤhle taͤg⸗ lich noch Die ſchwachheit meiner ſeelen. Vergib durch ehriſti blut Mir die ver⸗ letzte pflicht; Vergib und gehe du Nicht mit mir ins gericht! 5 10. Ja, du verzeiheſt dem, Den ſeine ſuͤnden kraͤnken; Du liebſt barmherzigkeit, Und wirſt auch mir ſie ſchenken. Auch dieſe nacht [dieſes jahr] biſt du Der waͤchter uͤber mir. Leb ich, ſo leb ich dir! Sterb ich, ſo ſterb ich dir! Mel. 1 dich 5 ich gehoffet. 26 Cr alle gute ſey 536. gepreiſt, Gott vater, ſohn und heilger geiſt! Ihr bin ich zu gerin⸗ ge. Vernim den dank, Den lobgeſang, Den ich dir kind⸗ lich ſinge. 2. Du nahmſt dich meiner herzlich an, Haſt großes heut an mir gethan, Mir mein gebaͤt gewaͤhret; Haſt vaͤterlich Mein haus und 0 Beſchuͤtzet und ernaͤh⸗ ret. i e dein geſchenk; Der geiſt, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges gemuͤthe. Was ich vermag, Bis dieſen tag, Iſt alles deine gute. 5 4. Sey auch, nach deiner lieb und macht, Mein ſchutz 9. Gott! der du alles und ſchirm in dieſer nacht; Vergib mir meine funden. Und kommt mein tod, Mein herr und gott, So laß mich gnade finden. Mel. In allen 1 7 0 79 ö Jerr, der du mir 537. Hen zas leben Bis dieſen tag gegeben, Dich baͤt ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe Der treu, die ich beſinge, Die du bis⸗ her an mir gethan. 2. Mit dankendem gemuͤ⸗ the Freu ich mich deiner guͤ⸗ te; Ich freue mich in dir. Du gibſt mir kraft und ſtaͤr⸗ ke, Gedeihn zu meinem wer⸗ ke, Und ſchaffſt ein reines herz in mir. 3. Gott! welche ruh der ſeelen, Nach deines worts befehlen Einher im leben gehn; Auf deine guͤte hof⸗ fen, Im geiſt den himmel offen, Und dort den preis des glaubens ſehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe wich im danbe Zu dir, o gott, mein heil! Ich bin der ſchuld ent⸗ laden, Ich bin bey dir in gnaden; Und in dem him⸗ 3. Herr, was ich bin, iſt mel iſt mein theil, J 41 8* 1 8 — 222 ͤ ͤ d—. 5 f 15— e e eee e. 0 1 5 2 8 5 eee er e e 1 3 5 rn. 5*„ 1 ——— FFC ß 3 2585 85* e T 5.. 37CCCFFFFFFFTFCCTCTC 8 — Dritte Abtheilung. Dem großen ziel entgegen, Dahin dein wort mich weiſt. Mein leben und mein ende Iſt dein, in deine haͤnde Befehl ich, vater! 95 geiſt. 5 mel. Nun ruhen alle waͤlder. o Fezt ſinkt die ſon⸗ 538.3 ne nieder, Die ſtille nacht kommt wieder, Und ſchlaf und ruh mit ihr. Sie ſchenkt uns neue kraͤfte Fuͤr jedes tags geſchäͤfte; 5 danken wir, o vater! dir. 2. Noch wach ich, und er⸗ zehle Mit tiefgeruͤhrter ſee⸗ le, Was du an mir gethan. Sey dankbar, mein emuͤ⸗ the! Beſing des ſchoͤpfers gute! Stimm ihm ein fro⸗ hes loblied an. 3. Von dir kommt jede gabe, Das leben, das ich habe, Die ſicherheit der nacht, Auch alle andere guͤ⸗ ther, Verdank ich, treuer huͤter, Blos deiner vater⸗ huld und macht. 3. Du laͤßſt es ſinſter wer, den, Und huͤllſt den kreis der erden In ſchwarze dun⸗ kelheit. Doch auch in dunk, ler ſtille Wohnſt du mit deiner fuͤlle, Und zeigſt uns deine herrlichkeit. 8. Du fuͤhrſt aus dunkler ferne Den mond und tau⸗ 5. O leite mich im 7 eee herauf: Sie leuchten, dir zur ehre, Hoch uͤber erd und meere, Und deine hand lenkt ihren lauf. 6. Groß, wann der mor⸗ gen grauet; Groß, wann der abend thauet; Groß in der ſtillen nacht; Im ſon⸗ nenſchein und ſturme, Am menſchen und am wurme: Groß zeigſt du, vater! dei⸗ ne macht. 7. Poll ordnung, pracht und ſtaͤrke, Stehn deiner haͤnde werke In deiner ſchoͤ⸗ pfung da. Wie kan ich dirs vergelten? Du gott und herr der welten Warſt auch mit deiner huld mir nah. 8. Wem kan ich ohne grauen, Mich froher anver⸗ trauen, Allmaͤchtiger, als dir? Ja, vater! dir befehle Ich darum leib und ſeele, Verherrliche dich auch an mir. 9. Dir dafuͤr ruhm zu ſin⸗ gen, Und ferner dank zu bringen, Sey meine liebſte pflicht. Ich leg nun meine glieder Getroſt und freudig nieder: Du wachſt fuͤr mich, ich ſorge nicht. 10. Soll mir der ſchlaf zum leben Noch neue kraͤfte ge⸗ ben, So ſchlaf ich froͤhlich ein; Soll er mein leben en⸗ den, So wirſt du mich voll⸗ enden, Und auch mein gott ſend ſterne Mit mejeſtat im tode ſeyn. f f N Mel. 1 4 wel Werde munte W 5 39 Suk i jen nt, Ju des u lacht, Wo leur geht zum kum fellichlen ewa — ſchaf ich anders 8 auß dieſes lebent it hin zu beren h. pordem auch en. , Jet hoff ich agen Aus d fte biiſe zeit. uußhfets fertig mess b n der ewigl. ic, as ein war late, uugendt ey Von den lu. lde, Waun 1 0 85 1 1 mich m ln, U ein 1 luft ſez Laß das K ug pihlen, Daf dans nh, A b, ſcherheit, V k et Dort —— 8 auch dei — 1 fab fir 8. Jh in gh ge graue dic fun ger traue lng, ad dir? t vnn Ache Ich n la u 5 * he läd ug an m r. 8 9.„ afl uin zu it, gen, d fang 155 brin z Sty mann lt pflig ch le un feine gliel etrof ub fekdiz nied uhu wahffirnig, ich fait lebe och neut 0 ben, J, ſchlif fh fiohlc ein: 8 er mei lien en den, J wtf du nig u n eee e zahlen, Wie ein ſtrom ver⸗ mich wahlen, Daß ich, nach e 40, mila nacht, der muͤden troͤſterin, end!„ nd auch neh I. XIV. Abend ⸗ Lieder. mel. Werde munter, mein gem. 20 Euit ich einſt in 539. S jenen ſchlum⸗ mer, In des todes finſtre nacht, Wo kein frommer mehr zum kummer Dieſer ſchlaf ich anders ein; Weg aus dieſes lebens pein Eil ich hin zu deren huͤtten, Die vordem auch ſtandhaft litten. 3. Jezt hoff ich noch auf⸗ zuwachen Aus dem ſchlaf fuͤr dieſe zeit. doch ſtets fertig machen, Va⸗ ter! zu der ewigkeit, Daß ft ich, als ein wandrer, ſey Wacker, tugendhaft un d frey Von den luͤſten dieſer erde, Wann ſch abgerufen werde. ä 3. Laß mich meine tage laufen ſie; Laß das beſte theil des lebens muh, Ruhe, freu⸗ de, ſicherheit, Wonne, ew⸗ ge ſeligkeit Dort vor dei⸗ nem thron genieſſe, So wird mir mein ſterben ſuͤße. mel. Nun ſich der tag geendet. oder: Nun danket all, undꝛc. Nr. 3. So fliehen unſre 540. S'. Je pin: uch dieſer iſt nicht mehr. Die Eilt wieder zu uns her. R Laß mich 2 2 wie du biſt, Du ſchlaͤfſt und ſchlummerſt nicht; Die ſin⸗ ſterniß, die uns umſchließt, Iſt deinem auge licht. 3. Voll zuver ſicht befehl ich mich Dir auch in dieſer nacht; Ich bin getroſt, ich trau auf dich; Mich ſchuͤtzet deine macht. 5 4. Hab ich an deiner gnade nur Noch theil, o herr, mein gott! So fuͤrcht ich keine kreatur, Und ſcheue nicht den tod. 5. Zwar ich erkenne meine ſchuld, Mit reue fuͤhl ich ſie; Doch, mein verſoͤhner, deine huld, Wie troſtvoll iſt mir die! 6. Ich eil im glauben zu dir hin, Und weiß, wie ſicher ich Im ſchatten dei⸗ ner fluͤgel bin; Du wacheſt uͤber mich. ‚ 7. Flieht, bange ſorgen, weit von mir, Du, jeſu! wohn allein In meinem her⸗ zen, weih es dir Zu deinem tempel ein! 8. Iſt dis vielleicht die lezte nacht In meiner pil⸗ grimszeit: So fuͤhre mich durch deine macht Zum licht der ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, Dein bin ich auch im tod! Du, mein erretter! biſt bey mir, Und hilfſt aus aller noth. 3. Nur du, herr! bleibeſt Ce 2 8. Abends — 10 1 .* 1 1 1 1 1 1 1 ö f* e „ 1 . 1 3 4 1415 1 1 1 1 . 1 1 A 6 „ s 1 1 . *. 4 5 1 1 1 15 1 1 . 1 5 1 r 0 1 1 * 5 5 5 5 1 13 f 4 3 13 1 „ g ö 1 * 1 „ 5 1 7 . 18 57 1 15 9 1 1 . 1 1 N 11 * 13 17 5 1 5 i 5 n 7 1 1 1 4 3 6 — — 4 Dritte Abtheilung. mel. Nun ſich der tag geendet. oder: Nun danket all und. Nr. 3. un bricht die fin⸗ 541. N ſtre nacht herein: Die ruhe wuͤnſchen wir; Doch ehe wir noch ſchlafen ein, Spricht unſer herz mit dir. 2. O vater, gott und herr der welt! Den niemand ſe⸗ hen kan, Du ſiehſt, wer dir zu fuße fallt; Sieh uns auch gnaͤdig an. 3 Der tag, den wir nun⸗ mehr vollbracht, Der war, v hoͤchſter! dein; Dir ſollt er auch bis in die nacht Von uns geheiligt ſeyn. 4. Boch ach! wir muͤſſens nur geſtehn, O herr! daß fleiſch und blut Auch heute manches hat verſehn, War gleich der wille gut. 5. Drum ſchenk uns gnad von deinem thron; Sieh unſre ſchuld nicht an, Und denke, daß dein theurer ſohn 2. Abend⸗Lied am Sonntage. 6. Schreib das, was du uns heut gelehrt, In unſre herzen ein, Und laſſe uns, die wirs gehoͤrt, Dir auch gehorſam ſeyn. 7. Gib, daß ſtets frucht⸗ bar ſey dein wort, Und thu uns ferne wohl; Damit wir dir auch immerfort Treu dienen, wie man ſoll. 8. Nun ſuchen wir, gott! unſre ruh; Steh deinen kin⸗ dern bey, Und laſſe keinem uͤbel zu, Daß es uns ſchaͤd⸗ lich ſey. 5 9. So ſtehen wir, wenn dirs gefaͤllt, Froh morgen wieder auf; Und wir voll⸗ bringen in der welt Dann gluͤcklich unſern lauf. c 10. Und dann fuͤhrſt du uns, wenn es zeit, Auch in den himmel ein. Da wird in deiner herrlichkeit Fuͤr uns ſtets freude ſeyn. Fur uns genug gethan. 3. Am Ende der Woche. Mel. Wenn wir in ne 8 1 nwiederbringlich 542. Uechnel entfllehn Die tage, die uns gott ver⸗ liehn. Die woche kommt J Das jahr tritt ein] und eilt davon; Vergangen iſt auch dieſe[dieſes] ſchon. 2. Bank dir, du ewig⸗ treuer gott! Fuͤr deinen bey⸗ ſtand in der noth, Fuͤr tau⸗ ſend proben deiner treu: Denn deine huld war täg⸗ lich neu. c 3. Wenn unſer herz von ſchuld befreyt, Sich man⸗ cher guten that erfreut: Weß war dir kraft? wer gab a0 gebeihn! Dir. 8—— en der ruhm a 4 ft fehlten!“ zalkens nicht, U Je berlezte pfl, ſhſt, erbarmer! uchriſt wilen f fh.„ 10 4 J. Mir eilen mit tea dt zelt Stets 18 iu ewigkeit. fue zugezaͤht S 1 beit ich uns v. het un er! „— e 13 — 1 el. Herllich thuty n 4 Jich bitt 6.0 e du neynſt mit Alke meine kei bent dir. hauen wegen 5. berſch Miu den Ab ſegen, M. 8 2 Jch kin in den 8 10 Deß ſoll meg unh ſenden, A feen ktäun. 2 ſe⸗ dir a. in meh uur dienen 192 in l. g 1 dirs, dich 11 0 50 en 1 wiede nd vir. — bring 10 bet An 8 glaͤck fen Jo. N uam fi u ud uns, n e ut, uch 0 in d. m. ud wird g Hun 0 i a0 dir at file fel. ————— dude der Pihe. ren tl dir kitten tan Per nut, Fir dun ed u ben hehe e! det mne ſub nut dig A* ac len L 00 3 Jon. 9. hn pr, im . XV. Bey Keiſen. 405 gab gedeihn? Dir, herr! ge⸗ buͤbhrt der ruhm allein. 4. Oft fehlten wir, und merktens nicht, Verzeih uns die verlezte pflicht. Du 7 ſiehſt, erbarmer! unſre reu: Um cheiſti willen ſprich uns frey. 985 Wir eilen mit dem ſtrom der zeit Stets naͤher hin zur ewigkeit. te weis ich uns ve rhehlt. 6. 1 unſers lebens! Du haſt die ſtunden zugezaͤhlt; Die lez⸗ mache du Uns ſelber recht geſchickt dazu, Daß nicht, indem wir ſicher ſind, Oer tod uns unbereitet find. Iſt einſt die zahl der 2 en voll, Die jeder hier durchleben ſoll: So fuͤhr uns aus der uͤbungs zeit Zu jener frohen ewigkeit. 8. Da ſind wir unſers heils gewiß; Da wechſeln licht und finſterniß, Wie hier auf erden, ferner nicht; Herr, unſer gott! l 8e uns nicht. — XV. Bey Reiſen. 14. 1. Vor der Rei fe— mel. Herzlich thut mich verlang. ich bitt ich, gott! 543. D beweiſe, Wie gut dus meynſt mit mir; Be⸗ gluͤcke meine reiſe: Denn ich vertraue dir. Auf allen meinen wegen Begleite vaͤ⸗ terlich Mit deinem ſchutz und 7 88 Mit deiner 5a fe mich. 2. Ich bin in deinen hän den, Deß ſoll mein herz ſich freun: Denn du kanſt ret⸗ tung ſenden, Wo mir ge⸗ fahren draͤun. Bin ich bey dir in gnaden: So fuͤrcht ich nichts, o gott! Du weh⸗ reſt allem ſchaden, Mein ne; in der Aok 3: So will ich denn mein leben, Getroſt und wohlge⸗ muth, Dir, vater! uͤberge⸗ ben, te, Beglücke meinen fleiß⸗ Und meiner pflicht geſchaͤf⸗ te, Zu deinem ruhm und preis. 4. Laß dir auch meine lie⸗ ben Zum ſchutz empfohlen ſeyn; Nichts muͤſſe uns be⸗ trüben, Dein troſt uns ſtets erfreun. Und ſehen wir uns wieder In ruh und wohler⸗ gehn, Wie ſollen unſre lie⸗ der Dann deine* er⸗ hoͤhn! 3 ces * 5 2. Nach Und beiner treuen huth: Erhalte meine kraͤf. 2 8. 5 5 8 222 Add FFFFFTFTT—T— ccc—k0—ßP0—00éééP0—0Tb—b——b——— 85 9. e e eee e e 5 5 2 ee 5 e eee 15— 5 eee e eee ce.— 25—————— 5 5* JJJJöͤöðV MMMMMÿmyd ð dd-P m... 8 2— r e 3 N 8 94 2—— 4 55 8 1 2— 5 2 33 8 5 777777... N K. e r—— 8— 8 8 3 8 3 Dritte Abtheilung. 2. Nach gluͤcklich vollbrachter Reiſe. mel. Wer nur den lieben gott. 54 4. Dank ſey dir, va⸗ ter meines le⸗ bens! Du haſt mich froh Ich flehte zurückgebracht; nicht zu dir vergebens, Du haſt mich vaͤterlich bewacht: Durch deine gnade bin ich hier, Dein ſchutz und ſchirm war uber mir. 2. Geſunbheit haſt du mir mir abgewandt; Du haſt geſegnet mein bemuͤhen, Durch deine milde vater⸗ hand: Auch meiner ſeelen wandteſt du, O herr, ſo manches gute zu. fee 3. Nun kan ich wieder mit den meinen Mich dei⸗ ner gut und huͤlfe freun; Mit ihnen mein gedaͤt ver⸗ einen, Und dir des dankes opfer weihn; Daß du, N ö hochgeprieſen Fur alles gu⸗ verliehen, Und ſchaden von 0 mit deiner vaterhand, Ge fahr und ſchaden abge⸗ wandt. 4. Sey ewig, gott, ſey te, das du mir Auf meiner reiſe haſt erwieſen; Mein frohes lob gefalle dir: Dir will ich nun mich ferner weihn, Dein lebend und im 9 tode ſeyn. eee —— XVI. Vor und bey der Erndte. In voriger Melodie. 5 45. Dir, milder geber aller gaben, Herr! dir gebuͤhret ruhm und dank Du hoͤrſt das ſchreyn der jungen raben, Und aller voͤgel lobgeſang. O neige jezt dein ohr zu mir! Du forderſt dank; ich danke dir. 2. Die kleinſte deiner krea. turen Macht deine weisheit offenbar. macht von jahr zu jahr. Ein Man ſiebet dei⸗ ner guͤte ſpuren Und deine jeder tag We 8 Ou ſeyſt mein gott; drum preiſ ich dich! 3. Du ſorgſt, nach treuer vater weiſe, Fuͤr alle werke deiner hand; Und allem ftei⸗ ſche gibſt du ſpeiſe, Be⸗ f er und ſegneſt jedes land; Du liebeſt unveraͤn⸗ derlich; Der boͤſen ſelbſt er⸗ barmſt du dich. 4 4. Der erdkreis iſt von dei⸗ ner güte, Von deiner weis⸗ heit iſt er voll. Herr, un⸗ terweiſe mein gemuͤthe, Wie ich dich wuͤrdig loben ſoll; Gib, daß mein herz dich fren⸗ ——— ͥ́ æ¼—ijZ—ꝑE[̃—— feine werke ee d anton 1 namen Au iu bas feld geſtrel ger, du gabſf nen, Da du ihn* fuchbarkeit, 3 t du auch al N ibo kraft cheihn. 1 Nas dur iſt n mit regen; We hfiimt dein ſon 58 Dun theilſt die 1¹¹ danſegen, Zu unſ r pklolch ein. B lie kalt und ft. bach und reifet rn J. unt, pß ſchopferz hald 1 5b nem 17 K har! 0 iiber a S groß, und 1 Ann, laßt unser ihr! De 4. fü ab it ſchoͤ Gene Melodie 40. Gig 1 U 15 in 0 N 9 7 fuse fül, dg 95 dazlegen, 1 ett uud gen 10 1 dir b , Wan ie; 50 mit 5 * ſaht 7 e d bey Mö du i nch geh ln — 1 00* „ 3. Went u harr hm vaͤte 8 dt, Fir ale eke 40 dein t dai u, ſche i ii est, hes g. ſchin nd fan des zu dank z lc man, dra iter des n Vu hee wet beit er wl Hen, un ine tern A ei genie, A in ich Sing beben al 51 Eib 4 un ae N ehe faudmann kraft, zeit und waͤrmt dein ſonnenſchein; 6 del n inf Laß das herz voll preiſes XVI. Vor und bey der Erndte. freudig liebt, Dich, der mir ſo viel gutes gibt. 5. Das ſaamkorn wird in beinem namen Auf hoffnung in das feld geſtreut; Allguͤ⸗ tiger, du gabſt dem ſaa⸗ men, Da du ihn ſchufſt, die fruchtbarkeit, Zur ausſaat gibſt du auch allein Dem gedeihn. 6. Was burr iſt, feuchteſt du mit regen; Was kalt iſt, Du theilſt die zeiten, wie den ſegen, Zu unſerm beßten weislich ein. Bey waͤrme, hitze, kalt und froſt, Gruͤnt, waͤchſt und reifet unſre koſt. 7. Kommt, preiſt des ſchoͤpfers huld und ſtaͤrke, Bringt ſeinem namen ehre dar 16 rot iſt der herr, und ſeine werke Sind herrlich, groß, und wunderbar! Kommt, laßt uns ſeine macht erhoͤhn! Der herr iſt gut! ſein lob iſt ſchoͤn! Eigene Melodie Nr. 12. 5 46. Gott im himmel und auf erden, Herrſcher in der ganzen welt! rr werden, Da man dir zu fuße faͤllt, Fuͤr den nahen erndteſegen Dank und opfer darzulegen. 2. Herr! dir jauchzen feld und auen, Wald und huͤgel du dich ſchauen: Und un⸗ dankbar ſchwiegen wir, Gleich als ob zu deiner eh⸗ re Feld und au ſo ſchoͤn nicht waͤre? 3. Vater! du haſt aus erbarmen Uns unwuͤrdige ernaͤhrt. Du haſt reichen, du haſt armen Milder ga⸗ ben viel gewaͤhrt. Gott, der uns viel guts erwieſen, en! gelobt und hochgeprie⸗ en! 4. Du haſt ſonnenſchein und regen Uns zu rechter zeit geſchickt, Daß man dei⸗ nen vater⸗ ſegen, Allenthal⸗ ben hat erblickt. Berg und thaͤler, tiefen, hoͤhen Laſſen deine huld uns ſehen. 5. Ach! wer iſt, der deine guͤte Dir genug verdanken kan? Nim ein dankbares gemuͤthe Fuͤr die große wohl⸗ that an; Unſer mund ſoll ſtets erſchallen: Gott macht ſatt mit wohlgefallen. 6. Hilf uns, herr, daß trank und ſpeiſe, Die uns deine huld gewaͤhrt, Ja nicht, nach der ſuͤnder wei⸗ ſe, Werd zu unſerm fluch verzehrt: Bleiben wir in al⸗ leicht verſchwinden. gnuͤgte herzen; Stolz und geiz laß ferne ſeyn; Laß den undank nichts verſcherzen, Gib uns ferner dein gedeihn. zeugt von dir; Ueberall läßſt Willig laß mit deinen ga⸗ Ce 4 ben 42 ten ſuͤnden, Kan das gute 7. Schenk uns auch ver⸗ . 1 3 5—— 4 K 5 ! ß 8 8 eee 3——— 1———— 3 2 2ST PFFFFPFFPCCTCCVCCVCVFVVVPVP————. T—. neee 3 8 22 — ———— 8—— 408 Dritte Abtheilung. eee ben Uns die dürftigen auch laben. 8. Laß es deinem wort ge⸗ lingen, Daß auch wir, zu deiner ebr, Hier ſchon reich. lich fruͤchte bringen: Staͤrke du uns immer mehr. Schenk uns auch, nach allem leide, Droben mehr als erndte⸗ freude. mel. Nun danket all, und. Nr. 3. 4 ott ſorgt fuͤr uns! ö 547. G o ſingt ihm bank, Ihr chriſten, ſingt ihm gern! Vom aruegang bis zum nie⸗ dergang Trägt uns die huld des herrn. 2. Vom menſchen bis zum kleinſten wurm Reicht ſeine gnad und macht; Im ſon⸗ neuſchein, ſo wie im ſturm, Iſt er auf heil bedacht. 3. Mit froh gerüuͤhrter ſee⸗ le bringt Ein herz voll dank ihm dar! Die aͤhre, die vom ſegen ſinkt, Iſt ſein; gott k kroͤnt dae jahr. 4. Ja, Auen wir ver⸗ ehren dich Mit kindlich fro⸗ hem dank; Du naͤhtſt uns und gibſt mildiglich Auch mehr als ſpeif und trank. 5. Fried und geſundheit, kraft„ gedeihn Su unſrer haͤnde fleiß, Auch das gibſt du und dir allein Gebuͤhrt dafuͤr der preis. 6. Laß deines ſegens uͤber⸗ fluß Uns nun auch nuͤtzlich ſeyn; wir beym n genuß⸗ Uns def⸗ ſen maͤßig freun. s 7. Vermehr in uns die zu⸗ verſicht, Dir ewig zu ver⸗ Und hilf uns, daß traun, Bis wir dereinſt in deinem licht Des glauben erndte ſchaun. mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. 548. Liebreicher gott! Erzeiget ſich noch immer⸗ fort In ſeiner kraft auf er⸗ nutz beſtellt Und angebaut kan werden. 2. In hoffnung ſtreun wir ſaamen aus; Doch ſegneſt du nicht feld und haus, So iſt die muh vergebens. Nur deine kraft Und guͤte ſchafft 3. Laß unſre ſaat geſegnet ſeyn; Gib regen, wind und ſonnenſchein, Daß wachs⸗ thum und gedeihen Uns ſpaͤt und fruͤh, Nach ſorg und muͤh, Einſt wiederum er⸗ freuen. 4. Bewahre ſie das ganze jahr Fuͤr ſo vielfältiger ge⸗ fahr, Die ſie leicht kan ver⸗ letzen, Und den, den heut mer bald verſetzen. 5. Bey ſolcher ſaat ſeh ich alhier Zugleich manch troͤſt⸗ lich bild von mir. Denn unter ſturm und winden Er⸗ hebt ſie ſich: So muß auch ich Beym kreuz den himmel nden. 1 6. Und — dein ſegenswort den, Daß unſer feld Mit Uns unterhalt des lebens. Sein feld erfteut, In kum⸗ f E— 6 10 wie* 1 berditbt, U. de glei ae ft u br iw frucht; 2 brd, o gott!“ de tod. Jus ber ling. „ Auf dieſen T 0 Freut ſich b berg und ſinn;! 1 kuͤben filen. in ſaat, Na: ulth, Gleich kr len J. Nur mache rm bolt! bereit It d gottſellgkeit 8. fu zu bringens c 10 Derein en ge lohſinger m Wer pur den! 2 % Oe der 15 1 Vomit 18 in erfreuſt, Eng ſpfaden lernte L 1 md iu seg egen du u gel flug, und 1 id fend erfülſ 2. Du ſehſ 92 der güte, e herz sch freu 4% e lachss ge 15 Nd, was du ff Uns b ur er in, Mt 0 15 5 7 10 79 freuen 4. T er se. de 1 ahr 7 A defitge le, fahr, J ſie dacht kn 2 lezen 10 Sein Af, lum mug — m * 1 — % z. 2 c ce unt h ch A albie 12 on lt, Denn unten agen und buͤden et u bebt 10 60 Kuß 10 Sich* hn hin .* 05 10 b mn, den gut mer k erst, ic un ite XVI. Vor und bey der Erndte. 409 6. Und wie dat koͤrnleln erſt verdirbt, Und in der erde gleichſam ſtirbt, Um neue frucht zu bringen; So werd, o gott! Ich durch den tod Ins beßre leben dringen. 7. Auf dieſen ſeligen ge⸗ 1— Freut ſich bereits mein herz und ſinn; Muß ich bey truͤben fällen Die thraͤ⸗ nen ⸗ ſaat, Nach deinem rath, Gleich biters hier beſtellen. 8. Nur mache mich, o gott J bereit Im glauben und gottſeligkeit Viel gute feucht zu bringen: So will ich dir, Dereinſt dafur In ewigkeit lobſingen. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ä daß doch bey 549. O; der reichen ernd⸗ te, Womit du, hoͤchſter, uns erfreuſt, Ein jeder froh empfinden lernte, Wie reich du, uns zu ſegnen, ſeyſt; Wie gern du inen man gel ſtillſt, Und uns m it ſpeiſ und freud erfuͤllſt. 2. Du ſiehſt. es gern, wenn deiner guͤte, O vater! un⸗ ſer herz ſich freut; Und ein erkenntliches gewüthe Auch das, was du fuͤr dieſe zeit Uns zur erquickung haſt be⸗ ſtimt, Mit dank aus deinen haͤnden nimt. 3. So kommt denn, got⸗ tes huld zu feyren, Kommt, chriſten, laſſt uns ſeiner frenn! Und bey den ange⸗ fuͤllten ſcheuren Dem herrn der erndte dankbar ſeyn. Ihm, der uns ſtets verſor⸗ ger war, Bringt neuen dank zum opfer dar. 4. Nim gnaͤdig an das lob der liebe, Das unſer herz dir, vater, weiht. Dein ſegen mehr in uns die trie⸗ be Zum thaͤtgen dank, zur olgſamkeit; Daß preis fuͤr beine vatertren Auch unſer ganzes leben ſen. 5. Du naͤhreſt uns blos aus erbarmen, Dis treib guch uns zum wohlthun an tun ſey auch gern ein tro der armen, Wer ihren man⸗ gel ftiilen kan. Herr! der du aller vater biſt, Gib; je⸗ dem, was ihm nuͤtzlich iſt. 6. Thu deine milden ſe⸗ genshaͤnde, Uns zu erquicken, ferner auf. Verſorg uns bis an unſer ende, Und mach in Aae lebenslauf Uns dir im kleinſten auch 2 Daß einſt uns groͤßres glück erfren. 7. Bewahr uns den ge⸗ ſchenkten ſegen; Gib, da uns ſein genuß gedeih, Uu unſer herz auch ſeinetwe⸗ gen Dir dankbar und erge⸗ ben ſey, Du, der uns täg⸗ lich naͤhrt und ſpeiſt, Er⸗ quick, auch ewig unſern Ee 8 Nel. Dritte Abtheilung. Mel. Wer nur den lieben gott. feld und au und garten gruͤnt, 5 50 Wir ſingen, herr, Und uns, ſind wir es gleich 59 von deinen ſe⸗ nicht werth, Die frucht der gen, Wiewol ſie nicht zu zah⸗ erde reichlich naͤhrt. len ſind. Du gibſt uns ſon⸗] 5. Bewahre ferner unſre nenſchein und regen, Froſt, ſaaten, Und unſre haͤuſer, hitze, donner, thau und wind; haab und guth. Bewahre So bluͤht und reifet unſre ſaat, Nach deinem wunder⸗ vollen rath. 2. Der himmel traͤufelt lau⸗ ter guͤte, Die erd iſt deiner ſchaͤtze voll; Damit ein acht⸗ ſames gemuͤthe Dich finden uns vor miſſethaten, Vor wolluſt, geiz und uͤbermuth; Meil ſonſt, im reichſten uͤber⸗ fluß, Die ſeele doch verder⸗ ben muß. 6. Ja, wenn wir, vater, bein vergeſſen, Der du ſo und bewundern ſoll, Dich, der liebreich an uns denkſt: So durch ſeine weiſe macht Das alles hat hervorgebracht. 3. So ſey die liebe denn geprieſen, Geprieſen ſey die wunderkraft, Die auf den feldern, auf den wieſen Den erdbewohnern nahrung ſchafft. Du naͤhreſt uns, wir werden ſatt; Du giebſts, daß man noch übrig hat. 4. Du ſchuͤtteſt deines ſe⸗ genus fülle Herab, die wir f doch nicht verdient. Es iſt allein dein guter wille, Daß muß der fluch den ſegen freſſen, Mit dem du feld und haus beſchenkſt. Wird auch der vorrath nicht zerſtreut, So mangelt doch zufrie⸗ denheit. 7. So wollen wir denn hier auf erden, Des guten ſaa⸗ mens auszuſtreun, Nie muͤ⸗ de, nie verdroſſen werden, Und uns vielmehr der erndte reun, Die einſt, nach dieſer zeit der ſaat, Dein rath fur 1 55 erſehen hat. — Bey ſparſamer Erndte. Mel. Was dei* 95 iſt 2 75 Ireiſt, chriſten, mit 551 a P zufriedenheit, Preiſt gott, den herrn der erndte, Daß ſich nicht ganz die fruchtbarkeit Von au und feld entfernte. Noch ſtets erhalt Er ſeine welt; Was noͤthig iſt zum leben, Will er uns alles geben, 2. Er iſt der herr; in ſei⸗ ner hand Iſt, was die erde bringet. So ſehr auch men⸗ ſchenfleiß das land Baut, pfleget und be duünget, Kommt doch allein Von ihm Nur er, er laͤſſt gedeihn. die ſaaten Bluͤhn, reifen U und gerathen. 8 2 — 3 Oft ſehn 100 bluſrung schon T kdtentgegen D. ſſt er uns entfloh⸗ Itheigte ſegen. md giebt, Was. Doß er, alt her S Nun uns verehr cz „Zeigt auch ß ſichthar ſich huum ſeiner gabe ekt er doch ſicher⸗ dll wir nothig le ſetz hedacht, Ve huacht, Die ſein in, Die ihn halten, , Und o, was. ihn, An def 4 gen laſſen, Was mt hettem ſin —— V mn m de dus and. mchetzen Erl „ Im dal her armen: ATtbarmen. 8 J. du ſe u, Sie 7 den benhe 7 160 7. E Nan w Ar auf e ah daz gung fi V frnn, Me de, 1„ce vue e Und u ihre lte dir freun A b uh be daß uns hl. 8 uſaner 6. A 2.(l ber hn fis ai ver, vn dee , bring 0 fr ut uit; chen f de in delt, dig dd ebünglt, * 5 LI Aan Pon ihm ue gebe. n, 0 10, dit ag dal, fen * in 50 XVI. Vor und bey der Erndte. 411 zeit 9 vt, den uh ft 3. Oft ſehn wir froh in hoffnung ſchon Der reichſten erndt entgegen, Und ploͤtzlich iſt er uns entflohn, Der uns gezeigte ſegen. Gott nimt und giebt, Was ihm beliebt, Daß er, als herr der erde, Von uns verehret werde. 4. Zeigt auch gleich nicht ſo ſichtbar ſich Der reich⸗ thum ſeiner gaben: So gie⸗ bet er doch ſicherlich, So viel wir noͤthig haben; Iſt ſtets bedacht, Voll gnad und macht, Die ſeinen zu erhal⸗ ten, Die ihn nur laſſen walten. 5. Und o, was iſts fuͤr ein gewinn, An dem ſich gnuͤ⸗ gen laſſen, Was da iſt, und mit heiterm ſinn Das veſte zutraun faſſen, Daß, der die welt Regiert und halt, Auch uns, ſo lang wir leben, Was noͤthig iſt, wird geben! 6. Ja, hoͤchſter, wir ver⸗ ehren dich In allen deinen wegen, Und trauen unver⸗ aͤnderlich Auf deinen milden ſegen. Auch unſer brod, Wirſt du uns, gott, Von zeit zu zeit gewaͤhren, Wenn wir dich kindlich ehren. 7. Wir baten demuths voll dich an, Der alles weislich fuͤget, Deß vorſicht niemals irren kan, Deß wohlthun niemals truͤget. Froh dan⸗ ken wir, Erhalter, dir, Und preiſen deine guͤte Mit gnuͤg⸗ ſamen gemuͤthe. 2——v——ß——K— XVII. In all Mel.* F gott. 8 zuͤchtigt deine 4 E hand, O hoͤchſter, jezt das land. Zu deinem vaterherzen Erhebt in bit⸗ tern ſchmerzen Sich das ge⸗ baͤt der armen; Erhoͤr es mit erbarmen. 2. Du ſiehſt des landes noth, Sie kam auf dein ge⸗ bot. Du kanſt mit maͤcht⸗ gen haͤnden Sie lindern, und auch enden. Ein wort aus deinem munde Veraͤn⸗ dert zeit und ſtunde. 3. O herr, wir murren gemeiner Noth. ſre ſchulden, Und du beſtrafſt uns minder, Als wirs ver⸗ dient, wir ſuͤnder. 1152 4. Doch, vater, deine huld Iſt groͤßer, als die ſchuld. [Gedenke an die deinen, Die reuend vor dir weinen; Ge⸗ denke mit erbarmen An die gebeugten armen! 5. Verkuͤrze doch, o gott, Die dauer unſrer noth! Laß, die voll angſt dir flehen, Troſt und erleichtrung ſe⸗ den In neue lebens freuden. nicht; Gerecht iſt dein ge⸗ 0 richt Bey allem, was wir 6. Doch wenn, herr aller welt, — dulden; Denn groß ſind un⸗ hen; Verwandle alles lei⸗ *—:— 8 r 5 6. 8——— 2. 5—.. —.—— eee. 5 J7ã ͤddddddfſfſTffTGTGTſßGTſßTGTGTGTbTbGTPTGTGTſTGTGTſTbTſTTGTTTT 5—— g —̃ͤ— e 9 5 5 5 5 r W e 2. 8— e—— e. 3—————— 2* 1 2 2 2 2.— — N** ee ee ee e eee eee 8 2 e eee 8 W 8 8 1 4 r 25. 5 1*— 1 ĩͤ»ß00ßõͤĩ⁊ö˙ẽ“ ð³ðT ͤ r ͥẽð2i ̃ ¼wů ˙ʃe ee e 3 1— 5 8— 3 5 5—. 5— 0 5 4 3 1 2 8 — 412 Dritte Abthellung. 3 welt, Es dir noch nicht ge⸗ faͤllt, Die truͤbſal zu entfer⸗ nen: So ſtaͤrk uns, daß wir lernen, Mit ehrfurchtsvol⸗ lem ſchweigen, Vor dir uns kindlich beugen. 7. Ja, deine zuͤchtigung Leit uns zur beſſerung; Laß ſie die ſichern ſchrecken, Die ſchlaͤfrigen erwecken, Auf dein gebot zu merken, Und redlichfromme ſtaͤrken. 8. Wenn unſer herz dich liebt, So wird, was uns betruͤbt, Uns doch zum heil gedeihen, Und uns zulezt er⸗ en So wird uns deine gnade Zum licht auf dunk⸗ pfade 9. So ſtaͤrke denn das herz, Daß auch im groͤßten ſchmerz Es nie an muth uns fehle; O ſprich zu unſrer ſeele: Geiroſt! dich ſoll kein lei⸗ den Von meiner liebe ſchei⸗ den? 5 n 16. Am ſchluß von unſerm lauf, Dann klaͤrt ſich alles auf; Dann wird die aus⸗ ſicht heiter, Dann thränt kein auge weiter; Und die⸗ ſes lebens leiden Verwan; deln ſich in freuden. Mel. Aus tiefer noth ſchrey ich ꝛc. es Gerr, deine lang⸗ 353. H wuth ist ſehr groß; Wer kan ſie gnug er meſſen? Lebt gleich ſo man⸗ cher zuͤgellos, Und ſeiner pflicht vergeſſen: Doch eee. ſchonſt du ſeiner lange zeit, Und traͤgſt ibn mit barm⸗ herzigkeit, Und willſt nicht ſein verderben. 2. Der leichtſinn herrſchet immerfort In der verkehr⸗ ten herzen, Die, heiligſter, mit deinem wort, Wie mit der funde, ſcherzen; Und wil⸗ de ſittenloſigkeit, Geſtaͤrkt durch falſche ſicherheit, Kennt oftmals keine grenzen. zu dir, Du wollſt dem übel wehren: Noch mancher kan, das hoffen wir, Zu dir ſein herz bekehren. Nur bey⸗ ſpiel, ſchein und luſt der welt Iſt, was ihn in vers blendung haͤlt, Daß er dem boͤſen folget. n 4. Erbarme dich, getreuer gott, Der tiefgefallnen ſee⸗ len, Die jezt verfuͤhrt, in ſuͤnden todt, Ihr wahres wohl verfehlen. Der wahr⸗ heit licht erleuchte ſie, Und furcht der ſtrafe ſchrecke die, Die nicht die liebe beſſert. gefallt, Erhalt in deinem ſegen; Gib ihnen kraft, trotz aller welt, Zu gehn auf rechten wegen. Laß deine treue vaterhand Seyn dei⸗ Daß ſie dir treu verbleiben. 6. Ein vater und ein hirte weynt Es treulich mit den ſeinen; Mehr biſt du, groͤß⸗ ter menſchenfreund, Du e e eee ee 3. Wir flehn, all naͤchtiger, 5. Die aber thun, was dir nen kindern wohl bekannt, bu einſtens gr! Den treugeblleb 5 Daan wandeln lem licht; Dan ſthe ferner nick fies andiick kraͤr z al. Wenn wir 11 „Sehn wn 74 ſal ur Ind wiſſen keinen har, Und fir ſhitz noch rah Lr igen früh und J. Dann iſt es lein, Daß wir Ash erfreun, ln d du tteuet go ar helfer in ber Auer 9 r . Pu ade, dal wa fh. anf e dem igt 1 ein 1 4 4 fu a 8. 5000 geht. u en 2 0 n ff 4 ach 170 0 vet 0 i 1 0 A. 1 kn kblebel, Nah t, 5 chern Ane; — al Aaheh n het 10 n bannt, beugt, doch glaubens voll, zu mel an„Daß er fur uns XVII. In allgemeiner Noth. 413 kanſis nicht böſe weynen. Drum traun wir dir, und bitten dich: Erhalt uns fer, ner vaͤterlich In deiner furcht und liebe. 7. Dir treu zu ſeyn, iſt freylich ſchon Gewinn fuͤr dieſes leben; Doch wirſt du eigſtens groͤßern lohn Den treugebliebnen geben. Dann wandeln wir in dei⸗ nem licht; Dann wird uns ſelge ferner nicht Des la⸗ ſters anblick kranken. Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. Dehn wir nur truͤb⸗ 554. S ſal um uns her, Und wiſſen keinen ausgang mehr, Und finden weder ſchutz noch rath. Ob wir auch ſorgen fruͤh und ſpat: 2. Dann iſt es unſer troſt allein, Daß wir uns deiner 3. Wir heben unſer aug und herz Hinauf zu dir in unſerm ſchmerz, Und flehn dich um begnadigung Und 115 ſtrafen linderung. 4. Nach deiner gnade ſa⸗ geſt du Sie allen, die drum bitten, zu, Durch den, der unſer mittler iſt, Durch un⸗ ſern heiland, jeſum chriſt. 5. Drum kommen wir, herr unſer gott, Und klagen dir all unſre noth. Ach, deine vateraugen ſehn, Wie ſo ver⸗ laſſen wir da ſtehn! 6. Nur du biſt unſre zu⸗ verſicht, Vergilt nach un⸗ 705 ſchul ld uns nicht, Steh uns in allen noͤthen bey, Und mach uns aller plage frey. 7. Dann danken und lob⸗ ſin gen wir Mit freud er⸗ fuͤlltem herzen dir; Gehor⸗ noch erfreun, Und fliehn zu dir, du treuer gott, Du beß⸗ ter helfer in der noth. ſam deinem theuren wort, 1 Herr, preiſen wir dich hier und dort. XVIII. Witerungs Lieder. 1. Um In W Melodie. In unſerm kummer 555.3 kommen wir Ge⸗ bir; Wir rufen dich im him⸗ werd e 5 Regen. 2. Die felder ſind ein duͤr⸗ res land, Von langer hitze ausgebrannt; Sieh, es ver⸗ dorret immer mehr, Send einen milden regen her. 3. Betaͤubt und mit ge⸗ beugtem Nate Der hoff g nung 8 414 Dritte Abtheilung. nung und des troſts beraubt, Schaun wir das feld und find betruͤbt, Well es uns ſein gzwaͤchs nicht giebt. 4. Entkraͤftet ſteht faſt al⸗ les da, Dem gaͤnzlichen ver⸗ derben nah. Die hoffnung, die das feld uns gab, Nimt jeden tag zuſehens ab. 5. Wir alle ſchreyn aus tie⸗ fer noth, Nim uns nicht un⸗ ſer täglich brod; Hilf uns im elend! du allein Kanſt helfer und erretter ſeyn. 6. Ach, gib uns noch zu rechter zeit Den regen, der das land erfreut, Der die zerborſine erde tränkt, Und 7. Straf unſre fuͤnden nicht, o gott, Mit theu⸗ rung und mit hungersnoth; Vergib uns gnaͤdig unſre ſchuld, Du gott voll liebe, voll von huld. 8. Sey gnaͤdig uns durch deinen ſohn, Der mit dir berrſcht auf deinem thron; Er iſts, der liebreich für uns ſpricht, Drum wende, herr, doch dis gericht. 9. Wir wollen dir gehör ſam ſeyn, Und dir nur un⸗ ſer leben weihn. Troͤſt uns, o herr, verlaß uns nicht, Und ſtärk uns ſelbſt in jeder pflicht. ſich in ihre tiefen ſenkt. 2. Nach erhaltenem Regen. Mel Ach bleib mit deiner gnade. 2 Ein milder regen 3 56. E ſinket Erquik⸗ kend auf die flur; Wie labt ſie ſich, wie trinket Ihn freudig die natur! 5 2. Die ſanften ſtroͤhme kühlen Der luͤfte weites meer, Und die geſchoͤpfe fuͤhlen Nicht mehr ſich traͤg und ſchwer. 3. Gott ſpricht; das ſeuf⸗ zen ſchweiget, Und hitz und duͤrre fliehn; Der frommen danklied ſteiget Hinauf, und preiſet ihn! 4. Mit freud im angeſichte Sieht man jezt flur und 5 feld; Erquickt hat gott die fruͤchte, Der vater dieſer welt. 5. Nun wird die ſaat, die aͤhren Von gottes ſegen voll, Der ſeine menſchen naͤhren, Und ſie erfreuen ſoll. „6. Auf, preiſet gottes mil⸗ de! Er iſts, der regen ſchickt, Und lechzendes gefilde Voll vaterhuld erquickt. 7. Du ſendeſt vater, re⸗ en, Gibſt milden ſonnen⸗ ſchein; Du eilſt, mit deinem ſegen 8. Ach, laß uns nicht ver⸗ gebens Doch dieſe huld em⸗ pfahn, Erhalter unſers le⸗ bens, Uns alle zu erfreun. ö WII bun/ Ju dem n 4 90 kelue hu bens Uus je un. 34 mel. Mstiefet rotkr; ot, 5 70 10 lbs Mit wolken üb e Doch muͤſſen vor. n glanz Sie, villt, entfieh boch den regen je x ld laß der ſon back Uns wiel e ftkunn, 2. Die filber tre ax und hät, Die fa den schaden; Sit 3 heltt ftuchügkehr unh überladen, J den hu uns gezeg bDekißt zur er Sihl nahe h, ben. J. hat! unſte beringt; geh —— ee eg d 1 0 11 5 g n 1800 en 2 1* e ehe d on uu 1% eu d 1 ce N„ te „ rt W gui gol, da 1 naſtm niheg, eum lud 5 mum l. n. nn e abet gebe Wil an ed A e dae, fe n d f ne om, — 13 M 7 ile fen. e n c der 1 och Rete hald ts an et liche„ 1 0 hin 155 ie, de ü 7 14 1 5 icht 0 e eg fa 0 aal, ce, W nul ie, der un ſct, nden Daß leiden uns betruͤbe: XVIII. witterungs⸗Lieder. 418 bens, Zu dem wir dankbar nahn. 9. Laß keine huld verge⸗ bens Uns je von dir em⸗ pfahn, Und nim, herr un⸗ ſers lebens, Dich unſer fer⸗ ner an. 3. Um Sonnenſchein. Mel. Aus tiefer noth ſchrey ꝛc. 557.O0 gott, du kanſt den himmel ganz Mit wolken überziehen; Doch muͤſſen vor der ſon⸗ nen glanz Sie, wenn due will ſt, entfliehen; Halt doch den regen jezt zuruͤck, Und laß der ſonne frohen blick Uns wiederum er⸗ freuen. 2. Die felder trauren weit und breit, Die früchte lei⸗ den ſchaden; Sie ſind von vieler feuchtigkeit Ertraͤnkt und uͤberladen, Dein ſegen, den du uns gezeigt, Der ſich betruͤht zur erde neigt, Scheint nahe dem verder⸗ ben. 3. Herr! unſre ſuͤnd und miſſethat Hat dieſes wohl verdienet; Jedoch erzeig ieee uns deine gnad, Weil und dein ſohn verſuͤhnet. Wir nahen dir voll reu uns nun, Wir wollen ernſtlich buße thun, Und unſer leben beſ⸗ ern. 4. Gedenk, o gott! an dei⸗ ne treu, Und laß uns huͤlfe ſehen; Mach deine gnade bey uns neu, Um die wir kindlich flehen; Entzeuch uns deine freundlichkeit Doch nicht bey dieſer trauerzeit, Du biſt ja unſer vater! 5. Gib uns, o du liebrei⸗ cher gott, Den heitern ſchein der ſonne, Und uͤberſchuͤtt uns nach der noth Mit freu⸗ de, luſt und wonne; Und zeig uns jezt, nach deiner treu, Daß außer dir kein ſegen ſey Im himmel und auf erden. 4. Nach erlangtem Sonnenſchein. Mel. O gott, du frommer ꝛe. 5 Nein gott! du biſt 558. M gerecht, Und auch dabey voll liebe: Selbſt, wann es dir gefaͤllt, Scheinis gleich, als daͤchteſt f du, Bey unſrer ſuͤnden ſchuld, Nicht mehr an uns, dein volk, Mit vatertren und huld.. 2. Wir reizen freylich dich Gar oft mit unſern ſuͤnden, Und gleichwohl laͤſſeſt du nd gleichwoh Wuns — 4 2 7 „ . 4— n— 2 1 N e 5 85 a re Ne. er err ehe e de ge eee 3 3 5 e rn r 1 8 8 ee d 5 5 — 8 8 1 8 VVVVVVVCCCDCDVDCVVVDVVDVVTùVoI!!!t!t!t!!!! d—r!!!* ee eee 5 „„—F—T—T—TC—TCTbTPbT—T—T—T—T—T—T—T—T——T———————ů—ĩ—ĩůĩů— 8 188. 1 ö ...... ͤ—— 8 5 5——— eee ee T — — —— 416 Dritte Abtheilung. Uns huld und gnade finden: Wenn du den arm auch ſchon Zu ſtrafen ausgeſtreckt, Und der Die menſchen heilſam ſchreckt. N 3. Herr, dein erbarmen kan Kein menſchen⸗ ſinn er⸗ reichen; Wer iſt dir, hoͤch⸗ ſter, gleich? Wenn berg und huͤgel weichen, Wenn erde, ſonn und mond Aus ihrem laufe gehn: Bleibt deine gnade doch Stets un⸗ beweglich ſtehn. 4. Durch wolken lieſſeſt du Das ſonnenlicht bedecken: Wind, regen wetter, ſturm Erfuͤllten uns mit ſchrecken, Weil man den himmel 1 gedrohte ſchlag Nur ſtetes regnen, ſah, Und unſers landes frucht War dem verderben nah. 22 5. Doch, herr, auf deinen wink Erſchien die ſonne wie⸗ [der; Das trauren iſt vor⸗ bey; Wir ſingen freudenlie⸗ der, Und preiſen deine huld, Daß du auf unſer flehn, Bey unſrer kuͤmmerniß, Er⸗ barmungs voll geſehn. 6. Ja, herr, wir preiſen dich Mit freudigem gemuͤ⸗ the: O ſorg auch fernerhin Fuͤr uns mit vater gute; Gib uns zu rechter zeit Thau, regen, ſonnenſchein: Wir wollen dir dafur Von herzen dankbar ſeyn. * 2 XIX. Lieder bey Feuersndͤthen. 1. Fuͤr Abgebrannte. Mel. Nun ruhen alle waͤlder de. 5 59 O jammervolle ta⸗ ge, Da ſo viel angſt und plage Uns hart betroffen bat: Ein großes maaß voll thraͤnen Iſt bey dem bangen ſehnen Jezt un⸗ ſie ſpeiſe fruͤh und ſpat. 2. Drum fallen wir in buße Dir, hoͤchſter gott, zu fuße, Erkennen unſre ſchuld. Erbarme dich Verſtoß nicht deine au der ſuͤnder, Erzeig uns wieder gnad und duld. 3. Gedenk an deine treue, Wir flehen voller reue, Ach, merk auf unſer flehn! Du biſt ja unſer vater, Erhalter und berather, Laß uns nicht gänzlich unter gehn. 4. So groß der ſuͤnden ſchade: So ißt doch deine gnade Noch groͤßer, als die ſchuld. Du kanſt uns nicht verderben: Denn chriſti blut inn seen mb 1 9 flat: Mt wee IX U da und ſtetben 2 mn deine gnad u. . Mir flehn d wunden, Wo wär fefunden Ach 8 foſt und heil. L beten willen, lend fiilen, E aner gnade theil 6. Es ſoll bir beige 3u deinem dien as lud aufzeopfert f. gelt, bert, ſoll une lab jederzeit regit w bott, herr! ſollur s J. hdeſſe gönn nen, O vater! 1 2. Mel. Wenn nir in. f Amen hey; 4 2 1 Anger fin 10. een k dag de dee 0 80 Tn — 4 Waal n“ a 60 Aa pn n — Tah m, he ah neh Un e e 15 10 i n an: Tha g g eu erm Wi r r 2 herz 0 1 1 —. *———— *r bey Fe fh, — Ju Algebr u. e Erz as nian geh Eu bull 6 tei 3. 0 fl en lech, a n Wi n e d Ah, we mer a ift fen du No biſt 28 fa dig, Elch n und n then b it in Ane, 10 1 9 au n fue zu, u ſch. 3687 K. 1 1a an, c h 0 an, sc A Dela it J en eg: denn c ba, des 8 10 2 ehren wir Auch deine huld; XIX. Lieder bey Seuersnöthen. 417 blut und ſterben Erwarb uns deine gnad und huld. 5. Wir flehn durch ſeine wunden, Wo wir ſtets heil gefunden: Ach! gib uns troſt und heil. Laß ſich um deren willen, Doch unſer elend ſtillen, Gib uns an deiner gnade theil. 6. Es ſoll dir leib und leben Zu deinem dienſt ergeben Und aufgeopfert ſeyn. Dein geiſt, herr, ſoll uns fuͤhren, Und jederzeit regieren; Dein wort, o herr! ſoll uns erfreun. 7. Indeſſen goͤnn uns ar⸗ men, O vater! dein erbar⸗ tig bey; Daß kuͤnftig neuer ſegen Auf allen unſern wes en, Nach deiner huld, ſtets ey uns ſey. 8. Erſetze, was zuſammen Wir durch die wuth der flammen So ſchleunig ein⸗ gebuͤßt. Erfuͤlle dis begeh⸗ ren; Du wirſt uns, gott, gewaͤhren, Was unfrer wohlfahrt dienlich iſt. 9. Erbaue, was zerſtoͤret, Und was die gluth verzeh⸗ ret; Steur kuͤnftig allem brand: So wollen wir von neuen Uns deiner guͤte men, Und ſteh uns maͤch⸗ freuen, Und ehren dank⸗ bar deine hand. 2. Nach der Feuersgefahr. 5 Mel. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc. 560 Gott, deſſen macht des feuers kraft Zum ſegen und verderben ſchafft: Mit welcher ſchreck⸗ lichen gewalt Verwuͤſtets! und wie leicht, wie bald! 2. So manche haͤuſer hats verzehrt; So mancher men⸗ ſchen aluͤck geſtoͤrt! Auch dis hat deine hand gethan; Wir weinen, herr, und baͤten an. 3. Wir weinen; doch ver⸗ mer, gott, zu dir! Laß ſie nicht huͤlflos; troͤſte die, Die du gebeugt haſt; ſegne ſie!l 5. O gib, daß, wer ver⸗ ſchont ward, nicht Ver⸗ geſſe ſeiner ſchoͤnſten pflicht, Der pflicht, betruͤbte zu er⸗ freun, Barmherzig und auch mild zu ſeyn! 6. Was du uns nimſt, das kanſt du, gott, Auch wie⸗ dergeben; jede noth In heil verwandeln; weiſ und gut Iſt alles, was dein wille ſie half auch hier, Und hielt der flammen ſchnellen uuf Der uͤbrigen zu ſchonen, auf. 4. Mit unſern bruͤdern thut. 1 7. Gib unterwerfung und geduld, Daß wir nie deiner vaterhuld Verluſtig wer⸗ ſeufzen wir In ihren jam⸗ 1 den; voll vertraun, Dich, Sd ws 5 1 c 5 5 ö b 2 9 ͤ 5 2 eee e e e- eren 8 e e eee e e n e eee 8. 1 ſySSSSSSSͥGFPFGPFGFGFTfrTFCfõã y 27 e 77TTTTc G00 7 Ner- — — 418 Dritte Abtheilung. wo kein leid iſt, einſt zn ann 8. Schutz unſer ganzes va⸗ krieg und brand! Gib, well du unſer vater biſt, Uns al⸗ len, was uns ſelig iſt! terland Vor mangel ſeuchei“] XX. Beym Gewitter. Mel. Herzliebſter jeſu, was ꝛc. oder: Iſt auch ein gott, ꝛc. Nr. 2. 61. hommt, laſſt uns 581. gott und ſeine groß erheben; Und nicht vor ſeinem donner heidniſch beben, Und nicht(denn er kan ſegnen und uns ſchuͤ⸗ tzen,) Vor ſeinen blitzen. 2. Sie koͤnnen toͤdten uns und unſte heerden; Zerſtd⸗ rer ſeyn, und auch wohlthaͤ⸗ ter werden: Soll aber dann, wann ſie die welt erſchuͤt⸗ tern, Der fromme zittern? 3. Iſts gottes abſicht, daß ſie beben ſollen, Wo don⸗ ner unter ſeinem throne rol⸗ len; Und daß, wo blitze flammen, daun zur rache Sein zorn erwache? 4. Sie zeugen ja, alle deine werke, O gott! von deiner weisheit, und ſtärke. Gleich herrlich iſt im ſturm und in der ſtille, Dein rath und wille. 5. Von tiefer ehrfurcht, herr, vor dir durchdrungen, Sehn wir in der natur er⸗ ſchuͤtterungen, Auch güte, die ſie ſchmuͤcket und belebet, wie huld Geprüft zu werden, oft in truͤbſal kommen. Wir lei⸗ den, durch geduld zu edlen werken Uns mehr zu ſtaͤrken. 7. Dann reifen froͤhlicher der tugend ſaaten Zu man⸗ nigfaltigern und ſchoͤnern thaten. Sie werden, wenn die truͤbſal ſie bewaͤhret, Nur mehr verklaͤret. 8. So ſtrahlt, wenn don⸗ ner die natur erſchätkern, In groͤßrer ſchoͤnheit ſie nach ungewittern, Als ſchmuͤckte ſie nun eine neue ſonne Mit neuer wonne. 9. Verderben ſchwangre duͤnſt entfliehn, und ſeu⸗ chen, Die uns und unſern heerden drohn, entweichen; Auch athmen wir, von leicht⸗ rer luft umgeben, Mehr kraft, mehr leben. 10. So ſteigt, wenn eiunſt am groͤßten aller tage Fuͤr fromme nicht mehr ſeyn 8 leid und klage, Em⸗ por nach jenes weltge⸗ richts getuͤmmel Ein neuer himmel. ä 11. Wir werden dann zu einem neuen leben Her vor⸗ Selbſt, wenn ſie bebett. 6. Fruchtbaßer wird ſie dann, wie deine frommen, 0 gehn, werden dir entgegen him⸗ ſchweben, In dieſen neuen * 2 hinmel aufgenon lle frommen. 13. Weil wir 7 502.0 ud erde traͤget;* lift und meer Te unn beweget: beine gut, Und ſud, ſey ton un W. daun werden wil haft bich loben; gen, herr, fur? verke, Preis, E flͤrke, mel. Nun danket hoch. 2 kraft JN ncht, Obſchon! lh Der donner Hach 8 2. Du füͤhreſt des ſaat zum rei In wolken über ift gewünſchher Junch wind und g. Machſt durch 50 die luſt er en wein, Un 170 dad. N IJdolgacht un hit, de 105 weſthet, die— der ferdſgen i beine größe a e reh nt un ahi 10 75 en e e, line hüten! eee. a. Wa ſcngte du e b Ach, 10 1 5e llize e men . ute 0, a e ern mla „ bieſſre 8 ug, 1 One Ann, „ ee fa, van derich ag h len g l r er, fn W nit niht N e, „ch feat valle 0 — — 2 ne, cd S tin Aue ian J f, U i be 11 B re den Habe 5 ö ehen Ar mige 4. fell ua, 18 fil 0 O weisheit, die kein wi himmel aufgenommen Mit allen frommen. 12. Weil wir noch hier ſind, ſey von uns erhoben! Dann werden wir mit neuer kraft dich loben; Dir brin gen, herr, fuͤr alle deine werke, Preis, dank und ſtaͤrke. 8 mel. Nun danket alle gott ꝛc. hoͤchſter! deſſen 562. O kraft Luft, meer und erde traͤget; Der erde, luft und meer Durch einen wink beweget: Ich traue deiner gut, Und ehre deine macht, Obſchon bey deinem blitz Der donner ſchreckend kracht. l 2. Du fuͤhreſt vaͤterlich, Der ſaat zum reichen ſegen, In wolken uͤher uns Den oft gewünſchten regen Durch wind und wetter her, Machſt durch der blitze brand Die luft von duͤn⸗ ſten rein, Und traͤnkſt das duͤrre land. 3. O allmacht unſers herrn O guͤte, der nichts gleichet! Der ſterblichen erreichet! Laß deine groͤße uns In dei⸗ nen werken ſehn, Und ſelbſt im wetter auch Uns deine huld verſtehn. 4. Denn wenn daruͤber gleich Luft, erd und meer erſchuͤttern, So darf ein frommes herz Doch darum gar nicht zittern. Schreckt dich des ſchoͤpfers macht; So denke froh dabey: Daß ſie auch groß genug, Zu deinem ſchutze ſey. 5. Du ehrſt, o chriſt! ihn nicht, Wenn du nur knech⸗ tiſch bebeſt, Bey jedem don! nerſchlag In aͤngſten troſt⸗ los ſchwebeſt: Sieh deinen ſtarken gott Doch nicht ſo machtlos an, Daß er im wetter dich ſchuͤtzen kan. 6. Es wirket ſeine macht Ein ehrfurchtvolles grauen; Doch dieſe macht wirkt auch Bey frommen das vertrau⸗ en. An uns liebt unſer gott Zwar ehrerbietigkeit, Doch mehr noch zuverſicht, Mehr noch gelaſſenheit. 7. Und ſollte dieſer ſturm Dir etwa ſchaden bringen, So ſuche chriſtlich⸗ſtark Die unruh zu bezwingen. Es kan dir nichts geſchehn, Als was durch ihn geſchicht; Und das iſt alles gut; Be⸗ greifſt du es ſchon nicht. 8. Doch, well ſo veſter muth tz In unſrer macht nicht ſte⸗ het, Und man ſich nur durch dich Zu dir, o herr! erhoͤ⸗ bet: So flehe ich zu dir, Der alles gute ſchafft, Gib mir, dir zu vertraun, Muth, willigkeit und kraft. 9. So oft wir blitzen ſehn, So oft wir donnern hoͤren, Nicht auch be⸗ Laß uns durch hoffnung dich Dod 2 Und — 2 2———— r 2. 2 5 3———=:... ̃7+..,. ĩ˙(.....—f W.— ECC Cc TT——.— P K„„„Fßßßͥͥ.::.:. ß. 3 e 5 s—— N 1 1 9 9208 4 eee 5 1 1 8„5 5 r- 1 8 enn 958 Dp; 08— 24585 n PPP..—„FFF ͥͥ ͥ. m ĩ̃—:r 5 8 85 1 8 — ——— j j ˖‚ N ar 3 . ͤ 4²⁰ Dritte Abtheilung. Und auch durch ehrfurcht ehren. Hat deine gute ſchon Den blitz hervorgebracht, So iſt ſein ſtrahl doch auch Ein werkzeug deiner macht. 10. Was iſts, das dir dein nichts Mehr fuͤhlbar machen koͤnnte, O menſch! als die⸗ ſer ſturm Empoͤrter elemen⸗ te? Er predigt, ſterblicher, Der oft ſo trotzig iſt, Mit lauter ſtimme dir, Wie klein, wie ſchwach du biſt! 11. Gott, der die wolken lenkt, Erbarme dich aus gnaden, Laß dis gewitter doch, O vater! uns nichts ſchaden! Gib, daß der feuer⸗ ſtrahl, Wind und der ſchlo⸗ ßen heer Uns nicht an leib und guth, Allmaͤchtiger! verſehr. 12. Ach, laß in der gefahr, Bey donner, blitz und ſtuͤr⸗ men, Uns deine lieb und macht Bedecken und beſchir⸗ men! Vor allem aber gib, Wenn die gefahr vorbey, Daß dir fuͤr ſchutz und huld Auch jeder dankbar ſey. Nach dem mel. Wer nur den lieben ꝛc. 0 o iſt, nach got⸗ 563. S tes rath 55 wille, Dis wetter gluͤcklich nun vorbey, Und bey der angenehmſten ſtille Lebt al⸗ les auf und lebt aufs neu. Herz! fordert dis nicht dei⸗ nen dank, Und deinen fro⸗ hen lobgeſang? 2. O ſeele! preiſe den er⸗ reiter, Der ſeine große kraft bewies; Den ſtarken gott! der ſich im wetter So ma⸗ jeſtätiſch hoͤren ließ; Der ſeibſt des blitzes ſtralen lenkt, Und ſtets an uns in gna⸗ den denkt. 3. Wann die erhitzten duͤn⸗ ſte gluͤhen, So, daß die men⸗ ſchen und das vieh— odem matt und ſchmachten Gewitter. ziehen: Wie froh, wie mun⸗ ter werden ſie, So bald nur in die ſchwuͤle luft Der donner kuͤhle winde ruft. 3. Wie lieblich hebt ſich das getraide, Getraͤnket durch den regenguß! Und wie vergnuͤgt betritt die wei⸗ de Der neu⸗ belebten thiere fuß! Der muntern voͤgel frohes heer Singt froher des erhalters ehr. ä 5. O gott! es bringt uns manchen ſegen Der blitz und donner deiner hand. Er bahnt den weg wohlthaͤtgem regen, Und fruchtbarkeit ſtroͤmt auf das land. Drum wird dir, wann der frevler zagt, Vom chriſten freudig dank geſagt. 6. Jezt ſprichſt du. n — * ö ö 1 VI 2 mel. Was 1* x find gilt, Die fluth u. ſiwenmen! Nie itt; Wehr ihre Du kanſt die wia 1 0 1 kh. Verbirg jezt Angeſcht: Gedeien⸗ In gnaden. Gott, igt dein arm beſch r kan de futh uns ſtes — Nuo al. Nun danke 21 5 6 8 ob, ehr ea f 5 15 die it! gegen, uch dau wach 2 de ſuth bezwun cohete her 5 7 ſhreckte ſcht, . n dee bach bft unt c 0 kü ann, U bon herzen 4 maſqen gie beg in bekköden ag N ein mute labft.* um 6 6h 1 4 1 N der fla, dase! lh Ser e e c de wcnn hi f ie wen le fh ern Ei f des HH, e een dall 501 22 an b dal 4 3 vf walten 155 dum 1„ ume nin ftaſſ ang acht; Wehr ihrer macht; da g di, Halt us eigne, gott! geſungen, xXI. In Waſſersnoth. nicht mehr aus wettern, Doch heilig bleibſt du fuͤr und fuͤr; Dein blitz droht nicht mehr zu zerſchmettern, Dach bleib ich ehrfurchts⸗ voll vor dir: Du bleibſt ſtets meine zuverſicht, Ich liebe dich, und zage nicht. See XXI. In Waſſersnoth. mel. Was 108 gott will 1 ir ſind in noth; 564. Wee une gott, Die fluth nicht uͤber⸗ ſchwemmen! Nim uns in Du kanſt die wogen hem men. Verbirg jezt nicht Dein angeſicht: Gedenk an uns in gnaden. Gott, wenn uns itzt Dein arm beſchuͤtzt: Was kan die fluth uns ſchaden? leben! 2. Ach hilf uns, herr, Allmaͤchtiger! Um jeſu chri⸗ ſti willen! Ach, du allein Kanſt uns befreyn, Kanſt ſturm und wellen ſtillen! Erbarme dich; Hilf vaͤter⸗ lich; Beſchuͤtz uns guth und Dann wollen wir Dir, gott! dafuͤr Dank, preis und ehre geben. 3 Nach geendigter Waſſersnoth. Mel. Nun danket alle gott.[[ 3. Nun iſt der ſturm vor⸗ 565. Lob, ehr und dank ſey dir, O großer Daß du durch deine macht Die wil⸗ de fluth bezwungen. Es tobete der wind, Das waſſer ſchreckte ſehr, Die wellen rauſchten ſchon Faſt uber uns daher. 3. Doch mitten in der fluth Bewfeſeſt du erbarmen, Und halfſt uns vaͤterlich. Du zeigteſt an uns armen, Daß du von herzen doch Die menſchen nie betruͤbſt, Und im betruͤben auch Sie, als uc und dank⸗ altar. ein vater liebſt. bey, Die fluth hoͤrt auf zu toben. Gott! du haſt ſie bedroht, Mit ſtarker hand von oben. Die waſſer lau⸗ fen ab, Der menſch wird wieder froh, Der voll von furcht und angſt, Nach ho⸗ hen orten flog. 4. So ſey denn nun ge⸗ preiſt, O vater aller gute! Nim an, was wir dir ſezt Aus dankbarem gemuͤthe Fuͤr deine große treu Zum opfer bringen dar: Selbſt unſer herz ſoll ſeyn, Der Od 3 5. Wir 421 Dritte Abthellung. 5. Wir rühmen deine macht; Denn die gebot den wellen, Daß ſie ſich lege⸗ ten, Und uns nicht konnten fallen; Du ſpracheſt nur ein wort: Bis hieher ſollt ihr gehn! Da konnten wir uns gleich Frey und erret⸗ tet ſehn. 6. Wir wollen dir hinfort Allein zur ehre leben, Und nicht mehr, wie bisher, Mit ſuͤnden widerſtreben: So Das ſich dir, herr, ergie⸗ halt denn ferner auch Mit deinen ſtrafen ein, Und laß in deiner hand Uns einge⸗ zeichnet ſeyn. 0 7. Erfreue nun das land, Das du bisher betruͤbet; Erquicke, herr! dein volk, bet Zu ewig treuem dienſt; Gib neue fruchtbarkeit, Und ſchenk auf dieſe fluth Uns ſegensvolle zeit. 28 a XXII. In Kriegszeiten. mel. Ach gott, vom himmel c. Ich, gott! wir tre⸗ 566. A ten hier vor dich Mit traurigem gemuͤthe; Wir bitten dich demüuthig⸗ lich: Rett uns durch deine guͤte. Schau, wie die gro⸗ ße kriegsgefahr Sich zu uns naht und auch ſogar Uns zu verberben drohet. 2. Gedenke, vater! doch nicht mehr, Daß wirs ver⸗ ſchuldet haben. Gedenke nicht, daß wir ſo ſehr Die uns verliehne gaben Oft ſchaͤndeten, und lange zeit Zur wohlluſt, pracht und ſicherheit Undankbarlich 3. Oft ward, der unſer naͤchſter iſt, Gedruͤcket und betrogen; Durch ſchein des rechts, gewalt und liſt Das ſeine ihm entzogen. Drum 0 druckt uns deine ſchwere hand. Die funde, die wir nicht erkannt, Wird oͤffent⸗ lich vergolten. 4. Verzeih uns alle miſſe⸗ that Um jeſu chriſti willen. Da er fuͤr uns gelitten hat, Kanſt du dis ungluͤck ſtillen. Dein ſohn, der unſre ſuͤn⸗ den traͤgt, Die du ihm ſel⸗ ber aufgelegt, Iſt ja auch unſer mittler. b 5. Um ſeinet willen ſchone du Und ſtille unſer klagen. Verleih uns wieder fried und ruh, Und wehre allen pla⸗ gen. Erbarm, o herr! er. barme dich, Und rette uns doch guaͤdiglich Von krieg und kriegsbeſchwer den. 6. O gott! du kanſt der fuͤrſten herz, Wie waſſer⸗ baͤche, lenken. Ach! laß ſie doch der voͤlker ſchmerz Recht vater *I. een bilerlch bedenke inen un d den tis ibn heißt, der iu ſehn; Damit 1 5 herr! wir“ iu fuß Und bitt“ erung. Gib we s zu wahren buß, F. f hekehrung; 1.2 cht an unſerm tl dale füuden unſer K. fiſhen, ſelbſt verhi z 1 5 wider R st and Die fi ſaaden, Beſchü K ge ien ſtand. S uus weiter cad ile ſolche gutt! batertreu zu jede bontbarkeit erhebe Mel Wer nur den lr. F. E i Jet über u aher. Doch, fer schutz und re. fiehn ein k. 2 fluchen un u 4 ſeht, Me hefti fiht und nuch ö nd den ländern J dien Unz zur di dich qu ſehn, 10 „. l aten N e eg, 1 Kall. E, dau hn ad n un Wenk 5, N din dn 0 t Def da 0 fil e lach 1 de de ph fh gt Fu rush! dd cht eln y ten chan, ola k ie dg ech, I te uns da e dich dan kgeg n n eb, a h et e e in woc, At boßeh A en d i d fa dun 0 e 10 1 17 J e XXII. In Kriegszeiten. väterlich bedenken. Prag ihnen und den raͤthen ein, Was heißt, der laͤnder vaͤ⸗ ter ſeyn; Damit ſie frieden 7. O herr! wir fallen dir zu fuß Und bitten um er⸗ hoͤrung. zur wahren buß Und eifer zur bekehrung; Damit wir nicht an unſerm theil Durch neue funden unſer heil, Den frieden, ſelbſt verhindern. 8. Breit wieder uͤber un⸗ ſer land Die fluͤgel deiner gnaden. Beſchuͤtz und ſeg⸗ ne jeden ſtand. Laß nichts uns weiter ſchaden. Wir wollen ſolche guͤtigkeit Und vatertreu zu jederzeit Mit dankbarkeit erheben. mel. Wer nur den lieben gott. 567. Es zieht, o gott! ein krieges⸗wet⸗ ter Jezt uber unſer haupt einher. Doch, biſt du un⸗ ſer ſchutz und retter, So fürchten wir uns nicht ſo ſehr, Wie heftig auch ge⸗ fahr und noth Den voͤlkern und ben laͤndern droht. 2. Gib, vater, in ſo truͤben tagen Uns nur den ſinn, auf andre troſtlos zagen, Mit zuverſicht zu dir zu flehn; Weil nie doch menſchen⸗ huͤlfe nuͤtzt, rechte uns nicht ſchuͤtztt. 3. Kein blinder zufall Gib wahren ernst aufrecht ſtehn. Wenn deine herrſcht auf erden; Du biſt es, der die welt regiert. Ein jeder wird ſchon inne werden, Daß deine hand die welt regiert. Drum wol⸗ len wir, herr, voll vertraun, Auf deinen ſchutz und huͤlfe baun. ee e 122 4. Wir fallen gern in dei⸗ ne arme, O vater der barm⸗ herzigkeit! Und flehen de⸗ muthsvoll: erbarme Dich uͤber uns, zu dieſer zeit! Laß gnade nur fuͤr recht er⸗ gen, So bleiben wir noch 5. Und findet, herr, dein weiſer wille Noch ferner zuͤchtigungen gut; So faſ⸗ ſen wir in frommer ſtille Dennoch zu dir den frohen muth: Daß du gewiß zur rechten zeit Uns zu erretten ſeyſt bereit. 3 6. Du zuͤchtigeſt doch ſtets mit maßen Und meynſt es immer vaͤterlich; Auch uns wirſt du nicht ganz ver⸗ laſſen; Und unſrer noth er⸗ barmſt du dich. Wir ſollen nur durch angſt und pein Ge⸗ laͤutert und gereinigt ſeyn. 7. Froh werden auch wir ruͤhmen muͤſſen, Wenn du uns wieder wohlgethan: Gott brach, nach uns ver⸗ borgnen ſchluͤſſen, Zum heil uns auch durch noth die bahn. Du bleibeſt unſre zu⸗ verſicht, Barmherziger, ver⸗ laß uns nicht! a SI Nach — 3„)% fd!!!—„„„FFCCCͥͥͤ ͥ T000TTT0T0T0T0T0TbTT dee 8„ 2 nee— PP 3 K 5. eee————— 5— f 8 2—. 5 T. eee eee 80* 2.*— Dritte Abtheilung. Nach erlangtem Frieden. mel. Wer nur den lieben ic. I 568. Gelobt, gelobt ſeyft Gott, der du liebreich an uns denkſt, Und nun uns nach des krieges leiden Des friedens wonne wieder ſchenkſt! Du heißeſt die ver⸗ wuͤſtung fliehn, Und ſicher⸗ heit und ſegen bluͤhn. 2. Herr, das thuſt du; was du behuͤteſt, Dem darf ſich kein zerftoͤrer nahn. Wenn du, allmaͤchtiger, ge⸗ bieteſt, Iſt alle zwietracht abgethan. Auch uber uns haſt du gewacht; Auch uns die ruh zuruͤckgebracht. 3. O chriſten! fuͤhlt das ganz, und preiſet Froh⸗ lockend ihn, der uns erfreut, Der ſeines armes macht be⸗ weiſet, Und bey der macht barmherzigkeit; Der uns auf gnadenfluͤgeln tragt, Und wunden heilet, die er ſchlaͤgt 4. Preiſt ihn durch freudi⸗ ges vertrauen; Ihr ſeht, was ſeine huͤlfe kan. Er laͤſſt ſie uns auch ferner ſchauen Und nimt ſich unſrer maͤchtig an. Wo wir nichts koͤnnen, nichts verſtehn, Wird, was uns nuͤtzt, durch ihn geſchehn. 5. Preiſt ihn durch wohl. thun und erbarmen, Mo ihr der bruͤder noth erblickt, Daß ihr die leidenden und du mit freuden, 0 ö ö 1 ſe noth geendet. ii armen Speiſt, traͤnket, klei⸗ det und erquickt; Damit ſich alles, alles freu Und durch den frieden gluͤcklich ſey. 6. Preiſt, preiſt ihn durch ein frommes leben; Dis iſt der beßte lobgeſang. So viel iſt uns von ihm gege⸗ ben! So ſehr verdient er dieſen dank! O laſſet berz und wandel rein Und ihm ein würdig opfer ſeyn. 9325 Nim, vater, unſers dankes lieder Auch jezt mit wohlgefallen an! Froh ſchal⸗ len unſre tempel wieder Von dir, der uns ſo wohlgethan. Herr, unſer gott, dich lo⸗ ben wir! Herr gett, wir danken, danken dir! Mel. Sey 700 und 1 15 Gott, unſer froher 569. G lobgeſang Er⸗ ſchallet dir zum preiſe! Ver⸗ nim geruͤhrter herzen dank, Daß du nach vaters ⸗weiſe Uns wieder haſt ſo wohlge⸗ than Und alle zwietracht dich abgethan, Der voͤlker erbarmet. 5 2. Wie ſehr ward nicht ſo manches land Von krieges⸗ laſt beſchweret, Von der zum ſtreit erhobnen hand Geaͤngſtigt und verheeret! Nur du haſt groͤßerm leid gewehrt, Du haſt gebaͤt und flehn erhoͤrt; Auch die⸗ 3. Wo J̃ Der landmanr nett In aug ſthuten, dll hand beſchee bee huld zu feyr uthliggleit und gur Dagegen wieder ö ede fen han Was, , Oer lande! bauen, 5 Gott, unſer r ſeteſt, Daß dez Ieh knkeſt, Und ii ſchu ſun und geiſt! buliebe ſenkeſt! dchihett unſer da . 0 puiſt unſer der hu ſp gern en ahr feder NN m, Bang 570. Di dat 11 1 he aller al kebarmen, Halden hält! 820 Ver 4 dog 14 n. N09 a, ud than abgel de da n erdar 4 wan laſt* In d zun 1 ae 0 4 i ere! Nur wt haf giſan ke Gea gew 18. di ff geht 569 Aha 6 gal Aden zn J al weng 2 — 2 1 10 end n gc, and Arat lag l eu F, 16 8 2 * 0 0 e e e 4. Der landmann ſammelt ungeſtoͤrt In ausgeleerte ſcheuren, Was, gott, ihm deine hand beſcheert, Froh deine huld zu feyren. Ge⸗ rechtigkeit und guͤt und treu Begegnen wieder ſich aufs neu, bauen. 5. Gott, unſer vater, ſey gepreiſt, Daß du die her⸗ zen lenkeſt, Und in der herr⸗ ſcher ſinn und geiſt Die frie⸗ dens liebe ſenkeſt! Herr, dir gebühret unſer dank, Und dich preiſt unſer lobgeſang; Der du ſo gern erfreueſt. 6. Wehr ferner nun, nach Der laͤnder gluͤck zu deiner treu, Wehr maͤchtig allen kriegen, Daß uns der friede lang erfreu; Laß men⸗ ſchenliebe ſiegen! Beſchuͤtze du mit ſtarker hand Des 4 fuͤrſten ſtuhl, das ganze land Und jedes ſtandes wohlfahrt. 9 8 7. Wir traun auf dich, nur wollſt du auch Uns wahre weisheit lehren, Daß wir des friedens rechten brauch In misbrauch nicht verkeh⸗ ren, Und nicht durch ſtolz, durch uͤppigkeit, Durch leichtſinn, ungerechtigkeit Uns eigne noth bereiten. 8. Erhebt, erhebt gott im⸗ ae Den geber aller guͤther! Er iſt und bleibet, wie er war, Der menſchen freund und huͤter. Gleich herrlich, ſo von rath als that, Helft er, wie er geholfen hat. Ihm ſey allein die ehre!„ b XXIII. In mel. Von gott will ich nicht ꝛc. 570. Du beßter troſt der armen, Beherr⸗ ſcher aller welt! Du vater, voll erbarmen, Der ewig glauben haͤlt! Du unſre zu⸗ verſicht, Zu dem wir alle flehen, Auf den wir kind⸗ lich ſehen, Verlaß, verlaß uns nicht. 2. Erbarmender, ach wen⸗ de Der zeiten ſchweren lauf; Theurung. Thu deine milden haͤnde, Uns zu verſorgen, auf! Was irgend leben hat, Naͤhrſt du mit wohlgefallen. Naͤhr uns auch! ſchaff uns allen, Bey unſerm mangel rath. 3. Herr, der du auch uns ſchufeſt, Steh uns mit huͤlfe bey. Allmaͤchtiger, du ru⸗ feſt Dem nichts, damit es ſey; Zu helfen iſt dir leicht, ö 11 Du 326 Dritte Abth. XXIV. Bey gefaͤhrlichen Seuchen. Du kanſt dem mangel weh⸗ ren, In uͤberfluß ihn kehren, Wenns uns unmoͤglich deucht. 4. Die fruͤchte laß gera⸗ then, Und deine huͤlf uns ſehn; Exquicke du die ſaa⸗ ten, So oft ſie traurig ſtehn. Herr, baue ſelbſt das land, Traͤnk es mit thau und re⸗ gen, Und fuͤll es an mit ſe⸗ gen Aus deiner milden hand. 5. Erhoͤr uns, vater, kroͤne Das jahr mit deinem guth, Baß ſich das herz gewöhne Zu wohlgefaßtem muth. Lehr es ſich deiner freun; Stets zutraun zu dir haben, Und deine ſegensgaben Durch misbrauch nie ent⸗ weihn. 5 4 6. All zuͤtiger! wir hoffen Auf dich und deine treu. Oft hat uns noth betroffen, Und da ſtandſt du uns bey. Sprich nur dein maͤchtig wort! Das wird den man⸗ gel heben; Wir werden fro⸗ her leben, Dich preiſen hier und dort. Mel. In dich hab e 6 n, gott, biſt unſte 47 5 1 huͤlf und macht. Wenn uns dein auge nicht bewacht: Wer wacht, wer hilft uns armen? Erretter, dir, Dir flehen wir; Du wolleſt dich erbarmen. 2. Der ſeuchen gift ver⸗ breitet ſich Weit um uns her; erbarme dich! Laß uns nicht ploͤtzlich ſterben! Entzeuch dem tod Uns, der „uns droht; Entreiß uns dem verderben. 3. Du biſt ein gott, der gern verzeiht; Laß uns denn noch barmherzigkeit Vor deinem throne finden; Und dein gericht Vertilg uns nicht In unbeweinten ſuͤnden. 4. Kein reichthum ſchuͤtzt, eee Derr 0„N AV. Bey gefaͤhrlichen Seuchen kein ſtand, kein ort; Hier weinen wittwen, eltern dort, Und da verwaiſte kinder. Die ſeuch erreicht Auch den, der fleucht, Den frommen, wie den ſuͤnder. F. Deß alles ſind wir werth; doch wir Bewei⸗ nens, gott, und flehn zu dir, Du wolleſt uns vergeben! Wir wollen gern Dir, unſerm herrn, Gehorchen, dir nur leben. 5 82 6. Auch glauben wir an deinen ſohn. Um jeſu willen duld und ſchon, Und laß uns troſt erſcheinen! Streck aus die hand, Und laß das land Nicht langer huͤlflos weinen. 7. Sey mit den ſterben⸗ den, daß ſie Dein antlitz f ſchaun, chaun, und alle, leben, die bewahre un schmerz, Dar? az, Wie gern Alſohre. 3 Das ganze ——— —— V. ml. Wer nur den lite An mit d en Im tempel, J gahihn, und freuden ehen bruͤdern mal deines todt e doh weil mich e eit plagt, I fiabe wir verſag . Sieh, hier ar Amebette deyz 4 9770 allein le, ich weiß, file Hat 118 ah h cn, fannt ſeufzt Dabiſd 0 büßen a. 14 — — 9 gef daf. ust t Unt 0 51 D „del nn, 5 6. 6 fan f da bat: 55 ef und 10 1 86 t 1 hel teng kein 7255 weh tg d berpaſfe ie 48 a geht, der 455, 1 wie* 9 5. 8 d se h wer; Edach u de nen z dt, fp i, Du e eſt uu 25 0 i dee bk her geha lg lebt t „ l ga f 1 a hu. lr f 7 3 1 1 den N 1 1 i n 1 abendmahl allein. NV. In Krankheiten 7925 und alle, die Noch leben, die bewahre; Troͤſt in dem ſchmerz, Daß bald ihr herz, Wie gern du hilfſt, er fahre. 10 We ganze vat froh, lockt dir dann„ und bätet dich, erretter, an, Und preiſet deine gnade. Dann wandeln wir, O gott, vor dir Mie rin deine pfade?. XXV. In Krankheiten. N mel. Wer. gott ꝛc. Ich! koͤnnt 1 572. A mit deinen glie⸗ dern Im tempel, jeſu, dich erhoͤhn, Und freudenvoll mit deinen bruͤdern Das denk⸗ mal deines tods begehn! Doch weil mich noth und krankheit plagt, Iſt dieſe freude mir verſagt. 2. Sieh, hier auf meinem krankenbette Feyr ich dein Doch, herr, ich weiß, an jeder ſtaͤtte Haſt du verheiſſen, nah zu ſeyn. Wo je ein frommer ſeufzt und weint, Da biſt du, großer menſchen⸗ freund. 3. Um troſt iſt meinem her⸗ zen bange; Ich ſuche, herr, dein angeſicht. Um deine huͤlfe, gott, wie lange Ruf ich! und du erhoͤrſt noch nicht! Ach, ſtaͤrke bey des leibes ſchmerz Mein banges und beklemmtes herz! 4. Vielleicht, o 5 em⸗ pfang ich heute Zum lezten mal dein leib und blut; Drum gib dadurch dem zagten ſeele muth. Noch einmal, 5 flehe ich: Ach troͤſte un erfreue mich! 35, Laß das gedaͤchtniß dei⸗ ner leiden Mir ſchwachen troſt und kraft verleihn. Laß es die quelle ſaufter freuden Und jenes lebens vorſchmack ſeyn. Dein leiden, dein ver⸗ ſoͤhnungs tod Erquicke⸗ mich in meiner not. 6. Ich ſehe ſchon den him⸗ mel offen: Ich troͤſt mich meiner ſeligkeit. Was kanſt du, ſeele, groͤßres hoffen, Als was dir da dein gott verleiht? Nun komm ein neues leiden her, Mein herz erbebt dafuͤr nicht mehr. 2. Und naht der tod mit ſeinen ſchrecken, Ich bin ge⸗ troſt und zage nicht. Vom tode wirſt du mich erwecken, Ich fuͤrchte, herr, nicht dein gericht. Ich bin getroſt, dein leib und blut Giebt mir im tode troſt und muth. 7 Mel. 0ſch. lebe ſcup. 170 eber go 573. A bitte dich, Hilf mir und andern kranken, herzen freude, Und der ver⸗ Und * —.——ů— TTT e—.—....— 2—————— 8 — v... n. N— 85 3— 2 1 n 2 5. N t r 5. 2——— 2 2 8—— 5 2 2 1 8 8 P 8 2 1— 5———— T77ꝓ77700„„ 2... e Dritte Abtheilung. Und ſegne jeden doch, wie mich, Mit heiligen gedan⸗ ken; Gib uns gelaſſenheit und tuh, Und unſer beßter arzt ſey du, In ſchmerzen unſer troͤſter. 88 2. Belohne, treuer vater, die, Die liebreich meiner pflegen; Fuͤr ihre treue ſeg⸗ ne ſie Mit deinem reichen Feu Gib gegen ſie mir freundlichkeit, Laß mich aus unzuftiedenheit Sie nie durch murren kranken. 3. Soll dieſe krankheit wdiich ſeyn, Soll ich die welt verlaſſen: So laß von ſuͤndenlieb mich rein, Im glauben dich umfaſſen. Gib luſt und kraft zu jeder pflicht, Lehr mich, im glauben ans gericht, Die liebſte ſuͤnde haſſen. 1 4. Doch willſt du, beßter vater, mir, Geſundheit wieder ſchenken: So fleht mein herz dankbar zu dir, Es allzeit ſo zu lenken, Daß ich in meiner pilgrimszeit, Mit neuer treu und red⸗ lichkeit, Auf deinen wegen wandle. 5. Du weißt, wie wenig ich vermag, Du wolleſt ſelbſt mich leiten; Und recht auf meinen ſterbetag Durch a Daß Daß ich jezt ſchmerzen lei⸗ froͤmmigkeit bereiten: uͤber alles, Lieb 7 und ſterbe. alles ich Dich] de: Wr gegen 0 F 0 1 dich, Dir lehe, gott, dir] ne freude. l heit wohl bekannt; l Mel. Nun ſich der tag geendet oder: Nun—— dle und. Nr. 3. 8 Auch dieſen tag hab 574. A h dach Mit aller ſeiner noth. Nur deiner vaterlieb und macht Verdank ich es, o gott. 2. Waͤrſt du nicht meines lebens kraft, Mein retter und mein heil: So wuͤrd in meiner pilgrimſchaft Kein troſt mir je zu theil. 3. Ach, ohne dich, allguͤ⸗ ö tiger, Vergieng ich in der noth; Von freudigkeit und hoffnung leer Waͤr ohne dich mein tod. 5 N 4. Doch welchen troſt fuͤhlt nun mein herz: Du biſt, und bleibſt mein gott! Dein wort verſuͤßt mir meinen ſchmerz, Und lindert meine noth. 5. Froh kan ich mich dem ſchlaf vertraun, Auch ſchla⸗ fend bin ich dein. Vor kei⸗ nem unfall ſoll mir graun, Du wirſt mein helfer ſeyn. f 6. Und ſollt, o vater, dieſe nacht Auch kommen ſelbſt der tod: Wohl mir! dann fiſt mein lauf vollbracht, Geendigt alle noth. mel. Wenn mein ſtuͤndlein ꝛc. 9 ein wille herr 7 d oer, Doch weiß ich, daß du Und dis iſt mei⸗ Dir iſt die krank⸗ 0 18 — 1 baenſeht in deiner let weine tage 3, Wenn in mit aagerblcc Geſun? geen; So se Hir, gott, dis gal ch ſo oft genoſſen. 50 Ih fee bon jeden Ui gutes muths v gel herz, Leibe upadroſſen. 3 Mir, beßter b. iht zu, Daß unge! Hue; Gib der n, der mir ruh. Aſele ſchenke! Jen ber fark in ſchwe⸗ damit ich als eins than Dis leid. fag. 1 Jugeſſen laß E , ne, Du ſeyſt 1 llche. Gib n an herz doch jer z Mſch bettübe. cht auch mein, AJ geigzenlos 1 —— halb, Jachtewig he 1 dag 5 1 bentzel, N 5 dunn 5 nacht, derepgeh; let neh 5 wn 5, are h et ſchla der mur, lf dh fend öh dal, def 1. nem wal fil wg da du tmn ef i „6. lt, 5 nach! ich bung ff ren der. Millu it de lanf Nihat dag Get eale u., ti an e nt, —— ———*— 22 1 4— Iſt graͤnzenlos nicht deine XXV. In Krankheiten. 429 ben ſteht in deiner hand, Du zaͤhleſt meine tage. 2. Wenn in mir manchen augenblick Geſundes blut ſt gefloſſeu: So ſchenkteſt du mir, gott, dis gluͤck, Das ich ſo oft genoſſen. Oft war ich frey von jedem ſchmerz, War gutes muths; drum, o mein herz, Leid jezt auch unverdroſſen. 3. Nein, beßter vater, gib nicht zu, Daß ungeduld mich kraͤnke; mir, der mir ruh Fur mei⸗ ne ſeele ſchenke! Den geiſt, der ſtark in ſchwachen iſt; Damit ich als ein wahrer chriſt Dis leiden willig trage. 4. Vergeſſen laß michs, va⸗ ter, nie, Du ſeyſt und bleibſt die liebe. Gib nicht zu, daß mein herz doch je Unglau⸗ big ſich ber ruͤbe. Trug jeſus nicht auch meine ſchuld? huld, Nicht ewig deine liebe? 5. Das eilen meiner le⸗ benszeit, Laß mich, mein gott, erwaͤgen: Der todes⸗ nacht, der ewigkeit Flieg ich ſtets mehr entgegen. Erſt dann, wenn dis mein geiſt bedenkt, Sich recht zu dir zum himmel lenkt, Wird mir mein ſchmerz zum ſegen. 6. Voll hoffnung wend ich mich zu dir, Dir will ich mich ergeben; Schenk wah⸗ Gib deinen geiſt dre die beſchwerde. Bewahre nur fuͤr heucheley, O gott, mein herz; zum him⸗ mel ſey Gerichtet mein be⸗ Re 7. Ach, jeden, jeden au⸗ genblick, Laß mich, mein gott, dir weihen! Zieh von der erde mich zuruͤck; Laß nichts den geiſt zerſtreuenz Kein gluͤck der welt, kein traum der zeit, Gott, und bas gluͤck der ewigkeit, Sey meine hoͤchſte freude. ä 8. Ach, zum gebaͤte ſchenke mir Noch munterkeit und ſtaͤrke; Mein herz wird ſonſt entfernt von dir, Und traͤg zum guten werke. Will gleich mein geiſt, der leib iſt ſchwach; Hilf deinem kinde, vater, mach, Daß deine kraft ich ſpuͤre. krankheit pein Zu groß mir ſchwachen werde; Laß deine gnade mich erfreun Und mil⸗ Du, vater, weißt, was jeden tag Dein ſchwaches kind ertra⸗ gen mag. Hilf mir, erbarm dich meiner! Mel. Wer nur den. 8 5 er morgen kommt: 576.D und meine klage Wird auch mit dieſem mor⸗ gen neu. Wie traurig eilen mir die tage Der bangen pilgrimsſchaft vorbey! Der Erheitert meine ſeele nicht. ren ernſt und weisheit mir, Wie du beſiehlſt, zu leben. 2. Noch immer bin ich auf ö der 9. Laß nicht zu, daß der ſonne neugeſchenktes licht 428 Dritte Abtheilung. der erde, Wo mich gefahr und noth umringt, Wo täͤg⸗ lich härtere beſchwerde Zu k klagen und zu thränen zwingt; Noch immer fleh ich unerhoͤrt Um rettung, die mein herz begehrt. 3. Herr, eile doch mir bey⸗ zuſtehen, Verlaß den ſchwa⸗ chen pilger nicht! O neige, vater, auf mein flehen Zu mir dein gnaͤdig angeſicht! Gib mir geduld, und bey dem ſchmerz Ein hoffend und zufriednes herz. 4. Mir iſt mein ſchickſal noch verborgen, Das dieſen tag mich treffen ſoll. Auf dich, gott, werf ich meine ſorgen: Du kennſt und ſuchſt mein wahres wohl; Und was dein rath beſchließt und thut, Iſt immer höoͤchſt ge⸗ recht und gut. 5. Soll ich die laſt noch laͤnger tragen: Ich halte dei⸗ ner fuͤgung ſtill. Mit dir zufrieden, will ich ſagen: Herr, wie du willſt, nicht wie ich will; So laß mich, ohne falſchen ſchein, Gedul⸗ dig, wie mein heiland, ſeyn. 6. Nach allen leiden vol. len ſtunden Ruͤckt einſt mein ende doch herbey: Dann hab ich ewig uͤberwunden, Und bin von aller truͤbſal frey; Und ich empfang vor deinem thron Den mir verheißnen gnadenlohn. 7. Geſtaͤrkt durch dieſen fro⸗ hen glauben Vollend ich mei⸗ nen leidenspfad. Herr, ſtaͤr⸗ e, ſtaͤrke meinen glauben, Auch dann, wann ſich der tod mir naht. Vielleicht er⸗ ſcheint er heut; wohl mir! Dir lebt ich; und dann ſterb ich dir. Mel.. 455 ſchrey ꝛc. 57 Sſdie krankheit, du 977. 1 gerechter gott, Die ich jezt an mir ſpuͤre, Bezeugt mir, daß ich mei⸗ nen tod Stets in und bey mir fuͤhre Ja, jede ſtunde, jede zeit Erinnert mich der ſterblichkeit, Und ſpricht: denk an dein ende. 2, Du haſt die ſchmerzen auferlegt, Oie meine glieder tragen; Doch da mich deine liebe ſchlaͤgt, Willſt du mir damit ſagen: Des todes ur⸗ ſach iſt in dir, Dein leben ſteht in meinen haͤnden. 3. Ja wahrlich! deine va⸗ terhand Will mich durch lei⸗ den ruͤhren, Und mich von allem eitlen tand Zu edlern ſorgen fuͤhren. Wenn ich gleich ſehr entkraͤftet bin, Wird doch dein treuer vater⸗ ſinn Mir, wo es dienlich, helfen. 4. Beſchloͤßeſt du in dei⸗ nem rath: Ich ſolle langer leben; So kanſt du leicht auch in der that Den mit⸗ teln kraͤfte geben. Iſt aber dis dein weiſer schluß, 55 N aber kommt von mir, Und — 3 ich uunmehto fel? ö f 10 Eo hin ich auch „is eine bitt 1 Die wunden 72 iu, Wenn glei hen die kur Und ſlen. Denn leb bor bir, o gott!! qt auch bis in den— Jene wege preiſen el Nun kußen al . Hein jeſons 5. N cher Fpluſt am leib un ———— I öhlberg ned al beßter fuß Kiſſet, Ach, ſieh& ſöſer, Liegt jezt u dam willen krank. 4, Mie viel geſu den Sind, wie 3 hasch wunden! J bafaß ein jahe! halmich geſtärket S hum gemerket J dend und gluͤckle J Jatt, da ich y ehe, denk ich ſiude, Mt wahr db. du hast f babe lud hun 1 wet; dog lh x 9985 4. Ich warf wn danch Und 0 1 0 n hh 3. Mahr n 4 un: terh. dil act den Air, f ah, 5, ale en tung gc ö 0 — a ſorg An, A 1 geln or ahi, t Du 0 bein tag gig, tem ſun M e, bog lu, ma def 0% nen: Ic el 1 au e er that da * b gha, f df di eie fh 4 1 ie; f wann lebt 3 So kun lu aht, XXV. In Krankheiten. 431 ich nunmehro ſterben muß: So bin ich auch zufrieden. 5. Dis eine bitt ich: heile nur Die wunden meiner ſee⸗ len chen die kur Und alle mittel fehlen. Denn leb ich fromm vor dir, o gott! So werd ich auch bis in den tod, Stets deine wege preiſen. Mel. Nun ruhen 70 5987 5 2 hein jeſu, der vo 578. M ſchmerzen Und matt am leib und herzen Am oͤhlberg niederſank; Mein beßter freund und troͤſter, Ach, ſiehe! dein er⸗ loͤſter, Liegt jezt nach dei⸗ nem willen krank. i 2. Wie viel geſunde ſtun⸗ den Sind, wie ein ſtrom, verſchwunden! Wie ſchnell verfloß ein jahr! Du, herr, haſt mich geſtaͤrket; Ich hab es kaum gemerket, Daß ich geſund und gluͤcklich war. 3. Jezt, da ich ſchmerz em⸗ pfinde, Denk ich an meine ſuͤnde, Mit wahrer reu und leid. Du haſt mich ſtets ge⸗ liebet Und treu an mir ge⸗ uͤbet; Doch lüebte ich dich nicht allzeit. b 4. Ich warf mich nicht in demuth Und nicht in wahrer wehmuth Vor dir, erhabner, hin: Jezt wirfſt du meine glieber Aufs krankenbette nieder, Und lehrſt mich, daß ich erde bin. 3. Ich wandte meine kraͤfte Wenn gleich im leibli⸗ Nicht ſtets zum hauptge⸗ ſchaͤfte, Nicht ſtets zur tu⸗ gend an: Das fuͤhl ſch jezt mit reue, Gelob dir wahre treue, Dieweil ich gutes denken kan. 6. Mie oft bin ich beym baͤ⸗ ten Ohn ernſt vor dich ge⸗ treten, Wie laulicht ſucht ich dich! Jezt lernt mein herz nun ringen, Und ernſtlich zu bir dringen, Jezt ruf ich zu dir flehentlich. 7. So hilfſt du, herr, in gnaden Und hilfſt den ſee⸗ lenſchaden, Wenn du den koͤrper ſtaͤupſt. Mein leiden wird mir ſegen; Auch auf den rauhen wegen Seh ich, daß du die liebe bleibſt. 8. Vernim mein glaubig flehen, Laß mich doch huͤlfe ſehen, Verbirg dich nicht vor mir. Mein beßter hel⸗ fer, eile, Erquicke, lindre, heile, Denn meine hoffnung ſteht zu dir. 9. Vermindre meine plage, Verlaͤngre meine tage, Wenn es mir nuͤtzlich iſt. Im neugeſchenkten leben Will ich mich dir ergeben, Und ruͤhmen, daß du huͤlf⸗ reich biſt. 5 10. Doch ſoll ich bald erblaſ⸗ ſen, Und dieſe welt verlaſſen, So wafne mich mit muth. Laß mich mein haus beſtel⸗ len, Und machs in allen faͤllen Mit mir und mit den meinen gut. 5 i Mel, Dritte Abthellung. mel. Wer weiß, wie 5 5 ꝛc. 1 Tie komt, ſie komt 579. die lezte ſtunde! Schon iſt der richter vor der thuͤr! Was fuͤr ein wort aus ſeinem munde, Beſtimmt mein ewig ſchickſal mir? „Komm, du geſegneter, her⸗ „ein! Ach! oder? geh zur ee, 2. Herr, zeige mir noch vor dem grabe, Lehr mich recht, wie mein herz es meynt, Und was ich zu erwarten habe, Wenn jeſus zum ger richt erſcheint. Bin ich noch nicht auf rechter bahn: So nim dich, vater, meiner an. 3. Allwiſſender, iſt mein vertrauen Auf jeſum, auch von rechter art? Nicht, wie auf ihn die heuchler bauen, Bey denen er zum ſpotte ward; Die niemals auf ſein beyſpiel ſehn, Nie folgſam ſeine wege gehn. 4. Hat auch mein glaube dank und liebe Vor dir, mein gott in mir erzeugt? Ent⸗ flammte er der demuth trie⸗ be, Damit ich kindlich mich gebeugt, Wenn du mich als ein vater trugſt, Wenn du mich als ein vater ſchlugſt? 5. Du willſt, ich ſoll die ſuͤnd verlaſſen: Thu ich es treu und mit geduld? Ver⸗ gab ich denen, die mich haſ⸗ ſen, Mit hand und herzen ihre ſchuld? That ich auch ei⸗ nem menſchen leid, Der uͤber mich noch rache ſchreyt? . ſchwach; 6. Emmpfahl ich dir auch recht die meinen? Hab ſch auch tteu fuͤr ſie gewacht? Darf ihrer keiner darum weinen, Daß ich nicht als ihr freund gedacht; Und ſterb ich in der zuverſicht: Oer herr verlaͤſſt die meinen nicht? 7. Such ich in deinem wort erquickung, Wenn mir um troſt jezt bange wird; Sehnt ſich mein herz nach der ent⸗ zuͤckung, Die mir der herr, mein guter hirt, Erworben, und in jener welt, Am quell des lebens, vorbehaͤlt? 8. Mir ſagt dein wort und mein gewiſſen, Daß ich ein uͤbertreter bin. Laß ich auch fromme thraͤnen fließen Und fliehe baͤtend zu dir hin? Bleib ich getroſt durch chriſti tod, Auch, wenn des grabes ſchrecken droht? 9. Gott! richter! vater! ſchone, ſchone! Weil er den kelch des leidens trank. Gib kraft mir zu der ſieges krone, Die er dem frommen chriſt errang; Dann ſag ich durch des glaubens macht, Getroſt und froh: es iſt vollbracht? mel. Befiehl du deine wege. 580 Deit, die ich ſeufzend oi zahle, Voll ſchmerz und ungemach! Betruͤbt iſt meine ſeele, Und kraft und Faſt jeder morgen mehret Beſorgniß mir und ſchmerz, Doch 90 w * — all gehn gethret z auch nun, mein he 2. Las zieht dic e gige Von freud! ab? Gedenk lige Die dir 1 ab. O tage! rei Ich Un tauſend ſie⸗ das ſnd nun die „iuglech ich ſie! V Daß ir mich e akt, Wem den tte huld! Daß cc jezt druͤcke du ichs? mein f — 1 2* — —— ſun muß mir ſez⸗ wasn, Was leit! J zagſſt, Daß 1. ict en, Sein an 1 t. 1 Mein gott! 2 kl, Mir meiner ut, Komm ich, 2 bele, Und schlage Abruf: Laß mich z . füden So bi matstol, Was 5 bellen ſünde been 1 9 . dan zu len e chf bh dam; geg w ben ſchmer en, Wi. ie i mich unn, nich 1 des g n c und in e welt 9 des lel dag ſchrec oht! 9. C% fiber% ſchon Kone! Nala errar ann sig eh 1 und en es iſt ullnah me? ſehl du dent nh. 58 ek 1 wach! Ver weh le, Uh luft oder A wah N Aztdeh vnn 1 4. Mein gott 1 reue, Mir meiner ſchuld be⸗ n bn: XXV. In Krankheiten. 255 will ſeyn geehret; Ehr ihn auch nun, mein herz. 2. Was zieht dich noth und plage Von freud und dan⸗ ken ab? Gedenk der erſten tage, Die dir dein vater gab. O tage! reich an freu⸗ den, An tauſend ſegen reich! Was ſind nun dieſe leiden, Vergleich ich ſie mit euch? 3. Daß ihr mich einſt be⸗ gluͤcket, Wem dank ichs? gottes huld! Daß krankheit mich jezt drucket, Wem dank ichs? meiner ſchuld! Nun muß mir ſchmerz be⸗ weiſen, Was leichtſinn oft vergiſſt, Daß unſer leib nicht eiſen, Sein bau nicht ewig iſt. 8 in tiefer wußt, Komm ich, der unge⸗ 0 treue, Und ſchlag an mei⸗ ne bruſt: Laß mich nur gna⸗ de finden; So duld ich de⸗ muthsvoll, Was mich von meinen ſuͤnden Zum guten leiten ſoll. 5. Denn du lenkſt unſern herzen Selbſt plagen zum gewinn; Zeigſt mir in gro⸗ ßen ſchmerzen, Wie ſchwach, laͤßſt mich innen werden, Daß dieſe ganze welt, Und Ee Und alles guth der erden Nicht troſt fuͤr mich enthaͤlt. 6. Du machfl mich los von ſuͤnden, Daͤmpfſt meinen uͤbermuth, Und laͤſſeſt mich empfinden, Das leiden ſey mir gut. Du zeigſt mir in der naͤhe Tod, ewigkeit, ge⸗ richt. Wenn ich nun in mich gehe, Verſtoͤßeſt du mich nicht. 8 u eee e 0 7. O gott! dein weg iſt guͤte, Und ewig wird ers ſeyn. Druͤck tief in mein gemuͤthe Mir dieſe wahr⸗ heit ein, Daß in den tief⸗ ſten noͤthen Ich doch von dir nicht laſſ, Und ſcheints, du wolltſt mich toͤdten, Ich dich im glauben faſſ. 8. O, ſchenk mir licht und anade! Lebendig einzuſehn, Es ſey fuͤr mich kein ſchade, Den truͤbſalsweg zu gehn; Damit die laſt ich trage In ſiegender geduld, Und nim⸗ mermehr verzage An dir und deiner huld. 9. Nun, ſo geſcheh dein wille; Getreuer gott! zu dir Iſt meine ſeele ſtille: Denn taglich hilfſt du mir, Wovor ſollt ich erbeben, Du biſt, o gott! mein theil; Im tode, wie im leben Biſt du mein licht und heil. Nach n. 8 2 2 5 . 7˙»..—.— —— g— 224 Nach der Geneſung. mel. Aus meines herzens ꝛc. 2 ils in der krank⸗ 581. A heit ſchmerzen Die ſeele faſt verſank, Und nun aus vollem herzen Mein flehn zum himmel drang: Da hoͤrte gott mein flehn; Der treue, der erhalter! Nun ſoll auch den erhalter Mein dank und lob erhoͤhn. 2. Herr uͤber tod und le⸗ ben, Du meiner vaͤter gott! Wie ſoll ich dich erheben, Mein heil, mein herr, mein ott? Zu wenig iſt mein dank: Wer hat dich gnug erhoben? Zu ſchwach iſt, dich zu loben, Der engel lobgeſang. 3. Und doch von dir zu ſchweigen, Waͤr eine frevel⸗ that. Ich wills, ich wills, bezeugen, Wie gott errettet hat. Hoͤrts, menſchen! gott nur kan Vergeben und er⸗ retten. Ach, wenn wir gott nicht haͤtten, Wer huͤlf uns armen dann? 5 4. Dir will ich nun ganz leben, Und ſeyn dein eigen⸗ thum; Mein kuͤnftiges be⸗ ſtreben Sey deiner gnade ruhm: Dir weih ich meine zeit; Vor dir will ich ſtets wallen, Dir dienen und ge⸗ 0 fallen, In alle ewigkeit. —— l—— XXVI. In Todesndthen. mel. Nun laſſt uns den leib ꝛe. 2 Ges todes graun, 5 82. D des grabes nacht Flieht, herr, vor deiner wahr⸗ heit macht; Mein geiſt, er⸗ hellt von deinem licht, Bebt vor des leibs zerſtoͤrung nicht. 2. Es falle nur die huͤtte hin, Mit der ich hier umge⸗ ben bin; Ich ſelber, lebend, wie zuvor, Schwing aus den truͤmmern mich empor. 3. Ein innres maͤchtiges 55 Verkuͤndigt mir mein U oͤhres ziel; Dis ſtreben nach der ewigkeit Erhebt mich uͤber erd und zeit. 4. Dich, hoͤchſter, hab ich hier erkannt, Voll liebe, va⸗ ter, dich genannt; In dieſer ſeelenwuͤrde liegt Ein hoff⸗ nungsgrund, der nimmer trügt. e 5. Dein ſohn zeigt mir die beßre welt; Nun iſt mein glaube veſtgeſtellt. Wie herrlich wird der menſchheit werth Durch jeſu zuſag auf⸗ geklaͤrt. 6. Gluͤckſelge aus ſicht, auch fuͤr mich! Entzuͤckt hebt meine XI ———— uin, ſele ſch;! gilt des chriſten e nenn himm Da ſind ich, dier talh Zu mers lardnet hat; Ge: 16 gnabenblicks v Alendung meine 1 Mel freude g. ſhon hier, O gütz jimi ichs bir? S S lanerm ungemach e ur berſüßung na So hat ſchon da atsſtand Der hör kz unterpfand 2 e, die mich hier a Di lebt und se bäckt. 10. Des freudi uuns voll, Ee its mir werden. h, ban ſünd und fit, Nun reifte umpenheit, I, Der toh dar! „ ſcekenb ſehn; um wahren Du gates 1 nene Der kra n bann hn Todes then e loben, ö falle ale alt 7 ter, fenantz a * nach 86 evg mich a end ub. 4. e böchſer ght hier Aynt, WI lch seele Ape legt n nung ageid, he trug ö f. 5 5 e fegte ben für um Kad 3. 0 ſohy ne herr ird de mit van Fa meine ſeele ſich; Ich ſeh im 7. Da find ich, was dein vollendung meines gluͤcks. 8. Viel freude gabſt du mir dank ichs dir? Stets folgte kleinerm ungemach Die groͤ⸗ be, die mich hier begluͤckt, verruͤckt.. ich, von ſuͤnd und noth be⸗ Durch gottes kraft beſiegt beßr ut; u glau deftgeſelt de XXVI. In Todesnoͤthen. 435 eiſt des chriſten lohn, Ich ſehe meinen himmel ſchon. guter rath Zu meinem wohl geordnet hat; Genieße dei⸗ nes gnabenblicks Und der ſchon hier, O guͤtiger, wie Mel. Herr jeſu chriſt, meins ꝛc. 583 8 jeſu, meines lebens licht, Mein Tief beugt mich meiner lei⸗ den laſt; Ach! unter ihr er⸗ lieg ich faſt. 2. Mein gott, wo nehm ich kraͤfte her? Der gang zur ewigkeit iſt ſchwer. Nim deinen pilgrim an der hand, ßere verſuͤßung nach. 9. So hat ſchon dieſer kind. heitsſtand Der hoͤhern hoff⸗ nung unterpfand; Die lie⸗ Die bleibt und ſegnet un⸗ 10. Des freudigſten ver⸗ trauens voll, Erwart ich, was mir werden ſoll, Wann freyt, Nun reife zur voll⸗ kommenheit. II. Der tod darf mir nicht ſchreckend ſeyn; Er fuͤhrt zum wahren leben ein. mein herz Der krankheit laſt, der trennung ſchmerz. 12. Wann hier von uns, die gott vereint, Der lezte auch hat aus geweint, Dann wird ein frohes wiederſehn Auf ewig unſer gluͤck erhoͤhn. 13. Herr unſrer tage, fuͤhre du Uns alle dieſem ziele zu, Daß uns, bey ſtandhaft frommer treu, Des lebens end erfreulich ſey, 5 Und fuͤhr ihn in das vater⸗ land. 3. In mir tobt jezt des todes ſchmerz, Voll iſt da⸗ von mein armes herz; Es ſchreyet ſehnſuchtsvoll in mir: Nim mich, o herr, nim mich zu dir! 4. Ich ſeh zu deinem kreuz empor, Und halte mir dein ſterben vor, Denn nichts kan, ſelbſt in todespein, Mir troͤſtender, als dieſes ſeyn. 5. Wann dann mein ſter⸗ bend haupt ſich neigt, Und ſich mein grab mir traurig zeigt; So ſey dein wort: es iſt vollbracht! Mein licht in meiner todes nacht. 6. Mit ſieg gekroͤnt gingſt du ins grab, Ich folge dir getroſt hinab. Ich geh zu gott mit freuden hin, Und jauchze, daß ich ſelig bin. 7. Ich traue, herr, auf deinen tod In meiner lezten todesnoth; So ſchließ ich meinen lebenslauf, Und du nimſt mich in himmel auf. Ee 2 8. Am troſt und meine zuverſicht! 4 „ 43⁰ DPtrilte Abthellung. 8. Am juͤngſten tag er⸗ weckſt du mich, Da ſieht mein lauge froh auf dich; In jenes ſchreckliche gericht Fuͤhrſt du mich, deinen freund ja nicht. 5 9. Unſterblich werd ich auf⸗ erſtehn, Verklaͤrt werd ich den vater ſehn, Und du machſt mich in deinem reich Auf ewig deinen engeln gleich.. Amel. Wer weiß, wie nahe mir ꝛc. * Ich faſſe, vater, dei⸗ 584.3 ne haͤnde Und hal⸗ te ſie im glauben veſt; Ver⸗ laß den nicht an ſeinem en⸗ de, Der ewig ſich auf dich verläſſt; Du biſt mein gott von jugend auf, Hilf gluͤck⸗ lich enden meinen lauf. 3. Du haſt nach deiner va⸗ terguͤte Beſtaͤndig wohl an mir gethan; Erhoͤr auch meine lezte bitte: Nim, gott, mich dort zu ehren an! Ach, vater, ach! noch eins iſt noth: Ein gutes end, ein ſelger tod. 3. On haſt mich je und je geliebet, Verſorgt, geſtaͤl kt, geſchuͤtzt, regiert, Mich oft erqäickt, durch leid geͤbet, Oft wunderbar, ſtets wobl gefuhrt. Wohin ich ging, wohin ich ſah, War mir ſtets deine guͤte nah. J. Auch jezt, auf meinem ſterbedette, Sieh meine noth mit mitleid au! Erquicke, lindere, erreite! Denn du biſts, der mir helfen kan. Staͤrk mich im guten bis ans end, Damit ich treu den lauf vollend. b 12 5. Mein heiland, treib die furcht zuruͤcke, Beſiege mei⸗ nen lezten feind; Lenk auch im ſterben meine blicke Auf deinen tod, o ſeelenfreund! Sprich mir troſt, muth und freude zu, Mach ende, brin⸗ ge mich zur ruh! 5 6. Ihr, meine guͤther dieſer erden, Ihr machet mir den tod nicht ſchwer; Denn je⸗ tzund werd ich ſelig werden, Drum brauch ich eurer nun nicht mehr. Du, gott, biſts, wenn das eitle weicht, Der mir des lebens krone reicht. 5 7. Ich uͤbergebe dir die meinen, Du vater der barm⸗ herzigkeit; Laß ihnen ſtets dein troſtlicht ſcheinen, Und bleib ihr gott zu aller zeit. Behuͤte ſie fuͤr ungemach, Und bringe ſie mir ſelig nach. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. or Ich will dich, gott, 585.3 im tod erheben, Selbſt nah am grabe dank ich dir. Zum ſegen gabſt du mir mein leben, Und auch zum ſegen nimſt dus mir. Mein leben ſucht ich dir zu weihn! Drum bleib ich auch im tode dein. 2. Gott, J. Goll, Ja ard eutziehſt, . welcht ſunben, Venn dur: 1 u du getreu befl ſconender erbarm K Anächtiger, in t Gent du mi en, nicht. 3 Der leib wirke de horſche huͤte u gelt hier wo& lt; Schon geh Fila schritte Dar fc aus dieser we 1 ganſtund zage nit git it ſelbſt meins I. 1 Ne ſollt ich e ichn da du, ei nic tarbſt? Er Ig der weg zum lr lum kteuze mir r e du ihn gingſte⸗ n gehn, Wie du e dug auferſehn. . ß auch da in nihe Mus en schrecken dr hn, auf ben il ſche, Aft auch nan befand h 00 den lobn, denn ut, S nah g ich nicht fe, Vann i din lab, berit denn boten dar 00 ſe zu deln uh denen z wein u ballen berſi; Laß U dein e icht ſcehg deib z gott zu ch Bedi e für mea und s ze ſe uf icht um fegen gf, nit n leben, lay N nüt in! 56e. XXVI. In Todesnöthen. 437. 2. Gott, welche feyerliche ſtunden, Wenn du mich nun der erd entziehſt, Auf mich, den du getreu befunden, Voll ſchonender erbarmung ſiehſt! Allmaͤchtiger, in dein ge⸗ richt Geoſt du mit mir, er löſten, nicht.; 3. Der leib wird ſchwach, die morſche huͤlte, In der mein geiſt hier wohnt, zer⸗ foͤllt; Schon gehen meine muͤden ſchritte Den weg zu gott aus dieſer welt. Ich bin g. troſt und zage nicht; Denn gott iſt ſelbſt mein heil und licht. b 4. Wie, ſollt ich vor dem ko⸗ de heben, Da du, erloͤſer, fuͤr mich ſtarbſt? Er iſt durch dich der weg zum leben, Das du am kreuze mir exwarbſt. Wie du ihn gingſt, will ich ihn gehn, Wie du, werd ich auch auferſtennn. 3. Laß auch das grab in ſeiner nähe Mir noch die lezten ſchrecken draͤun: Du, herr, auf den ich hoffend ſehe, Wirſt auch noch dann mein beyſtand ſeyn. ſpricht, So nah am ziele, zag ich nicht. 2 6. Du wacheſt uͤber meine ſeele, Wann ſie ihr haus, den leib, verliert; Gibſt deinem boten dann befehle, Der ſie zu deinen freuden führt, Zu denen der recht So nah dem lohn, den gott ver⸗ 3 ſchaffne chriſt Durch jeſu tod berechtigt iſt. 7. Ich will dich noch im tod erheben, Selbſt nah am grabe preiſ ich dich; Denn ewig werd ich bey dir leben, Und da erfreu ich ewig mich; Fur mich iſt ſelbſt der tod gewinn. Wohl mir, daß ich erloͤſet bin! mel. Kommt her zu mir de. 586. Noch walle ich im ethränenthal, Gedruckt von kummer, muͤh und quaal, Doch nur noch wenig tage! Dann eile ich aus dieſer zeit Hinuͤber in * zurück Zu dem, der ihn ge⸗ geben. 8 3. Wohl meinem geiſt, wenn er dann ruht, Wenn er rechts ſchaffen, fromm und gut, Wenn thaten ihn begleiten! Wenn er, vereint mit jeſn ehriſt, Unſtraͤflich, rein, und fähig iſt Zum gluͤck der ewig e 4. O hohes gluͤck, vor gott zu ſtehn! O freude, ſeſus, dich zu ſehn, Und mit dir deine glieder! Zu ſehen dich E . in deinem licht Von ange Ee 3 icht 438 Dritte Abtheilung. ſicht zu angeſicht, Dich, groͤßter aller bruͤder! 5. Doch erſt am tag des auferſtehns, Am tag des frohen wiederſehns, Wann neu wird dieſe erde; Am tag, wo gottes wunder⸗ kraft Mich ganz verklaͤrt und neu erſchafft: Was ich erſt dann ſeyn werde! 6. Wie wird mir dann zu muthe ſeyn, Wann alle tod⸗ ten, groß und klein, O je⸗ ſu! vor dir ſtehen! Wann du mich dann beym namen e 1 03 0 15 geln mich bekennſt; Ich ewig dich ſoll ſehen! 7. Wann ich in jener gro⸗ ßen ſtadt, Die gottes hand 5 gegruͤndet hat, Im anſchaun mich verliere! Wann ich in deinem himmelreich, Den engeln und dir ſelber gleich, Ein neues leben fuͤhre. 8. Ich, ich, der jezt noch thraͤnen weint, Ich werde, wann der herr erſcheint, Dann leuchten, wie die ſon⸗ ne! Ich ſuͤnder, werd von ſuͤnden rein, Ich ſterblicher, unſterblich ſeyn, Ich, got⸗ tes bild und wonne 9. Befreyt und ewig fern von quaal; Erquickt mit freuden ohne zahl, Gott immer, immer naͤher: Dann ſteigt mit jedem augenblick, Det ſeele unausſprechlich 1 lück Noch unans ſprechlich 10. Und aller ſeraphinen ſchaar, Und wer auf erden heilig war, Sind alle mei⸗ ne bruͤder; Sind alle nur ein leib mit mir, Und ſin⸗ en ewig, jeſu, dir Aus frohen munde lieder. II. Wie ſind der freuden, herr, ſo viel! O freuden ohne maaß und ziel, Hoch uͤber alles ſehnen! O ewig⸗ keit] o ewigkeit! Was iſt das leiden dieſer zeit? Wie nichts ſind alle thraͤnen! 12. Sey ſtark! ſey freu⸗ denvoll, mein geiſt! Gott lebt! gott haͤlt, was er ver⸗ beißt! Gott iſt der gott der frommen! Glaubs nur, nichts iſt fuͤr dich zu groß, Fuͤr dich, zu dem aus gottes ſchoaß Der eigne ſohn ge⸗ kommen. mel. O ewigkeit, du donnerwort. 587. Wen ge a meine pilger⸗ zeit Nun ganz durchlebt iſt, und der ſtreit Des glaubens ausgeſtritten; Wann kaum mein ſterbend herz mehr ſpricht: Dann, jeſu, komm und ſchweige nicht Zu ſei⸗ nen lezten bitten; Erhoͤ⸗ re mich, wann mein gebaͤt, Um troſt zu dir, um gna⸗ de fleht. 5 i 2. Wann mich kein freund mehr troͤſten kan, Und doch mein herz bebt, ſage dann: Die ſuͤnd iſt dir vergeben! Ach, f 0 in delnd nich Elgreif— 4 Dann droh 10 uugeſcht, C baperfung droht 1 lch, terben, ſts⸗ ben tod, Der beffung droht, dn heil verach! nacht in deinem Eßh boshaften fromm zu ſeyn, d Ag nicht achtet: K Ateſt der toh e di euge ver! 0 1 aug der Di.iil d. 90 heb r N 588. Di* „ 4 1c unk e Unt, zeit N. mum; bung h 50 a den ausge 45 en Wb be 1% ue ſpricht J nm, ß n und sc ant nh f fh im nen l u bitte; ih nüſte mit 2„ann men gat den Un tr. ß J be, an g dem de eh d, 2. L nc ken feu 5. a, ib d. — nein! 1, ſige bannt Die i n J. f ö 1 4 el.“ Mert bühne At dea ß 1j l e . XXVII. In Todesnoͤthen. 439 Ach, wann des todes ſchrek⸗ ken mich Ergreifen, dann, mein heiland, ſprich: Ich leb, und du ſollſt leben! Dis wort von dir nur, und mir gnuͤgt; Des todes ſchrek⸗ ken ſind beſiegt! 3. Dann droh mir nicht dein angeſicht, Gleich miſ⸗ ſethaͤtern, das gericht, Und laß mich nicht verderben. Nicht ſterben laß mich, herr, wie die, Die dich verwar⸗ fen, die ſich nie Bereiteten zu ſterben! Was iſt ſo furcht⸗ bar als der tod, Der ewige verwerfung droht? 4. Ach, ſterben, ſterben ward den tod, Der ewige ver⸗ werfung droht, Wer, herr, dein heil verachtet! Wer nicht in deinem blute rein Sich boshaft weigert, fromm zu ſeyn, Mit vorſatz dich nicht achtet: Ach, den ergreift der tod, der tob, Der ewige verwerfung droht. 725 5,r Von angſt des todes iſt der frey, Der dir geweiht iſt, dir getreu; Ihm iſt er keine ſtrafe. Gelobet ſey der herr, mein licht; Des todes nacht ſchreckt mich ja nicht: Mir wird er nur zum ſchlafe. Es iſt ein fiunſtrer weg; doch mir Ein weg zum leben und zu dir. 6. Gelobet ſey der herr, mein ſchild, Der mich mit ruh und troſt erfullt, Mit willigkeit zu ſterben! Ich glaub an ihn, und bin ge⸗ wiß, Er führt mich aus der finſterniß Zu ſeiner freu⸗ den erben. O welchen ſu⸗ bel ſtimm ich dann Dem to⸗ des ⸗ uͤberwinder an! 5 7. Gib deinen frommen, jeſu, kraft, Den ſchwerſten ſchritt der pilgerſchaft Ge⸗ troſt, wie du, zu enden! Sprich zu den ſchwachen ſeelen: ich Bin euer hei⸗ land! freut euch! ſprich: Ich will euch nun vollenden! Erquicke ſie; und nach dem ſtreit Erhoͤhe ſie zur ſeligkeit, Fuͤrbitte fuͤr einen Sterbenden. Mel. Ich Dee ſach gott dc. u wollſt erhoͤren, 588. D gott, ſein flehn! Nicht ins gerichte mit ihm gebn, Der jetzo deiner ewig⸗ keit Sich naht, befreyt Nun bald von dieſer eitelkeit. 3. Des lebens und des to⸗ des herr! Nun iſt fuͤr ihn bie zeit nicht mehr! Du haſt gezaͤhlt des hauptes haar, Sein todesjahr Beſtimmt, als keine zeit noch war. 3. Erfuͤllt iſt ſeiner leiden zahl; Er leidet jezt das lez⸗ bee l fe in ſeines e 4 .——— öo¾ꝛi. 7——— ä—— ̃— 5 . 5 todes —.. ̃ v—T—.. ͤ v 7˙ͤ Vw» ˙Ü˙..fn mm 7. * er e 3 2282 ͤͤ—T—T—VT—ꝓ—Ciͥm t... EPF 440 Dritte Abtheilung. todes noth Sein freund und gott! Ein ſchlummer ſey fur ihn der tod! 3 4. Vollende, vater, ſei⸗ nen lauf, Nim ihn zu dei⸗ nem frieden auf! Verlaß ihn, wann ſein herz nun bricht, Verlaß ihn nicht, Herr! herr! mit deinem gnadenlicht. 5 5. Exleichtre ihm den lez⸗ ten ſchmerz! Von dir er⸗ quicket, ruh ſein herz! Durch jeſu todesſchwelß und blut, So ihm zu gut Vergoſſen, ſtaͤrke ſeinen muth! 6. In ihm vermehre deine ruh, Sein armes herz er⸗ quicke du, Geiſt gottes! N . geiſt des herrn! Zeig ihm den gnadenlohn von fern; Laß ihn den himmel offen ſehn, Und jeſum ſtehn Be⸗ reit, ihn gnaͤdig zu erhoͤhn. 8. Ach gnade, gnad ergeh fuͤr recht! Denn von dem menſch⸗ lichen geſchlecht Iſt ſelbſt der heiligſte nicht rein! Wer kan wol dein, Gott! ohne deine huld ſich freun? 9. Sey, richter! ihm nicht fuͤrchterlich; Erbarme ſei⸗ ner ſeele dich! Auch aus der Erloͤſe, gott! erloͤſe ſie! 10. Behuͤte ihn in ſeinem tod; Ihn ſegne, ſegne, ſeg⸗ ne gott! Wann nun ſein au⸗ laß ihn im vertraun, Auf jeſum ſchaun, Und ſo ent⸗ gehn des todes graun. 7. Mach ihn getroſt, o Wagen angeſicht! ge ſterbend bricht, Leit ihn dein licht; Troͤſt ihn vor XXVII. Bey mel. Nun laſſt uns den leib 725 5 egrabt den lei 589. B 1 ſeine gruft, Bis ihm des richters ſtim⸗ me ruft. Wir ſaͤen ihn; einſt bluͤht er auf, Und ſteigt verklaͤrt zu gott hinauf. Begraͤbniſſen. bey gott, Der ſie aus aller ihrer noth, Aus aller ihre miſſethat, Durch ſeinen ſohn, erloͤſet hat. 4. Hier bat ihn truͤbſal oft gedruckt; Nun wird er, gott, von dir erquickt. Hier trug er 2. Aus ſtaube ſchuf ihn jeſu ſanftes joch; Entſchlief einſt der herr. Er war ſchon ſtaub; und wirds nur mehr. Er liegt, er ſchlaͤft, ver⸗ weſt, erwacht Dereinſt aus 3. Des frommen ſeele lebt dieſer todesnacht. 2 leiden dieſer zeit, Gott, im tod, und lebt doch noch. 5. Gott blieb er treu bis an ſein grab, Nun wiſcht gott ſeine thraͤnen ab. Was ſind gegen deine herrlichkeit? 23 6. Nun 1 tiefe rufet ſie; Erhoͤre ſie! 1 ful iim hüten zu, ber ewigkeit, O lb tugend, uns? . Ach, ſeſu d . 1 nter lezten n nuke ganze ſeele 15 fig unſer ende ſt⸗ quboriger Ma zrabt v 0. G weſh s del, O ibr noch! uu eln; Es blelb's U gtabe nich fas khnamt, unc lt. 1 du wirſt m bf geben, d fig, weit verftte: hlt ic, wie nn „n, chen 0 Beg Min. bey, i Der se 1 15 5„ Au ag , misst u Durch fag i erlöſ g. N .., bat Ahl dag gedr W Nun unh gt „ eon A guick Hat a ein u eb joh G en im end lebt och l — a z. b dich amn n „gag ug, Nut ein 48 inen d. Bb fü ne 41 be 15 1 ell! I 1 inn hen 13 gezaͤhlt iſt, wie mein haar, XXVII. Bey Begraͤbniſſen. 441 6. Nun, du erloͤſter! ſchlaf in rub. Wir gebn nach un⸗ ſern huͤtten zu, Und machen zu der ewigkeit, Durch glaub und tugend, uns bereit! 7. Ach, jeſu chriſt! dein bittrer tod Stärk uns in unſrer lezten noth! Laß unſre ganze ſeele dein, Und ſelig unſer ende ſeyn! In voriger Melodie. zrabt mein ver⸗ 590. G weſliches 18 bein, O ihr noch ſterblichen, nur ein; Es bleibt, es bleibt im grabe uſcht: Denn jeſus kommt, und haͤlt ge⸗ richt. 5 2. Du wirſt mein aufge⸗ loͤſt gebein, O du verwe⸗ ſung, weit verſlreun: Allein Mein ſtaub, gott weckt mich wunderbar. 3. Gott iſt barmherzig, und verſtoͤßt Im tode nicht, die er erloͤſt, Die nicht fuͤr deren miſſethat Der mittler ſich geheiligt hat. 2 4. Bey euch hat truͤbſal mich gedruckt, Nun hat mich gottes ruh erquickt; Ich trug des beilands ſauf⸗ tes joch, Entſchlief im tod, und leb doch noch. 5. Ihm blieb ich treu bis an mein grab; Nun wiſcht er meine tbraͤnen ab. Was ſind die leiden jener zeit, Gott gegen deine herrlichkeit? 6, Nun laſſet mich in meiner ruh, Und geht nach euren huͤt⸗ ten zu; Schafft, daß ihr ſelig werdet; ringt, Bis ihr euch Ae N 55 2 2— 4 r 55 5 1 2 12 11 ld auch der erd entſchwingt. r nach dem Alphabet, er Geſaͤnge, und auf die Numer der Lieder eingerichtet. 5 A. A 3 Num. Elch gott, vom himmel ſieh 216 Ach gott! wir treten hier vor 566 Ach! könt ich doch mit deinem 572 Ach, lieber gott! ich bitte dich 573 Ach, ſieh ihn dulden, bluten 119 Ach, wann werd ich von der 276 Ach, wider dich mein gott, hab 277 Allein gott in der hoh ſey ehr 31 Allein zu dir, herr jeſu chriſt 278 Alle menſchen muͤſſen ſterben 226 Allen menſchen und auch mir 440 Allen, welche nicht vergeben 448 Alles iſt an deinem ſegen 339 All mächtiger, ich hebe 319 Allmaͤchtig⸗ großer gott 54 Allwiſſender vollkommner geiſt 14 Als in der krankheit ſchmerzen 381 Alſo hat gott die welt geliebt 77 Am kreuz erblaſſt, der marter 140 Anböätung, lob und preis ſey 157 Anbätungswuͤrdger gott 1 An dich, mein gott, zu denken 331 Auch dieſen tag hab ich vollbr. 574 Auf, chriſten, bringet preis 363 Auf, chriſten, laſſt uns unſern 66 Auf, chriſten, preiſt mit mir 364 Auf chriſti himmelfahrt all. 158 Auf deine weisheit ſchauen 341 Auf gott und nicht auf meinen 340 Auf, jeſu freunde! freuet euch 139 Auf meinen lieben gott 342 Auf, o ſeele! werde munter 533 Auf, ſchicke dich, recht ſeyerlich 82 Aus deiner milden ſegens 409 Aus einem tief vor dir geb. 279 Aus freudigem gemuͤthe 498 B. Beſfiehl du deine wege 343 Befreyt von allem kummer 534 Betleite mich nach golgatha 130 Ni Begrabt den leib in ſeiner gr. 589 Beherrſcher himmels und der 35 Bewahre mich, herr, daß der 308 Bringt preis und ruhm dem 142 C. Chriſt, alles, was dich kraͤnket 344 Chriſte, du lamm gottes D. Dank ſey dir, vater meines leb. 344 Das gluͤck iſt groß, das gott 46 Das grab iſt leer: des hoͤchſt. 143 Daß ich mich, mein gott, ſelbſt 399 Dein heiland lebt, o chriſtenh. 144 Dein heil hat heut, volk gottes, 94 Dein heil, o chriſt, nicht zu 355 Dein reich, o gott, iſt herrlich 4 Dein ſind wir, gott, in ewigk. 227 Dein wille, herr u. vater, 575 Dein wort, o hoͤchſter, iſt 182 Den hoͤchſten oͤffentlich vereh. 484 Der am kreuz iſt meine liebe 131 Der du alle deine werke 520 Der du die liebe ſelber biſt 441 Der du ſelbſt die wahrheit biſt 183 Der du uns als vater liebeſt 165 Der du uns das heil errungen 78 Der du uns mit deinem blute 309 Der freuden fuͤll iſt, gott, bey 268 Der herr hat alles wohl gem. 145 Der herr iſt gott und keiner 2 Der lezte meiner tage 228 Der morgen kom̃t: und meine 576 Der ſpoͤtter ſtrohm reiſſt viele 184 Der tag!] das jahr] iſt wieder 535 115 Dein bin ich, gott; dein iſt 55 Deine leiden, gottes ſohn 103 Deines gottes freue dich 334 Der wohlluſt reiz zu widerſtr. 405 Des 5 8 To ſahtes ſchd —— 2 nheit l deb ſabes watten 4 des Morgens erſte Oes todes graun, des Ich bit ich an, erfand dic bit ich gott bel Ich bitt ich, heiland dach herr und vater X Lich hochſter, ehrer z ch ech ich wieder, S Au auf der erde wal Liebahn iſt rauh, auf Deſeiode deines krel Jerchriſt junger S Jeluͤdet, deren wi g Tue krankheit, du ger Ti dank ich fuͤr mei A odtk, dir will ich cx Duet, ey preis ung r A hob ich mich erg r u ulder geber ale „Dunſerm gott, it n x Ab later der du der y Wi der ung an wem Jui dertug, den 98 Ty aler menſchen 1 r Aubechter traf der n Jute chriß, wat f Audit g urermeßl N bite, dem eh uU Juan ſtonmen bet I de ki böſes d du neuſden hen „Tl der ch butund; d och dez 15 ier, el Mt, 2 „Die ihr ehriſti junger ſeyd . Dein si r, gut, le 25 ö Num. Des jahres ſchoͤnheit iſt nun 518 Des leibes warten, und ihn 406 Des morgens erſte ſtunde 521 Des todes graun, des grabes 582 Dich baͤt ich an, erſtandner 146 Dich bitt ich, gott, beweiſe 543 Dich bitt ich, heiland aller 96 Dich, herr und vater aller 321 „Dich, hoͤchſter, ehrerbietig 328 Dich ſeh ich wieder, morgenl. 522 Die auf der erde wallen 229 Die bahn iſt rauh, auf der ich 427 Die feinde deines kreuzes 217 199 „Die kinder, deren wir uns 499 Die krankheit, du gerechter 577 Dir dank ich fuͤr mein leben 372 „Dir, gott, dir will ich froͤhlich 23 Regiſter. Num. Du laͤſſeſt, herr, uns unterw. 488 Du liebſt, o gott, gerechtigkeit 446 Du, o herrſcher, ſtiegſt vom 382 Durch dich, gott, bin ich, was 502 Durch dich, o großer gott 374 Du ſchufſt, von vaterhuld erf. 523 Du ſtellteſt dich zum mittler 73 u, vater deiner menſchenk. 332 Du weiſer ſchoͤpfer aller dinge 16 Du weſentliches ebenbild 100 Du willſt es, herr, mein gott 400 Du wollſt erhoͤren, gott, ſein 588 E. 85 Ein fremdling bin ich in der 269 Ein herz, o gott, in leid und 429 Ein lamm geht hin und traͤgt 120 Dir, gott, ſey preis und dank 56 Ein milder regen ſinket 536 Dir hab ich mich ergeben 2 Ein ruhiges gewiſſen 463 Dir, milder geber aller gaben a Dir, unſerm gokt, iſt niemand 41 Dir, vater, der du deinen ſohn 166 Dis iſt der tag, an welchem 485 Dis iſt der tag, den gott gem. 83 Du, aller menſchen vater 453 Du beßter troſt der armen 570 Du biſt ein ehriſt, was qualſt 423 Du biſt, o unermeßlicher 19 Du biſts, dem ehr und ruhm 373 Du, der frommen beßte freude 168 Du, der kein boͤſes thut 61 »Du, der menſchen heil und oy Du, der voll blut und wunden 132 Du fühlſt, o ehriſt! das leiden 428 Du fuͤhrer, der mit treuer 167 Du gabſt mir, ewger, dieſes 418 Du, gott, biſt unſre huͤlf und 571 Du, gott, der unſre zuflucht iſt 295 Du, gott, du biſt der herr der 509 Du gott, und vater aller welt 517 Du haſt geſtiſtet, herr, die eh 496 Du haſt, mein vater und mein 345 Du, herr, biſt meine zuverſicht 346 Du, herr der ſeraphinen 51 Du, herr, haſt aus barmherz. 200 Du, herr und vater meiner 230 Du klagſt, und fuͤhleſt die 424 5 Freywillig haſt du dargebr. 150 Freywillig haſt! 1 ins iſt noth! o herr, dis eine 383 Ein ſtarker ſchutz iſt unſer gott 218. Erbarm dich, herr, mein 31 Erhabner gott, was reicht an 3. Erhalt uns, herr, bey deinem 219 Erhalt uns, herr, die obrigkeit 492 Erhebt den herrn, ihr frommen 67 Erhoͤhter jeſu, gottes ſohn 25 Erhoͤr uns, gott, wir flehn um 373 Erinnre dich, mein geiſt, erfr. 147 Er iſt erſtanden, jeſus chriſt 148 r kommt, er kommt zum 262 Ekloͤſer, der im ſtaube 116 Ermuntre, ſeele, dich und ſey 311 Es eilt der lezte von den tagen 419 Es freu der fuͤrſt des landes 493 Es iſt noch eine ruh vorhand. 270 Es iſt vollbracht: ruft nach 133 Es lag die ganze welt 99 Es wolle gott uns gnaͤdig ſeyn 220 Es zieht, o gott! ein krieges 567 Es zuͤchtigt deine hand 552 Ewge liebe, mein gemuͤthe 68 Fern ſey mein leben jederzeit 447 Freue dich! des herren tag 149 Reg iſter. 5 g Num. „Frohlocke, mein gemuͤthe 100 Frohlockt, ihr chriſten, preiſt 151 Für alle güte ſey gepreiſt 336 Fuͤrwahr, du biſt, o gott, 42 1 G. Gedanke, der uns leben gibt 69 Gehorſam iſt die beßte gabe 337 Geiſt vom vater und vom 169 Gelobet ſeyſt du, jeſu chriſt 8a Gelobt, gelobt ſeyſt du mit 368 Gelobt ſeyſt du, herr, unſer 201 Gerechter gott! vor dein ger. 20 Gern will ich mich ergeben 231 Getreuer gott, wie viel geduld 30 Getroſt und freudig geh ich 232 Geweiht zum chriſtenthume 198 Gib, gott, wenn ich dir diene 393 Gib, herr, daß dein theures 474 ih mir, o gott! ein herz 442 Gott, deine gnade ſey gepreiſt 83 Gott, deine gnad iſt unſer leb. 464 Zott, deine guͤte reicht ſo weit 356 zott, deine weiſe macht erhaͤlt 43 Gott, dein unſichtbares weſen 93 Gott, der an allen enden 44 Gott, der du die menſchen 449 Gott, der du fur uns deinen 70 Gott der wahrheit, deſſen 347 Gott des himmels und der 724 Gott, deſſen hand die welt 410 Gott, deſſen macht des feuers 560 Gott, deſſen nam iſt wie dein 357 Gott, deſſen ſtarke hand die 36 okt, deſſen weisheitsvoller 503 „Bott iſts, der das vermoͤgen 411 Gott kan allein das beßte fuͤr 423 Gott, mache du mich ſelbſt be.. 4 Gott, meine ganze ſeele 45 Gott vater, an erbarmen reich 358 Goit, vor deſſen angeſichte Grabt mein verwesliches geb. 59 Großer gott, erhabnes weſen 63 Großer mitiler, der zur recht. 160 Groß iſt des hoͤchſten guͤte 376 3˙ Heil deinem volke, dem du 191 Heil uns! aus unſrer funden 72 Held aus davids ſtamm 384 Herr, allerhoͤchſter gott 297 Herr, an dir hab ich geſuͤndigt 280 Herr, deine all macht reicht ſo 1s. Herr, deine laͤngmuth iſt ſehr 883 Herr, deine rechte und gebot 189 Herr, deine ſanftmuth iſt 458 Herr, der du alles gibt 304 Herr, der du keinen je verſt. Herr, der du willig, als ein Herr der zeit und ewigkeit Herr des himmels! ſtarker 42 Gott, dir gefaͤllt kein gottlos 312 Gott, dir ſey mein dank gew. 500 Gott, du biſt heilig und ger. 62 Gott, du biſt von ewigkeit 11 Gott, du haſt in deinem ſohn 170 Gott, durch den wir ſind und 482 Gott, durch welchen alle 465 Gottes ſohn iſt kommen! 86 Gott, haͤtte dein geliebter ſohn 71 Gott hat in meinen tagen 804 Gott, heilig ſey dein nam und 324 Gott im himmel und auf erd. 546 aan, Herr, dir gelobt mein her; 490 Herr, dir ſey preis! ich glaub 186 Herr, du erforſcheſt mich Herr, du faͤhrſt mit glanz und 161 Herr, du wollſt ſie vorbereiten 203 Herr gott, dich loben wir 365 Herr gott, du biſt die zuflucht 12 Herr, hier ſiehſt du uns vor Gott iſt mein herr! auf ſeine 185 Gott, mein vater, deine liebe 373 Gytt ſorgt fuͤr uns! o ſingt 547 Gott, unſer froher lobgeſang 569 21 Gott werde ſtets von dir erhob. 57 Gut und heilig iſt dein wille 333 Herr, dein geſetz, das du der 199 Herr, den die ſonnen und die 310 er du kein 194 Herr, der du mir das leben 537 202 123 Herr, du biſt meine zuverſicht 152 15 Herr, du haſt in deinem reich 52 Herr, du kenneſt mein verd. 64 b 195 Herr, hier ſtehet unſer hirt 495 RR Heir e —— 0„ Her, böte mein geb 7 1 ö eln el— elt ich bin d N 1— He ſeſulchril du 1 15 ſeſuchriſz men ber ein denne ang herr jeſu graden. „Her fe meines leb. Hat aß nich doch g K Her, laß nach eitler 5 Hur, mache meine er, meiner ſeele 9s n, rein erlöſer, d. Jar mein licht, erh „en feige mein g— Herr, ohne glauben. Han sey gelobet, de. ar fükemich de l Herr unser gott erba Hen, dor deinem aß nich leb hab ich Hr bin ich jeſu, zur Her it mein herz, h Alber laß es woh; , fed, daß ich yy i mir, nein 903 och am himmel fü. Hichſer, denk ich a hichſer tröſter, kon e I ier geblt, 9 . . Regiſte 0 e ee Num. Herr, hoͤre mein gebaͤt, und 313 5 255 „Herr, ich bin dein eigenthum 263 2 ch glaub an gott, den einigen 32 . 16* 0 75 Her, fen. meines lebens licht 583 Herr, laß mich doch gewiſſenh. 414 ee her, al g K 6 her,* feigen kt 9 1 3 er eh herr Pumel! fan Web nit i pretligu % meile m N 2 forschen r mach ih herr feln 18 10 Hen m 0 + 1 i in c 0 mne bn i de wen hu sb. 0 10 N. Hoch am himmel ſteht die Hoͤr unſer gebaͤt, geiſt des Ich bin ein ehriſt; gott iſt Ach bin getauft, nach jeſu lehr. 196 „Ich denk an dein gerichte Herr, ich bitte, ſtarke mich 233 Herr, ich hab aus deiner treu 234 Herr jeſu ehriſt, du hoͤchſtes 281 Herr jeſu ehriſt, mein herr und 235 Herr jeſu, deine angſt und pein 17 Herr jeſu, gnadenſonne 314 Herr, laß nach eitler ehre 415 Herr, mache meine ſeele ſtille 348 Herr, meiner ſeele großen 401 Herr, mein erlöͤſer, der du fuͤr 41 1 erk mein licht, erleuchte „Herr! neige mein gemüthe 443 „Herr, ohne glauben kan kein 298 . 187 herr, ſey gelobet, daß du haſt 212 a Herr, ſtaͤrke mich, dein leiden 10g Herr, unſer gott, erbarme dich 41 Herr, vor deinem angeſicht 475 2 Hier bin ich, je ſu, zu erfuͤllen 204 Hier iſt mein herz, herr, nim 335 Hilf, herr, laß es wohl gelingen 511 Hilf, jeſu, daß ich meinen 444 Hilf mir, mein gott, hilf, daß 315 515 Hoͤchſter, denk ich an die gute 282 Hoͤchſter troͤſter, komm hern. 171 172 J. Jauchzt unserm gott! er iſt von 24 ch armer menſch, o herr, ich 5 31 Ich bin ja, herr, in deiner 230 Ich bin mit deiner huld zufr. 426 Ich bin, o gott, dein eigenth. 38 204 Ich erhebe mein gemüthe 284 Ich faſſe, vater, deine kaͤnde 584 Ich frebe gott von ewig großer 288 Ich freue mich der frohen 254 Ich freue mich, mein gott, in 330 Herzlich lieb hab ich dich o 385 Iſt gott fur mich, ſo treie Komm, o komm, du geiſt des hab in gottes herz u. ſinn 24 hab in guten ſtunden 5 5 15 299 Ich komme, friedensfuͤrſt zu 300 ch komme, herr, u. ſuche dich 205 206 366 30 233 Jeſu, meiner ſeelen licht Jeſu, meines lebens leben Jeſus chriſtus hat ſein leben Jeſus lebt, mit ihm auch ich Jeſus, meine zuverſicht Jezt ſinkt die ſonne nieder Ihm, der das licht entſtehen In allen meinen thaten 48 In unſerm kummer kommen 555 Iſt auch ein gott? wer darf 8 303 Iſt nun auch meine ſtunde da 239 K. Kein lehrer iſt dir, jeſu, gleich 10: Klag nicht, mein herz, wie 317 Koͤſtlich, o mein heiland, iſt 192 Komm auf uns, o geiſt des 173 Komm baͤtend oft und mit 360 Komm, heilger geiſt, erfuͤll 477 17 Komm, ſchoͤpfer, komm, o 15 Kommf, kinder, anzubaͤten 389 Kommt, laſſt uns gott u. ſeine 561 Ich fuͤhle/ daß ich ſterblich 237 Kommt und laßt euch jeſum 318 K. Regiſter. Num. E. Laß deinen geiſt mich ſtets 109, Laß doch in meines herzens 329 Laß doch, o jeſu, laß dein reich 221 Laß mich des menſchen wahr. 395 „Laß mich doch nicht, o gott 416 Laß mich doch, o mein gott 286 Laß mich, hoͤchſter, darnach 459 Laß mich, o herr, in allen 319 Laſſt uns doch chriſto dankbar 117 Laſſt unſerm gott uns ſingen 377 Laſſt uns mit ehrfurchtsvoll. 87 Laſſt uns unſerm gott lobſing, 88 Laß, vater, deinen guten geiſt 176 Lebt ehriſtus, was bin ich 154 Liebreicher gott, dein ſegens 348 Liebſter vater, ich, dein kind 287 Lob, ehre, preis und dank ſey 74 5 5 J Num. Mein gott, ich weiß wohl, zar Mein heiland! deine groͤße 7 Mein heiland lebt, er hat die 252 Mein herz, ermuntre dich 379 Mein jeſu, der voll ſchmerzen 578 Mein ſeſu, du haſt unre 91 Mein feſu, fuͤr dein herz 126 Mein feſus, iſt mein leben 242 Mein jeſus lebt, mag ich doch 156 Mein ſeſus triumphiret, und 162 Mein leben ſteht in gottes 243 Mein ſchutz iſt gott, ihn laß 351 Mein vater, und mein gott 320 Mit dir geh ich an mein 412 Mit dir o hoͤchſter, friede 462 Mit freuden laſſt uns treten 12 N. Lob, ehr und dank ſey dir 565 Nach deinem rath, o gott 4173 Lob ſey dem allerhoͤchſten 89 Nach dir verlanget mich 288 Lobſinge gott, o chriſtenheit 79 Nach einer pruͤfung kurzer 272 Lobſinget gott! dank, preis und 33 Lobſinget gott! er ſchuf die 37 Lobſinget gott, und baͤtet an Lobt gott am frohen morgen 526 Lobt gott, ihr ehriſten, freuet 90 M. Mache dich, mein geiſt, bereit 402 Mag doch der ſpoͤtter heer 303 Man lobt dich in der ſtille 367 Mein auge ſieht, o gott, nach 49 Meine lebenszeit verſtreicht 240 Meinen jeſum laß ich nicht 387 Mein erlöſer, gottes ſohn 110 Mein erſt geſchaͤft ſey preis 327 Mein ganzer geiſt, gott, wird 271 Mein geiſt erſtaunt, allmacht. 378 Mein glaub iſt meines lebens 466 Mein gott, auch dieſer neue 528 Mein gott, dir iſt bewußt die 65 Mein gott, du biſt gerecht 538 Mein gott, du weißt am 330 Mein gott, du wohneſt zwar 325 Mein gott, erſchaffen haſt du 403 got, du frommer gott Nun bitten wir den heilgen Nun bricht die finſtre nacht Far Nach meiner ſeelen ſeligkeit 404 Nicht muͤrriſch, finſter, ungeſ. 456 zott, und 25 Nicht um ein fluͤchtig guth Lobt den hoͤchſten! jeſus lebet 155 177 Nie will ich wieder fluchen 452 Nimt gott, dem wir vertr. 50 Noch laͤſſt der herr mich leben 529 Noch nie haſt du dein wort 22 Noch walle ich im thraͤnenth. 586 178 Nun danket alle gott 380 Nun, habe dank fuͤr deine 213 Nun iſt der tag der ſeligkeit 98 Nun iſt alles wohlgemacht 139 O. O ehriſtenheit, ſey hocherfr. 92 O, daß doch bey der reichen 349 O, der du einſt geſtorben biſt 244 O du, mein mittler und mein 121 O gott, aus deinen werken 6 O gott, bey dir iſt heil und 197 O gott, deß gnadenvoller rath 497 O gott, du biſt die liebe 26 O gott! du biſt mein preis und 486 O gott, 321 —— Jaotr, dukanſt den he g 0 kibarme vate Oſolte ſohn herr galt, ic preise del! gott, ſo bald der tar goßer gott, du te Fhelger geit, kehr be Sheigger heit, laß us her, mein gott!“ herr, wenn deine; Dhachſter! deſſen kt o anmerpolle tage, D eſuchriſee, gottes; d iel, dir ſey ewig! Dee, je, gottes l deu, wahrer ſöm K O könn ich dich, weix Dumm gottes, unſt e Oſchreckſchs leid deen Due der barmherrs Der, ſend uns dei; D hac ein unſchatzts D elt, ſey hier dee D pie ungusſprechlie!e b. i chrfer, nit ze. 0. Aule der volkamm 6. Coat ſhrfft ne 121905 5 7 Shchn it der ug vo 0 1 e geil Cl, nung S kunherig, 850 hagge,* . 3 t du, 40 lk fr h 1 e en e tg der fa een e wee N 00 5 N 10 00 u io ei zucht ob it, ſey gh. da dir iel f 8 bee F dee, O großer gott, du reines O ſchrecklichs leid der ewigk. Schafe ſchaffet, menſchenk. 290 Regiſter. 5 Num. O gott, du kanſt den himmel 557 O gott, erbarme vaͤterlich 59 6 179 180 478 501 479 562 859 209 214 388 389 368 118 ewigk. 273 O pater der barmherzigkeit 289 O vater, ſend uns deinen geiſt 480 O welch ein unſchaͤtzbares 468 O welt, ſieh hier dein leben O gott, ſo bald der tag erw. 5 O heilger geiſt, kehr bey uns O heilger geiſt, laß uns dein O herr, mein gott! ich bitte O herr, wenn deine lehren O hoͤchſter! deſſen kraft O jammervolle tage, da O jeſu chriſte, gottes lamm O jeſu, dir ſey ewig dank O jeſu, jeſu, gottes ſohn O jeſu, wahrer froͤmmigkeit O koͤnnt ich dich, mein gott O lamm gottes, unſchuldig P. Mreiſt, ehriſten, mit zufried. 551 Q. Quelle der vollkommenheiten 333 S. Schicke dich, erloͤſte ſeele 210 Schon iſt der tag von gott 265 Schuͤtze die deinen, die nach 222 Schwingt, heilige gedanken 7 Seele, komm zum golgatha 136 Sehn wir nur truͤbſal um 554 Sehr groß, herr, iſt die huld 223 Seht, welch ein menſch! ach 127 Seht, welch ein menſch, wie 128 — Selig, gott, ſind die, die nun 245 Selig ſind des himmels erb. 246 Seyd barmherzig, menſchen 457 n 135 O wie unausſprechlich ſelig 274 ieee eee 507 O gottes ſohn, herr jeſu ehriſt 305 O gott, ich preiſe deine guͤte [Vom himmel ward der engel (Sey zufrieden, mein gem. i f g 5 Num. Sey ſob und ehr dem hoͤchſten. 369 Seh, ſeele, ſtark und unverz. 431 Sey, weltverſoͤhner, ſey 181 38 Sichrer menſch, noch iſt es 29 Sieh, gott und herr, wir 137 Sie kommt, ſie kommt die 3579 Su gott ein frohes 8 Sink ich einſt in jenen 539 So fliehen unſre tage hin 540 So fruͤh bringt, gott, mich 508 So gehſt du, jeſus, willig hin 124 Sohn, der uns verheißen war 80 Sohn gottes, eingeborner 76 Sy jemand ſpricht: ich liebe 445 So iſt, nach gottes rath und 563 So lang ich athme, gott 370 Sollten menſchen, meine 433 Sollt ich jezt noch, da mir 390 So wahr ich lebe, ſpricht 292 So weit nur deine ſonnen 27 T. Tag, den mir der herr gem. 215 Treuer gott, wir danken dir 483 AU. Um gnade fuͤr die ſuͤnderwelt 128 Unendlicher, den keine zeit 13 Anerforſchlich ſey mir immer 17 Unſchuldger jeſu, was haſt du 129 Unwiederbringlich ſchnell 543 V. Vater, den mein herz verehr. 465 Verbittre dir dein leben 454 Verfloſſen iſt das alte jahr 513 Verleih uns frieden gnaͤdigl. 224 Veſt glaub ich, daß, was mir 432 Voller ehrfurcht, dank und 21 Voll freud und frommer 381 93 Von du, o vater, nimt mein 433 Von gott will ich nicht laſſen 352 Vorbild wahrer menſchenl. oz 1 Sey hochgeprieſen, herr, fur 111 E Regiſter. a Num. . Wach auf, mein herz, und 330 Wachet auf! ruft einſt die 258 Wachet auf vom ſchlaf, ihr 266 Wann einſt mein ſterbend 248 Wann, heiland meine pilgerz. Wann ich einſt von ſenem 531 Wann ich, gott, meinen geiſt 9 Warum betruͤbſt du dich, 434 Warum erhebſt du, meine 250 Warum ſollt ich mich denn 435 Was gott thut, das iſt wohlg. 436 Was hilft es mir, ein chriſt 322 Was ich nur gutes habe 396 Was iſt der menſch, deß du 112 Was iſt mein leben auf der 437 Was iſt mein zeitlich leben 407 Was iſts, daß ich mich quaͤle Was kan ich doch fuͤr dank Was ſoll ich aͤngſtlich klagen Was ſorgſt du aͤngſtlich fuͤr Weh dem, der leugnet, daß Welch gluͤck, o gott, iſt Wenn chriſtus ſeine kirche Wenn einſt in meinem grabe Wenn ich auf gottes wegen Wenn ich, o gott, von dir Wenn ich, o ſchoͤpfer, deine Wenn mich die ſuͤnden kraͤnk. Wer bin ich? wichtig iſt die; Wer durch dein wort iſt neu Wer gehorcht, der thus mit Wer gottes wege geht 4 Wer gottes wort nicht hält 306 Wer iſt wol wie du, fi fter 30 Weer kan doch, großer gott 323 „Wer kan, gott, ſe was gutes 36 Wer nur den lieben gott laͤſſt 354 Wer ſchuf die ſonne und den 514 Wer weiß, wie nahe mir mein 249 Wer zahlt der engel heere 53 587 N Wie flieht dahin der menſch. 421 Wir menſchen ſind zu dem, o Wort, aus gottes munde um. Wie getroſt und heiter, herr 307 Wie groß iſt des allmaͤchtgen 28 Wie groß, wie angebaͤtet iſt 302 Wie grundlos ſind die tiefen 122 Wie heilſam iſt doch, herr, die 487 Wie herrlich, jeſu, ſtarker 163 Wieſmaͤchtigiſpricht in mein. 472 Wie mannigfaltig ſind die 40g Wie ſanft ſehn wir den 250 Wie ſelig bin ich, wenn mein 326 Wie ſelig lebt ein menſch 458 Wie ſoll ich dich empfangen 81 Wie theuer, gott, iſt deine 293 Wie ungewiß iſt, herr, das 251 Wie viele freuden dank ich dir 29 Wie wichtig iſt doch der beruf 60 Wie wird mir dann, mein 252 Wie wohl thuſt du, mein gott 273 Will mich, o gott, hienieden 439 Willſt du der weisheit auelle 330 Wir, der erde pilger, ſind Wir erſcheinen heut vor dir Wir freuen uns, herr jeſu Wir glauben an den eingen 253 481 Wir ſind in noth; laß uns o Wir ſingen, herr, von deinen Wo find ich gott, den meine Woblauf, mein herz, verlaß Wohl dem, der beßre ſchaͤtze Wohl dem, der richtig wand. 460 e. 193 Wo ſoll ich fliehen hin 294 . Zeit, die ich ſeufzend zaͤhle 580 Zu deiner ehr bin ich erwacht 332 Zu dir, mein gott, der du mich 362 ö Zur grabes ruh, entſchliefeſt Jar Einige 15 1. Angete M. Andacht Pf. 3, 4 dur, fruͤhe wollelt Stimme hoͤren; ich mich zu dir ſch e darauf merken. Ge Gott ter! durch ba be habe ich wie Ang erlebt, und 1 barem Hetzen err duch darin, wie! ſchulbig bin. Daz durch den Schlag x an meinen Kräfte r neuem geßaͤrkt, ben Mblick des dub der ſichtba eiſttuet finde: da Vel Dab, 9 dat Aufmerkamk kr und in dene! . 0 alen 1 danken 100 5 achiger väterlt un über mir, 55 in ſebſt nicht b. hte Ruhe Hun Fele du 9 u benen Werken enundem und 4 M 1 114 * 8 5 9 5 wn 5 zeit,* ſeußen a g 1. 8 hin ichen; den zu N e * 10 N 1 M N 1 Wir er 10 e Wod nein er oh g Wich in go Woh 20 derndthnl, n Ge Wot an gone nu 8 Wo fiche 1 00 Wenk. Einige Gehaͤte. eee 1. Morgengebaͤte. I. Laͤngere Morgen⸗ Andacht. pf. 5. err, fruͤhe eue du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir ſchicken, und darauf merken. Giiee⸗ Gott und Va⸗ ter! durch deine Gna⸗ de habe ich wieder dieſen Tag erlebt, und mit dank⸗ barem Herzen erkenne ich auch darin, wie viel ich dir ſchuldig bin. eh ich mich durch den Schlaf erquickt, an meinen Kraͤften jetzo von neuem geftaͤrkt, und burch den Anblick des Tageslichte und der ſichtbaren Natur erfreuet finde: das iſt dein O gib, daß ich das mit Aufmerkſamkeit beden⸗ ke. und ja deiner nie ver⸗ geſſe, dem allein ich mein Leben und beſſen Erbaltung zu danken habe. Dein all⸗ waͤchtiger vaͤterlicher Schutz war uͤber mir, da ich mei⸗ ner ſelbſt nicht bewußt, in unbeſorgter Ruhe lag; und nun ſtelleſt du mich in dei⸗ ne Welt hin, daß ich dich in deinen Werken ſehen und bewundern und mit wieder hergeſtellter Munterkeit meiner Geſchaͤfte wahrneh⸗ men kan. So laͤſſeſt du mich, auch an mir ſeebſt er⸗ fahren, daß deine Guͤte alle Morgen neu, und deine Treue groß iſt. Nim da⸗ fuͤr, o mein Gott, das de⸗ muͤthige freudige Lob mei⸗ ner Seele an. Erhalte mich auch heute bey dem einigen, daß ich dich ſtets auf die rechte Art vor Augen habe daß ich der chriſtlichen Froͤmmigkeit und Tugend unver uͤckt treu blei⸗ be, da ich doch auf keinem andern Wege ein wirklich zufriedenes Herz und wah⸗ res dauerhaftes Gluͤck ſin⸗ den kan. Hilf mir immer mehr zu einer richtigen le⸗ bendigen Erkenntaiß deſſen, was zu meinem Beßten die⸗ 55 Beveſtige in mir den Glauben an Jeſum, meinen Heiland ſeine Erloͤſung und Lehre, die ſo zuverlaͤßig mei ne Seele, wenn ſie darauf achtet, weiſe und gut macht. Staͤrke meinen Vorſatz auch dieſe mir aufs neue geſchenk⸗ te Zeit meines Lebens mit aufmerkſamen und treuen Ernſt dir zu heiligen, und die een eines un⸗ ver⸗ I. Morgengebaͤte. verletzten Gewiſſens hoher zu achten als alles Irdiſche, was ich mir durch die Suͤn⸗ de verſchaffen koͤnnte. Entferne von wir alle ge⸗ faͤhrliche Verſuchungen, zu welchen mein Beruf, mein Umgang, meine Verbin⸗ dung mit andern, auch ſelbſt meine eigene natuͤrliche Ge⸗ muͤthsart mir Gelegenheit geben koͤnnten; und wenn ſolche Verſuchungen mir na⸗ he kommen ſollten, ſo ſtehe mir bey, o Gott! und un⸗ terſtuͤtze meine dann viel⸗ leicht wankende Seele durch den großen Gedanken dei⸗ ner Gegenwart, deiner Wohlthaten und deiner Ver⸗ geltung: nicht der troͤſtlichen Bern⸗ higung eines guten Gewif⸗ ſeus und deines Beyfalls beraube. 5 Gib dein Gedeihen zu ei, nem ſeden dir wohlgefaͤlli⸗ gen Vorhaben, womit ich heute zu thun haben werde, und verleihe mir Muth und Krafte, das recht aus zu⸗ richten, was in mein em Stand und Berufe mir ob⸗ liegt. Bewahre meine Ge⸗ ſundheit, mein Vermoͤgen, uud meinen guten Namen vor Schaden. Walte mit deiner guaͤdigen Beſchir⸗ mung uͤber meine Angehoͤ⸗ damit ich nicht von dir abweiche, nicht in Suͤnden gerathe; und mich rigen, daß uns der freudige Genuß deiner wohlthaͤtigen Guͤte durch keinen Ungluͤcks⸗ fall geſtoͤret werde. Soll ich aber auch, nach deinem Rath, heute mein Antheil an den Bitterkeiten des Le⸗ bens empfinden, und von Widerwaͤrtigkeit und Be⸗ kuͤmmerniß befallen werden: ſo waffne mein Gemuͤth mit der chriſtlichen Standhaf⸗ tigkeit und Ergebung in deinen Willen, mit dein kind⸗ lichen Vertrauen auf dich, und mit der getroſten Hoff⸗ nung einer beſſeren Zu⸗ kunft, durch welche das Ge⸗ fuͤhl der Leiden ſo ſehr ge⸗ mildert, und ihre Laſt um ſo vieles erträglicher ge⸗ macht wird. Fuͤhre du mich, Herr, wie es dir wohlge⸗ faͤllt; denn du weißt beſſer, was mir gut iſt, als ich ſelbſt. 5 7 45 Zu dir, liebreicher Vater aller Menſchen, der du allen guͤtig biſt, und dich aller deiner Werke erbarmeſt, zu dir baͤte ich auch fuͤr alle diejenigen, die neben mir von deiner Guͤte leben. Er⸗ fuͤlle die Welt mit deinem Segen, der alles erfreuet. Segne unſern Landesherrn, ſein Haus und ſeine Regie⸗ rung, zur Sicherheit und zum Wohlergehen ſo vieler Tauſenden. Breite uͤber alle Staͤnde und alle Ordnun⸗ gen 0 . gen melter Neht and wirke dabey ng in ihnen, 90 u deine Pater hen und deſto dag in dich werden b Und ſo gehe gott und Vater, 6 Agen Pflichten un Heu, mit 19 in Herzen. S. li, so werde a heben, und firchten, Dis hol r nuch delter glat, und nacks helſung, die du 1. Juan Chriſtung hot. Amen! Nagl. Jerem. 3e Die Barmherzigkeit it ale Morgen n deine Tteue, oa Roß. Der ge z Thell, richt darum will ich hoffen. — 2. Htg 92 gebät. Pf. 0 f kimi eiwacht, von dir. 6 Hen/ mein G1 halter und. meigez lebens, 50 14h wieder mii Henn fir die 4% 1 ni guch 1 den, 34 1.* Beyfels ip f„ bchnähe en u 0 ichen, he nch Digg g R, u 0 omit ich 10 A erke bunt, u wat, dit K ich auh fu ul 900 in, dee n f t aut bof Wer Git: l f reti Wi nch mi el, S e der alls mit eint he 10 nen 8 Em ba, det N mbh, de 2 b fe 1 Juen e e Sia! a 0 uf W agen b dh Bat L 1. Bt ef 06e S t, 10 1 IL. Morgengebaͤte. gen meiner Nebenmenſchen deine Wohlthaͤtigkeit aus, und wirke dabey die Geſin⸗ nung in ihnen, daß ſie dar⸗ in deine Paterhand erken⸗ nen und deſto dankbarer ge. gen dich werden moͤgen. Und ſo gehe ich, mein Gott und Vater, an die heu⸗ tigen Pflichten meines Le⸗ bens, mit einem dir geweih⸗ ten Herzen. Sey du mit mir, ſo werde ich ſicher bleiben, und kein Uebel fuͤrchten. Dis hoffe ich von dir nach deiner Barmher⸗ zigkeit, und nach der Ver⸗ heiſſung, die du mir durch Jeſum Chriſtum gegeben haſt. Amen! 5 Klagl. Jerem. 3, 23. 24. Die Barmherzigkeit des Herrn iſt alle Rorgen neu, und deine Treue, o Sott, iſt groß. Der Serr iſt mein Theil, ſpricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. b 150 Kuͤrzeres Morgen⸗ gebaͤt. Pſ. 63, 7. Wann ich erwache, ſo rede ich von dir. H err, mein Gott, du Er⸗ halter und Wohlthaͤter meines Lebens, dir danke ich jetzo wieder mit erfreueten Herzen fuͤr die Gnade, daß Aer du mich auch dieſen Tag erleben laſſen, Du haſt mich die Nacht uͤber beſchützt, und durch den Schlaf er⸗ guickt; und von dir habe ich die Munterkeit, mit wel⸗ cher ich nun abermal die Vollbringung der mir oh⸗ liegenden Pflichten uͤberneh⸗ men kan. Gib mir dis ſo zu erkennen, daß es mir nie aus dem Sinne komme, wie ich dir ganz angehoͤre, und wie viel ich dir ſchuldig bin. Leite mich nun auch an dieſem heutigen Tage mit deiner Gnade auf lauter gu⸗ ten Wegen. Bewahre mich vor aller Ungerechtigkeit und Suͤnde, die doch am Ende nichts anders, als das aͤu⸗ Berſte Elend nach ſich ziehet. Mache mich wachſam und ſtark gegen die Verſuchun⸗ gen, dir mir heute vorkom⸗ men koͤnnten, damit ich nicht am Abend Vergehungen ge⸗ gen dich, und Untreue ge⸗ gen mein Gewiſſen, mit bitterm Schmerze zu bereu⸗ en habe. Gib meinen rechtmaͤßi⸗ gen Geſchaͤften und Unter⸗ nehmungen einen guten Fortgang, da ohne dein Ge⸗ deihen doch alle unſere Arbeit vergebens iſt. Wen⸗ de Gefahr und Unglück ab von mir und von denen, die mir angehoͤren. Erbarme dich auch nach deiner vaͤter⸗ fa lichen ſind, und laß die Welt dei⸗ 1. Morgengebaͤte. nchen Guͤte aller Menſchen, die mit mir deine Kinder nes Segens voll werden. Dir, mein Gott, uͤberge⸗ be ich alſo auch fur heute mein Herz, mein Leben und meine Schickſale. Echalte mich in deinem Woblgefal⸗ len und in deiner Liebe, und laß dann alles, was mir be⸗ gegnen ſoll, zu meinem Beß⸗ ten dienen. Du wirſt mich zan gnädig erhoͤren, wie du burch g Jeſum Chriſtum mir verheiſ⸗ Pſ. 73, 23. 24. Ich bleibe ſtets an dir; denn du hälteſt mich bey meiner rechten Hand, du leiteſt mich nach deinem Rath, und niniſt! mich endlich mit Ehren an. Mehrere gute Gebaͤte am Wor⸗ gen ſind in den Morgenlie dern dieſes Geſangbuchs von Num. 519 bis 532 enthalten. 3. An Sonn ⸗ und Feſt⸗ tagen, bey dem Morgen⸗ gebaͤte hinzu zu fuͤgen. Verleihe mir auch inſon, derheit, o Gott, die Gnade, daß ich mir den heu⸗ tigen Tag nach deiner Ab⸗ icht und zu meinem eige⸗ nen Beßten recht zu nutzen mache. Es iſt Wohlthat für meine Seele, daß eigne Zei⸗ ten verordnet und beſtimmt ſind, an welchen das An den⸗ richte. fuͤr mein geiſtliches Wohl ſtaͤrker und feyerlicher erwek⸗ ket werden ſoll. Mache alſo den Eindruck davon in mei⸗ nem Gemuͤthe auch heute ſo lebendig, daß ich mich von allen irdiſchen Zerſtreunn⸗ gen mehr, ass ſonſt, los reiſ⸗ ſe; mit ernſthafter Ueberle⸗ gung meine Gedanken zu dieſem wichtigen Geſchaͤfte ſammle; den oͤffentlichen Un⸗ terricht aus deinem Worte mit Aufmerkſamkeit hoͤre und annehme; bey der ge⸗ meinſchaftlichen Anbaͤtung mit meinen Nebenchrtiſten mein Herz, ſo viel lebhafter gerührt, zu dir erhebe; und in meinen eigenen Andachts⸗ uͤbungen und Betrachtun⸗ gen ein ernſtliches Nachden⸗ meine weitere Beſſerung Laß mich auf ſolche Weiſe von dieſem Tage wah⸗ ren Segen erfahren, beſſen ich mich in dem Wachsthum meiner Erkenntniß, in der Ermunterung meiner Gott⸗ ſeligkeit und in der Staͤr⸗ kung meines Vertrauens und meiner Hoffnung noch auf meine folgende Lebens⸗ zelt erfreuen koͤnne. Heilige mich ganz dir und deiner Verehrung, ſo werde ich galuͤcklich ſeyn und dir da⸗ fuͤr danken in Ewigkeit, Amen! ken an dich und die Sorge 4. Noͤ⸗ ken auf mich ſelbſt und auf 7 —„ 5 8 — 5 Nute Eid gen am Mo! Pl. 25,4 ger, zeige mir ds and lehre mich des leite mich in den heit und lehre. du biſt der Gott 0 hilft. 0 habe alles, auch dieſen nt lle Lebens, v hum if es fuͤr vs chwendig, dense beigen Willen urg Wſechten zu gebret wehen et ihn m ht. 1) Vor alen Oz ich nüt dedwegen hr den Gedauker bhendig ins Ger gen, daß Recht. Gattgefalen der zveck meines Le; il ah dabeh tigt Her und, dige Huffugg du Chiſſum, wäͤnes haben kan. 9 Ich wil m 0 Dag über dil, auch währ, ſactiſe, ui, luſürden, wor aint binden m. ens mit ede U 00 Gehanken, ſenſha, dam 1 Mae en 95 K 1 f 0 u„ ee de Gant „% dir; denn N uner 00 leiteß n f d ant a 80 tin 1 1 uad Ba * J 9 sc U 0 ich seht e eite a nt ut Jin een de fc Den ah, ff en, ung mag dh. A ind p e ich dien e meines uu jott, die N r dhe uf r net hf! irt U: 4 Wr fe fön gem bie, J 88s den un. ju ne enz bi i dab r J ont, f 50 1. 4 ihn uh i wen e a 1 n N 2 1 1 8 11. a rin den Hit I. Morgenbaͤte. 5 4 Noͤthige Entſchlieſſun⸗ gen am Morgen. Pf. 25, 4. 5. Zerr, zeige mir deine wege und lehre mich deine Steige. Leite mich in deiner Wahr⸗ heit und lehre mich; hilft. Ich habe alles, und alſo auch dieſen neuen Tag meines Lebens, von Gott; darum iſt es fuͤr mich hoͤchſt nothwendig, denſelben nach ſeinem Willen und zu den Abſichten zu gebrauchen, zu welchen er ihn mir gegeben hat. f 1) Vor allen Dingen will ich mir deswegen jetzo wie⸗ der den Gedanken tief und lebendig ins Gemüth praͤ⸗ gen, daß Rechtihun und Gottgefallen der Haupt⸗ zweck meines Lebens iſt, weil ich dabey allein ein ruhiges Herz und eine freu⸗ dige Hoffnung durch Jeſum Chriſtum, meinen Heiland, haben kan. 0 2) Ich will mich hieran dieſen Tag uͤber, ſo oft ich kan, auch waͤhrend meiner Geſchäfte, und unter den Umſtaͤnden, worin ich mich etwa befinden mag, wenig⸗ ſtens mit einem kurzen ernſt⸗ lichen Gedanken, zu erin⸗ nern ſuchen, damit es mir ja denn du biſt der Gott, der mir Menſchen zu thun habe, — . nie ganz aus dem Sinne komme, wozu ich in der Welt lebe. 3) Ich will zum voraus mit Aufmerkſamkeit beden⸗ ken, was fuͤr Gelegenheiten zu Verſuͤndigungen in mei⸗ nem Berufe und in demje⸗ nigen, was ich mit andern mir heute aufſtoßen moͤgten; und ich will auf meiner Hut ſeyn, daß ich mich nicht zu etwas Boͤſen hiureiſſen laſſe. i 3) Beſonders will ich uͤber die Neigung meines Ge⸗ muͤths wachen, von welcher ich weiß, daß ſie am mei⸗ ſten in mir herrſchet und am leichteſten mich uͤbereilet. 5) Ich will, ſo viel es ſich thun läſſet, ſolche Ge⸗ ſellſchaften, Verbindungen und Unternehmungen ver⸗ meiden, wo entweder ein aͤußerliches Vergnuͤgen zu leicht mein Gewiſſen betaͤu⸗ ben, oder eine Abſicht auf zeitlichen Gewinn zu leicht mein Herz verblenden, und mich verleiten koͤnnte, etwas zu reden oder zu thun, was mich hernach bittere Reue koſten wuͤrde. 6) In den Verrichtungen, meines Berufes will ich mit Treue und Fleiß arbeiten; nicht allein um meines eige⸗ nen Vortheils willen, ſon⸗ dern auch vornemlich aus 8 der I. Morgengebaͤte. der Betrachtung, daß es Gottes Ordnung und Wille iſt, der mich zu dem Ende in dieſen meinen Stand ge⸗ ſetzet hat, daß ich darin thaͤ⸗ tig und nuͤtzlich ſeyn ſoll. 7) Jeder Betrug in mei⸗ nen Geſchaͤften, ed. Be⸗ ruͤckung meines Nas ſten, jedes unrechtmaͤßige Mittel des zeitlichen Erwerbes, oder irgend einer andern zeitlichen Abſicht, ſoll mir ein Abſcheu ſeyn, ſo ſehr auch etwa das Urtheil und bie Gewohnheit meines glei⸗ chen ſolches, als etwas er⸗ laubtes, zu rechtfertigen! ſcheinen mag. Denn Gott ſtehet mich, und ihm muß ich Rechenſchaft davon geben. 8) Bey allen meinem Ver⸗ fahren gegen meine Neben⸗ menſchen ſoll mir die große heilige Regel vor Augen das zu was ich mit Billig⸗ ſchweben: ihnen khun, keit will, das ſie mir thun moͤgten. 5 9) Wenn mir heute ein Huͤlfsbehuͤrftiger bekannt, oder in Erinnerung gebracht wird: ſo will ich mit herz⸗ licher Willigkeit, nach mei⸗ nen Umſtaͤnden und nach dem Maaße meines Vermoͤ⸗ gens, ſprache, Rath und Troſt die Liebe au ihm beweiſen, die durch eigene Mild⸗ thaͤtigkeit, oder durch Für Chriſt, ihm ſchuldig bin. 10) Ich will mich ſorg⸗ faͤltig huͤten, daß ich mei⸗ nen Angehörigen, Hausge⸗ noſſen, Freunden oder ande⸗ ren, mit welchen ich ſonſt umgehe, durch Worte oder Thaten keinen Anſtoß gebe, damit ich nicht die ſchwere Verantwortung auf mich labe, ihnen eine Urſach zur geworden zu ſeyn. Vielmehr ſoll es mir mit Ernſt am Her⸗ zen liegen, wo ich kan, und wo irgend ein guter Erfolg davon zu hoffen iſt, durch meine Reden, Ermahnun⸗ gen und Vorſtellungen, we⸗ nigſtens durch mein eigenes gleichfoͤrmiges, gewiſſenhaf⸗ tes Verhalten, meinem ober Beveſtigung im Guten befoͤrderlich zu ſeyn. heute auch noch eine Noth und Plage befallen; und dann will ich mein Gemuͤth in Geduld und Gotterge⸗ benheit faſſen, mit der veſten Ueberzeugung, daß mein an ich nicht durch eigene Thorheit und Suͤnde ſchuld bin, gewiß auch fuͤr mich zu etwas gutem lenken werde. 12) Bey allem aber, was mir erfreuliches und gluͤck⸗ liches wiederfaͤhret, auch bey 3 den ich, als Menſch und als Suͤnde und zum Verderben Nachſten zu ſeiner Beſſerung 11) Vielleicht ſoll mich Vater im Himmel das, wor⸗ 1 1 n genöhniichſen, ohlthaten der 4 1 1 1 ſes bon Spe 0 Gmächlchl hes, die ich etwas ey dem allen u r immer mehre bohnheit machen,“ arem Herzen an igen Geber deſs lenken, weil dale febſtſo billig it, juſlech dadurch n dean ſoſchen Ga kalter und ruͤhrer⸗ 10 Ueberbaupr bez ſelgen Ged⸗s n befardigen g meines Gottes e allen, und in en müͤthe immer se haben ſuchen, der Gelegenhe nie merlich un de, daß er mich din der Verſuc id fie, daß 6 agen ninige daß kr die dust 75 mi etleſchtre, Al, glechſnme iin Negletung — — 5 1. längere Ag Som Bis beg he U Nholfen. — —— — — . — S ae, Ueh 8 —.— ö — 2 2 — — —— en f a eu, en N ui ga„ Eu . 1 1 1 60 0 an 100 0 n e ge, ge * U Sen, elt Acer Rig wennde 1 den e kigunz in Wasen deſeſ jn fh dat a 1 faßt fl Bae heuß 8 n roch in in han ud J Ce bifale; dent F ich wen! ä— — 9 I——— —— . ute in 0 und gi iſen ite Wong, daß — — elm, ben zebrutt le it dar Dan ei inne dach ich 16 n „ t e end Eine Den n, anch fr — — „, ar“ g in daten at. W vad, dne nir 8 f litt d fg 1 e a Wee sa, Ke aa 8—— ——— 8 — A than 1 — daß er die Laſt der Leiden alſo, gleichſam in ſeiner ſte⸗ ddt buch i I. Morgengebaͤte. 2 den gewoͤhnlichſten, taglichen] zen Tag uber ſo viel ſiche⸗ 3 e e rer und froher wandele. der Ernahrung, des Genuſ 134) Auch dis Heute wird ſes von Speiſe und Trank, bald nicht mehr ſeyn, und der Gemaͤchlichkeiten des Le⸗ iſt dann, was ſeine Dauer bens, die ich etwa genieſſe: betrifft, unwiederruflich und bey dem allen will ich es auf ewig verſchwunden. mir immer mehr zur Ge⸗ Nur die Folgen und Fruͤch⸗ wohnheit machen, mit dankte davon, wie ich dieſen Tag barem Herzen an Gott, den angewendet habe, die blei⸗ guͤtigen Geber deſſelben, zu ben; es ſey nun zum Guten, denken, weil das an ſich oder zum Boͤſen; zu meinem ſelbſt ſo billig iſt, und weil Gluck oder zu meinem Elen⸗ zugleich dadurch meine Freu⸗ de. Ich will mit Gottes de an ſolchen Gaben ſo viel Hülfe dafuͤr ſorgen, daß es reiner und ruͤhrender wird. kein verlorner Tag, kein 13) Ueberbaupt will ich Tag des kuͤnftigen Vor⸗ den ſeligen Gedanken von wurfs und eines ſchrecken⸗ der beſtaͤndigen Gegenwart den Andenkens fur mich ſeyn meines Gottes ſo veſte zu moge.. halten, und in meinem Ge⸗ Und du, allwiſſender und muͤthe immer ſo nahe zu heiliger Gott, biſt Zeuge haben ſuchen, daß er bey dieſer meiner Vorſaätze; ſey jeder Gelegenheit bald in[du aber auch mein Bey⸗ mir merklich und rege wer⸗ ſtand, ſie zu erfuͤllen. Lehre de, daß er mich in Gefah⸗ mich thun nach deineln ren der Verſuchung warne Wohlgefallen, denn du biſt und ſtaͤrke, daß er mein Ver⸗ mein Goit; dein guter Geiſt gnuͤgen reinige und erhoͤhe, fuͤhre mich auf ebener Bahn. 8 Amen! l mir erleichtere, und daß ich O, Pf. 119, 5. daß mein eben deine Rechte mit ganzem Ernſt hielte. ien Begleitung, den gan⸗ ee. I. Abendgebaͤte. 1. Laͤngere Abendandacht. zarmherziger Gott, ich 2 2, 12. 5* 3 jezt 108* is hieher hat uns der err dieſes Tages wieder mi 1 05 e uns 5 Err f 8 4 Dank II. Abendgebäͤte. Dank und mit Gebaͤt vor dich, der du mir bis hiehet geholfen, und auch heute deine wohlthaͤtige Guͤte ſo mannigfaltig bewieſen haſt. Dein Auge hat über mich gewacht und deine Hand hat mich geleitet, daß ich vor Ungluͤck bewahret geblieben. Von dir iſt mir Gedeihen und Fortgang in meinen Verrichtungen gekommen, indem bu meine Geſunbheit und meine Krafte erhalten, mir Muth und Freudigkeit zu meinen Berufspflichten Hacheben und auch die aͤußer⸗ ichen Umſtaͤnde zu meinem Nutzen gelenket haſt. Dir alleine habe ich auch jede angenehme Slunbe und Em⸗ pfindung zu danken, deren ich heuſe in dem Genuſſe der Gaben der Natur und in der Verbindung mit der menſchlichen Geſellſchaft froh geworden bin Selbf die erquickende Ruhe des Schlafes, der ich mich jetzo uͤberlaſſen will, iſt deine Wohlthat, um mich durch erneuerte Krafte zu demje nigen, was ich morgen zu thun habe, ſo viel geſchick⸗ ter zu machen So ſichtbar wird mir in dem allen, wenn ich es nur recht be⸗ denken will, deine liebreiche Fuͤrſorge; und ſo viel Urſa⸗ che habe ich, mit dankba⸗ rer Seele mich deſſen zu freuen, was du an mir thuſt. Ja, mein Gott, dir will ich danken und deinem Namen lobſingen, der du ſo gnädig biſt. Waͤre doch nur auch die⸗ ſer Tag in allen Stuͤcken ſo von mir angewendet, daß ich mich deshalb mit einem ganz reinen und zuoerſicht⸗ lichen Herzen vor dir dar⸗ ſtellen durfte! Du, o Herr, kenneſt mich, und alle meine Mege. the, jeder Abſicht bey mei⸗ nen Unternehmungen, jedem Schritte in meinem Verhal⸗ ken zugeſehen, und untruͤg⸗ lich erkannt, was darin gut oder boͤſe iſt: und alſo ſind dir in dem hellſten Lichte auch alle die Vergehungen und Fehler offenbar, deren ich mich ſchuldig gemacht, und wodurch ich, in groͤße⸗ rem oder geringerem Maaße, das wahre Gluͤck meines Lebens zerſtoͤret oder ver⸗ mindert habe. Gib nicht zu, guter und heiliger Gott, daß ich unwiſſend und gleich⸗ gültig daruber hinweg ge⸗ he. Stelle mir vielmehr mein Unrecht ſo klar vor Augen, daß es einen tiefen, daurenden Eindruck in mei⸗ ne Seele mache, und daß ich mit Reue und Schaam das betrachte, wodurch ich dir misfaͤllig und meiner ei⸗ genen Du haſt heute jeder Regung in meinem Gemuͤ⸗ ———————————— fD—-! genen Woblfahek gevorden bin. B . bach deine ien Erbarmung/ nr begangenen ind laß den sel es Glaubens g. Ghtitum, meinen gd an die Verl ſther heiltgen Leh; ſendig werden, he Beteuung un Inkehrung zu dir/ bud bergeblich Mer luß daun e unſiche Empfint, net Schuld und de be, den mir zu er igen Autriede wer ner treuen Eifer Biſſaung und keit zu bewwelſen; nich za nicht, z genen Schaden, lie been Abbitten; findern vielmehr genden Tagen ke benz uiklch gr; et Rue und n. deen nic aufgerſam, die Ming l, de ger scheinen n iche mich ſy lh dir in gl heli ſe auch al“ Ne due a und t offener, f der ich mit g Kudig h und wi gag ich, lg kem od, Fingern f das w e Glück uu 80 0 Lebens biet ahn we minder e. 60 ich zu, gu nd bellt 10 daß ich az iſſend und g u gültig ag ber hug ct. be. ee mir be — — a mein Au dt so eu, Augen es en l de dauren g Einbruck ung ide ne S. Sache, ind! ich m. l und Sh d das ble, wobl dien Fe ig an) nag den eig. mer treuen Eifer in meiner ner Rrue und meines beß⸗ II. Abendgebäte. 9 genen Wohlfahrt ſchaͤdlich geworden bin. Vergib mir dann, nach deiner vaͤterli⸗ chen Erbarmung, die von mir begangenen Fehltritte, und laß den ſeiigen Troſt des Glaubens an Jeſum Chriſtum, meinen Heiland, und an die Verheiſſungen ſeiner heiligen Lehre in mir lebendig werden, daß redli⸗ che Bereuung und thaͤtige Umkehrung zu dir, fuͤr Nie⸗ mand vergeblich ſeyn ſoll. Aber laß dann auch dieſe ernſtliche Empfindung mei⸗ ner Schuld und deiner Gna⸗ de, bey mir zu einem kraͤf⸗ tigen Antriebe werden, im Beſſerung keit zu beweiſen; damit ich mich ja nicht, zu meinem ei⸗ genen Schaden, in unfrucht⸗ baren Adbitten beruhige, ſondern vielmehr in den fol⸗ genden Tagen meines Le⸗ bens wirklich Fruͤchte mei⸗ ten Vorſatzes zeige. Mache mich aufmerkſam, auch auf die Maͤngel, die mir gerin⸗ ger ſcheinen moͤgten; und lehre mich ſo uͤber mich ſelbſt wachen, daß ſch aus eige⸗ ner gluͤckſeliger Erfahrung inne werde, wie ſehr jeder Wachs thum in der Lauter⸗ keit und Unſchuld des Her⸗ zens auch meine Zufrie⸗ Jeſum Chriſtum ver⸗ groͤßert. N Wer weiß, wie viel Zeit mir noch zu dieſem Wachs⸗ thum im Guten übrig ſeyn mag! Ein Theil derſelben iſt auch ſchon mit dem heu⸗ tigen Tage wieder vorbey; und ſo komme ich mit jedem zurͤckgelegten Schritte mei⸗ ner irdiſchen Wanderſchaft naher, wo die gegenwaͤrti⸗ ge Vorbereitungszeit auf⸗ hoͤret, und die vergelten⸗ de Ewigkeit anfaͤngt. O Gott, verleihe mir die Weis⸗ heit, das zu bedenken, und alſo auf die mir verborgene Stunde bereit zu ſeyn, da ich dir von dem Gebrauche und Gottſellg⸗ N Tage Rechenſchaft geben, und die Fo gen deſ⸗ ſelben erfahren ſoll. Erin⸗ nere ſelbſt mich daran, wie leicht ein jeder Tag fuͤr mich der lezte ſeyn kan; und be⸗ wahre mich dadurch vor dem gefaͤhrlichen Aufſchub der Sorge für meine Seele und vor aller Verwahrloſung dieſer meiner wichtigſten Angelegenheit. In dieſer Geſinnung und in dem Vertrauen auf deine Barmherziakeit ſuche ich nun die leibliche Ruhe. Du, Allmächtiger und Allguͤti⸗ ger, wacheſt uͤber mir waͤh⸗ rend der Zeit, da ich zu meiner Beſchuͤtzung ſelbſt denheit und Freude durch nichts vermag. Nim mich si auch an e 5 ee ee 3* 1 5 8 2322 ͤ* 8 -N 25 2 55 333 n. ͤͤ— Ä 8— 5— II. Ab endgebzte. von den Meinigen, von die⸗ anch Diese Nacht uber in deine väterliche Aufſicht und Beſchirmung. Wende Gefahr, Schrecken und Un⸗ gluͤcksfaͤlle ab von mir und ſem Orte und von allen Menſchen. Laß einen ſanf⸗ ten, geſunden Schlaf mir zu meiner d und Erquickung gereichen; und laß mich morgen mit neuem Danke gegen dich, mit neu⸗ en Vorſfaͤtzen zur chriſtlichen Rechtſchaffenheit und mit neuer Thaͤtigkeit zu meinen Geſchaͤften froͤhlich wieder erwachen. Deine Gnade ſey mit mir jezt und immerdar. Amen! 8 Pf. 4, 9. d liege und ſchlafe ganz— Frieden; denn du, Herr, hil⸗ Feſt mir daß 45 ſicher 8 3 2. Kuͤrzeres Abendgcba ſ. 63, 7. P Wann ich mich zu Bette lege, ſo denke ich an dich. Gnädiger Gott! unter dei⸗ ner Beſchuͤtzung und Lei⸗ tuna iſt nun auch dieſer Tag wieder von mir zuruͤck ge⸗ legt; und ich beſchlieſſe ibn mit dem innigſten Danke gegen dich, fuͤr alles das Gute, welches du mir an demſelben haſt wiederfahren laſſen; fuͤr die mir erhaltene Geſandbelt, für die Abwen⸗ rr re dung ſo manches ſonſt moͤg⸗ lichen Ungluͤcks, fur den ge⸗ ſegneten Fortgang meiner Geſchaͤfte, und auch fuͤr die Wohlthat, daß ich mich nun einer erquickenden Ruhe uͤberlaſſen kan. Das erken⸗ zen, und freue 2585 deiner Guͤte. Stehe du aber 910 mit Sang auf die Fehler, mit welchen ich an dem heu⸗ tigen Tage mein Herz und be; und mache ſie in mei⸗ nen eigenen Auzen ſo offen⸗ bar, daß ich ſie mit ernſtli⸗ cher Empfindung bereue, und mit treuer Gewiſſen⸗ haftigkeit fuͤrs künftige ver⸗ meide. Laß mich dann mit Freudigkeit Antheil haben an der Vergebung der Suͤn⸗ den, und an deiner Gnade, welche auch mir dein Sohn, Jeſus Chriſtus, durch ſei⸗ nen Tod verſchafft, und durch ſeine heilige Lehre verſichert hat. Gib mir, da wieder ein Tag dahin iſt, hierdurch ei⸗ nen neuen lebendigen Ein⸗ druck von der ſchnellen Flugt meiner Lebens zeit, und hilf mir, einen jeden Theil derſelben ſo anzuwen⸗ den, daß ich auch vor dem letzten meiner Tage, der vielleich bald und unver⸗ muthet ne ich mit geruͤhrtem Her⸗ mein Leben etwa befleckt ha⸗ i Le thet kommen m me darf. Deruflege ich nuch jez jezt getroſt; ud übergebe mich 195 und alle 0 lee en Schutze. 5 mir mit del bird kein Verde gefen; und wenn. gen kwache, ſoll! plehet mit Freud Peſſes voll ſeyn —— — l. Liulche! ur J. Vettrauen und rechtmaßi) Hung. gegeb e fene 1 Schl hpfer 1 bon bir; ich ales, waz; kung, Nel fleidun. f aarg wee Lebens, nnd ihn meinem gan daun knie wurm; un duch, dach den duſcg, bey Hahn! wen Ae 0 0 f fa Jr 10 Tas a hen, 11 1 0 a7 Güte. W mig h n ie hn g a unn i ik 0 den a we ch n gag mit tigen 1 me N Ar 1 H en! Apen iat und x haftig la ſcher* 15 Auel deut 1 gebung hy ö 1 8 1 Un Meng ih ne 9 hit hee ö 47 100 fut f 10 disch ** ſeig ye Lehle nt tet bei⸗ 0 4 ub le t cr, de iht n g Tag a i, 5 düd e nen 87h lihelhhn 2 5 0 det schal Danke Er U 2— 2 6 n neigt g n 40 kintt fag 21 Imi, baren f II. Caͤgliche Erweckung Zum frommen Sinn ꝛc. IE muthet kommen mag, 199 erſchrecken darf. Darauf lege ich mich nun auch jezt getroſt zur Ruhe; und uͤbergebe mich, die Mei⸗ nigen und alle Menſchen deinem allmächtigen vaͤter⸗ lichen Schutze. Wache du uͤber mir mit deiner Liebe, ſo wird kein Verderben mich treffen; und wenn ich mor⸗ gen erwache, ſoll mein Herz wieder mit Freuden deines Preiſes voll 02 „„ Segnel mich, mein Gott und Vater, nach deiner ewigen Guͤte, um Jeſu Chriſti, meines Er⸗ loͤſers, willen. Amen! Pſ. 40, 12. 5 daß deine Gute und Treue mich alle Wege behüten. Zur Pruͤſung am Abend leſe man das Lied in dieſem Ge⸗ ſangbuch Num. 535: Der tag iſt wieder hin ꝛc. Auch mehre⸗ re gute Abendgebaͤte ſind ent⸗ halten in den Abendliedern dieſes Geſangbuchs von Num. 533. bis 542. 2 III. Taͤgl liche Erpechun zum frommen Sinn und Wandel vor Gott. 1. Vertrauen auf Gott, und rechtmaͤßige Geſt in⸗ nung gegen ihn. armherziger Vater und B Men⸗ Schoͤpfer der cen von dir allein muß ich alles, haltung meines Leibes und Lebens, und uͤberhaupt zu meinem ganzen Glücke in Zeit und Ewigkeit nothwen⸗ dig und erſprießlich iſt, er⸗ warten; auch, nach deiner gnaͤdigen uſage, bey einem redlichen 8 4 Gehorſam gegen deine Ge⸗ ſetze erwarten. In allmaͤchtige treue Vaterhaͤn⸗ de lege ich daher alles, was was zur Nah⸗ rung, Bekleidung und Er⸗ und ich kan dis beine du mir von ird ſchen Guͤe thern an Beguemlichkeit⸗ Vergnügen und Ehre ver⸗ liehen haſt, in Demuth nie⸗ der. Dank ſey dir, Vater! fuͤr den froͤhlichen Genuß, den du mir davon bisher, wider alles mein Verdienſt, geſchenket haſt. Durch dei⸗ ne Gnade will ich mich be⸗ reit halten, dis alles, wann du es befiehlſt, freu⸗ dig wieder hinzugeben. Ja, ich bitte dich herzlich, laß mir alle meine irdiſchen Portheile nicht einen Augen⸗ blick laͤnger, als es mit Be⸗ wahrung und Stärkung meines Glaubens und guten Gewiſſens beſtehen kan. Laß keinen meiner Wuͤnſche, i wovon 1 . 12 III. Täg'iche Erweckung zum frommen Sinn wovon du, nie irrende Weisheit! einſieheſt, daß er thoͤricht iſt, und mei⸗ ner unſterblichen Seele zum Fallſtrick und Verder⸗ ben gereichet, erfuͤllet wer⸗ den; ſondern vereitele ſie alle. Ehe bu, o Vater mei⸗ ner Seele, zulaͤſſeſt, daß ich, nach ſo unermeßlichen, un⸗ aus ſprechlichen, unzaͤhlichen Wohlthaten, die du mir er⸗ wieſen haſt, in irgend eine vorſetzliche Suͤnde gegen dich falle; oder daß meine An dacht und Chriſten⸗Tu⸗ gend einige Abnahme leide: ſo nim mir lieber, ſo bitter und peinlich es mir auch immer ſeyn mag, meine Ge⸗. fundheit, meine Bequem⸗ lichkeit, mein irdiſches Ver⸗ moͤgen,(meine Ehrenſtellen in der Welt;) und belege mich dagegen mit ſchmerz hafter, langwieriger Krank; heit, bitterer Armuth, un; ſchulbiger Verachtung, und andern Leiden dieſes bald, bald voruͤher eilenden Le⸗ bens. Nur bitte ich dich inbruͤnſtig, laß mich nicht meine Leiden etwa durch Unaͤſſigkeit, durch Lieblo ſigkeit, oder ſonſt eine Ver⸗ letzung meiner Pflichten ſelbſt verurſachen. Und wenn daun ein Leiden aus deiner Hand uͤber mich kommt, oder auch etwa durch meine Schwachheit . * verurſachet wurde: ſo laß es mich, nach deiner vaͤter⸗ lichen Abſicht, in der Be⸗ herrſchung aller unordentli⸗ chen Begierden, in dem himmliſchen Sinn, in der allerſeligſten Kunſt, deinen Willen ſchlechterdings zu dem meinigen zu machen, beveſtigen und ſtaͤrken, und meiner Seele die himmli⸗ ſchen Fruͤchte einer veſtge⸗ gruͤndeten und geuͤbten Tu⸗ gend geben. Laß mich auch auf den Fall vorbereitet ſeyn, wenn du von mir, fuͤr den Dienſt der Wahrheit und der Tugend, meine ir⸗ diſchen Vortheile(meine Guͤ⸗ ther, mein Amt, meine Eh⸗ renſtellen, und ſelbſt mein Leben) zum Opfer fordern, und mich in die Umſtaͤnde fuͤhren ſollteſt, wo ich, um ein unverletztes Gewiſſen zu bewahren, meine Vorzuͤge und Vequemlichkelten auf⸗ geben, und mich drückenden Umſtaͤnden blos ſtellen muͤß⸗ te.— So ſoll denn von nun an alles, was irgend einer Verdrießlichkeit oder mürri⸗ ſchen Klage uͤber deine Re⸗ gierung ahnlich ſieht, mir abſcheulich und aus mei⸗ nem Herzen und Munde verbannet ſeyn. Dagegen will ich mich treulich beſtre⸗ ben, alle Muͤhſeligkeiten dieſes Lebens, die Beſchwer⸗ den eines ſiechen Leibes, u wa f was du mir ſonſt Mibſalen hinzuf! let, nicht allein ger Etgebung Wilen, sondern Eihörunz meiner Hchaͤte, und Pohlihaten, 1. dmibaren und he n zu tragen, ur. ir immer groß gung und Veſſer! helden. Auch wi hifeißigen, ein 6 ic, fteundli: en im Umgange! gen Mebenmenſch bahr auzunehme duch deer göt; gerung in der f. ib meinen Ned: dude zu mac de uſeadwal! main Eott! zu ſihe gehabt, h eum biezenigen A; llt, dietrige ilch icht bak er fim, die mir dar dach warn, meinem Wohl 10 dan! git dasz bernehntel fe laſſen, das 1 ö 1 Rx—— en bern ca 150 Sa chen 5 7. en 1h 1 un! 1* 8 been 1. fen Jed fe aller J 1 5 N N „ n diele Vegt fibt g tet, uu wer ein 1 ecttd Gent 1 und 8 in die lh Kranz ben 9 5 nel td, u, und Denlchhan „geh dich litt 1 bah, un% blos felt den daf te ch ic m Sm ab 9 ut Der e chkeit det e iber ku! ge e lch sch, Ir 1 And aus — was du mir ſonſt an andern teſt, nicht allein mit demuͤ⸗ thiger Ergebung in deinen gierung in der Welt Ehre, — pol den u das vermeynte Gluͤck erlan⸗ ene 8 fachen abe und Wandel vor Gott. 13 Truͤbſalen hinzufuͤgen moͤg⸗ Willen, ſondern auch als Erhoͤrung meiner frommen und als wahre Wohlihaten, mit et dankbaren und heitern Her⸗ zen zu tragen, und zu mei⸗ ner immer groͤßern Reini⸗ gung und Beſſerung anzu⸗ wenden. Auch will ich mich befleißigen, ein aufgeraͤum⸗ tes, freundliches We ſen im Umgange mit mei⸗ nen Nebenmenſchen immer mehr anzunehmen; um da⸗ durch deiner goͤttlichen Re⸗ und meinen Nebeumenſchen Freude zu machen. Wie viel tauſendmal habe ich bir, mein Gott! zu danken Ur⸗ ſache gehabt, daß du ehe⸗ dem diejenigen Wuͤnſche ver⸗ eitelt, diejenigen Abſichten mich nicht haſt erreichen laſ⸗ ſen, die mir damals ſo an⸗ genehm waren, und mir zu meinem Wohl unentbehrlich ſchienen! Haͤtteſt du mich gen laſſen, das ich ſo aͤngſt⸗ lich und raſtlos ſuchte; haͤt⸗ teſt du mir die Vortheile ge⸗ waͤhret, die ich als mein Gluck ſo ſehnlich wuͤnſchte: ſo waͤre mein ganzes irdi⸗ ſches und ewiges Wohl zer⸗ einem]. ein, da der Ausgang dei⸗ ner weiſen und guͤtigen Fuͤh⸗ rungen vor mir liegt. O! dis ſtaͤrke mich, daß ich ſchlechterdings keinen an⸗ dern Willen habe, als den deinigen; daß ich bey allen meinen Wuͤnſchen und Hoff⸗ nungen, bey allem meinem Thun und Vornehmen mit meinem Erloͤſer ſage: Gott, nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe! daß ich alle⸗ zeit und unter allen Umſtän⸗ den dich kindlich fuͤrchte, lie⸗ be und dir vertraue, und mit deiner väterlichen Re⸗ gierung immer zufrieden, ruhig und dankbar bin,. Amen! 2. Demuthsuͤbung. Durch deine Gnade, du beiligſtes und vollkom⸗ menſtes Weſen, will ich es ſtets zu meinem Hauptge⸗ ſchaͤfte machen, meine See⸗ le von allem Unflath des für mich ſo thoͤrigten, und dir ſo abſcheulichen Stolzes zu reinigen. Ach! noch immer iſt in meinem Herzen ein ſo trauriger Ueberreſt dleſer ſchaͤndlichen und ſchaͤdlichen Gemuͤthsart, und der ehe⸗ maligen boͤſen Gewohnheit und Fertigkeit, vorhanden; der mich an der Ausuͤbung der Tugend ſo ſehr hindert, nichtet. Dis ſehe ich jetzo und mich in ſo manche, und i ſelbſt 14 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn ſelbſt grobe Fehltritte ſtuͤrzt. So will ich denn(du Gott! einziger Geber aller meiner Kraft zum Guten, wirſt mir helfen!) ſo will ich denn die Widerſpruͤche, die ich von andern erfahre, in dei⸗ ner Hand Segnungen wer⸗ den, und Mittel ſind, mei⸗ ne Einſichten zu berichtigen, mir die Betrachtung— U Handlungen zu beſ⸗ Empfindung immer gewohn⸗ ter, gelaͤuſiger und kraͤfti⸗ ger zu machen ſuchen, daß ich alle, meine Kraͤfte und Ga⸗ ben nur von dir empfangen habe: daß ich ſie nur dazu empfangen habe, um da⸗ ſern, und ſo manche Tu⸗ genden zu uͤben. Oft will ich es meinem Gemuͤthe vor⸗ halten, daß die wahre Eh⸗ re nicht in den, meiſt leicht⸗ ſinnigen, veraͤnderlichen und nichts bedeutenden Urthei⸗ durch Vergnuͤgen, Ruhe und Wohlfahrt in deiner. milie, unter meinen Neben⸗ menſchen, aus zubreiten; und daß ich folglich ein ſchaͤndlicher Rebell in dei⸗ nem liebevollen Reiche wer⸗ len der Welt, ſondern nur in dem Ruhme vor dir, und in deinem Beyfalle beſtehet: und insbeſondere ſoll es mir nie aus dem Sinne kommen, daß ich durch mein ehema⸗ liges, ſuͤndliches Leben, de, wenn ich eine deiner und durch meine noch im⸗ Krafte und Gaben dazu mis⸗ brauche, irgend einen dei⸗ mer Menſchen ohne Noth und Recht zu kranken, zu be⸗ trüben zu beleidigen und zu beſchaͤdigen. Ich will es oft erwägen, daß ich nur eine gar ſehr geringe Brauch⸗ barkeit in deinem Dienſte habe, vielleicht auch durch Nachlaͤßigkeit und Traͤgheit ſchuld daran bin; und daß hingegen ſo viele hunderte meiner Nebenmenſchen viel großere Kenntniſſe und Ge⸗ ſchicklichkeiten beſitzen, und deinem Reiche weit mehrere und wichtigere Dienſte lei⸗ ſten. Ich will es nie ver⸗ ſteben 7 geſſen, daß der Tadel und mer fortdaurende große und vielfaͤltige Maͤngel, Schwachheiten und Fehl⸗ tritte, von dir nicht allein gar nichts gutes, ſondern vielmehr Strafe verdiene. Ach, wie wuͤrde es mit mir wenn du mit mir nach Gerechtigkeit, ohne Er⸗ barmung verfahren wolteſt! Herr, mein Gott! thue du durch deine allwaltende Vor⸗ ſehung, ſollte es mich auch die kraͤnkendſten Urtheile und Verachtungen meiner Nebenmenſchen koſten: thue alles, ſo bitter und peinlich mir es immer ſeyn mag, um dieſen Stolz, den ich haſſe, 1 aber doch noch immer ſo ſehn u mir fühle, zu ub almählig m el auszurotten, Pandtungen g mühen Heizen, duch ale Regung fuftebenheit bey Keie meines Lebe Mazungen einer ben Mipnung be Enten, Gaben zigen; oder einer chen Mehuung ve Nahenmenſchen, ſondete von denen nt in einerley ( der Amte) arb Emſtuterdruͤckg ligkek bey den chen und dem Tad: und ale verächtli thelung meiner ſchen heſonderz dt mit mir um eine nb Vorthelle hen: hez ſo wie bie; Vuglethe nach 9. Baff bor 05 0 it ich ale Reg kenden Veſen ö 80 Schwa mien un f tritte, as dir nach e gar ni Wpzutes, fal vielmel? Iötrafe nean Ach, en ürde c; ne ſteben 1 un du nit l nach C A tigkeit, at darmu. grerfabten ell Herr, n Gott! ue durch! Aw allwallu ſehung alte es n und chung nit 2 —— — — — und Wandel vot Gott. 1 1 5 in mir fühle, zu ſchwaͤchen, unb allmahlig mit der Wur⸗ zel auszurotten. Gib jenen Betrachtungen die Kraft in meinem Herzen, daß ich da⸗ durch alle Regungen der Un⸗ zufriedenheit bey den Truͤb⸗ ſalen meines Lebens; alle Regungen einer aufblaͤhen⸗ den Meynung von meinen . Einſichten, Gaben und Vor⸗ zuͤgen; oder einer veraͤchtli⸗ chen Meynung von meinen Nebenmenſchen, und insbe⸗ ſondere von denen, die mit mir in einerley Geſchaͤften (oder Amte) arbeiten, mit Ernſt unterdruͤckezdie Unleid⸗ lichkeit bey den Widerſpruͤ⸗ chen und dem Tadel anderer, und alle veraͤchtliche Beur theilung meiner Nebenmen⸗ ſchen, beſonders derer, die ſich mit mir um einerley Sache und Vortheile bewerben, flie⸗ he; ſo wie die uͤbergroße Begierde nach Ruhm und Beyfall vor der Welt; da⸗ mit ich alle Regungen eines gebieteriſchen und auf fah⸗ renden Weſens, ſogleich mit unerbittlicher Strenge aus meiner Seele verbanne. O Vater! jene uneingeſchraͤnk⸗ te, unverbruͤchliche Unter⸗ werfung unter dich; jene beſcheidene Meynung von mir ſelbſt; und jene liebe⸗ volle Beurtheilung und auf⸗ richtige Werthſchaͤtzung mei⸗ ner Nebenmenſchen erhalte 0 und vermehre taͤglich in mir; jene chriſtliche Gelaſſenheit bey den auch ungerechten und bittern Widerſpruͤchen und Tadel anderer; jener ſanfte, nuͤtzliche, menſchen⸗ freundliche Gebrauch aller meiner Kraͤfte und Gaben: dieſe ächte Demuth deines Sohnes und meines Herrn, ach, dieſe Zierde meiner See⸗ le, und dieſe Grundlage al⸗ ler meiner Tugenden, laß immer mehr mein Eigen⸗ thum werden. Darum bitte ich dich um Jeſu Chriſti wil⸗ len. Amen! 15 3. Um Keuſchheit und Maͤßigkeit. Unter der Aufſicht deiner ſchuͤtzenden Vorſehung, mein Gott und Vater, und unter dem Einfluß deiner herzlenkenden, beſſernden Kraft, will ich zu allen Zei⸗ ten meine chriſtliche Mäßig⸗ keit und Keuſchheit zu be⸗ wahren und zu ſtaͤrken trach⸗ ten. Alle Gelegenheiten zu jenen unwürdigen, ſchimpf⸗ lichen, viehlſchen Luͤſten; alle neugierigen Anblicke, und allen unvorſichtigen Ge⸗ nuß der Nahrung will ich mit aller Sorgfalt, aber auch mit aller chriſtlichen [Klugheit, zu vermeiden ſu⸗ chen. Da, wo ich dieſen Gelegenheiten und Gefah⸗ ren 16 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn ren nicht aus weichen kan, ohne mich in Aengſtlichkeit, Muthloſigkeit, Beſtürzung, nad oͤftere Verſuchung zu ſetzen, oder irgend einer meiner Pflichten zu vernach⸗ laͤſſigen oder zu übertreten: da will ich ihnen getroſt und muthig entgegen gehen, und ſuchen, mich datan zu ge⸗ woͤhnen, und die gefaͤhrli⸗ chen Eindruͤcke dovon auf meine Seele zu verringern. Du, allwiſſender Vater! der du weißt, daß ich es nicht aus Selbſtvermeſſenheit Kuͤhnheit thue, ſondern in der frommen Abſicht, det nen Willen deſto beſſer, leich⸗ ter und freudiger zu üben: du wirſt mich gewiß mit deiner Gottes kraft da nicht verlaſſen, und mich der Suͤn⸗ de zur Beute nicht hingeben. Mit einem demüthigen herz⸗ lichen Danke nehme ich zu meiner Staͤrkung die troſt⸗ volle Zuſage deines Evange⸗ lit an, daß du die unwill⸗ kuͤhrlichen Regungen dieſer und andrer mir abſcheuli⸗ chen Gedanken und Begler⸗ den, die ich haſſe, bekaͤm⸗ pfe und zu verhindern ſuche, mir um Jeſu Chriſti willen gar nicht zurechneſt; hinge⸗ gen jeden treuen Kampf da⸗ wider mit einem hoͤhern Grade deines Beyfalls und Vaterliebe belohneſt. Hier; durch geſtaͤrket, will ich alle oder muthloſe Furcht und Aengſt⸗ lichkeit ihrentwegen verban⸗ nen, und ſie üͤberſehen und verachten; aber auch durch deine Gnade, mein Gott, ih⸗ nen nicht den geringſten Auf⸗ enthalt in meiner Seele ge⸗ ſtatten, ſondern ſie augen⸗ blicklich durch Gebaͤt, durch Nachdenken und Betrach⸗ tung, oder auch durch heil⸗ ſame Beſchaͤftigung, mit erſten Geburt erſticken; und dieſen treuen, eblen, chriſt⸗ lichen Glaubenskampf, mit unverbruͤchlicher Treue fort⸗ ſetzen, erquickt und geſtaͤrkt durch das froͤhliche Bewußt⸗ ſeyn, daß du der liebevolle Zeuge und Richter deſſelben biſt. Und ſo will ich mich von ganzem Herzen beſtre⸗ ben, daß ich dir heute und jederzeit mit einer ganz un⸗ befleckten Reinigkeit der See⸗ ſe, der Rede, und des Wan⸗ dels diene, und dir durch Jeſum Chriſtum wohlge⸗ falle. Auch bitte ich dich um die Gnade, mich ſo zu regieren, daß ich die Spei⸗ ſen, den Trank und die Nah⸗ rungsmittel, die deine Va⸗ terliebe mir ſchenken wird, jederzeit mit aller Vorſicht, Selbſtbeherrſchung und Ent⸗ haltſamkeit zu mir nehme; damit ich ja nicht deine Ge⸗ ſchenke ſchaͤndlicher weiſe 0 misbrauche, noch meine chriſt⸗ 1 — chriſlche Abe ldacht, Keusch indere Tugenden d dc, hindere und ahoi gſtchen Mäͤßit 90 denn trachten, bares Geſchenk, 1. ſundhelt und Leber dale und zu benü l bir meine . Dankbarkeit fuͤt tullche fuͤrſorge; ſeh, und meine An chelflche Tugende edle Art zu bew. u üben ſuchen. Le Mer, eben ſolch dal auch n dem aller deiner and fen Güther, aller ſculblgen Pirg dis debens, die du af. Ic will ud genieſen uit ien Gefühl de fügte und Jen del ler, auch d. enskanyf 1 ſetzen, u kt d durch rdhlich daß : ſeyn, e du der lac nit Zeuge n Richte e a0 biſt. W f vil h en, bon g gen Haaf l den. den, ech dir uk ſederz it ener ant befec W älniglet hee le, de E de, und ba nge: dels, und l i Jeſur! khtiſun ul f falle. J, ich bitte eu um! nabe, nich er tegie u daß ih eg ſen, wn rank unb h 0 — Alen terlit! Seit schee if ſundheit und Leben, zu er⸗ unverk Aunicher Lueſ tung wutel, de e und Wandel vor Gott. 17 chriſtliche Arbeitſamkeit, Andacht, Keuſchheit, und andere Tugenden deines Ge⸗ ſetzes, hindere und mir ſelbſt erſchwere. Mit ſolcher chriſtlichen Maͤßigkeit will ich denn trachten, dein koſt⸗ bares Geſchenk, meine Ge⸗ halten und zu benutzen. Ich will dir meine herzliche Dankbarkeit fuͤr deine vaͤ⸗ terliche Fuͤrſorge zu bewei⸗ ſen, und meine Andacht und chriſtliche Tugenden auf ei⸗ ne edle Art zu bewahren und zu uͤben ſuchen. Lehre mich, Vater, eben ſolche Maͤßig⸗ keit auch in dem Gebrauche aller deiner andern irdi⸗ ſchen Guͤther, aller auch un⸗ ſchuldigen Vergnuͤgungen des Lebens, die du mir goͤn⸗ neſt. Ich will ſie beſitzen und genieſſen mit dem leb⸗ haften Gefühl der Gering⸗ fuͤgigkeit und Vergaͤnglich⸗ keit aller, auch der beßten irdiſchen Güther, und mit der ſtandhaften Entſchloſ⸗ ſenheit, ſie auf deinen Be⸗ fehl in deine wohlthaͤtige Vaterhand gern zurück zu geben. Ich will ſie beſitzen und genieſſen als ein Chriſt, der unendlich beſſere Guͤ⸗ ther kennet, und fuͤr eine ſelige Ewigkeit arbeitet. Stehe du mir dazu bey, um Jeſu, meines Exloͤſers, wil⸗ 4. Um bruͤderliche Liebe, Mitfreude und Mitleid. Liebreicher und guaͤbiger Gott und Schoͤpfer dei⸗ ner Menſchen, unendlich guͤ⸗ tiger und wohlthaͤtiger Re⸗ gent der ganzen Welt! je⸗ des rechtmaͤßige Vergnuͤgen meinen Nebenmenſchen iſt ein Geſchenk deiner allge⸗ meiuen Vaterliebe: Neid, Misg unſt, ſchadenfrohes Weſen machen mich folglich zu einem Rebellen in deinem liebevollen Reiche. Durch dieſe feindſeligen Leidenſchaf⸗ ten werde ich den niedrig⸗ ſten und unwuͤrdigſten Ge⸗ ſchoͤpfen, ja dem Teufel und ſeiner hoͤlliſchen Geſellſchaft aͤhnlich, und in den aller⸗ unſeligſten Zuſtand geſtuͤrzt, wo ich, ohne Gotteslaͤſte⸗ rung, von dir keine Gnade und Antheil an dem Ver⸗ dienſte deines Sohnes er⸗ warten kan. Weit, weit großere Ehre und Freude ſchaffet es mir, wenn ich mit Selbſtuͤberwindung das Vergnuͤgen meiner Neben⸗ menſchen empfinde, als wenn ich den glaͤnzendſten Ruhm, und den lauteſten Beyfall der ganzen Welt erhielte. Und je mehr Selbſt⸗ uͤberwindung mir dieſe Tu⸗ gend koſtet: deſto edler und wichtiger iſt ſie, nach dei⸗ len. Amen! 0 liebreichen Schaͤtzung; 9 und 18 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn und allen den Verluſt, den ich je an eigenem irdiſchen Ruhme, Bequemlichkeit, und andern Guͤthern der Er⸗ de leiden kan, erſetzet ſte mir durch den hoͤhern Grad deines Beyfalls und Vater⸗ liebe unendlich. Durch die⸗ ſe Betrachtungen geſtaͤnkt, will ich mir denn jene hoͤl⸗ liſchen Leidenſchaften, Neid, Misgunſt und Schadenfreu⸗ de, immer verhaßter und abſcheulicher machen, und ſie, wenn ſie ſich in meiner Seele regen, mit aller Macht daraus verbannen. Hinge⸗ gen will ich mich immer mehr an eine zaͤrtliche, chriſtlich bruͤderliche Theilnehmung bey der Noth meiner Ne⸗ benmenſchen zu gewoͤhnen ſuchen; ſie als die meinige anſehen und fuͤhlen; ſie auf alle mir moͤgliche Art, mit Gelde, durch thaͤtigen Bey⸗ ſtand, und vornemlich mit meinen Kraͤften und Gaben, zu erleichtern oder zu endi⸗ gen ſuchen; und mich in die Bereitſchaft verſetzen, ſie ihnen, wenn es deiner Weis⸗ heit ſo gefiele, abzunehmen, und an ihrer Stelle zu tra⸗ gen. Zu dieſem Ende will ich, ſo viel immer moͤglich iſt, keinen Armen, der ſich an mich wendet, gehen laſ⸗ ſen, ohne ihn ſelbſt zu ſpre⸗ doch vielleicht Muth und Troſt einſprechen; oder er blick ſtiner Noth, daß ich dankbarer gegen dich, mei⸗ nen wohlthaͤtigen Vater, der du mich, ohne mein Ver⸗ dieuft, mehr als ihn begluͤk⸗ ket haſt, und mitleidiger ge⸗ gen deine Menſchen werde. Insbeſondere aber will ich mich, weil mir dis am ſchwerſten wird, mehr befleißigen, jedes recht⸗ maͤßige Vergnuͤgen meiner Nebenmenſchen, beſonders derer, die mit mir einerley haben, als mein eigenes Vergnügen mit Freude zu empfinden; vornemlich aber da, wo es meinen eignen irdiſchen Ruhm und Ehre verdunkelt, und meine ir⸗ diſchen Vortheile verringert. Auch da will ich ſuchen, ihr Beßtes auf alle mir moͤgliche Art zu ſuchen, zu befoͤrdern, durch gelegentliche, ruͤhm⸗ liche Urtheile, Warnung vor Schaden, und Verei⸗ telung boͤſer Anſchlage ge⸗ gen ſie, oder durch nuͤtzli⸗ che Ratbſchlaͤge, Nachrich⸗ ten und Empfehlungen, oder auf andere mir moͤgliche Art und Weiſe; auch wenn das Geſpräch hierauf in Geſell⸗ ſchaft fallt, ſo will ich durch chen. Kan ich ihm gleich nicht helfen, ſo kan ich ihm gefliſſentliche Fortſetzung beſſeben meinen 1 zu raͤn⸗ hilft mir durch dieſen An⸗ immer Stand, Amt und Vortheile .— N Trinken, und mei liche Gemuͤthsar en ſuche n. Gott! hilf wir“ die traurigen le nes ehemaligen cheifllichen Lebe meht vernichten. Gegenwart det und Weisheit, de ſe Chriten: Tut bos zur Hoͤlfte nicht blos mein Mulde relnige, so die, noch ſo ſehr Urliche Mitfreu und die Mittel d beſeer erkenne, awende. Um ſti, deines Sol güſten Menſch uſlen, bitte ch Amen — 5 lun Rachſic muh, Lentſelz nu Wi ſt en ſel den Sinzen ich dien befaͤhtet, pft wiederholten ee g 65 11 55 ae 7 0 Ick fh, 100 rng ergt zg nit Fal n N enpft 0 bam een da, de min nige irdiſd Wefuhm ud fe auff verdu, und niht u, nit dische Witheile bat n de: Auch t ill ich face ic nit Beßt 8 falle nen Sahm, Art j e ber, auh 1 a durch 3 gentle, uit h üche I heir, Aim —̃— eee vet 8 S ben, m.% da tur ſſer Aut cba, gen„Loder dug u und Wandel vor Gott. 19 kraͤuken, und meine bruͤder⸗ liche Gemuͤthsart zu ſtaͤr⸗ ken ſuchen. Herr, mein Gott! hilf wir auch hierin die traurigen Ueberreſte mei⸗ nes ehemaligen boͤſen un⸗ chriſtlichen Lebens immer mehr vernichten. Gib mir Gegenwart des Gemuͤths und Weisheit, daß ich die⸗ ſe Chriſten⸗ Tugend nicht blos zur Haͤlfte ausübe; nicht blos mein Herz vom Neide reinige, ſondern auch die, noch ſo ſehr ſchwache, zaͤrtliche Mitfreude ſtaͤrke, und die Mittel dazu immer beſſer erkenne, und treuer anwende. Um Jeſu Chri⸗ ſti, deines Sohnes, des groͤßten Menſchenfreundes willen, bitte ich dich hierum. Amen! 5. Um Nachſicht, Sanft⸗ muth, Leutſeligkeit und Langmuth. Wo iſt ein ſolcher Gott, wie du biſt, der mit den Sundern nicht nach Ver⸗ dienſt verfaͤhret, und die ſo oft wiederholten Fehltritte und Schwachheiten der Men⸗ ſchen mit unbegreiflicher Ge⸗ duld und Schonung trägt! O laß mich doch, mein Gott! durch die dankbare Erinne⸗ rung des unermeßlichen Reichthums deiner Lang⸗ mein Gott! muth, Vatertreue, Nach⸗ ſicht, Herablaſſung, Leut⸗ ſeligkeit und Freundlichkeit, welche du mir um Jeſu Chri⸗ ſti willen immerfort ſchen⸗ keſt, erweckt und geſtärkt werden, mich von aller auf⸗ fahrenden Heftigkeit, Un⸗ geſtuͤm und Hitze zu reini⸗ gen, die einem Unterthan und Kinde des ſo herablaſ⸗ ſenden freundlichen Gottes, und einem Erloͤſeten des ſo ſanftmuͤthigen Heilandes aͤußerſt, aͤußerſt ſchimpflich iſt. Laß mich taäͤglich er⸗ weckt und geſtaͤrkt werden, dieſen boͤſen Regungen mit aller Wachſamkeit den Ein⸗ gang in meine Seele zu ver⸗ ſchlieſſen; und wenn ſie ſich da einfinden, mir alsdann keine Rede und That eher zu erlauben, bis ich die Sa⸗ che dir im Gebaͤt vorgetra⸗ gen, und mir da eine dir gefaͤllige Art des Verfahrens vorgeſchrieben habe. Ja, unter deintm Beyſtaude will ich mich als ein Chriſt befleißigen, ſo⸗ wol bey den Unordnungen und Vergehungen derer, die mir untergeben ſind, als auch bey allem dem, was mir an meinen Nebenmen⸗ ſchen unangenehm und ver⸗ drießlich iſt, wich an eine immer großere Nach ſicht zu 1 5 67 Ich will mich emuͤhen, die nöthigen Er⸗ Gg a inne⸗ 20 III. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn innerungen, Verweiſe oder Beſtrafuazen, die ich andern zu geben habe, mit einem ſanften und leutſeligen We⸗ ſen zu geben; und in der Be⸗ kerung und Beſſerung der Irrenden und Fehlenden nie zu ermuͤden; aber ich will auch, ſo viel immer moͤg⸗ lich, die ſanften Mittel den ſtrengen vorziehen; und uberhaupt ſo ſanft gegen an⸗ dere ſeyn, als ſtrenge gegen mich ſelbſt. Dazu hilf mir durch dein Beyſpiel und dein Wort um deiner unendli⸗ chen Guͤte willen. Amen. 6. Um chriſtliche Gefaͤl⸗ ligkeit und Freundſchaft. Alles das, mein Gott! was irgend einem meiner Ne⸗ benmenſchen, ohne Noth und Recht, nur einen misver⸗ gnuͤgten Augenblick verur⸗ ſacht, will ich mir immer verhaßter und abſcheulicher zu machen, und alles muͤr⸗ riſche, verdruͤßliche und un⸗ freundliche Weſen immer mehr und mehr abzulegen ſuchen. Dagegen will ich mich(hilf du mir ſelbſt dazu!) immer mehr gewoͤh⸗ nen, alles, was irgend ei⸗ nem meiner Nebenmenſchen ein rechtmaͤßiges Vergnuͤ⸗ gen und unſchuldige Freude macht, auch in Kleinigkei⸗ ten zu bemerken 0 und mit aller Treue und Luſt ins Werk zu richten; und dis will ich thun, nicht etwa aus Schmeicheley und Men⸗ ſchengefaͤlligkeit, ſondern durch die edle Begierde, dir, mein Gott, aͤbnlich zu werden; und deine Men⸗ ſchen aufs moͤglichſte zu ver⸗ gnuͤgen, will ich mich an⸗ treiben und erwecken laſſen, nicht allein in großen und auch in Kleinigkeiten guͤtig, ſanft und freundlich zu ſeyn; und andern wohlzuthun auf die gefaͤlligſte Weiſe. Dis ſoll mich antreiben, die Eh⸗ re meiner Nebenmenſchen mit der groͤßten Zaͤrtlichkeit zu behandeln, und allzeit wohl eingedenk zu ſeyn, welche ſchmerzende Kraͤn⸗ kungen andern durch die Verletzung ihrer Ehre und guten Namens verurſacht werben; den großen Zweck zu vergnuͤgen und wohlzu⸗ thun, will ich ſtets vor Au⸗ gen haben. Das, das iſt Ehre, Ruhm und Gluͤck fuͤr mich, einen Chriſten, der berufen iſt, Segen von dir zu empfangen, und Segen unter deine Menſchen zu verbreiten. O Gott! laß mich dis bey keiner Gele⸗ genheit vergeſſen, und er⸗ boͤre mich um Jeſu Chriſti willen. Amen! 7. Um wichtigern Dingen, ſondern b — 7. Un chriſtich gen Fein Sollen mit aud unter deiner den und vöterlic hung, Veltibiget be Beleldiger u begegnen! 0 fe als henlicher L fl beire ganz che Gnade, auch m ſen Feinden ſol pon ganzem Her bel, da du mir ldigungen um wlllen begeben h weſche auch die Fendſeligkeiten Bbſcoichter gege nichts zu rechner will auch mein Fengden aus the ſiche alles Gute göngen und aw den mir möglich hen gerne lei hach den Mu Hur Jeu Ehr Wuflthun 10 beſezen kühlen ſinnungen, ind betzeihendtr ehe, erhalte un in mir, zur dana und de 5 auer 9 00 0 c al e ee ade ae S, u ig der ſcheng Weg g en nie 90 10 durch b 0 ail, ae Me 405 u be. 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Ich will auch meinen aͤrgſten Feinden aus eben dieſer Ur⸗ ſache alles Gute aufrichtig goͤnnen und anwuͤnſchen; je⸗ den mir moͤglichen Dienſt ihnen gerne leiſten; und nach dem Muſter meines Wohlthun und Liebe ſie zu beſiegen trachten. Dieſe Ge⸗ ſinnungen, barmherziger und verzeihender Gott! ver⸗ leihe, erhalte und beveſtige in mir, zur Ehre deines Namens und deiner heilig⸗ ſten Religion, und zu mei⸗ ner eigenen Ruhe und Se⸗ und Wandel vor Gott. 7. Um chriſtliche Liebe ge⸗ ligkeit. Amen! 21 8. Um Heiligkeit der Re⸗ den und ganzen Be— tragens. aß mich, o Gott! ſtets be⸗ denken, daß auf mein Verhalten im Umgange mit an dern Menſchen ſo viel an⸗ kommt, und daß uͤdle Re⸗ den, nicht ſelten, eben ſo viel Unheil ſtiften, als uͤble Thaten. Gib, daß ich mich daher bey meinen Reden und in meinem ganzen Be⸗ tragen, ſowol bey den Ge⸗ ſchaͤften meines Standes (und Amtes), als im Um⸗ gange mit andern, mich ei⸗ ner ſorgfaͤltigen Ueberle⸗ gung immer mehr befleißi⸗ ge. Laß mich da nach dem Muſter deiner Treue und Wahrhaftigkeit, die aller⸗ ſtrengſte chriſtliche Aufrich⸗ tigkeit uͤben; und mir nicht das geringſte unwahre Wort geſtatten. Laß mich auch uͤber mein Herz fleißig wachen, daß nicht etwa der Anfang der Heucheley ſich bey mir einſchleiche, das zu ſcheinen, was ich nicht bin, oder es mehr zu ſcheinen, als ichs bin. Ja, unter deinem Beyſtande kaſſe ich hiermit die veſte Entſchlieſ⸗ ſung: allenthalben ſoll mich der chriſtlich⸗ liebevolle [Geiſt in der Beurtheilung meiner Neben nenſchen ſo regieren, daß ich nie eine G33 Un⸗ 22 III. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn Unwahrheit, nie etwas er⸗ dichtetes Boͤſes oder Nach⸗ theiliges von ihnen ſage; daß ich ihre Maͤngel, Feh⸗ ler und Vergehungen, auf jede rechtmaͤßige Art unter⸗ druͤcke und verberge; daß ich davon nie ohne Noth, nie anders, als zu irgend einer guten Abſicht, und im⸗ mer mit einem innern Wi⸗ derwillen, immer mit dem Wunſche, das Gegentheil ſa⸗ gen zu koͤnnen, ſpreche. Die allgemeine Menſchenliebe, dieſe große und heilſame Pflicht des Chriſten, ſoll mich vielmehr antreiben, daß ich aller andrer Men⸗ ich aller andrer Men⸗ 9. Um chriſtlichen Ge⸗ ſchen ruͤhmliche Eigen⸗ ſchaften und Handlungen ſorgfaͤltig bemerke, und dieſe zum liebſten Inhalte mei⸗ ner Unterredungen und Ge⸗ ſpraͤche mache. Auch will ich wachſam auf den Beruf und die Gelegenheiten ſeyn, die du mir gibſt, vor der Welt ein dankvolles Bekennt⸗ niß meiner unenblichen . gegen deine Religion, und das göͤttli⸗ che, ewig theure Verdienſt meines gekreuzigten Heilan⸗ des abzulegen. Bey allen ſchicklichen Anlaͤſſen will ich es meinen Nebenmenſchen ſagen, daß ich alle meine Gewiſſensruhe, alle meine Kraft, Licht und Starke zum Anfange in der Tu⸗ 0 gend, alle Freuden dieſes Le⸗ bens, allen Troſt im Tode, allen frohe Ausſichten jen⸗ ſeits des Grabes, nur dem Verdienſte Jeſu zu danken habe; und hierdurch will ich ſuchen, mich und meine Ne⸗ benmeuſchen immer mehr zur ehrfurchtsvollen tiefen Werthſchaͤtzung und treuen Aus uͤbung dieſer eli, ewig erſprießlichen Religion zu erwecken. Verleihe mir da⸗ zu Kraft und Gnade, Gott der Wahrheit und meines Heils! um Jeſu Ehriſti wil⸗ len. Amen! brauch der Vergehungen, Thorheiten und Laſter un⸗ ſrer Nebenmenſchen. Menn ich Thorheiten, Vergehungen und La⸗ ſter von meinen Nebenmen⸗ ſchen ſehe oder hoͤre: ſo laß, o mitleidsvoller und barm⸗ herziger Gott! dleſe trau⸗ rigen Erfahrungen meine Menſchenliebe gegen ſie nicht ſchwaͤchen; und ver⸗ hindre dis in mir durch die erweckenden Lehren dei⸗ ner Religion. Denn dieſe uͤberzeugt mich, daß auch dem aͤrgſten Boͤſewichte, in jedem Augenblicke, der Zutritt zu deiner Gnade er⸗ offnet iſt, um durch ſie ge⸗ beſſert, zu werden; unt Reizungen und gen bey wei menſchen unweit Schwachhelts E bugen, welche Nerluſt bes Gre Antusblelblich, t hütben, weil ich kenntnß und Beſſerung hade. laß mich auch autigen Erfahtt den Thotheiten, gen und Kater, u lehrung deines kin Chriſt gebrau mich ſie anwende Demuth zu erwe ſtaͤlen: uubem buch an mein A Sünden a die noch fort bose Mängel u leger Tugend aß nich ſie meſne Dalat dich zu erwecht Harken butch d kung deiner un Onabe, die mie Agtunde dez dab Uuglücks he e, und mich e i geen Si Heils — Nen, Eigen 9. g* brit 90 mel⸗ 655 5 beruf ſeun, der tunt: ichen dene ktli⸗ enſt lan: Alen nich vent nent Buch ntr Alon. dan f ſn E bammaſte We ich Bach d ehungen u ſter 90 eilen Mü ſchen vder hun o mif A voller un An berziß Jzott! ek nen W abrunzn 1. — Mens w etbe gige nicht ichen; n bind 9 in uk ih die e weinen den übers zen wich, f —. 1405 iu je u Aufl, Zutrſ beher Halte . din Min 1 gen und Laſter, nach ber Be⸗ meine Dankbarkeit gegen und Wandel vor Gott. 23 beſſert, geheiliget, beznadi⸗ get, und zu deiner Freund⸗ ſchaft wieder aufgenommen zu werden; und daß boͤſe Neigungen und Handlun⸗ gen bey meinen Neben⸗ menſchen Unwiſſenheits⸗ und Schwachheits Sünden ſeyn können, welche bey mir den Verluſt des Gnadenſtandes unausbleiblich verurſachen wuͤrden, weil ich mehr Er⸗ kenntniß und Mittel zur Beſſerung habe., Dann aber laß mich auch eben dieſe traurigen Erfahrungen, von den Thorheiten, Vergehun⸗ lehrung deines Wortes, als ein Chriſt gebrauchen. Laß mich ſie anwenden, mich zur Demuth zu erwecken und zu ſtaͤrken: indem ich mich da⸗ durch an mein eignes ehe⸗ N Sündenleben, und an die noch fortwährenden ret hat. Laß mich ſie zur Erweckung und Staͤrkung meiner eigenen Vorſicht und Wachſamkeit gebrauchen, durch die Betrachtung, daß ich ſelbſt den Saamen zu allen ſolchen und andern La⸗ ſtern in mir trage, und mei⸗ ne Tugend, ohne Vorſicht und Wachſamkeit, jeden Au⸗ genblick gleichen toͤdtlichen Gefahren ausgeſetzet ſeyn kan. Laß mich endlich da⸗ durch zum chriſtlichen Mit⸗ leiben und Wohlthaͤtigkeit erweckt und geſtaͤrkt wer⸗ den, daß ich dis allergroͤß⸗ te Elend meiner Nebenmen⸗ ſchen mit herzlicher Theil⸗ nehmung empfinde, und, an⸗ ſtatt ſie durch Verachtung, Haß und harte Begegnung zu erbittern und in das Elend noch tiefer hinein zu ſtuͤr zen, vielmehr alle Gele⸗ genheiten ſorgfaͤltig bemer⸗ großen Maͤngel und Flecken meiner Tugend Laß mich ſie anwenden, dich zu erwecken und zu ſtärken durch die Erinne⸗ rung deiner unermeßlichen Gnade, die mich aus dem Abgrunde des Laſters und des Ungluͤcks heraus geriſ⸗ ſen, und mich vor ſo man⸗ chen großen Suͤnden bewah⸗ Gg ke, und treulich gebrauche, erinnere, f um durch ihre Beſſerung ein Wohllläter ſowol an ih⸗ nen, als an deinem ganzen Reiche auf der Erde, zu werden. Laß mich auch hier⸗ in das Beyſpiel meines menſchenfreundlichen Erldͤ⸗ ſers ſtets zum Muſter und Nachfolge vor Augen haben, und erhoͤre mich um deſſent⸗ willen. Amen! 5 10. Um 24 III. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn 10. Um chriſtlichen Ge⸗ brauch der Zeit, Kraͤfte, und Gaben Gottes. Mit herzlichem, ehrfurchts⸗ vollem Danke erkenne und ruͤhme ich deine Gna⸗ de, mein Gott, daß du mich hier auf der Erde in ein arbeitſames Leben, in einen ſolchen Stand und Verbin⸗ dungen geſetzet haſt, wo mich eine Arbeit nach der andern beſchaͤftigen muß, und eben hiedurch die Er⸗ haltung meiner Chriſten⸗ Tugend mir ſo ſehr erleich⸗ tert und mir mein Leben heilſam, und nuͤtzlich für mich und andere gemacht wird. Ich preiſe dich, gna⸗ denvoller Gott, daß du mir bisher dis Leben, dieſe Kraͤfte und Munterkeit mei⸗ nes Leibes und Gemuͤths, den froͤhlichen Gebrauch meiner Augen und andern Sinne, meine Vernunft und Sprache, und andete irdi⸗ ſche Gaben anvertrauet haſt, und mir dadurch das ehren⸗ volle Zeugniß giebſt, daß du mich in deinem Reiche noch nuͤtzlich findeſt. Aber nicht blos mein Mund, ſon⸗ dern auch mein Herz und Wandel, ſoll dir dafuͤr dan⸗ ken, indem ich dieſe deine Geſchenke als ein treuer Haushalter gebrauche. Durch deine Gnade will ich die Geſchäfte in dem Stan⸗ de und Berufe(in dem Am⸗ te und Poſten), den du mir in deiner Welt angewieſen haſt, weil ſie einen Haupt⸗ theil meines Chriſtenberufes hier in dieſer Vorberei⸗ tungszeit ausmachen, zu⸗ vor derſt ausrichten mit al⸗ ler Treue, mit Auſtrengung aller meiner Kraͤfte, und noͤ⸗ thiger Selbffuͤberwindung in gewiſſenhafter Hintan⸗ ſetzung der mir angeneh⸗ mern Beſchaͤftigungen. Ich will ſie ſtets mit freudiger Unverdroſſenheit, als einen chriſtlichen Gottes dienſt ver⸗ richten; ich will dabey mit einem kindlichen Vertrauen dich ehren, und des wegen die Beſchwerden, als deine Anordnung geduldig tragen, die mir etwa meine eigene Schwachheit des Leibes oder andere Zufaͤlle dabey verur⸗ ſachen; und ich will zufrie⸗ den ſeyn, wenn ohne meine Schuld der gute Erfolg mei⸗ ner Geſchaͤfte mislingen ſollte. Ich will vielmehr ohne alle aͤngſtliche Ueber⸗ legungen und unruhige Be⸗ ſtrebungen, den Fortgang und Ausgang davon ledig⸗ lich deiner weiſen und vaͤ⸗ terlichen Vorſehung uͤber⸗ laſſen. Insbeſondere ſchen⸗ ke mir, Vater meiner See⸗ le, deine Gnade, daß ich die Geſchaͤfte meines Berufes immer rilichen Cel 105 Reinige ſer großen du in dem irdiſchen chfalle, 8 und bertriebenen Be durch mir zeitic le zu erwelben. despegen mein. die Hiebe zu dit die chriſliche He gez ewigen Lebe kehr in die allerſ fing, daß ich 9 HGeſchͤfte, wo mein Gott! nur in der edlen Ab dadutch dit zu g. nen Beſehl aut delnem Nische wetben, und fü Euigkett heilsam won ich in den 0 1 2 und Klaͤfte find. Veet und 10 en e ät, de un 1 tes. aun n erich, Schi Steit des 100 ne ande S ile dcn nden ſuche“ z ih ul an ad den zue wenn ain it c Scht( er gute ehh act. ner„Spifte neh K seln ch vll a t, daß ahne Io ängſlige ln 1 Rache eguß wund inn . Daf reh n, ben dal nd, e und e hang baten 0 en much r weſſa ul! für kn; till res Norſchg fe t Mm ig usbeſnbelſ ban ken„ ee me 14164, Sue, mel 1 1 belles Ben 00% F. an h nes ewigen Lebens, immer fuͤr mich, wenn ich, bey ſol⸗ und wie viel irdiſche Ehre, und Wandel vor Gott. 23 immer mehr mit einer recht chriſtlichen Cauterkeit aus⸗ richte. Reinige mich von der großen Auhaͤnglichkeit an dem irdiſchen Lobe und Beyfalle, und von aller übertriebenen Begierde, da⸗ durch mir zeitliche Vorthei⸗ le zu erwerben. Setze doch deswegen mein Herz, durch die Liebe zu dir und durch die ehriſtliche Hoffnung je⸗ mehr in die allerſeligſte Ver⸗ faſſung, daß ich alle meine Geſchaͤfte, wo moͤglich, o mein Gott! nur ganz allein in der edlen Abſicht thue, dadurch dir zu gefallen, dei⸗ nen Befehl auszurichten, deinem Reiche nuͤtzlich zu werden, und fuͤr die ſelige Ewigkeit heilſam zu arbei⸗ ten. Wie vernünftig, wie edel, wie heilſam iſt es doch chem Herzen und Leben, es dir lediglich uͤberlaſſe, ob, Beyfall und andere zeitliche Guͤther du mir durch meine Geſchaͤfte ſchenken willſt. Durch deine Gnade will ich eee, r Nebenmenſchen mit Beleh⸗ rung und gutem Rathe zu ſtatten kommen, liebreichen freundlichen Umgang mit ihnen pflegen, thaͤtige Un⸗ terſtuͤtzung, Erquickung, Er⸗ freuung, Aufmunterung zum Guten, oder etwas derglei⸗ chen ihnen geben oder durch andre verſchaffen kan: dann will ich nie vergeſſen an ihre Wohlfahrt und an der Wohl⸗ fahrt deines Reiches, o Gott, zu arbeiten. Die Wohltha⸗ ten, die du mir ſelbſt an Leib und Seele erzeigen wirſt, will ich mit frohem, dank⸗ barem, unſchuldigem, zufrie⸗ denem Herzen genteſſen. Ich will darin deine Vater⸗ liebe ſchmecken und empfin⸗ den, mich uͤber dich freuen, und durch ſolche Freude mei⸗ ne Dankbarkeit und willi⸗ gen Gehorſam gegen dich zu ſtaͤrken ſuchen. Jede Freu⸗ de, die mir auf dem Wege durch dieſes Leben begeg⸗ net, laß mich mit einem ſol⸗ chen Herzen, voll von Zaͤrt⸗ lichkeit gegen dich und voll Liebe zu deinen Menſchen, ſo ganz und inniglich ge⸗ mich aber auch bereit hal⸗ ten, die andern menſchen⸗ freundlichen Handlungen, wozu ich in dem Laufe eines jedes Tages Gelegenheit und Kraͤfte finde, mit aller Treue und Luſt aus zurich⸗ eee eee eres rea See eee eee nieſſen. Denn du, Vater der Freude! giebſt ſie uns nur dazu, daß wir uns ſo freuen ſollen; und ſie ſo freudig genieſſen, iſt Gehor⸗ ſam gegen dich. Ich will enblich die allerſeligſte Er⸗ ten. Wo ich meinen lieben laubniß, die du mir durch 635 Jeſum 26 III. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn Jeſum geſchenket haſt, in jedem Augenblicke mit kind⸗ licher Freymmhigkeit mich zu dir zu nahen, ſorgfaͤltig benutzen; ich will das be⸗ ſtaͤndige Andenken an dich in mir erhalten; meine See⸗ le mit oͤftern gottſeligen Em⸗ pfindungen, Betrachtungen, oder auch Seufzern und Ge⸗ baͤten fuͤr mich und meine lieben Nebenmenſchen, zu dir empor ſchwingen; und mich alſo in die chriſtliche Geſinnung des beſtaͤndigen Gebaͤts immer mehr zu verſetzen ſuchen. Freund und Vater meiner Seele! hilf mir zu der Gegenwart des Gemuͤths, daß meine Pflichten, nebſt den großen Bewegungsgruͤnden und den ſchicklichen Mitteln, ſie zu erfuͤllen, mir zu jeder ſchick⸗ lichen und bequemen Zeit einfallen, und mich zu allen jenen guten, edlen, ſeligen Thaten ſtaͤrken. Schaffe du ſelbſt in mir, was dir wohl⸗ gefaͤllt. Ewig ſey dir Eh⸗ re und Aubaͤtung gebracht! Amen! — 11. Aufmunterung zu ſol⸗ chem Wandel vor Gott. So vor dir, mein Gokt, zu wandeln; ſo vor dir als ein Chriſt zu wachen, zu kaͤmpfen, zu baͤten, zu den⸗ 0 ken, zu wollen, und zu han⸗ deln, ſoll mich ermuntern: 1) Die kindliche Liebe und [Dankbarkeit gegen dich. Ganz unzaͤhlig und uner⸗ meßlich ſind deine Wohltha⸗ ten, womit du mich durch das Verdienſt Jeſu Chriſti erfreuet haſt, und noch im⸗ merfort erfreueſt. Jeder Tag, jede Nacht ſind mit neuen Gunſtbezeigunzen be⸗ zeichnet. Der ſanft⸗erquik⸗ kende Schlaf, den du mir ſchenkeſt; dieſer froͤliche Ge⸗ brauch meiner Augen, Oh⸗ ren und andrer Sinne, mei ner Vernunft und Sprache; die Verrichtung meiner dir wohlgefaͤlligen, und der Welt heilſamen Geſchaͤften; mein zeitlicher Wohlſtand; meine Gemuͤths ⸗ und Lei⸗ bes kraͤfte; die gnaͤdige Er⸗ laubniß, zu dir zu baͤten: bieſe neue Nahrung fuͤr mei⸗ ne Seele.— Doch, Herr! mehr als Haare auf meinem Haupte, mehr als Sand⸗ koͤrner an dem Ufer des Meers, mehr als Strahlen aus der Sonne ſeit dem An⸗ fange der Welt gefahren find, ſind die Gunſtbezei⸗ gungen, die du mir bisher erwieſen haſt, und noch im⸗ merfort, durch alle Ewig⸗ keiten, erzeigen willſt. Gott! wie aäͤußerſt ſchaͤnd⸗ lich und ſtrafbar wird fuͤr mich jede Suͤnde! wie. un U — und bie 15 8 e und Tieue, d6 zn idle ſom betbunden b müßte der allet ide, ſoindat ein rechtes Och ce in de ung ſeyn, wen 5 19 bon it Einbe wolte f ber ſchen, und du iwas in deinen kuthlos und vert chen laſſen. Got, tet! gib mir We Klaft, daß ſch in ſe chneg jeden T dangiglchen L ſorzfültig bemer Hetz zu dir, de zeichen, ſo gro und freundlichen lr, durch ſung bungen ober aut nd Gebäte bes g Dunfed empor dadurch diefer m ph schwachen Daukbaket gegen dan ud e loft. Ei lf heute meint ncht mit ber Arſucht und dauer unermeßl dan mi 00 d ab b. aud . lan Me 0 Meer ehr al engt 7 h in Pichtt Ui meint n nüthz beskt 3 die b 0 1 dieſe Antari ne S 51— doch mehr E Joaart aufn Hauf, mehr t e uͤrne? den lt aus I Nonne ſeſ n fangt e Welt ind, A die Gut — u ſel⸗ datt. Gat, mr du, u . N. zung„ pie du t wil Kaff, ub h werf A durch dl lt zeigt 20 6 e laßerf she ich& after 10 g 15 Cie und Wandel vor Gott. 2 und viel ſind die Bande der Liebe und Treue, womit ich dir zum kindlichen Gehor⸗ ſam verbunden bin! O, ich muͤßte der allerniederträch⸗ tigſte, ſchaͤndlichſte Menſch, ein rechtes Scheuſal und Schandfleck in deiner Schoͤ⸗ pfung ſeyn, wenn ich mich nun noch von irgend einer Suͤnde wollte ſklaviſch be⸗ her ſchen, und durch irgend etwas in deinem Dienſte muthlos und verdroſſen ma⸗ chen laſſen. Gott, mein Va⸗ ter! gib mir Weis heit und Kraft, daß ich in dem Lau⸗ 5e ena Tages deine vorzuͤglichen Liebesproben ſorgfaͤltig bemerke; mein Herz zu dir, dem ſo lieb⸗ reichen, ſo großmuͤthigen und freundlichen Wohlthaͤ⸗ ter, durch innige Empfin⸗ dungen oder auch Seufzer und Gebäte des Ruhms und Dankes empor hebe, und dadurch dieſer meiner noch ſo ſehr ſchwachen Liebe und Dankbarkeit gegen dich neue Nahrung und Staͤrke ver⸗ ſchaffe. heute meine Seele immer mehr mit der allertiefſten Ehrfurcht und Anbaͤtung deiner unermeßlichen Maje⸗ ſtaͤt, und mit einer recht zaͤrtlichen Liebe gegen dich, mein Vater, angefuͤllet wer⸗ den; und hiedurch neue Got⸗ teskraft zum Haſſe und ewi⸗ So laß denn auch n eee gem Kampfe wider alle Suͤn⸗ de, und zu einem ungetheil⸗ ten, recht willigen freudi⸗ gen Gehorſam gegen alle deine, auch noch ſo bittere Schickungen, und gegen alle deine, auch noch ſo ſchwere Befehle, empfangen. 5 Ich ermuntre mich zu dieſem frommen Wandel 2) durch die chriſtliche Ehrbe⸗ gierde, durch die Betrach⸗ tung der Große, der Vor⸗ zuͤge und Gluͤckſeligkeit, die ich als ein Chriſt beſitze, und dereinſt noch beſitzen werde. Dieſe edle Empfindung mei⸗ ner allererhabenſten Wuͤrde, um Jeſu willen dein Freund und Kind zu ſeyn, ſoll mich mit Eckel und Abſcheu ge⸗ gen alle Suͤnde, als die alleraͤußerſte Schande, an⸗ fuͤllen; mir Ehrfurcht gegen mich ſelbſt, und ein demuͤ⸗ thiges Selbſtgefallen ein⸗ oͤßen, und dadurch ein raͤftiger Antrieb werden, daß ich aus aller Macht da⸗ hin ſtrebe, dir, meinem Freunde und Vater, aͤhn⸗ lich zu werden, und in allen Stuͤcken meiner erhabenen Wuͤrde gemaͤß zu denken, zu begehren, und zu handeln. Ich ermuntere mich dazu 3) durch die chriſtliche er⸗ leuchtete Selbſtliebe. Zum Ruhme deiner Barmherzig⸗ keit muß ich es bekennen, 1 daß dein redlicher Dienſt e c bis⸗ 28 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn bisher, aller ſeiner vielen und großen Maͤngel und Flecken ohngeachtet, eine ſo goͤttliche Ruhe, Zufrieden⸗ heit, Heiterkeit, und ſo man che himmliſche Freuden in meiner Seele verbreitet hat. Nur die Suͤnde allein iſt der einzige Feind und Stoͤ⸗ rer meines Glucks. Dieſe will ich daher von ganzem Herzen haſſen und fliehen; und alle meine Kraͤfte dar⸗ auf richten daß ich die Zahl meiner ehriſtlichen, gottſe⸗ ligen Geſinnungen und Tha⸗ ten immer vermehre, und dadurch neue goͤttliche Ruhe und Freude in meine Seele leite.. Ich ermuntere mich 4 da⸗ zu durch das lebhafte An⸗ denken an beine Allgegen⸗ wart. In alle Ewigkeit kan ich dir die allerſeligſte Be⸗ lehrung, die mir deine Re⸗ ligion gibt, nicht genug ver⸗ danken, daß dy, mein all⸗ mächtiger, allwiſſender, un⸗ endlich liebreicher Gott und Vater, mir allenthalben und zu allen Zeiten, im Hauſe und außer dem Hauſe, bey meinen Arbeiten und Ergd⸗ tzungen, in meiner Einſam⸗ keit und in meinen Geſell⸗ ſchaften, bey meinen Leiden und Freuden, unmittelbar zugegen, und der allwiſſen⸗ de liebevolle Zeuge meiner Handlungen, Reden, Be⸗ 2 gierden, und der geheimſten Gedanken meiner Seele biſt. So weiß ich denn, daß mich keine zuſchwere Verſuchung befallen, und es mir nie an Kraft zum Guten fehlen kan; denn deine Macht iſt mir ſtets zur Seite So weiß ich auch, daß nicht das geringſte von allem dem, was ich in deinem redlichen Dienſte unternehme, ver⸗ loren iſt. Jede gottſelige womit i ten bey meinen Arbeiten, die Truͤbſalen dieſetz Lebens, die Krankheiten oder Be⸗ ſchwerden a en Lei⸗ bes, die du mir etwa auf⸗ legen moͤchteſt, ertrage, ken⸗ neſt du; jede Selbſtuͤber⸗ windung, die ich mir bey dem Genuſſe der Nahrung und erlaubter Vergnuͤgen, oder bey den Beleidigungen andrer, bey den Regungen des Stolzes, oder bey an⸗ dern Gelegenheten, aus Gehorſam gegen dich an⸗ thue, iſt dir nicht verbor⸗ gen; jeder treue Kampf, den ich gegen die Unmaͤßig⸗ keit, Heftigkeit, Zorn, und andre Reizungen fuͤhren; jede fromme, auch blos in⸗ nere Beſtrebung, womit ich dir wohlzugefallen trachten werde, ſieheſt du, Allwiſſen⸗ der; ja, jeder Kummer, je⸗ de Sehnſucht, jeder Seuf⸗ zer, Ergebung in deinen Willen, 0 die Muͤhſeligkei⸗ F tr, ben mit — zung meines gef bermoͤgens, und 9 10 beſſer Welt auspreſſet! p schuldig, fe wen, und wen es auch iſt, wil meinem Gott, bemerkt; bleibt ts ſelbſt ſchon geſen babe, delt fenden Verſande geuwänig; wid die um Jeſu deinem Behfalle dem Rebe belohr Denlwal vor di mel, und wird nach Jahrhunder nen 15 erg ſoll mir neue uf ke elnfbößen, kur nach glaub Werken, und hit den ewigen eb bald zu lachten, Leuch 9 ln bloße Zel aller Minſce, Hoff Feſtebunge, Emigkei, nie g ſichte kommen, Bachwerden N Acleten det dens wich ni 100 1 Pen „ Kam d 1 fa bethtyſen mae ber weng de fran badorbent 14 zuſe, hey den Sen di 1 5 2 leit 8 0 1 0 ee 0 und Wandel vor Gott. zer, den mir die Empfin⸗ dung meines geiſtlichen Un⸗ vermoͤgens, und das Anden ken der beſſern ewigen Welt auspreſſet: dis alles, ſo ſchuldig, ſo unvollkom⸗ men, und wenig bedeutend es auch iſt, wird von dir, meinem du mit Gnade bemerkt; bleibt, wenn ich es ſelbſt ſchon lange ver⸗ geſſen habe, deinem allwiſ⸗ ſenden Verſtande ewig ge⸗ genwaͤrtig; wird mir ven dir um Jeſu willen mit deinem Beyfalle und groͤ⸗ ßern Liebe belohnt; mir ein Denkmal vor dir im Him⸗ mel, und wird mich, noch nach Jahrhunderten, in dei⸗ nem Himmel ergoͤtzen. Dis ſoll mir neue Luſt und Staͤr⸗ ke einfloͤßen, allenthalben nur nach glaubigen edlen Werken, und hiedurch nach dem ewigen Leben mit Ge⸗ duld zu trachten. Endlich 5) laß mir das große Ziel aller chriſtlichen, Wuͤnſche, Hoffnungen und Beſtrebungen, die ſelige, Ewigkeit, nie aus dem Ge ſichte kommen. Wenn die Beſchwerden und Muͤhſe⸗ ligkeiten dieſes Leibes und Lebens mich niederſchlagen; wenn die Peinlichkeiten bey den Kaͤmpfen wider die Suͤnde mich muthlos und verdroſſen machen wollen; oder wenn die Muͤhe, die mein verdorbenes Herz mir bey der Ausuͤbung und Be⸗ folgung deiner Gebote ver⸗ urſachet, mir eine Laſt wer⸗ den will: als daun laß die Erwartung des künftigen beſſern, durch die e Tugend und feurigſte Andacht ewig be⸗ gluͤckten Lebens, Erinnerung, daß mich jeder Augenblick dahin einfuͤhren kan, mein Anker, meine Stütze, mein Labſal wer⸗ Da will ich dann meine Glaubens blicke in je⸗ ne ewige Welt richten, ſie an mein Vaterland heften, und mich dadurch goͤttlich Du biſt meine Hülfe. So will und ſo wer⸗ de ich heute, mein Gott, und in der folgenden Zeit meiner Tage leben, daß ich in jedem Augenblicke, mit Zuſtim⸗ mung meines Gewiſſens und mit Uebereinſtimmung meines ganzen Lebens, ſa⸗ gen kann: ich habe den ed⸗ Glaubens kampf ge⸗ ich habe den Kauf vollendet, ich habe „Treue gegen dich bewah⸗ „ret. Darum liegt nun auch „ die Krone der Tugend fuͤr „mich bereitet da, welche „du, Herr, mein guͤtiger „Richter, mir und allen „ den vielen tauſenden ge⸗ die dich von „Her 15 lieb haben. Amen! IV. Gebaͤte fuͤr die, an welche zum heiligen Abendmahl gehen wollen. 1. Nachdenken uber den Zweck und den Nutzen des heiligen Abend⸗ mahls. Jas heilige Abendmahl, [herzliches Lobopfer fuͤr die das von Jeſu Chriſto geſtiftet und eingeſetzet, und deſſen Genuß mir und allen Bekennern ſeiner heiligſten Religion anbefohlen iſt, iſt eine gottes dienſtliche Hand⸗ lung, die ich eben ſo wenig, als die uͤbrigen Anordnun⸗ en ſeiner Religion, vor fetzich unterlaſſen darf, wenn ich ein Chriſt ſeyn will. Vielmehr lege ich durch dieſen Genuß ein fey⸗ erliches Bekenntniß ab, daß ich ein Chriſt din, daß ich es fuͤr eine Ehre und Gluͤck halte, ein Chriſt zu ſeyn, und daß ich mich meines Erloͤſers vor Gott und aller Welt ruͤhme und freue. Und will ich von dieſem Genuſſe Nutzen haben: ſo bin ich nicht nur verbunden, mich deſſelben oft zu bedienen, und den Genuß fleißig zu wiederholen; ſondern mir auch richtige Begriffe da⸗ von zu machen, und mit dem Gebrauche deſſelben die rech⸗ ten Abſichten, und eine U ſchickliche chriſtliche Ge⸗ muͤths verfaſſung zu ver⸗ binden.. Dieſer Genuß des heili⸗ gen Abendmahls aber ſoll mir 1) ein demuͤthiges und unermeßliche Gnade meines Gottes ſeyn, daß er mir durch Jeſum Chriſtum die Mittel zu meiner Beſſe⸗ rung, Begnadigung und Seligkeit geſchenkt, und mir ſo unzaͤhllche, ſchaͤndliche und ſtrafbare Suͤnden ver⸗ geben hat. Welch eine un⸗ aus ſprechliche Wohlthat iſt es, daß Gott der Welt und mir einen Erloͤſer geſchenkt, der mir durch ſeine heiligſte Lehre den deutlichſten und zuverlaßigſten Unterricht von dem Willen meines Schoͤpfers, von meiner Be⸗ ſtimmung, von meinen Pflichten, von dem Wege zu meiner Gluͤckſeligkeit, und dabey die troſtreiche Verſicherung gegeben hat, daß er fuͤr meine Suͤnden geſtorben ſey, damit ich durch ihn Gnade, Verge⸗ bung, Unſterblichkeit und ewiges Leben erlangen ſoll⸗ te! Ach, was wurde aus mir geworden ſeyn; wo 9 . e ſuuth und Kruf auge und Fortge 9 0„ hetnehr cc nicht die ger Religion und ſenſt meines hitte! Wich e pc di die ſo vil fut m. mir ſo bel berg Was thut Gott! in wir, indem e Genuß dieſer G. kinget fortſetzet der Theilnebmun chritlchen Religi Eiloſung Jeſu n bleiben lässt; n Erpeckungen, tag mittel zur chriſtlie migtelt schenkt; Stuffe det Hei liichtert; mit k chungen zur El wulben, und bie! auf hem Wege d beſtzen hlt 98, welche Rechthe kdugnuh, th tuttur, Song mühung füt m fung; welche. , Vohlthil ſunblächket 6 file und emp dann ich in me Hunbenleben 1 2. eile In bai uinnert 4 1 1 r die, welche l 1 1 Den ber den Nuten lh dend adwah, Gr Bet, und ad alen hetligten , e Hund. f 0 eng, 6 K duch gc 8 n A, ur tg i tin ſey⸗ 10, 6 0 0 Ju epa, l 110 ia t. lud Gauſt du ich u, 0 dedinn, ai ern it ußft be nit hen 1 hend, t 1 irt E ft ah e don den h I and Der daß! 10 dur dun i , 0s wie ain aun 1 nir n Erlſr geh der Ach sen 0 Leh deutlchha; d ac zun ten lit 22 55 Ula 8d. Nec eu tf iche Nh F dot de , Un len „, bon na — r Gd cy die ff eng de N 33 Ar meint El esch, lun Giabe, fallt 2 ben g Abendmahl gehen wollen. 31 te ich Ruhe des Gewiſſens, Muth und Kraft zum An⸗ fange und Fortgange in der Tugend, hernehmen, wenn ich nicht die Wahrheiten der Religion und das Ver⸗ dienſt meines Heilandes haͤtte! Welch eine unaus⸗ ſprechliche Liebe Gottes, die ſo viel für mich gethan, mir ſo viel vergeben hat! Was thut Gott nicht noch an mir, indem er mir den Genuß dieſer Gnade noch immer fortſetzet; mich in der Theilnebmung an der chriſtlichen Religion und der Erloͤſung Jeſu noch immer bleiben laͤſſt; mir taͤglich Erweckungen, taglich Huͤlfs⸗ mittel zur chriſtlichen Froͤm⸗ migkeit ſchenkt; mir jede Stuffe der Heiligung er⸗ leichtert; mir die Verſu⸗ chungen zur Suͤnde uͤber⸗ winden, und die Hinderniſſe auf dem Wege der Tugend beſiegen hilft! Welche uner⸗ meßliche Reichthuͤmer von Langmuth, zaͤrtlicher Va⸗ tertreue, Sorgfalt und Be⸗ muͤhung fuͤr meine Beſſe⸗ rung; welche Barmherzig⸗ keit, Wohlthaͤtigkeit und Freundlichkeit Gottes er⸗ licke und empfinde ich, wenn ich in mein voriges Suͤndenleben zuruck ſehe! Mehr als San ſind ſeine Gnaden! An dis am Meer daͤchtniß meines Erloͤſers, in welchen und durch wel⸗ chen mir alle dieſe Gnaden wiederfahren ſind und noch wiederfahren]! und dis ſoll, dis muß mich nothwendig zur aufrichtigſten innig ſten Dankbarkeit, Verehrung und Liebe gegen Gott, mei⸗ nen hoͤchſten Wohlthaͤter und treueſten Freund, ers wecken. 5 Der Genuß des heiligen Abendmahls ſoll mir 2) ei⸗ ne dankbare Erinnerung und Verherrlichung des am Kreuze geſtorbenen Erloͤſers ſeyn. Jeſus, der Sohn Got⸗ tes, der allererhabenſte, der Gegenſtand des allerhoͤch⸗ ſten Wohlgefallens Gottes, ſtirbt am Kreuze aus Ge⸗ horſan gegen ſeinen himm⸗ liſchen Vater! Was fuͤr Be⸗ griffe gibt mir dieſe Unter⸗ werfung von ſeiner erhabnen Seele! mit welcher Ehr⸗ furcht muß ich ihn nicht preiſen und verehren! Wie muß mir nicht bieſer An⸗ blick die Wahrheit tief ein⸗ praͤgen, daß nichts als lie⸗ bevoller Gehorſam gegen Gott, uns vor ihm theur und werth mache! Dis ſoll meinen himmliſchen Sinn mit neuer Staͤrke beleben. Nicht in den Güthern dieſer Welt, nicht in dem Beyfal⸗ le und Ruhme, dem Anſe⸗ alles erinnert mich das Ge, hen, dem Gelde, und der Macht 32 lv. Gebaͤte fuͤr die, welche zum heiligen Macht der Erde; ſondern in dem Beſitze der durch Je; ſum, den Gekreuzigten, uns erworbenen goͤttlichen Gna⸗ de und Seligkeit im Him⸗ mel, ſoll ich von nun an mit verſtarktem Eifer mein Ein und Alles ſuchen. Ich ſoll mich dabey 3) des Heilandes dankbar er⸗ innern, der fuͤr unſere Suͤn⸗ de geſtorben iſt. Welch ein einleuchtender, ſchrecklicher Beweis des heiligſten Haſ⸗ ſes Gottes gegen alle Suͤn⸗ de, und feiner allervoll⸗ kommenſten Strafgerechtig⸗ keit! Dis ſoll denn au meinen Haß und Abſchen gegen alle und jede Suͤnde verſtaͤrken. Keine einzige Suͤnde darf ich hegen. Je⸗ de ſoll ich verabſcheuen, ewig haſſen und verbannen. Auch alles Gluͤck der Welt ſoll mir nichts werth, ſoll mir ſchrecklich ſeyn, wenn ich es durch Suͤnden er kaufen muß. Dis aber ſoll auch meinen Glauben, mein Vertrauen auf Gott durch Jeſum Chriſtum ſtaͤr⸗ ken und neu beleben. Durch ſeinen Tod ſind nun alle meine Suͤnden verſoͤhnet; auch alle meine noch fort⸗ daurenden Mangel und Schwachheiten gut gemacht. Nun kan mein Glaube in Gott einen gnaͤdigen Gott anbaͤten, zuverſichtlich ſei⸗ nen unterbrochenen Bey⸗ ſtand zu allem Guten bis an meinen ſeligen Tod er⸗ warten, und freudig nach dem beſſern, in Tugend und Andacht vollkommnen Leben ausſehen. Dis ſoll end⸗ lich meine treueſte, dankbar⸗ ſſte, zaͤrtlichſte Gegenliebe gegen meinen Erloͤſer, an Gott ſolche Wunder einer unermeßlichen Liebe bewie⸗ ſen hat, ſtärken und mit neuer Kraft beleben. Genuß eine dankbare Erin⸗ nerung und Lobpreiſung des ch Heilandes ſeyn, der fuͤr alle Menſchen geſtorben iſt. Wie theuer, wie unermeßlich theuer iſt alſo ein Menſch in den Augen meines Hei⸗ landes und meines Gottes! und ich, ich ſollte den nicht ehren, dem nicht wohlwol⸗ ben, fuͤr den Jeſus ſein Le⸗ ben gelaſſen, fuͤr den Gott ſeinen Sohn dahin gegeben mahl überzeuge ich mich aufs neue von meiner Pflicht einer allgemeinen Menſchen⸗ liebe, und wiederhole dazu meine heiligſten Geluͤbde. [Bey dem Brodte, von dem ich in Geſellſchaft mit mei⸗ nen vornehmen und niedri⸗ gen, mit meinen reichen und armen Nebenmenſchen eſſe; bey dem eee che / r welchen und durch welchen len, den nicht herzlich lie⸗ hat? Ja, hier im Abend⸗ 2 der, aus welche ilnen alen trinke en Ebren und nale des Men Endlich ſoll mir dieſer lechts, 5 de 0 aden werde; be i und Blute me ters und Heth, e ſchwöre ih; „Groll und Haß, Apſgkeit ſolen m. en Feinde; jebe uch der niedrig auch mein aͤrgſt del e aaf Vohlwollens; ar chnäzen machen! ihn fel mein seyn!“ 3 . d. Selſpriſun Genn des Agendnn Dee el bie 3h il der Nutze i bi: Genug Nnlthsfsſung it und weniges ſey den Uſche g en Jing Aller kellate, 1 heilige 00 Jen Ei e ic de Wſch 1 n Je in f ruzen in „ſchemen, land d mein 6 Themen. und Fich ſoln int ig, fel len“ 2e nicht hell , an ben, den Jed u ſtin 9 ohn dahin 10 n E. bir u. auff 50 bon meh jedermann ſage, Abendmahl gehen wollen. cher, aus welchem ich mit ihnen allen trinke; bey die⸗ ſem Ehren und Freuden⸗ mahle des Menſchenge⸗ ſchlechts, zu dem auch ich geladen werde; bey dem Lei⸗ be und Blute meines Bru⸗ ders und Herrn, gelobe und ſchwoͤre ich: Neid, und „Groll, und Haß, und Lieb⸗ „loſigkeit ſollen meine aͤrg⸗ „ſten Feinde; jeder Menſch, „auch der niedrigſte Knecht, „auch mein aͤr ſter Feind n. „ ſoll ein Gegen and meines N „Wohlwollens; andern Ver⸗ „gnuͤgen machen, und Wohl⸗ „thun ſoll meine Freude „ſeyn!“ 3. Selbſtpruͤfung vor dem Genuſſe des heiligen Abendmahls. Dis ſon die Abſicht, dis ſoll der Nutzen, dis ſol⸗ len die Geſinnungen und die Gemuͤthsfaſſung ſeyn, wo⸗ mit und weswegen ich mich bey dem Tiſche des Herrn fuͤr ſeinen Juͤnger und Nach⸗ folger erklaͤre, und durch dieſe heilige Handlung es daß ich mich gluͤcklich ſchaͤtze, Ge⸗ meinſchaft mit ihm zu ha⸗ ben, und ſein Verehrer, ſein Erloͤſeter, ſein Unter⸗ than zu ſeyn. Aber habe ich dieſe Abſicht wirklich? Habe ich die Eigenſchaften an mir, die wahre Chriſten haben muͤſſen?— Halte ich Jeſum Chriſtum fuͤr denje⸗ nigen, der er wirklich iſt? Verehre ich ihn als den Sohn und Geſandten Gottes, als den Herrn und Koͤnig der Welt? Weiß ich, was er zum Beßten der Menſchen gethan und gelitten hat, und empfinde ich den Werth ſei⸗ ner groß muͤthigen, alles fuͤr uns aufopfernden Lie be? Habe ich eine hinlaͤngliche, eine zu meiner Beſſerung und Beruhigung hinlaͤngli⸗ che Erkenntniß von der Leh⸗ re, die er vom Himmel ge⸗ bracht und uns durch ſeine Boten kund gemacht, und von den Regeln des Ver⸗ haltens, die er mir vorge⸗ ſchrieben hat? Halte ich die ſe Lehre fuͤr wahr und goͤtt⸗ lich? Sehe ich dieſe Vor⸗ ſchriften als Geſetze an, de⸗ nen ich allen Gehorſam ſchuldig bin? Verlaſſe ich mich auf ſeine Verheiſſun⸗ gen als auf Zuſagen Got⸗ tes, die mich unmoglich taͤuſchen koͤnnen? Ehre ich ihn alſo mit wahrem Glau⸗ ben, mit dem veſten Zutrau⸗ en, daß ich unter ſeiner An⸗ führung und in ſeiner Nachfolge nicht irre gehen, und des Ziels der Vollkom⸗ menheit nicht verfehlen kan? Bin 34. IV. Gebaͤte fuͤr die, welche zum heiligen Vin ich durch Jeſum wirklich ſelig geworden? Genieſſe ich wirklich, wenig⸗ ſtens dem Anfange nach, die Freyheit, die er den Men ſchen zu verſchaffen in die Welt gekommen iſt? Bin ich frey von dem heidniſchen Aberglauben, und der juͤdi⸗ ſchen Aengſtlichkeit, in Ab⸗ ſicht auf Religionsſachen und gottesdienſtliche Ge⸗ brauche? frey von allen knechtiſchen Geſinnungen ge⸗ gen Gott, und von allen feindſeligen Geſinnungen ge⸗ gen die Menſchen? frey von der Herrſchaft der Suͤn⸗ de und des Laſters; von der Tyrann ey unordentlicher Begierden und Leidenſchaf⸗ ten; von der fklaviſchen Furcht vor dem Tode und der Hoͤlle? Bemuͤhe ich mich insbe⸗ ſondere, um immer mehr ein Chriſt, und dadurch immer ſeliger zu werden? Bemuͤhe ich mich ernſtlich, meinen Sinn und mein Verhalten anz nach dem Sinne und dem Verhalten Jeſu Chriſti einzurichten? Dis, dis iſt ja das weſentlichſte Kenn⸗ eichen des wahren Chriſten ein Heiland ſelbſt ſagt mir: Wer mein Juͤnger ſeyn will, der verleugne ſich ſelbſt und nehme ſein Kreuz auf ſich, und folge mir nach. Ein Beyſpiel habe ich euch gegeben, daß ihr thun ſollt, wie ich euch gethan habe. Das iſt mein Gebot, daß ihr euch untereinander lie⸗ bet, gleichwie ich euch ge⸗ liebet habe. Und ſeine Bo⸗ ten rufen mir allenthalben zu: Ein jeglicher ſey geſin⸗ net, wie Jeſus Chriſtus ge⸗ ſinnt war! ſehet auf Jeſum, das hoͤchſte Muſter der Treue und Standhaftigkeit; wer in ihm bleibt, wer ſeiner Gemeinſchaft ſich ruͤhmen will, der ſoll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. Kommt denn wol meine Geſinnung und Denkungs⸗ art, kommt mein Verhalten mit dem Sinne und dem Verhalten meines Herrn uͤberein? Koͤnnte wol derſe⸗ nige, der die Geſchichte Je⸗ ſu laͤſe, und dann ein unbe⸗ merkter Zeuge meiner Ge⸗ ſinnungen und meiner Hand⸗ lungen waͤre, den richtigen Schluß daraus ziehen, daß ich mir die Perſon, deren Ge⸗ ſchichte er geleſen, zum Mu⸗ ſter vorgeſetzt haͤtte, und daß ſich eine merkliche Aehnlichkeit zwiſchen ihr und mir zeigte? Bin ich ſo gegen Gott geſinnt, wie Jeſus Chriſtus gegen ſeinen himmliſchen Vater geſinnt war? Wird mein Herz von den Empfin⸗ dungen der Ehrfurcht, der Liebe, des Gehorſams, der⸗ Unter⸗ a luterwerfung, 2 0 5 Ver ſorkil, bes zn dieses hat lt, wie Ji zeiten und unter ſdänden seinen chte? Ziehe ih, elne Gunſt und gefalen alen Gi Freuden dieser E Bepfalle ber gat ur? Iſtes mir,! bornemlich darun fenen Willen zu die Abhſichten, we wich auf den Erk in den Stand, mich befinde, geſe krrechen; die 6 Riͤſte, de ert hen, auf die nutz anzuwenden; unt re durch ein heil zu befördern? nie mein Heil mene Gedanken her auf Got, ddeh Gute, als 1 Uahthnen, e ud ales Sof , flit Schick r Narsehung t Aielchen Hand 1 en? Finde ch, aan Halande, e Netguügen daran nein Geiste ehen; mie Nb j mi bling und 1 beſch de 0 0 igen; 1 1 neten halten u und Griſti Mit d ist Ann: hnſten Nee! i fügt geſu vie fc d lager uur ſich „ en; — — f. Verh. uͤbere nun ui merk Jauge ma lunge kite, den nt „ Schh. fiche, ich m z Perso, han —— — nige, schie Height ſu ll; and b ſinnu a grund mein — ö . ſchich? J geleſen, ang — ſter o eſetzt hill, daß 5 eine mei Aeh Weit zuin und Ir zeigte! 1 1 nd. dun Fw er Ef 1940 ane, Je see V h ſo gehe 9 geg. inn e Vale e ſint bir 5 mei E i vun den ef N Abendmahl gehen wollen. 35 e Unterwerfung, der Dank⸗ barkeit, des Vertrauens ge⸗ gen dieſes erhabenſte Weſen belebt, wie Jeſus zu allen Zeiten und unter allen Um⸗ ſtaͤnden ſeinen Vater ver⸗ ehrte? Ziehe ich, gleich ihm ſeine Gunſt und ſein Wohl⸗ gefallen allen Guͤthern und Freuden dieſer Erde, dem Beyfalle der ganzen Welt vor? Iſt es mir, gleich ihm, vornemlich darum zu thun, ſeinen Willen zu erfuͤllen, die Abſichten, weswegen er mich auf den Erdboden und in den Stand, worin ich mich befinde, geſetzt hat, zu erreichen; die Gaben und Kraͤfte, die er mir verlie⸗ hen, auf die nuͤtzlichſte Art anzuwenden; und ſeine Eh⸗ re durch ein heiliges Leben zu befoͤrdern? Richte ich, wie mein Heiland that, meine Gedanken und mein Herz auf Gott, um ihm alles Gute, als unverdien⸗ te Wohlthaten, zu verdan⸗ ken; und alles Boͤſe, als wei⸗ ſe, guͤtige Schickungen ſei⸗ ner Vorſehung von ſeiner vaͤterlichen Hand anzuneh⸗ men? Finde ich, gleich mei⸗ nem Heilande, ein inniges Vergnuͤgen daran, mich mit meinem Geiſte zu ihm zu erheben; mich mit 00 Anbaͤtung und Lobpreiſung zu beſchaͤftigen; ihn oͤffent⸗ lich und gemeinſchaftlich mit meinen Bruͤdern zu ver⸗ ehren, und durch bis alles, Gemeinſchaft wit ihm zu haben, und mich ſeiner naͤ⸗ hern Gemeinſchaft immer faͤhiger zu machen? Bin ich ferner ſo gegen meine Nebenmenſchen ge⸗ ſinnt, wie Jeſus gegen die Menſchen geſinnet war? Verhalte ich mich ſo gegen ſie, wie er ſich gegen ſie ver⸗ hielt? Er liebte ſie alle als ſeine Bruͤder, als Kinder ſeines Vaters, und ſchloß ſelbſt ſeine Feinde und Ver⸗ folger nicht von ſeiner Liebe aus. Er ſuchte ihnen allen nuͤtzlich zu werden, that ger⸗ ne allen gutes, und ließ ſich auch ihren groͤßten Undank nicht abhalten, ſolches zu thun. Er war gegen jeder⸗ mann gerecht, billig, freund⸗ lich, guͤtig, herablaſſend; bewies ſich gegen alle de⸗ muͤthig, ſanftmuͤthig, ge⸗ duldig, verſoͤhnlich; ob er gleich die groͤßten Vorzuͤge vor allen beſaß, und nie⸗ manden die geringſte Urſa⸗ che gegeben hatte, ihn zu beleidigen, oder ihm mit Verachtung zu begegnen. Nie vergalt er Boͤſes mit Boͤſem, oder Scheltworte mit Scheltworten; nie raͤch⸗ te er ſich ſelbſt, ob er gleich die Macht dazu in Haͤnden hatte, und das Unrecht alle⸗ e mal ganz allein auf der Sel⸗ Hh 3 55 te . ee 36 IV. Gebaͤte fur die, welche zum heiligen te ſeiner Beleidiger war. Enthaltſamkeit, Selbſtver⸗ leugnung, Aufopferung, Lei⸗ den, Reden, Thun: alles war dem Beßten ſeiner Bruͤder, dem Heile der Menſchen, gewidmet. Iſt dis auch die Art, wie ich 0 Guͤther, die Vorzuͤge, die alle meine Nebenmenſchen anſehe; wie ich ſie liebe; wie ich mit ihnen umgehe; wie ich ihre zeitliche und geiſtiiche Gluͤckſeligkeit ſu⸗ che und befoͤrdere? Sind dis die Regeln, denen ich in meinem Verhalten gegen ſie folge, ich mag es mit Niedrigen oder mit Vorneh⸗ men, mit Armen oder mit Reichen, mit Klugen oder Einfaͤltigen, mit Feinden oder mit Freunden zu thun haben? Denke und empfin⸗ de, und arbeite, und lebe ich eben ſowol und noch mehr fur andre, als fur mich ſelbſt? Welche Vor⸗ theile, welche Vergnuͤgun⸗ gen, welche Bequemlichkei⸗ ten opfre ich ihnen wol auf?— Strebe ich wenig⸗ ſtens ernſtlich und unnach⸗ läßig darnach, mir dieſen demuͤthigen, wohlthaͤtigen, verſoͤhnlichen, gemeinnuͤtzi⸗ gen, großmuͤthigen Sinn Je⸗ ſu recht zu eigen zu machen, und darin meine Ehre und Gluͤckſeligkeit zu ſuch en, wenn ihn auch alle Welt fuͤr 1 traͤchtigkeit, fuͤn Mangel des Muths und der Em⸗ pfindlichkeit halten ſollte? Bin ich endlich ſo gegen die gegenwartigen und zu⸗ kuͤnfligen Dinge geſinnet, wie Jeſus Chriſtus geſinnet war? Beurtheile ich die Vergnuͤgungen der Erde ſo, wie er ſie beurtheilte? Hal⸗ te ich ſie, gleich ihm, fuͤr Dinge, die keinen großen Werth haben, deren Beſitz wir nie zum lezten Ziele unſers Beſtrebens allein ma chen, die wir nicht als End⸗ zwecke, ſondern als Mittel, unſre Kraͤfte und unſre Tu⸗ gend zu uͤben und andern wohl zu thun, ſchaͤtzen und lieben duͤrfen? Suche ich in dem Beſitze und in dem Genuſſe dieſer Dinge eben ſo wenig meine ganze, hoͤch⸗ ſte Gluͤckſeligkeit, als er ſie darin ſuchte? Bin ich, gleich ihm, bereit, alle dieſe Din⸗ ge, ja mein Leben ſelbſt, fahren zu laſſen und ſie meinem Gewiſſen und mei⸗ ner Pflicht aufzu opfern, wenn ich ſie nicht behalten kan, ohne dieſe zu verletzen? Wollte ich lieber noch ſo arm, noch ſo verachtet, in den Augen der Welt noch ſo elend ſeyn, als daß ich vorſetzlich Boͤſes thun und die Geſetze meines Gottes Schwachheit, fuͤr Nieder⸗ übertreten ſollte? Sus N———— 3— f ich lage ib der Vahrh Aukͤbung der einem ftomme tigen, gemeint ben, meinen! uin und mein e, wenn ich g. Welt unbekannt geachtet und Un be? Grwährt Sieg, den ich ſelbſt ethalte; hat, die ich! dr Schritt, nich der chriſ bummenbeit na wahres Vergnü glückiche Fortt iidiſchen Geſe Betrachte ich meinem Erloſe Gaſt und Fr duf Erden, de. eme gen hat, nachd nes Vaters eile ſezt mit ſeine ſie Gedanken den da ſt„ w. ſenn gedenke Heicht und e 6— —— — 2 — S— — — — et I 110 kurt ing ie kei Vert J gen, n wir zun lan unſer W rehenſ lach chen, Wesir nic 10 4 weg ndern l 9 unsre fte und I gend w üben ud a — d noch h fut e Vor- mugun⸗ mlchlei⸗ darf z hte? nit ihm ze ait, ale 10 ge, i nein Lehn n wel fahn uu lasen u benig- mei ru: Gewiſen mach ner Pht aufzun u kieſen düngen, N Amit, Bo 8 ich liebe Zim Je: att och f deal f ura del 87 de 5 Fort und ſo ehn, a bee, 0 e — — ——— winn und meine ganze Eh⸗ gläch W 0 90 * nes Paters eilet, und ſchon wer! 5 ſi nch 1 tau Ne diese urch Abendmahl gehen wollen. 37 ich hingegen in der Erkennt⸗ 6 niß der Wahrheit, in der Aus uͤbung der Tugend, in einem frommen, wohlthaͤ⸗ tigen, gemeinnuͤtzigen Le⸗ ben, meinen groͤßten Ge⸗ re, wenn ich gleich vor der Welt unbekannt und wenig geachtet und unbelohnt blei⸗ be? Gewaͤhrt mir jeder Sieg, den ich uͤber mich ſelbſt erhalte; jede gute That, die ich verrichte; je⸗ der Schritt, wodurch ich mich der chriſtlichen Voll⸗ kommenheit nahere, mehr wahres Vergnuͤgen, als der gluͤckliche Fortgang meiner irdiſchen Geſchaͤfte?— Betrachte ich mich, gleich meinem Erloͤſer, als einen Gaſt und Fremdling hier auf Erden, der ſeine hoͤhere Beſtimmung ſtets vor Au⸗ gen hat, nach dem Haufe ſei⸗ jezt mit ſeinen vornehm⸗ ſten Gedanken und Begier⸗ den da iſt, wo er ewig zu ſeyn gedenket? Sind Tod, Gericht und Ewigkeit, ſind die Schickſale, die in der zukuͤnftigen Welt auf mich warten, meinem Geiſte oft gegenwaͤrtig, und gewoͤhne ich mich daran, ſtets ſo zu denken, zu urtheilen, zu handeln, wie ich dereinſt wuͤnſchen werde, gedacht, . geurtheilt und gehandelt zu 1 haben? Ach, welche wichtige, viel in ſich faſſende Fragen! wie kan ich mit Ueberzeugung und Beruhigung darauf Ja antworten! vielleicht iſt mir manche darunter noch ganz fremd; uͤber manche davon noch nie ernſtlich nachgedacht! und doch iſt keine einzige dar⸗ unter unnoͤthig. ſo muß ich ſeyn, wenn ich ein Chriſt ſeyn, wenn ich mich bey dem Genuſſe des heiligen Abendmahls mei⸗ nes Gottes und meines Er⸗ vielleicht habe ich So ſoll, loͤſers dankbar freuen will. Denn wer Chriſti Sinn nicht hat, der iſt nicht ſein. Wer ſic nicht aufrichtig und un⸗ nachlaͤſſia bemuͤhet, in al⸗ len Stuͤcken, ſo wie er, ge⸗ ſinnet zu ſeyn, und ſich ſo, wie er, zu verhalten: dem wird der Name, den er tragt; die Lehre, die er be⸗ kennt; das Abendmahl, das er haͤlt: dem werden alle aͤußern Merkmale, Vorzuͤ⸗ ge und Uebungen eines Chri⸗ ſten nichts helfen. Ich kan es nicht leugnen, ich bin noch weit, noch immer weit von der Vollkommenheit die⸗ ſer Chriſtengeſinnung und dieſes Chriſtenwandels ent⸗ fernt. Was will ich alſs thun? Um mich bey dem heiligen Abendmahle nicht mit Heucheley fuͤr einen Ehriſten auszugeben; um Ah 3 9 mich 38 lv. Gebaͤte fuͤr die, welche zum heiligen mich da mit gegruͤndeter Zu⸗ verſicht der Seligkeiten zu getroͤſten, die mir mein Gott durch Jeſum verheiſſen und bereitet hat, will ich von nun an meine taͤgliche Be⸗ ſchaͤftigung daraus machen, meinem Gott, meinem Er⸗ loͤſer immer aͤhnlicher zu werden, und bey dem hei⸗ ligen Abendmahle meine Vorſaͤtze und Entſchlieſſun⸗ gen zum Guten ſtaͤrken und beveſtigen, und mir Gottes Kraft zu ihrer Ausuͤbung erbitten. e 3. Um Vergebung der Suͤnden. Jerr, Herr Gott, barm⸗ herzig, gnaͤdig, gedul⸗ dig, von großer Guͤte und Treue! der du Gnade be⸗ weiſeſt, und vergiebſt Miſ⸗ ſethat, Uebertretung und Suͤnde: dich baͤte ich als den einigen wahren und lebendigen Gott, als den Gott und Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, und in ihm als den Vater der Barmherzigkeit und den Gott alles Troſtes, demuͤ⸗ thigſt an. Dir danke ich mit geruͤhrtem Herzen fur die außerordentlichen Be⸗ weiſe, die du uns durch Chriſtum von deiner mehr als vaͤterlichen Liebe gege⸗ ben haſt. Du haſt ihn, dei⸗ nen Sohn, fuͤr uns in die Welt geſandt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſondern das ewige Leben haben. Du haſt ihn fuͤr uns in den Tod dahingegeben, und willſt uns mit ihm und um ſeinet⸗ willen alles ſchenken, was wir zu unſrer wahren und ewigen Gluͤckſeligkeit noͤ⸗ thig haben. Auch mich, barmherziger Gott, auch mich Unwuͤrdigen, haſt du zur Erkenntniß dieſes gro⸗ ßen Heils gebracht. Auch mir bieteſt du, auf die bil⸗ ligſten Bedingungen, Ver⸗ gebung der Sünden, Gna⸗ de, Leben und Seligkeit an. Auch mir willſt du von die⸗ ſem allen die feyerlichſten Pfaͤnder und Verſicherun⸗ gen mittheilen, wenn ich mit wahrer Bußfertigkeit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorſatze, ein heiliges Leben zu fuͤhren, zu dir nahe. O Gott! wie wollte ich dem Verderben entrinnen, wenn achtete, wenn ich mich durch dieſe Beweiſe deiner Guͤte nicht zur Buße und zur Dankbarkeit leiten lieſſe! Nein, ferne ſey es von mir, mich eines ſolchen Verbre⸗ chens ſchuldig zu machen! Ich empfinde den Werth dei⸗ mer ich eine folche Seligkeit nicht — 1 —— 2 ner Gnade. Ic die Größe deen zigkeit und Me ich wunſche ſe den Frͤchten de die durch Cheif ben iſt, hel in burg in ger und bereit, alle gen, unter welc ale dieſe unſchätz heile anbietet,; D Git! berzeih ich biöher meiner kungen ſo oft z handelt;, daß ich dapkbarer und gegen dich, mei lichen Wohlthaͤt ſen habe. Mei haben mich von d aber ſiche, ich! der zu die, Git. Min He bon beinedpegen maln Aatitz ſu fache es, o her dein nzeſchr nf —— — — —— 3 —.— —.— ——— . — 5 —— * 5 4 —————— 2 —* 2.82 2— 2 — ——.— . 9 een de f 5 a d pfän And dust ab. dee gen 4 ile, um 11 5 100 We wit h: Nuß „ 0 ic end Wien mh u h Verst Hein heilge — aer s Eottſ n wolle f undi Verde Wcentrinneh, s er derſich ei he Selige d ſachteſe un ich nig an 0 derb dieſe W Etiſe dein de ut ü icht zun Buße i zen iir Deng rt Kin f u be Nein We ſch es lun but nich e ſelchen dt 1 c enz dig Ju much a 15 0 che dee — — durch ihn gerecht und ſelig gen, unter welchen du mir theile anbieteſt, zu erfuͤllen. ſeyn. Ich entſage in deiner Abendmahl gehen wollen. 39 ner Gnade. Ich bewundere die Groͤße deiner Barmher⸗ zigkeit und Menſchenliebe. Ich wuͤnſche ſehnlich, an den Fruͤchten der Erloͤſung, die durch Chriſtum geſche⸗ hen iſt, theil zu haben, und — zu werden. Ich bin willig und bereit, alle Bedingun⸗ alle dieſe unſchätzbaren Vor⸗ O Gott! verzeihe mir, daß ich bisher meinen Verpflich⸗ tungen ſo oft zuwider ge⸗ handelt; daß ich mich nicht dankbarer und gehorſamer gegen dich, meinen unend⸗ lichen Wohlthaͤter, bewie⸗ ſen habe. haben mich von dir entfernt; aber ſiehe, ich komme wie⸗ der zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz ſagt mir von deinetwegen: Ihr ſollt mein Antlitz ſuchen. Ich ſuche es, o Herr! verbirge dein Angeſicht nicht vor mir. Deinem Dienſte, o Gott, und dem Gehorſame deiner Gebote ſoll mein ganzes uͤbriges Leben gewidmee Gegenwart allen Suͤnden, und dein heiliger Wille ſoll von nun an die einzige Richt⸗ ſchnur meines Verhaltens ſeyn. Ach, ſchenke mir ſel⸗ ber Kraft und Stärke, mei⸗ Meine Suͤnden ne Geluͤbbe zu erfuͤllen 15 die Betrachtung deiner un⸗ endlichen Liebe; laß den Ge⸗ nuß der Pfaͤnder derſelben, die ich an dem Tiſche mei⸗ nes Herrn empfangen wer⸗ de; laß die Hoffnung der zukuͤnftigen Herrlichkeit, die du mir vorhaͤltſt, ſo geſeg⸗ nete Eindruͤcke auf mich ma⸗ chen, daß ich alle Verſu⸗ chungen zum Boͤſen mit neu⸗ em Muthe beſtreite; alle Pflichten meines himmli⸗ ſchen Berufs mit neuer Sorgfalt erfuͤlle, und dir bis in den Tod getreu blei⸗ be. Amen! 4. Vor dem Gebrauche des heiligen Abend⸗ mahls. Boͤttlicher Erloͤſer, Herr Jeſu Chriſte! du haſt ein Gedaͤchtniß der Wunder deiner Liebe geſtiftet. Nur wenige Stunden vor dei⸗ nem Leiden ſetzteſt du das heilige Abendmahl zum Tro⸗ ſte deiner Verehrer, und zur Staͤrkung ihres Glaubens ein; und du laͤſſeſt mich auch noch jezt einladen, dieſe fey⸗ erliche Handlung gemein⸗ ſchaftlich mit meinen Ne⸗ benchriſten zu begehen. Wie gluͤcklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkommnen Mittler zwiſchen Gott und Men⸗ 99 4 ſchen; 1 7———- 5 e e eee 3 5 8 ——— —„ 2 K 40 IV. Gebaͤte, fuoͤr die welche zum heiligen ſchen; daß ich deine Lehre und dein Heil kenne; daß ich dich meinen Herrn und Erloͤſer nennen, mich dei⸗ ner ſeligen Gemeinſchafk ruͤhmen, und zu deinen Er⸗ loͤſten und Freunden zaͤhlen darf! O, wie viel habe ich dir, meinem Heilande, zu danken! Wie unwiſſend, wie verderbt, wie troſtlos, wie elend wurde ich ohne dich und deine Gnade ſeyn! Wie unertraͤglich wurde mir die Laſt meiner Suͤnden, wie fuͤrchterlich die Erwartung der damit verdienten Strg⸗ fen, wie ſchrecklich der An⸗ blick des Todes und des Grabes ſeyn, wenn du uns nicht ſelbſt den gnaͤbigen Willen Gottes bekannt ge⸗ macht; wenn du dich nicht zum Opfer fuͤr unſre Suͤn⸗ den dahingegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erworben hätteſt! Ja, alles Licht, das mich erleuchtet; aller Troſt, der mich er⸗ quicket; alle Hoffnung, die mich belebt, ſind Geſchen⸗ ke deiner unver dienten Lie⸗ be. Wie tbeuer ſoll mir denn nicht dein Gedaͤchtniß ſeyn! Wuͤrde ich nicht der Undankbarſte, der Nieder⸗ traͤchtigſte unter allen Sterb⸗ lichen ſeyn, wenn ich dein vergaͤße; wenn ich mit Kalt⸗ ſinnigkeit und Gleichguͤltig⸗ 28 Fa keit an dich gedaͤchte; wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und den Dank zu ge⸗ ben, die dir gebuͤhren? Nein, goͤttlicher Erloͤſer! ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde und mit Freu⸗ de. Ich komme, mich oͤf⸗ fentlich für deinen Junger und Verehrer zu bekennen, und es jedermann zu ſagen, daß ich es fuͤr mein groͤßtes Gluͤck und meinen hoͤchſten Ruhm halte, dein zu ſeyn. Ich komme, als ein muͤhſe⸗ liger und beladener Suͤnder, Ruhe fuͤr meine Seele zu ſuchen, und ergreife mit bußfertigem Glauben die Gnade, die du mir anbie⸗ teſt, und das große Heil, das du geſtiftet haſt. Ich komme, dir fur dein Leiden und Sterben feyerlich zu danken, mich dir zum Ei⸗ genthum aufzuopfern, und den heiligen Vorſatz zu er⸗ neuern, nicht mehr mir ſel⸗ ber, ſondern nur dir zu le⸗ ben, der du fuͤr mich ge⸗ ſtorben und auferſtanden biſt. Ich komme, meine Ge⸗ meinſchaft mit allen Glau⸗ bigen zu unterhalten, und mich aufs neue zu einer auf⸗ richtigen und bruͤderlichen Liebe gegen ſie und alle 25 ſchen zu verpflichten. Herr, laß mein Vorhaben geſegnet ſeyn! nicht, daß ich blos mit Ap 8 4 Erlaube iat und deinen laß den Gedanke Herzen und Nier ale Felſchhet ur lun aus meiner elbe. duß mie der deiner Barn o bedenken, de Lache und Hoffa in hir gefuͤrkt, das kräftigſte ber de, die Verſprec ich dr thue, hrͤͤchlcher Treu Amen! ee eee ö 5 Nach dem Abendm Ss habe ich fepetlich d Gölles, meine Waters und 1 feu. 8 nich bapflate 1 und Nac e hechgelobt ſulcben, und fen Hefe und 5 die beyde kiig ſu 0 gn! Wie nn ufd wü iu, wenn! fen ungiſe, f Buſſnehun g — — —— —— 80 b g 191 1 seu nt 0 u le bat! d du nicht! Euͤn⸗ uns ade, ligkeit ö ilis tn; 9 KR. 6 die echen⸗ 1 Ke nir ictniß dt der Nuder Stub; un Herſ . geſe 8 ſehe kin nich i ln 1 dul d ö 1 das d miftet t J omm er fir d und cen ſehalh danke Lich dir zu genth ufo, den h Mun Vorſth neuer„icht mehr y ber, ern nur he. den, e du für n — ſtorhh und aufaſt biſt. Pomme, ae, meim w c mit alen biger 28; unttrhaln, mich u neue zu ele ncht 15h und beiden Lich F ſchel r berpfie, b F nen Lu S — 3 — ſo bedenken, Abendmahl gehen wollen. At Lippen zu dir nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir ſey. Sende mir dein Licht und deinen Geiſt, und laß den Gedanken, daß du Herzen und Nieren pruͤfeſt, alle Falſchheit und Verſtel⸗ lung aus meiner Seele ver⸗ treiben. Laß mich die Wun⸗ der deiner Barmherzigkeit daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir geſtärkt, und ich auf das kraͤftigſte bewogen wer⸗ de, die Verſprechungen, die ich dir thue, mit unver- bruͤchlicher Treue zu halten. Amen! 5. Nach dem heiligen Abendmahl. habe ich mich denn 0 S feyerlich dem Dienſte Gottes, meines gnaͤdigen Vaters und Wohlthaͤters, gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Juͤnger und Nachfolger mei: nes hochgelobten Erloͤſers zu leben, und ihn mit mei⸗ nem Geiſte und meinem Lei⸗ be, die beyde ſein Eigen thum ſind, zu preiſen. Wie heilig ſind dieſe Verpflich⸗ tungen! Wie undankbar, wie ungluͤcklich wuͤrde ich nicht ſeyn, wenn ich dieſe Zuſa⸗ gen vergaͤße, wenn ich die⸗ ſe Verſprechungen nicht hiel⸗ te! Welch eine Verautwor⸗ tung, welch ein Gericht wurde ich zu erwarten ha⸗ ben, wenn ich nun noch der Suͤnde diente; wenn ſch nicht alle Fehler, alle boͤſe Gewohnheiten, die ich an mir habe, ernſtlich beſtrit⸗ te; wenn ich eben ſo trage und nachlaͤſſig im Guten waͤ⸗ re, als ich es ehemals ge⸗ weſen bin! So wuͤrde ich mich ja aller Vorrechte und Seligkeiten, die ich als ein Chriſt beſitze, verluſtig, und meine Perdammniß um ſo viel ſchwerer machen. Ach Gott! laß es nicht zu, daß ich ſo undankbar gegen dich, und ſo feindſelig gegen mich ſelbſt handle. Sey du in meiner Schwachheit maͤch⸗ tig. Beveſtige meine guten Entſchlieſſungen; und ver⸗ leihe mir Gnade, an der Aus führung derſelben un⸗ verzuͤglich und unermuͤdet zu arbeiten Schenke mir neue Kraft deines Geiſtes, und leite mich durch ihn zu allen Tugenden, damit ich meine Heiligung treu und redlich vollende. Bewahre mich vor allzugefährlichen Verſuchungen; ſtaͤrke mich, allen Reizungen zum Boſen zeitig zu widerſtehen; und laß mich die ewige Selig⸗ keit, zu welcher du mich durch Chriſtum berufen und erloͤſet haſt, nie aus den Hh 5 Au⸗ 42 V. Gebaͤte fuͤr Kranke und Sterbende. Augen verlieren. So werde ich den guten Kampf kaͤm⸗ pfen, den Glauben behal⸗ ten, und meinen Lauf gluͤck⸗ lich vollenden. So werde ich dereinſt die Krone der Gerechtigkeit aus deiner Hand empfangen, und dir Lob und Ehre bringen in Ewigkeit. Amen! 90 1 1. Demuͤthigung vor Gott in Krankheit. un erfahre auch ich es in der That, mein Gott! was der Menſch iſt, wie hinfaͤllig und wie leicht ſeine Geſundheit und Kraft dahin iſt! Aber Dank ſey dir daß ich weiß: du koͤn⸗ neſt nie deinen ſchwachen Geſchoͤpfen zuviel auflegen, du habeſt auch jede Laſt der Krankheit gemaͤßiget, daß ſie ertraͤglich ſey, und du werdeſt auch dieſe Veraͤn⸗ derung mir zum Beßten die⸗ nen laſſen. Was ſollt ich alſo unruhig klagen oder aͤngſtlich ſorgen? Was kan ich beſſeres thun, als zu dir aufſehen, dem Gott, der da hilft, und der es nie boͤ⸗ ſe meynen kan. Du haſt mich bisher ſo vaͤterlich ge⸗ leitet, mir ſo manche Freu⸗ de geſchenket, und mehr gu⸗ tes an mir gethan, als ich bitten und verſtehen konnte. Auch mit alle dem, was mir jemals Leid, Unruhe eee eee V. Gebaͤte fuͤr Kranke und bey Sterbenden. 1 hat, haſt du es immer weis⸗ lich gewendet. Gott, das alles erkennet meine Seele wohl! Ich bin zu gering aller deiner Barmherzigkeit, und meine Seele iſt ſtille zu dir, ohne deſſen Willen und Leitung mir nichts begegnen kan! Auch das wirſt du wohl machen. Staͤrke mich in dieſem dankbaren, dir er⸗ gebenen und vertrauendem Sinn. Fuͤge ſonſt es mit der Dauer und mit dem Aus⸗ gang meiner Krankheit, wie es dein vaͤterlicher Wille iſt. Ich weiß nicht, welches beſ⸗ ſer fuͤr mich und meine Ver⸗ bindungen in der Welt ſeyn moͤchte, ein langes oder kur⸗ zes Krankenlager, das Le⸗ ben oder der Tod. Waͤhle du fuͤr mich! Auf dich traue ich! Nur lehre mich in mei⸗ ner vielleicht noch ganz kur⸗ zen Lebenszeit, meine Se⸗ ligkeit mit ganzem Ernſt ſchaffen. Wie ich dieſe Zeit bisher angewendet habe; wie ich mit den mir verlie⸗ henen Kraͤften und Gelegen⸗ oder Schmerz verurſachet 6 heiten zum Guten umgegan⸗ gen v. Ge en Anz wie weine Nebenm 5 geweſen 1 nen Herz und uin bon laſter! auen und Gr zu bewahren ge e nerth mir d gene, und in hint Erkennt. bung grweſen bi die kſhafte U. du c igt anzuf Gi, boß ich ſie r en noch leich tſi zu Ende ellen, Toſungen des J hut fälſe kin möge. Au t feyſch bey d gebung; auch m Buumherſigkeit ken laſen. Es: buch gar zu ge ait den Gefunt i nit nir aus hne, in der ſitlehen werde 1 lusſuat! ſe Eindte für died, Stets de guru dest pc! St ö 1, daß der 1 1 fang ret Nin et die: ttetliche dl ne lager, Gen ban den Ecker dh f. uff an 9“ df lun ic! in lehre nur der] EA dt nac lente ben“ e iften un 600 had K Gun V. Gebäte fuͤr Kranke und Sterbende. 43 gen bin; wie ich gegen alle meine Nebenmenſchen ge⸗ ſinut geweſen bin; wie ich mein Herz und mein Leben rein von laſterhaften Nei⸗ gungen und Gewohnheiten zu bewahren geſucht habe; wie werth mir die Religion geweſen, und wie treu ich in ihrer Erkenntniß und Ue⸗ bung geweſen bin: das iſt die ernſthafte Ueberlegung, die ich jezt anzuſtellen habe. Gib, daß ich ſie weder ſcheu⸗ en noch leichtſinnig damit zu Ende eilen, und mir die Troͤſtungen des Evangelli Jeſu Chriſti faͤlſchlich zueig⸗ nen moͤge. Auch fuͤr mich iſt freylich bey dir viel Ver⸗ gebung; auch mir willſt du Barmherzigkeit wiederfah⸗ ren laſſen. Es iſt doch aber auch gar zu gewiß, daß ich mit den Geſinnungen, die ich mit mir aus dieſer Welt nehme, fortleben werde, und wie meine Aus ſaat iſt, ſo auch die Erndte fuͤr mich ſeyn wird. Stets ſey mir alſo der Zuruf Jeſu Chriſti er⸗ innerlich: Selig ſind, die Friedfertigen, muͤthigen, die ein aufrichti⸗ 8 in der zukunftigen —— 8 reines Herzens find, die die Sauft⸗ ges Verlangen haben, gut zu ſeyn, und ſo nach der Ge⸗ rechtigkeit hungern und duͤr⸗ ſten! Das erwecke mich mein Herz von allem den los zu⸗ reiſſen, was es noch an das Irdiſche feſſelt, noch ſo viel Gutes zu thun, als ich kan, und allen um mich ber durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch feo⸗ he Erwartung de Zukuͤnf⸗ tigen erbaulich zu werden. Dann troͤſte mich, o Gott, deine Liebe; dann ſey mir die Nacht des Grabes nicht fuͤrchterlich; dann laß mich in der ruhigen freudigen Ge⸗ ſinnung beharren. Herr, ich warte auf dein Heil! Amen. 2. Gebaͤt bey Sterbenden. Siehe in dieſem Geſang buch das Lied No. 588. wo auch noch mehr aute Gebaͤte fuͤr Kranke von No. 572 bis No. 587. an⸗ zutreffen ſind. — 3 Ver⸗ . wegen Seite. 1. Längere Morgen⸗Andacht 2. Kuͤrzeres Morgengebaͤt 3. An Sonn- und Feſttagen, bey dem Morgenge⸗ baͤte hinzu zu fuͤgen 4. Noͤthige Entſchlieſſungen am Morgen II. Abendgebäͤie 1. Laͤngere Abend⸗ Andacht 2. Kuͤrzeres Abendgebaͤt 1 II. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn und Wandel vor Hott. I. Vertrauen auf Gott, und ee Geſin⸗ nung gegen ihn 1L 2. Demuthsuͤbung 13 4 Um Keuſchheit und Maͤßigkeit 15 4. Um bruͤderliche Liebe, Mitfreude und Mitleid 17 5. Um Nachſicht, Sanftmuth, Leutſeligteit und Langmuth 19 6. Um chriſtliche Gefälligkeit und Freundſchaft 20 7. Um chriſtliche Liebe gegen Feinde 21 8. Um Heiligkeit der Reden und ganzen Betragens 21 9. Um chriſtlichen Gebrauch der Vergehungen, Thorheiten und Laſter unſrer Nebenmenſchen 22 10. Um chriſtlichen Gebrauch der Zeit, Kraͤfte und Gaben Gottes 24 IX. Aufmunterung zu ſolchem Wandel vor Gott 26 IV. Gebaͤte fuͤr die, welche zum heiligen Abendmahl gehen wollen. 1. Nachdenken uͤber den Zweck und Nutzen des heiligen Abendmahls 30 2. Selbſtpruͤfung vor dem Genuſſe des heiligen Abendmahlss 33 3. Um Vergebung der Suͤnden 38 4. Vor dem Gebrauche des beiligen Abendmahls 39 5. Nach dem beiligen Abendmahl f 41 v. Gebaͤte fuͤr Kranke und bey Sterbenden. 1. Demuͤthigung vor Gott in Krankheit 42 . Gebaͤt bey Sterbenden 43 Verzeichniß der Gebaͤte. e* 9 Irc und 1 9 13 Ebangelien N 125 und hm. arge fre tr Sum 1 0 E 1 1 ſt K l U au gg 9 U 5 N J N 1 1 ee ale Sonn- und Feſt nd m 2 N 1 eum E lagen ö alle b nn ag 6. de Helligkeit! 0. 0 0 . 0 durchs ganze Jahr. i ee u wenn, ca Gebrauch 350 ben u 1 1 da Fedruch h Hie ant N 2. bor Gi 4 6 15 zum in Abeno n. 1 zn Jpeſ) Nutzn 1 f 0 ag n den 6 des H 1 5 nf. Sünden 0 dba des beſ 1 Apenbeſt 0 . Allen Mende 1. r——— ank: d bey S del, 1 en hen n e Z heit Ca ſſel, Sudan e 22 ˙*——— aber 1 n 1. Eon Moben! Kbangelun Nö 0 ste gun ne J len kame „ Ihoge an sandte Ps ſeit iween, und gor. Gehet hin in den fu ſprcht: Sag 1 ſche, 0 1 algen Fel, 1 die Anger g 2 „ 0 11 10 ſachfg we Am T. Sonntage des Advents. Evangelium, Matth. 21, 19. 8 a ſie nun nahe bey Jeru⸗ 2] ſalem kamen, gen Beth⸗ phage an den Oelberg, ſandte Jeſus ſeiner Jünger zween, und ſprach zu ihnen! Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eſelin finden angebun⸗ den, und ein Füllen bey ihr, löſet ſie auf, und füͤhret ſie zu mir Und ſo euch jemand etwas wird ſagen, ſo ſprecht: Der Herr be⸗ darf ihr, ſo bald wird er ſie euch laſſen. Das geſchah aber alles, auf daß erfüllet würde, das ge⸗ ſagt iſt durch den Propheten, der da ſpricht: Saget der Tochter Zion; ſiehe, dein Koͤnig kommt zu dir ſanftmüthig, und reitet auf einem Eſel, und auf einem Fuͤllen der laſtbaren Eſelin. Die Juͤnger gingen hin, und thaͤten, wie 49 Jeſus befohlen hatte. Und brachten die Eſelin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und ſatzten ihn drauf. Aber viel Palks breitete die Kleider auf den Weg. Die an⸗ dern hieben Zweige von den Baͤu⸗ men und ſtreugten ſie guf den Weg. Das Polk aber, das vor⸗ ing und nachfolgete, ſchrie und brach: Hoſianna, dem Sohn Da⸗ pid! gelobet ſey, der da kommt in dem amen des Herrn; Hoſianng in der Hoͤhe! Apſtel, Roͤm. 13, 1114. ſeſen Brüder, weil wir ſol⸗ ges wiſſen, nemlich die Zeit, daß ie Stunde da iſt, aufzüſte⸗ hen vm Schlafe, ſintemal unſer Heilezt näher iſt, denn da wirs glaubn. Die Nacht iſt vergan⸗ gen r Tag aber herbey kom⸗ men do laſſet uns ablegen die Vetke er Finſterniß, und anle⸗ gen diegzaffen des Lichts Laf⸗ ſet une rbarlich wandeln, als am Tage icht in Freſſen uud Sau⸗ fen, cht in Kammern und Un⸗ zuchtticht in Hader und Neid: Sonen ziehet an den Herrn Nat 5 1 wartet des Leib doch alſo er nicht geil rde. ſo, daß er nicht 9 r n 2. Sonntage de 8 Abvents. 5 Eigelium, Luc. 21, 25.36. MY ſprach zu feinen Juͤngerne * werden Feichen g—.— 7 werden Zeichen geſchehen an Sonnen und Mond, und Sen, und auf Erden wird deuten bange ſeyn, und wer⸗ digen, und das Meer, und dbaſſerwogen werden brau⸗ 8 end die Menſchen werder f ver- 4 Am 2. und 3. Sonntage des Advents. erſchmachten fuͤr Furcht und für W der Dinge, die kommen ſollen auf Erden: denn auch der Himmel raͤfte ſich bewegen wer⸗ den. Und alsdann werden ſie ſe⸗ hen des Menſchen Sohn kom⸗ men in den Wolken, mit großer Kraſt und Herrlichkeit. ann aber dieſes anfaͤhet zu geſchehen, ſo ſehet auf, und hebet eure Haͤup⸗ ter auf, 1 8 daß ſich eue Er⸗ nahet. 5 i u er ſagte ihnen ein Gleich⸗ niß: Sebet an den Feigerbaum, und alle Baume, wann ſie jc aus⸗ ſchlagen, ſo ſehet ihrs an ihner, und merke, daß jeztder Smmer nahe iſt. Alſo auch ihr, wan hr dis alles ſehet angehen, ſo viſet, daß das Reich Gottes nee iſt Wahrlich, ich ſage euch, 160 45 ſchlecht wird nicht verge 5 daß es alles geſchehe. Hinnel un Erde werden vergehen, gel mei⸗ Ne Worte vergehen nichtelber huͤ⸗ tet euch, daß eure Herze nicht be⸗ ſchweret werden mit Feſer un Saufen, und mit Sogen der Nahrung, und komme dſſer Tag ſchnell über euch. Dennie en Fallſtrick wird er kommeiber al⸗ de, die auf Erden wohn. So eyd nun wacker allezeit nd baͤ⸗ tet, daß ihr wuͤrdig wein moͤ⸗ get, zu entfliehen dieſem em, das eſchehen ſoll, und zu ſen vor es Menſchen Sohn. Epiſtel, Rom. 1513. eben Broͤder! was a zuvor Ligeſchrieben iſt, das ins zur Lehre geſchrieben, aufß wir durchcGedult und Troſt döchrift Hoffnung haben. Gott er der Geduld und des Troſtes geuch, daß ihr einerley geſinneld un⸗ ter einander nach Jeſu E; auf daß ihr einmuͤthiglich ninem Munde lobet Gott, und Va⸗ ter unſers Herrn Jeſu Chriſti. Darum nehmet euch untereinan⸗ der auf, gleichwie euch Chriſtus at aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich ſage aber, daß Jeſus Chriſtus ſey ein Diener geweſen der Be⸗ ſchneidung, um der Wahrheit wil⸗ len Gottes, zu beſtaͤtigen die Ver⸗ heiſſung, den Vaͤtern geſchehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geſchrieben ſtehet: Darum will ich dich loben unter den Hei⸗ den, und deinem Namen ſingen. Und abermal ſpricht er: Freuet euch, ihr Heiden mit ſeinen Volk. Und abermal: Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiſet ihn, alle Volker. Und abermal ſpricht Eſai⸗ as: Es wird ſeyn die Wurzel Jeſ⸗ ſe, und der auferſtehen wird zu herrſchen uͤber die Heiden: auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfuͤlle euch mit aller Freude und Friede im Glauben, daß ihr voͤllige Hoffnung habt, durch die Kraft des heili⸗ gen Geiſtes. Am 3. Sonnt. des Advents. Evangelium, Matth. 11, 210. Do aber Johannes im Gefaͤng⸗ niß die Werke Chriſti hoͤrete, ſandte er ſeiner Juͤnger zween, und ließ ihm ſagen: Biſt du, der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines andern warten? Jeſus ant⸗ wortete und ſprach zu ihnen: Ge⸗ het hin, und ſaget Johanni wie⸗ der, was ihr ſehet und hoͤret. Die Blinden ſehen, die Lahmen gehen, die Ausſaͤtzigen werden rein, und die Tauben hoͤren, die Todten ſte⸗ hen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget. Und ſe⸗ lig iſt, der ſich nicht an mir aͤrgert. Da die hingingen, ſing Jeſus an zu reden zu dem Volk von Jo⸗ hanne: Was ſeyd ihr hinaus ge⸗ gan⸗ — 4 —— Am 3 algen in 1 U rende r Mid , wic le, gange 1 gehen! ie Menschen n n e Ei he Kleider trage, ige Hluſer. Ode hipgkgegangel get ihr eue dre u ich ge euch denn roch r ie, vun dem g et: Siehe, ch fend fl vor dir her, de r dir bereiten ſo Epiſtel, 1 C0 dir helenſ ch fir ahriſ hauthalter über ſiſe. Nun ſuchet n iu den Haushälter rel erfunden ber fte ein geringes, d Nerichtet werde, 9 fenſchichen dage lich ſebſt nich ol licht bewußt Un bin ich hicht der herr aber ift bt. Dum tichte al, biz der ert Her duch wü ans das im Finstern inn ben alder! l zakdgmn wid Wa Gotr bob wie use nm kuungellum, 0 it das 1 U di 17 Aten un Wc lech fag der hekaß u fate un den kante Ai, ud! . 1 . n bag e en ig. A Jenwpun am ie a rs uin * Ader Ener Un e, ür e den, ſmget, Nes 0 il. tuch, Ache erg bi baun 8 unn ger 4 0 5 3 8 8 —— — = . . 10 1 Fa, enen . Pr hi⸗ n t be⸗ Kegel und Sec der gen te Tag en ne ein umder al. ehre t So r, N derder ud * Art es u ie ya 1 6415 j Ver wer Aa —— Ar Sum chr a nenn de. ür en e 1 i abet 7 hoffnung ah * 4 1 a ede u e girl dabſ s die f 2 s. 11„ Lonnt, deze Eu m, Mah u Ge ie Werkechh an ſeiner M — hm ſageß di da n ſoll, oder g eim 1 ern wangen of. Aid ſprac h det F nd ſaget Jun det d ehr ſehet ub nd S chen, die lunag; die. iſigen neee die 5 böten dein del n dd den M En e im gehtn 5 ae sch ni hingingeg, i en zu dende M, ae Am 3. und 4. Sonntage des Advenks. 9 dognſen in die Wuͤſten zu ſehen? oltet ihr ein Rohr ſehen, das der Wind hin und her wehet. Oder, was ſeyd ihr hinaus ge⸗ gangen zu ſehen? Woltet ihr ei⸗ nen Menſchen in weichen Klei⸗ dern ſehen? Siehe, die da wei⸗ che Kleider tragen, ſind in der Koͤ⸗ nige Haͤuſer. Oder, was ſeyd ihr hinausgegangen zu ſehen? Wol⸗ tet ihr einen Propheten ſehen? Ja, ich ſage euch, der auch mehr iſt, denn ein Prophet. Denn die⸗ ſer iſts, von dem geſchrieben ſte⸗ het: Siehe, ich ſende meinen En⸗ gel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten ſoll. Epiſtel, 1 Cor. 4, 1⸗5. Dafür halte uns jederman, nem⸗ lich fuͤr Chriſti Diener und Haushalter uͤber Gottes Geheim⸗ niſſe. Nun ſuchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß ſie treu erfunden werden. Mir aber iſts ein geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menſchlichen Tage; auch richte ich mich ſelbſt nicht. Ich bin mir wol nichts bewußt, aber darin⸗ nen bin ich nicht gerechtfertiget. Der Herr aber iſts, der mich rich⸗ tet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, wel⸗ cher auch wird ans Licht bringen, was im Finſtern verborgen iſt, und den Rath der Herzen offenba⸗ ren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob wiederfahren. Am 4. Sonnt. des Advents. Evangelium, Joh. 1, 1928. Un dis iſt das Zeugniß Johan⸗ nis, da die Juden ſandten von Jeruſalem Prieſter und Leviten, daß ſie ihn fragten: wer biſt du? Und er bekafte und laͤugnete nicht. Und er bekannte: Ich bin nicht Chriſtus. Und ſie fragten ihn: Was denn? Biſt du Elias? Er ſprach: Ich bins nicht. Biſt du ein Prophet 7 Und er antwortete: Nein. Da ſprachen ſie zu ihm: Was biſt du denn? daß wir Ant⸗ wort geben denen, die uns geſandt habenz was ſageſt du von dir ſelbſt? Er ſprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wuͤſten, richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Eſaias geſagt hat. Und die geſandt waren, die waren von den Phariſaern, und fragten ihn, und ſprachen zu ihm: War⸗ um taufeſt du denn, ſo du nicht Chriſtus biſt, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen, und ſprach: Ich taufe mit Waſſer, aber er iſt mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der iſts, der nach mir kommen wird, welcher vor mir geweſen iſt, deß ich nicht werth bin, daß ich ſei⸗ ne Schuhriemen aufloͤſe. Dis ge⸗ ſchah zu Bethabara, jenſeit des Jordans, da Johannes taufete. Epiſtel, Philipp. 4, 4⸗7. Nieben Bruͤder! Freuet euch in dem Herrn allewege, und aber⸗ mal ſage ich: Freuet euch. Eure Lindigkeit laſſet kund ſeyn allen Menſchen. Der Herr iſt nahe. Sorget nichts, ſondern in allen Dingen laſſet eure Bitte im Ge⸗ baͤt und Flehen mit Dankſagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoͤher iſt denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne inChriſto Jeſu. Am heiligen Chriſttage. kEevangelium, Luc. 2, 1.14. Es begab ſich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vomͤKayſer Au⸗ uſto ausging, daß alle Welt ge⸗ chaͤtzet wuͤrde. Und dieſe Scha⸗ tzung war die allererſte, und ge⸗ ſchah zur Zeit, da Cyrenius Land⸗ a 3 77 33 1 11 „i be 2b had Sbg. pfleger in Syrien war, und jeder⸗ mann ging, daß er ſich ſchaͤtzen lieſſe, ein jeglicher in ſeine Stadt. Da machte ſich auch auf Joſeph aus Galilaͤag, aus der Stadt Na⸗ zareth, in das Juͤdiſche Land, zur Stadt David, die da h iſſet Beth⸗ ehem, darum, daß er von dem Hauſe und Geſchſechte Davids war, auf daß er ſich ſchaͤtzen lie ſſe mit Maria ſeinem vertrauten Wei⸗ be, die war ſchwanger. Und als ſie Daſelbſt waren, kam die Zeit, daß ſie gebaͤren ſolte. Und ſie gebar ih⸗ ren erſten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in ei⸗ ne Krippe, denn ſie harten ſonſt keines Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derſel⸗ bigen Gegend, auf dem Felde, bey den Huͤrden, die hüͤteten des Nachts ihrer Heerde. Und ſiehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuch⸗ te e um ſie, und ſie furchten ſich ſehr. Und der Engel ſprach zu ih⸗ nen: Fuͤrchtet euch nicht; Siehe, ich verkuͤndige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird. Denn euch iſt heute der Heiland geboren, welcher iſt Chriſtus der Herr, in der Stadt David. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewi⸗ ckelt, und in einer Krippen liegen. Und alsbald war da bey demEngel die Menge der himmliſchen Heer⸗ chaaren, die lobeten Gott, und wrachen: Ehre ſey Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menſchen ein Wohlgefallen. Epiſtel, Tit. 2, 1114. Is iſt erſchienen die heilſame Gnadecottes allen Menſchen, und zuͤchtiget uns, daß wir ſollen verleugnen das ungoͤttliche We⸗ ſen, und die weltlichen Lüſte, und 9 geyecht, und gottſelig le⸗ ben in dieſer Welt, und warten auf die ſelige Hoffnung und Er⸗ iſcheinung der Herrlichkeit des großen Gottes, und unſers Hei⸗ landes Jeſu Chriſti. Der ſich ſelbſt fuͤr uns gegeben hat, auf daß er uns erloͤſete von aller Ungerech⸗ tigkeit, und reinigte ihm ſelbſt ein Volk zum Eigenthum, das fleißig waͤre zu guten Werken. Am 2. Chriſttag, oder am Tage S. Stephani. Evangelium, Matth. 23, 3439. Der perr ſprach zu den Phari⸗ ſuͤern und Schriftgelehrten und Oberſten der Juden: Siehe, ich ſende zu euch Propheten und Weiſen, und Schriftgelehrten, und derſelbigen werdet ihr etliche toͤdten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schu⸗ len, und werdet ſie verfolgen von einer Stadt zu der andern. Auf daß uͤber euch komme alle das ge⸗ rechte Blut, das vergoſſen iſt auf Erden, von dem Blute an des ge⸗ rechten Abels, bis auf das Blut Zacharias, Barachia Sohn, wel⸗ chen ihr getoͤdtet habt zwiſchen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich ſage euch, daß ſolches alles wird uͤber dis Geſchlecht kommen. Jeruſalem, Jeruſalem! die du toͤd⸗ teſt die Propheten, und ſteinigeſt, die zu dir geſandt ſind; wie oft habe ich deine Kinder verſamm⸗ len wollen, wie eine Henne ver⸗ ſammlet ihre Kuͤchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt. 85 euer Haus ſoll euch wuͤſte gelaſſen werden. Denn ich ſage euch: Ihr werdet mich von jezt an nicht ſehen, bis ihr ſprecht: Ge⸗ lobet ſey, der da kommt im Na⸗ men des Herrn. Lection, Ap. G.6,8⸗15. u. 7,55⸗59. Stephanus aber, voll Glaubens und Kraͤften, thuͤt Wunder und große Zeichen W olk. 1 9 dus eickla und. beſragten ſch mit ee vermochten u der Weihei der darcdete De ellche Münner/ Wir haben ihn wokte eden kidet der Gotk. Ul Folk und die Ael Echriſtgelehtten, l ud tiſen ihn keten ihn vor den? keten fälſche Zeuge en Dieſer Rense zu teen Läſterwe heilge Statt und wir haben ihn hö us von Nagreiht tezerſdren, und! ten, die uns Moſ Und ſee ſahen au in Rath ſaßen, Mhgeſht, wie geſcht.. A er cher be ie war, ſahe er Hel, und ſahe! Gage, und ge Nechten Gottes he, ich ſehe den Ad des Mensche en Guttes ſiche 10 Hut, uud ken zu und für lic zu ihm ein, dul Stadt hing ih Und die? ihre Kleider zu U a der kalen Steh 1 ud sach; 5 maſencgeiſt a nn une halte ihendieſe 1 er dus ge ö 9 ne Sti er e Auf Jos N —* San 1 — — — —— — — — — .— 5 — 5 — Sch R der Jah len em ich ſen 8 77 e Verberge. ind fete, len, u den, aueh J n de aach n keuc 101 b nech cern ſich dec N ban ad uh e* Se Dude, da, bis a ie Finde, Je ae den und. Gen, Aildtet gag r Halend den rund d Nite der ich e 9, daß fc add 0 id s Gehegen Ir bütet Nera W erupsalene hh 1 beien, und h een det 101 1 ö deln un e den nan den 25 pabe! 4(ue Kiudg Un Gen Fa, den e wie eine hn on, w um 1. Küchen n use Nag Arbe 100 Erdem Se A d Aale 5 en den. Sa 1 net t bis ihr ſuche „ beim kbet. Het da km Mense gen]? dem. 10908 let= bete Si Sache, he iir* Iten, cht Ba 10 warn d Es duch* 15 n G die J We eſandt 1 i ten Gottes ſtehen. 2 erde nic ug a 8.— 1 3 N 3 „3„ a 3 3 N — Am Tage S. Stephaut ünd S. Johannis des Ebangel. 7 Volk. Da ſtunden etliche auf von Am Tage St. Johannis des der Schule, die da heiſſet der Li⸗ bertiner, und der Cyrener, und der Alexanderer, und derer, die aus Cicilia und Aſia waren, und befragten ſich mit Stephano. Und ſie vermochten nicht zu widerſte⸗ hen der Weisheit und dem Geiſt, der da redete. Da richteten ſie zu etliche Maͤnner, die ſprachen: Wir haben ihn gehoͤret Laͤſter⸗ worte reden wider Moſen und wi⸗ der Gott. Und bewegten das Volk, und die Aelteſten, und die Schriftgelehrten, und traten her⸗ zu, und riſſen ihn hin, und fuͤh⸗ reten ihn vor den Rath, und ſtel⸗ leten falſche Zeugen dar, die ſpra⸗ chen: Dieſer Menſch horet nicht auf zu reden Laͤſterworte wider dieſe heilige Staͤtte und dascheſetz Den wir haben ihn hoͤren ſagen: Je⸗ ſus von Nazareth wird dieſeStaͤt⸗ te zerſtoͤren, und andern die Sit⸗ ten, die uns Moſes gegeben hat. Und ſie ſahen auf ihn alle, die im Rath ſaßen, und ſahen ſein Angeſicht, wie eines Engels An⸗ Als er aber voll heiliges Gei⸗ ſtes war, ſahe er auf gen Him⸗ mel, und ſahe die Herrlichkeit Gottes, und Jeſum ſtehen zur Rechten Gottes, und ſprach: Sie⸗ he, ich ſehe den Himmel offen, und des Menſchen Sohn zur Rech⸗ Sie ſchrien aber laut, und hielten ihre Oh⸗ ren zu und ſtuͤrmeten einmuͤthig⸗ lich zu ihm ein, und ſtießen ihn zur Stadt hinaus, und ſteinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fuͤſſen eines Tangge der hieß Saulus, und einigten Stephanum, der anrief und ſprach: Herr Jeſu, nimm meinen Geiſt auf. Er kniete aber nieder, und ſchrie laut: Herr! be halte ihnen dieſe Suͤnde nicht. Und als er das geſagt, entſchlief er. Ahpoſtels u. Evangeliſten. Evangelium, Joh. 21, 1324. Da ſie nun das Mahl gehalten hatten, ſpricht Jeſus zu Si⸗ mon Petro: Simon Johanna, haſt du mich lieber, denn mich dieſe haben? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Laͤmmer. Spricht er zum andernmal zu ihm: Si⸗ mon Johanna, haſt du mich lieb? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe⸗ Spricht er zu ihm: Weide mei⸗ ne Schaafe. Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jv⸗ hanna, haſt du mich lieb? Pe⸗ trus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm ſagte: Haſt du mich lieb? Und ſprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jeſus zu ihm: Weide meine Sehaaſfſe. Wahrlich, wahrlich ich ſage dir, da du juͤnger wareſt, guͤr⸗ teteſt du dich ſelbſt, und wan⸗ delteſt, wo du hin wolteſt. Wenn du aber alt wirſt, wirſt du deine Hande ausſtrecken, und ein an⸗ derer wird dich güͤrten, und fuͤh⸗ ren, wo du nicht hin wilt. Das ſagte er aber zu deuten, mit wel⸗ chem Tode er Gott preiſen wuͤrde. Und da er das geſagt, ſpricht er zu ihm: Folge mir nach. Pe⸗ trus aber wandte ſich um, und ſahe den Junger folgen, welchen Jeſus lieb hatte, der auch an ſei⸗ ner Bruſt am Abend⸗Eſſen gele⸗ gen war, und geſagt hatte: Herr, wer iſts, der dich verraͤth! Da Petrus dieſen ſahe, ſpricht er zu Jeſu: Herr, was ſoll aber die⸗ ſer? Jeſus ſpricht zu ihm: So 4 4 ich 3 Am Sonntage nach dem Chriſttage. ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Folge du mir nach. Da ging ei⸗ ne Rede aus unter den Bruͤdern: Dieſer Junger ſtirbet nicht. Und Nebe ſprach nicht zu ihm: Er ſtirbet nicht, ſondern, ſo ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dis iſt der Juͤnger, der von dieſen Din⸗ gen zeuget, und hat dis geſchrie⸗ ben, und wir wiſſen, daß ſein Zeugniß wahrhaftig iſt. Lection, Sirach 15, 18. Solches thut niemand, denn der den Herrn fuͤrchtet, und wer ſich an Gottes Wort haͤlt, der findet ſie. Und ſie wird ihm begegnen, wie eine Mutter, und wird ihn empfangen, wie eine junge Braut. Sie wird ihn ſpei⸗ ſen mit Brod des Verſtandes, und wird ihn tranken mit Waſſer der Weisheit. Dadurch wird er ſtark werden, daß er veſt ſtehen kan, und wird ſich an ſie halten, daß er nicht zu ſchanden wird. Sie wird ihn erhoͤhen uͤber ſeinen Naͤch⸗ ſten, und wird ihm ſeinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn kroͤnen mit Freude und Wonne, und mit ewigem Namen begaben. Aber die Narren ſin⸗ den ſie nicht, und die Gottloſen koͤnnen ſie nicht erſehen. Denn ſie iſt ferne von den Hoffaͤrtigen, und die Heuchler wiſſen nichts von ihr. Am Sonntage nach dem Chriſttage. Evangelium, Luca 2, 33⸗40. U ſein Vater und Mutter ver⸗ wunderten ſich deß, das von Jeſu geredt ward. Und Simeon ſegnete ſie, und ſprach zu Maria, ſeiner Mutter: Siehe, dieſer wird geſetzt zu einem Fall, und auferſtehen vieler in Iſrael, und zu einem Zeichen, dem widerſpro⸗ chen wird. Und es wird ein Schwerd durch deine Seele dringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Ge⸗ ſchlecht Aſer, die war wohl be⸗ taget, und hatte gelebet ſieben Jahr mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauſchaft. Und war nun eine Wittwe bey vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, dienete Gott mit Faſten und Baͤten Tag und Nacht. Dieſelbige trat auch hinzu, zu der⸗ ſelbigen Stunde, und preiſete den Herrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erloͤſung zu Je⸗ ruſalem warteten. Und da ſie es al⸗ les vollendet hatten nach dem Ge⸗ ſetz des Herrn, kehreten ſie wie⸗ der in Galilaͤam zu ihrer Stadt Nazareth; aber das Kind wuchs, und ward ſtark im Geiſt, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bey ihm. f Epiſtel, Galater 4, 17. ch ſage aber, ſo lange der Er⸗ Abe ein Kind iſt, ſo iſt unter ihm und einem Knechte kein Un⸗ terſcheid, ob er wol ein Herr iſt aller Guͤther! Sondern er iſt un⸗ ter den Vormuͤndern und 185 gern, bis auf die beſtimmte Zeit vom Vater. Alſo auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aͤußerlichen Satzungen. Da aber die Zeit er⸗ fuͤllet ward, ſandte Gott ſeinen Sohn, geboren von einem Wei⸗ be und unter das Geſetz gethan, auf daß er die, ſo unter dem Ge⸗ ſetz waren, erloͤſete, daß wir die Kindſchaft empfingen. Weil ihr denn Kinder ſeyd, hat e 3 he tue Geil d bahn det lieber Baier. ken fuech neh Kuder; Sinds! ſuds auch Erber Chriſtun. 3 An Mal Evangelium, ib da acht Te Lade dnl de, da ward ſeif tens, welche haf dem Engel, Mutetkeib enpfe Epiſtel, Gala C deln aber d purden wir ur berwahret und den Glauben, de e wetde. 2 ſeß unſet Zucht auf Chritum, de Guben gerecht cher der Glaube nik licht mehr u heiſet. Denn i as Ander, durch Che Jes. De daf hrſtum gen ben Chtiſum an ken Ide nuchch uch noch ge Mann noch We alzumgl einer Seyd ihr aber Ia dbtahams E der Veheiſuun 1 0 Sonnt e Nea Erangtlun, D. die Wei land hin 1 , dit 10 118 ng ö 58 in m A a U ö N. n Nad . Sie e ind un uren in Wantgen 1 de gun dn. —— ich de ** ech ß E N Galt Jh per, ola 3 And 1 N Me em Knechte terſch„b er wol ch aler k:! Song ter N rmünden ud gern, zs c uf die heine dom w Abs auc nt. — . geſaß Fu enter de lait Sah e Da cee fle 8, ſundte dul Soh. bren ace — unt de U, N Einen n Nam 1 5 e de e a idie, pound r r, Mf n e Upg Nl 10 Tarte, age . ouf Chriſtum, daß wir durch den ye Am Neujahrstage, und am Sonnt. nach d. N. Jahr. 9 ſandt den Geiſt ſeines Sohns in eure Herzen, der ſchreyet: Abba, lieber Vaier. Alſo iſt nun hie kein Knecht mehr, ſondern eitel Kinder; Sinds aber Kinder, ſo ſinds auch Erben Gottes durch Chriſtum. N Am Neujahrs⸗Tage. Evangelium, Luc 2, 21. nd da acht Tage um waren, daß das Kind beſchnitten wuͤr⸗ de, da ward ſein name genen⸗ net Jeſus, welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleib empfangen ward. Epiſtel, Galater 3, 2329. Che denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Geſetze verwahret und verſchloſſen auf den Glauben, der da ſolte offen⸗ baret werden. Alſo iſt das Ge⸗ ſetz unſer Zuchtmeiſter geweſen Glauben gerecht wuͤrden. Nun aber der Glaube kommen iſt, ſind wir nicht mehr unter dem Zucht⸗ meiſter. Denn ihr ſeyd alle Got⸗ tes Kinder, durch den Glauben an Chriſto Jeſu. Denn wie viel euer auf Chriſtum getauft ſind, die ha⸗ ben Chriſtum angezogen. Hie iſt kein Jude noch Grieche, hie iſt kein Knecht noch Freyer, hie iſt kein Mann noch Weib, denn ihr ſeyd allzumal einer in Chriſto Jeſu. Seyd ihr aber Ehriſti, ſo ſeyd ihr ja Abrahams Saamen, und nach der Verheiſſung Erben. Am Sonntage nach dem Neuenjahr. Evangelium, Matth. 2, 1315. Da die Weiſen aus Morgen⸗ * Siehe, da erſchien der Engel des Herrn dem Joſeph im Traum, und ſprach: Stehe auf, und nim das Kindlein und ſeine Mutter zu dir, und fleuch in Egyptenland, und bleib allda, bis ich dir ſage. Denn es iſt vorhanden, daß He⸗ rodes das Kindlein ſuche, daſſel⸗ be umzubringen. Und er ſtund auf, und nahm das Kindlein und ſeine Mutter zu ſich bey der Nacht, und entwich in Egypten⸗ land, und blieb allda bis nach dem Tode Hersdis. Auf daß er⸗ fuͤllet würde, daß der Herr durch den Propheten geſagt hat, der da ſpricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Epiſtel, Titum 3, 47. Da aber erſchien die Freund⸗ lichkeit und Leutſeligkeit Got⸗ tes unſers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtig⸗ keit, die wir gethan hatten: Son⸗ dern nach ſeiner Barmherzigkeit, machet er uns ſelig, durch das Bad der Wiedergeburt und Er⸗ neuerung des heiligen Geiſtes. Welchen er ausgegoſſen hat uͤber uns reichlich, durch Jeſum Chri⸗ ſtum unſern Heiland, auf daß wir durch deſſelbigen Gnade ge⸗ recht, und Erben ſeyn des ewi⸗ gen Lebens, nach der Hoffnung. das iſt je gewißlich wahr. c Am Feſt Epiphaniaͤ, oder der Erſcheinung Ehriſti. Evangelium, Matth. 2, 1 12. Da Jeſus geboren war zu Bethlehem, im juͤdiſchen Lande, zur Jeit des Koͤnigs He⸗ ſen vom Morgenlande gen Jeru⸗ ſalem, und ſprachen: Wo iſt der land hinweg gezogen waren; neugeborne Koͤnig der Juden? a5 Wir rodis: ſiehe, da kamen die Wei⸗ 10 Am Feſte der Erſcheinung Chriſti. Wir haben ſeinen Stern geſehen im Morgenlande, und ſind kom⸗ men, ihn anzubaͤten. Da das der Koͤnig Herodes hoͤrete, er⸗ ſchrack er, und mit ihm das gan⸗ ze Jeruſalem, und ließ verſamm⸗ len alle Hoheprieſter und Schrift⸗ gelehrten unter dem Volk, und erforſcheten von ihnen, wo Chri⸗ ſtus ſolte geboren werden. Und ſie ſagten zu ihm: Zu Bethlehem, im juͤdiſchen Lande. Denn al⸗ ſo ſtehet geſchrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem im juͤdiſchen Lande, biſt mitnich⸗ ten die Kleineſte unter den Fuͤr⸗ ſten Juda, denn aus dir ſoll mir kommen der Herzog, der uͤber mein Volk Iſrgel ein Herr ſey. Da berief Herodes die Weiſen heimlich, und erlernete mit Fleiß von ihnen, wann der Stern er⸗ ſchienen waͤre. Und weiſete ſie per Bethlehem, und ſprach: Zie⸗ et hin, und forſchet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, ſo ſagt mirs wieder, daß ich auch komme, und es anbaͤle. Als ſie nun den Koͤnig gehoͤret hatten, zogen ſie hin. Und ſiehe, der Stern, den ſie im Morgen⸗ lande geſehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam, und ſtund oben uber, da das Kind⸗ lein war. Da ſie den Stern ſa⸗ hen, wurden ſie hoch erfreuet, und gingen in das Haus, und funden das Kindlein, mit Ma⸗ ria, ſeiner Mutter, und fielen nie⸗ der, und baͤteten es an, und thaͤ⸗ ten ihre Schaͤtze auf, und ſchenk⸗ ten ihm Gold, Weihrauch und Myhrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß ſie ſich nicht ſol⸗ ten wieder zu Herodes lenken, und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Lection, Jeſaid 60, 1⸗6. acht dich auf, werde Licht! Nah deln Licht kommt, und 5. auf über dir. Denn ſiehe, Fin⸗ ſterniß bedecket das Erdreich, und Dunkel die Volker. Aber uͤber dir gehet auf der Herr, und ſei⸗ ne Herrlichkeit er ſcheinet uͤber dir. Und die Heiden werden in dei⸗ nem Licht wandeln, und die Koͤ⸗ nige im Glanz, der uͤber dir auf⸗ gehet. Hebe deine Augen auf, und ſiehe umher, dieſe alle ver⸗ ſammlet, kommen zu dir. Dei⸗ ne Soͤhne werden von ferne kom⸗ men, und deine Toͤchter zur Sei⸗ ten erzogen werden. Dann wirſt du deine Luſt ſehen und ausbre⸗ chen, und dein Herz wird ſich wundern und ausbreiten, wann ſich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Hei⸗ den zu dir kommt. Denn die Menge der Kameelen wird dich und Epha. Sie werden aus Sa⸗ Lob verkuͤndigen. Am T. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Evangelium, Luca 2, 42.52. Da Jeſus zwoͤlf Jahr alt war, gingen ſie hinauf gen Jeru⸗ ſalem, nach Gewohnheit des Fe⸗ ſtes. Und da die Tage vollendet waren, und ſie wieder zu Haufe ingen, blieb das Kind Jeſus zu Jeruſalem, und ſeine Eltern wuß⸗ tens nicht. Sie meyneten aber, er waͤre unter den Gefehrten und kamen eine Tagreiſe und ſuchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da ſie ihn nicht funden, gingen ſie wiederum gen Jeruſalem, und ſuchten ihn. Und es begab ſich nach dreyen Tagen, funden ſie ihn im Tempel ſitzen, mitten unter den Lehrern, 99 E die Herrlichkeit des Herrn gehet bedecken, die Laͤufer aus Midian ba alle kommen, Gold und Weih⸗ rauch bringen, und des Herrn 0 —— Am 1. 1.2. chien zußbrete 1 1 alle, die velkunderten i des und einer, 2 nd da ſe il 1 ſch 105 tach zu 1. 1995 a den Siehe, den N ben dich mit Ech Und et ſrach zu! daß iht lich geſt iht nicht, de in dem, das ne d ſeberſtunde di er mit ihnen glg mit Hhnen gel Nagcreth, Aerkhan. Und hielt ale diese? Herzen. Und Je Veltheit, Aler Lpiſtel, RB. A kene! det, durch kei Gottes, da bagcher zun d beg, ſeilg, geligsey, wel Ant ger Gone ke euch nicht di duden ver nde Heber eures ihr prüfen mög der gut, der der balken Denn ic ſche dena gegehe ikkeuch, aß n e lte, d. 1 0 del der; t ge kl. J „ ahn 25 fl e 1 de AU Saen * Vel, 1 n erde 0 rad: E ie werden az WN h — n, Gabi „ed J d e eder Al 50 Nin. W.—. ang ge e Ae mage uh „ e E ung Cin „l dal 1, Lach z, a. l Jr A, ie hinauf g emwohnhel he, die Tage al un n Wan ie wiel u teten bee A bas d 1 ie e deine eng „ ed e ie weten andi nin en den Gesch aud 1 0 r agteiſe ind U ahl een n! 1 este e Seen e ld ku fe an de f db ſuchen if., E 75— 7 uc pen Zug „ ee in e 2. den Lehren e berſun 2 1 — — S—— Am u. u. 2. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſtt. 1 er ihnen zuhoͤrete, und ſte frage⸗ te. Und alle, die ihm zuhoͤreten, verwunderten ſich ſeines Verſtan⸗ des und ſeiner Antwort. Und da ſte ihn ſahen, entfatz⸗ ten ſie ſich: Und ſeine Mutter ſprach zu ihm: Mein Sohn, warum haſt du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich ha⸗ ben dich mit Schmerzen geſucht. Und er ſprach zu ihnen: Was iſts, daß ihr mich geſuchet habt? Wiſ⸗ ſet ihr nicht, daß ich ſeyn muß in dem, das meines Vaters iſt? Und ſie verſtunden das Wort nicht/ das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen Unterthan. Und ſeine Mutter be⸗ hielt alle dieſe Worte in ihrem Herzen. Und Jeſus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade, bey Gott und den Menſchen. Epiſtel, Roͤm. 12, 16. Ech ermahne euch, lieben Brüͤ⸗ der„durch die Barmherzig⸗ keit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da le⸗ bendig, heilig, und Got wohl⸗ gefaͤllig ſey, welches ſey euer ver⸗ nMuͤnftiger Gottesdienſt. Und ſtel⸗ let euch nicht dieſer Welt gleich, fondern verandert euch durch Ver⸗ neuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen moͤget, welches da ſey der gute, der. und der volltemmene Gottes Wille. Denn ich ſage durch die Gnade, die mir gegeben iſt, ſederman un⸗ ter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn ſichs gebühret zu halten, ſondern daß er von ihm maͤßiglich halte, ein jegli⸗ licher, nach dem Gott ausgethei⸗ let hat das Maaß des Glaubens. Denn gleicher weiſe, als wir in Einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerley Geſchaͤſte haben; alſo ſind wir viel Ein Leib in Ehriſto, aber un⸗ tereinander iſt einer des andern Glied. Und haben mancherley Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben iſt. Am 2. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Evangelium, Joh. 2, 1 II. Un am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana, in Gali⸗ laͤa, und die Mutter Jeſu war da; Jeſus aber und ſeine Junger wurden auch auf die Hochzeit ge⸗ laden. Und da es an Wein ge⸗ brach, ſpricht die Mutter Jeſu u ihm: Sie haben nicht Wein. Jeſus ſpricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu ſchaffen? Meine Stunde iſt noch nicht kommen. Seine Mutter ſpricht zu den Die⸗ nern: Was er euch ſaget, das thut. Es waren aber allda ſechs ſteinerne Waſſer⸗Kruͤge geſetzt nach der Weiſe der juͤdiſchen Rei⸗ nigung, und gingen je in einen zwey oder drey Maaß. Je ſus fpricht zu ihnen: Füllet die Wal⸗ ſer⸗Kruͤge mit Waſſer. Und ſie fuͤlleten ſie bis oben an. Und er ſpricht zu ihnen: Schoͤpfet nun, und bringets dem Speiſemeiſter: und ſie brachtens. Als aber der Speiſemeiſter koſtete den Wein, der Waſſer geweſen war, und wußte nicht von wannen er kam, die Diener aber wußtens, die das Waſſer geſchoͤpfet hatten, da rufen der Speiſemeiſter dem Braͤuti⸗ gam, und ſpricht zu ihm: Jeder⸗ man gibt zum erſten guten Wein, und wann ſie trunken worden ſind, alsdann den geringern; du haſt den guten Wein bisher be⸗ halten. Das iſt das erſte Zei⸗ chen, das Jeſus that, geſchehen zu Cana in Galilda, und offen⸗ barete E 12 Am 2. u. 3. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. barete ſeine Herrlichkeit, und ſei⸗ ne Junger glaubten an ihn. Epiſtel, Rom. 12, 616. Lieben Bruͤder: wir haben man⸗ cherley Gaben nach der Gna⸗ de, die uns gegeben iſt. Hat je⸗ mand Weiſſagung, ſo ſey ſie dem Glauben aͤhnlich. Hat jemand ein Amt, ſo warte er des Amts. Lehret jemand, ſo warte er der Lehre. Ermahnet jemand, ſo warte er des Ermahnens. Gibt jemand, ſo gebe er einfaͤltiglich. Regieret jemand, ſo ſey er ſorg⸗ faltig, uͤbet jemand Barmher⸗ zigkeit, ſo thue ers mit Luſt. Die Liebe ſey nicht falſch. Haſ⸗ ſet das Arge, hanget dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe unter⸗ einander ſey herzlich. Einer kom⸗ me dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seyd nicht traͤge, was ihr thun ſollt. Seyd bruͤnſtig im Geiſt. Schicket euch in die Zeit. Sepyd froͤlich in Hoffnung, gedul⸗ dig in Truübſal. Haltet an am Gebaͤt. Nehmet euch der Hei⸗ ligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch ver⸗ folgen; ſegnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Froͤhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerley Sinn untereinan⸗ der. Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch her⸗ unter zu den Niedrigen. * Am 3. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Evangelium, Matth. 8, 113. Da Jeſus vom Berge herab ging, folgete ihm viel Volks nach. Und ſiehe, ein Ausſäͤtziger kam und baͤtete ihn an, und ſprach: Herr, ſo du wilt, kanſt du mich wohl reinigen. Und Jeſus ſtreckete ſeine Hand aus, ruͤhrete ihn an, 8 1 und ſprach: Ich wills thun, ſey gereiniget. Und alsbald ward er von ſeinem Ausſatz rein. Und Je⸗ ſus ſprach zu ihm: Siehe zu, ſag es niemand, ſondern gehe hin, und zeige dich dem Prieſter, und opfe⸗ re die Gabe, die Moſes befohlen hat, zu einem Zeuaniß uͤber ſie. Da aber Jeſus einging zu Ca⸗ pernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und ſprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hau⸗ ſe, und iſt gichtbruͤchig, und hat große Quaal. Jeſus ſprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn geſund machen. Der Hauptmann antwortete und ſprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach geheſt, ſondern ſprich nur ein Wort, ſo wird mein Knecht geſund; denn ich bin ein Menſch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte, noch wenn ich ſage zu einem: Gehe hin, ſo gehet er, und zum andern: komme her, ſo kommet er. Und zu meinem Knecht: Thue das, ſo thut ers. Da das Jeſus hoͤrete, verwunderte er ſich, und ſprach zu denen, die ihm nach⸗ folgeten: Wahrlich, ich ſage euch, ſolchen Glauben habe ich in Iſ⸗ rael nicht funden. Aber ich ſage euch: Viel werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham, Iſaac und Jacob im Himmeireich ſitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausge⸗ ſtoßen in die Finſterniß hinaus, da wird ſeyn Heulen und Zaͤhn⸗ klappen. Und Jeſus ſprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir ge⸗ ſchehe, wie du geglaubet haſt. Und ſein Knecht ward geſund zu derſelbigen Stunde. Epiſtel, Roͤm. 12, 1721. Hanet euch nicht ſelbſt fuͤr klug. Vergeltet niemand Boͤſes mit Boͤſem. Befleißiget euch der Ehr⸗ N barkeit „15?—⅜. Am und 5 E bagket gegen de möglich; 0 iel ah t alen J acht euch fel Lehſten, ondetl Fon(Gottes. geſchtieben: D ich wil vergel Her. So und gert o eie kranke Ihn. Wi fo wirt du fei Hus, ane. das Bhſe übern iberwinde das L 3—— In 4. Sonnt ſoſheinung Evangelium, (Jes trat in! 3 fene Junge nd ſehe, da el Angeüm im uch das Schiff hebecket ward, Und die Junge ad weckten ie Herr, hilfuns, w ſigteer zu ihnen gen, warum ſe a ud fund; 50 15 U a0 gang f ſchen aber pern lachen; Was Mun, Nah horſam if Kpiſtel, 9 Seſd nieman E denn daß Aber liebe; den ladet, de Leila, Denn Bille nicht dich: ö fin; du pie ö — , und a hu. f e 6 ere See , k a daben n fg U chien 1 d der c, Meng e A. Ha kf b e ſey ſie en k die ae de n e die ee des m. dd 8 Fab in ö eat cg arte er i, bernaß e N r 1 W keln ö mand, Nh cui Nah ens. 80 der, n uh nee u e alt 00 N c. 0 er 11 Fate ag, 0 Burn bn: en de Burned n E enn an dul 1 ung i. Aan e en an e bieden ar ef, ue Eute u.* 00 elch derrtnm 1 bine ni* dug iel wech Winten tir lig N Nee. de e Petean tuch 1. uche aut Arden, Deu. ett 1 . U einemghehy NV druch Ifen, deen 22 L rlich c fiche ben hie nel enden. Nu 0 Jae un 10 dose mie Finstern fat 5. che d boch! e du geh h recht wah fl — — rie. 1 Stunde. Am J. und 5. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. 13 barkeit gegen jedermann. Iſt es moglich, ſo viel an euch iſt, ſo abt mit allen Menſchen Friede. Raͤchet euch ſelber nicht, meine Liebſten, ſondern gebet Raum dem Zorn(Gottes.) Denn es ſtehet geſchrieben: Die Rache iſt mein, ich will vergelten, ſpricht der Herr. So nun deinen Feind hun⸗ gert, ſo ſpeiſe ihn; duͤrſtet ihn, ſo traͤnke ihn. Wenn du das thuſt, ſo wirſt du feurige Kohlen auf ſein Haupt ſammlen. Laß dich nicht das Boͤſe uͤberwinden, ſondern uͤberwinde das Boͤſe mit Gutem. —.—— „— 1 me her, P k „ e, Nei a dunderte K dh e dn. e. — 0 icht te fh eu niemand de dis S ba een Am 4. Sonnt. nach der Er⸗ ſcheinung Chriſti. Evangelium, Matth. 8, 2327. Deſus trat in das Schiff, und 5 ſeine Juͤnger folgten ihm; Und ſiehe, da erhub ſich ein groß Ungeſtuͤm im Meer, alſo, daß auch das Schifflein mit Wellen bedecket ward, und er ſchlief. Und die Juͤnger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und ſprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da ſagte er zu ihnen: Ihr Kleinglaͤu⸗ bigen, warum ſeyd ihr ſo furcht⸗ ſam? Und ſtund auf, und bedraͤue⸗ te den Wind und das Meer, da ward es ganz ſtille. Die Men⸗ ſchen aber verwunderten ſich und ſprachen: Was iſt das fuͤr ein Mann, das ihm Wind und Meer gehorſam iſt? Epiſtel, Roͤm. 13, 8-10. Seyd niemand nichts ſchuldig, O denn daß ihr euch unter ein⸗ ander liebet; denn wer den an⸗ dern liebet, der hat das Geſelz erfuͤllet. Denn das da geſagt iſt: Du ſolt nicht ehebrechen: Du ſolt nicht toͤdten: Du ſolt nicht ſteh⸗ len: Du ſolt nicht falſch Zeugniß geben; Dich ſoll nichts geluͤſten. Und ſo ein ander Gebot mehr iſt, das wird in dieſem Wort verfaſ⸗ ſet: Du ſolt deinen Naͤchſten lie⸗ ben als dich ſelbſt. Die Liebe thut dem Naͤchſten nichts Böſes. So iſt nun die Liebe des Geſetzes Erfuͤllung. Am 5. Sonntage nach der Er⸗ ſcheinung Chriſti. Evangelium, Matth. 13, 24⸗30. (Jeſus legte ihnen ein ander Gleichniß vor, und ſprach: Das Himmelreich iſt gleich einem Menſchen, der guten Saamen auf ſeinen Acker ſaͤete. Da aber die Leute ſchliefen, kam ſein Feind, und ſaͤete Unkraut zwiſchen den Weizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand ſich auch das Un⸗ kraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und ſprachen: Herr, haſt du nicht guten Saamen auf deinen Acker geſaͤet? Woher hat er denn das Unkraut? Er ſprach zu ihnen: Das hat der Feind ge⸗ than. Da ſprachen die Knechte; Wilt du denn, daß wir hingehen, und es ausgaͤten? Er ſprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Wei⸗ zen mit ausraufet, ſo ihr das Un⸗ kraut ausgaͤtet. Laſſet beydes mit einander wachſen, bis zu der Ern⸗ te, und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern ſagen:; Sammler zuvor das Unkraut, und bindet es in Buͤndlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen ſammlet mir in meine Scheuren. Epiſtel, Coloſſ. 3, 12.17. So ziehet nun an als die Aus⸗ erwaͤhlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbar⸗ men, Freundlichkeit, Demuth, Sanft⸗ 14 Am 6 Sonntage nach der Erſcheinung Chiti. Sanftmuth, Geduld. Und ver⸗ kraget einer den andern, und vor⸗ gebet euch untereinander, ſo ſe⸗ mand Klage hat wider den an⸗ dern, gleichwie Chriſtus euch ver⸗ geben hat, alſg auch ihr. Ueber al les aber ziehet an die Liebe, die da iſt das Band der Vollkommen⸗ heit. Und der Friede Gottes re⸗ giere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen ſepd in einem Leibe, und ſeyd dankbar. Laſſet das Wort Chriſti anter euch reich⸗ lich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch ſelbſt mit Pfalmen und Lobgeſaͤngen, und geiſtlichen lieblichen Liedern, und ſinget dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thut, mit Worten oder mu Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Jeſu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Am 6. Sonntage nach der Er⸗ ſcheinung Chriſti. Evangelium, Matth. 17, 19. ſus zu ſich Petruüm und Ja der, und führete ſie beyſeits auf einen hohen Berg. Und ward ver⸗ klaͤret vor ihnen, und ſein Ange⸗ ſicht leuchtete wie die Sonne, und ſeine Kleider wurden weiß als ein icht. Und ſiehe, da erſchienen ih⸗ nen Moſis und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwor⸗ tete, und ſprach zu Jeſu: Herr, hier iſt gut ſeyn; wilt du, ſo wollen wir hier drey Hütten machen, dit eine, Moſi eine, und Elias eine!? Da er noch alſo redete, ſiehe, da uberſchattete ſie eine lichte Wol⸗ ke, und ſiehe, eine Stimme aus der Wolken ſprach: Dis iſt mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den ſollet ihr hoͤren. Da das die Juͤnger hoͤre⸗ ten, fielen ſie auf ihr Angeſicht und erſchracken ſehr. Jeſus aber trat zu ihnen, ruͤhrete ſie an, und ſprach: Stehet auf, und fuͤrchtet euch nicht. Da ſie aber ihre Au⸗ gen aufhuben, ſahen ſie niemand, denn Jeſum alleine. Und da ſie vom Berge herab gingen, gedot ihnen Jeſus, und ſprach: Ihr ſollt dis Geſicht niemand ſagen, bis des Menſchen Sohn von den Tod⸗ ten auferſtanden iſt. Epiſtel, 2 Petr. 1, 1621. Wir. haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft unſers Herrn Jeſu Chri⸗ ſti: Sondern wir haben feine Herrlichkeit ſelber geſehen, da er empfing von Gott dem Vatek Ehre und Preis, durch eine Stim⸗ me, die zu ihm geſchah von der großen Herrlichkeit dermaßen: é. 5 00 lieber Sohn, an dem und nach ſechs Tagen nahm Je⸗ ich Wohlgefallen habe, Und die⸗ Un. o ſe„ haben wir gehöoͤret bum, und Johannem, ſeinen Bru⸗ vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Ber⸗ ge. Wir haben ein veſtes pro⸗ phetiſches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da ſcheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenſtern aufgehe in euren Herren. Und das ſollt ihr fuͤr das erſte wiſſen, daß keine Weißſagung in der Schrift geſchieht aus eigener keine Weiſſagung aus menſchli⸗ chem Willen hervorgebracht, ſon⸗ dern die heiligen Menſchen Got⸗ tes haben geredt, getrieben von dem heiligen Geiſt. Am Auslegung. Denn es iſt noch nie a — In Count. bangellum, aus ſprach zu 10 0 Himm nem Huueval gen qusging, hen in ſelle da er mit den a. um einen Grof lohn, fandte er helg. Und gu dritte Gude, an dem Mate U ſcrach zu ih uch hin in den Uleuch geben, k ſe gingen hin. e dus um die ſec Stunde, und! In die eilſte Et Lr dus, und fan ſtehen, und pprac feheriht hiedeng g Eie ſprache el Aud ige ge Atuurtte cher Ae ue iner 0 chu fich dae 5 ene 4 it 0 , Ni nd Se en um den Juk en een e. e e a Hetrt eher gehe Dean b e derer, Cbren A th Urgehen u. r N ee t „ug 8 dai ieber Sap ag Ahn r: i t e len hehe J * 10 N vom. Aer gebracht un 10 0 5 0 phetſg! Sort, und i roßl, 72% N 0 ö 0 „ N deer. 1. June: EL um — andre u e der Nahe ne aach s nen Fund ee dat g i fir H 1e beiſiung n echſ e deeht an ein ume auf ein W, das du fein einem Fern Ort, bis x. 1 an We en F ien Nada 1 1 dene 100 Am Sonntage Septuageſima. U 15 Am Sonnt. Septuageſimaͤ. Evangelium, Matth. 20, 116. Jia 0 zu ſeinen Juͤngern: einem Hausvater, der am Mor⸗ en ausging, Arbeiter zu mie⸗ hen in ſeinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groſchen zum Tage⸗ lohn, ſandte er ſie in ſeinen Wein⸗ berg. Und ging aus um die dritte Stunde, und ſahe andere an dem Markte müßig ſtehen, und ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, was recht iſt, und ſie gingen hin. Abermgl ging er aus um die ſechste und neunte Stunde, und thaͤt gleich alſo. Um die eilfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müßig ſtehen, und ſprach zu ihnen: Was ſtehet ihr hie den ganzen Tag muͤſ⸗ ſig? Sie ſprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht ſeyn wird, ſoll euch werden. Da es nun Abend ward, ſprach der Herr des Weinbergs zuſeinem Schaffner: Rufe den Arbeitern, und gib ihnen den Lohn, und hebe an, an denbezten bis zu denErſten. Da kamen die um die eilfte Stun⸗ de gedinget waren, und empfing ein jeglicher ſeinen Groſchen. Da aber die Erſten kamen, meyneten ſie, ſie wuͤrden mehr empfangen, und ſie empfingen auch eln jegli⸗ cher ſeinen Groſchen. Und da ſie den empfingen, murreten ſie wi⸗ der den Hausvater, und ſprachen: Dieſe Lezten haben nur eine Stun⸗ de gearbeitet, und du haſt ſie uns gleich gemacht, die wir des Tages Laſt und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und ſagte zu ei⸗ nem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht Unrecht, biſt du Das Himmelreich iſt gleich l nicht mit mir eins worden um ei⸗ nen Groſchen? Nim was deim iſt, und gehe hin. Ich will aber dieſen lezten geben, gleich wie dir. Oder, habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Sie⸗ heſt du darum ſcheel, daß ich ſo guͤ⸗ tig bin? Alſo werden die Lezten die Erſten, und die Erſten die Lez⸗ ten ſeyn. Denn viel ſind berufen, aber wenig ſind auserwaͤhlet. Epiſtel, 1Cor.9, 24-27. U. 10, 1-5. Wiſſet ihr nicht, daß die, ſo in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun alſo, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kaͤmpfet, enthalt ſich alles Dinges, jene alſo, daß ſie ei⸗ ne vergaͤngliche Krone empfan⸗ gen, wir aber eine unvergaͤngliche. Ich laufe aber alſo, nicht als aufs Ungewiſſe. Ich fechte alſo, nicht als der in die Luft ſtreichet, ſon⸗ dern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht andern predige, und ſelbſt verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Bruͤ⸗ der, nicht verhalten, daß unſere Vaͤter ſind alle unter der Wolken geweſen, und ſind alle durchsMeer gegangen, und ſind alle unter Mor ſen getauft, mit der Wolken und mit dem Meer, und haben alle ei⸗ nerley geiſtliche Speiſe geſſen, und haben alle einerley geiſtlichen Trank getrunken; ſie trunken aber von dem geiſtlichen Fels, der mit folgete, welcher war Chriſtus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen, denn ſie ſind niedergeſchlagen in der Wuͤſten. Am Sonnt. Sexageſima, Evangelium, Luc. 8, 415. Ja nun viel Volks bey einan⸗ der war, und aus den Sraͤd⸗ ken —————— 2 16 „Am Sonntage Sexageſtmaͤ. ten zu Jeſu eileten, ſprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Saͤe⸗ mann aus zu ſaͤen ſeinen Sag⸗ men, und indem er ſaͤete, fiel etli⸗ ches an den Weg, und ward ver⸗ treten, und die Voͤgel unter dem Himmel fraſſens auf. Und etli⸗ ches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Saft hatte, Und etli⸗ ches iel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und erſticktens. Und etliches ſiel auf ein gut Land, und es ging auf, zund trug hundertfaͤltige Frucht. Da er das ſagte, rief er: Wer Ohren hat, zu hoͤren, der hoͤre. Es fragten ihn aber ſeine Juͤn⸗ ger, und ſprachen: Was dieſe Gleichniß waͤre? Er aber ſprach: Euch iſts gegeben zu wiſſen das Ge⸗ heimniß des Reichs Gottes, den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie es ſchon ſehen, und nicht verſtehen, ob ſie es ſchon hoͤren. Das iſt aber die Gleichniß: Der Saame iſt das Wort Gottes. Die aber an dem Wege ſind, das ſind, die es hoͤren, darnach kommt der Teufel, und nimt das Wort von ihren Herzen, auf daß ſie nicht glauben und ſelig werden. Die aber guf dem gels, ſind die, wann ſie es hoͤren, nehmen ſie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurzel: Eine Zeitlang glau⸗ ben ſie, und zur Zeit der Anfech⸗ tung fallen ſie ab. Das aber unter die Dornen fiel, ſind die, ſo es hoͤren, und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wohlluſt dieſes Lebens, und erſticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, ſind, die das Wort hoͤren und behalten in ei⸗ nem feinen guten Herzen, und dringen Frucht in Geduld. Epiſtel, 2Cor. 11,19. 33 u. 12,19. Lieben Bruͤder! Ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug ſeyd. Ihr vertraget, ſo euch je⸗ mand zu Knechten machet, ſo euch jemand ſchindet, ſo euch jemand nimmt, ſo euch jemand trotzet, ſo euch jemand in das Angeſicht ſtrei⸗ chet. Das ſage ich nach der Un⸗ ehre, als waͤren wir ſchwach wor⸗ den. Worauf nun jemand kühne iſt(ich rede in Thorheit), darauf bin ich auch kuͤhne. Sie ſind He⸗ braͤer: ich auch. Sie ſind Iſrae⸗ liter: ich auch. Sie ſind Abra⸗ hams Saamen: ich auch. Sie ſind Diener Chriſti(ich rede thoͤrlich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schlaͤge erlitten, ich bin oͤfter ge⸗ fangen, oft in Todesnoͤthen ge⸗ weſen. Von den Juden habe ich fuͤnfmal empfangen vierzig Strei⸗ che, weniger eins. Ich bin drey⸗ mal geſtäüpet, einmal geſteiniget, drehmal habe ich Schiffbruch er⸗ litten, Tag und Nacht habe ich zu⸗ ebracht in der Tiefe des Meers. Ich habe oft gereiſet, ich bin in Faͤhrlichkeit geweſen zu Waſſer, in Fährlichkeit unter den Moͤrdern, in Faͤhrlichkeit unter den Juden, in Faͤhrlichkeit unter den Heiden, in Faͤhrlichkeit in den Staͤdten, in Fahrlichkeit in der Wuͤſten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falſchen Bruͤdern. In Muͤhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durſt, in viel Faſten, in Froſt und Blöße. Ohne was ſich ſonſt zu⸗ traͤget, nemlich, daß ich taͤglich werde angelaufen, und trage Sorge fu alle Gemeinen. Wer iſt ſchwach, und ich werde nicht ſchwach? Wer wird geaͤrgert und ich brenne nicht! So ich mich ſe ruͤhmen ſoll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und des Vater unſers Herrn 11 ——-—— ͤ 7 Chiti, wel 10 weiß, Ju Hama, de Aünigs Atela, Cladt der Dan fich greifen, gem Korbe zum die Mauren f entrann dus fi Ebi rn eech Heri, 0 kenn. 0 400 bol vi dene ii ich nicht, un kale geweſe duch lich, Got e 3 0 Lebe oder außer fel it, weiß ih ei); er ward ent fade, ud hör liche Pore, ne fan an. dan kühne, von n 0 nich nichts ri wer Schwachheit 91 10 nicht! t j de Wahthett ſagen nich dber deß, ald nic ſohe iu fir sehe he d a daß! hen Ofenhart ak gegeben ein! ich des Sg g gitgluffen ib nic nicht i ih nepal den f, gap er yo eu mir ge ſleller Gnade elle gafiſt wiceg, Darn 9 Alaalehſen Ga 0 ieh n — — 00 J aa uc den at Se ur. uncl, Oe Med die Dam ehe E ih nö gen mu 1 20 alen 9 0 1 fun finn 5 „ del In e 5 Ndermr 1 13 dag en(0. Ses „ e be, De ee 0 g i e dern, ne, u e ec Sa le t der ing 0* i 0 wien a, e n Tae e ee we e eee * 0„ ir etz. J th un nal& Aer, amen de nd age Naeh er Le Wer deen en de 30 t gen ind d gepeſen ag 0 kenne 5 5 unter kun „ Wem a elt unter a bt dn e Vet mnbact er den N tet in e de an e en in n l, eden det c auf den um ze c unter den i „ de en Se A n Mig 1 ae de ca fal nd rig lich, daß a 1 dan dun bett ganfen, il e e le Gabin! run 1 und 10 tech 1. Da it o F Fer wid gehe „i g uc En hh, ln dn e ee n e iu 5 ten Himmel. Und ich kenne den⸗ ſelbigen e(ob er in dem nicht thoͤricht, denn ich wolte die Am Faſtnacht⸗ Sonntage. 17 Chriſti, welcher ſey gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht luͤge. Zu Damaſto, der Landpfleger des Koͤnigs Areia, verwahrete die Stadt der Damaſcaͤer, und wolte mich greifen, und ich ward in ei⸗ nem Korbe zum Fenſter aus durch die Mauren niedergelaſſen, und entrann aus ſeinen Haͤnden. Es iſt mir ja das Ruͤhmen nichts nutze, doch will ich kommen auf die Geſichte und Offenbarung des Herrn. Ich kenne einen Menſchen in Chriſto vor vierzehen Jahren, (iſt er in dem Leibe geweſen, ſo weiß ichs nicht, oder iſt er außer dem Leibe geweſen, ſo weiß ichs auch nicht, Gott weiß es,) derſel⸗ bige ward entzückt bis in den drit⸗ Leibe oder außer dem Leibe gewe⸗ ſen iſt, weiß ich nicht, Gott weiß es); er ward entzuͤcket in das Pa⸗ radies, und hoͤrete ungusſprech⸗ liche Worte, welche kein Menſch fagen kan. Davon will ich mich ruͤhmen, von mir ſelbſt aber will ich mich nichts ruͤhmen, ohne mei⸗ ner Schwachheit. Und ſo ich mich ruͤhmen wolte, thaͤt ich darum Wahrheit ſagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht fe⸗ mand mich hoͤher achte, denn er an mir ſiehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung uͤberhebe, iſt mir gegeben ein Pfahl ins Fleiſch, nemſich des Satans Engel, der mich mit Faͤuſten ſchlage, auf daß ich mich nicht uͤberhebe. Dafur ich dreymal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche; Und er hat zu mir geſagt: Laß dich an meiner Gnade gnuͤgen, denn meine Kraft iſt in den Schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebſten ruͤhmen meiner . 1 Am Faſtnacht⸗ Sonntage, Eſto mihi, oder Quinquageſima genannt. Evangelium, Luc. 18, 2143. (Teſus nahm zu ſich die Zwölfe, und ſprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jeruſalem, u. es wird alles vollendet werden, das geſchrieben iſt durch die Pro⸗ pheten von des Menſchen Sohn. Denn er wird uͤberantwortet wer⸗ den den Heiden, und er wird verſpottet und geſchmaͤhet, und verſpeyet werden. Unt ſte werden ihn geiſſeln und toͤdten, und am dritten Tage wird er wieder auf⸗ erſtehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das geſagt war. Es geſchah aber, da ar nahe zu Jericho kam, ſaß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hoͤrete das Volk, das durchhin ging, forſchete er, was das waͤre? Da verkuͤndigten ſie ihm: Jeſus von Nazareth ginge vorlber. Und er rief und ſprach: Jeſu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedro⸗ heten ihn, er ſolte ſchweigen. Er aber ſchrie vielmehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Je⸗ ſus aber ſtund ſtille, und hieß ihn zu ſich fuͤhren. Da ſie ihn aber nahe bey ihn brachten, fragete er ihn, und ſprach: Was wilt du, daß ich dir thun ſoll? Er ſprach“ Herr! daß ich ſehen moͤge. Und Jeſus ſprach zu ihm: Sey ſehend, dein Glaube hat dir geholfen. Un alsbald ward er ſehend, und folge: te ihm nach, und preiſete Gott, und alles Volk, das ſolches ſahe, lohete Gott. 0 Epiſtel, 1 Cor. 13, 1 1. Wenn ich mit Menſchen⸗ und mit Engelzungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre Schwachheit, auf daß die Kraft Chriſti bey mir wohne. ich ein tyoͤnend Erz, oder eine 8 kln⸗ —— — 18 Am 1. Sonntage in der Faſten. klingende Schelle. Und wenn ich weiſſagen koͤnnte, und wußte alle Geheimniſſe und alle Erkenntniß und hatte allen Glauben, alſo, daß ich Berge verſetzte, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine Haabe den Armen gabe, und lieſſe meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre mirs nichts nutze. Die Liebe iſt langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwil⸗ len, ſie blaͤhet ſich, nicht, ſie ſtellet ſich nicht ungebaͤrdig, ſie ſuchet nich. das Ihre, ſie laͤſſet ſich nicht erbittern, ſie trachtet nicht nach Schaden, ſie freuet ſich nicht der Ungerechtigkeit, ſie freuet ſich aber der Wahrheit; ſie 8 alles, ſie glaubet alles, ſie hoffet alles, ſie duidet alles. Dievietze hoͤ⸗ ret nimmer auf, ſo doch die Weiſ⸗ fagungen aufhoͤren werden, und die Sprachen aufhoͤren werden, und dasErkentniß aufhoͤren wird. Denn unſer Wiſſen iſt Stuͤck⸗ werk, und unſer Weiſſagen iſt Stückwerk; wann aber kommen wird das Vollkommene, ſo wird das Stuͤckwerk aufhoͤren. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug, wie ein Kind, und hatte kindiſche Anſchlaͤge; da ich aber ein Mann ward, thaͤt ich ab was kindiſch war. Wir ſehen 1 durch einen Spiegel in einem unkeln Wort, dann aber vonAn⸗ geſicht zu Angeſicht. Jezt erkenne ichs Stuͤckwelſe, dann aber werde ichs erkennen, gleichwie ich erken⸗ net bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, dieſe drey; aber die Liebe iſt die groͤßeſte unter ihnen. 6 Am 1. Sonnt. in der Faſten, Invocavit genannt. Evangelium, Matth. 4,1 II. von dem Teufel verſucht wuͤrde. Und da er vierzig Tage und vier⸗ zig Nach te gefaſtet hatte, hunger⸗ te ihn. Und der Ver ſucher trat zu ihm, und ſprach: Biſt du Gottes ohn, ſs ſprich, daß dieſe Steine Brod werden. Und er antwortete und ſprach: Es ſtehet geſchrie⸗ ben: Der Menſch lebet nicht vom Brod allein, ſondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da fuͤhrete ihn der Teufel mit ſich in die heilige Stadt, und ſtel⸗ lete ihn auf die Zinne des Tem⸗ pels, und ſprach zu ihm: Biſt du Gottes Sohn, ſo laß dich hinab; denn es ſtehet geſchrieben: Er wird ſeinen Engeln uͤber dir Befehl thun, und ſie werden dich auf den Haͤnden tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein ſtoͤßeſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Wieder⸗ um ſtehet auch geſchrieben: Du ſolt Gott deinen Herrn nicht ver⸗ ſuchen. Wiederum führete ihn der Teu⸗ Berg, und zeigete ihm alle Reiche und ſprach zu ihm: Dis alles leſt und mich anbaͤteſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es ſtehet ge⸗ ſchrieben: Du ſolt anbaͤten Gott deinen Herrn, und ihm allem dienen. Da verließ ihn der Teu⸗ fel, und ſiehe, da traten die En⸗ gel zu ihm, und dieneten ihm. Epiſtel, a Cor. 6, 1.10. Lieben A wir ermahnen euch, als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er ſpricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoͤret, und habe dir am Tage De ward Jeſus vom Geiſt in die Wuͤſten ge ſuͤhret, auf daß er 2 J 4 n n des Heils geholfen. Sehet, 140 ſel mit ſich auf einen ſehr hohen der Welt, und ihre Herrlichkeit, will ich dir geben, ſo du nieder faͤ⸗ 8—ä——ꝛ———- ũ— 4 it anger Lug des Heil niemand irge geben, auf d. herter wel Diagen lasset die diener ce duld, in Trübe Nengſten, 1 60 il eit, n Vac 0 fe 7 flüth, in teu eilten Self, be, in dem ij der Kraft h. ſendercerecht nd zut Linken Schande, durch gute Gerüchte er, und doch k bekannten, al die Sterheſ beben; als di dach nicht ertt tigewaber alle neh, aber machen; als d id doch ales 6 An Em Aeminiſe KEupangellum, Un Jus g n ben, und geld Tyron ent Canan derſelhigench ac ud e Eehn dapld heige Tochte b ehlagel it fan Wor feige Anger N chen laß ſie fest u leite aher, 1. lacht eſandr rahmen 1 1 1 n d. 1 Ih derge Fer n 1 f— dreh e ee e e eee ei nicht ud des, e 5 g 2 i gesch eee e ee ent 171 0 ent a0 1 Genen A ens en, fahretki er unn 0 1 Auf einen ee deu, n de ö„ eigeteihm c et h. zi ihn 20 e de e: Hehe n d Si, denn e 1ſt u ſalt a tm, und he een den verleßihn d nn e, re, du fun ee, E dh Nan 2 n We i 71 be, ur ang n 1 1155 — 10 hre i Dau tr hne 5 der Angegchug n dei w ia ber daa u 0— ind: habe dr . 9 e ech anbl% Am 2. und 3. Sonntage in der Faſten. — iſt die angenehme Zeit, jezt iſt der Tag des Heils. Laſſet uns aber niemand irgend eine Aergerniß geben, auf daß unſer Amt nicht verlaͤſtert werde; ſondern in allen Dingen laſſet uns beweiſen, als die Diener Gottes, in großer Ge⸗ duld, in Trübſalen, in Nöthen, in Aengſten, in Schlaͤgen, in Ge⸗ aͤngniſſen, in Aufruhren, in Ar⸗ eit, in Wachen, in Faſten, in ae e e n muth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geiſt, in ungefaͤrbter Lie⸗ be, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waf⸗ fen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch boͤſe Geruͤchte und gute Gerüchte; als die Verfuͤh⸗ rer, und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und ſiehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertoͤdſet; als die Trau rigen, aber allezeit froͤtich; als die Armen, aber die doch viel reich machen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. Am 2. Sonnk. in ber Faſten, Reminiſcere genannt. Evangelium, Matth. 18, 2128. Un Jeſus ging aus von dan⸗ nen, und entwich in die Ge⸗ gend Tyro und Sidon. Und ſiehe, ein Cananaiſch Weib ging aus derſelbigen Grenze, und ſchrie ihm nach, und ſprach: Ach Herr, du Sohn David! erbarme dich mein, meine Tochter wird vom Teufel libel geblager Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm ſeine Juͤnger, baten ihn, und ſpra⸗ chen; Laß ſie doch von dir, denn ſie ſchreyet uns nach. Er antwor⸗ tete aber, und ſprach: Ich bin 8 ſchah da der Teufel ausfuhr, da nicht geſandt, denn nur zu den verlohrnen Schaafen, von dem 4 ö Hauſe Iſrael. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder, und ſprach: Herr, hilf mir! Aber er antwor⸗ tete und ſprach: Es iſt nicht ſein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie ſprach: Ja, Herr, aber doch eſſen die Huͤndlein von den Broſamen, die von ihrer Her⸗ ren Tiſche fallen. Da an wortete Jeſus, und ſprach zu ihr O Weib! dein Glaube iſt groß, dir geſchehe, wie du wilt. Und ihre Toch⸗ ter ward geſund zu derſelbigen Stunde. Epiſtel, 1 Theſſ. 4, 1-7. Weiter, lieben Bruͤder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jeſu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr ſollet wandeln, und Gott gefal⸗ len, daß ihr immer voͤlliger wer⸗ det. Denn ihr wiſſet, welche Ge⸗ bote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jeſum. Denf das iſt der Wille o tes, eure Hei⸗ ligung, daß ihr meidet die Hure⸗ rey, und ein jeglicher unter euch wiſſe ſein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren; nicht in der Luſtſeuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wiſſen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile ſeinen Bruder im Handel; denn der Herr iſt Naͤcher uͤber das alles, wie wir euch zu⸗ vor geſaget und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht beru⸗ fen zur Unreinigkeit, ſondern zur Heiligung. 4 Am 3. Sonnt in der Faſten, Oculi genannt. Evangelium, Luc. 11, 14.29. (Teſus trieb einen Teufel aus, + der war ſtumm, und as ge⸗ redete der Stumme. Und das „„ Polk 20 Am 3. und 4. Sonntage in der Faſten. Volk verwunderte ſich. Etliche aber unter ihnen ſprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beel⸗ zebub, den Oberſten der Teufel. Die andern aber verſuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber ver⸗ nahm ihre Gedanken, und ſprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, ſo es mit ihm ſelbſt uneins wird, das wird wuͤſte, und ein Haus faͤllet über das andere. Iſt denn der Sa⸗ tanas auch mit ihm ſelbſt uneins, wie will ſein Reich beſtehen? die⸗ weil ihr ſaget: Ich treibe die Teu⸗ ſel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben ſie eure Kinder aus? Darum werden ſie eure Richter ſeyn. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, ſo kommt ja das Reich Gottes zu euch. Wenn ein ſtarker Gewapneter ſeinenPallaſt bewah⸗ ret, ſo bleibet das Seine mit Frie⸗ den; wenn aber ein ſtaͤrkerer uͤber ihn kommt, und e ſo nimt er ihm ſeinen Harniſch, darauf er ſich verließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir iſt, der iſt wider mich, und wer nicht mit mir ſammlet, der zerſtreuet. Wenn der unſaubere Geiſt von dem Menſchen ausfaͤhret, ſo durch⸗ wandert er duͤrre Staͤtte, ſuchet Ruhe, und findet ſie nicht. So 4 85 er: Ich will wieder um⸗ ehren in mein Haus, daraus ich zegangen bin. Und wann er ommt, ſo findet ers mit Beſemen gekehret und geſchmuͤcket. Dann gehet er hin, und nimt ſieben Geiſter zu ſich, die aͤrger ſind, denn er ſelbſt; und wann ſie hinein kom⸗ men, wohnen ſie da, und wird her⸗ nach mit demſelbigen Menſchen aͤrger, denn vorhin. Und es begab ſich, da er ſolches redete, er hub ein Weib im Volk die Stimme, und ſprach zu ihm: r Selig iſt der Leib, der dich getra⸗ en hat, und die Bruͤſte, die du Le⸗ ogen haſt. Er aber ſprach: Ig, ſelig ſind, die Gottes Wort hoͤren und bewahren. Eviſtel, Epheſ. 57 L 9. So ſeyd nun Gottes Nachfol⸗ ger, als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleich⸗ wie Chriſtus uns geliebet hat, und ſich ſelbſt dargegeben fuͤr uns, zur Gabe und Opfer, Gott zu ei⸗ nem ſuͤßen Geruch. Hurerey aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, laſſet nicht von euch geſagt werden, wie den Heiligen zuſte⸗ het; auch ſchandbare Worte und Narrentheidunge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, ſondern vielmehr Dankſagung. Denn das ſollt ihr wiſſen, daß kein Hurer, noch Unreiner, oder Geiziger, (welcher iſt ein Goͤtzendiener) Er⸗ be hat an dem Reich Chriſti und Gottes. Laſſet euch niemand ver⸗ fuͤhren mit vergeblichen Worten, denn um dieſer willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens. Darum ſeyd nicht ihre Mitgenoſſen. Denn ihr wa⸗ ret weiland Finſterniß, nun aber epd ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geiſtes iſt aller⸗ ley Guͤtigkeit, und Gerechtigkeit, und Wahrheit. Am 4. Sonnt. in der Faſten, Laͤtare genannt. Evangelium, Joh. 6, 115. Duri fuhr Jeſus weg uber das Meer an der Stadt Ty⸗ berias, in Galilaͤa, und es zog ihm viel Volks nach, darum, daß ſie die Zeichen ſahen, die er an den Kranken thaͤt. Jeſus aber ging hinauf auf einen Berg, und ſatzte ſich daſelbſt mit ſeinen Jungen — PPP pee ein abe gaben gefl. Fugen auf, u wenig nehme. fer ſeiger Jun, Bruder Sime ein Kaabe hie, fih⸗Btod und az iſt das unt uber ſprach: E das Volk lage hel cas an de len ſch bey fi fis aber nag fele, und gab die Junger ab gelagert hater cet auch von! er pole. Du ſe aber kr zu einen die ubrigen B. umfomme. D. fületen zwölf ban den fünf Aberblieben de Hurden. Da das geichen fl brachen e: Prophet, der bal. Da dent komen wurd daf ſe ihn u küllbich er abe er flbſ allen He n ſche ach 8 1 Eilige 0 14 N en— uud B. 3 2 an 05 deut. 4 ae ſuchten n 3 ht. dei, hes d 0 zeichen 11. 0 en 1 e* f 1 Hef„1 Atich, 124 2 4 40 bird. I gantz gez Wai,* 5 5 die 0 Haus fag u. f, cg e ein der ze ved b * wache 2 d Derag Deen in legen 18 10 N f un nenn 0. e 5 eien zan Wenge, g eh 0 dat l e gg dh an tin dun ui n, int Alt herd 0, eh de ene nu r e Göbecdige letererun 1 a n Rach fü nde, aut E. Steuc nina en Hand ae! A gelle — n 1 wilen kg c nent Jen, iber def — e 1 Dann sh 1 il r A A ſen. Deu * N tt Nei u el. * In Et. in en e e geln ant a 1 een c ee ** ran Wend de det ll bc u Bade, Aa, ln, N * S chel 1 7 „leg ent. e 2285 I eee — 4% 1 f 3 1 e, Jah Am 4. und 5. Sonntage in der Faſten. 21 Es war aber nahe die Oſtern, der Juden Feſt. Da hub Jeſus ſeine Augen auf, und ſiehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und ſpricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß dieſe eſſen?(Das ſagte er aber, ihn zu verſuchen, denn er wußte wohl, was er thun wolte) Philippus antwortete ihm: Zwey hundert Pfennige werth Brods iſt nicht genug unter ſie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm ei⸗ ner ſeiner Junger, Andreas der Bruder Simonis Petri: Es iſt ein Knabe hie, der hat funf Ger⸗ ſten⸗Brod und zween Fiſche, aber was iſt das unter ſo viele? Jeſus aber ſprach: Schaffet, daß ſich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lager⸗ ten ſich bey fuͤnftauſend Mann. Jeſus aber nahm die Brod, dan⸗ kele, und gab ſie den Juͤngern, die Junger aber denen, die ſich gelagert halten. Deſſelbigen glei⸗ chen auch von den Fiſchen, wie viel er wolte. Da ſie aber ſatt waren, ſprach er zu ſeinen Juͤngern: Sammlet die ubrigen Brocken, daß nichts umkomme. Da ſammleten ſie und fülleten zwoͤlf Koͤrbe mit Brocken, von den fuͤnf Gerſtenbrodten, die uͤberblieben denen, die geſpeiſet wurden. Da nun die Menſchen das Zeichen ſahen, das Jeſus thaͤt, ſprachen ſie: Das iſt wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen ſoll. Da Jeſus nun merkte, daß ſie kommen wuͤrden und ihn haſchen, daß ſie ihn zum Koͤnige machten, entwich er abermal auf den Berg, er ſelbſt alleine. Epiſtel, Galat. 4, 2131. Seget mir, die ihr unter dem Geſetz ſeyn wollt, habt ihr das Geſetz nicht gehoͤret? Denn es ſtehet geſchrieben/ daß Abraham zween Soͤhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Frey⸗ en. Aber der von der Magd war, iſt nach dem Fleiſch geboren, der aber von der Freyen, iſt durch die Verheiſſung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das ſind die zwey Teſtament, eins von dem Berg Sina, das zur Knechtſchaft gebieret, welches iſt die Agar; denn Agar heißt in Arabia der Berg Sina, und langet bis gen Jeruſa⸗ lem, das zu dieſer Zeit iſt, und iſt dienſtbar mit ſeinen Kindern. Aber das Jeruſalem, das droben iſt, das iſt die Freye, die iſt unſer aller Mutter. Denn es ſtehet ge⸗ ſchrieben: Sey froͤlich, du Un⸗ fruchtbare, die du nicht gebiereſt, und brich hervor, und rufe, die du nicht ſchwanger biſt, denn die Einſame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Bruder, ſind Iſaaks, nach der Berheiſſung, Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleiſch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geiſt geboren war, alſo gehet es jezt auch. Aber was ſpricht die Schrift? Stoß die Magd hin⸗ aus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn ſoll nicht erben mit dem Sohn der Freyen. So ſind wir nun, lieben Bruͤder, nicht der Magd Kinder, ſondern der Freyen. i Am 5. Sonnt. in der Faſten, Judica genannt. Evangelium, Joh 8, 46 59 Feſus ſprach zu den Juden: 5 Welcher unter euch kan mich einer Suͤnde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit ſage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott iſt, der hoͤret Gottes Wort. Darum hoͤret ihr nicht, denn ihr ſeyd nicht von Gott. Da antwor⸗ teten die Juden, und ſprachen zu b 3 ißhm: 22 Am 6. und 6. Sonntage in der Faſten. eee eee,. ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter biſt, und haſt den Teufel? Jeſus antwortete: ch habe keinen Teufel, ſondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret wich Ich ſuche nicht mei⸗ ne Ehre, es iſt aber einer, der ſie ſuchet und richtet Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: So jemand mein Wort wikd halten, der wird den Tod nicht ſehen ewiglich Da ſprachen die Juden zu ihm Nun erkennen wir, daß du den Teufel haſt. Abraham iſt geſtorben und die Propheien, und du ſprichſt: So jemand mein Wort halt der wird den Tod nicht ſchmecken ewiglich. Biſt du mehr, denn unſer Vater Abraham, welcher ge⸗ ſtorben iſt, und die Propheten ſind geſtorben; was macheſt du aus dir ſelbſt? Jeſus antwortete: So ich mich ſeſlber ehre, ſo iſt meine Ehre nichts; es iſt aber mein Vater, der mich ehret, wel⸗ chen ihr ſprecht: Er ſey euer Gott, und kennet ihn nicht; Ich aber kenne ihn. Und ſo ich wuͤr de ſa⸗ en, ich kenne ſein nicht, ſo wuͤr⸗ e ich ein Lugner, gleich wie ihr ſeyd, Aber ich kenne ihn, und hal⸗ te ſein Wort Abraham, euer Va⸗ ter, ward froh, daß er meinen Tag ſehen ſollte, und er ſahe ihn, und freucte ſich. Da ſprachen die Ju⸗ den zu ihm Du biſt noch nicht e Jahr alt, und haſt Abra⸗ am gesehen? Jeſus ſprach zu ih⸗ nen: Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da huben ſie Steine auf, daß ſie auf ihn würfen. Aber Jeſus verbarg ſich, und ging zum Tem⸗ pel hinaus. Epiſtel, Hebr. 9, 1115. Cbrißus aber iſt kommen, daß er ſey ein Hoherprieſter der zu⸗ künftigen wüther, durch eine grö 9 2 eee eee eee ere ſere und vollkommenere Huͤtten, die nicht mit der Hand gemacht iſt, das iſt, die nicht alſe gebauet iſt. Auch nicht durch der Boͤcke oder Kaͤlber Blut, ſondern er iſt durch ſein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erloͤſung erfunden. Denn ſo der Ochſen und der Boͤcke Blut, und die Aſche von der Kuh geſprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie vielmehr wird das Blut Chriſti, der ſich ſelbſt ohne allen Wandel durch den ewigen Geist, Bott ge⸗ opfert hat, unſer Gewiſſen reini⸗ gen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen hott? Und darum iſt er auch ein Mittler des Neuen Teſtaments, aus daß darch den Tod, ſo geſchehen iſt zur Erloͤ⸗ ſung von den Uebertretungen, (die unter dem erſten Teſtament waren,) die, ſo berufen ſind, das verheiſſene ewige Erbe empfahen. Am 6. Sonnt. in der Faſten, Palmarum genannt. Evangelium, ſiehe am erſten Sonntage des Advents. Epiſtel, Philipp. 2 5 11. (Lin jeglicher ſey geſinnet, wie FJeſus Cyriſtus auch war. Wel⸗ cher, ob er wol in goͤttlicher Ge⸗ ſtalt war, hielt ers nicht fuͤr einen Raub, Gott gleich ſeyn, ſondern zußerte ſich ſelbſt, und nahm Knechtsgeſtalt an, ward gleich wie ein anderer Menſch, und an Geboͤrden als ein Menſch erſun⸗ den. Er erniedrigte ſich ſelbſt, und ward gehorſam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen iſt. Daß in dem Namen Jefu ſich beugen ſollen alle Knie, derer, die im 11 — 3 ihn auch Gott erhoͤhet, und hat 15 1 gigs: Erd ichen und ele Epiſtel, I 90 gute Bab. nme G. ben herab, ol dachte, bey welch Aerang och Ind gſterniſ. kelget fach feine dab Dot der N hir Wten Erft ken. Dau ſegicher Pen kel, dungen al Kaigſan zan Munchen Zern Four chat recht 3 Bien, ud en unt Sf fehfanzet il, Selen ſelig n An 3. Conz FPauogat Erangelun chlich, d g e bas bitten wi wen, o wi Hiher habt deinen Nan del 10 nehm 0 in g na * en dun 5 1 W den ke 100 g 90 dabei ge Erbeg 1 d tuen 2 f—— 5 7* 1. 23 n dt e b e un Nea 0 1, ſeh a des Mö da.% a Ar n Er Ihe Fb e un E 22 en e e ee 1e 2„ in gare ln e K tert fee e Jud, e eich chu an 8 erf ſelb, un 9 m d e e ier Manch, h n * 5 ei i ein Nabe —— and n bis An NA Kral uin n dert, 0 Kung nge eh geſün tus auch n 4 90 ii Am 4. und 8. Sonnkage nach Oſtern. 27 en. Derſelbige wird mich ver⸗ lären, denn don dem Meinen wird ers nehmen, und euch ver⸗ kündigen. Alles, was der Vater hat, das iſt mein, darum be ich geſagt: Er wirds vonden Meinen nehnien und euch verkundigen. Epiſtel, Ink. 1, 1721. 2. lle gute Jabe, und alle voll⸗ kommene Gabe, kommt von oben herab, von dem Vater des Lichte, bey welchem iſt keine Ver⸗ aͤnderung noch Wechſel des Lichts und Finſterniß. Er hat uns ge⸗ zeuget nach ſeinem Willen, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erſtlinge ſeiner Krea⸗ turen. Darum, lieben Bruder, ein jeglicher Menſch ſey ſchnell zu höͤ⸗ ren, langſam aber zu reden, und langſam zum Zorn. Denn des Menſchen Zorn thut nicht, was vor Gott recht iſt. Darum ſo le⸗ zet ab alle Unſauberkeit und alle osheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet iſt, welches kan eure Seelen ſelig machen. Am 5. Sonnt. nach Oſtern, Rogate genannt. Evangelium, Joh. 16, 2330. ahrlich, wahrlich, ich ſage euch: So ihr den Vater et⸗ was bitten werdet in meinem Na⸗ men, ſo wird ers euch geben. Bisher habt ihr nichts geboten in meinem Namen. Bittet, ſo wer⸗ det ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen ſey. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort gs⸗ redt, es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwert mit euch reden werde, fondern euch frey heraus verkündigen von meinem Vater. An demſelbigen Tage werdet ihr bitten in mei⸗ dem Namen. Und ich ſage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er ſelbſt, der Va⸗ ter, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen, und kommen in die Well, wiederum verlaſſe ich die Welt, und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm ſei⸗ ne Jünger: Siehe, nun redeſt du fre heraus, und fageſt kein Sprichwort. Nun wiſſen wir, daß du alle Dinge weiſſeſt, und bedarfſt nicht, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen biſt. Epiſtel, Jakobi 1, 22 27. S eyd aber Thaͤter des worts und nicht Hoͤrer allein, danut ihr euch ſelbſt betrirget. Denn jo je⸗ mand iſt ein Hörer des Worts, und nicht ein Thaͤter, der iſt gleich einem Mann, der ſeis leiblich An⸗ geſicht im Spiegel beſchauet. Denn nachdem er ſich beſchauet hat, gehet er von Stund an da⸗ von, und vergiſſet, wie or geſtaltet war. Wer aber durchſchauet in das vollkommene Geſetz der Frey⸗ beit, und darinnen beharret, und iſt nicht ein vergeßlicher Hörer, ſondern ein Thaͤter, der ſelbige wird ſelig ſeyn in ſeiner That. So ſich aber jemand unter euch laͤſſet duͤnken, er diene Gott, und haͤlt ſei⸗ ne Zunge nicht im Zaum, ſondern verfuͤhret ſein Herz, deß Gottes⸗ dienſt iſt eitel. Ein reiner und un⸗ beſteckter Gottesdienſt vor Gott dem Vater, iſt der, die Wayſen und Wittwen in ihrem Trübfal beſuchen, und ſich von der Walz unbefteckt behalten. Am Feſt der Himmelfahrk Chriſtt 4. Evangelium, Marc. 16, 14.20. Juletzt, da die Eilfe zu Tiſchs ſaf⸗ 3 ſen⸗ offenbarete ſich W N 23 Am Himmelfahrtsfeſte, u. 6. Sonnt. nach Oſtern. und ſchalt ihren Unglauben und ihres Herzens Haͤrtigkeit, daß ſie nicht geglaubet hatten denen, die ihn geſehen hatten auferſtanden. und er ſprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, u. prediget dal Evan⸗ gelium allen Kreaturen: Wer da lig we und getauft wird, der wird ſelig werden; wer aber nicht glau⸗ bet, der wird verdammt werden Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, ſind die: In meinem Namen wer⸗ den ſie Teufel austreihen, mit neuen Zungen reden, Schlangen. vertreiben, und ſo ſie etwas toͤdtli⸗ ches trinken, wird es ihnen nicht ſchaden; auf die Kranken werden ſie die Haͤnde legen, ſo wird es beſ⸗ ſer mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen ge⸗ vedt hatte, ward er aufgehaben en Himmel, und ſitzet zur rechten 9 5 Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten, und der Herr wuͤrkete mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Lection, Apoſt. Geſch. 1, 1⸗11. Vie erſte Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von alle dem, daß Jeſus anfing, bey⸗ de zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Apoſteln, (welche er hatte erwaͤhlet,) durch den heiligen Geiſt Befehl gethan hatte. Welchen er ſich auch nach ſei⸗ nem Leiden lebendig erzeiget hat⸗ te, durch mancherley Erweiſung, und ließ ſich ſehen unter ihnen vierzit Tage lang, und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er ſie verſammlet hatte, befahl er ihnen, daß ſie nicht von Jeru⸗ lem wichen, ſondern warketen uf die Verheiſſung des Vaters, welche ihr habt gehoͤrt(ſprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft, ihr aber ſollt mit dem heiligen Geiſt getauft wer⸗ den, nicht lang nach dieſen Tagen. Die aber, ſo zuſammen kommen waren, fragten ihn und ſprachen: Herr, wirſt du auf dieſe Zeit wie⸗ der aufrichten das Reich Israel? Er aber ſprach zu ihnen: Es ge⸗ buͤhret euch nicht zu wiſſen Zeit oder Stunde, welche der Vater ſeiner Macht vorbehalten hat. Sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geiſtes empfahen, wel⸗ cher auf euch kommen wird, und wer det meine Zeugen ſeyn zu Je⸗ ruſalem, und in ganz Judaͤa und Samaria, und bis an das Ende der Erden. Und da er ſolches ge⸗ ſagt, ward er aufgehaben zuſe⸗ hens, und eine Wolke nahm ihn als ſle ihm nachſahen gen Him⸗ mel fahren, ſiehe, da ſtunden bey ihnen zween Maͤnner in weiſſen Kleidern, welche auch ſagten: Ihr Maͤnner von Galiläa, was ſtehet ihr, und ſehet gen Himmel? Die⸗ ſer Jeſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habt gen Himmel fahren. Am 6. Sonnt. nach Oſtern, Exaudt genannt. Wen aber der Tröſter kommen wird, welchen ich euch ſen⸗ den werde vom Vater, der Geiſt der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir: Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr ſeyd von Anfang bey mir geweſen. Solches habe ich zu euch ge⸗ redt, daß ihr euch nicht aͤrgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch toͤdtet, wird mey⸗ nen, er thueGBott einen Dienſt dar⸗ an. auf vor ihren Augen weg. Und Evangelium Joh. 1 8U. 16. Cap. — 9 — ð—— ——— — P n b. Ec ee ee . ud ſolche umthu, dafl Smter noch mich ſlches habe ich uf daß, wen bird, daß iht aß ichs euch ge hes aber habe! ſalg licht geg bey euch. kyiſtel,! 0 o ſend nun Vun zun G. dingen aher hab dige brünſtige Lie ge deckt duch de ge. Geyd gal her, ohne Mur kinander, ein ſeg be, die er enpfe ten Haushalte Dncden gottes,“ daß eis kede Ei ſemand ein chu, as aus det Gott darreichet Dingen Gott aug Jeu h n uach fel zu Cwigkei — In heligen Krangelum, Me der eil, 0 d. wich inn ö 9 — 2 ——— % egen Hl n ele dn h ug deen gen Hing huge w ihrihn gehn ade 9 r 24 fahren. een Aulus In unt. nag ß rr ü dd genanl, — uf 7 urin, E eder daten on Par, U, Ant, der au A et wikd Kü! c wenctuhh 1 n d 0d don M r el. N un, il. chobe ih f ee e t aut 101 f den a n i e n e dum cher en Sade ch rr n e ottene Dent b, 1 0 un 121 Ne g . belchen ih Am 6. Sonnt. nach Oſtern, u. am heil. Pfingſt⸗Tage. 29 au. Und ſolches werden ſie euch darum thun, daß ſie weder meinen Pater noch mich erkennen. Aber ſolches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ichs euch geſagt habe. Sol⸗ ches aber habe ich euch von An⸗ fang nicht geſagt, denn ich war bey euch. Epiſtel, 1 Petr. 4, 8⸗II. So ſeyd nun maͤßig und nuͤch⸗ tern zum Gebaͤt. Fuͤr allen Dingen aber habt unter einander eine bruͤnſtige Liebe, denn die Lie⸗ be decket auch der Suͤnden Men⸗ ge. Seyd gaſtfrey unter einan⸗ der, ohne Murmeln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der Ga⸗ be, die er empfangen hat, als die Sud Haushalter der mancherley naden Gottes. So jemand redet, daß ers rede als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß ers thue, als aus dem Vermoͤgen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiſet werde, durch Jeſum Chriſtum; welchem ſey Ehre und Gewalt, von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit, Amen. Am heiligen Pfingſt⸗Tage. Evangelium, Joh. 14, 2331. Wes mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Va⸗ ter wird ihn lieben, und wir wer⸗ den zu ihm kommen, und Woh⸗ nung bey ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der haͤlt meine Worte Acht; und das Wort, das ihr hoͤret, iſt nicht mein, ſondern des Vaters, der mich geſandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bey euch geweſen bin. Aber der Troͤſter, der heilige Geiſt, welchen mein Vater ſen⸗ den wird in meinem Namen, der⸗ ſelbige wirds euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch geſagt habe. Den Frie⸗ den laſſe ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erſchrecke nicht, und fuͤrchte ſich nicht. Ihr habt gehoͤret, daß ich euch geſagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder 10 euch. Haͤt⸗ tet ihr mich lieb, ſo wuͤrdet iht euch freuen, daß ich geſagt habe: Ich gehe zum Vater, denn der Vater iſt großer, denn ich. Und nun habe ich es euch geſagt, ehe denn es geſchieht, auf daß, wenn es nun geſchehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde fort mehr nicht viel mit euch reden, denn es kommt der Fuͤrſt dieſer Welt, und hat nichts an mir. Aber, auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich alſo thue, wie mir der Vater geboten hat. Stehet auf, und laſſet uns von hinnen gehen. i Lection, Ap. Geſch. 2, 113. Und als der Tag der Pfingſten erfuͤllet war, waren ſie alle ein⸗ muͤthig bey einander. Und es ge⸗ ſchah ſchnell ein Brauſen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfuͤllete das ganze Haus, da ſie ſaſſen. Und man ſahe an ihnen die Zungen zertheilet, als waͤren ſie feurig; und er ſatzte ſich auf einen jeglichen unter ih⸗ nen, und wurden alle voll des hei⸗ ligen Geiſtes, und ſingen an zu predigen mit andern Zungen, nach⸗ dem der Geiſt ihnen gab auszu⸗ ſprechen. Es waren aber Juden zu Jeruſalem wohnend, die waren gottsfürchnge Maͤnner, aus aller⸗ lep Volk, daß unter dem Himmel iſt. Da nun dieſe Stimme geſchah, kam die Menge zuſammen, und wurden verſtuͤrzt; denn es hoͤrete 5 f ein 7651 d 5 30 Am 2. Pfingſttage, und am Sonnt. Trinkkatis. ein jeglicher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten. Sie enſatzten ſich aber alle, perwunderten ſich, und ſprachen unter einander: Sie⸗ he, ſind nicht dieſe alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hoͤren wir denn ein jeglicher ſeine Spra⸗ che, darinnen wir geboren ſind? Pakther und Meder, und Elami⸗ ter, und die wir wohnen in Meſopotamia, und in Judaͤa, und in Ceppadocia, Ponto und Afla, Phrygia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Lybien, beyßyrenen, und Ausluͤn⸗ der von Rom, Juden und Juden⸗ genoſſen, Creter und Araber, wir hoͤren ſte mit unſern Zungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entſatzten ſich aber alle, und wur⸗ den irre, und ſprachen einer zu dem andern: Was will das wer⸗ den? Die andern aber hattens ihren Spott, und ſprachen: Sie ſind voll ſuͤſſes Weins. Am zweiten Pfingſt⸗ Tage. Evangelium, Joh. 3, 1621. eſus ſprach zu Nicodemo: Al⸗ 3 ſo hat Gott die Welt gelie⸗ bet, daß er ſeinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer⸗ den, ſondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat ſeinen Sohn nicht gefandt in die Welt, daß er die Welt richte, ſondern daß die Welt durch ihn ſelig wer⸗ de. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubet, der iſt ſchon gerich⸗ tet, denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das iſt aber das Gerich⸗ te, daß das Licht in die Welt kommen iſt, und die Menſchen Uiebeten die Finſterniß mehr, denn as Licht, denn ihre Werke wa⸗ ren böͤſe. Denn wer Arges thut der haſſet das bicht, und kommt nicht an das Lt, auf daß ſeine Wer⸗ ke nicht geſtrafet werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß ſeine Werke of⸗ fenbar werden, denn ſie ſind in Gott gethan. Lection, Ap. Geſch. 10, 42-48. Der Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er iſt verordnet von Gott, ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von dieſem zeu⸗ gen alle Propheten, daß durch ſeinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfahen ſollen. Da Petrus noch dieſe Worte redete, fiel der heilige Geiſt auf alle, die dem Wort zuhoͤreten. Und die Glaubigen aus der Beſchnei⸗ dung, die mit Petro kommen wa⸗ ren, entſatzten ſich, daß auch auf die, Heiden die Gabe des heiligen Geiſtes n dap ward. Denn ſie hoͤreten, daß ſie mit Zungen redeten, und Gott hoch preiſeten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Waſſer wehren, daß dieſe nicht getauft werden, die den heiligen Geiſt empfangen haben, gleich wie auch wir? Und befahl ſie zu taufen in dem Namen des Herrn. 5 2 4 Am Sonntage Trinitatis, oder, am Feſt der heil. Dreyfal⸗ tigkeit. Evangelium, Joh. 3, 115. Es war aber ein Menſch unter den Phariſaͤern, mis Namen Nicodemus, ein Oberſter unter den Juden, der kam zu Jeſu bey der Nacht, und ſprach zu ihm: Meiſter, wi wiſſen, daß du bi ein Lehrer von Gott kommen, denn aiemand kan die Zeichen ta hren wetdel, dan er auch wl Pater Leih ge ten werden! Je yr, naht. lb ey denn, d en werde aus d fed, nn er Folter kommen. ſeberen würd, nd was bom d, das it l ſict wunder, d hahe; Jr müss en werden. fe, wo eri Suuſen nahe bof wangen er hiner fehtet. R. der dus den Meodenus g io 0 ſugehen? Jesu buch un ein el n ag, ah Wü redeg, de 17 10 iht gehn digte 00 0 eac uin ie, ie w i 0 cu mandel lagen dun ſähherg 10 dy, ü 1 4 N 4 Werten * 7 — gebeten 17 g be * ehen 0 ken ken * 17 NN a f I h 2 ech f 9 1 ö 5 Na 0 100 1 f udn un l 9 „Een ſch, daa, S diechihedahch ofen aug de 4 di ſe ö en We„Gatt hohen AE ene denn d Wale d duc. 0 Vaſer uc ä dei auft werde e ent d 1 U 100 a Een t ELI ener, e i e in den d L at 4 berg dete d * r woe, an der D ele an,. , un n Ey t ann y —. Ne ell I der kan u uch ik! 0 „nage Nach iet der hel A ligkei. rm, Jh., nett a0 Ne l ien, 0 Daunen E und erg ue 1 wist, de et eee n de ace * 4 8 Am 1. Sonntage nach Trinitatis. 31 die du thuſt, es ſey denn Gott mit ihm. Jeſus antwortete, und ſprach zu ihm: Wahrlich, wahr⸗ lich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand von neuem geboren werde, kan er das Reich Wottes nicht ſehen. Nikodemus ſpricht zu ihm: Wie kan ein Menſch ge⸗ boren werden, wenn er alt iſt? Kan er auch wiederum in ſeiner Mutter Leib gehen, und gebo⸗ ren werden? Jeſus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand gebo⸗ ren werde aus dem Waſſer und Geiſt, ſo kan er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vomßleiſch geboren wird, das iſt Fleiſch, und was vom Geiſt geboren wird, das iſt Gelſt. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir geſagt habe: Ihr müſſet von neuem ge⸗ boren werden. Der Wind blaͤ⸗ ſet, wo er will, und du hoͤreſt ſein Sauſen wohl, aber du weiſt nicht von wannen er kommt, und wo⸗ hin er faͤhret. Alſo iſt ein jeglicher, der aus dem Geiſt geboren iſt. Nicodemus antwortete, und ſprach zu ihm: Wie mag ſolches zugehen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Biſt du ein Mei⸗ ſter in Ifrael, und weiſt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Wir reden, das wir wiſſen, und zeugen, das wir geſehen haben, und ihr nehmet unſer Zeugniß nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irrdiſchen Dingen ſage, wie wurdet ihr glauben, wenn ich euch von himmliſchen . ſagen würde? Und nie⸗ mand faͤhret gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder kom⸗ men iſt, nemlich des Menſchen Sohn, der im Himmel iſt. Und wie Moſes in der Wuͤſten eine Schlange erhoͤhet hat: alſo muß des Menſchen Sohn erhoͤhet wer⸗ den, auf daß alle, die an ihn glau⸗ ben, nicht verloren werden, ſon⸗ dern das ewige Leben haben. Epiſtel, Roͤm. 11, 3336. welch eine Tiefe des Reich⸗ ftihpums, beyde der Weisheit und Erkennmmiß Gottes! Wie gar unbegreiflich ſind ſeine Gerichte, und unerforſchlich ſeine Wege. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder, wer iſt ſein Rath⸗ geber geweſen? Oder, wer hat ihm eiwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder pergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm ſind alle Dinge; ihm ſey Ehre in Ewigkeit, Amen. 3 Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Luca 16, 1931. (war ein reicher Mann, der kleidete ſich mit Purpur und koͤtlichem Leinwand, und lebete alle Tage herrlich und in Freu⸗ den. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor ſei⸗ ner Thür voller Schwaren, und begehcte ſich zu ſaͤttigen von den Broſamen, die von des Reichen Tiſche fielen; doch kamen die Hunde, und leckten ihm ſeine Schwaͤren. Es begab ſich aber, daß der Arme ſtarb, und ward getragen von denEngeln in Abra⸗ hams Schooß. Der Reiche aber ſtarb auch, and ward begraben; als er nun in der Hoͤlle und in der Quaal war, hub er ſeine Augen auf, und ſahe Abraham von fer⸗ ne, und Lazaͤrum in ſeinem Schooß, rief und ſprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und ſende La⸗ zarum, daß er das aäͤußerſte ſei⸗ nes 141. 0 ins Waſſer tauche, und meine Zunge, denn ich leide Pein in dieſer Flammen. Abraham aber ſprach: Gedenke, Sohn 7 1 5———— 32 Am 1. und 2. Sonntage nach Trinitatis. Sohn, daß du dein Gutes em⸗ pfangen haſt in deinem Leben, und Lazarus dargegen hat Boͤſes em⸗ pfangen; nun aber wird er ge⸗ troͤſtet, und du wirſt gepeiniget. Und über das alles iſt zwiſchen uns und euch eine große Kluft be⸗ veſtiget, daß, die da wolten von hinnen hinabfahren zu euch, koͤn⸗ nen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da ſprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn ſendeſt in mei⸗ nes Vaters Haus. Denn ich ha⸗ be noch fuͤnf Bruͤder, daß er ih⸗ nen bezeuge, auf daß ſie nicht auch kommen an dieſen Ort der Quagal. Abraham ſprach zu ihm: Sie ha⸗ ben Moſen und die Propheten, laß ſie dieſelbigen hoͤren. Er aber ein, Vater Abraham, rach: a 1 wenn einer von den Tod⸗ ten zu ihnen ginge, ſo wuͤrden ſie Buße thun. Er aber ſprach zu ihm: Hoͤren ſie Moſen und die Prophe⸗ ten nicht, ſo werden ſie auch nicht glauben, ob jemand von den Tod⸗ * ken auferſtuͤnde. Epiſtel, 1 Joh. 4, 169 21. ott iſt die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der blei⸗ bet in Gott, und Gott in ihm. Daran iſt die Liebe vollig bey uns, auf daß wir eine Freudigkeit ha⸗ ben am Tage des Gerichts, denn gleich wie er iſt, ſo ſind auch wir in dieſer Welt. Furcht iſt nicht in der Liebe, ſondern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein; wer ſich aber fürchtet, der iſt nicht voͤllig in der Liebe. Laſſet uns ihn lie⸗ ben, denn er hat uns erſt gelie⸗ 1 bet. So jemand ſpricht: Ich lie⸗ be Gott, und haſſet ſeinen Brun der, der iſt ein Lugner. Denn wer ſeinen Bruder nicht liebet, den er ſiehet, wie kan er Gott lieben, 3. „„:. 8 8— laden ſind, den er nicht ſiehet? Und dis Ge⸗ bot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß der auch ſeinen Bruder liebe. Am 2. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Lucaͤ 14, 1624. te ein groß Abendmahl, und lud viel darzu. Und ſandte ſeinen mahls, zu ſagen den Geladenen: Kommt, denn es iſt alles bereit. Und ſie fingen an alle nach einan⸗ der ſich zu entſchuldigen. Der erſte ſprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus⸗ gehen, und ihn beſehen, ich bit⸗ te dich, entſchuldige mich. Und der andere ſprach: Ich habe fuͤnf Joch Ochſen gekauft, und gehe ſezt hin, ſie zu beſehen, ich bitte dich, entſchuldige mich Und der dritte ſprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kan ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und ſagte das ſeinem Herrn wie⸗ der. Da ward der Hausherr zor⸗ nig, und ſprach zu ſeinem Knech⸗ te: Gehe aus bald auf die Straſ⸗ ſen und Gaſſen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Kruͤppel, und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht ſprach: Herr, es iſt geſchehen, was du befohlen haſt, es iſt aber noch Raum da. Und der Herr ſprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landſtraßen, und an die Zaͤune, und noͤthige ſte her⸗ ein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich ſage euch aber, daß der Maͤnner keiner, die ge⸗ mein Abendmahl ſchmecken wird. 5 Epiſtel, 1 Joh. 3, 1318. Verwundert euch nicht, meine Bruͤder, ob euch die Welt haſſet⸗ — P TTT—TT—TTT—TTT—T—T—T—T—T—T—..———...—— Es war ein Menſch, der mach⸗ Knecht aus zur Stunde des Abend⸗ ———— 8 an haben wie 10 ſen bebe haf, und wir fe benfür die Früd bel ſemand die ſut, und ſehel hben, und ge for ihm zu, wie Holes beh ihm ein! laſſet uns Wirten, nach fordern mt der der Wahlheit. eee eee eee Ing. Sount Epangelun, UE laheten a W lep gil ſeihnhhre iter und Schr en, und prac ſe Sünder an 0 0 0 eic, und dun un dert Schaue daes perlelte eh, und hint lichen, his un ers fun eie Ad Ad wann 0 „ e 0 Neude 1 9 et rend, der t, e wir 0 er rut a e und due e, den de an ut ad den ha d N le. Mun edel, N la „ nin e n Irtubuh LU „ e uin dern du l ur di u, 2 den; 6. zen, daun in tun nd de 2 10 as ſeigen hy den. Catd der ha a Sac e. us balb u e ſſen der Eh ih men, unh ng n und aal ua echt ſprac it Fan es noch Man der ach zu den 4 uf die dt n e, udp — TI iel a n el. ze v dn „ i . N N,* ien en 0 D enn ul, Je u A ner keüe e F, mein da n bild. Ar cet uc nah, N/ 0 60 1 45 1% 00 Am 3. und 4. Sonntage nach Trinitatis. 38 haſſet. Wir wiſſen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen ſind, denn wir lieben die Bruͤ⸗ der. Wer den Bruder nicht lie⸗ bet, der bleibet im Tode. Wer ſeinen Bruder haſſet, der iſt ein Todtſchläger, und ihr wiſſet, daß ein Todtſchlaͤger nicht hat das ewi⸗ ge Leben bey ihm bleibend. Dar⸗ an haben wir erkannt die Liebe, daß er ſein veben fur uns gelaſſen haf, und wir ſollen auch das Le⸗ ben fuͤr die Bruder laſſen. Wenn aber jemand dieſer Welt Guͤther hat, und ſiehet ſeinen Bruder darben, und ſchließt ſein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Gottes bey ihm? Meine Kind⸗ lein! laſſet uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, ſondern mit der That, und mit der Wahrheit. Am 3. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Luca 15, 110. Es naheten aber zu Jeſu aller⸗ lerley Zollner und Suͤnder, daß ſie ihn hoͤreten. Und die Pha? riſaͤer und Schriftgelehrten mur⸗ reten, und ſprachen: Dieſer nimmt die Suͤnder an, und iſſet mit ih⸗ nen. Er 3 aber zu ihnen dis Gleichniß, und ſprach: Welcher Menſch iſt unter euch, der hun⸗ dert Schaafe hat, und ſo er der eines verleuret, der nicht laſſe die neun und neunzig in der Wuͤ⸗ ſten, und hingehe nach dem ver⸗ lornen, bis daß ers finde? Und wann ers funden hat, ſo leget ers auf ſeine Achſeln mit Freuden. Und wann er heim koͤmmt, rufet er ſeinen Freunden und Nachbarn, und ſpricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaaf funden, das verlohren war. Ich ſage euch: Alſo wird auch Freude im Himmel ſeyn uͤher einen Suͤnder, der Buße thut, fuͤr neun und neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder, welch Weib iſt, die ze⸗ hen Groſchen hat, ſo ſie der ei⸗ nen verleuret, die nicht ein Licht anzuͤnde, und kehre das Haus, und ſuche mit Fleiß, bis daß ſie ihn fißde!? Und wann ſie ihn fun⸗ den hat, rufet ſie ihren Freun⸗ dinnen und Nachbarinnen, und ſpricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groſchen funden, den ich verloren hatte. Alſo auch, ſage ich euch, wird Freude ſeyn vor den Engeln Gottes über ei⸗ nen Suͤnder, der Buße thut. Epiſtel, 1 Petr. 35, 6⸗II. So demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhoͤhe zu ſeiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er ſorget fuͤr euch. Seyd nüchtern und wachet, denn euer Widerſacher, der Teufel, gehet umher wie ein bruͤllender Loͤwe, und ſuchet, welchen er verſchlin⸗ ge; dem widerſtehet veſt im Glauben, und wiſſet, daß eben dieſelbigen Leiden uber eure Bruͤ⸗ der in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns beru⸗ fen hat zu ſeiner ewigen Herr⸗ lichkeit, in Chriſto Jeſu, derſel⸗ bige wird euch, die ihr eine klei⸗ ne Zeit leidet, vollbereiten, ſtaͤr⸗ ken, kraͤftigen, gruͤnden. Dem⸗ ſelbigen ſey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Am 4. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Lucaͤ 6, 3642. JNarum ſeyd barmherzig, wie aqauch euer Vater barmherzig iſt. Richtet nicht, ſo werdet ihe auch nicht gerichter. Verdammet nicht, ſo werdet ihr auch nicht ver⸗ 34 Am 4. und s. Sonntage nach Trinitatis. verdammet. Vergebet, ſo wird euch vergeben. Gebet, ſo wird euch gegeben. Ein voll gedrückt, geruͤttelt und uͤberſtüſſig Maaß wird man in euren Schooß ge⸗ ben; Denn eben mit dem Maaß, da ihr mit meſſet, wird man euch wieder meſſen. Und er ſagte ih⸗ nen ein Gleichniß: Mag alſßh ein Blinder einem Blinden den Weg weiſen? Werden ſie nicht alle bey⸗ de in die Grube fallen? Der Juͤn⸗ ger iſt nicht uͤber ſeinen Meiſter; wenn der Juͤnger iſt wie ſein Meiſter, ſo iſt er vollkommen. Was ſieheſt du aber einen Split⸗ ter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirſt du nicht gewahr? Oder, wie kanſt du ſagen zu deinem Bruder: Halt ſtill, Bruder! ich will den Split⸗ ter aus deinem Auge ziehen, und du ſteheſt ſelbſt nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Balken aus dei⸗ nem Auge, und beſiehe dann daß du den Splitter aus deines Bru⸗ ders Auge zieheſt. Epiſtel, Röm. 8, 1823. Denn ich halte es dafür, daß dieſer Zeit Leiden der Herr⸗ lichkeit nicht werth ſey, die an uns ſoll offenbaret werden. Denn Das angſtliche Harren der Kreg⸗ tur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kregtur unterworfen iſt der Eitel⸗ keit ohn ihren Willen, ſondern um deßwillen, der ſie unterwor; fen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frey werden wird von dem Dienſt des vergaͤnglichen Weſens, zu der herrlichen Frey⸗ heit der Kinder Gottes. Denn wir wiſſen, daß alle Kreatur ſeh⸗ ſich noch immerdar. Nicht allein aber ſie, ſondern guch wir ſelbſt, die wir haben des Geiſtes Erſt⸗ linge, ſehnen uns auch bey uns ſelbſt nach der Kindſchaft, und warten auf unſers Leibes Er⸗ loͤung. Am 5. Sonnt. nach Trinitat,. Evangelium, Luca 3, 111. Es begab ſich aber, daß ſich das Volk zu Jeſu drang, zu hoͤ⸗ ren das Wort Gottes, und er ſtund am See Genezareth, und ſahe zwey Schiffe am See ſte⸗ hen, die Fiſcher aber waren aus⸗ getreten, und wuſchen ihre Netze. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß ers ein wenig vom Lan⸗ de fuͤhrete. Und er ſatzte ſich, und lehrete das Volk aus dem Schif⸗ fe. Und als er hatte aufgehoͤret zu reden, ſprach er zu Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwor⸗ tete und ſprach zu ihm: Meiſter, wir haben die ganze Nacht gear⸗ beitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da ſie das thaͤ⸗ ten, beſchloſſen ſie eine große Menge Fiſche, und ihr Nez zer⸗ riß. Und ſie winkten ihren Ge⸗ ſellen, die im andern Schiffe wa⸗ ren, daß ſie kaͤmen, und huͤlfen ihnen ziehen. Und ſie kamen, und fuͤlleten beyde Schiffe voll, alſo, daß ſie ſunken. Da das Simon Petrus ſahe, ſiel er Jeſu qu den Knien, und ſprach: Herr! gehe von mir hinaus, ich bin ein ſuͤn⸗ diger Menſch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen, und alle, die mit ihm waren, uͤber die⸗ net ſich mit uns, und zngſtet ſem ischuge, den ſie wir enam. der gethan hatten. Deſſelbigen gleichen auch Jakobum und Jo⸗ hannem, die Sohne Zebedaͤi, Si monis e Toni geſelen. 1 Eſnon! 8. fenf bon fun ſhen fabel, Ul ccf zu Land gles, und sole Epiſtel) 19 Frdlch cher L geſonnct/ fc barmherzig, gelle hic g. (ber Schelttbott dern dagege Aer daß r da hr den Segt er leben wil, eh, der schee Aa de nichts ine Lißhen) d gen. Er wende id thue Gutes Ind ſage ihm ge ſefr des Hekkn fechten, Ind fei Fern ſehet al ſtü ihn. Und ſchaden köme, fachkommer?! bel un der 6 f p eg ih kt aach aber f Ich, und erh Igel aber hot i Hetzel. Nn 0 Sonn lrefgelüüm, —* * e Jex. n 45 145 9 n She de Faeng n. 22 ut dem Aug un Ned man a— der sagn An] Wan e 18* 1 e 1 E 0 eau 8 N den Nax; ln 1 h 070 f„ n t Hou, M de e n 8 1, 198. Nun che! 1 e ene er emen ez den, ze an ders Ann m— der aher gm, — 4 1 Nu cen Deer, vin d ade ace Bruder, n. 5 lr Keil en e vill den ge 5. Adee eie A deen e de e e ba 1 Nulie,** brach er Culken x. 90 ie Hehe, ehe a d es, dez 1 denen dag r Und Emmen ae Lach zu in l ee gange u., M e ech gef 1„ ort wil We (eben dem e , en Lofer ſe g ee e ee e, und r eee e me e en ee e knen, t . een e an e n. Uu ſeiagt ee e ede Scene Den, n e eiken. Da de er i det, ke, sel er n and 1 d ſprach: n derben ncm 70 A inaus, 0 h bett e c. den rden e d Werden uin! 0 05 0 0 — — — —— * — — 0 — . 9 ant den t itim, A en i lee, den 6 fl 0 1, 0 Ait bet l hate, „ e ge z duch Jute 0 2 1 n e a e en abe el * n Am 8. und 6. Sonntage nach Trinitatis. * monis Geſellen. Und Jeſus ſprach zu Simon! Furchte dich nicht, denn von nun an wirſt du Men⸗ ſchen fahen. Und ſie fuͤhreten die Schiffe zu Lande, und verlieſſen alles, und folgeten ihm nach. Epiſtel, 1 Petr. 3, 815 Endlich aber ſeyd alleſamt gleich geſinnet, mitleidig, brüder⸗ lich, barmherzig, freundlich Ver⸗ geltet nicht Boͤſes mit Boͤſem, oder Scheltwort mit Scheltwort, ſondern dagegen ſegnet, und wiſſet, daß ihr darzu berufen ſeyd, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will, und gute Tage ſehen, der ſchweige ſeine Zunge, daß ſie nichts Böſes rede, und ſeine Lippen, daß ſie nicht trüͤ⸗ gen. Er wende ſich vom Boͤſen, und thue Gutes; er ſuche Friede und jage ihm nach. Denn die Au⸗ gen des Herrn ſehen auf die Ge⸗ rechten, und ſeine Ohren auf ihr Gebaͤt. Das Angeſicht aber des Herrn ſiehet auf die, die da Boͤ⸗ ſes thun. Und wer iſt, der euch ſchaden koͤme, ſo ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit wil⸗ len, ſo ſeyd ihr doch ſelig. Juͤrch⸗ tet euch aber fuͤr ihrem Trotzen nicht, und erſchrecket nicht) Hei⸗ liget aber Gott den Herrn in eu⸗ ren Herzen. 5 Am 6. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Matth. 8, 20,26. E⸗ ſeh denn eure Gerechtigkeit beſſer, denn der Schriftge⸗ lehrten und Phariſuͤer, ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kom⸗ men. Ihr habt gehoͤret, daß zu den Alten geſagt iſt: Du ſolt nicht toͤdten; wer aber ködtet, der ſoll des Gerichts ſchuldig ſeyn. Ich aber ſage euch; Wer mit ſei⸗ nem Bruder zuͤrnet, der iſt des Gerichts ſchuldig. Wer aber zu ſeinem Bruder ſaget? Racha! der iſt des Raths ſchurdig Wer aber ſaget: Du Narr! der iſt des hoͤl⸗ liſchen Feuers ſchuldig Darum, wenn du deine Gabe auf dem Al⸗ tar opferſt, und wirſt allda ein⸗ gedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe; ſo laß allda vor dem Altar deine Gahe, und gehe zuvor hin, und verſoͤhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm, und opfere deine Gabe. Seh willfaͤhrig deinem Wider⸗ ſacher bald, dieweil du noch bey ihm auf dem Wege biſt, auf daß dich der Widerſaͤcher nicht der⸗ maleinſt uͤberantworte dem Rich⸗ ter, und der Richter überantwor⸗ te dich dem Diener, und werdeſt in den Kerker geworfen. Ich ſa⸗ ge dir wahrlich: du wirſt nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den lezten Heller he⸗ zahleſt. Epiſtel, Roͤm. 6, 311. 8 Wiſſet ihr nicht, daß alle, die wir in Jeſum Chtiſtum ge⸗ tauft ſind, die ſind in ſeinen Tod getauft? So ſind wir nun mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf baß, gleichwie Chri⸗ ſtus iſt auferwecket von den Tod⸗ ten, durch die Herrlichkeit des Va⸗ ters, alſo ſollen auch wir in ei⸗ nem neuen Leben wandeln. So wir aber ſamt ihm gepflanzet wer⸗ den zu gleichem Tode, ſo werden wir auch der Auferſtehung gleich ſeyn. Dieweil wir wiſſen, daß unſet alter Menſch ſamt ihm ge⸗ kreuziget iſt, auf daß der ſuͤnd⸗ liche Leib aufhoͤre, daß wir hin⸗ fort der Sünde nicht dienen. Denn wer geſtorben iſt, der iſt gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Chriſto geſtor⸗ ben, ſo glauben wir, daß wir 2 gauch —* r... N 36 Am 7. und 2. Sonntage nach Trinitatis. auch mit ihm leben werden, und wiſſen, daß Chriſtus, von den Todten erwecket, hinfort nicht ſtirbet; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrſchen. Denn, daß er geſtorben iſt, das iſt er der Suͤnde geſtorben, zu einem mal; daß er aber lebet, das lebet er Gotte. Alſo auch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde ge⸗ ſtorben ſeyd, und lebet Gotte in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn. Am 7. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Marc. 8, 19. Au der Zeit, da viel Volks da S war, und hatten nichts zu eſſen, rief Jeſus ſeine Junger zu ſich, und ſprach zu ihnen: Mich fammert des Volks, denn ſie haben nun drey Tage bey mir verharret, und haben nichts zu eſſen; und wenn ich ſie ungeſſen von mir heim lieſſe gehen, wurden ſie auf dem Wege verſchmachten, denn etliche waren von ferne kommen. Seine Juͤnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod, hier in der Wüͤſten, daß wir ſie ſaͤttigen? Und er fragte ſie: Wie viel habt ihr Brodte? Sie ſprachen: Sie⸗ ben. Und er gebot dem Volk, daß ſie ſich auf die Erde lagerten. Und er nahm die ſieben Brodte, und dankete, und brach ſie und gab ſie ſeinen Juͤngern, daß ſie dieſelbigen vorlegten. Und ſie leg⸗ ten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fiſchlein, und er dankete, und hieß dieſelbigen auch vortra⸗ gen. ber, u a ſatt, und huben die ubrigen Brok⸗ ken auf, ſieben Koͤrbe. Und ihrer waren bey viertauſend, die da geſſen hatten, und er ließ ſie von ſich. Epiſtel, Rom. 6, 19723. Ich muß menſchlich davon re⸗ IJ den, um der Schwachheit wil⸗ .. 0——— Sie aſſen aber, und wurden len eures Fleiſches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienſte der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der an⸗ dern: alſo begebet auch nun eure Glieder zu Dienſte der Gerechtig⸗ keit, daß ſie heilig werden. Denn da ihr der Suͤnden Knechte waret, da waret ihr frey von der Gerech⸗ tigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fuͤr Frucht? welcher ihr euch jezt ſchaͤmet, denn das Ende derſeldigen iſt der Tod. Nun ihr aber ſeyd von der Suͤnde frey, und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig wer⸗ det; das Ende aber das ewige Le⸗ ben. Denn der Tod iſt der Suͤn⸗ den Sold; aber die Gabe Gottes iſt das ewige Leben, in Chriſto Je⸗ ſu, unſerm Herrn. Am 8. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Matth. 7, 15.23. S ehet euch vor, vor den falſchen Propheten, die in Schaafs⸗ Kleidern zu euch kommen, inwen⸗ dig aber ſind ſie reiſſende Woͤlfe; an ihren Fruͤchten ſollt ihr ſie er⸗ kennen. Kan man auch Trauben leſen von den Dornen? Oder Feigen von den Diſteln? Alſo, ein 1 55 guter Baum bringet gute Fruͤchte, aber ein fauler Baum bringet arge Fruͤchte. Ein guter Baum kan nicht arge Fruͤch⸗ te bringen, und ein fauler Baum kan nicht gute Fruͤchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht hauen, und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruͤchten ſollt ihr ſie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir ſagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kom⸗ men, ſondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden viel zu mir ſagen an je⸗ nem gute Fruͤchte bringet, wird abge⸗ 1 ————— mn — nage: He dicht in deine fer Heben Namen Tel Haben wir n hen ele Th. werde ich ih. babe euch no che ale von Epiſeel, i o ſind bir del, Och dee ſüd Got ir galt nic Geiſ epfal ihk ali ein empfangen, luſen; ba, ſlbige Hei Geiß, daß fd. Eid! ud wir auc Gulet Erbe Chriſi, dch, daf de Hence; —— An 9. Sor Exangeli (s war ei hatte ej d por ih fue er ihn brach Und fac zu fun W falke Han fort nic . ders , daliet enn Sud 0 N 1 a c Sue pe ne 2 c undeh ede 1 5 n hem Fuck 10 De e 0 Au der 1 100 rt.. 3 1 5 ö Ohe diel Du re nichts gam, det; wer u e. 2 ö 2 en 10 lber die debe n d e bebe ch ur dahen% A Nen n n Am dur denk a A mn m Erg nabe n Erg n, Nh 9 1 L— Sam mn 1 n 2 Uetef, du et ee en * eee! d d ſe sad e 40m item fil duden er ken an man ac he cat den dak, 0 den Dora! * rde gel en den Dicht 1 en ür, en zer un dan o bag bd gu E Dite, aher f dern et S get arge füt n eee e kene t. a und ein ug 10d t Mm, f urn u n 4 ber Bau, 0 der, l tn guf e e bringkt, Ag r 7 din 115 rde. r D en ihren grü wn Tin —+ b a d n h „ d Hin is ene 1% 50 S m n n — güte Früce ea enen. E nat Am 8. und 9. Sonntage nach Trinitatis. 37 nem Tage: Herr, Herr haben wir nicht in deinem Namen geweiſ⸗ ſaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Na⸗ men viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, wei⸗ chet alle von mir, ihr Uebelthaͤter. Epiſtel, Roͤm. 8, 1217. So ſind wir nun, lieben Brü⸗ der, Schuldener, nicht dem Fleiſche, daß wir nach dem Fleiſche leben. Denn wo ihr nach dem Fleiſche lebet, ſo werdet ihr ſter⸗ ben muͤſſen. Wo ihr aber durch den Geiſt des Fleiſches Geſchaͤfte toͤdtet, ſo werdet ihr leben. Denn welche der Geiſt Gottes treibet, die find Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtiſchen Geiſt empfangen, daß ihr eu aberma' fürchten muͤßtet, ſondern ihr habt einen kindlichen Geiſt empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Der⸗ ſelbige Geiſt gibt Zeugniß unſerm Geiſt, daß wir Gottes Kinder ſind. Sind wir denn Kinder, ſo ſind wir auch Erben, nemlich Gottes Erben, und Mit⸗Erben Chriſti, ſo wir anders mit lei⸗ den, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden. Am 9. Sonnt. nach Trinitat. Evangelium, Luca 16, 19. Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm beruͤchtiget, als hatte er ihm ſeine Guͤther um⸗ bracht. Und er forderte ihn, und ſorach zu ihm: Wie hoͤre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten, denn du kanſt hinfort nicht mehr Haushalter deyn. Der Haus halter ſprach bey ſich ſelbſt: Was ſoll ich thun? Mein Herr nimt das Amt von mir, graben mag ich nicht, ſo ſchaͤme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt geſetzet werde, daß ſie mich in ihre Haͤu⸗ ſer nehmen. Und er rief zu ſich alle Schuldner ſeines Herrn, und ſprach zu dem erſten: Wie viel biſt du meinem Herrn ſchuldig? Er ſprach: Hundert Tonnendels. Und er ſprach zu ihm: Nim dei⸗ nen Brief, ſetze dich und ſchreib flugs funfzig. Darnach ſprach er zu dem andern: Du aber, wie viel biſt du ſculdig? Er ſprach: Hundert Malter Weizen. Und er ſprach zu ihm: Nim deinen Brief und ſchreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gethan hatte. Denn die Kinder dieſer Welt ſind kluger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Ge⸗ ſchlechte. Und ich ſage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, ſie euch auf⸗ nehmen in die ewige Huͤtten. Epiſtel, 1 Cor. 10, 613. Das iſt aber uns zum Vor bilde geſchehen, daß wir uns nicht geluͤſten laſſen des Böſen, gleich⸗ wie jene geluͤſtet hat. Werdet auch nicht Abgoͤttiſche, gleichwie jener etliche wurden, als geſchrie⸗ ben ſtehet: Das Volk ſatzte ſich nieder zu eſſen und zu trinken, und ſtund auf zu ſpielen. Auch laſſet uns nicht Hurerey treiben, wie etliche unter jenen Hurerey trieben, und fielen auf Einen Tag drey und zwanzigtguſend. Laſſet uns aber auch Chriſtum nicht ver⸗ ſuchen, wie etliche von jenen ihn verſuchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. Murket ( 3 auch Am 10. und Tr. Sonntage nach Trinitatis. Auch nicht, gleichwie jener etli⸗ che murreten, und wurden umge⸗ bracht durch den Verderber. Sol⸗ ches gules wiederfuhr ihnen zum Vorbilde, us iſt aber geſchrieben uns zur Warnung, auf welche Das Ende der Welt kommen iſt. Dat um, wer ſich laͤſſet dünken, er ſtehe, mag wohl zuſehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menſchliche Verſu⸗ chung betreten Aber Gort iſt ge⸗ treu, der euch nicht läſſet ver⸗ ſuchen, uͤber euer Vermoͤgen, ſondern machet, daß die Verſu⸗ chung ſo ein Ende gewinne, daß 7 ahrs koͤnnet ertragen. Am 10. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Luca 19,4148, 1nd als er, der Herr Jeſus, nahe hinzu kam, ſahe er die Stadt an, und weinete über ſie, und ſprach; Wenn du es wuͤß⸗ teſt, ſo wuͤrdeſt du guch beden⸗ Fen zu dieſer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet, Aber nun iſt es vor deinen Augen verbor⸗ gen. Denn es wird die Zeit uͤber dich kommen, daß deine Feinde werden um dich, und deine Kinder mit dir, eine Wagenburg ſchlagen, dich helagern, und an allen Or⸗ zen ängſten, und werden dich ſchleifen, und keinen Stein auf Dem andern laſſen; darum, daß Du nicht erkennet haſt die Zeit, Darinnen du heimgeſuchet biſt. Und er ging in den Tempel, und ſing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften. Und Iprach zu ihnen: Es ſtehet geſchrie⸗ ben: Mein Haus iſt tete taglich im Tempel. Aber die Hohenprieſter und Schriftge⸗ lehrten, und die Vornehmſten im N. ſt ein Bar⸗ haus; ihr aber habts gemacht zur Moͤrder⸗Gruben. Und er leh⸗ Volk, trachteten ihm nach, daß ſie ihn umoraͤchten, und funden nicht, wie ſie ihm thun ſolten, denn alles Volk hing ihm an, und hoͤrete hn. i Epiſtel, 1 Cor. 12, 1 T7. Von den geiſtlichen Gaben gber will ich euch, lieben Brüͤ⸗ der, nicht erhalten. Ihr wiſſet, daß ihr Heiden ſeyd geweſen, und hingegangen zu den ſtummen Goͤ⸗ 1 15„wie ihr geführet wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand Jeſum verfluchet, der durch den Geiſt Gottes redet. Und niemand kan Jeſum einen Herrn heiſſen, ohne durch den heiligen Geiſt. Es ſind mancherley Ga⸗ ben, aber es iſt ein Geiſt. Und es ſind mancherley Aemter, aber es iſt ein Herr. Und es ſind man⸗ cherley Krafte, aber es iſt ein Gott, der da wur ker alles in al⸗ lem. In einem jeglichen erzeigen ſich die Gaben des Geiſtes zum gemeinen Nutzen, Einem wird ge⸗ geben durch den Geiſt zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demſelbigen Geiſt. Einem andern der Glaube in demſelbigen Geiſte. Einem an⸗ dern die Gabe geſund zu machen, in demſelbigen Geiſte. Einem an⸗ dern Wunder zu thun. Einem andern Weiſſagung Einem an⸗ dern Geiſter zu unter ſcheiden. Ei⸗ nem andern mancherley Spra⸗ chen, Einem andern die Spra⸗ chen auszulegen. Dis aber alles wuͤrket derſelbige einige Geiſt, und theilet einem jeglichen ſeines zu, nachdem er will. Am II. Sonnt, nach Trinit. Evangelium, Luc. 18, 914. Def Herr ſagte zu etlichen, die. ſich ſelbſt vermaßen, daß ſie fromm am „ die alder, 0 56 gingen be a in den Tei det ein Pha äner. Der ad bateteben danke dik, in wie alde maerechte auch wie dice per in ber den gehenden! f lind der ferſe, olle fight aufheben Fern schlag af ach Gee dag! Jh ſage igchgerechſ ſit fchen. 2 kahhet, der den, und ker get, der wird Fiſch! Ich erinner. N Blüder, ich euch bert r uch ang ͤlchem iht welches ira 0 1 it get habe, Jo ee Wire dent geglaubet h! euch zuobrde ſch auchem p üs geſborbe de, nach de kihegraben ktfanden fe huch der Se schen worde hach von de uin Neuer eth, 9 Nit ben 0 2 daderder f— W f. S8.* ee 0 5 0, e ect a ö 7 4. hic 1 fromm waͤren, cherleh dun 0 ö r. 90 On wiki 10 1 1 ccc —— den des Gahe, e ee u Buße, 900 2 dee) ben denz —. Aeisheit; den th te zun 10 ene e E 2, nach du Nea 591 0 2* anden dn ä gen Geiſte. Gun tor: Lan der 2 0 4 Fu a. begehen N en eit En, e e be Der zu h f n En de e ſagung önm „ en be zu unterſcga dat dr N„ e mancher e % en den n anden d. den igen D ö rürt&, ſelbige kaut nen e e enen ſegich reren u, E er nil. nt. aach + 0* lu. 0 ſagte iu ih 8 10 5 it nge,* Am Tr. und 12. Sonntage nach Trinitatis. 39 und verachteten die andern, ein ſolch Gleichniß: Es gingen zween Menſchen hin⸗ auf in den Tempel zu baͤten, ei⸗ ner ein Phariſuͤer, der anbere ein Zollner. Der Phariſder ſtund, und batete bey ſich ſelbſt alſo: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieſer Zollner. Ich faſte zwier in der Wochen, und gebe den Zehenden von allem, das ich habe. Und der Zöllner ſtund von ferne, wolte auch ſeine Augen nicht aufheben gen Himmel, ſon⸗ dern ſchlug an ſeine Bruſt, und ſprach: Gott ſey mir Suͤnder gnaͤ⸗ dig! Ich ſage euch: Dieſer ging hinab gerechtfertiget in ſein Haus fuͤr jenem. Denn wer ſich ſelbſt erhoͤhet, der wird erniedriget wer⸗ den, und wer ſich ſelbſt erniedri⸗ get, der wird erhoͤhet werden. Epiſtel, 1 Cor. 15, 110. ch erinnere euch aber, lieben Buder, des Evangelii, das ich euch verkuͤndigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch ſtehet, durch welches ihr auch ſelig werdet, wel⸗ 8 ich es euch verkündi⸗ get habe, ſo ihrs behalten habt, es wäre denn, daß ihrs umſonſt geglaubet haͤtzet. Denn ich habe euch zuvoͤrderſt gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Chri⸗ ſtus geſtorben ſey fuͤr unſere Suͤn⸗ de, nach der Schrift. Und daß er begraben ſey, und daß er auf⸗ erſtanden ſey am dritten Tage, nach der Schrift. Und daß er ge⸗ ſehen worden iſt von Kephas, dar⸗ nach von den Zwoͤlfen. Darnach iſt er geſehen worden von mehr denn fuͤnfhundert Bruͤdern auf einmal, derer noch viel leben, etliche aber ſind entſchlafen. Dar⸗ 1 nach iſt er geſehen worden von Jakobo, darnach von allen Apo⸗ ſteln. Am letzten, nach allen, iſt er auch von mir, als einer un⸗ zeitigen Geburt, geſehen wor⸗ den. Denn ich bin der Geringſte unter den Apoſteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apo⸗ ſtel heiſſe, darum, daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und ſeine Gnade an mir iſt nicht vergeblich geweſen, ſondern ich habe viel mehr gear⸗ beitet, denn ſie alte; nicht aber ich, ſondern Gottes Gnade, die mit mir iſt. Am 12. Sonnt. nach Trinit. Epangelium, Marci, 3137. U da der Herr Jeſus wieder ausging von den Grenzen Ty⸗ ri und Sidon, kam er an das Ga⸗ lilaͤiſche Meer, mitten unter die Grenze der zehen Staͤdte. Und ſte brachten zu ihm einen Tauben, der ſtumm war, und ſte baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk beſonders, und legete ihm. die Finger in die Ohren, und ſpütze⸗ te, und ruͤhrete ſeine Zunge, und ſahe auf gen Himmel, ſeufzete, und ſprach zu ihm: Hephatg das iſt, thue dich auf. Und alsbald thaͤten ſich ſeine Ohren auf, und das Band ſeiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, ſie ſoltens niemand ſagen. Je mehr er aber verbot e mehr ſie es ausbreiteten, und verwunder⸗ ten ſich über die Maße, und ſpra⸗ chen: Er hat alles wohl gemacht, die Tauben macht el hoͤrend, und die Sprachloſen redend. Epiſtel, 2 Cor. 3,49. Ein ſolch Vertrauen aber haben mpir durch Chriſtum zu Gott. “ 4 Nicht, 4 Am 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis. Nicht, daß wir tuͤchtig ſind von uns ſelber, etwas zu denken, als von uns ſelber, ſondern daß wir tuͤchtig ſind, in von Gott. Wel⸗ cher uns auch tuͤchtig gemacht hat, das Amt zu fuͤhren des Neuen Teſtaments, nicht des Puchſta⸗ bens, ſondern des Geiſtes Denn der Buchſtabe toͤdtet, aber der Geiſt machet lebendig. So aber das Amt, das durch die Buch⸗ ſtaben toͤdtet, und in die Sieine iſt gebildel, Klarheit hatte, alſo, daß die Linder Ifrael nicht kon⸗ ten anſehen das Angeſichte Mo⸗ ſe, um der Klarheit willen ſeines Angeſichts, die doch aufhöret: wie ſolte nicht vielmehr das Amt, das den Geiſt gibt, Klarheit ha⸗ ben? Denn, ſo das Amt, das die Verdammniß prediget, Klar⸗ heit hat: vie mehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uͤberſchwengliche Klarheit. Am 13. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Luca 10, 23-37. eſus wandte ſich zu ſeinen Juͤn⸗ 1 gern und ſprach inſonderheit: Selig ſind die Augen, die da ſe⸗ hen, das ihr ſehet. Denn ich ſa⸗ ge euch: Viel Propheten und Koͤ⸗ nige wolten ſehen, das ihr ſehet, und habens nicht geſehen, und hoͤren, das ihr hoͤret, und habens nicht gehoͤret. f 5 Und ſiehe, da ſtund ein Schrift⸗ elehrter auf, verſuchte ihn, und prach: Meiſter, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben er⸗ erbe? Er aber ſprach zu ihm: Wie ſtehet im Geſetz geſchrieben! Wie lieſeſt du? Er antwortete, und ſprach: Du ſoltGott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kraͤften, und von ganzem Gemuͤthe, und Er aber ſprach zu ihm: Du haſt recht geantwortet, thue das, ſo wirſt du leben. Er aber wolte ſich ſelbſt recht⸗ fertigen, und ſprach zu Jeſu: Wer iſt denn mein Naͤchſter? Da ant⸗ wortete Jeſus, und ſprach: Es war ein Menſch, der ging von Jeruſalem hinab gen Jericho, und fel unter die Moͤrder, die zogen ihn aus, und ſchlugen ihn, und gingen davon, und lieſſen ihn halb todi liegen. Es hegab ſich aber ohngefehr, daß ein Prieſter die⸗ ſelbige Straße hinab zog, und da er ihn ſahe, ging er voruͤber. Deſſelbigen gleichen auch ein Le⸗ vit, da er kam bey die Staͤtte, und ſahe ihn, ging er voruͤber. Ein Samariter aber reiſete, und kam dahin, und da er ihn ſahe, jammerte ihn ſein, ging zu ihm, verband ihm ſeine Wunden, und goß darein Oel und Wein, und hub ihn auf ſein Thier, und fuͤh⸗ rete ihn in die Herberge, und pflegete ſein. Des andern Tages reiſete er, und zog heraus zween Groſchen, und gab ſie dem Wirth, und ſprach zu ihm: Pflege ſein, und ſo du was mehr witſt dar⸗ thun, will ich dirs bezahlen, wann ich wieder komme. Welcher duͤnket dich, der un⸗ ter dieſen dreyen der Naͤchſte ſey geweſen dem, der unter die Moͤr⸗ der gefallen war? Er ſprach: Der die Barmherzigkeit an ihm thaͤt. Da ſprach Jeſus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen. Epiſtel, Galat. 3, 1522. ieben Bruͤder, ich will nach menſchlicher Weiſe reden: Ver⸗ achtet man doch eines Menſchen Teſtament nicht,(wenn es beſtaͤ⸗ tiget iſt,) und thut auch nichts da⸗ zu. Nun iſt ja die Verheiſſung deinen 2 inen Nächſten als dich ſelbſt. Abrahaͤ und ſeinem Saamen zu⸗ geſagt. An 1. 2 de Saanen Iden dle 42 Saale 10. J; ſage! Testament, da beſtittiget fte dicht cufgehete beiſung filed ken, wehe vierhundert l nach. Denn das Geſch erw ide es icht! gegeben; Gott . dutch Ver cheſfet. l bac Clſt der Sünde wil ne He, den geſcgen i, deu Engeln, d Miles. Ein eines einigen! ite Wie ſeß wider G Das ſey ſem Heeg gegebe 1 h 1 lechtigkelt ech Aber e f daß die ſurch dene In, gege Hauben. 1 Im 1g. S. Epangeli lb es her fte gen 5 am. Und Fin, bene ſcpige Man cle unde ud ſprache fich erben 5 „ %. 6 e —— amm * 18 N* 1 9 nükes a 2 1 fl d, abe r der 1% 9 2 7. 29 15 N 10 der 0. 7 die Nac e n 1 8 1 M d Ole Een; N) fükdel, 5 eu dane, ih in ſalagn cee abt 0 f 1 Ie, 729 ö 10 chen eg ki, e a A ee e rabrba g. deſſ. dag e ace ate aa in bey de rrdiget, J A n en n g Karbe 1 1 1 9 + hne Pn, 0 WI uch dat me 10* 0 kühe, g N I N 10 tene d e ie hene e * 2 f N. ns Heht adh 17 1* D drs began * Men nne. nee. ö e Künker dic un eben, M r 1 1 ehe 0 , and n. gere 4 be 111 4414 177 Jakes an ug r n M doit 4 fulhn: E dn g en, die dea D unt 4 0 Den: 1 Gala. 3, erden U ird= der, ig nl ct, u ne er Weiser henenbert doeh e och eilt 10 eig, M Leid 81 cbt,(wenn hh aer Van, dns! Ithid Acne nich, 1 1 e d Paheſt ue tt li. ſcihm 9 1 . Geſetz Am 13. und 14. Sonntage nach Trinitatis. 41 geſagt. Er ſpricht nicht: Durch die Saamen, als durch viele, ſöndern als durch einen, durch deinen Saamen, welcher iſt Chri⸗ ſtus. Ich ſage aber davon: Das Teſtament, das von Gott zuvor beſtaͤttiget iſt auf Chriſtum, wird nicht aufgehoben, daß die Ver⸗ heiſſung ſolte durchs Geſetz auf⸗ hoͤren, welches gegeben iſt, uͤber vierhundert und dreißig Jahr her⸗ nach. Denn ſo das Erbe durch das Geſetz erworben wuͤrde, ſo wuͤr de es nicht durch Verheiſſung egeben; Gott aber hats Abra⸗ am durch Verheiſſung frey ge⸗ ſchenket. Was ſoll denn das Geſetz? Es iſt dar zu kommen um der Suͤnde willen, bis der Saa⸗ me kaͤme, dem die Verheiſſung geſchehen iſt, und iſt geſtellet von den Engeln, durch die Hand des Ritlers. Ein Mitler aber iſt nicht eines einigen Mitler, Gott aber iſt einig Wie? iſt denn das Ge⸗ ſetz wider Gottes Verheiſſung? Das ſey ferne. Wenn aber ein. Geſetz gegeben waͤre, das da koͤn⸗ te lebendig machen, ſo kaͤme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Aber die Schrift hat es alles beſchloſſen unter die Sünde, auf daß die Verheiſſung kaͤme durch den Glauben an JeſumChri⸗ ſtum, gegeben denen, die da glauben. — Am 14. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Luca 17, 1119. Un es begah ſich, da Jefus rei⸗ ſete gen Jeruſalem, zog er mitten durch Samariam und Ga⸗ lilaͤam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehen aus⸗ ſaͤtzige Manner, die ſtunden von ferne und erhuben ihre Stimme, und ſprachen: Jeſu, lieber Mei⸗ ſter, erbarme dich unſer! Und 6 * 6 er ſie ſahe, ſprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Prieſtern. Und es geſchah, da ſie hingingen, wurden ſie rein. Einer aber unter ihnen, da er ſahe, daß er geſund worden war, kehrete er um, und preiſete Gott mit lauter Stimme, und fiel auf ſein Angeſicht zu ſeinen Fuͤſſen, und dankete ihm. lind das war ein Samariter. Jeſus aber ant⸗ wortete, und ſprach: Sind ihrer nicht zehen rein worden? Wo ſind aber die neune? Hat ſich ſonſt keiner funden, der wieder um⸗ kehrete, und gaͤbe Gott die Ehre, denn dieſer Fremdlinger? Und er ſprach zu ihm: Stehe auf, ge⸗ he hin, dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. f Epiſtel, Galat. 5, 16. 24. Lieben Brüder, wandelt imGeiſt, ſo werdet ihr die Luͤſte des Fleiſches nicht vollbringen. Denn das Fleiſch geluͤſtet wider den Geiſt, und den Geiſt wider das Fleiſch. Dieſelbige ſind wider ein⸗ ander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geiſt, ſo ſeyd ihr nicht unter demGeſetze Offenbar ſind aber die Werke des Fleiſches, als da ſind: Ehebruch, Hurerey, Unreinig⸗ keit, Unzucht, Abgoͤtterey, Zau⸗ berey, Feindſchaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rot⸗ ſen und dergleichen. Von wel⸗ chen ich euch habe zuvor geſagk⸗ und ſage noch zuvor, daß, die ſolches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geiſtes iſt Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeir, Guͤtigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuſchheit. Wider ſolche iſt das Geſetz nicht. Welche aber Ehriſte angehoͤren, die kreuzigen ihr e 4 Fleiſch, Am T5, Sonntage nach Trinitätis. Fleiſch, ſamt den Luͤſten und Be⸗ gierden. Am 15. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Matth. 6, 2434. F iemand kan zween Herren die⸗ nen, entweder er wird einen haſſen, und den andern lieben, oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr koͤn⸗ net nicht Gott dienen, und dem Mammon. Darum ſage ich euch: Sorget nicht fuͤr euer Leben, was ihr eſſen und trinken werdet, auch nicht fuͤr euren Leib, was ihr an⸗ ziehen werdet. Iſt nicht das Le⸗ ben mehr denn die Speiſe? Und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Voͤgel unter dem Him⸗ mel an, ſie ſaͤen nicht, ſie ern⸗ ten nicht, ſie ſammlen nicht in die Scheuren, und euer himm⸗ liſcher Vater ernaͤhret ſie doch. Seyd ihr denn micht viel mehr denn ſie? Wer iſt unter euch, der ſeiner Laͤnge eine Ehle zuſetzen moͤge, ob er gleich darum ſorget? Und warum ſorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie ſie wachſen, ſie arbeiten nicht, auch ſpinnen ſie nicht. Ich ſage euch, daß auch Salomon in aller ſeiner Herrlich⸗ keit nicht bekleidet geweſen iſt, als derſelbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde alſb klei⸗ det, das doch heute ſtehet, und morgen in den Ofen geworfen wird, ſolte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleinglaubigen! Darum ſollt ihr nicht ſorgen und Gen Was werden wir eſſen? as werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach ſolchem allen trachten die Heiden, denn euer himmliſcher Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. 1 Gottes und nach ſeiner Gerech⸗ tigkeit, ſo wird euch ſolches glles zufallen. Darum ſorget nicht fuͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag wird fuͤr das Sei⸗ ne ſorgen. Es iſt genug, daß ein jeglicher Tag ſeine eigene Plage habe. Epiſtel, Galat. 5, 25. u. 6, 110. So wir im Geiſte leben, ſo laſ⸗ ſet uns auch im Geiſte wan⸗ deln. Laſſet uns nicht eiteler Eh⸗ re geizig ſeyn, unter einander uns zu entruͤſten und zu haſſen. Lie⸗ ben Bruͤder, ſo ein Menſch etwa von einem Fehl übereilet wurde, ſo helfet ihm wieder zurecht mit ſanftmuͤthigem Geiſte, die ihr geiſtlich ſeyd; und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſu⸗ chet werdeſt. Einer trage des an⸗ dern Laſt, ſo werdet ihr das Ge⸗ ſetz Chriſti erfüllen. So aber ſich jemand laͤſſet duͤnken, er ſey et⸗ was, ſo er doch nichts iſt, der betrüget ſich ſelbſt. Ein jeglicher aber pruͤfe ſein ſelbſt Werk, und alsdann wird er an ihm ſelber Ruhm haben, und nicht an ei⸗ nem andern. Denn ein jeglicher wird ſeine eigene Laſt tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerley Gu⸗ tes dem, der ihn unterrichtet. Irket euch nicht, Gott laͤſſet ſich nicht ſpotten. ten. Wer auf ſein Fleiſch ſaͤet, der wird von dem Fleiſch das Ver⸗ derben ernten. Wer aber auf den Geiſt ſaͤet, der wird von dem Geiſt das ewige Leben ernten. Laſſet uns aber Gutes thun, und nicht muͤde werden, denn zu ſei⸗ ner Zeit werden wir auch ern⸗ ten ohne Aufhoͤren. Als wir denn nun Zeit haben, ſo laſſet uns Gu⸗ tes thun an jedermann, aller meiſt aber an den Glaubens⸗Genoſſen. d. 1 f Am N 8 Denn was der, Menſch ſaͤet, das wird er ern⸗ 1 5 ———ů——ůĩ—* 222 ͤ—————— Am! In 16, Eon Evangelium fd ez bega Jusos in gen Nain, gl ger gingen di Volke. s Gladt⸗ Tol um eien d in eintgererd fer, vnd ſe ib iel Volke it ihr. Und. e ammertei hach zu ihr: fauna und f, 0 die d r nch: Ju ſehecuf! Un ie ſch auß undergah hh es kam fe al. rien dal Iten geßer gufgetenden Volt heinge 0 ihn im fich La uud ale Fc, Neben Brü ah Ih fick dd 9 U tuch b —. 2 ge Tue e dan g J dee Herrn; eg 22 4 1 der er p nur dal e —— 0 0 ——ñ— 9 2— Waben 15 ern ge 1 Adengn 4 9 flat ten 4 Er u eie lg et un 0 1 10 1 1 1* 1 mee dge 1 10 10 en ce — Lee ga 4 f unter * weren 500 b ae ehe e ee ac e b 1 fehlt inan Same Aan!* gelt Halt, 0 1 N Aer 10 0 6* 4 N 0 e g enen Wen! cet ding dan 1 N 00 0 di F doch neh e c u e 8! 40 J fein felbf d — 1 10 01 en, und nige 1* 10. Den to lee ee be des E niche n h L, e W eien er eg des, Eder ihn unt urch Jen K S nicht, Gh 0 an n 10 an, Den. 1 Jet Ale N t, dal rd% et en ud ten. WAuſſein dacht Deen um din S den glei n ett der? ien. Ma c engen, den I let, deri eee gef E eig ka n in e bas an aber u H ne Ut nic e werden eden d ber I Locrden bi 0 ö unde echt, un ſſbleg, 11 f lde en un l be faſcti n ſedernunl, al 2 90 1 10 13 c 3 daru; 70% i 4 N 0 fe 0 11 Am 16. und 17. Sonntage nach Trinitatis. 43 Am 16. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Luc. 7, 1117. 1 ind es begab ſich darnach, daß Jeſus in eine Stadt, mit Na⸗ nen Nain, gi iner Juͤn⸗ men Nain, ging, und ſeiner Juͤn⸗ ger gingen viel mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadt⸗Thor kam, ſiehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war ſeiner Mut⸗ ter, und ſie war eine Wittwe, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da ſte der Herr ſa⸗ he, jammerte ihn derſelbigen, und ſprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hinzu, und rüͤhrete den Sarg an, und die Traͤger ſtunden. Und ſtehe auf! Und der Todte richte⸗ de ſich auf, und ſing an zu reden, und er gab ihn ſeiner Mutter. Und es kaniſte alle eine Furcht an, und preiſeten Gott, und ſprachen: Es, iſt ein großer Prophet unter uns aufgeſtanden, und Gott hat ſein Volk heimgeſucht. und dieſe Re⸗ de von ihm erſchall in das ganze juͤdiſche Land, und in alle umlie⸗ gende Lander. Epiſtel, Ephef. 3, 13721. Lieben Bruͤder, darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet, um meiner Trübſal willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre ſind. Derhalben beuge ich meine Knie gegen dem Vater un⸗ ſers Herrn Jeſu Chriſti, der der rechte Vater iſt über alles, was Da Kinder heiſſet im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe, nach dem Reichthum fei⸗ ner Herrlichkeit, ſtark zu werden, durch ſeinen Geiſt, an dem in⸗ wendigen Menſchen, und Chri⸗ tum zu wohnen durch den Glau⸗ ben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und ge⸗ 2— gründet zu werden; auf daß ihe begreifen moͤget mit allen Heili⸗ gen, welches da ſey die Breite, und die Laͤnge, und die Tiefe, und die Hoͤhe, auch erkennen, daß Ehriſtum lieb haben, viel beſſer iſt, denn alles Wiſſen, auf daß ihr erfuͤllet werdet mit allerley Got⸗ tes⸗Fuͤlle. Dem aber, der uͤber⸗ ſchwenglich thun kan uͤber alles, das wir biiten oder verſtehen, nach der Kraft, die da in uns würket, dem ſey Ehre in der Gemeine, die in Chriſto Jeſu iſt, zu gller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Am 17. Sonnt. nach Trinit. er ſprach: Jüngling, ich ſage dir, Evangelium, Luc. 14, 111. 1 nd es begab ſich, daß Jeſus kan in ein Haus eines Ober⸗ ſten der Phariſaͤer, auf einen Sab⸗ bath, das Brod zu eſſen, und ſie hielten auf ihn. Und ſiehe, da war ein Menſch vor ihm, der war waſſerſuͤchtig. Und Jeſus antwor⸗ tete, und ſagte zu den Schrift⸗ gelehrten und Phariſaͤern, und ſprach: Iſts auch recht, auf den Sabbath heilen? Sie aber ſchwie⸗ gen ſtille.. und heilete ihn, und ließ ihn ge⸗ Und er griff ihn an, hen, und an:worteie, und ſprach zu ihnen: Welcher iſt unter euch, dem ſein Ochſe oder Eſel in den Brunnen faͤllet, und er nicht als ⸗ bald ihn heraus zeuckt am Sah⸗ bath⸗Tage? Und ſie konten ihm darauf nicht wieder Antwort ge⸗ ben. Er ſagte aber ein Gleichniß zu den Gaͤſten, da er merkte, wie ſie erwaͤhleten oben an zu ſitzen⸗ und ſyrach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirſt zur Hochzeit, ſo ſetze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein ehrlicher⸗ denn du, von ihm geladen ſey, und ſodann komme, der dich ihn 1* n. Tr 8 0 neee 5 e 2 8 f N d 5 J 8 8 N 8 N* ——.————.——— 8* 8——— e . 44 Am 18. und 10. Sonntage nach Trinitatis. ihn geladen hat, ſpreche zu dir: Weiche dieſem! und du muͤſſeſt. dann mit Schaam unten an ſitzen. Sondern wenn du geladen wirſt, ſo gehe hin, und ſetze dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, und ſpreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf, dann. wirſt du Ehre haben fuͤr denen, die mit dir zu Tiſche ſitzen. Denn wer ſich ſelbſt erhoͤhet, der ſoll erniedriget werden, und wer ſich ſelbſt erniedriget, der ſoll erhuͤ⸗ het werden. 5 Epiſtel, Epheſ. 4, Ea 6. So ermahne nun euch, ich Ge⸗ fangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie ſichs gebuͤhret eurem Beruf, darinnen ihr be⸗ rufen ſeyd, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe. Und ſeyd fleißig zu halten die EinigkeitimGeiſt, durch das Band des Friedens. Ein Leib. und ein Geiſt, wie ihr auch be⸗ rufen ſend auf einerley Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Tuufe, ein Gott und Vater(unſer) aller, der da iſt uͤber euch alle, und durch euch. alle, und in euch allen. Am 18. Sonnt. nach Trinit. Kvangelium, Matth. 22,34 ⸗ 46. Ja aber die Phariſaͤer hoͤreten, daß Jeſus den Sadducaͤern das Maul geſtopſet hatte, ver⸗ ſammleten ſie ſich. Und einer un⸗ ter ihnen, ein Schriftgelehrter, verſuchte ihn, und ſprach: Mei⸗ ſter, welches iſt das vornehmſte Gebot im Geſetze? Jeſus aber ſprach zu ihm: Du ſolt lieben Gott deinen Herrn, von ganzem Her⸗ zen, von ganzer Seelen, und vornehmſte und groͤßte Gebot. Das andere iſt dem gleich: Du ſolt deinen Naͤchſten lieben als dich ſelbſt. In dieſen zweyen Ge⸗ die Propheten. Da nun die Phariſaͤer bey ein⸗ ander waren, fragte ſie Jeſus, und ſprach: Wie duͤnket euch um ihnen: Wie nennet ihn denn Da⸗ vid im Geiſt einen Herrn? da er ſagt: Der Herr hat geſagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel dei⸗ ner Fuͤße. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie iſt er konte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Epiſtel, 1 Cor. 1, 49. Ich danke meinem Gott alle⸗ 3 zeit eurenthalben fuͤr die Gna⸗ de Gottes, die euch gegeben iſt in Chriſto Jeſu; daß ihr ſeyd durch ihn in allen Stuͤcken reich gemacht, an aller Lehre, und in aller Erkenntniß; wie denn die Predigt von Chriſto in euch kraͤf⸗ tig worden iſt, alſo, daß ihr kei⸗ nen Mangel habt an irgend ei⸗ ner Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unſers Herrn Jeſu Chriſti Welcher auch euch wird veſt behalten bis ans Ende, daß ihr unſtraͤflich ſeyd auf den Tag unſers Herrn Jeſu Chriſti. Denn Gott iſt treu, durch wel⸗ chen ihr berufen ſeyd zur Ge⸗ meinſchaft ſeines Sohnes Jeſu Chriſti, unſers Herrn. Am 19. Sonnt. nach Trinſt. Evangelium, Matth. 9, 1⸗8. a trat er, der Herr Jeſus, in das Schiff, und fuhr wieder von ganzem Gemuͤthe. Dis iſt das her⸗ boten haͤnget das ganze Geſetz und Chriſto? Weß Sohn iſt er? Sie ſprachen: Davids. Er ſprach zu denn ſein Sohn? Und niemand — V—— Am! — fͤbet/ nd fi the, da h. 10 e ehen Bette. aa Glauben f in Gl nahd, wein El fad dir vecge egen Mel e: Dir ſ ſägeben; ode uf, und wan ſhek, wiſet, ahn acht Einden zu be dem Gchtbr hebe dein B. heim. Und e heim. Da da wunderte es Gott der fo ſchen gegebe FEpiſtel, 2 let! dem bor Jutz, U en diu pr ⸗ ü uaun ang* 1 146 0 e 1 0 dee Sen 8 n de, u e de Rar, und„ die„dab geg, 14. 3— aue. in 1 Wen 13 de den* 9 b 0 a e 9 00 6000 ebe 11 Du, 0 e, ae * 5 en f 0 el a a blen, hi 6 armen iz. den Sohn 10 U 8 1 * een Uben epd ie nel u N 2 aller T0 und e e iz; we * Nad pa it nch 2 it al, W ö F Wer lle rt ieren, dun W ehalten d e 5. „u r Herrn J e 4 ü iq tren, dub 7 ben— 90 5 e, ein ee feines Echt 1 10 de Hern. Wann „ 3 In— onnt fac d en rim, Ma Ne l. . W 1 if, und i ſtert Gott. Am 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis. 45 heruͤber, und kam in ſeine Stadt. Und ſiehe, da brachten ſie zu ihm einen Gichtbruͤchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jeſus ih⸗ ren Glauben ſahe, ſprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Sey ge⸗ troſt, mein Sohn, deine Suͤnden ſind dir vergeben. Und ſiehe,etli⸗ che unter den Schriftgelehrten ſprachen bey ſich ſelbſt: Dieſer laͤ⸗ Da aber Jeſus ihre Gedanken ſahe, ſprach er: War⸗ um denket ihr ſo arges in euren Herzen? Welches iſt leichter, zu ſagen: Dir ſind deine Sünden vergeben; oder zuſagen: Stehe auf, und wandele? Auf daß ihr aber wiſſet, daß des Menſchen Sohn Macht habe auf Erden die Suͤnden zu vergeben, ſprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Und er ſtund auf und ging heim. Da das Volk das ſahe, ver⸗ Am 20. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Matth. 22, 214. Dun ona ig gung ee Drensöͤnige, der ſeinem Sohn Hochzeit machte. Und ſandte ſeine Knechte aus, daß ſie den Gaͤſten zur Hochzeit rufeten, und ſie wollten nicht kommen. Abermal ſandte er andere Knechte aus, und ſprach: Saget den Gaͤſten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochſen und mein Maſtvieh iſt ge⸗ ſchlachtet, und alles bereit, kom⸗ met zur Hochzeit. 8 Aber ſie verachteten das, und gingen hin, einer auf ſeinen Acker, der andere zu ſeiner Handthie⸗ rung. Etliche aber griffen ſeine Knechte, hoͤhneten und tödteten ſie. Da das der Koͤnig hoͤrete, ward er zornig, und ſchickte ſein Heer aus, und brachte dieſe Moͤrder um, und zuͤndete ihre Stadt an. Da ſprach wunderte es ſich, und preiſete Gott, der ſolche Macht den Men⸗ ſchen gegeben hat. Epiſtel, Epheſ. 4, 22.28. So leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den al⸗ ten Menſchen, der durch Luͤſte in Irrthum ſich verderbet. Erneu⸗ ert euch aber im Geiſt eures Ge⸗ muths, und ziehet den neuen Menſchen an, der nach Gott ge⸗ ſchaffen iſt, in rechtſchaffener Ge⸗ rechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luͤgen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit ſeinem Naͤchſten, ſintemal wir unter ein⸗ ander Glieder ſind. Zuͤrnet und fuͤndiget nicht; laſſet die Sonne nicht uͤber eurem Zorn untergehn. Gebet auch nicht Raum demkaͤſte⸗ rer. Wer geſtohlen hat, der ſtehle nicht mehr, ſondern arbeite, und ſchaffe mit den Haͤnden etwas Guts, auf daß er habe zu geben dem Düuͤrftigen. 1 3 er zu ſeinen Knechten: Die Hoch⸗ zeit iſt zwar bereitet, aber die Gaͤſte waren es nicht werth. Darum ge⸗ het hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, welche ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zuſammen wen ſie funden, Boͤſe und Gute, und die Tiſche wurden alle voll. Da ging der Konig hinein, die Gaͤ⸗ ſte zu beſehen, und ſahe allda einen Menſchen, der hatte kein hochzeit⸗ lich Kleid an. Und er ſprach zu ihm: Freund, wie biſt du herein kommen und haſt doch kein hoch zeitlich Kleid an? Er aber verſtummete⸗ Da ſprach der Koͤnig zu ſeinen Die⸗ nern: Bindet ihm Hände und Fuͤße und werfet ihn in die aͤußer⸗ ſte Finſterniß hinaus, da wird ſeyn Heulen und Zaͤhnklappen. Denn viel ſind berufen, aber wenig ſind auserwaͤhlet. Epiſtel, Epheſ. 5, 1821. So ſehet nun zu, wie ihr vorſich⸗ tiglich wandelt, nicht als die Unwei⸗ 40 Am 2. und 22. Sonntage nach Trinitatis. Unweiſen, ſondern als die Weiſen. Und ſchicket euch in die Zeit, denn es iſt böſe Zeit. Darum werdet nicht unverſtaͤndig, ſondern ver⸗ ſtaͤndig, was da ſey des Herrn Wil⸗ le. Und ſaufet euch nicht poll Weins, daraus ein unordentlfch Weſen folget, ſondern werdet voll Geiſtes. Und redet unter einan⸗ der von Pfalmen und Lobgeſaͤn⸗ gen, und geiſtlichen Liedern, ſin⸗ get und ſpielet dem Herrn in eu⸗ rem Herzen. Und ſaget Dank alle⸗ zeit fuͤr alles, Gott und dem Vater, in dem Namen unſers Herrn Jeſu Chriſti. Und ſeyd unter einander unterthan in der Furcht Gottes. Am 21. Sonnt. nach Trintt. Evangelium, Joh. 3, 47.54. Ind es war ein Koͤnigiſcher, deß Sohn lag krank zu Caperna⸗ um. Dieſer hoͤrete, daß Jeſus kam nus Judaͤa in Galilaͤam, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab kaͤme, und hülfe ſeinem Sohn, denn er war todt⸗ krank. Und Jeſus ſprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder ſe⸗ het, ſo glaubet ihr nicht. Der Koͤ⸗ nigiſche ſprach zu ihmt Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind ſtirbet. Jeſus ſpricht zu ihm: Ge⸗ he hin, dein Sohn lebet. Der Menſch glaubete dem Wort, das Jeſus zu ihm ſagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begeg⸗ neten ihm ſeine Knechte, verkun⸗ digten ihm und ſprachen: Dein Kind lebet. Da forſchete er von ihnen die Stunde, in welcher es beſſer mit ihm worden war. Und ſie ſprachen zu ihm: Geſtern um die ſiebende Stunde, verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde ware, in welcher Jeſus zu ihm geſagt hat⸗ te: Dein Sohn lebet. Und et glau⸗ bete mit ſeinem ganzen Hauſe. V Das iſt nun das andere Zeichen, das Jeſus thaͤt, da er aus Juduͤa in Galilaam kam. Epiſtel, Epheſ. 6, 10 1%. Quletzt, meine Bruder, ſeyd ſtark in dem Herrn, und in der Macht ſeiner Staͤrke. Ziehet an den Harniſch Gottes, daß ihr be⸗ ſtehen koͤnet gegen die liſtigen An⸗ ben nicht mit Fleiſch und Blut zu kaͤmpfem ſondern mit Fuͤrſten und Gewaltigen, nemlich, mit den Herren der Welt, die in der Fin⸗ ſterniß dieſer Welt herrſchen, mit den boͤſenGeiſtern unter dem Him⸗ mel. Um deßwillen, ſo ergreifet den Harniſch Gottes, auf daß ihr, wann das boͤſe Stuͤndlein kommt, Widerſtand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behal⸗ ten moͤget. So ſtehet nun, um⸗ guͤrtet eure kenden mit der Wahr⸗ heit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen Evangelium des Friedens, damit ihr bereit ſeyd. Vor allen Din⸗ gan aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloͤ⸗ ſchen köͤnnet alle feurige Pfeile des Boͤſewichts. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerd des eiſtes, welches iſt das Wort Gottes. Am 22. Sonnt. nach Trinit, Evangelium, Matth. 18, 2335. Jas Himmelreich iſt gleich ei⸗ nem Koͤnige, der mit ſeinen Knechten rechnen wolte. Und als er anſing zu rechnen, kam ihm ei⸗ ner vor, der war ihm zehentauſend Pfund ſchuldig. Da ers nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und ſein Weib, und ſeine Kinder, und alles, was er hat⸗ 1 ie, und bezahlen. Da feel der Knecht laufe des Teufels. Denn wir ha⸗ geſtiefelt, als fertig zu treiben das ::—. 5v—v—ů—„—-— 8 In 25 — Kebtnicdet, 1 id hach! ih, und erguf u und warf 6 bis daß er ſcſldig wok. Da aber fein. eöſchen, wurd 0 famen, un Ich Hernalles itte. Da furd Ahr ſch, und! Gchalkekhecht, hibe ich dir er ſlich bateſt: cht auch erb. Nilkſecht, pi e harmnet habe farb zornig, ilg den qheini Fchlete ales, r. As mir licher nter Ukgebet von ſeſicherſene Epiſtel, Och danke chene ge dchkthoe, iſreüchg bacngteud cage ge ind ech in g deri kuch in le Pa in 40 dia. vecher, un Fracht en Kran cen e It. „ N ee + Wen ae e Kirch A amm ers Nr. r u er v0 , Math. g leich g nage, der f lee wolte. 0 A echnen kin r ihn henna ö rb der un, Fand funde tet, ure ö e u en n en de 12710. 0 ben df 2 Dic len, hies e und ſen Wal nd alle wal 0 W b . 5 Knecht nieder, und baͤtete ihn an, und ſprach: Herr! habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahle. Da jammerte den Herrn deſſelbie gen Knechte, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derſelbe Knecht hinaus, und fand einen ſeiner Mitknechte, der war ihm hundert Groſchen ſchul⸗ dig, und er griff ihn an, und wur⸗ gelte ihn, und ſprach: Bezahle mir, was du mir ſchuldig biſt. Da fiel ſein Mitknecht meder, und bat ihn, und ſprach: Habe Geduld mie mir, ich will dirs alles bezahlen. Er wolte aber nicht, ſondern ging hin, und warf ihn ins Gefaͤng⸗ niß, bis daß er bezahlete, was er ſchuldig war. Da aber ſeine Mitknechte ſol⸗ ches ſahen, wurden ſie ſehr betrübt und kamen, und brachten vor ih⸗ ren Herrn alles, was ſich begeben hatte. Da forderte ihn ſein Herr vor ſich, und ſprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle dieſe Schuld habe ich dir erlaſſen, dieweil du mich bateſt: ſolteſt du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und ſein Herr ward zornig, und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er be⸗ zahlete alles, was er ihm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himm⸗ liſcher Vater auch thun, ſo ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher ſeinem Bruder ſeineFehle Epiſtel, Philipp. 1, 3 II. cech danke meinem Gott, ſo oft 8 ich euer gedenke.(Welches ich allezeit thue, in alle meinem Ge⸗ bat fut euch alle, und thue dasGe⸗ bat mit Freuden.) Ueber eurer Ge⸗ meinſchaft am Evangelio, vom er⸗ ſten Tage an bishieher, und bin deſ⸗ ſelbigen in guter Zuverſicht, daß, der in euch angefangen hat das gu⸗ te Werk, der wirds guch vollfuͤh⸗ Am 23. und 23. Sonntage nach Trinitatis. ren, bis an den Tag Jeſu Chriſti. Wie es denn mir billig iſt, daß ich dermaßen von euch allen hal⸗ te, darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in dieſem meinem Gefaͤngniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und be⸗ kraftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig ſeyd. Denn Gott iſt mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Her⸗ zengrund in Chriſto Jeſu; und da⸗ ſelbſt um baͤte ich, daß eure Liebe e mehr und mehr reich werde in al⸗ lerley Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen moͤget, was das Beßte ſey, auf daß ihr ſeyd lauter und unanſtoͤßig, bis auf den Tag Chriſti, erfüllet mii Fruͤchten der Gerechtigkeit; die durch Jeſum Chriſtum geſchehen,(in euch) zur Ehre und Lobe Gottes. Am 23. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Matth. 22, 122. Da gingen die Phariſäer hin, und hielten einen Rath, wie ſie Jeſum fingen in ſeiner Rede. Und ſandten zu ihm ihre Juͤnger, ſamt Herodis Dienern, und ſpra⸗ chen: Meiſter, wir wiſſen, daß du wahrhaftig biſt, und lehreſt den Weg Gottes recht, und du frageſt nach niemand, denn du achteſt nicht das Anſehen der Menſchen. Darum ſage uns, was duͤnket dich: Iſts recht, daß man dem Kayſer zins gebe oder nicht? Da nun Jeſus merkte ihre Schalkheit, ſprach er: Ihr Heuchler, was ver! ſuchet ihr mich? Weiſet mir die Zins⸗Münze. Und ſie reichten ihm einen Groſchen dar. Und er ſprach zu ihnen: Weh iſt das Bild und die Ueberſchrift? Sie ſpra⸗ chen zu ihm: Des Kayſers. Da ſprach er zu ihnen: Eo gebe dem Kayſer, was des Kapſers iſt, und Gott, was Gottes iſt. Da ſie das höre 4 Am 24. und 28. Sonntage nach Trinitatis. hoͤreten, verwunderten ſie ſich, und lieſſen ihn, und gingen davon. Epiſtel, Philipp. 3, 1721. 5 mir, lieben Bruͤder, und ſehet auf die, die alſo wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft geſagt habe, nun aber ſage ich auch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Chriſti, wel⸗ cher Ende iſt das Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott iſt, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdiſch geſinnet ſind. Unſer Wandel aber iſt im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jeſu Chriſti des Herrn, welcher unſern nichtigen Leib ver⸗ klaͤren wird, daß er ahnlich werde 3 verklaͤrten Leibe nach der Wirkung, damit er kan auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Am 24. Sonnt. nach Trinit. vangelium, Matth. 9, 1826. I Jeſus ſolches mit ihnen re⸗ D dere, ſiehe, da kam der Ober⸗ ſten einer, und fiel vor ihm nieder, und ſprach: Herr, meine Tochter iſt jezt geſtorben, aber komm und lege deine Hand auf ſie, ſo wird ſie lebendig. Und Jeſus ſtund auf, und folgete ihm nach, und ſei⸗ ne Juͤngerr. b Und ſie he, ein Weib, das zwoͤlf Jahr den Blutgang gehabt, trat Von hinten zu ihm, und rührete ſeines Kleides Saum an. Denn ſie ſprach bey ihr ſelbſt: Moͤchte ich nur ſein Kleid anrühren, ſo würde ich geſund. Da wendete ſich Jeſus um, und ſahe ſie, und ſprach: Sey getroſt, meine Toch⸗ ter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward geſund zn derſelbigen Stunde. Und als er in des Oberſten Haus kam, und ſahe die Pfeifer und das Getuͤmmel des Volks, ſprach er zu ihnen: Weicher, denn das Maͤgdlein iſt nicht todt, ſon⸗ dern es ſchlaͤft. Und ſie verlachten ihn. Als aber das Volk ausge⸗ trieben war, ging er hinein, und ergriff ſie bey der Hand, da ſtund das Maͤgdlein auf. Und dis Ge⸗ e — ruͤchte erſchall in daſſelbige ganze Land. Epiſtel, Coloſſ. 1, 9-14. Derhalben auch wir, von dem Tage an, da wir es gehöͤret ha⸗ ben, hoͤren wir nicht auf fur euch zu baͤten und zu bitten, daß ihr er fuͤllet werdet mii Erkenntniß ſei⸗ nes Willens, in allerley geiſtlicher Weisheit und Verſtand, daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar ſeyd in allen guten Werken, und wach⸗ ſet in der Erkenntniß Gottes, und geſtaͤrket werdet mit aller Kraft, nach ſeiner herrlichen —ͤ— Hild. Und wurden berküt Nec lg; ahn willen Alt. Et each wird f Iser d Macht, in aller Geduld und Lang⸗ muͤthigkeit mit Freuden. Und dankſaget dem Vater, der uns tuͤchtig gemacht hat, zu dem Erb⸗ theil der Heiligen im Licht, welcher uns errettet hat von der Obrigkeit derfFinſterniß, und hat uns ver⸗ ſetzet in das Reich ſeines lieben Sohns, an welchem wir haben die Erloͤſung durch ſein Blut, nemlich die Vergebung der Suͤnden. Am 25. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Matth. 24/1528. Arann ihr nun ſehen werdet Womn ihr nun eh den Greuel der Verwuͤſtung, davon geſagt iſt durch den Pro⸗ pheren Daniel, daß er ſtehet an der heiligen Staͤtte(wer das lieſet, der merke drauf). Alsdann fliehe auf die Berge, wer im juͤdiſchen Lande iſt. Und wer auf dem 2 e r icht gaben. Fache Chr in duffeher, ud Pusdertt werden in de tglich wire naten. E Fbor gesagt euch ſgen! in der Win Hauk; sche Ait, f gu gich ie det: Aſgang und bergang, dis dukanſede A cher en fig de Nie kpiſel d wole Brüder dan, de! —————— * — 1 10 c 00 de kei Och mir 1 0 1 wid cz fache ihn führen uch geg 1 1 ngen 77 Mn J, hm leben Brad e deaſe ng At I aht men n et, N en de f ce g 14 N,* N vun ba* 1 10 10 100 an N ne a0 1 0 ene, e e 5 af, er beißt, ag dal nüt 4 Daanmi, 1 aud r ern. 1 4 Seen l, Gos, 10 gelang in.— el auch ny, rer une 90 Awhubc ee ee ee Lunch dean,„ d in duc nchtigen kal r. De I Dogen keen e e e. n A fis in ger . eee A aan kae ug e w e Verl, tn in n ir 15 e ka ng 4A Wie n rde 2 alen cbt dung man in ano c un Wai 1— r een f e U Nand 3 1026 eee und Wunder thun, daß verfuͤhret l 1 daha N r. A t mit da len bbb: e den Pu, ber unte, macht hu r werden n eiligen ing et baten mf, u uns Reich i rn weſchen ge durch ſen er dig e bung der En — 2 1 aber unnd e de dend ** Den, el ee . i 1 2„ Sonnt. n ee 1 4 num, Mahn Damn 4 L De tale 5* 4 3 Net N, Ne LI e K. t 0 d N d. 0 10 u Arge, be un ir. 15 1. dee e Ahr man e A reuc bab ſagt it ug e iniel, daß d St, dat? vu. drauf). 170 ö 5 5 li NM, Aufgang und ſcheinet bis zum denen, die da ſchlafen, auf daß Am 28. und 26. Somtage nach Trinitatis. 49 che iſt, der ſteige nicht hernieder, etwas aus ſeinem Hauſe zu holen. Und wer auf dem Felde iſt, der kehre nicht um, ſeine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwan⸗ gern und Saͤugern zu der Zeit. Wittet aber, daß eure Flucht nicht geſchehe im Winter, oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübſal ſeyn, als nie eweſen iſt, von Anfang der Welt, bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo dieſe Tage nicht wuͤrden verkuͤrzet, ſo würde kein Menſch ſelig; aber um der Auser⸗ wäzlten willen werden die Tage verkuͤrzet. So alsdann jemand zu euch wird ſagen: Siehe, hier iſt Chriſtus, oder da, ſo ſollt ihrs nicht glauben. Denn es werden falſche Chriſti und falſche Prophe⸗ ten aufſtehen, und große Zeichen werden in den Irrthum(wo es moͤglich waͤre) auch die Auser⸗ waͤhlten. Siehe, ich habs euch zuvor geſagt. Darum, wenn ſie zu euch ſagen werden: Siehe, er iſt in der Wüſten, ſo gehet nicht hinaus; ſtehe, er iſt in der Kam⸗ mer, ſo glaubets nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Niedergang, alſo wird auch ſeyn die Zukunft des Menſchen Sohns. Wo aber ein Aas iſt, da ſammlen lich die Adler. 8 Epiſtel, 1 Theſſ. 3, 13.15. (Mir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten von ihr nicht traurig ſeyd, wie die an⸗ dern, die keine Hoffnung haben. Denn ſo wir glauben, daß Jeſus Zeſtorben und auferſtanden iſt, alſo wird Gott auch die, ſo ent⸗ ſchlafen ſind, durch Jeſum, mit ihm fuͤhren. Denn das ſagen wir cuch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und uͤberblei⸗ ben, in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da ſchlafen. Denn er ſelbſt, der Herr, wird mit einem Feld“. Geſchrey und Stimme des Erz⸗ Engels, und mit der Poſaunen Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Todten in Chri⸗ ſto werden auferſtehen zuerſt. Darnach wir, die wir leben und uͤberbleiben, werden zugleich mit denſelbigen hingetuͤcket werden in den Wolken, dem Herrn entge⸗ gen in der Luft, und werden alſo bey dem Herrn ſeyn allezeit. So troͤſtet euch nun mit dieſen Wor⸗ ten untereinander. Am 26. Sonnt, nach Trinit. Evangelium, Matth. 2, 3146. Wenn aber des Menſchen Sohn fommen wird in ſeiner Herr⸗ lichkeit und alle heilſge Engel mit ihm, dann wird er ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit, und werden vor ihm alle Volker ver⸗ ſammlet werden. Und er wird ſie von einander ſcheiden, gleich als ein Hirte die Schaafe von den Boͤcken ſcheidet. Und wird die Schaafe zu ſeiner Rechten ſtellen, und die Boͤcke zur Linken. Da wird dann der Konig ſagen zu de⸗ nen zu ſeiner Rechten: Kommet her, ihr Geſegneten meines Va⸗ ters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbegin der Welt. Denn ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich geſpeiſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getrinket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich beher⸗ berget. Ich bin nackel geweſen, und ihr habt mich bekleidet Ich bin krank geweſen, und ihr habt mich beſuchet. Ich bin gefangen geweſen, und ihr ſeyd zu mir kom⸗ men. d Dann 80 Am 26. und 27. Sonntage nach Trinitatis. Dann werden ihm die Gerech⸗ ten antworten und ſagen: Herr, wann haben wir dich hungrig ge⸗ ſehen, und haben dich geſpeiſet? Oder durſtig, und haben dich ge⸗ traͤnket? Wann haben wir dich einen Gaſt geſehen, und beherber⸗ get? Oder nacket und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen geſehen, und ſind zu dir kommen? Und der Koͤ⸗ nig wird antworten, und ſagen zu ihnen: Wahrlich, ich ſage euch: Was ihr gethan habt einem unter dieſen meinen geringſten Bruͤ⸗ dern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch ſagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewi⸗ e Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich nicht geſpeiſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich nicht getraͤnket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nacket gewe⸗ ſen, und ihr habt mich nicht be⸗ kleidet. Ich bin krank und ge⸗ fangen geweſen, und ihr habt mich nicht beſucht. Da werden ſie ihm auch ant⸗ worten, und ſagen: Herr, wann haben wir dich geſehen hungerig, oder durſtig, oder einen GGaſt, oder nacket, oder krank, oder gefan⸗ gen, und haben dir nicht gedienet? ann wird er ihnen antworten, und ſagen: Wahrlich, ich ſage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter dieſenGeringſten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und ſie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben. Epiſtel, 2 Theſſ. 1, 3.10. Mir ſollen Gott danken alle⸗ zeit um euch, lieben Bruͤder, Glaube wächſet ſehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen einander. Alſo, daß wir uns euer ruͤhmen unter den Gemeinen Gottes, von wegen eurer Geduld und Glauben in allen euren Verfolgungen und Truͤbſalen, die ihr duldet. Wel⸗ ches anzeiget, daß Gott recht richten wird, und ihr wuͤrdig wer⸗ det zum Reich Gottes, uͤber wel⸗ chem ihr auch leidet. es recht iſt bey Gott, zu vergelten Truͤbſal denen, die euch Truͤbſal anlegen. Euch aber, die ihr Truͤb⸗ ſal leidet, Ruhe mit uns, wann nun der Herr Jeſus wird offen⸗ baret werden vom Himmel, ſamt den Engeln ſeiner Kraft, und mit Feuerflammen, Rache zu geben uͤber die, ſo Gott nicht erken⸗ nen, und uͤber die, ſo nicht gehor⸗ ſam ſind dem Evangelio unſers Herrn Jeſu Chriſti. Welche werden Pein leiden, das ewige Verderben, von dem Angeſicht des Herrn, und von ſeiner herrli⸗ chen Macht, wann er kommen wird, daß er herrlich erſcheine mit ſeinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaubigen. Evangelium, Matth. 17, 19. Siehe oben am 6. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, 2 Petri 3, 313. Lieben Bruͤder, wiſſet das aufs erſte, daß in den letzten Ta⸗ gen kommen werden Spoͤtter, die nach ihren eigenen Luͤſten wan⸗ deln, und ſagen: Wo iſt die Ver⸗ nachdem die Vater entſchlafen ſind, bleibet es alles, wie es von Anfang der Kreatur geweſen iſt. wie es billig iſt. Denn euer Aber Muthwillens wollen ſie nicht wiſſen, Nachdem Am 27. Sonnt. nach Trinit. heiſſung ſeiner Zukunft? Denn, des Helichts 7 non e 0 cu b len! daß e Fun it wiel Aalen Jahr Kr becgeuch ag, wie es Nezug achten Geduld mit un dſß jemand ve Dre daß ſch] lehre. E w. 20g kommen, Nacht in ugehen werd den, die Cie fit Hitze zer de, und d. An ſind, u C0 kun bas: ie fllt iht In in ſeizm Wes fd eilet zu 906 des Her Himmel vt ud die Cle ſaneſzen n 90 eines far neuer Whheiſune lige wohf . e r 6 5 nel. * dht ruh ncht N inert, de me Mt he u ut n Ad ge at gl ei ie in ut nt — : Het gut 1 44 1 S bel 1 ö dae an 100 4 iin ſal! 2 Ae 1 0 N 4 0 D err J 10 aber ſey euch unverhalten, ihr 6 ein, A, pon dn ein , am gh l a ene 1 Dulgen, db ln 0 bee 1 1——— 1 „ i oben n e n eise el, 2 en Ander, nh K en eta egen li r„gen: Wust eh 7% iter Ze U die Vit a bet ts ale, e * der Kum g ö Sonn 47 lun, Nag Am Tage Mariä Reinigung. 31 wiſſen, daß der Himmel vorzel⸗ ten auch war, dazu die Erde aus Waſſer und im Waſſer beſtanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die⸗ ſelbigen mit der Sündfluth ver⸗ derbet Alſo auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch ſein Wort en ert daß ſie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottloſen Menſchen. Eines Lieben! daß ein Tag vor dem Herrn iſt wie tauſend Jahr, und tauſend Jahr wie ein Tag. Der Herr verzeucht nicht die Verheiſ⸗ ſung, wie es etliche für einen Verzug achten, ſondern er hat Geduld mit uns, uod will nicht, daß jemand verloren werde, ſon⸗ dern daß ſich jederman zur Buße bekehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen, als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Kra⸗ chen, die Elemente aber werden fur Hitze zerſchmelzen, und die Erde, und die Werke, die drin⸗ nen ſind, werden verbrennen. So nun bas alles ſoll zergehen, wie ſollt ihr denn geſchickt ſeyn mit heiligem Wandel und gott⸗ ſeligem Weſen? Daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Ta⸗ ges des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente fuͤr Hitze zer⸗ ſchmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels, und einer neuen Erde, nach ſeiner Verheiſſung, in welchen Gerech⸗ tigkeit wohnet. Am Tage Mariaͤ Reinigung. Evangelium, Lucaͤ 2, 22.32. ind da die Tage ihrer Reini⸗ gung, nach dem Geſetz Moſe kamen, brachten ſie das Kind Je⸗ ſu gen Jeruſalem, auf daß ſie ihn darſtelleten dem Herrn.(Wie denn geſchrieben ſtehet in dem Geſetz des Herrn: Allerley Maͤn⸗ lein, das zum erſten die Mutter bricht, ſoll dem Herrn geheiliget heiſſen.) Und daß ſie gaͤben das Opfer, nachdem geſagt iſt un Ge⸗ ſetz des Herrn: ein Paar Turtel⸗ Tauben, oder zwo junge Tau⸗ ben. Und ſiehe, ein Menſch war zu Jeruſalem, mit Namen Si⸗ meon, und derſelbige Menſch war fromm und gottesfuͤrchtig, und wartete auf den TroſtIſraels, und der heilige Geiſt war in ihm. Und ihm war eine Antwort wor⸗ den von dem heiligen Geiſte, er ſolte den Tod nicht ſehen, er haͤt⸗ te denn zuvor dencChriſt des Herrn geſehen; und kam, aus Anregung des Geiſtes, in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Je⸗ ſum in den Tempel brachten, daß ſie fuͤr ihn thaͤten, wie man pfle⸗ gek nach dem Geſetz: da nahm er ihn auf ſeine Arme, und lobe⸗ te Gott, und ſprach: Herr! nun laͤſſeſt du deinen Diener im Frie⸗ de fahren, wie du geſagt haſt; denn meine Augen haben deinen Heiland geſehen, welchen du be⸗ reitet haſt vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Iſ⸗ rael. Lection, Maleach. 3, 14. Siehe, ich will meinen Engel ſenden, der vor mir her den Weg bereiten ſoll. Und bald wird kommen zu ſeinem Tempel der 2 den ihr ſuchet, und der engel des Bundes, deß ihr be⸗ gehret. Siehe, er kommt, ſpricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag ſeiner Zukunft erleiden moͤgen? Und wer wird beſtehen, wann er wird erſcheinen? Denn er iſt wie das Feuer eines Gold⸗ d 2 ſchmie⸗ 52 Am Tage der Verkuͤndigung Maria. ſchmiedes, und wie die Seife der Waͤſcher. Er wird ſitzen und ſchmelzen, und das Silber reini⸗ gen; er wird die Kinder Levi rei⸗ nigen und laͤutern, wie Gold und Silber. Dann werden ſie dem Herrn Speisopfer bringen in Ge⸗ rechtigkeit; und wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Ju⸗ da und Jeruſalem, wie vorhin und vor langen Jahren. Am Tage der Verkundigung 8 Maria. Evangelium, Luc. 1, 2638. Ur im ſechsten Mond ward der Engel Gabriel geſandt von Gott in eine Stadt in Galilaͤa, die heiſſet Nazareth, zu einer Jungfrauen, die vertrauet war ei⸗ nem Manne, Mit Namen Jo⸗ ſeph, vom Hauſe Davids, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein, und ſprach: Gegruͤßeſt ſeyſt du, Hold⸗ ſelige, der Herr iſt mit dir, du Gebenedeyete unter den Wei⸗ bern. Da ſie aber ihn fahe, er⸗ ſchrack ſie uͤber ſeiner Rede, und gedachte, welch ein Gruß iſt das? Und der Engel ſprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht, Maria, du haſt Gnade bey Gott funden. Sie⸗ he, du wirſt ſchwanger werden im Leihe, und anen Sohn gebären, deß Namen ſolt du Jeſus heiſſen. Der wird groß, und ein Sohn des Höchſten genennet werden. Und Gott der Herr wird ihm den Stuhl feines Vaters Davids ge⸗ ben. Und er wird ein Koͤnig ſeyn uͤber das Haus Jakob ewiglich, und ſeines Koͤnigreichs wird kein Ende ſeyn. Da ſprach Maria zu dem Engel: Wie ſoll das zuge⸗ 4 hen? Sintemal ich von keinem Manne weiß. Der Engel ant⸗ wortete, und ſprach zu ihr: Der heilige Geiſt wird uͤber dich kom⸗ men, und die Kraft des Höchſten wird dich uͤberſchatten; darum auch das Heilige, das von dir ge⸗ boren wird, wird Gottes Sohn genenmnet werden. Und ſiehe, Eli⸗ ſabeth, deine Gefteundtin, iſt auch ſchwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jezt im — ſechsten Mond, die im Ge brey iſt, daß ſie un fruchtbar ſey. Denn bey Gott iſt kein Ding unmoͤg⸗ lich. Maria aber ſprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mix geſchehe, wie du geſagt haſt. Und der Engel ſchied von ihr. Lection, Jeſaia 7, 10. 16. ind der Herr redete aber mal zu Ahas, und ſprach: Fordere dir ein Zeichen vom Herrn dei⸗ nem Gott, es ſey unten in der Hoͤlle, oder droben in der Hoͤ⸗ he. Aber Ahas ſprach: Ich wills nicht fordern, daß ich den Herrn nicht verſuche. Da ſprach er: Wol⸗ an, ſo hoͤret ihr vom Hanſe Da⸗ vid: Iſts euch zu wenig daß ihr die Leute beleidiget? ihr muſſet auch meinen Gott beleidigen. Darum, ſo wird euch der Herr ſelbſt ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau iſt 0 und wird einen Sohn gebaͤren, den wird ſie heiſſen Immanuel. But⸗ ter und Honig wird er eſſen, daß er wiſſe Boͤſes zu verwerfen, und Gutes zu erwaͤblen. Denn ehe der Knabe lernet Boͤſes verwerfen, und Gutes erwaͤhlen, wird das Land, dafuͤr dir grauet, verlaſ⸗ ſen ſeyn von ſeinen zween Koͤ⸗ nigen. Than deinen — 2— — —— — a m a r den, ne 1 em d l 1 Aut te, du he. lh J an den D u rn, daß ih 9 et In bee kr. n 05 Daſſrche iner Redt. a 1 küch zupenß 0 e 1 N, Nun, 4 un Gon 10 1 indn kr d so wic at er det el E ae% f Gen e 0.— ſernd u K. Sohn geln, ei frau it hu u u hen. u 55 115 and en Fan wiß J iſſen Jun 1 nennet wat. E nig wir wid tr ri r rd ie bn bei; 1 * 4 Dude x. 8 0 1 Mes ern, u 8 9 1 085 und tn daf ihr ande 5 e——————— 8 9* ——— duc Nun n en en ti p! U dan 1 e. In Frag und Antwort geſtellte, d auch mit een heiliger Schrift ekräftigte Erklaͤrung A Nartin Luthers; Welche auf Alergnädigſten Befehl Ihro Koͤn. Maj. in Schweden nebſt eee Sich Johanne Nicolao Breidenbach Superintendenten des Marbürgif ſchen Districts und Conſiſtotial Rath, Zum Allgemeinen Gebrauch in die Lutherif che Kirchen und Schulen in Heſſen 9 worden. mR NUN Bey Heinrich Ludwig Broͤnner, 17 83. dbb feli to al f igel 110 that Le, de pls W. ke u dete 15 ſighheſ kthee ah fechten Kuli i, d. CoCo 77 = N n N I fn n e FEET g 78 8 [IKleichwie die Erkaͤnntniß Got, tes und ſeines Willens von der Menſchen Seliakeit iſt das erſte Stuͤck des ſel igmachenden 6 laubens, und da⸗ hohe auch der Grund eines wahren und thaͤtigen Chriſtenthums, alſo muͤſſen diejenige„welche wahre glaubige u 10 thaͤtige Chriſ ſten werden und ſeyn wol⸗ len, dieſe Erkoͤnntniß GOttes und ſei⸗ nes Willens von der Menſchen Selig keit, und deren Wachsthum, ſich ſe⸗ derzeit tegen ſeyn laſſen. Nachde⸗ me dann der ſelige Lutherus der Chri⸗ ſtenheit darinnen eine groſſe Wohlthat erwieſen, da er die Hauptſtuͤcke der Chriſtlichen Lehre in ſeinem kleinen Ca⸗ techismo verfaſſet hat; Als haben J Ihro Koͤnigl. Maſeſ aͤt in Schweden befoh⸗ len, daß dieſe Erklaͤrung des Catechis⸗ A 2 mi mi Lutheri, um 0 che Erk anmtniß, und deren Wachsthum darinnen zu erlan, gen, von mir, dem Superintendenten, in alle Lutheriſche Gemeinden und Schu⸗ len zum allgemeinen Gebrauch, einge⸗ fuͤhret werden ſolle. Gott laſſe dieſe keen, Intention zu vieler See⸗ Wachsthum in dem Gruͤndung und Chriſtenthum gereichen! Weil man bey Anfuͤhrung heiliget Schrift auf die Worte, die den Beweiß/ thum vor Augen legen, weiſen wollen, ſo ſind dieſelbe kuͤrtzlich exprimiret. Dienet demnach das beygefuͤgte Spruch Regiſter, die Spruͤche vollſtaͤndig ins Gedaͤchtniß zu bringen, und aus⸗ . wendig zu lernen. 0 0 Ein Mt de l Jh.s, 2 00 i 9 0 f Ii. 2 — 5 5 2 H n 0 r J. N. 3 Was iſt der Catechismus? ine Unterweiſung derer Einfaͤltigen in denen vornehm⸗ E ſten Haupk⸗Stuͤcken der Chriſtlichen Religion. 155 Was wird erfo dert, daß man mit Nutzen die Cate⸗ 0 chismus⸗Lehr anhoͤre? 5 1. Ein hertzliches Gebaͤt. 2. 4. Feeißige Aufmerckſamkeit auf das was gelehret wird. 3. Daß man das Gelernete in Uebung bringe Biſt du ein Christ 8 N Was heiſt ein chelkr a N n f 0 intent ian dg Am I decott F ede a0 uam le. dean — Ja. ——— Geſalbter. ef 1 it 51 i 85 5 bel hen G 115 er geſalbet? Mit dem heiligen mac debe fig 1J Ane 5 20. das ben dessen von dem der heilig iſt ze. die ruch? 0 Was thut der heilige Geiſt, wenn er die Menſchen iu Ehriſten 80 i it 0 n macht, und im Chriſte hum fortfuͤhret? 76 tiß btin ed, Ide Er 5 leuchtet die 0 1. 1 Je 27.20. s und wiſſet alles z. wendg i A0. Was tdut er mehr? Er treibet die Menſchen zum Guten. Nom. 8, 14. Welche der Geiſt Gottes treibet,(und demſelben Trieb folgen,) die ſind GOttes Kinder. Insbeſondere zum Gebaͤ e. 7 Nom. 9, 15. welcher ruffet: Abba lieber Vater. Woraus muß ein Chriſt alles thun? Aus dem Trieb des Heiligen Geiſtes. Noͤm. 8, 1. die nicht nach dem Wale wandeln, ſon⸗ dern n nach dem Geist. f . I. 2 3 Vom Eingang des Catechismi. Iſt die Saloung noöthi g? Ja. ebm. 8, 9. Wer Chriſti Geiſt nicht hat, 0 ein Chriſt.) Woher weiſt du das; Daher, weil ein Chriſt ohne ſelbige nicht beſtehen kan. Wie viel Stücke werden zu einem Chriſten erfordert: 2 Stuͤck. 1. Daß er getauft ſeh. Job. 3, 5 Es ſey dann, daß jemand gebohren werdtaus Waſſer und e. 2. Daß er die Chriſtliche Lehre wiſſe. Joh. 17, 3. daß ſie dich erkennen. 3. 5 Wis macht einen ebtien⸗ Der Glaube. Gal. 5, 6. Denn in Chriſto Ieſu⸗⸗ W der Glaube. Was beweiſet einen 5 Die Liebe. ö Joh. 13 35. Dabey wird jedermann ⸗ ſo ihr Liebe ꝛt. Die guten Wercke. Tac. 2, 18. Zeige mir deinen Glauben mit deinen Wercken. N Was benahet einen Chee r Das Creutz. 1 Petr. 1. 7. Auf daß euer Glaube„% Welcher durcht Feuer bewaͤhret wird. ö Welches iſt dann die Chriſtli che Lehre? Die in den Schriften Moſis, der Propheten und N n, verfaſſet und gegruͤndet iſt. Welches ſind die Schriften Moſts, der Propheten und Avpoſteln? Das Wort Gottes, oder die heil ige Schrift. Wer iſt der Ueheber der heiligen E Schrift! BOTT. 2 Tim. 3, 16. Alle Schrift, von Gott eingegeben, c. Wem bat er ſie eingegeben? Denen Propheten und Apoſteln. Epheſ. 2, 20. Erbauet auf den Grund der Propheten und Apoſtel.(Schriften) Wer der iſt nicht ſein. 0 ———— Glaube. f i 5 1 90 fiche“ ma J 9. 5. 0 G01 0 2 Lin. 0 Cor de M. 55 Ihter d Matth.. Diet NJ 5 D 15 0 MI 1% e I em Chi.: luck— dne Went 1 4 t 90 Aguſt, eee er dan, Je de Chang 0 daz ſie dich* ſe * Wah uit hh ar hen af er n N i h 0 dl * a 0% e! ene Ohe khr Schein Mos er Pen ait ud grün. du Een N i der Nut 0 010 GO, der]! ilge Sat det lieh er n Ec * Scene igkgeheh Den ba f ft f e, ten md wos— 5, N dla ud ur be wn Vom Eingang des Catechismi. 8 et sen in ber heiligen Schrift leſen? Alle Menſchen, ohne Unterſeheid des geistlichen und weltlichen Standes. Joh. 5, 39. Suchet in der Schrift ꝛc. Pf. 1, 2. Sondern hat Luſt zum Geſetz des HEren. Ap. Geſch. 17, 11.„ Und forſcheten taͤglich. Wann ſoll der Anfang gemacht werden? Von Kind auf. 2 Tim. 3, 15. Weil du von Kind auf ꝛc. Wie ſoll man leſen? Vor der Leſung baͤten. Pf. 119, 18. Oefne mir die Augen ze. Unter der Leſung Achtung geben. Matth. 24, 15. Wer das lieſet, der mercke drauf. Nach der Leſung dancken für die Offenbahrung ſei⸗ nes Willens, und bitten, daß man nicht ſey ein bloſer Leſer, ſondern auch ein Thaͤter. 8 It die heilige Schrift klar und deutlich? Pf. 11% 105. Dein Wort iſt meines Fuſſes Leuchte c. Wie viel Hauptſtucke hat die Chriſiliche Lehre? uͤnf. 225 Was beißt ein Hauptſtuͤck⸗ f Das vornehmſte Stuck. Weil das Haupt iſt das vornehmſte Glied. Das erſte, von den zehen Geboten Gottes. Warum handelt das erſte Hauptſtuͤck von den zehen 5 Geboten GOtte?s Weil der Menſch erſt ſeine Suͤnde aus denen Gebo⸗ ten GOttes erkennen muß, ehe er des Evangelii kan theilhaftig werden. 1 Kan der Menſch die zehen Gebote Gottes vollkommen halten, und dadurch gerecht werden? Nein. 5 Roͤm. 8, 3, Denn das dem Geſetz unmoͤg lich war ze. 75 Wo urch wird der Menſch gerecht! Durch den e 5 A 4 Roͤm. * Vom Eingang des Catechismi. Ram. 3, 28, So halt: n wir e nun* gerecht werde durch den Glauben. Dao handelt das andere Hau ptſtuͤck. Wiches iſt die vorn hunte Arbeit der hett Das Geb af. f 8 05 Weil wir Auch daſſelbe alles Gute erlangen, und alleß Boͤſe abwenden. 5 Davon handelt das dritte Hauptſtück. Muß der Men ſch Iters an ſeinen Tauf Bund gedenken, 8 und demselben gemaß leben? g 2 d. 5 Weich Hauptſtück handelt davon: Das vierte Hauptſtuͤck. 0„Muß der Menſch ſeinen Glauben ſuchen z ſlaͤrcken: 25 Ja. Welch Hauptſlüch handelt babene Das fuͤnfte Hauptſtuͤck. 57 Wozu di enen Uns dieſe alleſamt inigemein e Zu we Sur Erkaͤnntniß unſerer ſelbſten, und B Ottes⸗ Wer ſind wirs Arme Ender, 1585 Was ſſt die unde? unecht, und alles, was wider G Ottes Geſetz ſ. Joh. 3, 4. Wer Sünde thut, der thut auch untecht, dann, bie Sünde iſt das Unrecht. Wie pſel rley it die Sünde? W Zeyer ey: Erb⸗ Suͤnde, und wuͤrckl 5 Suͤnde. N Worinnen beſtehet die Erb Sund? Int der Beraubung des Goͤttlichen Ebenbildes. Röm. 3,23. und mang lt des Ruhms(ber Heerkadtent des. Oben dudes GOttes.) Und Zuneigung zin n Boͤſen. 1 B. Mol. 6,5. Das Lichten und Crack ten ꝛe. Wir 7 55 fleiſchſich ge eſinnet, und Feinde G Oles: Rom. 8, 80 eiſ hl. 00. geſinnet 175. eine Sindſchaſt ge⸗ gen e Wir 0 — Wil ſind iger En all 10 Mit Ge d Wo Ee Mut ehe und Hale 100 5 Oſch e I. JM. 222 26151 lt Ib. Du Eph. 317 dae A N. „Büing In ec M. 3 1 90 5 Di 0 Jes. 97 e funde N Wor Nah de N 55 * 0 bh 0 5 J 0 0 1 bad S Au 17*. ret ſaſſ 0 Du ſud 50 1 0 es, du ui Se 25 ca, S anhin N „Side, un tek lichen n belt he Et nde! ng d Hö z SEbenhſhn 1 a rh . N zun! Nin Ned sn. Wach g„ ende g le ine Hh N Vom ing ena des Catech emi. 9 Wir ſind Kinder des Zorns, wuͤrdig zeitlicher und ewiger Strafe. Wer dieſe tiefe Verderbniß ſeiner Natijt nicht kennet, der kennet ſich noch nicht recht. We wird die wüuͤrckli che Suͤnde begangen? 5 Mit Gedanken, Begierden, Gebaͤrden, Worten a und ee Wie ſtehen wir it Gott? Wie viel ſind Goͤtt'r?! Nur 8 aber drey Perſonen, Vater, 5 Schlecht. N und Heiliger Geiſt. 1 Joh. 5/7. Drey ſind die da zeugen e. e ie werden wir mit Gott ver ſohnet? Durch Chriſtum. 1 Joh. 2,2. 8 ſt die Verföhnung fuͤr unſere Sünde. 9 Cor. 5, 19. Gdit war in Ehtiſto, und verſoͤhnete die 1 85 nut ihm. Wie werden wir mit Gott bereiniget? Durch den Glauben 5 1 Eph. 3,17. Dürch den Glauben wohnet Chriſtus in len ertzen. 5 Wohin gehet urſer gantzes Cheiſtentbum? Auf die Vereinigung mit GOT. „Worinnen beſtehet dia gruͤßte Seligkeit eines Menschen? In der Vereinigung mit GOtt, als dem hoͤchſten Guth. Pf.. 73/5. Ach HErr! wenn ich nur dich habe, ꝛc. 8 Kan dieſe Vereinigung, mit Gott e aufgehaben werden? 5 Ja. Wodur Durch wiſſentliche und vorſeh 1 Sonden. Jeſ. 59, 2, Eure Untugenden ſcheiden euch and euren Gd von e nander. Wornacd. muß der Menſch am meiſten trachten Nach der Vereinigung mit GOtt. A 8 Wovor muß ſich der Menſch am meiſten huͤten 2 261 Vor wiſſentlichen und vorſetz! ichen Ouͤnden. 1 70 A 5 Das ö Das 7 5 Sauprſtück. 3 19 Von den zehen Geboten Gottes. 1 Wer hat din eden Gebote gegeben: fh Der dreyeinige GOTT. e e . Durch wen: an Durch Moſen. 0. un 1 Wo: 2 4 ge Auf dem Berg Sine 0 g 555 em: 5 Allen Menſchen, J Pr. Sal. 12, 13. Furchte Gott„ gehoͤret allen Menſchen u wu Auſ wee viel Tafeln: E Auf zwey ſteinernen 80 eln. 9718 il 5 Warum ſteinerne; ſugchen Anzuzeigen: 1. Die Daurung und Wehrung. 2. Uu, ſere ſteinerne Hertzen, 1 Ezech. 11,19. Ich will das ſteinerne Hertz wegnehmen. Na, „„Wie lang ſoll das Geſet wahren? e In Ewigkeit. Nu, Wovon handelt die erſte Tafel? 6 Eid Von der Liebe G Ortes. Wie en Wodon handelt die andere Tafeln!n?n n Von der Liebe des Naͤchſten. 1 Wer iſt unſer Nachſter?„ IB. Alle Menſchen, die unſere Hüuͤlfe beduͤrfen. Luc. 1o. abi, 90 Auch unſere Feinde?„ Andern Matth. 5, 44. eiebet eure Feinde ꝛc. g Röm. 12, 20. So deinen Feind hungert, ſo ſpeiſe ihn ce. Hat nicht einer einen Vorzug vor dem andern? 1 Du Ja, denen wir mehr verbunden ſind. In dem Leib⸗ leben lichen denen El tern. Im Geiflichen denen Glaubens Fey 5 a al. 6. 10. Kaſſet uns Gutes chun an jedermann alerutſt 25 an denen Slaubens⸗ 1 1 g 0 . 1 We N inge 9 eng 0 9 hosen. ird near 10 Sar da dl — f GDs. 0 dat odo dende be e da l 2 Laftl! Vu i mia! Ert den, er bebliſg dat net Duc Zorns GOttes. N dard t— 2 Ss denn zun engen f* n ee wir malt rbuf Wind. bag ren. f in denc cc aße mn ret f trum/ Gant, c — ö U 0 Watt, p fe Mom erſten Hauptſtuͤckk. 1 Wie vielerley iſt die Liebe? Zweyerley: Die gemeine Liebe, welche auf alle Men⸗ Hen gehet. Die Bruͤderliche, welche gehet auf die Glaubens⸗Genoſſen. 2 Petr. 1,7. In der gemeinen„ bruͤderlichen Liebe. Wie hat Gott das Geſetz gegeben? Unter Donner und Blitzen. Warum: 1. Anzudeuten die Allmacht und Majeſtaͤt G Ottes. 2. Die Wuͤrckung des Geſetzes; Ankuͤndigung des Roͤm. 4, 15. Das Giſetz richtet nur Zorn an. Was erfordert das Geſetz vor einen Gehorſam Nicht einen bloß aͤuſſerlichen, ſondern auch einen in⸗ ner lchen Gehorſam. Röm. 7, 14. Wir wiſſen aber, daß das Geſetz geiſtlich ꝛc. Iſis nicht genug, das Wort Gottes anhören! Nein, es muß auch mit den Hertzen angenommen, und in die Uebung gebracht werden. Jac. 1, 21. 22. Nehmet das Wort an mit Sanftmuth 7 Seyd aber Thaͤter des Worts, und nicht Hoͤrer allein. Wie ein Haus⸗Vater ſolches ſeinen Rindern und Geſinde einfaͤltig vorhalten ſoll. Wo hat Bott dieſes befohlen? B. 1 6, 6. 7. Dieſe Worte, die ich dir dane gebiete, ſolt du zu Hertzen nehmen, und ſolt 15 deinen Kindern ſchaͤrfen ꝛc. Das erſte Gebot: 2 Du ſol ſol t keine andere Goͤtter 15 neben mir. Wie viel Stuͤcke ſind ben einem jeden Gebot in acht zu nehmen: Zwey: Das Boͤſe, das GOtt berblert, und das Gute, das ber gebiet Wer Vom erſten Gebot Weir wird verſtanden durch das Wortlein Du! Ale Menſchen. Was wird hier verboten? Die Abgoͤttereh.(Die goͤttliche Ehre denen Creatu ven geben.) Wie vielerley iſt die Abgoͤtterey? Zweyerley:. und ſubtile. Was iſt die grobe Abgoͤtterey? Wann man etwas vor GOtt haͤlt, das nicht GOtt iſt. 8. E. Sonne, Mond und Sterne. Was iſt die ſubtile Abgoͤtterer?; Wann man die goͤttlcche Ehre einer Creatur giebt. 3 E. Der Geitz. Col. 3, 5. Der Geitz, welcher iſt Abgötterch. Das Vertrauen, welches GOtt allein gebuͤhret, Geld und Geldes Werth ſetzet. Phil. 3 19. Deren der Bau ihr Bott it lieben als Gott.) Iſt verboten Bilder anzubäͤten? 2 2 5 Mo. 204 4. Ou ſolt dir kein Bildniß ꝛc. 90 Iſt erlaubet in denen Kirchen Bilder zu haben. Ja. Woher wird das bewieſen? Wei es Gott befohl en hat. 1 Kön. 6. Worzu dienen ſe? Zur aͤuſſerlichen Zierath, und Erinnerung der heil⸗ ſamen Geſchichten der Geburt und des Leidens Chriſti. Was wird geboten? c Wir ſollen G Ott uͤber alle Dinge fürchten„lieben. und ihm allein vertrauen. Was wird voraus geſetzt, wenn wir Gott ſollen fürchten? Die Erkaͤnntniß GOttes. Wen ich nicht erkenne, den kan ich nicht fuͤrchten. 1 In die Erkauntniß Gottes noͤthig? Ja. Joh. 177 3. Das iſt aber das ewige Leben ꝛc. auf (den Bauch mehr 1 n 0 nin ch 0 ingn nich het dat g deb Kid din darf le eres iu etwas g öme, 5 1. de it 16 gauche f derben du dertraun A8 gtiqt. dun 1 S tt fili fut auß Go. ich nch t fürchem u 905 with be f n e, Vom erſten Gebort 2 in: 4. Du ig be K u dan git Do der da haz tt beſcha hat B Nenn f en Zurh, un men ien det Gurt i A Hehe c ech Fer. Ott dhe alex ze fich, —.— jenes thut, dieſes aber unterlaſſet. Wie vſele ley ſſt die Erfänntniß GOttes: 8 Ztweyerley. Die kodte und lebendige. . Was iſt die todte Erkaͤnniniß Die nicht in den Willen gehet. 5 Mass iſt die Lebendige? Die in den Willen gehet. Wie muß unſere Liebe beſchaffen ſeyn!? Lebendig. Job. 13, 17. Ss iht solches wiſſtt, gelig ſerd lor ſo ir ſol⸗ ches thut. Was muß der Menſch in der Erkaͤnntniß thun! Wachſen, 1 2 Petr. 3, 18. Wachſet aber in der Exkaͤnntniß. Die gantze Zeit des Lebens. Sollen wir Gott fuͤrchten? . Sorw. Sal. 14,26. 27. Wer den Herrn fürchtet ic. Wie vie erley iſt die Furcht GOttes? Zweyerley: Eine knechtiſehe und kindliche. Was iſt die knechtiſche Furcht? Da man ſich fuͤrchtet wegen der Strafen, die auf boͤſe Handlungen folgen. Kurtz, die Furcht vor der Strafe. Was iſt die kindliche? Eine Sorgfalt bey ſeinein Thun und Laſſen, damit man nicht etwa was vornehme, war GOtt zuwider iſt, oder unterlaſſe, was ihm gefalle. Oder kuͤrtzer, ſich aus Liebe ſcheuen ihn zu beleidigen. 0 5 Wie ſoll unſere Furcht ſern: Roͤm. 8, 15. Wit baben empfangen emen kindlichen Beiſt. Wer iſt nur gottesfuͤrchg? Der ſorgfaͤltig iſt bey ſeinem Thun und Laſſen. Wie? Ueberleget, ob es G Ott gefalig oder zuwider, und Sol⸗ 9 Sollen wir G Ott lieben? Ja Luc. 10, 27. Du ſolt Gott deinen HEren liehen ꝛc.(Luſt an Gstt und ſeinen Vollkommenheiten haben.) Wie ſollen wir GOtt lieben? Von Hertzen. 5 Pf. 18, 2. Hertzlich lieb habe ich dich de. Mit was vor einem Hertzen: „Mit gantzem, nicht mit halbem Hertzen. Luc. 10,27. von gantzem Hertzen.„ Kan man nicht zugleich Gott und die Welt lieben! Nein. 5 5 5 1 Joh. 2, 15. So jemand die Welt ſieb hat, in dem ze. Woran kan ma: die Liebe Gottes erkennen! Wenn man ſein Wort haͤlt. Joh. 14, 21. Wer meine Gebote hat, und haͤlt ſie, der iſts, der mich liebet. 8 5 Sollen wir Gott vertrauen? Warum? Weil er iſt allmaͤchtig, guͤtig und wahrhaftig. 8 Wie oll man SOtt vertrauen? Won gantzem Hertzen. Sprüchw. Sal. 3, 5. Verlaß dich auf den HErrn von gan, tzem Hertzen ꝛc. e l 1 95 Darf man ſich nicht auf Menſchen verlaſſen! ein. Jer. 17, 5. Verflucht iſt, der ſich auf Menſchen verlaͤßt ze. e Soll man die Mittel gebrauchen Ja, als ein Stuͤck goͤttlicher Ordnung: Z. E. in Kranckheiten, Artzeney.. Soll man ſein Vertrauen darauf ſetzen? Nein. Sondern das Vertrauen muß auf GOtt geſetzet werden, der ſeinen Seegen darzu geben muß. Unterlaͤſſet aber der Menſch den Gebrauch der Artzeney, ſo verſuchet er GOtt. Matth. 4,7. Du ſolt Gott deinen HErrn nicht verſuchen. Wann ſoll man Gott vertr uen? Allezeit, in guten und boͤſen Tagen. Das 6 Du E 9 1 e 0 genſheft * N Amal un hoben Gewbchſh Gottes, 1 duch G0 0 1 12 uh. Vodu Duc 0g Mel. 59 Me. . du 2. Dad Mh. eee Cue Das andere Gebot: 1 9 7.* ö 4 5 ang, Diur ſolt den Namen G Ottes deines Melee LeErrn nicht unnuͤtzlich fuhren. W.„eee, Wer wird gemevnet durch das Wort Du? Acne e e Alle Menſchen. 1 W Was durch den Namen Gottes! 12 a0 glg C0 GOT ſelbſt, und alles was G Ortes iſt, ſeine Ei⸗ 5 13 dle genſchaften, Wort, Sgerament, und alles was er ordnet. 1 enen i N 1 Was wird im andern Gebot verboten! . dere e, an Der Mißbrauch des Namens Gottes. f„ 4 Vaun! „ gut und N Herzen eden.* 3 *. Verla 10 II Henn g 0 775 Ve 1 ln: 7 * fh nt. uf 5 e del 94 dae M cen! Stic ga Artzenm N uin ſen Nennen es Uf feen! Wucht 7232 bn: dern d urg E. muß aft der ſenm Eg dan gan det Naß den euch he 50 50 bah bbb henet er in fig un del un Bott. en dum ud ln.. 0 T ichthüſz ſcheh val Durch Fluchen. ee Was heizt Fluchen? Sich, oder andern, Boͤſes wuͤnſchen. Iſt das Fluchen verboten? 1 14. Segnet und fluchet nicht. 1 Iſt erlaubt dem Vieh zu fluchen! Wodurch wird der Name Gottes mehr gemißbraucht? Durch Schwoͤren. 10 8 W Was heißt Schwoͤren? Gott zum Zeugen und Naͤcher anruffen. Iſt alles Schwoͤren verboten? Nein. 75 5 B. Moſ. 6, 13. Du ſolt bey ſeinem Namen ſchwoͤren. Welches Schwoͤren iſt dann verboten? 1. Das falſche ſchwoͤren. 2. Das liederliche und leichtfertige. Matth. 5, 37. Eure Rede ſey ja, ja, nein, nein 0, 3. Das Nom andern Gebot. 8 Das abgoͤftiſche Schwoͤren.(Bey der Jung eren Maria N. J Wodurch wird der Name Goles mehr misbrauchet! Duc Zaubern.. 7 Was heißt Zaubern? 4 3. Mit den Teufel einen Bund machen, und durch ei ine Hul fe allerley boͤſe und wunderbare Dinge thun, und das iſt grobe Zauberey, oder abergl aublſche Mittel brauchen. 0 N 150 man zu den Wahrſagern, 0 weisen Maͤnnern und Frauen) gehen, und duſelbe um Rath flagen? Nein. 3 B. Moſ. 19 lagern 1 Roͤm. 1, 32. Nicht allein die ſolches thun, ſondern auch die Gelen daran haben, mißbrauchen den Namen Gottes. „Wer ſind die Wahrſager? Werckzeuge des Teufels. Iſt erlaubet das Segnen und Segen ſorechen: Nein, das iſt ein Aberglaube. Desgleichen allerhand Characteren, G Ottes e hen, Franckhe ten zu heilen. Dazu iſt G Ottes Wort nicht gegeben: GOt⸗ tes Wort zu dem Ende zu ge rauchen, wozu es nicht ge⸗ geben iſt, iſt ein Mißbrauch. Wodurch wird der Name Gottes mehr bnibrauctt Durch Lagen. 8 Was heiſt hier dae N Gottes Wort faͤlſchlich auslegen. Wer thut daſſelbe? Nicht allein fal lſche Lehrer, vor nee war⸗ net, Matth. 7, 16. Sehet euch fuͤr vor den falſchen Pro⸗ pheten ꝛc. Sondern auch ſichere Leute, zu Hegung ihrer Sechupel. 3. E. Wenn ſie ihre wiſſentliche und vorſetz⸗ liche Suͤnden entſchuldigen, mit Roͤm. 3, 23. Wir ſind allzumal Suͤnder. Da doch dieſer Opkuch. nicht handelt von denen wiſſentlichen und vorſetzliehen Suͤnden. Oder mit n da es doch heißt im Ungluͤck. Wat Ihr ſolt euch tic wenden zu den Wir Spr. Sal. 24, 16. Der Gerechke fallt des Tages — k U——a Tugen. Hache gaaß it, 1 ſeg Sind dune L ber, J., Am, f den ſdere die Gl 60 N 500 Aal Nehe (nah Nile Mee . 19% ade deen une Ga e 5 Na Van F ach, Ju, 25 1 10 Weichtghn an n ug en, nunc en Midrauch 2 died e Reni 2 Dun hig In Vert fich 0 7 III A falcche en, A ech Ch „ Sead orden face dern au ſcheſ Se, u TE. Vuſeiſt zſentcheuh esche, u 2 dm. 3,2, f We. Nh di ln uf bh nt and or E 10 bah e — — — — Vom andern Gebot. Was wir! letztens verboten? Was heißt Truͤgen? Heucheln,(ſich anders ſtellen als es unſerm Sinne ere Truͤgen. gemaͤß iſt, oder wie wir es meynen,) Z. E. Aus Klei⸗ nigkeiten ſich ein Gewiſſen machen, aber nicht aus groſ⸗ ſen Suͤnden; ſich etlicher Suͤnden, welche mit unſerm Temperament nicht uͤberein kommen, enthalten, ande⸗ re aber, welche demſelben gemaͤß ſind, thun. Jac. 2, 10. Wer das ga tze Geſetz haͤlt, ſuͤndiget aber an elnem, iſt des gantzen Geletzes ſchuldig. 5 Was w rd im andern Gebot g boten? Der rechte Gebraueh des Namens GOttes, insbe⸗ ſondere die Anruffung GOttes.(Verlangen nach der Huͤlfe GOttes.) f 5 GOTT. Pf. 30, 15. Ruffe mich an ic. Worinnen ſollen wir GOtt anruffen? In allen Noͤthen. Wie vielerley ſind die Noͤthen? 2 70 Zweyerley: Geiſtliche,(Unwiſſenheit ꝛc.) Leibliche, (Armuth.) Was wird mehr geboten? Baͤten. Das Gebaͤt iſt ein Geſpraͤch des glaubigen Hertzens mit GOtt. 5 8 Pf. 19/15. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes. Wann ſollen wir baͤten! Allezeit. 1 Theſſ. 5,17. Baͤtet ohne Unterlaß. WMWo ſollen wir baͤten: An allen Orten. ä 5 5 g Tim. 2, 8. So will ich nun, daß die Maͤnner baͤten an allen rten. Wen ſollen wir anruffen? 9 Kan man allzeit und an allen Orten baͤen? d. c. S Wie? 222 ͤ vb n— — n 1 1 ä P ————— Vom anden Gebot. 18 Wie? f In dem Hertzen, wenn man ſein Hertz und Gedan⸗ cken zu GOtt richtet. 5 5 Was wird mehr geboten? Das Lob GOttes. 3 Was heißt loben? Die Vollkommenheiten GOttes erzaͤhlen. . Was heißt dancken? 5 Die Wohlthaten GOttes erkennen und ruͤhmen. 85 Wie ſollen wir Gott loben und dancken? Mit Hertzen, Mund und Wercken. Wie mit dem Hertzen? Daß wir erkennen die Vollkommenheiten GOttes. Pf. 103, 2. Run lob meine Seele den HErrn ꝛc. 1 We mil dem Munde: Daß wir die Vollkommenheiten GOttes erzehlen. Pf. 34, 2. Sein Lob ſoll immerdar in meinem Munde ſeyn. Wie mit den Wercken? 5 Daß man gute Wercke thue, durch welche andere zur Erkaͤnntniß der goͤttlichen Vollkommenheiten ge⸗ bracht werden. Matth. 8, 6. 3 daß ſie eure gute Wercke ſehen, und euren Vater im Himmel preiſen. ä Vor welche Wohlthaten ſollen wir Gott dancken: Vor alle Wohlthaten, geiſtliche,(das Wort GoOt⸗ tes) und leibliche,(Geſundheit) die Er uns und un⸗ ſerm Naͤchſten erzeiget hat. 5 Sollen wir auch Gott dancken vor das Creutz! Ja. 85 Pf. 119/71. Es iſt mir lieb, daß du mich gedemuͤthiget haſt. Warum? Weil G Ott viel Gutes durch daſſelbige bey uns wircket. ö r — Roͤm. 8, 28. Wir wiſſen, daß deyen die Gott lieben, alle Din⸗ ge,(und alſo auch das Creutz) zu rem Beſten dienen. Was ſoll uns abhalten vom Mißbrauch des Namen Gottes? Die Furcht GOttes.(Die Furcht des HErrn weh⸗ ret der Sünde.) Wer Gott fuͤrchtet, wird nicht flu⸗ chen, falſch ſchwoͤren. Was 3 Ou debe 60 19 0 Wi 0 d Gehelcke get. Mer wird Ae cache 280. M70, le Acht, dau Mag Ekehil es fl Mah, f Ml u cafe gt Nöbden be im Dent che We Die Adel. 28. Mf. 2079 Dei deer: . 1 in der 1 dr lu 0 Von Vun der 0,. Vom dritten Gebot. 19% 1 0 f ee,— Was ſol uns antreiben zum rechten Gebrauch 04„ Oe nel nt 8, 0 Namen Gottes 39— Wirts. nn Die Liebe GOttes. a, 1((Wer G Ott lebet, wird gern mit Got reden und N wende, baten.) Darum ſetzet auch Lutherus in der Erklorung . Ma he Vorher: Wir ſollen GOtt fürchten und lieben lcdaten 90 1— an uh 185 0 Das dritte Gebot: 4 n 1 Wr daß du⸗— 99 Ser 1 amm oll ei ligeſt. 8 89275 1 lad dm Eg 55 fang Wer wird derſanden dur b Wet Da 11 rn y 1 L n 741 1 Alle Menſche. 9— N. Oft 0 2 8. Moſ. 20/10. Du und dein Sohn, deine roher; dein 1 ed fel N n Knecht, deine Magd und Fremdling der in deinen Thoren it. Vie dt de 1 2 U Stehet es nicht in unſerer Freyheit den eee heiligen oder Rich t? urch wache n ge Sl Nein, wir ſollen es 9 ken Weil uns G E vernemich 9 ſeinem Ba er⸗ mt pt r t en ſchaffen hat. Wos heist heiligen? , Dangan big rt Gf be 10„ Abſondern vom emeſnen Gehrauch, and rhe 8* 2 nec zum Dienſt G Ottes⸗ 1 40 dache,(Seundd e Er In Welches i der gemeine Gebtauche n hn Die Arbeit. R aug den dan ihr bas au 2B. Noſ. 20, 9 1% Sechs Tage ſolt du arbeiten, aber 10. 5 Wie viklerley iſt der Dienſt GOttes? un lc, u N n genie Sweyertee Der 1 liche und beſondere. Daum Mas iſt der oͤffentliche? 2 rc Pe Der in der Küche geſchiehet, nd I dan, M eee Was der besondere? uu das den n ee ü, Der zu Hauſe geſchiel het. D det t her (ache 10 Nil 1 digt, Baͤten, Leſen,—— „Gon De th* Wann ſoll der Anfang gemacht werden? „ r 000 l, c 4 Wann der heilige Abend gelaͤutet wird. 38 5 B 8 A erm 20 Vom deſtten Gebo'. 355 Watum wird er genennt der heilige Abend Weil er ſoll abgeſondert werden von dem gemeinen Gebrauch, Arbeit,) und gewidmet werden zum Dienſt 6 eee 9. Was 0 geheiliget eden Der Jeyertag, oder Sabbath⸗Tag. ee* e 3 Der Ruhe⸗T Tag. Weil GOtt an N Tag. e 115 und die Menſchen auch an demſelbigen ruhen ſollen. — G0ttes W. 1 ett. 47 II. Nl Wie bolt Necht as 1 He. 21, Die che dr or, U b De en 1B. Moſ. 2, 2. Gott ſegnete den ſiebenden Tag, und hei⸗ duc Wed ligte ihn, darum, daß er an demſelben geruhet hatte. Welchen Tag haben ſie im Alten Teſtament geſeyret? Den ſiebenden Tag. ä Werum 2 Zum Gedaͤchtniß der Schoͤpfung, Welchen feyren wit im Neuen Leſſament; Den erſten. 994 Corinth. 16, 3, Auf einen beigen Sabbather ic. 19 Warum Zum Gedaͤchtniß der Auferſtehung Chriſti. Wann iſt Chriſtus von den Todten auferſtanden! Am erſten Tage. Offenb. 1710. Ich war im Geiſt an des HeErren Lage. 21 80 Sollen wir den gantzen Tag fepren? Ja. Iſt nicht genug etliche Stunden Vormittag? N Nein. Wie wir wachs ganzer Töge arbeiten, ſo ſol Nun der ſiebende gantze Tag des HErrn unſers Gottes ſeyn.. ben ea. 1 Diel 1 Wem nan Fehl. Geri fel che aut 4 5 Obt den J. Di hohen. 1 Sal. 4 ub gef. 15 fit Jeſ. 58, 13. 14. So du deinen Fuß von dem Sabbath kehreſt 1. Soll allein der Sonntag gefeyret werden; Nein, ſondern auch die Feſt⸗Tage, welche die Chriſt, liche Kirche, G Ott zu ehren, angeordnet hat. Was wird verboten im dritten Gebot:; Die Verachtung der 1 5 5 und des bunch 2 Wen Worts. Wot 0 Lunen. . Ahn 9. 3,1 Lb. 7 0 88d Vom dritten Gebot. t, n Was ſolen die Lehrer predigen: 25 egen 11 Wund GOttes Wort. e. i Petr. 3, 11. So jemand rede,, daß ers rede als Gottes ag, Nee.„ Wort. Ua d 0* f Wie ſollen die Zuhoͤrer die Predigt annehmen: 178 un Lag— 0. Nicht als Menſchen⸗ſondern als GOttes Wort. a. 1 1 Theſſ. 2,13.„ nahmet ihr es auf als Gottes Wort. 1 Wer verachtet die Predigt: an* 2 Die ohne dringende Noth dieſelbe verſaͤumen a 22 uch m hagſth Ea e anhoͤren, und nicht darnach thun. „„ 22 Saaten 1 Aer Auf 2h 00 0 80 1 N i bent ne lf 1 . gem Git 2 11 Nennt d wü t inge atbeln, ante Lade H ners C0 0 Se du um uf-en Ei dem in Lung 5th. damage ett e, wich 0 Gongen, e löet a dad n N 2 un Ge ung de re 2 5 f Was wird mehr verboten Die Wercke des ordentlichen Beruffes, detglechen ö fündliche Wercke, Sauffen, Spielen. Was wird geboten: f Daſſelbige heilig halten, gerne hoͤren und kennen Wie haͤlt man das Wort heilig: Wenn man ſich recht dazu bereitet mit hertzlichem Gebaͤt. Vor wen ſollen wir bitten; Vor uns ſelbſten, um fruchtbare Anhoͤrung des goͤtt⸗ lichen Wortes. Por wen ſollen wir mehr bitten; Vor den Prediger. Was wird mehr geboten! Das hoͤren. Pred. Sal. 4, 17. Bewahre deinen Fuß und ko nme, dat du hoͤreſt. Wie ſollen wir es hoͤren? Gern, mit Luſt und Freude. Pf. 122, 1. Ich freue mich, daß wir werden in das 1 des HErrn gehen. Was wird mehr geboten? Lernen. 5 Was erfordert das Lernen! 1. Verſtehen. Matth. 13,19. 25 Behalten. Luc, 8, 15. und nicht verſtehen, ſo kommt ꝛc. „ behalten in einem feinen guten Hertzen. B 3 3. K 2 eee wee 1 eee eee, eee 2.—— 3 — 5 5. Vom dritten Gebot. 3. Thun. 5 Ja. 1722. Sehd Dhaͤter des Worts, und nicht Hörer allein. Welche Wercke ſind zugelaſſen! 1. Die Noth⸗Wercke, die nicht koͤnnen eth ben werden. 2. Die Wercke der Liebe. 3. Die Wercke der Heiligkeit. Was ſoll den Men chen abhalten von der Enthellsung dis Sabbaths? Die Furcht des HEren. Wer ſich vor GOtt fuͤrch⸗ tet„wird den Feyertag nicht entheiligen. Was ſoll den 0 e zur Heiligung des Die Liebe GOttes. Wer Gott liebet ,der wird das Wort Gottes gerne hoͤren und lerne. Was ſoll den Menſchen mehr antreiben? Das Gedencke, welches allein vor dem 1 Ge⸗ bo ſtehet: Das vierte Gebot: Du ſolt deinen Vater und Mutter ehren, auf daß dirs wohl gehe, und du lange lebeſt auf Erden. Wer wird verſtanden durch das Woͤrtlein Du? Alle Kinder und Untergebene. Wer ſind Vater und Mutter im geiſtlichen ee Lehrer und Prediger, welche die Menſchen geiſt e Weiſe zeugen. 1 Cor. 4, 15. Ich habe euch gezeuget. Wodurch? 1. Durch das Evangelium. Rom. 10%17. Der Glaube kommt aus der he Wodurch mehr! Durch die Taufe. 800 3,22. Wie viel euer getauft f nd ꝛe. Ihr hd al alle Got⸗ tes N. nder durch den Glauben an JEſum Chriſtum. 3. — 2 7 Gedencke, daß du den Jeyertaa h helge 1 3—.——————— 0 10 1 n 11.. che Bit 1 Sch c f dien und t 1 1 n. 57 J. E Ebern Nba ö M ahn Vun bes N Wige bat, Nef M t chterbit 0 kelbetge chu dene banchelen, dn. 578. Gacahn 0. encke 45 weiches g 15 Feden, ber den dencke, daß 9 800 1 ern N und g 1 5 It auf Erbe ö 15 dee dy blen d. nd ace Vortlen dy Date u Nut 5 J 0 e 7 1 Dobel een, „ Ott Galt het d. det Ha Langen 2 . 9 u det ur nf bu d. Mig 0 d. Satan J hn. en Gan heiligen Schrift enſchg 0 Kranckheiten, Baufaͤlligkeiten und Alter. Vom vierten Gebot. 23 , Durch das heilige Abendmahl naͤhren und unterhal⸗ ten ſie das geiſtliche Leben. Wer ſind mehr bie Vater im Geiſtlichen Stande Praͤceptores und Schulmeiſter. Wie? Durch fleißige Unterrichtung im Catechismo und der Wer im weltlichen Stande? Die Obrigkeit.(Landes⸗Vaͤter.) Röm. 13/1. Jedermann ſey unterthan der Obrigkeit de. 6 f Wer im Haus ⸗ Stande? Leibliche Vater und Muͤtter, Stief⸗Vaͤter und Muͤt⸗ ter, Schwieger⸗Vaͤter und Muͤtter, Vormuͤnder, Herren und Frauen, alte Leute. Einen Alten ermahne als einen Vater. Was wird geboten? Die Eltern in Ehren halten. Wie ſollen ſſe die Eltern ehren? 1 Tim. 5, I. Im Herten m Gebaͤrden, Worten und Wercken. 5 ie geſchiehet es im Hertzen? Mit Hochachtung. 8 arum? Wegen des goͤttlichen Bildes, ſo ihnen GOtt an⸗ gehaͤnget hat,(an GOttes Statt halten.) Wie ſollen ſie dieſelben ehren in Worten? Mit ehrerbietigen Worten. Mit was vor Gebaͤrden? Ehrerbietigen. J Wie mit Wercken? 9 Fynen dienen und an die Hand gehen, ſonderlich in 1 Tim. 8, 4. Gle ches vergelten,(Eſſen, Trincken, Kleider, Schuh, Artzney, Pflegen und Warten.) * 1 Tim. 5,8. So jemand die Seinigen nicht verſorget e. Wie mehr? Gehorchen,(fertig ſeyn, ihre Befehle auszurichten.) Eph. 6, 1. Ihr Kinder, ſend een 4 in allen Due Vom vierten Gebot. 24 „ Auch in boͤſen Dingen? Nein. Ap. Geſch. 5, 29. Gott muß man mehr gehorchen als den ö Menſchen. i Matth. 10, 37. Wer Vater oder Mutter mehr liebet daun mich, der iſt mein nicht werth. 2 Wit mehr? 1 Sie lieb und werth haben, ihnen alles Gute goͤnnen. Warum? Wegen der Wohlthaten, ſo ſie uns erzeiget haben (das Leben, den Grund 5 0 sen Trincken ihnen goͤnnen. Was wird verboten; Das Verachten. Auf wie vielerley Weiſe geſchicht die Verachtung: Auf viererley Weiſe. Im Hertzen, Gebaͤrden, Worten und Wercken. 8 Wie im Hertzen; Durch Geringachtung, wann die Eltern arm oder gering ſind. Wie in Gebaͤrden; In der Eltern Gegenwart ſich unanſtaͤndig ſtellen. Wie in Worten: Wann man ihnen widerſpricht, uͤber das Maul faͤhrt, ſchilt, fluchet. 2 B. Moſ. 21,17. Wer Vater oder Mutter flucht, der ſoll des Todes ſterben. Wie in den Wercken:; Wann man ihren Befehlen und Vermahnungen nicht nachkommt. Spr. Salom. zo, 17. Ein Auge das den Vater verſpotiet, Und verachtet ꝛc. . Was wird mehr verboten: Erzuͤrnen,(zum Zorn bewegen.) Was ſoll die Kinder davon abhalten: Die Furcht G Ottes. Wer G Ott fürchtet, wird die Was jenige, ſo an Gottes Statt ſind, nicht verachten. der Gluͤckſeligkeit,) Eſſen, aß fal d De debe G cen de Eden tene Wohle ſtken 0 d Ane ls gaeng Mei, Saen Funn eilt ir m Welces! Die dellcke beſolder. Deeugt Muh. 16 25. Ihen bat J 703. De Fucht ldd Hefe Gn. . 30 12, Henm hun. Eb folgt Muli. 6, z. f„dat 1 in. deb künftige 5 8 22. 8 2 —— — — ——— 2 — 4 — — — — We N. Dur d. 4 t We n nch ah. 1 Nl 10 10 Ut 1 1 6 Woh Ain lle Ge en, dn Grund 8 A ag mM(Sch, ö 1 werth De n Gh 71 n Ge ennart ſ& Ast e Aa ichnen wörſrih! Ver das My n. „. dean Suhr De u n N- n ihten Wihla= d Vene iat. 0 1. EU g den Jun ru en it in: (um Jun ber e en Kc de c abhalten: 18 Otte. La(— füucht, f 0 dus Eu i— ficht late 27 Vom vieren Gebot. Was fol die Kinder antreiden idre Eltern zu ehren? Die Liebe GOttes. Wer Gott liebet, wird auch ehren die Eltern, wegen des goͤttlichen Bildes. 8 a Was ſoll ſie mehr bewegen: Daß es ihnen wohl gehe, und ſie lange leben auf Erden. Beydes muß beyſammen ſeyn, langes Leben, und Wohlergehen.(Langes Leben, und uͤbel gehen, iſt keine Wohlthat.) Wie iſt dieſe Verheiſſung zu verſteben? Mit Ausnahme des Creutzes, und Vorbehaltung eines groͤſſern Gutes. We z. Salem. 4, 14. Seine Seele gefaͤlt Gott wohl, darum eilet er mit ihm zc. Welches iſt der Eltern Pflicht und Schuldigke t? Die zeitliche und ewige Wohlfahrt derer Kinder zu befoͤrdern. Welche vornemlich? Die ewige. E Matth. 16, 25. Was hilſts den 3 ob er gleich die gantze ꝛc. 2 . de! Ihnen beybringen die Erkaͤnntniß GOttes. Joh 17, 3. Daz iſt aber„ erkennen. Die Furcht G Ottes, nicht nur aͤuſſerliche Erbarkeit und Hoflichkeit, ſondern eine auch aufrichtige Furcht Gottes. M. 34, 12. Kommt her Kinder, ich will euch die Furcht des HErrn lehren. N 5 So folgt die zeitliche Wohlfahrt von ſelbſten. Matth. 6, 33. Trachtet am erſten nach dem Reich Got⸗ tes, das übrige zufallen.„ 1 Tim. 4,8. Die Gott eligkeit die Verheiſſung dieſes und des zukuͤnftigen Lebens. Das fuͤnfte Gebot: Du ſolt nicht toͤdten. Mer wird verſtanden durch das Woͤrtlein Du: Alle Menſchen, auch 5 Obrigkeit, ſo fern ſie als 2 5„ tis 26 Vom fuͤnſten Gebot. 5 Privat- Perſon betrachtet wird. Z. E. David der den 3 Uriam getoͤdtet, hat wider das fünfte Gebot geſuͤndiget. Aber nach Roͤm. 1 3, 4. tragt die Obrigkeit das Schwerdt nicht umſonſt(als GOttes Dienerin.) Wa, wird verhoten im fuͤnften Gebot? Der Todſchlag. 1 Wie vielerley iſt der Todſchlag? Zweyerley: Der Geiſtliche und Leibliche. Woran geſchiehet der Geiſtliche? An der Seele. f 1 Woran geſchiehet der Leibliche? An dem Leibe. b„Welches iſt der groͤſte? Der Geiſtliche, der an der Seele geſchiehet. Matth. 16, 26. Was hilfts den Menschen, ⸗„ und nehme doch Schaden an ſeiner Seele. Wie geſchiehet der Geiſtliche? 1. Durch falſche Lehre. Matth. 7 15. Sehet euch fuͤr vor den falſchen Propheten reiſſende Woͤlfe. n 1 2. Durch gottloſes Leben, Argerniſſe. We 18,7. Wehe dem Menſchen, durch welche! Aergerniß omm 5 Wie vielerley iſt das Aergerniß? Zweyerley: Gegebenes und Genommenes. Was iſt das Gegebene? Wann die Handlung an ſich boͤſe iſt, welche dem andern Gelegenheit zur Suͤnde giebt. 8 Was iſt das Genommege? 3 Wann die Handlung an ſich nicht boͤſe iſt, welche 1* dem andern Gelegenheit zur Suͤnde giebt. Z. E. Wann die Lehrer die Suͤnde ſtrafen. Matth. 15, 12. Weiſt du auch, daß ſie ſich aͤrgerten. Soll man um des genommenen Aergerniſſes willen das Gute unterlaſſen? N Nein. Chriſtus ſpricht: Laſſet ſie fahren, ſie ſind Blinde und Blinden Leiter. Matth. 15, 14. Matlh. 15, 73. Alle Pflanzen r. Wie Im Hertel, Ducch Haß 1003,13 Das Boe mn 1. Dullh J, euch fal. 3. Eihene R An 119. J. 11.20 J. Uberſcht Math. 4/44. E. Schaden Eßl. Sal, 2 Ne Dulch Der 8 M% Dau El ä————— ů— Weimar ge, we Can n Baum Echlagen un „ Dufd⸗ Nan. 7 15 die A zwey ˖ Munch uf el 1 fung So. 2 Du ch! e 0 ö 2—ꝛ.—— 2 ———— W val ge . Der ela 2 5 00 5 ice * 505 fache lch 1 f e tag ſtt dor N A ten Ne 20 loſes ehen, Sit ehe. 25 2 0 5 D. delelg if 10 A iß? chars und 2 3 135 15 Handi n& i, ph — geit zu Einde Vas i ds Sen 1 — Ait bo ſt z NS 30. 3. C0 2 eum. 1 Baß ah, F ig nnen ie nin dan mali aitus ppah: Sr 0 12 Ape 1½ 1j. l. Mun l. Vom fuͤnften Gebot. 27 Wie geſchieh't der leibliche Todſchlag? 2 Im Hertzen, Wann Worten und Wercken. Wie im Hertzen? „ Haß. 1 Joh. 3, 15. Wer ſeinen Bruder haſſet, der iſt ein Tobie Das Boͤſe muß man haſſen, aber nicht die Perſon. 2. Durch Neid und Mißgunſt. Jac. 3, 14. Habt ihr aber bittern Nei d und Zauck ſo rüb⸗ met euch nicht. Eigene Rache. Röm. 12, 19. Raches euch ſelbſt nicht. 4. Zorn. Jac. 1, 19. 20. Ein jeglicher ſey langſam zum Zorn. 5. Unverſoͤhnlchkeſt. Matth. 5, 24. Vexſoͤhne dich mit deinem Bruder. 6. Schadenfroh. 1715 Spr. Sal. 24, 17. Freue dich nicht uͤber deines Feindes Ungluͤck. Wie geſchtehet der 15 85 mit Gebaͤrden? Durch Verſtellung derſelbigen. 1 B. Moſ. 4,5. Cain verſtellet ſeine Gebaͤrden. Wie mit Worten! Durch Schmaͤhen. Jer. 18,18. Laſſet uns ihn mit der Zunge todtſchlagen. Wie im Werck? Wenn man den Naͤchſten gaͤntzlich um das Leben brin⸗ get, wie Cain den Abel. Oder demſelben Schaden thut, mit Verſtuͤmmelung der Glieder. Oder Leid 9 mit Schlagen und Verwunden. e Darf 15 Menſch ſich ſeloſt um das Leben bringen? Nein. Das heißt auch einen Menſchen toͤdten. Auf wie 17 0 Weiſe geichicht der Selbſt⸗Mord? Auf zweyerley Weiſe: Auf eine grobe Weiſe, wen 1 der Menſch ſich ſelbſt erhaͤngt, erſticht oder erſaͤufet. Und auf eine ſubtſle Weiſe, durch Unmaͤßigkeit, un⸗ maͤßige Sorge, Traurigkeit, allzugroſſe Arbeit. Was wird im fünſten G bot gede ten? Daß ich meinem Niächſten helfe und foͤrdere in allen Leibes⸗Noͤthen. Wel, Vom fuͤnſten Gebot. Welches ſi d die Leibes Nöthen?! 8 Durſt, Bloͤſſe, Kranckheit ꝛc. Matt. 2730 Was muß ich thun dem Nächſten in Leibes⸗Noͤtgen! Helfen und foͤrdern. Wie wird dieſelbe Tugend genennet? Barmhertzigkeit. Luc. 6, 36. Sed barmhertzig ꝛc. Was iſt Barmhertzi gkeit? Mitleiden gegen Nothleidende und Elende. Iſt das itleiden genug? Nein, man muß auch in der That helfen. Itſ. 58, 7. Beich den Hunzerigen dein Brod dec. Gegen wen ſoll man harmhertzig ſeyn? Gegen Nothleidende und Elende. Auch gegen die ſtarcken Be tler! Nein. 855 Weil ſie geſtaͤrcket 3 n ihrer Bosheit. i Was ſollen ſie thun? Arbeiten. 2 Cheſſ. 3, 10. 8 jemand nicht will arbeiten, 1c. Wie ſoll man den Naͤchſten helſen? Gern oder wi lig. Roͤm. 12, 8. e Varmporzigkeit, ſo dhue ers mit Luſt. ie mehr? Nach Y Vermoͤgen. Haſt du viel, ſo gieb viel, haſt du wenig, ſo gieb doch das wenige mit treuem Hertzen. Giebt es noch mehr Noͤthen als die Leiblich:: Ja, die geiſtliche Noͤthen. Z. E. Unwiſſenheit, Suͤndeer. Was ſollen wir in den geiſtlichen Noͤthen thun?, 1. Die Unwiſſende unterrichten. Col. 3, 16. Lehret und vermahnet euch ſelbſt ic. 2. Die Ungezogene ſtrafen. 1 Theſſ. 5, 14. 3. Die Betruͤbte troͤſten. 1 Cheſſ. 5, 14. Troͤſtet die Klejnmuͤthigen. Wer ſoll das thun? Alle und jede Chriſten, nach dem Maas der Gna⸗ den, ſo ihnen von GOrt gegeben ft. Sommt ä——— n Ko , öfent fle (Mie 0 115 1 A ned Moba 3. Wolten, Diultch unz Moll 5728. Vu nuf D müſe Gl. 5. Fun eg e J, Wah Mu. 9 6. aht Auge N Diurch ſe 5 0 tie 5 h. 12 N wir lle g„ö tee ed dada S gtötthg 5 doch de dung Z treu tee Nbg wie fete iche Nice g hehe e n n fH Athen id mich. LILA m fn. S 5j 189 u din i. kemi v dr Oe, duc e Mt 0 Chriſten. Du Vom ſechſten Gebot. Kommt das nicht gehrern und Predig rn zu? Ja, oͤffentlich. Insbeſondere aber allen und jeden 29 Was lol uns abhalten born Tod chlag: Die Furcht GOttes. Wer GOtt fuͤrchtet, der wird den Menſchen nicht toͤdten, der nach Gottes Ebenbild erſchaffen iſt.. 1 B. Mo. 9,6. Wer Menſchen Blut/ Bilde gemacht. Waz bell den Menſchen ante den zur Barmhertzigkeit? Die Liebe GOttes. 05 1 Joh. 3, 17. So jemand ſiehet ſeiuen Bruder darden ꝛc. Das ſechſte Gebot: ſolt nicht ehebrechen. Wes werd verboten m echſten Gebot? Ehebruch und alle Unreinigkeit. Auſ wie v elerley. Weiſe wird Shebruch degangen: Auf viererley Weiſe: 1. Im Hertzen. 2. Gebaͤrden. 3. Worten, und 4. in Wercken. N Wie geſchiehet er im Hertzen? Durch unzuͤchtige Gedancken und Begierden. Mattd. 5, 28. Wer ein Weib anſiehet⸗⸗„in einem Hertzen. Was muß man thun bey En l ſtebung unzuͤcht ger Be⸗ . dancken und Begierd n? Die muͤſſen unterdruͤcket werden. 7915 Gal. 5, 24. Welche Chriſto angedoͤren, die ereutzigen ꝛc. Kan auch Ehebruch mit Gebaͤrden degangen werden“ Ja, wann ſie leichtfertig ſind. Matth. 5, 28. Wer ein Web anſie det e. 2 P tr. 2, 14. Haben Augen voll Ehebruchs.(Das Auge iſt tine Anzeige des Wemüths) Wie geſchlehet der Ehebruch mit Worten? Durch ſchandbare Worte, Lieder und Raͤtzeln. Coloſſ. 3, 8. Schandbdare Worte, Natrentheidung und Schert ſind eine Anzeigung eines unkenſchen Hertzens.„ Matth. 12, 34. Wiſſen das Hertz voll iſt, gebet der Mund uber. Was heiſt Shedruch in der That? Alle wuͤrckliche Unzucht. SGe⸗ 25 Vom ſe hſten Gebot. Gehet die er G bot allein die herheprathete Pesfonen e an- Nein, ſondern auch die ledige Perſonen. 15 JI. dann Hurtre eine ſchwere und verdammliche Suͤnde⸗ Ja. Cebr 13,4. Die Huter und ebebrecher wird Gott richten. 9 40 Gal. 5, 19, 21. Eheöruch, Hurereh„„die ſolches thun, ſollen das Reich Gottes nicht ererben. Alles, was Gelegenheit giebt zur Hurerey. Wer die Suͤnde meiden will, muß die Gelegenheit bur Sünde meiden. N 5 Was giebt Gelegenheit zur Hurerev: 2 1. Müßiggang, 4 aller 8217 Anfang, 15 des Teufels Ruhe⸗Banck. 2. Boͤſe Geſellſchaft 8 8 15/33. Doͤſe Geſchwaͤtze cGefldaſh v v. rocken lle zen . Unmäßigkeit, Freſſen und Sauffen. f 4 5 237 6. Laß mich nicht in Schlemmen und tete da en. 4. Fuͤrwitz,(wie. z. E. die Diana halte.) F. Ueppige Taͤntze. 6. Leichtfertige Kleidung. ee Unzuͤchtige Gemaͤhlde und Bücher. 5 Was wird im ſeckſten Gebot gebot e Keuſchheit und Zucht. Wie vlelerley iſt die Keuſchheit! e Viererley: 1. Im Hertzen keuſche Gedancken. 2 1 251. Laſſet uns von aller Befleckung ⸗⸗„re. ee Schamhaftige Gebaͤrden. 80 Zuͤchtige Worte. 4. In Wercken. W'⸗ ler ſind die Mittel zu ſoicher Keuſchheit zu irlengen: 1. Ein andaͤchtiges Gebuͤ. Str. 23,4. 6. HErr Gott Vater ⸗⸗„unverſchaͤmten Hertzen. a 2. Arbeit. Sich allezeit etwas vornehmen, daß uns der Satan nicht muͤßig finde. 3. Maͤßigkeit in Eſſen und Trincken. 8 4. 95 I haben Eh Ehn jglcher 55 h fd ſch weir 1 e dhe: Den flag Den man b fiſcher! hen Halde i, 18 le 0 0 2 Vom ſiebenden Gebot: 3 1 Vorſtellung der goͤttlichen Allgegenwart. 5. Leſung der heiligen Schrift. Was ſoll den Menſchen abhalten vom Ehebruch; Die Jurcht GOttes. Z. E. wie Joſeph hatte. 1 B. Mof. 30, 0. Wie ſolle ich ein ſo gros Uebel! thun, und wider Gott ſuͤndigen. 0 Was ſoll uns antreiben zur geuſchheit: 8 Die Liebe Gottes, welche Wohl gefallen an 50 Keuschheit hat. Was haben Eheleute bey dieſem Geßot in acht zu nehmen? Ein jeglicher ſoll ſein Gemahl lieben und ehre. Was heißt lieben?? 42 Einem alles Gute goͤnnen und meifen Was heißt 1 Hochachten. e 33 10 t fg 1 U 10 . Gchdt. Das ſtebende Gebot;. Du ſolt nicht toͤdten. 0 Was wird verboten im ſiebenden Gebot? Der Diebſtahl. 22 Was heißt Diebſtahl? Wenn man ſeinem Naͤchſten das Seinige wand, und ſich zueignet. Wie viclerley iſt der Di ebſtahl? Zwvoeyerley! Der grobe und ſubtile. 0 W'is iſt der grobe D. ebſtahl? Den man leſcht vor einen Due c kan. Was iſt dir ſubkile? Den man zucht ſo leicht davor erkennen kan. Z. E. Wit falſcher Waare, Gewicht, Maas und Elle, in fal⸗ ſchem Handel und Betrug, mit erdichteten 1 0 1 N ker⸗ ernte * chen, Was ſolen wir 1 ſtehlen? Alles, es mag 1 oder klein ſeyn. Worauf iſt zu ſehen? Nicht ſowohl auf die geſtohlene Sachen„als auf das Gemuͤth 06. 52 e Wie Vom ſiebenden Ger ot. 15 Wie vielerley iſt der Diebſtahl weiter? Dreyerley: 1. Gegen die Obern. 2. Gegen die Untern. 3. Gegen ſeines gleichen. „ Wiee geſchiehet der Diebſtahl gegen Durch Unterſchleif desjenigen, was der gebuͤhret. Rom. 13 7. 1 Swot gebuͤhre!; Zoll, dem der Zoll gebuͤh Wann Knechte und Maͤgde ihrer verun treuen. Lit. 2, 10.„„Nichts verunt enen ꝛc. Wie wird Diebſtahl gegen die Untern begangen? Durch allzuſchwere Auflagen, wann die Herrſcha dem Geſinde ihren verdienten Lohn nicht giebt. — Wie wird Diebſtahl begaagen gegen ſeines gleichen? Wann ein Buͤrger oder Bauer dem andern das Seinige nimmt. 6 W; mus derjenige thun, der etwas aeſtoblen; Er muß daſſelbe wieder erſetzen. Die Suͤnde wird nicht vergeben, es ſeye dann, daß er das Seinige nimmt. Siechiel 33, 15., und wieder giedt, was er geraubet hat. Luc 19, 8.„„ ſo ich jemand betrogen babe, das gebe ich vier faltig wieder. 5 Tob. e, 1. Sehet zu, daß nichts Geſtohlenes in unſerm Hauſ: iſt er ein Dieb vor GOtt die Obern⸗ ä Obrigkeit So gebet nun jedermann 5 Schoß ret. Herrſchaft etwas dem der ft 5 ſey, gebet es wieder. So lang er das nicht thut, und ſeinem Gewiſſen, kan keine Buſſe thun, werde. . Was wird geboten? Daß wir unſerm Naͤchſten ſein G Schaden abwenden. Sollen wir nicht nur das Unſere ſuchen; Nein. 1 uth und Nahrung helfen beſſern und behuͤten, daß es zunehme, und allen puertzg, der ander Meda Dl Mbeit. 15. Mo. 30 1 Frad eee, Ei Gil Ei. 4 28.„ den uc Du Hebt An Gchhe e I. geht 2. f file 3 Ju W. Sol en dhe noch ſeligg . Er. Sal. * den Erft Dutch e Os e f Hagen u dec Aabreſt 1 Cor. 10/ 24. Niemand ſuchtt was ſein iſt ſondeln it. 35 Glech 0. f W men ö ö ö NN f U 1.90 7 00 0 0 e Inte. ge Age, 1 kſolh⸗ am, do das Ei de i, pet 100 i babe, anne l ee Srleuen nn at hu, Den Ooh gc, Im kein le chu, a De did 96 n Nachen c Huth unh N um, da= jurehme, 1 a n t i„% tre and l. J if, 1b. Vem ſſebenden Mebot. — 33 Darf ich nicht meinen Nutzen voch Vorthe ſu cen) Ja, aber nicht mit des Naͤchſten Schaden und Pach⸗ theil. Ich ſoll nicht allein ſuchen was mein iſt, ſondern aueh, was des andern iſt. 5„Wie ſoll man helfen? Mit der That, z. E. Leyhen. Der Gerechte iſt barmhertzig, und leyhet gerne, wann er es vermag, und der andere bedarf. Wie ſoll man mehr helfen? 8 Mit Rath, und mit Vorbitte bey den n Vermoͤgenden. Was wird mehr geboten? Die Arbeit. a 1 8. Mol. 3, 19. Im Schweiß deines Angeſichts ſolt du dein Brod eſſen. 5 5 3 115 Was ſoll ich arbeiten? Etwas Gutes. 33 Eßph. 4, 28.„ der arbeite und ſchaffe mit den Handen et. was Gutes. 3 „Was muß vor der Arbeit hergehenn Das Gebaͤt. Baͤte, und arbeite, Mund auf Hend an. . Warum ſoll man arbeiten?? Aus Gehorſam gegen GOtt, und zu GOttes Ehren. Worin sollen wir das Erwordene gebrauchen 1. Zur Ehre GOttes. 3 2. Zu ſeiner und der Seinigen Unterhaltung. 3. Zur Verſorgung der Amen. Soll ein Cheil uaſers Vermögens zur Ehre Gottes ange⸗ 5 wendet werden? d 8 Epr. Sal, 3, 9. Eßre den HEren von deinen Guͤtern, und von den Erſtlingen deines Ein to mens. Wie eſchiehet das? Durch Erhaltung Kirchen und Schulen, darinnen GOkttes Ehre befoͤrdert wird. Ingleichem derer, die in Kirchen und Schulen arbeiten, und die Ehre GOt⸗ tes ausbreiten. 7FFCCVFG Ga!. 6,6. Der unterrichtet wird, heile mit allerley Gutes dem, der ihn unterrichtet. 1 Wan Vom ſiebenden Gebot. Wozu ſollen die Guͤther mehr angewendet werden 7 Zu ſeiner und der Seinigen Erhaltung. Wer ihm ſelber nichts Gutes thut, wie ſoll der andere Gutes thun. Sollen wir auch von dem Unſrigen den Armen Gutes thun? 24 0 Ja. Epb. 4,28.„ arbeite, auf daß er habe zu geben dem Daͤrftigen. 1 Tim. 6,18. Den Reichen, daß ſie gerne geben. Darf der Menſch nicht mit ſeinen Guͤtern umgeben wie er will? Nein, er iſt nur ein Haushalter, und muß Rechen- 1 ſchaft davon geben. Wann nach ſolchem rechtmaͤßigen Gebrauch etwas überblei⸗ het, was ſoll er damit thun; Sparen. Sammet die uͤbrigen Brocken, daß nichts umkomme. Was wird mehr geboten im ſiebenden Gꝛbot⸗ Die Gerechtigkeit. 1 Theſſ. 4, 6. Daß niemand zu weit greiffe N noch vervor helle ſeinen Bruder im Handel. Wer iſt der beſte Lehrmeister der Gerechtigkeit? Ich ſelbſt. Matth. 7, 12. Ates, was ihr wollet, das euch die Leute thun ſollen, das thut ihr ihnen. Wat ſoll den Menſchen abhalten vom Diebſtahl und un. gerechtigkelt? Die Furcht GOttes. 1 Theſſ. 4, 6.„„ dann der HErr iſt der Raͤcher 70. Was ſoll den Menſchen bewegen zur Gerechtiskeit und rechten Gebrauch der zeitlichen Guͤther? D. Liebe Gottes, der ſie gegeben. ö Das achte Gebot: Du ſolt kein falſch Zeugniß reden wider deinen Naͤchſten. Se Was wird verboten im achten ebe Falſch Zeugniß. Was r„ Ae Mee 13 5 f Wann man e ez. Nl Ou en, 00 fl l, ſehn. elk, 68. 12(85 Wider w Wder den Vi u Aaaben itrig an wie bit Im Heiteh Wann mah 1 Ju. 7 10. wf fen Mit Wenn man 10 cb doch n 9 . Wann wan lde Agel, N N VN Im Ger 1 Von d agen ank 0 3 een 6 3. Von d N 2 des 4357 1 0 902 0 ah ad U 1 5 Tata, an 11. ,n 0 an lle 1 akt Hen Wr Nag! u tigte 5 11 —— ä 05 u aht 15 n dich Suguß fl N Nite, em n la ne bm 1 Vom achten Gebot. Was heißt falſch Zeusniß⸗ 5 Wam man redet wider die Wahrheit. 357 Epheſ. 4, 25. Redet; die Wahrheit und leget die Lungen ab. Darf man alles reben, was wahr iſt! — n, es muß auch nicht wider die Liebe des Näch⸗ ſten ſeyn. 1 Petr. 4,8. Vor allen Dingen habt eine bruͤnſtige Liede, denn ꝛc.(So viel mit gutem Gewiſſen geſchehen kan.) Wider wen 7 05 man kein ſalſch Zeugniß reden; Wider den Naͤchſten. Wer wird durch den Naͤchſten verſtanden Alle Menſchen, auch unſere Feinde, und die im Glauben irrig ſind. Auf wie vielerley Weiſe geſchlehet ſalſch Zeuznit 2 Im Hertzen, Gebaͤrden, Worten und! ercken. ö Wie im Hertzen? Wenn man Boͤſes von dem Naͤchſten gedencket oder argwohnet. Zach. 7, 10. Dencke keiner etwas Arges in ſetuem Herben wider ſeinen Naͤchſten. Wie in den Gebaͤrden? Wenn man ſich freundlich gegen den Maͤch ſtenſ ſtellet, und es doch nicht aufrichtig mit ihm meynet. Wie in den Wercken? Wenn man nicht hält, was man verspricht. Welche ſind die Arten des ſalſchen Zeugniſſes? Agen, Afterreden, boͤſen Leumuth machen. Wie geſchiehet das faͤlſchliche Buuͤgen? Im Gericht, und auſſer dem Gericht. Von wem im Ger et? 1. Von dem Klaͤger, wenn er ſeinen Naͤchſten un⸗ ſchuldig anklaget. 2. Von dem een wenn er das Ver brechen wider ſein Gewiſſen laͤugnet. 3. Von der Obrigkeit, wenn ſie ein unrecht Urtheil 8 die Perſon e und Geſchencke wa Syr. 1. „—— —— Vom achten Gebot. Spf. Sal. 17, 15. Wer dem Gottloſen Recht ſpricht, und den Gerechten verdammet ꝛc. 5 2 B. Moſ. 23, 8. Du ſolt nicht nehmen e. ſts verboten Geſchencke zu nehmen, ſo iſts auch verboten Geſchencke zu geben.) 1 4. Vom Zeugen, wenn er etwas Falſches bezeuget. Sypr. Sal. 19, 5. Ein ſalſcherz uge bleibt niht ungeſtraft. F. Vom Advocaten, wenn er boͤſe Sache wider ſein Gewiſſen und Eyd annimmt, und gute Sache nicht recht treibet. 5 Wie geſchiehet das falſche Beluͤgen auſſer Gericht; Wenn man im gemeinen Leben Dinge redet, die nicht wahr ſind. 5 8 Wem geſchicht das Laͤugnen; GOTT, dann das Gericht iſt GOttes. Joh. 9, 24. Gib Gott die Ehre. 2 Was wird mehr verboten? Verrathene Heimlichkeiten, ohne Naͤchſten Schaden offenbaren. e pr. Sal. 25, 9. Offenbare nicht eines andern Heimlichkeit. Was heißt Afterreden? Uebel reden von dem Naͤchſten. Ire. 411. Afterredet nicht wider einander. . Was heißt boͤſen Leumuth machen;? Um den ehrlichen Namen bringen, und in ein Geruͤchte(verlaͤumden). Ein Verlaͤumder iſt nicht Noth, zu des der Gefallen dran hat, und der es weiter ſaget. Was iſt ein Verlaͤumder ſchuldig zu thun? Den guten Namen wieder zu erſetzen, weil ein guter Namen hoͤher zu achten als die zeitlichen Guͤther. MPMWags wird geboten im achten Gebot? Die Wahrheit. Evh. 4. 5.. kedet die Wahrheit ꝛc. 8 Ins beſondere den Naͤchſten entſchuldigen, Gutes von ihm reden, und alles zum Beſten kehren. Was heißt entſchuldigen? Wider die Luͤgen vertheidigen. 73 A——— 5 3——— 9 4 1 1 1 che ang 1 Nein. W. de heiſet Beſtaaſen ob. 57 II. 9 une f 3 M6 Gutes. um Nee Sache, N Der ii weſe un Wel uns boͤſes nur derjenige, der Verlaͤumdung redet, ſondern auch * 1 ud und wl! Dalat gehe ur Beſcuum Not Du gag . dungen. Al. N. U. intent f dwey N Wahl zu — 2 2 . U Fu eee e iure! de Wund Ochet, cu Aube, 0d beitet ag. I 7 i thun: Mer 12* mend ag gern 1 Gg J rl. t eh n iu ft— Sihl, l u m dg un En fen, da un ach NI a e Vom achten Gebot. 37 Was ſoll man entſchuldigen? Menſchliche Fehler, und was noch ungewiß iſt. Sol man das, was boͤſe iſt, entſchuldigen? Nein. Wehe dem der Boͤſes thut, und Gutes Boe heiſſet ꝛc. Beſtrafen. Epp. 5, 11.„ ſtrafet ſie aber vielmehr. Was ſoll der Geſtrafte thun? Annehmen und ſich beſſern. Pf. 141, 5. Der Gerechte 1 50 mich freundlich. Was ſoll man vom Räczſten reden; Gutes. Was ben man dann thun? Wozu ſoll man alles kehten? 155 6, J. Wer alles zum Beſten ausleget 1. Der iſt weiſe und E der alle Ding zum Beſten kehrt. arum Weil uns nicht alle Umſtände des Naͤchſten bekannt ſind, und wir nicht wiſſen, ob er es aus Uebereilung oder Vorſatz gethan, oder ob es ihm ni icht leyd iſt/ und ſich zur Beſſer ung g dienen laſſe. Das wird mehr geboten im achten Gebot:; 8 Das Zungen- Regiment, oder der rechte Gebrauch der Zungen. Iſt viel daran gelegen? Ja. Jac. 1, 26. Wer ſeine Zunge nicht im Zaum haͤlt, deß Got⸗ tesdlenſt iſt eitel. Zwey Ruͤnſte ſind, welche alle andere abertkeffen: Wohl zu thun, und wohl zu reden. Das neunte Gebot: Du ſolt nicht begehren deines. 4 ſten Haus. Was wird in dieſem Gebot derbeten: 3 Die boͤſe Luſt. 20 6E 3 Wie Vom neunten Gekot. Wie pielerley ſſt di Fuft 2, Geiſtliche, nach Himmliſchen und ewigen zuwider iſt. Wie bieterl⸗ h ſt die boͤſe gut Zweyerley: Die Erb⸗Luſt, und wuͤrckliche aste Weh wied in dieſem Gebot verboten:; Die wuͤrckliche Luſt. Was ſt die wüͤrckliche Luſt; 9 einen G00 efallen hat, und denenſelben nachhaͤnget. Wos wird verſtanden duech des Naͤchſten Haut r Nicht nur die Wohnung, ſondern alle Dass, was der Naͤchſte hat. Wi e heiſt die boͤſe Begierde, zu venſenigen, was der Naͤchſte hat? Der at eine aͤngſtliche Begierde mehreres zu ha⸗ ben, a s uns GOtt gegeben. Luc. 12, 15. Hüͤtet euch vor dem Geitz, dann niemand lebet davon, daß er viel Guͤther hat. Iſts Sünde, wenn einer einen Ueberflug an teilicem Vermoͤzen hat, oder reich iſt? Nein. Veichthian zu haben iſt keine Suͤnde, wenn ihn GOT T beſchehret hat; Aber äaͤngſtlich darnach trachten, iſt Suͤnde. 1 Tim 6,9. Die da reich werden wolen, ſalen n Werſubung und Stricke. Aſt verboten, des Mächſt n Haus an ſich zu bringen Nein. Wenn es rechtmaͤßiger Weiſe geſchiehet. Was iſt dann verboten Die unziemliche Begierde nach demſelbigen. 8 denen, die ein Haus an das andere bringen. Wehe dem, der ſein er mehret mit fremden Guth: Wenn es geſchiehet mit Liſt, Schein, oder ee des 5 Hen 5 Sind Dea: 1. Mae nach Eſſen und Trincken. Dingen. 3. Boͤſe, nach demjenigen, was dem Geſetz GOttes De Bat 1 Melk. 40 2. 10 Golts leb 9 hauts f 10 Wenn man an denen aufſteigenden boͤſen Begierden Ma 0 id hoff Den Mat d auſlich Edlen 9 9 bt. 35. i060 engt un aa 2 4 10 1 1 lch 5 Hat 7 Je Sin ee, a . ent en fü 0 ee* Ami“ Wei geſcſhe e 15 e n ehen Randes g. bre, b tnt r zn Huh 10 N Ui, Ch o de Vom neunten Gebot. 3 Sind auch nech andere Begierden, als nach des Näachſten Haus und Erbe, verboten; Ja, die unordentliche Begierden nach Ehre(Ehrgeitz. 9 Phil. 2,3. Nicht eiteler Ehre geitzig ſeyn Iſt Ehre haben ſuͤndlich? Nein, wann ſie GOtt wieder gegeben wird. a Was wird mehr verbo en? Die Begierde nach der Wolluſt.. 1 Mett. 4, 2. Nicht der Menſchen Luͤſten, ſondern dem Wil⸗ 55 Gottes leben. Jobannes faſſet dieſelbe zuſammen, 1 Joh. 2, 15. 16. Denn alles, was in der Welt iſt, nemlich Augen⸗Luſt, Nalges. Luſt, und hoffaͤrtiges geben ꝛe. Was wird geboten? Dem Naͤchſten das Seinige zu behalten, bebe und 1 5 5 ich ſeyn. Sollen wir zufrieden ſeyn mit dem, was uns GOR giebt? Ja. H br. 13, J., laſſet uns begnuͤgen an dem, das da iſt. 1 Tm. 6, 6. Es iſt ein grofſer Gewinn, bahnen Was wird mehr geboten! ü 1. Die Demuth. * Pear. 8,5.„s haltet veſt an der Demutb. 2. Maͤßigkeit. 5 Begierde nach himmliſchen Dingen. Col. 3, 2. Trachtet nach dem, was droben iſt. Was ſoll uns adhalten von den boͤſen Begierden? Die Furcht GOttes, welche dieſelbe verbietet. Was ſoll uns antrelben, die Begierde nach bimmliſchen Dingen zu richten? Die Liebe GOttes. Das zehende Gebot: Du ſolt nicht begehren deines Naͤch⸗ ſten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles was r it. Was Vom zebenden Gebot. Was wird verboten im ze hend⸗ n Gebot: Die Erb⸗Luſt,(die Verderbniß der Natur) wie ſie zum Boͤſen geneigt iſt. Sind die doͤſen Begierden an ſich Suͤnde, wenn man gleich nicht in dieselbe williget? Ig. Roͤm. 7 17. Ich wuſte nichts von der Luſt, wenn das Ge. ſetz nich haͤtte geſagt: Laß dich nicht geluͤſten. 1B Mo. 6 5. Das Tichten und Trachten des menſchlichen 9 bens iſt nur boͤſe ꝛe. Warum gt SOit: Du ſolt nicht begehren deines Naͤch⸗ ſten Weſb oder alles was ſein iſt, und verbietet doch die verborg ne Erb⸗Luſt: Daß wir durch die Begierde zum aͤuſſerlichen, das innerliche Boͤſe erkennen lernen ſollen. Iſts dann ſo groſſe Sünde, dem Naͤchſten das Seinige ab van⸗ nen,(mit guten Worten abdringen) mit Gewalt ab wendig machen, zum Widerwillen bewegen; Ja, weil es wider die Liebe des Naͤchſten iſt. Was wird gebotten! Bey denſelbigen anhalten, daß ſie b leiben und thun, was ſie ſchuldig ſi nd. Das ſollen wir thun: Anhalten und vermahnen„daß ſie in ihrem Dienſt bleiben, und ihre Pflicht und Schuldigkeit in acht nehmen. Wer ſoll daſſelb ge thun! Alle C hriſten. 1 Theſ. 5, 11. Ermahnet euch unter einander. Was wird insgemein geboten? Vollkommene Heiligkeit, und Unſuͤndlichkeit. Iſt ſolches moglich? Nein, ſo wir 9 5 wir haben keine Suͤnde, ſo verfuͤhven wir uns ſelbſt, und die Wahrheit ꝛc. Joh. 1,8. Soll aher dieſe Verderbnitz dedeſert werden? Ja, in der Wiedergeburt, da der Menſch eine neue Art, und einen neuen Sinn bekommt.(Erkaͤnntniß und Heil igkeit.) In der Erneuerung muͤſſen dieſelbe vermehret werden. 2 Cor. a 0 9 ac night be 10 . 115. 10. A Kan dieſ 10 1 121 J. N Wo: 1 0 Dt Sul! Gl 9 17. Dal 0 Or Galt 0 1.75—5 10, Lan 9 Pes V3 0 Er ſagt 1„b Wai 10 U de n eg, 6 Ailt N, du, D. drehen fa. Wel it 0 bllen gl. 6 Sind pi d. Wag f 157 90. das Seine g more! a Vun an, b 0 e Gebe * 4 len f. i, tant en wit nen, J De in 155 Sch F fei naht ſelb. 1 h unter 8 det. armen Sten? at, un& ſündlchel des mög wir ha r keine Sünde de heit. 0 ubnis ttt werden! ut, 9= Manch a um be tft.(fn ˖ e g möſen dee 4 Vom Beschluß der zehen Gebote. 41 2 Cor. 4, 16. Wird der neue Menſch von Tag zu Tag erneuert. 9 Kan dieſe Verderbniß gantz gehoben werden? ein. Hebr. 12, 1. Die Euͤnde, ſo uns immer anklebt ꝛc. Was entſtehet daber bey denen Wiedergebohrnen? Der Streit des Fleiſches und des Geiſtes. Gal. 5, 17. Das Fleiſch geluͤſtet wider den Eeeiſt ꝛc. Wer 110 die Oberhand behalten? Der Geiſt. Gal. 5, 16. Wandelt im Geiſt ſo werdet ihr die Luͤſte ꝛc. 1 2 Z c 0 Beſchluß der zehen Gebote: f Was ſagt Ott von diesen 775 allen? Er ſagt alſo: Ich, der Herr dein Gott, bin ein ſtarcker eiferiger ee. Was begreift der Beſchluß der zehen Gebote in ſich? Die Bewegungs⸗Gruͤnde, die Gebote GOttes du halten. Welches iſt der erſte Ben egunzs. Grund? Ich„der HER. Wer iſt dann der Redende: Der dreyeinige Gott, Vater, Sohn und Selk liger Gei 3 e Warum heißt er der HERR? a 4 er die M enſchen erſchaffen, und ihnen zu ge⸗ jeten hat. Sind wir verbunden dieſem HErru zu gehorchen? Ja. Was heißt ihr mich, Err, Err, kocht doch nicht was ich euch ſage. We ches iſt der zwehte Bewegungs · Grund Dein Gott. Wa um wird er unſer GOtt genannt; Weil er einen Gnaden⸗Bund mit uns gemacht hat in ker Tauf, und verſprochen, unſer gnadiger G Ott zu ſeyn, wir ſind verbunden ihm 0 dienen, und nach ſeinen Geboten zu leben. Wel⸗ . ̃ ͤ——..——— ö 42 Wom Beſchluß der zehen Gebote.. Welches iſt der dritte Biwe zungs⸗Grund? ö Ein ſtarcker G Ott, das iſt allmaͤchtiger GOtt, det l fuche die Nebertreter ſeiner Gebote ſtrafen koͤnne. Mul 0 Matth. 10,28.. fürchtet euch vor dem, der Leib und Seele n, b Welches iſt der vierte Bewegungs Grund- Mer detel, Ein eiferiger GOtt, der wider das Boſe eifert, und ted, thue ih! nach ſeiner Gerechtigkeit nicht ungeſtraft laſſen kan. 5 Nah. 1, 2., ein eifriger Gott, und verzehrend Feuer. Dach, de Was wil Gott strafen? e da f Die Suͤnde der Vaͤter, die ihn haſſen. 1 55 Wer haſſet Göti⸗ Cee Gh. Die fleiſchlich geſinnet ſenn. 6 Röm. 8, 7. Fleiſchlich geſinnet ſepn iſt eine Feindſchaſt wider 1 SOtt. Weil Gott fordert, was ihrem Fleiſch zuwider, und Al Güte verbietet, was demſelben angenem. Id Cpiges. Straft SOtt die Sünde der Vaͤter an den Kindern; et hei! 1.41. D ja Ezech. 1820. Der Sohn ſoll nicht tragen die Miſſehat 177 Man muß einen Unter ſcheid machen unter denen 140 1 D Kindern, die in die Fußſtapfen ihrer böſen Eltern treten, en Eil n. und die nicht in ſelbige treten. Der Prophet Ezechiel i hu redet von denen letztern. Hiskias war eines boͤſen B, ters Sohn, und gieng ihm doch wohl. 2 Koͤn. 16, 20. M fei GOtt aber redet von den erſteren. 5 ie 2. Muß man einen Unterſchied machen unter Strafe, 5075 und Vaͤterlicher Zuͤchtigung. Das Uebel oder Unfal nch welches Kindern wegen der Suͤnde der Eltern wieder faͤhret, iſt keine Strafe, ſondern Vaͤterliche Zuͤchts Seſeg gung, welche zu ihrem Beſten gereichet. 2 Sam. 12,14. Nö. 3, 20, Straft Gott die Sünde auf frischer arr. gi 5 Nein, er drohet und warnet vor der Strafe. fate gaht! Pf. 77 12. Iſt er nicht ein Gott der taglich draͤuet. I et Wen traf er“ 18 Nen, fe Alle, die ſeine Gebote uͤbertreten.„ Röm. 2,9. Truͤbſal und Angſt uͤder ale Menſchen die Boͤſs thun,(ſie moͤgen ſeyn Hoch oder Niedrig.) Gottes 350 n Ae weit ſtraft er?: n ig Bis ins dritte Glied oder Geſchlecht. Wen ba 7 6¹ 7 da un Ge, 1 ſte N 7 1 6 55 19 3 0 „nch 0 J e eee en e dreh zy A der 80 A! UR . Val, di Au 910 Ie hun le, W ein nnn Taudien 1 Bene 90 Tut 1 11 de. Vu 1 bo en du a ren e Pee 2 dam 06 b eh 5 45 n cl. 100 U bh e: 1 1 ener Suchen u n een 100 W n den dr 2 85 Genn Sum, Welch 1 Nen Jyſt eh 25 20 10n Einte Paier J ien 0 dur + 7 Sal Da f. eu Actor übe— 2 — e e g an. i m died e 1 inbe A! 5 5 43 * B Vom Beſch luß der zehen Gebote. Was sollen wir nun thun? Uns fuͤrchten fur ſeinem Zorn und Strafe. Malt. 10 28. Füͤchtet euch fur dem der beib und Seele ꝛc. Welches iſt der letzte Bꝛwegungs⸗Geund7 Aber denen, die mich lieben, und meine Gebote hal ten, thue ich wohl bis ins tauſende Glied. Wem will er wohl thun? Denen, die ihn lieben, und ſeine Gebote hal 5 (Beſiehe das erſte Gebot.) Was will er ihnen erzeigen? Seine Gnade, welehe das größte Guth iſt. Pf. 73/25. Ach erk! wann ich nur dich habe ꝛc. Wes will er ihnen mehr geben; Alles Gute; Leibliches und Geiſtliches 5 Zeit liches und Ewiges. 1 Tim. 4.8. Die Gottſel gkeit itt in allen Dingen nutz 1c. Wit ſollen wir das Gute thun; Gerne, nicht aus Zwang. Pf. 40% 9. Deinen Willen, mein Gott, thue ich gern. Spr. Sal. 21, 15. Dem Gerechten iſt es eine Freude Sutes zu thun. Wornach ſollen wir thun? Nach ſeinen Geboten. Pf. 119, 9. Wenn er ſich haͤlt nach deinen Geboten. nach dem Exempel anderer Leute. Wie vitlerley iſt der Nutzen der zehen Gebote? Zweyerley. Welches iſt der erſte? Sie zeigen uns ſowol die Erb als wuͤrckliche Sündean. Röm. 2,20 Durch das Geſetz kommt Erkaͤnntniß der Sünde. Roͤm. 7,7 Ich wuſte nichts von der Luſt, wo das Geſet nicht haͤtte g⸗ 9215 aß dich nicht geluͤſten. Iſt es allein Sünde, wenn man das Boͤſe thut! Nein, ſondern aueh, wenn man das Gute unter läſſet Jac. 4, 17. Wer da weiß Gutes zu thun. 1 122 Was fo get auf die Sünde? „Gottes Zorn. Nom. I, 18. GOttes Zorn wird offenbahret weiden, lber e 40 7 les goitloſe Weſen, und Ungerechtigkeit ꝛc. 15 Wer Nicht Vom Beſchluß der zehen Gebote. Wer offenbahret den Zorn Gottes Das Geſetz. Röm. 4, 15. Das Geſetz richtet nur Zorn. Was wird durch den Zorn Gottes verſtanden;! Die Strafe. Wie vielerley iſt die Straſe? Zweyerley: Zeitliche und Ewige. Wie vielerley iſt die Zeitliche? Zweyerley: Geiſtliche Entziehung der Gnade GOttes. Und leibliche Kranckheit.) Jiſ. 59% 2. Eure Suͤnden verbergen das Augeſſcht 10. Verdienen alle Sünden ieitlche und ewige Strafe? Ja. Rom. 2,.„e uͤber alles gottloſe Weſen und Ungerechtigkeit de. Auch ein unnützes Wort? 6 4. CN Ja. Matt“. 1226.„„ Rechenſchaft geben muͤſſen von enen jeglichen unnuͤtzen Wort c. Wozu fuͤhret uns das Geſetz? Zu Chriſto. Gal. 3, 24. Alſo iſt das Geſetz unſer Zucht⸗Meiſter gꝛweſen auf Chriſtum. Was erlangen wir durch Chriſtum? Vergebung der Suͤnden. Ap. Ge ch. 10/43.„ durch ſeinen Namen alle die an ihn glauben, Vergebung der Suͤnden empfahen ſollen. Was mehr? Troſt wider den Zorn GOttes. 1 Sbeſſ. 17 10.„ erloſet vom zukunftigen Zorn. Weiches iſt der zweyte Nutze? Sie lehren uns, welches die gute Wercke ſeyn. Wer kan gute Wercke thun? 2 Die Glaubigen. Gal. 5,6. In Ehriſto IEſu gilt„ der Glaube. Und Wiedergebohrne. 3. e neue 1 1 tinus pricht: Matth. 12,33. Setzet e nen guten aum/ ſo wird die Frucht gut. 1 5 i Koͤnnen ——-— ö ö ö ——̃ꝛk l Ihn u G0tkes 10%. 1031. E Den Mich 1. 9 800 1 q, wel u höhre Fonnen diz Nan. W Jen wir nicht ful. 17/0, 1 E. 29.9. Nn. 16. 0 u ace, en P Ju bereſe , d d , Mes N Wen Mt gute 10 Aden He 0 93 Women! 10 fen geh F dude m 1 ec ange eu A— elles 2 80 in nt u 0 u S ll. Num dit dur S fun! + urch ſein L nnen alt den eny 10 folie. mehr! 170 GOttet an juküg wi 1 n wen e be? bah die! Wack in * Vert) m? alt, Geld, 3 1 Ceettl 133. s e 1 Vom Beſchluß der zehen Gebote. 45 Feen die Unglaubige und Unwiederzebohrne gute Wercke thun? Nein. Matth. 7, 18. Ein fauler Baum kan keine gute Fruͤchte bringen. Woduch muß der Menſch gute Wercke thun? Durch GOttes Gnade. Joh. 15,5. Ohne mich koͤnn't ihr nichts thun. Worinnen muß der Menſch gute Wercke thun? Im Glauben. Ebr. 11,6. Ohne Glauben iſts unmoglich Gott gefallen. Wozu? Zu Gottes Ehre. 1 Cor. 10%/ 31. So thut es alles zu GOttes Ehre. Wozu mehr? Dem Naͤchſten zu Dienſt. 1 Petr. 4, 10. Dienet elnander el n jeglicher mit der Gabe! N Sind wir ſchuldig gute Wercke zu thun? Ja, weil uns GOtt erſchaffen, erloͤſet und wieder⸗ gebohren hat. Koͤnnen wir mit unſern guten Wercken etwas birdleneh! Nein. Was wir ſchuldig ſind zu thun, damit koͤn⸗ nen wir nichts verdienen. Luc. 17, 10. Wenn ihr alles gethan habt, was euch 1c. Eph. 2,8. 8 Aus Gnaden ſeyd ihr ſelig worden te. Roͤm. 11,6. Iſt es aus Gnaden; ſo iſt es nicht aus Vor dienſt der Wercke, ſonſt wurde Gnade nicht Gnade ſeyn. Warum ſollen wir gute Wercke thun? Zu beweiſen unſern Gehorſam gegen unſern Schö⸗ pfer, und Danckbarkeit gegen unſern Wohlthaͤter. Wie, ſollen wir unſere Danckbarkeit deweiſen? Mit Worten und Wercken. Mit welchen Wercken? Mit guten Wercken; ſonſt heißt es: Danckeſt du alſo dem HErrn deinem GOTT, du toll und thoͤrich⸗ tes Volck. 5 B. Moſ. 32, 6. Können 5 dann mit unſern auten Wercken SOttes Hehet und Geſetz er fuͤllen? Ach nein! dieweil wir arme Suͤnder ſind. 825 in 2 —— 27272727CT7T—T—T—T—V—V—V—V—————— 8—. rßeTßTßTß0ß0T0T0T0T—T—————..— EE . 6C6C7VCTCCC0T0T0T0T0T70T0T7TT0T0Tb 7770 2 N e eee eee * ar— 5 e F Vom Beſchluß der zehen Gebote. Sind wir alle arme Suͤnder!; 46 Ja. 6 Röm. 3, 23. Sie ſind allzumal Suͤnder ꝛc. Was wird verstanden duch das Boͤſe r Die Erb⸗Suͤnde. Wie lange liegt uns dieſelbe an? Die gantze Zeit unſers Lebens. Hebr. 12, 1. Laſſet uns ablegen die Suͤnde, ſo uns immer an klebet. Was thut desc Sie macht uns traͤge zum Guten, daß wir nicht vollkommen Gutes thun koͤnnen. Roͤm. 7, 19. Das Gute, das ich will, thne ich nicht,(voll⸗ kommen,) ſonſt thaͤte Paulus viel Gutes. Wer hat dan das Geſetz und die gehen Gebote erfuͤllet? IEſus Chriſtus. Matth. 5, 17. Ich bin kommen, das Geſetz zu erfuͤllen ꝛc. Hat Er ſus keine Sünde gehabt wie wir? Nein. Hebhr. 7, 26. Er Er iſt heilig und gerecht. 1 Petr. 3, 18.„ der Gerechte vor die Ungerechte. Vor wen hat er das Gietz erſuͤllet? Nicht vor ſich, dann er iſt des Geſetzes HErr; Son⸗ dern vor uns. Wird uns die vollkommene Erfüllung Chriſti zugerechnet; N. Im. 5, 19. Durch eines Sehorfam werden viel Gerechte (die da glauben.) Wir werden angeſehen, als ob wir ſelbſt das Gan gehalten haͤtken. Sind urſere Wercke vollkommen? Nein, ſe ſind unvollkommen, und iſt viel Mangel an denenſelbigen. Jeſ. 64,6. Unſere Gerechtigkeit iſt wie ein beflecktes Kleid. Gefallen e aber Gott? Ja. 5 35 Um weſſen willen? Um Chriſti willen. Petr. 2, 8. Und auch ihr,„ die Gore argenehm ſind, durch 58 8 2 0 3 d Wa⸗ 5 0 10 Gabe aufe ſlgcke. e + 5 Das Von dag! 6g Gleack En ae on denen! uſeaſchedenen 900 Cben a0 ſchicenen 5 ſc genau zuſan hen kn gebe f Glaube g De Lehle d 0 Jud U. e ail heel nd lte! De 0 ſtiche. f D N 0 0 1.4% 5 du. Vit bit al dreh kkerſte: ker; dane ander f ehe fg Vom andern Hauptſtuück. 47 Warum durch Chrickum?„ Weil deſſen vollkommener Gehorſam, mit dem unh Glauben ergriffen, den Mangel und Unvollkommenheit ene duet en 1* 3 e——— 3—— . a een Das andere Hauptſtuͤck. ee eee n Von den Articuln des Chriſtlichen dee M. Glaubens. 18 r, N. 2. f 1 f 5 9 1540 1 he t Ein Geenck Was heißt Articul 25 Wi, en e Wovon iſt das Wort hergenommen? 1 Von denen Fingern. Wie die Finger beſtehen aus tr e inge unterſchiedenen Gelencken, die genau zuſammen han⸗ e e ag e gen; Eben alſo beſtehet die Chriſtliche Lehre aus unter⸗ EA e! ſchiedenen Gelencken, Stuͤcken oder Theilen, welche 7 San— ſo genau zuſammen hangen, daß keines von denenſel⸗ * ta hug 4 1 10 17 bigen kan gelaͤugnet werden, wo nicht der gantze Chriſt⸗ 0, dan aft ee, che Glaube gelaͤugnet wird. e i i e Was heißt der Glaube? thurn b, Die Lehre des Glaubens. t Ei ee ee Ep. Juda v 3. Kampfet ob dem Glauben.* ö Wie viel ſind der vornehmſten Glauben oder Religionen? Dat ea 600 babe g Viere: Der Juͤdiſche, Heydniſche, Tuͤrckiſche und 4 Chriſtliche. 5 A, alf Sor sl Welches iſt der Seligmachende er Fake enen? Ay. Geſch. 4,12. Es iſt in keinem andern Heil de. ö lm A d ff Wie viel ſind Art eul des Chriſtlichen Glauben! 7 72 111 Warum? Were Weil drey Perſonen in der Gottheit ſind. eee Der erſte: Von der Schoͤpfung, wird dem Va⸗ l ker zugeſchrieben. un Der andere: Von der Erloͤſung, wird dem Sohn zugeſchrieben. 8 an ie e ee . — — 43 Mom erſten Akticul. Der dritte: Von der Heiligung, wird dem Heß ligen Geiſt zugeſchriebeãee n..) Der erſte Arttcul: — Von der Schoͤpfung. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schoͤpfer Himmels und Dein Wer wird verſſanden durch das Wort Ich: Alle und jede glaubige Menſchen. Habae. 2,4. Nin jeder Gerechte ebet ſeines Glaubens. Wie vie 0 e Drey: Erkaͤnntniß, Beyfall und Zuverſicht. eiſt di⸗ Erkaͤnntniß noͤt big zum Glauben: Stucke werden zum Glauben des Herzens erfordert? Ja. Dann wo keine Erkanntniß iſt, da iſt kein Glaube, und folgends keine Seligkeit. Röm 10, 14. Wie ſollen ſie gaben, da ſie nichts don gehoͤ⸗ tet haben. f 3 3 1 Welßes iſt das zweyte Stuck: Der Beyfall.(Etwas fuͤr wahr halten.) Warum muß man es fuͤr wahr halten: Weil es in GOttes Wort ſtehet. 1 1 Cor. 2, 5. Auf daß euer Glaube beſtehe auf Gottes Kraft. MWMWeecches iſt das dritte Steck? Zuverſicht oder Vertrauen. Worauf muß der Menſch ſeine Zuverſicht ſetzen; Auf Chriſtunmn. Warum 2 Weil er fuͤr uns geſtorben iſt. Fur wen iſt er geſtorben: Fuͤr alle Menſ chen.. 1 Tim. 2, 6. Der ſich ſelbſt gegeben hat fir alle zur Erloͤſung. JIſt er auch fuͤr dich geſt rben; Ja. Iſt er für alle Menſchen geſtorben, ſo iſt er auch fuͤr mich geſtorben.„ Gal. 27 20, Ehriſtus hat ſich fuͤr mich dargegeben.* 60 T. 00, 5. O Mchn. 1. Daß n. 10 1 De Ta ban an Chtitun Mid da Gl a, et ke Alen Mn 1 m. ,, 0 de ech . Wil sed da de N. A560. 50 Dae Man J. dun N. . e ſr Ae Halten, 1 5 ö e,/ geh ö Nutmen. , wert ian dun Em cden i in: ehen.. ft alt tt digt Neuſtt bit irn Fer an- geſtotbeg, eln N f ff A igegehn, . Joh. 6, 29. Vom ierſten Articul. Wer giebt oder wuͤrcket den Glauben ⁊ GOTT. Das iſt Gottes Werck, daß ihr glaubet. Wie wuͤrcket er den Glauben: 7 Welches ſind die Mittel! Roͤm. 10, 17. Der Glaube kommt durchs Wort Gottes. 2. Die Taufe. 25 Gal. 3, 26. Ihr ſeyd alle Gottes Kinder durch den Glau⸗ n 4 ben an Chriſtum IEſum, denn wie viel euer getault ſind ꝛe. Wird der Glaube auch durch das Abendmahl gewuͤrckel? Nein, er wird dadurch geſtaͤrcket. 8 Wem will Gott den Glauben geben⸗ Allen Menſchen. 8 1 Tim. 2, 4. Goit will, dat allen Menſchen geholfen werde, und daß ſie alle zur Erkaͤnntniß der Wahrheit kommen. Bekommen alle Menſchen den Glauben ⸗ Nein. 0. Warum? Weil ſie boshafter Weiſe widerſtreben. Kan der Menſch boshafter Weiſe widerſtreben? Wer iſt Schuld daran? Ap. Geſch. 7,51. Ihr widerſtrebet allezeit dem Heil. Geiſt, Der Menſch ſelbſt. Hol. 13,9. Iſrael du bringeſt dich ſelbſt in Ungluͤck. KRan der Menſch ſeines Glaubens gewiß ſeyn? Ja.„„ 3 Woraus? Aus denen Fruͤchten des Glaubens.(Guten Wercken. Kan der Glaube auch wieder verlohren werden? Ja. 8 Lue. 8, 13. Eine Zeitlang glauben ſie. Wodurch) Durch wiſſentliche und vorſetzliche Suͤnden. An wen glaubeſt dun? 5 L Iſt — ene e me, e ee a 5 Iſt' dann ein Gre“ Iq. Röm) 29 offendaret. Daß man weiß, daß e n Core, it iber Woraus erkennet man G2 Tr: 2.1 5 Aus der Natur und aus ber heiligen Shhrſt, Wornach muß man GOT Terkennenn? 1. Nach ſeinem Weſen. 2. Nach ſinem Wilen 5 Nach ſeinen Eigenſa a ſten: 5 85 5 Die Allmacht kur. 1 37. Bey ihm iſt kein e Ding unmöglich Wozu ſoll uns die Allmacht e neben, Ji Furcht GOttes. Matth. 10,28. Fuͤrchtet euch vor dem 0 und 8 Koͤnnen wir uns derſelben getroͤſſen? Ja. Er kan uns erretten aus unſern Truͤbſalen. M. 75 11. Ich muß bas alles le. den, aber die bechee N 2. Die Allwiſſenheit. nen 9 Pf. 132, 4 inauch Juden nicht Ninſterniß 20 Jꝛt. 23, 24. Bie 1608 nicht, der Hi Mime und Erden erfüllek? Wozu. ſoll uns das bewegen? Daß toir uns auch für heimlichen Sünden und Ben cheley huͤten. 5 Dienet es zu unſerm Teoſtd 6 i 05 G N weiß unſer Truͤbſal und iſt 5 ung in der Noth 35 8 91,15. Ich bin bens dir in der Net, ich will dich ꝛc. 1 50 Boͤſe ſtrafet, und das Gute belohnet. Wozu ſoll uns das bewegen? Das BVoͤſe zu laſſen, und das Gute zu thun. 999 Dievet es auch zu un erm Troß? Ja. Es iſt nichts verborgen, das nicht e„ 5. Die Heiligkeit 8 6, 3. Heilig, hell, J dale iſt Goit der Herr e. Joh. 21, 1. Du weiſt alle Dinge, auch was im Vetbötze Gerechtigkeit, nach welcher GOTT 0 Ol uns 5. Mo. 19, 6 5 Die* 90 33/5 De ol ung eſung; d 105 7.9 75 Die! U Aon. 1/33 Coll und a ele J J. Die 0 . 15% 3˙ Ge danke Sol uns! fich inden Vhggeetde ſatt 9. Die Solus“ ble, weſche Ar. 10 Die“ 10 i pete el 1 B. Mol. 1050 185 13 7 Der d „ Der 6 3 Derh dus. ken Din 15 0 8 Ala 2 2. e let ert vol 75 dab unt derſt n cöſen? crrekten Sen Tul at ares le 1 de ien nheit. 0 f ale Dil Pub e N00 15 Jſben xa E wart. t, der 4 verl und band an 1 ehen? ſür heim 8e Sinan ö 4 n un en er Te J nd ib et ind? tts 1 0 gkeit, 1h 1 N 5 das C belohne * de brken? , d zt 100 u 5 Aol! 9 en 5 nicht en 1 15 — — 2 5 5 2 8 Mom So uns ankreibef 9 zur Hei fgkelt. B. Mol. 19,2. Ihr ſolt heilig f ſehn dann ic bin heilig. 6. Die Wahrheit. f b Ef 33,3. Des HErrn Wort ſt wahrhaftig, und was erden Aff ten, 3 Wei Soll uns antleiben zum Vertrauen auf feine Der heiſſung; desg ſeichen zur Wahrheit. Eshe. 4, 25. Redet die Wahrheit. 7. Die Weisheit Gottes. 12 Roͤm. 11,33. O welch eine Tieffe„ beyde der We heit z. Soll uns antreiben zur Zufriedenheit in GOtt. Pſ.39, ko. Ich will ſchweigen, und menen Mund ꝛc. 8. Die Unendlichkeit ſeiner Größe. Pf. 125, 3. Det Herr iſt groß und, ſehr loͤblich, und ſeine Gro e unauẽ ſprechlich. Soll uns ankrel ben, daß wir unſere Ruhe und Saͤt⸗ tig ng in demſelben ſuchen, 1 e e unſere Begierde ſaͤttigen kan. 9 Die Ewigkeit. Soll uns antreiben daß wir chen af das unſch bare, welches ewig iſt. 2 Cor 4, 18. Die wir nicht ſehen auf das Sicht bare Ne. 10. Die Gute und Harmhergzigkeit. 3 Soll uns antreiben GO TT zu 7 5 in der N hertzigkeit Wie vil ſind Goͤtter⸗ Einer. 5 B. Moſ. 6, 4. Hoͤre Iſrael, der SER. unſet 8051 iſt ein Einiger 658. 1 Wie viel ſi 12 Personen? 8 Drey. ö 1 Joh 5, 7. Drey ſi nb die da zeugen im Himmel ze. Wie heiſſen dieſe drey Perſonen⸗ 1. Der Vater, weil er von ſich ſelbſten iſt. 2. Der Sohn, weil er vom Vater gezeuget i. 3. Der Heilige Geiſt, weil er vom Vater und Sohn ausgehet. geh D 2 Sind Vom erſten Aeticul. Sind dieſe Perſonen unterſchieden? Ja, weil ſie andere genennet werden. J GOtte Joh. 14, 16. Ich will euch einen andern Troͤſter ſenden. Wo haben ſie ſich offenbaret; 5. Anm Jordan, bey der Taufe Chriſti. Da offen⸗ Wann de barte ſich der Vater durch eine Stimme. Der Sohn gel, baß in der angenommenen menſchlichen Natur. Und der up dhe fene Heilige Geiſt in Geſtalt einer Taube. Wie vielerley iſt der Wille GOtles? gude Me Zweyerley: Des Geſetzes und Evangelii. 10e enen wil Des Geſetzes. Daß wir heilig leben. u, un nd 1 T eſſ. 4, 3. Das iſt der Wille GOttes ꝛc. 1 Wie Des Evangeli. Daß wir glauben, und durch den N ſehtba Glauben ſelig werden. 155 fchdbare, 1 Joh. 6,40. Das iſt der Wille deß, der mich geſandt hat e,. Vi Wie muͤſſen wir GOtt mehr erkennen; Di Ene Nach ſeinen Wercken.„ „ Weelces iſt das erſte Werck! Gieſte. Die Schoͤpfung. ä Hdd„. g Wer hat alles erſchaffen! f 1 Der Dreyeinige GOtt. N Paheherle 1 B. Moſ. 1, 1. Im Anfang ſchuf Go Himmel e. Pi, de! Hat der Sohn auch alles erſchaſſen? f Ja. Ale gut Col. 1, 16. Durch ihn iſt alles geſchaffen. 0 f, Hat der Heilige Seiſt auch alles erſchaffen; Wſcl el 8„ Pf. 33,6. und alle ſeine Heer durch den Geiſt ſeines Mundes. 8 Worans iſt alles erſchaffen: 8 Aus nichts. Hebr. 17, 3. Durch den Glauben„daß alles, was man ſiehet, aus nichts worden iſt. ö In wie viel Tagen: In ſechs Tage. 8 Was hat er am ſiebenden Tag gethan: 9 Er hat geruhet, und aufgehoͤret neue Geſchoͤpfe zu machen. Worzu l e h ert algen ah See ug ku f un g n r Heig eſ d bnſhiſa LI at eit fd Deus d dies def: N but in glu 10 W t an. Ant nil et: a0 0 5 hn, 5g, n af Str Ga Alle gut. Vom erſten Articul. Worzu iſt alles erſchaffen:; Zu GoOttes Ehre. Pf. 19,2, Die Himmel er aͤhlen die Ehre Gottes. Wie er aͤhlen die Himmel die Ehre GOttes; Wann der Menſch den Himmel betrachtet, ſo erken⸗ net er, daß Gott allmaͤchtig, guͤtig und weiſe ſey, und daher fuͤrchtet, liebet und vertrauet er GOtt. Worzu iſt er mehr erſchaffen? Zu des Menſchen Nutzen. Die groſſe Welt iſt um der kleinen willen erſchaffen, die kleine um G Ottes wil⸗ ee ee len, um ihn daraus zu erkennen, und ihme zu dienen. Wie werden die Geſchoͤpfe eingetheilet? In ſichtbare,(Z. E. Menſchen, Thiere ꝛc.) und unnſichtbare,(Z. E. Engel.) Coloſſ. 1, 16. Welches ſind die vornehmſten Geſchoͤpfe? Die Engel. 5 f Was ſind die Engel? Geiſter. 2 0 Hebr. 1, 13. Sind ſie nicht allzumal dienſtbare Geiſter ze. 0 Wie vielerley ſind die Engel? Zweyerley: Gute, die nicht geſuͤndiget haben, und Boͤſe, die geſuͤndiget haben. Wie ſind ſie von Gott erſchaffen? Joh. 8, 44. Sie find nicht beſtanden in der Wahrheit, in wel⸗ Her ſie Gott erſchaffen, ſondern von Gott abgefallen. 5 Was iſt der guten Engel ihre Verrichtung? Sie loben GOtt. Jeſ. 6, 3. Heilig, heilig iſt der HErr Zebaoth. Sie dienen G Ott. Dan. 7, 10. Tauſend mal tauſend dieneten ihm ze. Sie behuͤten die Gottes fuͤrchtigen. Pf. 34, 8. Der Engel des HErrn lagert ſich um die her ꝛe. . 91, 18. 12. Er hat ſeinen Engeln befohlen Wie ſollen wir uns gegen die Guten verhalten? Wir ſollen ihnen nachfolgen in ihren Verrichtungen. Gott loben, dienen, und unſers Naͤchſten Wohlfahrt n,,. 8 Wel⸗ Vom erſten Articul. Welches iſt die Verrichtung der böſen Engel? Sie ſuchen den Menſchen zu ſchaden an der Ole. g 1 Leib, Haab und Guth, fe 1 Petr 1. 255 Teufel gehet umher, wie ein bruͤllender de. en 1 00 je ſollen wir uns gegen dieſelbe verhalten? Nach 60 Wir muͤſſen! ihnen widerſtehen. ö 75 Pa 1 Peit. 5,9. Dem widerſtehet veſt im Glauben. Pore Weg ind die vornehmſten Erearuren nach denen Engeln?. fei Die Men, ſchen. en 0 Aus wie viel Theilen beſtehet der Menſch? 2. J Gen Aus zweyen: Leib und Seele. 2155 Die See 1 iſt das Vornehmſte? 9 0 11 „Matth. 16, 26. Was huͤlfs den Menſchen, wann er die gan⸗ 152 271 tze Welt gewoͤnne, und naͤhme Schaden an ſeiner Seele? In det Wovor ſoll der Menſch die gröſte Sorge tragen? 198 M Vor die Seele, daß ſie mit GOtt vereiniget werde. 05 Wa? hat Gott mehr gegeben? Neun, br Augen, Ga 5 5 Glieder. an ozu ſoll der Menſch die Augen brauchen? Duc di Zu betrachten die Geſchoͤ e Gottes 1 das Wort Gottes. 2 5 fla e Wozu die Ohren? 5 5 Zu hoͤren das Wort GOttes. Tc, dh 3 Di eder Ger cute bg 5. Ein enſt der Gerechtigkeit en 1 Lobe Gottes, 0 me 90 16 5 Was hat Gott mehr gegeben? g 0 Aan Die Vernunft, dadurch der Menſch von denen un⸗ 70 Gan vernuͤnftigen Thieren unterſchieden iſt, und nicht nur gun! auf das Gegenwaͤrtige, ſondern guch auf das Aakhof⸗ ell 75 tige ſehen 8 g f e Was hat er mehr gegeben? e Die Sinnen, derer funf ſind, als: Sehen, Hoͤren, 18 Rechen ö Schmecken, Fuͤhlen. 1 Wie muß er die gebrauchen? Mey Daß ſie ſeyen Thore des Lebens und nicht des T To⸗ 5 des. 9 i E dan 0 5 hu st* ben? Ar, uh der F ch bon dae ben, ni l.. 0 it *, e auf dus q du 0 f weir en! N, Nn fir ſnl! J Sehe n, Sheen. BAK Me mm! n dan d Ma Vom erſten Artleul. 55 des. Z. E. Mieht hoͤren ſehandbare Worte, Narren⸗ theidung oder Schertz, ſo denen Chriſten wchtgezemet; ſondern vielmehr was nuͤtzlich iſt. Wornach iſt der Menſch erſchaffen? Nach GOttes Ebenbild. 1 B. Moſ. 1, 27. Gott ſchuf den Menſchen ihm zum Bllde. Worinnen hat das Ebenbild GOttes deſtanden? 88 1. In Erkaͤnntniß und Weisheit. Col. 3 Ziehet den neuen Menſchen⸗⸗ geſchaffen bar 2. In Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epbeſ. 4, 24. Der nach Gott geſchaffen iſt in regiſdaſſeer Gerechtigkeit und Heillo keit. 3. In der Unſterblichkeit des Leibes. 1 B. Mos 2/17. Welches Lages du davon eſſen 180 N 4. In der Herrſchaft uͤber die Creaturen. 1 B. Moſ. 1,28. Herpſchet über Fiſche im Meet 20. Hat der Menſch ſolch Ebenbild noch! 7 Nein, er hat 12 verlohren. ae Wodurch? Durch die Suͤnde. Da er wider das Verbot G Ot tes vom Baum des Erkänntniß Gutes und Boͤſes geſſen. Soll der Menſch wieder erneuert werden zum Eben⸗ „ bild Gottes Ja, dahin gehet das Chriſtenthum, daß das Fürch die Suͤnde verlohrne Ebenbild GOttes, in der Seele des Menſchen wiederum aufgerichtet werde nemlich im Verſtand, Erkaͤnntniß und Weisheit. Im Wil⸗ len, Gerechtigkeit und Heiligkeit Iſts genug, wenn der Menſch ſolches iert bel ⸗. Nein, er muß auch darinnen wachſen. Coloſſ. 1, 11. Und wachſet in der Erkanntniß Gottes de. 2 Petr. 3,18. Wachſet 1115 in der Gnade und kanu unſers Heylandes JEſu Chriſti. a Eph. 4, 15. Laſſet uns aber wachſen in allen Stücken le Wo wird es vollkommen erſetzet werden? Im ewigen Leben. Da werden wir erlangen voll⸗ kommene Erkaͤnntniß, tee Gerechtigkeit und Helligkeit. Wel⸗ Vom erſten N ticul. Welches iſt das zweyte Werck; Die Vorſorge GOttes. Was gehoͤret zu derſelben? Die Erhaltung der Creaturen. Hedr. 1, 3. Er traͤget alle Dinge ꝛc. Col. 1,17. In 45 beſtehet alles 7. Wie erhaͤlt uns GOtt?⸗ Er giebt uns Kleider und Schuhe, eſen und Trincken ꝛe. Ma th. 6, 25. Iſt nicht der Leib mehr dann die r. Wie mehr! Leib und alle Guͤther. Wie vielerley ſind die Güther⸗ Viererley: 1. Der Seelen.(guter Verſtand) 2. Des Leibes. N 3. Des Gluͤckes. 1 eichthum) 4. Der Ehren.(Ehren ⸗Stand?) Jac. 1, 17. Alle gute 3 und alle Wit 28. Wie giebt GOtt⸗ Reichlich. 1 Tim. 6, 17. Den Reichen von dieſer Welt ⸗⸗ 2 zu genieſſen. Und taͤglich. Klagl. Jer. 3, 23. Gottes Guͤte und Treu iſt alle Morgen nen. Was thut er mehr? Er beſchützet vor aller Gefaͤhrlchkeit, Leibes und der Seelen wendet ab alles Uebel. 2 Wie vielerley iſt das Uebel? Viererley: 1. Des Gemuͤthes.(bloͤder Verſtand) 2. Des Leibes.(Kranckheit) 3. Des Gluͤckes.(Armuth) 4. Der Ehren.(Verachtung.) 1 Durch wen beſchuͤtzet und bewahret anz Gott? 1. Durch ſeine Engel. Pf. 34, 8. Der Engel des He rn lagertſich um die her ꝛc. Pf. 91,12., daß ſie dich behuͤten auf allen deinen ꝛc. 2. Durch die Obrigkeit. 1 5 Du 4. Sie iſt Gottes Dienerin„„ dir zu gut. Durch gute e 5 gaſſet e 90 Wel es l an. 9,28. 5 l. on hem O0 G nate es df Har bus 60 17. 4 men nir al! Nn.. weit due Dun he F. z,. B. Pas sollen w. Danken, Du laut fc unsern f dle, dal 18, Mo. . 100,1. 1. Ir de Maz, 10 Oben. W Wat Dienen 0 6 De Oſhorſe N 2 e nl Bisweilen zu) daß denen Jrohmen Ubels begegnet Vom eren Artem. be Ja. Warum? Weil es zu ihrem Beſten dienet. Röm. 8, 28. Denen, die Gott lieben, müͤſſen alle ze. Auf wen muͤſſen ſie dabey ſehen? Auf GOtt. Ohne deſſen weiſe Zulaſſung kein Haar von ihrem Haupt fallen kan. Matth. 10, 30. So mackte es David: 2 Sam. 16, 10. Laſſet ihn fluchen, der Herr hals ihn geheiſſen. Hiob 1, 21 Der Herr hats gegeben, der HErr hats 2 Koͤnnen wir allezeit ſehen, wie es zu unſerm Beſten gereichet? Nein. Chriſtus ſpricht Joh. 13, 7. Was ich thue, das weiſt du jetzt nicht, du wirſt es aber hernach erfahren. de, bit n ö Was muͤſſen wir dann thun? Dem HeErren unſere Wege befehlen. Pf. 37, J. Beſiehl dem HErrn deine Wege ꝛc. Was ſollen wir Gott vor dieſe Schoͤpfung und Vorſorge thun? Dancken, loben, dienen, und gehorſam ſenn. Wem ſollen wir alles zuſchreiben? kk Der lautern Guͤte und Barmhertzigkeit G Ottes, nicht unſerm Verdienſt und Wuͤrdigkeit; wie Jacob khaͤte, da er ſprach: 3 4 B. Moſ. 39,10. Ich bin zu gering aller Barmhertzigkeit ꝛc. Pf. 106, 1. Deine Guͤte waͤhret ewiglich. 17080 Wovor ſollen wir Gott dancken? Vor die Schoͤpfung und Vorſorge. Vf. 139, 14. Ich dancke dir, daß ich wun der barlich gemacht bin. Was ſollen wir weiter thun? Loben. Seine Guͤte und Barmhertzigkeit, Allmacht und Weisheit. ä en 50 Dienen. Alles zu ſeinen Ehren anwenden. Z. E. Den Verſtand, Gott zu erkennen. Gehorſam ſey, und ſeine Befehle ausrichten. Sind wir es ſchuldig zu thun? Ja. Weil er uns erſchaffen hat. Iſt das alles gewißlich wahr? Jag. Weil es in GOttes Wort ſtehet. 5 ee** 5 1 eee N 2 2* 0 —:..] 8 F I——————— —————— 5— eee 1 N 2 5 1 N r 8 n 1 N 5——. 3 5 5 Wr FF— —— 2—— 2—. ee 3 5 2.— 3 l mmm N 3 .— a„. 3 N——— 5 f 2 1 8* 2 28 55* 33 r 2—— N 5* 2 2 2— —— ö e 8 r a. N 25 8 Vom andern Articul. 5 F alles wahr, was in Gottes? 22* th Iſt 90 w Gon 8 Wort ſtehe i dn rl Sb 18. 85 iſt nmialig, daß Gott Hor Na 99 — 00.1% Der andere Articul: wa 3 Von der glöſbng., Nun dun Ich glaube an JEſum Chriſtum ge Diele: nen eingebohrnen Sohn, unſern Ern 134 Der empfangen iſt ce. cd al Wer S. uns; kerloſet⸗ F „Christus JeSüsS nder Was beißt SeSus⸗ 2 lb u. W Ein Heyland oder Seligmacher. He man 2 5 8 rd ſein Volck ſelig machen von ann ie. Ne, en Was heißt Chriſtus- Ik 5. Ein Geſal 0 tel weil er nach der menſchlichen Natur Sogdern! mit dem Heiljgen Geiſt zu einem König, Hohenprieſter f/. N und Propheten, geſalbet worden. 5 Pf. 45,8. Ogrum hat dich, o. GiOtt! dein Gott geſalbet„ 5 f Wie mußte unſer Erloͤſer beſchaffen ſen? chelgſer Er mußte ſeyn wahrer Goc, 1 Joh. 57 20. d 5 8 wahrer Menſch. 1 Tim. 2,5. Warum mußte er ſen- dm 0 Daß er konnte Leiden und Sterben. 0 Hebr. 9, 12. Ohne Blutvergieſſen geſchicht keine Vetötbung. 20 daß 6 Warum mußte er wahrer Gott ſeyn? 1er. 0 Daß er eine unendliche Kraft dem Leiden und Ster,.% — beylegte. i Pf. 49,8. 9.% daß es ein Menſch mußte laſſen ewiclic 0 in Wen hat er erlöſet! in Her Nicht 5 Gugel 2 f 70 Hebr. 2, 16. Er nimmt urgende die engt an ſch de te. 25 Sondern alle Menſchen.* 9 Get 115 5 1 Tim. 2285 Der 199002 gegeben atveralt gg 1 0 3 ö u. 175. 1 185 9 ö Vom ar dern Arkieul. 2 Wovon ha; er uns erloſek?⸗ i en der Suͤnde. Sowohl Erb als würclchen Suͤnden. 1 Joh. 1/7. Das Blut Ickſu Chriſti, des Sohnes, macht uns rein von allen Suͤnden. Wovon hat er uns mehr erloͤſet? Vom Tod. 8 75 Wie vielerley iſt der Tod:: 2 5 Dreyerley: Der leibliche, geiſtliche und ewige. 5 Hat er uns auch e loͤſet vom leiblichen Tod?: Ja, daß er nieht mehr ſey eine Strafe, Sondern en Ende alles Uebels 2 und Eingang in das erpige babe Wovon mehr? Von der Gewalt des Teufels. 5 13 Col. 1, 13. Welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der c. 5 1 8 auch erloͤſet von denen Verſuchungen des Teufels: ein. le 05 1 Petr. 5,8. Der Leufel gehet umher wie ein bruͤllender ꝛc⸗ 5„Sondern von der Gewalt des Teufels. 15 d Jac. 4,7. Widerſtenet dem Teuſel, ſo fleucht er von tuch. d Womit hat er uns erloͤſet r Nicht mit Gold oder Silber, ſondern mit ſeigem 8 7 10 igſten Gehorſam, und allerbitterſten Leiden und erben. 2 Mem hat er einen Sthorſan geleistet? 6100 br Dem Geſetze. 1 Warum hat er uns erlöſel⸗ e eee 30 fu Auf daß wir ſolten ſein eigen ſeyn. ne rah! dine Cor. 6, 20. Ihr ſeyd nicht euer ſelbſt, ſöndern theuer erkauft. rg Ne e dae e Dit. 2, 14. Der ſich ſ loſt⸗ ein Volck zum Eigenthum. Warum mehr⸗ — Und in ſeinem Reich(der Gnaden) unter ihm(mei Du hut 4 nem HeErrn und Koͤnig) lebe und diene. Luc. 1,74% ihm dieſ eten ohne Furcht. fl an Wor nen-. e 1 In Gerechtigkeit. 550 de ug de Luc. 1,75. Ju Heiligkeit und Serail die wasche n. ö 1 Vom andern Articul. 8 Worinnen mehr:; i In unschuld Cuntg die und Seligkeit. f u Wie lange:; 10 Die gantze Zeit unſers Lebens. vaſoſen 8 Luc. 1 Unfer Lebeulang. Iſt Chriſtus der eingebohrne Sohn Gottes? 0 Pa Iq. Nach. 5)! Job. 3, 16. Alſo hat Gott die Welt geliebet, daß er ꝛe. e 83 Sind wir nicht auch Sohne Gottes? Von 10 l /. El Gal. 3, 26. Ihr ſeyd alle Gottes Kinder de. 6 Was vor Soͤhne? Nu Me Ang enommene. Chriſtus aber iſt der natürliche und u 10. O ehe Sohn. Ven kon Bon wem iſt er gebohten? Oelen G Vom Vater. Amn ho Wann? Von Ewigkeit. Duos deb Pf. 2, 2. Du biſt mein Sohn, heute(d. i. von enidke habe ich dich gezeuget. Ghrſtus. Iſt Chriſtus unſer HERR?. Ja, weil er uns erloͤſet hat. Mht na Wie vielerlen iſt der Stand Chriſti? Albar it, Zweyerley⸗ Der Stand der Erniedrigung, und der 5 Stand der Erhoͤhung. N. Was gehoͤret zum Stand der Erniedrigung? Ib. Die Empſerga 1 Von wem iſt er empfangen? nt al Von dem Heiligen Geiſt. Lu. 135. Der Heilige Geiſt wird uͤber dich kommen. M den Wie iſt er gebohren? Mah, 1 Ohne Sünde. Hebr. 7, 26. Von den Suͤndern abgesondert Dia Warum? a 0 Daß er unſere ſuͤndliche Empfaͤngniß reinigte und 2 Was folgt auf die Empfaͤngniß? Die Geburt.(zeikliche) * 4% 4. Da die Zeit erfuͤlet war de. Wam . 2 n 1 105 1 e bur. N . L dee, 5 und 3 Hen le m 1 0 Wat de vücg n de 188 Chi de Sund d. gung, Seam unden m 600 tuibtian? Nn ILL 0 ien? 1 Halgn Get. Nr heli het bit J bit lng D een d N bet. ne dach C gn w e ri a ae unn 3 der U Vom andern Articul. 8 e 8* e Wann iſt er gebohren? N Da das Scepter von Juda entwendet a 1B. Moſ. 49, 10. und die ſiebenzig Jahr- Wochen verfloſſen. Dan. 9, 24. Wo iſt er gebohren worden? Zu Bethlehem, im Juͤdiſchen Lande. Mich. 57 1. Und du Bethlehem aus dir el mir kommen ꝛe. Von wem iſt er gebohren? Von der Jungfrau Marig. Jeſ. 7, 14. Siehe eine Ae u aul iſt 1 ꝛc. Moth 1,22. em zu gut? Allen Menſchen. 8 Luc. 2, 10. Die allem Poſck wiederfahren ſoll. 125 Wem kommt die Geburt Chriſti wuͤrcklich zu Nutz? Denen Glaubigen. 1 Tim. 4, 10. Chriſtus iſt.- ſonderlich aber derer Glaubigen. Was folget auf die Geburt? Das Leiden Chriſti. Wetr hat gelitten 2 Chriſtus. Nach welcher Natur? Nicht nach der Goͤttlichen, nach welcher e er unwan⸗ delbar iſt, enn nach der Menſchlichen. Hat Gott vor uns gelitten? Jg. 0 1 Cor. 2, 8. Sie haben 150 oem; der Hemmit geereutziget. or wen? Vor alle Menſchen. 1 Tim. 2, 6. Woran hat er gelitten? An dem Leib und Seele. Matth. 26, 38. Meine Seele iſt betrübt bis an den Tod. Warum hat er gelitten? Daß er uns erloͤſete. 1 Tim., 6. Der ſich ſelbſt begebe„ zür Erlöſung. 188 Warum mehr: Daß er uns ein Vorbild gelaſſen, daß wir ſollen nachfolgen ſeinen Fußſtapfen oder Tugenden, Gedult und Sanftmuth. 1 Petr. 2,21 723. 5 ba Van andern Abet Maß ſof get auf das 155 denz„ c„Die Creutzigung 1 has iſt die Eteutziaung vor ein Lod bannen Ein ſchmaͤhliger und ſchmertzlieher Tod, weil die 8 aͤrgſten und l leberlegſee Buben gecreutziget wurden. Was sollen wir thun »Wir ſollen unſer Fleiſch creutzigen ſamt den Luͤſen und Begierden. Gal. 5, 14. Der Welt gecreutzget 1 95 Gal. 6, 14,(die Welt nicht achten. Was folget auf die Creutzgungns Der Tod. Eine Trennung des Leibes und der S See⸗ len. Jer Leib lag in dem Grab, die Seele war im himmliſchen Paradieß. . 23 43 Heute wirſt du bey mir im Paäradieß 68 5 4 Was ſollen wir bierbeb thun: 8 Der Suͤnde abſterben. 1 Petr. 2, 24. daß wir der Suͤude abgestorben. . Was ſolget auf den; Tod:? Die Begraͤbniß. 11712005 Ws iſt er begraben worden; In einem Garten. ent, Was war es vor ein Grab⸗ 1650 Ein neues Grab/ welches in einen Felſen ſchüuen war. 2 Wer hat ihn begraben; Joſeph von Arimathia und Nicodemus. Warum iſt er begraben worden? Anzuzeigen, daß eb wahrhaftig geſtorben, und un⸗ ſere Graͤber weihete zu Ruhe Statten. Was gehoͤret zum Stand der Erhohung! be Die Hoͤllenfahrk. 6 Wohin ill et gefahren; In die Hoͤlle. 1 Petr. 319. In demſelbigen Geiſt it er auch bu, And hat gepredigt denen Geiſtern im Gefaͤngniß. 8 Was folget auf die Höllenfahet De aufen Ehr ſt. nee 6„ 5 ö f 1 Nat 1 der“ fi 900 10 500 Seele,! N er au d. Ph. 70 19. 5 Am dite aal Sonnabe 0 r wecel, Ait n det; Ellen bug . 0 bi 0 lach ſein 0 9 5 3 5 — —* — 2 — — 255 a be eg N 1 0%, 5 N dur u uc ngen Fügen *. ut en hel 3- ind ems. en E den: „ 7 1 c N Nhe 0 biet qa eiu 0 Phan dein . Tes i alc a en eim i Sf, H e A ſohtt⸗ N f g 5 ae 1 r 5* Vom andern Akticul.— 632 am Sonnabend im Grab geruhet, iſt er wieder auferſtanden. Joh. i 14, 19. Ich lebe U Und ihr ſol lt auch leben. 0 * Nach welcher Natur iſt er auferttanden⸗ Nach der Wehe nach 1 5 er gefallen iſt, nicht nach der Goͤttlichen. Nach dem Leibe, nicht nach der Seele, weil er nicht nach derſelbigen gefallen iſt. Ist er dus eigener Kraft von den Todten au, lerſtanden? Ja. 10 Joh. 2,19. Vtech dieſell T Temp: ab/ und ich wil ihn ꝛe. ann iſt er auf ſerſtanden s 85. Am dritten Lahe Den Freytag iſt er geſtorben, und am Sonntag Worinnen beſtehet die Auferstehung Ehriſti⸗ 20 In der Wieder Herengung des Leibes und der Hat er eben denſelben Leib wieder bebnnm, den er vorher gehabt? 1 Ja. f 0 4 142 Woher wird das bewieſen: 5 Aus denen Wunden und Naͤgel⸗ Maalen, wech er nach ſeiner Auferſtehung noch gezeiget. Joh. 8 27. Lege deine Hande in meine Seite. Hat er andere. Beſchaffenheiten gehabt: Ja, er hatte einen verklaͤrten Leib Hach ſeiner er fed, ht, 3,1. Daß er hnlich werde feine verklärten elbe. Warum iſt Chriſtus auferſtanden? Anzuzeigen, daß wir gewiß mit GOtt verſöhnet ſeyn. Rom. 4,25. Und um unſere Gerechtigkeit willen au Runen, Was ſollen wir hierbey thun? Wir ſollen aueh uf tehen von denen Suͤnden. Eph. F, 14. Stehe auf von den Todten ꝛe. So werden wir auch auferſtehen zum ewigen Leben. Werden die Goltloſen nicht auch auferſtehen? 8 Ja. Zum Gericht. Die Glaubigen aher zum enen en., 17 705 Hang f Joh. 5 5,20. Etliche werden auferſlehen zum ewigen Leben, eil che aber zur Schmach und Schande. Was Vom andeen Artſeul. Was folget auf die Auferſtehung?. Die Himmelfahrt. Motinnen beſtehet dieſelbe? Nicht in einer Verſchwindung, ſondern und nach in die Hoͤhe gefahren, bis ihn eine von der Juͤnger Augen weggenommen. Wann iſt er gen Himmel gefahren? Am vierzigſten Tage nach ſe nner Auferſtehung. 8 Von weichem Ort iſt die Auffarth geſchehen? Von dem Oelberg. 5 . Wohin iſt er gefahren? In den Himmel, nicht allein der Selig auch in den Himmel der Majeſtaͤt.. Eph. D i Himmel. 4, 10. Der aufgefahren iſt uͤber alle Siollen wir auch gen Himmel fahren? Ja. Geiſtlicher Weiſe mit der Seele, Gedancke und Begierden. Col. 3, 2. Trachtet nach dem, das droben iſt. i Matth. 6, 21. Wo euer Schatz iſt,(Chriſtus) da iſt auch euer Hertz,(Gedancken und Begierden.) 5 Was folaet auf die Himmelfahrt? Das Sitzen zur Rechten Hand GOttes. Was wird verſſanden durch die rechte Hand Gottes? »Mioecht eine leibliche Hand, dann Gott iſte Joh. 4, 24. Sondern die Allmacht und Allgegenwart. Pf. 139, 10. So würde mich d ten, und deine Rechte mich leiten. ee e Was heißt ſitzen? Herrſchen. 1 Cor. 15, 25. Er muß aber herrſchen de. 8 daß er nach Wolcke en, ſondern in Geiſt. ürde mich doch deine Hand daſelbſt ſuͤh⸗ Fc d chikmet ace Die Juka e kommen in l. 5, U ichen Nah det! .% l alen, daun N. Gad. 17 Ne Man endigen, die Todten, 200. 5,1 handelt! Wann f. Dag ſie een 1. Bog len, 45 5. ö 2. Von flalth. 1 verglichen mit Pf. 110, 1. Setze dich zu meiner Rechten. . Was heißt ſitzen zur Rechten Gotte? mit Gott allmaͤchtig und allgegenwaͤrtig herrſchen und regieren. V Was thut er zur Hand Gottes? W Er bittet fuͤr uns. 5 Nom. 8,34. Chriſtus iſt zur Rechten Gottes und vertritt un, 3. Bol fu. 5„1 4 Nich ſcgdan qi h 0 1 2 1 dn Wehl 80 l. 0 1 g N Vom andern Ark eu. 6% hn u c Ex beſchöger uns wider unſere Feinde. Alſo ſchuͤßzet n de und ſchirmet er mich auch. Er ſchencket uns Gaben. 1 Lan a! An 16 U Eph. 4, 8., Er hat Gaben vor die Menſe en empfangen. f we 5 d r Rech ten Gottes? de gen 0. Nee lt auf dae Sitzen zur Rec ten GOttes ie 9 N J Die Zukunft zum juͤngſten Gericht. Von damen 8 r. fan er kommen wird. aa Se Von wannen wird er kommen? 0 20 Vom Himmel. Ne Phil. 3, 20. Unſer Wandel iſt im Himmel, von dannen ze. ml, Wal 8 Was wird er thun? — a ie 3 En ee Nach welcher Na⸗ur? engen A Nach der menſchlichen Natur. oh. 5, 7. Und bat ihm Macht gegeben au das Gericht zu iche Vaſe n 10 86 0. daß er 10 M denſchen Sohn iſt. 2 615 An a, Ap. Geſch. 7,31. Durch einen Mann, in welchem ze. wen; 1 Wen wird er richten 4 D, Alle Menſchen. Die Frommen und Gottloſen. Die 45* iu Lebendigen, die den Juͤngſten Tag erleben werden; Und Nas ben unf de iht die Todten, die vor dem Juͤngſten Tage geſtorben ſind. den zu Rechte Seon 2 Cor. 5,10. Wir muͤſſen ale offenbar werden„. nach dem er gehandelt hat, es ſey gut oder boͤſe. 5 00 ide, Warum ſolen ſie dor den cher Stuhl Ehriſt decent, „% Got e werden? Soden e nb Daß ſie Rechenſhafe geben. n es ttn ni 0 iu Wovon? Aue 10 ltr 1. Von den Gedancken. Auen* 1 Cor, 4, 3. ud de Rath der Hertzen befnbaren, i 1 2. Von den Worten. 5 du at ert t. Matth. 12, 36.„ von einem jeglichen unnützen Wort. 5 e eee A nin s 3. Von den Werck n. 8 0 4 1 it 0 g 4. Nich allein 3 Volbehaußg des Voöͤſen, 2 1 1 3 n 3 1* 5* f 1 N Wornach werden ſie gerichtet werden? rn ib 5 wa 3 a ſie dichten de. Wie Von dritten Articul. ö 1 N 1 8 N WR vielerley iſt das Wott BOttes: ee eh!: Gottloſen gerſchtetet werden. gerſchtet. Die Losſprechung. 0 aber die Gotkloſen; Das Urtheil der? Verdammniß. Und des Evaͤngelli, nach dem welden die Frommen Matth. 25,34. Kommet her ihr Geſegneten meines Vater. Matth. 25, 41. Gehet hin von mir, ihr Verfluchten. 725 Des Geſetzes, nach“ dem werden die Was werden die Frommen por ein Urtheil tnpfahen Der dritte Articul: Von der e e Weß heiliget die Menschen? Der Heil he Geiſt. Was iſt der heilige Geiſt? ter und Sohn alsgehehet. 8 Gehet er vom Vater aus 4. ehet er auch vom Sohn gut; Und weil er vom Sohn geſandt wird. chen ich euch ſenden werde. Wohin wird er geſandt; In die Hertzen der Menſchen. Was thut der heilige Geiſt: 1. Er ſchre, Jeb. 1, 13.„„ der wird 00 in ale Wahrheit leiten. 1 . 1 e af . 4 1 oh. 1/20. 10,6. Teibe 15 7 0 N 5 dil E 90.71.77 1 0 9 dear an den heiligen Geiſt, eine el ige Christliche Kirche e. Die dlitte Perſon in der Gottheit, welche dom Bas Joh. 15,26.. Oer Geist der Wahrheit, deren Baterrtthe ö Ja. Weil e cen Ge ſt des Sohns genennet wird. Gal. 4, 6. Darum hat Gott geſandt den Geil ſeines Sohnes z ö Gal. 4, 6.„ den Geiſt' nes Sohnes in eure Hauber c 2. f Joh. 15% 26. Wann aber der Tröſter kommen wird, wel⸗ uad 16 t., An 0 Dr H 1615 Mig fun. Das 1 Ne un e ar e Satze gel. f, aan de 6, e ce de K. 8. 1 ane mau: de dei du Dal u dunn gh n 45 Lech dat dess gau Nabe Luta r Geſeue I en Ech 9 wic, 15* dt K r le enden Dun di r t: de mch „nel e be int hlt 75 0 beste dee a 15 ö 0 em daten Mel. 7775 Strafe. 300. 16, 8. der wird die Welt kran 3. Treibet an zum Guten Rom. 8, 14. Welche der Geist Gottes treibe, 8 Und troͤſtetet Joh. 15,26. Wann aber der Tröſſer kommen wird. . Kan der Menſch aus eigenen Kräften zu Christo kommen 5 und an chultem Hauben Nein. Joh. 6, 4. Est kon ee zu mir konis Wie iſt der Musch von Nau? 1141 Todt in. Suͤnden. 3 Eph⸗ 2,1., da ihr todt waret in Sünden 08 Wie iſt der Verſtand des Menſchen? Unwiſſend. 1 Cot. 2, 14. Der natkrlich Menſch vernimmt ac„ Mee iſt der Wille Von GOtt äbgetwendet, und G Ott droben. 9. 8 7 67 G0 den Menſchen beruffen? Der Heilige Geiſt. 1 Cor. 12, 3. Ned kan Jeu el inen Henn hel fer 14. Wie beruft er die Menſchen? 4 Mittel ſbar/ durch das Wort Gottes und Evänge⸗ lium. Das Geſetz iſt nicht ausgeſchl oſſen, 98 die Reue und Leyd gewuͤrcket witd⸗ Wen beruffet er? Alle M enſchen. 1 im.%%% auf daß alen Merſchen giholfen bie In Adam. In Noah. Und durch die 2 oſteh. 1 Matth. 28, 19. Gehet hin in ale el a Und Lg l 17 Völkel. Wozu beruffet et? 1. Zur Se ligkeit. 1 Tim, 6, 12. Das ewige Leben 75 dahu du dekuffen biſt. 2. Buſſe.(Veraͤnderung des Hertzens und Sinnes. N 3. Zur Heiligung. 1 Theſf 4, 7. Goit del uns ö rufe Heiligung. uſſe 68 Vom d Iten Articul. Buſſe und Heiligung iſt die Ordnung, in we 55 Go Ott die Menſchen ſelig maeht. Was folget auf den Beruf? Die Erleuchtung.. Was heißt Erleuchten Zur dbendgen Erkaͤnntniß bringen. Wodurch erleuchtet er die Menſchen? 4 4 Durch das Wort GOttes. Pf. 119, 105. Dein Wort iſt meines Fuſſ s geuchte, und de. Laſſen ſich ale Menſchen erleuchten Nein. Joh. 3,19. Sie haben die Finſterniß,(unwiſſnnhei und vor ſchliche Suͤnden) lieber dann das Licht. Iſt die Erleuchtung noͤthig? Der Wandel im Licht ſetzet vorher die Erkaͤnnt⸗ . 115 4 nd der Wille kan zu nichts gelencket werden, ehe es ihm vom Berſtand vorgeſtellet worden. Was folget auf die Erleuchtung? Die Heiligung. Oder Ablegung des alten und An ziehung des neuen Menſchen. Wbdurch wird der Menſch gchtiliget! menta. Muß der Leib auch geheiliget werden? 7 1 does 5,23. Und euer Geiſt ſamt Seele und Leib ꝛc. Roͤm. 6, 19.»: eure Glieder, daß ſie heilig ſeyn. IJſt die Heiligung noͤthig? Ja. Hebr. 12, 14. Jaget nach der Heiligung, ohne weiche wird menge den HErrn ſehen. 59 Iſt ſie nützlich? Jd. 1 Tim. 4,8. Die Gottſeligkeit iſt zu allen Dingen nützt. Iſt ſie leichte? Ja. Denn ſeine Gebote ſind nicht ſchwer. 1 Joh. 5,3.(Im Fortgang, obgleich nicht im Anfang.) Durch das Wort Gottes und die heiligen Se Was Waffe it 15 tagch ait facht, 8%. 5 dune ü Dehn 90 Vit h 1 Jet. 15„3 bil. Ind die wach ſt dal 1 15 fe 0 10 ct fert Nacht en kom Git 6 rg vd * af 10 5 b J e 0 0 5 9e a, o eh AU e I lig dun en att Sicht fe 1 4% g Vorm drltten Artieul. Was folget auf die Heiligung? Die Ethaltung. Wo nnen muß der Menſch erhalten werden? In der Erleuchtung und Heiligung. Wie lange? Bis an das Ende. Matth. 24, 13 Wer beharret bis ans Ende, der on 160. Wie wird der Menſch darinnen ethalten? 5 Wann er die Mittel des Heils gebrauehet, fleißig mit GOttes Wort umgehet, ſeines Tauf⸗Bundes ſich taglich erinnert, öfters wuͤrdig zum heiligen Abend⸗ mahl gehet, und unablaͤßig baͤtet. Pf. 86, 11. Erhalte mein Hertz ben dem Einigen, daß 5 dei⸗ nen Namen fuͤrchte. Was muß er weht thun? Die Hinderniſſe aus dem Weg raͤumen. . Welches ſind die vornehmſten Hinderniſſe? Boͤſe Geſellſchaft. L Cor. 15, 33. Boͤſe Geſchwaͤte(Geſellſchaſten) verberben gute Sitten. Und die Suͤnden, welchen. der Menſch vor andern ergeben iſt,(Schoos⸗ und Buſen⸗ Suͤnden) Hoffart, Geitz und Wollust. Wodurch verliehret der Menſch das Gute Durch Nachlaͤßigkeit und Faulheit. Wer da nieht hat,(d. in gebrauchet) von dem wird auch genommen, Das er hat. Was glauben wir mehrt? Eine Chriſtlich Kirche. 1 5 Was iſt die Kirche? Nicht das Gehaͤude, darinnen die Menſchen zuſam⸗ men kommen, ſondern die Verſammlung der Glaubigen. Wer iſt das Haupt? Chriſtus JE SiS. Wer ſind die Glieder? Die Glaubigen und Heiligen. E 3 Ew Vom dritten Artiem: ind die Heuchler und offenbare, Wottloſen auch Glieder der Chriſt lichen Kirchen? Nein. ben vereiniget ſind. 95 Wie viel ſind Kitchen? Eine. Sind nicht viele Küchen? Ja, abſonderliche Kirchen, aber dieſe machen eine allgemeine Kirche, oder Weisen me Aer Gaul gen und eg. 1 Iſt die Kirche heilig? 5 ch. der 1 78 befleißigen. 1 Wovon wird ſie Chriſtlich genennet? Von ihrem Haupte, Chriſto. We ches ſind die Kennzeichen der wahren Kirche? Die reine Predigt des goͤttlichen Worts; und die Austheilung der Sacramenten nach Ehriſti Einſetzung. Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und die Sacramenta nach Chriſti Einſetzung ausge⸗ theilet werden, da iſt die wahre Kirche. * Was folget auf die Chriſtliche Kirche? Die Gemeinschaft der Heiligen. Wer ſind die Heiligen? Die Glaubigen! hier auf Erden. Worinnen haben ſie eine Gemeinſchaft? 5 J denen geiſtl chen Guͤtern, dazu hat einer ſo viel Recht als der andere. Welches ſind dieſelben Güter? Das Wort; G Ottes, die heiligen S e 2c. Wa folg t auf die Gemeinſchaft der Heſligen? Die e Vergebung der Suͤnden. Wer vergibt die Sünde? n GOTT. f 8 Mich. 7,18. 0 iſt ein ſulget Gott wie du bil, Weil ſie nicht mit Ehriſto buch den Glu, Weil hte Glieder in Chriſto 019„ und 0 5 — .—-——— ——ʒ ö 108 Gach. 1 Ale en Ihn Geil m0 1273 erung ind N I; it Wenn e F eleͤchte lun ſche Soagelſe Jr wahr, ungen u ig berfol fi, sc f 1855 Noche 10 ſeth 9 G0 ndern Iaß ſe ih f ſolg Vgl Ide n e dee 50 Fihes en chat! ler Halle 1 buht te K 1 Wage e f ug 0g it en S n ch un I W A 3 Teds in 10 115 i Gu, de I en Ciunm bt Sertit r Hl ng de Eind de wt 1 ir .* diane ebu, Vom dritten Articul. 1 Vergeben Lehrer und Predi ger auch die Sünde? Ja. Aber nicht aus eigener, ſondern mitgetheilter Kraft von Chriſto. Joh. Apr ih Welche n ihr die Suͤnde erlaſſet/ denen ſind ꝛ0. Wem werden die Suͤnden vergeben! W Bufffertigen. 1 bc. 57 Und predigen laſſen Buſſ e ub Vergebung 10. 2. Und denen Glaubigen. ä Ap. Geſch. 10, 43. Auf daß alle die an IEſum glauben zt. Welche Suͤnden werden vergeben? A le en ausgenommen die Suͤnde in den Hei⸗ ed 5 31. Alle Suͤnden werden vergeben aber die kaͤſterung in den Heiligen Geiſt wird nicht vergeben. Welches iſt dann e Suͤnde wider den Heiligen Wenn ein Menſch, der einmal durch GoOttes Gna⸗ de erleuchtet, und des Heiligen Geiſtes., mit ſeinen himmliſchen Gaben, theilhaftig worden iſt. 1. Die Evangeliſche Lehre, welche er vollkommen erkannt, und vor wahr, himmliſch und goͤttlich gehalten hat, unge⸗ zwungen und freytwillig verlaͤugnet; 2. Dieſelbige feind⸗ ſelig verfolget; 3. Solche ohne Noth, und aus Bos⸗ heit, ſchmaͤhet und laͤſtert; und endlich 4. Alle 1 78 der Seligkeit beharrlich verwirft. Wie vergibt Gott die Suͤnde? Reichlich. Alle Schuld und Strafe.(Du wit nicht ſterben, ſondern leben.) Das Widrige, welches denen Gerechtfertigten ee iſt keine Strafe, ſondern vaͤter liche Zuͤchtigung, welche G Ott zuſchicket, daß ſie ihre Suͤnde deſto beſſer erkennen lernen und ſich deſto ſorgfaͤltiger davor huͤten. Wann virgibt Gott die Sünde Taͤglich. Alſo muß der Menſch auch taͤg lich Buſſe thun. Wo werden die Suͤnden vergeben? In der Chriſtſ 5 Kirchen hier a Erden. Nicht „ ank 72 Nom dritten Articul. bleibt er liegen. Werden die Suͤnden nicht. anch im Feg⸗ Feuer vergeben? Nein. Es ſind nur zwey Oerter nach dieſem Leben. Himmel und Holle. Marc. 16, 16. Wer glaubt, wird ſelig, wer aber nicht glau- bet, wird verdammt. Vom dritten Ort weiß die Heilige Schrift nichts. Was fo get auf die Vergebung der Suͤnden? Die Auferſtehung des Fleiſches. Iſt eine Aufenſtehung Fleiſches oder Leibes? Ja. 1 Joh. 5, 28. Alle, die in den Graͤbern ſind, werden herfuͤr gehen, Wenn wlrd ſid ſeyn: Am Juͤngſten oder letzten Tage. Wenn iſt der Jungſte Tag? Das wiſſen wir nicht. Mare. 13,32. Von den Lag weis niemand. woda 36. Warum? Daß wir allezeit wachen ſollen. Matth. 24½42. Wachet, dann ihr wiſſet nicht de. Wer wird auferſtehen? Alle Todten. Joh. 5,28. Alle die in den Graͤbern ſind e. „Werden auch auſerſtehen die im Waſſer krſoſen ſind? Ja. Off. Joh. 20, 13. Das Meer gab ſeine Todten. Warum ſpricht Chriſtus: die in den Graͤbern ſind? Weil die meiſten begraben werden. Was wird auferſtehen? Nhe die Seele, denn dieſe iſt nicht gefallen, ſon⸗ dern der Leib. Wud es eben der eib ſeyn, den wir in dieſem Leben gehobt? Ja. d Jyh. 5, 28. Die in den Graͤbern ſind, keine andere. Hiob 19,26. Ich werde mit dieſer meiner Haut umgeben oc. Wird er eben die Beſchaffenden haben? Nein. Der nichtige Leib ſoll ahnlich werden dem verklaͤrten Leibe Chriſti, P. fl. 3,21. Wo⸗ — ä———— ä——— nach dieſem Leben. Dann wie der Baum Pie In der 2 ub, da 5 9 de Die Gut ben. Dee fu des 6 En ew d. ute che haben. Die he Matth. 10 ahn, 8 De e d. Math. 1 un a 00 7 l. A ce be 5 De aba aer. * die. Gtobern 1 wün hen In. Aae u Di! 8, aan deſſ Sicht gil, run un ten dehen Neben f i I ac erm er du in Weta e 1 haben? de 9 ü 0 0 0 10 As, M. 5 N 0 lich un* Vom dritten Arkleul. Worinnen beſſehet die ſe Nuſerſſchung? 5 In der eee des Leibes aus dem Staub, darinnen er verwandelt war. . In der Vereinigung der Seele und des Leibes. Worzu werden ſie auferſtehen k Die Gutes gethan haben, zur Auferſtehung des de⸗ bens. Die aber Uebels gethan haben, zur Alerlie hung des Gerichts. Joh. J, 28,29„ Was folget auf die Aare Ein ewiges Leben. Iſt ein ewiges Leben? n OR Ja. ede 222 nicht verlohren werden ſondern das wie Leben haben. Worinnen beſtehet das ewige 18 1. Im Anſchauen GOttes. 1 Joh. 3, 2. Wir werden ihn ſehen wie er iſt. 2 In der Liebe GOttes. 12 3. In der unausſprechlichen Fr eude. 1 Petr. i 17 60 Wer kommt in das ewige Lehen? Die Glaubigen. Welche Glaubigen? Die beharrlich Glaubigen. F 10, 24. Wer beharret bis ans Ende,„ der ſoll ig werden i Vas 755 dem ewigen Leben entgegen geltete Die ewige Verdammniß. If eine ewige Verdammniß? — d. 5 1505 25, 46, Die Gottloſen werden in die ewige Pein gehen. Wen wird in die ewige Pein gehe? Die beharrlich Unglaubigen. W 16,16. Wer nicht glaubet, wird verdammt. Nicht a allein grobe Suͤnder, ſondern auch die Heuchler. Offenb. Joh. 21, 8. Der H e ihr Theil wird ſeyn im Pfuhle, der mit Feuer und Samweſe brennet. Nicht alſein die Boͤſes thun ö ſondern auch die das Gute unterlaſſen. Malti. 74 Vom dritten Haun. ſtͤck. Match. 25, 35. Ich bin hungerig geweſen/ und ihr habt mich i geſpeiſet. Werden derer Baba mehr ſehn als der Seligen Ja. 5 Matth. 7, 13. 14. 2 ele ſi ud die auf dem breiten Weg wandeln, ⸗ wenig 4 5 die auf bem. ſchmalen Wege. Wird ein rechter 1 und Ernſt ae die Hohe 3 5 in erlangen? 5 6 85 i Ja. Luc. 13, 24. Ringet 1 15 daß ihr burt di die enge due lauge 25 Iſt das alles gewißlich wahr? i d. Iſt es wahr daß bie Hellganz nothig ſehe? 3 Weil es in GOttes Wort ſtehet. 650 12 14. Jaget, nach der Heligung, ohne welche wird niemand den HErrn ſehs 1. Kſelig werden. 295702 Das. dritte Haupt tück Vom Gebät des e Was it das Gebat? Ein Geſpröch der Seele mit G Ott. Pſ. 19, 15. Laß dir wohlgefallen das Geſprach meines Hertzens. Iſt es ein bloſſes 1 des Mundes? Nein. Das iſt ein vergeblicher Gottesdienſt. Matth. 15, 8.9, Diß Volck nahet ſich zu mir mit dem Mun, de„Vergeblich dienen ſie mir. Wie viel Vermdgen hat die Sele? Zwey: Verſtand und Willen. 3 Was muß erſt beym Gebaͤt ſeyn 2 Der Verſtand, daß man verſtehe und wercke auf dasjenige, was man im Gebaͤt vorſtellet. Was wird mehr exfordert? Der. lle, daß man ernſtlich wolle, was man baͤ⸗ tet. Z. E. Daß man nicht ſage: Dein Wille bac ehe, und doch nicht begehre den Willen Gottes zu thun; (welches ein Geſpoͤtt iſt.) Gal. o, 7. 9 euch nicht, Gott laßt ſich 80 ſpotten. e . 5 0 Nah 1 333 ——ů— — — 1 llen N Mon. . 150 0 0 4 it 1 Nan. . 28. Ne M Kön Nen, o 099,31 5 60 N, 1. rde Fil d aft Dae 8 0 c Gon. Vom dritten 2 75 Wen ſolen wir anbaten⸗ Allein GOT. 0 2 Matth. 4/10, Du(olt anbät en Gott 1 805 Herten ꝛc. Darf man die En gel nicht anbaͤten? Nein. 18 Off. Joh. 19, 10. Siehe iu ihue es nicht. e ch nicht die ve clio bene Hagen, 175 Nein. f Jeſ. 63, 16. Abraham weif von uns nicht, und Sag ſen⸗ U dan nei uns nicht. 0. 040 6 1 5 Auch nicht die Jungfrau Marin? * 7 7 dein. 0 M 10 856 J.eſ. 42,8. Ich will meine Ehre keinem andern atzen „ec Wer ſoll baͤren? Nu Alle Menſchen. Nach dem andern Gebot. 0 A Koͤnneg alle 1281605 Gott wohlgefaͤllig baten? Eaſtäck Nein, ſondern nur die Glaubigen und Gottesfuͤrchtigen. 0 5 Joh. 9, 31, Wir wiſſen, daß GOtt die Sünder Rar 1 5 M. ſondern ſo jemand gottsfuͤrchtig iſt. A d 928„ Wa)qx und wann ſoll man baten? e l bet 25 An all en Olen, i Ae 1 0 wülh Fuͤr wen ſollen wir baͤen N! Fur ale Menſchen. 1 Tim. 2, 1. 1 5 4 Auch für die Feinde? a nr at! 1 8 5 ur. Matth. 574.„ 5 bittet vor die, ſo euch bed N 8 50 dentzn vert Auch fuͤr die N n d We Ja, daß ſie bekehret, und ſelig werden. du n te bn C an! Auch für die Glaubigen? a, de un 8. uud met Ja, daß ſie im Glauben und heilt igen geben chen unn Gta elke, ten werden. tn: Fuͤr wen insbesondere e A, daß vn ant 1, tt Fuͤr die Obrigkeit, Lehrer, Eſtern, 22 ud Frauen, ee i Geil ſche und kablche Guth 11 Ar ssbes c Wege zuerſie Die Geiſtl ichen. 10 aver Matth. 6, 33. Trachtet am erſlen(im Gebät) nach 155 Resch Gdttes. Wie Vom d itten Haupffück. Wie ſollen wir das Geiſtliche hitten? Ohne Bedingung, weil wir darinnen den Willen GoOttes wiſſen, und dieſelbe ſchlechterdings zur An„ keit noͤthig nd. Wie das Lelbliche? Mit Bedingung, wann es GOttes Wile, und zu ſeiner Ehre, und unſerer Seligkeit gereichet. Matth. 8,2 HE, ſo du wilt, kanſt du mich wohl reinigen. Wie ſoll unſer Gebaͤt beſchaffen ſeyn? 1 Andaͤchtig und aufmerckſam auf defenigee n wir GOtt im Baͤten vorſtelen. 2. Demuͤthig 3. Glaubig, Jad. 1, 6. Er bittet 1727 im Glauben. Wie vielerley iſt die Demuth? Sweperle I. Des Hertzens!(Sich unwuͤrdig achten beſſe, was man von G itt bittet.) 1 Moſ. 32, 10. 1 bin zu gering aller Ba emhertzigkeit ꝛc. 2. Aeuſſerliche D beugen ec.) GOtt ſiehet zwar vornemlich auf das Hertz, wann Demuth, in denen Gebuͤrden,(Knye 1 ä——————„ aber das Hertz eine Ehrerbietigkeit vor G Ott hat, ſo wird im Aeuſſerlichen ſich auch dieſel be zeigen. Warum wird es genennet ein Gebät des HErrn? 1. Weil es der HErr gelehret. 2. Zu baͤten befohlen, und 35 Zu erhoͤren verheiſſen hat. . Wo ſtehet daſſelbige? Matth. 6. Luc. 11. Wie wird daſſelbige eingetheilet? In die Vorrede, ſieben Bitten und den Beſchluß. Wie werden die Bitten eingetheilet? In etlichen bitten wir um Zuwendung des Guten. In etlichen um Abwendung des Boͤſen. Wie —— ————u—„— U 1 * egal dchen dee 2. Das! Mt. J pelc In dchen O 2 Gobi (r aſbere 55 9. 3 Jed Abendt . 8 1 Ma 25 W̃. 1.10 10 W 610 Ur aku Wal 0 hüten 00 i ela Von der Vorrede 2 1 d.) f 1 7 An herhiglelg. wah, Ads Ferbach ng b Hel, u Seuche n 0 0 fr, Iich auch N egen, unt un d es Hern! r cn, , d nu. 0 dali 77 uh t Woite f Aue— dal on dhe f vt m Neu en h des l. * Wie pielerlen iſt das Gute 5 Zweyerley: 1. Das Geiſtliche: darum, bitten wir in denen drey erſten Bitten 2. Das Leibliche: darum bitten wir in der deten Bitte. 8 In welchen bitten wir um Abwendung des Böen 0 In denen drey letzten Bitten Wie viel ſind Arten des Gebaͤts? Vier: x. Bitte(um Abwendung des Böen.) 2. Gebaͤt(um Zuwendung des Guten.) 3. Vorbitte (vor andere Menſchen.) 45 Danckſagung( die Wohlthaten.) 1 Tim. 2, 1. Muß das Gebaͤt des Herrn auf beſondere Jae applieiret werden? Ja. Z. E. Bey der Taufe eines Kindes, 50 tung des eee e, 5 Wie 1 die Vote Sie lautet alſo: Vater unſer, der du 0 im Himmel. Wie wird dus Wort Vater hier genommen Bl Nicht perſoͤnlich, vor die erſte Perſon in der Gott⸗ heit. Sondern weſentlich, vor das Hage göttliche . Vater, Sohn und Heiligen Geiſt. e wird derſelbe ein Vater genannt? Wegen der Schoͤpfung. 755 10. Haben wir nicht alle einen Vater) bat! uns c. 2. Wegen der Wiedergeburt. Jac. 18. Er hat uns gezeuget. Weil er Vaͤterlich gegen uns geſinnet ſſt. N. 103, 13. So erbarmet ſich der HErr uͤber die, ſo ihn uͤrchten. n. ſagen wir ünſer Vater und nicht mein Vakkt? Weil er unſer aller Dater iſt, und wir vor ie der baͤten ſollen. 55 1 en 58 Vin der Vorrede. Sitz gleichviel, oh wir ſagen: Vater un er, oder unfer Pater? Ja, W il Vater unſer von Luthero braͤuchlich war, und er in o ſo chen Kleinigkeiten keine N deuerung machen wolte. In der Bibel aber hat er es uͤberſetzet: Unſer Vater. 5 Warum wird döu geſetzt: der du biſt im Himmet? Anzuzeigen die Beſchaffenheit deſſelben, daß er erich ſeye ein irrdiſcher, ſondern ein himm 99 75 Vater. (Das iſt wei ſey gütig und mchtg Was iſt das? Gott will uns damit locken oder antreiben. Watum locket uns Gott? Weil wir von Natur ein mißtrauiſches Hertz haben, und um der Ser wegen uns nichts Gutes zu GOtt verſehen. 5 Wer ſind die e Kinder? Die Glaubigen und Gottſeligen. 1 Joh. 3,10.“ Daran wird es offenbar welches di aue GAttes ſt d wer recht thut. Wie können wit biten? 5 i Getroſt. Das iſt: Ohne Knechtiſche Furcht a Roͤm. 8, 15. Wir haben nicht einen knechtiſchen Geiſt empfan⸗ gen, daß wir uns abermal e muͤſſen ie. Wie mehr? Mit aller Subverſicht„das iſt: Glauben, GOtt werde uns gewiß erhoͤren. 1 Joh. 5, 14 Das iſt die Freudigkeit„„ ſo hoͤret er uns. Koͤnnen die Unglaubigen und gottloſen Menſchen g. 5 5 And mit aller Zuv erſicht baͤten! Nein, die fliehen GOtt, 8 Joh. 81. 25 wiſf ſen, daß Gott die Sünder! N Die erſte Bitte: Gehei iget werde dein Name. Wat wird durch den Namen Ottes berſtanden? Gott ſelbſt, und alles was G Ottes iſt, ſiehe S 1 echt das 0 Gö0ttes iſt an! ſellig h Hale er en. Im 0 1 Pett.3, 15, 921 Beh wen da Mh 1 ö F. henng, da 1 Ain E ſo dan Unglaubige Wodurch Durch reine! 1 GOttes Wo ieee Nein und lau Sg. 1,8. So gu Wodurch ſpi Durch helge chte, de ſeyn, das zeige halg leben. Der nach 05 Beth den Maburc g Durch fal fache 0 le wen Nu. 5 hal len. 8 Ane 6 1 . 2 Um ˖ 70 blen g! tg ofen S hlt de l. ö net it 8 e Ohne Kn che Hug icht einen Ss ichen gef h icthten f u St. * nehr? 1 „das S Blub 1 el, b een 1 gott rr Rush zue n „ f Bott“ under. 0 en u. bh, 08ſt ce Isi genug, daß ein Ebelſt vor ſich den Namen * 3 der erſten Satte. ff.. Nicht das Unheilige heilig machen, dann der Mame Gottes iſt an ihm ſelbſt heilg; ſondern das Helige heilig halten, erkennen, bekennen, rühmen und prei⸗ ſen. Im Herzen, Munde, Gebaͤrden und Wercken. 1 Petr. 3, 18, Hellget BOtte in euren Herzen. Beh weit el det Nate Golles geheiliget werden — Bey uns⸗ Ebel Lor ſich den Namen Ottes heilige? Nein. Er ſoll auch Fleiß anwenden, daß er hey an⸗ dern Unglaubigen und Gottloſen geheiliget werde. Wodurch wird der Name B Ottes geheiliget? Durch reine Lehr̃r. 1 , e ee G Ottes Wort. gelehrel werden 8 1 Petk. 411. Sg emand redet, daß ers ede als Gottes Wort. 5 20 Wie ſoll er gelehret werden? 1825 Rein und lauter, ohne allen menſchlichen Zuſatz. Gal. 1,8. So auch wir„ ein ander Exrangellum e. „Wodurch wird der Nawe Ottes wehr geheiliget? Durch heiliges Leben. Es iſt nicht genug die reine Lehre, ſondern es muß auch ein heiliges Leben dabey ſeyn, das zeiget an das Woͤrtlein: Und wir auch heilig leben Wer fuͤhrt ein heilig Leben? Der nach GOttes Wort lebet. GBeſtehe den Beſchluß der zehen Gebote.) Wodurch wird der Name Gottes entheiliget? Durch falſche Lehre.. Gilt es nicht gleich viel was gelehret wird? Nein. 55 FC „Matth. 7, 15. Sehet euch für vor den falſchen Propheten gal- ſchen Lehrern) f Was if ein falſcher Lehrer? Der anders lehret, als Gottes Wort lehret. „Wodurch wird der Name Gottes mehr entheiliget? Durch unheiliges Leben. ä 1 Roͤm. 2, 24. Um euret willen wird der Name Sottes gelaͤſtert. 0 830 Von der andern Bitte. Was heißt unheiliges Leben? Wann man anders lebet, als ars Wort lehret. 3. E. Die Welt lieb hat. 1 Joh. 2/15. Habt nicht lieh lle Welt. Sich der Welt gleich ſtellet. Nb. 12, 2. Stellet euch nicht dieſer Welt gleich. Aus Furcht den wahren Glauben verlaͤugnet. Matth. 10, 33. Wer mich verlaͤu net vor den Menſchen it, Kan der Menſch das alles thun aus eigenen Kräften? Mein: Das hilf uns lieber himmliſcher Vater:. aͤber anders c. 15 Joh. 18/5. Ohne mich koͤnnet ihr nichts e Worum iſt dieſes die erſte Bitt? Weil die Ehre Gottes der Zweck fes anten L bers— de Die e Bitte: 7 Den Reich komme.(Gottes Reich.) Wie vielerley iſt das Reich Gottes? „— . 83 Dieperley; Das Reich der Macht, das Reich der Engden, und das Reich der Herrlichkeit. Wer ſind die Unterthanen in dem Reich der Macht? Alle Ereatüten. A.uch die Teufel? Ja. Koͤnnen ſie einem frommen Menſchen/ dne Zulafing 15 Gottes, etwas zufügen? dein 5 Hiob 1,12. An ihn ſelbſt lege deine Hand nicht. 3 Auch die lebloſen Creaturen? Ja. Mauth. 8,27. Dem Wind und Meer gehorſam iſt. Was iſt das Reich der Gnaden? Die Chriſtliche Kirche. Wer ſind die Unterthanen und Glieder derſelben? Die Gl en und Heiligen. Wer J ä———¼½j 1————— 3— f Per f In ſad de Aus das 8 5 cen N an Rei 0 Vet * lalſe 0 1 9 Daß bir de Ech g, und i Id imd Wat but. 17, Al. Pak Der He 100k. 12,3 lu den 1 0 0 Don 0 des Gaul En g Dann 0 47 der i A1 1. J An N 9 8 1 * Salt derlau e 8 du Nat 0 un! S and cer ig Fache dar! et iht 5 r ſeſes dis W- Bit s der q S feu dere Ste- mme. Otte f daß Rdn! 0 der Ah, du dy der Ki—chfel. en in g dl f e Tel n Mari, i was n ie dein unnd ni ſoen(Tren! und N Aaßttaf Rach d nadel! . un Dieder. Alger 1 und 2 Non der andern Bite 9 Wer ſind die Unterthanen im Reich der Herrlichkeit“ Die Auserwaͤhlten. 955 Um welches Reich bitten wir? Um das Reich der Gnaden und Herrlichkeit. Welchem Reich wird das Reich Gottes entgegen geſetzet? Dem Reich des Teufels. 5 Wer gehoͤrt in das Reich des Teufels? Die vorſetzlichen Suͤnder. Iſt das Reich Gottes in der Welt ohne unſer Gebaͤt? Fa. Was bitten wir dann? 5 Daß wir das Reich GOttes annehmen. Und um die Erhaltung und Vermehrung deſſelbigen, daß es zu uns, und zu andern, kommen moͤge. Wo iſt das Reich Gottes: 5 8 Inwendig in uns. Wann GOtt durch ſeinen Geiſt ort den Menſchen regieret. Luc. 17, 21.„„ das Reich Gottes iſt inwendig in euch. Was bringet den Menchen in das Reich Gottes Der Heilige Geiſt. i 1 Cor. 12 3. Niemand kan IeEſum einen HErrn heißen, ohne durch den Heiligen Geiſt 8 Wem will GOtt den Heiligen Geiſt geben? Denen, die ihn darum bitten, Luc. 11, 3. Pf. 133, 10. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geiſt fuͤhre mich. Was würcket der Heilige Geiſt zuerſt? 5 Den Glauben. Daher wird er genennet ein Geiſt des Glaubens. „Was wuͤrcket er hernach! Ein goͤttlich Leben. 1. Dann wo kein goͤttlich eben iſt, da iſt auch kein Glaube. 1 B. Moſ. 6,9. Noah fuͤhrete ein goͤttlich geben. Wo ſoll der Menſch ein goͤttlich Leben fuͤhren? Hier in dieſer Welt. 3 Tit. 2, 12. Verlaͤugnen das ungöttliche Weſen, hier in dieſer Welt. 1 Petr. 1,17.„„ jo lange ihr hie wallet mit Furchten. Wann der Menſch hier göttlich lebet, wo kommt er hin? In das Reich der 1 195 Wann 7 5 KK̃ o A eee eee, 3 3 — 3*— eh— 82 Von der dritten Bitte. Wann er aber nich allt, leber! So kommt er auch nicht in das J keit, ſondern! in die Holle. Die dritte Bitte: Dein Wille geſchehe wie im Himmel alſo auch auf Erden. Wie vielerley iſt der Wil Gottes 2 Zweyerley: des Geſetzes und Evangelii. pag. 55. Was will Gott im Ereutz? Gedult. Hebr. 10, 36. Gedult iſt euch noth a auf daß ihr den Willen Gottes thut. Von wem geſchiehet der Wille Gottes im Himmel? eee Von denen Sen dc Ula Pf. 103,21.. die ihr ſeinen Willen thut. Von wem ſoll er geſchehen auf Erden? Von denen Menſchen. Koͤnnen die Menſchen den Willen Gottes ſo vollkommen thun wie die Engel? Nein. Wie ſollen ſie denſelden thun? f So aufrichtig und beſtaͤndig als die Engel. Se ſollen wuͤnſchen, daß ſie den Willen GOttes ſo vol kommen 5 koͤnnen als die Engel. Gefaͤllt GOtt ſolche Aufrichtigkeit des Hertzens? d. 2 Wille wird dem Willen Gottes entgegen geſett? Der Wille des Teufels, der Wille, und unſers Fleiſches. Was wollen dieſelbige? Was dem Willen GOttes zuwider iſt: Sie haben boͤſen Rath und Anſchlaͤge wider die Hei⸗ ligung des Namens G Ottes, und ſein Reich. Boͤſen Willen und Begierde, daß niemand recht lehre, glaubig 5 gottſelt 1 bee und fromm werde. Wie Reich der Herrlch⸗ 1 1 9 oe Eins, 10.6 Duh f 1000. 3/9. Dung d 6 Ia.. 1 c U l. Degen Ale, chu 1J00.2,17 Dem Se ö I Pet. 3,13 e lach og N b ba. . mic 2 1c Mü. 12) N 57 er deitt 1 85 0 — 80 tltte. ſcche wein W. 50 * 5 84 S um n 12 15 e 51 tuch al u bun „ Wille tz in ß 0 fine 7 l. 1 AI e: 1 110 D lltz ſo ulla wie die 4 . ie dans. K k a stand. 8 de ec eden Den 600 1 die GY lufrich W. des a, Waen ane der Wb e lun die L 4 God zuwder ſ und ir gew es, 10 Begiet— da 5 10 Tump fan — 5 0 1 110 0 Faed Von der dritten Bltte. Wie verhindern ſie den Willen Gottes? a 1. Durch Locken, Reitzen und Verſprechungen. Matth. 4,9. Das alles will ich dir geben. 2. Durch Schrecken, Verfolgen und kaſtern. 1 Petr. 4, 14. * Ves muß uns gegen dieſelbe ſtaͤrcken? G O T 2 T. Eph. 6, 10. Seyd ſtarck in dem HErrn, und in der Macht ze Wodurch ſtaͤrcket er uns? Durch ſein Wort. 1 Joh. 3,9. Sein Saame bleibt in ihm. Wbdurch ſtaͤrcket uns GOtt mehr? Durch den Glauben. 1 Petr. 5, 9. dem widerſtehet veſt im Glauben. 1 J6h. 5, A. Unſer Glaube iſt der Sieg. Denen Lockungen und Reitzungen der Welt lt ſetzet der Glaube entgegen die Vergaͤnglichkeit der weltl liehen Luͤſte, Ehre und Guͤther. 1 Joh. 2, 17. Die Welt vergehet mit ihrer Luſt e. Dem Schrecken ſetzet er entgegen den Schuß G Ottes. 1 Petr. 3, 13. Wer iſt der euch ſchaͤden koͤnnte, ſo ihr dem Gu⸗ ten nach ommet. Wie lang muß der Menſch den Willen Gottes wune Bis an das Ende des Lebens. Luc. 6, 62. Wer ſeine Hand an den Pflug leget, und liehit mene zuruͤ 0 17 iſt nicht geſchickt zum Reich Gottes us iſt der Wille Gottes vor ein Wille? I. Ein guter Wille, welcher zu unſerm Beſten gekeichet. Roͤm. 12, 2. Auf daß ihr pruͤ fet welches da ſeze der gute Wille GOttes, 2. Ein gnaͤdiger Wille; denn es E 5 095 83 unſere. uͤberwinden. Die vierte Bitte: 0 Unſer taͤglich Brod gib uns heute. Was wird verſtanden durch das tagliche Brod? Alles was zur Leibes Ae een und Nuhdurftgchaget ———————— .—— 84 Von der vierten Bite. . Was heißt unſer Brod⸗ 5— Das wir mit unſerer Arbeit, und alſo rechtmaͤßig, t Dan bekommen.(Wir ſollen nicht eſſen fremd Brod.) in.. 888 Moſ. 3,19. Im Schweiß deines Angeſichts ſolt du dein aalſage wit rod eſſen. 1 EN Wer iſſet fremdes Brod? cht Hettz Diebe, Ungerechte, ſtarcke Bettler, und gewinn⸗ Munde ſuͤchtige Spieler. Feen un Wakum bitten wir, daß uns hee unſer taͤglich Brod di 05, gebe 4 sud gige. Weil wir nicht aͤngſtiglich und mißtrauiſch vor das 407 1 Zukuͤnftige ſorgen ſollen. 1 85 Fug Matth. 6, 34. Sorget nicht vor den andern Morgen. 9 bent Sondern zufrieden ſeyn mit dem Gegencwaͤrtigen. dat ue Hebr. 13, 5. Laſſet euch begnuͤgen an dem, das da iſt. Aecker. Wie wird es aber ins Kuͤnftige gehen? ſatdeh) Ich will dich nicht verlaſſen, noch verſaͤumen, ſpriht Vieh. Gott. Hebr. 13,. eh Warum bitten wir: Gib? 3 Geld u Weil wir es nicht von uns ſelbſt haben, fondern von ſgedadi Gott, und ſeinem Segen, erwarten muͤſſen. Gema Spr. Sal. 10/22. Der Segen des HErrn machet reich ohne Muh. 18. ao Por wen bitten wire e 15, or alle Menſchen. Gib uns(nieht mir allein) un gem unſer(nicht mein allein) taͤglich Brod. tom Gibt Gott auch denen boͤſen Menſchen das tagliche Bred? Fit Ja. Er läſſet ſeine Sonne aufgehen uͤber Boͤſe und com Gute ꝛc. Matth. J, 4. 9% Was bitten wir dann! iim Herm Daß er uns ſolches erkennen laſſe. Geſin Erkennen es nicht alle Menſchen? im fel Mein, ſondern viele ſchreiben es ihrem Fleiß d dan Klugheit zu. f F Het Hol. 2, 8. Sie will nicht erkennen, daß ich es ſeye, der ihr gibt ee. Haahs 22 Was ſollen wir erkennen? e Daß es uns Gott giebt. 90 5 Pf. 145, 15. Du gihß ihnen ihre Speiſe. U 96 95 Ne diert 1 15 F er N S er Abel) gh e, alm men 1 F fen 1 6 0 ee in fende S?? , ſacke Sti, w Angot G e lebe 10 al gſtiglich! W migen 1 * ich aht 0 der dy e enn Mun ſeyn mit= Gegend benign, dab 0 aber s ige elaſen, Sbm 1 bitten 11 gib n uns C haben, u degen, en fie then des Y N mache wen bitt! te n. Gil uns(nit we ein) ta Brod, ben Mö. n dh Som Igehen l J. bitten! Auf akenn! ſee. nicht Lenſh! de cher es hn genen ich el 5 K fla wit in?? n gebt. un iht. 5 5 . Von der blerten Bitte. 27 Wie ſollen wir es empfangen? 5 Mit Danckſagung. 1 Tim. 4,4. und nichts verwerflich, das mit Dauckſagung empfangen wird. ö eee 3 Wie ſollen wir dancken? Mit Hertzen, Mund und Wercken. Was wird insbeſondere durch das tagliche Brod verſtanden? Eſſen und Trincken, Kleider und Schuhe. 1 Tm. 6,8. Wann wir Nahrung und Kleider haben, ſo laſſet uns genuͤgenn.! Haus und Hof. Sirach 20, 28. Es iſt genug zu dieſem Leben ein Haus das Unſri⸗ ge zu bewahren, des Tages unſere Arbeit zu verrichten, und des Nachts ruhen zu können. 1 Aecker.(Auf welchen das Brod muß gezogen 55(Mit welchem die Aecker muͤſſen beſtellet werden.. 5 Geld und Guth.(oder Geldes werth, das Noͤ⸗ thige dadurch anzuſchaffen, und zu kaufen.) Gemahl. 2 1 B. Moſ. 2, 18. Es iſt nicht gut, daß der Mrnſch allein ſey. Syr. 18, 22. Wer eine Ehe ⸗Frau findet, ſchoͤpfet Seegen vom HErrn. Fromm. 5 Syrw. 31, 30. Ein Weib, das den HErrnfuͤrchtet, ſoll man loben. Fromme Kinder, ſind eine Gabe des HErrn. Eph. 6, 4. Ziehet eure Kinder auf in der Furcht und Vermahnung zum HErrn. i SGeſunde. Lohne welches die Haushaltung nicht kan gefuͤhret werden. Fromm.(um fromm Geſindes willen ſegnet GOtt die Herrſchaft, wie den Potiphar um des frommen Joſephs Willen. 1 B Moſ. 29, f.) Gber⸗Herrn.(durch welche GOtt denen Unter⸗ thanen viel Gutes ſchaffet.) Fromm.(daß ſie 1 befördem), 3 es 865 Von der verten Bitte. — 7 Getreue.(die nicht ihren eigenen, ſondern der Un, terthanen Nutzen zu befoͤrdern ſuchen.) a. Gut Regiment. mz I Tim. 2,2. Daß wir unter ihnen ein geruhiges und ſtilles geben fuͤhren moͤgen, in aler Gottſeligkeit und Er barkeit. Ne. Gut Wetter.(weil ohne daſſelbe kein Korn zum Brod aus der Erde kommen kan.) 1 78, Moß 11, 14 Ich wil tuch Früͤh⸗ Regen und Spat⸗ Nigen d zu rechter Zeit geben. l f. Friede ernaͤhret, Unfriede verzehret.(In dem ie e Krieg rauben uns die Feinde das Unſerige. 00 SGeſundheit.(ohne welche wir das taͤgliche Bro) le nicht genieſſen koͤnnen.) Iſt unter denen leiblichen Guͤz n d thern das vortreflichſte. 15 1900. Jucht.(ohne welche man das Seinige nicht behal. ten kan.) 3 N 5 lr ö Ehre verlohren, alles verlohren. 0 But Gute Freunde.(in deren Schoos man ſein n, 44 liegen ſchuͤtten kan, Troſt, Rath und Huͤlfe ſuchen. ilch Getreue Nachbarn.(die uns in Noͤthen ben ⸗ 0 ſpringen koͤnnen.) 170 i l J 7 5—— Die fuͤnfte Bitte:. . Und vergib uns unſere Schuld als ahn auch wir vergeben unſern Schuldigern. In Was wird durch die Schuld verftanden? Ju Die Suͤnde, ſowol Erb⸗ als wuͤrckliche Suͤnde. Wu „Wie vergibt Gott die Suͤnde? 0 Er ſiehet dieſelbe nicht an,(und rechnet uns dieſel⸗ 655 be nicht zu.) 33 Er Verſagt Gott um der Suͤnde willen die Bitte? f Ja. aher Je. 59, 2. Eure Suͤnden verbergen das Angeſicht„ daß ihr a0 dehlret weiden.. dae e end ih. che wan r Eiſſeth ales bet. 0 (in dere) chobs uu Toſt, A 0. 0 arm.(Ding fl e —— infte Sitte. s Ulme El en un Etihe 5 die Et 2 verſtang Erb- l llc en Ott S unde! Nan, 29 eam ru der ein I uaerg t E len Von der fünf en Bite. 87 Sind wir nicht werth was wie bitten? 1 Nein. 1 B. Moſ. 32, 10. Ich bin nicht Wel aller Barmherzigkeit ä Verdienen wir es nicht; Nein. Lue. 17, 10. Wir ö nd unnütze Knechte. Wie gibts uns Gott? Aus Gnaden. Dan. o, 18. Wir liegen vor dir mit unſerm Gebaͤt, ct auf unſere Gerechtigkeit ie. 5 Suͤndigen wir taͤglich? d. 1 e Wir fehlen alle mannigfaltig(aus Schwachheit, micht aus Bosheit.) 1 Joh. 3,9. Wer aus Gott gebohren iſt, thut nicht Suͤnde. Wann ſollen wir Buſſe thun? Weil wir taͤglich ſuͤndigen, ſo ſollen wir auch taͤg⸗ lich Buſſe thun. Was verdienen wir mit unſern Suͤnden? Zeitliche und ewige Strafe. (Beſiehe das erſte Haupeſtück) Was verſprechen wir Gott? Wir wollen vergeben. Wer ſoll vergeben? Wir. Alle Menſchen. Matth. 18,35.„ein 1 ſeinem Bruder ſeine Fehle. Von Hertzen. Matth. 18,35.„ von eurem Hertzen. Iſts nicht genug mit dem Munde ſagen: Ich wills thun ver⸗ geben, aber nicht vergeſſen? Nein, es muß vergeben und vergeſſen ſeyn. Nach dem Exempel Gottes, Jer. 31, 34. Ich will ihnen ihre Miſſethat vergeben, und ihrer Suͤnde nicht mehr gedencken. Was ſollen wir vergeben? Alle Beleidigungen, 4 60 und geringe. Matth. 18, 35.- ſeine 9 er. 7 Von der ſechſten Bitte g Was ſollen wir mehr thun? i Wir ſollen wohl thun denen, die uns beleidigen. Matth. 5, 44. Thut wohl denen, die euch beleidigen. Roͤm. 12, 21. Ueberwindet das Boͤſe mit Gutem. Wie ſollen wir es thun? Gerne und willig, nicht gezwungen, noch gedrungen. Wem ſollen wir vergeben? Die ſich an uns verſüͤndigen, es mag einmal oder oftermal geſchehen. Matth. 18,22, Ich ſage dir nicht ſiebenmal, ſondern ſieben · zigmal ſiebenmal. Wann wir aber nicht vergeben? So vergiebt uns GOtt auch nicht. Matth. 6, 15. Wo ihr aber nicht vergebet, ſo wird euch euer himmliſcher Vater auch nicht vergeben. (Wir bitten wider uns, wie wir nicht vergeben, ſo ſoll uns GOtt auch nicht vergeben. Matth. 6, 12. Die ſechſte Bitte: Und fuͤhre uns nicht in Verſuchung. Wie vielerley iſt die Verſuchung? Zweyerley: Zum Guten und zum Boͤſen. 5 Wer verſuchet die Menſchen zum Guten? GO... ö Warum verſuchet er die Menſchen? Nicht um ſeinet willen, dann er weiß was in dem Menſchen iſt, ſondern um unſert und anderer Menſehen willen, daß der Glaube und Gedult offenbar werde. Wodurch? Durch Wohlthaten, Creutz, und Gelegenheit Boͤ⸗ ſes und Gutes zu thun, Warum ſpricht Jacob! Gott verſuchet niemand? Er verſuchet auch niemand.(nemlich zum Boͤſen.) Von welcher Perſuchung iſt hier die Rede? Von der Verſuchung zum Boͤſen.) 5* Wer 0 der Tel ful 730 De We se ei 51. 5/17 Doe Bl Hache an , sad — Jun Ha und ld Jh Ju 18. M fön var de ey, 4 Eguſen, 8. Nah. eh, un Wir Dutc Ng K W M den ſudgen, Wg em de att ſ ed, in f cher nicht zusth? ruh* Wer ncht v K regeben* ds, wie] Ficht dach ht verge„ ath, h. chſte Ice: nicht m aſtn ist de J K hung uten und 1 Bog ie Meaſcht a 1 Gun det er di KX ichen! 5 0 Walt 1 in, dam 18 wel wa 4 im unſer Eu andern und G. offen Wodurch; Cutz,) Gagat GO ache In, und.(T Lich li en) n f iſt. Geld Von der ſichſten Bitte. Wer verſucht die Menſchen zum Besen 7 Der Teufel. Matth. 4, 3. Da trat der Verſucher zu ihm de. — 90 Wer verſucht mehr? Die Welt.(Die gottloſen Menſchen in der Welt. uns. Fe ſch. thuts mehr? nſer eigen Fleiſch. t Gal. 5, 1j Dis Flasch geluͤſtet wider den Geiſt. Was ſind das vor Verſuchungen n Des Betrugs und Verfuͤhrung;(durch die Schein⸗ Guͤther zum Woͤſen zu bringen,) die denenſelbigen fol⸗ gen, ſind betrogen und verfuͤhret. 8 Wozu verſuchen fie? 5 Zum Mißglauben, welcher die Quelle der Suͤnden Z. E. Daß wir vom rechten Glauben um Ehre, und Guths willen ſollen abtreten zu falſcher Lehre und Irrthum in der Religion. i Worzu mehr:; Zur Verzweiflung an der Gnade und Huͤlfe G Ottes. 1 B. Moſ. 4, 13. Meine Suͤnde iſt groͤſfer, denn daß ſie mir koͤnne vergeben werden. 5 Worzu noch mehr? Zu andern groben Schanden und Laſtern, als Hu⸗ rerey, Vieberey, Ehedruch, Todſchlag, Meineid, Sauffen, Freſſen e. 1 Soll uns denn gar keine Verſuchung betreffen? Nein. Daß wir nicht unterliegen, ſondern uͤbewin⸗ 32 den, und den Sieg behalten. f Wie lange werden wir angefochten? Die gantze Zeit unſers Lebens. f Was ſollen wir hierbey thun? Wir ſollen widerſtehen. Wodurch? Durch das Wort GOttes. Epheſ 6, 17. Und nehmet das Schwerdt des Geiſtes, welch es iſt das Wort Gottes. 1 Theſſ. 4,6. Daß niemand (J. E. wider die Ungerechtigkeit.) 1 greiffe, noch ꝛc. 5 Wo⸗ 9o Von der ſechſten Bitte. r ee e Wodan er:: Durch den Glauben. 1 Petr. 35,9. Dem wide ſtehet veſt im Glauben. 1 Joh. 5, 4. Unſee Glaube iſt der Sieg der die Welt uͤberwindet. Venen Liebkoſungen ſetzet der Glaube entgegen die Vergaͤnglichkeit der weltlichen Luͤſte, Ehre und Guͤthe. 1 Job. 2, 17. Die Welt vergehet mit ihrer Luſt.s Hebr 11, 25, 6. Und erwahlele viel lieber die Schmach⸗ dann die Schaͤtze Egypt. 5 Dem Schrecken ſetzet der Glaube entgegen die Macht G Otte. P A. 1 Petr. 3, 12. Wer iſt der euch ſchaden konnte, ſo ihr den Guten nach kommer. 1„ Wodu ch mehr? 3 Durch das Gebaͤt. Fuͤr dem Teufel uns bewahr, halt uns bey veſtem Glauben. 85 Was fo get auf ſolches Widerſtehen? Das Gewinnen, und den Sieg behalten. Jac 4, 7. Widerſtehet dem Teufel, ſo ſtiehet er von tuch. Dieſes ſind alſo die Feinde, wider welche Chriſten kaͤmpfen muͤſſen; damit ſie am Ende ihres Lebens mit Paulo ausruffen koͤnnen. Ich habe einen guten Kampf gekaͤmpfet ꝛc. 2 Tit. 4, 7. 5 Die ſtebende Bitte: Sondern erloͤſe uns von dem Uebel. Wie diclerley iſt das Uebel? Viererley.(Beſtehe den erſten Articul.) pag. 56. Wen ſoll GOtt erloͤſen? 5 b Noth ſeines Uns. Weil einem jeden Chriſten die Naͤchſten ſoll zu Hertzen 99952 als ſeine eigene. Wie? 1 1. Durch gaͤntzliche Hinwegnehmung des Uebels. Wenn er die Krancken geſund macht. 8 2᷑. Durch Vergeringerung des Uebels. Wenn es ſich beſſert. N 3. Durch PP. ä— * ——— h— e—————— 233——— —— I 8,10 1 lid: 1 11 Vun! 1 805 act . ud ſagfte uch ehe cen, e dog Olld die att A Nun ele Fan . . alen 71. ache, 55 egen dec S de euch ft ita. bb af face 0b d den 8. halten, u Leufel, 4 cel tr dünn Funde, r welche. dſcan f Ar hic le da „ Ichh gut I ende Stte: uns zel den 0 ſſt da E ele den erf Frlrticul) 1 GOtt 1 h den Ch Ah de Nn 0 20 0 ehe eie, 4 we v rug* Aeſund]. 0 Abel, d. B 1 1 1 —— 5 —— Von der ſi⸗benden Bitke. 91 3. Durch Troſt, 108 Troͤſtung des Heiligen Gel ſtes mit der Kndſcha t GOttes.) Roͤm. 8,16. Der Heilige Geiſt gibt Zeugniß unſerm ꝛe. 4. Und Seligmachung:(durch einen ſeligen Tod.) 2 Tim 4,718. Der HErr wird mich erloͤſen von alem Ueb⸗l. Was iſt ein ſeliger Tod? Wann der Menſch ſtirbt im Glauben an Chriſtum. Off. Joh. 14, 13. Selig ſind die Todten die im Eren ſterben. I nicht ein vernuͤnftiges und ſanftes, ein ſeliges Ende? Nein. Weil auch ein Gottloſer ein vernünftiges und ſanftes Ende haben kan; hingegen ein Frommer durch eine hitzige Kranckheit ſeiner Vernunft beraubet werden, und in ſolchem Zuſtand ſterben kan, und alſo ein Frommer einen harten Tod bisweilen ausſtehen muß. Sind die nicht alle ſelig, die in Leich⸗ Predigten ſelig 3 ſen werden! Nein. Der Pfarrer urtheilet nach der Liebe, wo keine offenbare Anzeigen ſeiner Unbußfertigkeit ſind. Solche Erbarkeit aber iſt nicht genug zur Seligkeit. Hat ein jeder Menſch ein von Gott geſetztes Stuͤndlein? Ja. Aber nicht blos und ſchlechterdings, ſondern in Anſehung ſeines Verhaltens. Hiob 14% 5. Du haſt dem Menſchen ein Ziel geſetzt. Wie nimmt ihn Gott zu ſich? In Gnaden. Wann: So bald er ſtirbt. Phil. 1, 23. Ich habe Luſt abzuſcheiden, und bey Chriſto c. Wornach? Der Seelen nach. 9150 Sal 12,7. Der Seiſt kehret wieder zu Gott, dem gnaͤ⸗. digen Vater,) wann ſie glaubig geweſen iſtt Wann ſie unglau hig geweſen, wird ſie hinweg genommen im Zern, und kommt in die Hölle und ewige Betdammniß. Wovon nimmt er ſie? Von dem Jammerthal. Was ——— Von der ſiebenden Bitte. Was wird berſtanden durch das Jammerthal? Dieſe Welt, und dieſes Leben. 22 Sirach 40, 1. Es iſt ein elend jaͤmmerlich Ding um aller Men⸗ 0 ſchen Leben. 5 Weiches iſt der groͤſte Jammer glaubiger Chriſten; Die Erb⸗Suͤnde, ſo uns immer anklebet. Roͤm. 7, 24. Ich elender Menſch, dem Leibe dieſes Todes. Iſts erlaubt ſich den Tod zu wuͤnſchen? 3 . Nun de uu He 15, Ven Ja, wann es nicht geſchiehet aus Ueberdruß des Le ⸗ bens, ſondern aus einem heiligen Verlangen bey Chri⸗ e Phil. 1,23. Ich habe euſt a zzuſcheiden und bey Chriſto ꝛc. Von der Suͤnde befreyet zu werden.„ Rom. 7, 24. Wer wird mich erloͤſen von dem Leibe dieſes ꝛc. Von dem Creutz erloͤſet zu werden, jedoch mit Unter⸗ werfung unſers Willens in den Willen G Ottes. Nicht aber aus Ungedult uͤber das Creutz, noch Verdruß der Arbeit. 3 Wie lautet der Beſchluß? Dann dein iſt das Reich und die Kraft, und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen. Was wird hierinnen enthalten? Die Bewegungsgruͤnde, welche GOtt zur Erhoͤ⸗ rung unſers Gebaͤts bewegen ſollen. Welches iſt der erſte? 8 Dann dein iſt das Reich: Weil GOtt unſer Koͤnig, und wir ſeine Unterthanen, ſo wird er unſere Bitte an⸗ nehmen und gewaͤhren. Welches iſt der zweyte? Dann dein iſt die Kraft.( Allmacht.) Eph. 3, 20. Er kan uͤberſchwenglich mehr thun a's wir bitten oder verſteßen. i 5 Weil er allmaͤchtig, ſo kan er uns unſerer Bitte ge⸗ wahren, 28 Wel —— wer würd mich erloͤſen 0 iich tft in n 19 u fe Ku ol 9. 0 e N 330 Mie . . N, Def aun We ünt fach fei kön Ste 05 aß, a0 f bn deen od g ren ſeſchehet lber f Tut e e bann 0 nue n bc; 15 f ſteyet zu eg. id erlösen 12. falt he dacune r fahle uwe 5 ö in den On Go gedut ül Ss Ch, — 1 der Schuß. 5 Rei, nd dee elt in(Tage derinnen Aileen! de, W G0 100 ehen ſq 1 i der 1 ich: N ABO, , ſo! Der unf l U br t, f.(acht) 100 degli rt ihn Von dem Beſchluß. 92 4 eee Welches iſt der dritte? Dann dein iſt die Herrlichkeit. Das Gebät gerei⸗ chet zur Herrlichkeit und Ehre GOttes. Pf. 50, 15.„und du ſoft mich preiſen. Wie lange waͤhren dieſe; In Ewigkeit. e Was heißt Amen? f Daß ich ſoll gewiß ſeyn, ſolche Bitte ſeye dem Va⸗ ter im Himmel angenehm und erhoͤret, dann er ſelbſt hat uns geboten, alſo zu baͤten, und verheiſſen, daß er uns wolle erhoͤren. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es ſoll alſo geſchehen.* Können wir gewiß ſeyn, daß unſer Gebaͤt Gott angenehm? Ja. Weil er es geboten hat. Was GOtt gebietet, iſt hm angenehm. 55 Wo hat ers geboten? Pf. 50, 15. Ruffe mich an. Können wir auch gewiß ſeyn, daß Golt unſer Gedaͤt er⸗ hoͤret, und gibt was wir baͤten? 5 Ig. Weil er es verheiſſen hat. Pf. 33, 4. Was er zuſagt, das haͤtt er gewiß. Wo hat ers verheiſſen? Pf. 50, 15. So will ich dich erretten. 8 Erhoͤret GOtt unſtr Gebaͤt allezeit ſogleich? a. c Jeſ. 65,24. Und wenn ſie noch haͤten, will ich ſie hoͤren. Die wuͤrckliche er uns am nuͤtzlichſten zu ſeyn erkennet. Was ſollen wir dann thun? Wir ſollen warten auf die Huͤlfe GOttes. GoOtt erhoͤret uns nicht allezeit nach unſerm Willen, jedoch nach ſeinem Willen, und zu unſerm Beſten. Er giebt uns nicht allezeit, was wir bitten, ſondern etwas beſſers. An Statt des Zeitlichen das Geiſtliche und Ewige. Es ſoll alſo geſchehen, wie der himmliſche Vater weiß, daß es zu ſeinen Ehren, und zu unſerm Heil am beſten iſt. Wor⸗ Huͤlfe geſchiehet zu der Zeit, welche Von dem Beſchluß. 2 öorſu dienet uns das Gedaͤt des Herrn? Daß wir erkennen alles, was zur Aufenthaltung die⸗ ſes Zeitlichen,(das ſind die leiblichen Guͤther) und Erlangung des ewigen Lebens(das ſind die geiſtlichen Guͤther) gehoͤret. Von wem nuuͤſſen wir dieselbe erhalten? Von GOTT. Jac, 1, 17. Alle 7 Gaben, und alle denen Gaben kommen von oben herab ꝛc. Wie muͤſſin wir ſie empfangen? Mit glaubigem Hertzen. Mate. 11, 24. Alles, was ihr bittet glaubet nur, ſo wire euch werden. n Das vierte Sermec Vom Sacrament der Heil. Taufe. Wie viel Stuͤcke werden zu einem Satrament erfordert? Drey: 1. Daß es ſey eine Goͤttliche Handlung. 2. Daß es habe ein ſichtbares Seichen, oderin GOt⸗ tes? 1 verfaßtes Element. 3. Daß es habe unſichtbare verheiſſene Gnaden⸗ Guͤther. Ja. 1. Weil ſie e eine götti iche Baan, und von Chri⸗ 8 b, 15 wahrer GOtt iſt, ſelbſt eingeſetzt. Hat ſie ein ſichtbares Zeichen.(Waſſer.) 3. Und unſichtbare verheiſſene Gnaden⸗ Guͤther,(ſie wuͤrcket Vergebung der Sünden, e erloͤſet vom Tod und Teufel, und giebt. die ewige Seligkeit.) 5 Iſt die Taufe heilig? Ja. Wegen ſhres ae Chriſti, der heilig iſt; 15 weil ſie den Menſchen heiliget. 1155 1 2* Auf daß er ſie heilißte durch das Wa ſer Bad bt. Iſt die Taufe ein Saerament? 1 Wie Pee 1 N 5 Wit fue oeh 0 de dal 1 Da gal 1 Sch 8e auc de h e 1 Na 9 e, 1 1 1. In 80 5 ef de Glaub Gude g. nnn in On l In der Ju dage d t kde Dun Mid 1 E eiſene Gu ft iin( Warun? 7 1 54 Mog, ud e ö ſt, ſalbl B eſet. us Zei( Waſt) cheſſene ech, 0 e deet bon dal 145* 110 25 dei 2 II 4 Von der Heil Doufe 95 Wie viel ſind Sacramenta des Neuen Testaments? Zwey: Die Taufe und das Abendmahl. Wie viel ſind im Alten Teſtament geweſen? 5 Auch zwey: Die Beſchneidung und das Oſter⸗Lamm. Was iſt an Statt der Beschneidung kommen? 5 Die Taufe. Was an Statt des Oſter Lanms: Das heilige Abendmahl. Wie viel Sacramenta haben die Pap: ſten? Sieben: Nebſt der Taufe und Abendmahl, haben ſie auch den e Firmung, Buſſe, Prieſter⸗ Weyhe und letzte Oehlung. Sind dieſes Sacramenten? Nein. Z. E. der Eeheſtand, hat kein ſchtbares Sai chen, noch unſichtbare verheiſſene Gnaden⸗Guͤther. Worzu ſind die Sacramenta eingeſetzt? Zur Be ſiäkigung unſers G laubens an die göet liche 8 8 ſſung. Von wem iſt das zu verſtehen? Von denen Erwachſenen, in welchen der Glaube 004 erfordert wird. In denen Kindern aber wird der Glaube gewürcket. c Was iſt die Tau e? ä Die Taufe iſt eine goͤttliche Handlung, in welcher uns GOtt durchs Waſſer⸗Bad und Wort, unſere Suͤnde gnaͤdiglich um JEſu Chriſti willen vergiebt, nimmt uns an zu ſeinen Kindern, und macht uns zu Erben aller ſeiner himmliſchen Guͤther. In der erſten Kirche war es die Eintauchung, heut zu Tage die„Begieſf ſung, daß dieſes Waſſer auf das Haupt des Taufüings gegoſſen wird. Wie vielmal? Dreymal. Weil drey baff in 1. goͤttlichen Wen ſind. Wor⸗ und des Sohnes, und des Heiligen Geiſtes. Wer 96 Von der Heil. Taufe. 1 Worauf ſoll das Waſſer gegoſſen werden? 1 Auf das Hanpt, weil es das vornehmſte Theil des di Gang „Was it es vor eine Handlung?„it Eine goͤttliche Handlung. N 6 Lut. 2, 2. Es geſchahe der Befehl Gottes ꝛc.. 0 Matth. 28,9. mund kaufet ſie m. Ach 5 Womit ſoll man taufen? Ne Mit Waſſer. 1 Joh. 3, 8. Es ſey dann, daß jemand wiedergebohren werde 100 aus Waſſer und Geiſt. 15 Nuit 5 Was muß es vor Waſſer ſeyn? Vl kom Natürliches und reines Waſſer. Apg. 8, 36. dai Was muß mehr dabey ſeyn? Teen Gohl! Das Wort.„ Wie vielerley iſt das Wort? 1 Von Zweyerley: Die Einſetzung. Ju 5 Matth. 2 3, 10. Gehet hin in alle Welt, und tauſet. Wia d! Der Verheiſſung. fad Mare. 16, 16. Wer du glaubet und getauft wird ec. end 1 5 Welches Wokt wird hier verſtanden 4 10 Das Wort der Einſetzung. Wo daſſelbige iſt, At N und das Waſſer, da iſt eine wahre Taufe. 1 Was wuͤrcktt die Tue 8 Vergebung der Suͤnden. 9h! Ap. Geſch. 2,38. ⸗ laſſe dich taufen zur Vergebung der Suͤnden, A o, . Was wuͤrcket ſie mehr? 8 niſtbuch Die Kindſchaft GOttes. 1 Gal. 3,26. 27. Ihr ſeyd alle Gottes Kinder. nN Por der Taufe ſind ſie Kinder des Zorns. Ephel. 2, 3. ns, un In der Taufe ſind ſie Kinder Gottes. 5 n Was wuͤrcket ſie mehr! 10 Die Erbſchaft der himmliſchen Guͤther. 19 Roͤm. 8,17. Sind ſie Kinder, ſo ſind ſie auch Erben de. 3 1 Wo ſtehet das geſchrieben? c. 10 Daunſer Herr Chriſtus ſpricht, Matthäi am 28. oder au letzten Capitel, v. 19. Gehet hin in ale Welt, lehret nnn alle Voͤlcker, und taufet ſie im Namen des Vaters, 80 u, daß jen Ar ſhegclthn 1 0 e W ig nes Waß Ng, 1% J nete de ohne ut it d h un nſczung. af Lubet unt est ned r. it wird bie d anden? enſczung. Jö daſchzg ſſt eine n. Taufe. dlc Mee nden. 1 ic tust Arge lecke ie n? Von der Heil. Taufe⸗ 97 Wer ſoll taufen? Die Juͤnger Chriſti,(Lehrer und Prediger,) zu denen ſagt Chriſtus: Taufet. 1 Cor. 4, 1. Chriſti Diener und Haushalter c. . Darf ſonſt niemand taufen? Ja. In dem Nothfall, wann entweder das Kind will ſterben, oder kein Prediger vorhanden, kan es auch ſonſt von jemand anders getaufet werden. . Woher wird das bewieſenn?n Aus der Beſchneidung, an deren Statt die Heilige Taufe kommen iſt. 9155 5 2 B. Moſ. 4, 25. Da nahm Zipora einen Stein, und beſchnitte ihrem Sohn die Vothaut. i Warum iſts dann im Nothfall erlaubet? Wegen der hohen Nothwendig keit. Joh. 3, 5. Es ſeg dann, daß jemand gebohren werde, aus Waſſer und Geiſt, ſo kan er nicht in das Reich GOttes kommen. Auſſer dem Nothfall, und ordentlicher Weiſe, darf niemand taufen, als Lehrer und Prediger. 75 Wer ſoll getauft werden? Alle Menſchen. ‚ Sollen auch die kleinen Kinder getauft werden? Ja. Weil die kleinen Kinder auch zu den Voͤlckern gehoͤren. Marc. 10,14. Laſſet die Kinder zu mir kommen,(durch die Tauſe, nicht durch das Gehoͤr des goͤttlichen Worts, deſſen unfahig ſind. Wie ſoll die Taufe verrichtet werden? Im Namen Gottes des Vaters, GOttes des Soh⸗ nes, und GOttes des Heiligen Geiſtes. 3 Was heißt im Namen? 1. Auf den Befehl GOttes. 2. An Statt GOttes. 3 3. Mik Anruffung, daß er wolle zugegen ſeyn, und alles ausrichten. Und daß der Getaufte ſich verbindet, ihm zu dienen. Was gibt oder nutzet die Taufe? Sie wuͤrcket Vergebung 4 Suͤnden. 9 1 1 98 Von der Heil. Tauſe. Weicher Sünden? b Erb und wuͤrcklicher Suͤnden, vergangener und zu- fs N kuͤnftiger. fh Taufe Auch die zukunftige werden vergeben, Kraft des Jauf, Tale, das Bundes, da GOtt verſprochen, ſein gnaͤdiger GOtt zu unden D. ſeyn, welches in ſich ſehlieſſet Vergebung der Suͤnden. Ct n b Bleibt dieſer Bund an Gottes Seiten allzeit veſt??ʒhͥͤ Ja. Und der bußfertige Suͤnder tritt wiederum in agu eben denſelben Bund, den er mit GOtt in der Taufe uf, un gemacht hat.„ 1 5 3 Was wuͤrcket die Taufe mehr? e Sie erloͤſet vom Tod. n 4 (Siehe den andern Articul.). 5 W Was wuͤrcket ſie mehr? 1 Erloͤſet vom Teufel.(Gewalt und Verſuchungen ag des Teufels.) a g Was gibt die Taufe letztens? 0. 0 Die ewige Seligkeit. Tit. 3, 1. l. 1 Petr. 3,21. machet uns ſelig. N f dag fal Roͤm. 8, 24. Wir ſind ſelig in der Hoffnung. e Wem gibt es die Taufe? N. Allen die es glauben. A eu Glauben die kleinen Kinder auch? 1251 608 Matth. 18, 6. dieſer Geringſten einer die an mich glauben. 5 Welches ſind dann ſolche Wort und Verheiſſung GOttes? Gb Da unſer HErr Chriſtus ſpricht: Marci am letzten. dae (16. Cap.) Wer da glaubet und getauft wird, der wird Nacht ſelig: Wer aber nicht glaubet, der wird verdammt. 10 Werden die Kinder, die vor der Taufe ſterben, verdammt? 9 10 / 0% Nein. Die Verachtung, nicht die Beraubung, ver⸗ dainmt; G Ott hat uns, nicht ſich, an die Mittel gebunden. GOtt wuͤrcket den Glauben auſſerordentlicher Weiſe⸗ 9936 Lan Waſſer ſolche groſſe Dinge thun? N 10 Nein. Waſſer thuts freylich nicht, ſondern das Wort 1 GOttes, ſo mit und bey dem Waſſer iſt, und der ane dee 5 0 N en 1 80 W te* ö „(Gem 4 30 J 1. * Auf 60 It. 5,7 5 ſelig. g in der 550 10 tu die 7 ng, nich e nicht ſch, 1 auben g Fl gt graf n u + kleinen K 4 auch? 45 Geringsten a dt un Vort un A beſung ü tus ſpnf ee 0 abet und b Iſt wid, An aubet, Vd I f iethel nan gar der La 2 Baut Mute 8 01. D ge th ſtihlch n lan 3 Teufel, Von de: Heil Taufe. 90 * ſolchem Wort G Ottes im Waſſer trauet. Dann ohne GoOttes Wort iſt das Waſſer ſchlecht Waſſer, und keine Taufe, aber mit dem Wort Gottes iſt es eine Taufe, das iſt ein Gnaden⸗ reich Waſſer des Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geiſt, wie Sanct Paulus ſagt: zun Tito am dritten Capitel. Welches ſi d die groſſen Dinge? Vergebung der Suͤnden, Erloͤſung vom Tod und und die ewige Seligkeit. 10 Thuts das bloſſe Waſſer? Nein. Was muß dazu kommen? Das Wort GOttes. 5 An Seiten des Menſchen? Der Glaube. ä Wann ein Unglaubiger, z. E. Jude, aus Heuchelen ich taufen laßt, empfaͤngt der ſolche groſſe Dinge? Nein. Die wahre Taufe empfaͤngt er, aber nicht den heilſamen Nutzen. Iſt die 1 8. ein Gnaden⸗ reich Waſſer des bebens? 8 Ja. Weil uns Gott darinnen ſeine Gnade gbr zum ewigen Leben. Was iſt die Taufe mehr: Ein Bad der Wiedergeburt, oder neuen Geburt. Was il die Wiedergeburt? r Eine Veraͤnderung des Hertzen und Sinnes. Wie vielerley t die Geburt? Zweyerley: Die Leibliche und Geiſtliche⸗ Wie iſt die Leih ehe! „Suͤndlich. Joh. 3,6, Was von Fleiſch gebohren wird, das ig, Fleiſeh. Kan ber Meunſch in ſolcher ſuͤ⸗ adlichen Geburt ſelig werden? Nein. Joh 3,5. Es ſey dann, daß ſemand von neuem gebohren wer⸗ de, ſo kan er nieht in da⸗ Reich Gottes kommen. Was muß auf die Wiedergeburt fol 15 Die Erneurung. 8. G 2 Worin⸗ Von der Hell. Taufe. Worinnen beſtehet die Erneuerung? N In der Ablegung des alten Menſchen, und Anziehung l, 0 des neuen Menſchen. e ee Wer würcket ſolche Wiedergeburt und Erneuerung? 1 Der Heilige Geiſt, welcher in der Taufe reichlich 5 2 mitgetheilet wird, und in uns wuͤrcket. Dich Wer bat uns ſolches erworben? a Jose Chriſtus JEſuus. h de Werden wir gerecht in der heiligen Taufe? NW 0 Ja. Dann ſie wuͤrcket Vergebung der Suͤnden, pal worinnen die Rechtfertigung beſtehet. Diel Was werden wir mehr?„de We Erben des ewigen Lebens. Dann wo Vergebung ö 4 der Suͤnden iſt, da iſt auch Leben und Seligkeit. Dich . Wit werden wir ſelig? Ich. In der Hofnung. ene. Ii das alles gewißlich wahr? de Ja, weil es Gott geſagt hat, der nicht luͤgen kann Was bedeutet dann ſolch Waſſertauffen? 4. Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch taͤglicht uu Reue und Buſſe ſoll erſaͤufet werden, und ſterben mit ige, allen Suͤnden und boͤſen Luſten, und wiederum kaͤglih; cu heraus kommen, und auferſtehen ein neuer Menſch, der es in Gerechtigkeit und Reinigkeit fuͤr G Ott ewiglich lebe. Hahl Was wird verſtanden durch den alten Adam: 13 Die Verderbniß der Natur, die Erb⸗Suͤnde, das B ſe, ſo in denen wiedergebohrnen Menſchen noch uͤbrig iſt. Eg Was ſoll der alte Adam? i Erſaͤufet werden.(Es ſoll ihm widerſtanden werden.) g Worauf ſiehet der ſelige eulherus mit dieſem Wort? acer Auf den Gebrauch der erſten Kirche, in welcher dee c Taufe durch Tauchen unter das Waſſer geſchahe, und E. ſchiene, als ob der Menſch erfaͤuft wuͤrde. een 8 Womit ſoll der alte Adam erſauft werden: f Mit den boͤſen Luͤſten und Begierden. Aud 1 Is ehe — — —— — — dada nl! a gen och? gesch h dern dan solch uta/ tr alte Ad A uns duch b urſdufet y., und fag ſen Lasten& d wide 6 auferſtehe Ie neuer M ſanigkeit! Ott eg nden durt 2 g alen Ma Natur, W Sid Hahtnen Soſchen ſohüg der al en? 5b ll ih a defundnen lage kuh S. it dun der erſte S dhe, fte ate dal St g auch erſ Nie ain Adat ft dall 0 Von der Heil Taufe. 101 Jnts nicht genug die auſſerliche grobe Suͤnden? Nein, ſondern auch die Luͤſten und Begierden. Gal. 5, 24. Creutziget euer Fleiſch, ſamt den Luͤſten und Begierden. Wodurch?. Durch die Buſſe. »Wenn ſoll der Menſch Buſſe thun??? Taͤglich, alle Tage. Der Chriſten Leben iſt eine taͤg⸗ liche Buſſe. Ist genug die Erſäͤuffung des alten Adams? Nein, es muß auch heraus kommen ein neuer Menſch. Wer wird verſtanden durch den neuen Menſchen? Die neue Art, Sinn und Kraͤfte, ſo der Menſch in der Wiedergeburt bekommen. Wann muß er heraus kommen? Taͤglich. n 25 ö 5 2 Cor. 45 16.„ ſo wird der innere Menſch von Tag zu Lag erneuert. 1 Die Kraͤfte muͤſſen vermehret werden. Worinnen muß der Meuſch leben? In Gerechtigkeit.. 8 due, 1, 74. 75. 3 ihm dieneten in Gerechtigkeit und Rei⸗ nigkeit, Lauterkeit und Aufricht ab itz. or wem? Vor Gott.(Nicht nur vor den Menſchen wie die Heuchler. 1 B. Moſ. 17, 1. Wandele vor mir. 5 ä 1 B. Moſ. 39,9. Wie 15 ich 057 Gott ſuͤndigen? Wie 1 9. lang Ewiglich.(Nicht nur eine Zeitlang.) Luc. 1,74.„ ⸗ ihm dieneten unſer Lebenlang. duc. 9, 62. Wer ſeine Hand an den Pfiug leget, und ziehet wieder zuruck, der iſt nicht geſchickt zam Reich Gottes. Wo ſtehet das geſchrieben? N St. Paulus zun Römern am ſechſten ſpricht: Wir ſind ſamt Chriſto durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleich wie Chriſtus iſt von den Todten auferwecket, durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo ſollen wir auch in einem neuen Leben wandeln. 25 68 3 We 102 Chriſti zueignen. abſterben. barmet ſich der HE Alles Gutes. Non Fer Hell. Faquſe. 45 ſind wir mit Chriſte degraben in den Tod? 1. Durch eine Zueignung, daß wir uns den Ted Iſt Ehriſtus im Tod geblieben? Nein, er iſt wieder auferwecket durch die Henich, keit des Vaters,(Allmacht des 90 alſo ſollen wir auch in einem neuen Leben wandeln.(Nun weiter fort⸗ gehen und zunehmen.) Wozu nutzet uns die Taufe? Daß wir damit verſichert werden, GOtt habe uns zu ſeinen Kindern angenommen, und wolle ſich in allen Dingen als ein gnaͤdiger Vater gegen uns erzeigen. Wie will ſich Gott gegen uns bezeigen? Als ein gnaͤdiger ſ. 103, 13. Wie ſich ein Pater uͤber Kinder erbarmet, ſo er⸗ rr uͤber die, ſo ihn fuͤrchten. Valer. In welchen Dingen? In allen Dingen. Auch in Creutz und Truͤbſalen. Was haben wir uns zu ihm zu verſehen? Warum ſprichſt du in der Auslegung des Catechiſmi: Die Tauſe wuͤrcket Vergebung der Suͤnden, erloͤſet ꝛe. ſo doch allein der HErr Chriſtus uns dieſes alles erworben hat? Der Err Chriſtus hat uns dieſes alles erworben in ſei⸗ nem Leiden uno Sterben, aber in der heiligen Taufe wird es uns geſchencket und zugeeignet. Z. E. die Vergebung der Suͤnden hat Chriſtus erworben, und in die Taufe geleget, daß ſie denen Getauften geſchencket und zugeeignet werde. Das fünfte Hauptſtuͤck: 1 Von dem Abendmahl des HERRN. Oder: Vom Sacrament des Altars. Warun wird es ein Abendmahl genennet? Wei es am Abend eingesetzt worden. War⸗ 0 2. Verbindung, daß wir denen Suͤnden und Lͤſten ——— ———— ů— . Giles ehen * J. Wel * 05 1 1 0 4. We Wolle ſihtbrbe h 1 1 Wel. 10 fold. Chee Der nm J, a N N. Na uh. 0 Lage cb 0 0 N usch ung 9 E ite chr n Gg 21 80. pole sch 8. g 9 g ac :o gegt k Hag 90 e egg u an ig dada, die, ſo ih„ 0 Alden Di luch in C und Nült un zu ih; berſchtſ lueltaung S Ut, unden, c. b dec au dieses al? vothen U % uns dit S les two Aberind K gen due kgnct.? Sdie Vage 1 potben, Sn die dae ſecchenck Er Pu, —— de„ Etſük“ abſgs g He ! arent—= Al 0 Lee e cent 0 checkt=. 1 5 Matth. 28, 20. Von dem Heil. Abendmahl. 8 Worum ein Nachtmahl? Weil es in der Nacht, da er von Juda, um dreyßtg Silberlinge,(15. Rehlr.) verrathen, eingeſetzet worden. Warum wird es genennt ein Abendmahl des HERRN? 1. Weil es der HErr eingeſetzet hat. 2. Weil wir empfangen den Leib und Blut des HErrn. 3. Weil wir verkuͤndigen ſollen den Tod des HErrn. 1 Cor. 11,26. ⸗Solt ihr des HErrn Tod verkündigen. Warum wirds genennt ein Sacrament? 1. Weil es eine goͤttliche Handlung. 2. Weil es hat aͤuſſerliche Zeichen oder in ſeinem Wort verfaßt zwey Elemente,(Brod und Wein.) Un⸗ ſichtbare verheiſſene Gnaden⸗Guͤther,(Vergebung der Suͤnden, Leben und Seligkeit.) 5 Warum wirds genannt ein Sacrament des Altars? Weil es auf Altaͤren, oder ſtei nernen Tiſchen gehal⸗ ten wird. Was iſt das Abendmahl des HErrn? Eine goͤttliche Handlung oder Verrichtung. PVoaer hat Verrichtungen im Heil. Abendmahl? Der Prediger muß ſegnen und austheilen. Die Communicanten eſſen und trincken. Sind dieſes Goͤttliche Handlungen? Ja, weil Chriſtus, der wahrhaftige GOtt, dieſel⸗ beleingeſetzet und befohlen hat. Iſt Chriſtus in dem Heil. Abendmahl gegenwartig? Ja. 8 Nach welcher Natur? 5 Nach beyden Naturen, der Goͤttlichen und Menſchlichen. Siehe ich(der gantze Chriſtus) bin bey euch alle Tage, bis an der Welt Ende. 5 f Was thut Chriſtus? Er uͤbergibt durch die Hand des Predigers. Was übergibt er? 2 1. Irdiſche und ſichtbare,(Brod und Wein.) 2. Himmliſche und unſichtbare Guͤther,(wahren Leib und Blut Chriſti.) 8 4 Wor⸗ 103 ————— Von dem Hell. Abendmahl. „ Worzu übergibt er es? 5 Zur Verſicherung der Vergebung der Suͤnden. Matth. 26, 28. ⸗ vergoſſen wird zur Pergebung der Suͤnden. 0 8 Worzu mehr? Zum geiſtlichen und ewigen Leben. Joh. 6, 54. Wer mein Fleisch iſſet, und bleibet in mir und ich in ihm, der hat das ewige Leben. Was Was iſt das Sacrament des Altars? 5 Es iſt der wahre Leib und Blut unſers HErrn IJEſu 104 5 1——— Chriſti, unter dem Brod und Wein, uns Christen zu eſſen und zu trincken, von Chriſto ſelbſt eingeſetzt. Empfangen wir den wahren Leib und Blut des HErrn Chriſti im Heil. Abendmahl? Ja. Woher wird das bewieſen?. Aus den Worten der Einſetzung: Nehmet hin, und eſſet, das iſt mein Leib, der fuͤr euch gegeben wird,(al, ſo iſt der wahre Leib fuͤr uns gegeben.) 1 Cor. 10, 10. Der grſegnete Kelch iſt die Gemeinſchaft des Blutes Chriſti.(Wo eine Gemeinſchaſt iſt, da iſt auch eine Ver- einigung, wo eine Vereinigung iſt, da iſt auch eine Gegenwart.) Dieſer Kelch iſt das Neue Teſtament in meinem Blut.(Wegen meines Blutes, das in dem Kelch iſt —— ſonſt koͤnnte es nicht genannt werden das Neue Teſta ment in dem Blut Chriſti.) 9 5 Worunter empfangen wir den Leid und Blut Chriſti? Unter dem geſegneten Brod und Wein.. Wird dieſes Brod und der Wein nicht verwandelt in den 1 Leib und Blut Chriſti? Nein. Weil bige noch Brod nennet. I Car. 10, 16, Das Brod, das wir brechen. Wem iſt das Heil Abendmahl eingeſetzt? Uns Chriſten. Sollen nicht auch die Un⸗Chriffen, z. E. Juden, zum 3 Heil. Abendmahl ge laſſen werde?? Nein. Weil daſſelbige denen Chriſten eigen iſt, und Chriſten muͤſſen erſt getauft, und Chriſten werden. 5 Paulus nach der Danckſagung daſſel- 2 of Sula e 1 wut d Ghaſtab dan auch 10k. 1, ſeh Kach t ue Cost Var. Vet Dun Mal lust n f 1 On; cha enk Mach 9 5 e N ene Na Hal. A0 0 och das h Weh , der für Biegen a 0 1 pehen ih tete Felt. J ie Geng Gamtiſct E baff 15 gur A, Wagen Neue S ent f u Blutes, w in dan ka cnannt w S das Nan dn 1 5 wi den ge: ed Blut e! Brod en. r Pein T derwandeh l ad Blut A 5 nuch de Encagun 0, das Ack, il Wen e eg? 5 ö 1 et„ E. Jh A geld Std 0 denet Sten eh 0 t, uf ele ian, Mon dem Hel. Abendmahl, 105 I allen Cbriſten das Heil. Abendmaßl eingeſetzt? 8 Nein. Sondern denen, die ſich prufen konnen und wollen. Sollen die kleinen Kinder darzu gelaſſen werden? Nein. Weil ſie ſich nicht pruͤfen koͤnnen. Auch keine vorſetzlehe Suͤnder? Nein. Weil ſie ſich nicht pruͤfen wollen. R Wie iſt es eingeſetzt? Unter beyderley Geſtalt, zu eſſen und zu trincken, Chriſtus nahm, und gab, nicht allein das Brod, ſon⸗ dern auch den Kelch. 1 Cor. 11,25. So oſt ihr von dieſem Brod eſſet, und von die⸗ ſem Kelch trincker ꝛc. 1 Von wem iſt es eingeſetzt? 2 Von Chriſto.(Unſer HErr JIEſus Chriſtus ꝛc.) Moy ſiehet das geſebrieben? So ſehreiben die heiligen Evangeliſten und Apoſteln. Wie vel ſind Evangeliſten? Viere: Makthaͤus, Marcus, Lucas und Johannes. Wie viel haben die Worte der Einſetzung beſchrieben? Dreye: Matthaͤus, Marcus und Lucas. Wer unter denen Apoſteln? Paulus. 50 Wer hat das Abendmahl eingeſetzt? Unſer HERR. Was iſt es fuͤr ein HErr⸗ Ein allmaͤchtiger, der uͤberſchwenglich mehr thun kan, als wir bitten oder verſtehen. Eein wahrhaftiger HERR. Der gewiß haͤlt, was er zuſaget. Pſ. 33, 4. 5 Ein weiſer HERR. In welchem alle Schätze der Weisheit und Erkaͤnntniß verborgen liegen. Col. 2, 3. 5 B 5. Was nahm dirſelbe? rod. „ Was vor Brod? Ungeſaͤuertes Brod. f Muß es ungeſaͤuert Brod ſen? Nein. Wenn es nur wahrhaftig Brod iſt. ... f ³˙· m4 ²˙ A.. . ———— TTT 3 e N eee.—. — 8— r eee 2— 3 2 N 8 2* N .—————— PP 2 f N 22— 9 5 3——. n *.*— 5 En 2 r 2 — 2 2—* 1 5 — 2—*——— 2.— e —.—— 2 16 Von dem Heil. Abendmahl. 9 Sid unſere Hostien wahrhaftig Brod a. Dann ſie ſind aus Waſſer und Mehl, durch je Hitze des Feuers, gebacken. 1 b 5 W540 that er mit dem Brod? Er danckete, oder ſegnete. Was heißt ſegnen? Abſondern von dem gemeinen Gebrauch, und widmen zum Sacramentlichen Gebrauch. 7 4 b Wiches iſt der gemeine Gebrauch? Die Staͤrckung des Leibes. Welches ist der Sacramentliche Gebrauch. Daß es ſey ein Mittel, wodurch der Leib Chriſti mit⸗ getheilet werde. Wodurch geſch cht die Segnung? Durch das Gebaͤt des HEern, und die Verleſung der Worte der Einſetzung. 1 Lim 4, 5.„ wird geheiliget durch das Wort Gottes und 1 Wer ſoll ſegnen Lehrer und Prediger. Sollen die Zuhörer die Worte der Einſetzung nachſprechen? Nein, ſondern anhoͤren und andoͤchtig betrachten. Was thut Chriſtus mehr? Er brachs. Warum? Daß es deſto fuͤglicher konte ausgetheilet werden. . Iſt das Breehrn noͤthg? Das halten wir nicht davor, weil es Chriſtus nur um der Austheilung willen gebrochen. Mas that er weiter? Er gabs, in die Haͤnde oder in den Mund. Das gilt gleich viel, Das Geben iſt noͤthig, aber die Art des Gebens ſtehet in Chriſtlicher Freyheit. 2 Was ſollen die Communicanten thun? Nehmen und eſſen. 5 Was wird vor ein Eſſen verſtanden? * Brod Ein Saeramentliches, darinnen man unter dem f— od iſet d fal Leb. Men di ahbe g. (woher n deb. ———k——ꝛ—ꝛ—ͤ⁵ J—ͤ—————— ä————— in deh Abe gu fee Sieb ö For. 11 1. Bu ndgeden 1 Ge 1ebeſond 3. Do dig abſte Dan ä—— — a— 2 — — r . — — 2 1 fen get n 0 1 4 1 * e A 19 e 0d W M N 7 gebacke. 1 7 1 at er mf de f 18 0 f ente. 4 c dun len z n gepanen( 4 Gebrauch. ach uh der genen mne ang; labes. a0 8 wech ad, weduh Fr ab geich cht die ang ung. r ul en S . 1 a Votte der] rung nacht dren und hig bea ut Chu r. Daun!“ 4 er konte S thelet rag Utechtn eg“ t dabor, Er es Ou, lun gebt e. bat er w nde oder n Mund. A gen it S810, abe. lichen She. eu. thun? eit„ tn ese l 1 60, 0 al 1 b— drs He d de H Helge du! g U bl Von dem Heil. Abendmahl. 107 Btod ſſſet den wahren Leib, wie es heißt: Eſſet, das iſt mein Leib. Muͤſſen dieſe Worte eigentlich, und wie ſie lauten, ver⸗ ſtanden werden??n, Ja. Wasn mir und unter dem Brod iſt, das iſt der wahre Leib. Chriſtus ſagt nicht: Eſſet, das bedeutet meinen Leib. Auch nicht: Das Brod wird verwandelt in den Leib Chriſti, ſonderu das iſt mein Leib. Worzu ſollen wir es eſſen? Zu ſeinem Gedaͤchtniß. 5 Weſſen ſollen wir gedencken? Seines Leidens und Sterbens. 2 Cor. 11,26.: ſolt ihr 1— 2515 Tod verkuͤndigen. 5 Wie? 125 1. Bußfertig unſere Suͤnden, welche die Urſache ſei⸗ nes Leidens und Sterbens geweſen, erkennen und bereuen. 2. Glaubig, das Leiden und Sterben Chriſti ſich insbeſondere zueignen. 3. Danckbar, mit Worten und Wercken, der Suͤn⸗ den abſterben, und der Gerechtigkeit leben. Was nahm Chriſtus mehr? Den Kelch mit Wein. Wann? Nach dem Abendmahl. . Was iſt dieſer Kelch? Das neue Teſtament. 85 Womit iſt es beſtaͤtiget worden? Mit dem Blut Chriſti.. Womit war das Alte Teſſament beſſaͤtiget? Mit dem Blut der unvernuͤnftigen Thiere. 5 Soll der Menſch ofters daſſelde gebrauchen? Ig. 5 1 For. 11,26. So oft ihr von dieſem Brod eſſet, und von die⸗ ſem Kelch trincket. 55 Wie oft ſoll das der Menſch thun? So oft der Glaube ſchwach wird. Was 108 Von dem Heil. Abendmahl. Das zeigen uns dieſe Worte an: Leben und Seligkeit. Der Leib Chriſti. Das Blut Chriſti. Fuͤr wen? Zur Vergebung der Suͤnden. Nein, ſondern in der Beichte. des Lebens, und der Seligkeit. gebung der Suͤnden. und Seligkeit. Nein. Dann die Unwuͤrdigen eſſe Wat nügt dann ſolch Eſſen und Trincken? Fuͤr euch gegeben und vergoſſen, zur Vergebung der Suͤnden. Nemlich, daß uns im Sacrament Vergebung der Suͤnden, Le⸗ ben und Seligkeit durch ſolche Wort gegeben kvird: Dann, wo Vergebung der Suͤnden iſt, da iſt auch Wer iſt fuͤr euch gegeben? Was iſt fuͤr euch vergoſſen? Fuͤr viele, das iſt: Fur alle Menſchen. 1 Tim. 2, 6. Der ſich ſelbſt gegeben hat für alle. orzu? Was geſchicht im Abendmahl? Wir werden verſichert der Vergebung der Suͤnden, Wobey? Bey dem Leib und Blut des HErrn Chriſti. Wie kan aber leiblich Eſſen und Crincken ſolche groſſe Dinge thun? Eſſen und Trincken thuts freylich nicht, ſondern die Worte, ſo da ſtehen: Fuͤr euch gegeben und vergoſſen, zur Vergebung der Suͤnden. Welche Worte ſind neben dem leiblichen Eſſen und Trincken, als im Sacrament, und wer denſelbigen Worten glaubet, der hat was ſie ſagen, und wie ſie lauten, nemlich: Welches ſind die groſſen Dinge? Verſicherung der Vergebung der S Thuts dann das auſſerliche Werck nicht? nund trincken auch, Empfangen wir Vergebung der Sünden im Hell. Abendmahl das Hauptſtuͤck nden, Leben wer⸗ 6—— — Ver⸗ gi, sell ghet, 1 2 Fur alle. 8 ehen, 775 Wotzu? r Sünden g der Sin n Hel, Nah r Bec Hel Man hicht in A ul? at der Jung dee Selige. Wobeys Blut des Dim Chi. ind Crunch 8 JK gros H thüts fte kyinicht, an Fur euch g oben und f den, A J Work 9 Frincke s das Ju 0 denſeh& Wolimanl we ſi Enn, ng. 3 a ee gtd nge? Dagcbul! Sudg, 1 0 S tt nil? 0 500% F md fun, Von dem Heil. Abendmahl. 109 werden aber nicht verſichert der Vergebung der Suͤn⸗ den, Leben und Seligkeit. i Welches iſt das Vornehmſte, oder Hauptſtuͤk? Die Worte ſo da ſtehen; Nemlich das Wort der Einſetzung: Nehmet hin, und eſſet, das iſt mein Leib ꝛc. Und das Wort der Verheiſſung: Das fuͤr euch gege⸗ ben wird zur Vergebung der Suͤnden. 8 Was wird an Seiten des Menſchen erfordert? Der Glaube an Chriſtum.(die geiſtliche Nieſſung.) Wer empfaͤhet dann ſolch Sacrament wuͤrdiglichh Faſten, und leiblich ſich zu bereiten, iſt wohl eine fei⸗ ne aͤuſſerliche Zucht; aber der iſt recht wuͤrdig und wohl geſchickt, der den Glauben hat an dieſe Worte: Fuͤr euch gegeben und vergoſſen, zur Vergebung der Suͤn⸗ den. Wer aber dieſen Worten nicht glaubet, oder zweifelt, der iſt unwuͤrdig und ungeſchickt, dann das Wort: Fuͤr euch, erfordert eitel glaubige Hertzen. a Wie vielerley iſt die Bereitung? Zweyerley: Auſſerliche,(ungnugſame) und innerliche.(gnugſame.) Was gehoͤret zu der aͤuſſerlichen Bereitung? Faſten.(ſich aller Speiſen und Trancks enthalten) Das Faſten dienet zum bruͤnſtigen Gebaͤt und Andacht. Iſt das Faſten bloſſer dings nöthig?. Nein. Die Juͤnger hatten zuvor das Oſter⸗Lamm gegeſ⸗ ſen. Iſt aber doch eine feine oͤuſſerliche Zucht. Hieher gehoͤret auch die Maßigung in leiblichen Geſchaͤften, damit man zum Gebaͤt und Andacht mehr Zeit und Gelegenheit habe. Was wird verſtanden durch das leiblich⸗ Berelten? Die Kleidung und Geberden des Leibes. Wie ſollen die Kleider ſeyn? Reinlich und erbar, nicht ſtolz und praͤchlig. 1 Petr. 3,3. Welcher Sic ſeyn ſoll mit Haar flechtyn. Warum ö Weil die Kleider ſind eine Anzeige unſers Suͤnden⸗ Falls, desgleichen eines eitlen fleiſchlhen Sinnes. ans 110 Von dem Hell Abendmahl. ſern Vater im Himmel erzuͤrnet haben, will er uns doch ſolches verzeihen, und unſer gnaͤdiger Vater ſeyn und bleiben. Und iſt alſo die Taufe eine gewiſſe Verſiche⸗ rung, daß uns GOtt zu Gnaden angenommen hat: Das Abendmahl aber, daß er uns unſers Ungehorſams nicht will entgelten laſſen. Wodurch erzürnen wir Gott? Durch die Suͤnde. Wem will Gott die Suͤnde verzeihen, und den Ungeherſam e nicht enigelten aſſen? Denen Bußfertigen. Luc. 24% 47. Und prebigen la ſſen Buſſe und Vergebung ice. Was Was vor Gebelden ſoll der Menſch von ſich ſehen aſſen? P wil el Andaͤchtige, demuͤrhige und zuͤchtige. Ilge one Wo nnen beſtehet de innerliche Bereilung? Pee „In dem Glauben, oder zuverſichtlichen Ergreiffung Det G des Verdienſtes Chriſti. Der iſt recht wuͤrdig, und Au wohl geſchickt, der den Glauben hat. a aue. 1 Was muß vor dem Glauben hergehen? ub Reue und Leyd uͤber die Suͤnde. Dann der Glaube Nihil kan in keinem andern Hertzen angezuͤndet werden, als das Reue und Leyd uͤber die Suͤnde hat. ah Pas muß vor der Reue und Leyd dergehen? 1 5 6 Die Erkaͤnntniß der Suͤnde. Wer ſeine Suͤnde nicht.. En erkennet, kan keine Reue und Leyd uͤber die Suͤnde haben. dab, Was muß folgen auf den Glauben? Di 0 Der neue Gehorſam Worin, Wotrinnen beſtehet der neue Gehorſam? Nuch In dem Vorſatz, nicht mehr vorſetzlich zu ſuͤndigen, 0 0 und gottſelig zu eben. F Ae, Jes 2,16. Laſſet ab bo m Boͤſen allem innerlichen und aͤuſſerlichen) g und lernet Gutes teun,(alles Gute, mnerliche und aͤuſſerliche.) nn it Wie lang mus der neue Gehorſam waͤhren? bie Die gantze Zeit unſers Lebens. 1 uc. 1, 74 Ihm dieneten unſer Ledenl ang. 1 uc Won iſt uns das Abendmahl des HErrn nutz? W 0 Wir werden damit verſichert, daß ob wir gleich un- s 0 1 1 1 * ind L die 95 I * auf) auben? 1 ſichet der 10 otſam)* ncht nch echt en alen nchen und ach les Gute,; niche ond ar eue C n haßt es Leben g unser Le=. Abendnch as Eren uit berſſcher& ß ob wi gel cczürnet& un, wil e. Auer an er Vater ful de Tau S: gen t Gng T agent, 1 dcßerust des lug 1 anne ot? Ane b da n gelen 0 11 1 a lie An Deli S fie ihn 111 Von dem Hell. Abendmahl. 8 Was will er nach de Vergebung der Suͤnden ſeyn und bleiben? Unſer gnaͤdiger Vater. Weſſen gnaͤdiger Vater will er ſeyn und bleiben? Derer Gottsfuͤrchtigen und Gehorſamen. Pf. 10, 17. Die Gnade des HErrn waͤhret von Ewiakeit u Ewigkeit, uͤber die ſo ihn fuͤrchten, die auf ſeine Guͤte hoff und nach ſeinen Geboten thun. 4 1 5 5 hoffen. Warum geheſt du zum Tiſch des HErrn? Daß ich meinen Glauben ſtaͤrcke. 3 Wird allein der Glaube geſtaͤrcket? Nein, ſondern auch andere Chriſtliche. Tugenden, 3. E. die Liebe gegen GOtt, gegen den Naͤchſten, Ge⸗ dult, Sanftmuth ꝛc. 3 Warum mehr? Daß ich meine arme Seele troͤſte. 5 Wodurch wird die arme Seele gelroͤſtet? Durch die Verſicherung von der Vergebung der Suͤnden. e e Jeſ. 38,17. Um Troſt war mir ſehr bange, aber du hac dich meiner Seelen angenommen, und wirffeſt alle meine Suͤnden hinter dich. 1 ä Wodurch wird die arme Seele mehr getroͤſtet? Durch die Verſicherung von der Kindſchaft GOttes. Roͤm 8, 16. Der heilige Geiſt giebt Zeugniß unſerm Geiſt, daß wir SOttes Kinder ſind.. i „ Regiſter aller in dieſem Catechismo zum Beweis kuͤrtzlich angefuͤhrter Spruͤche, Darinnen ſelbige nach Ordnung derer Bibliſchen Buͤcher vollſtaͤndig zu finden ſind. Das e: ſte Buch Moſis. Cap. 1. v. 1. Am Anfang ſchuf GOtt Himmel und Erden. Cap. 127 GOtt ſchuf den Menſchen ihm zum Bilde, zum Bilde GSttes ſchuf er ihn, und er ſchuf ſie ein Mannlein und Fraͤulein. Cap. 1, 28. Und GoOtt ſegnete ſie, und ſprach zu ihnen: Send fruchtbar, und mehret euch, und erkuͤllet die Erde, und machet ie euch unterthan, und herrſchet uͤber Fiſche in Meer, und uͤber Vö⸗ gel unter dem himmel, und über alles Thier, das auf Erden kreucht, Cap. 2, 2. 3. Alſo vollendete GOtt am ſiebenden Tag ſeine Wercke die er machte, und ruhete am ſiebenden Tage von allen ſeinen Wercken die er machte. 3. Und ſegnete den ſiebenden Tag, und heiligte ihn, darum, daß er an demſelben geruhet halte von allen ſeinen Wercken, die GOtt ſchuf und machte. Cap. 2, 10 17. GOtt der H Err gebot dem Menſchen und ſpracht Du ſolt eſſen von allerley Baͤumen im Garten. 17. Aber, von dem Baum des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſes ſolt du nicht eſen, Dann welches Tages du davon iſſeſt wirſt du des Todes ſſerben Cap. 2,18. GOtt der.„Err ſprach: Es iſt nicht gut daß der Menſch alleine ſey, ich will ihm eine Gehuͤlſin machen, die um ihn ſeh. Cap. 3, 19. Im Schweiß deines Angeſichts ſolt du dein Bro) eſſen, bis daß du wieder zur Erden werdeſt, davon du genommen biſt: Dann du biſt Erde, und ſolt zur Erde werden. Cap. 4, 5. Aber Cain und ſein Opfer ſahe et nicht gnaͤdiglich an. Da ergrimmete Cain ſehr, und ſeine Geberde verſtellete ſich. Cap. 4, 13. Cain ſprach zu dem HErrn: Meine Suͤnde if groͤſſer, denn daß ſie mit vergeben werden moͤge. Cap. 6,5. Da aber der HErr ſahe, daß der Menſchen Bol heit groß war auf Erden, und alles Tichten und Trachten ihrel Hertzens boͤſe war immerdar. Cap. 6,9. Noa war ein frommer Mann, und ohne Wandel, und fuͤhrete ein goͤttlich Leben zu ſeinen Zeiten Cap. 9, 6. Wer Menſchen⸗Blut vergeußt, deß Blut ſoll wie⸗ der vergoſſen werden durch Menſchen, denn Gott hat den. h 6 ſchen in ſeinem Bilde gemacht. — * — 2 . — — — — — Aunäcligee Ca9,3% und wide G (ap. 40% weiden/ o. konne; I 00 4 ihren ahr Du biſ mu (a., niß machen Unten auf fa 20 Digge bee Gab. 20 Hern dei Sohn/ io. noch dein (0.21 Tol ſer G 25 cke fache Genschen ö und fach ihneſ en 0 0 9 einig 0 125 121 15 N a0 it segnete% ah zi 5 nd eil Wem Wali küln 9 da 8 — 645 ſie An * a n die. 3. Un S tedenſe 10 , 1 T ebe geha „die Gott nd facht T Hertgehſ d Sen Büumtn in ge. I, I. Am Gulek und 8 sol 11 won iſeſt! W du des Tha habet Sr eas ine Ge 2 chen, die 9 eig deines! Wcht ſoltdu g Erden wi= dabon duzen md ſolt We werden, Wein Opfe et nichtgachete „ind feng Sede bertel 1110 Nu dem 1 an a er ſah der ae N Len und uche — 1 51 1 0 7 2 ei, el Blut duct T ad. 4 und ſprich zu ihnen: Ihr ſolt he ilig ſeyhn„ dann ich bin heilig; der HERR euer Gott. * 1 Spruch ⸗Neg ster. 1; Cap,. 1 7, I. Als nun Abraham neun und neunzig Jahr alt war, erſchien ihm der HErr, und ſprach zu ihm, Ich bin der Allmaͤchtige GOtt, wandele vor mir, und ſey fromm. Cap. 32, 10. Ich bin zu gering aller Barmyer zigkeit, und aller Treue, die du an deinem Knecht gethan haſt. Cap. 39, 5. Und von der Zeit an, da Potiphar! Joseph, 1 5 ſein Haus und alle ſeine Guͤter geſeget hatte, ſegnete der HErr des Egypters Haus um Joſephs willen, und war ettel Sehe des HErrn in allem, und was er hatte zu Haus und zu Feide. Cap. 39/9. Wie ſolte ich denn nun ein ſolch groß Gebel thun, und wider GOtt ſündigen.. a Cap. 49, 10. Es wird das Scepter von Jude nicht entwendet werden, noch ein Meiſter von ſeinen Fuſſen, bis daß der Held komme, und demſelben werden die Voͤlcker anhangen. Das andere Buch Moſis. Cap. 4, 25. Da nahm Cipora einen Stein, und beſchnitte ihrem Sohn die Vor Haut, und ruͤhrete ihre Fuͤſſe an, und ſprach: Du biſt mir ein Blu t⸗Braͤutigam⸗ Cap. 20, 4. Du ſolt dir kein Bildniß noch irgend ein Gleich⸗ niß machen, weder deß, das oben im Himmel, noch deß, das unten auf Erden, oder deb, das im Waſſer unter der Erden iſt. Cap. 20, 9. Sechs Tage ſolt du ardeiten, und alle deine Dinge beſchicken. Cap. 20, 10. Aber am ſiebenden Tage iſt der Sabbath des HeErrn deines Gottes, da ſolt du kein Werck thun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Mago, noch dein Vieh, noch der Fremdlinger, der in deinen Thoren iſt. Cap. 21, 17. Wer Vater oder Mutter fluchet, der ſoll des Todes ſterben. Cap. 23, 8. Du ſolt nicht Geſcheucke nehmen, dann Geſchen⸗ cke machen die Sehenden blind, und verkehren die Sachen der Herechen⸗ Das dritte Buch Moſis. Cap. 19, 2. Rede m der ganten Ge meinde der Kinder Iſr. gel, Cap. 19, 31. Ihr ſollt euch nicht wenden zu den Wahrſagern, und forſchet nicht von denen Zeichen⸗ Deutern, das ihr nicht an ihnen verunreiniget werdet F. Daun ich din der HErr euer GOtt. Das fuͤnfte Buch Moſt 1 Cap. C, 4. Hoͤre Iſrael, der HERR unſer GD iſt ein einiger GOTT. H 6 Cap. 55 14 Spruch⸗ Reg ſler. Cap. 6, 6. 7. Dieſe Worte die ich dir heute gebiete ſolt d. a 4* deute 4e, du uhter zu Hertzen nehmen. Und ſolt ſie deinen Kindern ſchärffen, und e davon reden, wenn du in deinem Hauſe ſitzeſt, oder auf den tebe. 15 Wege geheſt, wenn du dich niederlegeſt oder aufſteheſt. um Cap. 6, 13. Sondern ſolt den HErrn deinen Gott fuͤrch⸗ geen ten) und ihm dienen, und bey ſeinem Namen ſchwoͤr n. 0 dhe Cap. 11, 14 Ich will eurem Lande Regen geben zu ſeiner 94 5 Zeit, Fruͤh⸗Regen und Spat⸗Regen/ daß du einſammleſt 1 7 Se ee und Oel. 5 2 Cap. 3%. X anckeſt du alſo dem HErrn deinem Gott, du 94% 7 to und thöricht Bolck! Iſt er nicht dein Bater und dein Herr 10 10 Iſt nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? 4 6 8 17 Ne Buch Samuelis. un da 0 Cap. 12, 14. Aber weil du die Feinde des HErrn haſt dure 9 die Geſchichte laͤſtern gemacht, wird der Sohn, der dir** Jene ren iſt, des Todes ſterben. dean N den 105 Sue Haug 1 de 8 ba, 150 n geheiſſen: Fluche David. Wer kan nun ſagen 1 Warun ue thuſt du alſo. un ſag f 0.30 Das andere Buch der Koͤnige. imgerdat! Cap. 16, 20. Ahas entſchlief mit ſeinen Vaͤtern, und ward N.. begraben bey ſeine Vaͤter in der Stadt Davids. Und Histias ih ſürhe Pl d ſein Sohn, war Koͤnig an ſeine Statt. 6 Das Buch Siobs. eu die h Cap. 1, 12. Der HErr ſprach zum Satan: Siehe, alles, was 5 er hat, ſey in deiner Hand; ohn allein an ihn ſelbſt lege deim e als! Hand nicht. Da gieng der Satan aus von dem HErrn.. Cap. I/ 21. Hiob ſprach: Ich bin nackend von meiner Mut⸗ hi. d ter Leib kommen, nackend werde ich wieder dahin fahren. Det J 00 Herr hats gegeben, der HErr hats genommen, der Name des den gal HeErrn ſey gelobet. az Cap. 14, 5. Der Menſch hat ſeine beſtimmte Zeit, die Zahl eu, N ſeiner Monden ſtehet bey dir. Du haſt ein Ziel geſetzet, das 5 0 g.. 40 Get wird er nicht übergehen. Cap. 19, 28. 26, 23. Ich weiß daß mein Erloͤſer lebt, und er wird mich hernach aus der Erden auferwecken und werde dar ella, nach mit dieſer meiner Haut umgeden werden, und werde in meinem Fleiſch GOtt ſehen; denſelben werde ich mir ſehen/ tene ud und meine Augen werden ihn ſchauen und kein Fremder. 1 Die Pfalmen. e Pf. I, I. 2. Wohl dem, der nicht wandelt im Rath der Gott bil leſen, noch tritt auf den Weg der Suͤnder, noch ſitzet, da die Pn 0 Sub facht ö 1 See. gel ehen Oba Reg 1 1 0 1 1 a Sag Watt! ett 1 4555 uch ur elt, de Saen * wu, d 0 b: baſe r ducheh/ dreh b, W fn de ere Buch] Dönitz achlef nid n Halm, in en deri Aud. l n ſeine Ste Buch ſptach um= Sethe, A „dz ohn af g= ihn sehe der Satan A on den Hen H J bi bend don leine h perde ich vr dahin fing Her hat nm, dug ic hat gel E inne get, . Dis ein Zel Ae h/ S ein ill emend K 2 fen; ub n mi Tete, un; den 5 e netde ih en can E kein gn, a h 1. 150 bel Rath bad * 6%, N 17 del l/ 10 0ů 00 1 SEpruch⸗Regiſter. vie Spoͤtter ſitzen. Sondern hat Luſt zum Geſetz des HErrn, und redet von ſeinem Geſetz Tag und Nacht. Pf. 2, 7., Ich will von einer ſolchen Weiſe predigen, daß der HErr zu mir geſagt hat: Du biſt mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget. 3 f Pf. 7, 12. Gott iſt ein rechter Richter, und ein GOtt der taͤg⸗ lich draͤuet. 3„„ Pf. 18, 2. Hertzlich lieh hahe ich dich, HErr meine Staͤrcke. Y.. 19, 2. Die Himmel erzaͤhlen die Ehre GOites, und die Veſte verkündiget ſeiner Hande Werck. Pf. 19, 13. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes, und das Geſpraͤch meines Hertzens vor dir, HErr mein Hort, und mein Erloͤſer. Pf. 33, 4. Denn des HErrn . Del Errn Wort iſt wahrhaftig, und was er zuſagt das haͤlt er gewiß. N Pf. 33, 6. Der Himmel iſt durchs Wort des HErrn gemacht, und alle ſeine Heer durch den Geiſt ſeines Mundes. 8 Pf. 34, 2. Ich wil den HErrn loben allezeit, ſein Loh ſoll immerdar in meinem Munde ſeyn. 5 5 1 Pf, 34, 8. Der Engei des HErrn lagert ſich um die her, ſo ihn fuͤrchten, und hilft ihnen aus. 8 Pi. 34, 12, Kommet her, Kinder! hoͤret mir zu. Ich will euch die Furcht des HErrn lehren. 5 5 Pf. 377 5. Beſiehl dem HErrn deine Wege, und hoffe auf ihn, er wirds wohl machen. Pf. 39, 10. Ich will ſchweigen und meinen Mund nicht auf⸗ thun. Du wirſts wohl machen. f Pf. 40/9. Deinen Willen, mein Gott! thue ich gerne, und dein Geſetz hab ich in meinem Hertzen. und haſſeſt gottlos We⸗ 2 f** 4 Pf. 45, 8. Du liebeſt Gerechtigkeit, ſen. Darum hat dich GOtt dein GOtt geſalbet mit Freuden⸗ Oehl, mehr dann deine Geſellen.. Pf. 49, 8. 9. Kan doch ein Bruder niemand erloͤſen, noch Gott jemand verſoͤhnen. Dann es koſtet zu viel ihre Seele zu erloͤſen, daß ers muß laſſen anſtehen ewiglict. Pf. 50, 15. Ruffe mich an in der Noth, ſo will ich dich erret⸗ ten, und du ſolt mich preiſen. Pf. 73,25. HErr! wann ich nur dich habe, ſo frage ich nichts nach Himmel und Erden, wann mir gleich Leib und Seel ve⸗ ſchmacht/ ſo biſt du doch GOtt, allezeit meines Hertzens Trost, und mein Theil. Pf. 77, II. Aber, doch ſprach ich: Ich muß das leiden. Die rechte Hand des Hoͤchſten kan alles andern. ee e Pf. —— 0 116 Spruch, Reaiſter. Pf. 80, 11. Weiſe mir, HErr, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit. Erhalte mein Hertz bey dem Einigen, daß ich deinen Namen fuͤrchte.. cf or,, 12. Dann er hat ſeinen Engeln befohlen uͤber dir dag ſte dich behuͤten, auf allen deinen Wegen, daß ſie dich auf den Handen tragen, und du deinen Fuß nicht an einen Stein ſtöſſeſt. Pf. 91, 15. 16. Er tu bin bey ihm in der Noth, ich will ihn heraus reiſſen/ und zu Eh⸗ ren machen; 16. Ich will ihn ſaͤttigen mit langem Leben, und will ihm zeigen mein Heyl. Pf. 103, 1, 2. Lobe den HErrn meine Seele, und was in mir iſt ſeinen heiligen Namen; Lobe den HErrn meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Guts gethan hat. 5 Pf. 103, 13. Wie ſich ein Vater uber Finder erbarmet, ſo er⸗ barmet ſich der HErr über die, ſo ihn fuͤcchten. Pſ. 103, 47. Die Gnade des HErrn währet von Ewigkeit, zu Ewigkeit, uber die ſo ihn fuͤrchten, und ſeine Gerechtigkeit auf Kindes Kind. Pf. 103, 21. Lobet den HErrn alle ſeine Heerſchaaren, ſeine Diener, die ihr ſeinen Willen thut. 5 1 Pf. 106, T. Dancket dem HErrn, dann er iſt freundlich und ſeine Guͤte waͤhret ewiglich. Pf. 110, T. Der H Err ſprach zu meinem HErrn: Sctze dichu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Juͤſe lege Pf. 119,9. Wie wird ein Juͤngling ſeinen Weg unſtraͤflich gehen? wann er ſich haͤlt nach deinen Worten. Pf. 119, 18. Oefne mir die Augen, daß ich ſehe die Wundert zan deinem Geſetz. 8 l 9 Pf. 119, 71. Es iſt mir lieb, daß du mich gedemuͤthiget ha,, daf ich deine Rechte lerne. 1 Pf. 119, 105. Dein Wort iſt meines Fuſſes Leuchte, und ein Licht auf meinem Wege.. 4 Pf. 122, 1. Ich freue mich deß, das mir geredt iſt, daß wit werden in das Haus des HErrn gehen. Pf. 139, 7 10. Wo ſoll ü ſoll ich hinfliehen vor deinem Angeſicht? 8. Führe ich gen H m⸗ mel, ſo biſt du da, bettete im mir in auch da. 9. .. am duſſerſten Meer. ſelbſt fuͤbren, und deine Rechte mich halten Pi. 139, 1. Denn auch Finſteruß nicht finſter ſt hey dir, und die Nachl leuchtet wie der Tag, Finſterniß iſt wie das Licht. 5. ö * . ſoll ich hingegen vor deinem Geiſt, und wo da, bettete die Hoͤlle, ſiehe ſo biſt du Naͤyme ich Fluͤgel der Morgenroͤthe, und bliebe 10, So wuͤrde mich doch deine Hand da⸗ 130% 3 clacht bir. eie S0 100% 0% das w. 0 dach Heat, dafl 0 90 5/7 ffet mich an, ſo will ich ihn erhoͤren; Ich an du b aan Jan 1 146% Göſeit Ca. 50 6 Erſliaggen Cab. 0 Cap. Meta) da her dä Lade 1 ung uz 7 cn, h 1 Ad i dee 10 455 F maeht in Datz ih S r aha a Ain en 0 eden Hei retten ſlchten, Site Gut hem al= Hettihun 5 7 6 Wilen thut f 5 K 5 Henn Sn tt if frucht drug un. HE E te genden S eneldeh ein Ng S inen W i nach dein S ten. t die Auge! fi ſche lech t leb, df 2 0 gedemih 83 gat it nel Ses buch u uh ni O det Ng, in „ 2 fifth A dali Spruch⸗Neglſter. 1 Ph. 139, 34. Ich dancke dir daruber, daß ich wunderbar lich gemacht bin, wunderbarlich ſind deine Wercke, und das erken⸗ net meine Seele wohl. 5 Pf. 14 f, 5. Der Gerechte ſchlage mich freundlich, und ſtraffe mich, das wird mir ſo wohl thun, als ein Balſam auf meinem Haupt, dann ich baͤte ſtets, daß ſie mir nicht Schaden thun. Pf. 143,10. HErr, lehre mich thun, nach deinem Wohlgefallen dann du biſt mein GOtt, dein guter Geiſt fuͤhre mich auf ebener Bahn. 5 f. 14% 3. Der HErr iſt groß, und ſehr loͤblich, und ſeine Groͤſſe iſt unausſprechlich. 5 1 f Pf. 145,15. 16. Aller Augen warten auf dich, und du giebſt ihnen ihre Speiſe zu ſeiner Zeit. 16. Du thuſt deine Hand auf, erfuͤlleſt alles, was lebet mit Wohlgefallen. Die Sprüche Salomonis. Cap. 3, 5. Verlaß dich auf den.„Eren, von gantzem Hertzen, und verlaß dich nicht auf deinen Verſtand. Cap. 3,9. Ehre den HErrn von deinem Guth, und von den Erſtlingen alles deines Einkommens. f Cap. 10/22. Der Segen des HErrn machet reich ohne Muͤhe. Cap. 14,26. 27. Wer den HErrn fuͤrchtet, der hat eine ſichere Veſtung, und ſeine Kinder werden auch beſchirmet. 27. Die Furcht 83 2885 iſt eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke E 2 Jes. f Cap. 17, 15. Wer dem Gottloſen recht ſpricht, und den Ge⸗ rechten derdammet, die ſind beyde dem HErrn ein Greuel. Cap. 18, 22. Wer eine Ehe⸗Frau findet, der findet was Guts, und bekommt Wohlgefallen vom HERRN. Cap. 19,5. Ein falſcher Zeuge bleibt nicht ungeſtraft, und wer Luͤgen ſrech redet, wird nicht entrinnen. Cap. 21, 15. Es iſt dem Gerechten eine Freude, zu thun, was recht iſt, aber eine Furcht den Uebelthätern. 3 Cap. 24,16. Dann ein Gerechter fället ſiebenmal, und ſtehet wieder auf, aber die Gottloſen verſincken im Uungluͤck. Cap. 24, 17. Freue dich des Falls deines Feindes nicht, und dein Hertz ſey nicht froh über ſeinem Unglück. Cap. 25, 9. Handle deine Sachen mit deinem Naͤchſten, und offendahre nicht eines andern Heimlichkeit. Cap. 30, 17. Ein Auge das den Vater verſpottet, und ver⸗ achtet der Mutter zu gehorchen, das muͤſſen die Raben am Bach aushacken, und die jungen Adler freſſen. Cap. 31, 30. Ein Weib, das de erm fuͤrchtet, ſoll man 5 N 3 5 1 444 Spruch ⸗Negiſter. geweſen iſt; und der Geiſt wieder zu GOtt, der ihn gegeben hat. Wayſen Recht, und helfet der Wittwen Sachen. — Das Prediger ⸗Buch Sglomonis. Ildb.65 Cap. 4, 17. Bewahre deinen Fuß, wann du zum Hauſe Got⸗ wo en/ w tes geheſt, und komme, daß du hoͤreſt, das iſt beſſer dann der Narren Opfer, dann ſie wiſſen nicht was ſte Boͤſes thun.(ab. 17 he lat/ Un Cap. 127 7. Der Staub muß wied er zur Erden kommen, wie er 1 ter bolt Cap. 1, 13. Laſſet uns die Haupt⸗ Summe aller Lehre hören!(ah. Fuͤrchte GOtt, und halte ſeine Gebot, dann, das gehoͤret allen Kim, Nenſchen zu. dai alf Der Prophet Jeſaias. Cab. 23 Cap. 1, 16. 17. Waſchet, teinigei euch., thut euer boͤſes We⸗ Ih ne ſen von meinen Augen, laſſet ab vom Boͤſen. 16. Lernet Gutes ht det thun, trachtet nach Recht, helſet dem Verdruckten, ſchaffet den fue iheet Ell Cap. 6,3. Und einer rief zum andern, und ſprach Heilig, heilig heilig, iſt der HErr Zebaoth; alle Lande ſind ſeiner Ehren vol.(lz Cap. 7, 14. Siehe, eine Jungftau iſt ſchwanger und wid gal einen Sohn gebaͤhren, den wird ſie heiſſen Immanuel. daun sie! Cap. 38, 17. Siehe, um Troſt war mir ſehr bange, du aber haſt dich meiner Seelen hertzlich angenommen, daß ſie nicht ve⸗ Ch. duͤrbe; dann du wirfeſt alle meine Suͤnde hinter dich zurück.„ eh he Cap. 42, 8. Ich, der HErr, das iſt mein Name, ich will meine regchl Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Goͤtzen. Eq. Cap. 58,7. Brich dem Hungerigen dein Brod, und die, fp daz im Elend ſind, fuͤhre ins Haus. So du einen nackenden ſiehet, oh; ſo fleide ihn, und entzeuch dich nicht von deinem Fleiſch., Cap. 58, 13. So du deitzen Fuß von dem Sabbath kehreſt, daa nz du nicht thuſt, was dir gefaͤllt an mein an heiligen Tage; ſo wird fc ein luſtiger Sabbath ſeyn den HErrn zu heiligen und zu preiſen, mndel dann ſo wirſt du denſelben preiſen, wann du nicht thuſt denn Wege, noch darinnen erfunden werde, was dir gefaͤllet, oder was La du redeſt. Mal ze Cap. 59, 2. Eure Untugenden ſcheiden euch und euren Gott Fe, von einander, und eure Suͤnden verbergen das Angeſicht von at. euch, daß ihr nicht gehoͤret werdet. 2 888„Ile Cap. 63, 16. Biſt du doch unſer Vater: Denn Abraham weif J von uns nicht, und Iſtrael kennet uns nicht, du aber, HErx, biſt un⸗ Müh ſer Vater, und unſer Erloͤſer, von Alters her iſt das dein Name. Adi 3 ö Cap. 64, 6. Aber nun ſind wir alleſamt wie die Unreinen, und alle unſere Gerechtigkeit iſt wie ein unſlaͤtig Kleid. Wir ſind ale verwelcket, wie die Blatter, und unſere Suͤnden ſuͤhren uns da⸗ hin, wie ein Wind. 5 5 i e Cap. e 55 pont, dn m 7 17 1 1 6 det, Mmngel=. 1 temgel S ght kad — — * — * — — — 3 S 2 — — — —— — 0 10* N 4* 1 ach hege 1 Lale“ F Aid ſchgehg ung A ſcnge den ditd ſe. J um Aoſten! detzlic ana teren, dak nh 0 0 0 Her, das i Name hlt , noch mei“ ubm denen engere E 1 Bod n Haus. S. E fen rau Fach nicht!!“ Tine Flat en gut og Sabah falt an meiſ! Jilgen Tatze den Her u eienr u pteiſen! W er du ligt ul den werde r dir geſaleh d ö dannen dc Such Ind Sanden du n dat Ma i derdet. e dene Lanctursn W abet, He I, unf S brtdahe dat alt wiedie Ume 5 rern uf W. leb 40 1 10 ud u. dehnen 0 — — 0 f T ſehrhnge Spruch⸗Regiſter. 119 Cap. 65, 24. Es soll geſchehen, ehe ſie ruſſen, will ich ant⸗ . worten, wenn ſie noch reden, will ich hoͤren. 1 Der Prophet Jeremias Cap. 17,5. Verſſucht in der Mann, der ſich auf Menſchen verläßt, und haͤlt Fleiſch fuͤr ſeinen Arm, und mit ſeinem Her⸗ tzen vom HErrn weichet.. 8 Cap. 18, 18. Kommt, und laſſet uns wider ihn rathſchlagen. Kommt, laßt uns ihn mit der Zunge todtſchlagen, und nichts geben auf alle ſeine Rede. Cap. 23,24. Meyneſt du, daß ſich jemand ſo heimlich verber⸗ gen könne, daß ich ihn nicht ſehe., ſpricht der HErr: Bin ichs nicht, der Himmel und Erden erfuͤllet ſpricht der Err. Cap. 31, 34. Ich will ihnen ihre Miſſethat vergeben, und ihrer Suͤnden nicht mehr gedencken. e 3 Die Klag⸗Lieder Jeremia. 3 Cap. 3. v. 22. 23. Die Guͤte dez HErrn iſts, daß wir nicht gar aus ſind, ſeine Barmhertzigkeit hat noch kein Ende. Son⸗ dern ſie iſt alle Morgeu neu, und feine Treue iſt groß. Der Prophet e Cap. 11, 19. Ich will euch ein eintraͤchtig Hertz gehen, und einen neuen Geiſt in euch geben, und will das ſteinerne Hertz wegnehmen aus eurem Leibe, und euch ein fleiſchern Heitz geben. Cap. 18, 20. Der Sohn ſoll nicht tragen die Miſſethat des Vaters, und der Vater ſoll nicht tragen die Miſſethat des Sohns; ſondern des Gerechten Gerechtigkeit ſol über ihm ſeyn, und des Ungerechten Ungerechtigkeit ſoll uͤber ihm ſeyn. Cap. 33,15. Alſo, daß der Gottloſe das Pfand wieder gibt, und be zahlet, was er geraubet hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt daß er kein Boͤſes thut: So ſoll er leben/ und nicht ſterben. f Der Prophet Daniet. Cap. 7, 10. Tauſend mal tauſend dieneten ihm, und zehen mal zehen tauſend ſtunden vor ihm, und das Gericht ward ge⸗ halten, und die Bucher wurden aufgethan. e Cap. 9,18. HErr wir liegen vor dir mit unſerm Gebaͤt, nicht auf unfere Gerechtigkeit, ſondern auf deine groſſe Barmhertzigkeit. Cap. 9,24. Siebenzig Wochen ſind beſtummt uͤber dein Volck, und uͤber deine heilige Stadt, ſo wird dem Uebertreten gewehret, und die Suͤnde zugeſiegelt, und der Allerheiligſte geſalbet werden. a Der Pro, het Hoſeas.„ Cap. 2, g. Sie will nicht wiſſen/ daß ichs ſey, der ihr gibt Korn, Moſt und Oel. 1 5 Cap. 13/9. Iſtael du bringeſt dich ins Ungluͤck, dann dein Heil ſtehet allein dey dir. Der Spruch ⸗Regiſter. N Der Prophet Uiicha. ö Cap. 5, 1. Du Bethlehem Ephrata, die du klein biſt unter den tauſenden in Juda, aus dir ſoll mir der kommen, der in Iſrael h En ſey/ welches Ausgang von Anfang und vonEEwigkeit her geweſen iſt. Cap.„18. Wo iſt ein ſolcher n Ott, wie du biſt, der die Suͤnde vergißt, und erlaͤſſet die Miſſethat den uͤbrigen ſeines Erdtheilz, der ſeinen Zorn nicht ewiglich behaͤlt, denn er iſt barmhertzig. Der Prophet Nabum. Cay. 1, 2. Der HErr iſt ein eifriger GOtt, und ein Raͤ eee cher, ja ein Raͤcher iſt der HErr, und zornig zder HErr iſt ein Raͤcher wider ſeine Widerſacher, und der es ſeinen Feinden nicht vergeſſen wird. Der Hrophet Habacuc. Cap. 2, 4. Der Gerechte lebet ſeines Glaubens. . Der Prophet Zacharias. Cap. 7, 11. Thut nicht unrecht denen Wittwen, Wayſen, Fremdlingen und Armen; Umd dencke keiner wider ſeinen Bru⸗ der etwas Arges in ſeinem Hertzen. 8 Der Prophet Malachias. Cap. 2, 10. Haben wir nicht alle einen Vater, hat uns nicht ein GOtt geſchaffen? Warum verachten wir dann einer den an⸗ dern, und entheiligen den Bund, mit unſern Vaͤtern gemacht. . Das Huch der Weisheit. „ Cap. 4, 14. Seine Seele gefaͤllt GOtt, darum eilet er mit ihm aus dem boͤſen Leben. Das Buch Tobia. Cap. 2, 21. Sehet zu, daß nichts geſtohlen ſey, gebts den rechten Herrn wieder; dann uns gehuͤhret nicht zu eſſen von dem geſtohlenen Guth, oder daſſelbe anzuruͤhren. a 8 Das Buch Syrach. Cap. 6, 5. Wer alles zum beſten ausleget, der machet ihm viel Freunde, und wer das Beſte zur Sache redet, von dem redet man wieder das Beste. Cap. 23. v. 4, 5. 6. HErr Gott Vater, und HErr meines Le⸗ bens, 5. Beyuͤte mich fuͤr unzuͤchtigem Geſichte, und wende von mir alle boͤſe küſte. 6. Las mich nicht in Schlemmen und Unkeuſch⸗ heit gerathen, und behuͤte mich fuͤr unverſchaͤmten Hertzen. Cap. 29,28. Ez iſt genug zu dieſem Leben, wer Waſſer und Brod, Kleider und Haus hat, damit er ſeine Nothdurft decken kan. Cap. 40, I. Es iſt ein elend jaͤmmerlich Ding um aller Men⸗ ſchen Leben, von Mutter Leibe an, biz ſie in die Erde begraben werden, die unſer aller Mutter iſt. 051 5 Evan⸗ ä——— tcccyfer . 2 0 ſußhee Aden. 0 1602 ae d ba 4 Gebel ah. 17 1155 ch, 40 und niche La. geccteben alen del Cap. 5 eate hüte Cab. Cecgche zuldſen, Cab.“ wat nid Gabe f dh feiſce dem y f 8 ate Musen Wa bg 8 * 1 argh 1 etbat) diglich behalt, 20, f n 1 tengtiger 1 ft ban N 7 mcg, ncht ale s= gattt, gam 5 W dnn dera rt denk n Bund, n un ihm ga duch det Nn, 1 gefalt— damm att Buch U „dat 1 Ahlen seh, aa un uns gedi a icht tan deſelbe anz J An. Da SN zum heſten Set, de nale dil Bete zu be tedet, a Me. f Gott Va end Hen Rad fichte chte Ad nenen Achten E en ud l nch fir 1 anten n u dieſen) Sn, ber Watz u dme b zuthduft nin % nn b ne, Late en, bi i de Erde ae ö Main. 7 Spruch Negiſter. 121 A N K K N& N N* N W A K&&& K.&.& M N N K* N NE KK A Evangelium MWatthdi. Cap. 1,21. Du wirſt einen Sohn gebahren, deß Namen ſolt pu JEſus heiſſen, dann er wird ſein Volck ſelig machen von ihren Suͤnden. i 8 Cap. 1, 23. Siehe, eine Jungfrau wird ſchwanger ſeyn, und einen Sohn gebaͤhren, und ſie werden ſeinen Namen Immanuel keiſſen, das iſt verdollmetſchet: GOtt mit uns. Cap. 4, 3. Der Verſucher trat zu ihm, und ſprach:⸗Biſt du Gottes Sohn, fo ſprich: daß dieſe Steine Brod werden. Cap. 4, 7. Ieſus ſprach zu dem Satan: Wieperum ſtehet auch geſchrieben: Du ſolt GOTT deinen HErrn nicht verſuchen. Cap. 4, 9. Dieß alles will ich dir geden, ſo du niederfalleſt, und mich aabateſt. 175 N Cap. 4, 10. Hebe dich weg von mir, Satan, dann es ſtehet geſchrieben: Du ſolt anbaͤten GOtt deinen HeErrn, und ihm allein dienen 158 Cap.„, 16. Laſſet euer Licht leuchten vor den Leuten, daß ſie eure gute Wercke ſehen, und eurem Vater im Himmel preiſen. Cap. 5, 17. Ihr ſolt nicht wehnen, daß ich kommen bin das Gel etz oder die Propheten aufzuloͤſen. Ich bin nicht kommen auf⸗ zul öſen, ſondern zu erfüllen. Cap. 5, 23, 24. Datum, wenn du deine Gabe auf den Al⸗ tar opferſt, und wirſt allda eingedencken, daß dein Bruder et⸗ was wider dich habe. 24. So laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und verſoͤhne dich mit deinem Bru⸗ der. Und alsdann komm, und opfere deine Gabe. Cap, 5, 28. Wer ein Weib anſiehet, ihr zu begehren, der hat ſchon die Ehe gebrochen in ſeinem Hertzen. Cap. 5, 37. Cure Rede ſey Ja, Ja, Nein, Nein, was druͤber iſt, das iſt pom lebel. f N Cap. 5, 44. Liebet eure Feinde, ſegnet die euch fluchen, thut wohl denen, die euch haſſen, bittet vor die, ſo euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder ſeyd eures Vaters im Himmel. Cap. 5, 45. Er laſſet ſeine Sonne aufgehen uͤber die Boͤſen und uͤber die Guten, und laſſet regnen uͤber Gerechte und Ungerechte. Cap. 6, 9. ſeg. Darum ſolt ihr alſo haͤten: Vater unſer im Himmel ze. Car. 6, 15. Wo ihr aber den Menſchen ihre Fehle nicht ver⸗ gebet, ſo wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Cap. 6, 21. Wo euer Schatz iſt, da iſt auch euer Hertz. Cap. 6, 25. Sorget nicht fur euer Leben, was ihr eſſen und trincken werdet, auch nicht fuͤr N was ihr anziehen 7 Wer⸗ ———— Spruch ⸗Regiſter. 122 ä 2 8„ werdet. Iſt nicht das keben mehr dann die Speiſe, und der Leih Nee mehr dann die Kleidung 2 lie Wb Cap. 6, 33. Trachtet am erſten nach dem Reich Gottes und E e nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo witd euch ſolches alles zufallen. dich Cap. 6, 34. Sorget nicht fuͤr den andern Morgen, dann det da galt! morgende Tag wird fuͤr das Seine ſorgen. e Cap. 7, 12. Alles was ihr wollet, das euch die Leute thun ſol⸗ len, das thut ihr ihnen; das iſt das Geſetz und die Propheten. 9, bah Cap. 7,13. 14. Gehet ein durch die enge Pforte, dann die die hac Pforte iſt weit, und der Weg iſt breit, der zer Berdammniß ab⸗ b fuͤhret, und ihrer ſind viel, die darauf wandeln. 14. Und die 10 f Porte iſt enge, und der Weg iſt ſchmal, der zum Leben führet, Vi t und wenig ſind ihrer, die ihn inden Fe. 1 Cap. 2,15. Sehet euch vor für den falſchen Propheten, die in iat gef Schaafs⸗ Kleidern zu euch kommen; inwendig aber ſind ſie reſ⸗ f ſende Woͤlſe. 5 teln walt Cap. 7, 18. Ein guter Baum kan nicht arge Fruͤchte bringen, iin dee und ein fauler Baum kan nicht gute Fruͤchte bringen. Cech Cap. 8, 2. HEtr, ſo du wilt, kanſt du mich wohl reinigen, gehe Cap. 9,27. Die Menſchen aber verwunderten ſich, und ſprachen: Wi dal Was iſt das fuͤr ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorſamiſt! Cap. 10, 22. Mer aber bis anz Ende hehartet, der wird ſeſig, mige Cap. 10, 28. Fuͤrchtet euch nicht fuͤr denen, die den Leib toͤd⸗ gchelget ten, und die Seele nicht moͤgen toͤdten; fuͤrchtet euch aber viel Ca. mehr vor dem, ber Leib und Seele verderben kan in die Hoͤle. Jalahe Cap. I., 30. Nun aber ſind auch eure Haare auf dem Haut Alien alle gezaͤhlet. b, Cap. 10, 33. Wer mich aber verlaͤuget vor denen Menſchen/ ball, den will ich auch ver laͤngnen vor meinem himmliſchen Vater. Cap. 10, 37. Wer Vater oder Mutter mehr liebet, denn tin, f mich, der iſt mein nicht werth. Und wer Sohn oder Tochter Vue mehr liebst, denn mich, der iſt mein nicht werth.„ Cap 12, 31. Alle Sünde und Laͤſterung wird den Menſchen Cab, verhjeben, aber die Laͤſterung wider den Heiligen Geiſt wird den Cab. Menſchen nicht vergeben.. da Cap. 12, 33. Setzet entweder einen guten Baum, ſo wird Ic. die Frucht gut, oder ſetzet einen faulen Baum, ſo wird die Cue Frucht faul, denn an der Frucht erkennet man den Baum. c Cap. 12, 34. Ihr Otter⸗Gezuchte, wie koͤnnet ihr Gutes re⸗ den, dieweil ihr boͤſe ſeyd? Weß das Hertz voll iſt, deß gehet det Mund uͤber.. 5 Cap. 12, 36. Ich ſage euch aber, daß die Menſchen 5 Fe ic 5 ee 0 1 Sehe ſ 8 1 N 0 0 1 11 N 5 0 duch ee Make, e t ede 1 Vg ſt 1 * 110 u 1 at 4 et de A de, daumen; dig drs eue 2 Aargegrthech Anicht gute JA. ag 5 du wat, n nich nahlecz eg aber ten l ten ſch ch „daß ihm W d Mer gehe bib ars H= harte uh teac nchtſ Ae, de mögen to fürchtete h ind Seele N D en kan in le er sd aug ü g cher ben ze 1 bordene h det meiß! Immliccen dal. att oder J. Set naht l path. Ur t Sch ca e der itmeiſ r wetth. Inde und E Sig wid dag ung nider E halgen Gef . 10 wurdet ei Een Band, 0 n enn e Ba e, ut en 4 min del Ful, . zHenich 10 1 1 en D Vet da ö ele W d Mahal Mn N met hee — — , Suben N oli Spruch⸗Regiſter. Rechenſchaft geben am juͤngſten Gericht von einem jeg lichen un⸗ nützen Wort das ſie geredet haben. Cap. 13, 9. Wann jemand das Wort von dem Reich hoͤret, und nicht verſtehet, ſo kommt der Arge, und reißt es hin, was 123 da geſaͤet iſt in ſein Hertz, und er iſts der am Wege geſaͤet iſt. Cap. 15,8. 9. Diß Volck nahet ſich zu mir mit ſeinem Munde, und ehret mich mit ſeinen Lippen; aber iir Hertz iſt ferne von mir. 9. Aber vergeblich dienen ſie mir, dieweil ſie lehren ſolche Lehren, die nichts denn Menſchen Gebote ind. Cap. 15, 12. Da traten ſeine Junger zu ihm, und ſprachen: Weißfeſt du auch, daß ſich die Phariſcer aͤrgerten, da ſie das Wort hoͤreten.„ Cap. 15, 13. Alle Pflantzen, die mein himmliſcher Vater nicht gepflantzer, die werden ausgereutet. ö Cap. 15/14. Laſſet ſie fahren, ſie ſind blind, und blinde Lei⸗ ter, wann ader ein Blinder den andern leitet, ſo fallen ſie beyde in die Grube. Cap. 16, 26. Mas hilfts den Menſchen, ſo er die gantze Welt gewinne, und nahme doch Schaden an ſeiner Seelen? Oder, was kan der Menſch geben, daß er ſeine Seele wieder loͤſe. Cap. 18,6. Wer aber aͤrgert dieſer Geringſten einen, die an mich glauben, dem waͤre heſſer, daß ein Muͤhlſtein an ſeinen Hals gehaͤnget wuͤrde, und erſaͤuft wuͤrde im Meer, da es am tiefſten iſt. Cap. 18,7. Wehe der Welt, der Aergerniß haiden! Es muß ja Aergerniß kommen, doch wehe dem Menſchen, durch welchen Aergerniß kommt. a B Cup. 18, 22. IEſus ſprach zu ihm: Ich ſage dir, nicht ſie⸗ 2 benmal, ſondern ſiebenzig mal ſiebennal. Cap. 18, 35. Alſo wird euch mein himmliſcher Vater auch thun, ſo ihr nicht vergebet von eurem Hertzen ein jeglicher ſeinem Biuder ſeine Fehle.. 18. Cap. 24, 13. Wer beharret bis ans Ende, der wird ſelig. Cap. 24, 15. Wer das lieſet, der mercke drauf Cap. 24, 36. Von dem Tage aber, und von der Stunde weiß nie⸗ mand, auch die Engel in Himmel nicht, ſondern allein mein Vater. Cap. 24, 42. Darum wachet, dann ihr wiſſet nicht, welche Stunde euer HErr kommen wird.. Cap. 25, 34. Da wird dann der Koͤnig ſagen zu denen zu ſeiner Rechten: Kommet her ihr Geſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt, von Anbeginn der Welt. Cap. 25.38. Ich bin hungerig geweſen, und ihr habt mich geſpei⸗ ſei, ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getraͤncket, ich b ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich beherberget. 124 Spruch ⸗Regiſter. Cap. 25, 41. Dann wird er auch agen zu denen zur Lin⸗ cken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, in Hume das bere l tet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Ch. Cap. 25,42. Ich bin hungerig geweſen, und ihr habt mich nicht nest geſpeiſet ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich nicht getraͤncket. Engelen Cap. 25, 46. Sie,(die Gottloſen) werden in die ewige Pein g h J f gehen; Aber die Gerechten in das ewige Leben. Wit phat Cap. 26, 28. Das iſt mein Blut des Neuen Teſtaments, wel, dhe th ches vergoſſen wird fuͤr viele, zur Vergebung der Suͤnden.. 90 Cap. 26, 38. IEſus ſpracht Meine Seele iſt bettuͤbt bis in get ud +. 45 6. 9 den Tod, bleibet hie, und wachet mit mir.„. le Cap. 28/19. Gehet hin, und lehret alle Voͤlcker, und taufetſe, berdopgal im Namen des Vaters, und des Sohns, und des Heiligen Geiſtez, unf don ga Cap. 28,20. Siehe, ich bin bey euch alle Tage bis an der WeltEnde. d ä Evangelium Marci. Hinncl. Cap. 10, 14. Laſſet die Kindlein zu mir kommen und wehret ch. 1. ihnen nicht, dann ſolcher iſt das Himmelreich. Fiddern g Cap. 1 1,24. Darum ſage ich euch: Alles was ihr bittet, in euren Hulk Gebaͤt glaubet nur, daß ihrs empfahen werdet, ſo wirds euch werk d Cap. 13, 32. Von dem Tage aber, und von der Stunde, miha! weiß niemand, auch die Engel nicht, im Himmel, auch det Jm 1 Sohn nicht, ſondern allein der Vater. a 5 eergehet. Cap. 16,16. Wer da glaubet, und getauft wird, der wird ſelg mhle, werden; Wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Evangelium Luck. Cap. 1, 35. Der Engel antwortete und ſprach zu ihr: Det Heſlige Geiſt wird über dich kommen, und die Kraft des Hoͤch⸗ ſien wird dich überſchatten; darum auch das Heilige, das von dir gebohren wird, wird GOttes Sohn genennet werden. Cap. 1, 37. Bey Gott iſt kein Ding unmoͤglich. Cap. T, 74. 75. Daß wir erloͤſet aus der Hand unſerer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unſer Lebebenlang. 75. In Heiligkeit unde Gerechtigkeit. a 5 Cap. 2, 10. Der Engel ſprach: Fuͤrchtet euch nicht, ſiehe, ich verküͤ dige euch groſe Freude, die allem Volck wiederfahren wird. Cap. 3, 2. 3. Da Hannas und Caiphas Hoheprieſter waren, da geſchahe der Befehl GOttes zu Johannes, Zacharias Sohn, in der Wuͤſten. 3. Und er kam in alle Gegenden, um den Jordan, und predigte die Taufe der Buſſe, zur Vergebung der Suͤnden. du Cap. 6, 29. Wer dich ſchlaͤget anf einen Backen, dem biete den andern auch dar, und wer dir den Mantel nimmt, den wehre nicht auch den Rock. 20 5 ap. 1, und lehret 5 1 a lch Jeg waz bed erch all E= 1 „ dene komen ht ide 9 N zit 0 en Tate ah. Ad donde ie Engel ri In Hinte ah lein der Vaſ aubet, und Wet wird, dag 1 glaubet, Ad beldann dangeltum: gel amwott: d fraß dich komme ur die Kathe 5 u, darum pat Helge,. 0 ottes S w cenenne nah dri ken e unnög. alis l hend an mit ebe Anz, 75. N 5 1 4% dead J eib. K N die alt l wiederfahane 7 un und J Hoheſt Otket zu J le, 300 9 Mel Au 0 0 bl di . adde Sohn K de Hale diser dad Himmel. Cap. II, 13. So dann ihr, die ihr arg ſeyd, koͤnnet euren Kindern gute Gaben geben, wie vielmehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geiſt geben denen, die ihn bitten. Cap. 12, 15. Sehet zu, und huͤtet euch vor dem Geitz, denn niemand lebet davon, daß er viel Guͤter hat. Cap. 13, 24. Ringet darnach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet. Dann viele werden, das ſage ich euch, darvach trachten, wie ſie hinein kommen, und werdens nicht thun koͤnnen. Cap. 17, 10. Alſo auch ihr, wann ihr alles gethan habt, was euch befohlen iſt, ſo ſprechet: wir ſind unnuͤtze Knechte; Wir haben gethan, was wir zu thun ſchuldig waren. Cap. 17/21. Man wird nicht ſagen: Siehe hie oder da iſt es; dann ſehet, das Reich E Ottes iſt inwendig in euch. Cap. 19/ 8. Zachdus aber tat dar, und ſprach zu dem HErrn: Siehe HErr! Die Helfte meiner Guͤter gebe ich denen Armen; und ſo ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfaltig wieder. Cap. 23, 43. JEſus ſprach zu ihm: Warlich ich ſage dir, Heute wirſt du mit mir im Paradieß ſeyn. Cap. 24, 47. Und predigen laſſen in ſeinem Namen, VBuſſe und Vergebung der Suͤnden, unter allen Voͤlckern, und anheben zu Jeruſalem. Evangelium Johannis Cap. 2, 19. IEſus ſprach: Brechet dieſen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn wieder aufrichten. Cap. 3,5. IEſus ſprach: Warlich, warlich ich ſage dir: Es ſeye dann, daß jemand gebobren werde; aus Waſſer und Geiſt, ſo kan er nicht ins Reich GOttes kommen. Ear e 1 Cap. 1 126 Spruch⸗ Register. 1 1 Cap. 3,6. Was vom Fleiſch gebohren wird iſt Fleiſch ba de und was vom Geiſt gebohren Aid das iſt Geiſt. iſt Fleiſch, ic gebedet 0 Cap. 3, 16, Alſo hat GOtt die Welt geliebet, daß er ſeinen 7115 eingebohrnen Sohn gab, auf daß alle die an ihn glauben, nicht dal bed verlohren werden, ſondern das ewige Leben haben. n.% Cap. 3, 19. Das iſt aber das Gericht, daß dat Licht in die hes i,, Welt kommen iſt, und die Menschen liedten die Finſterniß mehr, n. dann das Licht, dean ihre Wercke waren boͤſe.* 17 8 0 24. GOtt iſt ain Mois 5 e 9 S.% Cap. 4õ7 24 Ott 7. ein Geiſt, und die ihn anbaͤten, die un dd 2 7: a l muͤſſen ihn im Geiſt, und in der Wahrheit anbaten. Cap. 5, 27. GOtt hat ihm Macht 1 anch de Gericht 9 zu Falten; datum, daß er des Menſcden Sohn iſt. dal „Cap. 5, 28. 29, Verwundert euch nicht: Dann es kommt di 1 5 Stunde, in weſcher alle, die in den Grab u ind, werden geen nde, in weſcher alle, die in den Graͤbern ſind, werden ouch ſeine Stimme horten. 29. Und werden hervor gehe f 1 75 f 3% 5 25 1. i. 5 8 ehen, die da 0 Guts gethan haden, zur Auferſtehung des kebens, die abet 901 0 ö* 4 Uebels gethan haben, zur Auferſtehung bes Gerichts. 1 Cap. 5, 39. Suchet in der Schrift, dann ihr meynet ihr hat 8 das ewige Leben darinnen, und ſieiſts, die von mir zeuget. 0 10. a 5 90 5 Cap. 6, 29. JEſus ſprach: Das iſt Gottes Werck, daß ä an den lala, den geſandt a Gottes Werck, daf iht heil, de Cap. 6 40. Das iſt aber der Wille deß der mich geſandt at; 0 daß wer den Sohn ſiehet, und glaubet an ihn, habe das ewige fe Leben, und ich werde ihn auferwecken am juͤngſten Tage. ab. 1 Cap. 6,44. Es kan niemand zu mir kommen, es ſey dann, da kon! ihn ziehe der Vater der mich geſandt hat, und ich werde ih wich 01 e Tage. b 1 1 ap. 6, 54. 50. er mein Fleiſch iſſet, und trincket mein? e. der hat das ewige Leben, und ich werde ihn an nen der du g auferwecken, 56. Wer mein Fleisch iſet, und trincket mein ſue in Blut, der bleibet in mir, und ich in ihm. 5 2 Cap. 8, 44. Ihr ſeyd vom Vater dem Teufel, und nach eutes erlgg, Vaters Lust wolt ihr thun. Derſelbe iſt ein Moͤrder von An⸗ b fang, und iſt nicht beſtanden in der Wahrheit; denn die Wahr⸗ 7 Alegeſein heit iſt nicht in ihm; Wenn er die Luͤgen redet, ſo redet er von ſeinem eigenen denn er iſt ein Lugner, und ein Bater derſelben. cue Cap. 9, 24. Da rieſſen die zum andernmal dem Menſchen, der 1 blind geweſen war, und ſprachen zu ihm: Wir wiſſen, daß die⸗ e ſer Menſch ein Suͤnder iſt. ö 10 dich ſe Cap. 9,3 1. Wir wiſſen, daß Gott die Suͤnder nicht hͤͤret, ſondern ſo jemand gottsfürchtig it, und taut ſeinen Wilen, den hoͤtet er. Cap. 12,48. Wer mich verachtet, und mmmt e 1 1 8 nicht 0 ö ö 5 a f 0 1 Dadatteuch x dannen „ de in 4 S ber* 10 Uad 1 ee r geheg, 8 zaae Leben, het Feng, Gericht ade 7 M rihtna , Und ee ee 8 Das ne Wah Edt! Dat. 4 We 2 derne fh 1 hn, haheda aufetweck 0 1 Augen dg. — Amt gun, hb nch g f 4, ud ih l Ta Je. Un 1 dtn 3 5 und c n alm fing nen Fl eis Fi nd traach 1 „udich in d. erde fel, uud uh 4 Derſe e Ne 90 n Ader; N leit; denn de Re 1 e die! kedet, bn an Lig* Hein Hatt Ne um and * 1 hie, cl, a 1001 N ant 0 . 1. A 0 4 unt 1 — ——— — —— — — s 4. 1 5—— nicht auf, der hat ſchon, der ihn richtet, das W 955 2 ben e Spruch⸗Negiſter. 117 Wort, welches ich ger edet habe, das wird ihn richten am juͤngſten Tage. Cap 13, 7 Ickſus antwortete und ſprach: Was ich thue, das weiſſeſt du jetzt nicht, du wirſts 13 hernach erfahren. 90 00 15 17. So ihr ſolches wiſſet, ſelig ſeyd ihr, ſo ihr ſol⸗ 2 thu* Cap 13,35. Dabey wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger ſeyd, ſo ihr Liebe unter einander habet. Cap. ta, 16. Ich will den Vater bitten, und er ſoll euch einen andern Troͤſter geben, daß er bey euch bleibe ewialich. Cap 14 19. Ich lebe, und ihr ſolt auch leben. Cap. 14, 21. Wer meine Gebote hat, und haͤlt ſie, der iſts, der mich liebet; wer mich aber liebet, der wird von meinem Va⸗ ter geliebet werden, und ich werde ihn lieben, und mich ihm offenbahren. Ich bin der Weinſtock, ihr ſeyd die Rehen, Cap. 15, 5 4 wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viel Fruͤch⸗ te, denn ohne mich koͤnnet ihr nichts thun. Cap 1, 26 Wenn aber ver Troͤſter kommen wirh, wel⸗ chen ich euch ſenden werde, vom Vater, der Geiſt der Wahr⸗ heit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Cap 16,8 Wen in Christus kommt, der w. ab pie en fen um die Suͤnde. und um die Gerechtigkeit, und um das Gerichte. Cap. 16 13. Wenn aber jener, der Geiſt der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten, t ann er wird nicht von ihm ſelber ceden, ſondern was er hoͤren wird“, das wird er reden, und was zukuͤnftig iſt, wird er euch verkuͤr digen. Cap. 175 3. Das iſt aber das ewige Leden, daß ſie dich, der du allein wahrer GOtt biſt, und den du geſandt bah. JE⸗ ſum Chriſtum, erkennen. Cap. 20, 23. Welchen ihr die Sͤͤnde erlaſſet, denen ſind ſie erlaſſen, und welchen ihr ſie behaltet denen ſind pe bel galt en. Cap. 20,2. IEſus ſpricht zu Thoma: Reiche deine Fin ger her, und ſiehe meine Hande, und reiche deine andbee und lege ſie in meine Seite, und ſey nicht unglaudig, ſondern g. gubig. Cap. 21, 17. IEſus ſpricht zum pritten mal zu Simon ohan⸗ na: Simon Johanna haſt bu mich lieb? Petrus wur traurig, daß er zum dritten mal zu ihm ſagte:„Halt du mich lieb? und ſprach zu ihm: HErr, du wei iſt al lle Dinge: du weiſt, beiß ich dich lieb habe; ſpricht JEſus zu ihm: Wende meine Schaa fe. Der Apoſtel Geſchichte Cap. e, 38. Thut Buſſe, und laſſe ſich ein jegliche; 1 E 128 Spruch Regiſter. aug den Namen Ieſu Chriſti, zur Vergebung der Suͤnde, ſo werdert ihr empfahen die Gabe des Heiligen Geiſtes. Cap. 4, 12. Es iſt in keinem andern Heil, iſt auch kein an⸗ derer Name den Menſchen gegeben, darinnen wir ſollen ſelig werden, als in dem Namen JeEſu. Cap. 5, 29. Petrus aber antwortet, und die Apoſteln, und ſprachen: Man muß G5 Ott mehr gehorchen, dann den Menſthen? Cap. 2, 51. Ihr Halsſtarrigen und Unbeſchnittenen an her⸗ tzen und Ohren, ihr widerſtredet allezeit dem Heiligen Gel, wie eure Vater, alſo auch ihr. Cap. 8, 36. Als ſie zogen der Straſſe nach, kamen ſie an ein Waſſer, und der Kämmerer ſprach: Siehe, da iſt Waſſer, was hinderts daß ich mich taufen laſſe? empfangen ſollen. N 6 Cap. 15, 1. Dann ſie waren die Edelſten unter denen Theſſalonich, die nahmen das Wort auf gantz williglich, und forſcheten täglich in der Schrift, ob ſichs alſo hielte. Cap. 15, 31. Darum, daß er einen Tag geſetzt bat, auf wel⸗ chen er ric ten will den Kreiß des Erdbodens mit Gerechtigleu, durch einen Menn, in welchem ers beſchloſen hat, und jede man vorhalt ven Glauben, nachdem er ihn hat von den Todten auferwecket. 28 5 Die Epiſtel an die Romer, Cap. 1, 18. GOttes Zorn vom Himmel wird offenbaret uͤbe alles gottloſe Weſen und Ungerechtigkeit der Menſchen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. 1 Cap. I, 19. Dann daß man weiß, daß Gott ſey, iſt ihnen offendar, denn Gott hats ihnen offenbaret. Cap. 1, 32. Die GOtes Gerechtigkeit wiſſen, daß die ſolches thun, des Todes wuͤrdig ſind, hun ſie es nicht allein, ſondein haben auch Gefallen an denen, die ſolches thun. Cap. 2, 9. Truͤbſal und Angſt uber alle Seelen der Menſchen, die da Böſes thun, vornemlich der Juden, und auch der Griechen. Cap. 2, 24. Dann eurenthalben wird GOttes Name gelaͤſtert unter denen Heyden, als geſchrieden ſtehet. Cap. 3, 20. Darum, daß kein Fleiſch durch des Geſetzes Wercke vor ihm gerecht ſeyn mag. Dann durchs Geſetz kommt Erkanntniß der Sünden. 8 Cap. 3,23. Es iſthie kein Unterſche d, ſie ſind allzumal Suͤn⸗ der, und mangeln des Ruhms, den ſie an GOtt haben 1 00 ap. 1 Cap. 10, 43. Von dieſem zeugen alle Propheten, daß durch ſeinen Namen, alle die an ihn glauben, Vergebung der Suͤnden 9.3, 2 bie, ohn. ( 4,7 o bas Heſe (a5. 25 id un unt . 51 ſan vile E ſan werden (ap. 5 0 Stqwachhe beecbeg hal gen chte zum Dien e J Sifde! bhle duc dal Bech . binfleichl. 10 5 ——ꝛ— Su 1 Ci 1 4 1 0 y ddl unc geha Suu ö Aug 4 Achten 5 Shen Hage gem der S G nnen af en gen“ S bete, lar ach glaube S gebung ne fr nn dig Siem int de 0 daß Un gang dg! Schrift, ob Fils het. , nac de An hat bond eitel an d net, Pen dom A A wicht p Uugerechtſ x det Mete beit aufhalt 0 n nan wel! IG ie Aiheen offt, 8 Genchtſ K 5 fn Pil iind, Hul S nihtalen/ amm, dieſoſf E n, 1 ee nuch de 1 8 ld duch dec ane te Rum 4 een 1 ö Jeederden 0 et bein I b urg 00 denn lng. urch Ge f ** . be erden abt bt fue 0 * 2 mu Otthaſ f Nun, 0 4 0 Wen 0, lagen 1 Nuker sprach be, 900 18 nach dem Geiſt. Spruch⸗Regiſter. 129 Cap. 3, 28. So halten wir ez nun, daß der Menſch gerecht 135 9 werde, ohne des Geſetzes Wercke, allein durch den Glauben. Cap. 4, 15. Sintemal das Geſetz richtet nur Zorn an. Dann wo das Geſetz nicht iſt, da iſt auch keine Uebertretung. Cap. 4, 25. Ehriſtus iſt um unſerer Suͤnde willen dahin gegeben, und um unſerer Gerechtigkeit willen auferwecket. 55 Cap. 5, 19, Dann gleichwie durch eines Menſchen Ungehor⸗ ſam viele Suͤnder worden ſind; alſo auch durch Eines Gehor⸗ ſam werden viele Gerechte.„ 5 Cap. 5, 19. Ich muß menſchlich davon reden, um der Schwachheit willen eures Fleiſches; gleichwie ihr eure Glieder begeben habt, zum Dienſt der Unreinigkeit, und von einer Un⸗ gerechtigkeit zu der andern, alſo begebet nun auch eure Glieder zum Dienſt der Gerechtigkeit, daß ſie heilig werden. Cap. 7 7: Was wollen wir dann nun ſagen? Iſt das Geſe Sünde? Das ſey ferne! Aber die Suͤnde erkannte ich nicht, ohne durchs Geſetz. Dann ich wußte nichts pon der Luſt, wo das Geſetz nicht hatte geſagt: Laß dich nicht geluͤten. Cap. 7, 14. Wir wiſſen, daß das Geſetz geiſtlich iſt: Ich aber bin fleiſchlich, und unter die Suͤnde verkauft. 8 5 5 Cap. 7, 17. So thue ich nun daſſelbige nicht, ſondern die Suͤnde, die in mir wohnet.. Cap. 779. Das Gute, das ich will, das thue ich nicht, ſon⸗ dern bas Boͤſe, das ich nicht will, daß thue th. Cap. 7, 24. Ich elender Menſch! Wer wird mich erloͤſen von dem Leibe dieſes Todes? 1 10 Cap. 8, J. So iſt nun nichts perdammliches an denen, die in Chriſto JEſu ſind, die nicht nach dem Fleiſch wandeln, ſondern Cap. 8, 3. Das dem Geſetz unmuͤglich war,(ſintemal es durchs Fleiſch geſchwaͤchet ward, das thaͤt Gott, und ſandte ſeinen Sohn in der Geſtalt des fuͤndlichen Fleiſches, und ver⸗ dammte die Suͤnde im Fleiſch durch Suͤnde. 2 855 Cap. 8, 7. Fleiſchlich geſinnet ſeyn, iſt eine Feind ſchaft wider Gott, ſintemal es dem Geſetz Gottes nicht unterthan iſt, dann es vermag es auch nicht. Cap. 8, 9. Ihr aber ſeyd nicht fleiſchlich, ſondern geiſtlich, ſo anders GOttes Geiſt in euch wohnet. nicht hat, der iſt nicht ſein. 5 f 8 Cap. 8, 14. Welche der Geiſt Gottes treibet, die ſind EOt⸗ es Kinder. Cap. 8, 15. Dann ihr habt nicht einen knechtlichen Geiſt em⸗ 0 1 pfan⸗ er aber Chriſti Geiſt —— —.. 7 „ r 1 —. 1 C ̃˙ ˙—t—T.— 7 5— 8 S 5 pfangen, daß ihr euch abermal fuͤrchten müßtet; ſondern ihr habt einen kindlichen Geiſt empfangen, durch welchen wir tuffen: agel in 0 Abba, lieber Vater) 1 le Ko Cap 87 16, Derſelbige Geiſt gibt Zeugniß unſerm Geiſt, 0 G. 10 kei wit GOttes Kinder ſind. 1 Cap 8, 17. Sind wir dann Kinder, ſo ſind wir auch Erben Ci 1 nemlich GOttes Erben/ und Mit⸗Erben Chriſti: So wir an. wal ſhetiſ ders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben Wo clab werden. 33 8 h Cap. 8, 24. Wir ſind wohl ſelig, doch in der Hofnung, die du Ihen Be Hofnung aber, die man ſtehet, iſt nicht Hofnung, dann wie nicht ung kan man hoffen, das man ſiehet? 11 1 Stage Cap 8, 28. Wir wiſſen, daß denen, die Gott lieben, alt( tz Dinge zum Beſten dienen, die nach dem Vorſatz beruffen ſind. Si, de Cap 8, 33, 34 Wer wil die Auserwählten GOttes beſchuld: Fuchtz d gen? GOtt iſt hie, der da gerecht machet. 34. Wer will ve hüte dammen? Chriſtus iſt hie, der geſtorben iſt, ja vielmehr, de auch dae iſt, welcher iſt zur Rechten GOttes, und ves tritt uns.. Cap. 10, 14. Wie ſollen ſie aber aurufſen, an den ſie nit h e glauben? Wie ſollen ſie aber glauben, von dem ſie nichts geh den Ober ret haben? Wie ſollen ſie aber hoͤren ohne Prediger? tent bit Cap. 10, 17. Cap. 11,33 Weisheit und ſeine Gerichte, und unerforſchlich ſeine Wege. „Cap. 12,2 Stellet euch nicht dieſer Welt gleich; ſondern vez andert euch, durch Verneuerung eures Sinnes, auf daß ihr tu Chrſſ, ſen moͤget, welches da ſey der gute, der wohlgefaͤllige, und gezeſhet der vollkommene GOttes Wille.. 0 Cap. 12,8. Ermahnet jemand, ſo etwarteer des Ermahnenz; dei Je Gidt jemand, ſo gede er eiufaltig. Regieret jemand, ſo ſeh Gd, er ſorgkaltig Uedet jemand Barmhertzigkeit, ſo thue ers mit Lu, erkauft Cap. 12, 4. Segnet die euch verfolgen, ſegnet und fluchet nicht. Gi 11 Cap. 1„19. Raͤchet euch ſelber nicht meine Liebſten, ſondenm gebet Raum dem Zorn; denne ſdehet geſchtteben: die Rache ii fig mein, ich will vergelten/ ſoricht der HERR. 600 rh, w ahl fel e 1 in seht, 4 W 5 aa N rage oll 0 Ach,* e Ai de Aus Srlten d 15 An gerecht t. 3 Nn de d gef E ib M delcher it zu ten Gu 0 1 0 40 fen, aha e et 15 0 dem ſe a sie abet hon e e pre n. der G Qu der. 10 I das Wort 10 e rde dde Gnade ö 1 ade feht 0 ac, so it ade gh fe nt. r Tief 2 Raicthun 0 11— 5 gar beg 0 eſeſclch gil ehe. A gleich U 10 0 4 725 l 4 er 1 l Syruch⸗Negiſer. 131 Cab. 127, 20. S0 nun deinen Feind hungert, ſo ſdei ſe ihn/ duͤrſtet ihn, ſo truͤncke ihn. Wann du das thut ſo wirſt du Cap. 12, 21. 1 dich nicht das Boͤſe überwinden, ſondern uͤberwinde das Boͤſe mit Gutem. Cap. 13, 1. Jedermann ſey unterthan der Obrigkeit, die Ge⸗ walt uͤber ihn hat. Dann es iſt keine Obrigkeit ohne von GOit; Wo aber Obrigkeit iſt, die iſt von GOtt verordnet.. Cap. 13,4. Dann ſie iſt GOttes Dienerin, dir zu gut. Thuſt 100 Kohlen auf ſein Haupt ſammlen. du aber Boͤſes, ſo fürchte dich: Dann ſie tragt das Schwerdt nicht umſonſt. Sie iſt Gottes Dienerin, eine Racherin zur Strafe, uͤber den, der Boͤſes thut. Cap. 13, 7. So gebet nun jedermann, waz ihr huldig ſend, Schoß, dem der Schoß gebuͤhret, Zoll, dem der Zoll gebühret, Furcht, dem die Furcht gebuͤhret, Ehre, dem die Ehre ge⸗ buͤhret. Die 1. Epiſtel an die Cörintber. Cap. 2, 5. Auf daß euer Glaube beſtehe, nicht auf Men Weisheit, ſondern auf Gottes Kraft. Cap 2,8. Die verborgene Weisheit Gottes hat keiner vn den Oberſten dieſer Welt erkannt: Dann wo ſie die erkannt haͤt⸗ ten, haͤtten ſie den HErrn der Herrlichkeit nicht gecre eußziget. Cap. 2, 14. Der naturliche Menſch vern mmt ichts vom Geiſt Gottes; es iſt ihm eine Thorheit; und kan es nicht erken⸗ nen, dann es muß geiſtlich gerichtet ſeyn. Cap. 4, 1. Dafuͤr halte uns jedermann, nemlch für Chriſti Diener, und Haushalter über GOttes Geheimniſſe. Cap 4, F. Darum richtet nicht vor der Zeit, bid der HEkk komme, welcher auch wird ans Licht bringen; was im Finſtern verborgen iſt„und den Rath der Hektzen offenbaren! Alsdann wird einem jeglichen von GOtt Lob wieder fahren; Cap: 4, 15. Ob ihr gleich zehen taͤuſend Zuchtmeiſter hattet; 15 Chri ſto, ſo habet ihr doch nicht viele Vater dann ich haͤbe euch gezenget in Chriſto JEſu, durchs Evangellüum. Caap. 6, 19. 20. Wiſ et ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geiſtes iſt, det in euch iſt, weichen, ihr habt von Gott, und ſehd nicht euer ſelbſt? 20. Dann ihk ſeyd theuer erkauft. Darum ſo preiſet Gott in eurem Leibe und in eurem Geiſt, welche ſind GOttes. Cap 10, 16, Der geſeqnete Kelch, welchen wit ſegnen, iſt det nicht die Gemeinſchaft des Bluts Chriſti? Das Brod das wir brechen, iſt das nicht die Gemeinſchaft des Leibes Chriſti? 805 5 2 Ap. e Spruch ⸗Reglſter. Cap. 10/ 24. Niemand ſuche was ſein iſt, ſondern ein jegl. cher was des andern iſt.. zu GOttes Ehre. 0 Cap. 10, 31. Iht eſſet, oder trincket/ oder was ihr thuß ſo thut es alles 6 Cay 11, 26. So oft iht von die ſem Kelch trincket, ſolt ihr des HErrn ſem Brod eſſet, und von die; —— 0. b b ebe nau Cop. 3 Tod verkuͤndigen, diß u Ehren daß er kommt. 1 1 C. 3 Cap. 12, 3. Darum thue ich euch kund, daß niemand Jeſun Glalben verfluchet, der durch den Geiſt GOttes redet; Und niemanb kan fd die! IEfſum einen HErrn heiſſen, ohne durch den Heiligen Geiſt. I. 4, Cap. 15, 25, Er muß aber herrſchen, bis daß er alle ſeir Sit, ge Feinde unter ſeine Fuͤſſe lege. l„ ba 5 Cap 15, 33. Laſſet euch nicht verfuͤhren. Boͤſe Geſchwaßt daß wi verderben gute Sitten. 5 Ce. Cap. 16/2. Auf einen jeglichen Sabbather lege bey ſich ſelo f den Ge ein jeglicher unter euch, und ſammle, was ihn gut duͤrcket, auf ſiehet Wo daß nicht/ wann ich komme, dann allererſt die Steuer zu ſann⸗(h len ſeye.„ hauketme 8 Die 2. Epiſtel an die Corinther. f Cap. 4, 16. Darum werden wir nicht muͤde; ſondern g Flache unſer aͤuſſerlicher Menſch verweſet, ſo wird doch der innerlihe der Hei von Tage zu Tage erneuert. 1 8„ willen Cap. 4,18. Uns, die wir nicht ſehen auf das Sichtbare, eo ih, dern auf das Unſichtbare. Dann was ſichtbar iſt, das iſt getz als de lich, was aber unſichtbar iſt, das iſt ewig.„ 20. do Cap. 5, 10. Wir muͤſſen alle offenbar werden vor dem Rih⸗ Zulk, ter⸗ Stuhl Chriſti, auf daß ein jeglicher empfahe, nachdem Frſſh, gehandelt hat, bey Leibes Leben, es ſey gut oder boſee. fag 1 Cap. 5, 19. Gott war in Chriſto, und verſöhnete die Wil Fe mit ihm ſelber, und rechnete ihnen ihre Suͤnde nicht zu, und c. hat uns aufgerichtet, das Wort von der Verſoͤhnung. Flach, Cap. 7, 1. Dieweil wir nun ſolche Verheiſſungen haben, mt jg, ne Diebſten, ſo laſſet uns von aller Befleckung des Fleiſches und esch des Geiſtes, uns reinigen, und fortfahren mit der Heiligung n ü der Furcht Gottes. 5 diaſſu die Epiſtel an die Galater. I. Cap. 1, 4. Chriſtus hat ſich ſelbſtf r unſere Suͤnde gegeben 17 daß er uns errettet von dieſer gegenwaͤrtigen argen Welt, na(. dem Willer GOttes, und unſers Vaters. 5 Lan Cap. 1, 8. So auch wir, oder ein Engel vom Himmel, cut 19 0 wuͤrde ein Evangelium predigen, anderz, dann daß wirs eu g gepredigt haben, der ſey vertucht. C00 Leh f f ö s 1 7 n he du 78 rer . W, mch dsc, oder f dat kn e icht een die e e= est, an Ahr dc 50 100 Kühe een, ohne d en Helga Wahn henſ E b 0 bi f 2 bis daß all 1 ah ncht Sin, Beh n egbchen g S there „ dſamml w. k ihn gutt 0 ane, dann ſtdie Sung We unbe. d petden. t nibe, fc ich derpeſet/ itd doch he lun Kuett. nit nchtſt f daS ut. Dann ther ie Aar iſt, das! Jig. ien ale 1 O wadden dar 1 bat ein e E esche liel keben/ gut delt, 10 in Chi! ad herſöhneg id 1 ihn 1 Sinde la 2 Pott u 1 Desi un unſeld E besungen in den dd Sfuhbe e 1 / 1nd on An l det Haag — Dann was der Menſch ſäet, das wird er erndten. 8. Spruch⸗Regſſter. 132 Cap. 2, 20. Ich lebe, aber doch nun nicht ich, ſondern Chri⸗ ſtus lebet in mir. Dann waz ich jetzt lebe im Fleiſch, das lebe ichim Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat, und ſich felbſt fur mich dargegeben. 2 Cap. 3, 24. Alſo iſt das Geſetz unſer Zuchtmeiſter geweſen, auf Chyrittum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Cap. 3, 26. 27. Ihr ſeyd alle GOttes Kinder, durch den Glauben an Chriſtum JEſum. 27. Dann wie viel euer getauft ſind, die haben Chriſtum angezogen. 3 Cap. 4, 4. 5. Da die Zeit erfuͤlet war, ſandte Gott ſeinen Sohn, gebohren von einem Weibe, und unter das Geſetz ge⸗ than, 5. Auf daß er die, ſo unter dem Geſetz waren, erloͤſete, daß wir die Kindſchaft empfiengen. A 5 Cap. 4, 6. Weil ihr dann Kinder ſeyd, hat Gott geſandt, den Geiſt ſeines Sohns, in eure Hertzen, der ſchreyet: Abba, lieder Baterrt. g Cap. 5,6. In Chriſto JEſu gilt weder Beſchneidung noch Vor⸗ haut etwas, fondern der Glaube, der durch die Liebe thaͤtig iſt. Cap. 5, 16. 17. Wandelt im Geiſt, ſo werdet ihr die Luͤſte des Fleiſches nicht vollbringen. 17. Dann das Fleiſch geluͤſtet wider den Geiſt, und den Geiſt wider das Fleiſch. Dieſelbige find wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet Cap. 5, 19. 20. 21. Offenbar ſind die Wercke des Fleiſches, als da ſind: Ehebruch, Hureren, Unreinigkeit, Unzucht, 20, Abgoͤtterey, Zauberey, Feindſchaft, Hader, Neid, Zorn, Zanck, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, 21. Sauffen, Freſſen, und dergleichen, von welchem ich euch habe zuvor ge⸗ ſagt/ und ſage noch zuvor, daß, die ſolches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. 3 85„ Cap. 5 24. Welche Chriſto angehoͤren, die creutzigen ihr Fleiſch, ſamt den Luͤſten und Begierden. n Lap. 6, 1. Lieben Bruder! ſo ein Menſch etwa von enem Fehl übereilet würde, ſo helſet ihm wieder zurecht mit ſanftmu⸗ thigem Geiſt, die ihr geiſtlich feyd. Und ſiehe auf dich ſelbſt; daß du nicht auch verſuchet werdeſt. 8 Cap. 6, 6. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerley Gutes, dem der ihn unterrichtet. i Cap. 6, 7. 8. Itret euch nicht, G0 7TTlaͤßt ſich Were ſein Fleiſch faͤet, der wird vom Fleiſch das Verderben erndten? Wer aber auf den Geiſt ſaͤet, der wird vom Geiſt das ewige Leben erndten. e J ⁰· Ü ³·. WWW 3 5 Ä 5 1 8 1 5 PF 2 8 ö 134. Epruch⸗Regiſter. 1 Sap. 6, 10. Als wir dann nun Zeit haben, ſo laſſet uns Gute a thun an jedermann, allermeiſt aber an denen Glaubens⸗Genoſſen. 10.51 Cap. 14. 15. Es ſen aber ferne von mir ruhmen, dann al. e kudten lein pon dem Creutz unſers Herrn JEſu Chriſti, durch welchen 09 mir die Welt gecreutziget iſt, und ich der Welt, 18. Dann in 5 ah dh Cbriſto Jeſu gilt weder Beſchneidung, noch Vorhaut etwa, h 0! ſondern eine neue Creatur. 3 ben, Die Epiſtel an die Epheſer.„ e Cap. a, L. E. Und auch euch, da ihr todt waret, durch Ueber 00 treiung und Sünde, bat er ſaut ihm auferwecket, und ſant„cht ihim in das himmliſche Weſen geſetzt, in Chriſto JEſu. 1 15 6 Cap. 2, 3. Unter welchen wir auch weyland unſern Wandel 5005 gehabt haben in den Luͤſten unſers Fleiſches, und thaten den Wi hl len des Fleisches und der Vernunft; und waren auch Kinder de 1 10 Zorns von Natur, gleichwie auch die andern. 5 Cap. 2, 8. 9. Aus Gnaden ſeyd ihr ſelig worden, durch den ehr Glauben, und daſſelbige nicht aus euch: Gottes Gabe iſt ei, 16 nicht aus den Wercken, auf daß ſich nicht jemand ruͤhme. iu Cap. 2, 20. Exbauet guf den Grund der Apoſtel und Proph⸗ 15 ten, da JEſus Chriſtus der Eckſtein iſt. fe, Cap. 37 17. Und Chriſtum zu wohnen durch den Glauben 1 9 Hertzen, und durch die Liebe eingewurtzelt und gegruͤnde 1090 6 „ werdenn e 0 Cap. 3, 20. 21. Dem aber, der uͤberſchwenglich thun kan, N uber alles, das wir bitten oder verſtehen, nach der Kraft diem 0 JEſu iſt, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 4 Cap. 4, 8. Er iſt aufgefahren in die Höhe, und hat dar e iran gefangen gefuͤhtet und hat denen Menſchen Gaben gegeben.. Cap. 4, 10, Der hinunter gefahren iſt, das iſt derſelbige de aufgefahren iſt uͤber alle Himmel, auf daß er alles erfüllete. Cap. 4, 15. Laſſet uns aber rechtſchaffen ſeyn in der Liede und wachſen in allen Stuͤcken, an dem, der das Haupt iſt, Chriſtus. Cap. 4, 24. Ziehet den neuen Menſchen an, der nach ett ge ſchaffen iſt, in rechtſchaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Cap. 4,25. Legen die kuͤgen ab, und redet die Wahrheit, en 40 f mit feinem Naͤchſten, ſintemal wir unter einander Gli der ſind.. 5 ——— Cab. 4, 28. Wer geſzohlen hat, der ſtehle nicht meh ſonden arbeite, und ſchaffe mit den Handen etwas Gutes, auf daß et habe zu geben dem Duͤrftigen. 60 f 5 0 1 ela n. f kel in die 1 8 0 Sah da Sing wn en geſcht 8 J h e 18. 1 0 1 0 Pf i 1 dir aud Sr and 4 1a 5 mat l Scha eee Franui Achdit auc d un Gaben ſeodf) g woch l ct ud! AG digg gh a daß ſch— euand tn, Tauf den Sa e Wied. u der Ecke ita u bg S Hurt den duch ac die liebe„Sr uuttehuggt in abet, de chwenglh gu ian oder derſ 18 nac dera Ehre in de Sende, den „ don 0 Ewige Aeſahren il She; Abhall , und Iten Must adh A babe „ nel, ale af 42 77 ewig ice died danch/ Sie 4 fr E ing d alen het,* re a0 ia Hin ich ga dub, ö eh Aber N— 1 0 0. 0 fübeke, il em i ene ekt, il Spruch⸗Regiſter.. Cap. 5, 11. Habt nicht Gemeinſchaft mit den unfruchtbaren Wercken der Finſterniß, ſtrafet ſie aber pielmehr. Cap. 5, 14. Wache auf, der du ſchlaͤfeſt, und ſtehe auf von den Todten, ſo wird dich Chriſtus erleuchten. Cap. 5, 26. Auf daß er ſie heiligte, und hat ſie gereiniget durch das Waſſer⸗Bad im Wort. 3 Cap. 6, 1. 2. Ihr Kinder ſeyd gehorſam euren Eltern in dem Herrn, denn das iſt bilig. 2. Ehre Vater und Mutter, das iſt das erſte Gebot, das Verheiſſung hat. i Cad. 6,4. Ihr Bater reitzet eure Kinder nicht zum Zorn, ſon⸗ dern ziehet ſie auf in der Zucht und Vermahnung zum HErrn. Cap. 6, 10. 11. Zuletzt, meine Brüder, ſeyd ſtarck in dem HErrn, und in der Macht ſeiner Staͤrcke. 11. Ziehet an den Harniſch Gottes, daß ihr beſtehen koͤnnet gegen die liſtige An⸗ laͤuffe des Teufels. 6 Cap. 6, 17. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerdt des Geiſtes, welches iſt das Wort Gottes. Die Epiſtel an die Phtlipper. 3 Cap. 1, 23. Ich habe Luſt abzuſcheiden, und bey Chriſto zu ſeyn, welches auch viel beſſer ware. Cap. 2, 3. Nichts thut durch Zanck, oder eitele Ehre ſon⸗ dern durch Demuth achtet euch unter einander, einer den andern hoͤher dann ſich ſelbſt. i f Cap. 3, 19. Welcher Ende iſt das Verdammniß, welchen der Bauch ihr GOtt iſt, und ihre Ehre zu ſchanden wird, derer die irrdiſch geſinnet ſind. e Cap. 3, 20. Unſer Wandel aber iſt im Himmel, von dannen wir auch warten des Heylandes JES Chriſti des He RN. Cap. 3, 21. Welcher unſern nichtigen Leib verklaͤren wird, daß er aͤhnlich werde ſeinem verklaͤrten Leibe; nach der Wuͤrckung, damit er kan auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Die Epiſtel an die g oloſſer. Cap. I, II. Und wachſet in der Erkanntniß Gottes, und ge⸗ ſtaͤrcket werdet mit aller Kraft, nach ſeiner herrlichen Macht/ in aller Gedult und Langmuͤthigkeit, mit Freuden. 5 Cap. 1, 13. Gott hat uns errettet, von der Obrigkeit der Fin⸗ ſterniß, und hat uns verſetzet in das Reich ſeines lieben Sohnes. Cap. 1, 16, Durch Chriſtum iſt alles geſchaffen, das im Him⸗ mel und auf Erden iſt, das Sichtbare und Unſichtbare, beyde die Thronen und Herrſchaften/ und Fürſtenthüͤmer, und Obrig⸗ keiten, es iſt alles durch ihn, und zu ihm geſchaffen. Cap. I, 17. Und er iſt vor allen, und es beſtehet alles 1 7 8 4 8 Spruch, Reg ſter. Cap. 2, 3. In Chriſto liegen verborgen, alle Schaͤtze der pulc! Weitzheit und Erkaͤnnntniß. 12 5 behaten e Cap. 3, 2. Trachtet nach dem, das droben iſt, nicht nach i ele dem, das auf Erden iſ t 3 Cap 3, 5. So toͤdtet nun eure Glieder, die auf Erden ſind, Cab. 5, Hureren, Uneinigkeit, ſchaͤndliche Brunſt, doͤſe Luſt, und den daſ b 3 Geitz, welcher iſt Aßgoͤtterey. Cap. 3, g. Nun aber leget alles ab von euch, den Zorn, Grimm, G. Bosheit, Läſterung, ſchandbare Worte aus eurem Munde, gen zal Cap. 3,10. Ziehet den neuen Menſchen an, der da verneuert wird ale Mel zur Erkaͤnntniß, nach dem Ebenbilde deß, der ihn geſchaffen hat. daß ut! Cap. 3, 16. Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich woh⸗ Wocelg nen in aller Weisheit, lehret und vermahnet euch ſelbſt, mit 0052 Pfalmen und Lobgeſangen, und geiſtlichen lieblichen Liedern un iu! Und ſinget dem HEirn in eurem Hertzen.. Die 1. Epiſtel an die Theſſalonicher. Gontun Cap. 1, 10. Und zu warten ſeines Sohnes vom Himmel, b. daf welchen er auferwecket hat von den Todten, JEſum, der unn i 110 von dem zukuͤnftigen Zorn erloͤſet hat. 1 ae. Cap. 2, 13. Darum auch wir ohne Unterlaß GOtt dancken, Du, daß ihr/ da ihr empfienget von uns, das Wort, goͤttlicher Pre. h. digt, nahmet ihrs auf, nicht als Menſchen Wort, ſondern wn wach es dann wahrhaftig iſt, als GOttes Wort, welcher auch wu: widge cket in euch, die ihr glaubet.. Cap. 4, 3. 4. Das iſt der Wille GOttes eure Heiligung, dag lige ihr meydet die Hurerey. 4. Und ein jeglicher unter euch, wiſſe din ſein Faß zu behalten, in Heiligung und Ehren. 1 Cap. 4, 6 Daß niemand zu weit greiffe, noch vervortheile hel de ſeinen Bruder im Handel. Dann der HeErr iſt Raͤcher uͤber daa it n alles, wie wir euch zuvor geſagt, und bezeuget haben. ic Cap. 4, 7. Denn Gott hat uns nicht beruffen zur Unreinig⸗ alzeine keit; ſondern zur Heiligung. fh. Cap. 5, 8. Wir, die wir des Tages ſind, ſollen nuͤchtern ſeyn, zulht angethan mit dem Krebs des Glaubens, und der Liebe, und mit kerſ gl dem Helm der Hofnung der Seligkeit. i nene Cap. 5, 11. Ermahnet euch unter einander, und bauet einer(0 den andern, wie ihr denn thut. i 0 f Cap. 5, 14. Wir ermahnen euch, lieben Bruͤder, vermahnet ieh die Ungezogenen, troͤſtet die Kleinmuͤthigen, traget die Schwa⸗ Ih, chen, ſeyd gedultig gegen jedermann. bas Cap. 5, 17, Baͤtet ohne Unterlaß. 5 1 Cap. 5, 23. Der& Ott des Friedens, heilige euch 1 91 i urch! 1 1 den, 0 hben f. in. un aue gl. 1050 scan die qu gr inert 12 an — N aach, nnn dw Vene 0 5 t eh eme Sie en 5 5 *— di 1 dlonicher en e? ges dun dat don den d, Aeg, d. n alt h. 11 fac dit ohn J taz Hothhuh eon unt, E Pott, gung nichtalt Ma I Woll, ch . asus At, weh ahn 01 det Dile Aue Henn 4. Und ei g. her unte a Heiligung J cen. nund iu wei zn ſe, noch dat 1 0 . Dann d W. tri Rücu T ecſagt, un& euget haben, dn het uns! E eruſfen zu ll 290 dg, sollen rühiag I dad Glaube id der lebe 5 der Seligh. dat mg wide, id hut „7 —— uc/ Brüder, a0 ee n c fag Helge en * Spruch ⸗Regiſter. 137 durch; und euer Geiſt gantz, ſant der Seele und Leib, muͤſſe behalten werden unſtraͤſſich, auf die Zukunft unſers HErrn JE⸗ ſu Chriſti. 3 Die 2. Epiſtel an die Theſſalonicher. Cap. 3, To. Da wir bey euch waren, geboten wir euch ſolches: Daß/ ſo jemand nicht will arbeiten, der ſoll auch nicht eſſen. Die 1. Epiſtel an den Timocheum Cap. 2, I. 2. So ermahne ich nun, daß man vor allen Din⸗ gen zuerſt thue Bitte, Gebt, Fuͤrbitte und Danckſagung für alle Menſchen. 2. Fur die Koͤnige und alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhiges und ſtilles Leben fuͤhren mogen, in aller Gottſeligkeit und Erbarkeit. 8 Cap. 2, 4, Gott will, daß allen Menſchen geholfen werde, und zur Erkaͤnntniß der Wahrheit kommen. 3 Cap. 2, 5. 6. Es iſt ein GOtt, und ein Mittler zwiſchen Gott und den Menſchen, nemlich der Menſch Chriſtus JEſus. 6. Der ſich ſelbſt gegeben hat fuͤr alle zur Exloͤſung, daß ſolches zu ſeiner Zeit geprediget wurde. 33 Cap. 2, 8. So will ich nun, daß die Maͤnner baͤten an allen Orten, und aufheben heilige Haͤnde, ohne Zorn und Zweifel. Cap. 4, g. 5. Alle Creatur Gottes iſt gut, und nichts ver⸗ werflich, das mit Danckſagung empfangen wird. 5. Dann es wird geheiliget durch das Wort GOttes und Gebaͤt. Cap. 4, 8. Die leibliche Uebung iſt wenig nuͤtze die Gottſe⸗ ligkeit aber, iſt zu allen Dingen nuͤtze, und hat die Verheiſſung dieſes und des zukunftigen Lebens. 3 Cap, 4, 10. Dahin arbeiten wir auch, und werden geſchmaͤ⸗ het, daß wir auf den lebendigen GOtt gehoffet haben, welcher iſt ein Heyland aller Menſchen, ſonderlich aber der Glaubigen. Cap. 5, I. Einen Alten ſchelte nicht, ſondern ermahne ihn als einen Vater; Die Jungen als die Bruͤder. 6 Cap. 5,4. So eine Wittwe Kinder oder Enckel hat, ſolche laß zuvor lernen ihre eigene Haͤuſer goͤttlich regieren, und den El⸗ tern gleiches pergelten; Dann das iſt wohlgethan, und ange⸗ nehm vor GOtt. 1. Cap. 5 8. So jemand die Seinen, ſonderlich ſeine Hausge⸗ noſſen, nicht verſorget, der hat den Glauben verlaugnet, und iſt arger dann ein Heyde. 3 Cap. 6,6, Es iſt ein groſſer Gewinn, wer gottſelig iſt, und laſſet ſich begnuͤgen. 925 3 Cap.&, 8. Wenn wir Nahrung und Kleider haben, ſo laſſet uns begnuͤgen. 25 8 35 Cap. 138 Spruch⸗Regiſter. Top. 6, 9. Die da reich werden wollen, die fallen in Perſi⸗ chung und Stricke, und viel thoͤtichter und ſchaͤdlicher Luͤſte, J, welche verſencken die Menſchen ins Verderben und Verdammniß. fee dei, Cap. o, 12. Kampfe den guten Kampf des Glaubens; er⸗ greiffe das ewige Leben, dar zu du auch beruffen biſt, und bekannt haſt ein gut Bekaͤnntniß vor vielen Zeugen. N Cop. 5 12. 18. Denen Reichen don dieſer Welt gebeut daß ſie nicht ſtoltz ſeyn, auch nicht hoffen auf den ungewiſſen Reich⸗ thum, ſondern auf den lebendigen Gott, der uns dargibt alerley reichlich zu genieſſen. 18. Daß ſie Gutes thun, reich werden an guten Wercken, gerne geben, beluͤlflich ſeyn. i Die 2. Epiſtel an den Timotheum. N Cop 3, 15. 16. 17. Weil du von Kind auf die heilige Schriſt weiſt, kan dich dieſelbige unterweiſen zur Seligkeit durch den Glauben an Christo Jeu. 10. Denn alle Schrift von Gott eingegeben, iſt nutz zur Lehre, zur Strafe, zur Beſſerung, zur Zuͤchtigung in der Gerechtigkeit. 17, Daß ein Menſch GOties ſey vollkommen, zu allen guten Wercken geſchickt. Cap. 4, 7. Ich habe einen guten Kampf gekaͤmpfet, ich habe den Lauf vollendet, ich babe Glauben gehalten. 1 Cap. 4, 18. Der HErr wird mich erloͤſen von allem Uebel, und aushelfen zu ſeinem himmliſchen Reich: welchem ſey Ehie von Ewigkeit zu Ewigkeit, 2 . Wie Epiſtel an Titum. Cap. 2, 10. Nichts veruntreuen; ſondern alle gute Treue ck zeigen, auf daß ſie die Lehre GOttes, unſers Heilandes, zieren nn f Cap. 2, II. 12. Es iſt erſchienen die heilſame Gnade GOttez allen Menſchen, 12. Und zuͤchtiget uns, daß wir ſollen verlaͤug⸗ nen das ungöttliche Weſen, un die weltliche ute/ und zuͤchtig, gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt. ̃ Cap. 2, 14. Der ſich ſelbſt für uns gegeben hat, auf daß et uns erloͤſete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm ſelbſt ein Volck zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Wercken, Cap. 3, 5. 6. 7. Nicht um der Wercke willen der Gerech⸗ tigkeit, die wir gethan hatten, ſondern nach ſeiner Barmher⸗ tigkeit macht er uns ſelig; durch das Bad der Wirdergeburt und Erneuerung des Heiligen Geiſtes. 6. Welchen er aukge goſſen hat uber uns reichlich, durch IEſum Chriſtum unſern Heyland. 7. Auf daß wir durch deſfelbigen Gnade gerecht, ———— 1 und Erben ſeyen des ewigen Lebens, nach der Hofnung, das iſt gewißlich wahr. 1 — * en u den c eähtet t bartt wird aas. 1 Mehen de beter e zun gell 1 05 2 gelten cha 0 Diluete Che Label Cnet Spruch ⸗Negiſter. 1 er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherley Gnade Gottes. Cap. 4 11. So jemand redet, daß ers rede als Gottes Wort, So jemand ein Amt hat, daß ers thue, als gus dem Vermsgen, das Gott darreichet. Auf daß in allen Dingen Gott gepreiſet werde durch JEſum Chriſt, welchem ſey Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Cap. 4, 14. Selig ſeyd ihr, wann ihr geſchmaͤhet werdet uͤber dem Namen Christi; Herrlichkeit und GOttes iſt, er verlaͤſtert: Aber dey euch iſt er gepreiſet. Cap. 5, 5. Alleſamt ſepd unter einander unterthan, und haltet veſt an der Demuth; denn faͤttigen/ aber den Demuͤthigen gibt er Gnade. Cap. 5/ 8. Seyd nüchtern und wachet, ſacher, der Teufel, gehet umher, wie ein und ſuchet, welchen er verſchlinge. Cap. 5,., Dem widerſtehet veſt im Glauben, und wiſſet, daß eben dieſelben Leiden uͤber eure Bruder in der Welt gehen. . Epiſtel Petr. Cap. I, 5. 6. 7. So wendet all euren Fleiß daran, und reichet dar in eurem Glauden Tugend, und in der Tugend Beſcheidenheit. 6, Und in der Beſcheidenheit Maͤßigkeit und in der Mäͤßigkeit Gedult, und in der Gedult Gottſe⸗ ligteit. 7, Und in der Gottſeligkeit bruͤderliche Liebe, und in der bruͤderlichen Liebe gemeine Liebe. Cap. 2, 14, Die Gottloſen haben Augen voll Ehebruch, laſfen ihnen die Suͤnde nicht wehren; locken an ſich die leicht⸗ fertigen Seelen, baben ein Hertz durchtrieben mit Geitz, verfluchte Leute! Cap. 3, 10. Es wird des HErrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen wer⸗ den mit groſſem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze zerſchmeltzen, und die Erde, und die Wercke die drin⸗ nen ſind, werden verbrennen. 8 „ Cap. 3, 18. Wachſet in der Erkaͤnntniß unſers HErrn und Heylandes JEſu Chriſti: Demſelben ſey Ehre nun und zu ewigen Zeiten. . Die 1. Epiſtel Jobannis. 8 Cap. 1, J. So wir im Licht wandeln, wie er im Licht iſt, o haden wir Gemeinſchaft unter einander. Und das Blut JEſu Chriſti, ſeines Sohnes, macht uns rein von aller 9 bruͤllender Lowe, —— denn der Geiſt, der ein Geiſt der ruhet auf euch. Bey ihnen iſt GOtt widerſtehet den Hof dann euer Wider⸗ — ob. I/ 8 ab. 4 han w 89. 2%½7 chealen Cb. 20 1 Malt il. de Lebe! a, del Wil fach. 26 lig iſt /! La. 30 wd ist! wiſen al ſehn del abe Sſude Cab. Tafel! Gottes h. Sunde ſüfdig aten 1 Ei 1 aur ae ehen 1 f 0— 0 a0 21„ Ich. M0 a it er ist, 1 ed aer e. der teh ü denn d K Aderſehet itdigen gd oa. Wu uud 1 2 damn un el nher, n blade 5 I f berſchlünge. i Nedet beſt J. auben, uch n er ue J Fin de Ua t 2, Epiſtel d derdet al a Fe dun landen Tug Sund in du o in der J denheit M Gedult, un de G 1 Genf! derliche de he gemeine goſen hah S gen dul het act wehte f an sh n en Hen e ichen n 1 ig Hel, 10g ung 18* nmel zink e abet wal 0 * 0 — Suͤnde, dann ſein Saame bleibt in ihm, 141 SEpruch⸗Negiſter. 5 Cap., 8. So wir ſagen, wir haben keine Suͤnde, ſo ver⸗ fuhren wir uns ſelbſt, und die Wahrheit iſt nicht uns Cap. 2,2. Chriſtus iſt die Verſoͤhnung fuͤr unſere Sünde, nicht allein aber fuͤr unſere, ſondern auch fuͤr der gantzen Welt. Cap. 2, 15, 16. Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt iſt. So iemand die Welt lieb hat, in dem iſt nicht die Liebe des Vaters 1 e Cap. 2, 17. Die Welt vergehet mit ihrer Luſt: Wer aber den Willen GOttes thut, der bleibet in Ewigkeit. Cap. 2, 20. Und ihr habt die Salbung von dem, der hei⸗ lig iſt, und wiſſet alles. 3 Cap. 3,2. Meine Lieben! Wir ſind nun GoOttes Kinder, und iſt noch nicht erſchienen, was wir ſeyn werden; wir wiſſen aber, wenn es erſcheinen wird, daß wir ihm gleich ſeyn werden; Dann wir werden ihn ſehen, wie er iſt. Cap. 3, 4. Wer Sünde thut, der thut auch unrecht: Die Suͤnde iſt das Unkecht.. Cap. 3, 8. Wer Sünde thut, der iſt vom Teufel, denn det Teufel fündiget vom Anfang. Dazu iſt erſchienen der Sohn Gottes, daß er die Wercke des Teufels zerſtöͤhre. Cap. 3,9. Wer aus Gott gebohren iſt, der thut nicht Bun und kan nicht ſuͤndigen, denn er iſt von Gott gebohren. a Cap. 3, 10. Daran wirds offenbar, welches die Kinder GSttes, und die Kinder des Teufels ſind; Wer nicht recht thut, det iſt nicht von GOtt, und wer nicht ſeinen Bruder lieb hal. Cap. 3, 15. Wer ſeinen Btuder haſſet, der iſt ein Todſchlä⸗ ger, und ihr wiſſet, daß ein Todſchlaͤger nicht hat das ewige Leben bey ihm bleibend. 8 Cap. 3,17. Wann aber jemand dieſer Welt Güther hat, und ſiehet ſeinen Bruder darben, und ſchleußt ſein Hertz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe GOttes bey ihm? Cap. 5, 3. Dann das iſt die Liebe zu GOtt, daß wir ſeine Gebot halten; und ſeine Gebot ſind nicht ſchwer. Cap. 5,4. Alles, was von GOtt gebohren ist, uͤberwin⸗ det die Welt, und unſer Glaube iſt der Sieg der die Welt uͤͤberwunden hat. Cap. 5,7. Orey ſind die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort, und der Heilige Geiſt, und dieſe dren ſind ein. Cap. 5, 14. Das iſt die Freudigkeit, ſo wir haben zu ihm, paß, ſo wir etwas bitten, nach ſeinem Willen ſo hoͤret er unn Cap. 5, 20, Wir wiſſen, daß der Sohn Gottes. 1 FTTCTTVTTTTTTTTTTT—T— — ä— 8 Gedult in dem Kampf, der uns verordnet iſt. 142 Spruch ⸗Regiſtet.. e FT——T—... iſt, und hat uns einen Sinn gegeben, daß wir erkennen den 9 00 Wahrdaſegen vnd sind in den Wahrdaegen a ſenen d Sohn JEſn Christo. Dieſer iſt der währhaftige GOtt, und ect das ewige Leben.. i 10 80 33 5 3 ad Die Epiſtel an die Hebruͤer e Cap. 1, 8. Welcher,(Sohn Gottes) ſintemal er iſt der migen n Glantz ſeiner Herrlichkeit, und das Ebenbild ſeines Weſenz, lich dal und traͤget alle Dinge mit ſeinem kraſtigen Wort; und hat ge⸗ 1 macht bie Reinigung unſerer Suͤnden durch ſich ſelbſt, hat ee 1 Dan ſich geſetzet, zur Rechten der Majeſtaͤt in der Hoͤhe. Cap. I, 14. Sind ſie nicht(vie Engel) allzumal dienſtbare die dun Geiſter, ausgeſandt zum Dienſt, um derer willen, die ererben(0 ollen die Seligen n ðͤ kum Cap. 2, 16. Chriſtus nimmt nirgend die Engel an ſich, ſol: heft it! dern den Saamen Abrahd nimmt er an ſich. ſſteſſiß. Cap. 6,18. Daß wir durch zwey Stücke, die nicht waucken. (dann es iſt unmöglich, daß GOtt Luͤge,) einen ſtarcken Troß, da. haben, die wir Zuflucht haden, und halten an der angebotenen i ng 2 N Fu Cap. 7, 26. Einen ſoſchen Hohenprieſter ſolten wir haben, Laugſan — der da ware heilig, unſchuldig, unbefleckt, von den Suͤnden del M abgeſondert, und hoͤher dann der Himmel iſt. g I. Cap. 9, 22. Und wird faſt alles mit Blut gereiniget, nach den anch Geſet; und ohne But Vergleſſen geſchich keine Vergebung, den Cap. 10, 36. Gedult iſt euch noth, auf daß ihr den Willen. d, GOttes thut, und die Verheiſſung eher 5 1 1 dat! Cap. 11/3. Dutch den Glauben mercken wir, daß die Wat in durch GOttes Wort verfertiget iſt/ daß alles was man ſiehet, G9, aus niche wol den f„be Cap. II, 6. Ohne Glauben iſts ohnmoͤglich GOtt gefallen. fa. Denn wer zu GOtt kommen will, der muß glauben, daß er ſeye/ an ehe und denen, die ihn ſuchen, ein Vergelter ſeyn werde.. „Cap. 11,28. 26. Moſes erwaͤhlete viel lieher, mit dem Volk ber Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Etgbeue der deiſen Sönde zu haben. 26. Und achtete die Schmach Chriſti von men groͤſſern Reichthum denn die Schaͤtze Egyptit Dann er ſahe an 11 een Cap. 12, 1. Darum auch wir, dieweil wir ſolchen Hauffen Zeugen um uns haben, laſſet uns ablegen die Sünde, ſo un immer anklebet, und traͤge macht, und laſſet uns lauffen dürch Cap. 4 fu 1 den det Maſeſt z wet 0 U ſe nhl(die . Jan, 1 r pilan, u unt tige E 1 a 0 K* U ö 5 1 hd rinnt er! t. Wa t dun den, de fi „ da Gott 1 einen fu chabeg, uud J. A1 fn Dach ſolhen Hohe E get sollen MV ul, 9 Et, danach r dann det A.. Maakale 0 egen 1 Dergieſen gr keiſe Na t euch notſ d. daß iht ld Vahelſung het. e Glauben! n wit da glatte iſt/ 1. Les, wan ä glatze ils Wo nlih Gl wen nil, d glauben, W. en, ein Berg?. zehnte eich eniblel F clieber 9 „ ieitiche Eta leben, 0„ ieltlche Ein ig e Fee undi Schah tt Dal 4, b it ſaheh 1 n die Sh 15 abt, race unt lac dane Spruc“⸗Regiſter. 143 Cap. 12,14. Jaget nach dem Frieden, gegen jedermann, und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HErrn ſehen. Cap. 13, 4. Die Ehe ſoll ehrlich gehalten werden bey allen, und das Ehe⸗ Bett unbefleckt; Die Huter aber und Ehebrecher wird GOtt richten. 2 Cep 13, 5. Der Wan del ſey ohne Geitz, und laſſet euch be⸗ gnuͤgen an dem, das da iſt, denn er hat geſagt: Ich will dich nicht verlaſſen, noch verſaͤumen. a 5 Die piſtel Jacobi.. Cap. 1, 6. Er bitte aber im Glauben, und zweifle nicht. Dann wer da zweifelt, der iſt gleich wie die Meeres⸗Woge, die vom Winde getrieben und gewehet wird. Cap. I/ 17. Alle gute Gaben, und alle vollkommene Gaben, kommen von oben herab, von dem Vater des dichts, bey wel⸗ 5 05 keine Veraͤnderung noch Wechſel des Lichts, und Fin⸗ lerniß. 1 Cab. 1, 18. Er hat uns gezeuget nach ſeinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waͤren Erſtlinge ſeiner Creaturen.. 8 N Cap. 1, 19. 20. Ein jeglicher Menſch ſey ſchnell zu hören, langſam aber zu reden, und langſam zum Zorn. 20. Dann des Menſchen Zorn thut nicht was vor Gott recht iſt. Cap. 1, 21, Leget ab alle Unſauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanſtmuth, das in euch gepflan⸗ tzet iſt, welches kan eure. Seelen ſelig machen. ö Cap. 1, 22. Seyd Thaͤter des Worts, und nicht Hoͤrer allein, damit ihr euch ſelbſt betruͤget. 3 Cap. 1, 20. So jemand untet euch ſich laͤſſet duͤncken, er diene GStt, und haͤlt ſeine Zunge nicht im Zaum, ſondern verfuͤhret ſein Hertz, deß Gottesdienſt iſt eitel. a Cap. 2, 10. So jemand das gantze Geſetz haͤ an einem, der iſt gantz ſchuldig. a„ Cap. 2, 18. Es mochte jemand ſagen: Du hast den Glau⸗ ben, und ich habe die Wercke; zeige mir deinen Glauben, mit deinen Wercken, ſo will ich auch meinen Glauben dir zeigen mit meinen Wercken⸗%% Cap. 3, 2. Wir fehlen alle mannigfaltig; Wer aber in keinem Wort fehlet, der iſt ein vollkommener Mann und kan auch den gantzen Leib im Zaum halten. a 5 Cap. 3, 14. Habt ihr aber bittern Neid und Zanck in euren Hertzen, ſo ruͤhmet eüch nicht und luͤget nicht wider die⸗ Wahrheit. 1 Cap⸗ lt, und ſuͤndiget 14 Struch⸗ Negiſter. Cap. 4, 7. So ſeyd nun Git unterthaͤnig. Widerſtehe dem Teufel, ſo fliehet er von euch. N ö Cap. 4, 11. Afterredet nicht unter einander; lieben Bruͤdet e wer feinem Bruder afterredet, und urtheilet ſeinen Bruder garage ind? der afterredet dem Geſetz, und urtheilet das Geſetz. Urthei Hag 1 leſt du aber das Geſetz, ſo biſt du nicht ein Thaͤter des Geſe⸗ 1 tzes, ſondern ein Richter. 5 0 Cap. 4, 17. Wer da weiß Gutes zu thun, und thuts nicht, dem iſts Sünde. N ca, Her 5 b da. Ja 1.3. Abr Leben kane kd ordaite, eng in chern dat von unſer aller Heil, hielt ichs vor nöthig, euch mit Schrifeg Jesu cuuf zu ermahnen, daß ihr ob dem Glauben kaͤmpfet, der einmal denen Heiligen fuͤrgegeben iſt. Die ind Die Offenbahrung Johannis. lerfaſſc 1 Cap. 1, 10. Ich war im Geiſt, an des HErrn Tage, und Fuf hoͤrete hinter mit eine groſe Stimme, als eier Posaunen, Ful Cap. 14, 13. Ich hoͤrete eine Stimme vom Himmel zu u. Dit ee ſagen t Selig ſind die Todten, die im HErrn ſterben, vn 160 nun an; Ja, der Geiſt ſpricht, daß ſie ruhen von ihrer Arbe. Die A Dann ihre Wercke folgen ihnen nach. 6 Cap. 19, 10. Und ich fiel vor ihn,(den Engel) zu ſeinen Dab Fuͤſſen, ihn auzubaͤten. Und er ſprach zu mir: Siehe zu, thue es nicht, ich bin dein Mit⸗Knecht, und deiner Bruder, und Daze g 8 derer, die das Zeugniß JEſu haben. Baͤte GOtt an. Daz Zeugniß aber Itkſu, iſt der Geiſt der Weiſſagung. Och Cap. 20, 13. Das Meer gab die Todten, die darinnen wa z de ren; Und ſie wurden gerichtet, ein jeglicher nach ſeinen Wercken. es Lebe Cap. 21/8. Den Verzagten aber, und Unglaubigen, und Dan —— 90 Greulichen, und Todſchlägern, und Hurern, und Zauberern, und Abgdttiſchen und allen Lügnern; derer Theil wird lan ſeyn in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel und brennet/ welches iſt der andere Tod. 1 1 5 19 use b 0 Wü . inte 45 0 0 dard, 7 be, anz elle de d „% d 8 N d 8 — 1 8 e, auc 10 Mat is dot t oh dem 00 ehen t. 0 Offenbahtung„Ts. . n Get, il hem de * gtoſe Su Sil eu 10 dre unt S ur hun Hun 0 Todten, 9 1 Hrn aha eic, d hen on erh ben ibten na 0 fel dot en Eng) A 1. Ind er u mt Site Mit Snecht E. bent Ful Jenn babe! dite Gon der Geit! S Aſſaung. 0 ez: n Herrn D. M. Luthers. 0 rage und Antwort für die Kinder, ſo da ſollen confirmiret und zum erſtenmal zur Communion gelaſſen werden. Der Kuchendiener fragt das erſte Kind: Biſt du ein Chriſt? Ja, Herr. 3 3 f„ Wober weiſt du dier Daher, daß ich getauft bin auf den Ramen unſers HErrn 1 0, 18060 n d rf N eln le JEſu Chriſti, und die ehriſtliche Lehre weiß und glaube. Weiches iſt dann die chr iſtliche Lehre t Die in den Schriften Moſis, der Propheten und Apoſtel berfaſſet und begriffen iſt. g Wie viel Haupt ſtüͤck hat die ehriſtliche Lehr? Fuͤnf. 5 Das erſte: Die zehen Gebote GOttes. i D* 8 andere: Die Artikel des chriſtlichen Glaubens. 8 Das i ö Das Gebaͤt des HERRN. Das vierte? Das Sacrament der heiligen Taufe. Das fünfte: 5 Das Abendmahl des HErrn oder das Sgerament Nan gab 0* 00 hun des Leibes und Blutes unſers HErrn JEſu Chriſti. ſahtet, ein E knach enn, dgagten ab d wut lasen, uf& bern, und zun Worzu dienen uns dieſe alleſamt ins gemein? Daß wir erkennen: erſtlich, wer wir ſeyn, und wie wir mit unſerm HErrn GOtt ſtehen. Darnach, wer unſer HErr Gott 100 alen L 2 deter 0 bead wie wir mit ihm moͤgen verſöͤhnet und vereiniget werden. S ü, de n u Sh— ihc it N ö. 119 15 2 89 allein vertrauen. Du ſolt den Namen deines. Erm ncht unnuͤtzlich führen. 0 7s Das erſte Hauptſtuͤck. Von den zehen Geboten Gottes. Wie lautet das erſte G⸗ bot? 0 Du ſolt keine andere Goͤtter haben neben mir. as iſt das? Wir ſollen GOtt uͤber alle Dinge fuͤrchten, lieben, und ihm Das at dere Gebot. ee 9 Kleine Catechismus Das erſte Hauptſtck. 1 1. Was it das? 1 K—— Wir ſollen GOt⸗ fuͤcchten und lieben, daß wir hey feinem/ fle men nicht ſtuchen, ſchwören, zaubern, lügen oder trugen: ſondn den lil 1 denſelbigen in allen Noͤthen anrufen, baten, loben und dan Men zn e Das dritte Gebot. wit kin 0 Du ſolt den Feyertag heiligen. daſabe in Was iſt das? Duſelt Wir ſollen GOtt fuͤrchten und lieben daß wir die Preſg„eg und ſein Wort nicht verachten: ſondern daſſelbige heilig haln Mag, gerne hoͤren und lernen. i Das vierte Gebot. Mir ſoll Du ſolt deinen Vater und deine Mutter ehren, aß fen rig 0 daß dirs wohl gehe, und du lange lebeſt auf Erden. der ale Was iſt das? ſie bleiben. Wr ſollen Gott fürchten und lieben, das wir unſere Enn F lag und Herren nicht verachten, noch erzürnen: ſondern ſie in Eh G fal halten, ihnen dienen, gehorchen, ſie lieb und werth haben, ſarke ff f Das fuͤnfte Gebot SEuͤnde 50 Du ſolt nicht toͤdten. ke und Was iſt das? bitte fl Wir ſollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unſerm Nah. meine Ge ſten an ſeinem Leibe keinen Schaden noch Leyd thun: ſonden Gold ihm helfen und fördern in allen Lelbes⸗Noͤthen. enn 3 Das ſechſte Gebot. arum dl Du ſolt nicht ehebrechen. 110 10 5 n Was iſt das? i e Wir ſollen Gott fuͤrchten und lieben daß wir keusch un leben 4 zuchtig leben, in Worten und Werken, und ein ſegliche 10 300 Gemahl lieben und ehren. 80 0 Das ſiebende Gebot. 90 ftßg Du ſolt nicht ſtehlen. 1 aa 9 Was iſt das? 8. „Wir ſollen Gott fürchten und lieben, daß wir unſerm Nil E ſten ſein Geld und Guth nicht nehmen, noch mit falſcher Waß Manu oder Handel an uns bringen: ſor dern ihm ſein Guth und Na 1 rung helfen beſſern und behuͤten. a Das achte Gebot. f ö Du ſolt kein falſch Zeugniß eden wider deinen Naͤchſich ene as iſt das? 2 Antes! Wir sollen Er Ott fürchten und lieben, daß wir unſern Nat e ſten nicht faͤlſchlich beluͤgen, verrathen, aſterreden, oder bist Leumuth machen: ſondern ſollen ihn entſchuldigen/ Gutes 9 ihm reden, und alles zum Beſten kehren. Das neunte Gebot. alen Du ſolt nicht begehren deines Naͤchſten Paus. 0 1 Das erſte Hauptſtuͤck. 3 ur N 2„Was iſt das? f E gene Wir ſollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unſerm Naͤch den en nien nicht mit Liſt nach ſeinem Erbe oder Hauſe ſtehen, noch Kperiig hein r mit einem Schein des Rechten s an uns bringen: ſondern ihm „ 0 daſſelbe zu behalten, foͤrderlich und denſtlich ſeon. 12 Nie Wi Du ſolt nicht begehren deines Naͤchſten Weib, Knecht, n le Sh ꝛagd, Vieh, oder alles, was ſein iſt. Dis dierte 1 5 1 Was iſt das: a 5 Vun unt 0 e Wir ſollen Gott fuͤcchten und lieden, daß wir unſerm Naͤch⸗ nt Mule ſten nicht ſein Weib, Geſind oder Vieh abi pannen, abdringen, 4 du en lheſ ac oder abwendig machen: ſondern bey denſelbigen anhalten, daß 6 1 ſie bleiben, und thun, was ſie ſchuldig ind. frchen und, daß vir ug was ſagt nun Echt ven ieſen Gebeten allen Wat pic Eg fm Er ſagt alſo: Jeh, der HErr dein GOtt, bin ein , cen A h und ah ſtarker eifriger GOtt, der uͤber die, ſo mich haſſen, die e Siunde der Vater heimſuchet, an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, aber denen, ſo mich lieben und Was il s 5 2 18 ee, ö—1 1d e, a 11 an meine Gebot halten, thue ich weh bis ins tauſende Glied. 3 an bu Gott draͤuet zu ſtrafen a e, die dieſe Gebot uͤbertreten, des ta ,. darum bollen wir uns fürchten vor ſeinem Zorn und nickt wider 5 ſolche Gebot thun. Er verheiſſet aber Gnade und alles Gutes cee 2 allen, die ſolche Gebot halten. Darum ſollen wir ihn auch kein u An, de h lieben und vertrauen, und gerne thun nach ſeinen Geboten. fare un An, 93 Wozu ſeynd uns die zehen Gebot Gites nutz“ Lucten und 255, a Zu zweyerley: Er ktlich zeigen ſie die Suͤnde an/ und offenbaren Hel. Sbttes Zorn uͤber die Sünde, dadurch wir verurſachet werden, das ſchen Da., Pergebung der Suͤnden und Troſt wider Gottes Zorn und den ich. wi en Tod, bey unſerm H Errn und eyland JEſuckhe iſto zu ſus en. was r date Zum andern lehren ſie, welches die auten Werke ſeyn ſo die Glau⸗ ſlrchtun ud d digen und Neug⸗bohrnen zu thun ſchulbig end ihren Gehorſe m und and. gcc mae Dankbarkeit gegen den gnädigen Vater im O mel bam u heweiſen 5 0 fel 90 0 Koͤnnen 855 denn 925 0 7 5 guern Werken GOttes b 0 en. Gebot und Geſetz erfüllen?„ e e. öl Ach nein! denn unſere gute Werke end nicht vollkommen aut, e dada deerell wie are Küude du und wan wir ſchon wollen Mee Gutes thun, ſo liegt uns doch das Biſe an. Nam au e een kee ear rern dee Lee ed de dene cron Keegan heit En en E Ac 1 Thriſtus JEſus, Gottes und Marien Sohn, der iſt gan heilig dare Aube/ und gerecht, der hat fuͤr uns dem Geſetz genug gethan anders nicht, n als ob wir ſelbſt das Geſetz gehalten: Und um W deſte gefallen Gott auch unſere e die wir durch e 8 2 abe 0 un ee e. dr Das andere Hauptſtuͤck. Gnade im Glauben dun, ihm zu ſeinem Lob und Ehren* dale md 0 unſerm Naͤchſten zu Dienſt, ob ſchon Mangel an denſelbigen de epa f wit fene ... ñ——..—— r————————— 1—. 2 gehorſam in ſey 8 Diaz andere Hauptſtüc e d Von den Artikeln des chriſtlichen Glauben dag nun Weiches ſind die Arttkel des chriſtlichen Glaubens? Uacchuld und Diß ſind ſie: doe, dc Der erſte, von der Schoͤpfung. 1 Der andere, von der Erloͤſung. a Der dritte, von der Heiligung.„Ie Wie lautet der erſte Artikel? che Hache 0 Von der Schoͤpfung.„ der Sund Ich glaube an G Ott, den Vater, allmaͤchtig ges Leben, Schoͤpfer Himmels und der Erden.. 2 l Was iſt das? Ich glal Ich glaube, daß mich Gott erſchaffen hat, ſamt allen Crea em Jean mit beib und Seel, Augen, Ohren, und alle Glieder Vernunſtund nen; alle Sinne gegeben hat, und noch erhall, damu Kleider und Schah bum ken Eſſen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Ai gehell get! und alle Guter, mit alerley Notbdurft und Nahrung des dell Erden bel und kedens, reichlich und taglich verſorget! wider alle Gefaͤhtit⸗ Chriſo! keit beſchuͤtzet und beſchirmet, und vor allem Uebel behüte und kee ſtenheat e wahret, und das alles aus lauter vaͤterlicher, goͤttlicher Zulennd vergiht, Barmherzigkeit, ohn al mein Verdienſt und Würdigkel, cen nid alles ich ihm zu danken, und zu loben, und dafür zu dienen, nd ewige n. ſchuldig bin. Das iſt gewißlich wahrt. 1 Wie lautet der andere Artikel? Daß Von der Erloͤſung. feinen Und an JEſum Chriſtum, ſeinen eingebohrnen So, unſern HErrn, der empfangen iſt vom heiligen Geist; ge, Eri bohren aus Maria der Jungfrau; gelitten unter Pon—— Pilato; gekreutziget, geſtorben und begraben; md 0 fahren zu der Hollen; am dritten Tage auferſtanden ß N. den Todten; aufgefahren gen Himmel; ſitzend zu l. melt Rechten Gottes, des allmaͤchtigen Vaters. Von dau d er kommen wird, zu richten 5 Lebendigen und die Todi eue . as iſt das? f f 0 Ich glaube, daß JEſus Ehriſtus wahrhaft ger Gott, di 2 Vater in Ewigkeit gebohren, und auch wahrhaftiger Mel durch! von der Jungfrau Maria gebohren, ſey mein HErr, der W atmen verlohrnen und verdammten Menſchen erlöͤſet Na, ö Die 1 255 E wlan 1 Das andere Hauptſtuͤck. 5 ——— 0 worben und gewonnen, von allen Suͤnden, vom Tod, und von r der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber; Aa, mit feinem heiligen theuren Blut, und mit ſeinem unſchuldigen ſondern Leiden und Sterben, auf daß ich ſein eigen ſey, und in ſeinem Aachen ge de dull x n 0 ö Reich unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Di sud n de Ech 1 don det Erl, zen der Hel 12. * lanttt der er kel? n Gott, J Hater, gag g ch und der 3 8 Wes iſt c gouench= dtn an& a male an IEſam Chriſinm, meinen lagen Oden, E elch u men kan, Tbeiſenm⸗ Tode, lebet und den de S che Kirche; die Gemeinſchaft in Se, der Suͤnden; Auferſtehung des ges Leben, Amen. u Unſchuld und Seligkeit, gleichwie er iſt auferſtanden von dem regieret in Ewigkeit Das iſt gewißlich wahr. Wie lautet der dritte Artikel? Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geiſt; eine heilige chriſtli⸗ der Heiligen; Vergebung Fleiſches, und ein ewi⸗ Was iſt das?, Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft HErrn glauden, oder zu ihm kom⸗ ſondern der heilige Geiſt hat mich durch das Evange⸗ a, und noche dan Ahe Lium berufen, mit ſeinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben Haut nd Hof bind ic, 10 Atrley Notz and Naht und täglich u/ nber a g ſertt, vnd lh Gant lauter! Sher, Ace n a mn J E ft ud Ma im, ud d dat ſculkig bn. i Af iu lactet der J. Nrulel: Von der( D Chum, A eſgce empfang on Helga N in de Jung. fü ä— at, geſtorh! d beg ln; ande SN dle ſhefohten 9% e 0 des almac E Vall 0 mah 0 S digen ködke 8 10 ö 1 e m ein gehefliget und erhalten, gleichwie er die Erden berufet, ſammlet, erleuchtet, heiliget, und bey IJEſu ewiges Leben geben wird. Das ſeinem Weſen, dutch den Glauben ſelig werden. ganze Chriſtenheit auf Chriſto erhalt, im rechten einigen Glauben, in we cher Ehri⸗ ſtenheit er mir und allen Glaubigen ta lich alle Suͤnde reichlich vergibt, und am juͤngſten Tage wich und alle Todten aufekwe⸗ cken wird und mir, ſamt allen Glaubigen in Chriſto JEſu, ein iſt gewißlich wahr. Wozu dienen une die Artikel des chriſtitchen Glaubens?* Daß wir unſern Gott daraus erkennen lernen, wer er ſey in und was ſein gnädiger Wille gegen uns ſey. 1 Wer iſt nun Gchtt in ſeinem Weſen? Er iſt Gott der Vater, Gott der Sohn, und Gott der heilige Geiſt, drey unterſchiedliche Per ſonen, in einem einigen, ewigen, unzertrennlichen Weſen. Sind denn drey Goͤtter? Rein: Es iſt nur ein einiger Gott, welcher ſich in drehen unterſchiedlichen Perſonen geoffenbahret hat. Was iſt der gnaͤdige Wille Gottes? Dag er uns will unſere Suͤnde vergeben, und ewige ſelige Leben. Wozu nuͤtzet ans die a Daß wir daraus einen rechten Glauben uͤberkommen, mittheilen das Erkenntniß des goͤttlichen Weſens und Willens 8 un welche unter den dreyen perſonen iſt Menſch worden? e andere Perſon, als der ewige Sohn Gott. 5 3 Das andere Hauptſtuͤck.. wer iſt nun Chriſtus unſer Erloͤſer in ſeiner Perſon 0 Er iſt wahrhaſtiger Gott, vom Vater in Ewigkeit gebohrg 00 901 und auch wahrhafüͤger Menſch von der Jungfrau Maria geboh wi auch ren: Mein HErr.(oder kuͤrzer:) Er iſt wahrhaftiger G9. bil. und Menſch Oder: Gottes und Marien Sohn. lebt den Welches iſt denn die groͤſte Wohithat dieſes deiner Erloſers JE ſu Chriß /h den Natel Er hat mich armen, verlohrnen und verdammten Mensch 15 erloͤſet, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom da Dei e und von der Gewalt des Teufels. 4 3 VParum hat er dich erloͤſet? Gottes Auf daß ich ſein eigen ſey, und in ſeinem Reich unter ihm le aber wir l und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unſchuld und Seligke 0 Slaubeſt du auch, daß Chriſtus dein HErr, bey ſeiner lieben Ruch Weng 90 allhier auf Erden, und auch bey dir ſey? daß wir ſe Ja, mein lieder Herr Chriſtus, wahrer Gott und Mer göttlich kl ein Herr uͤber alles, iſt nach ſeiner Verheiſſung bey mir und alen, gg ſeinen Glaubigen, der iſt mein HErr und Koͤnig; welcher, wien Dein 10 mich erloͤſet hat, alſo ſchuͤtzet und ſchir et er mich auch, und wil mich endlich in ſein herrliches Reich nach dieſem Leben aufnehmen GO Wodurch wu ſt du vor Gchtt gerecht und ſelig? Aber Wi 5 Durch kein ander Werk, als durch den ganzen allerheiligſten horſam meines HErrn und Erloͤſers JEſu Chriſit, und dulch ſeh Wenn allerbitterſtes Liden und Sterben, das halt ich mit veſtem Glu bung ken ben und darauf ſtehet all meines Hetzens Vertrauen und Zuverſeh, men lasen Woher kom̃t die Bekehrung zug Ott und der Glaube an JE ſum Chriſtunt 5 Wil Es iſteine Gabe des heiligen Geiſtes, der wirket und giebt Elaubch ſte, durch ſein heliges Wort und Evangelium und die heilag Sacramenten. Une Das dritte Hauptſtück. die Vom Gebaͤt des HERRN. alen d er uns Wie lautet dae Sebat des Herrn? f alſo: g Vater unſer, der du biſt in dem Himmel. Alles ‚ f 1 0 Was iſt das? Trinken Gott will uns damit locken, daß wir glauben ſollen, Er i ſtonm unſer rechter Vater, und wir ſeine rechte Kinder, auf daß ende getroſt, und mit aller Zuverſicht ihn bitten ſollen, wie die lieh Zul, Kinder ihren lieben Vater; ct, 0 5 Die erſte Bitte. 1 ö Geheiliget werde dein Name. fal, 8 Was iſt das? ben wt Gottes Name iſt zwar an tom ſelbſt heilig; aber wir bitte in diesem Gebat, daß er auch bey uns geheiliget werder.. 7 1 Das dritte Hauptſtuͤck. 85 a 5 Wie geſchicht das? 0 Wo das Wort Gottes lauter und kein gelehret wird, und Na wir auch heilig, als die Kinder Sottes, darnach leben. Das dete hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und „ lebet, denn das Wort Gottes le ret, der entheiliget unter uns d, derlohr en weilen den Name tles, da behuͤte uns vor, lieber himmliſcher Vater. daloht en ede f ae Die andere Bitte, N sc 7* ind geg r 0 but ee, Dein Reich komme. Dunn hn u d.* g Was iſt das? en geh, t nd 0. Reich 1 105 1 8 N 105 15 ſelbſt; 18 aber itten in dieſem Gebaͤt, daß es auch zu uns komme. a0 Dachugt cha t an 85 geſchicht das? s i 5 ee Wenn der bimmliſche Vater ung ſeinen heiligen Geiſt giebt, r end— We daß wir ſeinem heiligen Wort, durch ſeint nade glauben, und 157 aan gäͤtlich leben, hier zeitled und does ewiglic. ö a b Die dritte Bitte. 74A Ar Dein Wille geſchehe, wis im Amel alſo auch auf Erden. 2 ah as iſt das? uche R. ah Gottes guter gnäͤdiger Wille geſchicht wohl ohn unſer Gebaͤt, ** 4* recht 0 0 aber wir bitten in dieſem Gebet, 8 0 bey uns geſchehe. 5 + zen allche te geſchicht das a 1 1b li 2 5 10 Wenn Gott allen boͤſen Rath und Willen bricht, und hindert, und Sterben! E alte nan ſo uns den Namen GOttes nicht heiligen, und ſein Reich nicht kom⸗ men laſſen wollen, als da iſt des Teufels, der Welt, und un ſers Flei⸗ Imeinet Het 2 A rtrautnub a a 1. n 2—4 25 5 ſches Wige, ſondern ſtaͤrket und behalt uns veſt in ſeinem Wort und ( bcllgen 6e& dern Glauden, bis an unſer Ende. Das iſt ſein gnaͤdiger und guter Wille. Die vierte Bitte. 6 Vert und r gelun iw b Unſer taglich Brod gib uns heute. —— Was iſt das:?„ f n de At, Gott giebt das tagliche Brod auch wohl obne unſere Bitte, Gebät dit ER. allen boͤſen Menſchen: Aber wir bitten in dieſem Gebaͤt, daß 1 ben: r uns ſolches erkennen laſſe, und wir mit Dankſagung empfa⸗ e das Ed i gen hen unſer taͤglich Brod. 5 f Es luutet 1 f 1 f Was heißt daun taglich Brod? 5 r du biſt 1 1 Him Alles, was zur Leibes nahrung und Noth durft gehoͤret, alsEſſen, das iſt Trinken, Kleider, Schuh Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Guth, loc, d k aba fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Geinde, fromme und ge⸗ 1 t Kuder, treue Oderherren, gut Reaiment, gut Wetter, Friede, Geſundheit, 1 0 len/ Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn, und desgleichen. elt— 1 106 Die fuͤnfte Bitte. 1 Bal, e Urnd vergib uns unſere Schuld, als auch wir verge⸗ un Nat— ben unſern Schuldigern. 3 Was iſt das? de ec Wir bitten in deſem a f daß der Vater im Himmel 1 5 4 Re 178% Ae 1 4 . n —— 1 72 —— e PFF. —— 22( n 8 — 2. 8 9 r — 5 2—. n 2— n—— —— „ 5. 3 —— 8 Das dritte Hauptſtuͤck. 0 anſehen wolle unſere Sünde und um derſelben willen ſolche B, te nicht verſagen, denn wir ſind der keines werth, das wir bite habens auch nicht verdienet, ſondern er wolle uns alles aus Gnadg geben, denn wir taͤglich viel ſuͤndigen, und wohl eitel Strafe va dienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben, un gerne wohl thun denen, die ſich an uns verſundigen. i Die ſechſte Bitte. Und fuͤhre uns nicht in Verſuchung. Was iſt das r, Gott verſucht zwar niemand, aber wir bitten in dieſem Gehl daß uns Gott wolle behuͤten und erhalten, auf daß uns der Leuft die Welt, und unſer eigen Fleiſch nicht detrüge noch verfuͤhren Mißglauben, Verzweifelung und andere groſſe Schand und da, ſter. Und ob wir damit angefochten wuͤrden, daß wit doch eu, lich gewinnen, und den Sieg behalten. Die ſiebende Bitte. Sondern erloͤſe uns von dem Uebel. Was iſt das? ö Wir bitten in dieſem Gebaͤt, als in einer Summa, daß uns der Vater im Himmel, von aller len Uebel, Leides und der Seelen, Guts und Ehre, erloͤſe, und zuletzt wenn unſer Stuͤndlein komm, ein ſeliges Ende beſchere, und mit Gnaden von dieſem Jammer; thal zu ſich nehme in den Himmel, Amen. Was heißt Amen? Dap ich ſoll gewiß ſeyn, ſolche Bitte ſeye dem Vater im Hin, mel angenehm und erhoͤret, dann er ſelbſt hat uns geboten alſo u baͤten, und verheiſſen, daß er uns wolle erhoͤren. Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, es ſolle alſo geſchehen. Wozu dienet uns das Gebot des HErrn? Daß wir erkennen alles, was zur Aufentha tung dieſes zeil, chen, und Erlangung des ewigen Lebens gehoͤret, koͤnne man nir. gends anders woher haben, denn von Gott, und es derohalben von ihm mit glaubigem Her zen bitten und erlangen. Das vierte Hauptſtuͤck. Vom Sacrament der heiligen Taufe. Was ſind die heiligen Sacra enta? 42 7 Es ſind goͤttliche Handlungen, darinnen uns Gott mit ſch, baren Zeichen(oder in ſenem Wort verfaßten Elementen, die un⸗ ſichtbare verheiſſen: Gnadenguter verſtegelt und uͤbergiebt. 5 Worzu ſind Nee Sacramenta eingeſetzt? a Zur Beſtaͤtigung unſers Glaubens an die gaͤttliche Verheiſſung, 5 Wie viel ſind Sat amenta im Heuen Teſtament? Zwey: die Taufe/ und das Abendmahl des Eren. nnd, erbitten chanel l ae — Fetisch Eigene — nd A giſeeech un mgefocht? tien, Mang den Sieg be: Die ſieben?:, e uns von e lehel Was iſt e n ggchet, als= Sun, e dos aler eg!/ eibes api 9 e, und zulegt zun Unſer Stine e tegen Jud geht ln dae, denn Ott, ub a 1 Herzen 0% 150 krlangen 8 ate 4 luck. rame* ramen e um 30 5 a0 Das vierte Hauptſtuͤck. 9 N um erſten: Was iſt die Laufe? f Die Taufe iſt eine göttliche Handlung, in welcher uns Gott, durchs Waſſerdad und Wort, unſere Suͤnde gnaͤdiglich um IEſu Chriſti willen vergiebt, nimmt uns an zu ſeinen Kindern, und macht uns zu Erden aller ſeiner himmliſchen Güter. Oder: Die Taufe iſt nicht allein ſchlecht Waſſer, ſondern ſie iſt das Waſ⸗ ſer in GOttes Gebot verfaſſet, und mit Gottes Wort ver bunden. Welches iſt denn ſolch Wort Gottes: Da unſer Herr Chriſtus ſpricht, Matthaͤi am letzten: Gehet hin in alle Weit/ und lehret alle Voͤlker und taufet ſie im Namen Gottes des Vaters/ und des Sohnes und des heiligen Geiſtes. Jum andern: Wat gibt oder nutzt die Taufe? Sie wuͤrket Vergebung der Sünden, erloͤſet vom Tod und Teufel, und giebt die ewig Seeligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verhe ſſung Gottes lauten Welches ſind denn ſolche Wort ond Verheiſſung Goty es? Da unſer HErr Chriſtus ſpricht, Marci am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig: wer aber nicht glaubet, der wird verdammt. um dritten: Wie kan Waſſer ſolche groſſe Dinge thun? Waſſer thuts freylich nicht, ſondern das Wort GOttes, ſo mit und bey dem Waſſer iſt, und der Glaube, ſo ſolchem Wort Gottes im Waſſer trauet. Dann ohne GOttes Wort iſt das Waſſer ſchlecht Waſſer, und keine Taufe, aber mit dem Wort Gottes iſt es eine Taufe, das iſt, ein gnadenreich Waſſer des Lehens, und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geiſt, wie Sanet Paulus ſagt zum Tito am dritten Capitel: Durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heili⸗ gen Geiſtes, welchen er ausgegoſſen hat uͤber uns reichlich durch IeEſum Chriſtum unſern Heyland, auf daß wir durch deſſelbigen Gnade gerecht und Erben ſeyn des ewigen Lebens, nach der Hof⸗ nung. Das iſt gewißlich wahr. Jum vierten: Was bedeutet dann ſolch Waſſertauffen? Es hedeutet, daß der alte A dam in uns durch tägliche Reu und Buſſe ſoll erſaͤuft werden, und ſterben mit allen Suͤnden und boͤ⸗ ſen Luͤſten, und wiederum taͤglich heraus kommen, und auferſte⸗ hen ein neuer Menſch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo ſtehet das geſchrieben? St. Paulus zun Roͤmern am ſechſten ſpricht: Wir ſind ſamt B 5 Chriſto . ee 5 P ˙= r —— ee, r eee—. 0 ——— 3— 5———— 1 —.. 7˙˖—· 5 .—— 10 Das vierte Hauptſtuͤck. Chriſto durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichwie 9 der fůr euch geg Chriſtus iſt von den Todten auferwecket, durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo en wir auch in einem neuen Leben wandeln. ozu nutzet uns die Taufe? Dag wir damit verſichert werden Gott habe uns zu ſeinen Kindern an genommen, und wolle ſich in allen Dingen als ein gnaͤdiger Vater gegen uns erzeigen. War um ſprichſt du in der Auslegung des Catechtomi: Die Taufe wuͤr⸗ ket Vergebung der Sͤͤnden, erloͤſet vom Tod und Teufel, und s gibt die ewige Seligkeit, ſo doch allein der Herr 5 Cbriſtus ſolches gethan hat? Der Herr Chriſtus hat uns dieſes alles erworben in ſeinem geiden und Sterben, aber mit der heiligen Taufe hat ers uns geſchenket und zugeeignet. Das fuͤnfte Hauptſtüͤck. 1 Vom Abendmahl des HERRN, bo der vom Sacrament des Altars. Was iſt das Abendmahl des SbErrn? a Das Abendmahl des HErrn iſt ein Sacrament oder goͤttliche Handlung, da der HE er Chriſtus ſelbſt gegenwaͤrtig iſt, und übergibt uns mit Brod und Wein ſeinen wahren Leib und Blut, zur gewiſſen Verſicherung, daß wir Vergebung der Suͤnden haben, und mit ihm in Ewigkeit leben ſollen. Was iſt dae Sacrament des Altars? Es iſt der wahre Leib und Blut unſers Herrn IEſu Chriſti, unter den Brod und Wein, uns Chriſten zu eſſen und zu trin⸗ ken, von Chriſto ſelbſt eingeſetzt. Wo ſtehet das geſchrieben? 5 So ſchreiben die heiligen Evangeliſten und Apoſtel, Mat⸗ thaͤns, Marcus, Lucas und Sanct Paulus: 85 Unſer Err JEſus Chriſtus/in der Nacht, da Er verrgthen ward/ nahm er das Brod dankete/ und brachs/ und gabs ſeinen Jungern/ und ſprach: Nehmet hin und eſſet das iſt mein Keib/ eben wird: ſolches thut zu meinem Gedaͤchtniß Deſſelbigen gleichen nahm Er auch den Kelch, nach dem Abendmahl/ dankete/ und gab ihnen den/ und ſprach: Neh⸗ met hin/ und trinket alle daraus; dieſer Kelch iſt das neue CTeſtament in meinem Blut, das für euch und fur viele ver⸗ goſſen wird/ zur Vergebung der Suͤnden; Solches thut ſo oft ihrs trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. 1 1 Was naätzec daun ſolch Eſſen gad Trinken? Das zeigen uns dieſe Worte an: 5 (Suͤr euch gegeben und 9 ver⸗ im Sattamlel Falten vn 100 Aber Glauben hat ſen zul p. nicht glaube dan da Wir weld im piumel und unſet Laufe eine angeneume Unzeheſ g 1 Bal ter en 1 c dali G5 obeſt d 1 J. b. win 10 bin, un f che Juher „Died Sündehet gehungpo dau le bergen . det ent: deb . alder v6 J N und Taft 1 , fo del= 1 da 6h f getht 2 zam discs Tervochn ü — dal der= Lask fü inte H n Dmabl dee— CR öder ſcrament! Salta an Wendel enn? Hkrnn i ein d ment ob gh t eheidus ſel dgenwaklg and Lem sein zur hren fab 1g, daß pit. Aebung in dl Cpigkelt lede n. a Sactament eltars! i b Blut n Sun Ni u, ins Cn t 30 ien ua ans gidet das ge ch: Das fuͤnfte Hauptſtͤck. 11 vergoſſen zur Vergebung der Suͤnden.) Nemlich, daß uns im Sacrament Vergebung der Suͤnden, Leden und Seligkeit durch ſolche Worte gegeben wird: Denn wo Vergebung der Suͤnden iſt, da iſt auch Leben und Seligkeit. Wie kan leidlich Eſſen und Trinken ſolche groſſe Dinge thun? Eſſen und Trinken thuts freylich nicht, ſondern die Worte, ſo da ſtehen:(Sur euch gegeben und vergoſſen, zur Oerge⸗ bung der Suͤnden.) Welche Worte ind neben dem leiblichen Eſſen und Trinken, als das Hauptſtuͤck im Sacrament, und wer denſelbigen Worten glaubet, der hat, was ſie ſagen, und wie ſie lauten: Remlich, Vergebung der Suͤnden. Wer empfangt dann ſolch Sacrament wuͤrdiglich?; Faſien und leidlich ſich bereiten, iſt wohl eine feine aͤuſſerliche Zucht: Aber der iſt recht wuͤrdig und wohl geſchickt, der den Glauben hat an dieſe Worte:(Fuͤr euch gegeben und vergoſ⸗ ſen, zur Vergebung der Suͤnden.) Wer aber dieſen Worten nicht glaubet, oder iweifelt, der iſt unwuͤrdig und ungeſchickt, dann das Wort(Juͤr euch) erfordert eitel glaubige Herzen. Wozu iſt nun das Abendmahl des HErrn nutz? Wir werden damit verſichert, daß ob wir gleich unſern Vater im Himmel erzuͤraet haben, will er uns doch ſolch s verzeihen, und unſer gnaͤdiger Pater ſeyn und bleiben. Und iſt alſo die Taufe eine gewiſſe Berſicherung, daß uns Gott zu Kindern angenommen hat: Das Abendmahl aber, daß er uns unſers Ungehorſams nicht will entgelten laſſen. 1 8 Was empfaͤngſt du im heiligen Abendmahl? Den wahren Leid und Blut unſers HeErrn IcEſu Chriſti, un⸗ ter dem Brod und Wein. Warum gebeſt du zum Tuſch des GErrn?: Daß ich meinen Glauben an den HErrnchriſtum, durch die Nieſ⸗ ſung ſeines Leibs und Bluts ſtaͤrke, und meine arme Seele tröſte. Glaoubeſt du und bekenneſt dieſes alles von Hertzen was du von der ian Cdangeſ nd ute chriſtlichen Lehre je tzund geſagt haſt? Ja, Herr. 1 Willſt du dich dann auch in den Gehorſam der chriſtlichen Kirche erge⸗ ben, und nach dem du glaubeſt und bekenneſt, hinfort thun und leben/ und was du allbier verheiſſeſt und zuſageßt/ hun und getreulich halten? Ja, Herr, durch die Gnade und Huͤlfe unſerz HErtn JEſuéhriſti. 5 N 5 5 ,, e ä e— S N 5 8 n, 25 3 ee ee 9—.— 3 8 e 55 r. 5 3 n 1— 5 5 8 3 5 3 5. 5 3 F 2 5 7 2 F—— 2 2 3 3 1— 1 8 e 1— 8 3 J ²˙ 5 Von der Beichte. Was iſt dle Beichte? f Die Veichte begreift zwey Stucke in ſich Eins daß man dle Suͤnde bekenne: Das andere, daß man die Abſolution oder Ver⸗ gebung vom Beichtiger empfahe, als von GOtt ſelbſt/ und ja nicht daran zweifele, ſondern veſt glaube, die Sünden ſepen dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Wel? o —.. 12 Von der Beichte. 25„ Welche Sanden ſoll man dann beichten? b Gottes 80 Vor Gott ſoll man elle Süͤnden ſich ſchuldig geben, auch die wit nicht 1 erkennen wie wir m Vater unſer thun. Aber vor dem Beichtiger ſollen denke 0 Was wir allein die Sünden beiennen, die wir wiſſen und fuͤhlen im He 1 4 2 Welches ſind die? f an 18 il füt Du ſiehe deinen Stand an, nach den zeben Geboten: Ob du Vater, fen dr Bag Mutter, Sohn, Tochter Herr, Frau Knecht oder Ma d ſeveſt? Ob ku un⸗. gehorſam, untreu, unfteiß ig, iornig unzüchtis, haßig geweſen ſeyſt? Ob da Nelp; Du jemand Leyd getban habeſt mit Worten oder Werken Ob du geſſohlen, Sodſiß wah, ver aumet, ver ahrloſet, oder ſonſten Schaden gethan habeſt! MWuuſ em eie Kin Henſch wann er beichten will, ſoll al o zum Beichtiger ſagen: f Würdiger, lieber Herr, ich bitte Such, Ihr wollet meine Beicht hoͤren, Als dene und mir die Vergebung me ner Suͤnden ſprechen um Gottes willen. bey einem ann dann der Beichtiger ja geſagt hat, agt er weiter alſo: 3 ch armer Suͤnder erkenne in me nem Herzen, und bekenne mit meinem er ger Munde, daß ich nicht allein in Süden empfangen und gebobren, ſon⸗ nahn Er det dern auch mit allerband wuͤrklichen Suͤnden, boͤfen Gedanken, Worten und und ſprach Werken, Gott meinen Herrn aröslich erzoͤrnet, und biermit zeitlicher gebn rade und ewiger Straf ſchuldig worden bin. ufſelbige Solche iß mir nun von Grund meines Hertzens lerd, babe aber Zuflucht danfet, und zu ſeiner Guade und Barmhertzgikeit, und bitte ihn demuͤthiglich⸗ daß e dar zus, die um des Todes IEſu Ebriſßti, ſeines lieben Sohns und meines Erloͤſers wl, euch ond fü len, mir meine Suͤnde verzeihen wolle. Damit lch aber der Vergebung thuz/ ſo oft der elben deſto gewiſſer ſcön, auch das hochwürdige Adendmabl des em, g morgen, geltebts HoOtt, deſto ſteudiger empfangen moͤge: So bitte ich 0 Euer Ebrwürden, Ihr wollet mir, vermoͤge Eures Amts, aus SoOtte! Wort Nich mir Troſt zuſprechen, und die ſelige Abſolution meiner Sünden an Chriſi 5 flatt wiederfahren laſſen. Ich will ins künftige durch die Zuade GStte: de da und Beyſtand des Heiligen Geiſtes me n Leben beſſern und ſroͤmmer werden. 1 ö gs ſo 4 Eine kurze Beicht vor die Einfaͤltigen. uidtzer lieber Herr, Ich bekenne(0tt und euch, daß ich ein armen CEuͤnder bin: Dann ich habe geſuͤndiget wider GOtt und meinen Warpe Naͤchſten. Bin auch ſonſten in allen Geboten GOttes ſtralich. Das i mie Lr le nus von Herzen leyd: Aber ich bitte um Gnade. Ich will mich beſſern, un Wurm ſol r 8 eee 3 8 8 1 50— r— 5— 5——————— 5** 5,— nnn 2 5 2 j„—* a*— N ae— 1 2 . 5— i N nee 8 **—*** 8 N.— 9 3—— 1——— n 2 1— K 2. Wen 2 2 884— 8 5— 0 mit der Huͤlfe Gottes froͤmmer werden. ah N—— 5 fei Slade Beſondere Fragſtuͤcke, bullen D. M. Luthers, Sin Fur die, ſo zum Heil. Abendmahl gehen wollen. dn 1.. 81 du 2 Suͤnder biſt? N 9 2 laube es, ich bin ein Suͤnder. Die gr 3 ch f 0 Wie welſt du das? geſſhriede Aus den Zehen Geboten, die babe ich nicht gehalten. 5 Sind dir deine Zuͤnden auch leyd? uuf da Ja, es iſt mir lend, daß ich wider Gott geſuͤndiget habe. o er kl. Was haſt du mit deinen Saͤnden bey Gohtt verdienet? Gt un Steinen Zorn und Ungnade, eitlichen Tod, und ewige Verdamnie, Roms, des ſe Hoffeſt du auch ſelig zu werden? 1 Ja, ich hoffe es. e N A le 0. Weß troͤſteſt du dich dann? 6 4 1 55 Meisaes lieben HErrn Chriſti. da 1. Von 3 ue e e Dee dan u U e ber, nm, die u Wade d! , dich den; ber, u 0 23 8 — 2 2 Hamerg, wut * 515 ˖ ö eden a webe 1— gehegt W ragt r wn ee e Herm grog erden hin rund wines bergie % d Hehe Sch, SK . ciner id mie teien dolle.. t ich aber ha h u, auch bet hoch Dre Anda dete rad get E igen mög: tt, rm bg 4 Anta, ius ebul e felige Abſol S neiner Sürban 70 wil us e durch bee i Seales wet A fern Und tum n Becht rot d lug. W bekenne le deuch, dual 10 babe geſd S wider Got de 0% mee c ber un d cin int werden. D. N. Lu 5 n hl. Men= gehen nen de, daß do ei der biſt? in en Sünde welſt du 1 babe il r gehalten. dome Süd ed 1 0 aber A 0 tlg. den; alen ing S et 11 61 e kan — 5 7 . aundel on perde he Vethan, 1 E 2E 5 Beſondere Fragſtuͤcke. 18 32 Wer iſt Cbriſtus? n Gottes Sohn, wahrer GOtt und Menſch. a Mie viel ſind Hotter? Nur Einer, aber drey Perſonen, Vater, Sohn und Heiliger Geiſt. Was hat dann Chriſtus fuͤr dich gethan, daß du dich ſein trôſteſt? Er iſt für mich geſtorben, und hat ſein Blut am Creutz fuͤr mich vergoſ⸗ ſen, zur Vergebung meiner Suͤnden. N Iſt der Vater auch fuͤr dich eſtorben? Nein: Dann der Vater iſt nur GOtt, der Helle Geiſt auch: Aber der Sohn iſt wahrer Ott und wahrer Menſch fuͤr mich geſtorben, und hat ſein Blut am Creutz fuͤr mich vergoſſen. 9 8 5 Wie weiſt du das? a 8 Aus dem heiligen Evangelio, und aus den Worten vom Saerament, und bey ſeinem Leib und Blut im Saerament, mir zum Pfand gegeben. 8 Wie laut n die e Worte: Unſer HErr IKE ſas Chriſtus, in der Nacht, da Er verrathen ward, nahm Er das Brod, danker, und braths, und gabs ſeinen Juͤngern, und ſprach: Ne hmet hin und eſſet, das iſt mein eib, der fuͤr euch ge⸗ geben witd: Solches thut zu meinem Gedaͤchtniß. Deſſeldigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendwahl, danket, und gab ihnen den, und ſprach: Nehmet hin, und trinket alle daraus, dieſer Kelch iſt das Neue Teſtament in meinen Blut, das fur euch und fur viele vergoſſen wird, zur Vergebung der Suͤnden: Solches thut, ſo oft ihrs trinket, zu meinem Gedacht nit. So glaubeſt du, daß im Sacrament der wahre Leib und das wahre lebe e Blut Chriſti ſey: Ja, ich glaube es. We Was bewegt dich das zu glauben; Die Worte Chriſti: Nehmet hin, eſſet, das iſt mein Leib: Trinket alle da aus, das iſt mein Blut. i Was ſollen wir thun, wann wir ſeinen Leib eſſen, und ſein Blur trinken, und das Pfand alſo nehmen? Mir ſollen ſeinen Tod und Blutvergieſſen verkündigen, und gedenken, wie er uns gelehret hat: Solches thut ſo oft ibre thue, zu meinem Gedaͤchtmß. Warum ſolen wir ſeines Todes gedenken, und Fenſelben verkändigen? Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat konnen gnug thun fur un⸗ ſere Sünden, dann Chriſtus wahrer Gott und wahrer Menſch: Und daß wir lernen erſchrecken für unſern Sünden, und dieſelbige lernen groß ach⸗ ten, und uns ſeiner allein freuen und troͤſten, und alſo durch denſelbigen Glauben ſelig werden.. 8 Was hat ihn dann bewegt, fuͤr deine uͤnde zu ſterben und dafuͤr gnug zu thun? 4 Die groſſe Llebe zu ſelnam Vater, zu mir und zu andern Suͤndern, wie geſchrieden ſtebe, Job. 14. Röm. 5. Gal. s. Epheſ 8. Cap. arum wilt du zun Sacrament gehen? 2 Auf daß ich lerne glauben, daß Chriſtus um meiner Suͤnden willen aut groſſer Lebe geflorken ſey, wie geſagt. Und darnach auch von hm lerne Gott und meinen Naͤchſten lieben. Was ſoll einen Chriften vermahnen und reitzen, das Sacrament des i Altars oft zu epfahen?. Von G Ottes wegen ſoll ihn beyde des Herrn Chrißi chebot und Verhe ſung: Darnach auch ſeine elaene Noth, ſe ihm auf dem Halſe liegt, trei⸗ den, um welcher willen ſolch Gebieten, Locken und Verheiſſung gesch N 5 . 3 f 1 e 8 1 Beſondere Fragſtuͤkk e.. Wie ſoll ihm aber ein NMenſch thun, wann er ſolche Noth nicht fuͤhlen be, der! kan, oder keinen Hunger noch Durſt zum Sacrament empfindet? J, der ob d Dem kan nicht keſſer gerathes werden, dann daß er erlich in ſeinen Du⸗ iel ſen greiffe, und fühle, ober auch Fleiſch und Blut habe, und glaube doch becher, der Schrift, was ſie davon ſant, Gal 5. Röm ede dot * 5 R . dum andern; daß er um ſich ſehe, od er auch noch in der Welt ſev, und denke ſet und ii 35 es an 53 995 Votb acht fehlen werde, wie die Schrift ſagt, E ak 10. Jo IS. un 1 1 Oh 2. un 5. 3 5 5 1 N 110 Zum dritten, ſo wird er auch den Teufel um ſich babe n, der ihn mit Luͤgenn 7 25 und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und auſſerlich laſſen 9 hdr altert wird, wie ihn die Schrift nennet Joh 8 und s. 1 Petr. 5. Eph. 6. Tim: der ihn but 155 Worgenſegen. 84 6646, Das walt Gott Vater, Sohn, und Heiliger Geiſt, Amen. e Nelke Jen dir, mein himmliſcher Vater, durch IEſum Ehriſtum, deinen ſonderich de lieben Sohn unſern HErrn, daß du mich diefe Nacht vor allem Scha ⸗ Schtiſt: du den und Gefahr behuͤtet haſt: Und bitte dich, du wolleſt mich dieſen Tag 1 lim. 5. b. auch behuͤten fuͤr Sünden und allem Uebel, auf daß dir all mein Thun und ir bitten Laſſen moͤge wohl gefallen: Dann ich befehle mi, mein Leib und Seel, und cu ii und alles in deine Haͤnde, dein heiliger Engel ſey mit mir, daß der boſe“* Feind keine Macht an mir finde, Amen. 1 Abendſegen f Das walt Gott Vater, Sohn und Heil. Geiſt, hochgelobet in Ewigkeit, un. denthug, un Ich, danke dir mein himmliſcher Vater, durch JEſum Chriſtum deinen derma lieben Sphn, unſern HErrn, daß du mich dieſen Tag gnaͤdiglich be⸗ 3 e hütet haſt: Und bitte dich, du wolleſt nur vergeben alle meine Suͤnde, wo Ion Gott ich unrecht gethan habe, und mich dieſe Nacht auch gnaͤdiglich behüten. 801 f 95 Dann ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Haͤnde, dein mich 1 heiliger Engel ſey mit mir, daß der boͤſe Feind keine Macht an mir finde, Am. 1 115 Gebt vor dem ſſen. 5 Aber Augen warten auf dich, HErr, und du. ihnen ihre Speiſe unt ben zu ſeiner Zeit. Du thuſt deine milde Hand auf, und ſaͤttigeſt ales(at was lebet mit Wohlgefallen. Vater unſer, ꝛc. Due ERR Go Te, hümmliſcher Vater, ſegne uns und dieſe deine Gaben, fond lach die wir von deiner milden Guͤte zu uns nehmen)) durch JEſum gebel, dam Ehriſtum, unſern HErrn, Amen. Eo dhe m 7 Sebaͤt nach dem Aſſen gebüſtt, 3 Dorer dem HErrn, dann er iſt freundlich/ und ſeine Guͤte waͤhret Ehte, dem 755 ewiglich. Der allem Fleiſch ſeine Speiſe gibt, den jungen Raben, Seat die ihn anruffen. Er hat nicht Luſt an der Starke des Roſſes, noch Gefal dat, gith len an jemandes Beinen, der HERR hat Wohlgefallen an denen, die ihn alle chegge fürchten, und auf ſeine Gute warten. Pater unſer, ꝛce. in alis du Wem u dir, HErr Gott himmliſcher Vater, durch JEſum Chri⸗ neh — um, unſern HErrn/ fuͤr alle deine Gaben und Wohlthaten, der Erihren du lebeſt und regiereſt in Ewigkeit, Amen. 1 00 2 N e Gepe Die Haus⸗Tafel. ie Den Biſtvoͤffen, pfaryerren und Fredigern.„ r Rchei Ain Bischoff ſol unſtradich ſern, eives Weites Menn, vͤchtern tig. e . L mäßig, gaſtfrev lebebaſtig, als ein Hausdalter G httes, nicht en 10 Weinſaͤuffer, nicht haͤß ig, nicht unehrliche Handt die runs tieiben, ſendern I heit gelinde, nicht baderdaftig/ nicht geitzig/ der ſeinem eigenen Hauſe 1455 che 75 7 5 15 2 4 0 1 7 K 1 f 1%* 1 63 ö. NI eden Se nh, 7 1* 2 6 l lich a 15 8 un enz, Mae Motgenſeg f f * Naur, Ein, ul ger Geiß/ W mcg Vater, un chin en n S ene E i Ind bitte di wolleſ h 3 adden cht, ß dra ni : Dan ic heft 9% wein fü „den helge el Amit m/ d n fade/ Aen. N Abendſegg 1 0 und Hel. ei 7 gelobet inch anliſcher Pater,. 1 Cum Ce Ern, do du E= lesen Tag ga „Au relle mtr. 8. In alle meet und mich dieſe J Auch gnädige en Len und Sec r ales in dene daß der boſt Fein: Macht an ne n vor denn] d. lch HErt, 10 hade chaß deine ld x auf, und de . Vater nf 7793 55 Luter/ 0 Sund dec en Gute zu nehmen) de ö den D en. 50 dat nach den!— nd feine. J dit, den uin * ul„ det ö m 7 N 5 e ene allen an dan 1 N bat al AN Wen ue 3 4 dir wetten. duch aan ate/ Je een en und Woſhe n— t fn s, e 0 Die Haus ⸗Tafel. 15 rſtehe, der gehorſame Kinder habe, mit eller Erbarkeit, richt ein Neu⸗ i, der ob dem Wort halte, das gewiß iſt, und lebren kan, auf daß er lacht ig ſed zu ermahzen, durch die heilſame Lehre, und zu ſtrafen die Wi⸗ berſprecher, 1 Tim. 15. b.. Tit. 1,5 88 8 Was die zuhoͤrer ihren Lehrern und Seelſorgern zu thun ſchuldig ſind. ſſet and trin bet was ſie haben, dann ein Arbeiter iſt ſeines Lohns wert, kFue. 18. v. 7. 1 3 7 2 82 Der Herr hat befohlen, daß die, ſo das Evangelium verkuͤndigen, ſollen ſich dem Evangelio naͤhren, 1 Cor 9 v. 14. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerler gutes dem, 5 nereſchebz Irret euch nicht, Gott laͤſſet ſich nicht ſpotten, al 6. v. 6. 7. 5 i i Die Aelteſten, die wohl fuͤrſtehen, die halte man zwiefacher Ebren werth, ſonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre. Dann es ſpricht die Schrift: Du ſolt dem Ochſen, der da driſchet, das Maul nicht verbinden, 1 Tim. 5. v. 17. 18. aus dem 5 B. Mos. am 25. v. 4. Wir betten euch, lieben Bruder, daß ihr erkennet, die an euch arbeſten, und euch fürſtede n in dem HErrn, und euch vermahnen, habt ſie deſto lie, ber um ihres Werks willen, und ſeyd friedſam mit hnen, 1Theſſal 5, 12. 1t. Gehorchet euren Lehrern, und folget ihnen, dann ſie wachen uber eure Seelen, als die da Rechenſchaft da uͤr geben ſollen, auf daß ſte es mit Freu⸗ den thun, und nicht mit Seuften, dann das iſt euch nicht gut, Hebr. 13. v. 17. N Bon weltlichen Gbrigt n. Ne ſey unterthan ber Obrigkeit, die Gewalt uber ihn hat. Daun es iß keine Obrigkeit ohne von GOtt. Wo aber Obrigkeit ick, die iſt von GOtt geordnet Wer ſich nun rider die Obr abe t ſetzet/ der widerſtrebet Gottes Ordnung: Die aber widerſtreben, werden uber ſich ein Urtheill empfahen. Dann ſie traͤat das chwerdt nicht umſentt, ſie iſt GOttes D'e⸗ nerin, eine Raͤcherin zur Straf uber den, der Boͤſes thut, Roͤm. 13. v1.2.2. Von den Unerthanen. 5 * 1 Kayſer, was des Kapſers iſt, und SOtt, was Gottes iſt, a Matth 28. v. 22 6 So ſeyd nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, ſondern auch um des Gewiſſens willen. Derbalben muͤſſet ihr auch Schoß geben, donn ſie ſind Ott s Diener, die ſolchen Schutz ſollen handhaben. So gebet nun ſederman, was ihr ſchuldig ſeyd: Schoß, dem der Schoß gebüdrt, Zoll, dem der Zoll gebührt, Furcht, dem die Furcht gebuͤhrt, Ehre, dem die Ehre gebührt Rom. 13 v 5. 6. 7. Es ermahne ich nun, daß man ür allen Dingen zu erſt tzue Bitte, Ge⸗ bat, Fürb'tte und Dank ſagung für alle Meuſchen, für die Könige und fur alle Obrigreit, auf daß wit ein geruhlich und ſtilles Leben fuhren moͤgen, in aller Gottſeligkeit und Erbarkeit, dann ſoſches iſt gut, dariu auch ange⸗ nehm fur S Ott uünſerm Heyland, Tim 2. 9. 1 3. Erinnere ſie, daß ſie den Fuͤrſten und der Obrigkeit unterthan und gebor⸗ ſam ſeyn, Tit. 3 v 1. 5 Seyd unterthan aller menſchlichen Ordnung um des HErken willen, es ſen dem Könige, als dem Oberſte„oder den Hauntleuten, als Geſandten von ihm zur Rache uͤber die Uebelthaͤter und zu Lobe den Frommen, 1 Petr 2,13. 14. s Den Ehe⸗ ännern. br Manner wohnet ben euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem eiblichen, als dem ſchwaͤchſten Werkzeug, ſeine Ehre, als Miterben der Inade des Lebens, auf daß euer Zehäͤt nicht verhindert werde, 1 Petr. 3. b 7. Und ſeyd nicht bitter gegen ſie, Col. 3. v 1. 5 Den 48 O ſondern zie het ſie auf in We 8 A Kinder ſeyd geherſam eu Ehre Vater und Mutter bat: Auf daß dirs kohl gehe un Den Knechten, Klag en . Knechte ſend gehorſam tern in Einfaͤltigkelt allein fuͤr Augen, als den Daß ihr ſolchen ſen. Laſſet euch duͤncken, gell ges emet, Daß ſie die jun kuch Die Haus Tafel. De Meſber ſeyen unterthan ihren Waͤnnern, als d ſam war, und hieß ihn err, welcher Toͤch! Abraham gehor ö g I 3 nicht ſo ſchůchtern ſeyd, A vetr. 3. K., worden ſend, ſo ihr wobl thut/ eitzet eure Kinder nicht zum Zorn, daß ſie uicht ſcheu werden, Vermahnung zum Eren, Eph s,. ahr Vater, Cbriſti ſchen, und wiſſet, Herrn empfahen, er Den 4 ures Hertzens, Ehe Frauen, en Tirern. en Kindern. als Chriſto. .— 1 9 n em Herrn, w. In 1 Uu. ren Eltern n dem Herrn, dann das iſt billig; „das iſt das erſte Gebott, das Verbeiſurg d du lange lebeſt auf Erden, Eph. 6. b. 1.3. Taglsvner n und Arbeitern. 5 euren leiblichen Herren, mit Furcht und Zit⸗ Nicht m t Dlenſt Wenſchen n gefallen, ſondern als die Knechte Willen S Ottes thut von Hertzen mt gutem Wil⸗ , daß ihr dem Herrn dienet und nicht den Men⸗ was ein jeglicher Zutes thun wird, das wird er von dem ſey ein Knecht oder ein Freyer, Epoeſ. 6. v. 5. 6.7.. und wiſſet daß auch euer Herr im Himmel iſt, und Anſehen der Perſon, Epheſ. 6. v. 9. 1 ei Den Hausherrn und Hausfrauen. A* Herren thut auch daſſelbige gegen ihnen, und laſſet das Draͤuen, Alten. wie es ſich geziemet, nach der heilſamen Leh Den alten Weibern ge Weißer Sn aber rede, we ten, daß E ſeyen, erbar, det Liebe, in der Sedut. a en deielbigen gleichen, daß ſie fich ftellen, wie den Heil. nicht Laͤterin ſeven nicht Weinſäuffer n, gute Lehrerin. lehren zuͤchtig ſeyn, ihre Manner lieben. S ttig iſt dey ihm kein re. Den Al⸗ züchtig geſund im Glauben, in ſeyn, euſch, haue lich, gütig, ihren Mannern unterthan, auf daß nicht 7 * allen Jungfrauen eine rechte das Wort SoOttes veriaͤßtert w Der t Jun Gnade. ſonder heilig ſev Eltern oder eiche eine re W auf Gott, Wolluͤſten lebet/ Oiebe deinen Naͤch Roͤm. 13, 9. 1 So demüthiger e erhöhe zu ſeiner Zeit ne fromme chriffliche a a n wie ſie z Ott gefalle,(wie 9 a echte Croße geweſen iſt, gethan bat,) euf daß fe desde am Leibe und auch am Geiß, 1 Cor. 7. v. 34. Und ſo ſie ſoll ſie ſich ohne derſelben Rath und Willen 2 B. Moſ. 82. v. 17. 20 gen ſeyd den Alten un athiger euch nun u Ober Herren hat, nicht verandern oder verhevrathen. erbe, Tit 2 v. 1 5. gemeinen Jugend. terthan, und beweiſet darinneg dann G Ott widerſtehet den Hoffärtigen, aber den Demuth gen gibt er n unter die gewaltige Hand S ortes, daß er 1 Petr. 3 v. 5.. Den Jungfrau ſo Jungfrauen. Den Witwen chte Wittwe, und bleibet am die iſt lebend nd haltet an Ein jeder lern ſein Lection, 5 5 E N er Gemeine. ſten als dich ſelbs in dem Work und einſem iſt, die ſtel Gebat Tag und Nacht. Welche aber in g todt, 1 Tim 5. 9. 5. 6. 0 and alle krebot perſaſſet mit Baͤten fur alle Keuſchen, 1 Tim. 2,1. So wird es wohl im Hauſe ſtohn. die Demuth, ll nicht ſorgen/ wie ſie den Leuten, Naria, die Mutter Gottes, welche let ihre Hoffnung * EAA 1 e ae 50