— N 57% 755 r 755 b 1 2(ͤüͤüͤĩ57«tv 2 8 00 a ——— ͥ y—— 1. „ eee 6550 8 5 ee ee 1 2 5 — IR. KRBUm⁰tnorn ch stehe vor der Tür und klopfe an jehe, 5 Gesangbuch für die Evangelisch⸗reformirte Rirche der deutschen Schweiz. Zürich Druck von Zürcher und Furrer 1890. Alle Rechte vorbehalten. Das Gesangbuch ist Eigenthum der hiernach unterzeichneten Kirchenbehörden und zum Preise von 60 Rp. für das ungebundene Exemplar in folgenden Buchdruckereien zu beziehen: Ausgabe 4(mittlerer Druck: bei Zürcher& Furrer in Zürich. Ausgabe B(großer Druck: bei K. J. Wyß in Bern. Ausgabe C(kleiner Druck): bei R. Reich, vormals Detloff'sche Buchhandlung in Basel. Bibl. ssen — Vorwort. Im Jahre 1878 beauftragte die Ichweizerische Predigergesellschaf eine Kommission von drei Mitgliedern mit der Ausarbeitung eines Kirchengesangbuches für die deutsche reformirte Schweiz. Dieselbe gab im Jahre 1882 einen Entwurf des Textes, und mit Subvention von sechs Kirchenbehörden 1884 den Entwurf der Choralsammlung im Drucke heraus. Gestützt auf ein Gutachten des Herrn Musikdirektor Gustav Weber und unter seiner Mitwirkung revidirten die Redaktoren die sämmtlichen Melodien und auf Grund der ihnen zugegangenen Wünsche das Textbuch und legten das vollendete Werk den Kirchen⸗ behörden vor. Im Februar 1888 beschloß eine Konferenz der Kirchen⸗ behörden von Zürich, Bern, Schaffhausen, Appenzell A. Rh. und Aargau, einen vollständigen Probedruck nach Text und Melodien zu veranstalten und durch ihre Subvention sicher zu stellen. Während der Jahre 1887 und 1888 wurde derselbe von den Kirchenbehörden der genannten fünf Kantone, sowie von denjenigen von Basel⸗Stadt und Basel⸗Land geprüft, welche sämmtlich den Beschluß faßten, an der de⸗ finitiven Berathung durch eine neue Konferenz theilzunehmen. Im Februar 1889 stellte die Konferenz die Grundsätze für diese Berathung fest und es wurde sodann bis Ende Juni von den Abgeordneten der sieben Kantone in Verbindung mit den drei Redaktoren Herren Pfarrer Weber in Höngg, Th. Barth in Basel und Volz in Aarberg der ganze Entwurf nach Text und Melodien geprüft. Am Schlusse der Be⸗ rathungen wurde ein Vertrag betreffend den Druck der so festgestellten Vorlage genehmigt und im weitern der Beschluß gefaßt: Es sei das so gedruckte Gesangbuch als endgültig zu erklären in dem Sinne, daß eine weitere Prüfung oder Abänderung in den kan⸗ tonalen Kirchenbehörden nicht mehr zulässig sei, sondern daß diese über das fertige Werk nur zu entscheiden haben werden, ob sie es unver- ändert annehmen oder ob sie es ablehnen wollen. Für diese Ent⸗ scheidung soll das Gesangbuch ganz in der Form gedruckt werden, die es nachher bei der Einführung in den Gemeinden behält. Das Gesangbuch ist nunmehr von den zuständigen Behörden der Kantone Zürich, Bern, Aargau, Schaffhausen, Appenzell A.⸗Rh. und Basel⸗Stadt angenommen worden, und wird, gestützt auf diese Beschlüsse, den Gemeinden zur Einführung freundlich und angelegentlich empfohlen. Das Buch enthält eine reiche Sammlung von geistlichen Liedern aus allen Zeitaltern der protestantischen Kirche bis auf die neueste Zeit und daneben einen Schatz von schönen und singbaren Melodien. So möge denn dieses neue Gesangbuch das Seinige beitragen zur Hebung und Belebung unserer Gottesdienste, daß Psalter und Harfe aufwachen und wir dem Herrn lieblich singen in unseren Herzen. Möge es auch in den Schulen freundliche Aufnahme finden, daß schon unsere Jugend daraus das Loblied Gottes finge und sich einen Schatz köstlicher Lieder aneigne und einpräge, der fürs ganze Leben bleibt als ein unverlierbares Gut und selbst im Tode noch erquicken kann. Möge es auch im Familienkreise bei Hausandacht, bei frohen und trüben Ereignissen gute Dienste leisten und allen Einsamen und Altersschwachen, allen Mühseligen und Beladenen reiche Erbauung, Tröstung und Stärkung bringen, Gott zur Ehre und Allen, die es gebrauchen, zur Freude und zum Segen! Den 15. März 1891. Die Kirchenbehörden der Kantone Bürich, Bern, Aargau, Schaffhausen, Appenzell A.⸗Rh. und Pasel⸗Stadt. Im November 1891 haben auch die Kirchenbehörden der Kantone Baselland und Freiburg die Annahme des Gesangbuches erklärt. Uebersicht der Lieder. I. Lob und Anbetung Gottes. A. Bank- und Loblieder. 2 D D N N D- . Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. . Nun danket Alle Gott. . Sollt' ich meinem Gott nicht singen? Ich singe dir mit Herz und Mund. . Nun danket All' und bringet Ehr'. . Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. . Wunderbarer König. . Himmel, Erde, Luft und Meer. . Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. . Lobe den Herren, o meine Seele. . O daß ich tausend Zungen hätte. . Womit soll ich dich wohl loben. . Gott ist mein Lied. Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret. .Die Himmel erheben des Ewigen Ehre. . Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. . Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. . Herr, dir ist niemand zu vergleichen. .Die Gottesseraphim. . Singt, singt Jehovah neue Lieder. . Des Herren Majestät. . Gott ist's, der regiert. . O Höchster, deine Gütigkeit. Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Ehre. . Großer Gott, wir loben dich. Lobt den Herrn! Das Sterngefilde. .Der Herr mein Hirt! . Laßt Jehovah hoch erheben. . Du bist's allein. VI Uebersicht der Lieder. B. Gebetlieder. Nr. 30. Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. 31. Ach bleib' mit deiner Gnade. 32. O Gott, du frommer Gott. 3. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. . Ach Gott, verlaß mich nicht. . Dir, dir, Jehovah, will ich singen. . Gott, deine Güte reicht so weit. . Herr, vor dem die Engel knieen. Ich erhebe mein Gemüthe. C. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 1. Morgenlieder. Aus meines Herzens Grunde. 0. Gott des Himmels und der Erden. Wach' auf, mein Herz, und singe. Die goldne Sonne. . Morgenglanz der Ewigkeit. . Das walte Gott, der helfen kann. . Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. Früh laß mich deine Gnade hören. 2. Tcbendlieder. . Nun ruhen alle Wälder. .Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. . Nun sich der Tag geendet hat. . Hirte deiner Schafe. . Herr, der du mir das Leben. . Der Mond ist aufgegangen. . Entschwunden ist das Sonnenlicht. . Unwiederbringlich schnell entflieh'n. 3. Jahreszeiten. . Gott, du lässest Treu' und Güte. Du schöne Welt, wie herrlich schmückt. . Geh' aus, mein Herz, und suche Freud'. „Lobsingt am frohen Erntefest. . Herr, die Erde ist gesegnet. .Was Gott thut, das ist wohlgethan, so denken Gottes Kinder. .Wir danken dir, o Vater, heut. . In der stillen Einsamkeit. Uebersicht der Lieder. VII 85. 86. 87. 88. 89. 90. 4. Jahres wechsel Durch Trauern und durch Plagen. . Ach, wiederum ein Jahr verschwunden. . Das Jahr ist nun zu Ende. 5. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. . Nun laßt uns gehn und treten. . Ein neues Jahr ist angefangen. 69. Wir treten in das neue Jahr. 5. Ehe und Jamilie. . Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ. 71. Wohl einem Haus, da Jesus Christ. .Ich und mein Haus, wir sind bereit. 73. Herr, vor dein Antlitz treten zwei. 74. Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ. 75. Sorge, Herr, für unsre Kinder. . Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ. . Schöpfer meines Lebens. 6. Vektagslieder. . Herr Gott, dich loben wir. . Betet an vor Gott, ihr Sünder. . Herr Jesu Christ, der du beweintest. .Wir schwören heut' aufs Neue. . Himmelskönig, Gott der Gnaden. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. .O selig Volk, deß Gott du bist. II. Festlieder. A. Advents⸗ und Weihnachtslieder. 1. Aldvenkslieder. Macht hoch die Thür, die Thore weit. Gott sei Dank in aller Welt. Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Mit Ernst, ihr Menschenkinder. Nun jauchzet All', ihr Frommen. Wie soll ich dich empfangen. Uebersicht der Lieder. 91. Der König kommt, der Herr der Ehren. „Erhebt den Herrn, ihr Frommen. Dein König kommt in niedern Hüllen. 2. Weihnachlslieder. Wie ist der Tag so freudenreich. „Vom Himmel kam der Engel Schaar. . Lob' Gott, du werthe Christenheit. „Fröhlich soll mein Herze springen. . Wir singen dir, Immanuel. . Jauchzet, ihr Himmel. „Dieß ist der Tag, den Gott gemacht. Werde Licht, du Volk der Heiden. .Die heiligste der Nächte. 3. Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. Erfüllt sind Stund' und Zeiten. „Gelobt sei Gott! Er ist geboren. O Bethlehem, du kleine Davidsstadt. B. Passionslieder. „Wenn dir dein Zion Palmen streut. 8. Laß mir die Feier deiner Leiden. . Sei heilig uns, o Feierzeit. Schau hin! Dort in Gethsemane. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. O Haupt voll Blut und Wunden. O Welt, sieh hier dein Leben. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. „Wie bist du, Heiland, mit der Krone. „Schaut die Mutter voller Schmerzen. O Lamm Gottes, unschuldig. „Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben. . Es ist vollbracht! Er ist verschieden . Jesu, deine tiefen Wunden. Wenn mich die Sünden kränken. . Jesu, meines Lebens Leben. . O du Liebe meiner Liebe. „ Marter Jesu, wer kann dein vergessen. . So ruhest du. . Ich geh' zu deinem Grabe. Uebersicht der Lieder. C. Gsterlieder. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit. . Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. . Willkommen, Held im Streite. . Trauernd und mit bangem Sehnen. . Jesus lebt, mit ihm auch ich. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar. . Jesus, die erlösten Sünder. . Ich sag' es Jedem, daß er lebt. . Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte. . Zieh' einher, du Ostersonne. . Seele, dein Heiland ist frei von den Banden. . Die Lerche stieg am Ostermorgen. D. Himmelfahrtslieder. . Auf diesen Tag bedenken wir. Der Herr fährt auf gen Himmel. . Jesus Christus herrscht als König. . Zum Himmel bist du eingegangen. „ Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. . Erhöhet die prächtigen Pforten der Siege. E. Psfingstlieder. . Komm, Schöpfer Geist, kehr' bei uns ein. . O heiliger Geist, o heiliger Gott. . Komm, o komm, du Geist des Lebens. . O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. . Zeuch ein zu meinen Thoren. . O Gott, o Geist, o Licht des Lebens. . Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit. .Es saß ein frommes Häuflein dort. Höchster Tröster, komm hernieder. . Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge. 5. Es ist ein Strom erflossen. X Uebersicht der Lieder. III. Christliche Kirche. A. Die Rirche. 157. Ein' feste Burg ist unser Gott. 158. Verzage nicht, o Häuflein klein. 159. Fahre fort. 160. Herr, der du einst gekommen bist. 161. Herz und Herz vereint zusammen. 162. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen. 163. Eine Heerde und Ein Hirt. 164. Der im Heiligthum du wohnest. 165. Gottes Stadt steht fest gegründet. 166. Der du in Todesnächten. 167. Gott ist unsre Zuversicht. 168. O daß doch bald dein Feuer brennte. 169. Wachet auf, erhebt die Blicke. 170. Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ. B. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 71. Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. 72. Thut mir auf die schöne Pforte. 73. Hallelujah, schöner Morgen. 174. Gott ist gegenwärtig. 175. Die Gnade sei mit Allen. 176. Gottes ruhe, Sabbathstille. 177. Jehovah, Jehovah. 178. Wie lieblich ist das Haus des Herrn. 179. O Jesu, Herr der Herrlichkeit. 180. Ja, Tag des Herrn, du sollst mir heilig. 181. Jesu, Seelenfreund der Deinen. 182. O wie freun wir uns der Stunde. 183. Tag über alle Tage. 184. Treuer Heiland, wir sind hier. 185. Die Gnade unsers Herrn. C. Lieder über das Wort Goltes. 186. Theures Wort aus Gottes Munde. 187. Wort aus Gottes Munde. 188. Herr, dein Wort, die edle Gabe. Uebersicht der Lieder. . Gott ist mein Hort. . Walte, walte nah und fern. . Nun geh' uns auf, du Morgenstern. . Wort des Lebens, lautre Quelle. D. Taufe und RNonfirmation. 93. Ich bin getauft auf deinen Namen. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben. . Bleibt, Kinder, bleibt. 3. Im Namen des Herrn Jesu Christ. . Ewig, ewig bin ich dein. . Erhör', o Gott, das heiße Flehn. . Wie könnt' ich sein vergessen. . Wir flehn um deine Gnade. . Eines wünsch' ich mir vor allem Andern. . Einem Herrn nur sollt ihr dienen. . Seid eingedenk, o theure Kinderschaar. E. Abendmahlslieder. 204. O Jesu, meine Wonne. 214. 215. 216. J 217. 218. 5. Schmücke dich, o liebe Seele. 3. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden. „Lasset uns zum Heiland gehen. . Jesu, Freund der Menschenkinder. 9. Auf, theure Seelen, auf. . Herr, du wollst uns vorbereiten. Bang und doch voll sel'ger Freuden. . Kommt her, denn Alles ist bereit. 3. Geist der Liebe, Geist der Gnaden. IV. Christliches Leben A. Bußflieder. Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. ch will von meiner Missethat. Herr Jesu, Gnadensonne. Wie mächtig spricht in meiner Seele. E. Christlicher Sinn und Wandel. . Geduld ist euch vonnöthen. Mir nach! spricht Christus, unser Held. Lasset uns mit Jesu ziehen. 296. Hinab geht Christi Weg. 317. 318. 3. 320. 321. 322. 324. 325. 326. 327. . O Durchbrecher aller Bande. Mache dich, mein Geist, bereit. „Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Schafft mit Ernst, ihr Menschenkinder. „Seele, was ermüd'st du dich. . Jesu, geh' voran. Kommt ins Reich der Liebe. So jemand spricht: Ich liebe Gott. 5. Du klagst und fühlest die Beschwerden. . Gott, vor dessen Angesichte. . Alles ist euer. Komm Jesu, läutre die Gedanken. „Der du die Wahrheit selber bist. . Selige Seelen, die treu. Mit dem Herrn fang' Alles an. Christ, wenn die Armen manchesmal. 3. Gib Frieden, Herr, gib Frieden. Es zieht ein stiller Engel. 5. In der Angst der Welt will ich nicht klagen. 1 3 5. Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn. F. Die Vollendung. 1. Cieder über Tod und Grab. Mitten wir im Leben sind. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. Abschied will ich dir geben. Christus, der ist mein Leben. Ich bin ein Gast auf Erden. Alle Menschen müssen sterben. Wie flieht dahin der Menschen Zeit. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe. Die Christen gehn von Ort zu Ort. Kommt, Brüder, laßt uns gehen. Uebersicht der Lieder. XV Nr. 328. 329. 330. 331. 332. 333. 334. 335. 336. 337. 338. 339. 340. 341. 342. 343. 344. 345. 346. 347. 348. 349. 350. 351. 352. 353. Meine Lebenszeit verstreicht. Daheim ist's gut. Mag auch die Liebe weinen. Ja fürwahr! Uns führt mit sanfter Hand. Am Grabe stehn wir stille. Stimm' an das Lied vom Sterben. Der Herr der Ernte winket. Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. Geh' zum Schlummer. Nein, nein, das ist kein Sterben. Dich hoffen wir zu finden. Wenn kleine Himmelserben. Zieh' hin, mein Kind. Auch die Kinder sammelst du. 2. Lieder über Gericht und Gwigseit. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Jesus, meine Zuversicht. Ermuntert euch, ihr Frommen. Der Herr bricht ein um Mitternacht. O Jerusalem, du schöne. Nach einer Prüfung kurzer Tage. Es ist noch eine Ruh' vorhanden. Selig sind des Himmels Erben. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Ich hab' von ferne. Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe. E Lob und Anbetung Gottes. A. Dank⸗ und Loblieder. 1. Nik. Decius 1 5 3 2— 24— F J S S 0— 1— 8—— 5—— f 2 P 1 2 1 Al ⸗ lein Gott in der Höh' sei Ehr' Und Dank für Da ⸗ rum, daß nun und nim⸗mer-mehr Uns rühren sei ne Gnade, 5 kann ein Scha ⸗ de. Ein Wohl ⸗ ge ⸗ fall'n Gott Fehd' hat nun ein En ⸗ de. „ 8 Dank⸗ und Loblieder. 9 2. Wir beten an und loben dich, Wir bringen Ehr' und danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn' alles Wanken. Ganz unbegrenzt ist deine Macht; Allzeit geschieht, was du bedacht: Wohl uns solch eines Herren! 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Für uns ein Mensch geboren, Gesandt von deines Vaters Thron Zu retten, was verloren, Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, 1 5 2—— Nimm an die Bitt' von unsrer Noth, Erbarm' dich unser Aller! „O heil'ger Geist, du größtes Gut, Mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, Die Jesus Christ erlöste Durch große Qual und bittern Tod; Wend' ab all'unser Leid und Nothl Darauf wir uns verlassen. Nik. Decius. Joh. Crüger. 1 r—. 2 5——.— „„ 1.(Nun dan⸗ket Al ⸗ le Gott 1 Der gro ⸗ ße Din⸗ge thut tit Her⸗ zen, Mund und An uns und al ler Hän ⸗den, En ⸗ den, Der uns an Leib und Seel' Von frü⸗her Kind⸗heit In⸗zäh⸗lig viel zu gut Bis hie⸗her hat ge ⸗ than. 111 2. Der ewig reiche Gott 3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, Woll' uns in unserm Leben Dem Vater und dem Sohne! Ein immer fröhlich Herz Lob sei dem heil'gen Geist Und edlen Frieden geben, Im hohen Himmelsthrone! Woll' uns in seiner Gnad' Ihm, unserm Herrn und Gott, Erhalten fort und fort Wie er im Anfang war Und uns aus aller Noth Und ist und bleiben wird, Erlösen hier und dort. Ihm danket immerdar. Martin Rinkart. 3. A. P. Bertsch. 1. J Sollt ich mei nem Gott nicht sin⸗g llt' i 1 Denn ich seh' in al ⸗ len Din⸗gen, Wie so ihm nicht fröhlich sein? gut er's mit mir mein'! ö all Ru Das sein treu⸗ es Herz be⸗wegt, Das ohn' En⸗de hebt und trägt, sei ne Zeit, Got⸗tes Lieb' in E wig keit. EE —u——.— ———————— f— 5 2. Wie ein Adler sein Gefieder 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Ueber seine Jungen streckt, Nein, er gibt ihn für mich hin, Also hat auch immer wieder Daß er mich vom ew'gen Feuer Mich des Höchsten Arm gedeckt. Durch sein theures Blut gewinn'. Er, der über mir schon wachte, O du Brunnen ohn' Ergründen, Als ich kaum zu sein begann, Wie will doch mein schwacher Geist, Nahm sich meiner herzlich an, Ob er sich gleich hoch befleißt, Eh' ich seiner noch gedachte. Deines Grundes Tiefe finden: Alles Ding ꝛc. Alles Ding ꝛc. 6 3. Dank⸗ 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort Daß er* mein Regierer Durch die W pfort', Daß er mir mein Herz erfülle Mit des Glaubens hellem Licht, Der des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding dc. „Meiner Seele Wohlerge hen Hat er ja recht wohl bedacht. Will dem Leib ein Leid geschehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding ꝛc. Himmel, Erd' und ihre Heere Hat er mir zum Dien st bestellt; Wo ich nur mein Aug' hin tehre, Find' ich, was mich nährt und hält, Thier' und Kräuter und Getreide: In den Gründen, in der Höh', In den Büschen, in der See, Ueberall ist Wonn' und Weide. Alles Ding ꝛc. Wenn ich schlafe, 8 sein Sorgen Und ermuntert mein 8 Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hatte mich sein Angesicht Nicht geleitet, 15 ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding ꝛc. Welt zur Himmels und Loblieder. 8. Wie ein Vater seinem Kinde 10. D 11. Niemals ganz se in Herzentzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Thut und aus den Schranken weicht, Also hält auch mein Gebrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Ruth' Und nicht mit dem werte rächen. S 0 Alles Ding ꝛc. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, 72 mein und, Der mich liebet, mein— Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuz zu sich hinlenke. Alles Ding ꝛc. as weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille 1 Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding ꝛc. Weil denn weder Ziel noch End⸗ Sich in Gottes Liebe find't, So 8 ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu um fangen Tag und Nacht 8 in meinem ganzen Leben, s ich dich nach dieser Zeit 200 und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt. glei 4. Dank⸗ und Loblieder. 7 0 1. Ich sin ge dir mit Herz und Mund, Herr, 1 1 mei ⸗ nes Her⸗ zens Lust, Ich sing' und mach' auf Er⸗ den 1— 4 —.—————.— 2* E 2 f 0 2 —— E—— *.— 5 8 8 Was mir von dir be wußt. 1 1 1 PE 5 ———„ H— 85————— 0 2 2. Ich weiß, daß du der Brunn der 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Gnad' Hoch über uns gesetzt? Und ew'ge Quelle bist, Wer ist es, der uns unser Feld Daraus uns allen früh und spat Mit Thau und Regen netzt! Viel Heil und Gutes fließt. 5. Wer wärmet uns in Kält' und Frost? 3. Was sind wir doch? was haben wir Wer schützt uns vor dem Wind? Auf dieser ganzen Erd', Wer macht es, daß uns Korn Das uns, o Vater, nicht von dir und Most Allein gegeben werd'? Zur Zeit bescheeret sind! 8 4. Dank⸗ und Loblieder. 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und 13. Wohlauf, mein Herz, wohlauf Muth? und sing' Wer hält mit seiner Hand Und habe guten Muth! Des gold'nen Friedens edles Gut Dein Gott, der Ursprung aller In unserm Vaterland? D Ding', 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt Ist selbst und bleibt dein Gut von dir, Du, du mußt Alles thun. 14. Er ist dein 5 2 3 f 5 5 Thett, Du hältst die 2855— Dein Glanz und Freudenlicht Und läßt uns sicher ruh'n Dein Schirm und Schild, dein 8 6 3 Hilf' und Heil, 8. Du nährest* Jahr zu Schafft Rath und läßt dich nicht. Vleibst immer fromm und treu 15. Was kränkst du dich in deinem Und stehst in jeglicher Gefahr Sinn Uns allen herzlich bei. Und grämst dich Tag und Nacht? 9. Du strafst uns Sünder mit Nimm deine Sorg' und wirf Geduld sie hin Und schlägst uns nicht zu sehr, Auf den, der dich gemacht. Ja endlich nimmst du unsre Schuld 16. Hat er dich nicht von Jugend Und wirfst sie in das Meer. Gb 3* 10. Wenn unser Herze seufzt und ersorget und ernährt: 0 We, 0 Wie manchen schweren Unglücks⸗ Wirst du gar bald erweicht Und gibst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr' gereicht. 11. Du siehst dein Kind, wie oft es wein Und was sein Kummer sei: Kein Thränlein ist vor dir zu klein, Du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd' entgeht. — lauf Hat er zum Heil gekehrt! „Er hat noch niemals was ver⸗ sehn In seinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun Und red' ihm nicht darein: So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt 5. Dank⸗ und Loblieder 9 5. Joh. Crügfr. 9——. 1—— 5.—— 8 n 5 f 7 Nas 7 f ö Nun dan⸗ket All und brin⸗ get Ehr', Ihr Men ⸗schen FEE 1——— ——— 22 3 5 2 5 2 8 8 4 8* 3 —— 3 K in 55 Welt, Dem, des⸗sen Lob der En gel Heer Stets 4 2 ur 2 1 5 — 1— n——— 5———————— 2— ——— singt im Himmels ⸗ 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge thut; 8. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch mehr helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir gleich ihn hoch betrübt, Doch bleibet gutes Muths, Die Straf' erläßt, die Schuld vergibt Und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn, Und werfe Sorgen, Angst und Schmerz Ins tiefe Meer dahin. 10 6. Dank⸗ und Loblieder. 6. Er lasse seinen Frieden run 8. So lange dieses Leben währt, Auf unserm Vaterland; Sei stets er unser Heil, Er gebe Glück zu unserm Thun. Und wenn wir scheiden von der Und Heil in jedem Stand. Erd', Bleib' er auch unser Theil. 7. Er lasse seine Lieb' und Güt' 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Um, bei und mit uns gehn, Uns unsre Augen zu, Was aber ängstet und bemüht, Ind zeig' uns drauf sein An⸗ Gar ferne von uns stehn. gesicht [Dort in der ew'gen Ruh'. Paul Gerhardt. 1 Lo be den Her⸗ ren, den mäch⸗ti⸗ gen Kö ⸗ nig der ILob' ihn, o i d Eh ⸗ ren! 7. Dank⸗ und Loblieder. 11 2. Lobe den Herren, der Alles so 4. Lobe den Herren, der sichtbar herrlich regieret, dein Leben gesegnet, Der wie auf Flügeln des Adlers Der aus dem Himmel mit Ströͤ⸗ Der dich erhält, Denke daran, Wie es dir selber gefällt. Was der Allmächtige kann, Hast du nicht dieses verspüret? Der dir mit Liebe begegnet! dich sicher geführet, men der Liebe geregnet; 8. Lobe den Herren, der künstlich 5. Lobe den Herren, was in mir und fein dich bereitet, ist, lobe den Namen! Der dir Gesundheit verliehen, Lob' ihn mit Allen, die seine Ver⸗ dich freundlich geleitet; heißung bekamen. In wie viel Noth Er ist dein Licht! Hat nicht der gnädige Gott Seele, vergiß es ja nicht! Ueber dir Flügel gebreitet! Lob' ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander. 7. 1719. 1 9 J 1 1 1 1 2 1 . 4 1 1—— —** 1.—— — r 2 5 0* Kas + 7 1 1 1—— Kö- nig, Herr⸗scher von uns Al ⸗ len, 1 Dei ⸗ ne Gna⸗den⸗strö- me Hast du las⸗sen flie ⸗ ßen, 5 a* — 1 2 22—— +———— —. E 7. A 8 Laß dir un ⸗ ser Lob ge⸗fal- len! 2 Ob wir schon dich oft ver⸗lie ßen. Hilf uns noch, e 0 2 5— 5— 1—. ̃——— 8 555 1 .— 5 2. 2— Stärk' uns doch, Laß die Zungen fin ⸗ gen, Laß die Stimmen klin⸗gen. 0 ö 5 4 2 S2 2. 5 2— 2. Himmel, lobe prächtig deines Singe Dank⸗ und Freudenlieder! Schöpfers Stärke, Unser Gott Zebaoth Mehr als aller Menschen Werke! Ist allein zu loben hier und Großes Licht der Sonne, breite ewig droben. deine Strahlen, 4. Halleluja* 8. ige, wer den Gottes Herrlichkeit zu malen! 8 jah f 833 Herrn Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit, zu ehren einen sol⸗ Hallelujah si 185 45 jah singe, welcher Christum 1* chen Herren! ret, 8. O du meine Seele, singe fröhlich, Sich von Herzen ihm ergibet! Und in Christo Vater nennet! singe Welch ein Heil ist dein Theil! Ihm, dem Schöpfer aller Dinge!“ Endlich wirst du droben ohne Was da Odem holet, falle vor Sünd' ihn loben! ihm nieder, Joachim Neander. 8. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. 1. Himmel, Erde, Luft und Meer 4. Seht, der Vögel muntrer Chor Zeugen von des Schöpfers Ehr'; Singt und jauchzt zu ihm empor; Meine Seele, singe du Feuerflammen, Sturm und Wind Und bring' auch dein Lob herzu! Seines Willens Diener sind. 2. Seht das große Sonnenlicht, 5. Seht der Wasserwellen Lauf, Wie es durch die Wolken bricht; Wie sie steigen ab und auf; Mondenglanz und Sternenpracht Von der Quelle bis zum Meer Jauchzen Gott bei stiller Nacht. Rauschen sie des Schöpfers Ehr'. 3. Seht, wie Gott der Erde Ball 6. Ach, mein Gott, wie wunderbar Hat gezieret überall; Stellst du dich der Seele dar! Wälder, Felder, jedes Thier Drücke tief in meinen Sinn, Zeigen Gottes Finger hier.[Was du bist und was ich bin! Joachim Neander. 9. Dank⸗ und Loblieder. 13 9. 1524. . E————— e Y 9 f 2— 0. 7 2— — 1 0 Sei Lob und Ehr' dem höch⸗sten Gut, Dem Va⸗ ter 1 Dem Gott, der al- 5 Wun⸗ 2 thut, Dem. der E EE .—-ꝝ½̃.* . 7 4E—— 8 0 1 1 + 0 al ler Güte, mein Ge⸗mün⸗ the Mit sei nem rei⸗ chen Trost er⸗füllt, Dem — 1 25 A 2—— . 2 7 2 8—. E 7 f 2 2 225 1 9 5 l N 1 9 Gott, der al⸗ len Jammer stillt: Gebt un⸗serm Gott l Eh ⸗ rel 3 4 1 ¹;u 42. 7 A 2 3——— 92 2 —.. 2 0* 1 2 2. Es danket dir des Himmels Heer, 3. Was unser Gott geschaffen hat, O Herrscher aller Thronen, Das will er auch erhalten, Und die auf Erden, Luft und Meer Darüber will er früh und spat In deinem Schatten wohnen, Mit seiner Gnade walten. Die preisen deine Schöpfersmacht, In seinem ganzen Königreich Die Alles, Alles wohl bedacht. Ist Alles recht, ist Alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! Gebt unserm Gott die Ehre! 14 10. 4. Ich rief dem Herrn in meiner 2 Noth: Ach Gott, vernimm meinSchreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir angedeihen. Drum dank', o Gott, drum dank' ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibt der Frommen Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! Wenn Trost und Hilfe mangeln muß, Die sonst die Welt erzeiget, So kommt mit seinem Ueberfluß Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die nirgendwo sonst finden Ruh', Gebt unserm Gott die Ehre! 7 0 Lo- be 1 Dank⸗ und Loblieder. —— 2*.— — 25 2 „be den Her ren, o mei ⸗ ne Weil ich noch Stun ⸗den auf Er ⸗ den * Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, o Gott, den Lobgesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermunt're sich! Mein Leib und Geist lobpreise dich! Gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! So kommet vor sein Angesicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es Alles wohl bedacht Und Alles, Alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! J. J. Schütz. — S—ͤů Nr e. See ⸗ le: zäh ⸗ le, N 10. Dank⸗ und Loblieder. 15 n 1 1 41 .——— 3. 1— A n Ich will ihn lo ben bis zum Tod. Will ich lob⸗sin- gen mei 1 8 1 Der Leib und nem Gott. —— ä :::; 2—— f f 92 5. 5 5— spat: Hal le. 5„jah! Hal ⸗ le lu- jah! E. 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und finken wieder in den Sta Ihre Anschläge sind auch ver⸗ loren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an! Hallelujah! Hallelujah! ub ub. ————ͤ 1 5 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Deß Hilfe der Gott Jakobs ist, Welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am Besten Rath und That. Hallelujah! Hallelujah! 16 11. Dank⸗ und Loblieder. 1. Dieser hat Himmel und Meer und Erden Und, was darinnen ist, gemacht. Alles muß treulich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah! Hallelujah! 5. Sehende Augen gibt er den Blinden, Erhebt, die tief gebeuget gehn. Wo er kann gläubige Seelen finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Dem Fremdling steht er hilf⸗ reich bei, Wittwen und Waisen schützt er treu. Hallelujah! Hallelujah! Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Deß, der so große Wunder thut! Alles, was Odem hat, rufe: Amen! Und bringe Lob mit frohem Muth! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen Geist! Hallelujah! J. D. Herrnschmidt. Hallelujah! 11. Joh. Balth. König. = 4: 4 ä. U KK(— * 1 U 1 1 1 0 O daß ic tau⸗send Zun⸗gen hät te Und 1 So stimmt' ich da⸗mit in die Wet te Vi ei nen tau⸗send ⸗fa⸗ chen Mund! al⸗ ler- tief⸗sten Her⸗zens⸗ grund Ein Lob ⸗ lied nach dem 2 4 2 22 3 —— —— 4. . 1 11 1 1 1 11. Dank- und Loblieder. 17 an⸗ dern an Von dem, was Gott an mir ge ⸗ than. 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es seinen Lauf noch geht! Ach, wäre jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein! 4. Lob sei dir, liebster Gott und Vater, Für Leib und Seele, Hab und Gut; Lob sei dir, mildester Berather, Für Alles, was dein Lieben thut Und was du in der ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast be⸗ stellt. 5. Mein treuster Jesu, sei ge⸗ priesen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hilfreich hat er⸗ wiesen Und daß durch deinen Todes⸗ schmerz Du mir die Freiheit hast gebracht Und mich zu eigen dir gemacht. 6. Lob sei dir ewig, Ruhm und Ehre, O heil'ger, werther Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Was Gutes soll durch mich ge⸗ deihn, Das wirkt dein göttlich Licht allein. 7. Werüberströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sünden⸗ schuld Unsäglich gnädige Geduld. 2 sein. Joh. Mentzer. 1. J Womit soll ich dich wohl lo⸗ ben, Mäch⸗ti⸗ ger Herr 1 Sen⸗de mir da⸗ zu von o ben Dei⸗ nes Gei⸗stes E 0 Ze ⸗ ba oth: Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts er ⸗ rei ⸗ chen Dank⸗ u und Loblieder. S 2 9 bes ⸗ zei⸗ chen. Tau ⸗send⸗, tau⸗send⸗ mal sei dir, Gro⸗ ßer N nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüthe, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu' und Güte Froh erhebe Tag und Nacht! Denn, was ich nur bin und habe, Kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Denk ich, wie ich dich verlassen Und gehäufet Schuld auf Schuld, — muß ich vor Scham erblassen Ob der Langmuth und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Hast getragen voll Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 4. Ja, Herr, wenn ich überlege, stit wie großer Gütigkeit Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch die Tiefen zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 5. O wie hat mich deine Gnade Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich von 8 Sünden Pfade zu dem Kreuze fliehn, nden Möchte; Wo ir 1 meines Heilands Wu Die Erlösung ist gefunden. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 6. Ja, Herr, Majestät und Klarheit Strahlt von deinem Angesicht; All dein Thun ist Gnad' und Wahrheit, Recht und heilig dein Gericht. Wer muß nicht aus deinen Werken Deine Macht und Weisheit merken? Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 20 13. Dank⸗- und Loblieder. 7. Bald mit Freuden, bald mit Und durch dich, o Geist der Leiden Gnaden, Kamst du, Herr, mein Gott, zu Werd' ich stets noch eingeladen. mir, Tausend⸗, tausendmal sei dir, Nur mein Herz recht zu bereiten, Großer König, Dank dafür! Ganz sich zu ergeben dir, 9. Tausendmal sei dir gesungen Daß mein einziges Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! Preis und Lob und Dank, mein Gott, Daß es mir bisher gelungen. Ach, laß mich bis in den Tod 8. Vater, du hast mir erzeiget Fest in deiner Gnade stehen Lauter Gnad' und Gütigkeit, Und dereinst dein Antlitz sehen! Und du hast zu mir geneiget, Da will ich, Herr, für und für Jesu, deine Freundlichkeit, Ewig, ewig danken dir! Ludw. Andr. Gotter. H. Egli nach Schmidlin. 1. Gott ist mein Lied: Er ist der Gott der 1. n. S—— 5—— . 1 E 2.— Stär ⸗ ke; Hehr ist sein Nam' Und groß sind sei⸗ ne 2 S. . 8 13. Dank⸗ und Loblieder. 24 5———— 4 2—.—— 2 8. 8 5 — f 2 25* N* 7— Wer te Und 8 le Him mel sein Ge biet. 1 J 5 21 8—— , 8 2. Er will und spricht's: So sind und leben Welten; Und er gebeut, So fallen durch sein Schelten Die Himmel wieder in ihr Nichts. Licht ist sein Kleid Und seine Wahl das Beste; Er herrscht als Gott, Und seines Thrones Feste Ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, Ein Meer von Seligkeiten, Ohn' Anfang Gott Und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? Was ist und war In Himmel, Erd' und Meere, Das kennet Gott, Und seiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe, Er schafft, was ich Vor⸗ oder nachmals thue, Und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, Du sitzest oder gehest, Ob du ans Meer, Ob du gen Himmel flöhest, So ist er allenthalben da. Er kennt mein Flehn Und allen Rath der Seele; Er weiß, wie oft Ich Gutes thu' und fehle, Und eilt, mir gnädig beizustehn. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb auf sein Buch, Wie lang ich leben sollte, Da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, Das Gott nicht angehöre: Herr, immerdar Soll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht Von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, Den du hast werden lassen, Verkündigt seines Schöpfers Macht. 22 14. Dank⸗ und Loblieder. 12. Der kleinste Halm Ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, Ihr Auen, Thal und Hügel, Ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Weiden, Und Nacht und Tag Und Korn und Wein und Freuden Empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen: Sollt' ich mein Herz Nicht mit dem Troste stillen, Daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, Will Gott mein Retter werden, So frag' ich nichts Nach Himmel und nach Erden Und biete selbst der Hölle Trutz. Christ. F. Gellert. . 1 Du bists, dem 415 und Eh ⸗ re ge⸗ 1 ret, Und 21— 5 5— 14. Dank⸗ und Loblieder. 23 2. Wenn Noth zu meiner Hütte sich nahte, So hörte Gott, der Herr, mein Flehn, Und ließ nach seinem gnädigen Rathe Mich nicht in meiner Noth vergehn. 3. Ich sank in Schmerz und Krankheit darnieder Und rief: O Herr, errette mich! Da half mir Gott, der Mächtige, wieder, Und mein Gebein erfreute sich. 4. Wenn mich der Haß des Feindes betrübte, Klagt' ich Gott kindlich meinen Schmerz; Er half, daß ich nicht Rache verübte, Und stärkte durch Geduld mein Herz. 5. Wenn ich, verirrt vom richtigen Pfade, Mit Sünde mich umfangen sah, Rief ich zu ihm, dem Vater der Gnade, Und seine Gnade war mir nah. 6. Um Trost war meiner Seele so bange; Denn Gott verbarg sein Angesicht. Ich rief zu ihm: Ach Herr, wie so lange! Und Gott verließ den Schwachen nicht. 7. Er half und wird mich ferner erlösen; Er hilft, der Herr ist fromm und gut; Er hilft aus der Versuchung zum Bösen Und gibt mir zu der Tugend Muth. 8. Dir dank ich für die Prüfung der Leiden, Die du mir liebreich zugeschickt; Dir dank' ich für die häufigern Freuden, Womit mich deine Hand beglückt. 9. Dir dank' ich für die Güter der Erden, Für die Geschenke deiner Treu'; Dir dank ich; denn du hießest sie werden, Und deine Güt' ist täglich neu. 10. Dir dank ich für das Wunder der Güte: Selbst deinen Sohn gabst du für mich. Von ganzer Seel' und ganzem Gemüthe, Von allen Kräften preis ich dich. 11. Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! Die Erd' ist voll der Huld des Herrn. Sein, sein ist Ruhm und Weisheit und Stärke, Er hilft und er errettet gern. 24 15. Dank⸗ und Loblieder. 12. Er hilft; des Abends währet die Klage, Des Morgens die Zufriedenheit. Nach einer Prüfung weniger Tage Erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Vergiß nicht deines Gottes, o Seele, Vergiß nicht, was er dir gethan! Verehr' und halte seine Befehle, Und bet' ihn durch Gehorsam an! Christ. F. Geller: Pa f 1. Die Himmel er ⸗he⸗ ben des E⸗wi⸗gen Eh⸗ re, Ihr E preisen die Mee⸗ re; Ver⸗nimm, o Mensch, ihr gött⸗ lich Wort! ö ö 1 2 —— 8— 0 S 16. Dank⸗ und Loblieder. 2. Wer leitet der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und umleuchtet und lacht uns von ferne Und läuft den Weg gleich als ein Held. .Vernimm es und siehe die Wunder der Werke, Die die Natur dir aufgestellt! Verkündigen Weisheit und Ordnung und Stärke Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Wie kannst du der Wesen unzählbare Heere, Den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist dies Alles? O gib ihm die Ehre! Mir, spricht der Herr, sollst du vertraun! 5. Mein mächtiges Wort schuf einst Himmel und Erde; An meinen Werken kennst du mich. Ich bin es und werde sein, der ich sein werde, Dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich, ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, Ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bin es; mich liebe von ganzem Gemüthe, S Und nimm an meiner Gnade Theil! Christ. F. Gellert. 16. Joh. Sörensen. 9 H. f— 222... TT.... 222 ö ö ö 1 * 7 1 3.— groß ist des All⸗mächt'⸗gen Gü⸗ te! Ist » Der mit ver ⸗ här te ⸗ tem Ge⸗ mü⸗ the Den e der ein Mensch, den sie nicht rührt, 5 a Dank er ⸗stickt, der ihr gebührt? Nein, sei ⸗ ne m — 4 2— 6 2* 2 4 —— 2 1 — 8 25—ů— 2— 2 2 2 2 f 1 1 1 7 7 II 1 ö— f 5 — 26 16. E TTT —— 2 e., Lie be zu er mes⸗sen, Sei e⸗ wig mei 1 —— — 7— ß . —̃— 76 7 + 7* N 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück ge⸗ nießen? Ist's nicht sein Arm, der Alle schafft? 1 4 I 50 — 18885 —— — 2 — 5 f* giß, mein Herz, auch sei⸗ ner nicht. E 5—— ͤ— 3. Schau', o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein! Dank⸗ und Loblieder. 17. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren 1 seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich Gott soll ich über Alles lieben Und— Nächsten gleich als mich. „Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille, Ich soll vollkommen sein wie er. So lang ich dieß Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildniß in mir her. * 17. * „Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für Alle wacht, Anbetend überlege, So weiß ich, von Bewund' rung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr und Vater! 1 D „Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausge⸗ schmüc kt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? „Dich predigt 97 2 Lebt seine Lieb' in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwachheit 0, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. O Gott, laß deine Güt' und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur? Zeit des Glücks; Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des lezten Augenblicks! 1 Christ. F. Gellert. Mel. 1: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. Wer schließt den Schooß der Erde auf, Mit Vorrath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herr⸗ lichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, So nel die Wolken reichen. Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Sch höpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht: Bringt unserm Sch öpfer Ehre! 28 18. Dank⸗- und Loblieder. 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, Verstand Dich zu erkennen leitet, Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt' und Größe. den sein 18. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! Erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag' Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Und hoff' auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. F. Gellert. Just. H. Knecht. 11 2 ist 151 ne Größ' Ni mand zu Ma⸗ 10- stät ud Ruhm um⸗ge⸗ ben Dich, al ⸗ler g 0 er⸗ rei⸗ chen, Kein noch so —ͤ— ä— 1 11 2 1 S———.— e ver⸗glei⸗ chen, Kein Lob kann feu„ri ger Ver⸗ We ⸗ sen Quell und Le⸗ beni Licht ist dein strah⸗ len des Ge⸗ ö 5 — — 55 stand! wand! In ho⸗-hen, un er ⸗ meß ⸗ nen Fernen, Wo⸗ hin kein 2 2 42 18. Dank-⸗ und Loblieder. 29 sterb⸗ lich Au ⸗ ge 1 Hast du weit ü ber ä—— 2. Drum lass' ich dich mit Freuden walten, Ich weiß, daß deine Hand mich halten Und schützen wird bei Tag und Nacht. Auf nichts Vergänglich's will ich bauen, Auf dich allein will ich vertrauen, Bei dem mir Fried' und Freude lacht. Du heilest jede Herzenswunde, Du spendest Trost für jeden Schmerz; In Glück und Noth, zu jeder Stunde Find' ich bei dir ein offnes Herz. 3. O Vater, aller Augen warten In deiner Schöpfung reichem Garten Auf dich, du öffnest deine Hand Und sättigst uns mit deinen Gaben, Dein Segen ist ja, was wir haben, Du baust, du nährest Volk und Land. Dein Antlitz, Herr, strahlt Heil und Leben, Durch deinen Odem steht die Welt. Herr, du verhüllst dich, sie erbeben, Und alle Pracht in Staub zerfällt. 30 19. Dank⸗ und Loblieder. 4. Erheb', erheb', o meine Seele, Gott, meinen Schöpfer, und erzähle, Verkündige sein Lob der Welt! Ihm singe deine Jubellieder, Und Erd' und Himmel hallen wieder Dem Mächtigen, der uns erhält! Frohlockt ihm, alle seine§ Ihm weihet euren Lobgesang! Der Herr ist würdig, Preis und Ehre Zu nehmen, Lob und Ruhm und Dank! Nach Joh. Andr. Cramer ere, C. O. Eberhard. 1 f 1 1. Die Gottes⸗se⸗ra⸗phim Er ⸗ he ⸗ben ih ⸗ re Stimm' Mit 1 0 5 81 24 2 E — ß——̃—ÿ— ——.—— N————— ——— U 1 Macht N Freud' vor ihm; Ihr heil'⸗ger Chor voll Glanz und 1 Licht Singt mit ber teten An ⸗ge⸗sicht: Hei lig, hei ⸗lig, Dank⸗ und Lobli eder. hei ⸗ lig Ist un⸗ser Gott, Der Herr, Herr Ze⸗ ba ⸗oth! m 0 f g 1 1 r —————— —— 2— 0 1 2. Durch's goldne Himmelsthor Dringt hell der Sel' gen Chor, Die sich der Herr erkor. Sie stehn vor ihm im weißen Kleid Und fingen, los von Angst und Heilig, heilig, heilig Leid: Ist unser Gott, Der Herr, Herr Zebaoth! 3. Einst wird— ich schau' es klar— Der Gotteskinder Schaar Nahn vor des Herrn Altar, Die Eine Heerde und der Hirt, Aus dessen Hut kein Schäflein irrt: Heilig, heilig, heilig Ist unser Gott, Der Herr, Herr Zebaoth! Christ. Gregor? V. 2 u. 3 H. Weber. Psalm 66. 1. Singt, singt Je ⸗ho⸗vah neu⸗e Lie der! Er ist's al⸗ lein, der Wun⸗der thut. Seht, sei⸗ ne Rechte sie⸗get wie ⸗ der, Sein 4 4 1 — 2—— — 2 1 0 5 f f 6 r g heil:⸗ger Arm gibt Kraft und Muth. Wo sind nun al⸗ le uns⸗ re n —— 2 3 * r 6 1 4 4* 4 4—* ET TTT R— 2——— 2 0 0 0 ö 0 —— 1 1 Lei ⸗ den? Der Herr schafft Ruh' und Si: cher heit; Froh⸗lo⸗ cket n 1 8 5 2 2.———— 2— ——,—. 2——— f f f* ä —— 2—— N 8 I ihm mit Dank und Freu⸗den, Die ihr durch ihn er⸗ 15 ⸗ set seid. 1 2 2. Der Herr gedenkt an sein Er⸗ 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet Alle, barmen, Erhebet ihn mit Lobgesang! Und seine Wahrheit stehet fest; Sein Lob tön' im Posaunenschalle, Er trägt sein Volk auf seinen In Psalter und in Harfenklang! Armen Auf alle Völker, jauchztzusammenl Und hilft, wenn Alles uns verläßt. Gott macht, daß Jeder jauchzen Bald schaut der ganze Kreis der kann. Erde, Sein Ruhm, sein Lob muß euch Wie unsres Gottes Heil erfreut. entflammen: Gott will, daß sie ein Eden werde. srommt, betet euern König an! Rühm', Erde, Gottes Herrlichkeit! 21. Dank⸗ und Loblieder. 33 4. Preist ihn, ihr Länder und ihr] Es kommt, es kommt mit Macht Meere, und Stärke Und werdet seines Ruhmes voll! Der Richter aller Welt herbei; Frohlockt und lobt des Königs Er stürzt der Sünde Reich und Ehre, Werke, Des Herrn, dem Alles dienen Er herrscht mit Wahrheit, Gnad' soll! und Treu'. Nach Psalm 88. . Psalm 89. 1 0 Des Herren Ma⸗je ⸗ stät sei e⸗ wig mein Ge⸗ I Ver⸗kün⸗de sei ⸗ ne Macht, mein Lied, mit Ju⸗bel⸗ sang! 0 klang! Du, niedre Er⸗de, flieh! Zu dem will ich er he ⸗ ben An ⸗ be⸗tend meinen Geist, Durch den wir sind und le⸗ ben, Durch 7 0 0 E B55 7— 1* 1—— 0 U f Mond und Son ne sind Und 14 4 2. Dein ist der Erde Rund; der unermeßne Kreis, Wo tausend Sonnen stehn, ist deiner Schöpfung Preis. Das ungeheure Nichts belebt dein Wort: Es werde! Und Sonnen leuchten rings, und blühend steht die Erde Mit ihrer Berge Last, mit unermeßnen Meeren, Mit Pflanzen ohne Zahl und aller Thiere Heeren. 8. Tief unter deinem Arm ruht finstre Mitternacht, Von deinem Lichte glüht des Morgens goldne Pracht. Der Alpen stolzes Haupt mit schneebeglänzten Spitzen, Der Wolken schwarze Last, von Regen schwer und Blitzen, Der Wogen Ungestüm, empörter Meere Toben, Von Stürmen aufgewühlt, muß dich, Erhabner, loben. 4. Voll deiner Herrlichkeit ist Alles dort und hier; Dir glänzt der Thau im Gras, dir jauchzt der Berge Zier. Der Sonne schweigend Licht, der Nächte heitre Stille Verkünden: Ruhe ist und Seligkeit sein Wille. Unüberwindlich wird er Recht und Wahrheit schirmen, Wenn Bosheit wüthend trotzt und Ungerechte stürmen. * 22 Dank⸗ und Loblieder. 3 O 0 selig ist das Volk, das dich, den Herrn der Welt, —— und dein Gesetz mit treuem Herzen hält! Wie wird es froh vor dir im Licht der Wahrheit wallen, Beschützt durch deinen Arm! Es ruht dein Wohlgefallen Mit Vatertreu' auf ihm. Auf allen seinen Wegen Blüht Treu und Wahrheit auf, und folgt ihm Heil und Segen. Sal. Wolf. Pf. 89: 22. Psalm 99. 72 2 1 222—— A———————. 2 „„ A 7 ö N g f 1* —— 3———— ee Dun⸗kel⸗ heit Thront voll Herr⸗lich keit. Al⸗les wird ver⸗ 2. Sieh, die Erde bebt, 4. Fromme, freuet euch! Wenn er sich erhebt. Gottes ist das Reich. Sieh, der Seraph schweigt, Jauchz', o Erdenkreis! Und der Himmel neigt Berge, bringt ihm Preis! Sich vor seinem Licht, Sage, brausend Meer: Wenn sein Donner spricht;„Groß ist Gottes Ehr'!“ Und wie Wachs von Flammen Saget es, ihr Welten: Schmelzen Berg' zusammen.„Gott kommt, zu vergelten!“ 3. Wolken sind sein Kleid, 5. Alles lobe dich! Engel sein Geleit; Alles neige sich Und ihr glänzend Heer Tief vor deiner Macht, Preist des Richters Ehr'. Herrlichkeit und Pracht! Völker sind nur Staub; Rufe, was da ist: Und wie schwaches Laub„Heilig, heilig ist Fallen Erd' und Welten Gott!“ Laß auch mein Lallen, Hin vor seinem Schelten. Vater, dir gefallen! Sal. Wolf. Pf. 97. Psalm 36. 1 0 O Höch⸗ster, dei⸗ ne Gü⸗tig⸗keit Und dei= ne I Die Hei⸗lig⸗keit, die dich er⸗höht, Dein Recht und 7. 7 Fa ne un-i Wahrheit reicht so weit, Als dei ne Him⸗mel glänzen. Gott, dei⸗ ne Ma⸗je⸗stät Ist oh⸗ ne Ziel und Gren⸗zen. Fest 0 1 . ae 25 dei ne Treu' ver ⸗ läßt uns nie, f wie die Berge ste⸗ het sie Auf nie be⸗weg⸗ten 0 4. mn 0 der dich liebt, Er⸗bar⸗mung vor dir fin ⸗ den. — 0 8 2 3 1—— 38 24. Dank- und Loblieder. 2. Der Menschen und der Thiere 3. O Herr, du bist des Lebens Quell, Schaar In deinem Licht nur wird uns hell Erhältst du, Höchster, wunderbar, Das Dunkel in dem Leben. Wer kann dich g'nug erheben? Noch kennten wir dich, Höchster, Du Gott voll Gnade, voll Geduld, nicht, Erzeigest allen deine Huld, Wenn du nicht dieses Lebenslicht, Die hier auf Erden leben. Dein Wort uns nicht gegeben. Wie reich an Gnaden bist doch du! O, breite deine Gütigkeit, Du gibst den Menschenkindern Dein Recht und Wahrheit jederzeit Ruh' Auf Alle, die dich kennen. Im Schatten deiner Flügel. Das thu' auch mir, du starker Du sättigst sie mit Ueberfluß, Held, Es strömt dein milder Segensguß So wird der stolze Geist der Welt Herab auf Thal und Hügel. Mich niemals von dir trennen. Matthias Jorissen, nach Ps. 36. 24. Psalm 33. 04 a a 2 .—————— 1. f f— 1 1— N—— N 1 5—— 8 5— X— 0* 4 1 Ihr Frommen, bringt Gott Preis und Eh Ihm wei⸗het eu ⸗ re fro hen Chö u n rech ⸗ te, freu⸗et euch des Herrn! Dankt ihm, dem Er⸗hal⸗ ter, ziemt euch und er hört es gern! Auf der Harf' und Psal⸗ter! Bringt Po⸗ sau⸗nen her! Auch mit Or ⸗ gel ⸗schal ⸗ le 0*— 1 A——————* — 1— 5 1 Und der Lau ten Hal ⸗ le Gebt ihm Lob und Ehr'! 2. Ein neues Lied soll ihn erheben, Sein Ruhm ertön' allüberall! Stimmt an, ihm Ehr' und Macht zu geben, tit Saiten und Posaunenschall! Gottes Wort ist Wahrheit, Mächtig und voll Klarheit, Tadellos wie er. Er hält sein Versprechen, Wird es niemals brechen; O, er thut viel mehr! 3. Vollkommen heilig ist sein Wille, Er liebt Recht und Gerechtigkeit. Die Erde trägt des Segens Fülle, Von seiner Güte hoch erfreut. Ueber unsre Erde Hieß sein Wort:„Es werde!“ Hehr die Himmel stehn; In der weiten Ferne Hieß sein Geist die Sterne Auf⸗ und untergehn. „Wer könnte seiner Macht ent⸗ gehen? Er herrscht und wirket fern un nah. Wenn er nur spricht, so ist's ge⸗ schehen, Wenn er gebeut, so steht es da. Aller Feinde Dichten Wird sein Wink vernichten, Und ihr Thun vergeht, Wenn sie sich berathen Zu gewalt'gen Thaten. Gottes Rath besteht. 40 25. Dank⸗ und Loblieder. 5. Auf Gott nur harren unfre Seelen; Deinem Namen trauen, Denn er ist unser Hort und S Deine Güte schauen Laßt uns zu unserm Trost ihn Wir in aller Noth. wählen, Deine Hand steht offen, In ihm quillt Freud' und Friede Hilf uns, hilf, wir hoffen mild. Auf dich, treuer Gott. Nach Psalm 33. T 1.* Gro⸗- ßer Gott, wir lo-— dich! Herr, wir prei⸗ sen Vor dir beugt der Erd⸗ kreis sieh Und be- wundert 1 1— 1 ee .— dei ⸗ ne Stär⸗ ke. i ⸗ ne Werke. Wie du warst vor al ⸗ ler Zeit, l 4 1 = 5 1 1 e e 1 So bleibst 4 in Es- wig⸗ keit 26. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sel'ger Ruh' Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Weltenheere! Starker Helfer in der Noth! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigenthum. 4. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater! Dir zum Preis Singt die heilige Gemeine. Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. Sie verehrt den heil'gen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste kräftig speist; Der, o König aller Ehren, Der mit dir, o Jesu Christ, Und dem Vater ewig ist. Dank⸗ und Loblieder. 41 6. Du, des ew'gen Vaters Sohn, Hast die Menschheit angenommen; Du bist auch von deinem Thron Zu uns auf die Welt gekommen; Gnade hast du uns gebracht, Von der Sünd' uns frei gemacht. 7. Sieh' dein Volk in Gnaden an, Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe! Leit' es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe; Hilf, daß es durch Buß und Flehn Dich im Himmel möge sehn. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß jeder sündenfrei, Deiner Gnade würdig sei! 9. Herr, erbarm', erbarme dich! * Ueber uns, Herr, sei dein Segen! Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein: Laß uns nicht verloren sein. Nach einem altlatein. Hymnus. Hs. Georg Nägeli. 2 .* * Früh⸗lings Blu⸗men⸗pracht. Lobt den Herrn! Lobt den Herrn! 2. Lobt den Herrn! Er wägt mit Güte Allem zu das Lebensloos, Wie dem Seraph, so der Blüte, Wie dem Stern, so auch dem Lobt den Herrn![Moos. 3. Lobt den Herrn! Vonseelenschlafe Weckt uns auf des Sohnes Wort; Freundlich führt verirrte Schafe Unser Hirt zum Friedensport. Lobt den Herrn! 27. Mel. 13: 1. Der Herr mein Hirt! Im Schatten seiner Güte Frohlockt mein Herz, Singt jauchzend mein Gemüthe Und dankt, weil mir nichts man⸗ geln wird. 4. Lobt den Herrn! Auf finstermWege Leuchtet uns des Glaubens Stern; Nah ist uns auf morschem Stege Gottes Hand und niemals fern. Lobt den Herrn! „Lobt den Herrn! In starken Armen Hält er Alles allerwärts; Wer ergründet sein Erbarmen? Wer ermißt sein Vaterherz? Lobt den Herrn! Mich. Tr. Pfeiffer. A Gott ist mein Lied. 2. Er führet mich Auf immer grüne Weiden; Hier blühen mir Des Geistes reinste Freuden, Und meine Seele sättigt sich. 28. 3. Er tränket sie, Wenn Hitz schwächen, Aus frischem Quell, Aus klaren Lebensbächen, Und meine Seel' erschöpft sie nie. 4. Wenn er gebeut, Muß aller Sturm sich legen; Er führet treu Mich, seines Namens wegen, Den Fußsteig der Gerechtigkeit. * Mit dir will ich Durch finstre Thäler wallen; Ich fürchte nichts: Du lässest mich nicht fallen; Ich tröste deines Stabes mich. 6. Du rufest mich, Damit ich mich erfrische, Zum Freudenmahl, — Dank⸗ und Loblieder. 43 und Durst sie 1 lein ist un⸗ ser Le⸗ ben, un⸗ ser Heil und un ⸗ser Zum wunderreichen Tische Und reichst als Brot des Lebens dich. Herr, du bist mein, Und dein ist meine Seele! Du salbst mein Haupt Mit deinem Freudenble, Du schenkst den Becher voll mir ein. „Mir folgt dein Heil. So lang ich auf der Erde Noch wallen soll Und dich verehren werde, Sei deine Vaterhuld mein Theil! „Hier ruh' ich gern In Gottes Heiligthume, Nur seinem Wort Geweiht und seinem Ruhme: Einst wohn' ich ewig beidem Herrn. Nach J. A. Cramer(Pf. 23). A. Zwyssig. 1. Laßt Je ho ⸗ vah hoch er he ⸗ ben! Er al⸗ —— 44 28. Dank⸗ und Loblieder. P rer 2.—— —— ä—— 9 5———————— — 8 5 8* — e 1 5 Ihm er⸗ schal⸗len Ju bel- lie⸗ der, und die Him⸗mel ——— e r ——— E— 2——ͤ—„ f HH. 2 — S——————„—ð ——p 8998 ¹· v6————ů————— 322 tö⸗ nen wie⸗der Durch Ae- o⸗ nen fort und fort. eee 2. Menschenkinder, kommt und finget 3. Mögen Stürme sich erheben, Lob dem Herrn; denn er nur Selbst die Erde wanken, beben: bringet Muthig himmelan geschaut! Leben euch und Ehr' und Ruhm! Seht, euch winkt die Siegeskrone! In dem Kampfe hilft er siegen, Darum ruft im Jubeltone: Läßt euch nimmer unterliegen, Selig, wer auf Gott vertraut! Streitend für sein Heiligthum. Leonh. Widmer. 29. Nach Greef. * m a N cresc. 1 N 1———. F ———*—. 2— 1— r—j 1. Du bist's al lein, Macht und Ge⸗walt sind m a 2 7 3 8—— —————— 2 5 12 *. 2 dein! Was kann sich dei⸗nem Wort ent⸗ge⸗ gen stel len? Du 1 ö ö — winkst, und Erd' und Himmel, sie zer ⸗ schel ⸗ — 2 * winkst, und Al les kehrt zu neuem Sein; 46 30. Gebetlieder. 2. Du bist's allein, Der Nacht und Sonnenschein, Der Sommerglanz und Wintersturm bereitet, Aus seinem Herzen Gnadenströme leitet, Daß Segen triefen selbst die Wüstenei'n; Du bist's allein! 3. Du bist's allein! Nichts ist so groß noch klein Das nicht aus dir, aus seinem ew'gen Grunde, Sein Dasein tränke mit begier'gem Munde. Was lebt und webt und ist, sein wahres Sein, Du bist's allein! 4. Du bist's allein, Der unter Schmerz und Pein In seinem Ernst mir seine Liebe zeigte, Die Hand dem, der verfinken wollte, reichte, Der mich und Alle hört, die zu ihm schrei'n; Du bist's allein! 5. Du bist's allein, Durch den ich Alles mein, Mein das Vergangne, das Zukünft'ge nenne, Durch den ich mich, die Welt, dich selbst erkenne, Durch den ich rufen kann: Herr, ich bin dein! Du bist's allein! 6. Du bist's allein; Drum sei die Ehre dein! Von allen Zungen soll dein Lob erschallen, In allen Herzen deine Liebe wallen, Dein Name unsre Kron' und Ehre sein! Du bist's allein! Viktor von Strauß. B. Gebetlieder. —— 1.—— g 1 g— 5555 — 1. J Herzlich lieb hab ic dich, o Herr. Ich bitt', all⸗ 8 ö Die gan ⸗ ze Welt er⸗ freut 0 nicht, Nach Erd' und 30. Gebetlieder. 47 U 1 1 — 1 2——„ eee ee zeit dich zu mir kehr Mit dei ⸗ ner Gnad' und Ga- ben Him⸗mel frag' ich nicht, Wenn ich nur dich kann ha ⸗ ben. 7 4— 2 E.*„— 8 2— f——ꝛ——— 33 ö Und wenn mir gleich mein Herz zer⸗bricht, Bist du doch mei ⸗ ne c r———— ——— LE——. ..— 8 ̃—— ˙¹Ü Lw.——— ———f— ————— 7—2 r Zu- ver ⸗sicht, Mein Trost und mei nes Her⸗zens Theil, Durch a 2 3 2—— 2 1 1 —— ä— 1 4 —— 22 7 1 ö 9 ö 1( 1 ö des⸗ sen Wunden ich werd' heil. Herr Je⸗su Christ, Mein Gott und 0 . 1 Herr, mein Gott und Herr 2. — 0 — Ach 17 Ist Es ist ja dein Geschenk und Gab' Mein Leib und Seel', und was ich hab' In diesem armen Leben. Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben. Behüt' mich, Herr, vor falsche Lehr'; Des argen Feindes Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ich's bug geduldiglich. Herr Jesu C hrist, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! Tröst' meine Seel' in Todesnoth. 31. „Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List leib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns in diesem Horte Sei Trost und Heil bescheert. Ach bleib mit deiner Klarheit Bei uns, du werthes Licht; Umgürt' uns mit der Wahrheit, Damit wir irren nicht. In Schanden laß mich nim⸗ 3. Gib, daß die 58 mer-m Hand der En Am U en End' die S K In Abrahams Schooß trage; Den Leib in seinem Kämmerlein Laß sanft nach aller Qual und P in in am. Tage. dann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud', o Gotte 8 So 2 Mein Heiland und me 8 Ruhn bis A in Gna de thron erhöre mich erhöre mich Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. Herr Jesu Christ, Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Dein' Gnad' und dein Vermögen Sich reichlich in uns mehr'. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch uns verführ' die Welt. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, du Herr und Gott; Beständigkeit verleihe; Hilf uns aus aller Noth! Josua Stegmann 32. Gebetlieder 49 32. 1. O Gott, du frommer Gott, Du Brunnquell guter Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir Alles haben: Gesunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib'. 2. Gib, daß ich thu' mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet; Gib, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's thu', so gib, Daß es gerathe wohl. 8. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß. 4. Wenn mir Gefahren drohn, So laß mich nicht verzagen; Gib einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmuth überwind', Und wenn ich Rath bedarf, Daß guten Rath ich find'. 8. Mel. 2: Nun danket Alle Gott. 5. Laß mich mit Jedermann In Fried' und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gib auch dieß dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. „Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd' Und Schanden mich bewahr', Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. Laß mich an meinem End' Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir, Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn! Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh' An ihrer Seiten hab'. Wenn du die Todten wirst An jenem Tag erwecken, So woll' auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm', Erwecke mein Gebein, Und führ' mich schön verklärt Zu deinem Himmel ein. Joh. Heermann. 4 50 33. Gebetlieder. 33. 1744. 1. Sieh, hier bin ich Eh⸗ ren ⸗ kö ⸗ nig, Le„ge Schwa⸗che 1 nen, Kind ⸗ lich* nen Bring ich —— 8 ——— 2 ö 1 mich vor dei⸗ nen Thron; 1108 n dir, du Men⸗schen⸗ sohn: Laß dich fin⸗den, laß dich ö— 0 4 1.— U . E————————— 1 1 — N 22 E— 1—— —— 5— 2 5 ä 5 372 2—— 2 5 1 EN fn 4 Bin ich gleich nur* und* err 4 4 2 1 7 r 2— 2 F .———— 0 1 E 2. Sieh doch auf mich, 3. Herr, erhöre! Herr, ich bitt' dich, Ich begehre Lenke mich nach deinem Sinn! Nichts als deine freie Gnad', Dich alleine Die du gibest, Ich nur meine, g Wo du liebest Dein erkaufter Erb' ich bin. Und man dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden!] Laß dich finden, laß dich finden! Gib dich mir, und nimm mich hin!]! Der hat Alles, der dich hat. 34. Gebetlieder. 51 4. Hör, wie kläglich, 5. Dieser Zeiten Wie beweglich Eitelkeiten, Dir die treue Seele singt, Reichthum, Wollust, Ehr' und Wie voll Demuth Sind nur Schmerzen(Freud', Und voll Wehmuth Deines Kindes Stimme klingt! Laß dich finden, laß dich finden; Denn zu dir mein Herze dringt. Meinem Herzen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bereit! Joach. Neander. 1747. Ach Gott, ver 22 füh⸗ re 1 8 ain 55 N laß mich 10 15 mir die Gna⸗den⸗ mich, dein Kind, Daß ich den* voll⸗ e A 55530 de; en de 4 —* 4 4 22 2. 42 I 2. 5. 145 2 5 127 7 Zu mei ⸗ ner Selig keit; Sei du mein Le⸗ bens⸗ 27 52 35. Gebetlieder 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; Komm gnädig mir entgegen; Ach, laß mich nimmermehr Ach Vater, kröne doch In Sünd' und Schande fallen! Mit reichem Himmelssegen Gib mir den guten Geist, Die Werke meines Amts, Gib Glaubenszuversicht, Die Werke meiner Pflicht, Sei meine Stärk' und Kraft! Zu thun, was dir gefällt! Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ich bleibe dir ergeben. Ach Höchster, stärke mich Hilf mir, o großer Gott, In jeder bösen Stunde. Recht glauben, christlich leben Wenn mir Versuchung naht Und selig scheiden ab, Und meine Seel' 5 Zu sehn dein Angesicht. So weiche nicht von mir! Hilf mir in aller Noth! Ach Gott, verlaß mich nicht. Ach Gott, verlaß mich nicht! Sal. Frank. Je ⸗ ho vah, will ich sin⸗ gen! Denn wo ist mei ne Lie⸗ der brin⸗gen; Ach, gib mir doch ein sol⸗ cher Gott wie du! dei nes Gei⸗stes Kraft da⸗ zu, Daß ich es thu' im Namen 35. Gebetlieder. 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, 0 Damit dein Sohn mich wieder zieh' zu dir. Dein Geist in meinem Herzen wohne Und Sinnen und Verstand allein regier', Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im Herzen sing' und spiel'. 3. Erfüllt mich, Höchster, dieser Friede, So ist vor dir mein Singen recht gethan; So klingt es schön in meinem Liede, Ich bete dich in Geist und Wahrheit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing' im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten 5. Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; Er lehret mich im Glauben beten, Gibt Zeugniß meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Durch den ich Abba, lieber Vater! schrei'. Wohl mir, daß ich dieß Zeugniß habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit Und weiß, du gibst mir jede Gabe, Die jetzt und ewig mir zum Heil gedeiht. Ja, Vater, du thust überschwänglich mehr, Als ich verstehe, bitte und begehr'. 6. Wohl mir! ich bitt' in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist Alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! Je. su Christ, So wie es dir durch ihn ge fäl · ig ist B. Crasselius. 54 36. Gebetlieder. 36. 1555. ..— 1 5 1 1 2— r—— 2—— ** 5 f r 1 0 Gott, dei ⸗ ne Güte reicht so weit, So weit die Wolken Du krönst uns mit Barmher⸗zig⸗keit Und eilst, uns bei ⸗zu⸗ N e 1 1 „ e * 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß Gib mir nur Weisheit und Ver⸗ Und Schätze dieser Erden: stand, Laß mir, so viel ich haben Dich, Gott, und den, den du ge⸗ muß, sandt, Nach deiner Gnade werden. Und mich selbst zu erkennen. 37. Gebetlieder. 55 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, So sehr sie Menschen rühren: Auch nicht um langes Leben; Des guten Namens Eigenthum Im Glücke Demuth, Muth in Laß mich nur nicht verlieren. Noth, Mein wahrer Ruhm sei meine Das wollest du mir geben. Pflicht, In deiner Hand steht meine Zeit: Der Ruhm vor deinem Angesicht Laß du mich nur Barmherzigkeit Und frommer Freunde Liebe. Vor dir im Tode finden. Christ. F. Gellert. 37. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Herr, vor dem die Engel knieen] 4. Er, der für uns wollte sterben Und in sel'ger Andacht glühen, Zur Erlösung vom Verderben, Herr, dem Sonne, Mond und Jesus, bleibe meine Freude, Sterne Daß ich nie von ihm mich scheide. Willig dienen nah und ferne; Mag der Weltsinn auch das Herr von unzählbaren Reichen, Sehnen Großer König ohne Gleichen: Meines Herzens stolz verhöhnen: Du vergönnst auch mir zu beten, Halt mich fest an diesem Glauben, Kindlich vor dich hinzutreten. Laß mir nicht dieß Kleinod rauben. 2. Alles darf ich dir bekennen, 5. Deinen Geist, der Schwachen Darf im Sohn dich Vater nennen, Führer, Und du blickst, wie Väter pflegen, Gib auch mir, Gott, zum Regierer, Mir voll Lieb' und Huld ent⸗ Daß ich keinen Pfad erwähle, gegen, Drauf ich meines Ziels verfehle, Hörst, was ich von dir begehre, Daß ich treu nach Wahrheit ringe, Trocknest meines Jammers Zähre, Jede Sündenlust bezwinge, Gibst mir noch vor meinem Flehen Christlich froh sei, christlich leide, Ueber Bitten und Verstehen. Christlich fromm auch einst ab⸗ 8 ide. 8. O so höre, Vater, höre, 1 Was ich demuthsvoll begehre: 6. Willst du, Herr, zum Geistesleben Laß mich inniglich entbrennen, Auch noch Erdengut mir geben: Dich zu suchen, zu erkennen; Gib Gesundheit, Muth und Kräfte, Daß mich, wo ich bin und lebe, Segen zum Berufsgeschäfte, Deine Herrlichkeit umschwebe, Daß ich, Dürftige zu laben, Und ich dich in Freud' und Immer mög'ein Schärflein haben, Schmerzen Und daß Liebe, Fried' und Treue Immer trag' in meinem Herzen. Mich bei deinem Volk erfreue. J. Chr. Fröbing. 56 38. Gebetlieder. 38 5 N Psalm 25. 1 ———*— 5 8.* 1 3 90 er be— 110 6. 5 the 2 5 Ich ver trau e dei ⸗ ner Gü te, Nur von 5 1 . 2—— 4 9 1— 12— o mein Gott, u dir! dir kommt Hil ⸗ f e mir. Du ver⸗läß'st die Dei⸗nen nicht, 2 2 39. 7 * 2. Zeige, Herr, mir deine Wege, Mach' mir deinen Rath bekannt, Daß ich treulich folgen möge Jedem Winke deiner Hand. Leit' in deine Wahrheit mich, Führe mich auf rechtem Pfade. Gott, mein Heil, ich suche dich, Harre täglich deiner Gnade. 3. Blicke huldreich auf mich Armen, Herr, nach deiner Gütigkeit! Dachtest du nicht voll Erbarmen Schon an mich von Ewigkeit? Ach, gedenk nicht meiner Schuld, Tilge meiner Jugend Sünden; Deine Langmuth und Geduld Ist ja nimmer zu ergründen. Morgenlieder. 4. Gott ist fromm und gut, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, Macht ihr Herz zu ihm geneiget, Nimmt sich ihrer treulich an. Den Elenden strahlt sein Licht, Daß sie nicht des Wegs verfehlen, Schwachen fehlt's an Hilfe nicht, Wenn sie ihn zum Troste wählen. 5. Herr, behüte mich auf Erden, Ich bin hilflos; rette mich! Laß mich nicht zu Schanden werden, Ich vertrau' allein auf dich. Gib, daß Treu' und Redlichkeit Meines Lebens Führer seien. Herr, du wollst von allem Leid Bald dein Israel befreien! Nach Psalm 25. C. Lieder für besondere Zeiten und Berhältnisse. 1. Norgenlieder. ö 8 39. 1598. . 4 7 85 U 5. L——— 2 2— r — .—— E — 5 Lob und Dank Le⸗ ben lang, Aus mei ⸗ nes Her⸗zens Grun ⸗ 1 In die ⸗ser Mor⸗gen⸗ stun de de Sag' ich dir Und all mein 2 Lob und Preis un ö ren Durch Chri⸗stum, un⸗ sern a 0 2. Preis dir, daß du aus Gnaden In der vergangnen Nacht Mich vor Gefahr und Schaden Behütet und bewacht! Ich bitt' demüthiglich, Wollst mir mein' Sünd' vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab' erzürnet dich. Dich will ich lassen rathen, Der alle Dinge lenkt; Herr, segne meine Thaten Und was mein Herz gedenkt. Dir hab' ich's heimgestellt, Mein Leib und Seel', mein Leben Und was du mir gegeben: Mach's du, wie's dir gefällt. „Drauf sprech' ich fröhlich Amen Und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen Mein Flehen gnädig an. Wohlauf denn, Herz und Hand, Greif an mit Freud' und Frieden Das Werk, das mir beschieden Von Gott in meinem Stand. Unbekannt 1592. Gott des Him⸗mels 1. Der es Tag und Nacht läßt wer⸗ und der Erden, Va⸗ Morgenlieder. 40. . 1 25 — Sohn und heil'⸗ ger Geist, Mond uns schei⸗ nen heißt, 1 Und was drin nen ist, 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen Hast behütet und bewacht Und bei aller meiner Schuld Mich noch trägst mit Vaterhuld. „Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O, Herr Jesu, laß dich finden, Laß dein Herz mir offen stehn, Da alleine Hilf' und Rath Ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. S Des⸗sen star ke Hand die Welt er ⸗ hält. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort: Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Sammt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr' und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Wenn Gefahr und List mir droht; Alles mir zum Besten wende, Es sei Leben oder Tod. Sterb' ich einst, dann führe du Mich zu deiner ew'gen Ruh'! H. Albert. 60 41. Morgenlieder. 41. Mel. 67: Nun laßt uns gehn und treten. 1. Wach' auf, mein Herz, und singe Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menschenhüter! Als mich die dunkeln Schatten Der Nacht umfangen hatten, Da decktest du mich Armen, O Vater, mit Erbarmen. Du sprachst: Mein Kind, nun Ich hüte meine Schafe.([schlafe! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Die Sonne sollst du schauen. N 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Noth bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben; Hier bring' ich meine Gaben: In Demuth fall' ich nieder Und bring' Gebet und Lieder. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins Herz mir sehen; Du weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk an mir vollende Und deinen Engel sende, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage! 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, Hilf selbst das Beste rathen! Den Anfang, Mitt' und Ende Ach Herr, zum Besten wende! 9. Mein Herz sei deine Hütte! Lenk' alle meine Schritte! Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! P. Gerhardt. Joh. G. Ebeling. 1. Die gold⸗ne 1 ö 2 —— 1 2 1 E e — f Nene. Bringt un⸗sern Grenzen Ein herz⸗ er⸗ 5 M Morgenlieder. 61 1 5 N* 8 . * 1 ö 2*.*+*** qui⸗ cken ⸗des, lieb li- ches Licht. Mein Haupt und Glie⸗ der, Die 5 la⸗ gen dar⸗nie⸗der: A⸗ ber nun steh' ich, Bin mun⸗ter und E eee 1 — 2 — .— f 2 3—————— 32888 ͤ— N fröh⸗lich, Schaue den Him⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗ sicht. 1 ö 1 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schooß. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter Sind unsre Gemüther; Vor ihn zu treten Mit Danken und Beten, Das ist ein Opfer, dran er sich ergötzt. 42. Morgenlieder. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke und Thaten Wenn wir uns legen, lallein. So ist er zugegen; Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Ueber uns seiner Barmherzigkeit Schein. Ich hab' erhoben Zu dir hoch droben All meine Sinnen: Laß mein Beginnen Ohn' allen Anstoß und glücklich Laster und Schande, lergehn. Der Finsterniß Bande, Fallen und Tücke Treib ferne zurücke Laß mich auf deinen Geboten bestehn. Laß mich mit Freuden, Ohn' alles Neiden Sehen den Segen, Den du wirst legen In meines Bruders Hand und in sein Haus. Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen Nach Gut mit Sünde, Das tilge geschwinde Von meinem Herzen und wirf es hinaus. Menschliches Wesen, Was ist's gewesen? In einer Stunde Geht es zu Grunde, Sobald die Lüfte des Todes Alles in Allem[drein wehn. 10. Muß brechen und fallen; Himmel und Erden, Die müssen das werden, Was sie gewesen vor ihrem Bestehn. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn' alles Wanken, Seine Gedanken, Sein Wort und Wille h ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödtlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. at „Gott, meine Krone, Vergib und schone! Laß meine Schulden In Gnad und Hulden n deinen Augen sein ferne — regiere[gewandt. Mich, lenke und führe, Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand. Kreuz und Elende, Das nimmt ein Ende, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonnen erwünschtes Freude die Fülle[Gesicht. Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten: Dahin sind meine Gedanken gericht't. P. Gerhardt. 43. Morgenlieder. 63 1704. N +— ä 1 Mor gen⸗glanz der E⸗wwig⸗ keit, Licht vom un er⸗ 1 Schick uns die se Mor⸗gen ⸗ zeit Dei ⸗ ne Strah⸗len 8 schaff⸗nen Lich= te, zu Ge ⸗sich ⸗ te, Und ver⸗ treib durch dei ne Macht Uns⸗ re Nacht! 0* g—— 2. Deiner Güte Morgenthau 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Fall' auf unser matt Gewissen; Unsre kalten Werke tödte, Laß die dürre Lebensau Und erweck uns Herz und Muth Lauter süßen Trost genießen, Bei erstandner Morgenröthe, Und erquick uns, deine Schaar, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Immerdar. Recht aufstehn. 64 44. Morgenlieder. 4. Ach, du Aufgang aus der Höh',] 5. Leucht' uns selbst in jene Welt, Gib, daß auch am jüngsten Tage Du verklärte Gnadensonne! Wieder unser Leib ersteh' Führ' uns durch das Thränenfeld Und, entfernt von aller Plage, In das Land der süßen Wonne, Sich auf jener Freudenbahn Da die Lust, die uns erhöht, Freuen kann![Nie vergeht! Christ. Knorr v. Rosenroth. 44. Just. H. Knecht. EER ö 4 ö* 5 2— 25 E E— 3— — ä K—————— U— 1 1. Das wal ⸗te Gott, der hel fen kann! Mit Gott fang' ä 2— 2 19 0 ö i 2 ö ö ö ö ö 0 ö ich die Ar⸗ beit an, Mit Gott nur geht es glück⸗lich fort; Drum ist auch dieß mein er⸗ stes Wort: Das wal ⸗ te Gott! 0 N 9 2 8 2 5 2 5. 2 5 n. 2—— 65 44. Morgenlieder. 2. All mein Beginnen, Thun und Werk Erfordert Gottes Kraft und Stärk; Mein Herz sucht Gottes Angesicht, Drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! „Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts, Wo Gott nicht gibet, da gebricht's. Gott gibt und thut mir alles Guts, Drum sprech' ich nun auch gutes Muths: Das walte Gott! ill Gott mir etwas geben hier, So will ich dankbar sein dafür. Mein Netz werf' ich auf sein Geheiß Und sage bei der Arbeit Schweiß: Das walte Gott! 5. Trifft mich ein Unglück,— unverzagt! Ist nur mein Werk mit Gott gewagt. er wird mir gnädig stehen bei; Drum dieß auch meine Losung sei: Das walte Gott! 6. Gott steht mir bei in aller Noth Und gibt mir auch mein täglich Brot; Nach seinem alten Vaterbrauch Thut er mir Guts; drum sprech' ich auch: Das walte Gott! 7. Theilt Gott was mit aus Gütigkeit, So acht' ich keiner Feinde Neid. Laß hassen, wer's nicht lassen kann! Ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spät, Bis einst mein Thun zu Ende geht. Er gibt und nimmt, macht, wie er's will; Drum sprech' ich gläubig in der Still': Das walte Gott! J. Betichtus. 5 66 45. Morgenlieder. 45. H. Egli. he be Gott, o See- le! Der Herr hört dei nen f f 5 ee — 1 — 1————— r f 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, Lag ich und schlief im Frieden. Sich sicher zu bedecken? Wer schafft die Sicherheit der Wer ruft dem Tag und seinem Nacht Die Seele zu erwecken?(Licht, Und Ruhe für die Müden? „Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß Und schützt mich vor Gefahren? 0 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, Und dein ist unser Leben; Du bist es, der es uns erhält Und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tages freue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber thun Nach deinem Wohlgefallen! „Nimm meines Lebens gnädig wahr! Auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! „Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe, Macht, ac eo 46. Früh laß mich deine Gnade hören, Der du gewacht, eh' ich gewacht, Daß nichts den Anfang möge stören, Den du mir heute zugeda Wem du das beste Theil beschiel Für seines Tages kurzen Lauf, Den weckest du in sanftem Frieden Mit deines Geistes Odem auf. „Süß ist's, o Gott, mit dir erwachen Und früh von dir umfangen sein; Das gibt die rechte Kraft dem Schwachen, Flößt Freudigkeit zum Leben ein. Da geht die Stunde nicht verloren, Da rennt die Seele nicht nach Tand, Wie bei dem Blinden, bei dem Thoren, Der düster ohne dich erstand. 8. Ach! wer sich früh mit aller Liebe Hingäbe deinem Gnadenzug, 2 Morgenlieder. 67 Erkenn' und willig thue,— 10. Daß ich als dein getreuer Knecht Nach deinem Reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe,— Daß ich, dem Nächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue, Mich gern an Andrer Wohl⸗ ergehn Und ihrer Tugend freue,— Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen“Lauf mitFreudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Ein weises Herz, das seine Pflicht 11. Christ. F. Gellert. Mel. 16: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Der hätt' an Licht und heil'gem Triebe Auf seinen ganzen Tag genug. Kein Segen fehlte dem Gemüthe, Kein Ziel verschwände, das er sucht, Und nach des Morgens goldner Blüte Käm' auch des Abends goldne Frucht. „O Leben, dessen Morgenstunden Die Liebe Tag für Tag erhellt! Du Garbe, für den Herrn ge⸗ bunden, In seinem Tempel aufgestellt!— Früh laß mich dene Gnade hören, O Gott, verkläre meinen Tag; Daß ich in solchem Glanz der Ehren Am Tag der Garben stehen mag. Alb. Knapp. 3 0 0 3. Der Tag ist nun 47. Mel. Nun ruhen alle Wälder, Die Menschen, Städt' und Felder, Es schläft die ganze 2 Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr sollt beginnen, Was euerm Schöpfer wohlgefällt Wo bist du, Sonne,— Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages 8 Feind. Fahr hin! Ein' Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen schein * andre Die goldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammer⸗ ib, der eilt zur Aue, Kleider ab und 12 he, Ste erblichkett ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das Kleid der Ehr' und Herr⸗ lichkeit lichtett. Die zieh .Das Haupt, die Füß' und Hände Ds froh, daß nun zu Ende ö ö 1 1 1 1 2 8. 101 dich, du sollst werden 5 r Erden ind von der Sünden Arbeit frei. Nun geht, ihr matten Glieder hin und legt euch nieder; etten ihr begehrt. Es kommen Stund' und Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd. Die Augen stehn se zald sind sie zugeschlossen: Wo bleibt dann Leib und Seel! Zeiten 3 verd Nimm sie zu deinen Gnaden Sei gut für allen Sch Du Aug' und Wächter Israel eit' aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! 9 1 ill mich der Feind verschlingen So laß die Engel singen: Dieß Kind soll unverletzet sein. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Ein 122 noch Gefahr. Gott lass' euch ruhig schlafen, Stell'— die goldnen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schaar, P. Gerhardt. Strattner. N 48. Abendlieder. 69 1——— E ö 1 U 1 ö bleibe! O See ⸗ len ⸗ licht, der Sün⸗ den Nacht ver⸗ 8 —. trei ⸗ be! Geh auf in mir, Glanz der Ge rech⸗ tig⸗ N 1 ö 0 N — 4 — keit! Er ⸗ leuchte mich, ach Herr, denn es f ö 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; Dir sei die Ehr', daß Alles wohl gelungen Nach deinem Rath, obschon ich's nicht versteh': Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 3. Nur Eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; Das weißt du wohl, o Herzenskündiger; Ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, mir sagt es mein Gewissen: Der Sünde Lust hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell' mich wieder ein, Hier ist mein Herz! Ich dein, Herr, und du mein! 70 49. 1. — „Hirte deiner Schafe, 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte; Bewahre mich in dieser dunkeln Nacht, Wenn mich bedroht des Feindes List 6. Du s lummerst nicht, wenn matte Glieder und Macht. schlafen. Ach, laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn', erquicke meinen Sinn! Dich lass' 49. Mel. 4: Nun sich der Tag geendet hat Und keine Sonn' mehr scheint Schläft Alles, von der Arbeit matt, Und was zuvor geweint. Nur du, mein Gott, wachst und für, Du schläfst noch schlummerst nicht Und Finsterniß ist nicht bei dir, Weil du bist selbst das Licht. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieser dunkeln Nacht, Und schirme du— mnädiglic Mit deiner Engel Wacht. Zwar fühl' ich wohl der Sünden Schuld, Die mich bei dir klagt an; Doch hat ja deines Sohnes Huld Genug für mich gethan. ö g ö für 50. Mel. 284: Der von keinem Schlafe Etwas wissen mag, Deine Treu' und Milde Dien nte mir zum Schilde Den vergangnen Tag: i die N Auch auf acht, Und loßmich von deinen Sch m und um bewahren 2 ach t 8 der W̃ aaren 2288 R Y ich nicht, mein Fels! Der Tag ist hin! Joach. Neander. Ich singe dir mit Herz und Mund. 5. Darauf thu' ich die Augen zu Und schlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht über meiner Wer wollte traurig sein?(Ruh: „Weicht, nichtige Schanzen, hin Zu End' ist euer Lauf. Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. Soll diese Nacht die letzte sein In diesem Iunrendel⸗ Herr, führ' mich in den Zur auserwählten Zahl! „Und also leb' und sterb' ich dit, Du Herr Gott Zebaoth; In Tod und Leben hilfst du mir Aus aller Angst und Noth. Joh. Friedr. Herzog. Himmel lein Nein, ich will nicht sorgen. 2. Decke nich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld. Ein versöhnt Gewissen Sei 5 Ruhekissen: rum vergib die enn m dein S Sohn at mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden. — Schuld! * 51. Abendlieder. N 3. Laß auch meine Lieben 5. Wie, wenn ich mein Bette Keine Noth betrüben, Heut' zum Grabe hätte! Sie sind mein und dein. Wie bald roth, bald todt! Schließ uns mit Erbarmen Dioch, hast du beschlossen, In den Vaterarmen[Daß mein Ziel verflossen, Ohne Sorgen ein. Kommt die Todesnoth, Du bei mir So will ich Und ich bei dir: Nichts wider dich. Also sind wir ungeschieden, Gerne, weil ich dich gefunden, 1 ö Und ich schlaf' im Frieden. Sterb' ich alle Stunden. Komm, verschließ die Kammer, 6. Nun wohlan: ich thue Und laß allen Jammer In vergnügter Ruhe Ferne von uns sein. Meine Augen zu. Sei du Schloß und Riegel; Seele, Leib und Leben Unter deine Flügel Hab' ich dir ergeben, 1 Nimm dein Küchlein ein. Treuer Hüter du! decke zu Diese Nacht d Ruh: Nimm mich in Acht; Grauen wecken. Und erleb' ich noch den Morgen, Und kein Feind erschrecken.[Wirst du weiter sorgen. Benj. Schmolck. H. G. Nägeli. Le⸗ ben Bis die ⸗sen Jag ge. ge ben, Dich bet' ich lind lich an! 3c bin viel zu ge rin ⸗ ge Der Treu⸗e, die ich * ———— 1 7 —— 45 2 sin⸗ ge Und die du heut' an mir ge⸗ than. —— . .——— 8 1. * 2. Mit dankendem Gemüthe 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Freu' ich mich deiner Güte, Ind nahe mich im Staube Ich freue mich in dir. Zu dir, o Gott, mein Heil! Du gibst mir Kraft und Stärke, Ich bin der Schuld entladen, Gedeihn zu meinem Werke, Ich bin bei dir in Gnaden, Und schaffst ein reines Herz in Und in dem Himmel ist mein mir. Theil. 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, 5. Bedeckt mit deinem Segen Nach deines Worts Befehlen Eil' ich der Ruh' entgegen; Einher im Leben gehn, Dein Name sei gepreist! Auf deine Güte hoffen, Mein Leben und mein Ende Im Geist den Himmel offen Ist dein: In deine Hände Und dort den Preis des Glaubens] Befehl ich, Vater, meinen sehn! Geist. Christ. F. Gellert. 52. 1. Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel; 53. 1. Entschwunden ist das Sonnenlicht, Still schweiget Feld und Hain, Und hell am Firmamente bricht Hervor der Sterne Schein. 2. Und hell aus stiller Seele blitzt Ein wundersamer Strahl Von dem, der ewig waltend sitzt Im hohen Himmelssaal. 3. Wie wäre doch das Menschenkind So elend, so allein, Wenn nicht von oben zart und lind Ihm käme dieser Schein! Abendlieder. * 52. Mel. 113: O Welt, sieh' hier dein Leben. Mel. 5: Nun danket 0 ö 0 Wir spinnen Luftgespinnste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel! „Gott! Laß dein Heil uns schauen, Auf nichts Vergänglich's trauen, Nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein. „Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du, unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt weht der Abendhauch. Verschon' uns, Gott, mit Strafen, Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius. All' und bringet Ehr'. Es wäre nichts als Trug und Jahn, Ein zitternd Blatt am Baum, Ein Körnlein Sand am Ocean, Ein Traumbild fast vom Traum. 5. Drum komm, o du, der Frieden bringt, O Gott, in stiller Nacht, Wo hell die Engelglocke klingt Bei goldner Sterne Pracht. 6. Komm, wirf den frommen Liebes ⸗ strahl Mir warm ins arme Herz! Und die Gedanken allzumal, O zieh sie himmelwärts! 4. 74 54. Jahre eszeiten. 55. 1. — 7. Drum— mit deinem Engel⸗ 8. Ga Du lieber Vater gut![heer, Du bist die einz zig feste Wehr, Die einzig sichre Hut. Hier und in Ewigkeit. wacht E. M. Arndt 5 54. Mel. 282: Von dir, 6 Vater, nimmt mein Herz. Unwiederbringlich schnell entfliehn] 4. Oft fehltenwi rund merkten's nicht Die Tage, die uns Gott geliehn, Verzeih uns die verletzte P Die Woche kommt und eilt davon, Du si cht Er barmer, unf u: 17* 1 Vergangen ist auch diese schon. Um Chr sprich uns frei! IE qr 4 it * 8* 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit „Dank dir, du ewig treuer Gott, 8 7 z wigkeit beine weinend N Stets näher hin zur Ewigkeit Für deinen Beistand in der Noth,— d ae 25 N„ Du hast die Stunden zu gezählt t, Für tausend Proben deiner Treu; Die 281780 hehlt. De 18 Die letzte weislich uns verheh Denn deine Huld mar täglich neu! er 6. Herr unsers Lebens, mache du Wenn unser Herz, von Schuld Ans selber recht geschickt dazu, it, Daß nicht, indem wir sicher sind, Sich mancher guten That erfreut, Der Tod uns unbereitet find'“ Weß war die Kraft, wer gab Ge⸗ 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, N82 deihn?] Da un ser Lauf sich enden soll, Dir, Herr, gebührt der Ruhm] Soführ' uns aus der Prüfungszeit allein. Zu deiner frohen Ewigkeit! Chr. Friedr. Neander. 3. Jahreszeiten. K N 39. Mel. 134: Jesus, die erlös'ten Sünder. Gott, du lässest Treu' und Güte Ja, kein Gras ist so geringe, Täglich über uns aufgehn Das, o Schöpfer aller Dinge, Zierst die Erde neu mit Blüte, Nicht erzä hle deine Treu', Schmückest Thal— Berge schyn, Und wie groß dein Wohlthun sei! Daß sich in dem holden Maien 3. Soll der Mensch denn tille Wald und Flur und Ströme schweigen, freuen; Den du iel höher krönst, Wo das Aug' sich wendet hin, Den— 9 eigen, Sieht es deinen Segen blühn. Dessen Herz du dir versöhnst, Deines Frühlings milde Zeiten Den du durch dich selbst erneuest Haben diese Welt verjüngt; Den du inniglich erfreuest, Alles muß dein Lob verbreiten, Daß er wieder dich erfreu' Nachtigall und Lerche singt And dein schöner Garten sei! 57. 81 EI 4. Auf ihr frommen Christenglieder, Stimmet an den Freudenklang! Opfert eurem öpfer wieder Zarter Liebe Lobgesang, Daß er durch die Wolken dringe Sck 56. Mel. 1: Allein 1. Du schöne Welt, wie herrlich schmückt Dich Gott im Frühlingskleide! Wer ist's, den nicht dein Reiz ent⸗ zückt? Weß Herz schlägt nicht vor Freude Beim Wiederleben der Natur, Die ringsher uns des Schöpfers Spur So süß vor Augen stellet? Er schafft's, daß Segen weit und Im Thaue sich ergieße;(breit Der Herr gebeut, daß Fruchtbar⸗ Au sanften Regen fließe. keit O Gott, wer mißt der E Gaben Zahl, Die hier und dort und überall Von dir ergossen werden? Das Feld in seiner bunten Pracht Zeigt uns die schönsten Farben; Es predigt, daß ein Vater wacht, Der uns nie lässet darben. Es reift die Saat zur goldnen Frucht; Wer mit Gebet und Fleiß sie sucht, Wird sie bereitet finden. 57. Mel. 144: Frohlock, Geh aus, mein Herz, und suche 3 Freud' In dieser lieben Sommerszeit An deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. — Und vor unserm Gott erklinge, Der vom Himmel segnend blickt Und das Jahr mit Gütern schmückt! Aus dem Leipziger Gesangbuch 1697. Gott in der Höh' sei Ehr'. 4. Was ist der Mensch, o Herr, So gnädig sein gedenkest, Und ihm zu seiner Lebensruh' So viele Gaben schenkest, Daß er in jeder Jahreszei Sich deiner treuen Güte freut, Die immer uns versorget? daß du Ehr' und Ruhm Soll mein Gemüth erheben; Laß mich dir, als dein Eigenthum, In Jesu kindlich leben! Und wie mein Sinn, so sei die That, Daß ich, als hoffnungsvolle Saat, Dir reichlich Früchte bringe. * Herr, deines Namens Ich will in deinem Vorhof hier, Herr, deine Gnade schauen; Und sterb' ich nur in Jesu dir, Schreckt mich kein Todesgrauen. Du weckst die schlafende Natur; Auch deine Todten schlummern nur; Du wirst auch mich erwecken. Karl Chr. Förster. mein Herz, weil Jesus Christ. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Dias Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide; Die Blümlein auf dem Wiesen ⸗ plan, Die ziehen sich viel schöͤner an Als Salomonis Seide. 76 57. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fliegt aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. Die unverdroßne Bienenschaar Zieht hin und her, sucht hier und Die edle Honigspeise; dar Der süße Weinstock steht im Saft Und wirket täglich neue Kraft In seinem schwachen Reise. 5. Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber jauchzet Jung und Alt Und rühmt die große Güte Deß, der so überfließend labt Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüthe. Ich selber kann und mag nicht ruhn: Des großen Gottes großes Thun Erweckt mir alle Sinnen. Ich singe mit, wenn Alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. Ach, denk' ich, bist du hier so schön Und läßt du's uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und Paradiese werden? Jahreszeiten. 8. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit hohem Muth und heller 1 Ihr Hallelujah h singen? O wär' ich da! O stünd' ich schon Du reicher Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen! So wollt' ich nach der Engel Weiß Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen. 10. Doch will, so lang auf Erden noch Ich trage dieses Leibes Joch, Ich auch nicht stille schweigen: Mein Herze soll sich fort und fort An diesem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 11. Hilf mir und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe! Gib, daß der Sommer deiner Gnad' In meiner Seele früh und spat Viel Glaubensfrücht' erziehe. 12. Mach' in mir deinem Geiste Raum, Laß mich als einen guten Baum Am Lebenswasser grünen: So will ich dir und deiner Ehr Allein und keinem Andern mehr Hier und dort ewig dienen. P. Gerhardt. 58. Jahreszeiten. 59. 77 58. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 1. Lobsing it. am frohen Erntefest, 4. Noch leuchtet seiner Sonne Huld Preist ihn mit Freudenpsalmen, Auf Sünder und Gerechte, Der Saat in Hal men sprießen läßt, Noch schont, noch nährt er voll Mit Aehren krönt die Halmen, Geduld Und gibt, daß sie voll Frucht ge⸗ Auch schuldbeladne Knechte deihn, Bei seiner Güte Sonnenschein Thau, Regenguß und Sonnen⸗ Wer könnte kalt, undankbar sein? schein. ß ces Erden 3 5 7 1 5. Des Erdensege eichen eil 2. Im Wetterdunkel wandelt er 8 es Erdensegens r ch n The Streut Heil lden Wer kann ihn messen, wägen? N e 8 and den, Doch welchunendlich größres Heil Und fährt auf Blitz un 12 Beut Gott in Christi Segen! 1 Vergeßt, wenn euch sein Guterlabt, Um Segen auszus er 1 gen auszuspenden. Nicht def en 1 1 0 Nicht deß, der euch so hoch begabt! Und wenn sie gleich mit D donner nn 1 6 9 spricht, 6. O laßt uns guten Samen streun Doch spricht die Liebe: Zittert In gottgeweihten Thaten! nicht! Gern gibt er Thau und Sonnen⸗ 3. Lobsingt! Uns füllte Gottes Hand schein Die leeren Scheunen wieder. Zum Wachsthum edler Saaten. O du vom Herrn gesegnet Land, Dann ziehn wir einst im Jubelchor Tön' ihm des Dankes Lieder! Zum Erntefest durch Salems Er dachte deiner Schulden nicht, Thor. Voll Gnade strahlt sein Angesicht. K. B. Garve. 59. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 1. Herr, die Erde ist gesegnet 3. Du gedenkst in deiner Treue Von dem Wohlthun deiner Hand; An dein Wort zu Noah's Zeit, Güt' und Milde hat geregnet, Daß dich nimmermehr gereue Dein Geschenk bedeckt das Land. Deiner Huld und Freundlichkeit, Auf den Hügeln, in den Gründen] And so lang die Erde stehet, Ist dein Segen ausgestreut; Ueber der dein Auge wacht, Unser Warten ist gekrönet, Soll nicht enden Saat und Ernte, Unser Herz hast du erfreut. Frost und Hitze, Tag und Nacht. 2. Aller Augen sind erhoben, n hast du ausgegossen Herr, auf dich zu jeder Stund', Deines Ueberflusses Horn, Daß du Speise gibst von oben Lie ßest Gras und Krär ter sprossen/ Und versorgest jeden Mund. Ließest wachsen Frucht und Korn. Und du öffnest deine Hände, Mächtig hast du abgewehret Dein Vermögen wird nicht matt; Schaden, Unfall und Gefahr, Deine Hilfe, Gnad' und Spende Und das Gut steht unversehret, Machet Alle froh und satt. Und gesegnet ist das Jahr. 8 Herr, Jah wir haben solche Güte t verdient, die du gethan; Unser Wissen und Gemüthe lagt uns vieler Sünden verleih, daß deine Gnade an unsre Seelen rührt, an Daß aß f 1 nser Herz zur Buße führt 60. Wel. 270: Gott thut, das ist wohl⸗ gethan: Was So denken Gottes Kinder. Wer auch nicht 1 reichl ch ernten E 1 Den liebt er doch nicht mi 7. Er zieht das H Nur himmelr Wenn er es läßt auf Erden Beim Mangel traurig werden. e 13 8 Gott thut, das ist wohl⸗ gethan Im Nehmen oder Geben! Was aus seiner Hand em⸗ pfahn, Genüget uns zum Leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt. Laßt uns in Demuth schweigen Und vor dem Herrn uns beugen! „Was Gott thut, das ist wohl⸗ n gethan! Wer darf sein Walten richten, Wenn er, noch eh' man ernten kann, Den Segen will vernichten! Weil er allein Der Schatz will sein, Nimmt er uns andre Güter Zum Heile der Gemüther. hres der Reichthum deiner 4 de Was G 4. ilf, daß wir dieß Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes W llles, was wir Gutes wirken Ist gesä't in deinen E Schooß l Und du wirst die Ernte senden Unaussprechlich reich und groß. Puchta. art 1 rt E80 8 Christ. Rud. Heinr. ott thut, das ist wohlgethan. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! 8 geh' nach seinem Willen, Laßt es sich auch zum Mangel an: Er weiß das Her, z zu stillen. Wer als ein Christ Genügsam ist, Der kann bei kleinern Gaben Doch Freud' und Nahrung haben. * Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan! Das Feld mag traurig 1 Wir gehn getrost auf seiner Bah Was gut ist, wird geschehen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben: Wie können wir verderben? 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan! Laßt in Geduld uns fassen: Er nimmt sich unser gnädig an Und wird uns nicht verlassen. Er, unser Gott, Weiß, was uns noth, Und wird es gern uns geben; Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Benj. Schmolck. 1. 8 9 8. Du, treuer Herr, verl 61. Jahreszeiten. 62. 7 61. Mel. 270: Wir danken dir, 85 Vater, heut, Daß du die Frucht der en, Den Wein, der unser Herz erfreut, Von neuem uns gegeben. Dein ist die Kraft, Die Alles schafft, Daß an den reichen Gaben ich 8 und Se 1 erlaben. 28 8 5 S 2 8 vv E. Jes u, an uns segnen, bene Huld und Treue thun uns als Freund begegnen! du als Gast In Kana. Erfreut die Hochz its Ist ja dein Thun 2 M; Wie her ute. äßt uns nicht: Wir sind's, die dich verlassen. Vor deinem heil'gen Angesicht Wie mancher hat mit Prassen Dein Gut verzehrt, Das Herz beschwert, Daß, so du wolltest rechten, Dann weh uns bösen Knechten! 4. O Herr voll unbegrenzter Huld, Wer kann das Wunder fassen, Die lautre Langmuth und Geduld, Daß du für alles Hassen 62. 1. In der stillen Einsemikit Findest du dein Lob bereit; Großer Gott, erhöre mich: Meine Seele suchet dich. 2. Unveränderlich bist du, N 5 1 Nimmer still und doch in Ruh', Der du Sonn' und Sterne führst Und des Jahres Lauf regierst. Mel. 86: Gott sei 8. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Uns dennoch nicht Vor dein Gericht, Daß du mit neuen Gnaden Uns an dein Herz willst laden! „O präge tief den Herzen ein Die große Treu' und Güte! Mach' uns von Lust und Sünde Durchläutre das Gemüthe(rein Mit deinem Wort, Daß wir hinfort Zu deinen reichen Gaben Dich selber in uns haben. Auen uns du, Herr JesuChrist, Zu deinen rechten Reben Am Weinstock, der du selber bist, Daß edle Frucht wir geben, Drin sich dein Geist Mit Macht erweist, Nachdem wir erst das Schneiden Der Trübsal mußten leiden. In deines Vaters Reich zuletzt Wenn du dich mit den Deinen, Die ihren Trost auf dich gesetzt, Auf ewig wirst vereinen, Da schenk' uns ein Den Freudenwein; Den Trank wollst du uns geben, Der quillt ins ew'ge Leben. Chr. Joh. Riggenbach. Dank in aller Welt. Diese kalte Winterluft Kräftig in die Herzen ruft: Sehet, welch ein starker Herr; Sommer, Winter machet er. Gleich wie Wolle fällt der Schnee Und bedecket Thal und Höh'; Rufst du aber nur dem Wind So zerfließet er geschwind. 80 63. Lieder zum Jahreswechsel. 5. Reif wie Asche nah und fern 7. O daß meine Seele dir Streuet aus die Hand des Herrn; Willig folgte für und für! Wer kann bleiben vor dem Frost, O daß deine Feuerlieb' Wenn er weht aus Nord und Ost?] Mich zu dir, Herr Jesu, trieb 6. Alles weiß die Zeit und Uhr, 8. Ob auch Alles raußen friert, O Beherrscher der Natur! Doch mein Herz erwärmet wird: Frühling, Sommer, Herbst und Preis und Dank ist dir bereit, Stehen da auf dein Geheiß.[Eis Meinem Gott, in Einsamkeit. Joach. Neander. 4. Lieder zum Jahres wechsel. Orlando di Lasso. 2——.— 2—— 2 f 15. 7 2 8 f fl 1 ö Angf* rn Durch Hoff⸗nung und durch Kla⸗ gen, Durch F 7—— 57.— = 1 0 le e 4—.— . 9. 2—— Sor⸗gen groß und klein Bin ich, Gott 9 ge ⸗drun⸗gen, Dieß — 2 3 1 1 E 2 24 4 g 4 —— er 1 1 0 11 0 10 — 63. Lieder zum Jahreswechsel. 81 9 Jahr ist. ge- legt: Dir, Gott, sei Dank ge⸗ sun⸗ gen! Dein Lob mein Herz bewegt. 2. Der du mich hast erbauet, 4. Nach dir soll ich mich schicken, In dir besteht mein Heil; Und, Herr, i ich will's auch thun. Dir ist mein Glück vertrauet, Soll mich die Armuth drücken Du bist und bleibst mein Theil. Ich will dabei beruhn. Du hast mich wohl erhalten, Soll ich denn Krankheit leiden, Du bist mein Trost, mein Hort! Ich will gehorsam sein. Dich lass' ich ferner walten: Soll ich von dannen scheiden, Herr, führ mich fort und fort! Herr, dein Will ist auch mein. 8.1 805 Gott und meine Liebe, 5. Heut' ist das Jahr beschlossen Vas du willst, will auch ich; Laß deine Gnade heut' G 0, daß ich nichts verübe, Auf mich sein ausgegossen, Was irgend wider dich. So wird mein Herz erneut. Dir ist mein Will' ergeben, Lass' ich die alten Sünden, Ja, er ist nicht mehr mein, So werd' ich, Gott, bei dir Dieweil mein ganzes Leben Auch neuen Segen finden: Dir eigen wünscht zu sein. Dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer. 6 82 64. Lieder zum Jahreswechsel. 64. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 1. Ach, wiederum ein Jahr verschwunden, Ein Jahr, und kommt nicht mehr zurück! Mit ihm wie viele tausend Stunden Sind weg als wie ein Augenblick! Weg meine Tugenden und Sünden! Doch nein: der Richter aller Welt Läßt jegliche mich wieder finden, Wenn er vor seinen Thron mich stellt. 2. Gedanken, Worte, Thatenheere, Hat nichts von euch das Licht zu scheun!? Wenn ich dieß Jahr gestorben wäre, Wie würd' jetzt meiner Seele sein? Könnt' ich verklärt mit Gottes Kindern Mich meines Erdenlebens freun? Ach, oder müßt' ich mit den Sündern Verlorne Jahre schwer bereun? 8. Den Gott, der liebt, wie Väter lieben, Hat ihn mein Undank nie betrübt? Den Gott, der mir so treu geblieben, Hab' ich ihn auch so treu geliebt? Lebt' ich für ihn, nach seinem Willen, Stets als vor seinem Angesicht, Fromm öffentlich und fromm im Stillen, Treu dem Gewissen und der Pflicht? 4. O Vater, du kennst meine Sünden, Wie viel sind ihrer nur dieß Jahr! Laß mit Beschämung mich's empfinden, Wie oft mein Herz dir untreu war! Ja, Vater, es ist Gnade, Gnade, Wenn du der Jahre mehr mir schenkst Und von der Laster krummem Pfade Die Seele ganz zur Tugend lenkst. 5. Verzeih' den Undank, schenk' Erbarmen, Gedenke meiner Sünden nicht! Gib du dem Reuenden und Armen, Der Gnade sucht, des Trostes Licht! Wie freudig will ich dann mein Leben Von nun an deinem Dienste weihn; Wie eifrig will ich mich bestreben, Durch deine Kraft ein Christ zu sein! 65. Lieder zum Jahreswechsel. 66. 83 6. Ich danke dir für alle Gnaden, Die du dieß Jahr der Welt erzeigt. Ach eile, Herr, die zu entladen, Die noch das Elend niederbeugt! Ja, ich will aller Menschen Seelen, Ich, Aller Bruder, ich, ein Christ, Aufs Neue deiner Huld empfehlen, Dir, der du allbarmherzig bist! J. K. Lavater. K 65. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 1. Das Jahr ist nun zu Ende,] Doch weil ich dich gefunden, Doch deine Liebe nicht; So kann ich fröhlich sein. Noch segnen deine Hände, 5. Das Dunkel ist gelichtet, Noch scheint dein Gnadenlicht. Das auf dem Grabe liegt. 2. Des Glückes Säulen wanken, Das Kreuz steht aufgerichtet, Der Erde Gut zerstäubt, An dem du hast gesiegt. Die alten Freunde schwanken; 6. Erheben gleich die Sünden Doch deine Liebe bleibt. Des alten Jahres sich, 3. Der Jugend Reiz vergehet, Du lässest Heil verkünden Des Mannes Kraft wird matt; Und wirfst sie hinter dich. Doch innerlich erstehet, 7. Du heilest allen Schaden, Wer dich zum Freunde hat. Hilfst mir aus der Gefahr, 4. Mein Tag ist hingeschwunden, Du siehst mich an in Gnaden Mein Abend bricht herein; Auch in dem neuen Jahr. Christ. Aug. Bähr. 66. Mel. 176: Gottes ruhe, Sabbatstille. 1. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen! 3. Laß dieß sein ein Jahr der Gnaden, Hilf, das neue Jahr geht an. Laß mich büßen meine Sünd'; Laß es neue Kräfte bringen, Hilf, daß sie mir nicht kann schaden Daß aufs Neu' ich wandeln kann. Und ich bald Verzeihung find', Neues Glück und neues Leben Herr, in dir; nur du, mein Leben, Wollest du aus Gnaden geben. Kannst die Sünde ja vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, 2. Meiner Hände Werk und Thaten, Nimm, o Gott! mein Flehen hin, Meiner Zunge Red' und Wort Weil ich mich so sehr betrübe, Müssen nur durch dich gerathen] Ja voll Angst und Zagen bin. Und ganz glücklich gehen fort. Stärke mich in meinen Nöthen, Neue Kraft laß mich erfüllen, Daß mich Sünd' und Tod nicht Zu verrichten deinen Willen. tödten. 84 67. Lieder zum Jahreswechsel. 5. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dieß Jahr mir heilig sei Und ich christlich könne leben Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhie auf Erden Fromm und selig möge werden. 6. Jesu! laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Händen, Halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, Wenn ich soll die Welt verlassen, Joh. Rist. 67. 2 1 33 e 1 0 0 1 hie her Kraft ge⸗ gen ben. 68. Lieder zum Je 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nichts minder Läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Noth und Trübsal blitzen, In seinem Schooße sitzen. 5 Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 6. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnquell unsrer Freuden. 7. Schließ zu die Jammerpforten Und laß an allen Orten 68. Mel. 20: 1. Ein neues Jahr ist angefangen, Laß es ein Jahr der Gnade sein! Ein Jeder blicket voll Verlangen In diese künft'ge Zeit hinein. Laß Jeden finden und erfahren, Was seiner Seele dient und frommt, Und schaffe, daß in allen Jahren Dein Reich uns immer näher kommt. 2. Die Tage fliehn und tauchen nieder, Die Jahre schwinden wie ein Rauch; Du sprichst: Ihr Menschen kommet wieder. Singt, 1 Auf so viel Blutvergieße Die Friedensströme fließen. 8. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen: Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen. 9. Sei der Verlassnen Vater, Der Irrenden Berather, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 10. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermuth quälen. 11. Und endlich, was das Meiste, Füll' uns mit deinem Geiste, Der hier uns herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 12. Das wollest du uns Allen Nach deinem Wohlgefallen, Du, unsers Lebens Leben, Zum neuen Jahre geben! P. Gerhardt singt Jehovah neue Lieder. Und nimmst sie weg mit einem Hauch. Du führst heraus die Zahl der Sterne, Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Was du gebeutst, das kommt von ferne, Und deine Hand macht Alles neu. 3. O laß auch uns ein Neues hören In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit; Ein neues Wort von alter Treue, Das täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herz erfreue, So oft es seine Kraft erneut. — N U N 0 N J S 6 69. Lieder über Ehe und Familie. 70. 4. Laß deinen Namen neu erschallen, So weit dein Reich die Erde deckt; * Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt. Du hast den heil'gen Christus⸗ namen Als Thron der Gnade hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt. 5. Laß Trost und Frieden neu ver künden Den Herzen, die zerschlagen sind; Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind. Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, luf dem wir Tag für Tag erneuen Den festgeschlossnen Gnadenbund. Heinrich Puchta. 69. Mel. 228: Nun freut euch, Christen, ins gemein. — „Wir treten in das neue Jahr In Jesu heil'gem Namen; In ihm ist, was verheißen war, Den Seinen Ja und Amen. Die Welt, und was sie hat, zer stiebt, Doch wer den Nam en Jesu liebt, Der hat das 2. ge Leben. Von dieser Welt, so bunt und arm, Was ist uns 915 beschieden? Viel falsche Lust, viel ächter Harm, Viel Täuschung, wenig Frieden! Die Zeit bricht schnell den Faden ab, Und legt sich Jahr um Jahr ins Grab; 5 Wir aber hoffen Bessres. 5. Lieder über Ehe 70. Wie schön ist's doch, Herr Jesu „Christ, Im Stande, da dein Segen ist Im Stande heil'ger Ehe! Wie teig und neigt sich deine Gab' Und alles Gut so mild herab 7 3. Wir ziehen mit dem Volk des Herrn Und seines Reichs Geweihten, Wir folgen unserm Morgenstern Im Dunkel dieser Zeiten; Denn über allen Nächten klar Strahlt uns sein Name: Wunder- bar, Rath, Kraft und Ewig⸗Vater. Wir legen auf des Herrn Altar, In ihm getreu verbunden, Das angetretne neue Jahr Und alle seine Stunden, Die Thränen alle, die es bringt, Die Lieder alle, die es singt, Dem Herrn sei Alles heilig! Sam. Preiswerk. und Jamisie. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. Aus deiner heil'gen Höhe. Wenn sich an dich Junge halten, Gleich den Alten, Die im Orden [Eines Standes einig worden! 71. Lieder über Ehe und Familie. 87 2. Wenn Mann und Weib sich wohl 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt verstehn ja wohl Und unverrückt zusammengehn Ein Stündlein, da man leidensvoll Im Bunde reiner Treue; Die Thränen lässet fließen; Da blüht das Glück von Jahr zu Doch, wer sich still und in Gedul Jahr, Ergibt, deß Leid wird Gottes Huld Da sieht man, wie der Engel In großen Freuden schließen. Schaar Wage, trage Im Himmel selbst sich freue. Nur ein wenig! Kein Sturm, kein Wurm Unser König Kann zerschlagen, Wird behende Kann zernagen, Machen, daß die Angst sich wende. Was Gott gibet Dem Paar, das in ihm sich liebet.„Wohl her, mein König, nah herzu! 3. Sei guten Muths, wir sind es Gib Rath im Kreuz, in Nöthen S nicht, Ruh', Die solche Ordnung aufgericht't: In Aengsten Trost und Freude! Es ist Gott, unser Vater! Deß sollst du haben Ruhm und Der hat uns je und je geliebt Preis, Ind bleibt, wenn unsre Sorg' uns Wir wollen singen bester Weis' trübt, Und danken alle beide, Der beste Freund und Rather. Bis wir bei dir, Anfang, Ausgang Deinen Willen Aller Sachen, Zu erfüllen, Die zu machen Deinen Namen Wir gedenken, Ewig loben werden. Amen. Wird er wohl und weislich lenken. P. Gerhardt. 71. ö 1. Wohl ei ⸗ nem Haus, da lein das All' in Al lem ist! Ja, wenn er nicht dar⸗ in- nen wär', Wie e⸗ lend wär's, wie arm und leer! 1 2. Wohl ihm, wenn Mann und Ein Jegliches nach seiner Art Weib und Kind ImGlauben seine Pflicht bewahrt! Im rechten Glauben einig sind, 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig Zu dienen ihrem Herrn und Gott sind 70 seinem Wille nd Gel 1 Nach seinem Willen und Gebot!“ und wenn sie Kind und Haus- 38. Wohl, wenn ein solches Haus gesind der Welt Versäumen nicht am ew'gen Glück, Ein Vorbild vor die Augen stellt, Daß ihrer keines bleibt zurück! Daß ohne Gottesdienst im Geist 7. Wohl solchem Haus, denn es Das äußre Werk nichts ist, noch gedeiht; heißt! Die Eltern werden hoch erfreut, 4. Wohl, wenn mit gläubigem Gebet Und ihren Kindern sieht man's an, Ein Jedes täglich dankt und fleht, Wie Gott die Seinen segnen kann. Und man nichts treibet fort und 8. So mac ich denn zu dieser Stund fort Sammt meinem H di * 5 ause diesen Als Gottes Werk und Gottes 5. 0 Bund: Wort! 5* Wich' alles Volk auch von ihm fern, 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand Ich und mein Haus stehn bei Mit fleißiger, getreuer Hand dem Herrn. Chr. K. L. v. Pfeil. 1 8 c 72. Lieder über Ehe und Familie. 89 72. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. „Ich und mein Haus, wir sind bereit, ir, Herr, die ganze Lebenszei Mit Seel' und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; Gib deinen Segen nur darein, Daß wir dir willig dienen. Eine kleine Fromme reine Hausgemeine Mach' aus Allen; Dir nur soll sie wohlgefallen. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist belebend fort An unser Aller Er leucht' uns wie das Sonnen⸗ licht, Daß es am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise Auch zur Reise Durch dieß Leben Uns, die wir uns dir ergeben. Seelen. Li 85; N s 0 „Gieß' deinen Frieden auf das Haus Und Alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit, Voll Demuth, sanft und linde. Liebe übe Jede Seele, Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. 5. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große E Auch luß uns in der te Graun Auf deine treue Hilfe schaun ssen Und dann in Geduld uns fassen. Gibst du uns irdisch Glück ins 1 Haus, So schließ' den Stolz, die We tlust aus, 1 hums böse Gäste; — n wenn das Herz an Demuth leer Und voll von eitler Weltlust wär', So fehlte uns das Beste: Jene schöne, Tiefe, stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist Daß in dem Haus kein and rer Geist Als nur dein Ge Daß er, der Alles wohl bestellt Und gute, Suit und Ordnung hält, Uns Alle lieblich ziere. Sende, ee Ihn uns Allen, Bis wir wallen Heim und droben Dich in deinem Hause loben. C. J. Ph. ei ist regiere. Spitta 90 73. Lieder über Ehe und Familie. 74. 75. 73. Mel. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Herr, vor dein Antlitz kreten Zwei,, Erhalt' sie Eins in Freud' und Um fürder Eins zu sein, Bis an ihr Lebensend'![Schmerz Um Eins dem Andern Lieb' und 1 N* Bis in den Tod zu weihn.(Treu 4. Laß du ihr neu gegründet Haus, Herr, deine Wohnung sein; 2. Sprich selbst das Amen zu dem Was arg und falsch ist, flieh' Zu dem sie sich vereint;[Bund, Was heilig ist, kehr' ein![hinaus, Hilf, daß ihr Ja von Herzensgrund Für immer sei gemeint. 5. Gib Segen über diese Stund', Gib Segen allezeit, 3. Zusammen füge Seel' und Herz, Gib Segen, Herr, daß dieser Bund Daß nichts hinfort sie trennt, Dieß Paar dir ewig weiht. V. Fr. v. Strauß. 74. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ. 1. Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ, Hilf, daß wir dein Gebot verstehn Der du einst hier gewesen bist Und immer auf dein Vorbild sehn. Ein freundliches und frommes 4 Kind, 3. Gib deinen Geist in unsre Brust; Ohn' alle Schuld, ohn alle Sünd'. Hilflernen uns mitFleiß und“ust, 2. Wir Kinder bitten Eines nur, Damit wir legen rechten Grund Und ewig stehn in deinem Bund! Böhm. Brüder. Joh. Schop. 0 Sor⸗ge, Herr, für uns⸗ re Kin⸗der, Sor⸗ge für ihr Sind sie gleich vor dir nur Sün⸗der, Ha⸗ben sie an R 4 f 1 Er 2 ä 3— 2D. 2 ä— 8———— 5.— 0 f—— 75. Lieder über Ehe und Familie. 9 wah ⸗ res Heil! dir doch Theil. Sie sind in der Tau⸗ fe schon Dir ge⸗ 1 50 1 i 2.. du sie bisher erhalten Bei so manchem Unglücksfall, Wollest über sie nun walten Immerdar und überall. Bricht Gefahr für sie herein, Woll'st du ihr Beschützer sein; Wenn in Noth sie zu dir flehen, Laß sie deine Hilfe sehen. r———̃̃!F(— —— 3. Dringt auf sie von allen Seiten Der Verführer Schaar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte sie auf rechter Bahn. Regt in ihrer eignen Brust Sich mit Macht die böse Lust, Gib dann, daß sie muthig kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen. 92 76. Lieder über Ehe und Familie. 4. Herr! erhalte deinem Reiche Unfre Kinder stets getreu! O, daß keines von dir weiche Und dereinst verloren sei! Immer geh' ihr frommer Sinn Und ihr Streben darauf hin, Dir sich gänzlich zu ergeben Und zur Ehre dir zu leben. 76. 1. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bist Und daß die kleine Lämmer⸗ schaar Dir, König, nicht verächtlich war. 2. Gelobet sei des Vaters Rath Für seiner Liebe Wunderthat! Sein ew'ger Sohn wird arm und klein, Daß Kinder können selig sein. 3. Gelobet sei der heil'ge Geist, Der jedes Lamm zum Hirten weis't, Der Kindern zu erkennen gibt, Wie brünstig sie der Heiland liebt. . „Er macht durch seinen Gnaden⸗ zug Ein kleines Kind zum Glauben klug, 8 mit Freuden das verstehn, Was weise Männer oft nicht sehn. 5. Gönne uns die Him ae Daß von uns am jüngsten T Jeder nach dem Kampf und 9a Mit it Frohlocken sprechen mag: Liebster Vater, siehe hier Meine Kinder all' mit mir! Ihrer keines ist verloren, Alle für dein Reich erkoren! Nach Schlosser. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schaar. 5.„Laßt doch die Kindlein her zu mir!“ u, Herr.„Drum bin ich hier; Für sie gehört mein ganzes Reich: Drum ward ich selbst den Kind 15 gleich So riefst d 6. Wenn diese Welt ein Kind verachtt, So sind doch Kinder deine Macht, Und auch was noch unmündig heißt, Dient oft zum Werkzeug deinem Geist. 7 Ach, lehre unsre Kinderschaar, Daß sie zusammen immerdar Mit Herz und Lippen dich er⸗ höhn, So wird des Satans Reich ver⸗ gehn. 8. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, Daß du der Kinder Heiland bit Und daß du, hocherhabner Fürst, Der Kinder Heiland bleiben wirst. Ernst Gottl. Woltersdorf. „Schöpfer meines Lebens, 75 Laß mich 1 2 mich 1 vergebens erde sein! deine Liebe, 8 Geistes Triebe 58 hinein, ild, so win und mul, be deiner Pfl 1 N 81* . Bettagslieder. 78. 93 ich will nicht sorgen. in jenen Höhen erden viele stehen, jön wie Himmelsgl Die hier Kinder waren Und in frühen Jahren Dir sich weihten D ort 1 ganz; Drum sind ie nun ar früh Zu der Schaar der gen Frommen Und zu dir gekommen. „Jesu, Freund der Sünder, auch für die Kinder inst auf Erden kam, O wie sanft und stille ar dein Herz und Wille, Bösen gram! R mi ich Gedan , wer dich g, wer sich übet, es Kind zu sein! diese heil'gen Bieß' durch deine Liebe insern Herzen ein, Daß dein Bild, so rein und mild, Dort im schönen Himmels saale Ewig an uns strahle! Triebe Alb. Knapp. Bektagslieder. 78. 1. 0 Herr Gott! dich lo ⸗ ben 0 das Va⸗ter⸗ 8. Egli. wir Für dei- ne gro- ßen land Von Krie⸗ges⸗last ent⸗ Gna⸗ den, 8 1 la ⸗ den, Daß du uns schau⸗en läßt Des goldnen Friedens eee e Zier; Drum jauch⸗zet al⸗ les Volk: Herr Gott! dich lo⸗ben wir. 2. Herr Gott! dich loben wir, Die wir in bangen Tagen Der Waffen schweres Joch Und frechen Grimm getragen. Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh'! Herr Gott! wir danken dir. 3. Herr Gott! dich loben wir, Daß du die Pfeil' und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert Zerbrochen und zerschlagen. Die Bande sind entzwei, Darum so singen wir Mit frohem Herz und Mund: Herr Gott! wir danken dir. Herr Gott! dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadenthür Jetzt wieder aufgethan: Herr Gott! wir danken dir. 5. Herr Gott! wir danken dir, Daß du Land, Kirch' und Häuser Und unsers Volkes Stamm Und dessen grüne Reiser Bisher erhalten hast! Gib ferner Gnad' allhier, Daß auch die Nachwelt sing': Herr, Gott! wir danken dir. 6. Herr Gott! wir danken dir Und bitten, du woll'st geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben. Krön' uns mit deinem Gut, Erfülle für und für, O Vater, unser Flehn: Herr Gott! wir danken dir. Joh. Frank. 79. Bettagslieder. 95 8 0 Staub hin, Mer⸗schen- kin⸗ der! Kommt Al ⸗ le, kniet, und l be⸗ tet an! er. der Herr, hat 2 77 Zum Him⸗mel, Sün⸗der, euch er⸗—. Der 450 8 und ver⸗ — 2 5 74757 2 4 1 — 2 n F 2— 2—— 0 ö— der⸗ ben kann. Der Herr ist eu ⸗ er Gott. 1 Ze⸗ ba- oth, Der Er bar⸗- mer! Gott, groß von Rath, . Gott, groß vo* Ein Rä⸗cher eu⸗ rer Mis⸗se⸗ that, 0 E e . — u— —p fp . — Rä⸗cher eu- rer Mis⸗se⸗ that. 0 1„ ———— 5—— E — 22 f 79. Bettagslieder. N 2. Betet an vor Gott! Es komme Gebeugt der Sünder und der Fromme Vor des Allmächt'gen Angesicht! Ach, von hunderttausend Seelen, Die alle straucheln, alle fehlen, Ruf' jede: Herr, vertilg' uns nicht! Wäͤr' er nicht unser Gott, Nicht durch des Mittlers Tod Unser Vater, Längst träf' uns schon Von seinem Thron Der Sünden qualenvoller Lohn. — 3. Betet an! Gott ist die Liebe. Rühmt, Sünder, laut: Gott ist die Liebe, Durch Jesum Christum unser Gott! Noch trägt er die Uebertreter, Vertilgt noch nicht die Missethäter, Erduldet noch der Frevler Spott. Hört! Der Allmächt'ge spricht! Verstockt die Herzen nicht Seiner Stimme! Gerecht ist Gott! Gerecht der Tod, Den er verstockten Sündern droht! 4. Betet an! Ach, nicht im Grimme, Noch ruft Gott mit der Vaterstimme Den Bösen auf dem Irrweg zu: Kehret wieder von dem Pfade Des Unglücks! Geht den Weg der Gnade, l Und sucht für eure Seelen Ruh! Klein ist der Tage Zahl! Vielleicht zum letzten Mal Tönt die Stimme Barmherzigkeit! Gehorcht noch heut'! Nah ist euch Tod und Ewigkeit! 5. Betet an! Erwacht, ihr Sünder! Erwacht! Denn euch, o Menschenkinder, Erwartet Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben Hat Gott in eure Hand gegeben. 8 Erwacht! Noch ist zur Buße Zeit. 2 Allmächtig ist der Herr! Gerecht, gerecht ist er! Frevler, zittert! Wißt: Was er spricht, Gereut ihn nicht; Er kommt, er kommt und hält Gericht! Chr. Christ. Sturm. 7 98 80. Bettagslieder. 80. Mel. 118: Ach, sieh ihn dulden, bluten, sterben. 1. Herr Jesu Christ, der du beweintest Jerusalem und deines Volkes Fall, Der du's so wohl und herzlich meintest, Versammelt hättest gern die Kinder all', Wie nur die mütterliche Liebe thut: Du, Herr und König, sei uns Schirm und Hut! 2. Auf allen Höhn, in allen Gründen, In allen Hütten kehre du heut' ein! Weck' uns, bestrafe unsre Sünden; Von ihrer Knechtschaft kannst nur du befrein. In alle Herzen rufe:„Eins ist Noth! Durch mich seid einig, wie ich Eins mit Gott!“ 8. Kehr' ein bei Allen, die regieren, Verwalten, richten, lehren und erziehn; Lehr' sie ihr Amt mit Demuth zieren Und Stolz und Heuchelei und Selbstsucht fliehn. Denn wider dich ist, wer sich dein nicht freut; Und wer nicht mit dir sammelt, der zerstreut. 4. Kehr' ein bei Allen, die da leiden, So nehmen willig sie dein Kreuz auf sich; Flöß' ein uns Allen dein Mitleiden, Daß wir in Brüdern nähren, kleiden dich. O lehr' uns, daß wir Alle, arm und reich, Vor Gott und dir sind hilfsbedürftig gleich. 5. Kehr' bei uns ein und lehr' uns beten In Geist und Wahrheit und der Liebe Sinn, Daß immer einiger wir treten Durch dich, den Sohn, zu Gott, dem Vater, hin. Dann wird zum Tempel unser Vaterland: Uns segnet deine Hohenpriesterhand. E. Fröhlich 81. Bettagslieder. 99 — 2 —— —— 1 2 N 1 15 Wir schwö⸗ren 25 aufs Neu ⸗ e Dir, un⸗serm 1 Du Schö⸗pfer und Be ü ter, Du Ge ⸗ ber r Treu e; Dir naht das gan ze Land. al ⸗ Güter, Wir stehn in dei⸗ ner Hand. Du Uns von der Väs⸗ ter — 8 e 7. 1 1 0 Zei ten Ges seg⸗ net hoch vor man⸗chem Land. 100 82. Bettagslieder. 2. Du lässest hier uns wohnen, Nach Jesu Vorbild weihn. Wo ringsum herrlich thronen! Ist Haus und Volk zerspalten, Die Wunder deiner Macht. Du ließest früh schon glänzen Das Kreuz in unsern Grenzen, Das hat uns frei gemacht. Auch wo wir dein vergaßen, Hast du uns nicht derlassen Und gnädig uns hieher gebracht. Mild, wie du uns regierest, Das Land mit Segen zierest, Soll'n wir auch milde sein. Wer groß da will erscheinen, Kann es sich nicht erhalten, Und Einigkeit gibst du allein. 4. Ein Festtag deiner Güte Ist jeder Tag, o blühte So unsre Lieb' auch neu, Daß frommer Väter Erbe Durch uns das Kind erwerbe Und sich in dir erfreu'! Ja, Hirte deiner Herden, Laß auch die Enkel werden Ein Zeugniß deiner Huld und Der muß sich All' den Deinen Treu'! A. E. Fröhlich. 82 H. Weber, 8 1 22 2———— 7 1— 1 J 1 —————. ¼ TK ̃ 7˙˖[— 6—— 1 1 ö ö 1. Him⸗mels⸗kö⸗ nig, Gott der Gna⸗- den, Sieh, dein 2 2 2 ee E 8. f 0 f Und wir Al le fle — hn voll Reue: Nimm dich un ser an aufs Neu⸗ e! Herr, o Herr, ver= 1 F— a 2 r, * n 222 4 —— ͤ———————— 1 5 5 5 N F 1 2 f 7 2 0——— S F. * f.—— f f EA f f A 18 7 0 1 wirf uns nicht! ö SS 2—. 3—— —— E—— „Straf' uns nicht, die wir vermessen Deiner Vaterhuld vergessen, Nicht geachtet auf dein Thun! Deine Lieb' ist unvergänglich, Im Vergeben überschwänglich: Laß sie gnädig auf uns ruhn! „Laß uns wieder mit Vertrauen In dein Vaterantlitz schauen, Blicken in dein Heilandsherz! Und wie du geführt die Ahnen Liebevoll auf Siegesbahnen, Führ' auch uns du allerwärts! 4. Mache du uns zu den Deinen, Die sich treu in dir vereinen Und gemeinsam Dank dir weihn! Lob und Preis sei dir gesungen Mit geweihten, neuen Zungen, Die du selbst uns wollst verleihn! 5. Wie viel Gutes, wie viel Gaben Wir von dir empfangen haben, Seit du unser Land befreit; — 8. ö Wie so reich du uns gesegnet, Wie so freundlich uns begegnet, Singt kein Lied in Ewigkeit. „Nun denn, Herr und Gott, erneue Unsre Lieb' und unsre Treue! Dir geweiht sei Herz und Mund! Reine Freuden, keine Leiden Mögen je von dir uns scheiden: Ewig fest sei unser Bund! „Gib, o Herr, auf allen Wegen Unserm Volke Fried' und Segen, Und dein Heil sei unser Schild! Gib uns Kraft und heil'ges Streben, Deinem Wort getreu zu leben, Mach' uns ähnlich deinem Bild! Heil uns, du bist unser König, Ind wir dir nur unterthänig: Du bist unser, wir sind dein. Ja, du wirst zu allen Zeiten Treu uns führen und begleiten, Stets uns Gott und Vater sein! M. Klotz. lieder. zettags 2 3 102 83. 8 in hilf u und Ha zohlau than vor ge du t Und mf 84. 2. Mit dir, du starker Heiland du, Muß uns der Sieg gelingen; Wohl gilt's zu streiten immerzu, Bis einst wir dir lobsingen. Nur Muth! Die Stund' ist nimmer weit, Da wir nach allem Kampf und Streit Die Lebenskron' erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um, Wir lassen uns nicht grauen; S Fort streiten wir in deiner Hut Und widerstehen bis aufs Blut Und wollen dir nur trauen! Bettagslieder. 103 Gott und Keiner mehr, Auf den allein wir trauen. Wie gnädig wolltest du zur Wehr Der Berge Wall uns bauen! Laß deine Güte, deine Treu' Behüten uns und stets aufs Neu z deine Hilfe schauen! 4. Herr, du bist Ur Uns laß getrost uns fallen! Wie du geholfen unserm Land So hilfst du fort noch Allen, Die dir vertraun und deinemBund Und freudig dir von Herzensgrund Ihr Loblied lassen schallen. Friedr. Oser. 1 2. 84. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. 1. O selig Volk, deß Gott du bist, Du, Herr voll Macht und Treue, Du, dessen Huld kein Loblied mißt, Die endlos ewig neue! O selig Volk, das du ersehn Zum Eigenthum, es wird bestehn, O Gott, durch deinen Segen! 2. Du hast aus aller Völker Reihn Die Väter dir erwählet, Der Freiheit starke Hut zu sein, Hast sie mit Muth beseelet, Der für dieß heil'ge Himmelsgut In Noth ließ freudig Leib und Blut: Du warst ihr Gott und Helfer! 8. Drum steigt des Dankes Jubel⸗ Empor von deinem Volke. klang Dich preist der Herzen brünst' ger Drang, Und in der Helden Wolke Schaun wir, o Herr, nicht Men⸗ schenmacht, Du hast gekämpft, du hast's voll⸗ bracht! Dein ist, o Gott, die Ehre! 4. Bewahr' uns unsrer Freiheit Gut! Wir flehen ernst gebeuget. Oft schwach und klein ist unser Muth, Und manche Sünde zeuget: Wir sind nicht werth der Huld und Gnad', ehn der Selbstsucht dunkeln Pfad, Die Seele liegt in Banden. Wir g * x hilf uns, der Freien ew'ger Hort, Und mache frei die Geister Durch deines Sohnes heilig Wort! Er nur sei unser Meister! Dir folgen wir, Herr Jesus Christ, Der du das Haupt am Leibe bist, Und wir sind Alle Brüder! 5. 104 84. Bettagslieder. 6. Dann schaut auf unsrer Alpen 7. Du, großer Gott, bedarfst un Firn nicht Der treue Gott und drücket Und segnest doch ohn' Ende. Sein Siegel auf des Landes Stirn, Erheb' auf uns dein Angesicht Das er mit Segen schmücket. Und stärk uns Herz und Händel Der Himmel strahlt aus unsern Bleib unser Gott und laß uns dein Seen Und frei in Jesus Christus sein, Und durch die Fruchtgefilde wehn Du Bundesgott und Vater! Des Himmelreiches Wonnen. H. Weber. II. Festlieder ents⸗ und Weihnachtslieder. 1. Ltdventslieder. 85 1704 9 g 5 77.————— 7— 1 1— 2 5. 3—. — a— 3 ö 1. Macht hoch die 8 die 790 re weit! Es „ 2———— Z— 2— 3— E——-„— . 7 8 5. 5 f 35 ———ͤ̃——.ęF—äͤ—— ————— 2— 1 0 0— ö— kommt der Herr der Herr lich ⸗ keit, Ein Kö nig 88 0 2. 1 2————— —— 2 C — f——-—— ̃—tꝛ r— al ler Kö nig reich', 15 Gel land al⸗ ler Welt zu⸗ 5 5— N 555 — f* 5 — 3 — 9—— E.——ç N 4 — 3———— 1 ö— 5 b ö 17. ä ——— der mein Er ⸗ 1 2. 8 ist gerecht und k U ilfbereit, Die Huld und Sanftmuth sein —— Geleit. Sein Königsschmuck ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barmherzigkeit. All' unsre Noth zu End' er bringt, Derhalben 5 mit Freuden singt: Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! D 8. O wohl dem Land, o wohl der f Stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl. allen Herzen—. 7 Da dieser König Ziehet ei Er ist die rechte Fr 9 Bringt mit sich lauter Heil und Wonn'. Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlöser ist! 4. Macht hoch die Thür, die? weit! Das Herz zum Tempel sei bereit! Schmückt es in Andacht, Lust und Freud' Mit Zweigen der Gottseligkeit; So kommt der König auch zu euch, Ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobt sei Jesus Christ, Der mein Erlbser ist! Komm, o mein Heiland, Jesu Christ! Des Herzens Thür dir off ist! Ach, zieh mit deiner Gnade ein In Freundlichkeit auch uns er⸗ schein! Dein heil'ger Geist uns führ und leit Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr'! G. Weißel. er en 86. Adventslieder. 86. — N —— 15 Gott fei Band en 3 4 4 aller Welt, Der sein Wort be⸗ 1 5 Und der Sün⸗der 5. 2. Was der alten Väter Schaar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was die Seher prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf' und Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Wunderbar, Rath, Kraft und Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna dir, mein Theil! E hält, Trost und mat 1——— a 2 11—————-»—-— — 7— N J— — 1 0 r N 2 7— 1— Zu uns— ge sen⸗det hat. 5 7 7 1. 1— 1— ——ů—— 2——————— „5 0 2 Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. 5. Zieh', du Ehrenkönig, ein: Es gehöret dir allein; Mach' es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust. 6. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Zeindes Macht und List Wider mich geschäftig ist. Adventslieder. 109 7. Tritt der Schlange Kopf entzwei, 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst, Daß ich, aller Aengste frei, Herrlich wiederkommen wirst, Dir im Glauben um und an Ich dir mög' entgegengehn Selig bleibe zugethan; Und gerecht vor dir bestehn. Heinr. Held. Hs. Kasp. Bachofen. a U 1 Auf, auf, ihr Reichs⸗ge ⸗ nos⸗ sen! Der Kö⸗nig kommt her⸗ 2 Empfangt ihn un⸗ ver⸗ dros⸗ sen, Der Al⸗ len. 15 e 2 E E * l N 2— E— 22 1 4 —— ER 2— 2 RR— 8 2 55 N 2 8— an. kann. Ihr Christen,— 1 für! Laßt uns vor al ⸗ len Dingen Ihm Ho⸗si⸗ an ⸗ na sing⸗en Mit hei⸗ li⸗ger 7 betr. Derr Auf, ihr übten Herzen! Der König ist nicht fern. Hinweg all' Angst und Schmerzen! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Noth Mit reichem Trost euch speisen; Er will euch Hilf' erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch; Er will durch sein Erbarmen Euch machen groß und reich. Der Alles hat bedacht, Der wird auch euch ernähren; 3 Menschen nur begehren, s steht in seiner Macht. „Frisch auf, ihr Tiefbetrübten! Der König kommt mit Macht. An uns, die Herzgeliebten Hat er schon längst gedacht. 0 1 88. „Mit Ernst, ihr Menschenkinder Das Herz in euch bestellt, Damit das Heil der Sünder, Der große Wunderheld, Den Gott aus Gnad' allein Der Welt zum Licht und Leben Verheißen und gegeben, Bei Allen kehre ein. „Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Laßt Alles, was er haßt; acht eben jeden Pfad, Die Th äler all' erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet Was krumm ist, macht gerad. — 4 D U Nun wird nicht Angst, noch Pein Noch Zorn hinfort uns scha Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder n Auf, auf mit schnelle Den König* a Er kommt in uns Stark, herrlich 10 Nun tretet All' Den Heiland zu bee 5 Der alles Kreuz versüßen, Der uns erlösen kann. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, 9 it köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gib Drum wollen fort und for O König hoch erhoben, Wir dich mit Freuden loben Ire 1 Mel. 87: Auf, auf, Und preisen hier und dort. Joh. Rist. ihr Reichsgenossen. 8. Ein Herz, das Demuth liebe Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmuth übet, Mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das redlich ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. Ach, mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zieh' in mein Herz herein, Und wohn' auf immer drinnen, So werden Herz und Sinnen Dir ewig dankbar sein. Val. Thilo. 111 10 1106 Joh. Schmidlin nach Steiner. 0 160 15 1 1 N 1 3 1 1[Nun jauch⸗zet All', ihr From⸗men, In die ⸗ser Gna⸗den⸗ 10 1 Weil un⸗ ser Heil ist men, Der Herr der Herr⸗lich⸗ 1 J— 22— 2— 1 ̃————ů—— — 5„„ SS ²˙¹—m 2— 0 r 0 0 0 1 7 Zu keit, Zwar oh ne stol⸗ ze Pracht, Doch mäch⸗ tig, 1 ä ö ——— 0 0 1. ——— 1 — 1 1 e— 1 10 g ö 6 1 8 ver hee ren Und gänz⸗lich zu def. stoö ren De ö 90. Adventslieder. 2. Kein Scepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt: Im hohen Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen der Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So wählt die rechte Bahn, Die auf zum Himmel geht, Weil dem, der ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Der Höchste widersteht. M̃ O al⸗ler Welt Ver⸗ 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Ender Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemuth, Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen, Der ist das höchste Gut. „Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit. Der euer Leid und Weinen Verwandeln wird in Freud'. Er ist's, der helfen kann. Macht eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig: N Er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer. Melch. Teschner. 72 111 2 J ö 7 1. 12 soll ich dich em⸗ pfan⸗ gen Und wie be⸗gegn' ich lan ⸗ gen, O mei ⸗ ner See⸗ le zünde Mir selbst die Fa⸗ckel 1 2 S „Was hast du unterlassen „Nichts, nichts hat dich getrieben an, Auf daß mein Herz er-grün ⸗de, Was dich er⸗freu⸗en kann. — 1 2 1 992 —————— 1 N ————— A— E r 2 Dein Zion streut dir Palmen ausend Plagen 178 7 2 O 7 Uud grüne Zweige hin, 1 Jammerlast, 1 Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Es soll mein Herz dir grünen n stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. Zum Trost mir und zur Freud'? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das R Als Reich genommen, eee Wo Fried' un Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß; 3 hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichthum thut. Zu mir vom Himmelszelt N72 2 0 — dein getreues Lieben, Vo Womit du alle Welt 5 dir in die Herzen, Du tiefbetrübtes Heer, ei welchem Gram und Schmerzen ch häufen mehr und mehr. Seid unverzagt! Ihr habet Die Hilfe vor der Thür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht: Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb' und Lust, All' Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld: Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb' und Theil. 8 114 91. Adventslieder. 92. 9. Was fragt ihr nach dem Dräuen 10. Er kommt Der Feind' und ihrer Tück'? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 91. Mel. 20: 1. Der König kommt, der Herr der Ehren Ist nahe, seine Stimme schallt! IhrMenschen, lasset euch bekehren, Weil Gottes Herz in Liebe wallt. Denn aus unendlichem Erbarmen Versöhnet er mit sich die Welt, Und sendet seinen Sohn uns Armen Zu unserm Heil und Lösegeld. 2. O lasset uns den Sohn umfassen! Er steht vor unsrer Herzen Thür. Der sich so tief herabgelassen, Der klopfet an bei dir und mir. Er kommt, die Wohnung aufzu⸗ schlagen; O haltet ihn nicht länger fern! Laßt uns von ganzem Herzen sagen: Tritt ein, Gesegneter des Herrn! 92. 1. Erhebt den Herrn, ihr Frommen! Er hält, was er verspricht. Der Heiland ist gekommen, Der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, Hat uns zum Heil und Leben Selbst seinen Sohn gegeben; Durch ihn sind wir erlös't. zum zum Zum„ Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und such Ach komm', ach komm', o S Und bring' uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! P. Gerhardt. Singt, singt Jehovah neue Lieder. 3. Der König kommt, der uns vom Bösen, Das unser arges Herze hegt, Vollkommen will und kann er⸗ lösen, Der unser als ein Hirte pflegt. Er kommt, uns ewiglich zu segnen, Und spricht: Ich mach'es Alles neu. O möchten wir ihm doch begegnen Mit wahrer Buß' und Glaubens“ treu'. 4. Anbetungswürd'ger Ehrenkönig, Ach, bahne dir doch selbst den Weg, Daß alle Welt sich unterthänig Im Glauben dir zu Füßen leg. Zerstör' in uns die Sündenkräfte, Beherrsch' uns als dein Eigen thum, Und fördre deines Reichs eschäfte Zu deinem und des Vaters Ruhm, Nach J. K. Ziegler. Mel. 89: Nun jauchzet All', ihr Frommen. 2. Erlös't! O welche Liebe Hat uns der Herr erzeigt, Mit welchem Vatertriebe Sein Herz zu uns geneigt! Von seiner Himmel Thron Kommt, Rettung vom Verderben Uns Sündern zu erwerben, Sein eingeborner Sohn. 3. Er kam zu uns auf Erden In armer Knechtsgestalt; Voll Mühe und Beschwerden War hier sein Aufenthalt. Der ihm gegebnen Macht Enthielt er sich mit Freuden, Bis er durch Todesleider Sein großes Werk vollbracht. Er hat's vollbracht! O bringet Gott euern Lobgesang! Erlös'te Menschen, singet Dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, Da hilft er gern aus Gnaden, Heilt unsrer Seele Schaden: O nehmt ihn gläubig an! 2 *„42118* Adventslieder. 110 5. Du Freund der Menschenkinder, Verwirf uns, Jesus, nicht! Du bist das Heil der Sünder, Du unsre Zuversicht. Gib unsern Seelen Ruh! Hilf jeden Reiz der Sünden ns glücklich überwinden! Gib Muth und Kraft dazu! 6. Dich wollen wir erheben Hier und in Ewigkeit, Wo uns ein bessres Leben Vor deinem Thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann werden unsre Seelen Vollkommen selig sein. Sam. Diterich. F. V. Buttstett. Hül⸗len, Sanft⸗ mü · thig auf der froh, de ru sa⸗ lem! Trag' ihm ent⸗ ge⸗ gen Friedens — 1 43 ö ———ä— 3322. 555———.—— 1 bu. 1 pal⸗ men, Be⸗streu' den Pfad mit grü- nen Hal ⸗ men! . ü ⁵—A—— 2 1 0 1 — ö— 12 1—— — r So ist's dem Her ren an ⸗ g —*— 5. 1 2. O mächt'ger Herrscher ohne Heere, Gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, O Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren, Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch aller Erden Reiche werden Dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schaar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 94. Weihr iachts lieder. 4. Und wo du ko rd hergezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. zu kommst, auf den verheerten Triften neuen Bund zu, stiften, schlägst in Fessel Sünd' und Tod. Herr von großer Huld und Treue, omme du auch jetzt aufs Neue zu uns, die wir ind schwer verstört! Noth ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deine n Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, = 95888 S N 0. 2 D * Die Macht der Finsterniß erliegen, Und l der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, Ver eint als Brüder wieder ne In deines großen Vaters Haus! 2. Weihnachtslieder. 5— Fr. Rückert. 94. 15. Jahrhundert. ——— — ——— ar- men Men⸗schen⸗ kin ⸗ dern, 1.[Wie ist der Tag so freu den reich Uns »Da Gottes Sohn ist wor den gleich, Doch oh ne Sünd', uns Sün⸗ dern! In Fin⸗ster⸗nis⸗sen sa- ßen wir Und in des To ⸗ des Schat⸗ ten hier, Weit ab vom Weg zum Frie ⸗ den. A ber wir lob⸗ 1 prei ⸗sen heut': Herz li che Barm⸗ her ⸗ zig ⸗ keit Hat 2 10 0 1 —— 2 4 1 4* 1. —— f 2— ——.— 5— 2— 3 2 — 1 J g— 2 0 Nr 1 4.* E 1 2— 1 ä — 0 4— 8 r uns be⸗sucht hie ⸗ nie ⸗ den. ö —. 7— ——— 95. Weihnach tsliel der. 119 2. Die Hirten, die in selber Nacht Der Heerde hüten müssen, Imleuchtete des Herren Pracht, Sein Engel sprach mit Grüßen: „Ich künd' euch große Freude nur, Die allem Volke wiederfuhr: Der Heiland ist geboren, Der da Christus ist, der Herr, In der Krippe lieget er, In Davids Stadt geboren.“ 3. Und alsobald beim Engel war Des Himmelheeres Menge, Die brachten Lob dem Schöpfer dar Und sangen die Gesänge, Die seit der wunderbaren Stund' Im Himmel, auf dem Erdenrund, Heil uns! stets wiederhallen: Ehre sei Gott in der Höh'! Fried' auf Erden je und je, An Menschen Wohlgefallen! Zum Theil nach dies est laetitiae. 1. Vom Him mel kam der En⸗ 1539. 5 3. — — 2 gel Schaar, 27 — 1 —— 7 1 8 1 schien den Hir ⸗* 55 5 7 110 fen ⸗ bar, Sie A r Ein sag⸗ ten an: Das 1—— Kind⸗ lein 7 liegt 225 in der — 8 1 0 ——ů — 120 96. Weihnachtslieder. 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, Wie euch die Schrift verkündet hat; Dieß Kindlein ist der Herr und Christ, Der euer Aller Heiland ist. 3. Deß sollt ihr billig fröhlich sein, Daß Gott mit euch ist worden eins. Er ist nun euer Fleisch und Blut; Eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch schaden Sünd' und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen nur den alten Feind, Ist Gottes Sohn doch euer Freund. 5. Er will und kann euch lassen nicht, Setzt ihr auf ihn die Zuversicht; Es mögen Viel' euch fechten an, Trotz sei dem, der's nicht lassen kann! 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, Ihr seid nun worden sein Ge⸗ schlecht. Deß danket Gott in Ewigkeit, Geduldig, fröhlich allezeit. Dr. M. Luther. 15. Jahrhundert. 0 1 1 1. Lob' Gott, du wer⸗the Chri⸗sten⸗ heit Und dan ⸗ ke 4 23 2 b 2 22— 1—— ä 2— 22 2—. 22 — 1— ihm mit gro⸗ ßer Freud'! Un⸗ser v 2 3 Di h ⸗ tet Y ⸗tetr Und leu Durch sein wer ⸗thes Wort S O welch ein theures, großes Heil, Welch schönes, liebliches Erbtheil Hast du uns, den Deinen, Geschenkt, o Gott, in deinem Sohn, weß sich die Engel freuen And beten an vor deinem Thron; Wünschen Fried' auf Erd' Und Freud' den Menschen werth. „O Herr, du Freundlichster, nach 5 dir Verlangt das Herzin Heilsbegier! Wir wär'n ganz verdorben, In Finsterniß, ohn' Licht und Ear · Sonn'; ö cheint un⸗ser höch⸗ster So hast du uns erworben Die ew'ge Himmelsfreud' ind Aus Barmherzigkeit.[Wonn' O tiefe Mildigkeit! O Jesu, wahrer Mensch und Gott! Tröst' uns in aller unsrer Noth. Brunnquell aller Güte, Erweck uns durch dein heilig Wort, Erneu' Herz und Gemüthe, Daß wir dereinst mit dir auch dort Deiner Herrlichkeit Uns freun in Ewigkeit! Böhmische Brüder 4. 1 122 97. Weihnachtslieder. 97. 1704. 91 N. 2— 7—— E ä 2 r ö g 80 1. Fröh⸗lich soll mein Her⸗ ze sprin⸗gen Die ⸗ ser 1 2 * r 2 4— 4— Den 6— 3 5 2 2 ů E———— 2 Da vor Freud' Au le En⸗„gel sin gen. Auf* 4 . 2— 1. 2. Di 2 f 2 2 E 1 ö a 1 5 J —— 12 g. .— 5 . zu des Himmels Tho- ven Al ⸗ le Luft Jauchzt und ruft: f E 1 . stus ist ge⸗ bo ren! 4 1 4 n 1 D ̃—— ——— 1— 98. Weihnachtslieder. 123 2. Heute geht aus seiner Kammer 6. Die ihr schwebt in großen Leiden, Gottes Held, Sehet, hier Der die Wel Ist die Thür Reißt aus allem Jammer. Zu den wahren Freuden. Gott wird Mensch, dir, Mensch, Faßt ihn wohl, er wird euch führen Gottes Kind, zu Gute; An den Ort, Das verbind't Da hinfort Sich mit unserm Blute. Euch kein Kreuz wird rühren. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Der uns gibt, Wer empfind't Was er liebt Seine Sünd' Ueber alle Maßen? Und Gewissensschmerzen, Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Sei getrost: Hier wird gefunden, Seinen Sohn Der in Eil' Aus dem Thron Machet heil Seiner Macht und Ehren. Auch die tiefsten Wunden. 8. 4. Seht, er liegt in seiner Krippen, Die ihr arm seid und elende, Ruft zu sich Kommt herbei, Mich und dich, Füllet frei Spricht mit süßen Lippen: Eures Glaubens Hände. Lasset fahren, liebe Brüder, Hier sind alle guten Gaben Was euch quält; Und das Gold, Was euch fehlt, Da ihr sollt Ich bring' Alles wieder! Euer Herz mit laben. 5. Kommet denn und laßt uns laufen, 9. Süßes Heil, laß dich umfangen! Stellt euch ein, Laß mich dir, roß und klein, Meine Zier, Kommt in großen Haufen. Un verrückt anhangen! Liebt den, der vor Liebe brennet; Du bist meines Lebens Leben: Schaut den Stern, Nun kann ich Der uns gern Mich durch dich Licht und Labsal gönnet. Wohl zufrieden geben. P. Gerhardt. 0 2 1. Wir sin ⸗ gen dir, Im⸗ma⸗nu-el, Du Le bens fürst und Gna⸗den⸗quell, Weil du, o lang ge⸗wünsch⸗ ter Gast, Dich 1 1 2. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht, Dich hat gehofft so lange Jahr' Der Väter und Propheten Schaar! .„Ach, daß der Herr aus Zion käm' Und unsre Bande von uns nähm''! Ach, daß die Hilfe bräch' herein! So würde Jakob fröhlich sein.“ 4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh', Bist klein und machst doch Alles groß, Bekleid'st die Welt und kommst doch bloß. 5. Du bist der Ursprung aller Freud' Und duldest so viel Herzeleid; Du bist der süße Menschenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. 0 lieder. 125 29. Weih nach 8 7. Der Will' ist da, die Kraft ist klein, Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. 8. So fass' ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei; Du trägst den Zorn, besiegst den Tod Und kehrst in Freud' all Angst und Noth. 9. Du bist, o Herr, mein Haupt und Ruhm; Ich bin dein Glied und Eigenthum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Dir dienen, wie dein Herz es liebt. 10. Ich will mein Hallelujah hier Mit Freuden singen für und für, Und dort, in deinem Ehrensaal, Soll's schallen ohne Zeit und Zahl! Paul Gerhardt. 99. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören! 8 dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah Zu den Verlornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Frieden und Freud' Wird uns verkündiget heut': Freuet euch, Hirten und Heerden! 3. Sehet dieß Wunder, wie tief sich der Höchste geneiget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Gott in dem Sohn, Für uns verläßt er den Thron: Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische! Wer kann dieß Geheimniß ver stehen! Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein! Er will der Führer euch sein, Die ihr zum Vater wollt gehen. 126 100. Weihnachtslieder. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken? Soll nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin, Kindlich darein sich versenken? König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herz in der Liebe verbinde, Du sollst es sein, Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde! Treuer Immanuel, werd' auch in mir nun geboren! Komm doch, mein Heiland! Denn ohne dich bin ich verloren. Wohne in mir, Mache mich Eines mit dir, Der mich zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb' ich, dich will ich erheben! Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur leben. Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, 6. O — Völlig mich dir zu ergeben! G. Tersteegen. 100. H. Egli. 9 N E S . 2— 5 1 r 1. Dieß ist der Tag, den Gott ge⸗ macht, Sein i werd' in al ⸗ ge⸗dacht! Ihn prei ⸗se, was durch Weihnachtslieder. c Je sum Christ Im Him⸗ 0 mel und au 1 1 3 a sandte Gott von seinem Thron as Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dieß Wunder fassen will, So steht mein Geist voll Ehrfurcht Er betet an und er ermißt, still, Daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Mensch⸗ 5 heit Theil, Erscheinst im Fleisch, wirst unser 1 Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott, mein Heiland, bet' g ich an! 6. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, 1. Wer-de Licht, 1 du ein 2 2 *— — 5 2 Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 7. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut! 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält: Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schooße si 9. Jauchzt, Himmel, die ihr erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, Sing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht! Sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf E Christ. F. Gellert. yn Volk der Hei den! der Freu ⸗ den Glanz . 1 4 * * — . 5— 1 Heil der Welt, Chri⸗stus Wer⸗de Licht, Je ru. Vom ge⸗ rin⸗ gen Beth⸗le⸗ hem. 1 U f a* hat sich lem! 5 Licht und — — — dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsterniß auf ihnen: Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. Aber ach! von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrthums finstre Wolke Ueberschattet noch dein Land. Ueber Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. O, verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Kommtund werdet Gottes Kinder, Betet euern König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Macht euch auf und werdet Licht! „Nun, wir eilen mit Verlangen Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; O „Auf des Leb Zeig' uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub' umfasset dich. ens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort! Gib uns Muth zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, Nie verzagend stille stehn! In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht! In des Herzens Kümmernissen Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut. Wandern wir im finstern Thale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! J. Friedr. Mudre. Weihnachtslieder. A 55 0 00 2. Hs. Georg Nägeli. 1050 f—. e 5 2 4— ͤô—K— 7000 2 10 N N Näch⸗te Bricht nun auf stil ler 10 2— ——0 — —— ö — 1 ö 10 r g Bahn Dem menschli⸗ chen Geöschlech⸗te Zum fro- hen Ju- bel 10 —— Fer 10 — 2 7— 1 1 10 10 0 1 an. Er kam aus Him⸗mels- fer- nen Zur Er- de wun'der⸗ 0 m 1 474 — 2. 130 103. Weihnachtslieder. 2. Der Heiland ist geboren, Den Gottes Vaterhuld Von Ewigkeit erkoren Zum Tilger aller Schuld. Er ist zu uns gekommen In jener Weihenacht, Hat Menschheit angenommen, Hat Gottheit uns gebracht. 8. Er naht, und die Altäre Der Götzen stürzen ein; Bei allem Volk in Ehre Soll nun der Vater sein. Vor seinem Namen beuge Sich aller Welten Kreis; Zu feinem Throne steige Der Menschheit Lob und Preis. 4. Er kommt, damit die Erde, Vom Fluch der Sünde frei, Ein Haus der Freude werde, Ein Sitz des Friedens sei. Die Herrschsucht ei verschwunden, Vernichtet Haß und Streit, Und Herz mit Herz verbunden Durch Lieb' und Einigkeit. 5. Er heiligt seine Brüder Und stärkt sie wunderbar; Er bringt die Unschuld Die längst verloren war. Der Tugend Bahn zu wallen Macht er sein Volk geschickt, Daß Gott mit Wohlgefallen Auf unsre Erde blickt. wieder, 6. Mein Heiland ist geboren, Das sei mein größter Ruhm! Auch ich bin auserkoren Zu seinem Eigenthum. Entrückt vom Staubgewimmel, Vergöttlicht wird mein Sinn; Mich ziehet nach dem Himmel Die neue Würde hin. Sei auf des Lebens Pfade Ein treuer Führer mir, Und nimm, o Herr der Gnade! Mich selig einst zu dir, Mein Licht in Finsternissen, Mein Trost in Gram und Noth, Mein Mittler im Gewissen, Mein Helfer einst im Tod! Chr. L. Neuffer. 103. Joh. Christ. Kittel. E J f 2 7 1 7 r— —— *. g E 1. Lobt den Herrn! Die Gna⸗den⸗son⸗ ne Ge het 1 4. nne 2 2—.—..— — auf mit hel⸗lem Schein, Und 0 des Him⸗ mel · rei ches Won⸗ne 1 1 1 ö 1 E en 4 eee ———— 1 2 12 22—— ̃——— 0 1 1 1 3 ——— 5 r 31 Strömt mit ih rem Licht her ⸗ ein. D 2 rr— — 2. Heil sei dir, vor dessen Nähe Himmelsglanz die Nacht durch⸗ bricht, Heller Aufgang aus der Höhe, Licht vom unerschaffnen Licht. 8. Jauchzt dem Herrn! Aus Gottes Höhen Strömt herab sein Friedens bund; Paradieseslüfte wehen Wieder neu durchs Erdenrund. 4. Jauchzt dem Herrn im Jubel- psalme, 104. 1. Erfüllt sind Stund' und Zeiten, Der neue Tag bricht an; Das Licht der Ewigkeiten Tritt auf die Siegesbahn. Zur Mitternacht verschwiegen Hat es sich eingestellt; Die Engel Gottes fliegen Und rufen's in die Welt. 2 Der die Sünder nicht verstieß; Seht! des ew'gen Lebens Palme Blüht im neuen Paradies. 5. Himmelskind, wie hold und gnädig Bringst du Gottes Heil uns zu! Alles Kummers machst du ledig, Aller Freude Quell bist du. 6. Gottes Kind, du Heil der Sünder, Nimm dir alle Herzen ein, Daß wir Alle Gottes Kinder Und des Lichtes Erben sei'n. K. B. Garve. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. 2. Hier liegt's im Mutterschooße Und ist noch schwach und klein; Nur zu geringem Loose Scheint es bestimmt zu sein, Als sollt' es sich verlieren In tiefer Dunkelheit, Und doch soll es regieren Die Welt in Herrlichkeit. 0 1 — ä—— —— — —————— 132 105. Veihnachtslieder. 3. Es muß vor diesem Lichte Der Glanz der Welt vergehn, Vor diesem Angesichte Die Sonne finster stehn. Sein stillverborgnes Wesen Hat eine solche Macht, Daß Kranke drin genesen Und Todtes neu erwacht. 4. Es ist ein Licht der Gnade, Ein Trost für jeden Schmerz; In seinem Strahlenbade Erneuert sich das Herz. Es kann uns frisch erstatten Den welken Freudenkranz; Die tiefsten Todesschatten Verwandelt es in Glanz. 5. Es freuen sich die Armen, Die Müden in dem Schein; Es ladet voll Erbarmen Die Schwachen zu sich ein. Die Stolzen nur erquicken Sich nicht an seinem Strahl, Nur den verkehrten Blicken Ist dieses Licht zur Qual. 6. O Licht, laß uns hienieden Als deine Kinder stehn, Bis wir dereinst im Frieden Den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, Des Vaters Glanz und Zier, O leucht' auf unsre Pfade, Damit sie gehn zu dir! Christ. Rud. Heinr. Puchta. 1787. D 1 0 Gelobt sei 1 Das Friedens ⸗ reich ist nicht ver⸗lo⸗ ren, ——— r P—— e e Fe Der Ein Gott! Er ist ge⸗ bo ren, * 7 Menschheit Fürst und Held ist da, neu er Tag des Heils ist nah; — Die Nacht wird — Die sin⸗ gen, 2. Doch seht! wie kommt der Held und Retter, Wie kommt der Heiland aller Welt? Kommt er in Feuer, Sturm und Wetter, Hat er mit Pracht sich eingestellt? Nein, in dem Dunkel heil'ger Stille, In eines schwachen Kindleins Hülle, In einer Krippe liegt der Held. .O Dank! wir dürfen nicht erschrecken, Daß du als Richter uns erscheinst; Die Arme dürfen wir ausstrecken Nach dir, der du gleich uns auch weinst. Dich, Kindlein, dürfen wir umfangen Mit frommer Liebeslust Verlangen, Weil du so gut es mit uns meinst. O komm! Wir wollen in der Stille, In Armuth und Verborgenheit, Wie es gebeut dein heil'ger Wille, Dich aufzunehmen sein bereit. O komm! Bei uns, den Armen, wohne! O komm! In unsern Herzen throne, Hier ruh' in deiner Lieblichkeit! 134 106. Weihnachtslieder. 5. Beherrsch' uns ganz, mach' uns dir ähnlich, Demüthig, sanft und kindlich gut; O heil'ge uns, wir bitten sehnlich, Und schenk' dich uns, du höchstes Gut! Durch Liebe wirst du überwinden Die Macht des Todes und der Sünden Und löschen selbst der Hölle Glut. 6. Gelobt sei Gott! Er ist geboren, Der Seelen Freund und Hirt ist da; Zu seinem Reich sind wir erkoren, Der ew'ge Tag des Heils ist nah! Die Nacht wird licht, Erlöste singen, EN — 106. 1. O Bethlehem, du kleine Davids⸗ stadt, Gegrüßet seist du mir! Bist doch nicht klein, weil uns gegeben hat Gott seinen Sohn in dir! Süß klang's aus Engels Munde Den Hirten auf dem Feld: Geboren ist zur Stunde In Davids Stadt der Held! . Worauf so lang geharrt der Väter Schaar, Das ist nunmehr erfüllt. Was schmerzlich bang der From⸗ men Sehnen war, Ist herrlich nun gestillt: Der Heiland aller Sünder, Der Friedefürst ist da! Jauchzt, jauchzt, ihr Menschen⸗ kinder, Und singt Hallelujah! 3. Kommt, kommt und laßt uns mit den Hirten gehn Nach Bethlehem hinein Und fröhlich schaun, was Großes da geschehn Zu unserm Seligsein! 0 aß weit die Himmel wiederklingen, Ihr hohes Lied: Hallelujah! K. Albr. Reinh. Baggesen. Mel. 343: Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Seht, seht die holden Mienen, Sie sagen uns ja schon: Das Leben ist erschienen, Das Leben in dem Sohn! „O kommt auch ihr, die ihr noch traurig seid, Zu seiner Krippe her, Und legt hinein der Sünde bittres Leid Und was euch sonst zu schwer, Und nehmt den sel'gen Frieden Des Kindes in das Herz, So wird euch schon hienieden Zur Seligkeit der Schmerz! 5. Lobpreisend zieht durchs Pilger ⸗ leben fort, Wer seinen Heiland sah, Und freudig bringt im Wandel und im Wort Er ihn den Brüdern nah, Daß sie es froh bekennen, Wie nur in Jesu Christ, en wir den Heiland nennen, 8 Heil zu finden ist. D 0 2 107. Passions lieder. 135 6. O Bethlehem, du 4 Da schleßt am rechten Orte Stadt Sich einst des Pilgers Lauf, Gegrüßet seist du mir! Und droben thut die Pforte Es weilt mein Geist, vom Pilger⸗ Jerusalems sich auf! sehnen matt, Chr. Fr. Eppler. So gern, so gern in dir! B. Passionslieder. 107. 1 0 Wenn dir dein Zi on Pal⸗men streut, Als Kö⸗ nig »I So fall' auch ich, o Hei⸗ land, 1 De⸗mü⸗ thig —— S — 3 E r ——— dich zu grü⸗ bea dir zu Fü ßen 45 stimm ins Ho fi- an na in: Ge⸗grüßt soll mir mein Kö⸗nig sein! 8 En Lb. e 7 5 E —.— 136 108. Passionslieder. 2. Mein König in der Knechtsgestalt, Laut Hosianna singen. Sanftmüthig und voll Milde, Denn trugst du auch des Kreuzes Schon seh'ich dich in Feindsgewalt, i Joch, Seh' dich im Marterbilde; Der König bist und bleibst du doch. Nach Hosiannas Jubelton Vernehm' ich auch das„Kreuz'ge“ 4. O König in der Siegsgestalt, schon. Nimm hin des Dankes Lieder! Gib deiner Kirche neuen Halt 3. Du hast dich selbst dem Tod ge⸗ In heil'ger Festzeit wieder! weiht, Einst laß uns dich als König sehn Uns Sündern Heil zu bringen, Dort, wo die Friedenspalmen Drum soll dir deine Christenheit wehn! Konr. Menzel. 108. Mel. 20: Singt, singt Jehovah neue Lieder. 1. Laß mir die Feier deiner Leiden, Erhabner Mittler, heilig sein! Sie lehre mich die Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben weihn. Ich seh' auf dich, der so entschlossen Für mich die Last des Kreuzes trug, Der mir zum Heil sein Blut vergossen, Deß Herz noch sterbend für mich schlug. 2. Wie seid ihr mir so lieb und theuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Hier lern' ich jede Tugend üben, In Noth und Tod gelassen sein, Hier stärkt mein Herz sich, Gott zu lieben Und selbst dem Todfeind zu verzeihn. 38. Drum in den stillsten meiner Stunden Will ich nach deinem Kreuze sehn Und dich, o Herr, für deine Wunden Mit tiefgerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, Mit der dein Herz die Welt umfaßt, Und nie im Undank es vergessen, Was du für mich erduldet hast! Passionslieder. 4. Mir sollen diese Feierzeiten Der größten Liebe heilig sein; Still soll dein Kreuz mich stets begleiten Und jede meiner Stunden weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, Dein Tod mein seligster Gewinn! Mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, Daß ich durch dich erlöset bin. „Bleibt mir zu allen Zeiten theuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, Wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich vertrauen, Der uns die Seligkeit erwarb! Chr. Ge. Ludw. Meister. 109. Mel. 28: O Höchster, deine Gütigkeit. 1. Sei heilig uns, o Feierzeit, Dem Todesleiden deß geweiht, Nach welchem wir uns nennen. Wie großes Heil sein Tod erwarb, Da er für uns am Kreuze starb, Das laßt uns neu bekennen! Der Ungerechten Hand vergoß Der Unschuld Blut; allein es floß Zum Trost der Menschenkinder. Wie er hat Niemand noch geliebt, Wie er noch Niemand Treu' geübt: Preis ihm, dem Heil der Sünder! „So heilig und voll Lieb' er war, Verfolgt' ihn doch der Heuchler Schaar, Ihn traf der Haß der Sünder. Der Bosheit Anschlag ist ihm klar; Gern bringt er sich zum Opfer dar, Zu sammeln Gottes Kinder. Voll Muth geht er den rauhen Pfad, 2 Da seine Stunde jetzt sich naht, Zum Vater heimzugehen. Er kennet des Verräthers Schuld, Läßt ihn mit schonender Geduld Noch bei den Treuen stehen. 3. Beim letzten Mahl bricht er das Brot: „Nehmt, esset! So wird bald im Tod „Mein Leib für euch gebrochen. „Nehmt diesen Kelch des Bundes, trinkt! „Die ernste Leidensstunde winkt, „Von der ich oft gesprochen. „Nah ist's, daß man mein Blut vergießt; „Doch ewige Vergebung fließt „Mit ihm auf Alle nieder. „Wißt, mein Verräther ist aus euch! „Ich gehe hin! In Gottes Reich „Vereinen wir uns wieder.“ 138 109. Passionslieder. 4. 0 A D 00 Gethsemane deckt stille Nacht, Wo Jesus bei den Treuen wacht; Doch sie drückt schwerer Schlum⸗ mer. Nachtschwarze Traurigkeit um⸗ fängt Die Seele ihm und schwer be⸗ drängt Ihn todesbanger Kummer. O, wie er kämpfet, wie er bebt Beim Leidenskelch, der vor ihm schwebt, Vor Gott im Staube lieget! „Laß, Vater, ihn vorübergehn! Doch nur dein Wille soll ge⸗ schehn!“ So betet er— und sieget. Nun steht er auf, und Waffen⸗ klang Verräth der Frevlerrotte Gang; Es schreckt sie, ihn zu fassen. Freiwillig gibt der Herr sich hin, Schützt seine Freunde noch, die ihn, Schwach in Gefahr, verlassen. 2 Es wird, ein stilles Opferlamm, Der Reine, der vom Himmel kam, Mit Banden nun beschweret. Die Finsterniß hat jetzt die Macht; Doch Gottes Rath wird hehr 8. vollbracht, Des Menschen Sohn verkläret. chon harrt auf ihn, entbrannt von Haß, Priesterschaar mit Kajaphas; ie suchen falsche Zeugen. 4 och er, der keine Sünde that, Verwirrt der schlauen Bosheit Rath seine d Schweigen. Die Si — 8 Durch r Unschuld E Dann zeugt er laut:„Ich bin der Sohn „Des Höchsten, der auf seinem Thron „Als Richter einst wird kommen.“ Die Wahrheit lästert jetzt ihr Mund; Doch einst thut sie der Himmel kund Im Jubel aller Frommen. Gewalt und Spott stürmt um ihn her, Es wollen Freunde selbst nicht mehr, elbst Petrus nicht, ihn kennen. och trifft ihn jetzt des Meisters Blick; Er fühlt ihn tief und eilt zurück Und weinet bittre Thränen. Fließt, Thränen heißer Reue, fließt, Bis gnädige Vergebung gießt Trost in die bange Seele. Mich bringe schnell vom Fall 2 S D zurück Ein warnend Wort, ein Freun⸗ desblick, Wenn ich aus Schwachheit fehle. Der Rath, von Mordbegier ent⸗ flammt, Eilt, den, den er zum Tod ver⸗ Pilato zuzuführen. dammt, Doch muß, da Jesus vor ihm steht, Der Unschuld stille Majestät Des Römers Seele rühren. „Ich herrsche nicht den Fürsten gleich, „Mein ist der Wahrheit ewig Reich; Passionslieder. 139 „Ihr ist geweiht mein Leben. „Wer Wahrheit liebt, gehorchet mir; „Doch jetzo ist von Oben dir „Macht über mich gegeben.“ 9. Neu angeklagt wird Gottes Sohn. „Unschuldig ist er!“ ruft vom Thron Umsonst des Richters Stimme. Unselige Verblendung ruht Auf Israel, es heischt das Blut Des Herrn in wildem Grimme. Ein Dornenkranz drückt sein Gesicht. Wie quillt das Blut! Erbarmen spricht Umsonst zum Mordgetümmel. „Tragt“, spricht Pilatus,„ihr sein Blut!“ „Es komm' auf uns!“ So tobt voll Wuth Ihr Mordgeschrei zum Himmel. 10. In Dunkelheit hüllt sich das Land, Da jetzt, am Kreuze ausge⸗ spannt, Der Gottgeliebte leidet. Er fühlt der Leiden letzte Macht, Klagt, dürstet, ruft:„Es ist voll⸗ bracht!“ Neigt dann sein Haupt und scheidet. Das Land erbebt, ein Grauen faßt Zeugt die Natur. Nun schweigt der Hohn, Und laut spricht das Gewissen. 11. Wir preisen dich, wir beten an! Nimm unser Lob, Erlöser, an! Voll Inbrunst wir dir danken. Erfüllt ist nun der Liebesrath Des ew'gen Vaters, dessen Gnad' Und Treu' ohn' alle Schranken. So herrlich strahlte Gottes Huld, Erbarmung, Langmuth und Ge⸗ duld Noch nie der Welt voll Sünder. Die Wahrheit machst du, Herr, uns kund, Besiegelt ist der neue Bund Und wir sind Gottes Kinder. 12. Für uns vergoß der Herr sein Blut. So zaget nicht mehr, fasset Muth, Das Böse zu verlassen! Ja, Heiliger, wer dich bekennt Dich glaubensvoll Erlöser nennt, Muß jede Sünde hassen. Wir sind nicht unser: dein sind wir! wir sterben dir, Der du für uns gestorben. Dir folgen, Herr, sei unser Wir leben dir, Die Erde, da der Herr erblaßt; Der Vorhang wird zerrissen. „Der, der hier starb, ist Gottes Sohn!“ Ruhm, Und unser Herz dein Eigen⸗ thum; Du hast es theu'r erworben. Nach Sal. Wolf. Passionslieder. 110. H. G. Nägeli. 1 n 5 2.5..——— 12 2— 5— 8.—B— +— 855 2——— 25 rfRNC 1. Schau hin! Dort in Gethse⸗ma⸗ ne Ringt in der 1 . 2 5— 22583. —— 8 3 ä 7 +** f— 0 19 4 ö See⸗ le tiefftem Weh Der Herr in To ⸗ des- qual. O sieh ihn 1 e — E— 11 7.— ———— E 2 1 1 1— 1 1 J ———— 1 8 EE N ö 1 7 0 7 ö wei⸗ nen, be⸗ten, knien! Herb ist der Kelch, doch trinkt er ihn. 2. Schau hin! Zur Erde sinket er; 3. Schau hin! Wenn bei des Leidens Den Heil'gen drückt so hart und Schmerz schwer Dein mattes, jammervolles Herz Der Leiden Uebermaß! In Thränen sich ergießt: Doch hör' ergebungsvoll ihn] Lern' auch in bängster Nächte flehn: Graun Nicht mein— Dein Wille soll Ihm, deinem Herrn und Gott, geschehn! vertraun! Dichter unbekannt. Passionslieder. D 4 4 0 b —.—.— 1. Herz ⸗ lieb ⸗ster — N — was hast du ver⸗ bro⸗chen, ö 1 5 „ 8 a 1 1 .—— 71. 2 2 E ee e e,, Daß man solch ur- theil wi ⸗ der dich 9 ⸗spro⸗ chen? 1 2— 9— 1—4 2 1——— 5 5—— a 5 2— f—— x 5 ä 2 2 5 ge ⸗ ra- then? ß 142 111. Passionslieder. 2. Was ist die Ursach' aller deiner Plagen? Ach! meine Sünden haben dich geschlagen; Ich, mein Herr Jesu, habe dieß verschuldet, Was du erduldet. 3. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herr und der Gerechte Für seine Knechte. 4. O große Lieb', o Lieb' ohn' alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden! 5. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich g'nugsam solche Treu' ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 6. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten Im Werk erstatten? 7. Doch etwas ist, das wirst du gern annehmen: Wenn ich des Fleisches Lüste will bezähmen, Daß sie aufs Neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 8. Nun aber steht es nicht in eignen Kräften, Lust und Begierden an das Kreuz zu heften: Drum gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. 9. Dann werd' ich dir zu Ehren Alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 10. Und wenn, Herr Jesu, dort vor deinem Throne Wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, Da will ich dir, wenn Alles wohl wird klingen, Loblieder singen. Joh. Heermann. 112. Passionslieder. 143 112. Hans Leo Haßler. 0 1 1 1 0 O Haupt voll Blut und Wun ⸗ den, Voll f O Haupt, zum Spott um wun⸗ Mit den Mi Schmerz und voller Hohn, ei ner Dor⸗ nen ⸗ kron', O Haupt, sonst schon ge. tro net Mit höch- ster Ehr und Zier, Jetzt a ber ö f . ö J 2 1 2. 44 113. Passionslieder. Du edles Angesichte, Vor dem einst alle Welt Wird zittern im Gerichte, Wie bist du so entstellt! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schmachvoll zugericht't? 3. Nun, was du, Herr, erduldet, * Ist Alles meine Last; Ich, ich hab' es verschuldet, Was du getragen hast. Schau her! Hier steh' ich Armer, Der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad'! „Erkenne mich, mein Hüter! Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts gethan: Dein Mund hat mich gelabet, Dein Wort hat mich gespeist, Und reich hat mich begabet Mit Himmelslust dein Geist. 5. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht. Und wird dein Haupt erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schooß. 6. Es dient zu meinen Freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden Bei dir mich finden soll. Ach, möcht' ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier Mein Leben von mir geben! Wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu', Und, wenn ich einst erkalte, In dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür. Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß' mich aus den Aengsten Krast deiner Angst und Pein. 9. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnoth. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drücken; Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt. Heinrich Jsaal. 1. 8 Welt, sieh hier dein Le ⸗ ben Am Stamm des 1 3 1 . 113. Passionslieder. 145 Kreu⸗ zes schwe⸗ ben! Dein Heil sinkt in den Tod. Der gro ße Fürst der Ehe- ren Läßt wil⸗ lig sich be⸗ 2.— 8 hat dich so geschlagen, 4. 5 mich läß'st du dich krönen dein 8 und dich mit Plagen Mit Dornen und dich höhnen, So üb l zugericht't? Du leidest mir zu gut; Du bit ja nicht ein Sünder Du stirbst, daß ich nicht sterbe, Wie wir und unsre Kinder; Daß ich dein Heil ererbe: f Von Uebelthaten weißt du nicht. O unerhörte Liebesglut! 3. Ich, ich und meine Sünden, 5. Ich bin, mein Heil, verbunden Die sich wie Körnlein finden All' Augenblick und Stunden Des Sandes an dem Meer, Dir überhoch und sehr. Die haben dir erreget Was Leib und Seel vermögen, Das Elend, das dich schläget, 2 soll ich billig legen Und deiner Martern ganzes Heer. Allzeit an deinen Dienst und Ehr' 10 146 114. Passionslieder. 6. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben; Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mirstets in meinem Herzen ruhn. „Ich will's vor Augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel Der Lieb' und unverfälschten Treu'. 8. Ich will daran erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken Mit sanftem, stillem Muth, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit Werken, so die Bosheit thut. — 9. Wenn böse Zungen stechen, Mir Ehr' und Namen brechen So will ich zähmen mich; Das Unrecht will ich dulden, Dem Nächsten seine Schulden Verzeihen gern und williglich. 10. Ich will ans Kreuz mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was meinem Fleisch gefällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Gefiel' es auch der ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Thränen, Die du vergossen hast, Die sollen mich am Ende In deinen Schooß und Hände Begleiten zu der ew'gen Rast, P. Gerhardt. 45 Weg, ihr ar Der am Kreuz ist mei⸗ne Li gen Sün⸗den⸗ trie Mei⸗ ne Lie= be, „be, Welt und E e „„ ———¾½ 1 2 ——— ————.————.— r E Lieb ist Je- sus Christ: Fleisch mit eu ⸗ rer Eu- re Lieb' ist nicht von Gott, List! Pe ee eee ist gar der Tod. Passionslieder. Da⸗ rum weg, ihr ar ⸗ gen be! Der am 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Welt, warum befremdet's dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mein Friedens⸗ schild, So auch meines Lebens Bild, Dem ich treu zu sein mich übe. Der am Krenz ist meine Liebe! S Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht. Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Spräch' ich seinem Blut nicht .— Hohn? Weh mir, wenn ich ihn betrübe! Der am Kreuz ist meine Liebe! Kreuz ist 4. 0 mei⸗ ne Lie Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Macht ist also groß, Daß sie mich von Jesu triebe; Von ihm reißt kein Schmerz mich los, Nicht Gewalt, nicht Gold, noch Ruhm, Engel nicht, noch Fürstenthum, Nichts ist, das von ihm mich triebe: Der am Krenz ist meine Liebe! „Der am Kreuz ist meine Liebe! Nun ist auch der Tod mein Freund; Wenn ich einst in Staub zerstiebe, Werd' ich Jesu ganz vereint. Da, da schau' ich Gottes Lamm, Das für mich am Kreuzesstamm Starb, damit ich leben bliebe: Der am Kreuz ist meine Liebe! Ahasver Fritsch. 4 r —— B 148 115. Passionslieder. 115. 7 Justin Heinr. Knecht. —. r F———— 2—— 3 r*——— ö ö 1 0 Wie bist du, Hei⸗land, mit der Kro⸗ ne Der 1 Aus Dor⸗nen dir vom wil⸗den Hoh- ne Des 5 f 0 a 7 . „„„ 2 E——ä— .— 55— i H— — ————— 1 ĩͤ——— E—— 55 2* f 2 3 f g f Lei⸗ den herr ⸗ lich doch ge⸗schmückt, Fre⸗vels auf das Haupt ge⸗ drückt! Wie leuch⸗ tet 1 9 r be —————— ———— 4——.— —— b ä— 7 7 1 — 2— F 1 ö 0 0 1 doch aus dei⸗ nem blei⸗ chen, Blut ü ber ⸗ ström⸗ ten —— CTT EEE— 2 — 1— ä—— f f 6 5 — ͤ—-— B—— 26—ͤ—,,,.. Ne PN f An ⸗ ge ⸗sicht Nur hel- ler un ⸗ ter Schmach und — 1 1 1———— *.—— ö Strei⸗chen Her⸗ vor der in⸗ nern Gott ⸗ heit Licht! 4— 3 L—— n 5 E 4 1— I — 2—— 2— J . ä 2. In sanftem Schimmer durch die Nächte Glänzt überschwänglich deine Huld; Gelästert flehst du, der Gerechte, Ein Lamm in schweigender Geduld. Es tobt um dich des Volks Getümmel, Das laut nach deinem Blute schreit: Du aber trägst in dir den Himmel Voll Muth und Ruh und Seligkeit. 3. Laß mich im dunkeln Thal der Erden, Wo Kampf und Seufzer stets ertönt, Dir, hoher Meister, ähnlich werden, Mit Dornen, gleich wie du, gekrönt! Das wilde Dorngestrüpp der Sünde J Reiß aus des Herzens Grunde ganz; 10 Durch der Entsagung Schmerzen winde Sich um die Stirn' ein Dornenkranz! 4. Wenn unter ihm langsam die Hülle, Die staubgeborne, sich verzehrt, ö Dann bricht aus ihr in Kraft und Fülle 10 Der Geist stets herrlicher verklärt, Bis alle Dornen in der Krone N Ein Blick von deinem Angesicht 0 Aufglühen macht vor deinem Throne 4 In Strahlen, Herr, von deinem Licht. 11 80 Friedr. Jul. Krais 1 150 116. 1 16. Mel. 142: 1. Schaut die Mutter voller Schmer⸗ zen, Wie sie mit zerrißnem Herzen Bei dem Kreuz des Sohnes steht! Schauet ihre Trübsalshitze Wie des Schwertes blut'ge Spitze Tief durch ihre Seele geht! 2. Wessen Auge kann der Zähren Bei dem Jammer sich erwehren, Der des Höchsten Sohn umfängt, Wie er mit gelaßnem Muthe Todesmatt in seinem Blute In dem Holz des Fluches hängt? 8. Für die Sünden seiner Brüder Leidet er, daß seine Glieder Unnennbare Qual zerreißt. Für uns ruft er im Erblassen: Gott, mein Gott, ich bin verlassen! Und verathmet seinen Geist. 4. Laß, o Jesu, Quell der Liebe, Deines Herzens heil'ge Triebe Strömen in mein Herz herab! Laß mich dich mein Alles nennen, Ganz für dich in Liebe brennen, Der für mich sein Leben gab! 5. Drück', o König, deine Wunden, Die du auch für mich empfunden, Tief in meine Seel' hinein. Laß in Reue mich zerfließen, Mit dir leiden, mit dir büßen, Mit dir tragen jede Pein! Pass sionslieder. 117. Jesus Christus herrscht als König. 6. Laß mich herzlich mit dir weinen, Mich durchs Kreuz mit dir ver⸗ einen; Aller Weltsinn sei verflucht! Unterm Kreuze will ich stehen, Und dich zittern, bluten sehen, Wenn die Sünde mich versucht. 7. Gib mir Theil an deinem Leiden, Laß von aller Lust mich scheiden, Die dir solche Wunden schlug! Ich will auch mir Wunden schlagen, Will das Kreuz des Lammes tragen, Welches meine Sünden trug. 8. Laß, wenn meine Thränen fließen, Mich den Gnadenglanz genießen Deines milden Angesichts. Decke mich durch deine Plagen Vor den Aengsten und den Klagen Einst am Tage des Gerichts! 9. Gegen aller Feinde Stürmen Laß dein Kreuz mich, Herr, be⸗ schirmen, Deine Gnade leuchte mir! Deckt des Grabes finstre Höhle Meinen Leib, so nimm die Seele Hin ins Paradies zu dir! Nach einem altlatein. Hymnus. Nik. Decius. 8833— 1 18 85 zamm Got⸗ tes, un⸗ 5 r. 1 5 Er fun⸗den stets ge dul. dig, Wie⸗ wohl du warst ver⸗ chul⸗ 5 15 Kreuzes⸗ stamm ge⸗ 2. Von Herzen wir dir danken, Daß du so große Treue Gethan hast an uns Kranken. Schaff in uns wahre Reue, Daß wir die Sünde meiden 6 Zu Ehren deinem Leiden. Erbarm' dich unser, o Jesu! —— R 2 „Stärk' in uns das Vertrauen Durch dein unschuldig Leiden, Laß fest darauf uns bauen Und nichts von dir uns scheiden, Und hilf uns selig sterben, Daß wir den Himmel erben. Erbarm' dich unser, o Jesu! Nach Nik. Decius. 118. H. Egli 2 N 1 1—— 8 —— ̃————— — 7— E 1—— F N sieh ihn dul ⸗ den, blu ⸗ ten, ster⸗ ben! Got tes ein' ⸗ gen Sohn und Er ben, f O mei- ne See le, sag' ihm from men Dank! Wo Wie mäch⸗ tig ihn die Men⸗schen⸗ lie be drang! 8 i a* 3 2.* ; 2 1 E —— ͤ—— 2 — N .—————— p 2 ist ein Freund, der je, was er ge⸗than, Der so wie f f ö 5 1 4* 1 9 ——̃— 2 8 1 2 f— — 2 1 7 1 2— 1 15—. 3 2 er für Sün⸗ der ster⸗ ben kann? 1 — 1 1 2 —— b 1— 2— 2. Wie dunkel waren jene Stunden, O Herr, und welche Lasten drückten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden, Und, ach! es floß zum Heil und Trost für mich Und ruft noch heute mir ermunternd zu, Daß du mich liebst, du frommer Dulder du! 3. So sollt' es sein: Du mußtest leiden, Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund; Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Friedensbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt, So feste steht's, daß er mich herzlich liebt. Passionslieder. „Dein bin ich nun und Gottes Erbe, Ich sehe in sein Vaterherz hinein. Wenn ich auch leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein. Wenn Sonne, Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod. Bestätigt ist nun deine Lehre; Ich baue fest darauf in jeder Noth. Unschuldig littest du; doch Preis und Ruhm Ist auch im Kampf der Unschuld Eigenthum. 6. O Freund, dein Beispiel soll mich lehren, Des Lebens Unschuld sei mein Ehrenkleid! Gern will ich deine Stimme hören Und willig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu; Wer hat es mehr um mich verdient als du? 7. Nie will ich mich am Feinde rächen; Auch dieß lern' ich, mein Heiland, hier von dir; Nie Gottes Schickung widersprechen, Wär gleich sein Pfad jetzt noch so dunkel mir. Auf Dornen gingst du selbst zum Ziele hin: Ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. 8. Was fürcht' ich noch des Todes Schrecken? Du schliefst einst auch im Grab, o Seelenfreund! Mag sie doch meine Asche decken, Die Erde, wenn des Todes Nacht erscheint! Der Gott, der dir das Leben wieder gab, Wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den die treuste Liebe bringt! Dort will ich's dir noch besser sagen, Wann dich mein Geist im Engelchor besingt. Dann stimmen alle Sel'gen fröhlich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Aug. Hermes. Passionslieder. 119. Justin Heinr. Knecht 7 8 ist vollbracht! 825 ist ver⸗schie⸗den, Mein Je⸗sus 1 5 f 2 er Frie⸗de⸗fürst sch zanz mit Frie⸗den, Die Le⸗bens⸗ schließt die Au⸗ gen zu!. son ⸗ ne geht zur Ruh' Und sinkt in 17 To⸗des⸗nacht. O E gro- ßes Wort: Es ist voll⸗bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hat's gesprochen, Des Lebens Wort muß sprachlos sein. Das Herz der Treue wird gebrochen, Den Fels des Heils umschließt ein Stein. Die höchste Kraft ist nun verschmacht't. O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht, und meine Sünden Verdammen nun mein Herz nicht mehr; Denn Gnade hör' ich mir verkünden Durch Jesu Blut vom Kreuze her. ilget ist der Hölle Macht. 3 Wort: Es ist vollbracht! 120. Passt ons! lieder. 4. Es ist vollbracht! Mein Herzverlangen, Du wunderbare Liebe du, Dich wünschen Engel zu umfangen: Nimm auch in Nen Herzen Ruh', Wo Liebe dir ein Grab gemacht! O tröstlich Wort: 8 ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh' an meines Heilands Grab. Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab. Die Himmelspfort' ist aufgemacht! O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomon Frank. 120. Mel. 114: Der am Kreuz ist meine Liebe. . 3 3* 2 7 1 1. Jesu, deine tiefen Wunden, 4. Ja, für Alles, was mich 3 Deine Qual und bittrer Tod Geben 2 Trost in L Fäl lt mir etwas Arges ein, Deines Trostes Si So gedenk' ich deiner Pein, Die verbietet meinem Herzen, Mit der Sünde je zu scherzen. Geben deine Wunden Kraft! Wenn mein Herz hinein sich senket, Fühl' ich neuen—— aft. keit zu allen Stunden Leibs⸗ und Seelennoth. Wendet mir das bit tre Leid, Herr, der mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 2. Will sich noch in Wollust weiden 5 Nur auf dich will ich vertrauen, Mein verderbtes Fleisch un Du bist meine Zuversicht; Blut, Dein Tod nimmt dem Tod das So gedenk ich deiner Leiden: Grauen, Bald wird Alles wieder gut. Daß er mich kann tödten nicht. Kommt der Feind und setzet mir Daß ich an dir habe Theil, Hestig zu, halt' ich ihm für Bringet Trost mir, Schutz Deine Gnad' und Gnadenzeichen: Bald muß er von dannen weichen. Heil; Deine Gnade wird mir geben 3. Will die Welt mein Herz ver⸗ Auferstehung, Licht und Leben. Auf die breite Sündenbahn, Wo so viele sich verlieren, Alsdann schau' ich gläubig an Deiner Marter schwere Last, Die du ausgestanden hast: führen 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunnaquell aller Gütigkeit, So empfind' ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und S Streit: 8 verberge mich in dich, ein Feind kann verletzen mich. So kann ich in Andacht bleiben Wer vertraut auf deine Wunden, Und die böse Lust vertreiben. Der hat glücklich überwunden. Joh. Heermann. Passionslieder. 121. 1524. 4 22——*— 1* 217— r 8 r 1. J Wenn mich die Sün ⸗ den krän ken, O mein Herr 8 So laß mich wohl be⸗ den ken, Wie du ge⸗ 1 —— 2 *. Je i Christ, stor⸗ ben bist Und al-le mei ⸗ ne Schul⸗den⸗last Am 2. Drum sag' ich dir von Herzen 3. Herr, laß dein bitter Leiden Jetzt und mein Leben lang Mich reizen für und für, Für deine Pein und Schmerzen, Mit allem Ernst zu meiden O Jesu, Lob und Dank, Die sündliche Begier! Für deine Angst und bittre Noth, Laß nie mir kommen aus dem Für dein unschuldig Sterben Wie viel es dich gekostet,[Sinn, Und Lieben bis zum Tod. Daß ich erlöset bin! 122. Passionslieder. 1757 10 4. Mein Kreuz und meine Plagen, Ohn' Eigennutz und Heuchelschein 1 Sollt's auch sein Schmach und] Und, wie du mir erwiesen, 1 4 2 1 1 2 2 2 5 N* Hilf mir geduldig tragen!(Spott, Aus reiner Lieb' allein! N Gib, o mein Herr und Gott, 6. Laß endlich deine Wunden Daß ich verleugne diese Welt Mich trösten kräftiglich 100 Und treu dem Vorbild folge, In meinen letzten Stunden 1 Das du mir vorgestellt! Und deß versichern mich, 5. Laß mich an Andern üben, Weil ich auf dein Verdienst nur Was du an mir gethan, trau' Und meinen Nächsten lieben, Du werdest heim mich führen, Gern dienen Jedermann Daß ich dich ewig schau'! J. Gesenius. Wolfgang Weßnitzer. gang 6 mei⸗ nes Le ⸗ bens dich für mich ge — Tod, noth, In das äu ⸗ßer⸗ end⸗/ ö 2. Wunden ließest du dir schlagen, Angst und Pein erlittest du, Um zu heilen meine Plagen, Mir zu bringen Fried' und Ruh'. Ach, du ließest mir zum Segen Dich mit schwerem Fluch belegen: Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 8. Bitter hat man dich verhöhnet, Tiefe Schmach dir angethan, Dich mit Dornen gar gekrönet, Und du nahmst es Alles an, Daß du mich zu Ehren bringest, Mir die Lebenskron' erringest: Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 4. Du hast dich in Noth versenket, Wurdest, ach! für meine Schuld Mit dem Todeskelch getränket, Littest Alles mit Geduld; Daß ich würde losgegeben, Ließest du dein eignes Leben: 1 7 ö O du Lie ⸗ b Die 8 123. Fassion lieder. Lieb⸗ster Je ⸗ su, Dank da ⸗ für! — mei⸗ ner Lie aus wun⸗der ba rem Trie — 2 dir, Jesu, Dank dafür! Tausend⸗, tausendmal sei Liebster Deine Demuth hat gebüßet Meinen Stolz und Uebermuth, ein Tod meinen Tod versüßet. Es kommt Alles mir zu gut. Deine Schmach und dein Er⸗ bleichen Muß zu Ehren mir gereichen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! D Nun, ich danke dir von Herzen Herr, für all' die Angst und Noth, Für die Wunden, für die Schmer⸗ zen, Für den herben, bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Plagen; Jetzt und ewiglich sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! E. Chr. Homburg. Du er⸗ Sich ver⸗ wünsch⸗te Se ⸗ l ke senkt ins Ref ⸗ste Leid, 3 Als ein Opfer ein ⸗ ge ⸗st ellt Und bezahlt mit ih · re Lie⸗ be, die sich mir zu gu ⸗ te 4 * 8 Mis⸗se⸗ that der Welt. Blute Alle 28 . 3 44 ——— — An dem Oelberg betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, den Fluch der Welt zu stillen, Treu die Last des Kreuzes trägt. 0** 7* 2. Liebe, die mit blut'gen Thränen f ü 1 8 „Liebe, die mit starkem Herzen Schmach und Lästerung gehört, diebe, die in Angst und Schmerzen Bis zum Tod blieb unversehrt, Liebe, die sich liebend zeige Wo der Athem geht zu End', Liebe, die sich liebend neiget Wenn sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach, wie tröstet mich dein Blut! Ach, wie dank' ich deinen Wunden, Schmerzenreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh'! 160 124. Passionslieder. 5. Liebe, die sich todt gekränket Habe Dank, daß du gestorben, 5 Und für mein erkaltet Herz Daß ich ewig leben kann! In ein kaltes Grab gesenket, Die du mir das Heil erworben, Ach, wie dank ich deinem Schmerz! Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisab. v. Senitz. 124. en, Der in 1 0 Mar⸗ter Je⸗su, wer kann dein ver⸗ges⸗ g ⸗sen, Wird stet . dir sein Wohl⸗sein find't? mehr zum Dank ent⸗zünd't. Uns⸗re See ⸗ le soll sich an dir 125. Passionslieder. 161 B TTT—T— 0 ——— 1— 6— 6* 2 141 ———— 2——— ö N Pfeffer RT TI on + 0 „Tausend Dank, du treues Herz Laß dein Marterbild uns, Herr, der Herzen! begleiten, 1 Alles in uns betet an, Wo wir wallen; dann wird Keiner 4 Daß du unter Martern, Angst gleiten, 160 und Schmerzen Und es geht uns bis ins Grab 160 Hast genug für uns gethan. Nichts von deinem Frieden ab. 10 Laß uns immer inniger dich lieben 4. Die wir uns allhier beisammen 16 Und im Glauben stets uns treu⸗ finden, lich üben, Schlagen unsre Hände ein, 100 Bis der Festtag uns erscheint, Uns auf deine Marter zu ver⸗ Der uns ganz mit dir vereint. binden, 3. Krank und dürftig eilen unsfre Dir auf ewig treu zu sein. 10 J Seelen Deine Liebe heil'ge und verschöne 0 Immer deinem Kreuze zu; Unser Lied zum reinen Lobgetöne; U die ier kann uns die Heilung Sprich dein Amen, sprich zugleich: 0 nimmer fehlen, Friede, Friede sei mit euch! Hier strömt uns der Quell dergtuh'. Chr. Ren. v. Zinzendorf. 1. So ru⸗hest du, O mei ne Ruh', In dei⸗ ner g 1 1 ö lui 1 g 1 5 1 E.— 11 Gra⸗bes⸗ höh 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben: Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Doch Preis sei dir! Du solltest hier Nicht die Verwesung sehen: Bald ließ dich des Vaters Kraft Aus der Gruft erstehen. 4. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Auch mich dereinst erwecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 126. 1. Ich geh' zu deinem Grabe, Du großer Siegesfürst, Weil ich die Hoffnung habe, Daß du mir zeigen wirst, 5. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich im Frieden liege,* Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen f ind mit Himmelsglanz verklärt Aus dem Grabe gehen. 7. Indeß will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern To Bis zum Tod gedenken. Sal. Fran! Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. Wie man kann fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn Und mit des Himmels Erben Ins Land des Lebens gehn. 127. Osterlieder. 163 2. Du liegest in der Erde 4. Du fährest in die Höhe Und hast sie eingeweiht, zenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut, Auch in den Staub zu legen, Was Asch' und Staub vermehrt, Weil dir doch allerwegen Die Erde zugehört. 3. Dein Grab verschloß ein Siegel, Du brichst es, Herr, entzwei. Hält mich des Todes Riegel, So bin ich dennoch frei: Du wirst den Stein schon rücken, Der auch mein Grab bedeckt; Da werd' ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Und zeigest mir die Bahn, Wohin ich endlich gehe, Wo ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen Und lauter Glanz um dich; Da warten lauter Kronen In deiner Hand auf mich. O meines Lebens Leben! O meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben In meiner letzten Noth. Ich will zum Lager machen Mir deine liebe Gruft: Da werd' ich schon erwachen, Wenn deine Stimme ruft. Benj. Schmolck. C. Gsterlieder. 127. Mel. 95: Vom Himmel kam der Engel Schaar. 1. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht: Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. 2. Wenn ich oft lieg' in Nacht und Noth, Versenkt in Trauern bis zum Tod, So läßt er früh in Freud' und Wonn' Mir aufgehn seine Gnadensonn'. 8. Nicht mehr als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt im Todeszwang; Den dritten Tag durchs Grab er dringt Und hoch die Siegesfahne schwingt. 4.„Jetzt ist der Tag, da mich die Welt Am Kreuz mit Schmach gebunden hält: In Kurzem wach' ich fröhlich auf, Mein Osterfest ist schon im Lauf.“ 5. Der Lebensfürst den Tod besiegt, Da er selbst todt im Grabe liegt; Er geht hervor in eigner Kraft, Und Tod und Höll' an ihm nichts schafft. 164 128. Osterlieder. 6. O Wunder groß! o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Thür. 7. Gott sei gelobt, daß Jesus Christ Wahrhaftig auferstanden ist! Kommt her und schaut: das Grab ist leer, Den Herrn des Lebens hält's nicht mehr. 8. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Und stürb' auch alle Welt mir ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab'. 9. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Weil seines Leibs ein Glied ich bin. 10. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm' ich zur Himmelsbürgerschaft; Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt Und mit Gerechtigkeit gekrönt. 11. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. 2. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt, Bis wir dereinst in höh'rer Weis' Erheben deinen Ruhm und Preis. Joh. Heermann. 128. Mel. 147: O heiliger Geist, o heiliger Gott. 1. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, Wir sind gerecht aus Gottes Huld. Da Jesus lebt ohn' alles Leid! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Er ist erstanden von dem Tod, 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Wir sind erlöst aus aller Noth. Der Tod ist überwunden heut'! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!!“ Es darf uns nicht mehr vor ihm 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, graun, Da wir von Sünden sind befreit! Wir sind erfüllet mit Vertraun. Getilget ist nun unsre Schuld, O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 129. Osterlieder. 165 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!] 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut, Erhalt' uns, Jesu, diese Freud', Des Herren Sieg hat uns er⸗ Zu sagen hier zu aller Stund' löst, Und dort einmal mit sel'gem Uns neues Leben eingeflößt. Mund: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyr. Günther. Berner Gesangbuch. —. 0 1 7 r nf, e ban ff en 1 0 Wach'auf, mein Herz! Die Nacht ist hin, Die Sonn ist 1 Er⸗ munt⸗re dei⸗ nen Geist und Sinn, Den Hei⸗land auf ge ⸗ gan: gen. zu em ⸗ pfan- gen, Der heute en des g 7 4— 4 N 4 4 2. —.—— 2 n 5— ü.— J — 0 A Ee—. FTT =D. 1—— f To⸗ des Thor Gen bro⸗- chen aus dem Grab her-vor, Der — —ñ—— —— 1 ganzen Welt zur Won . 555 5— 2555 1—— — 8— 2. 2 2. Steh' aus dem Grab der Sünden Und such' ein neues Leben; lauf Vollführe deinen Glaubenslauf, Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such', was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, Und tracht' nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. „Drückt dich ein schwerer Sorgen⸗ stein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud' und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht: er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 130. „Willkommen, Held im Streite, Aus deiner Grabeskluft! Wir triumphiren heute An deiner leeren Gruft. 15 5. Es hat der Löw' aus Juda's Stamm Heut' siegreich überwunden Und das erwürgte Gotteslamm Hat uns zum Heil gefunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde Schau getragen. Drum auf, mein Herz, fang' an den Streit, Weil Jesus überwunden; Auch du wirst überwinden weit, Er hat den Feind gebunden. Scheu' weder Teufel, Tod noch Welt: Jesus, der starke Siegesheld, Ist mächtig in den Schwachen. „Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Ueberwindern?! Laß uns, Herr Jesu, insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! Laur. Laurenti. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. Du hast nun überwunden Der Feinde Macht und Spott, Wir haben Trost gefunden; Mit uns ist unser Gott. 8. Der Fried' ist uns erstritten, Und jeder Schrecken flieht; In der Gerechten Hütten Erschallt das Siegeslied. „Theil' uns des Sieges Beute, Den Trost nun reichlich aus; Ach komm und bring noch heute Dein Heil in Herz und Haus. In deines Grabes Staube Liegt unsre Schuld bedeckt; Deß tröstet sich der Glaube, Daß ihn kein Feind mehr schreckt. 6. Du hast das Heil erworben; Wir preisen dich dafür. — S 131. — Wandern Zwei nach Emmaus, Ihre Augen sind voll Thränen, Ihre Seelen voll Verdruß. Man hört ihre Klageworte; Doch es ist von ihrem Orte Unser Jesus gar nicht weit Und vertreibt die Traurigkeit. Ach. es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Are Noth, ihr Ungemach; Manches wandelt ganz alleine, Daß es nur zur Gnüge weine. Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Oft schon hab' ich's auch em⸗ 8 pfunden, Jesus läßt mich nie allein; Jesus stellt zur rechten Stunden Fich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hilfe da. — ö Sind wir mit dir gestorben, So leben wir mit dir. 7. Wir wollen ohne Grauen Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dort dich schauen Und selig auferstehn. 8. Schwing deine Sieges fahnen Auch über unser Herz, Und zeig' uns einst die Bahnen Vom Tode himmelwärts! 9. Was kann uns denn noch schaden? Todes Pfeil ist stumpf. Wir sind bei Gott in Gnaden, Und rufen schon: Triumph! Benj. Schmolck. Des Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. Trauernd und mit bangem Sehnen 4. Treuster Freund vonallen Freun⸗ Bleibe ferner noch bei mir![den, Sucht die Welt mich anzufeinden, Ach, so sei du auch allhier! Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm, in meinem Geist zu ruhn! Was du willst, das will ich thun. 5. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet Und daß ich dein eigen bin. Laß dein Wort mich fester grün⸗ den, Laß es ganz mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 6. Tröst' auch Andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn, Oder in der stillen Kammer Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, 168 132. Osterlieder. Sprich dann ihren Seelen „Liebes Kind, was trauerst Und der Lebenstag sich ne Wenn dem dunkeln Aug zu:][ Nirgend sich ein Helfer zeigt: du?“ Bleib' alsdann in unsrer Mitten, 7. Hilf, wenn es will Abend werden] Wie dich deine Jünger bitten; Bis du sie getröstet hast, Bleibe, bleibe, theurer Gast! igt, auf Erden Joh. Neunherz. Heinr. Egli. 1. Je⸗sus lebt, 8—— e 3232... 0 1 N mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun 0 FF Y— 2 3 P 0 dei ⸗ ne Schre⸗cken? Er, 8. 1 E 2—.—— Fr er lebt und wird auch mich Von den 8—— 222 2. 4— 8. W U 1 4 0 4 0 . ̃—X. 8. 7 55 1— Tod⸗ten auf⸗er⸗ we- cken. Er ver⸗klärt mich in sein Licht; —— Oster lieder. bl 25 8— 4— 1— 2 2. Dieß ist mei⸗ne Zu⸗ ver⸗sicht, e 5 a— D dieß in mei⸗ ne Zu⸗ ver— ficht N 1 — l 2. Jesus lebt!„Ihn ist das Reich Ueber alle Welt gegeben; Mit ihm werd' auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; Dieß ist meine Zuversicht. 8. Jesus lebt! Wer nun verzagt, Lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dieß ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, Sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben. 133. 1. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar, Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, Ist aus dem Grab gekommen. Sei hochgelobt, Herr Jesus Christ, Daß du für uns gestorben bist Und siegreich auferstanden! 2. Dein Leben in der Majestät Befestigt unsern Glauben; Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Den großen Trost uns rauben: e 2 Er verläßt den Schwachen nicht; Dieß ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsterniß, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; Dieß ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth Wird es meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. F. Gellert. Mel. 223: Nun freut euch, Christen, insgemein. Erlösung von der Sünde Macht Hast herrlich du ans Licht gebracht, Den Himmel uns geöffnet! 3. Gott selbst, der dich dem Grab ente, Hat deinen theuren 9 Lehren Der W ahrheit Siegel aufgedrückt, Dich, seinen Sohn, zu ehren; Und deines Todes hohen Werth Hat er aufs Herrlichste erklärt, Da er dich auferwecket. 170 134. Osterlieder. 4. Erstandner! Ich frohlocke dir,] Wie du, Herr, auferstanden bist, Daß du nun ewig lebest. So werd' auch ich, o Jesus Christ, Du lebst und siegst, daß du auch Durch dich einst auferstehen. Das ew'ge Leben gebest.(mir 7. O laß mich weil ich hier noch hi, 7 du auch mein Hrnitter eif Im Glauben an dich wandeln, Und neue Kräfte mir verleihst, And jederzeit nach deinem Sim Mit Freuden Gott zu dienen! Gerecht und christlich handeln; 5. Mein Herr und Gott, hilf mir Daß ich, wenn ich einst aufersteh Befreie mich von Sünden![dazu! Und dich, des Todes Sieger, seh', Laß mich für meine Seele Ruh' Vor dir dann nicht erschrecke. In deiner Gnade finden! 8. Da, wo du bist, da soll auch ein 2 on*** **** 8 Dein Jünger mit dir leben. e ich, dir ergeben, hier Du wirst ihn, wann du nun Als dein Erlöster wandle. erscheinst, 6. Dein ist das Reich, dein ist die Zu deiner Freud' erheben. Entschlafne zu erwecken.[Macht, Laß dieses auch mein Erbtheil sein, Du rufst einst, und der Gräber So werd' ich ewig deß mich freun, Nacht Daß du vom Tod erstanden. Wird Todte nicht mehr decken. J. S. Diterich. 134. Zürcher Gesangbuch, 7 U 1. J Je- sus, die er» lös ten Sün⸗der, Al ⸗le Chri⸗sten „ Dir, du To⸗des⸗ ü ber⸗win⸗der, Dir, du Herr der N N 0 dan ⸗ ken heut' Herr⸗lich⸗ keit! Der du todt warst, le ⸗ best wieder. 134. Osterlieder. 1 e— ꝙjfͤ————nö r—— ——— 4 f—— 2— Fi ee f 11 e N70 Fer N Mit dir le ben dei ⸗ ne Glie⸗ der; Uns, die Tod und 0 1 ———— ———— .—— ———— 33 f N Grab er⸗schreckt, Hat Gott mit dir auf er ⸗ weckt. 1 1 n —————— 5 R——— 1—̃ L—mꝗ 7 es 2. Nieder kamst du auf die Erde, Liebreich eiltest du, den Deinen Gottes Sohn, von Gottes Thron, Im Triumphe zu erscheinen: Trugest jegliche Beschwerde, Seht mich, Freunde, die ihr bebt! Littest Schmerzen, Spott und Jauchzet! Euer Jesus lebt! Hohn. Menschen haßten dich, du Bester, 5. Ja, du lebst! Wer dir vertrauet, Aller Armen Hilf und Tröster! Hh er stürbe, stirbet nicht. Dich, du Labsal jeder Noth, Wer auf deine Liebe bauet, Drängten sie bis in den Tod. Kommt dereinst nicht ins Gericht. 8. Willig, Herr, trug deine Seel Wer hier starb, wird auferstehen illig, Herr, trug deine Seele* 2. + Mancher Leiden schwere Last e 8 Bis zum Tod, und in der Höhle F 0 1— bier did ne Lag dein müder Leib erblaßt. Zitternd, wer dich hier nicht liebt. Endli frei 7* 1 ö 5* 3 frei von aller Plage 6. Ewig sei'st du angebetet, üht er bis zum dritten Tage:] Gott, der unser Vater ist! D ö 8 * bam in das stille Grab Du hast uns vom Tod errettet, ottes Herrlichkeit hinab. Uns gesendet Jesum Christ, 4. O mit welchen Gottesfreuden ins durch Jesum neu geboren. Strahlst du aus des Grabes Nacht! Ewig wären wir verloren, Ewig fern ist alles Leiden, Hätt' er nicht vom Thron herab Ganz dein großes Werkvollbracht! Sich versenkt in Tod und Grab. 172 135. Osterlieder. 136. 7. Hallelujah! Unser Leben, Frei und rein von allen Sünden Gott der Menschen, Jesus Christ! Laß uns, daß du lebst, empfinden Unser Herz sei dir ergeben, Tief im Staube singen wir Der du auferstanden bist! Dank und Hallelujah dir! J. K. Lavater. 135. Mel. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Ich sag' es Jedem, daß er lebt 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Und auferstanden ist, Geht in den Himmel aus, Daß er in unsrer Mitte schwebt! Und wer nur hört auf seinen Rath Und ewig bei uns ist. Kommt auch in Vaters Haus. 2. Ich sag' es Jedem, Jeder sagt 6. Nun weint auch Keiner mehr alli Es seinen Freunden gleich, Wenn Eins die Augen schließt; Daß bald an allen Orten tagt Vom Wiedersehn spät oder früh Das neue Himmelreich. Wird dieser Schmerz versüßt. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen 7. Es kann zu jeder guten That Erst wie ein Vaterland;[Sinn Ein Jeder frischer glühn, Ein neues Leben nimmt man hin Denn herrlich wird ihm diese Saal Entzückt aus seiner Hand. In schönern Fluren blühn. 4. Hinunter in das tiefe Meer 8. Er lebt und wird nun bei unz Versank des Todes Graun, Wenn Alles uns verläßt; lein, Und Jeder kann nun leicht und Und so soll dieser Tag uns sein In seine Zukunft schaun. hehr] Ein Weltverjüngungsfest. Fr. v. Hardenberg 136. Mel. 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 1. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte, Seinen heil'gen Friedensgruß In die Kreise seiner Lieben brachte, Welche Stunden voll Genuß! Möcht' auch uns in diesen Segenstagen Oefters solche Himmelsstunde schlagen, Und sein holdes Friedenswehn Uns mit Gotteskraft durchgehn! 2. Thränen, die ihm Lieb' und Sehnsucht weinen, Trocknet er mit milder Hand; Freundlich naht er wandernd zu den Seinen, Setzt ihr Herz in heil'gen Brand; Freundlich läßt er sich zum Bleiben bitten, Gehet ein zu unsern Friedenshütten, Reicht sein Lebensbrot uns dar, Und ihn kennt der Seinen Schaar. 137. Osterlieder. 173 — * 2 8. 4. Oder prüfend tritt er vor die Seele: Hast du, sprich, hast du mich lieb? Wer verdeckt ihm Schwächen oder Fehle? Wer den tiefstverborgnen Trieb? Selig, wessen Herz, durch ihn entzündet, Lautre Lieb' in Wort und Werk verkündet, Und, zum Glaubenssieg geübt, Ohne Sehen glaubt und liebt! Selig, wen der Herr bei seinem Namen Mit der Himmelsstimme nennt, Wer, wenn bange Glaubensnächte kamen, Frohbeschämt ihn wieder kennt! Stammelnd wird er jetzt zu seinen Füßen Ihn mit neuer Glaubenswonne grüßen, Und entbrannt für ihn, für ihn, Froh durch Tod und Leben ziehn. „Dank sei dir, du Herr und Gott der Deinen, Bis ans Ende fühlbar nah! Noch kannst du dem Geist in Kraft erscheinen, Daß er jauchzt: Der Herr ist da! Kannst mit deinem Hauche neu beleben Und den Geist aus Gott uns wieder geben. Komm mit deinem Himmelreich, Komm, o Herr, mach' dir uns gleich! K. B. Garve. 137. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. „Zieh einher Zieh einher Jesus aus „Seit dem schöpferischen Werde, 0 üllt hat Thal und Höhn, War kein Morgen auf der Erde So erquickend und so schön. „Keine Nebe Das erf Decken nun N Dieser Tag „du Ostersonne, 4. Dieser Strahl bricht in die Tiefe, im Siegeslauf! Die kein Aug' erträgt zu schaun, K—** Denn es stieg zu ewiger Wonne. Daß er neue Hoffnung riefe dem Grab herauf. In das düstre Todesgraun. 5. In die Grüfte dringt das Leben Und erweckt den Wiederhall. Herzen glühen, Geister schweben, Lebensahnung überall! 6. Wo uns sonst ein Abgrund l, keine Schatten schreckte, die Erde mehr; Wo der letzte Grenzstein stand, verheißt den Matten Neichet jetzt der Auferweckte Aller Kräfte 2 Ziederkehr. Uns entgegen seine Hand. 174 138. Osterlieder. 7. Fürst des Lebens! Deine Boten 8. Gieß' die edle Friedensgabe Ziehn hinaus im Morgenschein; Uèuober alle Menschen aus! Die Lebendigen und Todten Friede über jedem Grabe, Schließt dein Wort des Friedens Friede sei in jedem Haus! ein. Christ. Rud. Heinr. Puchta. 138. Hs. G. Nägeli. mx— 4 1 8 ———— K F e 4 2—— 5— 2— ————— 2———. ö 0 1. See⸗ le, dein Hei⸗land ist frei von den Ban⸗den, ä J Freu' dich, o See le! Die Hölle er bebt. 11— 2 3 ö ö Je ⸗ sus, dein rl, if Sie ⸗ ger und lebt. 2. Seele, o Seele, auch du wirst erstehen, Wirst ihn verkläret, den Herrlichen, sehen, Wie er die Palme des Sieges dir beut, So du getreu ihm dein Leben geweiht! 3. Stachel des Todes ist nimmer verderblich; Staub nur verweset, der Himmel ist erblich. Bürger des Himmels hienieden ja schon, Bist du verbrüdert den Engeln am Thron. 4. Himmelsgedanke, auf ihn nur gerichtet, Wie er die irdischen Pfade dir lichtet! Seele, entsage der Sorg' um die Welt, Blick' auf das Ziel hin im himmlischen Zelt! 5. Nie laß den Muth und die Hoffnung dir wanken! In der Unsterblichkeit Wonnegedanken Senke dich, Seele, im Glauben hinein, Bis er in Schauen verwandelt wird sein! J. H. C. von Wessenberg. 139. Mel. 16: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. 1. Die Lerche stieg am Ostermorgen Empor ins klarste Luftgebiet Und schmettert', hoch im Blau verborgen, Ein freudig Auferstehungslied. Und wie sie schmetterte, da klangen Es tausend Stimmen nach im Feld: Wach' auf, das Alte ist vergangen, Wach' auf, du frisch verjüngte Welt! 2. Wacht auf und rauscht, durchs Thal, ihr Bronnen, Und lobt den Herrn mit frohem Schall! Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen, Ihr grünen Halm' und Blätter all'! 176 140. Himmelfahrtslieder. Ihr Veilchen in den Waldesgründen, 9 Ihr Primeln weiß, ihr Blüten roth, Ihr sollt es alle mit verkünden: Die Lieb' ist stärker als der Tod! 3. Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen, Die ihr im Winterschlafe säumt, In dumpfen Lüsten, dumpfen Schmerzen Gebannt, ein welkes Dasein träumt! Die Kraft des Herrn weht durch die Lande Wie Jugendhauch, o laßt sie ein! Zerreißt, wie Simson, eure Bande, Und wie die Adler sollt ihr sein! 4. Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen Gebrochen an den Gräbern steht; Ihr trüben Augen, die vor Thränen Ihr nicht des Frühlings Blüten seht; Ihr Grübler, die ihr, fern verloren, Traumwandelnd irrt auf wüster Bahn: Wacht auf, die Welt ist neu geboren; Hier ist ein Wunder, nehmt es an! 5. Ihr sollt euch All' des Heiles freuen, Das über euch ergossen ward; Es ist ein inniges Erneuen Im Bild des Frühlings offenbart. Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte; Jung wird das Alte fern und nah. Der Odem Gottes sprengt die Grüfte: Wacht auf, der Ostertag ist da! Eman. Geibel. D. Himmelfahrtslieder. 140. Mel. 9: Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. 1. Auf diesen Tag bedenken wir, 2. Gottlob, der Weg ist nun gemacht, Daß Christus aufgefahren, Uns steht der Himmel offen! f Und danken unserm Gott dafür Heut' schloß ihn Christus auf mit Und flehn, er mög' bewahren Erfüllt ist unser Hoffen.[Pracht, Uns arme Sünder hier auf Erd', Wer's glaubt, deß Herz wird Die wir, von mancher Noth be⸗ freudenvoll, schwert, Der weiß, daß er sich rüsten soll, Nur Trost in Hoffnung haben. Dem Heiland nachzufolgen. 141. 8. Wer hier nicht seinen Willen thut, 0 Hat keinen Theil am§ Denn Jesus Herren; wird vor Fleisch und Blut Sein Himmelreich versperren. AmGlauben liegt's: ist dieser echt, So wird gewiß das Leben recht Zum Himmel sein gerichtet. Solch' Himmelfahrt fängt in uns an, Wenn wir den Vater finden, Als seine Kinder fliehn die Bahn Der Welt und ihrer Sünden. — 141. . Herr fährt au Mit aller Engel Cl 5 dieser Welt Ge. tümmel Zu seinem Thron empor! Lobsingt, lobsinget 3 Lobsingt, ihr Nationer Dem Herrscher aller Thronen, Dem Herren Zebaoth. 2. Lob sei dem Gott der Gnade, Der unser Haupt erhöht. Wir wissen nun die Pfade, Da man zum Himmel geht. Der Heiland zieht voran, Will uns zurück nicht lassen, Er zeiget uns die Straßen, Er bricht uns sichre Bahn. Wir sollen himmlisch werden, Der Herr bestellt den Ort; Wir gehen von der Erden Getrost zum Himmel fort. Ihr Herz zen, macht 581 auf! Wo Jesus hingegangen — sei das Verlar ngen, Mel. 39: Aus — f 15 Himmel C0 17 4 Dahin sei unser Lauf. Himmelfahrtslieder. 177 Wir sehn hinauf, Gott sieht herab, An Treu' und Liebe geht nichts ab, Bis wir zusammenkommen. Dann wird der Tag erst freuden⸗ reich, Wenn Gott uns zu sich nehmen Und seinem Sohn wird mach gleich; Da schwindet Noth und Grämen. Da wird sich finden Freud' und Muth In Ewigkeit beim höchsten Gut. Gott woll', daß wir's erleben! Joh. Zwick. gen meines Herzens Grunde. 4. D Fahr' hin „Wann soll es doch Laßt uns gen Himmel dringen Mit e Begier; Laßt uns voll Inbrunst singen: Dich, Jesu, suchen wir, Dich, o du Gottessohn, Dich, unser Licht und Leben, Dem alle Macht gegeben, Dich, unsers Hauptes Kron'. mit deinen Schätzen, Du trugesvolle Welt! Dein Tand kann nicht ergötzen. Weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unsre Zier, Der Herr ist unsre Wonne: Zu unsrer Lebenssonne, Zu Jesu ziehen wir! geschehen? Wann kommt die liebe Zeit, Da wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Da wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? O Tag, brich bald herein! Gottfried Wilh. Sacer. 12 142. Basler Gesangbuch. 1 9 2 * ä 1— 2 2— ä 1. Je ⸗sus Chri⸗stus herrscht als Kö⸗ nig, Al⸗ les wird ihm ö 4— 4 2 44 E 1 .. 5 g 2. 1 KK ˙¼— K— „ 1 2. — ͤ——.— —..———— ———— 2 2 ein bas e br un ⸗ ter- thä⸗ nig, Al- les legt ihm Gott zu Fuß. L —— 2—ͤ——— Z— 5 8 3 a 1 .— E—— * FN Je- de Zunge 11 be ⸗ 8 nen, Eier 7 l 3 3. *—— Ä—— R, 7.58— — F 1 1 7— Herr zu nen ⸗ nen, Dem man Eh⸗re ge⸗ ben muß. 4 39 1 S 143. Thron ist unumf Leben unauflösli Christi Reich ein ewig Reich. In der Welt und Himmel Enden Hat er Alles in den Händen, Ist allein dem Vater gleich. Nur in ihm, o Wundergaben, Können wir Erlösung haben, e Erlösung durch sein Blut. ört's, das Leben ist erschienen, zan ein ewi Were 70* al— ihr Kranken, ihm die Schmerzen! Sagt, ihr Armen, ihm die Noth! Er kann alle Wunden heilen, Meic hum weiß er auszutheilen, Leben 8 er selbst im Tod. 5. Eil' Es ist nick Zeitz zum Schämen. Willst bu Gnad Du sollst 1 en. lÜst du leben? Es soll sein. illst du glauben? Du sollst sehen! der Wunsch aufs Höchste 8 gehen, Zillst du Jesum? Er ist dein. Allen losgekauften Seeler Soll's an keinem Gute fehlen, Denn sie glauben, Gott zumgtuhr n. the Worte, theure Lehren! Möcht' doch alle Welt dich hören, Süßes Evangelium! 2 5 8 G 8 143. Mel. 11: Himmel lfah rtslieder. Nur Geduld! Es folg Nichts kann sie von Jesu scheiden, Ueber alles rückt Christi „Glieder Zeit darnieder, geht zuvor. en Freuden, Er, das Haupt, zieht sie em Auch bis dahin gibt er Nah 75 Leitung, Heilung und Bewah⸗ rung Denn er pflegt und liebet sie. Ja, bei seinem Kreuzesstamme Fragen sie, wer nun verdamme; Denn sie rühmen: Gott ist hie! Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit ersch cheine, Da sie heimführt Jesus Christ. Jauchz' ihm, Menge heil ger Knechte! Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schaar, diePalmen trägt, Und ihr Dulder mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht Kön Alles wird ihm— ͤ Ehret, liebet, lobet ihn! Ph. Hiller. O daß ich tausend Zungen hätte. 1. Zum Himmel bist du eingegangen, Mit Preis gekrönt, Herr Jesus Christ! Wie sollte mich nun nicht verlangen, Auch dort zu sein, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilger hier; Nimm in die Heimat mich zu dir! Himmelfahrtslieder. 2. Vom Tode stand'st du auf zum Leben, Du gingst verklärt zum Himmel ein: So muß sich auch mein Geist erheben, Ich darf nicht todt in Sünden sein. Ein neues Leben wirk' in mir, So komm' ich einst gewiß zu dir. 3. Am Oelberg fingen deine Leiden Mit bittern Todesängsten an; Am Oelberg gingst mit hohen Freuden Du siegreich deine Himmelsbahn. So folgt auf Leiden Herrlichkeit: Zu beiden mache mich bereit! 4. Du bist von uns zwar aufgefahren, Doch ist dein Wort noch immer hier; Laß dieses Kleinod mich bewahren, Im Worte redest du zu mir; Dieß leitet meinen Lebenslauf Und schließt mir deinen Himmel auf. 5. Du hobest segnend deine Hände Beim Scheiden von den Deinen auf: O hilf, daß einst auch ich vollende Durch dich gesegnet meinen Lauf! Wenn ich von dir gesegnet bin, Dann fahr' im Frieden ich dahin. 6. Ich sehe dir mit Glaubensblicken In deinen Freudenhimmel nach, Mein Herz soll sich an dir erquicken, Der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, Bleibst du doch meine Zuversicht. 2 Einst wirst du herrlich wiederkommen, Gleich wie du aufgefahren bist; Dann werd' ich völlig aufgenommen, Wo mir bereit mein Erbtheil ist. So leb' ich nun im Glauben hier, Im Schauen aber dort bei dir. Berliner Gesangbuch. Himmelfahrtslieder. 144. Ben. Jucker. 1 U 1. Froh⸗lock', mein Herz, weil Je ⸗ sus Christ Zum Himmel ö 0 ö hat das gro- ße Werk vollbracht! Sein ist die Weis⸗heit, 1= 1 3 2——— 2 sein die Macht, Er ist das Heil der Sünder. 185 D 145. 2. Wie herrlich bist du, Herr, mein Heil! Ich hab' an deiner Klarheit Theil, Für mich fuhrst du zum Himmel. Du Hoherpriester, gehst mit Ruhm Für mich auch in dein Heilig⸗ khum, Dir folg' ich in den Himmel. 8. Du, dessen Wort die ganze Welt Allmächtig rief, allmächtig hält, Herr, Herr, durch den wir leben, So lang ich wall' im Staube hier, Soll sich mein ganzes Herz zu dir Vom Staub empor erheben. 4. Entreiß' durch deines Geistes Kraft, Die Alles allenthalben schafft, Himmelfah rtslieder. Mein Herz dem Tand der Erde, Daß ich mit Muth vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Im Kampf gestärket werde! Ja du, du schaust auf mich herab, Du, der für mich dahin sich gab; Laß dieß mich stets ermessen! Du kannst, obgleich du, Jesuz Christ, Im Himmel aller Himmel bist, Doch meiner nicht vergessen. „Hab' ich vollendet meinen Lauf, So nimm mich in den Himmel auf, Daß ich dich, Jesus, sehe, Daß ich in deiner Herrlichkeit Von Ewigkeit zu Ewigkeit Vor deinem Throne stehe. J. C. Lavater. S 145. Hs. G. Nägeli. 1 ——— 3——— —— N—-„— 7— SS 8 FRN 1 5 1. Er- hö ⸗ het die präch⸗ti⸗ gen Pfor⸗ten der Sie ⸗ge, Er⸗ * 0 der Welt! Das Tho re Himmelfahrtslieder. Reich ist nun Got⸗tes, es ru hen die Kriege, Es 9 J 14442 51 2. Er naht sich, der drohende Tod wird zu Schanden, Nun schrecket uns nimmer das offene Grab; Befreit sind die Sünder von lastenden Banden, Es senkt sich die Gnade herab. 8. Sie tragen statt Fesseln nun fröhliche Palmen, Und Hoffnung erfüllet statt Grauen die Brust; Das Jammern der Kerker verkehrt sich in Psalmen, Den Kummer verdränget die Lust. 4. Die Boten der ewigen Herrlichkeit eilen, Sie bringen Versöhnung und himmlische Pracht; Wie Blitze die schwarzen Gewölke zertheilen, Zertheilt sich die trauernde Nacht. 5. Dich, Heiland, dich suchet der Frommen Bestreben, Der unsers Geschlechtes Erlösung vollbringt; Dir folget die Liebe durch Tod und durch Leben, Die Liebe, die Alles durchdringt. Konr. Arn. Schmid. Pfingstlieder. E. r 146. 1555. r 2 ——— 2 5 6— — 1. Komm, Schö⸗pfer Geist, kehr' bei uns ein Und laß dei ⸗ ne Wohnung sein; Ar die Her⸗zen, dein Ge⸗ 85 S 2 — — 2 — dei nen Dim- mels⸗ ga;— e — 2. Ein Tröster kommst du uns herab, tärk unsern Muth, daß 2 Du bist des Höchsten höchste Gab', besteh Der Lebensquell, die Lebens sonn', Des schwachen Leibes Noth und Der Seele Salbung, Lieb' und 5 Weh! Wonn'. 5. Des Bösen Macht vertilge 5 8. Unendlich reichst du Gaben dar, Gil b Frieden uns und Seelenruh; Du Gottes Finger wunderbar, Dir woll'n wir folgen immerhin Durch dich lebt nun des Herren Und allem Argen uns entziehn. Wort 6. Den Vater und den Sohn, o lehr In allen Zungen ewig fort Sie uns erkennen immer mehr, 4. Gib unsrer Leuchte klaren Schein Du heil ger r Geist! In alle Zeit Sei'n unsre Herzen dir geweiht! Nach einem lateini 7 Flöß' Liebesglut den Herzen ein! chen Hymnus. 4 3 ——— . 2 5 N R= . O 1 li⸗ ger Geist, hei ⸗li⸗ ger Gottl 86 148. Pfu gstlieder. 2. O heil. ger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, Wo du nicht bist, wohnt Leben] Der Wohnung uns bereitet hält! nicht! Wenn unser irdisch Haus zerfällt Erfüll' uns du mit deinem Licht, Führ' du uns in die bessre Well; Mit Liebesglut und 14 O heiliger Geist, o heiliger Gott! O heiliger Geist, o heiliger E Gott! Nach einem alten Pfingstliede. 148. e Neander. 9— N.—— 2 22. 7——— 7— —* + 2 2 8 7 0 1 b o komm, du Geist des Le ⸗ bens, Wah ⸗ rer 2 Dei ⸗ ne Kraft sei nicht ver ⸗ ge bens, Sie 5 5 Gott von E⸗ wig⸗ keit! 5 Schein füll! uns je der zeit: So wird Geist und Licht und Schel 4 22 —— In den dun ke * n Her ⸗ zen sein. S 1 2 r——— 5 2— ib i 8 S: 3 4 1 chten 2. Gib in unser Herz und Sinnen 3. Jeig! uns, Herr, die Sig Weisheit, Rath, Verstand und 8. ten Wohlfahrt an; Zucht, Zu der wahren Win, l Daß wir Anders nichts beginnen Räume Alles aus dem n h Als nur, was dein Wille sucht. Was im Lauf uns!— d N Dein' Erkenntniß werbe groß Wirke Reu' durch deine 0 hat. Und mach' ü m Irr rthum los! Wenn der F uß gestrauche elt 149. Pfing stlieder. 187 4. Laß uns stets dein Zeugniß merken Sprich dem Herzen tröstlich zu, 1 Daß wir Gottes Kinder sind, Und gib Mut th. G eduld und Ruh'! Die sich in dem Glauben stärken: O Heist der S Got ist väterlich gesinnt. 7. 2. gewisse euer Geist, Lehr' uns, daß des Vaters Zucht Ny 5 3 W ke! e unser Bestes fucht Fördre in uns deine Werke! 3 ö 215 105 6 Rei Wenn der Feind uns fliehen heißt, 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten Stonr⸗ N Frei, mit aller Freudigkeit! Schenk uns Waffen zu dem Krieg 3 Und erhalt' in uns den Sieg! Seufz' auch in uns, wenn wir Und vertritt uns allezeit;[beten, 8. Wenn wir endlich sollen sterben, Steh' uns bei im letzten Streit! So wird unsre Bitt' erhört Und die Zuversicht gemehrt. Gib Gewißheit, daß wir erben 6. Wird uns auch um Trost oft bange, Jene Ehr' und Herrlichkeit, ö Die Gott gibt durch Jesum Christ, 99 7 5 Das die Seele seufzen muß: l 5 ich 58 Ach, mein Gott, mein Gott, wie Und die unaussprechlich ist! Heinr. Held. O so mache den Beschluß:[lange! 149. Konrad Kocher. 1 O beil'-ger Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns Du Himmels⸗ licht, laß dei⸗ nen Schein In un⸗sern dei- ne Wohnung sein; 0 komm,du Le⸗ bens ⸗son ⸗ ne See⸗ len 201 tig sein Zu ste ter Freud' und Won ne! g* S 1 —.——. 5 5—— 5 1 2.— 2 2 75 1 9.— f Wenn mit Be ten Wir im Glauben vor dich tre ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, Die sich in fromme Herzen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugniß lehren: Höre, Lehre, Daß wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh' du uns bei mit deinem Rath Und führ' uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Stärk' uns, Hilf uns, Still zu halten Deinem Walten, Dir zu trauen Und auf deinen Trost zu bauen! „O rüste uns, du Geist der Kraft, Zu führen gute Ritterschaft, Daß wir nicht unterliegen! Hilf, daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Und mit dir freudig siegen! Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! 150. 5. Du starker Fels und Lebenshort, Laß heller stets dein Himmels⸗ 4 g wort In unsern Seelen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weisheitsvollen Lehr' Und treuen Liebe trennen. Lege, Präge Deine Güte Ins Gemüthe, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. S 2 Geist des Friedens, senke dich In unsre Seelen kräftiglich Und schenk' uns deine Triebe, Daß 1—— 2 Daß unser Sinn verbunden jet Dem Nächsten stets mit wahrer Und ungefärbter Liebe. 150. Zeuch ein zu meinen Thoren, Sei meines Herzens Gast, — du, da ich verloren, Mich neu geboren hast, 2 hochgeliebter Geist — Vaters und des Sohnes, 5 beiden gleichen Thrones, Mit beiden gleich gepreist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, gie Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr' und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 1 Dein Beten wird erhöret, — Beten wird erhöret, in Singen klinget wohl; — Treu“ Pfingstlieder. 4. 5. 189 Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe! Fried' und Liebe Müss' umschweben Und durchdringen unser Leben! Laß, heil'ger Geist, in Heiligkeit Uns führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke, aß uns hinfort bleib' wohl⸗ bewußt, Wie nichtig sei des Fleisches Lust Ind seine todten Werke. tühre, sühre nser Sinnen nd Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden! Mich. Schirmer. 1 1 9 . N * 1 5 1 1 * N Mel. 89: Nun jauchzet All', ihr Frommen. Es steiget himmelan; Es läßt nicht ab und steiget, Bis der zu uns sich neiget, Der Allen helfen kann. Du bist ein Geist der Freuden, Das Trauern willst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum goldnen Freudensaal! Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Hader, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder thu' zusammen, Was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hat selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt: So gib doch deine Gnad' Zu Fried'- und Liebesbanden, Verknüpf' in allen Landen, Was sich getrennet hat. Beschirm' die Obrigkeiten Von deinem Himmelsthron, Gib uns getroste Zeiten, Schmück' als mit einer Kron' gstlieder. 8. Erfülle die Gemüther Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für. Vertreib' den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergöhet, Aus unserm Herzen reißt. Richt' unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wir's sollen geben Der Hand des Todes hin, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. Des So hilf uns mächtig aus, Auf daß wir fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben ew'gen Lebens Haus. Paul Gerhardt. 151. Mel. 258: Dir will ich vanken bis zum Grabe. 1. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, as uns im Todesschatten scheint, — scheinst und lockst so lang vergebens, Weil Finsterniß dem Lichte Feind. Geist, dem Keiner kann entgehen, h lass' ich meinen Jammer sehen. Entdecke Alles und verzeb M. 8888 9 Dic re, Was nicht in deinem Lichte rein, W— mir's gleich noch so schmerzlich wäre Die Wonne folget nach der Pein. 4 Du kannst mein Herz voll dunkler Falten In Jesu Klarheit umgestalten. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, Das ist dein Werk, du Quell des Lichts. Du mußt von Grund aus mich erneuern, Sonst hilft mein eignes Wirken nichts. O Geist, sei meines Lebens Leben! N Ich kann mir selbst nichts Gutes geben. Du Athem aus der ew'gen Stille, Durchwehe sanft der Seele Grund, Füll' mich mit aller Gottesfülle, Und da, wo Sünd' und Greuel stund, Laß Glauben, Lieb' und Ehrfurcht grünen, In Geist und Wahrheit Gott zu dienen! t 8 8 152. Pfingstlieder. 191 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen Sei kindlich folgsam deinem Trieb! Bewahr' mein Herz und alle Sinnen Untadelich in Gottes Lieb'! Laß mich dein Beten, Lehren, Kämpfen In mir auf keine Weise dämpfen! 6. O Geist, du Strom, der uns vom Sohne Eröffnet und kristallenrein 5 Aus Gottes und des Lammes Throne In stille Herzen fließt hinein, Ich öffne meinen Mund und sinke Hin zu der Quelle, daß ich trinke. Ich harre dein und bleib' indessen, Von Allem abgewandt, dir nah; Ich will die Welt und mich vergessen, Dieß innigst glauben: Gott ist da. O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, Wir harren deiner nie vergebens. 8 152. 1 Rächt um ein flüchtig Gut der Zeit, Ich fleh' um deinen Geist, Lott den zu meiner Seligkeit Dein theures Wort verheißt. „Die Weisheit, die vom Himmel O Vater, lehr er mich;[stammt, Die Weisheit, die das Herz ent⸗ Zur Liebe gegen dich![flammt Dich lieben, Gott, ist Seligkeit; Hern thun, was dir gefällt, wirkt edlere Zufriedenheit 115 alles Glück der Welt. . Alsdann hab' ich Vertraun zu dir; 5 schenket selbst dein Geist Daß 1 Bewußtsein mir, — u mir gnädig sei'st. Dein Geist der Wahrheit leite Zu aller Wahrheit an;[mich = S — S Gerhard Tersteegen. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. Dein Geist des Trosts erweise sich, Wie er erquicken kann. 6. Dein Geist, der Leib und Seel' er⸗ Nehm' allen Kummer hin,[freut, Dein Geist, der unsern Geist er⸗ Erneure meinen Sinn! lneut, 7. Strahl in mein Herz, du Himmels⸗ Du göttlich Feuer, komm! licht, Du ew'ge Liebe, laß mich nicht Und mach' mich redlich fromm! 8. Wie selig muß die Seele sein Schon hier noch in der Zeit, Die sagen darf: Du nimmst mich Du Geist der Herrlichkeit! lein, Ja, wenn vom Leib die Seele So bleibst du doch in ihr. scheid't, Ach komm, du Geist der Herrlich⸗ Ach wohn' und bleib in mir! keit, Phil. Friedr. Hille r. S 192 153. Pfingstlieder. 153. mel. 23: O Höchster, deine Gütigkeit. 1. Es saß ein frommes Häuflein dort Und wollte nach des Herren Wort Einmüthig Pfingsten halten: Ach laß auch jetzt im Christenstand, Herr Jesu, deiner Liebe Band Bei frommen Gliedern walten! Schnell fiel hernieder auf das Haus Ein starker Wind, der mit Gebraus Vom Himmel sich erhoben. O Gottesodem, lasse dich Bei uns auch spüren mächtiglich, Weh' auf uns her von oben! 2. Er füllete die Wohnung ganz; Zertheilter Zungen Feuerglanz Ließ sich auf Jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kirchen ein, Laß Geist und Feuer bei uns sein, Und deine Sprach' uns rühren. In neuen Zungen ließen sie, Wie Jeglichem der Geist verlieh, Den Preis des Herrn erschallen. Entzünd' auch jetzt, du Gottesglut, Der Lehrer und der Hörer Muth Ind red' in Kraft zu Allen. 3. Das Volk von allen Zungen kann, Was Gott zum Heil der Welt gethan, In seiner Sprache hören. Ach heb' der Zungen Irrsal auf; Laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, Daß dich die Völker ehren. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, Erkennet Jesum nicht für Gott, Spricht: Es sind eitle Lehren. N Du aber wollst, o heil'ger Geist, Der unser Herz auf Jesum weist, Uns Himmelstrost gewähren. 4. Dein Licht dring' in des Herzens Haus Und treib' mit seiner Klarheit aus ö Die alten Finsternisse, 1. Höchster Daß Blindheit, Irrthum, falscher Wahn, Und was uns sonst verleiten kann, Auf ewig weichen müsse. Dein Feuer tilg' in unsrer Brust, Was sich noch regt von arger Lust, Und wecke reine Triebe, Auf daß wir schmecken wahre Freud Anstatt der schnöden Eitelkeit, In Jesu süßer Liebe! ö ster, komm hernieder! Geist des Herrn, Sei nicht fern, Weih' uns, Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat Deinen Rath Seinem Volk versprochen. N l 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, 2 .W̃ n Jeder Schritt, . c Jeder Trit Ist ohn' dich vergebens. ach, der Seele Werk ist wichtig: Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? A eck uns auf vom Sündenschlafe, Rette doch Heute noch Die verlornen Schafe! Reiß die Welt 5— 4— Laß sie nicht Im Gericht Der Verstockung sterben! derben, 4. Gei Durch dein Lick 3 Licht Unterricht, N K Wie wir Gott gefallen! aus dem Ver⸗ nel f 5 Deist der Weisheit, gib uns Allen Hieron. Annoni. Mel. 97: Fröhlich soll mein Herze springen. Lehr' uns recht vor Gott zu treten, Sei uns nah Und sprich: ja! Wenn wir gläubig beten! 5. Hilf den Kampf des Glaubens Gib uns Muth,[kämpfen. Fleisch und Blut, Sünd' und Welt zu Laß uns Trübsal, Angst und Noth, Schmach und Tod Nicht von Jesu scheiden! Hilf uns nach dem Himmel Gib uns Kraft, streben, Tugendhaft Und gerecht zu leben! Gib, daß nie wir stille stehen, Treib' uns an, Froh die Bahn Deines Worts zu gehen! Sei in Schwachheit unsre Stütze! Steh' uns bei, Mach' uns treu In der Prüfungshitze! Führ', wenn Gott uns nach dem Sterben heißt, Leide Unsern Geist Freudig in die Freude! E. Liebich. 13 dämpfen! Kreuz und [Leiden, 194 155. Pfingstlieder. 155.* G. Nägel e * Er. be zum Himmel, du fei⸗ern⸗de Wen Er⸗ eh ren der Kin⸗der Ge⸗sän⸗ ge, Der Dank der Er bb. 450 E —— J———— 1————. 0 cresc. 1 2 mf 1 dem — 4————— FELIlI mx 1 4 i .* 8——— ä ——— f—* +— 29——p ——. preist! Er si⸗ chert die Kindschaft dem menschli⸗ chen Geist. Froh cresc. 1 1 ö mx 0 ö fei- ernd singt dei ne Ge- mei ⸗ ne dir zu: Hei ⸗ lig, hei lig, hei ⸗ lig bist du! mx ö 4 2. Aus kindlichem Herzen und frommem Gemüth Steigt, ewiger Vater, dein Loblied empor. Wir All 6 Wir Alle lobpreisen die heilige Güte, 1 Die Macht und die Weisheit im christlichen Chor. Du Wesen der Wesen! Du riefst uns ins Sein, Uns deiner, denn du bist die Liebe, zu freun. Dir jauchzt voll Entzücken die Kinderschaar zu: Heilig, heilig, heilig bist du! 196 156. Pfingstlieder. 3— ä———— 3. Dich, ewiger Sohn, von dem Vater gegeben, Der, blutend für uns, die Gemeine erwarb, Der brachte Versöhnung und ewiges Leben, Indem er, sich opfernd, für Sterbliche starb: Erstehung und Leben! Dich beten wir an, Dem freudig vertrauend die Sünder sich nahn. Dir jauchzen voll Dank die Erlöseten zu: Heilig, heilig, heilig bist du! 4. Du Geist der Erkenntniß, der Wahrheit, der Liebe, Du bist von der göttlichen Kindschaft das Pfand, Du— die Herzen und heiligst die Triebe Und führest zum Himmel mit freundlicher Hand, Belebst und— das glaubende Herz, Bist Trost uns im Leiden und Balsam im Schmerz. Dir singen es deine Geheiligten zu: Heilig, heilig, heilig bist du! Georg Geßner. 156. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. 1. Es ist ein Strom erflossen, Und Schuld und Todesgrauen Der wallt gar tief und hell,. Sind tief darin versenkt, Gott selbst hat ihn ergossen Und, die sich ihm vertrauen, Aus seines Herzens Quell. Mit ew'gem Heil getränkt. In Abrahams Gezelten 4. O Strom der heil gen Gnade, Begann sein stiller Lauf, Von Lieb' und Licht durchh auch, Ro uscht nun 8 alle Welten In deinem Wellenbade Und höret nimmer auf. 5 wir ja eingetaucht. 2. Das ist der Strom, der Schmerzen Vom Himmel auillst du nieder, Und Angst vom B. sen spült, Zogst uns in deinen Lauf Den heißen Durst der Herzen Und strömst zum Himmel wieder Mit süßer gobung kühlt, Und ziehst uns mit hinauf. Der Strom, von dem vergebens 5. 8 heil'ge Flut, durchwalle 6 Kein Lechzender genießt, Die Herzen kräftiglich, Der Strom des Gotteslebens, Der durch die Menschheit fließt. N 3. Der Strom ist nie verschwunden, 0 In Himmelsfülle bricht Aus Jesu heil'gen Wunden Jetzt eine Flut von Licht, Daß neu geeinigt alle Lob jauchzen über dich; D aß aus der Seelen Fülle Dein Wogen mächtig bricht, Und segnend ausn uns gut Geist, Leben, Lieb' und Licht! Victor von Strauß. III. A. Die Kirche. 1 157. M. Luther. 1 1 5 3 3 8——— 1—— ̃—if———8— * 0 0 a 6 ff ö 6 7 1 fe 1 0 Ein' fe⸗ ste Burg ist un⸗ ser Gott, Ein' gu⸗ te » Er hilft uns frei aus al⸗ ler Noth, Die uns jetzt . — 5 8 3— 0 0 b 1 Wehr und Waffen. 1 hat be trof fen. Der alt! bo ⸗ se Feind Mit 2. ü. mf 4 4 r 4 C 8 A— 2 + 5 2 5 5 2— 1 1 — — 1 3——— 7——— 1 er's jetzt meint; Groß' Macht und viel grau⸗sam' Rü⸗stung ist, ö ö ö 22 158. Die Kirche. 159. 2 Mit unsrer Macht ist nichts ge⸗ Wir sind gar bald verloren, sthan, Es streit't für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Das 4 as Feld muß er behalten! 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' Und wollt' uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. 158. „Verzage nicht, o Häuflein klein, Obschon die Feinde Willens sein, Dich gänzlich zu verstören, Und suchen deinen Untergang, Davor dir wird recht angst und bang: Es wird nicht lange währen. — D: 1 8.. S 2. Dich tröste nur, daß deine Sach r 8 Ist Gottes, dem befiehl die Rach', M N Laß ihn alleine walten. ( 2 N* Er wird durch einen Gideon, 4. 3. 9 mf 76 2——— +2——————— K rn* 3. . Fahre fort, Der Fürst dieser Welt, Wie sau'r er sich stellt, Thut er uns doch nichts, Das macht, er ist gericht't; Ein Wörtlein kann ihn fällen. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein' Dank dazu haben! Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib, Laß fahren dahin! Sie haben's kein' Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. Dr. M. Luther. Mel. 144: Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ. Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllen⸗ pfort' Und was dem will anhangen, Doch werden bald zu Schand' und Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott: Den Sieg woll'n wir erlangen. Joh. Mich. Altenburg. 200 159. Die Kirche. 0 N —̃ 1 R Herrn, im Licht! Ma⸗che dei⸗ nen Leuch⸗ter hel⸗le, Laß die er⸗ste mf 2 Lie ⸗ be nicht! Su⸗che stets die 1 U 1 ö ö ö Herrn, dring' durch die en⸗ge Pfort'! Fah⸗re fort, fahre fort! E Aale 1 10 B ˙ — a 5 28 2—— f—— 2. Leide dich, leide dich! 4. Dringe ein, dringe ein! Gottes Volk, leid' ohne Scheu Volkdes Herrn, dring ein in Gott Trübsal, Angst mit Spott und Stärke dich mit Geist und Leben, Sei bis in den Tod getreu,[Hohne! Sei nicht wie die andern todt, Siehe auf die Lebenskrone! Sei du gleich den grünen Reben! Leide, wenn du fühlst der Schlange Ir die Gotteskraft statt Heuchel' Leide dich, leide dich![Stich, Dringe ein, dringe ein! schein 3. Prüfe recht, prüfe recht! 5. Brich hervor, brich hervor, Prüfe weislich jeden Geist, Gottes Volk, hervor in Kraft! Der dir ruft zu beiden Seiten!! Laß die Bruderliebe brennen! Thue nicht, was er dich heißt, Zeige, was der in dir schafft, Laß nur deinen Stern dich leiten! Der dich als sein Volk will kennen! Beides, was dir gut scheintundwas Auf, er selbst hat aufgethan das Prüfe recht, prüfe recht![schlecht,, Brich hervor, brich hervor lIThor; 160. Die Kirche 161. 201 D 8 1 S „Halte aus, halte aus! Gottes Volk, halt' deine Treu'! Laß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei 160. Herr, der du einst—— bist, In Kn echtsgestalt zu gehn, Deß Weise nie gewesen ist, Sich selber zu erhöhn,— „Komm, führe unsre stolze Art In deine Demuth ein! Nur, wo sich Demuth offenbart, Kann Gottes Gnade sein. Der du noch in der letzten Nacht, du für uns erblaßt Den Deinen von der gie Macht So schön gepredigt hast,— 5. D er Mi Auf, verlasse, was dahinten! Gottes Volk, im letzten Kampf und Halte aus, halte aus![Strauß Joh. Eus. Schmidt. Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 4. Erinnre deine kleine Schaar, Die sich so leicht entzweit, Daß deine letzte Sorge war Der Glieder Einigkeit! Der du um unsre Seligkeit Mit blut'gem Schweiße rangst Und thränenvoll im bangen Streit Des Todes Macht bezwangst,— 6. Bez zwing doch unsern stolzen Sinn, Der nichts von Demuth weiß, Und führ' ihn in die Liebe hin Zu deiner Liebe Preis! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Vor 1745. Las⸗set eu ⸗ re ö 1 — 1 4 U Her⸗ zen Ruh'! Hl land zu! Er 2 2— — ., das Haupt, wir N Herz und Herz ver⸗ eint zu⸗sam⸗ men Sucht i in Got tes Lie⸗bes⸗flam⸗men Lo⸗dern auf den e sei ⸗ ne ö Glie⸗* 1 ————v— der Mei ⸗ster, 2. Kommt, ach kommt, ihr Gottes⸗ Und erneuert euren Bund; kinder, Schwöret unserm Ueberwinder Lieb'und Treu' von Herzensgrund. Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. „Tragt es unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein Jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, So vergoß er dort sein Blut: Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbst euch Eintrag thut. „Hallelujah! Welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad', Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat, Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist! — B 0. — Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schaar, Daß sie sich so herzlich eine, Wie's dein letzter Wille war! Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist! Liebe, hast du es geboten, Daß man Liebe üben soll, O so mache doch die todten Trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, Daß ein Jeder sehen kann: Wir, als die von Einem Stamme, Stehen auch für Einen Mann. „Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf diefer Erden Kein getrenntes Glied mehr ist, Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sei'n. Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. 162. Die Kirche. 203 162. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mauern stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen Und die getrost dem Feind entgegen gehn, Ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Schaaren zu dir bringt. Mel. 35: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 2. O daß dein Feuer bald entbrennte, O möcht' es doch in alle Lande gehn, O Herr, daß jedes Volk erkennte, Was zur Erlösung ihm von dir geschehn! Du, Herr der Ernte, siehe doch darein! Die Ernt' ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn! Drum hör', o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. So gib dein Wort mit großen Schaaren, Laß sie in Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hilf' uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein! Herr, breite auf dem weiten Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! „Laß schnell dein Wort die Welt durchlaufen! Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein! Ach, führe bald dadurch mit Haufen Der Heiden Füll' zu deinen Thoren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, Und also segne deines Wortes Lauf! „O bess're Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum', ach', räum' aus jedem Wege! Vertilg', o Herr, den falschen Glaubenswahn, Und mach' uns bald von jedem Miethling frei, Daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes sei! * O 9 204 163. Die Kirche. 164. 1. „Hüter, ist der Tag noch fern? 7. Laß jede hoh' und niedre Schule 8 Werkstatt deines guten Geistes sein; Ja, sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein; Laß treue Lehrer uns und Be 8 sehn, ie kräftig vor den Riß der Kirche stehn! wirst ja wohl dein Werk vollenden, r du der Welten Heil und Richter bist Du wirst der Menschheit Jammer—— So dunkel jetzt dein Weg, o Heil'ger, ist. Drum treib' uns ferner, dich nur anzuflehn; Du thust noch über Bitten und Verstehn. Karl Heinr. v. Bogatzky. 163. Mel. 344: Jesus, meine Zuversicht. 90 9299899 4 2 8 Eine Heerde und Ein Hirt! 4. Sieh! das Heer der Nebel flieht Wie wird dann dir sein, o Erde, Vor des Morgenrothes Helle, Wenn sein Tag erscheinen wird! Und der Sohn der Wüste kniet Freue dich, du kleine Heerde; Dürstend an der Lebensgquelle; Mach' dich auf und werde Licht!“ Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber werden aufgethan;. . 117** 8 oin Schon ergrünt es auf den Weiden,— 1 1 Bahn Und die Herrlichkeit des Herrn Große dem dun ee 5 Nahet dämmernd sich den Heiden. Itoßer geg 1 5 2 Blinde Pilger flehn um Licht: 1 4 Es werde Li J bt. Jesus hält, was er verspricht. eee rar 2 f 6. O des Tags der Herrlichkeit! Komm, o komm, getreuer Hirt, Jesus Christus, er die Sonne, Daß die Nacht zum Tage werde! Und auf Erden weit und breit Ach, wie manches Schäflein irrt Licht und Wahrheit, Fried' und Fern von dir und deiner Heerde! Wonne Kleine Heerde, zage nicht! Mach' dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Jesus hält, was er verspricht. Fr. Adolf Krummacher. 164. Mel. 342: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Der im Heiligthum du wohnest! Du Hocherhabener! Allgegen⸗ Und über Cherubinen thronest, Sei uns nahe, wärtiger! Jehovah, unser starker Hort! Wenn hier zur Stund' Huldreich hast du eine Stätte Der Schwachen Mund Dir hier erbaut, wo man anbete Dich preist, du aller n Und Gnade finde fort und fort. Grund! — 0 „Zions Thore liebt r Der Herr mit gnäd'gem Wohl⸗ 165. D Ja, auch hier iß Wo du erscheinst in u Durch deinen Geist in deinem Wort, Wo sich sammeln deine Schaaren, Dein Wort treu hören und be⸗ wahren, Ein Gotteshaus ist solcher Ort, Wo du dir auch voll Gnad' Einweihst im Wasserbad Deine Kinder, Und stärkst sie All' Im Abendmahl Zum Gang nach deinem Freuden⸗ saal! Auch dieß Haus hast du gegründet, Daß da dein Name werd' kündet, Und du dich hier uns offenbarst. Bilde hier dir viele Kinder, Des Wortes Thäter, Ueberwinder, 165. tel. 79: Gottes Stadt steht fest gegründet Auf heil'gen Bergen; es verbündet Sich wider sie die ganze Welt. Dennoch steht sie und wird stehen, Man wird an ihr mit Staunen sehen, Wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels Ist ihres Heiles Fels. Hallelujah! Lobsingt und sprecht: Woh dem e e Das in ihr hat das Bürgerrecht! vor allen gefallen, 2 ihre Riegel stark und fest, 0 die darinuen wohnen, WM Weiß lohnen, Der ihn nur thun und walten läßt. ver⸗ überschwänglich dem zu Kirche. 205 D Die du in deinem Buch bewahrst. ein ewig bleibend Wort, schall' es fort und fort, in und mächtig! 1 Haus ist dein, 9 selbst es ein; — 1 Wort, dein Geist erhalt' es 5 2 C. 2.& 2. 89 18 S S 2 1 2 Nun denn, mit vereinten Zungen Sei, Herr, dein Lob von uns ge · sungen, Der du so viel an uns gethan! Du schenkst Alles mit dem Sohne, Nach treuem Kampf die Lebens⸗ krone; Im Staube beten wir dich an. Dreiein'ger Herr und Gott, Hilf uns aus aller Noth! Hosianna! Bald singen wir Verklärt vor dir Im obern Tempel für und für! Gottlob Baumann. Betet an vor Gott, ihr Sünder. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld All' die Seinen! O Gottesstadt, Du reiche Stadt, Die solchen Herrn und König hat! Große, heil'ge Dinge werden In dir gepredigt, wie auf Erden Sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, Du hast den Geist und hast die Klarhei, Die alle Finsterniß zerstört. Da hört man fort und fort Das theuerwerthe Wort Ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt Und dort mit ew' gem Leben krönt! 206 166. Die Kirche. 4. — Auch die nichts davon vernommen, Die fernsten Völker werden kommen Und in die Thore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt Wo weit und breit(die Zeit, Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 166. .Der du in Todesnächten Erkämpft das Heil der Welt Und dich als den Gerechten Zum Bürgen dargestellt; Der du den Feind bezwungen, Den Himmel aufgethan: Dir stimmen unsre Zungen Ein Hallelujah an. „Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein, Bis die von Süd' und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. „Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir dein Haus. 5. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel wie am Reigen Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Hallelujah! Von Sünd' und Tod, Von aller Noth Erlös't nur Einer, Zions Gott C. J. Phil. Spitta. Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. Es ist kein Preis zu theuer, Es ist kein Weg zu schwer, Zu streun dein Liebesfeuer Ins weite Völkermeer. 4. Es ziehen deine Flammen Wie Sonnen um die Welt; Getrenntes fließt zusammen, Das Dunkle wird erhellt; Und wo dein Name schallet, Du König, Jesu Christ, Ein selig Häuflein wallet Dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Heerden Dir aus der Völker Zahl, Daß Viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl. Schließ auf die hohen Pforten Es strömt dein Volk heran. Wo's noch nicht Tag geworden Da zünd' dein Feuer an! Christ. G. Barth. F 1 ö Gott ist uns⸗ re Zu ver⸗sicht, Uns⸗re Hilf in I Darum fürch⸗ten wir sie nicht, Die den Leib nur ee mf 1 6 5 6 ö 1 gro⸗ßen Nö ⸗ then: 0 0 mö⸗gen töd⸗ ten. Heil uns, daß kein Schwert und Bann 2. Gott ist unsr 1 f e 9 unsre Zuversicht! 3. Gott ist unsre Zuversicht! * den bängsten Finsternissen Erd' und Himmel mag vergehen Fat sein Wort, das ew'ge Licht, Jesu Wort vergehet nicht, 8 Vater Schaar gerissen. Seine Siegesfahnen wehen. 1 Rude Jubellieder, schallt! Hochgelobt sei Jesus Christ! Preiso* a sei 1 Hreiset Gottes Allgewalt! Selig, wer sein Jünger ist! Die Kirche. 4. Gott ist unsre Zuversicht! Mag sich stolz der Irrgeist regen; Deiner Wahrheit ew'ges Licht Halten wir ihm, Herr, entgegen; Ueber blinden Wahn und Trug Schwinget sich des Geistes Flug. „Gott ist unsre Zuversicht! Weicht, ihr finstern Lügenmächte! Christus lebt, sein Trosteslicht Leuchtet uns durch alle Nächte. A 168. H De offnung ist des Christen en zerbricht kein Tod, kein „Gott ist unsre Zuversicht! Fels des Heils, auf den wir bauen, Fes st im Glauben, treu in Pfli ic Wollen wir dir ewig trauen! Jesus, unsre Zuversicht, f Bleib' auf ewig unser Licht! Joh. Karl Gottl. Mann. Vor 1832 un ⸗ aus⸗sprech⸗ lich Lie⸗ben⸗der, Und bald die gan de r⸗kenn⸗ te, Daß du 1 Die Kirche. 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme Jetzt h hier, jetzt dort, in Ost und West, Dir, d 925 am Kreuz erwürgten Lamme Ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmelsfunken So manches alte, todte Herz, Und machen Durst'ge freudetrunken, Und 4. Verze heilen Sünd' und Höllenschmerz. hren Stolz und Eigenliebe, Und sondern ab, was unrein ist, Und mehren jener Flamme Triebe, Die dir nur lodert, Jesu Christ! 5. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schaar Und mach' in deinem Gnadenscheine Dein Heil noch Jedem offenbar. 2 u unerschöpfter Quell des Lebens, Allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer strömt nicht vergebens: ntzünde unsre Herzen auch. ene Alles, was sich trennt, zusammen Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heil'gen Flammen . deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb „erleucht', erwärm', entflamme Doch bald die ganze weite Welt Und zeig' dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. 169. 1. Bachet auf, erhebt die Blicke! Laut mahnen uns die Weltgeschicke, Cs 3dränget hart der Brüder Noth. Seht, gekommen ist die Stunde, 7 Die uns vereint zu schönem Bunde, Zu thun, was uns der Herr gebot! J. Ludw. Frickert. Mel. 342: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Laßt nicht die Hände ruhn, Auf, laßt uns Gutes thun Allen Menschen Im rechten Geist, Doch wie es heißt: An Glaubensbrüdern allermeist. 14 210 170. Die Kirche. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, Drum wirkt, so lang es Tag, Das ihr der Väter Muth und Blute] So heiß er glühen mag; Und ihrer Glaubenstreu verdankt. Reift die Frucht doch Auf und tilgt die alten Sch.-im ene Wie lange soll sich noch gedulden Der Erntekranz Das Schifflein, das i m Sturme Wiegt auf die Mühe voll und schwankt? ganz. Eilt ihm zur Hilf' herbei! 4. Wachet auf! Die geit zu m Wachen Es rudert froh und frei, Soll alle Glieder munter machen, Wenn ihm Liebe Und keines 55 ete scheu hintan! Die Segel schwellt, Leidet eins, so leiden alle, Hin durch die Welt! Drum— daß nicht eines Gott ist es, der das Steuer hält. falle, 3. Wachet auf! In allen Landen Und stehet freudig Mann für Erheben sich, vom Tod erstanden, So streitet wacker fort[Mann! Die Zeugen frischer Glaubens⸗ Und haltet fest am Wort! macht. Hoch vom Himmel Werdet müde nicht im Werke, Strahlt uns das i Licht, Der Gott des Rechts ist unsre Es trüget nicht Stärke, Der Herr ist unsre Zuversicht! Und seinem Lichte weicht die Nacht. Karl Rud. Hagenbach. ——— 5 0 ö 1 0 0 7 0 0 1 Die Sach' ist dein, Herr Je- su Christ, Die Sach', an Und weil es dei- ne Sa⸗che ist, Kann sie nicht 11 der wir stehn, un ter- gehn. Al 15 das Wei⸗zen⸗korn, be⸗vor Es 1 1 ö 8— g. ——— re—— 2— 2 1—— 9 — 7* f— g ae ö* frucht⸗bar sproßt zum Licht em⸗por, Muß ster⸗ben in der — Er⸗ de Schooß, 3 Zuvor vom eig- nen We⸗sen los, Durch 1 Sterben los, Vom 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, 5 führest Jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich Zum Theil am Leiden und am 1 Reich; Führ' uns durch deines Todes 8 Thor Sammt deiner Sach' zum Licht em⸗ Zum Licht empor,(por, Durch Nacht zum Licht empor! S. Preiswerk. eig⸗ nen We⸗ ses los. 3. Du starbest selbst als Weizenkorn Und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab! Send' Boten aus in jedes Land, Daß bald dein Name werd' be⸗ kannt, Dein Name voller Seligkeit; Auch wir stehn dir zum Dienst be⸗ In Kampf und Streit, reit Zum Dienst in Kampf und Streit. Fel. Zaremba. 1. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. B. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 171. f Nach Joh. Rud. Ahle. 1* 1 B—— 2 ä—— .—————p—̃̃ ———.—ͤ— U—U—é.— 0 0 0 0 1 0 1.] Lieb- ster Je su, wir sind hier, Dich und 1 Len ke Sin nen und Be gier Auf die E—————— 8 —— 3— —. 3 7 ö 1 2 7 N ö 1 1 ö dein Wort an ⸗ zu ⸗ hö= ren; sü⸗ ßen Him⸗mels ⸗leh ⸗ ren, Daß die Herzen ö 3 E r ö e von der Er⸗den Ganz zu dir ge- zo- gen wer den. E 1 2— ͥ—-—ö 85 — 2 3——- 7 a e d 2. 2. Unser Wissen und Verstand 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Ist mit Finsterniß umhüllet, Licht vom Licht, aus Gott geboren, Wo der Geist, den du gesandt, Mach' uns allesammt bereit, Uns mit Lichte nicht erfüllet, Oeffne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, thun und dichten Unser Bitten, Flehn und Singen Mußt du selbst in uns verrichten.. Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer. 172. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 173. 213 172. Mel. 1. Thut mir auf die schöne Pforte, Führet mich in Zion ein! Ach, wie wird an diesem Orte Meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, Hier ist lauter Trost und Licht. Herr, ich bin zu dir gekommen, Komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, Ist der Himmel auch mit dir. Zieh zu meinem Herzen ein, Laß es recht dein Tempel sein. 347: * S Laß in Furcht mich vor dich treten; Heil ge du Leib, Seel' und Geist, Daß mein S Singen und mein Beten Dir ein lieblich Opfer heißt; 173. Hallelujah, schöner Morgen, Schöner als man denken mag! Heute fühl' ich keine Sorgen; * das ist ein lieber Tag, Der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut — zer Ruhetag der Seelen! Sonntag, der voll Lichtes ist! Heller Tag in dunklen Höhlen! Zeit, die du geheiligt bist! A den voller Seligkeit, hr vertreibt mir alles Leid. ich wie schmeck' ich Gottes Güte — echt als einen Morgenthau, — er da labet mein Gemüthe Auf des Vaters grüner Au! Da hat wohl die Morgenstund' Edlen Schatz und Gold im Mund. Mel. 101: 2 7 g S 2 O Jerusalem, du schöne. Heilige mir Mund und Ohr, Zieh' das Herz zu dir empor. 4. Gib Erleuchtung dem Verstande, Daß dein Wort mir werd' erhellt. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Saatkorn auf mich fällt Pflanz' es tief dem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk' in mir den schwachen Glauben; Laß dein theures Kleinod mir Nimmer aus dem Herzen rauben; Halte stets dein Wort mir für, Daß es sei der Morgenstern, Der mich führt zu dir, dem Herrn. Benj. Schmolck. Werde Licht, du Volk der Heiden. 4. Ruhet nun, ihr Weltgeschäfte! Heute gilt's ein andres Thun; Denn ich brauch' all' meine Kräfte In dem höchsten Gott zu ruhn. Heut' schickt keine Arbeit sich Als nur Gottes Werk für mich. „Ich will in der Andacht Stille 0 voller Freude sein; Denn da sammle ich die Fülle Höchster Lebensgüter ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen, Gib zu* Worte Lust, Laß mich Lehr und Trost ge⸗ Und bereite meine Brust,[winnen Daß mir deines Wor tes Schall Tief im Herzen wiederhall'. 21 174. — Lieder über Sonntag egne deiner Knechte Lehren, effne selber ihren Mund; Mach' mit Allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man dir fleht und singt, Solches dir ins Herze dringt. 8. Gib, daß**. 9 beschließe, gne, pf flanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, Bis ich einst an jenem Tag Ewig Sabbath halten mag. Jon. Krause. Joachim Neander. — — — 2— E 1 Gott ist ge⸗ gen ⸗ wär ⸗ tig: Las⸗set uns an⸗ Gott ist in der Mit ⸗ te: Al⸗les in uns ten Und in Ehr⸗furcht vor 2 tre ⸗ in- nigst vor ihm i⸗ ge Und sich 1 ten! beu ⸗ ge! 2 1 ieder über Sonntag und Gottesdienst. 2 11160 . 0 —— e f 1 0 1 1 eee Gebt das Herz ihm wie- der! 110 40 0 2. Gott ist gegenwärtig, 5. Luft, die Alles füllet, Dem die Cherubinen Drin wir immer schweben, Tag— Nacht gebeuget dienen. Aller Dinge Grund und Leben, Heilig, heilig, heilig! Meer ohn' Grund und Ende, 1 Sing— dir zur Ehre Wunder aller Wunder, 1 Aller Engel hohe Chöre. Ich senk' mich in dich hinunter! Herr, vernimm Ich in dir, 1 Unsre Stimm', Du in mir! 1 0 Wenn auch wir Geringen Laß mich ganz verschr e 1 f lnsre Opfer bringen. Dich nur sehn und finden! 1 0 8. Wir entsagen willig 6. Du durchdringest Alles! 4 Allen Eitelkeiten, Komm mit dei nem Lichte 0 Aller Erdenlust ns Freuden. Zu berühren mein Gesichte! 1 10 Da liegt unser Wille Wie die zarten Blumen 6 Seele, Leib und L eben llig sich entfalten Dir zum Eigenthum ergeben. Und der Sonne stille halten: Du allein Laß mich so, Sollst es sein, Still und froh, Gott der Himmelsheere! Deine Strahlen fassen Dir gebührt die Ehre! Und dich wirken lassen! 4. Maje 7— esen, 7 lache mich einfältig, 0 Mach ich recht dich preisen Innig, abgeschieden, Und im enten Dienst erweisen! Sanft und still in deinem Frieden: Möcht' ich wie die Engel Mach' mich rein— Herzens, 50 Immer vor dir stehen J Daß ich deine Klarheit Und dich gegenwärtig sehen! Schauen mag in Geist und Wahr Laß mich dir Laß mein Herz lheit Für und für Himmelwärts„ Iso Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in Allem! Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben! 216 175. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 176. 8. Komm, in mir zu wohnen, Laß mein Herz auf Erden Dir ein Heiligthum noch werden! Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich stets dich lieb' und ehre! 175. Die Gnade sei mit Allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu'; Und wenn uns je will grauen, So bleibt's: der Herr ist treu. „Wird unsre Noth auch größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! — * Wo ich geh', Wo ich steh', Laß mich dein gedenken, Mich in dich versenken! Gerhard Tersteegen. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Sie flößet zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt; Der Herr hat eine Gnade, Die über Alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut Das in den schwersten Stunden Die größten Thaten thut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit Allen! Die Gnade sei mit mir! Phil. Frdr. Hiller. 171¹. 0 1 1. Got- tes 0 ru⸗ he, S ab ⸗ un 8 Him⸗mels⸗thron! Br f 0 ing' uns rei- ner 176. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. sin⸗gen, Gläu⸗big be ⸗ En, f uns der Welt ent⸗schwin⸗gen. — ö 1 1 1 1 42 0 —— — p — 8 = ade himmlisch unsre Seelen, Dämpfe jede Leidenschaft; —.— uns Erdensorgen quälen, Geist des Herrn, so gib uns Kraft, Wahrheit, Leben, Licht und Stärke, Hinzuschaun auf Gottes Werke. 8. Zieh' des Zweifels dunkle Wolke Von dem Geistesaug' zurück! desu, schenke deinem 2 olke In dein Leiden einen Blick, Daß wir mit zu Grabe gehen Und im Geist mit dir erstehen. 4. Laß in heiligen Gesängen Uns verkünden deinen Ruhm; Laß sich keinen Irrthum m engen In dein Evan igelium. Salbe, Herr, mit Geist den Lehrer, Offne Ohren gib dem Hörer. 5. Laß uns als des Himmels Erben Gläubig deinem M ahle nahn; Keiner müsse zum Verderben Deinen Leib, dein Blut empfahn! Die da schlafen, Herr, erwec Die da widerstehn, erf schrecke! 6. Tröste, die mit schwerem Herzen, Herr, vor dir im Tempel stehn; Sieh' herab auf ihre Schmerzen Und der stummen Blicke Flehn; Wittwen, Waisen, Arme tröste, Gottes Sohn, der sie erlöste! 7. Wenn wir unsre Händ' erheben Für das liebe Vaterland, Für der treuen Bürger Leben, Für die Werke deiner Hand Und für Jesu Christi Glieder Sende dann Erhörung W 8. Wenn wir seufzen, wenn wir beten Für des kranken Bruders Qual, Der mit bangen Seelennöthen Schaut hinab ins Todesthal: Ach, so laß auf unser Flehen Seine Qual vorübergehen! Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 9. Laß uns Alle hingelangen Wo wir, frei von Schmerz und Hin zu dir, o Lebensfürst, Mängeln, Wo du von der Deinen Wangen. Sabbath feiern mit den Engeln. Alle Thränen trocknen wirst, Chr. Fr. Dan. Schubart. 1. Je⸗ho⸗vah, Je ho-vah, Je- ho- vah, dei⸗ nem 9—— 1 . 7 9 A⸗ 2 F—— 1 0 men! Bis einst der Tem ⸗pel die⸗ser Welt Auf dein Wort in Soll in un 8 ern Hal- len Das Heilig, Heilig, 1 . 178. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 219 len. Hal⸗le⸗lu⸗jah! Hal⸗le⸗lu⸗ jah! 2. Jehovah, Jehovah, Jehovah, deinem Namen Sei Weisheit, Stärk' und Kraft! Amen! Amen! 1 Sind wir erlös't einst ewig dein, Wird im Himmel voll und rein 40 Von den Selen alle ee Von den Sel gen allen a Das Heilig, Heilig, Heilig erschallen. V. 1 von Gottl. Konr. Pfeffel. 1 Hallelujah! Hallelujah! Psalm 84. 1. Wie lieb⸗ lich ist das Haus des Herrn! In dei⸗nem Vor⸗hof weil' ich gern, Le- bend'ger Gott, du 220 178. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 5———. DE———. ˙. 3—r———— ——— i————— 2 0 7 0 mein Ver⸗ lan- gen: Da stär⸗ ket neu dein 5 . N S 1 2 0 1 0 f 0 0 N 1 * f 1 2— E 7 2 9— 5— 1—— . 2— 2 1—— f ö— 5 1 0 0 0— Wort mein Herz, Da hebt dein Lob mich him⸗ mel⸗wärts, Ich ö 4 — 22— E— — 15—— — B. ä——— EF i' — r g darf den Kelch des Heils em- pfan= gen! Wie ö 0 ö 5 12 — ö sich die Schwalb' an- bau et hier, Haus Got ⸗ tes, 1 4 3. 5—ñ—— — f E— * 2 2. 1 N — O selig, wer auf Gott vertraut Und stets empor zum Himmel * 8 schaut, Derweil er geht durchs Thal der — Thränen! Wo keinen Ausweg er erblickt, Da fühlt er sich von Gott erquickt, . Sein Hoffen ist kein leeres 8 Wähnen, Ihm wächst die Kraft, so lang er geht, Bis er vor Gott auf Zion steht. Hor mein Gebet, Herr Zebaoth, Vernimm mein Flehn, o starker Gott, Laß mir dein gnädig Antlitz scheinen! Ein Tag im Haus, wo man dich ehrt, 179. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du König deiner Christenl heit, da Hirte deiner Heerde! u siehst auf die erlöste Welt, Negiers sie, wie es dir gefällt, Sorgst, daß sie selig werde. Jon dir Sind wir Auch erwählet, Zugezählet Ten Erlösten, Die du segnen willst und trösten. Ist mehr als tausende sonst werth, Und darf ich mich mit dir vereinen, So laß ich gern die stolze Welt, Wie laut sie ihren Festtag hält. 4. Du Gott, bist Sonn' und Schild zugleich, An Hilfe, Schutz und Segen reich, Ein Gott, der Gnad' und Ehre gibet. Was nur des Frommen Herz begehrt, Das wird ihm gern von dir gewährt; Du segnest Jeden, der dich liebet. Wie selig ist, wer auf dich baut Und deiner Macht und Gnade traut! Nach Psalm 84. Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein. 2. O wohl dem Volke, das du liebst Und dem du treue Hirten gibst, Die es zum Himmel führen, Und die voll Eifer, Geist und Kraft, Voll göttlich tiefer Wissenschaft Das Herz der Sünder rühren! Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Und die Heerden Mit den Hirten selig werden! 222 180. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm vertraun, Durch Lehr' und Leben zu erbaun, Gib Weisheit ihm und Kräfte! Lehr' ihn, Hilf ihm Thun und leiden, Dulden, streiten, Beten, 8 Selig sich und uns zu machen! 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Freuden hun; Nichts sei, das ihn betrübe! Wenneruns deine Wahrheitlehrt, Gib uns ein Herz, das willig hört, Ein Herz voll treuer Li ebel Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Laß ihn sein Amt mit F Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wann ein er Tag er⸗ scheint, Laß ihn als unsrer Seelen Freund Uns dir entgegen führen! Du ha st die Seelen all' gezählt, Du willst es nicht, daß eine fehlt, Lillst keine je— st dein groß 1 Jesu, Hilf du! Ne ich' die Hände, Daß am Ende Hirt und Heerde Treu vor dir erfunden werde! 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn: Du kommst im Namen unsers In Jesu Christi Namen.[Herrn, O Hirte, nimm uns bei der Hand, Führ' uns zum ew gen Vaterland! Gott mit dir! Amen! Amen! Mit dir Gehn wir Wie durch Freuden So durch Leiden Ju dem Leben, Das uns Jesus dort will geben. Joh. Dan. Karl Bickel. Friedr. Silcher. sollst mir sten Chri⸗sten bei⸗ a hei⸗ ig, Ein Fest⸗tag mei⸗ ner See ⸗ le sein.. 1004 lig Will ich den Tag der Ru-he weihn. Weit 11064 ——— 5—— i f ö 2 ö ö 1 soll mein Geist sich schwin- gen! Froh feir' ich mit der 1 1— 1 ö ö Christen⸗heit Den Fest-tag der Unssterb-lich keit. — 224 181. 2. D Lieder über Sonn geweihten Orte Stimme mir; M An diesem Gott Erschallt der Gnade Ich höre, Jesu, deine Worte, Und stille seufzt mein Herz zu dir. Da wirst du Lehrer mir und Tröster, Da kann ich mich, ich, dein Erlöster, Weltheiland! deiner Liebe freun, Da lern' ich dir 2 sein. Die Schriften Gottes st ll zu lesen Ist heut' mein Glüc und meine Pflicht. allweises Wesen, Verwürf' ich deine en Unterricht! Nein, nein! Miteinfalt deer Seele Erforsch' ich, Vater, die Befehle, Die lauter Licht und 3 sind, Mit Dank und Demuth als ein Kin d. Wie blind wär' ich, 181. „Seelenfreund der D . der Gerechtigket, Wandelnd unter den Gemeinen, Die zu deinem Dienst bereit: Kommzu uns wir sind beisammen, G ieß e rr Geistesflammen, Gieße Licht und Leben aus Ueber dieß dein Gotteshaus. Komm, belebe alle Glieder, Du, der Kirche heilig Haupt; Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt. Komm, entdeck' uns in der Klarheit Gottes Herz voll Snad' und Wahr⸗ Laß ß uns fühlen allzugleich:(heit! Ich bin mitten unter euch!“ Mel. 202: Deinen, N „ Laß das Herz zu dir sich kehren, O du Glanz der Ewigkeit, Laß uns innigst nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut! esdi E80 tag und Got enst. 4. Und ferne soll von meinem Munde Heut' jede eitle Rede sein! Nein, keine Gott bestimmte Stunde Will ich dem Tand der Erde weihn Ich will zu Leidenden heut' eilen, Schmerz zu theil Mit ihnen ihren en; Denn Gottesdienst ist Gutes thun Und von der Müh' des Eiteln ruhn, 5. O Tag des Herrn, du Tag der Wonne, ür mein Herz. zebenssonne, sich himm l wär Gott, segne meine Andachtsst ile! Erfüll' mit deines Geistes Mit deines Angesi—— 2 15 Mich heut', oJesuscChrist 3, ganzl oh. Kasp. 2 f. 1 8 de DuTag des Segens fü Bestrahle mich, b L So hebt mein Geist Füll le, Einem b nur sollt ihr dienen. eßen dein Licht und Leben fli in Alle sich ergießen! Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Komm, o Herr, in jede Seele! Laß sie deine Wohnung sein, aß d 1 2 Y i S 8 Daß dir einst nicht eine sehle N 8 27 1 In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich mit einander haben! Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern d 5 W von dir uns zugeflossen, 3 Geist und Leben sein; as die Seele hat genossen, Maß sie gerecht und rein! dich! Komm, o Jesu, uns zu seguen, Jedem adi zu begegnen Daß in ew'ger Lieb' und Treu Jedes dir verbunden sei! Mich. Hah hn. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 183. 182. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. 1. O wie freun wir uns der Stunde, 4. Oeffne selbst uns das Verständniß, Da wir dir, Herr Jesu, nahn, Wie den Jüngern du gethan; Um aus deinem heil'gen Munde Zur lebendigen Erkenntniß Lebensworte zu empfahn! Trag' die Fackel du voran! Laß uns—— nicht vergebens Licht der Welt, das 8 ver⸗ Hörer deines Wortes sein, scheuchte Schreibe selbst das Wort des Manche dichte Finsterniß, Tief in unsre Herzen ein. Lebens Licht der Welt, auch uns erleuchtel n„ Denn im Licht geht man gewiß. 1 8 5. 2 2 aber auch das Feuer Sieh, wir hören deiner sußen Deiner Liebe in das Herz, Rede heilsbegierig zu Daß an dir wir immer treuer 0 N e Hangen unter Freud'undSchmerz. Lehr' uns, wie wir seli den; 1 hr, uns, wie wir selig werden: Keine Last sei uns beschwerlich, — er r r Zeit, Die von dir uns aufgelegt; Die 3 e 2 * kurze Zeit auf Erden,, Alles sei uns leicht entbehrlich, Nützen für die Ewigkeit! Was mit dir sich nicht 5 3. Lehr' uns, wie wir dem* 6. Nun so lege Licht und Liebe, Durch der Gnade Kraft entgehr Kraft und Feuer auf dein Wort; Wie wir, eh' wir leiblich sterben, Laß es mit lebend'gem Triebe Wahrhaft geistlich auferstehn, In uns wirken fort und fort! Und nach deinem Wohlgefallen Hilf uns, daß wir treu bewahren, Denken, reden, leiden, thun, Was wir in das Herz gefaßt, Graden Weges dahin wallen, Und laß Andre auch erfahren, Wo wir nach der Arbeit ruhn. Daß du Lebensworte hast. K. J. Phil. Spitta. Hs. Georg Nägeli. Ta⸗ ge, Gesschenk aus Got⸗tes 226 183. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 1 m/x 2—.—— 1*——— ———. 22 2 2 2 2 Fb fn Hand, Mit je ⸗ dem Glocken- schla- ge Bringst du ein 4 4 1 — 2 2 f 2— 2—— 3—— 2 2 1* r. 72 9 3—— ——.— 1 SSD * 1 1 4 N 5 2 J. 2 11 10 E 5— Zan 1— — 2—.—. 55* 7 7 a 55. Se⸗ gens ⸗ 1 Du Tag voll Licht und Son ⸗ ne, Der eee eee a 2 2 e ————z—ͤ— f 1 2 2— f 7 2 Gott ge⸗ hört al ⸗ lein, Du Mor⸗gen vol⸗ler Won⸗ ne Sollst 9 ö * will⸗kom⸗ men sein! 2 0 2 184. Lieder über Sonntag und Gottesdienst. 227 2. Herr Jesu, deinen Namen Mit Feur⸗ und Flammenzungen, Sprech' ich anbetend aus, Mit Sturm und Windgebraus, Und freudig sage Amen Und ist nicht mehr verklungen ö Dazu dieß ganze Haus. Seitdem in deinem Haus. Du bist der Mund der Wahrheit, 5. Run laß vom Himmel fallen Du bist des Lichtes Quell; Den frischen Gnadenthau, Von deiner stillen Klarheit Nun fülle deine Hallen, Wird dieser Tag so hell. Laß grünen Feld und Au'! 3. Das ist die schönste Stunde, Laß jedes Herz erkennen Da du bist aufgewacht; Dein Werk und deinen Ruhm, Da hat die bessre Kunde Laß jeden Leuchter brennen Das Morgenroth gebracht. In deinem Heiligthum. Davon muß jeder Kummer 6. Herr, sieh mit Wohlgefallen Und jede Angst vergehn, Aus jedem Todesschlummer Das ferf Das Leben auferstehn. Heut' auf dein Volk herab; Herr, neige dich zu Allen Mit deinem Hirtenstab. 4. Das ist der große Morgen, Heut' soll es allerorten, Da sich der Geist genaht, Daß Jeder lesen mag, Mit deiner Kraft verborgen Geschrieben stehn mit Worten: Zu deinen Jüngern trat, Geheiligt sei dein Tag! Christ. Rud. Heinr. Puchta. 1 184. Konr. Kocher. 2 f. 5 Pn 4————— .— 2——— 1 1 r ö ö 10 1 1 Treu⸗er Hei⸗land, wir sind hier In der An⸗0dacht [ AUns⸗re Sin- ne und Be⸗gier Len⸗ ke sanft dein 221 2 —— —— 1 Dei⸗ nes Wor⸗tes hel⸗ ler Schein Strahl' in b ö 1 0 1 Lieder über Sonntag und Gottesdienst. —— 1—— 2—— v— —— 1————— 1 1 gen un⸗ser Herz hin- ein, Uns mit Licht er⸗ fül- le! 315 5 . ̃˙˖ 9 652 2— 2 2 f 1 Pe 8 58 2 ö A— 1 f K 0 2 88 75 o Jesu, bei uns ein, Komm in unsre Mitte! Wollest unser Lehrer sein! Hör' der Sehnsucht Bitte! Deines Wortes stille Kraft, Sie, die neue Menschen schafft, Bilde Herz und Sitte! „Von dir lernen möchten wir Deiner Sanftmuth Milde, Möchten ähnlich werden dir, Deinem Demuthsbilde, Deiner stillen Thätigkeit, Deiner armen Niedrigkeit, Deines Wohlthuns Milde. 58 4. Zeige deines Wortes Kraft An uns armen Wesen! Zeige, wie es neu uns schafft, Kranke macht genesen! Jesu, dein allmächtig Wort Fahr' in uns zu siegen fort, Bis wir ganz genesen! .O wie selig ist es, dir Kindlich zu vertrauen! Unerschüttert können wir, Fels, auf dich nur bauen. Herr, wir glauben in der Zeit, Bis die sel'ge Ewigkeit Uns erhebt zum Schauen. Christ. Heinr. Zeller. Christian Gregor. 8 8 e un 2 Herm Je ⸗ f Chri⸗ Die Gna ⸗ de ö .. 2 75—— 8 S 5 8—— 5 2——. 0— 0 1 a 1 g— — 1 2 — 3 2— S 1— Nr f U sti 100 di e Lieder über das Wort Gottes. heil'⸗gen Gei— stes sei mit uns — ö— Al ⸗ len! A C. Lieder über das Wort Gottes. 186. 1. Theures Wort aus Gottes Munde, Mel. 40: Gott Das mir Himmelsfrüchte trägt, Dich allein hab' ich zum Grunde Meiner Seligkeit gelegt. — dir treff ich Alles an, 5 Was zu Gott mich führen kann. 2. Du, mein Licht auf dieser Erden, Willst mein bester Führer sein. Laß mich täglich weiser werden, Daß dein heller Gnadenschein Mir bis in die Seele dringt Und die Frucht des Lebens bringt! 3. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Oeffne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geist hier recht erwägt, Welche Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt. des Himmels und der Erden. 4. Gib dem Samen einen Acker, Der die Frucht nicht schuldig bleibt! Mache mir die Augen wacker, Und was hier dein Finger schreibt, Präge meinem Herzen ein, Laß den Zweifel ferne sein! 5. Was ich lese, laß mich merken, Was du sagest, laß mich thun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 6. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach dieser Richtschnur gehn! Was ich hier zum Grunde lege, Müsse wie ein Felsen stehn, 230 187. Lieder über das Wort Gottes. Daß mein Geist auch Rath und] Drücke deines Geistes Siegel In den größten Nöthen hat. That] Kräftig in mein Herz hinein, 7. Laß dein Wort mir stets ein Daß ich fest im Glauben steh', Bis ich dort zum Schauen geh' Benj. Schmolck. Spiegel, Jesu, deines Vorbilds sein! 1715. 12 — 1 1— ö 1 ö Wort aus Gottes Mun de, Wort vom Frie⸗dens⸗bun ⸗ de, 1.15 F 1 Brunnquell ew'-ger 8 den, Trost 2*.* 8 8 E⸗ van ⸗ge⸗ li⸗ um! 2 ser höc b. ster Ruhm! Got⸗tes⸗ kraft,* Glau- ben schafft, Fro⸗ 4 2 1 E — 2. Was sein höchster Wille ö In der Gnaden Fülle Gottes Rath Vor der Welt versehn Wird nun zur That, Was der Opfer Schatten Ist in Jesu Ja und Amen; Vorgebildet hatten, Preis sei seinem Namen! Das ist nun gef— 3 4. — 188. Lieder über das Wort Gottes. „Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet Alle Sünd' und Schuld. Jesus ist gestorben, Er hat uns erworben Alle Gnad' und Huld. Jesus thront Bei Gott und lohnt Allen, die sich ihm ergeben, Nun mit ew'gem Leben. Uns in Sünden Todten Hachen Jesu Boten Dieses Leben kund. Hehr und lieblich klinget, Geist und Herz durchdringet, Was uns sagt ihr Mund. Aller Welt Wird vorgestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß sie sich bekehre. Kommt, gebeugte Herzen, Die in bittern Schmerzen Das Gesetz zerschlug! Kommt zu dessen Gnaden, Der, für euch beladen, 188. Mel. 161: Herr, dein Wort, die edle Gabe, Dies sen Schatz erhalte mir! Denn ich zieh' es aller Habe Und dem größten Reichthum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll * gelten, Worauf soll der Glaube ruhn? Mirist s nicht um tausend Welten, Aber um dein Wort zu thun. Alle Schmerzen trug! Jesu Blut Stärkt euren Muth. Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. .Dieser Grund bestehet; Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Unerschüttert sein. Auch will ich Nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Treu dem Worte leben. „Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke; Stehe du mir bei! Nichts soll uns nun scheiden; Hilf, daß auch mein Leiden Deinem ähnlich sei! Laß auch mich Dereinst auf dich Als ein Kind, mit dir zu erben, Froh und gläubig sterben! Heinr. Corn. Hecker. Herz und Herz vereint zusammen. 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, Daß ich mög' in deinem Namen Fest bei deinem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sitzen, wie Maria that. Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. —— 232 189. Lieder über das Wort Gottes. Heinr. Egli. * 9 2. Dein Wort ist wahr: Laß immerdar Mich seine Kräfte schmecken! Laß keinen Spott, O Herr, mein Gott, Mich von dem Glauben schrecken! 3. Wo hätt' ich Licht, Wofern mich nicht Dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Verstünd' ich nie, Wie ich dich würdig ehrte. mf ö N ö 0 7 4 12 e 22 e e .———v.——— 9— 5 f D f 9 7 0 f 5 1— 1 a. f 7— 2— 0„ 1 2 E E 2. 0 ö N ö ö mei⸗ ne See ⸗ le trau ⸗ en. Ich wand⸗ le hier, Mein ö 1 1 e b——— —————— 3 0 1 0 2 0 g 0 n 1 —— —. 7 2 f. 1 2 7 U ö 1 1 1 2* ö Gott, vor dir Im Glau⸗ben, nicht im Schau- en. Inu e 4— ö 2—. 0 9 2 E S. ⁰ r F ————— b F 8 4. Dein Wort erklärt Der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben; Daß diese Zeit Zur Ewigkeit Mir sei von dir gegeben. 5. Den ew'gen Rath, Die Missethat Der Sünder zu versühnen, Den kennt' ich nicht, Wär' mir dieß Licht l Nicht durch dein Wort erschienen. 190. Lieder über das Wort Gottes. 191. 233 Durch meine Müh' Vermag ich's nie, Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dieß Wort; Denn du hast's uns gegeben! Es sei mein Theil, 1 Es sei mir Heil 10 Und Kraft zum ew'gen Leben! 17 Chr. F. Gellert. 0 6. Nun darf mein Herz In Reu' und Schmerz Der Sünden nicht verzagen. Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist Im Glauben: Vater! sagen. „Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte. 190. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. Walte⸗ walte nah und fern, Und durch seine heil'ge Kraft algewaltig Wort des Herrn, Wollen und Vollbringen schafft: Wo nur seiner Allmacht Ruf 5. Wort des Lebens, stark und rein, 4 3 Menschen für den Himmel schuf! 2. Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält Und aus seinem Schooß herab Seinen Sohn zum Heil ihr gab; Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heil'gen Todes That Ewig weggenommen hat; 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist S 191. Alle Völker harren dein; Walte fort, bis aus der Nacht Alle Welt zum Tag erwacht! 6. Auf zur Ernt' in alle Welt! Weithin wogt das weiße Feld; Klein ist noch der Schnitter Zahl, Viel der Arbeit überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, Wirk zum Werke Lust und Muth 1 Laß die Völker allzumal Schauen deines Lichtes Strahll Jon. Fr. Bahnmayer. Mel. 98: Wir singen dir, Immannel. 1. Nun geh' uns auf, du Morgenstern, Du seligmachend Wort des Herrn, Du Pfand des Heils, das uns im Sohn Der Vater gab von seinem Thron! Ba 2. Bereitet ist für dich die Bahn, Die Herzen sind dir aufgethan; Wir sehnen uns nach deinem Licht Und seufzen: Herr, versäum' uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, Mach' unsre Glaubensaugen hell, Daß wir die Wege Gottes sehn Und in der Welt nicht irre gehn. 234 192. Lieder über das Wort Gottes. 1 4. Du Wort der Buße, füll' das Herz Uns an mit tiefem Reueschmerz, Daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh' uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, O bring' uns Botschaft fort und fort Von ihm, der für uns litt und starb Und uns Gerechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, Daß wir, der Eitelkeit entrafft, Im gnädig dargebotnen Heil Ergreifen unser ew'ges Theil. 7. So geh' uns auf, du Gottesglanz, Durchdring' uns und verklär' uns ganz, Du Wort, das noch in Kraft besteht, Wenn Erd' und Himmel untergeht. 192. Wort des Lebens, lautre Quelle, Die vom Himmel sich ergießt, Lebenskräfte gibst du Jedem, Der dir Geist und Herz erschließt; Der sich wie die welke Blume, Die der Sonnenbrand gebleicht, Dürstend von dem dürren Lande Zu der Quelle nieder neigt. „Ohne dich, was ist die Erde? Ein beschränktes, finstres Thal. Ohne dich, was ist der Himmel? Ein verschloßner Freudensaal. Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter, finstrer Tod. Ohne dich, was ist das Sterben? Nachtgraun ohne Morgenroth. „Wort des Lebens, du erleuchtest, Doch erwärmst du auch zugleich; Eine Hölle offenbarst du, Aber auch ein Himmelreich. Jul. Sturm. Mel. 222: Kehre wieder. Furchtbar schreckest du den Sünder Aus der dumpfen, trägen Ruh; Doch mit Liebe deckst du wieder Jedes Büßers Fehle zu. 4. Einen Richter lehrst du fürchten, Der mit rechter Wage wägt; Doch auch einen Vater lieben, Der mit Langmuth Alle trägt, Einen Gott, der den geliebten Ein'gen Sohn zum Opfer gib, Der an ihm die Sünde richtet Und in ihm die Sünder liebt 5. Wort des Lebens, wer dich höre Dem versprichst du ew' ges Hel! Doch nur dem, der dich bewahre Wird das Kleinod einst zu Thel. Nun so will ich dich bewahrt Schwert des Geistes, Gottes Won. Hilf mir hier auf Erden streiten Und die Kron erwerben dot Carl Joh. Phil. Spit. 193. Taufe und Konfirmation. 235 D. Taufe und Ronsirmation. 193. 1 Heinr. Egli. PNA——— „550000 r ö 1 1 1 0 Ich 1 ge ⸗ tauft auf W Na⸗men, Gott Und so It Al ⸗ les Ja und A⸗ men, Was 8—+ N———— ———— 2 E E—..— 1 0. F 1 Vater, Sohn und heil'⸗ ger Geist* 25 mir dein theu⸗ res Wort ver⸗ heißt. Ich bin in Chri⸗-stum ö ö ö ö .— 2—— ö* 8 5— F— E——— —— 8 A. 2— 4— 1 0 1 5 2 — E 1— 2—— 1— ein ge ⸗ senkt, Er hat mir sei nen Geist ge ⸗ schenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Noth und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. Taufe und Konfirmation. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Liebe, Gehorsam zugesagt und Treu'; Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei; Dem Dienst der Sünde sagt' ich ab, Da ich mich dir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt ewig dieser Bund bestehn. Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn! Und hab' ich einen Fall gethan, So nimm dein Kind zu Gnaden an! 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel' und Geist zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue Und bilde mich nach deinem Sinn! Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen thut! 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott, Vater, Sohn und heil'ger Geist! Halt' mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt! So leb' ich dir, so sterb' ich dir, So lob' ich dort dich für und für! J. J. Rambach. 194. Mel. 171: Liebster Jesu, wir find hier, dich. 1. Liebster Jesu, wir sind hier, Deinem Worte nachzuleben; Dieses Kindlein kommt zu dir, Weil du den Befehl gegeben: Laßt die Kindlein zu mir kommen! Und dein Arm sie aufgenommen. 2. Ja, es schallet allermeist Dieses Wort in unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist Nicht zuvor ist neugeboren, Wird von dir nicht aufgenommen, Wird in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir: Nimm dieß Pfand von unsern Armen; Tritt mit deinem Glanz herfin Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an Haupt, mach' es zu deinem Gliede Himmelsweg, zeig' ihm die Bahn Friedefürst, sei du sein Friede Weinstock, hilf, daß diese Rebe Auch im Glauben dich umgeben Benj. Schmoll. 5 Konrad Kocher. Hört, was zu 2 — der Herr, weil — nen ge — — et nicht Den gu⸗ ten s⸗ f ben! — EZ Den Mei ruft 7 ben!“ So la 2 8 7 richt: — N 5 Wẽ᷑ 5 ä — 1 0 ahrheit spri — 0 ö 0 — dem ihr euch euch der Mund der 1. Bleibt, Kin⸗der, bleibt! Ver ten, Hir 238 196. Taufe und Konfirmation. 2. Er hat's gehört, als ihr gesagt: „Ich glaube, Herr, und will dich ewig lieben!“ Er war zugegen, als man euch gefragt, Und hat das Jawort in sein Buch geschrieben. Er weiß um Alles, was man euch gelehrt; Er hat's gehört! 3. So bleibt nun, bleibt in Ewigkeit! Von seiner Liebe soll euch nichts mehr scheiden. Der Freuden Fülle ist für euch bereit; Die aber weichen, müssen ewig leiden. O selig, wer sich willig ihm verschreibt! Bleibt, Kinder, bleibt! Ernst Gottl. Woltersdorf. 196. Mel. 100: Dieß ist der Tag, den Gott gemacht. 1. Im Namen des Herrn JesucChrist, Der seiner Kirche König ist, Nimmt seiner Gläubigen Gemein' Euch jetzt in ihre Mitte ein; 2. Mit uns in Einem Bund zu stehn, Ihm treu und standhaft nachzu⸗ gehn, Zu nehmen Theil an seinem Leid, An seiner ew'gen Herrlichkeit. 3. Er bietet euch den Friedensgruß Zu seines heil'gen Mahls Genuß, Das euch ein Siegel seiner Treu Und unserer Gemeinschaft sei! „Wir reichen euch dazu die Hand. Der Herr, dem euer Herz bekannt, Laß euern Gang in der Gemein, Euch Seligkeit, ihm Freude sein! „DerGott des Friedens heil ge euch Seid sein, dient ihm in seinem Rege z a Seel Sorgt, daß ihm Geist— 920 Auf seinen Tag unsträflich bleib Heinr. Bruiningl. Taufe und Konfirmation. 198. 239 197. Mel. 344: Jesus, meine Zuversicht. 1. Ewig, ewig bin ich dein, IJ ho Theuer dir, mein Gott, erkaufet, Bin auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Dessen soll mein Herz sich freun: Ewig, ewig bin ich dein! „Welch' ein göttlicher Gewinn, Daß ich durch der Taufe Gabe Nun dein Kind und Erbe bin, Daß ich dich zum Vater habe! Deine Gnade macht mich rein: Ewig, Vater, bin ich dein. Ich, ein Sünder von Natur, Ich, Gefallner, soll auf Erden Eine neue Kreatur, Soll, o Gott, dir ähnlich werden! Heilig, heilig will ich sein! Jesus und sein Geist ist mein. „Ich versprach's, gelob' es noch, Brach zwar oft den Bund der Taufe, Kämpfte schon und wurde doch Schwach im Kampf und matt im 0 E — Dennoch will mein Jesus mein, Gott will noch mein Vater sein! 5. Das ist, Gott, dein Bund mit mir; Gnädig hast du mir verheißen, Mich soll keine Macht von dir, Keine Sünde von dir reißen! Gott, mein Gott, ich will nur dein, Dein und meines Jesu sein! 6. Wachen will ich, flehn um Kraft, Daß ich stets auf Gottes Wege Heilig und gewissenhaft Und im Glauben wandeln möge! Er wird mir die Kraft verleihn, Treu bis in den Tod zu sein. Höre mich, denn ich bin dein, Theuer dir, mein Gott, erkaufet, Bin auf dich, um dein zu sein, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Ewig, ewig laß mich dein, Ewig laß mich selig sein! Joh. Andr. Cramer. 2 Laufe; 198. Heinr. Egli. N 1 l a U . 2*———— ——„55 1. Er hör', o Gott, das hei⸗ße Flehn Der 240 198. Taufe und Konfirmation. Kin⸗der, die hier vor dir stehn!*. bar⸗mend blick auf ö 6 S 2 j 5——.— —. 3—— 0 U 2 E ——ůöÄ—rL.42 S —— E——— 6 12 0 6—— 1. RAA MN FA a f i sie her⸗ nie ⸗ der; Denn dein sind f. sind Je ⸗su — 1 2. 2 — 4 g 2 2 J 5 5 ————— — Glieder. Er⸗bar⸗me dich! Er⸗ bar⸗ me dich! S ee 2535 2 5. — 5— ä— 5 E*———— — 2. Gib ihnen deinen guten Geist, 4. Sie wandeln nch in dieser Welt, Den Segen, den dein Wort ver- Ach, der Verführung bloßgestelll heißt! Gott, du allein kannst f sie be⸗ Erfülle sie mit deinen Gaben, wahren: Laß Tröstung ihre Seele laben! Errette sie aus den Gefahren Erbarme dich! Erbarme dich! Bewahre sie! Bewahre sie! 3. Sie wollen, deiner sich zu freun, 5. Schenk ihnen Muth und Jubi Gott, ihren Bund mit dir er⸗ Laß des Gelübdes Heiligkeit lte neun; So stark, so tief ihr Herz durch Sie wollen feierlich geloben, dringen, Dich, Gott, zu lieben, dich zu Daß sie ihr Wollen treu vol, loben. bringen! Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! Ach, stärke sie! 199. Taufe und Konfirmation. 200. 241 6. So leite sie an deiner Hand Zu demnGelübd'auf deinenNamen! In jenes bessre Vaterland! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Laß sie, so lang sie hier noch Gott! wallen, 8. Auch uns laß jetzt mit Herz und Stets thun nach deinem Wohl⸗ Mund r ö gefallen! Mit dir erneuern unsern Bund 2 b 91 Ach 1. 7 5 7 1 ch, leite sie! Ach, leite sie! Ind einst vereint, wie wir dich . a 3 flehen, 2„Väter, Mütter, alle hier, Mit ihnen ein zum Himmel gehen! Wir flehn mit ihnen, Herr, zu dir! Erhör' uns, Gott! Erhör' uns, Dreieiniger, sprich du das Amen Gott! Elieser Gottl. Küster. 199. Mel. 63: Durch Trauern und durch Plagen. 1. Wie könnt' ich sein vergessen, Der noch zur letzten Stunde Der mein noch nie vergaß? Mir reicht die treue Hand, Kann ich die Lieb' ermessen, Daß mich kein Feind verwunde Dadurch mein Herz genas? Im Lauf zum Heimatland. Ich lag in bittern Schmerzen: 4. Er gibt zum heil'gen Pfande Er schafft mein Leben neu, Mir seinen Leib, sein Blut, Und stets quillt aus dem Herzen Hebt mich aus Nacht und Schande, Ihm neue Lieb' und Treu'! Füllt mich mit Himmelsmuth, 2 Wie sollt' ich ihn nicht lieben, Will selber in mir thronen Der mir so hold sich zeigt? Mit heil'gem Gnadenschein: Wie jemals ihn betrüben, Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, Der so zu mir sich neigt? In ihm nicht selig sein? Ex, der ans Kreuz erhoben, 5. Bei Freuden und bei Schmerzen Getragen meine Schmach, Durchleuchte mich dein Bild, Ruft er mir nicht von oben: Wie du, o Herz der Herzen, — folge du mir nach? Geblutet hast so mild: Ann will ich ewig lieben, Mein Lieben und mein Hoffen, Der mir aus Todesnacht, Mein Dulden weih' ich dir. Von meinem Schmerz getrieben, Laß mir die Heimat offen Unsterblichkeit gebracht, Und dein Herz für und für! Christ. Gottl. Kern. 200. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 1. Wir flehn um deine Gnade! 2. Wir flehn um deine Wahrheit nüchts sind wir ohne dich; In unsers Lebens Nacht Führ' uns auf deinem Pfade Durch dich nur wird uns Klarheit Und hilf uns mächtiglich! In unsern Geist gebracht. 16 242 201. Taufe und Konfirmation. 3. Wir flehn um deinen Frieden Zu jedem guten Werke In dieser Welt voll Angst; Stärk' jedes schwache Kind! Uns sei das Heil beschieden, 5. Wir flehn um deinen Segen Das du am Kreuz errangst![Zum großen Bundestag, 4. Wir flehn um deine Stärke, Daß wir auf allen Wegen Du weißt, wie schwach wir sind: Dir treulich folgen nach. Karl Aug. Döring 201. Mel 124: Marter Jesu, wer kann dein vergessen. 1. Eines wünsch' ich mir vor allem Andern, Eine Speise früh und spät; Selig läßt's im Thränenthal sich wandern, Wenn dieß Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu schauen, Der mit blut'gem Schweiß und Todesgrauen Auf sein Antlitz niedersank Und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hangend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen Meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsterniß gesessen, Trugest du mit mir Geduld, Hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, Eh' es auf des Hirten Ruf geachtet, Und mit theurem Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein: Sprich du darauf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein. Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir Alles thun und Alles lassen, In dir leben und in dir erblassen, Das sei bis zur letzten Stund' Unser Wandel, unser Bund! Alb. Aua Taufe und Konfirmation. 202. Ei ⸗ nem Herrn nur sollt ihr die⸗ nen, Der euch theu⸗er 1 Ihm nur, der auch euch er-⸗schie nen Und auf den ihr 1 1 1 1 3 g F N 5 2— 1 r 1 1 1 1 ö 1 f 1— ö J—4 ——— 1 5— 5 2 hat er ⸗ kauft, f seid ge⸗ tauft, Der den Bund mit euch* * 4⸗.—— 2— n 1— 2 ————— — 5 f U 2—— 131 b f 5——— 1, 1 2— 3——— 5—— 5 r——* f— 2 ann l Euch mit sei⸗ nem Kelch er- freu- et. Dient dem Herrn al⸗ r D—— S———— ——-——— 3— N 2 SSS — 5— E22 K E lein fort⸗ an, Zwei⸗en Nie⸗mand die ⸗ nen kann! 244 203. Taufe und Konfirmation. 2. 1. S D Dieß sein Wort sollt ihr bewahren, Immer hat es sich bewährt. Dann nur könnt ihr Heil erfahren, Dann wird Glück und Lust verklärt. Auch im Leiden ist beschieden Trost euch dann und Seelenfrieden. Eins im Vater und im Sohn Fühlt ihr hier den Himmel schon. Kehrt zum Herren immer wieder, Labt an seinem Mahl euch neu! O daß auch vom Himmel nieder Wir euch säh'n dem Heiland treu! Nirgend doch ist Ruh' zu finden, Wenn wir uns nicht ihm verbinden: In sich selber ist entzweit, zer nicht ganz dem Herrn sich weiht. .Das ist unsrer Inbrunst Flehen, Unser Segen über euch, Daß ihr mög't durchs Leben gehen Unsers Heilands Jüngern gleich. Laßt uns leben ihm und sterben Und die Seligkeit ererben, Die dort eines Jeden harrt, Der getreu erfunden ward! Abr. Eman. Fröhlich. 203. Mel. 278: Gott ist getreu. eid eingedenk!— O theure Kinderschaar Vergiß die Stunde nicht, Wẽ̃ o du gekniet am festlichen Altar Im heil'gen Morgenlicht, Wo fromm geneigt mit glüh'nden Wangen Den Segen du aufs Haupt empfangen; Seid eingedenk! 2. Seid eingedenk! Ein gut Bekenntniß klang Aus eurem Kindermund. Gott hat's gehört; o stehet lebenslang Auf diesem Felsengrund. Was ihr in göttlich schönen Stunden So laut bezeugt, so tief empfunden, Seid eingedenk! 203. Taufe und Konfirmation. 245 3. Seid eingedenk, wie euch der gute Hirt So treu bei Namen rief, Daß keins hinfort, aus seiner Hut verirrt, Zur Wüste sich verlief; Er hat die Schäflein all' gezählet, O daß dereinst nicht eines fehlet! Seid eingedenk! 4. Seid eingedenk, wenn die Versuchung naht Und Welt und Sünde lockt, Wenn ungewiß auf blumenreichem Pfad Der Fuß des Pilgers stockt; Dann denkt, was ihr so fest gelobet, Dann sorgt, daß ihr die Treu' erprobet! Seid eingedenk! 5. Seid eingedenk, wenn in des Lebens Noth Die Freudensonne bleicht, Vom Angesicht, das heute frisch und roth, Des Kummers Zähre schleicht. Dann denkt: Ob all' dem Weltgetümmel Wohnt mir ein treuer Freund im Himmel! Seid eingedenk! 6. Seid eingedenk des hohen Vaterlands, Das eurer Wallfahrt Ziel; Verscherzet nicht den ew'gen Ehrenkranz Um Tand und Kinderspiel; Der Krone, die am Ziele blinket, Der Palme, die dem Sieger winket, Seid eingedenk! 7. Seid eingedenk! O großes Hirtenherz, Du hast sie dir erkauft; Du blutetest um sie im Todesschmerz, Auf dich sind sie getauft. Wir lassen sie in deinen Händen, Du wollst das gute Werk vollenden: Sei eingedenk! K. Gerok. 246 204. Abendmahlslieder. 205. E. Abendmahlslieder. 204. Mel. 67: Nun laß 1. O Jesu, meine Wonne, 5, Du meiner Seelen Sonne, Du Freundlichster auf Erden, Laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen Dieß himmlische Ergötzen Und diese theuren Gaben, Die mich gestärket haben? 3. Wie soll ich dir's verdanken, O Herr, daß du mich Kranken Gespeiset und getränket, Ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen; Dir dank' ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden. 1 t uns gehn und treten. Dir dank' ich für dein Lieben, Das standhaft ist geblieben; Dir dank' ich für dein Sterben, Das mich dein Reich läßt erben. Du wollest ja die Sünde, Die ich in mir noch finde, Aus meinem Herzen treiben Und kräftig in mir bleiben! „Laß mich mit Ernst sie meiden, Laß mich geduldig leiden, Laß wachen mich und beten, Von deinem Weg nie treten. „Dann kann ich nicht verderben, Dann werd' ich selig sterben Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. Joh. Rist. 205. Joh. Crüger. 9 5 2— 2—— 2... r 4 3— 8 1 5 1 1 9 0 8— N 1 18 dich, o lie- be See ⸗ le, Laß die Komm ans hel ⸗ le Licht ge- gan ⸗ gen, Fan ⸗ge — ö— 8—— 5— 2 S 2— 25 1— 3 — 1 1—— 2—— 1— f N — 2—— ——— 2— 22 2 T—— d——— 3. ö ö 0 E ö— dunk'le Sün ⸗den⸗höh ⸗ le, herr⸗lich an zu prangen; Denn der Herr voll 9 1 — b 2 2— 1 1 Abendmahlslieder. la den; Der den Him⸗mel kann ver- wal: ten, — .——— R K 0 0 0 2 2. So, wie Gottverlobte pflegen, Ach, wie pfleget mich zu dürsten Eile deinem Herrn entgegen, Nach dem Trank des Lebens⸗ Der mit süßen Gnadenworten fürsten, Klopft an deines Herzens Pforten. Daß mit seinem Brot und Weine Ci 1 2 72 4„e—*„.* Eile, sie ihm aufzuschließen, Sich mein Heiland mir vereine! Wirf dich hin zu seinen Füßen, 4. Jesu, meines Lebens Sonne, Sprich: O Herr, laß dichumfassen!] Jesu, meine Freud' und Wonne! Von dir will ich nimmer lassen. Jesu, du mein ganz Beginnen, Ach, wie hungert mein Gemüthe, Lebensquell und Licht der Sinnen! Menschenfreund, nach deiner Hier fall' ich zu deinen Füßen: Güte! Laß mich würdiglich genießen Ach, wie pfleg' ich oft mit Thränen Dieser deiner Himmelsspeise, Mich nach diesem Mahl zu sehnen! Mir zum Heil und dir zum Preise! S 248 206. 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmelsthron ge⸗ trieben, Daß du willig hast dein Leben Für uns in den Tod gegeben, Daß du hast dein Blut ver⸗ gossen, Daß du deine Tischgenossen Selber speisen willst und tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 206. Mel. 258: Dir w 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden In deiner letzten Trauernacht Uns alle Früchte deiner Leiden Als letzten Willen hast vermacht, Es preisen gläubige Gemüther Dich, Stifter dieser hohen Güter. 2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Gedächtniß bei uns neu, Und immer neue Ströme fließen Von deiner Gnad' und Lieb' und Treu'; Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Verklären sich in unserm Herzen. 3. Dieß Brot kann wahre Nahrung geben, Und dieser Kelch erquickt denGeist; Es mehrt sich unser innres Leben, An deinem Gnadentisch gespeist; Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampf und Glaubens⸗ werke. 4. Und fester, als es je gewesen, Wird nun das Band, das uns vereint; Von allem Seelenschmerz genesen, Schaun wir in dir den höchsten Freund; Abendmal 1 slieder. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hi.lf, daß ich doch nicht vergeben Und zu meiner Seele Schaden Trete zu dem Tisch der Gnaden! Laß dieß heil'ge Mahl mich stärken Zu des Glaubens frommen Werken, Daß ich einst, wie jetzt auf Erden, Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Frank. ill ich danken bis zum Grabe. Wir fühlen uns in solchen Stunden Mit dir in Einem Geist verbunden, 5. Nun treten wir vereint als Brüder In engre Liebesbande ein Und wollen deines Leibes Glieder, Ein Herz und Eine Seele sein: Die Liebe muß sich fester schließen, Da wir von Einem Brot genießen. 6. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Leib, jetzt schwachheits⸗ voll, Einst aus dem Staube herrlich grünen Und unverweslich werden soll, Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach diesem kurzen wollest geben. 7. Herr Jesu Christ, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt; Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist verpflegt! Von Menschen⸗ und von Engel zungen Sei dir Lob', Ehr' und 2 gesungen! J. J. Rambach. Joh. Schmidlin. 1 1 Ee N— 5.—— 1 g— i——. g 7 5 2 F 1 0 Las⸗set uns zum Hei⸗land ge⸗hen Vol⸗ler De⸗muth, 5.,....... 6 1 1 1 7 — J—— 5 1 1 ———ů———— 2 g— 8——— ô1sß— 1 1 ö* vol ler Freud'! 5 8 i so be reit, See⸗len, die vor ihm sich nei gen, ö 4 ——. —. SSS—2 ——.— 5 0 5 2——— ä F— 5 ö— —— Seine gro ⸗ ße Lieb' zu zei= gen! 1 1 e 7 D: —.————* E— —— 0— ö J 5 E.. 2. Wer hat je wie er geliebet? 3. Gnadenvoller Jesus, weihe Er ist's, der da Leib und Blut Dir uns und erlabe uns! Als das höchste Pfand uns gibet: Laß uns fühlen deine Treue, O welch' unschätzbares Gut! Sei der Segen unsres Thuns! aßt uns freudig zu ihm nahen, Komm in unsres Herzens Mitten, Gnad' und Leben zu empfahen! Deine Gnaden auszuschütten! 250 208. Abendmahlslieder. 4. * 3. Mich, den Zweifelnden, Ob wir, Jesu, dich nicht sehen, Bist du doch uns innig nah! Deines Geistes stilles Wehen, Das belebt und labt uns ja. Laß, wenn wir dein Mahl genießen, Reichen Segen auf uns fließen! „Herzen, Zungen, benedeiet Den, der uns erlöset hat! Traurige, seid hoch erfreuet: Hier ist eures Heilands Gnad'! Unser Lob soll sich verbreiten Ueber Zeit und Ewigkeiten. Liebe sei das Band der Seelen, Das uns fest mit dir vereint! Ach, wen sollten wir uns wählen Als nur dich, den treusten Freund? 208. „Jesu, Freund der Menschenkinder, Heiland der verlornen Sünder, Der zur Sühnung unsrerSchulden Kreuzes schmach hat wollen dulden: Wer kann fassen das Erbarmen, Das du trägest mit uns Armen? In der Schaar erlöster Brüder Fall' ich dankend vor dir nieder. „Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll' entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schuld willst du bedecken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig sel'ges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. den Schwachen, Willst du fest im Glauben machen, 8. Weltlieb', fliehe! Sünden, weichet! Denn was habt ihr, das ihm gleichet! „Christen, die wir hier auf Erden Glieder Eines Leibes sind, Lasset uns voll Liebe werden! Seht, wie Jesus war gesinnt Gegen uns, da wir noch Feinde, Daß wir würden seine Freunde! Heiland, siehe das Verlangen, Das in unsern Herzen ist, Dich zu sehen, zu gelangen, Wo du nun, Verklärter, bist, Wenn nach deinem Wohlgefallen Wir einst enden unser Wallen! St. Galler Gesangbuch. Mel. 205: Schmücke dich, o liebe Seele. Ladest mich zu deinem Tische, Daß mein Herz sich hier erfrische. So gewiß ich Brot empfangen, Soll ich Heil in dir erlangen; So gewiß ich Wein genossen, Ist dein Blut für mich geflossen. „Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen, Du, der Weinstock, gibst den Reben Muth und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche, gute Frucht zu bringen Und durch Frömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. „Nun, so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu' dich betrüben. 6. Doch D ch 0 — Und Schwer ist, was ich dir verspreche. Sündern, Werd' ich dir auch Glauben. Mache sie zu Gotteskindern, halten Die dir leben, leiden, sterben, im Guten nie erkalten? Deine Herrlichkeit zu erben. O steh' du mir bei und Mich Hilf, Durch dich kräftig überwinde! Gib, Uns Daß Keinen, Herr, dein Blick beschäme. 1 „wenn heut' dein Tag schon 251 ich kenne meine Schwäche; Schaff' ein neues Herz den tärke 8. Großes Abendmahl der Frommen, zu jedem guten Werke! Tag des Heils, wann wirst du daß ich die Lust der Sünde kommen, Daß wir mit der Engel Chören, daß ich und alle Christen Herr, dich schaun und ewig ehren? auf deine Zukunft rüsten, Hallelujah! Welche Freuden Sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Herzen, Ewig ihm für seine Schmerzen! Joh. Kasp. Lavater. käme, 209. Mel. 21: Des Herren Majestät. Auf, theure Seelen, auf! Der Herr steht vor der Thür Und klopft an euer Herz. O selig, wer ihm hier Mit Glaubensfreudigkeit sein ganzes Herz aufschließet! Er will zu euch eingehn, daß ihr mit ihm genießet ein heilig Abendmahl. O schmecket doch und sehet es Heilands Gütigkeit, die euch bereitet stehet! err, öffne unser Herz, bereite selbst die Bahn, Erweiche unsern Sinn, daß wir zu dir uns nahn; Laß uns im Glauben stets auf deinen Wegen wallen, Daß wir nur dir, nur dir, o Herzensfreund, gefallen. O komm, Herr Jesu, komm, laß deines Hauses Gaben Den Hunger und den Durst der matten Seele laben. Dem Hungernden nach dir steht hier dein Tisch bereit. Wer, wie ein Hirsch, zu dir nach frischem Wasser schreit, Deß Schmachten wirst du, Herr, mit Lebenswasser stillen Und sein verlangend Herz mit Himmelsgütern füllen. Ach, wirke selbst in uns nach dir ein solch Verlangen, Das dich allein und ganz im Glauben will empfangen. Dieß Brot, Herr, stärke uns, des Lebens Weg zu gehn, Bis wir von Angesicht zu Angesicht dich sehn. Der Kelch, den du uns reichst, erquicke unsre Herzen, Sei uns ein Pfand, daß du des Todes bittre Schmerzen Für uns am Kreuz ertrugst; ein Pfand, daß du nun lebest Und alle Gläubigen einst in dein Reich erhebest. 292 210. Abendmahlslieder. 211. 5. Komm, wohn' und herrsche du in uns durch deinen Geist, Der uns den rechten Weg zu deinem Vater weist. Laß uns dieß Bundesmahl zur Lebenskraft gedeihen, Daß wir im Leidenskampf bewährte Streiter seien; Bis du uns selbst erscheinst, bis wir zu dir uns schwingen Und mit der Frommen Schaar ein höher Lied dir singen. 210. 1. Herr, du wollst uns vorbereiten Zu deines Mahles Seligkeiten! Sei mitten unter uns, o Gott! Laß uns, Leben zu empfahen, Mit glaubensvollem Herzen nahen, Und sprich uns los von Sünd' und Tod! Wir sind, o Jesu, dein! Dein laß uns ewig sein! Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir Das große Abendmahl bei dir! Mel. 79: 211. 1. Bang und doch voll sel'ger Freuden Komm ich, Herr, auf dein Gebot Und gedenk' an deine Leiden Und an deinen Kreuzestod. Mittler, der du für mich starbst, Mir ein ew'ges Heil erwarbst, Komm mit deines Todes Segen Meiner Seele jetzt entgegen! 2. Nimmer könnt' ich Gnade finden Vor des Heil'gen Angesicht; Du nur tilgest meine Sünden Und befreist mich vom Gericht. Und dieß Mahl aus deiner Hand Ist mir stets ein neues Pfand, Betet an vor Gott, ihr Sünder. 2. Nehmt und eßt zum ew'gen Leben Das Brot, das euch der Herr gegeben Die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ew' gen Leben Den Kelch des Heils, auch euch gegeben! Ererbt, erringt des MittlersReich! Wacht! Eure Seele sei Bis in den Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; Klein ist die Zahl, Die dort eingeht zum Abendmahl. F. G. Klopstock. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. Daß mein Herz darf mit Ver trauen Fest auf Gottes Gnade bauen. 3. Jesu, laß mich nicht vergebens Hin zu deinem Tische nahn! Laß mich dieses Brot des Lebens Nicht mir zum Gericht empfahn; Nein, dieß Mahl erwecke mich, Inniger zu lieben dich, Und mit heil gem Ernst zu meiden, Was mich je von dir kann scheiden. 4. Diesen Vorsatz, den ich fasse, Präge tief dem Herzen ein, Daß ich nimmer von dir lasse Keinem folg' als dir allein. 212. Abendmahlslieder. 213. 253 Ziehe selbst mich ganz zu dir, Deine Gnade sei mit mir, Daß ich alle Macht der Sünde Als dein Jünger überwinde! 5. Sollt ich dennoch wieder fehlen, Wollst du mir zur Seite stehn; Sollt ich falsche Wege wählen, Eile dann, mir nachzugehn! Suche den Verirrten auf, Lenk zur Buße meinen Lauf, S* 212. 1. Kommt her! Denn Alles ist bereit Zum Hochzeitsmahl der Gnaden; Die Pforten sind geöffnet weit Und Alle sind geladen. Blick auf, du tiefgebeugtes Herz, Du Seele voller Angst und Schmerz! Du sollst getröstet— 5 Was irrst du draußen doch umher, Die innre Glut zu stillen? Hier ist das rechte Liebesmeer, Mit Freude dich zu füllen. 5 213. Geist der Liebe, Geist der Gnaden, ie ihn Christus uns verheißt, Freundlich hast du uns geladen, Und wir folgen dir, o Geist, Ju dem Mahl, das du verklären zillst zum rechten Abendmahl, Du, der reifen läßt die Aehren Und die Traub' am Sonnenstrahl. 2.— und elend sind wir Alle, enn dein Hauch uns nicht belebt, Deine Kraft uns nicht vom Falle g: Wieder auf die Füße hebt. — Mel. 222: Daß ich in des Vaters Armen Gnade finde und Erbarmen. . Herr, ich will dir ewig danken, Daß dein Tod mein Leben ist, Daß auch, wenn wirSchwache wan⸗ Du der Deinen Stärke bist.[ken, Dir, der Keinen je verläßt, Dir vertrau' ich froh und fest; Du wirst mich stets gnädig leiten Und zum Himmel zubereiten. Balth. Münter. Mel. 214: Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir. Drum ohne Säumen komm ge⸗ schwind, Vom Wasser, das ins Leben rinnt, Zu schöpfen und zu trinken! „Dein Gott ist selbst des Mahles Herr; Er kennt dein heißes Sehnen, Dein stilles Seufzen höret er Und merkt auf deine Thränen. O komm, wie der verlorne Sohn, Zurück zu deines Vaters Thron: Er nimmt dich auf mit Freuden. Gust. Fr. Knak. Kehre wieder. Und so bitten wir, die Schwachen, Dich, daß du den blöden Muth Durch dein Wehen wollest fachen An zur rechten Himmelsglut. . Trage, läutre, heb' und stütze Unser kindliches Gebet; Denn das Fleisch, es ist nicht nütze, Wenn der eistes nicht durchweht. Christi Wort ist Geist und Leben, Geist und Leben der Genuß, Wozu uns dein Wort erheben, Uns dein Mahl bereiten muß. 254 213. Abendmahlslieder. 4. Darum segne du von oben, Segne deines Festes Mahl! Zu dir ist das Herz erhoben, Und bei dir nur steht die Wahl, Uns das rechte Brot zu schenken, Das den Hunger ewig stillt, Mit dem Trank' uns All' zu tränken, Der ins ew'ge Leben quillt. 5. Laß uns flehen nicht vergebens, Die wir rufen in der Noth: Reich' uns, Herr, das Brot des Lebens, Ja, das rechte Himmelsbrot! Laß, belehrt von deinen Winken, Geistig uns dein Wort verstehn, Geistig essen, geistig trinken, Den wir nicht mit Augen sehn. Karl Rud. Hagenbach. IV. Christliches Leben. A. Buß lieder. 214. 1 0 Aus tie ⸗ fer Noth schrei' ich zu dir, Herr Gott, er⸗ hör' mein Fle⸗ hen! Bitt' ge⸗ sche⸗ hen! 8 3 Denn so 8 S 1 5 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad' und Die Sünde zu vergeben:[Gunst, Es ist doch unser Thun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir Niemand sich rühmen kann; Deß muß dich fürchten Jedermann Und deiner Gnade leben. 2 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen, Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein werthes Wort: Das ist mein Trost und treuer Hort, Deß will ich allzeit harren! 215. Bußl lieder. 257 4. Und ob es währt bis in die Nacht 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Und wieder an den Morgen, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Doch soll mein Herz an Gottes Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Macht Wie groß auch sei der Schade. Verzweifeln nicht, noch sorgen. Er ist allein der gute Hirt, So ist des rechten Christen Art, Der Israel erlösen wird Der aus dem Geist geboren ward: Aus seinen Sünden allen. Er harret seines Gottes. ö Dr. M. Luther. Al ⸗ lein zu dir, Herr Je ⸗su Christ, Steht mein Ver⸗ Ich weiß, daß du mein Trb⸗ ster vit Kein Trost mag 1 5 6 2 l 2 —. ———— —— 8 5———— 7 ä— 1 1 7 TTT A 22— trau'n auf Er ⸗ den; N i sonst mir wer den. Es ist kein Ret⸗ter au- ßer dir, Kein 1 1 · ö ö K 2 —— +— E—— b*— F f 1 B35 5 2 7 3 1—— 5 2 Remich „kein En gel, wel⸗cher mir Aus mei⸗ nen Nö⸗ then bel⸗ 5 2. Herr, meine Sünd' ist schwer und Und reuet mich von Herzen. groß Erbarme dich und sprich mich los Durch deines Todes Schmerzen! Nimmst du dich meiner hilfreich an, Werist, der mich verdammen kann? Dann werd' ich los der Sünden Mein Glaub' erfaßt,[Last; Herr, was du mir versprochen hast. 3. Ach, stärke durch Barmherzigkeit In mir ein recht Vertrauen, Damit ich deine Freundlichkeit Mög' inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. 216. 1. Ich will von meiner Missethat Mich zu dem Herrn bekehren; Du wollest mir selbst Hilf' und Rath Hiezu, o Gott, bescheeren Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren. Der Mensch kann von sich selber nicht Sein Elend recht empfinden; Er ist ohn' deines Geistes Licht 2 2. Mel. 36: Gott, Gar blind und todt in Sünden; 2 2 f 1 Am letzten End' mir Hilfe send, Damit behend' Des Todes Graun sich von 5 wend⸗ Ehr' sei Gott in dem höchsten Dem Vater aller Güte, Thron, Und Jesu, seinem lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und seinem werthen heil gen Ge Der jeder Zeit uns Hilfe leis Daß wir ihm sei'n zum Lob beren Hier in der Zeit Und dort auch in der Ewigkeit J. Schneesing. deine Güte reicht so weit. ille, Sinn und Thun: es großen Jammers woll st Vater, mich entbinden! lun, Herr, klopf? in Gnaden bei mir an Und führ' mir wohl zu Sinnen, Was Böses ich vor dir gethan; Du kannst mein Herz gewinne Daß ich aus Kummer und W. schwer Lass über meine Wangen het Viel heiße Thränen rinnen. Verkehrt ist W du 8. 217. Bußlieder. 259 S 4. Wie hast du doch auf mich ge⸗ wandt Den Reichthum deiner Gnaden! Mein“Leben dank'ich deiner Hand, Die hat mich reich beladen Mit Ruh', Gesundheit, Ehr' und Brot, Du machtest, daß mir keine Noth Bisher hat können schaden. „Wer gibt den Kindern, was du mir Gegeben zu genießen? Schenk' aber ich Gehorsam dir? Das zeiget mein Gewissen, Mein Herz, in welchem nichts gesund; An allen Orten ist es wund, Von Sündennoth zerrissen. „Bisher hab' ich in n eit Gar unbesorgt geschlafen, Gedacht: Es hat noch 1 Zeit, Gott pflegt nicht bald zu 2 Er fähret nicht mit unsrer Sc So strenge fort! Es hat Geduld Der Hirte mit den 1 „Dieß Alles jetzt zugleich erwach Mein Herz will mir zerspri 7 Ich fü ihle dein ies Donners Macht Und Feuer auf mi ich dringen. 217. Herr Jesu, Gnadensonne, Lahrhaftes Le benslicht, 05 Leben, Kraft und Wonne Mein blödes Angesicht Nach deiner Gnad' erfreuen nd meinen Geist erneuen. err, versag' mir's nicht! — regt sich wider mich zugleich s Todes und der Hölle Reich, Die wollen mich ver schlingen! 8.8 Die mich verfolgt, die große Noth Fährt schnell ohn' Zaum und Zügel. Wo flieh' ich hin? Du Mor⸗ genroth, Ertheil' mir deine Flügel! Verbirg du mich, o fernes N eer! Stürzt hoch herab, fallt auf mich her, Bedeckt mich, Berg' und Hügel! 9. O Herr, ich flieh' zu dir allein, Du hast mein Heil erfunden; Laß mich in dir verborgen sein Und bleiben alle Stunden! Du tilgtest ja, du Gotteslamm, Der Menschen Sünd' am Kreu⸗ zesstamm' Mit deinen heil gen Wunden. Hier ist mein Herz, o mach' es Von allen seinen Sünden;[rein Laß dir es ganz geheiligt sein, — deine Lieb' empfinden! O schaffe mich im Grunde neu, Daß ich, im Glaubenskampfe treu, Die Welt mög' überwinden! Luise Henr. von Brandenburg(7). Mel. 121: Wenn mich die Sünden kränken.(Bol. Anm. S. 412.) 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; Laß mich Erlösung finden Und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! 3. Vertreib' aus meiner Seele Und dir zum Wohlgefallen Den alten bösen Sinn, Beständig möge wallen Daß ich nur dich erwähle Auf rechter Lebensbahn. Zum seligen Gewinn; 6. Nun, Herr, verleih' mir Stärke, Daß ich mich dir ergebe Verleih mir Kraft und Muth; Und dir zur Ehre lebe, Denn das sind Gnadenwerke, Weil ich erlöset bin. Die dein Geist in mir thut. 4. Befördre dein' Erkenntniß Mein Denken und mein Sinnen, In mir, mein Seelenhort, Mein Lassen und Beginnen Und öffne mein Verständniß Ist ohne dich nicht gut. ch dein heilsames Wort, Damit ich an dich glaube, Nichts Böses mir erlaube, Dir diene fort und fort! 2 3 Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu', Wend' allen Seelenschaden Und mach' mich täglich neu. 5. Ach zünde deine Liebe Gib, daß ich deinen Willen In meiner Seele an, Beständig mög' erfüllen, Daß ich aus innerm Triebe Und steh' mir kräftig bei! Dich ewig lieben kann, Ludw. Andr. Gotter. 2 0 2* 0 0 2 ö—* 1 0 Wie mäch⸗tig spricht in mei- ner See⸗le,„Herr; dei ⸗ ne 5 Zür Du siehst er- bar⸗ mend, wenn ich seh⸗ ele, 3 Zuͤrnst nicht, hast 8 — N e. 5 1 — 5——— . 5——.— 7 8: Stim⸗me vol⸗ler Huld! vã ter- lich Ge⸗ duld; Schickst dei nen Geist, mich zu re- gie⸗ 8 3 w So viel ich fal-sche Schrit⸗ te thu'. 2. Erbarmer deiner Kreaturen, Liebreicher Gott der ganzen Welt, Die deiner Güte reiche Spuren In jedem Sonnenstaub enthält! Mein Herz denkt nimmer so 8 vermessen, Daß es dir, Vater, trotzen kann; Nie soll es undankbar vergessen, Was du zu seinem Heil gethan. 8. Sollt' ich nicht lieben deinen 5 Willen, Mein Gott, der du so gern ver⸗ gibst? Und dein Gebot nicht gern erfüllen, Das du mir gabst, weil du mich . liebst? Ja die Erfüllung kleinster Pflichten Als eine Wohlthat mir vergiltst, Und noch, anstatt mich streng zu f richten, Mein Herz mit Trost und Freud' erfüllst? 4. Dein Dienst ist Leben meiner Gehorsam meine Seligkeit. Seele, Wie kindlich wein' ich, wenn ich fehle, Vor dir, dem Vater, der verzeiht! Ich fühle jede meiner Sünden, Die weder Mensch noch Engel büßt: Mit welchem Dank kann ich's empfinden, Daß Christus mein Erlöser ist! Den majestätischen Gedanken Geb' ich für alle Welten nicht. Er bleibet wahr, die Throne wanken, Er bleibet fest, die Welt zerbricht. Es mögen sündigen und zittern, Die Kinder des Verderbens sind; Gott mag der Erde Grund er⸗ schüttern: Ich bebe nicht, ich bin sein Kind. f Joh. Christ. Krüger. N 0 ö ö an. Du siehst die Schuld, die Stra⸗f 2 2 — 5 2* 1 1 7 1 1 mir ver ⸗ kün⸗ digt: Sieh', Gott, auch mei⸗ nen Jam⸗mer an! 2 — 7 1 4 2 7 8 2 0 —ůů̃ů————̃ ̃— mf —. — K f 1 1 * 1 —— . 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, Und meine Thränen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen, Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, Vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich: Laß mich dein Antlitz finden, Du Gott der Langmuth und Geduld! 4. Früh woll'st du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich um deines Namens willen! Du bist ein Gott, der gern erfreut. 220. Bußlieder. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen U Und lehre mich dein heilig Recht, 1 Mich täglich thun nach deinem Wohlgefallen! Du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6 6. Herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen Und leite mich auf ebner Bahn! 0 Er hört mein Schrei'n, der Herr erhört mein Flehen A Und nimmt sich meiner Seele an. ö Christ. F. Gellert. ö 220. Mel. 115: Wie bist du, Heiland, mit der Krone. 1. Laß, Gott, mich Sünder Gnade finden! Tilg' mein Vergehn, erbarme dich! 1 O wasche mich von meinen Sünden, 1 Von meinen Schulden rein'ge mich! Schwer lastet auf mir mein Vergehen, 5 Ach, ich erkenn' es hell und klar, 15 Und meine Missethaten stehen Vor meinen Augen immerdar. 2. O lehre mich, Herr, ganz entdecken Die Fehler, die ich noch nicht seh'! Entsünd'ge mich von allen Flecken Und wasche mich so weiß als Schnee! Laß Freud' und Wonne mich empfinden, Trag' mit mir Armen noch Geduld; Verbirg dein Aug' vor meinen Sünden Und tilge alle meine Schuld! 3. Schaff' in mir eine reine Seele, 10 Ein Herz voll fester Zuversicht. 7 Verwirf mich nicht, wenn ich noch fehle; ö Nimm deinen heil'gen Geist mir nicht! 15 Dann zeig' ich Irrenden die Pfade Des Heils und führe sie zu dir; Dann preist, Erbarmer, deine Gnade Mein ganzes Herz voll Dankbegier. 4. Herr, öffne, deinen Ruhm zu singen, Den Mund mir, gib mir frohen Muth. ˖ 5 Zwar Opfer wollt' ich gerne bringen; 1 Doch Weihrauch willst du nicht, noch Blut. 221. Bußlieder. Ein Opfer gibt's, das dich erfreuet: Ein Geist, der tief geängstigt fleht; Ein Herz, das seine Schuld bereuet, Wird nicht von dir, o Gott, verschmäht. 5. Hilf deinem Volk, erzeig' dich Allen Nach deiner Gnad' und Freundlichkeit. Dann werden, Herr, dir wohlgefallen Die Opfer wahrer Dankbarkeit. Dann wird dich jeder Mund erheben Und jedes Herz wird dein Altar; Dann bringet dir dein Volk sein Leben, Es bringt sich selbst zum Opfer dar. 221. 1. Meine Seele, Voller Fehle, Suchet in dem Dunkeln Licht. Jesu neige Dich und zeige Mir dein tröstlich Angesicht! Auf mein Flehen Laß dich sehen, Und verbirg dich länger nicht! 2. Ich empfinde, Meine Sünde Sei an allem Kummer Schuld. Ich gestehe Dieß und flehe Um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, Kannst mir geben Neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von Herzen Und mit Schmerzen Such' ich dich, mein Trost undheil. Wie so lange Ist es bange Meiner Seele! Komm in Eil'! Laß dich nieder, Komme wieder, Meines Herzens bestes Theil! Mel. 336: Nach Psalm 51. Geh' zum Schlummer. 0 4. Richtig wandeln, Weise handeln Woll'st du künftig mir verleihn! Gib die Triebe Deiner Liebe Voller in mein Herz hinein! Welch ein Segen Ist zugegen, Wenn es heißt: Du mein, ich dein! 5. Lehre, leite, Vollbereite Mich, wie du mich haben will Gib mir Klarheit, Geist und Wahrheit, 5 Daß ich gleich sei deinem Bild, Daß man merke, Meine Stärke Sei in dir und du mein Schild,— 6. Bis im Lichte Dein Gesichte Mir sich droben völlig zeigt, Wenn die Deinen Nicht mehr weinen f Und die Klagestimme schweigt. Drum so zeige Mir die Steige, 5 Da man auf zum Himmel steigt. Magd. Sib. Rieger. 265 222. Nach Joh. G. Frech. 11 1* mf N i 1004 1 1— 3 ———— 1951 6— R 7 4 5 10 0 ö 0 1 e 9 1 Keh⸗re wie ⸗ der, keh⸗ re wie⸗der, Der du dich ver⸗ 1 Sin⸗ke reu⸗sig bit⸗tend nie⸗der Vor dem Herrn mit 1 mf— 0 F K l 96. 9 l 1* 2 55 5 3 e 2 5 ä— — P.——— lo⸗ ren hast; dei⸗ ner Last! Wie du bist, so darfst du kom⸗men; Hö ⸗ re, 1 — N 5 2— —̃— 2—— 1 ö 0 ö 8 2/ 2: —. 2 . was sein Wort ver⸗spr 2 2 1 A8 icht: Du wirst g ig auf⸗ge⸗ nom⸗ men. mf g — 4 — INN 1 000 266 223. Glaubens- und Heilslieder. 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung 4. Kehre wieder! Neues Leben In die Einsamkeit zurück, Trink' in seiner Liebeshuld; Wo in geistiger Erneuung Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Deiner harrt ein neues Glück, Große Langmuth und Geduld. Wo des heil'gen Geistes Mahnen Fass' ein Herz zu seinem Herzen: Du mit stillem Beben hörst Er macht dich von Flecken rein, Und von neuem zu den Fahnen Er hat Trost für alle Schmerzen; Jesu Christi heilig schwörst. Eile, kehre bei ihm ein! 3. Kehre wieder, irre Seele: 5. Kehre wieder, endlich kehre Deines Gottes treues Herz In der Liebe Heimat ein, Beut Vergebung deinem Fehle, In die Fülle aus der Leere, Balsam für den Sündenschmerz. In das Wesen aus dem Schein, Blick' empor zum Kreuzes stamme: Aus dem Tode in das Leben, Kehre wieder, fürchte nicht, Aus der Welt ins Himmelreich! Daß der Gnäd'ge dich verdamme, Doch was Gott dir heut will geben Dem sein Herz vor Liebe bricht. Nimm auch heute: kehre gleich! 2 K. J. Ph. Spitta. B. Glaubens- und Heilslieder. 223. 1524 1 2 5 E 771 1 f—— ——— 3 — 5. 2 — Ef 1 15 Nun freut euch, Chri⸗ 1 ins ⸗ge⸗ mein, Und laßt uns „Daß wir ge trost und All in Ein Mit Lust und 2. 1 0 0 ö 21— 2e D 2———(» —. ̃— fröh⸗lich sprin⸗ gen, Liebe sin gen, Was Gott an uns ge⸗wen⸗det hat und 0 2 2 7 1 .. K——— 1 2 S 3— —— — 2— 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren; Mein' Sünd' mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, Nichts Gutes war am Leben mein; Die Sünd' hatt' mich besessen. 3. Mein' guten Werke galten nicht, Mit ihnen war's verdorben! Der frei' Will' haßte Gottes G'richt, Zum Guten ganz erstorben. Die Angst mich zum Verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir blieb, Zur Hölle mußt' ich sinken. 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit Mein Elend ohne Maßen; Er dacht' an sein' Barmherzigkeit, Er wollt' mir helfen lassen. Er wandt' zu mir sein Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Sein Bestes ließ er's kosten. „Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Nun ist's Zeit zu erbarmen. Fahr' hin, mein's Herzens werthe Kron', Und sei das Heil der Armen! Hilf ihnen aus der Sündennoth, Erwürg' für sie den bittern Tod Und laß sie mit dir leben!“ 223. Glaubens- und Heilslieder. .Der Sohn dem Vater g'horsam ward, Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart; Mein Bruder wollt' er werden. Gar heimlich führt' er sein' Gewalt, Er ging in armer Knechtsgestalt, Des Satans Reich zu stürzen. 7. Er sprach zu mir:„Halt' dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb' mich selber ganz für dich Und will nun für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib', da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird man mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben; Das leid' ich Alles dir zu gut, Das halt' mit festem Glauben! Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein' Unschuld trägt die Sünde dein: So wirst du selig werden. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr' ich aus diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübsal trösten soll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. „Was ich gethan hab' und gelehrt, Das sollst du thun und lehren, Daß Gottes Reich hier werd' gemehrt Zu seinem Lob und Ehren; Und hüt' dich vor der Menschen G'satz, Davon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zuletzte.“ Glaubens- und Heilslieder. 225. 269 J. Such', wer da will, Ein ander Ziel, Die Seligkeit zu finden! Mein Herz allein Bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, Sein Werk ist klar, Sein heil'ger Mund Hat Kraft und Grund, All' Feind' zu überwinden. „Such', wer da will, Nothhelfer viel, Die uns doch nichts erworben! Hier ist der Mann, Der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil Durch ihn zu Theil; Uns macht gerecht Der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 8. Ach sucht doch den, Laßt Alles stehn, Die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, Und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. = Mel. 83: Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. Sucht ihn all' Stund' Von Herzensgrund! Sucht ihn allein! Denn wohl wird's sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Ja, meine Kron' Und Freudensonn' Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht Von deinem Licht Die Eitelkeit vertreiben! Bleib' du mein Preis, Dein Wort mich speis'! Bleib' du mein' Ehr', Dein Wort mich lehr', An dich stets fest zu glauben! Wend' von mir nicht Dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen, Weich' nicht von mir, Mein' höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud' Nach diesem Leid! Hilf, daß ich mag Nach dieser Klag' Dort ewig Lob dir sagen! Georg Weißel. * 225. Mel. 90: Wie sol ich dich empfangen. — „Ist Gott für mich, so trete Gleich Alles wider mich, So oft ich ruf' und bete, Weicht Alles hinter sich; Hab ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, as kann mir thun der Feinde Verfolgung, Haß und Spott! 2. Nun weiß und glaub' ich feste, Und rühm' es ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh' Und dämpfe Sturm und Wellen, Und was mir bringet Weh. Der Grund, drauf ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut: Das machet, daß ich finde Das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Lebe Ist nichts auf dieser Erd'; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe werth. In ihm kann ich mich freuen, Hab' einen Heldenmuth, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder thut. Kein Urtheil mich erschrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg' und Schmer⸗ zen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Und lehrt mich Abba schreien In rechter Glaubenskraft. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh', 226. — Heiland, deine Menschenliebe, Deines Mitleids mächt'ge Triebe Zogen dich herab auf Erden, Der Verlornen Heil zu werden Und für sie am Kreuz dein Leben In den Tod dahin zu geben. O der wundervollen Triebe Unerhörter Menschenliebe! Und wie er hab' erbauet Ein' edle, neue Stadt, Da Aug' und Herze schauet, Was es geglaubet hat. Da ist mein Theil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verbring' ich gleich hienieden Mit Thränen meine Zeit, Mein Jesus und sein Frieden Versüßet alles Leid. 8. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein' Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, kein Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß: Der keines soll mich lenken Aus Jesu Arm und Schooß. 9. Mein Herz muß fröhlich springen nd kann nicht traurig sein, Ist voller Freud' und Singen, ieht lauter Sonnenschein. Sonne, die mir lachet, mein Herr Jesus Christ; „was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt. — 16.5 5 0 2 2 296 2 S Mel. 205: Schmilcke dich, o liebe Seele. 2. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen! O wie ist dein Herz gebrochen Wenn dich Kranke angesprochen O wie pflegtest du zu eilen, Das Gebet ne mitzutheilen! 227. Glaubens- und 3. Die Betrübten zu erquicken, 655 Kinder an dein Herz zu drücken, Die Unwissenden zul Die Die 2 ehren, Verführten zu bekehren, Verstockten zu erweichen, Irrenden die Hand zu reichen, Selbst den Niedrigsten zu dienen, 85 Dazu bist du uns erschienen. eine Huld hat dich getrieben, uftmuth und Geduld zu üben, Ohne Schelten, ohne Klagen Unsre Schmach und Last zu tragen. Demuth war bei Spott und Hohne A und Krone; Demuth machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte. * 2 San 227. Himmelan geht unsre Bahn! Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir dort nach Kanaan Dund die Wüste kommen werden. ist unser Pilgerstand, roben unser Vaterlan id. mmelan schwing' dich, mein Ge 5 Denn dul bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen: Ein von Gott erleucht'ter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! Die Welt kann dir Nur g geborgte Güter geben. Deine himmlische Begier Muß nach solchen Schätzen streben, Die uns bleiben, wenn die Welt In ihr erstes Nichts zerfällt. Mel. 344: 2 Hier 8 Dr Hi 2 9* 6. Heilslied 271 O wie hoch stieg dein Erbarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar theures Leben In den schwersten Tod gegeben, Da du mit gelaßnem Herzen Hast getragen unsre Schmerzen Und, uns Segen zu erwerben, Für die Sünder wollen sterben! Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Seinen Fluch hast du gestillet. Heil'ge meines 2 Triebe, Salbe mich mit deiner Liebe, Daß ich möge schon auf Erden Deinem Vorbild ähnlich werden. J. J. Rambach. Jesus, meine Zuversicht. 4. N Himmelan! ruft Gott mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; 8 weis't mir den Ort der Ruh', Wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt' ich täglich Himmelfahrt. Himmelan! denk' ich allzeit, Wenn er seinen T Tisch mir decket Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft tdes Himmels schmecket: Hier mein Brot im Thränenthal, Dort des Lammes Hochzeitsmahl! Himmelan! Mein G laube zeigt Mir das schöne Loos von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt Ueber Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 272 228. Glaubens- und Heilslieder. 229. 7. Himmelan wird mich der Tod 8. Himmelan, ach himmelan! In die rechte Heimat führen, Da ich über alle Noth Ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 228. Mel. 132: Jesus nimmt die Sünder an: Saget doch dieß Trostwort Allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. Keiner Gnade sind wir werth; Doch hat er in seinem Worte Klar und liebreich sich erklärt. Sehet nur, die Gnadenpf orte Ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. .Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet Alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er 3 Das soll meine Losung bleiben; Ich will allen eitlen Wahn Durch die Himmelslust vertreiben! Himmelan nur steht mein Sinn Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck. esus lebt, mit ihm auch ich. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden: Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dieß Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. „Nun, so fass' ich frohen Muth: Auf dich werf' ich meine Sünden, Dein am Kreuz vergoßnes Blut Lasset mich Vergebung finden, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an: Mich hat er auch angenommen, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Macht aus Sündern Gotteskinder. Erdmann Neumeister. 229. 1 085 8 6 Ich Wo ha ⸗ be an ⸗ders nun * 5 55 1 e den rund 5 Je fun ⸗ den, Der Wun⸗den? Da ä . mei⸗ nen An ker e⸗ wig hält. lag er vor der Zeit der Welt, Der Grund, der un be⸗ 1 1 ö 8 0 21 0 lich steht, Wenn Erd' und Himmel un ter⸗ ö 0 ö 1 2 12 2 V 5 1 — 2 2 3—— geht, Wenn Erd' und Him mel un- ter geht. ö F 1 eee 1—— 5 1 1. g N N 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Deß, der mit offnen Liebesarmen Sich zu uns armen Sündern neigt, Dem allemal das Herze bricht, 5 Wir kommen oder kommen nicht. 95 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein. Deßwegen kam sein Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deßwegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Thür. 274 229. Glaubens⸗ und Heilslieder. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden, Hier findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut uns hat befreit Und rufet laut: Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Nur bald nach Gottes Herzen schaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles Andre mir entrissen, Was Seel' und Leib erquicken kann, Darf ich von keinem Troste wissen Und scheine völlig ausgethan, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Beginnt der Erde Last zu drücken Und häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Darüber sich mein Geist zerstreut, So hoff' ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin: 1 Doch ist auch hier der Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es dieß nur nicht vergißt: So stehet es in Lieb' und Leid Fest auf dem Grund Barmherzigkeit. 5 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt; Dann sing' ich ewig hocherfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe. 230. Glaubens- und Heilslieder. 231. 275 6* 2 2 230. Mel. 282: Von dir, o Vater, nimmt mein Herz. 1. Christi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, Damit will ich vor Gott bestehn, Wenn ich zum Himmel werd' eingehn. 2. Ich glaub' an Jesum, welcher spricht: Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht. Gott Lob, die Schuld ist abgethan, Und Gott nimmt mich zu Gnaden an. 3. Das heilige, unschuld'ge Lamm, Das blutend an dem Kreuzesstamm Für meine Schuld gestorben ist, Erkenn' ich für den Herrn und Christ. 4. Drum soll auch Jesu Blut allein Mein Trost und meine Hoffnung sein; Im Leben und in Todesnoth Bau' ich allein auf Jesu Tod. 5. Und wenn mich böse Lust anficht, Gott sei gedankt, so muß ich nicht; Ich sprech' zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz. 6. So lang ich noch hienieden bin, So ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad' in Jesu Blut Bezeugen mit getrostem Muth. 7. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, Der Gottes ein'ger Sohn du bist, Erbarme dich der ganzen Welt Und segne, was zu dir sich hält! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. 231. Mel. 193: Ich bin getauft auf deinen Namen. 1. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht werth. Das zähl' ich zu dem Wunderbaren, Mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun aber weiß ich's hocherfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 276 232. Glaubens- und Heilslieder. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet M. Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Warum? Ich war ja Gottes Feind. Erbarmung hat's so treu gemeint. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dieß lass' ich kein Geschöpf mir rauben, Dieß soll mein einzig Rühmen sein; Auf dieß Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Noth, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir, Und führ' im Tode noch mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir: Da bin ich ewig recht erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Ph. Fr. Hiller. 232. Joh. Schoß 2——— 1 4 1 5 N 252...—— 2 1— 2.— n E 1(Ach Glaub' ist mei nes Le bens Ruh' Und Ach, gib mir, Herr, Be stän⸗ dig ⸗ keit, Daß 2 54 3 4 1 7 7 2 7— 8— 0 2 a 2— E.— 2 1* 1 2 1 führt mich dei⸗ nem Him⸗mel zu, O du, an den ich die sen Trost der Sterb⸗lich-keit Nichts mei- ner See ⸗ le ö— glau- be! rau- bel Tief präg' es mei ⸗ nem Her ⸗zen ein, Welch n— f 2 7 2. g 1 2 2— e g 5 1 — Glück es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht Zur sel'gen Ewigkeit ein Recht Durch deinen Tod erworben. Zum Staube kehrt zurück der Staub, Der Geist wird nicht des Todes Raub, Du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, Ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ, Und mein beruhigt Herz vergißt Die Schmerzen dieses Lebens. Glaubens- und Heilslie Ich dulde, was ich dulden soll, Und bin des hohen Trostes voll: Ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Theil mir zu, Hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh' 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, Wenn ich auf jene Herrlichkeit Mit froher Hoffnung schaue? Bald ruft mein Herr und Heiland mich Und er belohnt mich ewiglich, Weil ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwindet aller Schmerz ind Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag' ich doch Nicht mehr der Sünde schmählich Joch In meinem Lauf auf Erden. Mit Freuden üb' ich meine Pflicht; Doch fühl' ich wohl, ich bin noch nicht, Was ich dereinst soll werden. Mich beuget täglich meine Schuld: Doch weiß ich auch: Gott trägt Geduld. S „Der du den Tod für mich bezwangst, Du hast mich, Mittler, aus der Angst, In der ich lag, gerissen. Nur dir verdank' ich meine Ruh'; Denn meine Wunden heiltest du Und stilltest mein Gewissen. Und fall' ich noch in meinem Lauf, So richtest du mich wieder auf. 5 Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, Daß mich dein Evangelium Lehrt glauben, hoffen, lieben! Was mir schon jetzt in dieser Zeit Den Vorschmack gibt der Seligkeit, Wie sollt' ich das nicht üben? O präg' es meinem Herzen ein, Welch Glück es ist, ein Christ zu sein! Balth. Münter 233. Glaubens- und Heilslieder. 279 Him⸗mel⸗an, nur him⸗mel Soll der Wan⸗del 1.9 Jas die Frommen wün⸗schen, 88 Dort erst ganz ge⸗ 0 U — 1 2 2— schehn, Auf Er⸗ den nicht! Freu⸗de wech⸗selt hier mit E 1„ . 5 + 1—— 2—— 4. — U Leid: Richt hin⸗ auf zur Herr⸗lich⸗ 1 Dein 18 g sicht. — 1— 1—— ä—— e e 3 2. Himmelan schwing' deinen Geist 3. Himmelan hat er dein Ziel Jeden Morgen auf! Selbst hinaufgestellt! Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, Sorg' nicht muthlos, nicht zu viel Unser Pilgerlauf. Um den Tand der Welt! Fleh' täglich neu: Flieh' diesen Sinn! Gott, der mich zum Himmel schuf, Nur, was du dem Himmel lebst, Präg ins Herz mir den Beruf, Dir von Schätzen dort erstrebst, Mach' mich getreu! Das ist Gewinn. 280 234. Glaubens⸗ und Heilslieder. 4. Himmelan erheb' dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts: Sei himmlisch froh! Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. O schließ' dich an! Kämpfe frisch, wie sich's gebührt, Denke: Auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach; Folg', weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg: Halt' dich fest an Gott wie er Statt zu klagen, bete mehr, Erkämpf' den Sieg! 3 führt dich von hier Selbst die Todes nacht, Ob auch noch ihr Dunkel dir Kurze Schrecken macht. Harr' aus, harr' aus! Auf die Nacht wird's ewig hell Nach dem Tod erblickst du schnell Des Vaters Haus. „Hallelujah! Himmelan Steig' dein Dank schon hier! Einst wirst du mit Schaaren Und Gott naht zu dir lnahn, In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei; Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. Joh. Gottfr. Schöner. — 23. 0 1704. 1 0 Aus ir ⸗ di⸗ schem Ge⸗ tüm mel, Wo 'Wer zeigt den Weg zum Him mel, Da⸗ ö N n 3 — 7—.—— 8. 1 1 — 1 2. „„ Glück und Lust ver geht, hin die Hoff ⸗ nung steht? Wer lei tet un ⸗ ser a 2 5 1 —— 1——— 3——— EB—— 235. Glaubens- und Heilslieder. 281 N U 1 5. 1 1 p ̃—. .... 1 1— 1 55 0 0 Stre⸗ ben, Wenn es das Ziel ver⸗gißt? Wer führt durch 1 0 1 7 15 ö g R. 2 2e 5 ——— 5* 5——— 8—— 1 222————— — 9— 1. e J f 2 —2— e.——.—. g A i Tod zum Le ben? Der Weg ist Je sus Christ. ö 1 e ——ůͤ—— ä — E— 2. Hier irren wir und fehlen, Oehül lt in tiefe Nacht; Durch wen wird unsern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die Alles uns erhellt; Denn Chris tus ist die Wahrheit, Er ist das Licht der Welt. 1 W 235. Mel. 234: Ich weiß, woran ich glaube, 0 weiß, was fest besteht 1 Wenn Alles hier im Staube Wie Sand und Staub verweht. c weiß, was ewig bleibet, Wo Alles wankt und fällt, Wo Wahn die Weisen treibet Und Trug die Klugen hält. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Mit Diamanten mauert Mir's Gott im Herzen fest. 5 3 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, Die Niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer gibt dem Herzen Ruh'? Heil, Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. K. Jul. Aschenfeldt. Aus irdischem Getümmel. Ja, recht mit Edelsteinen Von allerbester Art Hat Gott, der Herr, den Seinen Des Herzens Burg verwahrt. Ich kenne wohl die Steine, Die stolze Herzenswehr; Sie funkeln ja mit Scheine Wie Sterne schön und hehr. Die Steine sind die Worte, Die Worte hell und rein, Wodurch die schwächsten Orte Gar feste können sein. 8. 282 236. Lieder der Liebe 4. Auch kenn' ich wohl den Meister, Der mir die Festung baut. Er heißt der Fürst der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknie'n, Und dem die Engel dienen: Ich weiß und kenne ihn. .Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der unvergänglich ist, 6. Der nimmermehr kann wanken, Der Heiland und der Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nächt mit als Staub verweht. Ich weiß, was in dem Grauen Des Todes ewig bleibt Und selbst auf Erdenauen Des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt. C. Lieder der Liebe zu Gott und Christus. 236. „Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dem lieben treuen Gotte, Der mich erwählt, Der mich erhält, Drum werd' ich nie zu Spotte. 2. Mich soll von dir, Gönnst du es mir, Nicht Freud' noch Leid abziehen; Und zög' mich schon Das Fleisch davon, Mein Herz soll doch nicht fliehen. 3. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, Dir, Jesu, will ich's geben! Du erst gibst Freud', Vertreibst das Leid, Aus dir quillt wahres Leben. 4. S Mel. 189: Gott ist mein Hort. All' mein Begier Steht nur nach dir, Du Lust und Freud' der Herzen! Du bist mein Hort, Dein ew'ges Wort Vertreibt mir alle Schmerzen. Dir geb' ich hin Mein Herz und Sinn, f Du Hilf' und Trost der Armen! Sieh an den Streit, Den ich erleid', Ach Gott, laß dich's erbarmen Dem Feind gebeut, Und still' das Leid Der Sünde, dir zu Ehren! Zieh' mich zu dir, Laß sich in mir Den Glauben täglich mehren! Nach Leo Jud. 237. zu Gott und Christus. 283 237. 1599. 9 4 n „„ 2— TT *. 0 Wie schön leucht't uns der Mor⸗gen⸗stern Voll Gnad' und 1 5 1 0= 3 5 5 2 O guter Hir⸗ te, Da⸗ vids Sohn, Mein Kö nig 44 9 . J ̃ ö] .. Ü——. —— 2 1 2 9 1 1 7 2 ö ö ö 2 Wahr⸗ heit von dem Herrn, Uns herrlich auf- ge⸗ gan ⸗ gen! auf dem Gna⸗den⸗thron, Du hast mein Herz— fan ⸗ gen! 0 3 10. 7 12 ö — 1. 5*—— . 0 1 0 ö 0 ee eee N 7! . e e b Lieb(lich, freund⸗lich, Schön und prächtig, Groß und mäch⸗tig, 8 8 —— ͤ— 2 +* 5 N . Reich an Ga- ben, Hoch und wun⸗der⸗ voll eng ha ⸗ ben! 8 1 e 1 284 237. Lieder der Liebe 2. O Kleinod, dem kein Kleinod gleicht, Sohn Gottes, den kein Lob er⸗ reicht, Vom Vater uns gegeben: Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm, Dein süßes Evangelium Ist lauter Geist und Leben. Dich, dich Will ich Ewig fassen, Nimmer lassen, Brot des Lebens, Dein begehr' ich nicht vergebens. 38. O gieße tief ins Herz hinein, Du Gotteslicht und Himmels⸗ schein, Die Flammen deiner Liebe! Durchdring' mich, daß ich ewig bleib', O Herr, ein Glied an deinem Leib In frischem Lebenstriebe! Nach dir Wallt mir Mein Gemüthe, Ew'ge Güte, Bis es findet Dich, deß Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden⸗ licht, Wenn mich dein heilig Angesicht Mit Freundlichkeit anblicket. Herr Jesu, du mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich inniglich erquicket! Tröst' mich Freundlich, Sieh mich Armen Mit Erbarmen, Hilf in Gnaden! Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir ver⸗ traut, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, In ihm mich nichts betrübet. Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben Wird er geben Mir dort oben, Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit hellem Klang Und laßt den herrlichsten Ge⸗ sang Ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jesu heut Und morgen und in Ewigkeit In steter Liebe wallen! Singet, Klinget, Jubellieder, Hallet wieder, Bis die Erde Voll von seinem Ruhme werde! 7. Wie freu' ich mich, Herr Jesus Christ, Daß du der Erst' und Letzte bist, Der Anfang und das Ende! Du, der sein Leben für mich ließ, Du nimmst mich einst ins Para⸗ dies, Drauf fass' ich deine Hände. Amen, Amen! Komm, o Sonne, Meine Wonne, Bleib' nicht lange, Daß ich ewig dich umfange! Phil. Nitolai. N 2 S 238. zu Gott und Christus. 238. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗ thron, Du, meine Freud' und Wonne, Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist Alles sonnenklar, Ja klarer als die Sonne. Herzlich Such' ich Dir vor Allen Zu gefallen, Nichts auf Erden Kann und mag mir lieber werden. . 5 „Dieß ist mein Schmerz, dieß kränket 1 mich, Daß ich nicht so kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb' in mir ent⸗ brennt, Um so viel mehr mein Herz 2 kennt, Wie es dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüthe Sich ergießen! Reich wird dann mein Lieben fließen. er⸗ „Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Daß ich so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten i Welt, Nicht Pracht, Lust, Ehre, Freud' 0 und Geld, Wenn ich es recht erwäge, Kann mich Ohn' dich C'nugsam laben; Ich muß haben Reine Liebe, Ohne sie bleibt Alles trübe. N Mel. 149: O heil'ger Geist, kehr“ bei uns ein. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried' und Ruh', Erfreuest sein Gewissen. Es geh' ihm, wie es woll', auf Erd', Wenn ihn das Kreuz auch hart beschwert, Soll er doch dein genießen. Endlich Wird sich Nach dem Leide Volle Freude Ewig finden; Dann wird alles Trauern schwin⸗ den. „In keines Menschen Seele kam's, Kein Auge sah's, kein Ohr ver⸗ nahm's, Und Niemand kann's beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Freudig Werd' ich Dort erfahren Mit den Schaaren Der Gerechten, Wie du lohnst den frommen Knechten. Drum lass' ich billig dieß allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen stellt, Aus Liebe stets mich übe, Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 239. Lieder der Liebe 240. 7. Da werd' ich deine Freundlichkeit, Die mich schon hier so hoch er⸗ freut, In reiner Liebe schmecken, Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht 239. „Meinen Jesum lass' ich nicht! Weil er sich für mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Für und für nur ihm zu leben. Er ist meines Lebens Licht: Meinen Jesum lass' ich nicht. Jesum will ich lassen nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab', ergeben; Alles ist auf ihn gericht't. Meinen Jesum lass' ich nicht. 8. Laß vergehen das Gesicht, Alle Sinne mir entweichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 240. Mel. 187: 1. Jesu, meine Freude, Meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, Ach, wie lang, wie lange Ist dem Herzen bange Und verlangt nach dir! Hab' ich dich, Wie reich bin ich! Außer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lieber werden! Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Dann erquicket Und geschmücket Stehn am Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann. Mel. 132: Jesus lebt, mit ihm auch ich. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget, Wo mir strahlt sein Freudenlicht: Meinen Jesum lass' ich nicht. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum lass' ich nicht. „Jesum lass' ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für Zu dem Lebensbrunnen leiten. Selig, wer von Herzen spricht: Meinen Jesum lass' ich nicht! Christ. Keymann. 6 Wort aus Gottes Munde. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Rings die Welt erzittern, Mir steht Jesus bei. Wenn die Welt In Trümmer fällt, Wenn gleich Sünd' und Hölle Jesus will mich decken.[schrecken, 8. — zu Gott und Christus. . Trotz des Feindes Lauern, Bleibt mir unbewußt! Trotz des Todes Schauern, Elend, Noth, Trotz der Furcht dazu! Kreuz, Schmach und Tod Zürne, Welt, und tobe! Soll mich, ob ich viel muß leiden, Ich steh' hier und lobe Nicht von Jesu scheiden. Gott in sichrer Ruh'. 5. Weicht, ihr Trauergeister! — Macht Denn mein Freudenmeister, lt mich in Acht; Jesus, tritt herein 5 und Abgrund müssen schwei⸗— 11 lie 0 Denen, die Gott lieben, Und vor ihm sich neigen.[gen Muß auch ihr Betrüben „Weg mit allen Schätzen! Lauter Segen sein. Du bist mein Ergötzen, Duld' ich schon Jesu, meine Lust! Hier Spott und Hohn, Weg, ihr eitlen Ehren, Dennoch bleibst du auch im Leide, Die das Herz verkehren, Jesu, meine Freude! Joh. Franck. 241. 1738. 6 l N 7 7 ä E 9 1 Fer ff FNR ˖ f ö 1.“ Ich will dich lieben, mei- ne Stär ke. Ich 2 Ich will dich lieben mit dem Wer ke Und 7 1 N EEE 4 — 12 12—— . — 1 1 1 N 9 0 2 2 7 2. 2 12——— 3— 5— E 2——— 2 e 288 E 1 will dich lie⸗ben, mei- ne Zier; im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗ der Be ⸗ gier; Ich will dich lie ⸗ ben, —* 42. 1 1 J— —— 2 1 222 1 F—— N 3 1 3 II 5 LA f 1— 7 1 f* 288 241. Lieder der Liebe 8 4 1 4 2 13 2— 2894— 8— U 8 1— 1 Rr— — Ü 3 1 ö ö ö ö schön⸗stes Licht, Bis mir das Her ze bricht. 1 1 0 r 1 22 1*— — ͤ—U—e—̃— f 1 —— — 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz be⸗ scheint; Ich will mit reiner Liebesflamm' Dich lieben, Gottes Lamm. 80 Ach, daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh'! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 4. Ich ging verirrt und war ver⸗ lendet, Ich suchte dich und fand dich nicht; Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht: Nun aber ist's durch dich geschehn, Daß ich dich hab' ersehn. * Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei ge⸗ macht; Ich danke dir, du heil'ger Mund, Dein Wort macht mich gesund. „Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleuchte Leib und Seele ganz, Du starker Himmelsglanz. „Gib meinen Augen heil'ge Thränen Und meinem Herzen reine Glut; Laß meine Seele sich gewöhnen, Zu üben treuen Liebesmuth. Laß meinen Sinn, Geist und Verstand Stets sein zu dir gewandt. „Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Got, Dich lieben auch bei Schmach und Hohne Und in der allergrößten Noth: Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herze bricht. Joh. Scheffler. 242. zu Gott und Christus. 289 242. Os. G. Nägeli. 7 1 err C——— 15 2——— 3 5 B.——— 2 * n NN eee 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil-de Dei ⸗ ner 1752 2 —— f 3 7 1 7 4 2 1— —— 52. 7 Gottheit hast ge⸗macht, Lie⸗be, die du mich so mil ⸗de ö 0 ö n B. ——————— —— 77 1 21 4 2 2 1— J 2 2 8 2 1. 0 1 1 — 8 n ee eee — ö——-—-——ę—— 3 95 2 2— 22 5 2 2—— 7 4 ö ö ö 1 1 7 Nach dem Fall mit Heil be dacht, Lie be, dir er⸗ 1 f—— 1 1 290 243. Lieder der Liebe 2. Liebe, die du mich erkoren, 5. Liebe, die mich hat gebunden Eh' denn ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und Liebe, dir ergeb' ich mich,[gar, Dein zu bleiben ewiglich. 8. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Liebe, die sich ganz ergeben[Wort, Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 243. 1. Halt'im Gedächtniß Jesumchrist, Den Heiland, der auf Erden VomHimmelsthron gekommenist, Dein Bruder hier zu werden! Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hat angenommen Fleisch und Dank' ihm für diese Liebe![Blut: 2. Halt'im Gedächtniß JesumcChrist, Der für dich hat gelitten! Da er am Kreuz gestorben ist, Hat er dir Heil erstritten; Besieget hat er Sünd' und Tod Und dich erlöst aus aller Noth: Dank' ihm für diese Liebe! 3. Halt' im GedächtnißJesumChrist, Der aus des Todes Banden Als Held hervorgegangen ist! Mit ihm bist du erstanden. Das Leben hat er uns gebracht Und uns gerecht vor Gott gemacht: Dank' ihm für diese Liebe! An ihr Joch mit Leib und Sinn Liebe, die mich überwunden, Daß ich ganz ihr eigen bin, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die, zu Gott erhöhet, Mir erhält, was sie erstritt, Liebe, die stets für mich flehet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mein Haupt wird zieren Mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. 4. Halt' im GedächtnißJesumChrist, Der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, Die Stätte zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und schauen seine Herrlichkeit: Dank' ihm für diese Liebe! 5. Halt' im Gedächtniß JesumcChrist, Der einst wird wieder kommen, Zu richten, was auf Erden ist, Die Bösen und die Frommen! O sorge, daß du dann bestehst Und mit ihm in sein Reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken! 6. Gib, Jesu, daß ich dich fortan Mit wahrem Glauben fasse Und nie, was du an mir gethan, Aus meinem Herzen lasse; Daß dessen ich in aller Noth Mich trösten mög' und durch den Zu dir ins Leben dringe!(Tod Cyr. Günther. 244. zu Gott und Christus. 291 244. Christ. Friedr. Richter. 85 74— N—— N 1 2 TT — 5 S N e ö 0 Wie wohl ist mir, o Freund der See ⸗ le, Wenn Ich steig' aus dunkler Schwermuths⸗höh⸗ le Und 1 1 ö 1 l. — — 5 a ˖= .—— 85 1 .—.—„ ——— 7 0* 7 0* ich in dei ⸗ ner Lie be ruh'! ei⸗ le dei⸗ nen Ar⸗ men zu. Da muß die Nacht des 0 2 —̃.— ———— 1 1— 1— 1— ö 2 4 f 1 0 14 E 2 ——— ————— F ee ö den, Wenn mit der Fül⸗ le sel'⸗ ger —— B 25— —.— I 5 Freu⸗den Die Lie ⸗ be strahlt aus dei⸗ ner Brust. Hier ist mein 75 1 0 ö ö 1 1 den, Der in dir su⸗chet Ruh' und Lust. wer ⸗ r . f 22 2 2— .——— e 2 1 1 1 2— 2. Die Welt mag sich mir feindlich zeigen, Es sei also, ich acht' es nicht; Will sie sich freundlich zu mir neigen, Ich flieh' ihr trügend Angesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu' den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, Blitzt auf mich des Gesetzes Weh', Naht schon die Hölle meinen Blicken, So schau' ich gläubig in die Höh' Und flüchte mich zu deinen Wunden: Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil: Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 245. zu Gott und Christus. 293 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich; Du gibst aus Wolken mir die Speise Und tränkest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen: Genug, wenn ich dich bei mir hab'! Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag Andern düster scheinen, Mir nicht: Ich steh' in deiner Hut, Und du, mein Leben, lässest Keinen, Deß Herz in deiner Liebe ruht. Wen macht des Weges End' erzittern, Wenn aus Gefahr und Ungewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildniß scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn' auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh' in dem Gemüthe Nach deiner unumschränkten Güte Des Himmels süßen Vorschmack sein! Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost! Mein Freund ist mein! 245. I. Eins ist Noth: Ach Herr, dieß ehre mich erkennen doch![Eine Alles Andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Unter dem das Herz sich plaget Und doch keine Ruh' erjaget: Aber Alles wird ersetzt, Wenn das Eine mich ergötzt. Wolfg. Chr. Deßler. Mel. 122: Jesu, meines Lebens Leben. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur. Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing' dich über die Natur! Da, wo Gott und Mensch vereinet, Wo der Gnaden Füll erscheinet Da nur ist das beste Theil, Eins und Alles, ew'ges Heil. 246. Lieder der Liebe 38. Als dieß Eine zu genießen Sich Maria dort befliß 1 Und sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ: O wie brannt' ihr Herz, die Lehren Aus desHeilands Mund zu hören, In dieß Eine nur versenkt, Drin ihr Alles war geschenkt! 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir! Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir. Ob auch mit dem großen Haufen Viele thöricht dir entlaufen, Bleib' ich doch bei dir, mein Hort: Geist und Leben ist dein Wort. 5. Volle G'nüge, Fried' und Freude Jetzo meine Seel' ergötzt, Weil auf eine frische Weide Du, mein Hirte, mich gesetzt. Nichts kann so mein Herz erlaben, Als wenn ich nur dich soll haben; Nichts ist, das mich so erquickt, Als wenn dich mein Glaub' erblickt. 6. Drum auch Jesu, du alleine Sollst mein Eins und Alles sein. Prüf', erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh', ob ich auf bösem Stege, Leite mich auf ew'gem Wege, Daß ich dein sei bis zum Tod, Und du mein, dieß Ein ist Noth! Joh. Heinr. Schröder. Adam Drese. 112 4 E E 1— E 9 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗ße Ruh'? Un⸗ter . 5—— 22 5 55 ä ih nn Al⸗len aus- er⸗ kon ren, 2 de⸗ rer, die ver⸗ 15413„e„ 14422 e eee E + 2 7 2—+— 2.. E— — 2. Glanz der Herrlichkeit, Du vor aller Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket In der Füll' der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 8.6 Großer Siegesheld, Hölle, Sünd' und Und ben Tod hast du bezwungen Und ein ew'ges Heil errungen Für die Sünderwelt Durch dein Blut, o Held! 4. Höchste Majestät, K König und Prophet Deinen Scepter will ich küssen, Wie Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 5. Laß mi ich deinen Ruhm Als dein G Eigenthum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigenthum, Du mein höchster Ruhm! Welt . Ziel h' mich an dein Wer Daß in Freud' und S chmerz Keine Macht von dir mich treibe, Du in mir, ich in dir bleibe. Herr, durch Freud' und Schmerz Zieh' mich an dein Herz! Und ihr Licht da⸗ zu, 10. Je ⸗ su, 7. Deiner Sanftmuth Schild, Deiner 2 Demuth Bild * anlege, in mich präge, aß kein Zorn noch Stolz sich Bor dir sonst nichts gilt(rege! Als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schran⸗ Sei du mein Gewinn, ken. Gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze Und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; Fördre meinen Lauf. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten. Ungefärbte Lieb' In die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand aus⸗ Habe auf mich Acht, lstrecken. Hüter in der Nacht! 90 29 6 Lieder der Liebe 12. Einen Heldenmuth, 1. Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein theures Blut. 247. Allgenugsam Wesen, Das ich hab' erlesen Mir zum höchsten Gut, Du vergnügst alleine Völlig, innig, reine Seele, Geist und Muth! Wer dich hat, Ist still und satt; Wer dir kann im Geist anhangen, Darf nichts mehr verlangen. Wem du dich gegeben, Kann im Frieden leben, Er hat, was er will. Wer im Herzensgrunde Lebt mit dir im Bunde, Liebet und ist still. Bist du da Und innig nah, Muß das Schönste bald erbleichen Und das Beste weichen. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüther, Trost in aller Pein, Was Geschöpfe haben, Kann den Geist nicht laben; Du vergnügst allein. Was ich mehr Als dich begehr', Kann mein Seligsein nur hindern Und den Frieden mindern. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todesthal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn. Joh. Anast. Freylinghausen. Mel. 187: Wort aus Gottes Munde. 4. Was genannt mag werden Droben und auf Erden, Alles reicht nicht zu. Einer nur kann geben Freude, Ruh' und Leben, Eins ist Noth, nur du! Hab' ich dich Nur wesentlich, So mag Leib und Seel verschmach⸗ Ich will's doch nicht achten.[ten, Komm, du liebstes Wesen, Das ich mir erlesen, Werd' mir offenbar! Meinen Hunger stille, Meinen Grund erfülle Mit dir selber gar! Komm, nimm ein Mein Herz allein,. Daß ich Allem mich verschließe Und nur dich genieße! Laß von dir mich scheiden Freuden nicht, noch Leiden, Keine Kreatur! Stets nach dir verlangen, Kindlich an dir hangen, Sei mein Himmel nur! Bleib' nur du Mein Gut und Ruh', Bis du wirst in jenem Leben Dich mir völlig geben! Gerh. Tersteegen. 248. zu Gott und Christus. 29 248. Mel. 237: Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 1. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! O welch ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht! 1 zie nach der Wahrheit schmachten. Dein Wort, Jesus, Ist voll Klarheit, Führt zur Wahrheit Und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Des Himmels großer König, Von ganzem Herzen preis' ich dich; Hab' ich dein Heil, so rühret mich Das Glück der Erde wenig. Zu dir Komm' ich; Wahrlich, Keiner Tröstet deiner Sich vergebens, Wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 3. Durch dich nur kann ich selig sein. O drücke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, Damit ich ganz dein eigen sei, Aus Weltsinn deinen Dienst nicht scheu' Und dein Gebot gern übe! Nach dir, Nach dir, Den ich fasse Und nicht lasse, Ewig wähle, Dürstet meine ganze Seele. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, Die Hoffnung, daß dein Angesicht Ich einstens soll erblicken. Du kannst indeß durch deine Kraft, Die Ruh' in müden Seelen schafft, Mich stärken, mich erquicken. Tröste Du mich, Seligmacher, Daß ich Schwacher Auf der Erde Himmelsfreuden inne werde! 5. Und wie, Gott Vater, preis' ich dich! Von Ewigkeit her hast du mich In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint, Er ist mein Bruder und mein Freund: Was ist's, das mich betrübet? Seele, Wähle Ihn, den Besten, Ihn, den Größten, Dir zum Freunde, Und dann fürchte keine Feinde! 298 249. Lieder der Liebe 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, Ihm müsse froher Lobgesang Mit jedem Tag erschallen, Dem Lamme, das erwürget ist, Dem Freunde, der uns nie vergißt, Zum Ruhm und Wohlgefallen! Tönet, Tönet, Jubellieder, Schallet wieder, Daß die Erde Voll von seinem Lobe werde! Joh. Ad. Schlegel, nach Ph. Nikolai. 249 1 5 ,——— Ae——ç —. 7. 1 55 5 3 E 1 ** 07 f 1 5 1. Wenn Al⸗ le un⸗ treu wer-der So bleib' ich dir doch 5 N* N ö N mf N 2 a0 SA nn„. 2 2 — 2 n ——— 2—— 5 1 7 2* 2 r ö treu, Daß Dank⸗bar⸗keit auf Er⸗den Nicht aus⸗ge⸗stor ⸗ ben — 8 N N P e D EE ————. 2 ͤ˙ A 0 4 0 5 2—— 2 1 52. 3 2 r— 25 A. renn W sei. Für mich* fing dich Lei⸗den, Ver⸗gingst für ——— Ne Nn Nanca af nN N 1„„. 3„„„ 2—— E 3E... E N 9 l 249. zu Gott und Christus. 299 D 1 L N J R— D 4. 1 —————— 2 2—— 2— N— E FE mich in Schmerz; Drum geb' ich dir mit Freu-⸗den Auf 1 5 FN 8 U 0— D N 222——— 9 2 5 1— 2—— 5 9 55 8 f—— 7 0 7 7 — —— 1 75 1 ̃ ̃—ͤuhA——+ ——— 1 5 7= e ⸗ wig die ⸗ ses Herz. 2 2 2 2 N ——— ̃ 0— F 0* f * S „Oft muß ich bitter weinen, Daß du gestorben bist Und Mancher von den Deinen Dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen Hast du so viel gethan, Und doch, was du errungen— Wie viele denken dran? „Du stehst voll treuer Liebe Noch immer Jedem bei; Und wenn dir Keiner bliebe, So bleibst du dennoch treu. 4. Die treuste Liebe sieget, Am Ende fühlt man sie, Weint bitterlich und schmieget Sich kindlich an dein Knie. Ich habe dich empfunden: O lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden Auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder Auch wieder himmelwärts Und sinken liebend nieder Und fallen dir ans Herz. Friedr. v. Hardenberg. 300 250. Lieder der Liebe 250. Dr. Heinrich Karl Breidenstein. U 15 4 N 1 ——— 2 2——— 72 1— 2—— 1—.—— *— 1.—— Lo 1 1 2 1. Wenn ich* nur ha be, Wenn er mein nur 1 Treu⸗ e nie ver⸗gißt: Weiß 0. von Lei ————— 2— 1— 5 Füh⸗le nichts als An⸗ dacht, Lieb und Freu ⸗ de. br 1 40 n 1 *** 9. 1 2 3 — 24 EE „ 1 1 f 4— 251. zu Gott und Christus. 301 2. Wenn ich ihn nur habe, Selig, wer an ihn sich hält! Lass' ich Alles gern, Tief versenkt im Schauen Folg' an meinem Wanderstabe Will ich siegen über Todesgrauen. Treu gesinnt nur meinem Herrn; 4. Wo ich ihn nur habe, Lasse still die Andern Ist mein Vaterland, Breite, lichte, volle Straßen wan⸗ Und es fällt mir jede Gabe dern. Wie ein Erbtheil in die Hand; 8. Wenn ich ihn nur habe, Längst vermißte Brüder Lass' ich gern die Welt; Find' ich nun in seinen Jüngern Was er beut, ist ew'ge Gabe: wieder. Fr. v. Hardenberg. 251. Ge. Friedr. Händel. 1 e 1 8 5— 4 1 2 2 1 1 . ⁵˙—11C!ß!ß ᷑—— 8 0* 9. 2 2—— U— 2 2—— 2— . ͤ 1. Wenn Chri⸗stus, der Herr, zum Men⸗ schen sich . 1 6 1 1. B — 22—— 8—— 2— S E 1 7 — —.— 2— 82 5 . 5 f— ö N b neigt, Wenn er sich als Hort dem Fle- hen ⸗den zeigt, Mag 1— 0 2 1 7 0 7 schwin⸗den das Le„ben, mag na- hen der Tod: Wir 302 252 Lieder der Liebe 1 1 1— 55 9 2 f 7 f 7 4— —ů———————.— 2.— kön nen nicht sin ⸗ ken; denn Helfer ist Gott. ö 2.** 1 0 N* 2 88 1 5 5— 2 f E 2 R f—— . 1 0 0 0 2. Wenn nahet die Qual, die Wonne vergeht, Die Thräne uns rinnt, nichts Ird'sches besteht: Zu ihm dann gewendet! Er ist unser Freund. Zu ihm dann gebetet, zu ihm dann geweint! 3. Nicht Menschen vertraut den lastenden Schmerz! Zum Himmel empor erhebet das Herz! Dort wohnet die Weisheit, die Güte, die Huld, Dort thronet die Gnade für unsere Schuld. 4. Wir beten zu dir, o Jesu, du Freund: Bewahr' uns vor Schuld, schütz' uns vor dem Feind! Du hast uns bewiesen die göttliche Huld, Du hast uns mit Blute getilget die Schuld. „Drum nahet dem Thron des Heilands der Welt Mit heiliger Glut! Er stärkt und erhält; Er ging einst hienieden in Menschengestalt, Bracht' Frieden und stürzte des Todes Gewalt. N Nikl. Kaiser. 252. Hs. Georg Nägeli⸗ 1. O Hirt, du ge treu⸗ er, Du See ⸗ len er⸗ * 1 — —— * 2 * 1 — 0 2 N 1 1 2 3— 5*— 1 F— 252. zu Gott und Christus. 303 5 cresc. dim — r 1 -———————— F ef T 5 freu-er, Zer⸗streu-e te Heer⸗den ver⸗lan⸗ gen nach 1 cresc. 4 1 4 dem DD 4 2 2 2 — 9 0 0 10 dir. Sie ir ren und za- gen, Sie su— und N 1 1 1. 4 1 — J— 3 1—— ———— PE E 2 J 0 f 8 0 dem. 2 2 N 2 2 5— N 1 I 2 18 1 2— 5— J 2 ö f 6 5 Haifa 5 . kla ⸗ gen: Ach stil⸗ le der seh nen ⸗den Her⸗zen Be⸗ gier! cresc. dem. 6 . — E — 1 2. O komm, sie zu schirmen In nächtlichen Stürmen, In düsteren Tagen der Noth und Gefahr; Auf sonnigen Auen Laß freundlich dich schauen Und weide und tränke die lechzende Schaar! 8. Es ströme dein Segen Auf kreuzenden Wegen Den Schmachtenden milde Erquickungen zu; Es rufe die Armen Herbei dein Erbarmen: Hier, Kummerbeladene, findet ihr Ruh'! 253. 4. Du Hort der Erlösten, Liebe O komm, sie zu trösten, Ihr Schutz und ihr Heil sei anheim dir gestellt! Schaff' Eingang dem Worte An jeglichem Orte: Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt! 253. 1. Gott bei mir an jedem Orte, Auf dem Meer und auf dem Land! Das ist mir aus seinem Worte, Aus Erfahrung wohlbekannt. Fragt ihr mich: Wer ist bei dir? Gott ist hier, Gott ist mit mir! 2. Meerestiefe, Todesjammer, Kerker schließen Gott nicht aus; Er ist bei mir in der Kammer, Auf dem Felde wie im Haus. Sitze, liege, stehe ich, Ueberall ist Gott um mich. Gott für mich! Das darf ich sagen; Er ist meiner Seele Gott. Darum kann ich nicht verzagen In Verfolgung, Kreuz und Spott. Fragt ihr: Mensch, was tröstet Höret es, Gott ist für mich! dich? 254. 1. Bleibt bei Dem, der euretwillen Auf die Erde niederkam, Der, um euern Schmerz zustillen, Tausend Schmerzen auf sich nahm. Bleibt bei Dem, der einzig bleibet, Wenn auch Alles untergeht, Der, wenn Alles auch zerstäubet, Siegend überm Staube steht. Alles schwindet, Herzen brechen, Denen ihr euch hier ergabt, Und der Mund hört aufzusprechen, Der euch oft mit Trost gelabt, Hs. Georg Nägeli. Mel. 242: Liebe, die du mich zum Bilde. 4. Seinen Sohn hab' ich gesehen In der Kripp' als armes Kind, Hab' ihn unter tausend Wehen Bluten sehn für meine Sünd'; Und so weiß ich festiglich: Gott, mein Heiland, ist für mich Gott mit mir! O welche Freude! Mit ihm hab' ich ruth und Kraft; Mit ihm hab' ich Trost im Leide, Kunst, Verstand und Wissenschaft. Fragt ihr: Mensch, wer hilft dir sol Gott mit mir! Deß bin ich froh, Noth und Tod will ich bezwingen, Wenn mein Gott nur mit mir it, Kann durch alle Netze dringen, Siegen über Macht und List. Rannst du das?— so sraget ihr. 5 5 3 171 stein! Das thut meinGGott mit mir! Christ. Heinr. Zeller. Mel. 161: Herz und Herz vereint zusammen. Und der Arm, der euch zum Stabe Und zum Schilde ward, erstarrt, lnd das Auge schläft im Grabe, Das euch sorgsam einst bewahrt. Alles stirbt, das Ird'sche findet In dem Irdischen sein Grab; Alle Lust der Welt verschwindes, Und das Herz stirbt selbst ihr al. Ird'sches Wesen muß verwesen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Ird'sche Fessel muß sich lösen, Ird'sche Blüte muß verblühn. 255. zu Gott und Christus. 305 4. Doch der Herr steht überm Staube Alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, Hoffe, lieb' und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet 255. Mel. 222 1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, Stets in deinem Dienste stehn; Nichts soll mich von dir ver⸗ 8 f treiben, Deine Wege will ich gehn. Du bist meines Lebens Leben, Meiner Seele Trieb und Kraft, Wie der Weinstock seinen Reben Zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2 Ktönnt' ich's irgend besser haben Als bei dir, der allezeit So viel tausend Gnadengaben Jür mich Armen hat bereit? Könnt; ich je getroster werden Als bei dir, Herr Jesus Christ, Dem im Himmel und auf Erden Alle Macht gegeben ist? 8. Wo ist solch ein Herr zu finden, Der, was Jesus that, mir thut, Mich erkauft von Tod und Sünden Mit dem eignen, theuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt' ich ihm nicht Treue 8 schwören, Treue bis in Tod und Grab? Und der geben kann, was bleibt, Der, wenn ihr euch ihm ver⸗ schreibet, Euch ins Buch des Lebens schreibt. K. J. Phil. Spitta. : Kehre wieder, kehre wieder. 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib' ich, So in Freude wie in Leid; Bei dir bleib' ich, dir verschreib' ich Mich für Zeit und Ewigkeit! Deines Winks bin ich gewärtig, Auch des Rufs aus dieser Welt; Denn der ist zum Sterben fertig, Der sich lebend zu dir hält. „Bleib' mir nah auf dieser Erden, Bleib' auch, wenn mein Tag sich neigt, Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde, schwache Haupt; Sprich dann:„Kind, hier geht's zu Ende, Aber dort lebt, wer hier glaubt!“ * „Bleib' mir dann zur Seite stehen, Wenn mir Grauen macht der Tod, Als das kühle scharfe Wehen Vor des Himmels Morgenroth. Wird mein Auge dunkler, trüber, So erhelle meinen Geist, Daß ich fröhlich zieh' hinüber, Wie man nach der Heimat reist. K. J. Phil. Spitta. 20 256. Lieder der Liebe 256. 15. Jahrhundert. 59 3 2 a f————— 4———— 6—————— . U D 1 0 O Je sus Christ, mein Le⸗ ben, Mein Trost in Dir hab' ich mich er ge- ben Im Le ben 11 4 4 N 5 4 1 7 1 1 f — 1—.— * 2— 5——.— —— 1 7— 57 1— E E F hr 1 ö al ⸗ ler Noth, g und im Tod. Ich will dein ei ⸗ gen sein, Er⸗ 5 lo- ser mei- ner See ⸗ le, Und ewig bist du mein! 1 n 1 2— —— — a—— 5—— ˖ n f 2. Du gingst, uns zu erlösen, 3. Nun singt von deinen Schmerzen In stiller Liebesmacht, Und deiner Herrlichkeit Umringt vom Heer des Bösen, Die Schaar versöhnter Herzen In Kampf und Todesnacht. Von Schuld und Tod befreit. Du, im Erliegen Held, Auch meine Seele sei, Durchbrachst des Todes Bande Du Retter der Verlornen, Und rettetest die Welt! Ein Loblied deiner Treu'! zu Gott und Christus. 307 4. Verläßt in bitterm Leide Mich auch die ganze Welt, So wird doch Eine Freude Mir nimmermehr vergällt: Der Herr ist mein Gewinn! Mein Jesus lebt! So fahre, Was irdisch ist, dahin! ö. Du bist mein ew'ges Leben, Mein Licht in dunkler Nacht; Drum will ich dich erheben Aus aller Herzensmacht Schon hier im Erdenstreit Und bald in Friedensstätten Der stillen Ewigkeit. Triumph! Bald werd' ich kommen Ins Reich der süßen Ruh; Dann jauchz'ich mit den Frommen Dir, o mein Heiland, zu. Zieh' kräftig mich hinauf! Ich will mit Freuden eilen, Zu dir geht ja mein Lauf! Meta Heußer. 257. Mel. 353: Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, sehe. 1. Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben? Mir ist so wohl in deiner Liebeshut! Du schmückest mich mit ew'gen Liebesgaben, Den du erkauft mit deinem heil'gen Blut. O, weich' mit deiner Gnade nicht von mir, So weich' ich nimmer, guter Hirt, von dir. 2 „Ich bleib' bei dir! Du lohnst mit ew'gem Leben, Mit ew'gem Sieg nach dieses Lebens Streit! Was kann die Welt dem armen Herzen geben, Als kurze Freud' und ew'ges Herzeleid? Für kurze Freuden tausch' ich ew'ge ein, Drum will ich nur bei dir, mein Heiland, sein. 3. Ich bleib' bei dir! Es kann mit allen Schätzen, Mit allen Gaben und mit aller Lust Die ganze Welt ja nimmer den ergötzen, Dem deine Liebe wohnet in der Brust. Du arme Welt, ich sehn' mich nicht nach dir, Ich bleib' bei Jesu, und er bleibt bei mir. 4. Ich bleib' bei dir, der du dich hingegeben Für alle Welt in heil'gem Liebesdrang. Ach wäre doch mein ganzes, ganzes Leben Dir, lieber Herr, ein heil'ger Lobgesang! Dann spräch' ich einst in meiner letzten Pein: Ich bleib' bei dir und bin nun ewig dein. Adolf Moraht. 25* 8 258. Demetrius Bortnianskg. 1 *— —— 0 2 1. Dir will ich dan⸗ken bis zum Gra be, So — ö 4. ——— .— —— 8 8— 3—————— S 1. 1 0 1 lang ich ath⸗- me, leb' und bin, Für dei ne theu er- the Ga- be, Daß ich durch dich er ⸗lö ⸗set 7 „ 2 Sade 1—— ä S — n——— —„ 4 2 r— 0 7 5— — 1— 2 —— D— F. 5 f 5 1 8 bin, Daß du,— bist für mich ge⸗stor⸗-ben Und zu Gott und Christus. mir den Him⸗ mel hast er⸗ wor- ben. — 0 ä————— ———————— 2. An dich nur will ich ewig denken, Du sollst mein Eins und Alles sein; Dir will ich meine Seele schenken, Zu dir mich halten ganz allein; Nach dir will ich voll Sehnsucht schauen Und dir in Demuth fest vertrauen. 8. Du bist ja nichts als lauter Liebe, Mein treuer Heiland und mein Hort, Und wenn auch nichts mir übrig bliebe, So hab' ich doch dein Himmelswort; Das wird mich halten und erquicken, Wenn mich Versuchung will berücken. 4. Die schnöde Welt mit ihren Gaben, Wie ist sie doch so öd' und leer Und kann das müde Herz nicht laben, Wenn Reu' und Angst es drücken schwer! Durch alle Güter dieser Erden Kann ja die Schuld nicht kleiner werden. 5. Nur Einer kann uns Alle retten Und führen aus des Wahnes Nacht; Nur Einer bricht der Sünde Ketten Und nimmt dem Tode seine Macht: Vor meines Jesu Gottesblicke Erschrickt der Feind und flieht zurücke. 6. Bis in den Tod ist er gegangen Für uns, die wir den Tod verdient; Am Kreuze hat der Herr gehangen Und unsre große Schuld gesühnt. Ja, dort hat er für uns gebeten Und uns erlöst von Furcht und Nöthen. 310 259. Vertrauens- und Trostlieder. 7. Und wenn wir uns mit bittrer Reue Zu seinem Gnadenthrone nahn, So nimmt er uns mit Liebestreue, Mit Freuden wieder auf und an, Und wenn wir fest im Glauben stehen, So werden wir ihn ewig sehen. 8. Nun wohl, ich habe kein Verlangen Als meinen Jesum ganz allein, An keinem Andern will ich hangen, Zu keinem sonst um Hilfe schrei'n; Von ihm will ich mich nimmer trennen Und nur für ihn in Liebe brennen. 9. Ich bin ja nichts, wenn er mir fehlet, Ich sterbe, hab' ich Jesum nicht; Wie er weiß Keiner, was mich quälet, Und wenn er: Friede! zu mir spricht, So mag die Welt mir Alles nehmen, Der Herr ist mein, mich soll's nicht grämen! 10. So nimm denn all' mein Sein und Wesen, Mein Denken, Glauben, Hoffen hin; Durch dich nur kann ich ganz genesen, Weil ich durch dich erlöset bin. Herr, nimm mich hin mit Herz und Streben In Freud' und Leid, in Tod und Leben! Gust. Fr. Ludw. Knal. D. Vertrauens- und Crostlieder. 259. Mel. 338: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. 1. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Noth, An meine Thür klopft an der Tod. Steh' du mir bei zu dieser Frist, Herr Jesus Christ, Der du des Todes Sieger bist! 2. Ist es dein Will', zieh' aus den Pfeil, Der mich verwundet, hilf und heil'! Rufst du zum frühen Tode mich, Der Thon bin ich, Mach' ganz ihn oder ihn zerbrich! 259. Vertrauens- und Trostlieder. 3. Nimmst du den Geist von dieser Erd', 2 Thust du's, daß er nicht böser werd' Und daß er frommen Herzen nicht Mit falschem Licht Entwende Trost und Zuversicht. ** * „Tröst', Herr Gott, tröst'! Die Krankheit steigt, Und Seel' und Leib dem Schmerz sich neigt. Nach deiner Gnad' steht mein Begehr, Zu mir dich kehr', Denn außer dir ist Hilf' nicht mehr! „Hinrinnt mein Leben, es ist um, Still wird es bald, mein Mund ist stumm, Mag nicht mehr stammeln nur ein Wort, Die Kraft ist fort, All' meine Sinne find verdorrt. „Darum, so bitt' ich, es ist Zeit, Führ', Herr, du selber meinen Streit! Ich bin gar schwach, du stärke mich, Fest halt' ich dich, Wie grimm der Feind auch stelle sich. ** * „Gesund, Herr Gott, ich bin gesund! Wie preiset dich mein Herz und Mund! Ins Leben kehr' ich wieder her, Dein Lob und Ehr' Will ich auskünden immer mehr. Wẽ̃ „Wie es auch geh', dein ist mein Herz, Bis einst mich rafft des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn, Mit schwerern Weh'n Vielleicht, als jetzo wär' geschehn. Doch trag' ich Feindes Hohn und Trutz Getrost, Herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht, Dein ist die Macht, Und ohne dich wird nichts vollbracht! Nach Huldreich Zwingli. 260. Vertrauens- und Trostlieder. 260. Mel. 39: Aus meines Herzens Grunde. „Von Gott will ich nicht lassen; 4. Es kann ihm nichts gefallen, Denn er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Sonst ging' ich in der Irr'. Er reicht mir seine Hand; Am Abend wie am Morgen Weiß er mich zu versorgen, Wo ich auch sei im Land. .Wenn sich der Menschen Treue Und Wohlthat all' verkehrt, So wird mir bald aufs Neue Sein' Macht und Gnad' bewährt. Er hilft aus aller Noth, Befreit von Sünd' und Schanden, Von Ketten und von Banden, ö Er hilft selbst aus dem Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit. Es kann mir nimmer grauen, Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt! Mein Leib, mein' Seel', mein Leben Sei Gott, dem Herrn, ergeben; Er schaff's, wie's ihm gefällt! 9. 261. Denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns Allen: Er hat uns Jesum Christ Geschenkt vom Himmelsthron Und reichlich uns bescheeret, Was Leib und Seel' ernähret, In seinem lieben Sohn. Lobt ihn mit Herz und Munde Für Alles, was er schenkt! Wie selig ist die Stunde, Darin man sein gedenkt! Sonst ist all' unsre Zeit Verloren hier auf Erden. Wir sollen selig werden Und sein in Ewigkeit. „Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Die, aller Freuden voll, Dieweil ich Christum kenne Und mich von ihm nicht trenne, Mein Erbtheil werden soll. Ludw. Helmbold. Was mein Gott will, 1 ge⸗scheh' all⸗zeit! Sein Will', der 1 Zu helfen ist er dem be⸗ reit, Der 9 ihn ö 0 2 r 2 1— 2. —— f 2— 5 F ae re ist der be ste. glau⸗bet fe ste. Er hilft 1 Noth, der treu⸗e Gott, Und 0 N e —] —.— 0— züch⸗ti get mit Ma- ßen! Wer ihm ver«⸗ traut, fest 2. Gott ist mein Trost, mein' Zuversicht, Mein' Hoffnung und mein Leben; Was mein Gott will, daß mir geschicht, Darein will ich mich geben. Sein Wort ist wahr; Denn all' mein Haar Er selber hat gezählet; Er schützt und wacht, Hat auf uns Acht Und sorgt, daß uns nichts fehlet. 314 262. Vertrauens- und Trostlieder. 3. Drum will ich gern aus dieser Welt Hingehn nach Gottes Wille Zu meinem Gott; wie's ihm gefällt, Will ich ihm halten stille. Mein' arme Seel' Ich Gott befehl' In meinen letzten Stunden. Dein Sohn, o Gott, Hat Höll' und Tod Für mich auch überwunden. 4. Eins bitt' ich noch und du wirst nicht Die Bitte mir versagen: Wenn mich der böse Feind anficht, Laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf mir und wehr', Ach Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, Dem wird's gewährt; Drauf sprech' ich fröhlich: Amen! Alb. v. Brandenburg. Psalm 42. — le Ein Hirsch le Sehn⸗suchts⸗ 1(Al. nach ei ⸗ ner Was⸗ser⸗ quel Al ⸗ so schreit auch mei- ne See 5 1 8 — a—— f 1— 2 22 schrei⸗ et mit Be gier, voll, mein Gott, nach dir. Nur nach dir, o Le-bens⸗gott, ang n Vertrauens- und Trostlieder. 58S Dür⸗stet sie in 15 rer a 1 Noth. Ach, wann werd' ich Sr —.— 5 F— —— 3 5 0 555 8 8 da⸗ hin ge ⸗ hen, Wo 10 kann— Ant ⸗litz se⸗ hen? 2. Thränen nur find meine Speise, Meine Nahrung Hohn und Spott, Da mein Feind in frevler Weise Täglich fragt: Wo ist dein Gott? Meine Seel' zerfließt in Weh, Daß ich nicht wie ehmals geh', Unter Dank und Jubelchören Dich in Zion zu verehren. 3. Was betrübst du dich, o Seele, Und bist banger Unruh' voll? Harr' auf Gott, sei still und wähle Ihn zum Trost! Er meint es wohl. Hoff' auf ihn mit Zuversicht! Bald wirst du sein Angesicht Leuchten sehn, ihn fröhlich preisen Und ihm Lob und Dank erweisen. 4. Merk ich nur auf Gottes Güte, Die er jeden Tag mir zeigt, So erhebt sich mein Gemüthe, Wie die Last es auch gebeugt. A 25—— f.——— — 7. 1 „Was betrübst du dich, — Oft lobpreis' ich in der Nacht Seine Liebe, seine Macht, Und ich bete nie vergebens Zu dem Schutzgott meines Lebens. 5. O mein Gott, mein Fels, wie lange Komm' ich nicht zu meiner Ruh'? Macht mir doch mein Feind so bange, Und du siehest immer zu. Es zermalmet mein Gebein, Wenn die Spötter täglich schrei'n: Wo ist Gott, auf den du bauest, Dem du all' dein Heil vertrauest? o Seele, Und bist banger Unruh' voll? Harr' auf Gott, sei still und wähle Ihn zum Trost! Er meint es wohl. Hoff' auf ihn mit Zuversicht! Bald wirst du sein Angesicht Leuchten sehn, ihn fröhlich preisen Und ihm Lob und Dank erweisen. Ps. 42. 316 — 10 * 2 6 3. 263. „In allen meinen Thaten Lass' ich den Höchsten rathen, Der Alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Mein Helfer sein mit Rath und That. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe; Mein Sorgen ist umsonst. Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich stell' es ganz in seine Gunst. .Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat ersehen Und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm mit mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Uebel schützt. Leb' ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, So hab' ich, was mir ewig nützt. „Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld. Mel. 113: O Vertrauens- und Trostlieder. 264. 6. 9. Welt, sieh hier dein Leben. Er wird auf mein Verbrechen Nicht gleich das Urtheil sprechen Und haben noch mit mir Geduld. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg oder zieh' ich fort, In Schwachheit— in Banden Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein theures Wort. . Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängniß gehn Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Ich will ihn freudig überstehn. Ihm hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen: Er weiß allein die rechte Zeit. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich erschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sochen Rath. Paul Flemming. Jak. Regnart. 1. Auf 2 lie⸗ ben Gott Trau' ich in Angst und 264. Vertrauens- und Trostlieder. 317 E 7 —— k 5 2— e 23— Noth: Der kann mich all ⸗ zeit ret ⸗ ten Aus Trüb ⸗sal, —ͤ—— 2 4—— —— N S —.— 74 1—— 2 3—— 5 ä — 2.— 7 E 2 E Angst und Nö⸗ 59 E S —— 8——— 2 1* —.—— 1 5* ———— .—— .— 5.5 5 1 1 0 steht in sei⸗ nen Hän ⸗ den. f 0 3 . ———. 11 2 0 2 2. Ob mich die Sünd' anficht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm will ich mich ergeben Im Sterben und im Leben. „Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben; Dem hab' ich mich ergeben. Ich sterb' heut' oder morgen, Er wird mich wohl versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du geduldig bist Für mich am Kreuz gestorben, Hast mir das Heil erworben, Uns Allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. „Erhöre gnädig mich, Mein Trost, das bitt' ich dich: Hilf mir am letzten Ende, Nimm mich in deine Hände, Daß ich getrost abscheide Zu deiner Himmelsfreude. „Amen zu aller Stund' Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, O Herr, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Dort ewig preisen. Amen. Sig. Weingärtner. 318 265. Vertrauens- und Trostlieder. 265. Eßlinger Choralbuch. 2—— . 4 2———̃ꝛů ů̃—̃ 1 5 ö ö ö — 9 2— 2 15 e ä. r E 7 F* 5 4 4„ 4 —.... ̃ ̃———„—¾—rtͤ J.— 2 2— 2.—————ͤͤ 2 F 5 7 Ear nee 1 TTCCCCTCTCT—T—T—T—T—T—T1.1T—T—T—TT—T—.. ————— 1—-———— 2 Gnad' ge le ⸗ gen, Ue⸗ ber al les Geld und Gut. b ———— 5 5 f 7— r Wer auf Gott di Hoff⸗nung se⸗ tzet, Der be⸗ hält ganz 2 J 1 f el ee 1 F 1 0 n en ü— + 3 1 —— 3 —————— 2 T ö ö— un ver le ⸗tzet Ei⸗ nen frei⸗ en Hel ⸗den⸗muth. — 2 266. Vertrauens- und Trostlieder. 319 8 „Der mich hat bisher ernähret Und so manches Glück bescheeret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet Und noch leitet und regieret, Wird forthin mein Helfer sein. S „Viele mühen sich um Sachen, Die nur Sorg' und Unruh' machen Und ganz unbeständig sind. Ich will nach den Gütern ringen, Die mir wahre Ruhe bringen, Die man in der Welt nicht find't. 2 Hoffnung kann das Herz erquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. 266. 1. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Deß, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. N Dem Herrn mußt du vertrauen Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts nehmen, Es muß erbeten sein. 0 7 2 Dein' ew'ge Treu' und Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht. N Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad' ergeben Und ihm Alles heimgestellt. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen; Es hat Alles seine Zeit. Ich hab'ihm nichts vorzuschreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. „Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, etwa um 1670. Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zu Stand' und Wesen, Was deinem Rath gefällt. Weg' hast du allerwegen, An Mitteln fehlt's dir nicht; Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann Niemand hindern, Dein' Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. „Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn! Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 320 267. Vertrauens- und Trostlieder. 6. Hoff', o du arme Seele, Hoff' und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großer Gnade rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der Alles führen soll: Gott sitzt im Regimente Und führet Alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Das Werk hinaus geführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und thun an seinem Theile, Als hätt' in seinem Sinn 267. Hab' ich doch Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im Glauben? 2. Arm und bloß kam ich ins Leben, Da es mir, Herr, von dir Ward zuerst gegeben; 10. II. Er deiner sich begeben Und sollt'st du für und für In Angst und Nöthen schweben, Frag' er doch nichts nach dir. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird dein Jammer schwinden Da du's am mind'sten glaubst! Er wird dein Herz entladen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Schaden Bisher getragen hast. Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon, Daß es dich ewig freue, Den Sieg, die Ehrenkron' Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt, „Mach' End', o Herr, mach' Ende Mit aller unsrer Noth!. Stärk unsre Füß' und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu' empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt. Mel. 97: Fröhlich soll mein Herze springen. 1. Warum sollt' ich mich denn [grämen? Arm und bloß werd' ich hinziehen Wann ich werd' Von der Erd' Wie ein Schatten fliehen. * 7 8—* 8 „Gut und Blut, Leib, Seel' und Ist nicht mein: Leben Gott allein Ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, Nehm' er's hin! Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt' ich drum verzagen? Der es sch ickt, der wird es wenden: Er weiß wohl, Wie er soll All' mein Unglück enden. 5. Gott hat 7 bei guten Tagen Oft ergötzt Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Treu ist Gott und übt mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 6. U nverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod auf⸗ Soll der Muth reiben, 8 gut Und fein stille bleiben. „Kann uns doch kein Tod mehr Sondern reißt[tödten, Unsern Geist Aus viel tausend Nöthen, — lie⸗ ben wun⸗der E zer nur den Den wird er Vertrauens⸗ und Trostlieder. 8 2 8 5 er- hal⸗ ten bar O0 10. 321 Schließt das Thor der bittern Und macht Bahn,[Leiden Da man kann Gehn zu Himmelsfreuden. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird Mich ohn' Ende laben. „Herr, mein Hirt, Brunn aller Du bist mein,[Freuden, Ich bin dein; Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin gelangen, Wo du mich Und ich dich Ewig werd' umfangen. Paul Gerhardt. Georg Neumark. mud hof⸗ et In al, ler und Trostlieder. 1 1— F auf ihn bee keit, 1 keit: Wer Gott, dem Al ler⸗ J 1 ö—— 2 N— 4 ——— — ö— 2 — E— 7 2— 85 B —.———— 3—.— 22— i höch⸗sten, traut, Der but auf kei ⸗ nen Sand ge⸗ baut. J 1 N 2„ 2 4 4 3 4— E 8——— 22 — E.— 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und warte, in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille Und sein allweiser Rath es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, was uns nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. 269. Vertrauens- und Trostlieder. 323 5. Denk' nicht in deiner Drangsalshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Daß ihm nur der im Schooße sitze, Den alle Welt für glücklich preist. Die Folgezeit verändert viel Und setzet Jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, Und ist dem Höchsten Alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, Verricht' das Deine nur getreu, Und trau' des Himmels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu. Denn wer nur seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark. 269. 1710 4„ —0 2 N a 1 2 ——-———— 15.————— N * 5— 1. Sollt es gleich bis-wei-len schei⸗nen, age ver lie ße 1 3 N 2 4. 2 2 es- ——— 6 1— F 2 1—— E 2—— — N 1— 7 2——— 55 r 1 1 0 Gott die Sei ⸗ nen, 2 so glaub' und weiß 5 dieß: 5* 7 ö 6 8 F 2 1* N 2— ** I* 2 N Vertrauens- und Trostlieder. 8 ä— 1 85 2. Hilfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, wenn's nöthig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, Wonach ihre Kinder streben, So hält Gott auch Maß und Ziel; Er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, Wenn die Noth am allergrößten; Er ist gegen mich, sein Kind, Mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen, Ich kann seine Macht verlachen; Drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken Und auf mein Verderben denken, Sind sie mir ohn' Ursach' feind, Gott im Himmel ist mein Freund. 2 7. Laß die Welt nur immer neiden, Laß sie hassen mich und meiden, Ich doch frage nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach“ 8. Will sie mich gleich von sich trei⸗ ben, Muß mir doch der Himmel blei⸗ ben; Ist der Himmel mein Gewinn, Geb' ich gern das Andre hin. 9. Welt, ich will dich gerne lassen; Was du liebst, das will ich hassen. Deine Güter bringen Noth, Lasse mir nur meinen Gott! 10. Ja, Herr, wenn ich dich nur habe, Frag' ich nichts nach andrer Gabe; Legt man mich gleich in das Grab, G'nug, Herr, wenn ich dich nur hab'! Christ. Titius. Severus Gastorius. Was Gott thut, das ist wohl⸗ge⸗than; Es bleibt ge⸗recht sein » Wie er fängt mei⸗ne Sa⸗ chen an, Will ich ihm hal⸗ten 325 7 . Er ist mein Gott, Der in der Noth Mich FCC 2 8 ä —— ä— 0. 0 0 0 1 * 84 E 2 — wohl weiß zu er- hal ten: Drum lass' ich ihn nur wal ⸗ ten. Fre 8—2. 1 . 1 2. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Er wird mich nicht betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn: So lass' ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Er wird mich wohl bedenken; Er als mein Arzt, der helfen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei. Gott ist getreu: Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Er ist mein Licht, mein Leben, Der mir nichts Böses gönnen Ihm will ich mich ergeben[kann: 5. 6. In Freud' und Leid. + Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil ich zuletzt Doch werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan. Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten: Drum lass' ich ihn nur walten. Sam. Rodigast. 326 271. Vertrauens- und Trostlieder. 272. 271. 1. Gott will's machen, Daß die Sachen Gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen Immer schwellen, Wenn du nur bei Jesu bist. 2. Gott, dein Wächter g Und Verfechter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den Höhen Aufzusehen, Das ist deine Glaubenspflicht. Im Verweilen Und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz; Laß dein Weinen Bitter scheinen, Dein Schmerz ist auch ihm ein Schmerz. Glaub' nur feste, Daß das Beste Ueber dich beschlossen sei; Wenn dein Wille Nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. „Willst du wanken In Gedanken, Faß dich in Gelassenheit; ö Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. 5 Den sorgen, auch morgen Herr ist über Freud' und Leid. 6. Der dich führet Und regieret, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, Scheint's gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 7. Wenn die Stunden Sich gefunden, Bricht die Hilf' mit Macht herein, Und dein Grämen Zu beschämen, Wird es unversehens sein. 8. Nun so trage Deine Plage Fein getrost und mit Geduld! Wer das Leiden Will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 9. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt' ich still. Es geschehe Und ergehe, Wie und wann und was er will. Joh. Dan. Herrnschmidt. 272. 5— —— KB. . 1 7 1 0 Mein Gott, wie bist d so ver ⸗ bor ⸗ gen, Wie Was hel ⸗ fen al le mei ⸗ ne Sorgen? Du Vertrauens- und Trostlieder. ———— —— 2 2 ee — 8. 1 72 7 7 0 1 0 5 ist dein Rath so wun⸗ der ⸗ bar! hast ge⸗ sor⸗ get, eh' ich war. Mein Va⸗ ter, führ' mich 1 3 2 1 1 72————2— .—— e 1— f. 2— im⸗mer⸗dar Nur se⸗ lig, wenn gleich wun⸗der ⸗ bar! J ee 5 2— 7——— — 1 2 1 5— 8 f f 2 2. Herr, wer kann deinen Rath ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, Wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 3. Gott, deine heiligen Gedanken Sind himmelweit von Menschenwahn; Drum leite mich in deinen Schranken Und halte mich auf rechter Bahn. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 4. Dir will ich ganz mich überlassen Mit Allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 328 273. Vertrauens- und Trostlieder. 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre In Glück und Unglück, Freud' und Leid! Lenk' Alles, Herr, zu deiner Ehre Und meiner Seele Seligkeit! Ja, Vater, führ' mich immerdar Nur selig, wenn gleich wunderbar! 273. 1. Wie Gott mich führt, so will ich Ohn' alles eigne Wählen.[gehn Geschieht, was er mir ausersehn, Wird's mir an Keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh' ich mit Und folge willig Schritt für Schritt In kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich Und folge seinem Leiten,[till Obgleich im Fleisch der Eigenwill' Oft sucht zu widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, In Zeit und auch in Ewigkeit Stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ gnügt, Ich ruh' in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, Wie er es auch mag wenden, 274. „Seele, sei zufrieden! Was dir Gott beschieden, Das ist Alles gut. Treib' aus deinem Herzen Ungeduld und Schmerzen, Fasse frischen Muth! Ist die Noth Dein täglich Brot, Mußt du weinen mehr als lachen: Gott wird's doch wohl machen! . E Mel. 284: Nein, 2 Sal. Frank. Mel. 36: Gott, deine Güte reicht so weit. Das sei ihm Alles heimgestellt; Er mach' es, wie es ihm gefällt, Zum Leben oder Sterben! Wie Gott mich führt, so bleib' ich treu Im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, Was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum Besten dienen. „Wie Gott mich führt, so geb'ich mich In seinen Vaterwillen. Scheint's mir auch jetzt noch wunderlich, Dereinst wird er enthüllen, Vie er nach seinem Gnadenrath Mich treu und wohl geführet hat. Dieß sei mein Glaubensanker. Lamp. Gedicke. ich will nicht sorgen. „Scheint der Himmel trübe, Stirbt der Menschen Liebe Dir auch ganz dahin; Kommt das Mißgeschicke Fast all' Augenblicke Und quält deinen Sinn: Nur Geduld! Des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen; a Gott wird's doch wohl machen! 275. Vertrauens- und Trostlieder. 3. Ungeduld und Grämen — nichts von uns nehmen, Macht nur größern Schme erz; Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet: Drum Geduld, mein Herz! Wirf, mein Sinn, Die Sorgen hin! Drücket gleich die Last den Schwachen, Gott wird's doch wohl machen! 4. Wer ein Christ will heißen, Muß sich auch befleißen, Alles auszustehn. Mag in Ungewittern Erd' und Himmel zittern, Ja zu Grunde gehn: Der steht fest, Den E Gott nicht läßt. Drum laß alle Wetter krachen, Gott wird's doch wohl machen! 5. Auf die Wasserwogen Folgt ein Regenbogen, Und die Sonne blickt: So muß auf das Weinen Lauter Freude scheinen, Die das Herz erquickt. Laß es sein, Daß Angst und Pein Mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wird's doch wohl machen! . Kronen sollen tragen, Die des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten Und Gott lassen walten, Das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, O Seele, für, Aller Noth getrost zu lachen: Gott wird's doch wohl machen! Also soll es bleiben: Ich will mich verschreiben, Gott getreu zu sein. Beides, Tod und Leben, Bleibet ihm ergeben, Ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel Ist: Wie Gott will. Drum sag' ich in allen Sachen: Gott wird's doch wohl machen! Benj. Schmolck. Heinr. Egli. 1. Was ist's, daß 3 ich mich quä⸗ le? Harr' sei ⸗ ner, 2 330 275. Vertrauens- und Trostlieder. . 1 9 ———+— 71777444 1 2— 2 2——ů— 4 ö mei ne See- le, Harr' und sei un ver zagt! Du 1 99 P —5 5—— 5—— 1.—— 31 f f f —— 2 a ———— 232—— —— N 1 n ö 0 0 ö ö weißt nicht, was dir nü e- tzet, Gott weiß es und Gott en Nen 2 8. .Er zählte meine Tage, Mein Glück und meine Plage, Eh' ich die Welt noch sah; Eh' ich mich selbst noch kannte, Eh' ich ihn Vater nannte, War er mir schon mit Hilfe nah. Die kleinste meiner Sorgen Ist dem Gott nicht verborgen, Der Alles sieht und hält. Und was er mir beschieden, Das dient zu meinem Frieden, Wär's auch die größte Last der Welt. 1 „Ich lebe nicht auf Erden, glücklich hier zu werden; Lust der Welt vergeht. lebe hier, im Segen Den Grund zum Glück zu legen, Das ewig wie mein Geist besteht. .Was dieses Glück vermehret, Sei mir von dir gewähret, Gott, du gewährst es gern! Was dieses Glück verletzet, Wenn's alle Welt auch schätzet, Sei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 276. Vertrauens- und Trostlieder. 277. 331 6. Sind auch der Krankheit Plagen, 7. Du bist der Müden Stärke, 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, 3. Dir will ich mich ergeben, — Der Mangel schwer zu tragen, Noch schwerer Haß und Spott, So harr' ich und bin stille Zu Gott; denn nicht mein Wille, Dein Wille nur gescheh', o Gott! 276. Des Lebens Glück empfunden Und Freuden ohne Zahl, So will ich denn gelassen Mich auch im Leiden fassen: Welch' Leben hat nicht seine Qual? Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? Nicht meine Ruh', mein Leben Mehr lieben als den Herrn; Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen: Du hilfst und du errettest gern. Und aller deiner Werke Erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, Wenn Gott mich will bewahren? Und du, mein Gott, bewahrest mich. Christ. F. Gellert. Mel. 51: Herr, der du mir das Leben. 1. Ich hab' in uten Stunden 9 4. Laß du mich Gnade finden, 6. Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein! 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Noth. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; Der Herr wird Alles lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn. Christ. F. Gellert. 277. Mel. 270: Was Gott thut, das ist wohlgethan. Auf Gott und nicht auf meinen Will ich mein Glücke bauen[Rath Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen Tagen Als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nützen würde, Bestimmte meine Lebenszeit, Mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre Nicht zu besiegen wäre? 332 278. Vertrauens- und Trostlieder. 8. Gott kennet, was mein Herz be⸗ gehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, Wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich Stets väterlich; Nicht was ich mir ersehe, Sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Noth Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt uns doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt Gott es Keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit! Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit! Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten: Der Herr hilft seinen Knechten. Christ. F. Gellert. Joh. Rud. Ahle. 2 5 5——.—. U—— 7 7— f 5 1 5 7 6 1(Gott ist ge⸗ treu! Sein Herz, sein Va ⸗ 8 1 Gott ist ge⸗ treu! Im ohl⸗sein und im herz Ver ⸗läßt die 1 n. Sei ⸗ nen nie. en Er- freut und trägt er Stürzt ein, ihr sie. Mein Glau⸗bens⸗ E — 2 1—— Ber ⸗ ge, fallt, ihr grund hat die ⸗ses Si gel: Gott ist ge 24 2 4. 2. E. ̃ ⁵— B 2 EE 2. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund! Ich weiß, ich hoff' es fest, Daß er mich nie durch einen argen Feind Zu hart versuchen läßt. Er stärket mich nach seinem Bunde In meiner Prüfung trübster Stunde. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Er thut, was er verheißt, Er sendet mir sein Licht! Wenn dieses mir den Weg zum Leben weist, So irr' und gleit' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich Bei Allem, was er thut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Ruthe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelsleiter, Der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu! 5. Gott ist getreu! Er hat uns selbst befreit Von unsrer Sündennoth Durch seinen Sohn, durch dessen Heiligkeit Und blut'gen Opfertod. Damit wir möchten nicht verderben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Er, deß ich ewig bin, Sorgt für mein ewig Wohl. Er rufet mich zu seinem Himmel hin, Will, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden Und läßt mich Trost durch Christum finden. Gott ist getreu! 334 279. Vertrauens⸗ und Trostlieder. 7. Gott ist getreu! Stets hat sein Vaterblick Auf seine Kinder Acht! Er sieht's mit Lust, auch wenn ein irdisch Glück Sie froh und dankbar macht. Was uns zu schwer wird, hilft er tragen: Mein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, Dich Gottes stets zu freun? Sei Gott getreu und fürchte nichts; mag doch Die Welt voll Falschheit sein! Selbst falscher Brüder Neid und Tücke Wirkt mit zu Josephs Ehr' und Glücke. Gott ist getreu! 9. Gott ist getreu! Vergiß es, Seele, nicht, Wie zärtlich treu er ist! Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, Weil du so werth ihm bist. Halt' fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß nichts den starken Trost dir rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 279. Mel. 278: Gott ist getreu. 1. Verlaß mich nicht, mein Gott, verlaß mich nicht, Da mich der Jammer drückt! Ach, sende mir in Finsterniß dein Licht, Daß es mein Herz erquickt. Ich liege, Herr, vor dir im Staube; Bald wankt, bald siegt mein schwacher Glaube: Verlaß mich nicht! 2. Verlaß mich nicht, Herr, sei von mir nicht fern! Denn ach, die Angst ist nah! Mein Glaube weiß: Die Hilfe kommt vom Herrn, Sonst ist kein Helfer da. Werd' ich bald deine Hilfe sehen? Ach, eile, Herr, mir beizustehen! Verlaß mich nicht! 3. Verlaß mich nicht! Sieh, wie mein mattes Herz Im matten Leibe bebt! Ich fühle kaum vor Kummer, Angst und Schmerz Die Kraft, die mich belebt. Mein Jammer kommt mit jedem Morgen, Die finstre Nacht bringt finstre Sorgen: Verlaß mich nicht! 280. Vertrauens- und Trostlieder. 4. Verlaß mich nicht, ob auch der beste Freund, Den du mir gabst, mich läßt! Wenn meine Treu' verlorne Treu' beweint, So halt' nur du mich fest! Wenn du mein Liebstes von mir trennest, So zeige, daß du trösten könnest! Verlaß mich nicht! 5. Verlaß mich nicht! Wenn du nur bei mir bist, So hab ich Hilf' und Muth; Der bittre Kelch wird mir durch dich versüßt, Du bleibst das höchste Gut. Wenn die, die für mich lebten, sterben, So laß mich Trost und Segen erben! Verlaß mich nicht! 280. J. Gott hat in meinen Tagen Mich väterlich getragen Von meiner Jugend auf; Ich sah auf meinen Wegen Des Höchsten Hand und Segen, Er lenkte meinen Lebenslauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; Dioch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Thal zum Licht. 8. War Menschenhilf' vergebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Wußt' ich mir nicht zu rathen, So that Gott große Thaten Und nahm sich meiner mächtig an. 4., Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein“. Ehrenfr. Liebich. Mel. 275: Was ist's, daß ich mich quäle. Dieß hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, Was er verheißen, halten; Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Muth 9 Kraft mir ei. 6. Noch wenig bange Stunden, Dann hab' ich überwunden; Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche großen Freuden Sind nach dem letzten Leiden Vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich dem Vater hat versöhnt. Jak. Fr. Feddersen. 336 281. Vertrauens- und Trostlieder. 282. 281. 1. Fortgekämpft und fortgerungen, Bis zum Lichte durchgedrungen Muß es, bange Seele, sein. Durch die tiefsten Dunkelheiten Kann dich Jesus hin begleiten, Muth spricht er den Schwachen ein. Bei der Hand will er dich fassen; Scheinst du gleich von ihm ver⸗ lassen, Glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken: Bald wirst du voll Freude danken, Bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Bald strahlt dir sein Blickentgegen; Hoffe, harr' auf dunkeln Wegen! Nie gereut ihn seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Wonne bald wird deine Qual. „Weg von aller Welt die Blicke! Schau' nicht seitwärts, nicht zurücke, Nur auf Gott und Ewigkeit! Nur zu deinem Jesus wende Aug' und Herz und Sinn und Hände, Bis er himmlisch dich erfreut. Mel. 82: Himmelskönig, Gott der Gnaden. 5. Aus des Jammers wilden Wogen Hat dich oft herausgezogen Seiner Allmacht treue Hand. Nicht zu kurz ist seine Rechte; Wo ist Einer seiner Knechte, Der bei ihm nicht Rettung fand? . Schließ' dich ein in deine Kammer, Geh' und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht em⸗ pfinden, Worte nicht, nicht Thränen finden, Klag' ihm schweigend deinen Schmerz! Kräftig ist dein tiefes Schweigen; Gott wird sich als Vater zeigen; Glaube nur, daß er dich hört! Glaube, was du mögest beten, Daß dich Jesus will vertreten Und der Vater es gewährt. Drum so will ich nicht verzagen, Mich vor Gottes Antlitz wagen, —* 2 5 Flehen, ringen fort und fort. Ja, ich werde überwinden; Wer ihn sucht, der wird ihn finden, Wird ihn haben hier und dort. 90 0 Joh. Kasp. Lavater. Psalm 134. 1. Von dir, o Va⸗ ter, nimmt mein Herz Glüch 19 ——— * f 1 an, Weil dei⸗ ne Hand nur seg- nen kann. 2. Nur du, der du allweise bist, Nur du weißt, was mir heilsam ist, Nur du siehst, was mir jedes Leid Für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ist Alles dunkel um mich her, Die Seele müd und freudenleer, Bist du doch meine Zuversicht Und in der Finsterniß mein Licht. . Wie oft, Herr, zagt' ich, und wie oft Half deine Hand mir unverhofft! Den Abend weint' ich und darauf Ging mir ein froher Morgen auf. 5. Sagt's Alle, die Gott je geprüft, Die ihr zu ihm um Hilfe rief't, Sagt's, Fromme, ob er das Gebet Geduldig Leidender verschmäht! 6. Die Stunde kommt früh oder spät, Wo Dank und Freud' aus Leid ersteht, Wo Pein, die Stunden nur gewährt, In Freudentage sich verkehrt. 338 283. Vertrauens- und Trostlieder. 284. 7. Schau' deinen Heiland gläubig an, Wenn Niemand dich erquicken kann! Schütt' aus dein Herz in seinen Schooß, Denn seine Huld und Macht ist groß. 8. Einst hat auch er, der Menschenfreund, Im Thränenthale hier geweint; Auf deine Thränen hat er Acht Und dir zu helfen hat er Macht. 9. Und helfen will er, zweifle nicht! Er hält getreu, was er verspricht: „Nicht lassen will ich, Seele, dich! Sei guten Muths und glaub' an mich!“ Joh. Kasp. Lavater. 283. Mel. 114: Der am Kreuz ist meine Liebe. 1. Wenn der Herr einst die Ge⸗ Ach, der Pfad ist steil und weit, fangnen Kürze du die Prüfungszeit; Ihrer Bande ledig macht, Führ' uns, wenn wir treu ge⸗ O dann schwinden die vergangnen stritten, Leiden wie ein Traum der Nacht; In des Friedens stille Hütten! Dann wird unser Herz sich freun, 3. Ernten werden wir mit Freuden, Unser Mund voll Lachens sein;; Was wir weinend ausgesä't; Jauchzend werden wir erheben Jenseits reift die Frucht derLeiden, Den, der Freiheit uns gegeben. Und des Sieges Palme weht. 2. Herr, erhebe deine Rechte, Unser Gott auf seinem Thron, Richt' auf uns den Vaterblick; Er, er selbst, ist unser Lohn! Rufe die zerstreuten Knechte Die ihm lebten, die ihm starben, In das Vaterhaus zurück! Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottl. Bürde. Hs. Georg Nägeli. 1 ö Nein, ich will nicht sor ⸗ gen! Weiß ich denn, ob 1 Der so treu mich führ ⸗ te, Im mer recht re⸗ 1 * 2 morgen Noch das Licht mir scheint? gierte, Bleibt mit mir ver⸗ eint. Geht die Bahn Nur 1 er vor ⸗ an, Sei sein Weg mir auch ver ⸗ bor ⸗ gen, 2. 1: rr — f———ů—ů— 2 2— F Wa rum sollt' ich sor⸗ 2 13 2 —————— ——— —— 1 gen? 4 2. Nein, ich will nicht klagen! Sollt' ich denn verzagen, Weil der Trost verzieht? Wenn des Herzens Sehnen, Wenn die stillen Thränen Nur der Vater sieht! Ungeduld Wird oft zur Schuld; Was er auflegt, hilft er tragen! Sollt' ich denn verzagen? ————— 3. Nein, ich will nicht wählen! Ach, ich möchte fehlen, Leicht getäuscht vom Schein. Schwach sind meine Sinnen, Sehn wohl das Beginnen, Nicht den Ausgang ein. Meine Wahl Ward oft zur Qual; Mag sein Plan sich mir verhehlen, Gott kann niemals fehlen. 4. Wie viel tausend Sonnen, Vertrauens- und Trostlieder. 340 285. Seinem Licht entronnen, Zeigt er Bahn und Lauf! Aller Wesen Meister, Wie viel tausend Geister Blicken zu ihm auf! Allen hat Sein weiser Rath Schmerz und Freuden zugemessen; Sollt' er mein vergessen? „Ihm will ich vertrauen! Glaube führt zum Schauen, Hoffnung stärkt das Herz. Ist der Himmel trübe, Gott bleibt doch die Liebe; Liebe heilt den Schmerz. Was mich drückt, Hat sie geschickt, Werd' ich nur inPrüfungsstunden Treu bewährt erfunden. — 285. Mel. 278: 6. Bin ich ganz verlassen, Kann der Geist nicht fassen, Was der Vater will: Halt' ich auch in Schmerzen Mit ergebnem Herzen Ihm gehorsam still. Was er thut, Ist recht und gut; Jede Trübsal dieser Erden Soll zum Heil mir werden. Sei mir Kampf beschieden, Führet doch zum Frieden Mich des Sieges Bahn. Der den Tod bezwungen, Der den Sieg errungen, Kämpfte mir voran. Du, o Held, Bezwangst die Welt! Wer dir folgt, kann nicht erliegen; Mir auch hilfst du siegen! Aug. Herm. Niemeyer. Gott ist getreu. 1. Gott ist mein Hirt: Was mangelt jemals mir? Ihm folg' ich fröhlich nach. Er weidet mich auf grüner Aue hier, Führt mich zum frischen Bach. Er labt mein Herz mit seiner Gnade Und leitet mich auf sanftem Pfade Mit Hirtentreu'. 2. Und wandr' ich auch das finstre Thal hinab, Kein Unglück fürchte ich. Du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab Ist Trost und Schutz für mich. Sei's auch, daß Feinde mich beneiden: Du ladest mich zum Mahl der Freuden An deinen Tisch. Du salbst mein Haupt mit heil'gem Oel und schenkst Mir voll den Becher ein. Mein Hirt, der du so gnädig mein gedenkst, Du wirst mir Alles sein. Du labest mich schon hier mit Und dort wird ewig nichts mich Freuden, scheiden Von dir, mein Heil. Nach Psalm 28. Vertrauens- und Trostlieder. 286. A. n——* 3 +—— 1 J— 2 2 2 5 5—— 2 2— 2 2—— 1 8 1. Ge⸗ treu ⸗ er Gott, ich hoff' auf dich In — D 1 ö al ⸗ ler mei ⸗ ner Noth; Ich weiß ge⸗ wiß, du IF 2 N —..— 14— 2 Dr —— 77 — 5— 7 2 2 ö 8 1 7 7 schü⸗tzest mich, Wenn mir ein Un⸗glück droht. —.——— 7 1 E 2 —— — 5 0 5* f ö f 2. Ich trag', o Gott, mit stillem Sinn, Und schenkst uns schon das Vor⸗ Was mir dein Rath beschließt, Der überird'schen Welt.[gefühl Und blicke nach dem Himmel hin, 4. Drum hoff' ich glaubensvoll auf d Wo meine Heimat ist. Du meiner Seele Hort!(dich, 8. Du hast des Glaubens letztes Ziel Du segnest und beglückest mich Uns durch dein Wort erhellt, Und hilfst mir hier und dort. Christ. Ludw. Neuffer. Vertrauens- und Trostlieder. 287. Cäsar Malan. 88 1 —— 1— E. S. 2.—*—— e 1. Har re, mei ⸗ ne See⸗le, har re des Herrn! 5 .. ———— —————— —̃ä—-—-—᷑:æ—— 22 2 mn „„— 1— 2— ä I. 1———— ö N* zagt, Bald der Mor⸗gen tagt, Und ein neu⸗ er Früh⸗ling ————— 4 1— — E e ä . 7 2 ca eh Folgt dem Win⸗ter nach! In al⸗len Stür⸗men, in al ⸗ler dim.— 7 f 8 6*— ö f 0 *. S. . ige e. in 2 9— . Pr T— ———.— 73 e Noth, Wird er 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Wenn Alles bricht, Gott verläßt uns nicht; 288. 1. Ich steh' in meines Herren Hand Und will drin stehen bleiben; Nicht Erdennoth, nicht Erdentand Soll mich daraus vertreiben. Und wenn zerfällt die ganze Welt, Wer sich an ihm, und wen er hält, Wird wohlbehalten bleiben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Und Wunder sollen schauen, Die sich auf sein wahrhaftig Wort Verlassen und ihm trauen. Er hat's gesagt, und darauf wagt 5 Mein Herz es froh und unverzagt Und läßt sich gar nicht grauen. 8. Und was er mit mir machen will, Ist Alles mir gelegen; Ich halte ihm im Glauben still Und hoff' auf seinen Segen: dich be⸗schir⸗men, der treu⸗e Gott! g n Größer als der Helfer Ist die Noth ja nicht! Ewige Treue, Retter in Noth, Rett' auch unsre Seele, Du treuer Gott! Fr. Räder. Mel. 129: Wach' auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. Denn was er thut, ist immer gut, Und wer von ihm behütet ruht, Ist sicher allerwegen. . Ja, wenn's am schlimmsten mit mir Freu' ich mich seiner Pflege:[steht, Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint: Er ist doch nimmermehr mein Feind Und gibt nur Liebesschläge. Und meines Glaubens Unterpfand Ist, was er selbst verheißen, Daß nichts mich seiner starken Soll je und je entreißen.[Hand Was er verspricht, gereut ihn nicht. Er bleibet meine Zuversicht; Ihn will ich ewig preisen. K. J. Phil. Spitta. 344 289. Vertrauens- und Trostlieder. 290. 289. „Nicht menschlicher Rath, Noch Erdenverstand Mag finden den Pfad Ins himmlische Land; Der Pilger im Staube Muß trostlos vergehn, Erlischt ihm der Glaube: Der Herr wird's versehn! 2. Zwar zittert das Herz, Wenn Stürme sich nahn, Vergißt oft im Schmerz, Was Gott ihm gethan. Doch, wird in dem Wetter Die Sonne vergehn? O siehe, dein Retter, Der Herr wird's versehn! .Wenn Friede dir fehlt, Und irdischer Sinn Dich müde gequält, Dann wende dich hin Zu Golgathas Hügel Und opfre dein Flehn; Dort schimmert das Siegel: Der Herr wird's versehn! „Wenn sehnend dein Aug' Aufschauet zum Licht, Du seufzest: Ich taug' Ins Heiligthum nicht! 290. . Stille halten deinem Walten, Stille halten deiner Zucht, Deiner Liebe stille halten, Die von je mein Heil gesucht, Ja, das will ich, wie's auch geh', Wie's auch thu' dem Herzen weh! . Stille halten ohne Klage, Ohne Murren, ohne Trotz, Was dazu die Welt auch sage; Mel. 251: Wenn Christus, der Herr. Dann wird vom Erbarmer Ein Hauch dich umwehn: Sei fröhlich, du Armer! Der Herr wird's versehn! .Er kennet dein Herz Von Ewigkeit her, Er wäget den Schmerz Und prüft nicht zu schwer; Den Seinen muß Alles Zum Besten geschehn, Der Tilger des Falles, Der Herr, wird's versehn! .So wandelt sich's leicht In jeglichem Stand; Dein Jesus, er reicht Dir gnädig die Hand. Durch Nacht und durch Grauen, Durch Tiefen und Höhn Führt froh das Vertrauen: Der Herr wird's versehn! Und endet der Weg An drohender Gruft, Noch glänzet ein Steg In himmlischer Luft! Dort winket der Glaube Hinüber zu gehn, Und singt auf dem Staube: Der Herr wird's versehn! Alb. Knapp. Mel. 148: Komm', o komm', du Geist des Lebens. Ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir's war Still zu halten immerdar. 3. Wo ich's selber wollte zwingen Und es wagen ohne dich, Ach, da sanken mir die Schwingen Meines Muthes jämmerlich! Aber, wo ich stille hielt, Hast du stets mein Heil erzielt. 291. Vertrauens- und Trost tlieder. 345 4. Ward es anders auch gewendet, Ging's durch banges Dunkel oft, Immer hat es gut geendet, Besser, als ich je gehofft, Besser als bei Tag und Nacht Ich's im Herzen ausgedacht. „Darum will ich stille halten Tag und Nacht, Jahr ein und aus! Bricht auch neues zu dem alten S* Kreuz und Leid herein ins Haus, Weiß ich nur, es kommt von dir, Nun, es sei willkommen mir! Du, o Herr, gibst Kraft den Deinen Und den Schwachen allermeist; Darum gib mir deinen reinen, Deinen guten, stillen Geist, Daß, es gelte wo und wann, Ich dir stille halten kann! Karl Rud. Hagenbach. 291 Christ. Gregor.? 4 3 a8— 8 5 — 0 1 0 f 1 0 Bei dir ist Treu' und Glau⸗ ben, Mein Gott, bei dir al⸗ ' Laß nichts den Trost 15 rau⸗ ben: Du blei⸗ best mein, ich — 2 3— ———— 8 8— e 51 ben dein! 0 Ich hab' es wohl er⸗fah⸗ ren, * Wie es* e 5 f f steht, Wie Lieb und Treu' zer⸗fah⸗ ren, Sobald ein Hauch amt. 346 292. Vertrauens- und Trostlieder. 2. Wem sollt' ich noch vertrauen In dieser armen Welt? Nein, aufwärts will ich schauen Ins ew'ge Himmelszelt. Es wölbt die tiefe Bläue Sich über Meer und Land, In der das einzig treue Und große Herz verschwand. 3. Die Liebe kann nicht sterben! Sie sprengte Tod und Grab. Sich Seelen zu erwerben, Schwebt sie noch jetzt herab. N Wo, von der Welt verlassen, Vergeht ein Menschenherz, Kommt sie, es zu umfassen, Und trägt es himmelwärts. . O trag' auch mich hinüber, 9 Vergiß mein, Jesus, nicht! Hier wird es immer trüber, Bei dir ist Lieb' und Licht. Des langen Heimwehs Thränen Lös' auf in Heimatlust, Das bange tiefe Sehnen Laß ruhn an deiner Brust! Meta Heußer. dei⸗ ne Flücht' in stil⸗ le Kam⸗mer Und ver⸗ trau e dei⸗ nen Jam⸗ mer , Dei ⸗ nem Gott und —— f 1 N 2 8 F 85 2—:—— 2——————— ä 1 1 1 2 2. e . ͤ— ̃ ͤ—öðß——ẽß—x—ß—ßẽ— —— 7 1 1— 7—— E.—— 1 2 ö f f dei⸗ nem Herrn. 2. Laß die heißen Thränen fließen Und die Klagen sich ergießen In ein kindliches Gebet; Vaterohr ist immer offen, Wenn ein Kind, vom Schmerz getroffen, Fromm und gläubig zu ihm fleht. N 0 0 1 0 2 2 — f— f 5 2 5— 9— 1 T n 8. Kann dir schnelle Hilfe frommen, Glaube nur, sie wird dir kommen Wohl im Schlaf schon über Nacht; Soll dein Leiden sich nicht enden, Wird er seinen Tröster senden, Der dich stark im Dulden macht. Jul. Sturm. E. Christlicher Sinn und Wandel. 293. 1. Geduld ist euch vonnöthen, WennSorge, Gram und Schmerz, Und was euch mehr will tödten, Euch schneidet in das Herz. O auserwählte Zahl, Soll euch der Tod nicht tödten, Ist euch Geduld vonnöthen Auch in der tiefsten Qual. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 2. Geduld ist Gottes Gabe Und seines Geistes Gut; Er schenkt sie uns zum Stabe, Sobald er in uns ruht. Der edle werthe Gast Erlöst uns von dem Zacgen Und hilft uns treulich tren Die größte Bürd' und Last. 348 293. Christlicher Sinn und Wandel. 3. Geduld kommt aus dem Glauben Und hängt an Gottes Wort; Das läßt sie sich nicht rauben, Das ist ihr Heil und Hort, Das ist ihr hoher Wall; Da ist sie wohl geborgen, Laßt Gott, den Vater, sorgen Und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld setzt ihr Vertrauen Auf Christi Tod und Schmerz; Macht ihr der Feind ein Grauen, So faßt sie sich ein Herz Und spricht: Zürn' immerhin! Du wirst mir doch nicht schaden, Weil ich zu hoch in Gnaden Bei meinem Heiland bin. 5. Geduld ist wohl zufrieden Mit Gottes weisem Rath, Läßt sich nicht leicht ermüden Durch Aufschub seiner Gnad', Hält frisch und fröhlich aus, Läßt sich getrost beschweren Und denkt: Wer will's ihm weh⸗ Ist er doch Herr im Haus! ren? 6. Geduld kann lange warten: Sie hat indeß ihr Theil In Gottes schönem Garten, Durchsucht zu ihrem Heil Das Paradies der Schrift Und schützt sich früh und späte Mit eifrigem Gebete Vor Satans List und Gift. 7. Geduld lebt Gott zu Ehren Und läßt sich nimmermehr Von seiner Liebe kehren; Und schlüg' er noch so sehr, So ist sie doch bedacht, Die heil'ge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hoch erhoben, Hat Alles wohl gemacht. 8. Geduld macht große Freude, Bringt aus dem Himmelsthron Ein schönes Halsgeschmeide, Dem Haupt ein' edle Kron'; Ist wie ein schönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf' erlanget Ein fröhlich Angesicht. 9. Geduld ist mein Verlangen Und meines Herzens Lust, Nach der ich oft gegangen: Das ist dir wohl bewußt, Herr, voller Gnad' und Huld! Ach gib mir und gewähre Mein Bitten: Ich begehre Nichts anders als Geduld. 10. Geduld ist meine Bitte, Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein geduldig Ende: So hab' ich Alles g'nug. Paul Gerhardt. 294. Christlicher Sinn 1 ind Wandel. 349 294. Joh. Herm. Schein. 1 0 Mir nach! spricht Chri Ver⸗läug- net euch, 1 Rr ä ̃———̃̃ D————-— ä——2———-——.— ⸗stus, un ⸗ ser Held, Mir ver⸗ laßt die Welt, Folgt 0 5 1 e ————— ——— 1 —. 4 5 nach, ihr C hri⸗sten al- le! mei⸗ nem Ruf und Schal ⸗ le! Nehmt eu mer Kreuz und 1 1 0 n r .—— — 3—— Un ⸗ge⸗mach Auf eußf, folgt mei nem Wan⸗del nach! 2.Ich bin das Licht, ich leucht euch] 3. Mit heil'gem Tugendleben.[für Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. n er ee 1—— 2 1E — 1 F. 2 Mein Herz ist voll Demüthigkeit, Voll Liebe meine Seele. Mein Mund, der gibt zu jeder Zeit Sanftmüthige Befehle. Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 350 295. Christlicher Sinn und 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, d Lasset uns mit Jesu Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmels⸗ pfort' Fällt's euch zu schwer: Ich g Ich steh' euch an der Seite,'bornn, Ich kämpfe selbst, ich brech' die Bin Alles in dem Streite. Ba ahn, Ein Kriegsmann darf nicht stille fehn, herrn gehn. jeh“ Sieht er voran den eld 295. Lasset uns mit Jesu ziehen, Seinem Vorbild fol lgen nach, In der Welt der Welt entfliehen; Auf der Bahn, die er uns brach, Immerfort zum Himmel reisen, Irdisch noch, schon himmlisch sein; Glauben recht und leben rein, Glauben durch die Lieb' erweisen! Treuer Jesu, bleib' bei mir, Geh' voran, ich folge dir! Mel. 3: Sollt leiden, Seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armuth hier macht droben reich. Thränensaat bringt Heil und Wonne, Hoffnung stärkt uns in Geduld; Denn es scheint durch Gottes Huld Nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid' ich mit dir, 6. Wer seine Seel' zu finden meint, Wird sie ohn' mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint Wird sie in Gott einführen. Wer nicht f sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht werth und meiner Zier.— 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel' nachgehen, Und wohlgemuth, getrost und gern In allen Leiden stehen! Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron Des ew'gen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler. ich meinem Gott nicht singen. 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod wehret unserm Tod, Rettet uns von dem Verderben, Von der ew'gen Qual und Noth. Laßt uns sterben, weil wir leben, Sterben unsern Lüsten ab: Dann wird er uns aus dem Grab In sein Himmelsleben heben. Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Daß ich lebe für und für. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder! Dir, o Jesu, leb' ich hier, Dort gib deine Freude mir! Dort auch ewig einst bei dir. Sigm. von Birken. 297. 351 296. — Mel. 34: Ach Gott, verlaß mich nicht. „Hinab geht Christi Weg; und du und dein Beginnen 90 0 0 0 Willst aus vermeßnem Stolz bis an des Himmels Zinnen? 2 Steigst ungenügsam auf? Dein Heiland stieg herab! Wer mit ihm aufwärts will, muß erst mit ihm hinab! 2. Darum, mein Sinn, hinab, verlerne nur dein Steigen! Was leicht ist, hebt sich schnell; was schwer ist, muß sich beugen. Die Quelle, die sich senkt, vermehret ihre Hab' Und wird zuletzt zum Strom. 0 Darum, mein Sinn, hinab! „Hinab, mein Aug', hinab! Gott selber schaut herniede Vom Thron aufs Niedrige; der Stolz ist ihm zuwider. Je höher hier ein Aug', je näher ist's dem Grab Und sinkt in Todesnacht. Darum, mein Aug', hinab! 4. Hinab, ihr Händ', hinab! Hier stehen arme Brüder: Neigt euch zur Niedrigkeit und labet Christi Glieder. Greift nicht in hohe Luft nach Ruhm und stolzer Hab'! Christ that den Aermsten wohl. Darum, ihr Händ', hinab! „Hinab, mein Herz, hinab, so wird Gott in dir wohnen; Die Demuth lohnet er mit goldnen Himmelskronen. N Im Demuthsthale liegt des heil'gen Geistes Gab'; O wohl dem, der sie sucht! Darum, mein Herz, hinab! H D 297. J. O Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Und bei welchem Spott und Schande Lauter Lust und Himmel ist: Uebe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis dein treues Angesichte Uns führt aus dem Kerker hin. Hinab auch du, mein Leib! Du bist gemacht aus Erden; urch Demuth sollst auch du im Geist verkläret werden. O Gott, bereite mich zum Himmel und zum Grab! Ich sehne mich hinauf, ich sehne mich hinab! Andr. Ingolstetter. Mel. 123: O du Liebe meiner Liebe. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb' und Stärk', Daß du nichts von dem ver⸗ lierest, Was er dir geschenket hat, Und es von dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Schau' doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Von der Knechtschaft der Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten Der uns noch so hart bedrüct, Wenn auch 5 Geist zu Zeiten Sich auf etwas Bessres chic. 4. Herr, zermalme, brich, zerstöre Alle Macht der Finsterniß! Der preist nicht mehr deine Ehre, Den die Sünd' zum Tode riß. Heb' uns aus dem Staub der Sünden, Reiß' die böse Lust heraus; Laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 5. Herrscher, herrsche, Sieger, König, brauch' dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach' der Sklaverei ein End'! Um Erlösung schrei'n und beten siege, N Denn die Last treibt un Al le flehen wir dich an: Zeig' doch nur die ersten Stufen Der erkämpften Freiheitsbahn! 6. Laß, die theuer sind erworben, Nicht der Menschen Knechte sein! Denn so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz voll⸗ kommen Und verkläret in dein Bild. Der hat Gnad' um Gnad' ge⸗ nommen Den dein Licht und Leben füllt 7. Liebe, zieh' uns in dein Sterben; Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben; Führ' ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Laß nur uns nicht lässig sein! Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. a zu rufen, Gottfr. Arnold. 298. 5 1. 2 Daß dir nicht die Masche dich, mein Geist, be⸗ reit, Wache, fleh' und bö“ se Zeit Plötzlich na ⸗ he — — ER 7 8 5 . ben ⸗ te, 7 tre ⸗ te: Un⸗ver⸗hofft 5 From⸗men Christlicher Sinn und? Wandel. 353 — 2 7 N N Ist schon oft Ue⸗ ber vie le Die Ver⸗su⸗chung kom ⸗ men. 8 e ——-—-— 2 1 2 2 ——— r D 1 5— U— 1 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe; Denn es folget noch darauf Eine lange Strafe, Und die Noth Sammt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermuthet finden. 9. Wache auf! Sonst kann dir nicht Gottes Sonn' aufgehen! Wache! Sonst wird dir sein Licht Euig ferne stehen! Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. Bache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Astig an sich bringe. * Wach' und sieh, Daß dich nie Falscher Brüder Lügen Um dein Heil betrügen. „Wach' und hab' auf dich wohl Trau' nicht deinem Herzen! Acht, Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Gnad' verscherzen. Denn es ist Voller List Und weiß wohl zu heucheln Und sich selbst zu schmeicheln. „Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen; Denn der Herr nur kann dich frei Von dem Allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 23 354 299. Christlicher Sinn und Wandel. 7. Ja, er will gebeten sein, Wenn er was soll geben; Er verlanget unser Schrei'n, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Welt und Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 299. „Ringe recht, wenn Gottes Gnade Sich erbarmend zu dir kehrt, Daß dein Geist sich recht entlade Von der Last, die ihn beschwert! 2. Ringe, denn die Pfort' ist enge Und der Lebensweg ist schmal; Hier bleibt Jeder im Gedränge, Wer nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt noch weich! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und der ersten Liebe Band Ganz dich von der Welt abziehe: Halbe Liebe hält nicht Stand. 5. Ring' mit Beten und mit Flehen, Halte darin an mit Macht; Laß den Eifer nicht vergehen, Bet' und flehe Tag und Nacht. 6. Hast du dann die Perl' errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse schon bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu thun. 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Deine Kraft laß nicht erschlaffen; Kämpfend mit der Eitelkeit 8. Drum, so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die Angst, Noth und Gesahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Joh. Burkh. Freystein. Mel. 103: Lobt den Herrn! Die Gnadensonne. Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe träge Sicherheit! 9. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust die Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlöscht das Gnadenlicht. 10. Wahre Treu' führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 11. Wahre Treu' liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Fleischespflege, Hält sich selber nichts zu gut. 12. Wahre Treu' kommt dem Ge⸗ tümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 13. Dieß bedenket wohl, ihr Streiter Streitet recht und leidet euch! Ringet, dringet immer weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich. 14. Eilet, zählet Tag und Stunden, Bis der Heiland euch erscheint Und, wenn ihr nun überwunden, Ewig euch mit Gott vereint. Job. Jo. Wintler. 300. Christlicher Sinn und Wandel. 301. 355 300. „Schafft mit Ernst, ihr Menschen Schaffet eure Seligkeit! kinder, Bauet nicht, wie sichre Sünder, Auf die ungewisse Zeit! Sondern schauet über euch, Ringet nach dem Himmelreich, — Und bemüht euch hier auf Erden, Wie ihr möget selig werden! * Selig, wer im Glauben kämpfet! Selig, wer im Kampf besteht Und die Sünden in sich dämpfet! Selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 8. Werdet ihr nicht treulich ringen, Wollt ihr träg und lässig sein, Eure Lüste zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg: Nur dem Sieger ist die Krone Beigelegt zum Gnadenlohne. Mel. 132: 301. J. Seele, was ermüd'st du dich In den Dingen dieser Erden, Die doch bald verzehren sich Und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Daß er auf zu Gott sich schwinge, Richt' ihn stets zum Himmel hin, 1 Mel. 75: Sorge, Herr, für unsre Kinder. 4. Schlagt ans Kreuz die Sünden⸗ 6. Jesus 3 glieder, Wenn sich die Versuchung regt; Kämpft die böse Lust darnieder, Bis sich ihre Macht gelegt! Was euch hindert, werfet ab, Was euch ärgert, senkt ins Grab; Denket stets an Christi Worte: Dringet durch die enge Pforte! „Zittern will ich vor der Sünde Will allein auf Jesum sehn, Bis ich seinen Beistand finde, In der Gnade zu bestehn! Ach, mein Heiland, geh' doch nicht Mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen! Amen! Es geschehe! Amen! Gott versiegle dieß in mir, Daß ich so in Jesu Namen Meinen Glaubenskampfvollführ'! Er, er gebe Kraft und Stärk' Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und empor zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter. lebt, mit ihm auch ich. Daß die Gnade ihn durchdringe. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. „Du verlangst oft süße Ruh', Dein betrübtes Herz zu laben: Eil' der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 356 302. Christlicher Sinn 4. Geh' einfältig stets einher, 5. — — O 2 2. So Laß dir nichts das Ziel verrücken: Gott wird aus dem Liebesmeer Dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. 302. Jesu, geh' voran Auf der Lebensbahn, Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen; Führ' uns an der Hand Bis ins Vaterland. ll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 303. „Kommt ins Reich der Liebe, 2. Sünde zu vergeben, O ihr Gotteskinder, Ihr mit Gott versöhnte Sünder! Lernt von eurem Heiland Recht die Brüder lieben Und euch täglich darin üben! Folgt dem Herrn! Traget gern, Seines Leibes Glieder, Auch die schwachen Brüder. 2 Sünde zu vergessen, Das hat Keiner so besessen Als der Freund der Sünder, Der mit eignem Blute . und Wandel. 303. Halte deinem Gott nur still! Du wirst schon zum Ziel gelangen. Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen. Suche Jesum und sein Licht! Alles Andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf. Mel. 246: Wer ist wohl wie du. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nöth'ge Pflege; Thu' uns nach dem Lauf Deine Thüre auf! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 7: Wunderbarer König. Seinen Feinden selbst zu Gute Voller Huld Alle Schuld Auf sich hat genommen Und getilgt vollkommen. „Wirft der Feind der Seelen Zwischen eure Herzen Streit und Haß, Verdacht und O so seid nicht lässig,[Schmerzen, Wartet nicht so lange Bis zum Sonnenuntergange: Tödtet bald Die Gewalt Aller Zwistigkeiten, Die den Fall bereiten. 4. Bleibt nicht so beständig 5. Abba, lieber Vater, 357 Auf dem eignen Rechte, Sohn und Geist der Gnaden, Werdet gern der Andern Knechte; Heile allen unsern Schaden! Denn die süße Liebe Falschheit, Schein und Tücke, Deckt der Sünden Menge, Stolz und Eigenliebe Duldet ohne Maß und Länge. Kreuzige durch deine Triebe! Liebt euch sehr, Höll' und Welt Liebet mehr, Sind gefällt, Nährt das Liebesfeuer Wenn wir dich nur kennen Alle Tage treuer! Und in Liebe brennen. Ernst Gottl. Woltersdorf. 1. So Jemand spricht: Ich liebe Gott, Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott Und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb' und will, daß ich Den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, Sind Eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser Aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, Die Gott durch seines Sohnes Blut So theu'r erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, Hab' ich dieß mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen, Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, Und den nicht lieben, den du liebst? 304. Mel. 294: Mir nach! spricht Christus, unser Held. 305. Christlicher Sinn und Wandel. 5. Was ich den Frommen hier gethan, 0 Dem Kleinsten auch von diesen, Mi Das siehst du, mein Erlöser, an, Als hätt' ich's dir erwiesen: Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein Und dich in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist und nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist! Christ. F. Gellert. 305. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. N 1. Du klagst und fühlest die Beschwerden Des Stands, in dem du dürftig lebst; Du strebest, glücklicher zu werden, Und siehst, daß du vergebens strebst. Ja, klage! Gott erlaubt die Zähren, Doch denk' im Klagen auch zurück: Ist denn das Glück, das wir begehren, Für uns auch stets ein wahres Glück? 2. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter Dem Menschen die Zufriedenheit; Die wahre Ruhe der Gemüther U Ist Tugend und Genügsamkeit. Genieße, was dir Gott beschieden, Entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Ein jeder Stand auch seine Last. 3. Gott ist der Herr, und seinen Segen Vertheilt er stets mit weiser Hand, Nicht so, wie wir's zu wünschen pflegen, 9 Doch so, wie er's uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkühnen, Daß seine Liebe dich vergißt? f Er gibt uns mehr, als wir verdienen, Und niemals, was uns schädlich ist. J. D 8. Du bist rein in Werk und Wesen, 306. Christlicher Sinn und Wandel. 307. 359 4. Verzehre nicht des Lebens Kräfte In träger Unzufriedenheit! Besorge deines Stands Geschäfte Und nütze deine Lebenszeit! Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, Ein ewig Glück in Hoffnung sehn, Dieß ist der Weg zu Ruh' und Leben: Herr, lehre diesen Weg mich gehn! 306. Gott, vor dessen Angesichte Nur ein reiner Wandel gilt, Ew'ges Licht, aus dessen Lichte Stets die reine Wahrheit quillt, Laß uns doch zu jeder Zeit Deinen Strahl der Heiligkeit So durch Herz und Seele dringen, Daß nach Heiligung wir ringen! Und das unbefleckte Kleid, Das du dir, o Gott, erlesen, Ist die reinste Heiligkeit. Du bist heilig; aber wir, Großer Schöpfer, sind vor dir Wie ein Kleid, das Sündenflecken Ganz entstellen und bedecken. Was dein Herzgedenkt und dichtet, Was dein heil'ger Wille thut, Was dein starker Arm verrichtet, Ist stets heilig, rein und gut. 307. Christ. F. Gellert. Mel. 262: Wie nach einer Wasserquelle. Und so bleibst du ewiglich, Da wir arme Menschen dich Durch das Böse, das wir üben, Thun und dichten, stets betrüben. . Herr, das macht uns Furcht und Schmerzen, Du bist rein und machest rein; Darum schaff' uns solche Herzen, Die auch rein und heilig sei'n. Wasche sie, o höchstes Gut, Wasch' uns rein mit Christi Blut, Laß in uns Verstand und Willen Deinen heil'gen Geist erfüllen! „Gib, o Vater, unsern Seelen, Glaubensvoll auf dich zu sehn, Deine Heiligkeit zu wählen Und darnach einher zu gehn: Bis wir dort mit jener Schaar Der Erlösten immerdar Heilig, heilig, heilig singen Und die reinsten Opfer bringen. Joh. Christ. Zimmermann. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1.„Alles ist euer!“— O Worte des ewigen Lebens. Fühl' sie, Vertrauter des Mittlers, voll heiligen Bebens! Alles ist dein! Irdischen Menschen allein Tönen die Worte vergebens. 79 360 307. Christlicher Sinn und Wandel. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Ist er gleich dürftig, ein Waller in trauernden Wüsten, Findet er gleich Thoren geachtet und reich, Nie kann nach Eitlem ihn lüsten. 3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Thoren im Sturme verwehen; Er aber faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alle Geschenke der Erde, die Menschen umgeben, Dinge, die künftig die Allmacht des Schöpfers erheben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben. 5. Alles ist euer, ihr Christen! Vom Heiligthum nieder Schauet der Mittler auf seine geheiligten Glieder Freundlich und spricht, Frieden und Gnad' im Gesicht: Alles ist euer, ihr Brüder! 6. Himmel und Erde und Welten und Sonnen und Meere, Geistergestalten, der Engel unzählige Heere, Alles ist dein! Bruder, o jauchze mit drein! Singe des Ewigen Ehre! 7. Bist du oft elend, verlassen und krank und gefangen, Rinnen die Zähren des Kummers von bleichenden Wangen: Droben im Licht, Freu' dich, da rinnen sie nicht! Dort ist das Alte vergangen. 8. Die ihr mit Christo einst herrschet, o singet voll Feuer Eure unendliche Herrlichkeit, die euch so theuer Jesus erwarb, Als er auf Golgatha starb! Amen! ja Alles ist euer! Christ. Fr. Dan. Schubart. 308. Christlicher Sinn und Wandel. 361 308. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 1. Komm, Jesu, läutre die Gedanken, Komm, läutre meine Seele dir! Erhalt' in Zucht und heil'gen Schranken Den Leib und seine Kräfte mir. Halt' Aug' und Lippen mir geschlossen Verbotnem Blick und schnödem Scherz, Und, stets mit Maß und Dank genossen, Beschwere kein Genuß mein Herz! 2. O hilf, daß ich nach Seel' und Leibe Die Wohnung deines Geistes sei, Ein Tempel, der ihm heilig bleibe, Von fündlicher Entweihung frei! Sollt' ich ein Heiligthum entehren, Das Gottes Hand mir anvertraut? Sollt' ich des Herrn Gebild' versehren, Das er voll Weisheit aufgebaut? 3. Dem Reiz der Sünde hingegeben, Fiel, ach! der Mensch vom Schöpfer ab, Und Müh' und Kummer war sein Leben, Sein Sündensold war Tod und Grab. Mein Heiland, rette mich und reiche Mir deines Geistes Schild und Wehr! Dann schaden mir des Feindes Streiche Und seiner Pfeile Glut nicht mehr. 4. Durchdringe mich mit deiner Liebe! Durch sie bin ich im Kampf ein Held Und widerstrebe jedem Triebe Und jedem Reiz der Sünd' und Welt. Durchdringe mir mit deinem Leben Auch diesen Leib der Sterblichkeit! Das wird ihm Kraft zum Wachen geben, Wenn ihn der Sünde Lust bedräut. 5. Der kurze Streit, gekrönt mit Siege, Bringt unaussprechlich süße Ruh'. O welches Friedens Vollgenüge Fließt treu bewahrten Seelen zu, Die von Versuchung fern sich halten Und rühren nichts Unreines an! Herr, laß in mir dein Leben walten, Das Welt und Tod bezwingen kann! Karl Bernh. Garve. 362 309. Christlicher Sinn und Wandel. 310. 309. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ. 1. Der du die Wahrheit selber bist, In dem kein Trug erfunden ist, Wer aus der Wahrheit ist, ist dein: Gib, Meister, mir, ganz dein zu fein! 2. Hilf, daß von jeder Falschheit frei, Mein Herz, wie du, ganz Wahrheit sei, Mein Wandel redlich, klar und rein, Nicht Augendienst noch Heuchelschein. 8. Schenk' mir mit deinem Bild und Geist Den Ernst, der nicht in Lügen gleißt. Laß mich nicht scheinen, sondern sein; Das Ja sei Ja, das Nein sei Nein! 4. Und wenn in Andacht und Gebet Das Herz am Gnadenthrone fleht, Hilf, daß die Andacht wahr und treu, Das Flehn des Amens würdig sei! Karl Bernh. Garve. 310. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1. Selige Seelen, die treu bei dem ewiglich Treuen Sein sich im Glauben getrösten, in Kraft sich erfreuen! Fröhlich im Herrn Dienen und dulden sie gern, Ohne die Lasten zu scheuen. 2. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Schätzen? Seelen voll himmlischen Hungers und Durstes zu letzen, Sind sie zu klein! Göttliche Güter allein Können uns dauernd ergetzen. 3. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Plagen? Seelen voll himmlischen Muthes darnieder zu schlagen, Sind sie zu klein! Um wie der Meister zu sein, Läßt sich wohl Kümmerniß tragen. 4. Selige Lasten, die er auf die Seinigen leget, 10 Der sie mit Armen der Gnade beschützet und pfleget! Trübsal und Schmach Tragen wir muthig ihm nach, Weil er das Schwerste doch träget. * Christlicher Sinn und Wandel. 363 311. 5. Selige Seelen, die freudig und ritterlich ringen, Um zu den herrlichen Kronen am Ziele zu dringen! Sie sind bereit, Auch wenn am Ende der Zeit Gottes Posaunen erklingen. 6. Selige Seelen, die glaubend und liebend vollenden Und die Vergeltung empfahn aus des Heilandes Händen! Eilet herbei, Laßt uns ihm willig und treu Herzen und Glieder verpfänden! Karl Bernh. Garve. 311. Grobe. 3. 2 2. 1 2. r——— 23232FFFFTTCTCTCT0TbTT —— 3—— 1 2 1 Dns IE— —— 7 r 1 1 —— e 23 S2% K. ˙»˙«˖(—— 2 I mußt du ihm ver trauen, Darfst auf eig ⸗ ne — 364 312. Christlicher Sinn und Wandel. m Wahn: m * 1 —— e. Mit dem Herrn sang' Al ⸗ an! Mit dem 11 — Herrn fang' Al ⸗ les an! 2. Mit dem Herrn fang' Alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Können nie das Ziel verfehlen; Sie nur gehn auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang' Alles an! 312. 1. Christ! wenn die Armen manches⸗ Vor deiner Thüre stehn,[mal Merk auf, ob nicht in ihrer Zahl Der Herr sei ungesehn! 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang Erschallt zu dir herein, Horch auf, ob seiner Stimme Nicht möchte drunter sein![Klang 8. O nicht so fest und eng verschließ' Die Thüren und das Herz! Ach, wer denHeiland von sich stieß', Was träfe den für Schmerz! 3. Mit dem Herrn fang' Alles an! Muth wird dir dein Helfer senden; Früh wirst du dein Werk voll⸗ Denn es ist in Gott gethan. lenden; Mit dem Herrn fang' Alles an! Mel. 4: Ich singe dir mit Herz und Mund. 4. Drum öffne gern und mitleidsvoll Dem Flehenden dein Haus Und reiche mild der Liebe Zoll Dem Dürftigen hinaus. 5. Denn ehe du dich's wirst versehn, Ist's dein Herr Jesus Christ, Der wird durch deine Thüre gehn, Weil sie so gastlich ist 6. Und ehe du ihn noch erkannt, Der arm erschien vor dir, Erhebt er seine heil'ge Hand Zum Segen für 8 5 für: 313. Christlicher Sinn und Wandel. 314. 365 7. Zum Segen über deinen Tisch Und über all dein Gut Und über deine Kinder frisch 9. Und deinen frohen Muth, 8. Jum Segen über deine Zeit, Die du hienieden gehst, 313. Mel. 201: Bei 1. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Einst bist du abgeschieden [Mit süßem Friedenswort: Wie ihn die Welt nicht gibt, Verheißen und beschieden Dem, der da glaubt und liebt. 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! Die Welt will Streit und Krieg, Der Stille wird gemieden, Der Wilde hat den Sieg, Euch geb' ich meinen Frieden, 3. Und über deine Ewigkeit, Da du dort oben stehst; Dort oben, wo er dann die Thür Dir auf mit Freuden thut, Wie ihm und seinen Brüdern hier Du thatst mit frohem Muth. Wilh. Hey. dir ist Treu' und Glauben. Und Unruh' herrscht auf Erden Und Lug und Trug und List. Ach, laß es stille werden, Du stiller Jesu Christ! Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Du milder Liebeshort! Dann grünet schon hienieden Ein Paradiesesort, Und Sorgen fliehn und Schmerzen Aus jeder schweren Brust; In Freuden blühn die Herzen, In Lieb' und Himmelslust. Ernst Mor. Arndt. 314. 4 mf 1„ 0———.———— ͤ N———— S 3 8 r* 2 r— ** 7 7 1. Es zieht ein stil- ler En 5 gel Durch die- ses Er ⸗ 5. —+ 5 f i ⸗ ick ist Frie⸗ il⸗ de, sandt. In sei nem Blick ist Frie den Und mil ⸗de N N N 1 Nd 2 2 2 2% —— — e 1 1 2 1 3 2 g— 7 7———— r sanf⸗te Huld. O folg' ihm stets hie„ nie-den, Dem — Engel der Geduld, dem En ⸗ gel der Ge⸗duld. EAN 2. Er führt dich immer treulich Durch alles Erdenleid Und redet so erfreulich Von einer schönern Zeit. Denn willst du ganz verzagen, 4 Hat er doch guten Muth; Er hilft das Kreuz dir tragen Und macht noch Alles gut. 3. Er macht zu linder Wehmuth Den herbsten Erdenschmerz Und taucht in stille Demuth Das ungestüme Herz. 7 Er macht die finstre Stunde Allmälig wieder hell; Er heilet jede Wunde Gewiß, wenn auch nicht schnell. .Er hat für jede Frage Nicht Antwort gleich bereit; Sein Wahlspruch heißt: Ertrage, Die Ruhstatt ist nicht weit. So geht er dir zur Seite Und redet gar nicht viel Und denkt nur in die Weite, Ans schöne große Ziel. K. J. Phil. Spitta. Christlicher Sinn und Wandel. 367 315. Otto Mülker. b n 5———. b— 9———— 9 2 1 7 2 E— S— 7 f f 1. In der Angst der Welt will ich nicht kla ⸗ gen, 1 ae . 5 2—— 25 2—— ——— — f—— m a 1 210 + 1 2 2 —— 2 8 E—T—T—T———— Pen Will hier kei⸗ ne Eh ⸗ ren⸗ kro⸗ ne tra gen, Wo mein —— 1—— mn 4 Laa 13—4 Herr die Dor⸗ nen kro⸗ 368 315. Christlicher Sinn und Wandel. 5 ä— ̃—— TT.————— —— 6——. — Al⸗ len, An den Stamm des Sünder kreu⸗ zes schlug. 1 2. Gib mir, Herr, nur für die Lebensreise Deine Wahrheit, die den Weg mir weise, Und den Geist, der diesen Weg mich führt! Gib ein Herz, das gern sich führen lasse Auf der graden, schmalen, steilen Straße, Die dein heil'ger Fuß einst selbst berührt. 3. Mache mich im Glauben immer treuer Und des Glaubens Frucht, das heil'ge Feuer Ungefärbter Liebe, schenke mir! Ohne sie könnt' ich nicht weiter schreiten; Zu der Liebe kann nur Liebe leiten, Sie nur führt mich durch die Welt zu dir. 4. Freundlich hast du mich zu dir gerufen, Lieber Herr, doch sind noch viel der Stufen, Die zum Himmel ich ersteigen muß. O so reiche deinem schwachen Knechte Aus dem Himmel deine Gnadenrechte, Unterstütze, leite meinen Fuß! 5. Und recht hoffnungsvoll in deinen blauen, Schönen, fernen Himmel laß mich schauen, . ich von der Wallfahrt müde bin, Daß ich hier im tiefen Thal der Schmerzen Einen festen Frieden hab' im Herzen, Einen klaren, himmelsfrohen Sinn! 6. Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden, Muß hier tragen mancherlei Beschwerden, Bin ein Pilger arm und unbekannt, Und das Kreuz ist meiner Wallfahrt Zeichen, Bis ich werd' mein Kangan de Das ersehnte, liebe Vaterland. K. J. Phil. Spitta. 316. 1. Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn? Schau' über dich und wage Den schweren Tritt getrost voran! Es mißt dir Freud' und Plage 3. Der eine Vaterwille zu; Er ist dein Heil; was zagest du? ö Dein Wille, Herr, geschehe! 1 2.Ich will in meines Herzens Grund Nur Eine Stimme hören! Ich bin bei dir, spricht Gottes Mund, 317. 369 Mel. 9: Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut. Nichts darf den Frieden stören, Der still in gottergebnem Sinn Nur Eines achtet für Gewinn: Dein Wille, Herr, geschehe! Dein Wille, Vater, ist allein Mein Glück zu allen Zeiten. Kehrst du mit Sorg' und Kummer ein, Du willst mein Herz bereiten Zu neuem Segen. Wie er kommt, Weißt du allein. Mir aber frommt: Dein Wille, Herr, geschehe! Jakob Probst. F. Die Vollendung. 1. Lieder über Tod und Grab. 317. Wer ist, der uns 1. Mit⸗ten wir im Le ⸗ ben * Hil⸗ fe sind Von dem Tod um⸗ schafft, Daß wir Gnad' er⸗ 370 317. Lieder über Tod und Grab. lan gen? Das bist du, Herr, al lei⸗ 1 1 2— 1——— f B 2 2— 25 2 — 8 1— f— f 3 2 0 TT—T—. ͤ—— E 1 3———. 77 8 0 bt — 5 7 2 1 2—.— 8. 1——̃̃̃.—.¼—e— n Herr, er ⸗zür⸗ net hat. Hei ⸗ li ⸗ ger Herr und Gott! 3 e . FBS ö ————— 1 1 F 1 f E 1 1 225 e 2. 2 7—— Gott! Hei ⸗li⸗ ger barm⸗ 317. Lieder über Tod und Grab. 371 her ⸗ zi ⸗ ger Hei ⸗ land! . ö—̃— 3 S 9— 7 2 Du e ⸗ wis ger Todes Noth! Er⸗barm' dich u 2. Mitten in dem Tod anficht Uns der Hölle Rachen: Wer will uns aus solcher Noth Frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein' Barmherzigkeit Unsre Sünd' und großes Leid. n fer! Heiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Hölle Glut! Erbarm' dich unser! 372 318. Lieder über Tod und Grab. 3. Mitten in der Höllen Angst Heiliger Herr und Gott! Unsre Sünd' uns treiben: Heiliger starker Gott! Wohin sollen wir denn fliehn, Heiliger barmherziger Heiland! Da wir mögen bleiben? Du ewiger Gott! Christe, zu dir alleine! Laß uns nicht entfallen Vergossen ist dein theures Blut, Von des rechten Glaubens Trost! Das g'nug für die Sünde thut. Erbarm' dich unser! M. Luther, V. 1 nach Notker Balbulus. 318. 1569. S 3 2 1—— 2 F— 7 a f 5 22 8 1. Wenn mein Stündlein vor⸗han⸗den ist, Zu fah⸗ren mei⸗ne 1 4 f 2 2 1—— 1 A 2.— 5 2 555 2 f 1 8„ — ö 2 2 f 2 —— 2— 1 2. Stra⸗ße, Ge⸗leit' du mich, Herr Je⸗ su Christ, Mit Hilf' mich 0 ö ö — 45.5—— 2— 855 2——— 1 5— f f— 8 1 4 82 5— .—. B — 4 6 93 26 20—— E r 1 nicht ver-las-se! Die Seel' an mei- nem letz-ten End' Be⸗ 1 J. l ö J 1* 3 1——— über Tod und Grab. fehl' ich dir in dei⸗ ne Händ', Du wirst sie wohl be⸗ wah- ren. .—— 2 —— 2————— 8— 4— 4 F———— 22 EE 2. Die Sünde wird mich kränken sehr Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich Und das Gewissen nagen; Der Schuld ist viel wie Sand am Ein ew'ges Leben hast du mir Doch will ich nicht verzagen, 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Will denken in der letzten Noth, Werd' ich im Grab nicht bleiben; Herr Jesus Christ, an deinen Tod; Mein Trost, Herr, deine Auffahrt Der wird mich wohl erhalten. Kann Todesfurcht vertreiben: list, 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Denn, wo du bist, da komm' ich Deß tröst' ich mich von Herzen. hin, Von dir ich ungeschieden bleib' Daß ich stets bei dir leb' und bin; In Todesnoth und Schmerzen. Drum fahr' ich hin mit Freuden. 319. Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. 1. Abschied will ich dir geben, 38. In meines Herzens Grunde Du arge falsche Welt; Dein Nam' und Kreuz allein Dein sündlich böses Leben Funkelt all' Zeit und Stunde: Durchaus mir nicht gefällt. Drauf kann ich fröhlich sein. Im Himmel ist gut wohnen, Erschein' mir in dem Bilde Hinauf steht mein' Begier, Zum Trost in meiner Noth, Da wird Gott ewig lohnen Wie du dich, Herr, so milde Dem, der ihm dient' allhier. Geblutet hast zu Tod. 2. Rath' mir nach deinem Herzen, 4. Herr, meinen Namen schreibe O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Daß fest vereint ich bleibe Hilf gnädig mir davon! Mit den Lebend'gen dein, Verkürz' mir alles Leiden, Die hoch im Himmel grünen Stärk meinen blöden Muth Und vor dir leben frei; Und laß mich selig scheiden, So will ich ewig rühmen, Schenk mir dein ewig Gut! Wie treu dein Herze sei. — 4— 2 5 .—— 1 1— 2 dir; Meer: Durch deinen Tod erworben. Nikl. Hermann. Ins Buch des Lebens ein; Val. Herberger. 320. Lieder über Tod und Grab. 2. Mit Freud' fahr' ich von hinnen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. Ich hab' nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; Durch seine heil'gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. Wenn meine Kräfte brechen, Ich kaum mehr athmen kann Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen an! 320. Melch. Vulpius. 9 2 8 2 4 ——. ̃ ̃—-—.———— 9— 7 1 ä 60—— 6 E 2 2— 2 7 * 1* 1. Chri⸗stus, der ist mein Le ben, Und Ster- ben — 1 2* 5— r ̃—— U— 5——.—— ͤ— —— 185i Ä—ñ—..— E 0. 1—.— FFV— mein Ge⸗ winn; Ihm hab' ich mic er ge ben, Mit FCC e . ——ü—ͤ———— 0 I 0 5 — 8—— E PFF ————— 8 7* 2— Frie⸗den fahr' ich hin. ——„———————T—T—T————— 85—— S— 8 ———— 1 5. Wenn Sinnen und Gedanken Mir ausgehn wie ein Licht, Das hin und her muß wanken Weil ihm die Flamm' gebricht; 6. Wenn es dein Rath und Wille Wird endlich mit mir sein: Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein! 7. An dir laß gleich der Rebe Mich bleiben alle Zeit, Auf daß ich bei dir lebe In ew'ger Wonn' und Freud Dichter unbekannt 321. Lieder über Tod und Grab. 321. J. Ich bin ein Gast auf Erden Und hab' hier keinen Stand: Der Himmel soll mir werden, Da ist mein Vaterland. Hier muß ich Unruh' haben, Hier reis' ich ab und zu: Dort wird mein Gott mich laben Mit seiner ew'gen Ruh'. „Was ist mein ganzes Wesen Von meiner Jugend an Als Müh' und Noth gewesen? So lang ich denken kann, Hab' ich so manchen Morgen, So manche liebe Nacht Mit Kummer und mit Sorgen Des Herzens zugebracht. Ich habe mich ergeben In alles Glück und Leid. Was will ich besser leben In dieser Sterblichkeit? Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein: Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. „So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt, Doch denk' ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich in vollem Maße Mein Vater trösten wird. „Die Heimat ist dort oben, Da aller Engel Schaar Den großen Herrscher loben, Der Alles ganz und gar S — S Mel. 112: O Haupt voll Blut und Wunden. In seinen Händen träget Und für und für erhält, Auch Alles hebt und leget, Nachdem's ihm wohl gefällt. 6. Zu dem steht mein Verlangen, Da wollt' ich gerne hin. Die Welt bin ich durchgangen Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find' ich Freud', Die meinem Geist gefalle: Das Meist' ist Herzeleid. Die Herberg' ist zu böse, Der Trübsal ist zu viel: Ach, komm, mein Gott, und löse Mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach' ein selig Ende Mit meiner Wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deines Armes Kraft! 8. Herr, meines Herzens Freude, Du, meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit Andern leuchten soll. 9. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast. Da will ich freudig fingen Von deinem großen Thun Und frei von schnöden Dingen In meinem Erbtheil ruhn. Paul Gerhardt. 376 322. Lieder über Tod und Grab. 323. 322. „Alle Menschen müssen sterben, Ihre Herrlichkeit verblüht, Und wer kann den Himmel erben, Der nicht die Verwesung sieht? Staub wird dieser Leib der Erde; Doch damit er himmlisch werde, Wird er einst von Gott erneut Und zieht an Unsterblichkeit. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Ihm auch willig wieder geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in des Erlösers Wunden Hab' ich Heil und Ruh' gefunden, Und mein Trost in Todesnoth Ist des Herren Jesu Tod. „Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr' ich mit Freuden hin Fort aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde alle Zeit Schauen Gottes Herrlichkeit. . Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mitHimmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron, 323. Mel. 12: Womit soll ich dich wohl loben? Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Da auf ihren Ehrenthronen Sitzet der Apostel Zahl, Da in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Da dem Herrn, der uns versöhnt Ewig Hallelujah tönt. .O Jerusalem, du schöne, Ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne Hört man da in süßer Ruh'! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, Jetzo gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. . Ach, ich habe schon erblicket Diese große Herrlichkeit: Jetzo werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Joh. G. Albinus. Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. 1. Wie flieht dahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denkt man an die Stund' Von Herzensgrund! Wie schweigt hievon der träge Mund! 324. Lieder über Tod und Grab. 377 2. Das Leben ist gleich einem Traum, Gleich einem nicht'gen Wasserschaum, Dem Grase gleich, das heute steht Und schnell vergeht, Sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist: Ich traue dir. Laß Berg' und Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn, Wenn ich bei dir, o Jesu, bin. 4. So lang' ich in der Hütte wohn', Halt' du mich wach, o Gottes Sohn; Gib, daß ich zähle meine Tag', Der Welt entsag', Und eh' ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Noth, Lust, Ehr' und Reichthum in dem Tod? Bedenk's, o Mensch! Was eilest du Den Schatten zu? So kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt: Das such' ich eifrig mit Begier, Das bleibet mir. Herr Jesu, zieh' mein Herz nach dir! 7. Wie wird mir sein, wenn ich dich seh' Und bald vor deinem Throne steh'? Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit klugem Herzen suche dich. a 9 Herzen suche 4 Joach. Neander. 1.(Ach. weiß, wie na⸗ he mir mein En⸗ » Ach, wie ge⸗schwin-de, wie be: hen⸗ 378 324. Lieder über Tod und Grab. 8 52 1 9* 2. 5 E—— 1 1— ä N ö ö ö de! Hin geht die Zeit, her kommt der 5 de Kann kom men mei ne To ⸗ des nothl S 7— 7 e e Mein Gott, mein Gott! Ich bitt' durch Chri- sti FTT E 5 f— U— 15 5 1——— . ͤ—— 1 ä 5775 2 0 7 0 1 Blut: Mach's nur mit mei nem En ⸗ de gut! 8 — 3 4 — 10 0 25 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; So lang' ich leb' auf dieser Erden, Schweb' ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 324. Lieder über Tod und Grab. 379 3. Herr, lehr' mich stets mein End' bedenken Und, ehe denn ich sterben muß, Die Seel' in Jesu Tod versenken Und nicht versparen meine Buß'! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Vater, deck' all' meine Sünden Mit dem Verdienste Jesu zu! Darauf allein will ich mich gründen, Das gibt mir die gewünschte Ruh'. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod; Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. So komm' mein End' heut' oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; Auf ihn werf' ich all' meine Sorgen, Durch ihn versöhnet und geschmückt. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich leb' indeß in dir vergnüget Und sterb' ohn' alle Kümmerniß; Es gehe, wie mein Gott es füget, Ich glaub' und bin es ganz gewiß: Mein Gott, fürwahr durch Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut! E. Juliane v. Schwarzburg⸗Rudolstadt. 380 325. Lieder über Tod und Grab. 325. Mel. 348: Nach einer Prüfung kurzer Tage. 1. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe, Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, Und finde hier kein solches Erbe, Das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie bald kann eine Blum' verblühn! Drum mache du mich stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem Einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein Andrer aus der Welt. Doch, wie du willst,— gib nur dabei, Daß ich wohl zubereitet sei! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe 9 Und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe Und Jesus mich zum Leben weckt, Mag's nahe, mag es ferne sein, Die Erd' ist allenthalben dein. 5. Nun, treuer Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! . Denn, bin ich nur dein Kind und Erbe 1 Und hab' ich Jesum nur bei mir, 1 So gilt's mir gleich und geht mir wohl, 4 Wann, wo und wie ich sterben soll. Benj. Schmolc 326. Lieder über Tod und Grab. 326. 1 a 1670. 2 X—— 2 2„ 9..— 3 r 1 0 Die Christen gehn von Ort zu Ort Durch man⸗nig⸗ ' Und kom⸗men in den Frie⸗dens⸗port Und ruhn in 0. 2 1* N 8 1 23 —— falt“ gen Jam- mer, N 10 rer Kam ⸗ mer. Gott nimmt sie nach dem Lauf 4 2 8588 8 2 7e.—— E + ——— 11 5—— + 1 E 1 2—— 5— 1 5 7 7 7 2 — Mit sei⸗ nen Ar⸗ men auf; Das rente wird * 555333 in fein Beet 8. Hoff⸗nung schö—— Frucht gesch. ——— EA E N 553 — 327. Lieder über Tod und Grab. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! 3. Wir freun uns in Gelassenheit Gelobt sei'n eure Schritte, Du friedevoll befreiter Geist, Du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, Dir glänzt der Morgenstern; Euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh' Der Liebe stiller Schatten zu. 327. 1. Kommt, Brüder, laßt uns gehen! Der Abend kommt herbei; Es ist gefährlich stehen In dieser Wüstenei. Kommt, stärket euern Muth Zur Ewigkeit zu wandern Von einer Kraft zur andern: Es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gereuen Der schmale Pilgerpfad; Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem! Ein jeder sein Gesichte Mit steter Wendung richte Hin nach Jerusalem! 3. Schmückt euer Herz aufs beste Und mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus. Viel Lust und Freud' bringt eeid: Ein Pilger muß sich schicken, Muß dulden und sich bücken Die kurze Pilgerzeit. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen! Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen 7. Kommt, In jedem sauren Tritt. Der großen Offenbarung; Indessen bleibt das Pilgerkleid In heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß In Jesu Arm und Schooß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn, So tief hinab, so hoch hinan! Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. Mel. 87: Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Wir gehn ins Ew'ge ein. Mit Gott muß unser Handel, Im Himmel unser Wandel Und Herz und Alles sein. „Kommt, Brüder, laßt uns wandern! Wir gehen Hand in Hand; Eins freuet sich am andern In diesem fremden Land. Laßt uns recht kindlich gehn, Uns auf dem Weg nicht streiten, So werden uns zur Seiten Die lieben Engel stehn. . Sollt' wo ein Schwacher fallen, Der Stärkre spring' ihm bei; Man trag', man helfe Allen, Man pflanze Lieb' und Treu'. Kommt, schließt euch fester an! Ein Jeder sei der Kleinste, Und Jeder gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn. laßt uns munter wandern! Der Weg nimmt immer ab. Es folgt ein Tag dem andern, Bald fällt der Leib ins Grab. Nur noch ein wenig Muth! Nur noch ein wenig treuer, Von allen Dingen freier Gewandt zum ew'gen Gut! 328. Lieder über Tod und Grab. 383 8. Es wird nicht lang mehr währen, Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Wenn, ewiglich zu ruhn Mit allen seinen Frommen, Wir heim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's thun! Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl Wagens werth, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. 328. 1. Meine Lebenszeit verstreicht, 0 Stündlich eil' ich zu dem Grabe, Und was ist's, das ich vielleicht Noch allhier zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod! Säume nicht! Denn Eins ist noth. Lebe, wie du einst im Tod Wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, wie die Welt sie bot, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun; Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugniß gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Dieses Herz, von Gott erneut, Gibt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hilflos um dich beben, Dann wird über Welt und Tod Dich dieß reine Herz erheben; 10. 5. Da O 7 6. Welt, du bist uns zu klein! Wir geh hn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten; Er soll uns Alles sein! O Freund, den wir erlesen, O allvergnügend Gut, O ewig bleibend Wesen, Wie reizest du den Muth! Wir freuen uns in dir, Du unsre Wonn' und Leben, Worin wir ewig schweben, Du unsre ganze Zier! Gerh. Tersteegen. Mel. 167: Gott ist unsre Zuversicht. Dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. ß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet' und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst! Deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheun, Lern' auch seiner dich erfreun! Ueberwind' ihn durch Vertraun, Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun; Denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: Es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken! Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken! Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. F. Gellert. 384 329. Lieder über Tod und Grab. 329. Hs. G. Nägeli. 4 2 1 4 — f—.————— r„ 2 g 8 ER; Da heim ist's gut! Da soll der Pil⸗ger ra⸗ — 0 5— 4 3 7 2. 4 22 3 E—.— 2— „ a f 0 J 1— .:—— T sten, Der sich mit Noth und Sorge mü⸗ de rang; Da 1 4 ———— 7 8 5 — N ————— —————— 2— legt er nach des Le ⸗ bens schwe⸗rem Gang Beim Va⸗ ter F —.——— 5 ——— E———— ̃ ͤA— 0 0 f f 5. — ͤ ũ—ͤ—. *. E ab die lang Wen La ⸗sten. 1 2 2. 8. Y 2 330. Lieder über Tod und Grab. Daheim ist's gut! Am treuen Vaterherzen Vergißt das Kind die ausgestandne Noth, Freut sich des Heils im lichten Morgenroth Der Ewigkeit nach überwundnen Schmerzen. Daheim ist's gut! Da wehen Friedenspalmen Uns süße Kühlung zu nach heißem Streit; Besieget ist nun alles Pilgerleid, Nach Angstgeschrei ertönen Siegespsalmen. „Daheim ist's gut! Da schmückt die Siegeskrone Aus Gottes Hand des treuen Kämpfers Haupt, Und wer geliebt, gehofft und fromm geglaubt, Bringt Preis und Dank in hohem Jubeltone. „Daheim ist's gut! Daheim im Vaterschooße Find' ich die Meinigen von Gott verklärt, Die ich voll Schmerz im Pilgerland entbehrt Und lang beweint an ihrer Gräber Moose. „Daheim ist's gut! Da singt in Engelchören Der Erdensohn sein hohes Wonnelied, Da soll er ewig als ein theures Glied Dem höhern Bund der Geister angehören. „Daheim ist's gut! Drum laßt uns freudig ziehen Durch Noth und Tod ins ew'ge Heimatland! Getrost hinan! Nach kurzem Pilgerstand Wird es für uns erblühn und nie verblühen. Joh. Heinr. Karl Hengstenberg. Otto Müller. 386 331. Lieder über Tod und Grab. . 2 8 r .———— 1— Tag des Herrn, Es muß ein Mor gen⸗stern Nach ————— 0 3—— ————— ——— 7 2 W 2. 1 ö— 0 dunk⸗ ler Nacht er schei- nen. ——ůů—ů r f j—— n. — + 74——— ——ů— 5 3 1 2. Mag auch der Glaube zagen, Ein Tag des Lichtes naht; Zur Heimat führt sein Pfad, Aus Dämmrung muß es tagen. 3. Mag Hoffnung auch erschrecken, Mag drohen Grab und Tod, Es muß ein Morgenroth Die Schlummernden einst wecken. Fr. Adolf Krummacher. 331. Mel. 351: Auferstehn, ja auferstehn wirst du. 1. Ja fürwahr! Uns führt mit sanfter Hand Ein Hirt durchs Pilgerland Der dunkeln Erde, Uns, seine kleine Heerde. Hallelujah! 2. Wenn im Dunkel auch sein Häuf⸗ lein irrt: Er wacht, der treue Hirt, Und läßt den Seinen 5 Ein freundlich Sternlein scheinen. Hallelujah! 3. Sicher leitet aus des Todes Grau'n Er uns auf grüne Au'n, Aus Sturm und Wellen Zur Kühlung leiser Quellen. Hallelujah! 332. Lieder über Tod und Grab. 333. 387 4. Freundlich blickt sein Aug' auf uns herab; Sein sanfter Hirtenstab Bringt Trost und Friede; Er wachet sich nie müde. Hallelujah! 332. 1. Am Grabe stehn wir stille Und säen Thränensaat, Des lieben Pilgers Hülle, Der ausgepilgert hat. 2. Er ist nun angekommen, Wir pilgern noch dahin; Er ist nun angenommen, Der Tod war ihm Gewinn. 3. Er schaut nun, was wir glauben, Er hat nun, was uns fehlt, Ihm kann der Feind nichts rauben, Der uns versucht und quält. 333. „Stimm' an das Lied vom Sterben, Den ernsten Abschiedssang; Vielleicht läuft heut' zu Ende Dein ird'scher Lebensgang, Und eh' die Sonne sinket, Beschließest du den Lauf, Und wenn die Sonne steiget, Stehst du nicht mit ihr auf. „Es gibt nichts Ungewißres, Als Leben, Freud' und Noth, Allein auch nichts Gewißres, Als Scheiden, Sterben, Tod. — 2 5. S 6. 8. Ja fürwahr! Er ist getreu und gut. Auch unsre Heimat ruht In seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen! Hallelujah! Fr Adolf Krummacher. Mel. 320: Christus, der ist mein Leben. 4. cyl. Ihn hat nun als den Seinen Der Herr dem Leib entrückt, Und während wir hier weinen, Ist er so hoch beglückt. .Er trägt die Lebenskrone Und hebt die Palm' empor Und singt vor Gottes Throne Ein Lied im höhern Chor. Wir armen Pilger gehen Hier noch im Thal umher, Bis wir ihn wiedersehen Und selig sind, wie er. K. J. Phil. Spitta. Mel. 63: Durch Trauern und durch Plagen. Wir scheiden von dem Leben Bei jedem Lebensschritt; Uns stirbt die Freud' im Herzen, Und unser Herz stirbt mit. An unserm Pilgerstabe Ziehn wir dahin zum Grab, Und selbst des Königs Scepter Ist nur ein Pilgerstab. Ein Pilgerkleid hat Allen Die Erde hier bescheert; Wir tragen's auf der Erde Und lassen's auch der Erd'. 388 334. Lieder über Tod und Grab. 4. Geh', übersteig' nur Berge Und Höh'n, es steht dir frei, Dem kleinen Grabeshügel Kommst du doch nicht vorbei. Da gehst du nicht hinüber, Und ist er noch so klein: Da bleibst du müde liegen, Da legt man dich hinein. 5. So sing' das Lied vom Sterben, Das alte Pilgerlied, Weil deine Straße täglich Dem Grabe näher zieht. Laß dich es mild und freundlich Wie Glockenton umwehn; Es läute dir zum Sterben, Doch auch zum Auferstehn. K. J. Phil. Spitta. 334. Mel. 102: Die heiligste der Nächte. — „Der Herr der Ernte winket, Die reife Garbe fällt, Die Abendsonne sinket, Der Wandrer sucht sein Zelt. Dein Knecht geht, reif an Jahren, O Herr! zur stillen Rast. Laß ihn im Frieden fahren, Wie du verheißen hast. 2. Er hat wohl viel getragen, Sein Lauf war lang und schwer; Nun fühlt er von den Plagen Des Lebens keine mehr. Sein Abend ist gekommen, Vollendet ist sein Thun; Wie wird er bei den Frommen Nun sanft und selig ruhn! 3. Dein Rath hat ihn geleitet, O Herr, oft wunderbar! Dein Schutz hat ihn begleitet In Nöthen und Gefahr. Mit deines Geistes Stärke Hast du sein Thun gelenkt, Zum langen Tagewerke Ihm Kraft und Frucht geschenkt. 4. Du hast im Erdenthale Dich still zu ihm geneigt, Den Weg zum Himmelssaale Dem Gläubigen gezeigt. Nun rief er, fest im Hoffen, Doch matt vom Erdenlauf: „Ich seh' den Himmel offen! „Herr Jesu, nimm mich auf!“ 5. Wohl dir, du wirst ihn sehen, Den liebend du umfaßt! Wohl dir, dir ist geschehen, Wie du geglaubet hast! Der Herr bringt dir entgegen Der Treue Gnadenlohn. Uns bleibt dein Werk, dein Segen Und dein Gebet am Thron. 6. O Schöpfer und Erhalter, O führ' auch uns so treu, Und steh' uns noch im Alter Mit deiner Hilfe bei! O führ' uns, bis wir sterben, Auf deines Sohnes Bahn Und endlich nimm als Erben Uns dort mit Ehren an! Christ. Fr. Heinr. Sachse 335. Lieder über Tod und Grab. 389 335. ——. 29— 2 3 1—— 25. / N 2 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der — 2——2— 2 2.——— f—— 5 5—— 1 2 2 2 9„ 1 1 2—— 1 r— 1 8 525 2—— 5 f f 1 1 ö Weg, die Ruh' ist lang; Gott füh-ret ein, Gott füh- ret aus: Wohl⸗ 2. Du Herberg' in der Wanderzeit, Du gabest Freuden, gabst auch Leid. Jetzt schließe, Welt, die Thüre zu! Entschwinde du! Dein Gast geht in die ew'ge Ruh'; 3. Geht in ein bessres Schlafgemach; Die Freunde folgen segnend nach. Hab' gute Nacht! Der Tag war schwül Im Erdgewühl: Hab' gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 390 335. Lieder über Tod und Grab. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, Ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! Der Herr macht gute Bahn; Sein Kreuz voran, Das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbath ein, Der nach des Werktags kurzer Frist Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist. ** 6. O selig, wer das Heil erwirbt, Daß er im Herrn, in Christo, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ist noth! Die Welt beut ihre Güter feil: Denk an dein Heil Und wähl' in Gott das beste Theil! 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz: Schau' himmelwärts! Da, wo der Schatz ist, sei dein Herz! 9. Mit Gott bestell' dein Haus bei Zeit, Eh' dich der Tod an Todte reiht! Sie rufen: Gestern war's an mir, Heut' ist's an dir! Es ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, Aus Wieg' und Bett in Sarg und Grab! 5 Wann, wie und wo, ist Gott bewußt: Schlag' an die Brust, Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangenroth: Im Finstern droht . Der Tod, und überall der Tod. 2. Ach, banges Herz im Leichenthal, ö 4 Wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Grabesnacht Das Leben hat ans Licht gebracht! * — 336. Lieder über Tod und Grab. 391 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der sich, mit ihm vertraut, Schon hier die ew'gen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern' Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. Christ. Fr. Heinr. Sachse. Konrad Kocher. 7 9 5 4 5 N ——— 1———— r 1 1(Nan zum Schlum⸗mer Oh Nun ist's stils ie, Del ne Hul le E Theu⸗ res, gott⸗ver⸗trau- tes Herz! Schläft hier aus den letz ten Schmerz, Und die Lie“⸗ be, — Wenn auch trü-be, Schaut durch Thränen him mel⸗wärts. C 0 — 392 337. Lieder über Tod und Grab. 2. Geh' zur Ruhe! Friedvoll thue Nun die müden Augen zu! Vielgeliebte, Vielgeübte, Deines Gatten Wonne du: All' die Deinen, Die hier weinen, Gönnen doch dir deine Ruh'! 3. Schlafe, schlafe! Seine Schafe Kennt auch hier der treue Hirt. O hier schwindet, Was da bindet, Was die Seelen quält und irrt! Dieß Verwesen Schafft Genesen, Das dich ewig freuen wird. 4. Jauchzend stehen, . Herr, umfasse Wiedersehen Wird dich unsre Liebe dann, Deren Zähre, Gott zur Ehre, Bitter, doch im Glauben rann. Dann beim Krönen Wird ertönen, Was die ew'ge Liebe kann! Uns und lasse Leuchten hell dein Angesicht! Stets behüte Deine Güte Dieses Grab mit Freudenlicht! Laß dich loben Hier und droben; Denn die Liebe stirbet nicht! Alb. Knapp. 337. Konrad Kocher.() 8. 8— 5 1 2==* 5 2*** 7 1 gehn, Der dun⸗keln Erd' ent⸗ fliehen Und zu der Hei⸗mat ö 2— EEE „„.. 338. Lieder über Tod und Grab. — 4 1 u 3 2—— 5———— 1— 2. Nein, nein, das ist kein Sterben, Ein Himmelsbürger sein, Beim Glanz der ew'gen Kronen In süßer Ruhe wohnen, Erlöst von Kampf und Pein. 8. Nein, nein, das ist kein Sterben, Der Gnadenstimme Ton Voll Majestät zu hören: Komm, Kind, und schau'mit Ehren Mein Antlitz auf dem Thron! 338. Mel. 183: 1. Dich hoffen wir zu finden Dort, wo man nicht mehr stirbt, Und Kränze dir zu winden Dort, wo kein Glück verdirbt, Und dir ins Aug' zu blicken, Wo's keine Thränen gibt, Und dich ans Herz zu drücken Dort, wo man ewig liebt. 2. Indessen reißt mit Schmerzen Sich unsre Liebe los Und legt von ihrem Herzen Dich unters Erdenmoos, 4. Nein, nein, das ist kein Sterben, Dem Hirten nachzugehn. Er führt sein Lamm zu Freuden, Er wird dich ewig weiden, Wo Lebensbäume stehn. 5. Nein, nein, das ist kein Sterben, Mit Herrlichkeit gekrönt Zu Gottes Volk sich schwingen Und Jesu Sieg besingen, Der uns mit Gott versöhnt. Nach Cäsar Malan. Tag über alle Tage. Daß nach der Wallfahrt Schwüle Der stille Todesschlaf Die letzte Wunde kühle, Die dich hienieden traf. 3. Wir wissen uns verbunden Mit dir durch Christi Band, Deß, der mit Todeswunden Für uns vom Grab erstand. Weil er zu Gott gegangen Ins ew'ge Heiligthum, Werd' ich auch einst umfangen Mein Kindlein wiederum. 394 339. Lieder über Tod und Grab. 4. Dann wirst du groß gediehen In Engelspflege sein; Dann wirst du fröhlich ziehen Mit sel'gen Kinderreihn. Und ach, all' unser Weinen Wird in des Himmels Raum Beim Wiedersehn erscheinen Als ein verflogner Traum. 339. 1. Wenn kleine Himmelserben In ihrer Unschuld sterben, So büßt man sie nicht ein; Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Damit sie unverloren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe Zu ihrem Christenlaufe Für Jesum eingeweiht. 5 8. Verklärt in Geisteswonne Umschwebest du den Herrn, Die wandellose Sonne, Als ewig heller Stern, Und erbst, was er ererbet Nach seinem Heldenlauf. Ihr Trauerklagen, sterbet! Ihr Psalmen, blühet auf! Alb. Knapp Mel. 113: O Welt, sieh hier dein Leben. Sie sind bei Gott in Gnaden: Was sollt' es ihnen schaden, Wenn er nun über sie gebeut! O wohl auch diesem Kinde, Es stirbt nicht zu geschwinde. Zieh' hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe. 340. Mel. 278: Gott ist getreu. 1. Zieh' hin, mein Kind! Gott selber fordert dich Aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, Dein Tod betrübet mich: Doch, weil es Gott gefällt, So unterlass' ich alles Klagen Und will mit stillem Geiste sagen: Zieh' hin, mein Kind! 2. Zieh' hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, Darum befiehlt er dir 8. Nun wieder fortzuziehn. Zieh' hin! Gott hates so versehen Was Gott beschließt, das muß ge⸗ Zieh' hin, mein Kind! lschehen. Zieh' hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott Ist wahre Freud' und Ruh', Kein Schmerz, der Seelen plagt. Hier müssen wir in Aengsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh' hin, mein Kind! 341. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 342. 395 4. Zieh' hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. — D Du eiltest fort, Eh' dir das Ungemach Verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang'imLeide: Wer frühe stirbt, kommt bald zur Zieh' hin, mein Kind![Freude. 341. „Auch die Kinder sammelst du, 5. Zieh' hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen zarten Geist. Nun siehest du, Wie Gottes lieber Sohn Dir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden; Du hast durch Jesum überwunden. Zieh' hin, mein Kind! Gottfr. Hoffmann. Mel. 86: Gott sei Dank in aller Welt. Treuer Hirt, zur ew'gen Ruh' Von dem Jammer dieser Welt, Der sie schon so früh befällt. „Sie entgehen allem Leid Dieser unruhvollen Zeit; Sie sind von Verführung frei, Sie bewahret deine Treu'. 3. Dieß Kind eilt der Heimat zu In die ew'ge Himmelsruh', Wo sein Heiland Jesus Christ Ewig nun sein In dein stilles Alles ist. 4. Hoffend blicken wir dir nach Schlafgemach, Glauben an dein Auferstehn, Freuen uns aufs Wiedersehn. Dichter unbekannt. 2. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 342. Phil. Nikolai.(2) 05 J 7.— 5 ö 15 2* 5 1 f 1 0 Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim me Der Wächter „ Mit- ter⸗nacht heißt die⸗se Stun del Sie ru⸗ fen 396 342. Lieder über Gericht und Ewigkeit. a b ö a —— 22K 2 — ͤöB 1—— Feet 5 f 1 0— sehr hoch auf der Zin- ne; Wach' auf, du Stadt Je⸗ uns mit hel lem Mun- de: Wo seid ihr klugen . 2 9 —— 5—— ——— *——ç 1 1 f b— ru⸗ sa lem! Jungfrau⸗ en? Wohl⸗auf, der Bräut'gam kömmt! Steht auf, die E E F 2*——. 4 2 —* f 2 2—:: ̃ ö 7 ö Lam⸗pen nehmt! Hal ⸗ le ⸗ lu K jah! Macht euch be reit Zur E FP 1 5————*— 5 8— 1 ö— 5— 9 — 1— R 2— 2 ͤ 2——— ö.* 3*— „ win e e ae Hoch⸗zeits⸗freud'; Ihr müs⸗set ihm ent ge⸗ gen⸗gehn! 1 4— 1 J 1 1 343. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz thut ihr vor Freude springen, Sie wachet und steht eilends auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron', Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen All' Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Ehr' und Preis sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, Mit Harfenklang und Psalterton! Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt. Wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Auge sah zuvor, Noch hörte je ein Ohr Solche Freude! Deß jauchzen wir Und singen dir Das Hallelujah für und für. Phil. Nikolai. 343. Melch. Frank. sa- lem, du hoch- ge⸗ bau ⸗ nend Herz so groß Ver- lan ⸗ gen 1. J Je ru Nie 4 r 1———-——— 7e——— e 1 5 g 1 0 E 15 5 1— 1 S. ——1 0 S— 22— e Stadt, Wollt' Gott, ich wär' in dir!. c hat Und reißt sich los von hier; Weit ü⸗ ber EE 5 N— ii 398 343. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 5 N 1 2— 4 — 3. 9 f — ͤ— X 7 J —* 5 r Thal 2 Hü⸗ gel Weit ü T 3— j 5 2 ä 2 1— 5 1 N 1 3 2 f e n es die Glaubens ⸗flü- gel Und eilt aus die- ser Welt. TTT 2 5 5 ä 8 EF f 2. O schöner Tag, o sel'ger Augenblick! Wann bricht dein Glanz hervor, Da frei und leicht zum reinen Himmelsglück Die Seele steigt empor, Da ich sie übergebe In Gottes treue Hand, Auf daß sie ewig lebe In jenem Vaterland? 3. O Himmelsburg, gegrüßet seist du mir! Thu' auf die Gnadenpfort'! Wie lange schon hat mich verlangt nach dir, Eh' ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben Das Erb' der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, welch' eine edle Schaar N Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Trägt nun die Ehrenkron'. Die wird auch mir gespendet Aus meines Jesu Hand, Nun ich den Lauf vollendet In jenem Thränenland. 4 ——— 344. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 399 5. Propheten groß, Apostel hehr und hoch, Blutzeugen ohne Zahl, Und wer dort trug des schweren Kreuzes Joch Und der Tyrannen Qual, Seh' ich in Ehren schweben, In Freiheit allzumal, Mit Klarheit hell umgeben Und sonnenlichtem Strahl. 6. Und lang' ich an im schönen Paradies, Im Heiligthum des Herrn, Dann schaut mein Geist, was er einst glaubend pries, Was er gesehn von fern. Das Hallelujah schallet In reiner Heiligkeit, Das Hosianna hallet Ohn' End' in Ewigkeit! Joh. Matth. Meyfart. Joh. Crüger.(2) 1 5 E — 5 r ö ö 0 1 1 Je ⸗sus, mei⸗ ne Zu ver ⸗sicht Und mein Hei⸗ land „ Die⸗ses weiß ich, sollt' ich nicht Da⸗ rum mich zu⸗ ist im Le ⸗ ben: frie⸗den ge ⸗ ben, Was die lange To⸗ des ⸗ nacht 400 345. Lieder über Gericht und Ewigkeit. . r— E—— — Mir 20 2 be.. dan⸗ ken macht? 2 4 2 4 3 .———— 2 „Jesus, er, mein Heiland, lebt; Ich werd' auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden; Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. „Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden; Das gesteh' ich; doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ja, ich selbst, ein Fremder nicht, Werd' in seiner Liebe brennen; 345. 1. Ermuntert euch, ihr Frommen! Zeigt eurer Lampen Schein. Der Abend ist gekommen, Die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf! Betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. * Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgethan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd' ich ausgesätt, Himmlisch werd' ich aufersteher Zum Verwesen sink ich ein, Dort werd' ich unsterblich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut! Jesus trägt euch, seine Glieder. Gebt nicht Statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaun' erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 8. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lasten ue Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt wollt werden! Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein! Luise Henriette v. Brandenburg(9). Mel. 90: Wie soll ich dich empfangen. 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit Oel, Und seid des Heils gewärtig. Bereitet Leib und Seel'. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah'. Begegnet ihm im Reihen Und singt Hallelujah! S Ihr klugen Jungfrau'n alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräut'gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen: Drum schlafet nicht mehr ein. Man sieht die Bäume blühen, Der schönste Frühlingsschein Verheißt Erquickungszeiten, Die Abendröthe zeigt Den schönen Tag von weitem, Davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Geberden Und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen Und mit gestorben seid, Sollt nun nach Kreuz und Klagen In Freuden sonder Leid 346. 346. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 00 401 Mit leben und regieren Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphiren In eurer Siegeskron'. „Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid! Hier singt man Freudenpsalmen Im Frieden nach dem Streit! Hier steht nach Wintertagen Der Weizen wieder grün, Und die im Tode lagen, Sieht man zum Leben ziehn. „Hier ist die Au' der Freuden, Wo der getreue Hirt Selbst seine Schafe weiden Und köstlich tränken wird. Hier sind die goldnen Gassen Der hohen Friedensstadt, Die Glanz ohn' alle Maßen Und Gott zur Sonne hat. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach' dich auf! Geh' auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach' ein Ende Und führ' uns aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. Laur. Laurenti. Mel. 5: Nun danket All' und bringet Ehr'. 1. Der Herr bricht ein um Mitternacht; Jetzt ist noch Alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! .Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; Er kommt, wenn Niemand nach ihm fragt, Noch es für möglich hält. 402 346. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 3. Wie liegt die Welt so blind und todt! Sie schläft in Sicherheit Und meint, des großen Tages Noth Sei noch so fern und weit. 4. Wer waltet als ein frommer Knecht Im Hause so getreu, Daß, wenn der Herr kommt, er gerecht Und nicht zu strafen sei? 5. Weckt ihr einander aus der Ruh', Daß Niemand sicher sei? Ruft ihr einander fleißig zu: Seid wacker, fromm und treu? 6. Sind eure Lampen rein und voll? Brennt euer Glaubenslicht, Wenn nun der Aufbruch kommen soll, Daß uns kein Oel gebricht? 7. So wache denn, mein Herz und Sinn, Und schlummre ja nicht mehr! Blick täglich auf sein Kommen hin, Als ob es heute wär'! 8. Der Tag der Rache nahet sich, Der Herr kommt zum Gericht. Du, meine Seele, schicke dich, Steh' und verzage nicht! 9. Dein Theil und Heil ist schön und groß Steh' auf! Du hast es Macht. Ergreif im Glauben du das Loos, Das Gott dir zugedacht! 10. O übergroße Seligkeit Nach abgelegter Last, Wobei dich, Seele, nicht gereut, Daß du gestritten hast! 11. Der Herr bricht ein um Mitternacht; Jetzt ist noch Alles still. Wohl dem, der sich nun fertig macht Und ihm begegnen will! 5 Nikl. Ludw. v. Zinzendorf. 347. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 403 347. Joh. G. Christ. Störl. 1. O Je⸗ ru sa⸗ lem, du schö⸗ ne, Da man 1 ö 1 **** 7 0 — 5 N + 2— 2 — 2 22 ——————— 2* 1 . 1 N N ö 1 Gott be ⸗ stän⸗ dig ehrt, Und der En gel Freu-den⸗ 1 1 R ‚ e „oo 2 E 7— 22 2 f f— RCü„Af— E— 3 1 22 2— 2 ——.— f Pra F — . 8 3 2 f— . 2 3—— l 1 f 1 . 3 222 5 A komm' ich doch ein⸗ mal Hin zu dei⸗ ner Bür⸗ger Zahl? 404 348. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 2. Hier, in diesen Pilgerhütten, 5. O der auserwählten Stätte In der heißen Prüfungszeit, Voller Wonne, voller Zier! Hier gibt's, bis man ausgelitten, Ach, daß ich schon Flügel hätte, Manche Noth und manchenstreit; Mich zu schwingen bald von hier Hier wird oft die beste Kraft Nach der neuerbauten Stadt, Von dem Weinen weggerafft. Welche Gott zur Sonne hat! 5. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Wo das schwache Schifflein treiben Sturm und Wellen hin und her: Ach, so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein! „Dann werd' ich nicht untersinken, 4. Komm doch, führe mich mit Freu⸗ Wär' das Meer auch noch so wild; Guter Hirt, an deiner Hand![den, Deine Leuchte wird mir winken Bringe mich nach vielen Leiden Von dem Ufer hell und mild; 8. Ach, wie wünsch' ich dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Salemsauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht! 2 In das rechte Vaterland, Wenn gleich Mast und Segel Wo dein Lebenswasser quillt, bricht, Das den Durst auf ewig stillt! Läßt doch Gott die Seinen nicht! Fr. Konrad Hiller. 348. Heinr. Egli.(7 —ů——ů— n——— —— 8 4 — 4 5———— Nach ei ⸗ ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta Dort, dort ver-wan⸗delt sich die Kla 1 r —— 0 0 2— T 8 war⸗tet uns die E⸗ wig⸗ keit; gött⸗li⸗ che Zu⸗frie ⸗ den heit. Hier übt die Tu ⸗ gend 1 f 348. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 405 1 ä bbb f +: 2 i 7 0— 2 5 4 1 1—x 2 4——— ih⸗ ren Fleiß, Und je ne Welt reicht ihr den Preis. 1 517 F J%%ààS0 E———— —— ̃—.—— ß— 1 2 2. Hier such' ich's nur, dort werd' ich's finden, Dort werd' ich, heilig und verklärt, Der Tugend ganzen Werth empfinden, Den unaussprechlich großen Werth; Den Gott der Liebe werd' ich sehn, Ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 3. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich Wesen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. 4. Da werd' ich das im Licht erkennen, Was ich auf Erden dunkel sah, Das wunderbar und heilig nennen, Was unerforschlich hier geschah; Da denkt mein Geist mit Preis und Dank Die Schickung im Zusammenhang. Da werd' ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig singen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Himmel jauchzen ihm. 6. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich gehen hieß, Und ihn zu Millionen Malen Noch segnen, daß er mir ihn wies; Da find' ich in des Höchsten Hand Den Freund, den ich auf Erden fand. EN 406 349. Lieder über Gericht und Ewigkeit. Da ruft— o möchte Gott es geben!— Vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sei dir! Denn du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, Der Retter einer Seele sein! 8. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, Doch gegen jene Herrlichkeit, Die offenbar an uns soll werden Von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie Ist doch ein Augenblick voll Müh'! Christ. F. Gellert. 349. Mel. 244: Wie wohl ist mir, o Freund der Seele. 1. Es ist noch eine Ruh' vorhanden, Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird vor seinem Throne weiden, Wirf hin die Last und eil' herzu! Bald ist der heiße Kampf geendet, Bald, bald der schwere Lauf vollendet! Dann gehst du ein zu deiner Ruh'. 2. Die Ruhe hat uns Gott erkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut' einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr müden Seelen, Die manche Last und Bürde drückt! Eilt, eilt aus euern Kummerhöhlen, Geht nicht mehr traurig und gebückt! 4 —— 350. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 407 8 Ihr habt des Tages Last getragen; Nun hört zu euch den Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid mein Volk, das ich behüte! Ob Sünde, Welt und Hölle wüthe, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen; Denn unsre Thränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen, Welch süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehr erreichen, Wir werden den Erlöser sehn. Die Thränen wird vom Aug' er wischen, Sein Lebensstrom wird uns erfrischen Weit über Bitten und Verstehn. Joh. Sigm. Kuntb. 350. Mel. 342: Wachet auf! ruft uns die Stimme. 1. Selig sind des Himmels Erben, Die Todten, die im Herren sterben, Zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken Des Todesschlummers folgt Entzücken, Folgt Wonne der Unsterblichkeit! Im Frieden ruhen sie, Los von der Erde Müh'. Hosianna! Vor Gottes Thron Zu seinem Sohn Begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Ihr, der Ueberwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist. Er sank wie wir ins Grab, Wischt unsre Thränen ab, Alle Thränen. Er hat's vollbracht! Nicht Tag, noch Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 408 351. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann, er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du hell uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr; Das Alte ist nicht mehr. Hallelujah! Er sank hinab Wie wir, ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Fr. G. Klopstock. Joh G. S . ˖ 1 E ———— „5 3 8 1. Auf⸗er⸗ stehn, ja auf er⸗stehn wirst du, Mein e 5 CCC f der dich schuf, dir ge ⸗ ben. Hal⸗ Ale lu jah! N ö ö ö 1 0 ö 352. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 409 2. Wieder aufzublühn werd' ich ge⸗ 4. Wie den Träumenden wird dann Der Herr der Ernte geht l[sä't; uns sein; Und sammelt Garben, Mit Jesu gehn wir ein Uns ein, uns ein, die starben. Zu seinen Freuden; Hallelujah! Der müden Pilger Leiden 3. Tag des Danks, der Freuden⸗]“ Sind dann nicht mehr. thränen Tag, 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Du meines Gottes Tag! Mein Mittler. Dann leb' ich Wenn ich im Grabe Im Heiligthume Genug geschlummert habe, Zu seines Namens Ruhme Erweckst du mich. In Ewigkeit. Fr. G. Klopstock. 352. F. B. Benecken. 2—— 8 5— r 2 0 0 r— 3 f—— ö 1 1. Ich hab' von fer ⸗ ne, Herr, dei⸗ nen Thron er⸗blickt g N 2 232433 43 2— E 5 ——— E E 1 .——— f r r.,•r·WÆhl-——. e Und hät⸗te ger ⸗ ne Mein Herz vor⸗-aus⸗ge⸗ schickt, 1 r 1 N 1——— . FFF ———— 5 ä ö Und hät ⸗ te gern mein mü n ⸗ des Le ben, 1 ö— 2 F 1 e —.— 0 K— 410 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit. eg 71 71 2. Das war so prächtig, 4. Doch bin ich fröhlich, Was ich im Geist gesehn! Daß mich kein Bann erschreckt; Du bist allmächtig: Ich bin schon selig, Drum ist dein Licht so schön. Seitdem ich das entdeckt. Könnt'ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch im Leiden üben Doch schon von heut' an auf ewig Und dich zeitlebens inbrünstig wohnen! lieben. 3. Doch ich bin sündig, 5. Ich bin zufrieden, Der Erde noch geneigt; Daß ich die Stadt gesehn, Das hat mir bündig Und ohn' Ermüden Dein heil'ger Geist gezeigt. Will ich ihr näher gehn Noch nicht genug bin ich gereinigt, Und ihre hellen, goldnen Gassen Noch nicht ganz innig mit dir Lebenslang nicht aus den Augen vereinigt. lassen. Joh. Tim. Hermes. Sam. Gottl. Auberlen. 1 wird mir sein, wenn ich dich, Je ⸗ su, Wenn ich ver⸗ klärt vor dei⸗ nem Thro⸗ ne 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 411 se. he In dei ⸗ ner göttlich ho- hen Ma ⸗je- stät, ste ⸗ he, Die E⸗ wig⸗ keit mich Stau⸗nen⸗den um⸗ weht! A. 5 E 1 R t ö ö 0 A 7 Wie wird mir sein! O Herr, ich fass' es nicht, Nur 3 2 A 4 2 g 2 25 2 1 2—— 2 E S — 2 2 If— t 3 2 71 * 7 1 1 1 + 7 7 ni 9 1 — 7 1 1 2 7 I— N ..———:—— 1—— 3 n 8 R Thrä⸗nen rin⸗nen mir vom An⸗ge⸗sicht. n E 255 2. Wie wird mir sein, wenn deines Hauptes Strahlen Mein Haupt umleuchten, das dem Grab entschwand, Und wenn im Himmelsglanz vor mir sich malen Die Freuden, die kein sterblich Herz empfand! Wie wird mir sein! O welche Seligkeit Empfind' ich, denk' ich jener Freudenzeit! 412 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit. 38. Wie wird mir sein, wenn Engelharfen tönen Und sanft ich ruh' in meines Hirten Schooß, Wenn ausgeweint sind alle meine Thränen, Und ich nun ganz von Erdenfesseln los! Wie wird mir sein, o du mein Herr und Gott, Wenn nicht mehr schrecken Sünde, Höll' und Tod! 4. Wie wird mir sein, wenn ich sie wieder sehe, Die Theuren alle, die ich hier geliebt, Wenn ich mit ihnen in des Heilands Nähe Lobsingend steh', von Trennung nie betrübt! Wie wird mir sein! O Freuden ohne Zahl, Ihr strömet Licht ins dunkle Erdenthal! 5. Ja, unaussprechlich sind die sel'gen Freuden, Die dort der Herr mir einst bereiten wird. Drum will ich harren, stille sein und leiden, Bis mich nach kurzem Streit der treue Hirt Aus Gnaden führt zum ew'gen Frieden ein! Mein Herr, mein Gott, wie wird alsdann mir sein! Eman. Christ. Gottl. Langbecker. Anmerkung zu Nr. 217. Da die 5. Zeile des Liedes Nr. 121 eine Silbe mehr hat als die 5. Zeile von Nr. 217, so müssen beim Singen die beiden Silben „Schulden-“(Nr. 121) für die entsprechende Silbe„-freu-“(Nr. 217) in eine halbe Note zusammengezogen werden. Melostlieen⸗Tabelle. Sie will zeigen, welche Lieder allenfalls auch nach andern als den gerade angewiesenen Melodieen können gesungen werden. Man beachte dabei Folgendes: 1. Die Melodieen, welche unter den nämlichen Buchstaben auf⸗ geführt sind, können, weil ihre Lieder den gleichen Versbau haben, mit einander vertauscht werden, soweit die Grundstimmung der Lieder und der Weisen dieß gestattet. 2. Die fettgedruckten Zahlen bezeichnen die Liedernummern, bei denen die Melodie steht. 3. Melodieen, welche bei den Liedern ihres Versbaues allein stehen, ohne eine Parallel⸗Melodie, sind in dieser Tabelle nicht auf⸗ geführt. Vierzeilige Melodien. a. 4(Ich singe dir) mit 49. 152. 160. 312. 5(Nun danket All') mit 53. 73. 135. 346. 286(Getreuer Gott). b. 71(Wohl einem Haus) mit 74. 309. 95(Vom Himmel kam) mit 76. 127. 98(Wir singen dir) mit 191. 100(Dieß ist der Tag) mit 196. 146(Komm, Schöpfer Geist). 282(Von dir, o Vater) mit 54. 230. Sechszeilige Melodieen. 0. 51(Herr, der du mir) mit 276. 113(O Welt, sieh hier) mit 47. 52. 263. 339. 275(Was ist's, daß ich) mit 280. d 107(Wenn dir dein Zion Palmen streut) mit 58. 294(Mir nach, spricht Christus, unser Held) mit 304 414 Melodieen-⸗Tabelle. 11(O daß ich tausend) mit 143. 119(Es ist vollbracht). 193(Ich bin getauft) mit 231. 229(Ich habe nun den Grund). 268(Wer nur den lieben Gott). 272(Mein Gott, wie bist du). 324(Wer weiß, wie nahe mir). 348(Nach einer Prüfung) mit 325. 1. 35(Dir, dir, Jehovah) mit 162. 118(Ach, sieh ihn dulden) mit 80. S. 25(Großer Gott, wir loben dich). 132(Jesus lebt) mit 228. 239. 301. 167(Gott ist unsre Zuversicht) mit 328. 344(Jesus, meine Zuversicht) mit 163. 197. 227 u., 40(Gott des Himmels) mit 186. 101(Werde Licht, du Volh mit 173. 148(Komm, o komm) mit 290. 242(Liebe, die du mich) mit 253. 347(O Jerusalem) mit 172. h. 176(Gottesruhe) mit 66. 207(Lasset uns zum Heiland gehen). 1. 28(Laßt Jehovah hoch erheben). 82(Himmelskönig) mit 281. 142(Jesus Christus herrscht) mit 116 265(Alles ist an Gottes Segen). 292(Will in trüben Kummertagen). Melodieen⸗Tabelle. 415 Siebenzeilige Melodieen. k. 1(Allein Gott in der Höh') mit 17. 56. 9(Sei Lob und Ehr') mit 140. 316. 36(Gott, deine Güte reicht so weit) mit 216. 243. 273. 83(Zeuch an die Macht) mit 224. 129(Wach' auf, mein Herz) mit 288. 214(Aus tiefer Noth) mit 212. 223(Nun freut euch, Christen) mit 69. 84. 133. 318(Wenn mein Stündlein). Achtzeilige Melodieen. 1. 2(Nun danket Alle Gott) mit 32. 34(Ach Gott, verlaß mich nicht) mit 296. 78(Herr Gott, dich loben wir). m. 39(Aus meines Herzens Grunde) mit 141. 260. 87(Auf, auf, ihr Reichsgenossen) mit 88. 293. 327. 89(Nun jauchzet All', ihr Frommen) mit 92. 150. n. 63(Durch Trauern) mit 199. 333. 90(Wie soll ich dich) mit 166. 225. 266. 345. 102(Die heiligste der Nächte) mit 104. 156. 334. 112(O Haupt voll Blut und Wunden) mit 126. 319. 321. 183(Tag über alle Tage) mit 338. 234(Aus irdischem Getümmel) mit 235. 249(Wenn Alle untreu werden). 291(Bei dir ist Treu und Glauben) mit 313. 314(Es zieht ein stiller Engel). o. 16(Wie groß ist des Allmächt'gen Güte) mit 46. 139. 20(Singt, singt Jehovah neue Lieder) mit 68. 91. 108. 115(Wie bist du, Heiland, mit der Krone) mit 220. 218(Wie mächtig spricht in meiner Seele) mit 64. 305. 308. 416 Melodieen-⸗Tabelle. p. 75(Sorge, Herr, für unsre Kinder) mit 300. 114(Der am Kreuz ist meine Liebe) mit 120. 283. 262(Wie nach einer Wasserquelle) mit 211. 306. q. 123(O du Liebe meiner Liebe) mit 297. 161(Herz und Herz vereint zusammen) mit 59. 182. 188. 254. 222(Kehre wieder) mit 192. 213. 255. r. 12(Womit soll ich dich wohl loben) mit 322. 122(Jesu, meines Lebens Leben) mit 131. 245. 134(Jesus, die erlösten Sünder) mit 55. 202(Einem Herrn nur sollt ihr dienen) mit 181. Neunzeilige Melodieen. 8. 33(Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig). 336(Geh' zum Schlummer) mit 221. Zehnzeilige Melodieen. t. 7(Wunderbarer König) mit 303. 174(Gott ist gegenwärtig). u. 187(Wort aus Gottes Munde) mit 240. 247. 284(Nein, ich will nicht sorgen) mit 50. 77. 274. Zwölfzeilige Melodieen. v. 149(O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein) mit 179. 238. 237(Wie schön leucht't uns der Morgenstern) mit 70. 72. 248. w. 79(Betet an vor Gott, ihr Sünder) mit 165. 210. 342(Wachet auf! ruft uns die Stimme) mit 164. 169. 350. Verzeichniß der Liellerclickter. A. Alberti(auch Albert), Heinrich, 1604—1651, Organist in Königsberg. Nr. 40. Albinus, Johann Georg, 1624-1679, Rector, dann Pastor in Naum⸗ burg(Sachsen). Nr. 322. Altenburg, Johann Michael, 1584— 1640, Pastor in Erfurt. Nr. 158. Annoni, Hieronymus, 16971770, Pfarrer in Muttenz bei Basel. Nr. 153. Arndt, Ernst Moritz, 17691860, Professor der Geschichte in Bonn. Nr. 53. 235. 313. Arnold, Gottfried, 1666— 1714, Professor der Geschichte in Gießen, Pastor in Perleburg. Nr. 297. Aschenfeldt, Christoph Karl Julius, 1792-1856, Oberconsistorialrath und Probst in Flensburg. Nr. 234. B. Bähr, Christian August, 17951846, Pfarrer in Weigsdorf bei Zittau. Nr. 65. Baggesen, Karl Albrecht Reinhold, 1793-1873, Pfarrer am Münster in Bern. Nr. 105. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, 1774—1841, Professor in Tübingen, später Dekan zu Kirchheim unter Teck. Nr. 190. Barth, Christian Gottlob, 1799— 1862, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, der unermüdliche Förderer der Mission. Nr. 166. Baumann, Gottlob, 1794—1856, Pfarrer zu Kemnath bei Hohenheim. Nr. 164. Betichius, Johann, 16501722, Diakon in Zerbst. Nr. 44. Bickel, Johann Daniel Karl, 17371809, Nassau'scher Hofprediger in Biberich. Nr. 179. Birken, Sigmund von, 1626—1681, Fürstenerzieher und gekrönter Dichter. Nr. 295. 27 418 Verzeichniß der Liederdichter. Bogatzky, Karl Heinrich von, 1690-1774, Verfasser vieler Erbauungs⸗ schriften(das„Schatzkästlein“). Nr. 162. Brandenburg, Albrecht von, Markgraf, 1522—1557, der Jüngere. Nr. 261(7). Brandenburg, Luise Henriette von, 16271667, Gemahlin des großen Kurfürsten. Nr. 216(2). 344(2). Bruiningk, Heinrich von, 1738—1785, Bischof der Brüdergemeinde. Nr. 196. Bürde, Samuel Gottlieb, 17531831, Hofrath und Kanzleidirector in Berlin. Nr. 283. C. Claudius, Matthias, 17401815, als der„Wandsbecker Bote“ ein gediegener Volksschriftsteller. Nr. 52. Clausnitzer, Tobias, 16181684, schwedischer Feldprediger, dann Pfarrer und Kirchenrath in der Kurpfalz. Nr. 171. Cramer, Johann Andreas, 17231788, Hofprediger in Kopenhagen, Kanzler der Universität Kiel. Nr. 18. 27. 197. Crasselius, Bartholomäus, 16771724, Pfarrer in Düsseldorf. Nr. 35. D. Decius, Nikolaus, 1490(2)— 1541, zuerst Mönch, dann feuriger An⸗ hänger Luthers, seit 1524 Prediger in Stettin. Nr. 1. 117. Deßler, Wolfgang Christoph, 1660—1722, Conrector an der Schule zum heiligen Geist in Nürnberg. Nr. 244. Diterich, Johann Samuel, 1721—1797, Pastor an der Marienkirche in Berlin. Nr. 92. 133. Döring, Karl August, 1783 1844, der eifrige Förderer der innern Mission, Prediger in Magdeburg, Eisleben und Elberfeld. Nr. 200. E. Eppler, Christoph Friedrich, geb. 1822, Pfarrer in Birsfelden bei Basel. Nr. 106. F. Feddersen, Jakob Friedrich, 1736-1788, Hauptpastor in Altona, Volks⸗ und Jugendschriftsteller. Nr. 280. Flemming, Paul, 1609—1640, Arzt, gekrönter Dichter, Begleiter einer Gesandtschaft nach Moskau und Persien, starb in Hamburg. Nr. 263. Verzeichniß der Liederdichter. 419 Förster, Karl Christoph. Nr. 56. Franck, Johannes, 16181677, Bürgermeister in Guben(Nieder⸗Lausttz). Nr. 78. 205. 240. Franck, Salomo, 1659—1725, Oberconsistorial⸗Sekretär in Weimar. Nr. 34. 119. 125. 272. Freylinghausen, Johann Anastastus, 1670-1739, Pastor zu Halle und Director in A. H. Francke's Waisenhaus. Nr. 246. Freystein, Johann Burkhard, starb 1720 als Hof⸗ und Justizrath in Dresden. Nr. 298. Frickert, Johann Ludwig, unbekannt. Nr. 168. Fritsch, Ahasverus, 1629—1701, Consistorialpräsident und Kanzler in Rudolstadt. Nr. 114. Fröbing, Johann Christoph, 17461805, Diakon in Mark⸗Oldendorf bei Hildesheim. Nr. 37. Fröhlich, Abraham Emanuel, 17961865, Helfer und Professor in Aarau. Nr. 80. 81. 202. G. Garve, Karl Bernhard, 1763-1841, Prediger in der Brüdergemeinde von Herrnhut. Nr. 58. 103. 136. 308. 309. 310. Gedicke, Lampertus, 1683— 1735, Garnisonsprediger in Berlin. Nr. 273. Geibel, Emanuel, 1815-1887, zu Lübeck. Nr. 139. Gellert, Christian Fürchtegott, 1715— 1769, Professor in Leipzig. Nr. 13. 14. 15. 16. 17. 36. 45. 51. 100. 132. 189. 219. 275. 276.277. 304. 305. 328. 348. Gerhardt, Paulus, 1606— 1676, Prediger in Berlin, Archidiakon zu Lübben in der Lausitz. Nr. 3. 4. 5. 41. 42. 47. 57. 67. 70. 90. 97. 98. 112. 113. 150. 225. 266. 267. 293. 321. Gerok, Karl, 1815-1890, Oberhofprediger in Stuttgart. Nr. 203. Gesenius, Justus, 1601-1673, Oberhofprediger in Hannover. Nr. 121. Geßner, Georg, 1765-1843, Pfarrer am Großmünster und Antistes in Zürich. Nr. 155. a Gotter, Ludwig Andreas, 16611735, Geheimsekretär und Hofrath in Gotha. Nr. 12. 217. 300. Gregor, Christian, 1723— 1801, Bischof der Brüdergemeinde in Herrnhut. 1. Günther, Cyriakus, 1649— 1704, Gymnasiallehrer zu Gotha. Nr. 128. 243. 420 Verzeichniß der Liederdichter. 18 7. Hagenbach, Karl Rudolf, 18011874, Professor der Theologie in Basel. Nr. 169. 213. 290. Hahn, Michael, 1758— 1819, Bauer, Stundenhalter und Erbauungs⸗ schriftsteller in Sindlingen(Württemberg). Nr. 181. Hardenberg, Friedrich von, mit dem Dichternamen Novalis, 1772—1801, Assessor und Amtshauptmann in Weißenfels(Thüringen). Nr. 135. 249. 250. Hecker, Heinrich Cornelius, 1699— 1743, Oberpfarrer zu Meuselwitz im Altenburgischen. Nr. 187. Heermann, Johann, 1585—1647, Pastor zu Köben in Schlesien und in Lissa(Polen). Nr. 32. 111. 120. 127. 238. Held, Heinrich, um 1640 Advokat zu Guhrau in Schlesien. Nr. 86. 148. Helmbold, Ludwig, 1532—1598, Rector und Pastor zu Mühlhausen in Thüringen. Nr. 260. Hengstenberg, Johann Heinrich Karl, 1770-1834, Pfarrer zu Wetter an der Ruhr(Westfalen). Nr. 329. Herberger, Valerius, 15621627, Prediger zu Fraustadt in Posen. Nr. 319. Hermann, Nikolaus, starb hochbetagt 1561, Cantor in Joachimsthal. Nr. 318. Hermes, Johann August, 1736-1822, Oberprediger und Consistorial⸗ rath in Quedlinburg. Nr. 118. Hermes, Johann Timotheus, 1738-1821, Professor und Pastor in Breslau. Nr. 352. Herrnuschmidt, Johann Daniel, 1675—1723, Professor der Theologie in Halle. Nr. 10. 271. Herzog, Johann Friedrich, 16471699, Rechtskonsulent in Dresden. Nr. 49. Heußer⸗Schweizer, Meta, 17971876, Gattin des Arztes in Hirzel (Kantons Zürich). Nr. 256. 291. Hey, Wilhelm, 1789 1854, Superintendent zu Ichtershausen im Gotha⸗ ischen. Nr. 312. Hiller, Friedrich Konrad, 16621726, Advokat in Stuttgart. Nr. 347. Hiller, Philipp Friedrich, 1699—1769, Pfarrer in Steinheim(Württem⸗ berg). Nr. 142. 152. 175. 231. Hoffmann, Gottfried, 1658 1712, Rector in Zittau. Nr. 340. Homburg, Ernst Christoph, 1605-1681, Rechtskonsulent in Naumburg. Nr. 122. Verzeichniß der Liederdichter. 421 E. Ingolstetter, Andreas, 16331711, Marktvorsteher in Nürnberg. Nr. 296. Jorissen, Matthias, 1739— 1823, deutscher Prediger im Haag(Holland). Nr. 23. Jud, Leo, 1482— 1542, Zwingli's Freund, Pfarrer zu St. Peter in Zürich. Nr. 236. 4 Kaiser, Nikolaus, 1734 1808, Prediger in Hof(Bayern). Nr. 251. Kern, Gottlob Christian, 1792 1835, Professor, Pfarrer in Mühlacker an der Enz Württemberg). Nr. 199. Keymann, Christian, 1607— 1662, Rector am Gymnasium in Zittau. Nr. 239. Klopstock, Friedrich Gottlieb, 1724 1803, der Sänger des„Messias“, in Hamburg. Nr. 210. 350. 351. Klotz, Martin, geb. 1819, Pfarrer in Zizers(Graubünden). Nr. 82. Knak, Gustav Friedrich Ludwig, 1806—1878, Prediger in Berlin. Nr. 212. 258. Knapp, Albert, 17981864, Pfarrer in Stuttgart. Nr. 46. 77. 201. 289. 336.(337). 338. Knorr von Rosenroth, Christian, 1636-1689, geheimer Rath des Pfalzgrafen von Sulzbach. Nr. 43. Krais, Friedrich Julius, geb. 1807, Pfarrer in Oferdingen(Württemberg). Nr. 115. Krause, Jonathan, 17011762, Pfarrer zu Liegnitz in Schlesten. Nr. 173. Krüger, Johann Christian, 1722— 1750, Schauspieler in Leipzig, Braun⸗ schweig und Hamburg. Nr. 218. Krummacher, Friedrich Adolf, 17681845, Pastor in Bremen. Nr. 163. 330. 331. Küster, Elieser Gottlieb, 1732— 1799, Prediger und Generalsuperintendent in Braunschweig. Nr. 198. Kunth, Johann Sigismund, 17001779, Pastor und Superintendent zu Baruth in der Oberlausitz. Nr. 349. 1 Langbecker, Emanuel Christian Gottlieb, 1792— 1843, Hofstaatssekretär in Berlin. Nr. 353. Laurenti, Laurentius, 1660—1722, Musikdirector am Dom in Bremen Nr. 129. 345. 422 Verzeichniß der Liederdichter. Lavater, Johann Kaspar, 1741-1801, Pfarrer am St. Peter in Zürich Nr. 64. 134. 144. 180. 208. 281. 282. Liebich, hrenfried, 17131780, Pastor zu Erdmannsdorf in Schlesien. Nr. 154. 278. 279. Luther, Martin, 1483 1546, der Reformator Deutschlands. Nr. 95. 157. 214. 223. 317. M. Malan, Cäsar, 1786-1864, Theologe, Dichter und Musiker in Genf. Nr. 337. Mann, Johann Karl Gottlieb, 1766-1826, Archidiakon in Naumburg. Nr. 167. Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738-1811, Professor und Rector des Gymnasiums in Bremen. Nr. 108. Menzel, Konrad, 1834-1890, Pfarrer in Schönenberg(Kt. Zürich). Nr. 107. Mentzer, Johannes, 1658— 1734, Pfarrer zu Kemnitz bei Bernstadt in der Ober⸗Lausitz. Nr. 11. Meyfart, Johann Matthäus, 15901642, Professor und Pastor in Erfurt. Nr. 343. Moraht, Adolf, geb. 1805, Pastor in Möllen(Herzogthum Lauenburg). Nr. 257. Mudre, Johann Friedrich, 1736 1810, Pastor in Mittelsaida bei Frei⸗ berg(Sachsen). Nr. 101(d). Münter, Balthasar, 1735—1793, deutscher Prediger in Kopenhagen. Nr. 211. 232. N. Nägeli, Hans Georg, 17731836, der Vater des schweizerischen Männer- gesanges, in Zürich. Nr. 252. Neander, Joachim, 1650— 1680, reformirter Prediger in Bremen. Nr. 6. 7. 8. 33. 48. 62. 323. Neander, Christoph Friedrich, 17241802, Probst zu Gränzhof in Kurland. Nr. 54. Neuffer, Christian Ludwig, 1769-1839, Stadtpfarrer und Schulinspector in Ulm. Nr. 102. 286. Neumark, Georg, 1621 1681, Bibliotheksekretär in Weimar. Nr. 268. Neumeister, Erdmann, 16711756, Hauptpastor zu St. Jakobi in Hamburg. Nr. 228. Neunherz, Johannes, 1653—1737, Oberpfarrer zu Hirschberg in Schlesien. Nr. 131. Verzeichniß der Liederdichter. 423 Niemeyer, August Hermann, 17541828, Kanzler und Rector der Universität Halle. Nr. 284. Nikolai, Philipp, 15561608, Pastor zu St. Katharina in Hamburg. Nr. 237. 342. Notker, zubenannt Balbulus, um 850, Mönch im Kloster St. Gallen. Nr. 317. O. Oser, Friedrich, 1820-1891 Pfarrer zu Benken in Baselland. Nr. 83. P. Pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736— 1809, Präsident des evangelischen Consistoriums in Kolmar. Nr. 177. Pfeil, Christoph Karl Ludwig, 17121784, preußischer Rath. Nr. 2 Pfeiffer, Michael Traugott, 17711848, Lehrer der alten Sprachen und der Musik in Aarau. Nr. 26. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, Antistes in Basel. Nr. 69. 170. Probst, Jakob, geb. 1848, Pfarrer in Horgen am Zürchersee. Nr. 316. Pfsalmen, von Verschiedenen bearbeitet zu Goudimels Tonsätzen. Nr. 20. 21. 22. 24. 38. 178. 220. 262. 285. Puchta, Christian Rudolf Heinrich, 1808 1858, Pfarrer in Augsburg. Nr. 59. 68. 104. 137. 183. R. Räder, Johann Friedrich, 1815-1872, Kaufmann in Elberfeld. Nr. 287. Rambach, Johann Jakob, 1693-1735, Professor der Theologie in Gießen. Nr. 193. 206. 226. Rieger, Magdalena Sibylla, 17071786, Gattin des Stadt- und Land⸗ vogtes Eman. Rieger in Blaubeuren. Nr. 221. Riggen bach, Christoph Johann, 1818-1890, Professor der Theologie zu Basel. Nr. 61. Rinkart, Martin, 1586— 1649, Archidiakon in Eilenburg. Nr. 2. Rist, Johann, 16071667, Prediger zu Wedel in Holstein, mecklen⸗ burgischer Kirchenrath. Nr. 66. 87. 204. Rodigast, Samuel, 1649— 1708, Gymnasialrector in Berlin. Nr. 270. Rothe, Johann Andreas, 1688 1758, Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz. Nr. 229. 339. Rückert, Johann Friedrich, 1789 1866, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin. Nr. 93. 424 Verzeichniß der Liederdichter. 8. Sacer, Gottfried Wilhelm, 1635—1699 Rechtskonsulent in Wolfen— büttel. Nr. 63. 141. Sachse, Christian Heinrich, 1785-1860, Hofprediger und Consistorial⸗ rath in Altenburg. Nr. 334. 335. Schalling, Martin, 1532— 1608, Pastor in Nürnberg. Nr. 30. Scheffler, Johannes, auch Angelus Silesius genannt, 1624—1677, kaiserlicher Hofmedicus, nachher bischöflich Breslauischer Rath. Nr. 241. 242. 294. Schirmer, Michael, 1606-1673, Conrector am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin. Nr. 89. 149. Schlegel, Johann Adolf, 1721-1793, Generalsuperintendent in Han⸗ nover. Nr. 248. Schlosser, Ludwig Heinrich, 16631723, Prediger zu St. Katharina in Frankfurt a. M. Nr. 75. Schmid, Konr. Arn., 1716-1789, Professor in Braunschweig. Nr. 145. Schmidt, Johann Eusebius, 16691745, Prediger in Siebleben bei Gotha. Nr. 159. Schmolck, Benjamin, 1672—1737, Hauptpfarrer in Schweidnitz und Schulinspector. Nr. 50. 60. 126. 130. 172. 186. 194. 227. 274. 325. Schneesing, Johannes, starb 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. Nr. 215. Schöner, Johann Gottfried, 1749-1818, erster Pfarrer an der St. Lorenzkirche in Nürnberg. Nr. 233. Schröder, Johann Heinrich, 1666—1728, Pastor zu Möseburg bei Magde⸗ burg. Nr. 245. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 1739 1791, Musikdirector, später Hof⸗ und Theaterdichter in Stuttgart. Nr. 176. 307. Schütz, Johann Jakob, 16401690, Advokat und Rath zu Frank⸗ furt a. M. Nr. 9. Schwarzburg-Rud olstadt, Emilie Juliane, Reichsgräfin, 16371706. Nr. 324. Senitz, Elisabetha von, 1629— 1679, Hofdame in Brieg und in Oels (Schlesien). Nr. 123. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801-1859, Superintendent zu Burg⸗ dorf im Lüneburgischen. Nr. 72. 165. 182. 192. 222. 254. 255. 288. 314. 315. 332. 333. Stegmann, Josua, 15881632, Professor der Theologie in Rinteln. Nr. 31. 425 Verzeichniß der Liederdichter. Strauß, Victor Friedrich von, geb. 1809, Kabinetsrath und Bundes- tagsgesandter zu Frankfurt a. M. Nr. 29. 73. 156. Sturm, Christoph Christian, 1740— 1786, Hauptpastor zu St. Petri in Hamburg. Nr. 79. Sturm, Julius Karl Reinhold, geb. 1816, Pfarrer zu Köstritz im Fürsten⸗ thum Reuß. Nr. 191. 292. 2 Tersteegen, Gerhard, 1697-1769, Bandweber in Mühlheim an der Ruhr. Nr. 99. 151. 174. 247. 327. Thilo, Valentin, 16071662, Professor der Beredsamkeit in Königs⸗ berg. Nr. 88. Titius(Tietze), Christoph, 1641— 1703, Pastor zu Hersbrück bei Nürn⸗ berg. Nr. 269. W. Weber, Heinrich, geb. 1821, Pfarrer in Höngg bei Zürich. Nr. 19 (Vers 2 und 3). 84. Weingärtner, Sigismund, um 1600 Prediger in oder bei Heilbronn. Nr. 264. Weißel, Georg, 1590-1635, Pfarrer in Königsberg. Nr. 85. 224. Wessenberg, Ignaz Heinrich von, 1774— 1860, Coadjutor des Bis⸗ thums Konstanz. Nr. 138. Widmer, Leonhard, 1808— 1868, Lithograph in Zürich. Nr. 28. Winkler, Johann Joseph, 16701722, Domprediger und Consistorial⸗ rath zu Magdeburg. Nr. 299. Wolf, Jakob Gabriel, 16831754, preußischer Hofrath und Professor der Rechte in Halle. Nr. 301. Wolf, Salomon, 1752-1810, Pfarrer und Dekan in Wangen bei Zürich. Nr. 21. 22. 109. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725-1761, Prediger und Waisenhaus⸗ director in Bunzlau(Schlesien). Nr. 76. 195. 303. Z. Zaremba, Felician, 1794-1874, russ. Graf, dann Missionar. Nr. 170, 3. Zeller, Christian Heinrich, 17791860, Stifter und Leiter der Armen⸗ 55 kinder⸗ und Armenlehreranstalt Beuggen oberhalb Basel. Nr. 184. 253. Ziegler, Johann Konrad, 1692-1731, Candidat der Theologie in Schaff⸗ hausen. Nr. 91. ———ů 426 Verzeichniß der Liederdichter. 2 2—— Zimmermann, Johann Christian, 1702- 1783, Superintendent zu Ueltzen(Hannover). Nr. 306. Zinzendorf, Niklaus Ludwig, Graf von, 1700-1760, Gründer der Brüdergemeinde zu Herrnhut. Nr. 160. 161. 188. 230. 302. 326. 346. Zinzendorf, Christian Renatus, Graf von, 1727 1752, Sohn und treuer Gehilfe des Vorigen. Nr. 124. Zwick, Johannes, ca. 1496— 1542, der Reformator von Konstanz, zu⸗ letzt in Bischofszell. Nr. 140. Zwingli, Huldreich, 14841531, der große Reformator Zürichs. Nr. 259. — Bearbeitungen altlateinischer Hymnen: Nr. 25. 94. 116. 146. Aus den Gesängen der Böhmischen Brüder: Nr. 74. 96. Aus andern Gesang büchern: Nr. 55 Leipziger Gesangbuch von 1697. Nr. 143 Berliner Gesangbuch. Nr. 147 Aargauer Gesangbuch. Nr. 207 St. Galler Gesangbuch. a Unbekannt sind die Dichter bei Nr. 39. 110. 209. 265. 311. 920 341. Alpflabekisches Abschied will ich dir geben Ach bleib' mit deiner Gnade Ach Gott, verlaß mich nicht Ach sieh ihn dulden, bluten, sterben Ach wiederum ein Jahr verschwunden Allein Gott in der Höh' sei Ehr' Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen Alles ist euer. 8. Allgenugsam Wesen. Am Grabe stehn wir stille An dir allein, an dir hab' ich gefündigt Auch die Kinder sammelst du Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott und nicht auf meinen Rath. Auf meinen lieben Gott Auf, theure Seelen, auf Aus irdischem Getümmel. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir Bang und doch voll sel'ger 0 Befiehl du deine Wege. Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bei dir ist Treu' und Glauben. Betet an vor Gott, ihr Sünder. Bleibt bei dem, der euretwillen. Bleibt, Kinder, bleibt Register. Bringt Preis und Ruhm dem Hei land dar Christi Blut und Gerechtigkeit Christus, der ist mein Leben Christ, wenn die Armen manches mal Daheim ist's gut 8 Das Jahr ist nun zu Ende Das walte Gott, der helfen kann Dein König kommt in niedern Hüllen. Der am Krenz ist meine Liebe, meine Lieb“. Der du die Wahrheit selber bist Der du in Todesnächten 5 Der Herr bricht ein um Mitternacht Der Herr der Ernte winket Der Herr fährt auf gen Himmel Der Herr mein Hirt rt Der im Heiligthum du wohnest. Der König kommt, der Herr der Ehren Der Mond ist aufgegangen e Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe Des Herren Majestät. Dich hoffen wir zu finden 5 Die Christen gehn von Ort zu Ort Die Gnade sei mit Allen. Die Gnade unsers Herrn. Die goldne Sonne Die Gottesseraphim. Die heiligste der Nächte 8 Die Himmel erheben des Ewigen Ehre Die Lerche stieg am Ostermorgen Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ Dieß ist der Tag, den Gott gemacht Dir, dir, Jehovah, will ich singen Dir geb' ich hin mein Herz und Sinn Dir will ich danken bis zum Grabe Du bist's allein. Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret Du klagst und fühlest die Beschwerden Du schöne Welt, wie herrlich schmückt. Durch Trauern und durch Plagen Eine Heerde und Ein Hirt Einem Herrn nur sollt ihr dienen Eines wünsch⸗ ich mir vor allem Andern 428 Alphabetisches Register. Al phabetisches Register. Ein' feste Burg ist unser Gott Ein neues Jahr ist angefangen Eins ist Noth, ach Herr, dieß Eine Entschwunden ist das Sonnenlicht Erfüllt sind Stund' und Zeiten. Erhebe zum Himmel, du feiernde Menge Erhebt den Herrn, ihr Frommen 8 Erhöhet die prächtigen Pforten der Siege Erhör', o Gott, das heiße Flehn Ermuntert euch, ihr Frommen Es ist ein Strom erflossen Es ist noch eine Ruh' vorhanden Es ist vollbracht, er ist verschieden Es saß ein frommes Häuflein dort Es zieht ein stiller Engel. Ewig, ewig bin ich dein Fahre fort Fortgekämpft und fortgerungen Fröhlich soll mein Herze springen Frohlock', mein Herz, weil Jesus Christ Früh laß mich deine Gnade hören. Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht Geduld ist euch vonnöthen Geh' aus, mein Herz, und suche Freud Geh' zum Schlummer ohne Kummer Geist der Liebe, Geist der Gnaden Gelobt sei Gott! Er ist geboren. Getreuer Gott, ich hoff' auf dich Gib Frieden, Herr, gib Frieden. Gott bei mir an jedem Orte Gott, deine Güte reicht so weit Gott des Himmels und der Erden. Gott, du lässest Treu' und Güte Gottesruhe, Sabbathstille Gottes Stadt steht fest gegründet Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu. Gott ist mein Hirt, was mangelt jemals n mir nd. %% Gott ist mein Lied 336 213 105 286 313 253 36 40 55 176 165 280 174 278 285 189 13 —— .——— 430 Alphabetisches Register. Gott ist's, der regiert Gott ist unsre Zuversicht Gott sei Dank in aller Welt. Gott, vor dessen Angesichte Gott will's machen a Großer Gott, wir loben dich Hallelujah, schöner Morgen 2 Halt' im Gedächtniß Jesum Christ. Harre, meine Seele Heiland, deine Menschenliebe. Herr, dein Wort, die edle Gabe. Herr, der du einst gekommen bist Herr, der du mir das Leben Herr, die Erde ist gesegnet Herr, dir ist Niemand zu vergleichen Herr, du wollst uns vorbereiten Herr Gott, dich loben wir Herr Jesu, Gnadeusonne 452 Herr Jesu Christ, der du beweintest Herr, vor dein Antlitz treten zwei Herr, vor dem die Engel knieen. Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. Herzliebster Jesjsusu r Herz und Herz vereint zusammen Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Noth Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn Himmelan, nur himmelan Himmel, Erde, Luft und Meer Himmelskönig, Gott der Guaden Hinab geht Christi Weg Hirte deiner Schafe. 4 Höchster Tröster, komm hernieder. Ja, fürwahr, uns führt mit sanfter Hand Ja, Tag des Herrn, du sollst mir heilig. Jauchzet, ihr Himmel ä Ich bin ein Gast auf Erden. Ich bin getauft auf deinen Namen 5 Ich bleib' bei dir! Wo könnt' ich's besser haben Ich erhebe mein Gemüthe F Ich geh' zu deinem Grabe Alphabetisches Register. 431 Nr. Ich habe nun den Grund gefundennnnnmn. 229 Ich hab' in guten Stunden 2— 276 Ich hab' von ferne.„ ne i Kitchen e Ich sag' es Jedem, daß er r lebt b aht n ut Ich singe dir mit Herz und Munnnndd* Ich steh' in meines Herren Hand. n e e 288 Ich und mein Haus, wir sind bereit e e Ich weiß, woran ich glaube„ ee eee e ne Ich will dich lieben, meine Stär lll 241 Ich will von meiner 0 80„ e eee ee eee Jehovah, Jeho vag. Het Nad.,. ei eee Jerusalem, du hochgebaute Stadt.„ eee e ee ee Jesu, deine tiefen Wunden 120 Jesu, Freund der Mens 5. eee e ee Jesu, geh 1 n 2. G K n eee ee ine Freude„„ ene 240 Jesu, meines Lebens Leben 122 Jesus Christus herrscht als KöñRRggggg.. 142 Jesus, die erlösten Sünderurur 134 Jesu, Seelenfreund der Deinttn n 181 Jesus lebt, mit ihm auch iiůhgh 132 Jesus, meine Zuversich ttt 344 Jesus nimmt die Sünder an. u d e eee Ihr Frommen, bringt Gott Preis* Ehre. e e e Im Namen des Herrn Jesu Chrit cl! 196 In allen meinen Thaten„ Sie e e e In der Angst der Welt will ich an! tlagen„ e e eee In der stillen Einsamkeit.„ e eee eee att für, mich, so trete e e e e e 225 Kehre wieder, kehre wieddeeee e. 222 Komm, Jesu, läutre die Gedanken. 308 Komm, o komm, du Geist des Lebens 148 Komm, Schöpfer Geist, kehr“ bei uns einn 146 Kommt, Brüder, laßt uns geheeeeee n 327 Kommt her, denn Alles ist bereiltt. 212 Kommt ins Reich der Liebtt lk 303 Lasset uns mit Jesu ziehen. 20⁵ Laß mir die Feier deiner Leiden 108 Laß, Gott, mich Sünder Gnade findeennnmn.. 22⁰0 Lasset uns zum Heiland geheeeꝛer ng 207 Laßt Jehovah hoch erhe been. 28 432 Alphabetisches Register. Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Liebster Jesu, wir sind hier, dich Lobe den Herren, den mächtigen König Lobe den Herren, o meine Seele Lob' Gott, du werthe Christenheit Lobsingt am frohen Erntefest. Lobt den Herrn! Das Sterngefilde. Lobt den Herrn! Die Gnadensonne Mache dich, mein Geist, bereit. 5 Macht hoch die Thür', die Thore weit Mag auch die Liebe weinen 5 Marter Jesu, wer kann dein vergessen Meine Lebenszeit verstreicht 0 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank Meinen Jesum lass' ich nicht Meine Seele voller Fehle. N Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh' Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe Mein Gott, wie bist du so verborgen. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden Mir ist Erbarmung widerfahren 8 Mir nach, spricht Christus, unser Held Mit dem Herrn fang' Alles an Mit Ernst, ihr Menschenkinder Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nach einer Prüfung kurzer Tage Nein, ich will nicht sorgen Nein, nein, das ist kein Sterben Nicht menschlicher Rath 8 Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nun danket Alle Gott Nun danket All' und bringet Ehr. Nun freut euch, Christen, insgemein Nun geh' uns auf, du Morgenstern Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ. Nun jauchzet All', ihr Frommen Nun laßt uns gehn und treten Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet hat Alphabetisches Register. O Bethlehem, du kleine Davidsstadt O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte du Liebe meiner Liebe Durchbrecher aller Bande. Gott, du frommer Gott* Gott, o Geist, o Licht des Lebens. Haupt voll Blut und Wunden heil'ger Geist, kehr' bei uns ein heiliger Geist, o heiliger Gott. herrlicher Tag, o fröhliche Zeit Hirt, du getreuer 1 Höchster, deine Gütigkeit Jerusalem, du schöne Jesus Christ, mein Leben. Jesu, Herr der Herrlichkeit Jesu, Jesu, Gottes Sohn Jesu, meine Wonne Lamm Gottes, unschuldig. selig Volk, deß Gott du bist. Welt, sieh hier dein Leben O wie freun wir uns der Stunde Ringe recht, wenn Gottes Gnade Schafft mit Ernst, ihr Menschenkinder Schau' hin, dort in Gethsemane Schaut die Mutter voller Schmerzen. Schmücke dich, o liebe Seele Schöpfer meines Lebens e Seele, dein Heiland ist frei von den Banden Seele, sei zufrieden f Seele, was ermüd'st du dich 8 Seid eingedenk, o theure Kinderschaar. Sei heilig uns, o Feierzeit 5 Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut Selige Seelen„ Selig sind des Himmels Erben Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Singt, singt Jehovah neue Lieder So Jemand spricht: Ich liebe Gott Sollt' es gleich bisweilen scheinen 9888888889889 888508 28 434 Alphabetisches Register. Sollt' ich meinem Gott nicht singen Sorge, Herr, für unsre Kinder So ruhest du, o meine Ruh'. Stille halten deinem Walten. Stimm' an das Lied vom Sterben. Such', wer da will. Tag über alle Tage Theures Wort aus Gottes Munde Thut mir auf die schöne Pforte. Trauernd und mit bangem Sehnen. Treuer Heiland, wir sind hier Unwiederbringlich schnell entfliehn Verlaß mich nicht Verzage nicht, o Häuflein tlein Vom Himmel kam der Engel Schaar. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz Von Gott will ich nicht lassen Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen Wach' auf, mein Herz, die Nacht ist hin Wach' auf, mein Herz, und singe Wachet auf, erhebt die Blicke. Wachet auf, ruft uns die Stimme Walte, walte nah und fern Warum sollt' ich mich denn grämen Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt Was Gott thut, das ist wohlgethan, so deuken Was ist's, daß ich mich quäle Was mein Gott will, gescheh' allzeit Was zagst du, Herz, auf dunkler Bahn Wenn Alle untreu werden Wenn Christus, der Herr. Wenn der Herr, der aus dem Grab erwachte Wenn der Herr einst die Gefangnen Wenn dir dein Zion Palmen streut Wenn ich ihn nur habe l Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn mich die Sünden kränken. Werde Licht, du Volk der Heiden Wer ist wohl wie du Alphabetisches es Register. 435 Nr. Wer nur den lieben Gott läßt walter„ Wer weiß, wie nahe mir mein ende 5 F 324 Wie bist du, Heiland, mit der Krone„ Wie flieht dahin der Menschen Zeit. n„ Wie Gott mich führt, so will ich gehn 3 273 Wie groß ist des Allmächt'gen Güte 3 5 16 Wie herrlich strahlt der Morgenstern.„ ist der Tag so freudenreich.„ 8 3 Wie könnt' ich sein vergessen R 8* 0 Wie lieblich ist das Haus des Herrn.„ e Wie mächtig spricht in meiner Seele e e 218 Wie nach einer Wasserquelle 5 2 e 262 Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ a 9 i 0 70 Wie schön leucht't uns der Morgenstern 1 2 g„ Wie soll ich dich empfangen 5 S 2 Wie wird mir sein, wenn ich dich, Jesu, ehe— 353 Wie wohl ist mir, o Freund der Seele 3. Will in trüben Kummertagen.„ Willkommen, Held im Streite.. 130 Wir danken dir, o Vater, heut“ 2 5 5 61 Wir flehn um deine Gnade. 1 200 Wir schwören heut' aufs Neue 2 3 5„„ Wir singen dir, Immanuel 8 5 g 98 Wir treten in das neue Jahr. 8„ Wohlauf, wohlan zum letzten Gang. 3 335 Wohl einem Haus, da Jesus Christ a 3 Womit soll ich dich wohl loben 8. 3 Wort aus Gottes Munde„ Wort des Lebens, lautre Quelle 22 barer Nn 3 8 7 Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn 8 2 Zeuch ein zu meinen Thoren.„ Zieh' 8 du Ostersonne a F 137 Zieh' hin, mein Kind! Gott selber fordert d dich 8.. 340 Zum Simmel bist du eingegangen„ ———— — A ³˙ 5 Centimetres Green veIIOW Magenta White 3/ Color Black