Fünfzig zwei- und dreistimmige Lieder für katholische Schulen. 3. Herausgegeben von 3odom diny 1970 3. P. Strobel. Zweites Heft. Mit Oberhirtlicher Genehmigung. di milli grønt Mainz, Verlag von Franz Kirchheim. 1854. Nro. 1. Jesus unser Vorbild. 2. Die Schule Das gute Kind 4. An die Tugend 3. 5. Der Arme 6. 7. 8. Alles mit Gott 9. Wie Gott will 10. Icsus an den Schüler 11. Ave Morgenlied Gebetlied 12. Icfus, der Kinderfreund 13. Das Lebensziel 14. Dem dreieinigen Gott 15. Vor dem Unterrichte 16. Maria, die Mutter Jesu und unsere Mutter 17. Frommes Verlangen 18. Ermahnung 19. Die Kirche 22. 23. 24. 20. Gebet zum heiligen Schußengel 21. 25. Du bist Petrus 2c. 1000! Die Kirche betet ohne Unterlaß für Petrus zu Gott Der Kirche Flehen für ihre Bischöfe und Priester Bitte um Weisheiti Ave Maria 6. Morgenlied 7. Inhalt. Nach dem Unterrichte Das Gebet des Herrn. Bitte um die göttlichen Tugenden 29. 30. Lebensfahrt pem 31. Gute Meinung 32. Die Unschuld 33. Der Schußengel 34. Danklied 35. Gott ist allgütig 36. Kindlicher Blick in die Natur 37. Der Morgen im Gebirge 38. Frühgebet 39. Abendgebet 40. Der fleißige Knabe 41. Das fleißige Mädchen. 42. Der fromme Knecht 43. Die fromme Magd 44. Der Christbaum MG Jasmisses VI. Bandlungslieber. 1. D, Du der Liebe Wunderthäter. 2. Gottes Sohn ist hier zugegen 3. Heilig, heilig, heilig ist! 4. Herz Jesu, heil'ger Hochaltar 5. Seht, schon steigen Engel nieder 6. Verhüllt euch, Cherubinen Seite 1 1 2 2 4 5 16 7 900 3967 8 9 10 11 12 190 12 13 13 14 15 15 16 17 17 11 17 18 19 19 20 21 21 3722 23 23 24 312 25 25 00 1126 27 diN: 28 28 29 30 30 31 32 32 Gemüthlich. f m fc f F Weis- heit zu. Je= su! Dei- ne er= fte Ju- gend war voll An- muth und voll = Andächtig. 1. Jesus unser Vorbild. P Tu- gend: Wie an Jah- ren nah- mest Du = 2. Jesu! dieß sei mein Bestreben, auch so fromm, wie Du zu leben bestes Kind, Du sollst allein meiner Jugend Vorbild sein. 2. Jesus: der Weg zum Vater. P an Verstand und 2 mf Je- sus, Der Du Licht und Leben, und der Weg zum Va- te = dol. bist! Je sus, Der Du mir gegeben, was zum Heil nö- thig ist! 2. Jesus, Der mich ewig liebet, Der beim Vater für mich fleht, m verbürgt, daß Er mich liebet, meinen Geift zu Jhm erhöht! 1 3. Jesus, ohne Den kein Sünder zu dem Vater kommen kann: Du machst uns zu Gottes Kinder, Dich bet' ich mit Freuden an! 4. Preis dem Vater schall' in voller Melodien Jubelklang: Preis dem Sohne, dem Erlöfer, Preis dem Geist und Lobgesang. 3. Das gute Kind. Mäßig. dol. 語 Ein Kind voll Ein- falt, oh- ne List, mit im- mer fro- hem Muth, Das gern bei seinen El- tern ist, gern, was sie sa- gen, thut, 6 8 mf Geschwister gern und Nachbarn liebt, und kei- nen Men- schen je betrübt: HE PP Das Kind ist brav und gut! Das Kind ist brav und gut. 2. Ein Kind, das gern von Jefus hört, und gern von seiner Pflicht, Der Warnung folgt, den Lehrer ehrt, und hält, was es verspricht; Das nie beim Bösen sich verweilt, sein Abendbrod mit Armen theilt: Das Kind ist brav und gut. 3. Ein Kind, das munter und vergnügt das Glück der Andern sicht: Das wenig spricht und niemals lügt, und schlimme Kinder flieht; Das nie nach dem Verbotenen strebt, nur Jefu zu Gefallen lebt: Das Kind ist brav und gut. 4. An die Tugend. Gemüthlich. bbc PV 1. Hol- de Tugend! E mf lci- te mich in meiner Jugend! sein; Bil- dung sein! 2. Meinem Leben kannst du nur die Würde geben; denn ein schönes Angesicht, gibt des Herzens Würde nicht.:,: Gehend. dol. Las se mich nur ganz allein schön durch dei- ne Bil- dung = 3. Ohne Tugend welk' ich schon in meiner Jugend! Tugend, Tugend leite mich!:: Jeder Pulsschlag sei für dich.:;: 5. Der Arme. t f schön durch dei- ne = mf 1. Am We- ge stand ein ar= mer Mann, gleich sprach das Kind den 201 dol. Р Va= ter an: ,, Gib, Va- ter, ei- ne Ga- be mir, daß ich fie bring' dem Ar- men hier." 2. Der Vater gab, das Kind lief hin und reicht' es dar mit frohem: Sinn; der Arme dankt und neiget sich und sprach: Der Himmel segne dich!" 11 3. Da lief das zweite Kind und bot dem Armen gar sein Butterbrod; der Arme nahm's mit Freuden an, und sprach:„ O, das war wohlgethan!" 4 4. Und leise nacht das dritte Kind und nahm des Armen Hand geschwind und küßte fie so herzlich treu, als ob's fein lieber Vater sei. 5. Da hielt der Mann die Thränen nicht, fein Auge ward wie Sonnenlicht, Er sprach: O Gott im Himmelreich, dies Kind ist einem Engel gleich!" Etwas munter. 2 6. Morgenlied. mf 1. Wer hat mich ge- weck- et, mein Aug' auf- ge- than? Die lei- se Hand Gottes, die rühr- te mich an 2. Wer hat uns von neuem den Morgen gebracht? Die starke Hand Gottes, die hat ihn gemacht. Gefühlvoll. 3. Und wer hat bewahret uns all, Groß und Klein? Die liebe Hand Gottes, die that es allein. dol. II 4. So hab' ich denn Alles, o Gott, nur von Dir! Nun gib auch den Segen, und bleibe bei mir! 7. Gebetlied. en- gel bleibt zu- rü- cke = # mfi P 1. Wer nicht am Morgen betet, ist arm den ganzen Tag; Schußdol. @ und ruft ihm trau- rig nach: 2. ,, Nun muß ich dich verlassen, kann gar nicht bei dir sein; dir drohen viel Gefahren, und nichts wird dich erfreu'n. 3.„ Ich darf dich nicht beschüßen; du wankst, wo du auch stehst; v komm, o komm zurücke, und bete, eh' du gehst!" H. Bone. Kindlich. Einige. 8. Alles mit Gott. Alle. P 1. Mit dem Herrn fang' Al- les an! 6: trau- en; darfſt auf eig- ne Kraft nicht bau- en; Demuth schützt vor mf Kind- lich mußt du ihm verP stol- zem Wahn. Mit dem Herrn fang' Al= les Sanft und getragen. f an! 2. Mit dem Herrn fang' Alles an! Die sich Ihn zum Führer wählen, können nie das Ziel verfehlen; fie nur geh'n auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang' Alles an! A 3. Mit dem Herrn fang' Alles an! Muth wird dir dein Helfer senden; froh wirst du dein Werk vollenden; denn es ist in Gott gethan. Mit dem Herrn fang' Alles an! 201 9. Wie Gott will! dol. hin P f mf 1. Wie Gott will, wie Gott will, halt ich gern in Demuth 6 still dol. Mit Andacht. f c denn nichts Beff- res kann er= mf Kind; als Got- tes Wil= len. 2. Wie Gott denkt, wie Gott denkt! Er, der Alles weiß und lenkt, lenkt auch mich, daß ich auf Erden soll ein Kind des Himmels werden. 3. Wie Gott thut, wie Gott thut, so ist Alles recht und gut; denn Er führt auf allen Wegen mich dem Himmelreich entgegen. ( H. Kletke.) fül- len ich, sein 10. Jesus an den Schüler. mf 1. Kind! merk' im gan- zen Le= ben die Lehr', die ich ge= dol. P ge- ben: Wenn man ihr wi- der- spricht, ver- giß, ver- giß mein nicht! 2. Wenn Freche dir zu Thaten dagegen wollen rathen, nicht scheuend mein Gericht, vergiß mein nicht! 3. Wenn das verkehrte Wesen der Welt dich reizt zum Bösen, verletz' nicht deine Pflicht! Vergiß mein nicht! 4. Wenn böse Sinnestriebe bekämpfen heil'ge Liebe und Muth zum Guten bricht, vergiß mein nicht! 5. Wenn sie zu Eitelkeiten und Thaten wollen leiten, die scheu find vor dem Licht, vergiß mein nicht! 6. Wenn Satan dir den Glauben und Zuversicht will rauben, thu', was der Lehr' entspricht! Vergiß mein nicht! 7. Wenn heiße Leidensstunden dein Innerstes verwunden, und Schmerz dein Herz durchsticht, vergiß mein nicht! 8. Nur bet' und merk': zur Seite bin ich in jedem Streite, und geb', woran's gebricht,- vergiß dein nicht! 9. Und werde dir zum Lohne einst geben jene Krone, die treue Liebe flicht! Vergiß dein nicht! Sanft. fc|; mf 11. Ave. 1. Zur frü- hen Mor- gen- stund' ruf ich mit Herz und Mund: Ge= Fromm. fic. dol. grüßt seist du, ge- grüßt seist du, Ma= ri==== a! 2. So auch zur Mittagszeit ist ihr der Gruß geweiht: Gegrüßt 2c. 3. Und bei des Tages Schluß sei dieß der letzte Gruß: Gegrüßt 2c. 12. Jesus, der Kinderfreund. TO 00 Ar- men; freu- test Dich, fie an== zu 3 Ell f mft 1. Lieb- ster Je- sus! voll Er= bar- men trugst Du Kin- der auf den Dei- ne Bruft zu drücken. + dol. blicken P und an 8 2. O mit welchen sanften Mienen gabest Du den Segen ihnen! Daß fie frei von Jugendsünden Luft an allem Guten finden. 3. Dut, den wir hier glaubend seben, Jesus Christus! vor uns stehen; Du hast uns jetzt auch nicht minder lieb, als jene kleine Kinder. 4. Was wir Nüßliches begehren, willst Du willig uns gewähren; Du, der alle Haare zählet, weißt, was jedem Menschen fehlet. 5. Herr des Himmels und der Erden, möchten wir Dir ähnlich werden! Möchten wir mit allen Frommen, Freund der Kinder, zu Dir kommen! 6. Gib uns, Jesus, Deinen Segen, leit' uns auf der Tugend Wegen; laß uns frei von Jugendsünden, Lust zu allem Guten finden! 13. Das Lebensziel. Mäßig. & 1. Uns winkt herab im Himmelsschein das Ziel der Wan- de- rung, und = T weckt, beim Herrn be- glückt zu sein, des Her- zens Sehnsuchtsschwung! 2. Froh will ich drum nach Oben seh'n, und Saat nur will ich streu'n, die noch, wann Erdenstürme weh'n, mit Frucht mich kann erfreu'n. 3. Nach Oben lege Flügel an der Gott erquickte Geist, daß Nichts mehr von des Heiles Bahn ihn fort zur Tiefe reißt. v. Mozart. 14. Dem dreieinigen Gott. Erhaben und langsam. Einige. ве Alle. 1. ( Gott, von Dir hab' ich mein Leben! Leib und See- le, Trank und Al- les hast Du mir ge= ge- ben, mir zum Se- gen, Dir zum ( Speif'; Preis. Einige. mf Du bist meine Zu- ver- ficht! Dich, mein Schöpfer, g! Andächtig. fc Alle. laß ich nicht. Du bist meine 3u- ver- ficht! Dich, mein = Schöpfer, laß ich nicht. 2. Jesus, Du hast meine Sünden an dem Kreuze selbst versöhnt, daß nun Furcht und Knechtschaft schwindet und mich Gott mit Gnade krönt. :: Du bist meine Zuversicht; Dich, mein Heiland, laß ich nicht.: 3. Heil'ger Geist, Du haft die Güter alles Hei's mir aufgethan, bist mein Tröster und mein Hüter, führest mich die schmale Bahn.:: Du bist meine Zuversicht, Gottes Geist, Dich laß ich nicht.:,: 4. Mit Dir will ich stets beginnen, mit Dir schließ ich meinen Lauf. Nimmst Du, Herr! mich einft von hinnen, o so nimm zu Dir mich auf.:: Gott, Du meine Zuversicht! Du, mein Heil, verlaß mich nicht.:: 15. Vor dem Unterrichte. mf 1. Geift vom Va- ter und vom Soyn', wei- he Dir mein Herz zume 1 dol. Thron! Schen- ke dich mir im- mer- dar, Р so, wie einst der 2 10%. Jünger Schaar. 2. Geift des Lichtes mehr' in mir meinen Glauben für und für; der in Liebesthat erscheint, ganz mit Chrifto mich vereint. 3. Geist der Hoffnung! führe Du heiter mich dem Himmel zu! Laß mein Herz fich Deiner freu'n, hier durch Dich schon selig sein! 16. Maria, die Mutter Jesu und unsere Mutter. Innig. # 1 f₁ mf 1. D Hoch- ge- be- ne= dei= te! Von kei- ner Sünd' Ent- weih- te! Solo. t cresc. Ma- ri- a, sei gegrüßt! Dir glü- hen = Tutti. Trie- be, die Du der schönen Lie- be Tutti. Solo. unf = re f. er- hab'= ne Mut- ter P PP bift; er= hab'- ne, er= hab'- ne, er hab'- ne Mut- ter bist. 3 11 2. Wie ruht auf Deinen Armen, o Mutter voll Erbarmen! Dein Jesus fanft und mild! Sein Aug', wie Deines, blicket auf uns.- O wie entzücket bies himmelsvolle Bild! 11 3. Ach daß auf Deinen Händen auch wir ein Pläßchen fänden beim lieben Jesuskind! Du läsfest Plaß uns finden, wenn wir nur rein von Sünden und fromme Kinder find. 4. Dein Kind winkt allen Frommen, durch Dich zu Ihm zu kommen; sie hören Deine Stimm': ,, Hört, was euch Jesus lehret, thut, was von Ihm ihr höret, und folg't in Liebe Ihm. - 5. Wie ist Dein Wort voll Milde! Ach hier vor Deinem Bilde sei der Entschluß gefaßt: Wir wollen Jesum lieben, und seine Lehren üben, wie Du geübt fie haft. 6. Wenn Deines Sohnes Willen wir immer treu erfüllen, dann bift uns Mutter Du, und führest, wenn wir sterben, als seines Reiches Erben uns Deinem Sohne zu. 17. Frommes Verlangen. Gemüthlich. & f 6 # 8 mf 1. So ger- ne möcht' ich leben, daß al= le Welt mich ehrt: Der Ell Vater und die Mut- ter, und wer mich Gu- tes lehrt! 2. Sie nennen mir die Tugend, die sei so ehrenwerth; darum ist sie das Eine, was so mein Herz begehrt. 3. Ich soll gehorsam bleiben, soll alles Böse scheu'n; soll alles Gute lieben, so wär' die Tugend mein. 4. Komm, holde Tugend, mache mein Herz geschickt dazu! Daß ich das e Böse scheue, das Gute immer thu! 5. Auch soll ich treulich beten, daß Gott mein Beistand sei. Hilf, lieber Gott, ich bete: Erhalte mich getreu! 6. So segne mein Verlangen, so segne, was ich thu'! Mein freudigster Gedanke, Du lieber Gott, bist Du! 12 Mäßig. f 18. Ermahnung. 8 mfl PC P 1. Die Schule ist ein Bildungshaus, Kind, ge- he gern hin- ein! Du gehst dann mit Ge- winn her- aus, willst du nur folg- sam sein! 2. Wer ernstlich nach Erleuchtung strebt, dem leuchtet überall des Geistes Lichtstrahl und er bebt, zurück vom Sündenfall'. 3. Glaubt nie, Geschicklichkeit allein sei alles Lernens Ziel: nein, Tugend muß das Höchste sein, sonst taugt kein Wiffen viel. Choralmäßig. Volksweise. 4. Drum Schüler! merkt euch feft die Lehr': wer hellen Geistes ist, der mühe fich und werde mehr, ein Tugendfreund, ein Chrift. 19. Die Kirche. mf 1. In des Or- tes Mit- te P steht das lie- be Got- tes- haus, 20 from- mer Chri- sten Sit- te, schmückt es ein- fach, lieb- lich aus. 2. Zu dem Kirchlein wallen Alt und Jung mit Kindessinn; es gehört ja allen: Reich' und Arme zieh'n dahin! dol. 3. Ihr Beglückten kommet, tretet hier vor euern Gott; was dem Herzen frommet, das und das allein ist noth. 4. 3hr Bedrängten leget hier die Sorgen auf den Herrn; der uns schüßt und pfleget, Er, der Vater, ist nicht fern. 13 5. Ihr Betagten weilet gern in diesem Heiligthum; unser Leben eilet: bringt es euerm Gott zum Ruhm. 6. Du, o Jugend, ehre diesen theuern Vaterort, deine Seele nähre hier sich oft an Gottes Wort. 7. Kirchlein nimm sie alle, Reich' und Arm', in deinen Schooß, Gottes Lob erschalle laut in dir von Klein und Groß. 20. Gebet zum heiligen Schutzengel. Mäßig. t mf 1. Du mein Schußgeift, Gottes En- gel! Wei- che, wei- che nicht von Solo. Tutti. 10 dol. mir; lei= te mich durchs Thal der Mängel bis hin- auf, binauf zu dir! 2. Laß mich stets auf dieser Erde deiner Führung würdig sein, daß stündlich besser werde, nie ein Tag mich darf gereu'n! 3. Gehe zärtlich mir zur Seite, wenn mir manche Schwachheit wink gib mir dann auch das Geleite, wann mein müdes Leben sinkt. 4. Sei in einer Welt voll Mängel stets mein Schild und mein Paniel Du, mein Schußgeist, Gottes Engel, weiche, weiche nicht von mil be 21. Du bist Petrus 2c. 2c. Matth. XVI, 18-19. Choralmäßig. 花 le 449 mf 1. Sei ein Felsen, dir ver- trau' Ich, Pe- trus, Mei- ne Kirch 14 f dol. an. Fester Fel- sen, auf dich bau' Ich Mei- nen Welt- beglück- ungs- plan. 2. Dir will Ich die Schlüssel geben Meines Reiches; öffne du Meinen Himmel durch Vergeben, durch Behalten schließ ihn zu. 3. Sei der Hirte Meiner Heerde; Schaf und Lämmer weide du; wenn Ich scheide von der Erde, sei Mein Stellvertreter du.. 4. Daß nichts schwäche deinen Glauben, bat den Vater Ich für dich, daß du stärkeft in dem Glauben deine Brüder, stärk' Ich dich. 22. Die Kirche betete ohne Unterlaß für Petrus zu Gott. Apstg. XII, 5. Gemäßigt. 6 8 # 1. Be- schirm'der Kirche D= ber- haupt und alles Volk, das Tutti. mf Solo. dol. an Dich glaubt, Du Hirt der Hir- ten, Jesus Chrift, der Du der Völ- ker Hei- land bist. 2. O Du, der Alles wirkt und schafft, erhalt ihn stark in Deiner Kraft, und segne seinen Hirtenstab noch lange bis an's späte Grab! 15 3. Er ist der starke Fels im Meer! Sei Du sein Schirm und seine Wehr. Herr! schirm' der Kirche Oberhaupt, und alles Volk, das an Dich glaubt. 23. Der Kirche Flehen für ihre Bischöfe und Priester. Kräftig. f # mf 1. Für unsern Hir- ten fle- hen wir: Herr! gib ihm Gna- de f P für und für! Sei Dusein Schirm, fein Stab, sein Schild, Du al= ler Hir- ten schön- stes Bild! 2. Sein Hirtenruf und Hirtenstab führ' uns durch Leben, Tod und Grab, durch diese kurze Prüfungszeit zu Dir, o Herr der Herrlichkeit! Sanft. 3. Herr! mehre seiner Jahre Zahl; und führ' ihn einst zum Hochzeitmahl: gib ihm an Deinem Gnadenthron dort Oben seiner Mühe Lohn! t 24. Bitte um Weisheit. ( Gedicht v. H. Modest.) mf P 1. Mein Wis- sen ist ge- ring und klein, doch Du, o Herr, will dol. mich be- leh- ren, mit Dei- nem Ra- the bei mir sein und 16 meine Wis- sen- schaft ver- meh- ren. 2. Dein heil'ger Geist erleuchte mich, und Deinen Willen zu verstehen und zu Dir aufrecht inniglich als meinem Vater hinzusehen. 3. Er wolle mich an seiner Hand zu allem Guten gnädig leiten, er wolle mehren den Verstand und auch mein Herz wohl zubereiten. 4. O, mach mich weise; mach mich fromm was soll ich, Vater, Beff'res bitten! Daß ich einst in den Himmel komm' zu Dir, in Deiner Englein Mitten! Freudig. - 25. Ave Maria! ( Gedicht von J. W. Wolf.) dol. ( Einige,) 1. Der A- bend finkt, die Glo- cke klingt: Ave Ma- ri- a! ( Alle.) # mf fo Von Pol zu Po- le schwingt sich zu Dir der Gruß des Eng- els, 0 = ( Einige.) Frau- en- zier: A- ve, Ave, A- ve Ma rita! 2. Es schwebt der Klang den Wald entlang: Ave Maria! 3m Silberhaare der stille Greis lauscht ihm und faltet die Hände feis: Ave Maria! 3. Zur Kinderschaar hindringt es flar: Ave Maria! Sie knieen nieder und bet'n im Chor und Engel tragen das Wort empor: Ave Maria! 17 4. Fern über's Meer hin weht es hehr: Ave Maria! Der Fischerknabe mit frommem Sinn legt in den Nachen das Ruder hin: Ave Maria! 5. Die Stund' ist Dein, o Jungfrau rein: Ave Maria! Zu Dir fleht der Sklav' im Bergesschacht, und der Gefangne in Kerkernacht: Ave Maria! 6. O neig Dich mild, Du heilig Bild: Ave Maria! Gieb allen Herzen, o Jungfrau, Ruh, neig All'n dich liebend und tröstend zu: Ave Maria! 26. Morgenlied. Melodie: Nr. 22. 1. O Gott! Du hast in dieser Nacht so väterlich für mich gewacht; ich lob' und preise Dich dafür, und dank für alles Gute Dir. 2. Bewahre mich auch diesen Tag vor Sünde, Tod und jeder Plag; und was ich denke, red' und thu', das segne, befter Vater, Du. 3. Dir wohlgefällig, fromm und rein soll stets mein Sinn und Wandel sein; vom Sündenwege bleib' ich fern, und folge Jesu, meinem Herrn. 4. Beschüße auch, ich bitte Dich, o beil'ger Engel Gottes mich. Laß mich Dir anbefohlen sein, o heiliger Schußengel mein! AMER 5. Maria, bitt' an Gottes Thron für mich bei Jesus, Deinem Sohn, der hochgelobt sei allezeit, von nun an bis in Ewigkeit. 27. Nach dem Unterrichte. Melodie: Nr. 7. 1. Die Stunden sind auch heute uns wieder schnell entfloh'n; doch Heil uns, uns erfreute des Fleißes süßer Lohn! 2. O laßt uns unser Leben Gott und der Tugend weih'n! Dann wird auch unser Streben von Gott gesegnet sein. 28. Gebet des Herrn. Melodie: Nr. 23. 1. O Vater, Dem kein Vater gleicht, so weit nur Erd' und Himmel reicht! Der Erdkreis bet' so viel er kann, Dich, Heiligster, voll Ehrfurcht an! 2. Dein Reich, zu dem nur der gehört, der Dich durch Glaub' und Liebe sehrt, und sich dem Wohl der Brüder weiht, vermehre sich zu jeder Zeit. 3. Dcin Wille ist stets weis und gut; wohl dem, der ihn von Herzen thut! Wir, Deine Kinder, wollen ihn, hier, wie im Himmel, gern vollzieh'n. du no 19 3 18 4. Das täglich Brod, das uns erhält, gieb uns, so lang es Dir ges fällt; gieb aber auch ein Herz dabei, das dankbar und genügsam sei. 5. Vergieb! wir fehlen oft vor Dir! vergieb uns, Bater, so wie wir, um Deiner Huld uns zu erfreu'n, auch unsern Brüdern gern verzeih'n. 6. Versuchung droht uns rings umher; ach, nie sei sie für uns zu schwer! Durch Deine Hülf' sei unser Heil, nie für ein irdisch Gut uns feil. 7. Erlös uns einst, Du guter Gott, aus jedem Kummer, jeder Noth, und nimm uns nach vollbrachtem Lauf', in jenes beffre Leben auf. 29. Bitte um die göttlichen Tugenden. ( Einige.) Mäßig. f t dol. 1. mf Herr Jesu Chrift, ich finge Dir am frühen, hei- tern O nimm den wärm- sten Dank von mir, im Her- zen still ver( Alle.) Mor- gen! bor- gen! 000 1000 1000 TO CO Und stär- ke meinen Glau- ben heut, von = 000 1000 00 0 P nun an und für al= le Zeit! 2. Du Retter und Erlöser Gott, dem ich so gern vertraue; zu dem ich aus der Erdennoth in süßer Sehnsucht schaue. O heilige mein Hoffen heut, von nun an und für alle Zeit! 3. Und Gott der Liebe, Osterlamm, das einst für mich gestorben; das meine Sünden. auf sich nahm, und mir das Heil erworben. Entzünde meine Liebe heut, von nun an und für alle Zeit! Mäßig. be 30. Lebensfahrt. ( Gedicht v. 3. Lippert.) F 1. Mein Schifflein wohl be- frach- tet steht zur Fahrt in's beff'= re Land; soHE bald der Wind nun see- wärts wcht, verläßt's den heim'schen Strand. 2. Der Glaube lenkt's mit sich'rer Hand, die Liebe zeigt die Bahn; die Hoffnung volle Segel spannt und legt die Anker an. 19 3. So steuert, gut bemannt, mein Schiff zur hohen See hinaus umschiffet Brandung, Felsenriff, hält alle Stürme aus. 4. Der Glaube steuert kühn zum Ziel, wohin ihn Liebe lenkt, die Hoffnung treibet rasch den Kiel, bis sie den Anker senkt. Langfam. t 5. Und legt mein Schifflein einst zerschellt im Friedenshafen an; die Fracht, gehörend beffrer Welt, ist glücklich heimgethan. 31. Gute Meinung. mf TTE TI 1. Gott, def- sen Hand die Welt er- nährt, und Je- der- mann sein dol. Theil ge- währt; laß Dei- nen Se- gen auf uns ruh'n, und mich mein Werk mit Freu- den thun. 20 2. Du sorgft für mich, doch so, daß ich auch sorgen soll, zu thun, was mich Dein offenbarter Wille heißt, dazu verleih mir Deinen Geist. 3. Mit Beten geh' ich an mein Werk, gib Du dem Leibe Kraft und Stärk'; ich fang mit Dir die Arbeit an, gib, daß ich sie vollenden. kann. 4. Erleichtre mir der Arbeit Laft, laß mich, wie Du befohlen haft, Das thun, was meines Amtes ist; ich weiß, daß Du mein Helfer bist. 5. Ich trau' auf Dich mit Zuversicht, Du werdest, treuer Vater, nicht bei meiner Arbeit und Bemüh'n den Nahrungssegen mir entzieh'n. 6. Du machst die dürren Berge naß, Du kleideft Blumen, Laub und Gras, die Vögel speisest Du allein, für Deine Sorg' ist nichts zu klein. 7. Ach treuer Gott, erhöre mich, mein Auge sieht allein auf Dich, hilf, daß ich sorge, wie ich soll; ja, sorge Du, so geht mir's wohl! 32. Die Unschuld. Sanft. & mf 1. Was die Welt begeistert nennt, fire hebt der See- le A= del nicht. Wer der Tu- gend Wonnen kennt, wan- delt in dem wah- ren Licht. 2. Der nach Himmlischem nur trachtet, was der Welt gehört, verachtet, durftet nach Gerechtigkeit, wird mit Sättigung erfreut. 3. Wie der Quelle Silberfluthen, sei des Menschen Herz so rein. In der Liebe Feuergluthen muß es wohl geläutert sein. 4. Die auf Gottes Wort vertrauen, werden einst den Richter schauen. Wer bewahrt den Unschuldskranz, den umstrahlt ein Himmelsglanz! Mäßig bewegt. Einige. 1. c dol. = Sieh' Kind! ein Eng- el Er ruft und warnt und Chor. 8-7 mf Kräftig. the 33. Der Schutzengel. F H Hei li- ger Schußeng- el mein! Laß mich Dir be= foh- len sein; dol daß mein Herz von Sün- den frei all- zeit Gott ge= fäl- lig sei. 2.( Einige.) Und wirst du auf ihn hören, und folgen seiner Hand; dann wird er mit dir kehren zu Dem, der ihn gesandt. ( Chor.) Heiliger Schußengel zc. 34. Danklied. 21 dol. Ell mf ge- het, mit dir durch Freud' und Schmerz; fle- het, wenn sich ver- irrt dein Herz. 6²4 mf 1. Wie ver- dank' ich Gott die Ga- be, daß ich gute El ter ha- be, die für mich vom Mor- gen bis zum Abend for- gen! 2. Die mich kleiden und ernähren, mich das Böse meiden lehren, mid in allen Pflichten liebreich unterrichten. 22 3. O, ich will fie wieder licben, nie mit Vorsatz fie betrüben, will mich ftets bestreben, tugendhaft zu leben. 4. Ja, ich will mein Glück erkennen, will voll Lieb' und Eifer brennen, durch ein frommes Leben, Gott den Dank zu geben. 35. Gott ist allgütig. Mäßig. 1. ( Einige.) fe = Al- les, was ich bin und Du gibst je de gu = ( Chor.) Gott, von Dir! eschenkst Du mir. S ha- be, kommt, o te Ga- be, je= de Du, der so viel Gu- tes thuft, Hob = lie- ber Freu- de 0, wie bist Du doch so gut! ( Einige.) Laß, o Gott! mein ganzes Leben tugendhaft und heilig ſein! Alles, was Du mir gegeben, will ich Dir zum Opfer weih'n. ( Chor.) Du, der so viel zc. ( Einige.) Deine Weisheit und Dein Segen, Deine Güte leite mich! Daß ich kann die Tugend pflegen, und Dir dienen ewiglich! ( Chor.) Du, der so viel zc. ( Einige.) Bater auf dem Himmelsthrone, Dir, o Gott! der Heiligkeit: Und dem Geist', dem ew'gen Sohne, Ehr' und Ruhm und Herrlichkeit! ( Chor.) Du, der so viel zc. Feierlich. be mf 36. Kindlicher Blick in die Natur. ( Gedicht von H. Modest.) dol. macht! Du schufft de Tutti. 1. Wie groß bist Du, o Gott, wie groß, der Du die Welt geSolo. Froh. 6 fl CEE Mous Pracht. Du schufft das Kä- fer- lein im Moos und al- ler Ster- ne Pracht. 2. Du sprachst:„ Es werde!" und es stand gebaut die ganze Welt. :,: Du hältst sie feft in Deiner Hand, so lang' es Dir gefällt.:,: 3. Und, o, wie groß und wunderschön ist Alles eingericht't, :,: Daß ich nur staunen kann und sehn, doch es begreifen nicht!:,: 4. Anbetung steigt und frommer Dank zu meinem Gott empor, .:,: Ihm weih' ich mich mein Leben lang, der mich, sein Kind, erkor.: 5. Er ist ein Vater, reich und gut wie sollt' ich nicht vertrau'n, :: Nicht immer frisch und wohlgemuth, fromm in sein Auge schau'n!:, P das Kä- fer- lein im Moos und al= ler Ster- ne i fo - 6. Sein Auge ist die Wunderwelt, die er hervorgebracht: :,: Er lächelt uns im Sternenzelt und in der Blumen Pracht.:,: a 37. Der Morgen im Gebirge. ( Gedicht von Ch. v. Schmid.) 23 mf PS 1. Sieh, der Him- mel strah= let, S hell und roth wie Gluth! 24 dol. der so schön ihn ma- let, Gott, o Gott ist gut. 2. Wie im goldnen Schimmer, das Gebirge ruht! Schweigend spricht es immer: Gott, o Gott ist gut! 3. Sie der Felfenquelle purpurhelle Fluth! Ruft nicht jede Welle: Gott, o Gott ist gut! 4. Aus goldgrünen Blättern piept des Hänflings Brut, tönt des Alten Schmettern: Gott, o Gott ist gut! 5. Und der Hirtenknabe, schön wie Milch und Blut, fingt, gestüßt vom Stabe: Gott, o Gott ist gut! 6. Auf, mein Herz, und schlage froh auch und voll Muth! Jeder Pulsschlag fage: Gott, o Gott ist gut! Etwas munter. Be 6 38. Frühgebet. ( Gedicht von H. Modest.) P PP. SH CHURCHE 1. Die Ler- che fingt, ihr Lied er- klingt ein Mor= gen- gruß zu = PP mf Gottes Ehr'; es weckt den Tag der Wach- telschlag, ob's Zeit zu [ 1 neuen Wir fen wär. = 2. Und frischer Duft durchweht die Luft, und neues Leben athm' ich ein. O, Vater treu, laß mich auf's Neu' in Deine Huld empfohlen sein! 3. Wie Thaues Rauch vom warmen Hauch der Sonn' geweckt, zur Höhe strebt; wie reiner Thau auf frischer Au sei mein Gebet, das zu dir schwebt! 4. Hoch auf, mein Herz, und himmelwärts zum Gnadenthron erschwinge dich! Dort ströme aus im Vaterhaus des Dankes Lieder inniglich! 39. Abendgebet. Angenehm. 25 mf mf 1. Wie könnt' ich ru- big schla- fen in dunt- ler Nacht, wenn ich, o # 1 pad Gott und Va- ter, nicht Dein ge- dacht? 2. Es hat des Tages Treiben mein Herz zerstreut; bei Dir, bei Dir ift nein Herz Frieden und Seligkeit. 3. D, decke meine Mängel mit Deiner Huld, Du bist ja, Gott, die Liebe und die Geduld! 4. Gib mir, um was ich flehe, ein reines Herz, das Dir voll Freuden diene, in Glück und Schmerz! 5. Auch hilf, daß ich vergebe, wie Du vergibst, und meinen Bruder liebe, wie Du mich liebst: Etwas lebhaft. So schlaf 6. So schlaf ich ohne Bangen in Frieden ein, und träume füß unt stille, und denke Dein. 40. Der fleißige Knabe. 8 mf 1. 3ch will den Müs- fig- gang ftets flie- ben, und mich von Ju- gend 26 SITT mit Gottes Hilfe werden kann. 2. Ich kann schon lesen, kann schon schreiben; doch muß ich es noch fange auch das Rechnen an; wie gut ift's, wenn weiter treiben: man rechnen kann. P auf be- mü- hen, daß ich ein bra ver, wack- rer Mann = 3. Früh will ich Fleiß und Arbeit lieben, schon jetzt Verstand und Hände üben; dann ist es leicht, dann geht's mir gut; hab' immer Brod und frohen Muth. 4. Was wird aus einem jungen Laffen? Wie kann er sich einst Brod verschaffen? Wer nichts versteht, verdient auch nichts; wer nichts verdient, der hat auch nichts. ning 5. Vor Allem muß ich mich bemühen, von Jugend auf die Sünd' zu fliehen; hilf, lieber Gott! und steh mir bei, daß ich recht fromm und fleißig sei. Froh. f 41. Das fleißige Mädchen. un dild mf Ich will Fleiß und Arbeit lie- ben; mich in den Geschäften dol. P ü- ben: Bin ich gleich noch fung und klein; flei- ßig kann ich den- noch sein. 2. Weder Mühe, noch Beschwerden scheu' ich, um geschickt zu werden; erft die Mühe, dann der Sohn Surtig folgen fann ich schon. 3. Lesen, Schreiben brauch' ich immer, drum vergeß ich Dieses nimmer; wäre es nicht schad dafür? Wie viel nüßt das Lesen mir! 4. Spinnen, Waschen, Stricken, Nähen, mit dem Kochen umzugehen, und dergleichen lerne ich: Dies bringt einst mein Stand mit ſich. 5. Alles Gute kommt von Oben; danken und für Alles loben, will ich Dich, mein Gott und Herr! Brauch ich's gut, so gibst Du mehr. 42. Der fromme Knecht. Munter. 27 fe mft mf Hin- aus, hin- aus, in's frei- e Feld! Ich bin ge- sund und start an Kräf- ten! Und lobe Gott, der mich erhält, und ruft zu mei- nen Standsge- schäf- ten. 2. Mein Hausherr sieht zwar ießt mich nicht; doch sieht mich Gott, b einst wird fragen, wie treu ein Jeder seine Pflicht erfüllt in seinen Lebenstagen. 3. Ich will das Vich nicht ohne Noth, ich will es nicht mit Fluchen schlagen: Er fieht es ja, es hört mich Gott, Er hört die armenThiere tlagen. 4. Ich will mit Fleiß und Redlichkeit den Dienst nach meiner Pflichtverwalten, und die von mir versäumte Zeit gewissenhaft für Diebftahl halten. 5. Zum Schaden dingt man keinen Knecht, er soll für Lohn auch Nußen bringen; wie kann ich das? wie mach' ich's recht? O, möcht' es mir doch wohl gelingen! 6. Mit Gott fang' ich die Arbeit an, daß ich sie auch mit Gott vollende: Wer seine Pflicht getreu gethan, der freut sich an des Lebens Ende, 28 Heiter. 8 43. Die fromme Magd. mf 1. Zu Hau- se, auf dem Feld, im Stall, da soll ich fromm sein 165 922 dol. ü- ber- all: So will es Gott, der Al- les fieht, und weiß, was Tag und Nacht ge- schieht. 2. Kein Schaden soll durch mich gescheh'n; man soll mich niemals müsfig ſeh'n. Mehrt sich durch mich der Herrschaft Gut, ſo lohnt mir's Gott, wenn fie's nicht thut. 3. Das Vieh schreit mich um Futter an; ich will es pflegen, wie ich tann. Sollt ich für Lohn und Nahrung nicht auch treu beweisen meine Pflicht? 4. Da, liebe Thiere, freßt euch satt, wohl Dem, der Vieh zu warten hat: wie Mancher hat kein Vieh, kein Brod, und leidet auch noch andre Noth. Her hat kein 5. Mir geht nichts ab, ich bin gesund: Ich preise Gott mit Herz und Mund. Thu' ich nur meine Pflicht getreu, so leb' und sterb' ich sorgenfrei. 44. Der Christbaum.( Gedicht von 3. Lippert.) feierlich froh. c mf 1. Kennt ihr den Baum, den ewig jung- en, der dort im heil'- gen 2 dol. P Land ent- sproß; von dem troß al- ler Wan- de- lung- en nur Heil stets 17 auf die Menschheit floß? 2. Kennt ihr den Baum der ew'gen Blüthe, gepflanzt vom lieben Scfus Chrift, der uns ein Denkmal seiner Güte, ein Pfand der größten Liebe ist? 3. Der Christbaum ift's mit mächt'gem Stamme, gewurzelt tief und felfenfeft; mit Blut gedüngt vom Gotteslamme, den Sturm selbft unerschüttert läßt. 4. Es raget feiner Aefte Krone weit über unsern Erdkreis hin; sein Gipfel reicht zu Gottes Throne in reichem, ewigem Erblüh'n. 5. Und Die in seinem Schatten wohnen, sie wohnen wie im Paradies, wie einst der Herr den Millionen, die an ihn glauben, es verhieß. 6. Des Baumes Früchte, Himmelsgaben, find: Glaube, Hoffnung, Liebe fa. Für's ew'ge Leben uns zu laben, erglänzen fie am Baume da. 29 7. Wohlan! im Glauben, Lieben, Hoffen, da haltet feft an Jesus Chrift; so steht der Himmel Allen offen, wie es von ihm verheißen ist. B VI. Wandlungs- Lieder. 1. Langsam und feierlich. ( Einige.) # 1 P D, Du der Liebe Wun- der= tha= ter! Du Him- mels- brod Gott uns rer Vä- ter: seift Du ohne End'. ( Alle.) f Ge- prie- sen = mf Dich be ten wir hier an im Kein Auge fieht Dich, nur der 30 Stau- be; Glau- be, 6 Sanft und ruhig. ( Einige.) dol. # der Dei- ne Of= fen Kein Auge fieht Dich, nur der Glau- be, B = Gottes Sohn ist hier zu Er, der Gottmensch, den zum ( Chor.) Andächtig. ba- rung kennt. 12.30 P mf Laßt uns Ihm die Knie- e beu- gen, un- ser Haupt zur Er- de nei- gen, ge- gen, der beim Vater e= wig war; Segen einst Ma- ri- a uns ge= bar. TT pp un- ser Herz Ihm dank- bar weih'n, Sei- ner e- wig uns er- freu'n. 3, mfl = 1. Heilig, bei lig, heilig ist! 2. Heilig, heilig, ohne End, Un fer wun- der == Hei- land vol- les Mit Würde. 3 4 Kreuze auf- ge- o- pfert ist. seg et, uns zum Te- fta- ment. 3 000 Jesus Chrift. Sacrament! Kreu ze auf- ge- o- pfert ist. fet et, uns zum Te- sta- ment. 6 1. Herz Je- su, heil' ger = 2. Nimman nach Dei- ner = 3. Und laß es fromm und Solo. P Engel schaar: Chri- ften heit: Geiftes fein. = = Solo. Pl Der für al= le, an dem Wel- ches Je sus ein= ge= = Tutti. Hoch- al- tar! Gü- tig- keit, keusch und rein 31 Der für Alle an dem Wel- ches Je- sus ein- geDem ohne End die den Lob- ge- fang der der Tem- pel Dei- nes Das Hei- lig, Heilig, Heilig fingt; Herr Je- su, weih' auch un- fer Herz; Zieh' uns, o mil des Got- tes. herz, 32 Tutti. &$ An- be- tung, Lob und tröft' es in Aeng- sten, durch Dei- ne Gna de = Ernst und fromm. Solo. dol. be Pt t 1. Sebt, schon steigen Eng- el nie- der! Jesus, Je- sus naht her- an. 2. Je fus ift in unserer Mit- te, Je- sus bricht uns heut das Brod, 3. Gnad' und Stärke, Troft und Frieden schenkt Er uns zum Le- bens- lauf; = Innig. ( Einige.) Eh, re = bringt. Noth und Schmerz. him mel= wärts. 5. dol. : 3 Fal- let pin in Staub, ihr Brüder! Fallet hin und be- tet an! reicht sein Fleisch und Blut voll Gü- te, wie Er that vor sei- nem Tod. und ein Him- mel schließt hie- nie- den sich den from- men Seelen auf. 6. 1. Ver- hüllt euch, Che- ru bi = 2. Hier ist Gott selbst zu= ge ( Chor.) Tutti. HH nen, .. gen, fallt nie- der, Se= ra= phiwer, wer kann dies er= wä( Einige.) dol. nen: Hier thro- net unser Gott in der Gestalt von Brod. O, gen, der nicht die Knie- e beugt, sein Haupt zum Stau- be neigt? Wer, 64 laßt zu euch mich tre- ten, wer kann dies er= ken- - nen be- ten, lehrt ihr mich tief an und nicht vor Liebe bren- nen? wür- dig man ver- ehrt den Herr- scher die- ser stellt sich wun- der- bar die höch= ste Lie- be 3 ORIOS Erd'. dar. 33 ( Chor.) wie Hier Inn -11/ 112 cod 100 d Ce Mainz, Druck von Florian Kupferberg. zwei- und dreistimmige Fieder Inches 1 Centimetres Blue katholische Schulen. 2 Fünfzig 3 Cyan 4 2 für 5 6 17 Farbkarte# 13 Green 3 Mit Oberhirtlicher Genehmigung. Yellow 8 Mainz, Verlag von Franz Kirchheim. 1854. 9 110 111 Red 12 5 13 14 () 6 15 Magenta White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8